# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab0314bc-b6a1-54ec-8bea-2e0687caf75f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 07.04.2021 110 2021 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-17_2021-04-07.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/17

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 7. April 2021

in der Beschwerdesache zwischen

C.________
Beschwerdeführerin

und

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, Bundesgasse 38, Postfach, 
3001 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland vom 18. Dezember 2020 
(BG-Nr. 2019-0334; Mobilfunkantenne)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerin reichte am 7. Juni 2019 bei der Stadt Bern ein Baugesuch ein für 
den Neubau einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Bern 4 Grundbuchblatt Nr. F.________ 
beziehungsweise Baurecht Bern 4 Grundbuchblatt Nr. G.________. Die Mobilfunkanlage ist auf 
dem Attikageschoss des bestehenden Gebäudes H.________strasse 34 geplant, der Standort 
liegt in der Wohnzone W, Bauklasse 3. Mit Bauentscheid vom 18. Dezember 2020 erteilte das 
Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland den Bauabschlag ohne Bekanntmachung.

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 20. Januar 2021 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragt, der Entscheid vom 18. Dezember 
2020 sei aufzuheben und die Sache zur Weiterführung des Verfahrens an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland 
verzichtet mit Eingabe vom 15. Februar 2021 auf eine förmliche Vernehmlassung. Die Stadt Bern 
beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 1. März 2021 die Abweisung der Beschwerde. Auf die 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

Angefochten ist ein Bauentscheid. Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen 
seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die 
Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, 
die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige 
Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin, deren Baugesuch abgewiesen 
wurde, ist durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Ästhetik

a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die schlechte Versorgung mit Mobilfunkdiensten in 
der Elfenau erfordere den Bau einer zusätzlichen Mobilfunkanlage. Um eine bestmögliche 
Einordnung zu ermöglichen, sehe das Bauvorhaben vor, die Antennenkörper auf drei Ständer zu 
verteilen, welche durch eine Glasfaserverkleidung kaschiert würden. Neben der besseren 
Einordnung diene die Kaschierung auch der Abschirmung eines nahe der Anlage gelegenen Orts 
mit empfindlicher Nutzung (OMEN). Ohne diese Abschirmung müsste die Leistung der Anlage um 
fast die Hälfte reduziert werden, was keinen sinnvollen Betrieb der Mobilfunkanlage erlaube.

Die Vorinstanz habe den Bauabschlag mit dem Erscheinungsbild begründet, ohne sich konkret 
mit der Wirkung der Anlage auseinandergesetzt zu haben. Aufgrund der Grösse des 
Standortgebäudes vermöge die geplante Anlage auch mit Kaschierung das Gebäude nicht 
wesentlich zu prägen und nehme auch nicht attikaähnliche Ausmasse an. Vielmehr sei die 
geplante Anlage der bestehenden Dachaufbaute angepasst. Damit ordne sie sich gut ein und 
führe zu keiner nennenswerten Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds der Standortliegenschaft 
sowie des Orts- und Landschaftsbilds. Die geplante Anlage sei aufgrund der bestehenden 
Bebauung und Bepflanzung nur von vereinzelten Standorten überhaupt einsehbar und habe 
keinen negativen Einfluss auf ein schutzwürdiges Objekt. Daher liege weder eine Verletzung von 
kommunalen noch von kantonalen Ästhetikvorschriften vor.

Die von der Stadt Bern empfohlene Beschränkung der Anlage auf eine Einzelantenne stelle keine 
valable Option dar. Eine Einzelantenne müsste viel höher gebaut werden, damit alle 
Antennenkörper Platz fänden. Aufgrund der erforderlichen Höhe wäre eine Einzelantenne daher 
kaum bewilligungsfähig. Dass der Bauabschlag mit der Kaschierung begründet worden sei, sei 
widersprüchlich. Die städtische Denkmalpflege verlange regelmässig eine Kaschierung zwecks 
besserer Einordnung und Reduktion des Einflusses auf das Orts- und Landschaftsbild. Daher sei 
zum Beispiel die Anlage auf der I.________gasse 24 kaschiert worden. Art. 68 BO3 schreibe 
ausdrücklich vor, dass Mobilfunkanlagen in bestimmten Gebieten in bestehenden Dachaufbauten 
integriert werden müssten und verlange ausserhalb dieser Gebiete eine Kaschierung.

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3 Bauordnung der Stadt Bern vom 24. September 2006

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Unter diesen Umständen überwiege das öffentliche Interesse an einer guten 
Mobilfunkversorgung. Eine sinnvoller Alternativstandort stehe für die geplante Anlage nicht zur 
Verfügung. Nachdem bereits einem Projekt bei der Stadtgärtnerei der Bauabschlag erteilt worden 
sei, führe ein Bauabschlag für das vorliegende Projekt zu einem faktischen Bauverbot für 
Mobilfunkanlagen im betroffenen Quartier.

b) Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland bezieht sich in seinem angefochtenen 
Entscheid einerseits auf Art. 9 BauG und Art. 6 BO. Damit sind Einordnungs- und 
Gestaltungsvorschriften angesprochen. Andererseits hat es die Vorschriften zur Gebäudehöhe 
und Dachaufbauten angesprochen, insbesondere Art. 10 BO. Letztlich stützt es seinen 
Bauabschlag auf Art. 6 BO und führt aus, das Bauvorhaben verletze diese Ästhetikvorschrift. Die 
geplante Anlage trete wie ein nicht zulässiger, geschosshoher Gebäudeteil in Erscheinung. Somit 
sprenge die Anlage den Rahmen der grundsätzlich zulässigen technisch bedingten Aufbauten 
mindestens aus ästhetischer Sicht. Zudem sei zu berücksichtigen, dass es sich um das Dach 
eines Attikageschosses handle. Für diese Geschosse und Aufbauten darauf würden klar definierte 
Vorschriften gelten. Liftaufbauten seien auf das technisch notwendige Mindestmass zu 
beschränken, wobei Liftmotorenräume über der Decke eines Attikageschosses nicht zulässig 
seien. Auch Treppenhausaufbauten dürften die Decke des Attikageschosses nicht überragen. Da 
diese Dachaufbauten auf einem Attikageschoss untersagt seien, sei auch eine Ummantelung als 
Tarnung einer Mobilfunkanlage, welche keine weitergehende Funktion wahrnehme, nicht zulässig.

Hintergrund des angefochtenen Entscheids war eine negative Stellungnahme der Stadt Bern vom 
8. Januar 2020. Demnach hatte die Stadtbildkommission der Stadt Bern einen Einwand gegen 
das Baugesuch. Die «geplante Intervention» diene der Kaschierung einer Batterie von mehreren 
Mobilfunkantennen. Diese Projektidee sei grundsätzlich zwar nachvollziehbar. Im konkreten Fall 
handle es sich aber um einen geschosshohen Aufbau, welcher das verträgliche Mass übersteige 
und mit der gängigen Bewilligungspraxis nicht vereinbar sei. Es werde daher empfohlen, das 
Projekt auf eine Einzelantenne zu reduzieren. Aus ästhetischer Sicht sei für eine einzelne Antenne 
keine Verkleidung bzw. Kaschierung erforderlich.

c) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Die Gemeinden können nähere Vorschriften erlassen (Art. 9 
Abs. 1 und 3 BauG). Aussenanlagen für Radio- und Fernsehempfang sowie für Funkzwecke und 
dergleichen sind möglichst unauffällig zu gestalten und anzubringen. Sie dürfen die Landschaft 
und das Ortsbild nicht beeinträchtigen. Die Gemeinden können darüber nähere Vorschriften 
aufstellen (Art. 17 Abs. 1 BauV4). Die Vorschrift von Art. 9 Abs. 1 BauG ist die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Schutzobjekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist der Aussenraum, soweit 
er von einem allgemein begangenen Standort aus als Einheit wirkt und als solcher erfassbar ist. 
Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die kantonalen Vorschriften 
hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige Bedeutung zu erlangen, 
konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie dürfen letztere nicht bloss 
allgemein anders formulieren.5

Von der Möglichkeit in Art. 9 Abs. 3 BauG hat die Stadt Bern mit Art. 6 BO Gebrauch gemacht. 
«Bauten, Gebäudeteile und Gestaltungen des öffentlichen sowie privaten Aussenraums, die sich 
in ihrer Erscheinung nicht in das Stadt-, Quartier- und Strassenbild sowie die Stadtsilhouette 

4 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
5 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Auflage, Band I, Bern 2020, Art.°9–10 N. 4 und 13; 
BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen

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einfügen oder die Einheitlichkeit der wesentlichen Merkmale der betreffenden Bebauung nicht 
wahren, sind unzulässig, auch wenn sie den übrigen Bauvorschriften entsprechen. Für die 
Einordnung sind insbesondere die Gestaltung und Anordnung folgender Elemente massgebend: 
a. Standort, Stellung und Form (Baukubus und Dach) des Gebäudes; b. Gliederung der 
Aussenflächen (Fassaden und Dach), insbesondere von Sockelgeschoss, Dachrand, Balkone, 
Erker und Attika; c. Material und Farbe; d. Eingänge, Ein- und Ausfahrten; e. Aussenraum, 
insbesondere die Begrenzung gegenüber dem Strassenraum, die Lärmschutzmassnahmen, die 
Abstellplätze und die Bepflanzung» (Art. 6 Abs. 1 und 2 BO; Einordnung in das Stadt-, Quartier- 
und Strassenbild). Diese Regelung der Stadt Bern enthält ein positives Einordnungs- bzw. 
Einfügungsgebot und nicht nur ein Beeinträchtigungsverbot. Art. 6 BO geht damit über die 
Generalklausel von Art. 9 Abs. 1 BauG hinaus, womit ihm selbständige Bedeutung zukommt. Der 
Wortlaut von Art. 6 BO ist auslegungsbedürftig. Der Gemeinde kommt hier aufgrund ihrer 
Autonomie in der Auslegung und Anwendung ein Beurteilungsspielraum zu. Im 
Beschwerdeverfahren wird die Anwendung kommunaler Vorschriften mit einer gewissen 
Zurückhaltung überprüft, doch muss die von der Gemeinde vertretene Auffassung rechtlich haltbar 
sein.6

Von der Möglichkeit in Art. 17 Abs. 1 BauV hat die Stadt Bern was den hier betroffenen Standort 
betrifft keinen Gebrauch gemacht. Für Mobilfunkantennenanlagen sieht Art. 68 Abs. 2 BO einzig 
für das Gebiet der Altstadt und des Aaretalschutzgebiets sowie für schützenswerte Gebäude eine 
besondere Regelung vor. Das vorliegende Projekt liegt weder in einem dieser besonderen Gebiete 
noch auf einem denkmalgeschützten Gebäude, womit keine besondere kommunale 
Ästhetikvorschrift für Mobilfunkanlagen zur Anwendung gelangt.

d) Hinsichtlich zulässiger Dachaufbauten regelt die Bauordnung der Stadt Bern nur für 
technisch bedingte Dachaufbauten bestimmte Ausmasse (vgl. Art. 10 BO). Mobilfunkantennen 
fallen nicht unter diese Bestimmung, da Mobilfunkanlagen nicht zu den technisch bedingten 
Dachaufbauten gehören; sie weisen keinen funktionellen Bezug zum jeweiligen Gebäude auf und 
sind nicht auf einen Standort auf dem Dach angewiesen.7 Andere Dachaufbauten sind in ihren 
Ausmassen nicht beschränkt, sie müssen sich jedoch in ihrer Erscheinung in das Stadt-, Quartier- 
und Strassenbild sowie die Stadtsilhouette einfügen und die Einheitlichkeit der wesentlichen 
Merkmale der betreffenden Bebauung wahren (vgl. Art. 6 Abs. 1 BO).

e) Das Bauvorhaben beinhaltete den Bau von drei Mobilfunkmasten auf dem Attikageschoss 
des Gebäudes H.________strasse 34. An jedem Mast mit einer Höhe von 2.5 m werden zwei 
Antennenpanels auf gleicher Höhe beziehungsweise auf einer Ebene montiert. Die drei Masten 
mit insgesamt sechs Antennenpanels werden durch eine rechteckige GFK8-Verkleidung 
ummantelt. Diese Ummantelung ist 6.59 m lang, 2.97 m breit und 2.50 m hoch.

Die Gebäudemasse stellen ein Hauptmerkmal einer Baute dar und prägen diese und ihre Wirkung 
auf die Umgebung wesentlich. Weist eine Anlage auf dem Dach erhebliche Dimensionen auf, wird 
sie als obere Begrenzung wahrgenommen und sind ihre Auswirkungen auf die Umgebung folglich 
mit denjenigen eines Gebäudes bzw. eines weiteren Geschosses vergleichbar.9 Auch im 
vorliegenden Fall weist die Mobilfunkanlage mit der Ummantelung erhebliche Dimensionen 
sowohl im Grundriss als auch in der Höhe auf. Aufgrund der Ummantelung handelt es sich um 
eine gebäudeähnliche Konstruktion mit vier Fassaden, die einen erheblichen umbauten Raum 
schafft. Die Höhe von 2.5 m entspricht annähernd einer Geschosshöhe. Das Bauvorhaben ist auf 
dem Attikageschoss eines dreigeschossigen Gebäudes geplant. Das bestehende Gebäude hat 

6 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Auflage, Band I, Bern 2020, Art.°9–10 N. 5
7 VGE 2007/22922 vom 30. Juni 2008 E. 3.6.2; BVR 2007 S. 58 ff. E. 4.6.2
8 GFK = Glasfaserverstärkter Kunststoff
9 Vgl. VGE 2019/273 vom 12. Januar 2012 E. 3.5.1

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die erlaubte Geschosszahl in der Bauklasse 3 (vgl. Art. 46 BO) inklusive des erlaubten 
Attikageschosses (vgl. Art. 32 BO) bereits ausgeschöpft.

Unter diesen Umständen ist es rechtlich haltbar, dass die Stadtbildkommission der Stadt Bern 
zum Ergebnis gekommen ist, der Aufbau übersteige das verträgliche Mass und sei mit der 
gängigen Bewilligungspraxis nicht vereinbar. Ein quaderförmiger Aufbau mit erheblichem 
Grundriss und mit annähernd Geschosshöhe, der nicht auf das technisch notwendige Mass 
beschränkt ist, kann sich auf einem Gebäude, das die zulässige Geschosszahl bereits 
ausgeschöpft hat, in seiner Erscheinung nicht in das Stadt-, Quartier- und Strassenbild sowie die 
Stadtsilhouette einfügen beziehungsweise die Einheitlichkeit der wesentlichen Merkmale der 
betreffenden Bebauung wahren, wie dies Art. 6 Abs. 1 BO verlangt. Aus Art. 10 BO lässt sich 
herauslesen, dass technisch bedingte Dachaufbauten auf das technisch notwendige Mindestmass 
zu beschränken sind und Aufbauten auf Attikageschossen teilweise selbst dann nicht erlaubt sind, 
wenn sie auf das technisch notwendige Mindestmass beschränkt sind. Auch wenn diese 
Bestimmung für technisch nicht bedingte Dachaufbauten nicht direkt anwendbar ist, wäre nicht 
nachvollziehbar, weshalb diese Prinzipien nicht auch bei den übrigen Dachaufbauten im Rahmen 
von Art. 6 BO beachtete werden müssten. Vorschriften über Dachaufbauten haben den Zweck, 
die Dachlandschaft zu beruhigen oder ein Dach in die Dachlandschaft einzupassen.10 Somit 
handelt es sich um spezifische Ästhetikvorschriften. Man kann den angefochtenen Entscheid 
beziehungsweise die Haltung der Stadt Bern somit dahingehend verstehen, dass das 
Regierungsstatthalteramt und die Stadt zwar primär über die Ästhetik argumentiert haben, 
dahinter aber die Überlegung steckt, dass es sich um eine unzulässige Dachaufbaute handelt. 
Eine Auseinandersetzung mit der konkreten Wirkung des Bauvorhabens ist im vorliegenden Fall 
daher nicht nötig. Es ist rechtliche haltbar, gestützt auf Art. 6 BO die hier zur Diskussion stehende 
Dachaufbaute generell als unzulässig zu betrachten, da sie sich zwangsläufig nicht gut einfügt.

f) Dementsprechend spielen weder die Grösse des Standortgebäudes noch die bestehenden 
Dachaufbauten grundsätzlich eine Rolle. Allerdings ist es nicht richtig, dass sich das Bauvorhaben 
den bestehenden Dachaufbaute anpasst. Es ist sowohl im Grundriss als auch der Höhe deutlich 
grösser als die bestehenden Dachaufbauten.

Von vornherein keinen Einfluss auf die ästhetische Beurteilung hat die angeblich schlechte 
Versorgung der Elfenau mit Mobilfunkdiensten. Problematisch werden Ästhetikbestimmungen im 
Zusammenhang mit Mobilfunkanlagen erst dann, wenn deren Anwendung den 
Versorgungsauftrag der Beschwerdeführerin gemäss Fernmeldegesetzgebung vereiteln oder 
über Gebühr erschweren würde.11 Davon ist hier nicht auszugehen. So hat die Stadt Bern hier 
eine Beschränkung auf eine Einzelantenne empfohlen. Wenn die Beschwerdeführerin diese mit 
dem Argument verwirft, eine solche Einzelantenne müsste viel höher gebaut werden um 
sämtlichen Antennenkörpern Platz zu bieten, übersieht sie, dass sie keinen Anspruch hat, von 
diesem einen Standort aus die gesamte aus ihrer Sicht erwünschte Versorgung mit 
Mobilfunkdiensten in der Elfenau zur Verfügung stellen zu können. Somit müsste sie falls nötig 
auch eine Reduktion der Antennenkörper ins Auge fassen. Abgesehen davon ist nicht klar, ob ein 
einziger Mobilfunkmast, mit Antennenkörpern auf mehr als einer Ebenen, aufgrund seiner 
Mehrhöhe nicht bewilligungsfähig wäre. So würde ein Einzelmast mit Antennen auf zwei Ebenen 
wohl nur etwa 1.5 m höher.

Ebenso wenig kann die Beschwerdeführerin etwas aus dem Umstand ableiten, dass die 
Ummantelung mit GFK-Verkleidung auch der Abschirmung eines OMEN dient. Es liegt in der 
Verantwortung der Beschwerdeführerin, ihre Mobilfunkanlagen und deren Leistungen so zu 

10 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 13 N. 5
11 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 9–10 N. 29

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planen, dass sowohl die Vorschriften aus der Umweltschutzgesetzgebung als auch die 
ästhetischen Bestimmungen eingehalten werden können.

Schliesslich ist die Kaschierung eines Einzelmasts nicht mit der vorliegend vorgesehenen 
Kaschierung von drei Masten vergleichbar. Erstere tritt beispielsweise als Kaminattrappe in 
Erscheinung und wird nicht als gebäudeähnliches Bauteil wahrgenommen. Ein Beispiel dafür ist 
die in der Beschwerde erwähnte Anlage auf der I.________gasse 24. Soweit die städtische 
Denkmalpflege regelmässig eine Kaschierung zwecks besserer Einordnung verlangt, besteht 
somit kein Widerspruch zum vorliegenden Bauabschlag. Auch aus Art. 68 BO lässt sich für den 
vorliegenden Fall nichts ableiten, da hier kein in dieser Bestimmung angesprochenes Gebiet 
betroffen ist. Kommt hinzu, dass diese Bestimmung eine Integration in bestehende Dachaufbauten 
verlangt und somit gerade keine neuen Aufbauten erlaubt.

g) Demzufolge erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuweisen und der 
angefochtene Bauabschlag wird bestätigt.

3. Kosten

a) Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten des 
Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG12). Diese Kosten bestehen aus einer 
Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird 
eine Pauschalgebühr von CHF 200.– bis CHF 4000.– je Beschwerde erhoben (Art. 19 Abs. 1 
i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV13). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschale für die 
Beschwerde auf CHF 1800.– festgelegt.

b) Parteikosten im Sinne des Gesetzes sind keine entstanden (Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG), 
wobei die unterliegende Beschwerdeführerin ohnehin keinen Anspruch auf Parteikostenersatz hat 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Daher werden keine Parteikosten gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Bauentscheid des Regierungsstatthalteramtes Bern-
Mittelland vom 18. Dezember 2020 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.– werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

12 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
13 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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IV. Eröffnung

- C.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, per Mail
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.