# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ebdcad6-8959-5808-9b1f-e550e27c657d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 20.08.2025 VBE.2024.424
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-424_2025-08-20.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.424 / lf / GM 
Art. 96 

 

Urteil vom 20. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichter Roth 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde 

führer  

 A._____, Grüthstrasse 19, 5630 Muri AG 

unentgeltlich vertreten durch lic. iur. Fiona Carol Forrer, Rechtsanwältin, 

Auf der Mauer 4, Postfach, 8034 Zürich 

 

 
   

Beschwerde 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1969 geborene Beschwerdeführer war aufgrund seiner Anstellung als 

Elektromonteur obligatorisch bei der Beschwerdegegnerin gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als er am 29. April 2008 bei einem Arbeits-

einsatz in Q._____ infolge eines Sturzes eine rechtsseitige mediale 

Meniskusläsion erlitt. Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungs-

pflicht im Zusammenhang mit dem fraglichen Ereignis und richtete die 

entsprechenden Versicherungsleistungen in Form von Taggeld und der 

Übernahme der Kosten der Heilbehandlung aus. Nachdem der Beschwer-

deführer die Arbeit am 8. September 2008 wieder zu 100 % aufgenommen 

hatte, informierte seine Mutter Beschwerdegegnerin am 14. August 2009 

darüber, dass dieser für eine unbestimmte Zeit im Ausland sei. 

 

1.2. 

Am 19. Dezember 2019 erlitt der Beschwerdeführer einen Stolpersturz auf 

das rechte Knie. Die Beschwerdegegnerin anerkannte die daraufhin aufge-

tretenen Kniebeschwerden rechts als Rückfall zum Ereignis vom 29. April 

2008 und richtete unter diesem Titel Versicherungsleistungen (Heilbehand-

lung, Taggeld) aus. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2020 teilte sie dem Be-

schwerdeführer mit, dass der Taggeldansatz per 1. Oktober 2020 von 

Fr. 230.80 auf Fr. 47.05 reduziert werde. Nach verschiedenen Abklärungen 

(u.a. Einholen von Arztberichten; kreisärztliche Untersuchung vom 

30. September 2020; kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 29. Januar 2021) 

teilte sie dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Februar 2021 den 

Fallabschluss mit Einstellung der Heilbehandlungsleistungen per sofort und 

der Taggeldleistungen per 30. April 2021 mit. Mit gleichentags erlassener 

Verfügung sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von 

5 % zu. Mit Einsprache vom 5. März bzw. 8. April 2021 beantragte der 

Beschwerdeführer die weitere Gewährung von Heilbehandlungs- und auf 

dem ursprünglichen Ansatz basierenden Taggeldleistungen sowie – 

sinngemäss – die Zusprache einer Integritätsentschädigung von mehr als 

5 %.  

 

Mit Verfügung vom 28. Mai 2021 verneinte die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Dagegen erhob der Beschwer-

deführer am 27. Juni 2021 Einsprache. 

 

Mit Einspracheentscheid vom 16. Juli 2021 wies die Beschwerdegegnerin 

die Einsprache vom 5. März bzw. 8. April 2021 gegen die Verfügung vom 

2. Februar 2021 ab, soweit sie darauf eintrat.  

 

 - 3 - 

 

 

Mit Verfügung vom 1. September 2021 hielt die Beschwerdegegnerin 

sodann an der Höhe des Taggeldansatzes ab Oktober 2020 fest, wogegen 

der Beschwerdeführer am 30. September 2021 Einsprache erhob. 

 

Die gegen den Einspracheentscheid vom 16. Juli 2021 erhobene 

Beschwerde des Beschwerdeführers hiess das Versicherungsgericht mit  

Urteil VBE.2021.407 vom 21. Juli 2022 teilweise gut, soweit es darauf 

eintrat, und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung sowie zu 

neuem Entscheid betreffend den Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurück. Zudem 

wies das Versicherungsgericht die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass 

es angezeigt erscheine, die noch laufenden Verfahren betreffend die 

unfallversicherungsrechtlichen Ansprüche des Beschwerdeführers sinnvoll 

zu koordinieren. 

 

1.3. 

Im Nachgang an das Rückweisungsurteil aktualisierte die Beschwerde-

gegnerin die medizinischen Akten und nahm Rücksprache mit ihrem 

versicherungsmedizinischen Dienst. Mit Verfügung vom 22. Februar 2023 

kam die Beschwerdegegnerin auf die Verfügung vom 28. Mai 2021 zurück 

und sprach dem Beschwerdeführer für die Folgen des Unfalls vom 29. April 

2008 mit Wirkung ab dem 1. November 2021 eine Invalidenrente aufgrund 

eines Invaliditätsgrads von 13 % sowie eine Integritätsentschädigung auf 

der Basis einer Integritätseinbusse von 7.5 % zu. 

 

Mit Einspracheentscheid vom 19. Juni 2024 wies die Beschwerdegegnerin 

die gegen die Verfügung vom 1. September 2021 (betreffend die Höhe des 

Taggeldansatzes) erhobene Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat. Das 

Verfahren gegen den Einspracheentscheid vom 19. Juni 2024 führt das 

Versicherungsgericht unter der Verfahrensnummer VBE.2024.415. 

 

Die gegen die Verfügung vom 22. Februar 2023 (betreffend Invalidenrente 

und Integritätsentschädigung) erhobene Einsprache hiess die Beschwer-

degegnerin mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 teilweise gut und 

erhöhte –unverändert ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 13 % – 

den für die Rentenbemessung massgebenden Jahresverdienst. Im Übrigen 

wies sie die Einsprache ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 erhob der Beschwer-

deführer mit Eingabe vom 26. August 2024 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

 - 4 - 

 

 

"1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 24.06.2024 sei in Bezug 
auf die auf die Integritätsentschädigung abzuändern bzw. es sei dem 
Versicherten eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen; 

2. Es sei die (weitere) Integritätsentschädigung zu verzinsen; 
3. Evt. sei ein Gutachten bei einer unabhängigen und qualifizierten Stelle 

wie dem ASIM im Basel zur Höhe der Integritätsentschädigung in 
Auftrag zu geben; 

4. Es sei die unentgeltliche Verbeiständung und Prozessführung zu 
gewähren. 

5. Es seien die Akten zum Fall mit dem Aktenverzeichnis Act. 1-425 
Schadennr. F beizuziehen, da auf diese Akten verwiesen wird. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer-
degegnerin." 

 

Zudem reichte der Beschwerdeführer (u.a.) einen Bericht seines be-

handelnden Arztes vom 30. Juli 2024 ein. 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 5. November 2024 beantragte die Beschwer-

degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 18. November 2024 wurde dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt, und zu seiner 

unentgeltlichen Vertreterin lic. iur. Fiona Carol Forrer, Rechtsanwältin, 

Zürich, ernannt. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 4. Dezember 2024 reichte der Beschwerdeführer einen 

weiteren medizinischen Bericht zu den Akten. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Hinsichtlich der Zusprache einer Invalidenrente aufgrund eines Invalidi-

tätsgrads von 13 % und eines versicherten Verdienstes von Fr. 94'285.00 

mit Wirkung ab dem 1. November 2021 ist der Einspracheentscheid vom 

24. Juni 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 411) unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen (vgl. Beschwerde S. 3; BGE 144 V 354 E. 4 

S. 357 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_98/2023 vom 10. August 2023 

E. 2.2). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 

eine höhere als die ihm mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 

(VB 411) zugesprochene Integritätsentschädigung hat. 

 

 - 5 - 

 

 

2. 

2.1. 

Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte, der durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Integrität erleidet, Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-

schädigung. 

 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn 

er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens im gleichen 

Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder 

psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig 

oder stark beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 133 V 224 E. 2.2 S. 227 mit 

Hinweis auf BGE 124 V 29 und 124 V 209). Die Schädigung ist erheblich, 

sobald sie die Schwelle von 5 % erreicht (GUSTAVO SCARTAZZINI, Neuere 

Fragen zur Integritätsentschädigung, SZS 2007 S. 292; Ziff. 1 Abs. 3 des 

Anhangs 3 zur UVV; vgl. auch BGE 116 V 156 E. 3b S. 157). 

 

2.2. 

Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ärztliche Aufgabe (PHILIPP 

PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische Unfallfolgen nach 

dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfallversicherung: Grund-

lagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 53/2009 S. 344). Die 

Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich ausschliesslich nach dem 

medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen (vgl. BGE 150 V 469 E. 3 S. 470 mit Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

Zur Beurteilung des aus dem Unfall vom 29. April 2008 resultierenden 

Integritätsschadens stützte sich die Beschwerdegegnerin in ihrem 

Einspracheentscheid vom 24. Juni 2024 (VB 411) in medizinischer Hinsicht 

im Wesentlichen auf die versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung von 

PD Dr. med. B._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 5. Januar 2023. Darin führte 

PD Dr. med. B._____ aus, als mindestens teilkausale Folge des 

Ereignisses vom 29. April 2008 bestehe beim Beschwerdeführer 

bildgebend eine mässige innenseitige Varusgonarthrose Stadium II nach 

Kellgren und Lawrence. Die am 8. November 2022 von den 

Kniespezialisten der Universitätsklinik C._____ erhobenen Befunde (vgl. 

VB 311 S. 3) würden bis auf eine "Leichte Druckdolenz im Bereich des 

medialen Gelenkspaltes" einen Normalbefund des rechten Kniegelenks 

beschreiben. Nach Suva-Tabelle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen" sei 

eine Femorotibial-Arthrose in ihrer mässigen Ausprägung mit 5-15 % und 

als schwere Arthrose mit 15-30 % zu bewerten. Aufgrund der klinischen 

und bildgebenden Befunde sei die Arthrose als mässig ausgeprägt im 

 - 6 - 

 

 

maximal mittleren Beurteilungsintervall einzuschätzen. Daher werde der 

Integritätsschaden auf 7.5 % geschätzt (VB 316 S. 1). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 

ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Feststellungen des 

Versicherungsmediziners PD Dr. med. B._____ würden in Diskrepanz zu 

den Berichten seines behandelnden Arztes PD Dr. med. D._____, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

stehen. Zudem seien die neusten Röntgenbilder und MRI-Befunde, die 

gemäss Dr. med. D._____ nebst der Gonarthrose, die allenfalls in der 

Zwischenzeit das Stadium III erreiche, einen Knorpelschaden am rechten 

Knie zeigten, dem Versicherungsmediziner nicht vorgelegt worden, womit 

 - 7 - 

 

 

die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe. 

Dementsprechend habe der Versicherungsmediziner eine mässig bis 

schwere Arthrose im Knie mit einer nicht nachvollziehbaren Begründung 

verneint bzw. den erheblichen Knorpelschaden ausser Acht gelassen (vgl. 

Beschwerde S. 7). Mit den Berichten von PD Dr. med. D._____ würden 

mehr als nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der Schlüsse des 

Versicherungsmediziners entstehen. Aus diesem Grunde könne nicht auf 

dessen Bericht abgestellt werden (vgl. Beschwerde S. 8).  

 

4.2. 

Das Versicherungsgericht hatte die Angelegenheit mit Urteil VBE.2021.407 

vom 21. Juli 2022 an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung 

zurückgewiesen, da das im damaligen Beschwerdeverfahren eingereichte 

Schreiben von PD Dr. med. D._____ vom 6. Dezember 2021 aufgrund der 

darin vertretenen, von der Einschätzung des Versicherungsmediziners 

divergierenden Ansicht zur Schwere des durch den Unfall vom 29. April 

2008 bedingten Integritätsschadens zumindest geringe Zweifel an den 

Feststellungen des Kreisarztes der Beschwerdegegnerin vom 29. Januar 

2021 hervorgerufen hatte. Dieser war zum Schluss gelangt, dass aufgrund 

der beginnenden massigen Varusgonarthrose gemäss Suva-Tabelle 5.2 

und unter Berücksichtigung der mittelfristigen Entwicklung ein Integritäts-

schaden von 5 % bestehe (VB 125 S. 1; VBE.2021.407 vom 21. Juli 2022 

E. 2.4.; VB 288 S. 6). 

 

In seinem Schreiben vom 6. Dezember 2021 hatte PD Dr. med. D._____ 

unter anderem festgehalten, es bestehe betreffend das Knie eine 

Degeneration, wobei diese zwischen mässig und schwer eingeschätzt 

werde und eher bei 15 % als bei 5 % liege, insbesondere auch da die MRI-

Bildgebung mehr als 1 Jahr alt sei. Ein Endzustand sei aktuell sicherlich 

nicht erreicht, da damit zu rechnen sei, dass die Gonarthrose voranschrei-

ten werde und weitere Operationen notwendig werden würden. In der MRI-

Bildgebung vom Februar 2020 sei die Degeneration im medialen 

Kompartiment bereits ersichtlich (VB 233 S. 1). 

 

In der Aktenbeurteilung vom 5. Januar 2023 führte der Versicherungs-

mediziner PD Dr. med. B._____ sodann aus, mit den am 8. November 2022 

angefertigten konventionellen Röntgenaufnahmen (VB 312) zeige sich ein 

innenseitig zwischen Ober- und Unterschenkel verminderter Gelenkpalt mit 

subchondraler Sklerosierung und beginnenden osteophytären Ausziehun-

gen, was nach Kellgren und Lawrence einer Gonarthrose Stadium II ent-

spreche. Eine für das Stadium III zu fordernde ausgeprägte Osteo-

phytenbildung gelange nicht zur Darstellung. Die Beurteilung des 

Kniespezialisten, dass sich bildmorphologisch eine bekannte mediale 

Varusgonarthrose zeige (VB 311 S. 3), werde geteilt. Eine im Radiologie-

Befund angegebene leichtgradige Pangonarthrose sei nicht zu bestätigen. 

Das laterale Gelenkkompartiment stelle sich unauffällig dar, lediglich die 

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Kniescheibe zeige eine geringe subchondrale Sklerosierung und 

höchstens angedeutet eine geringe Ausziehung an der oberen Be-

grenzung. Nachdem als Folge des Ereignisses vom 29. April 2008 eine 

Läsion des innenseitigen Meniskus als unfallähnliche Körperschädigung 

anerkannt worden sei, seien über das mediale Kompartiment hinaus-

gehende degenerative Veränderungen nicht überwiegend wahrscheinlich 

hierauf zurückzuführen (VB 315 S. 6). Zum Bericht von PD Dr. med. 

D._____ vom 6. Dezember 2021 führte PD Dr. med. B._____ unter 

anderem aus, eine Degeneration, die zwischen mässig und schwer und 

eher bei 15 % als bei 5 % einzuschätzen sei, sei sowohl durch den 

bildgebenden Befund einer Gonarthrose Stadium II nach Kellgren und 

Lawrence als auch und insbesondere durch die jüngst am 8. November 

2022 erhobene Klinik (vgl. VB 311 S. 3), die bis auf eine leichte 

Druckdolenz im Bereich des medialen Gelenkspaltes keinerlei Auffällig-

keiten und eine sehr gute Funktion zeige, zu relativieren. Überdies sei nicht 

zu erkennen, auf welches Klassifikationssystem sich PD Dr. med. D._____ 

mit dessen Prozentangaben beziehe, und speziell, ob diesem die zur 

Schätzung eines Integritätsschadens anzuwendenden Feinrastertabellen 

bekannt seien (VB 315 S. 7). 

 

4.3. 

Die beiden Aktenbeurteilungen von PD Dr. med. B._____ vom 5. Januar 

2023 (vgl. E. 3.1. hiervor; VB 315 f.) sind in sich schlüssig und plausibel 

begründet. Die Akten beruhen auf verschiedenen persönlichen Unter-

suchungen sowie Bildgebungen und ergeben ein vollständiges Bild 

betreffend den vorliegend relevanten medizinischen Sachverhalt 

(vgl. E. 3.2.3. hiervor). PD Dr. med. B._____ gelangte unter 

Berücksichtigung der medizinischen Akten, der bildgebenden Befunde und 

der vom Beschwerdeführer aktenkundig beklagten Beschwerden sowie 

unter Bezugnahme auf die geltenden Suva-Tabellen und in 

Auseinandersetzung mit den Ausführungen des behandelnden Arztes 

PD Dr. med. D._____ zu seiner nachvollziehbar begründeten Einschätzung 

der Höhe der durch den Unfall vom 29. April 2008 bedingten 

Integritätseinbusse. 

 

Zwar trifft es zu, dass PD Dr. med. B._____ der Sprechstundenbericht von 

PD Dr. med. D._____ und Assistenzärztin med. pract. E._____ vom 

20. Juni 2024 (VB 408 S. 2) sowie die Ergebnisse der Röntgen- und der 

MRI-Untersuchung des rechtens Knies vom 13. Juni 2024 (VB 408 S. 3) 

nicht zur Beurteilung vorgelegt worden waren (vgl. Beschwerde S. 5, 7). 

Sowohl der klinische Befund wie auch die Beurteilung im Bericht vom 

20. Juni 2024 (VB 408 S. 3) stimmen jedoch im Wesentlichen mit den 

Ausführungen im Bericht von PD Dr. med. D._____ vom 8. November 2022 

(VB 311 S. 3) überein. Der Bericht vom 8. November 2022 lag PD Dr. med. 

B._____ vor (VB 315 S. 4) und wurde von diesem in seinen beiden 

Aktenbeurteilungen vom 5. Januar 2023 umfassend gewürdigt (VB 315 

 - 9 - 

 

 

S. 5 ff.; 316 S. 1). Die bildgebenden Untersuchungen (Röntgen, CT, MRI) 

des rechten Knies vom 13. Juni 2024 zeigten nach Lage der Akten zudem 

weiterhin eine moderate Gonarthrose (vgl. VB 408 S. 3). In dem im Rahmen 

des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht vom 30. Juli 2024 (vgl. 

Beschwerdebeilage [BB] 3) führte PD Dr. med. D._____ ebenfalls aus, 

gemäss Radiologiebefund handle es sich um eine moderate Arthrose. Man 

sehe auch keine angrenzenden Zysten am medialen Femurkondylus oder 

am medialen Tibiaplateau, so dass die Beurteilung durch die 

Beschwerdegegnerin nachvollzogen werden könne. Dennoch sei der 

Knorpel im medialen Kompartiment stark ausgedünnt, so dass es eine 

Ermessensfrage sei, ob es sich um eine moderate oder eine schwere 

Arthrose handle (S. 1). 

 

Es findet sich damit keine medizinische Beurteilung (vgl. E. 2.2. hiervor) in 

den Akten, welche nahelegte, dass die von PD Dr. med. B._____ am 

5. Januar 2023 auf 7.5 % geschätzte Integritätseinbusse der dem 

Beschwerdeführer aus dem fraglichen Unfall verbleibenden rechtsseitigen 

Knieschaden nicht angemessen (vgl. E. 2.1. hiervor) wäre. Hinsichtlich der 

medizinischen Beurteilung des Sachverhalts durch die Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5 ff.) ist schliesslich darauf 

hinzuweisen, dass diese bereits deshalb unbehelflich ist, weil sie als 

medizinische Laiin hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.1.2; 9C_614/2015 vom 21. Juni 

2016 E. 5.1). 

 

4.4. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch nur 

geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der versicherungs-

medizinischen Beurteilung von PD Dr. med. B._____ (vgl. E. 3.1. hiervor) 

erwecken könnten (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Die besagte Beurteilung erfüllt 

demnach die Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige 

medizinische Stellungnahmen (vgl. E. 3.2.1. hiervor). Der anspruchs-

relevante medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund 

als vollständig abgeklärt. Auf weitere Abklärungen (vgl. Beschwerde S. 8) 

ist in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten, da von solchen keine 

weiteren relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 127 V 491 E. 1b 

S. 494 mit Hinweisen) und entgegen dem Beschwerdeführer auch keine 

Verletzung der Untersuchungspflicht durch die Beschwerdegegnerin 

(vgl. Beschwerde S. 7) ersichtlich ist.  

 

Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer für den aus dem Unfall vom 29. April 2008 ver-

bleibenden rechtsseitige Knieschaden gestützt auf die Beurteilung von 

PD Dr. med. B._____ eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

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Integritätseinbusse von 7.5 % zugesprochen hat. Der angefochtene Ein-

spracheentscheid vom 24. Juni 2024 (VB 411) ist damit zu bestätigen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

5.3.1. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als 

Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu. Der unentgeltlichen Rechtsvertreterin wird das 

angemessene Honorar nach Eintritt der Rechtskraft des versicherungs-

gerichtlichen Urteils aus der Obergerichtskasse zu vergüten sein (Art. 122 

Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. § 34 Abs. 3 VRPG). 

 

5.3.2. 

Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin reichte am 24. Februar 2025 

eine Kostennote ein, die einen Zeitaufwand von 17 Stunden zu Fr. 250.00, 

Barauslagen von Fr. 61.90 und Mehrwertsteuer von Fr. 349.25, total somit 

Fr. 4'661.15, ausweist. 

 

5.3.3. 

Die Entschädigung im Beschwerdeverfahren vor dem Versicherungs-

gericht richtet sich nicht nach einem Stundentarif, sondern in erster Linie 

nach der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles (von Fr. 1'210.00 bis 

Fr. 14'740.00; § 8a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. b AnwT). Praxisgemäss be-

trägt die Grundentschädigung in einem durchschnittlichen Beschwerde-

verfahren betreffend UVG innerhalb des genannten Tarifrahmens von § 3 

Abs. 1 lit. b AnwT Fr. 3'300.00. Mit dieser Grundentschädigung sind 

Aktenstudium, Instruktionen, rechtliche Abklärungen, Korrespondenz und 

Telefonate sowie eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer 

behördlichen Verhandlung abgegolten. Hiervon erfolgt ein Abschlag ge-

mäss § 6 Abs. 1 AnwT von 10 % aufgrund der nicht durchgeführten Ver-

handlung (= Fr. 2'970.00). Die zusätzliche Eingabe vom 4. Dezember 2024 

rechtfertigt einen Zuschlag von 5 % (= Fr. 3'135.00, § 6 Abs. 3 AnwT). 

Sodann hatte die Rechtsvertreterin den Beschwerdeführer bereits im 

Verwaltungsverfahren vertreten und damit entsprechende Aktenkennt-

nisse, was zu einem Abzug von 25 % führt (= Fr. 2'351.25, § 8 AnwT). Zum 

Honorar dazu kommen eine Spesenpauschale von 3 % sowie die 

gesetzliche Mehrwertsteuer. Es ergibt sich damit eine Entschädigung von 

 - 11 - 

 

 

insgesamt gerundet Fr. 2'600.00 (inkl. Auslagen und MwSt.; vgl. § 8c 

AnwT). 

 

5.3.4. 

Die in chronologischer Abfolge geführte Kostennote vom 24. Februar 2025 

mit stichwortartigen Hinweisen zu den erfassten Arbeiten, wie bei-

spielsweise "AS E-Mail Klient betreffend IV und IE mit Antwortmail",  

"E-Mailverkehr mit Klient" oder "AS E-Mails Klient und Unterlagen mit 

Antwortmail", unterscheidet nicht detailliert nach Aufwandposition und 

erlaubt dem Gericht damit kein Aufschlüsseln der notwendigen oder nicht 

mehr durch die Entschädigung erfassten Arbeiten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_98/2017 vom 27. Oktober 2017 E. 7.2). Abgesehen 

davon ist der Fall nicht als überdurchschnittlich komplex einzustufen und 

es waren im Wesentlichen die üblichen Rechtsfragen zu beantworten. 

Zudem waren die für ein UVG-Verfahren in durchschnittlichem Umfang 

bestehenden Akten zu studieren. Es geht aus der Kostennote sodann keine 

Begründung für einen Mehraufwand hervor, der einen ausserordentlichen 

Zuschlag gemäss § 7 AnwT rechtfertigen würde (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 9C_386/2020 vom 24. September 2020 E. 4.1.4; 

8C_278/2020 vom 17. August 2020 E. 4.4 und 6.2). Mit dem festgelegten 

Honorar von Fr. 2'600.00 sind in angemessener Weise die entstandenen, 

objektiv gerechtfertigten Kosten und Aufwendungen gedeckt (notwendige 

Vertretungskosten, Urteil des Bundesgerichts 8C_63/2014 vom 12. Mai 

2014 E. 6.2 f. und E. 7.2) und die dem vorliegenden Fall angemessenen 

anwaltlichen Bemühungen angesichts der Bedeutung der Streitsache und 

der Schwierigkeit des Prozesses ausreichend abgegolten (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 9C_386/2020 vom 24. September 2020 E. 4.3.; 

8C_278/2020 vom 17. August 2020 E. 6.2; 8C_727/2019 vom 

19. Dezember 2019 E. 5). 

 

5.4. 

Es wird ausdrücklich auf Art. 123 ZPO verwiesen, wonach eine Partei, der 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung der dem 

Rechtsvertreter ausgerichteten Entschädigung verpflichtet ist, sobald sie 

dazu in der Lage ist. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

 - 12 - 

 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

4. 

Das Honorar der unentgeltlichen Rechtsvertreterin wird richterlich auf 

Fr. 2'600.00 festgesetzt. 

 

Die Obergerichtskasse wird gestützt auf § 12 Anwaltstarif angewiesen, der 

unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers lic. iur. Fiona 

Carol Forrer, Rechtsanwältin, Zürich, nach Eintritt der Rechtskraft das 

Honorar von Fr. 2'600.00 auszurichten. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar (Art. 46 BGG).  

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seiner 

Vertreterin zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 20. August 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Kathriner Fricker