# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4094e804-d095-5ba7-9d28-4afbe3cec996
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2017 I 2017 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-43_2017-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 43

Entscheid vom 9. August 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am B.________) lebt seit D.________ in der Schweiz 
und ist seit E.________ verheiratet. Sie übte als gelernte F.________-
Mitarbeiterin verschiedene Erwerbstätigkeiten aus (u.a. ________, vgl. IV-act. 
19-1/2, IV-act. 43-13/27). Zuletzt arbeitete sie bis zum 8. Juli 2014 (= letzter Ar-
beitstag) als Betreuerin für G.________, welche diverse Einrichtungen für Behin-
derte führt (vgl. IV-act. 14-8/8, wobei das Anstellungsverhältnis per 30.4.2015 
aufgelöst wurde).

B. Am 2. Februar 2015 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug von 
IV-Leistungen ein, worauf verschiedene Abklärungen erfolgten und eine Begut-
achtung in Auftrag gegeben wurde. Die ausgeloste Gutachterstelle C.________ 
erstattete das interdisziplinäre Gutachten am 21. Dezember 2015 (IV-act. 43).

C. Nach dem Vorbescheid vom 3. März 2016 (IV-act. 47) und Einwendungen 
der Versicherten vom 2. April 2016 (= IV-act. 52) verfügte die IV-Stelle Schwyz 
am 2. Juni 2016, dass das Gesuch um Ausrichtung einer IV-Rente abgewiesen 
werde, derweil ein Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen bejaht 
wurde (IV-act. 56).

D. Eine dagegen von A.________ erhobene Beschwerde wurde vom Verwal-
tungsgericht mit Entscheid VGE I 2016 77 vom 13. Dezember 2016 insofern gut-
geheissen, als der Beschwerdeführerin auf der Basis eines ermittelten IV-Grades 
von 40% eine Viertelsrente zugesprochen wurde, wobei festgehalten wurde, 
dass die Festlegung des Rentenbeginns Sache der IV-Stelle sei.

E. Am 23. Dezember 2016 unterzeichnete A.________ die Verlängerung für 
einen Arbeitsversuch im Bereich Tagesstätte der H.________ (IV-act. 78). Mit 
Vorbescheid vom 20. Februar 2017 teilte die IV-Stelle mit, der Beginn des An-
spruchs auf eine Viertelsrente werde per 1. August 2015 festgelegt (IV-act. 87). 
Am 2. März 2017 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für den bis 19. März 
2017 verlängerten Arbeitsversuch (IV-act. 95). Die entsprechende Taggeldverfü-
gung folgte am 8. März 2017 (IV-act. 97). In einer Eingabe vom 19. März 2017 
nahm A.________ zum Vorbescheid vom 20. Februar 2017 Stellung und erklärte 
ihre Zustimmung zum Beginn des Rentenanspruchs per 1. August 2015; gleich-
zeitig beantragte sie eine Erhöhung des Rentenanspruchs auf eine halbe IV-
Rente (IV-act. 102). Am 28. März 2017 unterzeichnete A.________ eine Einglie-
derungsvereinbarung zum Einsatz an einem Testarbeitsplatz der Durchführungs-
stelle I.________ (in J.________, vgl. IV-act. 106). 

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F. Mit Verfügung vom 21. April 2017 setzte die IV-Stelle den Beginn des 
Anspruchs auf eine Viertelsrente (von Fr. 287.-- monatlich) per 1. August 2015 
fest und ermittelte einen Anspruch auf Nachzahlungen von Fr. 5‘740.--; davon 
wurden Fr. 3‘286.-- mit Taggeldleistungen der K.________ verrechnet (vgl. IV-
act. 115).

Am 8. Mai 2017 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Arbeitstraining bei 
der Durchführungsstelle I.________ (IV-act. 122). Diesbezüglich erliess die IV-
Stelle am 11. Mai 2017 Taggeldverfügungen (IV-act. 125, 126). 

G. Am 16. Mai 2017 erliess die IV-Stelle gegenüber A.________ eine Ver-
fügung mit u.a. folgendem Wortlaut (IV-act. 127):

Leistungen
Verfügung Rentenbefristung und Rückforderung
ersetzt unsere Verfügung vom 21.4.2017

Diese Verfügung enthält 6 Seiten

Guten Tag Frau A.________

In der Rentenverfügung vom 21. April 2017 wurde Ihre Rente irrtümlich nicht be-
fristet. Die Rente darf nur bis 30. September 2016 zugesprochen werden, weil Sie 
sich ab 19. September 2016 in der Eingliederung befunden haben. Beachten Sie 
dazu die beiliegende Begründung.

Sie haben die Invalidenrente ab 1. August 2015 bis heute ausbezahlt erhalten. Die 
Rente hätte während des gleichzeitigen Bezuges von Rente und IV-Taggeld am 
Taggeld angerechnet werden müssen. Das heisst, Sie haben zu hohe Leistungen 
erhalten. Wir werden die ausbezahlten Taggelder korrigieren und um die ausbe-
zahlte Rente kürzen.

Die Zahlung der Invalidenrente wird per 31. Mai 2017 eingestellt. Die Rückforde-
rung der zuviel ausbezahlten Leistungen für die Zeit vom 19. September 2016 bis 
19. März 2017 von insgesamt Fr. 1‘621.40 wird über das Taggeld abgewickelt, das 
heisst, bei der nächsten Taggeld-Zahlung in Abzug gebracht. Sie erhalten auch 
entsprechende neue Taggeld-Verfügungen. Vom 20. März bis 31. Mai 2017 wird 
die Rente beim Taggeld bereits angerechnet (siehe dazu die entsprechenden Tag-
geld-Verfügungen). Ab 1. Juni 2017 wird die Rente nicht mehr ans Taggeld ange-
rechnet.

H. Mit einem per 17. Mai 2017 datierten und am 20. Mai 2017 der Post über-
gebenen Schreiben beschwerte sich A.________ beim Verwaltungsgericht und 
stellte den Antrag „auf eine Teilrente von 50%“. 

Mit Vernehmlassung vom 31. Mai 2017 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen. Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin in einer Eingabe, 
welche per 8. Juni 2017 datiert und am 9. Juni 2017 der Post übergeben wurde.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid gegeben sind. Es prüft namentlich die 
frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches und die Rechts-
anhängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der 
gleichen Sache (vgl. § 27 Abs. 1 lit. f und g Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRP, 
SRSZ 234.110, i.V.m. Art. 61 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1).

1.2 Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen 
Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 61 ATSG).

1.3 Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass sinngemäss die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 2. Juni 2016 gestützt auf das Ergebnis des C.________-
Gutachtens vom 21. Dezember 2015 einen Anspruch auf IV-Rentenleistungen 
abgelehnt hatte, hingegen das Verwaltungsgericht im anschliessenden Be-
schwerdeverfahren zum Ergebnis gelangte, dass ein (unbefristeter) Anspruch auf 
eine IV-Viertelsrente besteht. In Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheides VGE I 2016 
77 vom 13. Dezember 2016 wurde die IV-Stelle angewiesen, den Rentenbeginn 
festzulegen und die Rentennachzahlungen zu ermitteln.

1.4 Soweit die Parteien mit diesem dargelegten Ergebnis nicht einverstanden 
waren (sei es, dass die Versicherte glaubte, Anspruch auf eine höhere Rente zu 
haben, oder sei es dass die Vorinstanz der Auffassung war, dass eine Viertels-
rente lediglich für einen befristeten Zeitraum geschuldet sei), hätten sie diesen 
Gerichtsentscheid (VGE) I 2016 77 rechtzeitig mit Beschwerde beim Bundesge-
richt anfechten müssen. Nach der Aktenlage hat sich keine Partei beim Bundes-
gericht beschwert. Mithin ist dieser VGE I 2016 77 unangefochten in Rechtskraft 
erwachsen. Damit hat es mit dem Ergebnis dieses (rechtskräftigen) Entscheides 
vom 13. Dezember 2016, wonach die Beschwerdeführerin auf der Basis eines 
IV-Grades von 40% einen grundsätzlich unbefristeten Anspruch auf eine Viertels-
rente hat, sein Bewenden (zur Koordination mit Taggeldleistungen siehe nach-
folgend).

1.5.1  Gegenstand des im Anschluss an den VGE I 2016 77 bei der IV-Stelle 
erforderlichen Verfahrens bildete im Wesentlichen die Festlegung des Rentenbe-
ginns sowie die Nachzahlung der betreffenden Rentenleistungen. Anzufügen ist, 
dass im ersten Gerichtsverfahren (I 2016 77) der Umstand, wonach die IV-Stelle 
mit Verfügung vom 2. Juni 2016 einen Anspruch auf berufliche Eingliederungs-
massnahmen bejaht hatte, unbestritten und nicht näher zu überprüfen war.

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1.5.2  Gemäss Art. 43 Abs. 2 Satz 1 IVG besteht kein Anspruch auf eine Rente 
der Invalidenversicherung, wenn die Anspruchsvoraussetzungen für ein Taggeld 
der Invalidenversicherung erfüllt sind oder - was im vorliegenden Fall nicht 
interessiert - die Invalidenversicherung bei Eingliederungsmassnahmen die 
Kosten für Unterkunft und Verpflegung überwiegend oder vollständig übernimmt. 
Analog normiert Art. 29 Abs. 2 IVG, dass ein Rentenanspruch solange nicht 
entsteht, als die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen 
kann. Nach diesen erwähnten Bestimmungen verhält es sich bei der Koordinati-
on von IV-Taggeldleistungen und IV-Rentenleistungen grundsätzlich so, dass der 
Taggeldanspruch dem Anspruch auf eine Invalidenrente vorgeht.

1.5.3  Nach Art. 43 Abs. 2 Satz 2 IVG kann der Bundesrat Ausnahmen vorsehen 
und Bestimmungen über die Ablösung des Taggeldes durch eine Rente erlassen. 
Davon hat er in Art. 20ter der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) 
Gebrauch gemacht und in Absatz 1 dieser Bestimmung festgelegt, dass dann, 
wenn die versicherte Person Anspruch auf ein Taggeld (einschliesslich Kinder-
geld) nach Art. 23 IVG und Art. 23bis IVG hat, das niedriger wäre als die bisher 
bezogene Rente, anstelle des Taggeldes die Rente weiter ausgerichtet werde.

1.5.4  Sodann normiert Art. 22 Abs. 5bis IVG, dass dann, wenn eine versicherte 
Person eine Rente bezieht, diese während der Durchführung von Integrations-
massnahmen nach Art. 14a IVG und von Massnahmen zur Wiedereingliederung 
nach Art. 8a IVG anstelle eines Taggeldes weiter ausgerichtet wird.

Erleidet die versicherte Person infolge der Durchführung einer Massnahme einen 
Erwerbsausfall oder verliert sie das Taggeld einer anderen Versicherung, so rich-
tet die Versicherung (IV) zusätzlich zur Rente ein Taggeld aus (Art. 22 Abs. 5ter 

IVG). In einem solchen Fall besteht ein Doppelanspruch auf Taggeld und Rente.

1.6  In Anbetracht dieser Sach- und Rechtslage bildete Gegenstand der im An-
schluss an den ersten VGE I 2016 77 nötigen Verfügung primär die Festlegung 
des Rentenbeginns und sekundär die Koordination mit den zwischenzeitlich in-
folge von Wiedereingliederungsmassnahmen (Arbeitsversuche) aktuell geworde-
nen Taggeldansprüchen.

2. Hinsichtlich des Rentenbeginns gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, 
dass ab 1. August 2015 die Voraussetzungen für die Ausrichtung der Viertels-
rente erfüllt waren. Mit diesem Ergebnis erklärte sich die Versicherte in einer Ein-
gabe vom 19. März 2017 zum betreffenden Vorbescheid ausdrücklich einver-
standen (vgl. IV-act. 102-2/7 Mitte). In der vorliegenden Beschwerde wurde von 

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diesem Standpunkt nicht abgewichen, weshalb sich weitere Ausführungen zum 
hier nicht streitigen Rentenbeginn erübrigen.

3.1 Was die Koordination mit den Taggeldleistungen anbelangt, drängen sich 
die nachfolgenden Bemerkungen auf. Nicht zu beanstanden ist grundsätzlich, 
dass die Vorinstanz für die Phasen, in welchen eine berufliche Wiedereingliede-
rungsmassnahme (Arbeitsversuch) andauert, sich damit auseinander gesetzt hat, 
inwiefern Taggeld- und Rentenleistungen nebeneinander in Frage kommen.

3.2 Soweit die Vorinstanz zur Auffassung gelangte, dass der Rentenanspruch 
generell bis zum 30. September 2016 zu befristen sei, weil sich die Versicherte 
ab diesem Zeitpunkt „in der Eingliederung befunden“ habe (vgl. IV-act. 127), 
übersieht sie das Ergebnis des Gerichtsentscheides I 2016 77 vom 13. Dezem-
ber 2016, welches einen unbefristeten Anspruch auf eine Viertelsrente enthält. 
Der Umstand, wonach sich das Verwaltungsgericht damals nicht mit der Koordi-
nation mit Taggeldansprüchen zu befassen und diesbezüglich keinen Entscheid 
zu treffen hatte, hat zur Folge, dass die Vorinstanz bei der Ermittlung der aus-
zurichtenden Rentenleistungen die Fragestellung prüfen durfte, inwiefern der 
Rentenanspruch - vorübergehend - durch Taggeldleistungen abgelöst wird und 
anschliessend - nach dem Dahinfallen allfälliger Taggeldleistungen infolge Be-
endigung von Wiedereingliederungsmassnahmen (Arbeitsversuche) - erneut 
wieder auflebt. Mit anderen Worten hätte die Vorinstanz - soweit sie der Meinung 
war, dass der Rentenanspruch definitiv am 30. September 2016 mit dem Beginn 
des Arbeitsversuchs bei der H.________ zu Ende gehe - nach Kenntnisnahme 
des Gerichtsentscheides Beschwerde beim Bundesgericht erheben müssen. 
Dies hat sie unterlassen, weshalb hier von einem unbefristeten Anspruch auf 
eine IV-Viertelsrente auszugehen ist. Mit anderen Worten erweist sich die vor-
liegende Beschwerde insofern als begründet, als die Vorinstanz von einer defini-
tiven Einstellung der Rente (und nicht nur einer vorübergehenden Sistierung des 
Anspruchs auf eine Viertelsrente während des Taggeldanspruchs) ausgeht.

3.3 Zur Berechnung des Taggeldanspruches (welcher während der Dauer der 
Wiedereingliederungsmassnahme geschuldet ist), bringt die Beschwerdeführerin 
nichts vor. Indes ist nach der Aktenlage nicht ersichtlich, ob die Vorinstanz auch 
die Fragestellung eines allfälligen Doppelanspruchs im Sinne von Art. 22 Abs. 5ter 
IVG hinreichend geprüft hat. Bei der Verrechnung von Rentenleistungen mit 
Taggeldleistungen der K.________ (vgl. IV-act. 115-2/2) äusserte sich die Vorin-
stanz nicht zur Fragestellung, welchen Zeitraum solche Taggeldleistungen betref-
fen. Damit bleibt unklar, wie es sich im Einzelnen mit dem Taggeldanspruch einer 
anderen Versicherung (im Sinne von Art. 22 Abs. 5ter IVG) verhält. Eine diesbe-

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zügliche Überprüfung durch die Vorinstanz scheint angebracht, weshalb sich in 
diesem Punkt eine Rückweisung aufdrängt.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht vor Verwaltungsgericht geltend, dass sie 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe. Damit ersucht sie sinngemäss um eine 
revisionsweise Überprüfung bzw. Erhöhung der vor kurzem zugesprochenen IV-
Viertelsrente.

4.2 Wird ein Gesuch um (Renten)Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 IVV). Nach Art. 87 Abs. 3 IVV hat die 
Verwaltung eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die Voraussetzungen 
nach Art. 87 Abs. 2 IVV erfüllt sind. Diese in Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV aufgeführte 
Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des 
Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (vgl. BGE 133 V 112 
Erw. 5.3.1 mit Hinweisen). Diesem Zweck kann im Revisionsverfahren ebenso 
wie im Neuanmeldungsverfahren nur wirksam Rechnung getreten werden, wenn 
sich die versicherte Person das Ergebnis der letztmaligen materiellen Überprü-
fung des Rentenanspruchs - mit rechtsgenüglicher Abklärung des Gesundheits-
zustands und gesetzeskonformer Ermittlung des IV-Grades - im Rahmen eines 
erneuten Leistungsgesuchs entgegenhalten lassen muss (vgl. zit. BGE 133 V 
112 Erw. 5.3.1).

4.3.1  Im konkreten Fall ist die damalige Verfügung vom 2. Juni 2016 als zeit-
licher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Ände-
rung zu berücksichtigen. Hinsichtlich des damaligen Gesundheitszustandes und 
der damals geltenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stellte das Verwaltungsgericht 
in seinem Entscheid I 2016 77 massgeblich auf das C.________-Gutachten vom 
21. Dezember 2015 ab. Nachdem dieser VGE I 2016 77 unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen ist, kann auf die nachträgliche Kritik der Beschwerdefüh-
rerin an diesem Gutachten hier nicht eingetreten werden. 

4.3.2  Es fragt sich, ob die Beschwerdeführerin mit ihren neuen Vorbringen eine 
relevante Veränderung des Gesundheitszustandes bzw. des IV-Grades (seit der 
erwähnten Rentenzusprechung) hinreichend glaubhaft gemacht hat. Dies ist aus 
den folgenden Gründen zu verneinen. Auf Seite 2 (oben) der Beschwerde argu-
mentiert die Beschwerdeführerin:

Am 14. März war ich bei Frau Dr. L.________ (…) Auch hat sie erneut ein Zeugnis 
ausgestellt, wo sie darum bittet, das Pensum von 50% nicht zu überschreiten we-

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gen der Begünstigung neuerlicher Schübe. Frau Dr. L.________ hat bereits in der 
Vergangenheit ein Zeugnis ausgestellt mit einer 50% Arbeitsfähigkeit.

Damit wird keine relevante Veränderung glaubhaft gemacht. Dass durch ein 
höheres Pensum als 50% „neue Schübe ausgelöst werden können“ (vgl. Be-
schwerdeschrift, S. 2 unten), bzw. „dass bei Überschreitung von einer 50% Ar-
beitsleistung neuerliche Schübe begünstigt werden“ (vgl. Eingabe vom 8.6.2017, 
S. 2 unten), reicht grundsätzlich nicht aus, um eine Änderung glaubhaft zu ma-
chen. In der Eingabe vom 8. Juni 2017 hält die Beschwerdeführerin dem 
Einwand in der Vernehmlassung (S. 5 unten), wonach „keine messbare Ver-
schlechterung des Gesundheitszustands“ vorliege, die Frage entgegen, wie kön-
ne dies der Verfasser der Vernehmlassung „beurteilen und anhand von welchen 
Fakten?“ Indes war und ist es in der dargelegten Konstellation grundsätzlich 
Sache der Rentenbezügerin (und nicht der Verwaltung), eine allfällige Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft geltend zu machen (siehe 
dazu auch das Arztzeugnis von Dr. L.________ vom 14.3.2017, wo von „immer 
wiederkehrenden Schüben“ die Rede ist, indes nicht von einer wesentlichen Ver-
änderung berichtet wird). Diesen Anforderungen ist die Beschwerdeführerin nach 
der Aktenlage nicht hinreichend nachgekommen, weshalb die Verwaltung nach 
der Rentenzusprechung gemäss dem erwähnten VGE I 2016 77 vom 13. De-
zember 2016 bislang auf ein Begehren um Zusprechung einer höheren IV-Rente 
nicht einzutreten hatte. Damit besteht für das Gericht kein Anlass, hier einen 
höheren Rentenanspruch zu prüfen.

5. Nach all diesen Ausführungen erweist sich die Beschwerde, soweit darauf 
einzutreten ist, insofern als begründet, als die IV-Stelle die der Versicherten mit 
VGE I 2016 77 zugesprochene (unbefristete) IV-Viertelsrente nicht nur vorüber-
gehend während des Taggeldanspruchs sistiert, sondern definitiv eingestellt hat. 
Zudem wird die Beschwerdesache zur Überprüfung des Taggeldanspruches 
(siehe Erw. 3.3) an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Be-
schwerde, soweit es darum geht, dass sinngemäss die Vorinstanz auf das Be-
gehren der Versicherten um Rentenerhöhung nicht eingetreten ist, als unbegrün-
det abgewiesen.

6. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass 
das Gericht den von der Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss von 
Fr. 500.-- einbehält und ihr die Vorinstanz Fr. 250.-- zu überweisen hat.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, insofern teilweise gut-
geheissen, als im Sinne der Erwägungen die von der IV-Stelle angeordnete 
Einstellung der IV-Viertelsrente aufgehoben und die Sache zur Über-
prüfung der Koordination mit Taggeldleistungen an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde, soweit damit höhere Ren-
tenleistungen beantragt werden, im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien je 
zur Hälfte (je Fr. 250.--) auferlegt. Dies wird so umgesetzt, dass das 
Gericht den von der Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss von 
Fr. 500.-- einbehält und die IV-Stelle der Beschwerdeführerin noch Fr. 250.-- 
zu entrichten hat.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 9. August 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. August 2017