# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d97aca87-3dc3-5b9f-a52b-a8b1bcb0e71f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2008 C-1153/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1153-2006_2008-08-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1153/2006

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

G._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Martin Jäggi, Neugasse 6, 
8005 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1153/2006

Sachverhalt:

A.
Der aus der Türkei  stammende G._______ (geboren 1967) gelangte 
am 1. November 1989 in die Schweiz und ersuchte um Asyl. Das Asyl-
gesuch wurde am 20. Oktober 1994 letztinstanzlich abgewiesen. Am 1. 
Februar 1995 kehrte der Beschwerdeführer in die Türkei zurück. Dort 
heiratete er am 6. Juni 1995 die Schweizer Bürgerin D._______ (gebo-
ren 1944),  worauf  er  in  den Genuss einer  Aufenthaltsbewilligung im 
Kanton Zürich kam.
Gestützt auf diese Ehe stellte er am 16. März 1999 ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung. Im Rahmen dieses Verfahrens unterzeichne-
ten er und seine Ehefrau am 4. Mai 2000 gemeinsam eine Erklärung, 
wonach  sie  in  einer  tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen 
Gemeinschaft an derselben Adresse zusammenlebten und dass weder 
Trennungs-  noch  Scheidungsabsichten  bestünden.  Gleichzeitig  nah-
men sie unterschriftlich zur Kenntnis, "dass die erleichterte Einbürge-
rung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürgerungsver-
fahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt 
hat  oder  keine  tatsächliche  eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht". 
Ebenfalls bestätigten sie zu wissen, dass die Verheimlichung solcher 
Umstände  zur  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  führen  könne.  Am 
13. Juni  2000 wurde der  Beschwerdeführer  gestützt  auf  Art. 27  des 
Bundesgesetzes  vom 29. September  1952  über  Erwerb  und  Verlust 
des Schweizer Bürgerrechts (Bürgerrechtsgesetz [BüG], SR 141.0) er-
leichtert  eingebürgert. Mit  Urteil  des Bezirksgerichts  Uster  (ZH) vom 
15. Juli  2002 (am 31. August 2002 in Rechtskraft  erwachsen) wurde 
die  Ehe  des  Beschwerdeführers  mit  D._______  geschieden.  Am 
19. Februar 2003 hat er sich in der Türkei mit der türkischen Staastan-
gehörigen Y._______ verheiratet. Mit dieser Frau hatte er vor der Ehe 
mit  der Schweizer Bürgerin drei  gemeinsame Kinder (geboren 1986, 
1990 und 1996). Am 26. Mai 2003 stellte er für Ehefrau und Kinder ein 
Gesuch um Familiennachzug.

B.
In einem Schreiben vom 28. November 2003 teilte die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer  mit,  es bestehe Grund zur  Annahme, dass er  die 
Einbürgerung erschlichen habe und dass die Voraussetzungen für eine 
Nichtigerklärung nach Art. 41 BüG erfüllt seien. Gleichzeitig wurde er 
aufgefordert,  zur  Frage der allfälligen Nichtigerklärung der Einbürge-
rung, zur Scheidung von der schweizerischen Ehefrau sowie zum Ver-

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hältnis  zu  Y._______  Stellung  zu  nehmen.  Der  Beschwerdeführer 
nahm hierzu mit Schreiben vom 22. Dezember 2003 erstmals Stellung 
und bestritt, die Einbürgerung erschlichen zu haben. Dabei gab er die 
Adressen seiner Ex-Ehefrau und weiterer bekannter Personen an, wel-
che  bezeugen  könnten,  dass  es  sich  um eine echte  Ehe  gehandelt 
habe.

C.
Auf Veranlassung der Vorinstanz wurde die schweizerische Ex-Ehefrau 
von der Kantonspolizei Zürich am 5. Juli 2004 befragt. Dabei brachte 
sie  vor,  sie  habe  den  Beschwerdeführer  1993  anlässlich  eines  Ge-
burtstagfestes einer Kollegin in Zürich kennengelernt. Im Frühling 1994 
(März/April)  sei  er  in ihre Wohnung gezogen. Als er  bei  ihr  gewohnt 
habe,  sei  dann auch vom Heiraten gesprochen worden. Definitiv  zur 
Heirat  hätten  sie  sich  ca.  im  November  1994  entschlossen. Bei  der 
Hochzeitsfeier seien nur ein Bruder und zwei Kollegen des Beschwer-
deführers zugegen gewesen. Die Schwiegereltern habe sie nur einmal 
gesehen.  Die  Ehe  habe  bis  ca.  6  Jahre  nach  der  Heirat  (Sommer 
2001) gut funktioniert. Zusammen seien sie ca. fünf Mal für jeweils 14 
Tage  in  die  Süd-Türkei  gereist  (Badeferien).  Daneben  sei  der  Be-
schwerdeführer einmal im Jahr für zwei bis drei Wochen alleine in die 
Türkei zu seinen Eltern gereist. Von zwei seiner Kinder habe sie bei ih-
rer Heirat gewusst. Vom dritten Kind habe sie erst viel später zufällig 
erfahren. Die unterschiedliche kulturelle Herkunft und der Altersunter-
schied hätten keine Rolle gespielt. Probleme in der Ehe habe es erst 
gegeben, als der Beschwerdeführer seine Kinder in die Schweiz habe 
bringen wollen, was sie entschieden abgelehnt habe.

D.
Am 5. August 2004 stellte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine 
Kopie des Befragungsprotokolls zu und teilte ihm mit, sie sehe es als 
erwiesen  an,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  bei  der  Heirat  von 
zweckfremden Motiven habe leiten lassen, namentlich um einen Auf-
enthaltsstatus  für  die  Schweiz  und  später  die  erleichterte  Einbürge-
rung zu erlangen. Indem er mit der Unterzeichnung der Erklärung be-
treffend eheliche Gemeinschaft einen unzutreffenden Eindruck hervor-
gerufen habe, habe er den Tatbestand von Art. 41 BüG erfüllt.

E.
In einer vorläufigen Stellungnahme vom 19. August 2004 bestritt  der 
Beschwerdeführer  den ihm vorgeworfenen Tatbestand. Er habe nach 

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der Scheidung nie mehr heiraten wollen. Er sei jedoch von seinem äl-
teren Sohn sowie vom Vater und Bruder von Y._______ unter  Druck 
gesetzt worden. Deswegen und weil er den Kontakt zu seinen Kindern 
nicht  habe  verlieren  wollen,  habe  er  schliesslich  beschlossen, 
Y._______ zu heiraten.

Am 11. Oktober 2004 teilte die schweizerische Ex-Ehefrau der Vorin-
stanz unaufgefordert mit, sie sei bei der Befragung durch die Polizisten 
in die Enge getrieben und eingeschüchtert worden, so dass es in ihr 
Zweifel  über  die  Echtheit  der  Beziehung  mit  dem Beschwerdeführer 
geweckt habe. Die Ehe sei jedoch von echter Zuneigung getragen ge-
wesen. Sie hätten sechs Jahre lang eine glückliche  und liebevolle Ehe 
geführt.

Nachdem dem Beschwerdeführer  von der  Vorinstanz  Einsicht  in  die 
Verfahrensakten gewährt worden war, hielt er in seiner abschliessen-
den Stellungnahme vom 12. Oktober 2004 im Wesentlichen Folgendes 
fest: Die Beziehung zu Y._______ sei seit jeher so gewesen, dass sie 
sich  zwar  angezogen gefühlt  hätten,  aber  nicht  im Stande gewesen 
seien, zusammenzuleben. Auch als sie im Frühling 1995 mit dem drit-
ten  Kind  schwanger  gewesen  sei,  habe  sie  den  Beschwerdeführer 
nicht heiraten oder mit  ihm zusammenleben wollen. Im Frühling des-
selben Jahres habe ihn die Ex-Ehefrau in der Türkei zwei Mal besucht. 
Anlässlich des zweiten Besuches hätten sie beschlossen zu heiraten. 
Fortan hätten sie in der Schweiz gelebt, wobei sie auch die Freizeit ge-
meinsam  gestaltet  hätten.  Die  Kinder,  welche  bei  Y._______  gelebt 
hätten, habe er mit Geldzahlungen unterstützt. Es sei die Ex-Ehefrau 
gewesen, welche die Auflösung der Ehe angestrebt habe. Er habe sich 
nie scheiden lassen wollen,  habe aber ihrem Wunsch nachgegeben, 
weil er nicht ein unerwünschter Ehemann habe sein wollen. Dass sein 
Wunsch, die Kinder in die Schweiz kommen zu lassen, den Ausschlag 
für die Scheidung gegeben habe, werde bestritten.

F.
Mit Verfügung vom 5. November 2004 sistierte das Migrationsamt des 
Kantons Zürich  das  Gesuch des Beschwerdeführers  um Bewilligung 
der  Einreise  seiner  jetzigen  Ehefrau  und  Kinder  bis  zum Abschluss 
des Verfahrens betreffend Nichtigerklärung der erleichterten Einbürge-
rung.

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G.
Am  15.  März  2005  bzw.  4.  April  2005  erteilten  die  Heimatkantone 
Schwyz und Zürich die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleich-
terten Einbürgerung.

H.
Mit Verfügung vom 10. Mai 2005 erklärte die Vorinstanz die erleichterte 
Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig. Zur Begründung wur-
de ausgeführt,  der  Beschwerdeführer  stamme aus Ostanatolien  und 
aus einem sehr traditionell geprägten Umfeld. Dort sei die Heirat zwi-
schen einem jungen Mann und einer um 23 älteren Frau unüblich und 
finde keine Akzeptanz. Es könne auch nicht davon ausgegangen wer-
den, dass es sich  bei der Beziehung zwischen ihm und Y._______ le-
diglich um eine lockere Verbindung gehandelt habe. Dabei sei insbe-
sondere hervorzuheben, dass der Beschwerdeführer in der Zeit  zwi-
schen seiner Rückkehr in die Türkei am 1. Februar 1995 und der Hei-
rat mit seiner nachmaligen schweizerischen Ehefrau am 6. Juni 1995 
mit  Y._______,  mit  welcher  er  bis  zu  diesem Zeitpunkt  bereits  zwei 
Kinder gehabt  habe,  ein drittes Kind gezeugt  habe. Der Darstellung, 
wonach auch aktuell keine enge Bindung zu Y._______ bestehe, da er 
sie  nicht  einmal  im Frühling 1995 habe zivilrechtlich heiraten wollen 
und mit  ihr auch heute nicht zusammenlebe, könne kein Glaube ge-
schenkt werden. Aufgrund der gesamten Umstände sei davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer seine schweizerische Ehefrau aus 
sachfremden Motiven geheiratet und während der Ehe ein Doppelle-
ben geführt habe. Indem er gegenüber der Einbürgerungsbehörde sei-
ne  wahren  Beweggründe  und  Absichten  verheimlicht  habe,  habe  er 
den Tatbestand von Art. 41 BüG erfüllt.

I.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom 16.  Juni  2005  an  das  Eidgenössische 
Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beantragt der Beschwerdefüh-
rer, die Nichtigerklärung der Einbürgerung sei aufzuheben und es sei 
ihm das Schweizer Bürgerrecht zu belassen. In prozessualer Hinsicht 
ersucht er um den Beizug der Scheidungsakten, um seine persönliche 
Befragung,  um die  Einvernahme der  Ex-Ehefrau  sowie  weiterer  be-
kannter  Personen als Zeugen und um Ansetzung einer Frist  zur  Be-
schwerdeergänzung  nach  Einsichtnahme in  die  vorinstanzlichen  Ak-
ten. Zur Begründung seiner prozessualen Anträge (persönliche Befra-
gung  und  Zeugeneinvernahme)  macht  der  Beschwerdeführer  einer-
seits geltend, die polizeiliche Befragung der Ex-Ehefrau sei unvollstän-

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dig und enthalte zu wesentlichen Fragen keine oder auch falsche An-
gaben.  Andererseits  wäre  die  Verweigerung  der  persönlichen  Anhö-
rung des Beschwerdeführers und der beantragten Zeugeneinvernah-
men eine Verletzung von Art. 6 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101). Denn der Entzug der Nationalität greife fundamental  in seine 
Rechtsstellung  und  seinen  Personenstatus  ein.  Hinzu  komme,  dass 
sich der Anspruch des Beschwerdeführers, seine Nationalität und da-
mit sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu behalten, sich auch auf 
Artikel 8 EMRK stütze. In Materieller Hinsicht wird vollumfänglich be-
stritten, dass er die Einbürgerung erschlichen habe. Den Beweis dazu 
sei die Vorinstanz bislang denn auch schuldig geblieben. Es stehe fest, 
dass das Verfahren aufgrund eines krassen Fehlers  der  Schweizeri-
schen Botschaft in Ankara eingeleitet worden sei. Diese habe in ihrem 
Bericht vom 16. Juli  2003 an die Vorinstanz fälschlicherweise festge-
halten,  der Beschwerdeführer habe sich am 31. Oktober 2000 ("drei 
Monate  nach  Erhalt  der  schweizerischen  Nationalität")  von  seiner 
schweizerischen Ehefrau scheiden lassen. Ebenfalls falsch in diesem 
Bericht  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  im Jahre  1985 eine "Imam-
Ehe"  mit  Y._______  geschlossen  habe.  Während  des  Zusammenle-
bens  mit  D._______  habe  er  mit  Y._______  keine  Kinder  mehr  ge-
zeugt. Dass das dritte Kind nach der Eheschliessung mit  D._______ 
zur Welt gekommen und demnach im März 1995 gezeugt worden sei, 
spreche nicht gegen die Echtheit der Beziehung und Ehe, sondern er-
kläre  sich  daraus,  dass  der  Beschwerdeführer  zuerst  gemeint  habe, 
die Beziehung sei  mit  seiner Ausreise beendet. Dass ferner vom Al-
tersunterschied  (23  Jahre)  auf  zweckfremde Motive  (Heirat  zum Er-
werb des Aufenthalts- und später des Bürgerrechts) geschlossen wer-
de,  sei  diskriminierend  und  frauenfeindlich.  Schliesslich  sei  die  Be-
gründung der Vorinstanz bezüglich der Hochzeitsfeier widersprüchlich. 
Wenn die Heirat eines jüngeren Mannes mit einer älteren Frau in der 
Herkunftsregion  des  Beschwerdeführers  keine  gesellschaftliche  Ak-
zeptanz finde, dann erkläre dies auch die Nüchternheit und den klei-
nen Rahmen der Feier.

J.
Mit Zwischenverfügung vom 9. November 2005 gewährte die instruie-
rende Behörde des EJPD dem Beschwerdeführer die anbegehrte Frist 
zur Nachreichung einer Beschwerdeergänzung und wies ihn gleichzei-
tig auf die Möglichkeit hin, allfällige Bestätigungsschreiben der von ihm 
angeführten Zeugen einzureichen. 

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K.
Mit ergänzender Eingabe vom 9. Dezember 2005 hält der Beschwer-
deführer an den beantragten Zeugeneinvernahmen fest und verweist 
auf die gleichzeitig eingereichte schriftliche Erklärung der schweizeri-
schen Ex-Ehefrau vom 31. Oktober 2005. Darin bestätigt diese im We-
sentlichen ihre früher gemachten Aussagen, macht gegenüber der po-
lizeilichen Befragung vom 5. Juli  2004 in Bezug auf die Scheidungs-
gründe jedoch abweichend geltend, sie hätten sich ab Sommer 2001 
auseinandergelebt,  wobei sich der Konflikt  schleichend abgezeichnet 
habe. Sie seien damals beruflich sehr angespannt gewesen. Ihr Mann 
habe  oft  Überstunden  leisten  müssen  und  begonnen,  seine  Zeit  in 
Restaurants  zu  verbringen.  Schliesslich  habe  sie  sich  gesagt,  dass 
diese Beziehung ihr nichts mehr bringe. Ende 2001 habe sie dann die 
Scheidung verlangt, womit ihr Mann zunächst nicht einverstanden ge-
wesen sei. Streit über den Nachzug der Kinder habe es zwar gegeben, 
aber nicht so wie in der Einvernahme (vom 5. Juli 2004) festgehalten. 
Ihr Mann habe die Kinder während der Schulferien in die Schweiz ho-
len wollen,  später  dann vielleicht  für  längere Zeit,  was sie aber ent-
schieden abgelehnt habe.

L.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 
2005 die Abweisung der Beschwerde und führt im Wesentlichen aus, 
das  Verfahren  betreffend Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  sei  auf-
grund des Schreibens der Migrationsbehörde des Kantons Zürich vom 
16. Oktober 2003 eingeleitet worden. In diesem Schreiben werde be-
reits vom 31. August 2002 als Scheidungsdatum ausgegangen. Ferner 
müsse aufgrund der gesellschaftlichen Verhältnisse im Herkunftsland 
des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass die Bezie-
hung zwischen ihm und Y._______ wenigstens auf traditionelle Weise 
legitimiert  gewesen sei. Die Auffassung der Vorinstanz,  wonach sich 
der Beschwerdeführer bei der Heirat mit der schweizerischen Ex-Ehe-
frau  von  zweckfremden  Motiven  habe  leiten  lassen,  stütze  sich 
schliesslich nicht nur auf den grossen Altersunterschied sondern auf 
eine Vielzahl von Indizien. Bezüglich der widersprüchlichen Angaben 
der Ex-Ehefrau zwischen der Befragung vom 5. Juli 2004 und den Aus-
führungen in der Erklärung vom 31. Oktober 2005 erscheine es offen-
sichtlich,  dass mit  der besagten Erklärung versucht  werde, dem Be-
schwerdeführer einen Gefallen zu erweisen. Im vorliegenden Fall zeig-
ten sich die typischen Merkmale einer missbräuchlichen Einbürgerung 
in "klassischer Weise". Es liege in der Natur der Sache, dass sich der 

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Nachweis nicht direkt, sondern nur anhand verschiedener Indizien er-
bringen lasse. Diese Indizien lägen jedoch in einer derartigen Dichte 
vor, dass dieser Nachweis als erbracht anzusehen sei. 

M.
In seiner Replik vom 7. März 2006 hält der Beschwerdeführer an sei-
nen Ausführungen in der Beschwerde und den Beweismitteln vollum-
fänglich fest. Insbesondere wird  nochmals  darum ersucht,  die  bean-
tragten  Zeugeneinvernahmen vorzunehmen. D._______  und  der  Be-
schwerdeführer hätten eine normale Ehe geführt  und seien sich treu 
gewesen. Sie würden auch heute noch zusammenleben, hätte die Ex-
Ehefrau nicht die Scheidung verlangt und eine Angestellte der Schwei-
zerischen Botschaft in Ankara ein falsches Datum in die Welt gesetzt. 
Dass der Beschwerdeführer eine voreheliche Beziehung gehabt habe, 
sei unbestritten. Das jüngste Kind sei denn auch einige Zeit vor dem 
Entschluss zur Heirat mit D._______ gezeugt worden. Dem Beschwer-
deführer könne auch niemand verargen, dass er in der Folge (nach der 
Scheidung) nicht habe alleine leben wollen und, statt irgendeine neue 
Frau zu suchen, zur vorehelichen zurückgekehrt sei.

N.
Auf den weiteren Inhalt der Akten (inkl. der beigezogenen Akten des 
Migrationsamtes des Kantons Zürich) wird, soweit rechtserheblich, in 
den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.2 Beim EJPD als einer der Vorgängerorganisationen des Bundesver-
waltungsgerichts zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verwaltungsge-
richtsgesetzes am 1. Januar 2007 noch hängige Beschwerdeverfahren 
in  dieser  Materie  werden  vom  Bundesverwaltungsgericht  übernom-
men. Die  Beurteilung erfolgt  nach Massgabe des neuen Verfahrens-
rechts (Art. 53 Abs. 2 VGG). Dieses verweist in Art. 37 VGG auf das 
Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

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(VwVG, SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz keine ab-
weichenden Bestimmungen aufstellt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG). 

1.3 Als Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer durch die ange-
fochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Aufhebung (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- 
und formgerecht eingereichte Beschwerde ist  daher einzutreten (vgl. 
Art. 50 und 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und  – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  – die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seines Entschei-
des (vgl. E. 1.2 des in  BGE 129 II  215 teilweise publizierten  Urteils 
2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1  BüG kann ein Ausländer  nach der  Ehe-
schliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung stellen, wenn er insgesamt fünf Jahre in der Schweiz ge-
wohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher 
Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Nach dem Wortlaut und 
Wortsinn der Bestimmung müssen sämtliche Voraussetzungen sowohl 
im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch anlässlich der Einbür-
gerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es insbesondere im Zeitpunkt des 
Entscheids an der ehelichen Gemeinschaft,  darf die erleichterte Ein-
bürgerung nicht ausgesprochen werden (BGE 130 II 482 E. 2 S. 484; 
129 II 401 E. 2.2 S. 403).

3.2 Der  Begriff  der  "ehelichen  Gemeinschaft"  im  Sinne  des  Bürger-
rechtsgesetzes  unterscheidet  sich  nach  bundesgerichtlicher  Recht-
sprechung  von  demjenigen  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs 
vom  10.  Dezember  1907  (ZGB,  SR  210),  wie  er  beispielsweise  in 
Art. 159 ZGB verwendet wird. Er verlangt über die formelle Ehe hinaus 

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den  Bestand  einer  tatsächlichen  Lebensgemeinschaft.  Eine  solche 
kann  nur  bejaht  werden,  wenn  der  beidseitige,  auf  die  Zukunft 
gerichtete  Wille  zu  einer  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  intakt  ist 
(BGE  130  II  482  E.  2  S.  484).  Denn  der  Gesetzgeber  wollte  dem 
ausländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers  die  erleichterte 
Einbürgerung  ermöglichen,  um  die  Einheit  des  Bürgerrechts  der 
Ehegatten gerade im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern 
(vgl. Botschaft des Bundesrats vom 27. August 1987 zur Änderung des 
Bürgerrechtsgesetzes,  BBl  1987  III  310).  Ein  Hinweis  auf  den 
fehlenden Willen  der  Ehegatten,  die  eheliche Gemeinschaft  aufrecht 
zu  erhalten,  kann  im  Umstand  liegen,  dass  kurze  Zeit  nach  der 
Einbürgerung das Scheidungsverfahren eingeleitet wird.

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die Einbürgerung vom Bundes-
amt mit Zustimmung der Behörde des Heimatkantons innert fünf Jah-
ren nichtig erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Ver-
heimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen, d.h. mit einem unlaute-
ren oder  täuschenden Verhalten  erwirkt  worden ist. Arglist  im Sinne 
des  strafrechtlichen  Betrugstatbestandes  wird  nicht  verlangt.  Es  ge-
nügt,  wenn der Betroffene bewusst  falsche Angaben macht  bzw. die 
Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf 
auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebli-
che Tatsache zu informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 114 f., 130 
II 482 E. 2 S. 484, je mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, dass die 
Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt 
der Verfügung vorliegen müssen, so muss er die Behörden unaufgefor-
dert  über  eine  nachträgliche  Änderung  der  Verhältnisse  orientieren, 
von der er weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürgerung ent-
gegegensteht.  Die  Pflicht  dazu  ergibt  sich  aus  dem  Grundsatz  von 
Treu  und  Glauben  und  aus  der  verfahrensrechtlichen  Mitwirkungs-
pflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrer-
seits darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte bei passi-
vem Verhalten des Gesuchstellers nach wie vor der Wirklichkeit  ent-
sprechen (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.). Mit anderen Worten 
setzt die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung nicht voraus, 
dass im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung bzw. der erleichterten 
Einbürgerung bereits konkrete Schritte bezüglich Trennung oder Schei-
dung unternommen worden sind. Es genügt, wenn im fraglichen Zeit-
raum Trennungs- oder Scheidungsabsichten bestehen und dies gegen-
über der Behörde bewusst verschwiegen wird.

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4.
Die formellen Voraussetzungen gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG für  eine 
Nichtigerklärung  sind  vorliegend  erfüllt.  Die  Kantone  Zürich  und 
Schwyz  als  Heimatkantone  haben  die  Zustimmung zur  Nichtigerklä-
rung der erleichterten Einbürgerung erteilt und die Nichtigerklärung ist 
seitens der zuständigen Instanz innert der gesetzlichen Frist von fünf 
Jahren ergangen (zur Fristberechnung vgl. Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts C-1140/2006 vom 17. Dezember 2007, E. 3, mit Hinwei-
sen auf die bundesgerichtlichen Rechtssprechung).
Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob auch die materiellen Voraussetzun-
gen gegeben sind, ob der Beschwerdeführer mit andern Worten seine 
Einbürgerung durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher 
Tatsachen im Sinne der oben stehenden Erwägungen erschlichen hat.

5.
5.1 Im  Verfahren  betreffend  Widerruf  der  erleichterten  Einbürgerung 
gilt, wie in der Bundesverwaltungsrechtspflege allgemein, der Untersu-
chungsgrundsatz  (Art.  12  VwVG)  und  der  Grundsatz  der  freien  Be-
weiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 
4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). Frei 
ist die Beweiswürdigung vor allem darin, dass sie nicht an bestimmte 
starre Beweisregeln gebunden ist,  die dem Richter  genau vorschrei-
ben, wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweis-
wert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben (FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage Bern 1983, S. 278 f.; 
zu den Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Die Folgen der Be-
weislosigkeit trägt die Verwaltung (Beweislast).

5.2 Von entscheidender Bedeutung in einem Verfahren wie dem vorlie-
genden ist die Frage, ob die Ehe im massgeblichen Zeitraum (während 
des gesamten Gesuchsverfahrens) tatsächlich gelebt wurde, und falls 
ja,  ob  bei  den  Ehepartnern  der  ungebrochene  Wille  bestand,  diese 
Ehe auf unbestimmte Zeit fortzuführen. Nun handelt es sich aber ins-
besondere beim Willen, die eheliche Gemeinschaft aufrechtzuerhalten, 
um eine innere, mentale Haltung, die sich naturgemäss dem direkten 
Beweis entzieht. Die Verwaltung kommt deshalb im Rahmen der Be-
weiswürdigung nicht darum herum, von bekannten Tatsachen (Vermu-
tungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen. Bei den 
tatsächlichen Vermutungen handelt es sich um Wahrscheinlichkeitsfol-
gerungen,  die  auf  Grund der  Lebenserfahrung gezogen werden. Als 
ein Problem der Beweiswürdigung berühren die tatsächlichen Vermu-

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tungen weder die Beweislast noch den Untersuchungsgrundsatz. Letz-
terer gebietet zwar, dass die Verwaltung auch nach entlastenden, das 
heisst  die Vermutung erschütternden Elementen sucht. Bei  Sachver-
halten im Zusammenhang mit der erleichterten Einbürgerung liegt es 
aber in der Natur der Sache, dass solche entlastenden Elemente der 
Verwaltung oft nicht bekannt sein dürften und nur der Betroffene darü-
ber Bescheid wissen kann. Es ist  deshalb am Betroffenen,  der dazu 
nicht nur aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet 
ist,  sondern daran auch ein erhebliches Eigeninteresse haben muss, 
die Vermutung durch den Gegenbeweis oder durch erhebliche Zweifel 
umzustürzen,  indem er  Gründe oder  Sachumstände aufzeigt,  die  es 
als überzeugend (nachvollziehbar) erscheinen liessen, dass eine an-
geblich noch wenige Monate zuvor bestehende, ungetrennte eheliche 
Gemeinschaft in der Zwischenzeit dergestalt in die Brüche ging, dass 
es zur Scheidung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 ff. mit weiteren 
Hinweisen und Quellenangaben).

6.
Aus den Akten ergibt sich der folgende vom Beschwerdeführer nicht 
bestrittene Sachverhalt: Der Beschwerdeführer unterhielt in seiner Hei-
mat ab 1985 eine Beziehung mit der damals 13-jährigen Y._______. Im 
August 1986 kam das erste Kind zur Welt. Nachdem er im November 
1989 in die Schweiz gelangt war und um Asyl ersucht hatte, wurde im 
Januar 1990 das zweite Kind geboren. Am 30. August 1990 wurde das 
Asylgesuch  erstinstanzlich  abgewiesen,  wogegen  sogleich  Be-
schwerde erhoben wurde. Im Jahre 1993 lernte der Beschwerdeführer 
die um 23 Jahre ältere D._______ kennen und zog im Frühling 1994 
(März/April) zu ihr in deren Wohnung. Mit Urteil vom 20. Oktober 1994 
bestätigte  die  Schweizerische  Asylrekurskommission  letztinstanzlich 
den negativen Asylentscheid und setzte dem Beschwerdeführer eine 
Ausreisefrist bis 31. Januar 1995 an. Am 1. Februar 1995 verliess der 
Beschwerdeführer  die  Schweiz,  kehrte  in  seine  Heimat  zurück  und 
nahm sogleich die Beziehung mit Y._______ wieder auf (Zeugung des 
dritten Kindes im März 1995). Noch im Frühling deselben Jahres be-
suchte D._______ den Beschwerdeführer in der Türkei. Anlässlich ei-
nes weiteren Besuches heirateten sie am 6. Juni 1995. Gestützt  auf 
diese Heirat erhielt der Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung 
im Kanton Zürich und zog im November 1995 zu seiner Ehefrau in die 
Schweiz. Am 16. März 1999 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch 
um  erleichterte  Einbürgerung.  Im  Rahmen  dieses  Verfahrens  unter-
zeichnete er zusammen mit seiner Ehefrau am 4. Mai 2000 die Erklä-

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rung, wonach sie in einer intakten ehelichen Gemeinschaft leben wür-
den, worauf am 13. Juni 2000 die erleichterte Einbürgerung des Be-
schwerdeführers folgte. Im Dezember 2001 reichten die Ehegatten ge-
meinsam ein Scheidungsbegehren ein. Die Ehe wurde mit Urteil vom 
15. Juli 2002 geschieden (am 31. August 2002 in Rechtskraft erwach-
sen). Am 19. Februar 2003 (sechseinhalb  Monate später) hat er sich 
mit Y._______ verheiratet. Am 26. Mai 2003 stellte er für sie und die 
drei gemeinsamen Kinder ein Gesuch um Familiennachzug.

7.
Die dargestellten Eckdaten (Beziehung und gemeinsame Kinder mit ei-
ner jungen türkischen Landsmännin, Heirat einer um 23 Jahre älteren 
Schweizerin nach Abschluss des Asylverfahrens bzw. Verlust des Auf-
enthaltsrechts in der Schweiz, Scheidung nach der erleichterten Ein-
bürgerung, Heirat der Mutter seiner Kinder und Einreichung eines Fa-
miliennachzugsgesuch für sie und die gemeinsamen Kinder) sprechen 
gegen den Beschwerdeführer. Aufgrund einer Gesamtwürdigung die-
ser einzelnen Sachverhaltselemente besteht die natürliche Vermutung 
dass  der  Beschwerdeführer  durch  das  Eingehen  der  Ehe  mit  einer 
Schweizer  Bürgerin  nicht  beabsichtigte,  eine  dem  obgenannten 
Rechtsverständnis  entsprechende,  auf  Dauer und Ausschliesslichkeit 
ausgerichtete Lebensgemeinschaft zu begründen. Vielmehr lassen die 
objektiven  Umstände  vermuten,  dass  er  seinen  familiären  Schwer-
punkt stets bei seiner türkischen Partnerin und den gemeinsamen Kin-
dern hatte und die Ehe mit  der Schweizer Bürgerin im Wesentlichen 
zur Verfolgung seiner persönlichen (ausländerrechtlichen) Ziele einge-
gangen ist und dies im Einbürgerungsverfahren wissentlich verschwie-
gen hat.

8.
Nachfolgend ist  zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, 
diese natürliche Vermutung zu widerlegen. Dazu braucht er zwar nicht 
den Nachweis zu erbringen,  dass  die  Ehe zum massgeblichen Zeit-
punkt intakt war, denn eine tatsächliche Vermutung führt nicht zur Um-
kehr  der  Beweislast.  Es  genügt,  wenn  der  Beschwerdeführer  eine 
plausible  Alternative  zur  dargesellten  Vermutungsfolge  präsentieren 
kann. Er kann den Gegenbeweis erbringen,  indem er beispielsweise 
den Eintritt eines ausserordentlichen Ereignisses dartut, das geeignet 
ist, den raschen Verfall der ehelichen Bande zu erklären, und dass er 
demzufolge zum Zeitpunkt,  als  er  die  Erklärung unterzeichnete,  den 
wirklichen  Willen  hatte,  weiterhin  eine  stabile  eheliche  Beziehung 

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aufrecht  zu  erhalten  (vgl.  das  oben  zitierte  Urteil  sowie  Urteile  des 
Bundesgerichts  5A.13/2005  vom  6.  September  2005  E.  4.2  und 
5A.23/2005 vom 22. November 2005 E. 5.2). Angesichts der Indizien, 
auf die sich die natürliche Vermutung vorliegend stützt, sind indessen 
keine  geringen  Anforderungen  zu  stellen,  wenn  es  darum  geht 
glaubhaft zu machen, dass die Ehe erst nach der erleichterten Ehe in 
die Krise kam und scheiterte.

8.1 Der Beschwerdeführer behauptet zunächst, das Verfahren betref-
fend  Nichtigerklärung  sei  durch  falsche  Angaben  ("Imam-Ehe"  von 
1985  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  Y._______,  Datum  des 
Scheidungsurteils)  einer  Angestellten  der  Schweizerischen Botschaft 
in Ankara ausgelöst worden. Abgesehen davon, dass der Grund für die 
Einleitung des Verfahrens unerheblich ist, hat die Vorinstanz von An-
fang an nie auf das falsche Datum der Scheidung (31. Oktober 2000) 
abgestellt,  sondern  ist  immer  vom  31.  August  2002  (Datum  der 
Rechtskraft  des  Scheidungsurteils)  ausgegangen.  Zudem  hat  sie  in 
der angefochtenen Verfügung weder das Wort "Imam-Ehe" noch den 
Zeitpunkt  einer  religiösen  oder  sonst  einer  auf  traditionelle  Art  ge-
schlossenen Verbindung erwähnt. Unbestritten ist, dass der Beschwer-
deführer  mit  Y._______  vor  und  nach  der  Ehe  mit  D._______  eine 
enge Beziehung hatte. Eine Beziehung, die drei Kinder hervorgebracht 
hat,  und die auch während der Ehe des Beschwerdeführers mit  der 
Schweizer  Bürgerin  wohl  nie  wirklich  abgebrochen  wurde.  Gemäss 
den Angaben seiner Ex-Ehefrau hat der Beschwerdeführer anlässlich 
der jährlich in der Südtürkei verbrachten Badeferien jeweils auch einen 
Teil dieser Urlaube für Besuche seines Heimatdorfes benutzt (vgl. Er-
klärung der Ex-Ehefrau vom 31.Oktober 2005 S. 3). Daneben ging er 
jedes Jahr für  ca. zwei bis drei  Wochen alleine zu sich nach Hause 
(vgl. Protokoll der Kantonspolizei Zürich vom 5. Juli 2004 S. 4). Dass er 
beim Besuch der  Kinder  in  seiner  Heimat  auch  Y._______ getroffen 
haben dürfte, liegt auf der Hand.

8.2 In ihrer Erklärung vom 31. Oktober 2005, die der Beschwerdefüh-
rer in seiner ergänzenden Eingabe vom 9. Dezember 2005 zum inte-
grierenden Bestandteil  der  Beschwerde  erhoben  hat,  macht  die  Ex-
Ehefrau geltend, die Scheidungsgründe, welche anlässlich der Einver-
nahme vom 5. Juli 2004 protokolliert worden seien, würden nicht stim-
men. Damals sagte sie aus, die Schwierigkeiten in der Ehe im Sommer 
2001 seien in erster Linie aufgetreten, weil der Beschwerdeführer sei-
ne Kinder in die Schweiz habe bringen wollen,  was sie entschieden 

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abgelehnt  habe. Er  sei  auch praktisch nie  mehr  zu Hause gewesen 
und habe gemacht, was er wolle (vgl. Protokoll der Kantonspolizei Zü-
rich a.a.O. S. 3). Am 31. Oktober 2005 erklärte sie hingegen, der Kon-
flikt habe sich ab Mitte 2001 schleichend entwickelt. Sie seien damals 
beruflich sehr angespannt gewesen und der Beschwerdeführer habe 
angefangen,  "in  den Beizen zu hocken" (vgl. Erklärung a.a.O. S. 2). 
Der Streit wegen des Nachzuges der Kinder wird nur noch am Rande 
erwähnt und mit  der  Bemerkung "Das mag zu unserer  Entfremdung 
beigetragen haben" heruntergespielt (vgl. Erklärung a.a.O. S. 4). Einer-
seits fällt auf, dass der Widerspruch zwischen Einvernahme und Erklä-
rung eigentlich nur in der Gewichtung der Scheidungsgründe liegt. An-
dererseits weist nichts darauf hin, dass die Befragung durch die Kan-
tonspolizei  Zürich nicht korrekt verlaufen ist. Die Ex-Ehefrau hat  das 
Protokoll am Schluss gelesen und den Inhalt mit ihrer Unterschrift be-
stätigt. Von einer plötzlichen Vorladung durch die Polizei kann – wie die 
Vorinstanz zutreffend festhielt  – keine Rede sein. Kontakte zwischen 
der vormaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers und der Ex-
Ehefrau bestanden offenbar schon Monate vor dieser Befragung (vgl. 
Schreiben  vom  22.  Dezember  2003),  weshalb  sie  von  da  an  damit 
rechnen musste, diesbezüglich befragt zu werden. Auch weist die Art 
der Befragung nicht darauf hin, dass die Ex-Ehefrau dabei in die Enge 
getrieben oder  sonst  unter  Druck gesetzt  worden wäre. Ganz offen-
sichtlich  hat  sie  nach  der  Befragung  realisiert,  dass  sie  dem  Be-
schwerdeführer schaden könnte, weshalb sie ihre Aussagen später zu 
relativieren versuchte. Für den Streit wegen der Frage des Nachzugs 
der  Kinder  als  Hauptgrund für  die  Ehekrise  und die  anschliessende 
Scheidung spricht das im August 2001 von den beiden älteren Kindern 
eingereichte Gesuch um Bewilligung eines Besuchsaufenthaltes in der 
Schweiz. Als Gastgeberin wurde damals eine gewisse Frau F._______ 
(seit 1. März 2004 Vermieterin des Beschwerdeführers) vorgeschoben. 
Mit  der  Ablehnung jenes Besuchsaufenthaltes  am 10. Oktober  2001 
musste  es  dem Beschwerdeführer  endgültig  bewusst  gewesen sein, 
dass  nur  eine  Scheidung  und  die  anschliessende  Heirat  von 
Y._______ dazu führen kann, in Zukunft zusammen mit seinen Kindern 
in der Schweiz zu leben. Aus dem Umstand, dass die Scheidung dann 
von  der  Ex-Ehefrau  eingeleitet  wurde,  kann  der  Beschwerdeführer 
nichts  zu  seinen  Gunsten  ableiten. Indem er  darauf  beharrte,  seine 
Kinder nachkommen zu lassen, hat er das Scheitern der Ehe provo-
ziert, um nach der erleichterten Einbürgerung zu einer Scheidung und 
anschliessenden Heirat mit Y._______ zu kommen.

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8.3 Gegen  die  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerdeführers  spricht  im 
Weiteren, dass er in Bezug auf den Grund der Heirat mit  Y._______ 
selbst  widersprüchliche Angaben gemacht  hat. Noch im vorinstanzli-
chen  Verfahren  (vgl.  seine  Stellungnahmen  vom  19.  August  und 
12. Oktober  2004)  behauptete  er,  er  habe  nach  der  Scheidung  nie 
mehr  heiraten wollen. Er  sei  jedoch von seinem älteren Sohn sowie 
vom Vater und Bruder von Y._______ unter Druck gesetzt und sogar 
bedroht  worden. Auf  Beschwerdeebene  präsentiert  sich  eine andere 
Version dieses Ereignisses. Nun wird geltend gemacht, niemand kön-
ne  dem Beschwerdeführer  verargen,  wenn er  (nach  der  Scheidung) 
nicht alleine habe leben wollen und beschlossen habe, zu seiner frü-
heren Geliebten zurückzukehren (vgl. Replik  vom 7. März 2006 S. 3 
Ziff. 4 und 6). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er sei-
ner Ex-Ehefrau immer treu gewesen sei, zumal er das jüngste Kind ei-
nige  Zeit  vor  dem Entschluss  zur  Heirat  gezeugt  habe,  ist  ebenfalls 
nicht glaubhaft. Gemäss den Angaben seiner Ex-Ehefrau erfolgte der 
definitive Entschluss zur Heirat noch in der Schweiz und zwar zu ei-
nem Zeitpunkt,  als bereits feststand,  dass der Beschwerdeführer die 
Schweiz nach Abschluss des Asylverfahrens definitiv verlassen muss-
te (vgl. Protokoll der Kantonspolizei Zürich a.a.O. S. 1). Der Beschwer-
deführer  durfte  daher  nach  seiner  damaligen  Rückkehr  nicht  guten 
Glaubens  davon  ausgehen,  dass  die  Beziehung  mit  D._______  zu 
Ende war.

8.4 Der Einwand des Beschwerdeführers,  wonach man aus dem Al-
tersunterschied  zwischen  ihm  und  der  Ex-Ehefrau  nicht  auf  zweck-
fremde Motive bei  der  Heirat  schliessen könne,  geht  fehl. Einerseits 
stellt der Altersunterschied – wie die Vorinstanz zutreffend ausführte – 
eines von mehreren Indizien dar. Andererseits ist die vorliegende Kon-
stellation  nicht  mit  den  vom Beschwerdeführer  erwähnten  Ehen  be-
rühmter Männer mit älteren Frauen vergleichbar. In casu hatte der Be-
schwerdeführer zunächst eine enge Beziehung mit einer um fünf Jahre 
jüngeren Frau, bevor er eine um 23 Jahre ältere Frau heiratete. Nach 
der Scheidung intensivierte er die Beziehung zur jungen Frau wieder. 
Dass demnach die Vorinstanz den Altersunterschied in die Indizienket-
te aufgenommen hat,  ist  nicht zu beanstanden und somit auch nicht 
diskriminierend.

9.
Die  rechtlichen  Schlussfolgerungen  der  Vorinstanz  versucht  der  Be-
schwerdeführer ferner dadurch umzustossen, dass er den Beizug der 

Seite 16

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Scheidungsakten, die Einvernahme von Zeugen und seine persönliche 
Befragung beantragt.

9.1 Der  Beschwerdeführer  legt  nicht  dar,  welche  Erkenntnisse  die 
Scheidungsakten im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren 
liefern sollen. In den vorinstanzlichen Akten befindet sich ein Schrei-
ben des Bezirksgerichts Uster vom 22. Januar 2004 mit den entspre-
chenden Eckdaten (Scheidungskonvention,  Einreichung  des gemein-
samen Begehrens auf Ehescheidung, Urteil sowie Rechtskraft des Ur-
teils) und den Feststellungen des zuständigen Gerichtsschreibers, wo-
nach aus den Scheidungsakten nicht hervorgehe, ob im Zeitpunkt der 
erleichterten  Einbürgerung  noch  eine  tatsächliche,  stabile  eheliche 
Gemeinschaft  zwischen  den  Ehegatten  bestanden  habe.  Die  Vorin-
stanz hat die Daten in die angefochtene Verfügung übernommen. Der 
Beschwerdeführer  hat  weder  diese  Daten  noch  den  Inhalt  dieses 
Schreibens bestritten.

9.2 Die Einvernahme von Zeuginnen und Zeugen ist im Verwaltungs-
verfahren ein subsidiäres Beweismittel, d.h. sie ist nach Art. 14 VwVG 
nur unter der einschränkenden Voraussetzung anzuordnen, dass sich 
der  Sachverhalt  auf  andere  Weise  nicht  hinreichend  abklären  lässt 
(zum Ganzen vgl. BGE 130 II 169 E. 2.3.3 oder BBl 1965 II 1366/67).
Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 37 BZP verpflichtet die Behörde sodann nicht, 
alles und jedes was wünschbar wäre, abzuklären. Bei der Auswahl der 
Beweismittel  berücksichtigt  sie  vielmehr  deren  Tauglichkeit  und  Be-
weiskraft  (vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998, Rz. 276). 
Zusätzliche Abklärungen sind insofern nur dann vorzunehmen, wenn 
hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte Anlass besteht.
Von beantragten Beweisvorkehren kann abgesehen werden, wenn der 
Sachverhalt,  den eine Partei  beweisen will,  nicht  rechtserheblich ist, 
wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornher-
ein gewiss ist,  dass der angebotene Beweis keine wesentlich neuen 
Erkenntnisse zu vermitteln vermag oder wenn die Behörde den Sach-
verhalt aufgrund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (vgl. 
KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 319 und 320; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 mit 
Hinweis). Gelangt  die Behörde bei pflichtgemässer Beweiswürdigung 
zur Überzeugung, der zu beweisende Sachverhalt  sei  nicht rechtser-
heblich oder der angebotene Beweis nicht geeignet, weitere Abklärun-
gen herbeizuführen, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet 

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werden (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 130 II 169 nicht 
publizierte E. 2.1; ferner BGE 127 I E. 2b S. 56, BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162, BGE 119 V 335 E. 2c S. 344; Verwaltungspraxis der Bundesbe-
hörden [VPB] 69.78 E. 5a).

9.2.1 In  casu  stellt  sich  die  Frage,  ob  insbesondere  die  beantragte 
Zeugeneinvernahme  der  schweizerischen  Ex-Ehefrau  überhaupt  zu 
sachdienlichen neuen Erkenntnissen führen kann,  nachdem sie sich 
nach der Befragung vom 5. Juli 2004, bei welcher – wie bereits ausge-
führt  – nichts darauf hinweist, dass sie unter Druck gesetzt bzw. von 
der Kantonspolizei etwas falsch protokolliert worden war, mit schriftli-
cher Erklärung vom 31. Oktober 2005 noch einmal ausführlich äussern 
konnte.  Einerseits  kann  unterstellt  werden,  dass  D._______  selbst 
während des gesamten Einbürgerungsverfahrens davon ausgegangen 
ist,  mit dem Beschwerdeführer eine normale und stabile Ehe geführt 
zu haben. Diesbezüglich bestehen zwischen Befragung und schriftli-
cher Erklärung denn auch keine Widersprüche. Andererseits ist davon 
auszugehen, dass eine Zeugeneinvernahme nicht zu neuen Erkennt-
nissen führt,  sondern  lediglich  die  in  der  schriftlichen Erklärung ge-
machten Ausführungen bestätigt.

9.2.2 Bezüglich der Zeugeneinvernahme weiterer Personen zur eheli-
chen Beziehung sowie zum Umfeld des Ehepaares (Schwägerin, Toch-
ter, Schwiegereltern der Tochter, Nachbarn, Arbeitgeber) gilt ebenfalls, 
dass entsprechende sachdienliche Hinweise auf andere Weise (schrift-
liche Erklärungen) hätten beigebracht werden können, wovon der Be-
schwerdeführer – obwohl ihm dazu ausdrücklich die Möglichkeit gege-
gen worden war  – jedoch keinen Gebrauch machte. Im Übrigen ver-
kennt er, dass Wahrnehmungen von Drittpersonen über das äussere 
Erscheinungsbild der Ehegatten (gemeinsames Auftreten) kaum aus-
sagekräftig  sind  für  die  Beurteilung  der  hier  entscheidenden  Frage, 
aus welchen inneren Beweggründen die Ehe aufgelöst wurde.

9.3 Nicht  notwendig  ist  schliesslich  eine  persönliche  Befragung  des 
Beschwerdeführers, zumal er sich sowohl bei der Vorinstanz als auch 
im Beschwerdeverfahren mehrmals schriftlich äussern konnte. Es ist 
denn auch nicht ersichtlich, welche neuen Erkenntnisse seine persön-
liche Befragung zu vermitteln vermag. Insofern der Beschwerdeführer 
ein persönliche Befragung und die Einvernahme von Zeugen gestützt 
auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK fordert, übersieht er dabei, dass der sachliche 
Geltungsbereich  dieser  Bestimmung auf  Verfahren beschränkt  ist,  in 

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denen zivilrechtliche Ansprüche bzw. strafrechtliche Anklagen zu beur-
teilen sind. Das vorliegende Verfahren, welches das Staatsbürgerrecht 
zum Gegenstand hat, gehört weder in die eine noch in die andere Ka-
tegorie  (vgl.  JOCHEN ABRAHAM FROWEIN/WOLFGANG PEUKERT,  Europäische 
Menschenrechtskonvention,  EMRK-Kommentar,  2.  Aufl.,  Kehl  u.a., 
1996, Rz. 52 zu Art. 6 bei N. 243, ferner ANDREAS KLEY-STRULLER, Art. 6 
EMRK als Rechtsschutzgarantie gegen die öffentliche Gewalt, Zürich 
1993,  S.  46  bei  N.  1;  Urteile  des  Bundesgerichts  5A.24/2003  vom 
19. Mai 2004 E. 1.3 und 5A.23/2001 vom 11. Februar 2002 E. 2b.bb). 
Der Beschwerdeführer kann somit aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK nichts für 
das vorliegende Verfahren ableiten.

9.4 Auf den Beizug der Scheidungsakten, die – ohnehin nur subsidiär 
zulässigen  – Zeugeneinvernahmen sowie  die  persönliche  Befragung 
des  Beschwerdeführers  kann  daher  verzichtet  und  die  Beweiswürdi-
gung insoweit vorweggenommen werden.

10.
Die  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  gemäss  Art.  41  Abs.  1  BüG 
setzt voraus, dass diese "erschlichen", d.h. mit einem unlauteren und 
täuschenden Verhalten erwirkt worden ist. Nach dem bisher Gesagten 
kann  der  Beschwerdeführer  nicht  überzeugend  dartun,  dass  er  von 
seiner Warte aus im Zeitpunkt der Erklärungsabgabe und der Gewäh-
rung der erleichterten Einbürgerung – auch wenn der äussere Schein 
etwas anderes vorgab – in einer stabilen und in jeder Beziehung intak-
ten ehelichen Gemeinschaft mit seiner Ehefrau lebte. Vermutungsbasis 
und Vermutungsfolgen wurden nicht umgestossen bzw. konnten nicht 
ernsthaft  in Frage gestellt  werden. Der rechtliche Schluss der  Vorin-
stanz, wonach der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten erhebliche 
Tatsachen im Sinne von Art. 41 BüG verheimlicht habe, ist somit nicht 
zu beanstanden. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers in 
seiner Rechtsmitteleingabe wird mit  der Nichtigerklärung der erleich-
terten Einbürgerung auch nicht das Recht auf Achtung des Privat- und 
Familienlebens gemäss Art. 8  Ziff. 1  EMRK verletzt. Denn die Aber-
kennung des Schweizer Bürgerechts hat nicht eo ipso den Verlust sei-
nes Anwesenheitsrechts zur Folge. Im Übrigen hat er in der Schweiz 
gar keine nahen Familienangehörigen mit einem gefestigten Anwesen-
heitsrecht,  woraus  er  selbst  einen  Anspruch  auf  Aufenthalt  ableiten 
könnte. Die Bestimmung verleiht  dem Beschwerdeführer  ferner auch 
keinen Anspruch auf Verwirklichung seines Privat- und Familienlebens 
an einem bestimmten Ort (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f. [mit Hin-

Seite 19

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weisen];  ferner  ARTHUR HAEFLIGER/FRANK SCHÜRMANN,  Die  Europäische 
Menscherechtskonvention und die Schweiz, Die Bedeutung der Kon-
vention  für  die  schweizerische Rechtspraxis,  2. Aufl.,  Bern  1999,  S. 
261).

11.
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

12.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwer-
deführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten 
sind auf Fr. 800.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 lit. b des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dispositiv Seite 21

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem am 21. November 2005 geleisteten Kos-
tenvorschuss gleicher Höhe verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung,  Akten  Ref-Nr.  [...] 

zurück)
- das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abt. Einbürgerungen
- das Departement  des  Innern  des  Kantons Schwyz,  Bürgerrechts-

dienst
- das Migrationsamt des Kantons Zürich (Akten ZH [...] zurück)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Rudolf Grun

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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