# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5156689-8a47-506b-9fbc-4761f3ae4a47
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 05.08.2013 UH130040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH130040_2013-08-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UH130040-O/U/BUT 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, Dr. P. Martin und Er-

satzoberrichterin lic. iur. J. Haus Stebler sowie die Gerichtsschreibe-

rin lic. iur. R. Hürlimann 

 

Beschluss vom 5. August 2013 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Beschwerdegegnerin 

 

sowie 

 

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich,  
Verfahrensbeteiligte 

 

betreffend Gemeinnützige Arbeit (Nachverfahren)   
 
Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelgerichts des Bezirksgerichts 
Zürich vom 6. Dezember 2012, GA120018 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. A._____ (Beschwerdeführer) wurde mit Urteil des Einzelrichters in Zivil- und 

Strafsachen des Bezirks Zürich vom 10. Dezember 2010 der Gewalt und Drohung 

gegen Beamte, der versuchten einfachen Körperverletzung sowie der Hinderung 

einer Amtshandlung schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 120 Ta-

gessätzen zu Fr. 50.– bestraft; die Geldstrafe wurde unbedingt ausgesprochen 

(Urk. 8/13/25). Mit Verfügung des Einzelgerichts des Bezirks Zürich vom 26. April 

2011 wurde die Geldstrafe auf Gesuch des Beschwerdeführers in 480 Stunden 

gemeinnützige Arbeit umgewandelt (Urk. 8/13/28). Das Amt für Justizvollzug ver-

fügte am 31. Juli 2012, der Vollzug der gemeinnützigen Arbeit werde eingestellt 

und der urteilenden Behörde werde beantragt, die gemeinnützige Arbeit in eine 

Ersatzfreiheitsstrafe (120 Tage) umzuwandeln (Urk. 8/2). Nachdem der Be-

schwerdeführer gegen diese Verfügung kein Rechtsmittel ergriffen hatte, über-

wies das Amt für Justizvollzug am 12. September 2012 dem Einzelgericht in 

Strafsachen des Bezirks Zürich (Vorinstanz) die Sache zur Erledigung des Nach-

verfahrens (Urk. 8/1). Die Vorinstanz entschied mit Verfügung vom 6. Dezember 

2012, dass die gemeinnützige Arbeit in eine vollziehbare Freiheitsstrafe von 120 

Tagen umgewandelt werde (Urk. 3/2= Urk. 8/12 = Urk. 15). 

2. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer innert Frist mit Eingabe vom 

5. Februar 2013 Beschwerde mit folgenden Anträgen:  

 "1. Die angefochtene Verfügung vom 06. Dezember 2012 des Bezirksge-
richts Zürich sei vollumfänglich aufzuheben, und es sei dem Be-
schwerdeführer weiterhin der Vollzug der gemeinnützigen Arbeit zu 
gewähren.  

 2. Eventuell: Die angefochtene Verfügung vom 06. Dezember 2012 des 
Bezirksgerichts Zürich sei vollumfänglich aufzuheben, und die gemein-
nützige Arbeit sei in eine Geldstrafe umzuwandeln.  

 3. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien vollumfänglich dem Staat 
aufzuerlegen.  

- 3 - 

 4. Das Verfahren vor der Beschwerdeinstanz sei zu sistieren bis das Ge-
such um Neubeurteilung nach Abwesenheitsurteil vom 05.02.2013 und 
das noch einzureichende Revisionsgesuch rechtskräftig entschieden 
sind.  

 5. Dem Beschwerdeführer seien die ihm entstandenen Verteidigungskos-
ten vor der Beschwerdeinstanz gemäss noch einzureichender Kosten-
note zu ersetzen.  

 6. Eventuell sei das Honorar des amtlichen Verteidigers vor der Be-
schwerdeinstanz gestützt auf die noch einzureichende Kostennote ge-
richtlich festzulegen." 

Sodann liess der Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die amtliche 

Verteidigung beantragen (Urk. 4).  

3. Nachdem am 11. Februar 2013 den Verfahrensbeteiligten der Eingang der 

Beschwerde angezeigt wurde (Urk. 7/1-3), wurden die Vorinstanz sowie die 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, welche seinerzeit die Strafuntersuchung gegen 

den Beschwerdeführer geführt hatte (vgl. Urk. 8/13), mit Verfügung vom 

15. Februar 2013 zur Stellungnahme aufgefordert. Gleichzeitig wurde das Gesuch 

des Beschwerdeführers um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgewiesen 

(Urk. 9). Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl verzichtete am 18. Februar 2013 auf 

Vernehmlassung (Urk. 13), die Vorinstanz am 26. Februar 2013 (Urk. 14). Mit 

Eingabe vom 5. März 2013 liess der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ins 

Recht reichen und ergänzte seine Beschwerdeschrift (Urk. 16, Urk. 17/1-2). Diese 

Dokumente wurden der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 13. Februar 2013 zur 

freigestellten Äusserung übermittelt (Urk. 21), welche am 20. März 2013 auf Ver-

nehmlassung verzichtete (Urk. 24). Der Beschwerdeführer liess sodann am 

8. April 2013 weitere Unterlagen betreffend sein Gesuch um amtliche Verteidi-

gung zu den Akten reichen (Urk. 25, Urk. 26/1-2).  

4. Der Beschwerdeführer hatte bereits gegen die von der Vorinstanz zunächst 

nur im Dispositiv eröffnete Verfügung vom 6. Dezember 2012 bei der hiesigen 

Kammer Beschwerde erhoben (Verfahren UH120376). Jenes Verfahren wurde 

nach Eingang der begründeten Verfügung der Vorinstanz und nach der Erhebung 

der vorliegenden Beschwerde durch den Beschwerdeführer mit heutigem Datum 

als gegenstandlos erledigt abgeschrieben.  

- 4 - 

II. 

1. Der Vollzug der gemeinnützigen Arbeit wurde im vorliegenden Fall am 

16. Dezember 2012 rechtskräftig eingestellt (vgl. Urk. 8/1-2). Es geht im vorlie-

genden Verfahren somit nicht mehr darum, ob die gemeinnützige Arbeit zu Recht 

eingestellt wurde. Vielmehr ist darüber zu befinden, ob die angeordnete gemein-

nützige Arbeit von insgesamt 480 Stunden in eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe 

umzuwandeln ist. Auf die Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid respektive 

in der Beschwerdeschrift hinsichtlich der Fortsetzung der gemeinnützigen Arbeit 

ist somit nicht näher einzugehen. 

2. Die Vorinstanz begründete die Umwandlung der gemeinnützigen Arbeit in 

eine Freiheitsstrafe im Wesentlichen damit, der Beschwerdeführer habe sich im 

Rahmen des versuchten Vollzugs der gemeinnützigen Arbeit renitent verhalten, 

weshalb nicht zu erwarten sei, dass er der Pflicht zur Bezahlung einer Geldstrafe 

ohne Verzögerungen nachkommen würde. Zwar habe der Beschwerdeführer mitt-

lerweile – anders als bei seinem seinerzeitigen Gesuch um Umwandlung der 

Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit – wieder eine feste Arbeitsstelle, doch werde 

sein Lohn gepfändet. Auch aus diesem Grund sei nicht zu erwarten, dass eine 

Geldstrafe innert nützlicher Frist vollzogen werden könnte (Urk. 15 S. 5). 

2. Dagegen liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, es handle 

sich dabei um eine rein hypothetische Annahme. Es sei nie abgeklärt worden, ob 

er über die finanziellen Mittel verfügen würde beziehungsweise, ob er sich das 

Geld beschaffen könnte, um eine auferlegte Geldstrafe zu bezahlen. Zudem wer-

de dem Beschwerdeführer willkürlich Renitenz vorgeworfen. Er sei weder unge-

horsam noch respektlos. Die Vorhaltungen der Vorinstanz seien wirklichkeits-

fremd und zeugten von einer gewissen Voreingenommenheit. Das Gericht habe 

auch entlastende Beweismaterialen in seine Entscheidung einfliessen zu lassen; 

die Vorinstanz habe dies jedoch nicht getan. Eine Freiheitsstrafe könne der Be-

schwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht vollziehen, da er nicht haf-

terstehungsfähig sei (Urk.2 S. 6). 

- 5 - 

3. Leistet ein Verurteilter die gemeinnützige Arbeit trotz Mahnung nicht ent-

sprechend dem Urteil oder den von der zuständigen Behörde festgelegten Bedin-

gungen und Auflagen, wandelt sie das Gericht in Geld- oder Freiheitsstrafe um 

(Art. 39 Abs. 1 StGB). Vier Stunden gemeinnütziger Arbeit entsprechen einem 

Tagessatz Geldstrafe oder einem Tag Freiheitsstrafe (Art. 39 Abs. 2 StGB). Eine 

Freiheitsstrafe darf nur angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, dass eine 

Geldstrafe nicht vollzogen werden kann (Art. 39 Abs. 3 StGB). Das Bundesgericht 

hat hinsichtlich der grundsätzlichen Frage der Wahl zwischen Geld- und Frei-

heitsstrafe festgehalten, dass die Geldstrafe auch für Mittellose zur Verfügung 

stehen müsse (BGE 134 IV 68 ff.). Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters 

seien sowenig ein Kriterium für die Wahl der Strafart wie dessen voraussichtliche 

Zahlungsunfähigkeit. Sinn und Zweck der Geldstrafe lägen nicht primär im Entzug 

von finanziellen Mitteln, sondern in der daraus folgenden Beschränkung des Le-

bensstandards sowie im Konsumverzicht (BGE 134 IV 104 f.). Es gebe aber Aus-

nahmefälle, in denen die Verurteilung zu einer Geldstrafe aus Gründen ausser 

Betracht falle, die in der Person des Täters liegen würden, so z.B. bei offensicht-

lich fehlender Zahlungsbereitschaft. Die Unmöglichkeit, eine Geldstrafe zu voll-

ziehen, dürfe jedoch nicht leichthin angenommen werden, da das Gesetz verlan-

ge, dass bei ihrer Bemessung den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnis-

sen Rechnung getragen werde (BGE 134 IV 108). Kann die gemeinnützige Arbeit 

wegen Unwilligkeit des Verurteilten nicht vollzogen werden, obwohl dieser ur-

sprünglich seine Zustimmung zu dieser Strafform gegeben hat, hat sich der Um-

wandlungsrichter zu fragen, ob der Nichtvollzug der gemeinnützigen Arbeit auf 

mangelnde Bereitschaft schliessen lässt, irgendeine Strafe, insbesondere eine 

Geldstrafe, zu vollziehen (BGE 135 IV 121 = Pra 99 (2010) Nr. 33, E. 3.3.3).  

4. Diesen Überlegungen des Bundesgerichts ist auch bei der Frage der Wahl 

der Strafart nach gescheiterter gemeinnütziger Arbeit Rechnung zu tragen. Es 

stellt sich daher nunmehr die Frage, ob im vorliegenden Fall von einer offenkun-

dig fehlenden Zahlungsbereitschaft des Beschwerdeführers auszugehen ist.  

Wie bereits ausgeführt, wurde der Beschwerdeführer ursprünglich zu einer (unbe-

dingten) Geldstrafe verurteilt, welche dann auf sein Gesuch hin in gemeinnützige 

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Arbeit umgewandelt wurde (vgl. Urk. 8/13/28). Gemäss den Feststellungen der in 

Rechtskraft erwachsenen Verfügung des Amts für Justizvollzug vom 31. Juli 2012 

wurde über ein Jahr lang vergeblich versucht, die Leistung der gemeinnützigen 

Arbeit zu organisieren (Urk. 8/2). Der Beschwerdeführer selbst hielt diesbezüglich 

in der Beschwerdeschrift fest, ein Einsatz im Stadtspital Triemli sei wegen einer 

Fussverletzung nicht möglich gewesen; bei einem weiteren Einsatz habe er, der 

Beschwerdeführer, wegen eines Missverständnisses in der Kinderbetreuung das 

Vorstellungsgespräch verschieben müssen. Am Tag des neu angesetzten Vor-

stellungsgesprächs habe der Stellvertreter der Sachbearbeiterin des Amts für Jus-

tizvollzug ihn, den Beschwerdeführer, angerufen und mitgeteilt, dass der Einsatz 

abgebrochen worden sei (Urk. 2 S. 3-4). Diese Sachdarstellung des Beschwerde-

führers selbst zeigt, dass er offenkundig nicht wirklich bemüht war, die von ihm 

gewünschte gemeinnützige Arbeit zu leisten und es letztlich ohne Grund zu keiner 

Leistung der gemeinnützigen Arbeit kam. Zwar mag es ihm eine Fussverletzung 

verunmöglicht haben, im April 2012 gemeinnützige Arbeit zu leisten, doch bestritt 

der Beschwerdeführer nicht, dass er im Juni 2012 trotz mehrmaliger Aufforderung 

einen offenbar vereinbarten Einsatz nicht antrat. Jedenfalls führte er dazu nichts 

aus. Er legt auch keine Bemühungen seinerseits dar, die ihm auferlegte gemein-

nützige Arbeit zu leisten. Im Weiteren zeigen die gemäss Amt für Justizvollzug 

vom Beschwerdeführer angegebenen Gründe, er habe die Mutter nach Genf zu 

bringen, die Tochter hüten müssen oder die Ferien falsch geplant, dass ihm der 

Wille für den Vollzug der ihm auferlegten Strafe fehlte. Der Beschwerdeführer 

selbst bestätigte dies insofern, als er angab, er habe seine Tochter nach Genf 

bringen müssen. Dass der Beschwerdeführer nach den gescheiterten Versuchen, 

einen Einsatzort zu finden respektive einen vereinbarten Einsatz zu leisten, von 

sich aus mit dem Amt für Justizvollzug Kontakt aufgenommen und sich bemüht 

hätte, die gemeinnützige Arbeit zu leisten, macht er auch selbst nicht geltend. Vor 

diesem Hintergrund kann nicht davon ausgegangen werden, eine dem Beschwer-

deführer auferlegte Geldstrafe werde vollzogen werden können. Im Weiteren ist 

anzumerken, dass der Beschwerdeführer – wie er selbst im Rahmen seines Ge-

suchs um amtliche Verteidigung darlegte (Urk. 4, Urk. 5/2; Urk. 26/1-2) – in 

schlechten finanziellen Verhältnissen lebt: Einem Einkommen von Fr. 3'700.– 

- 7 - 

(brutto) stehen (belegte) monatliche Ausgaben von Fr. 661.– für Miete sowie 

Fr. 447.05 für Krankenkasse gegenüber. Im Weiteren hat der Beschwerdeführer 

offenbar Unterhaltsverpflichtungen von Fr. 500.– pro Monat für seine Tochter 

(Urk. 4). Zusammen mit weiteren, gerichtsnotorischen Auslagen für den Grundbe-

darf, Hausrat-/Haftpflichtversicherung, auswärtige Verpflegung, Arbeitsweg und 

Steuern ist nicht davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer innert nütz-

licher Frist möglich sein wird, mit seinen Einkünften eine Geldstrafe in ernst zu 

nehmender Höhe mit entsprechendem Tagessatz zu begleichen. Dies auch, zu-

mal ihm angesichts dieser finanziellen Verhältnisse die Bezahlung einer Geldstra-

fe nicht eher möglich sein dürfte als zu jenem Zeitpunkt, als er wegen Arbeitslo-

sigkeit um eine Umwandlung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit ersuchte. 

Gemäss Bundesgericht nicht massgebend für die wirtschaftliche Leistungsfähig-

keit ist die vom Beschwerdeführer angesprochene Möglichkeit (Urk. 2 S. 6), ein 

Darlehen aufzunehmen. Ein solches verbessert das Einkommen, aus welchem 

die Geldstrafe zu bezahlen ist, nicht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung ist es nicht Sinn der Geldstrafe, damit Vermögen ganz oder teilweise zu 

konfiszieren (Entscheid 6B_754/2009 vom 1. Dezember 2009 des Bundesge-

richts, E. 1.4).  

Zusammenfassend ist beim Beschwerdeführer nicht davon auszugehen, dass ei-

ne Geldstrafe vollzogen werden kann. Die von der Vorinstanz vorgenommene 

Umwandlung der gemeinnützigen Arbeit in eine Freiheitsstrafe ist unter diesen 

Umständen nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdeführer – unsubstantiiert – 

geltend macht, er sei nicht hafterstehungsfähig, vermag daran nichts zu ändern. 

Über diese Frage wird allenfalls die Vollzugsbehörde zu entscheiden haben. 

5. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

III.  

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten für das Beschwerdeverfahren dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Beachtung der finanziel-

len Verhältnisse des Beschwerdeführers sowie der Bemessungskriterien von § 2 

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Abs. 1 lit. b-d GebV OG (Bedeutung des Falls, Zeitaufwand des Gerichts, Schwie-

rigkeit des Falls) und gestützt auf § 17 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr für 

das Beschwerdeverfahren auf Fr. 400.– festzusetzen. 

2.1 Der Beschwerdeführer verlangt wie bereits erwähnt, ihm sei für das Verfah-

ren in der Person von Rechtsanwalt X._____ eine amtliche Verteidigung beizuge-

ben (Urk. 4).  

2.2 Gemäss Art. 132 Abs. 2 StPO ist eine amtliche Verteidigung namentlich 

dann geboten, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt und der Straffall in 

tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen die beschul-

digte Person alleine nicht gewachsen wäre. Ein Bagatellfall liegt unter anderem 

dann vor, wenn eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als 4 Monaten oder eine Geld-

strafe von bis zu 120 Tagessätzen zu erwarten ist (Art. 132 Abs. 3 StPO). Ein Ba-

gatellfall schliesst eine amtliche Verteidigung grundsätzlich aus (Lieber, in: Do-

natsch/ Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 

Zürich-Basel-Genf 2010, Art. 132 N 21; BSK StPO-Ruckstuhl, Art. 132 N 42; sie-

he auch BGE 120 Ia 43 E. 2a). 

2.3 Vorliegend war die Frage zu prüfen, ob die Vorinstanz die dem Beschwerde-

führer auferlegte gemeinnützige Arbeit zu Recht in eine Freiheitsstrafe von 120 

Tagen, also 4 Monaten, umwandelte. Damit liegt nach dem unter obenstehender 

Ziffer Ausgeführten ein Bagatellfall vor, welcher eine amtliche Verteidigung grund-

sätzlich ausschliesst. Dass ein Fall von notwendiger Verteidigung im Sinn von 

Art. 130 lit. c StPO vorliegt oder ein Fall, bei welchem ausnahmsweise trotz Un-

terschreitung der in Art. 132 Abs. 3 StPO genannten Strafhöhen doch kein Baga-

tellfall vorliegen würde, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch 

nicht geltend gemacht.  

2.4 Daher ist das Gesuch um amtliche Verteidigung abzuweisen.  

 

 

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Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. Th. Meyer) 

1. Das Gesuch von Rechtsanwalt X._____ um Bestellung als amtlicher Vertei-

diger für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.  

2. Schriftliche Mitteilung mit nachstehendem Beschluss. 

3. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

sodann wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 400.– festge-

setzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Verteidiger des Beschwerdeführers, zweifach, für sich selbst und den 
Beschwerdeführer (gegen Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 
und Urk. 26/1-2 (gegen Empfangsbestätigung) 

− Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, ad Verfahren Geschäfts-
Nr. GA120018, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 und Urk. 26/1-2 
(gegen Empfangsbestätigung) 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung)  

- 10 - 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an: 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-

gung)  
− Migrationsamt des Kantons Zürich 
− Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, ad Verfahren Geschäfts-

Nrn. GA120018 und GG100467 (gegen Empfangsbestätigung) 

4. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 
Zürich, 5. August 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. R. Hürlimann 
 
 

	Beschluss vom 5. August 2013
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird verfügt: (Oberrichter lic. iur. Th. Meyer)
	1. Das Gesuch von Rechtsanwalt X._____ um Bestellung als amtlicher Verteidiger für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachstehendem Beschluss.
	3. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art....
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 400.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	 den Verteidiger des Beschwerdeführers, zweifach, für sich selbst und den Beschwerdeführer (gegen Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 und Urk. 26/1-2 (gegen Empfangsbestätigung)
	 Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, ad Verfahren Geschäfts-Nr. GA120018, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 und Urk. 26/1-2 (gegen Empfangsbestätigung)
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestätigung)
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestätigung)
	 Migrationsamt des Kantons Zürich
	 Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, ad Verfahren Geschäfts-Nrn. GA120018 und GG100467 (gegen Empfangsbestätigung)