# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d88e53f-b789-5a26-b5c7-2c6ee3dfb675
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 14.12.2010 SK2 2010 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2010-57_2010-12-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 14. Dezember 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 10 57

Entscheid
II. Strafkammer

Vorsitz Bochsler
Richter Schlenker und Hubert
Redaktion Aktuar Pers

In der strafrechtlichen Beschwerde

der Dr. A., Strafklägerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin 
lic. iur. Diana Honegger Droll, Quaderstrasse 2, 7002 Chur,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 28. Septem-
ber 2010, mitgeteilt am 7. Oktober 2010, in Sachen des B., und des C., Ange-
schuldigte und Beschwerdegegner, gegen die Strafklägerin und Beschwerdeführe-
rin,

betreffend Amtsmissbrauch etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Am 21. März 2010 reichte A. bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Straf-
anzeige gegen die Kantonspolizisten B. und C. wegen Nötigung, Amtsmiss-
brauchs, eventualiter Urkundenfälschung im Amt sowie einfacher Körperverlet-
zung ein, woraufhin die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Verfügung vom 31. 
März 2010 eine Strafuntersuchung gegen die genannten Personen eröffnete. Ge-
stützt auf die aktenkundigen Aussagen der beiden Angeschuldigten sowie der als 
Zeugen einvernommenen D., E., F., G. und H. soll sich gemäss Staatsanwalt-
schaft Graubünden am Abend des 26. Dezember 2009 was folgt zugetragen ha-
ben:

2. A. nahm an besagtem Abend in der Bar I. in Z. einige Gläser Rotwein zu 
sich. Im Verlauf des Aufenthalts in der Bar wurde sie - was von mehreren Zeugen 
bestätigt worden ist - gegenüber dem Servicepersonal und Gästen ausfällig, belei-
digte diese und wurde teilweise tätlich, indem sie diese anrempelte und ihnen ihre 
Ellenbogen in die Seiten stiess. Nachdem A. einen Braulio bestellt und diesen 
über die sauberen, an der Bar aufgestellten Gläser gegossen hatte, wurde sie von 
der Inhaberin der Bar, D., und deren anwesenden Lebenspartner, E., aufgefordert, 
das Lokal zu verlassen. Da sie sich weigerte, dieser Aufforderung nachzukom-
men, fasste E. sie von hinten an den Schultern und schob sie in Richtung Ein-
gangstür. Kurz vor dieser warf sich A. zu Boden, strampelte mit den Beinen und 
schrie. Daraufhin zog E. sie am Arm auf die Beine und geleitete sie vor die Tür. 
Als D., die den beiden folgte, die Lokaltür öffnete, drehte sich A. zu ihr um und 
schlug ihr mit der geballten Faust ins Gesicht. Das hatte zur Folge, dass E. A. 
packte und zu Boden drückte, wo er sie festhielt. A. schlug dabei um sich und biss 
E. so stark in den Arm, dass dieser blutete. Als er sie auf das hin losliess, rannte 
A. weg und begab sich ins gegenüberliegende Lokal J.. Ihre Jacke und weitere 
Utensilien liess sie in der Bar I. zurück. Um 01.03 Uhr meldete D. den Vorfall tele-
fonisch bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei Graubünden, wel-
che in der Folge die Polizisten B. und C. zum Tatort aufbot. A. ihrerseits verlangte 
im J. ebenfalls, dass die Polizei benachrichtigt werde. Da auf ihre Aufforderung hin 
niemand die Polizei verständigte, begab sie sich selbst zum Polizeiposten Z. und 
rief um 01.17 Uhr über das Notruftelefon die Notruf- und Polizeizentrale in Y. an. 
Dabei gab sie an, ihr seien in der Bar I. ihre Jacke und ihr Portemonnaie entwen-
det worden, woraufhin sie angewiesen wurde, sich in die Bar I. zurück zu begeben 
und dort auf das Eintreffen der Polizei zu warten. A. ging anschliessend ins J. 
zurück, wo sie von den beiden Polizeibeamten B. und C. angetroffen wurde. Dazu 

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aufgefordert, begleitete sie diese bis vor das Lokal, wo ihr C. vor dem Einsteigen 
ins Patrouillenfahrzeug Handschellen anlegte. Dies geschah, ohne dass sich A. 
dagegen wehrte und C. fragte sie, ob die Handschellen zu eng sässen, was sie 
aber - wie B. bestätigte - verneint habe. Die Handschellen wurden dann gemäss 
Aussage von C. auf dieser Position arretiert, damit sie sich nicht weiter schliessen 
konnten. B. ging anschliessend in die Bar I. und bot D. und E. auf den Polizeipos-
ten nach X. auf. Bei dieser Gelegenheit übergab ihm D. die von A. in der Bar 
zurückgelassene Jacke und deren Portemonnaie. Dann fuhren die zwei Beamten 
mit A., welche auf dem Rücksitz des Dienstwagens Platz genommen hatte und bei 
welchem die „Kindersicherung“ aktiviert war, zum Polizeiposten nach X..

Unmittelbar nach der Ankunft wurden A. die Handschellen abgenommen und die-
se in die Büroräume begleitet. Da sie zu diesem Zeitpunkt gemäss Alcotest 0.9 bis 
1.0 Gewichtspromille aufwies, offerierte C. ihr einen Kaffee und B. fragte sie, weil 
sie einen etwas verwirrten Eindruck machte, ob es ihr gut gehe oder ob sie einen 
Arzt benötige, was sie verneinte.

Nachdem auch die an der Auseinandersetzung in der Bar I. beteiligten D. und E. 
auf dem Polizeiposten eingetroffen waren, wurde A. von C. in ein separates Büro 
geführt, wobei die Tür offen gelassen und darauf geachtet wurde, dass der Beam-
te Sichtkontakt zu den Personen im Büro am Empfang hatte. C. klärte A. über das 
weitere Prozedere in dieser Angelegenheit auf; das Gleiche machte B. gegenüber 
D. und E.. Insbesondere wurde den am Streit beteiligten Parteien erläutert, was für 
Konsequenzen die Stellung eines Strafantrags hätte und dass im Falle, dass ein 
solcher gestellt würde, unmittelbar im Anschluss daran die Einvernahmen der an 
der Auseinandersetzung beteiligten Personen stattzufinden hätten. Auf das hin 
gaben D. und E. zu verstehen, dass sie kein Interesse an einem Strafverfahren 
gegen A. hätten und erklärten sich bereit, auf Strafantrag wegen Tätlichkeiten etc. 
gegen diese zu verzichten, unter der Voraussetzung, dass A. dasselbe in Bezug 
auf sie tun würde. Dies wurde ihr von den beiden Polizeibeamten erläutert. Im 
Rahmen der Strafuntersuchung sagten sie jeweils deckungsgleich aus, A. mehr-
fach erklärt zu haben, dass es ihr frei stehe, Strafantrag gegen D. und E. zu stel-
len, dass diese dann aber auch Strafantrag gegen sie stellen würden und dass in 
diesem Falle die Aussagen unverzüglich schriftlich festgehalten werden müssten. 
Währenddessen beschimpfte A. die Polizeibeamten und verlangte, nach Hause 
gehen zu können. Schliesslich füllte B. die Verzichtsrubrik  auf zwei vorgedruck-
ten, offiziellen Antragsformularen für D. und E. und C. jenes für A. aus. Die drei 
Formulare wurden dann den einzelnen Beteiligten vorgelegt und unterzeichnet.

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3. A. bestritt diese Sachverhaltsfeststellungen. Weder habe sie E. gebissen, 
noch D. geschlagen. Ihren Aussagen zufolge habe sie am Abend des 26. Dezem-
ber 2009 in der Bar I. in Z. ein paar Gläser Rotwein konsumiert. Plötzlich habe sie 
D. aufgefordert, das Lokal zu verlassen, und als sie erwidert habe, sie wolle zuerst 
ihr Glas austrinken, habe sie E. am Arm gepackt und gewaltsam aus dem Lokal 
gezerrt. Sie sei dann wüst auf die Strasse geworfen worden, wobei ihr D. ihre Ja-
cke mitsamt Portemonnaie, Handy und Hotelschlüssel entwendet habe. E. habe 
sie noch fester auf den Boden gedrückt und habe sie gewaltsam festhalten wollen, 
bis es ihr gelungen sei, sich von seinem Griff zu befreien. Bei eisiger Kälte sei sie 
ins gegenüberliegende Restaurant J. gegangen und habe den dort anwesenden 
Gästen ihren Fall geschildert, als plötzlich zwei Polizisten aufgetaucht seien und 
sie ohne Not und ohne ersichtlichen Grund - in Handschellen - festgenommen hät-
ten. Auf dem Polizeiposten hätten die Polizisten C. und "BB." (recte: B.) sie mit 
völlig haltlosen Vorwürfen konfrontiert, auf welche sie gar nicht habe reagieren 
können, weil sie zunächst gar nicht gewusst habe, was ihr eigentlich vorgeworfen 
werde. Anstatt ihr zu helfen und ihre zahlreichen Quetschungen und Prellungen zu 
dokumentieren, hätten die zwei Polizisten starken psychischen Druck aufgesetzt 
und sie schlussendlich genötigt, eine Verzichtserklärung - ohne Namen und Da-
tum - zu unterzeichnen. Die Namen und der Tatbestand seien erst nachträglich 
eingesetzt worden. Die Polizisten hätten ihr gesagt, dass sie den Posten erst ver-
lassen dürfe, wenn sie die Verzichtserklärung unterschreibe, und dass die Gegen-
seite auf eine Anzeige verzichten würde, wenn sie dies auch täte. Ihr sei gar nicht 
klar gewesen, weswegen sie hätte angezeigt werden sollen, da sie selber nichts 
getan habe, sondern Opfer einer gewaltsamen Aggression geworden sei. Die bei-
den Polizeibeamten hätten ihre Aussagen jedoch überhaupt nicht ernst genom-
men. Sie habe sich zunächst geweigert, die Verzichtserklärung zu unterschreiben, 
doch als der Polizist "BB." (recte: B.) ihr gesagt habe, dass sie den Polizeiposten 
erst verlassen dürfe, wenn er es für richtig befinde, habe sie dies als Drohung auf-
gefasst und dann völlig übermüdet und unter enormem Druck die Verzichtser-
klärung unterschrieben, obschon sie nicht ihrem Willen entsprochen habe.

Im Anschluss daran sei sie mit dem Taxi ins Spital W. nach V. gefahren, weil sie 
am ganzen Körper Schmerzen verspürt habe, unter anderem auch an den Hand-
gelenken, da die Handschellen viel zu eng gewesen seien. Aufgrund dessen, dass 
die zahlreichen Prellungen und Quetschungen erst am nächsten Tag so richtig 
sichtbar geworden seien, habe sie sich ein zweites Mal ins Krankenhaus, dieses 
Mal in die Klinik K. in X., begeben. 

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B. Mit von der Staatsanwaltschaft genehmigter Verfügung vom 28. September 
2010, mitgeteilt am 7. Oktober 2010, stellte der zuständige Untersuchungsrichter 
die Strafuntersuchung gegen C. und B. ein. Zur Begründung wurde ausgeführt, 
das Verhalten der beiden Angeschuldigten im Zusammenhang mit der begründe-
ten Festnahme und dem Transport der Anzeigeerstatterin nach X. müsse als den 
Umständen angemessen und regelkonform bezeichnet werden.

C. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob A. mit Eingabe vom 13. Oktober 
2010 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem Rechts-
begehren:

„1. Der Einstellungsbeschluss sei aufzuheben und gegen die zwei Ange-
schuldigten sei Anklage wegen Amtsmissbrauch zu erheben.

2. Eventualiter sei die Untersuchung fortzuführen, um weitere Zeugen zu 
befragen (L. und "G.", Koch vom Restaurant M. in Z.).“

Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 26. Oktober 
2010 auf eine Vernehmlassung.

Mit Schreiben vom 25. Oktober 2010 teilte Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger 
Droll dem Vorsitzenden der II. Strafkammer mit, dass A. sie mit der Wahrung ihrer 
Interessen beauftragt hat. Gleichzeitig ersuchte sie um Akteneinsicht.

Auf die Erwägungen in der angefochtenen Einstellungsverfügung sowie die Aus-
führungen in der Rechtsschrift wird, soweit erforderlich, nachfolgend eingegangen.

II. Erwägungen

1.a. Gegen Verfügungen und Beschwerdeentscheide des Staatsanwalts kann 
wegen Rechtswidrigkeit oder Unangemessenheit beim Kantonsgericht Beschwer-
de geführt werden, soweit der Weiterzug nicht durch besondere Bestimmungen 
dieses Gesetzes ausdrücklich ausgeschlossen ist (Art. 138 des kantonalen Geset-
zes über die Strafrechtspflege [StPO; BR 350.000]). Zur Beschwerdeführung ist 
berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schützwür-
diges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung geltend macht. Insbesondere 
kann sich die Geschädigte gegen Ablehnungs- und Einstellungsverfügungen be-
schweren (Art. 139 Abs. 1 StPO). Als Geschädigte im Sinne des Strafprozess-
rechts gilt die tatbeständlich Verletzte, die Trägerin des durch die Strafrechtsord-
nung geschützten Rechtsguts, dessen Verletzung oder Gefährdung Gegenstand 
der Strafverfolgung bildet (PKG 1998 Nr. 45 E. 1.a).

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Als durch die mutmassliche Straftat Geschädigte ist A. durch die Einstellungsver-
fügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 28. September 2010 berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung. Sie ist folglich zur Be-
schwerdeführung legitimiert.

b. Gemäss Art. 139 Abs. 2 StPO ist die Beschwerde innert zwanzig Tagen, 
seit die Betroffene vom angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten hat, schriftlich 
einzureichen. Da die vorliegende Beschwerde rechtzeitig erhoben wurde und auch 
den übrigen Formerfordernissen entspricht, kann auf sie eingetreten werden.

2.a. Der Erlass einer begründeten Einstellungsverfügung durch den Untersu-
chungsrichter (Art. 82 StPO) ist zulässig, wenn das Vorliegen eines Straftatbe-
stands objektiv oder subjektiv nicht genügend dargetan ist, dem Angeschuldigten 
also kein Straftatbestand zur Last gelegt werden kann. Nach Art. 138 StPO kann 
die Beschwerdeinstanz angefochtene Einstellungsverfügungen im Rechtsmittel-
verfahren nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Angemessenheit über-
prüfen. Obwohl ihr das Gesetz ausdrücklich eine Ermessenskontrolle einräumt, 
setzt die Beschwerdeinstanz ihr Ermessen nur dort an Stelle desjenigen der Vor-
instanz, wo sich deren Verfügung nicht mit triftigen Gründen vertreten lässt. Eine 
Einstellungsverfügung ist dann angemessen und hält der umschriebenen Kontrolle 
stand, wenn aufgrund des Untersuchungsergebnisses nicht genügend Anhalts-
punkte für das Vorliegen einer straf- und verfolgbaren Handlung gegeben sind und 
somit bei gerichtlicher Beurteilung ein Freispruch erwartet werden müsste, und 
wenn darüber hinaus keine neuen Beweismittel ersichtlich sind, die das Beweiser-
gebnis zu beeinflussen vermöchten (PKG 1997 Nr. 36 E. 5, 1995 Nr. 45 E. 4, 1991 
Nr. 50; Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden 
(StPO), 2. Aufl., Y. 1996, S. 347). Die Beweisregel „in dubio pro reo“ ist auf Ein-
stellungen nicht anwendbar; im Zweifel ist Anklage zu erheben (Padrutt, a.a.O., S. 
164; Urteil des Bundesgerichts vom 13. August 2009, 6B_115/2009, E. 2.4).

Die Beweislast für eine dem Angeklagten zur Last gelegten Tat liegt grundsätzlich 
beim Staat (Padrutt, a.a.O., S. 306). An den Beweis der zur Last gelegten Tat sind 
hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine blosse Wahrschein-
lichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Bloss theoretische und 
abstrakte Zweifel sind nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und ab-
solute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebli-
che und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich 
nach der objektiven Rechtslage aufdrängen (PKG 2005 Nr. 16 E. 2.a; Schmid, 

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Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich 2004, § 17 N 288; Hauser/Schweri/Hartmann, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 54 N 11).

b. Im Folgenden ist zu prüfen, ob hinreichende Anhaltspunkte gegeben sind, 
die einen Schuldspruch gegen C. und B. wegen Amtsmissbrauchs, einfacher Kör-
perverletzung, Nötigung und Urkundenfälschung im Amt als wahrscheinlich er-
scheinen lassen. Ist dies zu verneinen und sind auch keine weiteren Beweismittel 
ersichtlich, welche das Beweisergebnis im gegenteiligen Sinn beeinflussen könn-
ten, ist die angefochtene Einstellungsverfügung vom 28. September 2010 zu 
Recht ergangen.

3.a. Soweit die Beschwerdeführerin die Anklageerhebung der zwei angeschul-
digten Polizeibeamten beantragt, kann darauf nicht eingetreten werden, da dem 
Beschwerdeentscheid keine weitergehendere Wirkung zukommt als der Einstel-
lungsverfügung selbst. Das angerufene Gericht kann durch Gutheissung einer Be-
schwerde die Staatsanwaltschaft nicht anweisen, Anklage zu erheben. Die 
Staatsanwaltschaft hat - bei Gutheissung der Beschwerde - vielmehr nach ergänz-
ter Untersuchung in eigener Kompetenz erneut zu entscheiden, ob anzuklagen 
oder wieder einzustellen ist (Padrutt, a.a.O., S. 347).

b. Die Beschwerdeführerin beantragt, eventualiter sei die Strafuntersuchung 
fortzuführen, um weitere Zeugen - nämlich L. und "G.", den Koch vom Restaurant 
M. - zu befragen. Diesbezüglich gilt festzuhalten, dass G. vom Untersuchungsrich-
teramt V. am 29. Juli 2010 bereits als Zeuge einvernommen worden ist. Seiner 
Aussage zufolge habe er am Abend des 26. Dezember 2009 in der Bar I. sein 
Feierabendbier getrunken, wobei die Beschwerdeführerin in seiner Nähe geses-
sen habe. Im Verlaufe des Abends habe er bemerkt, dass sie ein wenig angetrun-
ken bzw. betrunken gewesen sei und sich auffällig benommen habe, weshalb er 
sich von ihr distanziert habe. Ebenfalls habe er bemerkt, dass die anderen Leute 
sich über ihr Benehmen aufgeregt hätten. Er habe sein Bier fertig getrunken und 
sei gegangen. Was weiter geschehen sei, könne er nicht sagen, insbesondere 
habe er nicht gesehen, wie die Beschwerdeführerin festgenommen worden sei 
(act. 4.14). Angesichts seiner Aussage ist nicht einzusehen, was eine nochmalige 
Befragung von G. an sachdienlichen Hinweisen zu erbringen vermöchte, zumal er 
weder die Auseinandersetzung mit D. und E. noch die fragliche Fesselung beob-
achtet hat und daher diesbezüglich von ihm keine entscheidrelevanten Informatio-
nen zu erwarten sind. Eine erneute Einvernahme G. drängt sich mithin unter die-
sem Gesichtspunkt nicht auf.

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c. Ebenso wenig ist die Einvernahme von L. unter den gegebenen Umständen 
zwingend erforderlich, weshalb davon abgesehen werden kann. Es erschliesst 
sich dem angerufenen Gericht nicht, welche neuen entscheidrelevanten Hinweise 
sich aus dieser Einvernahme ergeben sollten, insbesondere da nicht davon aus-
zugehen ist, dass er in Bezug auf den Gemütszustand der Beschwerdeführerin 
zum fraglichen Zeitpunkt - und dies beabsichtigt sie mit seiner Einvernahme zu 
beweisen - eine im Vergleich zu den übrigen als Zeugen einvernommenen Perso-
nen anderslautende Aussage tätigen würde. Diese haben die Beschwerdeführerin 
übereinstimmend als „sehr aggressiv und angetrunken“ (F., act. 4.9 S. 2), „betrun-
ken und sehr aggressiv“ (D., act. 4.12 S. 2), „betrunken, aufgebracht und aggres-
siv“ (E., act. 4.13 S. 2), „ein wenig angetrunken bzw. betrunken und auffällig“ (G., 
act. 4.14 S. 1 f.) und „etwas betrunken, auch hysterisch und eher aggressiv“ (H., 
act. 4.15 S. 2) bezeichnet. Angesichts dieser im Wesentlichen deckungsgleichen 
Aussagen sieht das Gericht keinen Anlass, deren Glaubhaftigkeit in Zweifel zu 
ziehen. Es ist denn auch nicht ersichtlich, weshalb die befragten Personen - ins-
besondere die an der Auseinandersetzung in der Bar I. nicht involvierten - in der 
vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit nicht die Wahrheit sagen sollten. In 
krassem Widerspruch dazu steht dagegen die von der Beschwerdeführerin in der 
Beschwerdeschrift getätigte Äusserung, wonach alle im Restaurant J. anwesen-
den Gäste ihr vollkommen friedliches Verhalten bezeugen könnten. Dies umso 
mehr, als H., der Geschäftsführer des J., sich anlässlich seiner Einvernahme da-
hingehend geäussert hat, dass die Beschwerdeführerin ihn beschimpft habe und 
ausgerastet sei, weshalb er sie aufgefordert habe, das Lokal zu verlassen. Ferner 
habe N. ihm erklärt, dass A. sie tätlich angegriffen und ihren Schal zerrissen habe. 
Diese habe ebenfalls dort gestanden und herumgeschrien (act. 4.15 S. 2). Die 
Beschwerde ist mithin in diesem Punkt unbegründet.

4.a. Gemäss Art. 312 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) 
werden Mitglieder einer Behörde oder Beamte, die ihre Amtsgewalt missbrauchen, 
um sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen oder 
einem andern einen Nachteil zuzufügen, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 
Geldstrafe bestraft. Der hinsichtlich der Tathandlung sehr allgemein umschriebene 
Straftatbestand ist einschränkend dahin auszulegen, dass nur derjenige die Amts-
gewalt missbraucht, welcher die Machtbefugnisse, die ihm sein Amt verleiht, un-
rechtmässig anwendet, d.h. kraft seines Amtes verfügt oder Zwang ausübt, wo es 
nicht geschehen dürfte (BGE 114 IV 41 E. 2 S. 42, 108 IV 48 E. 1 S. 49 mit Hin-
weisen). Art. 312 StGB umfasst demnach nicht sämtliche pflichtwidrige Handlun-
gen, die ein mit Zwangsgewalt ausgestatteter Beamter bei Gelegenheit der Erfül-

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lung seiner Pflichten ausführt; ihm sind vielmehr nur solche unzulässigen Verfü-
gungen und Massnahmen unterstellt, die der Beamte kraft seines Amtes, in An-
wendung seiner hoheitlichen Gewalt, trifft (BGE 108 IV 48 E. 2.a S. 50). Diese 
Voraussetzung ist auch gegeben, wenn der Beamte zwar legitime Ziele verfolgt, 
aber zur Erreichung derselben in unverhältnismässiger Weise Gewalt anwendet 
(BGE 104 IV 22 E. 2 S. 23, zum Ganzen BGE 127 IV 209 E. 1.a.aa. S. 211, 113 IV 
29 E. 1 S. 30). Subjektiv verlangt Art. 312 StGB Vorsatz, wobei Eventualvorsatz 
ausreicht. Der Täter muss sich über seine Sondereigenschaft im Klaren sein und 
wissen, dass er möglicherweise seine Amtsgewalt missbraucht oder dies zumin-
dest in Kauf nehmen. An diesen Voraussetzungen fehlt es, wenn der Amtsträger 
im Glauben handelt, er übe seine Machtbefugnisse pflichtgemäss aus. Ferner 
muss er in der Absicht handeln, sich oder einem Dritten einen unrechtmässigen 
Vorteil zu verschaffen oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen, der auch 
unrechtmässig sein muss. Der Nachteil kann auch in der Zwangshandlung selbst 
liegen, da ansonsten physische Missbräuche, die keine weiteren negativen Folgen 
zeitigen, nicht strafbar wären (Heimgartner, Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. 
Aufl., Basel 2007, N 21 f. zu Art. 312 StGB; Trechsel/Vest, Schweizerisches Straf-
gesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, N 7 zu Art. 312 StGB).

b. Die Staatsanwaltschaft Graubünden führte in der angefochtenen Einstel-
lungsverfügung aus, die beiden Polizeibeamten hätten angesichts der Bisswunde 
bei E. feststellen können, dass A. bei der vorausgegangenen Auseinandersetzung 
auch körperliche Gewalt angewendet habe. Entsprechend der in der Ausbildung 
empfohlenen Vorgehensweise und gestützt auf Art. 24 lit. a des Polizeigesetzes 
des Kantons Graubünden (PolG, BR 613.00) habe C. A. deshalb für die Fahrt zum 
Polizeiposten X. Handschellen angelegt. Dass er diese nicht so eng festgemacht 
habe, wie das tatsächlich möglich gewesen wäre, habe sein Kollege bestätigt. 
Dass die Fesselung schliesslich während der Fahrt nach X. etwas auf die Handge-
lenke gedrückt habe, sei kaum zu vermeiden gewesen und habe von A. in Kauf 
genommen werden müssen. Ausserdem seien ihr die Handschellen direkt nach 
dem Aussteigen in X. wieder abgenommen worden. Nicht ersichtlich sei zudem, 
was für einen unrechtmässigen Vorteil die zwei Polizisten aus ihrem Vorgehen 
hätten ziehen können. Das Verhalten der beiden Angeschuldigten im Zusammen-
hang mit der begründeten Festnahme und dem Transport der Anzeigeerstatterin 
nach X. müsse als den Umständen angemessen und regelkonform bezeichnet 
werden. Der Tatbestand des Amtsmissbrauchs sei somit bereits objektiv zu ver-
neinen. - Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, sogar die angeschuldigten 
Polizeibeamten hätten in ihren Aussagen zugegeben, dass kein Anlass bestanden 

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habe, sie künftiger Aggressionshandlungen zu verdächtigen. Insofern lasse sich 
ihre Fesselung nicht mit Art. 24 lit. a PolG rechtfertigen. Darüber hinaus hätten sie 
den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt, indem ihr durch die ungerechtfer-
tigte Fesselung ein unrechtmässiger Nachteil zugefügt worden sei, nämlich die 
Verletzung ihrer Bewegungsfreiheit und der körperlichen Integrität. Ebenso wenig 
sei sie gefragt worden, ob die Handschellen zu eng seien. Im Gegenteil sei sie von 
einem der Polizisten, ohne sie zu fragen, gepackt und ohne grosse Rücksicht-
nahme in Handschellen gelegt worden, wobei er ihr befohlen habe, auf dem Rück-
sitz des Dienstwagens Platz zu nehmen.

c. C. sagte in Bezug auf die Fesselung aus, dass die Beschwerdeführerin sie 
begleitet habe, ohne Widerstand zu leisten. Bevor sie ins Fahrzeug gestiegen sei-
en, habe er ihr Handschellen angelegt, da ein Aggressionsdelikt zur Diskussion 
gestanden habe und dies den Weisungen entspreche. Er habe sie dann noch ge-
fragt, ob die Handschellen schmerzten. Diese habe er so arretiert, wie sie ihm ge-
sagt habe, dass es gut sei. Direkt beim Aussteigen aus dem Fahrzeug habe er ihr 
die Handschellen abgenommen (act. 4.10 S. 2). Diese Aussage hat der Polizeibe-
amte C. auch anlässlich der später durchgeführten untersuchungsrichterlichen 
Einvernahme vom 31. August 2010 bestätigt, indem er aussagte, er habe die Be-
schwerdeführerin ausdrücklich gefragt, ob die Handschellen zu eng seien. Darauf 
habe sie ihm klar zur Antwort gegeben, dass diese nicht drücken würden, worauf-
hin er die Handfesseln arretiert habe, damit diese sich nicht weiter schliessen 
könnten. Er habe ihr die Handschellen gemäss Weisungen angelegt, weil die Mel-
dung eingegangen sei, dass sie gegenüber anderen Personen gewalttätig gewe-
sen sei und sie sich über ihren Gemütszustand und ihre Gemütslage nicht im Kla-
ren gewesen seien. Sie seien strikt nach Vorschrift vorgegangen (act. 4.23 S. 1 f.). 
B. bestätigte die Aussagen von C. anlässlich zweier untersuchungsrichterlicher 
Einvernahmen. So habe er die Beschwerdeführerin am Arm ergriffen und sie - da 
sie sich nicht gewehrt habe - nach draussen geführt. C. habe ihm gesagt, dass die 
Frau nach Alkohol rieche und er ihr daher - und weil es sich um ein Delikt gegen 
die körperliche Integrität gehandelt habe - weisungsgemäss Handschellen anlegen 
müsse. Er sei damit einverstanden gewesen und als C. ihr die Handschellen ange-
legt habe, habe er sie deutlich gefragt, ob sie zu eng seien und Schmerzen verur-
sachten, was sie verneint habe (act. 4.11 S. 2). Sodann sei ihr erklärt worden, 
dass sie sicherheitspolizeilich festgenommen werde, da ein Delikt gegen die kör-
perliche Integrität zur Diskussion stehe. Deshalb habe sie zum Schutz der sie be-
gleitenden Beamten und auch zu ihrer eigenen Sicherheit gefesselt werden müs-
sen; so lauteten die Weisungen (act. 4.22 S. 1 f.).

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d. Wie den übereinstimmenden Aussagen der beiden Polizeibeamten ent-
nommen werden kann, hat sich die Beschwerdeführerin während der Festnahme 
tatsächlich ruhig verhalten und sich widerstandslos die Handschellen anlegen las-
sen. Allerdings gilt vorliegend zu berücksichtigen, dass sie sich zur fraglichen Zeit 
in einem äusserst aufgebrachten Gemütszustand befand, leicht alkoholisiert war 
und kurz zuvor mehrere Personen ohne ersichtlichen Grund tätlich angegriffen 
hatte. Die Polizeibeamten konnten mithin nicht ausschliessen, dass sich die Be-
schwerdeführerin während der Fahrt nach X. zu weiteren tätlichen Angriffen hin-
reissen lassen würde, zumal sie sich im Verlauf des Abends bereits mehrmals als 
unberechenbar und angriffslustig erwiesen hatte. Dass die Polizeibeamten zur 
Vermeidung unnötiger Risiken situationsbedingt entschieden haben, die Be-
schwerdeführerin zu ihrer eigenen wie auch zu deren Sicherheit in Handschellen 
zu legen, ist deshalb durchaus nachvollziehbar und vertretbar. Dies umso mehr, 
als ein erneuter tätlicher Angriff ihrerseits im Inneren des fahrenden Patrouillen-
fahrzeugs für alle drei Personen fatale Folgen hätte haben können. Unter diesen 
Umständen erscheint das Vorgehen der Polizeibeamten wohl als konsequent und 
hart, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin aber nicht als unverhält-
nismässig (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2006, 1P.469/2006, 
E. 2). Nach dem Gesagten erweisen sich die Ausführungen der Staatsanwalt-
schaft Graubünden, wonach der Tatbestand des Amtsmissbrauchs hinsichtlich der 
Festnahme und des Transports der Beschwerdeführerin bereits objektiv zu ver-
neinen sei, als zutreffend und die diesbezügliche Untersuchung wurde zu Recht 
eingestellt.

e. Doch selbst wenn die Verhältnismässigkeit der Fesselung entgegen den 
vorangegangenen Ausführungen zu verneinen wäre, kann den beiden Polizeibe-
amten in subjektiver Hinsicht ohnehin kein Amtsmissbrauch vorgeworfen werden. 
Wie bereits erwähnt (vgl. E. 4.a hiervor) muss der Täter sich über seine Sonderei-
genschaft im Klaren sein und wissen, dass er möglicherweise seine Amtsgewalt 
missbraucht oder dies zumindest in Kauf nehmen. An diesen Voraussetzungen 
fehlt es indessen, wenn die Beamten - wie dies vorliegend der Fall war - im Glau-
ben handeln, sie übten ihre Machtbefugnisse pflichtgemäss aus. Sie haben über-
einstimmend und ohne erkennbare Widersprüche ausgesagt, es entspreche den 
Vorschriften, einer Person, die eines Gewaltdelikts beschuldigt werde (und zudem 
unter Alkoholeinfluss stehe), aus Sicherheitsgründen Handschellen anzulegen. Sie 
sind folglich davon ausgegangen, ihre Befugnisse pflicht- und vorschriftsgemäss 
auszuüben. Ein Vorsatz, wonach sie beabsichtigt hätten, ihre Amtsgewalt zu 
missbrauchen, ist weder erkennbar noch nachweisbar. Ebenso wenig ist ersicht-

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lich, weshalb sie der Beschwerdeführerin einen unrechtmässigen Nachteil hätten 
zufügen sollen, steht doch nachweislich fest, dass sie zu ihr in keiner Beziehung 
stehen und sie nicht kennen. So hat denn auch die Beschwerdeführerin ausge-
sagt, dass ihr die zwei Polizisten völlig unbekannt seien (act. 4. 21 S. 1).

5.a. Einen weiteren Amtsmissbrauch sowie Nötigung erblickt die Beschwerde-
führerin darin, dass die beiden Polizeibeamten auf dem Polizeiposten Druck auf 
sie ausgeübt haben sollen, um sie dazu zu zwingen, von der Stellung eines Straf-
antrags gegen D. und E. abzusehen und eine dementsprechende Verzichtser-
klärung zu unterzeichnen. Der Polizist "BB." (recte: B.) habe ihr gesagt, sie könne 
den Polizeiposten erst verlassen, wenn er es für richtig befinde. Sie habe dies als 
Drohung verstanden und habe völlig übermüdet  und unter enormem Druck um ca. 
03.30 Uhr die Verzichtserklärung unterschrieben, obwohl dies nicht ihrem Willen 
entsprochen habe (act. 4.1 S. 2). Anlässlich der rechtshilfeweise durch die Staats-
anwaltschaft U. durchgeführten Einvernahme gab die Beschwerdeführerin zu Pro-
tokoll, die effektive Druckausübung sei nur durch den Polizeibeamten B. erfolgt. 
Dieser habe sie „so kreuzverhörmässig, so foltermässig“ mehrfach nach ihrer 
Handynummer gefragt. Sie möge sich nicht mehr an alles erinnern, nur dass sie 
ihm mehrmals ihre Handynummer habe nennen müssen. Er habe diese für sich 
aufgeschrieben, was sie als Folter erachtet habe (act. 4.21 S. 4).

b. Zunächst gilt an dieser Stelle zu bemerken, dass der Tatbestand der Nöti-
gung von demjenigen des Amtsmissbrauchs konsumiert wird (Heimgartner, a.a.O., 
N 23 zu Art. 312 StGB; Trechsel/Vest, a.a.O., N 10 zu Art. 312 StGB). Aus diesem 
Grund kommt dem im gleichen Sachzusammenhang ebenfalls zur Anzeige ge-
brachten Vorwurf der Nötigung lediglich dann selbständige Bedeutung zu, wenn 
der Vorwurf des Amtsmissbrauchs nicht erhärtet werden kann.

c. Die beiden angeschuldigten Polizeibeamten haben anlässlich ihrer untersu-
chungrichterlichen Einvernahmen vom 30. Juni 2010 sowie vom 20. August bzw. 
31. August 2010 übereinstimmend und widerspruchsfrei bestritten, die Beschwer-
deführerin auf irgendwelche Art und Weise unter Druck gesetzt zu haben, damit 
diese die Verzichtserklärung unterzeichne (act. 4.10 S. 2 f.; 4.11 S. 3; 4.22 S. 2 f.; 
4.23 S. 2). C. sagte aus, er habe ihr mehrfach erklärt, was geschehe, wenn sie 
Anzeige erstatten wolle, und ihr erläutert, dass, wenn sie oder eine der anderen 
Parteien Strafantrag stellen würden, die entsprechenden Einvernahmen noch 
durchgeführt werden müssten und sie erst dann nach Hause gehen könnten. Da-
bei sei sie weder bedroht noch unter Druck gesetzt worden (act. 4.10 S. 3; 4.23 S. 
2). Gleichzeitig wurden im benachbarten Raum D. und E. von B. über das weitere 

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Vorgehen für den Fall, dass Strafantrag gestellt würde, aufgeklärt (act. 4.11 S. 2; 
4.22 S. 2 f.). Die Aussagen der Angeschuldigten werden sodann von D. und E. 
bestätigt. D. sagte bei der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 14. Juli 
2010 aus, die Beamten hätten absolut keinen Druck auf die Beschwerdeführerin 
ausgeübt (act. 4.12 S. 4). Gleiches ist dem Protokoll der untersuchungsrichterli-
chen Einvernahme von E. vom 14. Juli 2010 zu entnehmen. So hätten sie nicht 
feststellen können, dass auf die Beschwerdeführerin Druck ausgeübt worden sei. 
Es sei ihnen einfach erklärt worden, wie das Ganze ablaufe und nichts weiter. 
Druck sei mit Bestimmtheit nicht ausgeübt worden (act. 4.13 S. 3). Somit stehen 
den Behauptungen der Beschwerdeführerin die Aussagen der Angeschuldigten 
sowie der zwei als Zeugen befragten Personen gegenüber. Auch diesbezüglich 
besteht kein Anlass, an der Glaubhaftigkeit deren Aussagen zu zweifeln, sind sie 
doch in sich stimmig und widerspruchsfrei. Dies hat umso mehr zu gelten, als die 
Beschwerdeführerin lediglich B. den Vorwurf macht, sie zur Unterzeichnung ge-
zwungen zu haben (act. 4.1 S. 2; 4.21 S. 4, wo sie explizit ausgesagt hat, dass die 
effektive Druckausübung „nur“ von diesem "BB." [recte: B.] gekommen sei). Dieser 
hat sich den übereinstimmenden Aussagen der einvernommenen Personen zufol-
ge zur fraglichen Zeit indessen gerade nicht bei der Beschwerdeführerin aufgehal-
ten, sondern D. und E. über das weitere Vorgehen aufgeklärt (act. 4.10 S. 2; 4.11 
S. 2; 4.12 S. 4; 4.22 S. 2; 4.23 S. 2). Dass sie auch von C. unter Druck gesetzt 
worden ist, behauptet die Beschwerdeführerin dagegen nicht und auch gemäss 
Aktenstand sind keine Hinweise in diese Richtung auszumachen. Die von der Be-
schwerdeführerin gegen B. erhobenen Vorwürfe des Amtsmissbrauchs erweisen 
sich somit bereits aus diesem Grund als haltlos.

d. Gleiches gilt in Bezug auf den Vorwurf der Nötigung. Der Nötigung macht 
sich strafbar, wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile 
oder durch Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unter-
lassen oder zu dulden (Art. 181 StGB). Ungeachtet dessen, dass sich dieser Vor-
wurf schon deshalb als unbegründet erweist, als sich der der Nötigung bezichtigte 
B. - wie in E. 5.c hiervor ausgeführt - zur massgeblichen Zeit nachweislich nicht 
bei der Beschwerdeführerin befunden hat, ergeben sich aus den Akten auch keine 
weiteren Anhaltspunkte dafür, dass sie von einem oder beiden Polizeibeamten 
durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch unrechtmässige 
Beschränkung ihrer Handlungsfreiheit dazu genötigt worden wäre, den Strafan-
tragsverzicht zu unterzeichnen. Dass mehrfaches Fragen nach der Handynummer 
im Rahmen der erkennungsdienstlichen Erfassung von Personendaten entgegen 

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der Auffassung der Beschwerdeführerin den Tatbestand der Folter offensichtlich 
nicht zu erfüllen vermag, bedarf im Übrigen keiner weiteren Ausführungen.

6.a. Gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise 
an Körper oder Gesundheit schädigt. Die körperliche Integrität ist dann im Sinne 
einer Körperverletzung beeinträchtigt, wenn innere oder äussere Verletzungen 
oder Schädigungen zugefügt werden, die mindestens eine gewisse Behandlung 
und Heilungszeit erfordern, also etwa Knochenbrüche, Hirnerschütterungen, 
Quetschungen mit Blutergüssen und Schürfungen, sofern sie um einiges über 
blosse Kratzer hinausgehen. Auf blosse Tätlichkeiten ist dagegen zu erkennen, 
wenn Schürfungen, Kratzwunden, Quetschungen oder bloss blaue Flecken offen-
sichtlich so harmlos sind, dass sie in kürzester Zeit vorübergehen und ausheilen 
(Roth/Berkemeier, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, 2. Aufl, Basel 2007, N 4 
zu Art. 123 StGB; Trechsel/Fingerhuth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-
kommentar, Zürich/St. Gallen 2008, N 2 zu Art. 123 StGB).

b. Die Beschwerdeführerin führt aus, durch die zu eng angebrachten Hand-
schellen Abschürfungen an beiden Handgelenken erlitten zu haben. In diesem 
Zusammenhang wurden von ihr zwei Arztzeugnisse ins Recht gelegt. Gemäss 
Arztzeugnis von prakt. med. O., Assistenzärztin im Spital W., vom 27. Dezember 
2009, wurden bei der Beschwerdeführerin oberflächliche Schürfwunden über bei-
den Handgelenken festgestellt. Es bestehe hingegen keine Druckdolenz (Druck-
schmerzhaftigkeit) über dem Handgelenk und Flexion, Extension, Supination so-
wie Pronation seien nicht schmerzhaft. Zur Behandlung wurde Vita-Merfen auf die 
Schürfungen aufgetragen und Dafalgan gegen die Schmerzen mitgegeben (act. 
4.4). Das zweite Arztzeugnis, ebenfalls vom 27. Dezember 2009, stammt von Dr. 
med. P., Chefarzt in der Klinik K., X.. Dieser diagnostizierte bei der Beschwerde-
führerin eine Kontusion (Prellung, Quetschung) an der linken Hüfte und am linken 
Oberarm, eine kleine Hautabschürfung am rechten Nasenflügel, eine Periostrei-
zung (Reizung der Knochenhaut) mit minimaler Hautabschürfung an beiden 
Handgelenken sowie posttraumatischen Stress. Betreffend das rechte Handgelenk 
wurde weiter ausgeführt, dass eine leichte Druckdolenz im Bereich des carporadi-
alen Gelenks vorhanden sei; hingegen lägen weder eine Schwellung noch eine 
Bewegungseinschränkung vor. Der Befund am linken Handgelenk sei insgesamt 
schwächer und es liege keine Beteiligung der Haut vor (act. 4.5). - Vorliegend sind 
lediglich die Hautabschürfungen an den Handgelenken, welche aufgrund der zu 
eng angebrachten Handschellen entstanden sein sollen, von Relevanz. Dass ihr 
auch die übrigen Verletzungen von den beiden Polizeibeamten zugefügt worden 

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sein sollen, wird nicht einmal von der Beschwerdeführerin selbst behauptet. Aus 
den zitierten Arztzeugnissen geht indes klar hervor, dass die Schwere der erlitte-
nen Verletzungen nicht ausreicht, um die von Lehre und Rechtsprechung um-
schriebenen objektiven Voraussetzungen der Körperverletzung zu erfüllen. Die 
Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung betreffend Körperverletzung daher zu 
Recht bereits mangels Vorliegen der objektiven Tatbestandsvoraussetzungen ein-
gestellt.

c. Die Einstellungsverfügung erweist sich sodann auch im Hinblick auf den 
Tatbestand der Tätlichkeit als rechtmässig. Gemäss Art. 126 StGB wird, auf An-
trag, mit Busse bestraft, wer gegen jemanden Tätlichkeiten verübt, die keine 
Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge haben. Gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung muss dabei die physische Einwirkung auf einen 
Menschen das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschrei-
ten (BGE 117 IV 14 E. 2.a.bb S. 17). Als Tätlichkeiten sind damit einzig Eingriffe in 
die körperliche Integrität zu werten, die nur Schrammen, Kratzer, Schürfungen, 
blaue Flecken oder Quetschungen bewirken, ohne erhebliche Schmerzen zu ver-
ursachen (Roth/Keshelava, Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl., Basel 2007, 
N 5 zu Art. 126 StGB; Trechsel/Fingerhuth, a.a.O., N 1 zu Art. 126 StGB). Die von 
der Beschwerdeführerin erlittenen Hautabschürfungen werden somit von den ob-
jektiven Voraussetzungen der Tätlichkeit umfasst. Indessen hat die Staatsanwalt-
schaft Graubünden zutreffend ausgeführt, dass die subjektive Tatbestandsvoraus-
setzung des Vorsatzes vorliegend zu verneinen ist. C. hat die Beschwerdeführerin 
eigener Aussage zufolge noch gefragt, ob die Handschellen schmerzten und habe 
sie dann so arretiert, wie sie ihm gesagt habe, dass es gut sei (act. 4.10 S. 2; 4.23 
S. 1). Diese Aussage wurde von B. bestätigt (act. 4.11 S. 2; 4.22 S. 1 f.). Die bei-
den Polizeibeamten konnten und durften somit davon ausgehen, dass die Be-
schwerdeführerin durch die Handschellen keine Verletzungen erleiden würde. 
Dass sie sich während des Transports über zu enge Handschellen beschwert hat 
und diese dennoch nicht gelockert worden sind, wird nicht behauptet. Da vorlie-
gend die vorsätzliche Begehung einer Tätlichkeit ausgeschlossen werden kann 
und das schweizerische Strafrecht eine fahrlässige Tätlichkeit nicht unter Strafe 
stellt (Art. 126 in Verbindung mit Art. 104 und Art. 12 Abs. 1 StGB), ist die ange-
fochtene Einstellungsverfügung auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.

d. Was den von der Beschwerdeführerin als Folge der Fesselung geltend ge-
machten posttraumatischen Stress anbelangt, ist Folgendes festzuhalten: Auf 
blosse Tätlichkeiten ist bei Beeinträchtigungen der geistigen Gesundheit dann zu 
erkennen, wenn Einwirkungen irgendwelcher Art nur eine harmlose, binnen Kürze 

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vorübergehende Störung des Wohlbefindens verursachen. Wo indessen die 
Störung, und sei sie auch bloss vorübergehend, einem eigentlich krankhaften Zu-
stand gleichkommt, muss eine Körperverletzung angenommen werden. Das gilt 
insbesondere dann, wenn erhebliche Schmerzen beigefügt werden, das Opfer 
einen Schockzustand erleidet oder in einen Rausch- oder Betäubungszustand 
versetzt wird, sonst aber keine bleibenden oder längerfristigen Folgen zu beklagen 
hat (Roth/Berkemeier, a.a.O., N 5 zu Art. 123 StGB). Die Frage, ob im vorliegen-
den Fall auf Körperverletzung oder Tätlichkeit zu entscheiden ist, kann dahin ge-
stellt bleiben, da es ohnehin am hierfür erforderlichen Vorsatz fehlt. Aufgrund der 
Akten ist nicht ansatzweise ersichtlich, dass die Polizeibeamten die Beschwerde-
führerin mit Wissen und Willen gefesselt und abtransportiert haben, um ihr einen 
posttraumatischen Stress zuzufügen oder die Zufügung eines solchen billigend in 
Kauf genommen haben. Ebenso wenig kann ihnen - in Bezug auf die einfache 
Körperverletzung - die fahrlässige Begehung vorgeworfen werden. In diesem Zu-
sammenhang ist bereits fraglich, ob die vorgenommene Fesselung und der damit 
verbundene Transport für den diagnostizierten posttraumatischen Stress (act. 4.5 
S. 2) kausal waren (natürliche Kausalität). Unabhängig davon ist vorliegend jeden-
falls die Frage der Adäquanz im negativen Sinne zu entscheiden. Nach der Recht-
sprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Le-
benserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 121 V 45 E. 3.a S. 49, 119 V 401 E. 4.a S. 406). Ob 
dem so ist, muss ex ante, d.h. vom Zeitpunkt des Handelns aus, entschieden wer-
den (BGE 135 IV 56 E. 2.2. S. 65). Dass die vorliegend zu beurteilende Fesselung 
geeignet war, einen posttraumatischen Stress herbeizuführen oder einen solchen 
zu begünstigen, kann angesichts der unproblematischen und gewaltlosen Fest-
nahme, der kurzen Fahrstrecke - die Distanz zwischen Z. und X. beträgt rund 5 km 
- sowie der durchaus adäquaten Behandlung der Beschwerdeführerin auf dem 
Polizeiposten nicht ernstlich angenommen werden. Den Polizisten kann somit 
nicht der Vorwurf gemacht werden, aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit die Folgen 
einer posttraumatischen Störung nicht bedacht zu haben, weshalb ihnen in diesem 
Zusammenhang auch keine fahrlässige Begehung zur Last gelegt werden kann.

7.a. Nicht eingegangen wird in der angefochtenen Einstellungsverfügung auf 
den von der Beschwerdeführerin eventualiter erhobenen Vorwurf der Urkundenfäl-
schung im Amt gemäss Art. 317 StGB. So hätten die beiden Polizeibeamten sie 
genötigt, eine Verzichtserklärung - ohne Namen und ohne Datum - zu unterschrei-

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ben. Die Namen und der Tatbestand seien erst nachträglich eingesetzt worden 
(act. 4.1 S. 1).

b. Aufgrund der aktenkundigen Aussagen entbehrt dieser Vorwurf sowohl in 
objektiver als auch in subjektiver Hinsicht jeglicher Grundlage. C. gab in diesem 
Zusammenhang zu Protokoll, er habe der Beschwerdeführerin, nachdem sie ihm 
gesagt habe, dass sie keinen Strafantrag stellen wolle, das reguläre Strafantrags-
formular, welches er zuvor betreffend Tatbestand und Täter ausgefüllt habe, vor-
gelegt. Dieses habe sie dann beim Verzicht unterzeichnet (act. 4.10 S. 2). Auch 
diese Aussage wurde von B. bestätigt. So habe C. ein ausgefülltes Strafantrags-
formular vor sich liegen gehabt, als er sich zu ihm und A. begeben habe (act. 4.11 
S. 3). In Berücksichtigung des Umstands, dass die Aussagen und Vorwürfe der 
Beschwerdeführerin in den wesentlichen Punkten zu sämtlichen bei den Akten 
liegenden Aussagen in Widerspruch stehen, besteht auch in Bezug auf das Zu-
standekommen des Strafantragsverzichts keine Veranlassung dafür, an der 
Glaubhaftigkeit der Aussagen der Polizeibeamten zu zweifeln. Weitere Beweismit-
tel, die das Ergebnis anderweitig zu beeinflussen vermöchten, sind sodann nicht 
ersichtlich, insbesondere waren abgesehen von D. und E., welche diesbezüglich 
keine sachdienlichen Aussagen machen konnten, keine weiteren Zeugen anwe-
send. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt unbegründet.

8.a. Im Ergebnis kann somit festgehalten werden, dass keine hinreichenden 
Anhaltspunkte vorliegen, die einen Schuldspruch gegen C. und B. wegen Amts-
missbrauchs etc. als wahrscheinlich erscheinen lassen. Folglich ist die Strafunter-
suchung gegen sie zu Recht eingestellt worden und die Beschwerde daher abzu-
weisen.

b. Wer ohne Erfolg ein Rechtsmittel eingelegt hat oder dieses zurückzieht, 
trägt in der Regel die Kosten des Rechtsmittelverfahrens (Art. 160 Abs. 1 in Ver-
bindung mit Art. 139 Abs. 3 StPO). Da die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen 
ist, werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufer-
legt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Diese ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: