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**Case Identifier:** 27f9cc26-47cc-5fac-b3b3-1d3070455236
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.11.2025 UV 2025/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-56_2025-11-06.pdf

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© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/56

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2025

Entscheiddatum: 06.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2025
Art. 4, Art. 8 und Art. 16 ATSG; Art. 6 Abs. 1 und Art. 18 UVG. Erneute 
Berechnung des Valideneinkommens nach Rückweisungsentscheid des 
Bundesgerichts (8C_269/2025), wonach sich jenes im vorliegenden Fall 
aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf ein Vollzeitpensum 
hochrechnen lasse, da der Beschäftigungsgrad unklar sei. 
Rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 0 %. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 6. November 2025, UV 2025/56).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/10 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 6. November 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; 
Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/56 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, AMPARO Anwälte 
und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  M o b i l i a r  V e r s i c h e r u n g s -
g e s e l l s c h a f t  A G ,  Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 
3001 Bern,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84,  
Postfach 31, 3074 Muri b. Bern,  
 
 

  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/56 
 

 

2/10 

Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 1. Juli 2017 mit einem Beschäftigungsgrad von 
angeblich 20 % (8.4 Stunden pro Woche) als Hauswartin bei der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: 

Mobiliar) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am Morgen vom 4. 

November 2019 in C.___ mit ihrem Hund auf einem Fussgängerstreifen die Strasse überqueren wollte, 

von einem Auto erfasst wurde, dadurch 11.3 m von der Kollisionsstelle entfernt landete, sich dabei 
mehrere Verletzungen am Kopf, Gesicht, Thorax, Becken und an den oberen sowie unteren 

Extremitäten zuzog, vor Ort verarztet und durch die Rega ins Kantonsspital St. Gallen geflogen wurde, 

wo in der Zentralnotaufnahme die Rissquetschwunden infraorbital links versorgt wurden, bevor die 

Versicherte zur Überwachung auf die Chirurgische Intensivstation verlegt wurde. In der Folge fanden 

zahlreiche medizinische Untersuchungen und Behandlungen statt (vgl. Entscheid des hiesigen 

Versicherungsgerichts vom 8. April 2025, UV 2024/42, Sachverhalt A.a ff.; Akten aus dem Dossier von 

UV 2024/42 werden nachfolgend mit «UV 2024/42 *Aktenstück*» zitiert). 

A.b Mit Verfügung vom 14. März 2023 verneinte die Mobiliar bei einem Invaliditätsgrad von 0 % einen 
Anspruch der Versicherten auf Rentenleistungen. Sie sprach der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung in Höhe von 15 % zu (UV 2024/42 Reg. 1 act. 341 ff.).  

B.  

Mit Einspracheentscheid vom 19. April 2024 wies die Mobiliar die von der Versicherten, vertreten durch 

Rechtsanwältin D. Bilgeri, am 17. April 2023 gegen die Verfügung vom 14. März 2023 erhobene 

Einsprache, mit welcher die Versicherte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung betreffend 
Invaliditätsgrad, die Zusprache einer Invalidenrente ab 1. Dezember 2021 basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 57 % und die Erbringung der gesetzlichen Leistungen durch die 

Mobiliar beantragt hatte (UV 2024/42 Reg. 1 act. 360 ff.), ab (UV 2024/42 Reg. 1 act. 380 ff.). 

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 
weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Bilgeri, am 22. Mai 2024 Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Sie beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids 

und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) 

zulasten der Mobiliar (UV 2024/42 act. G1). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/10 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2024 beantragte die Mobiliar (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin), nunmehr vertreten durch Fürsprecherin B. Künzi-Egli, Muri bei Bern, die 

Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge (UV 2024/42 act. G6-2). 

C.c Es folgte ein weiterer Schriftenwechsel (UV 2024/42 act. G10, G12, G16).  

D.   

D.a Mit Entscheid vom 8. April 2025 (UV 2024/42) hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. 
Gallen die Beschwerde dahingehend gut, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 19. April 

2024 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet wurde, der Beschwerdeführerin für die Zeit 

ab 1. Dezember 2021 eine Invalidenrente in Höhe von 38 % zu entrichten. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung wies es die Sache im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurück und verpflichtete diese zur Bezahlung einer Parteientschädigung in Höhe 

von Fr. 2'154.79 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

D.b Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdegegnerin am 14. Mai 2025 Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Sie beantragte die Aufhebung des 

Entscheids des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. April 2025 und die Bestätigung 

des Einspracheentscheids vom 19. April 2024. 

D.c Mit Urteil vom 4. September 2025 (8C_269/2025) hiess das Bundesgericht unter anderem die 
Beschwerde teilweise gut, hob den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
8. April 2025 (UV 2024/42) auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. 

Erwägungen 
1.  

1.1 In seinem Urteil 8C_269/2025, E. 6.3, führte das Bundesgericht aus, es sei der 
Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

Bundesrecht verletzt habe, indem es bei der Bestimmung des Valideneinkommens auf den zuletzt 

erzielten, auf ein Vollzeitpensum hochgerechneten Verdienst der Beschwerdeführerin abgestellt habe. 

Es rechtfertige sich vielmehr, auf statistische Werte zurückzugreifen, wobei die für die Entlöhnung im 

Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren mitzuberücksichtigen seien. Vor diesem 

Hintergrund erscheine das von der Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 19. April 

2024 gestützt auf die Tabelle TA1 bzw. T17 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamts für Statistik (BFS) berechnete Valideneinkommen wiederum zu tief, da die 

Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Hauswartin während einer langen Dienstdauer von neun 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Jahren und mit Blick auf das umfangreiche Pflichtenheft durchaus mehr Verantwortung getragen habe 

als eine reine Reinigungskraft. 

1.2 Demnach ist nachfolgend das Valideneinkommen neu zu berechnen und anschliessend darauf 
basierend der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

2.   

2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 

ATSG). 

2.2 Der Invaliditätsgrad ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

2.3 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58). 

2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 ATSG [Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2021, 

9C_549/2020, E. 3.1; Kommentar ATSG-WIEDERKEHR, N 64 zu Art. 43] bzw. Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 125 V 351 E. 

3a mit Hinweisen). 

3.  

Vorliegend ist unbestrittenermassen der Anspruch auf eine Invalidenrente ab 1. Dezember 2021 zu 

prüfen (UV 2024/42 Reg. 1 act. 169, 344, 356, 361 N 6). In diesem Zusammenhang ist darauf 

hinzuweisen, dass, wenn zur Ermittlung des Valideneinkommens oder des Verdienstes, den die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit verdienen könnte 

(Invalideneinkommen), die LSE-Tabellenlöhne des Bundesamts für Statistik (BFS) herangezogen 

werden (zum Ganzen vgl. BGE 148 V 174 E. 6.2, 143 V 295 E. 2.2 und 135 V 297 E. 5.2), grundsätzlich 

die aktuellsten statistischen Daten (bezogen auf den Rentenbeginn) zu verwenden sind (BGE 143 V 
295 E. 2.3 und 4.1.3). Im Bereich der Unfallversicherung ist dabei der Zeitpunkt des 

Einspracheentscheids – vorliegend 19. April 2024 – massgebend (Urteile des Bundesgerichts vom 2. 

Mai 2023, 8C_659/2022, E. 4.2.2, und vom 27. Oktober 2021, 8C_81/2021, E. 7.3 [nicht publ. in BGE 

148 V 28]). 

4.  

4.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 
beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der Regel am zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der 

unfallbedingten ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Ist ein konkreter Lohn 
nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der LSE des 

BFS herangezogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 

2.3.1). 

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Bestimmung des Valideneinkommens auf die 
Tabelle TA1 der LSE 2020, Totalwert der Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Frauen, ab. Sie 
ergänzte, dass allenfalls auf die Tabelle T17 der LSE 2020 abgestellt werden könne, dies jedoch im 

Ergebnis für die Zusprache einer Invalidenrente nicht ausreichen würde (UV 2024/42 Reg. 1 act. 382 

N 18 f.).  

4.3 Die Beschwerdeführerin argumentierte hingegen, Anknüpfungspunkt für das Valideneinkommen 
bilde ihr zuletzt erzielter Verdienst (UV 2024/42 act. G1-3 N 10; UV 2024/42 act. G4-4 N 9 ff.). 

Hinsichtlich des Invalideneinkommens führte sie aus, dass die Beschwerdegegnerin das Total der 

Frauen von Tabelle TA1_tirage_skill_level_(2020) gewählt und damit mit dem Sektor 2 auch körperlich 

schwere Tätigkeiten, die für sie nicht mehr möglich seien, berücksichtigt habe. Entweder sei auf den 

Lohn für Sektor 3 mit Fr. 4’187.– abzustellen oder vom Total ein Leidensabzug von 10 % vorzunehmen 

(UV 2024/42 Reg. 1 act. 414 N 15). 

4.4 Gemäss dem Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts hat das hiesige Versicherungsgericht 
das Valideneinkommen gestützt auf die LSE zu berechnen, da sich das Valideneinkommen vorliegend 

aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht hinreichend genau beziffern lasse (Urteil des 
Bundesgerichts vom 4. September 2025, 8C_269/2025, E. 6.2).  

4.5 Ausschlaggebend für die Berechnung des Valideneinkommens der Beschwerdeführerin ist 
vorliegend die LSE-Tabelle 2020 (veröffentlicht am 23. August 2022). Die Beschwerdeführerin war 

zuletzt im Wirtschaftszweig «77-82 Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen» 

(genauer: «811 Hausmeisterdienste») tätig. Gemäss dem «Pflichtenheft für Hauswartung» war sie 

zuständig für die Überwachung und Instandhaltung der Beleuchtung, Überwachung der Ordnung und 

Sauberkeit, Überwachung der Servicearbeiten, Überwachung der Funktionstüchtigkeit der Heizung, 

Unterhalts- und Reparaturarbeiten einfacher Art, Reinigungsarbeiten und Administration (UV 2024/42 

Reg. 2 act. 143-146). Aufgrund der vielfältigen Aufgaben würde, wie das Bundesgericht festgehalten 

hat (E. 6.3), eine Einordnung der Beschwerdeführerin auf Stufe des Kompetenzniveaus 1 den 

Umständen des vorliegenden Falls nicht gerecht. Wie das Versicherungsgericht bereits im 

angefochtenen Entscheid UV 2024/42 hinsichtlich des Invalideneinkommens ausgeführt hatte (vgl. E. 

5.3.2), unterscheiden sich die Kompetenzniveaus 1 und 2 (abgesehen von der resultierenden 

Lohnhöhe) darin, dass das tiefste Niveau lediglich «einfache», das zweittiefste hingegen «praktische» 
Tätigkeiten erfasst. Die einfachen Tätigkeiten sind ferner körperlicher oder handwerklicher Art, während 

die praktischen Tätigkeiten von Dienstleistungen (Verkauf, Pflege) über Maschinenbedienung bis zu 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Kontroll- und Transportaufgaben ein breites Spektrum umfassen. Die unterschiedlichen 

Umschreibungen bringen zum Ausdruck, dass es sich beim Kompetenzniveau 1 um rein ausführende, 

eigentliche Hilfsarbeitertätigkeiten handelt, während bei den Tätigkeiten auf Kompetenzniveau 2 ein 

gewisses Mass an intellektuellem Aufnahmevermögen vorausgesetzt ist, wobei mit den 

Kompetenzniveaus 3 und 4 noch höhere Einstufungen möglich sind. Der Abgrenzung des 
Kompetenzniveaus 2 vom Kompetenzniveau 1 dient primär die intellektuelle Komponente, die bei 

Letzterem gerade nicht vorausgesetzt ist (so auch Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Zürich 

vom 24. Januar 2017, UV.2015.00202, E. 5.5). Sofern die versicherte Person über besondere 

Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, rechtfertigt sich ein Abstellen auf das Kompetenzniveau 2. 

Anderenfalls ist der im Kompetenzniveau 1 ausgewiesene Wert entscheidend (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. Juli 2021, 8C_737/2020, E. 2 mit Hinweisen). Der Schwerpunkt liegt damit auf 

der Aufgabenart, welche die versicherte Person aufgrund ihrer Qualifikationen übernehmen kann, und 

nicht auf den Qualifikationen an sich (Urteile des Bundesgerichts vom 10. August 2023, 8C_293/2023, 

E. 4.2, vom 28. Juni 2022, 8C_801/2021, E. 2.3, und vom 14. April 2020, 8C_66/2020, E. 4.2.1 mit 

Hinweisen). Führungserfahrung oder die erfolgreiche Ausübung einer selbständigen Tätigkeit können 

dazu führen, dass sich ein Abstellen auf das Kompetenzniveau 2 rechtfertigt (vgl. etwa Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. März 2023, 8C_732/2018, E. 8.2.2). Aus dem Pflichtenheft ergibt sich, dass 

die Beschwerdeführerin einen breiten Fächer an Aufgaben erledigte, weitgehend auf sich selbst gestellt 
war und Verantwortung tragen musste. Eine Einstufung auf Kompetenzniveau 1 – und damit auf Stufe 

rein ausführender, eigentlicher Hilfsarbeitertätigkeiten – würde ihr demnach nicht gerecht. Gleichzeitig 

scheint eine Einstufung auf Kompetenzniveau 3 («Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses 

Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen») mangels spezifischer Ausbildung in diesem Bereich 

ebenfalls nicht gerechtfertigt. Das Valideneinkommen wäre folglich ausgehend vom Wirtschaftszweig 

«77-82» gemäss LSE 2020, TA1, Kompetenzniveau 2, Frauen, zu berechnen. Es zeigt sich jedoch, 

dass das LSE-Einkommen für Frauen im Kompetenzniveau 2 im genannten Wirtschaftszweig mit 

Fr. 4'968.– monatlich (inkl. 13. Monatslohn) tiefer ausfällt als das LSE-Einkommen gemäss Total aller 

Wirtschaftszweige für Frauen im Kompetenzniveau 2 von Fr. 5'046.– monatlich (inkl. 13. Monatslohn). 

Die Beschwerdeführerin absolvierte keine formale Berufsausbildung (UV 2024/42 Reg. 1 act. 309), 

besuchte jedoch verschiedene Aus- und Weiterbildungskurse (Bürofachzertifikat, Lebens- und 

Eheberatungsseminar, Unternehmerseminar) und sammelte auch jeweils über mehrere Jahre in 

verschiedenen Bereichen Berufserfahrung (Verkauf, Administration, Pflege, Reinigung- und 

Instandhaltung, Überwachung; UV 2024/42 Reg. 1 act. 118), was wiederum zeigt, dass sie vielseitig 
einsetzbar ist. Gemäss Lebenslauf (UV 2024/42 Reg. 1 act. 118) war sie zudem drei Jahre lang 

Abteilungsleiterin in der D.___, und dabei auch für die Preisgestaltung zuständig. Sodann arbeitete sie 

sieben Jahre lang als selbständige Altenpflegerin und -betreuerin. Angesichts ihres vielfältigen 

beruflichen Hintergrunds rechtfertigt sich ein Abstellen auf das Total aller Wirtschafszweige. Denn die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Beschwerdeführerin wäre fähig, auch in anderen Wirtschaftszweigen dem Kompetenzniveau 2 

entsprechend tätig zu sein. 

5.  

5.1 Um das Invalideneinkommen berechnen zu können, muss zuerst die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit feststehen. In ihrer angestammten Tätigkeit als Hauswartin ist die 

Beschwerdeführerin unbestrittenermassen als arbeitsunfähig zu erachten (vgl. UV 2024/42 Reg. 1 act. 

383 N 14; UV 2024/42 act. G4-3 N 5). Gemäss dem vom Gutachter ermittelten Belastungsprofil ist diese 

Tätigkeit nur noch bedingt geeignet, da die damit verbundenen Arbeiten auch das Heben und Tragen 

von Wassereimern sowie allgemein intensive beidarmige Belastungen der oberen Extremitäten 

bedingen, der Beschwerdeführerin aber stark schulterbelastende Tätigkeiten wegen der Instabilität im 

Schultergelenksbereich und der verminderten Belastbarkeit des linken Ellenbogens auf die Dauer nicht 

mehr zumutbar sind (UV 2024/42 Reg. 1 act. 299 f.). Zumutbar sind leichte Tätigkeiten in 

Wechselposition vollschichtig unter Vermeidung von stärkeren Belastungen der oberen Extremitäten (< 

8 kg) und Tätigkeiten über Schulterhöhe, dies mit 100%iger Arbeitsfähigkeit, bezogen auf ein 100%-

Pensum (UV 2024/42 Reg. 1 act. 299). Auszugehen ist demnach von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 

in angepasster Tätigkeit, was auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten wird.  

5.2 Hinsichtlich der Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin wurde bereits im Entscheid UV 2024/42 (E. 5.2) ausführlich dargelegt, dass 

vorliegend genügend Tätigkeiten bestehen, in denen stärkere Belastungen der oberen Extremitäten 

nicht erforderlich sind. Das vom Gutachter erstellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich somit als eher 

gering einschränkend. Etwas anderes wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. 

Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich vorliegend nicht, die Verwertbarkeit aufgrund von Faktoren 

wie des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin oder der vergeblichen Stellensuche durch sie 

zu verneinen, da auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist. Nachfolgend ist somit – 

basierend auf einer Restarbeitsfähigkeit von 100 % – das Invalideneinkommen zu ermitteln. 

5.3 Da die Beschwerdeführerin nach wie vor keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist auch für die 
Bestimmung des Invalideneinkommens auf die LSE abzustellen. Massgebend ist auch hier der 

Totalwert für alle Wirtschaftszweige gemäss LSE 2020, TA1, Kompetenzniveau 2, Frauen, in Höhe von 

Fr. 5'046.– monatlich (inkl. 13. Monatslohn). Diesbezüglich ist anzumerken, dass der Sektor 2 – 

entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – auch Tätigkeiten umfasst, welche ihrem 

Zumutbarkeitsprofil entsprechen, etwa «13-15 Herstellen von Textilien und Bekleidung» (unter anderem 
Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei, Weberei, Veredlung von Textilien und Bekleidung, Herstellung 

von konfektionierten Textilwaren, Schneiderarbeiten) oder bestimmte Tätigkeiten des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Wirtschaftszweigs «10-33 Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren» (vgl. hierzu 

<https://www.kubb-tool.bfs. admin.ch/de/noga/2008>). Aus den bereits in UV 2024/42 dargelegten 

Gründen (E. 5.4) sind vorliegend keine Hinweise erkennbar, die auf eine Leistungseinbusse bezüglich 

des gemäss LSE erzielbaren Einkommens durch die Beschwerdeführerin hindeuten würden, zumal der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt einen grossen Fächer an möglichen Tätigkeiten bereitstellt, auf deren 
Ausführung sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nicht auswirken. Ein 

leidensbedingter Abzug rechtfertigt sich daher nicht.  

6.  

Da sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu 

berechnen sind, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad nämlich 

dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021, E. 6.2 mit Hinweisen; sogenannter 

Prozentvergleich). Ausgehend von der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit in einer angestammten 

Tätigkeit von 100 % ergibt sich demnach ein Invaliditätsgrad von 0 % (keine Erwerbseinbusse). 

7.  

7.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. 

7.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). 

7.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung 
der Beschwerdeführerin. Die Entschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 

1'500.– bis Fr. 15'000.–. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf die 

eingereichte Honorarnote in Höhe von Fr. 2'154.79 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer; UV 

2024/42 act. G10.1) und dem daraus ersichtlichen Aufwand eine Entschädigung in derselben Höhe 

angemessen. Eine Kürzung um einen Fünftel (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70) ist 

hier nicht nötig, da die Rechtsvertreterin bereits den reduzierten Satz von Fr. 200.– (anstatt Fr. 250.–) 

verwendet hat. Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'154.79 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/56 
 

 

10/10 

7.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, 
sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272] i.V.m. Art. 

99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1]). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'154.79 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2025
	Art. 4, Art. 8 und Art. 16 ATSG; Art. 6 Abs. 1 und Art. 18 UVG. Erneute Berechnung des Valideneinkommens nach Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts (8C_269/2025), wonach sich jenes im vorliegenden Fall aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf ein Vollzeitpensum hochrechnen lasse, da der Beschäftigungsgrad unklar sei. Rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 0 %. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2025, UV 2025/56).

		2026-01-28T04:00:39+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen