# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a1e7063-4663-5c5b-8527-218887b47d66
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.05.2025 715 24 351 (715 2024 351)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-24-351_2025-05-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Februar 2025 (725 24 122) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bejahung des Unfallereignisses trotz widersprechender Berichterstattung des behan-

delnden Arztes; Geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin 

eingeholten und als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Andreas Blattner, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Philipp Völlmin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenschaden, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen 
 
 
 
A.  Der 1966 geborene A.____ ist seit dem 1. Januar 2021 in einem 100%-Pensum bei der 
B.____ GmbH als Fahrlehrer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mo-
biliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 28. Juli 2022 teilte der 

 

 
 
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Versicherte der Unfallversicherung mit, dass er am 20. Juli 2022 während seinen Ferien auf 
einem trockenen, staubigen Wanderweg ausgerutscht sei und sich dabei das linke Knie ver-
renkt habe. Einen Tag vor seiner Unfallmeldung, am 27. Juli 2022, konsultierte er erstmals 
Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
aufgrund der linksseitigen Kniebeschwerden. Dem Bericht des behandelnden Arztes ist ent-
nehmbar, dass der Versicherte vor wenigen Wochen ein Stauchungstrauma am linken Knie 
erlitten habe. Im Anschluss hätten leichte Schmerzen und eine Schwellung bestanden. Beim 
Bergabgehen komme es dann immer wieder zu relativ starken Beschwerden innenseitig am 
Kniegelenk. Die von Dr. C.____ veranlasste MRT vom 27. Juli 2022 ergab komplexe Einrisse 
am Innenmeniskuskorpus und Hinterhorn mit Verkürzungen am freien Rand und einem schrä-
gen bis horizontalen Riss am Hinterhorn.  
 
B. Nachdem die konservative Therapie keine Besserung bewirkte, begab sich A.____ am 
21. Oktober 2022 erneut in Konsultation bei Dr. C.____. In dieser wurde eine zunehmende 
symptomatische mediale Meniskusläsion diagnostiziert und eine arthroskopische Meniskussa-
nierung indiziert. Gleichentags wurde der Versicherte rückwirkend ab dem 26. September 2022 
zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. 
 
C. In der Folge legte die Mobiliar ihrer beratenden Ärztin, Dr. med. D.____, Fachärztin für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Akten zur Beurtei-
lung vor. In ihrer Stellungnahme vom 29. Oktober 2022 kam diese zum Schluss, dass die Knie-
beschwerden des Versicherten in keinem kausalen Zusammenhang zum angegebenen Ereig-
nis vom 20. Juli 2022 stünden und lediglich die Behandlung der vorhandenen degenerativen 
Veränderungen des linken Kniegelenkes im Vordergrund stehe. 
 
D. Schliesslich führte Dr. C.____ die geplante Kniearthroskopie mit medialer Meniskus-
naht des Hinterhorns und Teilmeniskektomie im Korpusbereich links am 2. November 2022 
durch. In der Folge bestand beim Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, welche ab dem 
6. Februar 2023 auf 70 % und ab dem 20. März 2023 auf 50 % reduziert werden konnte. Eine 
weitere Erhöhung der Arbeitsfähigkeit konnte aufgrund persistierender Schmerzen bis heute 
hingegen nicht erfolgen. 
 
E. Mit Schreiben vom 7. November 2022 teilte die Mobiliar dem Versicherten wiederum 
mit, dass seine Kniebeschwerden gemäss der Beurteilung von Dr. D.____ nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. Juli 2022 zurückzuführen seien, weshalb 
keine Leistungen erbracht werden könnten. 
 
F. Nachdem Dr. C.____ mit Schreiben vom 15. November 2022 an die Unfallversicherung 
zugunsten seines Patienten intervenierte, legte die Mobiliar die aktualisierten medizinischen 
Akten erneut Dr. D.____ vor, welche jedoch mit ihrer Stellungnahme vom 4. Dezember 2022 an 
ihrer Beurteilung vom 29. Oktober 2022 festhielt.  
 
G. Gestützt auf die Einschätzung von Dr. D.____ verfügte die Mobiliar am 19. Dezember 
2022 ihre Leistungsablehnung für die gemeldeten Kniebeschwerden. Gegen diese Ablehnungs-

 

 
 
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verfügung liess A.____ am 25. Januar 2023 Einsprache erheben, welche von Deborah Büttel 
anwaltlich am 14. September 2023 nachbegründet wurde. Mit Einspracheentscheid vom 4. April 
2024 wurde die Einsprache abgewiesen. 
 
H. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin De-
borah Büttel, am 5. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Beantragt werden, die Aufhebung des Entscheids 
vom 4. April 2024 und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ihm die gesetzlichen Leis-
tungen betreffend das Ereignis vom 20. Juli 2022 auszurichten. Eventualiter sei der Ein-
spracheentscheid aufzuheben und es sei ein gerichtliches orthopädisches Gutachten einzuho-
len bzw. subeventualiter die Sache zur Einholung eines orthopädischen Gutachtens und zum 
anschliessenden erneuten Entscheid über den Leistungsanspruch an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 
 
I. Anschliessend holte die Beschwerdegegnerin zusätzliche medizinische Unterlagen ein 
und legte die vervollständigten Akten ein weiteres Mal Dr. D.____ vor, welche am 29. Mai 2024 
ein ausführliches Aktengutachten verfasste, wobei die beratende Ärztin auch hier an ihrer bis-
herigen versicherungsmedizinischen Beurteilung festhielt. 
 
J.  Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2024 schloss die Mobiliar auf Abweisung der Be-
schwerde und auf Bestätigung des Einspracheentscheids. 
 
K. Daraufhin erfolgte am 21. August 2024 die Replik des Beschwerdeführers, wonach die 
Beschwerde gutzuheissen sei, gefolgt von der Duplik der Beschwerdegegnerin vom 4. Septem-
ber 2024, welche an ihrem Antrag vom 20. Juni 2024 vollumfänglich festhielt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss  
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde vom 5. Mai 2024 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Versicherungsleistungen für die beklagten Beschwerden am linken Knie zu Recht abgelehnt 
hat. In diesem Zusammenhang ist als Erstes zu prüfen, ob der Beschwerdeführer am 20. Juli 
2022 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin stellt dies in ihrem Ein-
spracheentscheid vom 4. April 2022 und in ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2024 zumin-
dest in Frage, weil sich der Beschwerdeführer eine angeblich widersprüchliche Beschreibung 
des Unfallhergangs entgegenhalten müsse. 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 
bestimmt. Als Unfall gilt laut Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 
hat. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Ge-
genstück zur − den Krankheitsbegriff konstituierenden − inneren Ursache (BGE 134 V 72 
E. 4.1.1). Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er − nach ei-
nem objektiven Massstab − nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Le-
bensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1). Das Merkmal des ungewöhnli-
chen äusseren Faktors kann auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe-
wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich 
dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 
Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1). Dies 
trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Ab-
wehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (Urteile des Bundesgerichts vom 10. April 
2014, 8C_783/2013, E. 4.2 und vom 15. Januar 2009, 8C_749/2008, E. 3.2). Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ursache einer Gesund-
heitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1). Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Fak-
tor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.1; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 
8C_24/2022, E. 3.2). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

 

 
 
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Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Was den Unfallbeweis im Speziellen betrifft, sind die einzelnen Umstände des Unfall-
geschehens von den Leistungsansprechenden glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung 
eines Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillier-
te Angaben gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 
über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen 
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-
rechtliche Abteilungen] vom 25. November 2004, U 209/04, vom 15. September 2004, U 234/04 
und vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Per-
son über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten 
spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 
spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versi-
cherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre 
Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall ge-
macht hat, deshalb meist ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungs-
verfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 
23. November 2006, U 258/04, E. 3.1). 
 
4.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt 
es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 
Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise 
zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird aufgrund dieser 
Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 
erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was 
sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hin-
weis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 
20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Vorliegend wird von der Beschwerdegegnerin zumindest nicht bestritten, dass der in 
der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 28. Juli 2022 geschilderte Sachverhalt als solches geeig-
net wäre, einen Unfall im Rechtssinne herbeizuführen. Der Beschwerdeführer beschreibt dort, 
dass er auf dem Rückweg von einer Wanderung auf dem trockenen und staubigen Wanderweg 
ausgerutscht sei und dabei das Knie verrenkt habe. Ein Ausrutschen auf einem trockenen, 
staubigen Untergrund beeinflusst den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung "programmwid-
rig". Mit dieser unkoordinierten Bewegung ist somit das von der eben dargelegten bundesge-
richtlichen Rechtsprechung verlangte Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors für den 
Unfallbegriff erfüllt.  

 

 
 
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5.2 Die Beschwerdegegnerin stellt das streitige Ereignis vom 20. Juli 2022 als Unfall viel-
mehr insofern in Frage, als der Beschwerdeführer widersprechende Angaben über den Ereig-
nishergang gemacht hätte. Aus dem erstmaligen Konsultationsbericht vom 27. Juli 2022 von 
Dr. C.____ gehe nämlich hervor, dass der Patient vor wenigen Wochen ein Stauchungstrauma 
am linken Knie erlitten habe. Daraus möchte die Beschwerdegegnerin ableiten, dass der Be-
schwerdeführer bei der Erstkonsultation den Unfallhergang so geschildert habe, dass die Be-
schwerden nicht anlässlich der Knieverrenkung bei der Wanderung eine Woche zuvor entstan-
den, sondern bereits einige Wochen früher aufgetreten seien. Angesichts der Beweismaxime 
der "Aussage der ersten Stunde" − indem die Unfallschilderung der Erstkonsultation einen Tag 
vor der Unfallbeschreibung der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 28. Juli 2022 ergangen ist – 
könne angezweifelt werden, ob überhaupt ein Unfallereignis nachweisbar sei. Der Beschwerde-
führer wendet hier wiederum ein, dass Dr. C.____ im ersten Arztbericht vom 27. Juli 2022 ein 
Verschreiber passiert sei, woraus die Beschwerdegegnerin nun zu Unrecht den Unfall an sich 
bzw. dessen Zeitpunkt in Frage stelle. Die Beschwerdegegnerin stellt sich hinsichtlich dieses 
Einwandes auf den Standpunkt, dass selbst wenn dem behandelnden Arzt ein Verschreiber 
unterlaufen sei, sich der Beschwerdeführer dennoch entgegenhalten lassen müsse, dass er in 
der ärztlichen Erstvorstellung am 27. Juli 2022 auch noch angegeben habe, dass es beim 
Bergabgehen immer wieder zu relativ starken Beschwerden innenseitig am Kniegelenk komme. 
Tageweise seien diese deutlich ausgeprägt, dann wieder fast verschwunden. Nach Auffassung 
der Beschwerdegegnerin scheint diese Aussage eine sich stets verschlimmernde Situation zu 
beschreiben, welche schlecht zu einem konkreten Unfallereignis eine Woche vor der Erstkon-
sultation passe. 
 
5.3 Vorliegend ist zu prüfen, ob die Angabe im Konsultationsbericht vom 27. Juli 2022, 
wonach die geklagten Kniebeschwerden bereits einige Wochen vor dem fraglichen Ereignis 
vom 20. Juli 2022 eingetreten seien, als "Aussage der ersten Stunde" zu werten ist und ihr 
dadurch besonderes Gewicht zukommt. Der Beschwerdegegnerin ist zwar insofern Recht zu 
geben, dass bei sich widersprechenden Angaben über den Unfallhergang die Beweismaxime 
gilt, wonach die erstmalig gemachte Unfallschilderung in der Regel unbefangener und zuverläs-
siger ist als spätere Darstellungen (vgl. dazu E. 4.2 hiervor). Indem der Beschwerdeführer je-
doch geltend macht, dass sich der behandelnde Arzt bei der Erstkonsultation verschrieben ha-
be, ist zweifelhaft, ob dieser zeitlich erstmalig ergangenen Angabe tatsächlich eine besondere 
Gewichtung zukommen kann. Die geltende Rechtsprechung des Gerichts hält nämlich fest, 
dass der Versicherte nicht auf der (widersprechenden) Darstellung in einem Arztbericht als 
"Aussage der ersten Stunde" behaftet werden kann (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (KGE SV) vom 13. Juli 2023, 725 22 271/165, E. 6.3). Angesichts 
dieser Rechtsprechung wäre es verfehlt, den Beschwerdeführer für die Darstellungen von 
Dr. C.____ verantwortlich zu machen, zumal er als Patient auf die Berichterstattung des behan-
delnden Arztes keinen Einfluss nehmen konnte. Indem der Beschwerdeführer die Bagatellun-
fall-Meldung UVG bereits am 28. Juli 2022 vornahm, ist bei der Bewertung seiner eigenen An-
gaben über den Ereignishergang zudem zu würdigen, dass die Unfallmeldung sowohl zeitnah 
zum Ereignis vom 20. Juli 2022 als auch unmittelbar nach der Erstkonsultation vom 27. Juli 
2022 erfolgt ist. Aufgrund dieser sehr kurzen Zeitspanne kann mit hoher Wahrscheinlichkeit 
ausgeschlossen werden, dass der in der Unfallmeldung geschilderte Ereignishergang von nach-

 

 
 
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träglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher Natur beeinflusst gewesen sein könnte. Dem 
Beschwerdeführer ist ohnehin zugute zu halten, dass er selbst den Hergang des Ereignisses 
stets kohärent und konsistent umschrieben hat. Schliesslich stimmt auch die präzisierte Vorfall-
schilderung vom 19. September 2022, wonach der Beschwerdeführer beim Abwärtslaufen aus-
gerutscht sei und es ihm das Knie verdreht habe, mit der ursprünglichen Unfallbeschreibung 
vom 28. Juli 2022 überein. Die vom Beschwerdeführer gemachten Angaben zum Ereignisher-
gang sind sodann auch alle deutlich vor der Ablehnungsverfügung vom 19. Dezember 2022 
ergangen, in welcher die Beschwerdegegnerin die Leistungsablehnung für die beklagten Knie-
beschwerden verfügte. Vor diesem Hintergrund kommt den Darstellungen des Beschwerdefüh-
rers auch eine entsprechend höhere Gewichtung zu.  
 
5.4 Zusammenfassend gilt es demnach festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer der 
Unfallbeweis insoweit gelingt, als er durch die von ihm gemachten Angaben die einzelnen Um-
stände des Unfallgeschehens glaubhaft machen kann. Hingegen ist die dazu widersprechende 
Darstellung im Arztbericht vom 27. Juli 2022 nicht als "Aussage der ersten Stunde" zu werten, 
welcher besonderes Gewicht zukommt. Als Zwischenergebnis ist somit das Vorliegen eines 
Unfallereignisses zu bejahen, womit auch der Unfallbegriff im Sinne des Gesetzes erfüllt ist. 
 
6.1 Zur Klärung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist weiter zu prüfen, ob zwi-
schen den beklagten Kniebeschwerden und dem Unfall vom 20. Juli 2022 ein rechtsgenüglicher 
Kausalzusammenhang besteht. 
 
6.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit) ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne 
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei-
chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Be-
jahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versi-
cherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu E. 4.3 hiervor) zu befinden hat. Die blos-
se Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
6.3 Nach der Rechtsprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ur-
sachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs gehören auch Umstände, ohne deren 
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. 
Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, 

 

 
 
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wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl ein-
getreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio 
sine qua non war (Urteil des Bundesgerichts vom 27. April 2021, 8C_287/2020, E. 3.1). Anders 
verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegen-
wärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden 
lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung 
anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 8. August 2023, 8C_125/2023, E. 5.1). 
 
6.4 Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teil-
ursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko 
zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und 
austauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung – bei erstelltem 
Auslösezusammenhang – einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, 
wenn sie auf einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der 
(organischen) Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der patho-
genen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. 
Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Ge-
sundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes 
Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obli-
gatorischen Unfallversicherers (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27; Urteil des Bundesgerichts vom 
20. Oktober 2011, 8C_380/2011, E. 4.2.2). 
 
7. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Ansprüche ist die rechtsanwendende 
Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 V 231  
E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. oh-
ne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweisma-
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere me-
dizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An 
die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

 

 
 
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lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 135 V 465 
E. 4.4). 
 
8. Zur Beurteilung der umstrittenen Kausalitätsfrage liegen im Wesentlichen folgende 
ärztliche Unterlagen vor:  
 
8.1 Nachdem sich der Beschwerdeführer am 27. Juli 2022 aufgrund der linksseitigen Knie-
beschwerden bei Dr. C.____ erstmals in Behandlung begeben hatte, veranlasste der behan-
delnde Arzt noch am selben Tag, bei Verdacht auf eine mediale Meniskusläsion, eine MRT. 
Diese ergab folgende Beurteilung: Komplexe Einrisse am Innenmeniskuskorpus und Hinterhorn 
mit Verkürzungen am freien Rand und einem schrägen bis horizontalen Riss am Hinterhorn. 
Veränderungen bis zum Übergang in die hintere Wurzel mit teils auch kleineren Lappen; nur 
oberflächliche Knorpelirregularitäten an der medialen Femurkondyle und posterior an der latera-
len Tibia. Keine tiefen femorotibialen Knorpelschäden; mässige Femoropatellararthrose mit 
Grad 2-3 Knorpelschäden; mukoide- narbige Veränderungen vor der Insertion vom VKB; leich-
ter Gelenkserguss.  
 
8.2  Am 21. Oktober 2022 stellte sich der Beschwerdeführer aufgrund seit einem Monat 
deutlich zunehmender Knieschmerzen links erneut bei Dr. C.____ vor. Der Patient könne inzwi-
schen nur noch hinkend gehen und bei längerem Sitzen und Stehen würden Schmerzen auftre-
ten. Er habe seit ungefähr einem Monat seine Tätigkeit als Fahrlehrer um ca. 50 % reduziert. 
Gemäss der Beurteilung des behandelnden Arztes zeige sich nun eine deutlich symptomatische 
Meniskusläsion bei zunächst wenig Beschwerden. Entsprechend sei nun die Indikation zur arth-
roskopischen Meniskussanierung mit, wenn möglich, Meniskusnaht gegeben. Am 2. November 
2022 wurde dann die geplante Kniearthroskopie mit medialer Meniskusnaht des Hinterhorns 
und Teilmeniskektomie im Korpusbereich links von Dr. C.____ operativ durchgeführt, worauf 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit beim Patienten bestand. Diese konnte ab Februar 2023 zwar 
schrittweise wieder reduziert werden, jedoch ist der Beschwerdeführer aufgrund persistierender 
Schmerzen bis heute nicht zu 100 % arbeitsfähig. 
 
8.3 Noch vor dem operativen Eingriff legte die Beschwerdegegnerin ihrer beratenden Ärz-
tin die medizinischen Akten zur Beurteilung vor. In ihrer Stellungnahme vom 29. Oktober 2022 
hielt Dr. D.____ fest, dass es sich um eine komplexe degenerative Innenmeniskus-Läsion des 
Hinterhorns handle und sich im MRT vom 27. Juli 2022 keine traumatischen, sondern lediglich 
vorbestehende degenerative Veränderungen zeigen würden. Aus diesem Grund stehe die am 
2. November 2022 geplante Arthroskopie in keinem kausalen Zusammenhang zum gemeldeten 
Ereignis vom 20. Juli 2022, womit sie lediglich der Behandlung der vorhandenen degenerativen 
Veränderungen des linken Kniegelenks diene. Basierend auf dieser Einschätzung teilte die Be-
schwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7. November 2022 mit, dass von 
ihr keine Versicherungsleistungen erbracht werden könnten. 
 
8.4 Infolge dieser Leistungsablehnung wendete sich Dr. C.____ mit Schreiben vom 
15. November 2022 an die Beschwerdegegnerin und intervenierte zugunsten seines Patienten. 
Er hob hervor, dass sich der Patient die diagnostizierte Verletzung bei einem Fehltritt mit Stau-

 

 
 
Seite 10    

chungstrauma des Kniegelenkes zugezogen habe. Intraoperativ zeige sich ein nicht mehr ganz 
frischer Riss im Bereich des Korpus, welcher gut zu der Trauma-Anamnese passe, da diese 
schon einige Monate zurückliege. Die horizontalen Anteile der Rissbildung im Bereich des Hin-
terhorns könnten sicherlich eine degenerative Ursache haben, seien aber kaum für die deutli-
chen Beschwerden verantwortlich. Die komplexe und radiäre Läsion im Korpusbereich hinge-
gen sei für ihn klar auf den Fehltritt zurückzuführen. 
 
8.5 Mit Aktenbeurteilung vom 4. Dezember 2022 nahm wiederum Dr. D.____ Stellung zu 
den Ausführungen von Dr. C.____ vom 15. November 2022. Die Versicherungsärztin bemän-
gelt dabei, dass der behandelnde Arzt die von ihm gemachten Behauptungen nicht medizinisch 
begründet habe. Abgesehen davon sei es nach ihrer Auffassung nicht korrekt, anhand von Me-
niskus-Rissformen auf das erlittene Trauma zu schliessen oder auch anders herum. Das Me-
niskusgewebe sei degenerativen Alterungsprozessen ausgesetzt, durch die es ohne nachweis-
bares Trauma infolge von Überlastung und/oder Achsenfehlstellungen und/oder Knorpelschä-
den zu Meniskusläsionen komme. Degenerativ vorgeschädigte Menisken könnten daher bereits 
während physiologischer Kniebewegungen reissen. Auch der intraoperativ beschriebene kom-
plexe aufgefaserte Riss des Innenmeniskus mit mehreren Lappen im Korpusbereich sowie ei-
ner zusätzlichen horizontalen Rissbildung mit einem kleinen umgeschlagenen Lappen des Hin-
terhorns beträfen lediglich die zentralen zwei Drittel der Meniskussubstanz, die nur per diffusio-
nem (sogenannte weisse und weiss-rote Zone) ernährt würden und daher für degenerative Ver-
änderungen besonders anfällig seien. Im Ergebnis hielt Dr. D.____ sodann fest, dass aus or-
thopädisch-traumatologischer Sicht die Beschwerden des linken Kniegelenkes nicht auf das 
angegebene Ereignis vom 20. Juli 2022 im Sinne einer Allein- bzw. Teilursache zurückgehen 
würden. Gestützt auf diese Aktenbeurteilung verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung 
vom 19. Dezember 2022 schliesslich ihre Leistungspflicht.  
 
8.6 Mit der Nachbegründung der gegen die Leistungsablehnung erhobenen Einsprache 
vom 25. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht von Dr. C.____ vom 
1. September 2023 ein. Dort nahm er Stellung zu der aktenbasierten Beurteilung von 
Dr. D.____. Wie er bereits in den Vorberichten geschrieben habe, sei beim Patienten durchaus 
eine Degeneration des medialen Meniskus vorhanden. Dies zeige sich vor allem in der horizon-
talen Risskomponente, welche typisch für degenerative Risse sei. Es gälte allerdings zu beach-
ten, dass der Patient bis zum Ereignis absolut beschwerdefrei gewesen sei und erst durch ei-
nen Fehltritt die Schmerzen ausgelöst worden seien und sich anschliessend auch nicht gebes-
sert hätten. Insofern sei schon rein vom Verlauf her davon auszugehen, dass der Fehltritt zu 
einer massgebenden Änderung/Verschlechterung der Beschwerden geführt bzw. diese sogar 
ausgelöst habe. Die intraoperativen Befunde mit der komplexen Meniskusläsion und der Be-
schwerdeverlauf würden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schliessen lassen, dass 
der vorbestehende asymptomatische Horizontalriss bei dem Ereignis zusätzlich radiär eingeris-
sen sei und dann die persistierenden Beschwerden ausgelöst habe. Es sei absolut unklar, ob 
ohne diesen Fehltritt die Meniskusläsion überhaupt symptomatisch geworden wäre. Den Scha-
den daher rein auf einen Verschleiss zurückzuführen, sei seines Erachtens nicht korrekt. 
 

 

 
 
Seite 11    

8.7 Nachdem die Beschwerdegegnerin die Einsprache ihrer beratenden Ärztin vorlegte, 
ergänzte Dr. D.____ in einem Aktengutachten vom 12. März 2024 ihre Beurteilung insbesonde-
re damit, als der kernspintomographisch vollständig intakte Kapsel-Band-Apparat eine über das 
physiologische Ausmass hinausgehende Bewegung (Verrenkung) des linken Kniegelenkes 
ausschliesse. Die im MRT vom 27. Juli 2022 deutlich sichtbare homogene anthrazitfarbene 
Knochenstruktur widerlege das Vorhandensein von Knochenmarködemen, die jedoch bei dem 
von Dr. C.____ in seinem Schreiben vom 15. November 2022 angegebenen Stauchungstrauma 
des Kniegelenkes zu erwarten wären. Zudem bestünde mit der Aussage, dass vor dem ange-
gebenen Ereignis noch keine Kniebeschwerden vorgelegen hätten, die Gefahr einer Scheinkor-
relation, indem die Beschwerden ohne genauere Prüfung einem Ereignis als Verursachung zu-
geordnet würden. Auf dieses Gutachten abstützend, wies die Beschwerdegegnerin die Einspra-
che mit Entscheid vom 4. April 2022 schliesslich ab. 
 
8.8 Gegen die Ausführungen von Dr. D.____ vom 12. März 2024 wendete Dr. C.____ mit 
Stellungnahme vom 17. April 2024 wiederum ein, dass die Argumentation der Versicherungs-
medizinerin nicht haltbar sei, wonach eine ansonsten unauffällige MRT ohne Knochenödem 
oder Kapsel-/Bandläsionen einem Trauma widerspräche. Bei vielen traumatischen Meniskusris-
sen sei keinerlei Knochenödem sichtbar und auch eine zusätzliche Verletzung von Kapsel- oder 
Bandstrukturen sei absolut nicht zwingend, um eine Unfallursache anzunehmen. Ganz im Ge-
genteil könnten auch degenerative Veränderungen Knochenödeme und Kapsel-Band-
Veränderungen hervorrufen. Ausserdem stellte sich der behandelnde Arzt auf den Standpunkt, 
dass entgegen der Beurteilung von Dr. D.____ die nach der Operation (vom 2. November 2022) 
wieder aufgetretenen Beschwerden keineswegs einem natürlichen Kausalverlauf gegenüber 
dem Ereignis vom 20. Juli 2022 widersprächen. Die Ursache für die persistierenden Beschwer-
den seien seines Erachtens durch eine Re-Ruptur des genähten Meniskus zu erklären. 
 
8.9 Nachdem der Versicherte am 5. Mai 2024 Beschwerde gegen den Einspracheent-
scheid erhoben hatte, bat die Beschwerdegegnerin Dr. D.____ um eine erneute Stellungnahme 
hinsichtlich der in der Beschwerdebegründung neu hervorgebrachten medizinischen Einwände. 
Mit Ergänzungen vom 29. Mai 2024 vervollständigte die Versicherungsmedizinerin die Version 
ihres Aktengutachtens vom 12. März 2024, wobei sie im Kern an ihrer bisherigen Einschätzung 
festhielt. Gestützt auf einschlägige Fachliteratur führte sie ergänzend aus, dass direkte Trauma-
tisierungen des Meniskus eine Seltenheit darstellen, wohingegen degenerativ vorgeschädigte 
Menisken (bereits) während physiologischer Kniebewegungen reissen könnten. Doch selbst 
wenn man von einer selten vorkommenden direkten Traumatisierung des Meniskus ausgehe, 
hätten sich klinisch und auch im MRT des linken Kniegelenkes vom 27. Juli 2022 entsprechen-
de Veränderungen im Bereich der darüber befindlichen anatomischen Strukturen/Weichteilen 
im Sinne von Hämatomen, Prellmarken, Hautverletzungen etc. zeigen müssen, was jedoch 
nicht der Fall gewesen sei. Ausserdem existiere entsprechend der aktuellen Literatur zwar eine 
Klassifikation der Meniskus-Läsionen nach der Rissform, allerdings keine Klassifikation, die 
anhand der Rissform die Pathogenese belege. Betreffend die fehlenden Knochenödeme sei die 
Aussage von Dr. C.____ vom 17. März 2024 aus orthopädisch-traumatologischer Sicht nicht 
nachvollziehbar. Anhand der Leitlinie zu Meniskuserkrankungen der Deutschen Gesellschaft für 
Orthopädie und Unfallchirurgie wies Dr. D.____ betreffend die Pathogenese einer traumati-

 

 
 
Seite 12    

schen Meniskusläsion darauf hin, dass diese vorzugsweise bei jüngeren und aktiven Patienten 
auftrete und eine Bewegung des Gelenkes über die physiologisch vorgegebenen Grenzen hin-
aus voraussetze, was z.B. in Kombinationen mit Frakturen des Tibiakopfes zu beobachten sei. 
Im MRT vom 27. Juli 2022 seien jedoch im Bereich des medialen Femurkondylus und des me-
dialen Tibiaplateaus nicht einmal Knochenödeme vorhanden. Der kernspintomographisch voll-
ständig intakte Kapsel-Band-Apparat schliesse nach wie vor eine über das physiologische 
Ausmass hinausgehende Bewegung (Verrenkung) des linken Kniegelenkes aus, da eine solche 
Bewegung zwangsläufig mit entsprechenden Verletzungen des Kapsel-Band-Apparates ver-
bunden sei. Der Einschätzung von Dr. C.____, wonach die persistierenden Beschwerden des 
Versicherten durch die Re-Ruptur des genähten Meniskus zu erklären seien, stimmte 
Dr. D.____ prinzipiell zu. Dies habe jedoch nichts mit der eingeschätzten degenerativen Gene-
se der Innenmeniskus-Läsion zu tun. Ohnehin habe der behandelnde Arzt mit seinem Schrei-
ben vom 15. November 2022 noch Gegenteiliges behauptet, indem die horizontalen Anteile der 
Rissbildung im Bereich des Hinterhorns sicherlich eine degenerative Ursache haben könnten, 
aber kaum für die deutlichen Beschwerden verantwortlich seien, während postoperativ die per-
sistierenden Beschwerden auf eine Re-Ruptur bzw. nicht verheilte genähte Läsion des degene-
rativen Innenmeniskus-Hinterhorns zurückgeführt würden. 
 
9.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Würdigung des medizinischen Sachver-
halts auf die Ergebnisse, zu denen die Versicherungsärztin Dr. D.____ in ihren Beurteilungen 
gekommen war. Sie ging demzufolge davon aus, dass die geklagten Kniebeschwerden nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 
20. Juli 2022 stünden. Der Beschwerdeführer wendete dagegen ein, dass begründete Zweifel 
an der Beurteilung der versicherungsinternen Ärztin vorlägen und daher nicht darauf abgestützt 
werden könne. 
 
9.2 Wie bereits ausgeführt, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Versiche-
rungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versicherungsintern 
eingeholt hat. Selbst reine Aktenberichte können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Be-
fund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-
henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versi-
cherten Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). In solchen Fällen 
sind jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, 
dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. dazu 
E. 7 hiervor). Vorliegend ist demzufolge zu prüfen, ob solche Zweifel an den Beurteilungen von 
Dr. D.____, insbesondere an deren Aktengutachten vom 12. März 2024 respektive vom 29. Mai 
2024, bestehen. 
 
9.3 Dr. D.____ ist bei ihrer Beurteilung zugute zu halten, dass sie ausführlich Stellung zu 
den medizinischen Sachfragen bezogen hat. Ihre in diesem Zusammenhang gemachten Aus-
führungen sind grundsätzlich nachvollziehbar. Zudem liegen anhand der durchgeführten MRT-
Schnittbilder, auf welche die Versicherungsärztin in ihrem Gutachten detailliert Bezug nimmt, 
lückenlose Befunde vor, weshalb an und für sich auch nicht zu bemängeln ist, dass sich die 

 

 
 
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Beschwerdegegnerin auf eine reine Aktenbeurteilung abgestützt hat. Dennoch gibt es in ver-
schiedener Hinsicht gewichtige Anhaltspunkte für mindestens geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen ärztlichen Feststellung, weshalb zur Be-
urteilung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht abschliessend darauf abgestellt 
werden kann. 
 
9.4 Zum einen ist bei der Beurteilung von Dr. D.____ auffällig, dass sie nicht nur die Un-
fallkausalität, sondern bereits das angegebene Ereignis vom 20. Juli 2022 als solches in Frage 
stellt. Neben dem, dass die Versicherungsärztin anhand des intakten Kapsel-Band-Apparates 
eine Verrenkung auf medizinscher Ebene in Abrede stellt, stützt sie sich insbesondere auf die 
angeblich abweichenden Schilderungen über den Ereignishergang. Nach ihrer Auffassung habe 
der Beschwerdeführer in der ärztlichen Erstvorstellung am 27. Juli 2022 und in der Bagatellun-
fall-Meldung UVG vom 28. Juli 2022 über das fragliche Ereignis und dessen Zeitpunkt unter-
schiedliche Angaben gemacht. Wie bereits festgehalten, kann der Beschwerdeführer allerdings 
nicht auf der Darstellung des behandelnden Arztes behaftet werden, zumal er selbst den Ereig-
nishergang stets kohärent und konsistent umschrieben hat, wodurch ihm auch der Unfallbeweis 
gelingt (vgl. dazu E. 5.3 f. hiervor). Indem Dr. D.____ in ihrem Aktengutachten jedoch bereits 
das Unfallereignis als solches in Frage stellt, obwohl es sich im Rechtsinne klarerweise um ei-
nen Unfall handelt, erweckt an ihrer Beurteilung gewisse Zweifel. 
 
9.5 Andererseits handelt es sich beim Aktengutachten von Dr. D.____ zwar um eine aus-
führliche Expertise, was insbesondere auf die Auseinandersetzung mit den bildgebenden Abklä-
rungen zutrifft. Dennoch belässt es die Versicherungsmedizinerin bei ihrer Beurteilung oft bei 
relativ allgemeinen Ausführungen und erhärtet diese nicht konsequent mittels konkreten medi-
zinischen Begründungen. Ausserdem stützt sich Dr. D.____ bei ihren Einschätzungen zwar 
durchaus auf einschlägige Fachliteratur. Die dort enthaltenen Erkenntnisse werden allerdings 
meist nur pauschal wiedergeben und nicht in einem konkreten Zusammenhang zum vorliegen-
den Fall gestellt, wie dies von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gefordert wird. Derarti-
ge, beinahe ausschliesslich auf medizinische Literatur stützende Ausführungen der beratenden 
Ärztin genügen nämlich für den vom Unfallversicherer zu erbringenden Beweis des Dahinfallens 
jeder kausalen Bedeutung unfallbedingter Ursachen nicht (vgl. Urteil des EVG vom 
17. September 2001, U 129/00, E. 3.b). So mag sich beispielsweise anhand der zitierten Fachli-
teratur durchaus schlussfolgern lassen, dass degenerativ vorbeschädigte Menisken bereits 
während physiologischer Kniebewegungen reissen können, ob dies hingegen auch auf die ge-
klagten Kniebeschwerden des Beschwerdeführers zutrifft, lässt sich daraus allein jedoch nicht 
automatisch herleiten. Auch beim Vorbringen der fehlenden Knochenmarködeme, die bei einem 
Stauchungstrauma zu erwarten wären, fehlt es an einer tiefergreifenden Auseinandersetzung 
mit den in diesem Zusammenhang gemachten Gegenaussagen von Dr. C.____. Vor dem Hin-
tergrund, dass sich das streitige Gutachten mit den medizinischen Sachfragen häufig nur auf 
einer allgemeinen Ebene auseinandersetzt und es zum Teil nur relativ dünn begründet ist, lässt 
dessen Beurteilung zumindest zweifelhaft erscheinen. 
 
9.6 Des Weiteren ist auf den Umstand hinzuweisen, dass Dr. C.____ als behandelnder 
Arzt die medizinischen Ursachen der geklagten Kniebeschwerden diametral anders einordnet, 

 

 
 
Seite 14    

als dies aus der Beurteilung von Dr. D.____ hervorgeht. Zwar besteht Einigkeit darüber, dass 
beim Beschwerdeführer bereits vor dem Unfallereignis vom 20. Juli 2022 degenerative Vorzu-
stände bestanden haben. Hingegen sind sich die beiden Fachpersonen darüber uneinig, ob die 
geklagten Kniebeschwerden auf den angegebenen Fehltritt bei der Wanderung in Slowenien 
zurückzuführen sind. Dr. C.____ sieht in der Meniskusverletzung des Beschwerdeführers einen 
traumatischen (Teil-)Ursprung, indem zumindest die komplexe und radiäre Läsion im Korpusbe-
reich auf das erlittene Stauchungstrauma zurückzuführen sei, wodurch auch die Beschwerden 
ausgelöst worden seien. Damit plädiert der behandelnde Arzt mindestens für eine Teilkausalität 
zwischen dem gemeldeten Ereignis und der operierten Meniskusläsion. Dr. D.____ stellt hinge-
gen in Abrede, dass klinisch oder bildgebend objektivierbare traumatische Befunde erstellt wor-
den seien. Nach ihrer Auffassung sind die geklagten Beschwerden ausschliesslich degenerati-
ver Natur, weshalb die beklagten Kniebeschwerden in keinem Kausalzusammenhang mit dem 
Ereignis vom 20. Juli 2022 stünden. Im Ergebnis handelt es bei diesen gegensätzlichen Beurtei-
lungen um einen Expertenstreit zwischen zwei medizinischen Fachpersonen, welcher vom Ge-
richt nicht entschieden werden kann. 
 
9.7 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend zumindest geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als 
massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. D.____ bestehen. Nach 
der strengen Praxis zur Verwertung versicherungsinterner Berichte kann bei diesem Beweiser-
gebnis nicht auf die betreffenden versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Aller-
dings kann auch nicht auf die Beurteilungen von Dr. C.____ abgestützt werden, da seinen Arzt-
berichten ebenfalls kein genügender Beweiswert zukommt. Eine abschliessende Beurteilung 
der streitigen Kausalitätsfrage ist unter diesen Umständen demnach nicht möglich, weshalb 
weitere fachärztliche Abklärungen vorzunehmen sind.  
 
9.8 Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 4. April 
2024 aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Diese 
muss die Unfallkausalität zwischen den geklagten Kniebeschwerden und dem Unfallereignis 
vom 20. Juli 2022 anhand eines versicherungsexternen orthopädischen Gutachtens 
(Art. 44 ATSG) neu beurteilen lassen. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des Versicherten erneut zu 
befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf 
und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an den Un-
fallversicherer zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (voll-
ständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hin-
weisen). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Be-

 

 
 
Seite 15    

schwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer 
Honorarnote vom 20. September 2024 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
15,17 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen gerade noch als knapp angemessen erweist. Die Bemühungen 
sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur An-
wendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.00 zu entschädigen. Nicht zu beanstanden 
sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 111.20. Dem Beschwer-
deführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'219.00 (15,17 Stunden à 
Fr. 250.00 zuzüglich Auslagen von Fr. 111.20 + 8.1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
vom 4. April 2024 aufgehoben und die Angelegenheit zur Einholung 
eines externen orthopädischen Gutachtens und zum Erlass einer  
neuen Verfügung an die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesell-
schaft AG zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat dem 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von  
Fr. 4'219.00 (inkl. Auslagen und 8.1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.