# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7fa9b7b-00a8-551d-9400-2148eecef942
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.01.2021 UV 2018/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-66_2021-01-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.08.2021

Entscheiddatum: 06.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2021
Art. 18 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1 UVG. Der Fallabschluss nach anerkanntem 
Rückfall mit Einstellung der temporären Leistungen erfolgte zu Recht. Es 
resultiert kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad. Eine Erhöhung der 
Integritätsentschädigung rechtfertigt sich auch nicht. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 6. Januar 2021, UV 2018/66).

Entscheid vom 6. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2018/66

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Noëlle Cerletti, Advokatur Bülach, 

Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach,

gegen

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AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Raphael Spring, Krepper Spring Partner, 

Sophienstrasse 2, Postfach, 8032 Zürich,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) erlitt am 16. Oktober 1999 als Beifahrer in einem 

Verkehrsunfall eine schwere traumatische Hirnverletzung, ein Thorax- und 

Abdominaltrauma, eine instabile LWK1-Berstungsspaltfraktur, eine Abrissfraktur 

Processi transversi LWK2/3 und eine Femurkopfluxationsfraktur rechts (Pipkin II; vgl. zu 

den primären Unfall- und Krankheitsdiagnosen UV-act. M10). Vor dem Unfall hatte der 

Versicherte als Schausteller gearbeitet (UV-act. M61). Die Winterthur Versicherungen 

(heute: AXA Versicherungen AG [nachfolgend: Winterthur und später AXA]) erbrachte 

als obligatorischer Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen.

A.a. 

In der Folge verblieben trotz mehrerer operativer Eingriffe (UV-act. M6, M10 S. 1, 

M27, M51), stationärer Rehabilitationsaufenthalte (UV-act. M10), intensiver 

fachärztlicher Behandlungen sowie physio- und psychotherapeutischer Begleitung (UV-

act. M28) eine eingeschränkte Belastbarkeit und Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, 

eine minimale bis leichte neuropsychologische Funktionsstörung inklusive 

posttraumatischer Cephalea sowie eine mässiggradige Bewegungseinschränkung des 

rechten Hüftgelenks (vgl. unter anderem UV-act. M15 f., M61).

A.b. 

Mit Verfügung vom 27. August 2001 sprach die IV-Stelle des Kantons B.___ dem 

Versicherten ab 1. Oktober 2000 eine ganze Invalidenrente zu (UV-act. 103, B112). Ab 

Herbst 2001 begann sich der Versicherte beruflich in Richtung IT neu zu orientieren, 

A.c. 

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B.

Im Dezember 2007 verunfallte der Versicherte erneut und erlitt dabei eine 

Berstungsfraktur von L3 mit neurologischer Ausfallsymptomatik. Am Unfalltag erfolgte 

die dorsale Stabilisierung von L2 bis L4 und fünf Tage später die ventrale 

Stabilisierung. Die neurologischen Ausfälle beeinträchtigten in der Folge die Funktion 

des Bewegungsapparates nicht. Dieser Unfall war bei der 

Motorfahrzeugunfallversicherung der AXA Winterthur und der Krankenkasse versichert. 

Im Weiteren erlitt der Versicherte am 23. August 2013 bei einem Treppensturz eine 

gering dislozierte Tuberculum-majus-Fraktur. Zuständige Unfallversicherung für dieses 

Ereignis war die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva; UV-act. M73).

C.  

besuchte diverse PC-Kurse, absolvierte ein Praktikum und schloss im März 2004 eine 

Ausbildung zum IT-Netzwerk-Supporter ab (UV-act. M47, UV-act. 193 ff.). Mit 

Verfügung vom 3. Januar 2006 stellte die IV-Stelle des Kantons B.___ die 

Invalidenrente rückwirkend per 1. August 2004 ein und forderte die zwischenzeitlich zu 

Unrecht erbrachten Leistungen vom Versicherten zurück (act. G 1.2 S. 2; vgl. ferner 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2019, IV 

2018/291, lit. A.a).

Mit Schreiben vom 23. November 2006 zeigte die Winterthur dem Versicherten an, 

dass er als PC-Supporter rentenausschliessend eingegliedert worden sei. 

Unfallbedingte zweckmässige Behandlungen würden weiterhin übernommen. Die 

Integritätsentschädigung werde bei einem Integritätsschaden von 55% auf Fr. 

53'460.-- festgesetzt (UV-act. 263). Am 8. Dezember 2006 schlossen die Parteien einen 

Vergleich, wonach die Winterthur dem Versicherten pauschal eine 

Integritätsentschädigung von gesamthaft Fr. 60'000.-- ausrichte. Damit seien sämtliche 

Ansprüche aus UVG aus dem Ereignis vom 16. Oktober 1999 abgegolten, bis auf die 

Übernahme von unfallbedingten Pflegeleistungen und Kostenvergütungen nach "UVG 

10" (UV-act. 268/2). Entsprechend verfügte die Winterthur am 11. Dezember 2006 (UV-

act. 269). Die Verfügung blieb unangefochten (UV-act. 271).

A.d. 

Als der Versicherte im Rahmen seiner 80%-igen Tätigkeit als Lagerist in einer 

C.___-firma, wo er seit Juli 2011 tätig war (vgl. act. G 31.1 S. 30), eine Kiste anhob, 

C.a. 

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kam es zu einer lumbosacralen Beschwerdehaftigkeit (UV-act. M62). Die AXA 

anerkannte mit Schreiben vom 8. Dezember 2014 die wiederaufgenommene 

Behandlung mit Arbeitsunfähigkeit ab April 2013 als Rückfall zum Unfall vom 16. 

Oktober 1999 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (UV-act. A311), nachdem 

vorerst die damals zuständige Krankentaggeldversicherung Vorleistungen ausgerichtet 

hatte (UV-act. A274).

Am 29. August 2014 war beim Versicherten operativ eine dorsale Spondylodese 

L2/3 und L3/4 durchgeführt worden (UV-act. M74/4). Die danach erfolgten 

Behandlungen (Rehabilitationsklinik D.___ [UV-act. M74/3], Infiltrationen [UV-act. M86], 

Kliniken E.___ [interdisziplinäre Schmerzbehandlung; UV-act. M87]) führten zu keiner 

nennenswerten Verbesserung des Schmerzempfindens.

C.b. 

Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. F.___, FMH Allgemeine Innere Medizin 

bescheinigte dem Versicherten mit Berichten vom 26. April und 29. November 2016 

einen stationären, nicht verbesserten Zustand. Es würden regelmässig 

physiotherapeutische Massnahmen durchgeführt zur Verbesserung der muskulären 

Verspannungen sowie der Beweglichkeit und vor allem auch mit dem Ziel der 

Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Während der Versicherte vom 1. März bis 7. 

Oktober 2016 50% arbeitsunfähig gewesen sei, betrage die Arbeitsunfähigkeit seit dem 

8. Oktober 2016 70% (UV-act. M88 f.).

C.c. 

Im April 2017 veranlasste die IV-Stelle des Kantons G.___ eine polydisziplinäre 

Begutachtung mit den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 

Orthopädie, Psychiatrie und Neuropsychologie im BEGAZ Begutachtungszentrum BL. 

Das Gutachten erging am 11. August 2017 (UV-act. M90 S. 1). Die Gutachter 

diagnostizierten 1. ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, 2. einen 

Status nach Schulterarthroskopie und 3. eine minimale bis leichte neuropsychologische 

Funktionsschwäche. Diesen Befunden massen sie Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. 

Aus orthopädischer Sicht sei grundsätzlich ein weitergehender Aufbau der rücken- und 

rumpfstabilisierenden Muskulatur wünschenswert zur langfristigen Sicherung des 

Operationsresultats von Seiten der LWS. Weitere medizinische Massnahmen könnten 

nicht genannt werden. Die angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter, wie auch die später 

ausgeübte Tätigkeit als Lagerist, sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Auch 

C.d. 

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D.

Gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2017 liess der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwältin Noëlle Cerletti, Bülach, am 7. November 2017 (UV-act. A400), ergänzt 

am 15. Dezember 2017 (UV-act. A404), Einsprache erheben. Es seien dem 

Versicherten eine Invalidenrente von mindestens 68% zuzusprechen, Taggelder über 

den 30. November 2017 bis zum Beginn der Rente auszurichten und die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung zu gewähren. Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2018 

gewährte die AXA dem Versicherten die unentgeltliche Rechtsverbeiständung und wies 

die Einsprache im Übrigen ab (UV-act. A416). Am 23. Juli 2018 teilte die IV-Stelle des 

Kantons G.___ dem Versicherten mit, dass zur Klärung der Leistungsansprüche eine 

weitere medizinische Untersuchung (Rheumatologie mit EFL) notwendig sei (UV-act. 

A418, act. G 1.3).

E.  

wenn der Versicherte eine lange Rückenanamnese aufweise, so würden sich aufgrund 

der aktuellen orthopädischen Begutachtung keine klar objektivierbaren 

Funktionsstörungen ergeben, die mit einem objektivierbaren strukturell-anatomischen 

Korrelat in Einklang gebracht werden könnten. Entsprechend sollten dem noch jungen 

Versicherten leichte, leidensangepasste, also wechselbelastende, teils sitzende, teils 

stehende, teils gehende Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten, ohne häufiges Bücken, 

ohne Zwangshaltung, medizinisch theoretisch zu mindestens 80% zumutbar sein. 20% 

sollten dem vermehrten Pausenbedarf dienen. Der Endzustand von Seiten der LWS sei 

spätestens ein Jahr nach dem letzten Eingriff vom 29. August 2014 erreicht gewesen, 

also per September 2015 (UV-act. M90 S. 103 ff.).

Mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 stellte die AXA die Taggeldleistungen per 30. 

November 2017 ein und verneinte mangels Vorliegens eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrads einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Kosten für die 

Schmerzmedikation und die damit verbundenen Arztkonsultationen würden weiterhin 

übernommen (UV-act. A398).

C.e. 

Gegen den Einsprachentscheid der AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 

10. Juli 2018 liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten 

durch Rechtsanwältin Cerletti, am 11. September 2018 Beschwerde erheben. Es sei 

E.a. 

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der Einspracheentscheid vom 10. Juli 2018 aufzuheben. Es sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 

Leistungen auszurichten; insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer über den 30. November 2017 hinaus Taggelder bzw. eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung auszurichten sowie 

Heilbehandlungskosten zu übernehmen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten 

anzuordnen. Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur 

Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zulasten der Beschwerdegegnerin. Es sei ein 

zweiter Schriftenwechsel anzuordnen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Rechtspflege zu bewilligen sowie ihm in der Person der Unterzeichnenden eine 

unentgeltliche Rechtsbeiständin zur Seite zu stellen (act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Raphael Spring, Zürich, die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 11).

E.b. 

Am 22. Januar 2019 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung 

der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

durch Rechtsanwältin Noëlle Cerletti, entsprochen (act. G 14).

E.c. 

Mit Replik vom 9. Mai 2019 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertre­

terin an seinen Anträgen und deren Begründungen unverändert festhalten (act. G 21).

E.d. 

Die Beschwerdegegnerin liess ihrerseits in der Duplik vom 16. September 2019 

vollumfänglich an der beantragten Beschwerdeabweisung festhalten (act. G 27).

E.e. 

Mit Eingabe vom 10. August 2020 reichte Rechtsanwältin Cerletti nach 

Aufforderung durch das Versicherungsgericht (act. G 30) das weitere von der IV-Stelle 

veranlasste Gutachten vom 31. Mai 2019 ein (Rheumatologie mit EFL; act. G 31). Die 

Beschwerdegegnerin äusserte sich diesbezüglich mit Eingabe vom 28. Oktober 2020 

(act. G 37).

E.f. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

E.g. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zu 

dieser Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, 

die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor 

diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend 

stehen Folgen eines Unfalls aus dem Jahr 1999 bzw. eines aus diesem resultierenden 

Rückfall aus dem Jahr 2013 zur Debatte, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung finden.

2.

Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 8. Dezember 

2014 einen Rückfall zum Unfall vom 16. Oktober 1999 anerkannte und die 

Versicherungsleistungen nach UVG ab April 2013 erbracht hat (UV-act. A311). Zu 

prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin die temporären Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggelder) zu Recht per Ende November 2017 eingestellt hat. Im 

Weiteren steht zur Beurteilung, ob der Beschwerdeführer neu Anspruch auf eine Rente 

und/oder eine (erhöhte) Integritätsentschädigung hat.

3.  

Die Unfallversicherer haben während der medizinisch instabilen Schadensphase 

vorübergehende Leistungen zu erbringen. Darunter fallen die 

Heilbehandlungsleistungen gemäss Art. 10 UVG und das Taggeld gemäss Art. 16 UVG. 

Die Bestimmungen, welche den vorübergehenden Leistungen zugrunde liegen, legen 

indes nicht fest, wann die medizinisch instabile Schadensphase bzw. der Anspruch auf 

vorübergehende Leistungen endet. Das Ende der medizinisch instabilen 

Schadensphase (der sogenannte medizinische Endzustand) wird in Art. 19 Abs. 1 UVG 

geregelt. Dieser Zeitpunkt ist erreicht und die bisherigen Ansprüche auf 

vorübergehende Leistungen erlöschen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. anstatt vieler das Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. September 2012, 8C_425/2012, E. 4.2). 

Rechtsprechungsgemäss ist zu diesem Zeitpunkt der sogenannte "Fallabschluss" mit – 

3.1. 

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wie erwähnt – Einstellung der Heilbehandlung und der Taggeldleistungen sowie 

Prüfung eines Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung 

vorzunehmen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 143). Ob eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich insbesondere nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits- (BGE 

134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 

2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die 

Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch 

weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte 

Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V 115 E. 4.3). Weder eine 

weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu erwartender geringfügiger 

therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1, mit Hinweisen). Eine allfällige 

blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine 

blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die versicherte Person etwa von 

Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. 

September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch ärztliche 

Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie manualtherapeutische 

Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete 

ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von einer ärztlichen Behandlung noch 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann, beurteilt 

sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E. 

2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung, 

weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat. 

Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen 

zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

Die Beschwerdegegnerin geht insbesondere auch gestützt auf das BEGAZ-

Gutachten vom 11. August 2017 per Ende November 2017 von einem medizinischen 

Endzustand aus, während der Beschwerdeführer ausführen lässt, dass die 

3.2. 

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Beschwerdegegnerin auch in Bezug auf den Endzustand nicht auf das IV-Gutachten 

hätte abstellen dürfen und weitere Abklärungen diesbezüglich vonnöten seien.

Im Rahmen des Rückfallverfahrens ab April 2013 wurde der Beschwerdeführer am 

29. August 2014 mittels dorsaler Spondylodese L2 bis L4 operativ versorgt (UV-act. 

M74/4). Der gewünschte Erfolg (Linderung der Schmerzproblematik) wurde dabei nicht 

erzielt (UV-act. M74/1). Am 29. April 2015 führte der Operateur Dr. med. L.___ aus, 

dass die durchgeführte dorsale Spondylodese ausgeheilt sei. Die seit Jahren 

bestehende LWK 5 Fraktur sei radiologisch unverändert geblieben (UV-act. M79). Auch 

die durchgeführten Infiltrationen zeigten keinen Langzeiteffekt (UV-act. M84 f.). Vom 2. 

November bis 8. Dezember 2015 befand sich der Beschwerdeführer zur 

interdisziplinärer Schmerzbehandlung in den Kliniken E.___. Im Austrittsbericht vom 22. 

Dezember 2015 wird eine regelmässige Weiterführung des instruierten Programms zu 

Hause, sowie eine physiotherapeutisch geleitete Medizinische Trainingstherapie (MTT) 

empfohlen (UV-act. M87). Mit Verlaufsbericht vom 26. April 2016 führte Dr. F.___, 

Hausarzt des Beschwerdeführers, aus, dass seit Dezember 2015 keine weitere 

Verbesserung der Beschwerden habe erreicht werden können. Der Beschwerdeführer 

klage unverändert über rezidivierende Schmerzen im Bereich der LWS und sei 

weiterhin auf die regelmässige Einnahme von Schmerzmedikamenten angewiesen. Mit 

einer Verbesserung der Beschwerden sei eher nicht mehr zu rechnen. Zur allgemeinen 

Verbesserung der Belastungsfähigkeit und zur Schmerzlinderung werde weiterhin eine 

regelmässige Physiotherapie im Sinne einer MTT durchgeführt (UV-act. M88). Am 29. 

November 2016 führte Dr. F.___ aus, dass seit Mai 2016 keinerlei Besserung der 

Beschwerden eingetreten sei. Der Beschwerdeführer klage immer wieder über massive 

rezidivierende Schmerzen und Verspannungen lumbal (UV-act. M89).

3.3. 

Gestützt auf die vorstehende Schilderung des Gesundheitsverlaufs leuchtet es ein, 

dass die BEGAZ-Gutachter mit Expertise vom 11. August 2017 zum Schluss gelangten, 

dass von Seiten der LWS spätestens ein Jahr nach dem letzten Eingriff vom 29. August 

2014 der (medizinische) Endzustand erreicht war (UV-act. M90 S. 105). Eine Operation 

oder weitere Infiltrationen, welche indiziert gewesen wären und auf eine namhafte 

Besserung abgezielt hätten, standen bis und mit Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

(30. November 2017) durch die Beschwerdegegnerin nicht mehr zur Diskussion. So 

geht denn auch Dr. F.___ davon aus, dass mit einer Verbesserung der Beschwerden 

eher nicht mehr zu rechnen sei und erwähnt als Behandlungsoptionen lediglich die 

Schmerzmedikation sowie regelmässig Physiotherapie bzw. MTT (als Bestandteil der 

Physiotherapie), welche rechtsprechungsgemäss nicht dazu führen, dass ein 

medizinischer Endzustand verneint werden müsste (vgl. vorstehend E. 3.1).

3.4. 

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4.

Im Weiteren steht zur Beurteilung, ob der Beschwerdeführer per Ende November 2017 

(Abschluss des Rückfallverfahrens) neu Anspruch auf eine Rente hat (vgl. Art. 19 Abs. 1 

Satz 1 UVG). Voraussetzung dafür ist ein verschlechterter unfallkausaler 

Gesundheitszustand seit Erlass der Verfügung vom 11. Dezember 2006 (UV-act. 269; 

vgl. nachfolgende E. 5) sowie kumulativ ein sich daraus ergebender 

rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. nachfolgende E. 6).

5.

Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. 

Diesem Umstand ist auch dann Rechnung zu tragen, wenn zu einem früheren Zeitpunkt 

ein (Renten-)Leistungsanspruch verneint wurde, wie es hier durch die Verfügung (nach 

Vergleich) vom 11. Dezember 2006 geschehen ist (UV-act. 269). Unter diesen Titeln 

kann daher nicht eine uneingeschränkte neuerliche Prüfung vorgenommen werden. 

Vielmehr ist von der rechtskräftigen Beurteilung auszugehen, und die Anerkennung 

eines Rückfalls oder von Spätfolgen setzt eine nachträgliche Änderung der 

anspruchsrelevanten Verhältnisse voraus (im Sinne von Art. 17 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. November 2007, U 55/07, E. 4.1). Zu prüfen ist damit vorerst, 

ob sich der unfallbedingte Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und mit ihm 

dessen Arbeitsfähigkeit seit dem Jahr 2006 wesentlich verschlimmert hat.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass gestützt auf die medizinische Aktenlage – 

selbst bei Ausserachtlassung des BEGAZ-Gutachtens – spätestens per Einstellung der 

temporären Leistungen (30. November 2017) von einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung in Bezug auf den Rückfall keine namhafte Besserung des unfallkausalen 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mehr zu erwarten war. Der Fallabschluss 

per Ende November 2017 mit Einstellung der temporären Leistungen erfolgte damit zu 

Recht.

3.5. 

Indem die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 8. Dezember 2014 einen 

Rückfall zum Unfall vom 16. Oktober 1999 anerkannte (UV-act. A311), ging sie von 

einer zumindest vorübergehenden relevanten Verschlechterung des unfallkausalen 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers aus. Sie folgte dabei der Beurteilung von 

Dr. med. H.___, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, vom 13. Oktober 

2014. Dieser führte zur (Teil-)Kausalität aus, dass ohne Spondylodese Th12 bis L2 aus 

5.1. 

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6.  

dem Jahre 1999 und nur mit derjenigen von L2 bis L4 aus dem Jahre 2007 die aktuelle 

Symptomatik geringer wäre. Subjektiv bestünden im Vergleich vermehrte lumbale 

Beschwerden, klinisch sei die Beweglichkeit der LWS schlechter und objektiv verändert 

habe sich der Zustand durch die Verlängerung der Spondylodese von L2 bis L4. Die 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei durch vermehrt notwendige Pausen um ca. 

20% reduziert (UV-act. M73). Entsprechend dieser Kausalitätsbeurteilung, welche 

nachvollziehbar ist, leistete die Beschwerdegegnerin – wie bereits erwähnt (vgl. 

vorstehende E. 2) – die temporären Versicherungsleistungen.

Per Leistungseinstellungszeitpunkt Ende November 2017 hat sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Beurteilung von Dr. H.___ im 

Oktober 2014 nicht mehr in relevanter Weise verändert. Nach dem letzten operativen 

Eingriff im August 2014 konnten weder Infiltrationen noch Physiotherapie bzw. MTT zu 

einem dauerhaft verbesserten Gesundheitszustand beitragen (vgl. ergänzend 

vorstehende E. 3.3; vgl. auch UV-act. M90 S. 65). Entsprechend ist auch per 

möglichem Rentenbeginn am 1. Dezember 2017 von einem verschlechterten 

Gesundheitszustand auszugehen, welcher zumindest teilweise auf das Unfallereignis 

aus dem Jahr 1999 zurückzuführen ist. Diese Voraussetzung ist damit erfüllt.

5.2. 

Zu prüfen bleibt, ob per 1. Dezember 2017 aufgrund des unfallkausalen 

Gesundheitszustands ein rentenrelevanter Invaliditätsgrad resultiert. Ist dies der Fall, 

dann hat sich der Invaliditätsgrad seit Erlass der Verfügung vom 11. Dezember 2006 

bis zu der mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2018 vorgenommenen Neuprüfung 

revisionsrechtlich erheblich verändert.

6.1. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 

8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

6.1.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

6.1.2. 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten 

von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; vgl. ferner 

Thomas Flückiger, Medizinische, insbesondere hausärztliche Berichte und ihre 

Beweiskraft – mit einem Seitenblick auf die medizinischen Gutachten, in: Kieser/

Lendfers [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2013, St. Gallen 2014, S. 138 ff.). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb und cc). Dies gilt auch für Stellungnahmen behandelnder 

Spezialärzte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. April 

2006, I 803/05, E. 5.5). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der 

Verwaltung bei externen Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche 

Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

6.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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beachten (Urteil des EVG vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht 

zulässig, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 

stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig 

geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte 

benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 

sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

 6.2. 

Bezüglich Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegen das von der IV-Stelle 

des Kantons G.___ veranlasste BEGAZ-Gutachten vom 11. August 2017 (unfallkausal 

ist insbesondere die orthopädische Beurteilung von Dr. med. I.___, FMH für 

orthopädische Chirurgie, relevant; UV-act. M90 S. 52 ff.) sowie die rheumatologische 

Zweitmeinung/Ergänzung mit Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) von 

Dr. med. K.___, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Arbeitsmedizin Zentrum 

Winterthur GmbH, vom 31. Mai 2019, im Recht (act. G 31.1).

6.2.1. 

Bei diesen Expertisen handelt es sich um formgerecht eingeholte Beurteilungen 

von externen Spezialärzten, welchen volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, sofern nicht 

konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen. Die Gutachten basieren auf 

einer ausführlichen klinischen Untersuchung. Sie sind für die streitigen Belange 

umfassend und beantworten die Frage nach den gesundheitlichen unfallkausalen 

Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Sie 

berücksichtigen die geklagten Beschwerden und legen der Beurteilung auch die 

bildgebenden Unterlagen zugrunde. Die Gutachter schildern ausführlich die vom 

Beschwerdeführer erwähnten (lumbalen) Leiden und Einschränkungen und setzen sich 

detailliert damit sowie mit dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Die 

Expertisen wurden sodann in Kenntnis und Würdigung der Vorakten abgegeben und 

sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation ein. Entsprechend kann darauf abgestellt 

werden. Es besteht kein Anlass, bezüglich der medizinisch-theoretischen 

Arbeitsfähigkeit von den Einschätzungen abzuweichen. Damit besteht in einer dem 

Leiden optimal angepassten Verweistätigkeit (leichte, wechselbelastende, teils 

sitzende, teils stehende, teils gehende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, ohne häufiges 

Bücken, ohne Zwangshaltung) aufgrund der unfallkausalen Einschränkungen bei 

6.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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vermehrtem Pausenbedarf eine 20%-ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Diese 

Einschätzung hinsichtlich der zu berücksichtigenden (lumbalen) Einschränkungen 

überzeugt sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht. Auch Dr. H.___ ging 

bereits im Oktober 2014 von dieser Einschätzung aus. Gemäss EFL von April 2019 

wurde sogar eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten für den 

Beschwerdeführer als zumutbar erachtet (act. G 31.1 S. 58 ff.). Die Beurteilungen von 

Dr. F.___, welche dem Beschwerdeführer eine tiefere Arbeitsfähigkeit bescheinigen 

(UV-act. M88 f.), vermögen keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Gutachten zu begründen. Zum einen ist – wie erwähnt – der Erfahrungstatsache 

Rechnung zu tragen, dass Hausärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen. Zum anderen vermag Dr. F.___ keine Aspekte zu benennen, die im Rahmen 

der externen Begutachtungen unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären.

Zu bestimmen bleibt der Invaliditätsgrad. Massgebend für den 

Einkommensvergleich (vgl. dazu vorstehende E. 6.1.1) ist das Jahr 2017, nachdem ab 

1. Dezember 2017 Rentenleistungen zur Diskussion stehen.

6.3. 

Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 135 V 

322 E. 4.1). Vor dem Rückfall im April 2013 arbeitete der Beschwerdeführer seit Juli 

2011 zu einem Pensum von 80% als Lagerist im Detailhandel (vgl. act. G 31.1 S. 30). 

Es ist ohne weiteres davon auszugehen, dass er diese Tätigkeit ohne Rückfall weiterhin 

ausgeübt hätte. Anderes ist zumindest nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen 

(vgl. dazu die überzeugenden Ausführungen im Einspracheentscheid vom 10. Juli 2018 

[UV-act. A416], S. 9 ff., worauf verwiesen wird). Für das Jahr 2012 ist damit von einem 

Valideneinkommen von Fr. 51'600.-- (Fr. 41'280.-- von 80% auf 100% hochgerechnet) 

gemäss UV-act. A309 auszugehen. Angepasst an die Lohnentwicklung resultiert für 

das Jahr 2017 ein Valideneinkommen von Fr. 53'071.40 (Fr. 51'600.-- / 101.7 * 104.6; 

Nominallohnindex, Männer, 2011-2019, Basis 2010 = 100). Ginge man von einem 

Valideneinkommen als Schreinerpraktiker in Höhe von jährlich Fr. 54'743.-- aus, wie es 

der Beschwerdeführer in der Replik beantragt hat (act. G 21 Ziff. 31), würde sich – wie 

sich nachfolgend zeigt – auch kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergeben.

6.3.1. 

Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person aktuell steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

6.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Erst wenn kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben ist, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können nach der Rechtsprechung die 

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 592).

Mit der Möglichkeit, leidensadaptiert 80% zu arbeiten, schöpft der 

Beschwerdeführer mit der aktuellen rund 30%-igen Anstellung bei der M.___ AG als 

Serviceaushilfe (act. UV-act. A404) und einem unbestrittenen Einkommen von jährlich 

rund Fr. 18'000.-- (vgl. in der Replik Ziff. 31) seine zumutbare Arbeitsfähigkeit 

offensichtlich nicht aus. Auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt kann 

der Beschwerdeführer ein höheres Einkommen erzielen, zumal keine Gründe ersichtlich 

sind, die gegen einen Stellenwechsel sprechen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 2.3). Entsprechend ist nicht von der aktuellen 

beruflich-erwerblichen Situation des Beschwerdeführers auszugehen.

6.3.3. 

Gestützt auf das Belastungsprofil (vgl. vorstehende E. 6.2.2) sind dem 

Beschwerdeführer als Verweistätigkeiten zumindest leidensangepasste 

Hilfsarbeitertätigkeiten zuzumuten. Der LSE-Hilfsarbeiterlohn hat im Jahr 2017 Fr. 

67'102.-- betragen (vgl. Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle 

AHV/IV, Ausgabe 2019). Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% resultiert damit ein 

Jahreseinkommen von Fr. 53'681.60. Tabellenlohnabzugsgründe sind keine ersichtlich 

(vgl. zum Abzug vom Tabellenlohn unter anderem BGE 129 V 481 E. 4.2.3; vgl. auch 

Tabelle T18 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher 

Anstellung und Geschlecht der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebung, wonach bei Teilzeitarbeit im Bereich von 75 bis 89% weder für 

Männer noch Frauen Lohnnachteile resultieren). Im Weiteren sollte es dem 

Beschwerdeführer nach der Ausbildung im März 2004 (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.c) 

auch möglich und zumutbar sein, als IT-Supporter mit einem Pensum von 80% zu 

arbeiten. Dabei könnte er auch ohne langjährige Berufserfahrung ein Einkommen von 

jährlich mindestens Fr. 53'757.60 erzielen (Fr. 5'169.-- x 13 x 0.8; Lohnbuch 2018 [ICT-

Supporter bis 25 Altersjahre; Ziffer 62.09]). Zugunsten des Beschwerdeführers ist 

nachfolgend von einem Invalideneinkommen von Fr. 53'681.60 auszugehen.

6.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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7.  

Das Valideneinkommen erscheint eher tief. Dennoch rechtfertigt sich eine 

Parallelisierung der Vergleichseinkommen (vgl. dazu BGE 135 V 297) nicht. Diese fällt 

nämlich ausser Betracht, wenn und soweit sich die versicherte Person aus freien 

Stücken mit einem verglichen mit ihrem Erwerbspotenzial tiefen Einkommen begnügte 

und Anhaltspunkte fehlen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die 

betreffende Tätigkeit zugunsten einer besser entlöhnten Arbeit (in selbstständiger oder 

unselbstständiger Stellung) aufgegeben hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 10. 

August 2018, 8C_313/2018, E. 7.2). Dies ist hier der Fall. Wie bereits ausgeführt 

schloss der Beschwerdeführer im März 2004 eine Ausbildung zum IT-Netzwerk-

Supporter ab. Trotzdem arbeitete er nur kurze Zeit (bis 2006) in diesem Bereich. 

Danach war er aus freien Stücken in verschiedenen Berufszweigen als Ungelernter tätig 

(u.a. als selbständiger Fotograph, in verschiedenen temporären Tätigkeiten), bevor er 

von 2011 bis zum Rückfall im Jahr 2013 als Lagerist in einer C.___-firma arbeitete (vgl. 

UV-act. M90 S. 48; act. G 31.1 S. 30) und sich auch dort, wie auch bei den vorher 

selbstgewählten Tätigkeiten, mit einem verglichen mit seinem Potential tiefen 

Einkommen begnügte.

6.3.5. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass bei einem Valideneinkommen von Fr. 

53'071.40 und einem Invalideneinkommen von mindestens 53'681.60 offensichtlich 

kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad von mindestens 10% resultiert. Die Beschwerde 

ist damit auch bezüglich Rentenanspruch abzuweisen.

6.3.6. 

Zu prüfen bleibt eine Erhöhung der Integritätsentschädigung. Erleidet die 

versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss 

den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis).

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Im Jahr 2006 wurde dem Beschwerdeführer aufgrund des Unfalls vom 16. Oktober 

1999 vergleichs- (UV-act. 268/2) bzw. verfügungsweise (11. Dezember 2006; UV-act. 

269) eine pauschale Integritätsentschädigung in Höhe von über 60% zugesprochen (Fr. 

60'000.--). Dr. med. J.___, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, war mit 

Stellungnahme vom 30. November 2006 nachvollziehbar begründet zum Schluss 

gekommen, dass aus dem Unfall ein Integritätsschaden von 55% resultiere. Dieser 

setzte sich aus 20% für die minimale bis leichte neuropsychologische 

Funktionsstörung (inkl. posttraumatischer Kopfschmerzen), 20% für die 

Hüftproblematik und 15% für die Rückenproblematik zusammen (UV-act. M61).

7.2. 

In diesem Verfahren steht einzig zur Beurteilung, ob der verschlechterte Zustand 

des Rückens (vermehrte lumbale Beschwerden und schlechtere Beweglichkeit der 

Lendenwirbelsäule sowie verlängerte Spondylodese; UV-act. M73-4) zu einer Erhöhung 

der Integritätsentschädigung führt. Eine anderweitige Verschlechterung steht nicht zur 

Diskussion. Der Integritätsschaden ist gemäss Suva-Tabelle 7 (Integritätsschaden bei 

Wirbelsäulenaffektionen) und den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV zentral abhängig 

von der Funktionseinschränkung und deren Schmerzhaftigkeit. Diesbezüglich gab der 

Beschwerdeführer anlässlich der Exploration bei Dr. K.___ am 16. April 2019 an, dass 

die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule nicht störend eingeschränkt sei. Die lumbalen 

Beschwerden würden vor allem bei längerem Sitzen oder Stehen oder beim Bergauf- 

und Bergabgehen auftreten. Auch bei Schlägen oder Erschütterungen verspüre er eine 

Schmerzverstärkung. Schmerzlindernd sei das Liegen. Selten habe er auch nächtliche 

Beschwerden (act. G 31.1 S. 25). Gestützt auf diese Ausführungen des 

Beschwerdeführers und in Anbetracht der Tatsache, dass sich gemäss Einschätzung 

im orthopädischen Teilgutachten des BEGAZ keine klar objektivierbaren 

Funktionsstörungen der Wirbelsäule, die mit einem objektivierbaren strukturell-

anatomischen Korrelat in Einklang gebracht werden könnten, ergeben haben (UV-act. 

M90 S. 67), erscheint der bereits von Dr. J.___ veranschlagte Integritätsschaden von 

15% nach wie vor angemessen. Gestützt auf die Suva-Tabelle 7 ist denn bei Frakturen 

der Wirbelsäule (inklusive Spondylodese) bei bestehenden geringen, bei Belastung 

verstärkten und auch in Ruhe bestehenden Dauerschmerzen eine 

Integritätsentschädigung von 15% bis 20% zuzusprechen (https://www.suva.ch/de-

CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-integritaetsschaden-bei-

wirbelsaeulenaffektionen; eingesehen am 27. November 2020). Von einem solchen 

Zustandsbild ist beim Beschwerdeführer in etwa auszugehen. Zwar liesse sich damit 

eine Erhöhung um 5% diskutieren, doch wäre eine solche aufgrund des Umstands, 

dass dem Beschwerdeführer vergleichsweise bereits eine über 60%-ige, statt eine 

7.3. 

https://www.suva.ch/de-CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-integritaetsschaden-bei-wirbelsaeulenaffektionen
https://www.suva.ch/de-CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-integritaetsschaden-bei-wirbelsaeulenaffektionen
https://www.suva.ch/de-CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-integritaetsschaden-bei-wirbelsaeulenaffektionen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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8.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

55%-ige Integritätsentschädigung zugesprochen wurde, nicht sachgerecht. Damit ist 

die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.1. 

Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. 

Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten des Kantons 

St. Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend 

zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat 

der Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'200.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

8.2. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Ver­

waltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

8.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2021
	Art. 18 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1 UVG. Der Fallabschluss nach anerkanntem Rückfall mit Einstellung der temporären Leistungen erfolgte zu Recht. Es resultiert kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad. Eine Erhöhung der Integritätsentschädigung rechtfertigt sich auch nicht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2021, UV 2018/66).

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		2025-07-19T03:11:09+0200
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