# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9257bb60-257a-574a-b114-53fac5f66df5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2023 C-5464/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5464-2020_2023-02-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5464/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  F e b r u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein, Richter Michael Peterli,    

Gerichtsschreiberin Della Batliner. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Portugal), 

vertreten durch lic. iur. Dominique Chopard, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision  

(Verfügung vom 2. Oktober 2020). 

 

 

 

C-5464/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 20. April 1963 geborene portugiesische Staatsangehörige 

A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) reiste im 

Juni 1982 aus Portugal in die Schweiz ein (Akten der Vorinstanz [IVSTA-

act.] 6 S. 3). Er war zuletzt als Hilfsmonteur bei der B._______ AG, Elekt-

rotechnische Anlagen, Zürich, vollerwerbstätig gewesen und leistete dabei 

Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV; vgl. zwei IK-Auszüge aus den Akten des Beschwerde-

verfahrens [BVGer-act.] 9; vgl. auch IVSTA-act. 11).  

B.  

B.a Am 12. September 2000 meldete sich der Versicherte bei der schwei-

zerischen Invalidenversicherung zum Bezug einer Invalidenrente an (IV-

STA-act. 6). Die IV-Stelle des Kantons Zürich traf erwerbliche und medizi-

nische Abklärungen, holte ein polydisziplinäres (allgemeinmedizinisches, 

internistisches, rheumatologisches und psychiatrisches) Gutachten der 

C._______ vom 13. Juni 2003 ein (IVSTA-act. 25 bzw. 247 [vollständige 

Version]) und sprach dem Versicherten gestützt darauf mit Einspracheent-

scheid vom 2. Februar 2004 (IVSTA-act. 34 S. 2-5) rückwirkend ab 1. Juni 

2001 (vgl. IVSTA-act. 27 S. 3) eine halbe Rente der Invalidenversicherung 

zu (Invaliditätsgrad: 57%). Laut Beurteilung der C._______-Gutachter be-

standen als Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

im Wesentlichen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit/bei 

zervikospondylogenem und lumbospondylogenem Schmerzsyndrom so-

wie eine anhaltende leichte bis mittelgradige Depression. Die Arbeitsunfä-

higkeit in der bisherigen Tätigkeit als Elektro-Hilfsmonteur wurde auf 50% 

geschätzt aufgrund von rheumatologischen und psychopathologischen Be-

funden. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden, d.h. angepassten 

Tätigkeit seien bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% hingegen nur die psy-

chopathologischen Befunde limitierend (vgl. IVSTA-act. 25 S. 22 f. bzw. 

247 S. 22 f.).  

B.b Mit Verfügung vom 16. August 2005 wies die IV-Stelle des Kantons 

Zürich ein Rentenerhöhungsgesuch des Versicherten ab, da eine Ver-

schlechterung durch den eingereichten Bericht von Dr. med. D._______, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. Mai 2005 – wonach 

nur noch eine Restarbeitsfähigkeit von 20% für behinderungsangepasste 

Tätigkeiten bestehe – nicht ausgewiesen sei. Beim eingereichten Bericht 

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Seite 3 

handle es sich um eine andere Einschätzung des medizinischen Sachver-

halts, die jedoch keine Änderung des Invaliditätsgrades bewirken könne 

(IVSTA-act. 33 f.). 

B.c 2005 kehrte der Versicherte in sein Heimatland Portugal zurück (IV-

STA-act. 36). Die von der zuständigen IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) im Jahr 2007 (IVSTA-act. 43) einge-

leitete amtliche Revision ergab keine rentenbeeinflussenden Änderungen 

(Mitteilung vom 29. Oktober 2008; IVSTA-act. 61).  

B.d Im Oktober 2011 schritt die IVSTA zu einer weiteren revisionsweisen 

Überprüfung des Rentenanspruchs des Versicherten (IVSTA-act. 62). Mit 

Verfügung vom 12. März 2013 sistierte sie die bisher gewährte Rente per 

1. Mai 2013, weil im Rahmen dieses Revisionsverfahrens die zur Überprü-

fung des Gesundheitszustandes erforderlichen Dokumente nicht einge-

reicht worden seien (vgl. IVSTA-act. 95).  

B.e Nach Eingang von portugiesischen medizinischen Berichten vom 

13. Mai 2013 von Dr. med. E._______ (IVSTA-act. 110, [vgl. zwei Überset-

zungen IVSTA-act. 159 und 199]) und von Psychiaterin Dr. med. 

F._______ (IVSTA-act. 111, [vgl. zwei Übersetzungen IVSTA-act. 164 und 

196]), Medizinisches Zentrum (…), und von Dr. med. G._______ (…), vom 

5. Juni 2013 (Formular E 213; IVSTA-act. 115) sowie der Bildgebung vom 

16. Mai 2013 (IVSTA-act. 109, 113), eines EMG vom 14. Mai 2013 (IVSTA-

act. 112) sowie nach Einholung von ärztlichen Stellungnahmen ihres inter-

nen medizinischen Dienstes (Stellungnahmen von Dr. med. H._______, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 17. Juli 2013 [IVSTA-

act. 121] und von Dr. med. I._______, Facharzt für Psychiatrie und Psy-

chotherapie, vom 3. September 2013 [IVSTA-act. 123]) stellte die  

IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 21. Oktober 2013 die rück-

wirkende Gewährung der bisherigen halben Rente für die Zeit vom 1. Mai 

2013 bis 31. August 2013 und die anschliessende Aufhebung der Rente in 

Aussicht (unter Annahme eines seit dem 13. Mai 2013 verbesserten Ge-

sundheitszustands auf psychischer Ebene und einer vollen Restarbeitsfä-

higkeit in angepasster Tätigkeit beziehungsweise eines rentenausschlies-

senden Invaliditätsgrads von 31% [IVSTA-act. 124, 126]).  

B.f Nach Kenntnisnahme des dagegen erhobenen Einwands vom 17. De-

zember 2013 und nach Einholung einer weiteren Stellungnahme des inter-

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Seite 4 

nen medizinischen Dienstes vom 9. Februar 2014 (IVSTA-act. 134) ver-

fügte die IVSTA am 8. April 2014 im angekündigten Sinne (Aufhebung der 

bisherigen halben Rente per 1. September 2013; IVSTA-act. 141).  

B.g Gegen die Verfügung der IVSTA vom 8. April 2014 liess der weiterhin 

vertretene Versicherte am 27. Mai 2014 Beschwerde erheben.  

B.h Mit Urteil vom 11. Mai 2017 hiess das Bundesverwaltungsgericht die 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten war, in dem Sinne gut, als es die 

Verfügung vom 8. April 2014 aufhob, soweit diese einen Rentenanspruch 

ab dem 1. September 2013 verneinte. Im Übrigen (Rentenanspruch vom 

1. Mai 2013 bis 31. August 2013) bestätigte es die angefochtene Verfü-

gung. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Sache an die IVSTA zurück, 

damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den 

Anspruch auf eine Invalidenrente über den 31. August 2013 hinaus neu 

verfüge (Urteil des BVGer C-2946/2014 vom 11. Mai 2017).  

C.  

C.a Nachdem der medizinische Dienst am 18. Juli 2017 bestätigt hatte, 

dass eine Begutachtung in den Disziplinen Innere Medizin, Rheumatologie 

und Psychiatrie ausreiche (IVSTA-act. 172), teilte die IVSTA dem Versi-

cherten gleichentags mit, ohne schriftlichen Gegenbericht innert 10 Tagen 

werde eine polydisziplinäre Gutachterstelle mit der Durchführung der Un-

tersuchungen beauftragt und es seien alle medizinischen Unterlagen nach 

2013 einzureichen. Zugleich liess sie dem Versicherten eine Liste mit Fra-

gen zukommen und ermöglichte ihm innert derselben Frist, eventuelle Zu-

satzfragen zu stellen (IVSTA-act. 173).  

C.b Der Gutachtensauftrag wurde durch die SuisseMED@p am 9. August 

2017 dem J._______ (nachfolgend: […]) zugeteilt (IVSTA-act. 179). Am 

16. August 2017 übermittelte die IVSTA der Gutachterstelle die Akten (IV-

STA-act. 181). Mit Schreiben vom 8. Dezember 2017 teilte die IVSTA dem 

Versicherten die Begutachtungstermine mit (IVST-act. 205). Am 15. Januar 

2018 bestätigte die IVSTA, dass sie dem Versicherten während der Begut-

achtung Hotelübernachtungen und einen Dolmetscher zur Verfügung stelle 

(IVSTA-act. 209).  

C.c Mit Schreiben vom 7. Februar 2018 ersuchte das J._______ um Zu-

stellung des (vollständigen) Originalgutachtens der C._______ von 2003 

(IVSTA-act. 214). Die Anfrage blieb von Seiten der IVSTA unbeantwortet.  

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C.d Das J._______ erstattete das polydisziplinäre Gutachten am 24. April 

2018. Darin wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

ein chronisch rezidivierendes zervikobrachiales Wirbelsäulensyndrom, ein 

chronisch rezidivierendes pseudoradikuläres lumbales Wirbelsäulensyn-

drom sowie eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule gestellt. Für körper-

lich schwere Tätigkeiten sei der Versicherte nicht arbeitsfähig. Die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit als Elektro-Hilfsmonteur sei zu 70% zumutbar. Mittel-

schwere und leichte körperliche Tätigkeiten gemäss Belastungsprofil seien 

zu 90% zumutbar. Aus neurologischer, chirurgisch-internistischer und psy-

chiatrischer Sicht bestehe in allen Tätigkeiten keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit (IVSTA-act. 220, S. 76 ff, S. 82).  

C.e Vom medizinischen Dienst der IVSTA nahmen am 28. Mai 2018 

Dr. med. K._______, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (IVSTA-

act. 223), am 1. Juni 2018 Dr. med. L._______, FMH Allgemeine Medizin 

(IVSTA-act. 224), am 20. September 2018 Dr. med. M._______, FMH 

Rheumatologie (IVSTA-act. 229) und am 23. Oktober 2018 Dr. med. 

O._______, FMH Neurologie (IVSTA-act. 232), Stellung zum polydiszipli-

nären Gutachten vom 24. April 2018 des J._______.  

C.f Nach weiteren erwerblichen Abklärungen (IVSTA-act. 225, 227) stellte 

die IVSTA mit Vorbescheid vom 4. Dezember 2018 die Aufhebung der In-

validenrente ab 1. September 2013 in Aussicht (IVSTA-act. 234).  

C.g Im dagegen erhobenen Einwand vom 28. Februar 2019 (IVSTA-

act. 239) machte der weiterhin vertretene Versicherte insbesondere gel-

tend, das polydisziplinäre Gutachten vom 24. April 2018 entspreche nicht 

den gesetzlichen Anforderungen, da die den Gutachterpersonen vorgeleg-

ten Vorakten nicht vollständig gewesen seien. Das rheumatologische Vor-

gutachten der C._______ habe nur unvollständig vorgelegen. Zudem sei 

im polydisziplinären Gutachten festgehalten worden, der genaue Verlauf 

der Arbeitsfähigkeit in einer dem Gesundheitszustand angepassten Tätig-

keit seit dem 29. Oktober 2008 könne aufgrund fehlender beziehungsweise 

ungenauer Akten retrospektiv nicht beurteilt werden. Damit sei nicht ver-

einbar, dass zunächst von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angepass-

ten Tätigkeiten und erst ab Februar 2018 von einer Arbeitsfähigkeit von 

90% ausgegangen werde. Das Gutachten sei nicht schlüssig. Des Weite-

ren liess der Versicherte beantragen, es sei ein Auszug aus dem Individu-

ellen Konto (IK) anzufordern und zur Stellungnahme zuzustellen sowie der 

Arbeitgeber hinsichtlich der praktizierten Lohnpolitik beziehungsweise des 

im Gesundheitsfall aktuell hypothetisch erzielbaren Einkommens zu einer 

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schriftlichen Stellungnahme einzuladen. Zudem sei die IVSTA vor einer 

Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente verpflichtet, Eingliede-

rungsmassnahmen zu prüfen und durchzuführen.  

C.h Im Zuge der darauffolgenden ergänzenden Abklärungen (IVSTA-

act. 240, 242, 245, 246) beschaffte die IVSTA das vollständige Vorgutach-

ten der C._______ vom 15. Mai 2003 (IVSTA-act. 247), stellte es dem Ver-

sicherten zu (IVSTA-act. 253) und holte eine ergänzende Stellungnahme 

des J._______ vom 13. Juni 2003 ein. Darin ergab sich auch unter Berück-

sichtigung der Inhalte des vollständigen Vorgutachtens keine andere Beur-

teilung (IVSTA -act. 254). Dr. M._______ bestätigte diese Einschätzung in 

ihrer ärztlichen Stellungnahme vom 8. Juli 2019 (IVSTA-act. 262). Nach 

Überprüfung hielt die IVSTA weiterhin an ihrem Einkommensvergleich vom 

21. November 2018 fest (vgl. IVSTA-act. 233 und 265). Nachdem der Ver-

such der IVSTA, eine berufliche Abklärung durch die IV-Stelle des Kantons 

Zürich durchführen zu lassen, fehlschlug, kam sie nach interner juristischer 

Abklärung zum Schluss, dass ohnehin keine beruflichen Abklärungsmass-

nahmen angezeigt seien (IVSTA-act. 266 ff., 280 f.).  

C.i Mit Vorbescheid vom 26. März 2020 hielt die IVSTA unter Berücksichti-

gung der ergänzenden Abklärungsergebnisse an der Aufhebung der Rente 

ab 1. September 2013 fest (IVSTA-act. 283).  

C.j Den dagegen erhobenen Einwand vom 19. Mai 2020 (IVSTA-act. 284) 

wies die IVSTA gestützt auf eine interdisziplinäre interne medizinische Be-

urteilung des Expertengremiums des ärztlichen Dienstes vom 27. August 

2020 (IVSTA-act. 289) ab. Am 2. Oktober 2020 verfügte die IVSTA im 

Sinne des am 26. März 2020 erlassenen Vorbescheids die Aufhebung der 

Rente ab 1. September 2013 (IVSTA-act. 290).  

D.  

Mit Eingabe vom 5. November 2020 erhob der weiterhin durch Rechtsan-

walt Dominique Chopard vertretene Versicherte Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, es sei die Verfügung vom 

2. Oktober 2020 vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 1), es sei die Beschwer-

degegnerin zu verpflichten, ihm weiterhin eine Invalidenrente auszurichten 

(Ziff. 2), alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-

schwerdegegnerin (Ziff. 3). In prozessualer Hinsicht beantragte er die un-

entgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche Rechtsverbeistän-

dung durch seinen Rechtsanwalt (BVGer-act. 1).  

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Seite 7 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. Februar 2021 hiess der zuständige Instruk-

tionsrichter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

gut und ernannte Rechtsanwalt Dominique Chopard für das Beschwerde-

verfahren als unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers 

(BVGer-act. 7).  

F.  

Mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2021 schloss die Vorinstanz auf Ab-

weisung der Beschwerde unter Bestätigung der angefochtenen Verfügung 

(BVGer-act. 9).  

G.  

Mit Replik vom 19. Mai 2021 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechts-

begehren und an deren Begründung fest (BVGer-act. 13).  

H.  

Mit Duplik vom 3. Juni 2021 untermauerte die Vorinstanz ihren Abwei-

sungsantrag – an dem sie weiterhin festhielt – zusätzlich mit einer Stellung-

nahme ihres Dienstes für wirtschaftliche Invaliditätsbemessung vom 

2. Juni 2021 (BVGer-act. 15).  

I.  

Mit Schreiben vom 22. November 2022 holte der Instruktionsrichter weitere 

erwerbliche Auskünfte bei der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ein 

(BVGer-act. 19).  

J.  

Mit Antwortschreiben vom 28. November 2022 erteilte die Arbeitgeberin 

des Beschwerdeführers die erfragten Auskünfte (BVGer-act. 21).  

K.  

Mit Verfügung vom 30. November 2022 setzte der Instruktionsrichter die 

Parteien über das Antwortschreiben vom 28. November 2022 in Kenntnis 

und schloss den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 22).  

L.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

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Seite 8 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 

17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichts-

gesetz, VGG, SR 173.32]; Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 

19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]).  

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021 

[Art. 37 VVG]). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversiche-

rungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesge-

setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts (ATSG, SR 830.1; zu verfahrensrechtlichen Neuerungen 

vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.2, zu den allgemeinen intertemporalrechtlichen 

Regeln vgl. BGE 130 V 1 E. 3.2) vorbehalten.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 

durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG). 

Der Instruktionsrichter hat den Beschwerdeführer von der Pflicht zur Leis-

tung eines Kostenvorschusses befreit (Art. 65 Abs. 1 VwVG; BVGer-

act. 7). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 60 

ATSG).  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).  

2.2 Der Beschwerdeführer ist portugiesischer Staatsangehöriger mit 

Wohnsitz in Portugal. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

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Seite 9 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und 

Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung (vgl. Art. 80a Abs. 1 

IVG). Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) 

Nr. 1244/2010 (AS 2015 343), Nr. 465/2012 (AS 2015 345) und 

Nr. 1224/2012 (AS 2015 353) erfolgten Änderungen in den Beziehungen 

zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-

liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im 

Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4).  

2.3 Am 1. Januar 2022 sind Änderungen des IVG und (neben weiteren) 

des ATSG in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; 

BBl 2017 2535). Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen materi-

ellen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 

ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 

(BGE 127 V 466 E. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 2. Oktober 2020) 

eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1, 137 V 1 E. 3, 

147 V 308 E. 5.1), sind im vorliegenden Fall die bis und mit 2. Oktober 2020 

geltenden materiellrechtlichen Bestimmungen anwendbar (BGE 132 V 215 

E. 3.1.1). Sie werden im Folgenden denn auch in dieser Fassung zitiert.  

2.4 Das Gericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebun-

den (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung 

bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. Urteil des BGer 

2C_393/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.2; BGE 132 II 47 E. 1.3 m.H.). 

Stellt sich die Frage nach einer Aufhebung der Invalidenrente, bildet die 

geänderte Rente als solche Streitgegenstand, nicht die rechtliche Begrün-

dung für die Anpassung der Leistung (BGE 136 V 362 E. 3.4.3 f.). Sofern 

das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversiche-

rungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

(BGE 141 V 405 E. 4.4, 138 V 218 E. 6).  

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Seite 10 

2.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-

chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 

Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 

teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-

bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 

in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG).  

2.6 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (i.S.v. Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 

(i.S.v. Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).  

2.7 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 

Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invalidi-

tätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-

telsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditäts-

grad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, 

die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 

Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine ab-

weichende Regelung vorsehen. Eine solche Regelung gilt seit dem 1. Juni 

2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, 

sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 

883/2004 und bis 31. März 2012 Art. 2 der Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 

[SR 0.831.109.268.1]; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).  

C-5464/2020 

Seite 11 

3.  

3.1 Bei der Beurteilung des Beweiswerts medizinischer Unterlagen gelten 

zudem die nachfolgend aufgeführten, in der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung entwickelten Grundsätze:  

3.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein-

leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten be-

gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 133 V 450 E. 11.1.3, 125 V 351 E. 3a). 

Zudem muss der Arzt oder die Ärztin über die notwendigen fachlichen Qua-

lifikationen verfügen (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 

E. 2.1).  

3.3 Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Arztperso-

nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-

ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 6/1999 Nr. U 356 S. 572; 

BGE 122 V 157 E. 1c; 123 V 175 E. 3; zur Beweiskraft von Stellungnahmen 

der Regionalen Ärztlichen Diensten [RAD] vgl. etwa auch Urteil des BGer 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4; BGE 137 V 210 E. 1.2.1).  

3.4 Von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 

Gutachten von medizinischen Sachverständigen, die den Anforderungen 

der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zu-

erkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4 m. w. H.).  

3.5 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somato-

forme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Lei-

den (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen (BGE 143 V 

409 und 418), so sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systemati-

sierte Indikatoren (Beweisthemen und Indizien) beachtlich, die es – unter 

Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren 

wie auch von Kompensationspotentialen (Ressourcen) – erlauben, das tat-

sächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 

E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1, 145 V 361 E. 3.1).  

  

C-5464/2020 

Seite 12 

4.  

4.1 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 2. Oktober 2020, mit welcher die Vorinstanz im Rahmen 

ihrer Zuständigkeit gemäss Art. 40 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 

1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) die bisherige halbe 

Invalidenrente des Beschwerdeführers per 1. September 2013 aufgehoben 

hat. Streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist, ob die  

Vorinstanz den bisherigen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

schweizerische Invalidenrente zu Recht per 1. September 2013 aufgeho-

ben hat.  

4.2 Zuerst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachver-

halt vollständig erstellt hat.  

4.3 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, 

bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tat-

sachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des BGer 8C_288/2021 vom 

26. Oktober 2021, E. 3.2.2 m.H.).  

4.4  

4.4.1 Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass der vertretene Be-

schwerdeführer in seinem Einwand vom 28. Februar 2019 die Anträge ge-

stellt hatte, es sei ein IK-Auszug anzufordern, alsdann zur Stellungnahme 

zuzustellen und zudem sei eine schriftliche Stellungnahme des Arbeitge-

bers sowie der aktuell hypothetisch im Gesundheitsfall erzielbare Lohn ein-

zuholen (IVSTA-act. 239 S. 4). Obwohl in einer internen juristischen Stel-

lungnahme vom 22. März 2019 noch festgehalten worden war, dass diesen 

beiden Anträgen stattzugeben und der Sachverhalt um diese Elemente zu 

ergänzen sei (vgl. IVSTA-act. 242), versäumte es die Vorinstanz – trotz 

weiteren, vom juristischen Dienst ebenfalls verlangten und anschliessend 

auch durchgeführten Abklärungen des Sachverhalts (insbesondere Einho-

len des vollständigen rheumatologischen Konsiliums von Dr. P._______) – 

diese Sachverhaltsabklärungen bis zum Erlass des Vorbescheids vom 

26. März 2020 (IVSTA-act. 283) zu tätigen. Auch in der angefochtenen Ver-

fügung vom 2. Oktober 2020 blieb der Sachverhalt hinsichtlich dieser bei-

den Fragen unerforscht. Die Vorinstanz ist somit im Verwaltungsverfahren 

C-5464/2020 

Seite 13 

ihrer Abklärungspflicht nicht hinreichend nachgekommen und hat Beweis-

anträge des Beschwerdeführers nicht behandelt.  

4.4.2 Der Vernehmlassung vom 26. Februar 2021 ist zu entnehmen, dass 

die Vorinstanz trotz der auf Beschwerdestufe eingeholten (und anschlies-

send dem Beschwerdeführer zugestellten) IK-Auszüge am materiellen Er-

gebnis ihres Einkommensvergleichs festhält. Auf den zweiten Antrag je-

doch – womit der Beschwerdeführer um Rückfragen bei seinem letzten Ar-

beitgeber hinsichtlich Valideneinkommen ersuchte – geht die Vorinstanz 

weder in ihrer Vernehmlassung noch in ihrer Duplik ein. In seiner Be-

schwerde hält der Beschwerdeführer weiterhin an seinen Beweisanträgen 

fest (BVGer-act. 1 S. 9). Eine Rückweisung an die Vorinstanz einzig zur 

Klärung dieser punktuellen Fragen erscheint vorliegend insbesondere aus 

prozessökonomischen Gründen unverhältnismässig (vgl. UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 61 N. 111 m.H.). Der Instruktionsrich-

ter hat aus diesem Grund mit Schreiben vom 22. November 2022 diese 

punktuellen Sachverhaltslücken durch Abklärungen im Rahmen des Be-

schwerdeverfahrens geschlossen.  

4.4.3 Die Abklärung hat Folgendes ergeben: Der Beschwerdeführer war 

vom 1. Februar 1990 bis November 2002 bei der B._______ AG bezie-

hungsweise bei der Q._______ AG als Hilfsmonteur arbeitstätig (IVSTA-

act. 11 S. 1 und 23 S. 3; vgl. auch […], […], abgerufen am 17.11.2022). Die 

Arbeitgeberin erbringt weiterhin Dienstleistungen im Bereich Elektrotechnik 

am Bauwerk. Aus dem Antwortschreiben der Arbeitgeberin vom 28. No-

vember 2022 geht hervor, dass der Beschwerdeführer als Hilfsmonteur im 

Jahr 2013 zwischen Fr. 5'300.– und Fr. 5'500.– sowie im Jahr 2018 zwi-

schen Fr. 5'700.– und Fr. 6'000.– verdient hätte, wenn er nicht krank ge-

worden wäre und seine Tätigkeit ununterbrochen in einem Vollzeitpensum 

hätte weiterführen können (BVGer-act. 21). Damit wurde der Sachverhalt 

um die fehlenden Elemente ergänzt.  Der rechtserhebliche Sachverhalt er-

weist sich nun als vollständig erhoben.  

5.  

5.1 Aus der angefochtenen Verfügung vom 2. Oktober 2020 und der Ver-

nehmlassung vom 26. Februar 2021 geht hervor, dass die Vorinstanz – ge-

stützt auf das polydisziplinäre Gutachten des J._______ vom 24. April 

2018, die Stellungnahmen des Psychiaters Dr. K._______ vom 28. Mai 

2018 (IVSTA-act. 223), des Allgemeinmediziners Dr. L._______ vom 

1. Juni 2018 (IVSTA-act. 224), der Rheumatologin Dr. M._______ vom 

C-5464/2020 

Seite 14 

20. September 2018 (IVSTA-act. 229) und vom 8. Juli 2019 (IVSTA-

act. 262), der Neurologin Dr. O._______ vom 23. Oktober 2018 (IVSTA-

act. 232), die ergänzende Stellungnahme des J._______ vom 9. Mai 2019 

(IVSTA-act. 254), sowie deren interdisziplinäre interne medizinische Beur-

teilung durch das Expertengremium des ärztlichen Dienstes vom 27. Au-

gust 2020 (IVSTA-act. 289) – von einer Verbesserung des Gesundheitszu-

stands des Beschwerdeführers seit dem 13. Mai 2013 und damit vom Vor-

liegen eines Revisionsgrundes nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ausgegangen ist. 

Die Vorinstanz kam zum Schluss, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Hilfsmonteur bestehe seit dem 13. Mai 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 

50%, jene in einer den Funktionseinschränkungen angepassten Tätigkeit 

betrage 10% seit dem 14. Februar 2018 (IVSTA-act. 290). Gemäss Ein-

kommensvergleich sei in der ersten Phase ein Leidensabzug von 15% zu 

gewähren, was seit dem 13. Mai 2013 zu einer Verminderung der Erwerbs-

fähigkeit von 28% führe. Seit dem 14. Februar 2018 sei ein Leidensabzug 

von 20% ausgewiesen, weshalb ein Invaliditätsgrad von 39% resultiere (IV-

STA-act. 233 und 265).  

5.2 Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde vom 5. Novem-

ber 2020 und in seiner Replikeingabe zunächst vor allem auf den Stand-

punkt, dass eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab 1. Sep-

tember 2013 gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten vom 24. April 

2018 nicht möglich und die Rentenaufhebung per 1. September 2013  

offensichtlich unbegründet sei. Vielmehr bleibe es gestützt auf die ergän-

zende Stellungnahme des J._______ vom 9. Mai 2019 bei der bisherigen 

Beurteilung des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit. Die J._______-Gutachter-

personen hätten im Rahmen der gutachterlichen Beantwortung der Zusatz-

fragen (IVSTA-act. 220 S. 54 ff.) wiederholt ausgeführt, der genaue Verlauf 

der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer dem Gesundheits-

zustand angepassten Tätigkeit seit 8. April 2014 beziehungsweise seit 

29. Oktober 2008 könne aufgrund fehlender Akten beziehungsweise unge-

nauen Akten retrospektiv nicht beurteilt werden. Im Vergleich zum 29. Ok-

tober 2008 betrage die Arbeitsfähigkeit angepasst jetzt 90% und im Ver-

gleich zum 8. April 2014 betrage die Arbeitsfähigkeit angestammt heute 

70%. Damit hätten die J._______-Gutachterpersonen ausschliesslich eine 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit per Begutachtungszeitpunkt beziehungs-

weise per Untersuchungszeitpunkt vorgenommen. Daraus könne entge-

gen der Verfügung nicht abgeleitet werden, die Arbeitsfähigkeit in ange-

passten Tätigkeiten habe bereits per 1. September 2013 90% betragen. 

Mit anderen Worten sei nicht erstellt, geschweige denn mit dem Beweis-

C-5464/2020 

Seite 15 

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass der Be-

schwerdeführer per 1. September 2013 in angepassten Tätigkeiten 90% 

arbeitsfähig gewesen sein soll. Dies könne dem J._______-Gutachten 

nicht entnommen werden. Die per 1. September 2013 verfügte Rentenauf-

hebung sei demnach offensichtlich unbegründet. Zudem sei die Vorinstanz 

dazu verpflichtet, vor einer Herabsetzung oder Aufhebung einer Invaliden-

rente zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Selbsteingliederung zuge-

mutet werden könne.  

5.3  

5.3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Ände-

rung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 

Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. An-

lass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-

chen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Inva-

liditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 21 

E. 2.2 m.w.H.). Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen 

Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, 

wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen 

Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5, 

141 V 9 E. 2.3, 144 I 103 E. 2.1 m.w.H.). Eine Veränderung der gesund-

heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, 

wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteil des BVGer C-6024/2013 vom 

4. Mai 2016 E. 6.1 m.w.H.). Eine lediglich unterschiedliche Beurteilung ei-

nes im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts ist hingegen im re-

visionsrechtlichen Kontext nicht massgeblich (BGE 141 V 9 E. 2.3).  

5.3.2 Die Vorfrage, ob eine massgebliche Veränderung im Sinne von 

Art. 17 ATSG und damit ein Revisionsgrund vorliegt, beurteilt sich unter 

Berücksichtigung der medizinischen "Gesamtsituation" anhand der gut-

achterlichen Einschätzungen im beweiskräftigen Revisionsgutachten (Ur-

teil des BGer 9C_91/2018 vom 7. Juni 2018 E. 4.2.2). Ist eine anspruchs-

erhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Be-

weislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des BGer 

9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 m.w.H.).  

http://links.weblaw.ch/9C_91/2018
http://links.weblaw.ch/9C_273/2014

C-5464/2020 

Seite 16 

5.3.3 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 

durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-

standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer ent-

scheidungserheblichen Differenz zwischen den aus den medizinischen Un-

terlagen zu entnehmenden Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen ge-

sundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar 

Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern 

wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied 

auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert ei-

nes zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich 

davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Än-

derung(en) des Sachverhalts also – bezieht. Einer für sich allein betrachtet 

vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurtei-

lung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechti-

gung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am rechtlich erfor-

derlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) 

ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine 

effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vor-

behalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheit-

lichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des BGer 8C_441/2012 

vom 25. Juli 2013 6.1.2 m. H. in: SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 f.; 

8C_162/2015 vom 30. September 2015 E. 2.2).  

5.3.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-

weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 

von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-

den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 

oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-

rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 

der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 

als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle  

Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit 

der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 

genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 

welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im 

Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung 

und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (Ur-

teile des BGer 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 6.1.3 m. H., in: 

SVR 2013 IV Nr. 44 S. 136; 8C_162/2015 vom 30. September 2015 

E. 2.2).  

C-5464/2020 

Seite 17 

5.3.5 Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher 

und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine 

Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 m.w.H.). 

Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Ab-

schluss eines Rentenrevisionsverfahrens eine anspruchsrelevante Ände-

rung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte Beurteilung 

(rechtskräftige Verfügung), welche auf einer materiellen Prüfung des Ren-

tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi-

gung und – bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Aus-

wirkungen eines Gesundheitsschadens – Durchführung eines Einkom-

mensvergleichs beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4; Urteile des BGer 

8C_196/2020 vom 8. Juli 2020 E. 3.2.1, I 803/06 vom 21. Februar 2007 

E. 4.1). Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt, in welchem 

die Rente rechtskräftig gewährt beziehungsweise materiell bestätigt wor-

den ist, mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Neubeurteilung (BGE 130 V 

343 E. 3.5.2).  

5.4 Vergleichsbasis bildet im vorliegenden Fall der Einspracheentscheid 

vom 2. Februar 2004 (IVSTA-act. 34 S. 2-5). Darin sprach die IV-Stelle des 

Kantons Zürich dem Beschwerdeführer gestützt auf einen Invaliditätsgrad 

von 57% rückwirkend ab dem 1. Juni 2001 eine halbe IV-Rente zu. In me-

dizinischer Hinsicht stützte sich diese Rentenzusprache auf das polydis-

ziplinäre Gutachten der C._______ vom 13. Juni 2003 (IVSTA-act. 25 bzw. 

247 [vollständige Version]). Die spätere Rentenbestätigung vom 29. Okto-

ber 2008 (IVSTA-act. 61) beruhte nicht auf einer umfassenden Sachver-

haltsabklärung, sondern einzig auf einer kurzen Aktenbeurteilung von 

Dr. med. R._______ des medizinischen Dienstes der  

Vorinstanz vom 12. Oktober 2008 (IVSTA-act. 60), welche zwei wenig um-

fassende portugiesische Arztberichte berücksichtigte (psychiatrischer Be-

richt von Dr. med. S._______, Medizinisches Zentrum (…), vom 31. März 

2008 [IVSTA-act. 53] sowie Formularbericht E 213 vom 28. Mai 2008 [IV-

STA-act. 54]).  

5.5 Laut Beurteilung der Gutachter der C._______ 2003 bestanden fol-

gende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeits-

fähigkeit (IVSTA-act  25 S. 22 bzw. 247 S. 22 [vollständige Version]):  

− anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit/bei  

− zervikospondylogenem und lumbospondylogenem Schmerzsyn-

drom bei  

− mediolinkslateraler Diskushernie C6/7 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-9%3Ade&number_of_ranks=0#page9

C-5464/2020 

Seite 18 

− mediolateraler Diskushernie L3/4, L4/5 

− Status nach HWS-Distorsion 1995 und am 27. April 1997 (aus 

systematischen Gründen hier erwähnt, Einfluss auf die 

Schmerzkrankheit aber sehr ungewiss) 

− anhaltende leichte bis mittelgradige Depression (ICD-10 F33.1) 

Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber 

mit Krankheitswert, nannten die C._______-Gutachter (IV-act. ZH 3 S. 22): 

− sporadische dyspeptische Beschwerden bei 

− Status nach Diagnose eines Ulcus duodeni, einer Refluxösopha-

gitis Grad I bis II und einer Kardiainsuffizienz am 1. Februar 2002 

5.5.1 Die C._______-Gutachter kamen zum Ergebnis, dass aus medizi-

nisch interdisziplinärer Sicht in der angestammten Tätigkeit als Elektro- 

Hilfsmonteur eine Arbeitsfähigkeit von 50% resultiert. Dabei waren die 

rheumatologischen und psychopathologischen Befunde limitierend. Für 

eine körperlich leichte, in Wechselposition ausgeübte Tätigkeit bestand 

ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50%, als limitierend wurden dabei je-

doch nur die psychopathologischen Befunde eingeschätzt.  

5.5.2 In ihrer Beurteilung (IVSTA-act. 25 S. 20 bzw. 247 S. 20 [vollständige 

Version] hielten die C._______-Gutachter im Wesentlichen fest, nach An-

gaben des Beschwerdeführers seien erstmalig körperliche Beschwerden 

in der Folge eines leichten Heckauffahrunfalles 1995 aufgetreten. Der Be-

schwerdeführer sei damals weder zum Arzt gegangen noch sei er arbeits-

unfähig gewesen. Eine Exazerbation der Beschwerden sei anlässlich eines 

zweiten wiederum typischen Heckauffahrunfalles am 27. April 1997 aufge-

treten. Nach Lage der Akten habe der Beschwerdeführer eine erste ärztlich 

dokumentierte Spur im August 1998 hinterlassen im Sinne eines Röntgens 

der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule. Er habe sich dann erst später 

(1999) in ärztliche Behandlung begeben, allerdings ohne diese beiden Un-

fälle je zu erwähnen. In der Folge seien dann insbesondere rechtsbetonte 

Kopfschmerzen und Schmerzen in der Halswirbelsäule aufgetreten, die 

sich rechtsbetont auf das ganze Achsenskelett ausgebreitet hätten. Ein 

MRI der HWS im September 1999 habe eine breitbasige linksseitige Dis-

kushernie auf Höhe C6/7 gezeigt. Der Rheumatologe PD Dr. T._______ 

habe im Januar 2000 dann als erster Arzt eine Diagnose im Sinne eines 

Zervikobrachialsyndroms ausgesprochen und erwähnt, dass keine Unfälle 

bekannt seien (siehe oben). Während der zweiten stationären Behandlung 

am Universitätsspital Zürich im Februar/März 2001 sei die Diagnose einer 

C-5464/2020 

Seite 19 

schweren somatoformen Schmerzstörung mit psychovegetativem Syn-

drom respektive einem generalisierten Schmerzsyndrom gestellt worden. 

Weiter hielten die C._______-Gutachter fest (IVSTA-act.  25 bzw. 247 [voll-

ständige Version] S. 21 f.):  

„Unser Rheumatologe bestätigt aus seinem Fachgebiet das zervikospondylo-

gene und lumbospondylogene Schmerzsyndrom bei insgesamt drei Dis-

kushernien, ohne dass aktuell Zeichen einer Radikulopathie bestehen. (…) 

Die Frage nach der Kausalität der beiden Autounfälle in Bezug auf die aktuel-

len Beschwerden im Bewegungsapparat ist im Übrigen schwierig. (…) Als viel 

wahrscheinlicher erachtet es unser Rheumatologe, dass das Beschwerdebild 

einerseits auf die degenerativen Veränderungen der Bandscheiben zervikal 

und lumbal zurückzuführen ist und anderseits das Leiden eine erhebliche psy-

chische Komponente aufweist (…). In Anbetracht der schwierigen Lebensum-

stände, insbesondere auch wegen des Wegzugs der Familie des Beschwer-

deführers, aber auch wegen der Geldnot, sei die Prognose ungewiss“.  

5.5.3 Der psychiatrische C._______-Gutachter Dr. med. U._______ führte 

in seinem psychiatrischen Teilgutachten im Wesentlichen aus  

(IVSTA-act. 25 bzw. 247 [vollständige Version] S. 33):  

“Aus psychiatrischer Sicht ist aber wichtig, dass der Patient das typische Mus-

ter einer somatoformen Schmerzstörung entwickelt hat, wobei praktisch die 

ganze rechte Körperhälfte betroffen ist und die Schmerzqualität als brennend 

beschrieben wird. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall 

1997 und insbesondere seit dem Wegzug seiner Familie nach Portugal im Juli 

2001 eine leicht- bis mittelgradige reaktiv-depressive Verstimmung entwickelt 

hat. In der alten Beschreibungsweise würde man hier von einer depressiven 

Entwicklung sprechen, welche mit der Schmerzkrankheit in einem zirkulären 

Regelkreis interagiert. Es ist adäquat, dass der Patient weiterhin in psychiatri-

scher Behandlung bleibt, um sich mit seiner Lebenssituation aktiv auseinan-

derzusetzen und wieder einen Sinn und ein Ziel zu finden. Zudem sollen die 

Psychotherapie und die antidepressive Behandlung eine Schmerzdistanzie-

rung bewirken (…). Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wird durch die 

Schmerzkrankheit und die Depression erheblich beeinträchtigt. Die Arbeitsun-

fähigkeit muss integriert beurteilt werden. Ich halte fest, dass die somatoforme 

Schmerzstörung und die Depression eine medizinisch-theoretische Arbeitsun-

fähigkeit von 50% begründet“. 

5.6 Im polydisziplinären (Revisions-)Gutachten des J._______ vom 

24. April 2018 hielten die J._______-Gutachterpersonen folgende Diagno-

sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (IVSTA-act. 220 S. 76):  

− Chronisch rezidivierendes zervikobrachiales Wirbelsäulensyndrom bei 

− Osteochondrose und Spondylarthrose der Halswirbelsäule zwi-

schen C5 bis C7 mit Unkarthrose C4/C5 und Neuroforaminalste-

nose 

C-5464/2020 

Seite 20 

− Steilstellung der Halswirbelsäule 

− Chronisch rezidivierendes pseudoradikuläres lumbales Wirbelsäulen-

syndrom bei erosiver Osteochondrose L4/L5 und Diskusprotrusion 

links mediolateral L4/L5 sowie Diskusprotrusion L5/S1 

− Hyperlordose der Lendenwirbelsäule 

Folgende Diagnosen blieben nach Einschätzung der J._______-Gut-

achterpersonen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:  

− Arterielle Hypertonie 

− Hypercholesterinämie 

− Rundrücken, initiale Osteochondrose der mittleren Brustwirbelsäule 

− Senk-Spreizfüsse 

− Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-

ren (F45.41) 

− Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4) 

5.6.1 Der orthopädisch-unfallchirurgische J._______-Teilgutachter 

Dr. med. V._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumato-

logie des Bewegungsapparates, stellte in seinem Teilgutachten fest, im 

Vordergrund ständen oligosegmentale degenerative Veränderungen der 

unteren Halswirbelsäule. Im Bereich der Halswirbelsäule finde sich eine 

funktionelle Einschränkung bezüglich Seitneigen und Drehen der Halswir-

belsäule. Auffällig sei ein erhöhter Finger-Fussbodenabstand von 49cm, 

der im Langsitz einen Wert von 38cm aufweise. Bei der eigenen radiologi-

schen Nachuntersuchung vom 12. Februar 2018 hätten sich mässige de-

generative Veränderungen der beiden präsakralen Bandscheibenfächer 

gezeigt. Gleichentags angefertigte kernspintomografische Untersuchun-

gen dokumentierten eine Diskusprotrusion L3/4 ohne Spinalkanalstenose 

oder foraminale Enge, eine Osteochondrose der Lendenwirbelsäule L4/L5 

und eine geringe Verschmälerung des Zwischenwirbelraums L5/S1. Die 

von degenerativen Veränderungen am meisten betroffenen Segmente 

seien hier L3/L4 und L4/L5. Die körperlichen Untersuchungen hätten im 

Bereich der oberen Gliedmassen eine letztgradige Funktionseinschrän-

kung des rechten Schultergelenkes bei stabilem Schulterhauptgelenk und 

stabilem Sternoclaviculargelenk gezeigt. Am ehesten sei hier ein Zusam-

menhang mit einem Schulter-Arm Syndrom festzustellen. Bei der Untersu-

chung seien zwischen Befunderhebung und Beschwerdeschilderung Dis-

krepanzen erkennbar. Die gutachterliche Konsistenzprüfung ergebe Hin-

weise auf Diskrepanzen zwischen dem Ausmass der subjektiven Be-

schwerden der Halswirbelsäule und der Lendenwirbelsäule einerseits und 

C-5464/2020 

Seite 21 

der altersentsprechenden Bemuskelung des Rumpfes und der Gliedmas-

sen sowie der weitgehend freien Funktion der Arme und Beine anderer-

seits. Hinzuweisen sei auch auf die Schwielenbildung im Bereich der 

Hände rechts mehr als links. Die zervikale Beschwerdesymptomatik könne 

unter Beachtung der zwischenzeitlich erhobenen bildgebenden Befunde 

nach Einschätzung von Dr. V._______ nicht in den ursächlichen Zusam-

menhang mit möglicherweise stattgehabten Halswirbelsäuledistorsionen 

gestellt werden. Ursächlich seien vielmehr die heute nachgewiesenen de-

generativen Veränderungen der Zervikalsegmente insbesondere in Höhe 

C6/C7, geringer C5/C6. Der funktionelle Schweregrad der Erkrankung im 

Abschnitt HWS und LWS sei leicht- bis mittelgradig.  

5.6.2 Dr. med. W._______, Facharzt für Neurologie FMH, erhob keine neu-

rologischen Diagnosen, weder mit noch ohne Auswirkung auf die Arbeits-

fähigkeit. Die Schilderung der chronischen rechtsbetonten Nackenschmer-

zen mit Ausstrahlung in den rechten Arm sei nahezu identisch im Vergleich 

zum polydisziplinären Gutachten aus dem Jahr 2003. Der neurologische 

Befund des Beschwerdeführers sei unauffällig gewesen. Bei zudem feh-

lenden Umfangdifferenzen und unauffälliger ausführlicher Elektromyogra-

phie ergäben sich keine Hinweise auf eine relevante Radikulopathie. Zu-

sammengefasst liessen sich die Beschwerden des Beschwerdeführers aus 

neurologischer Sicht nicht nachvollziehen. Bei unauffälligen neurologi-

schen Befunden fänden sich keine Hinweise auf eine strukturell-organisch 

zu erklärende neurologische Beeinträchtigung, weshalb daraus auch keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere.  

5.6.3 Neuropsychologin Dr. sc.hum.Dipl.Psych. X._______ schloss nach 

Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten des Be-

schwerdeführers. Wegen mangelnder Mitarbeit könnten die Ergebnisse 

der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden. Die neuropsycho-

logischen Befunde seien nicht verwertbar, da sie wahrscheinlich nicht das 

effektiv vorhandene kognitive Leistungsniveau abbildeten. Aus neuropsy-

chologischer Sicht könne wegen mangelnder Mitarbeit keine Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden.  

5.6.4 Dr. med. Y._______, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 

erhob im psychopathologischen Befund in Anlehnung an die AMDP- 

Richtlinien anlässlich der Untersuchung vom 14. Februar 2018 eine leicht 

zum depressiven Pol gerichtete Stimmung, eine leichte Parathymie und 

Affektlabilität, schmerzbedingte Ein- und Durchschlafstörungen und teil-

weise bei subjektiv starken Schmerzen passive Todeswünsche. Analog 

C-5464/2020 

Seite 22 

den Parametern der funktionellen Leistungsfähigkeit in Anlehnung an den 

Mini-ICF-APP seien die Fähigkeiten zur Planung und Strukturierung von 

Aufgaben und die Spontan-Aktivitäten aufgrund des Aggravationsverhal-

tens nicht beurteilbar. In den anderen Items bestehe keine Einschränkung. 

Beim Beschwerdeführer stehe ein subjektives Schmerzsyndrom im Vorder-

grund. Aufgrund der von ihm angegebenen körperlichen Schmerzen und 

der nicht ausreichenden Erklärbarkeit durch ein somatisches Korrelat sei 

aus psychiatrischer Sicht eine somatoforme Störung (ICD-10: 45) zu dis-

kutieren. Dr. Y._______ kam nach eingehender Prüfung zum Schluss, dass 

die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstö-

rung (F45.40) vom Beschwerdeführer nicht erfüllt werden. Vielmehr sei 

beim Beschwerdeführer von einer chronischen Schmerzstörung mit soma-

tischen und psychischen Faktoren (F45.41) auszugehen, wobei der funkti-

onelle Schweregrad der Störung als leicht einzustufen sei. Zudem seien 

gemäss den Akten die Allgemeinkriterien für eine rezidivierende depressive 

Störung in der Vergangenheit erfüllt gewesen. Der gegenwärtige Zustand 

erfülle nicht die Kriterien für eine depressive Episode (F32) irgendeines 

Schweregrades oder für eine andere Störung des Abschnitts F3. Insbeson-

dere seien die zentralen Kriterien Interessen- oder Freudeverlust an Aktivi-

täten, die normalerweise angenehm gewesen seien und ein verminderter 

Antrieb oder eine gesteigerte Ermüdbarkeit nicht erfüllt gewesen.  

5.6.5 Die J._______-Gutachterpersonen erachteten in ihrer interdisziplinä-

ren Beurteilung unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde 

leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen 

von Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten unter Einfluss von Kälte und Zugluft, 

ohne vermehrte Rotation der HWS (z.B. Lastwagenfahrer), ohne Zwangs-

haltung der Wirbelsäule aus orthopädischer Sicht zu 90% als zumutbar. 

Bei Beachtung dieser qualitativen Funktionseinschränkungen erscheine 

die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Elektrohilfsmonteurs in einem Umfang 

von 70% möglich. Aus neurologischer, chirurgisch-internistischer und psy-

chiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer für sämtliche infrage kommen-

den Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig (IVSTA-act. 220 S. 82 f.). 

6.  

6.1 Beim nach Rückweisung zu weiterer Abklärung eingeholten polydiszip-

linären Gutachten des J._______ vom 24. April 2018 handelt es sich um 

eine Expertise, die im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurde und in 

formeller Hinsicht die Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtspre-

C-5464/2020 

Seite 23 

chung an ein beweiskräftiges Gutachten erfüllt. Soweit keine konkreten In-

dizien gegen die Zuverlässigkeit des J._______-Gutachtens sprechen, 

kommt ihm somit voller Beweiswert zu (vgl. auch oben E. 4.3).  

6.2 Anhand der soeben dargelegten, miteinander zu vergleichenden medi-

zinischen Aktenlage (vgl. oben E. 5.5 [Vergleichsbasis: polydisziplinäres 

C._______-Gutachten vom 13. Juni 2003] und E. 5.6 [aktuelle medizini-

sche "Gesamtsituation": polydisziplinäres Gutachten des J._______ vom 

24. April 2018]) ist zunächst die Vorfrage zu beantworten, ob die Vorinstanz 

mit der angefochtenen Verfügung weiterhin zu Recht von einer massgebli-

chen Verbesserung des Gesundheitszustands und damit vom Vorliegen ei-

nes Revisionsgrunds ausgegangen ist.  

6.3  

6.3.1 In somatischer Hinsicht verbleiben zufolge des polydisziplinären Gut-

achtens vom 24. April 2018 ein chronisch rezidivierendes zervikobrachia-

les Wirbelsäulensyndrom (bei Osteochondrose und Spondylarthrose der 

Halswirbelsäule zwischen C5 bis C7 mit Unkarthrose C4/C5 und Neurofo-

raminalstenose und Steilstellung der Halswirbelsäule) sowie ein chronisch 

rezidivierendes pseudoradikuläres lumbales Wirbelsäulensyndrom (bei 

erosiver Osteochondrose L4/L5, Diskusprotrusion links mediolateral L4/L5, 

Diskusprotrusion L5/S1 und Hyperlordose der Lendenwirbelsäule), die sich 

weiterhin auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken. Die 

C._______-Gutachter hatten 2003 zusätzlich noch eine anhaltende soma-

toforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit/bei zervikospondylogenem 

und lumbospondylogenem Schmerzsyndrom (bei mediolinkslateraler Dis-

kushernie C6/7, mediolateraler Diskushernie L3/4 sowie L4/5, Status nach 

HWS-Distorsion 1995 und am 27. April 1997 [aus systematischen Gründen 

hier erwähnt, Einfluss auf die Schmerzkrankheit aber sehr ungewiss]) so-

wie eine anhaltende leichte bis mittelgradige Depression (ICD-10 F 33.1) 

diagnostiziert, die die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zum Zeit-

punkt der Rentenzusprache einschränkten.  

6.3.2 Zunächst ist festzustellen, dass die medizinische Stellungnahme von 

Dr. O._______ sowie die interdisziplinäre interne medizinische Beurteilung 

des Expertengremiums mit derjenigen des neurologischen J._______-Gut-

achters übereinstimmen, wonach keine neurologischen Diagnosen erho-

ben worden seien und mangels Hinweisen auf eine strukturell-organisch 

zu erklärende neurologische Beeinträchtigung daher keine Einschränkung 

C-5464/2020 

Seite 24 

der Arbeitsfähigkeit aus neurologischen Gründen festgestellt werde. Hie-

raus ergeben sich keine Veränderungen des Gesundheitszustands des Be-

schwerdeführers.  

6.3.3 In seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Elektrohilfsmonteur erach-

ten die J._______-Gutachterpersonen den Beschwerdeführer als zu 70% 

arbeitsfähig. Die C._______-Gutachter waren in ihrem polydisziplinären 

Gutachten vom 13. Juni 2003 noch gestützt auf die Diagnosen einer an-

haltenden somatoformen Schmerzstörung bei zervikospondylogenem und 

lumbospondylogenem Syndrom von einer Arbeitsfähigkeit in angestamm-

ter Tätigkeit von 50% ausgegangen (wobei die rheumatologischen und 

psychopathologischen Befunde limitierend seien). Allgemeinmediziner 

Dr. L._______ und Rheumatologin Dr. M._______ bleiben in ihren internen 

medizinischen Stellungnahmen vom 1. Juni 2018 beziehungsweise vom 

20. September 2018 bei einer Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit 

von 50%, wie sie bereits im C._______ –Gutachten vom 13. Juni 2003 ein-

geschätzt worden war. Dr. M._______ begründete ihre vom J._______-

Gutachten abweichende Meinung damit, dass die J._______-Gutachter-

personen zwar einen Rückgang der Beschwerden bezüglich der lumbalen 

Diskopathien feststellten, sich aber im aktuellen Status im Lumbalbereich 

dennoch weiterhin funktionelle Einschränkungen zeigten. Die klinischen 

Symptome im Zervikalbereich hätten sich nicht verändert. Es sei schwierig, 

eine massgebliche Verbesserung des Gesundheitszustands seit der letz-

ten rechtskräftigen Beurteilung zu beweisen. Seit der Begutachtung 2003 

habe der "Schober" abgenommen, der Finger-Boden-Abstand von 30cm 

auf 49cm zugenommen, und der Beschwerdeführer klage weiterhin über 

Schmerzen bei der Tastuntersuchung des Dornfortsatzes L4/5. Die von 

Dr. M._______ festgestellte fehlende rechtserhebliche Verbesserung im 

körperlichen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bezüglich sei-

ner angestammten Tätigkeit als Elektrohifsmonteur bestätigt sich im Ver-

gleich der objektiven Befunde und der geschilderten Beschwerden zwi-

schen der C._______-Begutachtung und der J._______-Begutachtung: 

Dr. P._______ hatte im Rheumatologischen Konsilium vom 15. Mai 2003 

eine mediolinkslaterale Diskushernie C6/7 und eine mediale Diskushernie 

L3/4 und L4/5 als objektive Befunde erhoben (IVSTA-act. 247 S. 19). Dabei 

bestanden – wie auch zum Begutachtungszeitpunkt durch die J._______-

Gutachterpersonen (vgl. IVSTA-act. 220 S. 52) – keine Zeichen einer Ra-

dikulopathie (IVSTA-act. 247 S. 21). Bereits bei seiner Beurteilung vom 

15. Mai 2003 erachtete es Dr. P._______ als viel wahrscheinlicher, dass 

das Beschwerdebild einerseits auf die degenerativen Veränderungen der 

Bandscheiben zervikal und lumbal zurückzuführen seien und andererseits 

C-5464/2020 

Seite 25 

das Leiden eine erhebliche psychische Komponente aufweise (IVSTA-

act. 247 S. 21). Auch diese Einschätzung teilten der orthopädisch-unfall-

chirurgische J._______-Teilgutachter Dr. V._______ (IVSTA-act. 220 

S. 43) und der neurologische Teilgutachter Dr. W._______ (IVSTA-act. S. 

51). Wie auch der neurologische J._______-Gutachter zutreffend fest-

stellte, klagt der Beschwerdeführer bei der aktuellen Begutachtung nahezu 

über identische Hauptbeschwerden im Vergleich zum polydisziplinären 

Gutachten aus dem Jahr 2003 in Form von chronischen rechtsbetonten 

Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm (IVSTA-act. 220 

S. 51). Die diesen Beschwerden zugrundeliegenden degenerativen Ent-

wicklungen in Hals- und Lendenwirbelsäule wirkten sich gemäss 

C._______-Gutachten vom 13. Juni 2003 einzig einschränkend auf die Ar-

beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus – sie hatten keinen Ein-

fluss auf die Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten (zumal für 

diese nur die psychopathologischen Befunde limitierend gewesen seien). 

Da eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert 

gebliebenen Sachverhaltes keinen Rentenrevisionsgrund darstellt und sich 

insbesondere Dr. M._______, aber auch Dr. L._______ in nachvollziehba-

rer Weise für die Beibehaltung der bisherigen Einschätzung aussprechen, 

ist hier in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Elektrohilfsmonteur nicht von einer revisionsbegründenden Tatsachenän-

derung auszugehen. Bei vergleichbaren somatischen Befunden kann nicht 

von einer erheblichen Änderung des Gesundheitszustands in somatischer 

Hinsicht im Sinne eines Revisionsgrunds ausgegangen werden. Vielmehr 

ist gestützt auf die internen Beurteilungen der Rheumatologin 

Dr. M._______ (und des Allgemeinmediziners Dr. L._______) mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit weiterhin 50% beträgt.  

6.4 Die J._______-Gutachterpersonen gingen zwar davon aus, dass seit 

2008 unverändert eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren bestehe. Zum aktuellen psychopathologischen Ge-

sundheitszustand hält die psychiatrische J._______-Gutachterin 

Dr. Y._______ jedoch fest, dass sich die Diagnosen einer chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) so-

wie einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert 

(F33.4) nicht mehr auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers – weder 

in der angestammten noch in einer leidensadaptierten Tätigkeit – auswirk-

ten. Im C._______-Gutachten vom 13. Juni 2003 war noch eine anhal-

tende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden, die sich auf die 

C-5464/2020 

Seite 26 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkte (zur Differentialtypolo-

gie und Konsistenzprüfung vgl. unten E. 7.3.5.6 [S. 72 ff. GA]). Dadurch 

bleibt zwar die Grunddiagnose im Wesentlichen gleich (vgl. dazu oben 

E. 5.3.1 und 5.6.4 sowie unten E. 7.3.1); Doch die Intensität des Leidens 

hat massgeblich abgenommen, so dass sich aus psychischen Gründen 

keine Auswirkungen mehr auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Dr. K._______ 

und das Expertengremium der Vorinstanz stellen hinsichtlich der Schmerz-

störung äusserst geringe Befunde fest und sind der Ansicht, dass das vom 

Beschwerdeführer geklagte Ausmass der Schmerzen nicht bestätigt wer-

den könne. Insofern geht das J._______-Gutachten von einer wesentli-

chen Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwer-

deführers aus, da die psychopathologischen Befunde in der Vergangenheit 

gemäss C._______-Gutachten ebenfalls (das heisst zusammen mit den 

rheumatologischen Befunden) die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit beziehungsweise ausschliesslich die Arbeitsfähigkeit in leidens-

adaptierten Tätigkeiten einschränkten. Dies ist nachvollziehbar und ver-

mag umso mehr zu überzeugen, als die 2003 diagnostizierte anhaltende 

leichte bis mittelgradige Depression (ICD-10 F 33.1) mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit 2018 nicht mehr bestand. Es konnte anlässlich der 

J._______-Begutachtung 2018 lediglich noch eine rezidivierende depres-

sive Störung, gegenwärtig remittiert, und damit ohne Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit, festgehalten werden.  

6.5 Damit ist gestützt auf das J._______-Gutachten vom 24. April 2018 

nach einem Vergleich der aktuellen mit der medizinischen Gesamtsituation 

zum Zeitpunkt der Rentenzusprache im Februar 2018 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit von einer wesentlichen Verbesserung des psychischen 

Gesundheitszustands und damit von einem Revisionsgrund auszugehen 

und der Rentenanspruch daher in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht 

umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen be-

steht (vgl. oben E. 5.3.5). Die Vorinstanz ging daher zu Recht vom Vorlie-

gen eines Revisionsgrunds aus.  

7.  

7.1 Obwohl die J._______-Gutachterpersonen den Beschwerdeführer in 

seiner angestammten Tätigkeit als Elektrohilfsmonteur als zu 70% arbeits-

fähig einschätzten, vermag, da wie ausgeführt ein somatisch nicht wesent-

lich veränderter Gesundheitszustand vorliegt (vgl. oben E. 6.3.3), die in-

terne medizinische Beurteilung vom 20. September 2018 der Rheumatolo-

C-5464/2020 

Seite 27 

gin Dr. M._______ (IVSTA-act. 229; und von Dr. L._______) zu überzeu-

gen, weshalb darauf abzustellen und weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit 

von 50% in der angestammten Tätigkeit auszugehen ist.  

7.2 In Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tä-

tigkeiten ergibt sich aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden medi-

zinische Aktenlage in somatischer Hinsicht eine Tatsachenänderung: 

Dr. V._______ hält aus chirurgisch-orthopädischer Sicht fest, dass der Be-

schwerdeführer für eine körperlich schwere Tätigkeit nicht mehr arbeitsfä-

hig sei. Mittelschwere und leichte körperliche Tätigkeiten ohne Heben und 

Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten unter Einfluss von Kälte und 

Zugluft, ohne vermehrte Rotation der HWS (z.B. Lastwagenfahrer), ohne 

Zwangshaltung der Wirbelsäule seien zu 90% zumutbar (IVSTA-act. 220 

S. 80). Demgegenüber bestand nach Einschätzung der C._______-Gut-

achter 2003 nur für leichte wechselbelastende Tätigkeiten eine Arbeitsfä-

higkeit von 100%. Das Expertengremium stellt fest, dass bei seit 1999 

gleichbleibender orthopädischer Situation aus rheumatologischer Sicht die 

beklagten Beschwerden teilweise nicht erklärbar und die Einschränkungen 

weder objektivierbar noch genügend seien, um eine signifikante Arbeitsun-

fähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zu begründen. Es äussert sich dabei 

aber nicht konkret zur Arbeitsunfähigkeitseinschätzung in leidensadaptier-

ten Tätigkeiten von 10% gemäss J._______-Gutachten, beziehungsweise 

stellt sich nicht dagegen. Nachdem sich Dr. M._______ (IVSTA-act. 229; 

ebenso Dr. L._______, vgl. IVSTA-act. 224) mit den Einschätzungen der 

J._______-Gutachterpersonen darin einig sieht, dass dem Beschwerde-

führer aus somatischer Sicht ab Begutachtungszeitpunkt nur noch eine Ar-

beitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten von 90% zugemutet werden 

kann (Reduktion des Rendements hauptsächlich wegen des zusätzlichen 

Pausenbedarfs gemäss Stellungnahme von Dr. L._______ vom 1. Juni 

2018 [IVSTA-act. 224]; vgl. auch IVSTA-act. 229 S. 4), kann auf diese Ein-

schätzung abgestellt werden; denn es besteht gemäss geltender Recht-

sprechung bei Vorliegen eines Revisionsgrunds (siehe oben E. 6.5) keine 

Bindung an frühere Beurteilungen (vgl. dazu oben E. 5.3.5).  

7.3 Die psychiatrische J._______-Gutachterin Dr. Y._______ diagnosti-

zierte beim Beschwerdeführer in der Expertise vom 24. April 2018 eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(F45.41) sowie eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Stö-

rung (F33.4). Im psychopathologischen Befund zeige sich aktuell eine 

leicht zum depressiven Pol gerichtete Stimmung, eine leichte Parathymie 

C-5464/2020 

Seite 28 

und Affektlabilität, schmerzbedingte Ein- und Durchschlafstörungen und 

teilweise bei subjektiv starken Schmerzen passive Todeswünsche.  

7.3.1 Im Vordergrund stehe ein subjektives Schmerzsyndrom. Als aktuelle 

Beschwerden gebe der Beschwerdeführer Nacken- und Kopfschmerzen 

sowie teilweise in das rechte Bein ausstrahlende Rückenschmerzen an. 

Aufgrund der angegebenen körperlichen Schmerzen und der nicht ausrei-

chenden Erklärbarkeit durch ein somatisches Korrelat sei aus psychiatri-

scher Sicht eine somatoforme Störung (ICD-10: 45) zu diskutieren. Die  

Differentialtypologie umfasse dabei eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (F45.40; von den C._______-Gutachtern 2003 diagnosti-

ziert) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-

schen Faktoren (F45.41). Aus versicherungsmedizinischer Sicht begründe 

dies keine wesentliche Unterscheidung. Die ICD-10 nenne heute folgende 

Kriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.10):  

1. Wiederholte Darbietung multipler und wechselnder körperlicher Symptome, in 

Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchun-

gen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass 

die Symptome nicht körperlich begründbar seien. Dieses Kriterium sei nicht 

erfüllt, da eine hartnäckige Forderung des Versicherten nach medizinischen 

Untersuchungen fehle. Zudem handelt es sich nicht um wechselnde körperli-

che Beschwerden.  

2. Wenn somatische Störungen vorhanden sind, erklären sie nicht die Art und 

das Ausmass der Symptome, das Leiden und die innerliche Beteiligung des 

Patienten (erfüllt). 

3. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauernder, schwerer und quälen-

der Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche 

Störung nicht vollständig erklärt werden kann. Die vom Beschwerdeführer ge-

klagten subjektiv teilweise starken Schmerzen seien anlässlich der aktuellen 

gutachterlichen Untersuchung nicht als andauernd, schwer und quälend er-

kennbar und die Angaben des Beschwerdeführers blieben beim Subjektiven. 

Das Kriterium sei nicht erfüllt.  

4. Der Schmerz trete in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozi-

alen Belastungen auf, die schwerwiegend genug sein sollten, um als entschei-

dende ursächliche Faktoren gelten zu können (Kriterium nicht erfüllt). 

5. Die Folge sei meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizini-

sche Hilfe und Unterstützung (Kriterium nicht erfüllt).  

C-5464/2020 

Seite 29 

Die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerz-

störung F45.40 (vor allem die zentralen Kriterien 1, 3, 4 und 5) würden vom 

Beschwerdeführer somit nicht erfüllt. Vielmehr sei beim Beschwerdeführer 

von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (F45.41) auszugehen, wobei der funktionelle Schweregrad der 

Störung als leicht einzustufen sei (IVSTA-act. 220 S. 72 f.).  

7.3.2 Zudem sei beim Beschwerdeführer eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4) zu diagnostizieren. Die Allgemein-

kriterien für eine rezidivierende depressive Störung seien in der Vergan-

genheit erfüllt gewesen, doch im gegenwärtigen Zustand nicht. Insbeson-

dere hätten zentrale Kriterien Interessen- oder Freudeverlust an Aktivitä-

ten, die normalerweise angenehm waren und ein verminderter Antrieb oder 

eine gesteigerte Ermüdbarkeit gefehlt. Ein iatrogen bedingter Missbrauch 

von Sedativen, Benzodiazepinen, sei bei nicht nachweisbarem Plasma-

spiegel von Diazepam und Metaboliten auszuschliessen. Zudem sei von 

einem sekundären Krankheitsgewinn auszugehen, da sich die Ehefrau um 

die gesamten Tätigkeiten im Haushalt selbst kümmere, obwohl sie dane-

ben noch arbeite (IVSTA-act. 220 S. 73 f.).  

7.3.3 Es liegen keine weiteren aktuellen psychiatrischen Berichte vor, die 

an den von der psychiatrischen J._______-Gutachterin sorgfältig erhobe-

nen Diagnosen Zweifel säen könnten. Vielmehr beruhen die von Psychia-

terin Dr. Y._______ erhobenen Befunde auf eingehenden Untersuchun-

gen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und gehen auf alle me-

dizinischen Vorakten ein. Diese Diagnosen werden auch vom Psychiater 

des internen medizinischen Dienstes, Dr. K._______, bestätigt (IVSTA-

act. 223). Damit ist hinsichtlich des psychischen Leidens des Beschwerde-

führers auf die lege artis gestellten Diagnosen einer chronischen Schmerz-

störung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) sowie einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4) abzu-

stellen (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1 m.w.H.).  

7.3.4 Die psychiatrische J._______-Gutachterin Dr. Y._______ hält zudem 

fest, die genannten Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig-

keit des Beschwerdeführers. Der invalidisierende Charakter psychischen 

Leidens ist mit einer Indikatorenprüfung zu plausibilisieren. Die Prüfung, ob 

eine psychische Erkrankung eine rentenbegründende Invalidität zu be-

gründen vermag, hat grundsätzlich anhand eines strukturierten Beweisver-

fahrens nach BGE 141 V 281 zu erfolgen (BGE 143 V 409 E. 4.5; 143 V 

418 E. 6 ff.). 

C-5464/2020 

Seite 30 

7.3.4.1 Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung für 

eine Anspruchsberechtigung bildet eine psychiatrische, lege artis gestellte  

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. BGE 141 V 281 

E. 2.1; BGE 143 V 409 E. 4.5.2; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Eine invali-

denversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung liegt 

nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der ersten Ebene 

auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 

standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädi-

gung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer 

ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und E. 2.2.1).  

Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versi-

cherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt auf der zweiten Ebene anhand 

eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine 

ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung 

leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompen-

sationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren 

Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6). Die für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt 

systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schwe-

regrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprä-

gung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und 

Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persön-

lichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychi-

sche Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kate-

gorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Fak-

toren gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver-

gleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliede-

rungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2).  

7.3.4.2 Vorab ist festzuhalten, dass vorliegend offengelassen werden 

kann, ob angesichts der von sämtlichen beteiligten J._______-Gutachter-

personen geschilderten Hinweise auf Diskrepanzen und Inkonsistenzen 

bei allen Untersuchungen (vgl. IVSTA-act. 220 S. 83) ein Ausschlussgrund 

vorliegt – weil die Standardindikatoren ohnehin gegen eine funktionelle 

Auswirkung der psychischen Gesundheitsschäden sprechen, wie im Fol-

genden zu zeigen ist.  

7.3.4.3 Im Rahmen der Kategorie «funktioneller Schweregrad» ist zuerst 

der Komplex «Gesundheitsschädigung» näher zu betrachten:  

C-5464/2020 

Seite 31 

Zum Indikator «Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp-

tome» hielt die psychiatrische J._______-Gutachterin fest, objektiv lasse 

der Psychostatus in Anlehnung an die AMDP nur diskrete Befunde objekti-

vieren, wobei der Beschwerdeführer teilweise niedergeschlagen, leicht af-

fektlabil und leicht parathym wirke. Schmerzbedingt beständen Ein- und 

Durchschlafstörungen. Teilweise beständen schmerzbedingt passive To-

deswünsche, aber keine Suizidgedanken und keine Anhaltspunkte für eine 

akute Selbst- oder Fremdgefährdung. Der funktionelle Schweregrad der 

chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(F45.41) sei als leicht einzustufen. Schliesslich ergibt sich, entsprechend 

der Diagnose einer vollständigen Remission der rezidivierenden depressi-

ven Störung, aus den diesbezüglich erhobenen Befunden keine Einschrän-

kung mehr zum Untersuchungszeitpunkt. Nach Beurteilung von 

Dr. Y._______ hatten sich beim Beschwerdeführer insbesondere keine 

zentralen Kriterien einer depressiven Episode – Antriebsstörung sowie In-

teresse- und Freudeverminderung – mehr gezeigt. Auch seien zum Zeit-

punkt der gutachterlichen Untersuchung keine Angstzustände nachweis-

bar, obwohl sie in den Akten wiederholt dokumentiert worden seien. Zudem 

wies die J._______-Gutachterin darauf hin, dass ein sekundärer Krank-

heitsgewinn bestehe. Ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, Aufgaben 

zu planen und zu strukturieren, konnte die J._______-Gutachterin wegen 

Aggravationsverhalten nicht beurteilen. Auf der anderen Seite bestehen 

viele gute Ressourcen in Form des intakten formalen Gedankengangs, An-

triebs und Psychomotorik, fehlende Reizbarkeit oder Aggressivität, sowie 

tageszeitliche Rhythmik. Appetit und Libido hätten im Vergleich zu früher 

etwas abgenommen, seien aber immer noch vorhanden. Der Beschwerde-

führer ist gemäss J._______-Gutachterin Dr. Y._______ in der Lage, sich 

an Regeln und Routinen anzupassen, fachliche Kompetenzen anzuwen-

den; er verfügt über Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Entscheidungs- 

und Urteilsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit Selbstbehauptungsfähigkeit, 

Selbstpflege und Verkehrsfähigkeit. Damit fällt eine schwere Ausprägung 

der diagnoserelevanten Befunde und Symptome ausser Betracht.  

Hinsichtlich des Indikators «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -

resistenz» ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer angibt, er sei circa 

2001 für drei Jahre in ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen, 

wobei er nicht sagen könne, ob sich etwas verbessert habe. Während die-

ser Zeit habe er Antidepressiva eingenommen. Der aktuelle Medikamen-

tenspiegel zeigte eine fehlende Medikamenteneinnahme. Bei seiner Fami-

lie sei alles in Ordnung und aktuell sei er nicht in psychiatrischer Behand-

lung, da sie auch zu teuer sei. Die J._______-Gutachterin hielt fest, der 

C-5464/2020 

Seite 32 

Beschwerdeführer verhalte sich kooperativ. Von einer Behandlungs- und 

Eingliederungsresistenz ist daher nicht auszugehen. Damit ergeben sich 

keine Hinweise auf eine relevante Auswirkung auf die Ressourcen des Be-

schwerdeführers.  

Beim Indikator "Komorbiditäten" fallen insbesondere die mit der chroni-

schen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(F45.41) verbundenen Einschränkungen ins Gewicht. Wie bereits aus den 

orthopädisch-unfallchirurgischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit (chronisch rezidivierendes zervikobrachiales Wirbelsäulen-

syndrom; chronisch rezidivierendes pseudoradikuläres lumbales Wirbel-

säulensyndrom; Hyperlordose der Lendenwirbelsäule) hervorgeht, lassen 

sich diese Einschränkungen teilweise durch organische Substrate erklä-

ren. Ihnen wurde mit der auf 90% reduzierten Arbeitsfähigkeit in leidens-

adaptierten Tätigkeiten insbesondere durch Gewährung vermehrter Pau-

sen hinreichend Rechnung getragen. Dr. Y._______ stufte den diagnose-

inhärenten Schweregrad der Schmerzstörung als leicht ein. Eine negative 

Wechselwirkung zwischen organischen Substraten und der Schmerzstö-

rung ist zwar nicht von der Hand zu weisen. Sie würde aber höchstens als 

leichter Belastungsfaktor ins Gewicht fallen, zumal sich aus der remittierten 

depressiven Episode keine Einschränkungen mehr ergeben.   

7.3.4.4 Zum Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persön-

liche Ressourcen) äusserte sich die J._______-Gutachterin dahingehend, 

dass es in der Untersuchungssituation keine Anhaltspunkte für eine Per-

sönlichkeitsstörung gebe. Die Anamnese und Befunderhebung ergab 

hierzu keine Besonderheiten. Eine ressourcenhemmende Wirkung ist aus 

diesem Grund nicht anzunehmen.  

7.3.4.5 Im Komplex «sozialer Kontext» ist ersichtlich, dass der Beschwer-

deführer hier über sehr starke Ressourcen verfügt und keine Hinweise auf 

einen sozialen Rückzug bestehen. Der Beschwerdeführer gibt gegenüber 

der J._______-Gutachterin an, er bleibe nur zuhause, wenn er Schmerzen 

habe. Zwar bezeichnet die J._______-Gutachterin Spontan-Aktivitäten des 

täglichen Lebens wie häusliche, kreative oder rekreative Aktivitäten wegen 

Aggravationsverhalten als nicht beurteilbar. Zudem gab der Beschwerde-

führer an, in der Schweiz habe er viele Freunde gehabt, die er jetzt verloren 

habe. Zugleich stellt der Beschwerdeführer gegenüber Dr. Y._______ fest, 

er habe in Portugal Kollegen in der Nachbarschaft. Gemäss der J._______-

Gutachterin scheint er sozial gut eingebettet zu sein. Dazu stellte die 

C-5464/2020 

Seite 33 

J._______ Gutachterin fest, die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei nicht einge-

schränkt, da die Fähigkeit bestehe, unmittelbare informelle soziale Kon-

takte mit anderen Menschen aufnehmen zu können – wie Begegnungen 

mit Kollegen, Nachbarn oder Bekannten – und mit diesen angemessen in-

teragieren zu können, wozu auch Rücksichtnahme, Wertschätzung des 

Gegenübers oder die Fähigkeit, Gespräche zu führen gehören. Dazu ge-

höre die Fähigkeit des Beschwerdeführers, unverbindlich kommunizieren 

zu können. Zudem habe der Beschwerdeführer auch regelmässige famili-

äre Kontakte, weshalb die Fähigkeit, enge und gegebenenfalls intime Be-

ziehungen zu einem vertrauten Menschen oder in der Familie aufzuneh-

men und aufrechtzuerhalten, nicht eingeschränkt seien.  

7.3.4.6 Die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) um-

fasst einerseits die gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in 

allen vergleichbaren Lebensbereichen und andererseits den Behandlungs- 

und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck. Die gut-

achterliche Konsistenzprüfung von Dr. Y._______ ergab Hinweise auf nicht 

im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen. Es be-

ständen Diskrepanzen zwischen der subjektiv geschilderten Intensität der 

Beschwerden und der Vagheit der Beschwerden. Teilweise gebe der Be-

schwerdeführer ausweichend Auskunft. Zudem ergäben sich Diskrepan-

zen zwischen massiven subjektiven Beschwerden und der erkennbaren 

körperlichen und psychischen Beeinträchtigung der Untersuchungssitua-

tion. Des Weiteren wies die psychiatrische J._______-Gutachterin auf Dis-

krepanzen zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und 

der Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe, res-

pektive keine ambulante psychiatrische Behandlung, keine psychopharma-

kologische Behandlung, beziehungsweise nicht nachweisbaren Plasma-

spiegeln von Diazepam und Schmerzmitteln, hin (IVSTA-act. 220 S. 74 f). 

Diese Einschätzung bestätigte auch der orthopädisch-unfallchirurgische 

J._______-Gutachter Dr. V._______, indem er insbesondere festhielt, bei 

der Untersuchung seien die Angaben des Beschwerdeführers insbeson-

dere zu den Schmerzen und den hieraus resultierenden Einschränkungen 

von Aktivität in Berufs- und Alltagsleben sowie der Einschränkung von Par-

tizipation am Gesellschaftsleben nur teilweise nachvollziehbar (IVSTA-

act. 220 S. 42). Der neurologische J._______-Gutachter Dr. W._______ 

wies zu den bereits erwähnten Diskrepanzen zusätzlich darauf hin, dass 

sich der Beschwerdeführer in der Untersuchungssituation und scheinbar 

unbeobachtet deutlich unterschiedlich bewege. Die deutliche Handbe-

schwielung und auch die Hauptbeschäftigung, im Dorf spazieren zu gehen, 

passe nicht zum angegebenen Tagesablauf (IVSTA-act. 220 S. 52). Gegen 

C-5464/2020 

Seite 34 

den ausgewiesenen Leidensdruck sprächen auch die nicht nachweisbaren 

Medikamente im Blut.  

7.3.4.7 Nach dem Gesagten haben die J._______-Gutachterpersonen bei 

der polydisziplinären Beurteilung das gesamte Leistungsprofil des Be-

schwerdeführers mit sowohl negativen als auch positiven Aspekten berück-

sichtigt. Die attestierte Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (die 

einzig aufgrund fehlender revisionsrechtlicher Gesichtspunkte hinsichtlich 

der somatischen Beschwerden bei 50% zu belassen ist; vgl. oben E. 6.3.3) 

als auch in Verweistätigkeiten berücksichtigt angesichts der gering ausge-

prägten objektiven Befunde alle vorhandenen Belastungen, aber auch 

Kompensationspotenziale des Beschwerdeführers. Die J._______-Gut-

achterpersonen sind somit bei der Beantwortung der Frage, wie sie das 

Leistungsvermögen einschätzen, den einschlägigen Indikatoren gefolgt. 

Ihre Einschätzung, dass aus psychiatrischer Sicht und in Kenntnis des ent-

sprechenden Anforderungsprofils weder in der angestammten noch in ei-

ner leidensadaptierten Tätigkeit Einschränkungen bestehen, gründet auf 

der sorgfältigen und nachvollziehbaren Beurteilung der psychiatrischen 

J._______-Gutachterin Dr. Y._______. Dieser Beurteilung stehen keine 

anderen medizinischen Beurteilungen entgegen.  

7.4 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass gestützt auf das polydis-

ziplinäre J._______-Gutachten vom 24. April 2018, die ergänzende Stel-

lungnahme des J._______ vom 9. Mai 2019 sowie die Beurteilung von 

Dr. M._______ vom 20. September 2018 (IVSTA-act. 229) mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass in der angestammten 

Tätigkeit seit dem 13. Juni 2000 beziehungsweise weiterhin eine Arbeits-

unfähigkeit von 50% besteht. In einer leidensadaptierten Tätigkeit ohne He-

ben und Tragen von Gewichten über 10 kg, ohne Rotationen der Wirbel-

säule, ohne Arbeit unter Kälte- oder Feuchtigkeitsexposition und ohne 

Zwangshaltung besteht zumindest ab dem J._______-Begutachtungszeit-

punkt eine Arbeitsunfähigkeit von 10% (vor allem wegen des erhöhten Pau-

senbedarfs).  

8.  

8.1 Zu prüfen ist weiter, seit wann die Änderung des Gesundheitszustands 

erstellt ist. Während die Vorinstanz von einer massgeblichen Verbesserung 

des Gesundheitszustands seit dem 13. Mai 2013 ausgegangen ist, stellt 

sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, eine retrospektive Beurtei-

C-5464/2020 

Seite 35 

lung der Arbeitsfähigkeit sei nicht möglich und die J._______-Gutachter-

personen hätten ausschliesslich eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit per 

Begutachtungszeitpunkt beziehungsweise per Untersuchungszeitpunkt 

(14. Februar 2018) vorgenommen.  

8.2 Hinsichtlich des Beginns und des weiteren Verlaufs der Arbeitsunfähig-

keit hielten die J._______-Gutachterpersonen unter Würdigung der vor-

handenen Berichte im Wesentlichen fest, das aktuell ermittelte Belastbar-

keitsprofil gelte seit der aktuellen Begutachtung.  

8.3  

8.3.1 Aus orthopädischer Sicht habe eine Verbesserung stattgefunden, in-

dem sich die Bandscheibenproblematik zurückgebildet habe. Die lumbale 

Bandscheibensymptomatik erscheine klinisch rückläufig und zervikal sei 

keine Progredienz der klinischen Symptomatik festzustellen. Insbesondere 

erklärten die erhobenen Befunde die geklagten Beschwerden in keiner 

Weise (IVSTA-act. 220 S. 83). An anderer Stelle präzisieren die 

J._______-Gutachterpersonen, der genaue Verlauf der Arbeitsunfähigkeit 

in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsmonteur und auch in Bezug auf eine dem 

Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit könne aus chirurgisch-orthopä-

discher Sicht aufgrund der fehlenden Akten beziehungsweise der unge-

nauen Angaben retrospektiv nicht beurteilt werden.  

8.3.2 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit ist, wie 

bereits erwähnt, nicht von einer Änderung des Gesundheitszustands be-

ziehungsweise des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers auszu-

gehen, obwohl die J._______-Gutachterpersonen seit der Begutachtung 

eine Arbeitsfähigkeit von 70% statuiert hatten (vgl. oben E. 6.3.3).  

8.3.3 Hinsichtlich der aus somatischen Gründen bestehenden Arbeitsunfä-

higkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten von 10% erklärte Allgemeinmedi-

ziner Dr. L._______ nicht, weshalb er als Zeitpunkt der Verbesserung des 

Gesundheitszustands den 13. Mai 2013 annimmt. Ohne nähere Begrün-

dung bestätigte das Expertengremium der Vorinstanz ebenfalls eine Ver-

besserung des Gesundheitszustands per 13. Mai 2013, wobei es sich auf 

die medizinische Stellungnahme von Dr. I._______ vom 3. September 

2013 stützte. Dr. M._______ ging, anders als Dr. L._______, seit dem Be-

gutachtungszeitpunkt (und nicht seit dem 13. Mai 2013) von einer Arbeits-

unfähigkeit von 10% in einer angepassten Tätigkeit aus. Auf diesen Zeit-

C-5464/2020 

Seite 36 

punkt, von dem im Übrigen auch die J._______-Gutachterpersonen aus-

gehen, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage abzustellen. Eine Verän-

derung des somatischen Gesundheitszustands per 13. Mai 2013 findet 

demgegenüber weder im J._______-Gutachten noch in den medizinischen 

Akten eine nachvollziehbare Stütze.  

8.4  

8.4.1 In psychiatrischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers gemäss Beurteilung der J._______-Gutachterpersonen, 

wie dargestellt, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verbessert, insbe-

sondere betreffend die depressive Störung. Die depressive Episode ist 

zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung remittiert, insbesondere 

hätten sich beim Beschwerdeführer keine Antriebsstörung und keine Inte-

resse- und Freudeverminderung mehr gezeigt; dies seien zentrale Kriterien 

einer depressiven Episode. Auch seien keine Angstzustände zum Zeit-

punkt der gutachterlichen Untersuchung nachweisbar. Es habe zu diesem 

Zeitpunkt auch keine Hinweise für einen sozialen Rückzug gegeben. Die 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

bestehe seit 2008 unverändert. Da in den Akten die vorliegenden Berichte 

eine Beurteilung der psychischen Situation im Verlauf nicht zuliessen, 

könne retrospektiv keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgen. Bezüg-

lich der bisherigen Tätigkeit könne diese Frage bei fehlenden psychiatri-

schen Verlaufsberichten seit dem 8. April 2014 nicht beantwortet werden. 

Hinsichtlich einer dem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit sei eine 

retrospektive Beurteilung und Quantifizierung der Arbeitsfähigkeit schwie-

rig und kaum möglich, insbesondere da die psychiatrischen Berichte seit 

dem 29. Oktober 2008 keine Stellung zum Schweregrad der depressiven 

Episode nähmen. Ausnahme bilde der Bericht von Dr. F._______ vom 

13. Mai 2013, worin sie beim Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung 

mit Angstzuständen (F43.22) diagnostiziert habe. Eine Anpassungsstörung 

und die von Dr. F._______ beschriebene Symptomatik hätten aus psychi-

atrischer Sicht keinen langfristigen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Leider 

gebe es keine weiteren psychiatrischen Verlaufsberichte seit dem 13. Mai 

2013 bis heute, die in dieser Zeit eine retrospektive Beurteilung des Ver-

laufs der Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit ermöglichen würden (IVSTA-

act. 220 S. 85). Diese einlässliche und sorgfältige Beurteilung der 

J._______-Gutachterpersonen ist schlüssig, nachvollziehbar und auch mit 

Blick auf die fehlende medizinische Aktenlage im fraglichen Zeitraum zu 

bestätigen.  

C-5464/2020 

Seite 37 

8.4.2 Soweit Dr. K._______, Psychiater des internen medizinischen Diens-

tes, annimmt, ab 13. Mai 2013 sei eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in 

der bisherigen Tätigkeit aufgrund der vollständig remittierten affektiven Stö-

rung gegeben und die Stellungnahme von Dr. I._______ vom 3. Septem-

ber 2013 sei zu bestätigen (vgl. Stellungnahme vom 28. Mai 2018 [IVSTA-

act. 223]), entspricht dies nicht den diesbezüglich nachvollziehbaren 

Schlussfolgerungen des J._______-Gutachtens. Ebenso wenig vermag die 

interdisziplinäre medizinische Beurteilung vom 27. August 2020 des inter-

nen ärztlichen Dienstes zu überzeugen, weil das Expertengremium darin 

ebenfalls ohne Auseinandersetzung mit den Schlussfolgerungen des 

J._______-Gutachtens festhält, aufgrund fehlender neuer Elemente bleibe 

die medizinische Stellungnahme von Dr. I._______ gültig. Zwar stellen so-

wohl Dr. K._______ als auch das Expertengremium übereinstimmend mit 

dem J._______-Gutachten fest, dass die J._______-Gutachterpersonen 

keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers erhoben hätten. Sie ziehen daraus allerdings fälschli-

cherweise den Schluss, dass diese Beurteilung – beziehungsweise gar 

diejenige von Dr. I._______, wonach in Verweistätigkeiten eine Arbeitsfä-

higkeit zu 100% zumutbar sei – bereits ab dem 13. Mai 2013 gelte. Im 

J._______-Gutachten wird aber vielmehr auf den mangelnden Nachweis 

langfristiger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durch den im Bericht 

vom 13. Mai 2013 gestellten Diagnose "Anpassungsstörung mit Angstzu-

ständen (F43.22)" sowie auf das Fehlen psychiatrischer Verlaufsberichte 

seit dem 13. Mai 2013 bis zum Begutachtungszeitpunkt hingewiesen, wes-

halb die J._______-Gutachterpersonen ausdrücklich eine retrospektive 

Beurteilung als nicht möglich erachten. Zu dieser einleuchtenden Vorge-

hensweise der J._______-Gutachterpersonen äussern sich Dr. K._______ 

und das Expertengremium nicht. Selbst wenn aus der dürftigen medizini-

schen Dokumentation rückblickend hervorginge, dass der Beschwerdefüh-

rer keine Antidepressiva mehr eingenommen und keine psychiatrische Be-

handlung mehr in Anspruch genommen habe, steht der retrospektive Ver-

lauf der depressiven Episode hinsichtlich des Schweregrads nicht mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit fest und die Vorinstanz trägt hierfür die ma-

terielle Beweislast. Angesichts dessen, dass das Bundesverwaltungsge-

richt die Verfügung vom 8. April 2014 ebenfalls deswegen aufgehoben 

hatte, da insbesondere die Aktenbeurteilung von Dr. I._______ und der 

psychiatrische Bericht von Dr. F._______ vom 13. Mai 2013 als Grundla-

gen nicht ausreichten (vgl. Urteil des BVGer C-2946/2014 vom 11. Mai 

2017 E. 7.3 f.) und die bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen lückenhaften 

und zum Teil widersprüchlichen medizinischen Akten insgesamt nicht als 

Basis für eine Beurteilung des Invaliditätsgrades taugten, erscheinen die 

C-5464/2020 

Seite 38 

diesbezüglichen Schlussfolgerungen der J._______-Gutachterpersonen 

nachvollziehbar und schlüssig. Dr. K._______ und das medizinische Ex-

pertengremium setzen sich demgegenüber in keiner Weise damit ausei-

nander, dass (oder weshalb) ihre Beurteilung in Bezug auf den Zeitpunkt 

der Verbesserung des Gesundheitszustands vom J._______-Gutachten 

abweicht. Während das J._______-Gutachten volle Beweiskraft geniesst, 

vermögen die Beurteilungen des internen medizinischen Dienstes ohne 

eingehende Diskussion oder nachvollziehbare Begründung ihrer abwei-

chenden Ansicht die Schlussfolgerung im J._______-Gutachten – die Re-

mission der rezidivierenden depressiven Störung bestehe erst ab Begut-

achtungszeitpunkt – nicht in Zweifel zu ziehen.  

8.5 Zusammenfassend haben die J._______-Gutachterpersonen in ihrer 

Expertise vom 24. April 2018 nachvollziehbar, schlüssig und klar festgehal-

ten, dass eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers weder in psychischer noch in somatischer Hinsicht vollumfäng-

lich möglich ist (vgl. oben E. 8.3 und 8.4). Da somit bis zum Begutachtungs-

zeitpunkt keine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt 

ist, bleibt es bis dahin beim bisherigen Rechtszustand (vgl. oben E. 5.3.2).  

9.  

9.1 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden In-

validität wird gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG 

bei erwerbstätigen versicherten Personen durch einen Einkommensver-

gleich ermittelt. Dabei wird das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendi-

gen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Ar-

beitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Be-

ziehung gesetzt zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Die 

Vergleichseinkommen basieren auf zeitidentischen Grundlagen (vgl. 

BGE 129 V 222 E. 4).  

9.2 Nachdem die revisionsbegründende Begutachtung des Beschwerde-

führers am 14. Februar 2018 stattgefunden hat, ist für den neuen Einkom-

mensvergleich dieser Zeitpunkt massgeblich. Beim zuvor vollerwerbstätig 

gewesenen Beschwerdeführer hat die Vorinstanz die allgemeine Methode 

angewandt.  

C-5464/2020 

Seite 39 

9.3 Die Vorinstanz zog bei der Berechnung des Valideneinkommens die 

Angaben der Arbeitgeberin im Fragebogen für Arbeitgebende vom 5. No-

vember 2001 heran (Fr. 4'700.– x 13 = 61'100.–; vgl. IVSTA-act. 11) und 

rechnete die Nominallohnentwicklung (bis 2012) auf, womit sie zu einem 

Betrag von monatlich Fr. 5'857.29 beziehungsweise jährlich Fr. 70'287.48 

kam (vgl. IVSTA-act. 233). Nach einem erneuten Einkommensvergleich 

kam sie zu einem vergleichbaren Ergebnis, als sie das Valideneinkommen 

anhand statistischer Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) des Jahres 

2016 ermittelte und die branchenüblichen 41,7 Wochenarbeitsstunden pro 

Woche zugrunde legte (monatlich Fr. 6'117.89 beziehungsweise jährlich 

Fr. 73'414.68; vgl. IVSTA-act. 265). Der Beschwerdeführer machte gel-

tend, sein Einkommen habe bereits im Jahr 1999 gemäss IK-Auszug 

Fr. 61'459.– betragen und dieses sei mit dem Indexstand per 1999 von 

1835 heranzuziehen. Der Einkommensvergleich ist möglichst konkret und 

auf das Jahr 2018 zu tätigen. Da es sich um eine punktuelle Abklärung 

handelte, holte das Bundesverwaltungsgericht bei der ehemaligen Arbeit-

geberin des Beschwerdeführers Auskünfte dazu ein, wieviel der Beschwer-

deführer monatlich verdient hätte, wenn er nicht krank geworden wäre, 

sondern die Tätigkeit als Hilfsmonteur ununterbrochen in einem Vollzeit-

pensum hätte weiterführen können. Im Jahr 2018 hätte er gemäss Auskunft 

der Arbeitgeberin monatlich zwischen Fr. 5'700.– bis Fr. 6'000.– verdient, 

wobei 13 Monatslöhne ausgerichtet worden wären. Zugunsten des Be-

schwerdeführers ist auf den höheren Betrag abzustellen. Daraus ergibt 

sich ein jährliches Valideneinkommen Fr. 78'000.–. Wird auf das tiefere Va-

lideneinkommen abgestellt, ergäbe sich ein Betrag von Fr. 74'100.–.  

9.4 Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ist von den statistischen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) des BFS des Jahres 2018 auszugehen. In 

der Schweiz betrug der monatliche Bruttolohn eines Mannes im Jahr 2018 

(Dienstleistungssektor [45-96], Kompetenzniveau 1, 40 Stunden pro Wo-

che) Fr. 5'063.–. Aufgerechnet auf die branchenübliche Anzahl Arbeitsstun-

den von 41,7 des Sektors III im Jahr 2018 ergibt dies ein Invalideneinkom-

men von Fr. 5'278.– beziehungsweise jährlich Fr. 63'336.–.  

9.4.1 Zu prüfen ist, ob die ab 14. Februar 2018 festgestellte Restarbeitsfä-

higkeit von 90% des Beschwerdeführers in leidensadaptierten Tätigkeiten 

(vgl. oben E. 7.2) angesichts der noch verbleibenden Aktivitätsdauer bis 

zum Erreichen des Pensionsalters (April 2028) wirtschaftlich verwertbar ist.  

C-5464/2020 

Seite 40 

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 

Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusam-

men mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu füh-

ren kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfä-

higkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr 

nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die 

Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirt-

schaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Er-

werbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente 

begründet. Massgebend können die Art und Beschaffenhe