# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 912e7894-b38f-539a-9bc6-76c524d3b288
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 28.11.2017 A 2017 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2017-48_2017-11-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 17 48

4. Kammer

Einzelrichter Racioppi und Simmen als Aktuar

URTEIL

vom 28. November 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.____ und B.____,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X.____,

Beschwerdegegnerin

betreffend Gästetaxe 2016

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1. B.____ ist Eigentümerin diverser Wohnungen in den Liegenschaften in 

der Gemeinde X.____, welche unter einer Ausnahme an Personen mit 

Wohnsitz in der Gemeinde X.____ dauervermietet sind. Die Ausnahme 

bildet eine 3-Zimmerwohnung, welche gemäss "Erhebungsblatt Touris-

mustaxe" vom 22. Juli 2015 durch die Eheleute A.____ und B.____ selbst 

genutzt wird. Mit Rechnungsstellung vom 13. März 2017 forderte die Ge-

meinde X.____ bei B.____ die Gästetaxe 2016 in der Höhe von Fr. 640.-- 

ein.

2. Dagegen erhoben die Eheleute A.____ und B.____ am 8. April 2017 Ein-

sprache an die Gemeinde X.____ und beantragten die Annullation der 

Verfügung vom 13. März 2017. Begründend führten sie im Wesentlichen 

aus, dass eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots im Sinne des den 

Kanton Obwalden betreffenden Bundesgerichtsentscheids vom 22. Fe-

bruar 2016 vorliege. Zudem würden die Einnahmen aus der Gästetaxe in 

der Gemeinde X.____ nur im geringsten Teil gesetzeskonform verwendet. 

Nach Vorliegen des Gerichtsentscheids im verwaltungsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahren A 16 52 würden sie über das weitere Vorgehen infor-

mieren. 

3. Am 10. April 2017 wurde den Eheleute A.____ und B.____ und der Ge-

meinde X.____ das Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden A 16 52 vom 14. März 2017 betreffend Gästetaxen 

2014/2015 zugestellt. Mit dem erwähnten Urteil wurde die Beschwerde 

der Eheleute A.____ und B.____ betreffend Gästetaxe 2014 abgewiesen, 

soweit darauf eingetreten wurde, während auf die Beschwerde betreffend 

Gästetaxe 2015 nicht eingetreten wurde.

4. Am 28. Juni 2017 stellte die Gemeinde X.____ B.____ die zweite Mah-

nung für die Gästetaxe 2016 zu. 

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5. Am 11. Juli 2017 erhoben die Eheleute A.____ und B.____ erneut Ein-

sprache gegen die Verfügung betreffend Gästetaxe 2016 vom 13. März 

2017 und beantragten wiederum die Annullation derselben. Begründend 

machten sie im Wesentlichen geltend, dass es auch in der Gemeinde 

X.____ Ortsansässige gebe, die beispielsweise im ländlichen Teil der 

Gemeinde temporär benutzte Wohnobjekte besässen; diese würden vom 

Tourismusgesetz jedoch nicht erfasst, was gegen das Rechtsgleichheits-

gebot verstosse. Sie verursachten in der Gemeinde X.____ weder Kosten 

im Zusammenhang mit dem Tourismus noch machten sie dort Ferien 

oder hielten sich zu Erholungszwecken auf. Zudem sei es fraglich, ob in 

den Jahren 2015 und 2016 mit den Einnahmen der Gästetaxe Aktivitäten 

und Investitionen finanziert worden seien, die einen direkten Nutzen zu-

gunsten der Gäste geschaffen hätten und ob die Gästetaxen zweckge-

bunden und gesetzeskonform verwendet worden seien. Einrichtungen wie 

Museum, Schwimmbad, Stadtanlagen, Spazier- und Wanderwege, Fit-

ness-Trails etc. hätten schon vor Einführung der Gäste- und Tourismusta-

xen bestanden und würden fast nur von den Einheimischen frequentiert. 

Es sei davon auszugehen, dass die Bestimmungen des Gesetzes über 

Gäste- und Tourismustaxen in den Jahren 2015 und 2016 nur im gerin-

gen Masse eingehalten worden seien. Falls doch hätten die Gäste in 

X.____ nur einen sehr bescheidenen Nutzen aus den Aktivitäten der 

C.____ AG.

6. Mit Einspracheentscheid vom 21. August 2017 wies die Gemeinde 

X.____ die Einsprache vom 8. April 2017 ab, während sie auf die Ein-

sprache vom 11. Juli 2017 infolge verspäteter Einreichung nicht eintrat. 

Begründend führte sie aus, dass das Verwaltungsgericht die Gästetaxe 

zu Recht als Kostenanlastungssteuer qualifiziert habe, welche von den 

Wohnungseigentümern ohne Hauptwohnsitz in der Gemeinde erhoben 

werden dürfe. Des Weiteren habe das Verwaltungsgericht die gesetzliche 

Grundlage der Gästetaxe für zureichend angesehen. Die Gästetaxenein-

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nahmen seien in den Jahren 2015 und 2016 zweckgebunden und geset-

zeskonform verwendet worden. In den Jahren 2014 bis 2016 habe sich in 

der Gemeinde X._____ ein Gesamtaufwand von Fr. 123'287.25 bei ge-

samthaften Einnahmen aus der Gästetaxe von Fr. 61'794.-- ergeben. Die 

Einnahmen aus der Gästetaxe hätten somit bei weitem nicht ausgereicht, 

um die Aufwendungen für den Tourismus zu decken. In der gesamten 

Gemeinde habe der Aufwandüberschuss im Jahr 2014 Fr. 91'221.15, im 

Jahr 2015 Fr. 88'699.87 und im Jahr 2016 Fr. 362'341.93 betragen. Folg-

lich seien die Vorschriften der Zweckbindung erfüllt. Die Einnahmen aus 

der Gästetaxe flössen nicht in das Standortmarketing. Dazu dienten ein-

zig die Mittel aus der Tourismustaxe. 

7. Dagegen erhoben die Eheleute A.____ und B.____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer) am 18. September 2017 Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden mit den Anträgen auf Annullation 

der Verfügung vom 13. März 2017 und Befreiung von der Gästetaxen-

pflicht. Neben den bereits im Einspracheverfahren vorgebrachten Argu-

menten führten die Beschwerdeführer unter anderem insbesondere noch 

aus, dass sich die Gemeinde X.____ ganze 136 Tage Zeit gelassen habe, 

um die Einsprache zu bearbeiten, während sie sich an eine Einsprache-

frist von 30 Tagen hätten halten müssen. Das Recht auf eine zeitlich an-

gemessene Behandlung der Einsprache werde nicht ernst genommen. 

Des Weiteren handle es sich beim Schreiben vom 11. Juli 2017 nicht um 

eine neue Einsprache, sondern um eine Präzisierung der Einsprache vom 

8. April 2017. Die Gemeinde habe 40 Tage Zeit gehabt, die Ausführungen 

des Schreibens vom 11. Juli 2017 zu prüfen und in den Einspracheent-

scheid einfliessen zu lassen. Auf einzelne Fragen des präzisierenden 

Schreibens vom 11. Juli 2017 sei die Gemeinde inkonsequenterweise 

trotzdem eingegangen, obschon sie auf diese Einsprache nicht eingetre-

ten sei. Eine unzulässige Ausdehnung der Rechtsbegehren liege nicht 

vor. 

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8. Die Gemeinde X.____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 4. Oktober 2017 auf Abweisung der Be-

schwerde. Begründend führte sie insbesondere aus, dass sich an der 

Ausgangslage seit dem Jahr 2015 nichts geändert habe, weshalb sie auf 

eine Begründung verzichte. Sie habe davon ausgehen dürfen, dass die 

Beschwerdeführer sie, wie in der Einsprache vom 8. April 2017 verspro-

chen, über das weitere Vorgehen informieren würden, was aber nicht er-

folgt sei. Der Vorwurf, dass sich die Gemeinde an keine Fristen gebunden 

fühle, werde daher zurückgewiesen. 

9. Am 13. Oktober 2017 hielten die Beschwerdeführer replicando an ihren 

Anträgen fest und vertieften ihre Argumentation. Dabei führten sie insbe-

sondere noch aus, dass die Geschäftsprüfungskommission der Gemeinde 

X.____ die gesetzeskonforme und zweckgebundene Verwendung der 

Gästetaxen für die Jahre 2015 und 2016 nicht in einer schriftlichen Er-

klärung zuhanden des Parlaments attestiert habe. 

10. Am 25. Oktober 2017 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihrem 

Antrag fest. Die Gästetaxen seien bei allen taxpflichtigen Objekten in der 

Gemeinde, die von Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz in der 

Gemeinde genutzt oder vermietet würden, erhoben worden. Die Ge-

schäftsprüfungskommission habe die Jahresrechnung 2016 im Detail ge-

prüft und dem Parlament Bericht erstattet. In der Folge habe die Ge-

schäftsprüfungskommission die vorbehaltslose Genehmigung der Jahres-

rechnung und Entlastung der verantwortlichen Gemeindeorgane bean-

tragt. Diese Anträge seien vom Parlament am 1. Juni 2017 einstimmig 

genehmigt worden. 

11. In einem weiteren Schriftenwechsel vertieften die Parteien ihre Argumen-

tationen.

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. August 2017 sowie auf 

die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in einzel-

richterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht überschrei-

tet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Das vorliegende ver-

waltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren betrifft die von der Beschwer-

degegnerin für das Jahr 2016 bei den Beschwerdeführern in Rechnung 

gestellte Gästetaxe in der Höhe von Fr. 640.--. Da der Streitwert 

Fr. 5'000.-- nicht überschreitet und die vorliegende Streitsache nicht in 

Fünferbesetzung zu entscheiden ist, ist die Zuständigkeit des Einzelrich-

ters gegeben.

2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchen-

steuern (GKStG; BR 720.200) in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG 

beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerden 

gegen kommunale Einspracheentscheide in Steuersachen. Der angefoch-

tene Einspracheentscheid vom 21. August 2017, mit welchem die Be-

schwerdegegnerin die Einsprache der heutigen Beschwerdeführer vom 

8. April 2017 abgewiesen hat bzw. auf die Einsprache der Beschwerde-

führer vom 11. Juli 2017 infolge verspäteter Einreichung nicht eingetreten 

ist, bildet demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Die Legitimation der 

Beschwerdeführerin B.____, welche als Eigentümerin der fraglichen 3-

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Zimmerwohnung formelle Adressatin sowohl der Verfügung vom 13. März 

2017 als auch des angefochtenen Einspracheentscheids vom 21. August 

2017 ist, ist unbestritten. Es stellt sich die Frage, ob auch deren Ehegatte, 

welcher ebenfalls Beschwerde erhoben hat (bzw. diese zumindest als 

"Ehemann der Beschwerdeführerin" unterzeichnet hat) und nicht Verfü-

gungsadressat ist, zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist. Aufgrund der 

Tatsache, dass die Beschwerdelegitimation von B.____ unstrittig gegeben 

ist, kann die Frage betreffend der Beschwerdelegitimation ihres Ehegat-

ten offen gelassen werden. Die weiteren Prozessvoraussetzungen geben 

zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die Beschwerde einzutreten 

ist. 

3. a) Streitig und zu prüfen ist zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

auf die zweite Einsprache bzw. die im laufenden Einspracheverfahren 

eingereichte Stellungnahme der heutigen Beschwerdeführer vom 11. Juli 

2017 zu Recht nicht eingetreten ist und demzufolge die darin enthaltenen 

Rügen im angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. August 2017 

(zumindest teilweise) zu Recht nicht beurteilt hat. 

b) Wie vorstehend bereits dargestellt forderte die Beschwerdegegnerin mit 

Rechnungsstellung vom 13. März 2017 bei der Beschwerdeführerin 

B.____ die Gästetaxe 2016 in der Höhe von Fr. 640.-- ein (vgl. Akten der 

Beschwerdeführer [Bf-act.] 1). Dagegen erhoben die heutigen Beschwer-

deführer am 8. April 2017 Einsprache an die Beschwerdegegnerin und 

beantragten die Annullation der Verfügung vom 13. März 2017 (vgl. Bf-

act. 2). Dabei rügten sie im Wesentlichen eine Verletzung des Rechts-

gleichheitsgebots im Sinne des den Kanton Obwalden betreffenden Bun-

desgerichtsentscheids 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 und machten 

geltend, dass die Einnahmen aus der Gästetaxe in der Gemeinde X.____ 

nur im geringsten Teil im Sinne des Gesetzes über Gäste- und Tourismu-

staxen verwendet würden. Abschliessend führten die Beschwerdeführer 

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in ihrer Einsprache vom 8. April 2017 aus, dass sie die Gemeinde nach 

Vorliegen des Gerichtsentscheids über das weitere Vorgehen informieren 

würden. Nachdem das von den Beschwerdeführern in ihrer Einsprache 

vom 8. April 2017 erwähnte Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden A 16 52 vom 14. März 2017 betreffend Gästetaxen 

2014/2015 den Parteien am 10. April 2017 mitgeteilt wurde, stellte die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin B.____ am 28. Juni 2017 

die zweite Mahnung für die Gästetaxe 2016 zu (vgl. Bf-act. 3). Daraufhin 

reichten die Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin am 11. Juli 2017 

ein weiteres Schreiben mit folgendem Titel ein: 

"Einsprache gegen Verfügung und Rechnung 2016 vom 13.03.2017 / Debitor: 0019454
2. Mahnung vom 28. Juni 2017 / Ergänzung der Einsprache datiert 08.04.2017"

Wie bereits in der Einsprache vom 8. April 2017 beantragten die Be-

schwerdeführer wiederum die Annullation der Verfügung und Rechnung 

betreffend Gästetaxe 2016 und führten am Schluss ihrer Argumentation 

explizit aus, dass es sich bei ihren Ausführungen um eine Ergänzung der 

bereits am 8. April 2017 erhobenen Einsprache handle (vgl. S. 5 des 

Schreibens vom 11. Juli 2017 [Bf-act. 4]). Dementsprechend ist aber das 

Schreiben der heutigen Beschwerdeführer vom 11. Juli 2017 − entgegen 

der beschwerdegegnerischen Auffassung − keineswegs als zweite 

selbständige Einsprache gegen die Verfügung und Rechnung der Gäste-

taxe 2016 vom 13. März 2017 zu qualifizieren; vielmehr handelt es sich 

beim Schreiben vom 11. Juli 2017 um eine im laufenden Einsprachever-

fahren abgegeben Stellungnahme, wobei es zu berücksichtigen gilt, dass 

das Einspracheverfahren bis zur Mitteilung des Urteils des Verwaltungs-

gerichtes des Kantons Graubünden A 16 52 vom 14. März 2017 faktisch 

"sistiert" war. Vor diesem Hintergrund hätte aber die Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. August 2017 nicht nur 

die Einsprache vom 8. April 2017 materiell beurteilen müssen, sondern 

vielmehr auch auf die Rügen der im Einspracheverfahren von den heuti-

gen Beschwerdeführern eingereichten Stellungnahme vom 11. Juli 2017 

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eingehen müssen. Dies hat die Beschwerdegegnerin nicht getan, indem 

sie mit Einspracheentscheid vom 21. August 2017 infolge verspäteter Ein-

reichung nicht auf die "Einsprache" vom 11. Juli 2017 eingetreten ist. Be-

reits aus diesem Grund erweist sich die Beschwerde als begründet, was 

zur Gutheissung derselben und zur Aufhebung des angefochtenen Ein-

spracheentscheids vom 21. August 2017 führt. Grundsätzlich wäre es 

zwar denkbar, dass die von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid zu Unrecht nicht beurteilten Rügen direkt durch das 

streitberufene Gericht beurteilt würden. Dies würde indes zu einer un-

zulässigen Verkürzung des Rechtsmittelwegs führen, weshalb die Ange-

legenheit zum Neuentscheid bzw. zur materiellen Beurteilung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Dabei wird sich die Beschwerde-

gegnerin sowohl mit den Rügen der Einsprache vom 8. April 2017 als 

auch mit denjenigen des Schreibens vom 11. Juli 2017 auseinanderzu-

setzen haben. 

c) Dabei kann sich die Beschwerdegegnerin bezüglich der beschwerdefüh-

rerischen Rügen, wonach die Gemeinde X.____ kein bzw. lediglich ein 

geringes touristisches Angebot biete und sie sich weder zu Ferien- noch 

zu Erholungszwecken in der Gemeinde X._____ aufhielten und auch das 

touristische Angebot dieser Gemeinde nicht nutzten, ohne Weiteres an 

die Erwägungen der Urteile des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden A 16 52 vom 14. März 2017 bzw. A 15 59 vom 1. Juli 2016 

halten, zumal sich diesbezüglich die massgeblichen Verhältnisse seither − 

soweit ersichtlich − nicht verändert haben. Darüber hinaus wird die Be-

schwerdegegnerin aber auch die von den Beschwerdeführern erhobene 

Rüge zu prüfen haben, wonach es gegen das Rechtsgleichheitsgebot 

verstosse, dass Ferienhausbesitzer mit steuerrechtlichem Wohnsitz in der 

Gemeinde X.____ nicht der Abgabepflicht unterliegen. Bei dieser Beurtei-

lung wird die Beschwerdegegnerin insbesondere das den Kanton Obwal-

den betreffende Urteil des Bundesgerichtes 2C_794/2015 vom 22. Febru-

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ar 2015 sowie auch die Botschaft der Regierung des Kantons Graubün-

den an den Grossen Rat zur Teilrevision des Gesetzes über die Gemein-

de- und Kirchensteuern vom 29. August 2017 (vgl. Heft Nr. 4/2017-2018 

S. 433 ff.) zu berücksichtigen haben (obschon die Teilrevision des Geset-

zes über die Gemeinde- und Kirchensteuern voraussichtlich rückwirkend 

per 1. Januar 2018 in Kraft treten wird und dementsprechend auf den vor-

liegend zu beurteilenden Fall noch nicht anwendbar ist). Des Weiteren 

wird sich die Beschwerdegegnerin abermals mit der von den Beschwer-

deführern gerügten zweckwidrigen Verwendung der Erträge aus der Gäs-

tetaxe befassen müssen, wobei es diesbezüglich zu beachten gilt, dass 

die Frage, ob die Einnahmen aus der Gästetaxe gesetzeskonform und in 

Übereinstimmung mit dem übergeordneten Recht verwendet werden, mit 

Blick auf die gesamte Gemeinde X.____ und nicht isoliert mit Blick auf 

einzelnen Fraktionen oder die Gemeinde X._____ zu beurteilen ist. 

4. a) Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Einsprache der heutigen 

Beschwerdeführer vom 8. April 2017 eingetreten ist. Dabei hätte sie indes 

auch die Rügen der Stellungnahme vom 11. Juli 2017 beurteilen müssen, 

zumal es sich beim Schreiben vom 11. Juli 2017 − wie gesehen − nicht 

um eine isoliert zu betrachtende zweite Einsprache handelt, sondern 

vielmehr um eine im Einspracheverfahren eingereichte Stellungnahme. 

Bereits vor diesem Hintergrund erweist sich die Beschwerde als begrün-

det, was zur Gutheissung derselben und zur Aufhebung des angefochte-

nen Einspracheentscheids vom 21. August 2017 führt. Die Angelegenheit 

ist an die Beschwerdegegnerin zum Neuentscheid im Sinne der Erwä-

gungen bzw. zur materiellen Beurteilung sämtlicher im Einspracheverfah-

ren erhobenen Rügen zurückzuweisen. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Eine ausser-

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gerichtliche Entschädigung an die obsiegenden Beschwerdeführer ist 

nicht zuzusprechen, da sie nicht anwaltlich vertreten sind. 

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheent-

scheid vom 21. August 2017 wird aufgehoben und die Angelegenheit wird 

zum Neuentscheid im Sinne der Erwägungen bzw. zur materiellen Beur-

teilung sämtlicher im Einspracheverfahren erhobenen Rügen an die Ge-

meinde X.____ zurückgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 248.--

zusammen Fr. 1‘248.--

gehen zulasten der Gemeinde X.____ und sind innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]