# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9b9325e-ea23-5aca-9147-02aa182eb59c
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 20.12.2021 502 2021 251
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2021-251_2021-12-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2021 251

Urteil vom 20. Dezember 2021

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Urs Bürgin

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Strafprozessrecht

Beschwerde vom 2. Dezember 2021 gegen die Verfügung der Staats-
anwaltschaft vom 22. November 2021

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Sachverhalt

A. Am 24. September 2013 reichten die B.________ AG, die C.________ AG und die 
D.________ AG Strafklage und -anzeige gegen Unbekannt, mit Tatverdacht gegen A.________, ein 
(act. 2000 ff.). Seither wird gegen letzteren eine umfangreiche Strafuntersuchung wegen Betrug, 
Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung geführt (D 13 2164). Am 10. Februar 2017 wurde 
das Verfahren auf E.________ (D 16 228) ausgedehnt (act. 5011). Die Vorwürfe beziehen sich 
insbesondere auf Handlungen aus den Jahren 2005 bis 2008 (act. 2000 ff.).

Die Staatsanwaltschaft führte folgende Einvernahmen durch: 11. Juni 2014: A.________ und 
E.________ (act. 3000 ff., 3007 ff.); 25. März 2015: vier Zeugen (act. 3015 ff., 3024 ff., 3031 ff., 3039 
ff.); 26. November 2015: ein Zeuge (act. 3140 ff.); 29. Juni 2017: E.________ (act. 3164 ff.); 12. Juli 
2017: A.________ (act. 3189 ff.); 9. April 2021: A.________ (act. 3200 ff.); 28. Oktober 2021: ein 
Zeuge sowie F.________ und C.________ als Organe der Firmen B.________ AG, C.________ AG 
und D.________ AG (act. 3215 ff.; 3381 ff.); 18. November 2021: ein Zeuge sowie F.________ (act. 
3389 ff., 3492 ff.). 

B. Per E-Mail vom 11. November 2021 teilte die Staatsanwaltschaft den Rechtsvertretern der 
Parteien das Folgende mit: «Im Anhang lasse ich Ihnen meine Schreiben von heute an die Herren 
G.________, H.________ und I.________ zukommen. Es scheint unausweichlich, dass noch zumindest ein 
weiterer Einvernahmetag durchgeführt werden muss. Daher ersuche ich Sie, mir bis am Montag, 15. Novem-
ber 2021, alle Ihre verfügbaren Arbeitstage bis Ende Januar 2022 bekannt zu geben, an welchen Einvernah-
men durchgeführt werden können» (Beschwerdebeilage 2). 

Der Rechtsvertreter der Privatklägerinnen gab per E-Mail vom 14. November 2021 17 Tage an, an 
welchen er und seine Klientschaft zur Verfügung stehen würden (Stellungnahme vom 6. Dezember 
2021, Beilage 1). 

Der Anwalt von E.________ teilte am 15. November 2021 5 Tage mit, an welchen er selber sowie 
sein Klient anwesend sein könnten, bzw. 9 zusätzliche Tage, an denen nur er teilnehmen könnte; er 
wies darauf hin, dass er ab dem 17. Januar 2022 vollständig durch einen anderen Strafprozess 
absorbiert sei und dass erst ab Mitte Februar weitere Daten zur Verfügung ständen (Stellungnahme 
vom 6. Dezember 2021, Beilage 2). 

Der Rechtsvertreter von A.________ antwortete seinerseits per E-Mail vom 15. November 2021 das 
Folgende: «Wie verlangt, erhalten Sie nachstehend jene Daten bis Ende Januar 2022 bezeichnet, an welchen 
keine Einvernahmen stattfinden können, weil mein Klient und / oder ich bereits anderweitig besetzt sind: 
30.11.2021-03.12.2021, 06.12.2021, 07.12.2021, 09.12.2021, 13.12.2021-31.12.2021, 04.01.2022-
18.01.2022, 20.01.2022. Per dato sind mir bis Mitte Dezember 2021 behördlich ausserdem verschiedene - 
nicht (mehr) erstreckbare - Fristen angesetzt. Es wird mir deshalb nicht möglich sein, vorher zusätzlich noch 
mehrere Verhandlungstage einzuschieben. Zum 18.11.2021 hinzu ist noch maximal ein Tag machbar, wenn 
es wirklich sein muss. Sollten es mehrere zusätzliche Tage werden, sollen diese eben in der zweiten Hälfte 
Januar wie angegeben Platz finden» (Stellungnahme vom 6. Dezember 2021, Beilage 3). 

Am 22. November 2021 (vorab per E-Mail) informierte die Staatanwaltschaft die drei Rechtsanwälte, 
dass sie sich gezwungen sehe, die Einvernahmetermine von Amtes wegen festzusetzen, wobei sie 
die Parteien bat, folgende Daten zu reservieren: 7. Dezember 2021 (10 - 17 Uhr) für die Einvernahme 
der Zeugen G.________, J.________ und/oder K.________, eventuell von L.________, 6. Januar 

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2022 (ab 10 Uhr bis open end, Einvernahme von E.________), 10. Januar 2022 (ab 10 Uhr bis open 
end, Einvernahme von A.________); 14. Januar 2022 (Reservetag) (Beschwerdebeilage 1). 

Mit Schreiben vom 24. November 2021 verlangte der Rechtsvertreter von A.________, dass die 
Einvernahmetermine geändert werden, da er vorgängig mitgeteilt habe, dass entweder er oder sein 
Klient an den festgesetzten Tagen anderweitig besetzt seien; am 7. Dezember 2021 sei er schon 
seit längerem in einer anderen Strafsache als Verteidiger involviert, am 6. Januar 2022 habe er einen 
längst festgesetzten Nachmittagstermin für mehr als 150 Gäste als Präsident des Parlaments seiner 
Wohngemeinde; sein Klient werde seinerseits ferienhalber im Ausland weilen (Beschwerdebeilage 
4).

Die Staatsanwaltschaft antwortete ihm am 26. November 2021 wie folgt: «Ich beziehe mich auf Ihr 
Schreiben vom 24. November 2021 und kann Ihnen beipflichten, dass die Situation unglücklich ist. Wie ich 
allen Anwälten anlässlich der Einvernahme vom 18. November 2021 zur Kenntnis gegeben habe, konnte kein 
einziger Einvernahmetermin gefunden werden, welcher allen Anwälten passt, insbesondere gab es keine 
einzige Übereinstimmung zwischen Ihnen und Rechtsanwalt M.________. Sie haben in Ihrer Rückmeldung 
für den Zeitraum bis zum 20. Januar 2021 nur gerade 4 Tage angegeben. Sie haben mir auch bestätigt, dass 
Sie an einem weiteren von mir telefonisch vorgeschlagenen Termin (14. Dezember 2021) nicht zur Verfügung 
sein können. So bleibt mir leider nichts anderes übrig, als Einvernahmetermine von Amtes wegen festzuset-
zen» (Beschwerdebeilage 6).

C. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 erhob A.________ Beschwerde gegen die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 22. November 2021. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
die Aufhebung dieser Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Staatsanwaltschaft zu 
neuem Entscheid mit geänderter Festsetzung von Einvernahmedaten.

Zudem ersuchte er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, wobei die Staatsanwaltschaft anzu-
halten sei, am 7. Dezember 2021 keine Einvernahme durchzuführen. 

Die Staatsanwaltschaft nahm am 6. Dezember 2021 Stellung und schloss auf Abweisung der 
Beschwerde und des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. 

Mit Verfügung vom 6. Dezember 2021 wies die Vize-Präsidentin der Strafkammer das Gesuch um 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab (502 2021 252). 

Am 16. Dezember 2021 nahm A.________ spontan Stellung. Er hielt an seiner Beschwerde fest und 
beantragte, die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. November 2021 sei aufzuheben, wobei 
bezüglich der am 7. Dezember 2021 stattgefundenen Zeugeneinvernahmen festzustellen sei, dass 
seine Teilnahmerechte und jene seines Rechtsbeistandes verletzt wurden.

Erwägungen

1.

1.1. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Die Beschwerde ist 
zulässig gegen die Verfügungen und die Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und 
Übertretungsstrafbehörden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a StPO). Sie ist gegen schriftlich oder mündlich 

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eröffnete Entscheide innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzurei-
chen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behandelt (Art. 
397 Abs. 1 StPO).

Die Frage, ob es sich beim Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 22. November 2021, mit welchem 
sie die Parteien aufforderte, diverse Termine zu reservieren, um eine anfechtbare Verfügung bzw. 
Verfahrenshandlung i.S.v. Art. 393 Abs. 1 Bst. a StPO handelt, kann aufgrund des Ausgangs des 
Beschwerdeverfahrens offenbleiben. Dasselbe gilt demnach auch für die weiteren Eintretensvoraus-
setzungen.

1.2. Was das neue, mit der Stellungnahme vom 16. Dezember 2021 gestellte Rechtsbegehren 
betrifft, muss festgestellt werden, dass es nicht begründet ist, sodass nicht darauf einzutreten ist. 

2.

2.1. Der Beschwerdeführer führt aus, die Staatsanwaltschaft unterlaufe mit ihrem Vorgehen, die 
Einvernahmen an Daten festzusetzen, von denen sie im Voraus um die fehlende Teilnahmemöglich-
keit weiss, seine Teilnahmerechte sowie seine Verteidigung. Die Rechtsverletzung sei umso gravie-
render, da das Teilnahmerecht des Beschuldigten, sein Recht auf unmittelbare physische Anwesen-
heit und sein Recht, den einvernommenen Personen Fragen zu stellen, zentrale Anwesenheits- und 
Teilhaberechte sind. Dies gelte auch für das Teilnahmerecht des Rechtsbeistandes. Eine Wiederho-
lung der Beweiserhebung vermöge ihrerseits weder den korrekten Ablauf der Untersuchung noch 
die unmittelbare Teilnahme bei der ersten Zeugeneinvernahme wiederherzustellen. Abgesehen 
davon würde eine Wiederholung von Einvernahmen das Verfahren aufblähen und verschleppen. 
Bewusst in die Irre führen solle die Behauptung der Staatsanwaltschaft, es seien bis 20. Januar 
2022 nur vier Arbeitstage als verfügbar gemeldet worden. Zum einen falle es auf die Staatsanwalt-
schaft zurück, erst Mitte November 2021, zum 18. November 2021 hinzu, plötzlich nochmals mehre-
re ganztägige Einvernahmedaten festsetzen zu wollen. Es widerspreche schon dem Fairnessgebot 
(Art. 3 StPO) nach zuvor letzten Einvernahmen am 9. April 2021 und 12. Juli 2017 so kurzfristig 
passende Termine abzufragen. Umso weniger sei haltbar, die als passend gemeldeten Daten dann 
auch noch zu ignorieren. Zum anderen hätten der Beschuldigte und sein Rechtsvertreter 11 Tage 
als passend bezeichnet. Dennoch habe die Staatsanwaltschaft ausschliesslich andere Daten festge-
setzt. Damit habe sie gegenüber dem Beschuldigten wie auch dessen Rechtsbeistand neben den 
erwähnten Rechtsverletzungen eine Rechtsverweigerung begangen, zumindest habe sie ihr Ermes-
sen missbraucht oder allenfalls unangemessen entschieden (vgl. Beschwerde, S. 3 ff.). 

In ihrer Stellungnahme vom 6. Dezember 2021 führt die Staatsanwaltschaft insbesondere aus, dass 
sich das Festlegen von Einvernahmeterminen seit mehr als einem Jahr als sehr schwierig erweist; 
namentlich konnte im Sommer 2021 kein einziger Termin gefunden werden; anlässlich der Einver-
nahme vom 28. Oktober 2021 habe festgestellt werden müssen, dass die Einvernahmen viel mehr 
Zeit in Anspruch nahmen, als geplant war; zudem würden gewisse Vorwürfe drohen, in Bälde zu 
verjähren, was sie nun dazu zwinge, die Einvernahmetermine von Amtes wegen festzusetzen, damit 
sie das Verfahren in nützlicher Frist zu einem Abschluss bringen könne.

2.2. Im Vorverfahren werden Vorladungen mindestens drei Tage vor der Verfahrenshandlung 
zugestellt (Art. 202 Abs. 1 Bst. a StPO). Bei der Festlegung des Zeitpunkts wird auf die Abkömmlich-
keit der vorzuladenden Personen angemessen Rücksicht genommen (Art. 202 Abs. 3 StPO). 

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Im vorliegenden Fall wird nicht bestritten, dass die gesetzlichen Vorgaben nach Art. 202 Abs. 1 Bst. 
a StPO eingehalten worden sind. Bemängelt wird hingegen, dass auf die Abkömmlichkeit des 
Beschwerdeführers bzw. auf jene seines Rechtsvertreters keine Rücksicht genommen worden sei. 

Mit dem Terminus «angemessen» wird zum Ausdruck gebracht, dass bei der terminlichen Festset-
zung der Verfahrenshandlung im Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen der vorladenden 
Behörde, den sich aus dem Strafverfahren selbst ergebenden Bedürfnissen und den Bedürfnissen 
aller vorzuladenden Personen, welche gegeneinander abzuwägen sind, zu entscheiden ist (vgl. 
WEDER, in Zürcher Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 202 
N. 7a ff.). Nebst der Verfügbarkeit der Parteivertreter ist bei der Terminfestlegung auch das 
Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO) zu beachten (vgl. BSK StPO-STEPHENSON/ZALUNARDO-
WALSER, 2. Aufl. 2014, Art. 331 N. 9). 

Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Parteien gestützt auf Art. 147 Abs. 1 StPO das Recht haben, 
bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einver-
nommenen Personen Fragen zu stellen. Wer sein Teilnahmerecht geltend macht, kann daraus aller-
dings keinen Anspruch auf Verschiebung der Beweiserhebung ableiten (Art. 147 Abs. 2 StPO). Die 
Partei oder ihr Rechtsbeistand können sodann die Wiederholung der Beweiserhebung verlangen, 
wenn der Rechtsbeistand oder die Partei ohne Rechtsbeistand aus zwingenden Gründen an der 
Teilnahme verhindert gewesen sind (Art. 147 Abs. 3 StPO). Aus der Existenz des Teilnahmerechts 
(gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO) folgt, dass die Parteien einen Anspruch darauf haben, rechtzeitig 
über den Termin informiert zu werden. Hingegen haben diese nach Abs. 2 von Art. 147 StPO keinen 
zwingenden Anspruch darauf, dass der Termin der Beweisabnahme mit ihnen abgesprochen wird. 
Allerdings ist es ‒ abgesehen davon, dass nach Art. 202 Abs. 3 StPO auf die Abkömmlichkeit der 
vorzuladenden Personen angemessen Rücksicht zu nehmen ist ‒ schon aus prozessökonomischen 
Gründen geboten, auf die Verfügbarkeit der anwesenheitsberechtigten Personen Rücksicht zu 
nehmen, da eine solche Partei oder ihr Rechtsbeistand, wenn sie aus zwingenden Gründen an der 
Teilnahme verhindert sind, unter den Voraussetzungen des Abs. 3 von Art. 147 StPO die Wieder-
holung der Beweisabnahme verlangen können (u.a. WOHLERS, in Zürcher Kommentar zur Schweize-
rischen Strafprozessordnung, Art. 147 N. 7 mit Hinweisen).

Die Bestimmung von Art. 202 Abs. 3 StPO verlangt daher im Sinne einer Ordnungsvorschrift ledig-
lich, dass bei der Festlegung des Zeitpunkts auf die Abkömmlichkeit der vorzuladenden Personen 
angemessen Rücksicht zu nehmen ist. Dies heisst nichts anderes, als dass sich eine vorherige 
Terminabsprache vor allem gegenüber den Rechtsbeiständen geziemt und in Abwägung der 
verschiedenen Bedürfnisse und Interessen ‒  namentlich unter Berücksichtigung der zentralen 
Verteidigungsrechte wie dem Teilnahmerecht nach Art. 147 Abs. 1 StPO sowie dem Recht, die 
Wiederholung der Beweiserhebung bei Verhinderung aus zwingenden Gründen gemäss Art. 147 
Abs. 3 StPO zu verlangen ‒ zu entscheiden ist, dass andererseits jedoch kein zwingender Anspruch 
darauf besteht, dass jeder Beweisabnahmetermin vorgängig abgesprochen wird, geschweige denn, 
dass ein solcher nur dann festgelegt wird, wenn alle Rechtsvertreter ihre Zustimmung gegeben 
haben (vgl. Art. 147 Abs. 2 StPO und Art. 159 Abs. 3 StPO). Anders zu entscheiden wäre nur bei 
einem Verstoss gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens (Art. 3 Abs. 2 StPO), welcher z.B. dann 
vorliegen würde, wenn ein Staatsanwalt einen Beweiserhebungstermin ohne sachliche Gründe 
genau in ihm bekannten Ferien des Verteidigers legen würde. Soweit unter Berücksichtigung der 
besonderen konkreten Umstände im Einzelfall keine Einigung erzielt werden kann, ist es fraglos Teil 
der normativen Kompetenz der Verfahrensleitung, den Beweiserhebungstermin abschliessend zu 
bestimmen (vgl. u.a. Entscheid KGer BL 490 19 264 vom 21. April 2020 E. 3.2 b mit Hinweisen). 

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2.3. Aus den eingereichten Unterlagen und den Akten geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft 
Mitte November 2021 versuchte, bis Ende Januar 2022 Termine zu finden, die allen Parteien und 
Rechtsvertretern passten, was sich jedoch als unmöglich erwies. Bereits in den letzten Monaten war 
es aus diversen Gründen (u.a. Landesabwesenheiten, COVID-19-Problematik, Krankheit) äusserst 
schwierig, Einvernahmen anzusetzen und es mussten Termine verschoben bzw. zusätzlich vorgese-
hen werden (vgl. u.a. act. 9499, 9501, 9502, 9503, 9524, 9629, 9630, 9631, 9633, 9635, 9638, 5040, 
5041, 5047). Gemäss Staatsanwaltschaft rückt die Verjährung der ersten vorgeworfenen Straftaten 
in die Nähe (vgl. act. 9631: Sommer 2022), was nicht bestritten wird und auch stimmen mag, da sich 
die Vorwürfe insbesondere auf Handlungen aus den Jahren 2005 bis 2008 beziehen und die Straf-
verfolgung vorliegend in maximal 15 Jahren verjährt (vgl. Art. 97 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 138, 146 
und 158 StGB). Der Rechtsvertreter teilte der Staatsanwaltschaft zwar mit, dass er und/oder sein 
Klient u.a. am 7. Dezember 2021 sowie vom 4. Januar 2022 bis 18. Januar 2020 anderweitig besetzt 
seien. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Termine von Amtes wegen auf den 7. Dezember 2021, 
6., 10. und 14. Januar 2022 festgesetzt hatte, erklärte er mit Eingabe vom 24. November 2021, dass 
er am 7. Dezember 2021 schon seit längerem in einer anderen Strafsache als Verteidiger involviert 
sei und am 6. Januar 2022 einen längst festgesetzten Nachmittagstermin für mehr als 150 Gäste 
als Präsident des Parlaments seiner Wohngemeinde habe; sein Klient werde seinerseits ferienhal-
ber im fernen Ausland weilen.

Was den 7. Dezember 2021 betrifft, wusste der Rechtsvertreter seit dem 22. November 2021, dass 
an diesem Tag eine Zeugeneinvernahme vorgesehen war, sodass er über genügend Zeit verfügte, 
um sich dahingehend zu organisieren, dass er durch Substituierung einer anderen geeigneten 
Rechtsvertretung die Terminansetzung wahrnehmen konnte; selbst wenn es zutreffen mag, dass es 
kein leichtes sein dürfte, eine Vertretung für einen Fall dieser Bedeutung zu bestimmen, wird nicht 
substantiiert behauptet, dass dies für die Angelegenheit vor der Bezirksrichterin N.________ betref-
fend Nötigung etc. nicht machbar war. Dasselbe gilt auch für seinen Nachmittagstermin vom 6. Janu-
ar 2022 als Präsident des Parlaments seiner Wohngemeinde; er bringt denn auch nicht vor, dass 
eine Vertretung – beispielsweise durch den Vizepräsidenten oder die Vizepräsidentin – nicht möglich 
wäre. Was schliesslich die Ferien des Klienten angeht, sind diese weder substantiiert noch ansatz-
weise belegt; überdies wird auch nicht behauptet, dass letzterer sie nicht verschieben könnte. 

Es ist sicherlich bedauerlich, dass zwischen Juli 2017 und April 2021 keine Einvernahmen statt-
gefunden haben und diese nun von Amtes wegen festgesetzt werden müssen, genauso wie es nicht 
sehr glücklich ist, dass die am 22. November 2021 angekündigten Termine allesamt Tage betreffen, 
welche vom Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsbeistand als besetzt angegeben wurden. Es 
stimmt ebenfalls, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mehr als 4 Tage bis Ende Januar 
2022 mitgeteilt hat und soweit ersichtlich nicht sein Klient für die vorherigen Verschiebungen verant-
wortlich war. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Beschleunigungsgebot zu beach-
ten ist. Überdies kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er ausführen lässt, dass 
die Staatsanwaltschaft ausnahmslos Daten wählte, welche immer nur ihn und seinen Rechtsvertre-
ter ausschliessen und sie ihn faktisch «ausladen» wollte. Auch der Antwort der Privatklägerschaft 
vom 14. November 2021 kann entnommen werden, dass sie am 7. Dezember 2021 und 6. Januar 
2022 nicht zur Verfügung stand bzw. steht. Was den Beschuldigten E.________ betrifft, wurde ihm 
bereits am 23. September 2021 mitgeteilt, dass es ausgeschlossen sei, die damals strittige Einver-
nahme (Reservedatum für die Einvernahme vom 28. Oktober 2021) wie beantragt erst im Februar 
2022 durchzuführen, wobei das besagte Datum sodann von Amtes wegen auf einen von ihm als 
besetzt angegebenen Tag festgesetzt wurde (act. 9631). Es liegt schliesslich kein Verstoss gegen 
den Grundsatz des fairen Verfahrens vor; die Staatsanwaltschaft hat die Einvernahmen nicht ohne 

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sachliche Gründe festgelegt und aus den Akten geht nicht hervor, dass sie die eine oder andere 
Partei bevorzugt behandeln würde. 

Die Staatsanwaltschaft war dementsprechend befugt, die Einvernahmetermine zu bestimmen, da 
es erwiesenermassen nicht möglich war, zwischen Mitte November 2021 und Ende Januar 2022 sei 
es auch nur einen einzigen Arbeitstag zu finden, an welchem sowohl die Parteien als auch ihre 
Rechtsvertreter allesamt zur Verfügung standen. 

Unter diesen Umständen liegt keine Rechtsverletzung vor; es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die 
Vorinstanz eine Rechtsverweigerung begangen, ihr Ermessen missbraucht oder allenfalls unan-
gemessen entschieden haben soll. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
wird. 

3.

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO trägt die unterliegende Partei die Kosten des Rechtsmittelverfahrens. 
Der Beschwerdeführer hat folglich die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 
CHF 1’000.- (Gebühr: CHF 800.-, Auslagen: CHF 200.-) zu tragen. Es wird keine Parteientschädi-
gung gesprochen. 

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

II. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 1’000.- (Gebühr: CHF 800.-, Auslagen: CHF 200.-) 
festgesetzt und A.________ auferlegt.

III. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen. 

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 20. Dezember 2021/swo

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: