# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb8103a7-5aee-588b-bf4a-d8550c1dbf8e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.02.2025 SB240006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240006_2025-02-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240006-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und 

lic. iur. B. Amacker sowie der Gerichtsschreiber MLaw W. Dharshing

Urteil vom 3. Februar 2025

in Sachen

A._____, 
Privatklägerin und Berufungsklägerin

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

sowie

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,
Anklägerin

gegen

B._____, 
Beschuldigte und Berufungsbeklagte

betreffend Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht, 
vom 4. Mai 2023 (GG220038)

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Anklage

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 24. November 

2022 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 46).

Urteil der Vorinstanz
(Urk. 62 S. 31 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte ist schuldig der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB.

2. Vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB wird die Beschul-

digte freigesprochen.

3. Von einer Bestrafung hinsichtlich des Schuldspruchs gemäss Dispositivziffer 1 wird 

Umgang genommen bzw. wird die Beschuldigte von Strafe befreit (Art. 177 Abs. 3 

StGB).

4. Die Zivilklage der Privatklägerin wird abgewiesen.

5. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als unent-

geltlicher Rechtsvertreter der Privatklägerin mit Fr. 9'747.70 (Betrag enthält Mehr-

wertsteuern und Auslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 2'400.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.–   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 2'505.70   Auslagen Untersuchung (Gutachten)

Fr. 50.–   Zeugenentschädigung

Fr. 9'747.70   unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin

Verlangt keine der Parteien eine Begründung, ermässigt sich die Entscheidgebühr 

um einen Drittel. Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

7. a) Die Kosten der Untersuchung sowie die Hälfte der Kosten des gerichtlichen 

Verfahrens, ausser diejenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläge-

rin, werden der Beschuldigten zur Hälfte auferlegt.

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b) Die zweite Hälfte der Kosten des gerichtlichen Verfahrens werden der Privat-

klägerin auferlegt, jedoch zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Rechts-

pflege unter Vorbehalt einer Nachforderung einstweilen auf die Staatskasse 

genommen (Art. 135 Abs. 4 StPO analog).

c) Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin sowie die verblei-

benden Kosten von einem Zweitel (1/2) werden auf die Staatskasse genom-

men.

d) Hinsichtlich der Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin bleibt 

eine Nachforderung des in Dispositivziffer 5 festgesetzten Honorars bei der 

Privatklägerin vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO analog).

8. (Mitteilungssatz)

9. (Rechtsmittel).

Berufungsanträge:

Der Vertretung der Privatklägerin:

(Urk. 64 S. 1 f.; Urk. 79 S. 1 f.)

1. Die Beschuldigte sei der vorsätzlichen schweren Körperverletzung i.S.v. 

Art. 122 Abs. 3 aStGB sowie des Hausfriedensbruchs i.S.v. Art. 186 

StGB, eventualiter der vorsätzlich einfachen Körperverletzung i.S.v. 

Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1aStGB und der fahrlässig schweren Körperver-

letzung i.S.v. Art. 125 Abs. 2 StGB sowie des Hausfriedensbruchs i.S.v. 

Art. 186 StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen.

2. Die Beschuldigte sei zu verpflichten, der Geschädigten als Genugtuung 

Fr. 20'000.– zuzüglich Zins von 5 % seit dem 1. Dezember 2018 zu ent-

richten.

3. Die Beschuldigte sei zu verpflichten, der Geschädigten einen bis zur 

Pensionierung am 1.5.2028 auflaufenden Schadenersatz in der Höhe 

von CHF 341'334.– zu bezahlen. 

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Eventualiter sei die Beschuldigte zu verpflichten, einen bis 30.4.23 auf-

gelaufenen Schadenersatz in der Höhe von CHF 167'507.– zu bezahlen.

Es sei zusätzlich festzustellen, dass die Beschuldigte für weiteren Scha-

denersatz herrührend aus dem Ereignis vom 1.12.18 schadenersatz-

pflichtig ist.

4. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens inkl. diejenigen der unent-

geltlichen Privatklägervertretung seien der Beschuldigten aufzuerlegen, 

eventualiter vollumfänglich von der Staatskasse zu übernehmen.

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich der Beschul-

digten aufzuerlegen.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem angefoch-

tenen Entscheid (Urk. 62 S. 4 E. I.). Die Beschuldigte wurde von der Vorinstanz am 

4. Mai 2023 gemäss dem vorab wiederholten Urteilsdispositiv teilweise schuldig 

gesprochen, wobei von einer Strafe Umgang genommen bzw. die Beschuldigte von 

Strafe befreit wurde (a.a.O., S. 31 ff.). Innert Frist liess die Privatklägerin Berufung 

anmelden und erklären (Urk. 58 und 64; vgl. dazu auch Urk. 61/3). Mit Verfügung 

vom 24. Januar 2024 ging die Berufungserklärung an die Beschuldigte und die 

Staatsanwaltschaft und wurde diesen Frist angesetzt, um zu erklären, ob 

Anschlussberufung erhoben wird, oder um begründet ein Nichteintreten auf die 

Berufung zu beantragen. Weiter wurde der Privatklägerin Frist angesetzt, im 

Hinblick auf ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ihre aktuellen finanziellen 

Verhältnisse darzulegen. Schliesslich wurde die Beschuldigte aufgefordert, dem 

Gericht diverse Unterlagen zu ihren finanziellen Verhältnissen zukommen zu 

lassen, wobei sie auf ihr Recht, die Aussage zu verweigern bzw. die angeforderten 

Unterlagen nicht einzureichen, hingewiesen wurde (Urk. 65). Mit Eingabe vom 

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5. Februar 2024 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung und 

beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 67). Mit Eingabe vom 

7. Februar 2024 liess die Privatklägerin diverse Unterlagen zu ihren finanziellen 

Verhältnissen einreichen (Urk. 68 und 69/1-6). Die Beschuldigte liess sich innert 

Frist nicht vernehmen. Mit Verfügung vom 23. Februar 2024 wurde der Privat-

klägerin für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und 

in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand 

bestellt (Urk. 70). 

Am 3. Februar 2025 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher die Beschul-

digte erschien sowie die Privatklägerin mit ihrem Vertreter Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____ (Prot. II S. 3). 

2. Umfang der Berufung

Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 5 und 6 des vorinstanzlichen Urteils, 

in welchem Umfang dieses in Rechtskraft erwuchs, was mit Beschluss festzuhalten 

ist. Im übrigen Umfang steht der Entscheid zur Disposition. Das Verschlechterungs-

verbot gilt nicht (Art. 391 Abs. 2 StPO). Entgegen der Ansicht der Privatklägerschaft 

(Urk. 79 S. 2) hat das Verbot der Abänderung zum Nachteil der Privatklägerschaft 

gemäss Art. 391 Abs. 3 StPO nur Geltung bezüglich des Zivilpunkts. Mithin darf 

das Urteil im Schuldpunkt zum Vorteil der beschuldigten Person abgeändert 

werden, selbst wenn nur die Privatklägerschaft Berufung erhebt.

3. Prozessuales

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhal-

tes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwen-

dung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung 

findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus-

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drücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand aus-

einandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivationsaufwand 

kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der 

Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde 

(BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; BGer 6B_689/2019 

vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).

II. Schuldpunkt

1. Ausgangslage und Anklagevorwurf

1.1. Die Beschuldigte war seit ca. Mitte Oktober 2018 Untermieterin der Privat-

klägerin und kündigte das Mietverhältnis aufgrund von Meinungsverschiedenheiten 

am 18. November 2018 fristlos. Als sie am 1. Dezember 2018 bei der Privatklägerin 

ihre Sachen abholen sollte, eskalierte die Situation und es kam zu einer tätlichen 

Auseinandersetzung, was schliesslich zur vorliegenden Anklage führte. Weiteres 

zur Vorgeschichte kann den Ausführungen der Vorinstanz dazu (Urk. 62 S. 4 f. 

E. II.1., unter Hinweis auf die Akten) entnommen werden.

1.2. Der Beschuldigten wird zunächst vorgeworfen, sie habe am 1. Dezember 

2018 um ca. 12:00 Uhr das Haus der Privatklägerin betreten, obwohl ihr dies von 

dieser sowohl im Vorfeld mittels SMS Nachricht – wovon die Beschuldigte Kenntnis 

genommen habe – sowie vor Ort mündlich verboten worden sei. Zudem habe sie 

im Anschluss trotz mehrmaliger Aufforderung der Privatklägerin das Haus nicht 

verlassen. Dabei habe die Beschuldigte gewusst, dass sie das Haus nicht hätte 

betreten dürfen bzw. hätte verlassen müssen, zumal ihr dies von der Privatklägerin 

mitgeteilt worden sei, sie habe das Haus aber dennoch betreten wollen (Haus-

friedensbruch). Sodann wird der Beschuldigten vorgeworfen, sie habe in der Folge 

anlässlich einer Auseinandersetzung mit der Privatklägerin diese mehrmals mit den 

Fäusten geschlagen und sie nahe an der Kopfhaut am hinteren Teil ihres Kopfes 

an den offen getragenen Haaren gepackt und sie ruckartig und seitlich daran 

gezogen, sodass der Kopf der Privatklägerin zur Seite gezogen worden sei. Infol-

gedessen habe diese den Stand verloren und sei seitlich nach vorne zu Boden 

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gestürzt, wobei sie sich noch an einer Matratze habe abstützen können und 

schliesslich mit den Händen auf dem Boden aufgetroffen sei. Daraus sei ein Hals-

wirbelsäulen-Schleudertrauma resultiert, das eine Arbeitsunfähigkeit vom 

1. Dezember 2018 bis zum 31. März 2019 zu 100% sowie vom 1. April 2019 bis 

zum 31. Mai 2019 zu 50% zur Folge gehabt habe. Ausserdem habe die Privat-

klägerin eine Anpassungsstörung mit Störung von anderen Gefühlen und eige-

nanamnestisch eine Posttraumatische Belastungsstörung erlitten, welche die 

Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung nach sich gezogen habe. 

Dabei habe die Beschuldigte zumindest damit rechnen müssen, durch das ruckar-

tige Ziehen an den Haaren der Privatklägerin bei dieser ein HWS-Schleudertrauma 

hervorzurufen sowie bei ihr psychische Beschwerden auszulösen und dies durch 

ihr Handeln auch in Kauf genommen (Körperverletzung). Eventualiter wird der 

Beschuldigten vorgeworfen, das Haarereissen habe einen unzulässigen Eingriff in 

die körperliche Integrität dargestellt, wobei für die Beschuldigte zumindest in den 

wesentlichen Zügen vorhersehbar gewesen sei, dass das Reissen an den Haaren 

bei der Privatklägerin ein HWS-Schleudertrauma hervorrufen sowie bei ihr psychi-

sche Beschwerden auslösen könnte, was sie auch hätte vermeiden können, indem 

sie sie nicht an den Haaren gerissen hätte (Fahrlässige Körperverletzung).

1.3. Die Vorinstanz sprach die Beschuldigte vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs 

im Sinne von Art. 186 StGB frei. In Bezug auf den eingeklagten Vorwurf der einfa-

chen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB bzw. den im Eventual-

standpunkt eingeklagten Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von 

Art. 125 Abs. 1 StGB sprach die Vorinstanz die Beschuldigte der Tätlichkeit im 

Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB schuldig, nahm jedoch in Anwendung von Art. 177 

Abs. 3 StGB von einer Bestrafung Umgang bzw. befreite die Beschuldigte von 

Strafe. Die Privatklägerin beantragt mindestens im Umfang der Anklage einen 

Schuldspruch. Die Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

2. Allgemeines zur Sachverhaltserstellung

Die Vorinstanz machte zutreffende allgemeine Ausführungen zur Sachverhaltser-

stellung (Urk. 62 S. 10 f. E. III.4.3. f.), darauf kann verwiesen werden. Ergänzend 

dazu ist in diesem Zusammenhang einmal mehr zu betonen, dass es der Staat ist, 

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der einer Beschuldigten die ihr angelastete Täterschaft hinsichtlich der ihr vorge-

worfenen Delikte rechtsgenügend nachweisen können muss bzw. es Aufgabe des 

Staates ist, der Beschuldigten alle eine Strafbarkeit begründenden Umstände 

– sowohl den äusseren als auch den inneren Sachverhalt betreffend – mittels 

tauglicher Beweismittel nachzuweisen und es eben gerade nicht Sache der 

Beschuldigten ist, nachzuweisen, dass sie die Tat nicht begangen hat. Stehen sich 

– wie vorliegend – gegensätzliche Aussagen gegenüber ("Aussage gegen Aus-

sage"-Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussagen anhand weiterer 

(objektiver) Beweismittel als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, so 

hat nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" ein Freispruch zu erfolgen. Mit anderen 

Worten bedingt ein Schuldspruch, dass die entscheidenden belastenden Aussagen 

glaubhaft und im Ergebnis überzeugender sind als die der bestreitenden Beschul-

digten. 

3. Hausfriedensbruch

3.1. Die Vorinstanz machte ausführliche und zutreffende Ausführungen zu den 

rechtlichen Grundlagen des eingeklagten Straftatbestandes (Urk. 62 S. 6 ff. 

E. III. 2., 3.2., 5. und 6.2.), diese können ergänzungslos übernommen werden.

3.2. Die Beschuldigte räumte durchgehend ein, sich im eingeklagten Zeitpunkt im 

Hauseingang der Privatklägerin befunden zu haben, um ihre noch dort verbliebene 

Habe zu zügeln (vgl. dazu bereits vorne unter E. II.1.1. bzw. Urk. 62 S. 4 f. E. II.1. 

sowie S. 7 E. III.3.1., unter Hinweis auf die Akten). Zu prüfen ist, ob sie sich dabei 

des Hausfriedensbruchs schuldig machte. Die Privatklägerin machte in diesem 

Zusammenhang geltend, sie habe der Beschuldigten mit ihrer SMS vom 

30. November 2018 (Urk. 2/4) untersagt, das Haus je wieder zu betreten (vgl. dazu 

Urk. 62 S. 7 E. III.3.1., unter Hinweis auf die Akten).

3.3. Die Vorinstanz erwog hierzu, richtig sei, dass die Privatklägerin in der frag-

lichen Nachricht unter anderem festhielt "so eine Person wie du lasse ich sicherlich 

nicht mehr in mein Haus". Für sich allein betrachtet enthalte diese Erklärung ein 

Hausverbot. Diese rein isolierte Betrachtung des Wortlauts blende jedoch den 

Kontext der Nachricht aus. Die Aussage sei aus Verletzung und Ärger über die 

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unter anderem vorangegangene sinngemässe Titulierung der Privatklägerin als 

"moderne Sklavenhalterin" im Rahmen einer wutentbrannten Tirade gegen die 

Beschuldigte erfolgt. Mit Fug lasse sich in diesem Zusammenhang bei einer objek-

tiven Betrachtung fragen, ob die Privatklägerin ihre Aussagen in diesem augen-

scheinlich hochemotionalen Moment ernst gemeint habe, was jedoch offenbleiben 

könne. Denn selbst wenn es sich so verhielte, so habe sie dem Hausverbot unmit-

telbar die Aussage angehängt, "wenn du ja um 12 Uhr kommst steht es draussen 

parat um nur noch einzuladen". Die Privatklägerin habe, wie sie später auch 

ausgesagt habe, offenbar geplant gehabt, die Habe der Beschuldigten vor ihrem 

Erscheinen vor der Haustüre zu platzieren und sie ihr dort und damit ausserhalb 

des von Art. 186 StGB erfassten Hausrechts zu übergeben. Das SMS-Hausverbot 

habe unter dieser Voraussetzung gestanden und könne nur so verstanden werden. 

Tatsächlich habe sich die Situation im Abholzeitpunkt aber anders präsentiert. Die 

Habe der Beschuldigten habe sich noch im Hauseingang befunden, da sie zum 

Schutz vor Regen dort und eben nicht draussen abgestellt worden sei. Diesen Fall 

erfasse das SMS-Hausverbot nicht, da dieses wie gezeigt unter der Prämisse 

gestanden habe, dass die Habe im Abholzeitpunkt vor der Haustüre abgestellt und 

übergeben werde. Damit könne sich die Privatklägerin nicht auf die fragliche SMS-

Nachricht berufen, um den angeblichen Hausfriedensbruch zu begründen (Urk. 62 

S. 8 f. E. III.3.3., unter Hinweis auf die Akten). Diese im Einklang mit den Akten 

stehenden Erwägungen der Vorinstanz sind zutreffend und können übernommen 

werden. Ganz offensichtlich ging die Privatklägerin bei ihrer SMS-Nachricht vom 

Vortag davon aus, die Sachen der Privatklägerin würden am Folgetag vor ihrem 

Haus stehen, was dann aber nicht der Fall war. Da sich die Situation am Ereignistag 

wesentlich geändert hatte und es der Privatklägerin eben gerade nicht möglich war, 

wie ursprünglich geplant ihre Habe vor dem Haus der Privatklägerin abzuholen, 

wäre ein allfälliges SMS-"Hausverbot" – wenn es denn überhaupt als solches 

verstanden werden konnte – in diesem Zeitpunkt entgegen der Ansicht der Privat-

klägerschaft (vgl. Urk. 79 S. 5) überholt und konnte eine allfällig ihm ursprünglich 

zugedachte Wirkung nicht entfalten.

3.4. Die Anklage wirft der Beschuldigten weiter vor, sie habe das Haus der Privat-

klägerin betreten, obwohl sie ihr dies nicht nur im Vorfeld per SMS, sondern auch 

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"vor Ort mündlich" verboten habe. Genau dies warf die Privatklägerin der Beschul-

digten in ihren Aussagen mehrfach vor: So habe die Beschuldigte [zusammenge-

fasst] am 1. Dezember 2018 an der Haustüre geläutet, worauf sie, die Privatkläge-

rin, die Türe einen Spalt weit aufgemacht habe. Ursprünglich habe sie die Beschul-

digte nicht hereinlassen wollen. Diese sei dann aber einfach unaufgefordert in die 

Wohnung eingetreten bzw. hereingetrampt bzw. habe die Türe aufgestossen und 

sei einfach hineingelaufen. Dabei habe die Privatklägerin ihr vor Ort gesagt, dass 

sie nicht hineindürfe. Die Privatklägerin sei eben davon ausgegangen bzw. habe 

damit gerechnet, dass die Beschuldigte mit einem Lieferwagen und zwei Zügel-

männern kommen werde, die die Sachen mitnähmen. So habe sie es auch beim 

Einzug gemacht. Als die Beschuldigte dann im Haus gewesen sei, habe sie sie 

höflich darum gebeten, das Haus wieder zu verlassen. Damit die Situation nicht 

eskaliert, habe es die Privatklägerin dann doch zugelassen, dass die Beschuldigte 

ein paar Kisten rausträgt. Zurück im Hauseingang habe die Beschuldigte dann auch 

begonnen, in den Kisten zu wühlen. Ab einer Wolldecke, in welche die Sachen der 

Beschuldigten unter anderem eingewickelt waren und die ihr nicht gehörte, sei die 

Situation dann eskaliert. Die Privatklägerin habe sie gebeten, das Haus zu verlas-

sen. Die Beschuldigte sei dann aber auf sie losgegangen, habe sie geschlagen und 

an den Haaren gerissen. Die Privatklägerin habe dann ihren Mann dazu gerufen, 

worauf die Beschuldigte geflohen sei (Urk. 62 S. 9 f. E. III.4.1., unter Hinweis auf 

die Akten). Ganz anders die Version der Beschuldigten: Sie sei [zusammengefasst] 

am 1. Dezember 2018 bei der Privatklägerin vorgefahren und habe geklingelt. 

Diese habe darauf die Türe geöffnet und ihr gesagt, wo die Sachen stünden. Die 

Privatklägerin habe sie aufgefordert, die Ware mitzunehmen. Insbesondere habe 

sie sie nie gebeten, herauszugehen bzw. das Haus nicht zu betreten. Die Beschul-

digte habe dann ein paar Kisten genommen und sie zum Auto getragen. Gleich wie 

die Privatklägerin sagte auch die Beschuldigte aus, dass im Anschluss wegen einer 

blauen Wolldecke, die voller Hundehaare gewesen sei, nicht ihr gehörte und in 

einer der Kisten lag, die Situation eskaliert sei. Die Beschuldigte habe darauf hin-

gewiesen, dass die Decke nicht ihr gehöre. Darauf sei jedoch die Privatklägerin und 

nicht sie ausgetickt. Sie habe gesagt: "Nimm einfach deinen Scheiss und verreis." 

Dann habe die Privatklägerin begonnen, die Habe der Beschuldigten aus der Türe 

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zu schmeissen. Letzteres bestätigte auch die Privatklägerin, als sie ausführte, dass 

sie der Beschuldigten gesagt habe "Nimm deine Bananenkiste und geh.", worauf 

sie die nächstbeste Bananenkiste ergriffen und aus der Wohnung geworfen habe. 

Es sei dann – so die Beschuldigte weiter – zu einer Rangelei und Handgreiflich-

keiten gekommen. Dabei sei es die Privatklägerin gewesen, die sie zuerst 

geschubst und – nachdem sie ihr den Rücken zugewandt habe – auf sie ein- bzw. 

wild um sich geschlagen habe. Zur Verteidigung habe sie dann die Privatklägerin 

an den Haaren gezogen (Urk. 62 S. 10 E. III.4.2., unter Hinweis auf die Akten).

3.5. Die Vorinstanz erwog dazu, was folgt: Hinsichtlich des angeblich vor Ort 

mündlich erteilten Hausverbots stünde das Wort der Privatklägerin gegen dasjenige 

der Beschuldigten. Weitere relevante Beweismittel existierten nicht. (Zwar sei zu 

diesem Sachverhaltskomplex auch die Zeugin C._____ einvernommen worden, 

die, soweit sie Angaben zum mündlichen Hausverbot mache, die Version der Be-

schuldigten stütze. Als schuldbegründendes Beweismittel könne deren Aussage 

damit nicht herangezogen werden, ganz abgesehen davon, dass die Zeugin nicht 

unbefangen erscheine, sei doch die ältere Schwester der Beschuldigten deren 

beste Freundin. Jedenfalls sei die Aussage der Zeugin in diesem Punkt nicht 

entscheidrelevant.) Ein hinreichender Beweis sei kaum zu führen. Dies gelte 

besonders bzw. geradezu exemplarisch im vorliegenden Fall, führe man sich einer-

seits die Situation zur allgemeinen Glaubwürdigkeit der beiden Kontrahentinnen so-

wie andererseits ihre – für die Beurteilung primär massgeblichen – Aussagen an 

sich vor Augen. Abgesehen von ihrer prozessualen Stellung sei vorliegend zu 

beachten, dass das Verhältnis zwischen der Beschuldigten und der Privatklägerin 

bereits durch die Vorkommnisse am und im Vorfeld des 1. Dezember 2018 belastet 

gewesen sei. Weiter falle ins Gewicht, dass auch die Privatklägerin wegen der 

Auseinandersetzung vom 1. Dezember 2018 zunächst als beschuldigte Person im 

Fokus der Ermittlungen gestanden habe. Die Beschuldigte und die Privatklägerin, 

das habe sich auch an der Hauptverhandlung gezeigt, seien sich feindselig gesinnt. 

Vor diesem Hintergrund und nicht zuletzt angesichts der erheblichen finanziellen 

Ansprüche, die die Privatklägerin gegenüber der Beschuldigten stelle, sei nicht 

ausgeschlossen, dass sie versucht gewesen sein könnte, die Vorgänge zu ihren 

Gunsten darzustellen (Urk. 62 S. 11-13 E. III.4.4. f., unter Hinweis auf die Akten). 

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Auch diese Ausführungen der Vorinstanz sind richtig. Mit ihr ist mit anderen Worten 

davon auszugehen, dass beide Kontrahentinnen alles andere als unbefangen 

erscheinen und beide gleichermassen ein Motiv haben, falsch auszusagen oder 

wenigstens, die Ereignisse in einem für sie günstigen Licht dazustellen. Wie gesagt, 

ist aber in erster Linie die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen an sich massgebend. 

3.6. Was die Aussagen an sich angeht, erwog die Vorinstanz, beide Streitparteien 

hätten in der Untersuchung sowie an der Hauptverhandlung grossmehrheitlich 

übereinstimmende Aussagen gemacht und ihre jeweilige Sicht der Dinge überwie-

gend einheitlich geschildert. Sowohl die Aussagen der Beschuldigten als auch jene 

der Privatklägerin fielen ohne nennenswerte Strukturbrüche und Abweichungen 

aus, erschienen in sich stimmig und beschrieben einen möglichen und auch lebens-

nahen Vorgang. Jede der beiden sich entgegenstehenden Versionen erscheine 

insgesamt nachvollziehbar, einheitlich und chronologisch sauber geordnet. Der 

ganze von den beiden geschilderte Hergang weiche denn auch nur in wenigen, 

aber sehr entscheidenden Details voneinander ab. Im Raum stünden nun zwei 

Sachverhaltsversionen von Personen, die beide ein Interesse am Ausgang des 

Strafverfahrens hätten. Klar sei, dass eine Version nicht zutreffe und entweder die 

Beschuldigte oder die Privatklägerin lüge. Zur Wahrheitsfindung stünden dem 

Gericht lediglich die Aussagen der beiden Kontrahentinnen zur Verfügung. Direkte 

Drittbeweise, die für die eine oder andere Version sprächen, gebe es keine. Auch 

nach Würdigung und Gegenüberstellung der relevanten Aussagen bliebe letztlich 

unklar, was zwischen den beiden Beteiligten am Mittag des 1. Dezembers 2018 

genau vorgefallen sei. Beide Versionen erschienen grundsätzlich gleich plausibel: 

Es könnte sich so abgespielt haben, wie die Privatklägerin dies ausgeführt habe 

und wie es die Anklage der Beschuldigten schliesslich auch zum Vorwurf mache, 

oder so wie die Beschuldigte es beschrieben habe. Was wirklich zwischen den 

beiden vorgefallen sei, lasse sich bei dieser Ausgangslage im Nachhinein nicht 

mehr feststellen. Eine blosse Wahrscheinlichkeit vermöge keinen Schuldspruch zu 

begründen. Da letztlich und nach dem Gesagten nicht erstellt werden könne, ob die 

Privatklägerin der Beschuldigten ein mündliches Hausverbot erteilt habe, das 

Gericht sich mithin nach Erschöpfung aller Erkenntnisquellen weder von der 

Existenz noch von der Nichtexistenz der beweisbedürftigen Tatsachen zu überzeu-

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gen vermöge, komme der die Beschuldigte begünstigende Grundsatz "in dubio pro 

reo" zur Anwendung. Es sei daher zu ihren Gunsten von der für sie günstigeren 

Sachlage auszugehen, wonach kein mündliches Hausverbot erteilt worden sei. Der 

eingeklagte Sachverhalt könne demnach nicht erstellt werden. Entsprechend sei 

die Beschuldigte vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freizusprechen (Urk. 62 

S. 13 f. E. III.4.6. f.). Auch das ist richtig, wobei in diesem Zusammenhang lediglich 

teilweise rekapitulierend nochmals auf die eingangs unter E. II.2. gemachten Aus-

führungen zu verweisen ist.

3.7. Weiter erwog die Vorinstanz, an diesem Ergebnis ändere sich nichts, selbst 

wenn man entgegen den vorstehenden Ausführungen davon ausginge, dass die 

Privatklägerin die Beschuldigte während des zwischen ihnen im Eingangsbereich 

entstandenen Handgemenges aufgefordert haben sollte, das Haus zu verlassen. 

Wie die Privatklägerin selbst ausgeführt habe, habe die Beschuldigte nämlich die 

Örtlichkeit während bzw. unmittelbar nach Ende des Handgemenges, als die 

Privatklägerin noch ihren Ehemann hinzugerufen habe, verlassen. Selbst wenn es 

sich so verhalten hätte, vermöchte dies keinen Schuldspruch hinsichtlich des Haus-

friedensbruchs zu begründen. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis setzte nämlich 

der Hausfriedensbruch in der Form des unrechtmässigen Verweilens trotz Auf-

forderung der Berechtigten zwingend voraus, "dass der Friedensstörer im Haus 

oder Raum, aus dem er sich entfernen soll, während einer gewissen Dauer 

verbleibt und dadurch nach aussen zu erkennen gibt, dass er sich um das Verbot 

des Berechtigten nicht kümmert." Dies habe die Beschuldigte aber gerade nicht 

getan, habe sie doch unmittelbar nach Ende des Handgemenges und dem Ruf der 

Privatklägerin nach ihrem Ehemann das Haus verlassen. Ein im Sinne von Art. 186 

StGB relevantes Verweilen vermöge dies jedoch nicht zu begründen, weshalb die 

Beschuldigte auch aus diesem Grund vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freizu-

sprechen gewesen wäre (Urk. 62 S. 14 f. E. III.5., unter Hinweis auf die Akten sowie 

die einschlägige Rechtsprechung). Auch das ist richtig und kann übernommen 

werden.

3.8. Schliesslich erwog die Vorinstanz im Sinne einer weiteren Eventualbegrün-

dung, am Ergebnis des Freispruchs ändere sich auch dann nichts, sollte die Privat-

-   14   -

klägerin der Beschuldigten vor Ort und vor Betreten der Liegenschaft tatsächlich 

mündlich ein Hausverbot erteilt haben, zumal sie sich dann nämlich offensichtlich 

rechtsmissbräuchlich verhalten hätte. So sei es die Privatklägerin gewesen, die die 

Habe der Beschuldigten – wohl entgegen dem ursprünglichen Plan, aber gleich-

wohl – im Hauseingang zur Abholung habe deponieren lassen. Gleichermassen sei 

es auch sie gewesen, die von der Beschuldigten am 30. November 2018 verlangt 

habe, die Ware am Folgetag abzuholen (vgl. nur Urk. 6/1 S. 1: "Ich habe am Freitag 

30.11 ihr ein SMS geschrieben, sie soll am Samstag ihre Sachen hier in D._____ 

am E._____ [Strasse] … abholen (…)"). Wer solches einfordere und vorkehre, habe 

als Hausrechtsberechtigte aber auch den Zugang dazu zu verschaffen. Es gehe 

nicht an, von der Beschuldigten noch am Freitag einzufordern, ihre Sachen abzu-

holen, und ihr dann am Samstag das Betreten der Räumlichkeiten zu untersagen, 

in denen sich die Gegenstände befinden. Mit Fug habe die Beschuldigte dieses 

Verhalten an einer Stelle denn auch als sinnwidrig umschrieben. Wer sich so ver-

halte, handele aber nicht nur sinnwidrig, sondern auch rechtsmissbräuchlich. Sollte 

die Privatklägerin am 1. Dezember 2018 tatsächlich so formal auf ihrem Hausrecht 

bestanden haben, so verdiente dies keinen Rechtsschutz. Daran ändere nichts, 

dass die Privatklägerin im Nachhinein in ihren Einvernahmen ausgesagt habe, sie 

sei ja eben davon ausgegangen bzw. habe gemeint, die Beschuldigte werde mit 

Zügelmännern anreisen, die dann die Kisten heraustragen würden. Damit lege sich 

die Privatklägerin ihre Sachverhaltsversion im Nachhinein zurecht. Nach dem zeit-

lichen Ablauf habe sie nicht ernsthaft davon ausgehen können, dass die Beschul-

digte in weniger als einem Tag Zügelmänner organisieren könne. Entsprechendes 

habe sie auch nicht vorab verlangt. Diese Ausführungen seien als nachträgliche 

Schutzbehauptungen zurückzuweisen. Der Freispruch vom Vorwurf des Haus-

friedensbruchs wäre auch unter diesem Blickwinkel angezeigt (Urk. 62 S. 15 f. 

E. III.6., unter Hinweis auf die Akten sowie die einschlägige Rechtsprechung). Dies 

ist ebenfalls zutreffend und zu übernehmen. 

3.9. Zusammenfassend ist an dieser Stelle festzuhalten, dass die Beschuldigte 

vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freizusprechen ist.

-   15   -

4. Körperverletzung

4.1. In Bezug auf den genauen Tathergang, namentlich die eingeklagten mehr-

fachen Faustschläge, die die Beschuldigte der Privatklägerin verpasst haben soll, 

kann auf das vorne unter E. II.3.4.-3.6. Ausgeführte verwiesen werden, das auch 

im vorliegenden Zusammenhang gilt: Die Beschuldigte und die Privatklägerin 

stellen sich gegenseitig als Aggressorin dar, wobei sich bei der gegebenen 

Aussage-gegen-Aussage Konstellation im Nachhinein nicht mehr erstellen lässt, 

was sich am 1. Dezember 2018 im Hauseingang der Privatklägerin zwischen den 

beiden tatsächlich zutrug. Zu Gunsten der Beschuldigten ist dem Grundsatz "in 

dubio pro reo" folgend davon auszugehen, dass die ihr vorgeworfenen mehrfachen 

Faustschläge nicht stattfanden. Die Beschuldigte räumte jedoch wie bereits 

erwähnt ein, sie habe die Privatklägerin an den Haaren gezogen. Sie beteuerte 

jedoch mehrfach, dass sie mit der Tätlichkeit lediglich versuchte, auf die Angriffe 

der Privatklägerin in Form von Schlägen zu reagieren und sich dagegen zu wehren 

(vgl. u.a. Urk. 33 S. 5 f., Prot. I S. 9 und Urk. 78 S. 4 f.). Auch das lässt sich aus 

den bereits dargelegten Gründen nicht widerlegen. Sinngemäss macht die 

Beschuldigte damit eine Notwehrsituation geltend, was näher zu prüfen ist.

4.2. Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff 

bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer 

den Umständen angemessenen Weise abzuwehren (Art. 15 StGB). Der Angriff 

muss rechtswidrig und im Gang sein oder unmittelbar bevorstehen. Notwehr ist nur 

so lange zulässig, wie der Angriff andauert. Das ist auch dann der Fall, wenn zu-

sätzlich zur bisherigen eine weitere oder gesteigerte Gefährdung bzw. Verletzung 

unmittelbar bevorsteht oder im Gange ist (vgl. dazu statt Weiterer DONATSCH in OFK 

STGB, 21. Auflage, N 2 f. zu Art. 15, unter Hinweis auf die Rechtsprechung). Der 

Notwehr Übende muss die ungefährlichste Art der Verteidigung wählen, sofern ihm 

mehrere erfolgversprechende Abwehrmittel zur Verfügung stehen (Grundsatz der 

Subsidiarität). Die Abwehr muss zudem verhältnismässig sein, d.h. sie muss in 

etwa der Schwere des tatsächlichen oder drohenden Angriffs sowie der Wichtigkeit 

des gefährdeten Rechtsgutes einerseits und der Bedeutung des Gutes, das durch 

die Abwehr verletzt wird, andererseits angepasst werden (Grundsatz der Proporti-

-   16   -

onalität; DONATSCH, a.a.O., N 10 f., unter Hinweis auf die Rechtsprechung). Ob die 

Abwehr angemessen war, ist aufgrund jener Situation zu beurteilen, in der sich der 

rechtswidrig Angegriffene im Zeitpunkt seiner Tat befand. Für den Abwehrenden 

muss das Ergebnis der Rechtsgüterabwägung mühelos erkennbar sein. Im Nach-

hinein dürfen nicht allzu subtile Überlegungen dazu angestellt werden, ob nicht 

allenfalls eine weniger einschneidende Abwehrhandlung ebenfalls zum Ziel geführt 

hätte. Der Bedrohte braucht einem Angriff nicht aus dem Wege zu gehen oder vor 

dem Angreifer zu flüchten, auch wenn dies möglich wäre (DONATSCH, a.a.O., 

N 13 f., unter Hinweis auf die Rechtsprechung). Überschreitet der Abwehrende die 

Grenzen der Notwehr nach Artikel 15, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 16 

Abs. 1 StGB). Die Überschreitung der durch Art. 15 StGB gezogenen Grenzen der 

Notwehr bleibt rechtswidrig. Sie liegt vor, wenn der Verteidiger den Angriff in einer 

den Umständen nicht angemessenen Weise abwehrt, indem er gegen die Grund-

sätze von Subsidiarität oder Proportionalität verstösst (DONATSCH, a.a.O., N 1 zu 

Art. 16, unter Hinweis auf die Rechtsprechung). Die Strafmilderung nach Art. 48a 

StGB ist obligatorisch (a.a.O., N 2).

4.3. Wie ausgeführt, muss zugunsten der Beschuldigten davon ausgegangen 

werden, dass sie die Privatklägerin an den Haaren riss, um auf deren Schläge zu 

reagieren und sich dagegen zu wehren, mithin die Privatklägerin zuerst zuschlug 

und sich die Beschuldigte dagegen zu verteidigen suchte, um die Schläge nicht 

einfach über sich ergehen lassen zu müssen (vgl. zu Letzterem ausdrücklich 

Urk. 33 S. 5 F/A 39). Die Unmittelbarkeit des Angriffs ist zu bejahen, mithin, dass 

der Angriff noch im Gange und noch nicht abgeschlossen war. Zur Frage der 

Angemessenheit der Abwehrhandlung, was folgt: Auf die Frage, wie fest sie die 

Privatklägerin auf einer Skala von 1 (sehr leicht) bis 10 (volle Kraft) an den Haaren 

gezogen habe, antwortete die Beschuldigte: "Vielleicht eine 7" (Urk. 7/2 S. 4 

F/A 17). An der Hauptverhandlung führte sie präzisierend aus: "Ich weiss nicht 

mehr genau, wie stark ich gerissen habe. Ich hatte jedoch sicherlich keine Haar-

büschel in den Händen" (Prot. I S. 10). Sie wisse aber nicht mehr, ob es ein ruck-

artiges Ziehen gewesen sei (Urk. 7/2 S. 4 F/A 18, Urk. 33 S. 4 F/A 27 sowie S. 9 

F/A 62). Über die möglichen Folgen des Haarereissens habe sie in diesem Moment 

nicht nachgedacht. Sie habe die Privatklägerin aber nicht verletzen wollen (Urk. 42 

-   17   -

S. 12 f. und Prot. I S. 10). Auf entsprechende Frage erklärte die Beschuldigte 

weiter, dass sie es nicht bzw. nie für möglich gehalten hätte, dass die Privatklägerin 

durch das Haarereissen ein Schleudertrauma erleiden könnte (Urk. 42 S. 13 und 

Prot. S. 9 f.). Sie könne sich einfach nicht vorstellen, "dass das alles von eine biss-

chen Haare reissen kommen soll." (Urk. 7/2 S. 6 F/A 31). Anlässlich der Berufungs-

verhandlung blieb die Beschuldigte – soweit sie sich an den kurzen Vorfall, der vor 

über 6 Jahren stattfand, noch zu erinnern vermochte – grundsätzlich bei diesem 

Standpunkt: Die Privatklägerin habe die Beschuldigte geschlagen, worauf die 

Beschuldigte die Privatklägerin an den Haaren gezogen habe, damit diese aufhöre 

(Urk. 78 S. 5). Auf diese glaubhaften und im Übrigen auch nicht widerlegbaren 

Angaben der Beschuldigten ist ebenfalls abzustellen. Die von der Beschuldigten 

gegen den Angriff der Privatklägerin vorgenommene Abwehrhandlung ist mit dem 

erneuten Hinweis darauf, dass im Nachhinein nicht allzu subtile Überlegungen dazu 

anzustellen sind, ob nicht allenfalls eine weniger einschneidende Abwehrhandlung 

ebenfalls zum Ziel geführt hätte, noch ohne Weiteres als verhältnismässig und 

damit rechtmässig einzustufen. 

4.4. Die Frage, ob gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten objektiv von 

einer Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 bzw. Art. 125 Abs. 1 StGB in 

Form des eingeklagten Halswirbelsäulen-Schleudertraumas bzw. der posttrauma-

tischen Belastungsstörung, welche die Privatklägerin durch den Vorfall vom 

1. Dezember 2018 "eigenanamnestisch" erlitten haben soll, ausgegangen werden 

muss, liess die Vorinstanz offen (Urk. 62 S. 19 f. E. IV.4. f.). Diese Frage kann auch 

im vorliegenden Verfahren, in welchem die Privatklägerschaft eine schwere Schä-

digung geltend machte (vgl. Urk. 79 S. 12), offen bleiben, wobei auf die in anderem 

Zusammenhang gemachten Erwägungen der Vorinstanz zurückgegriffen werden 

kann. Diese führte in ihren Erwägungen zur eingeklagten eventualvorsätzlichen 

Körperverletzung richtig aus, auch wenn es medizinisch vielleicht möglich sei, so 

müsse es einer Durchschnittsperson doch äusserst ungewöhnlich erscheinen, dass 

– wenn vielleicht auch starkes, so aber doch bloss einmaliges – Haarereissen ein 

Schleudertrauma und darüber hinaus noch eine posttraumatische Belastungs-

störung auslösen könne, da dies schlicht jeder allgemeinen Lebenserfahrung 

widerspreche. Genau das spiegele denn auch die Beschuldigte, wenn sie festhalte, 

-   18   -

dass sie sich nicht vorstellen könne, "dass das alles von ein bisschen Haare reissen 

kommen soll" (Urk. 7/2 S. 6 F/A 31; vgl. in Bezug auf die posttraumatische Belas-

tungsstörung auch Urk. 42 S. 13 F/A 55 f.). Selbst das medizinische Fachgutachten 

umschreibe es als eher unüblich, dass Haarereissen zu Schleudertraumata führe 

(Urk. 35/9 S. 8). Aufschlussreich sei in diesem Zusammenhang auch die Aussage 

der Privatklägerin, wenn sie auf die Frage der Staatsanwaltschaft, wie die Verlet-

zungen denn genau entstanden seien, antwortet: "Ich vermute durch dieses an den 

Haaren reissen. Es tönt so harmlos" (Urk. 6/3 S. 4 F/A 24). Daraus ergebe sich, 

dass selbst die Privatklägerin den Deliktserfolg als aussergewöhnlich einstufe. Mit 

Recht. Tatsächlich sei nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung schlicht nicht damit zu rechnen, dass Haarereissen ein Schleu-

dertrauma und eine posttraumatische Belastungsstörung auslösen können. 

Entsprechend habe auch die Beschuldigte einen solchen Deliktserfolg nicht in Kauf 

genommen [bzw. nehmen müssen] (Urk. 62 S. 22 E. IV.6.3.). Gleichermassen 

richtig erwog die Vorinstanz in ihren Erwägungen zur eingeklagten fahrlässigen 

Körperverletzung, dass es auch für einen gewissenhaften und besonnenen 

Menschen in der fraglichen Situation schlicht nicht voraussehbar gewesen sei, dass 

Haarereissen ein Schleudertrauma und eine posttraumatische Belastungsstörung 

auslösen könne. Eine solche Rechtsgutsgefährdung sei bei lebensnaher Betrach-

tung in einer solchen Situation einfach nicht erkennbar. Nichts anderes als diese 

Durchschnittsbetrachtung müsse für die Beschuldigte gelten (a.a.O., S. 24 

E. IV.7.4.). Diese Ausführungen haben auch im Zusammenhang mit der Frage, ob 

die im konkreten Fall von der Beschuldigten vorgenommene Notwehrhandlung 

angemessen war, Gültigkeit. Mithin musste die Beschuldigte auch im Falle einer 

Notwehrhandlung die in der Anklage behaupteten Verletzungsfolgen nicht ernsthaft 

in Betracht ziehen. Damit erscheint die Gegenwehr der Beschuldigten auch vor 

diesem Hintergrund verhältnis- und rechtmässig. Namentlich braucht die Frage, ob 

allenfalls ein Notwehrexzess im Sinne von Art. 16 StGB vorlag, unter diesen 

Umständen nicht vertieft zu werden.

4.5. Die Beschuldigte kann sich somit auf rechtfertigende Notwehr berufen, 

weshalb sie vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung freizusprechen ist. 

Entgegen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 25 E. IV.8.) liegt kein Fall von Art. 177 Abs. 3 

-   19   -

StGB vor, da es vorliegend in erster Linie darum ging, einen rechtswidrigen Angriff 

abzuwehren und nicht, sich durch eine Retorsionshandlung selber "an Ort und 

Stelle Gerechtigkeit zu verschaffen" (vgl. dazu statt Weiterer DONATSCH, a.a.O., 

N 13 zu Art. 177, mit Verweisen).

5. Ergebnis

Die Beschuldigte ist vollumfänglich freizusprechen.

III. Zivilansprüche

Die Vorinstanz hat richtige Ausführungen zu den geltend gemachten Zivilansprü-

chen und zu den allgemeinnen Voraussetzungen der Zusprechung von Schaden-

ersatz und Genugtuung gemacht (Urk. 62 S. 25 f. E. V.1. f.). darauf ist zunächst zu 

verweisen. Subsumierend führte sie sodann richtig aus, was folgt: Auch wenn das 

vorliegend in Frage stehende Haarereissen allenfalls natürlich kausal das Schleu-

dertrauma sowie die posttraumatische Belastungsstörung bei der Privatklägerin 

verursacht haben könnte, so fehle es dem Handeln doch an der adäquaten Kausa-

lität. Denn wie bereits unter strafrechtlichen Gesichtspunkten zum Eventualvorsatz 

und der Fahrlässigkeit aufgezeigt, erscheine blosses Haarereissen nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung gerade nicht 

als geeignete Ursache, um ein Schleudertrauma und eine posttraumatische Belas-

tungsstörung nach sich zu ziehen. Dieser Erfolgseintritt erscheine bei einer werten-

den Betrachtungsweise gerade nicht als durch das fragliche Handeln der Beschul-

digten allgemein begünstigt. Es verhalte sich gerade umgekehrt. Da das Handeln 

der Beschuldigten (Haarereissen) damit nicht als adäquat kausale Folge des 

erlittenen Schadens (Schleudertrauma, posttraumatische Belastungsstörung) bzw. 

der erlittenen Unbill erscheine, fehle es den geltend gemachten Zivilansprüchen 

der Privatklägerin an mindestens einer haftungsbegründenden Anspruchsgrund-

lag, weshalb die Zivilklage der Privatklägerin abzuweisen sei (a.a.O., S. 26 f. 

E. V.3.). Diese Begründung kann übernommen werden. Hinzu kommt, dass die 

Beschuldigte wie gezeigt in Notwehr und damit rechtmässig handelte, weshalb die 

geltend gemachten Zivilansprüche auch aus diesem Grund abzuweisen sind.

-   20   -

IV. Kostenfolgen

1. Erstinstanzliches Verfahren

Soweit mit dem erstinstanzlichen Entscheid der Beschuldigten Kosten auferlegt 

wurden, ist dieser aufzuheben und sind die ihr auferlegten Kosten auf die Staats-

kasse zu nehmen. Im Übrigen ist die im angefochtenen Entscheid getroffene 

Kostenregelung, namentlich auch soweit sie die Privatklägerin betrifft, unter 

Hinweis auf die entsprechende Begründung der Vorinstanz (Urk. 62 S. 27 ff. E VI.) 

zu bestätigen.

2. Zweitinstanzliches Verfahren

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausgangsgemäss ausser Ansatz. Die 

Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-

gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Privatklägerin unterliegt mit 

ihrer Berufung vollumfänglich. Es ist jedoch zufolge Uneinbringlichkeit von einer 

Auflage der Verfahrenskosten an die Privatklägerin abzusehen (Art. 425 StPO). Die 

Kosten des Berufungsverfahrens sind somit einschliesslich derjenigen der unent-

geltlichen Rechtsverbeiständung der Privatklägerin definitiv auf die Gerichtskasse 

zu nehmen.

Der Rechtsvertreter der Privatklägerin, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, reichte seine 

Honorarnote mit der Auflistung seiner Aufwendungen und Auslagen im Berufungs-

verfahren ein (Urk. 81). Diese sind ausgewiesen und erweisen sich als angemes-

sen. Unter Berücksichtigung der kürzeren als in der Honorarnote antizipierten 

Dauer der Berufungsverhandlung ist Rechtsanwalt lic. iur. X._____ pauschal mit Fr. 

4'800.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 4. Mai 

2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

-   21   -

"Es wird erkannt:

1.-4. (…)

5. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als unentgeltlicher 

Rechtsvertreter der Privatklägerin mit Fr. 9'747.70 (Betrag enthält Mehrwertsteuern und 

Auslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 2'400.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.–   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 2'505.70   Auslagen Untersuchung (Gutachten)

Fr. 50.–   Zeugenentschädigung

Fr. 9'747.70   unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin

Verlangt keine der Parteien eine Begründung, ermässigt sich die Entscheidgebühr um einen 

Drittel. Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

7. (…)

8. (Mitteilungen)

9. (Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte B._____ wird freigesprochen.

2. Die Zivilklage der Privatklägerin wird abgewiesen.

3. Die Kosten der Untersuchung sowie die Kosten des erstinstanzlichen Ver-

fahrens, einschliesslich derjenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

klägerin, werden definitiv auf die Staatskasse genommen.

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   22   -

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 4'800.–   unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der unent-

geltlichen Vertretung der Privatklägerin, werden der Privatklägerin auferlegt. 

Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin werden definitiv 

auf die Gerichtskasse genommen.

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die Beschuldigte (übergeben)
 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (versendet)
 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft (übergeben)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die Beschuldigte
 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 
 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG)
 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 32 Abs. 1 StReG mittels Kopie von Urk. 77.

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

-   23   -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 3. Februar 2024

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Der Gerichtsschreiber:

MLaw W. Dharshing