# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2832d337-32d0-5b51-8f50-bd23381604ef
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 29.05.2018 RR.2018.151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2018-151_2018-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid vom 29. Mai 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt René 

Bussien, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung,  

 

Beschwerdegegner 

 

 

Gegenstand  Überstellung an Österreich (Art. 3 Zusatzprotokoll 

zum Übereinkommen über die Überstellung verur-

teilter Personen) 

 

Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: RR.2018.151, RP.2018.25 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Mit Urteil vom 20. August 2014 sprach das Bezirksgericht Zürich, 9. Abtei-

lung, den österreichischen Staatsangehörigen A. zahlreicher Delikte, insbe-

sondere der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung i.S.v. Art. 111 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe 

von zwölf Jahren, wovon 292 Tage durch Untersuchungshaft erstanden, so-

wie mit einer Busse von Fr. 200.– (Dispositiv-Ziffern 1 und 3). Es wurde da-

von Vormerk genommen, dass sich A. seit dem 28. Oktober 2013 im vorzei-

tigen Strafvollzug befindet (Dispositiv-Ziffer 3). Weiter wurde eine ambulante 

Behandlung von A. angeordnet (Dispositiv-Ziffer 4). Der Vollzug der Frei-

heitsstrafe wurde nicht aufgeschoben und für den Fall, dass der Beschul-

digte die Busse schuldhaft nicht bezahlt, wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 

zwei Tagen ausgesprochen (Dispositiv-Ziffer 5). Das durch A. angehobene 

Berufungsverfahren schrieb das Obergericht des Kantons Zürich mit Be-

schluss vom 20. Mai 2015 als durch Rückzug der Berufung erledigt ab (vgl. 

zum Ganzen act. 4.1). 

 

 

B. Am 23. Februar 2015 erkundigte sich A. beim Bundesamt für Justiz (nach-

folgend "BJ") nach der Möglichkeit der Überstellung zwecks weiterer Straf-

vollstreckung im Heimatland (act. 4.2). Mit Schreiben vom 24. Septem-

ber 2015 beantragte der damalige Rechtsvertreter von A. die Übertragung 

des Strafvollzugs an den Heimatstaat (act. 4.3). Am 3. November 2015 regte 

das österreichische Bundesministerium für Justiz zudem die Prüfung an, ob 

beabsichtigt ist, auf Grundlage des Übereinkommens vom 21. März 1983 

über die Überstellung verurteilter Personen ein entsprechendes Ersuchen an 

Österreich zu richten, nachdem A. gegenüber dem österreichischen Bundes-

ministerium den Wunsch ausgedrückt habe, nach Österreich zur weiteren 

Strafvollstreckung überstellt zu werden (act. 4.4). Mit Schreiben vom 13. No-

vember 2015 leitete das BJ das Überstellungsverfahren gemäss dem Über-

stellungsübereinkommen ein (act. 4.5). Vor Abschluss dieses Überstellungs-

verfahrens zog A. am 4. September 2017 sein Gesuch um Überstellung an 

Österreich zurück (act. 4.6). 

 

 

C. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2017 widerrief das Migrationsamt des Kan-

tons Zürich die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA von A. Weiter wurde 

verfügt, dass A. aus der Schweiz weggewiesen wird und das schweizerische 

Staatsgebiet auf Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen hat (vgl. zum 

Ganzen act. 4.7). 

- 3 - 

 

 

D. Am 23. November 2017 wurde A. zum beabsichtigten Antrag des Amts für 

Justizvollzug des Kantons Zürich an das BJ, A. sei an dessen Heimatstaat 

Österreich zu überstellen, angehört (act. 4.8). In seiner schriftlichen Stellung-

nahme vom 16. Februar 2018 ersuchte A. darum, vom Antrag auf Überstel-

lung abzusehen (act. 4.9). 

 

 

E. Mit Schreiben vom 19. Februar 2018 beantragte das Amt für Justizvollzug 

des Kantons Zürich beim BJ die Einleitung des Überstellungsverfahrens be-

treffend A. (act. 4.10). 

 

 

F. Am 5. April 2018 entschied das BJ, dass Österreich im Hinblick auf die Über-

tragung der weiteren Vollstreckung der Freiheitsstrafe aus dem Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich vom 20. August 2014 um Zustimmung zur Überstel-

lung des Verurteilten ersucht wird und der Verurteilte überstellt wird, sofern 

sowohl die Schweiz als auch Österreich der Überstellung des Verurteilten 

definitiv zustimmen (act. 1.1 = act. 4.11). 

 

 

G. Dagegen gelangte A., vertreten durch Rechtsanwalt René Bussien, mit Be-

schwerde, datiert mit 27. April 2018, Poststempel vom 2. Mai 2018, an die 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit folgenden Anträgen 

(act. 1): 

 

1. Der Überstellungsentscheid sei aufzuheben. 

 

2. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, er sei von Ver-

fahrenskosten frei zu halten und der Unterzeichnete als unentgeltlicher Rechtsbeistand 

einzusetzen. 

 

 

H. Am 4. Mai 2018 (Poststempel) liess A. das ausgefüllte Formular betreffend 

unentgeltliche Rechtspflege und eine Vollmacht einreichen (RP.2018.25, 

act. 3, 3.1, 3.2). 

 

 

I. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2018 beantragt das BJ, die Beschwerde 

sei unter Kostenfolge abzuweisen (act. 4). Die Beschwerdeantwort wurde A. 

am 14. Mai 2018 zur Kenntnis gebracht (act. 5). 

 

- 4 - 

 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den folgenden Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Überstellung verurteilter Personen zwischen der Schweiz und Öster-

reich sind in erster Linie das Übereinkommen vom 21. März 1983 über die 

Überstellung verurteilter Personen (nachfolgend "Überstellungsübereinkom-

men"; SR 0.343), dem beide Staaten beigetreten sind, sowie das Zusatzpro-

tokoll vom 18. Dezember 1997 zum Überstellungsübereinkommen (nachfol-

gend "Zusatzprotokoll"; SR 0.343.1) massgebend. 

 

1.2 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-

gelt, gelangt das Landesrecht zur Anwendung, namentlich das Bundesge-

setz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen 

(IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internati-

onale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11). Das innerstaatliche 

Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, 

wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 142 IV 

250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2). Vorbehalten bleibt die Wah-

rung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; 

TPF 2016 65 E. 1.2; TPF 2008 24 E. 1.1). 

 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 

lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 

Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um ein schweizerisches Er-

suchen um Übernahme der Vollstreckung eines Strafentscheides gemäss 

Art. 101 Abs. 2 IRSG, gegen welchen innert 30 Tagen ab der schriftlichen 

Mitteilung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde 

geführt werden kann (Art. 25 Abs. 2bis IRSG i.V.m. Art. 80k IRSG; Art. 37 

Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG). 

 

- 5 - 

 

 

2.2 Der Überstellungentscheid vom 5. April 2018 wurde mit Beschwerde, datiert 

mit 27. April 2018, Poststempel vom 2. Mai 2018, fristgerecht angefochten. 

Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben keinen Anlass zu Bemerkun-

gen. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

 

3.  

3.1 Gemäss Zusatzprotokoll ist eine Überstellung verurteilter Personen an den 

Heimatstaat in zwei bestimmten Fällen auch ohne deren Einverständnis 

möglich. Dies gilt einerseits bei Personen, die in ihren Heimatstaat fliehen 

und sich so der Vollstreckung der Sanktion im Urteilsstaat entziehen (Art. 2 

Zusatzprotokoll) und andererseits bei verurteilten Personen, wenn diese den 

Urteilsstaat nach der Verbüssung der Sanktion ohnehin verlassen müssen 

(z.B. aufgrund einer fremdenpolizeilichen Weg- oder Ausweisung; vgl. Art. 3 

Ziff. 1 und 2 Zusatzprotokoll). Eine verurteilte Person kann in diesen Fällen 

ohne ihr Einverständnis überstellt werden, wenn folgende Voraussetzungen 

erfüllt sind: die verurteilte Person ist Staatsangehörige des Vollstreckungs-

staates; es liegt ein rechtskräftiges Urteil vor; zum Zeitpunkt des Eingangs 

des Ersuchens um Überstellung sind noch mindestens sechs Monate der 

gegen die verurteilte Person verhängten Sanktion zu vollziehen oder die 

Sanktion ist von unbestimmter Dauer; die Handlung (bzw. Unterlassung) ist 

in beiden Staaten strafbar; der Urteils- und der Vollstreckungsstaat haben 

sich auf die Überstellung geeinigt (Art. 3 Ziff. 1 Überstellungsübereinkom-

men; TPF 2009 53 E. 3). 

 

3.2 Diese Voraussetzungen sind – bis auf die definitive Einigung des Urteils- und 

des Vollstreckungsstaats – vorliegend erfüllt, wie der Beschwerdeführer 

selbst einräumt (act. 1 S. 3). 

 

 

4.  

4.1 Dagegen macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, im Falle 

der Überstellung würden vorliegend elementare Grundrechte des Strafge-

fangenen verletzt. Der grundrechtliche Anspruch jedes Verurteilten auf an-

gemessene soziale Kontakte im Strafvollzug müsse gewahrt werden. Die so-

zialen Kontakte dienten dem Strafvollzug und seien im Hinblick auf die Re-

sozialisierung wichtig. Seine Überstellung nach Österreich erschwere diese 

Ziele erheblich, die sozialen Kontakte gar würden faktisch verhindert. Als 

einzige Bezugsperson verbleibe ihm (ausser dem Rechtsvertreter) seine 

Tochter, die in der Umgebung von St. Gallen lebe. Von ihr sei er in den ver-

gangenen Jahren regelmässig besucht worden. Die gemachten Fortschritte 

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im Strafvollzug im Hinblick auf die Resozialisierung würden bei einer Über-

stellung vernichtet, zumindest in Frage gestellt (act. 1 S. 2 ff.). 

 

4.2 Die Schweiz sieht bei begründeter Geltendmachung von Menschenrechts-

verletzungen von der Stellung eines Ersuchens um Übertragung der Straf-

vollstreckung insbesondere ab, wenn eine Verletzung von Art. 3 EMRK 

droht. Auch andere grundrechtliche Garantien (Art. 5 Abs. 4 oder Art. 8 

EMRK) können einen Verzicht auf Stellung eines Ersuchens nahe legen (vgl. 

Botschaft vom 1. Mai 2002 betreffend das Zusatzprotokoll zum Übereinkom-

men des Europarats über die Überstellung verurteilter Personen sowie eine 

Änderung des Rechtshilfegesetzes, BBl 2002 S. 4340 ff., 4349 f.). Die in den 

Vollstreckungsstaat zu überstellende Person muss dabei glaubhaft machen, 

dass objektiv und ernsthaft eine schwerwiegende Verletzung der Menschen-

rechte im ersuchenden Staat zu befürchten ist, die geeignet ist, die zu über-

stellende Person konkret zu betreffen (vgl. BGE 130 II 217 E. 8.1; 129 II 268 

E. 6.1; zum Ganzen Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2017.323 vom 

17. Januar 2018 E. 5.2; RR.2016.125 vom 6. September 2016 E. 4.5; 

RR.2014.297 vom 21. April 2015 E. 6.2). 

 

4.3 Der Beschwerdeführer macht nicht glaubhaft, dass er objektiv und ernsthaft 

eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte in Österreich zu be-

fürchten habe. Insbesondere führt der blosse Umstand, dass ein Gefangener 

(weit) von seinen nächsten Angehörigen entfernt in Haft gehalten wird, so 

dass Besuche erschwert werden, zu keinem grundrechtswidrigen Eingriff in 

das Privat- und Familienleben (Urteil des Bundesgerichts 1A.199/2006 vom 

2. November 2006 E. 3.1 m.w.H.; Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2010.219 vom 24. Februar 2011 E. 6.2). 

 

4.4 Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet. Sie ist 

abzuweisen. 

 

 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege 

(RP.2018.25, act. 1). 

 

5.2 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 

ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt 

dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist 

(Art. 65 Abs. 2 VwVG). Diese Regelung ist Ausfluss von Art. 29 Abs. 3 BV. 

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Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind als aussichtslos Begeh-

ren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind 

als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, 

wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage hal-

ten oder jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 142 III 138 E. 5.1; 140 

V 521 E. 9.1; 139 III 475 E. 2.2; 139 III 396 E. 1.2; 138 III 217 E. 2.2.4). 

 

5.3 Wie oben dargelegt bestehen an der Rechtmässigkeit der Überstellung keine 

Zweifel. Demzufolge ist das Begehren des Beschwerdeführers als aussichts-

los im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu bezeichnen. Sein Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege ist demnach bereits aus diesem Grund und ohne 

Überprüfung seiner finanziellen Verhältnisse abzuweisen. Bei der Festset-

zung der Spruchgebühr kann gemäss Art. 63 Abs. 4bis VwVG der womöglich 

schwierigen finanziellen Situation des Beschwerdeführers Rechnung getra-

gen werden. 

 

 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist 

auf Fr. 1'000.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG so-

wie Art. 5 und Art. 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts 

vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 

 

 

- 8 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 

3. Dem Beschwerdeführer wird eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.– auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 30. Mai 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt René Bussien 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).