# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09b291df-358b-5ede-a9fd-875bae4a80dd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2008 C-7206/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7206-2007_2008-11-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7206/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richterin Ruth Beutler, 
Richter Antonio Imoberdorf, 
Gerichtsschreiberin Denise Kaufmann.

N._______ und A._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Visum zu Besuchszwecken.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7206/2007

Sachverhalt:

A.
Der aus dem Kosovo stammende, 1982 geborene I._______ (im Fol-
genden: Gesuchsteller) beantragte bei der Schweizerischen Vertretung 
in Pristina am 22. August 2007 ein Visum für einen dreimonatigen Be-
suchsaufenthalt bei seinen Eltern N._______ und A._______ (im Fol-
genden:  Gastgeber  bzw. Beschwerdeführer)  in  E._______  (SZ).  Die 
Schweizer Vertretung lehnte es ab, in eigener Kompetenz ein Visum zu 
erteilen und leitete das Gesuch zur Prüfung und zum Entscheid an die 
Vorinstanz weiter.

B.
Zum Antrag begrüsst, holte die Fremdenpolizei (heute: Amt für Migrati-
on) des Kantons Schwyz bei den Gastgebern und bei der Einwohner-
kontrolle  der  Gemeinde  E._______  spezifische  Auskünfte  ein  und 
leitete  sie  an  die  Vorinstanz  weiter.  Letztere  lehnte  es  in  einer 
Verfügung vom 5. Oktober 2007 ab, das beantragte Besuchervisum zu 
erteilen. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, die anstandslose 
und  fristgerechte  Wiederausreise  nach  einem  Besuchsaufenthalt 
könne nicht als gesichert betrachtet werden. Der Gesuchsteller lebe in 
einer Region, aus der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen 
und  soziokulturellen  Verhältnisse  ein  anhaltend  starker 
Zuwanderungsdruck  festzustellen  sei.  Bei  ihm  selbst  seien  weder 
berufliche  noch  gesellschaftliche  Verpflichtungen,  aber  auch  keine 
familiären Verantwortlichkeiten erkennbar, die trotz dieser Verhältnisse 
besondere  Gewähr  für  eine  Wiederausreise  bieten  könnten. 
Schliesslich seien auch die erforderlichen finanziellen Garantien nicht 
gegeben,  dies  gemäss  den  von  den  zuständigen  Inlandbehörden 
durchgeführten Abklärungen.

C.
Mit Beschwerde vom 23. Oktober 2007 (Datum des Poststempels) be-
antragen  die  Gastgeber  beim  Bundesverwaltungsgericht,  die  vorin-
stanzliche  Verfügung  sei  aufzuheben  und  das  Visum  für  einen  Be-
suchsaufenthalt  sei  zu erteilen. Zur Begründung bringen sie vor, die 
Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass die Wiederausreise des 
Gesuchstellers  nach  einem  Besuchsaufenthalt  nicht  gesichert  wäre. 
Die  persönlichen  Verhältnisse,  in  denen  sie  (die  Beschwerdeführer) 
sich befänden, seien nicht gebührend berücksichtigt  worden. Sie ga-
rantierten für eine fristgerechte Wiederausreise. Ebenfalls zu Unrecht 

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gehe die Vorinstanz davon aus, dass die finanziellen Garantien nicht 
erfüllt seien. Die Mittel für den Lebensunterhalt des Sohnes während 
des Besuchs würden durch sämtliche hier lebenden Familienmitglieder 
und  durch  das  soziale  Umfeld  der  Familie  sichergestellt.  Es  gebe 
zumindest humanitäre Gründe für eine Bewilligung der Einreise, habe 
doch der Sohn seine Familie seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen. 

Zusammen mit der Beschwerde wurden Bürgschafts- bzw. Garantieer-
klärungen  von  Verwandten  und  Drittpersonen  eingereicht.  Auf  diese 
Unterlagen und auf weitere eingereichte Dokumente wird, soweit ent-
scheidswesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

D.
Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 19. November 2007 
an der angefochtenen Verfügung fest und schliesst auf Abweisung der 
Beschwerde. Die Einschätzung der fehlenden Gewähr für eine Wieder-
ausreise liege in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen 
des Gesuchstellers  selbst. Was die Garantiefähigkeit  betreffe, so sei 
diese nach Einschätzung der lokalen Behörden bei den Beschwerde-
führern nicht vorhanden. Die nunmehr als Bürgen bzw. Garanten auf-
tretenden Personen seien von den zuständigen Behörden auf ihre Ga-
rantiefähigkeit nicht überprüft worden.

E. Die  Beschwerdeführer  machten  von  dem  ihnen  eingeräumten 
Recht auf Replik keinen Gebrauch.

F.
Im  Nachgang  zur  Bekanntgabe  des  Spruchkörpers  teilten  die  Be-
schwerdeführer  dem  Bundesverwaltungsgericht  in  einem  Schreiben 
vom 7. April 2008 mit, dass alle Beteiligten nach wie vor den Besuch 
des  Gesuchstellers  in  der  Schweiz  wünschten,  dies  vor  allem auch 
weil der Beschwerdeführer krank und in regelmässiger ärztlicher Be-
handlung sei. In naher Zukunft stehe bei ihm zudem eine Augenopera-
tion an.

G.
Am 10. April 2008 (Datum des Poststempels) bestätigte der Sozialpsy-
chiatrische Dienst  des  Kantons Schwyz gegenüber  dem Bundesver-
waltungsgericht,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  anfangs  Februar 
2006  wegen  einer  depressiven  Symptomatik  bei  diesem  Dienst  in 
E._______ in Behandlung sei, er seinen im Kosovo verbliebenen Sohn 

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sehr  vermisse  und  sich  dessen  Besuch  aus  ärztlicher  Sicht  positiv 
auswirken könnte.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des Bundesamtes für Migration betreffend Verweige-
rung der Einreisebewilligung unterliegen der Beschwerde an das Bun-
desverwaltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ver-
waltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt. In der vorliegend zu 
beurteilenden  Streitsache  ist  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.3 Die Beschwerdeführer sind gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Be-
schwerde legitimiert;  auf  die  frist-  und formgerecht  eingereichte  Be-
schwerde ist einzutreten (Art. 50 ff. VwVG).

2.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazugehörigen Ausführungsverordnungen in Kraft (u.a. die Verord-
nung vom 24. Oktober  2007 über  das Einreise-  und Visumverfahren 
[VEV, SR 142.204]). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, 
die vor dem Inkraftreten des AuG eingereicht worden sind, das bisheri-
ge Recht anwendbar. Die Beurteilung erfolgt somit noch nach dem al-
ten  Recht.  Einschlägig  sind  das  Bundesgesetz  vom  26. März  1931 
über Aufenthalt  und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121, 
zum vollständigen Quellennachweis vgl. Ziff. I des Anhangs zum AuG) 
und die Verordnung vom 14. Januar 1998 über die Einreise und An-
meldung  von  Ausländerinnen  und  Ausländern  (VEA,  AS  1998  194, 
zum vollständigen Quellennachweis vgl. Art. 39 VEV).

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3.
3.1 Die Schweizerische Rechtsordnung gewährt grundsätzlich keinen 
Anspruch auf Bewilligung der Einreise. Der Entscheid darüber ist - vor-
behältlich nachfolgend zu erörternder Hinderungsgründe - von der Be-
willigungsbehörde  in  pflichtgemässer  Ausübung  ihres  Ermessens  zu 
fällen  (Art.  4  und  Art.  16  Abs.  1  ANAG,  Art.  9  Abs.  1  VEA,  PETER 
UEBERSAX, Einreise und Anwesenheit, in: PETER UEBERSAX / PETER MÜNCH / 
THOMAS GEISER / MARTIN ARNOLD (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen 
und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht und So-
zialrecht  der  Schweiz,  Basel/Genf/München  2002,  S. 143;  URS BOLZ, 
Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht,  Basel und Frankfurt  a.M. 
1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen;  PHILIP GRANT, La protection de la 
vie  familiale  et  de  la  vie  privée  en  droit  des  étrangers,  Basel  usw. 
2000, S. 24).

3.2
Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schweiz 
einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund besonderer Rege-
lung von diesem Erfordernis  ausgenommen sind (Art. 1  bis  5 VEA). 
Um ein Visum zu erhalten, müssen Ausländerinnen und Ausländer die 
in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Sie 
haben unter anderem Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise zu 
bieten (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Sie müssen aber auch über genü-
gend Mittel  verfügen oder sich solche verschaffen können,  um ihren 
Lebensunterhalt während des Aufenthalts in der Schweiz bestreiten zu 
können (Art. 1 Abs. 2 Bst. d VEA). Da zum Lebensunterhalt nicht nur 
die Aufwendungen für Verpflegung und Unterhalt, sondern auch sons-
tige Kosten zu zählen sind, die im Zusammenhang mit dem Besuchs-
aufenthalt entstehen können und die nicht von einer speziell dafür ab-
zuschliessenden Versicherung übernommen werden, können die Kan-
tone von den hier lebenden Gastgebern finanzielle Garantien verlan-
gen  (vgl.  Art.  6  ff.  VEA,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-883/2008 vom 25. August 2008 E. 5.1).

4.
4.1 Der Gesuchsteller benötigt aufgrund seiner Nationalität zur Einrei-
se in die Schweiz nebst dem Pass ein Visum. Die Vorinstanz verwei-
gerte die Erteilung eines solchen Visums unter anderem mit der Be-
gründung, die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise erschei-
ne nicht als hinreichend gesichert.

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4.2 Wenn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten Wie-
derausreise erfüllt ist, muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. 
Dazu lassen sich in der Regel keine Feststellungen, sondern lediglich 
Prognosen treffen. Dabei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesu-
chen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder Regionen mit po-
litisch respektive wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Verhältnis-
sen zum vornherein mit Zurückhaltung zu begegnen, da die persönli-
che  Interessenlage  in  solchen  Fällen  häufig  nicht  mit  dem Ziel  und 
Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.

4.3 Die parlamentarische Versammlung hat am 17. Februar 2008 die 
Unabhängigkeit des Kosovo erklärt. Am 27. Februar 2008 anerkannte 
die Schweiz den Kosovo als selbständigen Staat. Wie die internationa-
le Staatengemeinschaft mit dieser neuen Lage umgehen wird, ist aller-
dings noch weitgehend ungewiss. Auf die wirtschaftliche und soziale 
Lage, in der sich die Bevölkerung befindet, dürfte der Schritt in die po-
litische Unabhängigkeit  nach Einschätzung von Fachleuten jedenfalls 
kurz- und mittelfristig keine spürbaren Auswirkungen haben. Tatsache 
ist, dass es bisher trotz grosser internationaler Unterstützung nicht ge-
lungen ist, eine Wachstumsdynamik im Kosovo einzuleiten; es herrscht 
wirtschaftliche  Stagnation  und  die  Arbeitslosigkeit  bleibt  hartnäckig 
hoch. So sind mehr als die Hälfte der Erwerbsfähigen ohne oder zu-
mindest  ohne regelmässiges Einkommen. Gemäss World Bank Brief 
lag der Armutsanteil der Bevölkerung im Kosovo im Jahr 2005 bei 37% 
(mit steigender Tendenz). Der Zuwanderungsdruck aus dieser Region 
ist dementsprechend hoch, was sich unter anderem in der schweizeri-
schen Asylstatistik widerspiegelt. So stammten im Jahr 2007 9.2% der 
Asylsuchenden aus dem Gebiet von Serbien und Kosovo; diese Regi-
on  stand  damit  in  der  Statistik  der  Asylgesuche  nach  Nationen  an 
zweiter Stelle. Die diesbezügliche Situation hat sich seither nur margi-
nal verändert; laut der letzten Asylstatistik vom 6. Oktober 2008 wur-
den  von  Januar  bis  September  2008  8,8%  der  Asylgesuche  von 
Staatsangehörigen aus Serbien und dem Kosovo eingereicht, was für 
das laufende Jahr Rang 4 und für das 3. Quartal 2008 – mit einer Zu-
nahme  von  60,7% im  Vergleich  zum  Vorquartal  –  Rang  3  der  Her-
kunftsländer von Asylsuchenden ergibt. 

Unter den Migrationswilligen gilt vor allem Westeuropa und damit auch 
die Schweiz als Wunschdestination. Der Trend zeigt sich erfahrungsge-
mäss dort besonders stark, wo durch die Anwesenheit von Verwandten 
oder Freunden bereits ein minimales soziales Beziehungsnetz im Aus-

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land besteht. Im Falle der Schweiz führt dies angesichts der restrikti-
ven Zulassungsregelung nicht selten zur Umgehung ausländerrechtli-
cher Bestimmungen.

5.
5.1 Bei  der Risikoanalyse sind allerdings nicht  nur solch allgemeine 
Umstände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte 
des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt  einer Gesuch-
stellerin oder einem Gesuchsteller im Heimatland beispielsweise eine 
besondere berufliche,  gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung, 
kann  dieser  Umstand  durchaus  die  Prognose  für  eine  anstandslose 
Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt  muss bei Antragstellerinnen 
und Antragstellern, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtun-
gen haben, das Risiko für ein fremdenpolizeilich nicht regelkonformes 
Verhalten (nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch 
eingeschätzt werden.

5.2 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen beinahe 26-jährigen, 
ledigen Mann. Nach Auskunft  der Beschwerdeführer im erstinstanzli-
chen Verfahren lebt er bei einem Onkel. Einer Erwebstätigkeit geht er 
nicht nach. Wovon der Gesuchsteller lebt und in welchen wirtschaftli-
chen Verhältnissen er sich befindet,  ergibt sich aus den Akten nicht. 
Auf die Frage, womit er sich beschäftige, hatten die Beschwerdeführer 
in ihrem Antwortschreiben vom 13. September 2007 an die Fremden-
polizei  des  Kantons Schwyz noch ausgeführt,  der  Gesuchsteller  be-
treue zu Hause seine Grosseltern. Die Vorinstanz ihrerseits ging in der 
angefochtenen Verfügung davon aus,  dass  der  Gesuchsteller  in  sei-
nem Heimatland keine persönlichen oder familiären Verantwortlichkei-
ten habe. Darauf  gingen die Beschwerdeführer in ihrer  Rechtsschrift 
nicht  mehr  ein,  obwohl  sie  sich  der  Bedeutung  dieses  Punktes  be-
wusst  gewesen sein  mussten. Auf  die  Einreichung  einer  Replik  ver-
zichteten  sie  schliesslich  ganz,  obwohl  die  Vorinstanz  in  ihrer  Ver-
nehmlassung  nochmals  darauf  hingewiesen  hatte,  dass  sie  die  per-
sönlichen  Verhältnisse  des  Gesuchstellers  als  ausschlaggebend  be-
trachte. Unter den gegebenen Umständen muss davon ausgegangen 
werden, dass der Gesuchsteller in seinem Heimatland keine Verpflich-
tungen hat,  die nur von ihm selbst  wahrgenommen werden könnten, 
und die ihn von einem längeren Auslandaufenthalt  abhalten würden. 

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Diese Schlussfolgerung wird durch die Tatsache untermauert, dass er 
gleich für volle drei Monate in die Schweiz reisen möchte.

5.3 Den fehlenden Verpflichtungen im Heimatland steht ein starker Be-
zug des Gesuchstellers zur Schweiz gegenüber. Hier leben seine El-
tern und seine drei jüngeren Geschwister. Er selbst hielt sich von No-
vember 1998 bis Februar 2002 als Asylbewerber in der Schweiz auf 
und ist damit mit den hiesigen Verhältnissen bereits vertraut. Gerade 
vor dem Hintergrund,  dass der  Gesuchsteller  sich während längerer 
Zeit  als Asylbewerber hier aufgehalten und die Schweiz offenbar nur 
unfreiwillig  verlassen  hat  (so  den  vorinstanzlichen Akten  zu  entneh-
men), wäre vorauszusetzen, dass in der Zwischenzeit eine erfolgreiche 
Reintegration  im  Heimatland  stattgefunden  hat,  und  zwar  sowohl  in 
persönlicher und familiärer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Davon 
kann  beim  Gesuchsteller  nicht  ausgegangen  werden.  Im  Gegenteil: 
Nach der Rückkehr des Gesuchstellers in den Kosovo versuchten die 
Beschwerdeführer wiederholt erfolglos, für ihn eine Aufenthaltsbewilli-
gung im Kanton Schwyz und damit eine Übersiedlung in die Schweiz 
zu erreichen. Dabei beschritten die Beschwerdeführer den Rechtsweg 
bis hin zum Bundesgericht. Es kann daher vermutet werden (bzgl. des 
Beschwerdeführers ist es erstellt), dass die Betroffenen sich nicht mit 
der Trennungssituation abgefunden haben, zumal der Gesuchsteller in 
der Heimat weder eine eigene Familie noch eine Arbeitsstelle und da-
mit kaum Perspektiven für die Zukunft hat.

5.4 Vor dem aufgezeigten persönlichen und allgemeinen Hintergrund 
durfte  die  Vorinstanz  demnach  davon  ausgehen,  dass  keine  hinrei-
chende Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausrei-
se des Gesuchstellers nach einem Besuchsaufenthalt besteht. An die-
ser  Beurteilung vermögen die  Zusicherungen der  Beschwerdeführer 
nichts  zu ändern. Diese sind rechtlich nicht  verbindlich und faktisch 
auch nicht durchsetzbar. Als Gastgeber können (und müssen) die Be-
schwerdeführer  zwar  für  gewisse  finanzielle  Risiken im Zusammen-
hang mit dem Besuchsaufenthalt, aus nahe liegenden Gründen aber 
nicht für ein bestimmtes Verhalten ihres Gastes garantieren (anstelle 
vieler  vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-3243/2007  vom 
10. Juni 2008 E. 5.5). 

5.5 Die Vorinstanz verweigerte die Erteilung des Visums auch mit der 
Begründung, dass bei den Gastgebern (also den Beschwerdeführern) 
nach Einschätzung der lokal zuständigen Behörde keine Garantiefä-

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higkeit bestehe. Diese Einschätzung wird von den Beschwerdeführern 
nicht bestritten. Sie wenden ein, dass die Kosten des Besuchsaufent-
halts durch Geschwister des Gesuchstellers bzw. durch Drittpersonen 
getragen würden. Als Belege wurden entsprechende Erklärungen und 
zwei  Arbeitsverträge  eingereicht.  Dabei  wird  allerdings  übersehen, 
dass mit der Garantiestellung im Visumsverfahren nicht nur die Kosten 
für  Reise,  Unterhalt  und Nahrung,  sondern  auch darüber  hinausge-
hende finanzielle Risiken abzudecken sind. Ob eine solche Garantie-
fähigkeit bei einer bestimmten Person besteht, haben die zuständigen 
Behörden anhand der Einkommens- und Vermögensverhältnisse, aber 
auch anhand des sonstigen finanziellen Leumunds zu beurteilen. Eine 
solche  Beurteilung  der  ersatzweise  aufgebotenen  Personen  wurde 
von den Beschwerdeführern offensichtlich nicht veranlasst (vgl. Art. 8 
Abs. 1 VEA).

5.6 Vor dem aufgezeigten Hintergrund kann den persönlichen Interes-
sen der Beschwerdeführer an einer Erteilung des Visums keine (ge-
genüber dem öffentlichen Interesse an der Durchsetzung der Visums-
vorschriften)  ausschlaggebende  Bedeutung  zukommen.  Dies  umso 
weniger, als die Beschwerdeführer nicht geltend machen, ein persönli-
ches Zusammenkommen sei nur mit der Einreise des Sohnes in die 
Schweiz zu verwirklichen. Zwar wurde behauptet, dass sich die Betei-
ligten seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen hätten, doch wurden 
die Umstände, die dazu geführt haben sollen, nicht näher erläutert. 

6.
Aus  vorstehenden  Erwägungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfü-
gung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Be-
schwerde ist daher abzuweisen.

7.
Entsprechend dem Verfahrensausgang werden die unterliegenden Be-
schwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1, 2 und 3 
Bst.  b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv S. 10

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 600.--  werden den Beschwerdeführern 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)
- das Amt für Migration des Kantons Schwyz.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Andreas Trommer Denise Kaufmann

Versand: 

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