# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fb8cd76-a0b4-5a83-b388-8d69fe0ed966
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 01.09.2025 ZR1 2024 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-176_2025-09-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 1. September 2025
mitgeteilt am 8. September 2025

Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am Bundesgericht 
hängig (5A_868/2025).

Referenz ZR1 24 176

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Aebli, Vorsitz
Bäder Federspiel und Richter-Baldassarre
Nyfeler, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger

B._____
Berufungsklägerin

C._____
Berufungsklägerin

D._____
Berufungsklägerin

E._____ AG
Berufungsklägerin

F._____
Berufungsklägerin

G._____
Berufungskläger

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H._____
Berufungsklägerin

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Käslin
Advokatur 11, Leimenstrasse 4, 4051 Basel

gegen

I._____
Berufungsbeklagte 1

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Casanova
Kanzlei Kornplatz, Kornplatz 2, Postfach 355, 7001 Chur

J._____
Berufungsbeklagter 2

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

Gegenstand Feststellung Abstimmungsergebnis / Anfechtung eines Beschlus-
ses der Stockwerkeigentümerversammlung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Albula vom 30. April 2024, mitge-
teilt am 22. August 2024 (Proz. Nr. 115-2021-6)

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Sachverhalt

A. Die in der Gemeinde O.1._____ gelegene Liegenschaft "K._____" ist in 
Stockwerkeigentum im Sinne von Art. 712a ff. ZGB aufgeteilt. Im Zeitpunkt der 
Rechtshängigkeit des vorliegenden Verfahrens setzte sich die Stockwerkeigentü-
mergemeinschaft wie folgt zusammen: A._____ und B._____ (zusammen 28/1000 
Wertquote), L._____ (117/1000 Wertquote), M._____ (58/1000 Wertquote), 
E._____ AG (80/1000 Wertquote), F._____ (61/1000 Wertquote), G._____ und 
H._____ (zusammen 86/1000 Wertquote) sowie J._____ (570/1000 Wertquote).

B. Die I._____ führte per 17. August 2020 im Rahmen einer ausserordentlichen 
Stockwerkeigentümerversammlung eine briefliche Abstimmung zum Antrag durch, 
den Wortlaut von Ziffer 13 Absatz 4 ihres Verwaltungsreglements wie folgt anzu-
passen:

Die Stockwerkeigentümergemeinschaft fasst alle ihre Beschlüsse und trifft 
ihre Wahlen mit der absoluten Mehrheit der Kopfstimmen, soweit im Gesetz 
nicht etwas anderes vorgeschrieben ist.

Jeder Stockwerkeigentümer hat nur eine Stimme. Dies gilt auch für den Fall, 
dass ein Eigentümer mehrere Stockwerkeigentumseinheiten besitzt.

Die beantragte Änderung wurde mit 570/1000 Wertquote (J._____) gegen 430/1000 
Wertquote abgelehnt, was im Protokoll vom 19. August 2020 entsprechend festge-
halten wurde.

C. Am 17. September 2020 reichten A._____ und B._____, L._____, M._____, 
die E._____ AG, F._____ sowie G._____ und H._____ beim Vermittleramt Albula 
ein Schlichtungsgesuch gegen die I._____ und gegen J._____ ein. Sie verlangten 
die Feststellung der Nichtigkeit, eventualiter die Aufhebung des Beschlusses der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft vom 17. August 2020, den Erlass einer richter-
lichen Anordnung betreffend Abänderung von Ziffer 13 Absatz 4 des Verwaltungs-
reglements der Stockwerkeigentümergemeinschaft sowie die Verpflichtung von 
J._____ zur Abgabe einer zustimmenden Willenserklärung zu einer entsprechen-
den Änderung. Nachdem an der Schlichtungsverhandlung vom 12. Februar 2021 
keine Einigung erzielt werden konnte, stellte die Schlichtungsbehörde gleichentags, 
mitgeteilt am 26. Februar 2021, die Klagebewilligung aus. L._____ war der Schlich-
tungsverhandlung unentschuldigt ferngeblieben, womit sein Schlichtungsgesuch als 
zurückgezogen galt.

D. Zu einem dem Gericht nicht bekannten Zeitpunkt nach der Schlichtungsver-
handlung verkaufte M._____ ihre Stockwerkeigentumseinheit mit einer Wertquote 
von total 58/1000 an C._____ und D._____, welche an ihrer Stelle in den Prozess 
eintraten. L._____ verkaufte seine drei Stockwerkeigentumseinheiten mit einer 

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Wertquote von total 117/1000 an einem nicht genauer bestimmbaren Datum, aber 
jedenfalls vor dem 4. Oktober 2021, an N._____.

E. Mit Klage vom 16. Juni 2021 gelangten A._____ und B._____, C._____ und 
D._____, die E._____ AG, F._____ sowie G._____ und H._____ an das Regional-
gericht Albula, wobei sie die folgenden Rechtsbegehren stellten:

1. Es sei festzustellen, dass mit Beschluss der Stockwerkeigentümerge-
meinschaft vom 17. August 2020 die Änderung von Ziffer 13 Abs. 4 des 
Verwaltungsreglements der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut: "Die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft fasst ihre Beschlüsse und trifft ihre 
Wahlen mit der absoluten Mehrheit der Kopfstimmen, soweit im Gesetz 
nicht etwas anderes vorgeschrieben ist. Jeder Stockwerkeigentümer hat 
nur eine Stimme. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Eigentümer meh-
rere Stockwerkeigentumseinheiten besitzt." angenommen wurde.

2. Es sei eventualiter festzustellen, dass der Beschluss der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft vom 17. August 2020 nichtig ist.

3. Subeventualiter sei der Beschluss der Stockwerkeigentümergemein-
schaft vom 17. August 2020 aufzuheben.

4. Es sei eventualiter im Sinne einer notwendigen Verwaltungshandlung 
richterlich anzuordnen, dass Ziffer 13 Abs. 4 des Verwaltungsregle-
ments der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut geändert wird: "Wo Ge-
setz und Reglement nichts anderes vorsehen, werden die Beschlüsse 
der Stockwerkeigentümerversammlung mit der Stimmenmehrheit der 
anwesenden und vertretenen Eigentümer gefasst. Bei Stimmengleich-
heit ist die Mehrheit der Wertanteile entscheidend. An der Versammlung 
hat jeder Stockwerkeigentümer grundsätzlich eine Stimme. Steht einem 
Stockwerkeigentümer mehr als eine Stockwerkeigentumseinheit zu, so 
kann er das Stimmrecht nicht für jede Stockwerkeigentumseinheit sepa-
rat geltend machen".

5. Es sei eventualiter der Beklagte 2 zur Abgabe einer Willenserklärung 
dahingehend zu verpflichten, dass er der Änderung der Ziffer 13 Abs. 4 
des Verwaltungsreglements der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut 
zustimmt: "Wo Gesetz und Reglement nichts anderes vorsehen, werden 
die Beschlüsse der Stockwerkeigentümerversammlung mit der Stim-
menmehrheit der anwesenden und vertretenen Eigentümer gefasst. Bei 
Stimmengleichheit ist die Mehrheit der Wertanteile entscheidend. An der 
Versammlung hat jeder Stockwerkeigentümer grundsätzlich eine 
Stimme. Steht einem Stockwerkeigentümer mehr als eine Stockwerkei-
gentumseinheit zu, so kann er das Stimmrecht nicht für jede Stockwerk-
eigentumseinheit separat geltend machen." zustimmt.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Beklagten 1 und des Beklagten 2.

F. In ihrer Klageantwort vom 6. Oktober 2021 beantragten die I._____ und 
J._____ die vollumfängliche kostenpflichtige Abweisung der Klage.

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G. Die Replik vom 29. November 2021 enthielt unveränderte Rechtsbegehren. 
Die I._____ und J._____ verzichteten mit Eingabe vom 10. Januar 2022 auf die 
Einreichung einer Duplik.

H. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Albula fand am 
30. April 2024 statt.

I. Mit Entscheid vom 30. April 2024, begründet mitgeteilt am 22. August 2024, 
erkannte das Regionalgericht Albula wie folgt:

1. In Bezug auf die gegen die I._____ gerichteten Anträge gemäss der 
Klage vom 16.06.2021 (Poststempel)

a) werden die Anträge in den Ziffern 1, 2 und 5 der Rechtsbegehren 
abgewiesen und

b) wird auf die Anträge in den Ziffern 3 und 4 der Rechtsbegehren nicht 
eingetreten.

2. In Bezug auf die gegen J._____ gerichteten Anträge gemäss der Klage 
vom 16.06.2021 (Poststempel)

a) werden die Anträge in den Ziffern 1, 2 und 5 der Rechtsbegehren 
abgewiesen und

b) wird auf die Anträge in den Ziffern 3 und 4 der Rechtsbegehren nicht 
eingetreten.

3. a) Die Gerichtskosten der gegen die I._____ gerichteten Klage (Dis-
positivziffer 1) betragen CHF 12'200.00 (anteilsmässige Schlich-
tungspauschale CHF 200.00, Entscheidgebühr CHF 12'000.00). 
Sie gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von A._____ 
und B._____, C._____ und D._____, der E._____ AG, F._____ so-
wie G._____ und H._____.

b) A._____ und B._____, C._____ und D._____, die E._____ AG, 
F._____ sowie G._____ und H._____ haben der I._____ unter soli-
darischer Haftbarkeit eine Parteientschädigung von CHF 5'829.35 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

4. a) Die Gerichtskosten der gegen J._____ gerichteten Klage (Disposi-
tivziffer 2) betragen CHF 3'100.00 (anteilsmässige Schlichtungs-
pauschale CHF 100.00, Entscheidgebühr CHF 3'000.00). Sie ge-
hen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von A._____ und 
B._____, C._____ und D._____, der E._____ AG, F._____ sowie 
G._____ und H._____.

b) A._____ und B._____, C._____ und D._____, die E._____ AG, 
F._____ sowie G._____ und H._____ haben J._____ unter solida-
rischer Haftbarkeit eine Parteientschädigung von CHF 2'534.55 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

5. Die Gerichtskosten gemäss den Dispositivziffern 3 lit. a und 4 lit. a wer-
den mit den von den klagenden Parteien geleisteten Vorschüssen von 
CHF 15'300.00 verrechnet.

6. [Rechtsmittelbelehrungen]

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7. [Mitteilung]

J. Gegen den begründet ausgefertigten Entscheid liessen A._____ und 
B._____, C._____ und D._____, die E._____ AG, F._____ sowie G._____ und 
H._____ (nachfolgend: die Berufungskläger) am 23. September 2024 beim damali-
gen Kantonsgericht von Graubünden Berufung mit den folgenden Anträgen erhe-
ben:

1. Es sei der Entscheid des Regionalgerichts Albula vom 30. April 2024 voll-
umfänglich aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass mit Beschluss der Stockwerkeigentümerge-
meinschaft vom 17. August 2020 die Änderung von Ziffer 13 Abs. 4 des 
Verwaltungsreglements der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut: „Die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft fasst ihre Beschlüsse und trifft ihre 
Wahlen mit der absoluten Mehrheit der Kopfstimmen, soweit im Gesetz 
nicht etwas anderes vorgeschrieben ist. Jeder Stockwerkeigentümer hat 
nur eine Stimme. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Eigentümer meh-
rere Stockwerkeigentumseinheiten besitzt." angenommen wurde.

3. Es sei eventualiter festzustellen, dass der Beschluss der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft vom 17. August 2020 nichtig ist.

4. Subeventualiter sei der Beschluss der Stockwerkeigentümergemein-
schaft vom 17. August 2020 aufzuheben.

5. Es sei eventualiter im Sinne einer notwendigen Verwaltungshandlung 
richterlich anzuordnen, dass Ziffer 13 Abs. 4 des Verwaltungsreglements 
der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut geändert wird: „Wo Gesetz und 
Reglement nichts anderes vorsehen, werden die Beschlüsse der Stock-
werkeigentümerversammlung mit der Stimmenmehrheit der anwesen-
den und vertretenen Eigentümer gefasst. Bei Stimmengleichheit ist die 
Mehrheit der Wertanteile entscheidend. An der Versammlung hat jeder 
Stockwerkeigentümer grundsätzlich eine Stimme. Steht einem Stock-
werkeigentümer mehr als eine Stockwerkeigentumseinheit zu, so kann 
er das Stimmrecht nicht für jede Stockwerkeigentumseinheit separat gel-
tend machen.".

6. Es sei subeventualiter der Beklagte 2 zur Abgabe einer Willenserklärung 
dahingehend zu verpflichten, dass er der Änderung der Ziffer 13 Abs. 4 
des Verwaltungsreglements der I._____ zu folgendem neuen Wortlaut 
zustimmt: „Wo Gesetz und Reglement nichts anderes vorsehen, werden 
die Beschlüsse der Stockwerkeigentümerversammlung mit der Stimmen-
mehrheit der anwesenden und vertretenen Eigentümer gefasst. Bei Stim-
mengleichheit ist die Mehrheit der Wertanteile entscheidend. An der Ver-
sammlung hat jeder Stockwerkeigentümer grundsätzlich eine Stimme. 
Steht einem Stockwerkeigentümer mehr als eine Stockwerkeigentums-
einheit zu, so kann er das Stimmrecht nicht für jede Stockwerkeigen-
tumseinheit separat geltend machen."

7. Es seien die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten der Vorinstanz 
je nach Ausgang des Verfahrens neu zu verteilen.

8. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

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9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Beklagten 1 und des Beklagten 2.

K. Mit Berufungsantwort vom 28. Oktober 2024 verlangten die I._____ und 
J._____ (nachfolgend: die Berufungsbeklagte 1 und der Berufungsbeklagte 2 bzw. 
zusammen die Berufungsbeklagten) die vollumfängliche kostenpflichtige Abwei-
sung der Berufung und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids.

L. Die Berufungskläger hielten mit (freiwilliger) Berufungsreplik vom 16. Dezem-
ber 2024 an ihren Rechtsbegehren fest. Die Berufungsbeklagten haben keine Be-
rufungsduplik eingereicht.

M. Per 1. Januar 2025 fusionierte das Kantonsgericht von Graubünden mit dem 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zum Obergericht des Kantons 
Graubünden. Infolge der damit verbundenen Anpassung der Verfahrensnummern 
wird das Verfahren ZK1 24 176 neu als ZR1 24 176 geführt.

N. Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens (Proz. Nr. 115-2021-6) sind bei-
gezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Allgemeine Voraussetzungen

Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endent-
scheid, welcher mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). 
Gegenstand bilden die Feststellung des Ergebnisses der brieflichen Abstimmung 
per 17. August 2020 betreffend Änderung von Ziffer 13 Absatz 4 des Verwaltungs-
reglements der I._____, die Feststellung der Nichtigkeit und die Anfechtung des ge-
nannten Beschlusses, der Erlass einer richterlichen Anordnung betreffend eine 
diesbezügliche Reglementsänderung sowie die Verpflichtung des Berufungsbeklag-
ten 2 zur Abgabe einer zustimmenden Willenserklärung zu einer entsprechenden 
Änderung. Dabei handelt es sich grundsätzlich um vermögensrechtliche Angele-
genheiten. Streitwertbestimmend ist in der Regel das Interesse der beklagten Stock-
werkeigentümergemeinschaft als Gesamtes, und nicht dasjenige der Berufungsklä-
ger als klagende Stockwerkeigentümer (BGE 140 III 571 E. 1.1). Vorliegend beträgt 
der Streitwert gemäss den unbeanstandeten Feststellungen im angefochtenen Ent-
scheid rund CHF 100'000.00 (act. B.2, E. 1), womit der für die Berufung vorausge-
setzte Streitwert von CHF 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) offensichtlich erreicht ist. 
Die 30-tägige Berufungsfrist (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist, nachdem der begründet aus-
gefertigte Entscheid den Berufungsklägern am 23. August 2024 zuging 

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(vgl. act. B.2, S. 1) und sie am 23. September 2024 ihre Berufung einreichten, eben-
falls gewahrt (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO).

2. Grundsätze des Berufungsverfahrens

2.1. Mit der Berufung als vollkommenem Rechtsmittel kann gemäss 
Art. 310 ZPO die unrichtige Rechtsanwendung, die unrichtige Sachverhaltsfeststel-
lung und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit geltend gemacht 
werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vorinstanzlichen Ent-
scheids frei und unbeschränkt überprüfen, hat bei der Überprüfung der Angemes-
senheit jedoch Zurückhaltung zu üben (REETZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenber-
ger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
4. Aufl., Zürich 2025, Art. 310 ZPO N. 6).

2.2. Wenn das Verfahren wie hier dem Verhandlungsgrundsatz (Art. 55 
Abs. 1 ZPO) und der Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) untersteht, ist die 
Berufung keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens. Sie dient vielmehr 
der Überprüfung des angefochtenen Entscheids und des Verfahrens der ersten In-
stanz (Art. 310 ZPO). Die das Rechtmittel führende Partei hat den geltend gemach-
ten Fehler aufzuzeigen, und zwar nicht nur allgemein, sondern so präzise, dass die 
Berufungsinstanz die vorgebrachte Rüge ohne Mühe verstehen kann. Sie darf nicht 
einfach auf Vorbringen in erster Instanz verweisen, sondern muss sowohl die Pas-
sagen im angefochtenen Urteil als auch die angerufenen Aktenstücke genau be-
zeichnen. Die Berufungsinstanz ist nicht gehalten, den erstinstanzlichen Entscheid 
losgelöst von konkreten Anhaltspunkten in der Berufungsbegründung von sich aus 
in jede Richtung hin auf mögliche Mängel zu untersuchen, die eine Gutheissung des 
Rechtsmittels ermöglichen könnten. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln be-
schränkt sich die Rechtsmittelinstanz vielmehr auch bei voller Kognition darauf, die 
Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begrün-
dungen (Art. 311 Abs. 1 und Art. 312 Abs. 1 ZPO) gegen das erstinstanzliche Urteil 
erheben. Stützt sich der angefochtene Entscheid auf mehrere Begründungen, die 
je für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln oder eine bestimmte Annahme 
tragen, muss sich die das Rechtmittel führende Partei in der Berufungsschrift mit 
sämtlichen den Entscheid selbstständig tragenden Begründungen auseinanderset-
zen und alle Begründungen argumentativ entkräften. Dasselbe gilt im Falle von 
Haupt- und Eventualbegründung. Soweit die Berufung dem Erfordernis der Begrün-
dung genügt, ist das angerufene Gericht freilich weder an die Argumente, welche 
die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an die Erwä-
gungen der ersten Instanz gebunden. Es wendet das Recht von Amtes wegen an 
(Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen, weshalb es die Berufung 

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auch mit einer anderen Argumentation gutheissen oder diese mit einer von der Ar-
gumentation der ersten Instanz abweichenden Begründung abweisen kann 
(BGE 147 III 176 E. 4.2.1, 142 III 364 E. 2.4, in: Pra 2017 Nr. 73, 138 III 374 E. 4.3.1; 
Urteile des Bundesgerichts 5A_524/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 3.3.1, 
4A_186/2022 vom 22. August 2022 E. 4.4.1; je m.w.H.).

2.3. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen mit wenigen Ausnahmen 
ausgeschlossen. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Be-
weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und 
trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konn-
ten. Zumindest wenn die Zulässigkeit der Noven nicht offenkundig bzw. unzweifel-
haft ist, muss die Partei, die das Novenrecht beansprucht, mit dem Vorbringen der 
Noven auch substantiiert behaupten und beweisen (vgl. E. 2.2), dass die Voraus-
setzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt sind. Wenn in der Berufung tatsächliche 
Behauptungen vorgetragen oder Beweise offeriert werden, die nicht auf den ersten 
Blick etwas betreffen, wovon schon das erstinstanzliche Gericht ausging, werden 
diese als neu betrachtet, ohne dass die Berufungsinstanz die erstinstanzlichen 
Rechtsschriften und Akten darauf hin zu durchsuchen hätte, ob die Behauptung
oder das Beweismittel allenfalls schon im vorinstanzlichen Verfahren vorgebracht 
wurden. Novenrechtlich unzulässige Behauptungen und Beweise sind für die Ent-
scheidfindung unbeachtlich (BGE 143 III 42 E. 4.1, 141 III 576 E. 2.3.2 f.; HIL-
BER/REETZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl., Zürich 2025, Art. 317 ZPO 
N. 34 m.w.H.; SPÜHLER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl., Basel 2024, Art. 317 ZPO N. 10).

3. Legitimation der Rechtsvertretung der Berufungsbeklagten 1

3.1. Vorinstanzlicher Entscheid

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, dass Rechtsanwalt Casanova gehörig als 
Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten 1 mandatiert worden sei. Der Berufungs-
beklagte 2 habe den Anträgen betreffend Prozessführung der Berufungsbeklag-
ten 1 zugestimmt, während N._____ sich ihrer Stimme enthalten habe und die Be-
rufungskläger sämtliche Anträge abgelehnt hätten. Es habe sich nicht um einen Zir-
kulationsbeschluss, sondern um einen Beschluss nach Art. 27 Abs. 1 lit. a der Co-
vid-19-Verordnung 3 gehandelt, weshalb keine Einstimmigkeit erforderlich gewesen 
sei. Gemäss Reglement der Berufungsbeklagten 1 seien sämtliche Beschlüsse – 
unter Vorbehalt anderslautender zwingender gesetzlicher Vorschriften – mit der 
Wertquotenmehrheit zu fassen. Da für Beschlüsse betreffend Prozessführungser-

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mächtigung kein zwingendes gesetzliches Quorum vorgeschrieben sei, seien die 
Beschlüsse mit der Zustimmung des Berufungsbeklagten 2 bzw. mit dem Wertquo-
tenmehr gültig gefasst worden. Die Berufungskläger seien offensichtlich vom 
Stimmrecht ausgeschlossen gewesen, zumal über Anträge betreffend die Prozess-
führung in einem von ihnen gegen die Berufungsbeklagte 1 eingeleiteten Verfahren 
abgestimmt worden sei. Der Berufungsbeklagte 2 sei nicht vom Stimmrecht ausge-
schlossen gewesen, wobei diesbezüglich insbesondere nicht von Belang sei, dass 
die Berufungskläger diesen (trotz teilweise mangelnder Passivlegitimation) für 
sämtliche Rechtsbegehren formell persönlich ins Recht gefasst hätten. Die vorlie-
genden Abstimmungstalons vermöchten den von den stimmberechtigten Stock-
werkeigentümern schriftlich gefassten Beschluss rechtsgenüglich zu beweisen; 
eine Protokollierung sei nicht erforderlich. Den Berufungsklägern habe ausserdem 
aufgrund der gegebenen Umstände (namentlich Begleitung der Berufungsbeklag-
ten 1 zur Schlichtungsverhandlung durch Rechtsanwalt Casanova und Vertretung 
durch diesen im parallelen Verfahren vor dem Regionalgericht Albula) bekannt sein 
müssen, dass der Berufungsbeklagte 2 den Anträgen zustimmen würde bzw. zuge-
stimmt hatte und Rechtsanwalt Casanova die Berufungsbeklagte 1 vertrete. So-
dann sei der Beschluss betreffend Prozessführung nicht angefochten worden und 
die Ausstandspflicht des Berufungsbeklagten 2 erstmals in der Replik und somit of-
fensichtlich zu spät geltend gemacht worden. Schliesslich würde eine allfällige 
Säumnis der Berufungsbeklagten 1 mangels gültiger Rechtsvertretung nicht dazu 
führen, dass die Klage ohne Weiteres gutzuheissen wäre. So dürfe das Gericht bei 
Säumnis der beklagten Partei keine Klageanerkennung, Anerkennung der gegneri-
schen Sachdarstellung oder Verzicht auf Einreden annehmen, wobei vorliegend oh-
nehin nur wenige rechtserhebliche Tatsachendarstellungen vorliegen würden, die 
anerkannt werden könnten. Vielmehr gehe es grösstenteils um Rechtsfragen, wobei 
das Gericht das Recht von Amtes wegen anwende. Im Übrigen würden Säumnis-
folgen nur dann greifen, wenn eine Partei gehörig in das Verfahren einbezogen wor-
den sei, was vorliegend für den Fall, dass Rechtsanwalt Casanova durch die Beru-
fungsbeklagte 1 nicht gehörig bevollmächtigt worden wäre, fraglich erscheinen 
würde (act. B.2, E. 2).

3.2. Parteistandpunkte

3.2.1. Standpunkt der Berufungskläger

3.2.1.1. Die Berufungskläger monieren, die Vorinstanz habe anlässlich der Haupt-
verhandlung einen Zwischenentscheid gefällt und mündlich eröffnet, wonach betref-
fend die Berufungsbeklagte 1 keine Prozessführungsbefugnis bzw. keine rechts-
genügliche Vertretungsvollmacht des Rechtsvertreters gegeben sei. Es gehe nicht 

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an, den mündlichen Zwischenentscheid anschliessend im schriftlichen Urteil umzu-
stossen. Aufgrund des Zwischenentscheids entbehre der grösste Teil der vor-
instanzlichen Erwägungen jeglicher Grundlage. Entsprechend erfolgten die weite-
ren Ausführungen in der Berufung lediglich eventualiter (act. A.1, II.B.11, II.B.17 
u. II.B.23).

3.2.1.2. Weiter halten die Berufungskläger fest, vorliegend bestehe kein Protokoll, 
welches eine Beschlussfassung betreffend die Prozessführungsbefugnis von 
Rechtsanwalt Casanova in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1 beweise. Die An-
nahme der Vorinstanz, wonach ein schriftlicher Beschluss nicht protokolliert werden 
müsse, sei willkürlich und widerspreche geltendem Gesetz. Gemäss Ziffer 13 des 
Verwaltungsreglements könne ein Protokoll lediglich durch schriftliche Zustimmung 
aller Stockwerkeigentümer zu einem Traktandum ersetzt werden. Vorliegend habe 
jedoch keine Einstimmigkeit vorgelegen bzw. sei kein Zirkulationsbeschluss gefällt 
worden. Es habe sich um eine ausserordentliche, aufgrund der COVID-Gesetzge-
bung schriftlich abgehaltene Stockwerkeigentümerversammlung gehandelt. Man-
gels eines Protokolls bzw. anderweitiger Belege über den angeblichen Ausgang der 
Abstimmung könnten insbesondere neu hinzutretende Stockwerkeigentümer den 
behaupteten Beschluss nicht zur Kenntnis nehmen und habe dieser auch nicht an-
gefochten werden können. Ein Protokoll sei auch bei schriftlicher Abstimmung zwin-
gend. Im Übrigen habe die Berufungsbeklagte 1 gemäss ständiger Übung Proto-
kolle jeweils zu genehmigen, was vorliegend mangels Beschluss oder Protokoll 
ebenfalls nicht erfolgt sei. In casu habe der Verwalter der Stockwerkeigentümerge-
meinschaft eine Vollmacht des Rechtsvertreters unterzeichnet, ohne dass ein ent-
sprechender rechtsgültig protokollierter Beschluss vorliegen würde. Folglich sei be-
treffend die Berufungsbeklagte 1 keine Prozessführungsbefugnis von Rechtsanwalt 
Casanova gegeben. Die Vorinstanz bemühe sodann zu Unrecht angebliche Indizien 
dafür, dass die Berufungskläger auf den Ausgang der Abstimmung hätten schlies-
sen können bzw. müssen. So sei anlässlich der Schlichtungsverhandlung keinerlei 
Vertretungsverhältnis kundgetan worden und sage ein Vertretungsverhältnis in ei-
nem anderen Verfahren nichts über das vorliegende Verfahren aus. Sie hätten nicht 
von sich aus davon ausgehen müssen, dass der Antrag betreffend Vertretung der 
Berufungsbeklagten 1 durch Rechtsanwalt Casanova angenommen werde, son-
dern hätten darauf vertrauen dürfen, umgehend durch Zusendung eines Protokolls, 
der Abstimmungstalons oder mindestens eines Schreibens über den Ausgang der 
Abstimmung informiert zu werden, was nicht geschehen sei. Die Bestreitung der 
gegnerischen Prozessführungsbefugnis anlässlich der Replik sei rechtzeitig erfolgt, 
zumal die Abstimmungstalons erst mit der Klageantwort eingereicht worden seien 
(act. A.1, II.B.10 u. II.B.12 ff.; vgl. act. A.1, II.A.7).

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3.2.1.3. Ferner habe, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, nicht nur bei den 
Berufungsklägern, sondern auch beim Berufungsbeklagten 2 ein Interessenkonflikt 
vorgelegen und sei folglich auch dieser vom Stimmrecht ausgeschlossen gewesen. 
Sämtliche Rechtsbegehren zielten gegen den Berufungsbeklagten 2, auch wenn 
dieser allenfalls aus (umstrittenen) formaljuristischen Gründen für gewisse Rechts-
begehren nicht als Partei fungiere. Der Berufungsbeklagte 2 stehe auch ausserhalb 
seiner Parteistellung in einem Interessenkonflikt, da er ein grosses (finanzielles) In-
teresse an der Beibehaltung der bisherigen Stimmrechtsregelung bzw. der Erhal-
tung seiner dominierenden Stellung und folglich auch an der Mandatierung eines 
Rechtsvertreters für die Berufungsbeklagte 1 habe. Aufgrund der Stimmenthaltung 
der einzigen Stimmberechtigten, N._____, sei keine Mehrheit und somit kein Be-
schluss betreffend Erteilung einer Vollmacht an Rechtsanwalt Casanova zustande 
gekommen. Da die Abgabe der Stimme einer vom Stimmrecht ausgeschlossenen 
Person ungültig sei und deshalb ein Beschluss gar nicht erst zustande gekommen 
sei, habe – entgegen der Vorinstanz – auch keine Verwirkung aufgrund verspäteter 
Geltendmachung des Stimmrechtsauschlusses stattfinden können (act. A.1, 
II.B.19 ff.).

3.2.1.4. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht und ohne jegliche Begründung davon aus, 
dass durch Ziffer 13 des Reglements, wonach die Berufungsbeklagte 1 ihre Be-
schlüsse mit dem einfachen Wertquotenmehr fasse, die nicht zwingende gesetzli-
che Vorschrift von Art. 647b Abs. 1 ZGB, welche für wichtigere Verwaltungshand-
lungen das qualifizierte Mehr verlange, wegbedungen werde. Tatsächlich würden 
im Reglement alle (auch dispositiven) gesetzlichen Quorumsvorschriften vorbehal-
ten. Damit hätte die Erteilung der Prozessführungsermächtigung als wichtigere Ver-
waltungshandlung des qualifizierten Mehrs bedurft, welches – selbst bei gegebener 
Stimmberechtigung des Berufungsbeklagten 2 und fehlender Stimmberechtigung 
der Berufungskläger – aufgrund der Stimmenthaltung von N._____ mangels Errei-
chen der Mehrheit nach Köpfen nicht zustande gekommen sei (act. A.1, II.B.22).

3.2.1.5. Die Vorinstanz habe gestützt auf Art. 132 Abs. 1 ZPO zunächst lediglich 
in formeller Hinsicht prüfen müssen, ob eine Vollmacht der Berufungsbeklagten 1 
an Rechtsanwalt Casanova vorliege, nicht aber, ob diese auch rechtsgültig war. Sie 
hätte der Berufungsbeklagten 1 entsprechend auch keine Nachfrist zur Einreichung 
einer rechtsgültigen Vollmacht ansetzen müssen, was jedoch erfolgt sei. Mangels 
Vorliegen einer rechtsgültigen Vollmacht an Rechtsanwalt Casanova seien sämtli-
che durch diesen eingereichten Rechtsschriften und an der Hauptverhandlung ge-
machten Äusserungen unbeachtlich, womit sich die Berufungsbeklagte 1 im Ver-
fahren vor der Vorinstanz nie geäussert und folglich auch die Vorbringen der Beru-

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fungskläger nie bestritten habe. Aufgrund der geltenden Verhandlungs- und Dispo-
sitionsmaxime führe dies dazu, dass die Klage als anerkannt zu gelten habe 
bzw. gutzuheissen sei (act. A.1, II.B.23; vgl. act. A.1, II.A.7).

3.2.2. Standpunkt der Berufungsbeklagten

3.2.2.1. Die Berufungsbeklagten bestreiten, dass die Vorinstanz einen Zwi-
schenentscheid dahingehend gefällt habe, dass die Prozessführungsbefugnis des 
Rechtsvertreters betreffend die Berufungsbeklagte 1 nicht gegeben sei. Ein Ent-
scheid mit dem behaupteten Inhalt sei nie eröffnet worden und folglich inexistent 
(act. A.2, II.B.17, II.B.34 u. II.B.56).

3.2.2.2. Die Berufungsbeklagten stellen sich sodann im Wesentlichen auf den 
Standpunkt, dass der Beschluss betreffend Bevollmächtigung von Rechtsanwalt 
Casanova gültig zustande gekommen sei. Gemäss der anwendbaren Covid-19-Ver-
ordnung 3 habe die Berufungsbeklagte 1 ihre Beschlüsse nach vorgängiger Anord-
nung mit dem reglementarischen Quorum in schriftlicher Form fassen können. 
Genüge gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die blosse Unterzeichnung 
der Anwaltsvollmacht durch die nicht betroffenen Stockwerkeigentümer zur gültigen 
Bevollmächtigung des Rechtsvertreters, so müsse die Bevollmächtigung desselben 
durch den vorgängig dazu durch Beschluss ermächtigten Verwalter umso mehr 
genügen. Es seien nur mündlich an einer Stockwerkeigentümerversammlung ge-
fasste Beschlüsse zu protokollieren. Für schriftlich gefasste Beschlüsse (Zirkulati-
onsbeschlüsse oder Beschlüsse auf Grundlage der Covid-19-Verordnung 3) sei hin-
gegen keine Protokollierung erforderlich, da diese bereits in Textform physisch vor-
handen seien. Die von den Berufungsklägern verlangte Genehmigung von Proto-
kollen sei weder im Gesetz noch im Reglement vorgesehen und darüber hinaus rein 
formeller Natur. Da ein schriftlich gefasster Beschluss nicht protokolliert werden 
müsse, erübrige sich die Genehmigung eines Protokolls jedoch ohnehin. Am 21. 
September 2021 seien allen Stockwerkeigentümern die Abstimmungstalons zu-
sammen mit einem ausführlichen Begleitschreiben zugestellt worden, welches fest-
gehalten habe, dass die Beschlussfassung auf dem Korrespondenzweg (und mithin 
ohne zusätzliches Protokoll) erfolge und die gegen die Berufungsbeklagte 1 prozes-
sierenden Stockwerkeigentümer bei der Beschlussfassung über die Prozess-
führung vom Stimmrecht ausgeschlossen seien. Als Stichtag für die Abstimmung 
sei der 5. Oktober 2021 festgesetzt worden. Die von sämtlichen Stockwerkeigentü-
mern unterzeichneten und datierten Abstimmungstalons – bis zum Stichtag sei nur 
der Abstimmungstalon von N._____ noch nicht eingegangen, welcher aufgrund des 
verspäteten Eingangs unbeachtlich sei – bewiesen den schriftlich gefassten Be-
schluss rechtsgenüglich. Mit der am 6. Oktober 2021 eingereichten Klageantwort 

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seien die Berufungskläger bereits wenige Tage nach Versand der Abstimmungsta-
lons und unmittelbar nach dem Stichtag der Abstimmung ausdrücklich auf den Be-
schluss aufmerksam gemacht und mit den unterzeichneten Abstimmungstalons be-
dient worden. Insgesamt hätten die Berufungskläger damit um das Vertretungsver-
hältnis im vorliegenden Verfahren wissen müssen und gewusst. Es sei ihnen ohne 
Weiteres möglich gewesen, den schriftlich gefassten Beschluss innert eines Monats 
seit dessen Kenntnisnahme anzufechten, was sie jedoch nicht getan hätten 
(act. A.2, II.B.12 ff.; vgl. act. A.2, II.A.9).

3.2.2.3. Den Berufungsklägern als klagende Partei des vorliegenden Verfahrens 
sei aufgrund ihres augenfälligen Interessenkonflikts in Bezug auf die Prozess-
führung der Berufungsbeklagten 1 kein Stimmrecht zugekommen, während beim 
Berufungsbeklagten 2 kein Interessenkonflikt ersichtlich sei. Das (mutmassliche) 
materielle Interesse des Berufungsbeklagten 2 an der vom angefochtenen Be-
schluss betroffenen Reglementsbestimmung vermöge nicht dessen Stimmrechts-
ausschluss bei der Beschlussfassung betreffend Mandatierung eines Rechtsvertre-
ters für die Interessenwahrung der Berufungsbeklagten 1 im Anfechtungsverfahren 
zu begründen. Der Berufungsbeklagte 2 sei auch nicht dadurch in einen Interessen-
konflikt gebracht worden, dass die Berufungskläger ihn ohne jeden Grund für alle 
Rechtsbegehren formell persönlich ins Recht gefasst hätten. Im Übrigen hätten die 
Berufungskläger die angebliche Ausstandspflicht des Berufungsbeklagten 2 erst-
mals in ihrer Replik – welche über einen Monat nach Zustellung der Klageantwort 
und damit der spätestens möglichen Kenntnisnahme der Abstimmung erfolgt sei – 
und demnach verspätet vorgebracht, wodurch ihr Anfechtungsrecht verwirkt sei. 
Dass die Berufungskläger selbst vom Stimmrecht ausgeschlossen gewesen seien, 
sei hingegen offensichtlich gewesen, wobei die Verwaltung mit ihrem Begleitschrei-
ben vom 21. September 2021 vor der Abstimmung noch ausdrücklich auf diesen 
Umstand hingewiesen habe. Folglich seien (einzig) der Berufungsbeklagte 2 und 
N._____ stimmberechtigt gewesen (act. A.2, II.B.12, II.B.33, II.B.36 ff. u. II.B.48).

3.2.2.4. Der Beschluss betreffend Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova 
durch die Berufungsbeklagte 1 sei mit der Zustimmung des Berufungsbeklagten 2 
und mithin mit dem Wertquotenmehr gültig gefasst worden. Die Beschlussfassung 
habe keine wichtigere Verwaltungshandlung betroffen. Ohnehin würde die disposi-
tive Mehrheitsvorschrift von Art. 647b ZGB durch die Regelung in Ziffer 13 des Re-
glements, welche ein Wertquotenmehr für alle Beschlüsse vorsehe, bei denen das 
Gesetz nicht zwingend eine andere Stimmrechtsregelung vorschreibe, ausgehebelt. 
Entgegen der Darstellung der Berufungskläger ergebe sich aus der klaren Formu-
lierung im Reglement eindeutig, dass nur zwingende gesetzliche Quorumsvorschrif-

15 / 60

ten vorbehalten seien. Mangels Erforderlichkeit eines qualifizierten Mehrs sei die 
Enthaltung von N._____ nicht von Belang (act. A.2, II.B.11 f., II.B.38 u. II.B.42 ff.).

3.2.2.5. Die Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova sei korrekt erfolgt. Al-
lerdings wären auch ohne gültige Vollmacht eingereichte Rechtsschriften und an 
der Hauptverhandlung gemachte Äusserungen nicht einfach unbeachtlich. Vielmehr 
wäre eine Nachfrist anzusetzen gewesen, um eine Vollmacht einzuholen bzw. die 
erfolgten Handlungen nachträglich genehmigen zu lassen. Vorliegend sei der Beru-
fungsbeklagten 1 keine Nachfrist angesetzt worden, sondern sie sei lediglich aufge-
fordert worden, ein Beschlussprotokoll einzureichen bzw. an die Hauptverhandlung 
mitzubringen. Selbst wenn ferner nach unbenutzt verstrichener Nachfrist zur Einrei-
chung einer rechtsgültigen Vollmacht die Säumnisfolgen eingetreten wären, blieben 
auch im Geltungsbereich der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime insbesondere 
die Beweiserhebung sowie die Rechtsanwendung von Amtes wegen vorbehalten. 
Selbst ohne die Mitwirkung der Berufungsbeklagten 1 hätte die Vorinstanz daher 
vorliegend zu keinem anderen Ergebnis gelangen können. Sollte das Berufungsge-
richt zum Schluss gelangen, dass in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1 keine Pro-
zessführungsbefugnis von Rechtsanwalt Casanova gegeben sei, sei dieser zwin-
gend eine Nachfrist zur Einreichung einer entsprechenden Vollmacht zu gewähren 
(act. A.2, I.7 u. II.B.49 ff.).

3.2.3. Replik der Berufungskläger

3.2.3.1. Die Berufungskläger lassen ausführen, die Legitimation der Rechtsvertre-
tung stelle eine Prozessvoraussetzung dar, die von Amtes wegen zu prüfen sei. Da 
die Berufungsbeklagte 1 trotz sie treffender Beweislast und Aufforderung durch die 
Vorinstanz bis zum Erlass des vorinstanzlichen Urteils keine hinreichenden Belege 
zur Vertretungslegitimierung eingereicht habe, habe es an einer Prozessvorausset-
zung gefehlt. Die im Berufungsverfahren neu und damit verspätet eingereichten Be-
weise der Berufungsbeklagten 1 seien aus dem Recht zu weisen. Für die Beru-
fungskläger sei es legitim, im Berufungsverfahren auf die mangelhafte Beweiswür-
digung der Vorinstanz hinzuwiesen – entgegen der Vorinstanz lägen keine genü-
genden Belege für eine Vertretungsbefugnis vor –, wozu sie auch neue Tatsachen-
behauptungen aufstellen dürften. Eine nachträgliche Genehmigung der Prozess-
handlungen im erstinstanzlichen Verfahren sei nicht möglich, da auch hierfür wieder 
ein Beschluss der Berufungsbeklagten 1 nötig wäre. Rechtsanwalt Casanova sei 
nicht nur für das erstinstanzliche Verfahren, sondern auch für das vorliegende Be-
rufungsverfahren nicht zur Vertretung der Berufungsbeklagten 1 legitimiert. Eine 
rechtsgültige Abstimmung sei nach wie vor nicht belegt und werde auch durch die 
neu eingereichten Schreiben nicht nachgewiesen (act. A.3, I.7).

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3.2.3.2. Entgegen den Berufungsbeklagten komme es für die Feststellung eines 
Interessenkonflikts nicht auf die Verteilung der Parteirollen, sondern ausschliesslich 
auf die tatsächlichen Interessen an. Der fragliche Beschluss betreffe direkt die In-
teressen des Berufungsbeklagten 2, welcher sich folglich in einem grösseren Inter-
essenkonflikt befinde als die Berufungskläger. Da es vorliegend nur teilweise um 
eine Anfechtungsklage gehe, sei die Passivlegitimation nicht unbestritten (act. A.3, 
II.B.21 f.).

3.3. Beurteilung durch die Berufungsinstanz

3.3.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist zur Rechtsvertretung vor 
schweizerischen Zivilgerichten (Art. 68 ZPO) nur berechtigt, wer sich auf eine Voll-
macht berufen kann, die von der vertretenen Partei selbst oder von ihrerseits ver-
tretungsberechtigten Personen unterzeichnet ist. Dem Bundesgericht zufolge stellt 
die gültige Vertretung eine Prozessvoraussetzung gemäss Art. 59 ZPO dar. Die Gül-
tigkeit einer eingereichten Vollmacht ist demnach von Amtes wegen zu prüfen, wo-
bei die Parteien an der Feststellung des massgebenden Sachverhalts mitzuwirken 
haben (Urteile des Bundesgerichts 4A_533/2023 vom 18. April 2024 E. 3.2, 
4A_454/2018 vom 5. Juni 2019 E. 2.4). Die gültige Rechtsvertretung der Berufungs-
beklagten 1 durch Rechtsanwalt Casanova im erstinstanzlichen Verfahren sowie im 
vorliegenden Berufungsverfahren war respektive ist mithin von Amtes wegen zu 
prüfen (vgl. PKG 2010 Nr. 3 E. 3).

3.3.2. Passivlegitimiert im Falle der Anfechtung eines Beschlusses der Stock-
werkeigentümerversammlung ist immer die Stockwerkeigentümergemeinschaft (Ur-
teile des Bundesgerichts 5C.246/2005 vom 6. Februar 2006 E. 2.1, 5P.270/2003 
vom 23. Dezember 2003 E. 1.1; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Das Stockwerk-
eigentum, 3. Aufl. 2023 [zitiert: WERMELINGER, SVIT-Kommentar], Art. 712m ZGB N. 
227). Sofern sich die Stockwerkeigentümergemeinschaft in einem gegen sie einge-
leiteten Prozess ausserhalb des summarischen Verfahrens durch den Verwalter 
bzw. einen durch diesen bevollmächtigten Rechtsvertreter vertreten lassen möchte, 
bedarf dieser hierzu – unter Vorbehalt dringender Fälle – grundsätzlich einer vor-
gängigen Ermächtigung durch die Versammlung der Stockwerkeigentümer 
(Art. 712t Abs. 2 ZGB). Erfolgt die Ermächtigung erst innert einer gerichtlichen 
Nachfrist, genehmigt die Stockwerkeigentümerversammlung dadurch die ursprüng-
lich ohne Bevollmächtigung vorgenommenen Prozesshandlungen und behebt den 
Mangel mit Wirkung ex tunc (BGE 114 II 310 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 
5A_357/2022 vom 8. November 2023 E. 4.1.2). Soweit der von der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft zu führende Prozess von Stockwerkeigentümern angeho-
ben wurde, muss bei der Beschlussfassung über die Prozessführung der Gemein-

17 / 60

schaft die Zustimmung der übrigen, nicht klagenden Stockwerkeigentümer ausrei-
chen, zumal die prozessführenden Stockwerkeigentümer zufolge der offensichtlich 
bestehenden Interessenkollision (vgl. Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 68 ZGB) diesbe-
züglich ohnehin vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. Die klagenden Stockwerk-
eigentümer haben einem entsprechenden Beschluss mithin nicht zuzustimmen 
(PKG 2010 Nr. 3 E. 3; Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich RV190003 vom 
8. Juli 2019 E. II. 2.3.3; WERMELINGER, Zürcher Kommentar, Das Stockwerkeigen-
tum, Art. 712a-712t ZGB, 2. Aufl. 2019 [zitiert: WERMELINGER, Zürcher Kommentar], 
Art. 712m ZGB N. 125 u. Art. 712t ZGB N. 73; vgl. Urteil des Obergerichts des Kan-
tons Zürich PP210008 vom 21. April 2021 E. 4b; Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 12 68 vom 17. Januar 2013 E. 1b).

3.3.3. Die Beschlussfassung der Stockwerkeigentümergemeinschaft erfolgt ge-
wöhnlich mündlich anlässlich einer physischen Versammlung (vgl. Art. 712n 
Abs. 1 ZGB). Gestützt auf Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 66 Abs. 2 ZGB ist auch eine 
ausschliesslich schriftliche Beschlussfassung auf dem Zirkularweg möglich, wobei 
dafür grundsätzlich die Zustimmung sämtlicher Stockwerkeigentümer erforderlich 
ist. Lehnt ein einziger stimmberechtigter Stockwerkeigentümer den Antrag ab, 
enthält er sich seiner Stimme oder ist seine Stimmabgabe ungültig, verhindert dies 
das Zustandekommen des Beschlusses auf dem Zirkularweg (BGE 127 III 506 E. 
3a; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 10 48 vom 9. Januar 2012 
E. 5e/ee m.w.H.; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Art. 712m ZGB N. 124 f.). 
Gemäss Art. 27 Abs. 1 lit. a der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung 
des Coronavirus (Covid-19) vom 19. Juni 2020 (Covid-19-Verordnung 3; 
SR 818.101.24), die am 22. Juni 2020 in Kraft trat und bis zum 31. Dezember 2021 
galt (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 4 Covid-19-Verordnung 3), konnte der Verwalter bei 
Versammlungen von Stockwerkeigentümergemeinschaften im genannten Zeitraum 
unter anderem anordnen, dass die Stockwerkeigentümer ihre Rechte ausschliess-
lich auf schriftlichem Weg oder in elektronischer Form ausüben konnten. Anders als 
für einen Zirkularbeschluss war für die schriftliche Beschlussfassung gestützt auf 
die genannte Bestimmung keine Einstimmigkeit erforderlich, sondern genügte das 
Erreichen der üblichen Quoren (WERMELINGER, Der Verwalter von Stockwerkeigen-
tum und das Coronavirus, in: Müller/Schwarz [Hrsg.], Auf zu neuen Ufern, Fest-
schrift für Walter Fellmann, 2021, S. 331 ff. m.w.H.; vgl. Bundesamt für Justiz, FAQ 
Coronavirus und Generalversammlungen, letzte Änderung vom 10. März 2022, S. 
8 Nr. 15 u. S. 9 Nr. 17).

3.3.4. Zunächst ist auf das Vorbringen der Berufungskläger einzugehen, wonach 
die Vorinstanz anlässlich der Hauptverhandlung einen Zwischenentscheid 

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bzw. eine prozessleitende Verfügung dahingehend gefällt habe, dass die Prozess-
führungsbefugnis von Rechtsanwalt Casanova in Bezug auf die Berufungsbe-
klagte 1 nicht gegeben sei. Dem Protokoll der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 
vom 30. April 2024 (RG-act. VII.1) lässt sich entnehmen, dass die Parteien zu Be-
ginn der Verhandlung Ausführungen zur Legitimation von Rechtsanwalt Casanova 
machten und die Vorinstanz ihnen anschliessend, nach einer kurzen Unterbrechung 
der Verhandlung, eröffnete, zum Schluss gekommen zu sein, dass die Berufungs-
beklagte 1 Rechtsanwalt Casanova hinreichend bevollmächtigt habe, um am Pro-
zess als Beklagte teilnehmen zu können. Das Protokoll stimmt mit der sich in den 
Akten befindlichen Tonaufnahme (RG-act. VII.3) überein und gibt die an der Haupt-
verhandlung gemachten Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich der Prozess-
führungsbefugnis von Rechtsanwalt Casanova in Bezug auf die Berufungsbe-
klagte 1 mithin korrekt wieder. Entgegen den Berufungsklägern hat die Vorinstanz 
die rechtsgültige Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova durch die Beru-
fungsbeklagte 1 und somit dessen Prozessführungsbefugnis anlässlich der Haupt-
verhandlung nicht verneint, sondern vielmehr explizit bejaht. Es kann mithin nicht 
die Rede davon sein, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unzulässi-
gerweise einen mündlichen Zwischenentscheid bzw. eine mündliche prozesslei-
tende Verfügung umgestossen hätte. Auf die entsprechende Rüge der Berufungs-
kläger ist demnach nicht weiter einzugehen.

3.3.5. Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschlussfassung betreffend Pro-
zessführung der Berufungsbeklagten 1 und namentlich betreffend Bevollmächti-
gung von Rechtsanwalt Casanova nicht anlässlich einer (ordentlichen oder ausser-
ordentlichen) physischen Stockwerkeigentümerversammlung erfolgte. Sodann ist 
mangels Einstimmigkeit (vgl. RG-act. III.2) auch kein Zirkularbeschluss ergangen, 
was ebenfalls nicht strittig ist. Zu prüfen ist demnach, ob gestützt auf Art. 27 Covid-
19-Verordnung 3 – welche im Zeitpunkt der behaupteten Beschlussfassung Ende 
September bzw. Anfang Oktober 2021 in Kraft war – eine rechtsgültige Bevollmäch-
tigung von Rechtsanwalt Casanova erfolgte. Nach dem Gesagten (vgl. E. 3.3.3) war 
hierfür eine (schriftliche) Beschlussfassung durch die Berufungsbeklagte 1 mit den 
üblichen Quoren erforderlich. Die Frage, ob der Beschluss betreffend Prozess-
führung einer Stockwerkeigentümergemeinschaft eine wichtigere Verwaltungs-
handlung im Sinne von Art. 647b ZGB betrifft und entsprechend mit dem qualifizier-
ten Mehr zu fassen ist, oder es sich dabei um eine gewöhnliche Verwaltungshand-
lung gemäss Art. 647a ZGB handelt, für welche das einfache Mehr ausreicht, wird 
in der Lehre unterschiedlich beantwortet (statt vieler MEIER-HAYOZ/REY, in: Meier-
Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar, Das Stockwerkeigentum, Art. 712a-712t ZGB, 
1988, Art. 712t ZGB N. 44; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Art. 712t ZGB N. 74; 

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je m.w.H.). Das Bundesgericht hat die Frage bisher offen gelassen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_198/2014 vom 19. November 2014 E. 6.1.2). Vorliegend 
braucht darüber nicht befunden zu werden, zumal die Berufungsbeklagte 1 ihre Be-
schlüsse gemäss Ziffer 13 Absatz 4 des Verwaltungsreglements (RG-act. II.2) mit 
der absoluten Mehrheit der Wertquoten fasst, soweit im Gesetz nicht etwas anderes 
vorgeschrieben ist. Eine Auslegung dieser Reglementsbestimmung nach Treu und 
Glauben sowie unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_865/2011 vom 24. Mai 2012 E. 3.2; WERMELINGER, SVIT-Kom-
mentar, Art. 712g ZGB N. 172a f.) ergibt, dass nur zwingende (nicht aber disposi-
tive) anderslautende gesetzliche Quorumsbestimmungen vorbehalten sind 
(vgl. auch act. B.2, E. 8.4.4); dies namentlich aufgrund der Verwendung des Wortes 
"vorgeschrieben" sowie aufgrund des Umstands, dass der reglementarischen Re-
gelung ansonsten nur ein relativ kleiner Anwendungsbereich zukommen würde. Da 
das Gesetz für den Beschluss betreffend Prozessführung jedenfalls nicht zwingend 
ein anderes Quorum vorsieht – die Bestimmung von Art. 647b ZGB ist dispositiver 
Natur (BRUNNER/WICHTERMANN, in: Ammann/Arnet/Bauer [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl. 2024, Art. 647b ZGB N. 11) –, konnte dieser gestützt 
auf das Reglement mit dem einfachen Wertquotenmehr gefasst werden. Aus den 
datierten und unterzeichneten Abstimmungstalons (RG-act. III.2) ergibt sich, dass 
der Berufungsbeklagte 2 den Anträgen betreffend Prozessführung der Berufungs-
beklagten 1 am 26. September 2021 mit 570/1000 Wertquote zustimmte, die Beru-
fungskläger diese innert der angesetzten Frist ablehnten und N._____ am 4. Okto-
ber 2021 erklärte, sich ihrer Stimme in Bezug auf die fraglichen Anträge zu enthal-
ten. Gemäss den vorstehenden Ausführungen sind die Beschlüsse betreffend Pro-
zessführung und insbesondere jener betreffend Bevollmächtigung von Rechtsan-
walt Casanova demnach mit der erforderlichen Mehrheit zustande gekommen.

3.3.6. Dies gilt unabhängig davon, ob den Berufungsklägern in Bezug auf die 
fraglichen Beschlüsse ein Stimmrecht zukam oder nicht. Dennoch ist unter Hinweis 
auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. E. 3.3.2) und in Übereinstimmung mit den 
vorinstanzlichen Erwägungen (vgl. act. B.2, E. 2.2.2 und E. 2.3) festzuhalten, dass 
die Berufungskläger bei den Beschlüssen betreffend Führung des durch sie gegen 
die Berufungsbeklagte 1 eingeleiteten Prozesses aufgrund des bei ihnen offensicht-
lich bestehenden Interessenkonfliktes vom Stimmrecht ausgeschlossen waren, wie 
sie denn auch selbst anerkennen (act. A.1, II.B.19; act. A.3, II.B.21). Entgegen den 
Berufungsklägern bestand seitens des Berufungsbeklagten 2 hingegen kein Inter-
essenkonflikt, der zu einem Ausschluss vom Stimmrecht geführt hätte. Der Argu-
mentation der Berufungskläger, wonach von einem Interessenkonflikt auszugehen 
sei, sofern ein Stockwerkeigentümer über ein (grosses) materielles Interesse am 

20 / 60

Gegenstand der angefochtenen Beschlüsse und damit am Verfahrensausgang ver-
füge, kann nicht gefolgt werden. Zu prüfen ist vielmehr, ob bei einem Stockwerkei-
gentümer ein persönliches Interesse besteht, welches diesen als befangen erschei-
nen lässt (vgl. zum Vereinsrecht RIEMER, Berner Kommentar, Schweizerisches Zi-
vilgesetzbuch, Die Vereine: Art. 60-79 ZGB, Art. 712m Abs. 2 ZGB [Stockwerkei-
gentümergemeinschaft], 2. Aufl. 2023, Art. 68 ZGB N. 1 u. N. 12 ff. m.w.H.). In casu 
ist die Situation des Berufungsbeklagten 2 mit jener der Berufungskläger nicht ver-
gleichbar, treten Letztere doch als Gegenpartei der Berufungsbeklagten 1 im vorlie-
genden Verfahren auf, während der Berufungsbeklagte 2 lediglich als Stockwerkei-
gentümer über ein (besonderes) materielles Interesse am Inhalt des verfahrensge-
genständlichen Beschlusses der Berufungsbeklagten 1 verfügt. Wie bereits die Vor-
instanz zu Recht festhielt, führt sodann allein der Umstand, dass die Berufungsklä-
ger den Berufungsbeklagten 2 auch hinsichtlich der Ziffern 1 bis 4 ihrer Klagebe-
gehren neben der Berufungsbeklagten 1 ins Recht fassten, obschon dessen dies-
bezügliche Passivlegitimation fraglich erscheint (vgl. E. 3.3.2), nicht dazu, dass die-
ser vom Stimmrecht auszuschliessen wäre. Anders zu entscheiden, würde bedeu-
ten, dass klagende Parteien es mittels ihrer Rechtsbegehren in der Hand hätten, in 
Bezug auf andere Stockwerkeigentümer einen Interessenkonflikt entstehen zu las-
sen und diese so von der Beschlussfassung betreffend Prozessführung der Stock-
werkeigentümergemeinschaft auszuschliessen. Zusammenfassend war der Beru-
fungsbeklagte 2 – im Gegensatz zu den Berufungsklägern – in Bezug auf die Be-
schlüsse betreffend Prozessführung der Berufungsbeklagten 1 stimmberechtigt.

3.3.7. Aufgrund des ihm zukommenden Stimmgewichts konnte der Berufungs-
beklagte 2 die Beschlüsse betreffend Prozessführung und namentlich betreffend 
Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova faktisch alleine fassen. Vor diesem 
Hintergrund kann offen bleiben, ob der vom 4. Oktober 2021 datierende Abstim-
mungstalon von N._____ (RG-act. III.2 i.f.) – welche unbestrittenermassen ebenfalls 
stimmberechtigt war und sich der Stimme enthielt – rechtzeitig eingereicht wurde 
und mithin zu berücksichtigen war oder nicht. Entgegen der Ansicht der Berufungs-
kläger nicht relevant ist schliesslich, dass vorliegend dem Beschluss entsprechend 
die Bevollmächtigung von Rechtsanwalt Casanova durch die Verwaltung erfolgte 
(RG-act. III.1), anstatt dass die stimmberechtigten Stockwerkeigentümer direkt eine 
entsprechende Vollmacht unterzeichneten.

3.3.8. Unbestrittenermassen besteht kein Protokoll der Beschlüsse betreffend 
die Prozessführung der Berufungsbeklagten 1 (vgl. auch RG-act. VII.1, S. 2 f.). 
Art. 27 der Covid-19-Verordnung 3 lässt sich nichts dazu entnehmen, ob die auf 
dem schriftlichen Weg gefassten Beschlüsse der Stockwerkeigentümergemein-

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schaft zu protokollieren sind oder nicht. Mit der Vorinstanz (vgl. act. B.2, E. 2.2.4 
und E. 2.3) und den Berufungsbeklagten ist jedoch festzuhalten, dass die Protokol-
lierungspflicht gemäss Art. 712n Abs. 2 ZGB nur für den Fall einer (mündlichen) 
Beschlussfassung anlässlich einer Versammlung der Stockwerkeigentümer respek-
tive einer nach Art. 27 der Covid-19-Verordnung 3 zulässigen Telefon- und Video-
konferenz gilt, nicht hingegen für eine schriftliche Beschlussfassung gemäss der 
Covid-19-Verordnung 3 – wie auch nicht bei einer Beschlussfassung auf dem Zir-
kularweg (vgl. dazu Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden ZR1 24 47 
vom 17. Juni 2025 E. 3.2.3) –, zumal der Beschluss diesfalls durch schriftliche Zu-
stimmung zu einem schriftlichen Antrag zustande kommt. Durch die (ausschliess-
lich) schriftliche Form eines solchen Beschlusses und die dadurch gewährleistete 
Dokumentation wird unter anderem den Publizitätsinteressen namentlich künftiger 
Stockwerkeigentümer und damit der Rechtssicherheit Rechnung getragen sowie 
die Berechnung der Anfechtungsfrist ermöglicht (vgl. BGE 127 III 506 E. 3a u. 3c; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_198/2014 vom 19. November 2014 E. 7.3; Bundes-
amt für Justiz, a.a.O., S. 4 Nr. 5 i.f. e contrario; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, 
Art. 712m ZGB N. 124 f. u. 128; WULLSCHLEGER, Die Anfechtung von Beschlüssen 
einer Stockwerkeigentümergemeinschaft, in: Schweizerische Zeitschrift für Zivilpro-
zess- und Zwangsvollstreckungsrecht 68/2024, S. 342 f.). Die ausgefüllten, datier-
ten und unterzeichneten Abstimmungstalons der Stockwerkeigentümer und na-
mentlich des Berufungsbeklagten 2 (RG-act. III.2) belegen die gefassten Be-
schlüsse betreffend Prozessführung und insbesondere betreffend Bevollmächti-
gung von Rechtsanwalt Casanova. Die Berufungskläger können mithin aus dem 
Umstand, dass die gültig gefassten, schriftlichen Beschlüsse nicht zusätzlich proto-
kolliert wurden, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Daran vermag auch nichts zu än-
dern, dass die Vorinstanz Rechtsanwalt Casanova im Vorfeld der Hauptverhand-
lung zunächst darauf hinwies, dass sie die Klageantwort als mangelhaft erachte, 
und ihn dazu aufforderte, ein Protokoll des Ermächtigungsbeschlusses nachzurei-
chen (RG-act. IV.13). Nach einer vertieften Prüfung gelangte denn auch die Vor-
instanz korrekt zum Schluss, dass eine Protokollierung des (gültigen) schriftlichen 
Beschlusses nicht erforderlich ist (vgl. act. B.2, E. 2.2.4 und E. 2.3). Da kein Proto-
koll zu erstellen war, musste bzw. konnte auch kein solches genehmigt werden. 
Zwar wäre eine Mitteilung des Verwalters an sämtliche Stockwerkeigentümer über 
das Abstimmungsresultat wünschenswert gewesen, jedoch ändert dessen Unter-
bleiben nichts an der Gültigkeit der gefassten Beschlüsse.

3.3.9. An dieser Stelle ist sodann darauf hinzuweisen, dass die Berufungskläger 
spätestens seit Erhalt der durch Rechtsanwalt Casanova im Namen der Berufungs-
beklagten am 6. Oktober 2021 – mithin einen Tag nach dem für die Abstimmung 

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festgelegten Stichtag – eingereichten Klageantwort Kenntnis der in dieser Hinsicht 
gefassten Beschlüsse haben mussten. Mit der Klageantwort wurden den Beru-
fungsklägern auch Kopien der ausgefüllten, datierten und unterzeichneten Abstim-
mungstalons sämtlicher Stockwerkeigentümer sowie die durch die Verwaltung un-
terzeichnete Vollmacht an Rechtsanwalt Casanova zugestellt (RG-act. I.3, III.A; 
RG-act. III.1 = RG-act. VI.2.1; RG-act. III.2; RG-act. IV.6 f.; RG-act. V.2). Da sie die 
gefassten Beschlüsse jedoch nicht innert der Verwirkungsfrist gemäss Art. 712m 
Abs. 2 i.V.m. Art. 75 ZGB angefochten haben und jedenfalls keine Nichtigkeit der 
Beschlüsse vorliegt, ist auch aus diesem Grund von einer gültigen Bevollmächti-
gung des Rechtsvertreters durch die Berufungsbeklagte 1 auszugehen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_773/2019 vom 6. März 2020 E. 3.2; Beschluss des Ober-
gerichts des Kantons Zürich NP130037 vom 3. Februar 2014 E. 2e, je m.H. auf Ur-
teil des Bundesgerichts 5C.246/2005 vom 6. Februar 2006 E. 2.2). Den Berufungs-
klägern ist insoweit zuzustimmen, als dass aus der Begleitung der Berufungsbe-
klagten 1 durch Rechtsanwalt Casanova an die Schlichtungsverhandlung sowie aus 
dem Vertretungsverhältnis in einem anderen gerichtlichen Verfahren keine 
Schlüsse betreffend die rechtsgültige Bevollmächtigung im vorliegenden Verfahren 
gezogen werden können. Gemäss den vorstehenden Ausführungen ist Letztere je-
doch anderweitig hinreichend belegt.

3.3.10. Vor dem Hintergrund der gültigen Beschlussfassung ist die Bevollmächti-
gung von Rechtsanwalt Casanova durch die dazu ermächtigte Verwaltung
(RG-act. III.1 = RG-act. VI.2.1) rechtsgültig erfolgt. Damit hat die Vorinstanz zu 
Recht auf die eingereichte Vollmacht von Rechtsanwalt Casanova zur Vertretung 
der Berufungsbeklagten 1 abgestellt und die durch diesen (auch) im Namen der Be-
rufungsbeklagten 1 eingereichten Rechtsschriften und gemachten Äusserungen im 
vorinstanzlichen Verfahren sind zu berücksichtigen. Unter diesen Umständen erüb-
rigt es sich, auf die Folgen einer allfälligen – vorliegend nicht gegebenen – Säumnis 
der Berufungsbeklagten 1 einzugehen. Gleichermassen ist die Prozessführungsbe-
fugnis von Rechtsanwalt Casanova betreffend die Berufungsbeklagte 1 auch im Be-
rufungsverfahren als gegeben zu erachten.

3.3.11. Schliesslich ist noch auf die im Berufungsverfahren in diesem Zusammen-
hang gestellten Beweisanträge der Parteien sowie die von ihnen vorgebrachten No-
ven einzugehen. Dem berufungsklägerischen Antrag auf Parteibefragung (act. A.1, 
II.B.11, II.B.15 u. II.B.23; act. A.3, II.B.13) ist bereits aus dem Grunde nicht stattzu-
geben, weil sich aus den Rechtsschriften nicht ergibt, auf welche Tatsachenbehaup-
tungen sich dieser jeweils bezieht, weshalb der entsprechende Beweis nicht als 
formgerecht angeboten betrachtet werden kann (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3.1). 

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Soweit die Berufungskläger den Beizug der Akten des vor dem hiesigen Gericht 
hängig gewesenen Verfahrens ZR1 24 47 inklusive der Akten des Verfahrens mit 
der Proz. Nr. 115-2020-14 vor dem Regionalgericht Albula beantragen, um anhand 
dieser Akten eine Übung der Berufungsbeklagten 1 bezüglich Genehmigung von 
Protokollen nachzuweisen (vgl. act. A.1, II.B.15), kann auf den entsprechenden Ak-
tenbeizug verzichtet werden, zumal nach dem Gesagten ohnehin kein (zu geneh-
migendes) Protokoll besteht (vgl. E. 3.3.8). Die Berufungsbeklagten reichen mit 
dem Schreiben vom 21. September 2021 betreffend Einberufung einer ausseror-
dentlichen Stockwerkeigentümerversammlung (act. C.1) ein neues Beweismittel ein 
(vgl. act. A.2, II.B.12, II.B.21 ff., II.B.31, II.B.34 f., II.B.41 u. II.B.48) und bringen be-
gründend im Wesentlichen vor, die Berufungskläger würden sich im Berufungsver-
fahren ausführlich zur angeblich mangelnden Legitimation von Rechtsanwalt Casa-
nova zur Vertretung der Berufungsbeklagten 1 äussern und dabei viele neue Tat-
sachenbehauptungen, namentlich zum Abstimmungsstichtag, vorbringen. Werde 
auf diese abgestellt, so sei auch das neu eingereichte Schreiben zu berücksichtigen 
bzw. die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO diesbezüglich als erfüllt zu be-
trachten (vgl. act. A.2, I.7). Da vorliegend nicht auf die Vorbringen der Berufungs-
kläger abgestellt bzw. deren Argumentation nicht gefolgt wird, erübrigt sich eine 
Berücksichtigung des durch die Berufungsbeklagten eingereichten Novums. Aus 
denselben Gründen besteht auch kein Anlass für die durch die Berufungsbeklagten 
beantragte Zeugeneinvernahme des bei der Verwaltung angestellten O._____ 
(vgl. act. A.2, II.B.23 ff., II.B.31 u. II.B.34 f.).

4. Streitgenossenschaft

4.1. Vorinstanzlicher Entscheid

Die Vorinstanz erwog zunächst, dass die Voraussetzungen der einfachen aktiven 
Streitgenossenschaft gegeben seien. Sodann führte sie aus, dass die Berufungs-
kläger gemäss ihrer Argumentation anlässlich der Hauptverhandlung bewusst sämt-
liche Rechtsbegehren sowohl gegen die Berufungsbeklagte 1 als auch gegen den 
Berufungsbeklagten 2 gerichtet hätten, und zwar im Wissen darum, dass die Pas-
sivlegitimation jeweils einer der beklagten Parteien nicht gegeben sei. Es sei über 
sämtliche Rechtsbegehren jeweils in Bezug auf beide beklagten Parteien zu ent-
scheiden. Die Berufungskläger schienen ferner davon auszugehen, dass auf ihre 
Klage in der Gesamtheit das ordentliche Verfahren anwendbar sei. Entsprechend 
erscheine die passive Streitgenossenschaft als zulässig (act. B.2, E. 4).

4.2. Rüge der Berufungskläger

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4.2.1. Die Berufungskläger monieren eine falsche Wiedergabe der anlässlich der 
Hauptverhandlung getätigten Aussagen ihres Rechtsvertreters. Dieser habe ausge-
führt, dass der Berufungsbeklagte 2 bezüglich der Rechtsbegehren 1 bis 3 der 
Klage und die Berufungsbeklagte 1 hinsichtlich der Rechtsbegehren 4 und 5 der 
Klage allenfalls nicht passivlegitimiert seien, dies jedoch in Kauf genommen worden 
sei, da diesbezüglich Unklarheiten bestehen könnten. Die Begründung für dieses 
Vorgehen werde nun in der Berufungsschrift nachgeholt. Die Berufungsbeklagte 1 
verfüge über keine Rechtspersönlichkeit und sei demnach eigentlich weder rechts- 
noch prozessfähig. Es könne folglich auch die Meinung vertreten werden, dass die 
Berufungsbeklagte 1 für kein Rechtsbegehren passivlegitimiert sei, sondern ledig-
lich der Berufungsbeklagte 2, welcher als einziger gegen eine Änderung des Stimm-
rechts im Reglement gestimmt habe. Deshalb sei der Berufungsbeklagte 2 bewusst 
in sämtliche Rechtsbegehren integriert worden (act. A.1, II.24).

4.2.2. Die Berufungsbeklagten erachten die Ausführungen der Vorinstanz als zu-
treffend. Sie halten fest, in Bezug auf die Anfechtung von Beschlüssen der Stock-
werkeigentümerversammlung durch Stockwerkeigentümer sei die Stockwerkei-
gentümergemeinschaft anerkanntermassen handlungs- und vermögensfähig sowie 
passiv partei- und prozessfähig. Da klar gewesen sei, dass nicht lediglich der Beru-
fungsbeklagte 2 für alle Rechtsbegehren passivlegitimiert sei, könne dies nicht der 
Grund für das gewählte Vorgehen gewesen sein. Die Berufungskläger seien viel-
mehr darauf zu behaften, dass sie sich der fehlenden Passivlegitimation des Beru-
fungsbeklagten 2 bewusst gewesen seien und diesen lediglich mit dem Ziel, 
nachträglich einen Interessenkonflikt zu konstruieren, bei sämtlichen Rechtsbegeh-
ren ins Recht gefasst hätten (act. A.2, II.B.59 ff.).

4.2.3. Die Berufungskläger erklären in ihrer Berufungsreplik, nie zugegeben zu 
haben, dass bei den beklagten Parteien für einzelne Rechtsbegehren keine Passiv-
legitimation bestehen würde. Vielmehr hätten sie ausgeführt, es in Kauf genommen 
zu haben, dass allenfalls bei gewissen Punkten die Passivlegitimation einer der be-
klagten Parteien fehlen könnte, da das Gericht eine solche verneinen könnte. Die 
Passivlegitimation der Stockwerkeigentümergemeinschaft sei lediglich gestützt auf 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu bejahen und könnte jederzeit auch wie-
der verneint werden. Es entspreche einem sorgfältigen Vorgehen, sämtliche allen-
falls passivlegitimierten Personen ins Recht zu fassen (act. A.3, II.B.26).

4.3. Beurteilung durch die Berufungsinstanz

Zunächst ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, was die Berufungskläger mit ih-
rer Rüge bezwecken, zumal sie sich jedenfalls nicht gegen die vorinstanzliche Fest-

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stellung wenden, wonach die passive Streitgenossenschaft vorliegend als zulässig 
erscheine. Mit den Berufungsbeklagten (vgl. act. A.2, II.B.59) ist sodann darauf hin-
zuweisen, dass die Frage nach der Passivlegitimation einer Partei einerseits und 
jene nach der Zulässigkeit einer passiven Streitgenossenschaft andererseits nicht 
zu verwechseln sind. Bei der Passivlegitimation geht es darum, welche Person ein-
geklagt werden muss; es handelt sich um eine Frage des materiellen Rechts 
(BGE 116 II 253 E. 3). Die einfache Streitgenossenschaft findet ihre Grundlage hin-
gegen nicht im materiellen Recht, sondern im Prozessrecht (RUGGLE, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 4. Aufl. 2024, Art. 71 ZPO N. 13). Im Übrigen ist nicht erkennbar, inwiefern 
die Vorinstanz die anlässlich der Hauptverhandlung getätigten Ausführungen des 
Rechtsvertreters der Berufungskläger nicht korrekt wiedergegeben hätte. So führte 
dieser gemäss dem Verhandlungsprotokoll im Wesentlichen aus, dass für sämtliche 
Rechtsbegehren beide beklagten Parteien aufgeführt worden seien, obschon die 
Passivlegitimation des Berufungsbeklagten 2 nur für das Rechtsbegehren 5 gege-
ben sei; die Berufungskläger hätten das Risiko einer Abweisung der Klage betref-
fend die Rechtsbegehren 1 bis 4 in Bezug auf den Berufungsbeklagten 2 bewusst 
in Kauf genommen. Ebenso sei es vorliegend sinnvoll, die Klage betreffend das 
Rechtsbegehren 5 in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1 abzuweisen
(RG-act. VII.1, S. 5 f.). Insgesamt vermögen die Berufungskläger aus ihren Vorbrin-
gen in diesem Zusammenhang nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Sodann ist be-
reits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Berufungskläger die vorinstanz-
liche Verneinung der Passivlegitimation des Berufungsbeklagten 2 in Bezug auf die 
Klagebegehren 1, 2 und 3 (vgl. act. B.2, E. 8.3.2, 8.4.2 u. 8.5) im Berufungsverfah-
ren nicht beanstanden.

5. Antrag auf Aktenbeizug

5.1. Vorinstanzlicher Entscheid

Die Vorinstanz führte in Bezug auf die gestellten Beweisanträge unter anderem aus, 
dass die Berufungskläger mehrmals beantragt hätten, die Akten des Verfahrens mit 
der Proz. Nr. 115-2020-14 vor dem Regionalgericht Albula von Amtes wegen bei-
zuziehen. Anlässlich der Hauptverhandlung hätten die Berufungskläger ohne wei-
tere Substantiierung auf zwei Protokolle im genannten Verfahren verwiesen, die sie 
ohne Weiteres selbst hätten einfordern und einreichen können. Im Übrigen hätten 
die Berufungskläger nicht angegeben, welche konkreten Urkunden aus dem er-
wähnten Prozess als Beweismittel für welche konkreten, bestrittenen Tatsachenbe-
hauptungen beizuziehen seien, sondern hätten mehrheitlich pauschal auf "die Ak-
ten" bzw. auf ihre Ausführungen in den im erwähnten Verfahren eingereichten 

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"Rechtsschriften" verwiesen. Der Beweisantrag der Berufungskläger sei mangels 
Substantiierung abzuweisen (act. B.2, E. 5.2).

5.2. Rüge der Berufungskläger

5.2.1. Die Berufungskläger machen geltend, sie hätten im vorinstanzlichen Ver-
fahren einen korrekten Antrag auf Beizug der Akten desselben Gerichts gestellt, 
welche die Vorinstanz problemlos hätte beiziehen können. Es gehe nicht an, diesen 
Antrag erst anlässlich der Begründung des Entscheids mit dem Hinweis darauf ab-
zuweisen, dass sie die Akten selbst hätten einreichen müssen. Durch dieses Vor-
gehen sei ihr rechtliches Gehör verletzt worden. Entgegen der Vorinstanz hätten sie 
ausserdem jeweils klar, wenn auch nicht direkt mit einem Verweis auf die Nummer 
der Klagebeilage, darauf hingewiesen, welche Akten relevant seien. Ohnehin hätten 
sie davon ausgehen dürfen, dass die Akten gerichtsnotorisch seien (act. A.1, 
II.B.25).

5.2.2. Die Berufungsbeklagten lassen ausführen, die Berufungskläger hätten 
nicht erwarten können, dass die Vorinstanz aufgrund eines pauschalen Verweises 
Beweismittel für sie zusammentrage, sondern wären vielmehr verpflichtet gewesen, 
die fraglichen Akten selbst einzureichen. Ferner habe es bereits an einem gehöri-
gen, spezifizierten Beweisantrag gefehlt. Bei den Verfahrensakten handle es sich 
nicht um gerichtsnotorische Tatsachen. Der Vorinstanz sei es unter der geltenden 
Verhandlungsmaxime untersagt gewesen, von Amtes wegen Akten beizuziehen 
(act. A.2, II.B.63).

5.3. Beurteilung durch die Berufungsinstanz

5.3.1. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Berufungskläger aufgrund der 
vorinstanzlichen Abweisung ihres Beweisantrags betreffend den Beizug der Akten 
des Verfahrens Proz. Nr. 115-2020-14 vor dem Regionalgericht Albula ist vorliegend 
nicht auszumachen. So hat zwar jede Partei Anspruch darauf, dass das Gericht die 
von ihr form- und fristgerecht angebotenen, tauglichen Beweismittel abnimmt 
(Art. 152 Abs. 1 ZPO). Nach den einschlägigen Bestimmungen des Zivilprozess-
rechts ist ein Beweismittel jedoch nur dann formgerecht angeboten, wenn sich die 
Beweisofferte eindeutig der damit zu beweisenden Tatsachenbehauptung zuordnen 
lässt und umgekehrt (BGE 144 III 67 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_703/2021 
vom 22. März 2022 E. 2.1.3.1; je m.w.H.). Ein Beweisantrag muss inhaltlich so be-
stimmt oder bestimmbar sein, dass ohne gerichtliches Zutun Beweis abgenommen 
werden kann, denn grundsätzlich herrscht im Bereich der Verhandlungsmaxime 
Parteibetrieb. Der angebotene Beweis hat demnach im Antrag hinreichend klar be-

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zeichnet zu werden, was bedeutet, dass er direkt oder indirekt individualisierbar 
bzw. spezifizierbar und lokalisierbar sein muss. Nur so kann die entsprechende Be-
weisverfügung das Beweismittel korrekt bezeichnen und die Gegenpartei gegen 
den Beweisantrag opponieren (Urteil des Obergerichts des Kantons Appenzell Aus-
serrhoden O1Z-17-9 vom 2. April 2019 E. 1.6.2; GUYAN, in: Spühler/Tenchio/Infan-
ger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, 
Art. 152 ZPO N. 3; VISCHER/LEU, in: Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweize-
rische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 152 ZPO N. 41; 
vgl. BGE 144 III 519 E. 5.2.1.2). Der im vorinstanzlichen Verfahren gestellte Bewei-
santrag der Berufungskläger auf Edition von Verfahrensakten entsprach diesen An-
forderungen nicht. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausführte, verlangten die 
Berufungskläger den Beizug der gesamten Akten des genannten Verfahrens, ohne 
dabei zu spezifizieren, welche konkreten Urkunden als Beweismittel für welche Tat-
sachenbehauptungen beizuziehen sind. Vielmehr verwiesen sie lediglich pauschal 
auf "die Akten" bzw. auf ihre "Ausführungen anlässlich der Rechtsschriften in jenem 
Verfahren" (vgl. insb. RG-act. I.2, II.A.9 u. II.B.26; RG-act. I.4, II.A.11). An der 
Hauptverhandlung wiederholten sie ihren Beweisantrag und führten dabei etwas 
konkreter aus, dass sich in den betreffenden Verfahrensakten zwei Versammlungs-
protokolle befänden, die aufzeigten, dass gemäss Usus der Berufungsbeklagten 1 
Protokolle zeitnah versandt und an der nächsten Versammlung genehmigt würden 
(vgl. RG-act. VII.1, S. 4 u. 7). Auch an dieser Stelle erfolgte jedoch keine hinrei-
chende Bezeichnung der beizuziehenden Aktoren. Ohnehin aber wäre ein erstmals 
an der – nach einem doppelten Schriftenwechsel stattfindenden – Hauptverhand-
lung korrekt gestellter Beweisantrag betreffend die zwei Versammlungsprotokolle 
gestützt auf aArt. 229 Abs. 1 ZPO (in der Fassung, die bis zum 31. Dezember 2024 
in Kraft war) als verspätet zu beurteilen gewesen. Dazu kommt, dass die Berufungs-
kläger die fraglichen Protokolle im erstinstanzlichen Verfahren ohne Weiteres selbst 
hätten einreichen können, wie die Vorinstanz zu Recht festhielt. Schliesslich durfte 
die Vorinstanz auch deshalb auf den beantragten Beizug der Protokolle verzichten, 
da sie zutreffend davon ausging, dass ein schriftlicher Beschluss nicht zu protokol-
lieren ist (vgl. dazu vorstehend E. 3.3.8). Insgesamt hat die Vorinstanz den ungenü-
genden bzw. verspäteten Beweisantrag der Berufungskläger auf Beizug der Akten 
des Verfahrens Proz. Nr. 115-2020-14 vor dem Regionalgericht Albula zu Recht 
abgewiesen.

5.3.2. Auch soweit die Berufungskläger geltend machen, die Akten des Verfah-
rens Proz. Nr. 115-2020-14 seien gerichtsnotorisch, kann ihnen nicht gefolgt wer-
den. Als gerichtsnotorisch gelten unter anderem Erkenntnisse bzw. Beweisergeb-
nisse des Gerichts aus früheren Verfahren zwischen den gleichen Parteien, nicht 

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aber etwa Wissen des Richters über den konkreten Beweisgegenstand (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_606/2018 vom 13. Dezember 2018 E. 6.1.2; HASENBÖHLER/YA-
NEZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 151 ZPO N. 7; je m.w.H). 
Die Berufungskläger verkennen, dass in Bezug auf die Ausführungen von Parteien 
oder durch diese eingereichte Beweismittel in früheren Verfahren hingegen nicht 
von Gerichtsnotorietät ausgegangen werden kann. Mit der Vor-
instanz ist im Übrigen als fraglich zu bezeichnen, ob allfällige Erkenntnisse aus dem 
noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren Proz. Nr. 115-2020-14 als ge-
richtsnotorisch hätten vorausgesetzt werden dürfen (vgl. act. B.2, E. 5.2). Ferner ist 
darauf hinzuweisen, dass in der Lehre die Ansicht vertreten wird, der Beizug von 
Gerichtsakten unter dem Titel der Gerichtsnotorietät sei unter der Verhandlungsma-
xime unzulässig, weil es dem Gericht grundsätzlich untersagt sei, von Amtes wegen 
Urkunden einzuholen (vgl. GUYAN, a.a.O., Art. 151 ZPO N. 3 m.w.H.).

6. Feststellung der Annahme des Antrags zur Reglementsänderung

6.1. Vorinstanzlicher Entscheid

In Bezug auf das klägerische Rechtsbegehren Ziffer 1, wonach festzustellen sei, 
dass mit Beschluss der Berufungsbeklagten 1 vom 17. August 2020 die von den 
Berufungsklägern beantragte Änderung von Ziffer 13 Absatz 4 des Verwaltungsre-
glements angenommen worden sei, hielt die Vorinstanz zunächst fest, dass das 
erforderliche Feststellungsinteresse der Berufungskläger zu bejahen sei und mithin 
auf den Antrag eingetreten werden könne. Soweit der genannte Antrag sich gegen 
den Berufungsbeklagten 2 richte, werde dieser mangels Passivlegitimation abge-
wiesen. Im Weiteren führte die Vorinstanz insbesondere aus, dass Art. 68 ZGB auf 
Beschlüsse betreffend Reglementsänderungen keine Anwendung finde, da es sich 
dabei nicht um Rechtsgeschäfte, sondern um interne Verwaltungsakte handle. 
Demnach sei namentlich auch ein Stockwerkeigentümer stimmberechtigt, der direkt 
und konkret daran interessiert sei, dass das bisherige Reglement nicht abgeändert 
werde. Der Berufungsbeklagte 2 sei bei der entsprechenden Beschlussfassung mit-
hin nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen gewesen. Die Berufungsbeklagte 1 habe 
im Jahr 2007 einstimmig und gültig beschlossen, dass auch Reglementsänderun-
gen mit der Wertquotenmehrheit zu beschliessen seien. Dies habe zur Folge, dass 
die Berufungsbeklagte 1 ohne die Zustimmung des Berufungsbeklagten 2 keine Re-
glementsänderung gültig beschliessen könne. Es sei nachvollziehbar, dass dieser 
Zustand für die anderen Stockwerkeigentümer im Nachhinein unbefriedigend sei. 
Dies bilde jedoch keine Grundlage für einen Stimmrechtsausschluss des die Mehr-
heit der Wertquoten innehabenden Berufungsbeklagten 2. Folglich sei das Rechts-

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begehren (auch) in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1 abzuweisen. Ausserdem 
hätten die Berufungskläger den behaupteten Interessenkonflikt und die damit ver-
bundene angebliche Ausstandspflicht des Berufungsbeklagten 2 erst in der Klage 
vom 16. Juni 2021 und damit verspätet geltend gemacht. Zudem hätten sie auf-
grund der Vorgeschichte davon ausgehen müssen, dass der Berufungsbeklagte 2 
ihren Antrag ablehnen würde, wobei sie allenfalls sogar verpflichtet gewesen wären, 
dessen Ausstand bereits vor der Abstimmung über ihren Antrag zu fordern. Für den 
Fall, dass ein Interessenkonflikt zu bejahen gewesen wäre, wäre ihr Recht auf eine 
diesbezügliche Anfechtung des Beschlusses aufgrund der verspäteten Geltendma-
chung verwirkt (act. B.2, E. 8.3.1 f. u. 8.3.4 i.V.m. E. 2.2.2).

6.2. Rüge der Berufungskläger

6.2.1. Die Berufungskläger bestreiten, dass es sich bei der Abstimmung über 
eine Reglementsänderung um einen internen Verwaltungsakt handle. Da die im Re-
glement festgehaltene, vertragliche Rechtsbeziehung zwischen den Stockwerk-ei-
gentümern abgeändert werde, liege vielmehr ein Rechtsgeschäft vor. Ferner sei die 
Anwendung von Art. 68 ZGB auch auf interne Verwaltungsakte umstritten. Aus-
schlaggebend seien allein wirtschaftliche Interessen eines Stockwerkeigentümers, 
welche zu einem Interessenkonflikt führen könnten. Es sei offensichtlich, dass der 
Berufungsbeklagte 2 vorliegend nicht stimmberechtigt gewesen sei. Entgegen der 
Vorinstanz könne mit Blick auf die ungültige Abgabe der Stimme des Berufungsbe-
klagten 2 keine Verwirkung stattfinden. Vielmehr sei der Beschluss ohne dessen 
ungültige Stimme zu betrachten, weshalb die beantragte Änderung einstimmig an-
genommen worden sei. Eventualiter sei anzuführen, dass sie den Stimmrechtsaus-
schluss des Berufungsbeklagten 2 rechtzeitig geltend gemacht hätten. So hätten 
sie mit der Klage die erste Möglichkeit genutzt, nachdem sie erst bei der Zustellung 
des Protokolls erfahren hätten, dass der Berufungsbeklagte 2 zur Abstimmung zu-
gelassen worden sei. Es könne nicht verlangt werden, dass der Ausschluss bei ei-
ner schriftlichen Abstimmung bereits vor der Abstimmung bzw. vor Ablauf der Frist 
für die Anfechtung des Beschlusses geltend gemacht werden müsse (act. A.1, 
II.B.26).

6.2.2. Die Berufungsbeklagten machen geltend, der Berufungsbeklagte 2 sei un-
eingeschränkt stimmberechtigt gewesen und stützen sich auf die Argumentation der 
Vorinstanz. Auch inhaltlich könne der Argumentation der Berufungskläger nicht ge-
folgt werden. Die Abänderung der geltenden Stimmrechtsregelung würde auch die 
wirtschaftlichen Interessen aller anderen Stockwerkeigentümer betreffen, womit 
nach dem (unzutreffenden) Verständnis der Berufungskläger alle Stockwerkei-
gentümer aufgrund eines Interessenkonflikts vom Stimmrecht hätten ausgeschlos-

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sen werden müssen. Die Berufungskläger hätten den behaupteten Stimmrechts-
ausschluss seitens des Berufungsbeklagten 2 ferner klar verspätet geltend ge-
macht. Eine allfällig unzulässige Stimmabgabe wäre nicht einfach unbeachtlich, 
sondern hätte aus Gründen der Rechtssicherheit sowie nach dem Grundsatz von 
Treu und Glauben umgehend geltend gemacht werden müssen. Den Berufungsklä-
gern sei bereits im Vorfeld der Abstimmung mitgeteilt worden, dass sie vom Stimm-
recht ausgeschlossen seien und der Berufungsbeklagte 2 zur Abstimmung zugelas-
sen werde (act. A.2, II.B.64 ff.).

6.2.3. Die Berufungskläger erwidern in ihrer Berufungsreplik, das Bundesgericht 
habe lediglich einmal und nur in Bezug auf Wahlen festgehalten, dass interne Ver-
waltungsakte nicht unter Art. 68 ZGB fallen würden. Im Übrigen vermöchten auch 
der Grundsatz von Treu und Glauben sowie das Rechtsmissbrauchsverbot bei ei-
nem Interessenkonflikt einen Stimmrechtsauschluss zu begründen. Anders als die 
Berufungskläger sei der Berufungsbeklagte 2 direkt in seinen Interessen betroffen 
(act. A.3, II.B.28).

6.3. Beurteilung durch die Berufungsinstanz

6.3.1. Zunächst ist festzuhalten, dass sich die Berufungskläger nicht gegen die 
vorinstanzlich verneinte Passivlegitimation des Berufungsbeklagten 2 wenden 
(vgl. auch E. 4.3). Im Wesentlichen ist strittig, ob der Berufungsbeklagte 2 bei der 
Abstimmung betreffend die von den Berufungsklägern beantragte Abänderung des 
Reglements stimmberechtigt war oder nicht. Den Berufungsklägern ist zwar zuzu-
stimmen, dass sich die von der Vorinstanz zitierte Rechtsprechung des Bundesge-
richts, wonach Art. 68 ZGB auf interne Verwaltungsakte nicht anwendbar sei, auf 
Wahlen (und nicht unmittelbar auf Reglementsänderungen) bezieht 
(vgl. BGE 134 III 481 E. 3.5 m.w.H.). Jedoch handelt es sich beim Beschluss über 
eine Reglementsänderung ebenfalls um einen internen Verwaltungsakt, auf wel-
chen Art. 68 ZGB grundsätzlich nicht zur Anwendung gelangt. Mithin kommt auch 
Stockwerkeigentümern, die an einer Änderung des Reglements direkt und konkret 
interessiert sind, in der Regel ein diesbezügliches Stimmrecht zu (WERMELINGER, 
SVIT-Kommentar, Art. 712m ZGB N. 144 m.w.H.). Nur ausnahmsweise ist 
Art. 68 ZGB auf Abstimmungen bezüglich Reglementsänderungen anwendbar, 
nämlich wenn es um Reglementsbestimmungen geht, die einen Stockwerkeigentü-
mer spezifisch und unmittelbar – wie ein Rechtsgeschäft – betreffen. Dies ist bei-
spielsweise der Fall, wenn im Reglement eine Vorschrift betreffend ein künftiges 
Rechtsgeschäft aufgenommen werden soll, die zugunsten eines namentlich be-
stimmten oder objektiv bestimmbaren Stockwerkeigentümers oder einer ihm 
gemäss Art. 68 ZGB nahestehenden Person lautet. Diesfalls ist der betroffene 

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Stockwerkeigentümer in Bezug auf den fraglichen Abstimmungsgegenstand vom 
Stimmrecht ausgeschlossen (vgl. RIEMER, a.a.O., Art. 68 ZGB N. 14; SCHER-
RER/BRÄGGER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 7. Aufl. 2022, Art. 68 ZGB N. 9 m.w.H.).

6.3.2. In casu wurde über eine Änderung der Regelung der Beschlussfassung 
im Reglement (RG-act. II.2, Ziff. 13 Abs. 4) und damit über die Abänderung einer 
Reglementsvorschrift allgemeiner Natur abgestimmt, die weder den Berufungsbe-
klagten 2 noch eine diesem nahestehende Person im Sinne von Art. 68 ZGB spezi-
fisch und unmittelbar betrifft. Anders als ein Rechtsgeschäft oder eine rechtsge-
schäftsähnliche Vorschrift im Reglement betrifft die fragliche Regelung sämtliche 
(aktuellen und künftigen) Stockwerkeigentümer gleichermassen und zielt von ihrem 
Inhalt her nicht explizit auf den Berufungsbeklagten 2 oder eine diesem nahestehe 
Person ab. Die Vorinstanz hat folglich zu Recht festgehalten, dass Art. 68 ZGB bei 
der hier strittigen Abstimmung nicht zur Anwendung gelangte und der Berufungsbe-
klagte 2 diesbezüglich nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen war. Zwar mag zu-
treffen, dass der Berufungsbeklagte 2 über ein (auch wirtschaftliches) Interesse 
daran verfügt, an der bisherigen Regelung der Beschlussfassung festzuhalten und 
somit weiterhin über ein ausschlaggebendes Stimmgewicht zu verfügen. Entgegen 
den Berufungsklägern ist ein Stockwerkeigentümer aber nicht immer dann von einer 
Abstimmung (betreffend eine Reglementsänderung) auszuschliessen, wenn er ein 
irgendwie geartetes wirtschaftliches Interesse an deren Ausgang hat. Tatsächlich 
erscheint es weder als sinnvoll noch als praktikabel, bei jeder Beschlussfassung – 
auch über interne Verwaltungsakte – prüfen zu müssen, welche Stockwerkeigentü-
mer möglicherweise in welchem Umfang wirtschaftlich davon profitieren könnten, 
und ob deswegen ein Stimmrechtsausschluss gerechtfertigt sein könnte. Dies gilt 
insbesondere vor dem Hintergrund der (auch) vermögensrechtlichen Natur des 
Stockwerkeigentums (vgl. nachfolgend E. 7.3.3). Im Übrigen ist mit den Berufungs-
beklagten darauf hinzuweisen, dass die Berufungskläger ihrerseits über ein Inter-
esse (unter anderem) wirtschaftlicher Natur daran verfügen, die im Reglement ent-
haltene Regelung des Stimmrechts zu ihren Gunsten abzuändern.

6.3.3. Im Sinne einer Eventualbegründung ist mit der Vorinstanz und entgegen 
den Berufungsklägern für den Fall, dass dem Berufungsbeklagten 2 aufgrund eines 
Interessenkonflikts bei der Abstimmung über die Reglementsänderung kein Stimm-
recht zugekommen wäre, festzuhalten, dass die Berufungskläger diesen Stimm-
rechtsausschluss verspätet geltend gemacht hätten. So hatten sie, wie sie selbst 
anerkennen, spätestens seit der Zustellung des Protokolls vom 19. August 2020 
über die briefliche Abstimmung per 17. August 2020 (RG-act. II.3) Kenntnis davon, 

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dass und wie der Berufungsbeklagte 2 über den von ihnen gestellten Antrag abge-
stimmt hatte und dass seine Stimme für die Feststellung des Abstimmungsresultats 
berücksichtigt wurde. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind 
Ausstandsgründe bei der Beschlussfassung der Stockwerkeigentümergemein-
schaft nach Treu und Glauben ohne Verzug geltend zu machen, sobald diese be-
kannt sind, andernfalls der Anspruch auf Ablehnung verwirkt ist (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_709/2010 vom 1. März 2011 E. 4, 5C.239/2005 vom 
5. Mai 2006 E. 4.2.4; WERMELINGER, SVIT-Kommentar, Art. 712m ZGB N. 145). 
Demnach hätten die Berufungskläger spätestens nach Erhalt des genannten Proto-
kolls unverzüglich den Stimmrechtsausschluss des Berufungsbeklagten 2 verlan-
gen müssen. Dies haben sie jedoch unterlassen. Vielmehr haben sie sich erstmals 
in ihrer Klage vom 16. Juni 2021 (RG-act. I.2) auf den Standpunkt gestellt, dass die 
Stimme des Berufungsbeklagten 2 aufgrund eines Interessenkonflikts unbeachtlich 
sei. Entgegen dem Verständnis der Berufungskläger muss ein behaupteter 
Ausstandsgrund stets – auch ohne Bestehen einer besonderen zeitlichen Dringlich-
keit – umgehend geltend gemacht werden, wobei im Übrigen auch nicht massge-
bend ist, in welchem Stadium sich ein allfälliges Verfahren zu diesem Zeitpunkt ge-
rade befindet. Zusammengefasst hat die Vorinstanz das Rechtsbegehren Ziffer 1 
der Klage zu Recht abgewiesen. Das diesem entsprechende Rechtsbegehren 2 der 
Berufung ist ebenso abzuweisen.

7. Nichtigkeit des Beschlusses

7.1. Vorinstanzlicher Entscheid

Die Vorinstanz wies das klägerische (Eventual-)Rechtsbegehren Ziffer 2 auf Fest-
stellung der Nichtigkeit des Beschlusses vom 17. August 2020 insoweit, als sich 
dieses gegen den Berufungsbeklagten 2 richtete, mangels Passivlegitimation ab. 
Im Weiteren kam sie zum Schluss, dass vorliegend nicht von einer nur ausnahms-
weise und sehr restriktiv anzunehmenden Nichtigkeit des genannten Beschlusses 
auszugehen sei. Die Berufungsbeklagte 1 habe sich mit der einstimmig erlassenen 
Regelung in Ziffer 13 des Reglements, wonach sie ihre Beschlüsse mit der (einfa-
chen) Wertquotenmehrheit fasse, soweit das Gesetz nicht zwingend ein anderes 
Quorum vorschreibe, gültig über die dispositiven Gesetzesbestimmungen hinweg-
gesetzt. Die Regelung sei legitim, höhle das Stimmrecht nicht aus und verstosse 
auch nicht gegen die Eigentumsfreiheit; Letzteres zeige sich auch anhand des 
während laufenden Prozesses erfolgten Verkaufs zweier Stockwerkeinheiten. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Festlegung der Beschlussfas-
sung nach Wertquoten zulässig, auch wenn ein Stockwerkeigentümer – wie vorlie-
gend der Berufungsbeklagte 2 mit einer Wertquote von total 570/1000 – dadurch 

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ein dominierendes Stimmrecht erhalte. Durch die zwingenden gesetzlichen Bestim-
mungen werde ein angemessener verfahrensrechtlicher Minderheitenschutz ge-
währleistet. Für eine Abänderung oder Aufhebung der streitigen Reglementsbestim-
mung sei gemäss Art. 712g Abs. 2 ZGB zwingend ein einstimmiger Beschluss er-
forderlich. Sämtliche Stockwerkeigentümer hätten dem Reglement und somit auch 
der Regelung betreffend Beschlussfassung zugestimmt respektive sich dieser mit 
dem Erwerb einer Stockwerkeigentumseinheit und dem damit verbundenen Eintritt 
in die Stockwerkeigentümergemeinschaft vorbehaltlos unterworfen. Dabei nicht von 
Belang sei, ob im betreffenden Zeitpunkt bereits ein einzelner Stockwerkeigentümer 
die Wertquotenmehrheit besessen habe oder nicht, zumal jedem Erwerber nach 
Durchsicht des Reglements habe bewusst sein müssen, dass diese Möglichkeit be-
stehe. Im Übrigen stehe es auch bei anderen Regelungen der Beschlussfassung 
jedem Stockwerkeigentümer frei, mehrere Stockwerkeinheiten zu erwerben, sich 
mit anderen Stockwerkeigentümern zusammenzuschliessen oder diese zu beein-
flussen, um so eine Stimmenmehrheit zu erreichen. Seitens der Berufungskläger 
werde nicht geltend gemacht, dass der zu fassende Beschluss nicht gehörig trak-
tandiert worden wäre oder die Berufungsbeklagte 1 nicht beschlussfähig gewesen 
wäre. Ausserdem enthalte der angefochtene Beschluss keine schwerwiegenden 
formellen oder inhaltlichen Mängel, verletze keine Vorschriften zum Schutz Dritter 
und sei auch nicht unmoralisch, von unmöglichem Inhalt oder persönlichkeitsrechts-
verletzend (act. B.2, E. 8.4.2 u. 8.4.4 f.).

7.2. Rüge der Berufungskläger

7.2.1. Die Berufungskläger führen aus, dass vorliegend ein Stimmrecht nach 
Wertquoten gelte, wobei der Berufungsbeklagte 2 über mehr als 50 % der Wertquo-
ten verfüge und damit faktisch eine herrschende Stellung innehabe. Dem Stimm-
recht der übrigen Stockwerkeigentümer komme lediglich noch eine formale Bedeu-
tung zu. Aus diesem Grund wäre es für sie sinnvoller, gar nicht erst an Versamm-
lungen teilzunehmen und so jegliche Beschlussfassung zu blockieren. Die Rege-
lung des Stimmrechts im Reglement verstosse unter den gegebenen faktischen 
Umständen gegen zwingendes Recht, namentlich gegen das (unverzichtbare) 
Recht der Stockwerkeigentümer auf eine demokratische Willensbildung und die 
Ausübung ihres Stimm- und Mitwirkungsrechts sowie gegen die Eigentumsgarantie 
in Bezug auf die Sondernutzungsrechte. Aktuell lasse nur das teilweise gesetzlich 
zwingend vorgesehene qualifizierte Mehr einen demokratischen Entscheid zu, was 
jedoch nicht ausreiche, um die bestehende institutionswidrige Situation zu korrigie-
ren. Die Vorinstanz gehe gestützt auf BGE 143 III 537 zu Unrecht davon aus, dass 
die Festlegung der Beschlussfassung nach Wertquoten im vorliegenden Fall zuläs-

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sig sei. Es bestehe keine bundesgerichtliche Rechtsprechung dahingehend, dass 
die demokratische Willensbildung gänzlich ausgehebelt werden dürfe bzw. ein ein-
zelner Stockwerkeigentümer alles alleine entscheiden könne, sondern es werde le-
diglich akzeptiert, dass unter gewissen Umständen der Stimme eines Stockwerkei-
gentümers ein vergleichsweise höheres Gewicht zukomme. Entgegen den vor-
instanzlichen Erwägungen bestehe beim gesetzlich vorgesehenen Kopfstimmrecht 
keine Gefahr einer Aushöhlung des Stimm- oder Mitwirkungsrechts der Stockwerk-
eigentümer. An der Rechtswidrigkeit der aktuellen Situation ändere entgegen der 
Vorinstanz auch nichts, dass das Reglement einstimmig angenommen worden sei 
und später hinzutretende Stockwerkeigentümer dieses jeweils mit dem Kauf akzep-
tiert hätten. Dieser Umstand führe nicht zu einer Verwirkung der Rechte der Stock-
werkeigentümer. Aufgrund des vorliegenden gesetzwidrigen Zustands seien sämt-
liche mit dem Wertquotenmehr gefassten Beschlüsse rechtswidrig zustande ge-
kommen und damit nichtig. Sodann sei für Änderungen des Verwaltungsreglements 
gemäss Art. 712g Abs. 3 ZGB das qualifizierte Mehr erforderlich, wobei dieses 
Mehrheitserfordernis nicht nur für die Zustimmung zu einem Traktandum, sondern 
auch für die Ablehnung eines Traktandums gelte. Da weder für die Annahme noch 
für die Ablehnung des Traktandums ein qualifiziertes Mehr vorliege, sei der Be-
schluss auch aus diesem Grund nichtig. Es werde der Beizug der Akten des Ver-
fahrens ZR1 24 47 vor dem hiesigen Gericht und des Verfahrens mit der Proz. Nr. 
115-2020-14 vor dem Regionalgericht Albula beantragt (act. A.1, II.B.27 ff.).

7.2.2. Die Berufungsbeklagten halten fest, dass keinerlei Grund ersichtlich sei, 
weshalb in der momentanen Situation keine gültigen Beschlüsse gefasst werden 
könnten. Es lägen keine institutionswidrige Situation und kein Verstoss gegen zwin-
gendes Recht vor. Die fragliche Stimmrechtsregelung im Reglement bestehe be-
reits seit dem Jahr 2007 und es sei seither problemlos eine Vielzahl an gültigen 
Beschlüssen gefasst worden. Es gehe nicht an, nun all diese Beschlüsse in Frage 
zu stellen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei es zulässig, dass ei-
nem einzelnen Stockwerkeigentümer eine dominierende Stellung zukomme, wie 
dies vorliegend der Fall sei. Auch mit der geltenden Regelung sei ausserdem für 
verschiedene Abstimmungsgegenstände Einstimmigkeit oder ein qualifiziertes 
Mehr erforderlich. Das Stimmrecht bedeute ein Recht auf Mitwirkung, nicht aber ein 
solches auf Bestimmung des Ausgangs einer Abstimmung. Für die Stockwerkei-
gentümergemeinschaft gelte kein zwingendes demokratisches Prinzip. Es müsse 
auch nicht allen Stimmen dasselbe Gewicht zukommen. Vorliegend hätten die 
Stockwerkeigentümer einstimmig (und mithin mit höchster demokratischer Legiti-
mation) ein vom dispositiven Recht abweichendes Wertquotenstimmrecht verein-
bart, wobei der Berufungsbeklagte 2 schon damals über die Wertquotenmehrheit 

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verfügt habe. Später hinzukommende Stockwerkeigentümer hätten diese Regelung 
akzeptiert. Es sei den Berufungsklägern unbenommen, eine Abänderung der 
Stimmrechtsregelung zu beantragen; sie müssten sich aber beim Entscheid über 
diesen Antrag mit der geltenden Stimmrechtsregelung abfinden. Entgegen den Aus-
führungen der Berufungskläger habe der Berufungsbeklagte 2 das Traktandum mit 
dem im Reglement vorgesehenen Wertquotenmehr – die dispositive Mehrheitsbe-
stimmung von Art. 712g Abs. 3 ZGB für die Abänderung des Reglements sei vorlie-
gend zulässigerweise erleichtert worden – gültig abgelehnt. Die Akten des Verfah-
rens ZR1 24 47 vor dem hiesigen Gericht und des Verfahrens mit der Proz. Nr. 115-
2020-14 vor dem Regionalgericht Albula seien mangels Relevanz für das vorlie-
gende Verfahren nicht beizuziehen (act. A.2, II.B.67 ff.).

7.2.3. Die Berufungskläger lassen in ihrer Berufungsreplik im Wesentlichen aus-
führen, ein Stimmrecht zeichne sich dadurch aus, dass man nicht nur beratend teil-
haben oder mitdiskutieren, sondern mit einem bestimmten Stimmgewicht mitent-
scheiden könne. Ein alleiniges Stimmrecht eines Stockwerkeigentümers verstosse 
gegen den ordre public (act. A.3, II.B.29 ff.).

7.3. Beurteilung durch die Berufungsinstanz

7.3.1. Nach Art. 59 ZPO tritt das Gericht auf eine Klage ein, sofern die Prozess-
voraussetzungen erfüllt sind, wozu gemäss Abs. 2 lit. a der genannten Bestimmung 
insbesondere ein Rechtsschutzinteresse gehört. Die klagende Partei muss ein 
schutzwürdiges – also ein hinreichendes, persönliches und aktuelles – Interesse 
rechtlicher oder tatsächlicher Natur an der Beurteilung des geltend gemachten An-
spruchs haben und daraus einen Nutzen ziehen können (BGE 122 III 279 E. 3a, 
116 II 196 E. 2a; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 19 28 vom 
15. Oktober 2019 E. 4.2 m.w.H.; ZÜRCHER, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenber-
ger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
4. Aufl. 2025, Art. 59 ZPO N. 12). Das Fehlen einer Prozessvoraussetzung ist 
grundsätzlich in jedem Prozessstadium und mithin auch im Rechtsmittelverfahren 
von Amtes wegen zu berücksichtigen, auch wenn in erster Instanz ein Sachent-
scheid gefällt wurde. Steht endgültig fest, dass es an einer Prozessvoraussetzung 
fehlt, darf nicht zur Sache verhandelt werden und ergeht ein Nichteintretensent-
scheid (BGE 140 III 159 E. 4.2.4; Urteile des Bundesgerichts 4A_489/2024 vom 
25. November 2024 E. 1.2.1 f., 4A_409/2022 vom 19. September 2023 
E. 4.3.1.2.2). Die Vorinstanz hielt in Bezug auf das Vorliegen der Prozessvoraus-
setzungen hinsichtlich des klägerischen (Eventual-)Rechtsbegehrens Ziffer 2 na-
mentlich fest, dass die Berufungsbeklagten das Feststellungsinteresse der Beru-
fungskläger nicht bestritten hätten und dieses einer aufgrund der behaupteten Nich-

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tigkeit eines Beschlusses erhobenen Anfechtungsklage inhärent sei, und trat auf 
das genannte Begehren ein (vgl. act. B.2, E. 8.4.1). Entgegen der Vorinstanz hätte 
mangels Vorliegen eines Rechtsschutzinteresses seitens der Berufungskläger nicht 
auf das genannte Begehren eingetreten werden dürfen (vgl. auch act. A.2, II.B.90). 
Anders als in Bezug auf das klägerische Rechtsbegehren Ziffer 1 (Feststellung der 
Annahme der beantragten Reglementsänderung mit Beschluss vom 17. Au-
gust 2020; vgl. dazu act. B.2, E. 8.3.1) ist nämlich nicht ersichtlich, inwiefern (einzig) 
eine allfällige Gutheissung des Rechtsbegehrens Ziffer 2 eine nicht zumutbare er-
hebliche Ungewissheit über Bestand und Inhalt der Rechtsbeziehungen zwischen 
den Parteien zu beseitigen vermöchte (vgl. zum Feststellungsinteresse 
BGE 135 III 378 E. 2, 133 III 282 E. 3.5; WEBER, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, 
Art. 88 ZPO N. 9 m.w.H.). So wurde mit dem angefochtenen Beschluss der Antrag 
der Berufungskläger betreffend Reglementsänderung abgelehnt und mithin am ak-
tuellen Reglement festgehalten (vgl. RG-act. II.3; dazu nachfolgend E. 7.3.9), wobei 
es den Berufungsklägern offen steht, jederzeit – und unabhängig vom Bestehen des 
angefochtenen Beschlusses – denselben oder einen ähnlichen Antrag betreffend 
Reglementsänderung zu stellen (vgl. bezüglich Anfechtungsklage act. B.2, E. 8.5). 
Mit anderen Worten präsentiert sich die tatsächliche und rechtliche Situation der 
Berufungskläger ungeachtet dessen, ob die Nichtigkeit des (ablehnenden) Be-
schlusses festgestellt wird oder nicht, als identisch. Damit verfügten bzw. verfügen 
die Berufungskläger über kein schutzwürdiges Interesse daran, die Nichtigkeit des 
Beschlusses vom 17. August 2020 feststellen zu lassen. Der vorinstanzliche Ent-
scheid hätte bezüglich des klägerischen Rechtsbegehrens Ziffer 2 daher auf Nicht-
eintreten lauten müssen. Auf das entsprechende berufungsklägerische Rechtsbe-
gehren Ziffer 3 ist nicht einzutreten.

7.3.2. Im Sinne einer Eventualbegründung ist nachfolgend noch auf die (materi-
ellen) Rügen der Berufungskläger am angefochtenen Entscheid einzugehen. Die 
Vorinstanz legte in ihrem Entscheid die allgemeinen rechtlichen Grundlagen der Be-
schlussfassung in der Stockwerkeigentümergemeinschaft sowie der Anfechtbarkeit 
respektive der Nichtigkeit von gefassten Beschlüssen zutreffend dar (act. B.2, 
E. 8.1.1). Auf die entsprechen Erwägungen kann vorliegend verwiesen werden. Wie 
bereits erwähnt (E. 4.3), wenden die Berufungskläger im Übrigen nichts gegen die 
vorinstanzliche Verneinung der Passivlegitimation des Berufungsbeklagten 2 ein.

7.3.3. Unter Vorbehalt einer anderslautenden reglementarischen Bestimmung 
sind sämtliche Beschlüsse, welche das Gesetz keinem anderen Mehr unterstellt 
– für bestimmte Beschlüsse hat der Gesetzgeber das qualifizierte Mehr (nach Köp-

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fen und Wertquoten) oder die Einstimmigkeit vorgesehen –, mit einfachem Mehr 
nach Köpfen zu fassen (vgl. Art. 712m Abs. 2 i.V.m. Art. 67 Abs. 1 ZGB). Grundsätz-
lich scheint das Kopfstimmrecht dem Wesen des Stockwerkeigentums und der 
Struktur der Stockwerkeigentümergemeinschaft am ehesten zu entsprechen, da die 
Stockwerkeigentümer in erster Linie eine auf ein bestimmtes Objekt bezogene Per-
sonengemeinschaft aus grundsätzlich gleichberechtigten Personen bilden. Die Be-
messung des Stimmrechts nach Köpfen ist jedoch nicht zwingender Natur. Die 
Stockwerkeigentümer können die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse und die Be-
rechnungsweise der Mehrheiten innerhalb der allgemeinen Schranken der Rechts-
ordnung (vgl. Art. 2 und Art. 27 ZGB; Art. 19 und Art. 20 OR) im Begründungsakt 
oder durch einstimmigen Beschluss im Reglement rechtsgültig abändern, sofern es 
sich dabei um dispositive Bestimmungen handelt und die formellen Voraussetzun-
gen für die Abänderung erfüllt sind (BGE 143 III 537 E. 4.2.3, in: Pra 107 Nr. 144; 
MEIER-HAYOZ/REY, a.a.O., Art. 712m ZGB N. 63 f.; WERMELINGER, SVIT-Kommen-
tar, Art. 712m ZGB N. 165 ff.; vgl. bereits act. B.2, E. 8.1.2). In der Praxis wird häu-
fig ein Wertquoten- oder Anteilsstimmrecht – entweder unter Verzicht auf das oder 
aber in Kombination mit dem Kopfstimmprinzip – vorgesehen. Ein Wertquoten-
stimmrecht trägt dem Umstand Rechnung, dass die Beteiligung an der Stockwerk-
eigentümergemeinschaft vermögensrechtlicher Natur ist, indem den Stockwerkei-
gentümern mit mehreren oder grösseren Stockwerkeigentumsanteilen eine erhöhte 
Stimmkraft zugestanden wird. Dieses bringt jedoch mit sich, dass gegebenenfalls 
ein einzelner Stockwerkeigentümer, der über eine Mehrheit der Wertquoten verfügt, 
die Versammlung dominieren bzw. der Stockwerkeigentümergemeinschaft seinen 
Willen aufzwingen kann, obschon diese nach dem Gesagten primär einen Verbund 
gleichberechtigter Stockwerkeigentümer darstellt, bei welchem die finanzielle Betei-
ligung nicht im Vordergrund steht. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist 
die Möglichkeit, nach Wertquoten zu stimmen, aber völlig legal, mit der manchmal 
unvermeidlichen, aber dennoch zulässigen Folge, dass ein Stockwerkeigentümer 
s