# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26a1dc3a-6a78-5279-bdb2-b83aa860d4ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2021 F-2693/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2693-2021_2021-06-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2693/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;   

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 X.________, geb. […],  

vertreten durch  

Katharina Bachmann, Rechtsschutz für Asylsuchende - Bun-

desasylzentrum Region Bern, Morillonstrasse 75, 3007 Bern,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren); Verfügung des SEM vom 26. Mai 2021 / […]. 

 

 

 

F-2693/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ([…] Staatsangehöriger, geb. […]) ersuchte am 

29.  Januar 2021 in der Schweiz um Asyl (Akten der Vorinstanz […] [SEM 

act.] 3).  

B.  

Am 8. Februar 2021 führte das SEM mit dem Beschwerdeführer das per-

sönliche Gespräch nach Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig 

ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). Es stellte im Protokoll fest, dass keine Hin-

weise auf die Zuständigkeit eines anderen Dublin-Staates ersichtlich seien 

und gewährte ihm das rechtliche Gehör zu seinem Gesundheitszustand 

(SEM act. 14). 

C.  

In der Folge führte die Vorinstanz am 19. Februar 2021 eine Anhörung ge-

mäss Art. 29 AsylG (SR 142.31) durch (SEM act. 18).  

D.  

Mit Entscheid vom 26. Februar 2021 erfolgte die Zuteilung des Beschwer-

deführers in das erweiterte Verfahren (SEM act. 23).  

E.  

Der Beschwerdeführer reichte dem SEM mit Schreiben vom 12. März 2021 

eine Fotografie sowie einen Link zu einem Youtube-Video ein (SEM act. 

28). Abklärungen des SEM in diesem Zusammenhang ergaben erste Hin-

weise auf einen möglichen längeren Aufenthalt des Beschwerdeführers in 

Schweden.  

F.  

Am 15. März 2021 erfolgte eine ergänzende Anhörung des Beschwerde-

führers im erweiterten Verfahren (SEM act. 30).  

G.  

Das SEM ersuchte die schwedischen Behörden am 18. März 2021 um In-

formationen gemäss Art. 34 Dublin-III-VO (SEM act. 32). Die schwedischen 

F-2693/2021 

Seite 3 

Behörden teilten der Vorinstanz am 29. März 2021 mit, der Beschwerde-

führer habe in Schweden am 27. Juli 2006 als minderjährige Person ein 

Asylgesuch eingereicht. Er habe dort eine Aufenthaltsbewilligung aus hu-

manitären Gründen erhalten, und zurzeit sei diesbezüglich ein Verfahren 

hängig (SEM act. 34). In der Folge stellte das SEM bei den schwedischen 

Behörden ein weiteres Gesuch um ergänzende Informationen (SEM act. 

35).  

H.  

Mit Schreiben vom 9. April 2021 gewährte das SEM dem Beschwerdefüh-

rer das rechtliche Gehör zum Ergebnis seiner Abklärungen und verwies ihn 

auf die Möglichkeit, dass die Schweiz auf sein Asylgesuch nicht eintrete 

und er nach Schweden weggewiesen werde (SEM act. 36). Der Beschwer-

deführer nahm mit Eingabe vom 15. April 2021 Stellung (SEM act. 38). 

I.  

Am 16. April 2021 teilten die schwedischen Behörden dem SEM im Rah-

men des ergänzenden Informationsersuchens im Wesentlichen mit, der 

Beschwerdeführer habe im Jahr 2007 unter der Identität «Z._______ geb. 

[…]» eine Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen erhalten. Am 

5. Juni 2018 sei ein Verfahren zur Aberkennung des Aufenthaltstitels ein-

geleitet worden. Das Verfahren sei noch hängig (SEM act. 40). 

J.  

In der Folge ersuchte das SEM die schwedischen Behörden um Über-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-

VO (SEM act. 41). Diesem Gesuch wurde am 10. Mai 2021 entsprochen 

(SEM act. 43).  

K.  

Dem Beschwerdeführer wurde am 14. Mai 2021 erneut das rechtliche Ge-

hör gewährt (SEM act. 44). Er nahm mit Schreiben vom 25. Mai 2021 Stel-

lung (SEM act. 45).  

L.  

Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 – eröffnet am 3. Juni 2021 – trat das SEM 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, verfügte dessen 

Überstellung nach Schweden und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig verfügte es die 

Aushändigung der editionspflichtigen Akten und stellte fest, einer allfälligen 

F-2693/2021 

Seite 4 

Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung 

zu (SEM act. 46).   

M.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 8. Juni 2021 gelangte der Beschwerdeführer 

an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene Ver-

fügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylge-

such einzutreten. Eventualiter sei die Sache zur vollständigen Sachver-

haltsabklärung und Entscheidbegründung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Der vorliegenden Beschwerde sei zudem die aufschiebende Wirkung 

zu gewähren. Die Vorinstanz und die Vollzugsbehörden seien im Rahmen 

von vorsorglichen Massnahmen unverzüglich anzuweisen, bis zum Ent-

scheid über das vorliegende Rechtsmittel von jeglichen Vollzugshandlun-

gen abzusehen. Schliesslich ersuchte er um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer act.] 1).  

N.  

Am 9. Juni 2021 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an (BVGer act. 2). Gleichentags lagen dem Bundes-

verwaltungsgericht die vorinstanzlichen Akten in elektronischer Form vor. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1  Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 VwVG] sind offensichtlich erfüllt. 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde erweist sich als offen-

F-2693/2021 

Seite 5 

sichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-

digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif-

tenwechsels und mit summarischer Begründung, zu behandeln ist 

(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.   

 

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8 - 15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung dieses Staates 

wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag ge-

stellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des Wiederaufnahme-

verfahrens (Art. 23 -25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich keine (neue) Zu-

ständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr statt (vgl. zum Gan-

zen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). 

3.3  Der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat ist verpflichtet, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt 

wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat  

oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-

haltstitel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder auf-

zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO).  

3.4 Jeder Mitgliedstaat kann abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO). Dieses sogenannte 

Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der Asylver-

ordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert und 

das SEM kann das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung «aus humani-

tären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO 

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ein anderer Staat zuständig wäre. Bei (individuellen) Gründen für eine völ-

kerrechtliche Unzulässigkeit einer Dublin-Überstellung ist der Selbsteintritt 

zwingend und der Ermessensspielraum ist auf 0 reduziert (BVGE 2015/9 

E. 8.2.1 m.H. auf Filzwieser/Sprung). 

4.  

4.1 Die schwedischen Behörden hiessen das Gesuch der Vorinstanz um 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO am 10. Mai 2021 ausdrücklich gut. Die Zuständigkeit Schwe-

dens steht somit grundsätzlich fest, was auch der Beschwerdeführer nicht 

in Abrede stellt (vgl. Beschwerde III Pkt. 2).  

4.2 Der Beschwerdeführer verwies hingegen in seiner Beschwerde im We-

sentlichen auf BVGE 2017 VI/9, wo das Bundesverwaltungsgericht fest-

hielt, dass die Mitteilung des SEM, mit welcher dieses einer asylsuchenden 

Person den Abschluss des Dublin-Verfahrens und die Aufnahme in das na-

tionale Asyl- und Wegweisungsverfahren anzeige, als Zwischenverfügung 

zu qualifizieren sei; auf eine solche Zwischenverfügung könne zurückge-

kommen werden, wenn die verfahrensleitende Behörde hierfür sachliche 

Gründe geltend mache und der Grundsatz von Treu und Glauben gemäss 

Art. 5 Abs. 3 BV nicht ausnahmsweise den Verzicht auf ein Zurückkommen 

gebiete. In casu sei der Beschwerdeführer mittels Zwischenverfügung dem 

erweiterten Verfahren zugeteilt worden. Dabei seien – im Unterschied zum 

Sachverhalt in BVGE 2017 VI/9 – bereits zwei Anhörungen durchgeführt 

worden, wobei die Sache in materieller Hinsicht spruchreif sei. In faktischer 

Hinsicht sei das Verfahren mittlerweile derart weit fortgeschritten, dass er 

mit einer materiellen Beurteilung seines Asylgesuchs durch die Schweiz 

habe rechnen dürfen. Ansonsten würde über Asylsuchenden stets das 

«Damoklesschwert» einer etwaigen (allenfalls unbegründeten) Dublin-Zu-

ständigkeit schweben, was mit den Zielen des beschleunigten Asylverfah-

rens kaum vereinbar wäre (Beschwerde III Pkt. 3.1 f.).  

4.3 Vorliegend hat die Vorinstanz nicht gegen den Grundsatz von Treu und 

Glauben verstossen, indem sie auf ihren Zuteilungsentscheid in das erwei-

terte Verfahren vom 26. Februar 2021 zurückgekommen ist. Der Beschwer-

deführer argumentiert zwar mit einem rechtlich schützenswerten Vertrauen 

am Weiterbestand der Zwischenverfügung, da sich das Verfahren in einem 

fortgeschrittenen Stadium befand, verkennt aber, dass dies allein auf sein 

treuwidriges Verhalten zurückzuführen ist. Er hat dabei nicht nur seinen 

Aufenthalt in Schweden verschwiegen, sondern bewusst falsche Angaben 

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gemacht. So erklärte er anlässlich der Anhörung vom 19. Februar 2021 

wahrheitswidrig, dass er sein ganzes Leben in der Stadt M._______ ver-

bracht habe (SEM act. 18, Antwort auf Frage 46, S. 6). Er ist damit seiner 

Mitwirkungspflicht in keiner Weise nachgekommen (vgl. Art. 8 AsylG), wo-

mit es dem SEM gar nicht möglich war, zu einem früheren Zeitpunkt eine 

Zuständigkeitsprüfung vorzunehmen. Erst als er mit Schreiben vom 

12. März 2021 auf einen Internet-Link hinwies, konnte die Vorinstanz zwei 

Facebook-Profile von ihm ausfindig machen, welche darauf schliessen 

liessen, dass er sich wohl schon längere Zeit in Schweden aufhielt. Es mu-

tet seltsam an, wenn er sein Verhalten anlässlich der Stellungnahme zum 

rechtlichen Gehör vom 15.  April 2021 damit begründet, dass er seinen 

Aufenthalt in Schweden deshalb nicht erwähnt habe, weil er keine langen 

Ausführungen habe machen wollen (vgl. SEM act. 38) bzw. beschwerde-

weise geltend macht, er habe die entsprechenden Informationen nicht als 

relevant erachtet und die Tragweite der Mitwirkungspflicht trotz hinreichen-

der Instruktionen seiner Rechtsvertreterin nicht verstanden (Beschwerde 

III Pkt. 3.2). Er wurde anlässlich seiner Anhörungen durch die Vorinstanz 

wiederholt darauf hingewiesen, dass er verpflichtet sei, vollständige und 

wahrheitsgetreue Aussagen zu machen. Schliesslich gewährte ihm das 

SEM am 9.  April 2021 und am 14. Mai 2021 jeweils das rechtliche Gehör. 

Dabei hat es ihn über die Ergebnisse der Abklärungen bei den schwedi-

schen Behörden informiert und ihn in diesem Zusammenhang auf die Mög-

lichkeit eines Nichteintretensentscheids und die Zuständigkeit Schwedens 

sowie auf eine Wegweisung dorthin hingewiesen. Damit ist die Vorinstanz 

ohne weiteres auch ihren Verpflichtungen gemäss Art. 29 Abs. 2 BV nach-

gekommen (vgl. dazu BVGE 2017 VI/9 E. 4.2.2). Sie durfte auf ihren Ent-

scheid vom 26. Februar 2021 zurückkommen.  

4.4 Weiter geht aus der angefochtenen Verfügung in hinreichendem Mass 

hervor, von welchen Motiven sich die Vorinstanz bei ihrem Entscheid leiten 

liess und aus welchem Grund das SEM auf das Asylgesuch des Beschwer-

deführers nicht eintrat (vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG). Sofern er moniert, 

das SEM hätte seinen Nichteintretensentscheid (wenn schon auch) ge-

stützt auf Art. 36 AsylG begründen sollen (Beschwerde III Pkt. 4.1), so ist 

darauf hinzuweisen, dass dieser Artikel regelt, in welchen Fällen einer asyl-

suchenden Person das rechtliche Gehör gewährt wird. Die Rüge einer Ver-

letzung der Begründungspflicht ist demzufolge zurückzuweisen. Dem 

Eventualantrag kann folglich nicht entsprochen werden. Weitere Ausfüh-

rungen in dieser Hinsicht erübrigen sich.  

 

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Seite 8 

5.  

5.1 Die Vorinstanz stellte in ihrer Verfügung vom 26. Mai 2021 weiter zu-

treffend fest, dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gebe, 

das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für asylsuchende Per-

sonen in Schweden hätten Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Be-

handlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grundrechtecharta und Art. 3 

EMRK mit sich bringen würden.  

5.2 Schliesslich ergeben sich aus den vorinstanzlichen Akten keine 

Gründe, noch wurden solche im vorliegenden Verfahren geltend gemacht, 

die der Schweiz Anlass geben würden, von ihrem Selbsteintrittsrecht nach 

Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO bzw. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Gebrauch 

zu machen. Dabei ist zu beachten, dass die Dublin-III-VO den Schutzsu-

chenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber 

auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3).  

6.   

Die Vorinstanz ist nach dem Gesagten zu Recht und ohne Ermessensfeh-

ler auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat 

seine Wegweisung nach Schweden verfügt (vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. b und 

Art. 44 AsylG). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.  

7.   

7.1 Mit dem vorliegenden Urteil fällt der am 9. Juni 2021 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde ist gegenstandslos geworden.  

7.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind. Die Verfahrenskosten 

sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf 

insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

8.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

(Dispositiv nächste Seite) 

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 

nicht stattgegeben.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden 

Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde.  

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

 

 

Versand: