# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d14bacd0-df26-55e0-b9e7-c17b1e82e47c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 25.05.2021 810 20 245
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-245_2021-05-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 25. Mai 2021 (810 20 245) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kirchen 
 
 
Wahl von Behördenmitgliedern / Beschwerdefrist / Zulässigkeit stiller Wahlen 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft, 
Obergestadeck 15, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde B.____, Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Catherine Berger, Rechtsanwältin 

  
  
Betreff Wahl der Mitglieder der Behörden der Kirchgemeinde B.____ 

(Entscheid des Kirchenrats der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-
Landschaft vom 19. September 2020) 

 
 
 
A. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde B.____ beschloss an der ordentlichen Kirch-
gemeindeversammlung vom 12. Juli 2020 im Hinblick auf die am 27. September 2020 anste-

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henden Gesamterneuerungswahlen, die neun bisherigen Mitglieder der Kirchenpflege in globo 
für die neue Amtsperiode vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2024 zu nominieren. Für die 
der Kirchgemeinde zustehenden drei Sitze in der Synode wurden drei Kandidatinnen nominiert. 
Als Wahlmodus wurde jeweils die stille Wahl beschlossen, sofern nicht mehr Kandidaten ge-
meldet würden, als Sitze vorhanden seien. 
 
B. Nachdem bis zum Anmeldeschluss keine weiteren Wahlvorschläge eingegangen waren, 
ersuchte die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde B.____ den Kirchenrat der Evangelisch-
reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft mit Schreiben vom 1. September 2020, die 
stille Wahl für die Kirchenpflege und die Synode zu bestätigen und den kirchlichen Wahlgang 
vom 27. September 2020 zu widerrufen. Die Kirchgemeinde übermittelte dem Kirchenrat gleich-
zeitig die Wahllisten zu den Gesamterneuerungswahlen mit den Wahlannahmeerklärungen der 
Vorgeschlagenen. 
 
C. Mit Zirkularbeschluss vom 19. September 2020 validierte der Kirchenrat der Evange-
lisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft die Wahl der Kirchenpflege in 28 (von 
insgesamt 35) Kirchgemeinden, darunter auch in der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde 
B.____, und erklärte die jeweiligen Synodalen als gewählt. Der Urnenwahlgang vom 27. Sep-
tember 2020 wurde für diese Gemeinden widerrufen. 
 
D. Am 30. September 2020 wandte sich A.____ an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), unter anderem mit der Bitte um 
Prüfung, ob sogenannte "Stille Wahlen" auch als Wahlen bezeichnet werden dürften und ob die 
aktuelle Kirchenverfassung betreffend den Bereich Wahlen überhaupt noch den Anforderungen 
an eine öffentlich-rechtliche Körperschaft zu genügen vermöge. Daneben unterbreitete er dem 
Kantonsgericht zahlreiche weitere Rechtsfragen zur Abklärung. Das Kantonsgericht antwortete 
ihm mit Schreiben vom 2. Oktober 2020, dass das Gericht lediglich Beschwerden gegen letztin-
stanzliche Entscheide der Landeskirchen beurteile und keine juristischen Gutachten zu abstrak-
ten Rechtsfragen erstatte. 
 
E. Mit Eingabe vom 5. Oktober 2020 gelangte A.____ erneut an das Kantonsgericht und 
erklärte, sein Schreiben vom 30. September 2020 sei als Beschwerde gegen den Entscheid des 
Kirchenrats der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft vom 
16. September 2020 (richtig: 19. September 2020) in Sachen Wahl der Mitglieder der Behörden 
der Kirchgemeinde B.____ zu verstehen gewesen. Der Kirchenrat habe die von der Kirchge-
meindeversammlung vorgeschlagenen Mitglieder wider besseres Wissen als in die Kirchenpfle-
ge und in die kantonale Synode gewählt erklärt, obwohl dies laut Formulierungen in der aktuel-
len Kirchenverfassung gar nicht möglich sei und er die Befugnis dazu nicht besitze. Der Be-
schwerdeführer beantragt die Ungültigerklärung der stillen Wahlen und sinngemäss deren Wie-
derholung mittels Urnenwahl. 
 
F. Am 19. Oktober 2020 reichte der Beschwerdeführer einen "Nachtrag" zu seiner Be-
schwerde ein. 
 

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G. Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft beantragt in der Ver-
nehmlassung vom 7. Dezember 2020, die Beschwerde sei unter Kostenfolge vollumfänglich 
abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. Sie führt zusammengefasst 
aus, der Kirchenrat habe die Validierung der stillen Wahlen rechtmässig nach der verfassungs-
mässigen Vorgabe und gemäss der Kirchenordnung vorgenommen. Ohnehin stelle der Wahl-
beschluss kein gültiges Anfechtungsobjekt dar und bestehe keine Legitimation des Beschwer-
deführers, den angefochtenen Akt des Kirchenrats zu bemängeln. Zudem sei ernsthaft zu be-
zweifeln, dass die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden sei. 
 
H. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde B.____, vertreten durch Catherine Berger, 
Rechtsanwältin, stellt in ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2020 das Rechtsbegehren, 
die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einge-
treten werde. Sie begründet den Antrag im Wesentlichen damit, dass in der - vermutungsweise 
verspäteten - Beschwerde keine konkreten Rügen vorgebracht würden, wonach die geltenden 
Bestimmungen von den Beschwerdegegnerinnen unrichtig angewendet und die Wahlen hin-
sichtlich des konkreten Prozederes in irgendeiner Art und Weise unrichtig abgelaufen sein sol-
len. Im Gegenteil habe der Beschwerdeführer die Rechtmässigkeit ausdrücklich anerkannt und 
wende sich nur generell gegen die von der geltenden Rechtsordnung vorgesehene Möglichkeit 
einer stillen Wahl. Die Kirchgemeinde habe sich bei der Vorbereitung der Wahl an sämtliche 
Vorgaben der Kirchenordnung gehalten und mit dem Kirchenrat habe die zuständige Verwal-
tungs- und Vollziehungsbehörde der Landeskirche die Wahl validiert. Der Beschwerdeführer 
habe zu akzeptieren, dass es juristisch möglich sei, eine Person als gewählt zu erklären, ob-
wohl dahinter kein Wahlakt durch ein Wahlgremium im ursprünglichen Sinn stehe, sondern ein 
solcher Wahlakt "kraft Erklärung" in zulässiger Weise fingiert werde. 
 
I. In Gutheissung eines entsprechenden Verfahrensantrags der Evangelisch-reformierten 
Kirchgemeinde B.____ stellte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 9. Dezember 2020 förm-
lich fest, dass der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme. 
 
J. Der Beschwerdeführer hat am 18. Dezember 2020 unaufgefordert eine Replik einge-
reicht. Er unterstreicht darin, dass er das konkrete Vorgehen der Kirchgemeinde nicht bean-
standet habe und er vielmehr bezweifle, dass die aktuelle Kirchenverfassung und die ihr unter-
geordnete Kirchenordnung in Anbetracht der darin festgehaltenen lückenhaften und wider-
sprüchlichen Formulierungen das Institut der stillen Wahl überhaupt zulassen würden. Er habe 
Mühe mit dem Umstand, dass sich der Kirchenrat der Landeskirche zum Wahlorgan der Behör-
den in den Kirchgemeinden mache. Im Hinblick auf die neue kirchliche Gesetzgebung sei es 
ihm wichtig, dass erkannte und bisher übersehene Fehler der aktuellen Gesetzgebung in den 
neu zu erstellenden Gesetzeswerken nicht mehr auftauchen würden. Im Übrigen könne er die 
Beschwerdefrist nicht verpasst haben, weil die Validierung der Wahl bis dato nicht im dafür vor-
gesehenen kirchlichen Publikationsorgan publiziert worden sei und die Beschwerdefrist also 
noch gar nicht zu laufen begonnen habe. Abschliessend stellt der Beschwerdeführer acht als 
Verfahrensanträge bezeichnete Rechtsbegehren. 
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 und Art. 25 Abs. 3 der Verfassung der Evangelisch-
reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft (KiV) vom 8. Juli 1952 ist gegen letztinstanz-
liche Entscheide der Landeskirchen die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsge-
richt zulässig. Entscheide des Kirchenrates betreffend Beschwerden gegen Wahlen und Ab-
stimmungen der Kirchgemeinden können mit Beschwerde an die Rekurskommission der Lan-
deskirche weitergezogen werden (Art. 20 Abs. 2 KiV). Vorliegend hat der Kirchenrat nicht als 
Rechtsmittelinstanz, sondern als Erwahrungsbehörde für die Wahl der Kirchenpflege resp. als 
administrative Vorbereitungsbehörde im Hinblick auf die spätere Validierung durch die Synode 
(Art. 18 Abs. 5 KiV) entschieden. Gegen derartige Beschlüsse des Kirchenrats ist kein inner-
kirchliches Rechtsmittel vorgesehen, weshalb vorliegend von einem letztinstanzlichen Ent-
scheid der Landeskirche im Sinne von § 43 Abs. 1 VPO und Art. 25 Abs. 3 KiV auszugehen ist. 
 
1.2 Das Kantonsgericht überprüft die Übereinstimmung des angefochtenen Aktes mit dem 
Bundesrecht, dem kantonalen Recht und dem landeskirchlichen Recht, soweit dieses nicht die 
innern Angelegenheiten der Kirche, wie die Lehre, Verkündigung, den Kultus, die Seelsorge 
und den Unterricht betrifft (Art. 25 Abs. 5 KiV). Die vorliegende Beschwerde beschlägt die Mate-
rie der politischen Rechte. Da keiner der genannten Ausschlusstatbestände einschlägig ist, ist 
die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zur Beur-
teilung der vorliegenden Beschwerde gegeben. Das Gericht entscheidet im Zirkulationsverfah-
ren (§ 1 Abs. 4 VPO). 
 
1.3 Die Beschwerdebefugnis steht jedem Mitglied der Kirche gegen Entscheide zu, von de-
nen es betroffen ist (Art. 25 Abs. 3 KiV). Der Beschwerdeführer ist in der Evangelisch-
reformierten Kirchgemeinde B.____ stimm- und wahlberechtigt und grundsätzlich bezüglich der 
in seiner Kirchgemeinde durchgeführten Wahlen zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Soweit er 
in der Beschwerde sinngemäss die Aufhebung der stillen Wahlen in 27 weiteren Kirchgemein-
den verlangt, ist er vom angefochtenen Entscheid nicht persönlich betroffen und kann auf sein 
sinngemässes Begehren mangels Stimmberechtigung von Vornherein nicht eingetreten wer-
den. 
 
1.4 Dem Kantonsgericht kommt generell keine Befugnis zu, Verfassungen oder Gesetze im 
formellen Sinne einer abstrakten Normenkontrolle zu unterziehen (BLKGE 2008 Nr. 46 E. 2.3), 
so dass die in diese Richtung zielenden Ausführungen in den verschiedenen Eingaben des Be-
schwerdeführers nachfolgend unbeachtet bleiben müssen. 
 
1.5 Die Rechtsbegehren müssen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist in der Be-
schwerdeeingabe gestellt werden (§ 5 Abs. 1 VPO). Sachanträge, welche nach Einreichung der 
Beschwerde und nach Ablauf der Rechtsmittelfrist gestellt werden, sind unzulässig (vgl. Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. Juni 
2020 [810 19 218] E. 1.3; KGE VV vom 6. November 2013 [810 12 329] E. 4.2; KGE VV vom 
17. Juli 2013 [810 13 134] E. 1.4; BLKGE 2010 Nr. 46 E. 2.4). Soweit der Beschwerdeführer in 

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seiner Replik vom 18. Dezember 2020 Anträge zur Sache stellt, die nicht bereits vom ursprüng-
lichen Rechtsbegehren mitumfasst sind (d.h. Rüge an den Kirchenrat, dass er Anpassungen in 
der Kirchenverfassung namentlich im Bereich der Wahlen nicht in die Wege geleitet habe; Ver-
pflichtung des Kirchenrats zum Eingeständnis von Mängeln der bestehenden Kirchenverfas-
sung), kann auf diese verspäteten neuen Rechtsbegehren nicht eingegangen werden. 
 
1.6 Da vor Kantonsgericht die Wahlen in die Kirchenpflege der Evangelisch-reformierten 
Kirchgemeinde B.____ sowie derer Abgeordneten für die Synode der Landeskirche angefoch-
ten sind und der Beschwerdeführer die Wahlen für ungültig erklären lassen will, wird die Kirch-
gemeinde zwangsläufig in die prozessuale Stellung der Beschwerdegegnerin gedrängt. Auch 
wenn der Beschwerdeführer ihr kein Fehlverhalten vorwirft, ist sie von Gesetzes wegen Partei 
des vorliegenden Verfahrens. Ihr steht namentlich das Recht zu, den eigenen Standpunkt in 
das Verfahren einzubringen. Wenn der Beschwerdeführer in der Replik sinngemäss verlangt, 
die Vernehmlassung der Kirchgemeinde vom 7. Dezember 2020 sei aus dem Recht zu weisen 
und habe deswegen unbeachtet zu bleiben, kann ihm nicht gefolgt werden. Würde der Be-
schwerdeführer streng beim Wort genommen, wonach er keine Beschwerde gegen die Wahl 
der Mitglieder der Kirchgemeinde B.____ eingereicht habe und es ihm vielmehr um die Klärung 
einer Grundsatzfrage gehe (Replik, S. 7), dann wäre auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das 
von ihm angerufene allgemeine Interesse an der Klärung von Rechtsfragen und an der richtigen 
Rechtsanwendung durch die kompetente Behörde verschafft ihm für sich alleine keine Be-
schwerdelegitimation (vgl. KGE VV vom 17. November 2020 [810 20 102] E. 4.3.1; BGE 145 II 
259 E. 2.3; BGE 131 II 587 E. 3). 
 
2.1 Gemäss der ständigen Rechtsprechung sind Mängel in der Vorbereitung von Wahlen 
und Abstimmungen sofort und vor Durchführung des Urnenganges zu rügen, andernfalls der 
Stimmberechtigte sein Beschwerderecht im Grundsatz verwirkt (BGE 118 Ia 271 E. 1d; BGE 
118 Ia 415 E. 2a; Urteil des BGer 1C_511/2015 vom 12. Oktober 2016 E. 1.1 [nicht publ. in: 
BGE 143 I 92]; KGE VV vom 27. Juli 2016 [810 15 297] E. 3.4.1). Diese Praxis bezweckt, dass 
Mängel möglichst noch vor der Wahl oder Abstimmung behoben werden können und der Ur-
nengang nicht wiederholt zu werden braucht. Es wäre denn auch mit dem Grundsatz von Treu 
und Glauben nicht vereinbar, wenn ein Mangel vorerst widerspruchslos hingenommen und hin-
terher die Wahl oder Abstimmung, soweit deren Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, 
wegen eben dieses Mangels angefochten würde (BGE 118 Ia 271 E. 1d; KGE VV vom 
15. August 2012 [810 12 199] E. 1.2.2; BLVGE 2002/2003 Nr. 1.1.1 E. 7a; BLVGE 1992 
Nr. 1.1.1 E. 2; RENÉ WIEDERKEHR, Der Schutz der politischen Rechte durch das Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, in: Biaggini et al. [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons Basel-
Landschaft II, Liestal 2005, S. 52; CHRISTOPH HILLER, Die Stimmrechtsbeschwerde, Zürich 
1990, S. 322 ff.). 
 
2.2 Die Anordnung einer Wahl oder Abstimmung, welche in Anwendung einer rechtswidri-
gen Wahl- oder Abstimmungsordnung durchgeführt werden soll, bildet einen Mangel in der Vor-
bereitung im erwähnten Sinn. Anfechtungsobjekt ist in solchen Fällen nicht die Wahl oder Ab-
stimmung selbst, sondern die Vorbereitungshandlung, nämlich die Wahl- oder Abstimmungsan-
ordnung durch die zuständige Behörde. Zwar mag die Behebung von derartigen Mängeln, je-

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denfalls wenn sie ihre Grundlage in der Verfassung oder in einem Gesetz im formellen Sinn 
haben, vor der Wahl kaum denkbar sein. Dennoch darf vom Stimmbürger nach dem Grundsatz 
von Treu und Glauben erwartet werden, dass er die Anwendung eines seiner Ansicht nach 
rechtswidrigen Wahl- oder Abstimmungssystems noch vor der Wahl oder Abstimmung rügt und 
nicht vorerst widerspruchslos hinnimmt, um hinterher die Wahl oder Abstimmung anzufechten, 
soweit deren Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht (Urteil des BGer 1C_713/2020 / 
1C_715/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3 [zur Publ. vorgesehen]; Urteil des BGer 1C_100/2016 
vom 4. Juli 2016 E. 3.1). 
 
2.3 Die Wahl der Kirchenpflege und der Abgeordneten in die Synode unterliegt im Grund-
satz der Urnenabstimmung (Art. 13 Abs. 1 KiV). Wenn für diese Wahlen bis und mit viertletztem 
Montag vor der angesetzten Wahl für die einzelnen zu vergebenden Ämter nicht mehrere Kan-
didaten aufgestellt sind, so kann gemäss Art. 13 Abs. 2 1. Satz KiV nach Beschluss der Kirch-
gemeindeversammlung auf eine Wahlhandlung verzichtet werden. Art. 86 Abs. 2 der Ordnung 
der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft (KO) vom 5. März 1956 (in 
der Fassung vom 1. September 2019) statuiert hierzu präzisierend, dass die Kirchgemeinde-
versammlung einen Grundsatzbeschluss über die Durchführung von stillen Wahlen zu fassen 
und der Kirchgemeinde einen Vorschlag über die zu wählende Person zu unterbreiten hat. Bis 
zum viertletzten Montag vor dem Wahltag können beim Präsidium der Kirchenpflege weitere 
Wahlvorschläge eingereicht werden (Art. 86 Abs. 3 KO). Wenn die Zahl der Vorgeschlagenen 
(unter Einbezug des Vorschlages der Kirchgemeindeversammlung) kleiner oder maximal gleich 
gross ist wie die Zahl der zu Wählenden, widerruft der Kirchenrat auf Antrag der Kirchenpflege 
die Urnenwahl, erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt und gibt diesen Beschluss der Kirch-
gemeinde bekannt (Art. 86 Abs. 4 KO; Art. 13 Abs. 2 2. Satz KiV). 
 
2.4 In Nachachtung der genannten Bestimmungen beschloss die Kirchgemeindeversamm-
lung vom 12. Juli 2020 im vorliegenden Fall die stille Wahl für die Kirchenpflege und der Abge-
ordneten in die Synode, sofern nicht mehr Kandidaten gemeldet würden, als Sitze vorhanden 
seien. Der Beschwerdeführer nahm an der Versammlung teil, meldete sich aber zum Wahlmo-
dus nicht zu Wort und stellte insbesondere keinen Antrag, auf den Grundsatzbeschluss über die 
Durchführung von stillen Wahlen zu verzichten und stattdessen die Urnenwahl zum anwendba-
ren Wahlverfahren zu bestimmen. Wenn er der Auffassung war, dass stille Wahlen nach dem 
geltenden innerkirchlichen Recht generell nicht zulässig sind, dann hätte er während der Ge-
meindeversammlung intervenieren und seine Bedenken anmelden müssen. Ein erkannter Man-
gel ist nach der Rechtsprechung unmittelbar während der Gemeindeversammlung und noch vor 
der Abstimmung zu rügen, sofern dies wie hier nach den konkreten Umständen ohne Mühe 
möglich und zumutbar ist (vgl. KGE VV vom 11. April 2012 [810 11 437] E. 3; BLVGE 1996 
Nr. 2.1.1 E. 2; BLVGE 1989 Nr. 1.3 E. 3). Die Wahlanordnung der Kirchgemeindeversammlung 
wäre aber in jedem Fall innert einer Frist von drei Tagen beim Kirchenrat mit Beschwerde anzu-
fechten gewesen (Art. 19 Abs. 12 KiV). Dies hat der Beschwerdeführer allem Anschein nach 
(vgl. sogleich E. 2.5) unterlassen. 
 
2.5 Es spricht somit Vieles für den von den Beschwerdegegnerinnen vertretenen Stand-
punkt, dass der Beschwerdeführer sein Beschwerderecht verwirkt und die vorliegende Be-

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schwerde verspätet erhoben hat. Der Beschwerdeführer betont mehrfach, dass er als juristi-
scher Laie in rechtlichen Dingen unbeholfen sei und ihm dieser Umstand nicht zum Nachteil 
gereichen dürfe. Aber auch von juristischen Laien wird erwartet, dass sie sich nach Treu und 
Glauben verhalten und Beanstandungen sofort vorbringen. Am Rande erwähnt der Beschwer-
deführer, dass er beim Kirchenrat fristgerecht innert drei Tagen seit der Kirchgemeindever-
sammlung "irrtümlich" Beschwerde gegen die offene Form der Wahl und deren Bestätigung in 
einer stillen Wahl eingereicht habe (Eingabe vom 30. September 2020, S. 3; Replik, S. 7). Dem 
Kantonsgericht liegen diesbezüglich keine Akten vor, so dass nicht mit abschliessender Sicher-
heit festgestellt werden kann, ob bereits in der angesprochenen Beschwerdeeingabe zumindest 
sinngemäss die in der vorliegenden Beschwerde erhobenen Rügen mit genügender Klarheit 
vorgebracht wurden. Der Beschwerdeführer führt allerdings selber aus, dass er die entspre-
chende Beschwerde nach Gesprächen mit der Kirchenpflege zurückgezogen habe (vgl. Einga-
be vom 30. September 2020, S. 3). Mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens kann aber letzt-
lich offen bleiben, ob die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, denn die Beschwerde wäre im 
Ergebnis ohnehin unbegründet. Das zeigen die nachfolgenden Erwägungen. 
 
3.1 Im Kern rügt der Beschwerdeführer, dass der Kirchenrat über keine Kompetenz zur Er-
wahrung von stillen Wahlen verfüge. Er stellt nicht grundsätzlich in Abrede, dass dem Kirchen-
rat gemäss Kirchenverfassung und Kirchenordnung die Aufgabe zukommt, die Vorgeschlage-
nen als gewählt zu erklären, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl erfüllt sind. Er mo-
niert jedoch, dass bei den in Art. 19 Abs. 5 - 12 KiV einzeln aufgezählten Befugnissen des Kir-
chenrats die Erwahrung von stillen Wahlen nicht aufgeführt sei. Er schliesst daraus, dass der 
Kirchenrat nicht über die rechtliche Befugnis zur Erfüllung seines Auftrags verfüge. Mit dem 
angefochtenen Beschluss über die stille Wahl habe der Kirchenrat seine Kompetenzen über-
schritten. 
 
3.2 Anders als in den vom Beschwerdeführer zur Illustration seiner Argumentation angeführ-
ten Beispielen aus dem privaten Alltag können im öffentlichen Organisationsrecht das rechtliche 
"Können" und das rechtliche "Dürfen" nicht auseinanderfallen. Die vom Beschwerdeführer ge-
zogene Unterscheidung zwischen "Auftrag" und "Befugnis" existiert nicht. Weist die Verfassung 
einem Organ eine Aufgabe zu, umfasst dieser Auftrag das Recht (und die Pflicht) zur Vornahme 
sämtlicher Amtshandlungen zur Wahrnehmung dieser Funktion und die damit verbundenen 
Entscheidungsbefugnisse. Alle schweizerischen Verfassungen enthalten mit Art. 19 KiV ver-
gleichbare Kataloge mit den Aufgaben und Befugnissen der vollziehenden Gewalt. Es kann 
auch ohne ausdrücklichen Hinweis im Verfassungstext als selbstverständlich gelten, dass diese 
Auflistungen nicht abschliessend sind und der Regierung durch die Verfassung selber oder 
durch Gesetz weitere Aufgaben und Befugnisse übertragen werden können (vgl. HEINRICH 
KOLLER, Regierung und Verwaltung, in: Thürer/Aubert/Müller [Hrsg.], Verfassungsrecht der 
Schweiz, Zürich 2001, S. 1131 ff., Rz. 43). Wie die Landeskirche in der Vernehmlassung zu 
Recht unterstreicht, verleiht die Verfassung dem Kirchenrat in Art. 13 Abs. 2 KiV die Kompetenz 
zur Vornahme der Wahlerklärung, so dass es rechtlich irrelevant ist, ob diese Befugnis in 
Art. 19 KiV noch einmal gesondert aufgeführt wird. Es entspricht im Übrigen den schweizeri-
schen Gepflogenheiten, dass für die Erklärung der stillen Wahl die oberste Administrativbehör-

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de, d.h. die Regierung oder bei einem Selbstverwaltungskörper deren oberstes exekutives Or-
gan zuständig ist (KASPAR LAELY, Die stille Wahl in der Demokratie, Diss. Bern 1951, S. 46). 
 
3.3 Im vorliegenden Fall kam dem Kirchenrat gestützt auf Art. 13 Abs. 2 2. Satz KiV und 
Art. 86 Abs. 4 KO entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Kompetenz zu, über 
das Zustandekommen der stillen Wahl zu befinden und die Nominierten für gewählt zu erklären. 
Die Beschwerde erweist sich diesbezüglich als unbegründet. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer erhebt sodann Einwände gegen den Wahlmodus der stillen 
Wahl. Er bestreitet zwar die Ausführungen der Beschwerdegegnerinnen, dass er sich mit dem 
Institut der stillen Wahl schwertue. Wenn er aber in der Eingabe vom 5. Oktober 2020 ausführt, 
es sei im kirchlichen Regelwerk kein Wahlgremium bezeichnet, es habe gar keine Wahlhand-
lung stattgefunden und die für gewählt erklärten Personen seien von niemandem gewählt wor-
den, dann wendet er sich gegen den Wesenskern einer stillen Wahl. Dieses Wahlverfahren 
zeichnet sich gerade dadurch aus, dass bei Wahlen die vorgeschlagenen Kandidaten, sofern 
ihre Zahl jene der zu vergebenden Sitze nicht übersteigt, ohne Wahlgang durch behördliche 
Erklärung als gewählt bezeichnet werden (LAELY, a.a.O., S. 1). Aus juristischer Sicht besteht 
dabei kein Unterschied, ob eine Person in einem ordentlichen Wahlgang oder - an dessen Stel-
le - kraft gesetzlicher Fiktion in stiller Wahl gewählt wird. In beiden Fällen handelt es sich um 
eine Volkswahl. Die Verwaltungsbehörde wird durch die Wahlerklärung nicht zu einem Wahl-
gremium; sie trifft lediglich die amtliche Feststellung einer schon von Gesetzes wegen zustande 
gekommenen Wahl und gibt diese bekannt (LAELY, a.a.O., S. 47). Das Hauptstück jeder Volks-
wahl, der Urnengang und die Stimmabgabe der Stimmberechtigten, fehlt bei der stillen Wahl. 
Die Wahl kommt ohne das aktive Mitwirken des Wahlorgans zustande. Die Gewählten erlangen 
ihre Stellung folglich nicht aufgrund eines positiven Entscheids der Wahlberechtigten; ihre Wahl 
wird vielmehr mit deren Stillschweigen begründet. Diesem Nichtopponieren schreibt die stille 
Wahl die Bedeutung einer stillschweigenden Zustimmung zu. Der Wille des Wahlorgans mani-
festiert sich nicht in einem positiven Akt, sondern in einem negativen Verhalten. Dieses negati-
ve Moment ist das eigentliche Charakteristikum der stillen Wahl (LAELY, a.a.O., S. 3 f.; ANINA 
WEBER, Schweizerisches Wahlrecht und die Garantie der politischen Rechte, Zürich 2016, 
Rz. 1057). 
 
4.2 Das in der Beschwerde zum Ausdruck kommende Unbehagen gegenüber dem Wahlver-
fahren ist begreiflich. Es wird auch in der Lehre kontrovers diskutiert, ob stille Wahlen überhaupt 
mit einer demokratischen Wahlrechtsordnung zu vereinbaren sind. Vor allem bei Wahlen in die 
Volksvertretung, welche mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet ist, ist die Anwendung 
dieses Wahlmodus durchaus umstritten (vgl. die Darstellung des Meinungsstands bei WEBER, 
a.a.O., Fn. 2406). Hauptsächlich wird kritisiert, dass stille Wahlen eine Abkehr von der eigentli-
chen Volkswahl und einen Eingriff in den Grundsatz der freien Wahl bedeuten würden, dass der 
Volkswille nicht fiktiv ermittelt werden könne und dass die Legitimationsfunktion von Wahlen nur 
durch eine Wahlhandlung erreicht werden könne (vgl. WEBER, a.a.O., Rz. 1173 ff.; LAELY, 
a.a.O., S. 124 ff.; YVO HANGARTNER/ANDREAS KLEY, Die demokratischen Rechte in Bund und 
Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Zürich 2000, Rz. 685). Dem stehen die Vor-
teile einer stillen Wahl gegenüber. Primär dient sie der Vereinfachung des Wahlverfahrens und 

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der Verfahrensökonomie: Muss kein Wahlgang, dessen Ergebnis ohnehin vorbestimmt er-
scheint, durchgeführt werden, spart dies Arbeit, Zeit und Steuergelder (vgl. LAELY, a.a.O., 
S. 6 ff.). Nicht zu vernachlässigen ist gerade auch im vorliegenden Zusammenhang das Argu-
ment, dass insbesondere kleinere Gemeinwesen regelmässig Mühe bekunden, alle ihrer öffent-
lichen Ämter zu besetzen. Die Möglichkeit einer stillen Wahl erleichtert dabei die Kandidatensu-
che und stellt sicher, dass die gewählten Personen ihre Wahl auch annehmen (vgl. PIERRE 
TSCHANNEN, Stimmrecht und politische Verständigung, Basel 1995, Rz. 102). 
 
4.3 Nach der Rechtsprechung verletzt eine stille Wahl die politischen Rechte grundsätzlich 
nicht. Das Bundesgericht geht in ständiger Rechtsprechung von der Zulässigkeit stiller Wahlen 
aus, soweit die Stimmberechtigten im Voraus in hinreichender Weise auf die Möglichkeit einer 
solchen Wahl sowie auf die Notwendigkeit des fristgerechten Einreichens von Wahlvorschlägen 
aufmerksam gemacht werden (BGE 112 Ia 233 E. 2; Urteil des BGer 1C_217/2008 vom 
3. Dezember 2008 E. 3.1; Urteil des BGer 1P.390/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 2.2; Urteil des 
BGer 1P.421/1997 vom 15. Oktober 1997 E. 2b und E. 3a, in: ZBl 99/1998 S. 415 ff.; 
HANGARTNER/KLEY, a.a.O., Rz. 2562). Der vorliegende Fall unterscheidet sich insofern von den 
in der zitierten Rechtsprechung beurteilten Wahlen, als dass die stille Wahl nicht einem gesetz-
lichen Automatismus entspricht für den Fall, dass nicht mehr Kandidaten angemeldet werden, 
als Sitze zu verteilen sind. Kommt es zu einer solchen Konstellation, sieht das innerkirchliche 
Recht den Grundsatz der Urnenwahl vor. Um davon abzuweichen und stille Wahlen zu ermögli-
chen, bedarf es für jede konkrete Wahl eines entsprechenden vorgängigen Entscheids der 
Stimmbürger (vgl. vorne E. 2.3). Vorliegend beschloss die Kirchgemeindeversammlung vom 
12. Juli 2020 als Wahlmodus für die Kirchenpflege und die Abgeordneten der Synode jeweils 
die stille Wahl, sofern nicht mehr Kandidaten gemeldet würden, als Sitze vorhanden seien. Die 
Kandidaten wurden per Abstimmung zur Wahl vorgeschlagen. Den Stimmberechtigten war 
dadurch vorgängig bekannt, dass keine Urnenwahl stattfinden würde und welche Personen als 
gewählt gelten würden, wenn innert der Anmeldefrist keine weiteren Wahlvorschläge eingehen 
würden. In den im Internet und auf dem kirchlichen Anschlagbrett publizierten Beschlüssen 
wurde zusätzlich explizit auf die bis 31. August 2020 laufende Anmeldefrist aufmerksam ge-
macht. Das Vorgehen entsprach somit den für stille Wahlen geltenden rechtlichen Vorgaben 
und die politischen Rechte des Beschwerdeführers wurden nicht verletzt. Diese für schweizeri-
sche Verhältnisse atypische Methode der stillen Wahl relativiert die gegen das Wahlverfahren 
gerichtete Kritik in einem entscheidenden Punkt, denn der positive Entscheid der Stimmberech-
tigten in der Form eines Wahlvorschlags verleiht den Gewählten eine demokratische Legitimati-
on, die der durch einen Wahlgang vermittelten Legitimation zumindest nahekommt. 
 
5. Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf 
überhaupt eingetreten werden kann. 
 
6. Es bleibt über die Kosten des kantonsgerichtlichen Verfahrens zu entscheiden. 
 
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Der 

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Beschwerdeführer beantragt in der Replik (verspätet), dass die Kosten unter allen Beteiligten 
aufzuteilen seien. Das Kantonsgericht erhebt auch bei Beschwerden wegen Verletzung der poli-
tischen Rechte pauschal nach Aufwand bemessene Verfahrenskosten und verlegt sie wie vom 
Gesetz vorgesehen in der Regel nach dem Unterliegerprinzip (vgl. zuletzt z.B. KGE VV vom 
30. Januar 2019 [810 18 66] E. 7; KGE VV vom 1. November 2017 [810 17 125] E. 12). Gründe 
für ein ausnahmsweises Abweichen von dieser Praxis sind vorliegend keine ersichtlich. Expo-
nenten beider Beschwerdegegnerinnen haben dem Beschwerdeführer die Rechtslage vorpro-
zessual ausführlich schriftlich und in Gesprächen erläutert. Wenn der Beschwerdeführer ihren 
Ausführungen keinen Glauben schenkte und auf einer gerichtlichen Prüfung seiner Anliegen 
beharrte, war dies sein gutes Recht. Allerdings verursachte er dann den dem Gericht entstan-
denen Aufwand allein und hat er folgerichtig das Kostenrisiko für den Fall des Unterliegens 
auch selber zu tragen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. 
 
6.2 Die anwaltlich vertretene Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde B.____ beantragt die 
Zusprechung einer Parteientschädigung. Gemäss § 21 Abs. 2 VPO haben Gemeinden und an-
dere Träger öffentlicher Aufgaben nur Anspruch auf eine Parteientschädigung, sofern der Bei-
zug einer Anwältin bzw. eines Anwalts gerechtfertigt war. Nach der Rechtsprechung des Kan-
tonsgerichts wird Einwohnergemeinden gestützt auf § 21 Abs. 2 VPO generell nur ein Anspruch 
auf Parteientschädigung eingeräumt, wenn der Beizug eines externen Rechtsvertreters im Ein-
zelfall auch für Gemeinden mit juristischer Fachkompetenz innerhalb der eigenen Verwaltung 
gerechtfertigt erscheint (statt vieler: KGE VV vom 10. Mai 2017 [810 16 318] E. 6.2; KGE VV 
vom 4. Juni 2014 [810 14 27] E. 8.2; jeweils mit weiteren Hinweisen). Der Grund für diese Pra-
xis ist darin zu sehen, dass mit der Verfügungskompetenz der Gemeindebehörden deren ent-
sprechende Sachkunde einhergehen muss. Es sollte einer Behörde ohne ausserordentlichen 
Aufwand möglich sein, ihre Verfügung im Anfechtungsverfahren zu verteidigen. Hierzu kann sie 
entweder eigenes juristisches Personal beschäftigen oder punktuell externes Expertenwissen 
beiziehen. Würde für die Frage der Parteientschädigung auf die effektiven personellen und 
fachlichen Ressourcen abgestellt, hätte dies zur Folge, dass das kostenbezogene Prozessrisiko 
eines beschwerdeführenden Privaten ganz wesentlich vom zufälligen Umstand abhängig wäre, 
ob die Verwaltung mit einem Rechtsdienst ausgestattet ist oder jeweils eine anwaltliche Vertre-
tung mandatiert wird. Um einen auch kostenmässig rechtsgleichen Zugang zur Justiz sicherzu-
stellen, wird deshalb (weltlichen) Gemeinwesen stets nur dann eine Parteientschädigung aus-
gerichtet, wenn eine solche auch einer Einwohnergemeinde mit Rechtsdienst zuzusprechen 
wäre, weil von ihr für eine angemessene Prozessvertretung rechtliches Spezialwissen gefordert 
ist, das über die bei der Rechtsanwendungstätigkeit erforderlichen Kenntnisse hinausgeht und 
über welches gemeindeeigene Rechtsdienste normalerweise nicht verfügen (BLKGE 2007 
Nr. 41 E. 8; grundlegend: BLVGE 1998/1999 Nr. 15.3). 
 
6.3 Die Kirchgemeinden haben in der Regel jedoch keine juristische Fachkompetenz in der 
eigenen Verwaltung. Dementsprechend stellt sich die Gleichheitsproblematik, welche zur oben 
erwähnten Rechtsprechung mit der Differenzierung zwischen Gemeinden ohne eigenen 
Rechtsdienst und solchen mit eigenem Rechtsdienst geführt hat, nicht in derselben Art und 

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Weise. Die Praxis betreffend Einwohnergemeinden ist deshalb nicht unbesehen auf Kirchge-
meinden, welche generell über keinen eigenen Rechtsdienst verfügen, übertragbar (KGE VV 
vom 5. September 2007 [810 06 199] E. 14.2, nicht publ. in: BLKGE 2007 Nr. 35). Im vorliegen-
den Fall hat sich die Kirchenpflege vorprozessual bemüht, die Angelegenheit im Gespräch mit 
dem Beschwerdeführer gütlich zu bereinigen. Wie sie nachvollziehbar darlegt, war sie als in 
juristischen Angelegenheiten unerfahrenes Laiengremium allerdings von der Komplexität der im 
gerichtlichen Verfahren aufgeworfenen Fragestellungen überfordert. Sie war deshalb auf exter-
ne Hilfe angewiesen, zumal keine Thematik betroffen ist, mit der eine Kirchenpflege aus ihrer 
Alltagserfahrung vertraut sein muss. Der Streitsache durfte sie sodann auch eine gewichtige 
Bedeutung zumessen, lief sie in ihren Augen doch Gefahr, sich ihrer eigenen Handlungsfähig-
keit beraubt zu sehen. Für eine angemessene Prozessvertretung war deshalb im vorliegenden 
Fall der Beizug einer Anwältin erforderlich. Der Beschwerdeführer wird dementsprechend im 
Grundsatz entschädigungspflichtig. In der Honorarnote vom 6. Januar 2021 weist die Rechts-
vertreterin der Kirchgemeinde einen Aufwand von 12.08 Stunden à Fr. 280.-- und Auslagen von 
Fr. 26.80 aus. Der Zeitaufwand und die Auslagen sind nicht zu beanstanden. Der Stundenan-
satz erscheint indes angesichts der überschaubaren Schwierigkeit der Sache als überhöht und 
ist ermessenshalber auf Fr. 250.-- zu reduzieren. Demzufolge hat der Beschwerdeführer der 
Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde B.____ eine reduzierte Parteientschädigung in der 
Höhe von insgesamt Fr. 3'281.40 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Der Beschwerdeführer hat der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde 

B.____ eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'281.40 
(inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber