# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce5db1d0-fd0e-54e9-9c88-44afb7c24aad
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.08.2015 ZK1 2015 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-103_2015-08-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 18. August 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 103 24. August 2015

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pritzi
Aktuarin ad hoc Dedual

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 29. Juli 2015 wurde X._____ durch Dr. med. A._____, 
stellvertretender Bezirksarzt, O.1_____, gestützt auf Art. 429 ZGB in der Psychia-
trischen Klinik B._____ fürsorgerisch untergebracht. Als Gründe hierfür werden im 
Einweisungsschreiben der weiterhin betriebene schädliche Alkoholkonsum sowie 
die Missachtung aller Auflagen der KESB Prättigau/Davos (recte: Vormundschaft), 
die Besetzung der Wohnung, welche er am Tag der Einweisung eigentlich spätes-
tens hätte räumen sollen, die mehrfache Bedrohung Dritter im alkoholisierten Zu-
stand sowie sein Erscheinen bei der KESB Prättigau/Davos mit einer grossen Axt 
genannt. Die fürsorgerische Unterbringung wurde für die Dauer von sechs Wo-
chen angeordnet (zum Ganzen act. 01.1).

B. Hiergegen hat X._____ mit Eingabe vom 3. August 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden erhoben mit dem sinngemässen Antrag um Auf-
hebung der fürsorgerischen Unterbringung. Die Entlassung wird per sofort verlangt 
(vgl. act. 01).

C. Mit Schreiben vom 4. August 2015 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Psychiatrische Klinik B._____ 
um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand von X._____, zur Art der Be-
handlung und insbesondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgeri-
sche Unterbringung weiterhin gegeben seien (act. 02).

D. Im Bericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik B._____, vom 6. 
August 2015 heisst es, dass X._____ am 29. Juni 2015 von Dr. med A._____ ein-
gewiesen und in Begleitung der Polizei in die Psychiatrische Klinik B._____ ge-
bracht worden sei. Beim Patienten sei eine organische Persönlichkeits- und Ver-
haltensstörung aufgrund einer unfallbedingten Schädigung seines Gehirns sowie 
eine Alkoholabhängigkeit bekannt. Das krankheitsauslösende schwere Schäde-
lhirntrauma sei 2011 nach einem Treppensturz im alkoholisierten Zustand ent-
standen. Mit Blick auf die aktuelle fürsorgerische Unterbringung wird im Bericht 
erwähnt, dass die akut stationäre Behandlung vom Eintritt bis zum 02. Juli 2015 
zunächst auf der geschlossenen Akutstation C._____ der Psychiatrischen Klinik 
B._____ stattgefunden habe. Aufgrund seines angepassten Verhaltens und der 
Distanzierung von Suizidalität sei die Behandlung ab dem 03. Juli 2015 auf der 
offenen Rehabilitationsstation fortgeführt worden. Zum Zustand des Patienten wird 
ausgeführt, dass er eine hohe Bagatellisierungstendenz, Krankheits- und Behand-
lungsuneinsicht zeige. Daher bestehe aktuell eine hohe Rückfallgefahr mit konse-

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kutiver Eigengefährdung. Der Bericht kommt zum Schluss, dass momentan keine 
milderen Massnahmen als die stationäre Behandlung von X._____ ersichtlich sei-
en (zum Ganzen act. 04).

E. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 10. August 2015 (act. 05) wurde Dr. med. D._____, Fachärz-
tin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 in Ver-
bindung mit Art. 450e Abs. 3 ZGB mit der Begutachtung von X._____ betraut. Die 
Gutachterin wurde ersucht, sich zum Gesundheitszustand von X._____ und zur 
Notwendigkeit der fürsorgerischen Unterbringung zu äussern und insbesondere 
darzulegen, ob und inwiefern ein Bedarf an der Behandlung einer festgestellten 
psychischen Erkrankung bzw. an der Betreuung der Person bestehe und mit wel-
cher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person 
oder von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festge-
stellten Krankheit bzw. Betreuung unterbleibe. Des Weiteren sollte sie die Frage 
beantworten, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre 
Behandlung beziehungsweise Betreuung unerlässlich sei oder allfällige ambulante 
Alternativen bestünden. Zudem hatte sie darüber Auskunft zu geben, ob die be-
troffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht verfüge. 

F. Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 12. August 2015 und wurde 
dem Kantonsgericht von Graubünden am 13. August 2015 überbracht (act. 06). 
Darin attestiert die Gutachterin X._____ eine psychische Verhaltensstörung durch 
Alkohol (F10.2) sowie eine sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltens-
störung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns 
(F07.8).

G. Am 18. Juli 2015 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ teilnahm. 
Zusammensetzung und Zuständigkeit des Gerichts blieben unbestritten. Der Vor-
sitzende erläuterte X._____ den Zweck sowie den Ablauf der Verhandlung. Die 
anschliessende richterliche Befragung von X._____ bezog sich insbesondere auf 
seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand, die Gründe für seine fürsorgerische 
Unterbringung, seine aktuellen Lebensumstände (Wohn- und Arbeitssituation), 
seine Krankheits- und Behandlungseinsicht sowie seine Einstellung gegenüber 
einer medikamentösen Behandlung. 

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H. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich seiner richterlichen 
Befragung wie auch auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen 
Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt, und das Kantonsgericht unter der neuen Rechtsordnung die 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; 
BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um gerichtliche Überprü-
fung der fürsorgerischen Unterbringung an die hierfür zuständige Stelle einge-
reicht.

b) Gegen die am 29. Juli 2015 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich ver-
fügte fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahestehen-
de Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde erhe-
ben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Der Beschwerdeführer ist als unmittelbar Betrof-
fener der Einweisungsverfügung klarerweise zu deren Anfechtung legitimiert. Eine 
Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e 
Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht erforderlich. Vorliegend wur-
de die Beschwerdefrist mit Eingabe vom 03. August 2015 (Poststempel) gewahrt. 
Aus dem in der Beschwerde gestellten Antrag geht klar hervor, dass der Be-
schwerdeführer mit der fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ nicht 
einverstanden ist und unverzüglich entlassen werden möchte. Auf die frist- und 
formgerecht erhobene Beschwerde ist somit einzutreten.

2.a) Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Zu beachten sind die allgemeinen Ver-
fahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch 
im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel 
Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB 

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verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Zu erwähnen ist ferner der ebenfalls für 
alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmungen der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsidiär anwendbar erklärt, soweit 
die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton 
Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf 
die entsprechende kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

b) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, als es sich zu den sich im gerichtlichen Verfah-
ren stellenden Fragen äussert (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 
48 ff. zu Art. 439 ZGB, und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 19 zu Art. 450e ZGB sowie 
BGE 137 III 289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Fe-
bruar 2013 E. 5, jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen 
Recht Urteil des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem 
am 13. August 2015 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. D._____, welche den 
Beschwerdeführer am 10. August 2015 in der Klinik B._____ persönlich unter-
suchte und auch die Einweisungsverfügung von Dr. med. A._____ sowie die Be-
richte der Psychiatrischen Dienste Graubünden konsultierte, wurde dieser Vor-
schrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N. 848 
f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 18. August 2015 
wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 

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nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfahrens-
rechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der an-
gefochtene Unterbringungsentscheid des anordnenden Arztes, Dr. med. A._____, 
diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber hervor, dass der 
Beschwerdeführer vom vorerwähnten Arzt persönlich untersucht und angehört 
worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die gemäss Art. 430 
Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Allerdings fehlt die unterschriftli-
che Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Exemplar der Verfügung erhalten zu 
haben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da der Beschwerdeführer offen-
sichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtliche Verfahren zur Über-
prüfung seiner Unterbringung in der Klinik B._____ umgehend einzuleiten. 
Schliesslich war Dr. med. A._____ als im Kanton Graubünden zur selbständigen 
Berufsausübung zugelassener Arzt gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB in Ver-
bindung mit Art. 22 der Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV, 
BR; 215.010) zur Anordnung der Unterbringung in der Klinik B._____ legitimiert. 
Gegeben ist auch die örtliche Zuständigkeit des einweisenden Arztes. Massge-
blich ist hierfür nicht der Wohnsitz des Einzuweisenden, sondern sein Aufenthalts-
ort, welcher sich in Davos befindet, wo Dr. med. A._____ praktiziert (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N. 10 zu Art. 429/430 ZGB).

4.a) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 6 vor Art. 
426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffe-
nen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten Schwächezustände (Bernhart, a.a.O., N. 262; Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N. 12 zu Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 

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[Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N. 34 zu Art. 426 ZGB): psy-
chische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich 
ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der 
Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch 
eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt wer-
den kann (Verhältnismässigkeit). Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeigne-
te Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 
2.1; 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen 
müssen kumulativ erfüllt sein, damit eine freiheitsbeschränkende Unterbringung 
gesetzeskonform ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 7 zu Art. 426 ZGB). 

b/aa) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. D._____, welches sich nebst einer 
persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Einweisungsverfügung 
von Dr. med. A._____ vom 29. Juli 2015 sowie auf die persönlichen Auskünfte des 
behandelnden Arztes Dr. med. E._____ stützt, ist ausgewiesen, dass der Be-
schwerdeführer derzeit an einer psychischen Verhaltensstörung durch Alkohol, 
einem Abhängigkeitssyndrom (F10.2), leidet sowie sonstige organische Persön-
lichkeits- und Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit durch Schädigung 
oder Funktionsstörung des Gehirns (F07.8) aufweist. Dieses Krankheitsbild stellt 
eine psychische Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 
Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., N. 285 ff.). Gemäss Bericht der Psychiatri-
schen Klinik B._____ vom 06. August 2015 sei der Psychostatus des Beschwerde-
führers bei Klinikeintritt wach, alkoholisiert und in allen Qualitäten orientiert gewe-
sen. Er habe im Gespräch freundlich und zugewandt gewirkt. Sein formales Den-
ken sei logisch und teilweise sprunghaft gewesen; inhaltlich habe er weitschweifig, 
vorbeiredend und wenig konzis gewirkt. Wahn, Halluzinationen und Ich-Störungen 
sowie Ängste und Zwänge seien zu verneinen gewesen. Im Affekt sei er schwin-
gungsfähig gewesen, seine Grundstimmung aber ausgeglichen. Sein Antrieb wur-
de als unauffällig und psychomotorisch ruhig bewertet. Suizidgedanken seien 
glaubhaft verneint worden, ebenso sei kein Hinweis auf Fremdgefährdung vorhan-
den gewesen.

b/bb) Gemäss eigenen Angaben gegenüber der Gutachterin wurde der Be-
schwerdeführer am 29. Juli 2015 in Begleitung der Polizei auf die geschlossene 
Station der Psychiatrischen Klinik B._____ gebracht. Er gab bei der Untersuchung 
durch die Gutachterin an, dass an diesem Tag seine Wohnung zwangsgeräumt 
worden sei, dass er aber zu keinem Zeitpunkt gewalttätig oder aggressiv aufgetre-
ten sei. Er habe auch keine Axt bei sich gehabt und weder seine Nachbarn noch 

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die Mitarbeiter der KESB bedroht. Weil er zwei Wohnungsmieten nicht beglichen 
hätte, sei seine Wohnung zwangsversteigert worden. Unterstützung habe er keine 
erhalten, da der Sozialdienst festgestellt habe, dass er über Vermögen verfüge, 
unter anderem weil er eine kleine Erbschaft erhalten habe und seinen Porsche 
verkaufen konnte. Aufgrund dessen könne er selber für sich sorgen, brauche kei-
nen Beistand und kein Sozialamt. Hinsichtlich seiner familiären Situation habe er 
angegeben, dass er zum Vater gar keinen Kontakt habe, da dieser ihn bestohlen 
und betrogen habe; zu seinem älteren Bruder bestünde loser Kontakt. Der Be-
schwerdeführer gab an, weder krank zu sein, noch ein Alkoholproblem zu haben. 
Er fühle sich missverstanden, die Leute in O.1_____ meinten alles über ihn zu 
wissen. Deshalb plane er, bald in die L.1_____ auszureisen; ein Visum, die 
Greencard, sei bereits beantragt. Die Umstände für seine fürsorgerische Unter-
bringung hat er bereits bei der Einweisung durch Dr. A._____, im Rahmen des 
Eintrittsgesprächs in die Psychiatrische Klinik B._____ und bei der Untersuchung 
durch die externe Gutachterin für äusserst fragwürdig befunden. Die Gutachterin 
kommt zum Schluss, der Beschwerdeführer im Gespräch adäquat gekleidet, 
freundlich, höflich, etwas distanzlos und läppisch auftrete. Er sei orientiert und be-
wusstseinsklar. Seine Sprachverständnisse seien gut, im Ausdruck sei er weit-
schweifig und rede zum Teil an den Fragen vorbei. Seine Grundstimmung hält sie 
für nicht gedrückt, manchmal wirke er aber leicht aufgebracht, insbesondere wenn 
er über die aktuelle Situation spreche. Hinweise auf Wahngedanken, Halluzinatio-
nen oder psychotisches Erleben gebe es keine. Zudem seien keine Hinweise auf 
eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung erkennbar. 

b/cc) Aufgrund des festgestellten Schwächezustands bedarf es gemäss den gut-
achterlichen Ausführungen von Dr. med. D._____ einer stationären Betreuung auf 
einer offenen Station mit Beschäftigungstherapien, um den Beschwerdeführer 
psychisch und körperlich wieder zu stabilisieren. Der Beschwerdeführer sei in der 
Vergangenheit schon mehrfach hospitalisiert und fürsorgerisch untergebracht 
worden. Zurzeit zeige er sich wie auch schon in früheren stationären Therapien in 
keiner Weise krankheitseinsichtig. Der Behandlung und den Therapieangeboten 
stehe er teilweise ablehnend gegenüber. Die Fortführung der stationären Betreu-
ung erweise sich als sinnvoll und notwendig, um weitere Schritte nach dem Austritt 
aus der Klinik, wie etwa die Wohnsituation mit der KESB zu planen und zu reali-
sieren. Der Patient sei mit der Fortführung der stationären Behandlung allerdings 
nicht einverstanden. Dass zudem eine medikamentöse Behandlung und Betreu-
ung unerlässlich sei, geht sodann aus dem Bericht der Klinik B._____ hervor (act. 
04). 

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b/dd) Anlässlich der Hauptverhandlung hat der Beschwerdeführer im Wesentli-
chen geltend gemacht, die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung seien nicht gegeben. Er fühle sich weder krank noch psychisch instabil und 
verstehe nicht, warum er wieder per fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik 
eingewiesen worden sei. Vor dem Klinikeintritt sei er weder fremd- noch selbstge-
fährdend gewesen. Vielmehr fühle er sich von sehr vielen Menschen missverstan-
den und hoffe auf einen baldigen Austritt. Die Behandlungs- und Krankheitsein-
sicht fehlt dem Beschwerdeführer vollständig. Die Schilderung zu den Umständen 
seiner Einweisung im Rahmen der Hauptverhandlung deckt sich sodann mit den 
Aufzeichnungen im Gutachten. Der Beschwerdeführer drückt sich sowohl formal 
als auch inhaltlich klar aus. Wie auch gegenüber der Gutachterin erwähnt er Pro-
bleme mit seinem Vater, der ihn betrogen und bestohlen habe. Auch sonst scheint 
er ein sehr eingeschränktes soziales Umfeld zu haben. Der Beschwerdeführer ist 
verbeiständet und wittert von diversen Seiten eine Verschwörung gegen sich. Er 
ist überzeugt, dass seine Verbeiständung von seinem Vater bereits vor seinem 
Unfall 2011 in die Wege geleitet worden sei. Früher sei er ein erfolgreicher Ge-
schäftsmann gewesen und habe auch heute noch Erspartes. Der Vater habe ihn 
bis auf ein paar tausend Dollar im Save um sein Vermögen gebracht. Mit dem 
restlichen Geld plane er einen Neustart in den L.1_____, konkret in O.2_____. 
Das Flugticket wolle er mit den Flugmeilen einer Ex-Partnerin bezahlen, die ihm 
diese in Aussicht gestellt hätte. Mit Blick auf seinen geplanten Neustart in den 
L.1_____ legt der Beschwerdeführer Belege für sieben eingetragene Firmen im 
Handelsregister vor. Aktiv sei allerdings noch keine. 

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Dr. med. D._____ hält in ihrem Gutachten vom 13. 
August 2015 fest, dass sich beim Beschwerdeführer zum gegenwärtigen Zeitpunkt 
und insbesondere im geschützten Klima in der Klinik keine konkrete Eigen- und 
Fremdgefährdung feststellen lasse. Die Gutachterin äussert allerdings die Be-
fürchtung, dass, wenn die aus ihrer Sicht notwendige ambulante psychotherapeu-
tische Behandlung nach dem Klinikaustritt unterbleibe, sich das Krankheitsbild 
rasch wieder verschlechtern und der Patient wieder rückfällig werde, was zu kon-
sekutiver Eigen- und Fremdgefährdung führen könne. 

d) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung bedarf es 
zudem, dass die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können 
darf als mit der Einweisung in eine Einrichtung. Weil eine Unterbringung stets eine 
schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, muss sie ver-

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hältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrich-
tung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne 
dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N. 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., N. 64 f. zu 
Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). 
Als leichteste Massnahme kommen den ambulanten Massnahmen und der Nach-
betreuung sowie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu. Die Gut-
achterin kommt diesbezüglich zum Schluss, dass die derzeitige Unterbringung auf 
der offenen Rehabilitationsstation C22 im Hinblick auf seinen instabilen psychi-
schen Zustand momentan die bestmögliche Unterbringungsform darstellt. Eine 
ambulante Behandlung sei derzeit mangels Kooperation und fehlender Krankheits- 
und Behandlungseinsicht nicht möglich. 

e/aa) Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 
Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, 
a.a.O., S. 7063). Der Patient soll die Klinik nicht bereits verlassen können, sobald 
die akute Krise, die zur Einweisung geführt hat, vorüber ist; vielmehr ist eine ge-
wisse Zeit für die Stabilisierung des Gesundheitszustands oder für die Organisati-
on der notwendigen Betreuung ausserhalb der Einrichtung erforderlich, da an-
sonsten in Kürze wieder eine Einweisung in die Klinik nötig wird (Hermann 
Schmid, Kommentar Erwachsenenschutz, Zürich 2010, N 17 zu Art. 426 ZGB; vgl. 
auch Bernhart, a.a.O., N 399 f.). Der Entscheid über die Entlassung ist, wie darge-
legt, stets anhand des Zustands des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu be-
stimmen (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine 
Interessenabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbrin-
gung, nämlich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwor-
tung im Entlassungszeitpunkt, vorzunehmen. So kann es im Einzelfall für eine Ent-
lassung nicht genügen, dass eine Person bereits wieder in der Lage wäre, für sich 
selber zu sorgen, wenn mit einem Rückfall zu rechnen ist und eine nur noch kurze 
Weiterführung der Therapie in der Anstalt zu einer anhaltenden Besserung führen 
könnte. Eine kurze Verzögerung der Entlassung ist auch zulässig, um die Nachbe-
treuung zu organisieren, wenn die betroffene Person ohne eine solche durch die 
Entlassung Schaden nehmen würde (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 45 zu Art. 
426 ZGB). Der zuständigen Instanz wird mithin beim Entlassungsentscheid der 

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Spielraum belassen, die notwendige Nachbetreuung so zu berücksichtigen, dass 
sich ein rascher Wiedereintritt in die psychiatrische Einrichtung vermeiden lässt 
(Guillod, a.a.O., N 79 zu Art. 426 ZGB).

e/bb) Vorliegend geht aus dem im Gutachten beschriebenen Psychostatus her-
vor, dass sich der Gesundheitszustand des Patienten seit dem Eintrittstag gebes-
sert hat und dass die Entzugssymptome abgeklungen sind. Dies hat auch das Auf-
treten des Beschwerdeführers an der Hauptverhandlung vom 18. August 2015 
bestätigt, an welcher er einen recht guten Eindruck hinterlassen hat. Jedenfalls 
drängt sich der Schluss auf, dass aktuell vom Beschwerdeführer keine konkrete 
Selbst- oder Fremdgefährdung mehr ausgeht. Indes hat sich sein Zustand gemäss 
dem Gutachten noch nicht in einem solchen Mass stabilisiert, dass ausserhalb des 
geschützten Rahmens ein selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten ausge-
schlossen werden könnte. Dass der psychische Zustand des Beschwerdeführers 
instabil ist und eine hohe Rückfallgefahr besteht, ergibt sich nebst dem Gutachten 
auch aus dem Bericht der Klinik B._____ sowie dem Umstand, dass er seit Juni 
2011 bereits zum fünften Mal hospitalisiert werden musste. Abgesehen vom inhä-
renten Rückfallrisiko ist auch die Wohnsituation des Beschwerdeführers nach Kli-
nikaustritt noch nicht geregelt. Das Kantonsgericht hält es unter Berücksichtigung 
dieser Umstände für angezeigt, die fürsorgerische Unterbringung ab Datum des 
vorliegenden Entscheids noch bis zum 25. August 2015 aufrechtzuerhalten. Eine 
solche Dauer erweist sich noch als verhältnismässig. Zugleich verbleibt der ärztli-
chen Leitung der Klinik sowie der KESB Prättigau/Davos damit genügend Zeit, um 
die gebotene Fürsorge sicherzustellen und insbesondere eine geeignete Woh-
nung, welche aufgrund der Zwangsversteigerung seiner bisherigen Bleibe not-
wendig wird, zu organisieren. Alsbald hat ein Standortgespräch zwischen der 
KESB Prättigau/Davos und dem Beschwerdeführer über seine weitere Zukunfts-
planung und finanzielle Situation stattzufinden. Ein kooperatives Verhalten des 
Beschwerdeführers erscheint im Rahmen der Nachbetreuung zur Vermeidung 
weiterer Rückfälle massgebend und er wird dementsprechend zur Kooperation 
aufgefordert.

5.a) Gemäss Art. 437 Abs. 1 ZGB ist es Aufgabe der Kantone, die Nachbetreu-
ung zu regeln; diesen wurde zudem die Kompetenz eingeräumt, ambulante Mass-
nahmen vorzusehen. Im Kanton Graubünden wurde diese Bestimmung mit 
Art. 54 ff. EGzZGB umgesetzt. Das Ziel der Nachbetreuung ist es, den Gesund-
heitszustand der betroffenen Person zu stabilisieren und dadurch eine Rückfallge-
fahr zu vermeiden. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle Situati-
on zugeschnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten Mass-

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nahmen verzichtet (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat betreffend 
die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung neues Kindes- und Erwachsenen-
schutzrecht] vom 20. September 2011 Heft Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Nach der 
Intention des Gesetzgebers soll die Nachbetreuung in erster Linie in Zusammena-
rbeit mit der betroffenen Person und in gegenseitigem Einvernehmen festgelegt 
werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht deshalb vor, dass der behandelnde Arzt bei 
Bedarf mit der untergebrachten Person vor deren Entlassung eine geeignete 
Nachbetreuung vereinbaren kann. Kommt keine solche Vereinbarung zustande, 
kann die KESB bei Rückfallgefahr auf Antrag des behandelnden Arztes eine ge-
eignete Nachbetreuung für höchstens zwölf Monate anordnen (Art. 54 
Abs. 2 EGzZGB). Mit dieser Vorgehensweise soll ein Rückfall auch dann mög-
lichst vermieden werden, wenn die Kooperationsbereitschaft, beispielsweise man-
gels Krankheitseinsicht, fehlt (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1063). Als Teil der Nachbe-
treuung kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auch ambulante Mass-
nahmen anordnen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgerische Unterbringung zu 
verhindern oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 EGzZGB). Dazu gehört unter 
anderem die Verpflichtung, regelmässig eine fachliche Beratung oder Begleitung 
in Anspruch zu nehmen und sich an die damit verbundenen Anweisungen zu hal-
ten (lit. a), sich einer medizinisch indizierten Behandlung oder Therapie zu unter-
ziehen (lit. b) oder sich alkoholischer und anderer Suchtmittel zu enthalten und 
sich damit verbundenen Alkohol- und anderen Suchtmitteltests zu unterziehen 
(lit. c). 

b) Vorliegend ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdefüh-
rer aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig ist. Gemäss den Akten hat die 
KESB Prättigau/Davos im Hinblick auf die medizinische Behandlung des Be-
schwerdeführers bereits Massnahmen getroffen, gegen welche er jedoch immer 
wieder verstossen hat. Die KESB Prättigau/Davos hat mit ihm das Gespräch zu 
suchen, um realistische Behandlungsziele zu definieren. Angesichts der Zwangs-
versteigerung seiner früheren Bleibe hat die KESB Prättigau/Davos zudem um 
eine Klärung seiner Wohnsituation besorgt zu sein. Die gemäss eigenen Angaben 
im Rahmen der Hauptverhandlung genannte Alternative, vorübergehend bei Be-
kannten – konkret bei Geschäftsleuten aus L.2_____, welche über Wohneigentum 
in O.1_____ verfügten und ihm noch einen Gefallen schuldeten – unterzukommen, 
erscheint als zu unsicher. Zudem hat die KESB Prättigau/Davos zu prüfen, wie die 
finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers aussehen und welche Zukunfts-
perspektiven er in beruflicher Hinsicht, insbesondere die Ausreise in die L.1_____ 

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zwecks Neuorientierung, und ob er im Falle seines Verbleibs in der Schweiz An-
spruch auf eine IV-Rente hat.

5. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Im Sinne von Art. 107 
Abs. 2 ZPO verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 
3'187.-- (bestehend aus CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'687.-- Gutach-
terkosten) beim Kanton Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die ärztliche Leitung der 
Psychiatrischen Klinik B._____ wird angewiesen, X._____ per 25. August 
2015 aus der Klinik zu entlassen.

2. Die KESB Prättigau/Davos wird angewiesen, unverzüglich die Klärung der 
Wohnsituation von X._____ an die Hand zu nehmen und um seine berufli-
che und finanzielle Lage besorgt zu sein.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'187.-- (beste-
hend aus CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'687.-- Gutachterkosten) 
verbleiben beim Kanton Graubünden.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: