# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3150dab5-b685-594b-9037-00cccb3ae61f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.06.2015 S 2014 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-118_2015-06-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 118

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Stecher, Audétat 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 16. Juni 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ war vollzeitlich als Geschäftsführer der B._____ GmbH tätig, als 

er sich am 23. Dezember 2010 beim Ausladen von Bodenplatten am 

rechten Ellenbogen verletzte. Die Schweizerische Unfallversicherungsan-

stalt (SUVA) anerkannte, für die Folgen dieses Berufsunfalls leistungs-

pflichtig zu sein und erbrachte bis zum 11. Juni 2012 Unfallversicherungs-

leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. Mit Verfügung 

vom 11. Juni 2012 entschied sie, der Zustand, wie er sich auch ohne den 

Unfall vom 23. Dezember 2010 eingestellt hätte (Status quo sine), sei 

spätestens am 11. Juni 2012 eingetreten, weshalb sie nicht mehr leis-

tungspflichtig sei. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit 

Entscheid vom 31. Juli 2012 ab. Diesen Entscheid focht der Beschwerde-

führer am 3. September 2012 beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden an. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil S 12 93 vom 

4. Februar 2014 teilweise gut, hob den angefochtenen Einspracheent-

scheid auf und wies die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Ab-

klärung im Sinne der Erwägungen und neuer Verfügung an die SUVA 

zurück.

2. Am 8. Juni 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Versicherungsleis-

tungen an. Mit Verfügung vom 30. Juli 2013 gewährte die IV-Stelle 

A._____ zunächst Berufsberatung und die Übernahme der Kosten für 

weitere Abklärungen der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten. Am 

16. Juli 2014 teilte die IV-Stelle A._____ in der Folge mit, die Kosten für 

dessen Umschulung bei der Höheren Wirtschaftsschule Graubünden in 

Form eines Handelsdiploms VSH extern, ohne Mittagessen, ab dem 

18. August 2014 bis zum 31. Juli 2015 zu übernehmen. Mit Verfügung 

vom 21. Juli 2014 erklärte sie sich ausserdem bereit, ein Einzeltraining 

"Schriftliche Kommunikation" bei der Höheren Wirtschaftsschule 

Graubünden ab dem 18. August 2014 bis zum 15. Dezember 2014 zu fi-

nanzieren. Vor dem Hintergrund dieser beruflichen Eingliederungsmass-

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nahmen sprach die IV-Stelle A._____ sodann mit Verfügung vom 6. Au-

gust 2014 ausgehend von einem durchschnittlichen Tageseinkommen 

von Fr. 247.-- ein Wartezeittaggeld von Fr. 197.60 (Grundentschädigung) 

für den Zeitraum vom 17. Juni 2014 bis zum 17. August 2014 und mit 

gleichentags ergangener Verfügung ein IV-Taggeld von Fr. 121.80 für den 

Zeitraum vom 18. August 2014 bis zum 31. Dezember 2014 zu.

3. Gegen diese beiden Taggeldverfügungen reichte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 15. September 2014 Beschwerde beim Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden ein. Darin beantragte er, die Ver-

fügungen der IV-Stelle vom 6. August 2014 betreffend die IV-Taggelder 

aufzuheben und anzuordnen, die dem Beschwerdeführer zugesproche-

nen Taggelder auf der Grundlage eines Jahresverdienstes von 

Fr. 132'423.-- und damit eines durchschnittlichen Tageseinkommens von 

Fr. 346.25 festzusetzen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Ab-

klärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Be-

gründung brachte der Beschwerdeführer hauptsächlich vor, die IV-Stelle 

habe die strittigen Taggelder aufgrund der dem Beschwerdeführer im Un-

fallversicherungsverfahren zugesprochenen Taggelder von Fr. 197.60 

festgelegt. Dieses Vorgehen vermöge nicht zu befriedigen. Massgebend 

könne nicht sein, welchen Lohn sich der Beschwerdeführer 2010 und 

2011 nach Überführung der Einzelfirma in die GmbH tatsächlich ausbe-

zahlt habe. Vielmehr müsse wegen der erheblichen Einkommensschwan-

kungen auf die Einkommenssituation des Beschwerdeführers in den Jah-

ren 2007 bis 2009 abgestellt werden. Davon ausgehend sei dem Be-

schwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 132'423.-- anzurechnen. 

Demzufolge stehe dem Beschwerdeführer das maximal geschuldete Tag-

geld im Betrag von Fr. 277.-- zu. Selbst wenn sich das Gericht dieser Auf-

fassung nicht anschliessen könne, sei bei der Taggeldberechnung zumin-

dest auf das im Jahr 2009 erzielte Einkommen abzustellen, womit von ei-

nem Verdienst von Fr. 111'680.-- auszugehen sei. Ansonsten sei dem 

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Case Report folgend von einem durchschnittlichen Einkommen des Be-

schwerdeführers in den Jahren 2007 bis 2010 von Fr. 117'863.-- auszu-

gehen. Auch in diesem Fall erweise sich das dem Beschwerdeführer zu-

gesprochene Taggeld als falsch. Die angefochtenen Verfügungen seien 

demnach in Gutheissung der Beschwerde antragsgemäss aufzuheben 

und die Angelegenheit zur Neuberechnung des geschuldeten Taggelds 

an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Eingabe vom 2. Oktober 2014 die Abwei-

sung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer lasse ausser Acht, dass die 

vom Beschwerdeführer geführte Unternehmung bereits 2010, als das Ge-

schäftsergebnis noch nicht durch den Gesundheitsschaden des Be-

schwerdeführers beeinträchtigt gewesen sei, einen Reinverlust von 

Fr. 44'976.41 erzielt habe. Dies obgleich dem Beschwerdeführer "ledig-

lich" ein AHV-beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 72'000.-- ausbezahlt 

worden sei. Führe man sich sodann den gesamten Geschäftserfolg der 

Unternehmung des Beschwerdeführers (vom 1. April 2006 bis zum 

31. Dezember 2009 als Einzelfirma und ab dem 1. Januar 2010 als 

GmbH) vor Augen, so lasse sich unschwer erkennen, dass die Bruttoge-

winne respektive die Betriebsgewinne I zwar bis Ende 2008 rasant ge-

wachsen, aber gleichermassen schnell wieder geschrumpft seien. Diese 

schlechte wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmung des Beschwer-

deführers sei bis Ende 2010 ausschliesslich auf wirtschaftliche Gründe 

zurückzuführen gewesen. Weder die Änderung der Rechtsform der Un-

ternehmung des Beschwerdeführers noch das Unfallereignis vom 23. De-

zember 2010 habe darauf einen Einfluss gehabt. Die IV-Stelle sei bei der 

Taggeldberechnung folglich zu Recht von einem AHV-pflichtigen Ein-

kommen von Fr. 90'000.-- ausgegangen. Wenn der Beschwerdeführer 

dem entgegenhalte, die IV-Stelle habe ihn bei der Beurteilung der berufli-

chen Massnahmen als Selbständigerwerbenden eingestuft und ihm ein 

Valideneinkommen von Fr. 117'863.-- angerechnet, so sei festzuhalten, 

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dass es sich hierbei um eine provisorische Beurteilung ohne Rechtsver-

bindlichkeit handle. Entsprechend werde im Hilfsblatt "Berechnung des 

Minderverdiensts zwecks Triage EM" ausdrücklich festgehalten, dass die-

se Berechnung nicht für einen allfälligen Einkommensvergleich, sondern 

nur für die Ermittlung des Minderverdiensts zur Prüfung von Eingliede-

rungsmassnahmen gelte. Der Beschwerdeführer könne daraus daher 

nichts zu seinen Gunsten ableiten.

5. In der Stellungnahme vom 31. Oktober 2014 hielt der Beschwerdeführer 

an seinen Anträgen fest und setzte sich mit der Argumentation der IV-

Stelle auseinander. In formeller Hinsicht beantragte er ausserdem, 

C._____ als Zeugin einzuvernehmen und/oder eine betriebswirtschaftli-

che Analyse zum massgebenden Einkommen des Beschwerdeführers 

einzuholen. Die IV-Stelle verzichtete am 11. November 2014 auf eine 

Stellungnahme.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügungen der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 6. August 2014. Solche Anord-

nungen, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegen, können beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] 

i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung [IVG; SR 831.20]). Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Be-

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schwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formeller 

und materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von den 

angefochtenen Verfügungen überdies unmittelbar betroffen und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung. Dem-

nach ist er zur Beschwerdeführung berechtigt (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Schliesslich hat der Beschwerdefüh-

rer seine Beschwerde frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht 

eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). Auf 

die vorliegende Beschwerde ist damit einzutreten.

2. a) Gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung 

von Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 IVG Anspruch auf ein 

Taggeld, wenn sie an wenigstens drei aufeinander folgenden Tagen we-

gen der Massnahmen verhindert sind, einer Arbeit nachzugehen, oder in 

ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 

ATSG) sind. Das Taggeld besteht aus einer Grundentschädigung und, so-

fern keine gesetzlichen Kinder- respektive Ausbildungszulagen geschul-

det sind (vgl. Art. 22quinquies der Verordnung über die Invalidenversiche-

rung [IVV; SR 831.201]), einem Kindergeld. Letzteres können Versicherte 

mit Kindern für jedes Kind beanspruchen, welches das 18. Altersjahr noch 

nicht vollendet hat (Art. 22 Abs. 3 IVG). Für Kinder, die noch in Ausbil-

dung sind, dauert der Anspruch längstens bis zum vollendeten 25. Alters-

jahr (Art. 22 Abs. 3 IVG).

b) Der Beschwerdeführer ist Vater zweier Töchter (Akten der Invalidenversi-

cherung [IV-act.] 2 S. 2). Für diese hat die Ehefrau des Beschwerdefüh-

rers indessen im interessierenden Zeitraum vom 17. Juni 2014 bis zum 

31. Dezember 2014 Ausbildungs- respektive Kinderzulagen bezogen. 

Demzufolge kann der Beschwerdeführer für seine Kinder kein Kindergeld 

beanspruchen. Ihm steht somit ausschliesslich die Grundentschädigung 

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zu. Diese beträgt beim vorliegend in Frage stehenden grossen Taggeld 

gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG 80 % des letzten ohne gesundheitliche Ein-

schränkung erzielten Einkommens, jedoch nicht mehr als 80 % des 

Höchstbetrags des Taggelds gemäss Art. 24 Abs. 1 IVG von derzeit 

Fr. 277.-- (Art. 22 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202], Fr. 126'000.-- x 0.80 : 365). Grundlage für die Ermitt-

lung des zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Einkom-

mens bildet das Einkommen, von dem Beiträge nach dem Bundesgesetz 

über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AVHG; SR 831.10) er-

hoben werden (sog. massgebendes Einkommen, Art. 23 Abs. 3 AHVG). 

Je nachdem, ob der Versicherte ein regelmässiges oder unregelmässiges 

Einkommen erzielt, selbständig oder unselbständig erwerbstätig ist, be-

rechnet sich das Taggeld unterschiedlich (vgl. Art. 21-21sexies IVV). Zur 

Berechnung des Taggelds von Versicherten mit regelmässigem Einkom-

men in Form des Monatslohns legt Art. 21bis Abs. 3 lit. a IVV fest, dass ei-

ne Aufrechnung auf den Jahreslohn zu erfolgen hat und dieser durch 365 

geteilt und so in ein Tageseinkommen umgerechnet wird. Während der 

Eingliederung ist alle zwei Jahre von Amtes wegen zu prüfen, ob sich das 

für die Taggeldbemessung massgebende Einkommen geändert hat 

(Art. 21sexies IVV). Hat der Versicherte vor dem Eintritt des Versicherungs-

falls kein regelmässiges Einkommen erzielt, so wird für die Ermittlung des 

massgebenden Einkommens auf das während der letzten drei Monate 

ohne gesundheitliche Einschränkung erzielte und auf den Tag umgerech-

nete Erwerbseinkommen abgestellt (Art. 21ter Abs. 1 IVV). Ist auf diese 

Weise die Ermittlung eines angemessenen Einkommens nicht möglich, so 

wird das Einkommen einer längeren Zeitspanne berücksichtigt, wobei 

diese maximal zwölf Monate beträgt (Art. 21ter Abs. 2 IVV). In jedem Fall 

entspricht das Taggeld mindestens dem bisher bezogenen Taggeld der 

Unfallversicherung, wenn bis zur Eingliederung ein Anspruch auf ein Tag-

geld nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) bestand (vgl. zum Ganzen: ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, 

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in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Bundesgesetz über die Invalidenversiche-

rung, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

3. Aufl., Zürich 2013, Art. 23 N. 3 ff.; EVA SLAVIK, in: STEIGER-

SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, 

N. 20.83 ff.)

c) Der Beschwerdeführer hat in der IV-Anmeldung vom 8. Juni 2012 weder 

Angaben zu seinen aktuellen noch vormaligen Einkommensverhältnissen 

gemacht (vgl. IV-act. 2). Die IV-Stelle gelangte daraufhin mit dem Frage-

bogen für "Arbeitgebende: berufliche Integration / Rente" an die Arbeitge-

berin des Beschwerdeführers, die B._____ GmbH. Diese teilte der IV-

Stelle am 12. Juli 2012 in Bezug auf den Lohn des Beschwerdeführers 

mit, der Beschwerdeführer habe als Bodenleger seit 2006 monatlich einen 

AHV-beitragpflichtigen Lohn von Fr. 6'000.-- erzielt und würde ohne den 

erlittenen Gesundheitsschaden derzeit gleich viel verdienen (IV-act. 21 

S. 2 f.). Die Richtigkeit dieser Angaben bestätigte der Beschwerdeführer 

im August 2012 auf entsprechende Nachfrage hin ausdrücklich (IV-act. 30 

S. 3). Mit diesen Angaben stimmt überein, dass der Beschwerdeführer vor 

dem Unfall vom 23. Dezember 2010 auf der Grundlage eines jährlichen 

Bruttoeinkommens von Fr. 72'000.-- berufsvorsorgerechtlich versichert 

war. Im Widerspruch zu diesen Angaben bezifferte der Beschwerdeführer 

seinen AHV-pflichtigen Bruttolohn gegenüber der SUVA in der elektro-

nisch ausgefüllten Schadenmeldung vom 4. Januar 2011 mit Fr. 90'000.-- 

(IV-act. 4 S. 2). Der AHV-pflichtige Jahreslohn des Beschwerdeführers 

betrug folglich vor dem Unfall vom 23. Dezember 2010 mindestens 

Fr. 72'000.-- (12 x Fr. 6'000.--), höchstens Fr. 90'000.--.

d) Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, für die strittige Taggeldbe-

rechnung sei nicht dieser Lohn massgebend, der dem Beschwerdeführer 

von der B._____ GmbH 2010 ausbezahlt worden sei, sondern jenes Ein-

kommen, das dem Beschwerdeführer als Inhaber der von ihm gegründe-

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ten Unternehmung zugeflossen sei (vgl. Sachverhalt Ziff. 3), kann ihm 

nicht gefolgt werden. Mit dieser Argumentation verkennt der Beschwerde-

führer, dass sich sein Erwerbsstatus mit der Gründung der B._____ 

GmbH am 20. April 2010 grundlegend geändert hat (vgl. den Handelsre-

gisterauszug vom 15. September 2014 [Beilage des Beschwerdeführers 

3]). Seither gehören die Geschäftsmittel der vom Beschwerdeführer ge-

gründeten Unternehmung nicht mehr dem Beschwerdeführer, sondern 

der mit eigener juristischer Persönlichkeit ausgestatteten B._____ GmbH. 

Diese trägt das Unternehmensrisiko, nimmt die erforderlichen Investitio-

nen vor und stellt die Mitarbeiter ein. Der von ihr nach Abzug aller Auf-

wendungen erzielte und dem Beschwerdeführer als alleinigem Gesell-

schafter ausgerichtete Unternehmensgewinn gilt nicht als AHV-pflichtiges 

Einkommen, sondern stellt Vermögensertrag dar, für den keine Sozialver-

sicherungsbeiträge zu entrichten sind (vgl. UELI KIESER, in: MU-

RER/STAUFER [Hrsg.], Alters- und Hinerlassenenversicherung, Rechtspre-

chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 5 N. 12; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 24 N. 4). 

Sozialversicherungsbeiträge schuldet der Beschwerdeführer seit dem 

20. April 2010 nur mehr auf dem Einkommen, das ihm die B._____ GmbH 

für seine in wirtschaftlicher Abhängigkeit unter Eingliederung in eine 

fremde Arbeitsorganisation erbrachte Tätigkeit als Mitarbeiter und Ge-

schäftsführer ausrichtet. Das entsprechende Bruttoeinkommen hat der 

Beschwerdeführer mehrfach mit Fr. 72'000.--, einmal mit Fr. 90'000.-- be-

ziffert, wobei er für einen Jahresverdienst von Fr. 72'000.-- berufsvorsor-

gerechtlich versichert war (vgl. E.2c hiervor). Nur mehr dieses Einkom-

men, das aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit stammt, ist seit der 

im April 2010 erfolgten Überführung der vom Beschwerdeführer im 2006 

gegründeten Einzelfirma in die B._____ GmbH in der Invalidenversiche-

rung versichert und als Grundlage für die Bemessung der strittigen Tag-

gelder anzusehen. Anders zu entscheiden würde bedeuten, dem Be-

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schwerdeführer infolge der Reorganisation seiner Unternehmung zwar 

zuzugestehen, nur mehr auf dem als Arbeitnehmer der B._____ GmbH 

erhaltenen Lohn Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen, die ihm ge-

schuldeten Versicherungsleistungen jedoch weiterhin unter Einbezug des 

Unternehmensgewinns zu ermitteln, für den der Beschwerdeführer keine 

Sozialversicherungsbeiträge erbringt. Mit diesem Vorgehen würde der 

Beschwerdeführer beitragsrechtlich als Unselbständigerwerbender, leis-

tungsmässig jedoch als Selbständigerwerbender behandelt. Solches ist 

offensichtlich ausgeschlossen und die entsprechende Forderung des Be-

schwerdeführers als Verstoss gegen Treu und Glauben zurückzuweisen. 

Dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer bei der Prüfung der beruflichen 

Massnahmen offenbar gleichwohl den Status als Selbständigerwerbender 

zuerkannt hat, ändert daran nichts. Dies umso weniger, als sie sich aus-

drücklich vorbehalten hat, auf diese Einschätzung zurückzukommen und 

den Beschwerdeführer nach vertiefter Prüfung möglicherweise als un-

selbständig erwerbend einzustufen. Welchen Geschäftsgewinn die vom 

Beschwerdeführer 2006 gegründete Unternehmung bis zum Unfall vom 

23. Dezember 2010 erzielt hat, ist für die Berechnung der strittigen Tag-

gelder demzufolge ohne Bedeutung. Die diesbezüglich vom Beschwerde-

führer gestellten Beweisanträge (Einvernahme von C._____ als Zeugin 

und Einholung einer betriebswirtschaftlichen Analyse zum Einkommen 

des Beschwerdeführers) beziehen sich folglich auf nicht rechtserhebliche 

Tatsachen, weshalb sie ohne weiteres abzuweisen sind.

e) Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass die IV-Stelle die 

strittigen Taggelder zu Recht auf der Grundlage des vom Beschwerdefüh-

rer in seiner Eigenschaft als Mitarbeiter und Geschäftsführer der B._____ 

GmbH erzielten Einkommens berechnet hat. Dabei kann offengelassen 

werden, ob der Beschwerdeführer mit dieser unselbständigen Erwerbs-

tätigkeit vor dem Unfall vom 23. Dezember 2010 im Monat Fr. 6'000.-- 

bzw. Fr. 7'500.-- verdient hat. Denn die SUVA hat das Taggeld ausge-

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hend von einem Jahreseinkommen von Fr. 90'000.-- auf Fr. 197.30 fest-

gelegt (80 % x Fr. 90'000.-- : 365). Bei dieser Ausgangslage hat die IV-

Stelle dem Beschwerdeführer im Sinne der Besitzstandsgarantie zumin-

dest ein Taggeld in dieser Grössenordnung zuzugestehen. Dass die IV-

Stelle dieses Taggeld für den Zeitraum vom 18. August 2014 bis zum 

31. Dezember 2014 infolge der Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers 

in Anwendung von Art. 24 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 21septies IVV auf 

Fr. 121.80 gekürzt hat, ist zu Recht unbestritten geblieben und gibt zu 

keinen Bemerkungen Anlass. Damit erweist sich die vorliegende Be-

schwerde als unbegründet, was zu deren Abweisung und zur Bestätigung 

der angefochtenen Verfügungen führt. 

3. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 

von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kosten-

pflichtig. Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen. Sie 

werden vorliegend ermessensweise auf Fr. 700.-- festgelegt und entspre-

chend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer als unterliegender 

Partei zur Bezahlung auferlegt (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die obsiegende IV-

Stelle hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario).

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen