# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d08bd56-3172-50a1-a5df-3d1ca45ca566
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.04.2022 III 2022 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-11_2022-04-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 11

Entscheid vom 28. April 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________

gegen

1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 199_; kosovarische Staatsangehörige) stellte am 17.  Juni 
2014 den Antrag auf Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt in 
der Schweiz zwecks Vorbereitung der Ehe (vgl. Vi1-act. 7-15). Am 9.  Juli 2014 
ersuchte C.________ (Jg. 199_; schweizerisch-kosovarischer Doppelbürger) um 
Familiennachzug bzw. Einreise von A.________; der Zivilstandsbeamte bestätig-
te mit Schreiben vom 7. Juli 2014 die beabsichtigte Eheschliessung zwischen 
C.________ und A.________ (vgl. Vi1-act. 17-33). Nach ergänzenden Abklärun-
gen (vgl. Vi-act. 34-78) wurde die Einreiseerlaubnis am 15. Dezember 2014 er-
teilt (vgl. Vi1-act. 79). A.________ reiste am 11. Januar 2015 in die Schweiz ein 
(vgl. Vi1-act. 80). Am 20. Mai 2015 heirateten A.________ und C.________ (vgl. 
Vi1-act. 89), woraufhin ihr die Aufenthaltsbewilligung B (Familiennachzug mit Er-
werbstätigkeit) - mit Gültigkeit bis 19.  Mai 2020 - ausgestellt wurde (vgl. Vi1-act. 
119).

B. Am 27. April 2018 verliess A.________ die eheliche Wohnung; sie fand 
vorerst im Frauenhaus D.________ und anschliessend in einer Notwohnung im 
Kanton Schwyz eine Unterkunft (vgl. Vi1-act. 127). Mit Schreiben vom 11. Juni 
2018 ersuchte die mit ihrer Interessenwahrung beauftragte Rechtsanwältin das 
Amt für Migration (nachfolgend: AFM) - im Rahmen einer Härtefallbewilligung - 
um Bewilligung eines eigenständigen Aufenthaltes für A.________; sie begrün-
dete dies im Wesentlichen damit, dass ihre Klientin zu ihrem Schutz bzw. wegen 
häuslicher Gewalt die Familiengemeinschaft auflösen musste; A.________ habe 
am 21. Mai 2018 eine entsprechende Strafanzeige erstattet (vgl. Vi1-act. 126f.). 
Alsdann informierte das AFM mit Schreiben vom 14.  August 2018, nach Ab-
schluss des Strafverfahrens gegen C.________ werde beurteilt, ob die Bedin-
gungen für einen weiteren Aufenthalt von A.________ erfüllt seien (vgl. Vi1-act. 
157f.).

C. Mit Eheschutzverfügung vom 1. Oktober 2018 stellte die Einzelrichterin des 
Bezirksgerichts E.________ fest, dass die Ehegatten seit dem 3. Juni 2018 ge-
trennt leben (vgl. Vi1-act. 161). Mit Urteil vom 29. Oktober 2020 wurde die Ehe 
zwischen A.________ und C.________ geschieden (vgl. Vi1-act. 185).

D. Am 10. Februar 2021 erging das Urteil der Einzelrichterin des Bezirksge-
richts E.________ in Sachen A.________ gegen C.________, welcher wegen 
Tätlichkeit nach Art. 126 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 
311.0) vom 21. Dezember 1937 schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 
300.-- bestraft wurde (vgl. Vi1-act. 189-208).

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E. Mit Schreiben vom 22. Juni 2021 teilte das AFM A.________ mit, die Nicht-
verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) und ihre Wegweisung aus 
der Schweiz zu beabsichtigen (vgl. Vi1-act. 217). Hierzu äusserte sich 
A.________ mit Eingabe vom 26. Juli 2021 dahingehend, als ihre Aufenthaltsbe-
willigung aufgrund der Intensität der erlittenen häuslichen Gewalt im Sinne eines 
Härtefalls zu verlängern sei (vgl. 232-236).

F. Mit Verfügung vom 24. September 2021 (vgl. Vi1-act. 241-244) verlängerte 
das AFM die bis zum 19. Mai 2020 gültige Aufenthaltsbewilligung von 
A.________ nicht (Disp.-Ziff. 1); sie wurde aus der Schweiz weggewiesen und 
verpflichtet, das Land spätestens 60 Tage nach Rechtskraft der Verfügung zu 
verlassen (Disp.-Ziff. 2). Eine am 15. Oktober 2021 dagegen erhobene Verwal-
tungsbeschwerde (Vi1-act. 250-257) wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 
944/2021 vom 21. Dezember 2021 ab.

G. Gegen den RRB Nr. 944/2021 vom 21. Dezember 2021 (Versand: 
28.12.2021) lässt A.________ mit persönlich überbrachter Eingabe vom 18. Ja-
nuar 2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwer-
de erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei in Gutheissung der Beschwerde der Beschluss der Regierung des Kt. 
Schwyz vom 21. Dezember 2021 (RRB 944/2021) und damit auch die Verfü-
gung des Amts für Migration vom 24. September 2021 (.________) aufzuheben 
und es sei die Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) zu verlängern.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.

H. Mit Vernehmlassung vom 21. Januar 2022 beantragt das mit der Verfah-
rensinstruktion beauftragte Sicherheitsdepartement die Abweisung der Be-
schwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Mit Schreiben 
vom 10. Februar 2022 verzichtet das AFM auf eine Vernehmlassung und ver-
weist auf die Ausführungen der angefochtenen Entscheide. Weitere Stellung-
nahmen sind keine eingegangen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit Verfügung vom 24. September 2021 führt das AFM aus, mit dem Aus-
zug der Beschwerdeführerin aus der ehelichen Wohnung bzw. Beendigung der 
Ehegemeinschaft per 27. April 2018, habe die Ehe lediglich zwei Jahre, elf Mona-
te und sieben Tage gedauert; damit liege aber keine dreijährige Ehegemein-
schaft in der Schweiz gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG vor, weshalb denn auch 
kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestünde (vgl. 
Erw. 3). Auch würden keine wichtigen persönlichen Gründe vorliegen, welche 

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gemäss Art. 50 Abs. 1 lit b AIG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AIG einen weiteren Aufent-
halt in der Schweiz erforderlich machen würden; denn die von der Beschwerde-
führerin behauptete eheliche Gewalt sei weder nachvollziehbar konkretisiert noch 
beweismässig erstellt; es würden weder Strafurteile, Gutachten, Berichte, Ein-
schätzungen oder glaubwürdige Zeugenaussagen vorliegen, welche systemati-
sche Misshandlungen durch ihren geschiedenen Ehemann auch nur ansatzweise 
belegen würden; selbst das Strafurteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 10. Fe-
bruar 2021 genüge nicht, um die verlangte Intensität und Konstanz der ehelichen 
Gewalt zu belegen (vgl. Erw. 4/5).

1.2 Mit RRB Nr. 944/2021 vom 21. Dezember 2021 bestätigte der Regierungs-
rat die Verfügung vom 24. September 2021 bzw. die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung sowie die Wegweisung der Beschwerdeführerin. Begründet 
wurde dies im Wesentlichen damit, dass die Dreijahresfrist gemäss Art. 50 Abs. 1 
lit. a AIG nicht erfüllt sei (vgl. Erw. 2.3) und dass aus einem einzigen Vorfall noch 
nicht die erforderliche Intensität häuslicher Gewalt bzw. ein nachehelicher Härte-
fall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG abgeleitet werden könne (vgl. Erw. 3.4-
3.6). Dabei verneinte der Regierungsrat eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
bzw. des Grundsatzes der Sachverhaltsabklärung mit der Begründung, das AFM 
habe auf die Abnahme weiterer Beweismittel - insbesondere Zeugenbefragungen 
- verzichten dürfen, da sie auf den im Strafurteil vom 10. Februar 2021 festge-
stellten Sachverhalt abgestellt habe, in welchem entsprechende Zeugenaussa-
gen sowie Beweismittel bereits berücksichtigt und gewürdigt worden seien (vgl. 
Erw. 3.1). Auch überprüfte der Regierungsrat die Verhältnismässigkeit der aus-
länderrechtlichen Massnahme und bejahte diese (vgl. Erw. 4), was schliesslich 
zur Abweisung der Beschwerde führte (vgl. Disp.-Ziff. 1).

1.3 Vor Verwaltungsgericht rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung des 
rechtlichen Gehörs mit der Begründung, die Vorinstanzen hätten bezüglich der 
geltend gemachten häuslichen Gewalt bzw. des Härtefalls zu Unrecht auf die 
Abnahme weiterer, offerierter Beweismittel insbesondere auf die Einvernahme 
weiterer Zeugen verzichtet; damit hätten sie jedoch den Sachverhalt bzw. die be-
schwerdeführerischen Vorbringen nur ungenügend abgeklärt bzw. gewürdigt (vgl. 
Beschwerde vom 18.1.2022, S. 3f. Ziff. 1-9 und S. 6 Ziff. 6). In der Folge hätten 
die Vorinstanzen zu Unrecht einen nachehelichen Härtefall verneint; zwar sei es 
schwierig, psychische Gewalt nachzuweisen, indes würden vorliegend genügen-
de Hinweise und Auskünfte von spezialisierten Fachstellen - insbesondere des 
Frauenhauses sowie der Opferhilfe - und von Nachbarn vorliegen; ohnehin müs-
se die eheliche Gewalt lediglich glaubhaft gemacht werden (vgl. S. 4f. Ziff. 2/3;  
S. 6 Ziff. 7); wäre schliesslich die Ehe nur unglücklich gewesen, hätte die Be-

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schwerdeführerin die nurmehr verbleibenden 23 Tage in der Ehe ausgeharrt; 
dass sie nicht ausharrte, beweise denn auch die Beeinträchtigung ihrer psychi-
schen Integrität bzw. die systematische, psychische Misshandlung durch ihren 
geschiedenen Ehemann; komme hinzu, dass sie lange im Frauenhaus gewesen 
sei und schliesslich von der Opferhilfe eine geheime Notwohnung zugewiesen 
bekommen habe; es sei ihr psychisch und physisch schlichtweg nicht mehr zu-
mutbar gewesen, die Ehegemeinschaft weiterzuführen (vgl. S. 5f. Ziff. 4/5).

2.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass sich die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung sowie die Wegweisung der Beschwerdeführerin mit 
kosovarischer Staatsbürgerschaft nach dem Bundesgesetz über die Auslände-
rinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsge-
setz, AIG; SR 142.20) vom 16. Dezember 2005 richtet (vgl. VGE III 2021 159 
vom 20.12.2021 Erw. 2.1 m.H.a. VGE 2018 177 vom 12.2.2019 Erw. 1.2.3 f.).

2.2 Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben An-
spruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 
diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Das Erfordernis des Zusammen-
wohnens nach den Artikeln 42 - 44 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohn-
orte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft 
weiter besteht (Art. 49 AIG). Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemein-
schaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Art. 42 AIG weiter, wenn (lit. a) 
die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die Integrations-
kriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind; oder (lit. b) wichtige persönliche Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 
AIG). Wichtige persönliche Gründe nach lit. b können namentlich vorliegen, wenn 
die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht 
aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Her-
kunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Hat sich die ausländi-
sche Person nur für kürzere Zeit in der Schweiz aufgehalten und keine engen 
Beziehungen zum Land geknüpft, besteht kein Anspruch auf einen weiteren Ver-
bleib, sofern sie sich ohne besondere Probleme wieder im Herkunftsland integrie-
ren kann (vgl. Urteil BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 3 m.w.H.).

2.3.1  Nach der Rechtsprechung ist jede Form ehelicher bzw. häuslicher Gewalt, 
sei sie körperlicher oder psychischer Natur, ernst zu nehmen (vgl. BGE 138 II 
229 Erw. 3.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedeutet eheliche 
Gewalt systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuü-
ben (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.1). Die häusliche Gewalt physischer oder psy-

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chischer Natur muss von einer gewissen Dauer, Konstanz und Intensität sein 
(vgl. Urteil BGer 2C_585/2020 vom 22.3.2021 Erw. 3.2.1). Psychische bzw. so-
zio-ökonomische Druckausübung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Dro-
hen und Einsperren kann einen für die Annahme eines nachehelichen Härtefalls 
relevanten Grad an unzulässiger Oppression erreichen. Dies ist praxisgemäss 
der Fall, wenn die psychische Integrität des Opfers bei einer Aufrechterhaltung 
der ehelichen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde (vgl. BGE 138 II 229 
Erw. 3.2.2; Urteil BGer 2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 2.2).

2.3.2 Ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG wird praxisgemäss nicht bereits 
durch eine einmalige tätliche Auseinandersetzung begründet, in deren Folge der 
Ausländer in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren im 
Gesicht einen Arzt aufsucht (vgl. Urteil BGer 2C_690/2010 vom 25.1.2011 Erw. 
3.2). Das Gleiche gilt, wenn der Ehepartner den Ausländer nach einem Streit aus 
der Wohnung weist, ohne dass das Opfer körperliche oder psychische Schäden 
erleidet (vgl. Urteil BGer 2C_358/2009 vom 10.12.2009 Erw. 4.2 und 5.2) oder 
bei einer einmaligen Auseinandersetzung, die zu Aufregung, verbalen Attacken 
und Hämatomen sowie einem kleinen Kratzer unter einem Auge geführt hat (vgl. 
Urteil BGer 2C_958/2017 vom 21.2.2018 Erw. 4.2.5). Nicht jede unglückliche, be-
lastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer 
Beziehung begründet indessen bereits einen nachehelichen Härtefall und ein 
weiteres Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Der blosse Umstand, dass die Ehe 
schlecht verläuft, genügt hierfür jedenfalls nicht (vgl. Urteil BGer 2C_474/2014 
vom 7.8.2015 Erw. 3.1 mit Hinweis auf BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2). Die anhalten-
de, erniedrigende Behandlung muss derart schwer wiegen, dass von der betrof-
fenen Person unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände vernünftigerweise 
nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus bewilligungsrechtlichen Gründen 
die Ehe aufrechterhält und in einer ihre Menschenwürde und Persönlichkeit ver-
neinenden Beziehung verharrt (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2; Urteil BGer 
2C_922/2019 vom 26.2.2020 m.H.). Häusliche Gewalt physischer oder psychi-
scher Natur muss somit von einer gewissen Konstanz bzw. Intensität sein (vgl. 
Urteil BGer 2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 2.2). Je nach Intensität kann aller-
dings bereits ein einziger Vorfall häusliche Gewalt begründen. Das trifft vor allem 
zu, wenn die betroffene Person Opfer schwerer Gewalt (vgl. Urteil BGer 
2C_1085/2017 vom 22.5.2018 Erw. 3.1) oder eines Mordversuchs (vgl. Urteil 
BGer 2C_460/2017 vom 23.3.2018 Erw. 3.2) durch den Ehegatten geworden ist 
(vgl. zum Ganzen auch: VGE III 2021 159 vom 20.12.2021 Erw. 2.4.1).

2.4  Die Gewährung eines Aufenthaltsrechts für Opfer ehelicher Gewalt nach 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG soll verhindern, dass eine von ehelicher Gewalt betroffe-

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ne Person nur deshalb in einer für sie objektiv unzumutbaren ehelichen Gemein-
schaft verbleibt, weil die Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Folgen 
zeitigen würde (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2). Kommt es in einer solchen Si-
tuation zur Trennung, transformiert sich der vormals aus der ehelichen Bezie-
hung abgeleitete Aufenthaltsanspruch in einen selbständigen Aufenthaltsan-
spruch. Ausgehend vom dargelegten Normzweck ist für die Annahme eines 
nachehelichen Härtefalls bei häuslicher Gewalt vorauszusetzen, dass ein hinrei-
chend enger Zusammenhang zwischen der ehelichen Gewalt und der Trennung 
besteht (vgl. Urteil BGer 2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 2.2.2).

2.5 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die ausländische Person, welche 
geltend macht, Opfer ehelicher oder häuslicher Gewalt geworden zu sein, bei 
den Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine weitreichende Mitwir-
kungspflicht trifft (vgl. Art. 90 AIG; BGE 138 II 229 Erw. 3.2.3). Sie muss die ehe-
liche Gewalt bzw. häusliche Oppression und deren Schwere in geeigneter Weise 
glaubhaft machen (Arztberichte oder psychiatrische Gutachten, Polizeirapporte, 
Berichte/Einschätzungen von Fachstellen [Frauenhäuser, Opferhilfe usw.], 
glaubhafte Zeugenaussagen von weiteren Angehörigen oder Nachbarn). Somit 
fallen auch glaubwürdige Zeugenaussagen von Angehörigen und Nachbarn als 
Beweismittel in Betracht (vgl. Urteil BGer 2C_241/2018 vom 20.11.2018 Erw. 
4.2), insbesondere, wenn sie ohne grossen Aufwand zu beschaffen sind (vgl. 
Spescha Marc, Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 50 AIG N. 27). In 
diesem Fall trifft die Bewilligungs- bzw. die Beschwerdeinstanz im Rahmen der 
Untersuchungsmaxime eine eigenständige Abklärungspflicht. Allgemein gehalte-
ne Behauptungen oder Hinweise auf punktuelle Spannungen genügen hierzu 
nicht; wird häusliche Gewalt in Form psychischer Oppression behauptet, muss 
vielmehr die Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern und 
die daraus entstehende subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkreti-
siert und beweismässig unterlegt werden (vgl. BGE 142 I 152 Erw. 6.2; Urteil 
BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 4.2.2). Dasselbe gilt, soweit damit ver-
bunden geltend gemacht wird, bei einer Rückkehr in die Heimat erweise sich die 
soziale Wiedereingliederung als stark gefährdet. Auch hier genügen allgemeine 
Hinweise nicht; die befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall aufgrund der 
konkreten Umstände glaubhaft erscheinen. Nur in diesem Fall und beim Beste-
hen entsprechender Beweisanträge, die nicht in antizipierter Beweiswürdigung 
abgewiesen werden können, wobei aber allfälligen sachinhärenten besonderen 
Beweisschwierigkeiten Rechnung zu tragen ist, rechtfertigt es sich, ein auslän-
derrechtliches Beweisverfahren durchzuführen (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.3).

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3. Unbestrittenermassen hat die Beschwerdeführerin mit ihrem zwischenzeit-
lich geschiedenen Ehemann in der Schweiz weniger als drei Jahre - d.h. vom 
20.  Mai 2015 (Heirat) bis 26. April 2018 (Auszug der Beschwerdeführerin ins 
Frauenhaus in D.________) und mithin zwei Jahre, elf Monate und sieben Tage - 
zusammengelebt (vgl. vorstehend Ingress lit. B/C). Die Mindestdauer von drei 
Jahren ist damit nicht erreicht, sodass die Vorinstanzen zu Recht nicht gehalten 
waren, das kumulative Erfordernis der Erfüllung der Integrationskriterien zu prü-
fen. Daran ändert die Tatsache nichts, dass die Einzelrichterin mit Verfügung 
vom 1. Oktober 2018 gestützt auf eine Trennungsvereinbarung vom 28. Septem-
ber 2018 feststellte, die Ehegatten würden seit dem 3. Juni 2018 getrennt leben 
(Vi1-act. 161). Denn tatsächlich verliess die Beschwerdeführerin die eheliche 
Wohnung unbestrittenermassen im Anschluss an die eheliche Auseinanderset-
zung am 26. April 2018 ohne Absicht zurück zu kehren, womit die eheliche Ge-
meinschaft aufgelöst wurde (vgl. auch Vi1-act. 166; vgl. auch Aussagen der Be-
schwerdeführerin vom 21.5.2018, Vi1-act. 143/144). Die Beschwerdeführerin hat 
damit keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 
lit. a AIG. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten.

4. Die Beschwerdeführerin macht indes geltend, sie sei Opfer ehelicher Ge-
walt geworden, weshalb ein wichtiger persönlicher Grund im Sinne von Art. 50 
Abs. 1 lit. b AIG vorliege, welche ihren Aufenthalt in der Schweiz zu begründen 
vermöge. Sinngemäss bringt sie vor, dass ihr Ex-Ehemann sie gezwungen habe, 
zu Hause zu bleiben und sich auch um den Haushalt der Familie des Ex-
Ehemannes zu kümmern, weshalb sie in finanzieller und sozialer Hinsicht von 
ihm abhängig gewesen sei; auch sei ihr verboten gewesen, mit ihrer Herkunfts-
familie im Kosovo in Kontakt zu treten; dabei sei es immer wieder zu Handgreif-
lichkeiten gekommen (vgl. vorstehend Erw. 1.3).

Demgegenüber bringen die Vorinstanzen vor, gestützt auf den einen Vorfall vom 
26.  April 2018 und aus der behaupteten schlechten Behandlung durch die Fami-
lie ihres Ex-Ehemannes würden noch keine Anhaltspunkte für eine systemati-
sche Misshandlung der Beschwerdeführerin vorliegen. Die Vorinstanzen haben 
dabei im Wesentlichen auf den im Strafurteil vom 10.  Februar 2021 festgestell-
ten Sachverhalt abgestellt und auf die Abnahme weiterer Beweismittel verzichte-
tet mit der Begründung, es seien bereits im Strafverfahren Zeugenaussagen und 
Beweismittel berücksichtigt worden (vgl. vorstehend Erw. 1.2).

Nachfolgend gilt es zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin Opfer ehelicher 
Gewalt wurde - und falls ja -, ob diese die geforderte Intensität im oberwähnten 
Sinne erreichte (vgl. vorstehend Erw. 2.3).

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4.1 Den Akten lässt sich kein Polizeieinsatz im häuslichen Bereich am damali-
gen gemeinsamen Wohnort der Beschwerdeführerin und ihres Ex-Ehemannes 
entnehmen. Gleichwohl liegen polizeiliche Einvernahmen der Beschwerdeführe-
rin vom 21. Mai 2018 und ihres Ex-Ehemannes vom 7. Juni 2018 vor bzw. lässt 
sich diesen entnehmen, dass es am Nachmittag des 26. April 2018 zwischen der 
Beschwerdeführerin und ihrem Ex-Ehemann in der damaligen gemeinsamen 
Wohnung zu einer Auseinandersetzung gekommen ist (vgl. Vi1-act. 130-
136/223-230). Die Beschwerdeführerin stellte in diesem Zusammenhang auch 
einen Strafantrag gegen ihren damaligen Ehemann, woraufhin dieser mit Strafur-
teil vom 10.  Februar 2021 wegen Tätlichkeit gemäss Art. 126 StGB schuldig ge-
sprochen und zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt wurde (vgl. vorstehend In-
gress lit. D). Gemäss Sachverhaltsbeschrieb des Urteils vom 10. Februar 2021 
ist erstellt, dass der Ex-Ehemann die Beschwerdeführerin am Nachmittag des 
26.  April 2018 in der Küche ihrer damals gemeinsamen Wohnung an die Wand 
gedrückt, ihr den Mund zugehalten, sie an den Armen festgehalten und an den 
Haaren gezogen hat, wodurch er ihr Schmerzen zugefügt hatte (vgl. Vi1-act. 194 
[Ziff. 2.7.6]). 

Bezüglich dieses Vorfalls vom 26. April 2018 bestehen keine Unklarheiten. Mit 
der Vorinstanz ist dabei darauf hinzuweisen, dass dieser Vorfall für sich allein 
noch keine häusliche Gewalt im ausländerrechtlichen Sinne bzw. im Sinne der 
Härtefallklausel von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen vermag. Dabei sei je-
doch angemerkt, dass die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG praxisgemäss 
keine strafrechtliche Verurteilung voraussetzt.

4.2.1 Im Rahmen des oberwähnten Strafverfahrens wurden zur Sachverhalts-
feststellung (vgl. Vi1-act. 202 [Ziff. 2.5.2]) neben der Beschwerdeführerin (vgl. 
Vi1-act. 199-202 [Ziff. 2.7.1]) und ihrem Ex-Ehemann (vgl. Vi1-act. 196-199 [Ziff. 
2.7.2]) auch F.________ als für die Beschwerdeführerin zuständige Opferberate-
rin einvernommen (vgl. Vi1-act. 195-196 [Ziff. 2.7.3]). Weitere Zeugeneinvernah-
men sind keine erfolgt. Das Strafurteil hält bezüglich der Aussage von 
F.________ was folgt fest (vgl. Vi1-act. 195-196 [Ziff. 2.7.3.1]):

Sie [F.________] habe die Privatklägerin [vorliegend: Beschwerdeführerin] am 
26.  März 2018 - also einen Monat vor dem angeklagten Vorfall - als zuständige Op-
ferberaterin kennengelernt. Eine Vertrauensperson der Privatklägerin habe den Kon-
takt zu ihr hergestellt und sie auch zu ihr begleitet. Der Privatklägerin sei es damals 
nicht so gut gegangen, aber auch nicht so schlecht, dass sie [die Opferberaterin] … 
eine dringende Handlung für nötig erachtet habe. Im Nachhinein habe sie [die Op-
ferberaterin] … allerdings den Eindruck gehabt, dass die Privatklägerin ihre Situation 
am 26. März 2018 ihr gegenüber stark beschönigt habe. Das sei leider oft so. … Sie 
[die Beschwerdeführerin] habe sich eingeengt gefühlt. Es habe ihr Angst gemacht, 
dass er [ihr Ex-Ehemann] im Streit laut geworden sei und ihr gedroht habe, sie in 

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den Kosovo zu bringen. Die Privatklägerin habe auch beschrieben, viel für die ande-
ren Familienmitglieder arbeiten zu müssen. Und die Privatklägerin habe herausge-
funden, dass der Beschuldigte [ihr Ex-Ehemann] ihr fremdgegangen sei. Das habe 
sie unglücklich gemacht und sie verletzt. Ihr [der Opferberaterin] habe damals eine 
strafbare Handlung gefehlt, weshalb die Beratung sich aufs Erklären der rechtlichen 
Situation beschränkt habe. Der nächste Kontakt sei am 30. April 2018 gewesen. Ei-
ne Mitarbeiterin des Frauenhauses D.________ … habe sie [die Opferberaterin] an-
gerufen und ihr mitgeteilt, dass die Privatklägerin am 27. April 2018 von einer Ver-
trauensperson ins Frauenhaus gebracht worden sei. … [und] dass die Privatklägerin 
starke Hämatome an den Unterarmen habe. … Gemäss Aussagen der Mitarbeiterin 
des Frauenhauses sei die Privatklägerin psychisch sehr angeschlagen gewesen. Sie 
[die Opferberaterin] habe dann sofort Kostengutsprache für fünf Tage Frauenhaus 
erteilt. Dann habe sie [die Opferberaterin] erweiterte Soforthilfe beim Kanton bean-
tragt, dass die Privatklägerin bis am 17. Mai 2018 im Frauenhaus habe bleiben kön-
nen. Danach habe die Privatklägerin in ihre Notwohnung gewechselt. Es sei noch 
eine gewisse Betreuungsarbeit nötig gewesen … . Die Privatklägerin habe mehrmals 
mit ihr [der Opferberaterin] über den Vorfall vom 26. April 2018 gesprochen. … Von 
der Vertrauensperson habe sie [die Opferberaterin] erfahren, dass der Sohn der 
Vermieterin jede Nacht Streit habe wahrnehmen können, es sei die Hölle los gewe-
sen. Die Privatklägerin habe jedoch gewartet, bis sie das Okay ihrer Familie aus 
dem Kosovo gehabt habe, um zu gehen. Das sei für Familien aus diesen Kulturkrei-
sen der entscheidende Punkt. Wenn die Frau die eingeheiratete Familie ohne die Er-
laubnis ihrer Familie verlassen würde, dann stünde sie alleine da. Dieses Einver-
ständnis habe die Privatklägerin im März noch nicht gehabt. Nachher habe sie das 
Okay bekommen und sich dann sofort Hilfe gesucht. Dieses Vorgehen sei ihr [der 
Opferberaterin] vertraut. … Auf die Nachfrage, ob sie [die Opferberaterin] der Privat-
klägerin geglaubt habe, antwortete die Zeugin [die Opferberaterin] mit «klar Ja». Die 
Privatklägerin sei sehr authentisch und zuverlässig im Handling gewesen. Die Pri-
vatklägerin habe ihr am 26. März 2018 von einer anderen Auseinandersetzung er-
zählt, die Rede sei von «einmal an den Haaren gerissen» gewesen. Zudem sei noch 
von der Drohung, sie in den Kosovo zu bringen, die Rede gewesen. Für sie als Op-
ferberaterin sei es aber üblich, dass nicht alles erzählt werde … .

4.2.2 Damit drängt sich auf, dass die Auseinandersetzung vom 26. April 2018 - 
entgegen der vorinstanzlichen Annahme (vgl. angefochtenen RRB Nr. 944/2021 
vom 21.12.2021 Erw. 3.6) - kein einmaliger Vorfall gewesen sein kann, andern-
falls die Beschwerdeführerin in Begleitung einer Vertrauensperson nicht bereits 
einen Monat vor dem Vorfall vom 26. April 2018 - namentlich am 26.  März 2018 - 
die Opferhilfestelle aufgesucht hätte. Diesbezüglich äusserte sich die zuständige 
Opferberaterin im Rahmen des Strafverfahrens klar und unmissverständlich da-
hingehend, dass es der Beschwerdeführerin bereits im März 2018 nicht gut ge-
gangen sei und es ihr Angst gemacht habe, dass ihr Ex-Ehemann im Streit laut 
geworden sei und ihr gedroht habe, sie in den Kosovo abzuschieben. Auch war 
bereits zum damaligen Zeitpunkt die Rede «von an den Haaren reissen». Ferner 
wies die Opferberaterin explizit darauf hin, sie habe im Nachhinein den Eindruck 
gehabt, dass die Beschwerdeführerin ihre Situation stark beschönigt habe; 
gemäss den damaligen Aussagen der Vertrauensperson soll zudem auch der 

11

Sohn der Vermieterin der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares «jede Nacht 
Streit» wahrgenommen haben, wobei «die Hölle los gewesen» sei. Im April 2018 
erfolgte schliesslich eine sofortige Kostengutsprache für fünf Tage Frauenhaus 
mit anschliessender Notunterkunft.

Das Strafurteil äussert sich hinsichtlich der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen 
denn auch dahingehend, als die Schilderungen sehr detailreich seien, was auf 
die Notizen zurückzuführen sei, welche die Opferberaterin zur Befragung mitge-
bracht habe. Sie differenziere klar zwischen eigenen Wahrnehmungen und Er-
zählungen von Drittpersonen. Das Realitätskriterium Individualität zeige sich dar-
in, dass die Opferberaterin anlässlich ihres ersten Treffens mit der Beschwerde-
führerin noch keine Straftat erkannt habe; dennoch habe sie über ihren erst 
später gewonnenen Eindruck berichtet, wonach die Beschwerdeführerin ihre Si-
tuation beim ersten Treffen offenbar beschönigt habe. Die Aussagen der Opfer-
beraterin seien daher als glaubhaft zu qualifizieren (vgl. Vi1-act. 195 [Ziff. 
2.7.3.2]). 

Weder mit den als glaubhaft qualifizierten Aussagen der Opferberaterin noch mit 
den von ihr erwähnten Vorkommnissen vor dem 26. März 2018 haben sich die 
Vorinstanzen vorliegenden genügend auseinandergesetzt.

4.3.1 Ferner gilt es zu beachten, dass mit Strafurteil vom 10. Februar 2021 die 
Aussagen der Beschwerdeführerin bezüglich der strafrechtlich zu beurteilenden 
Tätlichkeiten ihres damaligen Ehemannes vom 26.  April 2018 als schlüssig, 
nachvollziehbar und glaubwürdig erachtet wurden (vgl. Vi1-act. 194 [Ziff. 2.7.4]). 
Es ist nicht einzusehen, weshalb dies nicht auch für ihre abschliessende Bemer-
kung im Rahmen der Einvernahme gelten soll, wo sie zu ihrer Ehe ausführte (vgl. 
Vi1-act. 139):

Seit drei Jahren, war mein Mann nie mit mir zufrieden und glücklich. Ich war fast 
nie mit meinem Mann spazieren oder so. Nur drei oder vier Mal. Ich war immer nur 
zu Hause am Putzen, kochen usw. Er sagte mir täglich, dass ich kein Recht für 
dies und jenes hatte. Ich hatte nur immer Druck von ihm und deswegen psychische 
Probleme. Ich könnte nie in Ruhe dableiben. Ich hatte immer Angst. Ich musste 
immer schauen, was sagt mir jetzt er oder mein Schwiegervater oder meine 
Schwiegermutter. Ich war immer in Angst und immer in Stress. Das hat mich am 
meisten kaputt gemacht. Stress und Pressionen und keine Liebe.

4.3.2 Im vorliegenden ausländerrechtlichen Verfahren hat die Beschwerdeführe-
rin denn auch weitere Zeugen genannt und entsprechende Stellungnahmen 
nachgereicht, um die Umstände hinsichtlich der - über den 26. April 2018 hinaus 
- geltend gemachten häuslichen Gewalt weiter zu untermauern. Dabei handelt es 
sich um Personen der Opferberatungsstelle sowie des Frauenhauses 
D.________, an welche sich die Beschwerdeführerin gewendet hatte, und um 

12

Personen bzw. Nachbarn, welche die ehelichen Auseinandersetzungen mitbe-
kommen haben sollen (G.________; H.________, I.________, J.________, 
K.________ und L.________).

Dabei gab die Mitarbeiterin des Frauenhauses in ihrer Stellungnahme zunächst 
die Schilderungen der Beschwerdeführerin wieder und äusserte sich anschlies-
send dahingehend, dass die Beschwerdeführerin von der damaligen Nachbarin 
zur Opferberatungsstelle begleitet wurde, welche «sehr viel von der beschriebe-
nen Gewalt mitbekommen» habe (vgl. Vi1-act. 253). Ferner wies G.________ in 
ihrer Stellungnahme darauf hin, dass sie die Beschwerdeführerin kenne, «weil 
unsere ______ im selben Haus wie die Wohnung ihrer Familie war». Anfänglich 
sei die Beschwerdeführerin fröhlich, aufgestellt und kontaktfreudig gewesen; 
schon bald habe sie jedoch bemerkt, dass der Ausdruck der Beschwerdeführerin 
zunehmend trauriger und bedrückter wirkte; nachdem sie die Schilderungen der 
Beschwerdeführerin wiedergegeben hatte, wies sie darauf hin, dass ihr Sohn 
J.________, welcher damals einen Stock unterhalb der Beschwerdeführerin ge-
wohnt habe, diverse laute Streitereien und intensives Weinen gehört habe (vgl. 
Vi1-act. 252f.). Diese Aussagen sind - auch unter Berücksichtigung der Aus-
führungen der Opferberaterin (vgl. vorstehend Erw. 4.2) - durchgehend in sich 
stimmig. 

Der Regierungsrat merkte diesbezüglich lediglich an, es handle sich bei diesen 
Aussagen lediglich um Wiedergabe desjenigen, was die Beschwerdeführerin ih-
nen von sich aus über ihre persönliche Situation erzählt habe, was den beweis-
wert solcher Aussagen stark relativiere (vgl. RRB Nr. 944/2021 vom 21.12.2021 
Erw. 3.6). Dem ist entgegen zu halten, dass sich auch bereits im Strafverfahren 
die Frage der Einstellung des Verfahrens bzw. möglicher Zeugeneinvernahmen 
stellte. Gegen die Verfahrenseinstellung erhob die Beschwerdeführerin beim 
Kantonsgericht mit Erfolg Beschwerde (vgl. Vi1-act. 180). Das Kantonsgericht 
führte im (die Beschwerde gutheissenden) Urteil aus, die Staatsanwaltschaft lege 
nicht dar, dass die beantragten Zeuginnen oder andere Personen wie die Nach-
barn, welche die Streitigkeiten zwischen den Eheleuten mitbekommen haben sol-
len, die Glaubhaftigkeit der Angaben der Beschwerdeführerin nicht stützen könn-
ten. Dies erscheine in Bezug auf die verdächtigen Tatumstände möglich, na-
mentlich hinsichtlich des angeblichen physischen und psychischen Drucks, von 
welchem sich die Beschwerdeführerin laut ihren Angaben mit der Anzeige habe 
befreien wollen. Dass die Zeuginnen beim Vorfall nicht vor Ort gewesen seien, 
schliesse nicht aus, von ihren Befragungen Ergebnisse zu den Tatumständen 
und damit zur Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin zu erwarten 
(Vi1-act. 179).

13

4.4.1 Bei gesamthafter Betrachtung der vorliegenden Aktenlage bzw. gestützt auf 
das Strafurteil vom 10. Februar 2021 sowie die oberwähnten Zeugenaussagen 
ergibt sich schliesslich, dass die Sachverhaltsvorbringen der Beschwerdeführerin 
hinsichtlich weiterer Vorkommnisse zwar nicht sehr detailliert, aber immerhin 
doch genügend aussagekräftig sind, als dass der Vorwurf der ehelichen Gewalt 
nicht allein damit verneint werden kann, dass es sich am 26. April 2018 um einen 
einmaligen Vorfall gehandelt habe, wie dies die Vorinstanzen in ihren Entschei-
den vertreten; es ist der Beschwerdeführerin gelungen, weitere Vorfälle von ehe-
licher Gewalt derart glaubhaft zu schildern, dass ihnen nachzugehen ist (vgl. vor-
stehend Erw. 4.2-4.3). Der Vorfall vom 26. April 2018 ist nicht bestreitbar. Selber 
führte die Beschwerdeführerin, deren Aussagen gemäss Strafurteil glaubhaft sind 
(Vi1-act. 200), aus, zwei vergleichbare Vorfälle seien bereits früher vorgefallen, 
mithin Tätlichkeiten gegenüber ihrer Person. Sie selber behauptet also nicht, re-
gelmässig unter Tätlichkeiten gelitten zu haben. Zu den mehreren Einzelfällen 
kommt vorliegendenfalls aber die oberwähnte Gesamtsituation dazu, welche die 
Beschwerdeführerin als grossen psychischen Druck und als plagende Unfreiheit 
erlebte (vgl. oben Erw. 4.3.1). Hierzu passt, dass sie die Opferberatungsstelle 
bereits im März 2018 in Anspruch nahm, also losgelöst vom späteren Vorfall im 
April 2018. Zudem gibt auch der Ex-Ehemann zu, dass es bereits früher zu Streit 
kam (vgl. Vi-act. 197, 133). Nachdem er auch die Tätlichkeit vom April 2018 be-
stritt, was gemäss Strafgericht unglaubhaft ist, muss auch sein Bestreiten frühe-
rer Tätlichkeiten in Frage gestellt werden. 

4.4.2 Der vorliegenden Aktenlage lässt sich gleichwohl nicht klar entnehmen, ob 
die Schilderungen der Beschwerdeführerin sowie der oberwähnten Zeugen (z.T. 
durch eigene Wahrnehmungen, z.T. nur vom Hörensagen) einer häuslichen Ge-
walt im Sinne einer unzulässigen physischen (und/oder psychischen) Oppression 
gleichgesetzt werden können bzw. dahinter eine systematische Misshandlung 
durch den damaligen Ehemann vorlag oder ob lediglich zufolge arrangierter Hei-
rat ein unglücklicher Eheverlauf vorlag, in welchem die Probleme (u.a. betreffend 
Betreuung der Kinder der Schwägerin; Fremdgehen; unterschiedliche Ansicht 
hinsichtlich der Rollenverteilung; Erwartungen anderer Familienmitglieder etc.) 
überhandgenommen haben und als Folge davon sich die Ehepartner gegenseitig 
mit verbalen Vorwürfen konfrontiert, beschimpft und tätlich angriffen haben. An-
zufügen ist, dass es in der vorliegenden Konstellation nicht ausschliesslich auf 
die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Ex-Ehemann ankommt. In einer 
Situation, wo die Ehefrau räumlich und gesellschaftlich derart eng in die Familie 
des Ex-Ehemannes eingebunden ist und bleiben muss, muss auch der von den 
Familienangehörigen, namentlich den Schwiegereltern, ausgehende Druck mit-
berücksichtigt werden. Auch dieser kann zu ehelicher Gewalt im Sinne von Art. 

14

50 Abs. 1 lit. b AIG führen (vgl. Urteil BGer 2C_1024/2019 vom 27.8.2020 Erw. 
4.2 m.w.H.).

Diesbezüglich wären die Vorinstanzen gehalten gewesen, eigene Sachverhalts-
abklärungen anzustellen, wie bspw. die Befragung der offerierten Zeugen (insbe-
sondere der Nachbarn) sowie der die Beschwerdeführerin am 26. März 2018 zur 
Opferberatung begleitenden Vertrauensperson und das Einverlangen der dies-
bezüglichen Notizen der Opferberaterin, um zu klären, ob im Sinne der ober-
wähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorstehend Erw. 2.3) gefor-
derte schwere, konstante und intensive physische oder psychische Gewaltan-
wendung vorlag oder nicht. Die offerierten Zeugen erweisen sich dabei denn 
auch grundsätzlich als tauglich, um den entsprechenden Sachverhalt genauer 
abklären zu lassen (vgl. auch oben Erw. 4.3.2). Entgegen der Darstellung der 
Vorinstanzen ergibt sich aus dem Strafurteil nicht, dass weitere Befragungen re-
sp. Sachverhaltsabklärungen eine eheliche Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 1 
lit. b AIG nicht würden belegen können. Denn letztlich war Gegenstand der Straf-
anzeige und der Strafuntersuchung einzig die Tätlichkeit begangen am 26. April 
2018 (vgl. Vi1-act. 151). Es bestand keine Veranlassung, weitere Tätlichkeiten 
oder gar die Situation während der Ehe vertieft abzuklären, weshalb sich hierzu 
auch keine abschliessenden Feststellungen finden. Aber immerhin finden sich - 
wie ausgeführt - wesentliche und glaubhafte Aussagen, dass es bereits zuvor 
und über längere Zeit hinweg zu Gewalt in der Ehe gekommen sein kann. Dies 
abzuklären, wäre Sache der Vorinstanz gewesen (vgl. oben Erw. 2.5).

In diesem Zusammenhang ist auch auf die Antwort des SEM an das AFM vom 
15. Oktober 2018 hinzuweisen. Das SEM hielt - damals zu Recht - fest, es lasse 
sich nicht abschliessend beurteilen, ob die geltend gemachten Vorfälle von phy-
sischer Gewalt zusammen mit dem geltend gemachten psychischen Druck ("Ge-
walt") seitens der Familie einen nachehelichen Härtefall zu begründen vermögen. 
Es entstehe das Bild einer unglücklich verlaufenen Beziehung mit (eventuell auch 
beidseitigen) ehelichen Streitigkeiten, verbunden mit wohl schwieriger familiärer 
Wohnsituation (Schwiegereltern/Familie Ehemann etc.), es sei vorerst das Straf-
verfahren abzuwarten (Vi1-act. 166). Dieses Strafverfahren ergab nun nur, aber 
immerhin, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin soweit glaubhaft sind und 
dass es am 26. April 2018 zu einem Vorfall kam. Damit aber erscheint es als an-
gezeigt, die Sache nicht beim Abwarten des Strafurteils und dessen Berücksich-
tigung bewenden zu lassen, sondern auch die Zeit des Zusammenlebens vor 
dieser Tätlichkeit, welche nicht Gegenstand des Strafverfahrens war, genauer 
abzuklären.

15

4.4.3 Die Vorinstanzen haben es folglich zu Unrecht unterlassen, weitere Sach-
verhaltsabklärungen vorzunehmen bzw. die offerierten Beweise - insbesondere 
Zeugenaussagen - abzunehmen; sie haben damit eine unzulässig antizipierte 
Beweiswürdigung vorgenommen. Indem die Vorinstanzen eigene Sachverhalts-
abklärungen unterlassen haben, haben sie den Untersuchungsgrundsatz sowie 
den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin verletzt.

5. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der angefochtene Beschluss des 
Regierungsrates Nr. 944/2021 vom 21. Dezember 2021 sowie die Verfügung des 
AFM vom 24. September 2021 auf ungenügenden Sachverhaltsfeststellungen 
beruhen, da unklar ist, ob und in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin 
tatsächlich von ehelicher Gewalt im ausländerrechtlichen Sinne betroffen war 
und folglich, ob ein wichtiger persönlicher Grund im Sinne der Härtefallklausel 
von 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vorliegt. In Gutheissung der Beschwerde ist die Angele-
genheit daher zur Sachverhaltsabklärung an das Amt für Migration zurückzuwei-
sen.

6.1 Praxisgemäss gilt die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz 
zur ergänzenden Abklärung und zu neuem Entscheid (mit noch offenem Aus-
gang) für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zuspre-
chung einer Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen der beschwerde-
führenden Partei und zwar unabhängig davon, ob die Rückweisung überhaupt 
beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag 
gestellt wird (vgl. VGE II 2018 73 vom 19.9.2018 Erw. 5.3.1 m.w.H.).

6.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind daher die Kosten des verwal-
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 1’500.-- (Gerichts-
gebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) dem Kanton Schwyz aufzuerlegen, da 
er mit seinen Anträgen im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren unter-
legen ist.

6.3. Dem Obsiegen entsprechend hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf ei-
ne Parteientschädigung zulasten der Vorinstanzen. Sie wird in Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (GebTRA; 
SRSZ 280.411), welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in 
§ 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung 
der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien, in Ausübung des pflicht-
gemässen Ermessens auf Fr. 1'500.-- (inkl. MwSt und Barauslagen) festgelegt.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Entscheid des Regierungsra-
tes (RRB) Nr. 944/2021 vom 12.  Dezember 2021 sowie die Verfügung des 
Amtes für Migration Nr. ________ vom 24. September 2021 aufgehoben 
und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Sachverhaltsabklärung sowie 
zu erneutem Entscheid an das Amt für Migration zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden dem Kanton auferlegt; auf die kantonsinterne Ver-
rechnung wird verzichtet.

3. Die Beschwerdeführerin hat am 24. Januar 2022 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 1’500.-- bezahlt, weshalb ihr Fr. 1'500.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten sind.

4. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten des Kantons eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

6. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 28. April 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

17

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 17. Mai 2022