# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15707051-c8b4-58c4-9b1d-4d2569369f1c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 08.10.2025 SBK 2025 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-62_2025-10-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 8. Oktober 2025
mitgeteilt am 9. Oktober 2025

Referenz SBK 25 62

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Hugentobler, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer

Gegenstand Berechnung Existenzminimum und Ablieferung Lohnquote

Anfechtungsobj. Verfügung Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala vom 
15. Juli 2025

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Sachverhalt

A. A.________ ist als selbständig erwerbstätiger Schreiner in O.1.________ 
tätig. Gegen ihn sind beim Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala 
(nachfolgend: Betreibungsamt Viamala) mehrere Betreibungen hängig. Es kam zu 
vielen Pfändungen, bei welchen das Einkommen sowie Forderungsguthaben 
gegenüber Kunden von A.________ gepfändet wurden.

B. Am 18. März 2025 erfolgte in der Pfändungsgruppe Nr. Z.1.________ ein 
Pfändungsvollzug, wobei eine Einkommenspfändung vorgenommen und 
Forderungen von diversen Debitoren gepfändet wurden. Die Pfändungsurkunde 
wurde am 12. Mai 2025 ausgestellt. Dabei wurde A.________ vom Betreibungsamt 
Viamala unter anderem verpflichtet, zusätzlich zu den monatlichen 
Buchhaltungsunterlagen eine aktuelle Debitorenliste einzureichen. Dieser Pflicht 
kam A.________ nicht nach. In der Folge wurde einigen Auftraggebern von 
A.________ die Pfändung der jeweiligen Forderung angezeigt.

C. Am 30. Juni 2025 berechnete das Betreibungsamt Viamala das 
Existenzminimum von A.________ für den Juni 2025 auf CHF 21'699.35 pro Monat. 
Die pfändbare Lohnquote betrug CHF 5'691.55, nachdem ein relevantes 
Einkommen von CHF 27'390.90 festgestellt wurde. 

D. Nachdem A.________ keine Zahlungen geleistet hatte, wurde er durch das 
Betreibungsamt Viamala am 15. Juli 2025 aufgefordert, innert fünf Tagen die 
verfallene Lohnquote in der Höhe von CHF 5'691.55 abzuliefern.

E. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 
vom 28. Juli 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden. Da die Beschwerde nicht eigenhändig unterzeichnet war, setzte der 
Vorsitzende der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer am 29. Juli 2025 dem 
Beschwerdeführer eine Nachfrist zur Behebung dieses Mangels bis zum 4. August 
2025. Der Beschwerdeführer reichte die schriftliche Beschwerde am 4. August 2025 
(Poststempel) fristgerecht ein.

F. Mit Vernehmlassung vom 14. August 2025 hielt das Betreibungsamt Viamala 
fest, dass der Beschwerdeführer am 29. Juli 2025 eine Zahlung von CHF 8'401.85 
an das Betreibungsamt Viamala geleistet habe. Somit sei die Verfügung vom 
15. Juli 2025 gegenstandslos geworden.

G. Der Beschwerdeführer nahm zur Beschwerdeantwort des Betreibungsamts 
Viamala innert der bis 29. August 2025 angesetzten Frist keine Stellung.

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H. Die Angelegenheit erweist sich als spruchreif. Die Akten der Vorinstanz 
wurden beigezogen.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Gegen Verfügungen von Betreibungsämtern, gegen die keine gerichtliche 
Klage vorgesehen ist, kann gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG bei der Aufsichtsbehörde 
wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. 
Gemäss kantonalem Recht ist das Obergericht die einzige kantonale 
Aufsichtsbehörde (Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 13 EGzSchKG [BR 220.000]) und 
zugleich Beschwerdeinstanz gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG. Zuständig ist die 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer (Art. 11 Abs. 1 OGV [BR 173.010]).

1.2. Beschwerdeobjekt im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG ist eine Verfügung. 
Darunter ist jede behördliche Handlung in einem konkreten 
zwangsvollstreckungsrechtlichen Verfahren zu verstehen, die in Ausübung 
amtlicher Funktionen auf Grund des SchKG und dessen 
Ausführungsbestimmungen erlassen worden ist, die fragliche Zwangsvollstreckung 
in rechtlicher Hinsicht beeinflusst, Aussenwirkung zeitigt und bezweckt, das 
Zwangsvollstreckungsverfahren voranzutreiben oder abzuschliessen (BGE 142 III 
643 E. 3.1 = Pra 2017 Nr. 96; 142 III 425 E. 3.3; 129 III 400 E. 1.1). Die Beschwerde 
muss einem aktuellen praktischen Verfahrenszweck dienen. Gemäss der 
Rechtsprechung ist sie nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer damit im Falle 
einer Gutheissung eine vollstreckungsrechtlich wirksame Korrektur des gerügten 
Verfahrensfehlers erreichen kann (Urteil des Bundesgerichts 5A_554/2022 vom 26. 
Januar 2023 E. 5.1; 5A_837/2018 vom 15. Mai 2019 E. 3.1). Eine Lohnpfändung 
kann mit Beschwerde angefochten werden. Dabei kann unter anderem geltend 
gemacht werden, dass diese übersetzt sei (Urteil des Kantonsgerichts KSK 23 66 
vom 19. September 2023 E. 2.1.). Der Beschwerdeführer wird durch die Pfändung 
seines Einkommens in seinen rechtlichen Interessen tangiert und ist somit 
grundsätzlich zur Erhebung der Beschwerde legitimiert.

1.3. Die Beschwerde ist schriftlich (Art. 17 Abs. 1 EGzSchKG) und binnen einer 
Frist von zehn Tagen seit Kenntnisnahme von der angefochtenen Verfügung 
(Art. 17 Abs. 2 SchKG) einzureichen. Die angefochtene Verfügung wurde dem 
Beschwerdeführer am Donnerstag, 17. Juli 2025 zugestellt. Unter Berücksichtigung 
der Betreibungsferien, welche vom 15. bis 31. Juli 2025 dauerten, erfolgte die am 
4. August 2025 eigenhändig unterzeichnete Eingabe fristgerecht.

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2.1. Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den in Art. 20a Abs. 2 Ziff. 1 
bis 5 SchKG aufgestellten Minimalvorschriften. Gemäss Ziff. 2 der genannten 
Bestimmung gilt für die Aufsichtsbehörde der Untersuchungsgrundsatz. Gleichsam 
kann sie die Parteien zur Mitwirkung anhalten und braucht auf deren Begehren nicht 
einzutreten, wenn sie die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern. 
Art 20a Abs. 2 Ziff. 3 SchKG statuiert den Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
und die Geltung der Dispositionsmaxime. Soweit sich keine Regeln in den 
Bestimmungen des SchKG finden, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a 
Abs. 3 SchKG). 

2.2. Im Kanton Graubünden hält Art. 17 EGzSchKG fest, dass die Beschwerde 
schriftlich einzureichen ist (Abs. 1), die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von 
Amtes wegen abklärt (Abs. 2) und kein Parteivortritt stattfindet (Abs. 3). Im Übrigen 
wird auf die sinngemässe Anwendbarkeit der ZPO und des EGzZPO (BR 320.100) 
verwiesen (Abs. 4). Festzuhalten ist schliesslich, dass, was den Inhalt der 
Beschwerde betrifft, der Beschwerdeführer angeben muss, welche Änderungen der 
angefochtenen Anordnung er verlangt, welche Rechtssätze durch den 
angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen und auf welche Gründe er sich 
abstützt (MAIER/VAGNATO, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG, 4. Aufl. 2017, Art. 17 
N. 19).

3.1.1. Das Betreibungsamt Viamala hat dem Obergericht mit seiner 
Vernehmlassung vom 14. August 2025 umfangreiche Akten eingereicht (act. E.I). 
Daraus geht hervor, dass nach der Zustellung der Verfügung verschiedene 
Zahlungen des Beschwerdeführers eingegangen sind, nämlich CHF 2'000.00 vom 
30. Juni 2025 und CHF 2'000.00 am 21. Juli 2025 (act. E.I. D.1). Dem Schreiben 
vom 29. Juli 2025 des Betreibungsamts Viamala an die Staatsanwaltschaft 
Graubünden ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer noch über 
CHF 1'691.55 verfügt habe (act. E.I.U.2). Wie das Betreibungsamt Viamala des 
Weiteren in seiner Vernehmlassung vom 14. August 2025 festgehalten hat, hat der 
Beschwerdeführer am 29. Juli 2025 eine weitere Zahlung von CHF 8'401.85 an das 
Betreibungsamt Viamala geleistet (act. E.1. Akte D.1). Damit war die in der 
angefochtenen Verfügung eingeforderte Pfändungsquote vom Juni 2025 vollständig 
(bzw. weit darüber hinaus) beglichen worden.

3.1.2. Eine Beschwerde dient ausschliesslich vollstreckungsrechtlichen Zielen. Sie 
muss einen praktischen Verfahrenszweck verfolgen. Die blosse nachträgliche 
Feststellung einer Pflichtwidrigkeit ist nicht Gegenstand einer aufsichtsrechtlichen 
Beschwerde. Ein praktischer Verfahrenszweck setzt voraus, dass das 

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Zwangsvollstreckungsverfahren noch im Gang und die Belastung gegenwärtig bzw. 
die Unterlassung nachholbar ist (COMETTA/MÖCKLI, in: Staehelin/Bauer/Lorandi 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. 
Aufl. 2021, Art. 17 N. 7). Dieser ist dahingefallen, wenn der Schuldner Zahlungen 
erbringt, welche die Lohnquote erreichen, die Gegenstand eines 
Beschwerdeverfahrens bildet. Ein Verfahrenszweck ist vorliegend nach dem 
Eingang der Zahlungen des Beschwerdeführers jedenfalls mit Blick auf die 
Lohnquote vom Juni 2025 nicht mehr ersichtlich. Die blosse Feststellung einer 
Pflichtwidrigkeit des Betreibungsamts Viamala kann nicht Gegenstand der 
vorliegenden Beschwerde sein. Diese ist folglich gegenstandslos geworden und am 
Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

3.2.1. Nur am Rande sei daher erwähnt, dass auf die Beschwerde nicht hätte 
eingetreten werden können, wenn sie nicht gegenstandslos geworden wäre. Wie 
bereits erwähnt, muss ein Beschwerdeführer in einer Beschwerdeschrift angeben, 
welche Änderung er am angefochtenen Entscheid beantragt, welche Rechtssätze 
durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen und auf welche Gründe er 
sich dabei stützt.

3.2.2. Aus der Beschwerdeeingabe geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer 
gegen die Lohnpfändung wendet und auch die Unzulässigkeit der Pfändungen von 
Guthaben gegenüber seinen Kunden rügt. Dazu ist festzuhalten, dass Gegenstand 
der vorliegenden Beschwerde lediglich die Einkommenspfändung vom Juni 2025 
sein kann – diese wurde wie oben erwähnt fristgerecht angefochten –, nicht aber 
die in der gestützt auf den Pfändungsvollzug vom 18. März 2025 vorgenommenen 
Sachpfändungen (Forderungspfändungen der offenen Debitoren). Diese sind in der 
Pfändungsurkunde vom 12. Mai 2025 enthalten, bei welcher die Beschwerdefrist 
längstens abgelaufen ist.

3.2.3. Die Existenzminimumberechnung vom 30. Juni 2025, welche grundsätzlich 
Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens sein kann, berechnet das 
Existenzminimum des Beschwerdeführers in seiner selbständigen Erwerbstätigkeit 
auf CHF 21'699.35 und sein relevantes Einkommen auf CHF 27'390.90 (act. B.2). 
Daraus errechnet sich die pfändbare Quote. Der Beschwerdeführer bringt dagegen 
lediglich vor, dass er einerseits nicht mehr weiterarbeiten könne, weil das 
Betreibungsamt Viamala nebst dem Einkommen auch die Vorauszahlungen seiner 
Kunden gepfändet und seine Kunden direkt angeschrieben habe, wodurch er seine 
Aufträge habe absagen müssen. Andererseits könne er seine Rechnungen nicht 
mehr bezahlen. Eine konkrete Auseinandersetzung mit den einzelnen Positionen 
der Existenzminimumberechnung, insbesondere dem festgestellten Einkommen 

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und mit den einzelnen Positionen des errechneten Existenzminimums, erfolgt in 
keiner Weise. Ebenso fehlt es an Rügen, welche Rechtssätze das Betreibungsamt 
Viamala verletzt habe und aus welchen Gründen dies erfolgt sein soll. Vielmehr 
erschöpft sich die Beschwerdeschrift im einzigen pauschalen Vorbringen, er könne 
so unmöglich weiterarbeiten und er müsse seine Arbeiten absagen, womit er ohne 
Arbeit sei. Weshalb er zu diesem Schluss kommt, erörtert der Beschwerdeführer 
nicht. Auch wenn bei einem Laien nicht allzu hohe Anforderungen an die 
Begründung gestellt werden dürfen, so genügen derart pauschale Vorbringen 
offensichtlich nicht. Darauf ist nicht einzutreten.

4. Zusammenfassend ist die Beschwerde nach den erfolgten 
Schuldnerzahlungen vom Vorsitzenden infolge Gegenstandslosigkeit am 
Geschäftsverzeichnis abzuschreiben (Art. 9 Abs. 2 GOG). Auf sie hätte jedoch 
ohnehin nicht eingetreten werden können.

5. Es werden in Anwendung von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG keine Kosten 
erhoben.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden am 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]