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**Case Identifier:** 48e444c5-7bcc-56e3-9aa2-02448e5e2dd4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.06.2021 200 2020 741
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-741_2021-06-07.pdf

## Full Text

200 20 741 IV
SCI/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Juni 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprech B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. August 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit 1. März 2015 als ... für die C.________ tätig, als er am 19. September 
2017 nach einem Epilepsie-Anfall mit folgendem Sturz eine Felsenbein-
längsfraktur links sowie eine Hirnkontusion erlitt (Dossier der Invalidenver-
sicherung, [act. II] 1, 10.2/4, 13). Am 12. April 2018 meldete er sich bei der 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen 
an (act. II 1). Die IVB holte medizinische Berichte der behandelnden Ärzte 
sowie eine Stellungnahme vom 22. Januar 2019 von Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD; act. II 42/3 
ff.), ein. Vom 30. April bis 27. Mai 2019 erfolgte eine Arbeitsmarktliche 
Massnahme (AMM) durch die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) in der 
Abklärungsstelle E.________ (act. II 53). Am 7. August 2019 erstellte die 
RAD-Ärztin Dr. med. D.________ einen ärztlichen Bericht (act. II 61). 
Nachdem der Versicherte, vertreten durch Fürsprech B.________, gegen 
den Vorbescheid vom 21. August 2019 (act. II 62) Einwände erhoben hatte 
(act. II 65, 67), nahm die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ eine neurologi-
sche Untersuchung vor (Untersuchungsbericht vom 30. Januar 2020; act. II 
74). Nach Durchführung des neuen Vorbescheidverfahrens (act. II 76) wur-
de dem Versicherten mit Verfügung vom 24. August 2020 – wie in Aussicht 
gestellt – eine ganze Rente befristet vom 1. Oktober 2018 bis 30. April 
2019 zugesprochen (act. II 79, 87/17 f.).

B.

Am 25. September 2020 erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprech 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er 
beantragt, die Verfügung vom 24. August 2020 sei aufzuheben, die IV-
Rente sei nicht per 30. April 2019 zu befristen. Eventuell seien die Akten an 
die Verwaltung zurückzuweisen zur Durchführung einer umfassenden Be-
gutachtung.  

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Mit Beschwerdeantwort vom 5. November 2020 schliesst die IVB unter 
Verweis auf eine Stellungnahme des RAD vom 29.  Oktober 2020 (Verfah-
rensakten) auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 3. März und Duplik vom 11. März 2021 halten die Parteien 
an ihren Anträgen fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. August 2020, mit 
welcher dem Beschwerdeführer eine ganze Rente befristet vom 1. Oktober 
2018 bis 30. April 2019 zugesprochen wurde (act. II 79, 87/17 f.). Streitig 
und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers (vgl. 
BGE 125 V 413).

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzende Zeitpunkt der An-
spruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 
263 E. 6.1 S. 263; SVR 2019 IV Nr. 2 S. 4 E. 2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Aus medizinischer Sicht ist den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de zu entnehmen:

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3.1.1 Im Bericht vom 22. September 2017 des Spitals F.________ wur-
den – anlässlich eines stationären Aufenthalts vom 19. bis 23. September 
2017 – ein fokaler wahrscheinlich sekundär generalisierter epileptischer 
Anfall bei unklarer Läsion temporal rechts DD low-grade hirneigener Tumor 
ED 19. September 2017, eine Felsenbeinlängsfraktur links mit Hämatotym-
panon und paroxysmaler totaler AV-Block unklarer Ätiologie diagnostiziert 
(act. II 10.2/4).

3.1.2 Im Bericht vom 27. April 2018 diagnostizierten die Ärztinnen des 
Spitals F.________ das Folgende:

1. Sekundär generalisierter epileptischer Anfall am 19. September 2017 unklarer Ätio-
logie
- Sturz mit Felsenbeinfraktur links mit Hämatotympanon und Verdacht auf Hirn-

kontusion im Gyrus temporales inferior rechts (DD niedriggradiges Gliom)
2. Zervikale Spinalkanalstenose HWK 4-6 mit Myelopathie

- SSEP Februar 2018: Normalbefund
3. Paroxysmaler totaler AV-Block unklarer Ätiologie mit/bei

- Bewusstseinsverlust und dokumentierte lange Pause
- Vorbestehender bifaszikulärer Block
- November 2016 Implantation 2-Kammer-Schrittmacher

Seit der letzten Konsultation habe der Patient keine vergleichbare Episode 
erlitten; er vertrage die aktuell installierte anfallsunterdrückende Therapie 
gut. Auch zeigten sich elektroenzephalographisch Normalbefunde. Die  
Ätiologie des sekundär generalisierten Anfalls vom September 2017 bleibe 
weiterhin unklar. Es werde aktuell empfohlen, die anfallsunterdrückende 
Medikation unverändert weiterzuführen (act. II 23/8 ff.).

3.1.3 Laut Operationsbericht des Spitals F.________ wurde am 8. August 
2018 eine anteriore Mikrodiskektomie HWK 4/5 und 5/6 mit Cage-Einlage 
auf beiden Höhen und Platte HWK 4-6 durchgeführt (act. II 40/12 f.).

Im Bericht vom 17. September 2018 führten die Ärzte aus, es bestehe ein 
regelrechter Verlauf mit subjektiv deutlicher Regredienz der präoperativen 
Beschwerdesymptomatik mit Gangstörung und Zervikobrachialgie linkssei-
tig (act. II 46/9 f.).

3.1.4 Im Bericht vom 11. März 2019 hielt Dr. med. G.________, Facharzt 
für Innere Medizin, welcher den Beschwerdeführer ab 23. Januar 2019 be-
handelte, fest, am 8. August 2018 sei eine Mikrodiskektomie HWK 4/5 und 
5/6 sowie eine Versteifungsoperation HWK 4-6 erfolgt; der Beschwerdefüh-

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rer sei zwar weiterhin anfallsfrei bezüglich Epilepsie, jedoch bestünden 
persistierende Kloni der Füsse und Beine bei gewissen Stellungen im Sit-
zen sowie intermittierende Gangstörungen. Eine Arbeit mit erhöhtem Sturz-
risiko (…. sowie Arbeiten im Stehen und Gehen) werde in Zukunft kaum 
mehr möglich sein (act. II 46/3 f.).

3.1.5 In der Beurteilung vom 9. April 2019 führten die Ärzte des Spitals 
F.________ aus, unter der installierten und vom Patienten selbstständig in 
der Dosis reduzierten anfallsunterdrückenden Therapie seien keine erneu-
ten anfallsverdächtigen Ereignisse aufgetreten. Es bestünden weiterhin 
intermittierend Kribbelparästhesien des linken Armes und der Unterschen-
kel/Füsse sowie klinisch die bekannte Tetrahyperreflexie. Bei der aktuellen 
MRI-Kontrolle im März 2019 habe sich ein kortikaler Parenchymdefekt mit 
angrenzender Gliose im Gyru temporalis inferior rechts gezeigt, vereinbar 
mit einem Status nach Kontusion ebendort. Die Ätiologie des sekundär 
generalisierten Anfalls vom September 2017 bleibe weiterhin unklar. Auf-
grund der MR-tomografisch nachgewiesenen Läsion (DD ursächlich) be-
stehe ein erhöhtes Risiko für erneute Anfälle, daher sei die anfallsunterdrü-
ckende Therapie weiterzuführen und ein Absetzversuch müsse im Verlauf 
erneut diskutiert werden (act. II 52/2 ff.).

3.1.6 Im ärztlichen Bericht vom 7. August 2019 hielt die RAD-Ärztin Dr. 
med. D.________ fest, zusammenfassend sei die qualitative Leistungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere durch die Folgen der cervi-
kalen Myelopathie erheblich eingeschränkt. Berufliche Einschränkungen 
bestünden zusätzlich durch den aufgetretenen epileptischen Anfall im Sep-
tember 2017. Dem Beschwerdeführer sei seine bisherige Tätigkeit als ... 
nicht mehr zumutbar. Er sei in der Lage, leichte und gelegentlich mittel-
schwere wechselbelastende Tätigkeiten, hauptsächlich jedoch im Sitzen, 
auszuführen. Arbeiten mit permanentem Stehen seien nicht möglich. Län-
geres Gehen insbesondere auf unebenem Gelände müsse vermieden wer-
den. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen der Halswirbelsäule (z.B. län-
geres Sitzen mit vorgeneigtem Kopf), stereotype Kopfbewegungen, Rotati-
on im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten kör-
perfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, 
das Besteigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in 

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nach vorne geneigter Haltung sowie repetitive, stereotype Bewegungsab-
läufe im Bereich der HWS. In Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise 
könnten Gewichte von 10 bis 15 kg gehoben und getragen werden. Alle 
Arbeiten mit Absturzgefahr (auf Leitern, Gerüsten etc.) seien auf Grund des 
epileptischen Anfalles nicht möglich. Tätigkeiten, die eine sehr hohe Finger-
fertigkeit voraussetzten, seien auf Grund der leichten Kribbelparästhesien 
der Hände nicht möglich. Die Möglichkeit zusätzlicher kurzer Pausen solle 
gegeben sein. Die Fahrtauglichkeit des Beschwerdeführers sei wieder ge-
geben (act. II 61/4). Eine derart angepasste Tätigkeit könne der Beschwer-
deführer an 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche mit einer 
Leistungsfähigkeit von 80 % ausüben. Dieses Zumutbarkeitsprofil gelte ab 
Februar 2019 (act. II 61/5).

Im Untersuchungsbericht vom 30. Januar 2020 diagnostizierte die RAD-
Ärztin Dr. med. D.________ einen einmaligen epileptischen Anfall (fokal 
beginnend mit sekundärer Generalisierung am 19. September 2017) unkla-
rer Ätiologie, mit erheblichen Verletzungen (Hirnkontusion, Felsenbein-
längsfraktur), unter medikamentöser Therapie anfallsfrei, eine cervikale 
Myelopathie HWK 4/5 und HWK 5/6, operativ versorgt am 8. August 2018 
mit persistierenden sensiblen Defiziten und Schmerzen, ein paroxysmaler 
totaler AV-Block unklarer Ätiologie, Zustand nach Implantation eines 2-
Kammer-Schrittmachers im November 2016, ohne relevante kardiologische 
Leistungseinbussen sowie Schwindel, funktioneller Genese. Sie hielt fest, 
auffällig sei im Warteraum ein Zittern (Wippen) beider Beine gewesen; die 
Symptomatik sei im Untersuchungsraum sofort nach Beginn des Ge-
sprächs bzw. nach Ablenken wieder sistiert gewesen. Es bestünden nach-
vollziehbar bewegungsabhängige Schmerzen im Bereich der HWS, z.T. mit 
Ausstrahlung in die BWS. Diese hätten sich seit der Operation der cervika-
len Spinalkanalstenose wenig geändert. Bezüglich Epilepsie befinde sich 
der Beschwerdeführer in jährlicher Kontrolle. Unter der laufenden Therapie 
bestehe Anfallsfreiheit, sodass die Fahrtauglichkeit wieder gegeben sei. 
Dass sowohl die Arbeitsbelastung in der Abklärungsstelle (AMM) als auch 
der derzeit laufende ...- und ...kurs für den Beschwerdeführer anstrengend 
(gewesen) sei, sei aufgrund der Schul- und Berufsbiografie nachvollzieh-
bar. Der Beschwerdeführer sei immer als ... an eine körperlich sehr schwe-
re Tätigkeit gewöhnt gewesen und sei mit Arbeiten, die eine gute Feinmoto-

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rik und/oder Konzentration voraussetzten, überfordert, auch wenig gewillt 
und in der Lage, sich in eine solche einzubringen. Als Folge reagiere er mit 
Zunahme körperlicher Symptome (Schwindel, Schmerzen). Seitens der 
Neurochirurgie sei die Behandlung abgeschlossen. Auch kardiologisch und 
neurologisch bestehe ein stabiler Gesundheitszustand (act. II 74/6 f.). Es 
könne am Zumutbarkeitsprofil festgehalten werden (act. II 73/3; vgl. act. II 
74/7).

In der im vorliegenden Verfahren von der IV-Stelle eingeholten und aufge-
legten Stellungnahme vom 29. Oktober 2020 führte die RAD-Ärztin Dr. 
med. D.________ aus, es bestehe keine Symptomatik, die eine psychiatri-
sche Abklärung notwendig mache. Es lägen keine entsprechenden Störun-
gen vor und die Notwendigkeit und/oder Empfehlung für die Aufnahme ei-
ner psychiatrischen Behandlung werde auch in keinem Arztbericht erwähnt. 
Die bestehende Restsymptomatik im Bereich der HWS sei in Folge der 
bestehenden Veränderungen folgerichtig und als persistierend einzuschät-
zen. Sie seien rein neurologisch erklärbar und seien im Zumutbarkeitsprofil 
berücksichtigt worden. Andere Symptome, die eine orthopädische Ab-
klärung notwendig machten, seien weder aus der Untersuchung noch ge-
stützt auf die medizinischen Unterlagen ersichtlich gewesen. Der kardiolo-
gische Sachverhalt sei abgeklärt; die Leistungsfähigkeit auf kardiologi-
schem Fachgebiet sei nicht eingeschränkt.

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Sofern RAD-
Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der erforderli-
chen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren Beweiswert 
wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 
S. 165 E. 3.3.2).

3.3 Der ärztliche Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. D.________ vom 7. 
August 2019 sowie ihr neurologischer Untersuchungsbericht vom 30. Ja-
nuar 2020 erfüllen die Anforderungen an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Die Ausführungen und Feststellungen 
beruhen auf den medizinischen Akten der behandelnden Ärzte und einer 
eingehenden neurologischen Untersuchung. Die RAD-Ärztin Dr. med. 
D.________ hat die medizinischen Befunde überzeugend dargelegt. Basie-
rend darauf hat sie die zu stellenden Diagnosen und die daraus zu ziehen-
den Schlussfolgerungen bzw. die Diskussion, insbesondere auch zur Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit und zum Zumutbarkeitsprofil, schlüssig und 
einleuchtend dargestellt. Mithin erbringen die Berichte der RAD-Ärztin Dr. 
med. D.________ vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).

3.3.1 Es steht gestützt auf die Akten der behandelnden Ärzte fest, dass 
der Beschwerdeführer einen fokalen wahrscheinlich sekundär generalisier-
ten, epileptischen Anfall erlitt, bei welchem er stürzte und sich dabei weite-
re Verletzungen (insbesondere eine Felsenbeinfraktur) zuzog 

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(act. II 10.2/4). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei zuerst 
gestürzt und habe in der Folge den epileptischen Anfall erlitten, so er-
scheint dieser Geschehensablauf zum einen wenig wahrscheinlich, zum 
anderen ist dies letztlich für die Beurteilung in der finalen Invalidenversiche-
rung nicht entscheidend. Der Beschwerdeführer nimmt antiepileptische 
Medikamente ein (act. II 23/12). Anlässlich einer Kontrolle am 20. März 
2018 diagnostizierten die Ärzte der Neurochirurgie des Spitals F.________ 
zusätzlich einen Verdacht auf Hirnkontusion im Gyrus temporalis inferior 
rechts (DD niedrig-gradiges Gliom; act. II 23/11), wobei bei einer grössen-
regredienten temporalen Kontusion im Rahmen des Schädelhirntraumas 
die Ärzte keine weiteren bildgebenden oder klinischen Kontrollen als indi-
ziert erachteten (act. II 23/12). Laut Bericht vom 21. September 2018 lagen 
gestützt auf eine EEG unauffällige Befunde vor (act. II 40/11), wobei die 
Ätiologie des sekundär generalisierten Anfalls vom September 2017 wei-
terhin unklar blieb (act. II 52/4). Per Ende März 2019 wurde dem Be-
schwerdeführer die Fahreignung, welche während eines Jahres nicht ge-
geben war, nach persistierender Anfallsfreiheit und regelmässiger Medika-
menteneinnahme wieder attestiert (act. II 52/2). Dass die RAD-Ärztin Dr. 
med. D.________ im Bericht vom 7. August 2019 wie auch in der Beurtei-
lung des Untersuchungsberichts vom 30. Januar 2020 davon ausging, es 
bestehe aus neurologischer Sicht ein stabiler Gesundheitszustand, über-
zeugt und ist schlüssig (act. II 61/4, 74/4).

Ferner lag eine multisegmentale zervikale Spinalkanalstenose mit Punktum 
Maximum und Myeolopathiesignal auf Höhe HWK 4/5 und 5/6 vor (act. II 
23/12, 40/12, 52/2), welche laut Berichten vom 20. März und 27. April 2018 
asymptomatisch bzw. unauffällig war (act. II 23/10 ff.); am 8. August 2018 
erfolgte dann bei Klinik mit Hyperreflexie der oberen Extremität, bilateralen 
Kloni der Füsse sowie einer intermittierenden Gangstörung eine anteriore 
Mikrodiskektomie HWK 4/5 und 5/6 mit Cage-Einlage auf beiden Höhen 
und einer Platte HWK 4-6 (act. II 40/12). Der Verlauf war gemäss Bericht 
vom 17. September 2018 regelrecht mit deutlicher Regredienz der präope-
rativen Beschwerdesymptomatik (act. II 46/10), womit die Behandlung ab-
geschlossen wurde. Dies bestätigte Dr. med. D.________ auch in der 
schlüssigen Beurteilung des neurologischen Untersuchungsberichts vom 
30. Januar 2020 (act. II 74/4). Die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ hielt im 

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Bericht vom 7. August 2019 fest, dass der Beschwerdeführer insbesondere 
aufgrund der Folgen der cervikalen Myelopathie erheblich in seiner Leis-
tungsfähigkeit eingeschränkt ist und mit einer Besserung nicht mehr ge-
rechnet werden könne, was überzeugt (act. II 61/4). Die Beschwerden wa-
ren denn auch laut Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 29. Oktober 2020 
reproduzierbar und die Restsymptomatik erachtete sie als persistierend, 
weshalb die Einschränkungen im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt wurden 
(in den Gerichtsakten). Das vom Beschwerdeführer zur Diskussion gestell-
te Zittern beider Beine nahm die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ zur 
Kenntnis; sie mass diesen Beschwerden jedoch keine so grosse Bedeu-
tung zu, dass dies zu weiteren Abklärungen Anlass geben könnte, was 
angesichts des klinischen Befundbilds mit Sistierung bei Ablenkung nicht 
zu beanstanden ist.

In kardiologischer Hinsicht lagen laut Bericht des Spitals F.________ an-
lässlich einer Herzschrittmacherkontrolle normale Befunde vor; der Be-
schwerdeführer sei komplett asymptomatisch und es sei zurzeit nicht von 
einem ischämischen Ereignis auszugehen. Der behandelnde Arzt empfahl 
denn auch vermehrte Aktivitäten im Freien und Velofahren (act. II 40/16). 
Gestützt auf diese Akten ging die RAD-Ärztin im Bericht vom 22. Januar 
2019 nachvollziehbar davon aus, dass die Leistungsfähigkeit aus kardiolo-
gischer Sicht nicht eingeschränkt ist (act. II 42/6, 61/3). Aktuell angegebene 
Beschwerden (Bein- und Armschwäche, Tremor/Zittern, Krämpfe etc.) er-
achtete sie denn auch als im Zusammenhang mit der cervikalen Myelopa-
thie stehend (act. II 42/6). Die Einschätzung, dass kardiologisch ein stabiler 
Gesundheitszustand besteht, bestätigte Dr. med. D.________ auch in der 
ausführlichen und schlüssigen Beurteilung des neurologischen Untersu-
chungsberichts vom 30. Januar 2020 (act. II 74/4).

3.3.2 Die Beurteilung der RAD-Ärztin Dr. med. D.________ der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit sowie die Formulierung des Zumutbarkeitsprofils im 
Bericht vom 7. August 2019 ist schlüssig und überzeugt. Es ist erstellt, 
dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als ... nicht mehr ausü-
ben kann. Mit Blick auf die Beschwerden ist zudem einleuchtend, dass ihm 
leichte, gelegentlich mittel schwere wechselbelastende Tätigkeiten, haupt-
sächlich im Sitzen und mit der Möglichkeit für zusätzliche kurze Pausen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 13

zumutbar sind, wobei eine angepasste Tätigkeit zu 8.5 Stunden pro Tag mit 
einer Leistungsfähigkeit von 80 % ausgeführt werden kann (act. II 61/5). 
Nicht möglich sind laut Zumutbarkeitsprofil Arbeiten permanent im Stehen 
oder mit längerem Gehen auf unebenem Gelände (act. II 61/5). Bei der 
Formulierung des Zumutbarkeitsprofils nahm die RAD-Ärztin denn auch 
Rücksicht auf die Restsymptomatik im Bereich der HWS, das geschilderte 
Wippen und die leichten Kribbelparästhesien der Hände, welche als Folge 
der Spinalkanalstenose erklärbar sind. Beachtet wurden auch die Aus-
schlusskriterien für Arbeiten bei einem Epilepsiepatienten. Dass dem Be-
schwerdeführer Zwangshaltungen der Halswirbelsäule, stereotype Kopfbe-
wegungen, Rotation im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben 
von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, 
Überkopfarbeiten, das Besteigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken 
oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung und Tätigkeiten, die eine 
sehr hohe Fingerfertigkeit voraussetzen, sowie repetitive, stereotype Be-
wegungsabläufe im Bereich der HWS, nicht mehr zumutbar sind, ist 
schlüssig und überzeugt (vgl. act. II 61/4). Ferner kann der Beschwerdefüh-
rer in Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise Gewichte von 10 bis 
15 kg heben und tragen (act. II 61/4). Auf diese Einschätzung, an welcher 
die RAD-Ärztin auch im neurologischen Untersuchungsbericht vom 30. Ja-
nuar 2020 festhielt (act. II 74/7), kann abgestellt werden.

3.3.3 Der Einwand des Beschwerdeführers, die Leistungen in der Ab-
klärungsstelle E.________ seien nicht berücksichtigt worden, diskutierte 
die RAD-Ärztin im neurologischen Untersuchungsbericht vom 30. Januar 
2020 eingehend (act. II 74/7); ihre Beurteilung, der Beschwerdeführer sei 
als ... an eine körperlich sehr schwere Tätigkeit gewöhnt und sei deshalb 
durch eine Arbeit mit anderen Anforderungen (Feinmotorik und Konzentra-
tion) bzw. durch die weitere Ausbildung (...- und ...kurs [act. II 74/7]) auf-
grund rudimentärer Schulbildung (Grundschule bis zur 6. Klasse in ... [act. 
15/2, 53/2]) überfordert, weshalb er mit Frustration durch Schmerzen und 
Perspektivlosigkeit reagieren könne (vgl. Stellungnahme vom 29. Oktober 
2020 [in den Gerichtsakten]), ist nachvollziehbar. Mit dem Vorbringen, es 
seien Schwindelanfälle anlässlich der AMM in der Abklärungsstelle 
E.________ (Beschwerde S. 7) nicht berücksichtigt worden, hat sich die 
RAD-Ärztin auseinandergesetzt und auf die Befunde der ausführlichen neu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 14

rologischen Untersuchung berufen, wonach keine vestibuläre Symptomatik 
bzw. eine neurologisch getriggerte Schwindelsymptomatik vorgelegen habe 
(vgl. Stellungnahme vom 29. Oktober 2020 [in den Gerichtsakten]). Auch 
für die Notwendigkeit einer orthopädischen Abklärung liegen keine Hinwei-
se vor; schmerzstillende Medikamente nimmt der Beschwerdeführer aus 
eigener Initiative ein, ohne dass aus medizinischer Sicht eine entsprechen-
de Behandlung verordnet worden wäre (vgl. Stellungnahme vom 29. Okto-
ber 2020 [in den Gerichtsakten]). 

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht (Beschwerde S. 7 ff.), er sei 
psychiatrisch abzuklären, kann ihm nicht gefolgt werden. Entgegen seiner 
Meinung (Beschwerde S. 9) liegen keine Anhaltspunkte für eine psychische 
Störung vor; weder stellten die behandelnden Ärzte eine Indikation für eine 
psychiatrische Abklärung/Behandlung noch befand sich der Beschwerde-
führer jemals in psychiatrischer Behandlung und/oder gibt es Hinweise, 
dass eine solche (von ihm) allenfalls in Erwägung gezogen worden wäre. 
Die RAD-Ärztin hat zutreffend und innerhalb der jedem Arzt oder Ärztin 
zustehenden Befähigung und Kompetenz der fachübergreifenden Grunder-
hebung auch die psychische Situation evaluiert. Ihre Einschätzung stimmt 
mit den behandelnden Ärzten überein und es besteht kein Anlass zur Be-
anstandung. Ebenso kann aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer 
nicht in der Lage gewesen ist, die Krankengeschichte chronologisch wie-
derzugeben und keine Angaben zu Symptomen und deren Auftreten zu 
machen (Beschwerde S. 8), – wie die RAD-Ärztin nachvollziehbar ausführt 
(vgl. Stellungnahme vom 29. Oktober 2020 [in den Gerichtsakten]) – keine 
gesundheitliche (psychiatrische oder neurologische) Störung abgeleitet 
werden. Die 80 Minuten dauernde neurologische Untersuchung erfolgte 
unter Beizug einer Dolmetscherin, weshalb eine sprachliche Problematik 
als Ursache hierfür entfällt; vielmehr muss von einer mangelnden Mitwir-
kung ausgegangen werden, hat der Beschwerdeführer doch, ohne dass 
sich dies medizinisch begründen liesse, auch Fragen zur Familie nicht (z.B. 
Alter der Mutter) bzw. rudimentär beantwortet (vgl. act. II 74/1). Die Bean-
standungen des Beschwerdeführers, der medizinische Sachverhalt sei un-
genügend abgeklärt, vermögen somit nicht zu überzeugen. In antizipierter 
Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) kann auf weitere Be-
weismassnahmen verzichtet werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 15

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

Frühestmöglicher Rentenbeginn ist nach Ablauf des Wartejahres (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) angesichts des epileptischen Anfalls vom 19. Sep-
tember 2017, welcher die vollständige Arbeitsunfähigkeit als ... nach sich 
zog, und nach Anmeldung vom 12. April 2018 (act. II 1/7; Art. 29 Abs. 1 
IVG) der 1. Oktober 2018 (vgl. act. II 79/1). 

4.2 Angesichts der gesundheitlichen Problematik attestierten die be-
handelnden Ärzte ab 19. September 2017 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit 
(vgl. act. II 10.2/3, 23/3). Bei einem Rentenbeginn ab 1. Oktober 2018 und 
einer gesundheitlichen Problematik, welche bis Februar 2019 (act. II 61/5) 
nicht hinreichend lange wiederhergestellt wurde, ist nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2018 
eine ganze Rente zusprach (act. II 79).

4.3 Gemäss der überzeugenden Einschätzung der RAD-Ärztin ist ab 
Februar 2019 (sechs Monate nach HWS-Operation; vgl. act. II 40/12) von 
einer vollen Arbeitsfähigkeit und einer Leistungsfähigkeit von 80 % in einer 
angepassten Tätigkeit auszugehen (act. II 61/5), weshalb per Ende April 
2019 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) eine Revision zu erfolgen hat (vgl. E. 2.4 
hiervor).

4.4

4.4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 16

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.4.2 Laut Fragebogen für Arbeitgebende hätte der Beschwerdeführer als 
... ab Januar 2018 einen Lohn von Fr. 69'940.-- erzielt (act. II 13/3 Ziff. 
2.10). Dieses Einkommen ist auf das Jahr 2019 zu indexieren (Nominal-
lohnindex, Männer, 2016-2020, Bst. F Baugewerbe/Bau, 2018: 101.2, 
2019: 102.2), was Fr. 70'631.10 ergibt.

4.5

4.5.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 17

4.5.2 Da der Beschwerdeführer keine angepasste Tätigkeit aufgenommen 
hat, ermittelte die Beschwerdegegnerin das hypothetische Invalidenein-
kommen zu Recht gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE 2018, Tabelle 
TA1_tirage_skill-level, monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Kom-
petenzniveau 1, Total, Männer, von Fr. 5'417.--. Angepasst an die betriebs-
übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche, aufgerech-
net auf ein Jahr und indexiert auf das Jahr 2019 (Nominallohnindex, Män-
ner, 2016-2020, Total, 2018: 101.5; 2019: 102.4) sowie unter Berücksichti-
gung der Leistungsfähigkeit von 80 % ergibt dies ein hypothetisches Invali-
deneinkommen von Fr. 54'694.05 (Fr. 5'417.-- / 40 x 41.7 x 12 / 101.5 x 
102.4 x 0.8 = Fr. 54'694.05).

Es liegen keine Merkmale vor, welche einen Abzug vom Tabellenlohn 
rechtfertigten. Die bereits in der Beurteilung der Leistungsfähigkeit aus me-
dizinischer Sicht enthaltene Einschränkung kann nicht zusätzlich in die 
Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen (vgl. SVR 2018 IV 
Nr. 45 S. 145 E. 2.2). Das Alter des Beschwerdeführers (Jg. 1965) wirkt 
sich nicht (zwingend) lohnsenkend aus, werden doch Hilfsarbeiten auf dem 
hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) altersunabhän-
gig nachgefragt. Sodann erfordern einfache Tätigkeiten weder gute 
Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts vom 3. Januar 2018, 8C_434/2017, E. 7.3.2). Es liegt des-
halb kein Grund vor, um in das Ermessen der Beschwerdegegnerin einzu-
greifen, welche keinen Abzug vom Tabellenlohn vornahm (vgl. act. II 76/4).

Selbst wenn jedoch zufolge des Umstands, dass der Beschwerdeführer 
keine Schwerarbeit mehr verrichten kann und eine neue Stelle zudem di-
versen Anforderungen genügen muss, ein Abzug zu gewähren wäre, so 
beliefe sich dieser auf nicht mehr als 10 %, was am Ergebnis nichts ändern 
würde (vgl. E. 4.6 hiernach).

4.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'631.10 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 54'694.05 resultiert eine Einbusse von 
Fr. 15'937.05 und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 23 % 
(Fr. 15'937.05 / Fr. 70'631.10 x 100 % = 22.5 %). 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/atsg/invaliditaetsgrad/arbeitsmarkt-im-allgemeinen/

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 18

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'631.10 und einem Invalidenein-
kommen – nach einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 % – von 
Fr. 49'224.65 (Fr. 54'694.05 x 0.9 = Fr. 49'224.65) resultieren eine Einbus-
se von Fr. 21'406.45 und damit ein Invaliditätsgrad von maximal 30 % 
(Fr. 21'406.45 / Fr. 70'631.10 x 100 = 30.3 %).

5.

5.1 Die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit richtet sich gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG ausschliesslich nach den gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen, was auch im Revisionsfall (Art. 17 Abs. 1 ATSG) gilt. Nicht gesund-
heitlich bedingte Eingliederungshindernisse haben daher bei der Invali-
ditätsbemessung auch im Revisionszusammenhang ausser Acht zu blei-
ben. Daher geht die ständige Rechtsprechung vom Regelfall aus, der darin 
besteht, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähig-
keit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist; 
praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesse-
rung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbs-
fähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender Einkommensvergleich 
(mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) vorgenommen werden 
kann, und zwar auch bei langjährigem Rentenbezug. Diese Rechtspre-
chung entspricht dem Grundsatz "Eingliederung statt Rente", wonach 
grundsätzlich keine Invalidenrente zugesprochen oder weiterhin ausgerich-
tet werden darf, solange und sobald eine Eingliederung einen rentenan-
spruchserheblichen Erfolg verspricht (SVR 2016 IV Nr. 27 S. 82 E. 5.1, 
2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.2).

Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist jedoch bei Per-
sonen, deren Rente revisions- oder wiedererwägungsweise herabgesetzt 
oder aufgehoben werden soll und die während mindestens fünfzehn Jahren 
eine Rente bezogen oder das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, trotz me-
dizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin 
eine Rente auszurichten, bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder 
beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspotential 
ausgeschöpft werden kann, weil in jedem Einzelfall feststehen muss, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 19

die (wiedergewonnene) Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits-
markt (erneut) verwertbar ist (BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 
S. S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 121 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 S. 81 E. 5.1, 
2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 222 E. 3.3).

Die Rechtsprechung, wonach es bei der wiedererwägungs- oder revisions-
weisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei zurückgeleg-
tem 55. Altersjahr oder mehr als 15 Jahre dauerndem Rentenbezug 
grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen gilt, kommt auch 
dann zur Anwendung, wenn zeitgleich mit der Rentenzusprache über deren 
Befristung und/oder Abstufung befunden wird. Auch in solchen Fällen ist 
die Rente weiter auszurichten (BGE 145 V 209 E. 5.4 S. 214; Entscheid 
des BGer vom 19. Mai 2020, 8C_80/2020, E. 2.3.3).

5.2 Mit schlüssigem ärztlichen Bericht vom 7. August 2019 (act. II 61/2 
ff.) setzte die RAD-Ärztin Dr. med. D.________ die Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit fest und formulierte das überzeugende Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
E. 3.3 hiervor). In der Folge erging der Vorbescheid vom 21. August 2019 
(act. II 62) gegen den der Beschwerdeführer Einwände erhob (act. II 67). 
Da der Beschwerdeführer eine ungenügende medizinische Abklärung 
bemängelte, veranlasste die Beschwerdegegnerin am 29. Januar 2020 
eine neurologische Untersuchung durch die RAD-Ärztin Dr. med. 
D.________, wobei sie im Untersuchungsbericht vom 30. Januar 2020 
festhielt, es seien die unstrittig bestehenden Defizite beschrieben und ge-
würdigt sowie die daraus resultierenden Einbussen im erstellten Zumutbar-
keitsprofil vom 7. August 2019 berücksichtigt worden; daran könne auch 
nach der Untersuchung unverändert festgehalten werden (act. II 74/7, vgl. 
auch E. 3.3.2 vorstehend). Danach erliess die Beschwerdegegnerin am 
5. Februar 2020 einen erneuten Vorbescheid (act. II 76).

Das Bundesgericht liess in BGE 145 V 209 E. 5.4 S. 214 die Frage, wel-
ches der für die Ermittlung des Eckwerts des 55. Altersjahres massgebliche 
Zeitpunkt sein soll, - der Zeitpunkt der Verfügung selbst, derjenige der darin 
verfügten Rentenabstufung bzw. -aufhebung oder jener des Feststehens 
der entsprechenden medizinischen Zumutbarkeit - ausdrücklich offen. 
Massgeblich sein muss derjenige Zeitpunkt, in dem der betroffenen Person 
aus einer objektiven Sicht hinreichend klar sein konnte bzw. musste, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 20

und über welches Leistungsprofil sie verfügt. Spätestens ab diesem Zeit-
punkt hat sie im entsprechenden Rahmen und aus eigenem Antrieb die 
schadenmindernden Eingliederungsbemühungen aufzunehmen. Für die 
sich hier stellende Frage kann deshalb nicht allgemeingültig etwa an den 
letzten formellen Akt, d.h. die eine befristete Rente zusprechende, ange-
fochtene Verfügung angeknüpft werden. Zumal der Erlass einer solchen 
Verfügung hinsichtlich ihres Zeitpunkts nicht frei von verzögernden Beein-
flussungsmöglichkeiten seitens der versicherten Person ist.

Im vorliegenden Fall wurde dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 
21. August 2019 die (nur) befristete Zusprache einer Invalidenrente in Aus-
sicht gestellt (act. II 62). Spätestens in diesem Zeitpunkt hatte der Be-
schwerdeführer Kenntnis des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit 
(BGE 138 V 457). Daran ändern auch die dagegen erhobenen Einwände 
(act. II 65, 67) und die vom RAD zu deren Prüfung vorgenommene Unter-
suchung des Beschwerdeführers nichts (vgl. E. 3.3.2 vorstehend). 
Schliesslich erging selbst der neuerliche Vorbescheid vom 5. Februar 2020 
(samt Untersuchungsbericht des RAD vom 30. Januar 2020; act. II 76) 
noch vor dem 55. Geburtstag (Geburtsdatum TT. Februar 1965) des Be-
schwerdeführers. Die Rechtsprechung, wonach es bei der wiedererwä-
gungs- oder revisionsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invaliden-
rente bei zurückgelegtem 55. Altersjahr oder mehr als 15 Jahre dauerndem 
Rentenbezug grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen 
gilt, kommt hier damit nicht zur Anwendung und die Befristung der Rente ist 
nicht zu beanstanden.

6.

Es ist zusammenfassend nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegeg-
nerin die ganze Rente per 30. April 2019 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) befristet 
hat. Die angefochtene Verfügung vom 24. August 2020 (act. II 79) ist rech-
tens und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 21

7.

7.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG) und aus dem Kostenvorschuss von Fr. 1000.-- zu 
leisten; Fr. 200.-- sind ihm zurückzuzahlen.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1'000.-- entnommen. Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer 
nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2021, IV/20/741, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprech B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.