# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7f91cae-edf2-5752-8128-9f68cea06f7f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.03.2014 SA130003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SA130003_2014-03-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SA130003-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und  

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Grieder 

 

Urteil vom 4. März 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

mehrfaches Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern vom 1. Juli 2013  
(DG130003) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklagschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 28. März 2013  

(Urk. 34/1) ist diesem Urteil beigeheftet  

 

Urteil der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens gegen 

das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, lit. c, lit. d 

BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, teilweise in 

Verbindung mit Art. 25 StGB.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten,  

 unter Anrechnung der erstanden Haft von 69 Tagen.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer 

 Probezeit von 3 Jahren.  

4. Betreffend Strafmandat der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 

 26. Oktober 2007, eröffnet am 9. September 2007, betreffend grobe Ver-

 letzung der Verkehrsregeln, wird der Beschuldigte verwarnt. 

5. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände gemäss Beschlagnahme-

 verfügung vom 30. Januar 2013 werden definitiv eingezogen und vernichtet:  

− 1 Mobiltelefon Samsung, Nr. …; 

− 1 Mobiltelefon Samsung, ohne Sim; 

− 2 Mobiltelefonschachteln Samsung; 

− div. Visitenkarten und Notizmaterial aus Portemonnaie; 

− 2 leere Pakete DHL.  

-   3   - 

6. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'000.–   Vorverfahren 

Fr. 2'496.–   Untersuchungskosten 

Fr. 843.20   Anteil Kosten Stapo/Kapo Zürich 

Fr. 8'637.50   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 
 

  Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

 nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

 auferlegt. 

8. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

 nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

 Abs. 4 StPO. 

9. (Mitteilung) 

10. (Rechtsmittel). 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 64) 

"1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass das Urteil des Bezirksgerichts  

 Affoltern vom 1. Juli 2013 hinsichtlich der Dispositiv-Ziffern 1-6 sowie 8-10 in 

 Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens, ausge-

nommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, welche bereits unter Hin-

weis auf Art. 135 Abs. 4 StPO auf die Staatskasse genommen wurden,  

seien einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen. 

-   4   - 

3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der  

 amtlichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

4. Die amtliche Verteidigung sei für das zweitinstanzliche Verfahren mit 

 Fr. 1'024.25 (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädigen." 

b) Der Staatsanwaltschaft sinngemäss (Urk. 57): 

 Keine Anträge 

 

  Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 1. Juli 2013 wurde der  

Beschuldigte im abgekürzten Verfahren des mehrfachen Verbrechens gegen das 

Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Ver-

bindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 25 

StGB schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Mona-

ten bei einer Probezeit von 3 Jahren bestraft, wovon 69 Tage durch Haft erstan-

den waren. Weiter wurde der Beschuldigte hinsichtlich des Strafmandats der 

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 26. Oktober 2007, eröffnet am  

9. September 2007 (recte 9. November 2007, Urk. 54) betreffend grobe Ver-

letzung der Verkehrsregeln, verwarnt. Weiter wurden diverse beschlagnahmte 

Gegenstände eingezogen und vernichtet (Urk. 50 S. 3). 

1.2. Mit Schreiben vom 10. Juli 2013 (Poststempel desselben Datums) meldete 

der Verteidiger fristgerecht Berufung an (Urk. 46) und sandte der Berufungs-

instanz - in Übereinstimmung mit der Rechtsmittelbelehrung des vorinstanzlichen 

Urteils (Urk. 50 S. 5) - zeitgleich die Berufungserklärung zu (Urk. 52). Weiter  

wurde Schriftlichkeit des Berufungsverfahren beantragt (Urk. 52 S. 1). Die Staats-

anwaltschaft verzichtete auf die Stellung von Anträgen und erklärte sich mit der 

-   5   - 

Schriftlichkeit des Berufungsverfahrens einverstanden (Urk. 57). In der Folge ver-

fügte die Verfahrensleitung die Schriftlichkeit des Verfahrens und setzte dem  

Beschuldigten Frist zur Stellung und Begründung seiner Berufungsanträge an 

(Urk. 60 S. 2). Der Beschuldigte stellte die eingangs erwähnten Anträge und 

reichte die Begründung derselben innert Frist ein (Urk. 64), wonach lediglich 

Ziff. 7 des vorinstanzlichen Urteils angefochten sei, da die Kostenregelung im  

Urteil nicht derjenigen der Anklageschrift entspreche. Demnach ist Ziff. 7 ange-

fochten und sämtliche anderen Dispositivziffern in Rechtskraft erwachsen.  

2. Berufungsthema 

Mit der Berufung gegen ein Urteil im abgekürzten Verfahren kann eine Partei nur 

geltend machen, sie habe der Anklageschrift nicht zugestimmt oder das Urteil 

entspreche der Anklageschrift nicht (Art. 362 Abs. 5 StPO). Vorliegend macht die 

Verteidigung geltend, Dispositivziffer 7 des erstinstanzlichen Urteils entspreche 

nicht der Anklageschrift. Im Urteilsvorschlag sei ursprünglich vorgesehen  

gewesen, dass die Kosten - inklusive derjenigen für die amtliche Verteidigung - 

dem Beschuldigten auferlegt würden, zufolge offensichtlicher Unerhältlichkeit je-

doch einstweilen auf die Staatskasse genommen würden. Im erstinstanzlichen Ur-

teil sei dann jedoch eine von diesem Vorschlag abweichende Regelung getroffen  

worden, wonach die Kosten, ausgenommen der amtlichen Verteidigung, dem  

Beschuldigten auferlegt worden seien. Diese letztere Variante beschwere seinen 

Klienten, da der Beschuldigte mindestens zwei Jahre Zeit gehabt hätte, bis die  

Inkassostelle ihn angegangen wäre, wenn die Kosten - wie im Urteilsvorschlag 

vorgesehen - einstweilen auf die Staatskasse genommen worden wären. Mit der 

vorliegenden Kostenregelung erhalte sein Mandant jedoch nach Rechtskraft der 

entsprechenden Dispositivziffer eine Rechnung, wobei er sich dann um eine 

Stundung bemühen müsse und er sich nicht sicher sei, dass sie gewährt würde 

oder ob er die Kosten allenfalls bereits jetzt in Raten abzahlen müsse. Gemäss 

Art. 360 Abs. 1 lit. g StPO müsse die Anklageschrift beim abgekürzten Verfahren 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen enthalten, wobei die Kosten- und  

Entschädigungsfolgen in Art. 362 Abs. 2 StPO betreffend die Erhebung der  

Anklageschrift zum Urteil nicht mehr erwähnt werde. Es müsse sich hierbei um 

-   6   - 

ein gesetzgeberisches Versehen handeln, da es dem Zwecke des abgekürzten 

Verfahrens diametral entgegenstünde, wenn das Gericht die zwischen den  

Parteien getroffene Vereinbarung in Punkten, die für das Zustandekommen der 

Vereinbarung wesentlich waren, abändern könnte. Auch in einer ordentlichen  

Anklage werde die Kostenauflage mittels Antrag thematisiert. Deshalb seien die 

Kosten der Untersuchung und der Vorinstanz einstweilen auf die Staatskasse zu 

nehmen, wie im Urteilsvorschlag vorgesehen. Die Kosten des Berufungs- 

verfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, seien auf die Staats-

kasse zu nehmen (Urk. 64 S. 2ff.).  

3. Materielles 

3.1. Gemäss Art. 360 Abs. 1 lit. g StPO muss die Anklageschrift im abgekürzten 

Verfahren auch die Kostenfolge enthalten, wobei nach Art. 362 Abs. 2 StPO das 

Gericht - sofern die Voraussetzungen für ein Urteil im abgekürzten Verfahren  

erfüllt sind - lediglich die Straftatbestände, Sanktionen und Zivilansprüche der  

Anklageschrift zum Urteil erhebt. Es würde nun aber Sinn und Zweck des abge-

kürzten Verfahrens widersprechen, wenn das Gericht im Urteil von der Anklage-

schrift - mit welcher sich alle Parteien einverstanden erklären mussten (vgl. 

Art. 360 Abs. 2 bis Abs. 5 StPO) - abweichende Bestimmungen treffen könnte. In 

die gleiche Richtung geht die Argumentation von SCHMID, wonach der auf  

Konsens der Parteien beruhende Vorschlag als Gesamtheit zu betrachten sei und 

deshalb nur mit Zustimmung der Parteien vom Gericht abgeändert werden könne 

(Niklaus Schmid, Handbuch StPO, Zürich/St. Gallen 2013, 2. Auflage, N 1386 mit 

Hinweis auf die Botschaft 1297 Mitte). SCHWARZENEGGER erklärt das in  

Art. 362 Abs. 2 StPO zu erhebende Urteil inhaltlich auf die in Art. 360 StPO aufge-

listeten Punkte beschränkt (Donatsch/Hansjakob/Liebers, Kommentar zur StPO, 

2010, Schwarzenegger: N 6 zu Art. 362 m.w.H.). Es ist deshalb mit der Verteidi-

gung grundsätzlich davon auszugehen, dass die gesamte Anklageschrift gemäss 

Art. 360 Abs. 1 lit. a - h StPO - also auch die Kostenfolge - vom Gericht zum Urteil 

zu erheben ist, auch wenn dies nicht explizit aus Art. 362 Abs. 2 StPO hervorgeht. 

 

-   7   - 

3.2. Gemäss Urteilsvorschlag hätten die Kosten, inklusive derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, dem Beschuldigten zwar auferlegt, zufolge offensichtlicher 

Unerhältlichkeit jedoch einstweilen auf die Staatskasse genommen werden sollen 

(Urk. 34/1 S. 18). Nach Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten 

von der Strafbehörde gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen 

Verhältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen werden. 

Folglich ist es möglich, dem Beschuldigten die Kosten zwar aufzuerlegen, jedoch 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Dies würde bedeuten, dass er erst 

in einigen Jahren vom Inkassobüro angegangen würde (vgl. Urk. 72). Die  

Vorinstanz hat dann aber die Kosten - mit Ausnahme derjenigen für die amtliche 

Verteidigung - dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 50 S. 4). Dies, obschon der  

Verteidiger anlässlich der Hauptverhandlung bei der entsprechenden Frage  

darauf hingewiesen hat, dass die Kosten einstweilen auf den Staat genommen 

werden (Urk. 43 S. 4). Diese Abweichung vom Urteilsvorschlag ist gestützt auf 

obige Erwägungen (Ziff. 3.1.) nicht zulässig.  

3.3. Gemäss diesen Ausführungen und entsprechend dem Urteilsvorschlag ist 

Ziff. 7 des vorinstanzlichen Urteils anzupassen und es sind die Kosten des erstin-

stanzlichen Verfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, dem 

Beschuldigten aufzuerlegen, zufolge offensichtlicher Unerhältlichkeit jedoch 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

3.4. Da der Beschuldigte zweitinstanzlich vollumfänglich obsiegt, sind die  

Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

3.5. Der amtliche Verteidiger hat mit Eingabe vom 8. November 2013 seine 

Honorarnote eingereicht (Urk. 65A). Die geltend gemachten Aufwendungen sind 

ausgewiesen, weshalb er mit Fr. 1'024.25 zu entschädigen ist.  

-   8   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom  

1. Juli 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

 "1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens gegen das Be-

täubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, lit. c, lit. d BetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 25 

StGB.  

 2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter  

Anrechnung der erstanden Haft von 69 Tagen.  

 3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit 

von 3 Jahren.  

 4. Betreffend Strafmandat der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 

26. Oktober 2007, eröffnet am 9. September 2007, betreffend grobe Verletzung der 

Verkehrsregeln, wird der Beschuldigte verwarnt. 

 5. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände gemäss Beschlagnahmeverfügung 

vom 30. Januar 2013 werden definitiv eingezogen und vernichtet:  

a) 1 Mobiltelefon Samsung, Nr. …; 

b) 1 Mobiltelefon Samsung, ohne Sim; 

c) 2 Mobiltelefonschachteln Samsung; 

d) div. Visitenkarten und Notizmaterial aus Portemonnaie; 

e) 2 leere Pakete DHL.  

 

 

 

 

 

 6. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

-   9   - 

Fr. 1'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'000.–   Vorverfahren 

Fr. 2'496.–   Untersuchungskosten 

Fr. 843.20   Anteil Kosten Stapo/Kapo Zürich 

Fr. 8'637.50   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 
 

   Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

 7. (…) 

 8. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

 9.-10. (Mitteilung und Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens - mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung - werden dem Beschuldigten auferlegt, zufolge  

offensichtlicher Unerhältlichkeit jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz; die weiteren  

Kosten betragen: 

Fr. 1'024.25   amtliche Verteidigung 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der  

amtli-chen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen. 

4. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

-   10   - 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz [mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen 
Mitteilungen an die Behörden, inkl. Formular A/B und DNA-Formular an 
die KOST Zürich]. 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 4. März 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 

 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 4. März 2014
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, lit. c, lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 25...
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten,   unter Anrechnung der erstanden Haft von 69 Tagen.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer  Probezeit von 3 Jahren.
	4. Betreffend Strafmandat der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom  26. Oktober 2007, eröffnet am 9. September 2007, betreffend grobe Ver letzung der Verkehrsregeln, wird der Beschuldigte verwarnt.
	5. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände gemäss Beschlagnahme verfügung vom 30. Januar 2013 werden definitiv eingezogen und vernichtet:
	 1 Mobiltelefon Samsung, Nr. …;
	 1 Mobiltelefon Samsung, ohne Sim;
	 2 Mobiltelefonschachteln Samsung;
	 div. Visitenkarten und Notizmaterial aus Portemonnaie;
	 2 leere Pakete DHL.

	6. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge- nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten  auferlegt.
	8. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge- nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  Abs. 4 StPO.
	9. (Mitteilung)
	10. (Rechtsmittel).
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 1. Juli 2013 wurde der  Beschuldigte im abgekürzten Verfahren des mehrfachen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2...
	1.2. Mit Schreiben vom 10. Juli 2013 (Poststempel desselben Datums) meldete der Verteidiger fristgerecht Berufung an (Urk. 46) und sandte der Berufungsinstanz - in Übereinstimmung mit der Rechtsmittelbelehrung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 50 S. ...

	2. Berufungsthema
	Mit der Berufung gegen ein Urteil im abgekürzten Verfahren kann eine Partei nur geltend machen, sie habe der Anklageschrift nicht zugestimmt oder das Urteil entspreche der Anklageschrift nicht (Art. 362 Abs. 5 StPO). Vorliegend macht die Verteidigung ...

	3. Materielles
	3.1. Gemäss Art. 360 Abs. 1 lit. g StPO muss die Anklageschrift im abgekürzten Verfahren auch die Kostenfolge enthalten, wobei nach Art. 362 Abs. 2 StPO das Gericht - sofern die Voraussetzungen für ein Urteil im abgekürzten Verfahren  erfüllt sind - l...
	3.2. Gemäss Urteilsvorschlag hätten die Kosten, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten zwar auferlegt, zufolge offensichtlicher Unerhältlichkeit jedoch einstweilen auf die Staatskasse genommen werden sollen (Urk. 34/1 S. 18...
	3.3. Gemäss diesen Ausführungen und entsprechend dem Urteilsvorschlag ist Ziff. 7 des vorinstanzlichen Urteils anzupassen und es sind die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten aufzu...
	3.4. Da der Beschuldigte zweitinstanzlich vollumfänglich obsiegt, sind die  Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	3.5. Der amtliche Verteidiger hat mit Eingabe vom 8. November 2013 seine Honorarnote eingereicht (Urk. 65A). Die geltend gemachten Aufwendungen sind ausgewiesen, weshalb er mit Fr. 1'024.25 zu entschädigen ist.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom  1. Juli 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, lit. c, lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. ...
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter  Anrechnung der erstanden Haft von 69 Tagen.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
	4. Betreffend Strafmandat der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 26. Oktober 2007, eröffnet am 9. September 2007, betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln, wird der Beschuldigte verwarnt.
	5. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände gemäss Beschlagnahmeverfügung vom 30. Januar 2013 werden definitiv eingezogen und vernichtet:
	a) 1 Mobiltelefon Samsung, Nr. …;
	b) 1 Mobiltelefon Samsung, ohne Sim;
	c) 2 Mobiltelefonschachteln Samsung;
	d) div. Visitenkarten und Notizmaterial aus Portemonnaie;
	e) 2 leere Pakete DHL.

	6. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	7. (…)
	8. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	9.-10. (Mitteilung und Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens - mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung - werden dem Beschuldigten auferlegt, zufolge  offensichtlicher Unerhältlichkeit jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz; die weiteren  Kosten betragen:
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der  amtli-chen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	4. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz [mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen an die Behörden, inkl. Formular A/B und DNA-Formular an die KOST Zürich].

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.