# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42da0447-aeaf-5662-86fa-0307d0efe053
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2008 C-7456/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7456-2007_2008-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7456/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

H._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7456/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Ver-
sicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA), mit Verfügung vom 4. Okto-
ber 2007 die ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers revisions-
weise per 1. Dezember 2007 aufgehoben hat;

dass der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 4. Oktober 2007 
am  5. November  2007  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht 
erhoben und beantragt hat, es sei ihm weiterhin eine Invalidenrente im 
bisherigen  Umfang  auszurichten,  eventualiter  sei  die  Beschwerde-
gegnerin zu verpflichten, eine umfassende medizinische Begutachtung 
zu veranlassen;

dass  die  IVSTA mit  Vernehmlassung  vom  8. Februar  2008  die  Ab-
weisung der Beschwerde beantragt hat;

dass der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 10. April 2008 an den 
Anträgen in der Beschwerde vom 5. November 2007 festgehalten und 
einen Bericht von Dr. med. N._______ vom 2. März 2008 eingereicht 
hat;

dass  die  IVSTA nach  Einholung  eines  Arztberichtes  ihres  ärztlichen 
Dienstes  mit  Duplik  vom  14. Mai  2008  beantragte,  die  Beschwerde 
gutzuheissen und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurtei-
lung an die Verwaltung zurückzuweisen;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen  gemäss  Art. 33 
und 34 VGG zuständig ist;

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist, und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

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dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde  (Art. 60  ATSG und  Art. 52  des  Bundesgesetzes  vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) 
und somit darauf einzutreten ist;

dass  die  IVSTA aufgrund  des Arztberichtes  von Dr. N._______  vom 
2. März 2008 eine Neubeurteilung des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers  unter  orthopädisch-neurologischen  und  psychiatri-
schen Gesichtspunkten als angezeigt erachtet und somit die Rückwei-
sung der Sache an die Verwaltung beantragt;

dass  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Eventualantrag  ebenso  die 
Rückweisung an die Vorinstanz beantragt  und somit  die Anträge der 
Parteien übereinstimmen;

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  Einsicht  in  die  Akten,  na-
mentlich  in  die  Berichte  von Dr. med. N._______ vom 2. März 2008 
und des Ärztlichen Dienstes vom 8. Mai 2008, keinen Grund sieht, von 
diesen Anträgen abzuweichen;

dass deshalb die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), 
verbunden mit der Anweisung, den Beschwerdeführer in der Gegend 
des  Kantons  Aargau  oder  über  einen  zuständigen  regionalen  ärzt-
lichen  Dienst  orthopädisch-neurologisch  und  psychiatrisch  begut-
achten zu lassen und in der Sache neu zu verfügen;

dass  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2 
VwVG);

dass  dem obsiegenden  Beschwerdeführer  zu  Lasten  der  Vorinstanz 
eine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist,  welche  pauschal  auf 
Fr. 1'500.-- festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. 
des  Reglements  vom  11. Dezember  2006  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 4. Oktober 2007 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird  mit  der  Weisung an die  Vorinstanz  zurückgewiesen, 
weitere  Begutachtungen  im  Sinne  der  Erwägungen  durchführen  zu 
lassen.

3.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  eine  Parteientschädigung  von  Fr.  1'500.--  zu  Lasten  der  Vor-
instanz zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

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