# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bebd0189-34de-5754-b10b-b884eea687d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.06.2008 D-3609/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3609-2008_2008-06-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3609/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid,
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...), unbekannter Herkunft,
alias A._______, geboren (...), Armenien,
alias A._______, geboren (...), unbekannter Herkunft, 
alias A._______, geboren (...), Türkei,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 2. Juni 2008 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3609/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  10.  April 
2008 aus Serbien ausreiste und am 13. April 2008 in der Schweiz um 
Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung vom 23. Ap-
ril  2008 im (...)  sowie der direkten Anhörung vom 7. Mai 2008 durch 
das  BFM  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen 
geltend machte, er sei ein aus (...) stammender Armenier und im Alter 
von zwei Jahren mit seinen Eltern nach Istanbul gelangt,

dass er mit seinen Eltern zu einem späteren Zeitpunkt in einem Dorf 
(...) im (türkischen) Kurdengebiet gelebt habe, dort allerdings nicht zur 
Schule gegangen sei, sondern sich alles selbst beigebracht habe,

dass ihn seine Eltern im Alter von zehn oder zwölf Jahren nach dem 
am Mittelmeer gelegenen (...) geschickt hätten, um dort in einem Hotel 
zu arbeiten,

dass er in der Türkei unter falscher Identität und mit einer gefälschten 
Identitätskarte gelebt habe, bis er im Jahre 1997 aus der Türkei aus-
gereist sei und sich nach Belgrad begeben habe, wo er weiterhin unter 
demselben falschen Namen wie in der Türkei gelebt und vorgängig in 
Istanbul  einen entsprechend gefälschten deutschen Reisepass käuf-
lich erworben habe,

dass er die beiden gefälschten Identitätspapiere anlässlich der Ausrei-
se aus der Türkei beziehungsweise aus Serbien zerstört habe,

dass er vom Jahre 1984 bis ungefähr 20 Tage vor seiner Abreise aus 
Belgrad vom Geheimdienst und der Polizei verfolgt worden sei, weil er 
die kurdische Arbeiterpartei (PKK) unterstützt habe,

dass ihm in (der Türkei) Polizei und Geheimdienst das Essen und die 
Getränke mit sexuell stimulierenden Drogen versetzt und ihn dadurch 
genötigt  hätten,  mehrmals  täglich  zu  masturbieren,  was ihn  um den 
Verstand gebracht habe,

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dass ihn im Jahre 1995 Polizisten in der Nähe von Antalya als armeni-
schen Bastard beschimpft,  festgenommen, während zweier  Tage ge-
schlagen und aufgefordert hätten, die Türkei zu verlassen,

dass er nach seiner Flucht nach Serbien von den Behörden in gleicher 
Weise  verfolgt  worden  sei,  ausserdem  sei  er  dort  von  türkischen 
Flüchtlingen beschimpft und der Homosexualität bezichtigt worden,

dass ein Türke sogar versucht habe, mit ihm zu schlafen,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. April  2008 aufge-
fordert wurde, innert 48 Stunden rechtsgenügliche Reise- oder Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  drei  Briefe  zu  den  Akten  reichte:  einen 
Brief über den Imperialismus, einen Brief betreffend Probleme mit an-
deren Asylgesuchstellern sowie einen Brief über die Verfolgung durch 
den Geheimdienst,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Juni 2008 – eröffnet am gleichen 
Tag –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur  Begründung im Wesentlichen anführte,  trotz  ent-
sprechender Aufforderung habe der Beschwerdeführer  innerhalb von 
48 Stunden  nach Einreichung des Asylgesuchs keine rechtsgenügli-
chen Reise- oder Identitätspapiere zu den Akten gegeben,

dass  aufgrund  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  keine  ent-
schuldbaren Gründe erkennbar seien,  die es ihm verunmöglicht  hät-
ten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien,

dass nämlich die Vorbringen des Beschwerdeführers zu derart absur-
den Repressionsmitteln und -methoden türkischer Behörden wie den 

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Sex-Drogen  offensichtlich  unglaubhaft  seien  und  der  allgemeinen 
Erfahrung widersprächen,

dass angesichts der erklärtermassen marginalen Dienstleistungen, die 
der Beschwerdeführer - als Nichtmitglied - für die PKK verrichtet habe, 
kein  Motiv  für  die  Sanktionen  seitens  der  Behörden  erkennbar  sei, 
schon gar nicht für solche in der vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Art,

dass  die  vom Beschwerdeführer  eingereichten Beweismittel  nicht  zu 
einer veränderten Betrachtungsweise zu führen vermöchten, da ihnen 
keinerlei  Beweiswert  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Vorbringen 
zukomme,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juni 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  sinngemäss  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und 
Rückweisung an die Vorinstanz zu neuem Entscheid beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  - 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Empfangszentrum  (...)  am  23.  April  2008  protokollierten  Aussagen 
sowie auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 7. Mai 2008 
zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen 
Bruchstücke des geltend gemachten Sachverhalts wiederholt und sinn-
gemäss beantragt, er wolle zum angefochtenen Entscheid vor Bundes-
verwaltungsgericht angehört werden,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer bereits anlässlich der Kurzbefragung vom 
23. April  2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...)  alles daran 
setzte,  seine  wahre  Herkunft  zu  verschleiern,  verheimlichte  er  doch 
den  schweizerischen  Behörden  sogar  die  Bekanntgabe  seiner 
Muttersprache  und  machte  sinngemäss  geltend,  Englisch  sei  seine 
Muttersprache, und er habe sie sich selber beigebracht (A1 S. 4),

dass seine Behauptung, er habe seinen Pass mit Freude und Genuss 
zerstört (A1 S. 3), im Zusammenhang mit der Verheimlichung der Iden-
tität zu sehen ist, weshalb die Gründe für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren nicht entschuldbar sind,

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dass in der Beschwerde, die sich nicht konkret mit den zentralen Erwä-
gungen  der  Vorinstanz  zur  Papierlosigkeit  auseinandersetzt,  nichts 
glaubhaft geltend gemacht wird, was diesbezüglich allenfalls nachträg-
lich zu einer anderen Beurteilung führen könnte,

dass aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender Doku-
mente die Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Sanktionierung seines 
angeblichen Engagements für die PKK offensichtlich wirklichkeitsfremd 
ausgefallen sind,  weshalb  sich  der  Schluss aufdrängt,  er  konnte  bei 
seinen  Schilderungen  nicht  auf  Erinnerungen  an  tatsächliche  Bege-
benheiten zurückgreifen,

dass er in der Rechtsmitteleingabe keine stichhaltigen Argumente vor-
bringt, welche die überzeugenden Erwägungen in der vorinstanzlichen 
Verfügung zur Frage der Flüchtlingseigenschaft  in Zweifel zu ziehen, 
geschweige denn zu entkräften vermögen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 7. Mai 2008 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offen-
kundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Weg-
weisung  keine  Hindernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass bei  dieser Sachlage das Gesuch um nochmalige Anhörung vor 
Bundesverwaltungsgericht abzuweisen ist,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist, zumal, wie sich im Folgenden zeigen wird, auch 
keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20),  diese  Untersuchungspflicht  jedoch  nach  Treu und  Glauben 
ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden findet (Art. 8 
AsylG), welcher auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und 
es deshalb nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu for-
schen,

dass - wie oben erwähnt und von der Vorinstanz zutreffend festgestellt 
- die Angaben des Beschwerdeführers zur Herkunft es nicht erlauben, 
in casu von einer bestimmten Staatsangehörigkeit auszugehen,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung der wahren Identität  zu tragen 
hat,  indem vermutungsweise davon auszugehen ist,  es würden einer 
Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine landes- oder völ-
kerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG 
i.V.m. Art.  83  Abs.  1  AuG entgegenstehen  (vgl.  auch  EMARK  2005 
Nr. 1 E. 3.2.2, S. 5 f.,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserhebli-
chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unange-
messen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N , mit der Bitte um 
Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung 
der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesver-
waltungsgericht)

- (...) (per Telefax)

Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand:

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