# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1640e8c-ac9e-5a40-8736-ac9ee29b0969
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.04.2025 I 2024 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2024-58_2025-04-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2024 58

Entscheid vom 10. April 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. D.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Covid-19 Berufskrankheit)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1964) war seit dem 1. November 2019 bei der 
E.________ als Pflegefachfrau HF angestellt und dadurch bei der C.________ 
für die Folgen von Berufskrankheiten versichert.

B. Mit Unfallmeldung vom 16. Februar 2021 meldete die Arbeitgeberin der 
C.________, A.________ habe sich am 12. Januar 2021 durch den Einsatz bei 
einer coronapositiven Patientin an Corona angesteckt; sie sei seit dem 19. Janu-
ar 2021 vollständig arbeitsunfähig (Vi-act. A3). Mit Schreiben vom 3. Februar 
2021 bestätigte der Kantonsarzt die Coronaansteckung und die Isolation von 
A.________ vom 19. Januar 2021 bis und mit 1. Februar 2021 (Vi-act. A2). 

C. Am 29. August 2022 bestätigte die C.________, A.________ sei am 19. 
Januar 2021 positiv auf das Corona-Virus getestet worden; sie leide seit der Infi-
zierung unter chronischen, multiplen Beschwerden und sei nach wie vor 100% 
arbeitsunfähig. Aufgrund der Beurteilung des medizinischen Dienstes der Versi-
cherung stünden die heutigen Beschwerden nicht mehr mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang mit der erlittenen Covid-
Infektion, weshalb die Versicherung beabsichtige, die Leistungspflicht per 31. 
August 2022 einzustellen (Vi-act. A145). Mit Schreiben vom 28. September 2022 
liess A.________ die C.________ ersuchen, von der Leistungseinstellung abzu-
sehen (Vi-act. A150). Nach weiterer Abklärung verfügte die C.________ am 21. 
November 2023, ab dem 1. September 2022 bestehe kein Anspruch mehr auf 
Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (Vi-act. A181). 

D. Die am 9. Januar 2024 gegen die Leistungseinstellung erhobene und am 
16. Februar 2024 ergänzte Einsprache (Vi-act. A183, A188) wies die C.________ 
mit Entscheid vom 30. Mai 2024 ab (Vi-act. A191). Da die C.________ den Ent-
scheid an A.________ adressierte, erliess sie am 12. Juni 2024 einen neuen, an 
deren Rechtsvertreter adressierten Einspracheentscheid (Vi-act. A193). 

E. Am 16. August 2024 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz (unter Beachtung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. b 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 
SR 830.1] vom 6.10.2000) fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 sei aufzuheben und es seien die 
gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Eventualiter seien weitere Sachverhaltsabklärungen durchzuführen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.).

3

Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2024 beantragt die C.________, es sei die 
Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. Mit Replik vom 24. Januar 2025 resp. 
Duplik vom 10. März 2025 halten die Parteien je an ihren Anträgen fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Am 16. Februar 2021 meldete die Arbeitgeberin der C.________, die Be-
schwerdeführerin habe sich am 12. Januar 2021 durch den Einsatz bei einer co-
ronapo-sitiven Patientin an Corona angesteckt (Vi-act. A3). Der Kantonsarzt 
bestätigte die Covid-19-Infektion der Beschwerdeführerin am 3. Februar 2021 
(Vi-act. A2). Mit Schreiben vom 25. Februar 2021 anerkannte die C.________ die 
Covid-19-Infektion der Beschwerdeführerin als Berufskrankheit im Sinne von Art. 
9 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 
vom 20. März 1981 sowie ihre Leistungspflicht als obligatorischer Unfallversiche-
rer (Vi-act. A10). Die Versicherungsleistungen stellte die C.________ per 31. Au-
gust 2022 ein, weil die dann noch geklagten Beschwerden nicht mehr mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang mit der erlittenen 
Covid-19-Infektion vom 19. Januar 2021 stehen würden (Vi-act. A145, A181). 

1.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. Mai 2024 / 12. Juni 2024 
präzisierte die C.________, sie habe am 25. Februar 2021 die am 19. Januar 
2021 nachgewiesene Covid-19-Infektion als Berufskrankheit anerkannt (Vi-act. 
A10), nicht jedoch den Kausalzusammenhang für später geklagte somatische 
"Long Covid Beschwerden". Die C.________ habe sich nie auf somatische 
und/oder psychische Beschwerden festgelegt, die allenfalls durch die Covid-19-
Infektion bewirkt worden seien. Damit bleibe die Beschwerdeführerin nach den 
allgemeinen Grundsätzen des Unfallversicherungsrechts beweispflichtig für das 
Bestehen von somatischen "Long Covid Beschwerden" und ggf. deren Kausalzu-
sammenhang mit der Covid-19-Infektion. Diesen Beweis könne die Beschwerde-
führerin nicht erbringen, womit sich die Verfügung vom 21. November 2023 als 
korrekt erweise. Seit dem 1. September 2022 bestehe kein Anspruch auf die ge-
setzlichen Leistungen der Unfallversicherung mehr. 

1.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet die von der Vorinstanz geltend gemach-
te Beweislastverteilung. Die Beschwerden unmittelbar nach der Ansteckung als 
auch die zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung und weiterhin anhaltenden Be-
schwerden seien auf die stattgefundene Covid-19-Infektion zurückzuführen. Die-
se sei von der Vorinstanz ebenso anerkannt wie gesundheitliche Beschwerden, 
die nach erfolgter Infektion bestanden und eine Arbeitsunfähigkeit bewirkt hätten. 

4

Sie leide bis heute unter denselben Beschwerden, die sich unmittelbar nach der 
Infektion eingestellt hätten. Entsprechend habe die Vorinstanz den Wegfall der 
Kausalität zu beweisen. Diesen Beweis vermöge die Vorinstanz nicht zu erbrin-
gen. Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, entgegen der vorinstanzli-
chen Darstellung lägen objektivierbare Untersuchungsergebnisse vor. 

1.4 Vor Verwaltungsgericht verweist die C.________ auf die nach dem Ein-
spracheentscheid ergangene Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Frage der 
Covid-19-Infektion als Berufskrankheit (Urteil BGer 8C_582/2022 vom 12.7.2024 
= BGE 150 V 460). Die vom Bundesgericht in diesem Entscheid definierten Vor-
aussetzungen für die Anerkennung einer Infektionskrankheit als Berufskrankheit 
seien vorliegend nicht erfüllt. Die C.________ habe in tatsächlicher Hinsicht das 
Vorliegen einer Covid-19-Infektion anerkannt, sei jedoch zu Unrecht von einer 
Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG ausgegangen; bei richtiger 
Rechtsanwendung liege keine Berufskrankheit vor, womit keine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers bestehe. Ob eine Berufskrankheit vorliege, sei eine 
Rechtsfrage, welche das Gericht zu beurteilen habe. Auch sei das Gericht nicht 
an die Parteibegehren gebunden und es könne einen Einspracheentscheid auch 
zu Ungunsten der Beschwerde führenden Person ändern. Sollte das Gericht wi-
der Erwarten dennoch eine Berufskrankheit bejahen, so würde kein Anspruch auf 
weitere UVG-Leistungen über den 31. August 2022 hinaus bestehen. Die geklag-
ten Beschwerden seien auf eine in keinem Zusammenhang mit der Covid-19-
Infektion stehende, psychiatrische Diagnose zurückzuführen. Dies ergebe sich 
ebenso aus einem im Rahmen des IV-Verfahrens zwischenzeitlich ergangenen 
polydisziplinären Gutachten, welches die medizinische Aktenlage aus den UVG-
Akten bestätige.

1.5 Replizierend hält die Beschwerdeführerin am Vorliegen einer Berufskrank-
heit fest. Der von der C.________ angeführte Bundesgerichtsentscheid betreffe 
eine Psychologin ohne direkten Kontakt mit infizierten Patienten und sei nicht 
einschlägig. Demgegenüber habe das Sozialversicherungsgericht BS 
(SVG.2023.166 vom 25.4.2023) bestätigt, dass bei Spitex-Mitarbeiterinnen von 
einer prinzipiell erhöhten Gefahr einer Infektion auszugehen sei. Im Falle der Be-
schwerdeführerin sei daher von einer erhöhten Infektionsgefahr im Sinne von Art. 
9 Abs. 1 UVG und damit einer Berufskrankheit auszugehen. Weiter widerspricht 
die Beschwerdeführerin der C.________ hinsichtlich Beurteilung des IV-
Gutachtens und betont, mit dem neurologischen Gutachten sei erstellt, dass das 
für eine Post-Covid-Erkrankung typische Beschwerdebild vorliege. Es handle 
sich um Spätfolgen/Langzeitschäden der Covid-19-Infektion. Zudem widerspre-
che das Gutachten der vorinstanzlichen Darstellung, wonach angesichts der 

5

psychiatrischen Diagnosen eine Post-Covid-Symptomatik ausgeschlossen sei. 
Vielmehr werde ein Zusammenhang zwischen den Diagnosen hergestellt in dem 
Sinne, als die psychiatrischen Vorerkrankungen nach einer Covid-19-Infektion 
anhaltende Beschwerden begünstigen würden. 

1.6 Unter Verweis auf die echtzeitlichen Angaben der Beschwerdeführerin be-
kräftigt die C.________ duplizierend ihre Darstellung, wonach die Beschwerde-
führerin am 12. Januar 2021 keine pflegerischen Tätigkeiten im Sinne der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung ausgeführt habe. Namentlich habe sie auch 
keine Tätigkeiten vorgenommen, wie sie dem Entscheid Basel-Stadt zugrunde 
gelegen hätten. Entsprechend sei das Vorliegen einer Berufskrankheit zu vernei-
nen. Auch ihre Darstellung, wonach gemäss IV-Gutachten die Diagnose einer 
Post-Covid-19-Erkrankung ausscheide, bestätigt die C.________. Die Be-
schwerdeführerin zitiere aus dem Zusammenhang gerissen aus dem Gutachten. 

1.7 Vorliegend ist damit in einem ersten Punkt strittig, ob die Beschwerdeführe-
rin eine Berufskrankheit (Art. 9 UVG) erlitt und die C.________ infolge Berufs-
krankheit leistungspflichtig wurde oder nicht. Soweit eine Berufskrankheit bejaht 
wird, ist desweitern strittig, ob die C.________ die Leistungen zu Recht per 31. 
August 2022 eingestellt hat mit der Begründung, die dann noch geklagten Be-
schwerden stünden in keinem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammen-
hang zur Berufskrankheit.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.1.1 Als Berufskrankheiten gelten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit 
ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Ar-
beiten verursacht worden sind; der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und 
Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Ziff. 1 
Anhang 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 
20. Dezember 1982 listet die schädigenden Stoffe auf; Ziff. 2 Anhang 1 UVV die 
arbeitsbedingten Erkrankungen und zwar einerseits durch physikalische Einwir-
kungen verursachte Erkrankungen (lit. a) und anderseits mit einer Doppelliste ei-
ne abschliessende Aufzählung von Krankheiten und der Arbeiten, die als Ursa-
che für die jeweils aufgeführten Krankheiten zugelassen sind (lit. b). So gelten als 
Berufskrankheit etwa Infektionskrankheiten bei Arbeiten in Spitälern, Laboratori-
en, Versuchsanstalten und dergleichen. 

6

Mit dieser Doppelliste (Ziff. 2 lit. b Anhang 1 UVV) hat der Verordnungsgeber die 
Zusammenhangsfrage aufgrund arbeitsmedizinischer Erkenntnisse vorentschie-
den: Es besteht in beweisrechtlicher Hinsicht die natürliche Vermutung, es liege 
eine Berufskrankheit vor, wenn eine der dort aufgelisteten Krankheiten (z.B. In-
fektionskrankheit) aufgetreten ist und die versicherte Person die entsprechende, 
im UVV-Anhang umschriebene Tätigkeit (Arbeiten in Spitälern, Laboratorien, 
Versuchsanstalten und dergleichen) verrichtet. Die natürliche Vermutung hat 
dem schlüssigen Gegenbeweis zu weichen, wenn konkrete Umstände des Ein-
zelfalls klar gegen eine berufliche Verursachung sprechen (BGE 126 V 183 E. 
4a).

2.1.2 Als Berufskrankheiten gelten im Sinne einer Generalklausel auch andere 
Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark 
überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 
UVG). Die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark überwiegenden Zu-
sammenhanges gemäss dieser Bestimmung ist nach ständiger Rechtsprechung 
erfüllt, wenn die Krankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit ver-
ursacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b). Dabei ist grundsätzlich in jedem Ein-
zelfall Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 
75%ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 
183 E. 4b). Wenn indessen auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein 
Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines be-
stimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann 
schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Einzelfall 
aus (BGE 126 V 183 E. 4c; vgl. auch SVR 2018 UV Nr. 26 S. 90, U 8C 
507/2015 E. 2.2; VGE I 2018 86 vom 7.2.2019 E. 8; VGE I 2017 67 vom 
18.9.2017 E. 2.3).

2.2 Mit den Infektionskrankheiten als Berufskrankheit setzt sich auch die Emp-
fehlung Nr. 1/2003 (Version 23.12.2020) der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG, 
Erkrankungen im Sinne von Anhang 1 Ziffer 2 lit. b UVV, auseinander. Die Emp-
fehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG stellen zwar keine Weisungen 
an die Durchführungsorgane der obligatorischen Unfallversicherung dar und sind 
insbesondere für den Richter nicht verbindlich. Nach der Rechtsprechung sind 
sie jedoch geeignet, eine rechtsgleiche Praxis sicherzustellen und in diesem Sin-
ne beachtlich (BGE 140 V 41 E. 6.4.2.1).

Gemäss der genannten Empfehlung können unter dem Titel Berufskrankheit 
Versicherungsleistungen geschuldet sein, wenn sich eine Erkrankung medizi-
nisch eindeutig einer der in Anhang 1 Ziffer 2 lit. b UVV erwähnten Gruppen von 
arbeitsbedingten Erkrankungen zuordnen lässt (z.B. Covid-19 den Infektions-

7

krankheiten) und die für diese Gruppe von Erkrankungen zusätzlichen Voraus-
setzungen erfüllt sind (bei Infektionskrankheiten das Arbeiten in Spitälern, Labo-
ratorien, Versuchsanstalten und dergleichen). Bei Infektionskrankheiten, die von 
Mensch zu Mensch übertragen werden, bestehe das entscheidende Merkmal der 
berufsbedingten Exposition darin, dass die konkrete Tätigkeit Arbeiten mit infi-
zierten Patienten oder Arbeiten mit einer stark infizierten/infizierenden oder kon-
taminierten Umgebung bedingt bzw. umfasst sei. Deshalb ist gemäss Empfeh-
lung das versicherte Gesundheits- und Pflegepersonal der ambulanten und stati-
onären Einrichtungen sowie der Pflegeeinrichtungen dem Spitalpersonal gleich-
gestellt, soweit es einem spezifischen beruflichen Expositionsrisiko ausgesetzt 
ist, indem es direkt infizierte Patienten wegen der Infektion in diesen Einrichtun-
gen behandelt und pflegt.

2.3 Im BGE 150 V 460 hat sich das Bundesgericht mit der Frage befasst, ob es 
zur Qualifizierung einer Erkrankung als Berufskrankheit eines berufstypischen 
Risikos bedürfe. Im konkreten also, ob die natürliche Vermutung des Zusam-
menhanges (zwischen Arbeit im Spital, Laboratorium, Versuchsanstalten und 
dergleichen sowie Infektionskrankheit) für die Anerkennung als Berufskrankheit 
ausreiche. Das Bundesgericht hielt fest, die Anwendung einer natürlichen Vermu-
tung, dass eine Infektionskrankheit durch die Arbeit im Spital verursacht worden 
sei, rechtfertige sich nur dann, wenn es sich dabei um eine Tätigkeit mit dem 
spezifischen Risiko des vom Verordnungsgeber als gesundheitsgefährdend defi-
nierten Arbeitsplatzes handle; nicht jegliche Tätigkeit in einem Spital oder Labo-
ratorium oder in einer Versuchsanstalt könne als gesundheitsgefährdend gelten 
(BGE 150 V 460 E. 4.6; Urteil BGer 8C_378/2024 vom 30.10.2024 E. 5.1). 

Im konkreten Fall stellte das Bundesgericht fest, die Covid-19-Infektion einer in 
einem Spital (mit akut an Covid-19 erkrankten Patienten) tätigen Psychologin sei 
keine Berufskrankheit, da sie nicht mit der Patientenpflege beschäftigt gewesen 
und somit durch ihre Tätigkeit nicht dem spezifischen Ansteckungsrisiko eines 
gesundheitsgefährdenden Arbeitsplatzes in einem Spital ausgesetzt gewesen sei 
(E. 4.7). Zudem sei auch eine Leistungspflicht aus Art. 9 Abs. 2 UVG (General-
klausel) ausgeschlossen, da diese nur dann greife, wenn "andere Krankheiten" 
als die gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG vom Bundesrat bestimmten als Ursache einer 
beruflichen Tätigkeit in Betracht fallen würden. Infektionskrankheiten (Covid-19-
Infektion) seien in der Doppelliste Ziff. 2 lit. b Anhang 1 UVV ausdrücklich aufge-
führt. Seien die Voraussetzungen für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 
nicht erfüllt, weil es am zweiten Erfordernis der schädigenden Tätigkeit im Spital 
fehle, liege von vornherein kein Anwendungsfall von Art. 9 Abs. 2 UVG vor und 
sei eine Leistungspflicht gestützt darauf daher ausgeschlossen (E. 4.9). 

8

Ebenso entschied das Bundesgericht im Falle einer Psychiaterin bzw. in deren 
Funktion als Oberärztin in einer Privatklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und 
Psychotherapie, da sie nicht mit der Pflege von akut am Covid-19-Virus erkrank-
ten Patienten beschäftigt gewesen sei (Urteil BGer 8C_524/2023 vom 7.8.2024 
E. 5.2). Bestätigt wurde BGE 150 V 460 auch mit Urteil BGer 8C_378/2024 (vom 
30.10.2024). Die Covid-19-Infektion einer medizinischen Praxisassistentin in ei-
ner frauenärztlichen Praxis wurde nicht als Berufskrankheit anerkannt, da sie 
nicht mit der Pflege von akut am Covid-19-Virus erkrankten Patienten beschäftigt 
gewesen sei. Sie sei durch ihre Tätigkeit nicht dem spezifischen Ansteckungsrisi-
ko eines gesundheitsgefährdenden Arbeitsplatzes in einem Spital ausgesetzt 
gewesen (E. 5.2). Auch eine Leistungspflicht gestützt auf die Generalklausel (Art. 
9 Abs. 2 UVG) schloss das Bundesgericht mit derselben Begründung wie in BGE 
150 V 460 aus. 

Im Sachverhalt, der dem Urteil BGer 8C_442/2024 (vom 4.12.2024) zugrunde 
lag, ging es um eine Fachangestellte Gesundheit, die an ihrem Arbeitsplatz im 
Spital, Abteilung Neurologie, mit der Pflege von Patienten mit einer Covid-19-
Erkrankung betraut war, was engen körperlichen Kontakt erforderte, auch wenn 
es sich nicht um eine Intensivstation handelte. Damit war gemäss Bundesgericht 
ohne Weiteres von einer Tätigkeit mit dem spezifischen Risiko eines gesund-
heitsgefährdenden Arbeitsplatzes im Spital im Sinne der Doppelliste von Ziff. 2 lit. 
b Anhang 1 UVV auszugehen, weshalb die natürliche Vermutung zu greifen hat-
te, dass eine Berufskrankheit vorliege, nachdem die versicherte Person an einer 
Covid-19-Infektion erkrankt war. Und weiter stellte das Bundesgericht fest, aus 
der Tatsache, dass eine Ansteckung am Arbeitsplatz nicht überwiegend wahr-
scheinlich sei, weil die versicherte Person im fraglichen Zeitpunkt nur einen ein-
zigen Covid-19 infizierten Patienten behandelt habe, dieser dannzumal aber nicht 
mehr infektiös gewesen sei, lasse sich kein schlüssiger Gegenbeweis ableiten; 
seien die Voraussetzungen für die Geltung der natürlichen Vermutung wie hier 
gegeben, bedürfe es keiner weiteren Abklärungen, bei welcher Gelegenheit die 
Infektion stattgefunden habe (E. 5). 

2.4.1 Im vorliegenden Fall hat die C.________ die Covid-19-Infektion der Be-
schwerdeführerin als Berufskrankheit anerkannt und in der Folge Leistungen er-
bracht. Erstmals vor Verwaltungsgericht bringt sie ein, es liege keine Berufs-
krankheit vor, weil der Hausbesuch vom 19. Januar 2021 die Voraussetzungen 
für eine Berufskrankheit nicht erfülle; die Betreuung der Patientin habe keinem 
berufsspezifischen Risiko im Sinne von Anhang 1 Ziff. 2 lit. b UVV entsprochen, 
eine eigentliche pflegerische Handlung an der Patientin habe bei diesem kurzen 
Einsatz nicht stattgefunden. 

9

2.4.2 Vorliegend steht fest, dass es sich um eine Infektionskrankheit handelt und 
dass eine solche, wenn die Infektion bei der Arbeit im Spital, einem Laboratori-
um, einer Versuchsanstalt und dergleichen erfolgte, auf der Doppelliste Ziff. 2 lit. 
b Anhang 1 UVV aufgeführt ist. Damit die natürliche Vermutung für eine Berufs-
krankheit besteht (vgl. oben E. 2.1.1), ist weiter vorausgesetzt, dass die Be-
schwerdeführerin dieser gelisteten Tätigkeit nachging. Selbst wenn nun mit der 
Beschwerdeführerin (und unter Verweis auf das Urteil des Sozialversicherungs-
gerichts BS UV.2022.25 vom 25.4.2023) davon ausgegangen würde, die Arbeit 
bei der Spitex sei den Arbeiten in Spitälern, Laboratorien, Versuchsanstalten und 
dergleichen gleichzustellen, so müsste gestützt auf die zitierte Rechtsprechung 
des Bundesgerichts gleichwohl auch noch feststehen, dass es sich bei der Tätig-
keit der Beschwerdeführerin um eine solche mit dem spezifischen, gesundheits-
gefährdenden Risiko handelt, indem die Arbeit etwa engen körperlichen Kontakt 
mit infizierten Patienten erforderte (vgl. oben E. 2.3; Urteil BGer 8C_442/2024 
vom 4.12.2024 E. 5). Hierzu fehlen Informationen weitgehend (diese bleiben be-
schränkt auf einen allgemeinen, generischen Tätigkeitsbeschrieb; Vi-act. A8), 
sodass eine Beurteilung der Voraussetzungen nach Ziffer 2 lit. b Anhang 1 UVV 
kaum möglich ist. Sodann ist anzufügen, dass es für die Frage der Erfüllung von 
Ziff. 2 lit. b Anhang 1 UVV (entgegen den Ausführungen der C.________) keine 
primäre Rolle spielt, worin die konkrete Tätigkeit der Beschwerdeführerin am 12. 
Januar 2021 bestand. War bzw. ist sie bei ihrer Arbeit als Pflegefachfrau HF bei 
der Spitex dem spezifischen, gesundheitsgefährdenden Risiko ausgesetzt, greift 
grundsätzlich die natürliche Vermutung, dass eine Berufskrankheit vorliegt, 
nachdem die Beschwerdeführerin an einer Covid-19-Infektion erkrankt ist (vgl. 
Urteil BGer 8C_442/2024 vom 4.12.2024 E. 5). Allerdings steht gegen diese 
natürliche Vermutung der Gegenbeweis offen. Und hierfür kann es durchaus ent-
scheidend sein, welche Tätigkeiten die Beschwerdeführerin am 12. Januar 2021 
konkret verrichten musste. Dabei gilt festzuhalten, dass die Beweislast für diesen 
schlüssig nachzuweisenden Gegenbeweis die C.________ als Unfallversicherer 
trägt. Auch diesbezüglich liegen aber nur rudimentäre Informationen vor (Vi-act. 
A1 und A8). 

Die C.________ hatte eine Berufskrankheit anerkannt, die Leistungen dann aber 
per Ende August 2022 eingestellt. Die Anerkennung als Berufskrankheit er-
scheint nicht offenkundig falsch zu sein im Falle einer Spitex-Pflegefachfrau, wel-
che die Patienten zu Hause aufsucht und pflegt, wobei es je nach Pflegetätigkeit 
unausweichlich auch zu engem Patientenkontakt kommt. Die Tätigkeit ist mit je-
ner einer Fachangestellten Gesundheit im Spital durchaus vergleichbar, lediglich 
mit dem Unterschied, dass die Pflegehandlungen nicht am Spitalbett, sondern im 
häuslichen Umfeld erfolgen. Der direkte Patientenkontakt indes bleibt der nämli-

10

che. Damit hat es mit der Frage, ob eine Berufskrankheit vorliegt (was wie er-
wähnt von der C.________ noch im Einspracheentscheid anerkannt wurde), sein 
Bewenden. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die C.________ die Leistungen zu 
Recht per Ende August 2022 eingestellt hatte.

3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt u.a. voraus, dass zwi-
schen der Berufskrankheit und den geklagten Beschwerden ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 148 V 356 E. 3; BGE 134 V 109 
E. 2.1; BGE 129 V 177 E. 3.1 f.). 

Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal-
tung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit und in erster Linie mit den Angaben medizini-
scher Fachpersonen zu befinden hat, wogegen die Adäquanz eine Rechtsfrage 
ist, die nur vom Rechtsanwender, mithin der Versicherung und im Beschwerdefall 
dem Gericht, beantwortet werden kann (Urteile BGer 8C_634/2022 vom 
23.12.2022 E. 3.1, 8C_15/2021 vom 12.5.2021 E. 7.3). Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (vgl. BSK-Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 58 mit Hinweisen auf BGE 142 V 435 E. 
1; BGE 129 V 177 E. 3.1; vgl. BGE 119 V 335 E. 1). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von berufskrankheitsbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allge-
mein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswir-
kungen der Berufskrankheit genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs-
aufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei 
der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge-
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer 
(vgl. BGE 150 V 188 E. 4.2; BGE 146 V 51 E. 5.1). 

3.2 Die C.________ hält dafür, sie habe wohl die Covid-19-Infektion als Be-
rufskrankheit anerkannt. Damit aber sei keineswegs eine in diesem Zeitpunkt 
noch nicht einmal lege artis erhebbare, höchstens mögliche, jedoch sehr un-
wahrscheinliche künftige Post-Covid-19 Diagnose anerkannt. Mit der Covid-19-
Erkrankung seien nicht auch die "Long Covid Beschwerden" anerkannt. Vielmehr 
müsse der (natürliche und adäquate) Kausalzusammenhang dieser Beschwer-
den mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch die Be-

11

schwerdeführerin nachgewiesen werden. Demgegenüber macht die Beschwer-
deführerin geltend, die C.________ habe die Covid-19-Infektion anerkannt und 
sei daher leistungspflichtig, bis mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sei, dass diese Berufskrankheit jede kausale Be-
deutung für die geklagten Beschwerden verloren habe. Hierfür sei die 
C.________ beweisbelastet. 

3.3 Ist eine Berufskrankheit festgestellt, so wird die Unfallversicherung 
grundsätzlich auch für deren weitere Folgen (Tod, Sekundärerkrankung) leis-
tungspflichtig. Die beruflich bedingte Primär- und die Sekundärerkrankung müs-
sen über den gewöhnlichen natürlichen und (bei psychischen Folgeschädigun-
gen) adäquaten Kausalzusammenhang miteinander verbunden sein. Als in 
tatsächlicher Hinsicht massgebliche Ursachen (natürlicher Kausalzusammen-
hang) gelten alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg 
nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise resp. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend haftet der Unfallversicherer 
auch dann, wenn die Berufskrankheit nur zu einem kleineren Teil für die Sekun-
därerkrankung verantwortlich ist. Die Adäquanz hat bei körperlichen Folgeschä-
digungen keine praktische Bedeutung, da sich hier adäquate und natürliche Kau-
salität weitgehend decken (BSK UVG-Traub, Art. 9 N 15). Bei psychischen 
Störungen, die Folge einer Berufskrankheit sind, ohne dass sie durch einen hin-
reichend objektivierbaren organischen kausalen Befund erklärt werden kann, ist 
die Adäquanz nach der allgemeinen Formel und nicht nach der Psycho-Praxis zu 
beurteilen (BGE 129 V 177 E. 4.2; BGE 125 V 456). Danach ist massgebend, ob 
die Berufskrankheit (oder Geschehnisse in deren Zusammenhang) nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allg. Lebenserfahrung geeignet ist, die 
psychischen Störungen hervorzurufen. Diese Frage ist insofern nach einem rea-
litätsgerechten Massstab zu beurteilen, als bspw. auch eine ungünstige Prädis-
position (weite Bandbreite der Versicherten) zu berücksichtigen ist (BSK UVG-
Traub, Art. 9 N 16).

3.4 Entgegen der Ausführung der Beschwerdeführerin kann aus der Anerken-
nung der Covid-19-Infektion nicht gefolgert werden, die C.________ sei beweis-
belastet für den Nachweis, dass die Infektion jegliche Bedeutung für die geklag-
ten Beschwerden verloren hat. Vielmehr handelt es sich bei den 'Long Covid Be-
schwerden' resp. der 'Post-Covid-19-Erkrankung' resp. dem 'Post-Covid-19-
Syndrom' um eine Sekundärerkrankung. Diesbezüglich gilt, dass die Covid-19-
Infektion und die Post-Covid-19-Erkrankung über den gewöhnlichen natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhang miteinander verbunden sein müssen. Be-
weisbelastet hierfür ist die Beschwerdeführerin, wobei zu ergänzen ist, dass die 

12

Parteien im Sozialversicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur inso-
fern tragen, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei-
ten wollte und diese Beweisregel erst Platz greift, wenn es sich als unmöglich 
erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2).

4.1 Die C.________ verneinte einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzu-
sammenhang zwischen der primären Covid-19-Infektion der Beschwerdeführerin 
und einem allfälligen sekundären Post-Covid-19-Syndrom. Sie stützt sich dabei 
auf die Beurteilung ihrer beratenden Ärzte (Aktenbeurteilung Dr.med. 
H.________ vom 5.11.2023, Vi-act. M75; Aktenbeurteilung Dr.med. I.________ 
vom 20.2.2023, Vi-act. M70; Aktenbeurteilung Dr.med. J.________ vom 
25.8.2022, Vi-act. M41; Aktenbeurteilung Dr.med. K.________ vom 29.11.2021, 
Vi-act. M14). Diesbezüglich gilt, dass beratende Ärzte eines Versicherungsträ-
gers, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsin-
ternen Ärzten gleichzusetzen sind (Urteil BGer 8C_150/2024 vom 10.10.2024 E. 
2.3). Deren Berichten und Gutachten kommt nach der Rechtsprechung Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit beste-
hen (Urteil BGer 8C_672/2020 vom 15.4.2021 E. 2.3). Bestehen indes auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-
nen resp. beratenden ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; BGE 142 V 58 E. 5.1). 

4.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid erwog die C.________, es lägen 
insgesamt keine objektivierbaren Untersuchungsergebnisse vor. Eine Leistungs-
pflicht der C.________ für die geklagten, jedoch nicht mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesenen, somati-
schen "Long Covid Beschwerden" entfalle. Die Prüfung des Vorliegens eines 
adäquaten Kausalzusammenhanges erübrige sich damit. Hinsichtlich psychische 
Beschwerden hielt die C.________ fest, die Beschwerdeführerin leide an einem 
langjährigen Vorzustand in Form einer rezidivierenden jeweils mittelgradigen de-
pressiven Störung verbunden mit einem Erschöpfungssyndrom. So sei sie auch 
unmittelbar vor Stellenantritt am 1. November 2019 während rund 6 ½ Monaten 
vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Die Covid-19-Infektion habe die vorbe-
stehende rezidivierende mittelgradige depressive Störung nicht verschlechtert. 
Entsprechend bestehe seitens C.________ hierfür auch keine Leistungspflicht. 

13

Zu diesem Ergebnis gelangte die C.________ gestützt auf folgende Aktenbeur-
teilungen ihrer beratenden Ärzte:

4.2.1 In einer ersten Aktenbeurteilung vom 29. November 2021 gelangte Dr.med. 
L.________ (Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie) zur Beurteilung, es hät-
ten sich bei der Beschwerdeführerin schon früh manifeste psychische Beschwer-
den und Anzeichen von erheblichen psychischen Belastungen gezeigt. Im weite-
ren Verlauf seien wiederholte manifeste depressive Erkrankungszustände be-
schrieben. Nach einer stationären Behandlung 2015 sei es zur vollständigen 
Remission der damaligen depressiven Erkrankungssymptomatik gekommen. 
2020 habe die Beschwerdeführerin erneut um eine ambulante psychotherapeuti-
sche Behandlung ersucht. Im Januar 2021 sei sie an Covid-19 erkrankt. Im wei-
teren Verlauf werde neben persistierenden Beschwerden auf eine erneute de-
pressive Episode im Rahmen der schon bekannten rezidivierenden depressiven 
Störung hingewiesen. Insgesamt habe sich eine vielschichtige Erkrankungssym-
ptomatik gezeigt. Schliesslich gelangte Dr.med. K.________ zum Schluss, dass 
bezogen auf das Beschwerdebild vorrangig und gewichtig die depressive Erkran-
kung (sowohl in psychopathologischer als auch vegetativer und psychosomati-
scher Ausrichtung) für die Ausbildung des Beschwerdebildes (mit Erschöpfung, 
kognitive Beeinträchtigungen, verminderter Belastbarkeit) verantwortlich sei. Die 
konkrete Frage, ob die beklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit in natürlichem Kausalzusammenhang zum gemeldeten Ereignis stehe, 
konnte gemäss Dr.med. K.________ nicht beurteilt werden, da die multiplen Be-
schwerden bezogen auf diese Frage nicht gesamthaft eingeordnet werden könn-
ten (Vi-act. M14). 

4.2.2 In einer aktenbasierten Kurzbeurteilung vom 25. August 2022 - welche 
primäre Grundlage für die Leistungseinstellung per Ende August 2022 bildete - 
erwog Dr.med. J.________ (Facharzt Allgemeine Innere Medizin), bei den Sym-
ptomen handle es sich um allgemeine Schwäche, Anstrengungsdyspnoe, Fa-
tigue, Konzentrationsstörung, Tinnitus, Tremor, Geschmack und Geruchsstörung. 
Die meisten dieser Symptome könnten sowohl im Rahmen der vorbestehenden 
rezidivierenden depressiven Episoden als auch im Rahmen eines Long Covid 
Syndroms interpretiert werden, wie dies schon Dr.med. K.________ festgehalten 
habe. Die meisten Long Covid Syndrome würden sich mit der Zeit bessern, so 
dass die meisten Erkrankten nach 12 Monaten eine gute Lebensqualität errei-
chen würden. Bei der Beschwerdeführerin seien 1 ½ Jahre trotz ambulanter und 
stationärer Behandlung ohne wesentliche Verbesserung vergangen. Entspre-
chend gelangte Dr.med. J.________ zum Schluss, für die aktuelle Arbeitsun-
fähigkeit seien die allgemeine Fatigue, Anstrengungsintoleranz, Konzentrations-

14

störung verantwortlich. Diese Symptome seien vorwiegend auf die bekannte und 
vorbestehende Psychopathologie zurückzuführen und stünden nur möglicherwei-
se in Zusammenhang mit der Covid-Infektion (Vi-act. M41). 

4.2.3 Eine weitere Aktenbeurteilung erfolgte durch Dr.med. M.________ (Fach-
arzt Psychiatrie und Psychotherapie) am 20. Februar 2023, wobei er die seit der 
Beurteilung Dr.med. K.________ ergangenen medizinischen Berichte einbezog. 
Er erwog, in der medizinischen Dokumentation werde immer wieder erwähnt, 
dass die Beschwerdeführerin psychisch belastet sei; es werde mehrfach eine 
psychologische/psychiatrische Behandlung empfohlen. Die Berichte des Jahres 
2022 würden dabei aber absichtlich die Zuordnung zu bzw. formulierten Wider-
sprüche bzgl. einer depressiven Störung/Episode vermeiden. Deren Verlauf sei 
somit unklar. Gemäss Dr.med. I.________ könne insbesondere nach neuster Ak-
tenlage aus versicherungspsychiatrischer Sicht weiterhin nicht mit dem Grad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang zwi-
schen einerseits der Covid-Infektion vom Januar 2021 sowie andererseits den 
Symptomen Erschöpfung, Ermüdbarkeit, kognitive Beeinträchtigungen, reduzier-
te Belastbarkeit, Überforderungserleben und affektive Beeinträchtigung (Ver-
zweiflungsgefühle, Angstsymptomatik) angenommen werden (Vi-act. M70).

4.2.4 Schliesslich nahm am 5. November 2023 Dr.med. N.________ (Facharzt 
für Neurologie) eine weitere Aktenbeurteilung vor. Er stellte fest, die von der Be-
schwerdeführerin erlittene akute Covid-19-Erkrankung sei gemäss WHO-
Definition eine milde gewesen. Zeitlich daran anschliessend hätten gesundheitli-
che Beschwerden persistiert, die sich als Erschöpfungszustand beschreiben lies-
sen mit Fatigue/Müdigkeit und einer verminderten vor allem kognitiven Belast-
barkeit. Von den behandelnden Ärzten sei dies als Long Covid Syndrom einge-
schätzt worden. Dr.med. H.________ hielt fest, Fatigue und verminderte Belast-
barkeit würden von vielen Personen zeitlich nach einer akuten Covid-19-
Krankheit, sowohl nach schweren als auch nach leichten initialen Verläufen, ge-
nannt. Trotz intensiver Forschung habe bislang kein organischer Mechanismus 
hierfür nachgewiesen werden können, ein solcher bleibe möglich. Für chronische 
Erschöpfung gehe die neurobiologische Psychosomatik von einem bio-psycho-
sozialen Erklärungsmodell aus, was Dr.med. H.________ anhand der Literatur 
erläutert und wie folgt einfach formuliert: "Eine akute Erkrankung führt dazu, dass 
die zur Bewältigung psychosozialer Faktoren eingesetzte erhöhte Leistungsbe-
reitschaft (vorübergehend) nicht mehr aufrechterhalten werden kann, was zur 
Dekompensation führt." Ob dieser Mechanismus auch für die Beschwerdeführe-
rin zutreffe, könne in der Aktenbeurteilung nicht beurteilt werden. Es sei aber 
nicht zu übersehen, wie frappant die dokumentierte Situation der Versicherten 

15

sich mit den theoretischen Überlegungen aus dem Lehrbuch decken würden. 
Aus somatischer Sicht lasse sich festhalten, dass keine durch die Covid-19-
Erkrankung bedingte Organschädigung habe festgestellt werden können; es lie-
ge keine objektivierbare organische Grundlage für die über die akute Erkrankung 
hinausreichenden Beschwerden vor. Weiter analysiert Dr.med. H.________ die 
Befunde aus den kardiologischen, pneumologischen und internistischen Unter-
suchungen und gelangt zum Schluss, insgesamt zeige sich bezüglich der Funkti-
on des vegetativen Nervensystems ein gemischtes Bild, wobei eine strukturelle 
Schädigung ausgeschlossen werden könne. Es handle sich um eine komplexe 
Regulationsstörung der vegetativen Funktionen, wobei die komplexe Steuerung 
der Organe gestört sei. Dies sei sehr gut vereinbar mit einer Funktionsstörung 
der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, wie sie beim bio-
psycho-sozialen Erklärungsmodell der chronischen Erschöpfung dargelegt wer-
de. Nach der letzten Rehabilitation sei der Beschwerdeführerin empfohlen wor-
den, körperliche Aktivität eher nicht oder höchstens sehr langsam zu steigern 
und auch auf intensive kognitive Tätigkeiten zu verzichten, da dies zu übermäs-
siger Erschöpfung nach Ende der Aktivität führen könne (PEM, post-exertional 
malaise). Dies setze die Beschwerdeführerin um. Dieses Therapiekonzept habe 
sich indes als unterlegen erwiesen; überlegen seien Therapieansätze, die auf ei-
ne Normalisierung des Aktivitätsniveaus abzielen würden. Es sei der Beschwer-
deführerin daher empfohlen, auf ein evidenzbasiertes Therapiekonzept zu wech-
seln (Vi-act. M75). 

Die Fragen der Versicherung beantwortete Dr.med. H.________ schliesslich wie 
folgt (Vi-act. M75): 

1. Lässt sich aufgrund der erhobenen Befunde mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit objektiv nachweisen, dass die gesundheitlichen Beschwerden, welche 
über die akuten Folgen der Infektion hinausgehen, im Zusammenhang mit der 
Covid-Infektion vom Januar 2021 stehen? 

Nein. In den durchgeführten sehr ausführlichen Abklärungen konnte keine 
durch die Covid-Infektion bedingte Organschädigung nachgewiesen werden. 
Eine organische Genese der Beschwerden ist damit nicht ausgeschlossen, aber 
lediglich möglich. Es sei auf die ausführliche Begründung im Abschnitt «Beurtei-
lung aus neurologischer Sicht» verwiesen. 

2. Welche anderen Erkrankungen und Belastungsfaktoren beeinflussen nebst den 
Folgen der Covid-Infektion den Gesundheitszustand der Versicherten zusätzlich 
bzw. verursachen die geschilderten Beschwerden? 

Dokumentiert sind verschiedene Vorzustände und psychosoziale Belastungen. 
Ob, inwiefern und zu welchen Anteilen diese Faktoren für die geschilderten Be-
schwerden verantwortlich sind, kann im neurologischen Fachgebiet nicht beur-
teilt werden. 

16

3. Ist von einer Fortsetzung der medizinischen Behandlung der Folgen der Covid-
Infektion noch eine namhafte Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Versi-
cherten zu erwarten? 

Da keine organischen Folgen der Covid-Krankheit mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisbar sind, ist keine weitere organi-
sche Behandlung mehr erforderlich. 

4.3 Im Rahmen des IV-Verfahrens wurde die Beschwerdeführerin polydiszipli-
narisch begutachtet durch die Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Kar-
diologie, Neurologie und Psychiatrie. Das Gutachten wurde am 5. März 2024, 
mithin vor Erlass des Einspracheentscheides vom 12. Juni 2024, erstattet (Vi-act. 
M76). Im Rahmen der Begutachtung fanden die Gutachter erhebliche Inkonsis-
tenzen. Die beklagte erhebliche körperliche Schwäche und der beklagte allge-
meine Leistungsverlust von 90% im Vergleich zu Zeiten von vor der Coronaer-
krankung würden nicht plausibel erscheinen, selbst wenn ein Post-Covid-
Syndrom vorliegen sollte. Aus psychiatrischer Sicht erschien es dabei wahr-
scheinlich, dass das aggravierte Verhalten bewusstseinsfern und Teil einer 
psychiatrischen Erkrankung war. In der Gesamtschau sei die Trennung von 
tatsächlichen somatischen, psychosomatischen und psychiatrischen Beschwer-
den in diesem komplexen Fall sehr schwierig. Die Diagnose einer Depression 
war jedoch nicht eindeutig zu bestätigen. Viele Symptome seien zum Teil unspe-
zifischer Natur. Im Gegensatz zu den früheren aktenkundigen depressiven Epi-
soden habe damals keine fixierte somatische Krankheitsüberzeugung vorgelegen 
und die Beschwerden seien vollständig regredient gewesen. Die aktuell auffällige 
Fixierung auf ein explizit somatisches Krankheitskonzept sei DD auch im Rah-
men einer Konversionsstörung, DD einer Somatisierungsstörung oder DD einer 
wahnhaften Überzeugung zu interpretieren. Als Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter in der interdisziplinären Konsensbeur-
teilung auf:

• Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit anamnestisch emotional instabilen, 
zwanghaften, abhängigen und ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10: F61)

• Mögliches Post-Covid-Syndrom, Infektion 01/2021 im Sinne einer PEM: Postex-
tertionelle Malaise (ICD-10: U09)

- Fatigue, Schwindel, muskuläre Belastungsintoleranz, autonome orthostatische 
Dysregulation (verstärkt binnen 48 h nach Covid-Impfung Spikevax 07/2022), 
intermittierendes Anstrengungszittern, Gleichgewichtsstörung

- Affektiv-depressive Züge, neurokognitive Einbussen (ggf. polyfaktoriell)

Insbesondere was das Post-Covid-Syndrom anbelangt, bestand unter den Gut-
achtern keine Einigkeit. Aus neurologischer Sicht wurde ein mögliches Post-
Covid-Syndrom diagnostiziert mit auch postexertioneller Malaise, wobei ein-
schränkend festgestellt wurde, dass eine Objektivierung der Leistungseinbussen 
aufgrund der bestehenden psychiatrischen Vorerkrankungen schwierig sei. Aus 

17

allgemein-internistischer Sicht erschien die Diagnosestellung eines Post-Covid-
Syndroms vor dem Hintergrund der bestehenden erheblichen Inkonsistenzen und 
auch vor dem Hintergrund der Vorerkrankungen auf psychiatrischem Fachgebiet 
nicht mit ausreichender Sicherheit möglich. Vor allem das präsentierte erheblich 
eingeschränkte Leistungsvermögen und das geschilderte, erheblich reduzierte 
Aktivitätenniveau waren nicht ausreichend plausibel. 

Damit gelangte einzig das neurologische Teilgutachten zum Schluss, differential-
diagnostisch sei ein Post-Covid-Syndrom möglich; die weiteren Teilgutachten 
stellten keine solche Diagnose oder lehnten sie ab. Auch im neurologischen Teil-
gutachten wurde festgehalten, dass die Herleitung nicht einfach sei, gerade auch 
aufgrund der bestehenden psychiatrischen Vor- oder Ko-Erkrankung in Form ei-
ner affektiv-depressiven Erkrankung und Persönlichkeitsakzentuierung. Diesbe-
züglich wurde aber auch auf eine bestehende Annahme hingewiesen, es könne 
eine erhöhte Vulnerabilität bei psychisch Vorerkrankten bestehen; psychiatrische 
Vorerkrankungen, Fatigue, neurokognitive Störungen könnten eine Post-Covid-
Symptomatik begünstigen. Im Fall der Versicherten bestehe unter Umständen 
ein Bild am ehesten dem einer möglichen PEM: Postextertionellen Malaise ent-
sprechend. 

Auch im psychiatrischen Teilgutachten wird die nicht einfache Diagnosestellung 
betont. Die Trennung von tatsächlichen somatischen, psychosomatischen und 
psychiatrischen Beschwerden sei in diesem Fall aufgrund der sehr seltenen und 
neuartigen Konstellation im Kontext von Long Covid sehr schwierig. Die Diagno-
sen könnten daher nur unter Vorbehalt gestellt werden, da auch deutliche Hin-
weise auf Aggravation und sekundären Krankheitsgewinn bestehen würden. 
Festgehalten wird, dass eine rezidivierende depressive Störung bereits vor der 
Covid-Infektion aktenkundig sei; aktuell lasse sich die Diagnose der Depression 
nicht eindeutig aufrechterhalten, eine klassische Depression sei eher unwahr-
scheinlich. Insgesamt sei festzustellen, dass bei der Beschwerdeführerin psychi-
sche Probleme wahrscheinlich schon vor der Covid Infektion bestanden hätten 
und diese nun unter dem Druck am Arbeitsplatz und dem mutmasslichen zeitwei-
se vorhanden gewesenen Long Covid Syndrom exazerbiert seien.

4.4 Es kann damit festgehalten werden, dass es sich einerseits zwar um einen 
komplexen Fall handelt, anderseits aber der Gesundheitsverlauf der Beschwer-
deführerin aktenmässig gut dokumentiert und die Beschwerdeführerin namentlich 
auch seit der Covid-19-Infektion medizinisch fachlich breit untersucht und betreut 
wurde. Dabei steht fest, dass keine objektivierbaren strukturellen Schädigungen 
erhoben werden konnten. Weder ergeben sich solche aus den Berichten zu den 
vielfältigen somatischen Untersuchungen, noch aus dem jüngsten IV-Gutachten, 

18

noch legt die Beschwerdeführerin Berichte ins Recht, welche einen objektivierba-
ren, organischen Befund dokumentieren würden. Damit aber scheiden objekti-
vierbare organische Folgen der Covid-19-Infektion (= Versicherungsfall) aus. 
Hieran ändert das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach ihre Leistungs-
einbusse durch die Spiroergometrie verifiziert und objektiviert worden sei (vgl. Vi-
act. M36), nichts. Denn trotz all der allgemeininternistischen, kardiologischen, 
pneumologischen oder neurologischen Abklärungen konnten für die erhobenen 
Befunde keine organischen objektivierbaren Ursachen resp. Folgen der Covid-
19-Infektion nachgewiesen werden, was allein entscheidend ist. Diesbezüglich 
kann ergänzt werden, dass gemäss IV-Gutachtern aus allgemein-internistischer 
und kardiologischer Sicht die angegebene erhebliche körperliche Schwäche und 
auch das erheblich reduzierte Energieniveau nicht plausibel und nicht nachvoll-
ziehbar waren (Vi-act. M76 S.12 der interdisziplinären Konsensbeurteilung). 

4.5 Was das Post-Covid-19-Syndrom im Speziellen anbelangt, so vermag das 
IV-Gutachten an den Beurteilungen der beratenden Versicherungsärzte, wonach 
ein solches nur möglich ist, keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken. Über-
einstimmend betonen auch die Gutachter, es handle sich um einen komplexen 
Fall. Weiter weisen Sie auf erhebliche Inkonsistenzen hin, was die Beurteilung 
erschwert. In der Gesamtschau wurde die Trennung von tatsächlichen somati-
schen, psychosomatischen und psychiatrischen Beschwerden in diesem komple-
xen Fall als sehr schwierig beurteilt; viele Symptome seien zum Teil unspezifi-
scher Natur. Die auffällige Fixierung auf ein explizit somatisches Krankheitskon-
zept sei differentialdiagnostisch auch im Rahmen einer Konversionsstörung, ei-
ner Somatisierungsstörung oder einer wahnhaften Überzeugung zu interpretie-
ren. Die Diagnosestellung konnte aufgrund deutlicher Hinweise auf Aggravation 
und sekundären Krankheitsgewinn nur unter Vorbehalt erfolgen (Vi-act. M76). 
Letztlich vermochte einzig das neurologische Teilgutachten die Differentialdia-
gnose eines möglichen Post-Covid-19-Syndroms zu stellen, wogegen das allge-
mein-internistische Gutachten eine solche Diagnose ablehnte. Der psychiatrische 
Teilgutachter stellte zudem etwa fest, dass Long-Covid-Patienten auch bei aus-
geprägten Schwächeerscheinungen keine Diskrepanzen zwischen den 
Schwächesymptomen und der körperlichen Leistungsfähigkeit zeigen würden, 
wie dies bei der Beschwerdeführerin der Fall sei, was ebenfalls gegen ein Post-
Covid-19-Syndrom spricht (Vi-act. M76, psychiatrisches Teilgutachten S. 26). 
Damit aber werden die Beurteilungen der die Versicherung beratenden Ärzte, 
wonach ein Post-Covid-19-Syndrom nur möglich ist, bestätigt. Auch aufgrund der 
polydisziplinären Untersuchung der Beschwerdeführerin kann somit ein Post-
Covid-19-Syndrom als Sekundärerkrankung zur Covid-19-Infektion nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden. 

19

Damit aber kann festgehalten werden, dass nicht nur keine objektivierbaren or-
ganischen Folgen der Covid-19-Infektion dokumentiert sind, sondern auch ein 
Post-Covid-19-Syndrom im Speziellen nur möglich, aber keinesfalls überwiegend 
wahrscheinlich ist. 

4.6 Schliesslich weisen auch die IV-Gutachter in Übereinstimmung mit den die 
Vorinstanz beratenden Ärzten auf die eindrückliche Krankheitsgeschichte der 
Beschwerdeführerin vor erfolgter Covid-19-Infektion hin mit immer wieder auch 
stationärer und ambulanter psychiatrischer Behandlung (vgl. Vi-act. M10, M15-
M17, M19, M20, M71, auch Aktenzusammenfassung im Gutachten M76). Aus 
psychiatrischer Sicht wurde im IV-Gutachten ausdrücklich festgestellt, dass be-
reits vor erlittener Covid-19-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit psychische 
Probleme bestanden und sich diese nun unter dem Druck am Arbeitsplatz und 
bei möglicherweise zusätzlich bestehender Post-Covid-Symptomatik verstärkt 
haben (Vi-act. M76 S. 13 interdisziplinäre Konsensbeurteilung; S. 28 psychiatri-
sches Teilgutachten). Festgestellt wurden auch deutliche Inkonsistenzen und 
Diskrepanzen, wobei festgehalten wurde, es sei wahrscheinlich, dass das aggra-
vierte Verhalten bewusstseinsfern und Teil einer psychischen Erkrankung mit 
auffälliger Fixierung auf ein explizit somatisches Krankheitskonzept sei, es be-
stehe eine ausgeprägte Krankheitsüberzeugung, wobei eine psychische Krank-
heit abgelehnt werde. Da indes wie aufgezeigt die Post-Covid-Symptomatik nur 
möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist, erweisen sich die Beurtei-
lungen der die Vorinstanz beratenden Ärzte, wonach die Symptome vorwiegend 
auf die bekannte und vorbestehende Psychopathologie zurückzuführen seien 
und nur möglicherweise in Zusammenhang mit der Covid-Infektion stünden (Vi-
act. M41), als nachvollziehbar und schlüssig (vgl. oben E. 4.2.1 - 4.2.3). Die psy-
chischen Beschwerden können nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf die Covid-19-Infektion zurückgeführt wer-
den, womit die natürliche Kausalität nicht gegeben ist. Damit aber ist auch die 
Adäquanz nicht zu prüfen.

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet. 
Die von der Beschwerdeführerin über den 31. August 2022 hinaus geklagten Be-
schwerden stehen in keinem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammen-
hang zu der von der C.________ anerkannten Covid-19-Infektion vom Januar 
2021. Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte damit zu Recht. Die 
Beschwerde ist abzuweisen.

20

6. Es sind keine Kosten zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG); Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. g 
ATSG).

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Rechtsvertreterin der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 10. April 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 8. Mai 2025