# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c5553d1-e0d7-5ef9-9f59-eeaab9953d77
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.02.2023 100 2022 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-84_2023-02-14.pdf

## Full Text

100.2022.84U
STN/TMA/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Februar 2023

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident i.V.
Verwaltungsrichter Stohner 
Gerichtsschreiber Trummer

1. A.________
2. B.________
beide vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerinnen

gegen

Verein NMS Bern
handelnd durch die statutarischen Organe, Waisenhausplatz 29, 
3011 Bern
Beschwerdegegner

und

Rekurskommission der Pädagogischen Hochschule Bern
c/o Rechtstext, Postfach, 3001 Bern

betreffend Einführung einer Covid-Zertifikatspflicht (Entscheid der 
Rekurskommission der Pädagogischen Hochschule Bern vom 
17. Februar 2022; Verfahrens-Nr. 14/21)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.02.2023, Nr. 100.2022.84U, 
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Sachverhalt:

A.

Der Bundesrat erliess am 23. Juni 2021 die (zweite) Verordnung über Mass-
nahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie 
(Covid-19-Verordnung besondere Lage; AS 2021 379; in Kraft bis 16.2.2022; 
wo im Folgenden nicht anders angegeben, ist diese Fassung gemeint), mit 
der er eine Covid-Zertifikatspflicht für bestimmte Bereiche einführte. Am 
8. September 2021 beschloss er eine Änderung, die am 13. September 2021 
in Kraft trat («Ausweitung der Verwendung des Covid-19-Zertifikats»; 
AS 2021 542). Es wurde u.a. die folgende Bestimmung erlassen:

Art. 19a Besondere Bestimmungen für Bildungseinrichtungen im 
Hochschulbereich

1 Beschränkt der Kanton oder eine Institution des Hochschulbereichs 
den Zugang zu Lehr- und Forschungsaktivitäten des Bachelor- und des 
Masterstudiums sowie des Doktorats auf Personen mit einem Zertifikat, 
so gelten ausser der Pflicht zur Erarbeitung und Umsetzung eines 
Schutzkonzepts nach Artikel 10 Absatz 3 keine Einschränkungen nach 
dieser Verordnung.
2 Wird der Zugang zu Lehr- und Forschungstätigkeiten nach Absatz 1 
nicht beschränkt, so gilt Folgendes:

a. Die Räumlichkeit darf höchstens zu zwei Dritteln ihrer Kapazität 
besetzt werden.

b. Die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske richtet sich nach Arti-
kel 6; zudem muss der erforderliche Abstand nach Möglichkeit ein-
gehalten werden.

Am 15. September 2021 beschloss die Leitung des damaligen Instituts Vor-
schul- und Primarstufe (IVP) des Vereins NMS Bern (seit 1.1.2023: Pädago-
gisches Hochschulinstitut NMS Bern) u.a., auf den 15. Oktober 2021 für den 
Studienbetrieb und den Zugang zu den Gebäuden am IVP die Zertifikats-
pflicht einzuführen und den Mitarbeitenden und Studierenden bis Ende Ok-
tober 2021 kostenlose sog. PCR-Tests anzubieten. Diesen Beschluss teilte 
die Institutsleitung den Studierenden gleichentags mittels «Blogeintrag» auf 
dem offiziellen Informationskanal mit.

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B.

Gegen diese Anordnung erhoben A.________, B.________ und weitere 
Mitbeteiligte am 15. Oktober 2021 gemeinsam Beschwerde bei der Re-
kurskommission der Pädagogischen Hochschule Bern (nachfolgend: Re-
kurskommission). Mit Entscheid vom 17. Februar 2022 wies die Rekurskom-
mission die Beschwerde in Bezug auf A.________ und B.________ ab, 
soweit sie darauf eintrat. Betreffend die weiteren Mitbeteiligten schrieb sie 
die Beschwerde als durch Rückzug erledigt vom Geschäftsverzeichnis ab.

C.

Gegen den Entscheid der Rekurskommission haben A.________ und 
B.________, nunmehr anwaltlich vertreten, am 23. März 2022 gemeinsam 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der angefoch-
tene Entscheid sei aufzuheben; eventuell sei die Sache an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

Die Rekurskommission beantragt mit Vernehmlassung vom 13. April 2022 
die Abweisung der Beschwerde. Der Verein NMS Bern hat keine Beschwer-
deantwort eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt nach Art. 74 Abs. 1 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
als letzte kantonale Instanz Beschwerden gegen Verfügungen und Ent-
scheide, die sich auf öffentliches Recht stützen. – Die Leitung des IVP hat 
die Einführung der Zertifikatspflicht beschlossen (vorne Bst. A). Bei dieser 
Massnahme handelt es sich um eine örtlich begrenzte Zutrittsbeschränkung, 
indem am IVP für die Teilnahme am Studienbetrieb und den Zugang zu den 

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Gebäuden ein gültiges Covid-Zertifikat erforderlich war. Als solche regelte 
die Anordnung einen konkreten Sachverhalt, richtete sich aber an einen 
grösseren, nicht individuell bestimmten Personenkreis. Die Rekurskommis-
sion ist deshalb zutreffend (und unwidersprochen) davon ausgegangen (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 1.2), dass die umstrittene Anordnung eine All-
gemeinverfügung darstellt (vgl. BVR 2015 S. 518 E. 1.2; allgemein zum Be-
griff Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 13; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N. 933 ff.). Entsprechend ergibt sich die Zu-
ständigkeit des Verwaltungsgerichts aus Art. 74 Abs. 1 VRPG.

1.2 Die Beschwerdeführerinnen haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen und sind durch den angefochtenen Entscheid besonders be-
rührt (Art. 79 Abs. 1 Bst. a und b VRPG). Ihre Beschwerdebefugnis setzt wei-
ter ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des an-
gefochtenen Entscheids voraus (Art. 79 Abs. 1 Bst. c VRPG). Ein solches 
vermag im Allgemeinen nur eine Partei darzutun, die ein aktuelles und prak-
tisches Interesse an der Beurteilung des Rechtsmittels hat (statt vieler 
BVR 2019 S. 93 E. 5.1). – Der Bundesrat weitete auf den 20. Dezember 
2021 die Zertifikatspflicht aus und beschränkte namentlich den Zugang zu 
Lehr- und Forschungsaktivitäten des Bachelor- und des Masterstudiums so-
wie des Doktorats sowie zu Prüfungen an Institutionen des Hochschulbe-
reichs auf Personen mit Zertifikat (vgl. Art. 19a Covid-19-Verordnung beson-
dere Lage [Fassung vom 17.12.2021; AS 2021 882]). Fortan galt am IVP 
somit von Bundesrechts wegen eine Zertifikatspflicht. Auf den 17. Februar 
2022 – dem Tag, an dem der angefochtene Entscheid erging – wurden die 
(zweite) Covid-19-Verordnung besondere Lage und somit die Zertifikats-
pflicht aufgehoben (mit Inkrafttreten der dritten Covid-19-Verordnung beson-
dere Lage vom 16.2.2022 [AS 2022 97]). Ob die Leitung des IVP die Allge-
meinverfügung vom 15. September 2021 ebenfalls (förmlich) aufhob, geht 
aus den Akten nicht hervor, ist aber hier nicht relevant. So oder anders haben 
die Beschwerdeführerinnen ihr aktuelles und praktisches Interesse an der 
Behandlung ihres Hauptbegehrens um Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids verloren. Denn es ist weder dargetan noch ersichtlich, dass am IVP 
die Zertifikatspflicht weiterhin gilt. Auf ein aktuelles und praktisches Rechts-
schutzinteresse kann indes ausnahmsweise verzichtet werden, wenn es um 

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eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung geht, die sich jederzeit unter glei-
chen oder ähnlichen Umständen wieder stellen und die wegen der Dauer 
des Verfahrens kaum je rechtzeitig einer endgültigen Beurteilung zugeführt 
werden kann (BVR 2019 S. 93 E. 5.1; analog etwa BGE 147 I 478 E. 2.2 
[Covid-19-Verordnung des Kantons Schwyz]; vgl. auch Michael Pflüger, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 65 N. 19 f.). Das Bundesgericht hat zwar jüngst in einem Leitentscheid 
die Rechtmässigkeit einer inzwischen aufgehobenen Corona-Testpflicht für 
Mitarbeitende ohne Covid-Zertifikat in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen 
des Kantons Tessin bejaht (BGE 2C_886/2021 vom 12.12.2022). Hier betrifft 
die Zertifikatspflicht aber mit der Bildung einen anderen Bereich, weshalb die 
Kritik der Beschwerdeführerinnen an der Verhältnismässigkeit der Massnah-
me weiterhin von grundsätzlicher Bedeutung ist. Die Grundsatzfragen könn-
ten sich auch in Zukunft stellen. Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass 
eine allfällige zukünftige Zertifikatspflicht wie im vorliegenden Fall zeitlich be-
grenzt gilt und daher eine gerichtliche Überprüfung kaum je möglich wäre. In 
Bezug auf das Hauptbegehren ist deshalb ausnahmsweise auf das Erforder-
nis des aktuellen praktischen Interesses zu verzichten (ebenso etwa 
BGE 2C_886/2021 vom 12.12.2022 E. 1.5; VGE 2021/74 vom 30.12.2022 
E. 1.2 [Maskentragpflicht im öffentlichen Raum; noch nicht rechtskräftig]).

1.3 Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Der Antrag 
auf vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids ist dabei so 
zu verstehen, dass nur die Beschwerdeabweisung mit der Kostenregelung 
aufgehoben werden soll. Zum teilweisen Nichteintreten (vgl. vorne Bst. B) 
äussern sich die Beschwerdeführerinnen nicht. Dieser Punkt bildet mithin 
nicht Streitgegenstand im oberinstanzlichen Beschwerdeverfahren (vgl. zur 
Auslegung von Rechtsbegehren BVR 2016 S. 560 E. 2; Michel Daum, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 32 N. 18).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführerinnen eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs, weil die Institutsleitung sie vor dem Entscheid nicht an-
gehört habe. Die Rekurskommission habe die Gehörsverletzung zu Unrecht 
mit der Begründung verneint, auf eine vorgängige Anhörung habe wegen 
zeitlicher Dringlichkeit verzichtet werden dürfen. Damit habe die Vorinstanz 
selber Recht verletzt (Beschwerde S. 4 ff. Rz. 13 ff.).

2.1 Das rechtliche Gehör (Art. 29 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 21 ff. 
VRPG) dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein per-
sönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Er-
lass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung betreffen. Der Anspruch 
umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen 
sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung 
bringen kann (BGE 144 II 427 E. 3.1, 143 V 71 E. 4.1; BVR 2018 S. 281 
E. 3.1). Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass eines ihre 
Rechte betreffenden Entscheids zur Sache zu äussern (Art. 21 Abs. 1 
VRPG). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht beim Erlass von 
Allgemeinverfügungen ein individueller Gehörsanspruch jedoch nur für jene 
Personen, die – als sog. Spezialadressatinnen und -adressaten – durch die 
ergangene Anordnung wesentlich schwerwiegender betroffen werden als die 
übrige Vielzahl der (Normal-)Adressatinnen und (Normal-)Adressaten 
(BGE 138 I 171 E. 3.3.2, 119 Ia 141 E. 5c/cc; BGer 2C_519/2016 vom 
4.9.2017 E. 3.2.5; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 7).

2.2 Es ist fraglich, ob die Beschwerdeführerinnen deutlich stärker von der 
ursprünglichen Allgemeinverfügung betroffen waren als die übrigen Studie-
renden bzw. Mitarbeitenden am IVP. Eine besondere Betroffenheit in diesem 
Sinn könnte allenfalls darin bestehen, dass sie offenbar über kein Impf- oder 
Genesungszertifikat verfügten und sich daher regelmässigen Covid-Tests 
unterziehen mussten, um weiterhin am Studienbetrieb teilnehmen zu können 
(vgl. Art. 1 Bst. a Ziff. 1-3 und Art. 13 ff. der Verordnung vom 4. Juni 2021 
über Zertifikate zum Nachweis einer Covid-19-Impfung, einer Covid-19-Ge-
nesung oder eines Covid-19-Testergebnisses [Covid-19-Verordnung Zertifi-
kate; SR 818.102.2]). Es ist indes nicht davon auszugehen, dass das IVP 

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Kenntnis über den Impfstatus seiner Studierenden und Mitarbeitenden hatte, 
weshalb eine Anhörung von Spezialadressatinnen und -adressaten von 
vornherein nicht möglich war.

2.3 Nach dem Ausgeführten hat die Vorinstanz eine Gehörsverletzung im 
Ergebnis zu Recht verneint (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). Ob ihre An-
nahme der zeitlichen Dringlichkeit zutrifft oder dieser Auffassung die ange-
ordnete Übergangsfrist (Einführung der Zertifikatspflicht erst auf den 
15.10.2021; vgl. vorne Bst. A) entgegensteht, braucht daher nicht vertieft zu 
werden. Immerhin ist anzumerken, dass die Institutsleitung in der ursprüng-
lichen Allgemeinverfügung darauf hingewiesen hat, in gewissen externen 
Gebäuden gelte die Zertifikatspflicht bereits ab dem 20. September 2021 
(Semesterbeginn). Insofern hat die Verfügung bereits wenige Tage nach Er-
lass Wirkung entfaltet und nicht erst nach Ablauf der Übergangsfrist. Darum 
ist auch die Rüge der Beschwerdeführerinnen unbegründet, die Vorinstanz 
habe unberücksichtigt gelassen, dass die Zertifikatspflicht am IVP erst auf 
Mitte Oktober 2021 eingeführt worden sei, und damit den Sachverhalt falsch 
festgestellt (Beschwerde S. 4 Rz. 6 ff.).

3.

In der Sache strittig ist die Rechtmässigkeit der Zertifikatspflicht am IVP.

3.1 Die Rekurskommission hat im angefochtenen Entscheid sinngemäss 
erwogen, da ungeimpfte, nicht genesene Personen sich für die Teilnahme 
an Lehrveranstaltungen regelmässig testen lassen mussten, seien sie im 
Vergleich zu Geimpften und Genesenen ungleich behandelt worden. Die 
Durchführung eines Tests habe zudem die persönliche Freiheit der betroffe-
nen (impfunwilligen) Personen berührt. Mit der Zertifikatspflicht seien somit 
– allerdings nur leichte – Grundrechtseingriffe verbunden gewesen (E. 7.3). 
Für diese Eingriffe bestehe mit dem Bundesgesetz vom 28. September 2012 
über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemien-
gesetz, EpG; SR 818.101) – namentlich Art. 6 Abs. 2 Bst. a und b sowie 
Art. 40 Abs. 2 Bst. b und c EpG – eine genügende gesetzliche Grundlage 
(E. 7.4). Das mit der Zertifikatspflicht verfolgte Ziel, die Ausbreitung des 

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Coronavirus zu begrenzen, habe im öffentlichen Interesse gelegen (E. 7.5). 
Die Massnahme sei verhältnismässig gewesen (E. 7.6) und der Kerngehalt 
der tangierten Grundrechte sei gewahrt worden (E. 7.7).

3.2 Die Beschwerdeführerinnen stellen die vorinstanzlichen Erwägungen 
zur Intensität der Grundrechtseingriffe, zur gesetzlichen Grundlage und zum 
öffentlichen Interesse ausdrücklich nicht in Frage (vgl. Beschwerde S. 6 
Rz. 26), weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen. Ihrer Ansicht nach war 
die Zertifikatspflicht aber unverhältnismässig, weil nicht erforderlich. – Staat-
liche Grundrechtseinschränkungen müssen verhältnismässig sein (Art. 36 
Abs. 3 BV; Art. 28 Abs. 3 KV), d.h. sie müssen geeignet und erforderlich 
sein, das im öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen, und sich für 
die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschränkung 
als zumutbar erweisen (statt vieler BGE 146 I 70 E. 6.4). Auch soweit eine 
grundrechtliche Schutzpflicht des Staates zur Abwehr von Gesundheitsge-
fährdungen besteht, können aber nicht beliebig strenge Massnahmen getrof-
fen werden, um jegliche Krankheitsübertragung zu verhindern. Insofern kann 
nicht ein «Null-Risiko» gefordert werden. Vielmehr ist nach dem akzeptablen 
Risiko zu fragen und eine Abwägung zwischen den involvierten Interessen 
vorzunehmen (BGE 147 I 450 E. 3.2.3; zum Ganzen BGE 148 I 89 
[BGer 2C_183/2021 vom 23.11.2021] nicht publ. E. 5.2).

3.3 Wie die Beschwerdeführerinnen zu Recht anerkennen, war die strit-
tige Zertifikatspflicht jedenfalls nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen 
zum Zeitpunkt ihrer Einführung ein geeignetes Mittel, um die Verbreitung des 
Coronavirus zu verhindern (Beschwerde S. 7 Rz. 31; vgl. Art. 2 Abs. 1 und 
Art. 40 Abs. 1 EpG sowie Art. 1 Abs. 2 Covid-19-Verordnung besondere 
Lage; BGE 2C_886/2021 vom 12.12.2022 E. 4.4.5.2 [Testpflicht für unge-
impftes Gesundheitspersonal im Kanton Tessin]). Sie bestreiten vorab die 
Erforderlichkeit der Massnahme und machen geltend, es habe ein milderes 
Mittel zur Zertifikatspflicht bestanden, das die Eindämmung des Virus 
ebenso gut erreicht hätte. Dieses mildere Mittel sehen sie in der «Kombina-
tion einer Maskenpflicht mit der Kapazitätsbeschränkung der Räumlichkeiten 
sowie der Live-Online-Übertragung der Vorlesungen» (Beschwerde S. 7 
Rz. 33).

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3.3.1 Der Aspekt der Erforderlichkeit verlangt, dass das angestrebte Ziel 
nicht mit weniger einschneidenden Massnahmen erreicht werden kann. Bei 
der Notwendigkeit einer risikoreduzierenden Massnahme geht es regelmäs-
sig um eine graduelle Abstufung. Je einschneidendere Massnahmen getrof-
fen werden, umso wirksamer lassen sich die Risiken begrenzen, umso stär-
ker sind in der Regel aber auch die unerwünschten Auswirkungen der Mass-
nahmen. Insoweit lässt sich die Beurteilung der Erforderlichkeit nicht trennen 
von der Prüfung der Zumutbarkeit (sog. Verhältnismässigkeit im engeren 
Sinn), d.h. der Zweck-Mittel-Relation: Die angeordneten Massnahmen müs-
sen in einem angemessenen Verhältnis zu den Risiken stehen, die mit die-
sen Massnahmen vermieden werden. Auch in Bezug auf Massnahmen im 
Zusammenhang mit dem Coronavirus muss demzufolge geprüft werden, wie 
hoch Schwere und Eintretenswahrscheinlichkeit der drohenden Krankheiten 
sind, ob die angeordneten Massnahmen geeignet sind, um die Verbreitung 
zu verhindern, und wie das Verhältnis der negativen Konsequenzen der 
Krankheiten zu denjenigen der angeordneten Massnahmen ist; dabei ist der 
aktuelle Stand der Wissenschaft zu berücksichtigen (BGE 147 I 450 E. 3.2.4 
[Veranstaltungsverbot im Kanton Schwyz]; zum Ganzen BGE 148 I 89 
[BGer 2C_183/2021 vom 23.11.2021] nicht publ. E. 5.3 [Maskentragpflicht 
ab 5. Schuljahr im Kanton Bern], 148 I 19 [BGer 2C_290/2021 vom 
3.9.2021] nicht publ. E. 5.5.1 [politische und zivilgesellschaftliche Kundge-
bungen im Kanton Uri]). Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, 
dass den Behörden bei Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pande-
mie ein relativ bedeutender Beurteilungsspielraum zukommt (vgl. etwa 
BGE 147 I 450 E. 3.2.4-3.2.8; BGer 2C_369/2021 vom 22.9.2021 E. 6.5 [Er-
hebung von Kontaktdaten in Restaurationsbetrieben]). Insbesondere sei es 
vorab Sache des Gesetz- bzw. Verordnungsgebers und der zuständigen 
Fachbehörden, das akzeptable Risiko festzulegen, und nur subsidiär jene 
der Gerichte (BGE 147 I 393 E. 5.3.2 [Maskentragpflicht in Einkaufsläden im 
Kannton Freiburg], 147 I 450 E. 3.2.5; BGer 1C_147/2021 vom 24.2.2022 
E. 6.4.1 [Absage der Landsgemeinde]).

3.3.2 Soweit hier interessierend hat der Bundesrat den Kantonen bzw. 
Hochschulen die Möglichkeit eingeräumt, die Zertifikatspflicht einzuführen 
und damit – abgesehen von der Notwendigkeit eines Schutzkonzepts – wei-
teren Einschränkungen nach der Covid-19-Verordnung besondere Lage zu 

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entgehen. Verzichteten sie darauf, unterstanden sie einer Kapazitätsbe-
schränkung und der Maskentragpflicht (vgl. Art. 19a Covid-19-Verordnung 
besondere Lage [Fassung vom 8.9.2021; AS 2021 542]; vorne Bst. A). Damit 
hat der Bundesrat als Verordnungsgeber das akzeptable Risiko festgelegt 
und die erforderliche Interessenabwägung grundsätzlich verbindlich vorweg-
genommen. Die Beschwerdeführerinnen rügen nicht, diese Bestimmung 
verstosse gegen übergeordnetes Recht. Für das Verwaltungsgericht besteht 
daher kein Anlass, von der Wertung des Verordnungsgebers abzuweichen. 
Sodann legen die Beschwerdeführerinnen nicht substanziiert dar, dass die 
Leitung des IVP das Auswahlermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, das 
ihr im Rahmen von Art. 19 Covid-19-Verordnung zugekommen ist (vgl. Be-
schwerde S. 8 f. Rz. 44). Solches ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr ist nach-
vollziehbar, dass die Institutsleitung der Empfehlung der Rektorenkonferenz 
der Schweizerischen Hochschulen (Swissuniversities) und dem Entscheid 
der Pädagogischen Hochschule Bern – der das IVP bis Ende Januar 2023 
angegliedert war (vgl. Medienmitteilung vom 20.12.2022, einsehbar unter 
<www.phnmsbern.ch/ueber-uns/geschichte/eigenstaendigkeit>) – folgte und 
die Zertifikatspflicht einführte (vgl. Beschwerdeantwort vor der Vorinstanz 
S. 2 [act. 4D]; angefochtener Entscheid E. 4.2). Die Institutsleitung durfte zu-
dem dem (uneingeschränkten) Präsenzunterricht vorrangiges Gewicht bei-
messen (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.1).

3.3.3 Die Beschwerdeführerinnen anerkennen selber, dass mit der Zertifi-
katspflicht bzw. mit einem Covid-Test nur ein leichter Grundrechtseingriff ver-
bunden ist bzw. war (vgl. vorne E. 3.1 f.). Hier war die Eingriffsintensität 
umso geringer, als die am IVP angebotenen PCR-Tests unbestrittenermas-
sen anhand einer Speichelprobe durchgeführt wurden (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 7.6 S. 19). Der Zeit- und Planungsaufwand hielt sich für die be-
troffenen Personen zudem in einem vertretbaren Mass. Für die Beschwer-
deführerinnen mag die von ihnen vorgeschlagene Massnahme subjektiv we-
niger einschneidend erscheinen. Da diese Alternative aber den Präsenzun-
terricht eingeschränkt hätte, ist zweifelhaft, ob sie auch objektiv ein milderes 
Mittel darstellt. Die Frage muss mit Blick auf das zuvor Ausgeführte (E. 3.3.2 
hiervor) aber nicht vertieft werden. Weiter trifft zu, dass die Institutsleitung 
das Angebot der kostenlosen PCR-Tests zunächst bis Ende Oktober 2021 
befristete. Daraus kann entgegen den Beschwerdeführerinnen aber nicht auf 

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die Unzumutbarkeit der Zertifikatspflicht geschlossen werden (vgl. Be-
schwerde S. 8 Rz. 42), zumal das Angebot offenbar über diesen Termin hin-
aus «bis auf weiteres» zur Verfügung stand (vgl. Schutzkonzept des IVP vom 
5.10.2021 [Stand: 15.10.2021], Ziff. 8 i.V.m. Anhang 2 [Beschwerdebei-
lage 4]). Zusammengefasst ist die Zertifikatspflicht als erforderlich und zu-
mutbar zu beurteilen.

3.4 Nach dem Erwogenen erweist sich die strittige Massnahme als ver-
hältnismässig. Da unbestrittenermassen auch die übrigen Voraussetzungen 
nach Art. 36 BV bzw. Art. 28 KV (gesetzliche Grundlage, öffentliches Inte-
resse, Respektierung des Kerngehalts) erfüllt sind (vgl. vorne E. 3.1 f.), ist 
der mit der Massnahme verbundene Grundrechtseingriff – namentlich jener 
in die persönliche Freiheit der Beschwerdeführerinnen (vgl. Art. 10 Abs. 2 
BV; Art. 12 Abs. 1 KV) – insgesamt als rechtmässig zu beurteilen.

3.5 Die Beschwerdeführerinnen rügen schliesslich eine Verletzung des 
Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV). Für die mit der Zertifikatspflicht 
verbundene Differenzierung gebe es keine sachlichen Gründe, weil auch ge-
impfte und genesene Personen das Coronavirus verbreiten könnten (vgl. Be-
schwerde S. 9 f. Rz. 46 ff.). Die Beschwerdeführerinnen übersehen dabei, 
dass jedenfalls nach dem Wissensstand im Zeitpunkt der Einführung der 
Massnahme davon auszugehen war, dass bei Genesenen und Geimpften 
ein deutlich geringeres Übertragungsrisiko besteht als bei anderen (nicht 
negativ getesteten) Personen (vgl. Policy Brief der Swiss National Covid-19 
Science Task Force vom 17.11.2021, Schutz gegen COVID-19 nach 
Genesung, normaler Impfung und einer Boosterdosis, einsehbar unter 
<https://sciencetaskforce.ch/policy-briefs/>). Vor diesem Hintergrund lag es 
im öffentlichen Interesse, letztere Personengruppe anders zu behandeln und 
die Massnahmen zur weiteren Verringerung des Übertragungsrisikos auf sie 
zu konzentrieren (vgl. BGE 2C_886/2021 vom 12.12.2022 E. 4.4.4.3 [Test-
pflicht für ungeimpftes Gesundheitspersonal im Kanton Tessin]). Die Be-
schwerdeführerinnen anerkennen denn auch die Zwecktauglichkeit der Zer-
tifikatspflicht (vgl. vorne E. 3.3 einleitend). Für die (unbestrittene) Ungleich-
behandlung bestanden folglich durchaus sachliche Gründe (vgl. auch 
AppGer BS VG.2021.3 vom 29.5.2022 E. 4.1.4 [betreffend Zertifikatspflicht 
an der Universität Basel]). Die Rüge ist damit unbegründet, zumal sich der 

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Eingriff in die persönliche Freiheit als rechtmässig herausstellt (E. 3.4 hier-
vor; vgl. BGE 2C_886/2021 vom 12.12.2022 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Da die 
Rekurskommission – wenn auch knapp – dargelegt hat, weshalb die Zertifi-
katspflicht aus ihrer Sicht nicht gegen das Rechtsgleichheitsgebot verstösst 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 7.8), kann ihr diesbezüglich keine Verlet-
zung der Begründungspflicht vorgeworfen werden (vgl. Beschwerde S. 10 
Rz. 53).

4.

4.1 Der angefochtene Entscheid hält der Rechtskontrolle stand. Die Be-
schwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. 
Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung 
(Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführerin-
nen die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten 
sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden den Beschwerdeführerin-
nen auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.02.2023, Nr. 100.2022.84U, 
Seite 13

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerinnen
- Beschwerdegegner
- Rekurskommission der Pädagogischen Hochschule Bern

Der Abteilungspräsident i.V.: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.