# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03825cc0-24bc-5a42-b418-c34d8eda3ea4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 20.11.2018 ZK1 2018 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-109_2018-11-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 20. November 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 18 109 23. November 2018

(Mit Urteil 5A_1039/2018 vom 28. Dezember 2018 ist das Bundesgericht auf die 
gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Guetg

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Ni-
colas Facincani, Fortunagasse 11-15/Rennweg, 8001 Zürich, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
5. Juli 2018, mitgeteilt am 16. Juli 2018, in Sachen des Y._____, Beschwerdegeg-
ner, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Ana Marija Veselic, Gäuggelistrasse 1, 
7001 Chur, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend elterliche Sorge etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____ und X._____ sind die unverheirateten und getrennt lebenden El-
tern des am _____ 2017 geborenen A._____. Y._____ hat A._____ auf dem Zivil-
standsamt O.1_____ am 28. September 2016 vorgeburtlich anerkannt.

B. Mit Schreiben vom 14. September 2017 reichte Rechtsanwältin MLaw Ana 
Marija Veselic als Rechtsvertreterin von Y._____ der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Nordbünden (nachfolgend KESB) den zwischen diesem und sei-
nem Sohn A._____, vertreten durch die Kindsmutter, X._____, geschlossenen 
Unterhaltsvertrag ein und beantragte, diesen zu genehmigen. Weiter ersuchte 
Rechtsanwältin Ana Marija Veselic, Vater Y._____ sei die gemeinsame elterliche 
Sorge zu erteilen sowie das Besuchsrecht festzulegen.

C. Am 19. September 2017 meldete sich X._____ telefonisch bei der KESB 
und teilte dieser mit, dass sie mit der vom Vater beantragten Erteilung der ge-
meinsamen elterlichen Sorge nicht einverstanden sei. Eine sachliche Kommunika-
tion zwischen ihnen sei nicht möglich. Y._____ zeige kein Interesse an A._____, 
so habe er diesen seit der Geburt lediglich dreimal gesehen. Sie sei nicht bereit, 
A._____ mit seinem Vater alleine zu lassen, weil er eine Drogenvergangenheit 
habe und diese Problematik vom "Hörensagen" aktuell wieder bestünde. In der 
Folge eröffnete die KESB ein Abklärungsverfahren, was sie X._____ und Y._____ 
mit Schreiben vom 20. September 2017 mitteilte und die Genannten zu einer Be-
sprechung einlud.

D. Am 3. Oktober 2017 fand ein Erstgespräch zwischen B._____ (Abklärungs-
dienst KESB) und den Eltern von A._____ statt. Auf Verlangen der Mutter fand am 
12. Oktober 2017 zudem ein Einzelgespräch mit ihr statt. Weitere Einzelgespräche 
mit dem Vater bzw. der Mutter fanden am 24. bzw. 31. Oktober 2017 statt. Anläss-
lich dieser Gespräche unterzeichneten die Eltern die Anmeldung von A._____ für 
begleitete Besuchstage (nachfolgend BBT) bei der Fachstelle für familienergän-
zende und familienunterstützende Angebote im Kanton Graubünden (nachfolgend 
KJBE).

E. Der erste BBT fand sodann am 20. November 2017 in den Räumlichkeiten 
der KJBE statt.

F. Mit Entscheid vom 24. November 2017 wurde der eingereichte Unterhalts-
vertrag genehmigt. 

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G. An der Behördensitzung vom 7. Dezember 2017, zu welcher mit Schreiben 
vom 17. November 2017 vorgeladen worden war, wurde X._____ zu den geplan-
ten Massnahmen "Weisung BBT über Fachstelle KJBE/Errichtung Beistandschaft 
mit besonderen Befugnissen im Bereich persönlicher Verkehr/Erteilung gemein-
same elterliche Sorge" angehört. Y._____ verzichtete auf eine Teilnahme. 

H. Im Laufe der weiteren Abklärungen gab die KJBE jeweils eine Rückmel-
dung betreffend die begleiteten Besuchstage (nachfolgend BBT). Ferner wurden 
auch Absagen von X._____ für die vereinbarten Besuche gemeldet. 

I. Am 15. Mai 2018 wurde X._____ zu den Gründen für die erfolgten Absagen 
der BBT-Termine befragt. Ferner wurde sie erneut zu den geplanten Massnahmen 
angehört, wobei sie sich mit diesen nicht einverstanden erklärte. 

J. Mit Schreiben vom 18. Mai 2018 wurden die Eltern nochmals dazu aufge-
fordert, zu den geplanten Massnahmen schriftlich Stellung zu nehmen.

K. In ihrer Stellungnahme vom 27. Mai 2018 wies X._____ im Wesentlichen 
darauf hin, dass sie jeglichen Entscheid der KESB ablehne.

L. Mit Entscheid der KESB vom 5. Juli 2018, am 16. Juli 2018 mitgeteilt, wur-
de was folgt erkannt:

1. X._____ (Mutter) und Y._____ (Vater) wird für A._____ die gemein-
same elterliche Sorge erteilt (Art. 298b Abs. 2 ZGB).

2. Die AHV-Erziehungsgutschriften werden vollumfänglich X._____ 
angerechnet.

3. Der persönliche Verkehr zwischen A._____ und Y._____ wird im 
Sinne einer Minimalregelung wie folgt festgesetzt (Art. 298b Abs. 3 
ZGB):

a. bis zum vollendeten 5. Lebensjahr: Besuche wahlweise wöchentlich 
während eines halben Tages oder zweiwöchentlich während eines 
Tages (ohne Übernachtung). Ferien erfolgen in einvernehmlicher 
Absprache zwischen den Eltern;

b. ab dem 6. Lebensjahr: Besuche an zwei Wochenenden pro Monat 
von Freitagabend bis Sonntagabend und drei Wochen Ferien pro 
Jahr. 

4. Im Zusammenhang mit dem persönlichen Verkehr zwischen 
A._____ und Y._____ wird festgelegt, was folgt:

a. X._____ (Mutter) und Y._____ (Vater) wird die Weisung erteilt (Art. 
273 Abs. 2 ZGB), zweimal monatlich (alternierend am Samstag oder 
am Sonntag) begleitete Kontakte zwischen A._____ und Y._____ 
bei den Begleiteten Besuchstagen Graubünden (KJBE) in O.3_____ 
durchzuführen.

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b. Die Fachstelle KJBE wird aufgefordert, der KESB per Ende Oktober 
2018 einen Verlaufsbericht über die begleiteten Besuchstage mit 
Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung der persönlichen Kon-
takte einzureichen.

c. im Widerhandlungsfall (Litera a und b) wird eine Ungehorsamsstrafe 
gemäss Art. 292 StGB angedroht, wonach mit Busse bis 
Fr. 10'000.-- bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde 
oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdro-
hung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leis-
tet.

d. Das Recht auf persönlichen Verkehr gemäss vorstehender Ziff. 3 
wird im Sinne der Erwägungen bis auf Weiteres sistiert (Art. 274 
Abs. 2 ZGB).

5. Für A._____ wird eine Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 
308 ZGB) errichtet.

6. Die Beistandsperson hat die Aufgaben und Kompetenzen:

a. die Eltern und A._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft 
(Art. 308 Abs. 1 ZGB) angemessen zu beraten und zu unterstützen;

b. 1. die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen 
A._____ und dem Vater zu beraten und zu unterstützen;

2. im Konfliktfall im Rahmen der behördlichen Regelung über den 
persönlichen Verkehr konkrete Modalitäten zur Umsetzung fest-
zulegen;

3. dem Vater auf Verlangen Auskunft über die Entwicklung von 
A._____ zu erteilen;

4. sämtliche an der Betreuung und Förderung von A._____ Beteilig-
ten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen.

7. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen 
Kenntnisse zu verschaffen und mit den Eltern und A._____ persön-
lich Kontakt aufzunehmen.

8. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 30. Juni 2020) einen schrift-
lichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage von 
A._____ und die Ausübung der Beistandschaft, Ausblick mit Emp-
fehlungen) einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von A._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB 
mit einem Bericht zu informieren und allenfalls ein geeignetes Vor-
gehen zu empfehlen. 

9. D._____ (Berufsbeistandschaft Plessur) wird zur Beiständin von 
A._____ ernannt.

10. (Kosten)

11. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Mitteilung 
schriftlich und begründet Beschwerde beim Kantonsgericht von 

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Graubünden, Poststrasse 14, 7001 Chur, erhoben werden 
(Art  450 ff. ZGG, Art. 60 Abs. 1 EGzZGB). Die Bestimmungen über 
den Fristenstillstand finden keine Anwendung (Art. 60 Abs. 3 EGz-
ZGB). Die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde ist entzogen 
(Art. 450c ZGB).

12. (Mitteilung).

Hinsichtlich der gemeinsamen elterlichen Sorge führt die KESB unter Berufung auf 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung aus, es bestünde zwischen den Eltern 
weder ein chronischer Dauerkonflikt noch eine Kooperations- bzw. Kommunikati-
onsblockade, die einer gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenstünden. 

Als nicht obhutsberechtigter Elternteil habe der Vater Anspruch auf Umgang mit 
seinem Sohn A._____, weshalb ihm im Sinne einer praxisüblichen Minimalrege-
lung ein Besuchsrecht gewährt werde. Aufgrund der ablehnenden Haltung der 
Mutter sei ein unbegleiteter Kontakt nicht denkbar. Das Besuchsrecht gemäss 
Dispositivziffer 3. werde zugunsten der vom Vater unterstützten BBT vorläufig sis-
tiert. Mangels Angebot am zukünftigen neuen Wohnort von A._____ in O.2_____ 
seien die BBT wie bis anhin in den Räumlichkeiten der KJBE in O.3_____ durch-
zuführen. 

Angesichts der schwierigen Kommunikation zwischen den Eltern und aufgrund der 
Verweigerungshaltung der Mutter sei eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 
und 2 ZGB zu errichten. Dadurch soll den Eltern in der Wahrnehmung ihrer 
(zukünftigen) elterlichen Sorge beigestanden werden, es sollen aber auch regel-
mässige Kontakte zwischen A._____ und seinem Vater sichergestellt und die El-
tern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs unterstützt werden. 

M. X._____ zog gemeinsam mit A._____ am 1. August 2018 von O.3_____ 
nach O.2_____. 

N. Die in der Folge angesetzten BBT in der KJBE wurden seitens der Mutter 
jeweils abgesagt. Bei der KESB ging ferner ein als "Ärztliches Zeugnis zur Vorlage 
bei der KESB" bezeichnetes Schreiben vom 6. August 2018 von med. pract. 
C._____, der seit dem Umzug neuen Kinderärztin von A._____, ein. Im Schreiben 
führt die Ärztin aus, A._____ befinde sich in einem aktuell besorgniserregenden 
Gesundheitszustand, der ihrer Einschätzung nach auf die chronische familiäre 
Konfliktsituation zurückzuführen sei. A._____ brauche Stabilität und Ruhe, die an-
geordneten BBT würden Mutter und Sohn in erheblichem Masse belasten. Von 
diesen sei daher zum Wohle von A._____ abzusehen, bis ein fachärztliches und 
fachpsychologisches Gutachten vorliege. 

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O. Mit Eingabe vom 16. August 2018 liess X._____ (nachfolgend Beschwerde-
führerin oder Kindsmutter), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Nicolas Facinca-
ni, Beschwerde ans Kantonsgericht von Graubünden erheben und das Folgende 
beantragen:

1. Es sei die Verfügung [recte: Entscheid] vom 16. Juli 2018 [recte 5. Juli 
2018] in den Ziffern 1, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 ersatzlos aufzuheben;

2. Eventualiter sei ein Besuchsbeistand anzuordnen.

Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu-
lasten der Beschwerdegegnerin.

In prozessualer Hinsicht liess sie die folgenden Anträge stellen:

1. Es sei der Beschwerdeführerin unentgeltliche Verfahrensführung und 
Rechtsverbeiständung zu gewähren;

2. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Die Beschwerdeführerin wirft der KESB ungenügende Sachverhaltsabklärung vor. 
Sie bringt unter anderem vor, es seien weder ihre Räumlichkeiten besichtigt noch 
ihr Umfeld befragt worden. Es würden Gutachten hinsichtlich der möglichen Sub-
stanzabhängigkeit des Kindsvaters sowie der Verfassung des Kindes fehlen. Auf-
grund des erheblichen elterlichen Dauerkonflikts, der sich negativ auf das Wohl 
von A._____ auswirke, könne die gemeinsame elterliche Sorge nicht zugespro-
chen werden. Die Anordnung einer Erziehungsbeistandschaft basiere nicht auf 
Fakten und verletze das Subsidiaritäts- und Verhältnismässigkeitsprinzip. Der per-
sönliche Verkehr in O.3_____ in den Räumlichkeiten der KJBE durchzuführen, 
führe aufgrund der Reisezeit zweimal monatlich zu einer unzumutbaren und 
kindswohlgefährdenden Belastung. Der persönliche Verkehr sei daher in den 
Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin, im gewohnten Umfeld von A._____, 
durchzuführen. 

P. In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. September 2018 beantragte die KESB 
was folgt:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden 
kann.

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verle-
gen. 

Die KESB verzichtete auf eine einlässliche Beschwerdeantwort und verwies im 
Wesentlichen auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie die Akten. 

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Q. Mit Eingabe vom 24. September 2018 nahm Y._____ (nachfolgend Be-
schwerdegegner oder Kindsvater), vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Ana Ma-
rija Veselic, zur Beschwerde Stellung und beantragte das Folgende:

1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7% Mehr-
wertsteuer.

Er trägt vor, die KESB habe im Rahmen ihrer Pflicht die erforderlichen Sachver-
haltserhebungen vorgenommen. 

In Aufzählung diverser Sachverhaltsmomente, die gegen einen erheblichen elterli-
chen Dauerkonflikt sprechen, und unter Hinweis auf die diesbezüglichen Erwä-
gungen im angefochtenen Entscheid, führt er weiter aus, dass kein Grund gegen 
die Zuteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge sprechen würde. 

Die begleiteten Besuchstage in O.3_____ führten entgegen der Behauptungen der 
Beschwerdeführerin nicht zu einer erheblichen Belastung des Kindes und der Kin-
desmutter, fänden diese doch lediglich zweimal monatlich statt und sei der Weg 
nicht zu weit. Durch die Besuchstage in O.3_____, an einem neutralen Ort, soll die 
Möglichkeit gegeben werden, ohne Anwesenheit der Beschwerdeführerin eine 
Beziehung zu A._____ aufzubauen. 

R. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid, in den 
Rechtsschriften und in den Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1.1. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde auf dem Gebiet der 
elterlichen Sorge kann gestützt auf Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB 
beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; 
BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Be-
schwerdeinstanz. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die I. Zivilkammer zuständig 
(Art. 6 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 
173.100]). Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am 
Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der Anordnung 
der KESB direkt betroffenen Person (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 29 zu Art. 450 ZGB). Im 

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Bereich des Kindesschutzes können nebst den Kindern auch deren Eltern betrof-
fene Personen sein. Am Verfahren beteiligt sind auch alle weiteren Personen, die 
sich im erstinstanzlichen Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt haben oder 
denen mindestens ein Entscheid der KESB zugestellt wurde, sofern sie durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt sind und ein schutzwürdiges Interes-
se an dessen Aufhebung oder Änderung haben (BGE 141 III 353 E. 4; Urteile des 
Bundesgerichts 5A_663/2013 vom 5. November 2013 E. 1.2; 5A_979/2013 vom 
28. März 2014 E. 6.). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, ihr wurde der Entscheid zugestellt und sie wird durch den neu das 
gemeinsame Sorgerecht zusprechenden Entscheid in ihrem Recht als alleinsor-
geberechtigte Mutter tangiert, sodass sie als vom Entscheid betroffene Person zur 
Erhebung der Beschwerde legitimiert ist. 

1.2. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids der 
KESB schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
(Art. 450b Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 3 ZGB). Der angefochtene Entscheid 
wurde den Parteien am 16. Juli 2018 mitgeteilt. Damit erfolgte die Beschwerde 
vom 16. August 2018 zweifellos innert Frist. Da auch die übrigen Formerfordernis-
se erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten

1.3. Die Beschwerdeführerin stellt in prozessualer Hinsicht den Antrag, der Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Beschwerde hat aufschie-
bende Wirkung, sofern die Erwachsenenschutzbehörde oder die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz nichts anderes verfügt (Art. 450c ZGB). Vorliegend wurde die 
aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels gemäss Dispositivziffer 11. des ange-
fochtenen Entscheids entzogen. Das in der Beschwerde gestellte Gesuch um 
(Wieder-) Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird indessen durch die Mittei-
lung des Hauptentscheids obsolet.

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen des erstinstanzlichen Verfahrens 
(Art. 443 ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden 
Vorschriften enthält (Daniel Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt na-
mentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und 
Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfah-
rensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der KESB und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor 

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der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu 
Art. 446 ZGB m.w.H.; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 
2010, N 8 ff. zu Art. 446 ZGB).

2.2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-
schutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 
S. 7085). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB, welches 
die Untersuchungs- und Offizialmaxime insoweit einschränkt, dass eine Überprü-
fung des erstinstanzlichen Entscheides eine förmliche Beschwerde voraussetzt 
und die Beschwerdeinstanz sich folglich primär auf die geltend gemachten Rügen 
und Anträge konzentriert (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 5 zu Art. 450a ZGB). 

3. Vorab ist klarzustellen, dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren, in wel-
chem sich zwei Parteien, namentlich die Beschwerde führende Kindsmutter und 
der beschwerdegegnerische Kindsvater gegenüberstehen, der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde keine Parteistellung zukommt (vgl. BGE 141 III 353 
E. 4.2 m.w.H.). Auch die Tatsache, dass die KESB im Beschwerdeverfahren zur 
Vernehmlassung eingeladen wurde, begründet keine Parteistellung im Sinne von 
Art. 450 Abs. 2 ZGB (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 
2014 E. 6, in: FamPra.ch 2014 S. 773 f.). Insofern ist die von der Beschwerdefüh-
rerin gewählte Bezeichnung der KESB als Beschwerdegegnerin nicht zutreffend. 
Beschwerdegegner ist Y._____. 

4.1. Zunächst ist auf die Rüge der ungenügenden Sachverhaltsfeststellung ein-
zugehen. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die KESB habe die erforderlichen 
Erkundigungen einzuziehen und die notwendigen Beweise zu erheben. Dieser 
Pflicht sei die Vorbehörde nicht genügend nachgekommen. So seien ihre Räum-
lichkeiten nie besichtigt worden, um die dort herrschenden Verhältnisse festzustel-
len (vgl. E. 4.3.1). Es seien keine Informationen aus ihrem Umfeld (Tochter bzw. 
Mutter) eingeholt worden, vor allem nicht hinsichtlich der Notwendigkeit der Ein-
setzung eines Erziehungsbeistands (vgl. E. 4.3.2.). Obwohl Anhaltspunkte für eine 
kindswohlgefährdende Substanzabhängigkeit des Kindsvaters bestehen würden, 
sei diesbezüglich kein Gutachten eingeholt worden (vgl. E. 4.3.3.). Schliesslich sei 

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weder die körperliche noch die psychische Entwicklung des Kindes fachärztlich 
abgeklärt worden (vgl. E. 4.3.5.) und es habe auch keine fachliche Beurteilung der 
Erziehungsfähigkeit der Eltern stattgefunden (vgl. E. 4.3.4.). 

4.2. Gemäss Art. 446 ZGB i.V.m. Art. 314 ZGB hat die KESB den relevanten 
Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen. Es handelt sich dabei um den un-
eingeschränkten Untersuchungsgrundsatz (vgl. BGE 140 III 97 E. 4.2). Sie ist ver-
pflichtet, alle notwendigen und geeigneten Abklärungen vorzunehmen, um den 
rechtlich relevanten Sachverhalt zu ermitteln (vgl. Daniel Steck, in Breit-
schmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., Zürich 
2016, N 4 zu Art. 446 ZGB [zit.: CHK-ZGB Daniel Steck]). Grundsätzlich entschei-
det die KESB nach eigenem Ermessen, welche Sachverhaltselemente mit wel-
chen Beweismassnahmen abzuklären sind. 

4.3.1. Welche relevanten neuen Erkenntnisse die KESB aus einer Besichtigung 
der beschwerdeführerischen Wohnung hätte erlangen sollen, erschliesst sich der 
Beschwerdeinstanz nicht und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht darge-
tan. Hierzu wäre die KESB lediglich dann angehalten gewesen, wenn konkrete 
Anhaltspunkte dafür bestanden hätten, dass A._____ bei der Beschwerdeführerin 
in keinem kindeswohladäquaten Umfeld leben würde. Solche Anhaltspunkte fehl-
ten indessen gänzlich. Für die Beurteilung der Fragen, ob das Sorgerecht gemein-
sam ausgeübt werden kann bzw. wo die Besuchstage stattzufinden haben (vgl. 
dazu E. 5.1. ff.), sind die Wohnverhältnisse der Beschwerdeführerin irrelevant. 
Daher war die KESB auch nicht gehalten, die Wohnräumlichkeiten der Beschwer-
deführerin zu besichtigen. 

4.3.2. Ebenso wenig ist der Vorbehörde der unterbliebene Einbezug des Umfel-
des der Beschwerdeführerin zur Abklärung der Notwendigkeit eines Erziehungs-
beistandes vorwerfbar. Wie noch zu zeigen sein wird, ist die Einsetzung einer (all-
gemeinen) Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB ohnehin aufzuhe-
ben (vgl. E. 7.4.). Zur Beurteilung der Notwendigkeit eines Beistandes mit beson-
deren Befugnissen (Art. 308 Abs. 2 ZGB) wären kaum nützliche Auskünfte des 
Umfeldes zu erwarten gewesen. Dabei ist vor allem der Tatsache Rechnung zu 
tragen, dass sich die Notwendigkeit eines solchen Beistandes vorliegend vor allem 
aus der Verweigerungshaltung der Kindsmutter ergibt.

4.3.3. Auch die Rüge, die KESB habe es fälschlicherweise unterlassen, hinsicht-
lich der Substanzabhängigkeit des Kindsvaters ein Gutachten einzuholen, zielt ins 
Leere. Die KESB hat nach Art. 446 Abs. 2 Satz 3 ZGB nur "nötigenfalls" das Gut-

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achten einer sachverständigen Person einzuholen (vgl. BGE 140 III 97 E. 4.2). 
Zwar gab der Kindsvater an, Cannabis zu konsumieren. Er präzisierte diese Aus-
sage jedoch dahingehend, er kiffe sehr selten und wenn, dann nur an Wochenen-
den mit Freunden (vgl. KESB act. 12). Er sei schon aus dem Grunde Drogen (Al-
kohol, Cannabis) gegenüber vorsichtig, weil er zur Ausübung seines Berufes auf 
einen Führerausweis angewiesen sei (act. A.3, Ziff. III./2., N 6, S. 3 f.). Die Aussa-
ge erscheint glaubhaft und plausibel. Dies umso mehr, als weder seitens der 
KESB noch des Betreuungspersonals der KJBE, die direkten Kontakt mit dem 
Kindsvater hatten, irgendwelche Anzeichen geschildert werden, die auf eine Sub-
stanzabhängigkeit schliessen liessen (vgl. KESB act. 20, 25, 29 und 30). Unter 
Berücksichtigung der Tatsache, dass der Hinweis auf die Abhängigkeit lediglich 
auf "Hörensagen" beruht, war die KESB bei dieser Sachlage nicht gehalten, ein 
entsprechendes Gutachten zu veranlassen. 

4.3.4. Ebenso war die KESB nicht gehalten, die Erziehungsfähigkeit des Vaters 
gutachterlich abklären zu lassen. Die erwähnten BBT-Berichte der Fachpersonen 
der KJBE zeichnen – trotz erschwerter Umstände durch die permanente Einmi-
schung der Kindsmutter – grundsätzlich ein positives Bild des Kindsvaters im Um-
gang mit seinem Sohn (vgl. KESB act. 20, 25, 29 und 30). Jedenfalls bestanden 
mangels negativer Rückmeldung für die KESB keine konkreten Anhaltspunkte, an 
der Erziehungsfähigkeit des Vaters zu zweifeln. 

4.3.5. Auch die Einholung einer fachärztlichen Beurteilung der körperlichen und 
psychischen Entwicklung von A._____ war im vorliegenden Fall nicht angezeigt. 
Bei Kinderbelangen wird in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung von der Anordnung von Gutachten eher zurückhaltend Gebrauch ge-
macht. Die Notwendigkeit eines Sachverständigengutachtens ist in diesen Verfah-
ren nicht die Regel. Vielmehr muss darüber von Fall zu Fall entschieden werden 
(vgl. Anna Murphy/Daniel Steck, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, in: 
Fountoulakis et al. [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
N 18.96). Abgesehen vom ärztlichen Zeugnis (KESB act. 69) lagen der KESB le-
diglich positive Rückmeldungen betreffend das Verhalten sowie der Vater-Kind-
Interaktion vor (vgl. KESB act. 20, 25, 29 und 30). Verhaltensauffälligkeiten von 
A._____ werden von den Aufsichtspersonen der KJBE nicht geschildert. Das 
Zeugnis von pract. med. C._____ selbst ist wertlos, da die Ärztin offensichtlich 
mehr oder weniger die Angaben der Mutter übernommen hat, ohne den Vater 
auch nur einmal anzuhören. Jedenfalls stehen aber die Ausführungen der Betreu-
ungspersonen der KJBE den im Zeugnis enthaltenen Ausführungen insgesamt 
entgegen (vgl. KESB act. 20, 25, 29 und 30). Unter diesen Umständen sind denn 

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auch Fragen nach der Objektivität der Ärztin durchaus berechtigt, zumal die Be-
suchstage im Zeitpunkt der Konsultation der Kinderärztin schon länger unterbro-
chen waren.

4.4. Vor dem Hintergrund des Gesagten erweist sich die Rüge der ungenügen-
den Sachverhaltsabklärungen insgesamt als unbegründet. 

5.1. In der Hauptsache wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die Anord-
nung der gemeinsamen elterlichen Sorge gemäss Art. 298b Abs. 2 ZGB (vgl. an-
gefochtener Entscheid Dispositivziffer 1.).

Diesbezüglich führte die KESB aus, die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge bzw. 
die Nichterteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge stelle seit der Gesetzesno-
velle die Ausnahme dar. Neu sei auch bei getrennt lebenden Elternteilen die ge-
meinsame elterliche Sorge zu erteilen, es sei denn, diese sei mit dem Kindeswohl 
nicht vereinbar. Vorliegend prüfte die KESB in Berücksichtigung der hierzu entwi-
ckelten bundesgerichtlichen Kriterien, ob eine Kooperations- und Kommunikati-
onsblockade zwischen den Eltern der Zuteilung der gemeinsamen elterlichen Sor-
ge entgegenstehen würde. Weil diese Blockade aber einzig in der Verweigerungs-
haltung der Beschwerdeführerin begründet sei, keine weiteren Anhaltspunkte be-
stehen würden, dass in zentralen Fragen unterschiedliche Haltungen der Eltern 
resultierten und unter Mithilfe einer Beiständin als Vermittlerin eine das Kindes-
wohl berücksichtigende Handhabung möglich sei, sei die gemeinsame elterliche 
Sorge zu erteilen.

5.2. Gemäss dem neuen Recht der elterlichen Sorge, welches am 1. Juli 2014 
in Kraft getreten ist, gilt die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall, unabhängig 
vom Zivilstand der Eltern sowie dem Stadium der Beziehung. Das Kind hat einen 
Anspruch darauf, dass seine Eltern gemeinsam Verantwortung für seine Entwick-
lung und Erziehung übernehmen. Die Mutter und der Vater sollen dabei gleichbe-
handelt werden (Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [Elterliche Sorge] vom 16. November 2911, BBl 2011, S. 9092). Allerdings 
erhalten unverheiratete Eltern die gemeinsame elterliche Sorge nicht automatisch 
durch die Anerkennung des Kindes durch den Vater. Vielmehr ist zusätzlich eine 
gemeinsame Erklärung der Eltern (vgl. Art. 298a ZGB) oder ein Entscheid der 
Kindesschutzbehörde (vgl. Art. 298b ZGB) notwendig. Es entsprach der Intention 
des Gesetzgebers, die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall einzuführen, 
während die alleinige elterliche Sorge die Ausnahme bleiben soll (vgl. Peter Breit-
schmid, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privat-

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recht, 3. Aufl., Zürich 2016, N 1 ff. zu Art. 298a-d ZGB). Ist die Erklärung betref-
fend die gemeinsame elterliche Sorge von der Mutter nicht erhältlich, so kann sich 
der Vater an die KESB wenden (Art. 298b Abs. 1 ZGB), wie dies im vorliegenden 
Fall geschehen ist. Die Behörde hat die gemeinsame elterliche Sorge zu verfügen, 
sofern nicht zur Wahrung des Kindeswohls an der alleinigen elterlichen Sorge der 
Mutter festzuhalten oder die alleinige elterliche Sorge dem Vater zu übertragen ist 
(Art. 298b Abs. 2 ZGB). Aufgrund der bundesrätlichen Botschaft und den Äusse-
rungen im Parlament war zunächst unklar, ob die gemeinsame elterliche Sorge 
nur verweigert werden darf, wenn zugleich ein Grund für deren Entziehung im 
Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZGB (Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Ortsabwe-
senheit, Gewalttätigkeit oder Ähnliches) gegeben ist. Oder ob man im Rahmen 
von Art. 298 und Art. 298b ZGB einen eigenständigen Begriff des Kindeswohls 
entwickeln kann, der eine Alleinzuteilung der elterlichen Sorge auch in Fällen er-
laubt, die noch keinen behördlichen Eingriff nötig gemacht hätten. Das Bundesge-
richt hat diese Frage zwischenzeitlich in seinem Entscheid BGE 141 III 472 = 
FamPra.ch 2015, 960 geklärt und seine Rechtsprechung in der Folge mehrfach 
bestätigt (vgl. BGE 142 III 197; Urteile des Bundesgerichts 5A_292/2016 vom 
21. November 2016; 5A_22/2016 vom 2. September 2016; 5A_81/2016 vom 
2. Mai 2016). In Übereinstimmung mit der Lehre hat es sich für letztere Variante 
entschieden. Für die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge gemäss Art. 298 ff. ZGB 
gelten daher nicht dieselben Voraussetzungen wie für den gestützt auf Art. 311 
ZGB als Kindesschutzmassnahme verfügten Entzug des Sorgerechts. Das Bun-
desgericht hat hierzu verschiedene Beurteilungskriterien entwickelt. Beispielswei-
se kann auch ein schwerwiegender elterlicher Dauerkonflikt oder die anhaltende 
Kommunikationsunfähigkeit eine Alleinzuteilung des Sorgerechts gebieten, wenn 
sich der Mangel negativ auf das Kindeswohl auswirkt und von einer Alleinzuteilung 
eine Verbesserung erwartet werden kann (BGE 141 III 472 E. 4.6; vgl. auch Felix 
Schöbi, Aktuelle Herausforderungen für das Bundesgericht – Die gemeinsame 
elterliche Sorge, in: Fankhauser/Büchler, Neunte Schweizer Familienrechtstage, 
Bd. 25, S. 60; Thomas Geiser, Wann ist Alleinsorge anzuordnen und wie ist diese 
zu regeln?, in: ZKE 3/2015, S. 239 f.). Erforderlich ist aber in jedem Fall eine Er-
heblichkeit und Chronizität des Konflikts oder der gestörten Kommunikation. Punk-
tuelle Auseinandersetzungen oder Meinungsverschiedenheiten, wie sie in allen 
Familien vorkommen und insbesondere mit einer Trennung oder Scheidung ein-
hergehen können, dürfen angesichts des mit der Gesetzesnovelle klarerweise an-
gestrebten Paradigmenwechsels nicht Anlass für eine Alleinzuteilung der elterli-
chen Sorge sein. Bei einem schwerwiegenden, aber singulären Konflikt sei im 
Sinne der Subsidiarität zu prüfen, ob nicht ein richterlicher Entscheid über einzelne 

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Inhalte des Sorgerechts bzw. eine richterliche Alleinzuweisung spezifischer Ent-
scheidungsbefugnisse in den betreffenden Angelegenheiten ausreiche, um Abhilfe 
zu schaffen. Die Alleinzuteilung des elterlichen Sorgerechts müsse eine eng be-
grenzte Ausnahme bleiben (BGE 141 III 472 E. 4.7). Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ist für eine sinnvolle Ausübung des Sorgerechts in der Regel der 
persönliche Kontakt zum Kind unabdingbar. So sei es nur schwer vorstellbar, dass 
ein Sorgerechtsinhaber pflichtgemäss Entscheidungen zum Wohl des Kindes tref-
fen kann, wenn über lange Zeit kein irgendwie gearteter Austausch zwischen ihm 
und dem Kind stattfindet bzw. stattgefunden hat. Für die Ausübung des gemein-
samen Sorgerechts ist es schliesslich erforderlich, dass die Eltern in Bezug auf die 
grundsätzlichen Kinderbelange ein Mindestmass an Übereinstimmung aufweisen 
und wenigstens im Ansatz einvernehmlich handeln können. Ist dies nicht der Fall, 
führt ein gemeinsames Sorgerecht fast zwangsläufig zu einer Belastung de Kin-
des, welche anwächst, sobald dieses das fehlende Einvernehmen der Eltern 
selbst wahrnehmen kann (BGE 142 III 197 E. 3.5). Das gemeinsame elterliche 
Sorgerecht würde zur inhaltslosen Hülse werden, wenn ein Zusammenwirken 
nicht möglich ist, und es liegt in aller Regel nicht im Kindeswohl, wenn die Kindes-
schutzbehörde oder gar der Richter andauernd die Entscheidungen treffen muss, 
für welche es bei gemeinsamer Sorge der elterlichen Einigung bedarf (BGE 141 III 
472 E. 4.6). Die Abweichung vom Grundsatz der gemeinsamen elterlichen Sorge 
setzt ferner voraus, dass Aussicht darauf besteht, mit der Zuteilung der elterlichen 
Sorge an einen Elternteil allein eine Entlastung der Situation herbeizuführen. Das 
Bundesgericht hat klargestellt, dass diese Voraussetzung nicht nur in jenen Fällen 
gilt, in denen darüber zu befinden ist, ob die bisher gemeinsam ausgeübte elterli-
che Sorge durch ein alleiniges Sorgerecht zu ersetzen ist, weil die Alleinzuteilung 
eine Verbesserung der Lage verspricht. Auch in der gegenteiligen Konstellation, 
da sich der Streit um einen Wechsel von der Alleinsorge eines Elternteils zur ge-
meinsamen Sorge dreht, ist einem Elternteil das alleinige Sorgerecht nur zu be-
lassen, wenn damit eine befürchtete Verschlechterung für das Kind abgewendet 
werden oder aber zumindest gelindert werden kann. Damit ist zwangsläufig eine 
Prognose darüber verbunden, wie sich das Verhältnis zwischen den Eltern entwi-
ckeln wird. Allein die Befürchtung, dass sich der verlangte Wechsel zur gemein-
samen elterlichen Sorge zu Lasten des Kindeswohls auswirken werde, genügt 
freilich nicht. Vielmehr müssen der Wahrscheinlichkeitsaussage über die künftige 
Entwicklung konkrete Anhaltspunkte zugrunde liegen, die aktenmässig erstellt 
sind. Mit anderen Worten muss aufgrund einer tatsachenbasierten Sachver-
haltsprognose geprüft werden, ob der Wechsel zum gemeinsamen Sorgerecht 

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eine erhebliche Beeinträchtigung des Kindeswohls befürchten lässt (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_22/2016 vom 2. September 2016 E. 4.2. m.w.H.). 

5.3. Aufgrund des Gesagten bedarf es einleitend einer Klarstellung. In Erwä-
gung II./1. des angefochtenen Entscheides führt die KESB aus, dass sich der 
Massstab, den sie ihrem Entscheid zugrunde legen müsse, mit jenem von 
Art. 311 ZGB decke, demnach ein Grund für die Entziehung der elterlichen Sorge 
nach Art. 311 Abs. 1 ZGB vorliegen müsse. Wie dargelegt, definiert das Bundes-
gericht den Begriff im Zusammenhang mit Art. 298 ZGB bzw. Art. 298b ZGB ab-
weichend, so dass eine Alleinzuteilung der elterlichen Sorge auch in den Fällen 
möglich ist, in denen ein behördliches Einschreiten noch nicht angezeigt wäre. Mit 
anderen Worten ist zur Verweigerung der gemeinsamen elterlichen Sorge ein tie-
ferer Massstab anzusetzen als für ein gestützt auf Art. 311 ZGB erfolgter Entzug 
desselben. 

5.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass zwischen ihr und dem Kindsvater 
ein erheblicher Dauerkonflikt bestehe. Es gebe immer wieder lautstarke Ausein-
andersetzungen. Der Kindsvater sei ihr gegenüber wiederholt beleidigend und 
jähzornig geworden. Der Konflikt habe zur Folge, dass eine Kommunikation un-
möglich geworden sei. Die Eltern könnten in den unterschiedlichsten Belangen 
keine Einigkeit erzielen. So würden sie sich über die Regelung des Sorgerechts, 
die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs und auch über die Kostentragung 
medizinischer Behandlungen streiten. Auch in Erziehungsfragen seien sie unter-
schiedlicher Auffassung, befürworte der Vater doch körperliche Züchtigung, was 
sie a priori ablehne. Eine tragfähige Lösung könne so nicht erzielt werden. Der 
Konflikt sei für A._____ belastend, was sich aus dem Gutachten von pract. med. 
C._____ ergeben würde. Die Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge werde 
lediglich zu einer Akzentuierung des bestehenden Konfliktes führen. Dem Kinds-
vater gehe es nur darum, sie zu überwachen. Der Kindsvater kümmere sich nicht 
ernstlich um seinen Sohn. So habe er kein Interesse daran, seinen Sohn zu besu-
chen. 

5.5.1. Wie erwähnt, ist für die Beurteilung der Frage, ob von der nunmehr zur Re-
gel gewordenen gemeinsamen elterlichen Sorge abgewichen werden kann, von 
entscheidender Bedeutung, ob zwischen den Eltern ein erheblicher und weitrei-
chender Dauerkonflikt besteht oder aufgrund einer Nullkommunikation es den El-
tern verwehrt ist, gemeinsame Entscheide betreffend Aspekte der elterlichen Sor-
ge zu treffen, so dass im Ergebnis das Wohl des Kindes ernstlich gefährdet er-
scheint. 

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5.5.2. Das Verhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerde-
gegner ist getrübt, von Spannungen begleitet und durch das Misstrauen der 
Kindsmutter gegenüber dem Kindsvater geprägt. Dies ergibt sich klar aus den Ak-
ten. Dennoch ist nicht von einem chronischen Dauerkonflikt bzw. von einer Kom-
munikationsblockade auf der Elternebene zu sprechen, was sich aus den nachfol-
genden Erwägungen ergibt. 

Der bisherige Verlauf zeigt, dass zwischen den Eltern zumindest über Dritte, na-
mentlich die KESB bzw. die KJBE, eine minimale Kommunikation garantiert wer-
den konnte. Eine solche über Dritte erfolgte Kommunikation erachtet das Bundes-
gericht als genügend, betrachtet es doch eine persönliche Kommunikation zwi-
schen den Eltern nicht als notwendig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_345/2016 
vom 17. November 2016 E. 5). Jedenfalls ist aber auch eine gewisse Bereitschaft 
der Eltern zur persönlichen Kommunikation erkennbar, was beispielsweise aus der 
von der Kindsmutter an den Kindsvater gesandten Whatsapp-Nachricht bzw. ihrer 
Aussage (KESB act. 10), die Kommunikation untereinander sei schwierig, hervor-
geht (letztere Aussage lässt sich nur dahingehend deuten, als in der Tat eine ge-
wisse Kommunikation stattgefunden hat). Schliesslich lässt sich durchaus auch 
eine gewisse Entspannung und Verbesserung der Kommunikationssituation er-
kennen. Dies insoweit, als die im Wesentlichen über die KESB bzw. KJBE geführ-
te Korrespondenz nunmehr im direkten Austausch zwischen den Eltern erfolgen 
soll. So teilte die Kindsmutter der KESB mit Email vom 24. Juni 2018 etwa mit: 
"[…]ich werde was den Umgang angeht mich mit Herr Y._____ selber in Verbin-
dung setzen. […]" (vgl. KESB act. 60). Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hat sie 
die KESB darum ersucht, ihr die Emailadresse des Kindsvaters zukommen zu las-
sen, damit sie diesen über Entscheide in wichtigen Angelegenheiten direkt infor-
mieren könne (KESB act. 58). Gegen einen erheblichen Dauerkonflikt spricht im 
Übrigen auch die Forderung der Kindsmutter, die Besuchstage bei ihr zu Hause 
und in ihrem Beisein stattfinden zu lassen, was der Kindsvater denn auch – bereits 
vor Einleitung des Abklärungsverfahrens durch die KESB – wenige Male wahr-
nahm (vgl. KESB act. 51). Im Falle eines wie von der Kindsmutter behaupteten 
Konflikts wäre ein solcher Vorschlag nicht nachvollziehbar. 

Aus den Gesamtumständen zeigt sich vielmehr, dass sich der vor allem von der 
Kindsmutter initiierte Konflikt in der Hauptsache auf die Aspekte der Ausgestaltung 
des Besuchsrechts sowie die Zuteilung der elterlichen Sorge beschränkt und nicht 
grundsätzlicher Natur ist. Partielle Meinungsverschiedenheiten genügen indes 
nicht, von der gemeinsamen elterlichen Sorgerechtszuteilung abzusehen (vgl. 
E. 5.2. und nachfolgend E. 5.6.3.). Auch ist unter diesen Gegebenheiten immerhin 

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von einer zumindest minimalen Kommunikationsfähigkeit der Eltern in den wesent-
lichen ihr Kind A._____ betreffenden Entscheidungen auszugehen. Dies bedeutet 
nun nicht, dass es automatisch ohne Diskussionen zu einvernehmlichen Entschei-
dungen kommen dürfte, was aber in der Natur der Sache begründet ist. Augen-
scheinlich ergeben sich aber, wie aus nachfolgenden Gründen ersichtlich wird, 
keine Anhaltspunkte dafür, dass ein grundlegender Konflikt zwischen den Eltern 
jegliche Kompromissfähigkeit von Beginn an ausschliessen würde und damit – 
infolge Verschleppungsgefahr wichtiger Entscheidungen – das Wohl von A._____ 
gefährdet wäre. 

5.5.3. Daran ändert auch das Vorbringen der Kindsmutter nichts. Weshalb die 
strittige Rechnung des Osteopathen nicht bezahlt wurde, hat der Kindsvater plau-
sibel dargelegt. Die Kosten seien nur angefallen, weil die Krankenkasse infolge 
eines durch die Kindsmutter verursachten Zahlungsrückstandes einen Leistungs-
stopp auf Zusatzversicherungen verfügt habe. Er wolle nicht für Säumnisse der 
Kindsmutter bezahlen müssen (vgl. hierzu die Ausführungen in act. A.3, Ziff. 
III./3.1 N 14). Der Schluss der Kindsmutter, der Kindsvater würde Entscheidungen 
in medizinischen Belangen grundsätzlich blockieren, lässt sich daraus nicht zie-
hen. Überdies gilt es diesbezüglich festzuhalten, dass die besagte Rechnung nicht 
einen Entscheid über die medizinischen Belange von A._____ im engeren Sinn 
betrifft, sondern lediglich die Bezahlung einer bereits erfolgten medizinischen Be-
handlung, und ist folglich eher im Unterhaltsthema und weniger als Teil der elterli-
chen Sorge zu verstehen. Bezüglich solcher Kostenbeteiligungen gilt es darauf 
hinzuweisen, dass zwischen der Kindsmutter und dem Kindsvater nunmehr eine 
klare Vereinbarung besteht (KESB act. 4.1). 

Die Behauptung, der Kindsvater habe sich ihr gegenüber jähzornig verhalten, ist 
weder belegt noch aktenkundig. Anhaltspunkte fehlen gänzlich. Aus den BBT-
Berichten der KJBE geht vielmehr hervor, dass es die Kindsmutter sei, die ge-
genüber dem Kindsvater forsch auftrete, ihm dreinrede und ihm Anweisungen im 
Umgang mit dem Sohn erteile, der Kindsvater demgegenüber ruhig und gelassen 
bleibe (KESB act. 25, 29 und 39). 

Auch aus der Behauptung, der Kindsvater habe es unterlassen, auf Anweisung 
der Kindsmutter Abklärungen hinsichtlich einer möglichen erblichen Erkrankung 
von A._____ (Herzfehler) bei seiner leiblichen Mutter zu tätigen, kann die Kinds-
mutter nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zwar hat sich der Kindsvater einen 
Bärendienst erwiesen, indem er der ihm ohnehin schon misstrauenden Kindsmut-
ter keine ehrliche Antwort gab. Die Situation zeigt aber auch, dass zwischen der 

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Kindsmutter und dem Kindsvater in grundlegenden Belangen ihres Sohnes eine – 
zumindest rudimentäre – Kommunikation im Interesse des Kindes stattfinden 
kann. So klärte der Kindsvater die Situation hinsichtlich der Vererbbarkeit des 
Herzfehlers – wenn auch nicht entsprechend der Anweisungen der Kindsmutter – 
so doch immerhin im Interesse des Kindes ab (vgl. act. A.3, Ziff. III./3.2., S.7, 
N 15). 

Ferner lässt sich auch die pauschale Behauptung, die Eltern würden in Erzie-
hungsfragen diametral entgegenstehende Meinungen vertreten, der Vater gar kör-
perliche Züchtigung gutheissen, nicht ansatzweise aus den Akten erstellen. Hierfür 
bestehen keinerlei Anhaltspunkte. So beschreiben denn auch die Betreuungsper-
sonen der KJBE, der Kindsvater verhalte sich – trotz ständiger Einmischung durch 
die Kindsmutter – ruhig und kümmere sich gut um A._____ (KESB act. 25). Eben-
so wenig bestehen Anhaltspunkte dafür, dass auf Seiten des Kindsvaters eine 
akute, dem Kindeswohl und damit gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenste-
hende Suchtproblematik bestehen würde. Zwar gibt der Kindsvater zu, selten, und 
wenn, dann nur an Wochenenden, zu kiffen (KESB act. 12). Mehr könne er sich 
aufgrund seines Berufes, für dessen Ausübung er auf einen Führerschein ange-
wiesen sei, nicht erlauben. Von einer ausgeprägten Suchtproblematik kann folglich 
nicht gesprochen werden (vgl. hierzu E. 4.3.3.). Dies wird auch durch die Tatsache 
erhärtet, dass weder seitens der KESB, noch der Betreuungspersonen der KJBE, 
die unmittelbar mit dem Kindsvater verkehrten, entsprechende Verdachtsmomente 
geäussert wurden, so dass die KESB ohne weiteres den plausiblen Ausführungen 
des Kindsvaters folgen konnte, welcher nota bene stets für einen Drogentest ver-
fügbar gewesen wäre. 

Der pauschale Vorwurf der Beschwerdeführerin, der Kindsvater interessiere und 
kümmere sich nicht um seinen Sohn, verfängt nicht. Die Akten entkräften diesen 
Vorwurf. So geht aus diesen hervor, dass der Kindsvater sehr wohl an einem Kon-
taktaufbau zu seinem Sohn interessiert war bzw. ist und mit diesem in Interaktion 
treten möchte. Dies zeigt sich schon daran, dass er einer über begleitete Besuchs-
tage bei der KJBE zu erfolgenden Annäherung ohne Vorbehalt sofort zustimmte 
(vgl. KESB act. 8) und diese BBT auch ernstlich in Anspruch nahm bzw. nehmen 
wollte. Dass er seinen Sohn dennoch nur wenige Male gesehen hat, liegt vielmehr 
im Verhalten der Beschwerdeführerin begründet, welche die Termine platzen liess 
oder aber verschoben hatte und sie – entgegen der Vereinbarung – nur unter ihrer 
Aufsicht durchführen wollte. Nunmehr verlangt sie gar, dass die Besuche nur noch 
bei ihr zuhause in ihrem Beisein durchgeführt werden.

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Die Kindsmutter führt weiter aus, der Kindsvater wolle die gemeinsame elterliche 
Sorge nur dazu nutzen, um sie zu kontrollieren und ihr zu schaden (vgl. act. A.1, 
Ziff. 13, D. 9). Diese Äusserung lässt auf die wohl bestehende Grundproblematik 
blicken. So scheint ein tiefgreifendes Misstrauen der Kindsmutter gegenüber dem 
Kindsvater (welches sie an mehreren Stellen denn auch selbst erwähnt [KESB 
act. 5; act. 8, S. 1; act. 10, S. 2]) wesentlich dazu beizutragen, dass die Mutter das 
Sorgerecht nicht gemeinsam mit ihm ausüben möchte. Woher dieses Misstrauen 
kommt, ist für die Beschwerdeinstanz nicht eruierbar. Zumindest ergeben sich aus 
den Akten keine entsprechenden Hinweise dafür, dass der Kindsvater das Sorge-
recht gegen die Kindsmutter nutzen würde. Aus den Akten lässt sich viel eher ent-
nehmen, dass der Vater sich auf seinen Sohn konzentriert und auf dessen Be-
dürfnisse eingehen kann, ohne ein schlechtes Wort über die Kindsmutter zu verlie-
ren (vgl. KESB act. 12; act. 20 und act. 27), dies obschon er angesichts des for-
schen, tadelnden und kontrollierenden Verhaltens der Kindsmutter anlässlich der 
begleiteten Besuchstagen wohl genügend Grund gehabt hätte, emotional zu re-
agieren (KESB act. 20; act. 29; act. 30). Stattdessen hält er gegenüber der KESB 
gar fest, dass er die Kindsmutter für eine gute Mutter halte (vgl. KESB act. 12). Ein 
solches Verhalten des Kindsvaters widerlegt die haltlose Behauptung der Kinds-
mutter, er wolle ihr mit dem gemeinsamen Sorgerecht schaden. 

5.5.4. Angesichts des vorstehend Ausgeführten ist der bestehende Konflikt nicht 
geradezu chronisch. Der Elternkonflikt ist damit nicht so stark, dass allein darin ein 
Grund für die (ausnahmsweise) Beibehaltung des alleinigen Sorgerechts liegen 
würde. Auch bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass eine vollständige Kommu-
nikation- bzw. Kooperationsunfähigkeit zwischen den Eltern besteht, die wichtige 
Entscheide betreffend Kinderbelange verschleppen bzw. verunmöglichen würden. 
Hierbei gilt zu beachten, dass durch die Einsetzung einer Beiständin (vgl. 
E. 7.1. ff.) nunmehr eine unabhängige Drittperson mit im Boot sitzt, welche in all-
fälligen Pattsituationen vermittelnd eingreifen kann – auch wenn diese Aufgabe 
nicht zu deren Kernaufgabe gehört. Dass der Kindsvater nicht in der Lage wäre, 
wichtige Entscheide für seinen Sohn zu treffen, lässt sich nicht erstellen. Eine ir-
gendwie geartete Gefährdung des Wohls von A._____ durch die gemeinsame el-
terliche Sorge ist damit nicht ersichtlich. Der angefochtene Entscheid ist folglich 
hinsichtlich der Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge (Dispositivziffer 1) 
nicht zu beanstanden und zu schützen. 

6.1. Die Kindsmutter erachtet die in Dispositivziffer 4. des angefochtenen Ent-
scheids verfügte Weisung von begleiteten Besuchstagen in den Räumlichkeiten 
der KJBE in O.3_____ als eine erhebliche Belastung für A._____ und für sich 

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selbst. Die zweimal monatlich durchzuführenden Besuche würden das Kindeswohl 
erheblich gefährden. Die Besuchstage würden nur einen kurzen Kontakt zum 
Kindsvater ermöglichen. Angesichts der nicht vorhandenen Beziehung zu diesem 
stünden die Kontakte in keiner Relation zum Fahrweg. Die Besuche könnten auch 
in ihren Wohnräumlichkeiten durchgeführt werden. 

6.2. Dem ist nicht zuzustimmen. Persönlicher Verkehr umschreibt die Kontakte 
zwischen Eltern ohne elterliche Sorge oder Obhut und dem Kind (Art. 273 
Abs. 1 ZGB). Dabei handelt es sich um ein unverzichtbares und unübertragbares 
Recht der Eltern und des Kindes um ihrer Persönlichkeit willen. Zweck des per-
sönlichen Verkehrs ist die Aufrechterhaltung der Beziehung zwischen dem nicht 
obhutsberechtigten Elternteil und dem Kind, ausgehend vom Grundbedürfnis von 
sich nahestehenden Personen, regelmässige Kontakte pflegen zu können, und 
der Erkenntnis, dass es für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes förderlich 
ist, wenn es zu Vater und Mutter regelmässige Kontakte pflegen und eine trag-
fähige Beziehung aufbauen kann. Durch die Kontakte kann auch einer in der 
Phantasie des Kindes stattfindenden Idealisierung oder Dämonisierung des be-
suchsberechtigten Elternteils entgegengewirkt werden (Urs Gloor/Barbara Um-
bricht Lukas, Betreuung und persönlicher Verkehr, in: Fountoulakis et al. [Hrsg.], 
Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, N 14.12). Oberste Richt-
schnur bei der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs ist das Wohl des Kindes. 
Die Interessen und Bedürfnisse der Eltern sind zweitrangig (Urteil des Bundesge-
richts 5A_46/2015 vom 26. Mai 2015). Vorliegend ist das Besuchsrecht gemäss 
Dispositivziffer 3. dem Grundsatz nach unbestritten und nicht angefochten. Statt-
dessen sind die Modalitäten des Besuchsrechts, namentlich der Besuchsort, strit-
tig. Der Besuchsort ist stets im konkreten Einzelfall zu bestimmen. In der Regel ist 
dies der Wohn- oder Aufenthaltsort bzw. die Umgebung des besuchsberechtigten 
Elternteils. Der Wohnort des obhutsberechtigten Elternteils kommt nur in begrün-
deten Ausnahmefällen in Frage. Als problematisch erweist sich dabei die Tatsa-
che, dass die Wohnung des sorge- bzw. obhutsberechtigten Elternteils mit zu-
nehmender Dauer der Trennung zur unantastbaren Privatsphäre wird, in deren 
Bereich die Umsetzung "fremder" Vorgaben schwieriger sein dürfte (vgl. zum 
Ganzen Urs Gloor/Barbara Umbricht Lukas, a.a.O., N 14.18). So dürfte es der 
Kindsmutter noch schwieriger fallen, den Kindsvater mit dem gemeinsamen Kind 
in ihrer Wohnung alleine und in Ruhe interagieren zu lassen. Aufgrund des bishe-
rigen Verhaltens der Kindsmutter im Rahmen der "freiwilligen" begleiteten Be-
suchstagen in der KJBE ist viel eher davon auszugehen, dass sie dabei anwesend 
sein möchte und die Interaktion des Vaters mit dem Sohn empfindlich stören dürf-

21 / 29

te (vgl. E. 5.6.2. f.). Indes ist gerade eine freier Umgang zwischen dem Kindsvater 
und dem Sohn für eine gesunde Entwicklung des Kindes und zum Aufbau einer 
tragfähigen, unbelasteten Beziehung zum Vater von grundlegender Bedeutung. 
Angesichts der Zustimmung des Kindsvaters, die Besuche vorläufig im Rahmen 
begleiteter Besuchstage unter Aufsicht von fachlich geschultem Personal bei der 
KJBE (als einzige Institution zur Durchführung begleiteter Besuchstage in der Re-
gion) durchzuführen, ist der Entscheid der KESB in diesem Punkt nicht zu bean-
standen. Diese Regelung ist mit dem Wohl von A._____ vereinbar. Dies umso 
mehr, als dadurch eine (kontrollierte) Angewöhnung des Sohnes an seinen Vater 
unter der "Aufsicht" von fachlich geschultem Personal ermöglicht wird. Der Weg 
nach O.3_____ kann A._____ ohne weiteres zugemutet werden, zumal sich die 
Kindsmutter entsprechend organisieren kann. Gemäss eigener Aussage verfügt 
ihre Mutter, die eine gute Beziehung zu A._____ unterhält und sich offenbar auch 
während der arbeitsbedingten Absenzen der Kindsmutter um A._____ kümmert, 
über ein eigenes Fahrzeug. Mit diesem könnte die Strecke in ca. 1 Stunde bewäl-
tigt werden. Aber auch eine Zugfahrt von minimal 1 Stunde und 24 Minuten bzw. 
maximal 1 Stunde und 45 Minuten zweimal monatlich erweist sich angesichts der 
Gesamtumstände zumutbar. Das ärztliche Zeugnis, wonach eine Reisezeit von 
rund einer Stunde und 20 Minuten für A._____ nicht zumutbar sowie kindeswohl-
gefährdend sein soll, ist offensichtlich unbegründet. Einerseits hat die Kinderärztin 
A._____ nur einmal kurz nach dem Umzug von O.3_____ nach O.2_____ unter-
sucht und sich dabei ausschliesslich auf Aussagen der Kindsmutter gestützt. Das 
angeblich problematische Verhalten von A._____ lässt sich angesichts des mehr 
als 4 Monate zurückliegenden letzten BBT kaum in Verbindung mit diesem brin-
gen, zumal zum damaligen Zeitpunkt aufgrund des Wohnsitzes in O.3_____ keine 
Reisezeit resultierte (vgl. zum Zeugnis insbesondere die Ausführungen in E. 4.3.3. 
und E. 4.3.5.). 

7.1. Die KESB erwog, dass ein regelmässiger Kontakt zu beiden Elternteilen 
von zentraler Bedeutung für die Entwicklung von A._____ sei und seiner Identi-
tätsfindung diene. Es sei unerlässlich, dass A._____ die Möglichkeit erhalte, Kon-
takt zu seinem Vater aufzubauen. Weil aufgrund der Verweigerungshaltung der 
Mutter ab März 2018 ein Kontakt auch im Rahmen der BBT nicht mehr habe 
durchgeführt werden können, künftig aber regelmässige Kontakte stattfinden sol-
len, damit er langfristig einen spannungsfreien Kontakt zu ihm pflegen könne, sei 
die Errichtung einer Beistandschaft notwendig (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB). Auf 
freiwilliger Basis sei eine Lösung nicht erzielbar. 

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7.2. Die Kindsmutter rügt, die Errichtung einer Beistandschaft sei weder verhält-
nismässig noch entspreche deren Anordnung dem Subsidiaritätsprinzip. Sie sei in 
der Lage, A._____ eine kindswohladäquate Erziehung zu ermöglichen. Sie bedür-
fe keiner Unterstützung in Erziehungsbelangen, was schon daraus hervorgehe, 
dass es nie zu Vorkommnissen in Bezug auf ihre älteste Tochter gekommen sei. 
Zudem sei die Einsetzung eines Erziehungsbeistandes für A._____ belastend. 
Durch die Erziehungsbeistandschaft trete eine weitere Bezugsperson ins Leben 
von A._____, welche nicht bloss eine Aufsicht ausübe, sondern eine aktive Rolle 
übernehme. Dies sei für A._____ belastend, weil sich die Verhältnisse erneut än-
dern würden. Dies gehe aus dem ärztlichen Zeugnis hervor. 

7.3. Wo es die Verhältnisse erfordern, ernennt die Kindesschutzbehörde dem 
Kind einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat 
unterstützt (Art. 308 Abs. 1 ZGB). Angesprochen ist damit in erster Linie eine all-
gemeine Betreuungstätigkeit, welche die Eltern allerdings auch befähigen soll, 
soweit wie möglich selber tätig zu bleiben. Die Aufgabe erschöpft sich aber nicht in 
der Hilfestellung an die Eltern. Über den Wortlaut hinaus ist die Beistandsperson 
auch Stütze und Anlaufstelle für das Kind (vgl. Yvo Biderbost, in: Breit-
schmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., Zürich 
2016, N 11 zu Art. 308 ZGB). Dem Beistand kommen selbständige Kompetenzen 
zu. Es handelt sich um aktive Hilfe und Einflussnahme und es stehen ihm einer-
seits Zugangs-, Einblicks- und Informationsrechte, und andererseits Vermittlungs-, 
Empfehlungs- und Anleitungsbefugnisse zu (vgl. Yvo Biderbost, a.a.O., N 12 zu 
Art. 308 ZGB; Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 11 zu Art. 308 ZGB). 
Diese Massnahme geht insofern weiter als die blosse Erziehungsaufsicht im Sinne 
von Art. 307 Abs. 3 ZGB. Sodann kann die KESB gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB 
dem Beistand besondere Befugnisse übertragen. Im Zusammenhang mit Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB spricht das Gesetz undifferenziert von Beistandschaft. Beide 
Massnahmen werden üblicherweise als "Erziehungsbeistandschaft" bezeichnet. 
Diese Bezeichnung mag zwar ohne weiteres auf die Vorkehren nach Abs. 1 pas-
sen. Bei isolierter Anwendung von Art. 308 Abs. 2 ZGB passt der Begriff indessen 
inhaltlich häufig nicht mehr uneingeschränkt (vgl. KOKES-Praxisanleitung Kindes-
schutzrecht, Zürich 2017, Rz. 2.46). Vorkehren nach Abs. 1 und 2 sind daher als 
zwei unterschiedliche Massnahmen zu qualifizieren. Der Zweck der Massnahme 
nach Abs. 2 (Beistandschaft mit besonderen Befugnissen) liegt dabei entweder in 
der (punktuellen) Vertretung des Kindes oder aber in der Vermittlung von Lösun-
gen im Zusammenhang mit der innerfamiliärer Beziehungsgestaltung, namentlich 

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des persönlichen Verkehrs, oder in einer Interessenwahrung des Kindes durch 
Überwachung des persönlichen Verkehrs (vgl. Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, 
a.a.O., N 12 zu Art. 308 ZGB). Werden dem Beistand besondere Befugnisse über-
tragen, ist der Inhalt des Auftrags von der anordnenden Stelle präzise festzulegen 
(Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
6. Aufl., Basel 2014, N 6 zu Art. 308 ZGB). Je nach Sachlage lassen sich die Bei-
standschaften nach Abs. 1 und 2 kombinieren oder isoliert anwenden, was nicht 
zwangsläufig jede allgemeine Begleitungstätigkeit des Beistandes ausschliesst 
(KOKES-Praxisanleitung Kindesschutzrecht, a.a.O., Rz. 2.54). 

Als klassische Massnahme(n) des Kindesschutzes können die Erziehungsbei-
standschaft nach Abs. 1 bzw. die Beistandschaft mit besonderen Befugnissen 
nach Abs. 2 ZGB stets nur dann angeordnet werden, wenn das Wohl des Kindes 
gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen (Art. 307 
Abs. 1 ZGB). Zu beachten sind weiter das unmittelbar aus Art. 36 Abs. 3 BV flies-
sende Subsidiaritäts-, das Komplementaritäts- und das Verhältnismässigkeitsprin-
zip. Kindesschutzmassnahmen orientieren sich stets am Wohl des Kindes und 
sind in die Zukunft gerichtet (Art. 307 Abs. 1 ZGB; Urteile 5A_200/2015 vom 22. 
September 2015 E. 7.2.2, in: FamPra.ch 2016 S. 302; 5A_995/2014 vom 16. April 
2015 E. 6.3). Kindesschutz verlangt daher ein vorausschauendes Handeln der 
Behörden. Diese sind gehalten, zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit gezielten 
Massnahmen möglichst präventiv die festgestellte Kindeswohlgefährdung abzu-
wenden (Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, a.a.O., N. 260 Vorbem. zu Art. 307-327c 
ZGB; Peter Breitschmid, a.a.O., N. 5 zu Art. 307 ZGB). Dies ändert freilich nichts 
daran, dass eine Massnahme den erwähnten Voraussetzungen entsprechen 
muss. 

7.4. In der angefochtenen Dispositivziffer 6.a. wird der Beistandsperson die Auf-
gabe bzw. Kompetenz übertragen, die Eltern und A._____ im Rahmen der (allge-
meinen) Erziehungsbeistandschaft (Art. 308 Abs. 1 ZGB) angemessen zu beraten 
und zu unterstützen. Als Begründung findet sich hierzu lediglich in Erwägung II/5. 
der Hinweis, dass inskünftig im Rahmen der gemeinsamen elterlichen Sorge auch 
in Erziehungsfragen Themen anstehen würden, über welche sich die Eltern zu 
verständigen haben, weshalb es auch in diesem Bereich einer Unterstützung be-
dürfe. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Wie bereits im Zusam-
menhang mit der Zuteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge ausgeführt, beste-
hen keine Anhaltpunkte dafür, dass die Eltern in der Zukunft wichtige Entscheide 
betreffend ihren Sohn nicht gemeinsam treffen könnten, zumal eine zumindest 
rudimentäre Kommunikation zwischen den Eltern stattfindet und sich der bisherige 

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Konflikt in der Hauptsache auf das Besuchsrecht und die Erteilung der gemeinsa-
men elterlichen Sorge beschränkte (vgl. E. 5.6.2. ff.). Schliesslich besteht – man-
gels Referenzsituationen – keine Grundlage, die künftige Entwicklung genügend 
genau abschätzen zu können. Es widerspricht aber dem Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit, wenn eine Massnahme wie der vorliegenden auf Vorrat zu einem 
Zeitpunkt angeordnet wird, in dem sie (noch) nicht notwendig ist (Kurt Affolter-
Fringeli/Urs Vogel, a.a.O., N. 271 Vorbem. zu Art. 307-327c ZGB). Aufgrund des 
Gesagten erweist sich die Anordnung einer (allgemeinen) Erziehungsbeistand-
schaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB als unverhältnismässig und ist aufzuheben. Die 
Beschwerdeführerin ist aber darauf hinzuweisen, dass die KESB jederzeit ein 
neues Abklärungsverfahren eröffnen und eine Erziehungsbeistandschaft gemäss 
Art. 308 Abs. 1 ZGB ins Auge fassen kann, wenn sich herausstellen sollte, dass 
gewisse Verhaltensweisen der Mutter sich nicht nur negativ auf das Besuchsrecht 
des Vaters auswirken, sondern im weiteren Sinne das Kindeswohl von A._____ 
beeinträchtigen könnten (vgl. hierzu die äusserst bedenklichen Schreiben der 
Kindsmutter an die Kantonspolizei und die KESB vom 9. Oktober 2018, weiterge-
leitet an die Beschwerdeinstanz, act. E.2-4 und act. D.3; siehe auch das despek-
tierliche Email an die Kantonsregierung vom 19. Juli 2018 [KESB act. 68]).

7.5. Davon abweichend ist im vorliegenden Fall die Anordnung einer Beistand-
schaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB zu beurteilen. Im streitgegenständlichen Ent-
scheid wurden in Dispositivziffer 6.b. der Beistandsperson besondere Befugnisse 
erteilt, die alle im Zusammenhang mit der ebenfalls strittigen Besuchsrechtsausü-
bung stehen. So hat sie die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs 
zwischen A._____ und seinem Vater zu beraten und zu unterstützen (Ziff. 1.), im 
Konfliktfall im Rahmen der behördlichen Regelung über den persönlichen Verkehr 
konkrete Modalitäten zur Umsetzung festzulegen (Ziff. 2.), dem Vater auf Verlan-
gen Auskunft über die Entwicklung von A._____ zu erteilen (Ziff. 3.) und sämtli-
chen an der Betreuung und Förderung von A._____ Beteiligten als Ansprechper-
son zur Verfügung zu stehen (Ziff. 4.). 

Wie dargelegt ist ein konfliktfreier, ungestörter und tragfähiger Beziehungsaufbau 
zu seinem Vater für die Persönlichkeitsentwicklung von A._____ von grundlegen-
der Bedeutung (vgl. E. 6.1. ff.). Der Versuch, einen Kontaktaufbau zwischen 
A._____ und seinem Vater im Rahmen freiwilliger begleiteter Besuchstage bei der 
KJBE zu erreichen, ist aufgrund der Verweigerungshaltung der Mutter bislang ge-
scheitert. Durch die Errichtung einer mit den genannten Befugnissen ausgestatte-
ten Beistandschaft wird den Eltern eine dritte, unabhängige Fachperson zur Seite 
gestellt, welche die Durchführung der Kontakte überwachen und im Konfliktfall 

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unterstützend eingreifen kann, um bestmöglich den Kontakt- und Beziehungsauf-
bau zwischen Vater und Sohn zu ermöglichen. Andernfalls ist mit einem gänzli-
chen Unterbleiben des Beziehungs- und Kontaktaufbaus zu rechnen, was das 
Wohl von A._____ gefährden würde. Die Einsetzung einer Beistandsperson hat 
überdies den nützlichen Effekt, dass den Eltern ein zusätzlicher und neutraler 
Kommunikationskanal erschlossen wird, über welchen sie sich im Bedarfsfall aus-
tauschen können. Weil die Beistandschaft aber in erster Linie auf die Sicherstel-
lung der Durchführung der Besuchstage abzielt und entsprechend massgeschnei-
dert ist, die Beistandsperson damit nicht in Erziehungsfragen mitzuwirken hat, 
dürften die Auswirkungen für A._____ kaum spürbar sein. Angesichts dessen geht 
das Vorbringen fehl, durch die Beistandschaft würde eine neue Bezugsperson ins 
Leben von A._____ treten, welche die Verhältnisse massgeblich verändern würde. 
Die durch die Beistandschaft resultierenden Auswirkungen auf A._____ dürften 
sich angesichts der konkreten Ausgestaltung vor allem auf der Eltern-Ebene be-
schränken, sodass das Kindeswohl der Massnahme nicht entgegensteht. 

Mildere Massnahmen mit erwünschter Wirkung sind keine ersichtlich. Dies nicht 
zuletzt, weil aufgrund der bisherigen Verweigerungshaltung der Mutter eine Be-
suchsrechtsausübung auf freiwilliger Basis nicht erfolgte oder nur eingeschränkt 
möglich war. Damit sind auch die Verhältnismässigkeit und die Subsidiarität ge-
wahrt. 

Die angefochtene Dispositivziffer 6.b. (Beistand nach Art. 308 Abs. 2 ZGB) erweist 
sich somit als korrekt und ist zu schützen. 

8. Zu den übrigen gemäss Beschwerdeantrag Ziff. 1 angefochtenen Punkten 
finden sich keine entsprechenden Ausführungen, so dass auf diese nicht weiter 
einzugehen ist. 

9. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerde hinsichtlich 
der angefochtenen Dispositivziffer 6.a. mangels Bedarf an einer allgemeinen Er-
ziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB begründet ist. Die Beschwerde 
ist damit teilweise gutzuheissen und die Dispositivziffer 6.a. aufzuheben. Die übri-
gen Beschwerdeanträge sind abzuweisen. 

10.1. Grundsätzlich orientiert sich die Kostenverteilung nach den Regeln der ZPO 
(vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB), so dass diese von der unterliegenden Partei zu tra-
gen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden 
die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Abs. 2). Der Erfolg 
des Rechtsmittels misst sich danach, ob und in welchem Umfang als Folge des 

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Rechtmittelbegehrens zulasten der Gegenpartei eine Änderung des vorinstanzli-
chen Entscheides bewirkt wird (vgl. Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 3. Aufl., Basel 2017, N 5 zu Art. 106 ZPO). Das Gericht kann aber von den 
Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen vertei-
len, wenn andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem 
Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO). 
In casu ist die Beschwerdeführerin lediglich mit ihrem Antrag um Aufhebung von 
Dispositivziffer 6 (teilweise) durchgedrungen, indem deren lit. a (allgemeine Erzie-
hungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB) aufgehoben wurde. Die übrigen 
Anträge um Aufhebung der Dispositivziffern 1., 4., 5., 6. lit. b, 7., 8., und 9. wurden 
demgegenüber abgewiesen. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, 
die Kosten des Beschwerdeverfahrens, welche auf CHF 1'500.00 festgelegt wer-
den, zu vier Fünfteln der Beschwerdeführerin und zu einem Fünftel dem Be-
schwerdegegner aufzuerlegen. Angesichts der knappen Einkommens- und Ver-
mögensverhältnisse der Beschwerdeführerin, die aufgrund des separaten Verfah-
rens um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege ausgewiesen sind (ZK1 18 
110), rechtfertigt es sich, bei der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten zu 
erheben (vgl. Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Damit verbleiben die der Beschwerdeführe-
rin auferlegten Kosten des Beschwerdeverfahrens beim Kanton Graubünden 
(Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 
320.210]).

10.2. Vor dem Hintergrund des vorstehend Gesagten hat die Beschwerdeführerin 
den Beschwerdegegner aussergerichtlich zu entschädigen. Entgegen der im 
Recht liegenden Honorarvereinbarung zwischen dem Beschwerdegegner und 
Rechtsanwältin Ana Marija Veselic, welche einen Stundenansatz von CHF 250.00 
vorsieht, wurde effektiv ein Stundenansatz von CHF 200.00 verrechnet (act. G.3); 
mithin gilt der Ansatz als so vereinbart. In ihrer Honorarnote macht Rechtsanwältin 
Ana Marija Veselic einen zu entschädigenden Aufwand von total 19.25 Stunden 
geltend. Dieser Aufwand erscheint zu hoch bemessen und ist zu kürzen. Für die 
Positionen "Durchsicht Unterlagen", "Aktendurchsicht KESB" sowie die beiden 
Positionen "Beschwerdeantwort" wird ein Aufwand von 14 Stunden geltend ge-
macht. Angesichts der sich vorliegend stellenden und wenig komplexen Sachver-
halts- und Rechtsfragen, ist dieser Aufwand um vier Stunden auf zehn Stunden zu 
kürzen. Die übrigen Positionen sind nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführe-
rin hat dem Beschwerdegegner damit drei Fünftel des Honorars seiner Rechtsver-
treterin von insgesamt CHF 3'383.40 (15.25 Stunden zu CHF 200.00 zgl. 3% Spe-

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sen und 7.7% MwSt. [d.s. CHF 91.50 bzw. CHF 241.90]), d.h. CHF 2'030.05, zu 
entschädigen.

10.3. Mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 20. November 
2018 (ZK1 18 110) wurde das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsge-
richt von Graubünden (ZK1 18 109) dahin entschieden, dass Rechtsanwalt lic. iur. 
Nicolas Facincani als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt wurde. Die Kosten 
ihrer Rechtsvertretung werden demnach vorerst durch den Kanton Graubünden 
übernommen und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen (vgl. Art. 122 Abs. 1 
lit. b ZPO). Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters lic. iur. Nico-
las Facincani wird, da dieser weder eine Honorarvereinbarung noch eine Honorar-
note eingereicht hat, auf CHF 2'218.60 (bestehend aus 10 Stunden à CHF 200.00, 
zzgl. 3 % Barauslagen und 7.7% MwSt.) festgesetzt und zu Lasten des Kantons 
Graubünden aus der Gerichtskasse bezahlt. Dabei ist berücksichtigt, dass es sich 
bei der Beschwerdeschrift in weiten Teilen um Wiedergaben der Entscheiderwä-
gungen handelt und die Beschwerdebegründung rudimentär und in allgemeiner 
Form gehalten erfolgte. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den Kosten-
träger im Sinne von Art. 123 ZPO.

10.4. Dem Beschwerdegegner wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
durch Rechtsanwältin MLaw Ana Marija Veselic mit Verfügung des Vorsitzenden 
der I. Zivilkammer vom 20. November 2018 (ZK1 18 130) bewilligt. Weil die ihm 
zugesprochene Parteientschädigung aufgrund der ausgewiesenen Bedürftigkeit 
der Beschwerdeführerin im Verfahren (ZK1 18 110) zumindest voraussichtlich 
nicht einbringlich ist, ist seine Rechtsvertreterin vom Kanton Graubünden zu ent-
schädigen (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Der verrechnete Stundenansatz ist aus tarif-
rechtlicher Sicht unbesehen zu übernehmen, weshalb das in E. 9.2 zugesproche-
ne Honorar in Höhe von CHF 2'030.05 (drei Fünftel von CHF 3'383.40) ausbezahlt 
wird. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung im entspre-
chenden Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Die Differenz 
zum vollen Honorar von CHF 1'353.85 wird der Rechtsvertreterin des Beschwer-
degegners gestützt auf die vorerwähnte URP-Verfügung (ZK1 18 130) zulasten 
des Kantons aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückforderung 
durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffer 6.a 
(Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB) des angefochtenen 
Entscheids der KESB Nordbünden vom 5. Juli 2018 wird aufgehoben. 

Im Übrigen bleibt der Entscheid der KESB Nordbünden vom 5. Juli 2018 
unverändert.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton. 

3. a. X._____ hat Y._____ eine reduzierte Parteientschädigung von 
CHF 2'030.05 (inkl. Spesen und MwSt.) zu leisten. Da sich die Parteien-
tschädigung in diesem Umfang als voraussichtlich uneinbringlich erweist, 
wird Rechtsanwältin MLaw Ana Marija Veselic gestützt auf die mit Verfü-
gung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 20. November 2018 gewähr-
te unentgeltliche Rechtspflege (ZK1 18 130) zu Lasten des Kantons 
Graubünden mit CHF 2'030.05 (inkl. Spesen und MwSt.) aus der Gerichts-
kasse entschädigt (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 

b. Die Differenz zwischen dem vollen Honoraranspruch von CHF 3'383.40 (in-
kl. Spesen und MwSt.) und der gemäss Dispositivziffer 3.a. zugesproche-
nen uneinbringlichen Parteientschädigung von CHF 2'030.05 (inkl. Spesen 
und MwSt.), total CHF 1'353.85 (inkl. Spesen und MwSt.), wird der unent-
geltlichen Rechtsvertreterin von Y._____, Rechtsanwältin MLaw Ana Marija 
Veselic, gestützt auf die mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
vom 20. November 2018 gewährte unentgeltliche Rechtspflege (ZK1 18 
130), vorerst vom Kanton Graubünden aus der Gerichtskasse bezahlt. Die 
Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubünden 
bleibt im Sinne von Art. 123 ZPO vorbehalten.

c. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von X._____, 
Rechtsanwalt lic. iur. Nicolas Facincani, wird auf CHF 2'218.60 (inkl. Spe-
sen und MwSt.) festgesetzt. Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe 
durch den Kanton Graubünden bleibt im Sinne von Art. 123 ZPO vorbehal-
ten. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 

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werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: