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**Case Identifier:** aaa9a977-5818-5672-a743-b765c2b2a6e5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2018 100 2018 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-49_2018-09-18.pdf

## Full Text

100.2018.49U
MUT/BDE/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Müller, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführerin 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Auflösung der Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und Militär-
direktion des Kantons Bern vom 23. Januar 2018; 2017.POM.80)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2018, Nr. 100.2018.49U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ... 1987), Staatsangehörige von Sri Lanka, heiratete am 
10. Februar 2010 in Indien einen ursprünglich aus Sri Lanka stammenden 
Schweizer Bürger. Am 15. Mai 2011 reiste sie zu ihrem Ehemann in die 
Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine 
Aufenthaltsbewilligung, welche letztmals bis 14. Mai 2016 verlängert wurde. 
Mit Urteil des Family Court in Liverpool (Grossbritannien) vom 15. Mai 2014 
wurde die kinderlos gebliebene Ehe geschieden. Am 6. April 2016 ging 
A.________ in Middlesbrough (Grossbritannien) eine neue Ehe ein. Mit 
Verfügung vom 23. Dezember 2016 verweigerte das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), 
A.________ die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies sie 
unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 25. Januar 2017 
Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 
Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 23. Januar 2018 ab und 
setzte A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 9. März 2018 an.

C.

Hiergegen hat A.________ am 23. Februar 2018 Verwaltungsge-
richtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Zudem hat 
sie um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung ihres 
Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

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Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 27. März 2018 die Abwei-
sung der Beschwerde. Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechts-
pflege enthält sie sich eines Antrags.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz. Aufgrund der Akten 
ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

2.1 Die Beschwerdeführerin wurde am … 1987 in Colombo, Sri Lanka, 
geboren und wuchs gemäss eigenen Angaben in einem Waisenhaus auf, 
nachdem ihre Eltern bei einem Brandanschlag ums Leben gekommen 
waren (Akten MIDI pag. 47; Akten POM pag. 2). Sie absolvierte eine 
Ausbildung und lebte während einiger Zeit in Indien, wo sie am 10. Februar 
2010 einen ursprünglich aus Sri Lanka stammenden Schweizer Bürger 
heiratete (Akten MIDI pag. 53). Am 15. Mai 2011 reiste sie zu ihrem Ehe-

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mann in die Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe eine Aufenthalts-
bewilligung. Diese wurde am 15. April 2014 um zwei Jahre, bis 14. Mai 
2016 verlängert (Akten MIDI pag. 12, 37). Am 15. Mai 2014 wurde die kin-
derlos gebliebene Ehe in England geschieden; das Zusammenleben dau-
erte fort bis am 14. Juli 2014 (Akten MIDI pag. 1, 5, 139). Die Beschwerde-
führerin heiratete am 6. April 2016 in England einen dort ansässigen 
Landsmann (Akten MIDI pag. 105). Gemäss eigenen Angaben wird diese 
Ehe nicht gelebt und der Ehemann weigert sich, für die Beschwerdeführerin 
ein Gesuch um Familiennachzug zu stellen (Beschwerde S. 6 f.). 

2.2 Die Beschwerdeführerin ist seit Dezember 2013 bei einer Schnellim-
bisskette erwerbstätig und vermag ihren Lebensunterhalt selbständig zu 
bestreiten. Soweit aktenkundig musste sie während ihres Aufenthalts keine 
Sozialhilfe beziehen (Akten MIDI pag. 94). Ihre Vorgesetzten sind mit ihren 
Leistungen sehr zufrieden (vgl. Beschwerdebeilagen [BB] 4 und 5). Im Be-
treibungsregister ist sie mit zahlreichen Betreibungen und Verlustscheinen 
in erheblicher Höhe verzeichnet (vgl. Akten MIDI pag. 97-99). Mit Strafbe-
fehl vom 11. April 2016 wurde sie wegen Veruntreuung sowie Widerhand-
lungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung zu einer Geldstrafe von 
120 Tagessätzen, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren, 
sowie zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt (vgl. Akten MIDI pag. 122 ff.). 

3.

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, sie haben einen Aufent-
haltsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; 
SR 142.20).

3.1 Gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG besteht der Bewilligungsan-
spruch trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der Ehe verselbständigt 
weiter, wenn das Zusammenleben mindestens drei Jahre gedauert und 
(kumulativ) die betroffene ausländische Person sich hier erfolgreich inte-
griert hat (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.8; BGer 2C_683/2017 vom 18.7.2018 
E. 2.1). Für die Anrechnung der dreijährigen Frist ist auf die in der Schweiz 

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gelebte Ehegemeinschaft abzustellen. Massgeblicher Zeitpunkt für die Be-
rechnung der Dauer der ehelichen Gemeinschaft ist in der Regel die Auf-
gabe der Haushaltsgemeinschaft. Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt 
vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegen-
seitiger Ehewille besteht. Ist eine ernsthafte Führung des Ehe- und Famili-
enlebens nicht (mehr) beabsichtigt, werden Zeiten sporadischen und kur-
zen Zusammenwohnens bei der Berechnung der dreijährigen Ehedauer im 
Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht mitgezählt (BGE 140 II 345 E. 4.1, 
140 II 289 E. 3.5.1, 138 II 229 E. 2, 136 II 113 E. 3.2 f.; BGer 2C_683/2017 
vom 18.7.2018 E. 2.2).

3.2 Nach der Einreise der Beschwerdeführerin lebten die Eheleute vom 
15. Mai 2011 bis 14. Juli 2014 zusammen; die Scheidung erfolgte am 
15. Mai 2014 (vgl. vorne E. 2.1). Das Kriterium der dreijährigen Ehegemein-
schaft in der Schweiz ist damit in formeller Hinsicht erfüllt. Die Vorinstanz 
hat jedoch zu Recht erwogen, dass die Dauer der Wohngemeinschaft nicht 
vollumfänglich berücksichtigt werden kann (angefochtener Entscheid 
E. 4c): Gegenüber dem MIDI gab die Beschwerdeführerin wiederholt an, 
dass die Trennung am 12. Januar 2014 erfolgt sei (Akten MIDI pag. 110 f., 
139). Auch gemäss den Angaben des Exmanns fiel der Entscheid zur 
Trennung am 12. Januar 2014 (Akten MIDI pag. 112 f.). In ihrer Be-
schwerde an die Vorinstanz wiederholte die zwischenzeitlich anwaltlich ver-
tretene Beschwerdeführerin, dass sie am 12. Januar 2014 grundsätzlich in 
eine Scheidung eingewilligt habe (Akten POM pag. 11). Sie stellt sodann 
nicht in Abrede, dass das Gericht in England bereits am 5. Februar 2014 
eine «bedingte Scheidung» ausgesprochen hatte (vgl. Akten MIDI pag. 7). 
Hinweise dafür, dass in der Folge wieder ein gegenseitiger Ehewille auf-
kam, die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wurde oder Bemühungen 
zur Rettung der Ehe unternommen wurden, sind weder dargetan noch er-
sichtlich. Demnach war bereits vor Ablauf der Dreijahresfrist eine ernsthafte 
Führung des Ehelebens nicht mehr beabsichtigt. Unter diesen Umständen 
kann die Beschwerdeführerin aus dem bis Mitte Juli 2014 dauernden Zu-
sammenwohnen nichts für sich ableiten (vgl. für eine vergleichbare Beur-
teilung BGer 2C_748/2011 vom 11.6.2012 E. 2.1). 

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3.3 Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass das 
Erfordernis der dreijährigen Ehegemeinschaft nicht erfüllt ist, weil seit dem 
12. Januar 2014 kein gegenseitiger Ehewille mehr bestand. Die Vorinstanz 
hat folglich einen Bewilligungsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a 
AuG zu Recht verneint. Daran vermag auch der Verweis der Beschwerde-
führerin auf ihre offenbar gute Integration nichts zu ändern, müssen doch 
die Voraussetzungen der Dreijahresdauer und der erfolgreichen Integration 
kumulativ erfüllt sein (BGE 140 II 289 E. 3.8).

4.

Die Beschwerdeführerin macht weiter einen nachehelichen Härtefall ge-
mäss Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 AuG geltend.

4.1 Der sog. nacheheliche Härtefall setzt voraus, dass wichtige per-
sönliche Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG den weiteren Aufenthalt in 
der Schweiz erforderlich machen. Diese Bestimmung bezweckt die Ver-
meidung schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen Ge-
meinschaft. Wichtige persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 
AuG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer 
ehelicher Gewalt wurde, die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat 
oder (alternativ oder kombiniert) die soziale Wiedereingliederung im Her-
kunftsland stark gefährdet erscheint (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 
E. 5.3 [Pra 99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger per-
sönlicher Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben. Bei 
der Beurteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls mit zu berücksichti-
gen, namentlich der Grad der Integration, die Respektierung der Rechts-
ordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer 
der Anwesenheit in der Schweiz und der Gesundheitszustand sowie die 
Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben 
(BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.). Als Richtlinie bleibt indes zu 
beachten, dass der Gesetzgeber für einen nachehelichen Härtefall eine er-
hebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben der 
ausländischen Person voraussetzt. Diese Folgen müssen mit der Lebens-
situation nach Dahinfallen der aus der Ehegemeinschaft abgeleiteten An-

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wesenheitsberechtigung verbunden sein (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.6.1, 
139 II 393 E. 6, 138 II 393 E. 3.1; BGer 2C_1151/2015 vom 5.9.2016 
E. 3.2). Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine en-
gen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich der Anspruch auf weite-
ren Verbleib nicht begründen, wenn die erneute Integration im Herkunfts-
land keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1, 
137 II 345 E. 3.2.3; BGer 2C_154/2016 vom 3.10.2016 E. 2.2).

4.2 Der nacheheliche Härtefall wird vorab mit der psychischen und 
physischen Gewalt begründet, welche die Beschwerdeführerin während 
ihrer Ehe erfahren habe. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei 
von ihrem Ehemann abhängig gewesen und von ihm ausgebeutet und ge-
schlagen worden. Er habe sich patriarchalisch verhalten, ihr verboten, eine 
Arbeit zu suchen und ohne seine Erlaubnis auszugehen, und sie geschla-
gen, wenn sie mit seinen Lebensvorstellungen nicht einverstanden gewe-
sen sei (Beschwerde S. 5 f. und Akten POM pag. 12). Es sei ihr nicht mög-
lich, diese eheliche Unterdrückung weiter zu belegen, da sie sich der Mög-
lichkeit, Anzeige zu erstatten, nicht bewusst gewesen sei und sie «getreu 
ihrem Kulturkreis» versucht habe, die Situation zu besänftigen (Beschwer-
de S. 6).

4.2.1 Häusliche Gewalt bedeutet systematische Misshandlung mit dem 
Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben. Sie muss derart intensiv sein, dass 
die physische oder psychische Integrität des Opfers im Fall der Aufrechter-
haltung der ehelichen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde. Das 
bloss gelegentliche Anschreien bzw. verbale Konflikte in ehelichen Krisen-
situationen sowie eine einzelne Tätlichkeit genügen dagegen nicht (vgl. 
BGE 138 II 229 E. 3.2.1; BGer 2C_58/2017 vom 23.6.2017 E. 2.1). Ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann auch psychische bzw. 
ökonomische Druckausübung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, 
Drohen und Einsperren einen für die Annahme eines nachehelichen Härte-
falls gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 AuG relevanten Grad an 
unzulässiger Unterdrückung erreichen. Dies ist der Fall, wenn die psychi-
sche Integrität des Opfers bei Aufrechterhaltung der ehelichen Gemein-
schaft schwer beeinträchtigt würde. Indessen vermag nicht jede unglückli-
che, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Ent-

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wicklung einer Beziehung einen Härtefall zu begründen. Vielmehr liegt ein 
solcher erst vor, wenn die anhaltende, erniedrigende Behandlung derart 
schwer wiegt, dass von der betroffenen Person vernünftigerweise nicht er-
wartet werden kann, einzig aus bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe 
aufrechtzuerhalten und in einer ihre Menschenwürde und Persönlichkeit 
verneinenden Beziehung zu verharren (vgl. BGE 140 II 289 
[BGer 2C_873/2013 vom 25.3.2014], nicht publ. E. 4.4, 138 II 229 E. 3.2.2 
mit Hinweisen; VGE 2017/262 vom 17.4.2018 E. 3.1, 2016/143 vom 
23.12.2016 E. 4.2; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und 
Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemein-
schaft, in Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 
2012/13, 2013, S. 84 ff.). Bei der Feststellung des entsprechenden Sach-
verhalts trifft die ausländische Person eine weitreichende Mitwirkungspflicht 
(Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AuG und dazu etwa BGE 138 II 229 
E. 3.2.3; allgemein zur Mitwirkungspflicht etwa BVR 2015 S. 391 E. 5.5, 
2010 S. 541 E. 4.2.3). Sie hat die eheliche Gewalt in geeigneter Weise 
glaubhaft zu machen. Dabei genügen allgemein gehaltene Behauptungen 
oder Hinweise auf punktuelle Spannungen nicht. Vielmehr müssen die 
Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern und die dar-
aus entstehende Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und be-
weismässig unterlegt werden (vgl. Art. 77 Abs. 5 und 6 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]; zu den Beweisanforderungen auch BGE 142 I 152 
[Pra 106/2017 Nr. 63]; BGer 2C_320/2017 vom 21.12.2017 E. 3.4.1).

4.2.2 Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin weder die Sys-
tematik einer Misshandlung noch eine anhaltende, erniedrigende Be-
handlung oder eine schwerwiegende Druckausübung objektiv nachvollzieh-
bar konkretisiert oder belegt. Sie unterlässt es auch im verwaltungsgericht-
lichen Verfahren, substantiiert vorzubringen, inwiefern ihr Exmann hand-
greiflich geworden ist und ob und allenfalls welche (physische) Verletzun-
gen sie dabei davongetragen hat. Die Darstellung der Beschwerdeführerin 
zur ehelichen Gewalt bleibt insgesamt äusserst oberflächlich und vage. Ob-
schon sie ihren Lebensunterhalt selbst hätte bestreiten können, verblieb die 
Beschwerdeführerin auch nach der Scheidung noch in der gemeinsamen 
Wohnung, was dagegen spricht, dass sie zuvor in einer ihre psychische 

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und physische Integrität schwerwiegend verletzenden Beziehung aus-
harren musste. Das Vorliegen ehelicher Gewalt wäre schliesslich auch 
dann zu verneinen, wenn zutreffen sollte, dass das Verhalten des Exmanns 
zur Verschuldung sowie strafrechtlichen Verurteilung der Beschwer-
deführerin beigetragen hat (Beschwerde S. 3, 4 ff., 8). Im Übrigen geht aus 
dem unangefochten gebliebenen Strafbefehl nicht hervor, dass die Be-
schwerdeführerin von ihrem Exmann zu den strafbaren Handlungen ge-
nötigt worden war (vgl. Akten MIDI pag. 122 ff.).

4.2.3 Insgesamt hat die Vorinstanz zu Recht das Vorliegen eines nach-
ehelichen Härtefalls infolge ehelicher Gewalt verneint. Weitere Sach-
verhaltsabklärungen würden zu keinem anderen Ergebnis führen und kön-
nen daher unterbleiben (vgl. zur sog. antizipierten Beweiswürdigung statt 
vieler BVR 2015 S. 557 E. 3.8, 2012 S. 252 E. 3.3.3; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 18 N. 9 f.). Der Beweisantrag der Beschwerdeführerin auf Parteieinver-
nahme (Beschwerde S. 6) wird daher abgewiesen.  

4.3 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, eine Rückkehr nach 
Sri Lanka ohne nächste Familienangehörige sei für eine geschiedene Frau 
und «in der derzeitigen Nachkriegssituation» kaum zumutbar (vgl. Be-
schwerde S. 7). – Die Beschwerdeführerin reiste im Alter von 23 Jahren in 
die Schweiz ein. Es ist davon auszugehen, dass sie mit den kulturellen und 
gesellschaftlichen Gepflogenheiten ihres Heimatlands nach wie vor vertraut 
ist, auch wenn sie offenbar während einiger Zeit in Indien gelebt hat (vgl. 
vorne E. 2.1). Zumindest vor ihrer Einreise in die Schweiz wohnte sie wie-
der in Colombo (vgl. Akten MIDI pag. 40, 44 ff., 57, 63). In den Jahren 2016 
und 2017 wurden der Beschwerdeführerin mehrwöchige bzw. mehrmona-
tige Rückreisevisa für Reisen nach Sri Lanka ausgestellt (vgl. Akten MIDI 
pag. 81; Akten POM pag. 27). Gegenüber dem MIDI hatte sie zudem ange-
geben, über Familienangehörige in Sri Lanka zu verfügen (vgl. Akten MIDI 
pag. 93). Das Verwaltungsgericht geht daher davon aus, dass die Be-
schwerdeführerin nach wie vor eng mit ihrem Heimatland verbunden ist. Mit 
der POM ist sodann einig zu gehen, dass die gesunde Beschwerdeführerin 
aufgrund ihrer in der Schweiz gesammelten beruflichen Erfahrungen und 
ihren Sprachkenntnissen über günstige Voraussetzungen verfügt, um wirt-

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schaftlich und sozial wieder Fuss fassen zu können (angefochtener Ent-
scheid E. 5e). Weshalb ihr dies als geschiedene Frau nicht möglich sein 
sollte, führt die Beschwerdeführerin auch im verwaltungsgerichtlichen Ver-
fahren nicht aus. In Sri Lanka kann nicht von einer allgemeinen Ächtung 
geschiedener Frauen gesprochen werden; es bestehen zudem staatliche 
und private Einrichtungen sowie gesetzliche Vorschriften, die dem Schutz 
von geschiedenen Frau dienen. Die Hauptstadt Colombo, in welcher die 
Beschwerdeführerin geboren wurde und zuletzt gelebt hatte, liegt nicht im 
vom Bürgerkrieg und dessen Nachwirkungen unmittelbar betroffenen Ge-
biet. Eine Rückkehr dorthin ist auch für alleinstehende Frauen grundsätz-
lich zumutbar (vgl. BGer 2C_837/2016 vom 23.12.2016 E. 4.4.2; BVGer D-
1735/2015 vom 21.1.2017 E. 8.3). Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus 
den von der Beschwerdeführerin angerufenen Berichten von Hilfswerken 
(vgl. Beschwerde S. 7). Insgesamt stehen einer Wiedereingliederung im 
Herkunftsland keine unüberwindbaren Schwierigkeiten entgegen. Wie die 
Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (angefochtener Entscheid E. 5e), 
stellt der blosse Umstand, dass ein Leben in der Schweiz einfacher wäre 
und jenem in der Heimat vorgezogen würde, keinen wichtigen Grund im 
Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG dar. 

4.4 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit Dezember 
2013 einer Erwerbstätigkeit nachgeht, während ihres Aufenthalts in der 
Schweiz keine wirtschaftliche Sozialhilfe bezogen hat und sich in der deut-
schen Sprache verständigen kann. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt 
hat (angefochtener Entscheid E. 5d), vermag sie daraus jedoch nichts Ent-
scheidendes zu ihren Gunsten abzuleiten. Die Beschwerdeführerin ist er-
heblich verschuldet und wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt (vgl. 
vorne E. 2.2). Selbst wenn zutreffen sollte, dass die Verurteilung und die 
Schulden auf das negative Verhalten des Exmanns zurückzuführen sind 
(vgl. vorne E. 4.2.2) und die Beschwerdeführerin trotz dieser Umstände als 
gut integriert betrachtet werden könnte, vermöchte dies keinen Anspruch 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG zu begründen. Denn eine erfolgreiche Inte-
gration ist nach ständiger Praxis notwendige, aber keinesfalls hinreichende 
Bedingung für eine Bewilligungserteilung bzw. -verlängerung (vgl. 
BGer 2C_49/2017 vom 20.1.2017 E. 2.2; VGE 2017/225 vom 2.8.2018 
E. 4.5, 2017/19 vom 4.10.2017 E. 4.3).

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4.5 Nach dem Gesagten ist die Schlussfolgerung der POM, wonach die 
von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Umstände weder je für sich al-
lein noch zusammen betrachtet einen wichtigen Grund im Sinn von Art. 50 
Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 AuG darstellen, nicht zu beanstanden. Sie hat 
folglich eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch aus diesem 
Grund zu Recht verweigert.

5.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilli-
gungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG).

5.1 Der Bewilligungsbehörde kommt bei dieser Entscheidung ein gros-
ser Spielraum zu, den sie pflichtgemäss, d.h. im Rahmen von Verfassung 
und Gesetz nach sachlichen Grundsätzen, auszufüllen hat. Namentlich 
sind Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung und die dort angelegten öf-
fentlichen Interessen, das Gebot der rechtsgleichen Behandlung, die Ver-
hältnismässigkeit und das Willkürverbot zu beachten. Als gesetzliche Leit-
linie sind die persönlichen Verhältnisse, der Grad der Integration und das 
bisherige Verhalten der ausländischen Person zu berücksichtigen (Art. 96 
Abs. 1 AuG; BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.1, 2010 S. 481 
E. 6.1). Das Verwaltungsgericht beschränkt sich im Beschwerdefall nebst 
der Sachverhaltskontrolle auf die bei Ermessensentscheiden massgebliche 
Rechtskontrolle: Es überprüft die Ermessensausübung und die damit ver-
bundene Interessenabwägung vorab unter methodischen Gesichtspunkten, 
d.h. es überprüft, ob die Vorinstanz die allgemeinen Rechtsprinzipien zur 
Ermessensausübung missachtet oder gegen materielle oder formelle 
Rechtsregeln verstossen hat. Dabei ist es namentlich aufgrund der grös-
seren Sachnähe in erster Linie an der beschwerdeführenden Person, im 
Einzelnen darzutun, inwiefern der angefochtene Entscheid ihrem konkreten 
Einzelfall in rechtsfehlerhafter Weise ungenügend Rechnung trägt 
(BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3). – Die Praxis der bernischen 
Behörden bei Ermessensbewilligungen bezweckt in erster Linie das Ver-
meiden schwerwiegender persönlicher Härtefälle (BVR 2013 S. 73 E. 3.4 

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mit Hinweisen). Wegleitend ist dabei Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG und die 
diesbezügliche Ausführungsgesetzgebung. Ein Härtefall im Sinn dieser 
Praxis liegt vor, wenn sich die betreffende ausländische Person in einer 
persönlichen Notlage befindet bzw. ihre Lebens- und Existenzbedingungen, 
gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen in 
einer vergleichbaren Situation, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind 
und die Verweigerung einer Ausnahme für sie schwere Nachteile zur Folge 
hätte. Die Ausländerbehörden dürfen diese Voraussetzungen zur Anerken-
nung eines Härtefalls in Anbetracht des öffentlichen Interesses an einer re-
striktiven Einwanderungspolitik streng handhaben (BVR 2016 S. 369 
E. 3.3, 2013 S. 73 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 137 II 1 E. 4.1). 

5.2 In der vorliegenden Konstellation – Auflösung einer Ehegemein-
schaft – vermitteln unter anderem wichtige persönliche Gründe einen 
Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wird der 
Verhältnismässigkeit der drohenden Beendigung des Verbleibs in der 
Schweiz mit Blick auf insoweit relevante Gründe Beachtung geschenkt (vgl. 
vorne E. 4). Im Rahmen der Ermessensausübung ist das Augenmerk daher 
hauptsächlich auf andere Gründe zu richten; insoweit ist in dieser Konstel-
lation den Kriterien der schweizerischen Gesamtwirtschaft – mithin den 
öffentlichen Interessen – sowie der Integration massgebliches Gewicht bei-
zumessen (vgl. BVR 2010 S. 481 E. 6.2). – Die Vorinstanz hat auch die er-
messensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert und 
schlüssig dargelegt, dass die Integration in die hiesigen Verhältnisse im 
Wesentlichen zwar positiv verlaufen ist, der Beschwerdeführerin jedoch 
kein klagloses Verhalten bescheinigt werden kann (angefochtener Ent-
scheid E. 6b). In sozialer Hinsicht sind keine vertieften sozialen Kontakte 
dargetan, welche auf eine besondere Verbundenheit mit der Schweiz 
schliessen liessen. Aus dem Umstand, dass ihre Aufenthaltsbewilligung im 
April 2014 nochmals um zwei Jahre verlängert wurde, kann die Beschwer-
deführerin nichts für sich ableiten, hatte sie es doch damals unterlassen, 
die Ausländerbehörde über das bereits hängige Scheidungsverfahren zu 
informieren. Ihr rechtmässiger Aufenthalt von fünf Jahren ist insoweit zu 
relativieren. Angesichts der eher kurzen Aufenthaltsdauer und der nicht be-
sonders ausgeprägten Integration bedarf es entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 8) keiner «qualifizierte[n] öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2018, Nr. 100.2018.49U, 
Seite 13

fentliche[n] Interessen», um die ermessensweise Bewilligungsverlängerung 
zu verweigern. Darüber hinaus hat die Beschwerdeführerin keine substan-
tiierten, weiteren Punkte aufgeworfen, welche nicht schon unter dem nach-
ehelichen Härtefall berücksichtigt worden sind. 

5.3 Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz die öffentlichen Inter-
essen an der strittigen Massnahme stärker gewichten als die privaten In-
teressen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz. Es ist daher 
nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdeführerin die Aufenthaltsbe-
willigung auch nicht ermessensweise verlängert wurde. 

6.

Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 
Da die vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisge-
mäss eine neue festzulegen.

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerde-
führerin an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat sie 
nicht (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Sie hat indes für das verwaltungsge-
richtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihres 
Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess 
ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, 
das heisst, wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2018, Nr. 100.2018.49U, 
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die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; 
BGE 142 III 138 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 111 N. 12).

7.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache von vorn-
herein als aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Entscheid unter zutreffender Wiedergabe der massgeblichen 
Praxis einlässlich begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Mass-
nahme rechtmässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im oberinstanzlichen Verfahren berücksichtigt werden (vgl. 
BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Dagegen bringt die Beschwerde-
führerin nichts Substantiiertes vor. Wie bereits vor der Vorinstanz hält sie 
daran fest, dass die Dauer ihrer Ehe bis zur Ehescheidung bzw. bis zu ih-
rem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung gerechnet werden müsse 
und verweist bezüglich des nachehelichen Härtefalls auf eheliche Gewalt 
sowie die Unzumutbarkeit der Rückkehr, ohne jedoch neue wesentliche Ar-
gumente einzubringen. Bei dieser Sachlage kann nicht gesagt werden, 
dass im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren sich die Gewinn- und Verlustaussichten ungefähr die Waage 
hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren als diese. Das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen, ohne dass die Prozess-
armut zu prüfen wäre.

7.3 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im End-
entscheid befunden wird und die Beschwerdeführerin deshalb keine Gele-
genheit hatte, ihr Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens zurück-
zuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss im 
Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 
S. 437 E. 7.9).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2018, Nr. 100.2018.49U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 1. November 2018.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt 
werden.