# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ba8d7e4-d624-51ff-ae70-7e8011678a09
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-04-09
**Language:** de
**Title:** Rückweisung der Sache zu ergänzender Sachverhaltsabklärung und anschliessender Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der einschlägigen Indikatoren sowie erneuter Verfügung über den Rentenanspruch an die Beschwerdegegnerin; Gutheissung und Rückweisung.
**Docket/Reference:** IV.2017.00244
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00244.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00244
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiber Volz
Urteil vom 9. April 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
Dufourstrasse 140, 8008 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___, geboren 1957, hat seit ihrer Einreise in die Schweiz am 24. September 2000 (Urk. 9/5), abgesehen von der Zeit von Juli bis August 2007, als sie bei einem Personalverleihunternehmen tätig war (vgl. IK-Auszug; Urk. 9/26), nie eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (soge
nannter 1. Arbeitsmarkt) ausgeübt und wurde seit ihrer Einreise in die Schweiz im Rahmen der Sozialhilfe unterstützt (vgl. Urk 9/49 S. 3). In der Zeit vom 17. Oktober 2011 (Urk. 9/31 Ziff. 2.1) bis 31. August 2015 (Urk. 9/59) war sie im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms (sogenannter 2. Arbeitsmarkt; Urk. 9/49 S. 2, Urk. 9/26 und Urk. 9/31/7) im Umfang eines teilzeitlichen Ar
beitspensums bei der Y.___, tätig. Am 26. März 2014 meldete sich die Versicherte mit dem Hinweis auf Krankheit (Urk. 9/27 Ziff. 6.1)
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an.
Nach Erlass des Vorbe
scheids vom 28. August 2015 (Urk. 9/52), gegen welchen die Versicherte am 28. Oktober 2015 Einwände erhoben hatte (Urk. 9/58), liess die
Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Versicherte polydisziplinär be
gutachten (Gutachten vom 17. August 2016; Urk. 9/80/2-49).
1.2
Nach Erlass eines erneuten Vorbescheids (Urk. 9/82), gegen welchen die Versi
cherte am 15. Dezember 2016 erneut Einwände erhoben hatte (Urk. 9/86), stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Januar 2017 (Urk. 9/89 = Urk. 2) fest, dass eine andauernde und erhebliche Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen nicht ausgewiesen sei (S. 3), und dass der Versicherten zuzumuten sei, in ren
tenausschliessendem Umfang erwerbstätig zu sein (S. 2), und verneinte einen Anspruch der Versicherten auf Versiche
rungsleistungen (S. 1).
2.
Gegen die Verfügung
26. Januar
2017 (Urk. 2) erhob
die
Versicherte am
23. Februar 2017
Beschwerde (Poststempel; Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen (S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2017 (Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 15. September 2017 (Urk 11) wurde der Beschwerdeführerin antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung gewährt und es wurde ihr von der Beschwerdeantwort Kenntnis gegeben.
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben ei
nes anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose vo
raus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich festgestellte psychi
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorlie
gen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Ar
beits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in ei
nem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild al
lenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund
heitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1).
1.3
Gemäss altem Verfahrensstandard (zum Beispiel BGE 130 V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen ei
ner gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8; Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2017 vom 24. Januar 2018 E. 2.1.1).
1.4
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Be
schwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini
schen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Die
medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
ist
eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Die Rechtsanwender prüfen deshalb die medizinischen Angaben frei, insbeson
dere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbe
dingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest
stellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schiessen lassen (
BGE
143 V 418
E. 5.2).
Gemäss der Rechtsprechung (
BGE 141 V 281 E. 5.2.2
)
wird deshalb von den Gutachtern verlangt, dass sie anhand der einschlägigen Indikatoren das Leistungsvermögen einschätzen. Im Rahmen der freien Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschät
zung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer ob
jektivierten Grundlage erfolgte. Ziel der Beweiswürdigung ist es, eine rentenbe
gründende Invalidität nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden (BGE 141 V 281 E. 6). Ist bei der Würdigung einem nach diesen Grundsätzen erstatteten Gutachten Beweiskraft zuzuerkennen, hat es damit sein Bewenden. Eine davon losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massga
be des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht stat
tfinden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3;
Urteil
e des Bundesgerichts
8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.3
f.
und 8C_460/2017 vom 1. Februar 2018 E. 5.3
).
1.6
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeig
net ist. Daher bleibt es entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztli
cher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann. Namentlich in Fällen, bei denen nach bestehender Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die ihrerseits nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es daher in aller Regel keiner Weiterungen in Form eines strukturierten Beweisverfahrens
(BGE
143 V 409
E. 4.5.3)
.
2.
2.1
Die Ärzte des Z.___, Rheumaklinik, stellten in ihrem Bericht betreffend Arbeitsassessment vom 16. Dezember 2013 die folgenden arbeitsrele
vanten Diagnosen (Urk. 9/23 S. 2):
-
chronische Arthralgien der Hände beidseits
-
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
-
chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom, linksdominant
-
leichte bis mittelgradige depressive Episode
Sie führten aus, dass das arbeitbezogene relevante Problem in einer verminder
ten Belastungstoleranz des Schulter-/Nackenbereichs sowie im Bereich der Len
denwirbelsäule bestehe. Zudem bestehe eine anhaltende psychosoziale Belas
tungssituation als alleinerziehende Mutter von vier Kindern mit Migrationshin
tergrund (S. 2). Der Beschwerdeführerin sei die Ausübung einer behinderungs
angepassten, körperlich leichten Tätigkeit mit Hantieren von Gewichten bis höchstens zehn Kilogramm, ohne repetitive Handbewegungen, bei einem ver
mehrten Pausenbedarf im vollzeitlichen Umfang, insgesamt im Umfang eines Pensums von 80 % zuzumuten. Zusätzlich bestehe eine Leistungseinbusse auf Grund einer psychischen Problematik, welche aus psychiatrischer Sicht zu quantifizieren sei. Da eine leichte bis mittelgradige depressive Episode erfah
rungsgemäss indes nur eine leichte Einschränkung der Leistungsfähigkeit be
gründe, sei in somatischer und psychischer Hinsicht von einer Arbeitsfähigkeit in zumutbaren, behinderungsangepassten Tätigkeiten von insgesamt 70 % aus
zugehen (S. 4).
2.2
Dr. med. A.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2015 (Urk. 9/56) aus, dass die Beschwerdeführe
rin in somatischer Hinsicht unter chronischen Arthralgien beider Hände, einem chronischen, lumbovertebralen Syndrom mit intermittierender Radikulopathie L5 rechts bei Fehlhaltung der Wirbelsäule und Haltungsinsuffizienz, einer femoropatellaren Arthrose beidseits, rechtsbetont mit belastungsabhängigen Schmerzen sowie unter einem chronischen, zervikobrachialen Schmerzsyndrom leide (S. 1). In psychischer Hinsicht leide die Beschwerdeführerin seit Jahren un
ter einer anhaltenden, zuerst leichten, gegenwärtig mittelschweren Depression mit teilweise Episoden einer schweren Depression. Insgesamt bestehe eine Ar
beitsfähigkeit von 30 % sowie eine Leistungsfähigkeit im Haushalt in diesem Umfang (S. 2).
2.3
Dr. med. B.___, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, diagnostizierte mit Bericht vom 19. Oktober 2015 (Urk. 9/57) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und erwähnte, dass die Beschwer
deführerin unter Schlafstörungen, Gedankenkreisen, gedrückter Stimmung so
wie unter einem verminderten Antrieb leide. Sie sei höchstens in einem Umfang von 30 % arbeitsfähig, auch in der Hausarbeit.
2.4
Die Ärzte der C.___ erwähnten in ihrem Bericht vom 2. Juni 2016 (Urk. 9/79), dass eine konventionelle radiologische Untersu
chung der linken Schulter, der Halswirbelsäule (HWS), der Lendenwirbelsäule (LWS), des rechten Kniegelenks und der beiden Füsse der Beschwerdeführerin (S. 1) die folgenden Befunde ergeben habe (S. 2):
-
altersentsprechendes linkes Schultergelenk
-
linkskonvexe Skoliose der HWS mit/bei:
-
Osteochondrose C6/7
-
leichter Unkovertebralspondylose C6 rechts
-
diskreter Chondrose C5/6 mit leichter Antelisthesis C5 und geringer Spondylarthrose C5/6
-
Hyperlordose der LWS mit/bei:
-
geringer Spondylose bei L1, mit einer etwas abgeflachten ventralen Deck- und Bodenplatte L4 und mit einer leichten linksbetonten ISG-Arthrose beidseits
-
beginnende Varusgonarthrose und Femoropatellararthrose rechts mit Subiuxationsstellung des Tibiakopfes nach lateral ohne grösseren Ge
lenks
erguss
-
leichter Hallux valgus beidseits mit mässiger Arthrose im Grosszehen
grundgelenk
2.5
Die Ärzte der Medas D.___ erwähnten in ihrem Gutachten vom 17. August 2016 (Urk. 9/80/2-49), dass die Beschwerdeführerin internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht worden sei, und stellten die folgenden Diagnosen mit wesentlicher Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/80/19):
-
mittelgradige depressive Störung mit:
-
Zweifeln an der therapeutischen Compliance (Venlafaxin-Serumspiegel unmessbar tief)
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit:
-
akzentuierten ängstlichen Persönlichkeitszügen
-
unübersehbarer Verdeutlichungstendenz
-
chronisches zervikovertebrales und linksbetontes zervikospondylo
genes Syndrom bei:
-
Streckhaltung mit Segmentkyphose vom 5. bis 7. Halswirbel und linkskonvexer Skoliose
-
Segementdegenerationen zwischen dem 6. und 7., dem 5. und 6. und dem 1. Und 2. Halswirbel
-
manifeste mediale Gonarthrose und leichte Femoropatellararthrose beid
seits, rechtsbetont, mit:
-
Subluxationsstellung des rechtseitigen Tibiakopfes nach lateral
-
Metatarsalgie beidseits, rechtsbetont, bei:
-
Knick-Senk-Spreizfüssen und leichten Halluces valgi
-
Grosszehengrundgelenksarthrose beidseits
-
leichter Metatarsophalangealgelenksarthrose der Zehe II, bei Status nach dortiger aseptischer Osteonekrose
Der Verfasser des rheumatologischen Teilgutachtens ging davon aus, dass die arbeitsrelevante Problematik in einer Minderbelastbarkeit des Achsenorgans im Bereich der HWS und LWS, beider Kniegelenke und beider Vorfüsse bestehe (Urk. 9/80/33), weshalb der Beschwerdeführerin in somatischer Hinsicht die Ausübung körperlicher Schwerarbeit oder von Arbeiten in nacken-, rücken- und kniebelastenden Positionen nicht mehr zuzumuten sei. Bei der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit in einem Beschäftigungsprogramm im Umfang eines Arbeitspen
sums von 50 %, bei welcher sie kleine Industrie- und Konfektionsarbeiten sowie Demontagen an Klein-Elektrogeräten ausgeführt und in der Kantine mitgehol
fen habe,  habe es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit in wechselnden Ar
beitspositionen gehandelt und damit um eine der Behinderung optimal ange
passte Tätigkeit, deren Ausübung der Beschwerde
führerin im Umfang eines Ar
beitspensums von 100 % zuzumuten sei (Urk 9/80/34). Die Ausübung behinde
rungsangepasster, körperlich leichter und gelegentlich mittelschwerer Tätigkei
ten in wechselnden Körperpositionen, ohne Tätigkeiten in nacken-, rücken- und kniebelastenden Arbeitspositionen sei der der Beschwerdeführerin im Umfang eines Pensums von 100 % zuzumuten (Urk. 9/80/35).
Der Verfasser des psychiatrischen Teilgutachtens erwähnte, dass die Beschwer
deführerin mittels einer Übersetzung in ihrer Muttersprache psychiatrisch explo
riert worden sei (Urk. 9/80/38). Bei der von der Beschwerdeführerin zuletzt aus
geübten Tätigkeit bei einer Recyclingfirma habe sich gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin um eine sehr schwere Arbeit gehandelt, welche für kräftige Männer geeignet gewesen sei, bei deren Ausübung sie unter Schmerzen gelitten habe (Urk. 9/80/42). Die diagnostischen Kriterien für eine mittelgradige depres
sive Episode seien erfüllt, wobei für eine rezidivierende depressive Störung kei
ne ausreichenden Hinweise bestünden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführe
rin die Konzentration im Test im Vergleich zum klinischen Gesamtbild deutlich schlechter angegeben habe, sei auffällig im Sinne einer Inkonsistenz, genüge je
doch nicht für die Annahme einer Aggravation (Urk. 9/80/47).
Die Gutachter attestierten der Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in einem Beschäftigungsprogramm eine Restarbeitsfähigkeit von 50 %, wobei die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich durch psychiatrische Befunde beein
trächtigt werde, und stellten fest, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung körperlich leichter Tätigkeiten in Wechselposition im Umfang eines Arbeitspen
sums von 70 % zuzumuten sei, wobei die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich aus psychischen Gründen beeinträchtigt werde. Des Gleichen bestehe im Haushalt eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit aus psychischen Gründen im Um
fang von 30 % (S. 20).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 2017 (Urk. 2) davon aus, dass die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht zu überzeugen vermöge, und dass gemäss der Rechtspre
chung leichte bis mittelschwere depressive Störungen nur als invalidisierende Krankheiten in Betracht fielen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sei
en. Da noch Therapieoptionen bestünden, sei eine andauernde, erhebliche Ar
beitsunfähigkeit aus psychischen Gründen daher zu verneinen sei (
S. 3
).
3.2
Diesbezüglich gilt es indes zu beachten, dass das Bundesgericht, wie bereits er
wähnt (vorstehend E. 1.2), am
3
0.
November 2017
in BGE
143 V 409
und
143 V 418
entschied, die von der Beschwerdegegnerin angerufene Rechtsprechung aufzugeben, und erkannte, dass sämtliche psychischen Leiden, namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen seien (unter Vorbehalt der Fälle, in welchen davon aus Gründen der Verhältnismässigkeit abgesehen werden kann; vgl. vorstehend E. 1.6). Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systema
tisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung von leistungshindernden äus-seren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Res
sourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist da
bei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat. In diesem Rahmen stellen Verlauf und Aus
gang von Therapien wichtige Schweregradindikatoren dar. Es ist Aufgabe des medizinischen Sachverständigen, nachvollziehbar aufzuzeigen, weshalb trotz (leichter bis) mittelschwerer Depression und an sich guter Therapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle Leistungseinschränkungen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE
143 V 409
E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 E. 5.1).
3.3
Vorliegend befasste sich der psychiatrische Teilgutachten der Ärzte der Medas D.___ (vorstehend E. 2.5) im Rahmen der diagnostizierten somatofor
men Störung zwar summarisch mit den
systematisierte
n
Indikatoren
gemäss der Rechtsprechung. Betreffend den Komplex der „Gesundheitsschädigung” und insbesondere die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde verwies der psy
chiatrische Gutachter der Medas D.___ indes lediglich auf seine Diag
noseliste und die erwähnten Testergebnisse und attestierte der Beschwerdefüh
rerin eine Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in einem Beschäftigungsprogramm von 50 % und in behinderungsan
gepassten Tätigkeiten eine solche im Umfang von 70 %. Diese Arbeitsfähig
keits
beurteilung vermag nicht zu überzeugen. Denn offensichtlich ging der psy
chiatrische Gutachter auf Grund der Angaben der Beschwerdeführerin fälschli
cherweise davon aus, dass es sich bei der von dieser zuletzt ausgeübten Tätig
keit in einem Beschäftigungsprogramm um eine körperlich sehr schwere Arbeit gehandelt habe, welche für kräftige Männer geeignet sei, obwohl der rheumato
logische Gutachter der Medas in seinem rheumatologischen Teilgutachten (vor
stehend E. 2.5) in nachvollziehbarer Weise ausführte, dass es sich bei dieser Tä
tigkeit um kleine Industrie- und Konfektionsarbeiten, um Demontagen an Klein-Elektrogeräten und Arbeiten in der Kantine und damit um eine körperlich leich
te, wechselbelastende Tätigkeit handelte, welche in somatischer Hinsicht der Behinderung der Beschwerdeführerin optimal angepasst war. Betreffend den Komplex der „Gesundheitsschädigung” erlaubt das Gutachten der Ärzte der Me
das daher keine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise der funktionellen Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht.
3.4
Was den Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz beziehungs
weise den Verlauf und den Ausgang von Therapien als
wichtige Schweregra
dindikatoren anbelangt, e
rwähnte der psychiatrische Teilgutachter, dass der Medikamentenspiegel ein kaum nachweisbares Venlafaxin ergeben habe, wobei nicht schlüssig habe geklärt werden können, ob es sich hierbei um eine Mal
compliance oder um Verständnisprobleme bei der Einnahme gehandelt habe (vorstehend E. 2.5). Insgesamt sei die Kooperation bei den verordneten Behand
lungen fraglich gewesen (Urk. 9/80/48). Der psychiatrische Teilgutachter ging zudem davon aus, dass eine Psychotherapie in der Muttersprache der Beschwer
deführerin und eine medikamentöse Therapie weiterhin angezeigt sei (Urk. 9/80/49), und dass davon eine relevante Besserung des Gesundheits
zustandes erwartet werden könne.
3.5
Zu den ebenfalls der Kategorie des funktionellen Schweregrades angehören
den Komplexen „Persönlichkeit"
und
„
sozialer Kontext" enthalten die Unterlagen nur wenige Angaben. So steht fest, dass sich die
Beschwerdeführerin ursprüng
lich um vier ihrer Kinder gekümmert hat, dass indes ihre Tochter im Jahre 2008 und zwei ihre Söhne in den Jahren 2009 und 2010 ausgezogen sind, und dass sie in der Folge zu zwei Kindern keinen Kontakt mehr pflegte. Die Beschwerde
führerin wohnt indes weiterhin mit ihrem jüngsten Sohn zusammen und verfügt über gewisse soziale Kontakte.
Diese Umstände sprechen für das Vorliegen eini
ger persönlicher Ressourcen.
3.6
Auch in der Kategorie „
Konsistenz" beinhalten die Unterlagen nicht ausreichen
de Informationen für eine verlässliche Prüfung
der Arbeitsfähigkeit
. Ein
be
handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck scheint insoweit vorzuliegen, als die
Beschwerdeführerin seit dem Jahre 2014 (Urk. 9/80/42) eine ambulante psychotherapeutische Behandlung in
Anspruch nahm
. Demgegenüber stellten die Gutachter der Medas D.___ im Medi
kamentenspiegel
ein kaum nachweisbares Venlafaxin
sowie
Inkonsistenzen bei den Angaben
der Beschwerdeführerin
zur Konzentration fest
. Die Gutachter ver
traten indes die Ansicht, dass
die geklagten
Beschwerden sich insgesamt
konsis
tent auswirkten (
vorstehend E. 2.5
).
Diesbezüglich enthält das Gutachten der Ärzte der Medas indes nicht genügend Informationen für eine zuverlässige Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht.
4.
4.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vo
r
in
stanz zurückweisen, insbesondere wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht
auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wu
rde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig un
geklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Prä
zi
sierung oder Ergän
zung der me
dizinischen Akten beziehungsweise von gutachtlichen Ausführungen erfor-derlich ist (
BGE 139 V 99 E. 1.1
und 137 V 210 E. 4.4.1.4).
4.2
Nach Gesagtem ergibt sich, dass ein abschliessender materieller Entscheid ge
stützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich ist. Die vorhan
denen medizinischen Unterlagen erlauben, wie in E. 3.3-3.6 dargelegt, keine zu
verlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im nunmehr anzuwendenden struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281. Mangels genügender und nachvollziehbarer Angaben zu den gemäss der Rechtsprechung zu beachtenden Indikatoren erweist sich eine Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit beziehungs
weise des tatsächlich noch erreichbaren restlichen Leistungsvermögens der Be
schwerdeführerin anhand der Indikatoren im Sinne der Rechtsprechung vorlie
gend als unmöglich. Die
Sache ist
deshalb
an die Beschwerde
gegnerin zurückzu
weisen, damit sie
die vorhandenen medizinischen Akten ergänze sowie
den Sachverhalt in Bezug auf die Beeinträchtigung der funktionellen Leistungsfähig
keit der Beschwerdeführerin aus psychischen Gründen ergänzend abkläre und an
schliessend
- nach Vervollständigung der Akten sowie Einholung allfälliger wei
terer wes
ent
licher Entscheidgrundlagen - über den Rentenanspruch der Be
schwerde
führerin neu verfüge. Sinnvollerweise wird sie die Beschwerdeführerin erneut psychiatrisch begutachten lassen oder bei den Ärzten der Medas D.___ ein ergänzendes psychiatrisches Verlaufsgutachten einholen und dabei die begutachtende Stelle mit der Bemessung des Leistungsvermögens der Be
schwerdeführerin
anhand der einschlägigen Indikatoren
beauftragen. Die Be
schwerdegegnerin wird sodann bei dieser Gelegenheit auch die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Erwerbstätige beziehungsweise als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige auf Grund der ergänzten Aktenlage erneut prüfen.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
tona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten sind nach dem Ver
fahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetz
li
chen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6
00.-- fest
zu
setzen
und aus
gangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.
6.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
6.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf
eine Pro
zessent
schädi
gung, welche nach Einsicht in die Kostennote ihrer unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 13) in Berücksichtigung
der Bedeutung der Streitsache
und
der Schwierigkeit des Prozesses
und eines gerichtsüblichen Stundenansat
zes von
Fr.
220
.-- (zuzügl
ich Mehr
wertsteuer) auf Fr. 2’020
.-- (inklusive Baraus
lagen un
d Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde
wird
in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfü
gung
vom
26. Januar 2017
aufgehoben und die Sache an die Sozialversiche
rungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolg
ter Abklärung im Sinne der Erwägun
gen, über den Rentenanspruch der
Be
schwer
de
führerin
neu ver
füge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, Zürich,
eine Prozess
ent
schädigung von
Fr. 2’020
.-- (inkl
usive Barauslagen und Mehrwertsteuer
) zu
bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde
eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannVolz