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**Case Identifier:** ffc9b831-971c-5d53-9020-d50142efb032
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.03.2010 D-1631/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1631-2010_2010-03-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1631/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
vertreten durch lic. iur. Othman Bouslimi,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. März 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1631/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  kosovarischer  Staatsangehöriger 
und ethnischer Ashkali aus B._______ – eigenen Angaben zufolge am 
8. Februar  2010  seinen  Heimatstaat  verliess,  am  14. Februar 2010 
unter Umgehung der Grenzkontrollen in die Schweiz einreiste, wo er 
am darauf folgenden Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
(...) um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer am 18. Februar 2010 im EVZ (...) befragt 
und am 4. März 2010 wiederum in (...) vom BFM angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen geltend machte, er habe sich zwischen 1990 und 2006 
in  C._______ aufgehalten,  wo er  unter  dem Aufenthaltstitel  der  Dul-
dung gelebt habe,

dass man ihn nachdem er straffällig geworden sei, am 19. September 
2006 nach Kosovo zurückgeschickt habe,

dass er nach D._______ (B._______) zurückgekehrt sei, wo sein Vater 
ein Haus besessen habe,

dass  er  kurz  nach  seiner  Rückkehr  von Unbekannten,  welche  unter 
anderem Polizeiuniformen getragen hätten, überfallen worden sei,

dass  man  ihn  gefragt  habe,  wo  er  sich  während  des  Krieges  auf-
gehalten, weshalb er nichts für die Befreiung seiner Heimat getan und 
was er im Dorf zu suchen habe,

dass  man  ihn  wiederholt,  teilweise  zwei  Mal  im  Monat,  verprügelt 
habe,

dass  er  etwa ein  Jahr  nach seiner  Rückkehr  derart  stark  verprügelt 
worden sei – er habe sich Rippenbrüche, Verletzungen am Kopf und 
Schürfungen zugezogen – dass er sich in Spitalpflege habe begeben 
müssen,

dass er nach der Entlassung aus dem Spital zur Polizei von B._______ 
gegangen sei und eine Anzeige habe machen wollen, welche jedoch 
nicht angenommen worden sei,

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dass er  in  der  Folge nicht  mehr  nach D._______ zurückgekehrt  sei, 
sondern  sich  bis  zu  seiner  Ausreise  bei  Verwandten  in  E._______, 
F._______ und G._______ aufgehalten habe, 

dass er das Haus in D._______ verkauft habe,

dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Asylvorbringen 
eine  von  der  Gemeindeverwaltung  B._______  beglaubigte 
Zeugenaussage  –  wonach  er  aus  wirtschaftlichen  Gründen  nicht  in 
Kosovo  leben  könne  –  vom  24.  Februar  2010,  ein  als  Kaufvertrag 
bezeichnetes  handschriftliches  Schreiben  vom  30.  Dezember  2008 
und einen Auszug aus dem Grundbuch der Gemeinde B._______ vom 
1. Dezember 2009 zu den Akten reichte,

dass das BFM mit  Verfügung vom 10. März 2010 – gleichentags er-
öffnet  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der  Schweiz sowie den Vollzug anordnete  und mit 
der  Eröffnung  der  Verfügung  Einsicht  in  die  editionspflichtigen  Ver-
fahrensakten gewährte,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  seines  Nichteintretens-
entscheides  auf  die  Tatsache  hinwies,  dass  der  Bundesrat  mit  Be-
schluss vom 6. März 2009 Kosovo als verfolgungssicheren Staat ("safe 
country") im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet habe,

dass die Bezeichnung eines Landes als "safe country"  die widerleg-
bare Vermutung der Verfolgungssicherheit begründe und nach Art. 34 
Abs. 1 AsylG auf Gesuche von Asylbewerbern  aus solchen Ländern 
nicht eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers haltlos seien, und es nicht 
plausibel  sei,  warum  er  trotz  den  bis  Ende  2007  anhaltenden  Be-
helligungen, Überfällen und physischen Beeinträchtigungen mit seiner 
Ausreise bis im Februar des Jahres 2010 zugewartet habe, zumal er-
fahrungsgemäss eine  Ausreise  innert  kurzer  Frist  kein Problem dar-
stelle,

dass  zudem  die  Schilderungen  seiner  Schwierigkeiten  an  seinem 
Wohnort widersprüchlich ausgefallen und daher nicht glaubhaft seien,

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dass er in der Erstbefragung angegeben habe, die Täter seien mas-
kiert gewesen und es sei täglich zu Auseinandersetzungen gekommen 
(vgl. A1, S. 5),

dass er hingegen anlässlich der Anhörung zu Protokoll gegeben habe, 
er erinnere sich an diese Personen und ihre Gesichter, es seien immer 
die gleichen Leute gewesen und sie seien bis zu zwei Mal pro Monat 
erschienen (vgl. A6 F47, F50-53, S. 7),

dass da diese Vorbringen nicht  glaubhaft  seien,  auch nicht  geglaubt 
werden könne, dass die geltend gemachten Ereignisse zu den Narben 
am Körper  des Beschwerdeführers und zum Verkauf  seines  Hauses 
geführt  hätten und die eingereichten Beweismittel die Glaubhaftigkeit 
nicht wieder herzustellen vermöchten,

dass sich aus den Akten mithin keine Hinweise ergeben würden, wel-
che geeignet wären, die Vermutung fehlender Verfolgung im Sinne von 
Art. 6 Abs. 2 Bst. a AsylG umzustossen,

dass der Vollzug der Wegweisung zudem zulässig, zumutbar und mög-
lich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  16. März 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und  dabei  unter  anderem  beantragte,  der  Entscheid  des  BFM  vom 
10. März  2010  sei  aufzuheben  und  (sinngemäss)  der  Vollzug  der 
Wegweisung sei unzumutbar,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht (sinngemäss) die Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege,  der  aufschiebenden  Wirkung  (be-
ziehungsweise  einer  vorsorglichen  Massnahme)  und  einer  ver-
nünftigen Frist zur Einreichung eines ärztlichen Berichtes beantragte,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. März 2010 per Telefax beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer all-
fälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat 
(Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass  daher  auf  das  sinngemäss  gestellte  Rechtsbegehren,  die  auf-
schiebende  Wirkung  sei  zu  gewähren,  mangels  Beschwer  nicht 
einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten  nach  Art. 6a  Abs. 2  Bst. a  AsylG  (sogenannte  "safe  countries") 
nicht  eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Bundesrat  mit  Beschluss  vom  6.  März  2009  Kosovo  zum 
"safe country" im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG erklärt hat und 
von dieser  Einschätzung im Rahmen der  periodischen Prüfung (vgl. 
Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist,

dass das Bundesamt Kosovo daher zu Recht und unbestrittenerweise 
als auf der bundesrätlichen Liste verfolgungssicherer Staaten stehend 
erkannt  hat  und  somit  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides  auf  der  Grundlage  von  Art. 34  Abs. 1 
AsylG grundsätzlich erfüllt ist,

dass  die  in  der  angefochtenen Verfügung nachgezeichneten Beweg-
gründe für diesen Bundesratsbeschluss vom 6. März 2009 offensicht-
lich  gesetzlich  zureichend abgestützt  sind  (Art. 6a  Abs. 2  Bst. a  und 
Art. 34 Abs. 1 AsylG) und im vorliegenden Verfahren keiner Diskussion 
zugänglich  sind,  vorbehältlich  der  Überprüfung  allfällig  in  concreto 
dennoch bestehender Hinweise auf Verfolgung,

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dass  praxisgemäss  bei  Art. 34  Abs. 1  AsylG  derselbe  weite  Ver-
folgungsbegriff  zur  Anwendung  gelangt  wie  bei  den  Art. 18,  Art. 33 
Abs. 3  Bst. b  und  Art. 35  AsylG  (zu  den  beiden  erstgenannten  Be-
stimmungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile 
im Sinne von Art. 3 AsylG umfasst, sondern auch die von Menschen-
hand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44 
Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs. 3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20) (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 
E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem dabei ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

dass, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung ergeben, de-
ren Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden 
kann,  auch bei Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten ein-
lässlich  geprüft  werden  muss,  ob  sie  die  Flüchtlingseigenschaft  er-
füllen (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass die Vorinstanz zutreffend und in ausführlicher Begründung fest-
gestellt  hat,  dass  sich  aufgrund  der  unglaubhaften  Vorbringen  ins-
gesamt keine Hinweise auf Verfolgung ergäben und in den diesbezüg-
lichen Erwägungen kein Beanstandungspotenzial zu erkennen ist,

dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende zu-
sammenfassende Darlegung dieser Erwägungen sowie im Detail  auf 
den  diesbezüglichen  Inhalt  der  angefochtenen  Verfügung  (vgl.  dort 
E. I) verwiesen wird,

dass  die  erkannten  Unglaubhaftigkeitselemente  eklatant  und  augen-
fällig  sind  und  keinen  andern  Schluss  zulassen,  als  dass  die  Ver-
folgungsvorbringen nicht der Wahrheit entsprechen,

dass  der  Inhalt  der  Beschwerdeschrift  keine  andere  Sichtweise  er-
kennen lässt, da das darin Aufgeführte nicht geeignet ist, die in den 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  enthaltenen  Widersprüche  und 
Ungereimtheiten  zu  entkräften,  zumal  er  die  Protokolle  mit  seiner 
Unterschrift genehmigte,

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  einlässlicher  Prüfung  der 
Akten und der Beschwerdeeingabe vom 16. März 2010 zur Ansicht ge-
langt,  dass im Verfahren des Beschwerdeführers keine Hinweise auf 
Verfolgung vorliegen, welche nicht auf den ersten Blick als haltlos er-
kennbar wären,

dass  deshalb  auch  darauf  verzichtet  werden  kann,  die  Einreichung 
weiterer  in  Aussicht  gestellter  Dokumente  (Arztbericht)  abzuwarten, 
zumal von vornherein gewiss ist, dass diese an der rechtlichen Über-
zeugung nichts zu ändern vermögen (vgl. EMARK 2003 Nr. 13 S. 84),

dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Kosovo noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass in Kosovo keine Situation wie Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeine 
Gewalt vorliegt,

dass das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass die Lebens-
bedingungen  in  Kosovo  schwierig  und  mit  dem  allgemein  in  der 
Schweiz üblichen Lebensstandard nicht zu vergleichen sind,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen kosovarischen Staats-
bürger handelt, welcher der Minderheitsethnie der Ashkali angehört,

dass was die albanischsprachigen Roma, Ashkali  und "Ägypter"  aus 
Kosovo  im  Allgemeinen  betrifft,  das  Bundesverwaltungsgericht  in 
BVGE 2007/10 die letzte Lagebeurteilung der ARK (wiedergegeben in 
EMARK 2006  Nr. 10  und  Nr. 11)  aktualisiert  und  befunden hat,  der 
Wegweisungsvollzug  von  Angehörigen  dieser  Minderheiten  nach 

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Kosovo sei  in  der  Regel  zumutbar,  sofern  aufgrund  einer  Einzelfall-
abklärung  (insbesondere  durch  Untersuchungen  vor  Ort  durch  das 
Verbindungsbüro in Kosovo) feststehe, dass bestimmte Reintegrations-
kriterien – wie berufliche Ausbildung, Gesundheitszustand, Alter, aus-
reichende Lebensgrundlage und Beziehungsnetz – erfüllt  seien,  und 
diese Beurteilung gemäss den Erkenntnissen des Bundesverwaltungs-
gerichts auch nach der Unabhängigkeit Kosovos noch gültig ist,

dass die Einzelfallabklärung nicht zwingend – wie sich auch aus der 
Formulierung im Urteil BVGE 2007/10 ("notamment" beziehungsweise 
"insbesondere")  ergibt,  in  einer  vor  Ort  durch  das  Schweizer  Ver-
bindungsbüro  beziehungsweise  –  seit  deren  Eröffnung  Ende  März 
2008  –  durch  die  Schweizer  Botschaft  in  Pristina  getätigten  Unter-
suchung bestehen muss,

dass  auf  eine  Abklärung  vor  Ort  verzichtet  werden  kann,  wenn  der 
Sachverhalt in Bezug auf die konkreten Lebensumstände aufgrund der 
Aussagen  eines  Beschwerdeführers  beziehungsweise  einer  Be-
schwerdeführerin  oder  aufgrund  anderer  sich  bei  den  Akten  be-
findlichen Unterlagen ausreichend erstellt ist,

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben aus D._______ 
(B._______)  stammt  und  die  letzten  etwas mehr  als  zwei  Jahre  vor 
seiner Ausreise in E._______, F._______ und G._______ unbehelligt 
bei  Verwandten  –  bei  denen  er  auch  bei  der  Rückkehr  zumindest 
vorübergehend wieder wohnen kann – gelebt hat (vgl. A1, S. 1 und 5),

dass  er  –  wie  die  Bevölkerungsmehrheit  in  Kosovo  –  muslimischen 
Glaubens ist  und als  seine Muttersprache albanisch angibt  (vgl. A1, 
S. 2),

dass er als Schuhmacher über einen soliden Handwerksberuf verfügt 
(vgl. A1, S. 2),

dass er zudem – wie das BFM in seiner Verfügung vom 10. März 2010 
bereits  zutreffend bemerkte – auch auf  die finanzielle  Unterstützung 
seiner in C._______ und der (...) wohnhaften Verwandten zählen kann 
(vgl. A1, S. 3),

dass daher nicht zu befürchten ist, dass der junge und soweit akten-
kundig gesunde Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr nach Kosovo 
in eine konkrete, seine Existenz bedrohende Situation geraten könnte,

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dass demnach der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  mit  dem  vorliegenden  Urteil  die  Beschwerde  abgewiesen  wird 
und damit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist, weshalb sich 
der  Antrag  auf  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen –  solche  sind 
ohnehin nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam – als 
gegenstandslos erweist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren – wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben,  Beila-
gen: Einzahlungsschein, Verfügung des BFM im Original)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N _______)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Stadelmann

Versand:

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