# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43f8506c-2608-50c8-8b0c-3cf4ba19ca5b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-15
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht II. zivilrechtliche Abteilung 15.07.2009 5A 475/2009 (5A_475/2009)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_005_5A-475-2009_2009-07-15.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

{T 0/2} 

5A_475/2009 

 

Urteil vom 15. Juli 2009 

II. zivilrechtliche Abteilung 

 

Besetzung 

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin, 

Bundesrichterin Escher, Bundesrichter L. Meyer, 

Gerichtsschreiber Füllemann. 

 

Parteien 

X.________, 

Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

Regierungsstatthalteramt Bern, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern. 

 

Gegenstand 

Fürsorgerische Freiheitsentziehung. 

 

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsorgerische Freiheitsentziehungen) vom 8. Juli 2009. 

 

Nach Einsicht 

in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 8. Juli 2009 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen ihre am 1. Juli 2009 (in Anwendung von Art. 397a ZGB) angeordnete Einweisung in die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern für 6 Wochen abgewiesen und festgestellt hat, dass die gesetzliche 6-Wochenfrist am 11. August 2009 ablaufe, 

 

in Erwägung, 

dass das Obergericht - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin an der Verhandlung - erwog, die an einer ... leidende Beschwerdeführerin müsse zunächst stationär begutachtet werden, weil eine ambulante Begutachtung mangels Kooperationsbereitschaft nicht möglich sei und die Beschwerdeführerin bei sofortiger Entlassung sich selbst gefährden würde, 

dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG), 

dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252), 

dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht zwar die Tatsachenfeststellungen des Obergerichts pauschal bestreitet, jedoch keine den erwähnten Begründungsanforderungen entsprechenden Rügen erhebt, 

dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG), 

dass auf Grund des vom Obergericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung der Beschwerdeführerin in die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern bundesrechtskonform ist, 

dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann, 

dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Massnahme gewährleistet werden kann, 

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Obergerichts verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), 

dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist, 

dass keine Gerichtskosten erhoben werden, 

dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht, 

erkennt das Bundesgericht: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

2. 

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

3. 

Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Regierungsstatthalteramt Bern und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt. 

 

Lausanne, 15. Juli 2009 

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

Die Präsidentin:                Der Gerichtsschreiber: 

 

Hohl                                               Füllemann