# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7060bf15-5e8c-58ce-911c-401ecc9873a3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.09.2015 200 2014 1059
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1059_2015-09-30.pdf

## Full Text

200 14 1059 IV und
200 14 1060 IV (2)
FUR/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. September 2015

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 2. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 19. August 2011 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Da bis zum 31. Juli 2011 we-
gen eines Rückenleidens und Schmerzsyndroms Krankentaggeldleistun-
gen ausgerichtet worden waren (act. II 7.7), holte die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) bei der Krankenversicherung C.________ die 
diesbezüglichen Akten, darunter u.a. ein Bericht der D.________ vom 8. 
März 2011 (act. II 7.8), ein und führte weitere medizinische und erwerbliche 
Erhebungen durch. Dabei liess sie den Versicherten insbesondere durch 
die Dres. med. E.________, Fachärztin für Neurochirurgie, und 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutach-
ten (vgl. neurochirurgisches Gutachten vom 11. Februar 2013, act. II 27; 
psychiatrisches Gutachten vom 9. August 2013, act. II 37.1; und auch in-
terdisziplinäre Beurteilung vom 15. August 2013, act. II 38). 

Zwischenzeitlich erfolgte am 22. Januar 2013 eine Rückenoperation, bei 
welcher eine zervikale Diskushernie C4/C5 rechts und eine rechtsseitige 
Nervenwurzelkompression C5 behandelt wurden (vgl. Operationsbericht 
vom 23. Januar 2013, act. II 28 S. 2). Gestützt darauf und nach Einholung 
weiterer medizinischer Berichte (act. II 42 S. 2, 7; 43 S. 7) veranlasste die 
IVB bei Dr. med. E.________ ein neurochirurgisches Verlaufsgutachten, 
datiert vom 21. Februar 2014 (act. II 56.1 S. 2). Zudem absolvierte der Ver-
sicherte in der Zeit vom 6. Januar bis zum 30. März 2014 bei der 
G.________ ein Belastbarkeitstraining (vgl. Bericht vom 2. April 2014, act. 
II 59). Hierauf verfügte die IVB am 27. Mai 2014 den Abschluss der berufli-
chen Eingliederung (act. II 60) und gab zur Begründung an, nach Ab-
schluss des Belastbarkeitstrainings habe sich der Versicherte aus subjekti-
ven Gründen geweigert, an einem Aufbautraining teilzunehmen. Mit Vorbe-
scheid vom 28. Mai 2014 (act. II 61) stellte die IVB dem Versicherten bei 
einem ermittelten Invaliditätsgrad von 46% ab 1. Februar 2012 die Zuspra-
che einer Viertelsrente und ab 1. April 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 
100% die Erhöhung auf eine ganze Rente in Aussicht. Dagegen verneinte 

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sie ab dem 31. Oktober 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 28% einen 
Rentenanspruch. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden und 
erhob, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 25. Juni 2014 (act. II 
68) Einwand. 

Nach Einholung einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. E.________ 
vom 10. Juli 2014 (act. II 73 S. 2) sprach die IVB – wie im Vorbescheid an-
gekündigt – mit Verfügung vom 2. Oktober 2014 (act. II 76 S. 11-19) ab 
1. Februar 2012 bis 31. März 2013 eine Viertelsrente und mit einer glei-
chentags erlassenen Verfügung (act. II 76 S. 1-10) ab 1. April bis 31. Okto-
ber 2013 eine ganze Rente zu. Soweit weitergehend verneinte sie einen 
Rentenanspruch.

B.

Gegen diese beiden Verfügungen erhob der Versicherte, weiterhin vertre-
ten durch Rechtsanwalt H.________, am 3. November 2014 Beschwerde. 
Er beantragte deren Aufhebung und ersuchte um Zusprechung der ihm und 
seinen Familienangehörigen zustehenden IV-Renten. Eventualiter sei das 
Geschäft zur ergänzenden Abklärung des Sachverhaltes und Neubeurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ferner beantragte er, das Verfah-
ren sei bis zum Vorliegen von nachzureichenden Beweismitteln zu sistie-
ren. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. November 2014 wies die Instrukti-
onsrichterin den Antrag auf Sistierung des Verfahrens ab und gab dem 
Beschwerdeführer Gelegenheit zur Ergänzung der Beschwerde.

Am 26. November 2014 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Sach-
verhalt und reichte weitere medizinische Berichte sowie ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege ein. Zudem beantragte er, er sei im Rahmen 
einer Verhandlung einzuvernehmen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 
2015 auf Abweisung der Beschwerde.

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Mit Verfügung vom 12. Februar 2015 teilte die Instruktionsrichterin dem 
Beschwerdeführer mit, dass sie eine Instruktionsverhandlung als nicht not-
wendig erachte und wies den entsprechenden Antrag ab. Im Weiteren gab 
sie ihm Gelegenheit, sich zur Durchführung einer Schlussverhandlung im 
Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) zu äussern. 

Der Beschwerdeführer verzichtete mit Eingabe vom 13. März 2015 auf die 
Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung. Die Beschwerdegeg-
nerin verzichtete diesbezüglich auf eine Stellungnahme (vgl. Schreiben 
vom 23. März 2015).

Im Rahmen der Schlussbemerkungen vom 5. Mai 2015 reichte der Be-
schwerdeführer weitere Arztberichte ein. Unaufgefordert gab er zudem am 
21. August 2015 einen Bericht einer Magnetresonanztomographie (MRI) 
vom 17. August 2015 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 14) zu den 
Akten.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-

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ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten sind die beiden Verfügungen vom 2. Oktober 2014 
(act. II 76 S. 1 ff.), mit welchen die Beschwerdegegnerin rückwirkend befris-
tete Viertels- bzw. ganze Renten zugesprochen hat. Streitig und zu prüfen 
ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

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2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die IV-
Rente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter 
Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der 
Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b 
S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1).

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2.5.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 
oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

2.5.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der 
in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende 
Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden 
Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Mai 
2011, 9C_996/2010, E. 8 mit Hinweisen).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes 
entnehmen:

3.1.1 Am 20. und 21. Januar 2011 erfolgte in der D.________ eine Funk-
tionsorientierte Medizinische Abklärung (FOMA; act. II 7.8). Diese Ab-
klärung basierte auf einem strukturierten Interview, einer klinischen Unter-
suchung, einer angepassten Form der Evaluation der arbeitsbezogenen 
funktionellen Leistungsfähigkeit und auf einer psychiatrischen Beurteilung 
(vgl. ergänzend psychiatrisches Gutachten vom 3. Februar 2011, act. II 7.8 
S. 17). Diagnostisch wurden im Abschlussbericht vom 8. März 2011 ein 
chronisches lumbospondylogenes Syndrom (linksbetont), ein chronisches 
myofaszial betontes zervikospondylogenes Syndrom rechts sowie ein Ver-
dacht auf eine arterielle Hypertonie genannt (S. 2 Ziff. 1). Zusammenge-

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fasst beständen lumbale Rückenbeschwerden (linksbetont), wobei trotz 
vorhandener sequestrierter Diskushernie L5/S1 aktuell keine radikulären 
Reiz- oder Ausfallerscheinungen festzuhalten seien. In Bezug auf die Arm-
schmerzen rechts seien diese am ehesten im Rahmen eines myofaszial 
betonten zervikospondylogenen Syndroms interpretierbar, da mit einer 
Halswirbelsäulenseitneigung und einer Rotation auch entsprechende Be-
schwerden reproduzierbar seien und myofasziale Befunde vorlägen, 
während peripher im Arm eine absolut unauffällige Funktion bestehe. Das 
Gesamtbild werde durch ein dysfunktionelles Krankheitsverhalten überla-
gert. Aus psychiatrischer Sicht könne keine Diagnose, die eine Arbeitsun-
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht begründen würde, genannt werden. Das 
auffällige Krankheitsverhalten bei der rheumatologischen Untersuchung 
decke sich mit der Beurteilung als Schmerzausweitung (ICD-10 F45; S. 3). 
Zur funktionellen Leistungsfähigkeit wurde dargelegt, das arbeitsbezogene 
relevante Problem bestehe momentan vor allem im ausgeprägten Schon-
verhalten des Klienten; aus Angst vor einer Verschlimmerung der Be-
schwerden limitiere sich dieser selber vor Erreichen der körperlich sicheren 
Belastungslimite. Die Beobachtungen bei den Tests hätten auf eine deutli-
che Selbstlimitierung hingewiesen und die Konsistenz bei den Tests sei 
ungenügend gewesen. Infolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimi-
tierung und Inkonsistenz seien die Resultate der Belastbarkeitstests für die 
Beurteilung nur teilweise verwertbar (S. 4 Ziff. 3.1). 

Aus interdisziplinärer Sicht bestehe betreffend die angestammte Tätigkeit 
eine Arbeitsfähigkeit von 50%, wobei diese nach einem dem Klienten zu-
mutbaren multimodalen Programm in angepasster Form (reduzierte Leis-
tungsanforderungen mit Hantieren von Lasten bis sicher 15 Kilogramm 
[gezeigte Leistung], wahrscheinlich aber 20 Kilogramm zumutbar) nach drei 
Monaten ganztags zumutbar sei (verminderte Leistungsfähigkeit wahr-
scheinlich weiterbestehend im Rahmen von 25%; S. 5 Ziff. 6.1). Unter pro-
gnostischen Überlegungen könne eine knapp mittelschwere (Hantieren von 
Lasten körpernahe bis 15 Kilogramm), wechselpositionierte Tätigkeit (mög-
licher Wechsel von stehen, gehen und sitzen) dem Klienten aus rheumato-
logischer und interdisziplinärer Sicht ganztags ohne weitere Leistungsmin-
derung und/oder vermehrter Pausen zugemutet werden (S. 5 Ziff. 6.2).

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3.1.2 Im Dezember 2012 wurde der Beschwerdeführer neurochirurgisch 
und im April 2013 psychiatrisch untersucht und anschliessend interdiszi-
plinär beurteilt (vgl. neurochirurgisches Gutachten vom 11. Februar 2013, 
act. II 27, und psychiatrisches Gutachten vom 9. August 2013, act. II 37.1 
S. 2). In der Gesamtbeurteilung vom 15. August 2013 (act. II 38) diagnosti-
zierten die Dres. med. E.________ und F.________ mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes lumbales und lumboischialgiefor-
mes/-femoralgieformes Schmerzsyndrom beidseits (aktuell rechtsbetont) 
und ein chronifiziertes zervikales und zervikobrachialgieformes Schmerz-
syndrom rechts. Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
führten die Gutachter Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit und 
Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56) auf (S. 2). Die Arbeitsfähigkeit des Exploran-
den sei aufgrund der bestehenden körperlichen Einschränkungen qualitativ 
und quantitativ beeinträchtigt; aus versicherungspsychiatrischer Sicht habe 
anhand der vorliegenden Untersuchungsergebnisse gemäss Anamnese, 
Exploration und objektivem Befundstatus – unter Berücksichtigung der vor-
liegenden medizinischen Unterlagen – keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit festgestellt werden können. Insbesondere seien keine Hinweise 
auf das Vorliegen einer depressiven Störung vorhanden gewesen. Auch 
eine effektive Schmerzstörung bzw. eine somatoforme Schmerzstörung 
gemäss ICD-10 F45.4 habe nicht bestätigt werden können. Die beklagten 
Schmerzsensationen seien einer erhöhten Somatisierungstendenz zuzu-
ordnen, deren Ausprägung wahrscheinlich durch die beschriebene psycho-
soziale Belastungssituation mitbestimmt werde. Zudem habe die Untersu-
chung mehrere Hinweise für das Bestehen eines sekundären Krankheits-
gewinns ergeben (S. 3). 

Aus interdisziplinärer Sicht seien dem Explorand Tätigkeiten ohne körperli-
che Belastung und körperlich leichte, wechselbelastende Arbeiten in einem 
zeitlichen Rahmen von sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche 
zumutbar, wobei die Leistungsfähigkeit um 20% vermindert sei. Dabei er-
gäben sich aus psychiatrischer Sicht keine Anforderungen an ein spezifi-
sches Arbeitsplatz-/Belastungsprofil. Ausgeschlossen seien körperlich 
schwere sowie körperlich mittelschwere Tätigkeiten, die Lenden- und 
Halswirbelsäule (LWS und HWS) statisch belastende Arbeiten, Aufträge mit 
Haltungs- und Positionsmonotonien, in Zwangshaltungen oder mit repetiti-

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ven Rotationsbewegungen der LWS und HWS sowie Tätigkeiten mit Vibra-
tionen und Schlägen auf das Achsenorgan. Das repetitive Heben, Tragen 
und Bewegen von Lasten sei ferner mit fünf Kilogramm limitiert. Aufgrund 
der mehrjährigen Anamnese und der in der bildgebenden Diagnostik aus-
gewiesenen Befunde sei zudem nicht davon auszugehen, dass in der bis-
herigen Tätigkeit im ... jemals wieder eine verwertbare Arbeitsfähigkeit er-
reicht werden könne. Diese werde im gegenwärtigen Zeitpunkt und auch 
prognostisch als bleibend nicht mehr zumutbar beurteilt. Die Wiedereinglie-
derung in den Arbeitsprozess solle stufenweise erfolgen, wobei derartigen 
Überlegungen im vorliegenden Fall angesichts des gezeigten Schon- und 
Schmerzverhaltens, der Selbstlimitierung und der dysfunktionalen Über-
zeugung wohl lediglich der Wert theoretischer Überlegungen beigemessen 
werden könne (S. 4).

3.1.3 Nach der Rückenoperation vom 22. Januar 2013 (act. II 28 S. 2) 
wurden im Bericht der Klinik I.________ vom 15. Mai 2013 (act. II 42 S. 7) 
als Diagnosen ein Status nach Diskektomie, Sequestrektomie, interkorpo-
reller Fusion und Stabilisation bei zervikaler Diskushernie C4/C5 rechts und 
rechtsseitiger Nervenwurzelkompression sowie eine psychische Dekom-
pensation mit depressiv ängstlichem Zustandsbild, der Tendenz zur 
Schmerzausweitung und dem Verdacht auf eine somatoforme Schmerz-
störung gestellt. Zum Befund gaben die behandelnden Ärzte an, der Patient 
präsentiere sich wie immer stark schmerzgeplagt. Eine konklusive Untersu-
chung sei hier schwer möglich; gröbere sensomotorische Defizite lägen 
aber sicher nicht vor. Hinsichtlich der HWS könne ein zufriedenstellendes 
Ergebnis attestiert werden. Weitergehende wirbelsäulenchirurgische Mass-
nahmen seien sicher nicht indiziert. Die vorhandenen Restbeschwerden 
seien im Rahmen der chronischen Schmerzproblematik zu sehen.

3.1.4 Im neurochirurgischen Verlaufsgutachten vom 21. Februar 2014 
(act. II 56.1) bestätigte Dr. med. E.________ unverändert die im Gutachten 
vom 11. Februar 2013 (act. II 27 S. 25 Ziff. 4) gestellten Diagnosen (S. 30 
Ziff. 4). Wiederum müsse – und dies in guter Übereinstimmung mit im Er-
gebnis nahezu sämtlichen vorgängig durchgeführten Abklärungen und Un-
tersuchungen – die Feststellung getroffen werden, dass die vom Explorand 
berichteten körperlichen Beeinträchtigungen qualitativ z.T., quantitativ je-

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doch keineswegs vollständig mit objektivierbaren Befunden erklärt werden 
könnten. Auch in der aktuellen klinischen Untersuchung hätten sich erneut 
Hinweise auf eine subjektive quantitative Ausgestaltung und eine dysfunk-
tionale Überzeugung ergeben. Die auch in der Untersuchungssituation spo-
radisch vielfach gezeigte rasche und gute spontane Beweglichkeit, die ins-
besondere ausserhalb der Untersuchungsräumlichkeiten beobachtete sich 
mit zunehmender Entfernung normalisierende Körperhaltung, das sich 
normalisierende Gangbild und die Sitzhaltung sowie die unauffällige sym-
metrische Muskeltrophik ohne alkalische Phosphatase (AP) für eine länger 
anhaltende eindeutige Entlastung bzw. für eine weitgehende physische 
Immobilität liessen sich nicht mit den angegebenen körperlichen Beein-
trächtigungen vereinbaren. Zudem erlaube dies nicht, von den berichteten 
körperlichen Beeinträchtigungen auf eine die Arbeitsfähigkeit beeinflussen-
de Störung zu schliessen. Die angegebenen Sensibilitätsstörungen seien 
keinem Dermatom oder Versorgungsgebiet eines peripheren Nervens zu-
zuordnen. Ferner könne der vom Explorand rechtslastig angegebene bein-
ausstrahlende Schmerz nicht mit den objektivierbaren degenerativen LWS-
Veränderungen erklärt werden. Hierzu sei zudem festzuhalten, dass sich 
die objektive Befundsituation betreffend die LWS und HWS seit Dezember 
2012 resp. seit Januar 2013 verbessert habe, was nebst dem unauffälligen 
klinisch-neurologischen Untersuchungsbefund mit der Grössenregredienz 
der Diskushernie L5/S1, mit dem fehlenden Nachweis einer Neurokom-
pression im MRI der LWS, mit dem Befund des MRI der HWS (mit vollstän-
dig entfernter Diskushernie C4/C5 bei noch Restspondylose mit möglicher 
diskreter Reizung der Nervenwurzel C5 rechts) sowie mit den korrespon-
dierend dazu unauffälligen/normalen elektrophysiologischen Untersu-
chungsbefunde zu belegen sei (S. 36 f.). 

Dem Explorand seien aus neurochirurgischer Sicht körperlich leichte bis 
körperlich mittelschwere (der Anteil mittelschwerer Arbeit sei auf 50% be-
grenzt), wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von 
achteinhalb Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche bei einer vermin-
derten Leistungsfähigkeit von 10 bis 20% zumutbar. Ausgeschlossen seien 
körperlich schwere und ständig sowie häufig/überwiegend körperlich mittel-
schwere Tätigkeiten, die LWS und HWS statisch belastende Arbeiten, Auf-
träge mit Haltungs- und Positionsmonotonien, in Zwangshaltungen oder mit 

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repetitiven Rotationsbewegungen der LWS und HWS sowie Tätigkeiten mit 
Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan. Das Heben, Tragen und 
Bewegen von Lasten sei mit 15 Kilogramm resp. repetitiv mit zehn Kilo-
gramm limitiert. Die bisherige Tätigkeit im ... als ... sei dem Explorand blei-
bend nicht mehr zumutbar (S. 37). Zum Verlauf der medizinisch begründe-
ten Arbeitsunfähigkeit legte Dr. med. E.________ dar, bei neu diagnosti-
zierter rechts mediolateraler nach kranial luxierter Diskushernie C4/C5 mit 
Kompression des Halsmarkes ganz lateral könne ab Dezember 2012 bis 
Januar 2013 von einer Arbeitsfähigkeit resp. Arbeitsunfähigkeit gemäss 
den Ausführungen im neurochirurgischen Gutachten vom Februar 2013 
(act. II 27 S. 30 f.) ausgegangen werden. Ab Februar bis Ende Juli 2013 sei 
unter Berücksichtigung des operativen Eingriffs im Januar 2013 (act. II 28 
S. 2), hierin eingeschlossen eine angemessene Rekonvaleszenzzeit von 
drei bis längstens sechs Monaten, eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit zu 
attestieren. Ab August 2013 bestehe bei Status nach operativem Eingriff im 
Bereich der HWS und angesichts der betreffend die LWS im Vergleich mit 
dem neurochirurgischen Gutachten vom Februar 2013 unveränderten Be-
fundlage in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (S. 
39 Ziff. 7, 40 f. Ziff. 11 ff.).

3.1.5 In der Zeit vom 6. Januar bis zum 30. März 2014 absolvierte der 
Beschwerdeführer bei der G.________ ein Belastbarkeitstraining (vgl. Be-
richt vom 2. April 2014, act. II 59). Zum vereinbarten Ziel „Präsenzzeit stei-
gern von zwei auf vier Stunden pro Tag“ wurde u.a. festgehalten, die Stei-
gerung habe sich als eher schwierig gestaltet, die vier Stundenpräsenzzeit 
sei erst gegen Ende der Massnahme erreicht worden. Dabei habe der Kli-
ent betont, dass er bei vier Stunden Arbeitszeit an seine gesundheitliche 
Belastbarkeitsgrenze käme. Mehr zu arbeiten oder auch mehr Leistung 
erbringen zu können, sei für ihn aktuell bei seinen Schmerzen unvorstell-
bar. Im Ergebnis wurde angegeben, derzeit würden weitere Eingliede-
rungsmassnahmen kaum Sinn machen, da der Klient keine Bereitschaft zur 
Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit und Steigerung des Pensums zei-
ge (S. 2).

3.1.6 Am 10. Juli 2014 (act. II 73 S. 2) nahm Dr. med. E.________ zum 
Einwand des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2014 (act. II 68), mit wel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 13

chem dieser mit Hinweis auf eine MRI-Untersuchung vom 23. Juni 2014 
(act. II 68 S. 3) u.a. geltend machte, ab dem 31. Oktober 2013 habe sich 
der Gesundheitszustand nicht verändert, insbesondere nicht verbessert, 
Stellung. Dabei bestätigte sie die Beurteilungen und Ausführungen in den 
beiden neurochirurgischen Gutachten vom 11. Februar 2013 (act. II 27) 
und vom 21. Februar 2014 (act. II 56.1) und legte in Bezug auf die obge-
nannte MRI-Untersuchung dar, der gezeigte Befund könne eine mögliche 
Nervenwurzelirritation erklären, eine signifikante und damit für die Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit relevante Befundverschlechterung sei daraus je-
doch nicht abzuleiten. Mögliche Nervenwurzelirritationen begründeten die 
vom Explorand berichteten körperlichen Beschwerden quantitativ keines-
wegs vollständig (S. 3, 5).

3.1.7 Dr. med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, teilte am 21. November 2014 (act. I 6) mit, dass sie seit ungefähr 
zwei Wochen die neue Hausärztin des Beschwerdeführers sei. Aus Sicht 
des Patienten hätten die Beschwerden, sowohl der LWS wie auch der 
HWS, in den letzten Monaten massiv zugenommen, ein am 19. November 
2014 (act. I 7) angefertigtes MRI der LWS habe jedoch keine Änderung 
zum Vorbefund vom Sommer 2014 gezeigt. 

3.1.8 Im Arztzeugnis vom 24. November 2014 (act. I 5) diagnostizierte 
Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F33.11) und eine akute Be-
lastungssituation (ICD-10 F43.0) und führte aus, die Rückenproblematik 
habe im Jahre 2010 mit einer L5/S1 Wurzelkompression HWS begonnen, 
hinzu seien neurologische Tics-Störungen gekommen. Im Verlauf habe 
sich der psychische Zustand deutlich verschlechtert; der Patient präsentie-
re einen depressiven Zustand (Verlust der Lebensfreude, Antriebslosigkeit, 
Gedankenkreisen, Minderwertigkeitsgefühl, fühle sich wertlos, finde keinen 
Sinn im Leben, ausgeprägte Schlafstörungen, sozialer Rückzug, quälende 
Schmerzen im Hals-, Kopf-, und Rückenbereich). Seine Persönlichkeit ha-
be sich massiv verändert und er habe aufgrund der neurologischen Auffäl-
ligkeiten, der HWS-Schmerzen und der chronischen Tics die Hoffnung ver-
loren, dass es eine Besserung geben werde. Zusammenhängend mit den 
körperlichen Beschwerden seien die psychischen Auffälligkeiten hinzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 14

kommen. Es beständen massive Einschränkungen im sozialen und fami-
liären Bereich. Vom psychiatrischen Aspekt her sei eine 100%-ige Arbeits-
unfähigkeit zu attestieren. 

3.1.9 Die behandelnden Ärzte der Klinik I.________ hielten im Verlaufs-
bericht vom 28. Januar 2015 (act. I 13) fest, die derzeit vom Patienten an-
gegebene sehr starke Schmerzsymptomatik lumbal sowie im rechten Bein 
weise kein bildmorphologisches Korrelat auf. Momentan bestehe aus ihrer 
Sicht kein Interventionsbedarf. 

3.1.10 Im Bericht von Dr. med. L.________, Fachärztin für Neurologie 
FMH, vom 25. März 2015 (act. I 9) wurden diagnostisch eine dystone 
Rumpfhaltung, eine myoklonie-artige Bewegungsstörung des Nackens, ein 
chronifiziertes lumbales und lumboischialgieformes Schmerzsyndrom sowie 
eine Depression mit somatoformer Schmerz- und Bewegungsstörung auf-
geführt (S. 1). In der Beurteilung erläuterte Dr. med. L.________ u.a., das 
chronische lumboischialgieforme Schmerzsyndrom werde zunehmend 
überlagert von nicht neurogenen krampfartigen Schmerzen in beiden Bei-
nen, die im Rahmen der Somatisierungsstörung zu interpretieren seien. 
Eindeutige Hinweise auf eine Restless-Legs-Symptomatik finde sie ana-
mnestisch nicht. Zusätzlich liege eine dystone Haltung der Wirbelsäule im 
Sinne einer Ausweichbewegung gegen die Schmerzen vor und es seien 
tics-artige myoklonieforme dystone Bewegungsabläufe in der oberen HWS 
vorhanden, die für den Patienten nicht beeinflussbar seien. Die quantitative 
Elektroenzephalografie (EEG) habe statistisch signifikante Überaktivitäten 
in den fronto-temporalen Arealen gezeigt. Da die Überaktivitäten aussch-
liesslich in höheren Frequenzen beständen, sei nicht davon auszugehen, 
dass die Bewegungs- und Schmerzstörungen neurogener Ursache seien 
(S. 3). 

3.1.11 Am 30. April 2015 (act. I 8) teilte Dr. med. J.________ mit, von Sei-
ten des körperlichen Leidens hätten sich zwischenzeitlich keine neuen Ge-
sichtspunkte ergeben. Daneben klage der Patient über diffuse Schmerzen 
am ganzen Körper und über intermittierend auftretende Schwellungen an 
verschiedenen Körperteilen, z.B. an den Händen oder Knien, welche nicht 
immer zu objektivieren und diagnostisch schwierig einzuordnen seien. Bei 
denjenigen „Schwellungen“, die sie bei der Untersuchung selber habe ob-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 15

jektivieren können, handle es sich zum einen um ein minimes Ödem der 
rechten Hand, von dem sie vermute, dass es auf die Schonhaltung und 
Inaktivität zurückzuführen sei, zum anderen um eine schmerzhafte Kontrak-
tion der Halsmuskulatur, die im Zusammenhang mit dem myofaszialen 
Schmerzsyndrom der rechten Schulter zu sehen sei. Im weitesten Sinn 
seien diese Beschwerden und Befunde – genau so wie die auffällige dysto-
ne Haltung der Wirbelsäule und die tics-artigen myoklonieformen dystonen 
Bewegungsabläufe – wohl auch auf die bereits mehrfach beschriebene 
somatoforme Schmerz- und Bewegungsstörung des Patienten zurückzu-
führen (S. 2). Im Rahmen der kontinuierlichen Betreuung und der regel-
mässigen Gespräche sei zumindest der Eindruck eines sehr hohen Lei-
densdrucks entstanden. Eine Arbeitsfähigkeit jeglicher Art und jeglichen 
Grades erscheine äusserst unrealistisch (S. 3).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 16

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in den hier angefochtenen Verfü-
gungen vom 2. Oktober 2014 (act. II 76 S. 1 ff.) massgeblich auf die inter-
disziplinäre Beurteilung vom 15. August 2013 (act. II 38), basierend im We-
sentlichen auf dem Gutachten von Dr. med. E.________ vom 11. Februar 
2013 (act. II 27), sowie auf das neurologische Verlaufsgutachten vom 21. 
Februar 2014 (act. II 56.1) gestützt. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6) erfüllen die genannten Expertisen 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), 
weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Die Gutachter haben sich in den ärztlichen Beurteilungen sorgfältig 
mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers aus-
einandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen in Kenntnis der Vorakten und 
gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in 
der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvoll-
ziehbar begründet. Dabei hat Dr. med. E.________ im Verlaufsgutachten 
vom 21. Februar 2014 schlüssig und überzeugend dargelegt, dass der Be-
schwerdeführer (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) an einem chro-
nifizierten lumbalen und lumboischialgieformen Schmerzsyndrom (beid-
seits, rechtsbetont) sowie an einem chronifizierten zervikalen und zerviko-
brachialgieformen Schmerzsyndrom rechts leidet und die geltend gemach-
ten körperlichen Beeinträchtigungen qualitativ z.T., quantitativ jedoch kei-
neswegs vollständig mit den objektivierbaren Befunden erklärt werden kön-
nen (act. II 56.1 S. 30 Ziff. 4, 35 ff.). Ferner hat sie ausführlich und nach-
vollziehbar begründet, welche Einschränkungen aufgrund dieser Diagno-
sen bestehen und warum dem Beschwerdeführer ab August 2013 körper-
lich leichte bis körperlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten in 
einem zeitlichen Rahmen von achteinhalb Stunden pro Tag an fünf Tagen 
der Woche bei bestehender verminderter Leistungsfähigkeit von 10 bis 
20% zumutbar sind, während die angestammte Tätigkeit im ... als ... blei-
bend nicht mehr möglich ist (act. II 56.1 S. 37 f., 39 Ziff. 7, 40 f. Ziff. 10 ff.). 
Die Beurteilung der Gutachterin ist nicht nur für sich allein verständlich und 
plausibel, sondern findet Rückhalt in den Berichten der Klinik I.________ 
vom 15. Mai 2013 (act. II 42 S. 7) sowie vom 28. Januar 2015 (act. I 13) 
und wird bestätigt durch die aktuellen MRI-Untersuchungen (act. I 7, 10, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 17

11, 14). Nichts Gegenteiliges lässt sich ferner den Untersuchungsergebnis-
sen von Dr. med. J.________ vom 21. November 2014 (act. I 6) und vom 
30. April 2015 (act. I 8) sowie den Ausführungen von Dr. med. L.________ 
vom 25. März 2015 (act. I 9) entnehmen. Weiter geht aus dem schlüssigen 
Verlaufsgutachten (unbestrittenermassen) hervor, dass nach der Rücken-
operation vom 22. Januar 2013 (act. II 28 S. 2) ab Februar bis Juli 2013 
unter Berücksichtigung einer angemessenen Rekonvaleszenzzeit von drei 
bis längstens sechs Monaten von einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit für 
jegliche Tätigkeiten auszugehen ist (act. II 56.1 S. 39 Ziff. 7). Soweit den 
Zeitraum vor der Operation betreffend waren dem Beschwerdeführer ge-
stützt auf die kohärent und nachvollziehbar begründete interdisziplinäre 
Beurteilung vom 15. August 2013 Tätigkeiten ohne körperliche Belastung 
und körperlich leichte, wechselbelastende Arbeiten in einem zeitlichen 
Rahmen von sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche bei einer 
verminderten Leistungsfähigkeit von 20% zumutbar (act. II 38 S. 4). Diese 
Beurteilung steht im Einklang mit den Vorakten (act. II 7.2 S. 2; 7.3 S. 1 ff.; 
7.8 S. 21) und korreliert insbesondere mit dem Bericht der D.________ 
vom 8. März 2011 (act. II 7.8 S. 1 ff.). 

Hieran vermögen die vom Beschwerdeführer eingereichten medizinischen 
Berichte nichts zu ändern. Aus somatischer Sicht ist diesen einheitlich zu 
entnehmen, dass seit den letzten Untersuchungen im Sommer 2014 keine 
signifikante und damit für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevante 
Befundverschlechterung eingetreten ist (act. I 6 ff.). Aus psychiatrischer 
Sicht führte Dr. med. K.________ im Bericht vom 24. November 2014 (act. 
I 5) zwar allgemein aus, der psychische Zustand habe sich deutlich ver-
schlechtert, belegte und begründete dies jedoch anschliessend nicht stich-
haltig. Zudem nahm er nicht Stellung zum psychiatrischen Gutachten von 
Dr. med. F.________ vom 9. August 2013, in welchem dieser keine psych-
iatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen konnte 
(act. II 37.1 S. 16 Ziff. 1). Ferner fällt auf, dass Dr. med. K.________ das 
vom Beschwerdeführer seit Jahren gezeigte und bestens dokumentierte 
Schonverhalten, dessen Selbstlimitierung und dysfunktionale Überzeugung 
sowie dessen diffusen und widersprüchlichen Angaben in Bezug auf die 
körperlichen Schmerzen (vgl. u.a. act. II 5 S. 7; 7.8 S. 4 Ziff. 3.1; 18 S. 3 
Ziff. 11; 27 S. 28 ff.; 37.1 S. 12 Ziff. 2; 42 S. 7; 56.1 S. 36; 59 S. 2) in keiner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 18

Art und Weise erwähnte und wahrscheinlich in seiner Beurteilung denn 
auch unberücksichtigt liess. Im Weiteren ist festzustellen, dass Dr. med. 
K.________ den Bericht vom 24. November 2014 im Wissen um das Be-
schwerdeverfahren erstellt hat. Gemäss Rechtsprechung darf und soll das 
Gericht in Bezug auf Atteste von Hausärzten der Erfahrungstatsache 
Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patien-
ten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353). Dies gilt nicht nur für den 
allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden 
Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit 
seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklag-
ten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 20. März 
2006, I 655/05, E. 5.4). Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen vermag 
der Bericht von Dr. med. K.________ die gutachterliche Einschätzung nicht 
in Zweifel zu ziehen. 

Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf das bei der G.________ 
absolvierte Belastbarkeitstraining (vgl. Bericht vom 2. April 2014, act. II 59) 
geltend macht, er sei nicht arbeitsfähig, geschweige denn vermittlungsfähig 
(vgl. Beschwerde S. 5), kann ihm nicht gefolgt werden. Konnte doch das 
vereinbarte Trainingsziel, die Präsenzzeit von zwei auf vier Stunden pro 
Tag zu erhöhen, gegen Ende der Massnahme erreicht werden. Zudem ist 
dem Schlussbericht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Zeit 
vom 17. bis 30. März 2014 effektiv 37 Stunden gearbeitet und damit ein 
Pensum von 46% erreicht hat (act. II 59 S. 2, 7). Bei diesen Resultaten ist 
ferner zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer ein Schonverhalten 
zeigte und betonte, er käme bereits bei vier Stunden Arbeitszeit an seine 
gesundheitliche Belastbarkeitsgrenze, mehr zu arbeiten oder auch mehr 
Leistung erbringen zu können, sei für ihn aktuell bei seinen Schmerzen 
unvorstellbar. Im Ergebnis der Abklärungen wurde denn auch festgehalten, 
derzeit würden weitere Eingliederungsmassnahmen keinen Sinn machen, 
da der Beschwerdeführer keine Bereitschaft zur Verbesserung seiner Leis-
tungsfähigkeit und Steigerung des Pensums zeige (act. II 59 S. 2). Auf-
grund dieser Selbstlimitierung kann – entsprechend der Auffassung von Dr. 
med. E.________ (vgl. Stellungnahme vom 10. Juli 2014, act. II 73 S. 4) – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 19

in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht abschliessend auf 
die Auswertungen des Belastbarkeitstrainings abgestellt werden.

Gestützt auf die vorliegenden Gutachten und Berichte steht fest, dass der 
medizinische Sachverhalt hinreichend erstellt ist und von weiteren Ab-
klärungen – wie vom Beschwerdeführer beantragt (Beschwerde S. 2) – 
keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind. Die Veranlassung weite-
rer Abklärungen erübrigt sich somit (antizipierte Beweiswürdigung; 
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Aus dem Dargelegten folgt, dass gestützt auf das Verlaufsgutachten 
vom 21. Februar 2014 ab August 2013 von einer Verbesserung der ge-
sundheitlichen Situation auszugehen ist. Dem Beschwerdeführer ist ab 
diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit im Rahmen von achteinhalb 
Stunden an fünf Tagen in der Woche mit einer Leistungsverminderung von 
10 bis 20% zumutbar. Nach der Rückenoperation im Januar 2013 bestand 
ab Februar bis Juli 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 56.1 
S. 39 ff. Ziff. 7, 10 ff.). Im Weiteren ergeht aus den Akten, dass dem Be-
schwerdeführer vor der Rückenoperation, mithin ab Dezember 2012 bis 
Januar 2013 (act. II 56.1 S. 39 Ziff. 7), eine angepasste Tätigkeit während 
sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche bei einer verminderten 
Leistungsfähigkeit von 20% möglich war (act. II 38 S. 4).

4. Nachfolgend ist der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleich zu 
ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 20

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Gestützt auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom August 2011 
(act. II 1) und i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung) 
liegt der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im Februar 2012. 
Das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG wurde – ausgehend 
von der ab September 2010 attestierten 100%-igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
act. II 5 S. 8) – im September 2011 erfüllt. Ein erster Einkommensvergleich 
ist somit auf das Jahr 2012 hin vorzunehmen.

4.2.1 Der Beschwerdeführer arbeitete ab Juni 2007 bis Ende Juli 2011 bei 
der M.________ (act. II 8 S. 2 Ziff. 2.1 f.). Da die Kündigung im Mai 2011 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 21

(act. II 8 S. 7) aus gesundheitlichen Gründen erfolgte, ist mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 
Gesundheitsfall immer noch als ... bei dieser tätig wäre. Die Beschwerde-
gegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben der Arbeit-
geberin betreffend das Jahr 2010 (vgl. Fragebogen vom 9. September 
2011, act. II 8 S. 4 Ziff. 2.12) ermittelt und auf das Jahr 2012 indexiert, was 
nicht zu beanstanden ist. Gestützt auf das per 2010 angegebene Erwerbs-
einkommen von gerundet Fr. 65'525.-- ergibt sich angepasst an die Loh-
nentwicklung (von 100 Punkten [2010] auf 101.7 Punkte [2012]; Bundesamt 
für Statistik [BFS], Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011-2014, Ziff. …-… 
.../…) ein Valideneinkommen per 2012 von Fr. 66'639.-- (Fr. 65'525.-- x 
101.7 : 100).

4.2.2 Da der Beschwerdeführer seit der Kündigung im Jahre 2011 (act. II 
8 S. 7) keiner Arbeitstätigkeit mehr nachging, ist das Invalideneinkommen 
gestützt auf die Tabellenlöhne zu ermitteln (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

Laut der interdisziplinären Beurteilung vom 15. August 2013 (act. II 38 S. 4) 
waren dem Beschwerdeführer angepasste Tätigkeiten ohne körperliche Be-
lastung und körperlich leichte, wechselbelastende Arbeiten in einem zeitli-
chen Rahmen von sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche bei 
einer verminderten Leistungsfähigkeit von 20% zumutbar. Gemäss der LSE 
2010, Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschafts-
abteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht), Pri-
vater Sektor, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), 
Männer, beträgt das durchschnittliche Einkommen für Hilfsarbeit über sämt-
liche Wirtschaftszweige Fr. 4'901.-- pro Monat (Totalwert). Dieses Einkom-
men ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, 
Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, ab 2004-2014, Total, 2012) anzupassen und auf 
das Jahr 2012 zu indexieren (von 100 Punkten [2010] auf 101.8 Punkte 
[2012]; BFS, Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011-2014, Total). Zudem 
ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer sechs Stunden pro Tag 
an fünf Wochentagen arbeiten, mithin ein Pensum von 72% absolvieren 
kann, und die Leistungsfähigkeit im Umfang von 20% vermindert ist. Dar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 22

aus resultiert ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 35'951.-- 
(Fr. 4'901.-- x 12 : 40 x 41.7 : 100 x 101.8 - 28% [100% - 72%] - 20%).

4.2.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'639.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 35'951.-- resultiert eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 30'688.--, was einen Invaliditätsgrad von gerundet 46% (zur Rundung: 
BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3) ergibt. Somit ist nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin ab Februar 2012 (vgl. E. 4.2 hiervor) 
eine Viertelsrente (vgl. E. 2.2 hiervor) zugesprochen hat.

4.3 Nach der Rückenoperation vom 22. Januar 2013 (act. II 28 S. 2) ist 
ab Februar 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen, die auf-
grund der angemessenen Rekonvaleszenzzeit drei bis längstens sechs Mo-
nate angedauert hat (act. II 56.1 S. 39 Ziff. 7). Dies stellt ohne weiteres ein 
Revisionsgrund dar. Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss 
Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin ab 
April 2013 zu Recht die Leistungen auf eine ganze Rente erhöht. 

4.4 Zu prüfen bleibt, ob die ab dem 1. April 2013 ausgerichtete ganze 
IV-Rente zu Recht bis zum 31. Oktober 2013 befristet wurde. Ein Revisi-
onsgrund liegt vorliegend ohne weiteres vor, ist doch zwischen dem Zeit-
punkt des Anspruchs auf eine ganze Rente (April 2013) und demjenigen 
der Rentenaufhebung (Oktober 2013) eine wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten. So führte Dr. med. E.________ im 
schlüssigen Gutachten vom 21. Februar 2014 aus, ab August 2013 seien 
dem Beschwerdeführer bei Status nach operativem Eingriff im Bereich der 
HWS und bei unveränderter Befundlage der LWS seit der Begutachtung im 
Februar 2013 (act. II 27) körperlich leichte bis körperlich mittelschwere, 
wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von achtein-
halb Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche zumutbar; die Leistungs-
fähigkeit sei um 10 bis 20% vermindert. Ausgehend von einer zeitlich vollen 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ist der Invaliditätsgrad somit 
auf diesen Zeitpunkt hin neu zu bemessen (vgl. E. 2.5.1 hiervor).

4.4.1 Betreffend das Valideneinkommen ist wiederum auf die Angaben der 
Arbeitgeberin vom 9. September 2011 abzustellen (act. II 8 S. 4 Ziff. 2.12). 
Gestützt auf das per 2010 angegebene Erwerbseinkommen von gerundet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Sept. 2015, IV/14/1059, Seite 23

Fr. 65'525.-- ergibt sich angepasst an die Lohnentwicklung (von 100 Punk-
ten [2010] auf 102.6 Punkte [2013]; BFS, Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 
2011-2014, Ziff. …-… .../…) ein Valideneinkommen per 2013 von 
Fr. 67'032.-- (Fr. 65'525.-- x 102.3 : 100).

4.4.2 Da der Beschwerdeführer zur Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, 
ist das Invalideneinkommen wiederum gestützt auf die LSE festzusetzen. 
Laut der LSE 2010, Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 
Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Ge-
schlecht), Privater Sektor, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive 
Tätigkeiten), Männer, beträgt das durchschnittliche Einkommen für Hilfsar-
beit über sämtliche Wirtschaftszweige Fr. 4'901.-- pro Monat (Totalwert). 
Dieses Einkommen ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden (BFS, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Betriebsübli-
che Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, ab 2004-2014, Total, 2013) 
anzupassen und auf das Jahr 2013 zu indexieren (von 100 Punkten [2010] 
auf 102.6 Punkte [2013]; BFS, T1.10 Nominallohnindex, 2011-2014, Total). 
Zudem ist eine verminderte Leistungsfähigkeit im Umfang von 15% (ent-
sprechend dem Mittelwert der im Gutachten vom 21. Februar 2014 ange-
gebenen 10 bis 20%, act. II 56.1 S. 41 Ziff. 14; zum arithmetischen Mittel: 
Entscheid des BGer vom 19. August 2009, 9C_226/2009, E. 3.2) zu 
berücksichtigen. Daraus resultiert ein jährliches Einkommen von 
Fr. 53'470.-- (Fr. 4'901.-- x 12 : 40 x 41.7 : 100 x 102.6 - 15%).

Schliesslich ist der von der Beschwerdegegnerin zugestandene leidensbe-
dingte Abzug von 10% (act. II 76 S. 18) abzuziehen. Dieser scheint vorlie-
gend unter Berücksichtigung aller einkommensbeeinflussenden Merkmale 
als korrekt. Die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers 
(vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 5) vermögen daran nichts zu ändern, wurden 
doch die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bereits 
im Zumutbarkeitsprofil mitberücksichtigt.

Das Invalideneinkommen per 2013 beträgt unter Beachtung dieses Abzu-
ges Fr. 48'123.-- (Fr. 53'470.-- - 10%).

4.4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'032.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 48'123.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 

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28% ([Fr. 67'032.-- - Fr. 48'123.--] x 100 : Fr. 67'032.--). Folglich besteht ab 
August 2013 kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente, weshalb der Renten-
anspruch unter Einhaltung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 
(vgl. E. 2.5.2 hiervor) auf Ende Oktober 2013 zu befristen ist.

4.5 Nach dem Dargelegten besteht ab Februar 2012 bis Ende März 
2013 ein Anspruch auf eine Viertelsrente, mit Erhöhung auf eine ganze 
Rente ab April 2013. Ab August 2013 beträgt der Invaliditätsgrad weniger 
als 40%, weshalb die Rente per 31. Oktober 2013 zu befristen ist. 

Die angefochtenen Verfügungen vom 2. Oktober 2014 (act. II 76 S. 1 ff.) 
erweisen sich damit als rechtmässig. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegen-
den Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

5.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-

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gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

5.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (Akten 
des Beschwerdeführers [act. IA] 1 ff.). Zudem kann das Verfahren nicht als 
von vornherein aussichtslos bezeichnet werden und die Notwendigkeit ei-
ner Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwalt H.________ ist demnach 
gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der 
Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien. Festzusetzen 
bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt H.________.

5.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 20. Mai 2015 macht Rechtsanwalt H.________ einen 
Zeitaufwand von 11.75 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 3'877.50 zuzüg-
lich Auslagen von Fr. 114.-- sowie die Mehrwertsteuer von 8% (auf 
Fr. 3'991.50) im Betrag von Fr. 319.30, total Fr. 4'310.80, geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz 
für dieses Verfahren auf Fr. 4'310.80 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt 
H.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 2'350.-- (11.75h x Fr. 200.--) zuzüglich 
Auslagen von Fr. 114.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 197.10 (8% von Fr. 

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2'464.--), total somit eine Entschädigung von Fr. 2'661.10, auszurichten. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers ge-
genüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4'310.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'661.10 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

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6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.