# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ada34e8a-e100-58ff-afab-d8ee9188932a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.05.2021 725 20 459/139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-459-139_2021-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Mai 2021 (725 20 459/139) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts hinsichtlich einer UVG-Invalidenrente und 

einer Integritätsentschädigung; Kausalität zwischen den geltend gemachten psychischen 

Beschwerden und des Unfalls wurde verneint. 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Reyhan Zetler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerdegeg-
nerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1969 geborene A.____ arbeitete vom 1. Juni 2018 bis 22. Juli 2018 bei der 
X.____AG und war infolgedessen bei der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft 
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sich 
am 16. Juli 2018 ein Unfall ereignete. Aufgrund eines Gleichgewichtsverlusts nahm der Versi-
cherte einen unkoordinierten Sprung vor und zog sich dabei eine Calcaneusfraktur rechts zu. Die 
Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung). Nach 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

diversen medizinischen Abklärungen teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 10. Ja-
nuar 2020 mit, dass gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von weiteren Behandlungen keine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden könne, 
weshalb sie die Taggeldleistungen ab 1. Dezember 2019 und die Zahlung der Heilungskosten mit 
Datum dieses Schreibens (ausgenommen der Physiotherapie) einstelle. Mit Verfügung vom 
6. Februar 2020 lehnte die Suva gestützt auf den kreisärztlichen Bericht von Dr. med. B.____, 
FMH Chirurgie, vom 25. Juni 2019 einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels einer erheb-
lichen unfallbedingten Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit ab. In der Begründung führte sie im 
Wesentlichen aus, dass sie aufgrund des fehlenden adäquaten Kausalzusammenhanges zwi-
schen dem Unfallereignis und der geltend gemachten psychogenen Störungen keine Leistungen 
erbringen könne. Weiter verfügte sie eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 22'230.-- 
bei einer Integritätseinbusse von 15%. Nachdem der Versicherte am 9. März 2020 vorsorglich 
Einsprache erhoben und in der Folge weitere ärztliche Berichte eingeholt hatte, reichte er bei der 
Suva mit Eingabe vom 30. Juni 2020 eine begründete Einsprache ein. Diese wurde von der Suva 
mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2020 abgewiesen. 
 
B. Mit Eingabe vom 27. November 2020 erhob der Versicherte Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte 
sinngemäss, dass die Suva unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. Oktober 2020 
zu verpflichten sei, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Be-
gründung machte er im Wesentlichen geltend, dass die Abklärungen hinsichtlich der Ausrichtung 
einer Invalidenrente sowie der Höhe der Integritätseinbusse nicht vollständig seien sowie in Ver-
letzung des Bundesrechts vorgenommen worden seien. Er beantragte sodann in Bezug auf das 
Zumutbarkeitsprofil die Einholung eines externen Gutachtens. 
 
C. Mit Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2020 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 27. November 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.  In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen sind die Ablehnung des Anspruchs auf eine 
Invalidenrente, die Höhe der Integritätseinbusse sowie der Anspruch auf Pflegeleistungen. Un-
streitig ist hingegen, dass beim Beschwerdeführer keine namhafte Besserung seines Gesund-
heitszustandes mehr zu erwarten ist. Die Suva stellte somit zu Recht die vorübergehenden Leis-
tungen per 30. November 2019 (Taggeld) bzw. per 10. Januar 2020 (Heilungskosten, ausgenom-
men Physiotherapie) ein (Suva-Akt 185). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Die Leistungspflicht eines Unfallversiche-
rers gemäss UVG setzt dabei voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem einge-
tretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. März 2020, 
8C_627/2019, E. 3.2). 
 
3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige In-
tegrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weg-
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 353 E. 5b) zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1). 
 
3.3.1 Ursachen im Sinn des adäquaten Kausalzusammenhangs sind diejenigen Ereignisse, 
die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet 
sind, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint. Der Voraussetzung des adäquaten Kau-
salzusammenhangs kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.2 
f.). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Er-

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate Kau-
salzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickel-
ten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 30 E. 1b).  
 
3.3.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Anders verhält es sich bei natürlich 
unfallkausalen, aber organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden. Hier be-
darf es einer besonderen Adäquanzprüfung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf aus-
zugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Gemäss der 
für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) 
werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft. Nach dieser 
Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un-
fallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschliessend einsetzenden 
psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen Ereignis für die Entste-
hung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung 
zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen 
Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). 
 
3.4 Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausge-
hend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen 
zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und 
schliesslich der dazwischenliegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6). Während bei leichten 
bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint 
werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug un-
fallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht 
geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adä-
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu 
bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. 
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein 
adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantwor-
ten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 
Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamt-
würdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 
133 E. 6c/aa) zu nennen: 
 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-

rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
- körperliche Dauerschmerzen; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). 

 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erfor-
derlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich oder sogar als Grenzfall 
zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 
einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 
Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbe-
zogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mitt-
leren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die 
weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit 
die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien 
führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychische Fehlre-
aktion mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb). 
 
3.5 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu verste-
hen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 
der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3). Trifft dies nicht mehr zu, ist 
der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des An-
spruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Art. 19 
Abs. 1 UVG). Die Prüfung der Adäquanz, d.h. der Fallabschluss, ist bei Anwendung der Praxis 
gemäss BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf 
die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1, 144 V 354 E. 4.2). Ob 
der Fallabschluss rechtzeitig erfolgt ist, kann erst geprüft werden, wenn der medizinische Sach-
verhalt rechtsgenüglich erstellt ist (Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2015, 
8C_170/2015, E. 4.2). 
 
4.1 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt nicht 
uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 122 V 157 
E. 1a, 121 V 204 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungspro-
zess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweis-
losigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in der Sozialversiche-
rung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisregel greift Platz, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf dem Weg der 
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrschein-
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b; MEYER-BLASER, 
a.a.O., S. 32). 
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – ist 
die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen ange-
wiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c 
ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 
zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 
objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die 
Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). Schliesslich bleibt darauf 
hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversi-
cherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) 
beherrscht sind. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsa-
che nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
5.1 Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sind folgende medizinische Unter-
lagen von Relevanz: 
 
5.2.1 Am 25. Juli 2018 behandelte Dr. med. D.____, FMH Orthopädie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, Spital Y.____, die Calcaneusfraktur rechts (Typ Sanders 3AB) des Versi-
cherten operativ. Dabei wurde unter anderem das posterolaterale Fragment angehoben und pre-
liminär mit einem Kirschnerdraht fixiert. Dieser wurde mit einer Compact foot Platte angepasst 
und mit insgesamt fünf Schrauben festgemacht (Suva-Akt 15). 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
5.2.2 Gemäss Bericht vom 21. Februar 2019 fand gleichtentags bei Dr. D.____ die Osteosyn-
thesematerialentfernung statt (Suva-Akt 68). Aufgrund eines postoperativen Wundinfekts musste 
am 13. März 2019 ein Wunddébridement, eine Biopsieentnahme und ein Wundverschluss vorge-
nommen werden. Aufgrund des guten Allgemeinzustandes und zunehmend reizlosen Wundver-
hältnissen konnte der Versicherte am 18. März 2019 entlassen werden (Suva-Akt 74, 77,78). 
 
5.2.3 Bei der Verlaufskontrolle vom 9. Mai 2019 stellte Dr. D.____ fest, dass noch diskrete 
Rötungen im Bereich der Wunde bestünden und eine Schwellneigung persistiere. Der Patient sei 
zu 100 % als Security-Mitarbeiter bis zum 4. Juli 2019 arbeitsunfähig. Danach sei eine erneute 
klinische Verlaufskontrolle durchzuführen (Suva-Akt 98). Aus den eingereichten Unterlagen geht 
hervor, dass die Arbeitsunfähigkeit fortlaufend bis zum 6. Januar 2020 verlängert wurde (Suva-
Akt 171). 
 
5.2.4 In der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. Juni 2019 stellte Dr. B.____ fest, dass der 
rechte Fuss lateralseits eine reizlose Operationsnarbe vorweise. Im Seitenvergleich bestünde 
eine verminderte Kraft für Fuss- und Grosszehenheber rechts und eine verminderte Beweglich-
keit und Schmerzen im Chopart. Aktuell bestünden belastungsabhängige Restbeschwerden. Da-
bei sei im unteren Sprunggelenk die Beweglichkeit nahezu aufgehoben; Schwellungen, Rötungen 
oder Überwärmung bestünden keine. Die Zehen- und Fusshebekraft rechts sei im Vergleich zur 
Gegenseite vermindert. Die Gehfähigkeit für längere Strecken sei eingeschränkt. Für einen ver-
sicherungsmedizinischen Fallabschluss sei es jedoch noch zu früh. Die Physiotherapie solle vor-
erst weitergeführt werden. Allenfalls seien leichte Verbesserungen noch zu erwarten, wobei eine 
wesentliche Verbesserung unwahrscheinlich sei. Bei Beschwerdepersistenz sei allenfalls eine 
subtalare Arthrodese zu diskutieren. 
 
In Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil stellte er fest, dass leichte bis maximal mittelschwere wech-
selnd belastende Tätigkeiten vorzugsweise in sitzender Position mit nur kurzen Steh- und 
Gehphasen zumutbar seien. Dagegen seien folgende Aktivitäten nicht zumutbar:  

• Tätigkeiten mit Gehen oder Stehen in unebenem Gelände 
• Tätigkeiten mit Besteigen von Leitern oder Gerüsten sowie Tätigkeiten mit häufigem oder 

andauerndem Besteigen von Treppen, insbesondere nicht bei gleichzeitigem Tragen von 
Gewichten 

• Tätigkeiten mit Einwirkungen von starken Vibrationen oder Schlägen auf den rechten 
Rückfuss 

 
Im Rahmen dieser Zumutbarkeitskriterien sei dem Versicherten eine ganztägige Arbeitsplatzprä-
senz zumutbar. Aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz empfehle sich eine stufen-
weise Belastungssteigerung (Suva-Akt 105). 
 
5.2.5 Aufgrund der persistierenden Beschwerden fanden am 30. Oktober 2019 sowie am 
1. November 2019 im Rahmen einer Zweitmeinung Konsultationen bei Dr. med. E.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in der Klinik F.____ statt 
(Suva-Akt 167). Sie diagnostizierte persistierende Beschwerden bei massiven Verhärtungen und 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Verspannungen in der Wadenmuskulatur und der Plantarfaszie rechts. Es zeige sich nach etwas 
mehr als einem Jahr nach der Calcaneusfraktur mit operativer Versorgung noch keine zufrieden-
stellende Situation. Es sei jedoch normal, dass es nach einer derartigen Verletzung für eine Bes-
serung und Beruhigung der Situation noch relativ viel Zeit brauche. Eine endgültige Bilanz sei 
frühestens im Sommer 2020 resp. zwei Jahre nach dem Unfall ziehen. Sie glaube nicht, dass das 
untere Sprunggelenk der Hauptauslöser der Schmerzen sei. Bei einer Arthrodese (operative Ver-
steifung) des unteren Sprunggelenks sei daher Zurückhaltung geboten. Vor einem solchen Ein-
griff wäre zudem die Durchführung eines SPECT-CT und/oder eines MRI indiziert. Ebenfalls nor-
mal sei, dass nach einer derartigen Verletzung eine gewisse Steifigkeit im Rückfuss zurückbleibe. 
Ob und wann der Patient in seinem ursprünglichen Beruf wieder arbeitsfähig sei, sei schwer vo-
rauszusagen und könne frühestens nach zwei Jahren beurteilt werden. Grundsätzlich sei nach 
einer Calcaneusfraktur eine Tätigkeit mit wechselnd gehender, aber auch sitzender Belastung 
sicher sinnvoller als eine Tätigkeit in nur stehendem und gehendem Belastungsprofil mit auch 
noch Gewichten. 
 
5.2.6 Auf Anfrage der Suva erstellte Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
am 10. Dezember 2019 einen Bericht. Darin hielt er fest, dass er bis dato mit dem Versicherten 
vier therapeutische Gespräche abgehalten habe. Der aktuelle psychopathologische Befund weise 
auf eine affektive Störung im Sinne einer leichten bis formal mittelgradig depressiven Episode mit 
deutlicher depressiver Verstimmung, Kraft- und Energielosigkeit hin. Diese sei verletzungs- und 
unfallbedingt und aufgrund der Fussschmerzen und der Schmerzen im rechten Bein aufgetreten. 
Zudem sei dies auf Scham- und Schuldgefühle gegenüber seiner Ehefrau und Verwandten zu-
rückzuführen. Weiter seien beim Versicherten innere Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und 
Vermeidung von sozialen Kontakten festgestellt worden. Erfahrungsgemäss seien diese Störun-
gen aus rein psychiatrischer Sicht mit einer guten Prognose zu behandeln (Suva-Akt 172). 
 
5.2.7 Am 6. Januar 2020 nahm Dr. B.____ nochmals Stellung und konstatierte, dass eine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes des Versicherten nicht mehr zu erwarten sei. 
Allenfalls sei eine Physiotherapie hilfreich. Er attestierte eine Integritätseinbusse von 15 % mit 
der Begründung, dass unfallbedingt eine mässiggradige USG-Arthrose bestünde. Diese sei aber 
noch nicht so stark ausgeprägt, dass eine Arthrodese notwendig sei. Gemäss Suva-Tabelle 5.2 
(Integritätsschaden bei Arthrosen) entspreche eine mässige Arthrose einem Integritätsschaden 
von 5 – 15 %. Ein Zustand nach Arthrodese werde mit 15 % beziffert. Wenngleich auch noch 
nicht völlig eingesteift, erscheine unter Berücksichtigung der voraussehbaren Verschlimmerung 
eine Entschädigung mit 15 % gerechtfertigt. Allerdings sei bei einer später notwendig werdenden 
Arthrodese diese hiermit bereits abgegolten. In einer den Einschränkungen angepassten vorwie-
gend sitzenden Tätigkeit sei der Versicherte als voll arbeitsfähig zu erachten (Suva-Akt 169). 
 
5.2.8 In ihrer Stellungnahme vom 25. April 2020 äusserte sich Dr. D.____ namentlich zum 
Zumutbarkeitsprofil und zum Integritätsschaden. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Versicher-
ten hielt sie fest, dass er in seinem angestammten Beruf als Kellner – aufgrund der überwiegend 
stehenden und gehenden Tätigkeit – langfristig 100 % arbeitsunfähig sei. Wegen der schwerwie-
genden Verletzung des rechten Fusses sei mit einer dauerhaft eingeschränkten Belastbarkeit und 
Schwellungsneigung zu rechnen, die auf Grund eines überwiegend stehenden sowie gehenden 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Berufes aggraviert werden könne. Zumutbar seien deshalb leicht- bis maximal mittelschwere 
wechselbelastende Tätigkeiten vorzugsweise in sitzender Position mit nur kurzen Steh- und 
Gehphasen. Hier sei von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Hinsichtlich der Höhe des 
Integritätsschadens hielt sie fest, dass dieser wegen der Funktionsbehinderung im unteren 
Sprunggelenk gemäss UVV-Skala bis zu 30 % betrage (Suva-Akt 222). 
 
5.2.9 Nachdem der Versicherte anlässlich seiner vorsorglichen Einsprache vom 9. März 2020 
bekanntgegeben hatte, weitere ärztliche Einschätzungen einzuholen, gingen bei der Suva zwei 
Berichte von med. pract. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, ein. Anlässlich ihrer ersten Konsultation vom 14. Mai 2020 berichtete sie, dass 
sich die Schmerzen des Rückfusses nicht konklusiv beurteilen liessen, da die Lokalisation teil-
weise wechselnd angegeben werde und nicht vollständig reproduzierbar sei. Daher rate sie zu 
einer erweiterten Diagnostik mittels SPECT-CT. Ob und zu welchem Pensum eine Rückkehr in 
den angestammten Beruf möglich sei, bleibe fraglich. Sie könne sich der Einschätzung, die im 
Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung abgegeben worden sei, anschliessen und sehe leichte 
bis maximal mittelschwere wechselnd belastende Tätigkeiten in sitzender Position, respektive mit 
kurzen Geh- und Stehphasen als zumutbar und realistisch. Tätigkeiten auf unebenem Grund und 
das Besteigen von Leitern oder Gerüsten seien ebenso wie ganztags stehende oder gehende 
Berufe nicht zumutbar. Sinnvoll sei daher eine stufenweise Wiedereingliederung in den Berufs-
alltag (Suva-Akt 212). In ihrem zweiten Sprechstundenbericht vom 29. Mai 2020 berichtete med. 
pract. H.____ davon, dass sie mit dem Versicherten konservative und operative Optionen be-
sprochen habe. Der Versicherte würde sich mit seiner Hausärztin Dr. med. I.____, FMH Allge-
meine Innere Medizin, und seinem privaten Umfeld besprechen, aktuell wolle er aber eine erneute 
Operation wenn möglich vermeiden (Suva-Akt 219). 
 
5.2.10 Auf Anfrage der Suva vom 13. Juli 2020 nahm der Kreisarzt am 29. Juli 2020 unter Be-
rücksichtigung der in der Zwischenzeit erstellten neuen medizinischen Berichte erneut Stellung 
zum Zumutbarkeitsprofil und zur Integritätsentseinbusse. Hinsichtlich des Berichtes von 
Dr. D.____ führte er aus, dass dieser die aktuelle klinische Situation des Versicherten nicht be-
rücksichtige, sondern einen generell möglichen Verlauf nach Calcaneusfraktur beschreibe. Eine 
Begründung, warum lediglich eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit be-
stehe, sei nicht ersichtlich. Im Bericht von med. pract. H.____ sei die Zumutbarkeit anlässlich der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 25. Juni 2019 explizit bestätigt worden. In Bezug auf die Beur-
teilung des Integritätsschadens habe Dr. D.____ eine allgemeine Beurteilung vorgenommen, die 
nicht auf den aktuellen Fall angepasst worden sei. Der von ihr erwähnte Integritätsschaden von 
bis zu 30 % sei gemäss Suva-Tabelle 5 der theoretisch maximal mögliche Integritätsschaden bei 
einer USG-Arthrose. Ein 30%-iger Integritätsschaden entspreche im Quervergleich dem Zustand 
nach einer Amputation des ganzen Fusses (Suva-Tab. 4.3 Fig. 10, Integritätsschaden bei einfa-
chen oder kombinierten Zehen-, Fuss- und Beinverlusten). Die beim Versicherten vorhandene 
Einschränkung sei aber bei weitem nicht so ausgeprägt, könne er doch auch ohne Stöcke gehen. 
Es liege aktuell eine höchstens mässig bis schwere Arthrose vor. Diese entspreche gemäss Ta-
belle 5 einem Integritätsschaden von 5 %. Die Indikation zur Arthrodese sei diskutiert worden. 
Ein Zustand nach Arthrodese entspreche ebenfalls einem Integritätsschaden von 15 % (Suva-
Akt 225).  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6.1 In einem ersten Schritt zu prüfen ist, ob sich die Suva zu Recht auf das Zumutbarkeitsprofil 
von Dr. B.____ vom 25. Juni 2019 und 6. Januar 2020 gestützt hat. Der Beschwerdeführer weist 
darauf hin, dass Dr. D.____ in Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil zu einer anderen Beurteilung 
gelangt sei. Während Dr. B.____ in einer angepassten Tätigkeit bei vorzugsweise sitzender Po-
sition mit nur kurzen Steh- und Gehphasen eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz als zumutbar 
erachte, beurteile Dr. D.____ in ihrem Bericht vom 25. April 2020 die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers ebenfalls bei einer Tätigkeit in vorwiegend sitzender Position, jedoch lediglich 
im Umfang von 50 %. Zudem zieht der Beschwerdeführer die Beweiskraft der Berichte von Dr. 
E.____ und med. pract. H.____ in Zweifel. In ihrem Bericht vom 30. Oktober 2019 habe Dr. 
E.____ festgehalten, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schwer sei, eine endgültige Bilanz zu ziehen, 
eine Vorhersage sei frühestens zwei Jahre nach dem Unfall möglich. Grundsätzlich sei nach einer 
Calcaneusfraktur eine Tätigkeit mit wechselnd gehender aber auch sitzender Belastung sinnvoller 
als eine Tätigkeit in nur stehend und gehendem Belastungsprofil. Da dies eine pauschale und 
keine konkrete Äusserung zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei, könne diesem Bericht 
kein Beweiswert zugemessen werden. Zum Bericht von med. pract. H.____ vom 14. Mai 2020 
bringt er vor, dass sie sich zwar grundsätzlich der kreisärztlichen Einschätzung anschliesse, sie 
aber vorschlage, eine erweiterte Diagnostik mittels SPECT-CT durchzuführen, um danach den 
Befund wieder zu besprechen, da sich die Schmerzen des Rückfusses noch nicht abschliessend 
beurteilen liessen. Weil sie festgehalten habe, dass keine abschliessende Beurteilung möglich 
sei, könne man sich bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
nicht auf diesen Bericht abstützen. Weiter weist der Beschwerdeführer darauf hin, Dr. B.____ 
habe in der Stellungnahme vom 29. Juli 2020 in «lapidarer Art» vorgebracht, dass Dr. D.____ 
nicht ausführlich dargelegt habe, warum ihres Erachtens auch in einer angepassten Tätigkeit eine 
Arbeitsfähigkeit lediglich im Umfang von 50 % vorliege. Dabei verkenne Dr. B.____, dass er sel-
ber keine Begründung gegeben habe, weshalb eine 100%-ige angepasste Tätigkeit zumutbar 
sei. 
 
6.2.1 Wie oben ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall wie hier ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versi-
cherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. 
E. 4.2 hiervor). Solche Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des Kreisarztes Dr. B.____ 
liegen hier aus nachfolgenden Gründen nicht vor. 
 
6.2.2 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt der Arztperson bei der Folgenab-
schätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigung für die Arbeitsfähigkeit keine ab-
schliessende Beurteilungskompetenz zu; sie nimmt vielmehr Stellung dazu, indem sie eine Schät-
zung abgibt, welche sie so substanziell wie möglich begründet. Sie muss den Gesundheitszu-
stand beurteilen und wenn nötig, seine Entwicklung im Laufe der Zeit beschreiben, d.h. mit den 
Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwer-
den die Befunde erheben und gestützt darauf die Diagnose stellen (BGE 140 V 193 E. 3.2). Vor-
liegend hat Dr. B.____ anlässlich seiner kreisärztlichen Untersuchung nach eingehendem Akten-
studium und Befragung des Versicherten eine Untersuchung vorgenommen und gestützt auf 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

seine Befunde eine Beurteilung verfasst. Daraus ist konkret zu entnehmen, welche Tätigkeiten 
dem Beschwerdeführer noch zumutbar sind. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien stellte er in 
seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 25. Juni 2019 fest, dass dem Beschwerdeführer eine 
ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar sei. Die Gehfähigkeit sei für längere Strecken einge-
schränkt, aber es würde keine Rötung, Schwellung oder Überwärmung vorliegen und der Versi-
cherte benötige nur noch ganz selten Schmerzmittel. Unter Hinweis auf die Fortführung der Phy-
siotherapie und der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz empfahl er eine stufenweise Belas-
tungssteigerung. Die eingeholten Zweit- und Drittmeinungen stützen diese Beurteilungen und 
vermögen sie nicht in Frage zu stellen. Med. pract. H.____ bestätigte vorbehaltlos das Zumutbar-
keitsprofil des Kreisarztes. Wie die Suva zu Recht feststellt, vermag die von med. pract. H.____ 
empfohlene Diagnostik mittels SPECT-CT diese Bestätigung nicht zu entkräften, da sie der Lo-
kalisation der Schmerzen im Rückfuss dient, um konservative und operative Optionen besser 
evaluieren zu können. Sie steht daher nicht im Zusammenhang mit dem Zumutbarkeitsprofil. Fer-
ner ist zu berücksichtigen, dass keine Schwellungen mehr in den medizinischen Untersuchungen 
diagnostiziert wurden (Suva-Akt 105, 176, 212, 243), und der Beschwerdeführer anlässlich der 
Sprechstunde bei Dr. D.____ vom 15. Juli 2019 angab, dass er nicht mehr auf Gehstöcke ange-
wiesen sei und seine Schmerzen in weichgebetteten Schuhen deutlich weniger vorhanden seien. 
Festzuhalten ist, dass Dr. E.____ keine konkrete Aussage zum Umfang der Arbeitsfähigkeit ge-
macht hat, sondern lediglich beurteilt hat, unter welchen Umständen eine Tätigkeit zumutbar sei. 
Weiter ist zu erwähnen, dass Dr. D.____ keine eindeutige Begründung vorgelegt hat, weshalb 
eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz unzumutbar sei.  
 
6.2.3 Vorliegend gibt es keine weiteren ärztlichen Zweit- oder Drittmeinungen, die an der kreis-
ärztlichen Beurteilung von Dr. B.____ Zweifel aufkommen lassen würden. Die kreisärztliche Ein-
schätzung ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, be-
rücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden. Der Bericht ist sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch 
bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend, weshalb vollumfänglich da-
rauf abgestellt werden kann und kein Anlass besteht, ein externes Gutachten einzuholen. Dem-
nach ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Versicherten trotz der doku-
mentierten Calcaneusfraktur am rechten Fuss leichte bis maximal mittelschwere wechselbelas-
tende, überwiegend sitzende Tätigkeiten zu 100 % zumutbar sind. 
 
7.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob neben den organischen Unfallfolgen auch die 
psychogenen Beschwerden zu berücksichtigen sind. Ob die psychischen Beschwerden natürlich 
kausal auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, braucht vorerst nicht geprüft zu werden. Ge-
mäss bundesgerichtlicher Praxis braucht der natürliche Kausalzusammenhang nicht abschlies-
send beurteilt zu werden, wenn es an der für die Leistungspflicht im Weiteren vorausgesetzten 
Adäquanz fehlt (BGE 135 V 465 E. 5.1). Unbestritten ist, dass die Prüfung gemäss der sogenann-
ten Psycho-Praxis (gemäss BGE 115 V 133) zu erfolgen hat (vgl. oben E. 3.3.2 f.). Als erstes ist 
somit zu untersuchen, ob das Unfallereignis der Kategorie der leichten, der mittelschweren oder 
der schweren zuzuordnen ist, wobei vom objektiven Unfallgeschehen auszugehen ist.  
 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.2 Der Versicherte gab am 11. Januar 2019 auf der Suva Agentur Z.____ an, dass er sich 
am 16. Juli 2018 auf einem Sportzentrum/Fussballplatz am Rande eines abschüssigen Bords 
rund zwei Meter oberhalb eines Betonsockels aufgehalten habe. Aus Unachtsamkeit sei er aus-
gerutscht und habe das Gleichgewicht verloren. Um nicht auf den Kopf oder Rücken zu fallen, 
habe er einen unkoordinierten Sprung aus dieser Höhe gewagt, wobei er hart auf dem rechten 
Fuss bzw. seiner rechten Ferse gelandet sei. Sein rechtes Fussgelenk habe sich dabei so ver-
dreht, dass er sofort einen sehr starken Schmerz verspürt habe und anschliessend den rechten 
Fuss nicht mehr habe belasten können (Suva-Akt 50). 
 
7.3 Gestützt auf den Unfallhergang bei einem Sturz aus zwei Metern Höhe geht der Be-
schwerdeführer von einem mittleren Unfall im mittleren Bereich aus und verweist dabei auf die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei und vier 
Metern in die Tiefe noch als mittelschwere Unfälle im engeren Sinne zu qualifizieren seien (Urteil 
des Bundesgerichts vom 10. Mai 2019, 8C_632/2018, E.8.3). Entsprechend sei die Bejahung von 
drei Kausalitätskriterien notwendig, um davon auszugehen, dass der Unfall kausal für die erlitte-
nen psychischen Folgen sei.  
 
7.4 Die Suva hält in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2020 zu Recht fest, dass 
die Unfallschwere im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise aufgrund des augenfälligen 
Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelten Kräften zu beurteilen sei (Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. November 2009, 8C_595/2009, E. 7.1). Die Tatsache, dass der Versicherte sel-
ber abgesprungen, auf den Füssen gelandet und danach nicht gestürzt sei, spreche wegen der 
davon abzuleitenden einwirkenden Kräften gegen eine Qualifizierung des Unfallereignisses als 
mittleres Ereignis im mittleren Bereich. So habe das Bundesgericht festgestellt, dass bei einer 
Landung auf den Füssen, selbst bei einer Sturzhöhe von fünf Metern, von keinem Unfall im 
Grenzbereich zu den schweren Ereignissen auszugehen sei, obwohl die Sturzhöhe an sich für 
eine solche Qualifizierung spreche (Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2014, 
8C_496/2014, E. 4.2.3). Vorliegend ist deshalb mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 
dass das Ereignis als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifi-
zieren ist, sodass mindestens vier der sieben Adäquanzkriterien oder eines besonders ausge-
prägt gegeben sein muss, um den adäquaten Kausalzusammenhang bejahen zu können (Urteil 
des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).  
 
8.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalles ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens 
bzw. Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; 
Urteile des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.3 und vom 25. Januar 2008, U 
56/07, E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein-
drücklichkeit eigen ist, die somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann 
(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2009, 8C_799/2008, E. 3.2.3 mit Hinweis). Aus den 
Akten ist nicht ersichtlich ist, dass dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalls vorlagen.  
 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2 Ebenfalls ist das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlittenen Verlet-
zung bei einer Calcaneusfraktur nicht erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. November 
2009, 8C_432/2009, E. 5.3). 
 
8.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung setzt eine län-
ger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Beschwer-
den voraus (BGE 140 V 356 E. 5.6.2 mit Hinweisen), wobei dies nicht allein nach einem zeitlichen 
Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie 
der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist (Urteile 
des Bundesgerichts vom 19. Februar 2020, 8C_518/2019, E. 4.4.4, und vom 11. November 2019, 
8C_473/2019, E. 5.4). Abklärungsmassnahmen haben nicht die Qualität einer regelmässigen, 
zielgerichteten Behandlung (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2019, 8C_647/2018, E. 
5.3). 
 
8.3.1 Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass er seit 2018 in ärztlicher Behandlung sei 
und es noch lange nicht absehbar sei, wie lange diese Behandlung noch andauern werde. Aus 
den Akten zeichne sich ab, dass er für eine Besserung seiner Beschwerden wahrscheinlich eine 
weitere Operation durchführen müsse. Es sei jedoch nicht erstellt, dass seine Beschwerden an-
schliessend geringfügiger seien. Entsprechend könne davon ausgegangen werden, dass seine 
Behandlung noch über mehrere Jahre hinweg andauern werde, was psychisch sehr belastend 
sei.  
 
8.3.2 Der Beschwerdegegnerin ist zu folgen, wenn sie in ihrer Argumentation lediglich die Zeit-
spanne zwischen dem Unfallereignis vom 16. Juli 2018 bis Ende November 2019 bzw. bis zum 
Zeitpunkt, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, 
berücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2018, 8C_210/2018, E. 3.2.3.1, BGE 134 
V 109, E. 6.1). Ausgehend von einer ärztlichen Behandlung des somatischen Leidens von rund 
14 Monaten kann noch nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung 
ausgegangen werden. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hinweist, haben sich die 
Behandlungen ab März 2019 auf physio- bzw. manualtherapeutische Behandlungen und Abklä-
rungen beschränkt. Dr. B.____ hielt bereits anlässlich seiner Untersuchung vom 25. Juni 2019 
fest, dass wesentliche Verbesserungen nicht mehr zu erwarten seien und stellte unter Berück-
sichtigung der Zumutbarkeitskriterien eine ganztägige Arbeitsfähigkeit fest. Auch med. pract. 
H.____ schloss sich in ihrem Sprechstundenbericht vom 14. Mai 2020 der Einschätzung des 
Kreisarztes an. Unter diesen Umständen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 
dass vorliegend keine ungewöhnlich lange ärztliche Behandlungsdauer der organischen Unfall-
folgen stattgefunden hat.   
 
8.4 Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über 
den gesamten Zeitraum hinweg andauernde Beschwerden vorlagen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.5.1 mit Hinweisen). Zwar ist den Sprechstundenberichten 
von med. pract. H.____ vom 14. Mai 2020 und Dr. D.____ vom 17. September 2020 zu entneh-
men, dass der Versicherte an chronischen Schmerzen leide. Dennoch kann das Kriterium der 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

körperlichen Dauerschmerzen nicht als erfüllt betrachtet werden. Der Versicherte gab ungefähr 
elf Monate nach dem Unfallereignis am 25. Juni 2019 an, dass er keine Schmerzmittel einnehme 
(Suva-Akt 104). Lediglich bei Wetterwechsel würden die Beschwerden zum Teil stark zunehmen, 
sodass er dann allenfalls auf Schmerzmittel zurückgreife (Suva-Akt 105). Zudem erklärte er ge-
genüber Dr. D.____, dass seine Schmerzen in weichgebetteten Schuhen deutlich weniger vor-
handen seien (Suva-Akt 116). Demnach litt der Versicherte nicht über den gesamten Zeitraum 
seiner Behandlung hinweg an dauerhaften Schmerzen, womit das Kriterium der körperlichen 
Dauerschmerzen zu verneinen ist. Ferner ist das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung auch 
nicht erfüllt, da keine solche vorlag. 
 
8.5 Zur Bejahung des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen 
Komplikationen bedarf es besonderer Umstände und Komplikationen, die die Heilung beeinträch-
tigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2009, 8C_698/2008, E. 4.6 mit Hinweis). 
Solche sind anhand der vorliegenden Aktenlage und in Anbetracht der drei vorgenommenen Ope-
rationen, wovon eine der Materialentfernung diente, nicht ersichtlich; das Kriterium ist deshalb zu 
verneinen.  
 
8.6 Das zuletzt zu prüfende Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf 
(Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.7). Gemäss der Einschätzung 
des Kreisarztes im Bericht vom 25. Juni 2019 sei dem Versicherten im Rahmen der Zumutbar-
keitskriterien eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Eine rund 11-monatige Arbeitsun-
fähigkeit genügt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts aber nicht, um dieses Kriterium 
zu erfüllen (vgl. dazu Urteil vom 26. Juni 2009, 8C_116/2006, E. 4.6) 

8.7 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass keines der von der Rechtsprechung für 
die Bejahung der Adäquanz verlangten Kriterien erfüllt ist. Ein adäquater Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfallereignis vom 16. Juli 2018 und dem psychischen Gesundheitsschaden 
konnte somit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden.  

9.1  Abschliessend bleibt die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung zu über-
prüfen. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung 
über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dau-
ernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang be-
steht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab-
hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).  
 
9.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. 
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser 
Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat 
in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und ty-
pische Schäden prozentual gewichtet (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a 
mit Hinweisen).   
 
9.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden 
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In diesem 
Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Be-
messungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizini-
schen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und er-
gänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
9.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche 
Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der akten-
kundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelas-
senen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem me-
dizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung der 
einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
9.5 Die Suva sprach dem Versicherten im angefochtenen Entscheid eine Integritätsentschä-
digung bei einer Einbusse von 15 % zu. Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung von  
Dr. B.____ vom 25. Juni 2019. Dieser hielt darin fest, dass unfallbedingt eine mässiggradige 
USG-Arthrose vorliege, diese aber noch nicht so stark ausgeprägt sei, dass eine Arthrodese not-
wendig sei. Klinisch sei das USG aber fast vollständig ausgesteift und zeige nur noch Wackelbe-
wegungen. Das USG entspreche knapp noch nicht einem Zustand nach Arthrodese. Gestützt auf 
die Tabelle 5.2 («Integritätsschaden bei Arthrosen») ermittelte er einen Integritätsschaden von 
15 %, da eine mässige Arthrose einem Integritätsschaden von 5-15 % entspreche und ein Zu-
stand nach Arthrodese mit 15 % beziffert werde. Wenngleich die USG-Arthrose noch nicht völlig 
eingesteift sei, so erscheine unter Berücksichtigung der voraussehbaren Verschlimmerung eine 
Entschädigung von 15 % gerechtfertigt, wobei bei einer später notwendig werdenden Arthrodese 
diese hiermit bereits abgegolten sei. 
 
9.6 Der Versicherte macht in seiner Einsprache vom 30. Juni 2020 geltend, Dr. D.____ teile 
die Einschätzung des Kreisarztes in ihrem Bericht vom 25. April 2020 nicht, da gemäss UVV-
Skala der Integritätsschaden auf Grund einer Funktionsbehinderung im unteren Sprunggelenk 
z.B. nach Calcaneusfraktur bis zu 30 % betrage. Der Beschwerdeführer führt an, dass er täglich 
an Schmerzen leide und keine langen Strecken gehen könne. Aus dem Arztbericht von med. 
pract. H.____ vom 14. Mai 2020 gehe hervor, dass sich seine Gehstrecke auf maximal 200 Meter 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

beschränke und die Gehdauer höchstens zehn Minuten betrage. Diese Einschränkungen seien 
massiv, weshalb eine Integritätseinbusse von 30 % zu bejahen sei. Zudem seien auch die psy-
chischen Beschwerden bei der Bemessung zu berücksichtigen. 
 
Aus den Akten geht hervor, dass Dr. B.____ in seinem Schreiben vom 29. Juli 2020 darauf hin-
weist, dass die Beurteilung von Dr. D.____ über die Höhe des Integritätsschadens allgemeiner 
Natur sei und nicht auf den aktuellen Fall angepasst worden sei, da die erwähnte Höhe von «bis 
zu 30 %» dem theoretisch maximal möglichen Integritätsschaden bei einer USG-Arthrose ent-
spreche. Ein solcher Prozentsatz käme im Quervergleich dem Zustand nach einer Amputation 
des ganzen Fusses (Tab. 4.3, Fig. 10 «Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Ze-
hen-, Fuss- und Beinverlusten) gleich. Die beim Versicherten vorhandene Einschränkung sei aber 
bei weitem nicht so ausgeprägt, so könne er doch auch ohne Stöcke gehen. Es liege aktuell eine 
höchstens mässig bis schwere Arthrose vor, die gem. Tabelle 5 einem Integritätsschaden von 15 
% entspreche.  
 
Die Beurteilung der Integritätseinbusse von Dr. B.____ ist nachvollziehbar begründet und wurde 
in Kenntnis der vorliegenden medizinischen Akten abgegeben. In einem Quervergleich legt er 
einleuchtend dar, dass die vorliegende Einschränkung des Beschwerdeführers nicht derart mas-
siv sei wie die einer Fussamputation. Weiter macht die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend, 
dass für die Festlegung des Integritätsschadens die Funktionsstörungen bzw. die Arthrosen mas-
sgebend seien und nicht die Schmerzen oder die mögliche Gehstrecke des Beschwerdeführers 
(vgl. Tab. 2 - Integritätsschäden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten und/ oder 
noch mögliche Gehstrecke bzw. Tab. 5 - Integritätsschäden bei Arthrosen). Mangels adäquatem 
Kausalzusammenhang können die psychischen Beschwerden bei der Beurteilung der Integritäts-
entschädigung nicht berücksichtigt werden (siehe oben, E. 8.7). Die Beurteilung von Dr. B.____ 
erweist sich somit mit Blick auf die medizinische Aktenlage als sachgerecht. Die Beschwerdegeg-
nerin hat deshalb dem Versicherten zu Recht eine auf einer Integritätseinbusse von insgesamt 
15 % basierende Integritätsentschädigung zugesprochen. 
 
10. Ein Anspruch auf Pflegeleistung nach Art. 21 UVG besteht vorliegend nicht, da dem Be-
schwerdeführer kein Rentenanspruch nach Art. 18 Abs. 1 UVG zusteht. 
 
11. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-
degegnerin eine Rentenausrichtung abgelehnt und eine Integritätsentschädigung bei einer Integ-
ritätseinbusse von 15 % ausgerichtet hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 
27. November 2020 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie 
abzuweisen ist.  
 
12. Art. 61 lit. a ATSG in der hier massgebenden bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung 
hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 
Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.   

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht