# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4024b67-e99a-5435-97b5-1ff601c5ebbe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.09.2016 UV 2015/53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-53_2016-09-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/53

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.09.2016

Entscheiddatum: 19.09.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 19.09.2016
Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV. Meniskusriss. Einer Drehbewegung, bei welcher der 
Fuss am Boden blockiert bleibt, fehlt es an einer plötzlichen, ruckartigen und 
unkontrollierten Bewegung. Verneinung einer unfallähnlichen 
Körperschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 19. September 2016, UV 2015/53).Entscheid vom 19. September 
2016

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiber Silvio Breu          

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/53       

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG,

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Mythenquai 2, Postfach, 8002 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen (unfallähnliche Körperschädigung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war aufgrund ihrer Anstellung als Kauffrau bei 

B.___ (nachfolgend: Arbeitgeberin) bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 

(nachfolgend: Zürich) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit 

Bagatellunfallmeldung vom 17. März 2015 meldete die Arbeitgeberin der Zürich ein 

Schadensereignis, welches sich am 25. Februar 2015 um 15 Uhr zugetragen habe. 

Zum Sachverhalt gab die Arbeitgeberin an, die Versicherte habe nach dem Kopieren 

einen Schritt zur Seite machen wollen und habe mit dem Knie eine leichte Drehung 

gemacht. Es habe einen "Knacks" im Knie gegeben (act. G 3/3.1). Auf dem Formular 

Hergangs-Schilderung der Zürich gab die Versicherte am 23. März 2015 zum Hergang 

"Drehbewegung am Kopiergerät beim Weglaufen" an (act. G 3/3.5). Dr. med. C.___, 

Facharzt für Innere Medizin FMH, hielt im ersten ärztlichen Zeugnis UVG vom 20. März 

2015 als Diagnose (gestützt auf das MRI vom 16. März 2015, act. G 3/3.40) einen Riss 

im Meniskushinterhorn medial Knie rechts fest (act. G 3/3.37).

A.b  Mit Schreiben vom 30. März 2015 teilte die Zürich der Versicherten mit, dass es 

sich beim Ereignis vom 25. Februar 2015 nicht um einen Unfall handle. Für eine 

unfallähnliche Körperschädigung fehle eine schädigende äussere Einwirkung im Sinne 

eines Auslösungsfaktors. Für die Behandlungskosten müsse die Versicherte daher an 

ihre Krankenversicherung verwiesen werden (act. G 3/3.6). Auf Verlangen der 

Versicherten (act. G 3/3.11) erliess die Zürich ihren leistungsablehnenden Entscheid am 

29. April 2015 in Form einer Verfügung (act. G 3/3.18).

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A.c  Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 18. Mai 2015 Einsprache und 

beantragte deren Aufhebung sowie dass ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen 

seien (act. G 3/3.24). Mit Schreiben vom 9. Juni 2015 stellte die 

Rechtsschutzversicherung der Versicherten der Zürich eine Nachbegründung der 

Einsprache zu. Sie machte geltend, dass die Voraussetzungen des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors erfüllt seien. Mit der schnell bzw. ruckartig erfolgten 

Abdrehbewegung sei der normale Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges 

gestört worden (act. G 3/3.26).

A.d  Mit Einspracheentscheid vom 17. Juli 2015 wies die Zürich die Einsprache ab mit 

der Begründung, dass für das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung ein 

Auslösungsfaktor hinzutreten müsse, wobei dieser die Voraussetzung einer gewissen 

Sinnfälligkeit erfüllen müsse. Dies bedeute, dass die Tätigkeit eine gewisse gesteigerte 

Gefahrenlage in sich bergen müsse. Das blosse Abdrehen beim Kopieren reiche hierzu 

nicht aus, weshalb die Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung und 

damit die Leistungspflicht der Zürich nicht gegeben seien (act. G 3/3.31).

B.   

B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Rechtsvertreterin der 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführerin), Karin Herzog, M.A. HSG in Law, 

erhobene Beschwerde vom 8. September 2015 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 17. Juli 2015 sei aufzuheben und die Zürich (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen 

Leistungen auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Gestützt auf das Überweisungsschreiben von Dr. C.___ an das 

Spital D.___ vom 18. März 2015 (act. G 1.4) sei von einer schnellen Drehbewegung, bei 

welcher der Fuss am Boden blockiert geblieben sei, auszugehen. Unter 

Berücksichtigung des Ereignishergangs und der ärztlichen Beurteilung sei eine 

unfallähnliche Körperschädigung und damit die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin zu bejahen (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde indem sie argumentiert, dass auf die Schilderung in 

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der Unfallmeldung und in der Hergangsschilderung abzustellen sei. Eine schnelle 

Drehbewegung sei darin nicht erwähnt worden. Ebenso sei eine Blockierung des 

Fusses am Boden auch auf die Nachfrage, den Sachverhalt detailliert zu schildern, 

nicht erwähnt worden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass eine solche Begebenheit nicht 

geschildert worden wäre. Zudem habe das Bundesgericht in vergleichbaren Fällen 

entschieden, dass keine Sinnfälligkeit vorgelegen habe. Eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Rechtssinne liege daher nicht vor (act. G 3).

B.c  Mit Replik vom 10. November 2015 hält die Beschwerdeführerin an den Anträgen 

fest. Die festgestellten Schädigungen am Knie würden ohne weiteres auf das Ereignis 

vom 25. Februar 2015 zurückgeführt werden können, weshalb nicht von einem 

schleichenden Prozess gesprochen werden könne, welcher die Verletzungen 

verursacht habe. Ausserdem könne der Beschwerdeführerin nicht vorgeworfen werden, 

dass die ersten Schilderungen gegenüber der Beschwerdegegnerin kurz ausgefallen 

seien. Offensichtlich habe sie den Ablauf gegenüber Dr. C.___ genauer geschildert, 

habe dieser doch eine Blockierung des Fusses am Boden festgehalten. Da die 

Ausführungen gegenüber Dr. C.___ genauer und früher erfolgt seien, sei auf diese 

abzustellen. Die Voraussetzungen für das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung seien erfüllt (act. G 5).

B.d  Mit Duplik vom 25. Februar 2015 erneuert die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde. Die Schilderung von Dr. C.___ entspreche keiner 

Schilderung der Beschwerdeführerin. Es gebe keinen Anlass, von der ursprünglichen 

Sachverhaltsschilderung abzuweichen und auf die Schilderung nach Kenntnis der 

Ablehnung oder auf die anders formulierte Schilderung des Arztes abzustellen. Das 

Ereignis vom 25. Februar 2015 könne nicht als sinnfällig betrachtet werden. Eine 

unfallähnliche Körperschädigung liege daher nicht vor (act. G 7).

Erwägungen

1.   

1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die Folgen des 

Ereignisses vom 25. Februar 2015 leistungspflichtig ist.

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2.   

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die 

den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen.

2.2  Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

2.3  Art. 9 Abs. 2 der Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) enthält eine abschliessende 

(vgl. BGE 116 V 140 E. 4a, 116 V 147 E. 2b, je mit Hinweisen) Aufzählung von 

Körperschädigungen, welche auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen im Sinn von Art. 4 ATSG gleichgestellt sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine 

Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere 

Meniskusrisse (lit. c).

2.4  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen auf 

Verwaltungsebene, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers 

liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Was zu beweisen 

ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den 

Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den 

Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 21. 

Oktober 2013, 8C_815/2012, E. 3.2.1 mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht 

ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör der Anspruch darauf, 

Beweisanträge zu stellen, erhebliche Beweise in das Verfahren einzubringen und an der 

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Beweiserhebung teilzunehmen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/

Genf 2015, N 116 zu Art. 61).

3.   

3.1  Die Parteien sind sich einig, dass das Ereignis vom 25. Februar 2015 das Merkmal 

der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt und somit nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 

zu qualifizieren ist. Im vorliegenden Fall ist hingegen strittig, ob ein unfallähnliches 

Ereignis im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt. Unbestritten ist in diesem 

Zusammenhang, dass eine Listenverletzung (Meniskusriss, Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV) 

diagnostiziert wurde.

3.2  Um zu klären, ob ein unfallähnliches Ereignis vorliegt, stellt sich vorab die Frage, 

auf welchen Sachverhalt abzustellen ist. Während die Beschwerdeführerin geltend 

macht, dass sie eine schnelle, ruckartige Drehbewegung gemacht habe, bei welcher 

der Fuss am Boden blockiert geblieben sei, bringt die Beschwerdegegnerin vor, es sei 

lediglich von einer Drehbewegung auszugehen.

3.3  Die zeitlich erste Information zum Ereignis erhielt die Beschwerdegegnerin seitens 

der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin. Diese gab in der Bagatellunfallmeldung vom 

17. März 2015 an, dass die Beschwerdeführerin nach dem Kopieren einen Schritt zur 

Seite habe machen wollen und mit dem Knie eine leichte Drehung gemacht habe. Es 

habe einen "Knacks" im Knie gegeben. Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin 

zwecks Präzisierung des Hergangs gab die Beschwerdeführerin in der 

Hergangsschilderung "Drehbewegung am Kopiergerät beim Weglaufen" an. In der 

Reaktion der Beschwerdeführerin auf die formlose Leistungsablehnung, in der nach 

Erlass der ablehnenden Verfügung erhobenen Einsprache sowie in deren 

Nachbegründung ist sodann von einer "schnellen Drehbewegung" die Rede. In der 

Beschwerde bringt die Beschwerdeführerin gestützt auf das Überweisungsschreiben 

von Dr. C.___ an das Spital D.___ vor, dass sie eine schnelle Drehbewegung gemacht 

habe, bei welcher der Fuss am Boden blockiert geblieben sei. Das 

Überweisungsschreiben datiert vom 18. März 2015, worin sich Dr. C.___ auf die 

Schilderungen der Beschwerdeführerin bezieht, welche sie anlässlich der ersten 

Untersuchung vom 13. März 2015 gemacht hatte. Die Hergangsschilderung der 

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Beschwerdeführerin datiert vom 23. März 2015. Es ist durchaus denkbar, dass die 

Beschwerdeführerin beim ersten Arztbesuch - anders als gegenüber der Arbeitgeberin 

und der Beschwerdegegnerin - das Blockieren des Fusses am Boden erwähnte, um 

durch die Schilderung sämtlicher Umstände des Vorfalls eine optimale medizinische 

Untersuchung und Behandlung durch den Arzt zu ermöglichen. 

Sozialversicherungsrechtliche Überlegungen können beim Erstgespräch mit Dr. C.___ 

keine Rolle gespielt haben, da die Leistungsablehnung vom 30. März 2015 zu diesem 

Zeitpunkt noch nicht bekannt war. Die späteren Schilderungen gegenüber der 

Beschwerdegegnerin, in welchen das Detail, wonach der Fuss am Boden blockiert 

geblieben sei, nicht erwähnt wird, stehen nicht im Widerspruch zur früheren, 

detaillierteren Schilderung gegenüber dem Hausarzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 3. Juli 2009, 8C_346/2009, E. 5.1). Die Beschwerdegegnerin kann deshalb auch 

aus dem Umstand, dass Dr. C.___ den blockierten Fuss im ersten ärztlichen Zeugnis 

nicht erwähnte, ihn im Überweisungsschreiben an das Spital D.___ aber geschildert 

hatte, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Arzt als Drittperson hat kein Interesse, im 

Überweisungsschreiben an das Spital die ihm gegenüber gemachten Schilderungen 

der Beschwerdeführerin "auszuschmücken". Aus dem im Sozialversicherungsrecht 

geltenden Untersuchungsgrundsatz und dem aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör 

fliessenden Recht auf Mitwirkung bei der Beweisbeibringung (vgl. E 2.4) geht hervor, 

dass ein Sachverhalt auch mittels erst im Beschwerdeverfahren vorgelegten Beweisen 

erstellt werden kann. Der massgebende Sachverhalt ergibt sich zudem nicht einzig aus 

den Schilderungen, welche die Beschwerdeführerin gegenüber der 

Beschwerdegegnerin gemacht hat. Es ist vielmehr auf denjenigen Lebenssachverhalt 

abzustellen, welcher sich nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

tatsächlich ereignet hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass - wie von Dr. C.___ im 

Überweisungsschreiben wiedergegeben - sich die Beschwerdeführerin am Kopierer 

stehend wegdrehte, wobei der Fuss der Beschwerdeführerin am Boden blockiert 

geblieben ist. Für die Annahme der Blockierung des Fusses spricht ausserdem auch 

die Formulierung der Arbeitgeberin in der Bagatellunfallmeldung, wonach die 

Beschwerdeführerin einen Schritt zur Seite habe machen wollen, und nicht etwa einen 

Schritt zur Seite gemacht habe, was mit der (nicht explizit erwähnten) Blockierung des 

Fusses erklärt werden kann. Weiter stellt sich die Frage, ob von einer schnellen oder 

abrupten Drehung auszugehen ist. Weder in der Unfallmeldung, wo nur eine "leichten 

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Drehung" angegeben wurde, noch in der Hergangsschilderung auf explizite Nachfrage 

hin, den Vorgang im Detail präzis und vollständig zu beschreiben und anzugeben, ob 

sich etwas Ungewöhnliches zugetragen habe, noch im Überweisungsschreiben von Dr. 

C.___ wird eine schnelle oder ruckartige Drehbewegung geschildert. Da vor der 

Ablehnung des Leistungsanspruches nie die Rede von einem schnellen oder abrupten 

Abdrehen war, ist von einem solchen nicht auszugehen: Führt der Unfallversicherer in 

Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts mittels Fragebogen eine detaillierte Erhebung der 

tatsächlichen Verhältnisse durch, überzeugt es praxisgemäss nicht, wenn die 

versicherte Person den entsprechenden Sachverhalt erst nach der abschlägigen 

Verfügung darlegt (Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 2013, 8C_696/2013 

E. 4.2 mit Hinweisen). Nach dem Gesagten ist deshalb für die weitere Beurteilung 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am Kopierer stehend eine 

Drehbewegung ausführte, wobei der Fuss am Boden blockiert blieb und dass sie dabei 

einen Schmerz im Knie spürte.

3.4  Gestützt auf diesen Sachverhalt sind die Voraussetzungen der unfallähnlichen 

Körperschädigung nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV (Meniskusriss) zu prüfen. Praxisgemäss 

müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit auch bei unfallähnlichen 

Körperschädigungen die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein, 

um eine Leistungspflicht der Unfallversicherung zu begründen. Es muss also eine 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper vorliegen (vgl. Art. 4 ATSG). Besondere Bedeutung kommt dabei 

der Voraussetzung des äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des 

Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. 

Wo ein solches Ereignis nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines 

in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig 

krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor, für welche die 

obligatorische Unfallversicherung in Abgrenzung zur Krankenversicherung nicht 

aufzukommen hat (BGE 129 V 467 E. 2.2. mit Hinweis).

3.4.1      Zentraler Streitpunkt ist das Vorliegen eines äusseren Ereignisses, somit eines 

ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben 

unfallähnlichen Vorfalles. Zur Bejahung des äusseren Faktors ist stets ein Geschehen 

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verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu 

bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 

sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erheblichem 

Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende 

Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch 

beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, 

gleichkommt. Die physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, 

Sehnen und Bänder stellt somit keinen äusseren Faktor dar, dem ein gegenüber dem 

normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen 

muss. Wer also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, 

Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als 

Symptom einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich mangels 

eines gesteigerten Schädigungspotenzials nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung berufen (BGE 129 V 470 E. 4.2 f.).

3.4.2      Die Drehbewegung der am Kopierer stehenden Beschwerdeführerin an sich 

stellt eine alltägliche Lebensverrichtung dar, was auch die Beschwerdeführerin in der 

Hergangsschilderung bestätigt (act. G 3/3.5, Ziff. 2.3). Das Wegdrehen vom Kopierer ist 

nicht vergleichbar mit sportlichen Aktivitäten, welche oft eine überdurchschnittliche 

körperliche Belastung und damit häufig eine gesteigerte Gefahrenlage mit sich bringen. 

Dies wird offensichtlich, wenn man bedenkt, dass das Wegdrehen von einem Kopierer 

zum Büroalltag dazugehört und es dabei so gut wie nie zu Verletzungen kommt. Bei 

einer einfachen Drehbewegung fehlt es rechtsprechungsgemäss - in Übereinstimmung 

mit der Beschwerdegegnerin, welche diesbezüglich das Bundesgerichtsurteil vom 28. 

September 2010 8C_22/2010 anführt - an einem einwirkenden äusseren Faktor. Nach 

Lage der Akten ergeben sich keine Hinweise auf einen Grund zur besonderen Eile der 

Beschwerdeführerin oder, abgesehen von der Blockierung des Fusses am Boden, auf 

andere Umstände, die auf ein gesteigertes Gefährdungspotenzial der alltäglichen 

Drehbewegung hindeuten würden (vgl. das genannte Urteil des Bundesgerichts, E. 

5.3). Indessen schilderte die Beschwerdeführerin diese Blockierung des Fusses am 

Boden nie detailliert bzw. erwähnte sie gegenüber der Beschwerdegegnerin, ausser in 

der Beschwerdeschrift, gar nicht. Da die Blockade des Fusses einzig indirekt (gestützt 

auf die Schilderung der Beschwerdeführerin) von Dr. C.___ im Überweisungsschreiben 

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erwähnt wurde, ist in keiner Weise bekannt, wie sich diese abgespielt hat. Es bleibt 

damit unklar, wie die geltend gemachte Blockierung zustande kam und wie sie sich auf 

die Bewegung und die Gelenke der Beschwerdeführerin auswirkte. Die Blockierung des 

Fusses am Boden muss ausserdem nicht zwingend zu einer über das Normale 

hinausgehenden physiologischen Beanspruchung des Skeletts führen, denn solche 

Blockaden des Fusses am Boden treten im Alltag häufig auf, ohne dass sie eine 

Verletzung nach sich ziehen würden; schon gar nicht mit einer gewissen 

Regelmässigkeit. Die Situation im Büroalltag unterscheidet sich diesbezüglich 

fundamental von derjenigen, wie sie häufig etwa auf dem Fussballplatz anzutreffen ist. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich daher in der Blockierung 

des Fusses Büroboden allein noch kein gesteigertes Gefährdungspotenzial erblicken.

3.4.3      Zusammenfassend ergibt sich, dass der Nachweis der plötzlichen, nicht 

beabsichtigten schädigenden äusseren Einwirkung auf den menschlichen Körper im 

Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV nicht erbracht ist, weshalb die Beschwerdegegnerin eine 

Leistungspflicht zu Recht verneint hat.

4.   

4.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2  Gerichtskosten sine keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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