# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 195f8587-5706-5cd2-a802-5731b3ab8aa9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.10.2015 100 2015 213
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-213_2015-10-20.pdf

## Full Text

100.2015.213U
HAT/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Sieber

A.________ und B.________
Beschwerdeführende 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 1

Einwohnergemeinde C.________ 
Beschwerdegegnerin 2

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld 

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2013 (Entscheid 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 16. Juni 2015; 
100 14 288)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.10.2015, Nr. 100.2015.213U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ sind seit dem 1. September 2009 in 
C.________ als Wochenaufenthalter angemeldet; an den Wochenenden 
halten sie sich im Kanton Wallis auf. Seit dem 1. Oktober 2011 sind die 
beiden verheiratet. Einem Antrag der Einwohnergemeinde (EG) 
C.________ folgend, stellte die Steuerverwaltung des Kantons Bern am 
28. Januar 2014 fest, der steuerrechtliche Wohnsitz der Ehegatten 
A.________ und B.________ befinde sich für das Jahr 2013 in der EG 
C.________. Hiergegen erhoben A.________ und B.________ erfolglos 
Einsprache (Entscheid vom 22.4.2014).

B.

Am 21. Mai 2014 gelangten A.________ und B.________ an die Steuerre-
kurskommission des Kantons Bern (StRK), die ihren Rekurs mit Entscheid 
vom 16. Juni 2015 abwies. 

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 15. Juli 2015 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem sinngemässen Antrag, der Ent-
scheid der StRK sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass ihr steuer-
rechtlicher Wohnsitz im Steuerjahr 2013 in D.________ im Kanton Wallis 
liege.

Die StRK, die EG C.________ und die Steuerverwaltung schliessen mit 
Vernehmlassung vom 6. August 2015, Beschwerdeantwort vom 13. August 
2015 bzw. Beschwerdeantwort vom 18. August 2015 je auf Abweisung der 
Beschwerde. Die Gemeinde D.________ hat sich nicht vernehmen lassen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.10.2015, Nr. 100.2015.213U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11]). Die Beschwerdeführenden haben am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen 
Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 
Abs. 2 StG). Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführenden im Jahr 2013 im 
Kanton Bern steuerpflichtig sind.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund per-
sönlicher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren 
steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen 
Wohnsitz im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Ab-
sicht dauernden Verbleibens aufhält (oder wenn ihr das Bundesrecht hier 
einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist; Art. 4 Abs. 2 StG). Der 
steuerrechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittelpunkt 
der persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet 
(vgl. BVR 2001 S. 1 E. 2b, 1999 S. 152 E. 2a; BGE 125 I 54 E. 2, 123 I 289 
E. 2a; Bauer-Balmelli/Omlin, in Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht, I/2a, 2. Aufl. 2008, Art. 3 DBG N. 4). Im Ver-
hältnis zu andern Kantonen ist insoweit die bundesgerichtliche Rechtspre-

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chung zum Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung zu beachten 
(Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]). 

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materi-
elle Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), be-
stimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven äusseren Umstände und 
nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person oder 
deren gefühlsmässiger Verbundenheit mit einem bestimmten Ort; der steu-
errechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2001 S. 1 E. 2c; 
BGE 132 I 29 E. 4.1, 125 I 54 E. 2a, 123 I 289 E. 2b). Dem polizeilichen 
Domizil, an dem die Schriften hinterlegt sind oder die politischen Rechte 
ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung zu. Es handelt 
sich dabei bloss um ein äusseres Merkmal, das gemeinsam mit dem übri-
gen Verhalten der steuerpflichtigen Person ein Indiz für das Steuerdomizil 
bilden kann (BVR 2001 S. 1 E. 2b und c; BGE 132 I 29 E. 4.1). Wenn sich 
eine Person abwechslungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestim-
mung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem 
Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BVR 2001 S. 1 E. 2c; 
BGE 131 I 145 E. 4.2, 125 I 458 E. 2d). Dies beurteilt sich jeweils aufgrund 
der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls (BGE 123 I 289 E. 2a und b; 
zum Ganzen BVR 1999 S. 152 E. 2c), wobei die Verhältnisse am Ende der 
betroffenen Steuerperiode massgebend sind (Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. 
Art. 68 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Har-
monisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; 
SR 642.14] in der bis Ende 2013 geltenden Fassung vom 15.12.2000 
[AS 2001 1052]). 

2.3 Das Hauptsteuerdomizil von unselbständig erwerbstätigen Perso-
nen liegt grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte 
Zeit Aufenthalt nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit 
nachzugehen, ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur 
(BVR 2001 S. 1 E. 2d; BGE 132 I 29 E. 4.2, 125 I 54 E. 2b; zuletzt etwa 
BGer 2C_469/2014 vom 9.12.2014, E. 3.2). Anders verhält es sich nach 
ständiger Rechtsprechung bei verheirateten Steuerpflichtigen, die regel-
mässig an den Wochenenden zu ihrer Familie zurückkehren: Die durch 
persönliche und familiäre Bande begründeten Beziehungen werden für 

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stärker erachtet als jene zum Arbeitsort. Deshalb sind diese Steuerpflichti-
gen in der Regel am Aufenthaltsort der Familie zu besteuern; anders kann 
es sich dann verhalten, wenn sie in leitender Stellung tätig sind und nicht 
täglich an den Familienort zurückkehren (BVR 1999 S. 152 E. 3, S. 364 
E. 4b/aa; BGE 132 I 29 E. 4 und 5, 125 I 54 E. 2b/aa, 121 I 14 E. 4a). Dem-
gegenüber fallen bei verheirateten Steuerpflichtigen, die während der 
Woche am Arbeitsort mit dem Ehepartner zusammenleben, aber die 
Wochenenden mit diesem gemeinsam anderswo verbringen, Arbeits- und 
Familienort in der Regel nicht auseinander (vgl. BGE 123 I 289 E. 2; 
BGer 2P.431/1997 vom 22.11.1999 in BVR 2000 S. 399 E. 2). 

3.

3.1 Die Beschwerdeführenden haben ab 15. Juni 2009 in C.________, 
wo sie sich beide als Wochenaufenthalter angemeldet haben, eine (unmöb-
lierte) 4,5-Zimmer-Wohnung für einen Bruttomietzins von monatlich 
Fr. 1'790.-- bzw. zuletzt Fr. 1'674.-- gemietet (act. 4A pag. 41-40). Die Be-
schwerdeführerin ist seit Oktober 2004 im Vollpensum für die E.________ 
in der Stadt F.________ tätig (Arbeitsvertrag vom 27.9.2004; act. 4A 
pag. 22-21). Offenbar erwartet sie ein Kind und gedenkt, ihre Arbeitsstelle 
nach dem Ende des Mutterschaftsurlaubs aufzugeben (Schreiben vom 
19.5.2015; Beschwerdebeilage [BB] 9). Der Beschwerdeführer arbeitet 
seinerseits seit Juli 2009 als «…» für die G.________ AG in F.________, 
wobei er offenbar nur einen Teil seiner Arbeitsleistung in den 
Büroräumlichkeiten in F.________ erbringen muss. Die restliche Zeit kann 
er von unterschiedlichen Orten aus tätig sein, so teilweise auch von 
D.________ aus (Schreiben der G.________ AG vom 21.5.2014; act. 4A 
pag. 11). Obschon er gemäss Arbeitsvertrag bei der G.________ AG eine 
Vollzeitstelle innehat (Arbeitsvertrag vom 30.4.2009; act. 4A pag. 23), führt 
er im Nebenerwerb einen eigenen …betrieb mit Sitz in D.________. Dort 
halten sich die Beschwerdeführenden jeweils an den Wochenenden im 
Mehrfamilienhaus der Eltern des Beschwerdeführers auf, das seit 
29. November 2013 in dessen Eigentum steht (Grundbuchauszug vom 
5.12.2013; BB 6). Allerdings übernachtet die Beschwerdeführerin an den 
Wochenenden teilweise auch in ihrem Elternhaus in H.________ bei .... 

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3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdeführenden hätten ihren 
Lebensmittelpunkt und steuerlichen Wohnsitz im Jahr 2013 im Kanton Bern 
in C.________ gehabt, wobei sie insbesondere erörtert hat, wie oft sich die 
Beschwerdeführenden während des Jahres 2013 wo aufgehalten haben. 
Dabei kam sie zum Schluss, die Beschwerdeführerin habe jeweils mindes-
tens viermal pro Woche in C.________ übernachtet, wenn berücksichtigt 
werde, dass sie in der Zeit von April bis Mitte Juli jeweils von Donnerstag 
bis Sonntag nach H.________ gefahren sei, um ihre erkrankte Mutter zu 
betreuen. Der Beschwerdeführer bestreite zwar neuerdings, dass er sich 
ebenfalls überwiegend in C.________ aufgehalten habe. Gemäss der von 
ihm selber eingereichten Übersicht stünden indes 196 Übernachtungen in 
C.________ deren 169 in D.________ gegenüber. Auf diese Angaben sei 
abzustellen, sodass auch der Beschwerdeführer übers Jahr gesehen 
durchschnittlich 3,77-mal pro Woche in C.________ übernachtet habe. 
Mithin sei die Behauptung, die Beschwerdeführenden hätten in 
C.________ keinerlei Familienleben geführt, unglaubwürdig. Aufgrund der 
Angaben der Beschwerdeführenden sei davon auszugehen, dass es 
vielmehr an den Wochenenden im Wallis kaum zu einem eigentlichen 
Familienleben gekommen sei: Der Beschwerdeführer erkläre, an den 
Wochenenden überwiegend entweder für die G.________ AG oder seinen 
eigenen Betrieb gearbeitet zu haben, während die Beschwerdeführerin 
häufig bei den Eltern in H.________ gewesen sei (angefochtener 
Entscheid, E. 5). Zudem hätten die Beschwerdeführenden in D.________ 
über keine eigene Wohnung verfügt, sondern es seien ihnen jeweils von 
der Mutter des Beschwerdeführers einzelne Räume überlassen worden; es 
habe sich um einfache Wohnverhältnisse gehandelt, die einem blossen 
«pied-à-terre» gleichgekommen seien. Demgegenüber verfügten sie in 
C.________ über eine grosszügige 4,5-Zimmer-Wohnung, in der ein 
Zimmer als Büro und ein weiteres als Fitnessraum genutzt werden könne 
(angefochtener Entscheid, E. 6). Ferner seien die Bindungen der 
Beschwerdeführenden zu Familie, Freunden und Vereinen im Wallis nicht 
auf D.________ konzentriert, sondern beträfen die ganze umliegende 
Region, und mit der im Wallis ausgeübten Tätigkeit des Beschwerdeführers 
für seinen eigenen Betrieb sei kein Einkommen erzielt worden 
(angefochtener Entscheid, E. 7). Schliesslich sei davon auszugehen, dass 
die Beschwerdeführenden auch in C.________ bzw. in F.________ am 

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sozialen Leben teilgenommen hätten, da sie sich 2013 immerhin bereits 
vier Jahre dort aufgehalten hätten und die Beschwerdeführerin damals 
schon gut neun Jahre für den gleichen Arbeitgeber in F.________ tätig 
gewesen sei (angefochtener Entscheid, E. 9).

3.3 Die Beschwerdeführenden wenden ein, zwar möge eine gemein-
same Besteuerung von Ehegatten am Arbeitsort für «normale Situationen» 
korrekt sein, in ihrem Fall wäre dies aber unrichtig. Sie arbeiteten beide 
hart und der Beschwerdeführer verbringe zusätzlich wegen seiner Tätigkeit 
für den eigenen Betrieb «viel Zeit mit Walliser Kundenaufträgen, Reisezei-
ten und Abwesenheiten für Kundenevents», sodass sie keine Zeit als Fami-
lie verbringen könnten. Der Beschwerdeführer könne die Servicearbeiten 
für die G.________ AG nur nachts ausführen und arbeite auch für seinen 
eigenen Betrieb in den Abend- und Nachtstunden. Die «Übernachtungen» 
erfolgten deshalb getrennt und es sei «kein Familienleben vorhanden». 
Dass sie sich nicht gemeinsam in C.________ aufhalten würden, ergebe 
sich auch aus der Kalenderzusammenstellung, gemäss der er 3,23-mal pro 
Woche in D.________ übernachtet habe. Das Plus von 0,5 Übernachtun-
gen zugunsten von C.________ werde durch die Überstunden, die er 2013 
geleistet habe (1,3 Stunden pro Arbeitstag), mehr als aufgewogen; würden 
die «Aufwände» für seinen eigenen Betrieb «dazu addiert», wäre «die Tat-
sache nicht mehr zu übertreffen, dass mehrheitlich in D.________ 
übernachtet wurde». Weiter könne es nicht auf die Grösse der Wohnung in 
C.________ ankommen, zumal es sich beim wesentlich luxuriöseren 
dreistöckigen Haus in D.________ (mit Keller, Fitnessraum, Sauna, 
grossem Estrich, Garten, Garage, grossem Wintergarten, Umschwung und 
Gästewohnung) um selbstgenutztes Wohneigentum handle. Entgegen den 
Ausführungen im angefochtenen Entscheid hätten die 
Beschwerdeführenden in D.________ stets in ihrer eigenen Wohnung 
übernachtet. Persönliche und gesellschaftliche Beziehungen würden sie 
ausschliesslich im Wallis pflegen und den Mietvertrag für die Wohnung in 
C.________ hätten sie auf den 31. Oktober 2015 gekündigt. Die 
Beziehungen im Wallis beträfen sodann D.________, wo der 
Beschwerdeführer aufgewachsen sei, und nicht bloss die Region als 
solche. 

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3.4 Die Beschwerdeführenden sind verheiratet und führen eine intakte 
Ehe, weshalb sie grundsätzlich über ein gemeinsames Steuerdomizil am 
Familienort verfügen (vgl. etwa BGer 2P.2/2003 vom 7.1.2004, in ASA 73 
S. 420, E. 2.4.1; VGE 2013/357 vom 24.3.2015 E. 3.2 [noch nicht rechts-
kräftig]). Dieser befindet sich für das streitbetroffene Steuerjahr 2013 in 
C.________ und nicht, wie mit Beschwerde geltend gemacht wird, in 
D.________ im Kanton Wallis. Die Vorinstanz hat schlüssig dargelegt, dass 
die Beschwerdeführenden während des grössten Teils der Woche zusam-
men in C.________ wohnen, weshalb Arbeitsort und Familienort nicht aus-
einanderfallen. Entsprechend dem Grundsatz, dass als Lebensmittelpunkt 
verheirateter Personen derjenige Ort gilt, an dem sie während der Arbeits-
woche im gemeinsamen Haushalt wohnen und der täglichen Arbeit nach-
gehen (vorne E. 2.3 a.E.; vgl. auch Zweifel/Hunziker, in 
Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach [Hrsg.], Interkantonales Steuerrecht, 
2011, § 6 Rz. 32 mit zahlreichen Hinweisen), befindet sich das 
Steuerdomizil der Beschwerdeführenden in C.________. Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführenden wird deren Absicht dauernden 
Verbleibs bzw. der Lebensmittelpunkt in C.________ im hier 
massgebenden Zeitpunkt nicht durch den Umstand in Frage gestellt, dass 
die Beschwerdeführenden ihre Wohnung in C.________ aufgeben werden 
und die Beschwerdeführerin zudem ihre Arbeitsstelle in F.________ zu 
verlassen gedenkt.

3.5 Was die Beschwerdeführenden hiergegen vorbringen, ist nicht stich-
haltig: 

3.5.1 Sie halten sich unter der Woche in C.________ auf, um von dort zu 
ihrem jeweiligen Arbeitsplatz in der Stadt F.________ zu fahren. Die 
Beschwerdeführerin geht ihrer Vollzeit-Erwerbstätigkeit als … unstreitig 
ausschliesslich von C.________ aus nach (vgl. auch Befragung vom 
28.4.2015, Ziff. 5; act. 4A pag. 73-72). Daran hat, wie die Vorinstanz 
zutreffend erwogen hat, der Umstand nichts geändert, dass die Beschwer-
deführerin im Frühjahr 2013 während einiger Zeit ihre Mutter unterstützen 
musste und deshalb offenbar – unter Kompensation von Überzeit – jeweils 
bereits am Donnerstagabend ins Wallis gefahren ist. Der Beschwerdeführer 
muss seinerseits nur zwei bis drei Tage pro Woche zwingend in den Büro-

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räumlichkeiten der G.________ AG in F.________ arbeiten und ist 
ansonsten, je nach Bedarf, an verschiedenen Orten in der Schweiz tätig 
(vgl. Schreiben vom 16.6.2014; act. 4A pag. 39); teilweise kann er seinen 
Arbeitsort auch frei wählen, zumal er häufig ausserhalb der üblichen 
Bürozeiten tätig wird. Er konnte deshalb seine Arbeitsleistung für die 
G.________ AG teilweise auch von D.________ aus erbringen (vgl. vorne 
E. 3.1), wo er ausserdem seinem Nebenerwerb in der Form eines eigenen 
…betriebs nachgeht, mit dem er aber offenbar (jedenfalls bisher) kein 
Einkommen erzielt (Befragung vom 28.4.2015, Ziff. 7; act. 4A pag. 66). Die 
Vorinstanz ist aber zu Recht davon ausgegangen, dass sich der 
Beschwerdeführer unter der Woche – gleich wie seine Ehefrau – ebenfalls 
mehrheitlich in C.________ aufgehalten hat: Beide Ehegatten haben am 
31. Juli 2013 im Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt 
übereinstimmend erklärt, zwar nie am Wochenende, aber unter der Woche 
doch durchschnittlich vier- bis fünfmal in C.________ zu übernachten (vgl. 
«Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt», Ziff. 4a/aa [Vorakten 
der Steuerverwaltung; act. 4B]). Im vorinstanzlichen Verfahren hat der 
Beschwerdeführer dann erklärt, diese Angaben hätten sich auf die Situation 
vor dem hier massgebenden Zeitraum bezogen; im Jahr 2013 habe er 
weniger häufig in C.________ übernachtet als zuvor (Befragung vom 
28.4.2015, Ziff. 15; act. 4A pag. 65). Um seine Behauptung zu belegen, hat 
er eine eigens erstellte Tabelle mit der «Anzahl Übernachtungen gemäss 
Kalender Jahr 2013» zu den Akten gegeben, wonach er 196-mal in 
C.________ und 169-mal in D.________ übernachtet habe (vgl. BB 4). Aus 
diesen eigenen Angaben des Beschwerdeführers erhellt, dass dieser 
nahezu an allen Arbeitstagen, die er selber mit 220 pro Jahr beziffert 
(Beschwerde, S. 2), in C.________ übernachtet hat. Mithin steht fest, dass 
sich beide Beschwerdeführende im Jahr 2013 unter der Woche 
grundsätzlich in C.________ aufgehalten haben, um von dort aus ihrer 
Arbeit in der Stadt F.________ nachzugehen. Daran vermögen die (schwer 
verständlichen) Ausführungen zu Umfang und Bedeutung der vom Be-
schwerdeführer für die G.________ AG geleisteten Überstunden nichts zu 
ändern. Auch das Engagement des Beschwerdeführers im eigenen Betrieb 
fällt nicht wesentlich ins Gewicht, zumal es (noch) zu keinem steuerbaren 
Einkommen führt. 

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3.5.2 Weiter ist der Einwand, in C.________ finde im Unterschied zu 
D.________ keinerlei Familienleben statt, nicht überzeugend. Die 
Beschwerdeführenden bewohnen gemeinsam eine grosszügige Wohnung, 
die sich zudem in einer gewissen Distanz zum Arbeitsort befindet, der bei 
beiden im Stadtzentrum von F.________ liegt; für den Arbeitsweg, den die 
Beschwerdeführenden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen 
(vgl. «Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt», Ziff. 5a [Vorakten 
der Steuerverwaltung; act. 4B]), benötigen sie eine gute Dreiviertelstunde. 
Da die Beschwerdeführenden zahlreiche günstigere, näher am Arbeitsort 
gelegene und besser mit dem öffentlichen Verkehr erschlossene 
Wohnungen hätten mieten können, ist anzunehmen, dass für die Wahl von 
Wohnort und Unterkunft nicht nur funktionelle Kriterien entscheidend 
waren. Dies umso weniger, als die Beschwerdeführerin bereits ab Oktober 
2004 in F.________ arbeitete und die neue Wohnung in C.________ Mitte 
2009 eigens im Hinblick auf den Stellenantritt des Beschwerdeführers in 
F.________ gemietet wurde; zudem haben die Beschwerdeführenden nie 
zusammengewohnt, bevor sie nach C.________ gezogen sind (Befragung 
vom 28.4.2015, Ziff. 8; act. 4A pag. 72). Es erscheint deshalb wenig 
wahrscheinlich, dass es sich beim Wochenaufenthalt in C.________ um 
einen Ort handelt, an dem beide Ehegatten einzig zum Arbeiten weilen und 
an dem sie weder gemeinsame Momente verbringen noch irgendwelche 
Freundschaften oder Bekanntschaften pflegen (vgl. auch hinten E. 3.5.4). 
Es mag zwar sein, dass die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers auch 
ausserhalb üblicher Bürozeiten zur Folge hat, dass die 
Beschwerdeführenden etwas weniger Zeit gemeinsam verbringen können 
als andere Ehepaare. Indes gilt dies, wie die Vorinstanz zu Recht bemerkt 
hat, nicht nur für den Aufenthalt in C.________, sondern gleichermassen 
für die am Wochenende im Wallis verbrachte Zeit. Der Beschwerdeführer 
betont nachdrücklich, wieviel er jeweils auch am Wochenende arbeite (vgl. 
insb. Befragung vom 28.4.2015, Ziff. 4 und 7; act. 4A pag. 66). Hinzu 
kommt, dass die Beschwerdeführerin am Wochenende nicht ausschliess-
lich in D.________, sondern teilweise auch bei ihren Eltern in H.________ 
übernachtet hat (Befragung vom 28.4.2015, Ziff. 17; act. 4A pag. 71; vgl. 
auch Schreiben der Eltern der Beschwerdeführerin vom 17.6.2014 
[BB 16]). Jedenfalls ändert das (grosse) berufliche Engagement der Be-
schwerdeführenden nichts daran, dass sie unter der Woche in C.________ 

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zusammenleben, das nach dem Gesagten nicht nur als Arbeits-, sondern 
auch als Familienort erscheint.

3.5.3 Ebenso wenig sprechen die Wohnverhältnisse der Beschwerdefüh-
renden gegen C.________ als Familienort: Zunächst ist festzuhalten, dass 
diese in D.________ erst ab Ende November 2013 über Wohneigentum 
verfügen, ging doch das Eigentum am elterlichen Mehrfamilienhaus erst in 
diesem Zeitpunkt auf den Beschwerdeführer über (vgl. vorne E. 3.1). Wei-
ter behaupten die Beschwerdeführenden zwar, ihnen stünde in 
D.________ eine wesentlich komfortablere Unterkunft zur Verfügung als in 
C.________, nehmen aber zur abweichenden vorinstanzlichen 
Beweiswürdigung für den hier massgebenden Zeitraum mit keinem Wort 
Stellung. Mithin besteht kein Anlass, von den schlüssigen Feststellungen 
im angefochtenen Entscheid abzuweichen, wonach das Haus in 
D.________ im Jahr 2013 noch von der Mutter des Beschwerdeführers 
bewohnt worden ist, wobei die Beschwerdeführenden am Wochenende 
jeweils einzelne Räume nutzen konnten (vgl. angefochtener Entscheid, 
E. 6; vgl. auch Befragung vom 28.4.2015, Ziff. 19-22 [act. 4A pag. 71-70] 
und Schreiben vom 15.8.2014 [act. 4A pag. 55]). Allerdings vermöchten die 
Wohnverhältnisse vorliegend ohnehin nicht den Ausschlag zu geben, da 
die Beschwerdeführenden – wie sie selber zugestehen (Beschwerde, S. 2) 
– am Wochenort nicht bloss über eine «kleine und preisgünstige», sondern 
vielmehr über eine «grosse Wohnung» verfügen. Sind die 
Wohnverhältnisse sowohl am Arbeitsort als auch am Wochenendort 
komfortabel, ergeben sich daraus kaum Rückschlüsse auf den 
Lebensmittelpunkt der steuerpflichtigen Personen.

3.5.4 Da die Beschwerdeführenden als Familie zusammen in C.________ 
wohnen, kann schliesslich nicht ausschlaggebend sein, dass sie im Wallis 
über engere gesellschaftliche Beziehungen verfügen dürften als in 
C.________ bzw. im Kanton Bern. Immerhin ist diesbezüglich zu 
bemerken, dass die Behauptung wenig glaubwürdig erscheint, sie hätten – 
obschon die Beschwerdeführerin 2013 seit neun Jahren in F.________ 
arbeitete und sie beide seit immerhin vier Jahren gemeinsam in 
C.________ wohnten – hier keinerlei Bekanntschaften geschlossen. Es ist 
vielmehr davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden auch in 

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C.________ bzw. in der Umgebung von F.________ Beziehungen 
unterhalten. Nach allgemeiner Lebenserfahrung entstehen jedenfalls im 
Arbeitsumfeld regelmässig persönliche und gesellschaftliche Beziehungen, 
da sich die steuerpflichtige Person dort lange aufhält und insgesamt mehr 
Zeit verbringt als am Wochenendort (vgl. dazu BVR 2001 S. 1 E. 4d; VGE 
2012/244 vom 13.11.2013, E. 4.3). 

4.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Entschädi-
gungspflichtige Parteikosten sind nicht angefallen (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.10.2015, Nr. 100.2015.213U, 
Seite 13

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde C.________
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.