# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0be0eccf-f453-51c7-99bb-d2845c43979d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PS250132-O2
**Docket/Reference:** PS250132-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PS250132-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PS250132-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. M. Sarbach und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth

Urteil vom 8. Juli 2025

in Sachen

A._____ GmbH, 

Schuldnerin und Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X2._____ 

gegen

B._____, 

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 7. Mai 2025 (EK250648)

- 2 -

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 7. Mai 2025 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksge-

richtes Zürich für folgende Forderungen der Gläubigerin den Konkurs über die 

Schuldnerin (act. 11): 

Betreibungs-Nr. 1

CHF

CHF

CHF

1'618.00 nebst Zins zu 5 % seit 28.11.2024

173.20 ohne Zins

196.60 Betreibungskosten

Betreibungs-Nr. 2

CHF

CHF

CHF

3'450.00 nebst Zins zu 5 % seit 04.12.2024

90.20 --

182.60 Betreibungskosten

Dagegen erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 19. Mai 2025 (Datum 

Poststempel) Beschwerde. Sie beantragt die Aufhebung des Konkurses und er-

sucht um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2). Sodann reichte sie zahl-

reiche Beilagen ein (act. 5/3-13).

Der Konkursentscheid konnte der Schuldnerin nicht zugestellt werden. Die 

erste Sendung an die Domiziladresse wurde mit dem Vermerk "Empfänger konnte 

unter angegebener Adresse nicht ermittelt werden" retourniert und die zweite an 

C._____, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung, adressierte Sen-

dung wurde nicht abgeholt (act. 6 und 12/14-15). Nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO 

gilt eine eingeschriebene Sendung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustel-

lungsversuch als zugestellt, sofern der Adressat mit einer Zustellung rechnen 

musste. Die Vorladung zur Verhandlung über das Konkursbegehren wurde nach 

einer gescheiterten Zustellung an die Domiziladresse der Schuldnerin an C._____ 

zugestellt, welcher für die Schuldnerin einzelzeichnungsberechtigt ist (act. 12/9-

10). Damit wusste die Schuldnerin vom Verfahren und musste mit weiteren Zu-

stellungen rechnen, weshalb betreffend das angefochtene Urteil die Zustellungs-

fiktion nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO greift. Die Sendung wurde C._____ gemäss 

der Sendungsverfolgung der Post am 14. Mai 2025 zur Abholung gemeldet, so 

- 3 -

dass die siebentägige Abholfrist am 21. Mai 2025 endete (act. 12/15). Die Be-

schwerde vom 19. Mai 2025 erfolgte damit rechtzeitig. Die Schuldnerin ist darauf 

hinzuweisen, dass die durch das Konkursamt Aussersihl-Zürich publizierte vorläu-

fige Konkursanzeige (act. 2 S. 4 f., act. 5/3) nicht mit der Publikation von Ent-

scheiden durch das Gericht gleichzusetzen ist. Eine Publikation des Konkursde-

kretes durch das Konkursgericht, welche die Beschwerdefrist ausgelöst hätte, er-

folgte vorliegend nicht.

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Kon-

kurseröffnung aufheben, wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft 

macht und durch Urkunden beweist, dass die Schuld einschliesslich der Zinsen 

und Kosten getilgt ist, der geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhan-

den der Gläubigerin hinterlegt ist, oder die Gläubigerin auf die Durchführung des 

Konkurses verzichtet. Die Erteilung der aufschiebenden Wirkung hängt nach der 

Praxis der Kammer davon ab, ob innert der Beschwerdefrist einer der vorgenann-

ten Konkursaufhebungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) 

nachgewiesen wird und (falls es darauf ankommt) die Zahlungsfähigkeit des Kon-

kursiten nicht schon auf den ersten Blick geradezu ausgeschlossen ist (vgl. ZR 

112 [2013] Nr. 4). Beim Konkursaufhebungsgrund der Hinterlegung muss der ge-

schuldete Betrag einschliesslich Zinsen und Betreibungskosten vor Ablauf der Be-

schwerdefrist beim Obergericht zuhanden der Gläubigerin hinterlegt worden sein 

(Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Die Kosten des Konkursamtes und des erstin-

stanzlichen Konkursgerichts sind praxisgemäss (ebenfalls vor Ablauf der Be-

schwerdefrist) beim zuständigen Konkursamt sicherzustellen (vgl. OGer 

PS110095 vom 6. Juli 2011).

3.a) Mit Einreichung der Beschwerde belegte die Schuldnerin, dass sie am 

16. und 19. Mai 2025 Fr. 66'000.– bzw. Fr. 44'000.–, total Fr. 110'000.–, zuhan-

den der Obergerichtskasse einbezahlt hatte (act. 2 Rz 19 ff., act. 5/5-6, act. 7-8). 

Davon entfallen nach Angaben der Schuldnerin Fr. 1'829.30 (Forderung inkl. Zin-

sen) zzgl. Fr. 196.60 Kosten, total Fr. 2025.90, auf die der Konkurseröffnung zu-

grunde liegende Betreibung Nr. 1(act. 2 Rz 24 und 31). Weitere Fr. 3'618.65 (For-

derung inkl. Zinsen) zzgl. Fr. 182.60 Kosten, total Fr. 3'801.25, seien an die der 

- 4 -

Konkurseröffnung zugrunde liegende Betreibung Nr. 2 anzurechnen (act. 2 Rz 25 

und 31). Damit wurden beide Konkursforderungen von insgesamt Fr. 5'827.15 

samt Zinsen und Kosten rechtzeitig bei der Obergerichtskasse hinterlegt. Die Dif-

ferenz von Fr. 8.30 zum durch die Kammer errechneten Betrag von Fr. 5'818.85 

ist auf die unterschiedliche Zinsberechnung zurückzuführen (act. 2 Rz 20, act. 

9/1-2). Damit liegt der Konkurshinderungsgrund der Hinterlegung im Sinne von 

Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG vor. 

In seiner Beschwerde erwähnt die Schuldnerin zwar die erstinstanzlichen 

Gerichtskosten von Fr. 400.–, zu den Kosten des Konkursamtes äussert sie sich 

indes nicht explizit. Sie gehe davon aus, dass Gerichtskosten in der Höhe von ins-

gesamt Fr. 4'000.– zu hinterlegen seien (act. 2 Rz 33 f.). Somit ist anzunehmen, 

dass die Schuldnerin mit den (in den hinterlegten Fr. 110'000.– enthaltenen) 

Fr. 4'000.– für Gerichtskosten nebst den Kosten des Konkursgerichtes auch dieje-

nigen des Konkursamtes in der Höhe von Fr. 1'200.– (act. 10), zusammen 

Fr. 1'600.–, sicherstellen wollte. Es bleibt zu wiederholen, dass diese Kosten 

grundsätzlich beim zuständigen Amt, welches auch über die Höhe der Kosten 

Auskunft geben kann, hätten sichergestellt werden sollen.

b) Mit Verfügung vom 21. Mai 2025 wurde der Beschwerde einstweilen 

aufschiebende Wirkung erteilt. Der Kostenvorschuss von Fr. 750.– für das Be-

schwerdeverfahren ist ebenfalls aus dem für Gerichtskosten hinterlegten Betrag 

von Fr. 4'000.– zu beziehen (act. 13 S. 4).

4.

Nebst dem Nachweis eines Konkurshinderungsgrundes hat die Schuld-

nerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, 

dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit welchen die Gläubiger bei 

Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. Die Schuldnerin hat des-

halb aufzuzeigen, dass sie in der Lage ist, ihren laufenden Verpflichtungen nach-

zukommen und in absehbarer Zeit auch die bestehenden Schulden abzutragen. 

Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen sie noch nicht als zah-

lungsunfähig erscheinen; anders verhält es sich, wenn keine wesentlichen An-

haltspunkte für eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation zu erkennen sind 

und sie auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Absehbare Veränderungen, die 

- 5 -

ihr die Tilgung ihrer Schulden erlauben würden, sind grundsätzlich zu berücksich-

tigen; diese müssen jedoch so konkret dargelegt werden, dass glaubhaft ist, die 

gegenwärtigen Zahlungsschwierigkeiten seien vorübergehender Natur. Der Um-

stand, dass offene Betreibungen mittlerweile beglichen wurden, darf als ein Indiz 

für eine bloss temporäre Illiquidität berücksichtigt werden. Grundsätzlich als zah-

lungsunfähig erweist sich hingegen ein Schuldner, der beispielsweise Konkursan-

drohungen anhäufen lässt. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf ei-

nem aufgrund der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Ge-

samteindruck (zum Ganzen vgl. BGer 5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3; 

BGer 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 3).

5.a) Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzi-

elle Lage einer Schuldnerin gibt insbesondere das Betreibungsregister. Gemäss 

der Auskunft aus dem Register des Betreibungsamtes Zürich 4 (act. 5/4) wurden 

vom 14. Mai 2024 bis zum 13. Mai 2025 21 Betreibungen eingeleitet, wovon fünf 

durch Zahlung erledigt sind. Die Anzahl Betreibungen in 12 Monaten für zum Teil 

beträchtliche Beträge sowie der Umstand, dass es in zwei Fällen zur Konkursan-

drohung kam, lässt auf erhebliche Zahlungsschwierigkeiten schliessen. Wie dar-

gelegt wurden die den Konkursbegehren zugrunde liegenden Betreibungen Nr. 1 

und 2 inzwischen bei der Gerichtskasse hinterlegt. Damit sind noch 14 Betreibun-

gen für Forderungen im Gesamtbetrag von rund Fr. 134'615.– offen. Dass im 

Zuge der Konkurseröffnung diverse Betreibungen mit einem "K" versehen wur-

den, ist für die Zwecke des Beschwerdeverfahrens, in dem es auf den Stand des 

betreffenden Betreibungsverfahrens vor der Konkurseröffnung ankommt, untaug-

lich. Von den von der Schuldnerin an die Obergerichtskasse bezahlten 

Fr. 110'000.– entfallen wie oben ausgeführt Fr. 5'827.15 auf die Konkursforderun-

gen, Fr. 1'600.– auf die Kosten des Konkursgerichtes und des Konkursamtes so-

wie Fr. 750.– auf den Vorschuss für das Beschwerdeverfahren (E. 3.). Der Rest-

betrag von Fr. 101'822.85 ist somit auf die noch offenen Betreibungen von 

Fr. 134'615.– anzurechnen. Damit verbleiben offene in Betreibung gesetzte For-

derungen von Fr. 32'792.15. Anzumerken ist, dass die Schuldnerin die Zinsen bis 

zur Beschwerdeerhebung am 19. Mai 2025 berechnete (act. 2 Rz 20). Nach Art. 

- 6 -

209 SchKG hört jedoch der Zinsenlauf gegenüber der Schuldnerin mit der Eröff-

nung des Konkurses, vorliegend am 7. Mai 2025 auf. 

b)

Die Schuldnerin betreibt den "D'._____" (fortan D._____) sowie den 

"E'._____" (fortan E._____) in Zürich. Sie führt aus, durch die Übernahme des 

E._____ letztes Jahr sei sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da die nötigen 

Synergien erst hätten geschaffen werden müssen. Dies habe zu einer vorüberge-

henden, aber nicht existenzbedrohenden Zahlungsunfähigkeit geführt. Die im 

März 2025 erstellte Liquiditätsplanung habe ergeben, dass für die nächste Zeit ein 

Liquiditätsbedarf von Fr. 105'044.88 bestehe, welchen sie durch ein privates Dar-

lehen in der Höhe von Fr. 100'000.– gedeckt habe (act. 2 Rz 16 und 36 ff., 

act. 5/7-8). 

Die Schuldnerin reichte weder eine Kreditorenliste noch einen Jahresab-

schluss ein, was die Liquiditätsprüfung deutlich erschwert. In der erwähnten, nicht 

näher kommentierten und nicht leicht nachvollziehbaren Liquiditätsplanung listet 

die Schuldnerin Verpflichtungen von insgesamt Fr. 562'981.98 (offene Betreibun-

gen, Lieferanten und verschiedene Darlehensgeber) auf, welche sie per Ende De-

zember 2025 auf Fr. 353'851.55 abbauen will. Sie beabsichtigt somit, ihre 

Ausstände bis Ende Jahr um Fr. 209'130.43 zu reduzieren und listet hierzu in der 

untersten Zeile die geplanten monatlich zurückzuzahlenden Beträge auf. Auf 

Seite 2 der Aufstellung kumuliert sie diese Beträge unter Berücksichtigung des im 

jeweiligen Monat erwirtschafteten oder prognostizierten Gewinns, was zum erwar-

teten Liquiditätsbedarf von Fr. 105'044.88 führt. Anzumerken ist, dass die benö-

tigte Liquidität im September gar Fr. 108'164.88 beträgt (act. 5/7). Es fällt auf, 

dass das Darlehen von Fr. 100'000.–, welches die Schuldnerin zusammen mit 

C._____ und F._____ (Gesellschafter und Geschäftsführungsmitglieder, act. 6) 

zur Beschaffung liquider Mittel von G._____ aufgenommen hat, unter den Kredito-

ren nicht aufgeführt ist; dies obwohl das Darlehen in acht Raten bis 30. Septem-

ber 2027 und damit kurzfristig zurückzuzahlen ist (act. 5/8). Fraglich ist sodann, 

ob das Darlehen überhaupt ausbezahlt worden ist. Gemäss Vertrag sollte die 

Auszahlung nach beidseitiger Unterzeichnung auf das Postkonto der Schuldnerin 

erfolgen und der Eingang schriftlich von F._____ bestätigt werden. Der Vertrag 

- 7 -

wurde am 13. März 2025 unterzeichnet. Weder liegt eine entsprechende Gut-

schriftsanzeige noch die vereinbarte Eingangsbestätigung vor. Ob das Darlehen 

bereits im März ausbezahlt wurde, ist nicht bekannt. Dem eingereichten Postkon-

toauszug der Schuldnerin für den April 2025 lässt sich kein entsprechender Zah-

lungseingang entnehmen (act. 5/11). Fraglich ist weiter, ob der Darlehensbetrag 

allenfalls für die Hinterlegung der Fr. 110'000.– bei der Obergerichtskasse heran-

gezogen wurde (oben E. 3.a). Allerdings wurde die Hinterlegung nicht vom Post-

konto der Schuldnerin, sondern von nicht näher bezeichneten Privatkonten getä-

tigt (act. 5/5-6). Die von der Schuldnerin geltend gemachte Deckung des erwarte-

ten Liquiditätsbedarfs durch das Darlehen ist damit nicht glaubhaft. 

Hinzu kommt Folgendes: Im April 2025 wären gemäss Liquiditätsplanung 

Kosten (Miete, Personal, Waren etc.) in Höhe von Fr. 160'810.– angefallen. Im 

Postkonto sind jedoch nur Lastschriften von Fr. 126'819.45 verbucht. Weiter sind 

im April Rückzahlungen von Fr. 51'417.90 vorgesehen. Von den eben erwähnten 

Belastungen von Fr. 126'819.45 lassen sich indes nur zwei Zahlungen in der 

Höhe von rund Fr. 9'200.– an H._____ sowie I._____ AG den geplanten Rückzah-

lungen zuordnen (act. 5/11 S. 13 f.). Dass die restlichen Rückzahlungen von rund 

Fr. 40'000.– von einem anderen Konto getätigt wurden, machte die Schuldnerin 

nicht geltend und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Wie es sich im Februar 

und März 2025 verhielt, blieb ebenfalls offen. Diese Diskrepanzen lassen Zweifel 

an der Aussagekraft der Liquiditätsplanung aufkommen. 

c)

Die Schuldnerin bringt weiter vor, dass sie in den letzten Monaten so-

gar höhere Umsätze eingefahren habe, als in der Liquiditätsplanung einberechnet 

worden seien. So seien im März 2025 für das D._____ Einnahmen von Fr. 

61'000.– budgetiert worden, tatsächlich hätten sich diese aber auf Fr. 73'427.– 

belaufen und im April gar auf Fr. 93'356.– bei kalkulierten Fr. 74'000.– (act. 2 

Rz 38, act. 5/7). Dem kann nicht gefolgt werden, wurden doch gemäss Umsatz-

liste 2025 sowohl im März und April mit dem D._____ Fr. 56'057.– bzw. 

Fr. 58'637.– (je inkl. Eintritte und Garderobe) und damit gar tiefere als die geplan-

ten Umsätze erwirtschaftet (act. 5/9, Übersicht letzte Seite). Auch für die ersten 

beiden Maiwochen macht die Schuldnerin einen deutlich höheren Umsatz als er-

- 8 -

wartet geltend. Die von der Schuldnerin hervorgehobenen Einnahmen von 

Fr. 73'427.– im März und Fr. 93'356.– im April wurden nicht mit dem D._____, 

sondern mit dem E._____ erzielt, wobei dort wiederum Umsätze von je 

Fr. 92'000.– budgetiert wurden. Auch die höheren Maiumsätze betreffen nicht das 

D._____, sondern das E._____ (act. 5/10). Anstelle des geltend gemachten Bud-

getüberschusses muss somit von einem Manko ausgegangen werden. 

d)

Das erwähnte Postkonto wies per 30. April 2025 einen Saldo von 

Fr. 4'124.69 aus (act. 5/11 S. 19). Weiter reichte die Schuldnerin zwei nur schwer 

lesbare Screenshots von Geschäftskonten, die sich mangels näherer Angaben 

nicht der Schuldnerin zuordnen lassen, mit einem Kontostand von Fr. 17'618.22 

und € 536.29 ein (act. 5/12-13). 

e)

Damit erscheint nicht glaubhaft, dass die Schuldnerin bis Ende 2025 

Fr. 209'130.43 abzahlen kann. Einerseits fehlt es an der hierfür benötigten kurz-

fristigen Liquidität (zumal die Auszahlung des Darlehens, welches zusätzlich zu-

rückzuzahlen wäre, nicht glaubhaft gemacht wurde), andererseits stimmen ge-

stützt auf die eingereichten Unterlagen die prognostizierten Einnahmen und Aus-

gaben nicht mit der Realität der letzten Monate überein. Hinzu kommt, dass selbst 

nach der Rückzahlung von Fr. 209'130.43 noch mindestens Fr. 353.851.55 offen 

sind; dies bei einem erwarteten Gewinn von knapp Fr. 60'000.– im Jahr 2025 

(act. 5/7). Abgesehen von fünf knappen Vermerken in ihrer Liquiditätsplanung 

äusserte sich die Schuldnerin nicht dazu. Aus diesen Anmerkungen – so sollen 

u.a. Fr. 44'770.– in Naturalien abgegolten werden, eine Restrückzahlung soll bei 

Bestellung gegen Bar erfolgen, eine Forderung sei noch in Verhandlung und ein 

Darlehensgeber sei der Bruder von F._____ – lässt sich mit Blick auf die Modali-

täten und den Zeitpunkt der Rückzahlung nichts Konkretes ableiten. Unklar ist 

schliesslich, ob die noch offenen betriebenen Forderungen von Fr. 32'792.15 in 

der Liquiditätsplanung vom März 2025 bereits berücksichtigt wurden, wurden sie 

doch mehrheitlich erst ab Ende März eingeleitet. 

Entgegen ihrer Einschätzung scheint aufgrund der dargelegten Verhältnisse 

die Möglichkeit der Schuldnerin, ihre Schulden mit ihren Einnahmen und Barmit-

teln bis Ende Jahr bzw. innerhalb von längstens zwei Jahren abzubauen sowie in 

- 9 -

Zukunft ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen, als nicht gegeben 

(act. 2 Rz 17 und 36 ff., OGer ZH PS140068 vom 29. April 2014). 

6.

In Gesamtwürdigung der finanziellen Lage der Schuldnerin kann dem-

nach nicht von einem bloss vorübergehenden Liquiditätsengpasse ausgegangen 

werden. Die Schuldnerin vermochte mithin ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft 

darzutun, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

7.

Ausgangsgemäss sind die Kosten beider Instanz der Schuldnerin auf-

zuerlegen. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren sind aus dem bei der Ober-

gerichtskasse hinterlegten Betrag von Fr. 110'000.– zu beziehen. Entschädigun-

gen sind keine zuzusprechen. 

Es wird erkannt:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, und über die Schuldnerin wird mit Wir-

kung ab Mittwoch, 9. Juli 2025, 08.00 Uhr, der Konkurs eröffnet.

2.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und aus den bei der Gerichtskasse hinterlegten 

Fr. 110'000.– bezogen.

3.

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, aus den bei ihr hinterlegten 

Fr. 110'000.– den Betrag von Fr. 1'600.–  dem Konkursamt Aussersihl-Zü-

rich zur Deckung seiner Kosten zu überweisen. Ein allfällig verbleibender 

Restbetrag fällt in die Konkursmasse der Schuldnerin.

4.

Die Obergerichtskasse wird weiter angewiesen, den bei ihr hinterlegten 

Restbetrag von Fr. 107'650.– (Fr. 110'000.– abzüglich Fr. 750.– zweitin-

stanzliche Entscheidgebühr und Fr. 1'600.– Konkurskosten) dem Konkur-

samt Aussersihl-Zürich zuhanden der Konkursmasse der Schuldnerin zu 

überweisen. 

5.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

- 10 -

6.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten) und das Konkursamt Aussersihl-Zürich, ferner im Dispo-

sitiv an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betrei-

bungsamt Zürich 4, je gegen Empfangsschein.

7.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Bohli Roth

versandt am:
9. Juli 2025