# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbf7d7a4-1850-5ed9-aa7c-86ec6301c8db
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-26
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 26.01.2021 501 2020 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2020-30_2021-01-26.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2020 30, 32, 33, 36, 37, 38, 48

Urteil vom 26. Januar 2021

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Dina Beti
Ersatzrichter: André Riedo
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsführerin, Berufungs- und 
Anschlussberufungsgegnerin,

gegen

A.________, Beschuldigter 1, Berufungsgegner und Anschluss-
berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwältin Maria Riedo, 
amtliche Verteidigerin (501 2020 30)

B.________, Beschuldigter 2 und Berufungsgegner, vertreten 
durch Rechtsanwalt Elias Moussa, amtlicher Verteidiger (501 2020 
33)

C.________, Beschuldigter 3 und Berufungsgegner, vertreten 
durch Rechtsanwalt Thomas Meyer, amtlicher Verteidiger (501 2020 
36)

D.________, Beschuldigter 4, Berufungsführer und Berufungs-
gegner, vertreten durch Rechtsanwältin Frédérique Riesen, amtliche 
Verteidigerin (501 2020 32, 48)

E.________, Beschuldigter 5, Berufungsführer und Berufungs-
gegner, vertreten durch Rechtsanwältin Maria Riedo, Wahlverteidi-
gerin (501 2020 37, 38)

Gegenstand Verbrechen gegen das BetmG (Art. 19 Abs. 1 und Abs. 1 Bst. a, b 
und c BetmG), Strafzumessung (Art. 47 StGB), Dauer der Landes-
verweisung (Art. 66a StGB)

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Berufungen vom 28. Februar und 10. März 2020 sowie Anschlussbe-
rufung vom 8. April 2020 gegen das Urteil des Strafgerichts des 
Sensebezirks vom 12. Dezember 2019

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Sachverhalt

A. A.________, B.________, C.________, D.________ und E.________ wird vorgeworfen, im 
Rahmen einer Gruppierung Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie weitere Delikte 
begangen zu haben.

B. Am 12. Dezember 2019 verurteilte das Strafgericht des Sensebezirks (nachfolgend: das 
Strafgericht oder die Vorinstanz) A.________ wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG und Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- 
und Polizeihaft und des vorzeitigen Strafvollzugs. Zudem verwies es A.________ für die Dauer von 
15 Jahren des Landes. Vom Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlung im Sinne von Art. 
260bis Abs. 1 Bst. d StGB sprach es ihn frei.

B.________ wurde vom Strafgericht wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 
Bst. a, b und c BetmG, Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB und Vergehens gegen 
Art. 115 Abs. 1 Bst. b AIG zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten, unter Anrechnung 
der erstandenen Untersuchungs- und Polizeihaft und des vorzeitigen Strafvollzugs, verurteilt und 
für die Dauer von 15 Jahren des Landes verwiesen. Vom Vorwurf der strafbaren Vorbereitungs-
handlung im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 Bst. d StGB wurde er freigesprochen.

C.________ wurde vom Strafgericht ebenfalls wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB und Vergehens 
gegen Art. 115 Abs. 1 Bst b AIG zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten, unter 
Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Polizeihaft und des vorzeitigen Strafvollzugs, 
verurteilt und für die Dauer von 15 Jahren des Landes verwiesen.

D.________ wurde vom Strafgericht wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 
Bst. a, b und c BetmG und Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB zu einer unbeding-
ten Freiheitsstrafe von 48 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Auslieferungs-, Untersu-
chungs- und Polizeihaft und des vorzeitigen Strafvollzugs, verurteilt und für die Dauer von 
15 Jahren des Landes verwiesen. Von den Vorwürfen der strafbaren Vorbereitungshandlung im 
Sinne von Art. 260bis Abs. 1 Bst. d StGB sowie des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. b AIG 
wurde er freigesprochen.

Schliesslich verurteilte das Strafgericht E.________ wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und 
Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG und Verweisungsbruchs im Sinne von Art. 291 StGB zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- 
und Polizeihaft und des vorzeitigen Strafvollzugs, und verwies ihn für die Dauer von 15 Jahren des 
Landes. Vom Vorwurf des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. a-c AIG sprach es ihn frei.

C. Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft am 17. Dezember 2019 die Berufung in 
den Verfahren gegen alle fünf Beschuldigten an (act. 74-79). Mit Berufungserklärungen vom 
28. Februar 2020 beschränkte sie die Berufung auf die Ziff. 3 der erstinstanzlichen Urteilsdispositi-
ve (Bemessung der Strafe). Die Staatsanwaltschaft beantragt, die Strafen seien für die fünf 
Beschuldigten festzusetzen auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von jeweils neun Jahren.

A.________ meldete am 18. Dezember 2019 die Berufung an, reichte jedoch keine Berufungser-
klärung ein. Mit Verfügung vom 1. April 2020 wurde daher seine Berufung ohne Kostenfolge als 

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gegenstandslos abgeschrieben. Am 8. April 2020 reichte er aber eine Anschlussberufung ein und 
beantragt, die Strafe sei festzusetzten auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von maximal 24 Mona-
ten.

B.________ reichte am 26. März 2020 ebenfalls eine Anschlussberufung ein und beantragt, die 
Strafe sei festzusetzen auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 36 Monaten.

D.________ meldete am 20. Dezember 2020 die Berufung an. Mit Berufungserklärung vom 
10. März 2020 beschränkte er die Berufung auf die Bemessung der Strafe und beantragt, die Stra-
fe sei festzusetzen auf eine teilbedingte Freiheitsstrafe von maximal 36 Monaten.

E.________ meldete am 18. Dezember 2019 die Berufung an. Gemäss der am 10. März 2020 
eingereichten Berufungserklärung ficht er das Urteil mit Ausnahme von Ziff. 2 an und beantragt, er 
sei wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von maximal 12 Monaten unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und 
Polizeihaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs zu verurteilen. Von den Vorwürfen des Vergehens 
gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. a-c AIG und des Vergehens wegen Verweisungsbruchs im Sinne von 
Art. 291 StGB sei er freizusprechen. Er sei unverzüglich freizulassen und gestützt auf Art. 431 
StPO sei ihm eine Genugtuung für die zu Unrecht verbüsste Haft in der Höhe von CHF 200.- pro 
Tag ungerechtfertigter Haft zuzusprechen. Schliesslich sei er für die Dauer von fünf Jahren des 
Landes zu verweisen. Für das zweitinstanzliche Verfahren sei ihm gemäss Art. 429 StPO eine 
Entschädigung zuzusprechen und die Gerichtskosten seien dem Staat aufzuerlegen.

D. Von Amtes wegen wurden über die Beschuldigten aktuelle Strafregisterauszüge, datierend 
vom 22. Dezember 2020, sowie Führungsberichte eingeholt.

E. Mit Schreiben vom 21. Januar 2021 teilte der zuständige Staatsanwalt mit, dass die Anträge 
in den Berufungen gegen B.________, C.________, D.________ und E.________ zugunsten der 
Beschuldigten und in Bestätigung der in der Vorinstanz beantragten Strafe wie folgt anzupassen 
seien: B.________ sei zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Jahren zu verurteilen. 
C.________ sei zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von acht Jahren zu verurteilen. Die Strafe für 
D.________ sei auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von sieben Jahren festzusetzen. E.________ 
sei schliesslich zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sieben Jahren zu verurteilen. Dies jeweils 
unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Polizeihaft sowie des vorzeitigen Strafvoll-
zugs.

F. Der Strafappellationshof verhandelte die Angelegenheit am 25. Januar 2021. Anlässlich der 
Verhandlung erschienen der zuständige Staatsanwalt, A.________ (nachfolgend: der Beschuldigte 
1), verbeiständet durch Rechtsanwältin Maria Riedo, B.________ (nachfolgend: der Beschuldigte 
2), verbeiständet durch Rechtsanwalt Elias Moussa, C.________ (nachfolgend: der Beschuldigte 
3), verbeiständet durch Rechtsanwalt Thomas Meyer, D.________ (nachfolgend: der Beschuldigte 
4), verbeiständet durch Rechtsanwältin Frédérique Riesen sowie E.________ (nachfolgend: der 
Beschuldigte 5), verbeiständet durch Rechtsanwältin Maria Riedo.

Rechtsanwältin Riedo änderte die in der Berufungserklärung vom 10. März 2020 von E.________ 
gestellten Rechtsbegehren ab und erklärte, der Verweisungsbruch sowie die entsprechende Sank-
tion werde akzeptiert. E.________ beantragt nunmehr seine Verurteilung zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Für A.________ beantragte sie, dieser sei zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von maximal 22 Monaten zu verurteilen.

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Rechtsanwalt Moussa zog gestützt auf die Eingabe der Staatsanwaltschaft vom 21. Januar 2021 
die Anschlussberufung im Namen von B.________ zurück.

Bevor die Parteien ihre Parteivorträge hielten, wurden die Beschuldigten kurz zu ihren persönli-
chen Verhältnissen und zur Sache einvernommen. Nach diesen Einvernahmen erteilte der Vorsit-
zende dem Staatsanwalt, Rechtsanwältin Riedo, Rechtsanwalt Moussa, Rechtsanwalt Meyer und 
Rechtsanwältin Riesen das Wort.

Die Beschuldigten machten von ihrem Recht auf ein Schlusswort Gebrauch.

Auf die Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie im Rahmen ihrer Plädoyers an 
der Verhandlung vom 25. Januar 2021 wird – soweit erforderlich – nachfolgend eingegangen. Im 
Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

Erwägungen

1.

Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, 
mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Als beschuldigte und erst-
instanzlich auch verurteilte Personen haben die Beschuldigten ein rechtlich geschütztes Interesse 
an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO und sind zur Beru-
fung bzw. Anschlussberufung legitimiert. Die Staatsanwaltschaft ist gemäss Art. 381 StPO berech-
tigt, zugunsten oder zuungunsten der beschuldigten Person ein Rechtsmittel zu ergreifen und 
somit ebenfalls zur Berufung legitimiert. Die Berufungen der Staatsanwaltschaft und diejenigen der 
zwei Beschuldigten sowie auch die beiden Anschlussberufungen erfolgten frist- und formgerecht 
und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen; es ist darauf einzutreten.

Vom Rückzug der Anschlussberufung von B.________ anlässlich der Berufungsverhandlung wird 
Vormerk genommen.

2.

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten 
(Art. 404 Abs. 1 StPO).

In den Verfahren gegen alle Beschuldigten ist aufgrund der Berufungen der Staatsanwaltschaft die 
Strafzumessung zu überprüfen. Die Kostenregelung ist gestützt auf Art. 428 Abs. 3 StPO von 
Gesetzes wegen zu überprüfen, sofern der Strafappellationshof einen neuen Entscheid fällt.

Der Beschuldigte 1 hat in seiner Anschlussberufung auch einzig die Strafzumessung angefochten. 
Im Verfahren gegen ihn nicht zu überprüfen und in Rechtskraft erwachsen sind somit die Schuld-
sprüche (Ziff. I.1.), der Freispruch (Ziff. I.2.), die Anrechnung der erstandenen Haft (Ziff. I.4.) mit 
Ausnahme der von Amtes wegen anzupassenden Dauer, die Landesverweisung (Ziff. I.5.) sowie 
die Rückgabe gewisser beschlagnahmten Gegenstände (Ziff. I.6.).

In Bezug auf den Beschuldigten 2 ist nach Rückzug der Anschlussberufung aufgrund der Berufung 
der Staatsanwaltschaft einzig Ziff. 3 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs zu überprüfen. Nicht zu 

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überprüfen und in Rechtskraft erwachsen sind daher die Verurteilungen (Ziff. II.1.), der Freispruch 
(Ziff. II.2.), die Anrechnung der Haft (Ziff. II.4.) mit Ausnahme der von Amtes wegen anzupassen-
den Dauer, die Landesverweisung (Ziff. II.5.) sowie die Rückgabe gewisser beschlagnahmten 
Gegenstände (Ziff. II.6.).

Auch in Bezug auf den Beschuldigten 3 ist aufgrund der alleinigen Berufung der Staatsanwalt-
schaft einzig die Strafzumessung in Ziff. 2 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs zu überprüfen. 
Nicht zu überprüfen und in Rechtskraft erwachsen sind daher die Verurteilungen (Ziff. III.1.), die 
Anrechnung der Haft (Ziff. III.3.) mit Ausnahme der von Amtes wegen anzupassenden Dauer 
sowie die Landesverweisung (Ziff. III.4.).

Der Beschuldigte 4 hat das erstinstanzliche Urteil ebenfalls nur hinsichtlich der Bemessung der 
Strafe angefochten. Die Schuldsprüche (Ziff. IV.1.), die Freisprüche (Ziff. IV.2.), die Anrechnung 
der Haft (Ziff. IV.4.) mit Ausnahme der von Amtes wegen anzupassenden Dauer und die Landes-
verweisung (Ziff. IV.5.) sind nicht zu überprüfen und in Rechtskraft erwachsen.

Der Beschuldigte 5 hat das ihn betreffende Urteilsdispositiv mit Ausnahme des Schuldspruchs 
betreffend Verweisungsbruch (zweiter Teilsatz Ziff. VI.1.), des Freispruchs (Ziff. VI.2.) und der 
Rückgabe gewisser beschlagnahmter Gegenstände (Ziff. VI.6.), welche nicht überprüft werden 
müssen und somit in Rechtskraft erwachsen sind, angefochten. Somit sind im Verfahren gegen 
den Beschuldigten 5 der Schuldspruch wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 
Bst. a, b und c BetmG (erster Teilsatz Ziff. VI.1.), die Strafzumessung (Ziff. VI.3.), die Anrechnung 
der Haft (Ziff. VI.4.) sowie die Dauer der Landesverweisung (Ziff. VI.5) zu überprüfen.

Nicht zu überprüfen und in Rechtskraft erwachsen sind weiter die Einziehung und Vernichtung der 
übrigen Gegenstände (Ziff. VII.1.), die Verrechnung des beschlagnahmten Bargeldes mit den 
Verfahrenskosten (Ziff. VII.3.) sowie die zugesprochenen Entschädigungen (Ziff. VII.4.-9.).

Der Strafappellationshof verfügt bei den zu überprüfenden Punkten über volle Kognition (Art. 398 
Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der Berufung der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der von dieser 
angefochtenen Strafzumessung nicht an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 
StPO gebunden (Art. 381 Abs. 1 StPO).

3.

Das Verfahren wird mündlich geführt (Art. 405 StPO). Es beruht auf den Beweisen, die im Vorver-
fahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). 
Beweisabnahmen des erstinstanzlichen Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wieder-
holt, wenn a. Beweisvorschriften verletzt worden sind; b. die Beweiserhebungen unvollständig 
waren; c. die Akten über die Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz 
erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 
389 Abs. 3 StPO).

Nachdem vorliegend – ausser den Beschuldigten 5 betreffend – nur das Strafmass angefochten ist 
und anlässlich der Berufungsverhandlung keine Beweisanträge gestellt wurden, kann sich der 
Strafappellationshof auf die Einvernahme der Beschuldigten beschränken.

4.

4.1. Am 1. Januar 2018 sind neue Bestimmungen des Strafgesetzbuches betreffend das Sank-
tionenrecht (AS 2016 1249) in Kraft getreten. Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB ist das Strafrecht nur auf 

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Verbrechen und Vergehen anwendbar, die nach dessen Inkrafttreten begangen wurden. Art. 2 
Abs. 2 StGB sieht allerdings vor, dass die neue Gesetzesbestimmung anzuwenden ist, wenn der 
Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttreten dieser Bestimmung begangen hat, die Beur-
teilung aber erst nachher erfolgt, und das neue Gesetz für den Täter das mildere ist. Die rückwir-
kende Anwendung der Gesetzesänderung ist unzulässig, wenn sie sich zu Lasten des Täters 
auswirken würde. Daraus leitet sich ab, dass grundsätzlich jenes Gesetz anwendbar ist, das im 
Zeitpunkt der verübten Tat galt, es sei denn, dass das neue Gesetz das mildere ist. Die Rückwir-
kung des milderen Gesetzes (lex mitior) folgt dem Gedanken, dass nicht mehr oder milder bestraft 
werden soll, weil die Tat zufolge Änderung der Rechtsanschauung nicht mehr bzw. weniger straf-
würdig erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.1). Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder 
ist, beurteilt sich nicht nach einer abstrakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug auf den konkre-
ten Fall (Grundsatz der konkreten Vergleichsmethode). Der Richter hat die Tat sowohl nach altem 
als auch nach neuem Recht (hypothetisch) zu prüfen und durch Vergleich der Ergebnisse festzu-
stellen, nach welchem der beiden Rechte der Täter besser wegkommt. Der Gesetzesvergleich hat 
sich ausschliesslich nach einem objektiven Massstab zu richten (Grundsatz der Objektivität). 
Massgebend ist, welches die nach dem Gesetz gefundene, objektiv günstigere Rechtslage 
darstellt, nicht etwa der subjektive Gesichtspunkt, welche Sanktion dem Täter persönlich als 
vorteilhafter erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.2). Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe 
Tat nur entweder das alte oder das neue Recht (vgl. BGE 134 IV 82 E 6.2.3).

Das neue Recht hat das Sanktionenregime verschärft, so dass die bis am 31. Dezember 2017 
geltenden Bestimmungen grundsätzlich das mildere Recht sind. Vorliegend wurden die Taten vor 
und nach diesem Datum begangen. Die vorliegend relevanten Tatbestände (Art. 19 Abs. 1 und Art. 
19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, Art. 291 StGB, Art. 305bis Ziff. 1 StGB, Art. 115 Abs. 1 Bst. b 
aAuG), blieben unverändert. Indirekt haben sie allerdings eine Veränderung erfahren, indem das 
Höchstmass der angedrohten Geldstrafe nach dem neuen Sanktionenrecht auf 180 Tagessätze 
beschränkt ist und der Anwendungsbereich der Freiheitsstrafe ausgeweitet wird. Da die revidierten 
Bestimmungen des StGB für die Beschuldigten nicht milder sind, ist für die Strafzumessung das 
StGB in seiner bis am 1. Januar 2018 geltenden alten Fassung anwendbar, wobei bei der Ausfäl-
lung einer Geldstrafe die Höchstgrenze von 180 Tagessätzen auch für die vor dem 1. Januar 2018 
begangenen Taten gilt (Urteil BGer 6B_619/2019 vom 11. März 2020 E. 3.4).

Die Beschuldigten hielten sich in verschiedenen Zeitspannen zwischen Oktober 2017 und Mai 
2018 illegal in der Schweiz auf, so dass hier das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer (aAuG) in seiner bis am 31. Dezember 2018 geltenden Fassung anwendbar ist.

4.2. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 
Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB 
dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen 
des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat 
das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest-
zuhalten. Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. 
Er hat im Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden 
Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens 
zu gelangen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des 
verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, 

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Gefährdung/Risiko, Sachschaden etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das 
Mass an Entscheidungsfreiheit beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen 
Willens. Neben den objektiven und subjektiven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem 
subjektiven Tatverschulden eine entscheidende Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind 
auch täterbezogene Umstände (Täterkomponente) zu berücksichtigen, die mit der konkreten Straf-
tat nicht im unmittelbaren Tatzusammenhang stehen (vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 
10. November 2016 E. 1.3.3). Im Rahmen der Täterkomponente sind das Vorleben, die persönli-
chen Verhältnisse des Angeklagten sowie die Beweggründe und Ziele des Täters zu berücksichti-
gen. Zum Vorleben gehören die Lebensgeschichte des Täters zur Tatzeit, seine Herkunft, die 
Familienverhältnisse, die Erziehung, die Ausbildung und seine Haltung gegenüber Gesetzen.

4.3. Zudem ist die Rechtsprechung zur Strafzumessung bei mehreren strafbaren Handlungen 
zu beachten. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehre-
re gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und 
erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als 
die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 
Abs. 1 StGB).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung 
des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur möglich, wenn das Gericht im konkreten Fall 
für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt (sog. „konkrete Methode“). Dass die 
Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht. Geldstrafe und 
Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB (BGE 144 IV 217 
E. 2.2 mit Hinweisen).

Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen für die 
schwerste Straftat bzw. für die schwerste Tatgruppe zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe 
für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unter 
Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. 
Der Richter hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt 
festzulegen, indem er alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände berück-
sichtigt. In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktio-
nieren (vgl. BGE 144 IV 313 E. 1.1.2).

4.4. Unter Hinweis auf den Gesetzgeber hält das Bundesgericht in seinem Entscheid BGE 144 
IV 217 auch nach der Revision des Sanktionenrechts am Prinzip fest, wonach die Gesamtstrafen-
bildung nur bei gleichartigen Strafen im Sinne der konkreten Methode zulässig ist (BGE 144 IV 217 
E. 3.3.4). Die Rechtsprechung hatte bejaht, dass das Gericht in mehreren Fällen von dieser 
konkreten Methode abweichen könne, namentlich wenn die unterschiedlichen Straftaten in mate-
rieller und zeitlicher Hinsicht eng verbunden waren, so dass sie nicht getrennt und für sich allein 
beurteilt werden konnten. Das Bundesgericht hatte auch, in einem Fall, in dem keine der zu beur-
teilenden Straftaten klarerweise schwerer als die anderen war, ausnahmsweise eine Gesamtstrafe 
als Art. 49 Abs. 1 StGB entsprechend beurteilt, die festgesetzt worden war, ohne zuvor für jede 
begangene Straftat eine hypothetische Strafe festzulegen. Angesichts der hinsichtlich der durch 
diese Ausnahmen geschaffenen Unsicherheit vorgebrachten Kritiken und zur Gewährleistung einer 
einheitlichen Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB ist das Bundesgericht indessen auf diesen 
Punkt zurückgekommen und hat dabei unterstrichen, dass diese Bestimmung keinerlei Ausnahme 
vorsah (BGE 144 IV 313 E. 1.1.2 mit Hinweisen).

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4.5. Für die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 
19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG kommt ex lege nur eine Freiheitsstrafe als zulässige Strafart in 
Betracht, allenfalls in Verbindung mit einer Geldstrafe. Bei Verweisungsbruch (Art. 291 StGB), 
Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB) und rechtswidrigem Aufenthalt (Art. 115 Abs. 1 aAuG) ist 
Freiheitsstrafe oder Geldstrafe möglich.

Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten 
Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effi-
zienz zu berücksichtigen. Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfü-
gung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall dieje-
nige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift (Urteil 
BGer 6B_1027/2019 vom 11. Mai 2020 E. 1.1 mit Hinweisen). Während für die Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz nur die Ausfällung einer Freiheitsstrafe in Frage kommt, könn-
ten für die Geldwäscherei, die Widerhandlungen gegen das aAuG und den Verweisungsbruch 
theoretisch auch Geldstrafen ausgesprochen werden.

5.

5.1. Art. 42 Abs. 1 StGB sieht vor, dass das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer 
Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel aufschiebt, wenn eine unbedingte Strafe 
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten. In subjektiver Hinsicht hat das Gericht für die Gewährung des bedingten Strafvollzu-
ges eine Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu stellen. Bei der Prüfung, ob der 
Verurteilte für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr bietet, ist eine Gesamtwürdigung aller 
wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den 
Tatumständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige 
Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die 
Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Relevan-
te Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsverhalten, 
das Bestehen sozialer Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönli-
chen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen. Es ist unzulässig, einzel-
nen Umständen eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder 
überhaupt ausser Acht zu lassen. Wie bei der Strafzumessung (Art. 50 StGB) müssen die Gründe 
im Urteil so wiedergegeben werden, dass sich die richtige Anwendung des Bundesrechts überprü-
fen lässt (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.2.1). Die Gewährung des Strafaufschubes setzt nicht die positive 
Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, sondern es genügt die Abwesenheit der 
Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grund-
sätzlich nur bei ungünstiger Prognose abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der 
Ungewissheit den Vorrang (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.2.2).

5.2. Nach Art. 43 StGB kann das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens 
einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um 
dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Der unbedingt 
vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB); sowohl der 
aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe muss mindestens sechs 
Monate betragen (Art. 43 Abs. 3 StGB). Das Bundesgericht hat im Leitentscheid BGE 134 IV 1 
sowohl den Zweck als auch das Verhältnis von Art. 42 und Art. 43 StGB grundlegend und umfas-
send definiert.

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Damit eine teilbedingte Strafe verhängt werden kann, müssen die materiellen Voraussetzungen für 
die Gewährung des bedingten Strafvollzuges gemäss Art. 42 StGB – keine ungünstige Legalpro-
gnose, straffreie Zeit, zumutbare Schadensbehebung – erfüllt sein. Besteht jedoch keinerlei 
Aussicht, dass sich der Täter durch den ganz oder teilweise gewährten Strafaufschub im Hinblick 
auf sein künftiges Legalverhalten positiv beeinflussen lässt, ist die Strafe in voller Länge zu vollzie-
hen (BGE 144 IV 277 E. 3.1.1). Selbst eine erhebliche Vorstrafenbelastung vermag für sich 
genommen einen teilbedingten Strafvollzug nicht auszuschliessen, dieser ist aber nur unter beson-
ders günstigen Umständen zu gewähren (BGE 144 IV 277 E. 3.2).

Die teilbedingte Strafe ist als Mittellösung zwischen dem vollständigen Aufschub der Strafe und 
deren Vollzug eingeführt worden. Grundvoraussetzung für eine teilbedingte Strafe gemäss Art. 43 
StGB ist wie bei Art. 42 StGB, dass die Legalprognose des Täters nicht schlecht ausfällt. Der 
Hauptanwendungsbereich der teilbedingten Strafe liegt bei Freiheitsstrafen zwischen zwei und drei 
Jahren. Fällt die Legalprognose nicht negativ aus, tritt der teilbedingte Freiheitsentzug an die Stelle 
des in diesem Bereich nicht mehr möglichen vollbedingten Strafvollzuges (vgl. BGE 144 IV 277 
E. 3.1.1; 134 IV 1 E. 5.5.2). Selbst einschlägige Vorstrafen schliessen die Gewährung des beding-
ten oder teilbedingten Strafvollzuges nicht notwendigerweise aus, sind aber bei der Stellung der 
Prognose als erheblich ungünstiges Element zu berücksichtigen (Urteil BGer 6B_125/2018 vom 
14. Juni 2018 E. 1.2).

6.

Aufgrund der Verurteilungen für die mehr oder weniger selben Delikte rechtfertigen sich vor der 
Festlegung des konkreten Strafmasses für die einzelnen Beschuldigten allgemeine Erwägungen 
zum Strafrahmen und den geschützten Rechtsgütern.

6.1. Der Strafrahmen für eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(BetmG) beträgt Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 20 Jahren, womit eine Geldstrafe verbunden 
werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Geldwäscherei nach Art. 305bis 
Ziff. 1 wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Mit Freiheitsstrafe bis zu 
einem Jahr oder Geldstrafe wird schliesslich ein Vergehen gegen Art. 115 Abs. 1 aAuG bestraft. 
Der Verweisungsbruch im Sinne von Art. 291 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe bestraft.

6.2. Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beein-
trächtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen 
zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesund-
heit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit 
der Bevölkerung als Kollektiv (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und 
Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 
BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksge-
sundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die 
jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet 
sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allge-
mein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der 
Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz, Kommen-
tar, 2016, Art. 19 N. 22).

Auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt, ist die Betäubungsmittelmenge ein wichtiger 
Strafzumessungsfaktor (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5). Die genaue Betäu-

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bungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad verlieren darüber hinaus an Bedeutung, 
wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG gegeben sind, und sie werden 
umso weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG über-
schritten ist (WIPRÄCHTIGER/KELLER, in Basler Kommentar Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 47 N. 94 
mit Hinweisen). Gemäss konstanter Praxis des Bundesgerichts ist durch eine Menge von 
12 Gramm reinem Heroin ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG gegeben 
(BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; 109 IV 143 E. 3b).

Ist ein Qualifikationsgrund gegeben, liegt ein schwerer Fall vor und kommt der dafür vorgesehene 
verschärfte Strafrahmen zur Anwendung. Der Strafrahmen kann nicht noch weiter verschärft 
werden. Ob weitere Qualifikationsgründe erfüllt sind, ist insoweit belanglos. Die Annahme eines 
weiteren Qualifikationsgrundes kann sich nur innerhalb des verschärften Strafrahmens straferhö-
hend auswirken (BGE 120 IV 330 E. 1c)aa). Mehrere Strafschärfungsgründe fallen straferhöhend 
ins Gewicht (Urteile BGer 6B_327/2018 vom 24. August 2018 E. 1.4.2; 6B_662/2015 vom 
12. Januar 2016 E. 2.4.3).

Zur Transportfunktion im Betäubungsmittelhandel hielt das Bundesgericht in BGE 121 IV 198, 200 
fest, das Befördern von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 aBetmG (heute Art. 19 Abs. 
1 Bst. b BetmG) sei wie der Verkauf und der Erwerb ein selbständiger Straftatbestand. Dennoch 
trifft den Transporteur einer bestimmten Betäubungsmittelmenge grundsätzlich ein geringeres 
Verschulden als denjenigen, der diese Betäubungsmittelmenge verkauft oder zum Zwecke der 
Weiterveräusserung erwirbt (WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N. 100).

6.3. Geschütztes Rechtsgut von Art. 305bis StGB ist die Rechtspflege in der Durchsetzung des 
staatlichen Einziehungsanspruchs (vgl. BGE 145 IV 335 E. 3.1 und 4.5.1).

6.4. Es fällt schwer, das Rechtsgut des Ausländerstrafrechts zu definieren. Verschiedene 
Rechtsgüter werden genannt. Am ehesten wurde durch Art. 115 ff. aAuG die territoriale Hoheitsge-
walt der Schweiz geschützt. Das Völkerrecht erlaubt jedem Staat, zu entscheiden, wer sich unter 
welchen Voraussetzungen im Staatsgebiet aufhalten darf. Es handelt sich somit um ein Allgemein-
rechtsgut. Je nach Delikt sind andere Teilgehalte dieses Rechtsguts von Bedeutung 
(VETTERLI/D’ADDARIO DI PAOLO, in Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, 2010, 
Vorbemerkungen zu Art. 115-120 N. 4). Die Strafbestimmungen des aAuG (AIG) verfolgen den 
Zweck, das verwaltungsrechtliche Kontroll- und Ordnungssystem, welches die Einreise, den 
Aufenthalt sowie die Erwerbstätigkeit der Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz regelt, vor 
Behinderung, Nichtbeachtung oder Unterlaufen zu schützen (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, 
Mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 
20. Aufl. 2018, Art. 115 AuG N. 1).

6.5. Schliesslich schützt Art. 291 StGB das Rechtsgut der staatlichen Autorität: die Wirksam-
keit einer Ausweisung soll gesichert werden (TRECHSEL/VEST, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 
Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 291 N. 1).

7.

Vorweg ist festzuhalten, von welchem Sachverhalt vorliegend ausgegangen wird. Der von der 
Vorinstanz festgestellte Sachverhalt wurde nicht angefochten und ist somit unbestritten. Davon ist 
auszugehen: Die gesamte Organisation wurde von «F.________» geführt. Dieser war es auch, der 
den Läufern Aufträge erteilte. Nachdem die Klienten bei «F.________» die Drogen bestellt hatten, 
schrieb dieser den Beschuldigten, wohin sie mussten und wieviel geliefert werden musste. Der 

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Beschuldigte 1 wurde von «F.________» angewiesen, für wen er als Fahrer tätig sein müsse. Das 
auszuliefernde Heroin wurde von unterschiedlichen Lieferanten, den Läufern und ausnahmsweise 
auch vom Beschuldigten 1 geliefert. Anschliessend wurde das Heroin an verschiedenen Orten in 
Wäldern versteckt. «F.________» wusste alles über die gehandelten Drogen und gab die Befehle 
(vgl. angefochtenes Urteil E. 1.3.1, S. 16). Auch wenn der Fahrer bzw. Beschuldigte 1 später auch 
weitere Aufgaben übernahm, stand er hierarchisch unter den Läufern bzw. den Beschuldigten 2, 3 
und 4 und wurde von diesen kontaktiert, wenn er gebraucht wurde. Der Läufer fragte jeweils bei 
«F.________» nach, wieviel er dem Fahrer zahlen solle.

Die genaue Menge des gehandelten Heroins ist nicht mehr feststellbar. Bekannt ist jedoch, dass 
der Beschuldigte 1 vom 10. Januar 2018 bis zu seiner Festnahme am 3. Mai 2018 bei mindestens 
16 Lieferungen dabei war, wobei zwei je über 100 Gramm und 14 Lieferungen 250 Gramm 
gewogen haben, was grundsätzlich jener Menge entsprach, die sie von den Lieferanten erhielten. 
Der festgestellte Mindestreinheitsgrad betrug grundsätzlich mindestens 16%. Der Beschuldigte 1 
fuhr die Läufer mehrmals pro Woche zu den Abnehmern, welche üblicherweise mit Päckchen à 
25 Gramm beliefert wurden (vgl. angefochtenes Urteil E. 1.3.2, S. 17 ff.). Für den Handel ist in der 
Zeitspanne von Januar bis Mai 2018 aufgrund der Beobachtungen und des unbestrittenen 
Sachverhalts in Bezug auf den Beschuldigten 1 folglich auch für die anderen während dieser 
Periode aktiven Beschuldigten von einer durchschnittlich umgesetzten Menge von mindestens 
250 Gramm Heroin pro Woche auszugehen, welches einen Reinheitsgrad von mindestens 16% 
aufwies.

A.________ (Beschuldigter 1)

8.

Der Beschuldigte 1 wurde von der Vorinstanz wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, begangen in der Zeit von Juli 2017 bis 3. Mai 2018 und wegen 
Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, begangen in der Zeit von 28. August 2017 bis 
6. November 2017 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung des Beschuldigten 1 zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von neun Jahren, währenddem der Beschuldigte 1 die Festsetzung der Strafe auf 
eine unbedingte Freiheitsstrafe von maximal 22 Monaten beantragt.

8.1. Vorliegend wird der Beschuldigte 1 wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG sowie Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB für schul-
dig befunden. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 
Bst. a, b und c BetmG stellt das schwerste Delikt dar, wofür der Strafrahmen Freiheitsstrafe von 
einem Jahr bis zu 20 Jahren beträgt, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 
2 BetmG und 40 StGB). Geldwäscherei nach Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 
drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Das Delikt der Geldwäscherei steht in engem Zusammen-
hang mit den Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetz und hätte ohne jene gar nicht stattfinden 
können, weshalb es sich rechtfertigt, auch für die Geldwäscherei eine Freiheitsstrafe auszufällen. 
Auch das konkrete Tatvorgehen sowie das Verschulden des Beschuldigten 1 rechtfertigen die 
Ausfällung einer Freiheitsstrafe für sämtliche zu sanktionierenden Delikte. Es muss von einer krimi-
nellen Energie ausgegangen werden, der eine Geldstrafe nicht gerecht würde. Im Übrigen bean-
tragt der Beschuldigte 1 und seine Verteidigung selber eine Strafe nur in Form einer Freiheitsstra-

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fe. Die Delikte stehen in Konkurrenz zueinander (Art. 49 StGB), weshalb die Einsatzstrafe für das 
schwerste Delikt, das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, festzusetzen und 
alsdann für die Geldwäscherei angemessen zu erhöhen ist.

8.2. Der Beschuldigte 1 agierte hauptsächlich als Fahrer, übernahm aber sukzessive mehr 
Aufgaben und hatte schliesslich verschiedene Rollen inne. So holte er Drogen für spätere 
Konsumenten aus dem Versteck, half beim Portionieren, fuhr Läufer in den Wald zum Versteck der 
Drogen, war beim Verstecken der Drogen dabei, fungierte als Dolmetscher zwischen Abnehmern 
und den anderen Beschuldigten, half anderen Beschuldigten wenn sie etwas brauchten und fuhr 
sie zu Übergaben, war beim Empfang von Drogenpaketen dabei, suchte auch alleine Lieferanten 
auf zum Empfang von Drogen, half bei der Organisation von Zimmern, belieferte selber Klienten 
und hatte auch einmal im Auftrag Kokain organisiert. Für die Fahrten verdiente er unterschiedlich 
viel. Hierarchisch stand der Beschuldigte 1 aber unter den anderen Beschuldigten und wurde 
jeweils kontaktiert, wenn er gebraucht wurde. Es ist davon auszugehen, dass er daher stark 
befehlsgebunden war, keine Entscheidkompetenzen hatte und nicht weisungsbefugt war. Sein 
Verschulden wiegt im Vergleich zu seinen Mittätern weniger schwer. Er traf keine besonderen 
Vorkehren, die eine erhöhte kriminelle Energie offenbaren würden. Aufgrund seiner eigenen 
Aussagen sowie der Ermittlungsergebnisse ist erstellt, dass der Beschuldigte 1 von Mitte Juli 2017 
bis zu seiner Festnahme am 3. Mai 2018 mit Ausnahme der Zeit vom 19. Dezember 2017 bis 
10. Januar 2018, in der er landesabwesend war, im Betäubungsmittelhandel aktiv war. Dies 
entspricht einer Dauer von 270 Tagen (15. Juli 2017 – 18. Dezember 2017, 11. Januar 2018 – 
3. Mai 2018). Die zu berücksichtigende Menge beträgt ausgehend von den eingestandenen 
16 Lieferungen mindestens 3.7 Kilogramm Heroin bzw. 560 Gramm reines Heroin. Damit ist die 
Schwelle zum schweren Fall massiv überschritten. Auf Grund des Doppelverwertungsverbots darf 
die Drogenmenge zwar nicht noch einmal straferhöhend berücksichtigt werden, soweit sie schon 
zur Anwendung des mengenmässig qualifizierten Falls gemäss Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG führt. 
Umgekehrt muss aber innerhalb des qualifizierten Strafrahmens berücksichtigt werden, in welchem 
Ausmass die Grenze zur mengenmässig qualifizierten Widerhandlung überschritten worden ist. 
Entsprechend ist insgesamt betrachtet von einem sehr hohen Gefährdungspotenzial auszugehen. 
Schliesslich hat sich der Beschuldigte 1 aber nicht nur wegen gefährdungsmässiger qualifizierter 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verantworten, sondern darüber hinaus auch 
wegen bandenmässiger und gewerbsmässiger Begehung. Auch angesichts der Erfüllung mehrerer 
Qualifikationsmerkmale nach Art. 19 Abs. 2 BetmG wiegt das objektive Tatverschulden schwer. 
Insgesamt führt die Art und Weise der Herbeiführung des Erfolges und die Verwerflichkeit seines 
Handelns zu einem schweren objektiven Tatverschulden.

Der Beschuldigte 1 handelte mit direktem Vorsatz und aus eigennützigen, finanziellen Motiven, war 
er doch selber nicht süchtig. Er wusste um die mit seinem Handeln verbundene Gefährdung und er 
hätte sich ohne weiteres dagegen entscheiden können. Die subjektiven Tatkomponenten wirken 
sich neutral aus.

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die nachvollziehbaren Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 2.2 f., S. 36). Der Strafappellationshof 
macht sich diese zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte 1 
vorsätzlich handelte und sich ohne weiteres hätte gesetzeskonform verhalten können. Es sind 
keine aussergewöhnlichen Umstände ersichtlich, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit 
begründen würden. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, zu Geld zu kommen. Selbst wenn er 
sich in einer finanziell prekären Situation befunden hatte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen 
Mitteln nicht. Nichtsdestotrotz ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 1 sich stets kooperativ 

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verhalten hat und erst seine Aussagen dazu geführt haben, dass andere Beteiligte identifiziert und 
die Delikte aufgedeckt werden konnten. Das anständige und korrekte Verhalten des Beschuldigten 
im Strafverfahren und im Strafvollzug geht jedoch nicht über das hinaus, was allgemein erwartet 
werden darf und vermag sich nicht auf die Strafhöhe auszuwirken.

Unter diesen Umständen ist die Einsatzstrafe für die Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, 
b und c BetmG auf circa 40 Monate festzusetzen.

8.3. In Bezug auf die Geldwäscherei handelte der Beschuldigte 1 direktvorsätzlich. Das 
Streben nach Gewinn ist tatbestandsimmanent und daher neutral zu gewichten. Der Beschuldigte 
1 wäre durchaus in der Lage gewesen, sich rechtskonform zu verhalten. Sein subjektives 
Tatverschulden ist neutral. Gleiches gilt für die Täterkomponenten.

8.4. Zusammenfassend erachtet der Strafappellationshof für die Schuldsprüche eine 
Gesamtstrafe von 42 Monaten als angemessen.

8.5. Angesichts der vorliegend ausgesprochenen Strafe von 42 Monaten, ist diese unbedingt 
zu vollziehen. Ein bedingter oder teilbedingter Strafvollzug ist deshalb vorliegend weder zu prüfen, 
noch wäre ein solcher möglich. Die seit dem 3. Mai 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizei-
haft und der vorzeitige Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

8.6. Die Berufung der Staatsanwaltschaft und die Anschlussberufung des Beschuldigten 1 
sind somit abzuweisen.

B.________ (Beschuldigter 2)

9.

Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten 2 wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, begangen in der Zeit von Ende Januar 2018 bis 3. Mai 2018, wegen 
Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, begangen am 15. März 2018, sowie wegen 
des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. b aAuG, begangen ab Anfang Mai 2018, zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten.

In Bezug auf den Beschuldigten 2 beantragt die Staatsanwaltschaft dessen Verurteilung zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Dieser beantragt die Abweisung der Berufung und die 
Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils, d.h. seine Verurteilung zu einer unbedingten Freiheits-
strafe von 48 Monaten.

9.1. Der Beschuldigte 2 wird vorliegend verurteilt wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und 
Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB sowie 
Vergehens nach Art. 115 Abs. 1 Bst. b aAuG. Auch er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt 
und das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG stellt das schwerste Delikt dar. Für 
den Strafrahmen dieses Verbrechens sowie der Geldwäscherei kann auf Ziff. 8.1. hiervor 
verwiesen werden. Das Vergehen nach Art. 115 Abs. 1 Bst. b aAuG wird bestraft mit Freiheitstrafe 
bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Die begangene Geldwäscherei und auch das Vergehen gegen 
das aAuG stehen in engstem Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelhandel und wurden nur 
durch diesen erst möglich bzw. im Hinblick auf diesen begangen. Es rechtfertigt sich somit, auch 
für diese beiden Delikte eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Dafür spricht auch das konkrete 

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Tatvorgehen sowie das Verschulden des Beschuldigten 2. Eine Geldstrafe würde der kriminellen 
Energie nicht gerecht. Überdies beantragt der Beschuldigte 2 und seine Verteidigung das 
Ausfällen einer Strafe nur in Form einer Freiheitsstrafe. Nach Art. 49 StGB ist zuerst die 
Einsatzstrafe für das schwerste Delikt, das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG 
festzusetzen. Diese Einsatzstrafe ist dann für die Geldwäscherei und das Vergehen nach Art. 115 
Abs. 1 Bst. b aAuG angemessen zu erhöhen.

9.2. Gemäss Aussagen der weiteren in diesem und im erstinstanzlichen Verfahren 
Beschuldigten kam der Beschuldigte 2 im Januar/Februar 2018 in die Schweiz bzw. wurde Ende 
Januar 2018 gesehen. Diese stimmt mit den Ermittlungsergebnissen überein. Der Beschuldigte 2 
wurde am 1. Februar 2018 erstmals beobachtet und am 3. Mai 2018 festgenommen. Wie die 
Vorinstanz verbindlich festgestellt hat, ist erstellt, dass der Beschuldigte 2 erheblich in den Handel 
involviert war und dass er vorsätzlich teilnahm, dies in der Zeit von Ende Januar bis am 3. Mai 
2018, als Mitglied der von „F.________“ geführten Organisation, und mit Drogen gehandelt hat. 
Wie bereits von der Vorinstanz festgehalten, ist die genaue Menge des Heroins nicht mehr fest-
stellbar. Der Beschuldigte 2 war fast in der gesamten Zeitspanne, für die der Beschuldigte 1 
16 Lieferungen, wovon zwei über 100 Gramm und 14 über 250 Gramm, eingestanden hat, eben-
falls tätig und wurde häufig von diesem gefahren. Die für den Beschuldigten 1 berücksichtigte 
Mindestmenge kann somit auch beim Beschuldigten 2 mehr oder weniger übernommen werden. 
Die Schwelle zum schweren Fall ist damit um ein Vielfaches überschritten. Bereits die beschlag-
nahmten 250 Gramm Heroin mit einem Reinheitsgrad von 16%, welche der Beschuldigte 2 anläss-
lich seiner Anhaltung aus dem Fenster warf, übersteigen die Schwelle um ein Mehrfaches. Das 
Ausmass der Gefährdung des betroffenen Rechtsguts wiegt somit schwer. Daran ändert auch der 
Umstand, dass die einzelnen Lieferungen für sich alleine betrachtet den Grenzwert allenfalls nicht 
überschritten, nichts. Der Beschuldigte 2 war als Läufer tätig. Hierarchisch ist er über dem 
Beschuldigten 1, welchen er als Fahrer brauchte, aber unter „F.________“ einzuordnen. Der 
Beschuldigte 2 führte die Aufträge für diesen aus, verfügte aber insbesondere gegenüber dem 
Fahrer über mehr Kompetenzen und tätigte selber Verkäufe. Sein Verschulden wiegt schwer. 
Besondere Vorkehren, welche auf eine erhöhte kriminelle Energie schliessen lassen, sind nicht 
auszumachen. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass sich der Beschuldigte 2 nicht nur wegen 
gefährdungsmässiger qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig 
gemacht hat, sondern auch wegen bandenmässiger und gewerbsmässiger Begehung der Delikte. 
Er erfüllt somit mehrere Qualifikationsmerkmale nach Art. 19 Abs. 2 BetmG. Das objektive Tatver-
schulden wiegt insgesamt schwer, auch angesichts der Art und Weise der Herbeiführung des 
Erfolges und der Verwerflichkeit des Handelns.

Der Beschuldigte 2 handelte direktvorsätzlich. Er war selber nicht süchtig und handelte somit rein 
aus finanziellen Beweggründen. Einer legalen Tätigkeit ging er nicht nach. Der Beschuldigte 2 
bestritt den Handel mit Heroin an sich nicht und er wusste, dass er damit eine mittelbare oder 
unmittelbare Gefahr für viele Menschen schuf. Es war ihm nicht verwehrt, sich gegen solche Taten 
zu entscheiden. Das subjektive Tatverschulden ist neutral.

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die nachvollziehbaren Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 3.2 f., S. 37). Der Strafappellationshof 
macht sich diese zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte 2 
vorsätzlich handelte und sich ohne weiteres hätte gesetzeskonform verhalten können. Es sind 
keine aussergewöhnlichen Umstände ersichtlich, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit 
begründen würden. Sein Handeln war darauf ausgerichtet, zu Geld zu kommen. Selbst wenn er 

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sich in einer finanziell prekären Situation befunden hatte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen 
Mitteln nicht.

Die Einsatzstrafe für die Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG ist unter den 
gegebenen Voraussetzungen auf rund 48 Monate festzusetzen.

9.3. Gemäss den Ermittlungen überwies der Beschuldigte 2 einen Betrag von CHF 945.- nach 
G.________. Da der Beschuldigte 2 in der Schweiz zu dieser Zeit keiner legalen Erwerbstätigkeit 
nachging, kann das Geld nur aus dem Betäubungsmittelhandel stammen. Dass er für sein 
Handeln entlöhnt wurde, ist nicht bestritten. Auch wenn die Geldwäscherei eine Folgehandlung der 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist, handelt es sich um ein zusätzliches 
Delikt. Ein speziell verwerfliches oder raffiniertes Verhalten oder eine grosse kriminelle Energie 
sind dabei nicht ersichtlich und die Handlung war einfach vollziehbar. Angesichts des geringen 
überwiesenen Geldbetrages ist von einem leichten objektiven Tatverschulden auszugehen.

Auch in Bezug auf die Geldwäscherei handelte der Beschuldigte 2 mit direktem Vorsatz. Das 
Streben nach Gewinn ist tatbestandsimmanent und daher neutral zu gewichten. Der Beschuldigte 
2 hätte sich ohne weiteres gegen die Tat entscheiden und sich rechtskonform verhalten können. 
Das subjektive Tatverschulden wiegt neutral. Dies gilt auch für die Täterkomponenten.

9.4. Der Beschuldigte 2 reiste Ende Januar 2018 in die Schweiz ein, wo er am 3. Mai 2018 
von der Polizei angehalten wurde. Da der Aufenthalt für H.________ Staatsangehörige erst nach 
Ablauf der visumsfreien Zeit von drei Monaten illegal wird, hielt sich der Beschuldigte 2 erst ab 
Anfang Mai 2018 illegal in der Schweiz auf und wurde bereits kurz darauf angehalten. Unter 
diesen Umständen wiegt das objektive Tatverschulden nur leicht.

In Bezug auf die subjektiven Tatkomponenten ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 2 mit 
direktem Vorsatz handelte und nicht die Absicht hatte, das Land so schnell wieder zu verlassen. 
Dem Beschuldigten wäre es möglich gewesen, auszureisen. Es ist nicht ersichtlich, dass er in 
seinem Heimatland in seiner körperlichen oder psychischen Integrität bedroht gewesen wäre. Auch 
hinsichtlich des rechtswidrigen Aufenthalts wirken sich die Täterkomponenten neutral aus.

9.5. Ausgehend von einer Einsatzstrafe von rund 48 Monaten und der asperierten Strafen für 
die Geldwäscherei und das Vergehen gegen das aAuG erscheint für den Beschuldigten 2 somit 
eine Gesamtstrafe von insgesamt 48 Monaten als angemessen.

9.6. Angesichts der vorliegend ausgesprochenen Strafe von 48 Monaten, ist diese unbedingt 
zu vollziehen. Ein bedingter oder teilbedingter Strafvollzug ist deshalb vorliegend weder zu prüfen, 
noch wäre ein solcher möglich. Die seit dem 3. Mai 2018 erstandene Untersuchungs- und 
Polizeihaft und der vorzeitige Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

9.7. Unter diesen Voraussetzungen ist die Berufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen.

C.________ (Beschuldigter 3)

10.

Das Strafgericht des Sensebezirks verurteilte den Beschuldigten 3 wegen Verbrechens nach Art. 
19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, begangen in der Zeit von Oktober 2017 bis 
13. März 2018, wegen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, begangen am 

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26. Oktober 2017 und 10. November 2017, sowie wegen Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. b 
aAuG, begangen ab Januar 2018, zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung des Beschuldigten 3 zu einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von acht Jahren. Dieser beantragt die Abweisung der Berufung und die Bestätigung 
des erstinstanzlichen Urteils, d.h. seine Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 
Monaten.

10.1. Der Beschuldigte 3 wird verurteilt wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB und Vergehens 
gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. b aAUG. Er hat somit ebenfalls mehrere Straftatbestände erfüllt. Der 
Strafrahmen beträgt Freiheitsstrafe zwischen einem und 20 Jahren (Verbrechen nach Art. 19 Abs. 
2 BetmG), Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Geldwäscherei) bzw. Freiheitsstrafe 
bis zu einem Jahr oder Geldstrafe (Vergehen nach Art. 115 Abs. 1 aAuG). Die begangenen Delikte 
der Geldwäscherei und des rechtswidrigen Aufenthalts stehen in engem Zusammenhang und 
wären unabhängig vom Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz nicht begangen worden. 
Dies rechtfertigt es, auch für diese Straftatbestände eine Freiheitsstrafe auszufällen. Zudem spricht 
auch das konkrete Tatvorgehen sowie das Verschulden des Beschuldigten 3 für das Ausfällen 
einer Freiheitsstrafe für alle Delikte. Eine Geldstrafe würde angesichts der kriminellen Energie 
nicht die angemessene Sanktion darstellen. Auch der Beschuldigte 3 und seine Verteidigung 
beantragen als Strafe eine unbedingte Freiheitsstrafe. Somit ist die Einsatzstrafe für das 
Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG festzusetzen und alsdann für die 
Geldwäscherei und das Vergehen nach Art. 115 Abs. 1 Bst. b aAuG angemessen zu erhöhen.

10.2. Anhand der Aussagen der Mitbeschuldigten und der Ermittlungsergebnisse ist erstellt, 
dass sich der Beschuldigte 3 zwischen Oktober 2017 und dem 4. Dezember 2017 sowie von Ende 
Dezember 2017 bis zu seiner Verhaftung am 13. März 2018 in der Schweiz aufhielt. In dieser Zeit 
war er für den Heroinhandel tätig. Auch hinsichtlich des Beschuldigten 3 lässt sich die genaue 
Menge Heroin nicht feststellen. Der Beschuldigte 3 war während rund der Hälfte der Zeitspanne, 
für die der Beschuldigte 1 die 16 Lieferungen über insgesamt 3'700 Gramm eingestanden hat, tätig 
und wurde oft von diesem gefahren. Gemäss den Aussagen von Endabnehmern hat der Beschul-
digte 3 u. a. I.________ circa 800 Gramm Heroin und J.________ rund 90% der von diesem 
eingestandenen gekauften 360 Gramm Heroin verkauft. Auch hat er mit dem Beschuldigten 1 
zusammen einmal 500 Gramm Heroin gesucht. Bei seiner Verhaftung trug er zudem 50 Gramm 
Heroin auf sich, welches gemäss Analyse einen Reinheitsgrad von 19% bzw. 20% (+/- 3.0%) 
aufwies (act. 21320). Beim restlichen Heroin von somit mindestens 1'670 Gramm ist von einem 
Reinheitsgrad von circa 16% auszugehen. Der Schwellenwert zum schweren Fall ist somit mehr-
fach überschritten. Dabei ist unerheblich, dass einzelne Lieferungen den Grenzwert vielleicht nicht 
überstiegen haben. Der Beschuldigte 3 bestritt den Heroin-Handel nie und musste somit wissen, 
dass er die Gesundheit vieler Menschen gefährdete. Diese Gefährdung wiegt schwer. Wie der 
Beschuldigte 2, war auch der Beschuldigte 3 als Läufer aktiv und stand hierarchisch über dem 
Beschuldigten 1, welcher ihn oft fuhr, und unter „F.________“. Er verkaufte auch selber Heroin an 
die Endabnehmer. Das Verschulden des Beschuldigten 3 wiegt schwer. Eine erhöhte kriminelle 
Energie aufgrund besonderer Vorkehren ist nicht auszumachen. Der Beschuldigte 3 hat sich aber 
wegen gefährdungsmässiger qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
sowie wegen bandenmässiger und gewerbsmässiger Begehung der Delikte verantwortlich 
gemacht und erfüllt somit mehrere Qualifikationsmerkmale von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Das objekti-
ve Tatverschulden wiegt schwer.

Kantonsgericht KG
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Der Beschuldigte 3 handelte mit direktem Vorsatz. Eine persönliche Sucht bestand nicht. Er gab 
zu, als Läufer gearbeitet zu haben, weil er das Geld nötig hatte. Somit ist erstellt, dass der 
Beschuldigte 3 aus finanziellen Motiven handelte. Ein legales Erwerbseinkommen hatte er nicht 
und er finanzierte sich sein Leben mit dem Gewinn aus dem Handel. Den Handel bestritt er nicht. 
Er hätte sich ohne Weiteres gegen solche Taten entscheiden können. Das subjektive Tatverschul-
den wiegt neutral.

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die nachvollziehbaren Erwägungen der Vorin-
stanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 4.2 f., S. 38). Der Strafappellationshof macht sich 
diese zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte 3 vorsätzlich 
handelte und sich ohne weiteres hätte gesetzeskonform verhalten können. Es sind keine ausser-
gewöhnlichen Umstände ersichtlich, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit begründen würden. 
Sein Handeln war darauf ausgerichtet, zu Geld zu kommen. Selbst wenn er sich in einer finanziell 
prekären Situation befunden hatte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen Mitteln nicht.

Unter den gegebenen Voraussetzungen ist die Einsatzstrafe für die Widerhandlungen nach Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG auf circa 48 Monate festzusetzen.

10.3. Der Beschuldigte 3 bestätigte, im Oktober und November 2017 zweimal einen Geldbetrag 
nach G.________ gesendet zu haben. Die Höhe dieser Sendungen geht nicht aus den Ermittlun-
gen hervor. Zu dieser Zeit hatte der Beschuldigte 3 kein legales Erwerbseinkommen, weshalb die 
Geldbeträge aus dem Betäubungsmittelhandel stammen müssen. Es handelt sich um ein zusätzli-
ches Delikt, auch wenn die Geldwäscherei eine Folgehandlung dieses Handels ist. Es ist nicht 
erkennbar, dass sich der Beschuldigte 3 dabei speziell verwerflich oder raffiniert verhalten oder 
eine grosse kriminelle Energie an den Tag gelegt hätte. Die Sendungen waren leicht zu tätigen. Es 
ist von einem leichten objektiven Tatverschulden auszugehen.

Subjektiv handelte der Beschuldigte 3 direktvorsätzlich. Da das Streben nach Gewinn tatbestands-
immanent ist, ist dies neutral zu gewichten. Es wäre dem Beschuldigten 3 aber freigestanden, sich 
rechtsgetreu zu verhalten und die Überweisungen nicht zu veranlassen. Das subjektive Tatver-
schulden ist neutral. Auch die Täterkomponenten sind neutral zu gewichten.

10.4. Nachdem der Beschuldigte 3 im Oktober 2017 in die Schweiz einreiste, reiste er am 
4. Dezember 2017 nach L.________. Ende Dezember 2017 reiste er erneut in die Schweiz ein, wo 
er am 13. März 2018 verhaftet wurde. H.________ Staatsangehörige dürfen sich drei Monate ohne 
Visum legal in der Schweiz aufhalten. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei L.________ um 
einen Schengen-Staat handelt, ist der dortige Aufenthalt an die zulässige Höchstdauer, während 
der sich der Beschuldigte 3 ohne Visum legal in der Schweiz aufhalten konnte, anzurechnen. 
Somit war sein Aufenthalt in der Schweiz ab Anfang Januar 2018 illegal. Bei seiner Verhaftung 
dauerte der illegale Aufenthalt somit knapp zweieinhalb Monate. Das objektive Tatverschulden 
wiegt leicht.

Auch in Bezug auf den illegalen Aufenthalt handelte der Beschuldigte 3 mit direktem Vorsatz. Es 
ist davon auszugehen, dass der illegale Aufenthalt aufgrund des Betäubungsmittelhandels noch 
länger angedauert hätte. Bedrohungen in seiner körperlichen oder psychischen Integrität im 
Heimatland sind nicht ersichtlich. Die Täterkomponenten sind auch diesbezüglich neutral.

10.5. Aufgrund der Einsatzstrafe von circa 48 Monaten sowie der asperierten Strafen für die 
Geldwäscherei und das Vergehen gegen das aAuG erscheint dem Strafappellationshof für den 
Beschuldigten 3 somit eine Gesamtstrafe von insgesamt 48 Monaten als angemessen.

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10.6. Die vorliegend ausgesprochene Strafe von 48 Monaten kann nur unbedingt vollzogen 
werden. Die seit dem 13. März 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzeitige 
Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

10.7. Dem Gesagten zufolge ist die Berufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen.

D.________ (Beschuldigter 4)

11.

Der Beschuldigte 4 wurde in erster Instanz wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG, begangen in der Zeit von Dezember 2017 bis 3. Mai 2018 und 
wegen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, begangen am 15. Januar 2018, zu 
einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten verurteilt.

Betreffend den Beschuldigten 4 beantragt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe 
von sieben Jahren. Der Beschuldigte 4 beantragt eine teilbedingte Strafe von maximal 36 Mona-
ten, wovon 18 Monaten aufzuschieben seien.

11.1. Der Beschuldigte 4 wird verurteilt wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG und Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB. Auch der 
Beschuldigte 4 hat mehrere Straftatbestände erfüllt. In Bezug auf den anwendbaren Strafrahmen 
ist auf das bereits Gesagte zu verweisen. Ohne die Verbrechen gegen das Betäubungsmittelge-
setz wäre die Geldwäscherei nicht begangen worden; es ist von einem direkten und engen Zusam-
menhang auszugehen. Folglich rechtfertigt es sich, auch für die Geldwäscherei eine Freiheitsstrafe 
zu verhängen. Schliesslich rechtfertigt sich dies auch hinsichtlich des konkreten Tatvorgehens und 
des Verschuldens des Beschuldigten 4. Eine Geldstrafe würde der kriminellen Energie nicht 
gerecht. Der Beschuldigte 4 und seine Verteidigung beantragen ebenfalls als Strafe eine Freiheits-
strafe. Somit ist die Einsatzstrafe für das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG 
festzusetzen und für die Geldwäscherei angemessen zu erhöhen.

11.2. Die Aussagen der Mitbeschuldigten und die Ermittlungsergebnisse zeigen, dass der 
Beschuldigte 4 mindestens in der Zeit vom 4. Dezember 2017 bis Ende Dezember 2017 sowie 
vom 17. März 2018 bis zu seiner Ausreise am 3. Mai 2018 in der Schweiz weilte. Wie bei den 
anderen Mitbeschuldigten, kann auch in Bezug auf den Beschuldigten 4 die genaue Menge Heroin 
nicht mehr ermittelt werden. Klar ist aber, dass der Beschuldigte 4 für mehrere Kilos Heroin verant-
wortlich ist; er war denn auch in der gleichen Zeit aktiv wie der Beschuldigte 1 und der Beschuldig-
te 2 bzw. in der Zeitspanne, für welche der Beschuldigte 1 16 Lieferungen eingestanden hat. Die 
betreffend den Beschuldigten 4 zu berücksichtigende Menge Heroin übersteigt die Schwelle zum 
schweren Fall ebenfalls um ein Vielfaches. Auch hier liegt eine grosse Gefährdung von vielen 
Menschen vor. Der Umstand, dass die einzelnen Lieferungen für sich alleine den Grenzwert allen-
falls nicht überschreiten, ändert daran nichts. Er stand in der Hierarchie über dem Beschuldigten 1, 
welcher auch für den Beschuldigten 4 teils als Fahrer tätig war, aber unter „F.________“. Er erhielt 
Anweisungen und hatte direkten Kontakt mit den Endabnehmern. Das Verschulden des Beschul-
digten 4 wiegt schwer. Eine erhöhte kriminelle Energie durch besondere Vorkehren ist nicht 
ersichtlich. Dass sich der Beschuldigte 4 nicht nur wegen gefährdungsmässiger qualifizierter 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, sondern auch wegen bandenmässiger und 
gewerbsmässiger Begehung der Delikte zu verantworten hat, ist erschwerend zu berücksichtigen. 

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Er erfüllt damit mehrere Qualifikationsmerkmale nach Art. 19 Abs. 2 BetmG. Insgesamt wiegt das 
Tatverschulden schwer, dies auch angesichts der Art und Weise der Herbeiführung des Erfolgs 
und der Verwerflichkeit des Handelns.

Der Beschuldigte 4 handelte direktvorsätzlich. Selber war er nicht süchtig. Seine Beweggründe für 
den Handel waren finanzieller Natur. Eine legale Tätigkeit übte er nicht aus. Den Heroinhandel 
bestritt er nicht. Er musste daher wissen, dass er mit diesem Handel eine mittelbare oder unmittel-
bare Gefahr für viele Menschen schuf. Ohne Weiteres hätte er sich gegen solche Taten entschei-
den können. Das subjektive Tatverschulden wiegt somit neutral.

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die nachvollziehbaren Erwägungen der Vorin-
stanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 2.2 f., S. 36). Der Strafappellationshof macht sich 
diese zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte 4 vorsätzlich 
handelte und sich ohne weiteres hätte gesetzeskonform verhalten können. Es sind keine ausser-
gewöhnlichen Umstände ersichtlich, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit begründen würden. 
Sein Handeln war darauf ausgerichtet, zu Geld zu kommen. Selbst wenn er sich in einer finanziell 
prekären Situation befunden hatte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen Mitteln nicht.

Die Einsatzstrafe für die Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a, b und c BetmG ist unter den 
gegebenen Voraussetzungen auf rund 48 Monate festzusetzen.

11.3. Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte 4 am 15. Januar 2018 einen Betrag von 
CHF 125.- von K.________ nach L.________ verschickte. Der Beschuldigte 4 hatte in dieser Zeit 
in der Schweiz kein Einkommen aus einer legalen Erwerbstätigkeit und aus den von der Vorin-
stanz genannten Gründen konnte das Geld auch nicht aus seiner Arbeit aus G.________ stam-
men. Für den Handel mit Heroin wurde er hingegen entlöhnt. Es handelt sich um ein zusätzliches 
Delikt, für welches der Beschuldigte 4 sich zu verantworten hat, auch wenn die Geldwäscherei 
eine Folgehandlung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist. Ein speziell 
verwerfliches oder raffiniertes Verhalten oder eine grosse kriminelle Energie sind nicht ersichtlich; 
es handelt sich um eine einfach zu vollziehende Handlung. Angesichts des geringen Geldbetrages 
aus dem Heroinhandel ist von einem leichten objektiven Tatverschulden auszugehen.

Der Beschuldigte handelte auch bezüglich der Geldwäscherei mit direktem Vorsatz. Weil das Stre-
ben nach Gewinn tatbestandsimmanent ist, ist dies neutral zu gewichten. Der Beschuldigte 4 hätte 
sich auch gegen die Tat entscheiden und sich rechtskonform verhalten können. Das subjektive 
Tatverschulden, wie im Übrigen auch die Täterkomponenten, wiegt neutral.

11.4. Ausgehend von einer Einsatzstrafe von circa 48 Monaten sowie der asperierten Strafe, 
resultiert für den Beschuldigten 4 somit eine Gesamtstrafe von insgesamt 48 Monaten.

11.5. Aufgrund der Höhe der Freiheitsstrafe von 48 Monaten kann diese nur unbedingt vollzo-
gen werden. Die seit dem 23. September 2018 erstandene Auslieferungs-, Untersuchungs- und 
Polizeihaft und der vorzeitige Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

11.6. Aus dem Gesagten folgt, dass sowohl die Berufung der Staatsanwaltschaft als auch die 
Berufung des Beschuldigten 4 abzuweisen sind.

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E.________ (Beschuldigter 5)

12.

Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten 5 wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittel-
gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 und Abs. 2 Bst a, b und c BetmG, wegen Vergehens nach Art. 
115 Abs. 1 Bst. a-c aAuG sowie wegen Verweisungsbruch im Sinne von Art. 291 StGB zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs-
haft und des vorzeitigen Strafvollzugs, und verwies ihn für 15 Jahre des Landes.

12.1. Der Beschuldigte 5 bestreitet seine Verurteilung wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 
Bst. b und c BetmG. Den Schuldspruch wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 
Bst. a BetmG sowie Verweisungsbruch im Sinne von Art. 291 StGB und seinen Freispruch vom 
Vorwurf des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 Bst. a-c aAuG ficht er nicht an. Seine Strafe sei auf 
eine unbedingte Freiheitsstrafe von maximal 16 Monaten festzusetzen, wobei die erstandene 
Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzeitige Strafvollzug seit dem 19. Dezember 2018 anzu-
rechnen seien. Daher sei er unverzüglich freizulassen. Für die zu Unrecht verbüsste Haft sei ihm 
gestützt auf Art. 431 StPO eine Genugtuung in Höhe von CHF 200.- pro Tag ungerechtfertigter 
Haft zuzusprechen. Der Beschuldigte 5 beantragt, für die Dauer von fünf Jahren des Landes 
verwiesen zu werden. Es sei ihm für das zweitinstanzliche Verfahren eine Entschädigung gemäss 
Art. 429 StPO zuzusprechen und die Gerichtskosten seien dem Staat aufzuerlegen.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung des Beschuldigten 5 zu einer unbedingten Frei-
heitsstrafe von fünf Jahren.

12.2. Der Beschuldigte 5 macht geltend, die Vorinstanz habe aufgrund einzelner vorhandener 
Beweismittel eine Hochrechnung betreffend Menge und Zeitraum seiner Beteiligung am Drogen-
handel getätigt, was dem Grundsatz in dubio pro reo widerspreche. Bei der Strafzumessung werde 
seine untergeordnete Rolle als Fahrer sowie die kurze Dauer seines Handelns zu wenig berück-
sichtigt. Eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten, wobei vier Monate für den Verweisungsbruch, sei in 
Anbetracht seiner Tatbeteiligung und deren Dauer völlig unangemessen.

12.3. Des Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 Bst. b und c BetmG macht sich schuldig, wer als 
Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Ausübung des unerlaubten Betäubungs-
mittelhandels zusammengefunden hat (Bst. b) bzw. durch gewerbsmässigen Handel einen gros-
sen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (Bst. c).

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Bandenmässigkeit anzunehmen, wenn zwei 
oder mehr Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen zusammenfinden, 
inskünftig zur Verübung mehrere selbständiger, im Einzelnen noch unbestimmter Straftaten 
zusammenzuwirken. Aufgrund der von diesem Zusammenschluss ausgehenden Gefährlichkeit 
unterliegt die bandenmässige Begehung eines Betäubungsmitteldelikts einer erhöhten Mindest-
strafdrohung. Wesentlich für den Begriff der Bande ist der Organisationsgrad und die Intensität der 
Zusammenarbeit der Täter. In subjektiver Hinsicht muss sich der Täter des Zusammenschlusses 
und der Zielrichtung der Bande bewusst sein. Sein Vorsatz muss die die Bandenmässigkeit 
begründenden Tatumstände umfassen. Bandenmässige Tatbegehung ist nur anzunehmen, wenn 
der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (HUG-
BEELI, BetmG-Kommentar, 2016, Art. 19 N. 1061). Auf die Rollenverteilung im Einzelfall kommt es 
nicht an. Für die Verwirklichung der Bandenmässigkeit genügt jeder Tatbeitrag. Entscheidend ist, 
dass das Mitglied der Gruppe beim einzelnen Delikt in Erfüllung der ihm zugedachten Aufgabe 

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mitgewirkt hat, wozu jede bewusste Unterstützung der Mitbeteiligten bei Entschliessung, Planung, 
Vorbereitung oder Durchführung des Delikts genügt (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, Mit 
weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 
20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 45 f. mit Hinweisen).

Im Betäubungsmittelbereich muss eine qualifizierte Gewerbsmässigkeit vorliegen, weil das zusätz-
liche Erfordernis eines grossen Umsatzes oder eines erheblichen Gewinns gegeben sein muss. 
Zur Gewerbsmässigkeit im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gehört nicht nur die Bereitschaft, 
gegen unbestimmt viele zu handeln und dadurch ein Erwerbseinkommen zu erzielen, sondern 
auch, dass das erzielte Erwerbseinkommen zu einem erheblichen Gewinn führt, mindestens aber 
mit grossen Umsatz verbunden ist (HUG-BEELI, Art. 19 N. 1117). Ein Teilnehmer kann nur dann 
wegen gewerbsmässiger Begehungsweise verurteilt werden, wenn er auch selber gewerbsmässig 
gehandelt hat. Beteiligte, die selber nicht in gewerbsmässiger Absicht agieren, verwirklichen 
diesen Tatbestand selbst dann nicht, wenn sie von der Gewerbsmässigkeit des anderen Tatbetei-
ligten gewusst haben (HUG-BEELI, Art. 19 N. 1122). Unter Umsatz ist der finanzielle Bruttoerlös zu 
verstehen. Ein Betrag in der Grössenordnung von CHF 100'000.- stellt einen grossen Umsatz dar. 
Unter Gewinn ist der Nettoerlös zu verstehen, der sich aus den Drogengeschäften ergibt. Von 
einem erheblichen Gewinn ist zu sprechen, wenn dieser den Betrag von CHF 10‘000.- erreicht und 
effektiv erzielt worden ist (MAURER, Art. 19 BetmG N 47 f. mit Hinweisen).

12.4. Der von der Vorinstanz festgehaltene Sachverhalt wurde nicht bestritten, weshalb darauf zu 
verweisen ist (vgl. angefochtenes Urteil E. 1.3.7, S. 27). Demnach bestritt der Beschuldigte 5 
anfänglich, in den Drogenhandel involviert gewesen zu sein. Schliesslich habe er aber eingestan-
den, zwei bis dreimal mit dem Beschuldigten 3 im Wald Drogen geholt und diesen Mitte Februar 
2018 zwei bis dreimal gefahren zu haben, wobei er gewusst habe, dass es um Drogen ging. 
Drogen habe er aber nie verkauft. Der Beschuldigte 5 wurde von zwei Endabnehmern als Fahrer 
identifiziert. Am 1. März 2018 sei er von der Polizei beim Drogenversteck im Wald beobachtet 
worden. Demnach sei erstellt, dass der Beschuldigte 5 im März 2018 am Drogenhandel beteiligt 
gewesen sei. Bereits für einen Endabnehmer alleine habe er 60 Gramm Heroin mit über 
14 Gramm reinem Heroin befördert. Schlussendlich habe der Beschuldigte 5 nicht mehr bestritten, 
gewusst zu haben, dass es um Heroin ging und er dies auch wusste.

12.5. Im Lichte dieses Sachverhalts ist erstellt, dass der Beschuldigte 5 zwei bis dreimal mit dem 
Beschuldigten 3 im Wald war, um Drogen zu holen. Diesbezüglich ist bekannt, dass jeweils Pakete 
von 250 Gramm Heroin dort versteckt und zwischengelagert wurden, wobei der Reinheitsgrad bei 
ca. 16% lag. Somit ist bereits aufgrund dieser Feststellungen von einer Menge von mindestens 
120 Gramm reinem Heroin auszugehen. Fest steht ausserdem, dass der Beschuldigte 5 Fahrer 
des Beschuldigten 3 war und die Rollen klar aufgeteilt waren. Dass es sich um Drogen handelte, 
wusste der Beschuldigte 5 nachgewiesenermassen, die Hintergründe der grossen Organisation 
waren ihm wohl aber nicht bekannt.

12.6. Aus den obgenannten Ausführungen ergibt sich, dass Bandenmässigkeit bejaht werden 
muss. Auch wenn der Beschuldigte 5 lediglich für den Beschuldigten 3 tätig war, fügte er sich als 
Fahrer in die Organisation der Gruppe ein und leistete damit seinen Tatbeitrag. Er erfüllte mit den 
Fahrdiensten seine ihm zugedachte Aufgabe innerhalb der Gruppe. Dabei ist von Vorsatz auszu-
gehen. Er wusste, dass er den Beschuldigten 3 zwecks Verkaufs von Betäubungsmitteln herum-
fuhr und dass es sich dabei um eine Bande handelte. Dass er die genauen Hintergründe der gros-
sen Organisation nicht kannte, ändert daran nichts.

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12.7. Gemäss dem ermittelten Sachverhalt ist hinsichtlich des Beschuldigten 5 nur erstellt, dass 
er Fahrer des Beschuldigten 3 war. Von der Polizei wurde er am 1. März 2018 erstmals beobach-
tet. Am 13. März 2018 wurde der Beschuldigte 3 festgenommen. Der Beschuldigte 5 war somit 
vom 1. März 2018 bis 13. März 2018, d.h. während 13 Tagen, als Fahrer im Betäubungsmittelhan-
del tätig. Mit Blick auf die Anzahl Fahrten und die in dieser Zeitspanne umgesetzte Drogenmenge 
ist ein Umsatz von über CHF 100'000.- bzw. ein Gewinn von über CHF 10'000.- nicht gegeben. 
Unter diesen Umständen sind die Anforderungen der qualifizierten Gewerbsmässigkeit nicht erfüllt, 
weshalb dem Beschuldigten 5 keine Gewerbsmässigkeit angelastet werden kann.

12.8. Die Berufung des Beschuldigten 5 ist in diesem Punkt folglich teilweise gutzuheissen.

13.

Unter diesen Vorgaben ist die dem Beschuldigten 5 aufzuerlegende Strafe neu festzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung des Beschuldigten 5 zu einer unbedingten Frei-
heitsstrafe von fünf Jahren, währenddessen der Beschuldigte 5 die Festsetzung der Strafe auf eine 
unbedingte Freiheitsstrafe von maximal 16 Monaten beantragt.

13.1. Vorliegend wird der Beschuldigte 5 wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 
Abs. 2 Bst. a und b BetmG sowie Verweisungsbruch im Sinne von Art. 291 StGB für schuldig 
befunden. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Auch für den Beschuldigten 5 stellt das 
Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a und b BetmG das schwerste Delikt dar, wofür der Strafrah-
men Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 20 Jahren beträgt, womit eine Geldstrafe verbunden 
werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG und 40 StGB). Verweisungsbruch nach Art. 291 StGB wird mit 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Da die Delikte gegen das Betäubungs-
mittelgesetz in engem Zusammenhang zum Verweisungsbruch stehen, rechtfertigt sich das Ausfäl-
len einer Freiheitsstrafe auch für den Verweisungsbruch. Überdies beantragt der Beschuldigte 5 
und seine Verteidigung selber eine Strafe nur in Form einer Freiheitsstrafe. Die Delikte stehen in 
Konkurrenz zueinander (Art. 49 StGB); folglich ist die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt, das 
Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a und b BetmG, festzusetzen und für den Verweisungsbruch 
angemessen zu erhöhen.

13.2. Der Beschuldigte 5 war ausschliesslich als Fahrer in den Betäubungsmittelhandel invol-
viert. Hierarchisch stand er somit unter allen anderen Beschuldigten. Er hatte keine eigenen 
Kompetenzen und war an die Anweisungen und Befehle von oben gebunden. Sein Verschulden 
wiegt im Vergleich zu seinen Mittätern weniger schwer. Eine erhöhte kriminelle Energie durch das 
Treffen besonderer Vorkehren ist nicht auszumachen. Zu berücksichtigen ist wie obenstehend 
erwähnt eine Menge von mindestens 120 Gramm reinen Heroins.

Der Beschuldigte 5 handelte mit direktem Vorsatz und aus eigennützigen, finanziellen Motiven, war 
er doch selber nicht süchtig. Er wusste um die mit seinem Handeln verbundene Gefährdung und er 
hätte sich ohne weiteres dagegen entscheiden können. Die subjektiven Tatkomponenten wirken 
sich neutral aus.

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die nachvollziehbaren Erwägungen der Vorin-
stanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 7.2 f., S. 42). Der Strafappellationshof macht sich 
diese zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte 5 vorsätzlich 
handelte und sich ohne weiteres hätte gesetzeskonform verhalten können. Es sind keine ausser-
gewöhnlichen Umstände ersichtlich, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit begründen würden. 

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Sein Handeln war darauf ausgerichtet, zu Geld zu kommen. Selbst wenn er sich in einer finanziell 
prekären Situation befunden hatte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen Mitteln nicht.

Unter diesen Voraussetzungen ist die Einsatzstrafe für die Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 2 
Bst. a und b BetmG auf etwa 24 Monate festzusetzen.

13.3. In Bezug auf den Verweisungsbruch handelte der Beschuldigte 5 direktvorsätzlich. Er 
wusste vom bestehenden Einreiseverbot und legte sich eine neue Identität zu, um dieses zu 
umgehen. Er wäre durchaus in der Lage gewesen, sich rechtskonform zu verhalten. Sein subjekti-
ves Tatverschulden ist neutral. Gleiches gilt für die Täterkomponenten.

13.4. Zusammenfassend erachtet der Strafappellationshof für die Schuldsprüche eine Gesamt-
strafe von 26 Monaten als angemessen.

13.5. Angesichts der vorliegend ausgesprochenen Strafe von 26 Monaten, stellt sich die Frage 
des teilbedingten Strafvollzugs. Dies ist nachfolgend zu prüfen.

Der Beschuldigte wird wegen Drogendelikten und Verweisungsbruch verurteilt. Er ist vorbestraft, 
wenn auch nicht einschlägig. Sein Strafregister weist einen Eintrag wegen rechtswidriger Einreise, 
rechtswidrigem Aufenthalt und Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung auf. Die Vorstrafe datiert vom 
2. März 2018 und betrifft die Zeitspanne vom 1. September 2017 bis zum 29. September 2017. Er 
wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 30.- mit einer Probezeit von 
zwei Jahren sowie zu einer Busse von CHF 450.- verurteilt. Es ist somit festzustellen, dass sich 
der Beschuldigte 5 trotz dieser Verurteilung nicht davon abbringen liess, wieder zu delinquieren 
und zwar noch während des laufenden Verfahrens bzw. ganz zu Beginn der Probezeit.

Diese Vorstrafe und die erneute Delinquenz zeugen von einer gewissen Unbelehrbarkeit gegen-
über der geltenden Rechtsordnung. Es ist von einer negativen Legalprognose auszugehen und 
eine unbedingte Strafe erscheint notwendig, um den Beschuldigten 5 von der Begehung weiterer 
Straftaten abzuhalten. Im Übrigen beantragt er selber eine unbedingte Freiheitsstrafe.

Die seit dem 19. Dezember 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzeitige 
Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB). Nach diesem Urteilsspruch ist das Gesuch um 
sofortige Entlassung abzuweisen. Festzustellen ist aber, dass der Beschuldigte 5 bis zum Urteils-
spruch 770 Tage in Haft war, womit bei einer Freiheitsstrafe von 26 Monaten noch 10 Tage zu 
verbüssen bleiben. Das Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe wird dafür zu sorgen haben, 
dass der Beschuldigte 5 spätestens nach Ablauf dieser Tage oder allenfalls auch früher aus der 
Haft entlassen wird.

13.6. Folglich steht fest, dass keine Überhaft und somit auch kein Anspruch auf eine entspre-
chende Entschädigung besteht.

14.

Schliesslich beantragt der Beschuldigte 5, die Dauer der Landesverweisung sei von 15 auf 5 Jahre 
zu reduzieren.

Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat und was vom Beschuldigten nicht in Frage gestellt 
wird, ist die Tatsache, dass aufgrund der Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 Bst. a und b 
BetmG ein Grund für die obligatorische Landesverweisung vorliegt (Art. 66a Abs. 1 Bst. o StGB). 
Unabhängig von der Höhe der Strafe beträgt die Dauer der obligatorischen Landesverweisung 5 -

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15 Jahre (Art. 66a Abs. 1 StGB). Die Vorinstanz erwog, dass angesichts der konkreten Umständen 
kein persönlicher Härtefall vorliege, weshalb der Beschuldigte 5 aufgrund der Schwere der Verur-
teilung für 15 Jahre des Landes zu verweisen sei. Erschwerend ist, dass der Beschuldigte 5 
bereits einmal gegen eine Einreisesperre verstossen und vorliegend dafür verurteilt wird. Er ist 
damit einschlägig vorbestraft und eine Landesverweisung von 10 Jahren ist unter den gegebenen 
Umständen angemessen.

Die Berufung des Beschuldigten 5 ist dementsprechend in diesem Punkt gutzuheissen.

15.

Dem Gesagten zufolge ist die Berufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen und die Berufung des 
Beschuldigten 5 teilweise gutzuheissen.

Kosten

16.

16.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn 
sie verurteilt wird. Ausgenommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung, vorbehalten bleibt 
Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Staatsanwaltschaft ist im vorliegenden Verfahren vollumfänglich unterle-
gen bzw. die Beschuldigten setzten sich den Berufungen der Staatsanwaltschaft erfolgreich entge-
gen. Der Beschuldigte 1 ist mit seiner Anschlussberufung und der Beschuldigte 4 mit seiner Beru-
fung ebenfalls unterlegen. Der Beschuldigte 5 hingegen ist mit seiner Berufung teilweise durchge-
drungen. Bei diesem Verfahrensausgang ist von einer neuen Verlegung der erstinstanzlichen 
Verfahrenskosten abzusehen. Dies gilt auch in Bezug auf den Beschuldigten 5, da die Reduktion 
des Strafmasses bei der Verlegung der Kosten im vorinstanzlichen Verfahren nicht ins Gewicht 
fiel.

16.2. Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. 
des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). In Anwendung dieser Bestim-
mungen werden die Gerichtskosten auf CHF 5‘500.- festgesetzt (Gebühr: CHF 5‘000.-; Auslagen: 
CHF 500.-) und je zu einem Fünftel auf die Verfahren betreffend die fünf Beschuldigten verteilt, 
d.h. je CHF 1'100.-.

Die Staatsanwaltschaft ist mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen. Mit der geforderten teils 
massiven Erhöhung des Strafmasses in Bezug auf die Beschuldigten ist sie deutlich unterlegen. 
Die Beschuldigten mussten sich gegen diese Anträge zur Wehr setzen. Der Beschuldigte 1 ist mit 
seinen Anträgen der Anschlussberufung ebenfalls unterlegen. Es rechtfertigt sich daher, die auf 
dieses Verfahren entfallenden Kosten je hälftig dem Staat Freiburg (CHF 550.-) und dem Beschul-
digten 1 (CHF 550.-) aufzuerlegen. Die Beschuldigten 2 und 3 haben selber kein Rechtsmittel 
eingelegt bzw. dieses zurückgezogen was den Beschuldigten 2 angeht und haben sich erfolgreich 
gegen die Berufungen der Staatsanwaltschaft gewehrt. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind 
somit dem Staat Freiburg aufzuerlegen, ausmachend je CHF 1'100.-. In Bezug auf den Beschul-
digten 4 ist festzustellen, dass sowohl die Staatsanwaltschaft mit ihrer Berufung wie auch der 
Beschuldigte mit seiner Berufung unterlegen sind. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Beru-
fungsverfahrens zur Hälfte dem Staat Freiburg (CHF 550.-) und zur anderen Hälfte dem Beschul-

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digten 4 (CHF 550.-) aufzuerlegen. Der Beschuldigte 5 hat sich erfolgreich gegen die Anträge der 
Staatsanwaltschaft zur Wehr gesetzt und ist mit seiner Berufung teilweise durchgedrungen. Die 
Kosten des Berufungsverfahrens sind somit zu drei Vierteln dem Staat Freiburg (CHF 825.-) und 
zu einem Viertel dem Beschuldigten 5 (CHF 275.-) aufzuerlegen.

17.

17.1. Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen 
Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss 
Art. 57 JR wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsa-
chen im Kanton Freiburg auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierig-
keitsgrads der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen 
unter jenem des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil 
BGer 6B_586/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.3). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 
JR).

Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5% der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen 
sämtliche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit (Abs. 3); die 
Entschädigung für Reisen innerhalb des Ortes, in dem sich das Anwaltsbüro befindet, beträgt 
CHF 30.- (Art. 77 Abs. 4 JR). Die Mehrwertsteuer beträgt 7.7% (Art. 25 Abs. 1 MWStG).

17.2. Im Berufungsverfahren hatte die Verteidigung das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die 
Akten zu studieren, mit dem Klienten das weitere Vorgehen zu besprechen, das Plädoyer vorzube-
reiten sowie der Berufungsverhandlung beizuwohnen. Die Verteidigung wird zudem das vorliegen-
de Urteil studieren und mit dem Klienten besprechen müssen. In Bezug auf den Beschuldigten 1 
und 2 hatte die Verteidigung zudem die Anschlussberufung zu verfassen, wobei diese vom 
Beschuldigten 2 anlässlich der Berufungsverhandlung aufgrund des geänderten Antrags der 
Staatsanwaltschaft wieder zurückgezogen wurde. Die Verteidigung des Beschuldigten 4 hatte 
schliesslich die Berufung zu verfassen.

17.3. Rechtsanwältin Riedo veranschlagt als amtliche Verteidigerin von A.________ für das 
Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen Zeitaufwand von insgesamt 21.5 Stunden (inkl. 
des Aufwands für die Berufungsverhandlung [6 Std.] und Nachbearbeitung [1.5 Std]). 

Mit Blick darauf, dass Rechtsanwältin Riedo den Beschuldigten 1 als amtliche Verteidigerin und 
den Beschuldigten 5 als Wahlverteidigerin vertrat, können die auf die Berufungsverhandlung 
entfallenden Stunden von insgesamt fünf Stunden nur je hälftig beim Beschuldigten 1 und beim 
Beschuldigten 5 berücksichtigt werden. Für die Nachbearbeitung werden 1.5 Stunden eingesetzt. 
Auch von den Reisekosten für die Berufungsverhandlung wird die Hälfte bei der Verteidigung des 
Beschuldigten 1 angerechnet. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint somit ein 
Arbeitsaufwand von total 18 Stunden, ausmachend CHF 3'240.-, als angemessen. Die Entschädi-
gung für die Auslagen wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 162.-, und die Reiseent-
schädigung auf CHF 30.- festgesetzt. Dazu kommt eine Reiseentschädigung von CHF 202.50 
(insgesamt 81 Kilometer à CHF 2.50: 27 Kilometer und somit die Hälfte des Hin- und Rückwegs für 
einen Besuch kombiniert mit einem Besuch des Beschuldigten 5 sowie 54 Kilometer für den Hin- 
und Rückweg für die Besprechung des Urteils mit dem Beschuldigten 1) für Besuche des Beschul-
digten 1 in Bellechasse. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwältin Riedo für das Berufungsver-
fahren eine angemessene Entschädigung von CHF 3'914.35, inklusive CHF 279.85 Mehrwertsteu-

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er, zu entrichten. Für die Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt die Rückzahlungspflicht des 
Beschuldigten 1 gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO vorbehalten. Der Beschuldigte 1 hat hinsicht-
lich der Berufung der Staatsanwaltschaft obsiegt und ist in Bezug auf seine Anschlussberufung 
unterlegen. Er hat die Kosten der amtlichen Verteidigung somit im Umfang der Hälfte, ausmachend 
CHF 1'957.20, zurückzuzahlen, sobald er dazu finanziell in der Lage sein wird.

17.4. Rechtsanwalt Moussa veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
einen Zeitaufwand von insgesamt 16 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungs-
verhandlung und Nachbearbeitung).

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände, insbesondere der kürzeren Dauer der Berufungsver-
handlung, erscheint ein Arbeitsaufwand von total 13 Stunden, ausmachend CHF 2'340.-, als ange-
messen. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf 
CHF 117.-, und die Reiseentschädigung auf zweimal CHF 30.- (Vormittag und Nachmittag) festge-
setzt. Eine Reiseentschädigung für einen persönlichen Besuch des Beschuldigten 2 wird nicht 
zugesprochen, da der Beschuldigte 2 im vorliegenden Verfahren obsiegt hat und vorher auch nie 
persönlich besucht wurde, weshalb auch die Nachbearbeitung telefonisch erfolgen kann. Dem 
Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Moussa für das Berufungsverfahren eine angemessene 
Entschädigung von CHF 2'710.80, inklusive CHF 193.80 Mehrwertsteuer, zu entrichten. Dem 
Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschuldigte 2 von der Rückzahlungspflicht befreit.

17.5. Rechtsanwalt Meyer veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
einen Zeitaufwand von insgesamt 19.5 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Beru-
fungsverhandlung und Nachbearbeitung).

Mit Ausnahme einer Stunde für den geschätzten Aufwand für die Berufungsverhandlung scheint 
der geltend gemachte Arbeitsaufwand angemessen. Berücksichtigt wird somit ein Arbeitsaufwand 
von total 18.5 Stunden, ausmachend CHF 3'330.-. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 
5% der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 166.50, und die Reiseentschädigung auf zweimal 
CHF 30.- (Vormittag und Nachmittag) festgesetzt. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Meyer 
für das Berufungsverfahren eine angemessene Entschädigung von CHF 3'830.35, inklusive 
CHF 273.85 Mehrwertsteuer, zu entrichten. Unter den vorliegenden Umständen entfällt die Rück-
zahlungspflicht des Beschuldigten 3.

17.6. Rechtsanwältin Riesen veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
einen Zeitaufwand von insgesamt 33 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungs-
verhandlung und Nachbearbeitung). 

Unter Abzug von 3 Stunden für die Berufungsverhandlung und 1.5 Stunden für die Nachbearbei-
tung und unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsaufwand von total 
28.5 Stunden, ausmachend CHF 5'130.-, als angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen 
wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 256.50, und die Reiseentschädigung auf 
CHF 1'350.- (insgesamt 540 Kilometer à CHF 2.50: 54 Kilometer Bulle-Granges-Paccot und zurück 
am Verhandlungstag; je 162 Kilometer für zwei Besuche des Beschuldigten 4 in Orbe sowie 
162 Kilometer für einen Besuch betreffend Nachbearbeitung) festgesetzt. Dazu kommen die 
Kosten des Übersetzers, welcher für die Kommunikation mit dem Beschuldigten 4 beigezogen 
werden musste und mit CHF 841.20 zu entschädigen ist, entsprechend der eingereichten Rech-
nung sowie 1.5 Stunden für das Gespräch der Nachbearbeitung und insgesamt 2 Stunden Weg. 
Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwältin Riesen für das Berufungsverfahren eine angemessene 
Entschädigung von CHF 8'161.20, inklusive CHF 583.50 Mehrwertsteuer, zu entrichten. Für die 

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Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten 4 gemäss Art. 
135 Abs. 4 Bst. a StPO vorbehalten. Die Entschädigungsfrage folgt den gleichen Regeln wie der 
Kostenentscheid. Die Verfahrenskosten wurden dem Beschuldigten 4 zur Hälfte auferlegt. Der 
Beschuldigte 4 hat die Kosten der amtlichen Verteidigung somit im Umfang der Hälfte, ausma-
chend CHF 4'080.60, zurückzuzahlen, sobald er dazu finanziell in der Lage sein wird.

17.7. Rechtsanwältin Scheidegger war amtliche Verteidigerin des Beschuldigten 5 bis zum 
6. April 2020 als ihr amtliches Mandat sistiert wurde. Sie veranschlagt einen Zeitaufwand von 
insgesamt 6.15 Stunden für die Aufwendungen seit der Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils bis 
zum 7. April 2020. Sie hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die Akten zu studieren und mit 
ihrem Klienten kurz das weitere Vorgehen zu besprechen.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsaufwand von total 3 Stunden, 
ausmachend CHF 540.-, als angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5% der 
Grundentschädigung, d.h. auf CHF 27.- festgesetzt. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwältin 
Scheidegger für das Berufungsverfahren eine angemessene Entschädigung von CHF 610.65, 
inklusive CHF 43.65 Mehrwertsteuer, zu entrichten. Für die Kosten der amtlichen Verteidigung 
bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten 5 gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO vorbehal-
ten. Der Beschuldigte 5 ist hinsichtlich seiner Berufung teilweise durchgedrungen und hinsichtlich 
der Berufung der Staatsanwaltschaft hat er ebenfalls obsiegt. Der Beschuldigte 5 hat die Kosten 
der amtlichen Verteidigung somit im Umfang von einem Viertel, ausmachend CHF 152.65, zurück-
zuzahlen, sobald er dazu finanziell in der Lage sein wird.

17.8. Erfolgt weder ein vollständiger oder teilweiser Freispruch noch eine Einstellung des 
Verfahrens, obsiegt die beschuldigte Person aber in andern Punkten, so hat sie Anspruch auf eine 
angemessene Entschädigung für ihre Aufwendungen (Art. 436 Abs. 2 StPO). Die Entschädigungs-
frage folgt den gleichen Regeln wie der Kostenentscheid. Vorliegend wurden die Verfahrenskosten 
hinsichtlich des Beschuldigten 5 zu drei Vierteln dem Staat Freiburg und zu einem Viertel dem 
Beschuldigten 5 auferlegt.

Gemäss Art. 75a des Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) werden die als 
Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare und Anwaltsauslagen nach einem Stundenta-
rif von CHF 250.- festgesetzt.

Rechtsanwältin Riedo veranschlagt für die Verteidigung des Beschuldigten 5 für das oberinstanzli-
che Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 25.4 Stunden (inkl. des Aufwands für die Beru-
fungsverhandlung [6 Std.] und die Nachbearbeitung [1.5 Std.]). Unter Berücksichtigung sämtlicher 
Umstände, insbesondere der Dauer der Berufungsverhandlung und der Nachbearbeitung, 
erscheint ein Arbeitsaufwand von total 21 Stunden, ausmachend CHF 5'250.-, als angemessen. 
Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 262.50, 
festgesetzt. Zuzüglich ist Rechtsanwältin Riedo eine Reiseentschädigung von CHF 30.- (Hälfte der 
Reisekosten für die Berufungsverhandlung) sowie CHF 67.50 (27 Kilometer für einen halben Weg 
nach Bellechasse und zurück in Kombination mit dem Besuch des Beschuldigten 1) auszurichten. 
Die dem Beschuldigten 5 zugesprochene Entschädigung wird angesichts seines nur teilweisen 
Obsiegens in Bezug auf seine Berufung sowie des Obsiegens in Bezug auf die Berufung der 
Staatsanwaltschaft auf drei Viertel dieses Betrages, d.h. CHF 4'531.45, inkl. CHF 323.95 Mehr-
wertsteuer, festgesetzt.

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufungen der Staatsanwaltschaft (501 2020 30, 32, 33, 36, 37) werden abgewiesen.

Die Berufung von D.________ (501 2020 48) wird abgewiesen.

Die Berufung von E.________ (501 2020 38) wird teilweise gutgeheissen.

Die Anschlussberufung von A.________ wird abgewiesen.

II. Das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 12. Dezember 2019 wird in Ziff. VI.1, VI.3 
und VI.5 abgeändert und in Ziff. I.3, I.4, II.3, II.4, III.2, III.3, IV.3, IV.4 und VI.4 bestätigt. Es 
lautet neu wie folgt:

I. A.________

3. Die Strafe wird festgesetzt auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 42 Monaten (Art. 40, 
47, 49 StGB).

4. Die seit dem 3. Mai 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzeiti-
ge Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB). 

II. B.________

3. Die Strafe wird festgesetzt auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 48 Monaten (Art. 40, 
47, 49 StGB).

4. Die seit dem 3. Mai 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzeiti-
ge Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

III. C.________

2. Die Strafe wird festgesetzt auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 48 Monaten (Art. 40, 
47, 49 StGB).

3. Die seit dem 13. März 2018 erstandene Untersuchungs- und Polizeihaft und der vorzei-
tige Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

IV. D.________

3. Die Strafe wird festgesetzt auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 48 Monaten (Art. 40, 
47, 49 StGB).

4. Die seit dem 23. September 2018 erstandene Auslieferungs-, Untersuchungs- und 
Polizeihaft und der vorzeitige Strafvollzug werden angerechnet (Art. 51 StGB).

VI. E.________

1. E.________ wird verurteilt wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 2 
lit. a und b BetmG, begangen im März 2018 und Verweisungsbruch im Sinne von 
Art. 291 StGB, begangen ab Oktober 2018.

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3. Die Strafe wird festgesetzt auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 26 Monaten (Art.