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**Case Identifier:** 08b207b0-088d-504d-8305-ec85026c02e1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.05.2018 100 2017 269
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-269_2018-05-22.pdf

## Full Text

100.2017.269U
DAM/BDE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Mai 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Einwohnergemeinde B.________
handelnd durch den Gemeinderat
Beschwerdegegnerin 

und

Regierungsstatthalteramt Thun
Scheibenstrasse 3, 3600 Thun

betreffend Kündigung des Arbeitsverhältnisses (Entscheid des Regie-
rungsstatthalteramts Thun vom 23. Oktober 2017; vbv 07/2017)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ war seit dem 1. August 2015 mit einem Beschäftigungsgrad 
von 50 % bei der Einwohnergemeinde (EG) B.________ als Verwaltungs-
angestellte «Fachbereich Finanzen» tätig. Mit Verfügung vom 29. Mai 2017 
kündigte die EG B.________ das Arbeitsverhältnis per 31. August 2017.

B.

Dagegen erhob A.________ am 28. Juni 2017 Beschwerde beim Regie-
rungsstatthalteramt Thun. Mit Entscheid vom 23. Oktober 2017 wies der 
Regierungsstatthalter das Rechtsmittel ab. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 23. November 2017 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben und die EG B.________ sei anzuweisen, sie auch nach 
dem 31. August 2017 weiter zu beschäftigen. 

Mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2017 beantragt das Regierungs-
statthalteramt Thun die Abweisung der Beschwerde. Die EG B.________ 
hat sich zunächst nicht vernehmen lassen. Mit Beschwerdeantwort vom 
15. Februar 2018, die sie im weiteren Instruktionsverfahren eingereicht hat, 
beantragt sie die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 12. März 
2018 hat A.________ im Sinn einer Replik weitere Bemerkungen einge-
reicht. Von der Gelegenheit, sich dazu zu äussern, hat die EG B.________ 
am 4. April 2018 Gebrauch gemacht. Das Regierungsstatthalteramt Thun 
hat sich nicht mehr vernehmen lassen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Vorbehalten ist die 
Prüfung unter dem Gesichtspunkt der Angemessenheit, sofern es im ver-
waltungsgerichtlichen Verfahren eine Gehörsverletzung zu heilen gibt 
(dazu hinten E. 2.3).

2.

In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine mehr-
fache Verletzung des rechtlichen Gehörs.

2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet zunächst, dass die Gemeinde 
ihr vor Erlass der Kündigungsverfügung keine Gelegenheit zur Stellung-
nahme eingeräumt habe und ihrer Aktenführungspflicht nicht gehörig nach-
gekommen sei (vgl. Beschwerde S. 5 ff., 12 f.). 

2.1.1 Am 24. Januar 2017 stellten die Vorgesetzten der Beschwerde-
führerin die Kündigung in Aussicht und gaben ihr Gelegenheit, sich hierzu 
zu äussern. In der Folge setzte ihr die Gemeinde eine Frist bis zum 
31. März 2017, um Verhalten und Leistungen zu verbessern. Am 29. Mai 
2017 sprach der Gemeinderat die Kündigung aus, ohne die Beschwerde-
führerin hierzu vorgängig nochmals angehört zu haben (vgl. zum Sachver-
halt ausführlich hinten E. 4). – Im öffentlichen Dienstrecht können nach der 

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Rechtsprechung auch relativ informelle Äusserungsmöglichkeiten vor der 
Kündigung dem Gehörsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-
fassung (BV; SR 101), Art. 26 Abs. 2 der Kantonsverfassung (KV; 
BSG 101.1) und Art. 21 Abs. 1 VRPG genügen, sofern der betroffenen 
Person klar war, dass sie mit einer solchen Massnahme zu rechnen hatte 
(vgl. BGer 8C_258/2014 vom 15.12.2014, in JAR 2015 S. 402 E. 7.2.4; 
BVR 2010 S. 157 E. 2.2). Ob das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin 
insofern hinreichend gewahrt wurde, erscheint nicht ohne weiteres klar, 
kann mit Blick auf den Ausgang des Verfahren indes offenbleiben.

2.1.2 Aus dem Gehörsanspruch folgt weiter die Pflicht zur vollständigen 
Aktenführung. In den Akten ist alles festzuhalten, was zur Sache gehört 
und entscheidwesentlich sein kann (BVR 2013 S. 407 E. 3.2, 2012 S. 252 
E. 3.3.5). Die Gemeinde reichte mit ihrer Beschwerdeantwort im vor-
instanzlichen Verfahren Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin mit dem 
Titel «Chronologie Personelles in FV» betreffend die Zusammenarbeit mit 
der Beschwerdeführerin und deren Verhalten im Zeitraum vom 26. Juli 
2016 bis 21. Juni 2017 ein (vgl. Akten RSA pag. 53-57 [nachfolgend: Auf-
zeichnungen Gemeindeschreiberin]). Soweit diese Aufzeichnungen vor der 
Kündigung erstellt wurden (was unklar ist), muss sich die Gemeinde eine 
unvollständige Aktenführung vorwerfen lassen, weil sie sie im Zeitpunkt der 
Kündigungsverfügung noch nicht aktenkundig gemacht hatte. Als Teil der 
übrigen Personalakten hätte der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben 
werden müssen, sich vorgängig auch zu diesen Aufzeichnungen zu äus-
sern. Weiter fehlen im Personaldossier Steno-Notizen, welche die Gemein-
deschreiberin offenbar bei verschiedenen Gelegenheiten im Zusammen-
hang mit der Beschwerdeführerin verfasst hatte (vgl. Akten RSA pag. 53 f.), 
Meldungen anderer Mitarbeiterinnen, auf welche die Gemeindeschreiberin 
in ihren Aufzeichnungen Bezug nimmt (vgl. Akten RSA pag. 55) sowie 
weitere Dokumente wie beispielsweise die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse. 
Anders als das Regierungsstatthalteramt anzunehmen scheint (angefoch-
tener Entscheid E. IV/5), ist der Pflicht zur vollständigen Aktenführung auch 
in «kleineren Betrieben» nachzukommen. Nach dem Gesagten hat die 
Gemeinde diese Pflicht verletzt. Zu Unrecht hat die Vorinstanz insoweit 
keine Gehörsverletzung festgestellt. 

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2.2 Die Beschwerdeführerin hält sodann dem Regierungsstatthalteramt 
im Wesentlichen vor, «eine krass einseitige Beweiswürdigung» vorgenom-
men zu haben. Behauptungen der Gemeinde habe die Vorinstanz vorbe-
haltlos übernommen, ihre Gegendarstellung jedoch mit keinem Wort ge-
würdigt oder sogar zu ihren Lasten ausgelegt. In verschiedenen Punkten 
sei die vorinstanzliche Begründung zudem offensichtlich widersprüchlich 
(Beschwerde S. 7 ff.). – Die Vorinstanz legt die entscheidwesentlichen 
Grundlagen für ihre Beurteilung nur pauschal dar (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. IV/3 ff.). Von welchem Sachverhalt sie konkret ausgeht, bleibt 
unklar, da sie keine eigentliche Sachverhaltsfeststellung vorgenommen hat, 
obschon eine solche in Kündigungsstreitigkeiten zentral ist, in denen – wie 
auch hier – der Sachverhalt oder seine Würdigung regelmässig umstritten 
ist (vgl. dazu eingehend VGE 2017/48 vom 4.4.2017 E. 3.3 und 4.2 mit 
zahlreichen Hinweisen; allgemein auch BGE 142 II 9 nicht publ. E. 2.1 
[Pra 105/2016 Nr. 68]). Die Vorinstanz folgt ohne nähere Begründung dem 
Standpunkt der Gemeinde (vgl. angefochtener Entscheid E. IV/3, 5 und 7). 
Sie erachtet es als erwiesen, dass die Beschwerdeführerin als Mitarbeiterin 
nicht mehr tragbar gewesen sei (angefochtener Entscheid E. IV/5). Wie sie 
zu diesem Schluss gelangt, begründet sie jedoch nur äusserst knapp und 
oberflächlich, ohne Verweise auf konkrete Aktenstücke. Die gegenteiligen 
Vorbringen der Beschwerdeführerin übergeht sie grösstenteils; mit den 
Einwänden gegen die in der Kündigungsverfügung erhobenen Vorwürfen 
setzt sie sich kaum auseinander. Ungewürdigt lässt sie in diesem Zusam-
menhang insbesondere den Einwand, dass sich in den Akten keine Belege 
zu den erhobenen Vorwürfen fänden (vgl. Akten RSA pag. 16 f., 36). Den in 
der Beschwerde und erneut in den Schlussbemerkungen gestellten Antrag 
der Beschwerdeführerin, ein Parteiverhör durchzuführen (Akten RSA 
pag. 15, 33), hat die Vorinstanz nicht behandelt. Insgesamt erweist sich die 
Sachverhaltsfeststellung und -würdigung des Regierungsstatthalteramts als 
unzulänglich. Der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist auch 
insoweit begründet.

2.3 Nach dem Gesagten haben sowohl die Gemeinde als auch die 
Vorinstanz den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin verletzt. Zwar gilt 
der Anspruch auf rechtliches Gehör als formeller Anspruch, so dass eine 
Verletzung grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Be-

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schwerde in der Sache zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids füh-
ren müsste. Praxisgemäss kann eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs jedoch als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu 
äussern, welche die strittige Frage mit derselben Kognition wie die 
Vorinstanz überprüfen kann (BGE 135 I 279 E. 2.6.1 [Pra 99/2010 Nr. 46]; 
BVR 2012 S. 152 E. 2.3.2). Von einer Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz ist insbesondere abzusehen, wenn und soweit dies zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde (BGE 142 II 218 E. 2.8.1 [Pra 106/2017 Nr. 2]; BVR 2007 S. 395 
E. 5.3.1). In solchen Fällen weitet das Verwaltungsgericht seine grundsätz-
lich auf Rechtskontrolle beschränkte Kognition soweit erforderlich aus-
nahmsweise aus und prüft die Angelegenheit – wie die Vorinstanz (Art. 66 
VRPG) – auch unter dem Gesichtspunkt der Angemessenheit; in Kündi-
gungsstreitigkeiten sind jedoch im Wesentlichen Rechtsfragen zu entschei-
den (vorne E. 1.2; BVR 2015 S. 213 E. 4.5; VGE 2015/236 vom 10.6.2016 
E. 2.5 mit weiteren Hinweisen). – Im vorliegenden Fall handelt es sich ins-
gesamt um keine leichten Gehörsverletzungen. Die Beschwerdeführerin 
konnte indes im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ihre Rechte wirksam 
wahrnehmen. Die Sachverhaltsfeststellung kann nachgeholt und die 
Lücken in der Beweiswürdigung können geschlossen werden. Angesichts 
der Ausführungen des Regierungsstatthalteramts in der Vernehmlassung 
würde die Rückweisung der Sache zur erneuten materiellen Beurteilung 
nur zu unnötigen Verzögerungen führen, ohne dass sich am Ergebnis letzt-
lich etwas zu Gunsten der Beschwerdeführerin ändern könnte, was mit 
dem der Gehörsgewährung gleichgestellten Interesse an einer beförder-
lichen und prozessökonomischen Verfahrensgestaltung nicht zu verein-
baren wäre (vgl. allgemein BVR 2012 S. 121 [VGE 2010/375 vom 
19.9.2011] nicht publ. E. 2.2.2; jüngst etwa VGE 2015/316 vom 1.12.2016 
E. 2.5, 2015/236 vom 10.6.2016 E. 2.5). Die Mängel in der Aktenführung 
können jedoch beweisrechtliche Konsequenzen haben (vgl. allgemein 
BVR 2015 S. 557 E. 3.8). Darauf ist bei der Beurteilung der Sache zurück-
zukommen. 

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3.

In der Sache ist strittig, ob die Vorinstanz die Kündigung zu Recht bestätigt 
hat. 

3.1 Die Beschwerdeführerin wurde mit öffentlich-rechtlichem Arbeits-
vertrag vom 27. Mai 2015 angestellt (vgl. auch vorne Bst. A). Damit gelten 
für sie die Vorschriften des Behörden- und Personalreglements der 
EG B.________ vom … (in Kraft bis Ende 2017; nachfolgend Per-
sonalreglement). Nach Art. 9 Abs. 2 Personalreglement erfolgt die Kündi-
gung durch die Gemeinde in Form einer begründeten Verfügung; das be-
troffene Personal ist vorher anzuhören. Ansonsten enthält das Personal-
reglement keine inhaltlichen Bestimmungen zur Kündigung von öffentlich-
rechtlichen Anstellungsverhältnissen. Soweit die Gemeinden keine eigenen 
Regelungen vorsehen, gilt nach Art. 32 des Gemeindegesetzes vom 
16. März 1998 (GG; BSG 170.11) für das Gemeindepersonal sinngemäss 
das kantonale öffentliche Dienstrecht (vgl. BVR 2017 S. 437 E. 4.3). Art. 7 
Abs. 2 Personalreglement sowie der Arbeitsvertrag sehen als Ersatzrecht 
ebenfalls ausdrücklich das kantonale Recht vor (Arbeitsvertrag S. 2; Akten 
RSA pag. 59). Mithin beurteilen sich die Voraussetzungen und die Folgen 
der Kündigung nach dem kantonalen Personalrecht, d.h. nach dem Perso-
nalgesetz vom 16. September 2004 (PG; BSG 153.01). 

3.2 Die Anstellungsbehörde kann das Arbeitsverhältnis unter Wahrung 
einer Frist von drei Monaten jeweils auf Ende eines Monats durch Ver-
fügung kündigen. Sie hat dafür triftige Gründe anzugeben (Art. 25 Abs. 1 
und 2 PG). Triftige Gründe liegen nach Art. 25 Abs. 2 PG insbesondere vor, 
wenn die oder der Angestellte ungenügende Leistungen erbringt (Bst. a), 
Weisungen der Vorgesetzten wiederholt missachtet hat (Bst. b), durch ihr 
oder sein Verhalten während der Arbeitszeit das Arbeitsklima nachhaltig 
stört (Bst. c) oder Arbeitskolleginnen, Arbeitskollegen oder in einem Be-
treuungs- oder Abhängigkeitsverhältnis stehende Personen sexuell beläs-
tigt (Bst. d). Die gesetzliche Aufzählung ist nicht abschliessend. So kann 
als Kündigungsgrund etwa genügen, dass sich die betroffene Person nicht 
in den Betrieb einordnen kann oder dass ihr der Wille zur vertrauensvollen 
Zusammenarbeit fehlt. In der Rechtsprechung sind ferner Dienstpflichtver-
letzungen oder ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis als triftige Gründe an-

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erkannt. Mehrere geringfügige Beanstandungen können gesamthaft ge-
sehen einen triftigen Grund abgeben (BVR 2010 S. 157 E. 3.2.1, 2009 
S. 443 E. 2.3; von Kaenel/Zürcher, Personalrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], 
Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 49 ff., 72 ff. N. 60 ff.). All-
gemein umschrieben ist eine Kündigung dann sachlich begründet, wenn 
die Weiterbeschäftigung der betroffenen Person dem öffentlichen Inte-
resse, insbesondere demjenigen an einer gut funktionierenden Verwaltung, 
widerspricht (BVR 2012 S. 294 E. 4.1, 2009 S. 443 E. 2.3, 2007 S. 538 
E. 3.3). Bei der Beurteilung des Verhaltens der betroffenen Person steht 
der zuständigen Behörde ein gewisses Ermessen zu, weil sie den tatsäch-
lichen Verhältnissen näher steht als das Gericht. Die Voraussetzungen für 
die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses sind aufgrund der gesamten Um-
stände des Einzelfalls zu würdigen und die Auflösung muss stets verhält-
nismässig sein (BVR 2010 S. 157 E. 3.2.2, 2009 S. 107 E. 9.1). 

3.3 Nach dem Untersuchungsgrundsatz stellen die Behörden den Sach-
verhalt von Amtes wegen fest (Art. 18 Abs. 1 VRPG). Sie sind verpflichtet, 
diesen richtig und vollständig abzuklären, wobei der Untersuchungspflicht 
die Mitwirkungspflicht der Parteien gegenübersteht (Art. 20 Abs. 1 VRPG). 
Bleibt ein Sachumstand unbewiesen, so muss die beweisbelastete Partei 
die Folgen der Beweislosigkeit tragen. Den Nachweis für die Kündigungs-
gründe hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber zu erbringen (Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; BVR 1993 S. 227 E. 2; 
Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, Diss. Zürich 1998, S. 309; all-
gemein zur Beweislastverteilung etwa BVR 2016 S. 5 E. 5.3, 2015 S. 301 
E. 2.3, je mit Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 6 und Art. 20 N. 2).

4.

Aufgrund der Akten ist von folgendem rechtserheblichen Sachverhalt aus-
zugehen:

4.1 Die Beschwerdeführerin war seit 1. August 2015 mit einem Be-
schäftigungsgrad von 50 % als Verwaltungsangestellte «Fachbereich 

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Finanzen» in der Gemeindeverwaltung der EG B.________ angestellt (vgl. 
Akten RSA pag. 59 f.). In dieser Funktion war sie zunächst dem Gemein-
deverwalter unterstellt, welcher jedoch spätestens ab September 2015 
nicht mehr im Amt tätig war. Unstrittig herrschten während dieser «turbu-
lenten Zeit» (vgl. Akten RSA pag. 76) erschwerte Rahmenbedingungen für 
die Beschwerdeführerin. Die Gemeindeverwaltung wurde bis Ende Juni 
2016 durch einen Stellvertreter geführt; als (externe) Finanzverwalterin 
wurde C.________ mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % angestellt, 
befristet vom 1. Dezember 2015 bis 30. April 2016 (vgl. Akten RSA pag. 60, 
63; … der EG B.________ vom …; … der EG B.________ vom …; … der 
EG B.________ vom …, je abrufbar unter <www.B.________.ch>, 
Rubriken «…», «…»). Am Mitarbeitergespräch (MAG) vom 22. April 2016 
betreffend die Beurteilungsperiode 1. Dezember 2015 bis 30. April 2016 
erhielt die Beschwerdeführerin von C.________ die Gesamtbeurteilung 
«A+», d.h. «Zielvorgaben oder Leistungserwartungen in wichtigen 
Bereichen übertroffen (sehr gute Leistungen)» (Akten RSA pag. 64). Als 
Begründung hielt sie Folgendes fest: 

«Die Einarbeitung in den Aufgabenbereich und das neue Informatikpro-
gramm (nsp) sind trotz erschwerten Rahmenbedingungen, Ausfall 
Gemeindeverwalter, sehr gut gelungen. Die Finanzverwalterinnen, 
D.________ (September bis November) und C.________ (Dezember 
bis April) hast du wo immer möglich unterstützt und ihnen zugedient. 
Besten Dank!

Die enormen Anstrengungen bezüglich Debitoren (Nacherfassung, 
Kontrolle, Bereinigung) haben sich ausbezahlt – Du hast das Inkasso 
im Griff!

Im Herbst folgte die erstmalige Gebührenfakturierung mit dem neuen 
System. Die Bereiche Wasser + Abwasser hast du alsdann übernom-
men und bereinigt, eine parforce Leistung, die sich in der Zukunft aus-
zahlen wird. 

Die NR + SR Wahlen 2015 als Verantwortliche Wahlausschuss selb-
ständig durchgeführt (GS abwesend).»

4.2 Nachdem der Gemeinderat beschlossen hatte, die Funktion des 
Gemeindeverwalters bzw. der Gemeindeverwalterin auf zwei Stellen (Ge-
meindeschreiber/in und Finanzverwalter/in) zu verteilen, nahm E.________ 
am 1. Mai 2016 als neue Finanzverwalterin und direkte Vorgesetzte der 
Beschwerdeführerin mit einem Beschäftigungsgrad von 30 % ihre Tätigkeit 
bei der EG B.________ auf; per 1. Juli 2016 trat F.________ mit einem 
Pensum von 60 % ihre Stelle als Gemeindeschreiberin an (vgl. … der EG 

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B.________ vom …; … der EG B.________ vom …, je abrufbar unter 
<www.B.________.ch>, Rubriken «…», «…»). Die neue Finanzverwalterin 
nahm einige Änderungen in der Finanzverwaltung vor, welche die 
Beschwerdeführerin teilweise nicht guthiess (vgl. Akten RSA pag. 32). Die 
Arbeitsbeziehung zwischen der Beschwerdeführerin und E.________ 
entwickelte sich in der Folge ungünstig. Die Beschwerdeführerin bringt in 
diesem Zusammenhang vor, sie habe unter dem autoritären Verhalten und 
den zahllosen ungerechtfertigten Vorwürfen der Finanzverwalterin gelitten; 
in deren Augen habe sie nichts mehr recht machen können (vgl. 
Beschwerde S. 3 und 14; Akten RSA pag. 32). E.________ beklagte 
fehlenden Willen und Entgegenkommen der Beschwerdeführerin in der 
Zusammenarbeit (vgl. Akten RSA pag. 66, 73). Für die Zeit von Juli 2016 
bis Mitte Januar 2017 lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes 
entnehmen: 

– Im Juli und August 2016 gelangten die Beschwerdeführerin und 
E.________ mit gegenseitigen Beschwerden über die Arbeitsweise der 
jeweils anderen Person an die Gemeindeschreiberin (vgl. 
Aufzeichnungen Gemeindeschreiberin; Akten RSA pag. 53). 

– Am Gespräch vom 24. August 2016 erläuterte E.________ der Be-
schwerdeführerin ihre Vorstellungen bezüglich der künftigen Zusam-
menarbeit. Der Aktennotiz von E.________ zu diesem Gespräch ist zu 
entnehmen, dass sie der Beschwerdeführerin mitteilte, sie erledige die 
Arbeit sehr gut und zuverlässig. Als neue Finanzverwalterin werde sie 
aber einige Änderungen einführen, welche die Beschwerdeführerin mit-
zutragen habe («Einige [Änderungen] werden dir gefallen, andere weni-
ger, wir setzen sie trotzdem um»). E.________ äusserte den Wunsch 
nach einer angenehmen, kollegialen Zusammenarbeit und gegenseiti-
gem Respekt. Es sei nun aber so, dass sie die Vorgaben mache, wie 
etwas umgesetzt werde. Selbstverständlich sollten Diskussionen und 
Anregungen Platz haben. Über gewisse Punkte werde sie mit sich reden 
lassen, über andere nicht. Sie hielt sodann fest: «Wenn du dich mit 
meiner Art der Führung der Finanzverwaltung einverstanden erklären 
kannst, werden wir eine gute Zeit und Zusammenarbeit haben». Nach 
Darstellung von E.________ hat die Beschwerdeführerin zwar mitgeteilt, 

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dass sie die Änderungen umsetzen werde. Die Art und Weise, wie sie 
kommuniziert habe, sei jedoch «sehr hart und dominant» gewesen; Ver-
ständnis und Entgegenkommen seien nicht zu spüren gewesen. Als 
Fazit hielt E.________ fest, dass das Gespräch nichts gebracht habe. 
Während den Ferien der Beschwerdeführerin habe auf der Gemeinde-
verwaltung ein sehr gutes Arbeitsklima geherrscht. Seit die Beschwer-
deführerin wieder zurück sei, sei das Gegenteil der Fall. Für sie sei die 
Situation «fast nicht tragbar» (vgl. Akten RSA pag. 66 f.).

– Gemäss den Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin führte sie am 
30. August 2016 mit der Beschwerdeführerin und der Finanzverwalterin 
im Beisein des Gemeindepräsidenten ein Gespräch, in welchem die Be-
schwerdeführerin angewiesen wurde, die Verantwortung für die Finanz-
verwaltung ihrer Vorgesetzten zu überlassen. Die Bereiche «Kredito-
ren», «Fibu» und «Löhne» müsse sie selbständig erledigen können; die 
Finanzverwalterin benötige dringend eine bessere Entlastung. Eine 
Aktennotiz oder ein Protokoll zu diesem Gespräch sind nicht akten-
kundig (vgl. Akten RSA pag. 53). 

– Einer undatierten und nicht unterzeichneten, offenbar aber von der 
Finanzverwalterin verfassten Notiz ist zu entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin ein problematisches Verhalten gegenüber der Vor-
gesetzten, dem Team sowie Bürgerinnen und Bürgern zeige («laut», 
«nicht zuhören wollen – Dreinreden», «fehlende Bereitschaft Notizen zu 
machen»). Mit der Arbeit sei die Beschwerdeführerin schnell überfordert; 
sie wisse nicht wie vorgehen, um Aufgaben oder Probleme zu lösen. Es 
fehle ihr an Bereitschaft, Arbeiten zu übernehmen («Lehrtöchter aus-
bilden») und sie missachte Weisungen, indem sie unnötige Arbeiten 
gleichwohl mache (Akten RSA pag. 68).

– Gemäss den Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin führte sie am 
18. Oktober 2016 ein Gespräch mit der Beschwerdeführerin betreffend 
deren Kommunikation mit einer IT-Firma (Akten RSA pag. 53).

– Mit E-Mail vom 3. November 2016 meldete E.________ der Gemeinde-
schreiberin, dass die Beschwerdeführerin sich weigere, bei der Aus-

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bildung der Lernenden mitzuwirken. Das Gespräch sei schwierig und 
unangenehm gewesen (Akten RSA pag. 69). 

– Gemäss den Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin führte sie am 
8. November 2016 ein Gespräch mit der Beschwerdeführerin und der 
Finanzverwalterin betreffend die Ausbildung der Lernenden in der Fi-
nanzverwaltung. Dabei habe die Beschwerdeführerin Mobbing-Vorwürfe 
erhoben. Zum weiteren Vorgehen habe die Gemeindeschreiberin vorge-
schlagen, während zwei Monaten an der Verbesserung des Klimas in 
der Finanzverwaltung und an der Leistung der Beschwerdeführerin zu 
arbeiten. Am 24. Januar 2017 solle eine Auswertung erfolgen. Ob und 
allenfalls welche konkreten Ziele der Beschwerdeführerin gesetzt wur-
den, ist nicht bekannt; ein Protokoll zu diesem Gespräch ist nicht akten-
kundig (vgl. Akten RSA pag. 54). 

– Am 14. November 2016 beklagte sich E.________ bei der Gemeinde-
schreiberin, dass die Beschwerdeführerin gar nicht mehr hilfsbereit sei 
und sich weigere, ihr Arbeiten abzunehmen. Die Gemeindeschreiberin 
notierte zudem ihre eigene (negative) Wahrnehmung zum Arbeits-
verhalten der Beschwerdeführerin (vgl. Aufzeichnungen Gemeinde-
schreiberin; Akten RSA pag. 54).

– Am 13. Dezember 2016 führte die Gemeindeschreiberin ein Personal-
gespräch mit der Beschwerdeführerin, in welchem es um eine Standort-
bestimmung und die Zielvereinbarung für das Jahr 2017 ging (vgl. Akten 
RSA pag. 70, 54). Die Beschwerdeführerin teilte dabei mit, dass sie 
gerne bei der Gemeinde arbeite, sich aber von E.________ gemobbt 
fühle. Ob und welche Ziele für das Jahr 2017 festgelegt wurden, geht 
aus dem Protokoll nicht eindeutig hervor. Gemäss den Aufzeichnungen 
der Gemeindeschreiberin kam es gleichentags (zum wiederholten Mal) 
zu einer Auseinandersetzung zwischen der Beschwerdeführerin und der 
Finanzverwalterin, bei der sich die beiden anschrien. In der Folge habe 
sie die Arbeitsplätze der beiden getrennt.

– Am 22. Dezember 2016 sowie am 10. und 11. Januar 2017 beklagte 
sich E.________ bei der Gemeindeschreiberin mündlich und per E-Mail 
über die Beschwerdeführerin. Diese unterstütze und entlaste sie nicht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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sondern arbeite gegen sie, zeige Widerwillen und Unverständnis bei 
Aufträgen. Die Situation sei sehr schwierig, sie oder die Beschwerde-
führerin müsse gehen (vgl. Akten RSA pag. 55, 72). 

4.3 Am 24. Januar 2017 fand im Beisein des Gemeindevizepräsidenten 
ein Gespräch zwischen der Beschwerdeführerin, der Gemeindeschreiberin 
und der Finanzverwalterin statt (vgl. Akten RSA pag. 74). Dabei wurde der 
Beschwerdeführerin der Entwurf der Kündigungsverfügung vorgelegt. 
E.________ erläuterte die Gründe hierfür. Die Beschwerdeführerin teilte 
mit, dass es ihr gefalle, bei der Gemeindeverwaltung zu arbeiten; sie wün-
sche, während drei Monaten nochmals eine Chance zu erhalten. Der Ge-
meindevizepräsident informierte, dass Feedbacks der Bevölkerung über 
das Verhalten der Beschwerdeführerin am Schalter und am Telefon bis 
zum Gemeinderat durchgedrungen seien. Um was für Rückmeldungen es 
sich konkret handelte und wie viele es waren, wurde indes nicht festge-
halten. Für den 27. Januar 2017 wurde ein Folgegespräch vereinbart, wel-
ches wegen Krankheit der Beschwerdeführerin erst am 31. Januar 2017 
stattfand. Bei dieser Besprechung legten die Vorgesetzten der Beschwer-
deführerin eine am 27. Januar 2017 datierte «Vereinbarung» vor und er-
läuterten ihr, dass sie bis zum 31. März 2017 Gelegenheit erhalte, ihr Ver-
halten und ihre Leistungen zu verbessern. Am 4. April 2017 – nach einer 
«Bewährungsdauer» von zwei Monaten – werde im Sinn einer Standort-
bestimmung ein Gespräch darüber und die Zukunft stattfinden. In der 
«Vereinbarung» wurden die Aufgabenbereiche der Beschwerdeführerin 
definiert. Zudem wurde festgehalten, in welchen Punkten die Vorgesetzten 
Verbesserungen der Beschwerdeführerin erwarten (vgl. Akten RSA 
pag. 75):

«● Ihrem Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Bevölkerung am 
Schalter und am Telefon (Lautstärke, zuhören, ausreden lassen, 
Lösungen suchen und anbieten, etc.)

● Austausch im Team (Weitergabe von Informationen – Mitdenken, 
wer muss was auch noch wissen)

● Ihrer Hilfsbereitschaft (Unterstützung Finanzverwalterin – EDV Wis-
sen weitergeben und nicht für sich behalten)

● Akzeptieren und Umsetzen der Vorschläge der Finanzverwalterin

● Zeitliche Planung der eigenen Arbeiten infolge Teilzeitpensum

● Lehrtochter (einbeziehen, überprüfen, unterstützen)»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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Die Beschwerdeführerin informierte ihrerseits die Vorgesetzten über ihre 
Schwangerschaft und erklärte, dass sie sowohl die Aktennotiz vom 
24. Januar 2017 als auch die «Vereinbarung» zuhause studieren und mit 
ihrer Anwältin besprechen wolle. Mit den «Anschuldigungen» sei sie nicht 
einverstanden; am Gespräch vom 24. Januar 2017 habe sie sich überrollt 
gefühlt. Sie werde zu den einzelnen Punkten noch schriftlich Stellung 
nehmen. Weiter erklärte sie, dass sie eine Mediation durch das Regie-
rungsstatthalteramt wünsche. Bis wann sie sich entscheide, ob sie die 
«Vereinbarung» unterzeichne, könne sie noch nicht sagen (vgl. Akten RSA 
pag. 76). Gemäss den Akten wurde in der Folge die Unterzeichnung der 
«Vereinbarung» von den Vorgesetzten nicht mehr thematisiert; die von ihr 
in Aussicht gestellte Stellungnahme zu den Vorwürfen reichte die Be-
schwerdeführerin nicht ein.

4.4 Am 24. Februar 2017 schilderte die Beschwerdeführerin 
E.________ schriftlich ihren Tagesablauf. Ergänzend hielt sie fest (vgl. 
Akten RSA pag. 77):

«Den Tag habe ich, gemäss Verbesserungsanregungen ‹zeitliche Pla-
nung der eigenen Arbeiten infolge Teilzeitpensum›, mit Dingen ver-
plant, welche mir vor meinen Ferien als dringend und wichtig erschie-
nen. Für deinen Auftrag hätte ich die richtigen Dateien benötigt. Mir 
war es wichtig, dir zu sagen, dass ich nicht fertig werde. Wunder dau-
ern etwas länger…..»

Ende März 2017 erlitt die Beschwerdeführerin eine Fehlgeburt und war in 
der Folge bis am 9. April 2017 arbeitsunfähig (vgl. Akten RSA pag. 56). 
Das vorgesehene Gespräch vom 4. April 2017 fand daher nicht statt und 
wurde auch nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin nicht durchgeführt. 
Über die Leistungen und das Verhalten der Beschwerdeführerin in der Zeit 
von Ende Januar bis Ende Mai 2017 ist – mit Ausnahme der Mitteilung vom 
24. Februar 2017 – im Personaldossier nichts vermerkt. Einzig in den Auf-
zeichnungen der Gemeindeschreiberin findet sich ein Eintrag vom April 
2017, wonach die Beschwerdeführerin in Abwesenheit der Gemeinde-
schreiberin die Mitarbeitenden «mobil« gemacht und ihnen den Ver-
fügungsentwurf des Gemeinderats, nicht aber die Vereinbarung gezeigt 
habe. Sie habe über die Gemeindeschreiberin geschimpft und geäussert, 
dass diese nicht wisse, was sie wolle, ansonsten sie ihr bei der Rückkehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
Seite 15

sofort gekündigt hätte (vgl. Akten RSA pag. 56). Gespräche zur Lösung des 
Konflikts wurden mit der Beschwerdeführerin keine mehr durchgeführt. 

4.5 E.________ teilte den Gemeindeverantwortlichen am 23. Mai 2017 
mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen per 31. August 2017 ihre 
Tätigkeit für die EG B.________ beenden werde (vgl. Akten RSA pag. 56). 
Am 30. Mai 2017 wurde der Beschwerdeführerin die Kündigungsverfügung 
vom 29. Mai 2017 vorgelegt und mitgeteilt, dass der Gemeinderat das 
Arbeitsverhältnis mit ihr per 31. August 2017 auflöse (vgl. Akten RSA 
pag. 80). Der Gemeinderat führte in der Kündigungsverfügung an, mehr-
malige Versuche, die Differenzen zu beheben, seien erfolglos geblieben. 
Die Beschwerdeführerin stelle für die Finanzverwalterin keine Entlastung 
dar. Aufträge der Finanzverwalterin lege sie ungelöst und ohne Vornahme 
von Abklärungen zurück ins Postfach mit der Bemerkung «ich weiss nicht»; 
bei Abwesenheit der Finanzverwalterin landeten Aufgaben und Probleme, 
welche von aussen an die Finanzverwaltung gelangen, unbearbeitet im 
Postfach ihrer Vorgesetzten. Die Finanzverwaltung benötige dringend eine 
selbständig wirkende Sachbearbeiterin, die am gleichen Strick ziehe wie 
ihre fachliche Vorgesetzte. Negative Äusserungen gegenüber Dritten be-
treffend Organisation bzw. neue Handhabung der Finanzverwaltung 
zeugten von Illoyalität. Sodann hielt der Gemeinderat fest, dass es zu 
wöchentlichen Friktionen zwischen den beiden Finanzfachfrauen komme, 
obschon der Anwesenheitsplan umgestellt worden sei und sie nur noch 
einen halben Tag in der Woche zusammen im Büro sein müssen. Die 
ständigen Zwiste und explosiven Gespräche würden dem Klima innerhalb 
der Gemeindeverwaltung schaden. Die Mitarbeitenden fühlten sich dabei 
nicht wohl (Akten RSA pag. 78 f.).

5.

Zum Vorliegen triftiger Kündigungsgründe ergibt sich was folgt:

5.1 Die Anstellungsbehörde begründet ihre Kündigungsverfügung mit 
ungenügenden Leistungen, wiederholtem Missachten von Weisungen der 
fachlich Vorgesetzten sowie der nachhaltigen Störung des Arbeitsklimas. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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Die Beschwerdeführerin weise ein «stark ausgeprägte[s] negative[s] Ver-
haltensmuster und [eine] ausgewachsene Einsichtslosigkeit» auf. Mit ihrem 
Verhalten habe sie nicht nur «die Arbeitssituation im Bereich der Finanz-
verwaltung schwer gestört», «ihre Obstruktion [habe] die gesamte Ver-
waltung erfasst und erschüttert» (vgl. Akten RSA pag. 78 f.; Beschwerde-
antwort). Die Beschwerdeführerin bestreitet die ihr vorgeworfenen Ver-
haltens- und Leistungsmängel. Zwischen ihr und E.________ habe ein 
Arbeitskonflikt bestanden; die Schuld hierfür liege nicht bzw. jedenfalls 
nicht allein bei ihr. Trotz dieses schwerwiegenden Konflikts sei sie stets 
redlich bemüht gewesen, ihre Arbeit ordnungsgemäss zu erledigen, wobei 
nicht auszuschliessen sei, dass ihr hin und wieder Fehler passiert seien, 
ihre Leistungen etwas nachgelassen hätten oder sie im Einzelfall ange-
sichts der andauernden, ungerechtfertigten und verletzenden Kritik durch 
E.________ unangemessen reagiert habe; dies sei aber in Anbetracht der 
Umstände verständlich (Beschwerde S. 13 ff.; Replik S. 2).  

5.2 Die Beschwerdeführerin war bei der Gemeinde als Verwaltungs-
angestellte «Fachbereich Finanzen» angestellt. Zu ihrem Aufgabenbereich 
gehörten die weitgehend selbständige Führung der Arbeiten im Fach-
bereich Finanzen, das Erteilen allgemeiner Schalter- und Telefonauskünfte, 
die Erledigung der vom Gemeindeverwalter zugewiesenen Aufgaben sowie 
die Mithilfe in der Ausbildung der Lernenden (vgl. Funktionsbeschrieb; 
Akten RSA pag. 60). Für einen effizienten Betrieb der Finanzverwaltung 
waren eine gedeihliche Zusammenarbeit mit der Finanzverwalterin sowie 
eine selbständige Arbeitsweise der Beschwerdeführerin unerlässlich, zumal 
die direkte Vorgesetzte nur einen Beschäftigungsgrad von 30 % hatte. 
Vorwürfe, wie sie gegen die Beschwerdeführerin erhoben worden sind, 
können das gute Funktionieren einer Gemeindeverwaltung erheblich be-
einträchtigen und daher einen triftigen Kündigungsgrund nach Art. 25 
Abs. 2 PG abgeben, sofern die gerügten Verhaltensweisen und die unge-
nügenden Leistungen nachgewiesen werden (vgl. auch vorne E. 3.2). 
Ständige Spannungen mit Vorgesetzten oder Mitarbeitenden müssen so-
dann auf Dauer nicht hingenommen werden, wenn dadurch die Voraus-
setzungen für eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sind 
(vgl. von Kaenel/Zürcher, a.a.O., S. 74 N. 63 mit Hinweisen auf die Recht-
sprechung). Das Arbeitsverhältnis kann bereits dann beendet werden, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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wenn das Vertrauensverhältnis gestört und dieser Zustand nicht über-
wiegend auf die Vorgesetzten zurückzuführen ist (vgl. VGE 2017/263 vom 
6.12.2017 E. 3.2.3, 2014/359 vom 23.7.2015 E. 4.3).

5.3 Auslöser für die Kündigung ist der Konflikt der Beschwerdeführerin 
mit E.________, den die Gemeinde (auch) als Kündigungsgrund nennt.

5.3.1 Unstrittig bestand zwischen der Beschwerdeführerin und 
E.________ ein schwerer Konflikt. Dieser störte den Betriebsablauf, indem 
er die notwendige Zusammenarbeit erschwerte und das Arbeitsklima in der 
gesamten Gemeindeverwaltung beeinträchtigte. Wer den Konflikt ausgelöst 
bzw. überwiegend zu verantworten hat, lässt sich nicht restlos klären; 
unterschiedliche Auffassungen in der Aufgabenerfüllung mögen ihn be-
günstigt haben. Aus den Akten erhellt, dass die Beschwerdeführerin den 
Konflikt nicht allein zu vertreten hat. Angesichts des belasteten Verhältnis-
ses ist zwar wahrscheinlich, dass sich die Beschwerdeführerin nicht immer 
angemessen gegenüber ihrer Vorgesetzten verhalten hat; dies schliesst sie 
selbst denn auch nicht aus. Sie sprach sich aber wiederholt für eine weitere 
Zusammenarbeit aus und wünschte zudem eine Mediation; die Beschwer-
deführerin ging somit offenbar davon aus, dass der Konflikt mit externer 
Hilfe gelöst werden könnte (vgl. vorne E. 4.3). E.________ fand ihrerseits 
keinen Weg aus der Konfliktsituation und zeigte mangelnde Führungs-
kompetenz: Bereits am ersten Gespräch vom 24. August 2016 bezüglich 
der künftigen Zusammenarbeit trat sie mit wenig Fingerspitzengefühl auf 
(vgl. vorne E. 4.2); in den Folgemonaten stritt sie sich sodann wiederholt 
lautstark mit der Beschwerdeführerin, liess sich hiervon provozieren und 
schrie diese an. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist daher davon 
auszugehen, dass sich die Vorgesetzte im Umgang mit der Beschwerde-
führerin nicht immer optimal verhalten und damit beträchtlich zum schwieri-
gen Verhältnis zwischen ihnen beigetragen hat, zumal nicht ersichtlich ist, 
dass sie Massnahmen getroffen hat, um den Konflikt zu entschärfen. Im 
Dezember 2016 beantragte die Gemeindeschreiberin aufgrund der per-
sonellen Schwierigkeiten in der Finanzverwaltung eine Mediation (was der 
Gemeinderat aus finanziellen Gründen jedoch ablehnte); dies spricht 
ebenfalls dafür, dass die Verantwortung für das schwierige Arbeitsverhält-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
Seite 18

nis nicht einseitig oder überwiegend der Beschwerdeführerin angelastet 
werden kann (vgl. Akten RSA pag. 25, 54). 

5.3.2 Nach dem Gespräch vom 31. Januar 2017 sind keine weiteren Vor-
fälle aktenkundig; auch in den Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin 
finden sich keine Vermerke (vorne E. 4.3). Dies legt nahe, dass die Zu-
sammenarbeit zwischen der Beschwerdeführerin und E.________ jeden-
falls grundsätzlich möglich war. Die Bemerkung der Beschwerdeführerin in 
ihrer Mitteilung vom 24. Februar 2017 («Wunder dauern etwas länger…»; 
vgl. vorne E. 4.4) mag angesichts des bestehenden Konflikts etwas provo-
kativ erscheinen; die Grenze des Tolerierbaren hat sie damit aber nicht 
überschritten. Im Übrigen zeichnete sich im Zeitpunkt, als der Gemeinderat 
gegenüber der Beschwerdeführerin die Kündigung aussprach, ohnehin ein 
Ende des persönlichen Konflikts und der in der Kündigungsverfügung be-
anstandeten wöchentlichen Zwistigkeiten ab, hatte doch E.________ ihr 
Arbeitsverhältnis bereits gekündigt (vgl. vorne E. 4.5). Weshalb die Ge-
meinde im Konflikt zwischen der Beschwerdeführerin und der Finanzver-
walterin trotzdem einen Kündigungsgrund erblickte, führt sie nicht näher 
aus; ihr pauschaler Hinweis auf die «Persönlichkeitsausprägung» der Be-
schwerdeführerin (vgl. Beschwerdeantwort) vermag in diesem Zusammen-
hang nicht zu überzeugen. Es ist sodann nicht ersichtlich, dass aufgrund 
des Konflikts mit der Finanzverwalterin eine gedeihliche Zusammenarbeit 
mit den weiteren Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung nicht mehr mög-
lich gewesen wäre, auch wenn das Verhältnis der Beschwerdeführerin zur 
Gemeindeschreiberin ebenfalls nicht ganz unbelastet gewesen zu sein 
scheint. 

5.3.3 Nach dem Gesagten stellte der Konflikt zwischen der Beschwerde-
führerin und ihrer Vorgesetzten, jedenfalls für sich allein betrachtet, keinen 
triftigen Kündigungsgrund dar. 

5.4 Die Gemeinde führt weitere Gründe an, welche unabhängig von der 
personellen Zusammensetzung der Gemeindeverwaltung eine Fortführung 
des Arbeitsverhältnisses mit der Beschwerdeführerin verunmöglichten.

5.4.1 Erste negative Vermerke bezüglich der Arbeit und dem Verhalten 
der Beschwerdeführerin (fehlende Bereitschaft, Änderungen vorzunehmen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
Seite 19

und umzusetzen, fehlender Wille, [weitere] Aufgaben zu übernehmen und 
damit verbunden ungenügende Entlastung der Finanzverwalterin, man-
gelnde Selbständigkeit und problematisches Verhalten im Team sowie ge-
genüber Bürgerinnen und Bürgern) finden sich erstmals, kurz nachdem die 
neuen Vorgesetzten am 1. Mai bzw. 1. Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen 
hatten. Noch unmittelbar zuvor waren die Leistungen und das Verhalten 
der Beschwerdeführerin im MAG vom 22. April 2016 als sehr gut bewertet 
worden; insbesondere war ihr bescheinigt worden, dass sie die beiden ex-
ternen Finanzverwalterinnen unterstützt und ihnen zugedient und in ver-
schiedenen Bereichen der Finanzverwaltung grossen Einsatz gezeigt und 
selbständig gearbeitet hatte (vgl. vorne E. 4.1). Nach Auffassung der Ge-
meinde ist diese Beurteilung zu relativieren, weil sie von einer temporären, 
teilzeitarbeitenden Mitarbeiterin vorgenommen worden sei; es sei unklar, 
ob diese zur «Personalbeurteilung» berechtigt gewesen sei und aus-
reichende Beurteilungsgrundlagen gehabt habe (vgl. Beschwerdeantwort; 
Stellungnahme vom 4.4.2018). – Wohl trifft zu, dass die damalige Finanz-
verwalterin nur während fünf Monaten mit der Beschwerdeführerin zusam-
mengearbeitet hatte. Weshalb sie während dieser Zeit nicht in der Lage 
gewesen sein sollte, die Leistungen und das Verhalten der Beschwerde-
führerin kompetent zu beurteilen, ist indes nicht ersichtlich. Das Vorbringen, 
die externe Finanzverwalterin habe nur zu 50 % gearbeitet, überzeugt an-
gesichts der Tatsache nicht, dass E.________ einen Beschäftigungsgrad 
von bloss 30 % aufwies. Insgesamt vermag die Gemeinde nicht schlüssig 
aufzuzeigen, dass die Beurteilung vom 22. April 2016 nicht die tatsäch-
lichen Verhältnisse wiedergibt. Es ist daher davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin nach ihrem Stellenantritt am 1. August 2015 bis zum 
Eintritt der neuen Vorgesetzten per 1. Mai 2016 gute bis sehr gute Leistun-
gen erbrachte. Anhaltspunkte dafür, dass ihr Verhalten gegenüber Mit-
arbeitenden oder Bürgerinnen und Bürgern während dieser Zeit Anlass zu 
Beanstandungen gegeben hätte, gibt es nicht. 

5.4.2 Die schriftliche Dokumentation im Personaldossier über die vorge-
brachten Mängel nach dem Vorgesetztenwechsel ist spärlich und eher 
vage. Zu den Gesprächen, welche die Vorgesetzten gemäss den Aufzeich-
nungen der Gemeindeschreiberin am 30. August 2016, 18. Oktober 2016 
und 8. November 2016 mit der Beschwerdeführerin geführt haben, liegen 

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im Personaldossier keine inhaltlichen Angaben vor; das Protokoll zum Per-
sonalgespräch vom 13. Dezember 2016 ist knapp gehalten (vorne E. 4.2). 
Demgegenüber sind die Aufzeichnungen der Gemeindeschreiberin um-
fangreicher und detaillierter. Indes rügt die Beschwerdeführerin zu Recht, 
dass unklar ist, wann und unter welchen Umständen diese Aufzeichnun-
gen, deren letzter Eintrag vom 21. Juni 2017 und damit nach Erlass der 
Kündigungsverfügung datiert, gemacht wurden; die Gemeinde hat sich 
hierzu nicht geäussert. Die Aufzeichnungen wirken sodann teilweise un-
vollständig, verweisen auf nicht aktenkundige Unterlagen oder geben ledig-
lich wieder, was der Gemeindeschreiberin von Drittpersonen zugetragen 
worden sei (vgl. etwa Einträge vom 16. und 27.9.2016, 18.10.2016, 
1.11.2016, 14.11.2016, 13.12.2016, 6.1.2017, 10.1.2017; vgl. auch vorne 
E. 2.1.2). Das Verwaltungsgericht misst diesen Aufzeichnungen daher in 
der Beweiswürdigung kein massgebliches Gewicht bei. 

5.4.3 Aus den Akten erhellt, dass die Arbeitsleistungen der Beschwerde-
führerin zwischen Juli 2016 und Januar 2017 zumindest teilweise (Entlas-
tung der Finanzverwalterin, selbständige Arbeitsweise, Mitwirkung bei der 
Ausbildung der Lernenden) nicht den Erwartungen der neuen Vorgesetzten 
entsprachen und Gespräche mit ihr notwendig machten. Gewisse Fehl-
leistungen schliesst denn auch die Beschwerdeführerin nicht aus (vgl. 
vorne E. 5.1). Ob sie (vorwiegend) auf Unwillen oder Unvermögen der Be-
schwerdeführerin zurückzuführen oder (auch) der schwierigen Konflikt-
situation und den Änderungen in der Finanzverwaltung geschuldet waren, 
lässt sich nicht feststellen. E.________ nahm verschiedene Änderungen 
und Anpassungen in der Finanzverwaltung vor; ob sie die Beschwerde-
führerin bei diesem Prozess umsichtig und aktiv unterstützte, geht aus den 
Akten nicht hervor. Die Forderung der Vorgesetzten, dass die Beschwer-
deführerin unter anderem die Kreditoren und Löhne selbständig erledigen 
müsse, scheint in einem gewissen Widerspruch zu den Vorgaben zu ste-
hen, welche E.________ am Gespräch vom 24. August 2016 gemacht 
hatte («Jede Rechnung geht über meinen Tisch», «Post Finanzen zuerst in 
mein Fach», «Lohnrapporte will ich sehen»). Dass sich die 
Beschwerdeführerin von ihrer Vorgesetzten ständig unter Druck gesetzt 
fühlte und sich dies nachteilig auf die – zuvor als gut bis sehr gut 
bewerteten – Leistungen und das Verhalten auswirkte, lässt sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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angesichts der Aktenlage und der festgestellten Führungsmängel von 
E.________ jedenfalls nicht ausschliessen.

5.4.4 Die Vorgesetzten sahen offenbar vor der Besprechung vom 24. Ja-
nuar 2017 keine Veranlassung, die Beschwerdeführerin förmlich zu er-
mahnen und ihre Erwartungen bezüglich Leistungen und Verhalten der 
Beschwerdeführerin mit der nötigen Klarheit und dem erforderlichen Nach-
druck schriftlich festzuhalten. Insbesondere wurden auch am Personal-
gespräch vom 13. Dezember 2016, in welchem es um die Zielvereinbarung 
für das Jahr 2017 ging und eine Kündigung (noch) kein Thema war, keine 
entsprechenden Leistungs- und Verhaltensziele gesetzt (vgl. vorne E. 4.2). 
Gemäss den Akten wurde die Beschwerdeführerin förmlich am 24. Januar 
2017 von ihren Vorgesetzten erstmals konkret mit den Vorwürfen bezüglich 
ihres Verhaltens und ihrer Leistungen konfrontiert. Mit der «Vereinbarung» 
vom 27. Januar 2017 gab die Gemeinde der Beschwerdeführerin die Mög-
lichkeit, bis am 31. März 2017 ihre Leistungen und ihr Verhalten in den an-
geführten Punkten zu verbessern (vgl. vorne E. 4.3). Unstrittig hat die Be-
schwerdeführerin weder diese «Vereinbarung» noch die Aktennotizen zu 
den Gesprächen vom 24. und 31. Januar 2017 unterzeichnet. Anders als 
die Gemeinde und das Regierungsstatthalteramt zu meinen scheinen (vgl. 
angefochtener Entscheid E. IV/9; Akten RSA pag. 26), kann ihr die feh-
lende Unterzeichnung der «Vereinbarung» nicht vorgehalten werden, 
zumal die Gemeinde offenbar keine weiteren Schritte in diesem Punkt un-
ternommen hat. Wohl wäre es angesichts des belasteten Verhältnisses 
zielführender gewesen, wenn die Beschwerdeführerin mit der Unterzeich-
nung der «Vereinbarung» ein gewisses Entgegenkommen gezeigt hätte. Es 
ist aber auch verständlich, wenn sie aufgrund der bestrittenen Vorwürfe 
befürchtete, mit ihrer Unterschrift Zugeständnisse hinsichtlich allfälliger 
Kündigungsgründe zu machen. Im Übrigen musste die Beschwerdeführerin 
der «Vereinbarung» auch ohne ihre Unterschrift entnehmen, in welchen 
Bereichen Verbesserungen von ihr erwartet werden. Dass sie am 
24. Januar 2017 eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses wünschte, am 
Gespräch vom 31. Januar 2017 eine Mediation verlangte und sich in ihrer 
Mitteilung vom 24. Februar 2017 auf einen der in der Vereinbarung aufge-
führten Verbesserungspunkt bezog, zeigt ihren Willen zur weiteren kon-
struktiven Zusammenarbeit. Nach dem Gespräch vom 31. Januar 2017 

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Seite 22

sind keine weiteren Vorfälle bzw. negative Verhaltensweisen der Be-
schwerdeführerin aktenkundig (vorne E. 4.3 f.). Wie die Vorinstanz bei die-
ser Sachlage zum Schluss gelangt, es sei keine Besserung feststellbar 
(angefochtener Entscheid E. III/5, IV/9), ist nicht nachvollziehbar. Der 
Umstand, dass die Vorgesetzten keinen Anlass mehr sahen, (negative) 
Vorkommnisse aktenkundig zu machen, deutet vielmehr darauf hin, dass 
die Zusammenarbeit möglich war.

5.4.5 Nach dem Gesagten mag zutreffen, dass die Beschwerdeführerin 
Mühe bekundete, sich dem neuen Führungsstil anzupassen und die in ihrer 
Funktion von ihren neuen Vorgesetzten geforderte Leistung zu erbringen. 
Das der Beschwerdeführerin in der Kündigungsverfügung vorgeworfene 
Verhalten ist jedoch wenig dokumentiert. Zum Vorwurf, sie habe die Ände-
rungen der neuen Finanzverwalterin nicht genügend mitgetragen, lässt sich 
feststellen, dass sie ihrer Vorgesetzten am 24. August 2016 mitgeteilt hatte, 
sie werde die geforderten Änderungen umsetzen (vgl. vorne E. 4.2). Aus 
den Akten geht sodann nicht hervor, welcher Art die Änderungen waren 
und inwiefern die Beschwerdeführerin sich den neuen Vorgaben im Einzel-
nen widersetzt haben soll. Aktenkundig ist einzig der Vorwurf, dass sie 
weiterhin unnötige Arbeiten mache (doppelte Ablage Lohn Journale, un-
nötige Erfassung von Mitteilungen bei den Kreditoren); am Gespräch vom 
24. Januar 2017 wurde die Beschwerdeführerin auf diesen Punkt aufmerk-
sam gemacht (vorne E. 4.3). In den Akten finden sich keine Hinweise dafür, 
dass sie in der Folge weiterhin unnötige Arbeiten ausführte oder (andere) 
Weisungen ihrer Vorgesetzten missachtete. Es ist sodann zu bemerken, 
dass die teilweise unklaren und widersprüchlichen Führungsabläufe (vorne 
E. 5.4.3) allfällige Fehlleistungen der Beschwerdeführerin begünstig haben. 
Die (bestrittenen) Vorwürfe, die Beschwerdeführerin habe Aufträge unge-
löst und mit dem Hinweis «ich weiss nicht» zurückgegeben und bei Ab-
wesenheit der Finanzverwalterin Aufgaben unbearbeitet in deren Postfach 
gelegt, finden sich im Personaldossier einzig in einer undatierten und nicht 
unterzeichneten Aktennotiz sowie in den Aufzeichnungen der Gemeinde-
schreiberin (vorne E. 4.2; Akten RSA pag. 54 f.); für die Zeit nach dem 
31. Januar 2017 gibt es keine entsprechenden Vermerke mehr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.05.2018, Nr. 100.2017.269U, 
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5.4.6 Der Vorwurf, die Beschwerdeführerin habe Weisungen ihrer Vor-
gesetzten wiederholt oder gar notorisch missachtet, ist somit nicht erstellt. 
Die Gemeinde vermag sodann nicht aufzuzeigen, dass die Beschwerde-
führerin während längerer Zeit und trotz entsprechender Ermahnungen 
ungenügende Leistungen erbrachte. Der Vorwurf der Illoyalität durch nega-
tive Äusserungen gegenüber Dritten betreffend Organisation bzw. neuer 
Handhabung der Finanzverwaltung wird schliesslich in keiner Art und 
Weise näher ausgeführt und findet in den Akten auch keine Stütze. Das 
Regierungsstatthalteramt hat diesem Vorwurf daher zu Recht keine Be-
deutung zugemessen; jedenfalls finden sich in den Erwägungen des an-
gefochtenen Entscheids dazu keine Ausführungen. Schliesslich ist auch 
nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin im April 2017 die anderen Mit-
arbeitenden «mobil» gemacht hätte (vgl. vorne E. 4.4). Der entsprechenden 
Notiz der Gemeindeschreiberin in ihren Aufzeichnungen kommt kaum Be-
weiswert zu: Weder ist der genaue Inhalt dieser Bemerkungen bekannt, 
noch in welchem Zusammenhang und gegenüber wem sie gemacht 
worden sein sollen. Konkrete Aussagen von Mitarbeitenden, die die Be-
merkungen gehört haben wollen, wurden nicht schriftlich festgehalten und 
können daher nicht verifiziert werden.

5.5 Zusammenfassend bestehen zwar Anhaltspunkte dafür, dass die 
Beschwerdeführerin in diversen Punkten den Anforderungen der neuen 
Vorgesetzten nicht gerecht wurde und diese teilweise Anstoss an ihrem 
Verhalten nahmen. Konkretes Fehlverhalten oder einzelne Vorkommnisse 
sind jedoch kaum dokumentiert; nach den Ermahnungen am Gespräch 
vom 31. Januar 2017 finden sich im Personaldossier keine Vermerke mehr. 
Die Vorwürfe der Gemeinde gegenüber der Beschwerdeführerin sind pau-
schal und unbestimmt geblieben; dass sie ein «stark ausgeprägte[s] nega-
tive[s] Verhaltensmuster» zeigte, «notorisch uneinsichtig und belehrungs-
resistent» war und sich den Weisungen der Finanzverwalterin «notorisch 
widersetzte» (vgl. Beschwerdeantwort), findet in den mangelhaft geführten 
Akten (vorne E. 2.1.2) jedenfalls keine Stütze. Im Rahmen ihrer Mit-
wirkungspflicht hat die Gemeinde sodann weder im vorinstanzlichen noch 
im verwaltungsgerichtlichen Verfahren weitere Dokumente eingereicht oder 
Beweise anerboten, welche ihre Sachverhaltsdarstellung untermauern 
würden. Weitere Untersuchungen können daher unterbleiben und wären 

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auch kaum erfolgsversprechend, um die Kündigungsgründe nachträglich zu 
erstellen. Der Gemeinde kann somit nicht gefolgt werden, wenn sie vor-
bringt, die der Beschwerdeführerin zur Last gelegten triftigen Kündigungs-
gründe nach Art. 25 Abs. 2 PG seien «in verschiedener Ausprägung 
mehrfach nachgewiesen» (vgl. Beschwerdeantwort). Die Folgen der Be-
weislosigkeit hat die EG B.________ als Arbeitgeberin zu tragen (vorne 
E. 3.3). Ob die Kündigung mit dem Verhältnismässigkeitsprinzip und der 
arbeitgeberischen Fürsorgepflicht vereinbar ist, kann bei diesem Ergebnis 
offenbleiben.  

6.

Nach dem Erwogenen erweist sich die Beschwerde als begründet und ist 
gutzuheissen. Die Rechtsfolge der Beschwerdegutheissung im Kündi-
gungsstreit (Grundsatz der Weiterbeschäftigung, Art. 29 Abs. 1 PG) tritt von 
Gesetzes wegen ein; einer förmlichen Anweisung (vgl. vorne Bst. C) bedarf 
es nicht. Die Sache hat sein Bewenden mit der Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids; damit ist auch die Kündigungsverfügung aufgehoben 
(Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. dazu Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 72 N. 13, Art. 84 N. 7). 

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt die Beschwerdeführerin. Da 
die Gemeinde in Streitigkeiten um die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses 
praxisgemäss nicht als in ihren Vermögensinteressen betroffen gilt 
(BVR 2011 S. 490 [VGE 2010/363 vom 17.6.2011] nicht publ. E. 5), sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 2 
Abs. 1 Bst. b VRPG). Hingegen hat sie der Beschwerdeführerin die im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren entstandenen Parteikosten zu ersetzen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach den gleichen Grund-
sätzen sind die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens neu zu verlegen. 
Die Kostennoten des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 9. Mai 

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2018 (act. 12) und 20. September 2017 (Akten RSA pag. 47) geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Regierungs-
statthalteramts Thun vom 23. Oktober 2017 wird aufgehoben.

2. a) Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Kosten 
erhoben.

b) Die Einwohnergemeinde B.________ hat der Beschwerdeführerin für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, be-
stimmt auf insgesamt Fr. 3ʹ865.50 (inkl. Auslagen und MWSt), zu er-
setzen.

3. a) Für das Verfahren vor dem Regierungsstatthalteramt Thun werden 
keine Kosten erhoben.

b) Die Einwohnergemeinde B.________ hat der Beschwerdeführerin für 
das Verfahren vor dem Regierungsstatthalteramt Thun die Partei-
kosten, bestimmt auf insgesamt Fr. 3'892.55 (inkl. Auslagen und 
MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Beschwerdegegnerin
- dem Regierungsstatthalteramt Thun

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG beträgt Fr. 15ʹ000.--.