# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f3276e1-fbdb-52f7-afd3-de256b4337a3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.05.2020 S 2019 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-69_2020-05-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 69

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 
Aktuar ad hoc Raschein

URTEIL

vom 18. Mai 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Remo Dolf,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ war zuletzt als Gipser tätig (IV-act. 95, Kündigung per 30. Sep-

tember 2014). Er meldete sich erstmals im Juni 2010 für Leistungen der 

Invalidenversicherung unter dem Hinweis auf ein am 26. Dezember 2009 

erlittenes Schädelhirntrauma und Schulterbeschwerden an (IV-act. 2). 

Diese Verletzungen hatte er sich bei einem Skiunfall zugezogen (vgl. Scha-

denmeldung UVG [IV-act. 6]). Das Regionalspital B._____ diagnostizierte 

u.a. eine schwere traumatische Hirnverletzung mit daraus resultierender 

neuropsychologischer Funktionsstörung, ein Thoraxtrauma mit Rippense-

rienfraktur 3-6 links, eine Scapulakorpusfraktur links sowie eine Becken-, 

HWS-, BWS- und LWS-Kontusion (IV-act. 7). Anlässlich einer neuropsy-

chologischen Untersuchung in der Klinik C._____ wurde bei A._____ ein 

organisches Psychosyndrom infolge eines Schädelhirntraumas (F07.2) 

diagnostiziert (IV-act. 31). Zu diesem Schluss gelangte auch Dr. med. 

D._____ in seiner kreisärztlichen Abschlussuntersuchung am 27. April 

2012. Er stellte ein leicht bis mittelgradig beeinträchtigtes kognitives Leis-

tungsprofil mit vermehrter Vergesslichkeit und stärkerer Ermüdbarkeit fest 

(IV-act. 53, S. 10)

2. Mit Verfügung vom 18. Juni 2012 sprach die SUVA A._____ eine Invaliden-

rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 24 % ab dem 1. April 2012 sowie 

eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Einbusse von 20 % zu (IV-

act. 47). Die IV-Stelle sprach mit Verfügung vom 6. November 2012 ab dem 

1. Dezember 2010 eine bis zum 30. November 2011 befristete halbe Inva-

lidenrente zu (IV-act. 60, S. 62).

3. Am 26. April 2014 erlitt A._____ einen schweren Motorradunfall (vgl. Scha-

denmeldung UVG [IV-act. 69]) und zog sich dabei proximal metaphysäre 

mehrfragmentäre Trümmer- bzw. Dislokationsfrakturen links der Tibia, des 

OSG und der Zehen III/IV zu, die mehrfach operativ versorgt werden muss-

ten (vgl. Operationsbericht Kantonsspital E._____ vom 27. Juni 2014 [IV-

act. 70], Austrittsbericht von Dr. med. F._____, Kantonsspital E._____, vom 

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16. Juli 2014 [IV-act. 88]), woraufhin er sich wiederum zur Reha in die Klinik 

C._____ begab. Seit dem Unfall bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Nachdem die SUVA der IV ein Gesuch um Leistungsbezug gestellt hatte 

(IV-act. 77), meldete sich A._____ im Juli 2013 unter Hinweis auf die an-

lässlich der beiden Unfälle erlittenen Verletzungen bei der IV an (IV-act. 

83). In ihrem neuropsychologischen Bericht vom 5. November 2014 kamen 

die Dres. med. G._____ und H._____ in der Klinik C._____ zum Schluss, 

insgesamt lägen bei A._____ fünf Jahre nach dem Unfalldatum (26. De-

zember 2009) nur noch minimale bis leichte neuropsychologische Störun-

gen mit Einschränkungen attentionaler, amnestischer und exekutiver Teil-

funktionen sowie leichten affektiven Verhaltensunaufälligkeiten vor. Diese 

liessen keine Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Alltag und Beruf er-

warten (IV-act. 109). In der am 17. November 2015 durchgeführten 

kreisärztlichen Untersuchung befand Dr. med. I._____, für eine schwere 

Tätigkeit im Baugewerbe auf unebenem Gelände sowie eine Tätigkeit im 

angestammten Beruf als Gipser würden auch in Zukunft keine volle Arbeits-

fähigkeit mehr erreicht; für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten sollte An-

fang Jahr (2016) in adaptierter Tätigkeit eine Vermittlungsfähigkeit beste-

hen (IV-act. 147).

4. Am 12. Januar 2016 rutschte A._____ sodann auf vereister Strasse aus 

(IV-act. 149, S. 54) und erlitt dabei eine distale Fermurfraktur links, welche 

ostesynthetisch versorgt wurde (IV-act. 156). Daraufhin wurde ihm erneut 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 151, 155, 157, 166, 173). 

Im November 2016 wurde ihm sodann das Osteosynthesematerial im Un-

terschenkel links entfernt (IV-act. 165, S. 9), im März 2017 jenes am Fermur 

links (IV-act. 165, S. 45). Im psychosomatischen Austrittsbericht der Klini-

ken Valens vom 13. Oktober 2016 diagnostizierte Dr. med. K._____ eine 

organische leichte kognitive Störung und erachtete ihn für etwas länger als 

die Zeit des stationären Aufenthalts in den Kliniken Valens zu 100 % ar-

beitsunfähig; die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Gipser sei A._____ defini-

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tiv nicht mehr zuzumuten. In der kreisärztlichen Untersuchung vom 23. Ok-

tober 2017 (IV-act. 174) hielt Dr. med. D._____ ebenfalls fest, dass die an-

gestammte Tätigkeit als Gipser nicht mehr zumutbar sei. Im Gegensatz 

dazu sei eine Tätigkeit in Wechselpositionen, überwiegend im Sitzen und 

unterbrochen mit kurzen Stehphasen bei zusätzlichen Pausen ganztags 

möglich, jedoch keine Tätigkeiten in kauernder oder kniender Körperposi-

tion oder mit wiederholtem Treppensteigen.

5. Mit Verfügung vom 22. November 2017 sprach die Suva A._____ eine In-

validenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 29 % sowie ab dem 

12. Januar 2017 eine Entschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse 

von 20 % zu (IV-act. 169). Die dagegen erhobene Einsprache (IV-act. 177) 

wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2018 ab und 

stützte sich dabei insbesondere auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. 

med. D._____ vom 23. Oktober 2017 sowie auf das von der IV-Stelle in 

Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten ab.

6. Im Auftrag der IV-Stelle wurde A._____ bei der PMEDA Polydisziplinäre 

Medizinische Abklärungen (nachfolgend: PMEDA) polydisziplinär (allge-

meininternistisch, neurologisch, neuropsychologisch, orthopädisch und 

traumatologisch, psychologisch) begutachtet. Im Gutachten vom 16. Juli 

2018 wurde in der Konsensbeurteilung folgende Diagnosen mit Auswirkun-

gen auf die Arbeitsunfähigkeit gestellt (IV-act. 199): Rottatorenmanschet-

tensyndrom/-defekt bei Schultergelenksarthrose, Gonarthrose und Kreuz-

bandinstabilität links, degeneratives Lumbovertebralsyndrom bei Spon-

dylarthrosen, Sprunggelenksarthrose links, Sinusbradykardie, mögliches 

organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (F07.2), leichte bis 

mittelgradige neuropsychologische Störung und Akkustikneurinom. Zu den 

funktionellen Auswirkungen der Befunde wurde u.a. festgehalten, dass die 

leichte bis mittelgradige kognitive Störung eine Einschränkung der Arbeits-

fähigkeit auf geistig einfache Tätigkeiten bedinge. Insgesamt wurde auf 

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eine Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit von 0 % und in adaptierter 

Tätigkeit von 100 % geschlossen.

7. In der Abschlussbeurteilung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst Ost-

schweiz (RAD) führte Dr. med. L._____ aus, das polydisziplinäre Gutach-

ten sei umfassend, konsistent und abschliessend. Die anhaltenden neuro-

psychologischen Folgen des ersten Unfalles (Schädelhirntrauma) würden 

gutachterlich in Übereinstimmung mit den Vorbefunden gewürdigt; die neu-

ropsychologischen Teilleistungsstörungen würden bestätigt, seien indes-

sen nicht abschliessend von einer schon vor dem Unfall bestehenden Lern-

behinderung zu trennen. Daher werde zusätzlich zur qualitativen Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit aus körperlicher Sicht auch eine solche be-

zogen auf eine angepasste Tätigkeit gesehen: Zuzumuten seien nur einfa-

che Tätigkeiten ohne Ansprüche an logisches Denken und Daueraufmerk-

samkeit (IV-act. 212, S. 16).

8. Mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2018 stellte die IV-Stelle eine ab dem 

1. Januar 2015 bis zum 31. Januar 2018 befristete ganze Invalidenrente in 

Aussicht (IV-act. 207). Dagegen liess A._____ Einwand erheben. Am 29. 

April 2019 verfügte die IV-Stelle wie im Vorbescheid angekündigt. Zum Ein-

wand führte sie im Wesentlichen aus, das PMEDA-Gutachten stelle einen 

Gesamtwert der Arbeitsfähigkeit dar, beruhe auf der Vorgeschichte, den 

bisherigen Akten sowie mehreren persönlichen Untersuchungen, berück-

sichtige sowohl die unfall- als auch krankheitsbedingten Beschwerden und 

erscheine in den Ergebnissen schlüssig, nachvollziehbar und wider-

spruchsfrei. Betreffend die Arbeitsfähigkeit werde darin festgehalten, der 

Versicherte sei trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden in einer adap-

tierten, körperlich leichten, kognitiv einfachen und gut strukturierten Tätig-

keit zu 100 % arbeitsfähig, wobei dies spätestens ab dem 23. Oktober 2017 

(Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung bei Dr. med. D._____) Gültig-

keit habe. Die IV-Stelle bestreite nicht, dass beim Versicherten eine 

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kognitive Störung vorliege, welche seine Arbeitsfähigkeit auf geistig 

einfache Tätigkeit einschränke. Aus dem Umstand, dass in 

neuropsychologischer Hinsicht als adaptierte Tätigkeit solche ähnlich der 

bereits ausgeübten gölten, könne nicht der Schluss gezogen werden, dass 

für den Versicherten bloss eine Tätigkeit im angestammten Beruf als Gipser 

in Frage komme. Vielmehr ergebe sich aus dem neuropsychologischen 

Teilgutachten, dass dem Versicherten aus neuropsychologischer Sicht die 

Ausübung sämtlicher Tätigkeiten zumutbar seien, welche ähnliche 

kognitive Anforderungen stellten, wie die angestammte Tätigkeit als 

angelernter Gipser. Ausserdem erfasse das vorliegend relevante 

Kompetenzniveau 1 typischerweise Personen ohne Berufs- und 

Fachkenntnisse sowie Tätigkeiten mit geringen kognitiven Anforderungen, 

d.h. es umfasse eine Vielzahl von körperlich leichten, kognitiv einfachen 

und gut strukturierten Tätigkeit, wie bspw. leichte Maschinenbedienung, 

Kontrollfunktionen, leichte Sortier-, Prüf- und Verpackungstätigkeiten sowie 

leichtere Arbeiten im Bereich der (z.T. maschinell unterstützten) Lager- 

oder Ersatzteilbewirtschaftung. Es sei dem Versicherten daher zuzumuten, 

die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit auf 

dem Arbeitsmarkt wirtschaftlich zu verwerten. Bei einem unbestrittenen 

Valideneinkommen von Fr. 70'785.-- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 50'641.50 resultiere unter Berücksichtigung des maximal zulässigen 

Leidensabzugs ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 28.5 %.

9. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 31. Mai 2019 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben 

und beantragen, die angefochtene Verfügung vom 29. April 2019 sei 

aufzuheben und ihm sei ab dem 1. Januar 2015 eine unbefristete volle 

Invalidenrente – basierend auf einem Invaliditätsgrad von 80 % – 

zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren 

Sachverhaltsabklärung, insb. hinsichtlich der kognitiven Einschränkungen, 

und Neuentscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen. In formeller 

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Hinsicht beantragte er, es sei ein unabhängiges polydisziplinäres 

Gutachten einzuholen, eventualiter sei die Vorinstanz hierzu anzuweisen. 

Er kritisiert im Wesentlichen die im PMEDA-Gutachten ausgewiesene 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit und erachtet die 

Restarbeitsfähigkeit als auf dem Arbeitsmarkt wirtschaftlich nicht 

verwertbar.

10. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss auf Abweisung 

der Beschwerde und verzichtete auf eine Vernehmlassung. Sie verwies auf 

die angefochtene Verfügung vom 29. April 2019, an der sie vollumfänglich 

festhielt.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, die an-

gefochtene Verfügung vom 29. April 2019 sowie die weiteren Akten, wird, 

sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 29. April 2019. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind 

Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsge-

richt am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Als kantonales Versicherungsgericht 

ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde sowohl örtlich als auch sachlich zuständig 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] und Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 

BR 370.100]). Der Beschwerdeführer ist Adressat der angefochtenen Ver-

fügung, weshalb er durch die angefochtene Verfügung unmittelbar betrof-

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fen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-

rung hat. Er ist demnach zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 1 

Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 ATSG) eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten.

2. Streitig ist vorliegend der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab dem 

1. Februar 2019. 

3. Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht eine ungenü-

gende Begründung der angefochtenen Verfügung und rügt damit eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs (BGE 134 I 83 E.4.1, 133 III 349 E.3.3), weil 

sich die Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich mit seinem Einwand 

zum Vorbescheid auseinandergesetzt habe. Damit vermag er jedoch nicht 

durchzudringen. Die Beschwerdegegnerin hat sich mit seinem Einwand be-

fasst und ausführlich dargelegt, weshalb sie diesen für unbegründet erach-

tete. Damit gingen die Motive mit genügender Klarheit aus dem angefoch-

tenen Entscheid hervor, sodass der Beschwerdeführer in der Lage war, die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin sachgerecht anzufechten. Überdies 

übersieht er, dass die Beschwerdegegnerin nicht gehalten ist, sich mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinander zu setzen und jedes einzelne 

Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen (BGE 141 III 28 E.3.2.4).

4.1. In materieller Hinsicht kritisiert der Beschwerdeführer die in der 

Konsensbeurteilung im PMEDA-Gutachten getroffene Arbeitsfähigkeits-

Einschätzung in adaptierter Tätigkeit von 100 % aus neuropsychologischer 

Sicht.

4.2. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche die Folge von Geburtsge-

brechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Die Invalidität 

gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs erfor-

derliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Die Erwerbsun-

fähigkeit wiederum ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-

gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-

handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Zur Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit sind aussch-

liesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti-

gen, wobei eine Erwerbsunfähigkeit zudem nur vorliegt, wenn sie aus ob-

jektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Keine Beeinträch-

tigungen der Gesundheit stellen soziokulturelle Schwierigkeiten mit Auswir-

kungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie psychosoziale Faktoren dar. Invali-

ditätsfremde Gründe sind darüber hinaus auch Aggravation und Simulation 

(vgl. zum Ganzen KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 7 

Rz. 22 ff.; siehe bezüglich Aggravation und ähnlicher Erscheinungen auch 

BGE 141 V 281 E.2.2.1 f. und BGE 140 V 193 E.3.3). Der rentenbegrün-

dende Invaliditätsgrad ist aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be-

stimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).

4.3. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrund-

satz. Demnach hat die Behörde, wo notwendig, den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der 

Parteien gebunden zu sein (Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; siehe KIESER, 

a.a.O., Art. 43 Rz. 13 ff. und 86 ff.). Die Untersuchungspflicht gilt sowohl im 

Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich im kantonalen Gerichtsver-

fahren. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Be-

urteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende 

Klarheit besteht. Wenn der Versicherungsträger oder das kantonale Sozia-

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lversicherungsgericht im Rahmen einer umfassenden, sorgfältigen, objek-

tiven und inhaltsbezogenen Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, 

dass ein bestimmter Sachverhalt überwiegend wahrscheinlich sei, steht 

dies einer antizipierten Beweiswürdigung nicht entgegen. Bleiben jedoch 

erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der getroffe-

nen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkennt-

nisse zu erwarten sind (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_398/2018 vom 

5. Dezember 2018 E.3.1; vgl. auch KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 18 ff. und 27 

f.). 

4.4. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet werden 

kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht 

auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fach-

leute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen und im Streit-

fall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärztlichen Dienste 

(Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen 

und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverständige abstützen 

(Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht darin, den Gesund-

heitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − seine Entwicklung im Laufe 

der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Un-

tersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde 

zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 

Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall das Ge-

richt nicht kompetent sind. Bei der Folgeabschätzung der erhobenen ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt 

hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 

nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, 

welche er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich zu begründen hat. 

Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann eine wichtige Grundlage für die Be-

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urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret 

noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2 m.H.). 

4.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu wür-

digen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbe-

schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam-

men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-

schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-

material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-

weiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streiti-

gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Ana-

mnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu-

sammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a m.H.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c m.H.). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-

würdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizi-

nischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu-

stellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a m.H.). 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 

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externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 

und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 

bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von 

Hausärzten darf und soll der Richter auch der Erfahrungstatsache Rech-

nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-

che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, E.4.4 und E.4.5, 125 V 351 E.3a 

und 3b).

4.6. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass der interdisziplinären Gesamtbeur-

teilung des polydisziplinären PMEDA-Gutachtens, welches ihm in adaptier-

ter Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiere, mit Blick auf das 

neuropsychologische Gutachten (als Teil des polydisziplinären Gutach-

tens) nicht gefolgt werden könne.

4.6.1. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann auf das PMEDA-

Gutachten abgestellt werden. Es erfüllt die von der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell-

ten Anforderungen. Es liegen auch keine Indizien vor, welche das Gutach-

ten derart in Zweifel ziehen oder erschüttern würden, dass davon abzuwei-

chen wäre (vgl. BGE 125 V 351). Die Gutachter haben sich in Kenntnis der 

medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Beschwerden 

des Beschwerdeführers sowie mit dessen Vor- bzw. Krankheitsgeschichte 

auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen gestützt auf eigene Ex-

plorationen, einschliesslich einer ausführlichen Befunderhebung und neu-

ropsychologischer Testverfahren, getroffen. Die Ausführungen in der Beur-

teilung zu den medizinischen Zusammenhängen, insbesondere die Herlei-

tung der Diagnosen, sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolge-

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rungen zum Gesundheitszustand sowie zur versicherungsrechtlich rele-

vanten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, nachvollziehbar begründet. Fer-

ner ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend. In der Kon-

sensbeurteilung wurde im Wesentlichen Folgendes diagnostiziert: Rottato-

renmanschettensyndrom/-defekt bei Schultergelenksarthrose, Gonar-

throse und Kreuzbandinstabilität links, degeneratives Lumbovertebralsyn-

drom bei Spondylarthrosen, Sprunggelenksarthrose links, Sinusbradykar-

die, mögliches organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma 

(F07.2), leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung und Akkus-

tikneurinom. Zu den funktionellen Auswirkungen der Befunde wurde u.a. 

festgehalten, dass die leichte bis mittelgradige kognitive Störung eine Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit auf geistig einfache Tätigkeiten bedinge. 

Die orthopädischen Befunde im Teilgutachten von Dr. med. M._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie, bedingten zusammengefasst eine 

nicht mehr gegebene Arbeitsfähigkeit in der angestammten (körperlich oft 

schweren und mit Arbeiten auf Leitern und Gerüsten einhergehenden) 

Tätigkeit. Das nebenbefundliche Akkustikneuronim bedinge ebenfalls eine 

nicht mehr gegebene Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten mit Sturzgefahr. Insge-

samt wurde auf eine Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit von 0 % und in 

adaptierter Tätigkeit von 100 % geschlossen.

4.6.2. Dr. med. N._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, legte im 

psychiatrischen Teilgutachten überzeugend dar, dass die nach dem 

Schädelhirntrauma im Jahr 2009 beschriebenen leichten bis mittelgradigen 

neuropsychologischen Defizite nach kurzer Behandlung zu keiner 

nachhaltigen Beeinträchtigung im beruflichen und privaten Alltag geführt 

hätten. Der Versicherte habe seine angestammte Tätigkeit als Gipser 

wiederaufnehmen und seine Fahreignung erhalten können. Es sei nicht mit 

hinreichender Wahrscheinlichkeit zu klären, ob die beschriebenen 

kognitiven Einschränkungen Folge einer schon seit Kindheit bestehenden 

Minderbegabung oder auf das Schädelhirntrauma im Jahr 2009 

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zurückzuführen seien. Bislang seien keine psychologisch-

psychotherapeutischen Behandlungsmassnahmen durchgeführt worden. 

Solche seien auch ausweislich des hiesigen Befundes nicht indiziert 

(PMEDA-Gutachten, S. 127).

4.6.3. Im neuropsychologischen Teilgutachten (PMEDA-Gutachten, S. 133 ff.) 

setzte sich Dr. med. O._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

mit den Vorakten auseinander, erhob die Anamnese sowie die Befunde und 

führte mehrere neuropsychologische Testverfahren durch. Er diagnosti-

zierte ein mögliches organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma 

(F07.2) sowie leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störungen. 

Vorbefundlich werde der Grad der kognitiven Beeinträchtigung als überwie-

gend leicht bis mittelgradig eingeordnet. Auch in der aktuellen neuropsy-

chologischen Untersuchung zeigten sich Minderleistungen in den Domä-

nen Aufmerksamkeit und Konzentration sowie in den exekutiven Funktio-

nen. In der aktuellen MRI-Untersuchung zeigte sich ein mögliches zerebra-

les Korrelat für die unterdurchschnittlichen kognitiven Ergebnisse. Die ko-

gnitive Symptomatik sei prinzipiell zur stattgehabten Frontalhirnschädigung 

passend. Zu beachten sei jedoch auch das unterdurchschnittliche Bil-

dungsniveau des Versicherten. Eine Abgrenzung der Folgen des Schäde-

lhirntraumas vom prämorbiden Leistungsniveau sei hier methodisch nicht 

möglich, ein traumatisch bedingtes organisches Psychosyndrom somit al-

lenfalls als möglich zu erachten. Der Schweregrad der kognitiven Beein-

trächtigung sei als leicht bis mittelgradig zu klassifizieren. Die soziale Teil-

habe sei erhalten und die Alltagsbewältigung gelinge selbständig und kom-

petent, sodass von neuropsychologischer Seite zumindest eine Arbeits-

fähigkeit in geistig einfachen Tätigkeiten gegeben sei (PMEDA-Gutachten, 

S. 154 f.). Dr. med. O._____ schätzte die Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers sowohl in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit 

auf 100 % (spätestens seit Anfang 2012). Zu den Merkmalen, welche eine 

adaptierte, der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit aufweisen 

- 15 -

müsste, hielt er Folgendes fest: "Geistig einfache, gut strukturierte Tätig-

keiten, bei der die Aufmerksamkeit und das logische Denken keine tra-

gende Rolle spielen. Da der Beschwerdeführer über ein unterdurchschnitt-

liches Ausbildungsniveau verfügt, handle es sich um Tätigkeiten ähnlich 

der bereits ausgeübten." (PMEDA-Gutachten, S. 157 f.) 

Daraus kann – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – nicht 

geschlossen werden, es käme praktisch nur noch eine Tätigkeit im ange-

stammten Tätigkeitsfeld in Frage. Vielmehr ist der Beschwerdegegnerin 

darin beizupflichten, dass dieser Passus im neuropsychologischen Gutach-

ten so zu verstehen ist, dass dem Beschwerdeführer aus neuropsychologi-

scher Hinsicht sämtliche Tätigkeiten zumutbar sind, die ähnliche kognitive 

Anforderungen stellen, wie die bisherige Tätigkeit als angelernter Gipser. 

Ausserdem findet sich im PMEDA-Gutachten kein Anhalt dafür, dass die 

kognitiven Einschränkungen unter Hinweis auf das tiefe Ausbildungsniveau 

des Beschwerdeführers als invaliditätsfremd ausgeschieden worden 

wären. Vielmehr hielt Dr. med. O._____ fest, dass die kognitive 

Symptomatik prinzipiell zu stattgehabter Frontalhirnschädigung passend 

sei. Er befand das unterdurchschnittliche Bildungsniveau aber insoweit für 

beachtlich, als sich die Folgen des Schädelhirntraumas methodisch nicht 

klar vom prämorbiden Leistungsniveau abgrenzen liessen. Immerhin 

erachtete er ein traumatisch bedingtes organisches Psychosyndrom 

allenfalls als möglich, was er denn auch in seinen Diagnosen auswies. Dr. 

med. O._____ anerkannte insgesamt das Vorliegen kognitiver 

Beeinträchtigungen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf geistig 

einfache Tätigkeiten bedingen würden. Diese Folgerungen flossen 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch in die 

Gesamtbeurteilung mit ein (vgl. PMEDA-Gutachten S. 6 f.). Worin genau 

die Diskrepanz zwischen dem neuropsychologischen Teilgutachten und 

der Konsensbeurteilung im polydisziplinären Gesamtgutachten liegen soll, 

vermag der Beschwerdeführer nicht schlüssig darzulegen.

- 16 -

4.6.4 Dem Beschwerdeführer kann des Weiteren nicht gefolgt werden, soweit er 

vorbringt, der neuropsychologische Gutachter habe erhebliche kognitive 

Einschränkungen festgestellt. Vielmehr wies dieser eine leichte bis 

mittelgradige neuropsychologische Störung aus (PMEDA-Gutachten, S. 

153). Dies stimmt denn auch mit der übrigen medizinischen Sachlage 

überein, in welcher der Grad der kognitiven Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers als überwiegend leicht bis mittelgradig, in aktuelleren 

Abschlussbeurteilungen gar als (vereinzelt) minimal bis leicht eingestuft 

wurde (vgl. Bericht der Klinik C._____ vom 23. November 2011 [IV-act. 31], 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 27. April 2012 [IV-act. 53, S. 

10], RAD-Abschlussbericht [IV-act. 212, S. 10]). So kamen namentlich die 

Dres. med. G._____ und H._____, Fachärzte für Neuropsychologie in der 

Klinik C._____, in ihrem Bericht vom 5. November 2014 zum Schluss, 

insgesamt lägen beim Beschwerdeführer fünf Jahre nach dem Unfalldatum 

(26. Dezember 2009) nur noch minimale bis leichte neuropsychologische 

Störungen mit Einschränkungen attentionaler, mnestischer und exekutiver 

Teilfunktionen sowie leichten affektiven und Verhaltensauffälligkeiten vor. 

Diese vereinzelten minimalen bis leichten kognitiven Beeinträchtigungen 

liessen keine Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Alltag und Beruf 

erwarten (IV-act. 109). Zu einem ähnlichen Schluss gelangte bereits Dr. 

phil. P._____, Leitender Fachpsychologe für Neuropsychologie in der Klinik 

Valens, in seinem neuropsychologischen Bericht vom 20. Februar 2010, 

indem er leichte bis mittelgradige kognitive Beeinträchtigungen feststellte 

(u.a. im logischen Denken, in der gerichteten und geteilten Aufmerksamkeit 

sowie im Arbeitstempo und der Belastbarkeit [IV-act. 7/25]), welche in der 

Folge verbessert werden konnten, sodass er – unter Berücksichtigung des 

tiefen Ausbildungsniveaus des Beschwerdeführers – das kognitive Profil 

am 13. September 2010 insgesamt als leicht beeinträchtigt erachtete (vgl. 

neuropsychologischer Untersuchungsbericht vom 14. Oktober 2010 [IV-

act. 26, S. 2]; vgl. auch den Bericht zur neurologischen Begutachtung durch 

- 17 -

Dr. med. Q._____, Leitender Arzt der Klinik Valens, vom 21. Oktober 2010 

[IV-act. 26, S. 13 ff., insb. 26, S. 20 ff.] mit einer Arbeitsfähigkeitseinschät-

zung von 80 % in bisheriger Tätigkeit mit gewissen Anpassungen sowie 

den neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 14. März 2012 [IV-

act. 52]).

5. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind somit insgesamt nicht 

geeignet, den Beweiswert des PMEDA-Gutachten zu schmälern. Es ist 

daher nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin auf die im 

Gutachten attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

abstellte. Vor diesem Hintergrund kann auf die beantragte Einholung eines 

polydisziplinären Gutachtens gestützt auf eine vorweggenommene 

Beweiswürdigung verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht 

aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet 

hat und annehmen kann, dass diese Überzeugung durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I 

140 E.5.3). Aus dem selbigen Grund ist auf die beantragte Anweisung der 

Beschwerdegegnerin, ein solches Gutachten einzuholen, zu verzichten.

6.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass es aufgrund seiner 

körperlichen und geistigen Einschränkungen einen Glücksfall darstelle, 

eine Arbeitsstelle in einem 100 %-Pensum zu finden. Daher fehle es in 

seiner Situation an der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

6.1.1. Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothe-

tisch ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). Nach der Rechtspre-

chung des Bundesgerichts handelt es sich dabei um einen theoretischen 

abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenver-

sicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der 

Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem 

- 18 -

Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er ei-

nen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenar-

tiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten be-

ruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im 

Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-

fähigkeit zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. 

März 2012, E.3.1.; BGE 110 V 273 E.4b; ZAK 1991 S. 320 f. E.3b). Daraus 

folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob 

eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen ver-

mittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar-

beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeits-

plätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. AHI-Praxis 

6/1998 S. 291). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit ei-

nem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen kön-

nen. Von einer Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen wer-

den, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich 

ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder sie 

nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 

Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle 

daher von vornherein ausgeschlossen erscheint. Erst wenn ein entspre-

chender Arbeitsplatz selbst auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ab-

soluter Glücksfall gilt, ist bei der Invaliditätsbemessung von der wirtschaft-

lichen Unverwertbarkeit einer attestierten Arbeitsfähigkeit auszugehen und 

der Versicherten bei der Invaliditätsbemessung kein Erwerbseinkommen 

anzurechnen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2015 vom 12. Mai 

2016 E.4.3, 8C_673/2012 vom 16. Mai 2013 E.4.3, 9C_365/2009 vom 

6. März 2010 E.3.1, 9C_854/2008 vom 17. Dezember 2008 E.3.2, 

8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E.4.1).

- 19 -

6.1.2. Art und Mass dessen, was einem Versicherten an Erwerbstätigkeit noch 

zugemutet werden kann, richtet sich nach seinen besonderen persönlichen 

Verhältnissen einerseits und nach den allgemein herrschenden Auffassun-

gen andererseits. Für die Beurteilung der Zumutbarkeit ist letztlich insofern 

eine objektive Betrachtungsweise massgebend, als es nicht auf eine bloss 

subjektiv ablehnende Bewertung der infrage stehenden Erwerbstätigkeit 

durch den Versicherten ankommt (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, Art. 28a N 28).

6.2. Angesichts der dargelegten, von fachärztlicher Seite als überwiegend leicht 

bis mittelgradig bzw. gar als (vereinzelt) minimal bis leicht qualifizierten 

kognitiven Beeinträchtigungen leuchtet es nicht ein, weshalb dem 

Beschwerdeführer – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt – 

leichte Maschinenbedienungen, Kontrollfunktionen sowie leichte Sortier-, 

Prüf- und Verpackungstätigkeiten nicht zumutbar sein sollen. Vielmehr ist 

anzunehmen, dass die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Gipser, die er auch mit den beschriebenen kognitiven Beeinträchtigungen 

nachweislich ausüben konnte, zumindest gleichwertige, wenn nicht gar 

höhere Anforderungen an die Aufmerksamkeit, Konzentration oder 

exekutiven Funktionen stellt, als in den vorerwähnten Verweistätigkeiten. 

Angesichts der dem Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen 

Situation noch zumutbaren Tätigkeiten kann somit auch nicht gesagt 

werden, diese seien nur noch in so eingeschränkter Form möglich, dass 

sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kenne (vgl. dazu Urteil 

des Bundesgerichts 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017, E.2.2.1 m.H.). Insofern 

kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er ausführt, es 

stellte einen Glücksfall dar, mit seinen Einschränkungen eine Arbeitsstelle 

mit einem 100 %-Pensum zu finden.

6.2.3. Mit Blick auf das vorgerückte Alter des Beschwerdeführers ist festzuhalten, 

dass dieses als Kriterium mit Auswirkung auf die Beurteilung der 

- 20 -

Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt anerkannt wird. Der Einfluss des 

Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer 

allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des 

Einzelfalls ab (KIESER, a.a.O, N 99 zu Art. 16 ATSG). Gemäss 

Rechtsprechung ist für die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) 

Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter der Zeitpunkt des Feststehens der 

medizinischen Zumutbarkeit abzustellen (vgl. Urteil 9C_642/2018 vom 7. 

Oktober 2019, E.2.2.; BGE 145 V 2 E.5.3.1.). Für die Unverwertbarkeit der 

Resterwerbsfähigkeit älterer Menschen sind allerdings relative hohe 

Hürden errichtet worden (Urteil des Bundesgerichts 8C_910/2015 vom 

19. Mai 2016, E.4.3.4.). Insbesondere werden etwa Hilfsarbeiten auf dem 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts 9C_898/2017 

vom 25. Oktober 2018, E.3.4.)

Vorliegend ist der massgebende Zeitpunkt für das Feststehen der 

medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit die kreisärztliche 

Untersuchung durch Dr. med. D._____ vom 23. Oktober 2017, wo erstmals 

festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer in leidensadaptierter 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 174, S. 7 ff.). Zu diesem 

Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 57 Jahre alt. Als leidensadaptierte 

Tätigkeiten werden solche erachtet, die mit Blick auf die kognitiven 

Anforderungen der bisherigen ähnlich sind (PMEDA-Gutachten, S. 158). 

Wie hiervor (E.6.2) bereits ausgeführt, ist die vorgesehene adaptierte 

Tätigkeit der bisherigen angestammten Tätigkeit ähnlich, sodass sie dem 

medizinischen Zumutbarkeitsprofil zu genügen vermag und der 

Beschwerdeführer seine bislang gewonnene Berufserfahrung nutzbar 

machen kann. Insofern dürfte sich auch ein Umstellungs- und 

Einarbeitungsaufwand in Grenzen halten, sodass vorliegend das ohnehin 

- 21 -

nicht weit vorgerückte Alter des Beschwerdeführers für die Verwertbarkeit 

auf dem Arbeitsmarkt unbeachtlich ist. 

7.1. Im Übrigen überzeugt auch der beschwerdeführerische Einwand nicht, die 

Beschwerdegegnerin könne nicht einfach auf den von der Suva ermittelten 

Invaliditätsgrad abstellen, hat sie dies doch nachweislich nicht gemacht, 

sondern vielmehr für ihre Beurteilung neben der RAD-

Abschlussbeurteilung vom 26. April 2018 auf das eigens eingeholte 

PMEDA-Gutachten abgestellt.

7.2. Ebenso wenig verfängt das Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei 

unverständlich, wie die Beschwerdegegnerin ihm vom 1. Januar 2015 bis 

31. Januar 2018 eine volle Rente zusprechen könne, um dann "zum vollen 

Umkehrschluss" zu gelangen, der Beschwerdeführer sei nun plötzlich zu 

100 % arbeitsfähig, obwohl sich gesundheitlich keine Verbesserung 

eingestellt habe. Dabei übersieht er, dass bereits im Austrittsbericht zu 

seinem letzten stationären Reha-Aufenthalt in der Klinik C._____ vom 

11. August 2017 eine adaptierte Tätigkeit im Sinne einer leichten Arbeit 

ohne Sitzen und Stehen über längere Zeiträume aufgrund der erzielten 

Fortschritte für zumutbar erachtet wurde (vgl. IV-act. 172, S. 5). 

Gleichermassen hielt Dr. med. D._____ in seiner kreisärztlichen 

Untersuchung vom 23. Oktober 2017 fest, eine ganztägige Tätigkeit in 

Wechselpositionen überwiegend im Sitzen, unterbrochen mit kurzen 

Stehphasen, ohne Tätigkeiten in kauernder oder kniender Körperposition 

oder wiederholtes Treppensteigen, bei zusätzlicher Pause von jeweils einer 

halben Stunde vormittags und nachmittags, sei dem Beschwerdeführer 

zumutbar (IV-act. 174, S. 12). Des Weiteren beurteilte er die Unfallfolgen 

aus den Jahren 2009, 2014 und 2016 aktuell nicht als erheblich. 

Schliesslich schloss auch der orthopädische Teilgutachter auf eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit, welche rückwirkend ab 

dem Austritt aus der Rehaklinik C._____ anzunehmen sei (vgl. PMEDA-

- 22 -

Gutachten, S. 107). Somit ist nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer spätestens ab der 

kreisärztlichen Untersuchung am 23. Oktober 2017 für voll arbeitsfähig 

erachtete, für die Zeit davor (bis und mit 31. Januar 2018 gestützt auf die 

dreimonatige Wartefrist gem. Art. 88a Abs. 1 IVV) aber aufgrund der 

zahlreichen Unfällen mit schwerwiegenden, rehabilitationsbedürftigen 

Gesundheitsschäden eine volle Invalidenrente zusprach.

7.3. Insofern kann auf die Bemessung des Invaliditätsgrades gemäss 

Vorbescheid der Beschwerdegegnerin vom 29. April 2019 abgestellt 

werden. Die Ermittlung des Valideneinkommens durch die 

Beschwerdegegnerin für das Jahr 2017 im Betrag von Fr. 70'785 wird nicht 

bestritten (siehe IV-act. 213). Hinsichtlich der für die Bemessung des 

Invalideneinkommens zu verwendenden Tabellen der 

Lohnstrukturerhebung (LSE-Tabellen) ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdegegnerin richtigerweise die LSE-Tabelle 2014 verwendet hat, 

da im Zeitpunkt der Verfügung (29. April 2019) die LSE-Tabelle 2016 noch 

gar nicht veröffentlicht war (dies ist erst am 6. Mai 2019 erfolgt, vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 9C_526/2015 vom 11. September 2015, E.3.2.2). 

Gemäss Tabelle TA 1 der LSE 2014 belief sich der monatliche Bruttolohn 

(Zentralwert bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für 

Tätigkeiten auf dem Kompetenzniveau 1 (niedrigstes Lohnniveau) im 

privaten Sektor bei Männern im Jahr 2014 auf Fr. 5'312.--. Auf der Basis 

der üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden, einer 

attestierten Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung in den Jahren 

2015 bis 2017 von 0.4 %, 0.7 % und 0.5 % resultiert ein Einkommen von 

Fr. 67'522.-- (bestehend aus: Fr. 5312.-- x 12 : 40 x 41.7 x 12 x 1.004 x 

1.007 x 1.005). Selbst bei Vornahme des maximal zulässigen 

Leidensabzugs von 25 % resultierte ein Invalideneinkommen von 

Fr. 50'641.50 (Fr. 67'522.-- x 0.75). Aus der Differenz zwischen dem 

- 23 -

Validen- und dem Invalideneinkommen ergibt sich eine Erwebseinbusse 

von Fr. 20'143.50 und damit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 

von 28.5 %.

Die angefochtene Verfügung vom 29. April 2019 ist infolgedessen 

rechtens, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde 

vom 31. Mai 2019 führt.

8.1. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verwei-

gerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Ver-

sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens-

aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festzulegen. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.-- 

angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind diese Kos-

ten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.

8.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zu Lasten von A._____ und sind innert 30 
Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kan-
tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]