# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13582518-d629-50ef-8789-30428bcd2c4c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.03.2015 UV 2011/96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-96_2015-03-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/96

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.03.2015

Entscheiddatum: 24.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2015
Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 24 Abs. 1 UVG. Beweiskraft eines 
Gerichtsgutachtens. Adäquanz psychischer Beschwerden anhand der 
Psycho-Praxis verneint. Aufgrund der physischen Unfallrestfolgen wird der 
Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 20% und eine 
Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10% 
bejaht. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
24. März 2015, UV 2011/96).Teilweise aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_354/2015 und 8C_362/2015.Präsident Joachim Huber, 
Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undLisbeth Mattle 
Frei; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 24. März 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 
9410 Heiden,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) arbeitete seit dem 8. Januar 2007 bei der B.___ 

AG als angestellte Produktionsmitarbeiterin. Sie war dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als sie am 7. März 2008 bei der Autobahnausfahrt in C.___ einen 

Autounfall mit Heckauffahrkollision und anschliessender Kollision auf der Fahrerseite 

erlitt (Suva-act. 1, 9). Gleichentags wurde die Versicherte im Spital D.___ aufgenommen 

und hielt sich bis am 10. März 2008 dort auf. Anschliessend wurde sie für die 

Rehabilitationsbehandlung zunächst in das Spital E.___ verlegt, danach hielt sie sich 

vom 26. März bis 30. April 2008 in der Klinik Valens, Rehabilitationszentrum, auf (Suva-

act. 6, 12, 13, 15, 18, 19, 21, 60). Es wurden eine stabile vordere und hintere 

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Beckenringfraktur linksseitig, eine Rissquetschwunde der linken Augenbraue sowie 

eine Commotio cerebri diagnostiziert (Suva-act. 13). Am 30. April 2008 wurde eine 

neuropsychologische Untersuchung durchgeführt (Suva-act. 18). Bis zum 18. Mai 2008 

bestand eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit, danach wurde der Versicherten bis 1. Juni 

2008 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert (Suva-act. 15/2, 21). Anschliessend 

wurde eine Physiotherapie im Kantonalen Spital E.___ durchgeführt (Suva-act. 16/2). 

Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung am 13. Juni 2008 sah Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie, die 100%-ige Arbeitsunfähigkeit der 

Versicherten ab 1. Mai 2008 bis auf weiteres als ausgewiesen an (Suva-act. 45, 47).

A.b  Mit Bericht vom 16. Juni 2008 (Suva-act. 56) diagnostizierte Dr. med. G.___, 

Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie/Psychosomatik, eine dissoziative 

Störung (Konversionsstörung) vor dem Hintergrund einer Extremtraumatisierung in der 

Kindheit, einen Verdacht auf eine Somatisierungsstörung, eine Anpassungsstörung bei 

Veränderung der Lebensumstände (Migration) und den Verlust eines nahen 

Angehörigen in der Kindheit. Es habe sich insgesamt der Eindruck ergeben, dass die 

psychische Einschränkung der Versicherten seit längerer Zeit und bereits vor dem 

Unfallereignis vorgelegen habe.

A.c  Eine Beckenübersicht und Computertomographie des knöchernen Beckens vom 

24. Juni 2008 ergab eine Dislokation des oberen und unteren Schambeinasts bzw. eine 

nicht konsolidierte vordere Beckenringfraktur links sowie eine ebenfalls ältere, jedoch 

stabile Fraktur im Bereich des Os sakrums links (Suva-act. 57).

A.d  Mit Schreiben vom 27. Juni 2008 kündigte die B.___ AG das Anstellungsverhältnis 

auf den 31. August 2008 (Suva-act. 59/2).

A.e  Eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirnschädels und der HWS vom 

16. Juli 2008 (Suva-act. 68) ergab mindestens fünf kleine Demyelinisierungsherde im 

frontalen Marklager beidseits (von der Anamnese und Lokalisation her vereinbar mit 

Residuen eines Schertraumas des Gehirns; diffuse axonale Verletzung) sowie eine 

Streckhaltung der HWS mit paradoxer Kyphosierung der HWS, jedoch kein 

Anhaltspunkt auf posttraumatische Veränderungen. Vom 2. September bis 29. Oktober 

2008 hielt sich die Versicherte in der Rehaklinik Bellikon zur stationären Rehabilitation 

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auf (Suva-act. 97/1, 99). Im Austrittsbericht vom 4. November 2008 wurde ab 

30. Oktober 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit für alle beruflichen Tätigkeiten 

attestiert (Suva-act. 99/2).

A.f   Am 28. Januar 2009 wurde eine biomechanische Kurzbeurteilung erstellt (Suva-

act. 141).

A.g  Seit 10. Februar 2009 befand sich die Versicherte in ambulant psychiatrisch-

psychotherapeutischer Behandlung bei Dr. med. H.___, Oberärztin im Psychiatrischen 

Zentrum I.___ (Suva-act. 164).

A.h  Vom 4. Mai bis 30. Juni 2009 hielt sich die Versicherte erneut stationär in der 

Rehaklinik Bellikon auf (Suva-act. 176, 198, 204). Ab 4. August 2009 wurde jeweils an 

zwei Vormittagen pro Woche eine Beschäftigung im geschützten Rahmen 

(Haushaltstraining) im Haus J.___ durchgeführt (Suva-act. 193, 198/1, 220). Ende 

Oktober 2009 wurde diese Beschäftigung aufgrund fehlender Motivation der 

Versicherten beendet (Suva-act. 238/5, 241/1, 243).

A.i   Die MRT vom 18. Mai 2010 führte eine Chondrose L4/L5 mit posteromedialer 

Rissbildung im Anulus fibrosus zutage, begleitet von einem minimalen Nucleus 

pulposus Prolaps (Suva-act. 299).

A.j   Am 22. November 2010 wurde eine interdisziplinäre Zusammenfassung der 

Rehaklinik Bellikon erstellt (Suva-act. 337).

A.k  Mit Verfügung vom 17. Februar 2011 (Suva-act. 351) stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen mangels adäquater Unfallfolgen auf den 28. Februar 2011 ein 

und verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung.

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 28. März 2011 Einsprache 

erheben (Suva-act. 352).

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B.b  In der Beurteilung vom 24. Mai 2011, welche die Suva eingeholt hatte, empfahl 

Dr. med. K.___, Orthopädische Chirurgie FMH einen Beinlängenausgleich und sah 

lumbal mittel- und langfristig eine Kräftigungstherapie als indiziert an (Suva-act. 356).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2011 wurde die Einsprache vom 

28. März 2011 abgewiesen (act. G 1.2).

C.    

C.a  Gegen diesen Entscheid liess die Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon 

Kehl, Heiden, am 25. November 2011 Beschwerde erheben (act. G 1) und beantragen, 

der Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2011 sowie die Verfügung vom 17. Februar 

2011 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ihr weiterhin und 

rückwirkend die gesetzlichen Leistungen auszurichten, ihr insbesondere weiterhin 

Pflege- und Heilungskosten zu ersetzen, Taggelder auszurichten oder ihr eventualiter 

eine Integritätsentschädigung und eine Rente auszurichten; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zudem wurde die Erstellung eines Gerichtsgutachtens zur 

Ursache des Befundes Riss im Anulus fibrosus sowie eines polydisziplinären 

Gutachtens zur Überprüfung des medizinischen Sachverhalts beantragt. Zur 

Begründung liess die Beschwerdeführerin insbesondere vorbringen, die 

Adäquanzbeurteilung sei nach BGE 117 V 359 bzw. BGE 117 V 378 (Schleudertrauma-

Praxis) vorzunehmen. Der dritte Bericht der Rehaklinik Bellikon sei völlig konträr und 

widersprüchlich zu den vorherigen Berichten und sei im Hinblick auf den Fallabschluss 

erstellt worden. Die Adäquanzprüfung sei zu früh erfolgt, insbesondere bestehe der 

Anspruch auf Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG. Der Unfall habe mit einer 

traumatischen Hirnverletzung (MTBI), einer HWS-Distorsion, erheblichen 

neuropsychologischen Funktionsstörungen, schlecht verheilten Beckenfrakturen und 

einem Riss im Anulus fibrosus organisch hinreichend nachweisbare Verletzungen zur 

Folge gehabt. Der Unfall sei als schweres Unfallereignis zu qualifizieren und der 

adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen, da die massgebenden Kriterien erfüllt 

seien. Allein in Bezug auf die Beckenfraktur stelle sich bereits die Frage einer 

Integritätsentschädigung.

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C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2012 (act. G 4) schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde und beantragte die Edition 

sämtlicher IV-Akten vor Einleitung des zweiten Schriftenwechsels. Zur Begründung 

brachte sie im Wesentlichen vor, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 28. Februar 

2011 hätten weder physische noch psychische Unfallfolgen vorgelegen. Die 

Adäquanzprüfung habe nach der Psycho-Praxis zu erfolgen. Hinsichtlich der 

objektivierbaren physischen Unfallfolgen sei der medizinische Endzustand bzw. der 

Status quo sine/ante längst erreicht und es ständen gar keine 

Eingliederungsmassnahmen der IV zur Diskussion, weshalb die Adäquanzprüfung 

keinesfalls als verfrüht gelten könne. Es sei höchstens von einem mittelschweren Unfall 

im Grenzbereich zu den leichten Fällen auszugehen. Ein adäquater 

Kausalzusammenhang sei zu verneinen, da kein einziges der massgebenden Kriterien 

erfüllt sei.

C.c  Mit Replik vom 12. März 2012 (act. G 12) hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin an seinem Standpunkt fest und legte das Einsatzprotokoll des 

Rettungsdienstes Spital D.___ (act. G 12.2), den Verlegungsbericht vom 10. März 2008 

des Spitals D.___ (act. G 12.3), den CT-Bericht vom 7. März 2008 (act. G 12.4) sowie 

das neurologische Gutachten vom 9. Dezember 2011 von Dr. med. L.___, Neurologie 

FMH, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, die Beurteilung vom 24. Mai 2011 

von Dr. K.___, die Stellungnahme zu neuroposychologischen Vorakten vom 20. April 

2011 von lic. phil. M.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP und 

Psychotherapie FSP, und die Beurteilung vom 23. März 2011 von Prof. Dr. med N.___, 

Spezialarzt für Neuroradiologie, Klinik O.___ (act. G 12.5), bei.

C.d  Mit Duplik vom 5. April 2012 (act. G 15) hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

bisherigen Anträgen fest.

C.e  Mit Schreiben vom 11. April 2012 (act. G 16) wurden die IV-Akten beigezogen und 

den Parteien Gelegenheit zur ergänzenden Stellungnahme geboten.

C.f   Am 27. April 2012 (act. G 20) wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung bewilligt.

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C.g  Mit Eingabe vom 29. Mai 2012 (act. G 25) nahm die Beschwerdeführerin insofern 

Stellung, als sie geltend machte, die Beschwerdegegnerin habe den ihr obliegenden 

Beweis des Erreichens des Status quo ante/sine bezüglich der Beckenverletzung nicht 

erbracht. Der blosse Hinweis auf angeblich fehlende Nackenbeschwerden innerhalb 

der ersten 72 Stunden nach dem Unfallereignis vermöge sodann nicht nachzuweisen, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich des Unfalls vom 7. März 2008 kein HWS-

Trauma erlitten habe bzw. diesbezüglich der natürliche Kausalzusammenhang 

dahingefallen sei.

C.h  Mit Eingabe vom 13. Juni 2012 (act. G 27) hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

bisherigen Ausführungen fest.

C.i   Das Versicherungsgericht St. Gallen gab am 26. April 2013 beim Universitätsspital 

Basel, asim, Versicherungsmedizin, eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag 

(Suva-act. G 57). Das Gutachten vom 15. Oktober 2014 (act. G 68) wurde den Parteien 

am 21. Oktober 2014 zur Stellungnahme unterbreitet. Beide Parteien liessen sich am 

5. Januar 2015 hierzu vernehmen (act. G 77ff.).

Erwägungen:

1.     

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Eine Leistungspflicht der 

Unfallversicherung besteht nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat 

kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53ff.). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 111, E. 2).

1.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

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die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Ausschlaggebend für 

den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Doch kann den Anforderungen der 

Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezialärzte voller Beweiswert 

zuerkannt werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen.

1.3   Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe von den 

Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen kann 

vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 

eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen 

gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, 

die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die 

Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 

Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen 

zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/aa mit Hinweis; Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N35 zu Art. 43).

2.     

2.1   Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung aufgrund des Unfalls vom 7. März 2008 zu Recht 

auf den 28. Februar 2011 eingestellt und den Anspruch auf eine Invalidenrente und/

oder Integritätsentschädigung verneint hat.

2.2   Vor Beurteilung dieser Fragestellungen sind das vom Versicherungsgericht 

eingeholte Gutachten des Universitätsspitals Basel vom 15. Oktober 2014 (act. G 68) 

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und die entsprechenden Teilgutachten zunächst auf ihre Schlüssigkeit und 

Beweistauglichkeit hin zu prüfen. Während die Beschwerdeführerin keine 

Einwendungen gegen das asim-Gutachten äussert (vgl. act. G 77), bringt die 

Beschwerdegegnerin verschiedene Rügen gegen die orthopädische 

Zumutbarkeitsbeurteilung vor, die nachfolgend auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen 

sind.

2.3   Im orthopädischen Fachgutachten vom 23. November 2013 (act. G 68.3 S. 5f.) 

wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:

1.      chronisches Zervikalsyndrom mit Halswirbelsäulenfehlform und erheblicher HWS-

Motilitätsstörung bei Status nach HWS-Distorsion bei Autounfall vom 7. März 2008

2.      chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei

-     Beckenschiefstand nach links durch Beinlängendifferenz mit linkskonvexer 

lumbaler Ausgleichskrümmung

-     permanenter struktureller Statikveränderung aufgrund Diagnose 3 mit

-     Chondrose L4/5, kleinem Anulusriss und minimaler Nukleusprotrusion

3.      Status nach vorderer Beckenringfraktur links und intraartikulärer Fraktur der 

linken Massa lateralis des Os sakrum anlässlich Autounfall vom 7. März 2008 mit

-     Konsolidierung in Fehlstellung der Schambeinäste mit Verlagerung des 

Hüftgelenkszentrums links

-     konsekutiver permanenter Statikverschlechterung durch Änderung der 

Hebelverhältnisse

-     sekundärem ISG-Syndrom

2.4  

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2.4.1         Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin kann insbesondere nicht auf die 

orthopädische Zumutbarkeitsbeurteilung abgestellt werden, da der orthopädische 

Gutachter ein unfallkausales organisches Substrat an der Halswirbelsäule anhand von 

Funktionsaufnahmen festgestellt habe und dies nach höchstrichterlicher 

Rechtsprechung keine Unfallkausalität von HWS-Beschwerden beweismässig belege.

2.4.2         Der orthopädische Fachgutachter, Prof. Dr. med. P.___, Orthopädie FMH, 

Orthopädische Universitätsklinik Basel, hielt fest, der klinische und radiologische 

Befund an der Halswirbelsäule sei ungewöhnlich. Bei freier Rotation und Seitneigung 

sei isoliert die Inklination stark eingeschränkt. Radiologisch durch die aktuellen 

Funktionsaufnahmen bildgebend belegt finde sich in Spontanhaltung eine 

Streckstellung der oberen HWS, die sich in Reklination nicht lordosiere, während sich 

hingegen in Inklination die untere HWS nicht kyphosiere und die Grundlordose 

unverändert ohne Beugung bleibe und nur die obere HWS und hauptsächlich C4/5 ca. 

20° kyphosiere. Im Atlantookzipitalgelenk sei dabei kaum eine messbare Flexion 

festzustellen. Es sei nicht denkbar, dass ein solch ungewöhnliches, abschnittweise 

konträres Bewegungsverhalten der Wirbelsäulensegmente bei fehlender Einsteifung 

durch Spondylophyten psychogen entstehen oder willentlich produziert werden könnte. 

Nur ein zugrunde liegender organischer Mechanismus etwa an Gelenkkapseln, 

dorsalen Faszien oder lokaler Mikroinnervation sei dafür vorstellbar, und es sei 

unmöglich, den Unfall vom 7. März 2008 mit einer HWS-Distorsion wegzudenken, 

deren Krafteinwirkung gemäss biomechanischer Analyse von Prof. Dr. med. Q.___, 

Facharzt für Rechtsmedizin, Dozent für Trauma – Biomechanik, vom 23. Januar 2009 

(vgl. Suva-act. 141) die Befunde "eher erkläre", ohne dass nicht auch diese 

Motilitätsstörung wegfiele, für die keine sonstige Ursache erkennbar sei, sodass der 

orthopädische Gutachter von einem überwiegend wahrscheinlichen kausalen 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 7. März 2008 ausgehe.

2.4.3         Zwar trifft es zu, dass in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

festgehalten wurde, die fachärztlichen Meinungen hinsichtlich des Aussagewerts von 

fMRT-Untersuchungen des kraniozervikalen Übergangs gingen stark auseinander und 

solche Untersuchungen fielen als einzige Grundlage für eine verlässliche Beurteilung 

von HWS-Beschwerden ausser Betracht (vgl. BGE 135 V 231 E. 5.3). Doch besteht 

deswegen kein Anlass, einer orthopädischen Beurteilung den Beweiswert bereits 

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deshalb abzusprechen, weil zur Untermauerung der darin erhobenen medizinischen 

Befunde Funktionsaufnahmen beigezogen wurden. Im von der Beschwerdegegnerin 

angeführten nicht publizierten Entscheid des Bundesgerichts wurde davon abgesehen, 

eine fMRI-Untersuchung anzuordnen, da kein entscheidrelevanter Aufschluss zu 

erwarten sei (Urteil vom 17. September 2008, 8C_9/2008, E. 2). Vorliegend liegt der 

Befund aus den Funktionsaufnahmen bereits vor und dieser geht einher mit den 

ungewöhnlichen klinischen Befunden an der Halswirbelsäule. Auch im in der Radiologie 

R.___ angefertigten MR der HWS vom 16. Juli 2008 wurde eine Streckhaltung der HWS 

mit paradoxer Kyphosierung der HWS festgehalten (Suva-act. 68). Der dortige Facharzt 

für Radiologie, Prof. Dr. med. S.___, fand damals keinen Anhaltspunkt auf 

posttraumatische Veränderungen. Nach gründlicher Untersuchung der 

Beschwerdeführerin kommt nunmehr der orthopädische Fachgutachter zum 

nachvollziehbaren Schluss, es sei undenkbar, ein solch ungewöhnliches, 

abschnittweise konträres Bewegungsverhalten der Wirbelsäulensegmente bei 

fehlender Einsteifung durch Spondylophyten willentlich zu produzieren oder auf eine 

psychogene Entstehung zurückzuführen. Für den sehr erfahrenen orthopädischen 

Gutachter Prof. P.___ kommt nur eine organische Ursache in Frage, wobei er aufgrund 

der grossen Krafteinwirkung – die zu einer Fraktur eines gesunden Beckenknochens in 

jungem Alter durch seitlichen Anprall im Sitzen führte – von einem überwiegend 

wahrscheinlichen kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 7. März 2008 

ausging. Diese fachärztliche Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden und wurde in 

Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten sowie unter Berücksichtigung 

der geklagten Beschwerden abgegeben. Jedenfalls sind keine Gründe ersichtlich, die 

ein Abweichen von Prof. P.___s fachärztlicher Feststellung notwendig erscheinen 

lassen.

2.5  

2.5.1         Zudem führt die Beschwerdegegnerin an, bei der orthopädischen 

Zumutbarkeitsbeurteilung seien auch unfallfremde Veränderungen wie der 

Beckenschiefstand und die Chondrose L4/5 mit Riss im Anulus fibrosus 

mitberücksichtigt worden.

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2.5.2         Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG werden die Invalidenrenten und 

Integritätsentschädigungen angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung 

nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). Gesundheitsschädigungen vor dem 

Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei 

nicht berücksichtigt (Satz 2). Durch die Regelung in Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG wird das 

Kausalitätsprinzip abgeschwächt, um die Schadensabwicklung bei unfallfremden 

Vorzuständen zu erleichtern und zu vermeiden, dass die versicherte Person sich an 

mehrere Versicherungsträger wenden muss (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 193 mit 

Hinweisen auf Rechtsprechung).

2.5.3         In Bezug auf den Beckenschiefstand äusserte sich Prof. P.___ dahingehend, 

dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein idiopathischer Beinlängenunterschied 

mit Verkürzung links als stummer Vorzustand mit konsekutiver linkskonvexer 

skoliotischer Ausgleichshaltung vorgelegen habe. Eine solche sei in der Regel 

schmerzlos, bis es im späteren Alter zu Degenerationsvorgängen an der Wirbelsäule 

kommen könne. Bei der am 18. Mai 2010 kernspintomographisch festgestellten 

Chondrose der Bandscheibe L4/5 mit Riss im Anulus fibrosus und minimaler Nucleus 

pulposus Protrusion sei vom gewöhnlichen idiopathischen Entstehungsweg auf 

sogenannt degenerativer Basis auszugehen und ein Unfallzusammenhang nur möglich, 

aber nicht überwiegend wahrscheinlich (auch wenn die Beschwerdeführerin zum 

Unfallzeitpunkt erst 24 Jahre alt gewesen sei), da zeitnah keine Wurzelsymptomatik 

und keine lokale Schmerzproblematik bestanden hätten. An der Persistenz der 

Rückenbeschwerden nach der initialen kontusionsbedingten Schmerzauslösung (die 

Fraktur eines gesunden Beckenknochens in jungem Alter durch seitlichen Anprall im 

Sitzen zeuge von grosser Krafteinwirkung) hält der orthopädische Gutachter neben der 

Chondrose L4/5 und der Beinlängendifferenz wesentlich auch die unfallkausale 

Statikveränderung auf dem Weg über eine muskuläre Dysbalance für mitbeteiligt.

2.5.4         Insofern hält Prof. P.___ die Folgen der Beckenringfraktur und der in 

Fehlstellung konsolidierten Schambeinäste als massgebliche (Teil-)Ursache der 

weiterhin beklagten somatischen Beschwerden im lumbosakralen Bereich. 

Unbestrittenermassen verbleiben als eindeutige, alleinige und strukturelle Unfallfolgen 

der iliosakrale Schmerzzustand und die ungünstige statische Auswirkung auf die linke 

Beckenbein- und Lendenmuskulatur (vgl. Diagnose 3, E. 2.3). Diese klar unfallbedingte 

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Ursache bewirkt jedoch zugleich zusammen mit der konstitutionellen Prädisposition 

der Beschwerdeführerin (Beckenschiefstand) das chronische lumbovertebrale 

Schmerzsyndrom und sie unterhält es auch. Diese gemeinsame Verursachung durch 

die sich überschneidenden Krankheitsbilder zeigt sich insbesondere auch in der 

Diagnosestellung im asim Gutachten (vgl. Diagnose 2: Formulierung "bei" mit Verweis 

auf Diagnose 3, E. 2.3; vgl. auch Gesamtgutachten S. 4). Die Beinlängendifferenz hatte 

als stummer Vorzustand zwar schon vor dem Unfallereignis am 7. März 2008 

bestanden. Doch hatte sich der Beckenschiefstand zum Zeitpunkt des Unfalles (noch) 

nicht auf die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgewirkt und hätte gemäss 

orthopädischem Gutachten erst im späteren Alter zu Degenerationsvorgängen an der 

Wirbelsäule führen können, weshalb aufgrund dieses zusammenhängenden 

Gesundheitsschadens eine ungekürzte Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im 

Sinne des Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG besteht (vgl. auch Urteil vom 30. September 2009, 

8C_181/2009, E. 5).

2.5.5         Zur Ätiologie der Chondrose L4/5 mit Riss im Anulus fibrosus und minimaler 

Nucleus pulposus Protrusion hält der orthopädische Gutachter klar fest, ein Unfall­

zusammenhang sei nur möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich. Auch im 

Hauptgutachten wird diese Diagnose explizit als unfallfremder Faktor aufgeführt (vgl. 

act. G 68 S. 4). Bei der Formulierung des orthopädischen Zumutbarkeitsprofils 

begründet Prof. P.___ die orthopädisch bedingte Einschränkung durch den vermehrten 

Pausenbedarf, der aufgrund der schmerzhaften HWS-Motilitätsstörung, der 

Statikstörung der LWS und des sekundären ISG-Syndroms notwendig sei (vgl.  

Diagnosen 1 und 3, E. 2.3). Die Chondrose L4/5 mit kleinem Anulusriss und minimaler 

Nukleusprotrusion wurde somit als unfallfremder Faktor ausgesondert und im 

Zumutbarkeitsprofil nicht als unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt (vgl. orthopädisches Fachgutachten, S. 8, act. G 68.3). Die 

diesbezügliche Rüge der Beschwerdegegnerin ist somit unbegründet.

2.6   Zusammenfassend ergeben sich weder aus den gutachterlichen 

Schlussfolgerungen von Prof. P.___ noch aus den Vorbringen der Beschwerdegegnerin 

Gründe, um vom orthopädischen Fachgutachten abzuweichen. Dieses erfüllt die von 

der Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer Beurteilungen gestellten 

Anforderungen (vgl. E. 1.2f.). Gemäss der orthopädischen Beurteilung ist qualitativ eine 

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leichte, wechselbelastende Arbeit in Tischhöhe ohne Vorneigehaltung, Bücken, Heben, 

Tragen und Bewegen von Lasten über 4 kg, mit regelmässigem, ca. stündlichem 

Positionswechsel, ohne Kälteeinfluss, zumutbar. Die quantitative Einschränkung ist 

orthopädisch durch den vermehrten Pausenbedarf aufgrund der schmerzhaften HWS-

Motilitätsstörung, der Statikstörung der LWS und des sekundären ISG-Syndroms 

begründet. Prof. P.___ schätzte die theoretische zeitliche Einschränkung nach bestem 

Wissen und Gewissen auf 20% ein ohne zusätzliche Leistungseinbusse. Bei gleicher 

oder höherer zeitlicher Einschränkung in den Beurteilungen der übrigen Fachgebiete 

sei die orthopädisch begründete darin eingeschlossen und nicht additiv zu werten. Auf 

diese orthopädische Zumutbarkeitsbeurteilung ist abzustellen.

3.     

3.1   Nachfolgend ist zu prüfen, ob den neurologischen, neuropsychologischen und 

psychiatrischen Fachgutachten sowie dem Gesamtgutachten mit 

Konsensbesprechung ebenfalls die von der Rechtsprechung geforderte Beweiskraft 

zukommt.

3.2  

3.3   Im neurologischen Fachgutachten vom 12. November 2013 (act. G 68.4) stellte 

Dr. med. et phil. T.___, Neurologie FMH, folgende Diagnosen:

1.      Chronischer posttraumatischer Kopfschmerz

-     mit Verdacht auf Analgetika-induzierte Kopfschmerzkomponente

2.      Chronisches Zervikalsyndrom

-     ohne Anhaltspunkte für sensibles oder motorisches radikuläres Reiz- oder 

Ausfallsyndrom

3.      Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom

-     ohne Anhaltspunkte für sensibles oder motorisches radikuläres Reiz- oder 

Ausfallsyndrom

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4.      Neurokognitive Störung mit verhaltensneurologischen Auffälligkeiten im Rahmen 

psychiatrischer Komorbidität und eines möglichen hirnorganischen Psychosyndroms 

bei Diagnose 5

5.      Status nach Autounfall mit Heck- und Seitkollision vom 7. März 2008 mit

-     milder traumatischer Hirnverletzung vom Grad I

-     HWS-Distorsion

3.3.1         Insgesamt hielt Dr. T.___ aus neurologischer Sicht fest, dass die 

Beschwerdeführerin seit dem 7. März 2008 an neu aufgetretenen Kopfschmerzen leide, 

welche formal die Kriterien für posttraumatische Kopfschmerzen gemäss IHS-

Klassifikationen erfüllten; zudem beständen wenig spezifische Beschwerden mit einer 

Antriebsarmut, neurokognitiven und verhaltensneurologischen Auffälligkeiten. Das 

Gesamtbild solcher Störungen werde nach kraniozervikalen Beschleunigungstraumen 

sowie nach milder traumatischer Hirnverletzung häufig gesehen und zeige oft einen 

günstigen Verlauf, wie dies im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 22. November 2010 

beschrieben werde. Dass diese Beschwerden initial unfallkausal ausgelöst worden 

seien, sei offensichtlich und sei in den Berichten bis ins Jahr 2009 auch weitgehend 

entsprechend anerkannt worden. Dies zweifle auch Dr. T.___ nicht an. Dass der Verlauf 

jedoch dergestalt chronifiziere, wie er sich aktuell darstelle, wobei eine völlige 

Arbeitsunfähigkeit von der Explorandin im Rahmen der aktuellen Anamnese subjektiv 

empfunden und berichtet werde, sei nur "weder zwanglos noch vollumfänglich" durch 

die erlittene leichtgradige milde traumatische Hirnverletzung vom 7. März 2008 zu 

erklären. Obgleich Beschwerden nach milden traumatischen Hirnverletzungen wie im 

Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 22. November 2010 beschrieben bei 10-15% der 

Patienten chronifizierten und auch der Schweregrad dieser chronischen Beschwerden 

nicht direkt mit dem Schweregrad der erlittenen MTBI korrelieren müsse, erstaune die 

Ausprägung der subjektiven Beschwerden, und der neurologische Gutachter vermute 

entsprechend das Mitwirken von erheblichen, im Verlauf führenden psychiatrischen 

und soziokulturellen Faktoren, welche eine zumindest partielle Reintegration der 

Beschwerdeführerin ins Erwerbsleben zusätzlich behindert haben möchten. In diesem 

Sinne könne Dr. T.___ den Unfall vom 7. März 2008 lediglich als überwiegend 

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wahrscheinliche Ursache für einen organischen, geringen Anteil des weitläufigen 

aktuellen neurokognitiven Beschwerdebildes sehen. Führend seien psychiatrische 

soziokulturelle Faktoren, bezüglich deren er auf das Fach- und Hauptgutachten 

verweise. Dr. T.___ gab keine Arbeitsfähigkeitsschätzung ab und verwies auf die 

Konsenskonferenz.

3.4  

3.4.1         Im neuropsychologischen Fachgutachten vom 19. August 2014 (act. G 68.5 

S. 19) stellten dipl.-psych. U.___, eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, 

Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, zertifizierte neuropsychologische 

Gutachterin SIM, und lic. phil. V.___, Psychologin FSP, Neuropsychologin, die 

Diagnose einer nicht-authentischen neuropsychologischen Störung auf dem Boden 

möglicher echter, leicht bis maximal mittelgradiger Leistungseinbussen bei Status nach 

Autounfall mit Heck- und Seitkollision.

3.4.2         Die Performanzvalidierung mittels expliziter Symptomvalidierungsverfahren 

und testinternen Validitätsparametern aus den Bereichen Aufmerksamkeit, 

Arbeitsgedächtnis, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Wahrnehmung, Motorik hätten im 

November 2013 als auch im Mai 2014 eine verminderte Anstrengungsbereitschaft der 

Beschwerdeführerin belegt. Daher könne nach dem Prinzip der kombinierten 

Unwahrscheinlichkeit, mehrere Beschwerdenvalidierungstests nicht zu bestehen, für 

beide neuropsychologischen Untersuchungen der aktuellen Begutachtung eine 

unzureichende Anstrengungsbereitschaft als sicher gelten. Somit lieferten die 

beschriebenen Testresultate kein valides Bild des kognitiven Leistungsvermögens. Mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit liege die wahre Leistungsfähigkeit deutlich über der 

gezeigten. Bei fehlenden neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen bzw. 

Entwicklungsstörungen, welche das Testverhalten vollumfänglich erklären könnten, 

müsse eine willentliche Übertreibung der Beschwerden als überwiegend 

wahrscheinlich angenommen werden. Entsprechend sei zu beiden 

Untersuchungszeitpunkten kein gültiges Testprofil erhaltbar gewesen. Aufgrund der 

nicht validen Testbefunde konnten die neuropsychologischen Gutachterinnen keine 

Aussage zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin machen.

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3.5   Im psychiatrischen Fachgutachten vom 13. November 2013 (act. G 68.2) 

diagnostizierte Dr. med. W.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie 

eine Panikstörung, welche die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beeinflussten 

und unfallkausal seien. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der 

chronischen Schmerzstörung eine Einschränkung der Präsenzfähigkeit auf 70%. 

Zusätzlich beständen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit für Tätigkeiten unter 

Zeit- und Leistungsdruck, so dass von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt auszugehen sei. Es bestehe ein Bedarf an flexibler 

Pausengestaltung. Bei grosser Verunsicherung und langer Absenz vom Arbeitsmarkt 

sollte ein Arbeitstraining sehr behutsam begonnen und schrittweise das zeitliche 

Pensum erhöht werden. Als Möglichkeit zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht wurde die Fortsetzung der psychiatrisch-psychotherapeutischen 

Behandlung genannt.

3.6   Das neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Fachgutachten 

sowie das Gesamtgutachten mit Konsensbesprechung sind umfassend, beruhen auf 

allseitigen Untersuchungen und berücksichtigen die geklagten Beschwerden der 

Beschwerdeführerin. Sie wurden in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben. In der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation leuchten die Gutachten ein und die 

Schlussfolgerungen der Fachpersonen sind begründet. Es lassen sich keine 

Widersprüche finden, die ein Abweichen von der Gerichtsexpertise notwendig 

erscheinen lassen. Auf das beweiskräftige Gerichtsgutachten kann grundsätzlich 

abgestellt werden.

4.     

4.1   Als unfallkausale somatische Restfolgen führt das Gerichtsgutachten ein 

chronisches Zervikalsyndrom mit Halswirbelsäulenfehlform und erheblicher HWS-

Motilitätsstörung, ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, einen Status 

nach vorderer Beckenringfraktur links und intraartikulärer Fraktur der linken Massa 

lateralis des Os sakrum anlässlich Autounfall vom 7. März 2008, einen chronischen 

posttraumatischen Kopfschmerz mit Verdacht auf Analgetika-induzierte 

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Kopfschmerzkomponente und eventuell eine nicht-authentische neuropsychologische 

Störung auf dem Boden möglicher echter leicht bis maximal mittelgradiger 

Leistungseinbussen auf.

4.2   Dr. T.___ konnte im neurologischen Teilgutachten kein objektivierbares 

unfallkausales organisches Substrat erheben, welches das neurokognitive 

Beschwerdebild zu erklären vermochte. Die nach dem Unfall vom 7. März 2008 neu 

aufgetretenen Kopfschmerzen erfüllten zwar formal die Kriterien für posttraumatische 

Kopfschmerzen gemäss IHS-Klassifikation. Doch äusserte Dr. T.___ ebenfalls den 

Verdacht auf eine Analgetika-induzierte Kopfschmerzkomponente und wies darauf hin, 

dass psychiatrische und soziokulturelle Faktoren führend seien. Diese Umstände 

lassen eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Kopfschmerzen stark in 

den Hintergrund treten. Im Übrigen konnte Dr. T.___ aus neurologischer Sicht auch 

keine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit ermitteln, weshalb sich Weiterungen erübrigen.

4.3   Die Beschwerdeführerin wurde zuerst am 14. und 15. November 2013 

neuropsychologisch begutachtet. Aufgrund einer markant verminderten 

Anstrengungsbereitschaft, was zu durchweg nicht validen Befunden führte, wurde die 

neuropsychologische Untersuchung wiederholt. Die zweite Untersuchung erfolgte am 

19. und 22. Mai 2014. Auch hier waren aufgrund der negativen Antwortverzerrung 

eventuell bestehende authentische schmerzbedingte kognitive Leistungseinbussen 

nicht nachweisbar. Aufgrund der nicht validen Testbefunde konnte aus 

neuropsychologischer Sicht keine Aussage zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

gemacht werden. Somit war eine neuropsychologische Störung nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit festzustellen. Die Folgen der Beweislosigkeit hat die 

Beschwerdeführerin zu tragen.

4.4   Allfällige, aufgrund einer erlittenen Commotio cerebri (milde traumatische 

Hirnverletzung Grad I) weiterhin bestehende neuropsychologische Störungen konnten 

somit weder erhoben noch einem korrelierenden objektivierbaren organischen Substrat 

zugeordnet werden. Insbesondere beruhen die bei der MR-tomographischen 

Abklärung des Gehirns vom 16. Juli 2008 erstmals nachgewiesenen fünf 

demyelinisierenden Marklagerveränderungen im frontalen Bereich (vgl. Suva-act. 68) 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einer traumatischen Genese (vgl. 

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act. G 68 Beilage 4 S. 6). Gemäss der von der Beschwerdeführerin eingeholten 

Beurteilung von Prof. N.___ vom 23. März 2011 ist ein Zusammenhang mit einem 

Trauma unwahrscheinlich und der Krankheitswert der Veränderungen offen 

(act. G 12.5). Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der vorderen Beckenringfraktur 

links, der intraartikulären Fraktur der linken Massa lateralis des OS sakrum sowie den in 

Fehlstellung konsolidierten Schambeinästen mit Verlagerung des Hüftgelenkszentrums 

links, der konsekutiven permanenten Statikverschlechterung durch Änderung der 

Hebelverhältnisse und dem sekundären ISG-Syndrom um eindeutige, alleinige und 

strukturelle Unfallfolgen. Auch eine HWS-Motilitätsstörung schränkt gemäss Prof. P.___ 

die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in quantitativer Hinsicht ein. Der 

orthopädische Gutachter hält nachvollziehbarerweise fest, nur ein zugrunde liegender 

organischer Mechanismus etwa an Gelenkkapseln, dorsalen Faszien oder lokaler 

Mikroinnervation sei dafür vorstellbar. Es bestehe ein überwiegend wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 7. März 2008. Damit ist in Bezug auf die 

somatischen Unfallrestfolgen auf das orthopädische Leistungsprofil abzustellen (vgl. 

E. 2.6).

5.     

5.1   In psychiatrischer Hinsicht wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren sowie eine Panikstörung gestellt und als überwiegend wahrscheinliche 

Unfallfolge gewertet (vgl. Gesamtgutachten S. 11). Ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen diesen psychischen Beschwerden und dem Unfall 

vom 7. März 2008 ist somit gegeben. Zu prüfen ist, ob auch ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht.

5.2   Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweis­

baren strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit 

Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; 118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

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versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 133 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen 

einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar 

teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 133 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 98 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren bleibt, dass die zu den 

Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch 

auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata 

anwendbar ist, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen eines Schleudertraumas 

vergleichen lassen (Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; RKUV 2000 Nr. 

U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).

5.3   Ist ein Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt - bezogen auf diese Diagnose - kein fassbarer organischer (unfallbedingter) 

Befund vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit 

und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in 

BGE 134 V 109 E. 9). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts muss 

bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall auftreten (Urteile vom 30. Januar 2007, U 215/05 und vom 

15. März 2007, U 258/06). Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum 

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Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS - bei einem Schädel-Hirntrauma in 

Form von Kopfschmerzen - manifestieren. Die anderen im Rahmen eines 

Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden 

Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es 

erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

5.4   Bei der Beschwerdeführerin wurde ein Schleudertrauma bzw. eine schleuder­

traumaähnliche Verletzung (Commotio cerebri) diagnostiziert (vgl. Suva-act. 13, 45, 60, 

99). Die alleinige Diagnose "Commotio cerebri" rechtfertigt im konkreten Fall bereits 

deshalb nicht die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis, weil es bei normalem GCS-

Score (vgl. Suva-act. 45/2) an der geforderten Intensität fehlt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2). Gemäss (nachträglich 

ausgefülltem, undatiertem) Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen (Suva-

act. 120) hatten sich sofort nach dem Unfall Nacken-, Kopf- und Schulterschmerzen 

eingestellt. Innerhalb eines angemessenen Zeitraums manifestierten sich Schwindel 

und Übelkeit (vgl. Pflegeberichte Spital D.___ und E.___; act. G 25.1 und G 25.2). Die 

psychischen Beschwerden sind jedoch vom somatischen Kern klar abgrenzbar und 

stehen dem Gerichtsgutachten und auch der übrigen Aktenlage zufolge seit geraumer 

Zeit zentral im Vordergrund (vgl. Gesamtgutachten S. 17; Suva-act. 45-1, 56, 99, 164, 

198, 202, 204, 231, 238, 251, 333/9; zeitweise gingen die behandelnden Ärzte von 

einer organischen Persönlichkeitsstörung im Sinne eines Frontalhirnsyndroms aus). Sie 

gehen über das "sogenannt typische Beschwerdebild" hinaus und sind am ehesten im 

Rahmen der psychiatrischen Diagnosen, d.h. als eigenständiges Leiden, zu 

interpretieren (act. G 68 S. 11). Entsprechend ist bei der Adäquanzprüfung die 

sogenannte Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) anzuwenden.

5.5  

5.5.1         Auch bei der Beurteilung des Zeitpunkts des Fallabschlusses sind einzig 

physische Komponenten zu berücksichtigen (BGE 134 V 109 E. 4.1 und E. 6.1). Nach 

bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht entnehmen, zu welchem 

Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die Heilbehandlungen und 

Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch aus Art. 19 Abs. 1 UVG, 

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wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Nach 

konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, der Versicherer hat die Heilbehandlung und 

das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der Heilbehandlung 

noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft 

dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit 

gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 und 2.2.3.1; 134 V 109 

E. 4.1 mit Hinweisen). Eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden 

Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt 

beeinträchtigt ist. "Namhaft" bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht fallen muss 

und unbedeutende Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse Möglichkeit 

einer Besserung (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 

8C_25/2009, E. 4.1.1 mit

Hinweisen).

5.5.2         Gemäss Gerichtsgutachten ist ein Endzustand für die somatischen 

Einschränkungen erreicht (act. G 68 S. 5 und 12). Der Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung, d.h. der 28. Februar 2011, ist gemäss Prof. P.___ adäquat als 

Zeitpunkt, ab welchem aus orthopädischer Sicht durch weitere Behandlungen am 

Bewegungsapparat keine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mehr erwartet 

werden konnte (act. 68.3 S. 8). Auch aus der übrigen Aktenlage ergibt sich nichts 

anderes (vgl. Suva-act. 337/8, 340).

5.5.3        Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung waren im November 

2008 abgeschlossen (Suva-act. 103). Berufliche Reintegrationsmassnahmen werden im 

Gerichtsgutachten einzig in Bezug auf die psychiatrisch bedingten Einschränkungen 

empfohlen (vgl. S. 13f.). Selbst bei einer Verbesserung der psychischen Beschwerden 

würde aus orthopädischer Sicht eine bleibende quantitative Einschränkung von 20% 

ohne zusätzliche Leistungseinbusse persistieren.

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5.5.4         Der Fallabschluss bzw. die verfügte Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen ist somit zu Recht auf den 28. Februar 2011 erfolgt. Damit ist die 

Voraussetzung für die Adäquanzprüfung gegeben.

6.     

6.1   Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6) 

vom objektiv fassbaren Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall, wenn 

dem Unfall eine massgebende Bedeutung für deren Entstehung zukommt. Dies trifft 

dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 

ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2; 

2001 UV Nr. 8 S. 32 E. 3, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

133 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

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und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei der Beurteilung der 

Frage, ob diese Kriterien erfüllt sind, ist die psychisch bedingte Beeinträchtigung 

auszuklammern und nur der somatische Anteil zu berücksichtigen (BGE 134 V 109 

E. 6.1; 123 V 98 E. 2a).

6.2   Den Polizeiberichten zufolge stand der Personenwagen der Beschwerdeführerin 

an der Wartelinie, um dem querenden Verkehr den Vortritt zu gewähren, als ein 

Fahrzeug frontal ins Heck ihres Autos prallte. Aufgrund des Aufpralls wurde das 

Fahrzeug der Beschwerdeführerin nach vorne auf die Strasse gestossen und von 

einem von links herannahenden Personenwagen nochmals seitlich erfasst. Das Auto 

der Beschwerdeführerin drehte sich ca. 90° im Gegenuhrzeigersinn und kam in der 

Mitte der Strasse zum Stillstand (vgl. Suva-act. 9). Gemäss biomechanischer 

Kurzbeurteilung vom 23. Januar 2009 (Suva-act. 141) erfuhr das Fahrzeug der 

Beschwerdeführerin bei der Heckkollision eine Geschwindigkeitsänderung (delta-v) in 

Vorwärtsrichtung, die innerhalb eines Bereichs von 10 bis 15 km/h gelegen haben 

dürfte. Etwa innerhalb oder oberhalb dieses Bereichs wurde die 

Geschwindigkeitsänderung beim zweiten seitlichen Anprall veranschlagt. Einfache 

Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug werden in der Regel als mittelschwerer 

Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 

S. 237 E. 5.1.2 [U 380/04]). Dasselbe gilt auch für Doppelkollisionen mit primärer 

Heckkollision und sekundärer Frontkollision (Urteil des Bundesgerichts vom 30. August 

2010, 8C_580/2010, E. 5.2.1 mit Hinweis auf U 380/04; hier offengelassen, ob von 

einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn auszugehen ist; die kollisionsbedingte 

Geschwindigkeitsänderung [delta-v] lag bei der ersten Kollision im Bereich von 12,4 bis 

18,3 km/h und bei der zweiten Kollision innerhalb von 5,7 bis 8,7 km/h). Vorliegend 

handelte es sich bei der ersten Kollision um einen Auffahrunfall, bei dem die 

Unfallverursacherin das Gas- und Bremspedal verwechselte und mit ca. 30 km/h ins 

Heck des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin prallte (Suva-act. 9/11). Anders als in der 

oben beschriebenen Kasuistik geschah vorliegend kein klassischer Auffahrunfall im 

stauenden Kolonnenverkehr. Die Beschwerdeführerin erlitt nach einem Heckaufprall 

eine seitliche Kollision mit einem Personenwagen, der mit einer Geschwindigkeit von 

30 bis 40 km/h fuhr (vgl. Suva-act. 9/15). Unter Berücksichtigung dieses augenfälligen 

Geschehensablaufs und der sich dabei entwickelnden Kräfte – das Sitzgestell des 

Fahrersitzes war verzogen (vgl. Suva-act. 75/2) – ist der Unfall als mittelschweres 

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Ereignis im engeren Sinne zu qualifizieren. Die Adäquanz ist somit zu bejahen, wenn 

mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders 

ausgeprägt vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2011, 8C_100/2011, E. 3.5).

6.3   Beim Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei 

erlittene Verletzung betrachtet. Das subjektive Empfinden bzw. Angstgefühl der ver­

sicherten Person findet bei der objektiven Betrachtungsweise keine Berücksichtigung. 

Eine gewisse Eindrücklichkeit ist jedem mindestens mittelschweren Unfall immanent 

und reicht nicht aus, um dieses Kriterium zu bejahen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 11. Juni 2010, 8C_9/2010, E. 3.7.1 mit Hinweis auf Kasuistik). Die 

Beschwerdeführerin hatte gemäss Verlegungsbericht des Spitals D.___ eine 

(anfängliche) retrograde Amnesie bezüglich des Ereignisses (Suva-act. 60; act. G 12.5). 

Bei der polizeilichen Befragung vom 11. März 2008 konnte sie den Unfallverlauf zwar 

schildern, gab aber an, keine Bilder im Kopf zu haben (Suva-act. 9/21). Das Ereignis 

hatte keinen lebensbedrohenden Charakter. Besonders dramatische Begleitumstände 

oder eine besondere Eindrücklichkeit sind somit nicht anzunehmen und das Kriterium 

ist zu verneinen.

6.4   An physischen Unfallfolgen erlitt die Beschwerdeführerin neben einer 

Rissquetschwunde der linken Augenbraue auch eine stabile vordere Beckenringfraktur 

links und eine intraartikuläre Fraktur der linken Massa lateralis des Os Sakrum. Auch 

die HWS-Motilitätsstörung ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 

vom 7. März 2008 zurückzuführen. Prof. P.___ stellte eine erhebliche HWS-

Motilitätsstörung fest, die sich isoliert bei der Inklination stark einschränkend auswirkt 

und seiner fachärztlichen Ansicht nach überwiegend wahrscheinlich unfallkausal ist. 

Die Rissquetschwunde konnte mit drei Einzelknopfnähten versorgt und die Fäden zehn 

Tage nach dem Unfall gezogen werden (Suva-act. 13, 60-1). Es handelte sich hier nicht 

um eine schwere Verletzung mit bleibenden Folgen. Das Kriterium der Schwere oder 

besonderen Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, wurde vom Bundesgericht bei 

einem Fall, wo sich eine versicherte Person eine Weber-C-Fraktur des Beckenrings, 

eine Sakrumfraktur links sowie eine Symphysensprengung zuzog, verneint (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2012, 8C_638/2012, Sachverhalt A und E. 4.2.2). 

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Allein in Bezug auf die stabile vordere Beckenringfraktur links und intraartikuläre 

Fraktur der linken Massa lateralis des Os Sakrum ist das Kriterium sicherlich ebenfalls 

nicht als erfüllt zu betrachten. Unter Berücksichtigung der seit dem Unfallereignis vom 

7. März 2008 ebenfalls bestehenden, doch erheblichen HWS-Motilitätsstörung kann 

jedoch das Kriterium bejaht werden, allerdings höchstens in einfacher Form.

6.5   Nach dem Unfall vom 7. März 2008 hielt sich die Beschwerdeführerin drei Tage im 

Spital D.___ auf und wurde zur Rehabilitationsbehandlung ins Spital E.___ verlegt. Vom 

26. März bis 30. April 2008 folgte ein stationärer Reha-Aufenthalt in der Klinik Valens 

(Suva-act. 6, 12, 13, 15, 18, 19, 21, 60). Vom 2. September bis 29. Oktober 2008 und 

vom 4. Mai bis 30. Juni 2009 hielt sich die Versicherte in der Rehaklinik Bellikon zur 

stationären Rehabilitation auf (Suva-act. 97/1, 99, 176; 198/1, 2; 204). Während dieser 

Zeit wurde die Beckenverletzung konservativ behandelt. Bereits nach dem ersten 

Reha-Aufenthalt war die Beschwerdeführerin in der Lage, ohne Stöcke zu gehen und 

Treppen wechselbeinig zu besteigen (vgl. Suva-act. 19). Die Fraktur des Os sakrums 

war gemäss CT-Untersuchung des knöchernen Beckens vom 24. Juni 2008 nur partiell, 

die vordere Beckenringfraktur links noch nicht konsolidiert (Suva-act. 57). Eine 

Konsolidierung dieser Frakturen konnte während des zweiten Reha-Aufenthalts ca. 

sechs Monate nach dem Unfall bildgebend festgestellt werden (Suva-act. 99). Die 

Rissquetschwunde heilte nach der Naht folgenlos ab. Hinsichtlich der HWS-

Motilitätsstörung wurde keine ärztliche Behandlung vorgeschlagen. Physio- und 

medikamentöse Therapien, MTT, Ergotherapie, Tai-Chi-Kurse und hausärztliche 

Konsultationen erfüllen nicht die von der Rechtsprechung verlangten Anforderungen an 

ärztliche Behandlungen. Von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen 

Behandlung ist somit vorliegend nicht auszugehen.

6.6   Zur Beurteilung des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen sind von den 

weiterhin geklagten Beschwerden diejenigen nicht zu berücksichtigen, die auf einer 

psychischen Ursache beruhen, selbst wenn sie als körperlich imponieren (Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6). Der iliosakrale 

Schmerzzustand ist organisch fassbar und eine eindeutige, alleinige und strukturelle 

Unfallfolge. Allerdings gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Case Managerin der 

Suva während des Rehabilitationsaufenthalts in der Rehaklinik Bellikon am 20. Oktober 

2008 an, im Becken- und Rückenbereich sowie in den Beinen nur ein- bis zweimal in 

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der Woche leichte Schmerzen zu haben (Suva-act. 95, 99/1). Am 18. Dezember 2008 

und am 11. Februar 2009 berichtete die Beschwerdeführerin, im Beckenbereich keine 

Beschwerden mehr zu haben (Suva-act. 119, 150). Diese traten ihren Angaben zufolge 

im April 2009 ohne neues Ereignis wieder auf (Suva-act. 174/1). Die Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon äusserten am 10. Juni 2009 den Verdacht, die erneut aufgetretenen 

Beschwerden könnten mit mangelnder Bewegung zusammenhängen (Suva-act. 191/1). 

Im Bericht vom 22. März 2009 der behandelnden Ergotherapeutin S. Lutukaite 

zeichnete sich eine zunehmende Immobilität bereits ab (vgl. Suva-act. 161). Dr. K.___ 

hielt in seiner Beurteilung vom 24. Mai 2011 fest, der Beckenring sei mit den Frakturen 

vorderer und hinterer Schambeinast und Konsolidierung in etwas Fehlstellung mal 

schmerzhaft, mal nicht schmerzhaft (Suva-act. 356). Insofern kann das Kriterium nicht 

als erfüllt betrachtet werden.

6.7   Prof. P.___ stellte zwar fest, dass die Frakturen in Fehlstellung verheilt seien 

(act. G 68 Beilage 3 S. 6). Doch geht aus den Akten nirgends hervor, dass klarerweise 

eine Operationsindikation bestanden und ein operativer Eingriff zu einem besseren 

Resultat geführt hätte. Dass eine konservativ behandelte Beckenverletzung eine 

gewisse Zeit in Anspruch nimmt, bis sie knöchern verheilen kann, ist nicht einer 

ärztlichen Fehlbehandlung, sondern im Fall der Beschwerdeführerin wohl eher einem 

verzögerten Heilungsverlauf zuzuschreiben. Eine erhebliche Verschlimmerung der 

HWS-Motilitätsstörung aufgrund einer ärztlichen (Fehl-)Behandlung ist aus den Akten 

nicht ersichtlich. Ebenso ist das Kriterium nicht bereits deswegen erfüllt, weil die 

behandelnden Ärzte nach einem Schleudertrauma keine bzw. keine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit attestierten (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2009, 

8C_154/2009, E. 5.5). Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon gingen im Austrittsbericht vom 

4. November 2008 (Suva-act. 99) gestützt auf das MRI des Schädels vom 16. Juli 2008 

(Suva-act. 68) von einer traumatischen Hirnverletzung aus, beurteilten das Ausmass 

dieser Störung als gegenwärtig schwierig beurteilbar und empfahlen eine MRI-Schädel-

Verlaufskontrolle. Zugleich äusserten sie als Therapievorschlag eine psychiatrisch-

psychotherapeutische Begleitung während des Klinikaufenthaltes und weiterhin nach 

Austritt in der Muttersprache der Beschwerdeführerin (Suva-act. 102/4). Im Februar 

2009 wurde eine psychotherapeutische Behandlung der Beschwerdeführerin bei 

Dr. H.___ aufgenommen (Suva-act. 150, 164). Nach der MRI-Verlaufskontrolle vom 

10. März 2009 wurde die Diagnose einer organischen Persönlichkeitsstörung im Sinn 

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eines Frontalhirnsyndroms mit vorherrschender Antriebsminderung sowie einer 

posttraumatischen Belastungsstörung gestellt (Suva-act. 202/1). Neben der 

Weiterbehandlung bei Dr. H.___ wurde eine Beschäftigung in geschütztem Rahmen im 

Haus J.___ in die Wege geleitet. Dr. W.___ konnte anhand der im weiteren Verlauf 

ersichtlichen Verbesserung der Kognition und Kontaktfähigkeit in Abhängigkeit von 

Antrieb und Affekten nachvollziehbar darlegen, dass ein hirnorganischer Einfluss an der 

Entstehung der psychopathologischen Symptomatik in den Hintergrund getreten war 

und sprach sich gegen eine organische Wesensänderung aus (vgl. act. G 68 S. 10). 

Rückblickend betrachtet ging die Beschwerdeführerin gestützt auf die damaligen 

ärztlichen Diagnosen fälschlicherweise davon aus, sie leide an einer hirnorganischen 

Störung. Doch war während dieser Zeit gleichwohl eine psychotherapeutische 

Behandlung der Beschwerdeführerin gewährleistet und führte aktenkundigerweise 

auch zu einer Besserung. Die ambulante Rehabilitation im Haus J.___, 

Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Hirnverletzung, wurde lediglich an zwei 

Vormittagen pro Woche während ca. drei Monaten durchgeführt und vermag das 

Kriterium einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, nicht zu erfüllen.

6.8   Obwohl die konservativ behandelten Beckenfrakturen in Fehlstellung und zeitlich 

verzögert konsolidierten, kann daraus nicht bereits geschlossen werden, das Kriterium 

eines schwierigen Heilungsverlauf und/oder erheblicher Komplikationen sei erfüllt. 

Besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben, sind nicht gegeben. 

Insbesondere waren den Akten zufolge keinerlei operativen Eingriffe notwendig.

6.9   Vor dem Unfall arbeitete die Beschwerdeführerin im Pensum von 100% bei der 

B.___ AG als Produktionsmitarbeiterin (Suva-act. 1). Die physisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit lag seit dem Unfall vom 7. März 2008 zunächst bei 100%, wobei die 

ab 30. Oktober 2008 von den Ärzten der Rehaklinik Bellikon attestierte volle 

Arbeitsunfähigkeit für alle beruflichen Tätigkeiten einzig mit der mittelschweren bis 

schweren kognitiven Leistungsminderung als Folge einer hirnorganischen Schädigung 

bescheinigt worden war (Suva-act. 99/2). Aus jetziger Sicht ist diese Arbeitsunfähigkeit 

eher auf eine psychisch bedingte Ursache zurückzuführen; bei der vorliegenden 

Beurteilung darf diese somit keine volle Berücksichtigung finden. Seit der 

Leistungseinstellung am 28. Februar 2011 ist eine orthopädisch begründete 

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Arbeitsunfähigkeit in gleichbleibendem Ausmass von 20% fortbestehend (act. G 68 

Beilage S. 16). Eine ausgeprägte und hohe dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ist aus 

diesem Verlauf klarerweise nicht anzunehmen. Das Kriterium ist – wenn überhaupt – 

höchstens in einfacher Form erfüllt.

6.10Da höchstens zwei der erforderlichen Kriterien nicht in ausgeprägter Form erfüllt 

sind, ist die Adäquanz zwischen dem Unfall vom 7. März 2008 und den weiterhin 

geklagten psychischen Beschwerden zu verneinen.

7.     

7.1   Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalid ist nach Art. 8 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1), wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit 

beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Dabei sind die Verhältnisse im Zeitpunkt eines allfälligen 

Rentenbeginns massgebend; Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer 

Grundlage zu ermitteln und allfällige rentenwirksame Änderungen der 

Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheids zu berücksichtigen 

(BGE 129 V 222, 128 V 174).

7.2  

7.2.1         Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist von jenem Einkommen 

auszugehen, welches die versicherte Person überwiegend wahrscheinlich ohne Unfall 

tatsächlich erzielen würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, 

da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/33

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fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).

7.2.2         Aus dem Auszug des individuellen Kontos der Beschwerdeführerin ist für 

das Jahr 2007 ein Einkommen von Fr. 49'504.-- zu entnehmen (IV-act. 12). Dieser 

Betrag stimmt mit den Lohnabrechnungen des Jahres 2007 überein (Suva-act. 154/3). 

Allerdings stieg der Grundlohn von Fr. 2'870.-- im Jahr 2007 auf Fr. 3'000.-- im Jahr 

2008 (vgl. Suva-act. 154/5) und die 2007 ausgerichtete Gratifikation von Fr. 1'688.50 

wäre gemäss Angaben der Arbeitgeberin im Jahr 2008 nicht mehr zur Auszahlung 

gekommen (Suva-act. 154/2). Da sich diese beiden Veränderungen in etwa ausgleichen 

und sich der Lohn auch in den folgenden Jahren trotz der monatlich schwankenden 

Nachtschichtzulagen, Leistungsprämien, Überzeiten und anteiligen 

Wegentschädigungen wohl im selben Bereich bewegt hätte, kann dieses Einkommen 

als Grundlage für die Ermittlung des Validenlohns beigezogen werden. Angepasst an 

die Nominallohnentwicklung (2008: +1.8%, 2009: +2.1%, 2010: +1.1%, 2011:+1.0%) 

ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 52'540.--.

7.3  

7.3.1         Nach dem Unfall vom 7. März 2008 konnte die Beschwerdeführerin ihre 

Arbeit als Produktionsmitarbeiterin nicht wieder aufnehmen und erzielt auch mit keiner 

anderen Erwerbstätigkeit ein tatsächliches Einkommen. Daher ist praxisgemäss auf die 

Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für 

Statistik abzustellen. Der Beschwerdeführerin ist qualitativ eine leichte, 

wechselbelastende Arbeit in Tischhöhe ohne Vorneigehaltung, Bücken, Heben, Tragen 

und Bewegen von Lasten über 4 kg, mit regelmässigem, ca. stündlichem 

Positionswechsel, ohne Kälteeinfluss zumutbar. Der gesamtschweizerische Bruttolohn 

für Frauen im privaten Sektor beträgt gemäss LSE 2010 Tabelle TA1 Niveau 4 (einfache 

und repetitive Tätigkeiten) monatlich Fr. 4'225.-- bzw. jährlich Fr. 50'700.--. 

Aufgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2011, d.h. auf 41.7 

Stunden, ergibt sich ein Betrag von Fr. 52'855.--. Nach Anpassung an die 

Nominallohnentwicklung 2011 (+1.0%) resultieren Fr. 53'383.--.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/33

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7.3.2         Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen 

gerechtfertigt, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte 

Person, die gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, 

ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem 

können weitere persönliche und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 126 V 75, E. 5a mit 

Hinweisen). Die angestammte Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin wich aufgrund der 

körperlichen Anforderungen nicht weit von einer angepassten Tätigkeit ab (act. G 68 

S. 13). Das Spektrum der Tätigkeiten, die die Beschwerdeführerin noch verrichten 

kann, hat sich nicht verändert, weshalb sich kein Abzug rechtfertigt. Ein Abzug vom 

Tabellenlohn wird rechtsprechungsgemäss nicht gewährt, wenn die versicherte Person 

ganztags arbeitsfähig ist, aber aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs eine zeitlichen 

Einschränkung von 20% besteht (Urteil vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.1.2; 

kritisch hierzu Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, Die Bereinigung der LSE-

Tabellenlöhne zur Ermittlung des Invalideneinkommens, in: Ueli Kieser und Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht [JaSo] 2012, Zürich/St. 

Gallen 2012,S. 148ff.).

7.3.3         Somit bleibt es bei einem Invalideneinkommen von Fr. 53'383.--. Bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 80% ergeben sich Fr. 42'707.--.

7.4   Werden das Valideneinkommen von Fr. 53'383.-- sowie das Invalideneinkommen 

von Fr. 42'707.-- einander gegenübergestellt, resultiert ein Invaliditätsgrad von 20%.

8.    

8.1   Die versicherte Person hat Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung, wenn sie durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (Art. 24 

Abs. 1 UVG). In den Richtlinien des Anhangs 3 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) hat der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung geregelt (Art. 25 Abs. 1 UVG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 31/33

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8.2   Prof. P.___ sieht als Folge des Unfalls vom 7. März 2008 eine dauerhafte und 

erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität an zwei anatomisch 

auseinanderliegenden Bereichen: infolge der in Dislokation verheilten 

Schambeinastfrakturen links, die zur biomechanisch ungünstigen Verlagerung des 

Hüftgelenkzentrums mit muskulärer Dysbalance sowie leichten Inkongruenz des linken 

ISG geführt habe, und infolge der intraartikulären Sakrumfraktur sei es zu einer 

strukturellen und funktionellen, gebietsweiten anatomischen Veränderung gekommen, 

die sich nach SUVA-Tabelle 7, Ziffer 2, am ehesten als ISG-Syndrom abbilden lasse. 

Nach der Schmerzfunktionsskala sei die Stufe "+" am oberen Ende im Übergang zu 

Stufe "++" anzusetzen. Dies entspreche 5%. Die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

vorbestehende stumme Beinlängendifferenz sei am ISG-Syndrom nicht beteiligt; eine 

künftige Verschlechterung sei nicht als wahrscheinlich voraussehbar. Die an der 

Halswirbelsäule im aktuellen Funktionsröntgen objektivierte Funktionseinschränkung 

und Formstörung sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausale Distorsionsfolge. 

Ausgehend von der Schmerzfunktionsskala Stufe "+" in Tabelle 7 schätze er den 

Schaden nach bestem Wissen und Gewissen auf 5%. Eine künftige Verschlechterung 

sei nicht zu erwarten, ein Vorzustand nicht ersichtlich. Gesamthaft ergebe sich ein 

körperlicher Integritätsschaden von 10%.

8.3   Der interdisziplinären Zusammenfassung vom 22. November 2010 der Rehaklinik 

Bellikon ist zur Frage der Integritätseinbusse einzig zu entnehmen, somatisch-

organischerseits liege eine solche nicht vor (Suva-act. 337/9). Es besteht vorliegend 

kein Anlass, auf diese rudimentäre Beurteilung abzustellen, zumal die Einschätzung 

von Prof. P.___ die verbleibenden Schädigungen der körperlichen Integrität aufnimmt 

und als solche nicht zu beanstanden ist. Jedenfalls bestehen auch hier keine Gründe, 

die ein Abweichen vom Gerichtsgutachten erforderlich machen. Der 

Beschwerdegegnerin steht somit eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine 

Integritätseinbusse von 10% zu.

9.     

9.1   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde dahingehend 

gutzuheissen, dass der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. März 2011 eine 

Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20%, sowie eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 32/33

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Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10% 

zuzusprechen ist.

9.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

9.3   Im Gerichtsverfahren fielen Gutachtenkosten im Umfang von insgesamt 

Fr. 24'516.30 an (act. G 76). Diese Kosten sind entstanden, weil aufgrund der 

widersprüchlichen medizinischen Aktenlage nicht zu eruieren war, ob eine unfallkausale 

schwere strukturelle Hirnverletzung eine organische Persönlichkeitsstörung und 

kognitive Störungen hervorrief oder ob sich diese auf psychiatrische Einschränkungen 

und eine Aggravation der Beschwerden zurückführen liess. Während die Rehaklinik 

Bellikon in den Austrittsberichten vom 4. November 2008 (Suva-act. 99) und 30. Juni 

2009 (Suva-act. 204) von einer traumatischen Hirnverletzung als Diagnose ausging, 

ergab sich aus dem Austrittsbericht vom 22. November 2010 (Suva-act. 337) der 

Anschein einer ergebnisorientierten Vorgehensweise, da die vormals gestellte Diagnose 

plötzlich als eher unwahrscheinlich angesehen wurde. Für die Beurteilung des 

Anspruchs wären bei dieser Aktenlage weitere Abklärungen bei einer unabhängigen 

Gutachterstelle im Rahmen der Untersuchungspflicht der Beschwerdegegnerin 

unerlässlich gewesen. Nachdem die vorliegend vorgenommene Abklärung in die 

Obliegenheit der Beschwerdegegnerin gefallen wäre, hat sie die dadurch verursachten 

Kosten zu tragen (vgl. Kieser, a.a.O., N 12ff. zu Art. 45, mit Hinweisen auf 

Rechtsprechung; vgl. auch BGE 139 V 225 E. 4.3 und Urteil des Bundesgerichts vom 

27. Juni 2013, 8C_71/2013).

9.4   Die Beschwerdeführerin lässt beantragen, der Beschwerdegegnerin seien die ihr 

entstandenen Kosten im Umfang von Fr. 6'186.40 für die Erstellung des 

Parteigutachtens bei Dr. L.___ (act. G 77, G 77.1) aufzuerlegen. Dieses Parteigutachten 

wurde mit der Replik vom 12. März 2012 (act. G 12) eingereicht. Der vorliegende 

Entscheid stützt sich weder auf das Parteigutachten von Dr. L.___ ab noch war dieses 

Auslöser für die Anordnung des Gerichtsgutachtens. Die Beschwerdeführerin hat somit 

diese Kosten selbst zu tragen.

9.5   Die obsiegende Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 33/33

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Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 12'000.--. Praxisgemäss wird im Bereich der Unfallversicherung bei durchschnittlich 

aufwändigen Fällen ein mittleres Honorar von Fr. 4'000.-- zugesprochen. Angesichts 

des sehr umfangreichen Verfahrens rechtfertigt sich vorliegend eine Verdoppelung des 

mittleren Honorars; eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 8'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) erscheint angemessen. Die am 

27. April 2012 bewilligte unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G 20) wird mit dem 

Obsiegen der Beschwerdeführerin gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 20. Oktober 2011 aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 

1. März 2011 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20%, sowie 

eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10% 

zugesprochen wird.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Die im Gerichtsverfahren angefallenen Gutachtenkosten von Fr. 24'516.30 

werden der

Beschwerdegegnerin auferlegt.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 8'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2015
	Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 24 Abs. 1 UVG. Beweiskraft eines Gerichtsgutachtens. Adäquanz psychischer Beschwerden anhand der Psycho-Praxis verneint. Aufgrund der physischen Unfallrestfolgen wird der Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 20% und eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10% bejaht. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. März 2015, UV 2011/96).Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_354/2015 und 8C_362/2015.Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undLisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 24. März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 9410 Heiden,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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		2025-07-19T09:12:22+0200
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