# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d51e365-0a60-50ad-ada0-b349676c48ba
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 21.05.2019 400 19 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-19-53_2019-05-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, 
 
vom 21. Mai 2019 (400 19 53 / 400 19 56)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Zivilgesetzbuch 
 
 
Kinderbelange: Prüfung, ob Kindsvertretung einzusetzen ist / Obhutszuteilung und Un-
terhaltsbeitrag für die Dauer des Verfahrens / unentgeltliche Rechtspflege mit Selbstbe-
halt für das Kind 
 
 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin Karin Arber 
  

 

Parteien  A.____  
vertreten durch C.____, wiederum vertreten durch Advokat Daniel Levy, 
Wasserturmplatz 3, Postfach 349, 4410 Liestal,  
Kläger und Berufungskläger / Berufungsbeklagter 

  gegen 

  B.____  
vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Rohrer, Baslerstrasse 15, Post-
fach 44, 4310 Rheinfelden,  
Beklagter und Berufungskläger / Berufungsbeklagter  

   

Gegenstand  Vorsorgliche Massnahmen / Kindsunterhalt, Obhutszuteilung  
Berufungen von beiden Parteien gegen die vorsorgliche Verfügung vom 
18. Dezember 2018 des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft 
Ost 

 
 

 

 
 
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A. Das Kind A.____ (geb. 28. August 2015) ist der Sohn von C.____ und B.____, welche 
nicht miteinander verheiratet sind. Der Kindsvater anerkannte das Kind und die Kindseltern 
wohnten zusammen in der gemeinsamen Liegenschaft in X.____, welche im Eigentum beider 
Kindseltern steht. Im Mai 2017 kam es zur Trennung der Kindseltern. Der Kindsvater zog aus 
und die Kindsmutter blieb mit dem Kind in der Liegenschaft.  

B. Das Kind, vertreten durch die Kindsmutter und diese wiederum vertreten durch Rechts-
anwalt Daniel Levy, liess nach durchlaufenem Schlichtungsverfahren am 14. August 2018 ge-
gen den Kindsvater eine Klage betreffend Unterhalt, Obhut und Besuchsrecht am Zivilkreisge-
richt Basel-Landschaft Ost einreichen. An der Gerichtsverhandlung vom 18. Dezember 2018 
konnten sich die Kindseltern über keinen dieser Punkte einigen, woraufhin der Zivilkreisge-
richtspräsident gleichentags eine vorsorgliche Verfügung erliess, mit welcher er bei der Kinder- 
und Jugendpsychiatrie Baselland ein Gutachten bezüglich Obhut und Kontaktrecht in Auftrag 
gab (Dispositiv Ziffer 1), das Kind für die Dauer des Verfahrens unter die Obhut der Kindsmutter 
stellte und dem Kindsvater vorläufig ein Besuchsrecht jedes zweite Wochenende von Donners-
tagabend bis Sonntagabend sowie ein Ferienrecht von vier Wochen pro Jahr zusprach (Dispo-
sitiv Ziffer 2). Für die Dauer des Verfahrens legte der Zivilkreisgerichtspräsident den vom Kinds-
vater an das Kind monatlich und im Voraus zu leistenden Unterhaltsbeitrag auf CHF 4‘244.00 
zuzüglich Kinderzulagen fest, wovon CHF 1‘123.00 Barunterhalt und CHF 3‘121.00 Betreu-
ungsunterhalt (Dispositiv Ziffer 3), wobei dieser Unterhaltsbeitrag auf einem jährlichen Einkom-
men des Kindsvaters von CHF 117‘840.00 (netto inklusive Bonus und exklusive Zulagen vor 
Steuern), auf einem Einkommen der Kindsmutter von CHF 0.00 und auf der Kinderzulage von 
CHF 220.00 pro Monat basiert (Dispositiv Ziffer 4). Sodann hielt der Zivilkreisgerichtspräsident 
fest, dass über die definitive Obhutszuteilung, das definitive Besuchs- und Ferienrecht sowie die 
definitive Höhe des Unterhaltsbeitrags nach Eingang des Gutachtens, unter vorgängiger Ge-
währung des rechtlichen Gehörs, entschieden werde. Weiter bewilligte er dem Kläger die un-
entgeltliche Rechtspflege. 

C. Gegen die vorsorgliche Verfügung des Zivilkreisgerichtspräsidenten vom 18. Dezember 
2018 erklärten sowohl der Kläger (Kind) als auch der Beklagte (Kindsvater) am Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, je die Berufung.  

C.a Die Berufung des Kindes vom 8. März 2019 (Berufungsverfahren Nr. 400 19 53) richtet 
sich gegen den Unterhaltsbeitrag und diesbezüglich gegen ein angeblich zu tief eingesetztes 
Einkommen des Kindsvaters, gegen die Nichtberücksichtigung von Amortisationszahlungen im 
Bedarf der Kindsmutter und gegen die Höhe der beim Kindsvater eingesetzten Wohnkosten in 
der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung. Es wird seitens des Kindes ein Gesamtunterhalt 
von CHF 4‘905.00 zuzüglich Kinderzulage beantragt und um Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege ersucht. Der Kindsvater beantragte mit seiner Berufungsantwort vom 1. April 2019 
die Abweisung der Berufung des Kindes unter o/e-Kostenfolge. Mit Verfügung vom 3. April 2019 
schloss der Abteilungspräsident des Kantonsgerichts den Schriftenwechsel im Berufungsver-
fahren des Kindes und ordnete den Entscheid aufgrund der Akten an. 

C.b Die Berufung des Kindsvaters vom 14. März 2019 (Berufungsverfahren Nr. 400 19 56) 
richtet sich gegen die Obhutszuteilung und die Höhe des Unterhaltsbeitrags sowie gegen die 
Nichteinsetzung eines Kindsvertreters durch die Vorinstanz. Der Kindsvater beantragt, das Kind 

 
 
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sei für die Dauer des Verfahrens unter seine Obhut zu stellen, eventualiter sei das Kind unter 
der Obhut der Kindsmutter zu belassen und dem Kindsvater ein umfassendes Kontaktrecht von 
mindestens jede Woche von Mittwochmorgen bis Freitagabend und jede zweite Woche zusätz-
lich von Freitagabend bis Sonntagabend sowie ein Ferienrecht im Umfang der dem Kindsvater 
zustehenden Ferien zu gewähren. Der vom Kindsvater zu leistende Unterhaltsbeitrag sei für die 
Dauer des Verfahrens bis 31. Juli 2019 auf CHF 3‘173.00 zuzüglich Kinderzulagen und ab 
1. August 2019 auf CHF 630.00 zuzüglich der Hälfte der Familienzulage festzusetzen, basie-
rend auf einem monatlichen Einkommen des Kindsvaters von CHF 8‘842.66 netto exklusive 
Bonus, exklusive Steuern und auf einem Einkommen der Kindsmutter von CHF 0.00 bis 31. Juli 
2019 und anschliessend von CHF 3‘500.00 netto sowie der Kinderzulage von CHF 220.00. Be-
treffend Unterhalt moniert der Kindsvater die von der Vorinstanz der Unterhaltsberechnung zu-
grunde gelegten Einkommen beider Kindseltern, diverse Positionen in den Bedarfsberechnun-
gen sowie die Überschussverteilung. Mit Berufungsantwort vom 9. April 2018 (recte: 2019) wird 
seitens des Kindes die Abweisung der Berufung des Kindsvaters unter o/e-Kostenfolge bean-
tragt sowie um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Mit Verfügung vom 
10. April 2019 schloss der Abteilungspräsident des Kantonsgerichts den Schriftenwechsel im 
Berufungsverfahren des Kindesvaters und er ordnete den Entscheid aufgrund der Akten (zu-
sammen mit dem Berufungsverfahren Nr. 400 19 53) an. 

Auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung und auf die Ausführungen der Rechtsschriften in 
beiden Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 und Nr. 400 19 56 wird in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.  

 

Erwägungen 

Formelles 

1. Sowohl die Berufung des Kindes vom 8. März 2019 als auch die Berufung des Kindsva-
ters vom 14. März 2019 richten sich gegen die vorsorgliche Verfügung vom 18. Dezember 2018 
des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft Ost. Beide Berufungen beziehen sich auf 
den Unterhaltsbeitrag, so dass für die Beurteilung des Unterhaltsbeitrags die Ausführungen in 
den Rechtsschriften beider Berufungen zu berücksichtigen sind. Sodann beeinflusst die Ob-
hutszuteilung, welche vom Kindsvater angefochten wird, auch den Unterhaltsbeitrag, weshalb 
die beiden Berufungen nicht getrennt voneinander behandelt werden können. Es ist daher an-
gebracht, die beiden Berufungen zu vereinigen und einen einheitlichen Entscheid für beide Be-
rufungsverfahren zu fällen. In den nachfolgenden Erwägungen wird folglich auf die Ausführun-
gen der Parteien in den Rechtsschriften beider Berufungsverfahren eingegangen. 

2. Der Entscheid über vorsorgliche Massnahmen ist gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO mit 
Berufung anfechtbar, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung nur zuläs-
sig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Bei wiederkehrenden Leistungen wie Unterhalts-
beiträgen gilt der Kapitalwert als Streitwert. Die Frage der Obhut stellt keine vermögensrechtli-
che Streitigkeit dar und unterliegt daher keiner Streitwertgrenze. Überdies ist hinsichtlich der 
Unterhaltsbeiträge der erforderliche Streitwert gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO in beiden Beru-

 
 
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fungsverfahren je erreicht, so dass die formellen Anforderungen gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZPO in beiden Berufungsverfahren erfüllt sind.  

3. Das Berufungsverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen ist ein summarisches Ver-
fahren (Art. 248 lit. d ZPO), weshalb die Berufung gemäss Art. 311 Abs. 1 i.V. mit Art. 314 
Abs. 1 ZPO innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise 
seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzu-
reichen ist. Die angefochtene vorsorgliche Verfügung vom 18. Dezember 2018 wurde dem 
Rechtsvertreter des Kindes gemäss Sendungsnachweis der Post am 26. Februar 2019 zuge-
stellt. Die Rechtsmittelfrist lief für das Kind somit bis zum 8. März 2019 und ist für die gleichen-
tags auf der Post aufgegebene Berufung des Kindes eingehalten. Der Rechtsvertreterin des 
Kindsvaters wurde die angefochtene Verfügung gemäss Sendungsnachweis der Post am 
4. März 2019 zugestellt, so dass die Rechtsmittelfrist für den Kindsvater bis zum 14. März 2019 
lief und durch die gleichentags auf der Post aufgegebene Berufung des Kindsvaters ebenfalls 
eingehalten ist. Da beide Berufungen auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllen, ist 
auf beide Berufungen einzutreten. 

4. Zuständig für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide der Präsidien der Zivil-
kreisgerichte Basel-Landschaft, welche im summarischen Verfahren ergangen sind, ist gemäss 
§ 5 Abs. 1 lit. a EG ZPO das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts. 

5. Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass mit der angefochtenen vorsorglichen Ver-
fügung die Obhut und der Unterhaltsbeitrag lediglich für die Dauer des Verfahrens vorläufig 
festgelegt wurden und der Endentscheid über diese Fragen von der Vorinstanz erst nach Ein-
gang des in Auftrag gegebenen Gutachtens betreffend Obhut gefällt wird. Vorsorgliche Mass-
nahmen ergehen im summarischen Verfahren, in welchem das Beweismass herabgesetzt ist 
und als Beweismass das Glaubhaftmachen genügt. Die vorsorglichen Massnahmen bezwecken 
im vorliegenden Fall, für die Dauer des Verfahrens eine vorläufige Friedensordnung zu schaffen 
sowie vorläufigen Rechtsschutz zu gewähren. Erst im Endurteil wird definitiv entschieden.  

 

Kindsvertretung 

6. Der Kindsvater führte im vorinstanzlichen Verfahren aus, die Kindsmutter könne die Inte-
ressen des Kindes bezüglich Regelung der Obhut, Gestaltung des Besuchsrechts und der fi-
nanziellen Interesse nicht wahrnehmen und das Kind daher diesbezüglich nicht vertreten. Die 
Wahrnehmung der Kindsinteressen durch die Kindsmutter sei als Prozessvoraussetzung von 
Amtes wegen zu prüfen. Die Vorinstanz verneinte einen Interessenkonflikt der Kindsmutter und 
sah keine Anhaltspunkte für eine Einschränkung der elterlichen Vertretungsbefugnis der 
Kindsmutter im Sinne von Art. 306 Abs. 3 ZGB, zumal das Gericht den Sachverhalt gestützt auf 
Art. 296 Abs. 1 ZPO von Amtes wegen abzuklären habe und beim Entscheid nicht an die Par-
teianträge gebunden sei (Art. 296 Abs. 3 ZPO). Die Vorinstanz schloss, die rechtlichen Interes-
sen des Kindes könnten unabhängig von der gemeinsamen elterlichen Sorge im vorliegenden 
Fall von der Kindsmutter alleine wahrgenommen werden, so dass einem Eintreten auf die Klage 
nichts entgegenstehe.  

 
 
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7. Der Kindsvater führt in seiner Berufung vom 14. März 2019 aus, nach Art. 306 Abs. 3 
ZGB entfalle bei Interessenkollisionen von Gesetzes wegen die Befugnisse der Eltern in der 
entsprechenden Angelegenheit. Entsprechend BGE 118 II 101 E. 4 reiche eine abstrakte Ge-
fährdung der Interessen der handlungsunfähigen Person. Aus finanziellen Gründen sei der 
Wechsel zur alternierenden Obhut nicht im Interesse des Inhabers der alleinigen Obhut, da bei 
der alternierenden Obhut der Barbedarf des Kindes auf beide Elternteile verteilt werde und vom 
bisherigen Inhaber der alleinigen Obhut der Auf- bzw. Ausbau der Erwerbstätigkeit verlangt 
werden könne. Die Gefahr sei offensichtlich, dass eine alleinige Inhaberin der Obhut im Verfah-
ren bezüglich Kindesunterhalt und Obhut in erster Linie ihre eigenen finanziellen Interessen 
verfolge. Die Interessenkollision könne auch nicht durch die Offizialmaxime ausgeglichen wer-
den, da die Inhaberin der alleinigen Obhut häufig auch faktische Druckmittel anwende, so das 
Unterbinden des Kontakts zwischen dem Kind und dem anderen Elternteil, wie dies auch vor-
liegend geschehe. Die Kindsmutter stelle sich gegen ausgedehnte Kontakte und gegen eine 
Familienmediation und es sei offensichtlich, dass sie primär ihre eigenen finanziellen Interessen 
verfolge. Unabhängig davon bestehe jedoch auch die abstrakte Gefahr der Interessenkollision 
durch die Vertretung durch die Inhaberin der alleinigen Obhut. Daher sei im vorliegenden Ver-
fahren eine Vertretung des Kindes durch die Kindsmutter nicht zulässig und es sei eine Vertre-
tung des Kindes von Gesetzes wegen anzuordnen.  

8. In der Berufungsantwort des Kindes wird auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 
und ausgeführt, der Kindsvater wolle das Kind so häufig bei sich haben, dass er es zumindest 
teilweise in eine Tagesstätte geben bzw. Homeoffice machen müsste, womit eine persönliche 
Betreuung während dieser Zeit gar nicht im gebotenen Masse möglich wäre. Die vom Kindsva-
ter beantragte Obhutsregelung würde jedoch zu tieferen Unterhaltsbeiträgen führen, was im 
finanziellen Interesse des Kindsvaters sei.  

9. Das Gericht ordnet wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beistän-
din oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Art. 299 
Abs. 1 ZPO). Es hat entsprechend Art. 299 Abs. 2 ZPO die Anordnung der Vertretung insbe-
sondere dann zu prüfen, wenn wie vorliegend die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüg-
lich Zuteilung der elterlichen Sorge, Zuteilung der Obhut, wichtige Fragen des persönlichen 
Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags, oder wenn wie hier eben-
falls gegeben ein Elternteil eine Vertretung beantragt. Eine Kindsvertretung ist entsprechend 
dem Gesetzeswortlaut in diesen Fällen zu prüfen, jedoch nicht zwingend anzuordnen. Betref-
fend die Frage, ob eine Kindsvertretung im vorliegenden Verfahren einzusetzen ist, ist vorab auf 
die Funktion und die Aufgaben einer Kindsvertretung einzugehen. Das Bundesgericht ging da-
rauf in BGE 142 III 153 einlässlich ein und erwog, für Kinderbelange gelte zwar die strenge Un-
tersuchungsmaxime und die Offizialmaxime, die einschlägigen Lebensverhältnisse seien jedoch 
nur zuverlässig festzustellen, wenn die Beteiligten daran mitwirken. Sei dies jedoch in bestim-
men Verfahrenssituationen von den Eltern nicht mehr ohne Einschränkung zu erwarten, so 
müsse eine Drittperson die Verhältnisse abklären und zuhanden des Gerichts beschreiben 
(BGE 142 III 153 E. 5.1.1). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersu-
chungsmaxime und der Offizialmaxime sei die Kindsvertretung nur notwendig, wenn sie dem 
Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könne bei der Frage, ob 
im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorge-

 
 
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recht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordere oder einer solchen entgegenstehe. Bestehe 
beispielsweise bereits eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefere der Beistand dem 
Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation 
(örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.) be-
dürfe es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen 
Beitrags der Kindsvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.2). Die Funktion der Kindsvertretung liege 
darin, das objektive Kindswohl zu ermitteln und zu dessen Verwirklichung beizutragen. Die 
Kindsvertretung habe die Aufgabe, den Sachverhalt abzuklären, wenn das Gericht nicht über 
die fachlichen oder zeitlichen Ressourcen verfüge, um diesen Sachverhalt selber zu ermitteln, 
den einschlägigen Prozessstoff zu sammeln, zu sichten und aus Sicht des Kindsinteresses ein-
zuordnen. Sie müsse sich ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der 
konkreten Situation machen und dieses dem Gericht zur Kenntnis bringen inkl. Dokumentation 
des subjektiven Kindeswillens (BGE 142 III 153 E. 5.2.2 bis 5.2.3.1). Des Weiteren begleite der 
Verfahrensbeistand das Kind durch den Prozess, stelle die Kommunikation für das Kind sicher 
und erkläre ihm das Verfahren und seine Auswirkungen. Er wache auch darüber, dass Anord-
nungen zum Schutz des Kindes umgesetzt würden, stelle Anträge zu Obhut, Sorge und persön-
lichem Verkehr und er könne Rechtsmittel einlegen (BGE 142 III 153 E. 5.2.3.2 f.). Es handle 
sich bei der Kindsvertretung funktionell nicht um eine anwaltliche Tätigkeit, weshalb der anwalt-
liche Verfahrensbeistand den Ausnahmefall bilde. Der Beizug eines Anwalts sei in der Regel 
nicht gerechtfertigt, wenn ein sehr grosser Anteil der Tätigkeit auf Abklärungen vor Ort (Befra-
gungen von Bezugspersonen) entfalle. Hierfür seien Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder ge-
rade bei kleinen Kindern Kinderpsychologen besser geeignet (BGE 142 III 153 E. 5.3.4 f.).  

10. Im vorliegenden Fall ist das 3-jährige Kind selber Partei. Es ist aufgrund des Alters noch 
urteilsunfähig und wird im Prozess durch seine Kindsmutter und diese wiederum durch Rechts-
anwalt Daniel Levy vertreten. Die Zuteilung der Obhut tangiert die finanzielle Situation beider 
Kindseltern. Der Kindsvater will das Kind vermehrt betreuen und führt aus, die Kindsmutter 
könnte dann einem Teilzeiterwerb nachgehen und es sei ihr ein hypothetisches Einkommen 
anzurechnen, was schliesslich zu einem tieferen Unterhaltsbeitrag insbesondere einem tieferen 
Betreuungsunterhalt führen dürfte. Von Seiten des Kindes wird dagegen die alleinige Obhut bei 
der Kindsmutter beantragt, was bedeutet, dass der Kindsvater höhere Kinderunterhaltsbeiträge 
als bei einer anderen Obhutszuteilung zu leisten hat. Die Gefahr einer Kollision zwischen den 
Interessen des Kindes und den Interessen der Kindsmutter ist nicht von der Hand zu weisen 
und es stellt sich die Frage, ob eine Kindsvertretung eingesetzt werden sollte. Zwar ist die 
Kindsmutter formell nicht Partei des vorliegenden Verfahrens, es kann aber ohne Weiteres da-
von ausgegangen werden, dass die Eingaben und Ausführungen von Seiten des Kindes von 
der Kindsmutter beeinflusst wurden, zumal diese das Kind im Prozess vertritt und den Anwalt 
Daniel Levy beauftragte. Die Vorinstanz hat keine Kindsvertretung eingesetzt, jedoch ein Gut-
achten bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland in Auftrag gegeben und diese zu einer 
gutachterlichen Empfehlung zur Frage, unter wessen elterliche Obhut das Kind gestellt werden 
soll, ob eventuell eine geteilte Obhut angezeigt sei und wie das dem nicht obhutsberechtigten 
Elternteil zuzugestehende Besuchs- und Ferienrecht am zweckmässigsten ausgestaltet werden 
soll. Die Gutachter – vorliegend werden es Kinderpsychiater/innen oder –psycholog/innen sein 
– werden Gespräche mit den Eltern und mit dem Kind führen, den Sachverhalt betreffend die 
konkrete Situation abklären, Interaktionen zwischen den Kindseltern und dem Kind beobachten 

 
 
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und sodann eine Empfehlung abgeben. Aufgrund des Alters des Kindes sind Kinderpsychia-
ter/innen oder Kinderpsycholog/innen hierfür zweifellos geeignet. Eine Kindsvertretung hätte im 
vorliegenden Fall insbesondere die Aufgabe, dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängi-
ges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwi-
schen Kind und Eltern, Äusserungen des Kindes) zu vermitteln. Dies wird im vorliegenden Fall 
jedoch bereits durch das Gutachten erfolgen und es bedarf daher keiner Verdoppelung der In-
formationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrags einer Kindsvertretung. 
Aufgrund des in Auftrag gegebenen Gutachtens ist daher für diese Aufgabe keine Kindsvertre-
tung erforderlich. Allerdings ist der Gutachterauftrag dahingehend zu ergänzen, dass die Emp-
fehlung aus Sicht des Kindswohls zu erfolgen hat und nicht die Elterninteressen im Vordergrund 
stehen dürfen, zumal keine Kindsvertretung eingesetzt wurde, welche Anträge allein aus der 
Sicht des Kindswohls stellt. Aufgrund des Alters des Kindes und dessen Urteilsunfähigkeit ist 
eine Begleitung des Kindes durch den Prozess, insbesondere die Aufgabe, dem Kind das Ver-
fahren und seine Auswirkungen zu erklären, noch nicht von grosser Bedeutung, so dass auch 
hierfür keine Kindsvertretung erforderlich scheint. Folglich kann derzeit auf die Einsetzung einer 
Kindsvertretung verzichtet werden. Erst nach Vorliegen der gutachterlichen Empfehlung wird 
sich zeigen, ob zwischen den Interessen des Kindes und der Kindsmutter ein Konflikt besteht 
und allenfalls ist dannzumal eine Kindsvertretung einzusetzen. 

 

Obhut und Kontaktrecht 

11. Die Vorinstanz erwog, ob im vorliegenden Fall die vom Kindsvater beantragte alternieren-
de Obhut im Lichte des Kindswohls die beste Lösung darstelle, lasse sich nur mit einem ent-
sprechenden Fachgutachten hinreichend abklären. Sie beauftrage daher die Kinder- und Ju-
gendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland mit der entsprechenden gutachterlichen Empfehlung 
und führte aus, bis zum Vorliegen des Gutachtens rechtfertige es sich, das Kind vorläufig wei-
terhin unter der elterlichen Obhut der Kindsmutter zu belassen, so wie dem auch bisher nach-
gelebt worden sei. Über die definitive Obhutszuteilung werde nach Eingang des Gutachtens 
entschieden. Die Vorinstanz sprach dem Kindsvater sodann vorläufig ein Besuchsrecht jedes 
zweite Wochenende von Donnerstagabend bis Sonntagabend sowie ein Ferienrecht von vier 
Wochen pro Jahr zu. 

12. Der Kindsvater beantragt mit seiner Berufung vom 14. März 2019, der Sohn sei für die 
Dauer des Verfahrens unter seine elterliche Obhut zu stellen. Er führt aus, er könne die Betreu-
ung des Kindes regeln und es sei der Kindsmutter anzulasten, dass bisher keine andere Auftei-
lung der Betreuung erfolgt sei und er in die Rolle des Bezahlvaters gedrängt werde. Die Kinds-
mutter schränke das Kontaktrecht so weit wie möglich ein, und er habe sich stets um die Aus-
weitung des Kontakts zu seinem Sohn bemüht, habe allerdings für jede Ausweitung lange auf 
die Zustimmung der Kindsmutter oder des Gerichts warten müssen. Das Bundesgericht habe 
mehrmals festgehalten, dass bei einer einseitigen Blockade die Zuteilung an den kooperativen 
Elternteil zu prüfen sei. Er wolle eine gleich bedeutende Rolle im Leben des Kindes einnehmen 
können und nicht nur die Freizeit mit seinem Sohn verbringen, sondern auch an dessen Alltag 
teilhaben. Es lägen keine Hinweise darauf vor, dass er den Interessen des Kindes zuwider-
handle. Er könne von Mittwoch bis Freitag zu Hause arbeiten und sein Pensum auf 70% redu-

 
 
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zieren, was der Vorinstanz bekannt gewesen sei. Entsprechend sei ihm, falls die Obhut bei der 
Kindsmutter belassen werde, ein umfassenderes Kontaktrecht sofort zuzugestehen, nämlich 
jede Woche von Mittwoch bis Freitag und jede zweite Woche zusätzlich von Freitag bis Sonn-
tag. Da der Sohn noch keinen Kindergarten besuche, seien die zusätzlichen Tage für das Kind 
mit keinem Stress verbunden. Dem Kindsvater sei auch zu erlauben, sämtliche ihm zustehen-
den Ferien mit dem Sohn zu verbringen. Die Vorinstanz habe sich mit seiner Situation nicht 
auseinandergesetzt und es sei unklar, weshalb ihm kein erweitertes Kontakt- und Ferienrecht 
zugestanden worden sei. Zum Gutachten führt der Kindsvater aus, ein Gutachten sei nicht er-
forderlich, er wehre sich jedoch nicht dagegen. Es sei nicht Sache der Gutachter zu entschei-
den, wem die Obhut zugeteilt werden soll, vielmehr sei dies eine Kernaufgabe der Gerichte. Die 
Gutachten würden nur Antworten zu den Fragen geben, welche Konsequenzen durch die un-
terschiedlichen Möglichkeiten zu erwarten seien. Es sei auch nicht die Aufgabe der Gutachter, 
über die Ferienregelung zu entscheiden. 

13. Von Seiten des Kindes wird dem entgegnet, die Kindseltern hätten gemeinsam beschlos-
sen, dass die Kindsmutter keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen und sie sich nach der Ge-
burt vollzeitlich dem Kind und dem Haushalt im gemeinsamen Einfamilienhaus widmen solle. 
Der Kindsvater sei während des Zusammenlebens häufig wegen seiner beruflichen Beanspru-
chung abwesend gewesen und habe sehr wenig Zeit mit dem Sohn verbracht, was alles bereits 
erstinstanzlich aufgezeigt worden sei. Die ursprünglich gemeinsam vereinbarte Regelung sei 
weiterhin zum Wohle des Kindes beizubehalten. Die Kindsmutter verhindere den Kontakt zwi-
schen dem Kindsvater und dem Kind nicht, jedoch sei die Kommunikation zwischen den Kinds-
eltern schlecht, was eine alternierende Obhut ausschliesse. Die Vorinstanz habe das Kontakt-
recht des Kindsvaters im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen bereits erweitert, obwohl das 
Gutachten noch nicht vorliege. Vor weiteren Entscheidungen sei nun die gutachterliche Emp-
fehlung abzuwarten. Die vorinstanzlich vorläufig angeordnete Obhuts- und Kontaktregelung sei 
nicht widerrechtlich und die Berufung in diesem Punkt daher abzuweisen.  

14. Das Kindswohl gilt als oberste Maxime des Kindesrechts und ist für die Regelung des 
Eltern-Kind-Verhältnisses immer der entscheidende Faktor (BGE 142 III 612 E. 4.2 und 
BGE 142 III 617). Wie aus den vorinstanzlichen Akten, insbesondere den Steuerunterlagen 
2016 und der Kündigung der vormaligen Arbeitgeberin der Kindsmutter vom 8. März 2016, her-
vorgeht, ging die Kindsmutter nach der Geburt des Sohnes keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. 
Der Kindsvater blieb dagegen entsprechend seinen Lohnausweisen und Lohnbelegen nach der 
Geburt im gleichen Umfang erwerbstätig. Die Kindseltern haben sich unbestrittenermassen 
darüber geeinigt, dass die Kindsmutter zumindest für die erste Zeit nach der Geburt zu Hause 
bleiben soll (siehe Protokoll der vorinstanzlichen Audienz vom 18. Dezember 2018) und sich 
damit für eine Aufgabenverteilung entschieden, bei welcher die Kindsmutter angesichts der Ar-
beitstätigkeit des Kindsvaters die hauptbetreuende Person für das Kind während des Zusam-
menlebens der Kindseltern gewesen war. Seit der Trennung ist die Kindsmutter weiterhin der 
hauptbetreuende Elternteil. Es gilt zu beachten, dass es vorliegend lediglich um die Obhut für 
die Dauer des Verfahrens geht und der definitive Entscheid nach Eingang des Gutachtens er-
folgen soll. Es wäre keinesfalls im Kindswohl, die Betreuungssituation nunmehr vorübergehend 
zu ändern und das Kind unter die Obhut des Kindsvaters zu stellen, mit dem Risiko, dass allen-
falls im Endentscheid die Obhut der Kindsmutter zugeteilt wird und die Betreuungssituation al-

 
 
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lenfalls wieder geändert werden müsste. Ein solches Hin und Her wäre dem Kindswohl abträg-
lich, zumal das Kind erst 3-jährig ist und daher die Kontinuität in der Betreuung ein gewichtiges 
Kriterium darstellt. Es entspricht vielmehr dem Kindswohl, die bisher gelebte Betreuungssituati-
on vorläufig für die Dauer des Verfahrens weiterhin beizubehalten und das Gutachten bzw. den 
Endentscheid abzuwarten, wie dies die Vorinstanz vorsah. Aufgrund des vorinstanzlich gewähr-
ten Kontakt- und Ferienrechts des Kindsvaters ist auch keine Entfremdung zwischen dem 
Kindsvater und dem Kind bei einer vorläufigen Beibehaltung der bisherigen Betreuungsregelung 
zu befürchten und es ist auch nicht ersichtlich, dass ein allfälliger Wechsel zur alternierenden 
Obhut in einem späteren Zeitpunkt erschwert wäre, wenn das Kind vorläufig unter der Obhut 
der Kindsmutter belassen wird. Gemäss diesen Ausführungen entspricht es dem Kindswohl, 
das Kind für die Dauer des Verfahrens weiterhin unter der Obhut der Kindsmutter zu belassen. 
Folglich ist der Antrag des Kindsvaters, das Kind sei für die Dauer des Verfahrens unter seine 
Obhut zu stellen, abzuweisen. 

15. Da das Kind für die Dauer des Verfahrens unter der Obhut der Kindsmutter zu belassen 
ist, ist über den Eventualantrag des Kindsvaters betreffend Kontaktrecht und Ferienregelung zu 
befinden. Solange über die Obhutszuteilung nicht definitiv entschieden ist, hat eine allfällige 
Pensenänderung des Kindsvaters vorläufig ausser Acht zu bleiben. Denn es macht keinen 
Sinn, dass er sein Pensum reduziert, bevor über die Obhutszuteilung definitiv entschieden ist, 
und er damit allenfalls die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens im Endentscheid 
riskiert. Insofern ist die vom Kindsvater aufgezeigte Möglichkeit einer Pensenänderung erst im 
Entscheid um die definitive Obhutszuteilung zu würdigen. Der Kindsvater macht sodann gel-
tend, er könne Homeoffice machen und dadurch den Sohn persönlich betreuen. Homeoffice 
bedeutet, dass der Arbeitnehmende zu Hause Arbeiten für seinen Arbeitgeber verrichtet, sei 
das ganz oder teilweise, regelmässig oder unregelmässig. Dabei ist in der Regel der häusliche 
Arbeitsplatz mit dem betrieblichen Arbeitsplatz durch elektronische Kommunikationsmittel ver-
bunden. Unabhängig vom Arbeitsort gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes über die 
Arbeits- und Ruhezeiten, mithin die Regelungen zu den täglichen Ruhezeiten, das Verbot von 
Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit ohne entsprechende behördliche Bewilligung und die 
maximale Tagesarbeitszeit (siehe Broschüre des Seco „Arbeiten zu Hause – Homeoffice“1). 
Homeoffice alleine sagt noch nichts darüber aus, ob die Arbeitszeiten zu Hause flexibel gestal-
tet werden können. Je nach Arbeitsaufgabe kann es sein, dass die entsprechende Arbeit am 
Tag des Homeoffice selber zu erledigen ist oder aber dass die Aufgabe nicht an einem be-
stimmten Tag oder zu einer bestimmten Zeit zu erledigen ist, sondern deren Erledigung zeitlich 
flexibel innerhalb der vorgegebenen Regeln betreffend Arbeits- und Ruhezeiten erfolgen kann. 
Im vorliegenden Fall ist nicht erstellt, dass der Kindsvater seine Arbeiten im Homeoffice absolut 
frei und flexibel einteilen kann und er während den von ihm beantragten Betreuungszeiten keine 
Arbeiten im Homeoffice zu erledigen hat. Aus der E-Mail seines Vorgesetzten vom 26. Februar 
2018 (Beilage 2 des Kindsvaters im Schlichtungsverfahren Nr. 100 18 224) geht zwar hervor, 
dass der Kindsvater sein Pensum auf 80% oder 70% reduzieren und er weiterhin einen Tag 
„working from home“ machen könnte, jedoch ist nicht klar, ob die Arbeitszeit im Homeoffice zeit-
lich absolut flexibel gestaltet werden kann. In der E-Mail des Vorgesetzten vom 4. Dezember 

                                                
1https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare
/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Broschuren/homeoffice.html 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2018 (eingereicht vom Kindsvater an der vorinstanzlichen Audienz vom 18. Dezember 2018) 
wird sodann bestätigt, dass der Kindsvater die Tage zur Betreuung des Sohnes zuverlässig 
planen könne, da er aufgrund der Stellvertreter-Regelung nicht an bestimmten Abschluss- und 
Budgettagen anwesend sein müsse. Daraus geht zwar hervor, dass er an allfälligen Betreu-
ungstagen nicht am betrieblichen Arbeitsplatz anwesend sein muss, jedoch kann daraus nicht 
abgeleitet werden, dass das Homeoffice zeitlich flexibel gestaltet werden kann und keine be-
stimmten Aufgaben zu einer bestimmten Zeit des Homeoffice zu erledigen sind. Da die zeitliche 
Flexibilität im Homeoffice nicht geklärt ist, ist das vorinstanzlich festgelegte vorläufige Besuchs-
recht nicht weiter auszubauen und die Berufung in diesem Punkt abzuweisen. Soweit der 
Kindsvater der Vorinstanz vorwirft, sie habe sich nicht mit seiner Situation auseinandergesetzt, 
ist dem entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz die Möglichkeit des Homeoffice sehr wohl be-
rücksichtigt hat, indem sie das Besuchswochenende bereits ab Donnerstagabend mit der Be-
gründung gewährte, der Kindsvater könne freitags die persönliche Betreuung des Klägers ge-
währleisten.  

16. Zum Ferienrecht beantragt der Kindsvater in seiner Berufung, er sei zu berechtigen, sämt-
liche ihm zustehenden Ferien mit dem Sohn zu verbringen. Dieser Antrag ist abzuweisen, so-
weit darauf überhaupt einzutreten ist. Die Berufungsanträge müssen so bestimmt sein, dass sie 
im Falle der Gutheissung der Berufung unverändert zum Urteil der Berufungsinstanz erhoben 
werden können (vgl. BGE 137 III 617, E. 4.3). Der gestellte Antrag betreffend Ferienrecht kann 
vorliegend nicht zum Urteil erhoben werden, weil er nicht hinreichend bestimmt ist, um voll-
streckt werden zu können. Denn es geht aus dem Antrag nicht hervor, wie viele Ferienwochen 
pro Jahr das sein sollen. Folglich ist auf diesen Antrag nicht einzutreten. Selbst wenn in Anbe-
tracht der in Kindsbelangen geltenden Offizialmaxime auf diesen Punkt der Berufung eingetre-
ten und über das Ferienrecht unabhängig von den Parteianträgen entschieden würde, wäre 
eine Erweiterung des Ferienrechts abzuweisen, da aus den Akten nicht hervorgeht, wie viele 
Ferientage dem Kindsvater jährlich zustehen, zumal sein Arbeitsvertrag nicht vorliegt. Es ist 
daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz für das vorläufige Ferienrecht des Kindsva-
ters auf das arbeitsrechtlich vorgesehene Mindestferienrecht gemäss Art. 329a Abs. 1 OR von 
vier Wochen pro Jahr abstellte.  

17. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berufung des Kindsvaters betreffend Obhut 
und Kontaktrecht abzuweisen und diesbezüglich der vorinstanzliche Massnahmeentscheid vom 
18. Dezember 2018 bzw. dessen Dispositiv-Ziffer 2 zu bestätigen ist.  

 

Unterhalt 

18. Die Vorinstanz legte den vom Kindsvater zu leistenden vorläufigen monatlichen Unter-
haltsbeitrag für das Kind auf CHF 4‘244.00 zuzüglich Kinderzulagen fest, wovon CHF 1‘123.00 
als Barunterhalt und CHF 3‘121.00 als Betreuungsunterhalt. Beide Parteien wehren sich in ih-
ren Berufungen jeweils gegen die Höhe dieses Unterhaltsbeitrags. Während von Seiten des 
Kindes eine Erhöhung dieses Unterhaltsbeitrags auf insgesamt CHF 4‘905.00 zuzüglich Kinder-
zulagen (CHF 1‘359.00 Barunterhalt und CHF 3‘546.00 Betreuungsunterhalt) beantragt wird, 
verlangt der Kindsvater eine Reduktion auf CHF 3‘173.00 zuzüglich Kinderzulagen (CHF 702.00 
Barunterhalt und CHF 2‘471.00 Betreuungsunterhalt) bis 31. Juli 2019 und danach ab 1. August 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2019 auf CHF 630.00 zuzüglich der Hälfte der Familienzulage. Umstritten sind die den Kindsel-
tern anzurechnenden Einkommen, sodann diverse Positionen in der vorinstanzlichen Bedarfs-
berechnung und die Überschussbeteiligung. Auf die umstrittenen Positionen in der Unterhalts-
berechnung wird nachfolgend einzeln eingegangen.  

19. Einkommen Kindsvater: Beide Parteien monieren das von der Vorinstanz dem Kindsvater 
angerechnete Einkommen von jährlich CHF 117‘840.00 netto inklusive Bonus und exklusive 
Zulagen vor Steuern, basierend auf dem Lohnausweis 2017.  

19.1 Seitens des Kindes wird moniert, die Vorinstanz habe zu Unrecht alleine auf den Lohn-
ausweis 2017 abgestellt. Der jährliche Bonus falle unterschiedlich hoch aus, weshalb praxisge-
mäss auf den Durchschnittslohn von drei Jahren abzustellen sei. Der Vorinstanz seien die 
Lohnausweis 2016 und 2017 sowie für das Jahr 2018 die Lohnabrechnungen der Monate Ja-
nuar bis November vorgelegen, was den Einkommenszahlen von drei Jahren entspreche und 
als angemessene Vergleichsbasis bezeichnet werden könne. Die Vorinstanz habe jedoch an-
statt auf den Durchschnittslohn dieser Zeitspanne einfach auf das Einkommen 2017, welches 
das tiefste der Jahre 2016 bis 2018 darstelle, abgestellt und damit eine unrichtige Rechtsan-
wendung vorgenommen. Überdies liege auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, da 
die Vorinstanz nicht begründet habe, weshalb sie nur auf den Lohnausweis 2017 abstelle, ob-
wohl seitens des Klägers vorinstanzlich geltend gemacht worden sei, dass auf ein Durch-
schnittseinkommen abzustellen sei. In der Berufung des Kindes wird sodann die Berechnung 
des Durchschnittslohns inklusive Bonus für die Zeitspanne von Januar 2016 bis November 
2018 dargelegt, ein monatliches Durchschnittseinkommen von CHF 10‘367.00 aufgeführt und 
gestützt darauf geltend gemacht, es sei ein Einkommen des Kindsvaters von gerundet 
CHF 10‘400.00 in der Unterhaltsberechnung und in der Indexklausel zu berücksichtigen.  

19.2 Der Kindsvater stellt sich auf den Standpunkt, sein Bonus sei nicht einzurechnen, da die-
ser sehr unterschiedlich ausfalle und keinen fixen Teil des Lohnes bilde. Der Kindsvater sei be-
reit, seinen Sohn an seinem Bonus zu beteiligen, es sei jedoch falsch, den Bonus als fixen Teil 
des Lohnes zu behandeln. Basierend auf dem Lohnausweis 2017 seien der Bonus von 
CHF 11‘763.00 und die Familienzulage von CHF 2‘640.00 (der Kindsvater meint hier wohl die 
Kinderzulage, da die Familienzulage gemäss Lohnabrechnungen monatlich CHF 130.00 be-
trägt, was jährlich CHF 1‘560.00 entspricht) abzuziehen, woraufhin sich das monatliche Netto-
einkommen auf CHF 8‘842.66 belaufe. Entgegen den gegnerischen Ausführungen sei nicht auf 
den Durchschnittslohn abzustellen, da dies nur bei selbständig Erwerbstätigen so zu handha-
ben sei. Der Kindsvater sei jedoch nicht selbständig, sondern Angestellter ohne führende Posi-
tion und könne weder die Höhe seines Lohnes noch seinen Bonus direkt beeinflussen, weshalb 
vorliegend nicht auf den Durchschnittslohn abzustellen sei, sondern auf den Lohnausweis 2017 
abzüglich Bonus. 

19.3 Zum Nettoeinkommen gehören nicht nur der feste Lohnbestandteil, sondern auch effektiv 
bezahlte Provisionen, Gratifikationen bzw. Boni, Verwaltungsrats- oder Delegiertenhonorare, 
Trinkgelder, aber auch Spesenentschädigungen, soweit ihnen keine tatsächlichen Auslagen 
gegenüberstehen. Werden Einkommensbestandteile unregelmässig bzw. in unregelmässiger 
Höhe (z.B. Provisionen, Trinkgelder, Akkordlohn) oder gar nur einmalig (z.B. der 13. Monats-
lohn) ausbezahlt, ist von einem schwankenden Einkommen auszugehen, dem rechtspre-

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chungsgemäss dadurch Rechnung zu tragen ist, dass auf einen Durchschnittswert einer als 
massgebend erachteten Zeitspanne abgestellt wird. Ein solches Vorgehen bedeutet nicht nur 
eine Annäherung an die tatsächlichen Verhältnisse über einen längeren Zeitraum, sondern 
auch eine unter Verfassungsgesichtspunkten zulässige Vereinfachung (BGer 5A_454/2010 vom 
27. August 2010 E. 3.2; BGer 5A_686/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.3). Der Bonus des 
Kindsvaters stellt entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einen Lohnbestandteil 
dar und ist daher im Einkommen zu berücksichtigen. Wie aus den Einkommensunterlagen des 
Kindsvaters hervorgeht, ist die Höhe seines Bonus inklusive sonstiger Zusatzleistungen (Ap-
plaus Award) unregelmässig, so belief sich dieser im Jahr 2016 brutto auf CHF 16‘345.00 (sie-
he Lohnausweis 2016), im Jahr 2017 brutto auf CHF 11‘763.00 (siehe Lohnausweis 2017) und 
im Jahr 2018 brutto auf CHF 17‘060.00 (siehe Lohnabrechnung April 2018). Unregelmässigen 
Bonuszahlungen wird in der Praxis dadurch begegnet, dass entweder auf den Durchschnitts-
wert einer als massegebend erachteten Zeitspanne abgestellt wird (siehe vorstehend genannte 
Bundesgerichtsentscheide) oder dass der Bonus im Einkommen nicht berücksichtigt wird, dann 
jedoch im Unterhaltsbeitrag nebst dem monatlichen Unterhaltsbeitrag der Anteil am jeweiligen 
Bonus festgelegt wird, welcher der Unterhaltspflichtige zusätzlich zum monatlichen Unterhalts-
beitrag zu leisten hat. Die Vorinstanz hat den Bonus im Einkommen angerechnet, jedoch einzig 
auf den Lohnausweis 2017 abgestellt, was angesichts des schwankenden Bonus nicht ange-
zeigt ist. Dies gilt umso mehr, als der vorsorgliche Unterhaltsbeitrag für eine längere Zeit ge-
schuldet ist: So wurde dieser rückwirkend per 1. Mai 2017 festgelegt und gilt bereits heute für 
mehr als zwei Jahre. Es ist aufgrund der Tatsache, dass das Gutachten abzuwarten und der 
Endentscheid noch eine Weile ausstehen dürfte, davon auszugehen, dass der vorläufige Unter-
haltsbeitrag weiterhin für mehrere Monate gelten dürfte. Angesichts der Zeitdauer des vorsorgli-
chen Unterhaltsbeitrags sind die erheblichen Schwankungen des Bonus zu berücksichtigen und 
es kann nicht nur auf das Einkommen 2017 abgestellt werden, zumal der Bonus im Jahr 2017 
bedeutend tiefer war als in den Jahren 2016 und 2018. Der Kindsvater will für den Unterhalts-
beitrag auf das Einkommen ohne Bonus abstellen und den Sohn an seinem Bonus beteiligen. 
Weder zeigt der Berufungskläger auf, weshalb im vorliegenden Fall diese Variante zu bevorzu-
gen sei, noch legt er dar, in welchem Umfang der Sohn an seinem Bonus beteiligt werden soll. 
Den Bonus lässt er vielmehr ganz aussen vor. Das Abstellen auf ein Durchschnittseinkommen 
inklusive Bonus bietet den Vorteil, dass die Vollstreckung einfacher ist, da nicht jedes Jahr die 
Bonuszahlung dokumentiert und der entsprechende Anteil berechnet und zusätzlich überwiesen 
werden muss. Der Kindsvater macht nicht geltend, dass die Auszahlung eines Bonus für die 
Zukunft ernsthaft in Frage zu stellen sei und es ist für die Jahre 2016 bis 2018 auch keine auf-
steigende oder absteigende Tendenz ersichtlich. Dem Abstellen auf einen Durchschnittswert ist 
daher angesichts der erleichterten Vollstreckung der Vorzug gegenüber einer separaten Rege-
lung für den Anteil am Bonus zu geben. Dies gilt umso mehr, als der Unterhaltsbeitrag nur für 
die Dauer des Verfahrens festgelegt und der definitive Unterhaltsbeitrag aufgrund des vorläufi-
gen Charakters vorsorglichen Unterhalts erst im Endentscheid – allenfalls rückwirkend ange-
passt – festgesetzt wird (vgl. SAMUEL ZOGG, Vorsorgliche Unterhaltszahlungen im Familien-
recht, FamPra.ch 2018, S. 47, 96 ff.). Damit kann dannzumal eine allfällige Differenz zwischen 
den vorläufigen und den definitiven Unterhaltsbeiträgen ausgeglichen werden, unabhängig da-
von, auf welche Weise der Bonus in der Berechnung des definitiven Unterhaltsbeitrags zu ge-
gebener Zeit berücksichtigt wird. Insofern ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Kindsvater derzeit 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ein Nachteil erwächst, wenn der Bonus in das monatlich anzurechnende Einkommen miteinbe-
zogen wird. Folglich ist auf ein durchschnittliches Einkommen inklusive Bonus abzustellen, wo-
bei praxisgemäss und in analoger Anwendung der Durchschnittsberechnung bei selbständig 
Erwerbstätigen (siehe BGE 143 III 617 E. 5.1) grundsätzlich auf eine Zeitspanne von drei Jah-
ren abzustellen ist. Im vorliegenden Fall liegen allerdings für das Jahr 2018 lediglich die Lohn-
abrechnungen Januar bis November vor, so dass auf die Zeitspanne von Januar 2016 bis No-
vember 2018, d.h. von 35 Monaten, abzustellen ist. In der Berufung des Kindes vom 8. März 
2019 sind auf Seite fünf die Nettolöhne Januar bis November 2018 (unter Aufrechnung der di-
rekt abgezogenen Privatbezüge) korrekt aufgeführt und der Durchschnitt der Jahre 2016 bis 
2018 wurde korrekt berechnet. Der Kindsvater bringt in seiner Berufungsantwort vom 1. April 
2019 auch nicht vor, die gegnerische Aufstellung der Nettoeinkommen Januar bis November 
2018 oder die Berechnung des Durchschnitts seien falsch. Daher wird auf das in Berufung des 
Kindes vom 8. März 2019 berechnete Durchschnittseinkommen (inkl. Bonus, exkl. Kinderzula-
ge) von CHF 10‘367.00 abgestellt, ohne dieses aufzurunden. Folglich ist der Unterhaltsberech-
nung dieser Betrag zugrunde zu legen und die vorinstanzliche Indexklausel (Dispositiv-Ziffer 4 
der angefochtenen vorsorglichen Verfügung vom 18. Dezember 2018) entsprechend anzupas-
sen.  

20. Einkommen Kindsmutter: Der Kindsvater beantragt, es sei der Kindsmutter ab 1. August 
2019 ein hypothetisches Einkommen von CHF 3‘500.00 anzurechnen und begründet dies mit 
seiner wöchentlichen Betreuung des Sohnes, welche zu erhöhen sei und zu einer Entlastung 
der Kindsmutter führe, sodass diese ihre Eigenversorgungskapazität ausbauen könne. Wie vor-
stehend ausgeführt wurde, ist das Kind vorläufig unter der Obhut der Kindsmutter zu belassen 
und es ist das Gutachten abzuwarten, bevor über die Obhut definitiv entschieden wird. Da das 
Kind den Kindergarten noch nicht besucht, ist es der Kindsmutter entsprechend dem Schulstu-
fenmodell (siehe BGE 144 III 481 E. 4.7 ff.) derzeit nebst der Betreuung des Kindes nicht zu-
zumuten, einer Teilzeitarbeit nachzugehen. Das Kind wird im August 2020 in den Kindergarten 
eintreten: Stichtag für den Eintritt ist im Kanton Basel-Landschaft der 31. Juli; Kinder, welche 
am Stichtag das 4. Altersjahr vollendet haben, treten auf Beginn des nächsten Schuljahres in 
den Kindergarten ein, wobei für einen vorzeitigen Eintritt eine Toleranz von 15 Tagen besteht 
(§ 22 Bildungsgesetz, SGS 640, und §§ 8 und 8a der Verordnung für den Kindergarten und die 
Primarschule, SGS 641.11). Da das Kind am 25. August 2015 geboren ist, wird es erst im Au-
gust 2020 in den Kindergarten eintreten können. Spätestens ab dann – allenfalls bereits früher, 
je nach Urteil und Datum des definitiven Entscheids – ist die Kindsmutter von der Betreuung 
entlastet und es ist ihr alsdann ein Erwerbseinkommen zumutbar. Es ist davon auszugehen, 
dass bis im August 2020 der definitive Entscheid erfolgen wird, so dass im vorliegenden Mass-
nahmeentscheid nicht über ein anrechenbares Einkommen der Kindsmutter ab August 2020 zu 
entscheiden ist. Folglich ist der Kindsmutter im vorliegenden Entscheid kein hypothetisches 
Einkommen anzurechnen. 

21. Wohnkosten Kindsvater: Von Seiten des Kindes wird ausgeführt, die Wohnkosten des 
Kindsvaters von CHF 2‘000.00 seien für eine Einzelperson zu hoch und es wird beantragt, es 
seien maximal CHF 1‘500.00 pro Monat als angemessen einzusetzen. Der Kindsvater bestreitet 
dies und entgegnet, er beteilige sich aktiv an der Betreuung des Sohnes und strebe einen Aus-
bau der Betreuung an. Die Wohnung sei nach den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtet – ein 

 
 
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Zimmer stehe dem Kind zur Verfügung und die Wohnung liege in der gleichen Wohngemeinde 
wie auch die Kindsmutter wohne –, weswegen ein Umzug nicht im Kindswohl sei. Die von der 
Vorinstanz eingesetzten Wohnkosten würden den tatsächlichen Verhältnissen des Kindsvaters 
entsprechen und seien zudem angemessen.  

Es ist nicht angezeigt, dem Kindsvater im Rahmen des vorsorglichen Massnahmeentscheids 
tiefere Wohnkosten anzurechnen und ihn zu einem Umzug zu zwingen, bevor über die Obhut 
definitiv entschieden wird. Es wäre nicht im Kindswohl, wenn der Kindsvater vor dem definitiven 
Entscheid umziehen und je nach Entscheid dannzumal wieder eine neue Wohnung suchen 
müsste und das Kind sich zweimal in neuen Wohnungen des Kindsvaters einleben müsste. 
Dem Kindsvater sind daher die aktuellen tatsächlichen Wohnkosten anzurechnen bzw. die vor-
instanzlich berücksichtigten Wohnkosten des Kindsvaters sind nicht abzuändern und bei 
CHF 2‘000.00 zu belassen.  

22. Amortisation der Hypothek: Für die Amortisation der Hypothek rechnete die Vorinstanz im 
Bedarf des Kindsvaters den Betrag von CHF 375.00 an, wohingegen sie im Bedarf der Kinds-
mutter keinen Betrag berücksichtigte. Beide Parteien wehren sich in ihren Berufungen gegen 
dieses Vorgehen. 

22.1 Von Seiten des Kindes wird beantragt, es sei im Bedarf der Kindsmutter ebenfalls ein Be-
trag von CHF 375.00 für die Amortisation der Hypothek einzurechnen, eventualiter sei diese 
Position auch im Bedarf des Kindsvaters zu streichen. Als Begründung wird vorgebracht, es sei 
unbestritten, dass beide Kindseltern Miteigentümer der Liegenschaft seien, in welcher die 
Kindsmutter mit dem Sohn wohne, dass sie Solidarschuldner der Hypothek seien und eine jähr-
liche Amortisation von CHF 9‘000.00 geschuldet sei, welche auch indirekt über eine Säule 3a 
erbracht werden könne. Die Kindsmutter treffe als Solidarschuldnerin die gleiche Amortisations-
pflicht wie den Kindsvater, weshalb eine Ungleichbehandlung in diesem Punkt nicht nachvoll-
ziehbar sei. Könne nur der Kindsvater amortisieren, würde dies für ihn zu Vorteilen der Teilung 
des Nettoerlöses bei einem dereinstigen Verkauf, zu einer verringerten Steuerlast des Kindsva-
ters und zu einem tieferen Unterhaltsbeitrag führen. Es bestehe keine Veranlassung für diese 
Ungleichbehandlung und die Vorinstanz habe das Willkürverbot verletzt, indem sie bei der Un-
terhaltsberechnung lediglich im Bedarf des Kindsvaters die Amortisation von monatlich 
CHF 375.00 berücksichtigt habe.  

22.2 Der Kindsvater bestreitet diese Darstellung und das Vorliegen einer Ungleichbehandlung, 
da nicht die gleichen Verhältnisse auf beiden Seiten vorliegen würden. Seine Amortisation die-
ne nicht rein der Vermögensanhäufung, sondern dem Erhalt des Zuhauses des Kindes. Die 
Fortsetzung der Amortisation liege im Interesse des Kindes und der Kindsmutter und komme 
diesen indirekt zu Gute, ansonsten diese aus der Liegenschaft ausziehen müssten. Die Kinds-
mutter beteilige sich nicht an der Amortisation, weshalb ihr auch keine Abzahlung angerechnet 
werden könne. Es liege an der Kindsmutter, die angebliche Ungerechtigkeit zu beseitigen, in-
dem sie einer Erwerbstätigkeit nachgehe und alsdann ebenfalls Amortisationen leisten könnte. 
Der Kindsvater beantragt in seiner Berufung, es sei ihm für die Amortisation monatlich der Be-
trag von CHF 570.00 anzurechnen, da sich der Betrag erhöht habe und die gesamten Kosten 
der Amortisation zu berücksichtigen seien. 

 
 
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22.3 Da die Amortisation einer Hypothek der Vermögensbildung dient, sind Amortisationsraten 
grundsätzlich nicht beim Bedarf zu berücksichtigen (HAUSHEER/SPYCHER, Handbuch des Unter-
haltsrechts, 2. Aufl. 2010, N 02.44). Dies gilt auch im vorliegenden Fall. Zwar ist unbestritten, 
dass Amortisationen zu leisten seien, allerdings liegt kein Hypothekarvertrag vor, aus welchem 
hervorgehen würde, ob und in welcher Höhe Amortisationen direkt oder indirekt über eine Säule 
3a zu leisten sind. Es ist auch nicht belegt, dass die Bank einer Reduktion der Amortisation 
nicht zustimmen würde und die Amortisation daher zwingend zu leisten ist. Ebenso ist nicht 
belegt, dass die Amortisationszahlungen auch effektiv geleistet werden. Die Kindsmutter reichte 
diesbezüglich gar keine Unterlagen ein und behauptet auch nicht, dass sie Amortisationen leis-
tet. Der Kindsvater machte bei der Vorinstanz in seiner Bedarfsberechnung noch Kosten für die 
Säule 3a von monatlich CHF 375.00 geltend und führt nunmehr in seiner Berufung aus, die indi-
rekte Amortisation durch die Einzahlung in die Säule 3a habe sich auf monatlich CHF 570.00 
erhöht, ohne eine diesbezügliche Änderung zu begründen oder zu belegen. Mit der Berufung 
reicht er sodann mit der Berufungsbeilage 8 „Belege 3. Säule“ ein. Bei einem Beleg handelt es 
sich allerdings um die Bescheinigung über Vorsorgebeiträge an die berufliche Vorsorge (2. Säu-
le) bei der Generali für das Jahr 2018 und es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht ausgeführt, 
inwiefern diese Zahlung mit der Amortisation der Hypothek zusammenhängen soll. Beim zwei-
ten Beleg handelt es sich um die Steuerbescheinigung der an die Säule 3a im Jahr 2018 geleis-
teten Beiträge bei der Bank Cler, an welche zwar auch die Hypothekarzinsen bezahlt werden 
(siehe Beilage 9 zur Klage vom 14. August 2018), allerdings geht auch aus diesem Beleg nicht 
hervor, dass es sich um eine indirekte Amortisation handelt. Die geltend gemachten Amortisati-
onszahlungen sind demzufolge weder im Bedarf des Kindsvaters noch in jenem der Kindsmut-
ter zu berücksichtigen, da Amortisationen zum einen grundsätzlich im Bedarf nicht zu berück-
sichtigen sind und zum anderen auch nicht belegt ist, dass und in welcher Höhe Amortisationen 
zu leisten sind und dass sie auch effektiv bezahlt werden. Zudem kann der Kindsvater allfällige 
zwingende Amortisationen aus seinem Überschuss leisten. Amortisationen der Kindsmutter 
sind nicht belegt und können ohnehin nicht berücksichtigt werden, da die Kindsmutter zum ei-
nen nicht Partei im vorliegenden Verfahren ist und es zum anderen nicht Sinn des Betreuungs-
unterhalts, welcher dem Kind zusteht, sein kann, dass die Kindsmutter mit dem Betreuungsun-
terhalt Amortisationen leistet und damit eigenes Vermögen in Form der Liegenschaft äufnet.  

23. Nebenkosten Kindsmutter: Die Vorinstanz berücksichtigte für die vom Kind und der 
Kindsmutter bewohnte Liegenschaft Nebenkosten, welche praxisgemäss auf pauschal 
CHF 400.00 beziffert und zu zwei Dritteln auf die Kindsmutter und zu einem Drittel auf das Kind 
aufgeteilt wurden. Der Kindsvater macht geltend, die Kindsmutter habe keinen ausreichenden 
Beleg für die Nebenkosten vorgelegt, sodass nur CHF 300.00 für Nebenkosten einzurechnen 
seien. Für die Aufteilung dieser Kosten auf die Kindsmutter und das Kind behält er den vor-
instanzlich angewendeten Verteilschlüssel bei. Die Gegenpartei beantragt die Abweisung dieser 
Änderung. Nebenkosten sind schwankend und es ist üblich, dass in der Praxis Pauschalbeträge 
eingesetzt werden. Der Betrag von monatlich CHF 400.00, wie er von der Vorinstanz veran-
schlagt wurde, entspricht durchaus einem praxisgemäss eingesetzten Betrag für Nebenkosten 
und ist folglich an dieser Stelle nicht zu beanstanden und nicht abzuändern.  

24. U-Abo Kindsmutter: Die Vorinstanz rechnete der Kindsmutter CHF 80.00 für das U-Abo 
an. Der Kindsvater vertritt die Meinung, solange der Kindsmutter kein Einkommen angerechnet 

 
 
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werde, sei sie nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und benötige daher auch kein U-
Abo. Für die Bemessung der Lebenshaltungskosten ist vom betreibungsrechtlichen Existenzmi-
nimum der Familie auszugehen, wobei die familienrechtlichen Zuschläge dazuzurechnen sind, 
sofern es die finanzielle Situation erlaubt (siehe BGE 144 III 377 E. 7.1.4 = Pra 107 (2018) 
Nr. 104). Im Grundbetrag des betreibungsrechtlichen Existenzminimums sind Auslagen für den 
öffentlichen Verkehr nicht inbegriffen. Praxisgemäss werden bei der Berechnung der Unter-
haltsbeiträge die Kosten für das U-Abo auch bei Nichterwerbstätigen eingerechnet, wenn es die 
finanzielle Situation erlaubt, da der öffentliche Verkehr auch für private Besorgungen, Arztbesu-
che, Behördengänge, soziale Kontakte etc. benötigt wird. Vorliegend ist es im Interesse des 
Kindes, dass die Kindsmutter mit dem Kind zum Arzt gehen und Besorgungen für das Kind er-
ledigen kann, wozu sie öffentliche Nahverkehrsmittel soll benutzen können. Folglich ist der 
Kindsmutter der Betrag von CHF 80.00 für das U-Abo anzurechnen und die vorinstanzliche Be-
darfsberechnung diesbezüglich nicht abzuändern.  

25. Steuern Kindsmutter: Die Vorinstanz rechnete der Kindsmutter die geltend gemachte 
Steuerlast von CHF 400.00 pro Monat an. Der Kindsvater beantragt, es sei kein Steuerbetrag 
einzusetzen, weil die Kindsmutter gemäss Steuerrechner keine Steuer schulde. Von der Ge-
genseite wird entgegnet, die Vorinstanz habe richtig gerechnet, wie sich aufgrund der Steuerbe-
rechnung gemäss Steuerrechner BL ausgehend von CHF 53‘500.00 Unterhalt zeige (Eigen-
mietwert und Schuldzinsen würden sich in etwa aufheben). Die von Seiten der Kindsmutter ein-
gereichte Steuerberechnung ist insofern falsch, als der Tarif für Alleinstehende und ohne Voll-
splitting verwendet wird. Werden diese Parameter angepasst, d.h. für Einelternfamilien der Ta-
rif A bei der direkte Bundessteuer und das Vollsplitting bei der Staatssteuer eingesetzt, und bei 
der Staatssteuer ein steuerbares Einkommen von CHF 50‘000.00 und bei der Bundessteuer 
von CHF 52‘000.00 eingesetzt, wie dies von Seiten des Kindes geltend gemacht wird (siehe 
Beilage 3 der Berufungsantwort des Kindes vom 9. April 2019) und angesichts des Unterhalts-
beitrags, des Eigenmietwertes und den Abzügen in etwa stimmt, resultiert ein gesamter Steuer-
betrag für die Staats-, Gemeinde und Bundessteuer von insgesamt CHF 987.70 (Staatssteuer 
CHF 623.15, Gemeindesteuer CHF 364.55 und direkte Bundessteuer CHF 0.00), was monatlich 
rund CHF 82.00 entspricht. Der von der Vorinstanz im Bedarf der Kindsmutter berücksichtigte 
Betrag von monatlich CHF 400.00 ist bedeutend zu hoch und auf gerundet CHF 100.00 zu kor-
rigieren.  

26. Überschussanteil: Die Vorinstanz wies den Überschuss des Kindsvaters zu einem Drittel 
bzw. im Betrag von CHF 391.60 dem Kind zu und erhöhte dessen Barunterhalt um diesen 
Überschussanteil. Der Kindsvater moniert diese Überschussbeteiligung und führt in seiner Be-
rufung aus, in einem Eheschutzverfahren werde bei zwei Kindern meistens ein Drittel des Über-
schusses dem nicht betreuenden Elternteil zugewiesen. Für ein Kind rechtfertige sich somit 
entsprechend der Aufteilung nach grossen und kleinen Köpfen ein Anteil von 17%. Die Vor-
instanz habe zudem ignoriert, dass er seinen Sohn mehr betreuen wolle und diesen somit direkt 
an seinem Überschuss beteilige. Er beantragt, es sei vorliegend überhaupt kein Überschussan-
teil zu gewähren, da das Verhalten der Kindsmutter nicht finanziell belohnt werden dürfe und 
dies nur den Anreiz für die Kindsmutter schaffe, den Kontakt so wenig wie möglich zuzulassen, 
was nicht im Interesse des Kindes sei. Von Seiten des Kindes wird die vorinstanzliche Über-
schussverteilung verteidigt. Ob und in welchem Ausmass das Kind am Überschuss der Kindsel-

 
 
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tern beteiligt werden soll, ist im Gesetz nicht geregelt. Dieses bestimmt lediglich, dass der Un-
terhaltsbeitrag den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit 
der Eltern entsprechen soll, wobei das Vermögen und die Einkünfte des Kindes zu berücksich-
tigen sind (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Die Leistungsfähigkeit der Eltern ist entsprechend dieser ge-
setzlichen Regelung beim Unterhaltsbeitrag zu berücksichtigen. Dies kann durch eine grosszü-
gige Bedarfsberechnung des Kindes erfolgen, aber auch mittels einer Überschussbeteiligung. 
Die Vorinstanz setzte den Grundbedarf des Kindes mit dem Existenzminimum gleich, ohne Zu-
schläge für Hobbys, Freizeitaktivitäten, Ferien etc. in dessen Bedarfsberechnung aufzunehmen. 
Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das Kind mittels Überschussbeteiligung 
an der finanziellen Leistungsfähigkeit des Kindsvaters teilhaben lässt. Ein Überschussanteil bis 
zu einem Drittel ist grundsätzlich ebensowenig zu beanstanden wie der von der Vorinstanz un-
ter diesem Titel eingesetzte Betrag von rund CHF 390.00, welcher als solches nicht übermässig 
ist, so dass weder Unangemessenheit noch eine unrichtige Rechtsanwendung vorliegen und 
daher keine Veranlassung besteht, dies abzuändern, zumal es sich lediglich um den vorsorgli-
chen Unterhaltsbeitrag für die Dauer des Verfahrens handelt und der definitive Unterhaltsbei-
trag erst im Endentscheid festgelegt wird.  

27. Neue Unterhaltsberechnung: Für die grundsätzlichen Ausführungen zur Festlegung von 
Unterhaltsbeiträgen kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden, welche kor-
rekt sind und im Grundsatz nicht moniert wurden. Werden die vorinstanzlich eingesetzten Posi-
tionen der Unterhaltsberechnung, welche in den Berufungsverfahren von keiner Partei bestritten 
wurden (es sind dies die Grundbeträge, die Hypothekarzinsen und deren Aufteilung auf die 
Kindsmutter und das Kind, die Krankenkassenprämien, die auswärtige Verpflegung und die 
Mobilitätskosten des Kindsvaters, die Steuern des Kindsvaters und die Kinderzulage) unverän-
dert übernommen und die umstrittenen Positionen (es sind dies die Wohnkosten des Kindsva-
ters, die Nebenkosten der Kindsmutter mit dem Kind, die Mobilitätskosten der Kindsmutter, die 
Amortisationen der Hypothek, die Steuern der Kindsmutter, das Einkommen der Kindsmutter 
und das Einkommen des Kindsvaters) entsprechend den vorstehenden Ausführungen einge-
setzt, resultiert ein Grundbedarf des Kindsvaters von CHF 4‘416.00, der Kindsmutter von 
CHF 2‘821.00 und des Sohnes von CHF 952.00. Auf der Einkommensseite beträgt das Ein-
kommen des Kindsvaters CHF 10‘367.00, der Kindsmutter CHF 0.00 und des Kindes 
CHF 220.00 (Kinderzulage), so dass beim Kindsvater ein Überschuss von CHF 5‘951.00 zu 
verzeichnen ist, bei der Kindsmutter ein Manko von CHF 2‘821.00 und beim Kind ein Manko 
von CHF 732.00. Da im Vergleich mit der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung der Grundbe-
darf bei beiden Elternteilen tiefer und das Einkommen des Kindsvaters höher ist, resultiert ein 
höherer Überschuss des Kindsvaters. Nach der Deckung des Barunterhalts des Kindes von 
CHF 732.00 und des Betreuungsunterhalts von CHF 2‘821.00 beträgt der Überschuss des 
Kindsvaters CHF 2‘398.00. Wird das Kind analog zur vorinstanzlichen Überschussverteilung zu 
einem Drittel an diesem Überschuss beteiligt, entspricht dies einem Überschussanteil des Kin-
des von CHF 798.53. Dieser Anteil stellt betragsmässig eher die obere Grenze dar, ist an dieser 
Stelle aber so zu belassen, um den vorinstanzlichen Endentscheid hinsichtlich der Überschuss-
beteiligung nicht zu präjudizieren. Es gilt auch an dieser Stelle wiederum darauf hinzuweisen, 
dass der definitive Unterhaltsbeitrag erst mit dem Endentscheid festgesetzt wird (vgl. Erw. 
19.3). Die Unterhaltsberechnung stellt sich entsprechend folgendermassen dar:  

 
 
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Die angefochtene vorsorgliche Verfügung vom 18. Dezember 2018 ist folglich in der Dispositiv-
Ziffer 3 abzuändern und der Kindsvater ist zu verpflichten, der Kindsmutter des gemeinsamen 
Sohnes für dessen Unterhalt mit Wirkung per 1. Mai 2017 für die Dauer des Verfahrens vorläu-
fig einen monatlichen und monatlich im Voraus zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von 
CHF 4‘350.00 zuzüglich der ihm für den gemeinsamen Sohn ausgerichteten Kinderzulagen zu 

Vater
verbleibende 

Mittel Mutter
verbleibende 

Mittel Sohn

Monatlicher Grundbetrag 1'200.00 1'350.00 400.00
2'000.00 600.00 300.00

270.00 130.00
316.00 421.00 122.00
220.00

80.00 80.00
0.00 0.00

600.00 100.00

4'416.00 2'821.00 952.00

10'367.00

220.00
10'367.00 0.00 220.00

5'951.00 0.00 0.00
0.00 2'821.00 732.00

Manko Kind 732.00
BarUHB, Deckung Vater 5'219.00 732.00
BarUHB, Deckung Mutter 0.00
Fehlbetrag 0.00

Manko Mutter
BetreuungUHB Deckung Vater 2'398.00 0.00
Fehlbetrag 0.00

66.7 33.3

1'599.47 0.00 798.53

BarUHB 732.00
798.53

Barunterhalt total 1'530.53
Betreuungsunterhalt total 2'821.00

4'351.53Total Kinderunterhaltsbeiträge

 Überschussverteilung
• Überschuss Kindsvater 2'398.00

Zusatzeinkommen

Barunterhalt Kind

Überschussanteil

Manko

2'821.00
2'821.00

0.00 

732.00
0.00
0.00 

Betreuungsunterhalt

732.00

S O N S T I G E S
Grundbedarf

Nebenkosten
Krankenkassenprämien (KVG)
Auswärtige Verpflegung 

Drittbetreuung

Abzahlung Hypothek
Auslagen für Arzt, Pflege etc.
Steuern

Kinderzulage
Total

Überschuss

Nettoeinkommen 

Mobilitätskosten

Miete / Hypozins

 
 
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bezahlen, wovon ein Anteil von CHF 1‘530.00 pro Monat zuzüglich Kinderzulagen als Barunter-
haltsbeitrag und ein Anteil von CHF 2‘820.00 als Betreuungsunterhalt geschuldet sind.  

 

Unentgeltliche Rechtspflege 

28. Das Kind ersucht für beide Berufungsverfahren um Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege wird in Art. 117 ZPO geregelt. 
Gemäss dieser Bestimmung hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn 
sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos er-
scheint. Nach der basellandschaftlichen Gerichtspraxis gilt eine Partei als mittellos im Sinne der 
unentgeltlichen Rechtspflege, wenn ihr gesamtes Einkommen im Zeitpunkt der Einreichung des 
Gesuchs kleiner als das um 15% des Grundbetrages und die laufende Steuerbelastung erwei-
terte betreibungsrechtliche Existenzminimum ist. Sofern die Mittellosigkeit aufgrund der Ein-
kommensverhältnisse eines Gesuchstellers zu bejahen ist, so ist zu prüfen, ob allenfalls beste-
hendes Vermögen der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege entgegensteht. Dabei ist zu 
beachten, dass ein gewisser Umfang an Vermögen als „Notgroschen“ beansprucht werden darf 
und nicht zur Prozessführung angetastet werden muss. Bei ungenügendem Einkommen wird 
ein Vermögen von etwa CHF 20'000.00 bis maximal CHF 25'000.00 als noch verhältnismässig 
gering und deshalb einem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entgegenstehend be-
trachtet. Als zweite Anspruchsvoraussetzung für die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege ist verlangt, dass das Rechtsbegehren der gesuchstellenden Partei nicht aussichtslos 
erscheinen darf.  

29. Der Barunterhaltsbeitrag für das Kind ist diesem wie ein eigenes Einkommen anzurech-
nen und der Überschuss bei der unentgeltlichen Rechtspflege zu berücksichtigen. Wie aus der 
vorstehenden Unterhaltsberechnung hervorgeht, kommt dem Kind ein monatlicher Überschus-
santeil von CHF 798.45 zu, welcher zum Barunterhalt geschlagen wird. Es gilt allerdings zu 
berücksichtigen, dass hinsichtlich der unentgeltlichen Rechtspflege für die Berechnung des 
Grundbedarfs der Grundbetrag um 15% zu erweitern ist, was CHF 60.00 entspricht (15% vom 
Grundbetrag des Kindes von CHF 400.00), und sich folglich für die Prüfung des Anspruchs auf 
unentgeltliche Rechtspflege der Überschuss des Kindes um diesen Betrag auf CHF 738.53 ver-
ringert. Bei relativ kurzer Prozessdauer wird für die Beteiligung an den Prozesskosten in der 
Regel auf einen Überschuss von drei bis vier Monaten abgestellt. Vorliegend wird auf den Mit-
telwert bzw. den Überschuss von 3,5 Monaten abgestellt, was eine Gesamtsumme von 
CHF 2‘584.60 ergibt. Einen höheren Betrag kann das Kind aus seinem Barunterhalt für die Pro-
zesskosten nicht aufbringen. Folglich ist dem Kind die unentgeltliche Rechtspflege mit einem 
Selbstbehalt von gerundet CHF 2‘500.00 zu bewilligen.  

 

Kosten Berufungsverfahren 

30. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten, bestehend aus den Gerichts-
kosten sowie der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), zu befinden. Massgebend für die 
Regelung der Kostenfolgen sind die Bestimmungen der Art. 104 ff. ZPO, die auch im Beru-
fungsverfahren gelten (BENEDIKT SEILER, Die Berufung nach ZPO, Zürich/Basel/Genf 2013, 

 
 
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Rz. 1560). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei 
auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten gemäss Art. 106 
Abs. 2 ZPO nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt.  

31. Da die beiden Berufungen Nr. 400 19 53 und Nr. 400 19 56 zusammenhängen und nicht 
isoliert voneinander behandelt werden können, sondern in einem einheitlichen Entscheid zu 
beurteilen sind (siehe vorstehende Erwägung Ziffer 1), ist es angezeigt, eine einheitliche Ent-
scheidgebühr für die beiden Berufungsverfahren festzulegen. Diese Gebühr ist in Anwendung 
von § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 15. November 2010 über die Gebüh-
ren der Gerichte (SGS 170.31; Gebührentarif) auf insgesamt CHF 2‘000.00 für beide Beru-
fungsverfahren gemeinsam festzulegen. Der Kindsvater ist mit seiner Berufung vom 14. März 
2019 vollumfänglich unterlegen. So werden weder die vorinstanzliche Obhutszuteilung noch 
das Besuchs- und Ferienrecht abgeändert und der Unterhaltsbeitrag wird entgegen den Anträ-
gen des Kindsvaters nicht reduziert, sondern erhöht. Die Berufung des Kindes ist demgegen-
über teilweise gutzuheissen, indem der vorinstanzliche Unterhaltsbeitrag von CHF 4‘244.00 
zuzüglich Kinderzulagen auf CHF 4‘350.00 zuzüglich Kinderzulagen zu erhöhen ist. Von Seiten 
des Kindes wurde ein Unterhaltsbeitrag von insgesamt CHF 4‘905.00 beantragt, wogegen der 
Kindsvater für die Dauer des Verfahrens bis 31. Juli 2019 eine Reduktion auf CHF 3‘173.00 und 
ab 1. August 2019 auf CHF 630.00 beantragte. Zwar obsiegt das Kind mit seiner Berufung nur 
teilweise, angesichts der Anträge beider Parteien zur Höhe des Unterhaltsbeitrags ist das Kind 
mit seinen Anträgen bedeutend näher am nunmehr festgelegten Unterhaltsbeitrag. Wird zudem 
der Verfahrensausgang hinsichtlich Obhut, Besuchs- und Ferienrecht miteinbezogen, gilt der 
Kindsvater insgesamt über beide Berufungsverfahren betrachtet als überwiegend unterlegene 
Partei, so dass ihm entsprechend dem Ausgang beider Verfahren die Entscheidgebühr von 
CHF 2‘000.00 aufzuerlegen ist.  

32. Der Kindsvater unterliegt mit seiner Berufung vom 14. März 2019 vollumfänglich und hat 
daher der Gegenpartei für das Berufungsverfahren Nr. 400 19 56 eine volle Parteientschädi-
gung zu bezahlen. Deren Rechtsvertreter Daniel Levy macht mit Honorarnote vom 9. April 2019 
(Beilage 4 zur Berufungsantwort) einen Zeitaufwand von 7,25 Std. geltend, was angesichts der 
zehn Seiten umfassenden Berufungsantwort vom 9. April 2018 (recte: 2019) angemessen und 
zum üblichen Ansatz von CHF 250.00 zu entschädigen ist. Die Auslagen sind wie beantragt im 
Betrag von insgesamt CHF 117.30 zuzusprechen. Folglich resultiert eine Parteientschädigung 
von CHF 2‘078.40 (7,25 Std. à CHF 250.00 = CHF 1‘812.50, Auslagen CHF 117.30, MWST von 
7,7 % auf CHF 1‘929.80 = CHF 148.60), welche der Berufungskläger (Kindsvater) dem Beru-
fungsbeklagten (Kind) im Berufungsverfahren Nr. 400 19 56 zu bezahlen hat.  

33. Das Kind beantragte mit Berufung vom 8. März 2019 eine Erhöhung des Unterhaltsbei-
trags von CHF 4‘244.00 auf CHF 4‘905.00, d.h. eine Erhöhung um CHF 661.00. Mit dem vorlie-
genden Entscheid wird der Unterhaltsbeitrag nunmehr auf insgesamt CHF 4‘350.00 festgelegt, 
was einer Erhöhung um CHF 106.00 entspricht. Das Kind kommt somit mit seiner Berufung zu 
rund 1/6 durch und unterliegt zu rund 5/6. Folglich hat im Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 das 
Kind/der Berufungskläger dem Kindsvater/Berufungsbeklagten 5/6 der Anwaltskosten von 
Rechtsanwältin Claudia Rohrer zu bezahlen, zumal die Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-
pflege nicht von einer Parteientschädigung an die Gegenpartei entbindet (siehe Art. 118 Abs. 3 
und Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Die Rechtsvertreterin des Kindsvaters hat keine Honorarnote 

 
 
Seite 21   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eingereicht, sodass die Parteientschädigung in Anwendung von § 18 Abs. 1 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte (SGS 178.112; TO) von Amtes wegen festzusetzen ist. Der 
Aufwand für die Berufungsantwort vom 1. April 2019 von Rechtanwältin Claudia Rohrer wird auf 
7,25 Std. geschätzt, analog zum Aufwand von Rechtsanwalt Daniel Levy für dessen Berufungs-
antwort vom 9. April 2018 (recte: 2019), und die Auslagen auf CHF 50.00. Es resultiert ein Ho-
norar von 2‘005.90 (7,25 Std. à CHF 250.00 = CHF 1‘812.50, Auslagen von CHF 50.00, MWST 
7,7% auf CHF 1‘862.50 = CHF 143.40). Von diesem Gesamthonorar hat das Kind entsprechend 
dem Ausgang seiner Berufung 5/6 bzw. CHF 1‘671.60 als Parteientschädigung dem Kindsvater 
zu bezahlen.  

Der Kindsvater hat dem Kind ausgangsgemäss für das Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 1/6 
der Anwaltskosten von Rechtsanwalt Daniel Levy zu bezahlen. Dieser macht für die Berufung 
vom 8. März 2019 einen Zeitaufwand 10 Std. und Auslagen von CHF 74.60 geltend, was an-
gemessen ist. Beim üblichen Stundenansatz von CHF 250.00 ergibt das insgesamt 
CHF 2‘772.85 (10 Std. à CHF 250.00 = CHF 2‘500.00, Auslagen von CHF 74.60, 7,7 % MWST 
auf CHF 2‘574.60 = CHF 198.25). Von diesem Betrag hat der Kindsvater 1/6 bzw. CHF 462.15 
als Parteientschädigung an das Kind zu bezahlen.  

Der Aufwand des Rechtsvertreters des Kindes im Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 beträgt 
entsprechend dem Tarif für die unentgeltliche Verbeiständung (Ansatz von CHF 200.00 pro 
Stunde gemäss § 3 Abs. 2 TO) antragsgemäss CHF 2‘234.35 (inkl. Auslagen und MWST). Die-
sen Betrag kann das Kind mit dem ihm auferlegten Selbstbehalt begleichen. Folglich ist dem 
unentgeltlichen Rechtsbeistand keine Entschädigung aus der Gerichtskasse auszubezahlen.  

 

  

 
 
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Demnach wird erkannt: 

://: I. Die Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 und 400 19 56 werden vereinigt 
und es ergeht der vorliegende Entscheid einheitlich für beide Verfahren. 

 II. Die Berufung des Kindsvaters vom 14. März 2019 (Berufungsverfahren 
Nr. 400 19 56) wird vollumfänglich abgewiesen. 

 III. Die Berufung des Kindes vom 8. März 2019 (Berufungsverfahren 
Nr. 400 19 53) wird teilweise gutgeheissen. Die Dispositiv-Ziffern 3 
und 4 der vorsorglichen Verfügung vom 18. Dezember 2018 des Zivil-
kreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft Ost werden aufgehoben und 
durch folgende Ziffern ersetzt:  

3. Der Beklagte/Kindsvater hat der Kindsmutter des gemeinsamen 
Sohnes A.____ für dessen Unterhalt mit Wirkung per 1. Mai 2017 
für die Dauer des Verfahrens vorläufig einen monatlichen und 
monatlich vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 4‘350.00 
zuzüglich der ihm für den gemeinsamen Sohn A.____ ausgerich-
teten Kinderzulagen zu bezahlen, wovon ein Anteil von 
CHF 1‘530.00 pro Monat zuzüglich Kinderzulagen als Barunter-
haltsbeitrag und CHF 2‘820.00 pro Monat als Betreuungsunter-
haltsbeitrag geschuldet ist.  

4. Der vorläufige Unterhaltsbeitrag gemäss Ziff. 3 hiervor basiert 
auf einem Einkommen des Beklagten und Kindsvaters von mo-
natlich netto CHF 10‘367.00 inklusive Bonus und exklusive Zula-
gen vor Steuern, auf einem Einkommen der Kindsmutter von 
CHF 0.00 und auf den Kinderzulagen für A.____ von 
CHF 220.00 pro Monat. 

 IV. In Ergänzung zum Gutachterauftrag gemäss Ziffer 1 der vorsorglichen 
Verfügung vom 18. Dezember 2018 des Zivilkreisgerichtspräsidenten 
Basel-Landschaft Ost wird die Kinder- und Jugendpsychiatrie angewie-
sen, die gutachterliche Empfehlung aus der Sichtweise des Kindswohls 
abzugeben und nicht die Elterninteressen in den Vordergrund zu stellen. 

 V. Dem Kind wird für beide Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 und Nr. 400 
19 56 die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt mit einem Selbstbehalt 
von insgesamt CHF 2‘500.00.  

 VI. Die Gerichtsgebühr wird gemeinsam für beide Berufungsverfahren 
Nr. 400 19 53 und Nr. 400 19 56 auf insgesamt CHF 2‘000.00 festgelegt 
und dem Kindsvater B.____ auferlegt.  

 VII. Für das Berufungsverfahren Nr. 400 19 56 (Berufung des Kindsvaters) 
hat der Kindsvater dem Kind eine Parteientschädigung von 
CHF 2‘078.40 (inkl. Auslagen von CHF 117.30 und MWST von 
CHF 148.60) zu leisten.  

 
 
Seite 23   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 VIII. Für das Berufungsverfahren Nr. 400 19 53 (Berufung des Kindes) hat 
das Kind dem Kindsvater eine Parteientschädigung von CHF 1‘671.60 
(inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen und der Kindsvater dem Kind 
eine Parteientschädigung von CHF 462.15 (inkl. Auslagen und MWST).  

  

 

Präsident 

 

 

Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin 

 

 

Karin Arber