# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f62c052-692d-5fcc-8466-7e916cba0d10
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.03.2014 100 2013 198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-198_2014-03-10.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 28. Oktober 2014 abgewiesen 
(2C_397/2014).

100.2013.198U
MUT/KUN/LIR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. März 2014 

Verwaltungsrichter Müller, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiberin Kummler

1. A.________
2. B.________
beide vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie 

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 3000 
Bern 7

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 10. Mai 
2013; BD 280/11)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die am … 1960 geborene A.________, Staatsbürgerin von Kamerun, reiste am 
8. September 2004 in die Schweiz ein und heiratete am 1. Oktober 2004 den 
Schweizer Staatsangehörigen B.________. Gestützt auf die Ehe erhielt sie zunächst 
eine Aufenthaltsbewilligung; im September 2009 wurde ihr die 
Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 21. September 2010 verurteilte das Kreisgericht 
des damaligen Gerichtskreises VII Bern-Laupen A.________ wegen mengenmässig 
qualifizierter sowie teilweise gewerbsmässig begangener Betäubungsmitteldelikte unter 
Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 149 Tagen zu einer 
Freiheitsstrafe von 21 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei 
Jahren. Mit Verfügung vom 15. September 2011 widerrief die Einwohnergemeinde 
(EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die 
Niederlassungsbewilligung von A.________, wies sie aus der Schweiz weg und 
forderte sie auf, die Schweiz nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen. 

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 17. Oktober 2011 
Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies 
die Beschwerde am 10. Mai 2013 ab und setzte eine Ausreisefrist auf den 23. Juni 
2013 an. 

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 12. Juni 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; die EG Bern hat sich nicht vernehmen lassen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 3

Am 19. September 2013 haben die Beschwerdeführenden weitere Unterlagen 
eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die 
Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch 
den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführerin 
und deren Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht 
kumuliert werden dürfen und es keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; 
BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 4

ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1; VGE 2013/58 vom 18.8.2013, E. 3.1 [bestätigt mit 
BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). 

2.2 Am 21. September 2010 verurteilte das Kreisgericht VIII Bern-Laupen die 
Beschwerdeführerin wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mengenmässig qualifiziert sowie teilweise gewerbsmässig begangen, unter 
Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 149 Tagen rechtskräftig zu einer 
Freiheitsstrafe von 21 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei 
Jahren (vgl. Vorakten POM, Strafakten). Damit hat die Beschwerdeführerin den 
Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe gesetzt. Dies anerkennen die 
Beschwerdeführenden ausdrücklich (vgl. Beschwerde, S. 5). Hingegen erachten sie die 
Entfernungsmassnahme als unverhältnismässig. – Der Widerruf einer Nie-
derlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er aufgrund der im Einzelfall 
vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind 
die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen 
Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu 
berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. 
im Einzelnen BGE 139 I 31 E. 2.31, 16 E. 2.2.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1). Wird durch 
die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von 
Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 01.01) bzw. des 
inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser 
Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2 
[mit Hinweisen auf die EGMR-Praxis], 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1 und 2.1, 134 
II 1 E. 2.2, 10 E. 4.1 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 
E. 5.1). 

3.

Für die Beurteilung des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung sind die Schwere des Verschuldens, das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen und die Rückfallgefahr zu berücksichtigen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 5

3.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 
24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus 
fremdenpolizeilicher Sicht liegt bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr 
als 24 Monaten in jedem Fall ein sehr schwerwiegender Verstoss gegen die 
schweizerische Rechtsordnung vor (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 
E. 4.4 zur vorliegend wegen nicht mehr kurzen Aufenthaltsdauer zwar nicht direkt 
anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens 
sind die Erwägungen aber dennoch massgeblich). 

3.2 Die Beschwerdeführerin wurde am 21. September 2010 wegen mengenmässig 
qualifizierter sowie teilweise gewerbsmässig begangener Betäubungsmitteldelikte zu 
einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Sie hatte insgesamt 666,7 Gramm 
Kokaingemisch gekauft bzw. verkauft (Urteilsbegründung des Strafgerichts [Vorakten 
POM, Strafakten; nachfolgend: Urteilsbegründung], Ziff. II./7). Während sie zunächst 
vom 9. September 2004 bis im Jahr 2008 eher sporadisch Kokaingemisch an einen 
einzelnen Abnehmer verkauft hatte, veräusserte sie von Juni bis November 2009 
gewerbsmässig Kokain an zahlreiche Abnehmerinnen und Abnehmer (vgl. 
Urteilsbegründung, Ziff. II./7 und III./3). Wie die POM zutreffend erwogen hat, hat die 
Beschwerdeführerin hiermit ein erhebliches Verschulden auf sich geladen (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. II./3a.aa). Der Beschwerdeführerin ist insbesondere 
anzulasten, dass die von ihr in Verkehr gesetzte Menge reinen Kokains von insgesamt 
185,35 Gramm den Grenzwert eines mengenmässig schweren Falls (18 Gramm; vgl. 
BGE 120 IV 334 E. 2a mit Hinweisen) um mehr als das Zehnfache überschreitet (vgl. 
auch Urteilsbegründung, Ziff. III./2). Zudem fällt entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden auch wesentlich ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin 
unmittelbar nach ihrer Einreise in die Schweiz (8.9.2004) mit dem Drogenhandel 
begann (9.9.2004) und diesen in der Folge – wenn auch zunächst nur in kleinerem 
Rahmen – über mehr als fünf Jahre hinweg bis zu ihrer Verhaftung im November 2009 
betrieb. Die Vorinstanz ist unter diesen Umständen zu Recht von einer jahrelangen 
Delinquenz ausgegangen, welche mit der gewerbsmässigen Begehung im Jahr 2009 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 6

ihren Höhepunkt fand. Inwiefern die POM diesbezüglich – wie geltend gemacht – den 
Sachverhalt falsch festgestellt haben soll (vgl. Beschwerde, S. 5 f.), ist nicht ersichtlich: 
Der Deliktszeitraum von September 2004 bis November 2009 ergibt sich ohne weiteres 
aus dem Strafurteil; ausserdem sind auch die von September 2004 bis im Jahr 2008 
verübten Delikte durchaus in die strafrechtliche Beurteilung eingeflossen (vgl. 
Dispositiv des Strafurteils [Vorakten POM, Strafakten], Ziff. I./11; Urteilsbegründung, 
Ziff. II./7 f. und III./2). Anzulasten ist der Beschwerdeführerin überdies, dass sie aus 
vorwiegend finanziellen Motiven gehandelt und mithin keine persönliche Notlage von 
einigem Gewicht, wie etwa eigene Drogenabhängigkeit, den Einstieg in den 
Drogenhandel begünstigt hat (vgl. auch Urteilsbegründung, Ziff. IV./2; Vorakten POM, 
pag. 33). 

Bei dieser Sachlage ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht von 
ausschlaggebender Bedeutung, dass das verhängte Strafmass unter der im Rahmen 
der «Reneja-Praxis» massgeblichen Grenze von 24 Monaten liegt (Beschwerde, S. 5; 
E. 3.1 hiervor). Wie die POM zutreffend erwogen hat, kommt es der Zweijahresgrenze 
nahe und spricht damit eher für als gegen die Schwere des Verschuldens; im Übrigen 
stellt diese «Zweijahresregel» ohnehin keine fixe Grenze dar, welche weder unter- 
noch überschritten werden dürfte (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4). Anders als die 
Beschwerdeführenden meinen, ist sodann auch unerheblich, dass das Strafgericht im 
Rahmen der Strafzumessung von einem «knapp mittelschweren Verschulden» 
ausgegangen ist (Urteilsbegründung, Ziff. IV./3) bzw. anlässlich der mündlichen 
Urteilsbegründung gar unter anderem von «keinem schweren Verschulden» 
gesprochen haben soll (vgl. Beschwerde, S. 5). Die Begehung qualifizierter 
Betäubungsmitteldelikte wiegt bereits an sich schwer, unabhängig davon, ob im 
Rahmen der Strafzumessung auch strafmildernde Umstände zu berücksichtigen 
waren. Zudem ist festzuhalten, dass das Bundesgericht mit Blick auf den Kampf gegen 
den Drogenhandel sowie die mit diesem zusammenhängende Gefährdung der 
Gesundheit einer Vielzahl von Menschen bei der ausländerrechtlichen Wegweisung 
eine strenge Praxis verfolgt. Demgemäss wird das Interesse an der Fernhaltung von 
ausländischen Personen, die sich – wie die Beschwerdeführerin – einer schweren 
Betäubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht haben, als bedeutend eingestuft (BGE 
139 I 31 E. 2.3.2, 125 II 521 E. 4a/aa; BGer 2C_640/2013 vom 25.11.2013, E. 2.3; 
BVR 2008 S. 193 E. 6.2.1). Mit der POM ist damit mit Blick auf das Strafmass (21 Mo-
nate) sowie die konkreten Tatumstände von einem erheblichen Verschulden der 
Beschwerdeführerin auszugehen. 

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3.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person 
von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 
E. 3.3; statt vieler VGE 2013/107 vom 26.9.2013, E. 3.3). – Die Beschwerdeführerin 
hatte unmittelbar nach ihrer Einreise in die Schweiz zu delinquieren begonnen und den 
Drogenhandel anschliessend – zuletzt sogar gewerbsmässig – über mehr als fünf 
Jahre hinweg bis zu ihrer Verhaftung im November 2009 weitergeführt (vgl. E. 3.2 
hiervor). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, hat sie damit wiederholt gegen die 
schweizerische Rechtsordnung verstossen (angefochtener Entscheid, E. II./3a.bb); 
ausserdem ist hinsichtlich der Schwere der begangenen Straftaten eine 
«Aggravierungstendenz» in ihrem deliktischen Verhalten gegeben. Auch wenn die 
Beschwerdeführerin wegen ihrer Taten nur einmal verurteilt worden ist, ist nicht zu 
beanstanden, dass die POM davon ausgegangen ist, dass das Verhalten der 
Beschwerdeführerin gegenüber der öffentlichen Ordnung dem sicherheitspolitischen 
Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung ein zusätzliches Gewicht 
verleiht. 

3.4 Mit Blick auf die Zukunft ist des Weiteren die Rückfallgefahr zu beurteilen: 

3.4.1 Bei schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven 
gehören, muss angesichts der von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr 
für die Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht 
hingenommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2, 16 E. 2.2.1). Der konkreten Prognose 
über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem 
Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden 
Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2). Vielmehr dürfen generalpräventive Über-
legungen mitberücksichtigt werden (vgl. zum Ganzen BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1; aus 
der neueren Rechtsprechung z.B. BGer 2C_259/2013 vom 29.7.2013, E. 3.6). 

3.4.2 Es ist zwar grundsätzlich positiv zu werten, dass die Beschwerdeführerin seit 
ihrer Entlassung aus der Untersuchungshaft am 23. April 2010 strafrechtlich nicht mehr 

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in Erscheinung getreten ist (vgl. Beschwerde, S. 6). Wie die POM richtig festgestellt 
hat, ist das Wohlverhalten der Beschwerdeführerin aber vor dem Hintergrund des 
Strafverfahrens, der verhängten zweijährigen Probezeit sowie des drohenden 
Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu relativieren (vgl. angefochtener Entscheid, 
E. II./3a.cc). Klagloses Verhalten wird in der Probezeit allgemein erwartet und erlaubt 
kaum Rückschlüsse auf die Bewährung nach Ablauf dieser Zeitspanne (vgl. BGE 134 II 
10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BGer 2C_586/2013 vom 3.12.2013, E. 3.2.1). Dasselbe 
gilt für die Beteuerungen, die Taten zu bereuen und sich künftig gesetzeskonform zu 
verhalten (Beschwerde, S. 6). Im Übrigen zeigte sich die Beschwerdeführerin im Straf-
verfahren keineswegs kooperativ und einsichtig; anfangs und teilweise bis zum 
Schluss des Strafverfahrens hat sie die Taten bzw. gewisse Vorgänge bestritten und 
nur zugegeben, was ihr einwandfrei nachgewiesen werden konnte (vgl. 
Urteilsbegründung, Ziff. II./6, IV./3 und 5). Die Vorinstanz hat weiter zu Recht auf die 
lange Dauer der Delinquenz hingewiesen, welche im Jahr 2009 mit dem 
gewerbsmässigen Drogenhandel ihren Höhepunkt erreicht, aber bereits sechs Jahre 
zuvor begonnen hat. Die anhaltende, immer erheblicher gewordene Straffälligkeit und 
der unfreiwillige Ausstieg aus dem Drogengeschäft zeigen, das die 
Beschwerdeführerin über eine lange Zeitspanne hinweg nicht gewillt war, die hiesige 
Rechtsordnung zu respektieren. Die POM hat bei dieser Ausgangslage zu Recht ein 
gewisses Risiko, dass die Beschwerdeführerin erneut straffällig wird, bejaht. Dieses 
Risiko ist angesichts der Schwere der verübten Delikte nicht hinzunehmen (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor, auch zum Folgenden). Soweit die Beschwerdeführenden hiergegen 
einwenden, es sei der Beschwerdeführerin aus strafrechtlicher Sicht eine günstige 
Legalprognose gestellt und darum nur eine zweijährige Probezeit angesetzt worden 
(vgl. Beschwerde, S. 6), verkennen sie, dass ausländerrechtlich ein strengerer 
Beurteilungsmassstab anzulegen ist als im Strafverfahren. Die Würdigung der 
Vorinstanz hinsichtlich der Rückfallgefahr ist somit ebenfalls nicht zu beanstanden. Im 
Übrigen dürfen, wie erwähnt, auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt 
werden. 

3.5 Zusammenfassend ist die POM damit zu Recht aufgrund des erheblichen 
Verschuldens, der langjährigen Delinquenz sowie der nicht auszuschliessenden 
Rückfallgefahr von einem gewichtigen öffentlichen Interesse am Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung der 
Beschwerdeführerin aus der Schweiz ausgegangen (angefochtener Entscheid, 
E. II./3a.dd). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 9

4. 

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen der Beschwerdeführenden 
am Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die 
Dauer der Anwesenheit und die Integration in der Schweiz sowie die der 
Beschwerdeführerin und ihrer Familie bzw. ihrem Ehemann drohenden Nachteile zu 
berücksichtigen sind. 

4.1 Die heute 53-jährige Beschwerdeführerin hält sich mittlerweile seit rund 
neuneinhalb Jahren in der Schweiz auf. Wie bereits die POM zutreffend gewürdigt hat, 
kann diese Aufenthaltsdauer – wenn auch nicht als bloss kurz – nicht als 
«ausgesprochen lang» bezeichnet werden (vgl. angefochtener Entscheid, E. II./3b.aa). 
Es ist zudem auch zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin erst im Alter von 
knapp 44 Jahren in die Schweiz gelangt ist. Sie hat mehr als vier Fünftel ihres Lebens 
– darunter ihre Kindheit und Jugend sowie einen grossen Teil des Erwachsenenlebens 
– nicht hierzulande verbracht. Ihre Situation ist damit insbesondere nicht mit derjenigen 
einer ausländischen Person vergleichbar, welche bereits hier geboren oder als Kind 
bzw. Jugendliche in die Schweiz eingereist ist und ihr gesamtes bisheriges Leben oder 
einen grossen Teil davon hier verbracht hat. Auch bei einer solchen Person ist der 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. 
wiederholten Straftaten, insbesondere bei Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten, 
besteht hieran ein wesentliches öffentliches Interesse (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 
E. 2.2.1). Dies gilt vorliegend umso mehr. Kommt hinzu, dass die bisherige 
Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin auch aufgrund ihrer mehr als fünf Jahre 
dauernden Delinquenz sowie der in Haft verbrachten Zeitdauer zu relativieren ist; 
ebenso reduziert sich die anrechenbare Aufenthaltsdauer um die Zeit, welche die 
Beschwerdeführerin kraft aufschiebender Wirkung der gegen die Fernhaltemassnahme 
ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 
97/2008 Nr. 87]). Die POM hat damit der bisherigen Aufenthaltsdauer insgesamt zu 
Recht kein besonderes Gewicht beigemessen (angefochtener Entscheid, E. II./3b.aa), 
was im Übrigen auch die Beschwerdeführenden selber nicht substantiiert beanstanden. 

4.2 Der Aufenthaltsdauer kommt umso weniger Bedeutung zu, als auch die 
Integration der Beschwerdeführerin in die hiesigen Verhältnisse nicht gelungen ist: Die 
Beschwerdeführerin hat während ihres Aufenthalts in der Schweiz nebst dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 10

Drogenhandel zunächst als Prostituierte finanzielle Einnahmen erzielt; zudem soll sie 
ihren Ehemann, welcher als Hauswart tätig ist, unterstützt und ausserdem in Kamerun 
hier nicht mehr verwertbare Brockenhausware vertrieben haben (vgl. Vorakten EG 
Bern, pag. 36; Vorakten POM, pag. 34 und Strafakten, pag. 627). Auch unter 
Berücksichtigung des vor Verwaltungsgericht eingereichten Arbeitsvertrags vom Sep-
tember 2013 betreffend ihre Teilzeit-Anstellung als Mitarbeiterin bei … in Bern 
(Firmenzweck gemäss Handelsregister: «…»; vgl. act. 7A) kann von einer gefestigten 
beruflichen Situation keine Rede sein, wie bereits die POM festgestellt hat 
(angefochtener Entscheid, E. II./3b.aa). Daran vermag der Einwand, die Stellensuche 
gestalte sich für die Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters, der Hautfarbe sowie der 
fehlenden Deutschkenntnisse äusserst schwierig, nichts zu ändern; zudem sind auch 
die Beteuerungen, die Stellensuche intensivieren bzw. trotz Absagen unbeirrt 
weiterführen zu wollen, unbehelflich (Beschwerde, S. 7). Die arbeitsmarktliche 
Situation dürfte sich für die Beschwerdeführerin nicht wesentlich schlechter darstellen 
als für viele andere ausländische Personen; es müsste daher faktisch auf das Kriterium 
der (beruflichen) Integration verzichtet werden, würde man insoweit den geltend 
gemachten Schwierigkeiten bei der Stellensuche Rechnung tragen wollen. Die 
Beschwerdeführerin verfügt sodann in der Schweiz anerkanntermassen über keine 
nennenswerten ausserhäuslichen bzw. -familiären Kontakte (vgl. Vorakten POM, 
pag. 33); es ist deshalb mit der POM auch in sozialer Hinsicht von fehlender Integration 
auszugehen. Die Vorinstanz führt ausserdem zu Recht an, dass auch die wiederholte 
Straffälligkeit der Beschwerdeführerin wesentlich gegen eine erfolgreiche Integration 
spricht, ist doch die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt 
jeglicher Integration (vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24.10.2007 über die 
Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Die Beschwer-
deführerin ist schliesslich auch mehrfach betreibungsrechtlich in Erscheinung getreten 
(vgl. Vorakten POM, Beilage 2 zur Eingabe vom 28.9.2012), was die POM zu Recht 
ebenfalls zu ihrem Nachteil gewürdigt hat. Dass die – nur schlecht Deutsch 
sprechende – Beschwerdeführerin immerhin über Französischkenntnisse verfügt (vgl. 
Beschwerde, S. 7), ist zwar grundsätzlich positiv zu werten; unter den gegebenen 
Umständen kann sie daraus aber nichts Wesentliches zu ihren Gunsten ableiten. Auch 
in dieser Hinsicht sind die Ausführungen der POM somit nicht zu beanstanden. Auch 
die Beschwerdeführenden selber scheinen dies im Übrigen jedenfalls im Ergebnis 
anzuerkennen, räumen sie doch ein, dass die Integration der Beschwerdeführerin 
«besser» sein könnte (vgl. Beschwerde, S. 7). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 11

4.3 Zu würdigen sind schliesslich die Auswirkungen der Entfernungsmassnahmen 
auf die Beschwerdeführerin und ihre Familie bzw. ihren Ehemann: 

4.3.1 Was die Rückkehr der Beschwerdeführerin nach Kamerun betrifft, geht die 
POM von intakten Rückkehr- und Integrationsmöglichkeiten aus. – Diese 
Ausführungen sind zu Recht unbestritten geblieben: Mit der POM ist davon 
auszugehen, dass die erst im Alter von fast 44 Jahren in die Schweiz eingereiste 
Beschwerdeführerin mit der Sprache und Kultur ihres Heimatlands nach wie vor 
bestens vertraut sein dürfte (vgl. angefochtener Entscheid, E. II./3b.bb; vgl. auch E. 4.1 
hiervor). In Kamerun leben zwei ihrer vier Kinder (geb. 1988 und 1992), zwei 
Geschwister sowie ihre Mutter, welche die Beschwerdeführerin regelmässig besucht 
(Vorakten POM, pag. 34; Vorakten EG Bern, pag. 36). Hinsichtlich der sozialen 
Wiedereingliederung besteht somit eine persönliche und familiäre Verbundenheit, an 
welche die Beschwerdeführerin anknüpfen kann. Sie hat schliesslich in ihrem 
Heimatland während sechs Jahren die Schule besucht, eine Ausbildung als 
Schneiderin abgeschlossen und in der Folge selbständig auf diesem Beruf gearbeitet 
(vgl. Vorakten POM, pag. 34 und Strafakten, pag. 673). Es erscheint damit auch eine 
berufliche Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin in Kamerun ohne weiteres 
möglich. Im Übrigen wurde die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit 
verschiedentlich von ihrem in England lebenden, erwachsenen Sohn mit grösseren 
finanziellen Beträgen unterstützt; sie kann demnach wohl auch insoweit auf 
Unterstützung zählen (vgl. Vorakten POM, Strafakten, pag. 673 f.). Der Rückkehr nach 
Kamerun stehen damit keine Hindernisse entgegen. 

4.3.2 In familiärer Hinsicht steht einzig die Beziehung der Beschwerdeführerin zu 
ihrem Schweizer Ehemann zur Diskussion; andere familiäre Beziehungen in der 
Schweiz sind weder geltend gemacht noch ersichtlich. Zu den im Fall des Widerrufs 
der Niederlassungsbewilligung den Eheleuten drohenden Nachteilen ist Folgendes 
festzuhalten: Ein Eingriff in das konventions- und verfassungsgeschützte Familienleben 
liegt in dieser Hinsicht nur dann vor, wenn dem Beschwerdeführer seinerseits eine 
Ausreise nach Kamerun nicht zumutbar wäre und die Fernhaltemassnahme deshalb 
faktisch zur Trennung der Eheleute führen würde (vgl. E. 2.2 hiervor; vgl. auch etwa 
BGE 137 I 247 E. 4.1.1; BGE 2C_983/2012 vom 5.9.2013, E. 2.1 f., auch zum 
Folgenden). Wie es sich damit verhält, kann vorliegend mit Blick auf das Ergebnis des 
Verfahrens offenbleiben, denn ein Eingriff in den Schutzbereich des Grundrechts ist 
statthaft, wenn er sich insgesamt als verhältnismässig erweist. Für den Fall, dass nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 12

die Beschwerdeführerin, nicht aber der Beschwerdeführer die Schweiz verlassen 
würde, hat die POM zutreffend erkannt, dass mit der Fernhaltemassnahme eine 
erhebliche Beeinträchtigung der ehelichen Beziehung verbunden wäre, zumal diese 
nur in beschränktem Rahmen mit Hilfe der herkömmlichen Kommunikationsmittel und 
allenfalls gegenseitigen Besuchen aufrechterhalten werden könnte (angefochtener 
Entscheid, E. II./3b.cc). Es besteht demnach in dieser Hinsicht grundsätzlich ein 
bedeutendes privates Interesse am Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz. 
Anders als die Beschwerdeführenden zu meinen scheinen (Beschwerde, S. 7), hat die 
POM dieses Interesse aber zu Recht relativiert: Die Beschwerdeführerin hat bereits vor 
dem Eheschluss mit dem Beschwerdeführer (Oktober 2004) zu delinquieren begonnen; 
ihr straffälliges Verhalten zog sich in der Folge über Jahre hinweg, bis sie im November 
2009 verhaftet wurde. Es konnte damit auch die Ehe die Beschwerdeführerin nicht 
davon abhalten, kontinuierlich straffällig zu werden; im Gegenteil gingen die 
Delinquenz der Beschwerdeführerin und ihre Ehe in zeitlicher Hinsicht miteinander 
einher. Die Beschwerdeführerin musste unter diesen Umständen von Beginn an damit 
rechnen, das Eheleben nicht auf Dauer in der Schweiz leben zu können, und sie hat 
sich die drohende Trennung von ihrem Ehemann insoweit selber zuzuschreiben. Ihr 
privates Interesse, künftig nicht von diesem getrennt leben zu müssen, vermag daher 
nicht entscheidend zu gewichten. Weiter kann die Ehedauer von rund neuneinhalb 
Jahren wenn auch nicht mehr als bloss kurz, so auch nicht als ausserordentlich lang 
bezeichnet werden; die Ehe ist zudem kinderlos geblieben. Sie vermag daher keine 
besonders ausgeprägte familiäre Beziehung zur Schweiz zu begründen. Auch wenn 
die Bedeutung der Ehe demnach in verschiedener Hinsicht zu relativieren ist, ist aber 
dennoch anzuerkennen, dass diese insgesamt ein nicht unerhebliches privates 
Interesse an einem Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz darstellt. 

4.4 Auf privater Seite fällt damit zwar die Ehe als nicht unerhebliches Interesse ins 
Gewicht. Aus der Aufenthaltsdauer sowie der Integration kann die Beschwerdeführerin 
dagegen nichts zu ihren Gunsten ableiten, und es stehen auch der Rückkehr und 
Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin in ihr Heimatland keine Hindernisse 
entgegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 13

5. 

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Die Beschwerdeführerin hat unmittelbar nach ihrer Einreise mit dem 
Drogenhandel begonnen und in der Folge bis zu ihrer Verhaftung über einen Zeitraum 
von gut fünf Jahren insgesamt 666,7 Gramm Kokaingemisch gehandelt. Zuletzt hat sie 
den Drogenhandel sogar gewerbsmässig betrieben. Sie wurde deswegen zu einer 
Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt, was ihr erhebliches Verschulden zum 
Ausdruck bringt. Die schwerwiegende Straffälligkeit der Beschwerdeführerin begründet 
ein gewichtiges öffentliches Interesse an ihrer Fernhaltung. Es kann zudem auch ein 
gewisses Risiko, dass sie erneut strafffällig wird, nicht ausgeschlossen werden; ein 
solches Risiko muss angesichts der erheblichen Straffälligkeit der Beschwerdeführerin 
nicht hingenommen werden. Die Interessen der Beschwerdeführenden an einem 
Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen: Sie 
kann sich insgesamt nicht auf eine lange Aufenthaltsdauer berufen; zudem ist die 
Integration in die hiesigen Verhältnisse nicht nur wegen ihrer erheblichen Straffälligkeit, 
sondern auch in wirtschaftlich-beruflicher und sozialer Hinsicht nicht gelungen. Mit 
Blick auf die Ehe der Beschwerdeführenden sind mit der Fernhaltemassnahme zwar 
erhebliche Einschränkungen verbunden. Diese sind angesichts der massiven 
Straffälligkeit der Beschwerdeführerin aber hinzunehmen. Ins Gewicht fällt hier, dass 
auch die Ehe die Beschwerdeführerin nicht von ihrer jahrelangen Delinquenz abhalten 
konnte. Weiter kann die Ehedauer mit neuneinhalb Jahren nicht als besonders lang 
bezeichnet werden und ist die Ehe kinderlos geblieben; deren Bedeutung ist daher 
auch insoweit zu relativieren. Die Rückkehr nach Kamerun ist der Beschwerdeführerin 
schliesslich ohne weiteres zumutbar. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz erweist somit auch mit Blick 
auf Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV als verhältnismässig. Soweit die Beschwerde-
führenden im Übrigen rügen, die POM habe ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt 
(vgl. Beschwerde, S. 4 und 8), kann ihnen nicht gefolgt werden, zumal die POM 
richtigerweise nicht nach freiem Ermessen vorgegangen ist, da vorliegend keine 
Ermessensbewilligung zur Diskussion steht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 14

6. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die von 
der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig und haben keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 
3 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 22. April 2014. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden den Beschwerdeführenden auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden 
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.03.2014, Nr. 100.2013.198U, Seite 15