# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 287aa4f3-23f1-560b-8d9c-5d638d84cb66
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 18.08.2009 BF.2009.11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BF-2009-11_2009-08-18.pdf

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© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/2

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BF.2009.11

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 18.08.2009

Entscheiddatum: 18.08.2009

Entscheid Kantonsgericht, 18.08.2009
Art. 129 ZGB: Beziehen beide Eheleute eine Rente, richtet sich der 
Grundbedarf nach den EL-Ansätzen (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 18. 
August 2009, BF.2009.11).

Sachverhalt:

 

Bei der Scheidung lebten beide Eheleute von einer IV-Rente. Der Ehemann bezog 

ausserdem eine Rente aus beruflicher Vorsorge. Das Gericht nahm an, diese Rente 

verändere sich mit der Pensionierung des Ehemanns nicht und sprach der Ehefrau 

daher unbefristeten, nachehelichen Unterhalt zu. Mit Erreichen des AHV-Alters wurde 

die Rente des Ehemanns aber empfindlich gekürzt. Er ersuchte deshalb darum, den 

nachehelichen Unterhalt aufzuheben.

 

Aus den Erwägungen:

Nach der Grundregel soll das bisherige Verhältnis zwischen dem Einkommen des 

Schuldners und dem Unterhaltsbeitrag möglichst beibehalten werden, die Kürzung des 

Unterhalts also proportional erfolgen (BGE 108 II 30, 33; BGer, Nr. 5C.197/2003, E. 4.3; 

BaslerKomm/Spycher/Gloor, Art. 129 ZGB, N 12; FamKomm Scheidung/Wullschleger, 

Art. 286 ZGB, N 6). Dabei ist aber in jedem Fall das Existenzminimum des 

Unterhaltspflichtigen zu respektieren (BGE 123 III 1, 4; BGer 5A_292/2009, E. 2.2; 

FamKomm Scheidung/Schwenzer, Art. 129 ZGB, N 25). Der Unterhaltspflichtige darf 

ausserdem eine gleichwertige Lebensweise führen wie die Unterhaltsberechtigte (BGE 

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129 III 7 = Pra 2003 Nr. 85, E. 3.1 m.w.H.). Da die Ehefrau eine IV-Rente und 

Ergänzungsleistungen bezieht und der Ehemann von Altersrenten lebt, bedeutet diese 

Gleichbehandlung, dass der Grundbetrag im Bedarf des Ehemanns den Lebenskosten 

nach den Ergänzungsleistungen zu entsprechen hat, mithin Fr. 1'560.– beträgt.

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	Entscheid Kantonsgericht, 18.08.2009
	Art. 129 ZGB: Beziehen beide Eheleute eine Rente, richtet sich der Grundbedarf nach den EL-Ansätzen (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 18. August 2009, BF.2009.11).

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