# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18cd053c-c944-5e03-a5aa-eab8f4108c9d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.11.2016 715 16 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-16-108_2016-11-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. November 2016 (715 16 108) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Anspruch auf Pendlerkostenbeiträge gemäss Art. 68 Abs. 1 AVIG mangels finanzieller 

Einbusse verneint 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Pendlerkostenbeitrag 
 
 
 
A. Der 1981 geborene und bis 31. März 2016 in V.____ wohnhaft gewesene A.____ arbeite-
te von Juli 2013 bis Juli 2015 bei der B.____ in V.____. Vom 16. Juli 2015 bis 31. Oktober 2015 
hatte er über die Personalleihfirma C.____ einen Arbeitseinsatz in der D.____ in W.____. Der 
Einsatzort befand sich in X.____. Am 1. März 2016 trat er eine unbefristete Stelle als IP-
Projektleiter bei der E.____ in Y.____ an. Mit dem Formular "Gesuch um Pendlerkosten- oder 
Wochenaufenthalterbeiträge" vom 23. Januar 2016 ersuchte er um Ausrichtung von Pendler-
kosten ab Stellenantritt per 1. März 2016. Das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit 
(KIGA), Abteilung Ergänzende Massnahmen ALV, verneinte mit Verfügung vom 1. Februar 

 
 
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2016 einen Anspruch auf Pendlerkostenbeiträge. Die Berechnung der Vergleichseinkommen 
ergebe, dass keine finanzielle Einbusse vorliege. Die gegen diese Verfügung erhobene Ein-
sprache wies die Einspracheinstanz des KIGA mit Entscheid vom 25. Februar 2016 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 1. April 2016 Beschwerde ans KIGA, welche 
am 11. April 2016 zuständigkeitshalber ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht) weitergeleitet wurde. Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheides. Zur Begründung führte er an, dass die Strecke von seinem Wohnort in 
V.____ nach Y.____ 91 km betrage.  
 
C. Das KIGA schloss in ihrer Vernehmlassung vom 26. Mai 2016 auf Abweisung der Be-
schwerde. Sie wies darauf hin, dass bei der Berechnung der Fahrdistanz die vom Beschwerde-
führer geforderten 91 km pro Arbeitsweg zugrunde gelegt worden seien. 
 
D. Auf Anfrage des Kantonsgerichts vom 21. Juni 2016 machte der Beschwerdeführer 
geltend, dass sich sein früherer Arbeitsort - entgegen der Annahme der Vorinstanz - nicht in 
X.____, sondern an der Z.____strasse 5 in V.____ und somit 1,4 km von seinem Wohnort in 
V.____ entfernt befunden habe. Damit erfülle er die Voraussetzungen für die Ausrichtung von 
Pendlerkostenbeiträgen. 
 
E. Das KIGA führte am 25. Juli 2016 aus, dass die Aussagen des Beschwerdeführers 
wahrheitswidrig seien. Gemäss ihren Abklärungen sei das letzte Anstellungsverhältnis bei der 
Personalverleihfirma C.____ gewesen, über welche er einen Einsatzvertrag mit der D.____ ab 
16. Juli 2015 abgeschlossen habe. 
 
F. Mit Eingabe vom 12. August 2016 wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass sich die 
D.____ nicht in X.____, sondern in W.____ befinde. Von dieser Firma habe er ein Geschäfts-
fahrzeug zur Verfügung erhalten, welches er auch zur Bewältigung seines Arbeitsweges habe 
benützen dürfen. Dadurch seien ihm keine Fahrtkosten entstanden, weshalb diese bei der Be-
rechnung des Vergleichseinkommens vor der Arbeitslosigkeit ausser Acht zu lassen seien. 
 
G. Das KIGA verzichtete mit Schreiben vom 1. September 2016 auf eine Stellungnahme.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und In-
solvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 und 57 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversiche-
rung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist 
nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 

 
 
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die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Laut § 54 Abs. 
1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtli-
che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
gemäss Art. 56 ATSG. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Vorliegend beläuft sich der Streitwert unter Fr. 10'000.--. Über die 
Beschwerde ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Vorliegend ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Pendlerkostenbeiträge ab 
März 2016 zu prüfen. Da er seit 1. April 2016 in Y.____ wohnt (vgl. Mietvertrag mit der F.____), 
begrenzt sich die Prüfung in zeitlicher Hinsicht auf den Monat März 2016.   
 
2.2 Gemäss Art. 68 Abs. 1 AVIG gewährt die Arbeitslosenversicherung Pendlerkostenbei-
träge, wenn den versicherten Personen in ihrer Wohnortsregion keine zumutbare Arbeit vermit-
telt werden kann (lit. a) und sie die Beitragszeit nach Art. 13 AVIG erfüllt haben (lit. b). Die be-
troffenen Versicherten erhalten die Beiträge innerhalb der Rahmenfrist während längstens 
sechs Monaten (Abs. 2). Sie erhalten nur so weit Beiträge, als ihnen im Vergleich zur letzten 
Tätigkeit durch die auswärtige Arbeit finanzielle Einbussen entstehen (Abs. 3). Der Begriff der 
letzten Tätigkeit ist im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 37 Abs. 1 AVIV zu 
verstehen; d.h. es ist diejenige Tätigkeit, die während des letzten Beitragsmonats vor Beginn 
der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ausgeübt wurde (vgl. AGNES LEU, Die arbeitsmarktli-
chen Massnahmen im Rahmen der Arbeitslosenversicherung in der Schweiz, in: SZS, Nr. 15, 
Zürich 2006, S. 146 ff., insbesondere S. 148; AVIG-Praxis Arbeitsmarktliche Massnahmen 
[AVIG-Praxis AMM] L30). Nach Art. 94 AVIV erleidet die versicherte Person eine finanzielle 
Einbusse, wenn bei ihrer neuen Tätigkeit der Verdienst, abzüglich der im Rahmen des An-
spruchs auf Pendlerkostenbeiträge notwendigen Auslagen (Fahrtkosten, Verpflegung), den vor 
der Arbeitslosigkeit erzielten versicherten Verdienst (Art. 23 Abs. 1 AVIG), abzüglich der ent-
sprechenden Auslagen, nicht erreicht (lit. a) und die notwendigen Auslagen (Fahrtkosten, Ver-
pflegung) höher sind als die entsprechenden Auslagen vor der Arbeitslosigkeit.    
 
2.3 Der Pendlerkostenbeitrag deckt die nachgewiesenen notwendigen Fahrtkosten von 
Versicherten, die täglich vom neuen Arbeitsort an ihren Wohnort zurückkehren (Art. 69 AVIG). 
Der Arbeitsort liegt gemäss Art. 91 AVIV in der Wohnortsregion der versicherten Person, wenn 
zum Wohnort eine öffentliche Verkehrsverbindung besteht, deren Länge 50 Tarifkilometer nicht 
übersteigt (lit. a), oder die versicherte Person ihn vom Wohnort aus mit  
einem privaten Motorfahrzeug, das ihr zur Verfügung steht, innert einer Stunde erreichen kann 
(lit. b). Ausnahmsweise erhält die versicherte Person mit Zustimmung der kantonalen Amtsstelle 
die nachgewiesenen notwendigen Auslagen für die Benützung eines privaten Fahrzeugs vergü-
tet, wenn kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht oder dessen Benützung ihr un-
zumutbar ist (Art. 85 Abs. 2 Satz 3 AVIV). Zur Bestimmung der Fahrzeit bei Benutzung eines 

 
 
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Privatfahrzeugs wird die durchschnittliche Fahrzeit geschätzt. Die Fahrzeit und die Entfernung 
können mit einem Computerprogramm wie z.B. "Twixroute" ermittelt werden (vgl. AVIG Praxis 
AMM L21). 
 
2.4 Gemäss Art. 85 Abs. 3 lit. b AVIV in Verbindung mit Art. 92 AVIV legt das Volkswirt-
schaftsdepartement (EVD; seit 2013 Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung 
[WBF]) periodisch die Ansätze für die Benützung privater Fahrzeuge fest. Die Ansätze für die 
Vergütung für die Verpflegung betragen gemäss Art. 1 lit. b der Verordnung des EVD über die 
Ansätze der Arbeitslosenversicherung beim Ersatz der Auslagen für Kursbesuch (Verordnung 
WBF) vom 18. Juni 2003 in Verbindung mit Art. 85 Abs. 3 AVIV Fr. 15.-- für eine auswärtige 
Hauptmahlzeit. Kann sich der Teilnehmer oder die Teilnehmerin des Kurses zu kostendecken-
den Preisen in einer Betriebskantine oder ähnlichen Anstalt verpflegen, so beträgt die Vergü-
tung für die Hauptmahlzeit Fr. 10.-- (Art. 1 Abs. 2 Verordnung WBF). Nach Art. 3 lit. a der Ver-
ordnung WBF beträgt die Reisenkostenvergütung bei der Benutzung von Privatfahrzeugen 
50 Rappen pro Kilometer.  
 
3.1 Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug, für welche der Beschwerdeführer einen An-
spruch auf Pendlerkosten geltend macht, begann am 2. November 2015 zu laufen. In der vo-
rangegangenen zweijährigen Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. November 2013 bis 
1. November 2015 arbeitete der Versicherte von November 2013 bis Juli 2015 bei der B.____ 
und von Juli 2015 bis Ende Oktober 2015 über die Personalleihfirma C.____ bei der D.____ in 
W.____. Damit ist die für den Anspruch auf Pendlerkostenbeiträge erforderliche Beitragszeit 
nach Art. 13 AVIG unbestritten erfüllt. Da die Rahmenfrist für den Leistungsbezug unmittelbar 
nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der D.____ beginnt, stellt die dortige Arbeit die 
letzte Tätigkeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit 37 Abs. AVIV dar. Die  
Vorinstanz legte der Berechnung des entsprechenden Verdienstes das Einkommen bei der 
D.____ zugrunde. Dieser Verdienst in Höhe von monatlich Fr. 4'259.-- dient als Vergleichsbasis 
für die Beantwortung der Frage, ob dem Versicherten durch die auswärtige Arbeit für die er 
Pendlerkostenbeiträge beansprucht, eine finanzielle Einbusse entsteht. In diesem Zusammen-
hang ist darauf hinzuweisen, dass der Lohn von Fr. 4'259.-- einem Beschäftigungsgrad von 
84 % (gemäss Verfügung vom 1. Februar 2016) bzw. 84,69 % (gemäss Einspracheentscheid 
vom 25. Februar 2016) entspricht. In der Verfügung vom 1. Februar 2016 - aber nicht im ange-
fochtenen Einspracheentscheid - wurde dieser Verdienst auf ein Vollzeitpensum umgerechnet 
(= Fr. 5'070.--). Auf diese Diskrepanz wird in nachfolgender Erwägung näher eingegangen.  
 
3.2.1 Gemäss Verfügung vom 1. Februar 2016 resultiert aus der Gegenüberstellung der be-
reinigten Einkommen ein Mehreinkommen am neuen Arbeitsort von Fr. 424.95. Diese Berech-
nung beruht auf folgenden Grundlagen: 
 
Früheres monatliches Einkommen bei der D.____ in X.____ 

Verdienst           Fr. 5'070.--  (bei einer 100 %-Anstellung) 

Fahrtkosten    Fr. 1'180.50 (54,4 km x 2 Fahrten/Tag x 21,7 Arbeitstage/Monat x 0,5 Fr./km) 

Bereinigter Verdienst   Fr. 3'889.50 

 

 
 
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Neues monatliches Einkommen bei der E.____ in Y.____ 

Verdienst                          Fr. 6'300.-- (100 %-Anstellung) 

Fahrtkosten                      Fr. 1'985.55 (91,5 km x 2 Fahrten/Tag x 21,7 Arbeitstage/Monat x 0,5 Fr./km) 

Bereinigter Verdienst       Fr. 4'314.45 

Differenz              + Fr.    424.95 (Fr. 4'314.45 ./. Fr. 3'889.50) 

 
3.2.2 Im Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 wurde diese Berechnung wie folgt kor-
rigiert: 
 
Früheres monatliches Einkommen bei der D.____ in X.____ 

Versicherter Verdienst  Fr. 4'259.-- (effektiver Beschäftigungsgrad = 84.69 %)    

Fahrtkosten   Fr. 1'204.35 (55,5 km x 2 Fahrten/Tag x 21,7 Arbeitstage/Monat x 0.5 Fr./km) 

Verpflegungskosten  Fr.    217.-- (21,7 Arbeitstage/Monat x Fr. 10.-- [Art. 1 Abs. 2 der Verordnung WBF]) 

Bereinigter Verdienst  Fr. 2'837.65 

 
Neues monatliches Einkommen bei der E.____ in Y.____ 

Verdienst    Fr. 5'335.45 (84,69 % von Fr. 6'300.--) 

Fahrtkosten   Fr. 1'681.55 (84,69 % von 91,5 km x 2 Fahrten/Tag x 21,7 Arbeitstage/Monat x  

                                          0,5 Fr./km) 

Verpflegungskosten  Fr.   275.65 (84,69 % von 21,7 Arbeitstage/Monat x Fr. 15.-- [Art. 1 Abs. 1 lit. b der  

                             Verordnung WBF]) 

Bereinigter Verdienst  Fr. 3'378.25 

Differenz              + Fr.    540.60 (Fr. 3'378.25 ./. Fr. 2'837.65) 

 

3.3 Die Vorinstanz berücksichtigte in ihrem Einspracheentscheid beim Einkommen vor der 
Arbeitslosigkeit zu Recht den gemäss Art. 23 AVIG festgelegten versicherten Verdienst von 
Fr. 4'259.-- (vgl. auch Schreiben der Unia Arbeitslosenkasse vom 30. November 2015) anstelle 
des in der Verfügung vom 1. Februar 2016 auf ein Vollzeitpensum umgerechneten Einkommens 
von Fr. 5'070.--. Denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Prüfung, ob eine 
versicherte Person eine finanzielle Einbusse erleidet, der Vergleich der tatsächlich erzielten 
Verdienste massgebend. Liegen diesen Verdiensten unterschiedliche Arbeitspensen zugrunde, 
so ist auf die effektiven Einkommen abzustellen (vgl. BGE 111 V 279 E. 5b; BARBARA KUPFER 
BUCHER, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzent-
schädigung, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 294). Die Vorinstanz beachtete in ihrem Einsprache-
entscheid auch richtigerweise nebst den Auslagen für den Arbeitsweg auch diejenigen für die 
Verpflegung. Es ist jedoch bei der Ermittlung des bereinigten Einkommens bei der E.____ frag-
lich, ob der Verdienst, die Auslagen für den Arbeitsweg und die Verpflegung an den Beschäfti-
gungsgrad der bei der D.____ ausgeübten Erwerbstätigkeit (= 84,69 %) anzupassen ist. In An-
betracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer bei der E.____ in einem Vollzeitpensum 
arbeitet, sind keine Anpassungen aufgrund eines reduzierten Pensums vorzunehmen; andern-
falls würde nicht mehr auf den effektiven Verdienst abgestellt werden. Desgleichen stellt sich 
die Frage, ob der Ansatz für die Verpflegung beim Vergleichseinkommen vor der Arbeitslosig-
keit von Fr. 10.-- anstelle von Fr. 15.-- korrekt ist, ist doch aus den Akten nicht ersichtlich, dass 
der Beschwerdeführer bei der D.____ eine Kantinenverpflegung zur Verfügung stand. Die Prü-

 
 
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fung dieser Fragen kann jedoch offen gelassen werden, weil das Ergebnis bei entsprechender 
Korrektur in jedem Fall ungünstiger für den Beschwerdeführer wäre als dasjenige im angefoch-
tenen Einspracheentscheid. Es wird deshalb bei der Prüfung des geltend gemachten Anspruchs 
auf Pendlerkostenbeiträge auf die Berechnungsweise gemäss Einspracheentscheid vom 
25. Februar 2016 abgestellt. 
 
3.4 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass sich sein neuer Arbeitsort in Y.____ befin-
det und er dort bei einem Vollzeitpensum Fr. 6'300.-- monatlich verdient (vgl. Arbeitsvertrag mit 
der E.____ vom 21. Januar 2016). Weiter geht er mit der Vorinstanz einig, dass bei der Berech-
nung der Auslagen nicht die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, sondern die Reisekosten mit 
einem Personenwagen zu berücksichtigen sind. Ebenso wenig beanstandet er den Kilometer-
ansatz von 0,5 Fr. pro Kilometer. In seiner Beschwerde vom 1. April 2016 macht er jedoch gel-
tend, dass sein neuer Arbeitsweg von V.____ nach Y.____ pro Strecke 91 km betrage. In dieser 
Hinsicht ist anzumerken, dass die Vorinstanz diese Strecke praktisch die gleiche Distanz, näm-
lich 91,5 km, zugrunde legte. Es ist daher in dieser Hinsicht nicht klar, inwiefern der Beschwer-
deführer mit dem angefochtenen Einspracheentscheid nicht einverstanden ist. Die Überprüfung 
der Fahrtstrecke mit Hilfe des von den Parteien verwendeten Computerprogramms 
www.google.ch/maps (Recherche 26. September 2016) ergibt, dass dieses für den Arbeitsweg 
von V.____ bis Y.____ drei unterschiedliche Fahrzeiten und Strecken angibt (1 Stunde 12 Minu-
ten = 91,9 km, 1 Stunde 20 Minuten = 117 km, 1 Stunde und 23 Minuten = 90,6 km). Diese un-
terschiedlichen Streckenangaben waren denn auch der Anlass, dass der Beschwerdeführer im 
Einspracheverfahren seinem Arbeitsweg nicht 91,5 km, sondern 117 km pro Fahrt zugrunde 
gelegt haben wollte (vgl. Einsprache vom 3. Februar 2016). Es stellt sich daher die Frage, wel-
cher der drei Strecken bei der Prüfung des Anspruchs auf einen Pendlerkostenbeitrag massge-
bend ist. Gemäss AVIG-Praxis AMM L21 ist für die Bestimmung der Fahrzeit auf den Durch-
schnitt abzustellen. Nichts anderes kann für die Strecke gelten. Die durchschnittliche Fahrtstre-
cke beträgt hier 99,8 km ([91,9 km + 117 km + 90,6 km] : 3). Gestützt auf dieses Ergebnis be-
laufen sich die Fahrtkosten auf Fr. 1'834.10 (84,69 % von 99,8 km x 2 Fahrten/Tag x 21,7 Ar-
beitstage/Monat x 0,5 Fr./km). Daraus resultiert ein bereinigtes Einkommen bei der E.____ in 
Höhe von Fr. 3'225.70.  
 
3.5 In seiner Eingabe vom 25. Juni 2016 führt der Beschwerdeführer an, dass sein früherer 
Anstellungsort in V.____ bei der B.____ gewesen sei. Damit sei bei der Berechnung des berei-
nigten Einkommens vor der Arbeitslosigkeit eine Strecke von 1,4 km (Wohnort: V.____, Ar-
beitsort: Z.____strasse 5, V.____) massgebend. Demzufolge würden die bereinigten Ver-
gleichseinkommen Fr. 5'009.20 (B.____) und Fr. 4'314.45 (E.____) betragen, was eine finanzi-
elle Einbusse von Fr. 694.75 ergebe. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig. Der Beschwerdefüh-
rer verkennt, dass bei der Prüfung des Anspruchs auf Pendlerkostenbeiträge nicht auf eine be-
liebige einst ausgeübte Arbeitsstelle abgestellt werden kann. Wie bereits in Erwägung 2.2 und 
3.1 dargelegt, gilt die Arbeit bei der D.____ als letzte Tätigkeit. Dass er diese Tätigkeit im letz-
ten Monat vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug (hier: Oktober 2015) ausübte, 
kann er gestützt auf seine eigenen Angaben nicht ernsthaft bestreiten (vgl. Lebenslauf des Be-
schwerdeführers und Anmeldung zur Arbeitsvermittlung vom 19. August 2015). 
 

 
 
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3.6.1 Am 12. August 2016 machte der Beschwerdeführer nun geltend, dass sein Anstel-
lungsort bei seiner früheren Arbeitsgeberin, die D.____, in W.____ und nicht in X.____ gewesen 
sei. Lediglich sein Einsatzgebiet sei in X.____ gewesen. Aus diesem Vorbringen kann der Be-
schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die durchschnittliche Fahrtstrecke von 
V.____ nach W.____ beträgt 50,6 km (V.____; W.____) bzw. von V.____ nach X.____ 
52,45 km (1 Stunde 22 Minuten : 59,5 km; 50 Minuten : 45,4 km; vgl. www.google.ch/maps 
(Recherche: 26. September 2016). Die Fahrtkosten nach W.____ belaufen sich somit auf 
Fr. 1'098.-- (50,6 km x 2 Fahrten/Arbeitsweg x 21,7 Arbeitstage/Monat x 0,5 Fr./km) und nach 
X.____ Fr. 1'138.15 (52,45 km x 2 Fahrten/Arbeitsweg x 21,7 Arbeitstage/Monat x 0,5 Fr./km). 
Dies ergibt ein bereinigtes Einkommen bei der D.____ von Fr. 2'944.-- (W.____) bzw. 
Fr. 2'903.85 (X.____). Aus beiden bereinigten Einkommen resultiert keine finanzielle Einbusse, 
weshalb es nicht entscheidrelevant ist, ob auf den Arbeitsort in W.____ oder in X.____ abge-
stellt wird (vgl. folgende Erwägung 3.6).  
 
3.6.2 Weiter führte er in seiner Eingabe vom 12. August 2016 an, dass er von der D.____ ein 
Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt erhalten habe. Es seien deshalb bei der Berechnung 
des bereinigten Einkommens bei der D.____ keine Fahrtkosten zu berücksichtigen. Dieses 
Vorbringen ist schon allein aufgrund der Tatsache, dass er dieses zum ersten Mal und in einem 
fortgeschrittenen Stadium des Beschwerdeverfahrens geltend macht, nicht glaubwürdig. Aus-
serdem ergeben sich aus den Akten keinerlei Hinweise für die Richtigkeit seiner Behauptung. 
Der Beschwerdeführer vermag sein Vorbringen auch nicht zu belegen. Es ist deshalb davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer den Arbeitsweg zur D.____ mit dem Privatfahrzeug 
zurücklegte. 
 
3.7 Aufgrund dieser Ausführungen ist festzustellen, dass die bereinigten Einkommen bei 
der E.____ Fr. 3‘225.70 und bei der D.____ Fr. 2‘944.-- (W.____) bzw. Fr. 2‘903.85 (X.____) 
betragen. Mangels finanzieller Einbusse lehnte die Vorinstanz zu Recht einen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Pendlerkostenbeiträge für den Monat März 2016 ab. Die Beschwerde 
ist demgemäss abzuweisen.  
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 8. Dezember 2016 Beschwerde 
beim Bundesgericht (Verfahren-Nr. 8C_828/2016) erhoben.