# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ecc4e4f-6b18-53f1-b111-c5d1b3193a91
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.10.2015 UV 2014/69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-69_2015-10-01.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/69

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 01.10.2015

Entscheiddatum: 01.10.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 01.10.2015
Art. 6 UVG: Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem ersten Sturz und den Beschwerden 
nach einem zweiten Sturz (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom1. Oktober 2015, UV 2014/69).Entscheid vom 1. 
Oktober 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider 
(Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin 
Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Andrea 
WepferGeschäftsnr.UV 2014/69ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten 
durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Brack & Partner AG, 
Werftestrasse 2, 6005 Luzern,gegenVaudoise Allgemeine Versicherungs-
Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 120, 
1001 Lausanne,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), war als selbständiger B.___ tätig und bei der 

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 30. November 2012 beim Aussteigen aus 

einem Auto ausrutschte, sich mit der linken Hand abzustützen versuchte und dabei 

einen Schlag auf die Hand und deren Daumen erlitt (UV-act. G 3.1). Dr. med. C.___, 

Fachärztin FMH Radiologie und Kinderradiologie, diagnostizierte am 21. Dezember 

2012 mit einer MRI-Untersuchung des linken Handgelenks ein Knochenmarködem in 

der Basis des Os metacarpale I sowie im Os trapezium, wenig auch im Os 

trapezoideum (UV-act. G 3.2). Der Hausarzt Dr. med. D.___, Allg. Medizin FMH, 

bescheinigte am 16. Januar 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 

19. Dezember 2012 bis Samstag, 12. Januar 2013, und eine Arbeitsaufnahme zu 100% 

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ab Montag, 14. Januar 2013 bei "voraussichtlichem" Behandlungsabschluss (UV-act. G 

3.3). 

A.b  In einem Zwischenbericht vom 21. Februar 2014 hielt Dr. D.___ fest, dass sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten bis Mitte Januar 2013 deutlich gebessert habe. 

Am 25. Juni 2013 seien jedoch erneut Schmerzen bei mässiger Belastung aufgetreten, 

weshalb an demselben Tag und im Oktober 2013 zwei intraartikuläre Injektionen 

durchgeführt worden seien. Die letzte ärztliche Beratung habe am 19. Februar 2014 

stattgefunden. Er habe den Versicherten an Dr. med. E.___, Handchirurgie, überwiesen. 

Eine erneute Arbeitsunfähigkeit wurde verneint (UV-act. G 3.4). Dr. E.___ diagnostizierte 

am 12. März 2014 gestützt auf den Röntgenbefund von Dr. D.___ vom 19. Dezember 

2012 (fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links mit Osteophyt Basis Metacarpale I 

und vollständig aufgebrauchtem Gelenksspalt peritrapezial) eine posttraumatische 

akzentuierte fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links, welche vermutlich durch einen 

Unfall in frühester Jugend/Kindheit verursacht worden sei. Die Arthrose sei 

posttraumatisch akzentuiert, jedoch nicht durch den Unfall hervorgerufen worden (UV-

act. G 3.8b).

A.c  Inzwischen hatte der beratende Arzt der Vaudoise, Dr. med. F.___, am 4. März 

2014 zur Frage Stellung genommen, ob die Behandlungen im Oktober 2013 und 

Februar 2014 sowie die Behandlung bei Dr. E.___ unfallkausal seien. Dr. F.___ nahm 

Bezug auf den MRI-Befund vom 21. Dezember 2012 und hielt fest, dass 

Knochenkontusionen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit drei Monate nach dem 

Unfall als ausgeheilt zu betrachten seien (UV-act. G 3.5).

A.d  Die Vaudoise verfügte am 20. März 2014, dass sie nach dem 14. Januar 2013 

keine Leistungen mehr erbringen werde. Die Behandlung bei Dr. D.___ sei damals 

abgeschlossen worden und die aktuellen Handbeschwerden links, welche ab Juni 2013 

eine erneute ärztliche Behandlung notwendig gemacht hätten, seien nicht mehr auf das 

Ereignis vom 30. November 2012 zurückzuführen. Der Status quo gelte spätestens drei 

Monate nach dem Unfall als erreicht (UV-act G 3.6).

B.    

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B.a  Gegen die Verfügung vom 20. März 2014 erhob der Versicherte mit undatiertem 

Schreiben (Eingang Vaudoise: 28. März 2014) Einsprache, wobei er anmerkte, am 

29. Dezember 2013 abermals gestürzt zu sein. Wieder habe er sich mit der Hand 

abgestützt, was erneut zu Schmerzen im Handgelenk geführt habe (UV-act. G 3.7).

B.b  Am 2. Mai 2014 wiederholte Dr. D.___ die Diagnose einer posttraumatischen 

Daumengrundgelenks-Arthrose. Er habe am 9. April 2014 eine erneute Injektion 

durchgeführt und ausserdem die Einholung einer Zweitmeinung bei Dr. med. G.___, 

FMH Handchirurgie, veranlasst. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde verneint (UV-act. G 3.8). 

Dr. G.___ hielt am 6. Mai 2014 fest, dass es durch den erneuten Sturz am 

29. Dezember 2013 zu einer Exazerbation der Schmerzen im Daumen gekommen sei. 

Aktuell zeige sich klinisch und radiologisch eine fortgeschrittene Rhizarthrose und eine 

STT Arthrose (UV-act. G 3.9a). In der Folge legte die Vaudoise den Schadenfall 

nochmals Dr. F.___ und zusätzlich dem Suva-Arzt Dr. med. H.___, Abteilung 

Versicherungsmedizin, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, zur 

Beurteilung vor. Deren Stellungnahmen datieren vom 27. Mai und 2. Juli 2014 (UV-act. 

G 3.10 f.).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 wies die Vaudoise die Einsprache des 

Versicherten ab und bestätigte die Ablehnung ihrer Leistungspflicht per 14. Januar 

2013 bzw. per Abschluss der ärztlichen Behandlung bei Dr. D.___ nach dem Unfall vom 

30. November 2012 (UV-act. G 3.12).

C.    

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Dr. iur. S. Baumann 

Wey, Luzern, am 11. September 2014 Beschwerde erheben und beantragen, der 

Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 sei aufzuheben und die Vaudoise (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die linksseitigen 

Hand- und Daumenbeschwerden die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und zum erneuten 

Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

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C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 6. November 2014 hielt die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (G 5).

C.d  Mit Duplik vom 3. Dezember 2014 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Beschwerdeabweisung (G 7).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.     

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht für die Unfälle vom 

30. November 2012 und 29. Dezember 2013 ab 14. Januar 2013 keine Leistungen für 

die Heilbehandlung von Hand- und Daumenbeschwerden mehr erbracht hat.

2.     

2.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Beschwerdegegnerin legte die sich aus Art. 6 Abs. 1 UVG ergebende 

Voraussetzung für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers – das Vorliegen eines 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und 

dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) – zutreffend dar. 

Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 

3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils des 

Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, je mit Hinweisen). Bei 

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physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung).

2.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlagegebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen bzw. beratender Ärzte und Ärztinnen der 

Versicherungen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen 

werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 

V 352 E. 3a und 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b). Auch eine 

ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend am 4. März und 27. Mai 

2014 durch den beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. F.___ (UV-act. G 3.5, G 

3.10) und am 2. Juli 2014 durch den Suva-Arzt Dr. H.___ (UV-act. G 3.11) erstellt 

wurden, sind nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, 

ob schon genügend Unterlagen von anderen persönlichen Untersuchungen vorliegen 

(RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

2.3   Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 

sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

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Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit 

Hinweisen).

2.4   Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt, wobei ein Rückfall einen 

besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 22 UVG darstellt (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Bei einem Rückfall handelt es sich um 

das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich 

geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

einer (weiteren) Arbeitsunfähigkeit kommt. Da der Rückfall begrifflich an ein 

bestehendes Unfallereignis anschliesst, kann er eine Leistungspflicht des (damals 

haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut 

vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 118 V 296 f. E. 2c).

2.5   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich 

um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier - 

anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter) 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

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mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A.P. 

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/ Basel/Genf 2012, S. 4, 79).

3.       

3.1   Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen die Leistungspflicht für das 

Unfallereignis vom 30. November 2012 anerkannt. Dr. D.___ hielt in seinem Bericht vom 

16. Januar 2013 fest, der Beschwerdeführer sei ab dem 14. Januar 2013 wieder voll 

arbeitsfähig und entsprechend sei zu diesem Zeitpunkt die Behandlung 

"voraussichtlich" abgeschlossen (UV-act. G 3.3). Ab 25. Juni 2013 sind erneut ärztliche 

Behandlungen bei Dr. D.___ wegen Schmerzen in der linken Hand bzw. deren Daumen 

aktenkundig (UV-act. 3.4). Grundsätzlich anerkannt ist sodann, dass der 

Beschwerdeführer laut eigenen Angaben am 29. Dezember 2013 einen weiteren Unfall 

mit Beeinträchtigung der linken Hand erlitten hat (UV-act. G 3.7), weswegen er ab 

19. Februar 2014 erneut Dr. D.___ konsultierte (UV-act. G 3.8). Anfechtungsgegenstand 

des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014, womit 

dem Beschwerdeführer eröffnet wurde, dass die Beschwerdegegnerin ab 14. Januar 

2013 keine Leistungen für die Unfälle vom 30. November 2012 und 29. Dezember 2013 

mehr erbringe (UV-act. G 3.12).

3.2   Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde vom 

11. September 2014 geltend, die Behandlung bei Dr. D.___ sei nach dem Unfall vom 

30. November 2012 bzw. auch nach dem 14. Januar 2013 nicht abgeschlossen 

gewesen. Entsprechend habe der Hausarzt damals von einem "voraussichtlichen" 

Behandlungsabschluss gesprochen (vgl. UV-act. G 3.3). Es habe nie 

Beschwerdefreiheit bestanden, weswegen der Beschwerdeführer sich dann auch 

tatsächlich im Juni 2013 erneut veranlasst gesehen habe, Dr. D.___ aufzusuchen (act. 

G 1). Aus diesem Sachverhalt leitet die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ab, 

dass nicht dieser, sondern die Beschwerdegegnerin die Beweislast für das 

überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der Unfallkausalität bezüglich der Hand- und 

Daumenbeschwerden links trage. Entgegen der Ansicht der Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers hält die Beschwerdegegnerin dieser Betrachtungsweise nichts 

entgegen. Auch sie stellt im angefochtenen Einspracheentscheid, in der diesem 

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zugrundeliegenden Verfügung vom 20. März 2014 (UV-act. G 3.6) und/oder in der 

Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2014 (act. G 3) wiederholt ein Erreichen des 

Status quo sine vel ante fest und verwendet den Begriff Leistungseinstellung, welche 

sie dann auch per 14. Januar 2013 vornahm. Dies weist darauf hin, dass die 

Beschwerdegegnerin grundsätzlich - wie die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

- einen weiteren Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab dem 14. Januar 2013 

unter dem Aspekt eines möglicherweise fortdauernden Grundfalls prüfte. Wie es sich 

letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. damit verhält, ob im vorliegenden Fall von 

einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, kann jedoch im 

Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen insofern offen bleiben, als sich die Frage, 

wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, erst stellt, wenn es sich 

als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b 

mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Wie zu zeigen sein wird, trifft dies 

vorliegend nicht zu. Die Frage nach dem Vorliegen von Brückensymptomen wird dabei 

ein mögliches Indiz für oder gegen das Vorhandensein einer natürlichen Kausalität 

zwischen den geklagten Beschwerden und den Unfällen bilden (vgl. nachfolgende 

Erwägung 4.3).

4.     

4.1   Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht per 14. Januar 2013 verneint, 

also auf einen Zeitpunkt, bevor der zweite Unfall überhaupt stattgefunden hat. Dies 

bedeutet, dass sie für den Unfall vom 29. Dezember 2013 nie Leistungen erbracht hat. 

Die Leistungseinstellung per 14. Januar 2013 bezieht sich demnach eigentlich auf den 

ersten Unfall vom 30. November 2012, womit zunächst zu prüfen ist, ob die 

Beschwerdegegnerin die für diesen Unfall ausgerichteten Leistungen per Datum der 

Leistungseinstellung zu Recht eingestellt hat. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die 

Beurteilungen von Dr. F.___ vom 4. März 2014 (UV-act. G 3.5) und Dr. H.___ vom 2. Juli 

2014 (UV-act. 3.11).

4.2   Dr. F.___ hält fest, dass bei Status nach Unfall vom 30. November 2012 gemäss 

Ergebnis der MRI-Untersuchung vom 21. Dezember 2012 (vgl. UV-act. G 3.2) keine 

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erhebliche traumatische Läsion vorhanden sei. Damals seien lediglich Bone bruises der 

Basis des Metacarpale I und des Os trapezium zur Darstellung gelangt. Solche 

Knochenkontusionen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit drei Monate nach 

einem Unfall als ausgeheilt zu betrachten. Ein allfälliger Rückfall könne nur akzeptiert 

werden, falls bei einer erneuten MRI-Untersuchung eindeutige posttraumatische 

Veränderungen nachweisbar seien. Man müsse dann jedoch die neuen MRI-Bilder mit 

den alten MRI-Bildern vergleichen (UV-act. G 3.5). Dr. H.___ bestätigt die Beurteilung 

von Dr. F.___. Er verweist auf die von Dr. D.___ rund drei Wochen nach dem Unfall vom 

30. November 2012 am 19. Dezember 2012 erstellten und von Dr. E.___ im Bericht vom 

12. März 2014 erwähnten Röntgenaufnahmen (vgl. UV-act. G 3.8b). Zu diesem 

Zeitpunkt sei radiologisch eine fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links beschrieben 

worden, die nicht in kurzer Zeit auftreten könne, sondern sich im Verlauf von vielen 

Jahren entwickle. Dr. E.___ vermute völlig korrekt einen weit früher zurückliegenden 

Unfall in frühester Jugend/Kindheit mit vermutlicher Ruptur des Ligamentum 

intermetacarpale als Ursache für die Arthrose (UV-act. G 3.11).

4.3   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Bei einer Arthrose handelt es sich zweifelsohne um ein klares 

organisches Substrat bzw. eine strukturelle Gesundheitsstörung, welche Beschwerden, 

insbesondere Schmerzen, zu verursachen vermag (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 ff.; Roche Lexikon 

Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 

264. Aufl. Berlin 2012, S. 172). Eine Arthrose stellt jedoch grundsätzlich ein 

krankheitsbedingtes Leiden bzw. eine degenerative Veränderung dar, die als 

unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer 

primären Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, auftritt (vgl. 

Debrunner, a.a.O, s. 580 f.; Pschyrembel, a.a.O., S. 172). Nachdem sich beim 

Beschwerdeführer bereits kurze Zeit nach dem Unfall eine fortgeschrittene Arthrose 

zeigte, erscheint die Beurteilung von Dr. F.___ und Dr. H.___, dass diese – wenn auch 

traumatisch bedingt – zumindest nicht durch den vorliegend streitigen Unfall vom 

30. November 2012 verursacht wurde, ohne Weiteres schlüssig und überzeugend. Es 

erscheint nachvollziehbar, dass der Zeitraum von rund drei Wochen zwischen dem 

fraglichen Unfall und der MRI-Untersuchung vom 21. Dezember 2012 für die Bildung 

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der konkret fortgeschrittenen Arthrose nicht genügte. Als unbestrittene Unfallläsionen 

verbleiben damit die radiologisch nachgewiesenen Bone bruises, bezüglich welcher Dr. 

F.___ und Dr. H.___ von einer dreimonatigen Heilungsdauer ausgehen. Dass sich die 

beiden Ärzte nur auf den MRI-Befundbericht stützen, nicht jedoch auf das MRI selbst, 

ist nicht zu beanstanden, bleibt doch das korrekte Lesen der Bilder ohnehin 

grundsätzlich den darauf spezialisierten Radiologen und Radiologinnen vorbehalten. 

Die geschätzte Heilungsdauer von drei Monaten basiert auf der medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Prellungen (Kontusionen) ohne strukturelle Schädigung der 

Gelenke und Knochen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit 

verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Medizinische Erfahrungssätze 

beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich in ihrer 

konkreten Ausprägung gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist 

grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich als solche präsentieren. Im 

vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Vielmehr stimmt 

der in den Akten dokumentierte ärztliche Behandlungsablauf ohne Weiteres mit der 

medizinischen Erfahrungstatsache überein. Dr. D.___ hielt im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 21. Februar 2014 fest, dass sich bis Mitte Januar 2013 eine 

deutliche Besserung ergeben habe (UV-act. G 3.4). Zuvor hatte er im Arztzeugnis UVG 

vom 16. Januar 2013 einen Behandlungsabschluss per 14. Januar 2013 notiert (UV-act. 

3.3). Der Umstand, dass Dr. D.___ diesem die Formulierung "voraussichtlich" 

hinzufügte, vermag nichts daran zu ändern, dass eine nächste ärztliche Behandlung 

erst wieder am 25. Juni 2013 dokumentiert ist und der Beschwerdeführer nach einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 14. Januar 2013 wieder voll arbeitete. Die von der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachten Brückensymptome sind 

damit nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Im Übrigen wies der Beschwerdeführer in 

der Einsprache - den beschwerdeweise geltend gemachten Brückensymptomen 

ebenfalls widersprechend - darauf hin, dass er vier Monate schmerzfrei gewesen sei. 

Angesichts der dargelegten medizinischen Erfahrungstatsache ist sodann anzufügen, 

dass plötzlich massgebend verschlimmerte Beschwerden rund fünf Monate nach einer 

letzten ärztlichen Konsultation nicht überwiegend wahrscheinlich den ursprünglichen 

Unfallfolgen zugeordnet werden können. Dass sich eine versicherte Person bei 

fortdauernden Beschwerden während fünf Monaten nicht wieder in ärztliche 

Behandlung begibt, erscheint ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies vor 

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allem auch angesichts der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Physiotherapeut.

4.4   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die Beurteilung von Dr. F.___ und Dr. 

H.___, wonach drei Monate nach einem Unfall mit Knochenkontusionen von einer 

Heilung auszugehen sei, abgestellt werden kann. Angesichts der konkreten Aktenlage 

liegen keine überzeugenden Hinweise dafür vor, dass der Sturz vom 30. November 

2012 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit für die ärztlichen 

Behandlungen bei Dr. D.___ ab 25. Juni 2013 (d.h. also auch die Kortisoninjektion vom 

Oktober 2013) ursächlich wäre. Der Status quo sine vel ante betreffend den Unfall vom 

30. November 2012 ist damit überwiegend wahrscheinlich per 14. Januar 2013, d.h. 

der vormals letzten Behandlung bei Dr. D.___, anzunehmen.

5.     

5.1   Wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen, begründet der Unfall vom 29. 

Dezember 2013 keine länger dauernde bzw. erneute Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin.

5.2    

5.2.1         Nach einer Behandlung durch Dr. D.___ am 19. Februar 2014 wurde der 

Beschwerdeführer von seinem Hausarzt an Dr. E.___ überwiesen (vgl. UV-act. 3.4). 

Dieser wies im Anschluss an seine Untersuchung vom 11. März 2014 im 

Untersuchungsbericht vom 12. März 2014 auf eine nicht durch den Unfall 

hervorgerufene, jedoch posttraumatisch akzentuierte, fortgeschrittene 

Peritrapezialarthrose der linken Hand hin (UV-act. 3.8b). Anschliessend folgte eine 

hausärztliche Überweisung an Dr. G.___ (vgl. UV-act. 3.8). Wie Dr. E.___ geht auch 

dieser in seiner Beurteilung vom 6. Mai 2014 von einer Exazerbation der Schmerzen im 

Daumen durch den Sturz vom 29. Dezember 2013 auf der Basis der radiologisch 

ausgewiesenen fortgeschrittenen Rhizarthrose links und STT Arthrose links aus (UV-

act. 3.9a). Dr. F.___ schliesst sich diesem medizinischen Vorgang in seiner Beurteilung 

vom 27. Mai 2014 an (UV-act. G 3.10). Ein neue, durch den Unfall vom 29. Dezember 

2013 erlittene strukturelle Läsion wird in den medizinischen Akten, auch wenn keine 

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neue radiologische Untersuchung mehr erfolgt ist, nirgends thematisiert und wurde 

offensichtlich aufgrund der klinischen Untersuchungsergebnisse nicht in Erwägung 

gezogen. Dr. E.___ und Dr. G.___ zeigen somit übereinstimmend auf, dass mit der 

Arthrose ein Vorzustand vorliegt, der durch den Unfall vom 29. Dezember 2013 zu 

arthrotischen Schmerzen oder zu einer Verschlimmerung derselben geführt hat. Ein 

Vorzustand kann durch einen Unfall richtungsgebend oder nur ausgelöst oder 

vorübergehend verschlimmert werden. In letzterem Fall übernimmt die 

Unfallversicherung jedoch nur den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen).

5.2.2         Dr. H.___ legt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 2. Juli 2014 dar, dass 

nach erneuter Verletzung beim Unfall vom 29. Dezember 2013 keine sofortige ärztliche 

Vorstellung erforderlich gewesen sei und der Beschwerdeführer auch weiterhin als 

Physiotherapeut gearbeitet habe. Es habe wohl auch keine Teilarbeitsunfähigkeit 

bestanden. Bei einem blanden Unfallereignis, welches es dem Beschwerdeführer 

ermögliche, weiterhin als Physiotherapeut tätig zu sein und wobei auf eine ärztliche 

Vorstellung verzichtet werde, dürfe kaum eine richtungsgebende Verschlimmerung 

angenommen werden. Mit dem Prinzip der überwiegenden Wahrscheinlichkeit könne 

eine traumatische, richtungsgebende Veränderung des doch massiven Vorzustands 

nicht begründet werden. Hier bestehe allenfalls die Möglichkeit einer zeitlich limitierten 

Verschlechterung durch das Unfallereignis von wenigen Wochen Dauer. Für die 

überwiegend wahrscheinliche Kausalität länger als maximal sechs Wochen 

andauernden Beschwerden hätte sicherlich eine zeitnahe ärztliche Behandlung und 

eine zeitnah zum Unfallereignis eingetretene Arbeitsunfähigkeit vorliegen müssen (UV-

act. G 3.11).

5.2.3         Die Darlegungen von Dr. H.___ zur Verneinung einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung überzeugen ohne weiteres. In den medizinischen Akten ist nach dem 

Unfall vom 29. Dezember 2013 erst nach einer längeren Latenzzeit, nämlich am 19. 

Februar 2014, eine ärztliche Behandlung bei Dr. D.___ dokumentiert. Eine 

Arbeitsunfähigkeit wurde dem Beschwerdeführer, wie von Dr. H.___ festgehalten, 

gemäss Akten nicht attestiert (UV-act. G 3.8). Zwar mag in diesen beiden 

Sachverhalten keine eigentliche medizinische Aussage erblickt werden, doch ist das 

subjektive Empfinden betreffend den Entscheid, wann nach einem Unfall ein Arzt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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aufgesucht wird, durchaus ein gewichtiges Beurteilungskriterium bezüglich der 

Schwere von Unfallfolgen. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer 

wegen Betriebsferien keinen Anlass gehabt haben soll, sich arbeitsunfähig schreiben 

zu lassen. Die Betriebsferien waren angeblich am 5. Januar 2014 zu Ende (vgl. act. G 1 

Ziff. 19), womit besonders bei einem auf beide Hände angewiesenen 

Physiotherapeuten ein Zuwarten einer ärztlichen Behandlung bis 19. Februar 2014 bei 

Vorliegen einer massgeblichen Verletzung unwahrscheinlich erscheint.

5.2.4         Angesichts des Unfallmechanismus (Sturz beim Snowboarden mit 

anschliessend anhaltender Schmerzhaftigkeit im linken Daumen [UV-act. G 3.8]), der 

offensichtlich fehlenden strukturellen Unfallläsionen sowie der fehlenden Hinweise für 

eine richtungsgebende Verschlimmerung ist mithin auch in Bezug auf den Unfall vom 

29. Dezember 2013 von einer blossen Prellung mit einer normalerweise innert kurzen 

Frist eintretenden Heilung auszugehen (vgl. medizinische Erfahrungstatsache in 

Erwägung 4.3). Dr. H.___ nimmt, wie gesagt, eine Heilungsdauer von maximal 6 

Wochen an. Auch hierzu überzeugt sein Hinweis auf die bedeutenden Umstände der 

erstmaligen Behandlung durch Dr. D.___ am 19. Februar 2014 sowie der fehlenden 

Arbeitsunfähigkeit als Physiotherapeut nach dem fraglichen Ereignis (vgl. Erwägung 

5.2.3). Ein längerer Kausalzusammenhang hätte zumindest eine unmittelbarere ärztliche 

Behandlung zur Folge haben müssen. Im konkreten Fall wird dieser Sachverhalt jedoch 

vielmehr durch die fortdauernde, ebenfalls gegen eine länger dauernde Heilungsdauer 

sprechende Arbeitsfähigkeit ergänzt.

5.3   Für eine vorübergehende Verschlimmerung von maximal 6 Wochen, d.h. bis ca. 

8. Februar 2014, fällt nun aber eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin insofern 

ausser Betracht, als der Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum weder eine 

Heilbehandlung in Anspruch nahm noch arbeitsunfähig war. Die Beschwerdegegnerin 

hat ihre Leistungen somit auch angesichts des Unfalls vom 29. Dezember 2013 zu 

Recht per 14. Januar 2013 eingestellt.

6.    

Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 ist somit 

abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 01.10.2015
	Art. 6 UVG: Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem ersten Sturz und den Beschwerden nach einem zweiten Sturz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom1. Oktober 2015, UV 2014/69).Entscheid vom 1. Oktober 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Andrea WepferGeschäftsnr.UV 2014/69ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Brack & Partner AG, Werftestrasse 2, 6005 Luzern,gegenVaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

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