# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26e6aa76-8e87-5e94-8d4a-fc3d1725f445
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2025 E-3892/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3892-2025_2025-11-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3892/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Roswitha Petry (Vorsitz), 

Richterin Nina Spälti Giannakitsas,  

Richterin Constance Leisinger,    

Gerichtsschreiberin Flavia Mark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,   

vertreten durch MLaw Cordelia Forde,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Erlöschen des Asyls;  

Verfügung des SEM vom 28. April 2025 / N (…). 

 

 

 

E-3892/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführerin – einer pakistanischen Staatsangehörigen – 

wurde am 3. Februar 2020 in der Schweiz unter Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft Asyl gewährt.  

B.  

Mit Schreiben vom 19. März 2025 teilte das SEM der Beschwerdeführerin 

mit, sie habe sich anlässlich der Ausreisekontrolle am Flughafen Zürich am 

(…) 2025 mit einem vom Vereinigten Königreich ausgestellten Reisedoku-

ment «Certificate of Travel» vom (…) 2024 sowie einer Aufenthaltsbewilli-

gung «residence permit» vom (…) 2024 ausgewiesen. Zudem sei sie im 

Besitz einer elektronischen Bestätigung der Verlängerung ihrer Aufent-

haltsbewilligung im Vereinigten Königreich bis zum (…) 2027 gewesen. 

Das SEM erachte die Voraussetzung von Art. 64 Abs. 1 Bst. b AsylG als 

erfüllt, weshalb es beabsichtige, das Erlöschen des Asyls verfügungsweise 

festzustellen. Der Beschwerdeführerin wurde Gelegenheit geboten, sich 

dazu innert Frist schriftlich zu äussern, wovon sie jedoch keinen Gebrauch 

machte.  

C.  

Mit Verfügung vom 28. April 2025 stellte das SEM fest, dass das der Be-

schwerdeführerin gewährte Asyl erloschen sei, wobei darauf hingewiesen 

wurde, dass sie nach wie vor über die Flüchtlingseigenschaft verfüge.  

D.  

Die Beschwerdeführerin erhob mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 

28. Mai 2025 an das Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen diese 

Verfügung und beantragte, diese sei vollumfänglich aufzuheben und die 

Vorinstanz sei anzuweisen der Beschwerdeführerin erneut Asyl zu gewäh-

ren, eventualiter sei die Sache zur erneuten Prüfung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Bewilli-

gung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung einer unent-

geltlichen Rechtsbeiständin in der Person der Unterzeichnenden.  

E.  

Am 30. Mai 2025 bestätige das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde.  

F.  

Die Instruktionsrichterin hiess mit Zwischenverfügung vom 12. Juni 2025 

E-3892/2025 

Seite 3 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um unentgeltliche Verbeiständung im Sinne 

von Art. 102m AsylG gut, setzte MLaw Cordelia Forde als amtliche Rechts-

beiständin der Beschwerdeführerin ein und verzichtete auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses. Zudem lud sie die Vorinstanz zur Einreichung 

einer Vernehmlassung zur Beschwerde ein. 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 25. Juni 2025 hielt die Vorinstanz an ihrer 

Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Be-

schwerdeführerin reichte am 15. Juli 2025 ihre Replik zu den Akten. Sie 

hielt darin vollumfänglich an ihren Rechtsbegehren und an den Ausführun-

gen in der Beschwerde vom 28. Mai 2025 fest.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).  

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten.  

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Seite 4 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26 

E. 5).  

3.  

3.1 Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen dahinge-

hend, die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich der Ausreisekontrolle 

am Flughafen Zürich am (…) 2025 mit einem vom Vereinigten Königreich 

ausgestellten Reisedokument «Certificate of Travel», ausgestellt am (…) 

2024 und gültig bis zum (…) 2027, sowie einer Aufenthaltsbewilligung «Re-

sidence Permit», ausgestellt am (…) 2024 und gültig bis zum (…) 2024, 

ausgewiesen. Sie sei zudem im Besitz einer elektronischen Bestätigung 

der Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung im Vereinigten Königreich 

bis zum (…) 2027 gewesen. Anlässlich der Ausreisekontrolle habe sie an-

gegeben, nach B._______ zu ihrem zukünftigen Ehemann zu reisen, wel-

cher die britischen Dokumente für sie organisiert habe. Das SEM erachte 

die Voraussetzungen von Art. 64 Abs. 1 Bst. b AsylG im Fall der Beschwer-

deführerin daher als erfüllt. Mit Schreiben vom 19. März 2025 habe es die-

ser Gelegenheit eingeräumt, sich schriftlich zum Erlöschen ihres Asyls zu 

äussern. Innert Frist sei jedoch keine Stellungnahme der Beschwerdefüh-

rerin eingegangen.  

3.2 Die Beschwerdeführerin brachte zur Begründung ihrer Beschwerde 

demgegenüber im Wesentlichen vor, sie sei am (…) 2025 zu ihrem Ehe-

mann gereist, welcher als Flüchtling in England wohnhaft sei. Sie sei aktu-

ell schwanger und habe während der Zeit in England unter Schwanger-

schaftsbeschwerden gelitten. Im (…) 2025 sei sodann ihr in der Schweiz 

ausgestellter Flüchtlingsreisepass abgelaufen, wodurch sie nicht mehr in 

der Lage gewesen sei, in die Schweiz zurückzukehren. Es sei jedoch nie 

ihre Absicht gewesen, längerfristig in England zu bleiben. Die Verfügung 

des SEM sei (…) Monate nach ihrer Ausreise aus der Schweiz ergangen, 

sie habe sich zu diesem Zeitpunkt also wesentlich kürzer als ein Jahr im 

Ausland aufgehalten. Zudem habe sie aufgrund ihres abgelaufenen Flücht-

lingspasses nicht mehr in die Schweiz zurückkehren können, obwohl sie 

dies gewollt habe. Schliesslich habe sie in England keine Bewilligung zum 

dauernden Verbleib erhalten, sondern verfüge lediglich über eine befristete 

Aufenthaltsbewilligung. Diese sei zunächst bis (…) 2024 ausgestellt und 

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Seite 5 

schliesslich bis zum (…) 2027 verlängert worden, was nicht mit einem Asyl-

status in der Schweiz gleichzusetzen sei.  

3.3 Das SEM entgegnete dem in seiner Vernehmlassung im Wesentlichen, 

die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Ausreisekontrolle am (…) 

2025 nicht angegeben, für welchen Zeitraum sie im Vereinigten Königreich 

bleiben wolle. Die Dauer des Verbleibs im Ausland sei vorliegend jedoch 

nicht erheblich, da das Asyl der Beschwerdeführerin gemäss Art. 64 Abs. 1 

Bst. b AsylG erloschen sei. Gemäss Ausführungen in der Beschwerde-

schrift sei sie mit einem im Vereinigten Königreich anerkannten Flüchtling 

verheiratet und verfüge über ein Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich 

sowie über ein Certificate of Travel (COT) mit Gültigkeit bis zum (…) 2027. 

Das COT werde gemäss dem Home Office des Vereinigten Königreichs 

unter anderem für Personen ausgestellt, die über ein Aufenthaltsrecht ver-

fügen, dort humanitären Schutz erhalten oder sich im Rahmen des Famili-

ennachzugs zu einer Person, die humanitären Schutz erhalten habe, im 

Vereinigten Königreicht aufhalten. Es sei bei der Beschwerdeführerin von 

einem dauerhaften Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich sowie von 

der Möglichkeit, sowohl den Aufenthaltstitel als auch das COT bei Ablauf 

am (…) 2027 zu verlängern, auszugehen. Schliesslich hätten die britischen 

Behörden dem Rückübernahmeersuchen der Schweiz vom (…) 2025 denn 

auch zugestimmt und das SEM gehe nicht davon aus, dass die Beschwer-

deführerin nicht beabsichtigt habe, langfristig im Vereinigten Königreich zu 

bleiben. Sowohl der Aufenthaltstitel als auch das COT seien Nachweise 

dafür, dass die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz bei ihrem Ehemann 

aufgenommen habe, während sie gleichzeitig in der Schweiz gemeldet sei. 

Wären ihre Aufenthalte im Vereinigten Königreich nur zu Besuchszwecken 

für einen befristeten Zeitraum angedacht gewesen, hätten die Beschwer-

deführerin und deren Ehemann nicht den Aufwand für die Ausstellung die-

ser Dokumente betrieben, zumal die Beschwerdeführerin mit einem Besu-

chervisum in das Vereinigte Königreich hätte reisen können.  

3.4  

3.4.1 In ihrer Replik monierte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, ihr 

Status in England sei von ihrer Ehe zu ihrem Ehemann abhängig, welcher 

sie aktuell auch finanziell unterstütze. Sie sei nicht in dessen Asyl einbezo-

gen worden, sondern habe lediglich eine befristete Aufenthaltserlaubnis er-

halten. Am (…) 2025 habe sie sodann ein Visum für eine Einreise in die 

Schweiz bei der Schweizerischen Vertretung in B._______ beantragt, wo-

raufhin ihr mitgeteilt worden sei, sie benötige kein Visum, sondern ein 

Rückreisevisum, wie dies der Fall sei bei Personen mit Aufenthaltsrecht in 

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Seite 6 

der Schweiz. Entgegen der Annahme der Vorinstanz hätte die Beschwer-

deführerin nicht vorgehabt längerfristig im Vereinigten Königreich zu blei-

ben. Zum Zeitpunkt ihrer Ausreise sei ein Gesuch um C-Aufenthalt beim 

kantonalen Migrationsamt hängig gewesen. Aus diesem Grund habe sie 

ihren B-Ausweis nicht verlängern lassen, da sie davon ausgegangen sei, 

dass sie einen C-Ausweis erhalten werde. Zudem spreche die Tatsache, 

dass sie sich in der Schweiz nicht von ihrer offiziellen Adresse abgemeldet 

habe, dafür, dass sie vorgehabt habe, in die Schweiz zurückzukehren. Sie 

habe weitere Kontrolltermine ihrer Schwangerschaft in der Schweiz ge-

plant und ihr Eigentum in ihrer Wohnung zurückgelassen. Sie habe ledig-

lich für eine Reise gepackt und ihre Ehe in England registrieren wollen. 

Daraufhin habe sie die Ehe auch in der Schweiz registrieren wollen.  

3.4.2 Mit der Replik wurden die folgenden Beweismittel zu den Akten ge-

reicht:  

- Growth Scan der (…) vom (…) 2025, wonach die Beschwerdeführerin zu die-

sem Zeitpunkt in der (…) Schwangerschaftswoche gewesen sei und am (…) 

2025 ein Kind erwarte  

- Kopie der Aufenthaltsgenehmigung (Residence Permit […]), wonach die Be-

schwerdeführerin im Vereinigten Königreich keinen Flüchtlingsschutz ge-

niesse, sondern einen Aufenthalt zur Arbeit und «Leave to Enter»  

- Kopie der ersten Seite ihres Reisedokuments aus dem Vereinigten Königreich, 

welchem zu entnehmen sei, dass es sich um ein Reisedokument für Ausländer 

und keinen blauen Flüchtlingsreisepass nach der Genfer Flüchtlingskonven-

tion handle 

4.  

4.1 Gemäss Art. 64 Abs. 1 AsylG erlischt das Asyl in der Schweiz, wenn 

sich Flüchtlinge während mehr als einem Jahr im Ausland aufgehalten ha-

ben (Bst. a), wenn Flüchtlinge in einem anderen Land Asyl oder die Bewil-

ligung zum dauernden Verbleiben erhalten haben (Bst. b), wenn die Flücht-

linge darauf verzichten (Bst. c), wenn die Weg- oder Ausweisung vollzogen 

worden ist (Bst. d) oder wenn eine Landesverweisung nach Artikel 66a oder 

66abis StGB oder Artikel 49a oder 49abis MStG rechtskräftig geworden ist 

(Bst. e). Das SEM kann die Frist nach Absatz 1 Buchstabe a verlängern, 

wenn besondere Umstände vorliegen (Art. 64 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Vorliegend stellt sich das SEM auf den Standpunkt, dass das Asyl der 

Beschwerdeführerin gemäss Art. 64 Abs. 1 Bst. b AsylG erloschen sei, da 

sie über ein vom Vereinigten Königreich ausgestelltes Reisedokument 

«Certificate of Travel», ausgestellt am (…) 2024 und gültig bis zum (…) 

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Seite 7 

2027, eine Aufenthaltsbewilligung «Residence Permit», ausgestellt am (…) 

2024 und gültig bis zum (…) 2024 sowie über eine elektronische Bestäti-

gung der Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung im Vereinigten König-

reich bis zum (…) 2027 verfüge.  

4.3 Bei dieser Ausgangslage kommt das Gericht zu folgendem Schluss:  

Aus den vorliegenden Akten ergibt sich nicht mit hinreichender Klarheit, ob 

die Beschwerdeführerin im Vereinigten Königreich eine dauerhafte Aufent-

haltsbewilligung erhalten hat, zumal sowohl das Reisedokument «Certifi-

cate of Travel» als auch die Aufenthaltsbewilligung «Residence Permit» le-

diglich über eine Gültigkeit bis zum (…) 2027 verfügen. Die Vorinstanz führt 

in diesem Zusammenhang zwar aus, es sei davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin sowohl ihren Aufenthaltstitel als auch das COT bei de-

ren Ablauf am (…) 2027 verlängern könne, es ergibt sich jedoch weder aus 

der angefochtenen Verfügung noch aus der Vernehmlassung vom 25. Juni 

2025, worauf das SEM seine entsprechende Annahme stützt. Auch die 

vom SEM zitierte Angabe des Home Office des Vereinigten Königreichs, 

wonach das Certificate of Travel unter anderem für Personen ausgestellt 

werde, die über ein Aufenthaltsrecht verfügen, dort humanitären Schutz er-

halten oder sich im Rahmen des Familiennachzugs zu einer Person, die 

humanitären Schutz erhalten habe, im Vereinigten Königreich aufhalten, 

gibt diesbezüglich keine Auskunft. Das SEM wird daher zu klären haben, 

inwiefern es sich bei den vorliegenden Dokumenten um eine Bewilligung 

zum dauernden Verbleib handelt, gegebenenfalls in Rücksprache mit den 

zuständigen Behörden des Vereinigten Königreichs.  

4.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Sachverhalt vorliegend hinsicht-

lich der dauerhaften Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin als 

nicht genügend abgeklärt. Eine Heilung dieses Verfahrensmangels auf Be-

schwerdeebene steht nicht zur Debatte.  

5.  

Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, soweit die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung und Rückweisung an die Vorinstanz beantragt 

wurde. Die angefochtene Verfügung ist demnach aufzuheben und die Sa-

che zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen.  

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Seite 8 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).  

6.2 Der vertretenen Beschwerdeführerin ist angesichts ihres Obsiegens in 

Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. In ihrer Kos-

tennote vom 15. Juli 2025 weist die Rechtsvertreterin einen Beitrag von 

insgesamt Fr. 1'790.– aus. Der ausgewiesene Zeitaufwand von insgesamt 

sieben Stunden erscheint angesichts des Umfangs der Eingaben auf Be-

schwerdeebene und vergleichbarer Fälle zu hoch und ist auf vier Stunden 

zu reduzieren. Die vom SEM auszurichtende Parteientschädigung ist dem-

nach auf insgesamt Fr. 1'040.– (inkl. Auslagen) festzusetzen.   

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit damit die Kassation der ange-

fochtenen Verfügung beantragt wurde. 

2.  

Die vorinstanzliche Verfügung vom 28. April 2025 wird vollumfänglich auf-

gehoben. Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an 

die Vorinstanz zurückgewiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 1'040.– auszurichten.  

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Flavia Mark 

 

 

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