# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe2c7d91-916d-5e6c-840a-86a280b38fa2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.01.2024 720 2023 281 / 23 (720 23 281 / 23)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-281---23_2024-01-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Januar 2024 (720 23 281 / 23) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Schlüssigkeit eines Haushaltabklärungsberichts. Eine chronische Müdigkeit und rasche 

Erschöpfbarkeit im Haushaltsbereich, wo die versicherte Person ihre Zeit und die anfal-

lenden Arbeiten frei einteilen und jederzeit Pausen einlegen kann, zeitigt geringere Aus-

wirkungen als bei der Erwerbstätigkeit. Eine Wechselwirkung zwischen der Erhöhung des 

Arbeitspensums im erwerblichen Bereich und den damit einhergehenden Einschränkun-

gen im Haushalt ist deshalb zu verneinen. 

 

Die Festlegung der Schadenminderung durch den im gleichen Haushalt lebenden Sohn 

ist nachvollziehbar erfolgt.  

 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Matthias Aeberli, 
Advokat, Freie Strasse 82, Postfach 340, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 

 
 
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A. Die 1971 geborene A.____ ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne. Seit 
dem Jahr 2007 war sie zuletzt in einem Teilzeitpensum von 68% als Floristin tätig. Mit Gesuch 
vom 28. März 2021 meldete sie sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung ihrer gesundheitlichen, erwerbli-
chen und haushalterischen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines Abklärungsberichts 
Haushalt vom 24. Mai 2022, sprach ihr die IV-Stelle nach Durchführung des Vorbescheidverfah-
rens mit Verfügung vom 11. Juli 2023 und mit Wirkung ab 1. Oktober 2021 bis Ende Februar 2022 
eine Dreiviertelrente und vom 1. März 2022 bis Ende Mai 2022 eine befristete IV-Rente im Um-
fang von 51% zu. Ein darüberhinausgehender Rentenanspruch ab Juni 2022 wurde auf der Basis 
eines IV-Grads von 34% abgewiesen.  
 
B. Hiergegen hat die Versicherte, vertreten durch Advokat Matthias Aeberli, am 11. Sep-
tember 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-
versicherungsrecht (Kantonsgericht), erhoben und beantragt, es sei ihr in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung rückwirkend per 1. September 2021 eine ganze IV-Rente basierend auf 
einem IV-Grad von mindestens 70% auszurichten. Gestützt auf die Ausführungen ihres behan-
delnden Onkologen liess sie zur Begründung vorbringen, dass die Erhöhung ihres Arbeitspen-
sums zu einer Erschöpfung im Beruf und damit zeitgleich zu erheblichen Einschränkungen im 
Haushalt geführt habe. Sie habe sich infolge der Steigerung ihres Arbeitspensums zu Hause er-
holen müssen und habe die verbleibenden 32% ihrer Gesamttätigkeit trotz freier Arbeitseinteilung 
und trotz Unterstützung durch Familienangehörige nicht ohne Weiteres für die Haushaltführung 
nutzen können. In diesem Zusammenhang sei es namentlich auch falsch, von ihrem erwachse-
nen Sohn, der sich noch in Ausbildung befinde, zu erwarten, den Haushalt an ihrer Stelle zu 
besorgen. Es müsse deshalb von einer 100%-igen Einschränkung im Haushalt ausgegangen 
werden. Sollte das Gericht eine Wechselwirkung zwischen der Erhöhung ihres Pensums im er-
werblichen Bereich und den damit verbundenen erheblichen Einschränkungen im Haushalt ver-
neinen, sei die IV-Stelle eventualiter zumindest zu verpflichten, eine erneute Abklärung vor Ort 
durchzuführen. 
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2023 auf Abweisung der 
Beschwerde. Es sei zwar davon auszugehen, dass während des Aufbaus der Arbeitsfähigkeit 
noch eine gewisse Erschöpfung bei der Versicherten vorhanden gewesen sei. Gleichwohl sei 
dem massgebenden Abklärungsbericht vom 24. Mai 2022 in keiner Weise zu entnehmen, dass 
sie derweil nicht in der Lage gewesen wäre, auch den Haushalt zu erledigen. Die von ihr nunmehr 
behauptete vollständige Einschränkung im Haushalt widerspreche ihren ursprünglichen Aussa-
gen. Ausserdem erweise sich eine vollumfängliche Einschränkung im Haushalt auch in medizini-
scher Hinsicht als nicht plausibel. Der Rentenanspruch sei gestützt auf den fraglichen Abklä-
rungsbericht vom 24. Mai 2022 deshalb zu Recht befristet worden. 

 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfü-
gungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der Ver-
sicherten vom 11. September 2023 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Renten-
anspruch zur Diskussion, findet darauf grundsätzlich jedoch das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts, öffentlich-rechtliche 
Abteilungen, vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 
vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1).  
 
Anders zu entscheiden ist bei erstmalig abgestuften bzw. befristeten Rentenzusprachen. Liegt 
die hierfür massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG 
und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der 
bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Kommt die für eine erstmalige Rentenab-
stufung massgebende Änderung hingegen erst nach dem 31. Dezember 2021 zu liegen, finden 
die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung 
Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich dabei jeweils gemäss 
Art. 88a IVV (Rz. 9103 KSIR; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, 3.1 f.). 
Vorliegend entstand der Rentenanspruch auf eine Dreiviertelrente der IV noch im Jahr 2021. So-
wohl die erstmalige Rentenabstufung auf eine IV-Rente im Umfang noch von 51% als auch die 
darauffolgende Leistungseinstellung erfolgten jedoch erst im Jahr 2022. Für den erstmaligen An-
spruch auf eine IV-Rente und deren Bemessung ab Herbst 2021 sind folglich noch die Gesetzes-
grundlagen in der bis Ende 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Hinsichtlich des abge-
stuften Rentenanspruchs ab Frühjahr 2022 und der in der Folge zu prüfenden Rentenaufhebung 
sind demgegenüber die Gesetzesgrundlagen in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung an-
wendbar. 
 

 
 
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2.1 Sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht setzt ein Rentenanspruch generell vo-
raus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindes-
tens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 
2023 E. 2.2.1). Bei einem IV-Grad von unter 40% besteht demnach auch weiterhin kein Renten-
anspruch mehr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG).  
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente 
nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine 
ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 
60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu 
mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen gilt ein stufen-
loses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu in prozentualen Anteilen an einer 
ganzen Rente festgelegt wird. Dabei besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-
Rente erst bei einem IV-Grad ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% ent-
spricht der Prozentanteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden 
Fassung).  
 

2.3 Für die Festlegung einer Rentenabstufung sind weiterhin die Revisionsbestimmungen 
gemäss Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 analog anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2019, 
8C_36/2019, E. 5). Laufende Renten von versicherten Personen, welche am 1. Januar 2022 das 
55. Altersjahr noch nicht erreicht haben (Jahrgänge 1967 bis 2003) werden, wenn die Vorausset-
zungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG erfüllt sind (Änderung im Invaliditätsgrad um mindestens 5 Pro-
zentpunkte), in das neue stufenlose Rentensystem (Art. 28b IVG) überführt. Dies bedeutet, dass 
eine Anspruchsveränderung bei einer erstmaligen Rentenreduktion nur berücksichtigt wird, wenn 
sich der IV-Grad um mindestens fünf Prozentpunkte verringert hat (Art. 17 Abs. 1 lit. a ATSG). 
Liegt keine Änderung im IV-Grad von mindestens fünf Prozentpunkten vor, kommt es zu keiner 
Anpassung und eine Abstufung hat zu unterbleiben (Rz. 4101 KSIR).  
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Bei 
nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse 

 
 
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sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; 
Art. 28a Abs. 2 IVG).  
 
3.2 Bei Versicherten, die hingegen nur teilweise erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die 
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so 
wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Me-
thode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt 
der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so 
ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis 
IVV in der bis Ende 2017 geltenden Fassung).  
 
3.3 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (AS 2017 7581 f.), wurde für Teilerwerbs-
tätige, die sich zusätzlich im Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert. Dieses 
sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das 
Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus ihrem Teilzeitpensum abgestellt, sondern 
das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird 
(Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV in der ab 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung). Die so berechnete 
prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads gewichtet, 
den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (lit. c). 
 
3.4 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht er-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 
V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 
Bei im Haushalt tätigen Versicherten sind für die Beantwortung dieser Frage die persönlichen, 
familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreu-
ungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung so-
wie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der jeweiligen Verfügung 
entwickelt haben (BGE 137 V 338 E. 3.2). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als 
Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

 
 
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oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krank-
heit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
4.2  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6). Der Untersu-
chungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu 
erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es sich als unmöglich er-
weist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sach-
verhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversicherungsrecht kennt dem-
nach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu Gunsten der Versicher-
ten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen 
dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG], heute: Bundesgericht, vom 26. Februar 2004, I 109/03, E. 3.5). 
 
5.1 Zu prüfen sind der Bestand und die Höhe des Anspruchs auf eine Invalidenrente. Unbe-
stritten geblieben ist in diesem Zusammenhang, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall 
im Umfang von 68% einer erwerblichen Tätigkeit nachgegangen und im Übrigen zu 32% im Haus-
halt tätig gewesen wäre (IV-Dok 51, ebenso Beschwerdebegründung Ziffer 5). Keinerlei Anlass 
zu Zweifeln gibt sodann die Verbesserung ihrer gesundheitlichen Verhältnisse, wonach sie ab 
März 2022 zunächst wieder im Rahmen von 25% und ab Juni 2022 im Rahmen von 50% (bzw. 
ab August 2022 im Rahmen von 75%) ihres ursprünglichen Pensums als Floristin tätig war (IV-
Dok 60). Unbestritten geblieben ist sodann auch die Auswirkung dieser gesundheitlichen Verhält-
nisse in erwerblicher Hinsicht. Demnach würde die Beschwerdeführerin – hochgerechnet auf eine 
hypothetische Vollerwerbstätigkeit (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV; oben, Erwägung 3.3) – ohne Ge-
sundheitsschaden in ihrer angestammten Tätigkeit als Floristin im Zeitpunkt des Rentenbeginns 
im Jahr 2021 ein Valideneinkommen von Fr. 54’485.— (Fr. 37'050.— / 68% x 100%) erzielen (IV-
Dok 18). Ebenso unbestritten geblieben ist schliesslich der in Gegenüberstellung mit dem Invali-
deneinkommen resultierende gewichtete IV-Grad, wonach sich für die Zeit ab 21. September 
2021 ein IV-Grad von 68%, ab 1. März 2022 ein solcher von 51% und schliesslich ab 1. Juni 2022 
ein IV-Grad noch von 34% im erwerblichen Bereich ergibt. Die Beschwerdeführerin beanstandet 
einzig die von der IV-Stelle gestützt auf den Haushaltabklärungsbericht vom 24. Mai 2022 (IV-

 
 
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Dok 50) ermittelte, fehlende Einschränkung im Haushalt. Gestützt auf die Ausführungen ihres 
behandelnden Onkologen in dessen Bericht vom 26. August 2022 (Beilage 3 zur Beschwerdebe-
gründung) lässt sie im Wesentlichen vorbringen, dass die Erhöhung ihres Arbeitspensums zu 
einer Erschöpfung im Beruf und damit zeitgleich zu erheblichen Einschränkungen im Haushalt 
geführt habe. Wegen der Steigerung ihres Arbeitspensums habe sie sich vermehrt zu Hause 
erholen müssen und habe die verbleibenden 32% ihrer Gesamttätigkeit trotz freier Arbeitseintei-
lung und trotz Unterstützung durch Familienangehörige nicht ohne Weiteres für die Haushaltfüh-
rung nutzen können. In diesem Zusammenhang sei es insbesondere falsch, von ihrem erwach-
senen Sohn, der sich noch in Ausbildung befinde, zu erwarten, den Haushalt an ihrer Stelle zu 
besorgen. Es müsse deshalb von einer 100%-igen Einschränkung im Haushalt ausgegangen 
werden. Sollte das Gericht eine Wechselwirkung zwischen der Erhöhung ihres Pensums im er-
werblichen Bereich und den damit verbundenen erheblichen Einschränkungen im Haushalt ver-
neinen, sei die IV-Stelle zumindest zu verpflichten, eine erneute Abklärung vor Ort durchzuführen. 
Die IV-Stelle vertritt demgegenüber die Auffassung, dass zwar davon auszugehen sei, dass wäh-
rend der Phase des Aufbaus der Arbeitsfähigkeit noch eine gewisse Erschöpfung bei der Versi-
cherten vorhanden gewesen sei. Gleichwohl sei dem massgebenden Abklärungsbericht in keiner 
Weise zu entnehmen, dass sie nicht in der Lage gewesen wäre, derweil den Haushalt zu erledi-
gen. Die von ihr erst im Nachgang behauptete vollständige Einschränkung im Haushalt wider-
spreche ihren ursprünglichen Aussagen. Ausserdem erweise sich eine vollumfängliche Ein-
schränkung im Haushalt in medizinischer Hinsicht als nicht plausibel. Der Rentenanspruch sei 
gestützt auf den Abklärungsbericht vom 24. Mai 2022 deshalb zu Recht befristet worden. 
 
5.2 Analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 
351 E. 3a) sind für den Beweiswert eines Berichts über die Abklärung im Haushalt einer versi-
cherten Person verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Wesentlich ist, dass der Bericht von 
einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält-
nissen sowie von den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Behinderungen besitzt. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, 
wobei allenfalls divergierende Meinungen im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss 
plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen aus-
fallen sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all 
dies zu, kommt dem Abklärungsbericht volle Beweiskraft zu (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 
129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des EVG I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. 
auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und BGE 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammen-
hang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die 
im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zur Art und zum Umfang der Behinderung im Haus-
halt massgebend, sondern sie gelten analog auch für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der 
den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von Versicherten im Gesundheitsfall be-
trifft (Urteil des EVG I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu 
den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu 
äussern hat, bedarf es, soweit bei der versicherten Person keine psychiatrischen Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdi-
gen Angaben der versicherten Person selbst, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden 

 
 
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stehen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2018, 9C_671/2017, E. 4.2 mit Hinweisen). Ins-
besondere ist nicht erforderlich, dass sich neben der Abklärungsperson auch die behandelnden 
oder begutachtenden Ärztinnen und Ärzte zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung un-
ter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit äussern müssen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. 
April 2020, 8C_185/2020, E. 4.2.2 mit Hinweis). Schliesslich darf in Bezug auf die Haushaltab-
klärungsberichte nicht ohne Grund von den Angaben der versicherten Person abgewichen wer-
den (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Hintergrund bildet der Umstand, dass die fachlich 
hierfür primär zuständige Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Be-
schwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, 
E. 5.2 mit Hinweisen; BGE 128 V 93 E. 4). Das Gericht greift, sofern der Bericht formal korrekt 
erstellt worden ist, in das Ermessen der Abklärungsperson deshalb nur dann ein, wenn klar fest-
stellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der von ihr erhobenen Ab-
klärungsresultate vorliegen.  
 
5.3 Bei der Bemessung der Einschränkung im Haushaltbereich ist ausschlaggebend, wie 
sich der Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich konkret auswirkt, was grundsätzlich durch die 
Abklärung an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV) zu erheben ist. Die Abklärung erstreckt 
sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangehörigen, welche 
im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist und weitergeht als die ohne 
Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.1 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung ist vom Grundsatz auszugehen, dass einer Leistungsansprecherin oder einem Leis-
tungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die 
eine vernünftige Person in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn sie keinerlei Entschädigung 
zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltens-
weisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen 
Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung ihrer 
Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse 
Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie 
in erster Linie ihre Arbeit einteilen und im üblichen Umfang vorab die Mithilfe von Familienange-
hörigen in Anspruch nehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, 
E. 5.3).  
 
6.1 Im vorliegenden Fall sind die formalen Anforderungen an die Haushaltabklärung und an 
den entsprechenden Bericht vom 24. Mai 2022 zweifellos erfüllt. Die Abklärung wurde am 17. Mai 
2022 vor Ort in Anwesenheit der Versicherten von einer qualifizierten Fachperson der IV-Stelle 
vorgenommen. Aus deren Berichterstattung geht hervor, dass ihr die medizinischen Diagnosen 
und die daraus resultierenden Einschränkungen bekannt waren und dass die Versicherte zu den 
einzelnen Verrichtungen im Haushalt angehört wurde. Die Versicherte äusserte sich detailliert zu 
den ihr noch möglichen Verrichtungen in den einzelnen Haushaltsbereichen sowie auch zur Mit-
hilfe ihrer Familienangehörigen sowohl noch vor als auch nach dem Eintritt ihrer gesundheitlichen 
Einschränkungen. Schlüssig und korrekt erweist sich in diesem Zusammenhang namentlich auch 
der Verzicht auf eine Beurteilung der haushalterischen Einschränkungen nach einzelnen Pha-
senabschnitten, weil ein allfälliger Anspruch auf Rentenleistungen ohnehin erst nach Ablauf der 

 
 
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verspäteten Anmeldung vom 30. März 2021 und somit nicht vor Ende September 2021 eintreten 
kann (unten, nachfolgende Erwägung 7.3).  
 
6.2.1 Auch inhaltlich ist dieser Bericht nachvollziehbar ausgefallen. Daraus geht hervor, dass 
es der Versicherten mittlerweile zwar bessergehe, sie jedoch weiterhin täglich mit starker Müdig-
keit zu kämpfen habe. Oft habe sie Mühe beim Ein- und Durchschlafen. Tagsüber gönne sie sich 
nur kleine Pausen, andernfalls sie einschlafe und nachts nicht mehr schlafen könne. Die Chemo-
therapie habe sie gut überstanden. Es sei ihr entgegengekommen, dass sie zur Zeit des pande-
miebedingten Lockdowns zu Hause durch ihren Sohn umsorgt worden sei. Dieser habe einige 
Arbeiten im Haushalt übernommen und habe die Mithilfe bis heute teilweise auch beibehalten. 
Sie bemerke, wenn sie im Alltag mal wieder übertrieben habe; dann schmerze abends der ganze 
Körper. Sie spüre die Schmerzen insbesondere an den Arbeitstagen, da sie sich kaum Pausen 
gönnen könne. Seit März 2022 arbeite sie wieder zu 25% verteilt auf zwei Tage à je dreieinhalb 
Stunden. Aktuell sei noch nicht absehbar, wann es zu einer weiteren Steigerung ihrer Arbeitsfä-
higkeit kommen werde. Sie sei heute etwas egoistischer als früher und gönne sich auch Pausen. 
Sie habe gelernt, die Arbeiten zu Hause zu delegieren und bei der Arbeit auch nein zu sagen, 
wenn sie kurzfristig angefragt werde, für jemanden einzuspringen (IV-Dok 50, S. 1 f.). Die Wohn-
situation habe sich im Vergleich zur Situation noch vor Eintritt ihres Gesundheitsschadens nicht 
wesentlich verändert. Der jüngste Sohn mit Jahrgang 1999 sei gelernter Koch und wohne weiter-
hin noch zu Hause (a.a.O., S. 4 f.). Ohne gesundheitliche Einschränkung sei die Versicherte 
mehrheitlich für den Bereich Ernährung zuständig gewesen. Der Ehemann sei nicht oft zu Hause 
gewesen, habe sich aber bereits schon dazumal im üblichen Rahmen an den Arbeiten in der 
Küche beteiligt. Gekocht habe die Versicherte vorzugsweise selbst, zwischendurch aber auch ihr 
jüngerer Sohn in seiner Eigenschaft als gelernter Koch. In der akuten Phase im Nachgang zu den 
Chemotherapien und zur ersten Operation im März 2021 sei es ihr unmöglich gewesen, aufwen-
dig zu kochen oder etwas einzukochen. Das Gemüse sei vorzugsweise von den Söhnen und 
durch den Ehemann geerntet und von ihnen oder der Versicherten dann zubereitet worden. Ein-
gekocht und vorbereitet worden sei es meist durch die Schwiegereltern. Auch heute sei dies zwi-
schendurch noch der Fall. Gekocht werde weiterhin vorzugweise einmal täglich von der Versi-
cherten selbst. Auch die Reinigungsarbeiten führe die Versicherte weitestgehend selbst aus, je-
doch in Etappen und mit Pausen (a.a.O., S. 6). Im Bereich der Wohnungspflege sei die Versi-
cherte vor ihrer Erkrankung für alles zuständig gewesen, wobei die Söhne ihre Zimmer zwar 
selbst hätten aufräumen müssen, die Böden jedoch durch die Versicherte aufgenommen und 
gesaugt worden seien. Früher habe sie das komplette Haus einmal pro Woche an einem Tag 
gründlich gereinigt. Den Abfall auf die Strasse zu stellen, sei schon immer Aufgabe des Eheman-
nes gewesen. Nunmehr habe man einen Stausauger-Roboter angeschafft. Die Böden könne sie 
nicht mehr in einem Durchgang saugen und aufnehmen. Meist reiche die Kraft für ein bis zwei 
Räume, dann müsse die Versicherte eine Pause einlegen. Der Sohn habe einiges übernommen 
(a.a.O., S. 7). Einkäufe habe die Versicherte ohne gesundheitliche Einschränkungen meist an 
ihren Arbeitstagen getätigt und einmal pro Woche mit dem Auto einen Grosseinkauf vorgenom-
men. In der akuten Phase habe der Sohn die Einkäufe für die ganze Familie getätigt und die 
Waren zu Hause verstaut. Mittlerweile gehe die Versicherte aber wieder selbst einkaufen. 
Schwere Einkäufe würden weiterhin vom Sohn getragen und verstaut. Die Versicherte habe zwar 
kein Gewichtslimit mehr zu beachten, möchte jedoch kein Risiko eingehen, so dass der Sohn 

 
 
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beispielsweise das Waschmittel in den Keller trage. Bei der Administration habe sich keine Än-
derung ergeben, der Ehemann würde sich jedoch nunmehr auch ins E- Banking einarbeiten 
(a.a.O., S. 8). Ohne gesundheitliche Einschränkung sei die Versicherte für den kompletten 
Waschvorgang zuständig gewesen. Nun habe der Sohn begonnen, die Wäsche für sich selbst 
und auch für die Familie zu waschen. Die Wäsche könne die Versicherte selbst tragen, an 
schlechten Tagen frage sie den Ehemann oder den Sohn um Hilfe. Sie könne die Wäsche auch 
selbst in die Waschmaschine legen und wieder herausnehmen. Das Aufhängen sei ihr jedoch 
nicht mehr möglich, weil sie die Arme postoperativ nicht gut über Kopf halten könne. Im Winter 
habe sie daher einen Wäscheständer benutzt, und der Sohn oder der Ehemann hätten die restli-
che schwere Wäsche aufgehängt. Zudem habe der Ehemann im Aussenbereich einen Wäsche-
ständer montiert, der nunmehr auf eine Höhe gebracht worden sei, auf welcher es ihr möglich 
sei, sämtlich Wäsche aufzuhängen. Beim Bügeln hätten sich keine Änderungen ergeben (a.a.O., 
S. 9). Die Garten- und Umgebungspflege sei zuvor vorwiegend durch die Versicherte vorgenom-
men worden. Bereits kurz vor Ausbruch ihrer Krankheit habe man zwei Roboter-Rasenmäher 
gekauft, welche auch nunmehr im Einsatz seien. Die Bäume würden weiterhin vom Ehemann 
geschnitten. Beim Ernten würden der Ehemann und der Sohn mithelfen, weil die Versicherte 
selbst dies nur noch in Etappen und mit vielen Pausen selbst schaffen würde (a.a.O., S. 10). 
Gemäss den eigenen Angaben der Versicherten habe die erste akute Phase von September 
2020 bis anfangs Sommer 2021 gedauert. Nach der zweiten Operation im September 2021 sei 
sie hingegen weniger als drei Monate lang stark eingeschränkt gewesen (a.a.O., S. 10). Den 
abschliessenden Bemerkungen der Abklärungsperson zufolge habe die Versicherte direkte und 
klare Antworten gegeben und sei der Abklärung gegenüber offen gewesen (a.a.O., S. 11). Eine 
Einschränkung im Haushalt liege keine vor.  
 
6.2.2 Der Abklärungsbericht zeichnet einen umfassenden Vergleich zwischen den vor und 
nach Eintritt der gesundheitlichen Einschränkungen gelebten Verhältnisse. Die daraus resultie-
renden Schlussfolgerungen überzeugen. Ungereimtheiten oder allfällige Widersprüche liegen 
keine vor. Weder hat die Beschwerdeführerin geltend gemacht noch ergeben sich entsprechende 
Hinweise aus den Akten, dass ihre Aussagen unvollständig oder gar falsch protokolliert worden 
wären. Daran ist deshalb praxisgemäss festzuhalten (oben, Erwägung 5.1 a.E.). Entgegen der 
von ihr vertretenen Auffassung ist dem Abklärungsbericht insbesondere auch nicht zu entneh-
men, dass die Versicherte eine durch die Erhöhung ihres Arbeitspensums wechselseitig bedingte 
Erschöpfung im Haushalt beklagt hätte. Mit Blick auf den Bericht ihres behandelnden Onkologen 
vom 26. August 2022 (Beilage 3 zur Beschwerdebegründung) lässt sie nunmehr vorbringen, dass 
sie seit der stufenweisen Wiederaufnahme ihrer Arbeit wegen ihrer krankheits- und therapiebe-
dingten Erschöpfung einen unberücksichtigten Mehrbedarf an Erholung im Haushalt benötigt 
habe. Aus diesem Arztbericht geht zwar eine ausgeprägte Erschöpfungssymptomatik hervor. Der 
Onkologe begründet darin aber nicht etwa eine andauernde Einschränkung im Haushalt, sondern 
lediglich eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf. Über eine allfällige Ein-
schränkung bei der Verrichtung des Haushalts schweigt sich der behandelnde Facharzt hingegen 
aus. Zudem hat die von ihm attestierte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit lediglich bis Novem-
ber 2021 bestanden. Diese Einschätzung deckt sich mit den Aussagen der Versicherten, wonach 
sie nach der zweiten Operation im September 2021 weniger als drei Monate lang stark einge-
schränkt gewesen sei. 

 
 
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6.2.3 Die Versicherte hat ihr Pensum anfangs März 2022 im Umfang von 25% ihres ursprüng-
lichen Arbeitspensums von 68% aufgenommen und sodann per Juni 2022 auf 50% gesteigert 
(IV-Dok 60). Damit ist ihr aber für die Verrichtung des Haushalts ab März 2022 ein gewichtetes 
Pensum von 83% (100% abzüglich 25% x 68% ihres ursprünglichen Arbeitspensums) und ab 
Juni 2022 ein solches von 66% (100% abzüglich 50% x 68% ihres ursprünglichen Arbeitspen-
sums) verblieben.  Dies entspricht – namentlich zu Beginn der Erhöhung ihres Arbeitspensums 
deutlich – mehr als der doppelten Zeit, die ihr ursprünglich als valide Person noch zur Verfügung 
gestanden ist. Eine massgebende Einschränkung im Haushalt kann bei dieser Aktenlage nicht 
ausgemacht werden. Auch wenn ein gewisser Pausenbedarf unmittelbar nach der zweiten Akut-
phase nicht von der Hand zu weisen sein mag, verblieb der Versicherten jedenfalls schon dazu-
mal bereits genügend Zeit, um ihren Haushalt bewältigen zu können. Es ist in diesem Zusam-
menhang in Erinnerung zu rufen, dass eine chronische Müdigkeit und eine rasche Erschöpfbar-
keit im Haushaltsbereich, in dem die versicherte Person ihre Zeit und die anfallenden Arbeiten 
frei einteilen und jederzeit Pausen einlegen kann, geringere Auswirkungen als bei der Erwerbs-
tätigkeit zeitigt. Damit aber ist auch im konkreten Fall nicht ersichtlich, inwiefern sich aufgrund 
von Wechselwirkungen zwischen Erwerb und Aufgabenbereich im Haushalt weitgehende Ein-
schränkungen ergeben können. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich mit der gesund-
heitsbedingten Reduktion der erwerblichen Tätigkeit der Spielraum zur freien Einteilung der ver-
bleibenden Haushaltsaufgaben (zusätzlich) erhöht (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2021, 
9C_55/2021, E. 4.2). Die behauptete Einschränkung ist aber auch deshalb nicht anzunehmen, 
weil es nicht nachvollziehbar erschiene, die berufliche Tätigkeit innert Kürze einerseits weiter zu 
erhöhen (IV-Dok 60), wenn zeitgleich zunehmende und erhebliche Einschränkungen im Haushalt 
zu beklagen gewesen wären. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang bean-
tragen lässt, dass ihr eine ganze IV-Rente auszurichten sei, ist festzustellen, dass der hierfür 
erforderliche, gewichtete IV-Grad von mindestens 70% bei einem Haushaltsanteil von 32% seit 
der Wiederaufnahme der erwerblichen Tätigkeit von 50% ab Juni 2022 selbst bei einer vollstän-
digen Einschränkung im Haushalt von 100% nicht zu erreichen wäre. Im Gegenteil ist davon aus-
zugehen, dass ein verbleibender Pausenbedarf bereits kurz nach der zweiten Operation der Ver-
sicherten im September 2021 hinlänglich in den Alltag hat integriert werden können, ohne dass 
im Haushalt eine wesentliche Einschränkung zu verzeichnen gewesen wäre. 
 
6.2.4 Weiter lässt die Beschwerdeführerin vorbringen, dass die im Haushaltsbericht angerech-
nete Mitwirkung namentlich ihres Sohnes über das zulässige Normalmass hinausgehe und damit 
ihre eigene Schadenminderungspflicht überstrapaziert worden sei. Auch dieser Auffassung kann 
nicht beigepflichtet werden. Ihren unbestritten gebliebenen Aussagen zufolge ging die Versi-
cherte im Zeitpunkt der Abklärung ihrer haushalterischen Verhältnisse per Mitte Mai 2022 bereits 
wieder selbst einkaufen. Auch das tägliche Zubereiten der Mahlzeiten und die Wäsche erledigte 
sie seither offenbar wieder mehrheitlich alleine. Nicht anders verhält es sich mit den Reinigungs-
arbeiten, welche die Versicherte ebenfalls wieder «weitgehendst» selbst ausgeführt hat. Zumal 
sich bei der Abfallentsorgung, beim Schneiden der Bäume im Garten sowie bei der Administration 
im Vergleich zur Situation noch als valide Person offenbar keine Änderungen ergeben haben, 
beschränkten sich die gesundheitlich bedingten Hilfestellungen per Mitte Mai 2022 letztlich noch 

 
 
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auf die Ernte aus dem Garten, deren küchenseitige Verarbeitung, das Aufhängen schwerer Wä-
sche und das Verstauen schwerer Einkäufe. Diese Hilfen sind als eher untergeordneter Natur zu 
bezeichnen. Der Versicherten ist zwar beizupflichten, dass sie im Nachgang zu ihrer zweiten 
Operation im September 2021 zunächst noch auf eine intensivere Hilfe angewiesen war. Diese 
Phase war auch ihren eigenen Aussagen zufolge jedoch nur von relativ kurzer Dauer (IV-Dok 50, 
S. 10). Der im gleichen Haushalt wohnende Sohn der Versicherten war zu diesem Zeitpunkt 
längst volljährig (IV-Dok 50, S. 4). Von ihm konnte deshalb selbst in der Phase der postoperativen 
Rekonvaleszenz erwartet werden, dass er seinen Haushalt grundsätzlich selbst besorgt und sich 
anteilsmässig auch an der gemeinsamen Haushaltsarbeit beteiligt. Ohnehin ist festzustellen, 
dass die Mitarbeit des Sohnes nicht wie behauptet umfassend ausgefallen ist, sondern sich nach 
den unbestritten gebliebenen Aussagen der Versicherten zufolge auf «einige» Arbeiten im Haus-
halt beschränkt hat (IV-Dok 50, S. 1 f.). Wie beispielsweise in einer Wohngemeinschaft bewegte 
sich seine Beteiligung durchaus im üblichen Rahmen, wobei seitens des Sohnes nach der zwei-
ten Akutphase insbesondere auch ohne Weiteres zu erwarten war, körperlich schwerere und rü-
ckenbelastenden Arbeiten wie namentlich das Tragen und Verstauen schwerer Einkäufe, das 
wöchentliche Mitreinigen gemeinsamer Räume und das Aufhängen schwerer Wäsche anderer 
Familienangehöriger hin und wieder zu erledigen (oben, Erwägung 5.3). Diese Aufgaben bedin-
gen in zeitlicher Hinsicht allesamt keinen übermässigen Einsatz eines im gleichen Haushalt le-
benden Familienangehörigen. Eine unübliche Aufgaben- und Rollenverteilung kann darin jeden-
falls nicht erkannt werden, zumal der Sohn seinen bisherigen Beruf pandemiebedingt aufgegeben 
hatte und in der hier interessierenden Periode trotz seiner Weiterbildung für die Mithilfe im ge-
meinsamen Haus offenbar mehr als noch zuvor zur Verfügung gestanden ist. Ausserdem kann 
mit Blick auf die berufliche Qualifikation als ursprünglich gelernter Koch auch keinesfalls gesagt 
werden, die Festlegung der Schadenminderung durch den Sohn sei hinsichtlich der Mitarbeit 
beim Kochen oder der Verarbeitung der gartenseitigen Ernte in Verkennung der Situation von 
Personen in vergleichbaren Umständen erfolgt (Urteil des Bundesgerichts 8C_879/2012 vom 17. 
Januar 2013, E. 4.2). Es tritt hinzu, dass der Ehemann, der zwar berufsbedingt oftmals nicht zu 
Hause ist, sich bereits vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkungen im üblichen Rahmen an 
den Arbeiten in der Küche beteiligt hatte (IV-Dok 50, S. 6). Unter diesen Voraussetzungen ist das 
Ergebnis des Haushaltsberichts, demzufolge mit Blick auf eine zusätzliche Mithilfe des Sohnes 
der Versicherten letztlich keine Einschränkung im haushalterischen Bereich resultiert, nachvoll-
ziehbar und schlüssig ausgefallen. Da mit Blick auf die hier in zeitlicher Hinsicht interessierenden 
Umstände ab September 2021 anlässlich einer erneuten Abklärung vor Ort keine neuen Erkennt-
nisse zu erwarten wären, kann bei dieser Aktenlage in antizipierter Beweiswürdigung auf ergän-
zende Abklärungen verzichtet werden.  
 
7.1 Das Gericht hat bei dieser Ausgangslage grundsätzlich keinen Anlass, die für den Ren-
tenanspruch massgebenden, im Übrigen aber unbestritten gebliebenen Bemessungsparameter 
(oben, Erwägung 5.1) näher zu überprüfen. Die Rechtsanwendung gehört zwar zur Richterpflicht. 
Gleichwohl verlangt das Rügeprinzip, dass die Parteien bezüglich der geltend gemachten Sach- 
und Rechtslage jene Einwendungen zu erheben haben, die nicht augenfällig sind oder die sich 
nicht unmittelbar aus den Sachverhaltsfeststellungen der Gegenpartei ergeben (FRITZ GYGI, Bun-
desverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 214 f.). Zusätzliche Abklärungen sind je-
denfalls nur vorzunehmen und von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen 

 
 
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sind nur zu überprüfen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen hinreichender Anlass besteht 
(BGE 110 V 54 E. 4). Ein solcher Anlass ist hier grundsätzlich nicht ersichtlich. 
 
7.2 Hinzuweisen bleibt indessen auf Art. 88a Abs. 1 IVV. Danach ist eine Verbesserung der 
Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder die Aufhebung einer Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dau-
ern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung 
drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Entsprechend sieht auch 
das massgebende Kreisschreiben vor, dass bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit eine 
Wartefrist von drei Monaten zu berücksichtigen ist (Rz. 5504 KSIR mit Hinweis). Eine Rente ist 
bei Wegfall der Invalidität daher erst nach Ablauf von drei Monaten seit Eintritt der anspruchser-
heblichen Verbesserung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a). Vorliegend ist aufgrund der Akten 
erstellt, dass die Versicherte ihre Arbeit ab März 2022 zunächst im Umfang von 25% und sodann 
ab Juni 2022 im Umfang von 50% ihres ursprünglich als valide Person ausgeübten Teilzeitpen-
sums wieder aufgenommen hat (IV-Dok 76, S. 5; IV-Dok 60). Diese Verbesserung ist entspre-
chend der Regelung in Art. 88a Abs. 1 IVV erst ab Juni 2022 bzw. ab September 2022 zu berück-
sichtigen. Der Versicherten steht damit bis Ende Mai 2022 noch eine Dreiviertelrente der IV und 
bis Ende August 2022 noch eine solche im Umfang von 51% zu.  
 
7.3 Zu klären ist schliesslich, ab welchem Zeitpunkt die Versicherte die ihr zustehende Drei-
viertelrente erstmals beanspruchen kann. Art. 29 Abs. 1 IVG schreibt in Bezug auf den Renten-
anspruch vor, dass dieser frühestens nach Ablauf von sechs Monaten seit Geltendmachung des 
Leistungsanspruches entsteht. Der Rentenanspruch entsteht deshalb frühestens sechs Monate 
nach Einreichung der Anmeldung (BGE 142 V 547; Rz. 2222 KSIR). Die Rente wird in Anwen-
dung von Art. 29 Abs. 3 IVG vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch 
entsteht. Diese IV-spezifische Bestimmung steht im Einklang mit Art. 29 Abs. 1 ATSG, wonach, 
wer eine Versicherungsleistung beansprucht, sich beim zuständigen Versicherungsträger in der 
für die jeweilige Sozialversicherung gültigen Form anzumelden hat. Wird eine Anmeldung nicht 
formgerecht oder bei einer unzuständigen Stelle eingereicht, so ist für die Einhaltung der Fristen 
und für die an die Anmeldung geknüpften Rechtswirkungen jener Zeitpunkt massgebend, in dem 
sie der Post übergeben oder bei der unzuständigen Stelle eingereicht wird (Art. 29 Abs. 3 ATSG). 
Die IV-Stelle ist in der vorliegend angefochtenen Verfügung davon ausgegangen, dass der Ver-
sicherten ab 1. Oktober 2021 ein Anspruch auf eine Dreiviertelrente zusteht (IV-Dok 76, S. 1). Im 
Textteil ihrer Verfügung, wie er auch bereits ihrem Vorbescheid vom 7. März 2022 zu Grunde 
gelegt worden war (IV-Dok 61), hat sie den Anspruchsbeginn jedoch auf den 1. September 2021 
festgelegt (a.a.O., S. 4). Auch in ihrer Vernehmlassung vom 27. Oktober 2023 ist sie davon aus-
gegangen, dass der Versicherten bereits ab September 2021 eine Dreiviertelrente der IV zusteht 
(a.a.O., Ziffer 2). Die Versicherte hat ihr Leistungsgesuch am 28. März 2021 unterzeichnet. In der 
Folge hat sie dieses offenbar fälschlicherweise bei ihrem Krankentaggeldversicherer eingereicht, 
von welchem sie das Gesuchs-Formular zunächst erhalten hatte. Dieser hat das Leistungsge-
such dem entsprechenden Eingangsstempel zufolge aber noch am 30. März 2021 erhalten (IV-
Dok 5). Mit Blick auf Art. 29 Abs. 3 ATSG erhellt somit, dass die Versicherte ihren Leistungsan-
spruch noch im März 2021 angemeldet hat und ihr die Dreiviertelrente somit nach Ablauf der 

 
 
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sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG bereits mit Wirkung ab 1. Septem-
ber 2021 auszurichten ist. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1‘ 000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
unter Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin trotz teilweiser Gut-
heissung der Beschwerde, wonach die von der IV-Stelle ermittelten IV-Grade bestätigt werden 
und lediglich der Rentenanspruch ein Monat früher beginnt und dessen Anpassung um jeweils 
drei Monate verschoben wird, grossmehrheitlich unterlegen. Die Verfahrenskosten sind deshalb 
ihr aufzuerlegen und mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Vorschuss zu verrechnen. Da 
die Beschwerdeführerin grossmehrheitlich unterliegt, ist ihr auch keine Parteientschädigung zu-
zusprechen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und es wird festgestellt, 
dass die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. September 2021 bis 31. 
Mai 2022 Anspruch auf eine Dreiviertelrente der Invalidenversicherung 
sowie für die Zeit vom 1. Juni 2022 bis 31. August 2022 einen Anspruch 
auf eine Invalidenrente im Umfang von 51% hat. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.— werden der Beschwerde-
führerin auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.