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**Case Identifier:** 15e417a0-9cfc-56e5-a961-a6094866804a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.11.2017 I 2017 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-51_2017-11-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 51

Entscheid vom 15. November 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Willi Füchslin,
Zürcherstrasse 49, Postfach 644, 8853 Lachen,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am .______, verheiratet, Vater von zwei Töchtern mit Jg. 
1996 und 2000) hat eine Ausbildung zum Sager absolviert. Infolge eines Unfalls 
vom 24. März 1990, bei welchem er sich schwere Verletzungen am rechten Un-
terschenkel und Knie zuzog (KV-act. 3-38/43), bezieht er seit März 1992 eine In-
validenrente der Unfallversicherung der Suva, basierend auf einer Beeinträchti-
gung der Erwerbsunfähigkeit von 20% (KV-act. 3-7/43). Anfang Januar 1997 
übernahm A.________ den elterlichen Betrieb und arbeitet seither als selbstän-
digerwerbender Sager ohne Angestellte. Am 22. Oktober 2014 erlitt er einen Ar-
beitsunfall, bei welchem er sich eine offene Zweietagen-Unterschenkelfraktur am 
rechten Bein zuzog, welche einen schwierigen Heilungsverlauf mit Infektionen 
zur Folge hatte (vgl. KV-act. 1ff./8; IV-act. 40-4ff./6; 13-1ff./4; 20).

B. Am 10. März 2015 (Eingang IV-Stelle Schwyz) meldete sich A.________ 
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (IV-act. 1-1ff./6). Mit 
Mitteilung vom 22. September 2015 eröffnete die IV-Stelle A.________, dass 
keine Frühinterventionsmassnahmen angezeigt seien und diese abgeschlossen 
würden. Gleichzeitig teilte die IV-Stelle mit, sie gewähre Beratung und 
Unterstützung im Rahmen des Arbeitsplatzerhaltes (IV-act. 29). Begehren um 
Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen lehnte die IV-Stelle mit 
Verfügungen vom 8. September 2015 und vom 7. Januar 2016 ab (vgl. IV-act. 25 
und 35).

C. Mit Vorbescheid vom 9. Juni 2016 stellte die IV-Stelle die Abweisung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 48), wogegen A.________ am 29. Juni 
2016 Einwand erhob (IV-act. 50-1/2). Mit Verfügung vom 26. April 2017 wies die 
IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-act. 59 = Bf-act. 2).

D. Gegen diese Verfügung lässt A.________ fristgerecht am 24. Mai 2017 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen, mit den folgenden Anträgen:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 26. April 2017 sei dahin-
gehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zusteht.

2. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 26. April 2017 zu ergänzenden Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen.

3. Subeventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der 
IV-Stelle Schwyz vom 26. April 2017 dahingehend abzuändern, dass dem Be-
schwerdeführer Eingliederungsmassnahmen zustehen, insbesondere eine Um-
schulung.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

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E. Mit Vernehmlassung vom 14. Juni 2017 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei kostenfällig abzuweisen. Der Beschwerdeführer lässt mit Replik 
vom 23. Juni 2017 an den Anträgen aus der Beschwerde vom 24. Mai 2017 fest-
halten. Die Vorinstanz nimmt mit Eingabe vom 29. Juni 2017 dazu Stellung. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit voraus (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] vom 19.6.1959 sowie Art. 3 und 6 ff. des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG). Invalidität ist die vor-
aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG 
− Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent,
− Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent,
− Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent,
− und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist.

1.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des In-
validitätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invali-
deneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die 
versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der 
ihr verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (vgl. Ulrich 
Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 
2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

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1.3 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Re-
gel in der Weise nach der Einkommensvergleichsmethode zu erfolgen. Insoweit 
die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schät-
zen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. 
Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig 
ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für 
Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich anzustellen 
und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der 
verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu 
bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen 
Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode besteht darin, dass die 
Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als 
solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des 
Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist 
aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. 
Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen einer 
erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine 
Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei 
Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs 
abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser 
Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit 
zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 
Erw. 1; 104 V 136 Erw. 2c; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und S. 252 Erw. 2b je m.H.). 

Diese Rechtsprechung ist nicht dahin zu verstehen, dass die ausserordentliche 
Bemessungsmethode bei Selbständigerwerbenden regelmässig an die Stelle des 
Einkommensvergleichs tritt. Dieser Methodenwechsel drängt sich aber dann auf, 
wenn ein vor allem landwirtschaftlich oder handwerklich tätiger Versicherter 
durch den Gesundheitsschaden gezwungen wird, seine bisherige körperlich 
schwere Haupttätigkeit aufzugeben und die Struktur seines eigenen 
Kleinstbetriebes durch die Anstellung von Mitarbeitenden den geänderten 
Verhältnissen anzupassen. In einer solchen Konstellation kann der 
Einkommensvergleich häufig nicht oder nicht sachgerecht durchgeführt werden, 
insbesondere weil Erfahrungen mit dem neu strukturierten Betrieb fehlen. Auf 
solche Konstellationen ist gerade die ausserordentliche Bemessungsmethode 
zugeschnitten, welche es erlaubt, die erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitsschadens unter den geänderten betrieblichen Verhältnissen zu 
erfassen. Anwendbar ist das ausserordentliche Bemessungsverfahren auch 
dann, wenn invaliditätsfremde Faktoren - wie Strukturänderungen in dem von der 

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versicherten Person betriebenen Gewerbe, zusätzliche Abschreibungen infolge 
eines Umbaus - das Geschäftsergebnis beeinflusst haben und deshalb nicht 
ohne weiteres von der Einkommenseinbusse auf den Invaliditätsgrad 
geschlossen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_640/2016 vom 
29.11.2016 Erw. 4.2 und 9C_812/2015 vom 7.7.2016 Erw. 4; je mit Hinweis auf 
das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: 
Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] I 230/04 vom 
30.11.2004 Erw. 2.5 und BGE 128 V 29 Erw. 2).

1.4 Die Invalidität bemisst sich nach dem Gesagten nicht nach medizinischen, 
sondern nach wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähig-
keit (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Wer nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig 
ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 
139 Erw. 1b). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG). Die 
Zumutbarkeit der Überwindung bestimmt sich regelmässig unter 
Berücksichtigung von objektiven Umständen (z.B. Zumutbarkeit der 
Arbeitstätigkeit, Wohnort) wie auch subjektiven Elementen (z.B. Alter, soziale 
Stellung). Es wird festgelegt, dass diese Zumutbarkeitsprüfung eine objektive 
Beurteilung darstellen muss; dies bedeutet, dass die Zumutbarkeit der 
Überwindung nicht nach subjektiven Empfinden der versicherten Person beurteilt 
wird. Dies hat auch etwa einen Ausdruck darin gefunden, dass die für den 
Krankheitsbegriff massgebende Untersuchungs- und Behandlungsbedürftigkeit in 
objektiver Weise bestimmt wird (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 
2015, Art. 7 N 56 m.H. u.a. auf Art. 3 N 30; Kreisschreiben über Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] Stand 11.1.2017, Rz. 1018.1).

1.5 Bevor eine versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der 
Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 130 V 97 Erw. 3.2) alles ihr Zumutbare 
selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Nach 
der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 
als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwertung der 
Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter 

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Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art 
der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14.11.2014 Erw. 3.1 m.w.H. Bei 
der Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels, auch von der 
selbständigen in eine unselbständige Tätigkeit, ist die Gerichtspraxis sehr streng 
(Urteil des EVG I 761/04 vom 14.6.2005 Erw. 2.3). Als Richtschnur gilt, dass die 
Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger 
sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage 
steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmindernde 
Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (vgl. BGE 113 V 22 Erw. 4d). 

1.6 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG]) unmittelbar bedrohte 
Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die 
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind 
(lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen laut Art. 8 Abs. 3 IVG in medi-
zinischen Massnahmen, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die be-
rufliche Eingliederung, berufliche Massnahmen (Berufsberatung, erstmalige be-
rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe) und der 
Abgabe von Hilfsmitteln. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte 
noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis 
Satz 2 IVG).

1.7 Anspruch auf Umschulung haben Versicherte, wenn die Umschulung infol-
ge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich er-
halten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG), wobei die leistungsspe-
zifische Invalidität (vgl. Art. 4 Abs. 2 IVG) rechtsprechungsgemäss erst dann als 
eingetreten gilt, wenn eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbus-
se von etwa 20% vorliegt (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., N 3 f. zu Art. 17 IVG; Urs 
Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, N 1004 
S. 187, N 1040 S. 194). Als Umschulung gilt die Gesamtheit der Eingliederungs-
massnahmen berufsbildender Art, die − wegen der Invalidität, nicht ohnehin auf-
grund gesundheitsfremder Überlegungen − notwendig und geeignet sind, einem 
schon erwerbstätig gewesenen Versicherten nach Eintritt der Invalidität eine 
neue eingliederungswirksame Erwerbsmöglichkeit zu verschaffen (vgl. Meyer/ 
Reichmuth, a.a.O., N 10 zu Art. 17 IVG; Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die In-
validenversicherung [SR 831.201; IVV]). Als Umschulung gilt jede Neuausbildung 
beruflicher Art, die den Versicherten in die Lage versetzt, wiederum eine − seiner 

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früheren annähernd gleichwertige − Erwerbstätigkeit ausüben zu können, wobei 
sich der Begriff der annähernden Gleichwertigkeit nicht in erster Linie auf das 
Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu 
erwartenden Verdienstmöglichkeit bezieht (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., N 14 f. 
zu Art. 17 IVG; Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher 
Art [KSBE], Stand 1.1.2017, Rz. 4002).

1.8 Die sich aus Art. 8 Abs. 1 IVG ergebenden Teilgehalte des Verhältnismäs-
sigkeitsgrundsatzes werden bei der Umschulung nach Art. 17 IVG voll wirksam. 
Die Invalidenversicherung hat nur umzuschulen, soweit dies zur Wiedereingliede-
rung, begrenzt durch das vor dem Invaliditätseintritt innegehabte Erwerbsniveau, 
notwendig bzw. erforderlich ist. Weiter ist die Eignung der Massnahme verlangt, 
aber auch die Eignung des Versicherten, d.h. seine subjektive und objektive Ein-
gliederungsfähigkeit. Im Rahmen des Eignungserfordernisses sind Berufsneigun-
gen des Versicherten bei der Art des Arbeitseinsatzes zwar zu berücksichtigen; 
sie können jedoch für die Zumutbarkeit einer geeigneten Tätigkeit nicht aus-
schlaggebend sein. Subjektive Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen allein 
vermögen somit keinen Umschulungsanspruch zu begründen (vgl. Meyer/Reich-
muth, a.a.O., N 45 f. zu Art. 17 IVG). 

1.9 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nimmt der Versicherungsträger die notwendigen 
Abklärungen zur Beurteilung des Leistungsbegehrens von Amtes wegen vor. 

Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung des 
IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher-
ten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 Erw. 4; 125 V 256 Erw. 4).

Zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs 
steht der IV-Stelle der regionale ärztliche Dienst (RAD) zur Verfügung. Der RAD 
setzt die für die IV nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähig-
keit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Auf-
gabenbereich auszuüben (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG) und beurteilt die medizini-
schen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs (vgl. Art. 49 Abs. 1 IVV). Das 
Bundesgericht hat betont, dass es − gerade − Aufgabe des RAD ist, die sich aus 
einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ergebende funktionelle Leistungsfähig-

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keit festzusetzen (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 6 N 56 m.w.H.; KSIH 
Rz. 1018.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_858/2014 vom 3.9.2015 Erw. 3.3.2).

Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen − zu denen die 
RAD-Berichte gehören − kann allerdings dann nicht abgestellt werden, und es 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch nur geringe Zweifel an 
ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 Erw. 5.2; 135 
V 465 Erw. 4.4 und 4.7; Urteile des Bundesgerichts 8C_452/2016 vom 27.9.2016 
Erw. 3; 8C_197/2014 vom 3.10.2014 Erw. 4).

1.10 In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (Art. 61 
lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisre-
geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 
Erw. 3a; Urteil des Bundesgerichts 9C_751/2013 vom 6.5.2014 Erw. 4.1.1). 

2. Zur gesundheitlichen Situation und zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
lässt sich dem medizinischen Aktendossier u.a. was folgt entnehmen: 

2.1 Am 24. März 1990 wurde der Versicherte beim Arbeiten im Wald zwischen 
zwei Baumstämmen eingeklemmt und zog sich dabei massive Verletzungen am 
rechten Unterschenkel und Knie zu. Bei der Diagnose einer schweren Trümmer-
Fraktur des rechten Unterschenkels, einer drittgradigen, offenen medialen Kon-
dylus-Fraktur im rechten Kniegelenk, einer basisnahen Meniskus-Läsion medial 
sowie Rupturen des lateralen Bandapparates, des vorderen Kreuzbandes und 
des lateralen Bandapparates des rechtes OSG, erfolgte gleichentags eine offene 
Reposition und Schrauben-Platten Osteosynthese der Tibiafraktur rechts, eine 
Spaltung der Anterior- und dorsalen Muskel-Logen, eine Meniskus-Naht rechts 
medial, eine Reposition und Schrauben-Osteosynthese der medialen Femurkon-
dylus-Fraktur sowie eine Rekonstruktion des medialen Seitenbandes (fecit 
Dr.med. D.________, Bezirksspital March-Höfe Lachen; vgl. KV-act. 3-38/43).

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Infolge eines Sonnenbrandes II. und teilweise III. Grades anfangs Juli 1990 kam 
es zu einer Infektion über der Plattenstelle am rechten Unterschenkel (KV-act. 3-
35/43), welche ein Débridement, eine Spüldrainage und das Anlegen von Gara-
mycinschwämmen am 10. August 1990 sowie die Platten- und Schraubenentfer-
nung am rechten Unterschenkel mit neuerlichem Débridement und Anlegen von 
Garamycinschwämmen am 29. August 1990 erforderlich machte (fecit Dr.med. 
D.________; vgl. KV-act. 3-33f./43). Im Anschluss gestaltete sich der Verlauf un-
ter ständigem Débridement und lokaler Behandlung komplikationslos. Es verblie-
ben jedoch belastungsabhängige Schmerzen im Frakturbereich (vgl. KV-act. 3-
28/43; 3-24ff./43). Am 25. September 1991 wurde das OSM im rechten Kniege-
lenk entfernt (fecit Dr.med. D.________; vgl. KV-act. 3-21/43). 

In der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 8. Januar 1992 gelangte Dr.med. 
E.________ (Suva-Kreisarzt,) betreffend die verbleibenden Unfallfolgen zur Be-
urteilung, bei bis dato erhaltener Instabilität finde sich klinisch eine mässige Go-
narthrose rechts mit deutlicher Atrophie der Oberschenkelmuskulatur. Die schwe-
re Arbeit in einer Sägerei könne dem Patienten auf die Dauer sicher nicht zuge-
mutet werden. Das Heben von Lasten über 15 bis 20 kg sei nicht möglich, die 
Prognose offen, wahrscheinlich eher ungünstig. Mit einer Zunahme der Gonar-
throse müsse wohl gerechnet werden. Die Röntgenbilder beider Kniegelenke 
würden eine mässige Atrophie der Knochenstruktur zeigen. Die Tibiakopffraktur 
und die offene mediale Kondylenfraktur seien in guter Stellung knöchern konsoli-
diert, alles Metall entfernt. Es bestehe eine knapp mässige Pangonarthrose 
rechts. Der radiologische Befund sei aber weniger eindrücklich als der klinische 
(vgl. IV-act. 3-16/43). 

Mit Verfügung vom 3. April 1992 sprach die Suva dem Versicherten ab März 
1992 eine Invalidenrente zu, basierend auf einer Beeinträchtigung der Erwerbs-
unfähigkeit von 20%, sowie eine Integritätsentschädigung, basierend auf einer In-
tegritätseinbusse von 15% (IV-act. 3-6ff./43).

2.2 Im Zwischenbericht zuhanden der Taggeldversicherung nach VVG vom 
21. November 2014 erhob Dr.med. F.________ (Facharzt Orthopädische 
Chirurgie FMH, Sportmedizin, Manuelle Medizin) die Diagnose einer Zweietagen-
Unterschenkelfraktur; I° offen vom 22. Oktober 2014. Weiter führte er u.a. aus, 
gleichentags sei eine Marknagelosteosynthese Tibia rechts erfolgt. Aktuell 
bestehe noch eine leichte Restschwellung. Der Patient könne mit ca. 10-15 kg an 
Gehstützen teilbelasten. Er sei seit dem 22. Oktober 2014 für ca. 4 - 6 Monate zu 
100% arbeitsunfähig (KV-act. 1-1ff./8).

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2.3 Im Bericht über die ambulante Behandlung vom 3. März 2015 vermerkte 
Dr.med. G.________ (Orthopädischer Chirurgie FMH, Regionalspital Einsiedeln) 
am 13. März 2015 u.a., im Bereich der grossen Narbenzone Unterschenkel ven-
tral, Übergang mittleres, proximales Drittel habe sich eine Fistel gezeigt; Schwel-
lung und Überwärmung distal bei erhaltener Sensibilität, Zirkulation und Motorik. 
Leichte Sekretion aus der Fistel. Da der Patient wieder weniger Schmerzen ha-
be, Schwellung und Blauverfärbung bereits deutlich zurückgegangen seien, hät-
ten sich weitere notfallmässige Massnahmen vorerst erübrigt (IV-act. 40-6/6).

2.4 Im Arztbericht zuhanden der IV-Stelle vom 20. März 2015 (Eingang IV-Stel-
le) verwies Dr.med. H.________ betreffend die Anamnese (chronologischer 
Verlauf, bisherige Therapie, aktuelle Symptome) und den ärztlichen Befund auf 
die im Arztbericht als Beilage aufgeführten (sich nicht bei den IV-Akten 
befindenden) OP- und Austrittsberichte. Er erhob folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 13-1ff./4):

1. Marknagelosteosynthese US re bei I° offener Zweietagenfraktur seit  22.10.14
2. Z.n. Osteosynthese einer offenen US Fraktur re mit Fistelbildung vor 12 Jah-

ren seit 2002 
3. Infekt u. Fistel US rechts seit 7.12.14

Weiter notierte Dr.med. H.________ u.a, die letzte Kontrolle bei ihm sei am 
20. Februar 2015 erfolgt. Danach sei die Behandlung notfallmässig am 3. und 4. 
März 2015 bei Dr.med. I.________ erfolgt, welcher den Patienten an die Klinik 
Balgrist überwiesen habe, wo er zurzeit behandelt werde. Aktuell sei keine Belas-
tung möglich, die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100%. Eine Prognose sei 
derzeit nicht möglich.

2.5 Im Bericht vom 6. Mai 2015 über die klinisch/radiologische Verlaufskontrol-
le vom 30. April 2015 stellten Dr.med. J.________ (Oberarzt Orthopädie Univer-
sitätsklinik Balgrist) und Dr.med. K.________ (Assistenzarzt Orthopädie) folgen-
de Diagnosen (IV-act. 40-4f./6):

Status nach OSME Tibia Marknagel mit Aufbohrung des Kanals, Eröffnung/Curet-
tage intramedullärer Flüssigkeitskollektion proximale Tibia rechts, sowie Weichteil-
debridement Abszess distale Tibia rechts (inkl. Biopsieentnahme) vom 05.03.2015 
sowie Second look Unterschenkel rechts vom 11.03.2015 mit/bei
• Osteomyelitis Tibia rechts mit S. aureus bei
• St. n. Marknagel-Osteosynthese Tibia rechts (Expert tibia nail) am 22.10.2014 

(Dr. Komorek, Spital Einsiedeln) bei
• Erstgradig offener 2-Etagen-Unterschenklfraktur (AO 42C2)
• St. n. drittgradig offener Unterschenkelfraktur vor ca. 20 Jahren mit
• St. n. Metallentfernung bei Infekt

Weiter wurde u.a. ausgeführt, im Unterschenkel rechts würden sich reizlose, 
noch leicht gerötete und geschlossene Wundverhältnisse ohne Hinweis auf Infekt 

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präsentieren, keine Druckdolenz. Sämtliche Frakturen an der Tibia und Fibula 
seien zumindest partiell ossär durchbaut, Osteopenie (CT Unterschenkel rechts 
vom 30.4.2015). Klinisch radiologisch zeige sich ein guter Heilungsverlauf ohne 
jegliche subjektive oder objektive Schmerzen bei radiologisch zunehmender 
ossärer Konsolidation, auch wenn Letztere noch nicht vollständig geschehen sei.

2.6 Der Assistenzarzt Dr.med. L.________ wiederholte im Schreiben vom 3. 
Juni 2015 an die IV-Stelle im Wesentlichen die Diagnosen aus dem Bericht vom 
6. Mai 2015. Er hielt u.a. weiter fest, der Patient sei ihnen bei genannter 
Diagnose sowie Verdacht auf Osteomyelitis am 5. März 2015 durch das Spital 
Einsiedeln zugewiesen worden. Die letzte Untersuchung habe am 30. April 2015 
stattgefunden. Klinisch-radiologisch zeige sich ein guter Heilungsverlauf ohne 
subjektive oder objektive Schmerzen bei radiologisch zunehmender ossärer 
Konsolidation, auch wenn letztere noch nicht vollständig geschehen sei. Da die 
letzte Operation erst 6 Wochen her sei, könnten weiterreichende Prognosen 
frühestens ein halbes Jahr nach der Operation, d.h. im September 2015 erfolgen 
(IV-act. 20).

2.7 Im Sprechstundenbericht vom 16. Juni 2015 führte Dr.med. M.________ 
(Oberarzt i.V. Orthopädie Universitätsklinik Balgrist) u.a. aus, der Patient berichte 
über einen beschwerdefreien Verlauf. Die antibiotische Therapie habe er vor ei-
ner Woche sistiert. Seither sei er ohne Gehhilfen unterwegs. Gelegentlich habe 
er Schmerzen nach längerer Belastung. Keine Schmerzen in Ruhe. Unauffälliges 
Integument mit absolut reizlosen Wundverhältnissen. Keine Hinweise für Infekt. 
Keinerlei Druckdolenzen. Das Röntgen Unterschenkel ap/seitlich rechts zeige 
unveränderte Stellungsverhältnisse im Vergleich zu den Voraufnahmen. Diskrete 
Zeichen der Konsolidation. Das freie Belasten könne vorsichtig fortgeführt wer-
den. Gehtraining mit Hilfe von Physiotherapie. In ca. 4 Wochen Beginn mit medi-
zinischer Trainingstherapie (IV-act. 40-2f./6). 

2.8 In Beantwortung des 'Beiblattes zum Arztbericht berufliche Integration/Ren-
te' zuhanden der IV-Stelle vom 14. Februar 2016 notierte med.prakt. Y._____ 
(Assistenzarzt Orthopädie Universitätsklinik Balgrist) u.a., die bisherige Tätigkeit 
sei dem Versicherten weiterhin zumutbar, wobei auf das Tragen schwerer Lasten 
verzichtet werden sollte (Traglastbeschränkung <10 kg). Andere Tätigkeiten (oh-
ne Tragen von schweren Lasten, eher Bürotätigkeit) wären ihm 8 Stunden pro 
Tag zumutbar. In zeitlichem Rahmen bestehe keine verminderte Leistungsfähig-
keit (IV-act. 39).

2.9 Dr.med. N.________ (FA Innere Medizin, FA Arbeitsmedizin, RAD Zentral-
schweiz) hielt in seiner RAD-Stellungnahme vom 25. April 2016 u.a. fest, gestützt 

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auf die vorliegenden Berichte handle es sich beim Versicherten um einen Zu-
stand nach osteosynthetisch versorgter offener Unterschenkelfraktur rechts mit 
protrahiertem Heilungsverlauf. Nachdem die Wundheilung abgeschlossen zu sein 
scheine und der Versicherte wieder im eigenen Betrieb tätig sei, könne unter 
Berücksichtigung der verminderten Belastbarkeit der rechten unteren Extremität 
davon ausgegangen werden, dass die angestammte Tätigkeit wieder zu 70-80% 
ausgeübt werden könne. Inwieweit sich eine verstärkte Belastung des rechten 
Beines durch z.B. Heben/Tragen/Bewegen schwerer Lasten in einem Einmann-
betrieb realisieren lasse, sei eher fraglich. Gesundheitsschaden mit Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei der Zustand nach 
osteosynthetisch versorgter offener Unterschenkelfraktur rechts mit protrahiertem 
Heilungsverlauf, mit der verminderten Belastbarkeit der rechten unteren Extre-
mität. In der angestammten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit aktuell 70-80%. 
Vom 22. Oktober 2014 bis mindestens Ende September 2015 betrage die Ar-
beitsfähigkeit 0%. Anschliessend sei der Verlauf nicht nachvollziehbar. In einer 
leidensangepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit vollschichtig 100%. Die 
ergonomischen Vorgaben lauteten leichte bis mittelschwere Wechseltätigkeit oh-
ne ständiges Stehen oder Gehen, v.a. in unebenen Gelände, ohne häufiges 
Treppensteigen, ohne Besteigen von Leitern/Gerüsten, ohne Heben/Tragen/Be-
wegen von mittel- bis schweren Lasten. Eine "berufliche Abklärungsfähigkeit" von 
mindestens 50% sei ab sofort gegeben (IV-act. 45-4ff./6).

2.10 Dem Einwand vom 29. Juli 2016 legte der Versicherte eine 'Taggeldkarte' 
der Krankenversicherung bei, auf welcher ihm durch die behandelnden Ärzten 
vom 23. November 2014 bis 6. September 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von je-
weils 100% und ab dem 7. September 2015 bis Juli 2016 eine Arbeitsunfähigkeit 
von jeweils 80% bescheinigt wurde (IV-act. 50-2/2).

2.11 Im Bericht der Universitätsklinik Balgrist über die klinisch/radiologische Ver-
laufskontrolle vom 9. August 2016 (visiert von Dr.med. O.________ und dem As-
sistenzarzt Dr.med. P.________) wurde u.a. festgehalten, der Patient berichte 
über Schmerzen an der vorderen Schienbeinkante beim Heben und Tragen 
schwerer Gegenstände. Seiner körperlich schweren Tätigkeit als Sager gehe der 
Patient aktuell zu 20% mit grosser Anstrengung nach. Die Schmerzen würden 
nach längerem Stehen oder Sitzen gleichermassen wie beim Tragen schwerer 
Lasten bestehen. In der Beurteilung wurde ein radiologisch erfreulicher Behand-
lungsverlauf beschrieben, mit jedoch deutlichen Restbeschwerden. Arbeitsmedi-
zinisch sei aus ihrer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von mehr als 50% im angestamm-
ten Beruf nicht realistisch. Eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit im angestammten, kör-

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perlich stark belastenden Arbeitsprofil wäre bereits eine äusserst erfreuliche Ver-
besserung der aktuellen Arbeitssituation (IV-act. 51).

2.12 In der Stellungnahme vom 20. Oktober 2016 schloss sich die RAD-Ärztin 
Z._____ (Fachärztin für Allgemeinmedizin) der Beurteilung der Universitätsklinik 
Balgrist an, wonach die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 50% be-
trage. Man müsse sich vergegenwärtigen, dass das rechte Bein nach 12 Jahren 
schon das 2. Mal gebrochen sei. Nun gehe alles recht schleppend vorwärts. Die 
Knieflexion sei bei 35° eingeschränkt. Die Nachkontrolle seitens Balgrist sei ja 
auch noch nicht abgeschlossen. Es sollten noch R-Kontrollen Anfang 2017 erfol-
gen. Die Konsolidierung der Fraktur sei allerdings im August radiologisch abge-
schlossen gewesen. Medizinisch theoretisch werde eine Arbeitsfähigkeit zu 
100% mit einer geringen Leistungsminderung von ca. 20% für eine leichte kör-
perliche Arbeit in Wechselbelastung, mit Schwerpunkt Sitzen schon jetzt zumut-
bar sein. Der Versicherte sollte dabei die Möglichkeit haben, das Bein auch ein-
mal hochzulegen; dies jedoch, da unfallbedingt, unter Vorbehalt des Abschlusses 
der Unfallversicherung (IV-act. 52-3f./4). 

2.13 Laut einer Gesprächsnotiz vom 31. Oktober 2016 habe eine Rücksprache 
mit der RAD-Ärztin Z._____ ergeben, dass der Versicherte in einer angepassten 
Tätigkeit eine 100% Arbeitsfähigkeit mit einer vollen Leistungsfähigkeit habe. Die 
20% Leistungseinschränkung gemäss der RAD-Stellungnahme vom 20. Oktober 
2016 sei aufgrund der Erstbeurteilung durch den RAD vom 25. April 2016 nicht 
gegeben (IV-act. 53). 

2.14 Im Bericht der Universitätsklinik Balgrist über die Verlaufskontrolle vom 
2. Februar 2017 (visiert von Dr.med. Q.________ Oberarzt i.V. Orthopädie) wur-
de u.a. ausgeführt, der Patient arbeite zu 50% in seinem Beruf als selbständiger 
Besitzer einer Sägerei. Hier würden belastungsabhängige Schmerzen mit einem 
Ziehen den Unterschenkel hinauf bestehen, weitgehend unverändert im Ver-
gleich zur Voruntersuchung. Reizlose eingezogene Narbenverhältnisse an der 
anterioren Tibia mit Dysästhesien auf Berührung. Keine Schmerzauslösung auf 
forcierte Kraftausübung auf den Unterschenkel. Besagte Schmerzen seien vom 
Patienten auslösbar durch Aktivierung der Tibialis anterior-Sehne im Narbenbe-
reich, aber mit guter durchgehender Tibialis anterior-Sehne und guter Kraftent-
wicklung durch diese. Im Röntgen ap/seitlich konstante Stellungsverhältnisse ge-
genüber der Voruntersuchung vom 9. August 2016. Weiterhin zeige sich eine 
Zunahme der knöchernen Durchbauung der zentralen Fraktur des Tibiaschaftes. 
Erhaltene Artikulation in abgebildeten Gelenken. Die Restschmerzen seien am 
ehesten muskulär im Tibialis anterior-Bereich angesiedelt aufgrund von Narben-

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gewebe. Diese operativ zu sanieren werde mit neuen Vernarbungen einhergehen 
und sei aktuell nicht zu empfehlen. Der Patient werde in seiner angestammten 
Tätigkeit weiterhin lediglich maximal zu 50% arbeitsfähig gesehen (IV-act. 56).

2.15 Im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende der eidgenössischen In-
validenversicherung, IV Luzern vom 10. April 2017 (Eingang IV-Stelle) wurde u.a. 
festgehalten, der 53-jährige Versicherte führe seine in dritter Generation vom Va-
ter übernommene Sägerei als Einzelunternehmung ohne Angestellte. Der Be-
triebsstandort befinde sich beim Wohndomizil. Die betriebliche Nutzungsfläche im 
Eigentum (Fertigungshalle und Aussenbereich) umfasse ungefähr 2'000 m2. Der 
Versicherte stelle Latten, Bretter und Balken nach Mass für Zimmereien, Dach-
decker, Gärtner und Schreiner her. Handel werde nicht betrieben. Sporadisch 
würden Anfragen von Privaten erfolgen, es würden jedoch fast ausschliesslich 
Unternehmen beliefert. Die überwiegende Stammkundschaft stamme aus der 
näheren Umgebung und garantiere wiederkehrende Aufträge. Durch Anbieter wie 
Hornbach oder Bau und Hobby habe die Konkurrenz in den letzten Jahren stark 
zugenommen, worunter die gesamte Branche leide. Infolge der Behinderung hät-
ten sich weder Änderungen an der Infrastruktur ergeben, noch seien Änderungen 
an der Art der Dienstleistung oder an der Art der Klientel vorgenommen worden. 
Gemäss den Angaben des Ehepaares würden seither aber weniger Aufträge, mit 
wenn möglich weniger schwerer Ware ausgeführt und es werde eine erhebliche 
Mithilfe der Frau und Kollegen beansprucht. Die Ehefrau erledige quasi sämtliche 
Büroarbeiten (Zahlungen, Rechnungen, Administration, Vorbereitung für den Treu-
händer, Kontierung und Verbuchung der Geschäftsfälle sowie Erstellung der 
MWSt-Abrechnungen). Der Treuhänder kontrolliere die Verbuchungen und die 
MWSt-Abrechnungen und erstelle den Abschluss und die Steuererklärung. Auf-
grund der grundsätzlich gleichen Kundschaft sowie des Umsatzvolumens sei der 
Arbeitsaufwand der Ehegattin nicht sehr hoch; er belaufe sich im Durchschnitt 
auf ca. 1-2 Stunden pro Woche. Der in der Buchhaltung verbuchte Lohn beziehe 
sich vollumfänglich auf die Ehefrau. Seit dem Gesundheitsschaden könne der 
Versicherte aufgrund eines guten Umfeldes auf erhebliche, unentlöhnte Mithilfe 
von Freunden zählen.

Der Versicherte sei gemäss Auskünften wie bis anhin praktisch ausschliesslich in 
der Verarbeitung des sehr schweren Materials tätig. Der Geschäftsführungsanteil 
sei infolge der Art der Kundschaft vernachlässigbar und könne meistens telefo-
nisch abgewickelt werden. Eine innerbetriebliche Verlagerung der Tätigkeiten sei 
nicht gegeben. Anhand der Beurteilung der wirtschaftlichen Aspekte (u.a. perso-
nelle Situation, keine Rentabilität, geringes Anlagevermögen, fehlende betriebli-

15

che Perspektiven usw.) werde eine Betriebsaufgabe aber als zumutbar erachtet 
(vgl. IV-act. 57-3ff./28 Ziff. 4f.).

Zu den Einkommensverhältnisse wurden folgende Betriebsgewinne in CHF (vor 
a.o. und neutralem Aufwand) aufgeführt (IV-act. 57-5/28 Ziff. 6):

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
34'696.50 27'162.34 47'800.79 23'650.78 -20'537.10 8'485.75 -33'039.08

Der Versicherte beziehe aufgrund einer offenen Unterschenkelverletzung seit 20 
Jahren eine SUVA Rente von 20%. Eine telefonische Rückfrage bei der AHV ha-
be ergeben, dass die festgelegten Einkommen 2009 - 2011 gegenüber den 
Steuerveranlagungen jeweils einiges tiefer ausgefallen seien, weil eine hohe EK-
Verzinsung in Abzug gebracht worden sei. Für das Jahr 2012 sei bei der AHV ein 
Einkommen von Fr. 36'600.-- erfasst worden. Für das Jahr 2013 sei infolge eines 
negativen Einkommens der Mindestbetrag von Fr. 9'330.-- bestätigt worden. Durch 
den Gesundheitsschaden habe sich weder eine Änderung an der Infrastruktur 
noch am Anlagevermögen ergeben. Aus den Details der Jahresrechnungen wer-
de ersichtlich, dass sich die Abschreibungen im Jahr 2012 (von Fr. 20'000.--) 
vollumfänglich auf die Immobilie beziehen und ansonsten immer sofort abge-
schrieben worden sei. Die Schwankungen bei den Positionen Unterhalt, Repara-
turen / Reise- u. Repräsentationskosten würden sich in branchenüblichen Jah-
resdifferenzen und durch vereinzelte Kundenwechsel begründen. Besondere 
Vorkommnisse oder einmalige Situationen hätten nicht genannt werden können. 
Die Umsatzabnahme könne einem geschwächten Marktumfeld zugeordnet wer-
den. In Anbetracht der Auskünfte könne nicht davon ausgegangen werden, dass 
sich die Situation in absehbarer Zeit − wenn überhaupt − erhole. Der für das Ge-
schäftsjahr 2013 ausgewiesene Verlust von Fr. 20'537.-- sei von der Steuer-
behörde übernommen und somit der in dieser Periode neu verbuchte Mietauf-
wand (veränderte Buchführung) als geschäftsmässig begründet akzeptiert wor-
den.

Bezüglich Valideneinkommen wurde ausgeführt, anhand der bereits 
vorbestehenden Behinderung (Suva-Berentung von 20%) werde es als nicht 
abschätzbar erachtet, ob und wie sich die wirtschaftliche Situation ohne jegliche 
gesundheitliche Einschränkung entwickelt hätte (IV-act. 57-6/28). Aufgrund 
dieser Unbekannten werde von den effektiven erzielten betrieblichen Einkommen 
abgewichen (Anmerkung: der neu verbuchte Mietaufwand [ab 2013 von jährlich 
Fr. 45'368.--] wäre hinsichtlich der Ausgangsbasis auch in den Vorjahren zu 
berücksichtigen gewesen). Stattdessen würden die statistischen Zahlen 
(Gewerbestatistik [Statistik gewerblicher Buchhaltungsergebnisse der Konferenz 
gewerblicher Treuhandfirmen] 2011- 2015 / Sägerei / Umsatzgruppe 200'000 - 

16

499'999) beigezogen. Anhand des vom Versicherten erzielten Umsatzes in 
Zusammenhang mit der Höhe der bereits bestandenen SUVA-Berentung werde 
auf eine Umsatzspanne zwischen Fr. 200'000 - Fr. 499'999 abgestellt. Unter 
Hinzunahme der Jahre 2011 bis 2015 würden zeitnahe Einkommen 
berücksichtigt, und es würden über eine längere Zeitspanne bessere und 
weniger gute Jahre gleichermassen berücksichtigt. Daraus resultierte ein durch-
schnittliches hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 42'540.-- ([57'400 + 
40'300 + 20'700 + 51'600 + 42'700] ./. 5; vgl. IV-act. 57- 8ff./28) (IV-act. 57-7/28 
Ziff. 7).

Beim Invalideneinkommen wurde festgehalten, im Jahr 2015 habe der Versicher-
te bei einem reduzierten Umsatz einen Verlust realisiert (IV-act. 57-6/28). Daran 
ändere sich auch bei Aufrechnung des zu viel bezogenen Lohnes der Ehegattin 
(in Bezug auf ihren Arbeitsaufwand) nichts; auch nicht bei zusätzlicher Aufrech-
nung der gegenüber früher etwas tieferen BGI-Marge und des im Verhältnis zum 
Umsatz gegenüber der Zeit vor der Behinderung etwas zu hohen Geschäftsauf-
wandes (exkl. Miete). Demgegenüber wären ja noch allfällige unentlöhnte Anteile 
von Kollegen zu berücksichtigen, auch wenn der angegebene, angebliche Um-
fang an deren unentlöhnten Arbeit über inzwischen 2 Jahre R.________weg, in 
keiner Weise glaubhaft übernommen werden könne. Eine kritische Anmerkung 
des Abklärers habe zudem ergeben, dass infolge der Gewichte auch die Ehefrau 
keine nennenswerte Hilfe sein könne. Der grösste Anteil des Umsatzes müsse 
nach wie vor vom Versicherten selber erzielt worden sein. Der Abschluss 2016 
sei noch nicht erstellt. Anhand der an der Abklärung übergebenen Umsatzzahlen 
sei aber ersichtlich, dass sich der Jahresumsatz 2016 in ähnlichem Rahmen wie 
im Jahre 2015 bewegen werde. Da die Resterwerbsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit nicht ausgeschöpft werde, werde dem Versicherten im Sinne der 
Schadenminderung ein Einkommen angerechnet, welches er auf dem freien und 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen könnte. Unter Würdigung sämtlicher An-
gaben werde ein zusätzlicher Leidensabzug von max. 5% als gerechtfertigt er-
achtet. 

Es wurde auf die LSE 2014/ TA1/ 05-96 / TOTAL/ Niveau 1 / Männer 
(Wochenarbeitszeit von 40 Stunden) abgestellt. Umgerechnet auf eine 
durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, nach dem 
Nominallohnindex 2015 umgerechnet und unter Berücksichtigung eines 
zusätzlichen Leidensabzuges von 5% resultierte bei einem vollzeitigem Pensum 
ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 64'042.-- ([63'744 ./. 40 x 41.7] 
[./.103.3 x 103.7] x 0.95). Gegenüber dem hypothetischen Valideneinkommen 
von Fr. 42'540.-- resultierte kein Mindereinkommen und mithin auch keine Invali-
dität (vgl. IV-act. 57-7/28 Ziff. 7).

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3.1 Bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner 
angestammten Tätigkeit als selbständiger Sager ohne Angestellte hat sich die 
RAD-Ärztin Z._____ in ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2016 der Beurtei-
lung der Universitätsklinik Balgrist vom 9. August 2016 (IV-act. 51) angeschlos-
sen, wonach die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 50% betrage 
(vgl. IV-act. 52-3f./4). Eine Arbeitsfähigkeit von (maximal) 50% in der ange-
stammten Tätigkeit wurde hernach am 2. Februar 2017 von der Universitätsklinik 
Balgrist wiederum bestätigt (IV-act. 56). 

Die entsprechende versicherungsinterne ärztliche Feststellung des RAD, auf 
welche die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 26. April 2016 (IV-act. 
59) abgestellt hat, steht in Übereinstimmung mit der Beurteilung der behandeln-
den Ärzte der Universitätsklinik Balgrist. Es bestehen mithin keine Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der entsprechenden RAD-ärztlichen 
Aktenbeurteilung betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. 
Anzufügen ist, dass auch der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 
24. Mai 2017 von einer maximal 50%-igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit ausgeht (S. 7 Ziff. 4 unten).

3.2.1  Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer Verweistätigkeit 
findet sich von Seiten der behandelnden Ärzte einzig die Ausführung des Assis-
tenzarztes Orthopädie in der Universitätsklinik Balgrist, med.prakt. Y._____ in der 
Beantwortung des 'Beiblattes zum Arztbericht berufliche Integration/Rente' zu-
handen der IV-Stelle vom 14. Februar 2016, wonach dem Versicherten andere 
Tätigkeiten (ohne Tragen von schweren Lasten, eher Bürotätigkeit) 8 Stunden 
pro Tag zumutbar seien; in zeitlichem Rahmen bestehe keine verminderte Leis-
tungsfähigkeit (IV-act. 39). 

Eine weitere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer Ver-
weistätigkeit durch die behandelnden Ärzte hat die IV-Stelle (mittels dem Frage-
katalog 'Beiblatt zum Arztbericht berufliche Integration/Rente') nicht eingeholt; 
obschon der Versicherte durch seine Ehegattin am 19. Juli 2016 − nachdem die 
Verwaltung auf den Bericht von med.prakt. Y._____ hingewiesen hatte − kundtun 
liess, dass er diesen Arzt nicht kenne und nie von ihm behandelt worden sei (vgl. 
IV-act. 49; Replik vom 14.6.2017 S. 5 f. Ziff. 5). Anzufügen ist hierzu, dass sich in 
der Aktenlage kein (weiterer) Arztbericht befindet, welcher durch med.prakt. 
Y._____ (mit)unterzeichnet worden ist. Überdies weicht die Einschätzung dieses 
Arztes bezüglich der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten in der angestammten 
Tätigkeit (einzig eine Traglastbeschränkung <10 kg; vgl. IV-act. 39) in erheblicher 
Weise sowohl von den vom Versicherten am 29. Juli 2016 beigebrachten, zeit-
nahen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der Universitätsklinik Balgrist ab 

18

(80% ab dem 7. September 2015 bis Juli 2016; vgl. IV-act. 50-2/2), wie auch von 
den nachfolgenden Beurteilungen der Universitätsklinik Balgrist vom 9. August 
2016 und vom 2. Februar 2017 sowie jener der RAD-Ärztin Z._____ vom 20. Ok-
tober 2016 (vgl. IV-act. 51, 52-3f./4 und 56; Erw. 3.1 hiervor). 

3.2.2  Der RAD-Arzt Dr.med. S.________ hat seine Beurteilung einer vollschich-
tigen Arbeitsfähigkeit (100%) in einer leidensangepassten Tätigkeit (mit den er-
gonomischen Vorgaben leichte bis mittelschwere Wechseltätigkeit ohne ständi-
ges Stehen oder Gehen, v.a. in unebenen Gelände, ohne häufiges Treppenstei-
gen, ohne Besteigen von Leitern/Gerüsten, ohne Heben/Tragen/Bewegen von 
mittel- bis schweren Lasten) vom 25. April 2016 (IV-act. 45-4ff./6) nicht zuletzt auf 
die Einschätzung von med.prakt. Y._____ abgestellt, welcher sich als einziger 
der in der RAD-Stellungnahme angeführten medizinischen Akten zur Arbeits-
fähigkeit in einer Verweistätigkeit geäussert hat (vgl. IV-act. 45-5/6).

3.2.3  Von dieser ersten Beurteilung durch Dr.med. S.________ vom 25. April 
2016 abweichend, hat die RAD-Ärztin Z._____ in ihrer Stellungnahme vom 20. 
Oktober 2016 dagegen festgehalten, medizinisch theoretisch werde eine Arbeits-
fähigkeit zu 100% mit einer geringen Leistungsminderung von ca. 20% für eine 
leichte körperliche Arbeit in Wechselbelastung, mit Schwerpunkt Sitzen schon 
jetzt zumutbar sein, wobei der Versicherte dabei die Möglichkeit haben sollte, 
das Bein auch einmal hochzulegen (IV-act. 52-3f./4). 

Laut einer Gesprächsnotiz der Verwaltung vom 31. Oktober 2016 hat eine 
"Rücksprache mit dem RAD, Frau Z._____" ergeben, dass der Versicherte in ei-
ner angepassten Tätigkeit eine 100% Arbeitsfähigkeit mit einer vollen Leistungs-
fähigkeit habe. Die 20% Leistungseinschränkung gemäss der RAD-
Stellungnahme vom 20. Oktober 2016 sei aufgrund der "Erstbeurteilung RAD 
vom 25.4.2016" nicht gegeben (IV-act. 53).

3.2.4  Diese Gesprächsnotiz der Verwaltung vom 31. Oktober 2016 wurde her-
nach sowohl von der SE-Abklärungsperson für Selbständigerwerbende als auch 
von der IV-Stelle offensichtlich gleich behandelt wie eine von einer Arztperson 
des RAD selber verfasste Beurteilung (vgl. IV-act. 57-3/28 und 6/28 i.f.; 58-3/4; 
59). In der Folge war die von der RAD-Ärztin Z._____ am 20. Oktober 2016 for-
mulierte Leistungsminderung von ca. 20% (für eine leichte körperliche Arbeit in 
Wechselbelastung, mit Schwerpunkt Sitzen und der Möglichkeit das Bein auch 
einmal hochzulegen) in der angefochtenen Verfügung vom 26. April 2017 'nicht 
mehr gegeben', ohne dass sich eine Arztperson (nochmals) dazu geäussert hat. 

19

3.3 Grundsätzlich ist vorauszusetzen, dass die Stellungnahme/Beurteilung ei-
ner Arztperson des regionalen ärztlichen Dienstes durch die entsprechende Arzt-
person erstattet und von ihr visiert wird. Dagegen erscheint es zum Vornhinein 
befremdlich, wenn eine RAD-Beurteilung resp. die Korrektur einer solchen münd-
lich (auf 'Rücksprache' hin) erfolgt und lediglich von der Verwaltung (sinngemäss) 
protokollarisch in einer Gesprächsnotiz ohne Gegenvisum durch die beurteilende 
Arztperson festgehalten wird. 

Vorliegend bildeten die "Erstbeurteilung RAD vom 25.4.2016" durch Dr.med. 
S.________ sowie der hernach erstattete Bericht der Universitätsklinik Balgrist 
über die klinisch/radiologische Verlaufskontrolle vom 9. August 2016 (IV-act. 51) 
den Ausgangspunkt für die Anfrage der Verwaltung an den RAD, ob an dieser 
"Erstbeurteilung" betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
festgehalten werden könne oder ob noch weitere Abklärungen durchgeführt wer-
den müssten. Falls nicht, wurde der RAD "um nochmalige Beurteilung der AF in 
der angestammten SE-Tätigkeit Sägerei und in einer angepassten Tätigkeit (Pro-
fil?)" gebeten (IV-act. 52-3/4, vgl. Replik vom 14.6.2017 S. 6 Ziff. 5). In der Folge 
erstattet die RAD-Ärztin Z._____ am 20. Oktober 2016 eine von ihr unterzeichne-
te Beurteilung, welche sie offenkundig sowohl in Kenntnis und Würdigung dieser 
"Erstbeurteilung RAD vom 25.4.2016" als auch dem danach ergangenen Bericht 
über die Nachkontrolle in der Universitätsklinik Balgrist vom 9. August 2016 ver-
fasst hatte (IV-act. 52-3f./4). 

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Begründung in der Gesprächsnotiz der 
Verwaltung vom 31. Oktober 2016 (selbst wenn darin die mündliche Aussage 
der RAD-Ärztin korrekt wiedergegeben sein sollte), dass die 20% Leistungsein-
schränkung "aufgrund der Erstbeurteilung RAD vom 25.4.2016" nicht gegeben 
sei (IV-act. 53), als widersprüchlich. Es wird mit dieser Begründung nicht ansatz-
weise dargelegt, weswegen die von der RAD-Ärztin bereits am 20. Oktober 2016 
mitberücksichtigte "Erstbeurteilung RAD vom 25.4.2016" nach einer 'Rück-
sprache' der Verwaltung am 31. Oktober 2016 zu einer abweichenden Beurtei-
lung hinsichtlich der Leistungsminderung in einer angepassten Tätigkeit hätte 
führen sollen, als noch elf Tage zuvor. Die entsprechende Abänderung der RAD-
Beurteilung durch die Gesprächsnotiz der Verwaltung − bei offenbar unveränder-
tem Kenntnisstand der RAD-Ärztin − ist weder schlüssig noch nachvollziehbar.

3.4 Anzufügen ist, dass nach wie vor auch unklar ist, ob der Assistenzarzt, 
med.prakt. Y._____, dessen Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
in einer Verweistätigkeit offensichtlich nicht ohne Einfluss auf die "Erstbeurtei-
lung" durch Dr.med. S.________ vom 25. April 2016 war (vgl. Erw. 3.2.2 hiervor), 
auf welche die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 26. April 2017 (IV-

20

act. 51) − aufgrund der Gesprächsnotiz vom 31. Oktober 2016 − letztlich abge-
stellt hat, überhaupt jemals in die Behandlung des Versicherten involviert war (zu 
den diesbezüglichen Bedenken vgl. Erw. 3.2.1 hiervor).

3.5 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass hinsichtlich der Arbeits-
fähigkeit des Versicherten in einer Verweistätigkeit erhebliche Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-ärztlichen Beurteilung verbleiben, 
welche mit nicht nachvollziehbarer Begründung nachträglich durch eine Ge-
sprächsnotiz der Verwaltung abgeändert worden ist. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift vom 
24. Mai 2017 (S. 9 Ziff. 5) lässt sich indessen auch den Beurteilungen der Uni-
versitätsklinik Balgrist zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vom 
9. August 2016 und vom 2. Februar 2017 (IV-act. 51 und 56) keine schlüssige 
Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten 
Tätigkeit entnehmen. Vielmehr haben sich diese Berichte dazu gar nicht geäus-
sert.

Die Sache ist daher zu ergänzenden Abklärungen, d.h. zur Einholung einer 
medizinischen Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG und 
anschliessendem Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Erw. 1.9 
i.f. hiervor; Urteile des Bundesgerichts 8C_135/2017 vom 4.9.2017 Erw. 3.2; 
8C_304/2011 vom 6.7.2011 Erw. 4). 

4.1 Hinsichtlich der bisherigen Erwerbstätigkeit des Versicherten als selbstän-
diger Sager ergibt sich aus den vorliegenden medizinischen Unterlagen, dass ei-
ne Fortsetzung dieser Berufsarbeit, welche Schwerstarbeit erfordert und insb. 
vielfach das Tragen/Heben schwerer Lasten verlangt (vgl. IV-act. 50-1/2), un-
günstig ist. In der medizinischen Beurteilung wird denn auch übereinstimmend 
festgehalten, dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad des Versicherten in der ange-
stammten Tätigkeit (maximal) 50% betrage (vgl. Erw. 3.1 hiervor). Trotz unent-
löhnter Hilfe von Kollegen ist der Gewinn nach dem Unfall vom 22. Oktober 2014 
"regelrecht eingebrochen" (vgl. IV-act. 57-4f./28; Beschwerdeschrift vom 
24.5.2017 S. 9 f. Ziff. 5).

Ob dem Beschwerdeführer ein Berufswechsel in eine unselbständige Tätigkeit 
aufgrund der Schadenminderungspflicht zumutbar ist, hängt u.a. wesentlich 
davon ab, ob von der Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit eine 
bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann (vgl. 
Erw. 1.5 hiervor). Wegen der vorhandenen Zweifel darüber, in welchem Umfang 
und allenfalls mit welchen Einschränkungen dem Versicherten eine Arbeitsfähig-

21

keit in einer Verweistätigkeit zumutbar ist, lässt sich diese Frage im vorliegenden 
Verfahren nicht abschliessend beantworten. 

4.2 Soweit die Vorinstanz nach Durchführung der ergänzenden Abklärungen 
(vgl. Erw. 3.5 hiervor) zum Ergebnis gelangt, dass ein Berufswechsel in eine 
unselbständige Tätigkeit aufgrund der Schadenminderungspflicht zumutbar sei, 
stellt sich die Frage nach der Art der Invaliditätsbemessung (vgl. Erw. 1.3 
hiervor). 

Gemäss dem Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 10. April 2017 
werden sämtliche Büroarbeiten durch die Ehegattin erledigt, die Verbuchungen 
und die MWSt-Abrechnungen werden vom Treuhänder kontrolliert und die Jah-
resabschlüsse von diesem erstellt. Der Geschäftsführungsanteil ist infolge der Art 
der Kundschaft vernachlässigbar. Der Versicherte ist wie bis anhin praktisch aus-
schliesslich in der Verarbeitung des sehr schweren Materials tätig. Die Möglich-
keit einer innerbetriebliche Verlagerung der Tätigkeiten besteht offenbar nicht 
(vgl. IV-act. 57-3f./28; Erw. 2.15 hiervor). Aufgrund dieser Darlegungen ist davon 
auszugehen, dass der Versicherte auch vor dem Unfallereignis vom 22. Oktober 
2014 praktisch seine gesamte Arbeitszeit für die Ausübung der eigentlichen 
Tätigkeit als Sager verwendet hat (vgl. auch IV-act. 19-1f./4). 

Soweit im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 10. April 2017 wei-
ter festgehalten worden ist, dass es anhand der bereits vorbestehenden 
Behinderung (Suva-Berentung von 20%) als nicht abschätzbar erachtet werde, 
ob und wie sich die wirtschaftliche Situation ohne jegliche gesundheitliche 
Einschränkung entwickelt hätte (IV-act. 57-6/28), ist festzuhalten, dass der Versi-
cherte stets angegeben hat, vor dem Unfallereignis vom 22. Oktober 2014 zu 
100% gearbeitet zu haben (vgl. IV-act. 19-1f./4; 26-2/4). Die Leistungsbeeinträch-
tigung, welche aus dem Unfall vom 24. März 1990 resultierte (vgl. Erw. 2.1 hier-
vor), hat er bei der Ausübung seiner selbständigen Erwerbstätigkeit offenbar 
durch längere Arbeitszeiten, insb. der Arbeit auch am Samstag (weitgehend) 
kompensiert (vgl. KV-act. 3-3/43; IV-act. 19-4/4; 50-1/2). 

4.3 Grundsätzlich ist es für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer 
Tätigkeit nicht zu beanstanden, auf Angaben branchenspezifischen Berufsver-
bände abzustellen, insoweit sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 
nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen lassen (vgl. Erw. 1.3 hiervor; BGE 128 
V 29 Erw. 4c und d). Aufgrund der im Abklärungsbericht für Selbständigerwer-
bende vom 10. April 2017 dargelegten Einkommensverhältnisse des Versicher-
ten i.V.m. den angefügten Kommentaren und Feststellungen, die auch invali-
ditätsfremde Faktoren festhalten, welche die Geschäftsergebnisse beeinflusst 

22

haben (wie die Abschreibungen auf die Immobilie im Jahre 2012, Umsatzabnah-
me aufgrund eines geschwächten Marktumfeldes oder die ab dem Jahre 2013 
veränderte Buchführung mit neu verbuchtem Mietaufwand; vgl. IV-act. 57-5f./28; 
Erw. 2.15 hiervor), erscheint der Beizug statistischer Werte zur Ermittlung des 
Valideneinkommens als gerechtfertigt (vgl. BGE 128 V 29 Erw. 2). 

Da beim Einzelunternehmen des Versicherten der Geschäftsführungsanteil infol-
ge der Art der Kundschaft vernachlässigbar ist, und er bereits vor dem Unfaller-
eignis vom 22. Oktober 2014 praktisch seine gesamte Arbeitszeit für die Ausü-
bung des Sagerberufs verwendet hat (vgl. Erw. 4.2 hiervor), kann eine wirtschaft-
liche Gewichtung der vom Versicherten selber marginalisierten Geschäfts-
führungstätigkeit an sich entfallen.

4.4 Konkret stellt sich indes die Frage, ob das Abstellen auf die Betriebsgewin-
ne 2011 - 2015 der Statistik gewerblicher Buchhaltungsergebnisse 2011 - 2015 / 
Sägerei / Umsatzgruppe Fr. 200'000 - Fr. 499'999 (vgl. IV-act. 57-6f./28) in casu 
sachgerecht ist (vgl. Beschwerdeschrift vom 24.5.2017 S. 9 f. Ziff. 5).

In BGE 128 V 29 Erw. 4d hat das Bundesgericht bei der Anwendung des 
ausserordentlichen Bemessungsverfahrens für die erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitsschadens die Heranziehung des funktionsbezogenen 
Einkommens (Stundenansatz) eines Berufsmannes mit der Erfahrung des 
Versicherten gefordert, welches etwa beim Berufsverband der betroffenen 
Branche eingeholt werden könnte.

Demgegenüber hat es das Bundesgericht im Urteil 9C_812/2015 vom 7. Juli 
2016 bei einem invaliditätsbedingt umgestellten Einmannbetrieb, bei welchem 
keine ausserordentliche (nicht im Zusammenhang mit der Behinderung 
stehende) Erträge, wie z.B. der Abbau des Warenlagers oder die Auflösung stiller 
Reserven, zu berücksichtigen waren und keine für den Einkommensvergleich 
unbeachtliche Aufwendungen (Unterhalts- und Reparaturarbeiten, 
Rückstellungen und Abschreibungen) vorlagen, als sachrichtig erkannt, den 
Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleichs festzulegen (Erw. 5.1). Dass die 
IV-Stelle für das hypothetische Valideneinkommen nicht die Erwerbseinkünfte 
herangezogen hatte, die der Versicherte vor Eintritt der Invalidität erzielt hatte, 
sondern auf die Statistik gewerblicher Buchhaltungsergebnisse, Hoch- und 
Tiefbau, Umsatzgruppe Fr. 200'000.- bis Fr. 499'999.-, Durchschnitt der Jahre 
2006-2011, abgestellt hatte (zuzüglich persönlicher Sozialversicherungsbeiträge 
von 9,7%), liess sich in Würdigung der konkreten Umstände nicht beanstanden 
(Erw. 5.2). 

23

In VGE I 2017 27 vom 14. Juli 2017 hatte das Verwaltungsgericht einen Fall zu 
beurteilen (zur Zeit hängig vor Bundesgericht unter der Verfahrensnummer 
9C_621/2017), in welchem der vorinstanzliche Abklärungsbericht für Selbstän-
digerwerbende für das hypothetische Valideneinkommen eines 
Selbständigerwerbenden ebenfalls die Branchenzahlen der Statistik gewerblicher 
Buchhaltungsergebnisse beigezogen hatte. Dabei hat der Abklärungsdienst nicht 
− wie vorliegend − auf den Betriebsgewinn (nach Abschreibung), sondern auf 
den Cash-Flow (Gewinn vor Abschreibung) abgestellt, und sich hierfür auf die 
Rechtsprechung berufen (ohne Angabe eines Präjudizes). Der gewählte Zeit-
raum betrug 9 Jahre, während der Zeitraum vorliegend 5 Jahre beträgt. Anzufü-
gen ist, dass das Abstellen auf den Cash-Flow (anstelle auf den Gewinn) für den 
Zeitraum 2011 bis 2015 vorliegend ein hypothetisches Valideneinkommen von 
Fr. 56'840.-- (anstelle Fr. 42'540.--) ergeben würde (vgl. IV-act. 57-8ff./28).

4.5 Nach dem Gesagten wird die IV-Stelle resp. ihr Abklärungsdienst darzule-
gen haben, ob auf die vorliegende Konstellation die ausserordentliche 
Bemessungsmethode zugeschnitten ist, oder ob ein Einkommensvergleich 
sachgerecht durchgeführt werden kann (vgl. Erw. 1.3 hiervor, BGE 128 V 29; 
Urteil des Bundesgerichts 9C_812/2015 vom 7.7.2016 Erw. 4ff.). Sofern ein auf 
Branchenzahlen der Statistik gewerblicher Buchhaltungsergebnisse 
abzustützender Einkommensvergleich geboten erscheint, ist zu postulieren, dass 
ein nachvollziehbarer, fallübergreifender Vergleichsmassstab sowohl bezüglich 
des gewählten Einkommens (Gewinn vor oder nach Abschreibung, Zinsen und 
Steuern; allenfalls zuzüglich persönlicher Sozialversicherungsbeiträge) wie auch 
des gewählten Zeitraumes erkennbar sein muss (vgl. Erw. 4.4 hiervor). 
Abweichungen wie beispielsweise bei der Wahl eines relativ kurzen Zeitraumes 
sind mit nachvollziehbarer Begründung (z.B. wegen zu geringen Datenmengen 
für Vorjahre) zu plausibilisieren. 

4.6 Soweit die Vorinstanz nach Durchführung der ergänzenden Abklärungen 
(vgl. Erw. 3.5 hiervor) zum Ergebnis gelangt, dass ein Berufswechsel in eine 
unselbständige Tätigkeit aufgrund der Schadenminderungspflicht zumutbar sei, 
wird sie überdies über den Anspruch des Versicherten auf Eingliederungsmass-
nahmen (Arbeitsvermittlung, Berufsberatung, Umschulung) zu befinden haben 
(vgl. Erw. 1.6 ff. hiervor; vgl. Beschwerdeschrift vom 24.5.2017 S. 11 f. Ziff. 7).

5.1 Im Ergebnis ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die angefochte-
ne Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird, damit sie im Sinne der Erwägungen (insb. Erw. 3.5 und Erw. 4.5 f.) vorge-
hen und neu entscheiden kann. 

24

5.2 Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiterer Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Zusprechung einer Parteientschädigung (wie auch für die Verfahrenskosten) als 
Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, und zwar unabhängig davon, ob die 
Rückweisung überhaupt beantragt oder ob das entsprechende Begehren im 
Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wurde (vgl. Bundesgerichtsurteile 
8C_78/2009 vom 31.8.2010 teilweise publ. in BGE 136 II 393ff. Erw. 12.1; 
8C_503/2009 vom 6.11.2009 Erw. 5 mit Verweisen; vgl. VGE III 2011 78 vom 
27.10.2011 Erw. 5; VGE III 2011 43 vom 6.7.2011 Erw. 5; VGE III 2011 41 vom 
14.4.2011 Erw. 3.2.1; VGE II 2008 50 vom 4.3.2009 Erw. 6 f.; VGE II 2012 124 
vom 23.1.2013 Erw. 4.1). Bei dieser Sachlage sind die Kosten des vorliegenden 
Verfahrens der Vorinstanz aufzuerlegen, derweil der vom Beschwerdeführer ein-
bezahlte Kostenvorschuss seinem Rechtsvertreter zurückzuerstatten ist. Gemäss 
der Praxis in IV-Beschwerdeverfahren wird der Kostenvorschuss des obsiegen-
den Beschwerdeführers einbehalten und die Vorinstanz angewiesen, ihre Ver-
pflichtung zur Bezahlung der Verfahrenskosten mit der Rückzahlung des Kosten-
vorschusses an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zu begleichen. Aus-
serdem wird dem Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

5.3 Die Bemessung der Parteientschädigung richtet sich nach dem Gebühren-
tarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. Die Ver-
gütung wird nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 Satz 3 
GebTRA). § 14 GebTRA sieht für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsge-
richt einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. In diesem Rahmen ist die 
Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang 
und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemes-
sen (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Im Lichte all dieser Aspekte und der Aktenlage wird 
die Parteientschädigung auf Fr. 2'100.-- festgelegt.

5.4 Rückweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, sind in der Regel Zwischenentscheide, 
welche nur unter der Voraussetzung von Art. 92 und 93 BGG beim Bundes-
gericht anfechtbar sind (vgl. Urteil 2C_525/2013+2C_526/2013 vom 2.7.2013 
Erw. 2 mit Hinweisen). Im konkreten Fall ist fraglich, ob die Voraussetzungen von 
Art. 92 oder 93 BGG erfüllt sind. Ungeachtet dessen wird der vorliegende 
Entscheid mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei der 
Beschwerdeführer daraus im Falle eines Weiterzuges nichts zu seinen Gunsten 
ableiten kann.

25

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-
gung 26. April 2017 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird, damit sie nach Durchführung der Zusatzabklärungen im 
Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfügen kann.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Ge-
richt den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss (Fr. 500.--) 
einbehält und die Vorinstanz dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
noch Fr. 500.-- zu bezahlen hat.

3. Für das vorliegende Obsiegen wird dem Beschwerdeführer zu Lasten der 
Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 2‘100.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 15. November 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

26

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Dezember 2017