# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0ea6169-3691-5fb2-8399-31ebb6923dd6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.09.2018 715 18 164/257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-164-257_2018-09-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 20. September 2018 (715 18 164 / 257) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Beitragszeit nicht erfüllt. Keine Anrechnung zusätzlicher Beitragszeiten weder infolge 
nachträglich ausgerichteten Ferienlohns noch krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit.  
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung  
 
 
 
A. Der 1983 geborene A.____ ist beruflich im IT-Bereich tätig. In der Rahmenfrist vom 
1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2017 hat er infolge Arbeitslosigkeit insgesamt 139 Taggelder 
der öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) bezogen. Mit Wirkung per 9. Juli 2017 hat 
er sich von der Arbeitsvermittlung und vom Leistungsbezug abgemeldet, weil er ab 10. Juli 
2017 eine bis Ende Dezember 2017 befristete Stelle bei der B.____ AG antreten konnte.  
 

 
 
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B. Nachdem er bereits am 8. Dezember 2017 eine Folgerahmenfrist für einen erneuten 
Leistungsbezug ab 1. Januar 2018 beantragt hatte, meldete sich der Versicherte am 
21. Dezember 2017 erneut zur Arbeitsvermittlung an. Mit Verfügung vom 7. März 2018 vernein-
te die Kasse die Anspruchsberechtigung mit der Begründung, dass die erforderliche Beitrags-
zeit nicht erfüllt worden sei. Eine hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten wies sie mit 
Entscheid vom 23. April 2018 ab. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass der 
Versicherte in der massgebenden Rahmenfrist eine Beitragszeit von lediglich 11,4 Monaten 
aufweise und die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten daher nicht erfülle. Nicht bezogene Feri-
en während eines Anstellungsverhältnisses könnten keine zusätzliche Beitragszeit generieren. 
 
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte zu Handen der Kasse am 
15. Mai 2018 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Ausrichtung von Taggeldleistungen 
ab 1. Januar 2018. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass eine Erkrankung die 
Erfüllung seiner Beitragszeit beeinflusst habe. Dem Zeugnis seines Arztes sei zu entnehmen, 
dass ihm zwei Monate vor dem Arbeitsbeginn bei der C.____ wegen Depressionen Venlaflaxine 
verschrieben worden sei. Dieses Medikament habe seine Konzentration, sein Erinnerungsver-
mögen sowie seine Motivation während der Arbeit beeinflusst. Es habe ihn daher auch viel Zeit 
gekostet, eine neue Stelle zu finden, nachdem sein Vertrag mit der C.____ nicht verlängert 
worden sei. Erst drei Monate nach Arbeitsantritt bei der C.____ habe er das Medikament wieder 
absetzen können. In der Folge habe es jedoch noch eine längere Zeit gedauert, bis die Neben-
wirkungen der Konzentrations- und Gedächtnisschwäche verschwunden seien. Seine zuvor 
stets guten Arbeitsleistungen seien von der C.____ daher als ungenügend beurteilt worden, so 
dass sein Vertrag nicht verlängert worden sei.  
 
D. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zusammenfassend hielt sie fest, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers 
keine abweichende Sichtweise bewirken würden. Während der Rahmenfrist für die Beitragszeit 
könne er lediglich während 11,4 Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung nachweisen. 
Ausserdem sei er nicht von der Erfüllung der Beitragspflicht befreit gewesen.  
 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.   
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die zu Handen des örtlich und sachlich zuständigen Gerichts frist- und formgerecht 
bei der Kasse eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und 
Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 hat die versicherte Person Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung, wenn die Beitragszeit erfüllt ist oder wenn sie von der Erfüllung der 
Beitragszeit befreit ist. Für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit gelten grundsätzlich 
zweijährige Rahmenfristen (vgl. Art. 9 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit be-
ginnt gemäss Art. 9 Abs. 3 AVIG zwei Jahre vor der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Letz-

 
 
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tere beginnt gemäss Art. 9 Abs. 2 AVIG an jenem Tag, an dem (wiederum) sämtliche An-
spruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorge-
sehenen Rahmenfrist während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung 
ausgeübt hat (vgl. Art. 13 Abs. 1 AVIG).  
 
2.2 Die Ermittlung der Beitragszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG ist in Art. 11 der Verord-
nung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) 
vom 31. August 1983 geregelt. Gemäss Art. 11 AVIV zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalen-
dermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist (Abs. 1). Beitragszeiten, die nicht einen 
vollen Kalendermonat umfassen, werden zusammengezählt. Je 30 Kalendertage gelten als ein 
Beitragsmonat (Abs. 2). Die den Beitragszeiten gleichgesetzten Zeiten (Art. 13 Abs. 2 AVIG) 
und Zeiten, für die der Versicherte einen Ferienlohn bezogen hat, zählen in gleicher Weise 
(Abs. 3). Für die Bestimmung der Beitragszeit kommt es jedoch stets auf die Dauer des Arbeits-
verhältnisses an. Ein beendigtes Arbeitsverhältnis wird durch die Auszahlung einer Entschädi-
gung für nicht bezogene Ferien daher weder verlängert, noch darf diese in Beitragstage umge-
rechnet und an die Beitragszeit angerechnet werden (BGE 130 V 492).  
 
3.1 An die Beitragszeit nach Art. 13 Abs. 1 AVIG werden gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG 
hingegen jene Zeiten angerechnet, in denen der Versicherte zwar in einem Arbeitsverhältnis 
steht, aber wegen Krankheit oder Unfalls keinen Lohn erhält und daher keine Beiträge bezahlt. 
Die Regelung von Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG ist dann von Bedeutung, wenn die Lohnzahlungs-
pflicht des Arbeitgebers bei Krankheit oder Unfall dahin gefallen oder durch Leistungen der 
Kranken- oder Unfalltaggeldversicherung ersetzt worden ist. Ebenso greift diese Regelung ein 
bei versicherten Personen, deren Absenzen nicht durch beitragspflichtige Lohnzahlungen ge-
deckt sind. Die Anrechnung gemäss Art. 13 Abs. 2 AVIG gilt indessen nur für Unterbrüche wäh-
rend eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Von der Erfüllung der Beitragszeit sodann befreit 
sind Personen, die innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit während insgesamt mehr als 
zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit infolge Krankheit, 
Unfall oder Mutterschaft nicht erfüllen konnten, sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der 
Schweiz hatten (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG). Art. 14 Abs. 1 lit. b betrifft – anders als Art. 13 
Abs. 2 lit. c AVIG – somit die von einer Arbeitsunfähigkeit betroffenen Zeiten ausserhalb eines 
Arbeitsverhältnisses. Wie das Bundesgericht wiederholt festgestellt hat, muss zwischen einem 
Befreiungsgrund gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG und der Nichterfüllung der Beitragszeit ausser-
dem ein Kausalzusammenhang bestehen und das entsprechende Hindernis muss während 
mehr als zwölf Monaten bestanden haben. Hintergrund bildet der Umstand, dass dem Versi-
cherten bei einer kürzeren Verhinderung während der zweijährigen Rahmenfrist genügend Zeit 
verbleibt, um eine ausreichende beitragspflichtige Beschäftigung auszuüben (BGE 126 V 387 
E. 2b, 121 V 342 E. 5b; ARV 1995 Nr. 29 S. 167 E. 3b mit Hinweisen; Urteile des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG] vom 29. November 2005, C 153/05, E. 4, und vom 14. Sep-
tember 2004, C 284/03, E. 2.1; vgl. auch BGE 130 V 231 f. E. 1.2.3 mit Hinweisen [Pra 2005 
Nr. 81, S. 610, E. 1.2.3]). Art. 14 AVIG ist als Ausnahmeklausel vom Grundsatz der Mindestbei-
tragspflicht somit subsidiär zu Art. 13 AVIG und gelangt bei genügender Beitragszeit nicht zur 
Anwendung. Eine Kumulation oder Kompensation von beitragspflichtigen und beitragsbefreiten 
Zeiten ist ausgeschlossen. Es ist deshalb auch nicht möglich, fehlende Beitragszeiten mit Zei-

 
 
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ten der Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit aufzufüllen und umgekehrt (THOMAS 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 
Soziale Sicherheit, Basel/Genf/München 2007, S. 2256 Rz 254).  
 
3.2 Das Vorliegen eines im Streit stehenden Befreiungstatbestandes gemäss Art. 14 
Abs. 1 lit. b AVIG muss ebenso wie eine Krankheit im Zusammenhang mit der Beitragszeit 
gleichgestellten Zeiten nach Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG überprüfbar sein. Beide Tatbestände be-
stimmen sich grundsätzlich nach objektiver Betrachtungsweise ex post. In Analogie zu Art. 28 
Abs. 5 Satz 1 AVIG muss der Versicherte seine Arbeitsunfähigkeit daher grundsätzlich mit ei-
nem ärztlichen Zeugnis nachweisen (Urteil des EVG vom 10. September 1996, C 12/96, E. 2a). 
Eine derart nachgewiesene Krankheit gilt hinsichtlich Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG allerdings nur 
dann als Befreiungsgrund, wenn die versicherte Person in dieser Zeit – anders als im Falle von 
Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG – in keinem Arbeitsverhältnis gestanden ist und deswegen die Bei-
tragszeit nicht erfüllen konnte. Ob sich die versicherte Person nach eigener Einschätzung ge-
sundheitsbedingt ausser Stande sieht, eine beitragspflichtige (Teilzeit-) Beschäftigung auszu-
üben, ist nicht massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2001, C 433/99, E. 3 a.E.). 
Daran ändert auch nichts, dass im Zuge allfälliger Abklärungen hinsichtlich beispielsweise un-
fall- bzw. invalidenversicherungsrechtlicher Ansprüche, die häufig längere Zeit andauern, ab-
weichende oder gar kontroverse Stellungnahmen der involvierten medizinischen Fachpersonen 
zur Arbeitsfähigkeit vorliegen können (Urteile des Bundesgerichts vom 22. Februar 2010, 
8C_655/2009, E. 6.1.2; Urteil des EVG vom 11. April 2002, C 333/00, E. 3). Die Kasse hat im 
Rahmen ihrer Abklärungspflicht die beweisrelevanten Unterlagen generell von sich aus einzu-
verlangen (AVIG-Praxis ALE, Oktober 2012, Rz B 185). Sie ist deshalb auch im Zusammen-
hang mit der Beitragsbefreiung verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen und hierfür die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000). 
 
4.1 Vorab ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer den in seiner vorangehenden Ein-
sprache geäusserten Einwand, die von ihm während seiner Arbeit zuletzt bei der B.____AG nie 
bezogenen Ferien seien an die Beitragszeit anzurechnen, im vorstehenden Beschwerdeverfah-
ren nicht mehr vorgebracht hat. Auch wenn diese Rechtsfrage vorliegend mithin nicht mehr de-
tailliert zu prüfen ist, kann dennoch in der gebotenen Kürze festgehalten werden, dass die Kas-
se eine Anrechnung zusätzlicher Beitragszeiten in ihrem Einspracheentscheid unter diesem 
Titel zu Recht abgelehnt hat. Massgebend ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach 
für die Bestimmung der Beitragszeit einzig die Dauer des Arbeitsverhältnisses massgebend ist. 
Ein beendetes Arbeitsverhältnis wird durch die Auszahlung einer Entschädigung für nicht bezo-
gene Ferien weder verlängert, noch darf eine solche Auszahlung in Beitragstage umgerechnet  
und an die Beitragszeit angerechnet werden (oben, Erwägung 2.2). Beim Ferienlohn kann es 
sich dessen Sinn und Zwecks entsprechend nur um während des Arbeitsverhältnisses bezoge-
ne und nach arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Obligationenrechts entschädigte Ferientage 
handeln (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2007, C 162/06, E. 3.3, mit Verweis auf 
GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 14 zur Art. 13). Vor diesem Hintergrund können 
allenfalls nicht bezogene Ferientage ebenso wie geleistete Überzeiten die Beitragszeit dem-

 
 
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nach nicht verlängern. Zeiten, für die der Versicherte einen Ferienlohn bezogen hat, zählen mit 
anderen Worten nur insoweit zu den üblichen Beitragszeiten gemäss Art. 11 Abs. 3 AVIV, als 
die Ferienzeit innerhalb des Arbeitsverhältnisses gelegen hat. Ein beendigtes Arbeitsverhältnis 
kann deshalb auch durch die Auszahlung des Ferienanspruchs in Form eines Lohnzuschlags 
keine Anrechnung als zusätzliche Beitragszeit rechtfertigen (ARV 2000 Nr. 17, S. 84). Ebenso 
wenig vermag auch eine nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses allenfalls ausbezahlte Gra-
tifikation eine Verlängerung der Beitragszeit zu bewirken. Nichts anderes gilt im vorliegenden 
Fall, da der Versicherte für die bei der B.____ AG geleistete Arbeit Lohn lediglich bis 31. De-
zember 2017 erhalten hat (Kasse Akt 219). Es muss daher sein Bewenden damit haben, dass 
dem Beschwerdeführer hinsichtlich des Arbeitsverhältnisses bei der B.____ AG vom 10. Juli 
2017 bis 31. Dezember 2017 (Kassen Akt 201 und 219) in der hier massgebenden Rahmenfrist 
vom 1. Januar 2016 bis Ende Dezember 2017 lediglich eine Beitragszeit von 5,747 Monaten 
angerechnet werden kann (Kassen Akt 239).  
 
4.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde nunmehr aber geltend, dass er 
während der Rahmenfrist krank gewesen sei. Mit Verweis auf ein Arztzeugnis von Dr. D.____ 
stellt er sich auf den Standpunkt, dass ihm zwei Monate vor seiner Anstellung bei der Firma 
C.____ das Medikament Venlaflaxine verschrieben worden sei. Dieses Medikament habe seine 
Konzentration, sein Erinnerungsvermögen sowie seine Motivation während der Anstellung bei 
der C.____ beeinflusst. Infolge seiner Depressionen habe es ihn auch mehr Zeit gekostet, eine 
Stelle zu finden. Er habe das Medikament erst drei Monate seit Beginn der Anstellung bei der 
C.____ absetzen können. Er habe jedoch leider längere Zeit benötigt, bis sich sein Gedächtnis 
und sein Konzentrationsvermögen wieder erholt hätten. In der Folge sei sein Vertrag mit der 
C.____ nicht verlängert worden, obschon er bisher stets gute Beurteilungen erhalten hätte. Sei-
ne Arbeitssituation habe sich deshalb stark verändert, weshalb auch seine Ehefrau wieder eine 
Arbeit habe aufnehmen müssen und er und seine Familie zurück in die Schweiz hätten kommen 
müssen. Der Beschwerdeführer macht somit letztlich geltend, dass ihm aus krankheitsbeding-
ten Gründen zusätzliche Beitragszeiten anzurechnen seien. Die Kasse vertritt in ihrer Vernehm-
lassung demgegenüber die Auffassung, dass kein Fall von Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG vorliege. 
 
4.3 Dem Gesagten zufolge ist für eine krankheitsbedingte Anrechnung von Beitragszeiten 
erforderlich, dass der Versicherte in einem Arbeitsverhältnis steht, währenddessen er aber we-
gen Krankheit (oder Unfalls) keinen Lohn erhält und daher keine Beiträge an die Arbeitslosen-
versicherung bezahlen kann (oben, Erwägung 3.1). Damit sich der Versicherte auf Art. 13 
Abs. 2 lit. c AVIG berufen kann, ist mithin zweierlei vorausgesetzt: Erstens muss es sich um 
krankheitsbedingte Absenzen handeln, die durch beitragspflichtige Lohnzahlungen gerade nicht 
gedeckt sind. Sodann kommt eine Anrechnung an die Beitragszeit hinsichtlich krankheitsbe-
dingter Perioden nur für Unterbrüche während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses in Fra-
ge. In diesem Zusammenhang verweist der Beschwerdeführer einzig auf das Arbeitsverhältnis 
bei der C.____. Dieses Arbeitsverhältnis begann den vorliegenden Akten zufolge am 20. Juni 
2016 und endete gemäss den eigenen Angaben des Versicherten am 6. Dezember 2016 (Kas-
sen Akt 106, 124, 201). Die Lohnzahlung der Arbeitgeberin erfolgte indes bis 7. Dezember 2016 
(Kassen Akt 264). Die Frage, ob ihm bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der 
C.____ nebst Lohnansprüchen weitere finanzielle Leistungen zugesprochen worden sind, hat 

 
 
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der Versicherte ausserdem explizit verneint (Kassen Akt 105). Der Beschwerdeführer macht 
nun aber weder geltend, dass er über den 7. Dezember 2016 hinaus angestellt gewesen wäre, 
noch dass er wegen einer Erkrankung während seiner Anstellung keinen Lohn erhalten hätte. In 
Übereinstimmung mit den übrigen Akten (Kassen Akt 106, 291-294, 298-301) bringt er lediglich 
vor, dass sein Vertrag wegen seiner krankheitsbedingt ungenügenden Leistungen nicht verlän-
gert worden sei. Dabei weist der Beschwerdeführer zwar nach, dass seine Leistungen von der 
C.____ als mangelhaft beurteilt worden sind, nicht aber, dass eine Verlängerung seines Ar-
beitsverhältnisses bei genügenden Leistungen ohne Weiteres vorgesehen gewesen wäre. Ein 
solcher Anspruch geht aus den arbeitsvertraglichen Bestimmungen denn auch nicht hervor 
(Kassen Akt 120). Wie es sich damit im Detail verhält, kann an dieser Stelle dahingestellt blei-
ben. So oder anders fehlt es im vorliegenden Fall an einem Nachweis, dass während des be-
stehenden Arbeitsverhältnisses bei der C.____ bis spätestens am 7. Dezember 2016 keine 
Lohnzahlungen geleistet worden wären. Ein Anwendungsfall von Art. 13 Abs. 2 lit. d AVIG liegt 
somit nicht vor, weshalb eine Anrechnung allenfalls krankheitsbedingter Absenzen ausge-
schlossen ist. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer weder geltend ge-
macht hat noch nachzuweisen in der Lage ist, dass er tatsächlich auch krankheitsbedingte Ab-
senzen während seiner Anstellung bei der C.____ zu verzeichnen gehabt hätte. Es ist daran zu 
erinnern, dass der Versicherte seine Arbeitsunfähigkeit auch in den Fällen von Art. 13 Abs. 2 lit. 
c AVIG mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen hat (oben, Erwägung 3.2). Ein solches Attest 
liegt hier nicht vor: Dem undatierten und nicht unterzeichneten Krankeneintrag von Dr. D.____ 
(Kassen Akt 303) können keine Angaben betreffend eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit 
entnommen werden. Der Beschwerdeführer bringt einzig vor, die ihm von seiner Ärztin verord-
nete Medikation habe seine Konzentration, sein Erinnerungsvermögen sowie seine Motivation 
während der Anstellung bei der C.____ beeinflusst. Auch wenn dies zutreffen mag; alleine des-
halb vermag er eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nicht nachzuweisen, wie sie für eine 
Anrechnung von Beitragszeiten gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG vorausgesetzt wäre. 
 
4.4 Strittig und zu prüfen bleibt, ob der Versicherte wegen Krankheit gemäss Art. 14 Abs. 1 
lit. b AVIG von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden kann. Unabhängig davon, dass sich 
der Krankeneintrag von Dr. D.____ (Kassen Akt 303) nicht über eine allfällige Einschränkung 
seiner Arbeitsfähigkeit äussert (oben, Erwägungen 4.3 und 3.2), wird vom Beschwerdeführer 
eine Leistungseinbusse zunächst bloss während der Dauer von fünf Monaten geltend gemacht. 
Er bringt vor, dass er das ihm zwei Monate vor Arbeitsbeginn bei der C.____ verschriebene 
Medikament Venlaflaxine erst drei Monate nach Arbeitsbeginn wieder habe absetzen können. 
Es ist daran zu erinnern, dass für eine Beitragsbefreiung indessen vorausgesetzt ist, dass der 
Versicherte während insgesamt mehr als zwölf Monaten in keinem Arbeitsverhältnis gestanden 
ist und während dieser Dauer die Beitragszeit wegen Krankheit nicht erfüllen konnte. Die hier 
vorgebrachte Leistungseinbusse während der Dauer von fünf Monaten genügt diesen gesetzli-
chen Voraussetzungen für eine Beitragsbefreiung nicht. Auch wenn der Beschwerdeführer wei-
ter vorbringt, dass es darüber hinaus noch eine längere Zeit gedauert habe, bis die Nebenwir-
kungen der Konzentrations- und Gedächtnisschwäche verschwunden seien, kann ohne ent-
sprechendes ärztliches Attest ohne keine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit von mindestens 
zwölf Monaten angenommen werden. In Übereinstimmung mit seinen eigenen Vorbringen spre-
chen die von ihm eingereichten Mitarbeiterbeurteilungen der C.____ sodann dafür, dass der 

 
 
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Beschwerdeführer während seiner medikamentös bedingten Leistungseinbusse nicht nur in 
einem Arbeitsverhältnis gestanden ist, sondern tatsächlich auch weiterhin seiner Arbeit bei der 
C.____ nachgegangen ist. Damit fehlt es so oder anders aber auch an den übrigen Vorausset-
zungen für eine Beitragsbefreiung von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit im Sinne 
von Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG. 
 
5. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer innerhalb der für die Erfüllung der Bei-
tragszeit massgebenden Rahmenfrist vom 1. Januar 2016 2012 bis 31. Dezember 2017 weder 
eine beitragspflichtige Beschäftigung von mindestens zwölf Monaten ausgeübt noch ist er wäh-
rend dieser Periode von der Erfüllung der Beitragszeit befreit. Die Beschwerde ist bei diesem 
Ergebnis abzuweisen. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen.  
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.