# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4472079f-9497-5712-af77-8d5a948d66e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 28.05.2018 SB160464
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160464_2018-05-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

  Geschäfts-Nr.: SB160464-O/U/cw-ad 
 

Mitwirkend: der Oberrichter lic. iur. Ruggli, Präsident, die Oberrichterin lic. iur. 

Schärer und der Ersatzoberrichter lic. iur. Wenker sowie der Ge-

richtsschreiber lic. iur. Samokec 

 

Urteil vom 28. Mai 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. Alexandra Bergmann,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Veruntreuung   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
5. Oktober 2016 (DG160072) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

24. Februar 2016 (Ordner 26 Urk. 990038) ist diesem Urteil beigehef-

tet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 58) 

1. Der Beschuldigte A._____ ist der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf drei 

Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 Schadenersatz von 

insgesamt USD 525'000 zzgl. Zins von 5% seit dem 23. April 2011 zu be-

zahlen. 

Im übersteigenden Betrag wird auf die Schadenersatzforderung der Privat-

klägerin 1 nicht eingetreten. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

30. Oktober 2014 verbleibenden beschlagnahmten CHF 56'264.80 werden 

zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

Ein allfälliger Restbetrag wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechts-

kraft des Entscheids auf erstes Verlangen ausbezahlt. 

6. Die im Juni 2014 sichergestellten, im Tresor der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich lagernden Zertifikate (Pennystocks) werden dem Beschul-

digten nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids innert einer Frist von drei 

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Monaten auf erstes Verlangen herausgegeben. Nach Ablauf dieser Frist 

werden die Sicherstellungen der Lagerstelle zur Vernichtung überlassen. 

7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 
 
Fr. 8'000.00   die weiteren Kosten betragen: 
Fr. 5'000.00   Gebühr Strafuntersuchung 
Fr  3'500.00   Zeugenentschädigung 
Fr. 2'040.00   Auslagen Untersuchung 
Fr. 7'722.00   amtliche Verteidigung  

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die Verteidigung des Beschuldigten 

mit CHF 7'722 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung: 

(Urk. 59 S.  1 und Urk. 73 S. 1; sinngemäss) 

1. Die durch die Vorinstanz erfolgte Verurteilung des Beschuldigten sei 

vollumfänglich aufzuheben, der Beschuldigte mithin von Schuld und 

Strafe freizusprechen; 

2. Entsprechend seien auch die Zivilansprüche der Privatklägerinnen ab-

zuweisen, soweit darauf einzutreten ist; eventualiter seien sie ins Zivil-

verfahren zu verweisen; 

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3. Die Verfahrenskosten inklusive diejenigen der amtlichen Verteidigung 

seien auf die Staatskasse zu nehmen. Für die Verteidigungskosten, 

welche vor der Ernennung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ zum amt-

lichen Verteidiger aufgelaufen sind, sei dem Beschuldigten eine ange-

messene Entschädigung auszusprechen." 

b) Der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich:  

(Urk. 62 und Urk. 74; sinngemäss) 

 Es sei das vorinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 5. Oktober 2016 zu bestätigen.  

 

_____________________________ 

 

Erwägungen: 

I. Formelles 

 1. Mit Urteil vom 5. Oktober 2016 sprach das Bezirksgericht Zürich den 

Beschuldigten der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 

StGB schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Der 

Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

angesetzt (Urk. 58 S. 57 ff.). Das Urteil wurde anlässlich der Hauptverhandlung 

vom 5. Oktober 2016 mündlich eröffnet und im Dispositiv übergeben bzw. ver-

sandt (Prot. I S. 17 f.). Mit Eingabe vom 11. Oktober 2016 meldete die Verteidi-

gung fristgerecht Berufung an (Urk. 53). Das begründete Urteil wurde den Partei-

en am 28. bzw. am 31. Oktober 2016 zugestellt (Urk. 57/1-3). Die Berufungserklä-

rung des Beschuldigten erfolgte innert Frist mit Eingabe vom 11. November 2016 

(Urk. 59). 

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 2. Mit Präsidialverfügung vom 18. November 2016 wurde den Privatkläge-

rinnen 1 und 2 sowie der Staatsanwaltschaft die Berufungserklärung der Verteidi-

gung zugestellt und Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären oder ein 

begründetes Nichteintretensgesuch zu stellen (Urk. 60). Die Staatsanwaltschaft 

erklärte mit Schreiben vom 22. November 2016 auf Anschlussberufung zu ver-

zichten und beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 62). Die 

Privatklägerschaft liess sich innert Frist nicht vernehmen. 

 3. Am 9. November 2017 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 

2. März 2018 vorgeladen (Urk. 66). Mit Eingabe vom 1. März 2018 stellte die Ver-

teidigung den Antrag, die Ladung für die Berufungsverhandlung sei abzunehmen 

und Letztere zu verschieben, da der Beschuldigte unverschuldet im Ausland fest-

sitze (Urk. 68A). In der Folge wurde den Parteien die Ladung abgenommen und 

neu zur Berufungsverhandlung auf den 18. Mai 2018 vorgeladen (Urk. 69). Zu 

dieser erschienen der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers 

sowie die Staatsanwältin als Vertreterin der Anklagebehörde (Prot. II S. 3). Nach 

Durchführung der Berufungsverhandlung erweist sich das Verfahren als spruch-

reif. 

 4. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die 

Rechtskraft des angefochtenen Urteils nur im Umfang der Anfechtung gehemmt. 

Der Beschuldigte liess das Urteil grundsätzlich vollumfänglich anfechten (Urk. 59 

S. 2). Da mit der Herausgabe der sichergestellten Zertifikate (Penny-Stocks) von 

der Vorinstanz lediglich dem Antrag des Beschuldigten entsprochen worden ist, 

kann davon ausgegangen werden, dass die Dispositivziffer 6 (Herausgabe) des 

erstinstanzlichen Urteils nicht als angefochten gilt und deshalb bereits in Rechts-

kraft erwachsen ist. 

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II. Sachverhalt 

 1. Anklagevorwurf 

 1.1. In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten in Ziffer 1.1. in objektiver 

Hinsicht zur Last gelegt, dass es im November 2009 zwischen ihm und den bei-

den Alleineigentümern der Privatklägerinnen, B._____ (C._____ Inc.; Privatkläge-

rin 2) und D._____ (E._____ Inc.; Privatklägerin 1) zu Gesprächen darüber ge-

kommen sei, ob der Beschuldigte ihnen Aktien der "F._____ Inc." (fortan: 

F._____) liefern könne. 

 In der Folge habe der Beschuldigte, als Managing Partner der Firma 

G._____ Ltd. (fortan: G._____), mit Schreiben vom 26. November 2009 der Firma 

H._____ Limited BVI (fortan: H._____) – welche zu je 50% B._____ und D._____ 

gehört – bestätigt, dass – als Teil ihrer Syndikatsbildung – eine Zeichnung für den 

Umfang von 750'000 Stammaktien der F._____ für den Betrag von USD 

225'000.– gekauft/entgeltlich erworben würde, netto jeglicher Kommissionen. Am 

30. November 2009 sei schliesslich, via die H._____, auf dem USD-Konto der 

G._____ der Betrag von USD 225'000.– eingegangen. Als Liefertermin für die zu 

kaufenden Aktien sei mündlich der Januar/Februar 2010 vereinbart worden. 

 Unbesehen davon, dass es für den Beschuldigten klar gewesen sei, dass 

die USD 225'000.– für den Ankauf und die Lieferung von Aktien überwiesen wor-

den und ihm damit anvertraut gewesen seien, habe er, als alleiniger Inhaber der 

Verfügungsmacht über die Konti der G._____, im Zeitraum vom 30. November bis 

zum 24. Dezember 2009 mehrfach vertrags- und pflichtwidrig über die USD 

225'000.– verfügt und total etwa USD 197'643.00 u.a. zur Bezahlung von persön-

lichen Verpflichtungen, für seinen Lebensunterhalt sowie auch für zuvor entstan-

dene Kreditkartenschulden verwendet. Die Konti der G._____ hätten per Ende 

Februar 2010 die Saldi USD 377.28, Fr. 351.69, CAD 331.57 und EUR 2'015.26 

aufgewiesen (vgl. zum Ganzen Ordner 26 Urk. 990038 S. 2 ff.). 

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 1.2. Sodann wird dem Beschuldigten in Ziffer 1.2. der Anklageschrift in ob-

jektiver Hinsicht vorgeworfen, im Zeitraum März/April 2010, mit B._____ und 

D._____ übereingekommen zu sein, einen weiteren Vertrag zu schliessen, wobei 

die diesbezüglichen Gespräche mündlich geführt worden seien. Der Beschuldigte 

habe sich damit einverstanden erklärt, den beiden Privatklägerinnen für USD 

300'000.– Aktien der I._____ Ltd. (fortan: I._____) zu verschaffen. Zu diesem 

Zweck seien von der Privatklägerin 2 am 27. und am 29. April 2010 jeweils USD 

74'975.– und von der Privatklägerin 1 am 28. April 2010 USD 149'975.–, somit to-

tal USD 299'925.– auf das USD-Konto der G._____ überwiesen worden. 

 Unbesehen davon, dass der Beschuldigte gewusst habe, dass die Einzah-

lungen der beiden Privatklägerinnen zweckgebunden, namentlich zur Verschaf-

fung von I._____ Aktien erfolgt seien, womit er gewusst habe, dass ihm dieser 

Betrag lediglich anvertraut gewesen war, habe er, als alleiniger Inhaber der Ver-

fügungsmacht über die Konti der G._____, im Zeitraum vom 27. April bis zum 14. 

Mai 2010 mehrfach vertrags- und pflichtwidrig über die USD 299'925.– verfügt 

und total etwa USD 298'000.– zur Bezahlung von persönlichen Verpflichtungen, 

für seinen Lebensunterhalt sowie auch für zuvor entstandene Kreditkartenschul-

den verwendet. Die Konti der G._____ hätten sodann die Saldi USD 474.48, 

Fr. 81.69, CAD 331.57, jeweils per 14. Mai 2010, bzw. EUR 5.26 per 28. April 

2010 betragen (vgl. zum Ganzen Ordner 26 Urk. 990038 S. 5 ff.). 

 1.3. In subjektiver Hinsicht habe der Beschuldigte während seines gesam-

ten Handelns sowohl um die Zahlungseingänge von Seiten der beiden Privatklä-

gerinnen, um seine eigenen schlechten finanziellen Verhältnisse sowie um die 

Vermögensverhältnisse auf den Konti der G._____ gewusst. Dennoch habe er 

sich dazu entschlossen, die eingegangenen Mittel im erwähnten Umfang un-

rechtmässig, da zweckwidrig, zu seinen Gunsten zu beziehen bzw. zu verwen-

den, um sich oder Dritte unrechtmässig zu bereichern, weshalb die Privatkläge-

rinnen im vorgenannten Umfang zu Schaden gekommen seien. Dabei habe der 

Beschuldigte bei den Zweckentfremdungen gewusst, dass es sich um anvertraute 

und wirtschaftlich fremde Vermögenswerte gehandelt habe. Durch sein Handeln 

habe er seinen Willen manifestiert, die Ansprüche der Geschädigten – den Ankauf 

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und die Auslieferung der Aktien oder die Rückzahlung des überwiesenen 

Betrags – zu vereiteln (Ordner 26 Urk. 990038 S. 4 f. und 7). Dabei seien weder 

der Beschuldigte selbst, was er aufgrund seiner damaligen finanziellen Verhält-

nisse gewusst habe, noch die G._____ willens oder fähig gewesen, den Privat-

klägerinnen jederzeit Bargeld oder andere Vermögenswerte im Umfang der 

zweckwidrig und somit unrechtmässig verwendeten Vermögenswerte zur Verfü-

gung zu halten (Ordner 26 Urk. 990038 S. 7). 

 2. Position des Beschuldigten 

 2.1. Der Beschuldigte stellte nicht in Abrede von den beiden Privatklägerin-

nen insgesamt rund USD 525'000.– erhalten zu haben, wovon USD 225'000.– für 

die Lieferung von F._____-Aktien und USD 299'925.– für die Lieferung von 

I._____-Aktien überwiesen worden seien. Unbestritten blieb auch, dass er diese 

Gelder für persönliche Zwecke verwendet hat und den Privatklägerinnen bis heute 

weder die geforderten Aktien geliefert, noch die überwiesenen Gelder zurücker-

stattet hat (Ordner 27 Urk. 100100 f.; Ordner 28 Urk. 100299 ff., Urk. 100331 f., 

Urk. 100334 ff., Urk. 100513 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.; Prot. II S. 13 ff.). 

 2.2. Dagegen bestritt der Beschuldigte, dass ihm die vorgenannten Geldbe-

träge von den Privatklägerinnen anvertraut gewesen seien und er diese unrecht-

mässig im eigenen Nutzen verwendet habe. Er habe Aktien, welche in seinem Ei-

gentum gestanden hätten an die Privatklägerinnen verkauft. Bei den ihm überwie-

senen Geldbeträgen habe es sich um den Kaufpreis für die Aktien gehandelt, 

weshalb er über diesen habe frei verfügen können. Er sei zudem jederzeit fähig 

und willig gewesen, Aktien der F._____ und der I._____ zu liefern, wobei aber 

keine Lieferfrist vereinbart gewesen sei. Da es bei der Auslieferung vorgenannter 

Aktien Verzögerungen gegeben und sich die Gelegenheit geboten habe, Aktien 

der Firma J._____ zu erwerben, hätten die Privatklägerinnen auf die Lieferung der 

ursprünglichen Aktien verzichtet. Stattdessen sei neu vereinbart worden, dass er 

für den bereits überwiesenen Betrag von rund USD 525'000.– 1'450'000 Aktien 

der Firma J._____ liefere. Eine Verpflichtung zur Rückzahlung der überwiesenen 

Gelder sei nicht vereinbart worden (Ordner 27 Urk. 100105 f.; Ordner 28 

Urk. 100300 ff., 100330 f., 100342 f., 100514 ff.; Urk. 46 S.  6 ff.; Prot. II S. 13 ff.). 

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 3. Würdigung 

 3.1. Im angefochtenen Urteil wurden die bei der richterlichen Beweis- und 

Aussagenwürdigung anzuwendenden rechtstheoretischen Grundsätze und Re-

geln vollständig aufgeführt. Darauf ist zu verweisen (Urk. 58 S. 8 ff.; Art. 82 Abs. 4 

StPO). 

 3.2. Zur Erstellung des strittigen Anklagesachverhalts dienen im Wesentli-

chen die Aussagen des Beschuldigten (Ordner 27 Urk. 100099 ff.; Ordner 28 

Urk. 100298 ff., 100300 f., 100513 ff.; Prot. II S. 12 ff.) sowie der Zeugen B._____ 

(Ordner 27 Urk. 100144 ff.; Ordner 28 Urk. 100351 ff.) und D._____ (Ordner 28 

Urk. 100365 ff.). Weiter liegen diverse Urkunden bei den Akten, wovon insbeson-

dere das E-Mail der G._____ vom 26. November 2009 (Ordner 27 Urk. 100061) 

und das Addendum II vom 22. Februar 2011 (Ordner 27 Urk. 100048) von Inte-

resse sind. Auf die jeweils relevanten Beweismittel wird nachfolgend näher einge-

gangen. 

 3.3. Die Vorinstanz kam aufgrund ihrer Würdigung der Beweismittel zum 

Schluss, dass der Beschuldigte die ihm zum Kauf von bestimmten Aktien über-

wiesenen rund USD 525'000.– unrechtmässig für persönliche Zwecke verwendet 

hatte, indem er die in der Anklageschrift aufgeführten Transaktionen ausführte. 

Bei der Vereinbarung, für die vorgenannte Summe bestimmte Aktien zu liefern, 

habe es sich nicht um einen blossen Kaufvertrag gehandelt. Vielmehr seien auf-

trags- und kommissionsrechtliche Elemente im Vordergrund gestanden, indem 

der Beschuldigte den Privatklägerinnen für das überwiesene Geld eine ganz be-

stimmte Art von Aktien (nämlich vorbörslich gehandelte Aktien der F._____ und 

I._____) liefern, d.h. ihnen auch tatsächlich solche hätte verschaffen sollen. Bevor 

er das Geld für sich frei hätte verwenden dürfen, hätte er seine Verschaffungs-

pflichten zu erfüllen gehabt. Der Beschuldigte habe letztlich schlicht dafür zu sor-

gen gehabt, dass die entsprechenden Aktien tatsächlich an die Privatklägerinnen 

gelangten. Erst damit wäre der Vertrag seitens des Beschuldigten erfüllt gewesen 

und erst von da an hätte er über allenfalls verbleibende Gelder frei verfügen dür-

fen. Die Pflichten seien klar über die Pflichten eines Kaufvertrags hinausgegan-

gen. In Anbetracht dessen, dass es sich um zweckgebundene Gelder gehandelt 

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habe, hätte der Beschuldigte die Gelder der Privatklägerinnen zur Verfügung hal-

ten oder über entsprechende Ersatzwerte verfügen müssen. 

 Der Beschuldigte habe sodann vorsätzlich gehandelt. Er habe von der 

Fremdheit der ihm anvertrauten Gelder sowie von der Unrechtmässigkeit der 

Verwendung der Gelder gewusst, da ihm die Abmachungen mit den Geschädig-

ten bezüglich der Investitionen bekannt gewesen seien. Er habe keinen Anspruch 

darauf gehabt, die Gelder der Privatklägerinnen für eigene Zwecke zu verwenden, 

ohne vorher die Aktien zu liefern oder entsprechenden Ersatz bereit zu halten. Die 

Bereicherungsabsicht des Beschuldigten ergebe sich daraus, dass er die ihm an-

vertrauten Vermögenswerte zu seinem eigenen Nutzen verwendet habe. Ersatz-

bereitschaft sei schliesslich ebenfalls keine gegeben gewesen. Der Beschuldigte 

habe die Investitionen der Privatklägerinnen jeweils kurz nach dem Zahlungsein-

gang laufend und nach Belieben verwendet. Selbst wenn der Beschuldigte Ersatz 

für die verwendeten Summen hätte leisten wollen, hätte er dies aufgrund seiner 

ihm bekannten schlechten finanziellen Lage nicht innert nützlicher Frist tun kön-

nen (vgl. zum Ganzen Urk. 58 S. 12 ff.).  

 Auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz kann – vorbehältlich der 

nachfolgenden Anmerkungen und Ergänzungen – verwiesen werden (Urk. 58 

S. 12 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 3.4. Um beurteilen zu können, ob der Beschuldigte die von den Privatkläge-

rinnen überwiesenen Geldbeträge unrechtmässig verwendet hat, ist zunächst zu 

prüfen, was zwischen ihm einerseits, und B._____ und D._____, als jeweiligen Al-

leineigentümern der Privatklägerinnen andererseits, hinsichtlich der Zahlungen 

von insgesamt rund USD 525'000.– konkret vereinbart wurde. 

 3.4.1. Der Beschuldigte äusserte sich zum Inhalt der Vereinbarung mit 

B._____ und D._____ dahingehend, dass er bestätigte, die USD 225'000.– sowie 

USD 299'925.– erhalten zu haben, um Aktien der F._____ bzw. der I._____ zu lie-

fern. Eine Lieferfrist habe es nicht gegeben (Ordner 27 Urk. 100100 f.; Ordner 28 

Urk. 100299, 100304 f., 100331; Urk. 46 S. 6; Prot. II S.13). Hingegen seien die 

Geldbeträge nicht zweckgebunden gewesen, da er den Privatklägerinnen Aktien-

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bestände der F._____ sowie der I._____ verkauft habe, welche er persönlich ge-

halten habe bzw. welche in seinem Eigentum gestanden hätten. Er sei damals 

Aktionär der Firmen F._____ und I._____ gewesen und sei es auch heute noch. 

Er habe das Geld, welches den Verkaufspreis dargestellt habe, für seine persönli-

chen Zwecke ausgeben dürfen. Das Geld sei ihm nicht anvertraut worden (Ordner 

27 Urk. 100101; Ordner 28 Urk. 100305, 100307, 100342, 100514, 100519; 

Urk. 46 S. 6 ff.; Prot. II S. 13 ff.). Es habe keinerlei Gespräche darüber gegeben, 

die rund USD 525'000.– zurückzubezahlen (Ordner 28 Urk. 100342). Er habe das 

Geld nicht zurückbezahlt, da er gegenüber den Privatklägerinnen noch eine offe-

ne Forderung habe, welche er nach diesem Verfahren durchsetzen wolle (Urk. 46 

S. 6; Prot. II S. 16). Bei der Lieferung der Aktien habe es Verzögerungen gege-

ben, weshalb man sich dazu entschlossen habe, das ursprüngliche Investment 

umzuwandeln und statt noch nicht börsenkotierter Aktien der F._____ und I._____ 

1'450'000 bereits börsenkotierte Titel der Firma J._____ zu liefern (Ordner 27 

Urk. 100101, 100106; Ordner 28 Urk. 100300 f., 100305 f., 100331, 100334, 

100342, 100514; Urk. 46 S. 8 f.; Prot. II S. 15). 

 3.4.2. B._____ gab an, dass der Beschuldigte ihm und D._____ von der 

Firma F._____ erzählt und diese als Internetfirma beschrieben habe, bei der man, 

ähnlich wie bei "K._____", online gehen und sich für eine Gebühr Konzerte von 

berühmten Stars anschauen könne (Ordner 27 Urk. 100148; Ordner 28 Urk. 

100358). Er und D._____ hätten diese Idee interessant gefunden und beschlos-

sen zu investieren (Ordner 27 Urk. 100148). Es sei eine mündliche Vereinbarung 

getroffen worden, wonach dem Beschuldigten von den Privatklägerinnen 

USD 225'000.– überwiesen würden und diese im Gegenzug Aktien der F._____ 

erhalten würden. Im November 2009 sei der entsprechende Betrag über die Firma 

H._____ an die G._____ überwiesen worden. Die F._____-Aktien hätten bis Ja-

nuar/Februar 2010 geliefert werden sollen, wobei er sich bezüglich des Lieferda-

tums nicht ganz sicher sei (Ordner 28 Urk. 100357). Weder er, noch D._____ hät-

ten aber jemals Aktien der F._____ erhalten (Ordner 27 Urk. 100147 f.; Ordner 28 

Urk. 100355 f.). Man habe langsam begriffen, dass die F._____ wahrscheinlich 

gar nicht oder nur auf dem Papier existiere, da man im Internet lediglich eine 

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Website, aber keine Beweise dafür gefunden habe, dass diese Firma existiere 

(Ordner 27 Urk. 100147; Ordner 28 Urk. 100355). 

 Man habe dann versucht, die Situation zu retten und die erste mündliche 

Vereinbarung betreffend die USD 225'000.– neu verhandelt. Der Beschuldigte 

habe gesagt, dass er noch Aktien einer sehr guten Gesellschaft hätte. Es sei ein 

Anteil von 5% an einer Goldminenfirma versprochen worden. Die Art, wie der Be-

schuldigte die Investition beschrieben habe, sei sehr interessant und attraktiv ge-

wesen, da der Goldpreis zu dieser Zeit konstant angestiegen sei. Er und D._____ 

hätten für je USD 150'000.– einen Anteil von 5% an einer Goldminenfirma ge-

kauft, wobei der Beschuldigte zunächst gesagt habe, dass die Firma I._____ Ltd. 

heisse, zwei bis drei Monate nach der Überweisung des Geldes aber von J._____ 

gesprochen habe. Die Vereinbarung sei mündlich geschlossen und später im Jah-

re 2011 schriftlich festgehalten worden, da die Aktien nicht geliefert worden seien 

(Ordner 27 Urk. 100149 f.). 

 Auf Vorhalt des Addendum II vom 22. Februar 2011 (Ordner 27 Urk. 100048 

ff.) erklärte B._____, dass es sich dabei um eine ältere Version der Vereinbarung 

handle, welche unterzeichnet worden sei, bevor man zur endgültigen Vereinba-

rung gekommen sei. In der endgültigen Fassung seien nur die 1'450'000 J._____-

Aktien erwähnt, welche vom Beschuldigten für den bereits überwiesenen Ge-

samtbetrag von USD 525'000 geliefert werden sollten (Ordner 28 Urk. 100358 f. 

und 100361). 

 3.4.3. D._____ führte anlässlich seiner staatsanwaltschaftlichen Einvernah-

me aus, dass er und B._____ für eine "künftige Lieferung" Kredite gewährt und 

Überweisungen getätigt hätten. Zu Gunsten der Firma I._____ seien USD 

300'000.– und für die Firma F._____ USD 225'000.– überwiesen worden (Ordner 

28 Urk. 100368). Die Vereinbarungen seien jeweils mündlich getroffen worden, 

wobei der Beschuldigte den Inhalt im Rahmen eines Mailverkehrs bestätigt habe 

und später alles noch schriftlich festgehalten worden sei (Ordner 28 Urk. 100369 

f.). Es seien auch mündlich Lieferfristen vereinbart worden, wobei er aber deren 

Dauer nicht mehr nennen könne. Was die F._____-Aktien betreffe, habe auch der 

Beschuldigte nicht genau gewusst, wann die Aktien geliefert werden könnten, da 

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sich diese erst im Gründungsprozess befunden habe. Eine Lieferfrist für die 

I._____-Aktien könne er ebenfalls nicht nennen (Ordner 28 Urk. 100370 f.). 

 Eine Vereinbarung, wonach der Beschuldigte die überwiesenen Gelder frei 

verwenden könne, sei nie getroffen worden. Man hätte dem Beschuldigten nie die 

Erlaubnis gegeben, das Geld nach seinem Gutdünken zu verwenden. Dies gehe 

auch aus seinen Bestätigungen hervor. Das Ziel der Überweisung sei jeweils kon-

kret besprochen worden, namentlich, dass die entsprechenden Aktien gekauft 

und geliefert würden. Nach der Überweisung der beiden Geldbeträge hätten sie 

aber keine Aktien erhalten; auch nicht nach der Konvertierung in eine Lieferung 

von J._____-Aktien (Ordner 28 Urk. 100371 f.). Sie hätten eine Rückzahlung der 

Gelder verlangt und sich dabei auf die Vereinbarung berufen (Ordner 28 

Urk. 100373). 

 3.4.4. Aus der E-Mail der G._____ vom 26. November 2009 an die H._____ 

geht hervor, dass der Beschuldigte – als Managing Partner der G._____ – bestä-

tigte, dass er die Zeichnungsberechtigung ("subscription") für 750'000 Aktien der 

F._____ beschaffen werde, sobald er den Betrag von USD 225'000.– erhalten 

habe, wobei in diesem Betrag noch keine Kommissionssummen ("net of any 

commissions") enthalten seien (Ordner 27 Urk. 100061). 

 3.4.5. Dem Addendum II vom 22. Februar 2011, kann sodann entnommen 

werden, dass die Privatklägerinnen dem Beschuldigten die Beträge 

USD 300'000.– und USD 225'000.– überwiesen hätten, wobei diese für den Kauf 

von Aktien der I._____ bzw. der F._____ reserviert gewesen seien ("has been re-

served for the purchase of"). Weiter wurde festgestellt, dass aufgrund Nichterfül-

lung durch die L._____ S.A. ("due to non-fulfillment of the borrower") im Oktober 

2010 vereinbart worden sei, dass statt Aktien der F._____ und der I._____ 

1'450'000 ungebundene und frei übertragbare Aktien ("unrestricted and free trans-

ferable shares") der Firma J._____ zu liefern seien. Die Aktien seien bis zum 

31. März 2011 an die M._____ Ltd. Marshall Islands – einer Firma von B._____ 

und D._____ – zu liefern, wobei die Beschaffungspflicht des Beschuldigten erst 

dann als erfüllt angesehen werde, wenn die J._____-Aktien innerhalb der vorge-

nannten Frist auf den Namen der M._____ Ltd. eingetragen würden. Das Ad-

-   14   - 

dendum II wurde vom Beschuldigten, als Vertreter der L._____ S.A., sowie von 

Rechtsanwalt Y._____, als Vertreter der beiden Privatklägerinnen, unterzeichnet 

(Ordner 27 Urk. 100049 ff.). 

 3.4.6. Es ist damit als Zwischenfazit festzuhalten, dass die Aussagen des 

Beschuldigten sowie von B._____ und D._____ zum Kerninhalt der getroffenen 

Vereinbarung sich grundsätzlich als deckungsgleich erweisen. Danach verpflich-

teten sich die Privatklägerinnen, dem Beschuldigten die beiden Geldbeträge von 

USD 225'000.– und rund USD 300'000.– zu überweisen und dieser hatte im Ge-

genzug dafür zu sorgen, dass die Privatklägerinnen beim Börsengang ("going 

public") der F._____ und I._____ jeweils eine bestimmte Anzahl der dabei ausge-

gebenen Aktien zeichnen könnten. Derselbe Vereinbarungsinhalt geht sodann 

aus der E-Mail der G._____ vom 26. November 2009 (betreffend die F._____-

Aktien) und dem Addendum II vom 22. Februar 2011 hervor. Die Geldbeträge 

wurden dem Beschuldigten damit klarerweise zur Beschaffung des Zeichnungs-

rechts der genannten, noch nicht börsenkotierten Aktien überwiesen. 

 Ein gewichtiger Hinweis darauf, wann die Parteien die Lieferverpflichtung 

des Beschuldigten als erfüllt angesehen hätten, lässt sich dem Addendum II vom 

22. Februar 2011 entnehmen. Für die Lieferung der J._____-Aktien an die Privat-

klägerinnen wurde festgehalten, dass die Lieferverpflichtung des Beschuldigten 

nur dann erfüllt sei, wenn die zu liefernden Aktien definitiv auf den Namen der 

Empfängerin - der M._____ Ltd. - eingetragen würden ("The obligation […] in re-

gard to the delivery of the shares of J._____ Limited shall be fulfilled only upon fi-

nal registration of the shares in the name of M._____ Ltd."; Ordner 27 Urk. 

100049). Die vorgenannte Erfüllungs-Klausel erweist sich ohne Weiteres als 

sachlogisch, da die J._____-Aktien ohne eine entsprechende Registrierung auf 

den Namen der Empfänger-Firma für diese grundsätzlich wertlos sind. Ohne Re-

gistrierung könnte Letztere weder rechtsgültig über die Aktien verfügen, noch ir-

gendwelche Rechtsansprüche (bspw. auf Dividenden) aus diesen geltend ma-

chen. Entsprechend werden B._____ und D._____ auch betreffend die Lieferung 

der F._____- und I._____-Aktien die Eintragung auf deren Namen bzw. den Na-

-   15   - 

men der Privatklägerinnen verlangt haben, da sie sonst mit diesen Aktien nichts 

hätten anfangen können. 

 Das Bestehen einer Frist für die Lieferung der F._____- und I._____-Aktien 

lässt sich dagegen nicht rechtsgenügend erstellen. Der Beschuldigte bestritt, dass 

eine Lieferfrist vereinbart wurde. B._____ und D._____ bejahten zwar, dass es 

eine entsprechende Frist gegeben habe, konnten deren Dauer aber gar nicht bzw. 

nicht mit Sicherheit benennen. Eine schriftliche Dokumentation allfälliger Liefer-

fristen ist ebenfalls nicht vorhanden. Dem Addendum II kann lediglich entnommen 

werden, dass der Beschuldigte die J._____-Aktien bis zum 31. März 2011 hätte 

liefern sollen (Ordner 27 Urk. 100049), wobei diese Lieferung aber nicht mehr 

Gegenstand des Anklagesachverhalts ist. Die Unmöglichkeit der Erstellung allfäl-

liger Fristen für die Lieferung der F._____- und I._____-Aktien ist aber für die Er-

stellung des weiteren strittigen Anklagesachverhalts insofern nicht weiter relevant, 

als dass der Beschuldigte selbst erklärte, dass er den Privatklägerinnen bis heute 

weder F._____-, noch I._____-Aktien – oder J._____-Aktien – geliefert habe. All-

fällige Lieferfristen für diese Aktien wurden damit so oder anders nicht eingehal-

ten, was sinngemäss auch im Addendum II vom 22. Februar 2011 festgehalten 

wurde ("due to non-fulfillment of the Borrower"). 

 Was die rechtliche Natur der Vereinbarung betrifft, macht die Verteidigung 

im Berufungsverfahren geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht von einem Ver-

trag mit auftrags- und kommissionsrechtlichen Elementen ausgegangen sei und 

es keinerlei Hinweise dafür gebe, dass die Parteien irgendetwas anderes als ei-

nen Kaufvertrag mit aufgeschobener Erfüllung des Beschuldigten abgeschlossen 

hätten (Urk. 59 S. 3; Urk. 73 S. 4 ff.). Dem ist zu entgegnen, dass eine zivilrechtli-

che Qualifizierung des anklagegegenständlichen Vertragsverhältnisses für die Er-

stellung des Sachverhalts grundsätzlich nicht zentral ist, da die konkreten Leis-

tungspflichten des Beschuldigten sowie der Privatklägerinnen ohne Weiteres er-

stellt sind. Ob der Beschuldigte die Geldbeträge recht- oder unrechtmässig ver-

wendet hat, hängt vorliegend nicht davon ab, welche Art von Vertrag im Sinne des 

Zivilrechts zwischen den Parteien geschlossen wurde, sondern vielmehr davon, 

ob und in welcher Form der Beschuldigte die Verfügungsmacht über die fragli-

-   16   - 

chen Aktien inne hatte bzw. wann er seine Leistungspflicht tatsächlich hätte erfül-

len können. Jedenfalls ist der Ansicht der Vorinstanz (Urk. 58 S. 21) zu folgen, 

dass die von den Parteien im Bezug auf die F._____- und I._____-Aktien abge-

schlossenen Verträge keine blossen Kaufverträge darstellen, sondern vielmehr 

auftrags- und kommissionsrechtliche Elemente im Vordergrund stehen. Der Be-

schuldigte verkaufte vorliegend nicht einfach Aktien, welche in seinem Eigentum 

standen (nachstehend, Ziffer 3.5.2.), sondern er hatte den Auftrag dafür zu sor-

gen, dass B._____ und D._____ eine bestimmte Anzahl der beim Börsengang der 

Firmen F._____ und I._____ ausgegebenen Aktien würden zeichnen können 

(vorstehend, Ziffer 3.4.6.). 

 3.5. Nachdem der Leistungsinhalt der zwischen dem Beschuldigten und 

den Privatklägerinnen geschlossenen Vereinbarung und die Zweckgebundenheit 

der überwiesenen Geldbeträge festgestellt wurde, ist nachfolgend zu prüfen, in-

wiefern der Beschuldigte über die von ihm zu liefernden Aktien verfügen konnte,  

was wiederum Aufschluss über die Recht- oder Unrechtmässigkeit der Verwen-

dung der Geldbeträge gibt. Als zu würdigende Beweismittel liegen insbesondere 

die Aussagen des Beschuldigten vor.  

 3.5.1. Anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 7. Juni 2012 gab der 

Beschuldigte an, dass er mit seinen Firmen in die F._____ investiert habe, wes-

halb ihm Aktien derselben zugestanden hätten. Wegen des Bankrotts der F._____ 

im Sommer des Jahres 2010 hätten die Aktien aber nicht geliefert werden können 

bzw. sie hätten geliefert werden können, seien aber wertlos gewesen (Ordner 27 

Urk. 100105, 100107). 

 An den staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen vom 4. Dezember 2013 so-

wie vom 24. April 2014 führte der Beschuldigte einerseits aus, dass er den Privat-

klägerinnen Aktien verkauft habe, welche er persönlich gehalten habe bzw. wel-

che aus seinem persönlichen Bestand stammten. Er sei Aktionär der F._____ so-

wie von I._____ gewesen, als er die Geldbeträge erhalten habe. Er sei bereits 

damals jederzeit dazu in der Lage gewesen die entsprechenden F._____- und 

I._____-Aktien zu liefern und sei es auch heute noch (Ordner 28 Urk. 100299, 

-   17   - 

100304, 100306, 100307, 100311, 100331, 100342). Andererseits machte er gel-

tend, dass die fraglichen Aktien in seinem Namen von Dritten treuhänderisch ge-

halten worden seien. Als das Geld der Privatklägerinnen eingetroffen sei, sei er 

persönlich nicht dazu in der Lage gewesen, die Aktien zu liefern, seine Treuhän-

der jedoch schon (Ordner 28 Urk. 100304 f., 100308). 

 An der staatsanwaltschaftlichen Schlusseinvernahme vom 7. Oktober 2014 

erklärte der Beschuldigte erneut, dass er zu allen Zeiten das habe liefern können, 

wofür er bezahlt worden sei. Wann immer er für Transaktionen bezahlt worden 

sei, habe er etwas verkauft, was er bereits besessen habe bzw. sich in seinem 

Eigentum befunden habe. Die fraglichen Aktien mögen zwar nicht immer in sei-

nem direkten Besitz gewesen sein, aber sie hätten von seinen Bevollmächtigten 

auf Anweisung hin immerzu geliefert werden können (Ordner 28 Urk. 100514, 

100519). 

 Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 5. Oktober 2016 er-

klärte der Beschuldigte, dass die zu liefernden Aktien bereits ihm gehört hätten. 

Er habe bereits vom ersten Tag an liefern können. Die Aktien der F._____ und 

der I._____ hätten sich bei seinen Treuhändern, namentlich den Gründern der je-

weiligen Firmen, befunden. Sie hätten die Aktien treuhänderisch für ihn gehalten. 

Er selbst habe die Aktien nicht liefern können, die Treuhänder aber schon. Da es 

sich um Firmen gehandelt habe, welche im Begriff gewesen seien, an die Börse 

zu gehen, hätten die Aktien nur dann geliefert werden können, wenn der Börsen-

gang erfolgt wäre. Die Aktien seien blockiert gewesen, da der Gründungsprozess 

der Firmen noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Die Aktien seien ausgestellt 

und im Namen der jeweiligen Firma registriert gewesen, jedoch habe es noch kei-

ne Aktien-Zertifikate gegeben (Urk. 46 S. 6 ff.). 

 An der Berufungsverhandlung vom 18. Mai 2018 hielt der Beschuldigte wie-

derum fest, dass es Tatsache sei, dass die fraglichen Aktien ihm gehört hätten. 

Es habe sich um Aktien privater Gesellschaften gehandelt, welche für ihn gehal-

ten worden seien bzw. welche er innerhalb eines Syndikats besessen habe. Bei 

einem Syndikat handle es sich um ein Vehikel, welches verwendet werde, wenn 

eine Person für viele andere Personen Aktien halte. Er sei ebenfalls Aktionär ei-

-   18   - 

nes solchen Syndikats gewesen und habe innerhalb desselben genug Aktien be-

sessen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Diejenigen Personen, wel-

che von ihm Aktien gekauft hätten, hätten diese auch erhalten können. Die Aktien 

seien auch zur Übergabe bereit gewesen (Prot. II S. 13 ff.).  

 3.5.2. Die Aussagen des Beschuldigten zu seiner Verfügungsmacht über die 

F._____- und I._____-Aktien erweisen sich als widersprüchlich. Er führte einer-

seits aus, dass die den Privatklägerinnen angebotenen F._____- und I._____-

Aktien ihm gehört hätten und er diese vom ersten Tag und jederzeit habe liefern 

können, machte gleichzeitig aber auch geltend, dass nur diejenigen Personen, 

welche die Aktien treuhänderisch für ihn gehalten hätten – namentlich die Grün-

der der F._____ und I._____ – auf seine Anweisung hin zu einer Lieferung der 

Aktien in der Lage gewesen. Überdies seien die Aktien blockiert gewesen seien, 

da die F._____ und die I._____ den Börsengang noch nicht vollzogen hätten und 

es noch gar keine Aktienzertifikate gegeben habe. Die Aktien könnten nicht gelie-

fert werden, solange die Gesellschaft nicht an die Börse gehe. Dieser Prozess 

könne 3, 5 oder 6 Monate dauern (Prot. II S. 20). Der Beschuldigte konnte folglich 

weder beeinflussen, ob überhaupt eine Ausgabe der Aktien erfolgen würde, noch 

zu welchem Zeitpunkt dies geschehe, was der Beteuerung seiner jederzeitigen 

Lieferfähigkeit diametral entgegensteht. Weiter erscheint es merkwürdig, und 

spricht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten, dass dieser 

anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung plötzlich geltend machte, dass 

er das von den Privatklägerinnen überwiesene Geld nicht zurückbezahlt habe, da 

er diesen gegenüber eine offene Forderung habe, welche er nach diesem Verfah-

ren durchsetzen wolle (Urk. 46 S. 6). Dieses Vorhaben bekräftigte er auch im 

Rahmen der Berufungsverhandlung und führte hierzu ergänzend aus, dass er ei-

nen finanziellen Schaden erlitten habe, da B._____ und D._____ mit dem Präsi-

denten der Firma J._____ kolludiert hätten und so nicht nur die vom Beschuldig-

ten zu liefernden J._____-Aktien, sondern auch noch andere Titel erhalten hätten 

(Prot. II S. 16). Allerdings findet sich für diese nachgeschobene Behauptung kei-

nerlei Stütze in den Akten.  

-   19   - 

 Weshalb der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Überweisung der entspre-

chenden Geldbeträge Inhaber/Eigentümer von F._____- und I._____-Aktien ge-

wesen sein soll, wenn diese Firmen den Börsengang noch gar nicht vollzogen 

hatten und es noch gar keine Aktienzertifikate gegeben hatte, wird aus dessen 

Aussagen nicht völlig klar. Letzterer äusserte sich diesbezüglich lediglich einmal, 

als er in der polizeilichen Einvernahme vom 7. Juni 2012 angab, dass ihm auf-

grund persönlicher Investitionen Aktien der F._____ zustehen würden (Ordner 27 

Urk. 100105). Dies könnte sinngemäss auch dem Schreiben von N._____, dem 

Gründer der F._____, vom 28. Juni 2012 entnommen werden (Ordner 26 

Urk. 980078). Dieser bestätigte darin, dass der Beschuldigte Aktionär der F._____ 

sei und dass er dankbar dafür sei, dass der Beschuldigte in der Vergangenheit 

geholfen habe, dringend benötigte finanzielle Mittel für die F._____ aufzutreiben 

("I do appreciate your past assistance in helping F._____ raise much needed 

funds"). Betreffend die I._____ liegt ein Schreiben des Firmen-Präsidents 

O._____ vom 25. Juni 2012 bei den Akten, worin dieser angibt, dass er für den 

Beschuldigten Aktien der I._____ halte, welche er auf Anweisung des Beschuldig-

ten ausgeben/ausstellen würde. Aus welchem Grund er für den Beschuldigten 

diese Aktien halte, kann dem Schreiben nicht entnommen werden (Ordner 26 

Urk. 980077). Die Verteidigung erklärte den Anspruch des Beschuldigten auf die 

F._____- und I._____-Aktien damit, dass dieser noch nicht börsenkotierte Firmen 

beim "going public", bei der Pressearbeit, der Kunden-Akquisition etc. berate, wo-

für man ihm als Gegenleistung regelmässig den Erhalt eines Teils der Aktien der 

entsprechenden Gesellschaft verspreche (Prot. II S. 24). 

 Selbst wenn dem Beschuldigten aber versprochen wurde, dass er nach dem 

Börsengang der F._____ und der I._____, aus welchem Grund auch immer, Ak-

tien von diesen Firmen erhalten werde – was vor dem Hintergrund seines wider-

sprüchlichen Aussageverhaltens nicht glaubhaft ist –, stellt dies keineswegs die 

gleiche Situation dar, wie wenn der Beschuldigte Aktien weiterverkaufen würde, 

deren Zertifikate bereits ausgegeben wurden und in dessen (wenigstens mittelba-

ren) Besitz er sich tatsächlich befindet. Vorliegend war es noch gar nicht klar, ob 

die fraglichen Firmen den Börsengang meistern würden, so dass überhaupt erst 

Aktien hätten ausgegeben werden können. Abgesehen von einem allfälligen Ver-

-   20   - 

sprechen, Aktien der F._____ und I._____ nach deren Börsengang zu erhalten, 

hatte der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Überweisungen durch die Privatkläge-

rinnen keinerlei Verfügungsmacht über irgendwelche – noch nicht ausgegebene – 

Aktien dieser Firmen. Die Argumentation der Verteidigung, wonach der Beschul-

digte die Aktien bereits verschafft bzw. bereits besessen habe (Urk. 73 S. 4 f.) 

und damit Eigentum verkauft habe, verfängt deshalb nicht. 

 Auch eine Zeugenbefragung von O._____ und N._____ – wie von der Ver-

teidigung bereits im Vorverfahren sowie im Rahmen des erstinstanzlichen Ge-

richtsverfahrens beantragt (Ordner 26 Urk. 980073 ff.; Urk. 32; Prot. I S. 6 f.) – 

würde nichts daran zu ändern vermögen, dass der Beschuldigte vor einem Bör-

sengang der F._____ bzw. der I._____ und der Ausgabe der entsprechenden Ak-

tien noch gar nicht die Stellung eines Aktieninhabers inne haben und darum auch 

nicht wie ein Eigentümer über diese verfügen konnte.  

 Aufgrund dieser grundsätzlichen Unsicherheit, ob überhaupt jemals irgend-

welche Aktien ausgegeben werden würden, hätte der Beschuldigte, als erfahrener 

Geschäftsmann, welcher um die bei einem "going public" bestehenden Risiken 

gewusst haben muss, nicht einfach in guten Treuen davon ausgehen können, 

dass er seiner Lieferverpflichtung in jedem Fall hätte nachkommen können, selbst 

wenn er – wie von der Verteidigung vorgebracht wurde (Urk. 73 S. 4 und 6) – mit 

B._____ bereits zuvor Geschäfte nach dem genau gleichen Muster und nach 

demselben Ablauf erfolgreich durchgeführt hat. Entsprechend hätte der Beschul-

digte die zum Zweck der Lieferung von F._____- und I._____-Aktien von den Pri-

vatklägerinnen überwiesenen Geldbeträge bzw. entsprechende Ersatzwerte so 

lange zur Verfügung halten müssen, bis er seine Lieferverpflichtung erfüllt hätte 

bzw. er die Möglichkeit der Erfüllung seiner Verpflichtung abgesichert hätte. Das 

Argument der Verteidigung (Urk. 73 S. 4 f.), wonach der Beschuldigte mit dem 

(behaupteten) Besitz der Aktien der F._____ und I._____ seine vertraglichen Leis-

tungspflichten bereits erfüllt habe, d.h. die Aktien damit bereits beschafft habe, 

stösst dabei ins Leere. Seine Leistungspflichten bestanden eben nicht nur in der 

Beschaffung der fraglichen Aktien, sondern auch in der Auslieferung bzw. der Si-

cherstellung der Zeichnungsmöglichkeit, was aber unbestrittenermassen nie ge-

-   21   - 

schah und deshalb auch entsprechend im Addendum II festgehalten wurde ("due 

to non-fulfillment"). 

 An der Unrechtmässigkeit der Verwendung der Gelder vermag auch die 

nachträgliche Abänderung der Vereinbarung zur Lieferung von 1'450'000 

J._____-Aktien nichts zu ändern. Einerseits kann es den Privatklägerinnen nicht 

zum Nachteil gereichen, dass sie versuchten, mittels einer neuen Vereinbarung 

noch einen Gegenwert für das von ihnen bezahlte Geld zu erhalten. Andererseits 

fand die Abänderung der Liefervereinbarung zu einem Zeitpunkt statt, als bereits 

feststand, dass der Beschuldigte seine ursprünglichen Verpflichtungen nicht erfüllt 

hatte (vgl. den Wortlaut im Addendum II Ordner 27 Urk. 100048) und das vorlie-

gend zu beurteilende tatbestandsmässige Verhalten des Beschuldigten bereits 

vollendet war, weshalb sie für die Erstellung des Anklagesachverhalts auch nicht 

massgebend ist. 

 3.5.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte zweckwid-

rig handelte, indem er, ohne entsprechende Ersatzwerte zur Verfügung zu halten 

und vor Erfüllung bzw. vor Sicherung seiner Erfüllungsmöglichkeit, die Geldbeträ-

ge der Privatklägerinnen für andere Zwecke verwendete, als für die Lieferung der 

fraglichen Aktien.  

 3.6. In subjektiver Hinsicht wusste der Beschuldigte, dass ihm die fraglichen 

Geldbeträge in der Gesamthöhe von rund USD 525'000.– nicht einfach voraus-

setzungslos und zur freien Verfügung, sondern zum Zweck überwiesen wurden, 

dass er den Privatklägerinnen im entsprechenden Gegenwert Aktien der F._____ 

und der I._____ liefere. Es war ihm deshalb auch bewusst, dass das erhaltene 

Geld wirtschaftlich fremd war und er dieses bzw. einen entsprechenden Ersatz-

wert zuhanden der Privatklägerinnen hätte zur Verfügung halten müssen, für den 

Fall, dass er sein Lieferversprechen nicht werde halten können. Dies gilt umso 

mehr, als dass er die Lieferung von Aktien von Firmen versprach, welche den 

Börsengang noch gar nicht vollzogen hatten und es unsicher war, ob sie diesen 

Schritt überhaupt schaffen würden. Der Beschuldigte wusste folglich, dass er über 

das Geld erst verfügen dürfe, wenn er seine Lieferverpflichtung erfüllt hatte bzw. 

wenn seine Lieferfähigkeit gesichert gewesen war. Seine vertraglichen Pflichten 

-   22   - 

waren jedenfalls nicht bereits damit erfüllt, dass ihm der Erhalt von F._____- und 

I._____-Aktien zugesichert wurde (vorstehend, Ziffer 3.4.6.). Indem der Beschul-

digte aber, obwohl er noch nicht wusste, ob er die Aktien überhaupt werde liefern 

können, unmittelbar nach der Überweisung über die Geldbeträge verfügte, nahm 

er zumindest in Kauf, dass er das Geld den Privatklägerinnen nicht werde zurück-

zahlen können und bei diesen ein Vermögensschaden entstehe. 

 Der Beschuldigte verwendete die fraglichen Gelder sodann unbestrittener-

massen für private Zwecke, so z.B. zur Deckung von persönlichen Kreditkarten-

schulden, wobei er wusste, dass die Gelder nicht zu diesem Zweck überwiesen 

wurden und er keinen Anspruch darauf hatte, diese so zu verwenden, womit auch 

die Bereicherungsabsicht gegeben ist. 

 Die Ersatzbereitschaft des Beschuldigten ist schliesslich zu verneinen. Der 

Beschuldigte stellte sich zwar auf den Standpunkt, dass er die Aktien jederzeit 

und von Anfang an habe liefern können, kam aber seiner Lieferverpflichtung oder 

ihrer Absicherung nicht nach. Auch eine Rückzahlung der rund USD 525'000.– an 

die Privatklägerinnen wurde nicht vorgenommen, womit die Ersatzbereitschaft des 

Beschuldigten verneint werden muss. Das vom Beschuldigten behauptete Beste-

hen einer höherwertigen Forderung gegenüber B._____ und D._____ lässt sich 

aufgrund der Verfahrensakten nicht erstellen und ist deshalb als Schutzbehaup-

tung zu werten. Die finanzielle Lage des Beschuldigten bzw. der von ihm kontrol-

lierten G._____ stellte sich im Übrigen als so bescheiden dar, dass keine Mög-

lichkeit bestand, den Privatklägerinnen den Betrag von knapp über einer halben 

Million USD zu ersetzen (vgl. Urk. 58 S. 31 f.). 

 4. Fazit 

 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der Anklagesachverhalt rechts-

genügend erstellt. 

-   23   - 

III. Rechtliche Würdigung 

 1. Tatbestand der Veruntreuung 

 Der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB macht sich in objektiver 

Hinsicht schuldig, wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem 

oder eines anderen Nutzen verwendet. In subjektiver Hinsicht wird Vorsatz vo-

rausgesetzt. Nur wer in Bezug auf sämtliche objektiven Tatbestandselemente mit 

Wissen und Willen handelt, macht sich der Veruntreuung strafbar, wobei Eventu-

alvorsatz genügt (Art. 12 Abs. 2 StGB). 

 2. Tatobjekt 

 2.1. Als Vermögenswert im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB gelten 

vertretbare und unvertretbare Sachen, welche für den Täter nicht fremd (im Sinne 

von Abs. 1) sind, sowie Forderungen oder Buchgeld (BSK StGB-Niggli/Riedo, 

3. Auflage 2013, Art. 138 StGB N 26 ff. m.w.H.; Donatsch, Strafrecht III, 10. Auf-

lage 2013, S. 136 f. m.w.H.; BGE 120 IV 117 E. 2e). 

 Bei den von den Privatklägerinnen auf das USD-Konto der G._____ bei der 

P._____ Privatbank überwiesenen Geldbeträgen im Gesamtumfang von rund 

USD 525'000.– handelt es sich um Buchgeld und damit um einen Vermögenswert 

im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. 

 2.2. Als anvertraut gilt, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in 

bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es 

zu verwahren, zu verwalten oder einem anderen abzuliefern. Der Tatbestand von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfasst Fälle, in denen zivilrechtlich die Fremdheit der 

anvertrauten Werte nicht gegeben oder zumindest zweifelhaft ist. Die Bestim-

mung erfasst indes nur das mit dem in Abs. 1 umschriebene strukturell gleichwer-

tige Unrecht. Bei der Tatvariante von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erwirbt der 

Treuhänder an den erhaltenen Werten Eigentum. Er erlangt daher nicht nur eine 

tatsächliche, sondern auch eine rechtliche Verfügungsmacht. Die ins Eigentum 

-   24   - 

des Treuhänders übergegangenen Werte sind jedoch bestimmt, wieder an den 

Berechtigten zurückzufliessen. In diesem Sinne sind sie wirtschaftlich fremd. Der 

Treuhänder ist deshalb verpflichtet, dem Treugeber den Wert des Empfangenen 

bis zur bestimmungsgemässen Verwendung zu erhalten. Die Werterhaltungs-

pflicht bzw. das Anvertrauen eines Vermögenswerts kann auf ausdrücklicher oder 

stillschweigender Vereinbarung beruhen (vgl. zum Ganzen BGE 133 IV 21 E. 6.2. 

mit weiteren Hinweisen). 

 2.2.1. Unbestrittenermassen waren die Geldbeträge nach der Überweisung 

auf das USD-Konto der G._____, an welchem der Beschuldigte alleine verfü-

gungsberechtigt war, der Zugriffs- und Kontrollmöglichkeit der Privatklägerinnen 

entzogen, womit der Beschuldigte daran den ausschliesslichen Gewahrsam inne 

hatte. 

 2.2.2. Die Verteidigung bestreitet, dass die von den Privatklägerinnen über-

wiesenen Geldbeträge dem Beschuldigten anvertraut waren. Diese seien im Mo-

ment der Überweisung auf das USD-Konto der G._____, welches wirtschaftlich 

dem Beschuldigten gehöre, in dessen Eigentum übergegangen, weshalb es am 

objektiven Tatbestandsmerkmal des Anvertrautseins gebreche und die Erfüllung 

des Tatbestandes der Veruntreuung nicht möglich sei (Urk. 49 S. 7 f.; Urk. 59 

S. 5; Urk. 73 S. 12). 

 2.2.3. Entgegen der Ansicht der Verteidigung stellt die durch die Überwei-

sung herbeigeführte Vermischung der Gelder der Privatklägerinnen mit denjeni-

gen des Beschuldigten kein Hindernis für das Vorliegen des Anvertrautseins im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB dar. Diese Tatbestandsvariante erfasst ge-

rade solche Fälle, in denen – anders als bei der Veruntreuung von Sachen ge-

mäss Abs. 1 – zivilrechtlich die Fremdheit der anvertrauten Werte nicht gegeben 

oder zumindest zweifelhaft ist (vgl. BGE 133 IV 21, E.6.2.). Die von den Privatklä-

gerinnen überwiesenen Geldbeträge vermischten sich zwar mit den Mitteln der 

G._____ und sodann mit denjenigen des Beschuldigten, waren diesem aber wirt-

schaftlich fremd, indem sie diesem zum Zweck überwiesen worden waren, dass 

er im entsprechenden Wert Aktien der F._____ und I._____ an die Privatklägerin-

nen liefere. Sie waren also dazu bestimmt, in der Form von Aktien wieder an die 

-   25   - 

Privatklägerinnen zurückzufliessen. Diese Werterhaltungspflicht wurde auch so 

zwischen den Parteien vertraglich vereinbart (vgl. Addendum II in Ordner 27 Urk. 

100048). Die USD 525'000.– waren dem Beschuldigten folglich anvertraut.  

 3. Tathandlung 

 3.1. Die Tathandlung der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 

StGB besteht in einem Verhalten des Täters, durch welches er eindeutig seinen 

Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch des Treugebers zu vereiteln (Ur-

teil des Bundesgerichts 6B_362/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.3., BGE 133 

IV 21 E.6.1.1., BGE 121 IV 23 E.1.c.). Wurde dem Täter Geld übergeben und mit 

ihm die Vereinbarung getroffen, es für einen bestimmten Zweck und nicht anders 

zu verwenden, so trifft ihn bis zur bestimmungsgemässen Verwendung die stän-

dige Werterhaltungspflicht darüber; er hat es bis zu diesem Zeitpunkt in dem Sin-

ne treuhänderisch zu verwalten, als dass er in der Höhe der übergebenen Summe 

jederzeit liquid sein muss (vgl. zum Ganzen: BSK StGB-Niggli/Riedo, a.a.O., 

Art. 138 StGB N 107 f.; Donatsch, a.a.O., S. 145). Der Vermögensschaden bildet 

ein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal, das freilich im Tatbestandselement 

der unrechtmässigen Verwendung bereits definitorisch erfasst ist. Denn bei Ge-

fährdung des obligatorischen Anspruchs entsteht eine Wertminderung (BSK 

StGB-Niggli/Riedo, a.a.O., Art. 138 StGB N 110). 

 3.2. Indem der Beschuldigte keine direkte Verfügungsmacht über die Aktien 

hatte und sich zudem auch nicht sicher sein konnte, dass aufgrund des ange-

dachten Börsengangs der F._____ und I._____ überhaupt Aktien derselben aus-

gegeben würden, hätte er nicht über das Geld der Privatklägerinnen verfügen dür-

fen, solange er seiner Lieferpflicht nicht nachgekommen war oder die Möglichkeit 

zur Lieferung der Aktien nicht vorgängig abgesichert hatte. Der Beschuldigte griff 

aber jeweils bereits unmittelbar nach dem Eingang der Gelder der Privatklägerin-

nen auf diese zu. Von den für die Lieferung der F._____-Aktien bestimmten USD 

225'000.– bezog der Beschuldigte innert knapp vier Wochen USD 197'643.–. Die 

rund USD 300'000.– für die Lieferung der I._____-Aktien wurden innert knapp drei 

Wochen im Umfang von etwa USD 298'000.– für persönliche Zwecke verwendet; 

auch eine Rückerstattung der rund USD 525'000.– an die Privatklägerinnen er-

-   26   - 

folgte nie, womit diesen ein Vermögensschaden im entsprechenden Umfang ver-

blieb. 

 3.3. Der Auffassung der Vorinstanz folgend (Urk. 58 S. 40) ist von einer 

mehrfachen Tatbegehung auszugehen. 

 4. Vorsatz und Bereicherungsabsicht 

 4.1. In subjektiver Hinsicht muss der Täter vorsätzlich handeln. Der Vorsatz 

muss sich auf die wirtschaftliche Fremdheit der Vermögenswerte sowie auf die 

Unrechtmässigkeit der Verwendung des Empfangenen beziehen. Verlangt wird 

weiter – obwohl dies in Abs. 2 nicht ausdrücklich wiederholt wird – gleich wie in 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, die Absicht des Täters, sich oder einen Dritten unge-

rechtfertigt zu bereichern (BSK StGB-Niggli/Riedo, a.a.O., Art. 138 StGB N 112 f. 

m.w.H.). Ersatzbereitschaft schliesst nach der Rechtsprechung Veruntreuung aus. 

Es fehlt an der strafwürdigen Absicht, wenn der Täter den Willen und die Möglich-

keit hatte, seine Treuepflicht zeitgerecht zu erfüllen (PK StGB-Trechsel/Crameri 

2018, Art. 138 N 19; m.w.H. auf BGE 91 IV 132 ff., 81 IV 234, 77 IV 12, 74 IV 31, 

71 IV 125). Das Bundesgericht verneint die Ersatzbereitschaft grundsätzlich dann, 

wenn der Täter trotz Ersatzwillens aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage nicht 

überzeugt sein kann, rechtzeitig Ersatz leisten zu können (BGer, KassH, 5. April 

2000, 6S.835/1999), was so zu verstehen sei, dass das Bestehen des Ersatzwil-

lens – trotz Behauptung des Täters – nicht angenommen werden könne, wenn 

objektiv betrachtet angesichts der Finanzlage des Täters dieser Wille gar nicht 

habe bestehen können (BSK StGB-Niggli/Riedo, a.a.O., Art. 138 StGB N 120). 

Wer nicht überzeugt ist, fristgerecht Ersatz leisten zu können, der weiss und 

rechnet damit, dass eine unrechtmässige Bereicherung eintreten könnte. Wenn er 

trotzdem über das anvertraute Gut verfügt, nimmt er den möglichen Bereiche-

rungserfolg in Kauf und handelt somit in eventueller Bereicherungsabsicht, was 

gemäss allgemeiner Regel für die subjektive Tatbestandsmässigkeit genügt (vgl. 

BGE 118 IV 29 f.; BGE 124 IV 9 ff.). 

 4.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 58 S. 36 ff.) ist das vorsätzliche Handeln des 

Beschuldigten als gegeben zu erachten. Er wusste, dass ihm die Geldbeträge von 

-   27   - 

den Privatklägerinnen zum Zweck der Lieferung von F._____- und I._____-Aktien 

überwiesen worden waren, zumal dies im Bestätigungsschreiben der G._____ 

vom 26. November 2009 sowie im Addendum II vom 22. Februar 2011 nochmals 

ausdrücklich festgehalten wurde. Er musste folglich wissen, dass er vereinba-

rungswidrig und damit unrechtmässig handelte, indem er einen Grossteil der Gel-

der für persönliche Zwecke verwendete, ohne den Privatklägerinnen vereinba-

rungsgemäss den entsprechenden Gegenwert in F._____- und I._____-Aktien zu 

liefern, dies wenigstens abzusichern oder ersatzweise die Gelder wieder zurück-

zuerstatten. Durch die unrechtmässige Verwendung der Gelder, ohne dafür be-

sorgt zu sein, dass den Privatklägerinnen der vereinbarte Gegenwert in Aktien ge-

liefert werde, nahm der Beschuldigte in Kauf, dass den Privatklägerinnen ein 

Vermögensschaden entstehen werde. 

 Weiter handelte der Beschuldigte wenigstens in eventueller Bereicherungs-

absicht. Er war sich der Anvertrautheit der überwiesenen Gelder bewusst, konnte 

aber gleichzeitig nicht mit Sicherheit wissen, ob er dazu in der Lage sein werde, 

seiner Lieferverpflichtung nachzukommen. Dennoch griff er, teilweise noch am 

Tag der Überweisung, auf die anvertrauten Gelder zu und verbrauchte diese je-

weils innerhalb weniger Wochen fast gänzlich für persönliche Zwecke, ohne für 

eine Absicherung des Anspruchs der Privatklägerinnen zu sorgen sowie im Wis-

sen, dass er zur Rückerstattung der USD 525'000.– nicht in der Lage sein werde 

(vgl. die nachfolgenden Erwägungen). Entsprechend nahm er den Eintritt einer 

unrechtmässigen Bereicherung seinerseits in Kauf. 

 Zur Ersatzbereitschaft des Beschuldigten ist festzuhalten, dass er den Pri-

vatklägerinnen bis heute weder irgendwelche Aktien geliefert noch das dafür 

überwiesene Geld zurückerstattet hat. Der Beschuldigte stellt sich dabei auf ei-

nerseits den Standpunkt, dass nie eine Rückerstattungspflicht vereinbart worden 

sei und mit der Unterzeichnung des Addendum II statt der Lieferung von F._____- 

und I._____-Aktien für den Gesamtbetrag von rund USD 525'000.– die Lieferung 

von 1'450'000 J._____-Aktien geschuldet sei (Ordner 27 Urk. 100048; Urk. 46 

S. 6; Prot. II S. 15). Für deren Lieferung sei aber nicht der Beschuldigte, sondern 

ein Dritter (Q._____) verantwortlich, da dieser ihm (dem Beschuldigten) noch die 

-   28   - 

Auslieferung von 5 Mio. J._____-Aktien schulde (Ordner 27 Urk. 100103; Ordner 

28 Urk. 100301, 100307). Die unterlassene Rückzahlung der überwiesenen Geld-

beträge rechtfertigte der Beschuldigte dagegen damit, dass er aufgrund kolludie-

renden Verhaltens von B._____ und D._____ einen Schaden erlitten habe und 

deshalb diesen gegenüber eine Forderung besitze, welche er mit den von ihnen 

geforderten USD 525'000.– verrechnen wolle, wobei ein solcher Anspruch jegli-

cher Stütze in den Verfahrensakten entbehrt (vorstehend, Ziffer II.3.5.2.). Ein Er-

satzwille des Beschuldigten ist unter diesen Umständen zu verneinen. 

 Von einer Ersatzfähigkeit des Beschuldigten kann – der Vorinstanz folgend 

(Urk. 58 S. 31 f. und 39) – ebenfalls nicht gesprochen werden. Der Beschuldigte 

kannte den Stand seiner Finanzen und wusste, dass er die rund USD 525'000.– 

im relevanten Zeitraum aufgrund seiner schlechten finanziellen Lage nicht aus ei-

genen Mitteln bzw. aus solchen seiner Firmen hätte ersetzen können. Der effekti-

ve oder potenzielle Zufluss neuer finanzieller Mittel aus anderen Quellen ist aus 

den bei den Akten liegenden Unterlagen ebenfalls nicht ersichtlich und solches 

wurde vom Beschuldigten denn auch nicht geltend gemacht. 

 5. Ergebnis 

 Der Beschuldigte ist folglich, da auch nicht etwa Rechtfertigungs- oder 

Schuldausschlussgründe vorliegen, der mehrfachen Veruntreuung gemäss 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Sanktion 

1. Änderung des Sanktionenrechts 

Der Beschuldigte hat die zu beurteilende Straftat vor Inkrafttreten der seit 

1. Januar 2018 geltenden neuen Bestimmungen des allgemeinen Teils des Straf-

gesetzbuches (Änderung des Sanktionenrechts; AS 2016 1249) begangen. Das 

geltende (neue) Recht ist daher im konkreten Fall nur anzuwenden, sofern es für 

den Beschuldigten zu einem günstigeren Ergebnis führt (Art. 2 Abs. 2 StGB; Do-

natsch, in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder [Hrsg.], Kommentar zum StGB, 

-   29   - 

20. Auflage 2018, Art. 2 N 10). Das ist vorliegend nicht der Fall, da das geltende 

(neue) Sanktionenrecht grundsätzlich keine mildere Bestrafung vorsieht und eine 

Gesamtstrafenbildung gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB, welche zu einem für den Tä-

ter günstigeren Ergebnis führt, vorliegend nicht zur Diskussion steht. 

2. Strafrahmen 

 2.1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzun-

gen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der 

Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

Vorliegend gilt es grundsätzlich eine mehrfache Tatbegehung durch den Beschul-

digten zu beurteilen. Aufgrund der zeitlichen Nähe der beiden Tatbegehungen, 

deren Gleichartigkeit sowie unter Berücksichtigung, dass diese in einem gemein-

samen Kontext stehen, rechtfertigt es sich, die beiden Taten einheitlich zu beurtei-

len. 

 2.2. Der massgebende ordentliche Strafrahmen für eine qualifizierte Verun-

treuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB reicht von Geldstrafe bis zu fünf Jah-

ren Freiheitsstrafe. Eine Erweiterung des ordentlichen Strafrahmens drängt sich 

vorliegend mangels ausserordentlicher Umstände nicht auf. Die mehrfache Tat-

begehung ist innerhalb des Strafrahmens straferhöhend zu berücksichtigen. 

 3. Strafzumessungsfaktoren 

 Von der Vorinstanz wurden die zu den Kriterien der Strafzumessung nötigen 

theoretischen Ausführungen bereits gemacht. Darauf und auf die diesbezügliche 

Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 136 IV 55 E.5.4. ff.; 135 IV 130 

E.5.3.1; 132 IV 102 E.8.1; je mit Hinweisen) kann vorab verwiesen werden. 

 4. Konkrete Strafzumessung 

 4.1. Objektive Tatschwere 

 Bezüglich der objektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass die vom Be-

schuldigten veruntreute Deliktssumme von gut einer halben Million USD beträcht-

-   30   - 

lich ist. Das Vorgehen des Beschuldigten erweist sich dabei zwar nicht als beson-

ders raffiniert oder clever, dafür jedoch als dreist. 

 Die mehrfache Tatbegehung des Beschuldigten ist straferhöhend zu berück-

sichtigen. 

 Schliesslich erscheint es nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass die ge-

schäftsgewandten Privatklägerinnen, nachdem der Beschuldigte bereits nicht im 

Stande war, die F._____-Aktien zu liefern und sich Fragen betreffend derer tat-

sächlicher Existenz stellten, mit dem Beschuldigten noch ein zweites Geschäft 

über eine noch grössere Summe abschlossen, ohne dass sie hierfür eine zusätz-

liche Absicherung, bspw. durch eine Transaktion der Gelder auf ein Sperrkonto 

bis zur Erfüllung des Lieferanspruchs, vorsahen. Diese Opfermitverantwortung ist 

verschuldensmindernd zu berücksichtigen. 

 Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten ist vor dem Hintergrund 

des Gesagten als noch leicht zu bezeichnen. Eine hypothetische Einsatzstrafe 

von 18 Monaten Freiheitsstrafe erweist sich als angemessen. 

 4.2. Subjektive Tatschwere 

 Der Beschuldigte handelte vorliegend direktvorsätzlich und aus einer rein 

egoistischen Motivation heraus. Eine finanzielle Notlage des Beschuldigten, wel-

che zur Delinquenz hätte verleiten können, lag nicht vor. 

 Das subjektive Tatverschulden des Beschuldigten ist, wie das objektive Tat-

verschulden, als noch leicht zu bezeichnen, womit es bei der vorerwähnten Ein-

satzstrafe bleibt. Ein Anwendungsfall von Art. 48 StGB ist nicht gegeben. 

 4.3. Täterkomponente 

 4.3.1. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

kann zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 58 S. 47 ff.) verwiesen werden. Anlässlich der 

Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, dass er neben der britischen 

und kanadischen, auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitze (Prot. II 

-   31   - 

S. 4). Er sei in Kenia geboren und habe bis im Alter von 3 Jahren dort gelebt. Da-

nach sei seine Familie in die Demokratische Republik Kongo ausgewandert, wo 

sie wiederum zehn Jahre gelebt hätten. Als der Beschuldigte 14 Jahre alt gewe-

sen sei, sei die Familie schliesslich nach Kanada gezogen. Aktuell befinde sich 

sein offizieller Wohnsitz in R._____ (VAE), wobei er diesen aber in die Schweiz 

verlegen wolle. Seine Freundin, mit welcher er einen am tt.mm.2016 geborenen 

Sohn habe, wohne in Zürich. Diese Vaterschaft sei seit dem 18. Februar 2018 

eingetragen. Der Beschuldigte zahle auch Unterhaltsbeiträge für seine Freundin 

und seinen Sohn, welche ungefähr Fr. 2'500.– pro Monat betragen würden. Der 

Betrag variiere jedoch, da er einfach das bezahle, was zu bezahlen sei. Die letzte 

Überweisung, welche etwa anfangs Mai 2018 erfolgt sei, habe USD 3'996.– be-

tragen. In beruflicher Hinsicht berate der Beschuldigte momentan zwei Publi-

kumsgesellschaften und verdiene damit monatlich USD 15'000.–, wobei sein Ein-

kommen aber variabel sei. Im letzten Jahr habe er insgesamt etwa USD 

200'000.– verdient. Ersparnisse habe er keine (Prot. II S. 5 ff.). 

 Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten erwei-

sen sich als strafzumessungsneutral. 

 4.3.2. Der Beschuldigte wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat vom 9. März 2009 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln mit einer 

Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.–, unter Ansetzung einer Probezeit von 

zwei Jahren verurteilt (Urk. 67). Mit der Vorinstanz (Urk. 58 S. 49) ist diese länger 

zurückliegende und nicht einschlägige Vorstrafe als strafzumessungsneutral zu 

werten.  

 4.3.3. Weiter ist dem Verhalten des Täters nach der Tat und im Strafverfah-

ren Rechnung zu tragen. Ein Geständnis und das kooperative Verhalten eines Tä-

ters bei der Aufklärung von Straftaten sowie seine Einsicht und Reue wirken 

strafmindernd. Dabei können umfassende und prozessentscheidende Geständ-

nisse eine Strafreduktion von bis zu einem Drittel bewirken (BGE 121 IV 202 

E. 2d/cc). 

-   32   - 

 Der Beschuldigte stellte grundsätzlich nicht in Abrede, die anklagegegen-

ständlichen Geldbeträge von den Privatklägerinnen zwecks Lieferung von Aktien 

erhalten, aber für persönliche Zwecke verwendet zu haben. Er bestritt jedoch bis 

zuletzt, dass sein Handeln nicht erlaubt gewesen sei und dass er nicht vertrags-

gemäss gehandelt habe. Ein Geständnis liegt damit nicht vor und auch Einsicht 

und Reue sind beim Beschuldigten nicht erkennbar.  

 4.3.4. Die Täterkomponente erweist sich insgesamt als strafzumessungs-

neutral. 

 5. Ergebnis 

 In Würdigung aller relevanten Strafzumessungsgründe erweist sich eine 

Freiheitsstrafe von 18 Monaten dem Verschulden des Beschuldigten als ange-

messen. 

V. Strafvollzug und Widerruf 

 1. Die theoretischen Grundlagen des Strafvollzugs sowie des Widerrufs 

wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergegeben, womit auf diese verwiesen 

werden kann (Urk. 58 S. 51 f.). 

 2. Die Vorinstanz hat den Vollzug der Freiheitsstrafe unter Ansetzung ei-

ner Probezeit von drei Jahren aufgeschoben (Urk. 58 S. 51). Die Ausfällung einer 

unbedingten Strafe im Berufungsverfahren würde dem Verschlechterungsverbot 

widersprechen. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 58 S. 51 f.) be-

steht jedoch kein begründeter Anlass, eine länger als 2 Jahre dauernde Probezeit 

anzuordnen. 

 3. Zutreffend wies die Vorinstanz sodann darauf hin, dass ein Widerruf des 

bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 

5. März 2009 ausgefällten bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.– 

gemäss Art. 46 Abs. 5 StGB nicht mehr in Frage kommt, da seit dem Ablauf der 

entsprechenden Probezeit mehr als drei Jahre vergangen sind (Urk. 58 S. 52). 

-   33   - 

VI. Zivilansprüche 

 1. Voraussetzung für die Zusprechung von Schadenersatz ist gemäss 

Art. 41 OR, dass ein Schaden vorliegt, welcher durch ein widerrechtliches und 

schuldhaftes Verhalten adäquat kausal verursacht wurde. Die Rechtsmittelinstanz 

darf der Privatklägerschaft im Rahmen der Zivilklage nicht mehr und nichts ande-

res zusprechen, als diese verlangt, was in Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO festgehalten 

wird (BSK StPO-Dolge, 2. Auflage 2014, Art. 122 StPO N 5 ff. und N 24 f.; 

Schmid, Praxiskommentar StPO, Art. 391 N 2). Grundsätzlich hat das Gericht 

gemäss Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO über die anhängig gemachte Zivilklage zu ent-

scheiden, wenn es die beschuldigte Person schuldig spricht. Davon darf das Ge-

richt dann abweichen, wenn die Privatklägerschaft die Zivilklage nicht hinreichend 

begründet oder beziffert hat (Art. 126 Abs. 2 lit. c StPO) oder wenn die vollständi-

ge Beurteilung des Zivilanspruchs unverhältnismässig aufwendig wäre (Art. 126 

Abs. 3 StPO). In diesen Fällen ist die Zivilklage auf den Zivilweg zu verweisen. In-

haltlich kann das Adhäsionsurteil auf Gutheissung, teilweise Gutheissung oder 

Abweisung der Zivilklage lauten. Bei teilweiser Gutheissung muss über den nicht 

gutgeheissenen Teil ebenfalls eine Entscheidung gefällt werden: Ist dieser Teil 

spruchreif, aber nicht begründet, wird er abgewiesen. Ist dieser Teil dagegen nicht 

genügend substantiiert, wird er auf den Zivilweg verwiesen. Abzuweisen ist die 

Zivilklage hingegen dann, wenn sie spruchreif, aber unbegründet ist oder die Ak-

tiv- oder die Passivlegitimation nicht gegeben ist, schliesslich auch dann, wenn 

aufgrund der Beweislosigkeit zu Lasten der Zivilklägerschaft zu entscheiden ist 

(BSK StPO-Dolge, a.a.O.Art. 126 N 23 ff.). 

 2. Die Privatklägerin 1 liess sich von der Privatklägerin 2 mit einem 

"Assignment" vom 1. Juli 2012 sämtliche Ansprüche aus dem Addendum II vom 

22. Februar 2011 abtreten (Ordner 26 Urk. 980066) und stellte den Antrag, der 

Beschuldigte sei zu verpflichten, ihr Schadenersatz im Betrag von USD 

1'050'000.– (Fr. 934'500 zum Umrechnungskurs USD/Fr. 0.89 vom 22. April 

2011), zuzüglich 5% p.a. Zins seit dem 23. April 2011, zu bezahlen. Eventualiter 

sei der Beschuldigte zu verpflichten, der Privatklägerin 1 den Betrag von rund 

USD 525'000.– (Fr. 467'250.– zum Umrechnungskurs USD/Fr. 0.89 vom 22. April 

-   34   - 

2011), zuzüglich 5% Zins seit dem 23. April 2011 zu bezahlen (Ordner 26 

Urk. 980061). 

 3. Vorab kann – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 58 S. 52 ff.), insoweit nach-

stehend nicht davon abgewichen wird.  

 4. Die Schadenersatzforderung im Umfang von USD 1'050'000.–, welche 

im Zusammenhang mit der im Addendum II vom 22. Februar 2011 festgehaltenen 

Garantieerklärung steht, weist keinen Konnex zur vorliegend zu beurteilenden 

Straftat auf, weshalb diesbezüglich kein adhäsionsfähiger Schaden vorliegt. Auf 

das Hauptbegehren der Privatklägerin 1 ist deshalb nicht einzutreten. 

 5.1. Mit Bezug auf das von der Vorinstanz gutgeheissene Eventualbegeh-

ren der Privatklägerin 1 wurde seitens des Beschuldigten anlässlich der Beru-

fungsverhandlung insbesondere eingewandt, dass das ursprüngliche Rechtsver-

hältnis zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerschaft betreffend Be-

schaffung der F._____- und I._____-Aktien mit dem Addendum II von den Betei-

ligten noviert worden sei und anstelle von F._____- und I._____-Aktien nunmehr 

ausschliesslich J._____-Aktien beschafft werden sollten. Dies habe zur Folge, 

dass die Privatklägerschaft aus der ursprünglichen Forderung betreffend die Be-

schaffung von F._____- und I._____-Aktien keine zivilrechtlichen Ansprüche und 

insbesondere keine Schadenersatzansprüche gegenüber dem Beschuldigten gel-

tend machen könne. Die Vorgänge im Zusammenhang mit den J._____ Aktien 

seien nicht von der Anklage und diesem Strafverfahren erfasst und eine adhäsi-

onsweise Geltendmachung im Zusammenhang mit J._____-Aktien sei somit nicht 

möglich. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass die Zivilforderung richtig-

erweise in den Vorgängen betreffend die F._____- und I._____-Aktien gründe, sei 

der Schaden nicht hinreichend substantiiert worden und unberücksichtigt geblie-

ben, dass die I._____-Aktien bis zum heutigen Tag geliefert werden könnten, wo-

bei es in der Natur von risikobehafteten Investments liege, dass sich diese auch 

einmal nicht "auszahlen" könnten. Von der behaupteten Schadenssumme wäre 

deshalb ohnehin der für den Kauf der F._____- und I._____-Aktien bezahlte Be-

trag abzuziehen (Urk. 73 S. 14 f.).  

-   35   - 

 5.2. Vorab ist wesentlich, dass die Schadenersatzansprüche ihre Rechts-

grundlage in den unerlaubten Handlungen des Beschuldigten haben, welche im 

Zeitpunkt der Abänderung der Liefervereinbarung gemäss Addendum II bereits 

vollendet waren. Da es sich bei der Veruntreuung um ein Tätigkeitsdelikt handelt, 

musste der Aussenerfolg der unrechtmässigen Verwendung der Mittel nicht mehr 

überprüft werden (BSK StGB-Niggli, a.a.O., Art. 138 StGB N 8; siehe vorstehend 

unter Ziffer III.3.). Zivilrechtlich besteht der Schaden vorliegend in der ungewollten 

Vermögenseinbusse der Geschädigten durch die Verminderung ihrer Aktiven im 

Betrag von USD 525'000.–, für welchen das widerrechtliche und schuldhafte 

Handeln des Beschuldigten adäquat kausal war. 

 5.3. Vor dem Eintritt des schädigenden Ereignisses bereits bestehende 

Rechtsbeziehungen zwischen Geschädigtem und Ersatzpflichtigem schliessen ei-

ne Berufung des Geschädigten auf einen Haftungstatbestand der unerlaubten 

Handlung nicht aus. Aus Sicht des Geschädigten besteht demnach Anspruchs-

konkurrenz, wobei der eine Anspruch mit der Erfüllung des anderen untergeht 

(Rey/Wildhaber, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 5. Auflage 2018, N 50 ff.).  

 Vorliegend ist nicht erstellt und wurde seitens des Beschuldigten auch nicht 

rechtsgenügend substantiiert dargetan, dass die Geschädigten aus dem gemäss 

Beschuldigten novierten Rechtsverhältnis Schadenersatz erhalten haben oder all-

gemein ihrer Schadenminderungspflicht ungenügend nachgekommen sind. Auch 

kann der Beschuldigte aus dem Umstand, dass die geltend gemachte Novation 

zeitlich nach der unerlaubten Handlung erfolgte, nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten, haben die Geschädigten mit dem Abschluss des Addendum II doch nicht auf 

ihre Ansprüche aus unerlaubter Handlung verzichtet. An der Unrechtmässigkeit 

der Verwendung der Gelder durch den Beschuldigten vermag deshalb auch die 

nachträgliche Abänderung der Vereinbarung zur Lieferung von 1'450'000 

J._____-Aktien nichts zu ändern.  

 5.4. Der Beschuldigte ist deshalb zu verpflichten, der Privatklägerin 1 

Schadenersatz im Betrag von rund USD 525'000.–, zuzüglich 5% Zins seit dem 

23. April 2011, zu bezahlen. 

-   36   - 

VII. Einziehungen und Beschlagnahme 

 1. Mit Urteil der Vorinstanz wurde hinsichtlich der beschlagnahmten 

Fr. 56'264.80 entschieden, dass diese nach Eintritt der Rechtskraft des Ent-

scheids und soweit erforderlich zur Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden 

seien. Im die Kosten übersteigenden Umfang sei dieses Geld dem Beschuldigten 

wieder freizugeben (Urk. 58 S. 55). Auch dagegen richtet sich die Berufung des 

Beschuldigten. 

 2. Hinsichtlich der rechtstheoretischen Voraussetzungen für die Be-

schlagnahmung und Einziehung von Vermögenswerten kann auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 58 S. 54 f.). 

 3. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend erwog (Urk. 58 S. 55), sind keine 

Hinweise auf eine deliktische Herkunft der beschlagnahmten Vermögenswerte er-

sichtlich. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 30. Oktober 2014 ab dem 

Konto des Beschuldigten bei der S._____ AG beschlagnahmten Fr. 56'264.80 

sind daher nach Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils zur Deckung sämtli-

cher Verfahrenskosten zu verwenden und im übersteigenden Betrag dem Be-

schuldigten auf erstes Verlangen auszubezahlen. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1. Vorinstanzliches Verfahren 

 1.1. Mit dem angefochtenen Urteil wurden dem Beschuldigten die Kosten 

des Vorverfahrens sowie des erstinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich derje-

nigen der amtlichen Verteidigung, auferlegt (Urteilsdispositiv Ziffer 8). Der Ent-

scheid betreffend die Auflage der Kosten der amtlichen Verteidigung an den Be-

schuldigten wurde jedoch nicht eigens begründet (vgl. Urk. 58 S. 56). 

 1.2. Im Falle der amtlichen Verteidigung übernimmt der Staat vorweg die 

Bezahlung des entsprechenden Honorars. Die beschuldigte Person wird rücker-

stattungspflichtig, sofern sie dazu finanziell in der Lage ist (BSK StPO-Ruckstuhl, 

-   37   - 

2. Auflage 2014, Art. 135 StPO N 21). Erlauben es die wirtschaftlichen Verhältnis-

se der beschuldigten Person, diese Kosten sofort zurückzuzahlen, kann die 

Rückerstattungspflicht bereits im Endentscheid angeordnet werden (BSK StPO-

Ruckstuhl, a.a.O., Art. 135 StPO N 135). 

 1.3. Unabhängig vom durch den Beschuldigten erwirtschafteten Erwerbs-

einkommen ist festzuhalten, dass ihm, nach Abzug der vorinstanzlichen Verfah-

renskosten von insgesamt Fr. 18'540.– (vgl. Urk. 58 S. 58) aus den von be-

schlagnahmten Vermögenswerten in der Höhe von Fr. 56'264.80, noch rund 

Fr. 37'000.– freigegeben würden. Für die Kosten von Fr. 7'722.– für die amtliche 

Verteidigung im vorinstanzlichen Verfahren aufzukommen wäre dem Beschuldig-

ten damit ohne Weiteres möglich, weshalb diese Anwaltskosten ihm direkt aufzu-

erlegen sind. 

 1.4. In Anbetracht dessen, dass es vorliegend beim vorinstanzlichen 

Schuldspruch bleibt, ist auch das übrige vorinstanzliche Kosten- und Entschädi-

gungsdispositiv zu bestätigen (Urteilsdispositiv Ziffern 7 und 9). 

 2. Kosten des Berufungsverfahrens  

 2.1. Da der Beschuldigte mit seiner Berufung unterliegt, sind ihm auch die 

Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

 2.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

Art. 424 Abs. 1 StPO i. V. m. §§ 16, 2 Abs. 1 lit. b, c und d sowie 14 GebV OG un-

ter Berücksichtigung der Bedeutung und Schwierigkeit des Falles sowie des Zeit-

aufwands des Gerichts für dieses Verfahren auf Fr. 4'000.– festzusetzen. 

 3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren sind auf 

die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 i. V. m. Art. 135 Abs. 4 StPO). Der 

amtliche Verteidiger des Beschuldigten beantragt für das Berufungsverfahren eine 

Entschädigung von Fr. 7'653.33, inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen 

(Urk. 71). Der von ihm veranschlagte Stundenansatz von Fr. 350.– übersteigt da-

bei den für amtliche Mandate praxisgemäss gewährten Stundenansatz von 

Fr. 220.– (§ 3 AnwGebV), weshalb er entsprechend zu reduzieren ist. Der in der 

-   38   - 

Honorarnote nicht enthaltene Aufwand für die Teilnahme an der Berufungsver-

handlung, die Nachbesprechung derselben sowie die Wegzeit ist mit zusätzlichen 

4,5 Stunden (à Fr. 220.–) zu berücksichtigen. Damit ist der amtliche Verteidiger 

mit gerundet Fr. 6'700.– (entspricht 27,87 Stunden à Fr. 220.– inklusive Mehr-

wertsteuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Die Rück-

zahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abtei-

lung, vom 5. Oktober 2016 bezüglich der Dispositivziffer 6 (Herausgabe) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

zwei Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ Inc.) Scha-

denersatz von USD 525'000.–, zuzüglich 5% Zins seit dem 23. April 2011, 

zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird auf die Schadenersatzforderung nicht ein-

getreten. 

5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziffern 7, 8 und 

9) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   39   - 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'700.–   amtliche Verteidigung. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

30. Oktober 2014 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 56'264.80 (Restbetrag) 

wird zur Deckung der Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Ge-

richtsverfahrens sowie des Berufungsverfahrens herangezogen. 

Ein allfälliger Restbetrag wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechts-

kraft dieses Entscheids auf erstes Verlangen ausbezahlt. 

9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten; 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich; 
− Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerschaft; 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.); 

und hernach als begründetes Urteil an 
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-

schuldigten; 
− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich; 
− Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerschaft (sofern verlangt); 
und nach Eintritt der Rechtskraft an 
− die Vorinstanz (mit dem Ersuchen der Mitteilung an die zuständigen 

Amtsstellen, insbesondere an die Staatsanwaltschaft III des Kantons 
Zürich sowie die amtliche Verteidigung betreffend Dispositivziffer 6 des 
vorinstanzlichen Urteils); 

-   40   - 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A; 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 

8090 Zürich; 
− die Kasse des Bezirksgerichtes Zürich betreffend Dispositivziffer 8. 

10. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 28. Mai 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Ruggli 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Samokec 
 

 

-   41   - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

 

	Urteil vom 28. Mai 2018
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 58)
	1. Der Beschuldigte A._____ ist der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 Schadenersatz von insgesamt USD 525'000 zzgl. Zins von 5% seit dem 23. April 2011 zu bezahlen.
	Im übersteigenden Betrag wird auf die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 1 nicht eingetreten.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 30. Oktober 2014 verbleibenden beschlagnahmten CHF 56'264.80 werden zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	Ein allfälliger Restbetrag wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids auf erstes Verlangen ausbezahlt.
	6. Die im Juni 2014 sichergestellten, im Tresor der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich lagernden Zertifikate (Pennystocks) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids innert einer Frist von drei Monaten auf erstes Verl...
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die Verteidigung des Beschuldigten mit CHF 7'722 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Berufungsanträge:
	1. Die durch die Vorinstanz erfolgte Verurteilung des Beschuldigten sei vollumfänglich aufzuheben, der Beschuldigte mithin von Schuld und Strafe freizusprechen;
	2. Entsprechend seien auch die Zivilansprüche der Privatklägerinnen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist; eventualiter seien sie ins Zivilverfahren zu verweisen;
	3. Die Verfahrenskosten inklusive diejenigen der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. Für die Verteidigungskosten, welche vor der Ernennung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ zum amtlichen Verteidiger aufgelaufen sind, sei dem B...
	Es sei das vorinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, vom 5. Oktober 2016 zu bestätigen.
	Erwägungen:
	I. Formelles
	II. Sachverhalt
	3.2. Zur Erstellung des strittigen Anklagesachverhalts dienen im Wesentlichen die Aussagen des Beschuldigten (Ordner 27 Urk. 100099 ff.; Ordner 28 Urk. 100298 ff., 100300 f., 100513 ff.; Prot. II S. 12 ff.) sowie der Zeugen B._____ (Ordner 27 Urk. 10...

	III. Rechtliche Würdigung
	1. Tatbestand der Veruntreuung
	Der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB macht sich in objektiver Hinsicht schuldig, wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. In subjektiver Hinsicht wird Vorsatz vorausgesetzt. Nur wer...
	2. Tatobjekt
	2.1. Als Vermögenswert im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB gelten vertretbare und unvertretbare Sachen, welche für den Täter nicht fremd (im Sinne von Abs. 1) sind, sowie Forderungen oder Buchgeld (BSK StGB-Niggli/Riedo, 3. Auflage 2013, Art. 1...
	Bei den von den Privatklägerinnen auf das USD-Konto der G._____ bei der P._____ Privatbank überwiesenen Geldbeträgen im Gesamtumfang von rund USD 525'000.– handelt es sich um Buchgeld und damit um einen Vermögenswert im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs...
	3. Tathandlung
	3.1. Die Tathandlung der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB besteht in einem Verhalten des Täters, durch welches er eindeutig seinen Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch des Treugebers zu vereiteln (Urteil des Bundesgeric...
	3.2. Indem der Beschuldigte keine direkte Verfügungsmacht über die Aktien hatte und sich zudem auch nicht sicher sein konnte, dass aufgrund des angedachten Börsengangs der F._____ und I._____ überhaupt Aktien derselben ausgegeben würden, hätte er nic...
	3.3. Der Auffassung der Vorinstanz folgend (Urk. 58 S. 40) ist von einer mehrfachen Tatbegehung auszugehen.
	4. Vorsatz und Bereicherungsabsicht
	4.1. In subjektiver Hinsicht muss der Täter vorsätzlich handeln. Der Vorsatz muss sich auf die wirtschaftliche Fremdheit der Vermögenswerte sowie auf die Unrechtmässigkeit der Verwendung des Empfangenen beziehen. Verlangt wird weiter – obwohl dies in...
	4.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 58 S. 36 ff.) ist das vorsätzliche Handeln des Beschuldigten als gegeben zu erachten. Er wusste, dass ihm die Geldbeträge von den Privatklägerinnen zum Zweck der Lieferung von F._____- und I._____-Aktien überwiesen worde...
	Weiter handelte der Beschuldigte wenigstens in eventueller Bereicherungsabsicht. Er war sich der Anvertrautheit der überwiesenen Gelder bewusst, konnte aber gleichzeitig nicht mit Sicherheit wissen, ob er dazu in der Lage sein werde, seiner Lieferver...
	Zur Ersatzbereitschaft des Beschuldigten ist festzuhalten, dass er den Privatklägerinnen bis heute weder irgendwelche Aktien geliefert noch das dafür überwiesene Geld zurückerstattet hat. Der Beschuldigte stellt sich dabei auf einerseits den Standpun...
	Von einer Ersatzfähigkeit des Beschuldigten kann – der Vorinstanz folgend (Urk. 58 S. 31 f. und 39) – ebenfalls nicht gesprochen werden. Der Beschuldigte kannte den Stand seiner Finanzen und wusste, dass er die rund USD 525'000.– im relevanten Zeitra...
	5. Ergebnis
	Der Beschuldigte ist folglich, da auch nicht etwa Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe vorliegen, der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen.

	IV. Sanktion
	4.3.1. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 58 S. 47 ff.) verwiesen werden. Anlässlich der Berufungsverhandlung ...
	Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten erweisen sich als strafzumessungsneutral.
	4.3.2. Der Beschuldigte wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 9. März 2009 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.–, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren verur...
	4.3.3. Weiter ist dem Verhalten des Täters nach der Tat und im Strafverfahren Rechnung zu tragen. Ein Geständnis und das kooperative Verhalten eines Täters bei der Aufklärung von Straftaten sowie seine Einsicht und Reue wirken strafmindernd. Dabei kö...
	5. Ergebnis
	In Würdigung aller relevanten Strafzumessungsgründe erweist sich eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten dem Verschulden des Beschuldigten als angemessen.

	V. Strafvollzug und Widerruf
	VI. Zivilansprüche
	1. Voraussetzung für die Zusprechung von Schadenersatz ist gemäss Art. 41 OR, dass ein Schaden vorliegt, welcher durch ein widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten adäquat kausal verursacht wurde. Die Rechtsmittelinstanz darf der Privatklägerschaf...
	2. Die Privatklägerin 1 liess sich von der Privatklägerin 2 mit einem "Assignment" vom 1. Juli 2012 sämtliche Ansprüche aus dem Addendum II vom 22. Februar 2011 abtreten (Ordner 26 Urk. 980066) und stellte den Antrag, der Beschuldigte sei zu verpflic...

	VII. Einziehungen und Beschlagnahme
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 5. Oktober 2016 bezüglich der Dispositivziffer 6 (Herausgabe) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ Inc.) Schadenersatz von USD 525'000.–, zuzüglich 5% Zins seit dem 23. April 2011, zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird auf die Schadenersatzforderung nicht eingetreten.
	5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziffern 7, 8 und 9) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten.
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 30. Oktober 2014 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 56'264.80 (Restbetrag) wird zur Deckung der Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens sowie des Berufungsv...
	Ein allfälliger Restbetrag wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids auf erstes Verlangen ausbezahlt.
	9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten;
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich;
	 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerschaft;
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.);
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten;
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich;
	 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerschaft (sofern verlangt);
	 die Vorinstanz (mit dem Ersuchen der Mitteilung an die zuständigen Amtsstellen, insbesondere an die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich sowie die amtliche Verteidigung betreffend Dispositivziffer 6 des vorinstanzlichen Urteils);
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A;
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich;
	 die Kasse des Bezirksgerichtes Zürich betreffend Dispositivziffer 8.

	10. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.