# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de4c92d4-1638-54d6-8318-a2b97ba5daa0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2008 E-7370/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7370-2008_2008-11-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7370/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Libanon,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. November 2008 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7370/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
im September 2008 verliess, am 4. Oktober 2008 illegal in die Schweiz 
einreiste und gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 9. Oktober 2008 vom BFM zu seinem Reiseweg und sei-
nen Gesuchsgründen befragt wurde,

dass  das  BFM  am  15. Oktober  2008  eine  Anhörung  nach  Art. 29 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch-
führte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  seit  dem  Jahre  1988  oder 
1989 Mitglied der Hisbollah gewesen, bei welcher er als Kämpfer aus-
gebildet worden sei,

dass  er  sich  indessen von dieser  im Jahre  2004 abgewendet  habe, 
nachdem er von der Hisbollah für zweieinhalb Monate inhaftiert  wor-
den sei, weil er nicht in den Süden an die Front gewollt habe, und weil 
sein Bruder als Kämpfer auf Seiten der Hisbollah gestorben sei,

dass  er,  nachdem er  sich  von der  Hisbollah  abgewendet  habe,  von 
2004 bis 2006 im Christengebiet in Ost-Beirut gelebt habe, wo die His-
bollah "keine Handhabe" habe,

dass er seit Juli 2006 Mitglied der Partei Tayar Al-Mustaqbal gewesen 
sei,

dass er von dieser als Bewacher für Firmen angeworben, in Tat und 
Wahrheit aber als Kämpfer für den Einsatz gegen die Hisbollah rekru-
tiert worden sei,

dass er im April 2008 in das Gebiet von Beirut versetzt worden sei, wo 
es am 7. Mai 2008 zu Kämpfen gegen die Hisbollah gekommen sei, in 
welche auch die libanesische Armee involviert gewesen sei,

dass die Hisbollah zu stark gewesen sei, so dass sich die Kämpfer der 
Tayar Al-Mustaqbal zurückgezogen hätten,

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dass sie sich versteckt hätten und danach den Befehl erhalten hätten, 
sich als Reserve nach Taalabaya und Sayed Nayek zu begeben, weil 
dort nach wie vor Kämpfe zwischen denselben Parteien stattgefunden 
hätten,

dass sie danach erfahren hätten, dass es zu einer Vereinbarung zwi-
schen der  Hisbollah und der  Tayar Al-Mustaqbal  gekommen sei  und 
dass die Kampfhandlungen eingestellt worden seien,

dass indessen der libanesische Staat von der Tayar Al-Mustaqbal ver-
langt habe, ihre Kämpfer auszuliefern, zumal sie auch auf libanesische 
Soldaten geschossen hätten,

dass  es  sodann  in  Taalabaya  zu  einem  Waffenstillstand  bezie-
hungsweise einer Vereinbarung zwischen der Hisbollah und der  Tayar 
Al-Mustaqbal gekommen sei, ihnen in der Folge von der Tayar Al-Mus-
taqbal kein Lohn mehr ausbezahlt worden und sie vom Staat und der 
Regierung gesucht worden seien, so dass er aus Taalabaya geflohen 
sei,

dass er  danach nach Beirut  zurückgekehrt  sei,  wo er  sich  indessen 
versteckt  gehalten  habe,  da  er  von  der  Hisbollah  und  der  libanesi-
schen Armee gesucht worden sei,

dass der Geheimdienst der Hisbollah die Namen der Kämpfer der Ta-
yar Al-Mustaqbal herausgefunden habe und diese der Armee weiter-
gegeben habe,

dass seine Geschwister unter Druck gesetzt worden seien, um seinen 
Aufenthaltsort in Erfahrung zu bringen,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. November 2008 – gemäss Rück-
schein eröffnet  am 14. November  2008 –  in  Anwendung von  Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. November 2008 (Da-
tum Poststempel)  gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde erhob und beantragte, es sei die Verfügung vom 
12. November  2008  aufzuheben  und  die  Sache  zur  materiellen  Be-
handlung - namentlich zur Prüfung der Flüchtlingseigenschaft - an die 
Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass eventualiter die Vorinstanz anzuweisen sei, den Vollzug der Weg-
weisung auszusetzen und ihm eine vorläufige Aufnahme zu erteilen,

dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines 
Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine 
rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Beschwerde-
führer  verunmöglichten,  authentische  Reise-  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

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dass es sich bei seinen Erklärungen zur Existenz oder zum Verbleib 
seiner  Identitätskarte  beziehungsweise  zur  geltend  gemachten  Un-
möglichkeit  der  Beschaffung  derselben  offensichtlich  um  Schutzbe-
hauptungen handle,

dass der Beschwerdeführer ferner nicht in der Lage gewesen sei, kon-
krete Angaben zum Inhalt des gefälschten bulgarischen Reisepasses 
zu machen, den er für seine Ausreise verwendet habe,

dass  er  sodann  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  und  Art. 7 
AsylG nicht  erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zur  geltend  gemachten 
Inhaftierung durch die Hisbollah nach seiner Befehlsverweigerung und 
zur Desertion beziehungsweise die von ihm geschilderten Folgen die-
ser Desertion als tatsachenwidrig einzustufen seien,

dass in Würdigung der politischen Kräfteverhältnisse in jüngerer Zeit 
im Libanon und namentlich in Beirut nicht nachvollziehbar sei, dass die 
Hisbollah  nach der  Unterzeichnung einer  Friedensvereinbarung den-
noch Mitglieder der Tayar Al-Mustaqbal verfolgt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Anhörung  im  Empfangszentrum 
angegeben habe, nach seinem Eintritt bei der Tayar Al-Mustaqbal vor-
erst als Wächter von Firmen gearbeitet zu haben, auf die Aufforderung 
zur Konkretisierung dieses Vorbringens bei der Befragung vom 15. Ok-
tober 2008 dagegen geltend gemacht habe, nie in dieser Funktion ge-
arbeitet zu haben,

dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht über ein gemein-
sames, koordiniertes Vorgehen der Kämpfer der Tayar Al-Mustaqbal - 
welche sich alle in der gleichen Situation befunden hätten - berichtet 
habe, ein weiterer Hinweis darauf sei, dass seine Vorbringen hinsicht-
lich der Mitgliedschaft bei der Tayar Al-Mustaqbal unglaubhaft seien,

dass dies durch das Vorbringen des Beschwerdeführers erhärtet wer-
de, wonach er im Libanon kein Handy besessen habe,

dass er,  wäre er  tatsächlich als Milizionär der Tayar Al-Mustaqbal  in 
Beirut im Einsatz gewesen, erwartungsgemäss über modernste Kom-

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munikationstechnik zu berichten gewusst hätte, derer sich die Milizen 
der verschiedensten Fraktionen im Libanon bekanntlich bedienten,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe rügt, die Vorinstanz sei 
zu Unrecht auf sein Asylgesuch nicht eingetreten,

dass sich seine Identitätskarte bei  seinen Eltern befinde,  welche in-
dessen über keinen Telefonanschluss verfügten, so dass er sie nicht 
erreichen könne,

dass  eine  postalische  Kontaktaufnahme  das  Risiko  mit  sich  bringe, 
seine Eltern zu gefährden,

dass  die  Begründung  seines  Asylgesuchs  ferner  nicht  offensichtlich 
haltlos  sei  und  er  seine  Gefährdungslage  glaubwürdig  geschildert 
habe,

dass die vorinstanzlichen Argumente zum Beleg der angeblich fehlen-
den Glaubhaftmachung kaum zu überzeugen vermöchten,

dass die Vorinstanz verkenne, dass die meisten Angehörigen der Mili-
zen im Libanon über kein Mobiltelefon verfügten, zumal dies der Ge-
genseite die Möglichkeit biete, den Standort des Benutzers zu ermit-
teln,

dass die Hisbollah aus diesem Grund ein eigenes Kommunikationssys-
tem aufgebaut habe,

dass es ein Faktum sei,  dass gerade jene militärischen Gruppierun-
gen, die mit moderner Ausrüstung ausgestattet seien, über eigene, si-
chere Kommunikationsmittel  verfügten und keine herkömmlichen Mo-
biltelefone verwendeten,

dass die von der Vorinstanz erwähnte Abweichung in seinen Vorbrin-
gen zu seiner  Tätigkeit  für  die  Tayar Al-Mustaqbal  – falls  überhaupt 
vorhanden – lediglich von unerheblicher Qualität sei, zumal er klar be-
tont habe, dass ihm die Arbeit als Wachmann in Aussicht gestellt wor-
den sei, er jedoch von der Führung der Tayar Al-Mustaqbal getäuscht 
und schliesslich gegen seinen Willen als Kämpfer gegen die Hisbollah 
eingesetzt worden sei,

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dass für  den  Begriff  rechtsgenüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere 
auf  die publizierte Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesver-
waltungsgerichts verwiesen werden kann (in BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass unbestritten ist,  dass der Beschwerdeführer keine entsprechen-
den Dokumente eingereicht hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass die Vorbringen, wonach sich seine Identitätskarte bei den Eltern 
befinde, diese aber über keinen Telefonanschluss verfügten und er das 
Risko einer Gefährdung der Eltern durch eine postalische Kontaktnah-
me nicht auf sich nehmen wolle, als blosse Schutzbehauptung zu qua-
lifizieren sind,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden und zu 
bestätigenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann,

dass  das  BFM  in  seinen  weiteren  Erwägungen  zu  Recht  erkannte, 
dass  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  gegeben  ist  und 
aufgrund der  Akten keine Notwendigkeit  zur  Vornahme von weiteren 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses besteht (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG),

dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seiner 
Tätigkeit als Milizionär der Tayar Al-Mustaqbal und seiner daraus resul-
tierenden Gefährdungslage sowohl durch die Hisbollah als auch durch 
den libanesischen Staat  aufgrund tatsachenwidriger,  realitätsfremder 
und nicht nachvollziehbarer Aussagen zu Recht als unglaubhaft qualifi-
zierte,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  in  der 
Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges entgegen hält,  sondern sich 
im  Wesentlichen  mit  einem  Verweis  auf  seine  Vorbringen  bei  den 
durchgeführten Anhörungen begnügt, mit dem blossen Hinweis, dass 
er seine Gefährdungslage glaubhaft geschildert habe,

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dass vorab festgehalten werden kann, dass es als nicht nachvollzieh-
bar  erscheint,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  seiner  geltend  ge-
machten Desertion aus der Hisbollah in den Jahren 2004 bis 2006 in 
Beirut  leben konnte, ohne offenbar irgendwelchen Benachteiligungen 
seitens dieser ausgesetzt gewesen zu sein, zumal mit der Vorinstanz 
davon ausgegangen werden kann, dass die Hisbollah bereits damals 
erheblichen Druck auf ihn und insbesondere auch seine Familie aus-
geübt hätte, um seiner habhaft zu werden,

dass die  Hinweise in  der  Beschwerde,  wonach die Vorinstanz einer-
seits übersehe, dass gerade jene militärischen Gruppierungen, die mit 
moderner  Ausrüstung ausgestattet  seien,  über eigene,  sichere Kom-
munikationsmittel  verfügten  und  keine  herkömmlichen  Mobiltelefone 
benützten, und dass andererseits der von der Vorinstanz erwähnte Wi-
derspruch in seinen Aussagen zu seiner Tätigkeit als Wachmann von 
unerheblicher Qualität sei, nicht geeignet sind, seine Vorbringen insge-
samt als glaubhaft erscheinen zu lassen,

dass  der  Beschwerdeführer  denn  auch  nicht  sicherheitstechnische, 
sondern finanzielle Gründe dafür nannte, dass er im Heimatland über 
kein Telefon verfügte (vgl. A 1, S. 3),

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden und zu 
bestätigenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann, welchen sich das Bundesverwaltungs-
gericht vollumfänglich anschliesst,

dass der Vollständigkeit halber  festgehalten werden kann, dass auch 
seine Schilderungen in Bezug auf die Umstände der Gefechtshandlun-
gen vom 7. Mai 2008, in die er als Milizionär der Tayar Al-Mustaqbal 
gegen die Hisbollah und die libanesische Armee in  Beirut  verwickelt 
gewesen  sei,  und  insbesondere  sein  eigenes  Kampfverhalten  sowie 
dasjenige seiner Gruppe, als völlig unsubstanziiert sowie undetailliert 
und daher unglaubhaft zu qualifizieren sind,

dass  diesbezüglich  insbesondere  vor  dem  Hintergrund,  dass  er  ge-
mäss eigenen Angaben bereits von der Hisbollah zum Kämpfer ausge-
bildet worden sei (vgl. A 11 S 5 f.), davon ausgegangen werden kann, 
dass er in der Lage sein müsste, dazu detailtreuere und durch Real-
kennzeichen geprägte Aussagen machen zu können,

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Verfolgung 
und der Ausreise die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling 
demnach offensichtlich nicht erfüllen und auch keine weiteren Abklä-
rungen notwendig sind,

dass  das  BFM demnach  zu Recht  in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 

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Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  gemäss  Aktenlage  gesunde  Beschwerdeführer  in  seinem 
Heimatland zudem über ein soziales Beziehungsnetz verfügt (Eltern, 
zwei Brüder und eine Schwester, vgl. A 1, S. 5), welches ihm bei einer 
Rückkehr im Bedarfsfall zur Seite stehen kann,

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist  (Art. 83 Abs. 1-4 AuG)  und dass auch 
diesbezüglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass die Beschwerdebegehren gestützt auf die obenstehenden Erwä-
gungen als aussichtslos zu bezeichnen sind und das Gesuch um Ge-

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währung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das B._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand: 

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