# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a060ac7-2b2a-5e29-ac38-dc4bf5c7a749
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.05.2020 II 2020 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-5_2020-05-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 5
II 2020 16

Entscheid vom 15. Mai 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien 1. A.________, gestorben ________2019, 
wohnhaft gewesen ________,
und B.________,
Beschwerdeführer (II 2020 5),
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,

2. B.________,
Beschwerdeführerin (II 2020 16),
vertreten durch D.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Ergänzungsleistungen (Vermögensverzicht)

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Sachverhalt:

A. Am 26. Januar 2019 meldeten sich das Ehepaar A.________ (geb. 1931; 
gest. ________2019) und B.________ (geb. 1934) bei der Ausgleichskasse des 
Kantons Schwyz zum Bezug von Ergänzungsleistungen an (vgl. Vi-act. [II 2020 
5] 1 [nachfolgend: Vi-act.]).

B. Mit Verfügung vom 28. Mai 2019 stellte die Ausgleichskasse aufgrund der 
ihr vorliegenden Aktenlage (vgl. Vi-act. 2-50) folgenden EL-Anspruch (inkl. Prä-
mienpauschale der Krankenversicherung) fest (vgl. Vi-act. 51):

A.________:
ab 01.11.2018 – 31.12.2018 Fr. 0.--
ab 01.01.2019 – 31.01.2019 Fr. 0.--
ab 01.02.2019 – 28.02.2019 Fr. 4’446.--
ab 01.03.2019 Fr. 4’178.--

B.________:
ab 01.11.2018 – 31.12.2018 Fr. 4’823.--
ab 01.01.2019 – 31.01.2019 Fr. 4’905.--
ab 01.02.2019 – 28.02.2019 Fr. 2’256.--
ab 01.03.2019 Fr. 2’256.--

Betreffend die Ermittlung des Anspruchs hielt die Ausgleichskasse Folgendes 
fest (vgl. Vi-act. 51-3/5):

Infolge Liegenschaftsverkauf im Jahre 1996 muss ein Verzicht von 270'000.-- an-
gerechnet werden. Dieser Verzicht ergibt sich aus dem Verkehrswert von 
Fr. 1'263'000.--, abzgl. Zahlung von Fr. 350'000.--, abzgl. Wert Wohnrecht (Kapita-
lisierung gem. EL-Richtlinien) von Fr. 152'293.--, abzgl. Verrechnungen mit Investi-
tionen des Käufers von Fr. 90'000.-- und abzgl. Hypothek des Käufers von 
Fr. 400'000.--.

C.1 Gegen diese Verfügung vom 28. Mai 2019 liessen A.________ und 
B.________ am 26./27. Juni 2019 Einsprache erheben (vgl. Vi-act. 65f.).

C.2 Am 18. Juli 2019 informierte die Tochter der Einsprecher die Ausgleichs-
kasse telefonisch, dass ihr Vater, A.________, am ________ 2019 verstorben 
sei (vgl. Vi-act. 79).

D.1 In der Folge wurde der Anspruch von B.________ ab 1. August 2019 neu 
berechnet. Mit Verfügung vom 8. August 2019 stellte die Ausgleichskasse dabei 
fest, dass B.________ ab 1. August 2019 keinen Anspruch auf Ergänzungsleis-
tungen mehr habe (vgl. Vi-act. [II 2020 16] 4-1/2).

D.2 Gegen diese Verfügung vom 8. August 2019 liess B.________ am 19. Au-
gust 2019 Einsprache erheben, mit der Begründung, die Neuberechnung sei oh-
ne Berücksichtigung der Einsprache vom 27. Juni 2019 erfolgt; letztere sei zu-

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dem integrierender Bestandteil der vorliegenden Einsprache (vgl. Vi-act. [II 2020 
16] 6-1/2).

E. Infolge eines Heimeintritts im August und September ersuchte B.________ 
um Leistungen aus Pflegefinanzierung; diese wurden ihr mit Verfügung vom 21. 
November 2019 zugesprochen (vgl. Einspracheentscheid 
Nr. 1180/19 vom 13.1.2020 S. 2 lit. D und E).

F.1 Mit Einspracheentscheid Nr. 1141/19 vom 20. Dezember 2019 hiess die 
Ausgleichskasse die Einsprache vom 26./27. Juni 2019 gegen die Verfügung 
vom 28. Mai 2019 teilweise gut (vgl. Dispo.-Ziff. 1). Per 1996 errechnete die Aus-
gleichskasse einen Vermögensverzicht von Fr. 243'000.--. Unter Berücksichti-
gung einer Schenkung von Fr. 160'000.-- im Jahr 2003 (vgl. II 2020 5 Vi-act. 11, 
51-3/5) sowie einer jährlichen Verminderung des Vermögensverzichts um 
Fr. 10'000.-- wurde per 1. Januar 2018 ein Vermögensverzicht von Fr. 193'000.-- 
und per 1. Januar 2019 ein solcher von Fr. 183'000.-- angerechnet (vgl. Erw. 16). 
Dies ergab folgenden neuen EL-Anspruch (inkl. Prämienpauschale Krankenver-
sicherung):

A.________:
ab 01.11.2018 – 31.12.2018 Fr. 0.--
ab 01.01.2019 – 31.01.2019 Fr. 0.--
ab 01.02.2019 – 28.02.2019 Fr. 4’672.--
ab 01.03.2019 – 31.07.2019 Fr. 4’413.--

B.________:
ab 01.11.2018 – 31.12.2018 Fr. 4’937.--
ab 01.01.2019 – 31.01.2019 Fr. 5’019.--
ab 01.02.2019 – 28.02.2019 Fr. 2’482.--
ab 01.03.2019 – 37.07.2019 Fr. 2’482.--

F.2 Gegen diesen Einspracheentscheid Nr. 1141/19 vom 20. Dezember 2019 
lassen A.________ und B.________ mit Eingabe vom 16. Januar 2020 fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben (II 
2020 5) mit den folgenden Anträgen:

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und der Einsprachentscheid vom 20.12.2019 
sowie die Verfügung der Vorinstanz vom 28.5.2019 seien insofern aufzuheben, 
als die Einsprache durch die Vorinstanz nicht vollständig gutgeheissen wurde, 
und die Ergänzungsleistungen seien neu zu berechnen, mit einer weiteren Re-
duktion der Position Vermögensverzicht und einer entsprechenden Erhöhung 
der Ergänzungsleistungen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

G.1 Mit Einspracheentscheid Nr. 1180/19 vom 13. Januar 2020 wies die Aus-
gleichskasse die Einsprache von B.________ vom 19. August 2019 gegen die 

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Verfügung vom 8. August 2019 ab (vgl. Dispo.-Ziff. 1). Bei der Ermittlung des An-
spruches wurde nach wie vor ein Vermögensverzicht von Fr. 193'000.-- per 1. 
Januar 2018 und von Fr. 183'000.-- per 1. Januar 2019 angerechnet (vgl. Erw. 16 
und 17; Ingress lit. F.1). 

Gestützt darauf ermittelte die Ausgleichskasse für die Zeit vom 1. August bis 
30. September 2019 einen monatlichen EL-Anspruch von B.________ in der 
Höhe von Fr. 759.-- (inkl. Prämienpauschale Krankenversicherung). Da indes 
B.________ mit Verfügung vom 21. November 2019 für den Zeitraum vom 1. 
August 2019 bis 28. September 2019 Leistungen aus Pflegefinanzierung von 
insgesamt Fr. 2'166.30 (Fr. 1'137.70 + Fr. 1'027.60) zugesprochen worden waren 
(vgl. vorstehend Ingress lit. E), zahlte ihr die Ausgleichskasse insoweit keine Er-
gänzungsleistungen aus (vgl. Erw. 20f.).

G.2 Gegen diesen Einspracheentscheid Nr. 1180/19 vom 13. Januar 2020 lässt 
B.________ mit Eingabe vom 3. Februar 2020 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben 
(II 2020 16) und zwar unter Hinweis bzw. Verweis auf die Beschwerde vom 16. 
Januar 2020 (II 2020 5). Sie beantragt was folgt:

1. Ich bitte das Gericht, die Beschwerde gutzuheissen und den Einspracheent-
scheid vom 13. Januar 2020 sowie die Verfügung vom 28. Mai 2019 der Vor-
instanz insofern aufzuheben, als die Einsprache durch die Vorinstanz nicht 
vollständig gutgeheissen wurde.
Die Ergänzungsleistungen für die Monate August und September 2019 sind rück-
wirkend neu zu berechnen, mit einer weiteren Reduktion der Position Vermögens-
verzicht und einer entsprechenden Erhöhung der Ergänzungsleistungen.

2. Das Urteil des Gerichts soll als Grundlage dienen für die Berechnung der Er-
gänzungsleistungen aufgrund eines eventuell zukünftigen erneuten Heimeintritts 
der Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen.

3. Die bezogenen Leistungen aus der Pflegefinanzierung für die Monate August 
und September sollen mit den Ergänzungsleistungen verrechnet werden.

H. Mit jeweils separaten Vernehmlassungen vom 4. März 2020 beantragt die 
Vorinstanz, es sei in teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwer-
den vom 16. Januar 2020 (II 2020 5) und vom 3. Februar 2020 (II 2020 16) per 
1. Januar 2018 ein Vermögensverzicht von Fr. 147'000.-- (Zins: Fr. 147.--) und 
per 1. Januar 2019 ein Vermögensverzicht von Fr. 137'000.-- (Zins: Fr. 54.80) 
anzunehmen; die Sache sei zur Berechnung der Ergänzungsleistungen zurück-
zuweisen.

I. Mit Stellungnahme vom 25. März 2020 (II 2020 5) bzw. vom 26. März 2020 
(II 2020 16; mit Verweis auf Stellungnahme vom 25.3.2020 [II 2020 5]) halten die 

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Beschwerdeführer an ihren Beschwerden fest. Mit Eingabe vom 3. April 2020 
verzichtet die Vorinstanz auf weitere Stellungahmen in der Angelegenheit.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach 
konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das 
Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig 
ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen 
Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen 
(vgl. VGE III 2018 150 vom 12.2.2019 Erw. 1.2.1; VGE III 2018 95 vom 
12.2.2019 Erw. 1.1; VGE III 2017 219 vom 23.2.2018 Erw. 1).

1.2.1  Den Verfahren II 2020 5 und II 2020 16 liegt der gleiche Sachverhalt zu-
grunde; die beiden Beschwerden betreffen das Gesuch vom 26. Januar 2019 des 
Ehepaares bzw. der Beschwerdeführer zum Bezug von Ergänzungsleistungen 
(EL) zur Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und richten sich gegen 
zwei inhaltlich übereinstimmende Einspracheentscheide, basierend auf der Ver-
fügung vom 28. Mai 2019. Diese beinhalten die gleichen Rügen bzw. es stellen 
sich in beiden Verfahren die nämlichen Rechtsfragen (vgl. nachfolgend Erw. 3.5). 
Zudem verweisen sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdeführerin im 
Verfahren II 2020 16 auf das Verfahren II 2020 5 und die entsprechenden Akten 
(vgl. Beschwerde [II 2020 5] vom 16.1.2020; Beschwerde [II 2020 16] S. 2 lit. B/C 
und S. 3 Ziff. 1; Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 16] S. 2 Ziff. 2).

1.2.2  Die Voraussetzungen für eine Verfahrensvereinigung sind folglich gege-
ben. Es sind keine Gründe ersichtlich, welche gegen eine Verfahrensvereinigung 
sprechen.

2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) vom 6. Ok-
tober 2006 gewähren der Bund und die Kantone Personen, welche die Voraus-
setzungen nach den Art. 4 bis 6 ELG erfüllen, Ergänzungsleistungen (EL) zur 
Deckung ihres Existenzbedarfs. Nach Art. 4 Abs. 1 lit. a ELG haben unter ande-
rem Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz An-
spruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie eine Altersrente der Alters- und Hin-
terlassenenversicherung (AHV) beziehen. Die jährliche Ergänzungsleistung ent-
spricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Ein-

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nahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Art. 10 und 11 ELG bestimmen die an-
erkannten Ausgaben und die anrechenbaren Einnahmen.

2.2.1  Es gilt der Grundsatz, dass bei der Anspruchsberechnung nur die tatsäch-
lich vereinnahmten Einkünfte und vorhandenen Vermögenswerte zu berücksich-
tigen sind, über die die EL-berechtigte Person ungeschmälert verfügen kann (vgl. 
Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 148). Gestützt 
auf Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG werden als Einnahmen aber auch Einkünfte und 
Vermögenswerte angerechnet, auf die verzichtet worden ist. Diese Vermögens-
werte bilden - als sogenanntes hypothetisches Vermögen - Teil des gemäss 
Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG anrechenbaren Vermögens. Der Tatbestand des Vermö-
gensverzichts ist dann erfüllt, wenn die anspruchsberechtigte Person ohne recht-
liche Verpflichtung und ohne adäquate - also gleichwertige - Gegenleistung auf 
Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat (vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, 
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bundes-
verwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Rz. 176 S. 1858 f.). In die-
sem Fall kann sich der Versicherte nicht auf den gegebenen Vermögensstand 
berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögens-
rückgang gefallen und allenfalls mangels entsprechender Beweise hypotheti-
sches Vermögen entgegenhalten lassen (vgl. BGE 121 V 204 Erw. 4a/b). Die  
Voraussetzungen "ohne rechtliche Verpflichtung" bzw. "ohne adäquate Gegen-
leistung" müssen jedoch nicht kumulativ erfüllt sein, es reicht aus, wenn alternativ 
eines der beiden Elemente gegeben ist (vgl. BGE 131 V 329 Erw. 4.3f.). Dabei ist 
es unerheblich, ob beim Verzicht der Gedanke an eine Ergänzungsleistung eine 
Rolle gespielt hat oder nicht (vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 173; Urs Müller, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl., Freiburg/Basel 2014, 
Rz. 465 f.). 

2.2.2  Zur Beurteilung, ob eine adäquate Gegenleistung für das verzichtete Ver-
mögen vorliegt, ist auf das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung zur 
Zeit der Entäusserung abzustellen. Bei der Entäusserung einer Liegenschaft ist 
somit von dem nach Art. 17 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) vom 
15. Januar 1971 ermittelten Liegenschaftswert auszugehen (BGE 113 II 192 
Erw. 4c/aa). Gemäss Art. 17 Abs. 1 ELV ist das anrechenbare Vermögen nach 
den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die 
Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten. Gemäss Art. 17 
Abs. 4 ELV sind Grundstücke zum Verkehrswert einzusetzen, soweit sie dem 
Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht 
zu eigenen Wohnzwecken dienen. Bei der entgeltlichen oder unentgeltlichen 

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Entäusserung eines Grundstückes ist der Verkehrswert für die Prüfung, ob ein 
Vermögensverzicht im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG vorliegt, massgebend. 
Der Verkehrswert gelangt nicht zur Anwendung, wenn von Gesetzes wegen ein 
Rechtsanspruch auf den Erwerb zu einem tieferen Wert besteht (Art. 17 
Abs. 5 ELV; vgl. BGE 138 III 548 nicht publ. Erw. 4.2 = Urteil BGer 9C_928/2011 
vom 9.7.2012 [i.Sa. Erben W. vs. AK Schwyz] Erw. 4.2).

2.2.3  Als Verkehrswert gilt der Verkaufswert (Marktpreis), den eine Liegenschaft 
im normalen Geschäftsverkehr besitzt (vgl. BGE 120 V 12 Erw. 1; Urteil BGer 
9C_396/2013 vom 15.10.2013 Erw. 7.1.1). Weil der so zu ermittelnde Verkehrs-
wert eine konkrete und aktuelle Liegenschaftsschätzung voraussetzt, ist diese 
Bewertungsmethode für die Ermittlung eines EL-Anspruchs oft nicht praktikabel. 
Der EL-rechtliche Verkehrswert hat sich daher soweit möglich und sinnvoll auf 
geeignete anderweitige Schätzungswerte zu stützen (vgl. Urteil BGer 
8C_849/2008 vom 16.6.2009 Erw. 6.3.4). Von der Rechtsprechung anerkannt 
sind die Verkehrswertschätzung durch die kantonale Steuerkommission, die 
Addition des Zeitwertes der auf dem Grundstück liegenden Gebäude und des 
Marktwertes des Bodens, der Mittelwert zwischen dem Steuerwert und dem 
Gebäudeversicherungswert und die amtliche Schätzung (vgl. Carigiet/Koch, 
a.a.O., S. 171 f.).

2.2.4  Für die Bewertung des entäusserten Vermögens und einer allfälligen Ge-
genleistung ist der Zeitpunkt des Verzichts bzw. der Entäusserung massgebend 
(Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], gültig ab 
1.4.2011, Stand 1.1.2020, Rz. 3483.01). Die spätere Entwicklung des Vermö-
gensgegenstandes, auf den verzichtet worden ist, ist irrelevant (vgl. Jöhl/Usinger-
Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Meyer [Hrsg.], Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht Band 14, Soziale Sicherheit sécurité sociale, 3. Aufl., 
Rz. 184 S. 1867).

2.2.5  Gemäss WEL Rz. 3481.03 liegt indes kein Vermögensverzicht vor, wenn 
die Gegenleistung mindestens 90% der Leistung beträgt, weil diesfalls die Ge-
genleistung als gleichwertig angesehen werden kann. Ist die nach der Kapitali-
sierungstabelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung ermittelte Gegenleistung 
dagegen kleiner als 90% der Leistung, so liegt ein Einkünfteverzicht im Umfang 
der Differenz zwischen Leistung und Gegenleistung vor (vgl. WEL Rz. 3481.04).

2.2.6  Für die Berücksichtigung eines Vermögensverzichts in der EL-Berechnung 
ist unerheblich, wie weit die Verzichtshandlung zurückliegt (vgl. Carigiet/Koch, 
a.a.O., S. 176). Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anzurechnen, 
wenn die Verzichtshandlung sehr lange zurückliegt (vgl. BGE 120 V 182 Erw. 4 f; 

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Urteil BGer 9C_198/2010 vom 9.8.2010 Erw. 3.2). Dem Aspekt des Zeitablaufs 
wird durch die jährliche Reduktion gemäss Art. 17a ELV Rechnung getragen. 
Danach wird der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die 
verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- vermindert, wobei der Wert des 
Vermögens im Zeitpunkt des Verzichtes unverändert auf den 1. Januar des 
Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem 
Jahr zu vermindern ist (Abs. 1 und 2; vgl. Urteil BGer 9C_198/2010 vom 9.8.2010 
Erw. 3.2).

2.3 Beim Fehlen von Einkommen oder Vermögen bzw. dessen Verbrauch han-
delt es sich um anspruchsbegründende Tatsachen, welche aufgrund der allge-
meinen Beweislastverteilung durch die leistungsansprechende Person zu bewei-
sen sind (vgl. BGE 121 V 204 Erw. 6a; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 174). In Bezug 
auf Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG hat die versicherte Person das Bestehen einer recht-
lichen Verpflichtung bzw. den Erhalt einer adäquaten Gegenleistung zu belegen, 
wobei blosses Glaubhaftmachen nicht genügt, sondern der Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (vgl. BGE 121 V 204 Erw. 6b f.). Danach 
gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach 
objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere 
denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen 
(vgl. Urteil BGer 9C_732/2014 vom 12.12.2014 Erw. 4.1.1 m.H.a. Urteil BGer 
4A_319/2014 vom 19.11.2014 Erw. 4.1). Im Falle der Beweislosigkeit, d.h. wenn 
es dem Leistungsansprecher nicht gelingt, einen (überdurchschnittlichen) Ver-
mögensrückgang zu belegen oder die Gründe dafür rechtsgenügend darzutun, 
wird ein Vermögensverzicht angenommen und ein hypothetisches Vermögen 
sowie darauf entfallender Ertrag angerechnet (vgl. BGE 121 V 204 Erw. 6a; Rie-
mer-Kafka/Wittwer, Der Verzicht im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG unter be-
sonderer Berücksichtigung der Kapitalzahlung in der zweiten Säule [2. Teil], SZS 
2013, S. 413 ff./S. 417).

2.4  Im Sozialversicherungsverfahren gelten der Untersuchungsgrundsatz so-
wie der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Gemäss dem Untersuchungsgrundsatz ha-
ben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerde-
fall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollstän-
dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Versicherten 
resp. die Parteien trifft eine Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 
lit. c ATSG; BGE 136 V 376 Erw. 4.1.1; BGE 110 V 48 Erw. 4a), vor allem in Be-
zug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) 

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Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand 
erheben könnte (vgl. Urteile BGer 9C_669/2016 vom 20.12.2016 Erw. 7.1 und 
9C_238/2015 vom 6.7.2015 Erw. 3.2.1, je m.H.).  

3.1.1  Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 30. Dezember 1996 (Vi-
act. 10) verkaufte der Beschwerdeführer sel. seine Liegenschaft 
KTN E.________ ________ an seinen Sohn. Der Kaufpreis von Fr. 698'300.-- 
wurde getilgt durch Übernahme einer Zahlung von Fr. 350'000.--, die Einräumung 
eines Wohnrechts an den Verkäufer und dessen Ehefrau für Fr. 258'300.-- sowie 
durch vom Käufer erbrachte Investitionen in der Höhe von Fr. 90'000.--. Des Wei-
teren wurde vertraglich festgestellt, dass der Käufer auf eigene Kosten einen 
Wohnungsumbau vorgenommen hatte, dessen Finanzierung mit einem Inhaber-
schuldbrief über Fr. 400'000.-- (bei gleichem Schuldbetrag) sichergestellt worden 
sei. Das den Eltern eingeräumte Wohnrecht umfasst die 3.5-Zimmerwohnung im 
1. Obergeschoss, ein Zimmer im Dachgeschoss, Garage und Keller im Erdge-
schoss (inbegriffen auch die Mitbenützung an einem zweiten Keller im Erdge-
schoss) (vgl. Ziff. IV des Kaufvertrags). 

3.1.2  Mit der Verfügung vom 28. Mai 2019 ermittelte die Vorinstanz aus dem 
Liegenschaftsverkauf folgenden Vermögensverzicht per 1996 (Vi-act. 50-1/1):

Liegenschaftswert Fr. 1'263'000.00
./. Hypothek Fr. 400'000.00
./. Kaufpreis Fr. 350'000.00
./. Wohnrecht Fr. 152'293.23
./. andere Gegenleistungen Fr. 90'000.00

Vermögensverzicht Fr. 270'706.77

Dem kapitalisierten Wohnrecht legte sie einen "Eigenmietwert 100%" von 
Fr. 8'102.-- (Fr. 7'142.-- Wohnung; Fr. 960.-- Garage) zugrunde. Die Vorinstanz 
berücksichtigte mithin das Wohnrecht nicht in der kaufvertraglich festgelegten 
Höhe. 

3.1.3  Mit Einspracheentscheid Nr. 1141/19 vom 20. Dezember 2019 und 
Nr. 1180/19 vom 13. Januar 2020 korrigierte die Vorinstanz den Vermögensver-
zicht der Beschwerdeführer aus dem Liegenschaftsverkauf per 1996 wie folgt 
(vgl. Ingress lit. F.1/G.1): 

Liegenschaftswert Fr. 1'263'000.00
./. Hypothek Fr. 400'000.00
./. Kaufpreis Fr. 350'000.00
./. Wohnrecht Fr. 179'195.49
./. andere Gegenleistungen Fr. 90'000.00

Vermögensverzicht Fr. 243'804.51

abgerundet Fr. 243'000.00

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Die Vorinstanz führte hierzu in den angefochtenen Einspracheentscheiden unter 
anderem aus, das den Beschwerdeführern eingeräumte lebenslängliche und un-
entgeltliche Wohnrecht sei zu kapitalisieren, wobei entgegen der Ansicht der Ein-
sprecher nicht die Barwerttafeln von Stauffer/Schätzle, sondern die Tabellen der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung massgebend seien. 

Bei der Berechnung des kapitalisierten Wohnrechts sei grundsätzlich vom markt-
konformen Mietwert zum Zeitpunkt der Einräumung des Wohnrechts im Jahre 
1996 auszugehen. Für die 3.5-Zimmerwohnung und die Garage sei daher die 
Schätzungsverfügung vom 15. Dezember 1995 (d.h. Fr. 8'102.-- [Fr. 7'142.-- 
Wohnung; Fr. 960.-- Garage]) und für das Zimmer im Dachgeschoss - aufgrund 
des erst später erfolgten Ausbaus - die Schätzungsverfügung vom 31. Januar 
2007 massgebend. Von einem Zimmer mit Dusche im Dachgeschoss, wie es die 
Beschwerdeführer darstellten, lasse sich dem Kaufvertrag nichts entnehmen. Zu 
Gunsten der Beschwerdeführer werde vom grösseren Zimmer im Dachgeschoss 
mit einer Raumeinheit (RE) von 0.8 (ein zweites Zimmer weise wie die Dusche 
0.7 RE aus) ausgegangen. Das ausgebaute Zimmer gehöre zur 6-Zimmer-
wohnung des Sohnes und sei daher in der Schätzungsverfügung vom 31. Januar 
2007 nicht gesondert ausgewiesen. Der Norm-Jahresmietwert der 6-Zimmer-
wohnung betrage Fr. 1'789.-- pro RE, was für das Zimmer im Dachgeschoss mit 
0.8 RE Fr. 1'431.20 ergebe. Der Jahresmietwert des gesamten Wohnrechts be-
laufe sich somit auf Fr. 9'533.20 (Fr. 8'102.-- Wohnung und Garage sowie 
Fr. 1’431.20 Zimmer im Dachgeschoss). Mithin betrage der kapitalisierte Wert 
des Wohnrechts Fr. 179'195.49 (Fr. 9'533.20 x [1000 / 53.20]; vgl. Einspra-
cheentscheid Nr. 1141/19 vom 20.12. 2019 S. 5 Erw. 11ff.; Einspracheentscheid 
Nr. 1180/19 vom 13.1.2020 S. 4 Erw. 12ff.).

3.2 Die Beschwerdeführer bringen dagegen beschwerdeweise vor, für die Be-
wertung des als Gegenleistung eingeräumten Wohnrechts sei nicht vom Eigen-
mietwert, sondern gemäss der bundesgerichtlichen Praxis vom Marktmietwert 
auszugehen (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 3 Ziff. 3). Zwar berufe sich die Vor-
instanz zu Recht auf die Mietwerte der steueramtlichen Schätzungsverfügungen; 
hingegen erweise sich die vorinstanzliche Behauptung, die in den Schätzungs-
verfügungen berechneten Mietwerte würden den ortsüblichen Marktmietwerten 
entsprechen, als falsch. Denn die Schätzungsverfügung vom 31. Januar 2007 
nenne im Schätzungsbericht sowohl den Miet- wie auch den Eigenmietwert der 
6-Zimmerwohnung. Für die 3.5-Zimmerwohnung sei im Schätzungsbericht zwar 
ebenfalls der Mietwert genannt, indes ergebe sich aus den «Bemerkungen», 
dass das Wohnrecht zu Gunsten der Beschwerdeführer Fr. 9'680.-- betrage. Da-
bei handle es sich aber um den Eigenmietwert und nicht um den Marktmietwert. 

11

Dies ergebe sich auch aus den Steuerveranlagungen, welche nicht den Mietwert 
(Fr. 14'492.--) gemäss Schätzungsbericht, sondern einen reduzierten Eigenmiet-
wert von Fr. 8'370.-- für die Jahre 2004 bis 2006 und von Fr. 9'680.-- für die Jah-
re 2007 bis 2017 festlegen würden (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 3f. Ziff. 4). Der 
Mietwert betrage daher nicht Fr. 8'102.-- (Fr. 7'142.-- zzgl. Fr. 960.--) pro Jahr; es 
handelt sich dabei gemäss Schätzungsverfügung von 1995 um den Eigenmiet-
wert und nicht um den Mietwert. Nur die Markmiete, nicht der Eigenmietwert des 
Wohnrechts, sei relevant (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 4 Ziff. 5).

Komme hinzu, dass die Vorinstanz zu Unrecht eine Hinzurechnung für die Nass-
zelle beim Zimmer im Dachgeschoss verweigert habe, obschon gemäss den Plä-
nen im Anhang zum Kaufvertrag vom 30. Dezember 1996 klar ersichtlich gewe-
sen sei, dass die Nasszelle zum Zimmer im Dachgeschoss gehöre, diese jedoch 
noch nicht fertiggestellt worden war (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 5 Ziff. 6).

Bemerkenswert sei zudem, dass die Vorinstanz zwar für den Jahresmietwert des 
Dachgeschoss-Zimmers den ganzen Jahresmietwert von Fr. 1'431.20 (0.8 x 
Fr. 1'789.--) und nicht den Eigenmietwert gelten lasse, indes für den Jahresmiet-
wert der 3-Zimmerwohnung nur den Eigenmietwert von Fr. 8'102.--, d.h. 65% der 
Marktmiete, hinzurechne; konsequent müsste sie den Eigenmietwert der 3.5-
Zimmerwohnung auf Fr. 12'464.60 (100%) hochrechnen. Die 3.5-Zimmerwoh-
nung und das Dachgeschoss-Zimmer inkl. Nasszelle im Dachgeschoss würden 
somit einen Jahresmietwert von Fr. 15'149.10 (Fr. 12'464.60 + Fr. 1'431.20 + 
Fr. 1'253.30) ergeben, was wiederum einen kapitalisierten Wohnrechtswert von 
Fr. 284'757.50 ergäbe (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 5 Ziff. 7).

Wenn zudem nach der Tabelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung zu kapita-
lisieren wäre, würde sogar ein noch höherer Wert des Wohnrechts - als der vom 
Notar bei Vertragsabschluss notierte - resultieren. Mithin seien die Fr. 258'300.--, 
die effektiv in den Vertrag eingesetzt wurden, denn auch mehr als berechtigt ge-
wesen (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 6 Ziff. 9). Insoweit könnte der Vermögens-
verzicht sogar ganz in Frage gestellt werden, wenn man für das Wohnrecht von 
Fr. 284'757.50 ausgehen würde. Denn dies ergäbe eine Differenz zwischen Leis-
tung und Gegenleistung, die sich im Unschärfebereich von ca. 10% bewegen 
würde (vgl. Beschwerde 16.1.2020 S. 6f. Ziff. 11f.). 

Für das Wohnrecht seien folglich mindestens die im Kaufvertrag notierten 
Fr. 258'300.-- einzusetzen. Der Vermögensverzicht per 30. Dezember 1996 be-
laufe sich somit auf maximal Fr. 164'700.--. In die Berechnung der Ergänzungs-
leistungen unter dem Titel Vermögensverzicht seien daher per 1. Januar 2018 
bzw. per 1. Januar 2019 Fr. 114'700.-- bzw. Fr. 104'700.-- einzusetzen (vgl. Be-
schwerde vom 16.1.2020 S. 7 Ziff. 13; Beschwerde vom 3.2.2020 S. 4 Ziff. 3).

12

3.3 Vernehmlassend bringt die Vorinstanz vor (vgl. Vernehmlassung vom 
4.3.2020 [II 2020 16] S. 2 Ziff. 3 mit Verweis auf Vernehmlassung vom 4.3.2020 
[II 2020 5]), die Annahme der Beschwerdeführer, es handle sich bei dem in der 
Schätzungsverfügung vom 15. Dezember 1995 berechneten Mietwert von 
Fr. 8'102.-- um den Eigenmietwert im Sinne des geltenden Rechts, sei falsch; der 
Eigenmietwert entspreche zwar heute 65% des Marktmietwertes, indes sei das 
entsprechende Gesetz über die amtliche Schätzung erst im Jahre 2005 und das 
kantonale Steuergesetz im Jahre 2001 in Kraft getreten, weshalb die berechne-
ten Mietwerte der Schätzungsverfügungen vor dem Jahr 2001 - sog. Altschät-
zungen - nicht im Lichte des geltenden Rechts, sondern differenziert zu betrach-
ten seien (vgl. Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 5] S. 2 Ziff. 4). Der Miet-
wert der 6-Zimmerwohnung berechne sich in der Neuschätzung vom 31. Januar 
2007 wie folgt: Raumeinheit multipliziert mit dem Norm-Jahresmietwert; dies sei 
unbestrittenermassen der markübliche Mietwert. Exakt so sei der als «Kantonale 
Mietwert/Eigenmietwert» bezeichnete Mietwert der 3.5-Zimmerwohnung und Ga-
rage in der Altschätzung vom 15. Dezember 1999 berechnet worden. Der Norm-
Jahresmietwert der Altschätzung basiere dabei auf Basiswerten per 1. Januar 
1985. Damit sei die Berechnungsart des Marktmietwertes der Neuschätzung und 
des "Kantonalen Mietwertes/Eigenmietwertes" der Altschätzung grundsätzlich 
identisch; mithin entspreche der "Kantonale Mietwert/Eigenmietwert" der Alt-
schätzung dem damaligen Marktmietwert. Der "kantonale Mietwert/Eigenmiet-
wert" sei um 15% auf den "Eigenmietwert" von Fr. 9'300.-- erhöht worden. Auch 
diese prozentuale Anpassung lasse den Schluss zu, dass der Mietwert mit Wert-
basis per 1. Januar 1985 den im Jahr 1995 geltenden Marktbedingungen ange-
passt worden sei (vgl. Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 5] S. 2 f. Ziff. 5 
m.H.a. Vi-act. 22-5/5). Die Mietwerte der Altschätzung seien zwar als Eigenmiet-
werte bezeichnet, diese würden indes nicht den Eigenmietwerten im Sinne des 
geltenden Rechts entsprechen, sondern den damaligen Marktmietwerten; mithin 
sei das vorinstanzliche Vorgehen nicht zu beanstanden. Indes sei für die 3.5-
Zimmerwohnung und Garage nicht der bis anhin berücksichtigte Jahresmietwert 
von Fr. 8'102.-- massgebend, da sich dieser auf Basiswerte per 1. Januar 1985 
gestützt habe, sondern der prozentual erhöhte Jahresmietwert von Fr. 9'600.-- 
(recte: Fr. 9'300.--; vgl. Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 5] S. 3 Ziff. 7).

Der Vorinstanz hätten die Pläne des Kaufvertrages weder im Abklärungs- noch 
im Einspracheverfahren vorgelegen. Daraus sei ersichtlich, dass das Wohnrecht 
nebst dem Zimmer im Dachgeschoss ein "WC" umfasse; in der Schätzungsver-
fügung vom 31. Juli 2007 (recte: 31.1.2007) sei für die Nasszelle eine Raumein-
heit von 0.7 ausgewiesen; mithin belaufe sich der Jahresmietwert der Nasszelle 
auf Fr. 1'252.30 (0.7 x 1’789); es könne ein Jahresmietwert der Nasszelle von 

13

Fr. 1'252.30 berücksichtigt werden (vgl. Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 
5] S. 3 Ziff. 8).

Es könne weder auf den von den Beschwerdeführern errechneten Wert des 
Wohnrechts von Fr. 284'757.50 noch auf das gemäss den Barwerttafeln von 
Stauffer/Schätzle berechnete Wohnrecht von Fr. 258'300.-- abgestellt werden; 
die Aufrechnung des Jahresmietwertes der 3.5-Zimmerwohnung von Fr. 8'102.-- 
auf Fr. 12'464.60 sei nicht korrekt (vgl. Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 5] 
S. 3 Ziff. 9f.).

Die Berechnung des Wohnrechts sei gleichwohl dahingehend zu korrigieren, als 
dass neu ein Jahresmietwert der Nasszelle von Fr. 1'252.30 sowie ein Jahres-
mietwert der 3.5-Zimmerwohnung und Garage von Fr. 9'300.-- zu berücksichti-
gen seien. Der Jahresmietwert des gesamten Wohnrechts belaufe sich somit neu 
auf Fr. 11'983.50 (9'300 + 1'431.20 + 1'252.30); der korrigierte kapitalisierte Wert 
des Wohnrechts betrage mithin Fr. 225'254.-- (11'983.50 x [1000 / 53.20]). Der 
Vermögensverzicht belaufe sich per 1996 auf abgerundet Fr. 197'000.--, weshalb 
neu per 1. Januar 2018 von einem Vermögensverzicht von Fr. 147'000.-- und per 
1. Januar 2019 von Fr. 137'000.-- auszugehen sei (vgl. Vernehmlassung vom 
4.3.2020 [II 2020 5] S. 3 Ziff. 11 i.V.m. S. 4 Ziff. 13f.).

3.4 Mit Stellungnahme vom 25./26. März 2020 weisen die Beschwerdeführer 
darauf hin, dass nach höchstrichterlicher Praxis der "marktkonforme Mietzins" 
massgeblich sei. Hierzu sowie zu den Steuerschätzungen von 1995 sowie 1997 
habe sich die Vorinstanz indes nicht vernehmen lassen. Indes habe der Fiskus 
auch damals schon klar zwischen dem "Kantonalen Mietwert/Eigenmietwert" ei-
nerseits und dem Marktmietwert andererseits unterschieden. Die Gleichsetzung, 
wie dies die Vorinstanz mache, erweise sich daher als unhaltbar (vgl. Stellung-
nahme vom 25.3.2020 S. 2).

3.5 Strittig und daher nachfolgend zu beurteilen ist bei der Berechnung des 
Vermögensverzichts einzig die Höhe des angerechneten Wohnrechts infolge des 
Liegenschaftsverkaufs vom 30. Dezember 1996.

4.1 Erfolgt die Abtretung der Liegenschaft gegen ein Wohnrecht, so stellt der 
kapitalisierte Jahreswert des Wohnrechts einen Teil der Gegenleistung dar. Der 
Jahreswert entspricht dem Mietwert abzüglich jener Kosten, die vom EL-Bezüger 
im Zusammenhang mit der Nutzniessung oder dem Wohnrecht tatsächlich über-
nommen werden. Für die Bemessung des Mietwerts ist von demjenigen Ertrag 
auszugehen, der bei der Vermietung der Liegenschaft tatsächlich erzielt werden 
kann, d.h. von einem marktkonformen Mietzins (vgl. WEL Rz. 3483.04). Die Kapi-
talisierung von wiederkehrenden Leistungen - u.a. Wohnrechten - hat nach der 

14

"Tabelle zur Umrechnung von Kapitalleistungen in lebenslängliche Renten", her-
ausgegeben von der Eidg. Steuerverwaltung und mithin nicht nach den Barwert-
tafeln von Stauffer/Schätzle zu erfolgen (vgl. WEL Rz. 3483.05; Urteil BGer 
9C_157/2014 vom 24.6.2014 Erw. 5.2).

Steht das Wohnrecht beiden Ehegatten zu, so ist der höhere der beiden Kapitali-
sierungsfaktoren massgebend (vgl. Urteil BGer P 80/99 vom 16.2.2001 Erw. 2a 
m.H.a. BGE 122 V 399 f. Erw. 4b und BGE 120 V 186 Erw. 4e). Dabei hat die 
Bewertung des Wohnrechts (Gegenleistung) auf der gleichen wertmässigen 
Grundlage zu erfolgen wie die Bewertung der Liegenschaft (vgl. Urteil BGer P 
80/99 vom 16.2.2001 Erw. 2a und Erw. 3b.aa m.H.a. BGE 122 V 398 Erw. 3a).

4.2 Das Zimmer und die Dusche im Dachgeschoss waren zum Zeitpunkt des 
Liegenschaftsverkaufs noch nicht ausgebaut; es wurde insoweit bei den Bewer-
tungsgrundlagen zum Ertragswert, namentlich beim "Kantonalen Mietwert/Eigen-
mietwert" bzw. "Mietwert pro Jahr", nichts vermerkt (vgl. Vi-act. 75-3/9). Der von 
der Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren gestützt auf die Schät-
zungsverfügung vom 31. Januar 2007 anerkannte und neu ermittelte Jahres-
mietwert für das Zimmer im Dachgeschoss von Fr. 1'431.20 und für die Nasszelle 
von Fr. 1'252.30 sind nunmehr unbestritten (vgl. vorstehend Erw. 3.3). Da diese 
Schätzung allerdings eine Gültigkeit per 1. Januar 2007 hat und nicht per mass-
geblichen Zeitpunkt der Einräumung des Wohnrechts im Jahr 1996, ist davon 
auszugehen, dass sich dies zum Vorteil der Beschwerdeführer auswirkt. 

4.3.1  Für das kapitalisierte Wohnrecht der 3.5-Zimmerwohnung (inkl. Garage) 
sind die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Liegenschaftsveräusserung (30.12.1996) 
relevant. Mit Schätzungsverfügung vom 15. Dezember 1995 (Vi-act. 75-3/9) wur-
de das Grundstück auf KTN E.________ (Zweifamilienhaus mit Autowerkstatt) im 
Rahmen einer individuellen Nachschätzung infolge Wohnhaus-Erweiterung und 
Neubau einer Garage - mit Wertbasis per 1. Januar 1985 - neu geschätzt; ab 1. 
Januar 1995 galt die prozentuale Anpassung der Eigenmietwerte gemäss RRB 
Nr. 1556 vom 23. August 1994 (vgl. nGS 106a). Dabei wurde bei den Bewer-
tungsgrundlagen jeweils bei den aufaddierten Ertragswerten/Mietwerten "Kanto-
naler Mietwert/Eigenmietwert" bzw. betreffend die Einzelwerte "Mietwert pro 
Jahr" vermerkt und den steuerlich massgebenden gerundeten Werten jeweils 
"100%" vorangesetzt. 

Infolge der Übergabe der Liegenschaft durch den Beschwerdeführer sel. an sei-
nen Sohn und Begründung eines Wohnrechtes zu Gunsten dessen Eltern erliess 
die kantonale Steuerverwaltung am 20. März 1997 eine weitere Schätzungsver-
fügung mit unveränderten Werten (Vi-act. 75-4/9). 

15

4.3.2  Gemäss § 19 Abs. 1 lit. g des alten Steuergesetzes (aStG; nGS 105) vom 
28. Oktober 1958 galt als steuerbares Einkommen unter anderem der Ertrag der 
eigenen Wohnung im eigenen Haus. Für Ferien- und Zweitwohnungen kam der 
im Rahmen der Güterschätzung ermittelte Bruttojahresertrag voll zur Anrech-
nung. Für die selbstbewohnte Wohnung des Steuerpflichtigen an seinem Wohn-
sitz betrug der steuerbare Mietwert 70 Prozent des von der Güterschatzung er-
mittelten Bruttojahresertrages (wobei auf Antrag einer dauerhaften Unternutzung 
Rechnung getragen wurde). Grundstücke werden grundsätzlich unter Berück-
sichtigung des Verkehrs- und Ertragswertes unter Abzug von 10% bewertet (§ 28 
Abs. 2 aStG). Die Gewichtung der beiden Werte erfolgte zu gleichen Teilen (§ 12 
Abs. 1 zweiter Satz der alten Verordnung über die steueramtliche Schätzung von 
Grundstücken [nGS 106] vom 17.4.1984). Der für die Eigenmietwertbemessung 
massgebende Rohertrag entsprach dem im Zeitpunkt der Schätzung marktmäs-
sig erzielbaren Ertrag der Liegenschaft (§ 15 Abs. 2 erster Satz alte Schätzungs-
VO), der Verkehrswert richtete sich nach den Preisen, wie sie marktmässig im 
Mittel in der betreffenden Gegen erzielt wurden und auch weiterhin erzielbar er-
schienen (§ 16 erster Satz alte SchätzungsVO). 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer handelt es sich beim verfü-
gungsweise festgesetzten altrechtlichen "Eigenmietwert/kantonalen Mietwert" 
nicht bloss um 70% des Verkehrswertes, womit der Marktmietwert mittels "ins 
Hundert rechnen" zu ermitteln wäre. Vielmehr handelt es sich hierbei um den 
Bruttojahresertrag, von dem bei einer Eigennutzung nur 70% besteuert werden. 
Es kann auch auf die Steuerinformation der Interkantonalen Kommission für 
Steueraufklärung ("Die Besteuerung der Eigenmietwerte", Stand der Gesetzge-
bung: 1.1.1999, S. 19) verwiesen werden. Für den Kanton Schwyz wird erläutert, 
dass der Mietwert für alle Objekte auf Grund des erzielbaren Norm-Mietwertes im 
Einzelbewertungsverfahren bestimmt wird. Für die Kantons- und Gemeindesteu-
er gelten für dauernd selbst bewohnte Liegenschaften 70% (= 30%-Abzug) der 
so ermittelten Mietwerte als steuerbares Einkommen. Bei der direkten Bundes-
steuer hingegen kommt der gesamte Schätzungswert zu 100%, also ohne Ab-
zug, zur Besteuerung.  

4.3.3  Der Mietwert von Fr. 8'102.-- entspricht mithin entgegen der beschwerde-
führerischen Ansicht nicht dem Eigenmietwert gemäss § 22 Abs. 2 Satz 1 des 
kantonalen Steuergesetzes vom 9. Februar 2000 (StG, SRSZ 172.200), welcher 
gestützt auf die - vorliegend ebenfalls nicht massgebliche - Verordnung über die 
steueramtliche Schätzung nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke ermittelt wird. 
(Erst) Mit § 11 Abs. 1 SchätzV wird eine Zielgrösse zur Festsetzung des Eigen-
mietwertes bei selbstgenutztem Wohneigentum von 65 Prozent des Marktmiet-

16

wertes festgelegt. Die "Kantonalen Mietwerte/Eigenmietwerte" bzw. der "Mietwert 
pro Jahr" der Altschätzung vom 15. Dezember 1995 von Fr. 8'102.-- entsprechen 
jedoch wie gesagt nicht diesem heute geltenden Recht. Da bezüglich der 3.5-
Zimmerwohnung einzig die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Liegenschaftsveräus-
serung vom 30. Dezember 1996 relevant sind, können die Beschwerdeführer ge-
stützt auf die erwähnten Steuerveranlagungen der Jahre 2004 bis 2017 nichts zu 
ihren Gunsten herleiten.

4.4 Mithin erweist sich, dass die von der Vorinstanz vernehmlassend vorge-
nommene Neuberechnung des Vermögensverzichts aus dem Liegenschaftsver-
kauf zu bestätigen ist. Dieses Verzichtsvermögen per 1996 ermittelt sich wie 
folgt: 

Liegenschaftswert Fr. 1'263'000.00
./. Hypothek Fr. 400'000.00
./. Kaufpreis Fr. 350'000.00
./. Wohnrecht Fr. 225'254.00
./. andere Gegenleistungen Fr. 90'000.00

Vermögensverzicht Fr. 197'746.00

abgerundet Fr. 197'000.00

Der so neu ermittelte bzw. korrigierte Vermögensverzicht per 1996 von 
Fr. 197'000.-- (zuzüglich die Schenkung von Fr. 160'000.--) ist in Anwendung von 
Art. 17a ELV um einen jährlichen Betrag von Fr. 10'000.-- zu reduzieren (vgl. 
vorstehend Erw. 2.2.6). Per 1. Januar 2018 (21 Jahre zu Fr. 10'000.--) bzw. 
1. Januar 2019 (22 Jahre zu Fr. 10'000.--) resultiert somit ein Vermögensverzicht 
der Beschwerdeführer von Fr. 147'000.-- bzw. Fr. 137'000.--. Entsprechend ist 
auch der jeweilige Zinsertrag auf dem Vermögensverzicht zu korrigieren und per 
1. Januar 2008 auf Fr. 147.-- (0.1% auf Fr. 147'000.--) bzw. per 1. Januar 2009 
auf Fr. 54.80 (0.04% auf Fr. 137'000.--) festzusetzen (vgl. Vernehmlassung vom 
4.3.2020 [II 2020 5] S. 4 Ziff. 13f.; Vernehmlassung vom 4.3.2020 [II 2020 16] 
S. 2 Ziff. 7).

5. Zusammenfassend sind die Beschwerden somit insoweit gutzuheissen, als 
der kapitalisierte Wert des Wohnrechts im Sinne der vorstehenden Erwägungen 
zu erhöhen und der Vermögensverzicht entsprechend zu reduzieren ist. Da sich 
dies ergänzungsrechtlich zu Gunsten der Beschwerdeführer auswirkt, ist die An-
gelegenheit entsprechend dem Antrag der Vorinstanz zur Neubeurteilung des 
EL-Anspruchs der Beschwerdeführer an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6.1 Im Rechtsmittelverfahren hat die unterliegende der obsiegenden Partei ei-
ne dem Aufwand angemessene Entschädigung auszurichten, welche die Behör-
de festsetzt (§ 74 Abs. 1 VRP).

17

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang ist den anwaltlich vertretenen Beschwerde-
führern für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren II 2020 5 unter 
Kostenlosigkeit des Verfahrens (Art. 61 lit. g ATSG) grundsätzlich eine reduzierte 
Parteientschädigung zuzusprechen.

Indes rechtfertigt es sich praxisgemäss bei Obsiegen von der Zusprechung einer 
Parteientschädigung abzusehen (vgl. hierzu § 72 Abs. 3 VRP; VGE 860/06 vom 
29.8.2006 Erw. 4; VGE 90/05 vom 2.11.2004 Erw. 2.4; VGE 821/03 vom 
27.3.2003, Erw. 2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. 
Aufl., Zürich 2016, Art. 144 N 43), wenn namentlich die obsiegende Partei be-
stimmte Mitwirkungspflichten nicht (rechtzeitig) erfüllt hat (vgl. VGE 618/99 vom 
17.12.1999, Erw. 4; Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 61 
Rz. 205 m.H.), beispielsweise ein bestimmtes ausschlaggebendes Beweisstück 
erst vor Verwaltungsgericht einreicht, obwohl es der Partei möglich und zumutbar 
gewesen wäre, dieses Beweisstück bereits im vorinstanzlichen Verfahren ein-
zureichen (VGE 860/06 vom 29.8.2006 Erw. 4; VGE 628/05 vom 16.2.2006 
Erw. 3.2 m.H.).

6.3 Die Unterlagen (namentlich der Kaufvertrag vom 30. Dezember 1996 inkl. 
Pläne), welche die Vorinstanz zum vernehmlassend gestellten Antrag auf teilwei-
se Gutheissung bewegt und aufgrund der richterlichen Beurteilung auch zur teil-
weisen Gutheissung der Beschwerde geführt haben, wurden erst im Rahmen des 
vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens eingereicht. Es 
besteht kein Zweifel, dass die Vorinstanz diese Unterlagen im gleichen Sinne be-
reits bei ihrem Einspracheentscheid berücksichtigt hätte, wenn sie bereits im Ein-
spracheverfahren eingereicht worden wären. Die Beschwerdeführer haben das 
vorliegende Verfahren (II 2020 5) somit verursacht. Aus diesem Grunde wird den 
Beschwerdeführern keine Parteientschädigung zugesprochen (vgl. VGE 860/06 
vom 29.8.2006 Erw. 4; VGE 612/02 vom 7.11.2002 Erw. 5.c).

6.4 Im Verfahren II 2020 16 war die Beschwerdeführerin nicht beanwaltet, son-
dern durch ihre Tochter vertreten, womit ihr so oder anders praxisgemäss keine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 61 lit. g ATSG; VGE 55/04 vom 
24.11.2004 Erw. 4.3; VGE 105/02 vom 21.3.2003; VGE 719/99 vom 5.4.2000).

18

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerden werden die angefochte-
nen Einspracheentscheide Nr. 1141/19 vom 20. Dezember 2019 und 
Nr. 1180/19 vom 13. Januar 2020 im Sinne der Erwägungen aufgehoben, 
und die Angelegenheit wird an die Vorinstanz zurückgewiesen. Diese hat 
den EL-Anspruch der Beschwerdeführer ab 1. November 2018 bzw. ab 
1. August 2019 neu zu ermitteln.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer Ziff. 1 (2/R)
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin Ziff. 2 (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 15. Mai 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

19

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Juni 2020