# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c839ecac-5e6b-5327-95c2-f04349930ccc
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-25
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 25.01.2018 VG.2017.00105 (VG.2018.620)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2017-00105_2018-01-25.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 25. Januar 2018

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2017.00105

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch
    Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Abteilung Jagd und Fischerei des Kantons
    Glarus

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons
    Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Entzug der Jagdberechtigung

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  A.______ wurde durch die
  Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus mit Strafbefehl vom 26.
  Februar 2013 zur Zahlung einer Busse von Fr. 1'480.- verpflichtet, da er
  in verschiedener Hinsicht gegen das kantonale Jagdrecht verstossen hatte.
  Dagegen erhob er Einsprache. In der Folge sprach ihn das Kantonsgericht Glarus
  am 6. Januar 2014 des verbotenen Betretens des Jagdgebietes gemäss Art.
  11 des Gesetzes über den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 6. Mai
  1979 (kantonales Jagdgesetz, JagdG) i.V.m. Art. 15 Abs. 3 der Verordnung zum
  kantonalen Jagdgesetz vom 27. Juni 1990 (kantonale Jagdverordnung,
  JagdV) i.V.m. Ziff. 4.1.3 der Vorschriften über die Ausübung der Jagd im
  Jahre 2012 (Jagdvorschriften 2012) schuldig und verurteilte ihn zu einer
  Busse von Fr. 760.-. Das Urteil des Kantonsgerichts erwuchs unangefochten in
  Rechtskraft. Daraufhin entzog die kantonale Jagdbehörde A.______ die
  Jagdberechtigung für ein Jahr, wogegen dieser erfolglos Beschwerde beim
  Departement Bau und Umwelt (DBU) führte. Eine gegen den Beschwerdeentscheid
  des DBU vom 1. April 2016 erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht am
  15. September 2016 ab (vgl. zum Ganzen VGer-Urteil VG.2016.00051). Das Urteil
  des Verwaltungsgerichts wurde von A.______ nicht beim Bundesgericht
  angefochten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Der Wildhüter entzog A.______ am 3. Oktober 2015
  vorsorglich das Jagdpatent aufgrund eines gleichentags begangenen Verstosses
  gegen die Deklarations- und Meldepflicht. Die Abteilung Jagd und Fischerei
  bestätigte am 22. Oktober 2015 den vorsorglichen Patententzug bis zum
  Ende der Jagdsaison 2015/2016. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem
  Strafbefehl vom 15. Dezember 2015 wurde A.______ der Widerhandlung gegen das
  Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel
  im Sinne von Art. 11 JagdG i.V.m. Art. 21 und 25 JagdV i.V.m.
  Ziffn. 8.1.2, 8.2.1 und 8.6 der Vorschriften über die Ausübung der Jagd
  im Jahre 2015 (Jagdvorschriften 2015) schuldig gesprochen und mit einer Busse
  von Fr. 1'000.- bestraft.

  
	
   

  
	
  2.2 In der Folge entzog ihm die Abteilung Jagd und
  Fischerei am 24. April 2017 die Jagdberechtigung für zwei Jahre (Disp.-Ziff.
  1), wobei die Zeitdauer des vorsorglichen Patententzugs vom 3. Oktober
  2015 anzurechnen sei (Disp.-Ziff. 2). Die Zeitdauer des Entzugs setzte sie
  frühestens auf den Ablauf des Entzugs der Jagdberechtigung von einem Jahr
  aufgrund des Verwaltungsgerichtsurteils VG.2016.00051 fest (Disp.-Ziff. 3).
  Der Entzug gelte sodann für den Kanton Glarus (Disp.-Ziff. 4). Ferner
  verfügte sie einen Wertersatz von Fr. 220.- für den widerrechtlich erlegten
  und behändigten Rehbock (Disp.-Ziff. 5). In der Begründung der Verfügung
  führte sie unter anderem aus, dass A.______ nach Art. 46 Abs. 2 JagdV das
  Jagdpatent erst wieder abgegeben werden könne, nachdem er erneut den Jagdlehrgang
  und die Eignungsprüfung für die Jäger des Kantons Glarus bestanden habe.

  
	
   

  
	
  2.3 Dagegen erhob A.______ am 22. Mai 2017 Beschwerde
  beim DBU und beantragte die Aufhebung von Disp.-Ziff. 1 der Verfügung der
  Abteilung Jagd und Fischerei. Ihm sei die Jagdberechtigung für maximal zehn
  Monate zu entziehen. Ferner sei festzustellen, dass ihm das Jagdpatent
  auszuhändigen sei, ohne dass er erneut den Jagdlehrgang absolviere und die
  Eignungsprüfung für die Jäger des Kantons Glarus bestehe. Das DBU wies die
  Beschwerde am 9. Oktober 2017 ab und stellte fest, dass der Beschwerdeführer
  nach Vollzug des Patententzugs aus dem Urteil VG.2016.00051 und des mit
  vorliegendem Entscheid zu beurteilenden Patententzugs vor einer Erteilung des
  Jagdpatents erneut den Jagdlehrgang und die Jagdprüfung im Sinne von Art. 46
  Abs. 2 JagdV zu absolvieren habe.

  
	
   

  
	
  3. 

  
	
  A.______ gelangte am 7.
  November 2017 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht und beantragte die
  Aufhebung des Entscheids des DBU vom 9. Oktober 2017. Es sei festzustellen,
  dass ihm das Jagdpatent während zehn Monaten entzogen worden und damit der
  Entzug als administrative Massnahme vollzogen sei; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten des DBU bzw. der Abteilung Jagd und Fischerei.

  
	
   

  
	
  Das DBU und die Abteilung
  Jagd und Fischerei schlossen am 30. November 2017 bzw. 6. Dezember 2017
  auf Abweisung der Beschwerde; unter Kostenfolge zu Lasten von A.______.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 10a Abs. 1
  JagdG i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die
  Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden
  Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt
  sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2 Der Beschwerdeführer beantragt die Feststellung,
  dass ihm das Jagdpatent während zehn Monaten entzogen worden und damit der
  Entzug als administrative Massnahme vollzogen sei. Kann die Beschwerde
  führende Partei ein Gestaltungsurteil erwirken, besteht kein
  Feststellungsinteresse; in diesem Sinne ist der Feststellungsanspruch
  subsidiär (BGE 137 II 199 E. 6.5, 126 II 300 E. 2c; Jürg Bosshart/Martin Bertschi,
  in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
  Zürich, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2014, § 19 N. 26; Regina Kiener et al.,
  Öffentliches Prozessrecht, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Rz. 395).

  
	
   

  
	
  Vorliegend bezweckt der
  Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde zweierlei: Einerseits soll die Dauer
  des Entzugs der Jagdberechtigung auf zehn Monate reduziert werden. Andererseits
  soll er von der Verpflichtung der Wiederholung des Jagdlehrgangs und der
  Eignungsprüfung für Jäger des Kantons Glarus befreit werden. Beides kann er
  mit einem Gestaltungsurteil erwirken, weshalb er kein Feststellungsinteresse
  hat. Demgemäss ist auf sein Feststellungsbegehren nicht einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.3 Da sich der rechtserhebliche Sachverhalt aus den
  Akten ergibt, ist auf die vom Beschwerdeführer beantragten Zeugenbefragungen
  zu verzichten.

   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Gemäss Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
  Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 20. Juni 1986 (JSG)
  wird die Jagdberechtigung vom Richter für mindestens ein Jahr und höchstens
  zehn Jahre entzogen, wenn der Träger der Berechtigung vorsätzlich oder
  fahrlässig eine Person auf der Jagd tötet oder erheblich verletzt (lit. a)
  oder eine Widerhandlung nach Art. 17 JSG als Täter, Anstifter oder Gehilfe
  vorsätzlich begangen oder versucht hat. Wird die Jagdberechtigung gestützt
  auf Art. 20 Abs. 1 JSG entzogen, gilt der Entzug für die ganze Schweiz (Art.
  20 Abs. 2 JSG). Die Kantone können gemäss Art. 20 Abs. 3 JSG
  weitere Entzugsgründe festlegen. Die gestützt darauf erlassenen
  administrativen Verfügungen gelten nur für den betreffenden Kanton.

  
	
   

  
	
  2.2 Nach Art. 5 Abs. 2 lit. b JagdG erlässt der Landrat
  unter anderem Bestimmungen über die Voraussetzungen für den Entzug der
  Patente. Dies hat er mit Art. 46 Abs. 2 JagdV getan, wonach die
  kantonale Jagdbehörde bei schweren oder wiederholten Verstössen gegen
  kantonale jagdgesetzliche Bestimmungen dem Fehlbaren die Jagdberechtigung bis
  zu fünf Jahren entziehen kann. Wird dem Berechtigten das Jagdpatent innerhalb
  von zehn Jahren nach Ablauf eines Entzugs ein weiteres Mal entzogen, wird ihm
  das Jagdpatent erst wieder abgegeben, wenn er erneut den Jagdlehrgang
  absolviert und die Eignungsprüfung für Jäger des Kantons Glarus bestanden
  hat.

  
	
   

  
	
  2.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. c JagdG i.V.m. Ziff. 8.1.2
  der Jagdvorschriften 2015 sind alle erlegten Tiere und die entsprechenden
  Angaben vom Erleger vor dem Behändigen (Aufbrechen und Abtransport)
  vollständig, wahrheitsgetreu, in Blockschrift und gut leserlich mit
  Kugelschreiber ins amtliche Abschusskontrollbuch im Doppel einzutragen. Nach
  Art. 7 Abs. 1 lit. c JagdG i.V.m. Ziff. 8.2.1 der Jagdvorschriften 2015
  erhält jeder Jäger dem Abschusskontingent entsprechende Wildkontrollmarken
  für Rehwild und Gamswild. Vor dem Behändigen von erlegten Rehen und Gämsen
  ist die entsprechende Wildkontrollmarke zu entwerten (Herausschneiden des
  Abschussdatums) und am Hinterlauf anzubringen.

  
	
   

  
	
  2.4 Laut Art. 46 Abs. 2 und 3 JagdV i.V.m. Ziff. 8.6 der
  Jagdvorschriften 2015 haben Widerhandlungen gegen die Deklarationspflicht,
  Markierungspflicht, Auskunftspflicht, Vorzeigepflicht oder Meldepflicht eine
  Verzeigung bei der zuständigen Instanz zur Folge. Zusätzlich kann die
  Jagdberechtigung für mindestens ein Jahr entzogen werden. Der sofortige
  Patentenzug wird vollzogen bei Vergehen gemäss Art. 17 JSG, bei Verheimlichung
  von erlegten Tieren (Nichtdeklaration), schwerwiegender Falschdeklaration
  (falsche Geschlechtsangabe bei Schalenwild) und bei Jagen ausserhalb der Jagdzeit
  oder Abschüssen ausserhalb der Schusszeiten.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 

  
	
  3.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er wegen
  eines Verstosses gegen die Deklarations- und Markierungspflicht gebüsst
  worden sei. Den Strafbefehl habe er anerkannt. Nicht Gegenstand des
  Strafverfahrens gebildet habe der unhaltbare Vorwurf der Vorinstanz, dass er
  den Abschuss habe verheimlichen wollen. An die Beurteilung des Strafrichters
  sei das Verwaltungsgericht nicht zwingend gebunden. Es sei aber nicht ohne
  Not von dieser strafrechtlichen Beurteilung abzuweichen. Wie aus der
  Darstellung des Sachverhalts ersichtlich sei, bestünden keine Anhaltspunkte,
  eine andere rechtliche Beurteilung vorzunehmen, als dies im Strafverfahren
  bereits gemacht worden sei. Der Verstoss gegen die Deklarations- und
  Markierungspflicht sei lediglich als Unterlassung von administrativen
  Pflichten, nicht als schwerer Verstoss gegen die Jagdvorschriften zu werten.
  Er beantrage daher einen Entzug der Jagdberechtigung für zehn Monate, wobei
  der Patententzug im Rahmen der vorsorglichen Massnahme anzurechnen sei. Dabei
  komme der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 1 ihm unaufgefordert und
  freiwillig für die Jagdsaison 2016/2017 ein Gratispatent erteilt habe,
  erhebliche Bedeutung zu. Damit habe sie nämlich mit aller Deutlichkeit zum
  Ausdruck gebracht, dass der Vorfall vom 3. Oktober 2015 keinen schweren
  Verstoss darstelle. Indem er den vorsorglichen Entzug des Jagdpatents nicht
  angefochten habe, habe er den Vorwurf des schweren Verstosses gegen die
  Jagdvorschriften nicht anerkannt. 

  
	
   

  
	
  3.1.2 Der Beschwerdegegner 2 führt im Wesentlichen
  aus, es könne kein anderer Schluss gezogen werden, als dass der
  Beschwerdeführer den Abschuss des Rehbocks habe verheimlichen wollen. Der
  Beschwerdeführer sei denn auch im Strafbefehl nicht nur wegen Verletzung von
  Ziffn. 8.1.2 und 8.2.1 der Jagdvorschriften 2015, sondern auch von Ziff. 8.6
  derselben verurteilt worden. Nur deshalb habe ihm gestützt auf Art. 46 Abs. 3
  JagdV i.V.m. Ziff. 8.6 der Jagdvorschriften 2015 das Patent vorsorglich
  entzogen werden können. Dies sei nur bei einem Verstoss gegen das Jagdgesetz
  des Bundes und bei Verheimlichung von erlegten Tieren (Nichtdeklaration)
  zulässig. Es sei Fakt, dass der Beschwerdeführer die Verfügung betreffend
  vorsorglichen Patententzug nicht angefochten habe und sich auch gegen die mit
  diesem erfolgte rechtliche Qualifikation seines Verhaltens nicht gewehrt
  habe. Sodann könne er aus der Erteilung des Gratispatents nichts zu seinen
  Gunsten ableiten. Schliesslich erweise sich die Dauer des Patententzugs von
  zwei Jahren als verhältnismässig.

  
	
   

  
	
  3.2

  
	
  3.2.1 Die Verwaltungsbehörde, welche über den Entzug der
  Jagdberechtigung zu befinden hat, ist wie auch die nachfolgenden
  Rechtsmittelinstanzen grundsätzlich an die Feststellung des Sachverhalts
  durch den Strafrichter gebunden. Eine Abweichung ist nur dann zulässig, wenn
  die Behörde ihrem Entscheid Tatsachen zugrunde legt, die dem Strafrichter
  unbekannt waren, sich die Erhebung zusätzlicher Beweise aufdrängt, die
  Beweiswürdigung des Strafrichters eindeutig im Widerspruch zur Tatsachenlage
  stand oder wenn der Strafrichter nicht alle sich mit dem Sachverhalt
  stellenden Rechtsfragen abklärte (BGE 136 II 447 E. 3.1, 124 II 103 E. 1c/aa,
  123 II 97 E. 3c/aa, 121 II 127 E. 5). Die Verwaltungsbehörde ist unter
  bestimmten Umständen auch an einen Strafentscheid gebunden, der in einem
  summarischen Verfahren ergangen ist, selbst wenn er ausschliesslich auf einem
  Polizeirapport beruht. Dies gilt namentlich, wenn der Beschuldigte wusste
  oder davon ausgehen musste, dass neben dem Strafverfahren ein
  Administrativverfahren eröffnet wird (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; BGer-Urteil
  6A.86/2006 vom 28. März 2007 E. 2).

  
	
   

  
	
  3.2.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Strafbefehl der
  Verletzung der Ziffn. 8.1.2, 8.2.1 und 8.6 der Jagdvorschriften 2015 schuldig
  gesprochen. In Ziff. 8.1.2 wird die Deklarations- und in Ziff. 8.2.1 die
  Markierungspflicht geregelt. Ziff. 8.6 enthält die Strafbestimmungen. Darin
  wird unter anderem festgehalten, dass Widerhandlungen gegen die Deklarations-
  und die Markierungspflicht eine Verzeigung und allenfalls einen Entzug des
  Jagdpatents zur Folge haben. Sodann wird auch ausgeführt, in welchen Fällen
  der vorsorgliche Patententzug erfolgt, wobei als ein Anwendungsfall die
  Verheimlichung von erlegten Tieren genannt wird. Alleine gestützt auf das
  Dispositiv des Strafbefehls lässt sich nicht erkennen, ob die
  Strafverfolgungsbehörde von einer Verheimlichung des erlegten Rehbocks
  ausgegangen ist, da die Ziff. 8.6 der Jagdvorschriften sowohl die
  Deklarations- und die Markierungspflicht als auch das Verheimlichen von
  erlegten Tieren beschlägt. Die Begründung des Strafbefehls ist äusserst knapp
  gehalten. Indessen lässt sich aus der Höhe der Busse von Fr. 1'000.-
  ableiten, dass die Strafverfolgungsbehörde nicht lediglich von einem als
  gering zu wertenden Verstoss gegen administrative Verpflichtungen ausging. 

  
	
   

  
	
  3.2.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners 2
  anerkannte der Beschwerdeführer die Verheimlichung des erlegten Rehbockes
  nicht, indem er den vorsorglichen Patententzug nicht angefochten hatte. Es
  trifft zwar zu, dass bereits aus dem Umstand, dass das Jagdpatent vorsorglich
  entzogen wurde, ersichtlich ist, dass die Beschwerdegegnerin 1 dem
  Beschwerdeführer eine Verheimlichungsabsicht vorwarf, da ansonsten der
  vorsorgliche Patententzug gestützt auf Ziff. 8.6 der Jagdvorschriften 2015
  nicht zulässig gewesen wäre. Indessen handelt es sich beim vorsorglichen
  Patententzug um einen Zwischenentscheid. Indem nun der Beschwerdeführer den
  vorsorglichen Patententzug nicht angefochten hat, darf daraus nicht
  abgeleitet werden, er habe den dem Zwischenentscheid zugrunde liegenden
  Sachverhalt anerkannt. Vielmehr stand es ihm offen, sich erst gegen den Endentscheid
  zu wehren.

  
	
   

  
	
  3.2.4 Aus dem Strafbefehl und den polizeilichen Berichten
  lässt sich immerhin folgender (unbestrittener) Sachverhalt erstellen: Der
  Beschwerdeführer erlegte am 3. Oktober 2015, um ca. 09.00 Uhr, mittels
  Schrotschuss einen Rehbock. Nach dem Ausweiden hängte er diesen in einen
  nahegelegenen Stall, dessen Eigentümer er nicht kannte. Den Stall verdunkelte
  er mit Eternitplatten. Anschliessend begab er sich zum Sammelplatz seiner
  Jagdgruppe, wo er das Mittagessen einnahm. Danach setzte er die Jagd fort. Um
  18.44 Uhr kam er zum Stall zurück, um den Rehbock zu holen. Bis dahin hatte
  er den Rehbock weder markiert noch den Abschuss ins Kontrollbuch eingetragen.
  Die Marke, das Abschusskontrollbuch und das Jagdpatent wurden anlässlich der
  durchgeführten polizeilichen Kontrolle in seinem Auto gefunden. 

  
	
   

  
	
  3.3

  
	
  3.3.1 Die Jagd ist im Kanton Glarus gemäss Art. 1 JagdG
  ein Regal des Staates. Mit dem Jagdpatent erteilt der Kanton dem Jäger das
  Recht zur Ausübung der Jagd (Art. 2 Abs. 2 JagdG). Im Gegensatz dazu
  darf er aber verlangen, dass der Jäger das mit der Erteilung des Jagdpatents
  in ihn gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht. Dabei kommt der Selbstkontrolle
  des Wildes durch den Jäger eine wesentliche Bedeutung zu und erfordert von
  ihm eine hohe Verantwortung und Gewissenhaftigkeit. Die administrativen
  Vorschriften, namentlich die Deklarations- und die Markierungspflicht, sollen
  dabei einerseits sicherstellen, dass ein einzelner Jäger sein Jagdkontingent
  nicht überschreitet, dienen aber andererseits auch der Kontrolle über den
  geschossenen Tierbestand.

  
	
   

  
	
  3.3.2 Der Wichtigkeit der Deklarations- und
  Markierungspflicht entspricht es, dass Ziff. 8.6 der Jagdvorschriften
  2015 vorsieht, dass bei einer Widerhandlung gegen diese Pflichten die
  Jagdberechtigung entzogen werden kann. Es kann zwar vorkommen, dass ein Jäger
  beim Erlegen eines Wildtiers die Wildkontrollmarken und das Abschusskontrollbuch
  nicht dabei hat. In einem solchen Fall ist es zulässig, mit einem
  Jagdkollegen die Marke zu tauschen (vgl. Ziff. 8.2.2 der Jagdvorschriften
  2015). Sollte dies nicht möglich oder gewollt sein, kann die Erlegung des
  Wilds dem Wildhüter telefonisch gemeldet werden. Unterbleibt aber die
  Deklaration und Markierung und wird der Wildhüter nicht informiert, besteht
  ein starkes Indiz dafür, dass der Jäger das erlegte Tier verheimlichen wollte.

  
	
   

  
	
  3.3.3 So verhält es sich auch vorliegend. Dem
  Beschwerdeführer, welcher ein erfahrener Jäger ist, musste bekannt sein, wie
  vorzugehen ist, wenn er ein Tier erlegt, ohne dass er die Wildkontrollmarken
  und das Abschusskontrollbuch zur Hand hat. Schon alleine, weil er keine
  dieser Möglichkeiten ergriff, ist eine Verheimlichungsabsicht zu vermuten.
  Diese Vermutung wird durch sein Verhalten nicht widerlegt. So betrat er unbefugt
  einen fremden Stall, welchen er verdunkelte und wo er den Rehbock aufhängte.
  Bei der Polizeikontrolle wurden sodann die Wildkontrollmarke, das
  Abschusskontrollbuch und das Jagdpatent in seinem Auto gefunden. Dies alles
  lässt eine Verheimlichungsabsicht als naheliegend erscheinen.

  
	
   

  
	
  Was der Beschwerdeführer
  dagegen vorbringt, vermag hingegen nicht zu überzeugen. Hätte er für eine
  ordnungsgemässe Deklaration und Meldung sorgen wollen, hätte er die
  Wildkontrollmarken mit einem Jagdkollegen tauschen oder zumindest dem Wildhüter
  telefonieren können. Dass ihm keine dieser Möglichkeiten in den Sinn kam, ist
  nicht glaubwürdig. Sodann vermag er nicht schlüssig zu erklären, weshalb er
  den erlegten Rehbock in einen fremden Stall hängte. Auch erscheint die
  Darlegung, dass er den Stall wegen des Schutzes vor Fliegen mit
  Eternitplatten verdunkelte, als reine Schutzbehauptung. Dass die
  Wildkontrollmarken und das Abschussbuch in seinem Auto gefunden wurden, passt
  ins Bild der Verheimlichungsabsicht, wobei es aufgrund seines übrigen Verhaltens
  offen gelassen werden kann, ob er sich tatsächlich nicht bewusst war, dass er
  die entsprechenden Dokumente dabei hatte. 

  
	
   

  
	
  3.3.4 Insgesamt ergibt sich damit, dass der
  Beschwerdeführer die Deklarations- und Meldepflicht verletzte und den Abschuss
  eines Rehbocks verheimlichen wollte. Dies wurde durch die Vorinstanzen
  zutreffend als schweren Verstoss gegen die Jagdvorschriften gewürdigt. Daran
  ändert sich entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nichts, dass ihm
  für die Jagdsaison 2016/2017 ein Gratispatent erteilt wurde. Dabei handelt es
  sich nämlich um einen standardisierten Vorgang, von welchem sämtliche Jäger
  bei Lösung des 45. Jagdpatents profitieren. Im Zeitpunkt der Erteilung des
  Gratispatents war dem Beschwerdeführer zudem die Jagdberechtigung nicht
  rechtskräftig entzogen, weshalb keine Gründe für die Verweigerung des
  (Gratis-)Patents bestanden. 

  
	
   

  
	
  3.4 

  
	
  3.4.1 Der Beschwerdeführer erachtet die Dauer des
  Patententzugs unter Hinweis auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts vom 17.
  März 2016 (VG.2015.00136) als unverhältnismässig. In jenem Fall verheimlichte
  ein Jäger ebenfalls den Abschuss eines Rehbocks, wobei er – anders als der
  Beschwerdeführer – kein Abschusskontingent mehr hatte. 

  
	
   

  
	
  3.4.2 Der Beschwerdeführer übersieht in seiner Argumentation,
  dass das Verwaltungsgericht in jenem Fall den Entzug des Jagdpatents für drei
  Jahre als zulässig erachtete (E. II/7), die Entzugsdauer aber alleine deshalb
  auf ein Jahr reduzierte, weil das Verwaltungsverfahren deutlich zu lange
  gedauert hatte, welchem Umstand Rechnung zu tragen war (E. II/8).

  
	
   

  
	
  Der Unrechtsgehalt des
  vorliegend zu beurteilenden Falls ist insofern etwas geringer, als der
  Beschwerdeführer noch über ein Abschusskontingent verfügte. Ansonsten unterscheiden
  sich die beiden Fälle nicht erheblich. Namentlich weisen beide Jäger keinen
  jagdrechtlich ungetrübten Leumund auf. Unter Berücksichtigung dieser Umstände
  hat die Beschwerdegegnerin 1 durch den Entzug des Jagdpatents für zwei
  Jahre ihr Ermessen nicht verletzt. 

  
	
   

  
	
  3.4.3 Schliesslich erweist sich der Patententzug für zwei
  Jahre auch als angemessen, wenn man den Vorfall vom 3. November 2012
  berücksichtigt, welcher einen Entzug des Jagdpatents für ein Jahr zur Folge
  hatte. Der Beschwerdeführer hat innert eines Zeitraums von nur gerade drei
  Jahren zweimal in einer erheblichen Weise gegen die jagdgesetzlichen
  Bestimmungen verstossen. Dass ihm deshalb für insgesamt drei Jahre das
  Jagdpatent entzogen bleibt, ist nicht unverhältnismässig.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  Zu prüfen bleibt, ob die
  Beschwerdegegner zu Recht davon ausgehen, dass dem Beschwerdeführer das
  Jagdpatent erst wieder auszuhändigen ist, wenn er erneut den Jagdlehrgang
  absolviert und die Eignungsprüfung für die Jäger des Kantons Glarus besteht.

  
	
   

  
	
  4.1

  
	
  4.1.1 Der Beschwerdeführer macht dazu geltend, beim Entzug
  des Jagdpatents handle es sich nicht um eine Strafe, sondern um eine
  Massnahme, welche dazu diene, den Fehlbaren zu "erziehen". Dieser
  Zweck könne erst erreicht werden, wenn die Massnahme durchgeführt werde. Die
  verschärfende Bestimmung der Wiederholung der Jagdprüfung könne daher erst
  greifen, wenn der erste Entzug durchgeführt worden sei. Dies stimme auch mit
  dem Massnahmenkatalog des Strassenverkehrsrechts überein. Es bestehe daher
  kein Raum dafür, vom klaren Wortlaut von Art. 46 Abs. 2 JagdV abzuweichen. 

  
	
   

  
	
  4.1.2 Der Beschwerdegegner 2 vertritt hingegen die
  Auffassung, es dürfe nicht einzig auf den Wortlaut von Art. 46 Abs. 2 JagdV
  abgestellt werden. Bei einer Auslegung nach dem Sinn und Zweck der Bestimmung
  würden sich triftige Gründe dafür ergeben, dass der Wortlaut nicht den wahren
  Sinn der Bestimmung wiedergebe. Es sei daher zulässig, von diesem
  abzuweichen.

  
	
   

  
	
  4.2 

  
	
  4.2.1 Das Verwaltungsgericht hatte bisher keinen Anlass
  dazu, sich zur Frage zu äussern, wann die Bewährungsfrist von zehn Jahren im
  Sinne von Art. 46 Abs. 2 JagdV zu laufen beginnt. Indem der
  Beschwerdegegner 2 in seinem Entscheid ausdrücklich festhielt, dass der
  Beschwerdeführer den Jagdlehrgang und die Eignungsprüfung vor der
  Wiedererteilung des Jagdpatents zu wiederholen habe, bedarf diese Frage nun
  einer Klärung.

  
	
   

  
	
  4.2.2 Nach den üblichen Regeln der Gesetzesauslegung ist
  eine Bestimmung in erster Linie nach ihrem Wortlaut auszulegen. Ist der Text
  nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss nach seiner
  wahren Tragweite gesucht werden unter Berücksichtigung aller
  Auslegungselemente, namentlich von Sinn und Zweck sowie der dem Text zugrunde
  liegenden Wertung. Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverständlichen
  Wortlaut darf nur ausnahmsweise abgewichen werden, unter anderem dann, wenn
  triftige Gründe dafür vorliegen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der
  Bestimmung wiedergibt. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte
  der Bestimmung, aus ihrem Grund und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit
  anderen Vorschriften ergeben (BGE 141 V 674 E.2.2, 139 V 148 E. 5.1, je
  mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  4.2.3 Art. 46 Abs. 2 Satz 2 JagdV lautet wie folgt:
  "Wird dem Berechtigten das Jagdpatent innerhalb von zehn Jahren nach
  Ablauf eines Entzuges ein weiteres Mal entzogen, wird ihm das Jagdpatent erst
  wieder abgegeben, wenn er erneut den Jagdlehrgang absolviert und die
  Eignungsprüfung für Jäger des Kantons Glarus bestanden hat." Der
  Wortlaut der Bestimmung ist unmissverständlich. Die Bewährungsfrist von zehn
  Jahren beginnt erst mit dem Ablauf des ersten Entzugs des Jagdpatents zu
  laufen. Wie der Beschwerdegegner 2 im angefochtenen Entscheid (E.
  4.2.3.5) selber ausführt, lässt sich aus der Entstehungsgeschichte der
  Bestimmung nicht ableiten, dass der Verordnungsgeber eine andere Regel
  treffen wollte, als er sie dem Wortlaut entsprechend tatsächlich getroffen
  hat. 

  
	
   

  
	
  Der
  Beschwerdegegner 2 argumentiert weiter, der Beginn der Bewährungsfrist
  dürfe nicht davon abhängen, ob der fehlbare Jäger den Patententzug akzeptiere
  oder dagegen ein Rechtsmittel ergreife, weshalb die Bestimmung ihrem Sinn
  nach nur so verstanden werden könne, dass die Bewährungsfrist mit dem
  erstinstanzlich verfügten Patententzug zu laufen beginne. Dies überzeugt
  jedoch nur auf den ersten Blick. Bei der Pflicht zur Wiederholung des
  Jagdlehrgangs und der Eignungsprüfung handelt es sich um eine wesentliche
  Verschärfung der Massnahme. Eine solche ist dann angezeigt, wenn der fehlbare
  Jäger einen Patententzug überstanden hat und danach wiederum in einer solchen
  Weise gegen die jagdgesetzlichen Bestimmungen verstösst, dass ihm erneut das
  Jagdpatent zu entziehen ist. Erst in einem solchen Fall kann davon
  ausgegangen werden, dass der Patententzug auf den Betroffenen nicht die
  gewünschte erzieherische Wirkung hatte. 

  
	
   

  
	
  Sodann ist darauf
  hinzuweisen, dass sich das Verwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung zum
  Entzug der Jagdpatente an die Rechtsprechung zum Warnungsentzug der
  Führerausweise anlehnt (vgl. etwa VGer-Urteil VG.2016.00051 vom
  15. September 2016 E. II/3.2 f., in welchem das Verwaltungsgericht
  zur Frage, ob für zwei Verstösse gegen die jagdgesetzlichen Bestimmungen eine
  Gesamtmassnahme auszusprechen ist, auf die strassenverkehrsrechtliche
  Rechtsprechung zurückgriff). Das Strassenverkehrsrecht kennt ebenfalls
  Rückfall- bzw. Bewährungsfristen, innert welcher ein erneuter Verstoss gegen
  das Strassenverkehrsrecht eine verschärfte Massnahme zur Folge hat. Obwohl
  dies aus dem Wortlaut der aktuellen – im Gegensatz zu den früheren –
  Bestimmungen nicht deutlich hervorgeht, hält das Bundesgericht fest, dass die
  Bewährungsfrist erst dann zu laufen beginnen könne, wenn die Dauer des ersten
  Führerausweisentzugs abgelaufen sei (BGer-Urteil 1C_520/2016 vom 16. Februar
  2017 E. 4.3, 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2.3). Auch dies
  spricht gegen die Auffassung des Beschwerdegegners 2.

  
	
   

  
	
  4.2.4 Zusammenfassend bestehen keine überzeugenden Gründe,
  welche ein Abweichen vom eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut von
  Art. 46 Abs. 2 JagdV rechtfertigen würden. Damit beginnt die
  Bewährungsfrist von zehn Jahren erst nach Ablauf des Entzugs des Jagdpatents
  zu laufen. Da der erste Patententzug im Zeitpunkt des vorliegend zu
  beurteilenden Verstosses gegen die jagdgesetzlichen Bestimmungen noch nicht
  vollzogen worden war, kommt die verschärfte Rückfallregel von Art. 46
  Abs. 2 JagdV nicht zum Tragen.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  Damit erweist sich die
  Beschwerde insofern als begründet, als der Beschwerdeführer die Aufhebung der
  Verpflichtung zur Wiederholung des Jagdlehrgangs und der Eignungsprüfung
  beanstandet. Demgemäss ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, soweit
  darauf einzutreten ist. Disp.-Ziff. 2 des Entscheids des
  Beschwerdegegners 2 vom 9. Oktober 2017 ist aufzuheben. Dabei drängt
  sich eine Änderung der Kosten- und Entschädigungsfolgen im vorinstanzlichen
  Verfahren nicht auf, da die Beschwerdegegnerin 1 lediglich den
  Patententzug für zwei Jahre verbindlich verfügt hatte, was der
  Beschwerdegegner 2 zu Recht bestätigte. Dass der Beschwerdegegner 2
  zu Unrecht – faktisch als erste Instanz – im Dispositiv festgehalten hat, der
  Beschwerdeführer habe vor Wiedererteilung des Jagdpatents den Jagdlehrgang
  und die Eignungsprüfung zu wiederholen, kann hinsichtlich der Kosten und der
  Entschädigung nur für das vorliegende Verfahren Folgen haben (vgl. dazu
  nachfolgend E. III).

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  1.

  
	
  Ausgangsgemäss sind die
  Gerichtskosten von pauschal Fr. 1'500.- zur Hälfte dem Beschwerdeführer
  aufzuerlegen und zur Hälfte auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 134 Abs.
  1 lit. c VRG i.V.m. Art. 135 Abs. 1 VRG). Vom bereits geleisteten Kostenvorschuss
  in der Höhe von Fr. 1'500.- sind dem Beschwerdeführer Fr. 750.-
  zurückzuerstatten. 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Dem teilweise obsiegenden
  Beschwerdeführer ist zu Lasten des Beschwerdegegners 2 eine reduzierte
  Parteientschädigung von Fr. 1'200.- (inkl. Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird.
    Disp.-Ziff. 2 des Entscheids des Beschwerdegegners 2 vom 9. Oktober 2017
    wird aufgehoben. 

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 1'500.- werden je zur Hälfte dem Beschwerdeführer auferlegt
    und auf die Staatskasse genommen. Vom bereits geleisteten Kostenvorschuss
    von Fr. 1'500.- werden dem Beschwerdeführer Fr. 750.- zurückerstattet.

    
	
    3.

    	
    Der
    Beschwerdegegner 2 wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer innert 30 Tagen
    nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung von
    Fr. 1'200.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]