# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3ddec97-8b11-5cc9-8c99-2740e8f18f08
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 20.05.2021 120 2021 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2021-23_2021-05-20.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2021/23

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 20. Mai 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

E.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Gampelen, Oberdorfstrasse 14, 3236 Gampelen

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Gampelen vom 11. Februar 
2021 (Abschrankung auf zwei Badestegen)

I. Sachverhalt

1. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer eine baupolizeiliche 
Anzeige bei der Gemeinde Gampelen ein. Er machte geltend, die Beschwerdegegnerin habe auf 
dem Campingplatz G.________ den vorderen (im Folgenden: südlichen) und hinteren (im 
Folgenden: nördlichen) Holzsteg in den Neuenburgersee mit Bretterzäunen bzw. Barrieren ohne 
Baubewilligung abgesperrt. Diese Absperrungen seien baubewilligungspflichtig. Mit Verfügung 
vom 11. Februar 2021 trat die Gemeinde nicht auf die baupolizeiliche Anzeige ein, da der 
Beschwerdeführer dazu nicht legitimiert sei.

2. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 15. März 2021 Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt, die Verfügung vom 
11. Februar 2021 sei aufzuheben und es sei die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens und 
materiellen Prüfung der baupolizeilichen Anzeige vom 21. Dezember 2020 an die Gemeinde 
zurückzuweisen. Aus der Beschwerdebegründung ergibt sich, dass nur der nördliche Steg 
beziehungsweise dessen Abschrankung Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens sein soll.

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3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer 
Stellungnahme vom 1. April 2021 den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Aus der 
Begründung der Stellungnahme ergibt sich, dass sie zudem eventualiter die Abweisung der 
Beschwerde beantragt. Die Gemeinde Gampelen beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 
6. April 2021 die Abweisung der Beschwerde.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Angefochten ist eine Verfügung der Gemeinde Gampelen, mit welcher diese auf eine 
baupolizeiliche Anzeige mangels Legitimation des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Eine 
baupolizeiliche Anzeige kann allerdings jede Person einreichen, eine besondere Betroffenheit ist 
dafür nicht erforderlich. Entscheidend ist die besondere Betroffenheit jedoch für die Frage, ob eine 
anzeigende Person im Verfahren Parteistellung beanspruchen kann (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. a 
BauG2). Die angefochtene Verfügung ist somit dahingehend zu deuten, dass die Gemeinde dem 
Beschwerdeführer die Parteistellung im Baupolizeiverfahren absprechen wollte. Zudem ergibt sich 
aus einem früheren Verfahren in gleicher Angelegenheit, dass die Gemeinde die Anzeige mangels 
Baubewilligungspflicht für die Abschrankungen des südlichen und nördlichen Badestegs als 
unbegründet erachtet.3 Somit ist die Verfügung weiter dahingehend zu deuten, dass die Gemeinde 
der Anzeige keine Folge leisten wollte. Damit handelt es sich um eine baupolizeiliche 
Endverfügung. Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 
48 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Im Streit um die eigene Verfahrenslegitimation ist eine Person, die sich am Verfahren 
beteiligen will, Partei und als Adressatin einer Verfügung, die ihr die Parteistellung abspricht, formell 
beschwert. Sie ist damit zur Anfechtung dieser Verfügung befugt, unbesehen darum, ob sie in der 
Sache selber, d.h. im Streit um den Anspruch auf Verfahrensbeteiligung, Erfolg haben wird.4 Der 
Beschwerdeführer ist demzufolge zur Beschwerde legitimiert. Auf seine form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde wird eingetreten.

2. Parteistellung im Baupolizeiverfahren

a) Im Baupolizeiverfahren kommt der anzeigenden Person im Verfahren dann Parteistellung 
zu, wenn sie als Nachbar durch die baurechtswidrigen Verhältnisse betroffen ist oder zu den nach 
Art. 35a BauG einspracheberechtigten Organisationen gehört (Art. 46 Abs. 2 Bst. a BauG). 
Letzteres steht vorliegend nicht zur Diskussion. Der Beschwerdeführer hätte somit im 
vorinstanzlichen Verfahren als Anzeiger dann als Partei zugelassen werden müssen, wenn er als 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3 Vgl. den Entscheid der BVD 120/2020/38 vom 12. Januar 2021
4 Michael Pflüger, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 65 N. 23

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Nachbar durch die baurechtswidrigen Verhältnisse betroffen ist. Zur Beantwortung der Frage, 
wann dies der Fall ist, kann auf Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG zurückgegriffen werden.5

b) Nach Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG sind nur Personen zur Einsprache befugt, welche durch 
das Bauvorhaben unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Nach Lehre 
und Rechtsprechung ist eine Person in schutzwürdigen Interessen berührt, wenn sie durch ein 
Bauvorhaben in höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist und zum Streitgegenstand eine 
besondere Beziehungsnähe hat. Diese Anforderungen grenzen die Beschwerden betroffener 
Drittpersonen von der unzulässigen Popularbeschwerde ab. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts muss die besondere Beziehungsnähe zum Streitgegenstand bei Bauprojekten 
insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. In einer besonders nahen Beziehung zur 
Streitsache stehen naturgemäss die Nachbarn des Baugrundstücks. Der Kreis der betroffenen 
Nachbarschaft kann aber nicht allgemein festgelegt werden, sondern muss im Einzelfall nach den 
konkreten Verhältnissen bestimmt werden. Die Nachbarschaft reicht so weit wie die allfälligen 
nachteiligen Auswirkungen des Bauvorhabens. Eine weite Umschreibung des Kreises der 
beschwerdeberechtigten Nachbarschaft kann sich daher dort rechtfertigen, wo von einer Baute 
besonders starke Emissionen ausgehen. Die mögliche Störung muss aber deutlich wahrnehmbar 
sein und objektiv betrachtet als Nachteil empfunden werden. In der Regel zu bejahen ist die 
Einsprachebefugnis des Nachbarn, wenn dessen Liegenschaft unmittelbar an das Baugrundstück 
angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon getrennt wird. Es wird darauf 
verzichtet, auf bestimmte feste Werte abzustellen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind 
Nachbarn bis im Abstand von etwa 100 m in der Regel zu Verwaltungsgerichtsbeschwerden 
gegen Bauvorhaben legitimiert. Allerdings ergibt sich die Legitimation nicht schon allein aus der 
räumlichen Nähe, sondern erst aus einer daraus herrührenden besonderen Betroffenheit.6

c) Der Beschwerdeführer begründet seine Legitimation damit, dass er seit mehreren Jahren 
Mieter auf dem Campingplatz sei. Für die Saison 2021 habe er den Stellplatz Nr. A.________ 
gemietet und er bezahle zudem für den Platz Nr. B.________. Der Stellplatz Nr. A.________ sei 
vom nördlichen Steg und somit auch von dessen Abschrankung rund 80 m Luftlinie entfernt. 
Zwischen seinem Stellplatz und dem Steg befinde sich nur ein weiterer Stellplatz und ein 
Quersträsschen. Die räumliche Distanz sei ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der 
Betroffenheit. Das Bundesgericht anerkenne die Legitimation von Nachbarn bis zu einem Abstand 
von 100 m in der Regel ohne weitere Abklärungen. Er habe von seinem Stellplatz direkten 
Sichtkontakt zur Abschrankung. Diese sei ein optischer Fremdkörper in einer schönen 
Naturlandschaft. Die in grellem Orange montierte Abschrankung sei schlicht und ergreifend 
hässlich und ordne sich daher nicht in das natürliche Gefüge ein. Demzufolge sei bereits das 
Kriterium der räumlichen Nähe für eine Legitimation erfüllt. Die geltend gemachten Einwände 
ästhetischer Natur in Verbindung mit der räumlichen Nähe begründeten zudem ihrerseits eine 
besondere Betroffenheit. Er könne daher als Nachbar Parteirechte ausüben.

Darüber hinaus macht der Beschwerdeführer geltend, er sei auch als regelmässiger Nutzer des 
nördlichen Stegs von der Sperrung besonders betroffen. Er bezahle denselben hohen Mietzins, 
ohne den Steg als Einstieg zum Baden im Neuenburgersee nutzen zu können. Offen bleibe einzig 
der mittlere Steg, der nun aber hoffnungslos überfüllt sein werde, nicht zuletzt aufgrund der 
Corona-Situation.

d) Zur Diskussion steht die Abschrankung des nördlichen Badestegs in den Neuenburgersee. 
Bei der Abschrankung handelt es sich um einen orangen Zaun. Der Zaun besteht vermutlich aus 

5 Vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 2a
6 Vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35–35c N. 16 bis 
17a, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung

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Plastik, ist gelocht und geschätzt gut 1 m hoch sowie rund 8 m breit.7 Die Abschrankung ist nicht 
auf Dauer angelegt. Die Beschwerdegegnerin beabsichtigt, den nördlichen Badesteg 
abzubrechen, sobald die erforderliche Baubewilligung vorliegt. Mit dem Abbruch des Badestegs 
soll auch die Abschrankung wieder entfernt werden. Der vom Beschwerdeführer gemietete 
Stellplatz Nr. A.________ befindet sich gut 50 m von der umstrittenen Abschrankung des 
nördlichen Stegs entfernt. Dazwischen befinden sich ein anderer Stellplatz, ein Weg und 
Gebüsche. Der Platz Nr. B.________ ist ebenfalls gut 50 m von der Abschrankung entfernt.

Zwar befindet sich der Stellplatz damit in gut der Hälfte derjenigen Distanz, die nach der 
bundesgerichtlichen Praxis in der Regel zu Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen 
Bauvorhaben legitimiert. Es besteht aber nicht bei jeder baulichen Veränderung in der Umgebung 
eines Grundstücks eine besondere Betroffenheit.8 Im vorliegenden Fall ist die Abschrankung von 
geringer Grösse und nur von temporärer Dauer. Es handelt sich daher um eine Anlage mit 
bescheidenen Auswirkungen auf Raum und Umwelt. Aufgrund dieser Geringfügigkeit der 
Abschrankung ergibt sich allein aus der räumlichen Nähe keine besondere Betroffenheit. Dies 
umso mehr, als der Beschwerdeführer nicht als Grundeigentümer oder als Mieter eines 
Erstwohnsitzes betroffen ist, sondern als Mieter eines nur temporär genutzten 
Campingstellplatzes. Zunächst ist der Campingplatz nicht ganzjährig geöffnet, die aktuelle Saison 
dauert gemäss Mietvertrag vom 1. April bis 24. Oktober 2021. Zudem wird der Stellplatz auch 
während der Saison nicht dauernd bewohnt, gemäss Beschwerdeführer ist er hauptsächlich an 
den Wochenenden vor Ort. Gemäss Mietvertrag ist der Beschwerdeführer als Mieter denn auch 
nicht berechtigt, seinen Hauptwohnsitz auf dem Campingplatz zu begründen.9 Unter diesen 
Umständen ist der Beschwerdeführer als Nachbar durch die umstrittene Abschrankung des 
nördlichen Stegs nicht hinreichend in schutzwürdigen Interessen betroffen.

Zwar macht der Beschwerdeführer zusätzlich Sichtkontakt geltend. Direkte Sichtverbindung oder 
minimale Beeinträchtigung der Aussicht genügen für sich alleine aber nicht, die Beeinträchtigung 
muss ein gewisses Gewicht haben. Daher müssen rein ideelle Beeinträchtigungen wie zum 
Beispiel die Beeinträchtigung der Aussicht in der Regel wesentlich stärker störend sein als reelle 
Immissionen.10 Der Zaun ist vom Stellplatz des Beschwerdeführers aufgrund der Gebüsche nur 
eingeschränkt sichtbar. Zudem handelt es sich bei der Abschrankung um eine geringfügige Anlag, 
die aufgrund ihrer Grösse aus über 50 m Distanz nicht besonders auffällt. Eine gewisse 
Auffälligkeit ergibt sich höchstens aus der orangen Farbe. Allerdings fällt die Campingsaison mit 
der Vegetationszeit zusammen, so dass die Sichtbarkeit des orangen Zauns durch die dannzumal 
grünen Gebüsche noch stärker eingeschränkt sein dürfte.11 Insgesamt besteht somit zwar eine 
Sichtverbindung zur Abschrankung, die entsprechende Beeinträchtigung hat jedoch nicht 
genügend Gewicht, um eine hinreichende Betroffenheit zu begründen.

e) Bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer als Benutzer des nördlichen Badestegs durch die 
Abschrankung hinreichend betroffen ist. Die Benutzung des Campingplatzes steht grundsätzlich 
allen Personen offen. Somit kann grundsätzlich auch jeder und jede die fraglichen Badestege 
nutzen. Insofern ist der Beschwerdeführer durch die Abschrankung nicht in höherem Mass als die 
Allgemeinheit betroffen. Die regelmässige Benutzung einer Anlage reicht nicht zur Begründung 

7 Siehe Beschwerdebeilage 3 und 8
8 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35–35c N. 17, mit 
Hinweisen auf die Rechtsprechung
9 Siehe Beschwerdebeilage 4
10 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35–35c N. 17a, mit 
Hinweisen auf die Rechtsprechung
11 Siehe Beschwerdebeilage 8

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der besonderen Betroffenheit. Wer zum Beispiel regelmässig in einem Laden einkauft, kann sich 
nicht gegen dessen Abriss zur Wehr setzen.12

Dabei ist der Beschwerdeführer, auch wenn er langjähriger Mieter auf dem Campingplatz und 
regelmässiger Benutzer des Badestegs ist, nicht auf die Benutzung des nördlichen Badestegs 
angewiesen. Baden im See ist anders als beispielsweise die Benützung von Strassen zur 
Bestreitung des täglichen Lebens nicht erforderlich. Allerdings wird dem Beschwerdeführer das 
Baden im See durch die Abschrankung des nördlichen Stegs ohnehin nicht verwehrt. Zwar wurde 
auch der südliche Steg von der Beschwerdegegnerin abgesperrt, der mittlere der drei 
bestehenden Stege steht aber nach wie vor zur Verfügung, so dass der Beschwerdeführer auch 
über diesen in den See einsteigen und sein regelmässiges Bad nehmen kann. Dass dieser mittlere 
Steg aufgrund der Schliessung der beiden anderen Stege intensiver genutzt wird und sich das 
Baden für den Beschwerdeführer insofern weniger komfortabel gestaltet, stellt höchstens eine 
geringfügige Beeinträchtigung dar, die keine hinreichende Betroffenheit zu begründen vermag. 
Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer für das Baden im See auch nicht zwingend auf einen 
Steg angewiesen sein dürfte. Dies dürfte zwar weniger komfortabel sein, auch dieser 
Komfortverlust vermag aber im rechtlichen Sinn keine hinreichende Betroffenheit zu begründen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Beschwerdeführer als Benutzer des nördlichen 
Badestegs nicht in höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist. Selbst wenn man dies anders 
sehen würde, wird ihm das Baden im See durch die Schliessung von zwei der drei Stege nicht 
verunmöglicht. Aus der Schliessung der beiden Stege ergibt sich daher höchstens ein 
Komfortverlust, der keine hinreichende Betroffenheit zu begründen vermag. Letztlich ist der 
Beschwerdeführer folglich als Benutzer des Stegs so oder anders nicht hinreichend in 
schutzwürdigen Interessen betroffen.

f) Die Gemeinde Gampelen hat dem Beschwerdeführer somit zu Recht die Beteiligung als 
Partei an ihrem Baupolizeiverfahren verweigert. Die Beschwerde ist daher abzuweisen und die 
angefochtene Verfügung zu bestätigen. Soweit sich der Beschwerdeführer auf seine Rechte und 
Pflichten als Mieter beruft, ist dies privatrechtlicher Natur und im vorliegenden öffentlich-
rechtlichen Verfahren unerheblich. Diesbezüglich hat sich der Beschwerdeführer mit der 
Beschwerdegegnerin zivilrechtlich auseinanderzusetzen.

3. Rechtliches Gehör

a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Dieser 
Anspruch umfasse das Recht, von jeder Stellungnahme Kenntnis nehmen und sich dazu äussern 
zu können. In Verletzung dieses Rechts seien ihm die von der Beschwerdegegnerin und vom Amt 
für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern (AGG) im vorinstanzlichen Verfahren bei der 
Gemeinde Gampelen eingereichten Stellungnahmen nicht zugestellt worden und er kenne deren 
Wortlaut bis heute nicht. Die Gemeinde Gampelen bestätigt in ihrer Beschwerdeantwort vom 
6. April 2021, dass dem Beschwerdegegner die beiden Eingaben nicht zugestellt worden seien.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG13 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern.

12 Vgl. BVR 1990 S. 224, E. 3
13 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst auch das Recht der Parteien, von jedem 
eingereichten Aktenstück bzw. jeder Stellungnahme von Parteien und Behörden Kenntnis zu 
nehmen und sich dazu äussern zu können. Das gilt unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen 
oder Argumente enthalten und ob sie die Entscheidbehörde tatsächlich zu beeinflussen 
vermögen. Die Beteiligten sind deshalb über jede Eingabe zu informieren, damit sie Gelegenheit 
haben, sich dazu zu äussern, wenn sie dies als notwendig erachten. Daher sind den Parteien im 
Baupolizeiverfahren sämtliche Amts- und Fachberichte sowie die Stellungnahmen der 
Gegenpartei zuzustellen.14

c) Anspruch auf rechtliches Gehör haben somit die Parteien eines Verfahrens. Wie dargelegt, 
konnte der Beschwerdeführer im Baupolizeiverfahren mangels hinreichender Betroffenheit in 
schutzwürdigen Interessen keine Parteistellung beanspruchen (siehe Erwägung 2). Folglich hatte 
er keinen Anspruch auf rechtliches Gehör und die Gemeinde Gampelen war nicht verpflichtet, ihm 
die Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten zuzustellen. Diese Rüge erweist sich somit als 
unbegründet.

Die anzeigende Person, die keine Parteistellung beanspruchen kann, hat lediglich Anspruch auf 
Auskunft über die Erledigung ihrer Anzeige.15 Der Beschwerdeführer wurde mit der angefochtenen 
Verfügung über die Erledigung seiner Anzeige informiert, die Gemeinde hat der Anzeige keine 
Folge geleistet (siehe oben Erwägung 1.a).

4. Verfahrensvereinigung

a) Der Beschwerdeführer beantragt eine Vereinigung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
mit dem Beschwerdeverfahren RA Nr. 120/2021/22. Dies, weil die beiden Verfahren die gleichen 
Fragen zum Gegenstand hätten (Absperrung von Badestegen) und die gleichen Gegenparteien 
angesprochen seien (Beschwerdegegnerin als Bauherrin und Kanton Bern als 
Grundeigentümerin).

b) Betreffen getrennt eingereichte Eingaben den gleichen Gegenstand, so kann die 
instruierende Behörde die Verfahren vereinigen (Art. 17 Abs. 1 VRPG). Wichtigste Richtschnur für 
den Entscheid über eine Verfahrensvereinigung ist die Prozessökonomie. Die instruierende 
Behörde verfügt über einen grossen Ermessensspielraum.16

Im vorliegenden Fall sind zwei verschiedene Badestege betroffen, die von der 
Beschwerdegegnerin durch umstrittene Absperrungen unzugänglich gemacht wurden. 
Dementsprechend hat die Gemeinde Gampelen auch zwei verschiedene Verfügungen erlassen. 
Zwar stellen sich in beiden Beschwerdeverfahren die gleichen Rechtsfragen, diese sind jedoch 
aufgrund der jeweiligen Umstände differenziert zu beurteilen. Da die beiden Fälle somit sehr 
ähnlich aber doch nicht genau gleich liegen, hätte eine Vereinigung beim Verfassen von 
Rechtsschriften eher für Verwirrung gesorgt, ohne dass dadurch wesentlicher Aufwand hätte 
vermieden werden können. Somit sprachen keine prozessökonomischen Gründe für eine 
Verfahrensvereinigung, weshalb darauf verzichtet wurde. Mit dem vorliegenden Entscheid in der 
Hauptsache wird das Gesuch um Vereinigung gegenstandslos und kann als erledigt vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden (Art. 39 Abs. 1 VRPG).

14 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 1 ff., insbesondere 5, 6 und 25; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 38–39 N 9b; Urs 
Eymann, Das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren, in KPG-Bulletin 2006 S. 47 ff.
15 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 2a
16 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 17 N. 1

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5. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als unterliegend und er hat 
die oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Unter 
Berücksichtigung des Umstands, dass im Beschwerdeverfahren RA Nr. 120/2021/22 ein praktisch 
identischer Entscheid ergeht, werden diese Verfahrenskosten bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von CHF 500.– (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV17).

b) Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat als unterliegende Partei keinen Anspruch 
auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die obsiegende Beschwerdegegnerin war nicht 
anwaltlich vertreten, weshalb bei ihr keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes entstanden sind 
(Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG). Folglich werden keine Parteikosten gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Verfügung der Gemeinde Gampelen vom 
11. Februar 2021 wird bestätigt.

2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Verfahrensvereinigung wird als erledigt vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 500.– werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- E.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Gampelen, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Mail, zur Kenntnis
- Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG), z.H. Frau F.________, per Mail, zur Kenntnis

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

17 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.