# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43314087-27a5-598b-b074-226b1fbf7d47
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2008 D-5483/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5483-2008_2008-08-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5483/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller, 
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Gambia,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. August 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5483/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer  eigenen Angaben  zufolge  anfangs 2008 
seinen  Heimatstaat  verliess,  über  verschiedene  Länder  nach  Italien 
gelangte,  sich  dort  3  Monate  aufhielt  und  am  6. Juli  2008  in  die 
Schweiz  einreiste,  wo  er  am  10. Juli 2008  um  Asyl  nachsuchte, 
nachdem er am 8. Juli 2008 von der Kantonspolizei (...) kontrolliert und 
verhaftet worden war,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (...) vom 15. Juli 2008 sowie der direkten Anhörung durch das 
BFM  vom  11. August  2008  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei wegen seiner Homosexualität in 
seinem  Heimatstaat  bereits  mehrmals  verhaftet  und  geschlagen 
worden,

dass Homosexualität  in seinem Heimatstaat  verboten und ihm ange-
droht worden sei, bei einer allfälligen weiteren Festnahme werde er für 
immer im Gefängnis behalten,

dass betreffend die weiteren Aussagen beziehungsweise Einzelheiten 
des rechtserheblichen Sachverhaltes auf die Protokolle bei den Akten 
verwiesen wird,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 15. August 2008 – eröffnet am 20. August 2008 – in Anwen-
dung von Art. 34  Abs. 2  Bst. a  des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
anordnete mit dem Hinweis, der Beschwerdeführer habe die Schweiz 
am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe sich vor der Einreise in die Schweiz nachweislich 
in Italien aufgehalten,

dass  die  italienischen  Behörden  einer  Rückübernahme  zugestimmt 
hätten,

dass der Bundesrat  Italien als sicheren Drittstaat  bezeichne und der 
Beschwerdeführer keine Gründe vorgebracht habe, welche die Vermu-

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tung der  Beachtung des Non-refoulement-Gebotes  widerlegen könn-
ten,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art. 3  AsylG  nicht  offen-
sichtlich zutage trete, zumal deutlich erkennbar sei, dass es sich bei 
den Schilderungen des Beschwerdeführers um ein Konstrukt handle,

dass keine Hinweise vorliegen würden, in Italien würde kein effektiver 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG bestehen,

dass auch keine anderen Gründe gegen eine Rückkehr des Beschwer-
deführers nach Italien sprächen,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 26. August 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde  erhob  und  dabei  die  vollumfängliche  Aufhebung  der 
vorinstanzlichen Verfügung, die Rückweisung der Sache an das BFM 
zur  Prüfung  des  Asylgesuches  sowie  in  prozessualer  Hinsicht  die 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und den Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte,

dass auf die Begründung der Begehren – soweit notwendig – in den 
Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 27. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des 
BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass hinsichtlich der formellen Einwände des Beschwerdeführers zur 
Dauer der Beschwerdefrist  und deren Rechtmässigkeit auf das Urteil 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  vom 25. Mai  2004  (Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 25) zu verweisen ist, dem sich das Bundes-
verwaltungsgericht vollumfänglich anschliesst,

dass der Beschwerdeführer seine am 26. August 2008 verfasste und 
gleichentags zur Post gegebene Beschwerdeschrift  innert  Rechtsmit-
telfrist einreichte, womit die Rüge, innert  Beschwerdefrist sei die Ab-
fassung einer detaillierten Begründung der Beschwerde nicht möglich 
gewesen, nicht  gehört  werden kann,  zumal auch das Argument,  der 
Zugang  zu  freiberuflichen  Anwälten  sei  innert  der  Beschwerdefrist 
nicht möglich, nicht den Tatsachen entspricht,

dass hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er behalte 
sich Ergänzungen und weitere Ausführungen zu seiner Beschwerde-
schrift vor, auf Art. 32 Abs. 2 VwVG zu verweisen ist, wonach verspä-
tete Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, trotz Verspä-
tung berücksichtigt werden können,

dass indessen der Vorbehalt des Beschwerdeführers, sofern dieser als 
sinngemässes Gesuch um Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerde-

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ergänzung zu verstehen ist, abzuweisen ist, da die Beschwerdeschrift 
den  Anforderungen  von  Art. 52  Abs. 1  VwVG  genügt  und  die  Be-
schwerdesache  weder  einen  aussergewöhnlichen  Umfang  noch  be-
sondere Schwierigkeiten im Sinne von Art. 53 VwVG aufweist,

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  die  Beschwerdeinstanz,  erachtet  sie  das 
Nichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtmässig, sich einer selb-
ständigen materiellen  Prüfung zu enthalten,  die angefochtene Nicht-
eintretensverfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entschei-
dung an die Vorinstanz zurückzuweisen hat (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 
E. 2.1. S. 240 f.),

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2008 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der 
Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren 
Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass diese Voraussetzung im vorliegenden Fall erfüllt ist,

dass  sich  aus  den Akten ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  sich  in 
Italien aufgehalten hat,

dass  Italien  (und  ebenso  alle  anderen  EU-  und  EFTA Staaten)  am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet 
worden ist,

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dass  die  italienischen  Behörden  am  29. Juli  2008  einer  Rücküber-
nahme des Beschwerdeführers zugestimmt haben,

dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses Ar-
tikels keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz  leben  (Bst.  a),  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise 
darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe vorbringt,  die 
vorinstanzliche Erwägung, er habe keine Angehörigen in der Schweiz, 
treffe nicht zu, da sein Bruder in (...) lebe und über eine B-Bewilligung 
verfüge, 

dass der Beschwerdeführer damit sinngemäss geltend macht, die Vor-
aussetzung von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG sei vorliegend erfüllt,

dass  vorweg  festzuhalten  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  bis  heute 
keine gültigen Identitätsdokumente zu den Akten gereicht hat, weshalb 
die  Feststellung verwandtschaftlicher  Beziehungen –  jedenfalls  ohne 
genetische Abklärung – fragwürdig erscheint,

dass weitere Abklärungen jedoch unterbleiben können, da der materi-
elle  Gehalt  der  in  Art. 34  Abs. 3 Bst. a  AsylG verwendeten Begriffe 
"nahe Angehörige" und "Personen, zu denen die asylsuchende Person 
enge Beziehungen hat" unverändert aus dem bisherigen aArt. 23 Abs. 
1  Bst.  d  beziehungsweise  aus  aArt.  42  Abs.  2  Bst.  c  AsylG 
übernommen werden soll (vgl. BBl 2002 S. 6885),

dass als "nahe Angehörige" gemäss konstanter Praxis der schweizeri-
schen Asylbehörden  Ehegatten und deren  minderjährige  Kinder  gel-
ten, wobei Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnli-
cher  Gemeinschaft  zusammenlebenden  Personen  den  Ehegatten 
gleichgestellt werden (vgl. EMARK 2000 Nr. 4 E. 5b S. 41 f. sowie Art. 
1 Bst. e der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1]),

dass der (angebliche) Bruder des Beschwerdeführers somit nicht als 
naher Angehöriger im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG gilt,

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dass zu prüfen bleibt,  ob der Beschwerdeführer zu diesem allenfalls 
enge Beziehungen unterhält,

dass  sich  in  den  gesamten  vorinstanzlichen  Akten  kein  einziger 
Hinweis auf einen in der Schweiz lebenden Bruder des Beschwerde-
führers findet,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  seiner  Verhaftung  am 8. Juli  2008 
durch die Kantonspolizei (...) gleichentags einvernommen und gefragt 
wurde,  ob  er  Familienangehörige  in  der  Schweiz  habe,  worauf  der 
Beschwerdeführer mit "nein" antwortete (A2/26 S. 23),

dass der Beschwerdeführer in der summarischen Befragung nach Ver-
wandten in der Schweiz gefragt und die Antwort  "Keine" protokolliert 
wurde (A1/13 S. 6),

dass  der  Beschwerdeführer  unterschriftlich  bestätigte,  dass  ihm das 
Befragungsprotokoll rückübersetzt wurde (A1/13 S. 11),

dass  der  Beschwerdeführer  selber  anlässlich  der  direkten Anhörung 
vom 11. August 2008 angab, er kenne niemanden in Italien, auch nicht 
in der Schweiz (A14/10 S. 8),

dass  der  Beschwerdeführer  die  Rückübersetzung  dieser  Aussage 
ebenfalls unterschriftlich bestätigte (A14/10 S. 9)

dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  man  habe  ihm  die 
Frage nach Angehörigen in der Schweiz wohl nicht gestellt, da es of-
fensichtlich keinen Grund gebe, weshalb er die Verwandtschaftsbezie-
hung nicht hätte erwähnen sollen, als Schutzbehauptung zu qualifizie-
ren ist,

dass demzufolge davon auszugehen ist,  der Beschwerdeführer habe 
keinen engen Kontakt zu seinem angeblichen Bruder in der Schweiz,

dass  die  vorinstanzliche  Feststellung  zu  bestätigen  ist,  wonach  in 
Italien effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 
AsylG besteht und keine gegenteiligen Hinweise vorliegen,

dass  der  Beschwerdeeingabe  keine  Argumente  zu  entnehmen sind, 
aufgrund  welcher  sich  eine  andere  Betrachtungsweise  aufdrängen 
würde,

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dass vorliegend die Flüchtlingseigenschaft  nicht offensichtlich zutage 
tritt,

dass diesbezüglich mangels substanziierter Entgegnungen in der Be-
schwerde zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zu bestätigen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden 
kann,

dass sich weitere Abklärungen entsprechend erübrigen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass Italien seinen aus der FK (Abkommen vom 28. Juli 1951 über die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge) und der EMRK (Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten) 
erwachsenen Verpflichtungen nachkommt,

dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige 
Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des Be-
schwerdeführers nach Italien sprechen,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Italien 
schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG) und die italienischen Behörden die Rückübernah-
me zugesichert haben,

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe zum Wegweisungs-
vollzug an der Sache vorbeigehen, da sie sich auf eine Wegweisung in 
den Heimatstaat des Beschwerdeführers beziehen,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung nach Italien zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos  im Sinne von Art. 65  Abs. 1  VwVG zu qualifizieren  ist  und 
daher  das  Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung  (mit  den 

Akten Ref.-Nr. N (...); in Kopie)
- das Migrationsamt des Kantons Thurgau ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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