# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b5d554d-d602-5bc0-aa7f-314f57abf600
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 07.05.2025 BS 2024 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2024-121_2025-05-07.pdf

## Full Text

BS 24 121 - Entwurf MSI_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2024 121

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber C. Schwegler

Beschluss vom 7. Mai 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, 
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwalt D.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Einstellung

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Sachverhalt

1. Am 2. Juli 2023, ca. 04.30 Uhr, liess sich E.________ (nachfolgend: Beschuldigter) mit dem 
von A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) gelenkten Taxi C.________, vom Nacht-
club "G.________" in H.________ über I.________ nach J.________ chauffieren. Dabei kam 
es zu einer Diskussion um den zu entrichtenden Fahrpreis. Als der Beschwerdeführer das 
Taxi an der Bushaltestelle K.________ in J.________ angehalten hatte, ging die Diskussion 
in einen Streit und ein Gerangel über. In der Folge zog sich der Beschwerdeführer derart 
schwere Verletzungen zu, dass er durch den Rettungsdienst L.________ in die Intensivsta-
tion des Kantonsspitals M.________ überführt werden musste. Nachfolgend stellten der Be-
schwerdeführer wie auch der Beschuldigte je gegeneinander Strafantrag betreffend alle in 
Frage kommenden Antragsdelikte und konstituierten sich je als Privatkläger im Zivilpunkt (Vi 
act. 8/1/1, 8/1/3, 8/2/1 und 8/2/2).

2. Für den Beschwerdeführer wie auch für den Beschuldigten wurden am 5. Juli 2024 je eine 
amtliche Vereidigung bestellt (Vi act. 9/1/2 und 9/2/1). Die Zuger Polizei, welche von Beginn 
weg eng mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zusammenarbeitete, schloss ihre Er-
mittlungen mit je zwei separaten Anzeigerapporten vom 11. Januar 2024 ab (Vi act. 1/12 und 
1/13). 

3. Mit Parteimitteilungen vom 6. August 2024 teilte der zuständige Staatanwalt den amtlichen 
Verteidigern mit, dass die Strafuntersuchungen abgeschlossen seien und ihnen in nächster 
Zeit (vorbehältlich der Genehmigung durch die Oberstaatsanwaltschaft) eine Einstellungsver-
fügung zugestellt werde (Vi act. 9/1/8 und 9/2/9).

4. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2024 stellte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung 
1A 2023 1133 gegen den Beschuldigten betreffend schwere Körperverletzung sowie die 
Strafuntersuchung 1A 2023 1134 gegen den Beschwerdeführer betreffend einfache Körper-
verletzung ein. Gleichzeitig wurde auf die Zivilforderungen nicht eingetreten und wurden die 
Zivilklagen auf den Zivilweg verwiesen. Schliesslich wurden die Verfahrenskosten auf die 
Staatskasse genommen, die Entschädigungen der amtlichen Verteidigungen festgesetzt und 
dem Beschuldigten für die erstandene Haft von einem Tag eine Genugtuung von CHF 200.00 
zugesprochen (Vi act. 6/1).

5. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner amtlichen Verteidi-
gerin vom 23. Dezember 2024 Beschwerde bei der I. Beschwerdeabteilung des Obergerichts 
des Kantons Zug mit folgenden Anträgen (act. 1):

1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft I. Abteilung des Kantons Zug vom 12. Dezem-
ber 2024 sei aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin 1 sei anzuweisen, die Untersuchung im Verfahren 1A 2023 1133 fortzu-
führen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin 1.

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6. Mit Eingabe vom 6. Januar 2025 beantragte die Staatsanwaltschaft – unter Verweis auf die 
Begründung in der angefochtenen Einstellungsverfügung – die Abweisung der Beschwerde 
(act. 3). Sie reichte zudem die Untersuchungsakten ein.

7. Der Beschuldigte liess durch seine amtliche Verteidigung am 14. Januar 2025 eine freige-
stellte Vernehmlassung einreichen und darin eine vollumfängliche Abweisung der Be-
schwerde – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zusätzlich Mehrwertsteuerzusatz – zu-
lasten des Beschwerdeführers beantragen (act. 4).

Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 393 Abs. 1 
lit. a StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 lit. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Auf die un-
bestrittenermassen frist- und formgerecht eingereichte Eingabe des Beschwerdeführers vom 
23. Dezember 2024 ist mithin einzutreten.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Sachver-
haltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die Be-
schwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie 
verfügt über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. Die Staatsanwaltschaft verfügt die vollständige oder teilweise Einstellung des Verfahrens, 
wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt, wenn kein Straftatbestand 
erfüllt ist oder wenn Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen 
(Art. 319 Abs. 1 lit. a, b und c StPO). Bei der Entscheidung über die Einstellung eines Verfah-
rens ist der Grundsatz "in dubio pro duriore" zu beachten. Das Verfahren darf grundsätzlich 
nur bei offensichtlicher Straflosigkeit oder offensichtlichem Fehlen der Prozessvoraussetzun-
gen eingestellt werden. Kommt hingegen eine Erledigung durch Strafbefehl nicht in Betracht, 
ist Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Frei-
spruch. Halten sich Freispruch und Verurteilung in etwa die Waage, ist in der Regel, insbe-
sondere bei schwereren Delikten, Anklage zu erheben (Urteil des Bundesgerichts 
6B_1016/2022 vom 24. Februar 2023 E. 4.1 m.H.).

3. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung des Strafverfahrens 1A 2023 1133 – nach 
umfassender Darstellung des Untersuchungsergebnisses sowie der aus Sicht der Staatsan-
waltschaft massgeblichen gesetzlichen Vorgaben – im Wesentlichen wie folgt:

3.1 Der Beschwerdeführer habe sich nicht mehr daran erinnern können, wie aus der zunächst 
verbalen Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten betreffend den "Kaufpreis" für die Taxi-
fahrt eine tätliche Auseinandersetzung entstanden sei. Für die Feststellung des Sachverhalts 
stünden demnach einzig die Aussagen des Beschuldigten, die objektiven Beweismittel sowie 
die Arztberichte zur Verfügung.

3.2 Der Beschuldigte habe den Sachverhalt gegenüber der Patrouille der Zuger Polizei, die als 
erste beim K.________ in J.________ eingetroffen sei, gegenüber der Patrouille der Zuger 

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Polizei, die ihn vom Kantonsspital in I.________ auf den Hauptposten in H.________ über-
führt habe, und in seiner delegierten Einvernahme detailliert, anschaulich und in den wesent-
lichen Punkten übereinstimmend geschildert. Dabei sei insbesondere darauf hinzuweisen, 
dass der Beschuldigte in Übereinstimmung mit den auf seinem Mobiltelefon festgestellten 
Fotografien zunächst geltend gemacht habe, er sei mit dem Fahrpreis nicht einverstanden 
gewesen und er habe darum eine Aufnahme vom Taxameter sowie vom Taxi erstellt. Sodann 
fände auch die Aussage des Beschuldigten, der Beschwerdeführer habe die Zuger Polizei 
anrufen wollen, eine Bestätigung im objektiven Beweisergebnis. Weiter habe in Übereinstim-
mung mit der Aussage des Beschuldigten, wonach er und der Beschwerdeführer um sein 
Mobiltelefon gerungen hätten und der Beschwerdeführer ihn dabei als Erster mit der Faust 
ins Gesicht geschlagen habe, festgestellt werden können, dass sich die DNA des Beschwer-
deführers mit grosser Wahrscheinlichkeit auf diesem Mobiltelefon befunden und dass der Be-
schuldigte eine Verletzung an seiner Nase sowie an seinem rechten Zeigfinger aufgewiesen 
habe. Schliesslich stimme auch die Aussage des Beschuldigten, wonach er nach dem Sturz 
des Beschwerdeführers bei diesem geblieben sei und sich um diesen gekümmert habe, mit 
den Feststellungen der Zuger Polizei, wonach der Beschuldigte bei deren Eintreffen versucht 
habe, den Beschwerdeführer aufzurichten, überein. Nicht ausser Acht zu lassen sei zudem, 
dass sich der Beschuldigte mit seinen Aussagen auch selbst belaste. Statt schlicht geltend 
zu machen, er habe sich nur passiv verhalten, habe der Beschuldigte eingestanden, den Be-
schwerdeführer ebenfalls gestossen zu haben, nachdem er von diesem geschlagen und ge-
stossen worden sei.

3.3 Mit Bezug auf die bereits im Rahmen des Vorverfahrens eingereichten Beweisanträge der 
amtlichen Verteidigerin des Beschwerdeführers (Einholung eines medizinisches Gutachtens 
über die Art und Ursache der Verletzungen des Beschwerdeführers sowie eines medizinisch-
forensisches Gutachtens hinsichtlich der Kausalität zwischen Wucht bzw. Stärke des [angeb-
lichen] Stosses des Beschuldigten gegen den Beschwerdeführer und dessen Verletzungen) 
erwog die Staatsanwaltschaft (verschiedentlich unter Hinweis auf entsprechende Fundstellen 
im Internet), dass es bereits bei Stürzen aus dem Stand auf den Hinterkopf, nicht zuletzt auf 
harten Asphalt, zu Schädelbasisfrakturen mit schweren intrakraniellen Verletzungen, wie sie 
der Beschwerdeführer erlitten habe, kommen könne, ohne dass hierfür eine zusätzliche Be-
schleunigung durch einen Stoss nötig wäre. Da sich zudem in den Arztberichten keine Hin-
weise auf Hämatome am bzw. Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper des Beschwerdefüh-
rers fänden, sei davon auszugehen, dass die bei ihm diagnostizierte Unterlappenteilatelek-
tase durch die Vollnarkose bzw. Bewusstlosigkeit und nicht etwa durch Schläge seitens des 
Beschuldigten verursacht worden seien, was nicht unüblich sei. Das Gleiche habe hinsicht-
lich der beim Beschwerdeführer diagnostizierten 1 cm messenden Läsion im Lebersegment 
zu gelten, zumal an seinem Oberkörper wie erwähnt keine Hämatome oder sonstigen Anzei-
chen für Gewalteinwirkung hätten festgestellt werden können und insbesondere auch aus 
den Arztberichten hervorgehe, dass es sich bei der Läsion im Lebersegment differenzialdia-
gnostisch ("DD") entweder um ein Leberhämangiom oder eine Kontusion handeln könnte. Bei 
einem Leberhämangiom handle es sich nicht um die Folge einer Gewalteinwirkung, sondern 
um einen gutartigen Lebertumor, welcher häufig als Zufallsbefund im Rahmen einer Abdo-
mensonographie diagnostiziert werde.

3.4 Zusammengefasst kam die Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass dem Beschuldigten zum 
einen nicht nachgewiesen werden könne, dass er der Auslöser der tätlichen Auseinanderset-

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zung gewesen sei, und dass zum anderen gestützt auf seine Aussagen und das objektive 
Beweisergebnis davon auszugehen sei, dass er den Beschwerdeführer nur weggestossen 
habe, da er selbst von diesem gestossen und geschlagen worden sei. Ob der Beschwerde-
führer dabei als Folge eines Stosses des Beschuldigten oder durch das Abrutschen beim Ge-
rangel um das Mobiltelefon nach hinten gestolpert und über den Randstein gestürzt sei, 
könne dahingestellt bleiben. Der Beschuldigte sei jedenfalls berechtigt gewesen, die Stösse 
durch den Beschwerdeführer mit eigenen Stössen abzuwehren und diesen durch Festhalten 
an seinem Mobiltelefon daran zu hindern, dieses zu behändigen. Diesbezüglich liege gar ein 
gesetzlicher Rechtfertigungsgrund vor (vgl. Art. 926 ZGB). Dass der Beschwerdeführer als 
Folge des Sturzes auf seinen Hinterkopf geprallt sei und die aktenkundigen Verletzungen er-
litten habe, sei als Unfall zu bezeichnen und könne dem Beschuldigten weder als vorsätzli-
che Tatbegehung noch als pflichtwidrige Unvorsichtigkeit angelastet werden. Hierfür spreche 
im Übrigen auch, dass sich der Beschuldigte beim Eintreffen der ersten Patrouille um den 
Beschwerdeführer gekümmert bzw. versucht habe, diesem zu helfen. Wäre er sich irgendei-
ner Schuld am Sturz des Beschwerdeführers bewusst gewesen, erscheine es als lebens-
fremd, dass er vor Ort geblieben und ihm geholfen hätte. Dementsprechend sei die Strafun-
tersuchung gegen den Beschuldigten wegen schwerer Körperverletzung einzustellen.

4. Zur Begründung der Beschwerde liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen Folgendes 
ausführen (act. 1 S. 4-6):

4.1 Bereits die (für die Begründung des Tatverdachts unerhebliche) Feststellung, wonach dem 
Beschuldigten nicht nachgewiesen werden könne, dass er der Auslöser der tätlichen Ausein-
andersetzung gewesen sei, zeige auf, wie tendenziös die Untersuchung vorgenommen wor-
den sei. Die Begründung der Einstellung stütze sich hauptsächlich auf die Aussagen und Be-
weismittel des Beschuldigten, ohne Berücksichtigung der beantragten Gegenbeweise und 
deren alternative Interpretationen.

4.2 Die Staatsanwaltschaft gehe von der irrigen Annahme aus, wonach es unerheblich sei und 
offenbleiben könne, ob der Beschwerdeführer infolge des Stosses des Beschuldigten oder 
durch das Abrutschen nach hinten gestolpert sei und sich die schweren Verletzungen zuge-
zogen habe. Gerade deswegen solle die Untersuchung vorgenommen werden, um dies her-
auszufinden. Weiter masse sich die Staatsanwaltschaft das Amt des Richters an und stelle 
fälschlicherweise fest, dass sich der Beschuldigte in einer Abwehrsituation befunden habe, 
was einen Rechtfertigungsgrund darstelle. Die Beantwortung genau dieser Frage sei in An-
wendung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" dem Gericht zu überlassen; bei zweifelhaf-
ter Beweis- oder Rechtslage solle im Zweifel zugunsten der Anklageerhebung entschieden 
werden, insbesondere bei schweren Delikten wie einer möglichen schweren Körperverlet-
zung.

4.3 Die Staatsanwaltschaft gehe so weit, die Tathandlung als Unfall zu qualifizieren, weil der Be-
schuldigte dem Beschwerdeführer nach seinem Sturz geholfen haben solle. Dies sollte in-
dessen erst bei der Strafzumessung eine Rolle spielen und nicht bei der Begründung des 
Tatverdachts. Es sei keineswegs lebensfremd, einer verletzten Person in der vorliegenden 
Situation zu helfen. Dies sei sogar ein zu erwartendes Verhalten.

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4.4 Betreffend Abweisung der Beweisanträge des Beschwerdeführers wurde schliesslich argu-
mentiert, gerade die Frage, ob es bereits bei blossen Stürzen aus dem Stand auf den Hinter-
kopf, nicht zuletzt auf harten Asphalt, zu Verletzungen kommen könne, wie sie der Be-
schwerdeführer habe, wolle dieser von einer Fachperson und nicht von der Staatsanwalt-
schaft und deren Zitaten aus dem Internet beantwortet haben. Hier verkenne die Staatsan-
waltschaft, welche weder Medizinerin noch Fachperson für Hirntraumata sei, die Vorschrift 
von Art. 182 ff. StPO völlig. Diese schreibe der Untersuchungsbehörde vor, eine sachver-
ständige Person beizuziehen, wenn sie nicht über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten 
verfüge. Vorliegend masse sich die Staatsanwaltschaft medizinisches Fachwissen an, ohne 
über die erforderliche Qualifikation zu verfügen, und interpretiere die medizinischen Informa-
tionen einseitig und selektiv, ohne alternative Erklärungen angemessen zu berücksichtigen. 
Die Nichtbeachtung von Art. 182 ff. StPO, die den Beizug von Sachverständigen regelten, 
stelle einen erheblichen Verfahrensmangel dar. Es gehe nicht an, dass die Staatsanwalt-
schaft sich zum Fürsprecher des Beschuldigten mache und ohne ausreichendes Fachwissen 
das Strafverfahren einstelle.

5. Der Beschuldigte seinerseits liess im Rahmen einer freigestellten Vernehmlassung im We-
sentlichen ausführen was folgt (act. 4 S. 3-6):

5.1 Die Aussagen des Beschuldigten hätten im Gegensatz zu jenen des Beschwerdeführers je-
der Nachprüfung standgehalten. Sie seien daher nicht einseitig, sondern der Beschuldigte 
habe die Vorgänge so geschildert, wie sie gewesen seien. In der Beschwerdeschrift würden 
die Erinnerungslücken des Beschwerdeführers mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma 
und der daraus resultierenden bleibenden Epilepsie erklärt, was eine freie Erfindung des Be-
schwerdeführers sei und in das Bild seiner widersprüchlichen Aussagen passe. Wenn der 
Beschwerdeführer weiter schildere, er sei erst fünf Tage später aus dem Koma erwacht, er-
gebe sich dies ebenfalls nicht aus dem Austrittsbericht. Zudem dramatisiere der Beschwer-
deführer den Sachverhalt und schildere diesen gar teilweise aktenwidrig. Tatsächlich habe er 
lediglich ein mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und handle es sich bei der Halswir-
belfraktur gar um eine vorbestehende Verletzung.

5.2 Die Staatsanwaltschaft komme zum völlig korrekten Ergebnis, dass dem Beschuldigten zum 
einen nicht nachgewiesen werden könne, dass er der Auslöser der tätlichen Auseinanderset-
zung gewesen sei, und zum anderen gestützt auf seine Aussagen und das objektive Bewei-
sergebnis davon auszugehen sei, dass er den Beschwerdeführer berechtigterweise nur weg-
gestossen habe, da er selbst von diesem gestossen und geschlagen worden sei. Auch in die-
sem Punkt sei die Einstellungsverfügung nicht zu beanstanden.

5.3 Der Beschwerdeführer reklamiere den Grundsatz "in dubio pro duriore", verkenne jedoch 
dessen korrekte Anwendung. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne auf eine 
Anklageerhebung verzichtet werden, wenn (a) der Strafkläger ein widersprüchliches Aussa-
geverhalten offenbart habe und seine Aussagen daher wenig glaubhaft seien oder (b) wenn 
eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände aus anderen Gründen als von 
vornherein unwahrscheinlich erscheine. Beide im Raum stehenden Ablaufalternativen wür-
den nicht zu einer Verurteilung führen. Der Vorwurf, die Staatsanwaltschaft habe zu Unrecht 
eine Abwehrsituation angenommen, verfange nicht. Die diesbezüglichen Aussagen des Be-
schuldigten hätten durch objektiven Beweis (DNA des Beschwerdeführers auf dem Handy 

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des Beschuldigten) erhärtet bzw. bestätigt werden können. Der Grundsatz "in dubio pro duri-
ore" verlange lediglich, dass bei Zweifeln (über die Straflosigkeit bzw. betreffend Prozesshin-
dernisse) eine gerichtliche Beurteilung erfolgen müsse. Schliesslich sei bei der Überprüfung 
dieses Grundsatzes auch stets im Auge zu behalten, dass es diese Regel im Gesetz gar 
nicht gebe. Vielmehr verlange die StPO für die Anklage, dass die Staatsanwaltschaft die Ver-
dachtsgründe als hinreichend erachte (Art. 324 Abs. 1 StPO) bzw. dass ein die Anklage 
rechtfertigender Tatverdacht erhärtet worden sei (Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO e contrario). In 
diesen Formulierungen sei kein Zweifelssatz erkennbar. Vielmehr werde eine vernünftige 
Sachverhalts- bzw. Beweiswürdigung im Hinblick darauf verlangt, dass das Gericht mit einer 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu einer Verurteilung gelange. Diese Würdigung sei vor-
liegend von der Staatsanwaltschaft professionell und vernünftig vorgenommen worden und 
sie sei im Rahmen ihres pflichtgemässen Ermessens zum Schluss gekommen, dass der Tat-
verdacht nicht hinreichend erhärtet worden sei.

5.4 In Bezug auf die vorliegend anerkannten Rechtfertigungsgründe bestehe zudem eine aus-
drückliche Kompetenz der Staatsanwaltschaft zur Verfahrenseinstellung (Art. 319 Abs. 1 lit. c 
StPO). Mit der angefochtenen Einstellungsverfügung habe die Staatsanwaltschaft demnach 
den Grundsatz "in dubio pro duriore" nicht verletzt. Zusammenfassend sei die Einstellungs-
verfügung zu Gunsten des Beschuldigten nicht zu beanstanden und die Beschwerde unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers abzuweisen.

6. Die Voraussetzungen für eine Einstellung des Verfahrens gegen den Beschuldigten nach 
Art. 319 Abs. 1 StPO sind aus den nachfolgenden Gründen nicht erfüllt.

6.1 Vorab ist festzustellen, dass sich der Entscheid über die Einstellung eines Strafverfahrens 
gemäss konstanter Bundesgerichtspraxis nach dem bereits oben erwähnten Grundsatz "in 
dubio pro duriore" zu richten hat. Daran vermögen auch die Relativierungsversuche des Be-
schuldigten nichts zu ändern. So sind Sachverhaltsfeststellungen durch die Staatsanwalt-
schaft in Berücksichtigung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" bei Einstellungen nur 
zulässig, soweit gewisse Tatsachen "klar" beziehungsweise "zweifelsfrei" feststehen, sodass 
im Falle einer Anklage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine abweichende Würdigung zu er-
warten ist. Den Staatsanwaltschaften ist es mithin bei unklarer Beweislage untersagt, der ge-
richtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen. Im Rahmen von Art. 319 Abs. 1 lit. b und c StPO 
sind Sachverhaltsfeststellungen der Staatsanwaltschaft in der Regel zwar notwendig. Dabei 
gilt jedoch, dass der rechtlichen Würdigung der Sachverhalt "in dubio pro duriore", d.h. der 
klar erstellte Sachverhalt zugrunde gelegt werden muss. Am Schluss gilt aber immer fol-
gende Prämisse: Ist ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt 
sich insbesondere bei schweren Delikten eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Be-
weis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrecht-
lichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht 
(Urteil des Bundesgerichts 7B_238/2022 vom 10. September 2024 E. 4.3.3 m.H.).

6.2 Bereits mit Bezug auf die Frage, ob die Aussagen des Beschuldigten als glaubhaft zu taxie-
ren sind und somit als Grundlage für einen klar erstellten Sachverhalt dienen können, liegt 
keine eindeutige Beweislage vor. So gilt es vorab zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 
für den Tatzeitpunkt eine sehr hohe Blutalkoholkonzentration von minimal 1.61 und maximal 
2.37 Gewichtspromille aufwies. Er war somit zumindest deutlich betrunken, was gemäss dem 

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pharmakologisch-toxikologischen Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität 
Zürich vom 17. August 2023 zu folgenden Auswirkungen führen kann: "Uneinsichtigkeit, Di-
stanzlosigkeit, nachlassendes Kurzzeitgedächtnis". Werden gar die Folgen bei rückgerechnet 
über 2.0 Gewichtspromille berücksichtigt, so wäre von einem Rausch mit möglicherweise 
"deutlichen Gang- und Sprachstörungen und später häufiger Amnesie" auszugehen 
(Vi act. 3/1/10). Auch wenn diese möglichen Folgen auch von der Alkoholgewöhnung abhän-
gen, ist doch lebensnah davon auszugehen, dass der Beschuldigte derart alkoholisiert war, 
dass sein Erinnerungsvermögen nicht mehr uneingeschränkt funktionieren konnte.

Hinzu kommt, dass der Beschuldigte sich auch schlicht nicht mehr richtig an Geschehnisse in 
der fraglichen Nacht erinnern konnte, so z.B. betreffend Ort des Besteigens des Taxis. 
Während der Beschwerdeführer wie auch N.________ übereinstimmend angaben, dies sei 
bei der "G.________ Bar" (und somit an der O.________) gewesen (Vi act. 1/12 S. 4 f. und 
2/3/1 S. 2), gab der Beschuldigte zuerst an, dies sei bei der "P.________ Bar" (und somit an 
der Q.________) gewesen, um dann rund 12 Stunden später auszuführen, er wisse dies 
nicht mehr genau, es könne sein, dass dies beim Taxistand beim R.________ (S.________) 
oder "bei der T.________" gewesen sei (Vi act. 1/2 und 2/1/1 S. 4).

Aber auch weitere Schilderungen des Beschuldigten, so z.B. betreffend den angeblichen 
"Kampf" um sein Handy (Vi act. 2/1/1 S. 3), sind eher unglaubhaft. Vor allem erscheint es 
fast unmöglich, dass zwei Personen, eine davon deutlich betrunken bis berauscht, gleichzei-
tig ein Handy halten, dieses hin- und herreissen, eine davon dieses zu drehen versucht und 
sie sich dabei – ohne das Handy loszulassen – gegenseitig schubsen und der Beschwerde-
führer dem Beschuldigten gleichzeitig noch einen Faustschlag versetzen kann. Eine solche 
Schilderung wirkt vielmehr lebensfremd und letztlich konstruiert.

6.3 Die Staatsanwaltschaft stützt die Einstellung zudem auch auf eigene Interpretationen der 
beim Beschwerdeführer festgestellten Verletzungen und einen sich daraus möglicherweise 
ergebenden Ablauf der Geschehnisse, welche zu den anerkanntermassen schweren Verlet-
zungen des Beschwerdeführers geführt haben sollen. Wie in der Beschwerde zutreffend aus-
geführt, verletzt sie damit eine zentrale Vorschrift der Strafprozessordnung zu den Beweis-
mitteln. So bestimmt Art. 182 StPO, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder 
mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kennt-
nisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts er-
forderlich sind. Ein solcher Fall ist vorliegend gegeben. Privates Fachwissen der Staatsan-
waltschaft vermag – vor allem bei einem möglicherweise schweren Anlassdelikt – keinen 
Verzicht auf eine Begutachtung zu begründen. Zudem geht auch nicht an, ein Gutachten 
durch autodidaktisch erworbenes Wissen zu ersetzen. Sogar als unverwertbar werden solche 
privaten Spezialkenntnisse in Literatur und Praxis dann erachtet, wenn diese erst im Hinblick 
auf ein konkretes Verfahren erworben wurden (vgl. auch Heer, Basler Kommentar, 3. A. 
2023, Art. 182 StPO N 8b f.).

Nachdem von Seiten des Beschwerdeführers keine Aussagen zum Ablauf der Geschehnisse 
vorliegen und diejenigen des Beschuldigten aufgrund der starken Alkoholisierung und auch 
der eigenen Stellung im Strafverfahren nicht als Grundlage für die Festlegung des massgebli-
chen Sachverhalts dienen dürfen, braucht es zwingend ein Gutachten. Dieses wird sich ins-
besondere darüber aussprechen müssen, ob aufgrund der bei beiden Beteiligten festgestell-

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ten Verletzungen und der übrigen Spuren (immerhin liegt u.a. auch ein Kurzbericht "3D-Do-
kumentation Tatort" vor; Vi act. 3/3/2) der vom Beschuldigten geschilderte Ablauf zutreffen 
kann. Überdies wird aber auch gutachterlich zu beurteilen sein, ob es einer derart alkoholi-
sierten Person überhaupt möglich war, in der vom Beschuldigten geschilderten Weise (z.B. 
mit Bezug auf das angebliche längere Gerangel bzw. Kämpfen um sein Handy) zu agieren. 
Daneben werden darin auch die zahlreichen von der Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh-
rers aufgeworfenen Fragen zu klären sein. Aber auch die vom Beschuldigten im Beschwer-
deverfahren umfassend in Frage gestellten Feststellungen des Beschwerdeführers zu sei-
nem Gesundheitszustand vor und nach dem fraglichen Vorfall und zum Spitalaufenthalt (Gra-
vität des Schädel-Hirn-Traumas, Vorliegen einer bleibenden Epilepsie und Gründe für diese, 
Dauer und Art eines allfälligen Komas, Medikation auf der Intensivstation) können und sollen 
durch einen Gutachter rechtlich verwertbar beurteilt werden. Schliesslich erscheint es auch 
klärungsbedürftig, ob es aus medizinischer Sicht – wie vom Beschuldigten zu Protokoll gege-
ben (Vi act. 1/2 S. 2, 2/1/1 S. 3 f. und 9) – überhaupt möglich ist, dass der Beschwerdeführer 
sich aufgrund der festgestellten Verletzungen nach dem fatalen Sturz wieder aufsetzte, ein 
normales Gespräch mit dem Beschuldigten führte, zusammen mit diesem das herumliegende 
Geld einsammelte und danach wieder an sich nahm, "normal wirkte" sowie kurz aufstand und 
sich dann wieder hinsetzte.

6.4 Nachdem aufgrund des bisherigen Untersuchungsergebnisses noch kein klar erstellter Sach-
verhalt erkennbar ist, kann auch noch nicht auf eine offensichtliche Straflosigkeit des Be-
schuldigten im Zusammenhang mit den beim Beschwerdeführer am 2. Juli 2023 entstande-
nen schweren Verletzungen ausgegangen werden. Es liegt mehr als nur eine zweifelhafte 
Beweislage vor, welche die von der Staatsanwaltschaft gezogenen Schlüsse (Berechtigung 
des Beschuldigten zu den Stössen gegenüber dem Beschwerdeführer, fehlende Kausalität 
zwischen diesen und dem Hinfallen und den schweren Verletzungen, Ausschluss gar einer 
pflichtwidrigen Unvorsichtigkeit) nicht zulässt. Es liegt – wie aufgezeigt – bei zweifelhafter 
Beweis- oder Rechtslage nicht an der Staatsanwaltschaft, sondern am zuständigen Sachge-
richt, über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden. Dies muss umso 
mehr gelten, als dass bis dato – wie in Art. 139 Abs. 1 StPO gefordert – noch nicht alle zur 
Wahrheitsfindung nach dem Stand der Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel 
erhoben worden sind. Gesamthaft sind mithin die gesetzlichen Voraussetzungen für eine 
Verfahrenseinstellung nicht erfüllt, so dass die Beschwerde gutzuheissen ist.

7. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens auf die Staats-
kasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 4 StPO). Hebt die Rechtsmittelinstanz einen Entscheid nach 
Art. 409 StPO auf, so haben die Parteien Anspruch auf eine angemessene Entschädigung 
für ihre Aufwendungen im Rechtsmittelverfahren und im aufgehobenen Teil des erstinstanzli-
chen Verfahrens (Art. 436 Abs. 3 StPO). Nach der Lehre ist diese Regel kongruent zur Kos-
tenregelung nach Art. 428 Abs. 4 StPO, d.h. es besteht eine Entschädigungspflicht, weil da-
von auszugehen ist, dass die Vorinstanz fehlerhaft entschied. Die Bestimmung verweist auf 
eine Aufhebung im Berufungsverfahren nach Art. 409 StPO; sie ist aber auch im Beschwer-
deverfahren anwendbar, wenn nach Art. 397 Abs. 2 StPO eine Rückweisung erfolgt 
(Schmid/Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. A. 2023, 
Art. 436 StPO N 4; Wehrenberg/Frank, Basler Kommentar, 3.A. 20223, Art. 436 StPO N 14 
ff.; Griesser, in: Donatsch und andere [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 2.A. 2014, Art. 436 StPO N 4, je m.H.).

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Vorliegend ist der notwendige Aufwand auf fünf Stunden zu veranschlagen, so dass sich bei 
einem Stundenansatz von CHF 220.00 sowie unter Berücksichtigung einer Kostenpauschale 
von 3 % und der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 8,1 % eine angemessene Entschädigung 
von leicht aufgerundet CHF 1'250.00 ergibt. 

8. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten ist für das Beschwerdeverfahren angemessen 
aus der Staatskasse zu entschädigen, nachdem es sich um eine notwendige Verteidigung 
handelt (Vi act. 9/1/2; Beschluss des Obergerichts Zug vom 20. Juli 2017 E. 4 und 5, in: CAN 
2017 S. 246 ff. = GVP 2017 S. 182 ff.). Der Beschuldigte hat dem Staat diese Kosten zu er-
setzen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse zulassen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

Beschluss

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 
12. Dezember 2024 mit Bezug auf den Beschuldigten E.________ (Verfahren 1A 2024 1133) 
aufgehoben.

2. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 800.00 Gebühren
CHF 40.00 Auslagen
CHF 840.00 Total

und werden auf die Staatskasse genommen.

3. Der Beschwerdeführer wird für seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren mit 
CHF 1'250.00 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten E.________, Rechtsanwalt F.________, wird für 
das Beschwerdeverfahren mit CHF 900.00 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

 
Der Beschuldigte hat dem Staat die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 900.00 zu 
vergüten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

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6. Mitteilung an:
- Parteien (an die Staatsanwaltschaft unter Rückgabe der eingereichten Akten)
- Rechtsanwalt F.________ (z.H. des Beschuldigten E.________)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget C. Schwegler
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

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