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**Case Identifier:** 71aaca1f-b9c6-5544-9311-67688a15300f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.04.2010 IV 2008/385
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-385_2010-04-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/385

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 12.04.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2010
Art. 28 IVG. Invaliditätsbemessung. Würdigung der medizinischen Berichte. 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und Angemessenheit eines Abzugs 
von den Tabellenlöhnen. Art. 26 Abs. 2 ATSG. Verzugszinspflicht (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2010, IV 
2008/385).

Abteilungspräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin

Monika Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Fides 

Hautle

Entscheid vom 12. April 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, procap, Froburgstrasse 4, 

Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a Der 1953 geborene S.___ meldete sich am 25. Mai/4. Juni 2004 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Er 

habe den Beruf eines Maurers gelernt und sei seit März 1993 als Lagerchef angestellt. 

Seit dem 30. Oktober 2003 leide er an Rückenbeschwerden (zwei Operationen; 

Verschraubung).

A.b Der Arbeitgeberbescheinigung vom 9. Juni 2004 war zu entnehmen, dass der 

Versicherte als Lagerist angestellt sei. Bis 29. Oktober 2003 (Eintritt des 

Gesundheitsschadens) habe er vollzeitlich gearbeitet. Im Jahr 2001 habe er 

Fr. 83'707.-- und 2002 Fr. 86'543.-- verdient. Sein Monatslohn betrage seit Januar 

2004 Fr. 5'725.--. Das entspreche dem Lohn ohne Gesundheitsschaden. Seit dem 

30. Oktober 2003 könne er die Arbeit wegen der mehrfachen Rückenoperationen nicht 

mehr ausüben. Seit dem 1. Mai 2004 erledige er noch zu 50 % Gelegenheitsarbeiten.

A.c Dr. med. A.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, gab in seinem Arztbericht vom 

10. Juni 2004 (act. 9) als Diagnose an, es lägen ein lumboradikuläres Reiz-Schmerz-

Syndrom links, ein Zustand nach Spondylodese L5/S1 und B-Twin-Interponat 

(23.2.2004) bei Zustand nach Isthmotomie L5 links (18.12.2003), und eine depressive 

Entwicklung vor. Der Versicherte sei vom 30. Oktober 2003 bis 2. Mai 2004 zu 100 % 

arbeitsunfähig gewesen und sei seither zu 50 % arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit 

sei noch halbtags (voll) zumutbar, wobei die Belastung eingeschränkt sei. Heben und 

Tragen sei noch bis zu 10 kg möglich. Eine rückenadaptierte Tätigkeit mit 

Bewegungswechsel (ohne Heben und Tragen von mehr als 10 kg) wäre vorderhand 

ebenfalls halbtags möglich und liesse sich später eventuell steigern. Ob berufliche 

Massnahmen sinnvoll sein würden, werde nach den Erfahrungen mit dem 

Arbeitseinsatz von 50 % beurteilt werden können.

A.d Die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen bezeichnete im 

Arztbericht vom 16. Juni 2004 (act. 10) als Diagnose einen St. n. Isthmotomie L5 links 

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und postoperativer Instabilität mit Spondylodese L5/S1 links via 

Pedikelschraubensystem und

B-Win-Interponat am 23.02.04. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen unter 

anderem depressive Stimmungsphasen und persistierende, rechtsseitige 

Knieschmerzen im Frühling 2003 vor. Der Versicherte sei vom 17. Dezember 2003 bis 

26. März 2004 zu 100 % und danach bis zum Berichtszeitpunkt zu 50 % arbeitsunfähig 

gewesen. Weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit sei ihm noch zumutbar. Der 

Versicherte sei bei St. n. Isthmotomie und Spondylodese auf sein Schmerzsyndrom 

fixiert und es sei eine Chronifizierung des Beschwerdebildes eingetreten. 

Möglicherweise könne eine schmerztherapeutische Vorstellung einen gewissen 

Beschwerderückgang erzielen, doch selbst dann scheine eine Berentung zu 100 % 

unumgänglich.

A.e Dr. A.___ teilte der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 

1. Juli 2004 (act. 13) mit, am 3. Mai 2004 habe der Versicherte seine Arbeit halbtags 

wieder aufgenommen. Am 24. Mai 2004 habe er noch von lumbalen Schmerzen 

berichtet, aber von einem seit drei Monaten kontinuierlich besseren Verlauf. Am 

23. Juni 2004 habe eine vorzeitige Konsultation stattgefunden, bei welcher der 

Versicherte wieder von einer Verschlechterung berichtet habe. Er (der Versicherte) habe 

sich deshalb telefonisch an die Klinik für Neurochirurgie gewandt, die ihm im 

Gegensatz zur schriftlichen Beurteilung vom 14. Mai 2004 eine 100-prozentige Rente in 

Aussicht gestellt habe. In Anbetracht jenes Berichts vom 14. Mai 2004 und seiner 

eigenen Einschätzung aufgrund der Anamnese und des körperlichen Befundes sowie 

des Wunsches des Versicherten nach Wiederaufnahme der Arbeit habe er (der Arzt) 

eine Arbeitsfähigkeit von 50 % am 3. Mai 2004 als angemessen beurteilt. Der 

Versicherte sollte nicht zuletzt aus psychosozialen Gründen einer Arbeit nachgehen 

können. Es sei eine vertrauensärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. - In dem 

Bericht vom 14. Mai 2004 (act. 14) hatte die Klinik für Neurochirurgie den Versicherten 

als zu 50 % arbeitsfähig (auch mittel- und langfristig) bezeichnet.

A.f  Der Vertreter der Arbeitgeberin teilte am 11. August 2004 mit, die Leistung des 

Versicherten entspreche weniger als 30 % seiner früheren Leistung. Die 

Weiterbeschäftigung erfolge aus sozialen Gründen.

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A.g Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung befürwortete am 

17. September 2004 eine bidisziplinäre Begutachtung. Am 4. Oktober 2004 wurde der 

Auftrag an die Klinik Valens erteilt, am 2. Mai 2005 stattdessen an Dr. B.___.

A.h Am 20. November 2006 (act. 37 ff.) liess der Versicherte durch einen 

Rechtsvertreter verschiedene Austrittsberichte des Kantonsspitals St. Gallen zustellen, 

aus denen sich ergebe, dass er langanhaltend zu 100 % arbeitsunfähig sei. Er habe in 

diesem Jahr fünf Operationen gehabt. Damit lägen die Entscheidgrundlagen für das 

Zusprechen einer Rente vor und das Gutachten brauche nicht abgewartet zu werden.

A.i Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle hielt an der Begutachtungsnotwendigkeit 

fest und erteilte den Auftrag schliesslich am 9. Januar 2007 an das Medizinische

Gutachtenzentrum St. Gallen.

A.j Die Klinik für Neurochirurgie sandte der IV-Stelle am 6. August 2007 einen Bericht, 

den sie am 24. Juli 2007 an Dr. med. C.___, Praktische Ärztin, gerichtet hatte (act. 56). 

Darin hatte die Klinik erklärt, eine Wiederaufnahme einer - selbst reduzierten - Tätigkeit 

bei dem Status nach fünf Rückeneingriffen sei praktisch unmöglich. Auch für leichte 

körperliche Tätigkeiten sei der Versicherte kaum mehr arbeitsfähig. In Anbetracht der 

langen Vorgeschichte seien auch nicht allzu weitreichende (d.h. teilweise 

psychiatrische) Abklärungen zu empfehlen.

A.k Dem bidisziplinären Gutachten vom 24. Oktober 2007 (act. 60) waren folgende 

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen:

1. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom linksbetont bei/mit:

-  LWS-Fehlstatik bei Fehlhaltung und Fehlform sowie muskulärer Dysbalance

-  residuellem lumboradikulärem Reiz- und sensomotorischem Ausfallssyndrom L5 

links

-  hochgradigen degenerativen Veränderungen L4/5 und L5/S1, leichtergradigen 

degenerativen Veränderungen L3/4

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-  Status nach Isthmotomie L5 links mit Entfernung eines foraminalen Diskusvorfalles 

und Ausräumung des Zwischenwirbelraumes am 12.12.03

-  Spondylodese L5/S1 am 23.02.04

-  Status nach Isthmotomie L4 links mit Nukleotomie von links am 12.06.06

-  Status nach Revision L3/4 extraforaminal, Entfernung eines freien 

Bandscheibenvorfalles und Nachräumen des Zwischenwirbelraumes am 04.07.06

-  Status nach Materialentfernung L5/S1 bei gutem ventralem Durchbau,

Abszessdrainage und Biopsie der Bandscheibe L4/5 bei subfaszialem

Abszess am 11.09.06

-  Status nach diversen Facettengelenks-Infiltrationen L4/5 und L5/S1 sowie Status 

nach zweimaliger Infiltration des SIG rechts, einmaliger Infiltration des SIG links

2. Chronisches Zervikobrachial-Syndrom bei/mit:

-  HWS-Fehlstatik bei Fehlhaltung und muskulärer Dysbalance

-  lokoregionärem myofaszialem Schmerzsyndrom

-  segmentaler Dysfunktion C3/4

3. Anpassungsstörung.

Die bisherige Tätigkeit als Lagerist sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar, weil das 

geforderte physische Belastungsprofil die Leistungsfähigkeit bei weitem übersteige, 

insbesondere bezüglich des Hebens und Tragens von Lasten. Für eine sehr leichte, 

streng wechselbelastende Kontrolltätigkeit mit maximalen Hebe- und Tragbelastungen 

von 5 kg selten am Tag wäre er während je drei Stunden am Vor- und am Nachmittag 

medizinisch-theoretisch arbeitsfähig. Er müsste die Gewähr haben, die Arbeitsposition 

jederzeit aus eigenem Antrieb wechseln zu können. Strikt zu vermeiden wären das 

länger als zehn Minuten dauernde Einhalten von rückenergonomisch ungünstigen 

Körperpositionen wie Sitzen, Vornüberneigen, Kauern, das Arbeiten über Kopf in 

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Hyperextensionsstellung der Lendenwirbelsäule und in Rumpfrotation. Im 

psychiatrischen Teilgutachten vom 16. Oktober 2007 waren (erstens) eine 

Anpassungsstörung und (zweitens) ein sensomotorisches L5-Syndrom links nach 

mehrfachen operativen Eingriffen mit sekundärem neuropathischem Schmerz 

diagnostiziert worden. Aus rein psychiatrischer Sicht (und unter bewusster 

medizintheoretischer Ausblendung der ersten [recte wohl: zweiten], in erster Linie im 

rheumatologischen Teilgutachten beurteilten Gesundheitsstörung) sei die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie in einer adaptierten Tätigkeit zu 10 % 

eingeschränkt.

A.l Der RAD bezeichnete die Schlussfolgerungen des Gutachtens am 1. Dezember 

2007 als nachvollziehbar. - Auf Anfrage teilte die Arbeitgeberin am 7. Dezember 2007 

mit, der Versicherte habe vom 1. Januar 2001 bis 31. Januar 2005 (Austritt) insgesamt 

302 Überstunden geleistet. Es müssten auch im Jahr 2007 Überstunden geleistet 

werden. Das Einkommen ohne Behinderung würde gegenwärtig voraussichtlich 

Fr. 6'000.-- ausmachen.

A.m Mit Vorbescheid vom 16. Januar 2007 (recte: 2008; act. 67 f.) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten die 

Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Oktober 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 

56 % (Valideneinkommen Fr. 78'000.--, Invalideneinkommen Fr. 34'250.--) in Aussicht.

A.n Der Versicherte liess durch einen neu eingesetzten Rechtsvertreter am 18. Februar 

2008 (act. 72) einwenden, das festgesetzte Invalideneinkommen sei nicht erzielbar. Es 

sei ein Leidensabzug am Platz. Es sei zu bezweifeln, ob eine so eng umschriebene 

adaptierte Tätigkeit noch eine Arbeitsfähigkeit zulasse; ebenso gut hätte die 

Arbeitsfähigkeit tiefer angesetzt werden können. Ausserdem sei eine Diskrepanz 

zwischen den Angaben der Arbeitgeberin und dem festgesetzten Valideneinkommen 

festzustellen. Offensichtlich seien die ursprünglich übernommenen Angaben geändert 

worden. Auch die Überstunden, die der Versicherte habe leisten müssen, gehörten zum 

Lohn. Die Angaben der Arbeitgeberin unterschieden sich auch von den Einträgen im 

IK-Auszug. Es wäre aber unrichtig, wenn die tieferen Angaben aus dem IK dem 

Versicherten einen Nachteil brächten. Mit grosser Wahrscheinlichkeit werde eine 

Prüfung einen Invaliditätsgrad ergeben, der zu einer Dreiviertelsrente berechtige.

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A.o Auf ergänzende Nachfrage hin teilte die Arbeitgeberin am 22. April 2008 mit, bei 

der Ermittlung des theoretischen Einkommens 2007 (mit Fr. 6'000.--) seien die 

durchschnittlichen Salärerhöhungen im Betrieb, aber nicht die Überstunden 

berücksichtigt worden. Schätzungsweise würden pro Jahr etwa hundert Überstunden 

mit einem Stundenansatz von Fr. 45.-- anfallen.

A.p Mit Verfügung vom 24. Juli 2008 (act. 82) sprach die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten ab 1. Oktober 2004 eine halbe 

Rente (samt Kinderrenten) zu. Zu vergleichen seien ein Valideneinkommen von 

Fr. 82'500.-- (einschliesslich der möglichen Überstunden; Fr. 78'000.-- zuzüglich 

Fr. 4'500.--) und ein Invalideneinkommen von Fr. 34'250.--. Der Leidensabzug von 

20 % sei hinreichend. Der Invaliditätsgrad betrage 58 %.

B.   

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, 

procap, für den Betroffenen am 12. September 2008 erhobene Beschwerde. Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei ab 1. Oktober 2004 mindestens eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Vornahme ergänzender 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ausserdem sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auf den 

Invalidenleistungen einen Verzugszins von 5 % ab 1. Oktober 2004 zu bezahlen. Die 

Beschwerdegegnerin sei von einer Arbeitsfähigkeit von 71 % ausgegangen und habe 

bei der Bestimmung des Invalideneinkommens einen Leidensabzug von 20 % von den 

Tabellenlöhnen gewährt. In ihr Ermessen müsse hier eingegriffen werden. Der 

Beschwerdeführer sei, wie sich aus der Umschreibung der Arbeitsplatzerfordernisse 

ergebe, auch in einer leichten Arbeit nur beschränkt arbeitsfähig und es liege auf der 

Hand, dass er gegenüber einem gesunden Arbeitnehmer massiv benachteiligt sei. 

Sollte unter solchen Umständen überhaupt ein adaptierter Arbeitsplatz gefunden 

werden, so müsste ein Arbeitgeber erheblich auf den Beschwerdeführer Rücksicht 

nehmen. Er müsste in Kauf nehmen, dass dieser seine Arbeitsposition regelmässig und 

in kurzen Abständen anpasse und auch in für den Arbeitsablauf ungünstigen 

Momenten die Arbeit unterbreche. Es komme hinzu, dass der dominante Arm in seiner 

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Funktion schmerzhaft eingeschränkt sei, was zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung 

der funktionellen Leistungsfähigkeit führe. Eine Kompensation durch die ungewohnte 

linke Seite sei nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Das alles rechtfertige 

bereits den Höchstabzug von 25 %. Beim Beschwerdeführer sei aber des Weiteren zu 

berücksichtigen, dass ihm nur ein Arbeitspensum von je drei Stunden vormittags und 

nachmittags zumutbar sei. Eine so klar limitierte Teilzeittätigkeit führe unweigerlich zu 

einer Lohneinbusse. Der Beschwerdeführer wäre nur nach einem starr vorgegebenen 

Muster einsetzbar, was gerade bei Kontrolltätigkeiten nicht einfach sein dürfte. 

Schliesslich sei das Alter (von 55 Jahren) als zusätzliches lohnbeeinflussendes 

Kriterium anzuführen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb nicht der Maximalabzug 

gewährt werden sollte. Es stelle sich aber grundsätzlich die Frage, ob die Festsetzung 

des maximalen Leidensabzugs dem verminderten Leistungsvermögen des 

Beschwerdeführers gerecht werde und inwiefern sich dieses überhaupt noch 

wirtschaftlich verwerten lasse. Von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten dürfe nicht 

ausgegangen werden. Es würde einem potentiellen Arbeitgeber ein hohes Mass an 

Entgegenkommen abverlangen, einem Arbeitnehmer mit dem Profil des 

Beschwerdeführers einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Der Beschwerdeführer 

sei in einem Alter, in dem es auch einem gesunden Arbeitnehmer nicht einfach 

gemacht werde, noch eine Stelle zu finden. Ein potentieller Arbeitgeber würde - wenn 

überhaupt - eine entsprechende Stelle mit einer jüngeren Person besetzen. Weder die 

Gutachter noch die Beschwerdegegnerin machten ausserdem konkrete Angaben, 

welche Kontrolltätigkeiten in Frage kämen. Es sei davon auszugehen, dass eine solche 

Tätigkeit auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht zu finden sei. Der 

Beschwerdeführer könne übrigens seit dem 1. Januar 2008 bei einem Zustelldienst 

sporadisch und auf Abruf leichtere Arbeiten übernehmen. Er verrichte diese Tätigkeit 

jeweils unter grossen Schmerzen und ein Arbeitspensum von zweimal drei Stunden 

wäre nicht möglich. Eine Tätigkeit, wie sie die Gutachter beschrieben hätten, sei bis 

anhin nicht zu finden gewesen. Der Beschwerdeführer könne seine Restarbeitsfähigkeit 

realistischerweise nicht mehr verwerten und es bestehe Anspruch auf eine ganze 

Rente. Die Entstehung des Anspruchs liege mehr als 24 Monate zurück und der 

Beschwerdeführer habe seine Mitwirkungspflicht erfüllt, so dass er ab Inkrafttreten des 

ATSG auf den 1. Januar 2003 Anspruch auf Verzugszinsen habe. 

C.

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In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Versichert sei nur ein normales 

Pensum von 100 %. Die Überstunden dürften daher bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens nicht berücksichtigt werden, zumal der Beschwerdeführer mit 

42.5 Stunden (gegenüber 41.6 Stunden) pro Woche ohnehin bereits ein 

überdurchschnittlich hohes Pensum erfüllt habe. Im massgeblichen Jahr 2004 betrage 

das Valideneinkommen daher Fr. 74'425.-- (13x Fr. 5'725.--). Die 30 Stunden pro 

Woche, welche der Beschwerdeführer seit 2003 noch leisten könne, entsprächen 

einem Pensum von 72.1 % (30/41.6). In Frage kämen viele Tätigkeiten wie leichte 

Montagetätigkeiten, bei denen jederzeit zwischen Stehen und Sitzen gewählt werden 

könne, Überwachung von einfachen Maschinenprozessen, optische Kontrollen in der 

Textil- oder Lebensmittelindustrie, Einpack- und Etikettierarbeiten oder 

Kommissionieren in diversen Branchen. Es sei nicht einzusehen, weshalb die 

Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sein sollte. Dass der Beschwerdeführer 

seine Leistungsfähigkeit tiefer einschätze, sei nicht massgebend. Bei einem Pensum 

von 72.1 % betrage das Einkommen gemäss den Tabellenlöhnen Fr. 41'283.-- 

(Tabellenlohn Fr. 57'258.--). Wenn der Beschwerdeführer einen Leidensabzug von 

25 % verlange, so übersehe er, dass statistisch nicht erwiesen sei, dass leichte 

Tätigkeiten schlechter entlöhnt seien als schwere oder mittelschwere. Die 

eingeschränkte Leistungsfähigkeit werde ausserdem bereits mit der Berücksichtigung 

des herabgesetzten Pensums (von 72.1 %) abgegolten. An der letzten Stelle habe der 

Beschwerdeführer nicht mehr in seinem angestammten Beruf als Maurer, sondern als 

Lagerist gearbeitet. Auch mit dieser Hilfstätigkeit hätte er im Jahr 2004 Fr. 74'425.-- 

verdient, also deutlich mehr als den Tabellenlohn der Kolonne 3 von Fr. 69'264.--. Es 

sei nicht zu erwarten, dass der deutschsprachige Schweizer, der bisher 

überdurchschnittlich verdient habe, in einer anderen, leichteren Hilfstätigkeit ein 

überproportional unter dem Tabellenlohn der Kolonne 4 liegendes Einkommen erzielen 

werde. Ein 10 % übersteigender Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt. Das 

Invalideneinkommen mache daher Fr. 37'155.-- aus, die Einbusse somit 50 %.

D.

Mit Replik vom 26. Januar 2009 wendet die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

ein, dass nur ein normales Pensum versichert sei, bedeute nicht, dass beim 

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Valideneinkommen regelmässig geleistete Überstunden nicht zu berücksichtigen 

wären. Der Beschwerdeführer hätte in seiner weitergeführten angestammten Tätigkeit 

weiterhin solche Überstunden geleistet, so dass das in der Verfügung benannte 

Valideneinkommen korrekt sei. Sechs Stunden pro Tag entsprächen bei einer 

Normalarbeitszeit von 42.5 Stunden pro Woche im Betrieb der früheren Arbeitgeberin 

einem Pensum von 70.6 %. Mit diesem Pensum betrage das Durchschnittseinkommen 

für eine Hilfsarbeit im Jahr 2004 Fr. 40'443.20. Die frühere Arbeitgeberin habe 

stichwortartig die Tätigkeiten des Beschwerdeführers aufgezählt, aber nicht von einer 

Hilfstätigkeit gesprochen. Nach Angaben des Beschwerdeführers sei er Lagerchef 

gewesen, habe also keine Hilfstätigkeit ausgeübt. Das Valideneinkommen sei daher 

nicht mit den Tabellenlöhnen für eine Hilfstätigkeit zu vergleichen, wie die 

Beschwerdegegnerin es tue. Der Höchstabzug rechtfertige sich deswegen, weil der 

Beschwerdeführer aus mannigfaltigen Gründen gegenüber einem gesunden 

Arbeitnehmer erheblich benachteiligt wäre.

E.

Die Beschwerdegegnerin hat am 2. Februar 2009 auf die Erstattung einer Duplik 

verzichtet.

Erwägungen:

1.  

1.1  Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die Beschwerdegegnerin 

hat die angefochtene Verfügung am 24. Juli 2008, also unter der Geltung des Rechts 

dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in 

eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf bestimmte Sachverhalte 

nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das aufgehobene Recht massgebend 

bleiben, muss eine geltende Norm die Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für 

bestimmte Sachverhalte anordnen. Die 5. IV-Revision enthält keine die Rente 

betreffende übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für 

Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. 

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das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007). Die Definition der Sachverhalte, 

auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte durch ein materiellrechtliches, 

unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen der Zeitpunkt der Entstehung 

des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des Versicherungsfalls, beide definiert 

nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum Ganzen im Detail der Entscheid 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S M. vom 28. Oktober 2009, IV 

2009/5). Bezüglich des Rentenbeginns sind deshalb vorliegend angesichts der IV-

Anmeldung von 2004 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im Oktober 2003 die bis 

zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt) 

anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung hat sich indessen keine Änderung der 

Rechtslage ergeben.

1.2  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer eine halbe Rente zugesprochen. Er lässt im Gerichtsverfahren (wie 

schon im Verwaltungsverfahren) einzig Rentenleistungen beantragen. Streitgegenstand 

bildet daher der Rentenanspruch. Zum Streitgegenstand gehört aber, weil der 

Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG erst 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist, notwendigerweise auch die Frage, ob 

die Verwaltung eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in 

Anspruch genommen habe. Dass die Beschwerdegegnerin vorliegend implizit von 

beruflichen Massnahmen abgesehen hat, lässt sich nicht beanstanden, war doch nicht 

zu erwarten, dass eine im Vergleich zu der verbleibenden Aktivitätsdauer 

verhältnismässige, bei den gegebenen Einschränkungen durchführbare Massnahme 

zur Verfügung gestanden hätte, mit der sich eine Senkung des Invaliditätsgrades hätte 

erreichen lassen.

2.  

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

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3.  

3.1  Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in 

der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch 

tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3045 

des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).

3.2  Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist im August/September 2007 

begutachtet worden. Dabei wurde eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit für 

sehr leichte, streng wechselbelastende Kontrolltätigkeiten mit maximalen Hebe- und 

Tragbelastungen von 5 kg selten am Tag während je drei Stunden am Vor- und am 

Nachmittag postuliert. Diese medizinische Einschätzung ist grundsätzlich unbestritten 

geblieben. Im Vergleich zu einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 8.32 Stunden pro 

Tag (41.6 pro Woche; 2004) entspricht die umschriebene zumutbare Leistungsfähigkeit 

einer Arbeitsfähigkeit für eine Arbeitszeit von 72 %. Es kann von einer Arbeitsfähigkeit 

von rund 70 % ausgegangen werden.

3.3  Andere Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit liegen von den behandelnden Ärzten 

vor. Dr. A.___ hatte am 10. Juni 2004 dafürgehalten, sowohl die bisherige wie eine 

rückenadaptierte Tätigkeit mit Bewegungswechsel und ohne Heben und Tragen von 

mehr als 10 kg sei noch halbtags zumutbar, letztere liesse sich später eventuell 

steigern. Auch die Klinik für Neurochirurgie hatte am 14. Mai 2004 eine Arbeitsfähigkeit 

von 50 % angenommen. Einen Monat später, am 16. Juni 2004, stellte sie sich jedoch 

auf den Standpunkt, weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit sei dem 

Versicherten noch zumutbar; er sei auf sein Schmerzsyndrom fixiert und es sei eine 

Chronifizierung des Beschwerdebildes eingetreten. Dr. A.___ hielt an seiner Auffassung 

am 1. Juli 2004 fest. Nach drei weiteren Operationen im Jahr 2006 gab die Klinik für 

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Neurochirurgie am 24. Juli 2007 bekannt, eine Wiederaufnahme einer Tätigkeit halte sie 

für praktisch unmöglich; der Beschwerdeführer sei kaum mehr arbeitsfähig.

3.4  Das Gutachten vom Oktober 2007 wurde in Kenntnis der Akten und nach Erheben 

von Anamnese und objektiven Befunden erstattet. Es kann als vollständig betrachtet 

werden. Seine Schlussfolgerung einer die Schätzung des Hausarztes von 50 % mit 

rund 70 % etwas übersteigenden Arbeitsfähigkeit ist nachvollziehbar begründet. Es 

kann davon ausgegangen werden, dass die schweren, auf verschiedenen Ebenen 

lokalisierten strukturellen rheumatologischen Veränderungen berücksichtigt worden 

sind, auch wenn eine ausdrückliche Auseinandersetzung mit der Aussage der 

Neurochirurgie, wonach kaum mehr eine Arbeitsfähigkeit bestehe, fehlt. Die eher 

pessimistischen Einschätzungen der Klinik für Neurochirurgie waren allerdings 

möglicherweise mit Blick auf die tatsächliche Vermittelbarkeit und offenbar auch mit 

dem langen Verlauf und den psychischen Belastungssituationen begründet worden. In 

psychiatrischer Hinsicht ergab sich bei der fachärztlichen Begutachtung diesbezüglich, 

dass es aus diesen Gründen zu einer nicht mehr korrigierbaren Verfestigung von 

Schmerzanteilen gekommen sei, womit eine psychiatrische Arbeitsunfähigkeit von 

10 % attestiert wurde. Eine Berücksichtigung psychischer Faktoren über dieses Mass 

hinaus rechtfertigt sich bei Abstellen auf die überzeugende psychiatrische Expertise 

nicht. Die psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit geht gemäss der 

Gesamtbetrachtung in der aus somatischen Gründen einzuhaltenden Einschränkung 

auf.

3.5  Auf das Ergebnis des Gutachtens kann unter diesen Umständen abgestellt 

werden. Die abweichenden Einschätzungen sind nicht überzeugender und vermögen 

keine ernsthaften Zweifel daran aufrechtzuerhalten, auch wenn eine Arbeitsfähigkeit 

von 70 % insgesamt als durchaus optimistische Einschätzung erscheint.

4.  

4.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns - hier 2004 - nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die 

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Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer 

Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt 

worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens 

grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008).

4.2  Der Beschwerdeführer war bereits seit 1986 nicht mehr auf seinem Beruf, sondern 

als Lagerchef angestellt. Sein Einkommen in der zuletzt innegehabten Anstellung war 

seit Jahren stetig angestiegen und es kann nach der Aktenlage davon ausgegangen 

werden, dass er ohne Eintritt des Gesundheitsschadens an dieser Stelle geblieben 

wäre und auch weiterhin Überstunden geleistet hätte. Auch regelmässig geleistete 

Überstunden stellen einen Lohnbestandteil dar und sind bei der Invaliditätsbemessung 

mitzuberücksichtigen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S Z. 

vom 17. August 2006, I 303/06; vgl. auch Rz 3023 KSIH). Im Jahr vor Eintritt der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung (2002) erzielte der Beschwerdeführer ein 

Einkommen von Fr. 80'184.-- (IK-Auszug; Lohnausweis, act. 5-5/6, Bruttolohn 

abzüglich Kinderzulagen). Um die Nominallohnentwicklung (im Bereich Handel, 

Reparatur und Gastgewerbe von 1.5 % und 1 %) erhöht, ergibt sich für das Jahr 2004 

ein Betrag von Fr. 82'200.--. Dieser kann als Valideneinkommen gelten.

5.  

5.1   Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so können nach der Rechtsprechung statistische 

Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 

Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Nach der Aktenlage 

ist dem Beschwerdeführer die frühere Anstellung auf Ende Januar 2005 gekündigt 

worden. Ab Mai 2004 hatte er dort leichtere Arbeiten in einem Pensum von 50 % 

ausgeführt. Ab Januar 2008 hat der Beschwerdeführer nach Angaben seiner 

Rechtsvertreterin in einem Zustelldienst sporadisch und auf Abruf leichtere Arbeit 

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erledigt. Die Verdienstverhältnisse in diesen Tätigkeiten eignen sich nicht als 

Grundlagen für die Bemessung eines zumutbaren Invalideneinkommens.

5.2  Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr 

verwertbar. Eine den Voraussetzungen entsprechende Stelle sei nicht zu finden 

gewesen. Massgebend ist bei der Invaliditätsbemessung unbestrittenermassen nicht 

der konkrete, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2), 

welcher von seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen beinhaltet (Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S O. vom 22. November 2006, U 303/06). Er hat rein 

hypothetischen Charakter und dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität 

voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Es wird fingiert, dass die 

verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen (AHI 1998 

S. 291 E. 3b).

5.3  Wie dem Gutachten zu entnehmen ist, werden die Rahmenbedingungen für eine 

medizinisch zumutbare Arbeit insbesondere durch die Limitierung beim Heben und 

Tragen von Lasten gesetzt (act. 60-10/11). Solche Arbeiten sollen nur selten am Tag 

vorkommen und die Gewichte sollen 5 kg nicht übersteigen. Ausserdem soll die 

Tätigkeit wechselbelastend sein und rückenergonomisch ungünstige Körperpositionen 

wie Vornüberneigen, Kauern, Hyperextensionsstellung der Lendenwirbelsäule (mit 

Arbeiten über Kopf) und Rumpfrotation sind strikt zu vermeiden. Es muss sich um eine 

sehr leichte Arbeit handeln. Diese Vorgaben sind nicht besonders eingrenzend. Nach 

der gutachterlichen Beurteilung ist aber auch das Sitzen für länger als zehn Minuten 

strikt zu vermeiden. Diesbezüglich ist allerdings anzumerken, dass der 

Beschwerdeführer bei der psychiatrischen Abklärung angegeben hatte, Sitzen könne er 

auf einer guten Sitzunterlage während 60 bis 90 Minuten (act. 59-3/10). Bei der 

rheumatologischen Untersuchung hatte er erklärt, da er schmerzbedingt nicht stehen 

könne, mache er vieles im Sitzen (act. 60-3/11). Die Schmerzen würden beim länger als 

fünf Minuten dauernden Stehen deutlich zunehmen (act. 60-5/11). Velofahren kann der 

Beschwerdeführer nach eigenen Angaben offenbar maximal eine Stunde lang 

(act. 59-3/10; 60-5/11). Der Beschwerdeführer muss nach gutachterlicher Darstellung 

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jedenfalls jederzeit die Gewähr haben, die Arbeitsposition aus eigenem Antrieb 

wechseln zu können. Dazu kommt, dass die Arbeitszeit von täglich sechs Stunden in 

zwei Hälften (am Vormittag und am Nachmittag) geleistet werden soll. Diese 

Umschreibungen zeigen Erfordernisse auf, welche die zugänglichen Beschäftigungen 

deutlich eingrenzen. Dass sie aber so einschränkend wären, dass es als realitätsfremd 

erschiene, dennoch von Einsatzmöglichkeiten in ausreichender Zahl für ihn auf dem 

fiktiven Arbeitsmarkt auszugehen, lässt sich nicht sagen. In Frage kämen, wie die 

Beschwerdegegnerin ausführt, immerhin noch sehr leichte Montage-, Überwachungs-, 

Kontroll-, Verpackungs- und Etikettiertätigkeiten (wohl mit Ausnahme von 

Fliessbandarbeiten).

5.4  Abzustellen ist unter diesen Umständen auf statistische Erhebungen, und zwar im 

Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten). Denn dem ausgebildeten 

Beschwerdeführer sind nun (ohne berufliche Ausbildungsmassnahmen) lediglich noch 

solche Hilfstätigkeiten zugänglich. Im Jahr 2004 machte das Durchschnittseinkommen 

von Männern Fr. 57'258.-- aus (Textausgabe Invalidenversicherung und ATSG, Gesetze 

und Verordnungen, Anhang 2).

5.5  Nach der Rechtsprechung werden die Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte, 

die in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, 

wenn sie - unabhängig von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich 

Beeinträchtigte im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll 

leistungsfähig sind oder wenn weitere persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Tabellenlöhne werden 

schliesslich bei gesunden Arbeitskräften erhoben. Der Abzug ist nicht schematisch 

vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter 

Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 

25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75). Vorliegend fällt in Betracht, dass der 

Beschwerdeführer sich nur noch für sehr leichte Arbeit einsetzen kann. Er bedarf der 

Rücksichtnahme eines Arbeitgebers in verschiedener Hinsicht. Nicht nur, dass er nur 

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noch eine teilzeitliche Leistung von insgesamt rund 70 % erbringen kann. Er muss sie 

auf den Vormittag und den Nachmittag aufteilen. Ausserdem muss ihm wie oben 

erwähnt die Möglichkeit zu jederzeitigem Positionswechsel geboten werden. Die 

betrieblichen Einsatzmöglichkeiten sind beschränkt. Von seinen erworbenen 

Kenntnissen und Fertigkeiten wird er kaum noch Vorteile erwarten können. Die 

berufliche Umstellung wird einige Anforderungen an die Flexibilität stellen, worauf 

möglicherweise das Alter einen gewissen Einfluss hat. Insgesamt ist damit zu rechnen, 

dass der Beschwerdeführer im Vergleich mit gesunden Mitbewerbern einen 

erheblichen Lohnnachteil wird in Kauf zu nehmen haben. Es rechtfertigt sich daher, 

einen Abzug von (mindestens) 20 % von den Tabellenlöhnen vorzunehmen, wie es die 

Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren getan hatte. Das 

Durchschnittseinkommen ist somit auf Fr. 45'806.-- herabzusetzen. Bei einer 

Arbeitsfähigkeit von rund 70 % ergibt sich ein zumutbares Invalideneinkommen von 

Fr. 32'064.--. Der Invaliditätsgrad beträgt somit 60.9 oder rund 61 %.

5.6  Selbst wenn bei der Festsetzung des Ausmasses der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

auf die oben (E. 3.2) vorgesehene Rundung verzichtet wird, ergibt sich mit 59.8 % bzw. 

rund 60 % ein Invaliditätsgrad, der zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 

berechtigt.

5.7  Es kann davon ausgegangen werden, dass im Oktober 2004 eine Wartezeit mit 

einem maximalen Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeit ablief, zumal der 

Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig war. In der 

Folge hat der Gesundheitszustand gewisse Schwankungen aufgewiesen (Auftreten von 

Schädigungen, Operationen, Besserungen, Rückfälle), doch rechtfertigt es sich 

insgesamt, von der festgestellten Erwerbsunfähigkeit für die gesamte hier zu 

beurteilende Zeit auszugehen. Dem Beschwerdeführer steht demnach ab 1. Oktober 

2004 eine Dreiviertelsrente zu.

 

6.  

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6.1  Der Beschwerdeführer lässt beantragen, die Beschwerdegegnerin zur Bezahlung 

eines Verzugszinses von 5 % ab 1. Oktober 2004 auf die Invalidenleistungen zu 

verpflichten. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicherungen für ihre 

Leistungen, sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich 

nachgekommen ist, nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, 

frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig. Die 

Verzugszinspflicht beginnt nach der Rechtsprechung zwei Jahre nach dem Beginn der 

Rentenberechtigung als solcher, nicht erst jeweils zwei Jahre nach Fälligkeit jeder 

einzelnen Monatsrente (BGE 133 V 9). Da sich der Beschwerdeführer im Mai/Juni 2004 

zum Leistungsbezug angemeldet hat und sich keine Verletzung von 

Mitwirkungspflichten hat zu Schulden kommen lassen, ist die Beschwerdegegnerin ab 

dem 1. Oktober 2006 (24 Monate nach Rentenanspruchsbeginn) für die noch nicht 

ausgerichteten Leistungen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., N. 25 und 30 zu 

Art. 26) verzugszinspflichtig. Der Satz für den Verzugszins beträgt gemäss Art. 7 Abs. 1 

ATSV 5 Prozent im Jahr.

7.  

7.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2008 zu schützen und dem Beschwerdeführer 

ist ab 1. Oktober 2004 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Ausserdem ist dem 

Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2006 ein Verzugszins von 5 % auf die noch nicht 

ausgerichteten Leistungen zuzusprechen. 

7.2  Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die 

Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 

festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 

VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Dem 

Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

7.3  Der Beschwerdeführer hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

bis

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lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) erscheint als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 24. Juli 2008 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ab 1. Oktober 

2004 eine Dreiviertelsrente zugesprochen.

2. Dem Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ab 1. Oktober 2006 ein 

Verzugszins von 5 % zugesprochen.

3. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

4. Dem Beschwerdeführer wird der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückerstattet.

5. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2010
	Art. 28 IVG. Invaliditätsbemessung. Würdigung der medizinischen Berichte. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und Angemessenheit eines Abzugs von den Tabellenlöhnen. Art. 26 Abs. 2 ATSG. Verzugszinspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. April 2010, IV 2008/385).

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