# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fdda6fdd-80c7-525b-9e81-77f10885ff8a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.05.2019 III 2018 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-161_2019-05-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 161

Entscheid vom 27. Mai 2019 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,

2. B.________,

3. C.________,

4. D.________,
5. E.________,

Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. F.________,

gegen

1. Baubehörde Rothenthurm,

2. Amt für Raumentwicklung ARE,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz,
Vorinstanzen,

4. G.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. H.________,

5. I.________,
Beigeladener,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Bau-/ Betriebsbewilligung Modellflugplatz)

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Sachverhalt:

A. Die G.________ betrieb während mehr als vier Jahrzehnten einen Modell-
flugplatz auf der Hochebene zwischen Rothenthurm und Biberbrugg. Als Folge der 
Nutzungsplanrevision "Moorlandschaft Rothenthurm" wurde der Betrieb dieses 
Modellflugplatzes innert drei Jahren nach Inkrafttreten der kantonalen Verordnung 
betreffend die Moorlandschaft Rothenthurm (SRSZ 722.311; nachstehend: MLV-
Rothenthurm) vom 6. September 2007, d.h. per 1. September 2010 eingestellt (vgl. 
§ 27 Abs. 1 MLV-Rothenthurm). Ab dem Jahr 2012 konnte die G.________ die 
Infrastruktur und das Gebäude des I.________ auf den Grundstücken KTN 
001.________ und KTN 002.________ in Rothenthurm als Modellflugplatz mitbe-
nutzen und erhielt in den Jahren 2012 und 2013 von der Baubehörde Rothenthurm 
und dem Umweltdepartement eine jeweils auf ein Jahr befristete Betriebsbewilli-
gung für den Modellflugplatz. 

B. Am 14. April 2014 reichte die G.________ dem Gemeinderat Rothenthurm 
das Bau- bzw. Betriebsbewilligungsgesuch für einen (permanenten) Modellflug-
platz auf dem Grundstück KTN 001.________ ausserhalb der Bauzone (im übrigen 
Gemeindegebiet) in Rothenthurm ein (Vi-act. III.-05 Bel. 4). Das Baugesuch wurde 
publiziert (ABl 2014) und öffentlich aufgelegt. Dagegen erhoben A.________, 
B.________, C.________, D.________, E.________ und weitere Mitbeteiligte am 
30. April 2014 Einsprache. Am 30. April 2015 änderte die G.________ ihr Gesuch 
insoweit ab, als sie noch um eine auf zwei Jahre befristete Bau- bzw. Betriebsbe-
willigung (für die Ausarbeitung eines ornithologischen Gutachtens) ersuchte (in: 
Vi-act. III.-05 Bel. 4). In Gutheissung der Einsprache der Schutzorganisationen ver-
weigerte das Volkswirtschaftsdepartement mit Gesamtentscheid vom 7. Oktober 
2015 die kantonale Baubewilligung. Gestützt hierauf verweigerte die Baubehörde 
Rothenthurm mit Beschluss vom 22. Oktober 2015 die Betriebsbewilligung. 

C. Die dagegen von der G.________ am 11. November 2015 erhobene Be-
schwerde hiess der Regierungsrat mit dem unangefochten gebliebenen Beschluss 
(RRB) Nr. 756/2016 vom 6. September 2016 gut und wies die Sache im Sinne der 
Erwägungen zur vertieften Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an das 
Volkswirtschaftsdepartement zurück. In Erw. 6.4 ff. verlangte der Regierungsrat, 
dass die Auswirkungen des Modellflugbetriebs auf die Tierwelt und speziell auf die 
Brutvögel mittels eines ornithologischen Gutachtens abgeklärt werden und ob für 
die Ausarbeitung eines ornithologischen Gutachtens ein zweijähriger Flugbetrieb 
nötig sei, ob eine Begutachtung durch die Eidgenössische Natur-und Heimat-
schutzkommission (ENHK) im Sinne von Art. 7 Abs. 1 oder 2 oder Art. 8 des Bun-
desgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 

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notwendig bzw. angezeigt sei und ob sich die G.________ hinreichend um einen 
Alternativstandort bemüht habe.

D. Am 7. Februar 2017 haben das Amt für Raumentwicklung (ARE), das Amt für 
Natur, Jagd und Fischerei (ANJF]) und die Bauherrschaft das weitere Vorgehen 
besprochen. Das Protokoll der Besprechung vom 7. Februar 2017 (Vi-act. III.-05 
Bel. 7) wurde der B.________ zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt, wel-
che sich mit E-Mailschreiben vom 20. Februar 2017 dazu äusserte (Vi-act. III.-05 
Bel. 8). Am 28. August 2017 reichte die G.________ dem ARE die "Bestandsauf-
nahme Brutvögel im Perimeter des geplanten Modellflugplatzes Rothenthurm" der 
J.________AG vom Juni 2017 (nachfolgend: 'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017') 
ein und beantragte eine bis Ende 2019 befristete Betriebs- bzw. Flugbewilligung, 
damit die Entwicklung der Population der Brutvögel im Perimeter untersucht wer-
den könne (Vi-act. III.-05 Bel. 6 und 11). A.________, B.________, C.________, 
D.________, E.________ und weitere Mitbeteiligte nahmen dazu am 21. Novem-
ber 2017 Stellung und beantragten die Verweigerung der nachgesuchten Betriebs-
bewilligung (Vi-act. III.-05 Bel. 12). Es erfolgte ein weiterer Schriftenwechsel (Vi-
act. III.-05 Bel. 13 f.).

E. Mit Gesamtentscheid vom 15. Dezember 2017 erteilte das ARE die kanto-
nale Baubewilligung für den befristeten Betrieb des Modellflugplatzes auf KTN 
001.________ mit Nebenbestimmungen und Auflagen (Vi-act. III.-05 Bel. 2). Ge-
stützt hierauf erteilte die Baubehörde Rothenthurm mit Beschluss vom 22. Februar 
2018 die befristete Betriebsbewilligung für den Modellflugplatz auf KTN 
001.________ unter Bedingungen und Auflagen (Vi-act. III.-05 Bel. 1).

F. Dagegen liessen A.________, B.________, C.________, D.________ und 
E.________ am 27. März 2018 Beschwerde beim Regierungsrat erheben und be-
antragen, die Entscheide des ARE und des Gemeinderates seien aufzuheben und 
es sei die Einrichtung eines Modellflugplatzes auf KTN 001.________ in der Ge-
meinde Rothenthurm zu verbieten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Vi-
act. I- 01). Die G.________ ersuchte mit Eingabe vom 30. April 2018 um kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde (Vi-act. IV-02), ebenso das ARE am 29. Mai 
2018 (Vi-act. III.-05).

G. Mit RRB Nr. 656/2018 vom 11. September 2018 (versendet am 18.9.2018) 
entschied der Regierungsrat was folgt (Bf-act. 2): 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. Die 
befristete Betriebsbewilligung gilt für ein Jahr ab Rechtskraft des vorliegenden 
Beschlusses.

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2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit deren Kostenvorschuss 
(Fr. 1500.--) verrechnet. 

3. Der Beschwerdegegnerin wird eine Parteientschädigung von insgesamt 
Fr. 1200.-- zugesprochen, welche von den Beschwerdeführern zu tragen ist. 

(4.-6. Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). 

H. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2018 erheben A.________, B.________, 
C.________, D.________ und E.________ gegen den RRB Nr. 656/2018 vom 11. 
September 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit den folgenden Anträgen: 

1. Der Beschluss Nr. 656/2018 vom 11. September 2018 des Regierungsrates sei 
aufzuheben und es sei die Einrichtung eines Modellflugplatzes auf KTN 
001.________, Gemeinde Rothenthurm, zu verbieten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

I. Das ARE beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Oktober 2018 die Be-
schwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Das instruierende Sicherheitsdepar-
tement schliesst mit Stellungnahme vom 15. Oktober 2018 auf die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat erklärt am 17. Oktober 2018 Ver-
zicht auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Vernehm-
lassung innert erstreckter Frist vom 29. November 2018 die Beschwerde sei abzu-
weisen; unter Kosten und Entschädigungsfolgen. Die Beigeladene hat innert Frist 
keine Stellungnahme eingereicht.

Die Beschwerdeführer erneuern mit Replik vom 17. Dezember 2018 ihre Be-
schwerdeanträge vom 4. Oktober 2018. Die Beschwerdegegnerin bekräftigt mit 
Duplik vom 17. Januar 2019 den Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kos-
ten und Entschädigungsfolgen. Dazu äussern sich die Beschwerdeführer mit einer 
weiteren Eingabe vom 31. Januar 2019. Die Beschwerdegegnerin erklärt am 12. 
Februar 2019 Verzicht auf eine weitere Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss § 14 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) 
vom 6. Juni 1974 kann eine Drittperson auf ihr Gesuch hin oder auf Antrag einer 
Partei oder von Amtes wegen als Nebenpartei in das Verfahren einbezogen wer-
den, wenn durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich schützens-
werte Interessen der Drittperson betroffen sind (Abs. 1). Die beigeladene Person 
kann im Verfahren Parteirechte ausüben; sie kann Anträge nur zu Gunsten oder 
zu Lasten der Hauptparteien stellen (Abs. 2). Die Verfügung oder der Entscheid 
wird auch gegenüber der beigeladenen Person rechtswirksam (Abs. 3).

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1.2 Das Grundstück KTN 001.________ in Rothenthurm steht im Eigentum der 
Beigeladenen. Als Grundeigentümerin ist sie vom Ausgang des Beschwerdever-
fahrens in besonderer Weise betroffen, weswegen sie im Verfahren vor dem Re-
gierungsrat ins Verfahren einbezogen worden ist. Aus denselben Gründen ist sie 
auch im vorliegenden Verwaltungsgerichtsverfahren wiederum beigeladen wor-
den.

2.1 Der Standort des geplanten Modellflugplatzes (Grundstück KTN 
001.________) befindet sich ausserhalb der Bauzone (im übrigen Gemeindege-
biet) in Rothenthurm, im Objekt Nr. 1 'Moorlandschaft Rothenthurm' gemäss Art. 1 
Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 der Verordnung über den Schutz der Moorlandschaften 
von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung (Moorlandschaftsverord-
nung, MLV; SR 451.35) vom 29. September 2017 (vgl. auch Nutzungsplan Moor-
landschaft Nr. 1 Rothenthurm Mst. 1:5'000 vom 9.2.2011 [einsehbar auf www.sz.ch 
→ public → upload → assets → 29782 → NutzungsplanMoorland-schaft.pdf]), ca. 
370 m südlich des BLN-Gebietes Nr. 1308 "Moorlandschaft Rothenthurm-Altmatt 
Biberbrugg" (vgl. Karte BLN 1308, einsehbar auf www.bafu.admin.ch → Themen 
→ Landschaften → Fachinformationen → Landschaften von nationaler Bedeutung 
→ BLN → Objektbeschreibungen → Zentrales Mittelland).

Die horizontale Pufferfläche im Umfang von 500 m um den geplanten Flugraum 
(vgl. dazu die von der Beschwerdegegnerin dem ARE am 28.8. 2017 eingereichte 
'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017' [Vi-act. III.-05 Bel. 6], S. 2 mit Hinweis auf die 
von der Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz der Schweiz und des Fürstentums 
Liechtenstein [JFK], der Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschafts-
schutz [KBNL], der JagdSchweiz, der Pro Natura, des Schweizer Vogelschutzes 
SVS/BirdLife Schweiz, der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und des 
Schweizerischen Modellflugverbandes [SMV] im Jahre 2014 herausgegebenen 
Empfehlungen zur Standortevaluation von neuen Modellflugplätzen in Bezug auf 
Natur- und Landschaftsschutz, Natur und Vogelschutz, Säugetierschutz und Jagd 
[nachfolgend: 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014 '], S. 4 und S. 6 [in Vi-
act. III.-05 Bel. 7], mit Verweis auf den vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Land-
schaft [BUWAL: heute BAFU] und vom Bundesamt für Zivilluftfahrt [BAZL] im Jahre 
2005 herausgegebenen Schlussbericht mit Empfehlungen: Einfluss des Flugver-
kehrs auf die Avifauna [nachfolgend: 'Empfehlungen BUWAL/BAZL 2005'], S. 48 
und S. 58) tangiert neben dem Objekt Nr. 1 'Moorlandschaft Rothenthurm' als sol-
ches auch das 260 m von der geplanten Graspiste (vgl. Katasterplan 64947/01 in 
Vi-act. III.-05 Bel. 4; RRB Nr. 756/2016 vom 6.9.2016 Erw. 6.1) entfernte Flach-
moor "Grossblätz" sowie den südlichen Bereich des Flachmoors "Altmatt/Ägeri-

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ried" (Objekte Nr. 2901 und Nr. 1951 im Bundesinventar der Flachmoore von nati-
onaler Bedeutung) und den südlichen Bereich der sekundären Hochmoorfläche / 
des Hochmoorumfeldes "Altmatt-Biberbrugg" (Objekt Nr. 303 im Bundesinventar 
der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung) (alle Objekte/Inventare 
einsehbar auf www.bafu.admin.ch → Themen → Biodiversität → Fachinformatio-
nen → Massnahmen → Ökologische Infrastruktur → Biotope von nationaler Be-
deutung → Moore), ebenso den südlichsten Teil des vorerwähnten BLN- Gebietes 
Nr. 1308 sowie kantonale Biotope im Bereich "Grossblätz" und entlang der Biber 
(zwischen "Grossblätz" und "Nesseli" sowie zwischen "Müllern" und "Müllerenbo-
den"; vgl. kantonale WebGis → Geokategorien → Naturschutz → Bundesinventar 
sowie kantonale Biotope). 

2.2 Nach Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 
700) vom 22. Juni 1979 dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilli-
gung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer solchen Bewilligung ist 
namentlich, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entspre-
chen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG).

In einer wirkungsbezogenen Betrachtungsweise hat das Bundesgericht auch 
blosse Nutzungsänderungen ohne bauliche Vorkehren oder Geländeveränderun-
gen für baubewilligungspflichtig erachtet, wenn diese geeignet sind, erhebliche 
Auswirkungen auf Umwelt und Planung haben. So wurde die Nutzung einer Wiese 
als Hängegleiterlandeplatz mit Auswirkungen auf ein benachbartes Flachmoor als 
baubewilligungspflichtig beurteilt (BGE 119 Ib 222 Erw. 3a und b, mit zustimmen-
der Anmerkung von Pierre Tschannen [in: AJP 1994 86 ff.], welcher die Bewilli-
gungspflicht von blossen Nutzungen bejahte, wenn diese regelmässig, organisiert, 
auf Dauer angelegt, intensiv und örtlich konzentriert sind und wegen ihrer Folgen 
für Raumordnung, Umwelt und Erschliessung wie Bauten und Anlagen wirken) 
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1C_505/2017 vom 15.5.2018 Erw. 5.1 f.; 
Waldmann/Hänni, Kommentar zum Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 22 Rz.17).

2.3 Unbestreitbar zeitigt der Betrieb eines Modellflugplatzes auf KTN 
001.________ gegenüber der Nutzung dieser Liegenschaft als K.________ausbil-
dungsplatz neue Auswirkungen auf die Umwelt, wie Lärm, Motorengeräusche, Ab-
gase und Mehrverkehr und stellt damit eine bewilligungspflichtige Nutzungsände-
rung bzw. -erweiterung dar (vgl. RRB 756/2016 vom 6.9.2016 Erw. 2.1 und Erw. 
3.4; ZBl 2000 S. 414 ff.). 

Der ausserhalb der Bauzone geplante Modellflugplatz bedarf folglich einer raum-
planungsrechtlichen Ausnahmebewilligung. Wie der Regierungsrat bereits im RRB 
756/2016 vom 6. September 2016 (Erw. 3.4) zutreffend festgestellt hat, scheidet 

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für einen Modellflugplatz die Möglichkeit einer privilegierten Ausnahmebewilligung 
ausserhalb der Bauzone nach Art. 24a RPG (Zweckänderungen ohne bauliche 
Massnahmen - und ohne neue Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Um-
welt) aus. Ebenfalls nicht in Frage kommen Ausnahmebewilligungen gestützt auf 
die Bestimmungen von Art. 24b RPG (Nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe) 
Art. 24c RPG (bestehende zonenwidrige Bauten und Anlagen), Art. 24d RPG 
(Landwirtschaftsfremde Wohnnutzung und schützenswerte Bauten und Anlagen) 
sowie Art. 24e RPG (Hobbymässige Tierhaltung). Es liegt auch kein Anwendungs-
fall von Art. 37a RPG (Zweckänderungen gewerblich genutzter Bauten und Anla-
gen), welcher als Spezialfall der grundsätzlich in Art. 24c RPG geregelten Bestan-
desgarantie die nötige Flexibilität für Modernisierungen und Umstrukturierungen 
für Gewerbebetrieben einräumt, die vor dem 1. Januar 1980 ausserhalb der Ge-
werbezone bestehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.186/2004 vom 12.5.2005 
Erw. 1.2 und Erw. 5.2; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 37a Rz. 2 f.). Die geplante, 
zusätzliche Nutzung von KTN 001.________ als Modellflugplatz bezweckt nicht, 
die Konkurrenzfähigkeit und Erhaltung eines bestehenden aktiven Gewerbebetrie-
bes ausserhalb der Bauzone zu sichern. Dies gilt grundsätzlich unabhängig von 
der Frage, seit wann die Beigeladene das Grundstück KTN 001.________ als 
K.________ausbildungsplatz nutzt und auf KTN 002.________ ein eigenes Club-
lokal unterhält, wobei gemäss dem Baugesuchformular Z10 vom 16. April 2014 (in 
Vi-act. III.-05 Bel. 4) das fragliche Grundstück seit Anfang 1987 nicht mehr als Be-
standteil eines landwirtschaftlichen Betriebs genutzt wird und die Bewilligung für 
ein Ausbildungs- und Clublokal am 23. Januar 1987 erteilt worden ist, womit die 
Anforderungen von Art. 37a RPG auch in zeitlicher Hinsicht nicht erfüllt wären. 

2.4 In Frage steht mithin einzig die Möglichkeit einer Ausnahmebewilligung ge-
stützt auf den - gegenüber den vorgenannten Bestimmungen subsidiär anwendba-
ren - Art. 24 RPG (Waldmann/Hänni, a.a.O., Vorbem. zu Art. 24 ff. Rz. 12 ff.). 
Gemäss dieser Bestimmung können abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG Be-
willigungen dafür erteilt werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder ihren Zweck 
zu ändern, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb 
der Bauzonen erfordert (lit. a); und keine überwiegenden Interessen entgegenste-
hen (lit. b). 

2.4.1 Nach ständiger Rechtsprechung verlangt Art. 24 lit. b RPG, dass alle sich 
widerstreitenden räumlichen Interessen (private und öffentliche) ermittelt, gegen-
einander abgewogen und mit sachgerechten Erwägungen gewichtet werden. So-
weit das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne Aspekte der allgemei-
nen Interessenabwägung konkret regelt, ist das Bauvorhaben im Baubewilligungs-
verfahren vorweg nach diesen Sondernormen zu prüfen. Erst wenn sich zeigt, dass 

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nach diesen Sondernormen das Vorhaben nicht verhindert wird, ist die Abwägung 
aller für und gegen das Vorhaben sprechenden privaten und öffentlichen Interes-
sen gemäss Art. 24 lit. b RPG koordiniert durchzuführen (vgl. Waldmann/Hänni, 
a.a.O., Art. 24 N 22; Haller/Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band 
I, 3. Auf., Zürich 1999, Rz. 717; BGE 115 Ib 472 Erw. 2e/aa mit Hinweisen). Von 
Bedeutung sind insbesondere Art. 73 bis 78 der Bundesverfassung der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 sowie deren Konkre-
tisierung in der Spezialgesetzgebung. Wo das geltende Recht die Entscheidungs-
spielräume eingrenzt oder keine mehr eröffnet, also einzelne Aspekte der Interes-
senabwägung durch Verfassung oder Gesetz konkret geregelt sind, wird zweck-
mässigerweise zuerst die Vereinbarkeit des Vorhabens mit diesen Vorschriften ge-
klärt, weil dann möglicherweise gar keine eigentliche Interessenabwägung mehr 
nötig ist (vgl. Rudolf Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [HrsG.], Pra-
xiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Art. 24 N 21 mit Hinweisen). 

2.4.2 Art. 78 Abs. 5 BV sieht ein grundsätzliches Veränderungsverbot sowohl für 
Moore als auch für Moorlandschaften vor. Zulässig sind nur Einrichtungen, wenn 
sie dem Schutzziel dienen (sog. Schutzzieldienlichkeit). Im Gegensatz dazu treffen 
das NHG und das darauf gestützte Verordnungsrecht eine Unterscheidung zwi-
schen Mooren (d.h. Moorbiotopen; Art. 23a NHG) und Moorlandschaften (Art. 23b 
ff. NHG). Gemäss Art. 23d Abs. 1 NHG sind die Gestaltung und die Nutzung der 
Moorlandschaften zulässig, soweit sie der Erhaltung der für die Moorlandschaft 
typischen Eigenheiten nicht widersprechen. Insofern gilt in Moorlandschaften kein 
absolutes Veränderungsverbot, sondern es ist jeweils zu prüfen, ob ein Vorhaben 
mit den Schutzzielen vereinbar ist (sog. Schutzzielverträglichkeit). Dabei ist eine 
Interessenabwägung nicht zulässig. Ist ein Eingriff mit den Schutzzielen nicht ver-
einbar, ist er unzulässig, und zwar unabhängig von den anderen auf dem Spiel 
stehenden Interessen (vgl. BGE 138 II 281 Erw. 6.2). Unter diesen Voraussetzun-
gen sind nach Art. 23d Abs. 2 NHG insbesondere die land- und forstwirtschaftliche 
Nutzung (lit. a), der Unterhalt und die Erneuerung rechtmässig erstellter Bauten 
und Anlagen (lit. b), Massnahmen zum Schutz von Menschen vor Naturereignissen 
(lit. c) sowie die für die Anwendung der lit. a bis c notwendigen Infrastrukturanlagen 
(lit. d) zulässig. Die Aufzählung in Art. 23d NHG ist nicht abschliessend. Neben den 
ausdrücklich genannten Nutzungen sollen auch militärische Nutzungen und eine 
sanfte touristische Nutzung möglich sein (vgl. BGE 138 II 281 Erw. 6.2 und Art. 5 
Abs. 2 lit. e MLV). Darüber hinaus bleibt für weitere als die in Art. 23d Abs. 2 NHG 
umschriebenen Nutzungen nur ein sehr enger Raum (vgl. BGE 138 II 281 Erw. 6.3; 
Urteil des Bundesgerichts 1A.24/2003 vom 23.9.2003 Erw.4.4, in: URP 2003 S. 
731 ff.; Peter M. Keller in: Keller/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 2. 
Aufl. 2019, N 11 zu Art. 23d). Die neben Art. 23d Abs. 2 NHG zulässigen Bauten 

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werden in Art. 5 Abs. 2 lit. d der MLV umschrieben. Diese Bestimmung schreibt 
vor, dass Bauten und Anlagen, die weder mit der Gestaltung und Nutzung nach 
Art. 5 Abs. 2 lit. c MLV in Zusammenhang stehen noch der Biotoppflege oder der 
Aufrechterhaltung der typischen Besiedlung (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. b MLV) dienen, 
nur ausgebaut oder neu errichtet werden dürfen, wenn sie nationale Bedeutung 
haben, unmittelbar standortgebunden sind und den Schutzzielen nicht widerspre-
chen (vgl. Nina Dajcar, Natur- und Heimatschutz-Inventare des Bundes, 2011, 
S. 145 f.; Walter Haller, Umweltrecht - Ein Lehrbuch, Zürich 2004, Rz. 603; BAFU 
[HrsG.], Bauten und Anlagen in Moorlandschaften, Eine Arbeitshilfe für die Praxis, 
Umwelt-Vollzug Nr. 1610, Bern 2016, Ziff. 1.3 S. 12 und Ziff. 2.3.1 S. 16; EGV-SZ 
2001 C.2.1 S. 168 Erw. 8.3).

2.4.3 Ob mit diesen Kriterien der Spielraum, den die nicht abschliessende Liste 
von Art. 23d Abs. 2 NHG für weitere zulässige Vorhaben belässt, zutreffend um-
schrieben wird, wurde in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bisher offenge-
lassen. Im Urteil 1A.124/2003 vom 23. September 2003 (Erw. 4.4) hat das Bun-
desgericht darauf hingewiesen, dass die Verfassungs- und Gesetzmässigkeit von 
Art. 5 Abs. 2 lit. c, d und e MLV im Urteil 1A.14/1999 vom 7. März 2000 Erw. 3b (in: 
URP 2001 S. 437 ff.) angezweifelt worden ist, soweit damit gewisse "privilegierte 
Kategorien" von Bauten und Anlagen geschaffen würden, die in Moorlandschaften 
erweitert oder neu erstellt werden könnten. Das Bundesgericht habe im damaligen 
Entscheid vom 7. März 2000 Art. 5 Abs. 2 lit. c - e MLV als möglicherweise zu weit, 
nicht aber (wie das Berner Verwaltungsgericht) als zu restriktiv erachtet (vgl. URP 
2003 S. 731 ff.; 739; vgl. zur zweifelhaften Gesetzmässigkeit dieser Bestimmung 
auch Keller, Urteilanmerkung URP 2001 S. 595 f. mit Hinweis auf Bernhard Wald-
mann, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaften, 1997 S. 286; Dajcar, a.a.O., 
S. 145 f.; Beatrice Wagner Pfeifer, Umweltrecht. Besondere Regelungsbereiche, 
2013 Rz. 1129; Keller in: Kommentar NHG, 2. Aufl., a.a.O., N 11 zu Art. 23d). 

Die nach den bundesgerichtlichen Vorgaben jedenfalls nicht zu restriktiven Krite-
rien "nationale Bedeutung" und "unmittelbar standortgebunden" - welche die Mög-
lichkeit der neuen Erstellung oder Erweiterung gewisser "privilegierter Kategorien" 
von Bauten und Anlagen einschränken -, bestimmen somit zusammen mit der Liste 
der beispielhaft zulässigen Vorhaben von Art. 23d Abs. 2 NHG die Qualität des 
Interesses, das eine zulässige Gestaltung oder Nutzung der Moorlandschaften er-
füllen muss; Art. 23d NHG ist in einem Sinn auszulegen, der sich vom Wortlaut und 
Sinn möglichst wenig vom absoluten formulierten Veränderungsverbot von Art. 78 
Abs. 5 BV entfernt (vgl. BGE 138 II 281 Erw. 6.3; 138 II 23 Erw. 3.3; 123 II 248 
Erw. 3a/cc). Nachdem Art. 23d Abs. 2 lit. b NHG bei rechtmässig erstellten Bauten 
und Anlagen nur den Unterhalt und die Erneuerung, nicht aber eine Erweiterung 

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zulässt, ist damit erst recht der Bau neuer Gebäude ausgeschlossen, soweit es 
sich nicht um Bauten handelt, welche - direkt oder indirekt - dem Schutz der Moor-
landschaft dienen und damit schon nach Art. 78 Abs. 5 BV zulässig sind (vgl. BGE 
138 II 23 Erw. 3.3). Diese Erwägungen gelten analog für Infrastrukturanlagen: Fällt 
eine solche Anlage nicht unter Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG, weil sie nicht für die in lit. 
a - c aufgezählten Nutzungen notwendig ist, so ist sie innerhalb der Moorlandschaft 
unzulässig und kann auch nicht gestützt auf Art. 23d Abs. 1 NHG i.V.m. Art. 5 Abs. 
2 lit. d MLV bewilligt werden (vgl. BGE 138 II 281 Erw. 6.3). 

2.5 Eine Moorlandschaft ist eine in besonderem Mass durch Moore geprägte, 
naturnahe Landschaft. Ihr moorfreier Teil steht zu den Mooren in enger ökologi-
scher, visueller, kultureller oder geschichtlicher Beziehung (Art. 23b Abs. 1 NHG). 
Von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung ist eine Moorlandschaft, 
wenn sie in ihrer Art einmalig ist oder in einer Gruppe von vergleichbaren Moor-
landschaften zu den wertvollsten gehört (Art. 23b Abs. 1 NHG). 

2.5.1 Beim Schutz der Moorlandschaft steht – anders als bei den Mooren – nicht 
der Biotopschutz im Vordergrund, sondern der landschaftliche Aspekt (vgl. BGE 
127 II 184 Erw. 5c). Dabei ist ein strenger Massstab anzulegen und grundsätzlich 
jede zusätzliche Beeinträchtigung des Landschaftsbilds zu verhindern (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 1A.124/2003 vom 23.9.2003 Erw. 5.7, in: URP 2003 S. 731 ff., 
S. 745). Als allgemeines Schutzziel gilt nach Art. 23c Abs. 1 NHG die Erhaltung 
jener natürlichen und kulturellen Eigenheiten der Moorlandschaften, die ihre be-
sondere Schönheit und nationale Bedeutung ausmachen. Diese Bestimmung wird 
durch Art. 4 Abs. 1 MLV ergänzt. Danach ist die Landschaft vor Veränderungen zu 
schützen, welche die Schönheit oder die nationale Bedeutung der Moorlandschaft 
beeinträchtigen (lit. a). Die für Moorlandschaften charakteristischen Elemente und 
Strukturen sind zu erhalten, namentlich geomorphologische Elemente, Biotope, 
Kulturelemente sowie die vorhandenen traditionellen Bauten und Siedlungsmuster 
(lit. b). Besondere Rücksicht ist auf die nach Art. 20 der Verordnung über den Na-
tur- und Heimatschutz (SR 451.1; NHV) vom 16. Januar 1991 geschützten Pflan-
zen- und Tierarten sowie die in den vom BAFU erlassenen oder genehmigten Ro-
ten Listen aufgeführten, gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierarten zu neh-
men (lit. c). Die nachhaltige moor- und moorlandschaftstypische Nutzung ist zu 
unterstützen, damit sie so weit als möglich erhalten bleibt (lit. d). Diese Schutzziele 
sind nach Art. 4 Abs. 2 MLV auf der Grundlage der Objektbeschreibungen des 
Inventars für die einzelnen Objekte durch die Kantone zu konkretisieren (vgl. BGE 
138 II 281 Erw. 6.4.1). Die Vorschriften der MLV, durch welche die Nutzung der 
ausgeschiedenen Schutzgebiete eingeschränkt wird, und die dazugehörigen 

11

Schutzpläne bilden einen Nutzungsplan im Sinne von Art. 14 RPG (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1A.129/2002 vom 9.4.2003 Erw. 1.1).

2.5.2 Der weite Talboden der Moorlandschaft Rothenthurm ist laut der Beschrei-
bung im Moorlandschaftsinventar (Art. 2 Abs. 1 MLV i.V.m. www.bafu.admin.ch → 
Themen → Landschaft → Fachinformationen → Massnahmen → Landschaften 
von nationaler Bedeutung → Moorlandschaften) zum grossen Teil von Mooren be-
deckt, welche das Landschaftsbild eindrucksvoll prägen. Die Qualität der Moore ist 
besonders hoch: Zwischen Ägeriried und Schlänggli befindet sich die grösste zu-
sammenhängende Hochmoorfläche der Schweiz. Um die Hochmoore herum und 
an den Hängen des Hochtals breiten sich grosse Flachmoore aus; alle Flachmoor-
gesellschaften der Schweiz kommen hier vor. Als einer der letzten frei mäandrie-
renden Bäche der Voralpen durchzieht die Biber die Hochebene. Die Moorland-
schaft hat eine grosse Bedeutung für die Erhaltung gesamtschweizerisch seltener 
und bedrohter Tier- und Pflanzenarten, welche für ihr Überleben auf Moorland-
schaften angewiesen sind. 

Laut § 1 Abs. 2 MLV-Rothenthurm soll die Moorlandschaft mit offenen Hochmoor-, 
Zwischenmoor-, Ried- und Auenbereichen, Trockenstandorten sowie den typi-
schen Sukzessionsstadien als Lebensraum der darin typisch vorkommenden 
Pflanzen- und Tierwelt und in ihrer landschaftlichen Eigenart erhalten, gepflegt und 
gefördert werden. Dazu sollen nach § 1 Abs. 3 MLV-Rothenthurm im Rahmen der 
geltenden Gesetzgebung insbesondere eine extensive landwirtschaftliche Nutzung 
und eine standortangepasste Waldpflege gefördert werden (lit. a); Fliessgewässer 
ökologisch aufgewertet und fischgängig gemacht werden (lit. b); Kulturobjekte und 
besondere Landschaftselemente erhalten werden (lit. c); und die Besucher gelenkt 
und über den Schutz der Moore und der Moorlandschaft informiert werden (lit. d). 
Das Gebiet wird in § 2 MLV-Rothenthurm in fünf Zonen unterteilt, die Naturschutz-
zone A, die Landschaftsschutzzone B, den Strassenkorridor C, die Waldzone D 
und die Zone öffentlicher Bauten und Anlagen E. 

Gestattet sind im Schutzgebiet alle Vorkehrungen, die den Schutzzielen nicht ent-
gegenstehen (§ 3 Abs. 1 MLV-Rothenthurm). Die bisherige land- und forstwirt-
schaftliche Nutzung und die dafür nötige Infrastruktur bleiben gewährleistet, sofern 
sie geltendem Bundesrecht nicht widersprechen (§ 3 Abs. 2 MLV-Rothenthurm). 
Untersagt ist u.a. das Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wildlebenden Tie-
ren, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Jagd und Fischerei (§ 4 Abs. 1 lit. f 
MLV-Rothenthurm). Das Errichten, Ändern und Erneuern von Bauten und Anlagen, 
die Vornahme von Bodenveränderungen sowie Nutzungsänderungen von beste-
henden Bauten und Anlagen sind nur zulässig, wenn sie den Schutzzielen nicht 
widersprechen. Sie bedürfen einer Bewilligung des zuständigen Departements (§ 7 

12

Abs. 1 MLV-Rothenthurm). Laut den Sondervorschriften für die einzelnen Zonen 
bezweckt die Landschaftsschutzzone B (Standort des geplanten Modellflugplatzes 
auf KTN 001.________) die Erhaltung des Landschaftsbildes und die Vermeidung 
störender Einwirkungen auf die Naturschutzzone A. Die Extensivierungsflächen 
dienen der Erhaltung und Förderung langjähriger Wiesen mit Arten von Mooren, 
Trockenstandorten und extensiv genutzten Auenrandbereichen sowie der Biotop-
vernetzung. Die bisherige landwirtschaftliche Nutzung bleibt im Rahmen der 
Schutzziele gewährleistet. Nutzungsintensivierungen sind verboten (§ 14 Abs. 1 
und 2 MLV-Rothenthurm). Das zuständige Departement kann Ausnahmen von die-
ser Verordnung und der gestützt darauf erlassenen Bestimmungen bewilligen, 
wenn dadurch der Schutzzweck der Verordnung nicht beeinträchtigt wird oder es 
der Schutz vor Naturgefahren erfordert (§ 24 MLV-Rothenthurm). 

3.1 Im RRB 756/2016 vom 6. September 2016 (Erw. 4.2) hat der Regierungsrat 
auf eine negative (relative) Standortgebundenheit des geplanten Modellflugzeug-
platzes erkannt (Art. 24 lit. a RPG), einerseits wegen der im unmittelbaren Sied-
lungsgebiet unerwünschten Lärmbelastung des Modellflugzeugbetriebes und an-
dererseits wegen den in der Bauzone grundsätzlich nicht tragbaren Gefahren, wel-
che aufgrund (möglicher Defekte oder Fehlbedienung) ausser Kontrolle geratener 
Modellflugzeuge von einem Modellflugzeugbetrieb ausgehen (vgl. auch Urteile des 
Bundesgerichts 1C_107/2010 vom 17.6. 2010 Erw 2; 1C_477/2014 vom 
22.12.2015 Erw. 3.2; Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen, a.a.O., N 13 
f. zu Art. 24 RPG; ZBl 2005 S. 646 f.).

Da sich der Standort des geplanten Modellflugplatzes in der Moorlandschaft von 
besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung "Rothenthurm (Objekt Nr. 1) be-
finde, interessiere hinsichtlich entgegenstehender überwiegender Interessen 
(Art. 24 lit. b RPG) insbesondere, ob das Bauvorhaben mit den Schutzzielen des 
Moorlandschaftsschutzes (vgl. dazu Erw. 2.5.1 f. hiervor) vereinbar sei (Erw. 4.3.4). 

Die Landschaftsschutzzone B könne intensiver genutzt werden, als die Natur-
schutzzone A und es kämen darin allgemein weniger geschützte Pflanzen- und 
Tierarten vor, weshalb weniger störende Auswirkungen zu erwarten seien. Wenn 
mit einem ornithologischen Gutachten nachgewiesen werden könne, dass der Mo-
dellflugbetrieb keine Beeinträchtigung der Avifauna in der Umgebung habe, könne 
eine Bewilligung in Betracht gezogen werden (Erw. 6). Die dem geplanten Modell-
flugplatz am nächsten gelegene Naturschutzzone A ("Grossblätz", Objekt Nr. 2901 
im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung) befinde sich rund 
260 m von diesem entfernt und werde vom Flugraum nicht erfasst. Vom Flugraum 
seien keine Hoch oder Übergangsmoore i.S. der Verordnung über den Schutz der 
Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung (Hochmoorverordnung, 

13

HMV; SR 451.32) vom 21. Januar 1991 betroffen (Erw. 6.1). Für den Modellflug-
platz werde das bestehende Wiesland als Start- und Landepiste benützt, neue 
Bauten und Anlagen würden nicht errichtet. Die Modellflugzeuge würden im be-
zeichneten Flugraum auf Sicht manövriert. Insoweit stehe der Modellflugplatz nicht 
in direktem Widerspruch zu den Schutzzielen von Art. 23c Abs. 1 NHG und Art. 4 
Abs. 1 MLV. Nach den Feststellungen des ANJF (im Gesamtentscheid vom 
7.10.2015) sei vom geplanten Modellflugplatz keine schützenswerte Vegetation 
betroffen. Lediglich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Avifauna verlange das 
ANJF ein ornithologisches Gutachten (Erw. 6.2). Der Modellflugbetrieb bringe eine 
gewisse Lärmbelastung durch Flugmotorengeräusche mit sich und ziehe mehr 
Menschen in die Moorlandschaft, die wohl vorzugsweise mit dem Auto anreisen 
würden. Allerdings sei das Gebiet um KTN 001.________ kein von Menschen un-
berührtes Gebiet, sondern lediglich ca. 800 m vom Siedlungsgebiet Rothenthurm 
entfernt. Die Moorlandschaft sei ein beliebtes Sommer- und Wintersportgebiet. Di-
verse Langlauf- und Wanderrouten würden durch die Moorlandschaft führen. We-
nige hundert Meter südlich von KTN 001.________ befinde sich die Schiessanlage 
L.________ (Erw. 6.3). 

Ob der Modellflugbetrieb tatsächlich negative Auswirkungen auf die Tierwelt und 
insbesondere die (Brut-)Vögel habe, sei noch nicht ausreichend abgeklärt. Na-
mentlich liege noch kein ornithologisches Gutachten vor. Ebenfalls nicht geklärt 
seien die Auswirkungen des Modellflugbetriebes auf die übrigen Tiere und Pflan-
zen. Demnach könne noch nicht abschliessend beurteilt werden, ob der Modell-
flugbetrieb den Schutzzielen für die Moorlandschaft (hinsichtlich des Biotopschut-
zes) insgesamt widerspreche. Auch wenn der Biotopschutz vorliegend in den Hin-
tergrund trete, sei die Moorlandschaft Rothenthurm von grosser Bedeutung für die 
darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Zu den schützenswerten Eigenhei-
ten der Moorlandschaft gehöre auch die Tierwelt (Erw 6.4). Zur Prüfung der mög-
lichen Auswirkungen des Modellflugbetriebs auf die Tierwelt, sei die Sache zu ver-
tieften Sachverhaltsabklärungen und neuem Entscheid an das Volkswirtschaftsde-
partement resp. an das ARE zurückzuweisen. Ob eine Begutachtung durch die 
ENHK im Sinne von Art. 7 Abs. 1 oder 2 oder Art. 8 NHG notwendig bzw. angezeigt 
sei, müsse das Volkswirtschaftsdepartement resp. die kantonalen Fachstellen 
(ARE, ANJF) abklären. Das ANJF als Fachbehörde müsse prüfen, ob für die Aus-
arbeitung des ornithologischen Gutachtens ein zweijähriger Flugbetrieb tatsächlich 
nötig sei oder nicht. Zudem müsse das Volkswirtschaftsdepartement resp. das 
ARE prüfen, ob die allenfalls drohende Beeinträchtigung der Moorlandschaft mit 
weniger einschneidenden Massnahmen, namentlich mit Flugzeitbeschränkungen, 
gebannt werden könne (Erw. 6.5). Im Rahmen der Neubeurteilung müsse sich das 
Volkswirtschaftsdepartement resp. das ARE nochmals mit der Frage befassen, ob 

14

für den Modellflugplatz eventuell geeignetere Alternativstandorte zur Verfügung 
stehen, bzw. ob sich die G.________ hinreichend um einen Alternativstand bemüht 
habe (Erw 6.6).

3.2 Im Gesamtentscheid vom 15. Dezember 2017 (Ziff. II. 1.) wurde u.a. der 
Fachbericht des ARE Ortsplanung vom 22. November 2016 (vgl. Vi-act. III.-05 Bel. 
3) wiedergegeben, gemäss welchem eine befristete Bewilligung gerechtfertigt sei, 
damit geklärt werden könne, ob der Standort auf KTN 001.________ in der noch 
vorzunehmenden Standortevaluation überhaupt in Betracht falle, bzw. weiter ver-
folgt werden könne. Bauliche Massnahmen seien weder vorgesehen noch notwen-
dig. Die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG ergebe sich vorliegend 
aus dem Umstand, dass zur Klärung des Sachverhalts ein ornithologisches Gut-
achten erarbeitet werden müsse. Ob der Modellflugplatz an sich tatsächlich auf 
den Standort auf KTN 001.________ angewiesen sei und ob ihm keine überwie-
genden Interessen entgegenstehen würden, könne erst beantwortet werden, wenn 
die Standortevaluation und das ornithologische Gutachten vorliegen würden.

Das ANJF wies im Fachbericht vom 22. November 2016, welcher im Gesamtent-
scheid ebenfalls wiedergegebenen wurde (Ziff. II. 3; vgl. Vi-act. III.-05 Bel. 3), u.a. 
darauf hin, dass das Errichten, Ändern und Erneuern von Bauten und Anlagen, die 
Vornahme von Bodenveränderungen sowie Nutzungsänderungen von bestehen-
den Bauten und Anlagen gemäss § 7 Abs. 1 MLV-Rothenthurm nur zulässig sind, 
wenn sie den Schutzzielen nicht widersprechen und einer Bewilligung des zustän-
digen Departements bedürfen. Das Vorhaben auf KTN 001.________ diene kei-
nem der in Art. 5 Abs. 2 lit. d und e MLV genannten Zweck und sei nicht von nati-
onaler Bedeutung. Eine Bewilligung sei aufgrund des Moorlandschaftszweck des-
halb schwierig. Da es sich beim Vorhaben lediglich um eine Nutzungsänderung 
(ohne bauliche Massnahmen) handle und keine schützenswerte Vegetation davon 
betroffen sei, könnte eine Bewilligung in Betracht gezogen werden, wenn mit einem 
ornithologischen Fachgutachten nachgewiesen sei, dass der Modellflugbetrieb 
keine beeinträchtigenden Auswirkungen auf die Avifauna (insbesondere Brutvögel) 
habe. Weil aktuell noch nicht beurteilt werden könne, ob ein Probebetrieb von zwei 
Jahren tatsächlich erforderlich sei, werde die Bewilligung vorerst auf ein Jahr be-
fristet erteilt. Sofern sich herausstelle, dass eine Flugsaison für die Beurteilung der 
Auswirkungen auf die Brutvögel nicht ausreiche, könne ein Gesuch um Verlänge-
rung um ein weiteres Jahr gestellt werden. Aus der befristeten Bewilligung könne 
kein Anspruch auf einen permanenten Modellflugbetrieb abgeleitet werden. Sofern 
sich nach ein oder zwei Jahren Flugbetrieb herausstelle, dass er beeinträchtigende 
Wirkungen auf die ansässigen Brutvogelarten habe, könne keine Ausnahmebewil-
ligung für einen weiteren Betrieb erteilt werden.

15

3.3 Im vorliegend angefochtenen RRB 656/2018 vom 11. September 2018 hat 
der Regierungsrat in Erw. 3.2 ff. auf seine Ausführungen in RRB 756/2016 vom 6. 
September 2016 (Erw. 3 bis 6) verwiesen und teilweise nochmals (zusammenge-
fasst) wiedergegeben. Dass ein ornithologisches Gutachten einzuholen sei, habe 
der Regierungsrat rechtskräftig angeordnet. Streitgegenstand des vorliegenden 
Verfahrens sei lediglich die befristete Betriebsbewilligung für den Modellflug(platz) 
auf KTN 001.________, damit das verlangte ornithologische Gutachten erstellt 
werden könne (Erw. 3.5). In der 'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017' der 
J.________AG (Vi-act. III.-05 Bel. 6) sei der Bestand aller Arten Brutvögel bzw. 
deren Reviere innerhalb der Pufferzone von 500 m um den geplanten Flugraum 
erfasst, welche auf der Roten Liste der Brutvögel der Schweiz und/oder als Ziel- 
oder Leitart aufgeführt seien. Andere Arten seien beiläufig notiert worden. Insge-
samt hätten 54 Vogelarten nachgewiesen werden können, darunter 41 "sichere 
oder wahrscheinliche Brutvogelarten" (Erw. 4.2). Um abzuklären, welche Auswir-
kungen der Modellflugbetrieb auf den Bestand der vorgefundenen Brutvogelarten 
habe, sei die Beschwerdegegnerin auf eine befristete Flug- bzw. Betriebsbewilli-
gung angewiesen. Nach den Ausführungen des ANJF (in der Vernehmlassung des 
ARE vom 29.5.2018, Vi-act. III.-05), seien die Auswirkungen des Modellflugbe-
triebs auf die Brutvogelarten in der Umgebung unsicher - trotz bisheriger Untersu-
chungen zum Einfluss von Modellflugplätzen auf Vögel - und sollten mit einer be-
fristeten Betriebsbewilligung untersucht werden. Auch wenn damit das Risiko ein-
gegangen werde, in der Umgebung des geplanten Modellflugplatzes vorkom-
mende Braunkehlchen zu stören und von ihren Brutplätzen zu vertreiben, könne 
davon ausgegangen werden, dass diese die Brutplätze innert ein bis zwei Jahren 
nach Einstellung des Betriebes wieder besiedeln würden. Der Probebetrieb würde 
bei negativem Ergebnis also keine anhaltende Beeinträchtigung zur Folge haben 
bzw. die Existenz des Braunkehlchens im Modellflugperimeter nicht längerfristig 
gefährden (Erw 4.3). Für den Regierungsrat bestehe kein Anlass von dieser Beur-
teilung abzuweichen. Auf eine andere Art liessen sich die Auswirkungen des Mo-
dellflugbetriebs auf die Avifauna innerhalb der Moorlandschaft nicht abklären. In 
diesem Sinne sei auch der Testbetrieb ausserhalb der Bauzonen standortgebun-
den (Erw. 4.4). Eine Untersuchung des Bruterfolgs der Vögel wäre schwierig durch-
zuführen und würde einen hohen Forschungsaufwand, mit einem auf ca. 5 bis 6 
Jahre ausgedehnten Testbetrieb erfordern. Eine derartig angelegte Studie sei im 
vorliegenden Fall nicht erforderlich. Gemäss dem ANJF könnten namhafte Auswir-
kungen auf die Zugvögel ausgeschlossen werden (Erw. 5). Ob der Modellflugplatz 
auf den Standort auf KTN 001.________ angewiesen sei, und ob diesem überwie-
gende Interessen entgegenstehen, könne erst beantwortet werden, wenn die 
Standortevaluation und das ornithologische Gutachten vorlägen. Spätestens bei 

16

der Einreichung eines Gesuchs um eine definitive Betriebsbewilligung habe die 
Beschwerdegegnerin einen Bericht zur Standortevaluation einzureichen. Diese 
Verpflichtung ergebe sich auch aus dem kantonalen Richtplan 2016 (Richtplantext 
L-7.1 S. 112). Das ornithologische Gutachten und der Bericht zur Standortevalua-
tion würden die Grundlage für die vorzunehmende Interessenabwägung i.S.v. Art. 
24 lit. b RPG bilden (Erw 6).

3.4 Die Beschwerdeführer machen dagegen in ihrer Beschwerdeschrift vom 4. 
Oktober 2018 im Wesentlichen geltend, der Regierungsrat habe verschiedene der 
von ihr vorgebrachten Rügen gar nicht behandelt und damit in vielfacher Weise ihr 
rechtliches Gehör verletzt. Das geplante Flugfeld bewirke bedeutende Störungen 
in der Moorlandschaft und auf die benachbarten Flachmoore von nationaler Be-
deutung. In den 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' seien sich die her-
ausgebenden Konferenzen und Verbände inkl. SMV einig, dass Fluganlagen einen 
Abstand von 500 m zu Moorlandschaften aufweisen sollten und Modellflugplätze 
innerhalb von Moorlandschaften ausgeschlossen seien (Rz. 7). In den Erwägun-
gen des Rückweisungsentscheids RRB 756/2016 vom 6. September 2016 habe 
der Regierungsrat ein ornithologisches Gutachten verlangt, um die Auswirkungen 
des Modellflugplatzes auf die Vögel zu ermitteln. Dazu bedürfe es keines Testbe-
triebs. Die negativen Auswirkungen liessen sich rechtsgenügend aus bereits vor-
handenen Studien und Fachliteraturen abschätzen. Die Beschwerdeführer hätten 
diesen Nachweis in der Beschwerde vor dem Regierungsrat vom 27. März 2018 
(Vi-act. I.-01 Ziffern 20 ff.) erbracht, womit der geplante Modellflugplatz in der Moor-
landschaft Rothenthurm von vorne herein im Widerspruch zu deren Schutzzielen 
stehe (Rz. 9; 12). In der 'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017' der J.________AG 
(Vi-act. III.-05 Bel. 6) werde bestätigt, dass das betroffene Gebiet Lebensraum für 
zahlreiche (potentiell) gefährdete Vogelarten bilde. Wegen deren Gefährdung sei 
die Betriebsbewilligung nach Ansicht der Beschwerdeführer rechtswidrig (Rz. 11).

Wenn ein Modellflugplatz in der Moorlandschaft grundsätzlich und von vorneherein 
unzulässig sei, sei kein Testbetrieb für die Erstellung eines ornithologischen Gut-
achtens erforderlich. Zur Klärung dieser Grundsatzfrage bedürfe es keines Test-
betriebs (Rz. 15). Die Anweisung im RRB 756/2016 vom 6. September 2016 (Erw 
6.6), es sei zu prüfen, ob sich die Beschwerdegegnerin hinreichend um einen Al-
ternativstandort bemüht habe, sei vom ARE nicht vollzogen worden. Dass ein sol-
cher Nachweis erst bei Einreichung eines Gesuchs um eine definitive Betriebsbe-
willigung zu erbringen sei, sei unzulässig (Rz. 18). Aufgrund des Rückweisungs-
entscheid RRB 756/2016 vom 6. September 2016 sei ungewiss gewesen, ob im 
Rahmen des fortzuführenden Verfahrens je eine befristete oder unbefristete Be-

17

triebsbewilligung erteilt werden würde, weswegen sie diesen Rückweisungsent-
scheid mangels genügender Beschwer gar nicht hätte anfechten können (Rz. 20 
f.). Die befristete Betriebsbewilligung sei nicht geeignet die grundlegende Frage 
nach der Beeinträchtigung des Bruterfolgs der Vögel zu klären, weswegen der 
Testbetrieb nicht für die Erstellung eines aussagekräftigen Gutachtens geeignet 
sei (Rz. 23 ff. mit Hinweis auf die Beschwerde vor dem Regierungsrat vom 
27.3.2018 [Vi-act. I.-01] Ziffern 56 ff.). Der Testbetrieb schaffe eine hohe Gefähr-
dung für die Vogelarten in der Moorlandschaft Rothenthurm. Die Annahme des 
ANJF, dass die vertriebenen Braunkehlchen innert ein bis zwei Jahren nach Ein-
stellung des Testbetriebes wieder besiedeln würde, entbehre der Begründung (Rz. 
28 ff.).

3.5 Die Beschwerdegegnerin halten am 29. November 2018 vernehmlassend 
u.a. daran fest, der Betrieb eines Modellflugplatzes auf KTN 001.________ sei 
grundsätzlich zulässig, sofern mittels ornithologischem Gutachten nachgewiesen 
werde, dass ein Modellflugbetrieb keine negativen Auswirkungen auf die Tierwelt 
und insbesondere die (Brut)vögel habe. Für die Erstellung dieses Gutachtens sei 
ein befristeter Modellflugbetrieb notwendig. Einzig ein Abstellen auf bereits vorhan-
dene Studien und Fachliteratur reiche hierzu nicht aus. Mit dem rechtskräftigen 
RRB 756/2016 vom 6. September 2016 sei bereits festgestanden, dass dieses 
Gutachten, welches eine befristete Flugbewilligung mit sich bringe, erstellt werden 
müsse. Damit sei die Frage, ob ein befristeter Modellflugbetrieb bewilligt werde, 
von einer Überprüfung ausgeschlossen. Diese Frage sei bereits rechtskräftig ge-
klärt und entschieden (Ziff. B.1). In der 'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017' werde 
festgehalten, dass der Untersuchungsperimeter den Flugraum sowie eine Fläche 
im Umkreis von 500 m um den geplanten Flugraum umfasse. Der Puffer von 500 
m entspreche den 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' (Ziff. C.1). Der Be-
trieb eines Modellflugplatzes widerspreche nicht per se Art. 23d Abs. 1 NHG, ins-
besondere weil der Flugplatz und der Flugbetrieb nicht in der Naturschutzzone A, 
sondern in der Landschaftsschutzzone B betrieben würde. In Einhaltung der Vor-
gaben von § 14 MLV-Rothenthurm habe der Flugbetrieb keine störenden Einwir-
kungen auf die Naturschutzzone A, da diese nicht überflogen werde. Gemäss RRB 
756/2016 vom 6. September 2016 fehle für die Bewilligung des Betriebs des Mo-
dellflugplatzes einzig noch das ornithologische Gutachten zu den Auswirkungen 
des Modellflugbetriebs auf die Avifauna. Wenn dieses aufzeige, dass keine nega-
tiven Auswirkungen durch den Flugbetrieb entstünden, sei der Modellflugpatz zu 
bewilligen. Die Frage, ob der Betreib eines Modellflugplatzes grundsätzlich bewil-
ligungsfähig sei, sei mit RRB 756/2016 vom 6. September 2016 rechtskräftig ent-
schieden (Ziff. C.2; C.6). Im angefochtenen RRB Nr. 656/2018 vom 11. September 

18

2018 (Erw. 3.4) halte der Regierungsrat fest, dass für das ornithologische Gutach-
ten eine befristete Betriebsbewilligung erforderlich sei, weswegen auch diese 
grundsätzlich rechtskräftig verfügt worden sei und nicht noch einmal angefochten 
werden könne. Bei den 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' handle es sich 
nur um Empfehlungen, auf welche sich kein abschlägiger Beschluss stützen könne 
(Ziff. C.3). 

Da aktuell nach wie vor keine Alternativstandorte vorhanden seien, müsse nun das 
ornithologische Gutachten erstellt werden. Wenn dieses ergebe, dass ein Modell-
flugbetrieb möglich sei, müsse - zu diesem Zeitpunkt - nachgewiesen werden, dass 
keine Alternativstandorte vorhanden seien. Dies könne erst im Zeitpunkt des Vor-
handenseins des Gutachtens neu geprüft und nachgewiesen werden. Beim Mo-
dellflugplatz auf KTN 001.________ handle es sich um einen Ersatzstandort im 
Sinne der Richtplanvorgaben. Die Regierung habe der Beschwerdegegnerin zuge-
sichert, bei der Suche nach einem Alternativstandort behilflich zu sein und damit 
ihren Anspruch auf einen eigenen Modellflugplatz anerkannt. Es könne folglich 
nicht argumentiert werden, die Mitglieder der Beschwerdeführerin müssten sich in 
anderen Kantonen neue Vereine suchen (Ziff. C.4). Es liege in der Natur der Sa-
che, dass nicht a priori ausgeschlossen werden könne, dass der Flugbetrieb uner-
wünschte Auswirkungen auf die (Brut-)Vögel habe. Immerhin habe das ANJF fest-
gehalten, es könne davon ausgegangen werden, dass in der Umgebung des ge-
planten Modellflugplatzes vorkommende Braunkehlchen die Brutplätze innert ein 
bis zwei Jahren wieder besiedeln würden, sollten sie durch den Flugbetrieb gestört 
und von ihren Brutplätzen vertrieben werden. Der Probebetrieb würde bei negati-
vem Ergebnis also keine anhaltenden Folgen haben (Ziff. C.10).  

4.1 Die Grundstücke KTN 001.________ und KTN 002.________ und das Ge-
bäude auf KTN 002.________ werden von der Beigeladenen seit dem Jahr 1987 
als K.________ausbildungsplatz und Clublokal genutzt (in Vi-act. III.-05 Bel. 4). 
Die geplante, zusätzliche Nutzung von KTN 001.________ als Modellflugplatz 
dient nicht im Sinne von Art. 78 Abs. 5 Satz 3 BV direkt oder indirekt dem Schutz 
der Moorlandschaft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.124/2003 vom 23.9.2003 
Erw. 4.4 mit Hinweisen). Das Vorhaben fällt nicht unter die in Art. 23d Abs. 2 NHG 
umschriebenen, zulässigen Nutzungen: Sie weist weder einen Zusammenhang mit 
der land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung der Moorlandschaft Rothenthurm im 
Sinne von Art. 23d Abs. 2 lit. a NHG und § 1 Abs. 3 lit. a MLV-Rothenthurm auf, 
noch mit dem Unterhalt oder der Erneuerung rechtmässig erstellter Bauten und 
Anlagen gemäss Art. 23d Abs. 2 lit. b NHG und § 12 Abs. 1 MLV-Rothenthurm oder 
mit Massnahmen zum Schutz von Menschen vor Naturereignissen im Sinne von 
Art. 23d Abs. 2 lit. c NHG und § 24 MLV-Rothenthurm. Auch dient der geplante 

19

Modellflugplatz weder der Biotoppflege oder der Aufrechterhaltung der typischen 
Besiedlung (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. b MLV) noch handelt es sich um eine militärische 
oder eine "sanfte" touristische Nutzung (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. b MLV; BGE 138 II 
281 Erw. 6.2 und Art. 5 Abs. 2 lit. e MLV).

Angesichts der vom Bundesgericht geforderten Auslegung von Art. 23d NHG (und 
folglich auch von § 7 Abs. 1 und § 24 MLV-Rothenthurm), die sich vom Wortlaut 
und Sinn möglichst wenig vom absoluten formulierten Veränderungsverbot von Art. 
78 Abs. 5 BV entfernt und die nur einen sehr engen Raum, für weitere als die in 
Art. 23d Abs. 2 NHG umschriebenen Nutzungen zulässt (vgl. Erw. 2.4.2 f. hiervor, 
BGE 138 II 281 Erw. 6.3; 138 II 23 Erw. 3.3; 123 II 248 Erw. 3a/cc), kann der 
geplante Modellflugplatz innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm (höchstens) 
dann gestützt auf Art. 23d Abs. 1 NHG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 lit. d MLV bewilligt wer-
den, wenn er nationale Bedeutung hat, unmittelbar standortgebunden ist und den 
Schutzzielen nicht widerspricht (vgl. Erw 2.4.3; BGE 138 II 281 Erw. 6.3; Urteil des 
Bundesgerichts 1A.124/2003 vom 23.9.2003 Erw. 4.4). 

4.2 Das ANJF hat im Fachbericht vom 22. November 2016 festgestellt, der ge-
plante Modellflugplatz auf KTN 001.________ diene keinem der in Art. 5 Abs. 2 lit. 
d und e MLV genannten Zweck und sei nicht von nationaler Bedeutung. Eine Be-
willigung sei aufgrund des Moorlandschaftszweck deshalb "schwierig" (u.a. im Ge-
samtentscheid vom 15.12.2017 Ziff. II. 3). Weil es sich beim Vorhaben lediglich um 
eine Nutzungsänderung (ohne bauliche Massnahmen) handle und keine schüt-
zenswerte Vegetation davon betroffen sei, könne eine Bewilligung in Betracht ge-
zogen werden, wenn mit einem ornithologischen Fachgutachten nachgewiesen 
sei, dass der Modellflugplatz keine beeinträchtigenden Auswirkungen auf die 
Avifauna habe. 

Damit hat das ANJF - und mit ihm das ARE im Gesamtentscheid vom 15. Dezem-
ber 2017 sowie der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 656/2018 vom 11. 
September 2018 - für den Modellflugplatz auf KTN 001.________ inhaltlich im 
Sinne der vorstehend dargelegten Rechtslage (Erw. 2.4.2 f.) auf eine (besonders) 
privilegierte Kategorie über Art. 23d Abs. 2 NHG hinausgehender Nutzung(serwei-
terung) geschlossen, für welche nicht 'ein nur sehr enger Raum' verbleibt, sondern 
die Schutzzielverträglichkeit für sich genügt und die Anforderungen gemäss Art. 5 
Abs. 2 lit. d MLV (nationale Bedeutung und unmittelbare Standortgebundenheit) 
unbeachtlich sind. 

4.2.1 Aus welchen Gründen eine "Nutzungsänderung (ohne bauliche Massnah-
men)" ein taugliches Kriterium darstellt, um einen grösseren Raum für weitere als 

20

die in Art. 23d Abs. 2 NHG umschriebenen Nutzungen zu eröffnen, lässt sich den 
Ausführungen des ANJF nicht entnehmen. 

Dagegen hat die Beschwerdegegnerin u.a. in ihrer Verwaltungsbeschwerde vom 
11. November 2015 in Ziff. 2.9 auf S. 13 f. (als Beschwerdeführerin gegen den 
Gesamtentscheid vom 7. Oktober 2015) die Ansicht vertreten, Art. 5 Abs. 2 lit. d 
MLV greife zum Vornhinein nicht. Damit dieser Artikel zur Anwendung gelangen 
könne, müsste eine Baute oder Anlage ausgebaut oder neu errichtet werden, was 
beim vorliegenden Gesuch - bei welchem keine Start- und Landepiste errichtet, 
sondern der bereits vorhandene Rasenplatz ohne Veränderungen als Piste benutzt 
werde - gerade nicht der Fall sei (vgl. Vi-act. II.-02 in Baumappe).

4.2.2 Art. 23d NHG regelt die "Gestaltung und die Nutzung" der Moorlandschaften, 
wobei mit "Gestaltung" die planerischen Vorstellungen angesprochen sind, die 
primär in der Raumplanung der Kantone aber auch in Sachplänen und Konzepten 
des Bundes zum Ausdruck kommen und mit "Nutzungen" alle Eingriffe gemeint 
sind, die sich auf die Bodenstruktur auswirken, also Bauten, Anlagen und Boden-
veränderungen. Der Begriff "Bauten und Anlagen" umfasst erstens dauerhafte 
Bauwerke, zweitens Fahrnisbauten, drittens Geländeveränderungen von einer ge-
wissen Erheblichkeit und viertens Nutzungsänderungen, d.h. Eingriffe ohne bauli-
che Vorkehrungen, aber mit erheblichen Auswirkungen auf Umwelt und Planung 
(vgl. Keller in: Kommentar NHG, 2. Aufl., a.a.O., N 2 zu Art. 23d i.V.m. N 6 zu Art. 
25b). Ausschlaggebend ist nach der Praxis des Bundesgerichts nicht allein die Ver-
änderung des Terrains durch bauliche Vorrichtungen oder Geländeveränderun-
gen; es kommt vielmehr auf die räumliche Bedeutung eines Vorhabens insgesamt 
an (vgl. Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 22 Rz. 10; Haller/Karlen, a.a.O., Rz. 14). 
Neue, organisierte und auf die Dauer ausgerichtete Nutzungen von einer gewissen 
Intensität gelten als "künstlich geschaffene Einrichtungen", die Bauten und Anla-
gen darstellen, selbst wenn sie keine körperlichen Veränderungen bewirken (vgl. 
Peter Heer, Die raumplanungsrechtliche Erfassung von Bauten und Anlagen im 
Nichtbaugebiet, Zürich 1996, S. 28). 

Entscheidend für die (Bau-)Bewilligungspflicht von blossen Nutzungsänderungen, 
ist demnach nicht, ob sie ohne bauliche Vorkehrungen auskommen, sondern, ihre 
Wirkung auf die Raumordnung, d.h. ob sie erhebliche Auswirkungen auf Umwelt 
und Planung haben (vgl. Erw. 2.2 hiervor; BGE 119 Ib 222 Erw. 3a und b; 104 Ib 
376 Erw. 1b). Bei einem Modellflugplatz bemessen sich die Auswirkungen auf Um-
welt und Planung denn auch nicht (nur) nach dem Umfang der (baulichen) Anlagen 
bzw. der für die Start- und Landemanöver erforderlichen Bodenfläche. Miteinzube-
ziehen sind vielmehr die gesamten, wesentlich weiträumiger wahrnehmbaren Aus-

21

wirkungen des Flugbetriebs auf die Umwelt und auch das durch die Anlage er-
zeugte Verkehrsaufkommen (vgl. Erw 2.1 und Erw. 2.3 Abs. 1 hiervor; 
RRB 756/2016 vom 6.9.2016 Erw. 6.3).

4.2.3 Sofern - wie vorliegend unbestritten - von einer (bau-)bewilligungspflichtigen 
Nutzungsänderung/-erweiterung des bestehenden Hundeausbildungsplatzes auf 
KTN 001.________ auszugehen ist (vgl. Erw. 2.2 f. hiervor), fällt diese 
Nutzungsänderung/-erweiterung mit Auswirkungen auf Umwelt und Planung somit 
unter den Begriff "Bauten und Anlagen", auch wenn sie keine baulichen Vorkeh-
rungen erfordert. Für eine Sonderbehandlung/Privilegierung bei der Bewilligung 
solcher Nutzungsänderungen - gegenüber der Bewilligung anderer "Bauten und 
Anlagen" besteht daher kein Raum. Dem entsprechend trifft auch § 7 Abs. 1 MLV-
Rothenthurm keine Unterscheidungen hinsichtlich Nutzungsänderungen von be-
stehenden Bauten und Anlagen und dem Errichten, Ändern und Erneuern von Bau-
ten und Anlagen sowie der Vornahme von Bodenveränderungen. 

Auch der Wortlaut von Art. 5 Abs. 2 lit. d MLV, welcher vom Ausbau und Neuer-
richtung von Bauten und Anlagen spricht, lässt nicht den Schluss zu (und legt ihn 
auch nicht nahe), dass bei Nutzungsänderungen resp. -erweiterungen ohne bauli-
che Vorkehrungen bestehender Bauten oder Anlagen in der Moorlandschaft - un-
besehen ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Planung - die darin aufgeführten Kri-
terien "nationale Bedeutung" und "unmittelbar standortgebunden" unbeachtlich 
seien. Da bereits der Begriff "Bauten und Anlagen" selber "Nutzungsänderungen, 
d.h. Eingriffe ohne bauliche Vorkehrungen, aber mit erheblichen Auswirkungen auf 
Umwelt und Planung" mitumfasst (vgl. Erw. 4.4.2 hiervor), werden solche Eingriffe 
nicht dadurch wieder ausgeklammert, dass Art. 5 Abs. 2 lit. d MLV den Ausbau und 
die Neuerrichtung von "Bauten und Anlagen" regelt. Sodann besteht auch kein An-
lass die Ausdrücke "Ausbau" und "(Neu)Errichtung" auf eine körperliche Verände-
rung des Raums zu beschränken, zumal auch auf die Dauer ausgerichtete Nutzun-
gen von einer gewissen Intensität als "künstlich geschaffene Einrichtungen" gelten 
und dem Ausdruck "Ausbau" die Bedeutung der Erweiterung und Ausdehnung in-
härent ist, welche nicht per se baulichen Vorkehrungen bedingen (vgl. Erw 4.2.2 
hiervor). 

Entscheidend ist indessen auch hier, dass für Veränderungen von Bauten und An-
lagen (worunter auch deren Ausbau fällt; vgl. § 75 Abs. 2 des Planungs- und Bau-
gesetzes [PBG, SRSZ 400.100] vom 14.5.1987), nicht die für ein solches Vorhaben 
erforderlichen baulichen Vorkehrungen ausschlaggebend sind, sondern dessen 
Auswirkungen auf Umwelt und Planung (vgl. Erw. 4.2.2 hiervor). Eine (zu) enge 
Fokussierung auf eine körperliche Veränderung des Raums und die damit einher-
gehende formale Unterscheidung zwischen bewilligungspflichtigen Eingriffen mit 

22

oder ohne bauliche Vorkehrungen lässt dieses zentrale Kriterium der Auswirkun-
gen auf Umwelt und Planung ausser Acht und schafft darüber hinaus eine neue 
"privilegierte Kategorie" von Bauten und Anlagen (ohne bauliche Vorkehrungen), 
was der bundesgerichtlichen Rechtsprechung widerspricht, wonach für weitere als 
die in Art. 23d Abs. 2 NHG umschriebenen Nutzungen nur ein sehr enger Raum 
verbleibt (vgl. im Detail Erw. 2.4.2 f. hiervor).

4.3 Aus den genannten Gründen fällt die geplante Nutzungsänderung/-erweite-
rung des bestehenden Hundeausbildungsplatzes auf KTN 001.________ zu einem 
Modellflugplatz unter den Ausbau einer bestehenden Anlage im Sinne des Art. 5 
Abs. 2 lit. d MLV. Folglich kann die Bewilligung für den geplanten Modellflugplatz 
auf KTN 001.________, innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm nicht schon 
dann in Betracht gezogen werden, wenn mit einem ornithologischen Fachgutach-
ten nachgewiesen ist, dass er keine beeinträchtigenden Auswirkungen auf die 
Avifauna habe - und damit den Schutzzielen nicht widerspricht. Vielmehr kann das 
geplante Vorhaben, welches nicht im Sinne von Art. 78 Abs. 5 Satz 3 BV direkt 
oder indirekt dem Schutz der Moorlandschaft dient und nicht unter Art. 23d Abs. 2 
lit. d NHG fällt, (höchstens dann) gestützt auf Art. 23d Abs. 1 NHG i.V.m. Art. 5 
Abs. 2 lit. d MLV bewilligt werden, wenn es nationale Bedeutung hat und unmittel-
bar standortgebunden ist (vgl. im Detail Erw. 2.4.2 f. und Erw. 4.2.2 f. hiervor). 

4.3.1 Als Vorhaben von nationaler Bedeutung können auf der Grundlage von 
Rechtsprechung, Lehre und Sachgesetzgebung die Gewährleistung elementarer 
Infrastrukturnetze (namentlich in den Bereichen Bahn, Strasse Telekommunika-
tion, Energieübertragung), Gewährleistung elementarer Versorgungs- und Entsor-
gungsanlagen (namentlich in den Bereichen Rohstoff- und Energiegewinnung, 
Wasserversorgung oder Abfallentsorgung) und die Gewährleistung elementarer 
Sicherheit (namentlich in den Bereichen Landesverteidigung und Schutz vor Ele-
mentargefahren) erkannt werden. Wenn ein Eingriffsinteresse grundsätzlich von 
nationaler Bedeutung sein kann, stellt sich die Frage, ob ein Projekt im konkreten 
Einzelfall von nationaler Bedeutung ist (vgl. Jörg Leimbacher, in: Kommentar NHG, 
2. Aufl., a.a.O., N 20 zu Art. 6 mit weiteren Hinweisen). Nicht von nationaler Be-
deutung sind Interessen an blossen Freizeitaktivitäten wie Bootsfahrt und Fischerei 
(vgl. Wagner Pfeifer, a.a.O. Rz. 1100).

Wie vorerwähnt, hat bereits das ANJF im Fachbericht vom 22. November 2016 (im 
Gesamtentscheid vom 15.12.2017 Ziff. II. 3) die nationale Bedeutung des geplan-
ten Modellflugplatzes auf KTN 001.________ verneint, was vom Regierungsrat zu 
Recht nicht in Zweifel gezogen worden ist. 

23

4.3.2  Die Lehre geht davon aus, dass mit der unmittelbaren Standortgebunden-
heit, wie sie von Art. 5 Abs. 2 lit. d MLV verlangt wird, eine absolute Standortge-
bundenheit gemeint ist (vgl. Keller in: Kommentar NHG, 2. Aufl., a.a.O., N 11 zu 
Art. 23d i.V.m. Karl Ludwig, Fahrländer, in: ebenda, N 51 zu Art. 18a). Die Voraus-
setzungen sind somit strenger als in Art. 24 lit. a RPG, wo es genügt, wenn ein 
Vorhaben aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist (relative 
Standortgebundenheit; vgl. Erw. 3.1 hiervor, Urteil des Bundesgericht 
1C_477/2014 vom 22.12.2015 Erw. 3.2). Unmittelbare Standortgebundenheit setzt 
voraus, dass das Vorhaben an keinem anderen Standort ausgeführt werden kann. 
Als Beispiel für Projekte mit absoluter Standortgebundenheit können Hochwasser-
schutzmassnahmen genannt werden, die ihre Wirkung nur an bestimmten Orten 
entfalten können. Bei Verkehrsanlagen wird verlangt, dass keine Alternative zur 
vorgesehenen Streckenführung zur Verfügung steht (vgl. Keller, Nutzungskonflikte 
in Auengebieten, in: URP 1998 119 ff., S. 123; Fahrländer, in: Kommentar NHG, 
2. Aufl., a.a.O., N 51 zu Art. 18a; Wagner Pfeifer, a.a.O. Rz. 1100).

Der Regierungsrat hat weder im RRB 756/2016 vom 6. September 2016 noch im 
vorliegend angefochtenen RRB 656/2018 vom 11. September 2018 bei der Inter-
essenabwägung nach Art. 24 lit. b RPG geprüft, ob die Entscheidungsspielräume 
für das fragliche Vorhaben durch das positive Verfassungsrecht (Art. 78 Abs. 5 BV), 
durch dessen Konkretisierung in der Spezialgesetzgebung (insb. Art. 23d NHG) 
und durch das darauf gestützte Verordnungsrecht (Art. 5 MLV) eingegrenzt werden 
(vgl. Erw. 2.4.1 hiervor; ZBl 2000 S. 414 ff. insb. S. 419 f.). Entsprechend hat er 
sich auch nicht dazu geäussert, ob der geplante Modellflugplatz auf KTN 
001.________ unmittelbar standortgebunden sei, sondern er hat sich auf die (für 
sich zutreffenden) Feststellung beschränkt, dass der Modellflugbetrieb relativ 
standortgebunden sei (vgl. Erw. 3.1 hiervor). Aus der relativen Standortgebunden-
heit des Modellflugplatzes ausserhalb der Bauzone resultiert indessen noch keine 
unmittelbare Standortgebundenheit innerhalb der Moorlandschaft im Sinne von 
Art. 5 Abs. 2 MLV.

Im Rückweisungsentscheid RRB 756/2016 vom 6. September 2016 hat der Regie-
rungsrat dem Volkswirtschaftsdepartement resp. dem ARE aufgetragen, sich 
nochmals mit der Frage zu befassen, ob für den Modellflugplatz eventuell geeig-
netere Alternativstandorte stehen würden, bzw. ob die Beschwerdeführerin (die 
Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren) sich hinreichend um einen Alter-
nativstandort bemüht habe; deren angeführten Suchbemühungen seien nicht do-
kumentiert. Nach der gegenwärtigen Aktenlage könne nicht beurteilt werden, ob 
für sie geeignete Alternativstandorte vorhanden seien und verfügbar gemacht wer-
den könnten (Erw. 6.6). Aus diesen Ausführungen ergibt sich ohne Weiteres, dass 

24

der Regierungsrat selber nicht davon ausgegangen ist, der geplante Modellflug-
platz könnte an keinem anderen Standort ausgeführt werden, als auf KTN 
001.________ innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm. Dieselbe Ansicht hat 
das ARE bereits im Gesamtentscheid vom 7. Oktober 2015 (Ziff. II.1 S. 4) vertreten, 
worin es mit Hinweis auf das Richtplangeschäft L-2.1 Moorlandschaft Rothenthurm 
(Richtplan 2004) noch daran festgehalten hat, dass für den rückgebauten Modell-
flugplatz (Gebiet M.________, Hochmoor Nr. 303 Altmatt-Biberbrugg) ein Ersatz-
standort ausserhalb der Moorlandschaft zu suchen sei. 

Für eine unmittelbare Standortgebundenheit des geplanten Modellflugplatzes auf 
KTN 001.________ in der Moorlandschaft Rothenthurm sind denn auch keine An-
haltpunkte erkennbar. So ist insbesondere nicht nachvollziehbar, weswegen der 
Modellflugplatz seine Wirkung - analog zu Hochwasserschutzmassnahmen - nur 
an diesem bestimmten Ort innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm entfalten 
könnte. 

4.4 Zusammenfassend dient der geplanten Modellflugplatz auf KTN 
001.________ weder direkt oder indirekt dem Schutz der Moorlandschaft. Es 
kommt ihm weder nationale Bedeutung zu, noch ist er unmittelbar standortgebun-
den, weswegen er in der Moorlandschaft Rothenthurm selbst dann nicht bewilli-
gungsfähig wäre, wenn mit einem ornithologischen Fachgutachten die Schutzziel-
verträglichkeit in dem Sinne nachgewiesen werden könnte, dass er keine beein-
trächtigenden Auswirkungen auf die Avifauna habe. Daran ändert auch nichts, 
wenn vom geplanten Modellflugplatz keine schützenswerte Vegetation betroffen 
ist.

Bei diesem Ergebnis kann der Beschwerdegegnerin auch eine (weitere) befristete 
Bau- und Betriebsbewilligung für einen Modellflugplatz auf KTN 001.________ - 
zur Klärung mittels eines ornithologisches Gutachten, ob der Standort einer noch 
vorzunehmenden Standortevaluation überhaupt in Betracht falle (vgl. Erw. 3.2 hier-
vor; Gesamtentscheid vom 15.12.2017 Ziff. II. 1) - nicht erteilt werden. Die ange-
strebte Klärung der Beeinträchtigung der Avifauna durch den Modellflugbetrieb 
vermag so oder anders nichts daran zu ändern, dass die angestrebte Nutzungser-
weiterung auf KTN 001.________ (mangels nationaler Bedeutung und fehlender 
unmittelbarer Standortgebundenheit des Vorhabens) nicht bewilligungsfähig ist. 
Mit anderen Worten fällt ein Standort innerhalb der Moorlandschaft für den geplan-
ten Modellflugplatz ausser Betracht, weswegen es auch keines Testbetriebes zu 
dessen Standortevaluierung bedarf. Aus denselben Gründen hat im Übrigen auch 
das Umweltdepartement des Kantons Schwyz der Beschwerdegegnerin bereits 
mit Schreiben vom 5. Juni 2013 mitgeteilt, dass eine dauernde Bewilligung des 

25

Modellflugbetriebs auf KTN 001.________ nicht in Aussicht gestellt werden könne 
(vgl. Beilage in Vi-act. III.-05). 

4.5 Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin wurde mit dem unangefoch-
ten gebliebenen Rückweisungsentscheid RRB 756/2016 vom 6. September 2016 
weder rechtskräftig über die grundsätzliche Bewilligungsfähigkeit des Betriebes ei-
nes Modellflugplatzes in der Moorlandschaft als solche, noch über eine befristete 
Betriebsbewilligung entschieden. Vielmehr wurde das ANJF (ergebnisoffen) mit 
der Prüfung der Frage beauftragt, ob ein (zweijähriger) Flugbetrieb für die Ausar-
beitung eines ornithologischen Gutachtens tatsächlich nötig sei, womit das Resul-
tat dieser Prüfung nicht bereits vorweggenommen wurde. Die formelle Rechtskraft 
des RRB 756/2016 vom 6. September 2016 steht der Überprüfung der mit Gesam-
tentscheid des ARE vom 15. Dezember 2017 und mit Beschluss der Baubehörde 
Rothenthurm vom 22. Februar 2018 erteilten und mit RRB 756/2016 vom 6. Sep-
tember 2016 geschützten Bau- und Betriebsbewilligung für einen befristeten Mo-
dellflugbetrieb auf KTN 001.________ mithin nicht im Weg. Soweit der Regie-
rungsrat im vorliegend angefochtenen RRB Nr. 656/2018 vom 11. September 2018 
zur Auffassung gelangt ist, für die Einholung eines ornithologischen Gutachtens 
bedürfe es einer befristeten Flug- bzw. Betriebsbewilligung (Erw. 3.4), ändert dies 
nichts daran, dass die mit RRB 756/2016 vom 6. September 2016 angeordnete 
Ausarbeitung eines ornithologischen Gutachtens zur Prüfung der Auswirkungen 
auf die Avifauna keine Bewilligung eines befristeten Flugbetriebs mitumfasst hat.

4.6 Anzufügen ist, dass nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung für 
die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG eine ernsthafte Eva-
luierung von Alternativstandorten vorausgesetzt ist (BGE 136 II 214 E. 2.2 mit Hin-
weisen), was auch für befristete Ausnahmebewilligungen gemäss Art. 24 RPG gilt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_107/2010 vom 17.6.2010). Unabdingbar ist 
eine sorgfältige Standortevaluation - unter Dokumentation der beigezogenen Kri-
terien - wenn der Standort in einem landschaftlich empfindlichen Gebiet liegt (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1A.122/2004 vom 30.5.2005 Erw. 3.1).

Vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung erscheint es auch nicht unproblema-
tisch, ohne dokumentierte (Alternativ)Standortevaluation eine befristete (verlän-
gerbare) Betriebsbewilligung für den Modellflugbetrieb in der empfindlichen (vgl. 
dazu 'Empfehlungen BUWAL/BAZL 2005', S. 54; Erw. 5.1 hiernach) Moorland-
schaft Rothenthurm zu erteilen und erst für die Einreichung eines Gesuchs um 
eine definitive Betriebsbewilligung einen Bericht zur Standortevaluation zu verlan-
gen (vgl. angefochtener RRB 656/2018 vom 11.9.2018 Erw. 6). 

26

5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens (zusammengefasst in Erw. 4.4 hiervor) 
kann letztlich offenbleiben, ob mit einem ornithologischen Gutachten überhaupt 
der Nachweis zu erbringen wäre, ob der geplante Modellflugbetrieb keine Beein-
trächtigung der Avifauna in der Umgebung habe, oder ob der geplante Modellflug-
platz innerhalb der Moorlandschaft Rothenthurm - dessen horizontale Pufferfläche 
von 500 m um den Flugraum zudem Bereiche von Flach- Hoch- und Übergangs-
mooren von nationaler Bedeutung resp. sekundären Hochmoorflächen/ eines 
Hochmoorumfeldes tangiert (vgl. im Detail Erw. 2.1 hiervor) - bereits aufgrund der 
in den 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' und in den darin verwiesenen 
'Empfehlungen BUWAL/BAZL 2005' dokumentierten Erkenntnissen, zum Vornher-
ein nicht mit den Schutzzielen der Moorlandschaft Rothenthurm verträglich sein 
kann. Diesbezüglich ist insbesondere auf Art. 4 Abs. 1 lit. c MLV hinzuweisen, wel-
cher eine besondere Rücksichtnahme auf die darin angeführten Pflanzen- und 
Tierarten postuliert (vgl. Erw. 2.5.1 hiervor), sowie auch auf § 14 Abs. 1 MLV-Ro-
thenthurm, wonach die Landschaftsschutzzone B (Standort des geplanten Modell-
flugplatzes auf KTN 001.________) neben der Erhaltung des Landschaftsbildes 
die Vermeidung störender Einwirkungen auf die Naturschutzzone A bezweckt (vgl. 
Erw. 2.5.1 hiervor). 

Auch wenn den 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' kein Gesetzescha-
rakter zukommt, konkretisieren diese durch eine breite Herausgeberschaft - neben 
der JFK und der KBNL (mit den Leiter/Innen des ANJF, der Abteilung Jagd und 
der Abteilung Fischerei des Kantons Schwyz als deren Mitglieder) u.a. auch der 
SMV (vgl. Erw. 2.1 hiervor) - abgestützten Empfehlungen doch in objektiver Weise, 
wie störende Einwirkungen (durch u.a. Modellflugplätze) vermieden werden kön-
nen resp. welche Abstände (Puffer) Modellflugplätze u.a. zu Moorschutzgebieten 
(i.S. von Art. 23a NHG) einhalten sollten, um der in Art. 4 Abs. 1 lit. c MLV gefor-
derten, besonderen Rücksichtnahme auf die Pflanzen- und Tierarten hinreichend 
Rechnung zu tragen (vgl. auch die Schutzziele der Erhaltung und Förderung der 
standortheimischen Pflanzen- und Tierwelt und ihrer ökologischen Grundlagen in 
Art. 4 HMV und Art. 4 der Verordnung über den Schutz der Flachmoore von natio-
naler Bedeutung [Flachmoorverordnung, FMV; SR 451.33] vom 7.9.1994). In Be-
zug auf den hier vornehmlich interessierenden Natur- und Vogelschutz beruhen 
diese Empfehlungen auf Studien und Untersuchungen zur Störwirkung verschie-
dener Flugkörper (u.a. auch motorisierter Modellflugzeuge im Kurzdistanzbereich, 
vgl. 'Empfehlungen BUWAL/BAZL 2005', S. 18) und definieren die Auswirkungen 
von Modellflugplätzen resp. deren Betrieb auf Umwelt und Planung dahingehend, 
dass empfindliche Schutzgebiete durch Modellflugzeuge nicht beflogen werden 
sollten und eine 500 m breite (horizontale) Pufferzone ab Reservatsgrenze nötig 
ist (vgl. 'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014', S. 4 und S. 6; 'Empfehlungen 

27

BUWAL/BAZL 2005', insb. S. 18, 47 f. und S. 58; vgl. auch Hochschule für Technik 
Rapperswil, Raumplanerische Anforderungen an Modellflugplätze vom Februar 
2014, S. 33 [Vi-act. III.-05 Beilage B-04]), wobei Moorlandschaften als störungs-
empfindlich gegenüber dem Flugbetrieb eingestuft werden und bei Flach-, Hoch- 
und Übergangsmooren der Einbezug genügender Pufferzonen als "besonders 
wichtig" beurteilt wird ('Empfehlungen BUWAL/BAZL 2005', S. 54). 

5.2 Das ARE hat der Beschwerdegegnerin am 1. März 2017 unter dem Titel 
"Standortevaluation Modellflugplatz" u.a. die 'Empfehlungen zur Standortevalua-
tion 2014' abgegeben (vgl. Vi-act. III.-05 Bel. 10). Die von der Beschwerdegegnerin 
dem ARE am 28. August 2017 eingereichte 'Bestandsaufnahme Brutvögel 2017' 
der J.________AG (Vi-act. III.-05 Bel. 6) statuiert - unter Bezugnahme auf die 
'Empfehlungen zur Standortevaluation 2014' - eine Pufferzone im Umkreis von 500 
m um den geplanten Flugraum als massgeblichen Untersuchungsperimeter. Der 
Regierungsrat hat im angefochtenen RRB 656/2018 vom 11. September 2018 
(Erw. 4.2) die Pufferzone von 500 m nicht in Frage gestellt.

Den Akten lässt sich kein plausibles Argument entnehmen, weswegen von den 
einschlägigen Empfehlungen abgewichen werden kann und der geplante Flug-
raum die darin postulierte 500 m breiten Pufferzone der Flach-, Hoch- und Überg-
angsmooren - teilweise erheblich - unterschreiten darf. Soweit der Regierungsrat 
im Rückweisungsentscheid RRB 756/2016 vom 6. September 2016 (Erw. 6.1 und 
Erw. 6.3) ausgeführt hat, das dem geplanten Modellflugplatz am nächsten gele-
gene Flachmoor sei 260 m entfernt und vom Flugraum seien keine Hoch- oder 
Übergangsmoore betroffen, lässt sich hieraus keine Begründung für einen Verzicht 
auf die empfohlene Pufferzone entnehmen. 

Die(selbe) von der Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vom 29. Novem-
ber 2018 geäusserte Ansicht, wonach ein Flugbetrieb in der Landschaftsschutz-
zone B keine störenden Einwirkungen auf die Naturschutzzone A (Moore i.S. von 
Art. 23a NHG) habe, da diese nicht überflogen würden (vgl. Ziff. C.2 S. 7), beruht 
offenbar auf der unzutreffenden Annahme, dass Moorlandschaften als solche nicht 
störungsempfindlich seien und kein Einbezug genügender Pufferzonen eines Mo-
dellflugbetriebs zu Flach-, Hoch- und Übergangsmooren erforderlich sei. Der Auf-
fassung der Beschwerdegegnerin, dass es sich bei den 'Empfehlungen zur Stand-
ortevaluation 2014' (und damit auch bei den darin verwiesenen 'Empfehlungen BU-
WAL/ BAZL 2005') um blosse Empfehlungen handle, welchen keine Relevanz zu-
komme, kann nicht gefolgt werden (vgl. vorstehend Erw. 5.1 zweiter Absatz und 
Erw. 5.2 erster Absatz). Empfehlungen wie auch Vollzugsrichtlinien des BUWAL 
werden denn auch vom Bundesgericht regelmässig beachtet (vgl. z.B. Urteile 
BGer 1C_178/2014 vom 2.5.2016 i.S. A. AG vs. Gemeinde Schwyz Erw. 3.1.2 

28

[betr. Empfehlungen zur Standortplanung];  1C_105/2009 vom 13.10.2009 i.S. K. 
vs. Gemeinde Lachen Erw. 3.2 f. [betr. Empfehlungen zur Vermeidung von Lich-
timmissionen]). 

6. Nachdem die Beschwerde bereits aus den vorerwähnten Gründen (vgl. insb. 
Erw. 4.4 hiervor) gutzuheissen ist, erübrigt sich eine Auseinandersetzung hinsicht-
lich allfälliger Auswirkungen des Umstands, dass sich das Grundstück KTN 
001.________ in unmittelbarer Nähe zum BLN-Gebiet Nr. 1308 "Moorlandschaft 
Rothenthurm-Altmatt Biberbrugg" sowie kantonalen Biotopen befindet (vgl. Erw. 
2.1 hiervor). Offenbleiben kann auch, ob - im Sinne der Vorgaben des Regierungs-
rates im RRB 756/2016 vom 6. September 2016 (Disp.-Ziff. 1 i.V.m. Erw. 6.5) - 
(vorgängig der Erteilung einer befristeten Betriebsbewilligung) eine Abklärung 
durch das Volkswirtschaftsdepartement resp. die kantonalen Fachstellen (ARE, 
ANJF) erforderlich gewesen wäre, ob eine Begutachtung durch die ENHK im Sinne 
von Art. 7 Abs. 1 oder 2 oder Art. 8 NHG notwendig bzw. angezeigt sei. 

Anzufügen ist sodann, dass gemäss § 7 Abs. 1 MLV-Rothenthurm das Errichten, 
Ändern und Erneuern von Bauten und Anlagen, die Vornahme von Bodenverän-
derungen sowie Nutzungsänderungen von bestehenden Bauten und Anlagen ei-
ner Bewilligung des zuständigen Departements bedürfen (vgl. auch § 24 MLV-Ro-
thenthurm Erw. 2.5.2 hiervor). Im Gesamtentscheid vom 15. Dezember 2017 (Ziff. 
II. 3) wurde die erforderliche Bewilligung des zuständigen Departements erwähnt 
(vgl. Erw. 3.2 hiervor). Gleichwohl findet sich in den Akten, soweit ersichtlich, we-
der ein Hinweis darauf, dass das Umweltdepartement - entsprechend den befris-
teten Bau- und Betriebsbewilligungen für einen Modellflugplatz auf KTN 
001.________ in den Jahren 2012 und 2013 (vgl. Ingress lit. A hiervor) - auch für 
die vorliegend fragliche Nutzungsänderung auf KTN 001.________ eine Bewilli-
gung erteilt hat, noch weswegen in casu eine Bewilligung des zuständigen Depar-
tements entbehrlich war. 

7. Im Ergebnis ist die Beschwerde im Sinne der vorstehenden Erwägungen gut-
zuheissen. Der angefochtene RRB 656/2018 vom 11. September 2018 sowie der 
Gesamtentscheid des ARE vom 15. Dezember 2017 mit der darin erteilten kanto-
nalen Baubewilligung für den befristeten Betrieb des Modellflugplatzes auf KTN 
001.________ und der Beschluss der Baubehörde Rothenthurm vom 22. Februar 
2018 mit der darin erteilten, befristeten Betriebsbewilligung für den Modellflugplatz 
auf KTN 001.________ sind aufzuheben.

8.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) des vorliegenden Verfahrens von insgesamt 

29

Fr. 3'000.-- je zur Hälfte (je Fr. 1'500.--) der Beschwerdegegnerin und dem Kanton 
Schwyz aufzuerlegen. 

Den beanwalteten Beschwerdeführern ist zudem zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin und des Kantons, welche mit ihren Verfahrensanträgen nicht durchdringen, 
eine Parteientschädigung zuzusprechen. Diese ist in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, 
welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rah-
men von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 GebT 
enthaltenen Kriterien, in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt 
Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) bzw. je Fr. 1'500.-- festzulegen.

8.2 Die Kosten und Entschädigungen des regierungsrätlichen Verfahrens RRB 
Nr. 656/2018 vom 11. September 2018 (vgl. Ingress lit. G hiervor) sind neu zu 
regeln. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 1'500.-- gehen dem Verfahrens-
ausgang entsprechend neu je zur Hälfte (je Fr. 750.--) zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin sowie zu Lasten des ARE bzw. des Kantons Schwyz. 

Den auch im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren beanwalteten Beschwer-
deführern ist zudem eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 1'500.-- (inkl. 
Barauslagen und MwSt) zuzusprechen, wovon je die Hälfte (je Fr. 750.--) zu Las-
ten der Beschwerdegegnerin und des Kantons Schwyz geht.

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der RRB 656/2018 vom 11. Septem-
ber 2018 sowie der Gesamtentscheid des ARE vom 15. Dezember 2017 und 
der Beschluss der Baubehörde Rothenthurm vom 22. Februar 2018 werden 
aufgehoben.

2.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens RRB 656/2018 
vom 11. September 2018 von insgesamt Fr. 1'500.-- werden je zur Hälfte (je 
Fr. 750.--) der Beschwerdegegnerin und dem Kantons Schwyz auferlegt.

2.2 Den beanwalteten Beschwerdeführern wird für das regierungsrätliche Be-
schwerdeverfahren RRB 656/2018 vom 11. September 2018 zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin und des Kantons Schwyz eine Parteientschädigung 
von je Fr. 750.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt; insgesamt Fr. 1'500.--) zu-
gesprochen.

3.1 Die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) des verwal-
tungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 3'000.-- werden je zur 
Hälfte (je Fr. 1'500.--) der Beschwerdegegnerin und dem Kanton Schwyz 
auferlegt.

Die Beschwerdegegnerin hat ihr Betreffnis von Fr. 1'500.-- innert 30 Tagen 
seit Zustellung dieses Entscheides auf das Postkonto 60-22238-6 des Ver-
waltungsgerichts zu überweisen. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird 
verzichtet. 

Die Beschwerdeführer haben am 10.10.2018 einen Kostenvorschuss von Fr. 
2'500.-- bezahlt, der ihnen zurückzuerstatten ist.

3.2 Den beanwalteten Beschwerdeführern wird für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren zu Lasten der Beschwerdegegnerin und des Kantons Schwyz eine 
Parteientschädigung von je Fr. 1'500.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt; ins-
gesamt Fr. 3'000.--) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 

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erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (3/R, inkl. Eingabe Beschwerde-

gegnerin vom 12.2.2019)

- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)

- den Beigeladenen (R, inkl. Eingabe Beschwerdegegnerin vom 12.2.2019)

- die Baubehörde Rothenthurm (R, inkl. Eingabe Beschwerdegegnerin vom 
12.2.2019)

- den Regierungsrat (inkl. Eingabe Beschwerdegegnerin vom 12.2.2019) 

- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst

- das kantonale Amt für Raumentwicklung (inkl. Eingabe Beschwerdegegnerin 
vom 12.2.2019)

- das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Bern (A)

- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern (A).

Schwyz, 27. Mai 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Juni 2019