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**Case Identifier:** 31714cb6-b0fb-54c9-8d73-2c0d1fa168ab
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.10.2025 200 2024 165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-165_2025-10-15.pdf

## Full Text

IV 200 2024 165 
FRC/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Sozialarbeiterin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Januar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Nach vorgängiger Früherfassung (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1) meldete sich die 1986 geborene 
A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) im Okto-
ber 2018 (act. II 5) mit Verweis auf einen seit dem 31. August 2017 beste-
henden psychischen Gesundheitsschaden sowie seit diesem Zeitpunkt 
vorliegenden Arbeitsunfähigkeiten unterschiedlichen Grades bei der IVB 
zum Leistungsbezug an. Die IVB tätigte in der Folge berufliche und medizi-
nische Abklärungen. Sie gewährte Frühinterventionsmassnahmen vom 
9. Januar 2019 bis zum 4. Oktober 2019 (act. II 31, 42. 54) und beauftragte 
am 3. September 2019 Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie so-
wie für Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung der Versi-
cherten (act. II 65). Dessen psychiatrisches Gutachten datiert vom 6. Janu-
ar 2020 (act. II 72.1), das Ergänzungsgutachten vom 15. April 2020 (act. II 
84/2). In der Folge gewährte die IVB weitere Frühinterventionsmass-
nahmen (act. II 93). Nach Einholen eines psychiatrischen Gutachtens bei 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
31. Juli 2022 (act. II 177.1) und einer Aktenbeurteilung beim Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) vom 14. Juni 2023 (act II 196) sowie der Veranlas-
sung eines Abklärungsberichts Haushalt/Erwerb vom 25. Juli 2023 
(act. II 199/2) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 10. August 2023 
(act. II 204) in Aussicht, in Anwendung der gemischten Methode (80 % Er-
werb, 20 % Haushalt) bei Invaliditätsgraden von jeweils 80 % vom 1. No-
vember 2019 bis zum 31. Dezember 2021 und vom 1. Februar 2023 bis 
zum 31. August 2023 eine ganze Rente auszurichten. Bei Invaliditätsgra-
den von jeweils 16 % stellte sie für die Zeiten vom 1. Januar 2022 bis zum 
31. Januar 2023 und ab dem 1. September 2023 eine Verneinung eines 
Rentenanspruchs in Aussicht. Nach dagegen erhobenem Einwand 
(act. II 211) holte die IVB beim RAD eine Aktenbeurteilung vom 14. Novem-
ber 2023 (act. II 214) ein und verfügte am 23. Januar 2024 (act. II 217) dem 
Vorbescheid entsprechend. 

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B.

Mit Eingabe vom 21. Februar 2024 erhob die Versicherte dagegen Be-
schwerde. Sinngemäss bemängelte sie die Befristung der Invalidenrente 
per 31. August 2023. Weiter machte sie eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend und beantragte die Gewährung einer Nachfrist zur Nach-
besserung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Februar 2024 wurde das Gesuch 
um Fristansetzung zur Beschwerdeergänzung abgewiesen. 

Am 19. März 2024 reichte der E.________ dem Verwaltungsgericht ein 
Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege ein. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 24. April 
2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 

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Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 23. Januar 2024 
(act. II 217). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befris-
tung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungs-
befugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebe-
nen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blie-
ben (BGE 125 V 413; SVR 2019 IV Nr. 332, S. 99, 9C_431/2018 E. 3.2; 
AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist vorliegend der Anspruch auf eine Invali-
denrente – unter Einschluss der Zusprechung einer ganzen Rente vom 
1. November 2019 bis zum 31. Dezember 2021 und vom 1. Februar 2023 
bis zum 31. August 2023 – zu prüfen und dabei insbesondere, ob die gan-
ze Rente zu Recht erstmals per 31. Dezember 2021 und später per 31. Au-
gust 2023 aufgehoben wurde.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Vorab macht die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs geltend. Ihr sei die angefochtene Verfügung 
vom 23. Januar 2024 (act. II 217) unvollständig eröffnet worden, indem die 
RAD-Stellungnahme nicht beigelegt worden sei.

2.2

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2.2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Die Verfügungen sind zu begründen, 
wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 
ATSG). Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, 
dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Be-
troffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzu-
fechten (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; in BGE 151 
III 143 nicht publ. E. 8.2 des Urteils des Bundesgerichts [BGer] 
9C_717/2023 vom 7. August 2024; in BGE 150 V 273 nicht publ. E. 4.1 des 
Urteils des BGer 9C_385/2023 vom 8. Mai 2024; SVR 2022 IV Nr. 37 
S. 121, 8C_572/2021 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 
8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.3 Die Beschwerdeführerin rügt, ihr sei zwar die Verfügung vom 
23. Januar 2024 (act. II 217), nicht aber die RAD-Stellungnahme vom 
14. November 2023 (act. II 214), welche in der Verfügung als integrierender 
Bestandteil derselben bezeichnet worden sei, zugestellt worden. Dies wird 
von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten und hat mangels gegenteili-
gen Hinweisen in den Akten als erstellt zu gelten. Damit wurde die Verfü-
gung vom 23. Januar 2024 unvollständig eröffnet. Die Beschwerdegegnerin 
reichte mit ihrer Beschwerdeantwort vom 24 April 2024 die besagte RAD-
Aktenbeurteilung ein. Ein Doppel hiervon wurde der Beschwerdeführerin 
vom Verwaltungsgericht mit prozessleitender Verfügung vom 25. April 2024 
zur Kenntnis zugestellt. In der Folge ging keine Eingabe der Beschwerde-
führerin mehr ein. Im Übrigen vermochte die Beschwerdeführerin bereits 
zuvor eine rechtsgenügliche Beschwerde zu verfassen und einzureichen 
(vgl. prozessleitende Verfügung vom 26. Februar 2024). Zudem hätte sie 

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auch bei der Beschwerdegegnerin die RAD-Stellungnahme einverlangen 
können. Die Verletzung des Anspruchs auf Begründung als Teilgehalt des 
rechtlichen Gehörs kann unter diesen Umständen als geheilt betrachtet 
werden. 

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse, insbesondere des 
ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung (IVV; SR 831.201), in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen 
– grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). Die Anmeldung zum Rentenbezug erfolgte im Oktober 2018 
(act. II 5), womit ein Rentenanspruch frühestens im April 2019 entstanden 
sein kann (Art. 29 Abs. 1 IVG). Demnach ist nach der bis zum 31. Dezem-
ber 2021 geltenden Rechtslage (aArt.) zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeit-
punkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Soweit Revisionsgründe vorlie-
gen sollten, ist bei deren Eintritt vor dem 1. Januar 2022 ebenfalls aufgrund 
der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage (aArt.) zu beurtei-
len, ob die Veränderung Auswirkungen auf einen Rentenanspruch hat, so-
weit sie sich nach dem 1. Januar 2022 verwirklicht haben sollten, nach dem 
seit 1. Januar 2022 gültigen Recht. 

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

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ATSG). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob 
ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität 
zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). 
Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 
S. 429).

3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 
sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in Kraft seit dem 1. Januar 2022) wird die Hö-
he des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente 
festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der pro-
zentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invali-
ditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 
IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentu-
alen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

3.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine ab-
gestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt 
des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist 

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von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die 
massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 133 V 
263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.2).

4.

4.1 Aus medizinischer Sicht ist den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de zu entnehmen:

4.1.1 Dr. med. C.________ stellte im psychiatrischen Gutachten vom 6. 
Januar 2020 (act. II 72.1) folgende Diagnosen (S. 21 Ziff. 6):

- rezidivierende depressive Störung, zurzeit noch schwere Episode, mit so-
matischem Syndrom (ICD-10 F33.21)

Diese Störung habe sich formal mit einer ersten depressiven Episode 
spätestens seit dem Jahr 2009 entwickelt auf dem Boden einer

- kombinierten Persönlichkeitsstörung (mit emotional unreifen, instabilen, 
selbstunsicheren, ängstlich-vermeidenden, teils impulsiven, teils zwang-
haften Anteilen; ICD-10 F61)

Diese Störung habe sich definitionsgemäss seit der Adoleszent entwi-
ckelt und sei formal mit Erreichen des Erwachsenenalters zu diagnosti-
zieren.

Die von der Beschwerdeführerin ihren eigenen Angaben nach schon seit 
der Kindheit und Jugend entwickelte psychische Symptomatik erfülle mitt-
lerweile und spätestens seit dem Jahr 2009 (Beginn der ersten ambulanten 
psychiatrischen Behandlung) formal die von der ICD-10 festgelegten Krite-
rien einer rezidivierenden depressiven Störung (S. 21 Ziff. 1.1). Weiter 
bestätige sich unter Berücksichtigung der ICD-10-Kriterien wie auch der 
Aspekte der biographischen und anamnestischen Angaben der Beschwer-
deführerin recht schnell und eindeutig die Diagnose einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung mit vor allem emotional instabilen, aber auch 
selbstunsicheren, unreifen, ängstlich-vermeidenden sowie teils impulsiven, 
teils zwanghaften Anteilen. Bereits seit der Kindheit und Adoleszenz fänden 
sich bei der Beschwerdeführerin viele der typischen, von der ICD-10 defi-
nierten Symptome einer solchen Persönlichkeitsstörung, die sich bis heute 
eindrucksvoll durch ihre gesamte Biographie ziehen würden. Durch die 
bestehende Persönlichkeitsstörung würden sich auch die immer wieder 

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auftretenden Dekompensationen in der Vergangenheit sowie die aktuelle 
Symptomatik, welche sich spätestens seit 2009 nun immer wieder deutlich 
manifestiert und mittlerweile gar chronifiziert habe, begründen (S. 23 ff. Ziff. 
1.2). 

Aus rein medizinisch-psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin trotz 
ihrer rezidivierenden depressiven Störung und trotz ihrer zugrundeliegen-
den Persönlichkeitsstörung grundsätzlich in der Lage (bei Fortsetzung der 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung mit regelmässigen Kon-
sultationen und auch nach der Entlassung aus der stationären Behandlung, 
inklusive einer geeigneten, regelmässig einzunehmenden Psychopharma-
kotherapie, ehrlicher Willensanstrengung und entsprechender Prioritäten-
setzung) in ihrer bisherigen Tätigkeit als … in einem … sowie auch in jeder 
anderen ihrem Alter und ihrem Ausbildungsstand entsprechenden Tätigkeit 
zumindest zeitlich reduziert und unter Anerkennung einer gewissen Leis-
tungsminderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine verwertbare Ar-
beitsleistung zu erbringen. Wegen des aufgrund der Persönlichkeitsstörung 
entstehenden, vermehrten Aufwandes an Auseinandersetzung mit Vorge-
setzten, Kollegen, Selbststruktur und Eigenmotivation wäre eine Leis-
tungsminderung anzuerkennen, welche über die Zeit schwanke, jedoch im 
Mittel nicht über 20 % liegen werde. Wegen der erhöhten Erschöpfbarkeit 
wäre zudem von einer zeitlich leicht reduzierten Zumutbarkeit auf sechs 
Stunden täglich (zwei Mal zweieinhalb Stunden mit Pause) auszugehen. 
Dies entspreche einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in den bisherigen Tätigkei-
ten als … in einem …. Von dieser Beurteilung sei spätestens von Herbst 
2018 bis Oktober 2019 auszugehen. Zuvor sei von Ende 2017 an zunächst 
von einer höhergradigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, wie von den be-
handelnden Psychiatern attestiert; auch mit Beginn der stationären psych-
iatrischen Behandlung Ende Oktober 2019 sei zunächst wieder von einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, nach Entlassung aus der 
stationären psychiatrischen Behandlung sollte hingegen schnell wieder 
eine Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden (S. 42 f. Ziff. 8.1). Eine gut struktu-
rierte Tätigkeit in einem möglichst kleinen Team und einem möglichst ruhi-
gen konstanten Umfeld, ohne allzu hohe Anforderungen an die Eigenorga-
nisation und an die Sozialkompetenzen der Beschwerdeführerin, sei zu 
empfehlen und wäre als angepasste Tätigkeit anzusehen. Die Leistungs-

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minderung wäre entsprechend geringer und über den Zeitverlauf mit maxi-
mal 10 % zu quantifizieren. Auch die zeitliche Zumutbarkeit läge höher und 
wäre mit maximal sechs Stunden pro Tag anzusetzen (zwei Mal drei Stun-
den mit Pausen). Dies entspreche einer Arbeitsfähigkeit von rund 70 % 
(67.5 %) für eine optimal angepasste Tätigkeit. Die diesbezüglichen Anga-
ben zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit hätte 
auch für eine leidensangepasste Arbeit ihre Gültigkeit (S. 43 f. Ziff. 8.2). Die 
Prognose erscheine im Hinblick auf die zugrundeliegende Persönlichkeitss-
törung, den bisherigen Verlauf und den mittlerweile auch grossen Einfluss 
krankheitsfremder, sozialer Belastungsfaktoren und deutlichem Leistungs-
begehren der Beschwerdeführerin mittel- und langfristig eher unsicher und 
ungünstig (S. 32 Ziff. 3).

4.1.2 Ab dem 12. November 2019 bis zum 21. Mai 2020 (act. II 171/49) 
befand sich die Beschwerdeführerin in stationärer psychiatrischer Behand-
lung im F.________ (F.________). Im diesbezüglichen Zwischenbericht 
vom 10. März 2020 (act. II 82) wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 7 Ziff. 2.5):

- Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) im Sinne 
einer komplexen Traumafolgestörung mit Erfahrungen von häuslicher 
Gewalt in der Kindheit

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit 
Suizidgedanken (ICD-10 F33.2)

- Zwangsstörung, Zwangsgedanken und -handlungen gemischt, teilweise 
remittiert (ICD-10 F42.2)

- Komplexe Traumafolgestörung (ICD-10 F43.1), Differentialdiagnose: Pa-
nikstörung (ICD-10 F41.0), generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)

Im bisherigen stationären Verlauf habe sich eine leichte Verbesserung der 
Stimmung, ein Rückgang der Suizidalität sowie eine Verbesserung der An-
spannung und der Zwänge gezeigt. Es persistierten jedoch immer noch ei-
ne gedrückte Stimmung, Ängste, leichte Zwänge, eine starke Instabilität 
und geringe Belastbarkeit, schwankende Suizidgedanken, eine ausgepräg-
te Schüchternheit und eine hohe Belastung in der Konfrontation mit Inhal-
ten aus der Vergangenheit. Bei Belastungen komme es immer wieder zu 
Verschlechterungen der Suizidalität, so dass wiederholt über Nacht eine 
Verlegung auf eine Akutstation nötig gewesen sei (S. 5 Ziff. 2.1). Zum jetz-
igen Zeitpunkt sei die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilbar. Nach einer weiteren 
Stabilisierung sei vorstellbar, dass die Beschwerdeführerin zeitnah in einem 

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niedrigen Pensum unter geschützten Bedingungen wieder in den Arbeits-
prozess einsteigen könne (S. 10 Ziff. 4.1). 

4.1.3 Am 15. April 2020 (act. II 84/2) nahm Dr. med. C.________ Stellung 
zum Bericht des F.________. Er schliesse sich dem F.________ nicht an, 
dass eine Zwangsstörung bestehe (S. 2 f.). Auch die vom F.________ dia-
gnostizierte Panikstörung und generalisierte Angststörung überzeuge nicht. 
Die diesbezüglichen Angstphänomene seien eindeutig zur Persönlich-
keitsstörung und letztlich auch zu einer rezidivierenden depressiven 
Störung zu zählen und mit diesen Diagnosen bereits ausreichend erfasst 
worden (S. 3 f.). Die diagnostizierte Traumafolgestörung habe das 
F.________ nicht sauber hergeleitet und überzeuge nicht (S. 4, 8). Es sei 
offensichtlich, dass die Diagnosen einer Posttraumatischen Belastungs-
störung, einer "komplexen Traumafolgestörung" oder gar einer anhaltenden 
Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung bei der Beschwerdeführe-
rin sicherlich nicht bestätigt werden könnten (S. 11). Vielmehr sei lediglich 
davon auszugehen, dass einzelne vermeintlich "traumatische" Erfahrungen 
und Erlebnisse der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit zur Entwick-
lung ihrer kombinierten Persönlichkeitsstörung beigetragen hätten (S. 12). 
Sie leide vor allem an einer pathologischen Persönlichkeitsorganisation im 
Sinne einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, welche sich im Zeitverlauf 
mit diversen psychopathologischen Phänomenen und Symptomen ausdrü-
cken und äussern könne, ohne dass diese Symptome jedoch jedes Mal im 
Sinne weiterer, eigenständiger und ätiologisch unterschiedlicher psychi-
scher Störungen zu diagnostizieren seien (S. 4 f.). Eine echte psychische 
"Multimorbidität" mit gleich vier gleichzeitig bestehenden ätiologisch unter-
schiedlichen psychischen Störungen, wie sie im Bericht des F.________ 
suggeriert werde, sei bei der Beschwerdeführerin sicherlich nicht anzu-
nehmen (S. 13). An der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gemäss Gutach-
ten könne festgehalten werden (S. 14 f.). Unter Berücksichtigung der Hos-
pitalisation ab November 2019 könne spätestens drei bis vier Monate nach 
Entlassung aus dem stationären Aufenthalt ein beruflicher Wiedereinstieg 
zu einem zunächst geringen Pensum mit langsam progressiver Steigerung 
bis maximal fünf Monate danach erwartet werden, wobei sicherlich eine 
genaue Spezifizierung der Steigerung aus rein gutachterlicher Sicht nicht 
möglich sei (S. 16). In Anbetracht des offensichtlichen Rentenbegehrens 

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der Beschwerdeführerin würden sehr wahrscheinlich weitere Einsprachen 
und Kritiken folgen und sie werde ihre Psychiaterin oder andere Therapeu-
ten zur Erstellung neuer Berichte und Arztzeugnisse drängen, in welchen 
sehr wahrscheinlich immer wieder neue und andere Diagnosen postuliert 
würden (S. 17).

4.1.4 Vom 25. Mai 2020 bis zum 22. September 2020 befand sich die Be-
schwerdeführerin in der G.________ in teilstationärer Behandlung (act. II 
171/33). Dazwischen erfolgten vom 3. Juni 2020 bis zum 5. Juni 2020 
(act. II 171/44) sowie vom 30. Juli 2020 bis zum 10. August 2020 
(act. II 171/42) im F.________ stationäre Aufenthalte. Nach der teilstatio-
nären Behandlung in der G.________ erfolgte dort ab dem 23. September 
2020 bis zum 6. Januar 2021 eine stationäre Behandlung (act. II 171/24). 
Ab dem 11. Februar 2021 erfolgte bis am 1. Oktober 2021 wiederum eine 
teilstationäre Behandlung in der G.________ (act. II 131/2, 184).

4.1.5 Dr. med. D.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 31. Juli 2022 (act. II 177.1) folgende aktuelle Leiden (S. 47 Ziff. 6.3):

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht ausgeprägt bzw. 
chronifiziert (ICD-10 F33.0/F34.1)

- Störungen durch schädlichen Gebrauch von Amphetaminen (ICD-10 
F15.1)

- Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31)
- Deutliches Rentenbegehren, Simulation nicht sicher auszuschliessen. 

Das aktuell erstmalig im bisherigen Krankheitsverlauf durchgeführte Dro-
genscreening habe überraschenderweise einen positiven Befund gezeigt. 
Bisher hätte man immer der Beschwerdeführerin vertraut, die angegeben 
habe, keine Drogen zu nehmen und nicht übermässig Alkohol zu trinken. 
Bislang von ihr vorgebrachte Symptome müssten nun unter dem Aspekt 
der vormals eventuell zusätzlich erfolgten Einnahme von Amphetaminen 
neu diskutiert werden. Weiter habe die Beschwerdeführerin angegeben, in 
Bezug auf den sexuellen Missbrauch von der Begegnung mit dem älteren 
Täter immer noch Angst zu haben. Er sei ein Bekannter der Eltern und be-
suche diese immer noch. Die Gutachterin gab an, gemäss den Angaben 
der Therapeutin habe die Beschwerdeführerin ihr gegenüber angegeben, 
dieser sei vor Jahren verstorben (S. 44 Ziff. 6.1; vgl. auch S. 38 Ziff. 5 so-
wie S. 45 Ziff. 6.2). Insgesamt sei in der aktuellen Untersuchung bei nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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wie vor deutlich vorhandenem Rentenbegehren der Verdacht auf Manipula-
tion mit mindestens Verdeutlichung und Aggravation von Beschwerden, bis 
hin zu Simulationsverdacht, entstanden (S. 44 Ziff. 6.1). Die Beschwerde-
führerin sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit mit einer Leistungstätigkeit, 
Wechselschichten, Pikettdienst und Teamarbeit sieben Stunden pro Tag 
bezogen auf eine 42-Stundenwoche arbeitsfähig. Dabei bestehe wegen er-
höhten Pausenbedarfs eine zusätzliche Einschränkung von 10 %. Bezogen 
auf ein 100%-Pensum bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Während 
stationärer und teilstationärer Aufenthalte sei die Beschwerdeführerin nach-
vollziehbar zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Dazwischen dürfte eine Ar-
beitsfähigkeit von mindestens 80 % bestanden haben. Eine angepasste Tä-
tigkeit (keine häufigen Wechselschichten und keine übermässigen Pikett-
dienste, Limitation von Überstundenleistungen auf eine Stunde pro Arbeits-
tag, zeitnaher Ausgleich innerhalb von drei Tagen, flache Hierarchien, wert-
schätzendes Umfeld) sei der Beschwerdeführerin acht Stunden pro Tag bei 
dabei bestehender Einschränkung von 10 % wegen vermehrten Pausenbe-
darfs zumutbar. Bei einem Vollzeitpensum bestehe nach stufenweisem Be-
lastungsaufbau an einem Probearbeitsplatz oder in einem Arbeitstraining 
eine Arbeitsfähigkeit von 90 %. Während stationärer und teilstationärer Auf-
enthalte sei sie nachvollziehbar zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Dazwi-
schen dürfte theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 bis 80 % 
bestanden haben (S. 55 f. Ziff. 8). Vorläufig mache die Fortführung der 
Therapie keinen Sinn, solange sich die Beschwerdeführerin in der Therapie 
manipulativ verhalte, zusätzlich Amphetamine einnehme und gar nicht wirk-
lich an einer erfolgreichen Durchführung interessiert sei (S. 53 Ziff. 7.1). 

4.1.6 Die Beschwerdeführerin befand sich vom 21. Februar 2023 bis zum 
17. Mai 2023 in der H.________ in stationärer Behandlung. Im diesbezügli-
chen Bericht vom 30. Mai 2023 (act. II 194; vgl. ebenfalls Austrittsbericht 
vom 22. Mai 2023 [act. II 211/6]) wurden folgende Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 5 f. Ziff. 2.5):

- Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1): komplexe Post-
traumatische Belastungsstörung nach ICD-11 inkl. Dissoziationen mit 
psychoformen und somatoformen Symptomen bei einer Störung der 
Selbstorganisation, vordiagnostiziert und bestätigt am 9. März 2023

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.1), vordiagnostiziert und bestätigt am 7. März 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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- Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt (ICD-10 F42.2), vordia-
gnostiziert, nicht genauer untersucht in der H.________

- Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), vordia-
gnostiziert und Differentialdiagnose emotional-instabile Persönlichkeitss-
törung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31), diagnostisch nicht genauer 
untersucht in der H.________

Anamnese und Befunde hätten für das Vorliegen einer Posttraumatischen 
Belastungsstörung gesprochen (S. 3 Ziff. 2.2). Es sei davon auszugehen, 
dass sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin mit weiterer 
Psychotherapie mittel- bis langfristig verbessern werde. Eine Arbeitsfähig-
keit (im Niedrigpensum) im Rahmen einer Integrationsmassnahme dürfte, 
sofern sich der Gesundheitszustand nicht kurzfristig verschlechtere, im Ver-
lauf möglich sein. Insgesamt sei aber angesichts der komplexen Erkran-
kungen von einem protrahierten Verlauf auszugehen (S. 6 Ziff. 2.7). Auf-
grund des klinischen Eindrucks bestünden schwere Einschränkungen für 
die Kontaktfähigkeit zu Dritten, mittelgradige Einschränkungen für die Flexi-
bilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehaup-
tungsfähigkeit, die Gruppenfähigkeit sowie für die Fähigkeit zur Planung 
und Strukturierung von Aufgaben. Uneingeschränkt wirkten die Fähigkeit 
zur Anpassung an Regeln und Routinen, die fachliche Kompetenz und die 
Wegefähigkeit (Ziff. 3.4). Momentan sei die Tätigkeit als … im ersten Ar-
beitsmarkt nicht zumutbar (Ziff. 4.1).

4.1.7 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
sowie Praktischer Arzt vom RAD, führte in der Aktenbeurteilung vom 
14. Juni 2023 (act. II 196) aus, dem Gutachten von Dr. med. D.________ 
vom 31. Juli 2022 sei zu entnehmen, dass die Gutachterin am 2. Mai 2022 
mit dem E.________ telefoniert habe. Die zuständige Sozialarbeiterin habe 
gegenüber der Gutachterin dabei erwähnt, dass es die Beschwerdeführerin 
"sicherlich stark zurückwerfen" werde, wenn "sie keine IV bekäme". Auf-
grund des bisherigen Verlaufs sei es nicht überraschend gewesen, dass 
sich diese nach dem Gutachten (und möglicherweise Bekanntgabe des 
Gutachterergebnisses) in stationäre Behandlung in der H.________ bege-
ben habe. Dem entsprechenden Bericht vom 30. Mai 2023 seien keine Be-
schwerden, Symptome oder Diagnosen zu entnehmen, welche zum Zeit-
punkt der Begutachtung bei Dr. med. D.________ nicht bereits bekannt 
gewesen seien. Zudem sei dem Bericht zu entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin "von der stationären Psychotherapie profitieren" habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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können und dass sich deren Stimmung im Verlauf der Behandlung "partiell" 
aufgehellt habe. Bei Austritt seien keine Hinweise auf akute Selbstgefähr-
dung vorhanden gewesen. Eine relevante und anhaltende Änderung des 
Gesundheitszustandes nach dem psychiatrischen Gutachten vom 31. Juli 
2022 sei nicht auszumachen und es könne weiterhin an den diesbezügli-
chen Feststellungen festgehalten werden. Aufgrund des offensichtlichen 
Leistungsbegehrens der Beschwerdeführerin sei mit weiteren Behandlun-
gen sowie Berichten, Stellungnahmen und Einwänden von Seiten der be-
handelnden Fachpersonen zu rechnen. 

4.1.8 Dr. med. J.________ sowie die Psychologin K.________ von der 
Klinik L.________ nahmen am 6. September 2023 (act. II 211/3) Stellung 
zum psychiatrischen Gutachten der Dr. med. D.________. Der stationäre 
Aufenthalt in der H.________ vom 6. September 2023 sei im Gutachten 
nicht berücksichtigt worden. Der Bericht enthalte objektive Befunde in Be-
zug auf die Diagnosestellung, welche eine komplexe Posttraumatische Be-
lastungsstörung nach ICD-11 inkl. Dissoziationen mit psychoformen und 
somatoformen Symptomen bei einer Störung der Selbstorganisation ein-
deutig bestätigten. Aus aktueller Sicht gebe es keinen Anlass davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführerin Amphetamine konsumiere. Ein sol-
cher Konsum wäre mit Sicherheit in einem dreimonatigen stationären Auf-
enthalt aufgefallen. Entsprechend liessen keine der im Gutachten be-
schriebenen Symptome auf einen solchen Konsum schliessen. Den dies-
bezüglichen Schlussfolgerungen könne nicht gefolgt werden und soweit die 
benannten Inkonsistenzen und Widersprüche betreffend, komme es nicht 
selten vor, dass im Rahmen von aufkommenden traumatischen Erinnerun-
gen im Verlaufe der Therapie erst einzelne Teile genannt würden. Je mehr 
Vertrauen aufgebaut werden könne, desto eher sei es Opfern auch mög-
lich, darüber zu sprechen und Einzelheiten inkl. Täter zu nennen oder gar 
zu erinnern. Offensichtlich falle es der Beschwerdeführerin schwer, über 
Erlebtes zu sprechen. Es gebe keinen Anlass, an ihrer Glaubwürdigkeit zu 
zweifeln. Weiter könne es auch durchaus zu Ausnahmen in der Symptoma-
tik kommen, d.h. Momente, wo die Symptome weniger offensichtlich auftre-
ten würden. Anders als gutachterlich postuliert, handle es sich sehr wohl 
um echte Dissoziationen. Soweit der gutachterlich genannte Berentungs-
wunsch betreffend, sei es wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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einige Zeit gebraucht habe, sich mit der Tatsache abzufinden, nicht auf 
ihren erlernten Beruf zurückkehren zu können und konkrete Schritte in 
Richtung der Eingliederungsmassnahmen zu gehen. Mittlerweile sei sie 
bereit, eine geeignete Arbeit auf dem zweiten Arbeitsmarkt zu suchen, bei 
welcher sie zeitlich flexibel, ihrer Belastbarkeit angepasst und längerfristig 
arbeiten könne. Ausserdem sei aus den Akten bekannt, dass die "Demons-
tration der Störung im nahen zeitlichen Kontext zu Eingliederungs-
bemühungen" damit zu tun habe, dass die Befragung des ersten Gutach-
ters bei der Beschwerdeführerin das Wiedererleben psychotraumatischer 
Erlebnisse in einem Ausmass ausgelöst habe, wie es vorher noch nie pas-
siert sei. Weiter sei die Möglichkeit von Simulation vollständig ausge-
schlossen. Es sei unmöglich, einem grossen und gut miteinander verbun-
denem Helfernetz (Spitex, Ergotherapie, Sozialdienst, Casemanagerin, 
Arbeitgeberin, diverse Behandler) etwas vorzuspielen. Inkonsistenzen in 
dem Ausmass, wie im Gutachten beschrieben, wären dabei aufgefallen. 

4.1.9 Dr. med. I.________ nahm in der RAD-Aktenbeurteilung vom 14. 
November 2023 (act. II 214) Stellung zum Einwand vom 8. September 
2023 (act. II 211/1 f.) sowie den damit eingereichten medizinischen Unter-
lagen (act. II 211/3 ff.). Aus dem Bericht der Klinik L.________ vom 6. Sep-
tember 2023 (act. II 211/3) seien keine neuen, relevanten medizinischen 
Tatsachen zu entnehmen. Dass nach der stationären Behandlung in der 
H.________ "ein weiterer Aufenthalt … als indiziert erachtet" worden sei, 
erscheine nicht überraschend. Im Zusammenhang mit dem positiven La-
borresultat auf Amphetamine im Urin bei der gutachterlichen Untersuchung 
bei Dr. med. D.________ stelle sich die Frage, warum entgegen derer 
Empfehlung keine Drogenscreenings durchgeführt worden seien, um einen 
entsprechenden Konsum zu widerlegen. Im Zusammenhang mit dem Aus-
schluss der "Möglichkeit von Simulation" und der Unmöglichkeit, "etwas 
vorzuspielen", sei auf die ausführliche Beurteilung von Konsistenz und 
Plausibilität im Gutachten zu verweisen. Im Zusammenhang mit der Dia-
gnose einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung sei ange-
merkt, dass Dr. med. D.________ auf diese Diagnose und die Überlappun-
gen mit einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-
Typ ausführlich eingegangen sei, neben den Beeinträchtigungen durch die 
Persönlichkeitsstörung jene durch eine "mögliche komplexe PTBS" berück-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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sichtigt, jedoch im Vergleich zu motivationalen und anderen Faktoren als 
"eher geringgradig" eingeschätzt habe. Während im Bericht der Klinik 
L.________ vorwiegend die subjektiven Beschwerden der Beschwerdefüh-
rerin gewichtet worden seien, sei die gutachterliche Beurteilung unter Ein-
bezug einer ausführlichen Prüfung der Standardindikatoren erfolgt. Zusam-
menfassend könne weiterhin auf das psychiatrische Gutachten von Dr. 
med. D.________ vom 31. Juli 2022 abgestellt werden.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2020 IV 
Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

4.3 Das psychiatrische Gutachten der Dr. med. D.________ vom 31. 
Juli 2022 (act. II 177.1) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
Expertisen (vgl. E. 4.2 hiervor) und überzeugt. Die Feststellungen der Gut-
achterin beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Beschwerdeführerin wurde in der betrof-
fenen Disziplin (Psychiatrie) zweimalig (21. März und 11. Mai 2022) unter-
sucht und beurteilt. Die Gutachterin hat ihre Befunde und Diagnosen im 
Rahmen ihrer Beurteilung umfassend und nachvollziehbar diskutiert und 
dargelegt. Sie hat begründet dargelegt, dass bei der Beschwerdeführerin 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht ausgeprägt 
bzw. chronifiziert (ICD-10 F33.0/F34.1), Störungen durch schädlichen Ge-
brauch von Amphetaminen (ICD-10 F15.1), eine Persönlichkeitsstörung 
vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31) sowie ein deutliches Rentenbegehren 
(Simulation nicht sicher auszuschliessen) vorliegen (S. 177.1/46 ff. Ziff. 
6.3). Weiter kam Dr. med. D.________ zum überzeugenden Schluss, dass 
der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als … (Leistungstätig-
keit mit Wechselschichten, Pikettdienst und Teamarbeit) bezogen auf ein 
Vollzeitpensum an sieben Stunden pro Tag bei dabei bestehender Leis-
tungseinschränkung von 10 % wegen erhöhten Pausenbedarfs, d.h. ge-
samthaft zu 80 %, zumutbar ist, eine leidensangepasste Tätigkeit (keine 
häufigen Wechselschichten und keine übermässigen Pikettdienste, Limita-
tion von Überstunden auf eine Stunde pro Arbeitstag, zeitnaher Ausgleich 
innerhalb von drei Tagen, flache Hierarchien, wertschätzendes Umfeld) ca. 
acht Stunden pro Tag bei dabei bestehender Leistungsminderung von 
10 % wegen vermehrten Pausenbedarfs, d.h. gesamthaft zu 90 %. 
Während stationärer und teilstationärer Aufenthalte ist verständlich mit ei-
ner vollständigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen; dazwischen besteht eine 
Arbeitsfähigkeit von wiederum mindestens 70-80 % (act. II 177.01/55 f. Ziff. 
8). Die gutachterlichen Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge 
sind für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen Schlussfolge-
rungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend 
begründet. Zudem wurden sie in der Folge auch von RAD-Psychiater Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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med. I.________ in seinen Aktenbeurteilungen vom 14. Juni 2023 (act. II 
196) und 14. November 2023 (act. II 214) bestätigt und decken sich im 
Wesentlichen mit jenen im Erstgutachten von Dr. med. C.________ vom 6. 
Januar 2020 (act. II 72.1) sowie dessen Ergänzungen vom 15. April 2020 
(act. II 84/2). Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D.________ 
vom 31. Juli 2022 (act. II 177.1) kommt damit auch unter Berücksichtigung 
der übrigen ärztlichen Berichte sowie der Vorbringen der Beschwerdeführe-
rin im Beschwerdeverfahren – wie nachfolgend dargelegt – voller Beweis 
zu und es ist darauf abzustellen.

Weder im Beschwerdeverfahren noch im Verwaltungsverfahren (vgl. Ein-
wand vom 8. September 2023 [act. II 211]) wurde substantiiert auf das 
psychiatrische Gutachten der Dr. med. D.________ vom 31. Juli 2022 (act. 
II 177.1) eingegangen. Soweit beide Male vorgebracht wird, der Austrittsbe-
richt der H.________ vom 22. Mai 2023 (act. II 211/6) sei im psychiatri-
schen Gutachten der Dr. med. D.________ nicht berücksichtigt worden, 
vermag die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 
Ein erster Bericht der H.________ vom 30. Mai 2023 (act. II 194), welcher 
tags darauf und damit nach Erstellung des Gutachtens bei der Beschwer-
degegnerin einging, hat diese RAD-Psychiater Dr. med. I.________ vorge-
legt. Dieser legte in seiner Aktenbeurteilung vom 14. Juni 2023 (act. II 196) 
überzeugend dar, dass diesem keine Beschwerden, Symptome oder Dia-
gnosen zu entnehmen sind, welche im Zeitpunkt der Begutachtung durch 
Dr. med. D.________ nicht bereits bekannt gewesen wären. Dr. med. 
I.________ kam zum nachvollziehbaren Schluss, dass durch diesen Be-
richt keine relevante und andauernde Änderung des Gesundheitszustandes 
dargelegt wurde und weiterhin auf das Gutachten abgestellt werden kann. 
Insbesondere hat sich die Gutachterin auch ohne Vorliegen des Berichts 
der H.________ aufgrund der sonstigen Berichte zur Diskussion der kom-
plexen Posttraumatischen Belastungsstörung ausführlich geäussert (act. II 
177.1/50 Ziff. 6.3). Wie Dr. med. I.________ in seiner Aktenbeurteilung 
vom 14. November 2023 (act. II 214) richtig wiedergibt, ist Dr. med. 
D.________ bezüglich einer komplexen Posttraumatischen Belastungs-
störung in ihrem Gutachten auf diese Diagnose und die Überlappung mit 
einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aus-
führlich eingegangen und hat neben den Beeinträchtigungen durch die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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Persönlichkeitsstörung jene durch eine "mögliche komplexe PTBS" berück-
sichtigt, jedoch im Vergleich zu motivationalen und anderen Faktoren als 
"eher geringgradig" eingeschätzt. Schliesslich hat sich diesbezüglich be-
reits Dr. med. C.________ in seiner Gutachtensergänzung vom 15. April 
2020 umfangreich geäussert und dargelegt, dass eine zusätzlich zur Per-
sönlichkeitsstörung noch bestehende "Traumadiagnose", etwa einer Post-
traumatischen Belastungsstörung oder "komplexe Traumafolgestörung" 
sicherlich nicht haltbar sei, sondern lediglich davon auszugehen ist, dass 
einzelne vermeintlich "traumatische" Erfahrungen und Erlebnisse der Be-
schwerdeführerin in der Vergangenheit zur Entwicklung ihrer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung beigetragen hatten (act. II 84/13). Soweit den im 
Vorbescheid eingereichten Austrittsbericht der H.________ vom 22. Mai 
2023 (act. II 211/6) betreffend, nahm Dr. med. I.________ am 14. Novem-
ber 2023 (act. II 214) dahingehend Stellung, dass das in seiner Stellung-
nahme vom 14. Juni 2023 zum Bericht der H.________ vom 30. Mai 2023 
Dargelegte ebenfalls für den inhaltlich praktisch identischen Austrittsbericht 
vom 22. Mai 2023 Gültigkeit hat, was überzeugt. Im Vorbescheid wurde 
weiter der Bericht der Klinik L.________ vom 6. September 2023 
(act. II 211/3) eingereicht. Hierzu stellte RAD-Psychiater Dr. med. 
I.________ in seiner Beurteilung vom 14. November 2023 (act. II 214) zu 
Recht und entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde (S. 1 f. Ziff. 4) fest, 
dass diesem Bericht keine neuen, relevanten medizinischen Tatsachen zu 
entnehmen sind, sondern vielmehr die subjektiven Beschwerden der Be-
schwerdeführerin gewichtet wurden, währenddem Dr. med. D.________ 
ihre gutachterliche Beurteilung unter Einbezug einer ausführlichen Prüfung 
der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. hierzu act. II 
177.1/40 ff. Ziff. 6) abgab. Soweit im Bericht der Klinik L.________ vorge-
bracht wurde, es gebe keinen Anlass davon auszugehen, dass die Be-
schwerdeführerin Amphetamine konsumiere, erstaunt, warum in der Klinik 
L.________ nicht ein entsprechender Drogentest durchgeführt wurde, um 
das klare Ergebnis des anlässlich der Begutachtung durchgeführten dies-
bezüglichen Tests (act. II 177.2/2) zu widerlegen. Weiter trägt die Stellung-
nahme der Klinik L.________ deutlich advokatorische Züge, weshalb den 
dortigen Ausführungen auch aus diesem Grund nur begrenzter Beweiswert 
zukommt (Urteil des BGer 8C_695/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 4.3 
mit Hinweis). Schliesslich besitzt keiner der den Bericht unterzeichnenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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Mediziner einen Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie 
(<www.medregom.admin.ch/home>), weshalb er nicht geeignet ist, zu die-
ser Disziplin stichhaltige Aussagen zu machen (vgl. statt vieler Urteil des 
BGer 8C_83/2010 vom 22. März 2010 E. 3.2.3).

Schliesslich liegen gestützt auf das Gutachten von Dr. med. D.________ 
bei der Beschwerdeführerin massive Inkonsistenzen vor, welche von der 
Gutachterin in ihrer abschliessenden Beurteilung ausgeklammert wurden 
(vgl. diesbezüglich auch Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 4). Bereits Dr. med. 
C.________ führte anlässlich der ersten psychiatrischen Begutachtung 
2020 aus, neben einem subjektiv zweifelsohne vorhandenen Leidensdruck 
würden darüber hinaus auch immer wieder gewisse, nicht krankheitsbe-
dingte Verdeutlichungs- und Aggravationstendenzen deutlich, vor allem 
auch in Bezug auf die beklagten anxiodepressiven Symptome und die ver-
meintliche Suizidalität (act. II 72.1/41 Ziff. 7.4). Im gleichen Kontext nannte 
Dr. med. C.________ den offensichtlichen Wunsch der Beschwerdeführerin 
nach Anerkennung des bisherigen Leidens und der Lebensleistung über-
haupt (act. II 72.1/30). Im Gutachten von Dr. med. D.________ vom 31. Juli 
2022 legte diese nachvollziehbar und anschaulich dar, dass insgesamt in 
der von ihr durchgeführten Untersuchung bei deutlich vorhandenem Ren-
tenbegehren der Verdacht auf Manipulation mit mindestens Verdeutlichung 
und Aggravation von Beschwerden bis hin zu Simulationsverdacht entstan-
den sind (act. II 177/44 Ziff. 6.1). Ein Anzeichen für Simulation sieht die 
Gutachterin auch in der im Austrittsbericht der G.________ vom 19. Okto-
ber 2020 geschilderten Veränderung der Beschwerdeführerin nach Kon-
frontation mit der Diskrepanz ihres Zustandsbildes, diesbezüglich insbe-
sondere die hochvariable Sprechlautstärke mit selbstbewusstem Auftreten 
im Zusammensein mit Mitpatienten und die Präsentation von Flüsterspra-
che, Hyperventilation und vermeintlicher Dissoziation mit Augenrollen, mo-
torischen Blockaden und Intrusionen in den Therapiestunden. Auch anläss-
lich der Begutachtung bei Dr. med. D.________ hat sich die Beschwerde-
führerin wie bereits anlässlich der Exploration bei Dr. med. C.________ 
oder zu Beginn stationärer Aufenthalte sehr leidend und schwer krank, als 
Opfer, präsentiert. Die genaue Beobachtung ihres Verhaltens liessen aber 
relativ rasch Zweifel an der Echtheit der Symptome aufkommen (act. II 
177.1/51 Ziff. 6.3). Auch betreut die Beschwerdeführerin die schulpflichti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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gen Kinder ihrer Geschwister, was gemäss Dr. med. D.________ auf vor-
handene Ressourcen hindeutet (act. II 177.1/46 Ziff. 6.2) und was – wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt (vgl. Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 
4) – bei einer entsprechend schweren Einschränkung, wie von der Be-
schwerdeführerin postuliert, nicht möglich wäre. Eine weitere Diskrepanz 
schilderte Dr. med. D.________ dahingehend, dass die Beschwerdeführe-
rin am Ende der zweiten Untersuchung den Laborkurier freudig anstrahlte, 
während sie sich zuvor stundenlang als bemitleidendes Opfer präsentierte. 
Auch wies die Gutachterin auf den Umstand hin, dass die Beschwerdefüh-
rerin trotz ihrer Angst, im Mittelpunkt zu stehen, seit der Jugendzeit Gottes-
dienste in der Freikirche gestaltet, bei denen sie als … und … durchaus 
exponiert vor der Gemeinde auftreten und offensichtlich auch sprechen 
kann (act. II 177.1/45 Ziff. 6.2). Schliesslich wurde im Gutachten von Dr. 
med. D.________ auch auf Verhaltensauffälligkeiten etwa während der 
Begutachtung hingewiesen: Die Beschwerdeführerin hat sich während der 
Exploration zurückgelehnt und die Gutachterin verstohlen beobachtet, 
während sie sich mit der Spitexfrau unterhalten hat. Meist hat sie die Augen 
gesenkt gehalten. Einmal, gegen Untersuchungsende, hat sie den Büro-
sessel, auf dem sie gesessen hat, plötzlich schwungvoll zurückgesetzt und 
sich damit gegen den unteren Rand eines über ihr aufgehängten Bildes 
gestossen, welches daraufhin krachend von der Wand gefallen ist. 
Während die Spitexfrau erschrocken reagiert hat, hat die Beschwerdeführe-
rin nur leicht erstaunt geblickt und sich langsam um- und zurückgedreht. 
Sie hat keine Anstalten gemacht, das Bild aufzuheben, hat sich auch nicht 
entschuldigt und nicht angeboten, der Gutachterin beim Wiederaufhängen 
des Bildes behilflich zu sein (act. II 171.1/29 Ziff. 4.1). 

Die Beschwerdeführerin äussert bereits seit Jahren einen Berentungs-
wunsch und sieht sich ausser Lage, wieder im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu 
fassen. Diesbezüglich wies denn Dr. med. D.________ auch zu Recht auf 
den Umstand hin, dass diverse Male kurz vor Terminen mit Institutionen 
Krisen auftraten und eine Wiedereingliederung verhinderten (act. II 
177.1/43 Ziff. 6.1). Weiter ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass 
die Beschwerdeführerin sich gemäss Aussage der Behandlerin nach dem 
zweiten Untersuchungstermin bei Dr. med. D.________ gemeldet und ihre 
Unsicherheit ausgedrückt hat, ob sie sich anlässlich der gutachterlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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Exploration richtig verhalten habe und das Richtige gesagt habe (act. II 
177.1/38 Ziff. 5). Eine weitere Inkonsistenz ergab sich in Bezug auf den 
geltend gemachten Missbrauch. Die Beschwerdeführerin gab im Verlauf 
des Verfahrens diverse Male an, in ihrer Kindheit/Jugend sexuell miss-
braucht worden zu sein (vgl. act. II 72.1/33, 72.1/36, 177.2/5, 177.1/54). 
Konkret gab sie an, ab ca. 8-jährig von einem entfernten Familienmitglied 
im Jugendalter mehrmals sexuell missbraucht worden zu sein. Mit 14 Jah-
ren sei sie durch einen Bekannten (Erwachsenen) der Eltern mehrmalig 
sexuell missbraucht worden (act. II 177.2/5). Gegenüber Dr. med. 
D.________ gab die Beschwerdeführerin an, vor der Begegnung mit dem 
älteren Täter habe sie immer noch Angst; er sei ein Bekannter der Eltern 
und besuche diese immer noch (act. II 177.1/44 Ziff. 6.1). Wie die Psycho-
login M.________ der Gutachterin jedoch am 17. Mai 2022 mitteilte, habe 
die Beschwerdeführerin Ersterer gegenüber erwähnt, der ältere Täter sei 
bereits verstorben (act. II 177.1/38 Ziff. 5). Damit bestehen zahlreiche In-
konsistenzen, die von der Beschwerdeführerin nicht ansatzweise geklärt 
werden können. 

4.4 Nach dem Dargelegten besteht mit dem psychiatrischen Gutachten 
der Dr. med. D.________ vom 31. Juli 2022 (act. II 177.1) eine beweiskräf-
tige medizinische Grundlage. Der medizinische Sachverhalt wurde von der 
Beschwerdegegnerin damit rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere medizi-
nische Abklärungen (vgl. Beschwerde S. 1 f. Ziff. 4) ist in antizipierter Be-
weiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils 
9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4) zu verzichten. Damit ist erstellt, dass die Beschwerde-
führerin in ihrer angestammten Tätigkeit als … an sieben Stunden pro Tag 
sowie in einer leidensangepassten Tätigkeit an acht Stunden pro Tag – bei 
beiden unter Berücksichtigung einer zusätzlichen Leistungseinschränkung 
um 10 % wegen vermehrten Pausenbedarfs – d.h. in Bezug auf ein Voll-
zeitpensum 80 % bzw. 90 % – arbeitsfähig ist. Während stationärer und 
teilstationärer Aufenthalte war und ist die Beschwerdeführerin zu 100 % 
arbeitsunfähig, dazwischen mindestens zu 70-80 % arbeitsfähig (act. II 
177.1/55 f. Ziff. 8). Ob diese einzig aus psychiatrischer Sicht bestehende 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausserhalb der Hospitalisationen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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rechtlichen Prüfung anhand des strukturierten normativen Prüfungsrasters 
insbesondere auch mit Blick auf die festgestellten Inkonsistenzen (vgl. E. 
3.2 hiervor) standhielte und ihr überhaupt invalidenversicherungsrechtliche 
Relevanz zukäme, kann offen bleiben, da aus einer Indikatorenprüfung 
keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren kann als die medizinisch attes-
tierte (vgl. Urteil des BGer 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.2.1) 
und ein Rentenanspruch auch unter Berücksichtigung einer Leistungsein-
schränkung von 10 % bzw. 20 % – mit Ausnahme der Zeiten von statio-
nären und teilstationären Behandlungen – zu verneinen ist (vgl. E. 6 hier-
nach).

5.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG in 
der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). Ob eine versicher-
te Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichter-
werbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Metho-
de der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsver-
gleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei 
im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 
Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Entscheidend ist 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum 
sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2020 
IV Nr. 72 S. 250, 9C_157/2020 E. 4.1.1).

5.2 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung von 
einem Status von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt aus (act. II 217 
f.), was von der Beschwerdeführerin beschwerdeweise nicht beanstandet 
wird. Diese arbeitete gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin 
ab dem 1. Juni 2011 bis zur Krankschreibung ab 31. August 2017 (vgl. 
auch act. II 5/4 Ziff. 4.3) mit einem Arbeitspensum von 80 % als … (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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21/3), ohne dass Anzeichen bestünden, das Arbeitspensum wäre aus ge-
sundheitlichen Gründen im Umfang von 80 % gewählt worden. Folglich ist 
die Invaliditätsgradbemessung anhand der gemischten Methode (vgl. aArt. 
28a IVG, Art. 28a IVG, aArt. 27bis IVV, Art. 27bis IVV) bei einem Status 80 % 
Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt vorzunehmen.

6.

6.1 Wie unter E. 3.1 hiervor dargelegt, konnte ein Rentenanspruch 
frühestens im April 2019 entstehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Wartejahr 
(vgl. E. 3.3. hiervor) noch nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat die Er-
füllung des Wartejahres auf November 2019 festgelegt (vgl. 199/8 Ziff. 8), 
was geschützt auf die attestierten Arbeitsunfähigkeiten und unter Berück-
sichtigung von Rz. 2017 ff. und Anhang II des bis am 31. Dezember 2021 
gültigen Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung (KSIH) nicht zu beanstanden ist (vgl. zur Bedeutung 
von Verwaltungsweisungen BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 
S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 

6.2 Soweit den Haushalt betreffend ist gestützt auf den Abklärungsbe-
richt Haushalt/Erwerb vom 25. Juli 2023 erstellt, dass im Haushalt keine 
Einschränkungen bestehen (act. II 199/6 f.). Wie die Beschwerdegegnerin 
zu Recht vorbringt, begründet der Umstand, dass Arbeiten nur mühsam 
und mit höheren Zeitaufwand oder in Etappen bewältigt werden können, 
keine Invalidität. Ein erhöhter Zeitaufwand kann nur berücksichtigt werden, 
wenn die versicherte Person nicht alle Haushaltsarbeiten während der nor-
malen Arbeitszeit erledigen kann und deswegen eine Dritthilfe braucht (vgl. 
Rz. 3030 des bis 31. Dezember 2021 gültigen KSIH bzw. die im Wesentli-
chen gleichen Ausführungen in Rz. 3613 des seit dem 1. Januar 2022 gül-
tigen Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR]). Bei einer Leistungsminderung von 10 % bzw. 20 % 
und des von der Beschwerdeführerin gelebten Einpersonenhaushalt in ei-
ner Zweieinhalbzimmerwohnung (vgl. Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 
3) ist diese Voraussetzung nicht erfüllt. Wie die Beschwerdegegnerin nach-
vollziehbar darlegt (act. II 199/7 Ziff. 6), kann die Beschwerdeführerin die 

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Menge der anfallenden Haushaltsarbeiten anpassen bzw. auf die Woche 
aufteilen und müssen nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen. Damit 
besteht im Bereich Haushalt so oder anders ein Invaliditätsgrad von 0 %, 
was denn zu Recht von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt wird.

6.3 Die Beschwerdeführerin war ab dem 12. November 2019 bis am 
1. Oktober 2021 praktisch ununterbrochen in stationärer oder teilstationärer 
Behandlung (vgl. act. II 171/56, 171/33, 171/44, 171/42, 171/24, 131, 184). 
Gemäss den gutachterlichen Feststellungen bestand in diesen Zeiten eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 4.4 hiervor), was unter den Parteien 
zu Recht unbestritten ist. Bei einem gewichteten Invaliditätsgrad im erwerb-
lichen Bereich von über 70 % ist die ab dem 1. November 2019 zugespro-
chene Invalidenrenten nicht zu beanstanden. 

6.4 Per 1. Oktober 2021 trat eine Stabilisierung und damit Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes mit einer medizinisch-theoretischen Ar-
beitsfähigkeit von nunmehr mindestens 80 % in der angestammten Tätig-
keit als … ein (vgl. E. 4.4. hiervor), womit ein medizinischer Revisionsgrund 
nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ausgewiesen ist. Weitere medizinische Revisi-
onsgründe sind mit dem stationären bzw. teilstationären Klinikaufenthalt 
vom 21. Februar 2023 bis 17. Mai 2023 und der bis am 31. Mai 2023 attes-
tierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit (act. II 194/2) sowie mit der ab dem 
1. Juni 2023 wieder bestehenden gutachterlich bestätigten Arbeitsfähigkeit 
von 80 % bzw. 90 % erstellt. 

6.5 Beim Einkommensvergleich per 1. Oktober 2021 hat die Beschwer-
degegnerin zur Bestimmung des Valideneinkommens das von der ehemali-
gen Arbeitgeberin für das Jahr 2018 mitgeteilte Einkommen herangezogen, 
dies auf ein Vollzeitpensum hochgerechnet und der Nominallohnentwick-
lung per 2021 angepasst, was nicht zu beanstanden ist. Gleich verhält es 
sich mit dem Invalideneinkommen, welches die Beschwerdegegnerin, da 
die Beschwerdeführerin ihre verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht bzw. 
nicht annähernd adäquat verwertet, gestützt auf statistische Werte des vom 
Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) bestimmte. Der ermittelte gewichtete Invaliditätsgrad im erwerblichen 
Bereich von 15.56 % ist nicht zu beanstanden. Bei einem rentenausschlies-
senden Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 16 % hat die Beschwerdegeg-

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nerin unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht per Ende 
Dezember 2021 einen Rentenanspruch verneint.

6.6 Mit dem stationären bzw. teilstationären Klinikaufenthalt vom 
21. Februar 2023 bis 17. Mai 2023 und der bis am 31. Mai 2023 attestierten 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit ist abermals ein medizinsicher Revisions-
grund erstellt (vgl. E. 6.4 hiervor) und die Beschwerdegegnerin hat der Be-
schwerdeführerin unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV zu Recht 
ab dem 1. Mai 2023 wieder eine ganze Invalidenrente zugesprochen.

6.7 Per 1. Juni 2023 (vgl. E. 6.4 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin 
zu Recht eine erneute Rentenberechnung vorgenommen. Analog dem Vor-
gehen per 1. Oktober 2021 (vgl. E. 6.5 hiervor) und unter Berücksichtigung 
der Nominallohnentwicklung per 2023 hat sie einen gewichteten Invali-
ditätsgrad im Erwerbsbereich von 15.57 % berechnet. Die Berechnung er-
weist sich als korrekt und wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstan-
det. Bei einem rentenausschliessenden Gesamtinvaliditätsgrad von gerun-
det 16 % hat die Beschwerdegegnerin in der Folge unter Berücksichtigung 
von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. August 2023 richtigerweise einen Renten-
anspruch verneint. Da die Beschwerdeführerin weder über 55 Jahre als ist 
(vgl. etwa act. II 7/7) noch über 15 Jahre Rentenbezügerin war, besteht 
schon deshalb kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Renten-
einstellung (BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 211).

7.

Zusammenfassend ist die Verfügung vom 23. Januar 2024 (act. II 217) 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 

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unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin – 
vorbehältlich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege – zur 
Bezahlung auferlegt.

8.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

8.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

8.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr 
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 
111 Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV 
Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

8.3.2 Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der 
eingereichten Unterlagen (Akten der Beschwerdeführerin [act. IA] 2 ff. 
sowie Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 14. März 2024 [in den 
Gerichtsakten]) ausgewiesen und das Verfahren kann nicht als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Demnach ist das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten gutzuheissen 
und der Beschwerdeführerin ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 
der vor Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zurückzuerstatten (RUTH HER-
ZOG, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 111 N. 46). 

Soweit der gestellte Antrag um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Prozessführung überhaupt die Beiordnung von Sozialarbeiterin 
B.________ vom E.________ umfasst haben sollte, könnte eine solche 
Beiordnung nicht vorgenommen werden, da es sich bei dieser Rechtsver-
treterin nicht um eine anwaltliche Vertretung einer gemeinnützig tätigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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Organisation handelt (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4). Damit besteht so oder 
anders kein Anspruch auf ein amtliches Honorar.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird hinsichtlich der 
Verfahrenskosten gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten wird die Beschwerde-
führerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272) – jedoch von der Zahlungspflicht befreit. Der von der 
Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr 
nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Sozialarbeiterin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2025, IV 200 2024 165

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.