# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c106d99-8ba7-56d9-a839-d5d267425b57
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.10.2017 RT170145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT170145_2017-10-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT170145-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. S. Janssen 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 18. Oktober 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Fürsprecherin X._____ 

 
betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Affoltern am 17. Mai 2017 (EB170064-A) 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Urteil vom 17. Mai 2017 erteilte die Vorinstanz der Gesuchstellerin 

und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. … des 

Betreibungsamtes Bonstetten (Zahlungsbefehl vom 20. März 2017) gestützt auf 

ein Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Affoltern für ausstehende Pro-

zesskosten definitive Rechtsöffnung für Fr. 250.–. Die Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen wurden zu Lasten des Gesuchsgegners und Beschwerdeführers 

(fortan Gesuchsgegner) geregelt (Urk. 20 S. 5 f.). Dieses Urteil erging zunächst in 

unbegründeter, hernach auf Begehren des Gesuchsgegners in begründeter Form 

(Urk. 9; Urk. 12; Urk. 14). 

1.2 Mit Schreiben vom 28. Juli 2017 (gleichentags zur Post gegeben, ein-

gegangen am 31. Juli 2017) erhob der Gesuchsgegner innert Frist Beschwerde 

mit folgenden sinngemässen Anträgen (Urk. 19):  

Das Rechtsöffnungsbegehren der Gesuchstellerin sei abzuweisen; eventualiter sei ihm ein 

Teilerlass zu gewähren.  

Die Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Bonstetten (Zahlungsbefehl vom 20. März 

2017) sei einzustellen, eventualiter zu sistieren. 

2.1 Der Gesuchsgegner bringt beschwerdeweise vor, dass er die Haupt-

forderung am 22. Juni 2016 inklusive Spesen und Umtriebskosten an die Ge-

suchstellerin bezahlt habe. Es könne nicht sein, dass diese nun im Nachhinein 

ständig neue Forderungen stelle. Weder habe er mit der Gesuchstellerin noch mit 

deren Inkassostelle eine Vereinbarung ("Verlustsparvertrag"), die solche perio-

disch gestellten Forderungen rechtfertige. Es könne nicht sein, dass treue Kunden 

der Gesuchstellerin von dieser willkürlich als "Melkkuh" vermarktet missbraucht 

würden. Er lebe von der AHV-Rente und Ergänzungsleistungen und damit unter 

dem Existenzminimum. Die Erbschaft seiner Mutter und seines Bruders seien be-

hördlich beschlagnahmt und blockiert worden, so dass er über keinerlei Geldre-

serve mehr verfüge (Urk. 19).  

2.2 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

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(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an 

welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Was nicht beanstandet wird, braucht grundsätzlich nicht geprüft zu werden. Wer-

den keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht 

behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur er-

gänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen 

bzw. ist darauf nicht einzutreten. Sodann sind neue Anträge, neue Tatsachenbe-

hauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsätzlich aus-

geschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

2.3 Nach dem Gesagten sind die erstmals im Beschwerdeverfahren ge-

stellten Anträge auf Einstellung bzw. Sistierung der Betreibung sowie auf Teiler-

lass der Forderung neu und damit unzulässig und unbeachtlich. Dies hat ebenso 

für die Ausführungen zu gelten, welche über das bereits vor Vorinstanz Dargeleg-

te hinausgehen. Hierauf ist nicht weiter einzugehen 

2.4 Im Wesentlichen wiederholt der Gesuchsgegner lediglich das bereits 

vor Vorinstanz Ausgeführte, wonach er sich in einer angespannten finanziellen Si-

tuation befinde, aufgrund der Beschlagnahme der Erbschaft seiner verstorbenen 

Familienangehörigen kein Vermögen habe und er nicht einsehe, aus welchem 

Grund die Gesuchstellerin eine neue Forderung stelle, obschon er die ursprüngli-

che Forderung von Fr. 462.05 bereits beglichen habe (vgl. Prot. I S. 3 und 

Urk. 8/1 mit Urk. 19). Diesbezüglich vermag seine Beschwerde den gesetzlichen 

Vorgaben (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht zu genügen, da eine Auseinandersetzung mit 

den vorinstanzlichen Erwägungen fehlt, wonach der Gesuchsgegner nicht darge-

legt habe, dass die Forderung getilgt, gestundet oder verjährt sei (Urk. 20 S. 4). 

Ohnehin verkennt der Gesuchsgegner, dass im Rechtsöffnungsverfahren nicht 

(mehr) geprüft wird, ob eine Forderung zu Recht besteht oder nicht und ob sie 

begründet ist oder nicht. Es wird – wie bereits von der Vorinstanz zutreffend fest-

gehalten (Urk. 20 S. 4) – einzig geprüft, ob die Voraussetzungen für eine (vorlie-

gend) definitive Rechtsöffnung erfüllt sind, d.h. ob ein entsprechender gültiger 

Rechtsöffnungstitel vorliegt und keine Einwendungen nach Art. 81 SchKG seitens 

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des Schuldners gegeben sind, wonach die Forderung erlassen, getilgt, gestundet 

oder verjährt ist. Über den materiellen Bestand der Forderung bzw. über die mate-

rielle Richtigkeit des Urteils ist nicht zu befinden (BGer 5A_661/2012 vom 17. Ja-

nuar 2013, E. 4.1 m.w.H.; BGer 6B_413/2009 vom 13. August 2009, E. 1.2.3 

m.w.H.). Ob und inwieweit ein Schuldner eine fällige Schuld bezahlen kann, kann 

ebenso wenig im Rechtsöffnungsverfahren geprüft werden, sondern wird erst im 

Rahmen des Pfändungsvollzugs zu berücksichtigen sein (Art. 92 und Art. 93 

SchKG).  

2.5 Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzu-

lässig bzw. unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der 

Gegenpartei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

3.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 

von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf 

Fr. 150.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Gesuchs-

gegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

3.2 Der Gesuchstellerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde-

verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

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5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

je einer Kopie der Urk. 19, Urk. 21 und Urk. 22/3-5, sowie an die Vorinstanz, 

je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 250.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 18. Oktober 2017 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt  

 
 
versandt am: jo 

	Urteil vom 18. Oktober 2017
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage je einer Kopie der Urk. 19, Urk. 21 und Urk. 22/3-5, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...