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**Case Identifier:** e6962d32-f6c7-5a0c-b38a-db860f75f4a4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.12.2014 725 14 276 (725 2014 276)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-276_2014-12-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Dezember 2014 (725 14 276) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Berechnung des Valideneinkommens, Beweiswürdigung 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber i.V. Michael Ruch 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis G. Giovannelli, 
Rechtsanwalt und Notar, Baarerstrasse 34, Postfach, 6300 Zug 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der am 1. Mai 1967 geborene A.____ war von 1995 bis 2000 als Betriebsarbeiter in der 
Reinigung bei der Firma B.____ AG angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Be-
rufskrankheiten versichert. Am 7. September 1997 stiess der Versicherte auf einem Parkplatz 
an den Pneu eines parkierten Autos und fiel auf den Rücken. Anlässlich eines MRI vom 24. 
April 1998 wurde der Verdacht auf ein Impingement des Musculus supraspinatus geäussert, 
was eine längere Behandlung und weitere Abklärungen nach sich zog. Die SUVA anerkannte 

 
 
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ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Leistungen aus. Anlässlich einer kreisärztli-
chen Untersuchung vom 27. Januar 2014 lehnte die SUVA mit Verfügung vom 6. Februar 2014 
einen Leistungsanspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschä-
digung ab, weil keine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit mehr 
vorliege. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 15. Juli 2014 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Denis G. 
Giovanelli, am 15. September 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 
15. Juli 2014 die SUVA zu verurteilen, dem Versicherten mindestens eine halbe Invalidenrente 
auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit an die SUVA zurückzuweisen mit der Massga-
be, gestützt auf eine Oberexpertise neu zu verfügen. Ausserdem sei dem Versicherten die un-
entgeltliche Rechtspflege zu bewilligen; alles unter o/e- Kostenfolge. In der Begründung machte 
er geltend, selbst körperlich leichte Tätigkeiten unterhalb der Horizontalen seien aufgrund der 
Beschwerden in der rechten Schulter nicht mehr durchführbar resp. nicht mehr zu 100% zumut-
bar.  
 
C.  Die SUVA, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, beantragte in ihrer Ver-
nehmlassung vom 28. Oktober 2014 die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. 
Dieser befindet sich vorliegend in B.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige kantonale gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 15. September 2014 ist dem-
nach einzutreten.  
 
2.  Materiell ist zu prüfen, ob der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente hat.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 

 
 
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infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 
18 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet dabei die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Ar-
beitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen, oder psychischen 
Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
2.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
2.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61c lit. c ATSG) – wie alle 
anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c) 
 
2.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die freie Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zu-
sammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und –ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 

 
 
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mit weiteren Hinweisen). Sodann erkennt die Rechtsprechung Berichten versicherungsinterner 
medizinischer Fachpersonen und (Akten-)Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfah-
ren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, zwar ebenfalls Beweiswert zu, es ist allerdings zu 
betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-
nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutach-
ten zukommt (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 125 353. E. 3b/ee). Sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
3.1 Die SUVA stützt sich in ihrer Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit auf den 
kreisärztlichen Bericht vom 27. Januar 2014 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem 
Versicherten eine leichte körperliche Tätigkeit unterhalb der Horizontalen ganztägig zumutbar 
sei. Dabei seien das Heben und Tragen von Lasten sowie repetitive Aussenrotationsbewegun-
gen der rechten Schulter zu vermeiden. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bean-
standen. Es liegen auch keine ärztlichen Berichte vor, welche der kreisärztlichen Beurteilung 
widersprechen würden. Die Beurteilung des Kreisarztes ist für die streitigen Belange umfas-
send, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Die strittige 
Frage, welche Auswirkungen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen an der rechten Schulter 
auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten haben, kann gestützt auf den kreisärztlichen Bericht 
zuverlässig beantwortet werden.  
 
3.2 Der Versicherte wendet dagegen ein, dass ihm auch die Ausführung leichter Tätigkeiten 
nicht mehr zumutbar sei. Als Rechtshänder sei er aufgrund der unfallbedingt beeinträchtigten 
Schulter nicht imstande, selbst für wenige Minuten Arbeiten auszuführen. Die Einwände des 
Beschwerdeführers sind jedoch nicht substantiiert. So führt er nicht aus, weshalb es ihm nicht 
möglich sei, die ärztlich als zumutbar betrachtete Arbeit ganztags wahrzunehmen und er legt 
auch keinen Arztbericht vor, der seine Aussagen bekräftigen würde oder aus welchem hervor-
ginge, welche medizinischen Probleme noch vorlägen. Es liegen somit keine Gründe vor, an 
der Zuverlässigkeit des kreisärztlichen Berichtes vom 27. Januar 2014 zu zweifeln, weshalb ihm 
volle Beweiskraft zuzuerkennen ist.  
 
4.  Weiter beanstandet der Versicherte den Einkommensvergleich.  
 
4.1 Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbsfähigen Versicherten auf-
grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-
der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 

 
 
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bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgericht sind für den 
Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan-
spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Rentenanspruch entsteht gemäss 
Art. 19 UVG, sobald von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (sog. Endzustand). 
Gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 27. Januar 2014 war der Endzustand im Janu-
ar 2014 erreicht. Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle standen nicht zur Diskussion. Dem-
gemäss ist für die Beurteilung des Rentenanspruchs der 1. Januar 2014 massgebend.  
 
4.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie 
möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist (BGE 134 V 222 E. 4.1; Urteile des 
Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_793/2011, E. 3.1 und vom 26. November 2002, I 491/01, 
E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend stellte die SUVA fest, dass anhand der vorhan-
denen Einkommensunterlagen kein zuverlässiges Valideneinkommen ermittelbar sei. Aus die-
sem Grund zog die SUVA die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio-
disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2010 heran. Dabei habe sie die Tabelle 
A1, Wirtschaftszweig 77/79-82, Anforderungsniveau 4, Männer verwendet. Bei einer durch-
schnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche und der Nominallohnentwicklung bis ins 
Jahr 2013 angepasst ermittelte die SUVA ein Valideneinkommen von Fr. 54‘110.--. 
 
4.3 Der Versicherte ist der Auffassung, bei der Ermittlung des Valideneinkommens sei nicht 
berücksichtigt worden, dass er gelernter Goldschmied und zum Zeitpunkt des Unfalles sogar 
selbständig erwerbend gewesen sei. Als gelernter Goldschmied sei das Anforderungsniveau 2 
(= Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten), allenfalls dasjenige von 3 (= Berufs- 
und Fachkenntnisse vorausgesetzt) anzuwenden. Dieser Argumentation des Beschwerdefüh-
rers kann nicht gefolgt werden, da dieser gemäss Unfallmeldung vom 11. September 1997 bei 
der Firma B.____ AG als Betriebsarbeiter in der Reinigung angestellt war. Der Beschwerdefüh-
rer weist keine Zertifikate oder Nachweise vor, anhand welcher ersichtlich wäre, dass er tat-
sächlich als Goldschmied gearbeitet oder die entsprechende Ausbildung absolviert hätte. Es 
kann somit nicht mit übewiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der 
Versicherte im Januar 2014 als gesunde Person als Goldschmied tätig gewesen wäre. Für die 
Berechnung des Valideneinkommens ist demzufolge zu prüfen, ob der Lohn bei der B.____ AG, 
den der Versicherte zum Zeitpunkt des Unfalls verdient hat, für die Berechnung des Validenein-
kommens als massgebend betrachtet werden kann.  
 
4.4. Anhand der Lohnblätter der Firma B.____ AG ist erkennbar, dass der Versicherte in den 
Jahren, als er als Betriebsarbeiter in der Reinigung der B.____ AG angestellt war, ein unregel-
mässiges Einkommen erzielte. So verdiente er im Jahr 1995 Fr. 9‘672.--, im Jahr 1996 hatte er 
ein Einkommen von Fr. 16‘579.-- und im Jahr 1997, im Jahr des Unfalls, kam der Beschwerde-
führer auf ein Einkommen von Fr. 39‘383. Diese unterschiedlichen Einkommen stellen keinen 

 
 
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verlässlichen Basiswert dar, um das Valideneinkommen zu berechnen. Es fällt daher ausser 
Betracht, das Valideneinkommen gestützt auf den tatsächlich erzielten Verdienst bei der  
B.____ AG zu bestimmen. Auch die Tätigkeiten in den Gesellschaften des Beschwerdeführers, 
der „D.____ GmbH“ einerseits, wie auch die „E.____“ andererseits, können, wie dies die Vo-
rinstanz richtig festgestellt hat, nicht zur Bestimmung des Valideneinkommens herangezogen 
werden, da über die „D.____ GmbH“ der Konkurs eröffnet wurde und die „E.____“ keine 
brauchbaren Lohnbelege vorweisen kann. Das Valideneinkommen ist demzufolge aufgrund der 
Tabellenlöhne zu ermitteln. Da davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer zum mass-
beglichen Zeitpunkt in der Reinigungsbranche tätig gewesen wäre, ist zur Berechnung des Va-
lideneinkommens von der Tabelle T7 Ziffer 35 der LSE 2010 auszugehen. Diese sieht als 
durchschnittliches Einkommen in der Reinigungsbranche einen Lohn von Fr. 4‘222.-- pro Monat 
vor. Wird dieser Lohn an die wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von 41.9 Stunden (Tabelle B 
9.2/Total, in: Die Volkswirtschaft) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 ange-
passt (2011: 1.0%; 2012: 0.8%; 2013: 0.7%), resultiert dabei ein Jahreseinkommen von 
Fr. 54‘408.--. Dieser Wert ist somit als hypothetisches Valideneinkommen bei der Erstellung des 
Einkommensvergleichs beizuziehen.  
 
5.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Im Einkommensver-
gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu 
ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss LSE oder die so-
genannten Zahlen der DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen) herangezogen werden (BGE 
126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 
 
5.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. 
E. 6.3). Vorliegend ermittelte die SUVA das Invalideneinkommen einerseits aufgrund der DAP 
und legte hierzu insgesamt fünf DAP-Blätter vor. Gestützt auf die darin enthaltenen Lohnanga-
ben bezifferte sie das massgebende Jahreseinkommen mit Fr. 53‘510.--. Der Beschwerdeführer 
beanstandet die vorgelegten DAP nicht. Eine nähere Betrachtung der fünf von der SUVA aufge-

 
 
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legten DAP-Blättern zeigt aber, dass nur eine der ausgewählten Tätigkeiten für den Versicher-
ten mit seinen Beschwerden in Frage käme. Die weiteren vorgebrachten Beispiele sind nicht mit 
der im kreisärztlichen Bericht vom 27. Januar 2014 vorgegebenen Verweistätigkeit vereinbar 
und somit nicht verwertbar, da sowohl als Fliessmonteur, als Bediener einer CNC-Maschine 
und als Bediener einer Kuppelfunktionsanlage oft leichte oder gar mittel schwere Gewichte ge-
hoben werden müssen, was dem Beschwerdeführer aber gemäss kreisärztlichem Bericht nicht 
zumutbar ist. Auch die Stelle eines Stapelfahrers, kann dem Beschwerdeführer nicht zugemutet 
werden, da hierfür eine gute Beweglichkeit und Übersicht gefordert wird. Dies hat zur Folge, 
dass für die Berechnung des Invalideneinkommens nicht auf den von der SUVA anhand DAP 
ermittelten Invalidenlohn in der Höhe von Fr. 53‘510.-- abgestellt werden kann. Somit ist, wie 
das die SUVA eventualiter auch getan hat, das Invalideneinkommen anhand der LSE zu be-
rechnen.  
 
5.3  Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens von der Tabelle TA1, To-
tal privater Sektor der LSE-Löhne auszugehen (nicht publizierte E. 5a von BGE 133 V 545; vgl. 
auch BGE 129 V 472 ff. E. 4.3.2 mit Hinweis). So ist der LSE-Berechnung der Vorinstanz zu 
folgen, wenn sie gemäss LSE 2010 den Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufga-
ben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2010 von 
Fr. 4'901.-- monatlich beizog. Dieser Tabellenlohn ist auf die für das Jahr 2013 geltende durch-
schnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, herausgegeben vom BSF, Dokument je-d-03.02.04.19) umzurechnen. Der 
daraus resultierende Betrag von jährlich Fr. 61‘312.-- ist an die bis 2013 erfolgte Nominallohn-
entwicklung für Männer (2011: 1.0%; 2012: 0.8%; 2013: 0.7%; vgl. T1.1.10 Nominallohnindex, 
Männer, 2011 - 2013, Total) anzupassen, womit als Basis von einem Invalideneinkommen von 
Fr. 62‘857.-- pro Jahr auszugehen ist. 
 
5.4.1  Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss verschiede-
ne Abzüge zulässig. In BGE 126 V 75 ff. entwickelte das Bundesgericht seine Rechtsprechung 
zu den Abzügen vom Tabellenlohn weiter. Dabei betonte es, dass die Frage, ob und in wel-
chem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und berufli-
chen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebens-
alter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statis-
tischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale, letztlich aber 
auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 80 E. 5b). Vorliegend ist der Ver-
sicherte durch seine Beschwerden unbestrittenermassen eingeschränkt. Das Heben und Tra-
gen von Lasten sowie repetitive Aussenrotationsbewegungen der rechten Schulter werden ihm 
gemäss kreisärztlichem Bericht als unzumutbar attestiert. Es rechtfertigt sich daher, einen Ab-
zug von 10% vom ermittelten Tabellenlohn vorzunehmen. Umstände, welche für einen höheren 
Abzug sprechen würden, liegen nicht vor. 
 
5.4.2 Kürzt man den vorstehend ermittelten Tabellenlohn von Fr. 62‘857.--  aufgrund der vor-
genannten Erwägung um 10%, so ergibt dies für den Versicherten ein massgebendes Invali-
deneinkommen von Fr. 56‘571.-- (Fr. 62‘857 x 0.9%).  

 
 
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5.5 Stellt man im Einkommensvergleich das massgebende Invalideneinkommen von 
Fr. 56‘571.-- dem Valideneinkommen von Fr. 54‘408.-- gegenüber (vgl. Erwägung 6.3), so ist 
festzustellen, dass faktisch aus der verletzungsbedingten Einschränkung des Versicherten kei-
ne Erwerbseinbusse resultiert. Als Ergebnis ist demnach festzuhalten, dass der Versicherte 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente der SUVA hat. 
 
5.6 Selbst wenn davon auszugehen wäre, der Versicherte sei vor dem Unfallereignis als 
Goldschmied tätig gewesen, würde sich nichts am Ergebnis ändern. Gemäss kreisärztlicher 
Beurteilung vom 27. Januar 2014 ist der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Goldschmied 
nicht beeinträchtigt, ist doch eine leichte Tätigkeit unterhalb der Horizontalen ohne Heben von 
Lasten und ohne repetitive Aussenrotationen der rechten Schulter in einem Vollzeitpensum zu-
mutbar. Somit wäre es dem Beschwerdeführer weiterhin zumutbar, als Goldschmied zu arbei-
ten, womit keine Erwerbseinbusse gegenüber der angestammten Tätigkeit vorläge. 
 
6. Zusammenfassend kann geschlossen werden, dass die Einwände des Beschwerdefüh-
rers hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts nicht genügend substantiiert sind, um den 
kreisärztlichen Bericht, auf den sich die Vorinstanz beruft, in Frage zu stellen. Wird auf dieser 
Grundlage der Einkommensvergleich vorgenommen, kann kein rentenbegründender IV-Grad 
festgestellt werden, womit die Beschwerde abzuweisen ist.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.  
 
7.2 Es bleibt über den Antrag des Versicherten zu befinden, es sei ihm die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG 
wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltli-
cher Rechtsbeistand bewilligt. Gemäss Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung 
im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aus-
sichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder 
doch geboten ist (Urteil des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 
62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zü-
rich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die 
Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eingereichten Unterlagen bejaht werden, 
die Beschwerde ist nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die anwaltliche Vertretung ist ge-
boten. Der Rechtsvertreter des Versicherten wies in seiner Honorarnote vom 3. Dezember 2014 
für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 9.1 Stunden sowie Auslagen 
von Fr. 31.70 aus, was umfangmässig nicht zu beanstanden ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarif-
ordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 in der seit 1. Januar 2014 
geltenden Fassung beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stun-
de. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb für seine Bemühungen ein Hono-

 
 
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rar in der Höhe von Fr. 1999.85 (9.1 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 31.70 zuzüglich 
8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entrichten.  
 
7.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechts-
anwalt Dennis Giovanelli ein Honorar von Fr. 1‘999.85 (inkl. Auslagen 
und 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

Mitteilung an Parteien 
  Bundesamt für Gesundheit