# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08046fe0-e8e8-5df7-a0ef-6250ef3ee041
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.05.2008 D-3188/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3188-2008_2008-05-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3188/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Markus König, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...), Äthiopien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. Mai 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3188/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  eigenen  Angaben  zufolge  ein  äthiopi-
scher Staatsangehöriger aus (...) – sein Heimatland am 17. Juni 2005 
verliess und am 13. Januar 2006 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 18. Januar 2006 im Empfangszentrum Kreuzlingen 
die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch 
zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlan-
des befragte und ihn am 9. Februar 2006 einlässlich zu den Asylgrün-
den anhörte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  Mai  2008 in  Anwendung  von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 
die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordne-
te,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Mai 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragt,  die Verfügung des BFM vom 7. Mai  2008 sei  aufzuheben 
und bezüglich  der  Frage der  Flüchtlingseigenschaft  und  der  Asylge-
währung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, even-
tuell sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit der Wegwei-
sung festzustellen und als Folge davon sei ihm die vorläufige Aufnah-
me zu erteilen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragt, es sei ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren, von der Erhebung eines Kos-
tenvorschusses abzusehen und es seien die Volzugsbehörden mittels 
vorsorglicher  Massnahmen  anzuhalten,  von  allfälligen  Vollzugshand-
lungen abzusehen,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  nachstehendem  Vorbehalt  –  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2 
AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  hat  (Art.  55  Abs.  1 
VwVG) und das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass folglich der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 AsylG berech-
tigt  ist,  sich  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens  in  der 
Schweiz aufzuhalten,

dass deshalb mangels Rechtsschutzinteresse auf den Antrag, es seien 
die  Vollzugsbehörden  mittels  vorsorglicher  Massnahme  anzuhalten, 
von allfälligen Vollzughandlungen abzusehen, nicht einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 

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materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer argumentiert, die Frist von fünf Arbeitsta-
gen zur  Anfechtung der  Nichteintretensverfügung gelte  nicht  für  den 
Wegweisungsentscheid,  sondern  für  diesen  gelte  die  30-tägige  Frist 
von Art. 50 VwVG, was aus Art. 108a AsylG zu schliessen sei, da die-
ser nur von Nichteintretensentscheiden spreche,

dass Art. 44a AsylG von rechtskräftigem Nichteintretensentscheid und 
rechtskräftigem Wegweisungsentscheid spreche, was keinen Sinn ma-
chen würde, wenn die Rechtskraft gleichzeitig eintreten würde,

dass seine Eingabe nicht als abschliessend zu betrachten sei und er 
sich vorbehalte, innert der 30-tägigen Frist eine Beschwerdergänzung 

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betreffend  Nichteintreten  auf  das  Asylgesuch  und  die  Wegweisung 
nachzureichen,

dass die fünftägige Beschwerdefrist  gemäss Art. 108a AsylG zudem 
verfassungs-  (Art.  29a  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101])  und  völker-
rechtswidrig  (Art.  13  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische Men-
schenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101]) sei,

dass  der  Auffassung,  bei  Nichteintretensentscheiden  hätten  für  das 
Nichteintreten und die Wegweisung unterschiedliche Beschwerdefris-
ten zu gelten, bereits unter dem bis zum 31. Dezember 2007 gelten-
den  Recht  nicht  gefolgt  werden  konnte  (vgl.  im  Einzelnen  EMARK 
2004 Nr. 25 E. 3b S. 164 f.),

dass indessen Art. 44a AsylG in der Fassung gemäss Ziff. I 2 des Bun-
desgesetzes  vom  19.  Dezember  2003  über  das  Entlastungespro-
gramm 2003 (AS 2004 1633; BBl 2003 5615) durch Ziff. I des Bundes-
gesetzes  vom 16.  Dezember  2005  (AS 2006  4745,  2007  5573; BBl 
2002 6845) mit Wirkung seit 1. Januar 2008 ohnehin aufgehoben wur-
de,  weshalb die Argumentation in  der  vom Beschwerdeführer einge-
reichten,  standardisierten  und von anonymer dritter  Hand verfassten 
Rechtsmitteleingabe insofern ohnehin ins Leere zielt,

dass sich die Frage nach einer wirksamen Beschwerdemöglichkeit im 
vorliegenden  Fall  wegen  Einhaltung  der  Beschwerdefrist  zudem gar 
nicht stellt und hinsichtlich der entsprechenden Kritik in der Beschwer-
deschrift  festzuhalten  ist,  dass  die  fünftägige  Beschwerdefrist  nach 
dem gesetzgeberischen Willen zwar kurz bemessen ist, als solche und 
abstrakt besehen aber nicht dem im Art. 13 EMRK geschützten Recht 
auf eine wirksame Beschwerde entgegensteht, da sie nach Arbeitsta-
gen berechnet wird und die sich prima vista präsentierende Kürze der 
Frist durch verschieden andere, einer rekursführenden Person entge-
genkommende  Umstände  relativiert  wird  (vgl.  im  Einzelnen  EMARK 
2004 Nr. 25 E. 3c S. 65 ff.),

dass zudem kein Anlass besteht, die in Aussicht gestellte Beschwer-
deergänzung abzuwarten, da die vorliegende Beschwerdeeingabe den 
Anforderungen von Art. 52 VwVG genügt, die Beschwerdesache weder 
besonders umfangreich noch komplex im Sinne von Art. 53 VwVG ist 
und mangels entsprechender Anhaltspunkte nicht davon auszugehen 

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ist, die vom Beschwerdeführer angekündigten weiteren Ausführungen 
könnten  potenziell  eine  andere  Beurteilung  seiner  Asylvorbringen 
herbeiführen, 

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im Empfangszentrum Kreuzlingen  bzw. in  den 48 
Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines In-
formationsblattes  ein  Dokument  zur  seiner  zweifelsfreien  Identifizie-
rung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe seiner Iden-
titätspapiere erklärte, seine Identitätskarte sei von der Polizei anläss-
lich seiner Festnahme vom 9. Mai 2005 nach einer Demonstrationsteil-
nahme beschlagnahmt worden,

dass das BFM diese Festnahme unter Bezeichnung der entsprechen-
den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  in  den  Protokollen  als  nicht 
glaubhaft erachtet, da dieser unterschiedliche Angaben in den Befra-
gungen zur Dauer der Inhaftierung gemacht habe,

dass er angegeben habe, von der Polizei verhört worden zu sein, aber 
bei der Frage, was die Polizei von ihm wissen wollte, ausgewichen sei,

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dass er geschildert habe, er sei nach drei Wochen Haft zusammen mit 
weiteren  50  Inhaftierten  von  Militärangehörigen  transferiert  worden 
und sei dann als das Fahrzeug an einer Ampel angehalten habe, vom 
Wagen gesprungen und geflohen,

dass Gefangentransporte der vorgebrachten Art aber notorischerweise 
unter  entsprechenden  Sicherheitsvorkehrungen  und  ausreichender 
Bewachung durch Sicherheitskräfte durchgeführt  werden würden, um 
den betreffenden Häftlingen eine Flucht zu verunmöglichen, womit die 
Darstellung des Beschwerdeführers, die rund 50 Gefangene seien auf 
offenem Wagen und ohne Verwendung von Handschellen transportiert 
worden und hätten gemäss Darstellung mit Leichtigkeit abhauen kön-
nen, nicht zu vereinbaren sei,

dass der Beschwerdeführer im Weiteren vorgebracht habe, die Behör-
de habe ihn im Auge behalten,  weil  sie seinen Vater verfolgt hätten, 
welcher ebenfalls festgenommen worden sei, wobei er aber dazu keine 
hinreichenden Angaben zu liefern vermochte,

dass somit die Grundlagen, auf welchen der Beschwerdeführer seine 
Vorbringen gestützt habe, fehlen würden,

dass im Weiteren die Eltern und ein Geschwister des Beschwerdefüh-
rers in seinem Herkunftsort leben würden, was dieser im Hinblick auf 
die  Beschaffung  von  Identitätsausweisen  aber  nicht  genutzt  habe, 
weshalb davon auszugehen sei, er verfüge über relevante Identitätspa-
piere, enthalte diese dem Bundesamt aber vor,

dass das  BFM damit -  nach Prüfung der  Akten auch aus Sicht  des 
Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb für 
das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der 
Frist  von  48  Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  keine  ent-
schuldbaren Gründe vorliegen, zumal in der Beschwerde nichts Stich-
haltiges  geltend gemacht  wird,  was diesbezüglich  allenfalls  zu  einer 
anderen Beurteilung führen könnte,

dass  für  den  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  geltend  gemachten 
Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der  Befragung vom 18. Januar  2006, 
der  Anhörung  vom 9.  Februar  2006  und  der  Verfügung  vom 7. Mai 
2008 zu verweisen ist,

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf verschie-
dene Unglaubhaftigkeitsmerkmale in der Gesuchsbegründung des Be-
schwerdeführers hinweist,

dass diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholungen auf  die be-
reits oben genannten Erwägungen des BFM zu verweisen ist,

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, das BFM habe seine 
Aussagen offensichtlich falsch gewürdigt, aber nicht ansatzweise dar-
gelegt wird, inwiefern die Erwägungen des BFM unzutreffend sein sol-
len,

dass der Beschwerdeführer in seinem handschriftlichen verfassten Teil 
der  Beschwerdebegründung neu einzig  geltend macht,  er  sei  in  der 
Schweiz im März 2007 der Oppositionspartei (...) beigetreten, 

dass diese Behauptung allerdings nicht weiter belegt wird, ungeachtet 
dessen aber ohnehin nicht davon auszugehen wäre, der Beschwerde-
führer müsste allein aufgrund des Umstandes, einfaches Mitglied einer 
äthiopischen  Exilorganisation  zu  sein,  im  Falle  der  Rückkehr  in  die 
Heimat mit  für  die Flüchtlingseigenschaft  relevanter  Verfolgung rech-
nen,

dass  sich  unter  diesen  Umständen  weitere  Erörterungen  erübrigen 
und – übereinstimmend mit  der Beurteilung des BFM – festzuhalten 
bleibt,  dass  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft ohne  weiteres 
ausgeschlossen werden kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

dass der Beschwerdeführer in Äthiopien vielmehr über ein familiäres 
Beziehungsnetz verfügt (act. A1/11 S. 2; A12/11 S. 3),  über eine im-
merhin 5-jährige Schulbildung und über mehrjährige berufliche Erfah-
rungen als Schneider im Geschäft seines Vaters verfügt (act. A12/11 S. 

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3 f.),  weshalb es ihm möglich sein sollte sich im Falle der Rückkehr 
eine wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer nach wie vor 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  somit  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen  und  der  vom 
BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG abzuweisen  ist,  da  sich  die  Be-
schwerde als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 
1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (eingeschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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