# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c7e7d50-afc5-5f71-b108-f631ea6ecc55
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.04.2012 S 2012 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-16_2012-04-24.pdf

## Full Text

S 12 16

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 24. April 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren …, war als pädagogische Mitarbeiterin der Hochgebirgsklinik … bei 

der … Kranken- und Unfallversicherungen AG (…) gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 12. Januar 2011 Opfer 

einer Auffahrkollision wurde. Ein Automobilist fuhr mit relativ geringer 

Geschwindigkeit von hinten auf ihr stehendes Auto auf und beschädigte dabei 

dessen Stossstange. Unmittelbar nach dem Unfall erschien die Versicherte 

unverletzt, später traten dann aber Schmerzen auf, so dass sie sich am 

folgenden Tag zu einem Arztbesuch am 15. Januar 2011 in der Praxis von Dr. 

med. …. anmeldete. Im entsprechenden Arztzeugnis führte dessen 

Assistenzarzt … aus, nach Angabe der Patientin seien zirka 24 Stunden nach 

dem Unfall nuchale Schmerzen aufgetreten. Er diagnostizierte bei einem 

blanden Röntgenbefund der HWS eine reaktive posttraumatische Verspannung 

der Nacken- und Trapeziusmuskulatur und verordnete eine medikamentöse 

Behandlung und Physiotherapie. Er hielt fest, es liege keine Arbeitsunfähigkeit 

vor und der Fallabschluss sei per 17. März 2011 zu erwarten. Die Versicherte 

absolvierte in der Folge die verordneten Therapien und die … übernahm die 

Kosten. Zudem liess sich die Versicherte auf eigene Initiative osteopathisch 

behandeln; diese Kosten wurden von der … und der Haftpflichtversicherung 

des am Unfall beteiligten Autolenkers gemeinsam getragen.

2. Als die Beschwerden der Versicherten über Mitte März 2011 hinaus anhielten, 

verlangte die … bei Dr. med. … eine medizinische Beurteilung. Mit Arztzeugnis 

vom 7. Juni 2011 gab dessen Assistenzarzt … an, bei der Versicherten zeigten 

sich massive myogelotische Verspannungen und Druckdolenz der Hals- und 

Schultermuskulatur. Es liege eine unfallbedingte cervicale Myalgie vor, welche 

weiterhin mit Physiotherapie, Wärmeanwendungen und Analgesie behandelt 

werden müsse. Die … veranlasste hierauf eine vertrauensärztliche Abklärung. 

Mit Bericht vom 27. Juni 2011 gab Dr. med. … an, der Unfall habe nur eine 

minimale Belastung der HWS bewirkt, und die Behandlung habe bereits im 

März abgeschlossen werden können. Die aktuellen Verspannungen seien mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine direkte Unfallfolge.

3. a) Mit Verfügung vom 6. Juli 2011 lehnte die … die Übernahme der 

Behandlungskosten ab dem 17. März 2011 ab. Hiergegen erhob die Versicherte 

am 18. Juli 2011 Einsprache. Der Unfall sei klar die Ursache ihrer Nacken-, 

Kopf- und Rückschmerzen. Vor dem Unfall habe sie keine solchen Schmerzen 

gehabt, und seit dem Unfall leide sie permanent daran. Mit Entscheid vom 17. 

August 2011 wies die … die Einsprache ab. Sie argumentierte, eine Kollision 

mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von nur 10 km/h sei nicht geeignet, eine 

Schleudertraumaverletzung zu bewirken. Weiter stützte sie sich auf den MRI-

Bericht des Spitals Davos vom 14. Juli 2011, welcher angibt, es liege eine 

Fehlhaltung der HWS mit Abflachung der Lordose und rechtskonvexer Skoliose 

mit zervikothorakaler Ausgleichsfehlhaltung vor, zudem bestünden 

multisegmentäre Chondrosen in den Segmenten C4/C5 bis C6/C7 und eine 

breitbasige dorsomediane Diskusprotrusion am Übergang zu einer 

Diskushernie mit leichter Impression des Duralsackes im Segment C6/C7. Die 

… argumentierte, das MRI weise eine Fehlhaltung der HWS und 

Abnutzungserscheinungen aus, welche mit dem Unfallereignis in keinerlei 

Zusammenhang stünden aber als Ursache der geklagten Beschwerden in 

Betracht fielen.

b) Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 17. September 

2011 ein erstes Mal Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden (Verfahren S 11 123). Mit der Beschwerde reichte sie einen 

Bericht von Dr. med. … vom 15. September 2011 ein, in welchem dieser 

ausführlich über die Beschwerden und den Heilungsverlauf berichtete und 

festhielt, dass der von ihm vorgesehene Fallabschluss per 17. März 2011 bloss 

probatorisch gewesen sei und keinen definitiven Therapieabschluss bedeutet 

habe. Ab Juni 2011 habe dann wegen nuchal-frontaler Cephalea und nuchal-

trapezoider Muskelbeschwerden und muskulärem Pseudoradikulär-Syndrom 

am rechten Arm die physiotherapeutische und osteopathische Behandlung 

wieder aufgenommen respektive intensiviert werden müssen. Die Beschwerden 

seien definitiv und klar Unfall-reaktiv. Die Behandlung sei per 13. September 

2011 abgeschlossen worden. Zwischenzeitlich gehe es der Patientin gut. 

Jedoch sei nie eine Schleudertraumaproblematik und/oder Neuropathologie 

postuliert worden. Dieser Bericht solle als definitives Abschlusszeugnis gelten.

c) Mit Entscheid vom 5. Oktober 2011 zog die … ihre Verfügung vom 6. Juli 2011 

in Wiedererwägung und erklärte, die Behandlungskosten bis zum Fallabschluss 

zu übernehmen und den Fallabschluss per 13. September 2011 mit separater 

Verfügung vorzunehmen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

schrieb daraufhin die Beschwerdesache (S 11 123) mit Verfügung vom 14. 

Oktober 2011 wegen Gegenstandslosigkeit ab.

4. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2011 stellte die … die Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung betreffend das Ereignis vom 12. Januar 

2011 per 13. September 2011 ein. Am 17. November 2011 erhob die 

Versicherte auch gegen die zweite Verfügung der … Einsprache. Diese wurde 

mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 abgewiesen. Dr. med. … habe per 13. 

September 2011 die vollständige Heilung der durch den Autounfall 

verursachten Beschwerden festgestellt. Eine Behandlungsbedürftigkeit habe 

danach nicht mehr bestanden, und der Fall sei zu Recht abgeschlossen 

worden. 

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 23. Januar 2012 

erneut Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Mit 

Schreiben vom 25. Januar 2012 informierte die Instruktionsrichterin die 

Beschwerdeführerin, dass ihre Beschwerde den formellen Anforderungen nicht 

genüge und forderte sie auf, ihre Beschwerde bis zum 6. Februar 2012 mit 

einem Rechtsbegehren, einer Begründung und einer kurzen 

Sachverhaltsdarstellung zu ergänzen, andernfalls auf die Beschwerde nicht 

eingetreten werde. Mit Schreiben vom 6. Februar 2012 kam die 

Beschwerdeführerin dieser Aufforderung nach und beantragte sinngemäss die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Sie machte im Wesentlichen 

geltend, der Fall sei nicht abzuschliessen, sie sei noch immer nicht 

beschwerdefrei. Dr. med. … habe dies auch nicht behauptet, er habe lediglich 

gesagt, es gehe ihr zwischenzeitlich gut. Sie habe bis Ende Oktober 2011 

mehrmals täglich die von der Physiotherapeutin verordneten Übungen gemacht, 

seither nicht mehr so häufig, da sie mehr arbeite. Um die Genesung zu 

unterstützen habe sie zudem ihre sportlichen und alltäglichen Tätigkeiten 

angepasst.

6. Irrtümlicherweise wurde der Beschwerdegegnerin nur die ergänzte Beschwerde 

vom 6. Februar 2012, nicht aber die ursprüngliche Beschwerde vom 23. Januar 

2012 zur Vernehmlassung zugestellt. In der Annahme, die Beschwerde sei 

verspätet, beantragte die Beschwerdegegnerin deshalb, auf die Beschwerde sei 

nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Zur Begründung des 

Abweisungsantrages verwies sie auf den angefochtenen Entscheid. Nachdem 

der Beschwerdegegnerin nachträglich noch die ursprüngliche Beschwerde vom 

23. Januar 2012 zugestellt worden war, verzichtete sie auf eine Ergänzung ihrer 

Vernehmlassung.  

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den 

angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. In formeller Hinsicht ist vorneweg festzuhalten, dass die Beschwerde rechtzeitig 

erfolgte. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 60 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG / SR 830.1) 

dreissig Tage ab dem Zeitpunkt der Eröffnung. Vorliegend wurde der 

angefochtene Entscheid gemäss Sendungsnachverfolgung der Post am 21. 

Dezember 2011 mit eingeschriebenem Brief versandt und von der 

Beschwerdeführerin am 29. Dezember 2011 am Schalter abgeholt. Gemäss 

Art. 38 Abs. 4 ATSG stehen gesetzliche Fristen unter anderem vom 18. 

Dezember bis und mit dem 2. Januar still. Die dreissigtägige Frist begann somit 

erst am 3. Januar 2012 zu laufen, so dass die Beschwerde am 23. Januar 2012 

klarerweise innert Frist eingereicht wurde. Dass die Beschwerde kein 

Rechtsbegehren und keine Begründung enthielt und in der Folge 

nachzubessern war, ist im Zusammenhang mit der Frage der Fristwahrung 

nicht von Belang. Nach der Praxis des Bundesgerichtes gilt ein 

Beschwerdeverfahren nämlich dann als anhängig gemacht, wenn eine 

individualisierte Person gegenüber einer bestimmten Verfügung den klaren 

Anfechtungswillen schriftlich bekundet, beziehungsweise erkenntlich ihren 

Willen um Änderung der sie betreffenden Rechtslage zum Ausdruck bringt 

(BGE 134 V 162 E. 2, 116 V 353 E. 2b). Diese Voraussetzung erfüllt die 

Beschwerdeschrift vom 23. Januar 2012.

2. a) Materiell stellt sich die Frage, ob die … zu Recht daran festhält, dass die 

Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung betreffend das 

Unfallereignis vom 12. Januar 2011 per 13. September 2011 einzustellen seien.

b) Art. 10 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG / SR 832.20) 

verpflichtet den Unfallversicherer, die Kosten für die zweckmässige Behandlung 

der Unfallfolgen zu übernehmen. Diese Leistung, im Gesetz unter dem Titel 

„Heilbehandlung“ aufgeführt, zählt zu den vorübergehenden Leistungen (BGE 

133 V 57 E. 6.6). Nach Art. 19 Abs. 1 UVG und nach der Praxis des 

Bundesgerichtes hat der Versicherer die Heilbehandlung nur solange zu 

gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft 

dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen abzuschliessen (BGE 134 V 109 E. 4.1). 

c) Zur Beurteilung der Frage, bis zu welchem Zeitpunkt von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann, sind Sozialversicherer und 

Gerichte auf die Angaben medizinischer Experten angewiesen. Im vorliegenden 

Fall steht der Arztbericht von Dr. med. … vom 15. September 2011 zur 

Verfügung. Darin führt Dr. med. … aus, am 13. September 2011 sei bei ihm die 

Abschluss-Nachkontrolle erfolgt. Es gehe der Patientin zwischenzeitlich gut, 

und insbesondere seien nun auch die muskulär bedingten, pseudoradikulären 

Arm-Dysästhesien nicht mehr existent. Dieser Bericht solle als definitives 

Abschlusszeugnis gelten. Auf diesen Bericht stellt die Beschwerdegegnerin zu 

Recht ab. Er beantwortet die Frage des Fallabschlusses klar und umfassend, 

beruht auf detaillierten Kenntnissen der Beschwerden und des 

Heilungsverlaufes und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge ein (BGE 125 V 351 E. 3a). Andere, der Beurteilung von Dr. 

med. … widersprechende ärztliche Einschätzungen liegen nicht vor, und aus 

den Akten ergeben sich weder Hinweise für Behandlungen nach dem 13. 

September 2011 noch werden solche von der Beschwerdeführerin geltend 

gemacht. Weil Dr. med. … der Hausarzt der Beschwerdeführerin ist, ist zudem 

der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen, dass also mit anderen Worten eine für die 

Patientin unvorteilhafte Beurteilung nicht zu vermuten ist (BGE 125 V 351 E. 

3b/cc). Bestätigt wird die Einschätzung von Dr. med. … schliesslich ganz 

entscheidend dadurch, dass die ärztliche Behandlung nach dem 13. September 

2011 nicht weitergeführt beziehungsweise nicht wiederaufgenommen wurde. 

Somit ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 13. 

September 2011 abgeschlossen hat.

d) Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, die Geschwindigkeit des 

auffahrenden Fahrzeugs habe 10 bis 15 km/h oder mehr betragen. Zwar sei der 

Schaden an ihrem Fahrzeug klein gewesen, doch am auffahrenden Fahrzeug 

sei ein Schaden von gut Fr. 5000.-- entstanden und der Fahrer habe im Spital 

behandelt werden müssen. Damit korrigiert sie die etwas harmlosere 

Darstellung des Unfalls durch die Beschwerdegegnerin. Für die Frage, ab 

welchem Zeitpunkt von einer weiteren ärztlichen Betreuung kein zusätzlicher 

Heilungserfolg mehr erwartet werden kann, ist das Unfallgeschehen an sich 

indessen nicht entscheidend.

Die Beschwerdeführerin argumentiert, die Behandlung mit Physiotherapie, 

Medikamenten, Wärmeanwendungen und Halskrause sei absolut notwendig 

gewesen, da sie zum Beispiel nicht länger als 20 Minuten habe sitzen können, 

und da sie die Hausarbeiten nicht mehr am Stück habe durchführen können. 

Dieses Vorbringen bezieht sich auf den Zeitraum 7. Juni 2011 und steht damit 

im Einklang mit den Ausführungen von Dr. med. …, wonach über den 

ursprünglich vorgesehenen Fallabschluss am 17. März 2011 hinaus 

behandlungsbedürftige unfallkausale Beschwerden vorhanden waren. 

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie könne nicht von 

Beschwerdefreiheit sprechen, was auch von Dr. med. … nicht so dokumentiert 

worden sei. Er habe nur geschrieben, es gehe ihr zwischenzeitlich gut. Dies 

habe aber daran gelegen, dass sie im Herbst 2011 ihre physiotherpeutischen 

Übungen mehrmals pro Tag habe machen können. Auch dieses Vorbringen ist 

unbehelflich. Es mag zwar zutreffen, dass auch am 13. September 2011 und 

danach noch gewisse Beschwerden vorhanden waren. Entscheidend ist aber, 

dass diese Beschwerden nach der Einschätzung von Dr. med. … ab dem 13. 

September 2011 keine ärztliche Behandlung mehr rechtfertigten und er per 

dann den Behandlungsabschluss festlegte.

Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, sie habe ihre sportlichen 

und alltäglichen Tätigkeiten angepasst um ihre Genesung zu unterstützen. 

Dieses persönliche Engagement ist sehr löblich. Allerdings lässt sich daraus 

keine ärztliche Behandlungsbedürftigkeit ableiten.

3. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2011 erweist sich 

somit als rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde 

abzuweisen ist.

b) Zur Information der Beschwerdeführerin sei darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdegegnerin nicht nur für die unmittelbaren Unfallfolgen, sondern auch 

für Rückfälle und Spätfolgen Versicherungsleistungen zu gewähren hat (Art. 11 

der Verordnung über die Unfallversicherung / UVV / SR 832.202). Bei einem 

Rückfall handelt es sich nach der Praxis des Bundesgerichtes um das 

Wiederaufflackern eines vermeintlich geheilten Leidens, so dass es zu 

ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu Arbeitsunfähigkeit kommt; von 

Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 

längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu 

einem andersgearteten Krankheitsbild führen (BGE 118 V 293 E. 2a.; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_1026/2010 vom 7. Oktober 2011 E. 3.2). Sollten sich bei 

der Beschwerdeführerin in Zukunft erneut oder verstärkt gleiche oder ähnliche 

Beschwerden einstellen, wie der Unfall verursachte, so wird die 

Beschwerdegegnerin alsdann zu prüfen haben, ob die Beschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 12. Januar 2011 

zurückzuführen sind. Im Übrigen kann hierzu auf die entsprechenden 

zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid (Ziff. 2.3 S. 3) 

verwiesen werden.

c) Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren 

in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich 

kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit g ATSG e contrario hat die 

Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf Parteientschädigung.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Es werden keine Kosten erhoben.