# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51d61f15-3a3f-5a38-b5b6-00fb70564aa1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.04.2025 A-3993/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3993-2022_2025-04-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3993/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Stephan Metzger (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, Richterin Christine Ackermann,    

Gerichtsschreiber Tobias Grasdorf. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch  

lic. iur. Philippe Renz, Rechtsanwalt,  

Renz & Partners,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL,  

Postfach, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Entzug der Fluglizenz. 

 

 

 

A-3993/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 26. Dezember 2021 informierte A._______ das Bundesamt für Zivilluft-

fahrt BAZL darüber, dass er am 24. Dezember 2021 mit einem Helikopter 

zwei Mal unter einer Brücke über den Rhein hindurchgeflogen sei. Die 

zweite Unterquerung der Brücke war von einer Privatperson gefilmt worden 

und die Aufnahmen wurden am 26. Dezember 2021 auf einem Schweizer 

Medienportal publiziert. Das BAZL eröffnete in der Folge ein Verwaltungs- 

und ein Verwaltungsstrafverfahren gegen A._______. 

B.  

In einem Inspektionsbericht vom 22. Januar 2022 führten zwei Inspektoren 

des BAZL aus, A._______ habe am 24. Dezember 2021 zweimal die 

Rheinbrücke zwischen Sennwald und Ruggell unterflogen. Das Manöver 

sei als unüblich einzustufen und der Sicherheitsabstand zum Wasser und 

zur Brücke als klar ungenügend zu bewerten. 

C.  

Am 28. Januar 2022 informierte das BAZL A._______ per E-Mail über die 

Eröffnung des Verwaltungs- und des Verwaltungsstrafverfahrens. Gleich-

zeitig stellte ihm das BAZL die dazu vorliegenden Unterlagen zu. 

D.  

Am 4. Februar 2022 gewährte das BAZL A._______ schriftlich das rechtli-

che Gehör zu seinem Flug unter der Rheinbrücke hindurch sowie zu zwei 

weiteren Vorfällen, in die er als Helikopterpilot verwickelt war. Es führte aus, 

es prüfe den warnungsweisen Entzug aller Berechtigungen seiner Lizenz 

für eine Dauer von drei Monaten.  

E.  

Am 8. Februar 2022 ersuchte A._______ um Akteneinsicht. Am 8. März 

2022 liess das BAZL A._______ die Akten elektronisch zukommen. 

F.  

Am 8. Februar 2022 und am 18. März 2022 äusserte sich A._______ ge-

genüber dem BAZL zum Vorfall vom 24. Dezember 2021 und zum Inspek-

tionsbericht vom 22. Januar 2022. Er führte insbesondere aus, der Bericht 

betreffe nicht die Brücke Sennwald-Ruggell, sondern die ca. 4 km davon 

entfernte Brücke Haag-Bendern. Der Bericht sei deshalb unbrauchbar. 

A-3993/2022 

Seite 3 

G.  

Das BAZL liess daraufhin in französischer Sprache eine Ergänzung zum 

Inspektionsbericht vom 22. Januar 2022 erstellen, datiert vom 4. April 

2022, welche die Brücken Sennwald-Ruggell und Haag-Bendern ver-

gleicht. 

H.  

Das BAZL stellte A._______ die Ergänzung vom 4. April 2022 am 5. April 

2022 zu. Auf Aufforderung von A._______ überwies ihm das BAZL am 

20. April 2022 zudem eine deutsche Übersetzung. Am 24. April 2022 nahm 

A._______ dazu Stellung. 

I.  

Am 24. April 2022 stellte A._______ Ausstandsbegehren gegen die zwei 

mit dem Verfahren betrauten Mitarbeitenden des BAZL. Mit Entscheid vom 

12. Juli 2022 wies das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departe-

ments für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Aus-

standsbegehren ab. 

J.  

Mit Verfügung vom 26. Juli 2022 entzog das BAZL A._______ die Flugli-

zenz inklusive aller Komponenten für die Dauer von zwei Monaten.  

K.  

Am 13. August 2022 reichte A._______ beim BAZL ein Gesuch um Wie-

dererwägung der Verfügung vom 26. Juli 2022 ein und beantragte deren 

Aufhebung.  

L.  

Am 10. September 2022 erhob A._______ (Beschwerdeführer) beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung des BAZL 

(Vorinstanz) vom 26. Juli 2022 sei aufzuheben und die Sache zur erneuten 

Untersuchung und Beurteilung bei neutralen Personen an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. 

In prozessualer Hinsicht beantragt er die Vereinigung mit der gleichentags 

eingereichten Beschwerde gegen die Verfügung des UVEK vom 12. Juli 

2022 bezüglich der Ausstandsbegehren (Verfahren A-3962/2022). 

M.   

Mit Verfügung vom 4. Oktober 2022 trat die Vorinstanz nicht auf das Wie-

dererwägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 13. August 2022 ein. 

A-3993/2022 

Seite 4 

N.  

Am 31. Oktober 2022 reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung ein und 

am 3. Dezember 2022 der Beschwerdeführer seine Schlussbemerkungen. 

Gleichzeitig stellte der Beschwerdeführer mehrere Beweisanträge: So ver-

langte er die Vorlage der gesamten Akten der Verfahren bezüglich der zwei 

weiteren Vorfälle, in die er als Helikopterpilot verwickelt war, die Vorlage 

der Akten betreffend der von ihm bezüglich Mitarbeitende der Vorinstanz 

verlangten Disziplinarverfahren sowie sämtlicher Akten betreffend den vor-

liegenden Fall. 

O.  

Am 9. Januar 2023 führte die Vorinstanz zu den Beweisanträgen des Be-

schwerdeführers aus, sie habe alle für dieses Verfahren rechtsrelevanten 

Dokumente eingereicht. Die Beweisanträge des Beschwerdeführers seien 

deshalb abzuweisen. 

P.  

In seiner Eingabe vom 25. Januar 2023 stellte sich der Beschwerdeführer 

weiterhin auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe nicht alle relevanten 

Dokumente eingereicht. Er informierte das Gericht zudem darüber, dass er 

einen Strafantrag gegen Mitarbeitende der Vorinstanz einreichen werde, 

und beantragte, das Verfahren sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens 

zu sistieren. 

Q.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. März 2023 wies das Bundesverwaltungs-

gericht das Begehren des Beschwerdeführers um Sistierung vom 25. Ja-

nuar 2023 ab. Gleichzeitig stellte es eine Sistierung des Verfahrens bis zum 

Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils im Beschwerdeverfahren 

A-3962/2022 (betreffend den Ausstand der mit der Verfahrensführung be-

trauten Mitarbeitenden der Vorinstanz) in Aussicht und gab den Verfah-

rensbeteiligten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. 

R.  

Am 3. April 2023 stimmte der Beschwerdeführer der Sistierung zu und am 

27. April 2023 verzichtete die Vorinstanz auf eine Stellungnahme. 

S.  

Mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2023 sistierte das Bundesverwaltungs-

gericht das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils im 

Beschwerdeverfahren A-3962/2022. 

A-3993/2022 

Seite 5 

T.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. August 2024 informierte das Bundesver-

waltungsgericht die Verfahrensbeteiligten darüber, dass das Urteil in Sa-

chen A-3962/2022 vom 1. März 2024 in Rechtskraft erwachsen sei und die 

Sistierung deshalb aufgehoben werde. Das Gericht forderte die Vorinstanz 

auf, sämtliche noch verbleibenden Akten einzureichen, sofern sie den 

Sachverhalt "Brücke Sennwald-Ruggell" beträfen. 

U.  

Am 27. August 2024 teilte die Vorinstanz mit, sie habe zusammen mit der 

Vernehmlassung vom 31. Oktober 2022 alle der angefochtenen Verfügung 

zugrundeliegenden Akten als amtliche Akten eingereicht. Entsprechend 

könne sie dem Gericht keine weiteren sachdienlichen Dokumente zustel-

len. 

V.  

Am 30. September 2024 reichte der Beschwerdeführer seine Schlussbe-

merkungen ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d 

VGG erlassen wurde. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor-

liegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

zuständig (Art. 31 VGG). 

Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts ande-

res bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt 

und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung sowohl formell als auch 

materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. Art. 48 

Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 

A-3993/2022 

Seite 6 

2.  

Aus prozessökonomischen Gründen können einzelne, rechtlich oder sach-

lich zusammenhängende Verfahren – in sinngemässer Anwendung von 

Art. 24 BZP (SR 273) i.V.m. Art. 4 VwVG – vereinigt werden (vgl. bspw. 

Urteil des BVGer A-615/2023, A-660/2023 vom 10. Juli 2024 E. 1.1; 

ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER/MARTIN KAYSER, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.17). 

Da im Verfahren A-3962/2022 am 1. März 2024 ein Urteil ergangen ist, ist 

der Antrag des Beschwerdeführers auf Vereinigung der beiden Verfahren 

hinfällig geworden. 

3.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im vorliegenden Verfahren mit 

voller Kognition: Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzun-

gen des Bundesrechts – einschliesslich Überschreitung und Missbrauch 

des Ermessens –, auf unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und auf Unangemessenheit (Art. 49 

VwVG). Dabei muss sich das Gericht nicht mit jeder tatbestandlichen Be-

hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen, sondern 

kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte be-

schränken (vgl. statt vieler BGE 133 I 270 E. 3.1). 

4.  

4.1 Streitig und zu prüfen ist der von der Vorinstanz verfügte Entzug der 

Fluglizenz des Beschwerdeführers für zwei Monate. 

4.2 Die Vorinstanz begründet den Entzug damit, dass der Beschwerdefüh-

rer am 24. Dezember 2021 zweimal mit einem Helikopter des Typs R22 

nach autorotationsähnlichen Manövern mit erheblicher Geschwindigkeit 

unter der Rheinbrücke Sennwald-Ruggell hindurchgeflogen und anschlies-

send eine Umkehr-Aufziehkurve in geringer Höhe über die Brücke durch-

geführt habe. Die Distanz zwischen der Unterkante der Brückenplatte und 

der Wasseroberfläche habe ca. 10-12 Meter betragen. Bei einer Profilhöhe 

des Helikopters von rund 3 Metern sei damit ober- und unterhalb des Heli-

kopters ein Abstand von je rund 3.5-4.5 Meter verblieben.  

Die Vorinstanz führt aus, das Unterfliegen einer Brücke sei per se riskant. 

Dies umso mehr, wenn über- und unterhalb des Luftfahrzeugs nur wenig 

Raum zur Verfügung stehe. Ob es wie von ihr berechnet 3.5 Meter oder 

wie vom Beschwerdeführer behauptet 4.5 Meter gewesen seien, sei 

A-3993/2022 

Seite 7 

unerheblich. In beiden Fällen sei das Risiko sehr hoch, dass es zu einer 

Berührung mit der Brücke oder dem Boden komme. Bei der erheblichen 

Fluggeschwindigkeit hätte bereits ein minimaler Steuerimpuls, eine Wind-

böe oder eine geringfügige Veränderung der Luftströmungsverhältnisse zu 

einer Kollision führen können. Das Risiko sei umso grösser gewesen, als 

der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben spontan beschlossen habe, 

das Manöver durchzuführen und An- und Abflugweg sowie die Brücke nicht 

rekognosziert habe. Auch die Durchführung von autorotationsähnlichen 

Manövern in Richtung eines Flussbetts und unmittelbar vor einem Hinder-

nis sei riskant: Bei einer technischen Störung wäre nur das Flussbett als 

Notlandeplatz in Frage gekommen. Indem er den Flugweg so gewählt 

habe, dass sich der Helikopter vor der Brücke nur wenige Meter über dem 

Flussbett befunden habe, habe er sich die Möglichkeit vergeben, im Notfall 

sicher wegsteigen oder an einem geeigneten Platz landen zu können. Mit 

der Unterquerung habe er ein grosses Gefährdungspotenzial geschaffen. 

Bei einer Berührung des Bodens oder der Brücke wären Menschen auf der 

Brücke und Passanten im Flussbett oder auf den Uferwegen aufgrund der 

durch die Luft fliegenden Teile gefährdet gewesen. Hinzu komme eine er-

hebliche Gefährdung des Strassenverkehrs, da Verkehrsteilnehmer auf der 

Brücke nicht damit rechnen würden, dass ein Luftfahrzeug von unten auf-

tauche.  

Mit dem Unterfliegen der Brücke habe der Beschwerdeführer nicht nur 

Menschenleben (sein eigenes und dasjenige von Passanten und Verkehrs-

teilnehmern) gefährdet, sondern auch die Brücke, den Helikopter und das 

die Brücke überquerende Fahrzeug. Er habe damit ein Luftfahrzeug vor-

sätzlich riskant betrieben und Menschenleben und Sachen Dritter gefähr-

det. Zudem habe er mit den beiden Flugmanövern die Mindestflughöhen 

missachtet. Mit der Gefährdung des gemieteten Luftfahrzeugs habe er 

schliesslich die Interessen des Luftfahrzeughalters nicht gewahrt und damit 

seine Pflichten als Kommandant verletzt. 

4.3 Der Beschwerdeführer entgegnet in der Sache, er sei am 24. Dezem-

ber 2021 zweimal mit geringer Geschwindigkeit unter der Brücke hindurch-

geflogen, habe jedoch nur vor der ersten Unterquerung ein Autorotations-

manöver durchgeführt. Das Unterqueren einer Brücke mit einem Helikopter 

sei nicht verboten. Die Route über den Rhein kenne er auswendig, da er 

dort viel fliege. Daher kenne er die Hindernisse. Zudem habe er bei der 

Einleitung des ersten Durchflugs geprüft, dass es keine Hindernisse gebe. 

Das Flussbett sei an dieser Stelle eine Fläche, die für eine Notlandung ge-

eignet sei. Ein Autorotationsmanöver sei nichts anderes als ein 

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Seite 8 

Landemanöver, das kurz über dem Boden gestoppt werde. Deshalb zähl-

ten solche Manöver als Landung. Auf die weiteren Vorbringen des Be-

schwerdeführers wird soweit relevant in den folgenden Erwägungen einge-

gangen.  

5.  

5.1 Die Benützung des Luftraumes über der Schweiz durch Luftfahrzeuge 

und Flugkörper ist im Rahmen des Luftfahrtgesetzes, der übrigen Bundes-

gesetzgebung und der für die Schweiz verbindlichen zwischenstaatlichen 

Vereinbarungen gestattet (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Luft-

fahrt vom 21. Dezember 1948 [Luftfahrtgesetz, LFG, SR 748.0]). 

Das schweizerische Luftrecht ist über das Abkommen vom 21. Juni 1999 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 

Gemeinschaft über den Luftverkehr (Luftverkehrsabkommen, LVA, 

SR 0.748.127.192.68) in das europäische Regelungssystem eingebunden. 

Im Rahmen des Gegenstandes dieses Abkommens und der in dessen An-

hang genannten Verordnungen und Richtlinien gelten die europäischen 

Regeln auch in der Schweiz (Art. 1 Abs. 2 und Art. 32 LVA). Die Bestim-

mungen der in Ziff. 3 respektive Ziff. 5 des Anhanges zum Luftverkehrsab-

kommen aufgeführten "Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 der Kommission 

vom 3. November 2011 zur Festlegung technischer Vorschriften und von 

Verwaltungsverfahren in Bezug auf das fliegende Personal in der Zivilluft-

fahrt, ABl. L 311/1 vom 25.11.2011" und der "Durchführungsverordnung 

(EU) Nr. 923/2012 vom 26. September 2012 zur Festlegung gemeinsamer 

Luftverkehrsregeln und Betriebsvorschriften für Dienste und Verfahren der 

Flugsicherung, ABl. L 281/1 vom 13.10.2012" sind demnach in der 

Schweiz anwendbar (vgl. BGE 138 II 42 E. 2.1 und E. 3.1). 

5.2 Die Vorinstanz kann bei der Verletzung der Bestimmungen des Luft-

fahrtgesetzes oder der von den zuständigen Behörden gestützt darauf er-

lassenen Verordnungen und weiteren Vorschriften oder der Bestimmungen 

einer zwischenstaatlichen Vereinbarung über die Luftfahrt, unabhängig von 

der Einleitung und vom Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens, Mass-

nahmen verfügen, darunter den zeitweiligen Entzug von erteilten Bewilli-

gungen, Erlaubnissen und Ausweisen (Art. 92 LFG sowie ARA.GEN.355 

Bst. a und b i.V.m. ARA.FCL.250 Bst. a Ziff. 5 der EU-Verordnung 

1178/2011). 

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Seite 9 

5.3 Luftfahrzeuge dürfen nicht in fahrlässig oder vorsätzlich riskanter 

Weise betrieben werden, so dass Menschenleben oder Sachen Dritter ge-

fährdet werden (SERA.3101 der EU-Durchführungsverordnung 923/2012).  

Bei Sichtflügen gelten sowohl am Tag als auch in der Nacht die Mindest-

flughöhen gemäss SERA.5005 Bst. f der EU-Durchführungsverordnung 

923/2012 (Art. 28 der Verordnung des UVEK über die Verkehrsregeln für 

Luftfahrzeuge vom 20. Mai 2015 [VRV-L, SR 748.121.11]). Die Mindest-

flughöhe für Sichtflüge beträgt 300 Meter beziehungsweise 150 Meter über 

dem höchsten Hindernis im Umkreis von 600 Meter beziehungsweise 

150 Meter zum Luftfahrzeug (SERA.3105 i.V.m. SERA.5005 Bst. f der EU-

Durchführungsverordnung 923/2012). Ausnahmen sind soweit erforderlich 

insbesondere für Abflug und Landung möglich, zu Ausbildungszwecken 

ausserhalb von dicht besiedeltem Wohngebiet oder wenn sie von der zu-

ständigen Behörde genehmigt wurden (SERA.5005 Bst. f der EU-Durch-

führungsverordnung 923/2012 und Art. 28 Abs. 2 Bst. b, d und f VRV-L). 

5.4 Der Kommandant eines Luftfahrzeuges hat alle erforderlichen Mass-

nahmen zu treffen, um die Interessen des Luftfahrzeughalters zu wahren 

(Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Rechte und Pflichten des Komman-

danten eines Luftfahrzeuges vom 22. Januar 1960, SR 748.225.1). 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe aufgrund 

des Zeitpunktes des Erlasses der angefochtenen Verfügung gegen Bun-

desrecht verstossen. 

6.2  

6.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz für das vorliegende Ver-

waltungsverfahren zuständig ist, unabhängig davon, ob der in Frage ste-

hende Helikopterflug über Schweizer oder liechtensteinischem Territorium 

stattfand. Die Anwendung der schweizerischen Luftfahrtgesetzgebung er-

folgt nämlich auch auf dem Gebiet des Fürstentums Liechtenstein durch 

die zuständigen schweizerischen Behörden, hier die Vorinstanz (Ziff. I des 

Notenaustauschs vom 27. Januar 2003 zwischen der Schweiz und Liech-

tenstein betreffend die Zusammenarbeit der schweizerischen und der 

liechtensteinischen Behörden im Bereich der Zivilluftfahrt, 

SR 0.748.095.14; vgl. auch die seit dem 11. April 2024 geltenden Art. 2 und 

5 des Luftfahrtgesetzes vom 11. April 2024 des Fürstentums Liechtenstein, 

LGBl-Nr. 2024/224). 

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Seite 10 

6.2.2 Erstens bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz hätte die ver-

waltungsrechtliche Massnahme des Lizenzentzugs erst erlassen dürfen, 

nachdem ein verwaltungsstrafrechtliches Verfahren durchgeführt und ab-

geschlossen worden sei. Er beruft sich dabei insbesondere auf die Recht-

sprechung des Bundesgerichts bezüglich des Strassenverkehrsrechts, na-

mentlich auf BGE 119 Ib 158.  

6.2.3 Art. 92 LFG sieht vor, dass die Vorinstanz bei Verletzungen der luft-

fahrtrechtlichen Bestimmungen "unabhängig von der Einleitung und vom 

Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens" Massnahmen verfügen kann 

("indépendamment de l’introduction et du résultat de toute procédure 

pénale", "indipendentemente dall’apertura e dal risultato di qualsiasi pro-

cedimento penale"). Die Botschaft des Bundesrates zum Entwurf eines 

Bundesgesetzes über die Luftfahrt begründet diese Bestimmung damit, 

dass es sich um Massnahmen handle, die im Interesse der öffentlichen 

Sicherheit getroffen werden müssten (Botschaft vom 29. März 1945, BBl 

1945 I 341, S. 369). 

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung bezüglich Administrativ- und Straf-

verfahren im Strassenverkehrsrecht zielt darauf ab, im Interesse von 

Rechtseinheit und Rechtssicherheit zu vermeiden, dass derselbe Lebens-

vorgang zu voneinander abweichenden Sachverhaltsfeststellungen von 

Verwaltungs- und Justizbehörden führt und die erhobenen Beweise abwei-

chend gewürdigt und rechtlich beurteilt werden. Deshalb sieht die Recht-

sprechung vor, dass die Verwaltungsbehörde – sofern eine Anzeige an den 

Strafrichter bereits erfolgt oder mit einer solchen zu rechnen ist – grund-

sätzlich mit ihrem Entscheid zuzuwarten hat, bis ein rechtskräftiges Straf-

urteil vorliegt, soweit der Sachverhalt oder die rechtliche Qualifikation des 

in Frage stehenden Verhaltens für das Verwaltungsverfahren von Bedeu-

tung ist (BGE 119 Ib 158 E. 2c/bb).  

6.2.4 Die dargestellte bundesgerichtliche Rechtsprechung betrifft das 

Strassenverkehrsrecht. Das Bundesverwaltungsgericht hat in früheren Ur-

teilen im Bereich des Führerausweisentzugs die Rechtsprechung des 

Strassenverkehrsrechts analog für das Luftfahrtrecht herangezogen (vgl. 

BVGE 2013/16 E. 4.2 f.). Zur Frage des Vorrangs des Verwaltungsstrafver-

fahrens hat der Gesetzgeber bezüglich des Luftfahrtrechts jedoch eine 

spezifische Regel aufgestellt: Nach Art. 92 LFG kann die Vorinstanz Mass-

nahmen unabhängig von der Einleitung und vom Ausgang eines allfälligen 

Strafverfahrens verfügen. Dass diese Regel seit 1948 gilt, ändert nichts an 

ihrer Verbindlichkeit. Aufgrund des klaren Wortlauts von Art. 92 LFG kann 

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Seite 11 

die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Strassenverkehrsrecht nicht 

analog auf das Luftfahrtrecht angewendet werden. Die Rechtsprechung 

zum Strassenverkehrsrecht kann auch nicht als Präzisierung des Art. 92 

LFG bezeichnet werden, da sich das Bundesgericht soweit ersichtlich noch 

nie zu diesem Artikel des Luftfahrtgesetzes geäussert hat. Zwar sind 

Rechtseinheit und Rechtssicherheit auch bei der Verfolgung von Vorkomm-

nissen im Luftfahrtbereich von Bedeutung: Auch hier ist eine Koordination 

von Verwaltungsverfahren und Strafverfahren wichtig. Ein weniger strikter 

Vorzug des Strafverfahrens als im Strassenverkehrsrecht rechtfertigt sich 

im Luftfahrtrecht jedoch insofern, als beide, straf- und verwaltungsrechtli-

ches Verfahren grundsätzlich von der gleichen Behörde durchgeführt wer-

den (vgl. BVGE 2013/16 E. 4.3.3). Die Koordination im Sinne von Rechts-

einheit und Rechtssicherheit ist damit einfacher zu gewährleisten und die 

Gefahr divergierender Entscheide kleiner.  

6.2.5 Von dem klaren Wortlaut von Art. 92 LFG ist deshalb hier nicht abzu-

weichen: Die Vorinstanz kann verwaltungsrechtliche Massnahmen anord-

nen, ohne vorher zwingend den Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens 

abwarten zu müssen. Sie war damit gemäss Art. 92 LFG nicht nur zum 

Erlass der hier zu beurteilenden Verwaltungsmassnahme zuständig, son-

dern auch berechtigt, die Massnahme am 26. Juli 2022 zu verfügen. Die 

Vorinstanz hat die Massnahme damit weder unrechtmässig noch – wie der 

Beschwerdeführer behauptet – überstürzt ausgesprochen.  

6.2.6 Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, nicht die Schweizer 

Behörden seien für das Strafverfahren zuständig, sondern die liechtenstei-

nischen, da der Vorfall über liechtensteinischem Territorium stattgefunden 

habe. Die Vorinstanz verstosse damit gegen den Grundsatz der Beschleu-

nigung des Verfahrens nach Art. 6 EMRK, da sie das Verwaltungsstrafver-

fahren nicht an die liechtensteinischen Behörden weitergeleitet habe. Da 

die Vorinstanz jedoch nicht verpflichtet war, vor dem Erlass der Verwal-

tungsmassnahme das Strafverfahren abzuwarten, und da das Verwal-

tungsstrafverfahren nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens ist, hat die Zuständigkeit für ein allfälliges Strafverfahren keinen 

Einfluss auf das vorliegende Verfahren. Sie kann deshalb offenbleiben und 

eine Verletzung von Art. 6 EMRK liegt insofern nicht vor.  

Schliesslich ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der un-

bestrittenen Zuständigkeit der Vorinstanz für das hier zu beurteilende Ver-

waltungsverfahren aus seinem Verweis darauf, dass die Vorinstanz in 

A-3993/2022 

Seite 12 

anderen – nicht ihn betreffenden – Vorkommnissen über ausländischem 

Territorium nicht aktiv geworden sei, nichts zu seinen Gunsten ableiten 

kann.  

6.3  

6.3.1 Zweitens bringt der Beschwerdeführer vor, die zwei Mitarbeitenden 

der Vorinstanz, die die angefochtene Verfügung unterzeichneten, hätten 

diese nicht erlassen dürfen. Gegen sie sei zum Zeitpunkt des Erlasses ein 

Ausstandsverfahren im Gang gewesen. 

6.3.2 Am 24. April 2022 stellte der Beschwerdeführer ein Ausstandsbegeh-

ren gegen die zwei mit dem hier zu beurteilenden Verfahren betrauten Mit-

arbeitenden der Vorinstanz. Das Generalsekretariat des UVEK wies das 

Ausstandsbegehren mit Verfügung vom 12. Juli 2022 ab (vgl. Sachverhalt 

Bst. I). Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 10. September 2022 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht.  

Mit Urteil vom 1. März 2024 wies das Bundesverwaltungsgericht die Be-

schwerde gegen die Ablehnung des Ausstandsgesuchs ab (Verfahren 

A-3962/2022). Das Bundesverwaltungsgericht kam darin zum Schluss, 

dass der Beschwerdeführer keine ausstandsrelevanten Verfahrensfehler 

der Mitarbeitenden dargetan habe. Er habe auch kein anderes Verhalten 

oder keine anderen Umstände glaubhaft gemacht, die in einer Gesamtbe-

trachtung den Anschein der Befangenheit hätten begründen können. Das 

UVEK habe das Ausstandsbegehren deshalb zu Recht abgelehnt. Da der 

Beschwerdeführer gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

1. März 2024 keine Beschwerde beim Bundesgericht erhob, erwuchs das 

Urteil in Rechtskraft. 

6.3.3 Das Ausstandsbegehren gegen die Mitarbeitenden der Vorinstanz 

wurde damit rechtskräftig abgewiesen und ist nicht Gegenstand des vorlie-

genden Verfahrens. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Be-

schwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 

30. September 2024 die Akten aus dem Beschwerdeverfahren bezüglich 

des Ausstands zu den Akten des vorliegenden Verfahrens reichte. Die 

Frage, ob die Mitarbeitenden der Vorinstanz befangen waren, ist entspre-

chend hier nicht mehr aufzugreifen. 

Da das Ausstandsbegehren gegen die beiden Mitarbeitenden der Vor-

instanz rechtskräftig abgelehnt wurde, geht die Behauptung des Beschwer-

deführers fehl, die Mitarbeitenden hätten die angefochtene Verfügung nicht 

A-3993/2022 

Seite 13 

erlassen dürfen: Die beiden Mitarbeitenden waren nicht befangen, weshalb 

sie berechtigt waren, die angefochtene Verfügung zu erlassen. Eine Ver-

letzung von Art. 6 EMRK liegt entgegen der Behauptung des Beschwerde-

führers nicht vor. 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer macht in verschiedener Hinsicht geltend, die 

Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht vollständig abgeklärt und nicht alle 

relevanten Dokumente zu den Verfahrensakten genommen (Art. 12 und 49 

Bst. b VwVG). 

7.2  

7.2.1 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz beruht erstens auf einer 

Videoaufzeichnung, die ein Passant am 24. Dezember 2021 vom Helikop-

terflug des Beschwerdeführers gemacht hatte. Darauf ist zu sehen, wie ein 

Helikopter auf die Rheinbrücke zu- und unter ihr hindurchfliegt. Anschlies-

send zieht der Helikopter steil und in einer Kurve in die Höhe, überquert 

die Brücke und entfernt sich dem Rhein entlang. Es ist unbestritten, dass 

die Aufzeichnungen den Helikopterflug des Beschwerdeführers vom 

24. Dezember 2021 zeigen. 

7.2.2 Zweitens lässt sich der rechtserhebliche Sachverhalt teilweise auf-

grund der Selbstanzeige des Beschwerdeführers vom 26. Dezember 2021 

erstellen. Er führt darin aus: 

"Leider kam ich auf die unüberlegte Idee, bei einem möglichen Notverfahren 

einer Autorotation ins Flussbett unter der Brücke durchfliegen zu müssen, da 

ein Überfliegen der Brücke und das Ausfliegen aus dem Flussbett unmöglich 

wäre. Sogleich probierte ich dieses Procedere ohne lange zu überlegen aus, 

ohne jedoch eine wirkliche Autorotation (mit reduziertem Gas) zu vollziehen, 

sondern vielmehr den Anflugwinkel zum möglichen sicheren Aufsetzpunkt 

langsam zu verfolgen (mit 104% Drehzahl). 

Anschliessend drehte ich den Hubschrauber und vollzog das Gleiche ein zwei-

tes Mal." 

7.2.3 Die Vorinstanz stützt ihre Feststellungen bezüglich des Sachverhalts 

sowie ihre Beurteilung des Flugs des Beschwerdeführers schliesslich auf 

den Bericht von zwei Inspektoren der Sektion Sicherheit Flugbetrieb, Flug-

betrieb Helikopter (SBHE), vom 22. Januar 2022 sowie auf die ergänzende 

A-3993/2022 

Seite 14 

Aktennotiz vom 4. April 2022 eines weiteren Inspektors des SBHE (vgl. 

Sachverhalt Bst. B und G–H).  

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Inspektionsbericht vom 22. Ja-

nuar 2022 sei unbrauchbar, da er die falsche Brücke betreffe (vgl. Sach-

verhalt Bst. F–H). Festzuhalten ist jedoch, dass die Vorinstanz diesen Man-

gel des Berichts durch die Aktennotiz vom 4. April 2022 behob. Darin kam 

der Inspektor zum Schluss, dass die Brücken Haag-Bendern und Senn-

wald-Ruggell einen vergleichbaren Zwischenraum aufweisen, weshalb die 

Schlussfolgerungen aus dem Inspektionsbericht, der die Brücke Haag-

Bendern betraf, auf die Brücke Sennwald-Ruggell übertragen werden kön-

nen. Die Ausführungen zu den Videoaufnahmen und dem Helikopter im 

Inspektionsbericht vom 22. Januar 2022 sind ebenfalls verwertbar, da sie 

nicht die Brücke betreffen. Das gleiche gilt bezüglich der Umgebung der 

Brücke sowie möglicher Hindernisse und Personen im Umfeld der Brücke. 

Auch wenn einzelne Unterschiede bezüglich Masten und Leitungen beste-

hen, präsentieren sich diese beiden Brücken vergleichbar, zumal die Brü-

cken nur ca. vier Kilometer Luftlinie auseinanderliegen. Auf den Inspekti-

onsbericht vom 22. Januar 2022, ergänzt durch die Aktennotiz vom 4. April 

2022, kann damit abgestellt werden. 

7.2.4 Der Beschwerdeführer macht darüber hinaus in seinen Eingaben 

wiederholt geltend, es müsse ein zweiter Inspektionsbericht existieren, den 

die Vorinstanz nicht zu den Akten genommen habe. Ohne einen solchen 

zweiten Bericht habe der Fall nicht beurteilt werden können. Dies ergebe 

sich daraus, dass sich in der ergänzenden Aktennotiz vom 4. April 2022 ein 

Foto der Sennwald-Ruggell-Brücke befinde, von dem unklar sei, woher es 

stamme. Die Vorinstanz verneint die Existenz eines zweiten Inspektions-

berichts.  

Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Vorinstanz einen zweiten In-

spektionsbericht anfertigen liess, den sie dem Beschwerdeführer vorent-

hielt. Ein solcher war auch nicht notwendig, da sich der rechtserhebliche 

Sachverhalt durch die vorliegenden Beweismittel rechtsgenügend feststel-

len lässt (vgl. E. 7.4) und die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes 

möglich ist (vgl. E. 8 und 9). Der Beschwerdeführer konnte zu allen rechts-

erheblichen Sachverhaltsermittlungen der Vorinstanz Stellung nehmen, 

insbesondere zum Inspektionsbericht vom 22. Januar 2022 und zur Akten-

notiz vom 4. April 2022. Woher das für die Aktennotiz verwendete Foto 

stammt, ist in diesem Zusammenhang nicht relevant, zumal der Beschwer-

deführer nicht geltend macht, das Foto sei falsch oder irreführend. 

A-3993/2022 

Seite 15 

7.2.5 Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, die Vorinstanz habe eine 

E-Mail zwischen dem Aero Medical Examiner Dr. med. B._______ und 

dem Leiter der Aeromedical Section der Vorinstanz, Dr. med. C._______, 

nicht zu den Akten genommen, obwohl darin der Vorfall vom 24. Dezem-

ber 2021 erwähnt werde. 

Der E-Mail-Verkehr zwischen Dr. B._______ und Dr. C._______ betraf die 

periodische Erneuerung des medizinischen Tauglichkeitszeugnisses des 

Beschwerdeführers im Januar 2022 und nicht das hier zu beurteilende Ver-

fahren zum Erlass verwaltungsrechtlicher Massnahmen aufgrund des Vor-

falls vom 24. Dezember 2021. In dem E-Mail-Verkehr bezüglich der Erneu-

erung des Tauglichkeitszeugnisses kam der Vorfall vom 24. Dezember 

2021 zwar zur Sprache. Dies jedoch nur, weil abzuklären war, ob der Vorfall 

einen Einfluss auf die medizinische Tauglichkeit des Beschwerdeführers 

hatte. Die Erneuerung des Tauglichkeitszeugnisses ist hier nicht Streitge-

genstand. Der E-Mail-Verkehr trägt damit nichts zur Erstellung des für die-

ses Verfahren relevanten Sachverhalts bei, weshalb die Vorinstanz ihn zu 

Recht nicht zu den Akten nahm. Entsprechend war die Vorinstanz auch 

nicht verpflichtet, diese Dokumente dem Beschwerdeführer hier offenzule-

gen. 

Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 3. Dezember 2022, die Vor-

instanz sei zur Vorlage der Akten betreffend des E-Mail-Verkehrs bezüglich 

der Erneuerung des medizinischen Tauglichkeitszeugnisses zu verpflich-

ten, ist abzuweisen. 

7.2.6 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe Do-

kumente bezüglich zwei weiterer Vorfälle, in welche der Beschwerdeführer 

als Helikopterpilot verwickelt war, unrechtmässig aus den Akten des hier 

zu beurteilenden Verfahrens entfernt. 

In ihrem Schreiben vom 4. Februar 2022, mit dem die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör gewährte, nahm sie Bezug auf drei 

Vorfälle: Neben dem Unterfliegen der Sennwald-Ruggell-Brücke ging es 

um Unregelmässigkeiten bei Eintragungen im Tech Log (Logbuch) eines 

Helikopters und um eine Aussenlandung im Schutzgebiet Rothenthurm. In 

der angefochtenen Verfügung begründete die Vorinstanz den Lizenzentzug 

jedoch nur mit dem Unterfliegen der Sennwald-Ruggell-Brücke. Die beiden 

anderen Vorfälle zog sie für dieses Verfahren nicht heran, wie sie in der 

angefochtenen Verfügung ausdrücklich festhielt. 

A-3993/2022 

Seite 16 

Die Führung des Verwaltungsverfahrens liegt in der Verantwortung der zu-

ständigen Behörde, hier der Vorinstanz. Sie entscheidet im Rahmen der 

rechtlichen Vorgaben darüber, welche Vorfälle sie untersucht und welche 

Schritte sie zu deren Abklärung unternimmt. Es liegt damit in ihrer Kompe-

tenz, zu entscheiden, trotz der Eröffnung eines Verwaltungsverfahrens auf 

Massnahmen bezüglich untersuchter Vorkommnisse zu verzichten. Hier 

hat die Vorinstanz entschieden, bezüglich der Vorkommnisse "Logbuch" (in 

den Eingaben des Beschwerdeführers mit "[…]" bezeichnet) und "Landung 

Rothenthurm" auf administrative Massnahmen zu verzichten und nur die 

Unterquerung der Brücke weiterzuverfolgen (vgl. die Stellungnahme der 

Vorinstanz vom 9. Januar 2023, Ziff. II.1.). Die Vorinstanz war nicht ver-

pflichtet, diese Entscheidung vor Erlass der angefochtenen Verfügung in 

einem formellen Akt festzuhalten. Der Beschwerdeführer macht denn auch 

keine konkrete Rechtsverletzung geltend und es ist nicht ersichtlich, inwie-

fern ihm aus der Entscheidung Nachteile erwachsen wären. 

Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nach der Entschei-

dung, bezüglich der Vorkommnisse "Logbuch" und "Landung Rothen-

thurm" keine Massnahmen zu ergreifen, die entsprechenden Akten aus 

dem Dossier des hier zu beurteilenden Verfahrens entfernte. Das Gesuch 

des Beschwerdeführers vom 3. Dezember 2022, die Vorinstanz sei zur Vor-

lage der Akten betreffend der Sachverhalte "Logbuch" und "Landung Rot-

henthurm" zu verpflichten, ist deshalb abzuweisen. Soweit die Vorinstanz 

diesbezügliche Akten bereits eingereicht hat, bleiben diese hier unbeacht-

lich. Das von der Vorinstanz weitergeleitete Gesuch des Beschwerdefüh-

rers vom 2. Januar 2023 um Einsicht in die Akten der Vorfälle "Logbuch" 

und "Landung Rothenthurm" betrifft damit keine das vorliegende Verfahren 

betreffende Akten und ist deshalb insoweit ebenfalls abzuweisen.  

7.2.7 Allfällige Disziplinarverfahren, deren Einleitung der Beschwerdefüh-

rer über seinen Rechtsvertreter beim UVEK verlangte, sind nicht Gegen-

stand des vorliegenden Verfahrens. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, 

handelt es sich bei einem Disziplinarverfahren um ein Instrument des Bun-

despersonalrechts, das nur das Verhältnis zwischen der Arbeitgeberin und 

ihren Angestellten betrifft, ohne dass Dritten eine Parteistellung zukommt. 

Nachdem das vom Beschwerdeführer eingeleitete Ausstandsverfahren 

rechtskräftig abgeschlossen wurde (vgl. E. 6.3), haben allfällige, intern ge-

führte Disziplinaruntersuchungen gegen die verfügenden Mitarbeitenden 

oder weitere an dem Verfahren beteiligte Personen keinen Einfluss auf das 

vorliegende Verfahren. Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 

A-3993/2022 

Seite 17 

3. Dezember 2022, die Vorinstanz sei zur Vorlage der Akten betreffend der 

Disziplinarverfahren zu verpflichten, ist deshalb abzuweisen. 

7.2.8 Schliesslich ersuchte der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 

3. Dezember 2022 das Bundesverwaltungsgericht darum, von der Vor-

instanz sämtliche Aktenstücke des hier zu beurteilenden Verfahrens einzu-

fordern.  

Mit Zwischenverfügung vom 14. August 2024 forderte das Bundesverwal-

tungsgericht die Vorinstanz auf, alle noch verbleibenden Akten einzu-

reichen, sofern sie den Sachverhalt "Brücke Sennwald-Ruggell" betreffen. 

Am 27. August 2024 teilte die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht 

mit, sie habe alle Dokumente, welche der angefochtenen Verfügung zu 

Grunde lägen, zusammen mit der Vernehmlassung als amtliche Akten ein-

gereicht.  

Es liegen keine konkreten Hinweise dafür vor, dass die Vorinstanz nicht 

alle das hier zu beurteilende Verfahren betreffenden Akten eingereicht 

hätte. Dem entsprechenden Gesuch des Beschwerdeführers wurde damit 

Genüge getan. 

7.2.9 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz alle für den 

hier zu beurteilenden Vorfall relevanten Dokumente zu den Akten genom-

men hat und der Beschwerdeführer diese einsehen konnte. 

7.3   

7.3.1 Bezüglich des rechtserheblichen Sachverhalts ist unbestritten, dass 

der Beschwerdeführer am 24. Dezember 2021 mit einem Helikopter des 

Typs R22, Immatrikulation HB-ZOF, zwei Mal unter der Rheinbrücke Senn-

wald-Ruggell hindurchflog. Unbestritten ist weiter, dass er mindestens ein-

mal, nämlich vor dem ersten Unterflug, ein autorotationsähnliches Manöver 

durchführte. Bei einer Autorotation wird der Hauptrotor des Helikopters nur 

durch die von unten nach oben durchströmende Luft angetrieben, womit 

es möglich ist, den Helikopter ohne Antrieb durch den Motor zu landen. 

7.3.2 Umstritten ist demgegenüber, ob der Beschwerdeführer auch vor 

dem ersten Unterfliegen der Brücke ein autorotationsähnliches Manöver 

durchführte. Auf den Videoaufzeichnungen ist nur das Unterfliegen der Brü-

cke, nicht jedoch das vorangehende Manöver zu sehen. Die Ausführungen 

des Beschwerdeführers in seiner E-Mail vom 26. Dezember 2021 lassen 

darauf schliessen, dass er zweimal ein autorotationsähnliches Manöver 

A-3993/2022 

Seite 18 

durchführte und anschliessend jeweils unter der Brücke hindurchflog (vgl. 

oben E. 7.2.2). In der Beschwerde liess er dies jedoch durch seinen 

Rechtsvertreter verneinen. Letztlich kann offenbleiben, ob der Beschwer-

deführer auch vor dem zweiten Unterfliegen der Brücke ein autorotations-

ähnliches Manöver ausführte, da in der rechtlichen Beurteilung davon aus-

gegangen wird, dass der Beschwerdeführer nur ein solches Manöver 

durchführte (vgl. E. 8).  

7.3.3 Umstritten ist des Weiteren, wie schnell der Beschwerdeführer unter 

der Brücke hindurchflog. Die Vorinstanz geht von einer "erheblichen" Ge-

schwindigkeit aus, der Beschwerdeführer von einer "geringen". Der Inspek-

tionsbericht schliesst aufgrund der Bilder und des Tons in den Videoauf-

nahmen auf eine hohe Geschwindigkeit. Weiter führen die Inspektoren aus, 

für das direkt an die Brückenunterquerung anschliessende Aufziehmanö-

ver sei eine gewisse Geschwindigkeit erforderlich. Diese Ausführungen 

von technisch qualifizierten Angestellten der Vorinstanz sind nachvollzieh-

bar und überzeugend. Der Beschwerdeführer substantiiert demgegenüber 

seine Behauptung, er sei mit geringer Geschwindigkeit geflogen, nicht wei-

ter, etwa mit der Angabe einer ungefähren Fluggeschwindigkeit. Insgesamt 

ist deshalb gestützt auf die Videoaufzeichnung und die Ausführungen der 

Experten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zumindest das 

zweite Mal mit einer erheblichen Geschwindigkeit unter der Brücke hin-

durchflog. 

7.3.4 Ausserdem ist umstritten, ob und wie der Beschwerdeführer vor der 

Unterquerung die Brücke und die Umgebung auf allfällige Hindernisse 

überprüfte. Diesbezüglich führt der Beschwerdeführer in seiner E-Mail vom 

26. Dezember 2021 aus, er habe das Manöver "ohne lange zu überlegen" 

ausprobiert. Dies lässt klar darauf schliessen, dass er vor der Unterque-

rung keine besonderen Vorkehrungen traf. Im Beschwerdeverfahren bringt 

der Beschwerdeführer sehr allgemein vor, er habe "bei der Einleitung des 

ersten Durchflugs" geprüft, dass es keine Hindernisse gebe. Er macht je-

doch nicht geltend, er habe über die normale Sichtkontrolle beim Flug hin-

ausgehende Aufklärungen vorgenommen, beispielsweise indem er zuerst 

über die Brücke geflogen wäre. Es ist damit davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer keine besonderen Vorsichtsmassnahmen traf, bevor er 

unter der Brücke hindurchflog. 

7.3.5 Nicht einig sind sich die Vorinstanz und der Beschwerdeführer auch 

bezüglich der Höhe der Brücke und des daraus resultierenden Platzes für 

den Helikopter bei der Unterquerung. Die Vorinstanz geht gestützt auf die 

A-3993/2022 

Seite 19 

ergänzende Aktennotiz vom 4. April 2022 von einem Zwischenraum unter 

der Brücke am Tag des Vorfalls von insgesamt ca. 10 Meter aus. Der Be-

schwerdeführer behauptet demgegenüber, die Höhe habe 11.7 Meter be-

tragen. Er stützt diese Aussage auf ein "lokales Ingenieur- und Vermes-

sungsbüro", ohne dieses jedoch zu nennen oder dessen Bericht einzu-

reichen. In der angefochtenen Verfügung bestreitet die Vorinstanz die Be-

rechnungen des Beschwerdeführers bezüglich der Höhe der Brücke als 

falsch. Trotzdem geht sie zugunsten des Beschwerdeführers davon aus, 

dass der Raum zwischen der Unterkante der Brückenplatte und der Was-

seroberfläche ca. 10-12 Meter betrug. Bei einer Profilhöhe des Helikopters 

im Flug von rund 3 Meter blieb damit zwischen Helikopter und Brücke res-

pektive Wasseroberfläche im (unwahrscheinlichen) Idealfall bei exakt mit-

tigem Flug ein Abstand von je ca. 3.5, im günstigsten Fall ein solcher von 

4.5 Meter. 

Der Beschwerdeführer bestreitet darüber hinaus, dass der Helikopter im 

Flug aufgrund der Neigung eine Profilhöhe von 3.5 Meter aufgewiesen 

habe. Die Vorinstanz geht in der angefochtenen Verfügung jedoch nicht 

von einer Profilhöhe im Flug von 3.5 Meter aus, sondern von 3 Meter. Un-

bestritten ist, dass der Helikopter im Stand eine Profilhöhe von 2.7 Meter 

aufweist.  

7.4 Insgesamt hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt damit 

richtig und vollständig abgeklärt (Art. 49 Bst. b VwVG). Eine Verletzung von 

Art. 12 VwVG liegt nicht vor, ebenso wenig ein Verstoss gegen Treu und 

Glauben (Art. 9 BV). Es liegt damit kein Grund vor, die Sache zur neuen 

Untersuchung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

8.    

8.1 Vorab ist – übereinstimmend mit der Vorinstanz – festzuhalten, dass 

entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers das Unterfliegen einer 

Brücke mit einem Helikopter nicht bloss deshalb erlaubt ist, weil keine 

rechtliche Grundlage ein explizites Verbot vorsieht.  

Dass – wie die Vorinstanz ausführt – ein Helikopterflug unter einer Brücke 

hindurch in jedem Fall mit einer gesteigerten Gefahr verbunden ist, ist 

nachvollziehbar: Unabhängig davon, wie schnell der Beschwerdeführer ge-

nau unter der Brücke hindurchflog, hatte er dabei lediglich je ca. 3.5–

4.5 Meter Abstand zum Wasser und zur Brückenunterseite. Unter diesen 

Umständen hätte bereits eine Windböe, ein geringer Steuerimpuls oder 

A-3993/2022 

Seite 20 

eine kleine Veränderung der Luftströmung genügt, um zu einem Zusam-

menstoss des Helikopters oder von Teilen des Helikopters mit dem Wasser 

oder der Brücke zu führen. Der Beschwerdeführer widerspricht dieser Be-

urteilung durch die Vorinstanz nicht. Bereits im Falle einer Berührung des 

Helikopters mit dem Wasser, dem Flussbett oder der Brücke bestand eine 

konkrete Gefahr für Leib und Leben (ihn selbst, Personen in Fahrzeugen, 

Fussgänger am Flussufer etc.) sowie für Sachen Dritter (Helikopter, Brü-

cke, Fahrzeuge auf der Brücke) insbesondere durch vom Helikopter weg-

geschleuderte Teile. Bei einer Kollision des Helikopters insbesondere mit 

der Brücke wäre die Gefahr für Menschen und Sachen zudem ungleich 

höher gewesen. Im vorliegenden Fall handelte es sich zudem nicht bloss 

um eine abstrakte, sondern um eine konkrete Gefahr, da sich zum Zeit-

punkt der Unterquerung mindestens eine Person – die filmende Privatper-

son – in der Nähe der Brücke befand. In die Beurteilung einzubeziehen ist 

zudem, dass der Beschwerdeführer – selbst nach seinen eigenen Angaben 

– nicht nur einmal, sondern zweimal unter der Brücke hindurchflog. Die 

Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer den Helikop-

ter durch die zwei Unterquerungen der Brücke fahrlässig oder vorsätzlich 

in riskanter Weise betrieb, so dass Menschenleben und Sachen Dritter ge-

fährdet waren, ist damit nicht zu beanstanden. 

Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer keine besonderen 

Vorkehrungen traf, um das Risiko zu minimieren, das die Unterflüge dar-

stellten. Dass er, wie er geltend macht, "bei der Einleitung des ersten 

Durchflugs" prüfte, dass es keine Hindernisse gebe, stellt keine besondere 

Vorsicht dar, sondern entspricht lediglich den alltäglichen, minimalen Sorg-

faltsmassnahmen. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer die 

Gegend gemäss eigenen Aussagen gut kannte. Es bleibt der Umstand, 

dass er nicht abklärte, wie sich die Situation konkret präsentierte. Allfällige 

temporäre Installationen, Seile, Angelleinen oder nicht ohne Weiteres 

sichtbare Leitungen unter der Brückenplatte hätte er deshalb erst spät oder 

gar nicht wahrgenommen, was das Risiko von Komplikationen bei den Flü-

gen unter der Brücke hindurch erhöhte. 

Ein zusätzliches Risiko ergab sich daraus, dass der Beschwerdeführer vor 

der Unterquerung der Brücke, über dem Rhein und in unmittelbarer Nähe 

der Brücke ein autorotationsähnliches Manöver durchführte. Dadurch ist 

der Beschwerdeführer ein zusätzliches Risiko eingegangen, da das Fluss-

bett – im Falle eines tatsächlichen Notfalls während des Manövers – als 

Notlandeplatz aufgrund von Unebenheiten, des verschiedenartigen Unter-

grunds sowie verschiedener Hindernisse wenig geeignet gewesen wäre. 

A-3993/2022 

Seite 21 

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt – das Flussbett berge als 

Platz für eine Notlandung nicht mehr Risiken als 95 % der Fläche der 

Schweiz – überzeugt nicht. Nach der Unterquerung der Brücke zog der 

Beschwerdeführer den Helikopter zudem in geringem Abstand zur Brücke 

in einer steilen Umkehrkurve in die Höhe und flog über die Brücke. Das 

plötzliche Auftauchen eines Helikopters von unten birgt – wie die Vor-

instanz zurecht ausführt – die Gefahr, dass Autofahrer oder andere Fahr-

zeugführer erschrecken oder abgelenkt werden und die Kontrolle über ihr 

Fahrzeug verlieren. Entscheidend ist dabei vor allem, dass Fahrzeugführer 

nicht damit rechnen (und auch nicht damit rechnen müssen), dass beim 

Überqueren einer Brücke ein Helikopter von unten auftaucht. In diesem 

Sinne ist die Situation – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers 

– nicht mit Autostrassen in der Nähe von Flughäfen vergleichbar. Auf der 

Videoaufzeichnung ist denn auch zu sehen, dass ein Auto in dem Moment 

auf die Brücke fuhr, als der Beschwerdeführer den Helikopter in die Höhe 

zog. Ob auf der Sennwald-Ruggell-Brücke wie vom Beschwerdeführer be-

hauptet tatsächlich weniger Verkehr herrscht, als auf der Haag-Bendern-

Brücke, und es sich dabei eher um Langsamverkehr handelt, macht keinen 

wesentlichen Unterschied: Während bei Autofahrern die Gefahr im Vorder-

grund steht, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, sind Fussgänger 

und Velofahrer stärker durch herumfliegende Teile gefährdet. Ein erhöhtes 

Risiko besteht deshalb bei einer für den Verkehr, inklusive Fussverkehr, 

offenen Brücke im einen wie im anderen Fall. 

Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss kam, 

der Beschwerdeführer habe am 24. Dezember 2021 mit dem zweimaligen 

Unterfliegen der Sennwald-Ruggell-Brücke und dem davor durchgeführten 

autorotationsähnlichen Manöver gegen die Regel gemäss SERA.3101 der 

EU-Durchführungsverordnung 923/2012 verstossen. 

8.2 Bei den beiden knapp über dem Boden durchgeführten Flügen unter 

der Brücke hindurch unterschritt der Beschwerdeführer klarerweise die 

Mindestflughöhe nach Art. 28 VRV-L und SERA.3105 in Verbindung mit 

SERA.5005 Bst. f der EU-Durchführungsverordnung Nr. 923/2012. Keiner 

der Ausnahmetatbestände war dabei erfüllt: Die Flüge unter der Brücke 

hindurch dienten weder dem Abflug oder der Landung noch Ausbildungs-

zwecken und eine besondere Bewilligung der Vorinstanz lag ebenfalls nicht 

vor. Ob das autorotationsähnliche Manöver als Landung gilt oder nicht, 

kann offenbleiben, da das Unterfliegen der Brücke in keinem Fall als Lan-

dung angesehen werden kann. Der Beschwerdeführer hielt damit durch 

das zweimalige Unterfliegen der Brücke am 24. Dezember 2021 die 

A-3993/2022 

Seite 22 

Mindestflughöhe nicht ein, was ein Verstoss gegen Art. 28 VRV-L und 

SERA.3105 in Verbindung mit SERA.5005 Bst. f der EU-Durchführungs-

verordnung Nr. 923/2012 darstellt. 

8.3 Durch die Gefährdung des gemieteten Helikopters beim zweimaligen 

Unterfliegen der Brücke hat der Beschwerdeführer auch die Interessen des 

Luftfahrzeughalters nicht gewahrt und damit seine Pflichten als Komman-

dant nach Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Rechte und Pflichten des 

Kommandanten eines Luftfahrzeuges verletzt. 

8.4 Nach dem Gesagten liegen mehrere Verletzungen der Vorschriften des 

Luftfahrtrechts im Sinne von Art. 92 LFG vor. Die Vorinstanz war damit be-

rechtigt, gegen den Beschwerdeführer Massnahmen nach diesem Artikel 

zu ergreifen. 

9.  

9.1 Bezüglich des angeordneten Entzugs der Fluglizenz für zwei Monate 

führt die Vorinstanz aus, sie lehne sich zur Unterscheidung, Handhabung 

und Bemessung der Lizenzentzüge an die strassenverkehrsrechtlichen 

Regelungen an. Ein Warnungsentzug solle den Piloten von der Begehung 

weiterer Regelverstösse abhalten, also erzieherisch wirken. Für die Beur-

teilung, ob und für welche Dauer ein Warnungsentzug gerechtfertigt sei, 

seien insbesondere die Schwere des Verschuldens, die Gefährdung, der 

Leumund sowie die Massnahmeempfindlichkeit des Piloten zu berücksich-

tigen. Generell seien die öffentlichen Sicherheitsinteressen gegen die pri-

vaten Interessen der betroffenen Person abzuwägen. 

Mit dem zweimaligen Unterfliegen einer tiefen Brücke habe der Beschwer-

deführer grundlegende Verkehrs- und Betriebsregeln mehrfach vorsätzlich 

verletzt und damit gegen elementare Gebote zur Wahrung der Flugsicher-

heit verstossen. Er habe eine konkrete Gefährdung für Leib und Leben und 

das Eigentum Dritter geschaffen. Die Widerhandlung sei aufgrund ihres Ri-

sikopotentials mindestens als mittelschwer zu qualifizieren. Eine erzieheri-

sche Massnahme im Sinne eines Warnungsentzugs sei deshalb angezeigt.  

Das öffentliche Interesse an einer erzieherischen Massnahme sei hoch ein-

zuschätzen, da zusätzlich die Funktion des Beschwerdeführers als Flug-

lehrer ins Gewicht falle. Der fliegerische Leumund des Beschwerdeführers 

spreche nicht gegen ihn. Seine Massnahmeempfindlichkeit sei als gering 

einzuschätzen, da er hauptberuflich als Geschäftsleiter/CEO eines […]un-

ternehmens tätig sei. Weil es sich um einen erstmaligen Warnungsentzug 

A-3993/2022 

Seite 23 

handle, sei die Zeitdauer trotz der erschwerenden Faktoren verhältnismäs-

sig kurz zu bemessen. 

9.2 Der Beschwerdeführer äussert sich im Beschwerdeverfahren weder 

zur Dauer des Entzugs seiner Fluglizenz noch zu deren Verhältnismässig-

keit. Er gibt lediglich an, seit dem 24. Dezember 2021 1'600 Flugstunden 

absolviert zu haben. 

9.3 Die Ausführungen der Vorinstanz zur Dauer des Entzugs sind sachlich 

begründet und nachvollziehbar und die Vorinstanz hat alle relevanten Fak-

toren in ihre Beurteilung einbezogen. Das Vergehen des Beschwerdefüh-

rers kann nicht als leicht bezeichnet werden, weshalb angesichts der er-

schwerenden Umstände und der mehrfachen Verletzung von Luftfahrtrecht 

trotz des bisher ungetrübten Leumunds ein Warnungsentzug von zwei Mo-

naten angebracht und angemessen ist. Dass der Beschwerdeführer seither 

1'600 Flugstunden absolviert hat, ändert daran nichts. Die Dauer von zwei 

Monaten entspricht dem erhöhten Risiko, das der Beschwerdeführer ein-

gegangen ist. 

Der zweimonatige Entzug der Fluglizenz erweist sich damit als angemes-

sen für das in diesem Verfahren zu beurteilende Verhalten des Beschwer-

deführers und deshalb als verhältnismässig. Daraus, dass die Vorinstanz 

dem Beschwerdeführer in ihrem Schreiben vom 4. Februar 2022 einen Ent-

zug von drei Monaten angedroht hatte, lässt sich für den hier zu beurtei-

lenden Entzug insofern u.a. nichts ableiten, als der dreimonatige Entzug 

nicht nur für das Unterfliegen der Brücke, sondern gleichzeitig auch für die 

Vorfälle "Landung Rothenthurm" und "Logbuch" angedroht worden war 

(vgl. Sachverhalt Bst. D und E. 7.2.6).  

Dass die Vorinstanz für den Vorfall vom 24. Dezember 2021 einen zwei-

monatigen Entzug aussprach, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstan-

den. Es liegt damit kein Grund vor, die Sache zur neuen Beurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als 

unterliegend. Er hat deshalb die auf Fr. 1'000.– festzusetzenden Verfah-

renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe 

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bezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten ver-

wendet. 

10.2 Eine Parteientschädigung steht dem Beschwerdeführer angesichts 

seines Unterliegens nicht zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE 

e contrario). Auch die Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der vom Beschwerdeführer bezahlte Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das 

UVEK. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Stephan Metzger Tobias Grasdorf 

 

 

  

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat des UVEK (Gerichtsurkunde)