# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac7e718e-c9ae-5b9f-ba36-8ccb2c86a94e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.07.2007 RR.2007.75
**Docket/Reference:** RR.2007.75
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2007-75_2007-07-03

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 Abs. 1 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 Abs. 1 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 Abs. 1 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 Abs. 1 IRSG)

Entscheid vom 3. Juli 2007 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Bernard Bertossa, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  
Gerichtsschreiberin Brigitte Brun  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Urs Grob,  
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

VERFAHRENSGERICHT IN STRAFSACHEN DES 
KANTONS BASEL-LANDSCHAFT,  
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 Abs. 1 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2007.75 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Sachverhalt: 
 

A. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Basel-Landschaft - das Be-
zirksstatthalteramt Liestal - führt ein Strafverfahren gegen A. wegen Betäu-
bungsmitteldelikten. Gleichzeitig ist auch bei der Staatsanwaltschaft Aa-
chen/Deutschland gegen die Gebrüder A. und B. ein Ermittlungsverfahren 
wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer 
Menge hängig. Die beiden Brüder sollen mittels eines Kuriers am 10. März 
2006 einen Import von 21.57 kg Marihuana aus den Niederlanden nach 
Deutschland organisiert haben. In diesem Zusammenhang ersuchte der 
Leitende Oberstaatsanwalt von Aachen am 12. Mai 2006 um rechtshilfe-
weise Ermittlung des Aufenthaltsortes von A., dessen Einvernahme zur Sa-
che, die Aufnahme der weiteren Personalien und die Mitteilung, ob bereits 
Erkenntnisse bestünden, dass A. in Geschäfte mit Betäubungsmitteln ver-
strickt sei (vgl. Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Aachen vom 
12. Mai 2006, Beilagen zu act. 10.3 und 10.4). Ein gleich lautendes Ersu-
chen desselben Datums erfolgte mit Bezug auf die Person von B. Nachdem 
sich A. wie B. mit der Ausführung der Rechtshilfe im vereinfachten Verfah-
ren einverstanden erklärt hatten, wurde dem Ersuchen mit zwei Schluss-
verfügungen des Verfahrensgerichts in Strafsachen des Kantons Basel-
Landschaft (nachfolgend „Verfahrensgericht“) am 24. Mai 2006 stattgege-
ben (Proz. Nr. Verfahrensgericht 460 06 45 und 460 06 43, in act. 10.3 und 
10.4). Bezüglich A. wurden das Einvernahmeprotokoll vom 23. Mai 2006 
sowie der Strafregisterauszug an die Staatsanwaltschaft Aachen übermit-
telt. 
 
 

B. Mit Schreiben vom 10. Juli 2006 stellte die Staatsanwaltschaft Aachen im 
Strafverfahren gegen A. und B. ein ergänzendes Rechtshilfeersuchen und 
erbat darin um die Ablichtung des wesentlichen Inhalts der dortigen (Basel-
Landschaftlichen) Ermittlungsakten (Proz. Nr. Verfahrensgericht 460 06 59, 
in act. 10.1). 
 
Nach erfolgter Eintretensverfügung vom 25. Juli 2006 und nach entspre-
chender Anfrage des Verfahrensgerichts vom 15. November 2006 teilte der 
Rechtsvertreter von A. am 20. November 2006 mit, sein Mandant sei mit 
einer vereinfachten Ausführung der Rechtshilfe nicht einverstanden. Er 
stellte den sinngemässen Antrag, beide Verfahren gegen A. seien in der 
Schweiz zu verfolgen und es sei deshalb von Deutschland die Abtretung 
des Verfahrens an die Schweiz anzustreben. Die Staatsanwaltschaft Aa-
chen teilte am 23. Januar 2007 auf Anfrage mit, sie sei nicht gewillt, das 
Verfahren gegen die Gebrüder A. und B. an die Schweiz abzutreten und 

- 3 - 

 

 

monierte die Ausführung des Rechtshilfeersuchens vom 10. Juli 2006. 
Nachdem das Verfahrensgericht dem Vertreter von A. das rechtliche Gehör 
gewährt hatte, gewährte es mit Schlussverfügung vom 22. März 2007 (Zu-
stellung: 10. April 2007, act. 1.3) die Rechtshilfe und listete in Ziff. 2 des 
Dispositivs die zu übermittelnden Dokumente aus den Strafakten des Kan-
tons Basel Landschaft im Einzelnen auf. In Ziff. 4 des Dispositivs verband 
sie die Rechtshilfe mit einem ausformulierten Vorbehalt hinsichtlich des 
Grundsatzes „ne bis in idem“ (act. 1.2, 10.1).  
 
 

C. Gegen diese Schlussverfügung lässt A. bei der II. Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts mit undatierter Eingabe (Poststempel vom 10. Mai 
2007) Beschwerde einreichen mit den Anträgen, es sei die Schlussverfü-
gung des Verfahrensgerichts in Strafsachen bezüglich Abschluss des 
Rechtshilfeverfahrens (Rechtshilfe an Deutschland) betreffend A. aufzuhe-
ben und es sei demzufolge dem Verfahrensgericht in Strafsachen des Kan-
tons Basel-Landschaft zu verbieten, die in der Verfügung erwähnten Do-
kumente an die ersuchende Behörde herauszugeben; dem Beschwerde-
führer sei die unentgeltliche Vertretung mit dem Unterzeichneten als 
Rechtsbeistand zu bewilligen; unter o/e Kostenfolge (act. 1, S. 2). 
 
Auf Einladung zur Beschwerdeantwort bis zum 29. Mai 2007 verzichtete 
das Bundesamt für Justiz am 25. Mai 2007 auf eine solche (act. 6). Das 
Verfahrensgericht nahm mit verspäteter Eingabe vom 30. Mai 2007 unter 
gleichzeitiger Einreichung der Akten Stellung (act. 10). Der Vertreter von A. 
wurde davon am 5. Juni 2007 in Kenntnis gesetzt (act. 13). 
 
Auf die Ausführungen in der Beschwerde wird, soweit erforderlich, in den 
rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
 
 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Für die Rechtshilfe zwischen Deutschland und der Schweiz sind in erster 
Linie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 
vom 20. April 1959 (EUeR, SR 0.351.1), dem beide Staaten beigetreten 
sind, und der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. No-
vember 1969 (SR 0.351.913.61) massgebend. Soweit das Staatsvertrags-
recht bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangen das Bundes-
gesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. März 1981 
(IRSG, SR 351.1) und die Verordnung über internationale Rechtshilfe in 

- 4 - 

 

 

Strafsachen vom 24. Februar 1982 (IRSV, SR 351.11) zur Anwendung 
(Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 130 II 337 E. 1; 128 II 355 E. 1; 124 II 180 E. 1a).  

 
 
2.  
2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden kantonalen Behörde in internationalen Rechtshilfeange-
legenheiten, gegen die gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. e des Bundesgeset-
zes über das Bundesstrafgericht vom 4. Oktober 2002 (SGG, SR 173.71; 
Fassung gemäss Anhang Ziff. 14 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Januar 2007) in Verbindung mit Art. 9 Abs. 3 
des Reglements für das Bundesstrafgericht vom 20. Juni 2006 
(SR 173.710) und Art. 80e Abs. 1 IRSG die Beschwerde an die 
II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gegeben ist. Die Be-
schwerde ist innert der Frist des Art. 80k IRSG eingereicht worden. 

 
2.2 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 

Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Es ist allerdings 
fraglich, ob der Beschwerdeführer als Beschuldigter im schweizerischen 
Strafverfahren bezüglich der Übermittlung von Akten aus dem gegen ihn 
geführten Strafverfahren zur Beschwerde überhaupt legitimiert ist (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 1A.123/2006 vom 28. August 2006, E. 1.3.2). Diese 
Frage kann vorliegenden jedoch offen gelassen werden, da sich die Be-
schwerde ohnehin als materiell unbegründet erweist.   

 
2.3 Zulässige Beschwerdegründe sind gemäss Art. 80i IRSG die Verletzung 

von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens (lit. a), sowie die unzulässige oder offensichtlich unrichtige An-
wendung ausländischen Rechts in den Fällen nach Art. 65 IRSG (lit. b). Die 
II. Beschwerdekammer prüft auch die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Angemessenheit 
des angefochtenen Entscheids. Diese umfassende Kognition ist in Bezug 
auf die akzessorische Rechtshilfe zwar nicht ausdrücklich im Gesetz ge-
nannt. Aus den Materialien ergibt sich jedoch, dass nach dem Willen des 
Gesetzgebers in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die neue Be-
schwerdeinstanz des Bundes im Wesentlichen über die gleiche Kognition 
verfügen soll wie die früheren kantonalen Rechtsmittelinstanzen, für welche 
Art. 80i Abs. 2 aIRSG keine Kognitionsbeschränkung vorsah (vgl. BBl 2001 
S. 4422). Es ist daher in Bezug auf Art. 80i IRSG unter Heranziehung der 
Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 49 VwVG auch die Rüge der unrichtigen oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie der 

- 5 - 

 

 

Unangemessenheit zugelassen. 
 

Die II. Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebun-
den (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Wie bisher das Bundesgericht im Rahmen der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde befasst sich jedoch auch die II. Be-
schwerdekammer nur mit Tat- und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der 
Beschwerde bilden (vgl. BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4, je m.w.H.; 
TPF RR.2007.34 vom 29. März 2007, E. 3; RR.2007.27 vom 10. April 2007, 
E. 2.3). 

 
 
3.  
3.1 Der Beschwerdeführer führt zum Verfahren aus, er habe anlässlich eines 

Telefongespräches vom 13. März 2007 sein Einverständnis zur vereinfach-
ten Ausführung der Rechtshilfe nicht gegeben, sondern nur auf eine weite-
re Stellungnahme verzichtet (act. 1, S. 3, Ziff. 1). Für den Entscheid über 
die Gewährung der Rechtshilfe ist dies bedeutungslos, da die Vorinstanz in 
ihrer Schlussverfügung gerade nicht davon ausgegangen ist, der Rechts-
vertreter habe das Einverständnis mit der vereinfachten Ausführung erteilt 
und die Voraussetzungen für eine vereinfachte Ausführung der Rechtshilfe 
im Sinne von Art. 80c IRSG seien erfüllt. 

3.2 Der Beschwerdeführer macht Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung gel-
tend, weil die Schlussverfügung B. nicht zugestellt worden sei. Er verlangt 
deren Aufhebung von Amtes wegen. B. sei ebenfalls von der Schlussverfü-
gung betroffen (act. 1, S. 3, Ziff. 2). Ob die angefochtene Schlussverfügung 
auch B. zugestellt worden ist, braucht im Rahmen des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens nicht zu interessieren. Der Beschwerdeführer ver-
kennt, dass eine allenfalls ausgebliebene Zustellung an B. keineswegs die 
Nichtigkeit einer Verfügung auslöst. Sie verhindert nur deren Rechtskraft 
mit Bezug auf die Person, gegenüber derjenigen eine Zustellung zu Un-
recht unterlassen wurde. Nachdem die Schlussverfügung dem Beschwer-
deführer unbestritten zugestellt worden ist, kann er aus einer allenfalls nicht 
erfolgten Zustellung an B. nichts für sich ableiten. Als davon nicht Betroffe-
ner ist er überdies nicht legitimiert, diese Rüge überhaupt vorzubringen. 

Es obliegt dem Verfahrensgericht, eine allenfalls unterbliebene Zustellung 
nachzuholen und/oder die ersuchende Behörde darauf hinzuweisen, dass 
eine Verwendung im deutschen Strafverfahren gegen B. erst zulässig wird, 
wenn die Schlussverfügung auch gegenüber diesem rechtskräftig ist. 

3.3 Der Beschwerdeführer rügt weiter, durch die Übermittlung der betreffenden 
Dokumente werde gegen das eidgenössische Datenschutzgesetz verstos-

- 6 - 

 

 

sen (act. 1, S. 3 f., Ziff. 3). Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet, da 
gemäss Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG (SR 235.1) das Datenschutzgesetz auf Ver-
fahren der internationalen Rechtshilfe nicht anwendbar ist. 

3.4 Der Beschwerdeführer beanstandet, es bestehe das Risiko der Verletzung 
des Grundsatzes „ne bis in idem“ (act. 1, S. 4 Ziff. 3). Nachdem das Verfah-
rensgericht in der Schlussverfügung explizit einen Vorbehalt zu Gunsten 
des Prinzips „ne bis in idem“ angebracht hat (Dispositiv Ziff. 4), erweist sich 
dieser Einwand als haltlos. Die Schweiz hat im Übrigen zwar im EUeR ei-
nen, indessen gerade nicht zwingenden, sondern nur potestativen Vorbe-
halt zu Art. 2 lit. b EUeR zu Gunsten der eigenen Strafverfolgung ange-
bracht, diese Einschränkung allerdings in Art. 5 Abs. 1 Ziff. 1 IRSG wieder 
zu Gunsten der Rechtshilfe abgeschwächt und auf Fälle von bereits erfolg-
tem Freispruch, Sanktionsverzicht, Vollzug oder Ausschluss wegen absolu-
ter Verjährung eingeschränkt. Selbst wenn demnach der von der Schweiz 
angebrachte Vorbehalt zum EUeR nicht bloss potestativ wäre, ginge nach 
dem im Rechtshilferecht geltenden Günstigkeitsprinzip die Regelung des 
IRSG ohnehin vor. Der Umstand, dass gegen jemanden in der Schweiz ein 
Strafverfahren eröffnet und noch nicht abgeschlossen ist, schliesst die 
Rechtshilfe nicht aus (ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciaire in-
ternationale en matière pénale, 2. Aufl., Bern 2004, Rz. 429).  

3.5 Der Beschwerdeführer lässt schliesslich vorbringen, es hätte eine Interes-
senabwägung vorgenommen werden müssen. Er erachtet die Rechtshilfe 
(ohne nähere Substantiierung) nicht für verhältnismässig und übt Kritik am 
ausländischen Verfahren (act. 1, S. 4, Ziff. 4). Sämtliche Rügen erweisen 
sich insgesamt und im Einzelnen als unbegründet. Die Verhältnismässig-
keit ist ohne weiteres gewahrt, da der Konnex zwischen den herauszuge-
benden Unterlagen und den im ersuchenden Staat verfolgten Delikten ein 
augenscheinlicher ist und der Beschwerdeführer dadurch in seiner tatsäch-
lichen und rechtlichen Stellung (wenn überhaupt; siehe die Ausführungen 
unter Ziff. 2.2 hievor) nur marginal berührt wird. Kritik am ausländischen 
Verfahren wäre nur soweit zu hören, als damit die fundamentalen Vorbe-
halte des Art. 2 IRSG tangiert wären, was hier offensichtlich nicht der Fall 
ist. 

 

3.6 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit in allen Punkten als 
unbegründet und ist abzuweisen. 

 

4. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens die unentgeltliche Vertretung zu bewilligen. Er sei 

- 7 - 

 

 

nicht in der Lage, die Gerichts- und Parteikosten zu leisten, auch das Ver-
fahrensgericht habe seine Mittellosigkeit erkannt und daher die Offizialver-
teidigung gewährt (act. 1, S. 4, Ziff. 5). 

Die von einer Vorinstanz im Rechtshilfeverfahren gewährte unentgeltliche 
Rechtspflege gilt nicht automatisch für das Verfahren vor den Beschwerde-
kammern des Bundesstrafgerichts (TPF RR.2007.83 vom 21. Juni 2007, 
E. 8.2; BH.2006.6 vom 18. April 2006, E. 6.1). In Anwendung der entspre-
chenden Verfahrensbestimmungen befreit die Beschwerdeinstanz eine 
Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der 
Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos 
erscheint (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt dieser 
einen Anwalt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint 
(Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 65 Abs. 2 VwVG). 

Wie sich aus den vorstehenden Ausführungen ergibt, war die Beschwerde 
offensichtlich unbegründet und hatte demgemäss keine Aussicht auf Erfolg. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen. Der fi-
nanziellen Lage des Beschwerdeführers ist jedoch bei der Festsetzung der 
Gerichtsgebühr angemessen Rechnung zu tragen (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. 
Art. 63 Abs. 4bis VwVG). 
 
 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Zuständigkeit 
des Bundesstrafgerichts zur Regelung der Gerichtsgebühren, welche in 
Art. 63 Abs. 5 VwVG nicht ausdrücklich vorbehalten wurde, ergibt sich aus 
Art. 15 Abs. 1 lit. a SGG (vgl. TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007, E. 5). 
Die Gerichtsgebühr berechnet sich in Anwendung von Art. 3 des Regle-
ments vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundes-
strafgericht (SR 173.711.32) und ist vorliegend auf Fr. 2'000.-- festzuset-
zen.  

- 8 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 3. Juli 2007 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Urs Grob  
- Verfahrensgericht in Strafsachen Basel-Landschaft 
- Bundesamt für Justiz Abt. Internationale Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn er die Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge-
genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe-
reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).