# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 990019d8-c4f6-5678-aa76-230eca06515b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2023 C-2538/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2538-2023_2023-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2538/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

Gerichtsschreiberin Helena Falk. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich), 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente, 

Verfügung der IVSTA vom 20. April 2023. 

 

 

 

C-2538/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) mit Ver-

fügung vom 20. April 2023 das Gesuch der derzeit in Österreich wohnhaf-

ten, deutschen Staatsangehörigen A._______ um Gewährung einer or-

dentlichen IV-Rente abwies, da diese Beitragszeiten in der Schweiz von 

lediglich elf Monaten und damit weniger als einem Jahr aufweise (Akten 

der Vorinstanz gemäss Aktenverzeichnis vom 16. Mai 2023 [nachfolgend: 

IVSTA-act.] 18; Vorbescheid in IVSTA-act. 15), 

dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 

30. April 2023 (Posteingang: 8. Mai 2023) beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde gegen diese Verfügung erhob und zugleich sinngemäss ein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellte (BVGer-act. 1), wobei sie 

dem Gericht am 11. Mai 2023 aufforderungsgemäss das Formular ‘Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege’ samt Beilagen einreichte (BVGer-act. 2, 

4), 

dass das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch der Beschwerdeführerin 

um unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 20. Juli 2023 

abwies und diese aufforderte, bis zum 25. August 2023 einen Kostenvor-

schuss von Fr. 800.- zu leisten, wobei die Beschwerdeführerin darauf auf-

merksam gemacht wurde, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten 

werde, wenn der Kostenvorschuss nicht innert der angesetzten Frist be-

zahlt werde (BVGer-act. 13), 

dass die Beschwerdeführerin die Zwischenverfügung vom 20. Juli 2023 am 

7. August 2023 beim Bundesgericht anfocht (BVGer-act. 16), 

dass das Bundesgericht mit Urteil 8C_498/2023 vom 9. Oktober 2023 auf 

die Beschwerde vom 7. August 2023 nicht eintrat (BVGer-act. 19), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG (SR 172.021) beurteilt, 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG in 

Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) vor Bundesverwal-

tungsgericht anfechtbar sind, 

C-2538/2023 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 20. Juli 2023 zur 

Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 25. August 2023 aufgefordert 

wurde, verbunden mit der Androhung, dass ansonsten auf die Beschwerde 

nicht eingetreten werde, 

dass ihr diese Zwischenverfügung am 24. Juli 2023 zugestellt wurde 

(Rückschein in BVGer-act. 14), 

dass die Beschwerdeführerin den Vorschuss innert der gesetzten Frist 

nicht geleistet hat (BVGer-act. 17), 

dass gemäss Art. 103 Abs. 1 und 2 BGG (SR 173.110) einer Beschwerde, 

die gegen eine Zwischenverfügung gerichtet ist, mit der die unentgeltliche 

Rechtspflege abgewiesen wurde, von Amtes wegen keine aufschiebende 

Wirkung zukommt (vgl. LUKAS MÜLLER, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, 3. Auflage 2023, Art. 63 Rz. 45 [Fn 79], mit 

Verweis auf Urteil des BGer 2C_128/2007 vom 17. Oktober 2007 E. 3; vgl. 

auch Urteil BGer 1C_597/2015 vom 12. Juli 2016 E. 2.3), 

dass aus den Akten nicht ersichtlich ist, dass die Beschwerdeführerin vor 

Bundesgericht (Verfahren 8C_498/2023) die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde hinsichtlich des im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren 

C-2538/2023 zu leistenden Kostenvorschusses beantragt hätte (vgl. 

BVGer-act. 16, 19), 

dass die Beschwerdeführerin, mit Blick auf das laufende Verfahren vor 

Bundesgericht, auch vor Bundesverwaltungsgericht kein Frister-

streckungsgesuch betreffend die Leistung des Kostenvorschusses stellte, 

dass namentlich auch dem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 

13. August 2023 (BVGer-act. 15), selbst wenn dieses als Wieder-

erwägungsgesuch hätte gewertet werden müssen (wofür sich dem 

Schreiben keine Anhaltspunkte entnehmen lassen), als blossem 

Rechtsbehelf keine aufschiebende Wirkung zukommen würde (vgl. dazu 

JOHANNA DORMANN, Aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren, SZS 2019 247, 252), wobei die 

Beschwerdeführerin auch in diesem Schreiben weder die aufschiebende 

Wirkung verlangte noch ein Fristerstreckungsgesuch stellte, 

dass die angesetzte Frist zur Leistung des Kostenvorschusses nicht 

erstreckt wurde und demnach gestützt auf die dargelegte Rechtsprechung 

des Bundesgerichtes unbenutzt ablief, 

C-2538/2023 

Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss, wie erwähnt, innert 

der gesetzten Frist nicht geleistet hat, 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde vom 30. April 2023 nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 

Bst. b VGG; vgl. auch Urteil des BVGer C-7463/2018 vom 25. Juli 2019 

S. 5 [auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Bundesgericht mit 

Entscheid 8C_504/2019 vom 16. September 2019 nicht ein]), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es – wie hier – 

als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen 

(Art. 6 Bst. b VGKE [SR 173.320.2]), 

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE), 

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite verwiesen wird. 

  

C-2538/2023 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Helena Falk 

 

  

C-2538/2023 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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