# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0da7e528-4c95-5cbc-b149-7107aba92d84
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-01-15
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 15.01.2020 RH.2019.28
**Docket/Reference:** RH.2019.28
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RH-2019-28_2020-01-15

## Full Text

Auslieferung an Deutschland. Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland. Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland. Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG).;;Auslieferung an Deutschland. Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG).

Entscheid vom 15. Januar 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiberin Inga Leonova  

   
 
Parteien 

  
A., zzt. in Auslieferungshaft,  
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-
rung,  
 

Beschwerdegegner 
 
 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland  
 
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG);  
unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RH.2019.28 
                            RP.2020.2 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Der deutsche Staatsangehörige A. wurde mit Strafbefehl des Amtsgerichts 
Hamburg vom 18. April 2017 wegen Betrugs zu einer bedingten Freiheits-
strafe von 10 Monaten sowie mit Urteil des Amtsgerichts Oranienburg vom 
30. August 2013 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von sechs Monaten rechtskräftig verurteilt (act. 4.1). Mit Be-
schluss vom 25. Juli 2018 des Amtsgerichts Hamburg wurde die Gesamtfrei-
heitsstrafe auf ein Jahr und einen Monat festgelegt, wobei die Vollstreckung 
der Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde (act. 4.1).  
 
 

B. Mit Schreiben vom 26. August 2019, ergänzt am 4. November 2019, er-
suchte die Justizbehörde Hamburg die Schweiz um Verhaftung von A. 
zwecks Auslieferung im Hinblick auf die Vollstreckung der Freiheitsstrafe von 
einem Jahr und einem Monat ([abzüglich 46 Tage Untersuchungshaft]; 
act. 4.1, 4.3). 

 
 
C. Der Auslieferungshaftbefehl des Bundesamtes für Justiz (nachfolgend «BJ») 

vom 13. Dezember 2019 wurde A., der sich seit dem 18. Oktober 2019 in 
Zürich in Untersuchungshaft befindet, am 17. Dezember 2019 eröffnet 
(act. 4.5). Anlässlich seiner Einvernahme vom 20. Dezember 2019 wider-
setzte sich A. einer vereinfachten Auslieferung an Deutschland (act. 4.6).  

 
 

D. Gegen den Auslieferungshaftbefehl erhob A. am 19. Dezember 2019 Be-
schwerde, welche das BJ der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 
per Faxeingabe vom 24. Dezember 2019 zuständigkeitshalber übermittelte. 
Er ersucht darin im Hauptbegehren um Aufhebung des Auslieferungshaftbe-
fehls und Entlassung aus der Haft. Weiter ersucht er um Beizug von Rechts-
anwältin B. als seine rechtliche Vertreterin (act. 1).  
 
 

E. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2019 teilte das Gericht A. mit, dass die 
Anwaltskanzlei Rechtsanwälte C. GmbH bis zum 6. Januar 2020 wegen Be-
triebsferien geschlossen sei und bat ihn, mit Rechtsanwältin B. selbst Kon-
takt aufzunehmen oder einen anderen Rechtsvertreter zu beauftragen 
(act. 3).  
 
 

F. Die Eingabe vom 31. Dezember 2019, mit welcher das BJ sich zur Be-
schwerde vernehmen liess und um deren kostenfällige Abweisung ersuchte, 

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stellte das BJ A. persönlich zu (act. 4). Mit Eingabe vom 23. Dezember 2019 
(Eingang am 31. Dezember 2019) erhob A. gegen den Auslieferungshaftbe-
fehl erneut Beschwerde, worin er unter anderem die Aufhebung der Auslie-
ferungshaft unter Anordnung von Ersatzmassnahmen sowie um unentgeltli-
che Rechtspflege und –verbeiständung ersucht (act. 5). Das Schreiben von 
A. vom 6. Januar 2020, mit welchem er sich zur Beschwerdeantwort verneh-
men liess, wurde dem BJ am 13. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht (act. 7, 
8).  
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland sind 

primär das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezem-
ber 1957 (EAUe; SR 0.353.1), die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 
17. März 1978 (ZPII EAUe; SR 0.353.12) und vom 10. November 2010 
(ZPIII EAUe; SR 0.353.13) sowie der Vertrag vom 13. November 1969 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik 
Deutschland über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner An-
wendung (ZV EAUe; SR 0.353.913.61) massgebend. Überdies ist das 
Schengener Durchführungsübereinkommen vom 14. Juni 1985 (SDÜ; 
ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19-62) i.V.m. dem Beschluss des 
Rates über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung des SIS der zweiten 
Generation (SIS II), namentlich Art. 26-31 (ABl. L 205 vom 7. August 2007, 
S. 63-84) anwendbar, wobei die zwischen den Vertragsparteien geltenden 
weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilateraler Abkommen unberührt 
bleiben (Art. 59 Abs. 2 SDÜ).  
 

1.2 Soweit die staatsvertraglichen Bestimmungen gewisse Fragen nicht ab-
schliessend regeln, findet auf das Verfahren der Auslieferung ausschliesslich 
das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), namentlich 
das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in 
Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Ver-
ordnung vom 24. Februar 1982 (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11). 
Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann 
zur Anwendung, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe 
stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 

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E. 3.1). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 
212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; TPF 2016 65 E. 1.2; 2008 24 E. 1.1). 
 
Für das Beschwerdeverfahren gelten zudem die Art. 379-397 StPO sinnge-
mäss (Art. 48 Abs. 2 i.V.m. Art. 47 IRSG) und die Bestimmungen des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Ver-
waltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b 
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 
über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorgani-
sationsgesetz, StBOG; SR 173.71]). 

 
 
2.  
2.1 Gegen den Auslieferungshaftbefehl des BJ kann der Verfolgte innert zehn 

Tagen ab der schriftlichen Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde erheben.  
 

2.2 Der angefochtene Auslieferungshaftbefehl wurde dem Beschwerdeführer 
am 17. Dezember 2019 schriftlich eröffnet. Die vom ihm am 19. und 23. De-
zember 2019 eingereichten Beschwerden erweisen sich als fristgerecht 
(act. 1, 5). Da bereits die erste Eingabe den formellen Anforderungen ge-
nügt, ist die zweite, innert der Beschwerdefrist eingereichte Eingabe im 
Sinne einer Beschwerdeergänzung entgegenzunehmen. Als Verfolgter (vgl. 
Art. 11 Abs. 1 IRSG) ist der Beschwerdeführer zur Einreichung der vorlie-
genden Beschwerde legitimiert. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.  

 
 
3.  
3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Fluchtgefahr (act. 1, 5). 
 
3.2 Nach der Rechtsprechung bildet die Haft des Verfolgten während des gan-

zen Auslieferungsverfahrens die Regel (BGE 136 IV 20 E. 2.2 S. 23; 130 II 
306 E. 2.2 S. 309). Eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls sowie eine 
Haftentlassung rechtfertigen sich nur ausnahmsweise und unter strengen 
Voraussetzungen, wenn der Verfolgte sich voraussichtlich der Auslieferung 
nicht entzieht und die Strafuntersuchung nicht gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a 
IRSG), wenn er den sogenannten Alibibeweis erbringen und ohne Verzug 
nachweisen kann, dass er zur Zeit der Tat nicht am Tatort war (Art. 47 Abs. 1 
lit. b IRSG), wenn er nicht hafterstehungsfähig ist oder andere Gründe vor-
liegen, welche eine weniger einschneidende Massnahme rechtfertigen 
(Art. 47 Abs. 2 IRSG), oder wenn sich die Auslieferung als offensichtlich un-

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zulässig erweist (Art. 51 Abs. 1 IRSG; vgl. auch FORSTER, Basler Kommen-
tar, 2015, Art. 47 IRSG N. 5 und 6). Diese Aufzählung ist nicht abschliessend 
(BGE 130 II 306 E. 2.1; 117 IV 359 E. 2a S. 361; vgl. auch Entscheide des 
Bundesstrafgerichts RH.2016.10 vom 6. September 2016 E. 2; RH.2016.7 
vom 2. August 2016 E. 4.2). 
 
Die ausnahmsweise zu gewährende Haftentlassung ist deshalb an strengere 
Voraussetzungen gebunden als der Verzicht auf die gewöhnliche Untersu-
chungshaft in einem Strafverfahren oder die Entlassung aus einer solchen. 
Diese Regelung soll es der Schweiz ermöglichen, ihren staatsvertraglichen 
Auslieferungspflichten nachzukommen (vgl. BGE 130 II 306 E. 2.2 und 2.3; 
111 IV 108 E. 2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RH.2015.14 vom 9. Juli 
2015 E. 4.1). Die Rechtsprechung ist hinsichtlich der Verneinung von Flucht-
gefahr überaus restriktiv und misst der Erfüllung dieser staatsvertraglichen 
Auslieferungspflichten im Vergleich zu den Interessen des Verfolgten aus-
serordentlich grosses Gewicht bei (vgl. BGE 130 II 306 E. 2 S. 310 ff. m.w.H.; 
Entscheid des Bundesstrafgerichts RH.2015.4 vom 23. Februar 2015 E. 5.2). 
So wurde beispielsweise die Möglichkeit einer Verurteilung zu einer langen 
Freiheitsstrafe zur Verweigerung der Haftentlassung als ausreichend be-
trachtet, obwohl der Verfolgte über eine Niederlassungsbewilligung verfügte, 
seit 18 Jahren in der Schweiz lebte, mit einer Schweizerin verheiratet und 
Vater zweier Kinder im Alter von 3 und 8 Jahren war und die beiden Kinder 
die schweizerische Nationalität besassen (Urteil des Bundesgerichts 
8G.45/2001 vom 15. August 2001 E. 3a). Ebenso wurde Fluchtgefahr bei 
einem Verfolgten bejaht, der seit seinem 17. Lebensjahr seit 10 Jahren un-
unterbrochen in der Schweiz lebte und seine Freundin wie auch den Freun-
deskreis hier hatte (Entscheid des Bundesstrafgerichts BH.2006.4 vom 
21. März 2006 E. 2.2.1).  

 
3.3 Im Falle einer Auslieferung an Deutschland droht dem Beschwerdeführer die 

Verbüssung einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat (abzüg-
lich 46 Tage Untersuchungshaft). Der Beschwerdeführer ist laut seinen An-
gaben seit 2014 in der Schweiz wohnhaft und seit dem 1. Januar 2016 hier 
ordentlich angemeldet (act. 1). Angesichts der Dauer des Aufenthalts in der 
Schweiz ist die effektive Verbindung des Beschwerdeführers zur Schweiz 
nicht dergestalt, dass deshalb die Fluchtgefahr zu verneinen wäre. Der Be-
schwerdeführer ist 30 Jahre alt und soweit ersichtlich bei guter Gesundheit, 
zumal er nebst seiner Festanstellung als CCO bei der D. GmbH in diversen 
Gesellschaften bzw. für Organisationen tätig ist (act. 5, S. 4). Damit ist die 
Gefahr gross, dass der Beschwerdeführer ins Ausland flüchten oder in der 
Schweiz untertauchen und sich so der Auslieferung entziehen könnte. Dies 

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gilt umso mehr, als er sich bereits einmal dem Zugriff der deutschen Behör-
den entzog. Den Angaben des Amtsgerichts Hamburg zufolge hat sich der 
Beschwerdeführer nach der Verurteilung wegen Vermögensdelikten durch 
das Landgericht Neuruppin im Herbst 2013 bereits in die Schweiz abgesetzt 
(act. 4.1). Unter diesen Umständen ist von hoher Fluchtgefahr auszugehen.  
 

3.4 An der vorgängigen Schlussfolgerung vermögen die vom Beschwerdeführer 
eingereichten Unterlagen betreffend die von den Zürcher Gerichten ange-
ordnete Untersuchungshaft, in welcher sich der Beschwerdeführer gegen-
wärtig befindet, nichts zu ändern. Die angeordnete Untersuchungshaft be-
trifft die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Vermögensdelikte, welche er 
in der Schweiz mutmasslich im Zeitraum von 2016 bis 2018 begangen haben 
soll und stellt nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
dar. Aus diesem Grund sind auch die in diesem Zusammenhang vorgebrach-
ten Argumente des Beschwerdeführers nicht zu hören. Vorbringen des Be-
schwerdeführers, die sich gegen die in Deutschland rechtskräftig festgelegte 
und zu verbüssende Freiheitsstrafe richten, sind für das Schweizer Ausliefe-
rungsverfahren nicht relevant und deshalb vorliegend ebenfalls nicht zu prü-
fen.  
 

3.5 Mildere Ersatzmassnahmen, die geeignet wären, der hohen Fluchtgefahr 
ausreichend zu begegnen, sind keine ersichtlich. Die vom Beschwerdeführer 
vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen, namentlich die Verpflichtung, die im 
Dezember 2018 begonnenen Therapiesitzungen betreffend sein dissoziales 
Verhalten weiterführen zu können und ihm einen Bewährungshelfer beizu-
ordnen, stellen keine solche Massnahmen dar. Soweit der Beschwerdefüh-
rer sinngemäss um Verbüssung der ihm auferlegten Freiheitsstrafe in der 
Schweiz ersucht, ist er darauf hinzuweisen, dass die deutschen Behörden 
nicht um stellvertretende Strafvollstreckung ersuchen. Wie der Beschwerde-
gegner richtigerweise ausführt, wird die Möglichkeit, die Freiheitsstrafe in der 
Schweiz zu verbüssen, allenfalls im Auslieferungsverfahren näher zu prüfen 
sein. Dasselbe gilt in Bezug auf weitere Vorbringen des Beschwerdeführers, 
soweit sie sich gegen seine Auslieferung an Deutschland richten. Zum ge-
genwärtigen Zeitpunkt sind jedenfalls keine Anhaltspunkte ersichtlich, die 
darauf deuten würden, dass eine Auslieferung des Beschwerdeführers of-
fensichtlich unzulässig i.S.v. Art. 51 Abs. 1 IRSG wäre.  

 
3.6 Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist 

abzuweisen. 
 
 

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4.  
4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hätte der Beschwerdeführer die Ge-

richtskosten zu tragen. In seiner Eingabe vom 23. Dezember 2019 ersuchte 
er um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung (RP.2020.2, act. 1). 
 

4.2 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 
Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 
ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt 
dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist 
(Art. 65 Abs. 2 VwVG). Diese Regelung ist Ausfluss von Art. 29 Abs. 3 BV. 
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Prozessbegehren 
als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich gerin-
ger erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren nicht als 
aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 
die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 142 III 
138 E. 5.1 S. 139 f.; 140 V 521 E. 9.1). 
 

4.3 Aufgrund des oben Ausgeführten erweist sich die Beschwerde offensichtlich 
als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Demzufolge ist das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung bereits aus die-
sem Grund abzuweisen. Zudem ist nicht zu erkennen, weshalb zur Wahrung 
der Rechte des Beschwerdeführers eine anwaltliche Vertretung notwendig 
ist. Dies legt er auch nicht dar. Komplexe Fragen im Zusammenhang mit 
dem Auslieferungshaftbefehl haben sich vorliegend nicht gestellt. Der Be-
schwerdeführer verfügt sowohl über sprachliche als auch intellektuelle Fä-
higkeiten, die ihm erlaubt haben, sich gegen die angeordnete Auslieferungs-
haft ausreichend zu wehren. Die unentgeltliche Verbeiständung ist auch aus 
diesem Grund abzuweisen.  
 

4.4 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist 
auf Fr. 2‘000.-- festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG und Art. 73 StBOG 
sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 
31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-
desstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung wird abge-

wiesen. 
 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 15. Januar 2020 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 
 
Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die 
betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, 
soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).