# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ccc8c3c-d658-50a4-b536-690c5611a400
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.03.2009 BV.2009.8
**Docket/Reference:** BV.2009.8
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2009-8_2009-03-30

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2009.8 
 
 
 

 

 

 
 

  Entscheid vom 30. März 2009  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf 

   
 
Parteien 

  
A. AG, 

 
Beschwerdeführerin 

 
 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR) 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“) führt gegen B. 
und weitere Personen eine besondere Steueruntersuchung nach Art. 190 
ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundes-
steuer (DBG; SR 642.11) wegen des Verdachts auf schwere Widerhand-
lungen gegen das DBG (vgl. hierzu die Ermächtigung des Vorstehers des 
Eidg. Finanzdepartements vom 11. April 2006, act. 2.1). Im Rahmen ihrer 
Ermittlungen verfügte die ESTV am 1. Juni 2006 u. a. die Beschlagnahme 
der Vermögenswerte bei der Bank C., die B. gehörten, an denen er wirt-
schaftlich berechtigt oder über welche er bevollmächtigt sei (act. 2.18). Zu 
den beschlagnahmten Konti gehört auch das Konto EUR Nr. 1, lautend auf 
die A. AG. Eine erste Beschwerde der A. AG hat die I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts als Wiedererwägungsgesuch geprüft und abge-
wiesen (TPF BV.2006.66 vom 6. November 2006). 

 
 
B. Mit Verfügung vom 1. September 2008 trat die ESTV auf einen Antrag der 

A. AG um Freigabe des Kontos nicht ein, da die Beschlagnahmeverfügung 
nicht in Wiedererwägung zu ziehen sei. Dagegen erhob die A. AG am 
5. September 2008 Beschwerde. Die I. Beschwerdekammer hob die ange-
fochtene Verfügung am 10. Dezember 2008 auf und wies das Verfahren zu 
neuer Entscheidung an die ESTV zurück (TPF BV.2008.13 vom 10. De-
zember 2008). 

 
 
C. Mit Verfügung vom 6. Februar 2009 wies die ESTV das Freigabegesuch ab 

und bestätigte die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme über das Konto 
EUR Nr. 1 (act. 2.2). Die A. AG erhob gegen diese Verfügung am 10. Feb-
ruar 2009 Beschwerde und beantragte die sofortige Aufhebung der Be-
schlagnahme (act. 1). Die ESTV leitete die Beschwerde am 17. Februar 
2009 zusammen mit ihrer Stellungnahme an die I. Beschwerdekammer 
weiter und beantragte deren kostenfällige Abweisung (act. 2). 

 
In ihrer Beschwerdereplik vom 2. März 2009 hält die A. AG an den mate-
riellen Beschwerdeanträgen fest; neu wird ausgangsgemäss die Kostenauf-
lage zulasten der Beschwerdegegnerin beantragt (act. 7). Die Replik wurde 
der ESTV am 3. März 2009 zur Kenntnis gebracht (act. 8). 
 

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Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 
1.  
1.1 Gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zu-

sammenhängende Amtshandlungen kann bei der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 26 Abs. 1 VStrR 
i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. d SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 
20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht; SR 173.710). Die Beschwerde ist 
innert drei Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der Amtshandlung 
Kenntnis hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich mit Antrag und kurzer 
Begründung einzureichen (Art. 28 Abs. 3 VStrR). Ist die Beschwerde nicht 
gegen den Direktor oder Chef der beteiligten Verwaltung gerichtet, ist sie 
bei diesem einzureichen (Art. 26 Abs. 2 lit. b VStrR). Berichtigt derselbe die 
angefochtene Amtshandlung nicht im Sinne der gestellten Anträge, hat er 
die Beschwerde mit seiner Äusserung spätestens am dritten Werktag nach 
ihrem Eingang an die I. Beschwerdekammer weiterzuleiten (Art. 26 Abs. 3 
VStrR). Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Amts-
handlung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung hat (Art. 28 Abs. 1 VStrR). Mit der Beschwerde kann die 
Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des Sachverhalts oder die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 28 
Abs. 2 VStrR). 

 
1.2 Die Beschwerdeführerin ist als Inhaberin des weiterhin beschlagnahmten 

Kontos berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung 
bzw. Änderung der angefochtenen Verfügung. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 

 
 
2.  
2.1 Art. 191 Abs. 1 DBG i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR ermächtigt die Be-

schwerdegegnerin als zuständige Untersuchungsbehörde (im Rahmen der 
besonderen Fiskaluntersuchung bei schweren Steuerwiderhandlungen) zur 
prozessualen Beschlagnahme von Gegenständen und anderen Vermö-
genswerten, die voraussichtlich der Einziehung unterliegen. Der Einziehung 
unterliegen u. a. Vermögenswerte, die durch eine Straftat erlangt worden 

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sind (Art. 2 VStrR i.V.m. Art. 70 Abs. 1 StGB). Im Gegensatz zur endgülti-
gen materiellrechtlichen Einziehung stellt die Beschlagnahme lediglich eine 
von Bundesrechts wegen vorgeschriebene provisorische „konservatori-
sche“ prozessuale Massnahme zur vorläufigen Sicherstellung der allenfalls 
der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte dar (nebst anderen TPF 
BV.2007.9 vom 7. November 2007 E. 2, BV.2007.1 vom 22. März 2007 
E. 2.2, BV.2006.22 vom 13. Juli 2006 E. 3.2, BV.2005.32 vom 6. Dezember 
2005 E. 4.1; TRECHSEL ET AL., Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxis-
kommentar, Zürich/St. Gallen 2008, Vor Art. 69 StGB N. 4; HAUSER/ 
SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 
2005, S. 344 f. N. 18). Sie greift dem Entscheid über die endgültige Einzie-
hung nicht vor (BGE 120 IV 164 E. 1c S. 166; 120 IV 365 E. 1c S. 367; 
HAURI, Verwaltungsstrafrecht, Bern 1998, S. 113), zumal die Rechte an-
spruchsberechtigter Dritter gemäss dem im Verwaltungsstrafrecht ebenfalls 
anwendbaren Art. 70 Abs. 2 StGB ausdrücklich vorbehalten sind (Art. 2 
VStrR; SCHMID, Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geld-
wäscherei, Band I, 2. Aufl., Zürich, 2007, Art. 70 – 72 StGB N. 142). Von 
einer Beschlagnahme ist nur dann abzusehen, wenn ein solches Drittrecht 
im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB eindeutig gegeben ist und damit eine Ein-
ziehung offensichtlich ausser Betracht fällt. In allen übrigen Fällen gebietet 
das öffentliche Interesse (vgl. TPF BK_B 165/04 vom 18. Januar 2005 E. 2 
mit weiteren Hinweisen) die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme (vgl. 
zum Ganzen TPF 2005 109 E. 5.2 und TPF BV.2006.10 vom 22. März 
2006 E. 3.2). Vermögenswerte, welche gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB allen-
falls der Einziehung unterliegen sind alle wirtschaftlichen Vorteile, die sich 
rechnerisch ermitteln lassen und die direkt oder indirekt durch die strafbare 
Handlung erlangt worden sind; bei der Steuerhinterziehung besteht der sich 
aus dem Delikt ergebende Vermögensvorteil im Gegenwert der hinterzoge-
nen Steuern (vgl. zum Ganzen BGE 120 IV 365 E. 1 S. 366 f.). 

 
2.2 Die Anordnung bzw. die Aufrechterhaltung einer Beschlagnahme setzt ei-

nen (fort)bestehenden hinreichenden, objektiv begründeten Tatverdacht 
gegenüber dem Inhaber des betroffenen Gegenstandes bzw. der betroffe-
nen Vermögenswerte oder einem Dritten voraus (TPF BV.2007.1 vom 
22. März 2007 E. 2.2). In Abgrenzung zum dringenden setzt dabei der hin-
reichende Tatverdacht gerade nicht voraus, dass Beweise oder Indizien be-
reits für eine erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung 
sprechen. Der hinreichende Tatverdacht unterscheidet sich damit vom 
dringenden vor allem durch ein graduelles Element hinsichtlich der Beweis-
lage. Dabei muss der ersuchenden Behörde auch in der Sachverhaltsdar-
stellung ein geringerer Konkretisierungsgrad zugebilligt werden. Zu beach-
ten ist ferner, dass auch mit Bezug auf den hinreichenden Tatverdacht die 

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vom Bundesgericht entwickelte Rechtsprechung sinngemäss gelten muss, 
wonach sich der Tatverdacht im Verlaufe des Verfahrens zu konkretisieren 
und dergestalt zu verdichten hat, dass eine Verurteilung immer wahrschein-
licher wird. Die Verdachtslage unterliegt mit anderen Worten einer umso 
strengeren Überprüfung, „je weiter das Verfahren fortgeschritten ist“ 
(vgl. zum Ganzen TPF BE.2006.7 vom 20. Februar 2007 E. 3.1). 
 
Wie alle Zwangsmassnahmen darf sie zudem nur so weit angeordnet und 
so lange aufrechterhalten werden, als sie verhältnismässig und im Hinblick 
auf ihren Zweck notwendig ist (TPF BV.2005.32 vom 6. Dezember 2005 
E. 2; PIQUEREZ, Traité de procédure pénale suisse, 2. Aufl., Genf/Zürich/ 
Basel 2006, N. 924 f.). 
 

2.3 Unter Hinweis auf das Steuergeheimnis (Art. 110 DBG) wurden von der 
Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort exemplarisch zwei Fälle 
dokumentiert, welche den begründeten Verdacht nachweisen sollen, dass 
B. u. a. durch das Nichtverbuchen von Wertschriftengewinnen, durch ver-
deckte Gewinnausschüttungen und durch den Aufbau von Steuerhinterzie-
hungskonstrukten im In- und Ausland fortgesetzt schwere Steuerwider-
handlungen begangen habe. Namentlich wird B. der vollendeten Steuerhin-
terziehung (Art. 175, 181 DBG), des Steuerbetrugs (Art. 186 DBG) und der 
Mitwirkung zu Steuerhinterziehung (Art. 181 Abs. 3 i.V.m. Art. 177 DBG) 
verdächtigt. In ihrer Verfügung vom 6. Februar 2009 führt die Beschwerde-
gegnerin aus, dass sich der Verdacht gegenüber B. im Laufe der Untersu-
chung erhärtet habe und Unterlagen und Hinweise auf zahlreiche unver-
buchte und/oder steuerlich nicht deklarierte Geldflüsse zu Tage getreten 
seien. 

 
Zum einen wird auf ein kanadisches Konto der D. AG und dessen Nicht-
verbuchung in der Bilanz der Gesellschaft per 31. Dezember 2000 Bezug 
genommen (act. 2.3 und 2.4). B. ist einzelzeichnungsberechtigter Verwal-
tungsrat der D. AG. Zum anderen wird auf Geschäftstätigkeiten von B. über 
die E. hingewiesen, welche bei den Steuererklärungen 2001, 2001B und 
2002 nicht deklariert wurden (act. 2.5 und 2.6). Die Beschwerdeführerin 
macht geltend, die Ermittlungen gegen B. und ihm zugerechnete Firmen 
hätten nichts mit ihr zu tun. 
 
Um den Konnex zwischen den beschlagnahmten Vermögenswerten und B. 
sowie die Verhältnismässigkeit der Beschlagnahme darzutun, führt die Be-
schwerdegegnerin dagegen aus, dass zwar weder die Beschwerdeführerin 
noch deren Organe Beschuldigte der vorliegenden Steueruntersuchung 
seien, dieser Umstand jedoch der Beschlagnahme der Vermögenswerte 

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nicht entgegen stünde. Voraussichtlich der Einziehung unterliegende Ver-
mögenswerte könnten auch bei einem Dritten beschlagnahmt werden, so-
fern nicht ein die Einziehung hinderndes Drittrecht im Sinne von Art. 70 
Abs. 2 StGB gegeben sei. 

 
2.4 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass 440'000 Euro aus der Vermö-

genssphäre von B. in die (formelle) Vermögenssphäre der Beschwerdefüh-
rerin geflossen seien; B. könne aber – unter Vorbehalt der Beschlagnahme 
– nach wie vor über diese Mittel verfügen. Aus diesem Grund seien diese 
weiterhin B. zuzurechnen und damit sei auch die Aufrechterhaltung der Be-
schlagname gerechtfertigt. Die F. AG, welche B. zuzurechnen sei (act. 2.7), 
habe der Beschwerdeführerin ein Darlehen über 440'000 Euro gewährt. 
Der Betrag wurde der Bank G. mit dem Zahlungsgrund „Erteilung Darlehen“ 
überwiesen und dem Konto der F. AG am 23. Mai 2005 belastet (act. 2.8 
und 2.9). Mit diesem Geld konnte die Beschwerdeführerin einen Kredit der 
Bank H. erhältlich machen, mit welchem sie den Kauf einer Liegenschaft 
von I. finanzierte (act. 2.10). Notar J. habe am 31. Mai 2006 500'000 Euro 
auf das beschlagnahmte Konto bei der Bank C., lautend auf die Beschwer-
deführerin, mit dem Zahlungsauftrag „Kaufvertrag I. – A. AG“ überwiesen 
(act. 2.11). Zu diesem Zeitpunkt sei B. als Verwaltungsrat der Beschwerde-
führerin, bezüglich des gesperrten Kontos Einzelzeichnungsberechtigter 
sowie daran wirtschaftlich Berechtigter gewesen (act. 2.12, 2.13 und 2.14). 

 
Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, dass die Überweisung 
von 500’000 Euro auf das beschlagnahmte Konto der Beschwerdeführerin 
als faktische Rückzahlung eines Darlehens derselben an B. anzuschauen 
sei. Die Summe von 500'000 Euro sei damit zu begründen, dass nebst ei-
nem üblichen Zins auch eine Provision für die Ermöglichung des Bankdar-
lehens abgegolten wurde. Dazu beruft sich die Beschwerdegegnerin einer-
seits auf ein formelles Argument, namentlich die Angaben des Formulars A 
zum Zeitpunkt der Beschlagnahme (act. 2.14), andererseits auf die wider-
sprüchlichen Sachverhaltsdarstellungen der Beschwerdeführerin im Rah-
men der drei bisherigen Beschwerdeverfahren (act. 2.11 bis 2.30). Weiter 
führt die Beschwerdegegnerin aus, dass die beschlagnahmten Gelder die 
mutmasslich geschuldeten Nachsteuern nicht vollständig deckten, womit 
der Umfang der Beschlagnahme verhältnismässig sei. 
 
Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Vermögenswerte auf dem gesperr-
ten Konto keinesfalls B. zuzurechnen seien. Die 500'000 Euro seien ein Ak-
tionärsdarlehen von I. an die Beschwerdeführerin gewesen. Ein Schreiben 
der Bank C. vom 11. November 2008 (act. 1.2) bestätigt, dass B. in Hin-
blick auf die Überweisung darauf hinwies, dass nicht er, sondern I., damali-

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ger Alleinaktionär der Beschwerdeführerin, an den Vermögenswerten wirt-
schaftlich berechtigt sei. Die Berichtigungen der Angaben bei der Bank 
wurden durch die Zustellung eines neuen Formulars A am 14. Juli 2006 
vorgenommen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die F. AG I. 
den Betrag von 440'000 Euro geschuldet habe (act. 1.1). Diese Schuld 
liess I. direkt über das Konto der Beschwerdeführerin bei der Bank G. be-
gleichen und gewährte der Beschwerdeführerin so ein Darlehen von 
440'000 Euro. Das Geld wurde in einem Fonds angelegt und diente als Si-
cherheit für einen Liegenschaftskauf zwischen I. als Verkäufer und der Be-
schwerdeführerin als Käuferin. I. habe dann aus seinem Verkaufsgewinn 
der Beschwerdeführerin ein weiteres Aktionärsdarlehen in Höhe von 
500'000 Euro gewährt, welches durch den abwickelnden Notar des Immobi-
lienverkaufs, J., in Auftrag von I. auf das beschlagnahmte Konto der Be-
schwerdeführerin überwiesen wurde. 
 

2.5 Aus den oben genannten Parteivorbringen lässt sich sagen, dass ein hin-
reichender Tatverdacht gegenüber B. begründet ist und auch hinreichende 
und objektiv begründete Momente dafür sprechen, dass die B. vorgeworfe-
nen Steuerwiderhandlungen im Zusammenhang mit dem beschlagnahmten 
Konto stehen könnten. Der Verwertung von Beweisen aus dem Ausland 
steht hierbei nichts im Wege. Ein Drittrecht der Beschwerdeführerin an der 
beschlagnahmten Summe konnte nicht eindeutig festgestellt werden, da 
die widersprüchlichen Angaben der Beschwerdeführerin im Laufe des Un-
tersuchungsverfahrens der ESTV keine eindeutigen Informationen dazu lie-
fern, dass die Beschwerdeführerin oder gar I. an den gesperrten Geldern 
wirtschaftlich berechtigt seien. Ebenso wenig vermag dies eindeutig aus 
dem Schreiben der Bank C. hervorzugehen. 

 
Im Rahmen der vorliegenden Einziehungsbeschlagnahme erscheint zudem 
die Verhältnismässigkeit gewahrt. Die Beschlagnahme hat zum Zweck all-
fällige Steuernachzahlungen sicher zu stellen. Was die Höhe der mutmass-
lichen Nachzahlungen angeht, ist der beschlagnahmenden Behörde ein 
Ermessensspielraum zuzugestehen. 
 
Zur Rolle des Beschleunigungsgebots im Rahmen der Verhältnismässig-
keitsprüfung sei auf nachfolgende E. 3.2 verwiesen. 
 
 

3.  
3.1 Das Beschleunigungsgebot, wonach ein Strafprozess innerhalb angemes-

sener Frist erledigt werden muss, ist in Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 
Abs. 1 BV verankert. Der Grundsatz gilt als verletzt, wenn die Behörden bei 

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einer objektivierten Betrachtungsweise der gesamten Umstände des Ein-
zelfalles in der Lage gewesen sein sollten, den Fall innert wesentlich kürze-
rer Frist abzuschliessen (SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich 2004, 
N. 226 mit Hinweisen). Ungerechtfertigte Verfahrensverzögerungen sind 
geeignet, die Rechtmässigkeit von Zwangsmassnahmen wie der Beschlag-
nahme in Frage zu stellen, und können zu einer Freigabe der beschlag-
nahmten Vermögenswerte führen. Dies trifft zu, wenn die Verfahrensverzö-
gerung besonders schwer wiegt und die Strafverfolgungsbehörden erken-
nen lassen, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Untersu-
chung mit der für Verfahren, in welchen Zwangsmassnahmen verhängt 
wurden, erforderlichen Beschleunigung zu führen und zum Abschluss zu 
bringen (vgl. hierzu in Haftfällen TPF BH.2005.9 vom 4. Mai 2005 E. 5.2; 
HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., S. 272 f. N. 10a mit Hinweis auf BGE 
128 I 149 E. 2.2 S. 151 f.). Ist die gerügte Verzögerung des Verfahrens we-
niger gravierend, kann offen bleiben, ob eine Verletzung des Beschleuni-
gungsgebotes vorliegt. Es genügt diesfalls, die zuständige Behörde zur be-
sonders beförderlichen Weiterführung des Verfahrens anzuhalten und die 
Zwangsmassnahme gegebenenfalls allein unter der Bedingung der Einhal-
tung bestimmter Fristen zu bestätigen (vgl. hierzu in Haftfällen Pra 91 
[2002] Nr. 161 E. 2.1.1 und 2.1.2). Die Auslegung darüber, ob eine schwer-
wiegende Verfahrensverzögerung vorliegt oder nicht, muss von Fall zu Fall 
in Bezugnahme aller relevanten Elemente und der Kriterien des Europäi-
schen Gerichtshofes für Menschenrechte erfolgen (PIQUEREZ, a.a.O., 
N. 328). Sofern es beantragt wird, ist die Verletzung des Beschleunigungs-
gebots im Dispositiv des Entscheids festzuhalten (HAUSER/SCHWERI/HART-
MANN, a.a.O., S. 273 N. 11). 

 
3.2 In ihrem Entscheid BV.2008.13 vom 10. Dezember 2008 hatte die I. Be-

schwerdekammer die Beschwerdegegnerin angesichts der bereits lange 
aufrechterhaltenen Beschlagnahme dazu aufgefordert, diese bald zu über-
prüfen und den entsprechenden Entscheid in angemessener Weise zu be-
gründen. Dieser Aufforderung ist die Beschwerdegegnerin nachgekommen. 
Die im Entscheid der I. Beschwerdekammer enthaltene Vorgabe, dass die 
Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin „bis spätestens Ende Januar 
des kommenden Jahres [2009]“ zu erfolgen habe, ist nicht als strikte Frist-
ansetzung, sondern als Richtlinie im Rahmen der Wahrung des Beschleu-
nigungsgebotes zu verstehen, die vorliegendenfalls als gewahrt gelten 
kann, hat die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid doch am 6. Februar 
2009 erlassen. Erneut wird die Beschwerdegegnerin jedoch darauf hinge-
wiesen, dass die Ermittlungen effizient zum Abschluss zu bringen sind.  

 
 

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4. Demgemäss erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzu-
weisen. 

 
 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kos-
ten zu tragen (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Ge-
richtsgebühr ist auf Fr. 1'500.-- festzusetzen (Art. 3 des Reglements vom 
11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; 
SR 173.711.32), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von  
Fr. 1'500.--. 

 

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Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--. 
 
 

Bellinzona, 30. März 2009 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. AG 
- Eidgenössische Steuerverwaltung 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).