# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79fa4c66-1e2c-5214-80bd-9c11d8c226b3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.02.2014 200 2013 997
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-997_2014-02-27.pdf

## Full Text

200 13 997 UV
STC/BRM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Feb. 2014, UV/13/997, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ hatte sich am 1. November 2011 bei Ver-
richtung seiner beruflichen Tätigkeit eine Fraktur des Unterschenkels rechts 
zugezogen, als er von der Schaufel eines Kleinbaggers am Schienbein 
getroffen wurde. Das erstbehandelnde D.________ versorgte die Verlet-
zung am Unfalltag operativ (offene Reposition und Osteosythese mittels 
einer distalen Tibiaplatte lang sowie separater Zugschraube tibial, Belassen 
der Fibulafraktur; Akten der SUVA [act. II] 20). Die Schweizerische Unfall-
versicherungsanstalt (SUVA), bei der er über seiner Arbeitgeberin, die 
E.________, obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert war, und der dieses Ereig-
nis mittels Schadenmeldung UVG am 2. November 2011 (act. II 1) gemel-
det worden war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen (act. II 4). 

B.

Am 10. April 2012 konnte der Versicherte seine bisherige Tätigkeit wieder-
um zu 50% aufnehmen, es wurde eine Steigerung auf 100% nach zwei bis 
drei Wochen vorgesehen (act. II 46). Anlässlich der Halbjahreskontrolle 
vom 11. Mai 2012 klagte der Versicherte dann über Beschwerden im Mittel- 
und Rückfuss; eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 75% ab 21. Mai 
2012 sei gemäss ärztlicher Einschätzung möglich (act. II 50). Die genann-
ten Beschwerden wurden bei weiteren Verlaufskontrollen bestätigt (act. II 
65, 73, 89, 99).

Anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung vom 6. Februar 2013 beur-
teilte Dr. med. F.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, die für die 
geklagten Beschwerden am Rückfuss verantwortliche osteochondrale Lä-
sion der medialen Talusrolle rechts sowie die mässige OSG-Arthrose als 
unfallfremde Diagnose. Die Veränderung am Talus sei degenerativen Ur-
sprungs und vorbestehend; beim Unfall vom 1. November 2011 sei es im 

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Bereich des Talus zu keiner unfallbedingten strukturellen Veränderung ge-
kommen (act. II 101 S. 5).

Gestützt auf die medizinischen Unterlagen erachtete die SUVA die gemel-
deten Sprunggelenksbeschwerden als nicht sicher wahrscheinlich kausal 
zum Unfallereignis vom 1. November 2011, weshalb sie ihre Leistungs-
pflicht hierfür mit Verfügung vom 7. Februar 2013 ablehnte und in Aussicht 
stellte, dass sie den Fall per 15. Februar 2013 abschliessen werde (act. II 
105)

Die hiergegen erhobene Einsprache vom 22. Februar 2013 (act. II 112) 
wies die SUVA nach nochmaliger Stellungnahme seitens der Kreisärztin 
(act. II 116) mit Entscheid vom 14. Oktober 2013 ab (act. II 119).

C.

Mit Beschwerde vom 11. November 2013 liess der Versicherte, nunmehr 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, die Aufhebung des Einspra-
cheentscheides sowie die Ausrichtung einer 30%-Rente und die Übernah-
me aller weiteren künftigen Gesundheitskosten, die im Zusammenhang mit 
dem Unfallgeschehen entstünden, beantragen. Eventualiter sei die Sache 
zur Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen. Die Auffassung der Beschwerdegegnerin widerspreche der – mit den 
Aussagen des Versicherten in Einklang stehenden – Einschätzung der be-
handelnden Ärzte, welche die fraglichen Beschwerden – auch wenn ein 
Vorzustand bestanden habe – als durch das Unfallereignis mitverursacht 
bzw. aktiviert oder verschlechtert erachteten. 

Ferner wurde beantragt, die vorsorglich entzogene aufschiebende Wirkung 
der Beschwerde wieder herzustellen und die Beschwerdegegnerin anzu-
weisen, die Taggeldleistungen bis zum Entscheid über die vorliegende Be-
schwerde weiterhin zu erbringen. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2013 beantragt die SUVA 
die Abweisung der Beschwerde. 

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Am 17. und am 31. Januar 2014 liess die Vertreterin des Beschwerdefüh-
rers dem Gericht Berichte des Dr. med. G.________, FMH Innere Medizin, 
spez. Angiologie  (Beschwerdebeilage [act. I] 5 ) sowie des Spitals 
H.________ zukommen (act. I 6). Die Eingaben samt Beilagen wurden der 
Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 10. Februar 2014).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 
60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der auf der Verfügung vom 7. Februar 2013 basie-
rende Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2013. Streitig und zu prüfen 
ist die Leistungseinstellung der SUVA hinsichtlich der am Sprunggelenk 
bzw. Rückfuss geltend gemachten Beschwerden per 15. Februar 2013. 

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalls, eines Nicht-
berufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund-
heit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun-
gen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio 
sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 
2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b 
bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

2.3 Um den Leistungsanspruch des Versicherten bzw. die Leistungs-
pflicht des betreffenden Sozialversicherungsträgers beurteilen zu können, 
ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen an-
gewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-
gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Ge-
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).    

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

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Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen.

3.1.1 Im Operationsbericht der Orthopädischen Klinik I.________ vom 4. 
November 2011 wurde als Diagnose eine 2° offene distale Unterschenkel-
fraktur rechts (AO-Klassifikation Typ A3) angegeben. Die operative Versor-
gung erfolgte durch eine offene Reposition und Osteosynthese mittels dis-
taler Tibiaplatte lang sowie separater Zugschraube tibial; die Fibulafraktur 
wurde belassen (act. II 20).

3.1.2 Die im Rahmen einer Verlaufskontrolle am 16. Dezember 2011 an-
gefertigten Aufnahmen zeigten eine korrekte Lage der Platte sowie einen 
zunehmenden Durchbau tibia- und auch fibulaseitig. Der Patient gehe an 
zwei Stöcken unter Teilbelastung mit 15 bis 20 kg. Es bedürfe noch der 
Wundkontrolle (act. II 29). 

3.1.3 Nach weiteren Verlaufskontrollen, bei denen reizlose Wundverhält-
nisse, eine gute Stellung der Fragmente und der Platte ohne Lockerungs-
zeichen, Durchbau der Tibiafraktur bei noch etwas Unruhezone an der Fi-

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bula mit jedoch bereits deutlicher Kallusbildung festgestellt, anderseits aber 
eine gewisse punktförmige Osteopenie vor allem am Talusdom aufgefallen 
waren (act. II 42 und 50 oben), berichtete Dr. med. J.________, FMH Or-
thopädische Chirurgie, anlässlich der Halbjahreskontrolle vom 11. Mai 2012 
über vom Patienten angegebene Beschwerden im Mittel- und Rückfuss bei 
guter OSG- und USG-Beweglichkeit. Die Aufnahmen zeigten eine konsoli-
dierte Fraktur tibia- und fibulaseitig sowie in situ liegendes Metall und schö-
ne Gelenksverhältnisse am oberen und unteren Sprunggelenk. Es wurde 
eine Steigerung der seit 10. April 2012 bestehenden Arbeitsfähigkeit von 
50% auf 75% ab 21. Mai 2012 vorgesehen (act. II 50, 57). 

3.1.4 Im Rahmen der Verlaufskontrolle vom 10. Juli 2012 wurde über in 
letzter Zeit zunehmende Schmerzen sowie eine Schwellung am Rückfuss 
medial berichtet; das Gangbild zeige ein minimes Schonhinken rechts, der 
Rückfuss valgus rechts sei etwas akzentuiert, der Einbein-Zehenspitzen-
stand rechts sei nicht möglich und es bestehe eine Druckdolenz über dem 
Verlauf der Tibialis posterior Sehne mit Schwellung (act. II 65 unten).

3.1.5 Infolge der am 23. August 2012 nach wie vor geklagten retromal-
leolären medialen Beschwerden wurden Röntgen- und MR-
Untersuchungen veranlasst; diese ergaben konventionell radiologisch eine 
verheilte distale Unterschenkelfraktur, Metall in situ ohne Lockerungszei-
chen sowie ein wenig auffälliges oberes und unteres Sprunggelenk mit Un-
regelmässigkeiten am Talus-Dom medialseitig. Im MR OSG rechts konnte 
eine grosse osteochondrale Läsion der medialem Talusrolle mit nicht dislo-
ziertem zentralen Dissekat sowie dorsal davon 1 cm grosse Zystenbildung 
nachgewiesen werden. Eine kleine Zyste fand sich auch im ventralen Cal-
caneus. Vom Fussspezialisten Dr. med. K.________ wurde eine arthrosko-
pische Revision des Talus von dorsal mit Ausräumen der Zysten und Sha-
ving von instabilen Knorpelanteilen empfohlen (act. II 73, 77 – 79). Zur ope-
rativen Revision konnte sich der Patient – trotz weiterhin bestehenden Be-
schwerden des OSG – anlässlich der Verlaufskontrolle vom 6. November 
2012 noch nicht entschliessen (act. II 89). 

3.1.6 Die Kreisärztin Dr. med. F.________ hielt in ihrem Untersuchungs-
bericht vom 6. Februar 2013 als unfallbedingte Diagnose einen Status nach 
zweitgradig offener Unterschenkelfraktur rechts nach Direktkontusion am 1. 

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November 2011 und als unfallfremde Diagnose eine osteochondrale Läsion 
der medialen Talusrolle, mässige OSG-Arthrose fest. Der Patient sei mit 
dem Verlauf des Unterschenkels sehr zufrieden, das Metall spüre er nicht. 
Schmerzen verspüre er im OSG und USG beim Gehen auf unebenem Bo-
den sowie Tragen von schweren Lasten bei der Arbeit. Diese Beschwerden 
kämen – wie dies auch die Dres. med. J.________ und K.________ beur-
teilten – von der osteochondrale Läsion am Talus rechts. Die Läsion sei 
bereits im Unfallbild zu sehen mit Sklerosesaum. Unfallmechanismus und 
Röntgenbilder sprächen klar für eine Direktkontusion und eine extraartikulä-
re distale Unterschenkelfraktur. Daraus ergebe sich, dass die Veränderung 
am Talus degenerativen Ursprungs und vorbestehend sei; beim Unfall vom 
1. November 2011 sei es im Bereich des Talus zu keiner unfallbedingten 
strukturellen Veränderung gekommen. Rein auf den Unterschenkel bezo-
gen sei die 100%ige Arbeitstätigkeit als Schaler wieder zumutbar; ein un-
fallbedingter Integritätsschaden bestehe nicht (act. II 101). Im Rahmen des 
Einspracheverfahrens führte die Kreisärztin aus, bereits im Zusammenhang 
mit einem der SUVA gemeldeten früheren Unfallereignis sei auf dem da-
mals vorlegten Röntgenbild vom 19. Februar 2010 die osteochondrale Lä-
sion am Talus medial gut sichtbar gewesen. Eine solche Veränderung sei 
in den allermeisten Fällen degenerativ bedingt, könne indessen selten auch 
nach mehreren Monaten nach einem relevanten Trauma auftreten. Das 
Röntgenbild des OSG sei zwei Tage nach dem seinerzeitigen Bagatellun-
fall angefertigt worden und könne somit nicht auf den Unfall vom 17. Fe-
bruar 2010 zurückgeführt werden. Die osteochondrale Läsion der medialen 
Talusrolle rechts bleibe deshalb unfallfremd (act. II 116 S. 4 f.). 

3.2 Nach den medizinischen Unterlagen ist davon auszugehen, dass im 
Bereiche des Sprunggelenks ein Vorzustand gegeben war, welcher bereits 
– wie die Kreisärztin Dr. med. F.________ in ihren Berichten ausführt – auf 
den im Zuge des im Februar 2010 beim Fussballspielen erlittenen Unfalls 
angefertigten Röntgenaufnahmen gut sichtbar gewesen sei. Sie äusserte 
sich indessen nicht dazu, wie sich die vorbestehenden Befunde auswirken 
bzw. ob die geklagten Beschwerden ohne weiteres darauf zurückgeführt 
werden könnten. Auch Dr. med. J.________ geht – wie in der Beschwerde 
ausdrücklich eingeräumt wird – von einem zweifellos gegebenen Vorzu-
stand aus (vgl. Protokoll betreffend Verlaufskontrolle vom 4. März 2013; 

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act. II 4). Er begründet aber nicht näher, inwiefern es diesbezüglich durch 
den Unfall zu der angegebenen richtungsgebenden Verschlechterung ge-
kommen sein soll und ob sich die mehrere Monate nach dem Ereignis vom 
1. November 2011 aufgetretenen Beschwerden im Bereich des Sprungge-
lenks durch diesen Vorzustand erklären lassen. 

Aus dem im Rahmen des vorliegenden Verfahrens seitens des Beschwer-
deführers eingereichten medizinischen Bericht von Dr. med. G.________, 
FMH Innere Medizin, spez. Angiologie, vom 8. Januar 2014 (act. I 5) geht 
hervor, dass beim Beschwerdeführer eine reduzierte arterielle Versorgung 
des rechten Fusses und der Zehen bei bis zum distalen Unterschenkel 
nachweisbarer A. tibialis anterior, posterior und A. fibularis (distale Steneo-
sen oder Verschlüsse anzunehmen) festgestellt wurde. Eine vermutete 
venöse Ursache konnte infolge unauffälliger Befunde ausgeschlossen wer-
den. 

Das Spital H.________ (act. I 6) bestätigte die Diagnose des Dr. med. 
G.________ anlässlich einer Beinangiographie vom 22. Januar 2014 und 
berichtete über einen Verschluss der Arteria tibialis anterior unmittelbar 
unterhalb des Fibulaköpfchens; die Mittel- und Rückfussversorgung erfolge 
ausschliesslich über die Kollateralen. Es wurde darauf hingewiesen, dass 
die beiden Gefässe (Arteria fibularis und Arteria tibialis posterior) bei Status 
nach Plattenosteosynthese partiell von Osteosynthesematerial überlagert 
seien.

Auszugehen ist davon, dass die vorgenannten angiologischen Untersu-
chungen veranlasst worden sind, um die Ursachen der Schmerzen im Be-
reich des rechten Unterschenkels, OSG und Fusses zu ermitteln. Klare 
Aussagen hierzu lassen sich den Berichten indessen nicht entnehmen. Dr. 
med. G.________ diagnostizierte zwar eine reduzierte arterielle Versor-
gung des rechten Fusses und der Zehen – was erfahrungsgemäss Be-
schwerden auslösen kann –, hielt dann aber fest, dass die vor allem im 
Bereich des rechten OSG lokalisierten Schmerzen nicht zirkulatorischer 
Folge seien, sondern anamnestisch seit dem 2. Unfall bestünden und damit 
mindestens ein zeitlicher, wahrscheinlich auch ursächlicher Zusammen mit 
diesem bestehe. Auch das Spital H.________ äussert sich nicht zu den 

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Auswirkungen der festgestellten partiellen Überlagerung der betroffenen 
Arterien durch das Osteosynthesematerial. 

Schliesslich vermag auch nicht zu überzeugen – worauf auch im Bericht 
des Dr. med. L.________ vom 15. Februar 2013 (act. II 110) hingewiesen 
wird –, wenn die Kreisärztin Dr. med. F.________ – ohne nähere Begrün-
dung – ausführt, es sei beim Unfall vom 1. November 2011 im Bereich des 
Talus zu keiner unfallbedingten strukturellen Läsion gekommen, zumal die 
Verletzung doch nicht unerheblich war und auch angrenzende Bereiche 
traumatisiert worden sein könnten. Hinzu kommt, dass die Kreisärztin als 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin nicht über den für die sich vorlie-
gend stellende Frage nötigen Facharzttitel verfügt.

Angesichts dieser Beweislage (vgl. hierzu BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 
469) kann nicht abschliessend beurteilt werden, ob die zur Diskussion ste-
henden Beschwerden auf – unfallfremde – degenerative Veränderungen 
oder auf eine Minderdurchblutung des rechten Unterschenkels zurückzu-
führen sind. Namentlich fragt sich, ob die Minderdurchblutung mit dem Un-
fall vom 1. November 2011 in Zusammenhang stehen könnte, nachdem 
allenfalls der Durchgang von Gefässen durch das Osteosynthesematerial 
beeinträchtigt ist. 

3.3 Zusammengefasst ergibt sich, dass in medizinischer Hinsicht Ab-
klärungsbedarf besteht. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb 
in Gutheissung der gegen ihn erhobenen Beschwerde aufzuheben und die 
Akten sind zur Durchführung weiterer Abklärungen sowie anschliessender 
Neubeurteilung des Leistungsanspruchs an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

4.

4.1 Zu prüfen bleibt der Antrag auf Wiederherstellung der vorsorglich 
entzogenen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.

4.2 Weil die Behörde befugt ist, die aufschiebende Wirkung der Be-
schwerde selbst dann zu entziehen, wenn die Verfügung auf eine Geldleis-

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tung (Beitragszahlung) gerichtet ist, muss ihr beim Entscheid über den Ent-
zug der aufschiebenden Wirkung bei Verfügungen, die Versicherungsleis-
tungen zum Gegenstand haben, ein weiter Ermessensspielraum ein-
geräumt werden. In diesen hat das Gericht nur einzugreifen, wenn die 
Gründe, die gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung geltend ge-
macht werden, eindeutig schwerer wiegen als diejenigen für einen soforti-
gen Vollzug der Verfügung. Die Verwaltung hat ein erhebliches Interesse 
daran, Rückerstattungsforderungen zu vermeiden. Demgegenüber vermag 
die Beschwerde führende Person ein eigenes Interesse nur im Zusammen-
hang mit der fehlenden Verzinsung einer allfälligen Nachzahlung sowie der 
Notwendigkeit, während der Dauer des Beschwerdeverfahrens die Fürsor-
ge in Anspruch nehmen zu müssen, geltend zu machen. Die Interessen der 
versicherten Person wiegen gegenüber dem Interesse der Verwaltung je-
denfalls so lange nicht eindeutig schwerer, als nicht mit grosser Wahr-
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass diese im Hauptprozess obsiegen wer-
de (BGE 105 V 266 E. 2 und E. 3 S. 269; AHI 2000 S. 185 E. 5; SVR 1999 
IV Nr. 18 S. 54 E. 4).

4.3 Wird der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente oder 
eine Hilflosenentschädigung revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben 
wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug bei 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen grundsätzlich – unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchlichen 
Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Ver-
waltung – auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis 
zum Erlass der neuen Verfügung an (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 
S. 112 E. 3.1). Die zitierte Rechtsprechung ist auch auf Verfügungen über 
die Einstellung von UVG-Leistungen anwendbar (SVR 2008 UV Nr. 27 S. 
105 E. 6.3).

4.4 Da der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers weiterer Ab-
klärung bedarf, dieser keine Gründe im hiervor genannten Sinn geltend 
macht und weil der Verwaltung beim Entzug der aufschiebenden Wirkung 
ein weiter Ermessensspielraum zusteht, ist der Antrag auf Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung durch das Verwaltungsgericht abzuwei-
sen.

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5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat bei diesem Ausgang des 
Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführer durch Rechtsanwältin 
B.________ vertreten. Deren Kostennote vom 23. Dezember 2013 ist nicht 
zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 3'000.— (12 x Fr. 250.—) zuzüglich Auslagen von Fr. 44.20 und MWSt 
von Fr. 243.55, somit auf total Fr. 3'287.75, festgesetzt. Diesen Betrag hat 
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der SUVA vom 14. Oktober 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wird 
abgewiesen. 

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'287.75 (inkl. Auslagen und MWSt), zu er-
setzen.

5. Zu eröffnen (R):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Feb. 2014, UV/13/997, Seite 14

- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt ein-
gereichten Akten)

- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin (samt ein-
gereichten Akten)

- Bundesamt für Gesundheit

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.