# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9359d54-4d49-5d50-90da-512911fa4e19
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.05.2015 200 2013 1101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1101_2015-05-01.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 24. November 2015 teilweise gutgeheissen 
(8C_410/2015).

200 13 1101 IV und
200 13 1102 IV und
200 13 1103 IV (3)
GRD/REL/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Mai 2015

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 21. Oktober 2013 und 7. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 6. Februar 1995 bei der D.________ als … angestellt (Antwortbei-
lage der Eidgenössischen Invalidenversicherung [IV], [act. II] 8). Am 
11. Oktober 2007 meldete er sich unter Hinweis auf ein Asthma bronchiale, 
ein Schlafapnoesyndrom und eine Gonarthrose beidseits bei der IV zum 
Leistungsbezug an (act. II 2). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) medizinische und berufliche Erhebungen durch, hol-
te die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA (SUVA) 
ein (act. II 17, act. II 22) und liess den Versicherten interdisziplinär (allge-
mein-internistisch/rheumatologisch/psychiatrisch) begutachten (Gutachten 
vom 25. September 2008 [act. II 29]). In der Folge gewährte die IVB Frühin-
terventionsmassnahmen in Form von Eingliederungsberatung (act. II 55) 
und liess den Versicherten im Rahmen einer Arbeitsmarktlichen-
Medizinischen Abklärung (AMA) vom 26. Oktober bis zum 20. November 
2009 in der Abklärungsstelle E.________ (act. II 75) abklären und gewähr-
te hierauf ein Arbeitstraining vom 25. Januar bis zum 18. April 2010 
(act. II 93) und vom 23. August bis zum 14. November 2010 in der Ab-
klärungsstelle F.________ (act. II 111). 

Mit Mitteilung vom 16. November 2010 (act. II 106) verneinte die IVB den 
Anspruch auf berufliche Massnahmen. Nachdem die SUVA den Fallab-
schluss verfügt und dem Versicherten eine Invalidenrente (IV-Rente) bei 
einer Erwerbsunfähigkeit von 34 % und eine Integritätsentschädigung bei 
einer Integritätseinbusse von 33,8 % zugesprochen hatte (Antwortbeilage 
der IV [act. IIA] 127) und nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (act. IIA 135) liess die 
IVB ein weiteres polydisziplinäres Gutachten (allgemein-internistisch/rheu-
matologisch/psychiatrisch) erstellen (act. IIA 154.1). Zudem erteilte sie Kos-
tengutsprache für ein Praktikum in einem … für die Zeit vom 3. Dezember 
2012 bis zum 31. März 2013 (act. IIA 144 und act. IIA 161).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 4

B.

Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten vom 22. Februar 2013 
(act. IIA 154.1) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 
30. Mai 2013 bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 43 % ab dem 1. April 
2008 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht (act. IIA 172). Ab dem 
1. Februar 2013 betrage der IV-Grad weniger als 40 %, weshalb die Rente 
per 30. April 2013 zu befristen sei. Gegen diesen Vorbescheid erhob der 
Versicherte – vertreten durch Fürsprecherin G.________, B.________ – 
am 1. bzw. am 3. Juli 2013 (act. IIA 178 und act. IIA 180) Einwand. Nach 
Einholen weiterer medizinischer Berichte (act. IIA 186 und act. IIA 189) 
setzte die IVB mit mehreren Verfügungen vom 21. Oktober 2013 den An-
spruch auf Taggelder für die Zeit vom 26. September 2009 bis zum 1. Ja-
nuar 2013 neu fest (act. IIA 191 bis act. IIA 195), erliess am selben Tag 
eine Rückforderungsverfügung der zu viel bezahlten Taggelder 
(act. IIA 196) und verfügte am 7. November 2013 ihrem Vorbescheid ent-
sprechend die befristete Ausrichtung einer Viertelsrente für die Zeit vom 
1. April 2008 bis zum 30. April 2013 (act. IIA 190).

C.

Gegen die Taggeldabrechnungsverfügungen und die Rückerstattungsver-
fügung vom 21. Oktober 2013 (act. IIA 191 bis act. IIA 195 und act. IIA 196) 
sowie gegen die Rentenverfügung vom 7. November 2013 (act. IIA 190) 
erhob der Versicherte – neu vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
C.________, B.________ – am 9. Dezember 2013 Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern und stellte folgende Rechtsbegehren:

Die Rentenverfügung vom 7. November 2013 sei aufzuheben und es 
sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 2008 sowie auch ab dem 
1. Februar 2013 mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten, even-
tualiter sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten anzuordnen und 
anschliessend über den Rentenanspruch neu zu befinden. Zudem sei 
auch für die Tochter H.________ für die Zeit vom 1. Januar bis zum 
30. April 2013 eine Kinderrente zuzusprechen.

Die Taggeldabrechnungsverfügungen vom 21. Oktober 2013 inkl. die 
Rückerstattungsverfügung vom 21. Oktober 2013 seien aufzuheben 
und nach Neubeurteilung der IV-Rente neu zu berechnen; zudem sei 
das massgebende Einkommen in Übereinstimmung mit dem Validen-
lohn von Fr. 89‘980.– (ab 1. April 2008) sowie von Fr. 93‘381.– (1. Ja-
nuar 2013) festzusetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 5

Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu 
gewähren.

Unter Entschädigungsfolge

Am 16. Januar 2014 liess der Beschwerdeführer weitere Unterlagen zum 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu den Akten reichen.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Januar 2014 verzichtete die Beschwerde-
gegnerin auf weitere Ausführungen und beantragte die Abweisung der Be-
schwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Februar 2014 wies der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab, machte den 
Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstellung (reformatio in pei-
us) aufmerksam und bot ihm Gelegenheit zur Stellungnahme bzw. zum 
Rückzug der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 19. März 2014 hielt der Beschwerdeführer an der Be-
schwerde fest und liess das Rechtsbegehren wie folgt präzisieren:

Die Verfügungen vom 7. November 2013 seien aufzuheben und es sei 
dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2007 sowie ab dem 1. Fe-
bruar 2013 mindestens eine Dreiviertelsrente der IV zuzusprechen.

Unter Entschädigungsfolge

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 6

Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die fünf Verfügungen bezüglich der neu 
berechneten Taggeldansprüche vom 21. Oktober 2013 (act. IIA 191 bis 
act. IIA 195), die Taggeld-Rückerstattungsverfügung vom 21. Oktober 2013 
(act. IIA 196) sowie die Rentenverfügung vom 7. November 2013 
(act. IIA 190). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine IV-Rente und in diesem Zusammenhang, ob die Neuberech-
nung bzw. Verrechnung der Taggeldansprüche mit dem Anspruch auf die 
IV-Rente korrekt durchgeführt wurde (act. IIA 191 bis act. IIA 196).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 7

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 

Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.3 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG 
und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und 
Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 8

Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 
Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder 
dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich ge-
mahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine ange-
messene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 
ATSG).

3.

3.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes sowie der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ist den medizinischen Akten im 
Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.1.1 Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes wurde der Beschwerde-
führer vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2008 erstmals polydisziplinär unter-
sucht. Das entsprechende Gutachten der MEDAS I.________ datiert vom 
25. September 2008 (act. II 29). Darin führten die Fachärzte als Hauptdia-
gnosen (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) eine Gonarthrose rechts mit 
Status nach Totalendoprothese am 17. April 2008 und aktuell postoperativ 
anhaltendem Streck- und Beugedefizit in Rehabilitation sowie eine mittel-
gradige depressive Episode mit Erschöpfungssyndrom und anamnestisch 
hypochondrischer Störung/Panikstörung auf (S. 25 Ziff. 4.1). Als Nebendia-
gnosen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) nannten sei eine beginnen-
de Arthrose des linken Kniegelenks, ein leichtes obstruktives Schlafapnoe-
syndrom, anamnestisch ein Asthma bronchiale, eine essentielle arterielle 
Hypertonie mit hypertensiven Krisen, ein Colon irritabile, Refluxbeschwer-
den, Gelegenheitsblutzucker und eine stammbetonte Adipositas (Ziff. 4.2).

Nach gemeinsamer interdisziplinärer Sitzung vom 4. Juli 2008 gelangten 
die beteiligten Fachärzte zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in sei-
ner angestammten Tätigkeit als … aktuell seit April 2007, als er seine be-
rufliche Tätigkeit wegen ausgesprochener Tagesmüdigkeit niederlegen 
musste, nicht mehr arbeitsfähig sei (S. 27). Zu erwarten sei nach Abschluss 
der vorgeschlagenen Knierehabilitation aus psychiatrischer Sicht eine min-
destens 50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis mittel-
schweren Verweistätigkeit innert sechs Monaten und eine Steigerung auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 9

100 % innert weiteren sechs Monaten (S. 28), wobei die Verweistätigkeit 
auf die Rehabilitationsergebnisse von Seiten des Kniegelenks Rücksicht 
nehmen müsse. Zu erwähnen sei, dass das leichte obstruktive Schlafap-
noesyndrom/Asthma bronchiale aktuell keinen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit habe, da es gut eingestellt sei. 

3.1.2 Nach der Durchführung einer Arbeitsmarktlichen-Medizinischen Ab-
klärung (AMA) vom 26. Oktober bis zum 20. November 2009 hielt der RAD-
Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, im 
Rahmen der medizinischen Dokumentation zur AMA im Abklärungsbericht 
vom 17. Dezember 2009 (act. II 75) die Diagnosen eines Status nach Im-
plantation einer Knie-Totalendoprothese rechts im April 2008, eine asepti-
sche Prothesenlockerung mit operativem Ersatz der tibialen Komponente 
im Februar 2009 sowie eine beginnende Arthrose des linken Kniegelenks 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 6). Ohne Auswirkungen 
seien anamnestisch eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: 
F32.1), ein leichtes obstruktives Schlafapnoesyndrom, ein Asthma bronchi-
ale, eine essenzielle Hypertonie, ein Kolon irritabile und Refluxbeschwer-
den. Die bisher ausgeübte Arbeit als … müsse als ungeeignet angesehen 
werden, eine leichte Tätigkeit in wechselnder, vorwiegend sitzender Positi-
on sei hingegen vollschichtig zumutbar mit einer 10 % – 20 %igen Leis-
tungseinschränkung aufgrund häufiger Entlastungspausen. 

3.1.3 Der behandelnde Psychiater, Dr. med. K.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht von An-
fang April 2011 (act. II 118) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
hypochondrische Störung (ICD-10: F45.2), mit der Differentialdiagnose 
eines Verdachts auf eine somatoforme Störung, eine Agoraphobie mit Pa-
nikstörung (ICD-10: F40.01), eine dysfunktionale Krankheitsverarbeitung 
(ICD-10: F5) sowie chronische Knieschmerzen rechts mit Status nach mul-
tiplen Eingriffen nach Unfall im Jahr 1978 (S. 2 Ziff. 1.1). Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach depressiver Störung, aktuell 
weitgehend remittiert, ein Versagen genitaler Reaktionen (ICD-10: F52.2), 
ein chronisch obstruktives Schlafapnoesyndrom, eine schwere essenzielle 
arterielle Hypertonie und anamnestisch ein Asthma bronchiale. Die bisheri-
ge Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht noch zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 10

mutbar (S. 4 Ziff. 1.7), wobei jedoch eine verminderte Leistungsfähigkeit 
aufgrund der reduzierten Stresstoleranz, eingeschränkten Frustrationstole-
ranz und reduzierten Belastbarkeit beständen. Qualitative Einschränkungen 
beständen auf diesem Gebiet nicht mehr als ein Viertel. Ab sofort könne mit 
der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 80 % ge-
rechnet werden (S. 5 Ziff. 1.9).

3.1.4 Der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. L.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
hielt in seinem Bericht vom 30. August 2011 (act. II 119.3) zur kreisärztli-
chen Untersuchung vom selben Tag hauptsächlich folgende Diagnosen 
fest: Kniedistorsion links am 7. Januar 2002, einen Status nach Kniedistor-
sion rechts beim Fussballspiel am 8. April 1979, eine Angststörung mit 
ausgeprägten körperbezogenen Ängsten und Panikattacken, ein chronisch 
obstruktives Schlafapnoesyndrom, eine schwere essentielle arterielle Hy-
pertonie, mittelschwere depressive Symptome, anamnestisch Asthma 
bronchiale und eine erektile Dysfunktion (S. 7). Der Beschwerdeführer sei 
nicht mehr fähig, schwere und mittelschwere körperliche Arbeit zu leisten, 
im Knien oder Kauern tätig zu sein (S. 8). Unmöglich sei das Arbeiten auf 
unebenem oder abschüssigem Gelände, das Erklettern von Leitern, Trep-
pen und Gerüsten und das Heben von Gewichten über 10 kg und unzu-
mutbar seien Tätigkeiten, welche mit dem Zurücklegen von langen Geh-
strecken oder mit ausschliesslichem Stehen, Gehen oder Sitzen verbunden 
seien. Ideal sei eine Tätigkeit mit überwiegendem Sitzen, wenn er sich 
stündlich 10 Minuten bewegen könne. Auch bei idealer Tätigkeit könne 
heute nicht mehr von einer ganztätigen Präsenz ausgegangen werden. Die 
Rückkehr in den Beruf als … sei völlig unrealistisch, ebenso wie eine Be-
schäftigung im ersten Arbeitsmarkt (S. 9).

3.1.5 Im Januar 2013 wurde der Beschwerdeführer durch die MEDAS 
M.________ polydisziplinär begutachtet. Das entsprechende Gutachten 
datiert vom 22. Februar 2013 (act. IIA 154.1). Die Fachärzte diagnostizier-
ten nach der polydisziplinären Besprechung vom 9. Januar 2013 mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: 
F 40.01) und eine chronische Periarthropathie rechtes Kniegelenk, Status 
nach mehreren Eingriffen nach einem Fussballunfall 1978, Knietotalprothe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 11

se im April 2008 wegen Pangonarthrose, Wechsel der Tibiakomponente im 
Februar 2009 wegen aseptischer Lockerung, Patellarsyndrom des linken 
Knies (ICD-10: M17.1 [S. 38 Ziff. 6.1.1]). Nebendiagnosen ohne wesentli-
che Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach mittelgradi-
ger depressiver Episode, zurzeit remittiert, eine Periarthropathie rechte 
Schulter vorwiegend der Supraspinatussehne, ein chronisch obstruktives 
Schlafapnoesyndrom mit CPAP-Behandlung seit 2006, eine arterielle Hy-
pertonie, eine massive Adipositas (BMI 32 kg/m2) und Refluxbeschwerden 
mit H2-Blocker behandelt (Ziff. 6.1.2).

Der psychiatrische Gutachter, med. pract. N.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte in seinem Teilgutachten 
vom 9. Januar 2013 (S. 30 ff.) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01 [S. 36 Ziff. 5.5.1]) und ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach mittelgradiger depressi-
ver Episode, zurzeit remittiert (Ziff. 5.5.2). Im Rahmen des doch recht in-
stabilen psychischen Zustandsbildes sei die Arbeitsfähigkeit schwer ein-
schätzbar. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zurzeit 
höchstens 20 % – 30 % im Rahmen der Agoraphobie mit Panikstörung in 
der bisherigen sowie auch einer adaptierten Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt sei (Ziff. 5.6.1). Die Einschränkung zeige sich in einer niedri-
gen Belastbarkeit und mehr Erholungspausen. Es sei davon auszugehen, 
dass diese Störung seit ca. 2007 bestehe (Ziff. 5.6.2) und dass die berufli-
che Eingliederung wahrscheinlich aus IV-fremden Gründen („Angst vor 
Schule“) schwierig werde (S. 37 Ziff. 5.8). Die früher diagnostizierte mittel-
gradige depressive Störung, aufgrund welcher der Beschwerdeführer früher 
zu 50 % arbeitsunfähig beurteilt worden sei, sei verschwunden, im Vorder-
grund stehe heute die Panikstörung (Ziff. 5.10).

Nach polydisziplinärer Besprechung gelangten der Chefarzt der MEDAS 
M.________, PD Dr. med. O.________, Facharzt für Neurologie und für 
Psychiatrie und Psychotherapie, der Hauptgutachter Dr. med. P.________, 
Facharzt für Rheumatologie FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin FMH, und der Teilgutachter med. pract. N.________, zum Schluss, 
dass polydisziplinär in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 20 % – 30 % unter der Beachtung der folgenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 12

qualitativen rheumatologischen Einschränkungen auszugehen sei: Kein 
regelmässiges Treppensteigen, keine Tätigkeit im Knien, kein Tragen von 
Lasten über ca. 10 kg, kein Besteigen und Aussteigen aus … und keine 
Tätigkeiten über Schulterhöhe mit dem rechten Arm (S. 40 Ziff. 7.1.1). Eine 
andauernde Arbeitsunfähigkeit habe seit April 2007 bestanden (Ziff. 7.1.2). 
Sodann gelte die psychiatrisch geschätzte Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit von 20 % – 30 % auch für adaptierte Tätigkeiten (niedrige Belastbarkeit 
und vermehrt nötige Erholungspausen), wobei diese Beurteilung ab dem 
Gutachtenszeitpunkt gelte (Ziff. 7.2.1). Als adaptierte Tätigkeiten gelten 
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten unter den vorgenannten 
Einschränkungen und psychiatrischerseits ohne grosses Umfeld, in einer 
ihm vorher beigebrachten Tätigkeit und alleine selbstständig ohne Stress 
(Ziff. 7.2.2). Über einen allfälligen Suchtmittelkonsum könne im Rahmen 
einer einmaligen psychiatrischen Begutachtung keine klare Auskunft erteilt 
werden, der CDT-Wert des Beschwerdeführers liege knapp am Grenzwert 
zum erhöhten Alkoholkonsum. Zum anderen sei der Benzodiazepine-
Konsum nicht klar, da der Beschwerdeführer angegeben habe, praktisch 
täglich Temesta zu konsumieren, jedoch im Urinbefund keine Benzodiaze-
pine hätten nachgewiesen werden können (S. 41 Ziff. 8).

3.1.6 Die Assistenzärztin Dr. med. Q.________ des Spitals R.________ 
stellte im Bericht vom 18. Juni 2013 (act. IIA 177) die Diagnose chronischer 
Schulterschmerzen rechts bei kleiner bursaseitiger SSP-Läsion und Status 
nach neunfacher Knie-Operation rechts (S. 2 Ziff. 1.1). Im angestammten 
Beruf als … bestehe keine Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Schulterbe-
schwerden (S. 3 Ziff. 1.6) und es könne mit einer sofortigen Wiederauf-
nahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden (S. 4 Ziff. 1.9). 

3.1.7 Der Pneumologe Dr. med. S.________, Facharzt für Pneumologie 
FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte in 
seinem Bericht vom 11. Oktober 2013 (act. IIA 189) ein Asthma bronchiale 
und eine obstruktives Schlafapnoesyndrom (S. 2 Ziff. 1.1). Aufgrund dieser 
Diagnose beständen jedoch keine Einschränkungen in der bisherigen Ar-
beitstätigkeit (S. 4 Ziff. 1.7).

3.1.8 Die Psychotherapeutin T.________ der psychiatrischen Dienste 
U.________ stellte in ihrem Bericht vom 30. Oktober 2013 (Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 13

beilage [act. I] 17) die Diagnosen einer Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-
10: F40.01) und einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 
remittiert (ICD-10: F33.4) sowie während Jahren andauernde psychosozia-
le Mehrfachbelastung. Die zu Behandlungsbeginn bestehende depressive 
Erkrankung mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Grübeln, Zu-
kunftsängsten, Niedergeschlagenheit und Pessimismus sei im aktuellen 
Zeitpunkt remittiert, weiterhin bestehe jedoch eine hohe Belastung durch 
die schwierige psychosoziale Situation. Aufgrund der hohen psychosozia-
len Belastung sowie der zahlreichen körperlichen Beschwerden sei kaum 
mit einem vollständigen Rückgang der psychischen Symptomatik zu rech-
nen und in Abhängigkeit von äusseren Belastungen könne es immer wieder 
zu depressiver wie auch angstbetonter Dekompensation kommen.

3.1.9 Der Leitende Arzt des Spitals R.________, Dr. med. V.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, hielt in seinem Bericht vom 4. März 2014 (act. I 20) als 
Hauptdiagnose einen Status fünf Monate nach Schulterarthroskopie rechts, 
arthroskopischer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion und Acromioplas-
tik fest. Es finde sich nach wie vor eine ordentliche Schultersteife rechts. 
Die von der Beschwerdegegnerin angebotene Arbeit als Allrounder werde 
der Beschwerdeführer vermutlich nicht annehmen können, weil Über-Kopf-
Arbeiten noch nicht möglich seien.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 14

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ren-
tenverfügung vom 7. November 2013 (act. IIA 190) massgeblich auf die 
medizinische Dokumentation zur AMA durch den RAD-Arzt Dr. med. 
J.________ vom 17. Dezember 2009 (act. II 75 S. 6 ff. Ziff. 7) und das in-
terdisziplinäre Gutachten der MEDAS M.________ vom 22. Februar 2013 
(act. IIA 154.1) gestützt.

Sowohl der AMA-Bericht, wie auch das MEDAS-Gutachten erfüllen die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.2 hiervor), weshalb ihnen 
volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin 
enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind sowohl im Bericht des RAD-Arztes, wie 
auch im Gutachten der MEDAS M.________ einleuchtend und die gezoge-
nen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, 
umfassend und einlässlich begründet. Die einzelnen Teilbeurteilungen der 
MEDAS-Gutachter aber auch des RAD-Arztes mit den Eingliederungsfach-
personen stehen jeweils untereinander wie auch mit den übrigen sich in 
den Akten befindlichen Arztberichten in Übereinstimmung. Die Erkenntnis-
se der Gutachter bzw. des RAD-Arztes flossen in die überzeugende Beur-
teilung ein, so dass sowohl auf das Gutachten der MEDAS M.________ 
vom 22. Februar 2013 (act. IIA 154.1) als auch auf die medizinische Ein-
schätzung nach der AMA im Bericht vom 17. Dezember 2009 (act. II 75 
S. 6 ff. Ziff. 7) abgestellt werden kann.

3.3.1 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ kam in seinem Bericht vom 
17. Dezember 2009 (act. II 75 S. 6 ff. Ziff. 7) nach dem Studium der vor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 15

handenen IV-Dokumentation und gestützt auf Gespräche und seine Beob-
achtungen in der AMA zum Schluss, dass für den Beschwerdeführer die 
angestammte Tätigkeit als … als ungeeignet angesehen werden müsse, im 
jedoch eine leichte Tätigkeit in wechselnder, vorwiegend sitzender Position 
vollschichtig mit einer 10 % – 20 %igen Leistungseinschränkung aufgrund 
häufiger Entlastungspausen zumutbar sei (S. 8). Damit ist es dem Be-
schwerdeführer gelungen, anlässlich dieser AMA die von den Gutachtern 
der MEDAS I.________ gestellte Prognose zu erfüllen: In ihrem polydiszi-
plinären Gutachten vom 25. September 2008 (act. II 29) hatten die Gutach-
ter festgehalten, dass der Beschwerdeführer im angestammten Beruf als … 
seit April 2007 nicht mehr arbeitsfähig sei und dass aus psychiatrischer 
Sicht jedoch innert sechs Monaten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 
mindestens 50 % und eine weitere Steigerung auf 100 % innert weiteren 
sechs Monaten in einer angepassten Tätigkeit zu erwarten sei. Aus somati-
scher Sicht müsse es sich bei dieser Verweistätigkeit um eine körperlich 
leichte bis mittelschwere Tätigkeit handeln, welche auf die Rehabilitations-
ergebnisse von Seiten des Kniegelenks Rücksicht nehme (S. 28). Gestützt 
auf diese beiden Berichte ist erstellt, dass es dem Beschwerdeführer ab 
April 2007 nicht mehr möglich und zumutbar war, in seiner angestammten 
Arbeit als … tätig zu sein, dass ihm jedoch eine angepasste leichte bis mit-
telschwere Tätigkeit in wechselnder, vorwiegend sitzender Position voll-
schichtig mit einer 10 % – 20 %igen Leistungseinschränkung aufgrund häu-
figer Entlastungspausen zuzumuten war.

3.3.2 Mit den Gutachtern der MEDAS M.________ ist gemäss dem Gut-
achten vom 22. Februar 2013 (act. IIA 154.1) davon auszugehen, dass es 
dem Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht ab Gutachtenszeitpunkt 
zumutbar ist, sowohl in der der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … wie auch 
in einer adaptierten Tätigkeit mit einer Einschränkung in der Arbeitsfähig-
keit von 20 % – 30 % aufgrund der niedrigen Belastbarkeit und den ver-
mehrten Erholungspausen nachzugehen, sofern dabei die sich ergebenden 
qualitativen Einschränkungen des negativen Leistungsbildes berücksichtig 
werden (act. IIA 154.1 S. 40 Ziff. 7.1.1). So hatte der Kreisarzt der SUVA 
bereits in seinem Bericht vom 30. August 2011 (act. II 119.3) festgehalten, 
dass eine Tätigkeit mit überwiegendem Sitzen ideal sei, wenn der Be-
schwerdeführer sich stündlich 10 Minuten bewegen könne und dass auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 16

bei einer idealen Tätigkeit nicht mehr von einer ganztätigen Präsenz aus-
gegangen werden könne (S. 9)

Mit dieser Einschätzung in Übereinstimmung steht denn auch die Einschät-
zung des behandelnden Orthopäden Dr. med. V.________, der im Bericht 
vom 4. März 2014 (act. I 20) lediglich ausführt, dass dem Beschwerdefüh-
rer fünf Monate nach dem Eingriff an der rechten Schulter Überkopfarbeiten 
noch nicht möglich seien, sich aber sonst zur Arbeitsfähigkeit nicht explizit 
äussert. Bereits im Bericht vom 18. Juni 2013 (act. IIA 177) – und damit vor 
dem Eingriff an der Schulter vom 10. September 2013 (vgl. Operations-
bricht vom selben Tag [act. I 15]) – war festgehalten worden, dass die 
Schulterbeschwerden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten und 
mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden kön-
ne (S. 3 Ziff. 1.6 und S. 4 Ziff. 1.9).

Schliesslich attestiert auch der Pneumologe Dr. med. S.________ in sei-
nem Bericht vom 11. Oktober 2013 (act. IIA 189), dass aufgrund der Dia-
gnosen des Asthmas bronchiale und des obstruktiven Schlafapnoesyn-
droms keine Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit bestehen (S. 4 
Ziff. 1.7). 

Schliesslich deckt sich die Einschätzung im MEDAS-Gutachten vom 
22. Februar 2013 (act. IIA 154.1) auch hinsichtlich der psychiatrischen Be-
schwerden mit derjenigen des ehemaligen behandelnden Psychiaters 
Dr. med. K.________, welcher bereits in seinem Bericht vom April 2011 
(act. II 118) ausgeführt hatte, dass neben einer hypochondrischen Störung 
(ICD-10: F45.2) eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01) be-
stehe und dass die depressive Störung des Beschwerdeführers remittiert 
sei und er aus psychiatrischer Sicht zu 80 % arbeitsfähig sei (S. 2 Ziff. 1.1 
und S. 5 Ziff. 1.9). Übereinstimmend hält denn auch die im Verfügungszeit-
punkt behandelnde Psychologin der psychiatrischen Dienste U.________ 
in ihrem Bericht vom 30. Oktober 2013 (act. I 17) die Diagnosen einer Ago-
raphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01) fest und führt – in Überein-
stimmung mit den Erkenntnissen des psychiatrischen Gutachters 
med. pract. N.________ (act. IIA 154.1 S. 36 Ziff. 5.5.2) – aus, dass die 
rezidivierende depressive Störung remittiert sei (ICD-10: F33.4). Die be-
handelnde Psychologin äussert sich nicht konkret zur dem Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 17

rer noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Sie führt hierzu nur aus, dass auf-
grund der hohen psychosozialen Belastung sowie der zahlreichen körperli-
chen Beschwerden kaum mit einem vollständigen Rückgang der psychi-
schen Symptomatik zu rechnen sei (act. I 17 S. 2). Diesbezüglich gilt es zu 
beachten, dass psychosoziale (und soziokulturelle) Faktoren sich oft nicht 
klar vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen lassen. Trotzdem 
können solche äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchti-
gungen im Sinne des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche 
Invaliditätsbegriff selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin 
des (invalidisierenden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursach-
ten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische 
Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht werden und bei 
Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente be-
rechtigen (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2).

Nach dem Gesagten ist deshalb auf die schlüssige und nachvollziehbare 
Einschätzung der Gutachter der MEDAS M.________ vom 22. Februar 
2013 (act. IIA 154.1 S. 39 f.  Ziff. 7) abzustellen, wonach dem Beschwerde-
führer ab Gutachtenszeitpunkt und aus polydisziplinärer Sicht sowohl die 
bisherige, wie auch eine angepasste Tätigkeit unter Berücksichtigung der 
qualitativen Einschränkungen (vgl. Ziff. 7.1 und Ziff. 7.2) in einem Umfang 
von 70 % - 80 % zumutbar ist.

3.4 Zusammengefasst ist damit erstellt, dass es dem Beschwerdeführer 
ab April 2007 nicht mehr möglich war, in seinem angestammten Beruf als 
… tätig zu sein und dass ihm jedoch eine angepasste leichte bis mittel-
schwere Tätigkeit in wechselnder, vorwiegend sitzender Position voll-
schichtig mit einer 10 % – 20 %igen Leistungseinschränkung aufgrund häu-
figer Entlastungspausen zuzumuten war. Ab dem Zeitpunkt der Erstellung 
des MEDAS M.________-Gutachtens im Januar 2013 war dem Beschwer-
deführer die bisherige, wie auch eine angepasste Tätigkeit unter Berück-
sichtigung einiger qualitativen Einschränkungen zumutbar, wobei von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 20 % – 30 % auszugehen ist.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 18

4.1 Auf der Grundlage der beiden festgestellten Zumutbarkeitsprofile 
(E. 3.4 hiervor) ist der IV-Grad anhand der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs für die einzelnen Zeitabschnitte zu ermitteln (vgl. E. 2.2 
hiervor). 

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

Die Invalidenversicherung bietet als Erwerbsunfähigkeitsversicherung 
grundsätzlich nur Versicherungsschutz für eine übliche, normale erwerbli-
che Tätigkeit. In die Vergleichsrechnung einzubeziehen sind daher nur Ein-
künfte, die bei einem normalen Arbeitspensum erzielt werden. Praxis-
gemäss gehören dazu – ohne Rücksicht auf den hiefür erforderlichen zeitli-
chen oder leistungsmässigen Aufwand – auch regelmässig geleistete 
Überstunden sowie aus einer Nebenbeschäftigung oder selbstständiger 
Erwerbstätigkeit fliessendes Entgelt. Eine herabgesetzte Anrechenbarkeit 
kommt dagegen bei Mehrfachbeschäftigungen über ein Vollpensum hinaus 
(Kumulierung von Erwerbs- und Haushaltarbeit, Ausübung verschiedener 
wirtschaftlich gleichbedeutender Erwerbstätigkeiten) zum Tragen. Das Ab-
stellen auf eine normale erwerbliche Tätigkeit bedeutet, dass Einkünfte nur 
dann als Validenlohn zu berücksichtigen sind, wenn sie bereits im Gesund-
heitsfall erzielt wurden und weiterhin erzielt worden wären, wenn die versi-
cherte Person keine gesundheitliche Beeinträchtigung erlitten hätte. Dies 
schliesst indessen grundsätzlich nicht aus, dass auch aufgrund guter Be-
rufskenntnisse, breiter Berufserfahrung, optimaler Leistung oder eines dau-
ernd überdurchschnittlichen Arbeitspensums vor dem Eintritt der gesund-
heitlichen Beeinträchtigung erzielte sehr hohe Einkommen in den Einkom-
mensvergleich miteinbezogen werden (SVR 2011 IV Nr. 55 S. 165 
E. 4.5.2 f.).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 19

Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 
E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind zunächst die Verhältnisse im 
Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massge-
bend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundla-
ge zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichs-
einkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 
222). Unter Berücksichtigung der Anmeldung zum Leistungsbezug im Ok-
tober 2007 (act. II 2) und dem Beginn des Wartejahres im April 2007 (vgl. 
act. IIA 154.1 S. 40 Ziff. 7.1.2) und in Anwendung von aArt. 29 Abs. 1 lit. b 
IVG i.V.m. aArt. 48 Abs. 2 IVG (beide in der bis Ende Dezember 2007 gel-
tenden Fassung) fällt der hypothetische Rentenbeginn auf April 2008. Der 
Einkommensvergleich ist deshalb grundsätzlich auf diesen Zeitpunkt hin 
durchzuführen. 

4.3 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer 
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu 
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 20

4.4

4.4.1 Der Beschwerdeführer war seit 1995 als … bei der Firma 
D.________ angestellt (act. II 8]). Diese angestammte Tätigkeit hat er aus 
gesundheitlichen Gründen verloren (vgl. Kündigung vom 13. November 
2007 [act. II 17 S. 2]). Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzu-
nehmen, dass er weiterhin in dieser lang ausgeübten angestammten An-
stellung in unverändertem Umfang tätig wäre, führte er doch auch im Rah-
men der medizinischen Abklärungen mehrmals aus, dass er sich eine an-
dere als diese Tätigkeit nicht vorstellen könne (vgl. act. 154.1 S. 36 
Ziff. 5.4.4). Das Valideneinkommen ist deshalb aufgrund des zuletzt – ohne 
Invalidität – erzielten Lohnes festzusetzen (E. 4.1.1 vorstehend). 

Der Beschwerdeführer hat nachweislich während mehreren Jahren seiner 
Anstellung bei der D.________ regemässig Überstunden geleistet und … 
getätigt (vgl. einzelne Lohnabrechnungen der Jahre 2002 bis 2005 [act. I 8 
bis act. I 14]). Dies schlug sich denn auch in seinem Jahreseinkommen 
nieder: während die letzte Arbeitgeberin gegenüber der SUVA angegeben 
hat, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfalle im Jahre 2012 einen 
Lohn von Fr. 64‘200.– ([12 x Fr. 5‘100.–] + Gratifikation von Fr. 3‘000.– 
[act. IIA 123.1 S. 9]) hätte verdienen können, ist aus dem IK-Auszug vom 
5. März 2013 (act. IIA 155) ersichtlich, dass er bereits im Jahr 2000 ein 
deutlich höheres Einkommen von Fr. 76‘585.– erzielen konnte. Diesen Be-
trag konnte er in den folgenden Jahren bis zum Eintritt der Arbeitsunfähig-
keit kontinuierlich auf Fr. 86‘626.– (Auszug aus dem individuellen Konto 
[IK-Auszug] vom 5. März 2013 [act. IIA 155]) im Jahr 2006 steigern. Auf-
grund der über mehrere Jahre ununterbrochen erbrachten Leistung von 
Überstunden und … ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer auch weiterhin Überstunden geleistet 
hätte, wenn er keine gesundheitliche Beeinträchtigung erlitten hätte. In An-
wendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist deshalb vorliegend 
auf das zuletzt erzielte Einkommen zur Berechnung des Validenlohnes 
abzustellen (vgl. E. 4.1.1 vorstehend). Da der mit Überstunden und … ver-
diente Anteil des Lohnes naturgemäss von Monat zu Monat schwankt und 
damit nicht in jedem Jahr gleich hoch ausfallen kann, rechtfertigt es sich, 
den Durchschnittswert aus den fünf letzten Jahren, in welchen der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 21

schwerdeführer für die D.________ tätig war, heranzuziehen. Auszugehen 
ist von einem in den Jahren 2002 bis 2006 erzielten Einkommen von 
durchschnittlich Fr. 84'288.– pro Jahr (2002: Fr. 80‘180.–; 2003: 
Fr. 85‘024.–; 2004: Fr. 87‘632.–; 2005: Fr. 81‘979.–; 2006: Fr. 86‘626.– 
[act. IIA 155 S. 5).

Gemäss den Angaben des letzten Arbeitgebers wäre der Lohn, den der 
Beschwerdeführer in den Jahren 2008 ([Fr. 5‘050.– x 12] + Fr. 3‘000.– Gra-
tifikation [act. II 22 S. 15]) bis 2012 ([Fr. 5‘100.– x 12] + Fr. 3‘000.– Gratifi-
kation [act. IIA 123.1 S. 9]) hätte erzielen können, in diesen fünf Jahren um 
1 % angestiegen. Diese Indexierung ist auch zur Festlegung des Validen-
einkommens im Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns im Jahr 2008 
(vgl. E. 4.2 hiervor) beizuziehen, was ein massgebliches Valideneinkom-
men von Fr. 85‘131.– ergibt.

4.4.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das hypothetische Invalideneinkommen auf 
der Basis der LSE 2008 zu bestimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Dabei ist auf 
die Tabelle TA1 der LSE 2008, Total, Anforderungsniveau 4 für Männer 
abzustellen und der so ermittelte Wert von Fr. 57‘672.– (Fr. 4‘806.– x 12) 
ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden anzupassen 
(Tabelle „Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stun-
den pro Woche“ [je-d-03.02.04.19], einsehbar auf www.bfs.admin.ch), wor-
aus ein Jahreseinkommen von Fr. 59‘978.90 resultiert (Fr. 57‘672.– / 40 x 
41.6). Bei einer um 15 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit (vgl. E. 3.3.1 und E. 3.4 hiervor) beträgt das Invalidenein-
kommen damit Fr. 50‘982.05 (Fr. 59‘978.90 x 0.85).

4.4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 85‘131.– und einem Invali-
deneinkommen Fr. 50‘982.05 resultiert eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 34‘148.95, was einem IV-Grad von gerundet 40 % (zur Rundung: 
BGE 130 V 121 S.  123 E. 3.2 und E. 3.3) entspricht ([Fr. 85‘131.– ./. 
Fr. 50‘982.05] / Fr. 85‘131.– x 100). Der Beschwerdeführer hat deshalb ab 
April 2008 (vgl. E. 4.2 vorstehend) Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. 
E. 2.2 vorstehend).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 22

4.5 Seit dem Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS 
M.________ im Januar 2013 (act. IIA 154.1) ist es dem Beschwerdeführer 
möglich, einer angepassten Tätigkeit nachzugehen, wobei eine Arbeitsun-
fähigkeit von 20 % – 30 % zu berücksichtigen ist (E. 3.3.2 und E. 3.4 vor-
stehend).

Die Beschwerdegegnerin hat zur Bemessung des IV-Grades als hypotheti-
sches Invalideneinkommen ein durchschnittliches Erwerbseinkommen im 
Dienstleistungsbereich angenommen und dabei auf das Anforderungsni-
veau 3 „Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt“ abgestellt, da der Be-
schwerdeführer Anspruch auf eine Umschulung habe, diese jedoch ableh-
ne (vgl. Protokoll per 27. Januar 2014, S. 13, Eintrag vom 2. Mai 2013 [in 
den Gerichtsakten]). Gemäss dem Prinzip „Eingliederung vor Rente“ sei 
jenes hypothetische Einkommen als Invalideneinkommen heranzuziehen, 
welches der Beschwerdeführer nach der ihm zumutbaren Umschulung 
(z.B. im kaufmännischen Bereich) erzielen könnte. Nach Art. 16 ATSG trifft 
es zwar zu, dass bei der Beurteilung eines Rentenanspruchs stets auf die – 
allenfalls hypothetische – Situation nach Abschluss der zumutbaren berufli-
chen Eingliederung abzustellen ist. Vorliegend hat es die Beschwerdegeg-
nerin jedoch unterlassen, vor dem Rentenentscheid das Mahn- und Be-
denkzeitverfahren im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen (vgl. 
E. 2.4 vorstehend). Zwar hat sie gemäss dem Eintrag vom 7. Mai 2013 im 
„Protokoll per 27. Januar 2014“ (S. 13 [in den Gerichtsakten]) festgehalten, 
dass der Beschwerdeführer anlässlich eines Gesprächs mündlich darüber 
informiert worden sei, dass seine Entscheidung, keine Umschulung ma-
chen zu wollen, eine Auswirkung auf den Rentenentscheid haben könne. 
Die gesetzliche Regelung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht jedoch zwingend 
vor, dass die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt und auf die 
Rechtsfolgen hingewiesen wird und ihr eine angemessene Bedenkzeit ein-
geräumt wird. Da die Beschwerdegegnerin kein schriftliches Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren hinsichtlich einer beruflichen Eingliederung durchge-
führt hat, kann nicht auf ein Invalideneinkommen abgestellt werden, das 
der Beschwerdeführer erzielen könnte, wenn er eine (zumutbare) Umschu-
lung gemacht hätte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 23

4.6 Für den Zeitraum seit der Begutachtung durch die MEDAS 
M.________ im Januar 2013 (act. IIA 154.1) ist deshalb der IV-Grad und 
damit die Rentenberechtigung weiterhin gestützt auf ein hypothetisches 
Invalideneinkommen auf der Basis der LSE zu bestimmen, da der Be-
schwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenom-
men hat (vgl. E. 4.1.2 und E. 4.4.2 vorstehend). Dabei ist wiederum – ent-
gegen dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Ver-
fügung – auf die Tabelle TA1, Total, Anforderungsniveau 4 für Männer ab-
zustellen. Hierbei sind die LSE-Werte aus dem Jahr 2010 (indexiert auf das 
Jahr 2013) heranzuziehen und eine um 25 % eingeschränkte Arbeitsfähig-
keit zu berücksichtigen (vgl. E. 3.3.2 und E. 3.4 vorstehend).

4.6.1 Das massgebliche Valideneinkommen von Fr. 85‘131.– im Jahr 
2008 (vgl. E. 4.4.1 vorstehend) bildet wiederum die Grundlage zur Berech-
nung des IV-Grades ab dem Zeitpunkt der Begutachtung im Januar 2013. 
Auch hier ist von einer Indexierung von 1 % während fünf Jahren auszuge-
hen (E. 4.4.1 vorstehend). Das massgebliche Valideneinkommen beträgt 
damit Fr. 85‘982.30 (Fr. 85‘131.– ./. 100 x 101).

4.6.2 Nach der Tabelle TA1 der LSE 2010, Niveau 4, Total, beträgt der 
massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer Fr. 4'901.–. Auf die be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden (Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche [Tabelle je-d-
03.02.04.19], Total; einsehbar auf www.bfs.admin.ch) sowie auf das Jahr 
2013 aufgerechnet (vgl. www.bfs.admin.ch, Nominallohnindex nach Ge-
schlecht, Tabelle T1.10, Periode 2011 bis 2013, Total; Index Jahr 2010: 
100 Punkte, Jahr 2013: 102.6 Punkte) ergibt sich daraus ein Jahresein-
kommen von Fr. 62'754.75 (Fr. 4'901.– x 12 : 40 x 41.6 : 100 x 102.6). Zu-
folge der Leistungseinschränkung von 25 % gemäss dem Gutachten der 
MEDAS M.________ vom 22. Februar 2013 (act. IIA 154.1) resultiert ein 
jährliches Invalideneinkommen von Fr. 47‘066.05.

4.6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 85‘982.30 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 47'066.05 ergibt sich eine Einkommenseinbusse 
von Fr. 38‘916.25, was einem IV-Grad von gerundet 45 % entspricht 
([Fr. 85‘982.30 ./. Fr. 47'066.05] / Fr. 85‘982.30 x 100). Der Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 24

rer hat deshalb auch ab Mai 2013 weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente 
(vgl. E. 2.2 vorstehend).

4.7 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde vom 9. Dezember 2013 
deshalb dahingehend teilweise gutzuheissen, als die angefochtene Verfü-
gung vom 7. November 2013 (act. IIA 190) aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer auch nach dem 30. April 2013 weiterhin eine Viertelsrente 
auszurichten ist.

Die Akten gehen zurück an die Beschwerdegegnerin zur Festlegung der 
konkreten Rentenbetreffnisse und zur entsprechenden Durchführung der 
Verrechnung der Rentenbetreffnisse mit den Taggeldern. In diesem Zu-
sammenhang wird die Beschwerdegegnerin zudem auch über die Ausrich-
tung der Kinderrente für die Tochter H.________ für die Zeit vom 1. Januar 
bis zum 31. März 2013 zu entscheiden haben (vgl. Rechtsbegehren der 
Beschwerde von 9. Dezember 2013).

5.

Dem Beschwerdeführer wurden in der Vergangenheit für verschiedene 
Eingliederungsmassnahmen Taggelder ausbezahlt (AMA vom 26. Oktober 
bis 20. November 2009 [act. II 63], Arbeitstraining vom 25. Januar bis zum 
18. April 2010 [act. II 87], Arbeitstraining vom 23. August bis zum 14. No-
vember 2010 [act. II 102] und Praktikum vom 3. bis zum 31. Dezember 
2012 [act. IIA 150]). Nachdem die Beschwerdegegnerin mit der angefoch-
tenen Verfügung vom 7. November 2013 (act. IIA 190) für den Zeitraum 
von April 2008 bis Ende Dezember 2012 dem Beschwerdeführer eine Vier-
telsrente zugesprochen hatte, berechnete sie den Taggeldanspruch für den 
Zeitraum dieser Eingliederungsmassnahmen neu (vgl. fünf Verfügungen 
vom 21. Oktober 2013 [act. IIA 191 bis act. IIA 195]) und erliess am selben 
Tag eine Rückerstattungsverfügung über die zu viel bezahlten IV-
Taggelder (act. IIA 196).

Die Verrechnung ist an sich nicht zu beanstanden und wurde vom Be-
schwerdeführer auch nicht gerügt. Hingegen ist nicht ersichtlich, weshalb 
sich die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Taggeldanspruches für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 25

den Zeitraum vom 3. Dezember bis zum 31. Dezember 2012 und für die 
Zeit ab 1. Januar 2013 (vgl. die beiden Verfügungen vom 21. Oktober 2013 
[act. IIA 191 und act. IIA 192]) jeweils auf ein massgebendes Einkommen 
pro Jahreslohn von Fr. 69‘600.– und nicht – wie sie dies in den übrigen 
Verfügungen vom selben Tag (act. IIA 193 bis act. IIA 195) getan hat – auf 
ein Jahreseinkommen von Fr. 88‘880.– gestützt hat. 

Die Beschwerde erweist sich damit hinsichtlich der beiden Verfügungen 
vom 21. Oktober 2013 betreffend die Taggeldansprüche für die Eingliede-
rungsmassnahmen vom 3. bis zum 31. Dezember 2012 (act. IIA 192) und 
ab dem 1. Januar 2013 (act. IIA 191) sowie der Rückerstattungsverfügung 
vom 21. Oktober 2013 (act. IIA 196) – soweit sie ebenfalls diese beiden 
Zeiträume betrifft – als begründet: Diese drei Verfügungen werden diesbe-
züglich aufgehoben und der Beschwerdegegnerin zur neuen Bestimmung 
des massgebenden Einkommens pro Jahreslohn zurückgewiesen. Hinge-
gen ist die Beschwerde insoweit abzuweisen, als sie sich sowohl gegen die 
drei Taggeldverfügungen vom 21. Oktober 2013 betreffend den Tag-
geldanspruch für die Eingliederungsmassnahmen vom 26. Oktober bis zum 
20. November 2009 (act. IIA 195), vom 25. Januar bis zum 18. April 2010 
(act. IIA 194) und vom 23. August bis zum 14. November 2010 
(act. IIA 193) als auch gegen die Rückerstattungsverfügung vom 21. Okto-
ber 2013 betreffend diese Zeiträume (act. IIA 196) richtet. 

6.

Schliesslich ist zu bemerken, dass es der Beschwerdegegnerin freisteht, 
das schriftliche Mahn- und Bedenkzeitverfahren nachträglich noch durchzu-
führen und gestützt darauf eine (erneute) Revision aufgrund einer (allen-
falls hypothetisch) veränderten Situation im Erwerb des Beschwerdeführers 
durchzuführen.

7.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 26

7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis 
Fr. 1'000.– festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Beim vorliegenden Verfahrensausgang obsiegt der Beschwerdeführer nur 
teilweise (vgl. E. 6 hiervor). Dementsprechend hat er von den gerichtlich 
auf Fr. 700.– bestimmten Verfahrenskosten die Hälfte, ausmachend 
Fr. 350.–, zu übernehmen. Dem Beschwerdeführer ist nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils der vom geleisteten Kostenvorschuss (Fr. 700.–) 
verbleibende Restbetrag von Fr. 350.– zurückzuerstatten. Die Beschwer-
degegnerin ihrerseits hat im Umfang ihres Unterliegens ebenfalls die Hälfte 
der Verfahrenskosten, ausmachend Fr. 350.–, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 
VRPG; BVR 2009 S. 187 E. 4.1.1).

7.2 In Anwendung von Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerdegegnerin 
dem Beschwerdeführer die Hälfte der Parteikosten zu vergüten.

Die Kostennote von Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ vom 7. April 2014 
über insgesamt Fr. 2'288.50 (inklusive Auslagen von Fr. 39.– und Mehr-
wertsteuer von Fr. 169.50) ist nicht zu beanstanden. Die dem Beschwerde-
führer auszurichtende Parteientschädigung beläuft sich damit auf 
Fr. 1‘144.25 (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 27

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer 
ab 1. April 2008 eine Viertelsrente zugesprochen.

2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden weiter die beiden 
Taggeldverfügungen vom 21. Oktober 2013 (betreffend Taggeldan-
spruch für die Zeit vom 3. bis zum 31. Dezember 2012 und Taggeldan-
spruch ab dem 1. Januar 2013) sowie die Verrechnungsverfügung vom 
21. Oktober 2013 – soweit die Zeit ab 3. Dezember 2012 beschlagend 
– aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Er-
wägungen neu verfüge. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Von den gerichtlich auf Fr. 700.– bestimmten Verfahrenskosten wer-
den dem Beschwerdeführer Fr. 350.– und der Beschwerdegegnerin 
Fr. 350.– zur Bezahlung auferlegt. Der vom geleisteten Kostenvor-
schuss (Fr. 700.–) verbleibende Restbetrag von Fr. 350.– wird dem 
Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘144.25 (inklusive Auslagen und Mehr-
wertsteuer), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, IV/13/1101, Seite 28

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.