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**Case Identifier:** 8c21b2b9-b454-5b5a-a798-f3b9f2d3a33c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.07.2017 200 2017 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-95_2017-07-06.pdf

## Full Text

200 17 95 IV
SCP/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juli 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2017, IV/17/95, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Januar 2015 bei der Invalidenversiche-
rung für eine berufliche Integration/Rente an (Antwortbeilage [AB] 15). Die 
IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) nahm in 
der Folge in medizinischer und erwerblicher Hinsicht Abklärungen vor, wo-
bei sie insbesondere das polydisziplinäres MEDAS-Gutachten vom 27. Juli 
2016 (MEDAS-Gutachten; AB 50.1 – 50.5) einholte. Ausgehend von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 50% stellte sie dem Versicherten in der Folge mit 
Vorbescheid vom 9. November 2016 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad 
von 0% die Abweisung seines Leistungsbegehrens hinsichtlich Invaliden-
rente in Aussicht (AB 61). Zum dagegen erhobenen Einwand, es sei bei der 
Berechnung des Invaliditätsgrades von einem deutlich höheren Validenein-
kommen auszugehen (vgl. AB 64), nahm die IV-Stelle in der Verfügung 
vom 20. Dezember 2016 Stellung und wies das Rentenbegehren ihrem 
Vorbescheid vom 9. November 2016 entsprechend ab (AB 67).

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch 
B.________, am 31. Januar 2017 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine Invaliden-
rente zuzusprechen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Die Verfahrenskosten seien dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen und es sei keine Parteientschädigung aus-
zurichten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2017, IV/17/95, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 20. De-
zember 2016 (AB 67). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühes-
tens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, 
der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

2.4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

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passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls verdienen könnte 
(BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53). Ist aufgrund der Um-
stände des Einzelfalles anzunehmen, dass die versicherte Person sich oh-
ne gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich dauernd mit einer be-
scheidenen Erwerbstätigkeit begnügen würde, so ist darauf abzustellen, 
auch wenn sie an sich besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten hätte (BGE 
125 V 146 E. 5c bb S. 157). Dies gilt auch, wenn sich eine versicherte Per-
son über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus 
selbstständiger Erwerbstätigkeit begnügt hat, selbst wenn besser entlöhnte 
Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten (BGE 135 V 58 E. 3.4.6 S. 64).

2.4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

3.

3.1 Gemäss polydisziplinärem MEDAS-Gutachten vom 27. Juli 2016 
(AB 50.1 – 50.5) besteht beim Beschwerdeführer eine ausgesprochene 
Polymorbidität. Wegen der schlechten Diabeteseinstellung sei die Arbeits-
fähigkeit in jeglicher Tätigkeit zu 50% eingeschränkt und Tätigkeiten von 
mehr als vier bis fünf Stunden pro Tag seien nicht zumutbar. Wegen Hypo-
glykämiegefahr sollten körperliche Tätigkeiten mit Heben von schweren 
Lasten nicht durchgeführt werden. Auch Tätigkeiten auf Dächern, Leitern 
oder an gefährlichen Maschinen seien ganz zu unterlassen. Öffentlicher 
Personentransport sei nicht gestattet. Bezüglich Frakturgefährdung bei 
möglicher Osteoporose sowie einem Zustand nach operierter Halswir-
belsäule seien körperlich schwere Tätigkeiten und repetitive sowie über 

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10 kg hinausgehende Trage- und Hebebelastungen nicht zumutbar. Eben-
falls ungünstig seien repetitive Überkopfarbeiten mit erforderlicher Kopfre-
klination. Ferner bestünden aus neurologischer Sicht Einschränkungen 
bezüglich der Polyneuropathie mit reduzierter (fein-)motorischer Belastung 
der oberen Extremitäten sowie Beeinträchtigung der Belastbarkeit im Ste-
hen und Gehen infolge der Polyneuropathie der unteren Extremitäten. 
Tätigkeiten mit atemwegsreizenden Stoffen (Stäube, Rauch, Gase, Dämp-
fe) oder in andauernder Kälte, Nässe oder bei starken Temperaturschwan-
kungen seien sodann von Seiten der Lunge her nicht mehr zumutbar. Für 
eine Tätigkeit als … (vgl. dazu AB 50.1 S. 13 und AB 50.2 S. 4) bestehe 
mindestens ab Gutachten eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit. Dem Be-
schwerdeführer seien nur noch leichte wechselbelastende Tätigkeiten zu-
mutbar. Unter Berücksichtigung der Funktionseinschränkungen auf mehr-
fachen Ebenen sei beim polymorbiden Beschwerdeführer eine Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von insgesamt 50% in der ange-
stammten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Geschäfts wie auch für jegli-
che anderweitig angepasste Tätigkeiten ausgewiesen. Der Beginn dieser 
Teilarbeitsunfähigkeit sei retrospektiv schwierig festzulegen. Partielle Ein-
schränkungen seien aus rheumatologischer Sicht schon vor Jahren be-
scheinigt worden, welche der Beschwerdeführer jedoch in Ausschöpfung 
seiner Willensanstrengung habe kompensieren können. Arbiträr sei der 
genannte Einschränkungsgrad seit der hausärztlich bescheinigten Teilar-
beitsunfähigkeit im Bericht vom 12. Februar 2015 anzunehmen (AB 50.5 
S. 20 ff.).

3.2 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 27. Juli 2016 
(AB 50.1 – 50.5) erfüllt sämtliche der in Erwägung 2.3.1 hiervor genannten, 
von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen gestellten Anforde-
rungen. Es ist im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und 
ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden. In der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation ist es einleuchtend. Schliesslich werden die getätigten 
Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Konkrete Indizien, die ge-
gen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprächen, sind keine ersichtlich. 
Die Beschwerdegegnerin hat dem betreffenden Gutachten somit zu Recht 

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volle Beweiskraft zuerkannt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Etwas anderes wird denn auch vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin hat nach 
dem Dargelegten zu Recht auf das von den MEDAS-Gutachtern formulierte 
Zumutbarkeitsprofil mit einer Einschränkung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 50% für jedwelche angepassten Tätigkeiten abgestellt. 

4.

4.1 1979 wurde beim Beschwerdeführer ein Morbus Bechterew dia-
gnostiziert, worauf er seine Lehre als … aufgeben musste. Der Beschwer-
deführer machte in der Folge eine Lehre als …, welche er 1987 erfolgreich 
abschloss, wobei die Beschwerdegegnerin zum Schluss kam, dass dem 
Beschwerdeführer aufgrund seines Leidens eine Tätigkeit als … langfristig 
nicht uneingeschränkt zumutbar sein dürfte (AB 1.1 S. 58 und 68). In der 
Folge erteilte sie ihm Kostengutsprache für eine Umschulung zum … an 
der höheren … (AB 1.1 S. 11, 31 und 35), welche der Beschwerdeführer im 
Herbst 1993 erfolgreich abschloss (AB 1.1 S. 3ff.). Damit standen ihm 
Tätigkeiten offen, in welchen er in der Lage war, eine vollwertige Arbeits-
leistung zu erbringen und dabei ein rentenausschliessendes Einkommen zu 
erzielen (AB 1.1 S. 1). Gemäss Lebenslauf und IK-Auszug hatte er in der 
Folge denn auch bis März 1999, als er die Stelle in … aus wirtschaftlichen 
Gründen verlor, in der Umschulungs-Tätigkeit bzw. als … gearbeitet (AB 2 
S. 10, AB 5 S. 4). 

4.2 Ab April 1999 bis Ende Januar 2004 arbeitete der Beschwerdefüh-
rer als Stellvertreter der Geschäftsleitung in der C.________ GmbH (AB 7; 
siehe auch AB 2 S. 4 und 10) und verdiente damit ein Jahreseinkommen 
von durchschnittlich 60‘000 Franken (AB 24 S. 4). Gemäss medizinischen 
Akten war dem Beschwerdeführer trotz seiner körperlichen Beeinträchti-
gungen eine Tätigkeit im … mit leitender Funktion weiterhin möglich (AB 8 
S. 3 f., AB 9 S. 5 f., AB 12 S. 1). Nichts anderes ergab sich aus psychiatri-
scher Sicht (AB 11 S. 2 f.).

4.3 Von September 2004 bis Juni 2008 führte der Beschwerdeführer 
gemäss kantonalem Handelsregister an seiner Wohnadresse in … als In-

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haber das Geschäft D.________, mit welchem er unter Einbezug des Loh-
nes der … für die … durchschnittlich knapp 30‘000 Franken pro Jahr verdi-
ente. Mit der Gründung und dem Betrieb dieser Einzelfirma begnügte er 
sich fortan mit diesem tieferen Einkommen (AB 24 S. 2 ff.). Im Juni 2008 ist 
diese Firma erloschen. 

Ab Juni 2008 war der Beschwerdeführer Geschäftsführer der E.________ 
GmbH, welche seine Ehefrau gründete. Diese war gemäss Handelsregister 
alleinige Gesellschafterin, aber ohne Zeichnungsberechtigung. Allein der 
Beschwerdeführer war zeichnungsberechtigt. Nach der Aktenlage handelte 
es sich bei der GmbH-Gründung faktisch nur um einen Wechsel der 
Rechtsform bzw. eine Umfirmierung des bisherigen Betriebs. Die Höhe des 
Einkommens des Beschwerdeführers blieb in der Folge in etwa konstant 
und betrug (wiederum unter Einbezug des Lohnes der … für die …) im Ma-
ximum 30‘000 Franken pro Jahr (AB 52).

In der zweiten Hälfte 2012 fand eine weitere Umfirmierung statt. Der Be-
trieb wurde weitergeführt unter der Firma F.________ und die GmbH an 
eine Firma in … übertragen. Gemäss IK-Auszug war der Beschwerdeführer 
ab September 2012 bei seiner Ehefrau angestellt (AB 52 S. 3; siehe auch 
AB 55.2 bis 55.5). 

Diese Vorgänge werden durch die Angaben des Beschwerdeführers ge-
genüber den behandelnden Ärzten und Gutachtern bestätigt, wonach er 
2004 ein … in … eröffnet und dieses bis Ende April 2016 geführt hat. Er 
habe sich dort in eine … eingemietet. Aus finanziellen Gründen sei die Fir-
ma seiner Frau überschrieben und er zu 100% angestellt worden. Wegen 
seiner zunehmenden körperlichen Probleme habe er die Arbeit im … zu-
nehmend abbauen und am 30. April 2016 definitiv beenden müssen 
(AB 50.3 S. 2). Die Arbeit im … sei viel zu anstrengend gewesen, wobei er 
Lasten (…) bis 50 Kilogramm habe herumtragen müssen (AB 50.4 S. 2). 
Ende April 2016 habe er schweren Herzens das Geschäft geschlossen. Mit 
dem Geschäftsverlauf sei er zufrieden gewesen. Er habe auch … ange-
nommen. Aus diesem Grund habe er das Geschäft sieben Tage pro Woche 
offen gehalten. Angestellte habe er keine gehabt. Die letzten zwölf Jahre 
habe er andauernd gearbeitet. Er habe keine Ferien gemacht (AB 50.5 
S. 2). Bis heute habe er sich nicht erholen können, da er mit der Ge-

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schäftsauflösung beschäftigt gewesen sei. Diese sei per Ende Juni 2016 
nun abgeschlossen worden (AB 50.5 S. 5).

5.

5.1 Gemäss Akten hatte der Beschwerdeführer bereits bei seiner Um-
schulung zum … das Berufsziel, einen eigenen Betrieb zu führen (siehe 
AB 1.1 S. 19). 2004 hat er dieses Ziel mit der Eröffnung des … in … er-
reicht. Er hat diesen Schritt getan, obwohl ihm bereits damals die anfallen-
den schweren körperlichen Arbeiten eigentlich nicht mehr zumutbar waren 
(AB 8 S. 3) und es ihm in einem Angestelltenverhältnis in einem grösseren 
Betrieb seiner Ausbildung entsprechend möglich gewesen wäre, einzig 
noch zumutbare administrativ leitende Tätigkeiten auszuüben und er dabei 
erst noch erheblich mehr verdient hätte, wie sein beruflicher Werdegang 
(vgl. E. 4 hiervor) zeigt. 

Aus dem Bericht seines Hausarztes vom 12. Februar 2015 (AB 20) geht 
hervor, dass der Beschwerdeführer sein … unbedingt und damit wider der 
gesundheitlichen Erfordernisse behalten wollte (AB 20 S. 5), mithin seine 
persönliche Bindung zu diesem Laden seit jeher stärker war als seine fi-
nanziellen Interessen oder die Rücksichtnahme auf seine Gesundheit. 

5.2 Nach dem Dargelegten handelte es sich bei der Eröffnung und 
Führung des … in … entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers in 
der Beschwerde S. 6 nicht um eine Notlösung, sondern vielmehr um eine 
aus freien Stücken gewählte Verwirklichung seiner beruflichen Interessen, 
war er doch nach den Feststellungen hiervor im Jahre 2004 durchaus wie-
der in der Lage, eine administrative und/oder leitende Position in der …- 
oder … zu übernehmen und einen entsprechenden Lohn zu erzielen. Mit 
dem tiefen Einkommen aus der Führung des … seit 2004 hat sich der Be-
schwerdeführer aus freien Stücken begnügt, weil diese Tätigkeit seinen 
persönlichen Wünschen und Interessen entsprach. Es ist mit dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerde-
führer ohne Gesundheitsschaden die … und das … in … weiterhin führen 
würde. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin bezüglich des Validen-
einkommens zu Recht darauf abgestellt, was der Beschwerdeführer in die-

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ser Tätigkeit verdient hat bzw. weiterhin verdienen würde. Das diesem Ein-
kommen gegenüberzustellende Invalideneinkommen ist unbestritten und 
gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Da das hypothetische Invalidenein-
kommen vorliegend höher ist, als das Valideneinkommen (siehe AB 67), 
beträgt der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 0%. Die Beschwerde-
gegnerin hat das Rentenbegehren des Beschwerdeführers somit zu Recht 
abgewiesen. Es besteht kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversi-
cherung. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 20. Dezem-
ber 2016 (AB 67) ist nach dem Dargelegten nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerde-
führer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder der unterliegende 
Beschwerdeführer (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG) noch die in ihrer Eigenschaft als öffentlich-rechtliche Anstalt des 
Kantons Bern (Art. 104 Abs. 3 VRPG) obsiegende Beschwerdegegnerin 
einen Anspruch auf Parteikostenersatz (vgl. auch BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.