# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6f9c17c-da65-52c1-adb0-324e422f3d3b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.02.2013 UV 2012/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-33_2013-02-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 19.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 19.02.2013
Art. 4 ATSG: Bejahung eines Unfalls bzw. eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors im Sinne einer unkoordinierten Bewegung sowie in 
Berücksichtigung der gesamten Umstände (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Februar 2013, UV 
2012/33).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Della 

Batliner

Entscheid vom 19. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a Der 1956 geborene A.___ (nachfolgend: Versicherter) war durch seine Tätigkeit als 

Chauffeur bei der B.___, bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 

7. November 2011 durch seine Arbeitgeberin melden liess, am 12. Oktober 2011 beim 

Beladen des LKWs bzw. dessen Aufliegers eine Stauchung der Lendenwirbelsäule 

(LWS) erlitten zu haben. Betreffend "Sachverhalt" bzw. "Unfallhergang" wurde auf ein 

ärztliches Attest - offensichtlich auf dasjenige von Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, vom 2. November 2011 - verwiesen (Suva-act. 1, 4). Am 15. 

November 2011 erstattete der Versicherte gegenüber der Suva telefonisch (Suva-act. 

7) und am 16. November 2011 in deren Fragebogen schriftlich Bericht über den 

Hergang des Ereignisses vom 12. Oktober 2011 (Suva-act. 10). Am 22. November 2011 

ging bei der Suva das Arztzeugnis UVG von Dr. C.___, insbesondere mit Angaben zum 

Patienten, mit Befund und Diagnose sowie deren Kausalität, ein (Suva-act. 11).

A.b Mit Verfügung vom 24. November 2011 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht für 

das Ereignis vom 12. Oktober 2011 mit der Begründung ab, dass weder ein Unfall noch 

eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege (Suva-act. 17).

B.   

B.a Am 2. Dezember 2011 wandte sich Dr. C.___ schriftlich an die Suva, benannte 

seine Diagnosen, legte nochmals den Verlauf des Ereignisses vom 12. Oktober 2011 

dar und ersuchte die Suva, nach erneuter Aufarbeitung des Sachverhalts das 

geschilderte ursächliche Trauma bei der Entscheidung betreffend Kostenübernahme zu 

berücksichtigen (Suva-act. 23).

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B.b Am 13. Dezember 2011 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 

24. November 2011 Einsprache (Suva-act. 25), welche die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 16. März 2012 abwies (Suva-act. 34). Der 

Krankenversicherer zog seine vorsorglich erhobene Einsprache vom 29. November 

2011 (Suva-act. 21) nach Einsicht der Akten am 3. Januar 2012 zurück (Suva-act. 28).

C.   

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. 

iur. HSG Roland Hochreutener, St. Gallen, Beschwerde erheben und beantragen, der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien 

die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG zu erbringen. Eventualiter sei die Streitsache 

zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Am 29. Juni 2012 reichte der 

Rechtsvertreter die einlässliche Beschwerdebegründung nach (act. G 5).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 16. März 

2012 (act. G 7).

C.c Mit Replik vom 24. September 2012 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an den gestellten Anträgen fest (act. G 9).

C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 11).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.

1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 12. Oktober 

2011 zu Recht weder als Unfall noch als unfallähnliche Körperschädigung qualifizierte 

und ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung verneinte.

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1.2  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Die 

Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid den Unfallbegriff 

gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sowie die Lehre und Rechtsprechung zum 

Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors (vgl. E. 1a; vgl. zur 

Rechtsprechung auch: BGE 134 V 72; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 198 E. 3a) zutreffend 

dargelegt. Darauf ist zu verweisen. Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 

345 S. 422 E. 2b; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

Bern 1989, S. 176 f.). Bei einer solchen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, 

wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat, was beispielsweise 

dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen 

Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige 

Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 

4.1, 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b, 1996 Nr. U 253 S. 204 

E. 4d; Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich 

2003, S. 27 mit Hinweisen; Maurer, a.a.O., S. 176 f.). Dass es tatsächlich zu einem 

Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt. Immerhin unterliegt der Nachweis eines 

Unfalls bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, insofern 

strengen Anforderungen, als die unmittelbare Ursache der Schädigung unter 

besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis 

manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während 

bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen 

besteht (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d). Die Rechtsprechung bejaht das Vorliegen 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ausserdem dann, wenn beim Heben oder 

Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer, 

gelegentlich als Verhebetrauma bezeichneten, Schädigung führt. Es muss jedoch von 

Fall zu Fall geprüft werden, ob die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und 

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berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlich 

war (vgl. BGE 116 V 136 E. 3b; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2).

1.3  Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln bzw. die notwendigen Beweise zu 

erheben. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei 

mitzuwirken. Sie muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Kommt sie dieser 

Aufforderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde", die bei 

sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang eine 

im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) zu berücksichtigende 

Entscheidungshilfe darstellt (BGE 121 V 47 E. 2a; RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546), richtig 

wiedergegeben (vgl. E. 1c). Darauf ist ebenfalls zu verweisen. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher 

Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 5b). Wird also auf dem Weg der 

Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 

Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) -, so hat dieses 

als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 

auswirkt (BGE 116 V 140 E. 4b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

2.  

2.1  Betreffend Sachverhalt wurde in der Unfallmeldung vom 7. November 2011 (Suva-

act. 1) auf ein ärztliches Attest - offensichtlich auf dasjenige von Dr. C.___ vom 

2. November 2011 (Suva-act. 4) - verwiesen, laut welchem sich der Beschwerdeführer 

beim Beladen des Fahrzeugs am 12. Oktober 2011 verhoben habe. Seitdem bestünden 

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Beschwerden im Bereich des rechten Arms und der rechten Wirbelsäule. Die anlässlich 

eines Telefongesprächs vom 15. November 2011 zum Ereignis gemachten 

Ausführungen des Beschwerdeführers hielt die Sachbearbeiterin der 

Beschwerdegegnerin wie folgt fest: Der Versicherte habe Paletten verladen und diese 

aufeinandergeschichtet. Dabei habe sich ein Palett auf der Höhe von ca. 1.20 Meter 

verkantet, wodurch es einen Ruck gegeben habe und er sei nach hinten gelaufen und 

habe am Aufbau des LKWs den Rücken angeschlagen. Dabei habe es ihm auch einen 

Zwick im Rücken gegeben (Suva-act. 7). In einem von der Beschwerdegegnerin 

zugestellten Fragebogen beschrieb der Beschwerdeführer am 16. November 2011, er 

habe beim Europaletten aufeinander stapeln einen stechenden Schmerz in der Nähe 

der Wirbelsäule verspürt und beim Rückwärtsgehen noch einen Stoss beim 

Schulterblatt bekommen. Als Ort des Vorfalls nannte er den Auflieger bzw. die 

Anhängerladefläche des LKWs. Die Frage, ob sich etwas Besonderes (Ausgleiten, 

Sturz, usw.) ereignet habe, verneinte er (Suva-act. 10, 14). Im Arztzeugnis UVG vom 22. 

November 2011 gab der erstbehandelnde Arzt Dr. C.___ unter der Rubrik "Angaben 

des Patienten" an: Beim Abladen von Paletten vom LKW kam es zu stechenden 

Schmerzen rechts thorakal und im rechten Unterarm. Dr. C.___ erhob als Befunde eine 

Myogelose, einen Druckschmerz zwischen Wirbelsäule und rechter Scapula und eine 

eingeschränkte Rotation der HWS nach rechts. Die Röntgenuntersuchung ergab eine 

Verdickung der Facettengelenke C5 - T1 rechts und eine knöcherne Einengung C6 - 7 

rechts. Als Diagnose vermerkte er ein aktiviertes HWS-BWS-Syndrom bei 

Osteochondrose C5 - T1. Schliesslich verneinte Dr. C.___ die Frage, ob ausschliesslich 

Unfallfolgen vorliegen würden mit der Begründung, dass es bei bisher unbekanntem 

degenerativem Schaden durch Überlastung bzw. Verhebetrauma zu den Beschwerden 

gekommen sei (Suva-act. 11). Gestützt auf diese Akten folgte sodann am 24. 

November 2011 verfügungsweise die Leistungsablehnung durch die 

Beschwerdegegnerin (Suva-act. 17). Nachfolgend bat Dr. C.___ die 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 2. Dezember 2011, die Verfügung bzw. 

Leistungsablehnung nochmals zu überprüfen. Im Weiteren liess er - unter Anführung 

der Diagnosen Thoraxprellung vom 12. Oktober 2011, Osteochondrose rechts (HWS 

C5 - 7), Karpaltunnelsyndrom rechts (OP vom 17. November 2011) sowie HWS-BWS-

Syndrom mit Blockierungen - vernehmen, dass für die derzeitigen Beschwerden des 

Beschwerdeführers sicher mehrere Gesundheitsstörungen verantwortlich seien. Primär 

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sei es allerdings beim Arbeitsunfall vom 12. Oktober 2011 während des Verladens der 

Paletten zu einer durch das Gewicht der Paletten bedingten Gleichgewichtsstörung 

gekommen. Dadurch sei der Beschwerdeführer mit dem rechten dorsalen Thorax 

gegen den scharfkantigen Aufbau (Runge) des LKWs geprallt. Dieser Schmerz sei 

verblieben bzw. habe sich verschlechtert. Nach erneuter Aufarbeitung des 

Sachverhalts sei dieses ursächliche Trauma bei der Entscheidung über die 

Kostenübernahme bitte zu berücksichtigen (Suva-act. 23).

2.2  Damit beurteilt werden kann, ob das Ereignis am 12. Oktober 2011 einen Unfall im 

Rechtssinn darstellt, ist der Sachverhalt festzulegen, wie sich das Geschehen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. In Anbetracht der in Erwägung 2.1 

angeführten Ereignisschilderungen steht zunächst unbestrittenermassen fest, dass 

beim Beschwerdeführer während des Hantierens mit Europaletten auf der 

Anhängerladefläche des LKW körperliche Beschwerden aufgetreten sind. Unstreitig ist 

sodann, dass die Ereignisschilderungen grundsätzlich Vorgänge eines Verhebetraumas 

(Heben eines Europaletts) und/oder einer unkoordinierten Bewegung (Das Verkanten 

eines Paletts führte zu einem Ruck mit anschliessender Rückwärtsbewegung und 

Anschlagen eines Körperteils) beschreiben (vgl. dazu Erwägung 1.2). Nach Auffassung 

der Beschwerdegegnerin liegen widersprüchliche Angaben des Beschwerdeführers 

vor, in Anbetracht derer nicht von einem Anprall ausgegangen werden könne. Damit 

verbleibe einzig ein gewöhnliches Heben von Waren. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers sieht demgegenüber das Anstossen an einem Gegenstand als 

erwiesen an.

2.3  Wie in Erwägung 1.3 erwähnt hat die leistungsansprechende bzw. versicherte 

Person bei der Sachverhaltserhebung mitzuwirken bzw. die Umstände des Unfalls 

glaubhaft zu machen. Weil sie vom Unfall direkt betroffen ist und damit im Regelfall die 

konkreten Umstände am besten kennt, kommt ihren eigenen Angaben bzw. ihrer 

Ereignisschilderung bei der Beweiserhebung die zentrale Bedeutung zu. Dabei ist für 

die Glaubhaftigkeit des geltend gemachten Sachverhalts entscheidend, dass die 

wesentlichen Sachverhaltselemente - insbesondere auf konkrete Nachfrage hin - 

erwähnt werden, und die bei verschiedenen Gelegenheiten abgegebenen 

Sachverhaltsschilderungen in den massgeblichen Punkten übereinstimmen. Der 

Beschwerdeführer selber hat der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin den Vorfall 

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vom 12. Oktober 2011 ein erstes Mal am 15. November 2011 telefonisch geschildert 

und dabei das Heben eines Paletts begleitet von einem Ruck infolge Verkantens sowie 

einer Rückwärtsbewegung mit Anschlagen des Rückens beschrieben. Tags darauf gab 

er eine schriftliche Ereignisschilderung in einem von der Beschwerdegegnerin 

zugestellten Fragebogen ab. Dieser dient der Unfallversicherung der detaillierten 

Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im 

Vordergrund stehen entsprechend die Fragen betreffend die für die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Die 

vom Beschwerdeführer im Fragebogen verlangte "ausführliche Schilderung des 

Vorfalls" stimmt mit der telefonischen Darstellung des Ereignisses in den wesentlichen 

Punkten - Heben bzw. Aufeinanderstapeln der Europalette, beim Rückwärtsgehen 

erlittener Stoss beim Schulterblatt - überein. Die Nichterwähnung der Planwidrigkeit 

des verkanteten Paletts ist offensichtlich damit zu erklären, dass auf dem Fragebogen 

kein Platz mehr für weitere schriftliche Ausführungen zur Verfügung stand und der 

Beschwerdeführer nach dem Telefongespräch vom Vortag davon ausgehen konnte, die 

Beschwerdegegnerin bereits ausreichend informiert zu haben. Angesichts der 

zweimalig vorgebrachten, in wesentlichen Teilen übereinstimmenden, d.h. sowohl das 

Heben von Europaletten als auch das Anschlagen eines Körperteils enthaltenden 

Sachverhaltsversion, und dem bereits beim ersten Mal erwähnten Ruck infolge 

Verkantens des gehobenen Europaletts, besteht keine Veranlassung, an dieser zu 

zweifeln. Dies zumal sie - entgegen der Feststellung der Beschwerdegegnerin - nicht 

erstmals im Zusammenhang mit der Einsprache und damit in Kenntnis der 

Leistungsablehnung erwähnt wurde. Vielmehr handelt es sich um sogenannte 

"Aussagen der ersten Stunde". Auch die Verneinung im Fragebogen, ob sich etwas 

Besonderes ereignet habe, lässt die Sachverhaltsversion nicht unglaubwürdig 

erscheinen. Es ist davon auszugehen, dass sich die schriftliche Angabe nicht auf diese, 

sondern allgemein auf das Heben bzw. Hantieren mit Europaletten im Rahmen der 

beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers oder die im Fragebogen angeführten 

Beispiele (Ausgleiten, Sturz usw.) bezieht. Auch die von Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG 

vom 22. November 2011 notierten "Angaben des Patienten" lassen sich schliesslich in 

die fragliche Sachverhaltsversion einfügen. Zumindest stehen sie dieser nicht 

entgegen, womit jedenfalls kein Grund besteht, die Aussagen des Beschwerdeführers 

hinsichtlich Glaubwürdigkeit in Zweifel zu ziehen. Bei der Beurteilung, ob ein Unfall im 

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Rechtssinn vorliegt, ist somit vom Bewegungs- bzw. Geschehensablauf auszugehen, 

wonach beim Vorfall vom 12. Oktober 2011 beim Heben eines Europaletts ein 

Verkanten stattfand, dadurch ein Ruck mit Rückwärtsgehen und schliesslich ein 

Anstossen des Rückens im Bereich Thorax/Schulterblatt am Anhängeraufbau erfolgte.

3.

3.1  Dass der Beschwerdeführer einen Unfall im Sinne eines Verhebetraumas erlitten 

hätte bzw. beim Heben des Europaletts ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand 

erfolgt wäre, wird beschwerdeweise zu Recht nicht geltend gemacht. Die 

Beschwerdegegnerin stellt im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend fest, 

dass das gewöhnliche Heben von Waren bzw. Gegenständen eine Tätigkeit darstellt, 

wobei der Rahmen des Alltäglichen oder Üblichen nicht überschritten wird. Ein 

Unfallereignis bzw. ein ungewöhnlicher äusserer Faktor ist in dieser Hinsicht zu 

verneinen (vgl. Rumo-Jungo, a.a.O., S. 23 mit Hinweisen). Dass das Heben eines 

Paletts eine gewisse körperliche Anstrengung erfordert und es dadurch zu einer 

Krafteinwirkung auf die Arme und die Wirbelsäule kommt, steht ausser Frage. 

Allerdings weist der fragliche Gegenstand kein Gewicht (vgl. dazu http://

de.wikipedia.org/wiki/Europoolpalette, abgerufen am: 18. Februar 2013) auf, bei 

welchem ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und damit auf ein 

Unfallereignis im Sinne eines Verhebetraumas zu erkennen wäre. Die fragliche 

Körperbewegung muss folglich als mit einer normalen Belastung verbunden betrachtet 

werden (vgl. dazu Maurer, a.a.O., S. 178 Anm. 359). Im vorliegenden Fall ist sodann zu 

berücksichtigen, dass eine berufsübliche Anstrengung, wie sie in einem Betrieb immer 

wieder vorkommt, nicht als Unfall gilt (Maurer, a.a.O., S. 178; BGE 116 V 139 E. 3b, mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38). Den Akten sind keine Hinweise zu entnehmen, 

wonach das Heben von Paletten für den Beschwerdeführer nicht eine gewohnte, 

berufliche Tätigkeit im Rahmen seiner Anstellung als Chauffeur dargestellt und sich 

seine Konstitution negativ auf das vorliegend zu beurteilende Ereignis ausgewirkt hätte. 

Solches wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht behauptet. Der aufgetretene 

Schmerz als solches ist ebenfalls kein ungewöhnlicher äusserer (schädigender) Faktor. 

Dabei geht es um die Wirkung des Vorgangs, auf die es bei der Beurteilung der 

Aussergewöhnlichkeit des äusseren Faktors gerade nicht ankommt (vgl. Rumo-Jungo, 

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a.a.O., S. 23; BGE 129 V 469 E. 4.2.1, 122 V 232 f. E. 1 = Pra 86 415 E. 1, 121 V 38 E. 

1a).

3.2  Wie in Erwägung 2.3 dargelegt, ist jedoch davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer beim Heben eines Europaletts mit einem solchen verkantete, was zu 

einem Ruck führte. Dieser wiederum löste eine Rückwärtsbewegung des 

Beschwerdeführers aus, worauf er sich letztlich auch noch am Aufbau des LKWs den 

Rücken anschlug. Dieses Geschehen ist insofern als Unfall zu qualifizieren, als das 

Verkanten des Paletts mit anschliessendem Ruck einen nicht planmässig verlaufenen 

Bewegungsablauf darstellt und damit das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit in 

einer unkoordinierten Bewegung unter besonders sinnfälligen Umständen erfüllt (vgl. 

Rumo-Jungo, a.a.O., S. 27 f.). Ein Europalett hat - selbst wenn das blosse Heben eines 

solchen nicht die Annahme eines Unfalls bzw. Verhebetraumas rechtfertigt (vgl. dazu 

Erwägung 3.1) - ein recht erhebliches Gewicht. Hinzu kommt seine eher unhandliche 

und damit dessen Tragen erschwerende Form (vgl. dazu http://de.wikipedia.org/wiki/

Europoolpalette, abgerufen am: 18. Februar 2013). Das Aufeinanderschichten von 

Europaletten geschieht, insbesondere ab einer gewissen Höhe, mit einem erhöhten 

Kraftaufwand oder mit Schwung. Verkantet dabei ein Palett, ist es ohne weiteres 

vorstellbar, dass man die Kontrolle über den Bewegungsablauf verliert, und sich 

irgendwo anschlägt. Dass es infolge dieser gesamten Umstände zu einer erhöhten 

Krafteinwirkung auf den Rücken kommen kann, welche - wie die Diagnose von Dr. 

C.___ im Arztzeugnis UVG vom 22. November 2011 (Suva-act. 11) eines aktivierten 

HWS-BWS-Syndroms bei Osteochondrose C5 - T1 aufzeigt - einen bisher nicht 

bekannten bzw. stummen degenerativen Vorzustand schmerzhaft auszulösen vermag, 

leuchtet ohne weiteres ein. Entsprechend erhob Dr. C.___ auch die für ein solches 

Geschehen inklusive Prellung typischen Befunde einer Myogelose, eines 

Druckschmerzes und einer Bewegungseinschränkung. Seine Verneinung der Frage, ob 

ausschliesslich Unfallfolgen vorliegen würden, ist in diesem Zusammenhang 

auszulegen und spricht in keiner Weise gegen die Bejahung eines Unfallereignisses. So 

genügt es für die Bejahung einer natürlich kausalen Unfallfolge (vgl. dazu Art. 6 UVG; 

BGE 129 V 181 E. 3.1), wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung 

eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 377 E. 3a). Der durch einen Unfall manifest 

gewordene degenerative Vorzustand stellt den typischen Sachverhalt einer solchen 

Teilunfallkausalität dar.

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4.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in Bezug auf den hier zu beurteilenden 

Sachverhalt (vgl. Erwägung 2.3) in Berücksichtigung aller Umstände mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass ein 

unfallmässiges Geschehen im Sinn von Art. 4 ATSG vorliegt und die 

Beschwerdegenerin damit leistungspflichtig ist.

5.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 16. März 2012 (Suva-act. 34) gutzuheissen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die 

obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die 

Parteientschädigung ist - wie in vergleichbaren Verfahren üblich - pauschal auf Fr. 

3'500.--, einschliesslich Barlauslagen und Mehrwertsteuer, festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 16. März 2012 

aufgehoben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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