# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 904095ed-a457-5802-b82c-96260cbcc00f
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 10.11.2021 605 2021 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2021-93_2021-11-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2021 93

Urteil vom 10. November 2021

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer

gegen

SUVA, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Reisekosten; Spesen

Beschwerde vom 1. April 2021 gegen den Einspracheentscheid vom 
26. Februar 2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1950, verheiratet, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. Okto-
ber 1986 beim C.________. Im Rahmen dieser Anstellung war er bei der Suva gegen Berufs- und 
Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 26. März 2003 meldete er, er sei im Frühling 2002 von einer Zecke gebissen worden. Mit Verfü-
gung vom 13. Mai 2003, nach weiteren Abklärungen bestätigt durch Einspracheentscheid vom 
20. Juni 2008, verneinte die Suva eine Zeckenbiss-Folgeerkrankung. Die dagegen erhobene 
Beschwerde wurde vom Kantonsgericht Freiburg mit Urteil vom 7. Juli 2010 (Dossier 605 2008 348) 
gutgeheissen und die Angelegenheit für die Vornahme einer interdisziplinären Abklärung an die 
Suva zurückgewiesen.

B. Nach Einholung eines interdisziplinären Gutachtens verneinte die Suva mit Verfügung vom 
11. Juli 2014, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 23. Februar 2015, ihre Leistungspflicht 
erneut. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Freiburg mit Urteil vom 
20. Januar 2017 (Dossier 605 2015 69) gut und bejahte die Leistungspflicht der Suva. Es sei zusam-
men mit den Gutachtern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen einer Lyme-Borrelio-
se auszugehen, die sich namentlich durch eine periphere Polyneuropathie auszeichne.

C. Mit Verfügung vom 4. Mai 2018 bejahte die Suva den Anspruch auf eine Integritätsentschädi-
gung basierend auf einem Integritätsschaden von 10%. Demgegenüber verneinte sie den Rentenan-
spruch. Dies bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2019. Jedoch trat sie auf in der 
Einsprache gemachte Anträge auf Abgeltung von Inkonvenienzen, Auslagen für Porti und Kopien, 
Selbstbehalte auf Heilkosten etc. nicht ein. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantons-
gericht, soweit darauf eingetreten wurde, mit Urteil vom 15. Mai 2020 (Dossier 605 2019 216) ab. 
Auf eine dagegen beim Bundesgericht erhobene Bechwerde trat dieses mit Urteil vom 8. Juli 2020 
(8C_437/2020) nicht ein.

D. Mit zwei Verfügungen vom 21. August 2019 verneinte die Suva einerseits den Taggeldan-
spruch von A.________ und sprach ihm andererseits Transportkosten für die Zeit bis zum 1. August 
2014 zu. Auf Einsprache hin und nach Prüfung durch die Rechtsabteilung nahm die Suva diese 
beiden Verfügungen zurück.

Mit neuer Verfügung vom 24. Juni 2020, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 26. Februar 
2021, sprach die Suva ihm CHF 1'870.- für Reisespesen zu. Da bereits ein Betrag von CHF 440.- 
ausbezahlt worden war, werde einzig der Restbetrag von CHF 1'430.- ausgerichtet. Dieser Betrag 
wurde am 26. Juni 2020 beglichen. Der Betrag von CHF 440.-, der fälschlicherweise nicht ausge-
richtet worden war, wurde nachträglich am 6. August 2020 ausbezahlt. Bezüglich der geltend 
gemachten Rückerstattung von Schreibkosten, Porti und Kopien sei ein Ersatz hierfür von Gesetzes 
wegen nicht vorgesehen. Bezüglich der ebenso geltend gemachten Anwaltskosten wies die Suva 
darauf hin, diese könnten nur übernommen werden, falls der Vertreter der versicherten Person bei 
der Suva (vorgängig) ein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständigung stelle und dieses bewilligt 
werde. Ein solches Gesuch sei nicht gestellt worden. Zudem bestehe im Verwaltungsverfahren kein 
Anspruch auf eine Parteientschädigung.

E. Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Februar 2021 erhebt A.________ am 1. April 2021 
Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt, die Leistungspflicht der Suva sei für alle 

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durch den Zeckenstich verursachten Kosten zu bejahen, wobei er insgesamt Kosten von 
CHF 74'658.60 geltend macht.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 19. April 2021 ihre Ausführungen im Einspracheent-
scheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 1. April 2021 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 26. Februar 2021 
ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der 
Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversiche-
rungsgerichtshof, die Höhe der von der Suva zugesprochenen Spesen prüft.

1.1. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse 
zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbind-
lich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 
beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Der Einspracheentscheid tritt an die 
Stelle der Verfügung. Er ist alleiniger Anfechtungsgegenstand des erstinstanzlichen Beschwerde-
verfahrens. Die ursprüngliche Verfügung, soweit angefochten, hat mit Erlass des Einspracheent-
scheides jede rechtliche Bedeutung verloren (Urteil BGer 8C_592/2012 vom 23. November 2012 
E. 3.1 f. mit Hinweisen).

Aus prozessökonomischen Gründen kann eine Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens auf eine 
ausserhalb des Anfechtungsgegenstands liegende Frage erfolgen. Dabei müssen bestimmte 
Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein. Die neue Frage muss spruchreif sein und mit dem bisherigen 
Streitgegenstand eng zusammenhängen, und der Versicherungsträger muss sich mindestens in 
Form einer Prozesserklärung geäussert haben (KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 101 zu 
Art. 61 ATSG mit Verweis auf BGE 110 V 48).

1.2. Am 24. Juni 2020 erliess die Suva zwei Verfügungen. Einerseits betreffend Spesen (Brief-
kopf: "Betrifft: Spesen"; Suva-Akten Nr. 325). Andererseits betreffend den Heilkostenanspruch 
(Briefkopf: "Betrifft: 2620987"; Suva-Akten Nr. 326). Am 4. August 2020 (Suva-Akten Nr. 335) mach-
te der Beschwerdeführer korrekterweise zwei Einsprachen in welchen er jeweils klar angab, auf 
welche der beiden Verfügungen vom 24. Juni 2020 er sich bezog. Gegen die Verfügung vom 
24. Juni 2020 bezüglich Heilkostenanspruch erhob am 19. August 2020 (Suva-Akten Nr. 338) auch 
die zuständige Krankenkasse Einsprache.

Am 26. Februar 2021 erliess die Suva den hier streitigen Einspracheentscheid, wobei bei "Ihrer 
Referenz" "Einsprache bzgl. Spesen" sowie im Rubrum "betreffend Verfügung der Suva Bern vom 
24. Juni 2020 (betreffend Spesen)" angegeben wurde.

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Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist somit einzig und allein die Spesenfrage. In seiner 
Beschwerde stellt der Beschwerdeführer ebenso einen Antrag bezüglich des Heilkostenanspruchs, 
über welchen die Suva jedoch in einem anderen Einspracheentscheid entscheiden wird bzw. 
entschieden hat, weshalb sich weitere Ausführungen zu dieser Frage erübrigen.

Auch nicht Gegenstand dieses Verfahrens sind die Ansprüche auf eine Rente bzw. eine Integritäts-
entschädigung, worüber mit rechtskräftigem Urteil des Kantonsgerichts vom 15. Mai 2020 entschie-
den wurde sowie der Anspruch auf Taggelder, über welchen die Suva, soweit ersichtlich, nach Rück-
nahme der Verfügung vom 21. August 2019 bis anhin nicht entschieden hat.

Schliesslich sind die erst zusammen mit der Beschwerde eingereichten Kostenlisten betreffend die 
Jahre 2019–2021 ebenfalls nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Diese hängen zwar eng mit dem 
hier zu prüfenden Gegenstand zusammen, dennoch geht es nicht an, das Verfahren auf diesen 
Punkt auszudehnen, da sich die Suva dazu nicht mindestens in Form einer Prozesserklärung ge-
äussert hat. In ihren Bemerkungen ging sie auf diese neuen Kostenlisten nicht ein.

Auf die Beschwerde ist mit diesen Einschränkungen einzutreten.

2.

2.1. Im Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zur Anwendung kommt, finden sich in 
Art. 14 ff. allgemeine Bestimmungen über Leistungen.

Sachleistungen sind gemäss Art. 14 ATSG insbesondere die Heilbehandlung (Krankenpflege), die 
Hilfsmittel, die individuellen Vorsorge- und Eingliederungsmassnahmen sowie Aufwendungen für 
Transporte und ähnliche Leistungen, die von den einzelnen Sozialversicherungen geschuldet oder 
erstattet werden. Weil Art. 14 ATSG nicht im Einzelnen bestimmt, welches Sachleistungen sind, 
sondern lediglich eine nicht abschliessende Aufzählung enthält, erweist es sich als erforderlich, im 
Einzelerlass – soweit notwendig – zu bestimmen, welche Leistungen als Sachleistungen zu betrach-
ten sind. Im Bereich der Unfallversicherung sind dies die Leistungen nach Art. 10–14 UVG (KIESER, 
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 48 und 54 zu Art. 14). Dabei sieht im speziellen Art. 13 Abs. 1 
UVG vor, dass die notwendigen Reise-, Transport- und Rettungskosten vergütet werden. Art. 20 
Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 
präzisiert diesbezüglich, dass die notwendigen Rettungs- und Bergungskosten und die medizinisch 
notwendigen Reise- und Transportkosten vergütet werden. Weitergehende Reise- und Transport-
kosten werden vergütet, wenn es die familiären Verhältnisse rechtfertigen.

Geldleistungen sind gemäss Art. 15 ATSG insbesondere Taggelder, Renten, jährliche Ergänzungs-
leistungen, Hilflosenentschädigungen und Zulagen zu solchen, nicht aber der Ersatz für eine von 
der Versicherung zu erbringende Sachleistung.

2.2. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicherungen, sofern die versicherte 
Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen, für ihre Leistungen nach Ablauf von 
24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltend-
machung verzugszinspflichtig.

Die in Art. 14 f. ATSG vorgenommene Aufteilung zwischen Sach- und Geldleistungen erfolgte nicht 
im Hinblick auf die Verzugszinsenordnung. Als Objekt des Verzugszinses sind somit nicht 

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(einschränkend) die Geldleistungen nach Art. 15 ATSG anzusehen; vielmehr entsteht die Verzugs-
zinspflicht auf allen Geldschulden (KIESER, N. 40 zu Art. 26 ATSG).

Art. 7 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) 
regelt Details zu den Verzugszinsen. Der Satz für den Verzugszins beträgt 5% im Jahr (Abs. 1). Der 
Verzugszins wird monatlich auf dem bis Ende des Vormonats aufgelaufenen Leistungsanspruch 
berechnet. Die Zinspflicht beginnt am ersten Tag des Monats, in welchem der Anspruch auf Verzugs-
zinsen entstanden ist, und endet am Ende des Monats, in welchem der Zahlungsauftrag erteilt wird 
(Abs. 2).

2.3. Hinsichtlich des Einspracheverfahrens kann sich die Partei entsprechend der Regelung von 
Art. 37 ATSG, wenn sie nicht persönlich zu handeln hat, jederzeit vertreten oder, soweit die Dring-
lichkeit einer Untersuchung es nicht ausschliesst, verbeiständen lassen (Abs. 1). Wo die Verhältnis-
se es erfordern, wird der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt 
(Abs. 4). Eine anwaltliche Verbeiständung drängt sich lediglich in Ausnahmefällen auf, in denen 
schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen und eine 
Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozia-
ler Institutionen nicht in Betracht fällt. Zu gewichten ist auch die Fähigkeit der versicherten Person, 
sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil BGer 8C_911/2015 vom 3. Februar 2016 E. 3 mit Hinwei-
sen).

Das Einspracheverfahren ist kostenlos. Parteientschädigungen werden in der Regel nicht ausge-
richtet (Art. 52 Abs. 3 ATSG). Die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung hat diesbezüglich 
festgelegt, dass – ausserhalb der unentgeltlichen Vertretung – im Einspracheverfahren kein 
Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht. Die Zusprechung einer Parteientschädigung im 
Einspracheverfahren lässt sich weder aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen noch aus den Verfah-
rensgarantien der Bundesverfassung ableiten. Im Einspracheverfahren gemäss Art. 52 ATSG kann 
die Ausrichtung einer Parteientschädigung nur als geboten betrachtet werden, wenn die betreffende 
Person im Falle des Unterliegens die unentgeltliche Vertretung hätte beanspruchen können (KIESER, 
N. 85 zu Art. 52 mit Hinweisen, u. a. auf Urteil BGer 9C_877/2017 vom 28. Mai 2018 E. 8.2).

2.4. Was das Beschwerdeverfahren betrifft, bestimmt Art. 61 Bst. f, dass das Recht, sich verbei-
ständen zu lassen, gewährleistet sein muss. Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird der 
Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. 

Ferner hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. 
Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 Bst. g 
ATSG). Darunter werden insbesondere die Vertretungskosten verstanden. Dazu zählen die 
Entschädigung, welche die vertretende Person geltend macht, und die Barauslagen der vertreten-
den Person. Kosten der nicht vertretenen Partei werden nach der Rechtsprechung nur ausnahms-
weise übernommen. Es muss sich um eine komplizierte Sache mit einem hohen Streitwert handeln, 
wobei der – in einem vernünftigen Rahmen betriebene – Aufwand denjenigen Rahmen überschrei-
tet, der von der Partei auf sich zu nehmen ist (KIESER, N. 215 und 217 zu Art. 61).

3.

Es ist streitig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf einen höheren Spesenersatz hat, als die von 
der Suva für Reisekosten zugesprochenen CHF 1'870.-.

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3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, das Urteil des Kantonsgerichts vom 20. Januar 2017 sei 
rechtskräftig, weshalb es nicht angehe, Korrekturen an der Leistungspflicht vorzunehmen. Deshalb 
seien ihm sämtliche durch die Leistungsverweigerung der Suva entstandenen Kosten zu ersetzen. 
Die Suva sei bis anhin nicht den Forderungen von ihm und seiner Krankenkasse nachgekommen, 
sämtliche seit 2002 entstandenen Kosten für Arzt-, Medikamenten- und Heilungskosten plus Zinsen 
zurückzuerstatten. Auch habe die Suva dem Arbeitgeber die Kosten für seine unfallbedingten 
Absenzen vollumfänglich und mit Zins zu erstatten. Er macht insgesamt Kosten in der Höhe von 
CHF 74'658.60 (CHF 76'528.60 abzüglich der gewährten Reisespesen von CHF 1'870.-) geltend.

3.2. Wie dargestellt, ist Gegenstand des vorliegenden Verfahrens einzig und allein die Frage der 
Spesen bezüglich der Jahre 2003–2018. In seinen Kostenaufstellungen (Suva-Akten Nr. 222) macht 
der Beschwerdeführer als Spesen Reisekosten, Schreibkosten/Anwaltskosten sowie Auslagen für 
Porti und Kopien über einen Totalbetrag von CHF 32'673.65 inklusive Zins von 5% geltend. Im Detail 
CHF 1'626.60 für Porto- und Kopierspesen, CHF 18'371.75 für Schreib- und Anwaltskosten, Reise-
kosten von CHF 1'870.- sowie Zinsen von CHF 10'807.20.

3.3. Zunächst ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass der Ersatz von Porto- und 
Kopiekosten, wie dargestellt und zu Recht von der Suva festgehalten, gesetzlich nicht vorgesehen 
ist, weshalb sich weitere Äusserungen dazu erübrigen.

Was die ebenso geltend gemachten Schreib- bzw. Anwaltskosten betrifft, ist ebenso der Suva zu 
folgen. So können Anwaltskosten nur von der Suva übernommen werden, wenn im Einsprachever-
fahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (URP-Gesuch) gestellt und das Gesuch von der 
Suva bejaht wird. Jedoch wird im Einspracheverfahren gemäss der Rechtsprechung nur im Ausnah-
mefall von der Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung ausgegangen. Zudem besteht im 
Einspracheverfahren kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Bei Beschwerdeverfahren hat die Suva Anwaltskosten zu übernehmen, wenn der Beschwerdeführer 
anwaltlich vertreten ist und die Beschwerden gutgeheissen wird. Demgegenüber besteht bei einem 
nicht anwaltlich vertretenen Versicherten grundsätzlich kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.

Für die vorstehenden Punkte ist deshalb auch kein Verzugszins geschuldet. Dennoch ist der 
Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass es für die Zusprache von Zinseszinsen, wie von ihm 
geltend gemacht, im Sozialversicherungsrecht an einer gesetzlichen Grundlage fehlt. Deshalb ist in 
analoger Weise auf Art. 105 Abs. 3 OR zurückzugreifen, wonach auf Verzugszinsen keine Verzugs-
zinsen erhoben werden dürfen (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen AVI 2010/57 vom 
15. März 2011 E. 4 mit Hinweis).

3.4. Demgegenüber ist der Ersatz von Reisekosten explizit in Art. 14 ATSG und in Art. 13 Abs. 1 
UVG vorgesehen. Die Suva hielt dazu in ihrer Verfügung vom 24. Juni 2020 fest, die Auslagen der 
Reisekosten ab dem 12. Juni 2003 bis 20. Februar 2019 im Gesamtbetrag von CHF 1'870.- würden 
vergütet. Der bereits überwiesene Betrag von CHF 440.- sei in Abzug zu bringen, weshalb er einen 
Anspruch von CHF 1'430.- habe. Dieser Betrag wurde ihm gemäss Schreiben vom 26. Juni 2020 
(Suva-Akten Nr. 335) in den nächsten Tagen überwiesen. In seiner Einsprache vom 4. August 2020 
monierte der Beschwerdeführer bezüglich den Reisekosten einzig, der Betrag von CHF 440.- sei 
nicht ausbezahlt worden. Die Suva entschuldigte sich hierfür am 5. August 2020 (Suva-Akten 
Nr. 336) und gab an, die Überweisung erfolge noch am gleichen Tag.

Der von Suva ausbezahlte Betrag von CHF 1'870.- entspricht exakt dem Betrag, den der Beschwer-
deführer für die Jahre 2003–2018 geltend gemacht hatte. Soweit ersichtlich, machte er diese Kosten 

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zum ersten Mal in seiner Eingabe vom 14. Dezember 2018 (Suva-Akten, Nr. 221–224), eingetroffen 
bei der Suva am 17. Dezember 2018, geltend.

Beim Ersatz der Reisekosten handelt es sich zwar gemäss Art. 15 ATSG um eine Sachleistung. 
Jedoch bezieht sich die Verzugszinspflicht gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG, wie gesehen, auf alle Geld-
forderungen, unbesehen von der Unterscheidung zwischen Geld- und Sachleistung. Die Suva wird 
hierfür frühestens 12 Monate nach Geltendmachung dieser Kosten verzugszinspflichtig. Entspre-
chend der Regelung von Art. 7 Abs. 2 ATSV besteht damit ein Anspruch auf Verzugszinsen auf 
einem Betrag von CHF 1'870.- für die Zeit vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. Juni 2020 und auf 
einem Betrag von CHF 440.- für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31. August 2020.

4.

Zusammenfassend hat die Suva dem Beschwerdeführer zu Recht nur die Reisekosten im Umfang 
von CHF 1'870.- erstattet. Jedoch ist zudem auf diesen für den Zeitraum vom 1. Dezember 2019 bis 
zum 31. August 2020 der Verzugszins anzurechnen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise 
gutzuheissen.

Auch wenn vorliegend die Frage der für die Jahre 2019–2021 geltend gemachten Kosten nicht 
geprüft werden musste, ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass er für diese Periode 
einzig und allein Transportkosten geltend machen könnte, über welche die Suva mit einer neuen 
Verfügung zu entscheiden hätte.

Zudem wird der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass gestützt auf Art. 43 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1991 (VRG; SGF 150.1) unleserliche, den 
Anstand verletzende oder weitschweifige Eingaben vom Gericht zurückgewiesen werden können, 
verbunden mit der Auflage, sie neu abzufassen, worauf vorliegend ausnahmsweise verzichtet 
wurde.

Gemäss Art. 131 Abs. 1 VRG, anwendbar aufgrund des Verweises von Art. 61 erster Satz ATSG, 
hat die unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen, ausser bei Leistungsstreitigkeiten 
gemäss Art. 61 Bst. fbis ATSG in seiner Version seit dem 1. Januar 2021.

Vorliegend betraf das Verfahren vorwiegend Aufwendungen, die nicht als Leistungen zu qualifizieren 
sind (Schreibkosten; Zinsen), weshalb das Verfahren kostenpflichtig ist. Da der Beschwerdeführer 
nur in einem sehr geringen Umfang obsiegt, rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten von CHF 400.- 
vom Beschwerdeführer zu erheben. Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen 
Anspruch auf Parteientschädigung.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird.

Der Einspracheentscheid vom 26. Februar 2020 wird in dem Sinne angepasst, dass 
A.________ Anspruch auf die zugesprochenen Reisekosten von CHF 1870.- hat zuzüglich 
Verzugszinsen.

II. Die Gerichtskosten zu Lasten von A.________ werden auf CHF 400.- festgesetzt.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 10. November 2021/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: