# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57e6573b-d8b9-56c1-b855-e264b5bb642b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 12.05.2015 S 2014 160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-160_2015-05-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 160

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar ad hoc Paganini

URTEIL

vom 12. Mai 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch die Vereinigung für Beschützung der Menschenrechte 

"Freidenker-Bernblick", Dr. Nizif Veledar, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war bis Ende November 1991 bei der Bauunternehmung 

B._____ AG, in X._____, angestellt und in dieser Eigenschaft bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen 

die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. 

2. Mit Schreiben vom 15. Juli 2003 und 19. Dezember 2004 teilte der 

damalige Rechtsvertreter von A._____ der SUVA mit, dass sich A._____ 

am 11. Dezember 1991 während eines Holztransportes in Y._____ als 

Lenker eines Traktors schwer verletzt habe, und beantragte die 

Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen. Hierzu reichte er 

eine Reihe von Arztberichten ein, woraus hervorging, dass A._____ am 

11. Dezember 1991 in ein Regionalkrankenhaus eingewiesen worden 

war, wo er bis zum 12. Januar 1992 stationär behandelt wurde. Die 

dortigen Ärzte diagnostizierten Kontusionen an Kopf, Thorax, Wirbelsäule, 

Schulter, Knie und rechter Hüfte, eine Commotio cerebri sowie ein 

zervikales Schleudertrauma. Die radiologischen Untersuchungen ergaben 

keine Frakturen. Im Anschluss an den Spitalaufenthalt wurde A._____ 

ambulant weiterbehandelt, wobei bei ihm auch psychische Störungen 

festgestellt wurden. Am 17. Mai 2004 wurde eine CT-Untersuchung des 

Kraniums durchgeführt, bei welcher sich ein "alter" postkontusioneller 

Brennpunkt fronto-parietal links zeigte. 

3. Mit Bericht vom 20. Mai 2005 teilte die von der SUVA beauftragte Europ 

Assistance (Suisse) AG der SUVA mit, dass der zuständige Polizeiposten 

über keine Akten hinsichtlich des Ereignisses vom 11. Dezember 1991 

mehr verfüge, da der Polizeiposten während des Krieges im Jahr 1992 

zerstört worden sei. 

4. Am 30. Juni 2005 teilte der zuständige SUVA-Schadensachbearbeiter 

dem Rechtsvertreter von A._____ telefonisch mit, dass zur weiteren 

Abklärung ein stationärer Aufenthalt von A._____ in einer Rehaklinik 

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unerlässlich sei. Er solle ihm melden, wann A._____ wieder reisefähig sei. 

Da sich der Rechtsvertreter in der Folge nicht mehr verlauten liess, wurde 

er mit Schreiben vom 1. Juli 2005 und 7. September 2006 entsprechend 

gemahnt. 

5. Mit Schreiben von 10. Juli 2010 ersuchte der Rechtsvertreter von A._____ 

die SUVA erneut um rasche Fallerledigung. Diese wies ihn am 12. Juli 

2010 wiederum darauf hin, dass zur Beurteilung der Leistungspflicht ein 

stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik unerlässlich sei. 

6. Mit Schreiben vom 9. Juli 2012 verlangte der Rechtsvertreter von A._____ 

von der SUVA die Ausstellung eines "rechtsbehelfsfähigen" Bescheides. 

In der Folge forderte ihn die SUVA mit Schreiben vom 10. Juli 2012 

abermals auf, ihr mitzuteilen, zu welchem Zeitpunkt A._____ in die 

Schweiz für einen stationären Aufenthalt kommen könne, sowie ihr 

sämtliche früheren und aktuellen MRI-Bilder von Kopf und 

Halswirbelsäule zuzustellen. Dabei machte sie ihn unter Hinweis auf Art. 

43 ATSG auf die Rechtsfolgen bei Verletzung der Mitwirkungspflichten 

aufmerksam. 

7. Mit Schreiben vom 28. Mai 2013 wies die SUVA A._____ ein weiteres Mal 

auf die gesetzlichen Mitwirkungspflichten hin. Der Rechtsvertreter von 

A._____ reichte am 22. Juli 2013 aber lediglich eine Reihe weiterer 

Arztberichte ein und machte geltend, dass A._____ zu mehr als 80 % 

invalid sei. 

8. Mit ärztlicher Beurteilung vom 23. Januar 2014 erachtete der Kreisarzt Dr. 

med. C._____ die Unfallkausalität für lediglich möglich. Eine zuverlässige 

Kausalitätsbeurteilung setze die Vervollständigung der 

Aktendokumentation voraus. 

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9. Mit Verfügung vom 27. Januar 2014 lehnte die SUVA Chur ihre 

Leistungspflicht mit der Begründung ab, dass aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen zwischen den gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 

11. Dezember 1991 kein Kausalzusammenhang mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit bestehe. Ebenso wenig sei nachgewiesen worden, 

dass heute noch organisch strukturelle Folgen dieses Unfalles vorhanden 

seien. 

10. Die dagegen erhobene Einsprache wurde nach erneuten Bemühungen 

der SUVA, A._____ zur Mitwirkung zu veranlassen, mit Entscheid vom 

15. September 2014 abgewiesen. 

11. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 24. Oktober 2014 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, mit dem Antrag auf 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Verpflichtung der SUVA, 

ihm eine Unfallrente wegen der Unfallfolgen vom 11. Dezember 1991 zu 

gewähren. Der Beschwerdeführer führte dabei aus, dass sich sein 

Gesundheitszustand wesentlich verschlimmert habe, so dass er sich einer 

Untersuchung in der Schweiz nicht habe unterziehen können. Aufgrund 

seiner Gesundheitslage habe er von den behandelnden Ärzten keine 

Erlaubnis für die Reise in die Schweiz bekommen. 

12. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2015 beantragte die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen reiseunfähig 

sei und er sich somit nicht den von der Beschwerdegegnerin verlangten 

medizinischen Untersuchungen in der Schweiz unterziehen könne, sei 

eine blosse Schutzbehauptung ohne entsprechende Beweise. 

Bemerkenswert sei auch, dass weder in der Einsprache vom 20. Februar 

2014 noch im Rahmen des Telefongesprächs vom 12. Juni 2014 mit dem 

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Sachbearbeiter der SUVA die Rede von einer Reiseunfähigkeit gewesen 

sei. Der Beschwerdeführer habe sich bereits in der Vergangenheit einer 

medizinischen Untersuchung in der Schweiz verweigert. Unbestritten 

geblieben sei zudem, dass der Beschwerdegegnerin die relevanten MRI-

Bilder grundlos vorenthalten würden. Schliesslich seien keine Einwände 

erhoben worden, welche die versicherungsmedizinische Sachlage 

beträfen. 

13. Mit Replik vom 4. Februar 2015 wiederholte der Beschwerdeführer seine 

Argumente hinsichtlich seiner Reiseunfähigkeit und brachte neu vor, dass 

die Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach sie erst am 15. Juli 

2003 über den Unfall informiert worden sei, nicht stimme. Sie sei schon 

im Jahr 1991 darüber informiert worden. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gegen Einspracheentscheide kann Beschwerde an das kantonale 

Versicherungsgericht erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Zuständig ist das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hatte (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, ist das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr 

letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter 

schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Der 

Beschwerdeführer wohnt derzeit in Y._____ (Bosnien-Herzegowina), 

weshalb auf seinen letzten schweizerischen Wohnsitz oder den Sitz 

seines letzten Arbeitgebers abzustellen ist. Aus dem Sitz des letzten 

Arbeitgebers des Beschwerdeführers in Davos (beschwerdegegnerische 

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Akten [Bg-act.] 6 und 7) kann hier ohne weiteres die Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden hergeleitet werden.

b) Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des 

Einspracheentscheids oder der Verfügung einzureichen (Art. 60 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Schriftliche Eingaben 

müssen spätestens am letzten Tag der Frist dem Gericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (vgl. 

Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 39 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung 

genügt die Aufgabe der Sendung bei einer ausländischen Poststelle – 

anderslautende staatsvertragliche Bestimmungen vorbehalten – für die 

Wahrung der Rechtsmittelfrist nicht. Um sich gegenüber einer im Ausland 

wohnhaften Person auf die in Art. 39 Abs. 1 ATSG enthaltene Regel 

berufen zu können, muss die Verwaltung jedoch diese 

Gesetzesbestimmung in der Rechtsmittelbelehrung wörtlich wiedergeben, 

andernfalls auf die Beschwerde als Folge unrichtiger 

Rechtsmittelbelehrung einzutreten ist, wenn sie innert Frist bei der 

ausländischen Post aufgegeben wurde (Urteil des Bundesgerichts 

9C_339/2008 vom 27. Mai 2008 E.2.2 mit weiteren Hinweisen).

c) Der Einspracheentscheid vom 15. September 2014 wurde gemäss 

Bestätigung der schweizerischen Post nach Antwort des ausländischen 

Postpartners am 24. September 2014 zugestellt (Bg-act. 81). Die 

Beschwerdefrist von 30 Tagen begann somit am 25. September 2014 zu 

laufen und endete am 24. Oktober 2014 (Art. 38 Abs. 1 ATSG). 

Vorliegend wurde im Einspracheentscheid weder der Inhalt von Art. 39 

Abs. 1 ATSG noch derjenige von Art. 20 des Abkommens zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik 

Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) – wonach 

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Rechtsmittel als fristgerecht eingereicht gelten, wenn sie innert Frist bei 

einer entsprechenden Stelle des anderen (Vertrags-)Staates eingereicht 

werden – wiedergegeben, weshalb die Rechtsmittelbelehrung 

ungenügend war. Die der deutschen Poststelle am 24. Oktober 2014 

übergebene Beschwerde ist nach der erwähnten Rechtsprechung (vgl. 

oben E.1b) somit als rechtzeitig zu betrachten. Daher kann es offen 

bleiben, ob die Beschwerde innerhalb der Frist, vorliegend also noch am 

24. Oktober 2014, von der Schweizerischen Post in Empfang genommen 

wurde. Auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten. 

2. Anfechtungsobjekt bildet hier der Einspracheentscheid vom 15. 

September 2014. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hinsichtlich der gemeldeten 

Beschwerden zu Recht verneint hat. 

3. a) Vorab ist abzuklären, ob der Beschwerdeführer – wie die 

Beschwerdegegnerin darstellte – seine Auskunfts- und Mitwirkungspflicht 

in unentschuldbarer Weise verletzt hat. 

b) Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht, indem Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen haben (Art. 43 und Art. 61 

ATSG). Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, sondern er 

wird unter anderem ergänzt durch die Mitwirkungspflicht des betroffenen 

Versicherten (BGE 125 V 193 E.2 mit Hinweisen). Gemäss Art. 28 Abs. 2 

ATSG gilt: "Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss 

unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, welche zur Abklärung des Anspruchs 

und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind." Für 

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den Bereich der Unfallversicherung wird die Mitwirkungspflicht in Art. 55 

Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

dahingehend präzisiert, dass der Versicherte alle erforderlichen Auskünfte 

erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für 

die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die 

Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere 

medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder und Belege über die 

Verdienstverhältnisse; er muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen 

herauszugeben und Auskunft zu erteilen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_481/2013 vom 7. November 2013 E.3.2 mit Hinweisen). Gestützt auf 

Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die gestellten 

Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor 

und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Nach Art. 43 Abs. 2 ATSG hat 

sich der Versicherte – soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für 

die Beurteilung notwendig und zumutbar sind – diesen zu unterziehen. 

Diese Bestimmung knüpft die Mitwirkungspflicht also an die doppelte 

Voraussetzung, dass die Untersuchung für die Beurteilung notwendig und 

dem Versicherten zumutbar ist. Die Notwendigkeit für Abklärungen ergibt 

sich dabei bereits aus Art. 43 Abs. 1 ATSG (vgl. KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Auflage, Zürich u.a. 2009, Art. 43 Rz. 44, S. 556). 

c) Hier ist die Notwendigkeit medizinischer Abklärungen selbst vom 

Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt oder bestritten worden, weshalb 

sich weitere Erörterungen dazu erübrigen. Sodann ist festzuhalten, dass 

die üblichen Untersuchungen in einer Begutachtungsstelle ohne konkrete 

entgegenstehende Umstände generell als zumutbar betrachtet werden 

(KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 44, S. 556). Dies trifft auch vorliegend zu. 

d) In Art. 43 Abs. 3 ATSG wird folgendes bestimmt: "Kommen die 

versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, 

den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht 

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nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen  

oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss 

diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen 

hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen." 

Anzumerken bleibt ferner, dass es für versicherte Personen weder einen 

Rechtsanspruch auf eine Begutachtung im Ausland gibt (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_235/ 2013 vom 10. September 2013 E.3.2 mit 

Hinweisen) noch auf eine Begutachtung durch einen oder mehrere 

Experten eigener Wahl besteht (so bestätigt im Urteil des Bundesgerichts 

8C_828/2013 vom 19. März 2014 E.4.2). Die Verletzung der Auskunfts- 

und Mitwirkungspflicht nach Art. 28 Abs. 2 i.V.m. Art. 43 Abs. 3 ATSG ist 

nur von Bedeutung, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt. Dies ist 

dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich 

das Verhalten des Versicherten als völlig unverständlich erweist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 

I 166/06 vom 30. Januar 2007 E.5.1; KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 51, S. 

558). Anders verhält es sich nur, wenn die Verweigerung der Mitwirkung 

auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie dem Versicherten nicht 

zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen 

Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_ 994/2009 vom 22. März 2010 E.5.2 mit Hinweisen). 

Es obliegt primär dem Versicherten, darzutun, dass zum terminierten 

Zeitpunkt keine Reisefähigkeit besteht und dies plausibel zu begründen. 

Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten 

Untersuchungsgrundsatz hat aber auch die Verwaltung eine Verpflichtung 

zu Abklärungen hinsichtlich der Beurteilung, ob eine Reisefähigkeit 

vorliegt oder nicht. Diese Beurteilung hat dann erhebliche Bedeutung, 

wenn daraus eine Verletzung der Mitwirkungspflicht und als Sanktion eine 

Renteneinstellung oder Rentenverweigerung abgeleitet werden soll. 

Dasselbe muss – wie im konkreten Fall – auch für das Nichteintreten auf 

ein Leistungsbegehren gelten. Die Verwaltung ist in diesem 

http://links.weblaw.ch/de/8C_828/2013

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Zusammenhang verpflichtet, die erforderlichen Abklärungen mit 

gebührender Sorgfalt anzuordnen und vorzunehmen (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-461/2011 vom 3. Dezember 2012 E.4.2 

und 4.2.1).  

e) Im konkreten Fall belegt der Beschwerdeführer mit keinem ärztlichen 

Attest resp. ergeht es auch sonst nicht aus den vorliegenden Akten, dass 

es ihm krankheitshalber oder aus anderen gesundheitsbedingten 

Gründen nicht zumutbar ist, die Reise von seinem aktuellen Wohnort in 

Y._____ in die Rehaklinik anzutreten und sich so den unbestritten 

notwendigen medizinischen Untersuchungen in der genannten 

Gutachterstelle zu unterziehen. Die behauptete Reiseunfähigkeit wird von 

keiner ärztlichen Fachperson bestätigt. Die Beschwerdegegnerin weist 

sodann zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer weder in seiner 

Einsprache vom 20. Februar 2014 noch anlässlich des Telefongesprächs 

mit dem SUVA-Mitarbeiter eine Reiseunfähigkeit erwähnte. Schliesslich 

ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer auch in der 

Vergangenheit stets eine medizinische Untersuchung in der Schweiz 

verweigerte, ohne die auch damals geltend gemachte Reiseunfähigkeit 

jemals ärztlich zu belegen. Ausserdem unterliess er es, die verlangten, 

früheren und aktuelleren MRI-Bilder des Kopfes und der Halswirbelsäule 

der Beschwerdegegnerin trotz mehrfacher Aufforderung zuzustellen. 

Demnach steht hier – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt – 

fest, dass der Beschwerdeführer seinen gesetzlichen 

Mitwirkungspflichten, sich den notwendigen Untersuchungen zu 

unterziehen sowie die bereits bestehenden MRI-Bilder auszuhändigen, in 

unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist.

f) Schliesslich wurde das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 

Abs. 3 ATSG (vgl. oben E.3d) vorliegend formrichtig durchgeführt – was 

auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt wird –, 

zumal der Beschwerdeführer mit Mahnschreiben vom 10. Juli 2012 resp. 

http://links.weblaw.ch/de/BVGer-C-461/2011

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28. Mai 2013 (Bg-act. 57 und 62) schriftlich gemahnt und unter 

Einräumung einer angemessenen Bedenkzeit auf die Rechtsfolgen bei 

Verletzung der Mitwirkungspflichten ausdrücklich hingewiesen wurde. Die 

Beschwerdegegnerin war daher berechtigt, ihren Leistungsentscheid 

aufgrund der Aktenlage zu fällen. 

4. a) Bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten werden 

Versicherungsleistungen gewährt (Art. 6 Abs. 1 UVG), soweit der 

Gesundheitsschaden in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zu dem versicherten Ereignis steht. Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Es ist somit nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten 

beeinträchtigt hat. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 

gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 

ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das 

Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu 

gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen. (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1 und 3.2 

mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Grundsatz, 

wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel zu Gunsten des 

Versicherten entscheiden müsste. Im Falle von Beweislosigkeit fällt der 

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Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 126 V 319 E.5a). 

b) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E.3a). Auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 125 V 351 E.3b/ee; Urteil des Bundesgerichts 

8C_943/2008 vom 1. April 2009 E.4.1).

c) Bezüglich der von Dr. med. C._____ am 23. Januar 2014 vorgenommen 

Aktenbeurteilung (Bg-act. 66), der zufolge zwischen den aktuellen 

Befunden und dem Unfallereignis vom 11. Dezember 1991 der 

Kausalzusammenhang möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich 

ist, kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid 

(E.4a und b) und die kreisärztliche Beurteilung verwiesen werden. Diese 

kreisärztliche Beurteilung ist schlüssig und nachvollziehbar und darauf 

kann abgestellt werden. Der Beschwerdeführer setzt sich denn auch in 

seiner Beschwerdeschrift mit keinem Wort mit dieser ärztlichen 

Beurteilung auseinander und legt auch nicht dar, inwiefern sie nicht richtig 

sein sollte und in den Akten finden sich auch keine medizinischen 

Berichte, welche die kreisärztliche Beurteilung widerlegen könnten. Die 

Beschwerdegegnerin sah daher zutreffenderweise keine berechtigten 

Gründe, um von dieser schlüssigen kreisärztlichen Einschätzung 

abzuweichen. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Im Übrigen 

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findet die beschwerdeführerische Behauptung, die Beschwerdegegnerin 

sei bereits im Jahr 1991 über den Unfall informiert worden, keine Stütze in 

den Akten bzw. wird vom Beschwerdeführer mit keinen Belegen 

untermauert.

5. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den im Jahr 2003 der 

Beschwerdegegnerin gemeldeten Beschwerden des Beschwerdeführers 

und dem Unfallereignis vom 11. Dezember 1991 nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wurde. 

Eine bloss möglicher Kausalzusammenhang genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs indes nicht (vgl. vorne E.4a). Der 

Beschwerdeführer hat es trotz mehrfacher Aufforderung mit 

entsprechender Androhung der gesetzlichen Säumnisfolgen nach Art. 43 

Abs. 3 ATSG unterlassen, sich persönlich untersuchen zu lassen oder 

zumindest der Beschwerdegegnerin die in seinem Heimatland erstellten 

CT- und MRI-Bilder zur Verfügung zu stellen. Die daraus entstandene 

Beweislosigkeit geht daher zu seinen Lasten (vgl. vorne E.4a). Steht 

aufgrund der medizinischen Beurteilung fest, dass zwischen dem 

versicherten Ereignis und den gemeldeten Beschwerden ein 

Kausalzusammenhang im medizinisch-naturwissenschaftlichen Sinne 

nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 

ist, so entfällt eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges 

(BGE 119 V 335 E.4c). Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht 

somit zu Recht verneint. Demnach erweist sich die Beschwerde als 

unbegründet und ist abzuweisen.

6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos. Die obsiegende Beschwerdegegnerin 

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hat keinen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario). 

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 5. 

September 2015 nicht eingetreten (8C_527/2015).