# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da81e64c-1a6f-5b34-a399-9b2c1eb8b049
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 13.07.2021 400 21 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-21-54_2021-07-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 13. Juli 2021 (400 21 54) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht / Obligationenrecht 

 

 

Leasingvertrag: Der Leasinggeber bleibt Eigentümer der geleasten Sache; Der Halter 

eines Fahrzeugs gemäss Art. 78 Abs. 1 VZV muss nicht der Eigentümer des Fahrzeugs 

sein (E. 7.2). 

 
 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann, Richter Philippe Spitz (Ref.), Richterin Bar-

bara Jermann Richterich; Gerichtsschreiberin Karin Wiesner 
  

 

Parteien  A.____ AG,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

  gegen 

  B.____ AG,  
Beklagte 

   

Gegenstand  Widerspruchsverfahren i.S.v. Art. 107 Abs. 5 SchKG  
Berufung gegen den Entscheid der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisge-
richts Basel-Landschaft West vom 13. Januar 2021 

 
 
A. Am 6. Mai 2020 wurde in der Betreibung Nr. xxxxxxxx des Betreibungsamtes Basel-
Landschaft das Fahrzeug Audi TT RS Coupé 2.5 TFSI quattro, TRU yyy yyy yyy, des 
Schuldners C.____ gepfändet. Der Betreibung liegen mehrere Forderungen aus Weinliefe-
rungen der B.____ AG an den Schuldner in Höhe von CHF 3’500.45 zuzüglich Zins sowie 
Amts- und Inkassokosten von insgesamt CHF 957.40, total somit CHF 4'457.85, zugrunde. 
Mit Eingaben vom 16. und 19. Oktober 2020 erhob die A.____ AG Klage gemäss 
Art. 107 Abs. 5 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, 
SR 281.1) und machte Eigentum am gepfändeten Fahrzeug geltend. Als Begründung führte 
sie an, dass sie mit C.____ einen Leasingvertrag über das vorgenannte Fahrzeug abge-
schlossen habe. Den Unterlagen sei überdies zu entnehmen, dass bei Vertragsaktivierung 
im Fahrzeugausweis des Leasingnehmers der Code 178 „Halterwechsel verboten“ eingetra-
gen worden sei. 

 
B. Am 13. Januar 2020 fand sodann die Hauptverhandlung vor dem Zivilkreisgericht 
Basel-Landschaft West (nachfolgend: Zivilkreisgericht oder Vorinstanz) statt. Zu dieser er-
schien D.____ als Vertreter der beklagten B.____ AG. Die klägerische A.____ AG blieb der 
Verhandlung unentschuldigt fern. Anlässlich der Hauptverhandlung bestritt die B.____ AG 
das Eigentum der A.____ AG und stützte sich dabei auf den Fahrzeugausweis vom 6. Juni 
2019, in welchem der Code 178 „Halterwechsel verboten“ gelöscht worden sei. Bei der Über-
tragung des Eigentums sei es üblich, dass die Löschung dieses Codes von der Leasingge-
berin veranlasst werde. Die B.____ AG selbst würde bei an Dritten ausgeliehenen Kühl-
schränken den Eigentumsvorbehalt eintragen. Dies sei hier nicht der Fall. Das Fahrzeug ge-
höre nicht der Leasinggesellschaft.  
 
C. Mit Entscheid vom 13. Januar 2021 wies das Zivilkreisgericht die Widerspruchsklage 
der A.____ AG ab und verpflichtete sie zur Bezahlung der Gerichtsgebühr von CHF 1'200.00 
sowie einer Umtriebsentschädigung von CHF 50.00 zu Gunsten der B.____ AG.  
 
D. Mit Eingabe vom 3. März 2021 erhob die A.____ AG (nachfolgend: Berufungskläge-
rin) Berufung gegen den Entscheid der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisgerichts vom 
13. Januar 2021 und begehrte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Entlas-
sung des streitbetroffenen Fahrzeugs aus der Pfändung; dies unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Beklagten.  
 
E. Mit Eingabe vom 14. April 2021 reichte die B.____ AG (nachfolgend: Beklagte) ihre 
Berufungsantwort ein und beantragte die Abweisung der Berufung unter Kostenfolge zulas-
ten der Klägerschaft.  
 
F. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 19. April 2021 wurde der Schriftenwechsel 
geschlossen und der Entscheid aufgrund der Akten in Aussicht gestellt. 
 
G. Auf die Begründung des angefochtenen Entscheids sowie die Begründungen der 
Parteianträge wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen. 
 
Erwägungen 
 
1.1 Erstinstanzliche Endentscheide sind mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert 
der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in vermögensrechtlichen Angelegenheiten 
mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO) und kein Ausnah-
mefall gemäss Art. 309 ZPO vorliegt. Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz im Rah-
men des ordentlichen sowie vereinfachten Verfahrens innert 30 Tagen seit Zustellung des 
begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Ent-
scheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 
i.V.m. Art. 314 ZPO). Auch im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens muss die gesuchstellen-
de Partei bzw. die Berufungsklägerin über ein schutzwürdiges Interesse verfügen sowie den 
Vorschuss und die Sicherheit für die Prozesskosten geleistet haben (Art. 59 Abs. 2 lit. a und 
lit. f ZPO). Gemäss Art. 310 ZPO kann mit der Berufung die unrichtige Rechtsanwendung 
(lit. a) sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b) geltend gemacht werden. 
 
1.2 Der schriftlich begründete Entscheid der Vorinstanz vom 13. Januar 2021 wurde der 
Berufungsklägerin gemäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 3. Februar 
2021 zugestellt. Mit der gleichentags der Schweizerischen Post übergebenen Berufung vom 
3. März 2021 wurde die Rechtsmittelfrist eingehalten. Die Streitwertgrenze ist zudem auf-
grund des Werts des streitbezogenen Fahrzeugs erreicht und der eingeforderte Kostenvor-
schuss in Höhe von CHF 1'200.00 wurde vollumfänglich und rechtzeitig geleistet. Die Beru-

fungsklägerin verfügt als Adressatin des vorinstanzlichen Entscheids zweifelsohne über ein 
schutzwürdiges Interesse. Sie rügt sowohl eine unrichtige respektive unvollständige Feststel-
lung des Sachverhalts sowie die unrichtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz im Sinne 
von Art. 310 ZPO. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. c des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (EG ZPO BL, SGS 221) ist die Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht 
des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide der Präsidien der 
Zivilkreisgerichte sachlich zuständig, sofern diese nicht in die Zuständigkeit des Präsidiums 
fallen. Auf die Berufung ist somit einzutreten und der vorliegende Entscheid ist schriftlich 
aufgrund der Akten zu eröffnen (Art. 316 Abs. 1 ZPO). 
 
2. Wird im Pfändungsverfahren geltend gemacht, einem Dritten stehe am gepfändeten 
Gegenstand das Eigentum, ein Pfandrecht oder ein anderes Recht zu, das der Pfändung 
entgegensteht oder im weiteren Verlauf des Vollstreckungsverfahrens zu berücksichtigen ist, 
so merkt das Betreibungsamt gemäss Art. 106 Abs. 1 SchKG den Anspruch des Dritten in 
der Pfändungsurkunde vor oder zeigt ihn, falls die Urkunde bereits zugestellt ist, den Partei-
en besonders an. Nach Art. 107 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG können Schuldner und Gläubiger den 
Anspruch des Dritten beim Betreibungsamt bestreiten, wenn sich der Anspruch auf eine be-
wegliche Sache im ausschliesslichen Gewahrsam des Schuldners bezieht. Wird der An-
spruch bestritten, so setzt das Betreibungsamt gemäss Abs. 5 derselben Bestimmung dem 
Dritten eine Frist von 20 Tagen, innert der er gegen den Bestreitenden auf Feststellung sei-
nes Anspruchs klagen kann. Reicht er keine Klage ein, so fällt der Anspruch der betreffen-
den Betreibung ausser Betracht. Die Verteilung der Beweislast folgt dem allgemeinen 
Grundsatz nach Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210), wonach derje-
nige beweisbelastet ist, der aus dem Vorhandensein einer behaupteten Tatsache Rechte 
ableitet (BSK SchKG I-STAEHELIN, Ergänzungsband, Basel 2016, Art. 109 N 28; Schulthess 
Kommentar SchKG-ZONDLER, 4. Auflage, Zürich 2017, Art. 107 N 16, mit Hinweis auf 
BGer 5C.245/2002 vom 24. Dezember 2002 E. 2.3). Insbesondere kommt auch die Vermu-
tung des Eigentums aus dem Besitz gemäss Art. 930 ff. ZGB zum Tragen (STAEHELIN, 
a.a.O., Art. 109 N 28). 
 
3. Vorbemerkend ist festzuhalten, dass es sich bei den von der Berufungsklägerin mit 
Berufung vom 3. März 2021 eingereichten Unterlagen um unechte Noven i.S.v. Art. 317 
Abs. 1 ZPO handelt. Inwiefern es ihr nicht möglich gewesen sein soll, diese Tatsachen und 
Beweismittel bereits der Vorinstanz zu unterbreiten, legt die Berufungsklägerin nicht dar, 
weshalb die entsprechenden Tatsachen und Beweismittel im vorliegenden Verfahren nicht 
berücksichtigt werden können. Dass die Vorinstanz infolge der Säumnis der Berufungskläge-
rin an der Hauptverhandlung vom 13. Januar 2021 aufgrund der Akten sowie der Vorbringen 
der anwesenden Beklagten entschieden hat, ist überdies nicht zu beanstanden (vgl. 
BGer 4A_85/2020 vom 20. Mai 2020 E. 2.7). Schliesslich ist auch die Aussage der Beru-
fungsklägerin, wonach sie irrtümlicherweise davon ausgegangen sei, dass ihr das Erschei-
nen an der Hauptverhandlung freigestellt worden sei, nicht relevant, da sie mit der Vorladung 
zur Hauptverhandlung unmissverständlich auf die Rechtsfolgen der Säumnis hingewiesen 
worden ist. Zudem hat die Berufungsklägerin gemäss eigener Aussage aus Opportunitäts-
gründen auf das Erscheinen an der Hauptverhandlung verzichtet (siehe Berufung vom 
3. März 2021, Rz. 4.6). 
 
4. Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid vom 13. Januar 2021 aus, die A.____ AG 
müsse diejenigen Tatsachen beweisen, die ihren Anspruch auf das Fahrzeug begründeten. 
Ziff. 4.2 der Leasingvertragsbedingungen sehe vor, dass das Eigentum am streitbetroffenen 
Fahrzeug während der ganzen Vertragsdauer und nach Ablauf und Auflösung des Vertrags 
im Eigentum der A.____ AG verbleibe. Zudem habe sich C.____ gemäss Ziff. 17.1 der Lea-
singvertragsbedingungen verpflichtet, das Fahrzeug am Ende der Laufzeit an die Eigentüme-
rin zurückzugeben. Der Leasingvertrag beinhalte keine Abrede, gemäss welcher dem Lea-

singnehmer am Ende der Laufzeit das Eigentum am Fahrzeug verschafft werde, weshalb im 
Leasingvertrag keine Veräusserungsabsicht erkannt werden könne. Gemäss Art. 80 Abs. 4 
der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr 
(VZV, SR 741.51), könne derjenige, der sein Fahrzeug häufig oder dauernd Dritten überlas-
se, im Fahrzeugausweis den Eintrag vornehmen lassen, dass ein Halterwechsel ohne Zu-
stimmung des Eigentümers (recte: Halters) bzw. der von ihm bezeichneten Person verboten 
sei. Dies werde dann mit dem Code 178 „Halterwechsel verboten“ im Fahrzeugausweis ein-
getragen. Zur Löschung dieses Eintrags sei nur derjenige berechtigt, der den Eintrag veran-
lasst habe. Im vorliegenden Fall habe die A.____ AG diesen Eintrag veranlasst, weshalb der 
Fahrzeugausweis vom 29. Dezember 2017 den Code beinhalte. Der anlässlich der Haupt-
verhandlung vom 13. Januar 2021 eingereichte Fahrzeugausweis vom 6. Juni 2019 beinhal-
te dagegen keinen Eintrag des Codes 178 „Halterwechsel verboten“ mehr. Die Löschung 
könne nur von der A.____ AG veranlasst worden sein, was den Schluss nahelege, dass sie 
dies aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse getan habe. Es sei nicht von der Hand zu 
weisen, dass sie durch die Löschung des Codes 178 das Eigentum nicht mehr vorbehalte, 
sondern es dem Halter des Fahrzeugs, C.____, verschafft habe. Diese Sachdarstellung blei-
be von der A.____ AG unwidersprochen. Somit misslinge der A.____ AG die Erbringung des 
Hauptbeweises, da erhebliche Zweifel ihre Sachverhaltsdarstellung nicht mehr als überwie-
gend wahrscheinlich erscheinen lassen würde. Das behauptete Eigentum sei deshalb nicht 
rechtsgenüglich nachgewiesen. 
 
5. Die Berufungsklägerin monierte dagegen in ihrer Berufung, dass die Vorinstanz al-
leine aus dem Umstand, dass im Fahrzeugausweis vom 6. Juni 2019 – im Gegensatz zum 
Fahrzeugausweis vom 29. Dezember 2017 – der Code 178 „Halterwechsel verboten“ nicht 
vorhanden sei, geschlossen habe, dass das Eigentum am Fahrzeug an den Leasingnehmer 
übertragen worden sei. Anlässlich des Pfändungsvollzugs vom 6. Mai 2020 müsse der 
Schuldner dem Pfändungsbeamten jedoch mitgeteilt haben, dass er nicht Eigentümer des 
Fahrzeugs sei, andernfalls es nicht zu erklären sei, dass die Pfändungsurkunde Nr. xxxxxxxx 
den Vermerk der Eigentumsansprache gemäss Art. 106 Abs. 1 SchKG enthalte. Zudem sei 
zum Zeitpunkt der Pfändung der Leasingvertrag noch immer in Kraft gewesen, was in völli-
gem Widerspruch zur Annahme der Vorinstanz stehe, wonach das Fahrzeug in das Eigen-
tum des Leasingnehmers übergegangen sein soll. Die Vorinstanz führe denn auch nicht aus, 
dass und wie der Leasingnehmer den Kaufpreis für das Fahrzeug bezahlt habe. Dazu kom-
me, dass der Fahrzeugausweis vom 6. Juni 2019 am 5. Juni 2019 als ungültig gestempelt 
worden sei. Dieser Umstand sei von der Vorinstanz nicht gewürdigt worden und sie habe 
unterschlagen, dass sie einen gültigen Fahrzeugausweis mit einem als ungültig gestempel-
ten verglichen habe. Überdies habe die Vorinstanz den Begriff des Halters mit dem Begriff 
des Eigentümers synonym verwendet. Jedoch beurteile sich die Haltereigenschaft nach tat-
sächlichen Verhältnissen und als Halter gelte nach Art. 78 Abs. 1 VZV demgemäss, „wer die 
tatsächliche und dauernde Verfügungsgewalt über das Fahrzeug besitzt und es in seinem 
Interesse oder auf seine Kosten gebraucht oder gebrauchen lässt“. Diese Bestimmung be-
ziehe sich auf den Besitz an Fahrzeugen im Sinne des Sachenrechts, äussere sich jedoch 
nicht zu den Eigentumsverhältnissen. Das Bundesgericht habe entschieden, dass die Eintra-
gung des Codes 178 freiwillig sei, weshalb aus dessen Fehlen nicht geschlossen werden 
dürfe, dass der Besitzer des Fahrzeugs auch dessen Eigentümer sei, zumal die Berufungs-
beklagte ihr besseres Recht mit Belegen nachgewiesen habe. Dass die Sachdarstellung der 
Beklagten, wonach die Löschung des Codes 178 aus dem Fahrzeugausweis bewirkt habe, 
dass die Berufungsklägerin kein Eigentum mehr vorbehalte, sondern dieses an C.____ über-
tragen habe, unwidersprochen geblieben sei, sei schlicht aktenwidrig. 
 
6. Dagegen wandte die Berufungsbeklagte sinngemäss ein, es handle sich bei den von 
der Berufungsklägerin mit Berufung vom 3. März 2021 eingereichten Unterlagen um unechte 
Noven, weshalb sie gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht berücksichtigt werden dürften. Die 

Berufungsklägerin sei der Hauptverhandlung vom 13. Januar 2021 unentschuldigt fernge-
blieben, wodurch die Beklagte zu deren nunmehr mit der Berufung eingereichten Unterlagen 
auch nicht habe Stellung nehmen können. Zudem sei erstellt, dass der Code 178 aus dem 
Fahrzeugausweis gelöscht worden sei. Es sei ausgeschlossen, dass eine kreditgebende 
Institution grundlos auf eine Sicherheit verzichten würde. 
 
7.1 Im vorliegenden Fall hat die Berufungsklägerin bei der Vorinstanz mit Eingabe vom 
16. bzw. 19. Oktober 2020 Widerspruchsklage betreffend den im Gewahrsam von C.____ 
befindlichen Audi TT RS Coupé 2.5 TFSI quattro, TRU yyy yyy yyy, erhoben, welche mit 
Entscheid vom 13. Januar 2021 abgewiesen worden ist. Strittig und nachfolgend zu prüfen 
ist, ob die Berufungsklägerin ihr behauptetes Eigentum am vorgenannten Fahrzeug in 
rechtsgenüglicher Weise bewiesen, resp. ob die Vorinstanz ein solches zu Unrecht als nicht 
bewiesen qualifiziert hat. 
 
7.2 Der Annahme der Vorinstanz, wonach durch die Veranlassung der Löschung des 
Codes 178 „Halterwechsel verboten“ die Berufungsklägerin das Eigentum am Fahrzeug auf-
gegeben und an C.____ übertragen habe, kann nicht gefolgt werden. Der Begriff «Halter» ist 
nicht mit dem Begriff «Eigentümer» gleichzusetzen. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VZV beurteilt 
sich die Haltereigenschaft nach den tatsächlichen Verhältnissen. Als Halter gilt namentlich, 
wer die tatsächliche und dauernde Verfügungsgewalt über das Fahrzeug besitzt und es in 
seinem Interesse oder auf seine Kosten gebraucht oder gebrauchen lässt. Halter eines 
Fahrzeugs kann somit auch lediglich der Besitzer sein. Der Registereintrag gemäss Art. 80 
Abs. 4 VZV ist somit für die Frage nach dem Eigentümer eines Fahrzeugs unwesentlich. Die 
Vorinstanz geht deshalb fehl in der Annahme, die Löschung des Codes 178 im Fahrzeug-
ausweis setze einen Eigentumswechsel voraus. Dies umso mehr, als der von der Beru-
fungsbeklagten eingereichte Fahrzeugausweis vom 6. Juni 2019 nie Gültigkeit erlangte, da 
er bereits am 5. Juni 2019 als ungültig gestempelt wurde.  Die Berufungsklägerin kritisiert 
demnach zu Recht das unkorrekte Abstellen der Vorinstanz auf den ungültig gestempelten 
Fahrzeugausweis als Beweis für einen Eigentumsübergang resp. um ernsthafte Zweifel der 
behaupteten Tatsache zu erwecken. Die Berufungsklägerin hat in ihrer vorinstanzlichen Ein-
gabe zu Recht auf Ziffer 4.2 der Leasingvertrags-Bedingungen hingewiesen, die Folgendes 
vorsieht: „Der Leasingnehmer nimmt das Fahrzeug für den Leasinggeber in Besitz. Das 
Fahrzeug bleibt während der ganzen Vertragsdauer, aber auch nach Ablauf und Auflösung 
des Vertrages, ausschliesslich Eigentum des Leasinggebers. Der Verkauf des Fahrzeuges 
ist ausdrücklich untersagt und kann strafrechtlich geahndet werden“. Weiter sieht Ziffer 17.1 
der Leasingvertrags-Bedingungen vor, dass der Leasingnehmer das Fahrzeug am letzten 
Tag der Vertragsdauer dem Lieferanten oder einer anderen vom Leasinggeber bezeichnete 
Stelle in gereinigtem Zustand zurückgibt. Korrekterweise hat die Vorinstanz daraus ge-
schlossen, dass es sich vorliegend um einen Finanzierungsleasingvertrag handelt, welcher 
einen Innominatvertrag darstellt. Wesensmerkmal dieses Vertrags ist, dass das Eigentum 
der geleasten Sache vollständig bei der Leasinggeberin verbleibt (BGer 4A_398/2018 und 
4A_400/2018 vom 25. Februar 2019 E. 3.2; BGE 118 II 150 E. 4b). Der Leasingvertrag da-
tiert vom 18. Dezember 2017 und wurde für vier Jahre bis Dezember 2021 abgeschlossen. 
Eine vorzeitige Beendigung des Leasingvertrags ist nirgends ersichtlich und wird auch nicht 
behauptet. Die Berufungsbeklagte hat folglich ihr Eigentum des im Gewahrsam von C.____ 
befindlichen Audi TT RS Coupé 2.5 TFSI quattro, TRU yyy yyy yyy, genügend dargetan, 
weshalb ihre Berufung gutzuheissen ist. Dementsprechend ist der vorinstanzliche Entscheid 
aufzuheben und das Fahrzeug aus der Pfändung zu entlassen.  
 
8. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie nach Art. 318 
Abs. 3 ZPO auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens. Gemäss Art. 106 
Abs. 1 Satz 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt. Gleiches 
gilt bezüglich der Umtriebsentschädigung. Die Höhe der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr 

von CHF 1'200.00 wird nicht beanstandet und ist ausgangsgemäss der unterliegenden Beru-
fungsbeklagten aufzuerlegen. Überdies ist die Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Beru-
fungsklägerin eine Umtriebsentschädigung von CHF 50.00 zu bezahlen. Für die Verteilung 
der Kosten des Berufungsverfahrens gelangen dieselben Vorschriften wie im vorinstanzli-
chen Verfahren zur Anwendung. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist auf CHF 1'200.00 
festzulegen (§ 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 2 GebT) und der unterliegenden Beru-
fungsbeklagten aufzuerlegen. Zudem hat die Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin für 
das vorliegende Berufungsverfahren eine Umtriebsentschädigung von CHF 200.00 zu leis-
ten.  
 
 
Demnach wird erkannt: 

 1. Die Berufung wird gutgeheissen.  
 
Dementsprechend wird der Entscheid der Gerichtspräsidentin des Zivil-
kreisgerichts Basel-Landschaft West vom 13. Januar 2021 aufgehoben 
und wie folgt neu gefasst:  
 

«1. Die Klage wird gutgeheissen und das gepfändete Fahrzeug Audi 
TT RS Coupé 2.5 TFSI quattro, TRU yyy yyy yyy, in der Betrei-
bung Nr. xxxxxxxx des Betreibungsamtes Basel-Landschaft ge-
gen den Schuldner C.____ wird aus der Pfändung entlassen. 

 
2. Die Gerichtsgebühr von CHF 1'200.00 wird der Beklagten aufer-

legt. Die Beklagte hat der Klägerin CHF 1'200.00 zu ersetzen.  
 
 Die Beklagte hat der Klägerin eine Umtriebsentschädigung von 

CHF 50.00 zu bezahlen.»   
 

 2. Die Entscheidgebühr von CHF 1'200.00 für das Berufungsverfahren wird 
der Berufungsbeklagten auferlegt. 
 
Die Forderung des Staates wird mit dem von der Berufungsklägerin ge-
leisteten Kostenvorschuss von CHF 1’200.00 verrechnet. 
 
Die Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin CHF 1'200.00 zu er-
setzen. 
 
Die Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin eine Umtriebsent-
schädigung von CHF 200.00 zu bezahlen.  
 
 

Präsident 
 
 
 
Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
Karin Wiesner