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**Case Identifier:** 87bbbebe-8769-52f4-b9ad-ff36a14bccd7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.08.2017 100 2016 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-120_2017-08-31.pdf

## Full Text

100.2016.120/121U
ARB/SPA/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. August 2017

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Spring 

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern 
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2011 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
15. März 2016; 100 14 654, 200 14 576)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Verfügungen vom 11. September 2013 veranlagte die Steuerverwaltung 
des Kantons Bern A.________ und B.________ abweichend von deren 
Selbstdeklaration für das Jahr 2011 auf ein steuerbares Einkommen von 
Fr. 209'500.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern und von 
Fr. 497'300.-- bei der direkten Bundessteuer. Die Differenz zur Steuer-
erklärung beruht hauptsächlich darauf, dass die Steuerverwaltung die gel-
tend gemachten Börsenverluste von A.________ in der Höhe von 
Fr. 1'410'815.-- mangels Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit 
nicht zum Abzug zuliess. Die dagegen erhobenen Einsprachen wies die 
Steuerverwaltung am 20. November 2014 vollumfänglich ab. 

B.

Am 10. Dezember 2014 gelangten A.________ und B.________ an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK), die den Rekurs und die 
Beschwerde mit Entscheiden vom 15. März 2016 abwies.

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 15. April 2016 in einer 
einzigen Rechtsschrift Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie 
beantragen, die Entscheide der StRK seien aufzuheben, die Tätigkeit im 
Zusammenhang mit dem Wertschriftenhandel sei als Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren und der dabei erlittene 
Verlust von Fr. 1'410'815.-- sei vom steuerbaren Einkommen in Abzug zu 
bringen. 

Mit Verfügung vom 19. April 2016 hat der Abteilungspräsident die Ver-
fahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte 
Bundessteuer vereinigt.

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Die StRK beantragt mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2016 die Abweisung 
der Beschwerden. Die Steuerverwaltung hat mit Beschwerdeantwort vom 
22. Juni 2016 auf Anträge verzichtet. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 
18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; 
BSG 668.11]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Ver-
fahren teilgenommen, sind durch die angefochtenen Entscheide besonders 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das 
Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen. Allerdings 
können die Entscheide in ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden 
(vgl. BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Da vorliegend die ein-
schlägigen Bestimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts 
weitgehend gleich lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der 
Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer 
Steuern.

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1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten ist einzig, ob der Wertschriftenhandel des Beschwerdeführers im 
Jahr 2011 eine selbständige Erwerbstätigkeit im Sinn des Steuerrechts 
darstellt und der geltend gemachte Verlust zum Abzug zuzulassen ist.

2.1 Bei selbständiger Erwerbstätigkeit können die geschäfts- oder be-
rufsmässig begründeten Kosten von den steuerbaren Einkünften abge-
zogen werden (Art. 30 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 1 StG; Art. 25 i.V.m. 
Art. 27 Abs. 1 DBG). Zu den geschäfts- oder berufsmässigen Kosten ge-
hören unter anderem eingetretene und verbuchte Verluste auf Geschäfts-
vermögen (Art. 32 Abs. 2 Bst. b StG; Art. 27 Abs. 2 Bst. b DBG), also ins-
besondere auch ein Negativsaldo in der Erfolgsrechnung am Ende des 
Geschäftsjahrs («Jahresendverlust»; vgl. Peter Locher, Kommentar zum 
DBG, I. Teil, 2001, Art. 27 N. 50; Julia von Ah, Die Besteuerung Selb-
ständigerwerbender, 2. Aufl. 2011, S. 139 ff.). Voraussetzung für den Ab-
zug eines Verlusts ist allerdings, dass dieser aus einer geschäftlichen 
Tätigkeit herrührt (vgl. VGE 2015/322/323 vom 1.6.2017 E. 5.1, 
2010/128/129 vom 1.2.2011 E. 2.1, 23218/23219 vom 5.11.2008, in 
StE 2009 B 23.1 Nr. 63 E. 2 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Wenn 
Verluste bzw. Kosten nicht bei einer selbständigen Erwerbstätigkeit, 
sondern anderweitig, d.h. bei der privaten Vermögensverwaltung bzw. im 
Rahmen einer sog. Liebhaberei oder eines Hobbys entstehen, werden sie 
steuerlich nicht zum Abzug zugelassen (vgl. Leuch/Strahm, in 
Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxis-Kommentar zum Berner Steuer-
gesetz, Band 1, 2. Aufl. 2014, Art. 21 N. 15 und 21 f.; Peter Locher, a.a.O., 
Art. 18 N. 14 und 22 f.; Julia von Ah, a.a.O., S. 7). 

2.2 Der Abzug von Verlusten aus Wertschriftenhandel ist zulässig, so-
weit sie aus einer geschäftlichen Tätigkeit herrühren und keine private 
Vermögensverwaltung vorliegt. In Bezug auf den Wertschriftenhandel spre-
chen folgende Umstände als Indizien für das Vorliegen einer selbständigen 

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Erwerbstätigkeit und gegen eine private Vermögensverwaltung: Die syste-
matische oder planmässige Art und Weise des Vorgehens, die Häufigkeit 
der Transaktionen, die kurze Besitzesdauer, der enge Zusammenhang mit 
der beruflichen Tätigkeit der steuerpflichtigen Person, der Einsatz spezieller 
Fachkenntnisse oder erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der Ge-
schäfte sowie die Verwendung der erzielten Gewinne bzw. deren Wieder-
anlage in gleichartige Vermögensgegenstände. Jedes dieser Indizien kann 
zusammen mit andern, unter Umständen jedoch auch für sich allein zur 
Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ausreichen. Dass einzelne 
typische Elemente einer selbständigen Erwerbstätigkeit im Einzelfall nicht 
erfüllt sind, kann durch andere Elemente kompensiert werden, die be-
sonders ausgeprägt vorliegen. Entscheidend ist, dass die Tätigkeit in ihrem 
gesamten Erscheinungsbild auf Erwerb ausgerichtet ist (vgl. 
BGE 125 II 113 E. 5e; BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in RDAF 2016 II 
S. 88 E. 2.2 auch zum Folgenden). Nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts sind insbesondere die Höhe des Transaktionsvolumens (d.h. 
der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserlöse) sowie der Einsatz er-
heblicher fremder Mittel zur Finanzierung der Geschäfte als massgebliche 
Indizien zu berücksichtigen. Demgegenüber haben das systematische und 
planmässige Vorgehen sowie der Einsatz spezieller Fachkenntnis nur noch 
untergeordnete Bedeutung, etwa im Sinn von «Ausschlusskriterien» (vgl. 
BGer 2C_385/2011 und 2C_386/2011 vom 12.9.2011, in StE 2011 B 23.1 
Nr. 72 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Die Praxisfestlegung der Steuerver-
waltung des Kantons Bern (nachfolgend Praxisfestlegung, einsehbar unter: 
<http://www.taxinfo.sv.fin.be.ch/taxinfo>, Rubriken «Themen/Einkommens- 
und Vermögenssteuern/Art. 21 StG/Gewerbsmässiger Wertschriften-
handel») bzw. das Kreisschreiben Nr. 36 der Eidgenössischen Steuer-
verwaltung vom 27. Juli 2012 (nachfolgend KS Nr. 36, einsehbar unter: 
<http://www.estv.admin.ch>, Rubriken «Direkte Bundessteuer/Kreis-
schreiben/1-036-D-2012-d») legen zur Abgrenzung des gewerbsmässigen 
Wertschriftenhandels von der privaten Vermögensverwaltung weitere 
Kriterien fest (zur Bedeutung von sog. Verwaltungsverordnungen vgl. etwa 
BGE 142 II 182 E. 2.3.2 f.; BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in 
RDAF 2016 II S. 88 E. 3.2 f., 2C_264/2014 vom 17.8.2015 E. 2.4; vgl. auch 
BVR 2013 S. 183 E. 3.3, 2012 S. 193 E. 3.2.2, 2010 S. 59 E. 3.3). Sind 

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diese Kriterien erfüllt, ist grundsätzlich von einer privaten Vermögens-
verwaltung auszugehen. 

2.3 Werden mit einer Handelsaktivität, welche den Rahmen einer priva-
ten Vermögensverwaltung überschreitet, über eine gewisse Zeitdauer Ver-
luste erzielt, ist weiter zu prüfen, ob es sich dabei tatsächlich um eine selb-
ständige Erwerbstätigkeit bzw. eine gewerbsmässige Vermögens-
verwaltung handelt oder ob auf das Vorliegen einer Liebhaberei bzw. 
Hobbytätigkeit zu schliessen ist. Liebhaberei ist in erster Linie nicht nach 
dem allgemeinen Sprachgebrauch, sondern mit der herrschenden Lehre 
und Praxis als (Ober-)Bezeichnung für sämtliche Tätigkeiten zu verstehen, 
welche nicht primär mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt werden. Als 
Liebhaberei gelten also Tätigkeiten, die von den Steuerpflichtigen aus per-
sönlichen Gründen oder aufgrund persönlicher Neigungen verrichtet wer-
den und nicht vorwiegend der Erzielung von Einkünften dienen. Bei der so 
verstandenen Liebhaberei liegt keine wirtschaftlich relevante, vorab auf die 
Erzielung von Einkommen gerichtete Tätigkeit vor. Folglich stellen die da-
mit verbundenen Vermögensabgänge Einkommensverwendung dar und 
sind als solche nicht abzugsfähig (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Vorbem. zu Art. 16-39 N. 37, 
Art. 16 N. 12 und 36, Art. 18 N. 47k ff.; vgl. im Übrigen die Hinweise hier-
nach in E. 2.4 ff.).

2.4 Als selbständig erwerbstätig gelten jene natürlichen Personen, die 
durch den Einsatz von Arbeitsleistung und Kapital in frei gewählter Organi-
sation, auf eigenes Risiko, anhaltend, planmässig und nach aussen sicht-
bar am wirtschaftlichen Verkehr teilnehmen (BGE 125 II 113 E. 5b; 
BGer 2C_894/2013 und 2C_895/2013 vom 18.9.2015 E. 2.2, 2C_186/2014 
und 2C_187/2014 vom 4.9.2014 E. 2; BVR 2007 S. 108 E. 3.1, 2005 S. 555 
[VGE 22002/22003 vom 22.3.2005] nicht publ. E. 2.4, 1999 S. 61 E. 5; 
Peter Locher, a.a.O., Art. 18 N. 7 mit Hinweisen). Von der Liebhaberei oder 
einem Hobby grenzt sich die selbständige Erwerbstätigkeit dadurch ab, 
dass sie auf Gewinnerzielung bzw. auf die Erzielung eines Erwerbs-
einkommens ausgerichtet ist (Gewinnstrebigkeit; BVR 2005 S. 555 
[VGE 22002/22003 vom 22.3.2005] nicht publ. E. 2.5, 1999 S. 61 E. 5; 
VGE 22716/22717 vom 14.9.2006, in NStP 2006 S. 97 E. 3.1). Die 

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Qualifizierung einer Tätigkeit als Liebhaberei bzw. Hobby oder als 
Erwerbstätigkeit ist eine steuerrechtliche; über die Qualität der Arbeit und 
über die Ernsthaftigkeit, mit der jene ausgeübt wird, sagt sie nichts aus 
(siehe zum Ganzen VGE 2010/128/129 vom 1.2.2011 E. 2.2, 23218/23219 
vom 5.11.2008, in StE 2009 B 23.1 Nr. 63 E. 3.1).

2.5 Gewinnstrebigkeit setzt einmal die (subjektive) Absicht voraus, Ge-
winn zu erzielen (BGE 125 II 113 E. 5b; Peter Locher, a.a.O., Art. 18 
N. 22). Diese Absicht allein genügt aber nicht: Wenn die steuerpflichtige 
Person zwar gewillt und überzeugt ist, dass eine Gewinnerzielung möglich 
ist, die fragliche Tätigkeit sich aber von vornherein aufgrund ihrer objekti-
ven Eigenschaften nicht oder nicht mit der erforderlichen Sicherheit zur 
Erzielung eines Gewinns eignet, so liegt keine selbständige Erwerbstätig-
keit vor. Subjektives Streben nach Einkommen und objektive Eignung der 
Tätigkeit zur nachhaltigen Gewinnerzielung müssen kumulativ vorliegen 
(vgl. BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in RDAF 2016 II S. 88 E. 7.1, 
2C_188/2015 und 2C_189/2015 vom 23.10.2015 E. 2.2, 2C_186/2014 und 
2C_187/2014 vom 4.9.2014 E. 2, 2C_14/2013 und 2C_15/2013 vom 
30.5.2013, in StR 2013 S. 647 E. 4; BVR 2005 S. 555 [VGE 22002/22003 
vom 22.3.2005] nicht publ. E. 2.5; VGE 2014/279/280 vom 23.5.2016 
E. 2.3; Julia von Ah, a.a.O., S. 7 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 
Art. 18 N. 48 f.).

2.6 Bringt eine Tätigkeit auf Dauer nichts ein, so ist dies ein deutliches 
Indiz dafür, dass es entweder an der Gewinnstrebigkeit oder an der objekti-
ven Eignung zur Gewinnerzielung mangelt. In der Praxis wird daher auf das 
Fehlen der einen oder anderen geschlossen, wenn aus einer Tätigkeit 
während längerer Dauer Verluste resultieren und ein Gewinn realistischer-
weise nicht in Aussicht steht. Von einer fehlenden Gewinnerzielungsabsicht 
ist insbesondere auszugehen, wenn eine vernünftig und wirtschaftlich han-
delnde Drittperson, der es um die Erzielung eines Erwerbseinkommens 
geht, sich in einer vergleichbaren Situation wegen des finanziellen Miss-
erfolgs von der Weiterführung der Tätigkeit hätte abbringen lassen (vgl. 
BGer 2C_188/2015 und 2C_189/2015 vom 23.10.2015 E. 2.3; BVR 2005 
S. 555 [VGE 22002/22003 vom 22.3.2005] nicht publ. E. 2.5, 1999 S. 61 
E. 5). Wird diese dennoch weitergeführt, ist anzunehmen, dass dafür an-

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dere Motive als der Erwerbszweck massgebend sind (vgl. 
BGer 2A.46/2005 vom 31.8.2005, in StE 2006 B 23.1 Nr. 59 E. 2.2.1). Für 
die Beantwortung der Frage, ob eine Tätigkeit auf Dauer nichts einbringt, 
können auch die Verhältnisse in den auf die streitbetroffene Steuerperiode 
folgenden Jahren Anhaltspunkte liefern (vgl. BGer 2A.126/2007 vom 
19.9.2007, in StR 2008 S. 36 E. 2.3). Ab welcher Verlustdauer im Sinn 
eines gewichtigen Indizes auf fehlende Gewinnstrebigkeit zu schliessen ist, 
kann nicht in allgemeiner Weise gesagt werden, sondern hängt von den 
Umständen, der Art der fraglichen Tätigkeit und den erforderlichen 
Anfangsinvestitionen ab. Dabei kommt allfälligen Gewinnen in einzelnen 
Jahren keine entscheidende Bedeutung zu, wenn sie im Vergleich zu den 
Verlusten gering erscheinen und sich insbesondere nicht in einer Grössen-
ordnung bewegen, in welcher von einem existenzsichernden Einkommen 
gesprochen werden kann (vgl. zum Ganzen VGE 2010/128/129 vom 
1.2.2011 E. 2.4, 23218/23219 vom 5.11.2008, in StE 2009 B 23.1 Nr. 63 
E. 3.3).

2.7 Nach allgemeinen Regeln über die Verteilung der objektiven Be-
weislast tragen die Steuerbehörden die Beweislast für steuerbegründende 
oder steuererhöhende Tatsachen. Hinsichtlich steueraufhebender oder 
steuermindernder Tatsachen haben indessen die Steuerpflichtigen die Fol-
gen allfälliger Beweislosigkeit zu tragen (vgl. BVR 2009 S. 465 E. 3 In-
gress, 2007 S. 49 [VGE 22065 vom 15.8.2006] nicht publ. E. 2.4). Dem-
entsprechend obliegt der Nachweis, dass eine selbständige Erwerbstätig-
keit vorliegt, grundsätzlich der Steuerbehörde. Ist in einem konkreten Fall 
aber streitig, ob eine bestimmte verlustbringende Betätigung überhaupt 
eine selbständige Erwerbstätigkeit darstellt, ist hierfür die steuerpflichtige 
Person beweispflichtig (vgl. VGE 2010/128/129 vom 1.2.2011 E. 2.6 mit 
Hinweisen).

3.

Der Beschwerdeführer ist freischaffender Künstler. Er studierte nach eige-
nen Angaben vor seiner künstlerischen Ausbildung mehrere Semester 
Wirtschaft und eignete sich dabei ein Grund- und Fachwissen über den 

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Finanzmarkt an. Nach einem erheblichen Vermögenszufluss stieg er im 
Jahr 2009 in den Wertschriftenhandel ein. Er richtete dafür seinen Tages-
ablauf auf die Tätigkeit aus, informierte sich im Internet über Marktprog-
nosen und Börsenentwicklungen und konsultierte Fachliteratur (Be-
schwerde Ziff. II. A. 2.2, vgl. auch Vorakten StRK [in act. 4A] pag. 21-14). 
Bei seiner Handelstätigkeit liess er sich von Mitarbeitern seiner Bank unter-
stützen, mit welchen er häufig in telefonischem Kontakt stand. Im Verlauf 
des hier interessierenden Jahres 2011 intensivierten sich die Handelstätig-
keit und damit auch der rege Austausch mit den Bankberatern (vgl. Verbin-
dungsnachweise Swisscom, Vorakten StRK pag. 60-39). Von 2009 bis 
2013 wickelte der Beschwerdeführer in folgendem Umfang Börsenge-
schäfte ab:

Jahr Anzahl 
Transaktionen

Anlagen Transaktions-
volumen

Gewinne/ 
Verluste

2009 rund 260 Wertschriften Fr. 6'620'000 + Fr. 595'710

2010 rund 300 Wertschriften 
(ab Herbst 
Beginn Futures 
und Warrants)

Fr. 24'577'000 - Fr. 111'493

2011 mehr als 1'700 überwiegend 
Futures und 
Warrants

Fr. 592'069'000 - Fr. 1'406'684

2012 rund 500 überwiegend 
Futures und 
Warrants

Fr. 63'000'000 - Fr. 113'048

2013 rund 100
(bis 3.7.2013)

überwiegend 
Futures und 
Warrants

Fr. 197'000 - Fr. 7'481

Die nachfolgenden Ausführungen zur Gewinn- und Verlusterzielung des 
Beschwerdeführers basieren – wie auch die Zahlen der Vorinstanz – auf 
der «Historical portfolio evolution» (Vorakten StRK pag. 279) bzw. dem 
historischen Rückblick der C.________ Bank (Vorakten StRK pag. 277; vgl. 
angefochtene Entscheide E. 3.3). Die geringfügigen Unterschiede zu den 
Angaben der Beschwerdeführenden (vgl. Beschwerde Ziff. II. A. 2.6) sind 
hier nicht von Bedeutung (vgl. E. 5 ff. hiernach). Den Gewinn im Jahr 2009 

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erwirtschaftete der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben vor allem mit 
dem Handel mit Aktien (vgl. Beschwerde Ziff. II. A. 2.4). Nach einem Ver-
lust von Fr. 445'777.-- im zweiten Quartal 2010 begann er in Futures 
(Terminkontrakte) und Warrants (Optionsscheine) zu investieren (vgl. Aus-
zug Konto Futureskontrakte C.________, Vorakten StRK pag. 276). Daraus 
resultierten im dritten und vierten Quartal Gewinne von Fr. 173'127.-- bzw. 
Fr. 83'531.--, womit der Jahresverlust 2010 auf Fr. 111'493.-- gesenkt wer-
den konnte (vgl. Historical portfolio evolution, Vorakten StRK pag. 279). In 
der Steuerperiode 2011 erlitt der Beschwerdeführer mit der gleichbleiben-
den Strategie einen erheblichen Verlust von Fr. 1'406'684.--, nachdem im 
ersten Quartal 2011 noch ein Gewinn von Fr. 54'659.-- angefallen war. Das 
für die Transaktionen verwendete Depot … der C.________ Bank stand 
per 1. Januar 2011 bei Fr. 1'737'241.-- (bei Wertschriften in der Höhe von 
Fr. 1'546'661.--, vgl. Vorakten Steuerverwaltung [in act. 4B] pag. 53) und 
per 31. Dezember 2011 noch bei Fr. 175'271.-- (vgl. Vorakten StRK 
pag. 195), womit der durchschnittliche Wertschriften- und Guthabenbe-
stand im Jahr 2011 gemäss der StRK rund Fr. 956'000.-- betrug. Der an-
fängliche Wertschriften- und Guthabenbestand per 1. Januar 2011 wurde 
bei einem Transaktionsvolumen von Fr. 592'069'000.-- rund 340 Mal um-
geschlagen. Bei über 1'700 Transaktionen betrug die Besitzesdauer der 
Wertschriften zum Teil nicht länger als einen Tag (vgl. Steuerverzeichnis 
C.________ 2011, Vorakten StRK 195-117). Nachdem der Handel mit 
Futures und Warrants auch im Jahr 2012 und anfangs 2013 zu keinem 
Gewinn geführt hatte (bei deutlich weniger Transaktionen und geringerem 
Handelsvolumen), stellte der Beschwerdeführer seine Tätigkeit per 3. Juli 
2013 ein. 

4.

Die StRK hat bei diesen Begebenheiten auf das Vorliegen einer Handels-
tätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 geschlossen, die den 
Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung deutlich überschreite (vgl. 
angefochtene Entscheide E. 3.1 f.). Die Zulässigkeit des Abzugs der dabei 
erzielten Verluste bzw. die Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit 
setze jedoch als Abgrenzung zur Liebhaberei/Hobby zusätzlich eine Aus-

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richtung auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens voraus, wobei die 
subjektive und objektive Gewinnstrebigkeit gegeben sein müssten. Die 
subjektive Seite der Gewinnstrebigkeit sei bei den Börsengeschäften des 
Beschwerdeführers zwar vorhanden, jedoch fehle es an der objektiven 
Seite der Gewinnstrebigkeit, da in sämtlichen Steuerperioden von 2010 bis 
2013 mit dem Handel von Futures und Warrants ein deutlicher Verlust re-
sultiert habe. Damit sei die Art und Weise seiner Handelstätigkeit im 
Jahr 2011 zur Erzielung eines Erwerbseinkommens ungeeignet gewesen 
(vgl. angefochtene Entscheide E. 3.3). Es liege demzufolge keine selb-
ständige Erwerbstätigkeit vor, womit der im Jahr 2011 geltend gemachte 
Verlust von Fr. 1'410'815.-- nicht von den steuerbaren Einkünften abgezo-
gen werden könne. – Die Beschwerdeführenden stimmen mit den Ausfüh-
rungen der Vorinstanz insofern überein, als sie für das Jahr 2011 ebenfalls 
von einem gewerbsmässigen Wertschriftenhandel ausgehen. Bei der Ab-
grenzung der selbständigen Erwerbstätigkeit gegenüber der Lieb-
haberei/Hobby sei jedoch auch die objektive Gewinnstrebigkeit zu bejahen. 
Dafür spreche sowohl die Herangehensweise des Beschwerdeführers als 
auch die (grundsätzliche) Eignung von derivativen Finanzierungs-
instrumenten zur Gewinnerzielung. Das von der StRK zitierte Urteil des 
Bundesgerichts 2C_375/2015 vom 1. Dezember 2015 sei aufgrund des 
anders gelagerten Sachverhalts nicht einschlägig. Für eine objektive 
Gewinnstrebigkeit spreche ferner, dass der Beschwerdeführer seine 
(unrentable) Handelstätigkeit bereits Mitte 2013 – und damit deutlich vor 
einer Verlustperiode von fünf bis zehn Jahren – wieder aufgegeben habe. 
Somit sei bei der Handelstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 
von einer selbständigen Erwerbstätigkeit auszugehen, womit der Verlust-
abzug von Fr. 1'410'815.-- zulässig sei.

5.

In einem ersten Schritt hat die Vorinstanz eine Abgrenzung von der pri-
vaten Vermögensverwaltung vorgenommen. Es ist nicht strittig, dass die 
Handelstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 den Rahmen der 
privaten Vermögensverwaltung klar überschritten hat. Diesbezüglich kann 
grundsätzlich auf die Ausführungen der StRK verwiesen werden (vgl. an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 12

gefochtene Entscheide E. 3.1 f.): Der durchschnittliche Wertschriften-
bestand gemäss Wertschriftenverzeichnis betrug rund Fr. 956'000.-- und 
damit mehr als Fr. 200'000.-- und es fanden mit über 1700 weit mehr als 
100 bzw. 200 Transaktionen statt, womit keines der Kriterien für den Aus-
schluss einer gewerbsmässigen Vermögensverwaltung gemäss Praxis-
festlegung der Steuerverwaltung des Kantons Bern gegeben ist. Aufgrund 
der Haltedauer der Wertschriften von unter sechs Monaten sowie des rund 
340-fachen Umschlags des anfänglichen Wertschriften- und Guthabenbe-
stands per 1. Januar 2011, sind auch die kumulativ geltenden Kriterien 
nach Ziff. 3 des KS Nr. 36 für den Ausschluss der gewerbsmässigen Ver-
mögensverwaltung nicht erfüllt. Nach dieser Vorprüfung hat die StRK in 
einem nächsten Schritt aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls 
untersucht, ob die Tätigkeit die Merkmale eines gewerbsmässigen Wert-
schriftenhandels tatsächlich erfüllt (vgl. Reich/von Ah, in Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, 
Art. 18 DBG N. 16g). Bei dieser Beurteilung treten die Höhe des Transakti-
onsvolumens sowie der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung 
der Geschäfte als Indizien für den Ausschluss einer privaten Ver-
mögensverwaltung in den Vordergrund (vgl. vorne E. 2.2). Trotz fehlendem 
Einsatz fremder Mittel spricht das hohe Transaktionsvolumen von 
Fr. 592'069'000.-- klar gegen eine private Vermögensverwaltung. Der Be-
schwerdeführer hat darüber hinaus mit den Futures und Warrants einen auf 
kurzfristige Gewinne ausgerichteten Handel mit Derivaten betrieben, der 
die Absicherung von Risiken überstiegen hat und aufgrund des im Verhält-
nis zum Gesamtvermögen umgesetzten Volumens als spekulativ zu quali-
fizieren ist, was gemäss Ziff. 4.3.2 des KS Nr. 36 auf gewerbsmässiges 
Vorgehen hindeutet (vgl. BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in 
RDAF 2016 II S. 88 E. 6.1). Zu Recht hat die StRK bei diesen Begeben-
heiten die Handelstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 nicht als 
private Vermögensverwaltung qualifiziert. 

6.

In Anlehnung an das bereits mehrfach erwähnte Urteil des Bundes-
gerichts 2C_375/2015 vom 1. Dezember 2015 hat die Vorinstanz weiter ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/
121U, Seite 13

prüft, ob die Tätigkeit auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausge-
richtet ist. Die hierfür notwendige subjektive und objektive Gewinnstrebig-
keit dient dabei als Abgrenzung zu einer reinen Liebhaberei/Hobbytätigkeit 
(vgl. vorne E. 2.3 ff.).

6.1 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist bei der Handelstätigkeit 
des Beschwerdeführers im Jahr 2011 von einer subjektiven Gewinnstrebig-
keit auszugehen (vgl. angefochtene Entscheide E. 3.3). In der blossen Ab-
wicklungshandlung bei Börsengeschäften lässt sich im Gegensatz zu ande-
ren Tätigkeiten wie etwa Landwirtschaft (BGer 2C_186/2014 und 
2C_187/2014 vom 4.9.2014 E. 2 ff.), Weinhandel (BGer 2C_14/2013 und 
2C_15/2013 vom 30.5.2013, in StR 2013 S. 646 E. 4 f.) oder Kunstmalerei 
(BGer 2C_206/2011 und 2C_247/2011 vom 12.4.2011 E. 4 f.) nur 
schwerlich ein Hobby oder eine Liebhaberei erkennen; ohne die Absicht 
der Gewinnerzielung wäre diese Tätigkeit jedes Sinns entleert 
(BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in RDAF 2016 II S. 88 E. 7.4.2).

6.2 Streitig und zu überprüfen bleibt demnach die objektive Gewinn-
strebigkeit des Beschwerdeführers im Rahmen seiner Handelstätigkeit. 
Eine fehlende objektive Gewinnstrebigkeit kann sich zum einen aus der 
betreffenden Tätigkeit als solcher ergeben, weil diese als rentable Er-
werbsquelle ungeeignet erscheint (E. 6.2.1 hiernach), zum anderen kann 
eine solche aus der Art und Weise des Vorgehens abgeleitet werden, in-
dem dieses nicht auf kaufmännischen Grundsätzen beruht (E. 6.2.2 hinten; 
vgl. BGer 2A.46/2005 vom 31.8.2005, in StE 2006 B 23.1 Nr. 59 E. 3.2.1). 
Eine Rolle spielt dabei vor allem die Dauer von Verlustphasen (E. 6.2.3 f. 
hinten). 

6.2.1 Zur allgemeinen Eignung der Tätigkeit des Beschwerdeführers als 
Erwerbsquelle gilt es Folgendes festzuhalten: Bei den Futures bzw. 
Warrants handelt es sich um derivative Finanzprodukte, die gemeinhin zu 
den hochspekulativen Finanzinstrumenten gezählt werden. Futures sind an 
Terminbörsen gehandelte, standardisierte Kontrakte, bei welchen sich die 
Käuferin oder der Käufer verbindlich verpflichtet, bei der in der Zukunft lie-
genden Fälligkeit des Kontrakts eine bestimmte Menge eines Basiswerts zu 
einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen (BGE 142 IV 346 
E. 4.2). Warrants dagegen verschaffen als Optionsscheine das Recht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 14

einen Basiswert wie etwa Aktien, Währungen oder Rohstoffe an einem be-
stimmten Zeitpunkt bzw. während einer bestimmten Zeitspanne zu einem 
vorab fixierten Ausübungspreis zu kaufen oder zu verkaufen 
(BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in RDAF 2016 II S. 88 Bst. A). Bei 
beiden Geschäften eröffnen sich der Investorin bzw. dem Investor bei ver-
gleichsweise geringem Anfangseinsatz die Möglichkeit der Teilnahme an 
beträchtlichen und sich schnell einstellenden Gewinn- und Verlustentwick-
lungen. Das heisst, dass zwar ein grosses Risiko, beträchtliche Verluste 
einzufahren aber auch die Möglichkeit besteht, hohe Gewinne zu erzielen. 
Dies wird dadurch bestätigt, dass es dem Beschwerdeführer gelang, in ge-
wissen Quartalen (drittes und viertes Quartal 2010 sowie erstes Quar-
tal 2011) Gewinn zu erzielen (vgl. vorne E. 3). Damit ist der Handel mit 
Futures und Warrants grundsätzlich zur Gewinnerzielung geeignet, womit 
sich auch die offenbar wachsende Bedeutung dieser Instrumente für den 
Finanzmarkt erklären lässt (vgl. auch VGer ZH 22.5.2013, in StE B 23.1 
Nr. 78 E. 3.2 und 8 mit Hinweis). Diese grundsätzliche Eignung des Han-
dels mit Futures und Warrants zur Gewinnerzielung wird von der Vor-
instanz auch nicht bestritten.

6.2.2 Neben der grundsätzlichen Eignung zur Gewinnerzielung hat die Art 
und Weise des Vorgehens auf kaufmännischen Grundsätzen zu basieren. 
Die Geschäftsführung bzw. die Bewirtschaftung der Mittel nach kauf-
männischen Grundsätzen bedarf einer gewissen Planmässigkeit (vgl. 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 18 N. 53; Julia von Ah, a.a.O., 
S. 7). Die Tätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 weist genügend 
Elemente auf, die auf eine Planmässigkeit des Vorgehens schliessen 
lassen: Er hat sich Fachwissen angeeignet und eingehend von zwei 
Spezialisten der C.________ Bank beraten und begleiten lassen, wie 
bereits die Vorinstanz festgestellt hat (vgl. vorne E. 3 sowie angefochtene 
Entscheide E. 3.2). Ausserdem hat er den Tagesablauf ganz auf die 
Handelstätigkeit ausgerichtet (vgl. Vorakten StRK pag. 21) und ist in 
ständigem telefonischen Kontakt mit seinen Bankberatern gestanden (vgl. 
vorne E. 3). Zusammen mit der sehr hohen Anzahl an Transaktionen lässt 
dieses Vorgehen darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer seiner 
Handelstätigkeit bzw. der Marktbeobachtung die notwendige 
Aufmerksamkeit geschenkt und einen grossen Teil seiner Arbeitszeit dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/
121U, Seite 15

Wertschriftenhandel gewidmet hat (dies im Unterschied zum Sachverhalt 
gemäss BGer 2C_375/2015 vom 1.12.2015, in RDAF 2016 II S. 88 E. 6.3; 
vgl. auch etwa BGer 2A.205/2001 vom 12.11.2001, in StE 2002 B 23.1 
Nr. 50 E. 3a). Sein Vorgehen war somit durchaus geeignet, um im Handel 
mit Derivaten einen Gewinn zu erzielen. Die Bank, über die er die 
Transaktionen abgewickelt hat, distanzierte sich zwar von seinem 
Vorgehen und wies darauf hin, dass dieses nicht im Einklang mit ihrer 
eigenen offiziellen Anlagestrategie gestanden sei. Der Beschwerdeführer 
habe eine persönliche, risikoreiche Anlagestrategie verfolgt, indem er 
versucht habe, «kurzfristige Bewegungen am Aktienmarkt» auszunützen 
(Schreiben der C.________ Bank vom 4.4.2016, Beschwerdebeilage 3). Im 
Handel mit Derivaten gibt es zahlreiche Anlagestrategien, welche potentiell 
zu einem Gewinn führen können. Keine Strategie ist sicher, was sich 
dadurch zeigt, dass auch spezialisierte Anlegerinnen und Anleger immer 
wieder hohe Verluste realisieren (vgl. auch hinten E. 6.2.4). Die Strategie 
des Beschwerdeführers mag besonders risikoreich gewesen sein; daraus 
kann aber nicht ohne weiteres auf eine fehlende Eignung geschlossen 
werden. 

6.2.3 Die Vorinstanz erwog, dass sich aus der «Art und Weise», wie der 
Beschwerdeführer den Handel praktiziert habe, eine offensichtlich fehlende 
Eignung zur Erzielung eines nachhaltigen Erwerbseinkommens ergebe 
(angefochtene Entscheide E. 3.3). Wie im Urteil des Bundesgerichts 
BGer 2C_375/2015 vom 1. Dezember 2011 (E. 7.4.3) wird die ungeeignete 
«Art und Weise» jedoch allein aus der rund dreijährigen Verlustperiode 
hergeleitet. Wie lange die wirtschaftliche Betätigung verlustreich sein darf, 
bis von einem Fehlen einer objektiven Gewinnstrebigkeit ausgegangen 
werden muss, kann nicht allgemein gesagt werden. Vielmehr sind auch hier 
die konkreten Umstände und die Art der Tätigkeit im jeweiligen Einzelfall 
massgebend (vgl. vorne E. 2.6). In der Rechtsprechung und Literatur wird 
die Auffassung vertreten, der Umstand, dass innerhalb von fünf bis zehn 
Jahren kein nennenswerter Gewinn erzielt werde, bilde ein gewichtiges 
Indiz für das Fehlen der allgemeinen Gewinnstrebigkeit (vgl. z.B. 
BGer 2C_186/2014 und 2C_187/2014 vom 4.9.2014 E. 3.1 [fünf Jahre], 
2C_14/2013 und 2C_15/2013 vom 30.5.2013, in StR 2013 S. 647 E. 5.1 
[acht Jahre], 2A.46/2005 vom 31.8.2005, in StE 2006 B 23.1 Nr. 59 E. 3.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 16

[zwölf Jahre]; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 18 N. 48; 
Leuch/Strahm, a.a.O, Art. 21 N. 18). Eine Verlustdauer von drei Jahren 
wird hingegen gemeinhin als zu kurz erachtet, um eine abschliessende 
(negative) Beurteilung der Gewinnstrebigkeit abzugeben (KGr LU 8.7.2015, 
in StE 2016 B 23.1 Nr. 86 E. 2.2.2.1; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 18 N. 48). 

6.2.4 Auch im vorliegenden Fall sprechen die Umstände und die Art der 
Tätigkeit dafür, dass ein isoliertes Abstellen auf eine dreijährige Verlust-
periode (ab dem Beginn des Handels mit Futures und Warrants) nicht aus-
reicht, um der Handelstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 die 
objektive Gewinnstrebigkeit abzusprechen. Obwohl für den Handel mit 
Derivaten weder hohe Anfangsinvestitionen noch ein Akquirieren von 
Kundschaft nötig sind, kann die Ausarbeitung einer gewinnbringenden An-
lagestrategie einen gewissen Zeitraum in Anspruch nehmen (vgl. 
BGer 2A.419/2001 vom 13.11.2002, in StE 2003 B 23.1 Nr. 54 E. 3.1). 
Schliesslich stellt dieser Handel eine der komplexeren Tätigkeiten am 
Finanzmarkt dar. Es ist daher nicht untypisch, dass während einer gewis-
sen Phase Verluste erwirtschaftet werden. Ob zusätzlich der Zeitpunkt für 
den Einstieg in den Handel mit Derivaten aufgrund der wirtschaftlichen 
Rahmenbedingungen ungünstig war, wie die Beschwerdeführenden gel-
tend machen, kann offenbleiben. Der Beschwerdeführer hat aus dem ver-
lustreichen Jahr 2011 die Konsequenzen gezogen, im Jahr 2012 seine 
Handelsaktivitäten merklich gedrosselt und Mitte 2013 ganz eingestellt. 
Während der Verlust im Jahr 2011 Fr. 1'406'684.-- betrug, konnte dieser im 
Jahr 2012 auf Fr. 113'048.-- gesenkt werden (rund zehnmal kleinerer Ver-
lust bei weniger Transaktionen). Schliesslich präsentierte er im Jahr 2013 
eine nahezu ausgeglichene Rechnung. Diese Entwicklung gilt es bei der 
Beurteilung der Gewinnstrebigkeit auch zu berücksichtigen (vgl. 
BGer 2A.46/2005 vom 31.8.2005, in StE 2006 B 23.1 Nr. 59 E. 3.2.1; 
VGE 2010/128/129 vom 1.2.2011 E. 3.4; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 18 N. 48). In der positiven Verlusttendenz unterscheidet sich 
der vorliegende Sachverhalt ebenfalls von dem von der Vorinstanz 
eingehend zitierten Bundesgerichtsurteil BGer 2C_375/2015 vom 
1. Dezember 2015 (E. 7.4.3). Der Beschwerdeführer bringt nachvollziehbar 
vor, dass der (geordnete) Ausstieg aus dem Anlagegeschäft einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/
121U, Seite 17

gewissen Zeitdauer bedurfte (vgl. Beschwerde Ziff. II B. 12). Dieses 
planmässige Vorgehen bei der Beendigung der Tätigkeit stellt ein weiteres 
Indiz für deren Gewinnstrebigkeit dar (vgl. vorne E. 2.6), und die dafür 
erforderliche Zeitdauer darf nicht zum Nachteil der Beschwerdeführenden 
gewertet werden. 

6.3 Gestützt auf die gesamten Umstände ist somit davon auszugehen, 
dass bei der Handelstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 die ob-
jektive Gewinnstrebigkeit gegeben war. Der Handel mit Derivaten war zur 
Gewinnerzielung nicht zum Vornhinein ungeeignet und das verfolgte Vor-
gehen beruhte auf kaufmännischen Grundsätzen. Die von der Vorinstanz 
berücksichtigte Verlustphase von rund drei Jahren ist angesichts der Um-
stände des Einzelfalls zu kurz, um die objektive Gewinnstrebigkeit zu ver-
neinen, zumal im Anlagegeschäft immer wieder kürzere oder längere Ver-
lustphasen auftreten. Die Tätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2011 
stellte damit weder eine private Vermögensverwaltung noch Liebha-
berei/Hobby dar und ist als selbständige Erwerbstätigkeit bzw. gewerbs-
mässiger Wertschriftenhandel zu werten. Der im Jahr 2011 erlittene Verlust 
ist folglich zum Abzug zuzulassen, womit sich die Beschwerden in diesem 
Punkt als begründet erweisen und gutzuheissen sind. 

7.

Die Steuerverwaltung wies in ihrer Vernehmlassung vom 23. März 2015 vor 
der Vorinstanz darauf hin, dass bei Annahme einer selbständigen Er-
werbstätigkeit die bis anhin unterlassene Überprüfung der Höhe des gel-
tend gemachten Verlusts im Jahr 2011 nachgeholt werden müsse 
(vgl. Vorakten StRK pag. 336-333; vgl. auch die unterschiedlichen Angaben 
betreffend die Verlusthöhe in den Vorakten StRK pag. 313 f. bzw. Vorakten 
Steuerverwaltung pag. 108). Die Angelegenheit ist daher zur Überprüfung 
der Verlusthöhe und zur Vornahme einer periodengerechten Abgrenzung 
an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. Diese wird weiter zu prüfen 
haben, ob mit Blick auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens in Be-
zug auf das Steuerjahr 2009, in dem aus dem Handel mit Wertschriften ein 
Gewinn resultierte, Nachsteuerverfahren zu eröffnen sind (vgl. Art. 206 ff. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 18

StG bzw. Art. 151 ff. DBG). Soweit die Beschwerdeführenden die Berück-
sichtigung eines Verlusts in einer bestimmten Höhe beantragen (vgl. vorne 
Bst. C), sind die Beschwerden abzuweisen.

8.

Mit ihrem Rechtsbegehren dringen die Beschwerdeführenden damit nur 
teilweise durch. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist indes im 
Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, sofern bei 
Vorliegen eines weitergehenden Antrags ein blosser Rückweisungsent-
scheid gefällt wird und die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeur-
teilung – wie hier – noch zu einer vollständigen Gutheissung des Begeh-
rens führen kann (BVR 2016 S. 222 E. 4.1; Praxisfestlegung der erweiter-
ten Abteilungskonferenz vom 24.3.2015). Demnach sind die Beschwerde-
führenden für die Kostenverlegung in der Beschwerdesache als gänzlich 
obsiegend zu betrachten und es sind für die Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht insoweit keine Kosten zu erheben (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). Des Weiteren haben die Beschwerdeführen-
den Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 
Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m Art. 144 
Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Obwohl die 
Steuerverwaltung im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keine Anträge 
gestellt hat (vgl. vorne Bst. C), wird sie als notwendige Partei 
kostenpflichtig (BVR 2012 S. 424 E. 5.4; Praxisfestlegung der erweiterten 
Abteilungskonferenz vom 7.1.2014 und 24.3.2015 Ziff. I und II). Gemäss 
Art. 41 Abs. 1 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; 
BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über 
die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; 
BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 
11'800.-- pro Instanz. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der 
Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der 
Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 
Abs. 3 KAG). Sind bedeutende vermögensrechtliche Interessen zu wahren, 
wird auf dem Honorar ein Zuschlag von bis zu 200 % gewährt (Art. 11 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/
121U, Seite 19

Abs. 2 PKV). – Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden macht für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein Honorar von Fr. 7'080.-- 
sowie einen Zuschlag gestützt auf Art. 11 Abs. 2 PKV von Fr. 2'124.-- zu-
züglich Auslagen und MWSt, insgesamt Fr. 10'069.90, geltend. Die Höhe 
des Honorars erscheint der Bedeutung der Sache angemessen und der 
geltend gemachte Zuschlag gemäss Art. 11 Abs. 2 PKV erweist sich mit 
Blick auf den Streitwert als gerechtfertigt. 

9.

Gegen das vorliegende Urteil steht grundsätzlich die Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen (Art. 82 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesge-
richtsgesetz, BGG; SR 173.110]). Da die Steuerverwaltung die Feststellung 
der Verlusthöhe neu vorzunehmen hat (vgl. vorne E. 7) und dabei über ei-
nen Beurteilungsspielraum verfügt, erfolgt die Rückweisung nicht bloss zur 
rechnerischen Umsetzung; sie stellt deshalb grundsätzlich keinen End-
entscheid dar (vgl. statt vieler BGE 134 II 124 E. 1.3; für das kantonale 
Verfahren BVR 2017 S. 205 E. 1.4). Da es sich damit wohl um einen 
Zwischenentscheid im Sinn von Art. 93 BGG handelt (vgl. statt vieler 
BGE 138 I 143 E. 1.2 mit Hinweisen), dürfte die Beschwerde nur unter den 
zusätzlichen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zulässig sein.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2011 
wird dahin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommis-
sion des Kantons Bern vom 15. März 2016 aufgehoben und die Sache 
zur Neuveranlagung der Beschwerdeführenden im Sinn der Erwägun-
gen an die Steuerverwaltung des Kantons Bern zurückgewiesen wird. 
Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2017, Nrn. 100.2016.120/ 
121U, Seite 20

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2011 wird dahin 
gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 15. März 2016 aufgehoben und die Sache zur Neu-
veranlagung der Beschwerdeführenden im Sinn der Erwägungen an die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern zurückgewiesen wird. Soweit wei-
tergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

3. a) Für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Ver-
fahrenskosten erhoben. 

b) Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat den Beschwerdeführenden 
für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, be-
stimmt auf Fr. 10ʹ069.90 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. a) Für die Verfahren vor der Steuerrekurskommission werden keine 
Kosten erhoben. 

b) Zur Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung in den Verfah-
ren vor der Steuerrekurskommission wird die Sache vorab an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. Die Akten sind anschliessend an die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern weiterzuleiten.

5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. BGG geführt werden.