# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e87ecd7-207a-54b1-bbc6-868d1970e6cd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 28.08.2019 810 19 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-98_2019-08-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 28. August 2019 (810 19 98) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strassen und Verkehr 

 

 

Warnungsentzug des Führerausweises / vorschriftsmässiger und betriebssicherer Zu-

stand des Fahrzeugs 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Warnungsentzug des Führerausweises  

(RRB Nr. 376 vom 26. März 2019) 
 
 
 

A. Die Kantonspolizei D.____ führte am 20. Mai 2018 in B.____ eine Verkehrskontrolle 
durch. Im Rahmen dieser Kontrolle wurde der Personenwagen mit dem Kontrollschild BL 
X.____ angehalten und der Lenker des Fahrzeugs, A.____, kontrolliert. Ebenfalls mit im Fahr-
zeug waren die Ehefrau, C.____, sowie die beiden gemeinsamen Kinder. Eine Kurzprüfung 

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durch das Strassenverkehrsamt D.____ ergab, dass der Personenwagen nicht mehr betriebssi-
cher sei, weswegen er zur weiteren Abklärung sichergestellt wurde. 
 
B. Mit Schreiben vom 8. Juni 2018 reichte das Strassenverkehrsamt D.____ der Kantons-
polizei D.____ die Fahrzeugexpertise über das sichergestellte Fahrzeug ein. Darin wurden ver-
schiedene Mängel am Fahrzeug festgestellt und zusätzlich in einem Fotodossier dokumentiert. 
 
C. Am 7. August 2018 ging bei der Polizei Basel-Landschaft, Administrativmassnahmen 
(Polizei), der vom 28. Juni 2018 datierende rechtskräftige Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
E.____ gegen A.____ ein. Darin wird dieser des Führens eines Personenwagens in einem nicht 
betriebssicheren und nicht vorschriftsmässigen Zustand schuldig erklärt und zu einer Busse in 
der Höhe von Fr. 600.-- verurteilt.  
 
D. Mit Schreiben vom 13. August 2018 gewährte die Polizei A.____ das rechtliche Gehör 
zum beabsichtigten Entzug des Führerausweises für die Dauer von einem Monat, welches 
A.____, nachfolgend vertreten durch Nicola Moser, Advokat, mit Schreiben vom 13. September 
2018 wahrnahm. Darauf reagierte die Polizei mit einem weiteren Schreiben vom 24. September 
2018 und hielt darin an der vorgesehenen Massnahme fest. A.____ nahm mit Eingabe vom 
4. Oktober 2018 ein zweites Mal Stellung und beantragte erneut, von der beabsichtigten Admi-
nistrativmassnahme sei abzusehen. 
 
E. Die Polizei entzog A.____ mit Verfügung vom 10. Dezember 2018 den Führerausweis 
für die Dauer von einem Monat. Zur Begründung wurde unter Verweis auf den Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft E.____ vom 28. Juni 2018 ausgeführt, dass A.____ einen Personenwagen 
gelenkt habe, welcher sich nicht in einem vorschriftsmässigen und betriebssicheren Zustand 
befunden habe. Die festgestellten Mängel an diesem Personenwagen seien als mittelschwere 
Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG zu qualifizieren. 
 
F. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 18. Dezember 2018 Beschwer-
de beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. Er beantragte, die angefochtene Verfü-
gung sei vollumfänglich aufzuheben und auf einen Entzug des Führerausweises sei zu verzich-
ten; unter o/e-Kostenfolge. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Entscheid vom 
26. März 2019 ab und ordnete an, dass A.____ seinen Führerausweis bis spätestens am 
26. April 2019 der Polizei mit eingeschriebenem Brief zuzustellen habe.  
 
G. Gegen den Entscheid des Regierungsrates erhob A.____ mit Eingabe vom 8. April 2018 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragt, es sei der angefochtene Beschluss vom 26. März 2019 
vollumfänglich aufzuheben und auf einen Entzug des Führerausweises zu verzichten. Eventua-
liter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. Als Beweismassnahme wird beantragt, den Leiter der Motorfahrzeugprüfstation 
beider Basel als Sachverständigen beizuziehen zur Frage, ob die vom Beschwerdegegner vor-
gebrachten Fahrzeugmängel eine hohe Gefahr für die Verkehrsteilnehmer hervorgerufen hät-
ten. Eventualiter sei beim Leiter der Motorfahrzeugprüfstation beider Basel eine schriftliche 

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Auskunft zur obigen Frage einzuholen. Subeventualiter sei der Leiter der Motorfahrzeugprüfsta-
tion beider Basel als Zeuge zu befragen.  
 
H. Der Regierungsrat liess sich mit Eingabe vom 6. Mai 2019 vernehmen und schliesst auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wird im Wesentlichen auf den ange-
fochtenen Entscheid verwiesen. Zusätzlich wird angebracht, dass gestützt auf die Fahrzeugex-
pertise ohne weiteres habe festgestellt werden können, dass die beanstandeten Mängel in ihrer 
Gesamtheit eine Verkehrsgefährdung bewirken würden, welche nicht mehr als gering eingestuft 
werden könne. 
 
I. Mit Verfügung vom 9. Mai 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen 
und die Beweisanträge des Beschwerdeführers wurden abgewiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.  
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
2.1 Streitgegenstand bildet die Frage, ob vorliegend – in Übereinstimmung mit den Vor-
instanzen – von einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Verkehrsregeln gemäss 
Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG oder von einer leichten Widerhandlung im Sinne von Art. 16a Abs. 1 
lit. a SVG auszugehen ist. 
 
2.2 Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Wi-
derhandlung (Art. 16a-c SVG). Gemäss Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG begeht eine leichte Wider-
handlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit an-
derer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Die fehlbare Person wird ver-
warnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine 
andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 2 und 3 SVG). In besonders 
leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). Gemäss Art. 16b 
Abs. 1 lit. a SVG begeht eine mittelschwere Widerhandlung, wer durch Verletzung von Ver-

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kehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Nach einer 
mittelschweren Widerhandlung wird der Ausweis für mindestens einen Monat entzogen 
(Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG). Leichte und mittelschwere Widerhandlungen werden als einfache 
Verkehrsregelverletzungen im Sinne von Art. 90 Abs.1 SVG erfasst. Eine schwere Widerhand-
lung begeht, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Si-
cherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Nach einer schweren 
Widerhandlung, welche einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG 
entspricht, wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Art. 16c Abs. 2 
lit. a SVG). Das Vorliegen einer Gefährdung reicht für die Erfüllung der Tatbestände nach 
Art. 16a-c SVG, ein konkreter Schadenseintritt wird nicht vorausgesetzt. 
 
2.3 Die mittelschwere Widerhandlung nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG stellt einen Auf-
fangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Wi-
derhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG (geringe Gefahr für die Sicherheit anderer und 
leichtes Verschulden) und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung 
nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Die Annahme einer schweren Widerhandlung 
setzt kumulativ eine qualifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden vo-
raus. Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung 
hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor. Der Gesetzge-
ber hat bewusst dem Gesichtspunkt der Verkehrsgefährdung ein höheres Gewicht beigemes-
sen. Er hat bei der Revision das Recht des Warnungsentzugs von strafrechtlichen Erwägungen 
stärker verselbständigt und im Hinblick auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit – teilweise 
massiv – verschärft, nicht nur gegenüber Rückfälligen, sondern auch gegenüber Ersttätern 
(BGE 135 II 138 E. 2.2.3 mit Hinweisen).  
 
3.1 Der Regierungsrat erwog, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten eine Situa-
tion geschaffen habe, die geeignet gewesen sei, andere Verkehrsteilnehmer einer Gefahr aus-
zusetzen, weshalb die Polizei zu Recht von einer mittelschweren Verkehrsregelverletzung ge-
mäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ausgegangen sei. Zur Begründung führte der Regierungsrat 
weiter aus, dass der Beschwerdeführer weder den Strafbefehl noch die Fahrzeugexpertise im 
vorliegenden Verfahren inhaltlich in Zweifel ziehe. Bereits zwei der in der Expertise aufgeführ-
ten Mängel würden zu einer erhöhten abstrakten Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern 
führen, was zur Annahme einer mittelschweren Widerhandlung führe. Selbst wenn das Ver-
schulden des Beschwerdeführers als leicht einzustufen wäre, würde dies jedoch nichts an die-
ser Qualifizierung ändern. 
 
3.2 Der Beschwerdeführer bringt hiergegen vor, dass die vom Beschwerdegegner vorge-
brachten Fahrzeugmängel keine erhöhte Gefährdung hervorrufen würden und es unerfindlich 
sei, wie der Beschwerdegegner zu dieser Annahme komme. Der Expertise liessen sich zumin-
dest keine solchen Schlussfolgerungen entnehmen. Ein Experte könne ohne weiteres bestäti-
gen, dass die Ausführungen nicht zutreffen und keine der angeführten Mängel eine hohe Ge-
fahr schaffen würden. Dass das Fahrzeug nur vier Tage nach der Prüfung durch die Motorfahr-
zeugkontrolle ein grosses Gefährdungspotential aufgewiesen habe, sei ohnehin nicht nachvoll-
ziehbar, zumal der Beschwerdeführer in der Zwischenzeit keine Veränderungen an dem Fahr-

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zeug vorgenommen habe. Schliesslich habe der Beschwerdeführer den festgestellten Sachver-
halt im Strafbefehl nicht akzeptiert, vielmehr habe er es aufgrund seiner Ferienabwesenheit 
verpasst, diesen anzufechten. 
 
4.1 Fahrzeuge dürfen nur in betriebssicherem und vorschriftsgemässem Zustand verkeh-
ren. Sie müssen so beschaffen und unterhalten sein, dass die Verkehrsregeln befolgt werden 
können und dass Führer, Mitfahrende und andere Strassenbenützer nicht gefährdet und die 
Strassen nicht beschädigt werden (Art. 29 SVG). Der Führer hat sich zu vergewissern, dass 
Fahrzeug und Ladung in vorschriftsgemässem Zustand sind (Art. 57 Abs. 1 der Verkehrsre-
gelnverordnung [VRV] vom 13. November 1962). Die Verordnung über die technischen Anfor-
derungen an Strassenfahrzeuge (VTS) vom 19. Juni 1995 enthält in Art. 58 Vorschriften betref-
fend die Räder und Reifen. Bei Luftreifen darf das Gewebe nicht verletzt oder blossgelegt sein 
(Art. 58 Abs. 4 Satz 1 VTS). Der Fahrzeugexpertise vom 8. Juni 2018 lässt sich entnehmen, 
dass die äussere Reifenseitenwand des linken Hinterrades eine Blasenbildung aufweise, da der 
Reifenunterbau wohl eine Beschädigung erlitten habe. Dadurch könne die Möglichkeit, dass 
dieser Reifen im Fahrbetrieb platze, nicht ausgeschlossen werden. Zudem wurden in der Exper-
tise weitere Mängel am Fahrzeug festgestellt, wie eine ungenügende Abdeckung der Lauffläche 
der Hinterräder, eine defekte Lagerung der Achse, der Federung bzw. der Schwingungsdämp-
fer, ein eingebauter Federwegbegrenzer, eine ungenügende Wirkung der Feststellbremse, das 
Nichteinhalten der Form und Symmetrie der Standlichter, eine defekte akustische Warnvorrich-
tung, fehlende Nebellichter ohne Anpassung der Schaltung und ein Umbau der Scheibenwi-
scher auf eine Einarm-Ausführung ohne Eintrag im Fahrzeugausweis. In der Expertise wird wei-
ter darauf hingewiesen, dass der Fahrzeughalterin bzw. dem Fahrzeugführer alle erwähnten 
Mängel bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit bekannt gewesen sein müssten. Das Fahrzeug 
dürfe nicht mehr gefahren werden und es sei ein Transportfahrzeug erforderlich. Daraus ergibt 
sich klar, dass sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Verkehrskontrolle nicht in einem vor-
schriftsmässigen und betriebssicheren Zustand befunden hat. Zum selben Schluss kam die 
Staatsanwaltschaft E.____ im Strafbefehl vom 28. Juni 2018, welche sich ebenfalls auf die 
Fahrzeugexpertise vom 8. Juni 2018 gestützt hat. Aus dem Umstand, dass er es aufgrund sei-
ner Ferienabwesenheit versäumt habe, den Strafbefehl anzufechten, kann der Beschwerdefüh-
rer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die Staats-
anwaltschaft ihren Strafbefehl aufgrund eines nicht korrekt festgestellten Sachverhaltes gefällt 
hätte, zumal der Beschwerdeführer die Ausführungen und Schlussfolgerungen der Expertise 
gerade nicht in Frage stellt. Die amtliche Motorfahrzeugkontrolle des Fahrzeugs vier Tage vor 
der Verkehrskontrolle kann daran nichts ändern, da diese lediglich den Ist-Zustand zum Zeit-
punkt der Kontrolle festhält. Das Kontrollergebnis hatte somit keinen Einfluss auf die später er-
folgten Ausführungen in der Expertise und damit auch nicht auf den Strafbefehl. 
 
4.2 Wie der Regierungsrat zu Recht festhält, bedingt die Blasenbildung am linken Hinter-
reifen eine hohe Gefährdung für den Fahrer, Mitfahrende und andere Strassenbenützer, zumal 
der beschädigte Reifen jederzeit platzen und das Manövrieren des Fahrzeugs in unvorherseh-
barer Weise beeinträchtigen kann. Bei einer mangelhaften Bereifung ist zumindest von einer 
erhöhten Unfallgefahr auszugehen (vgl. PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar Strassenver-
kehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Auflage, Zürich/St.Gallen 2015, N 11 zu Art. 93 

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SVG; BGE 98 IV 11 E. 5). Unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, wonach auch 
intakte Reifen jederzeit platzen könnten und es sich vorliegend lediglich um eine kleine Blase 
handle, von welcher keine hohe Gefahr ausgehe. Das Risiko des Platzens ist jedoch bei einem 
mangelhaften Reifen wesentlich höher als bei einem mangelfreien Reifen und bringt somit auch 
ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich. In der Expertise wurde kein Bezug genommen auf die Grösse 
der Blase, sondern ausgeführt, dass der Reifen aufgrund der bestehenden Blase platzen kön-
ne. Ein platzender Reifen kann auch bei geringerer Geschwindigkeit im Innerortsverkehr das 
Lenken des Fahrzeugs verunmöglichen und damit die Sicherheit anderer, vor allem schwäche-
rer Verkehrsteilnehmer stark gefährden. Zudem ist zu bedenken, dass ein Fahrzeuglenker im-
mer, auch bei gutem Wetter, damit rechnen muss, plötzlich auf schlechte Strassenverhältnisse, 
wie nasse oder verschmutzte Fahrbahnen, bspw. bei einer Baustelle, zu stossen, was das Risi-
ko des Platzens eines mangelhaften Reifes deutlich erhöht. Nach dem Gesagten ist bereits 
aufgrund der Blasenbildung am linken Hinterreifen von einer erhöhten Gefährdung der Ver-
kehrssicherheit auszugehen. Inwiefern die weiteren festgestellten Mängel ebenfalls eine erhöh-
te Gefährdung begründen, muss somit nicht beurteilt werden. Zu bemerken ist zumindest auch 
an dieser Stelle, dass in der Expertise aufgrund der beschriebenen Mängel eine Weiterfahrt mit 
dem untersuchten Fahrzeug untersagt wurde. Bei dieser Sachlage erübrigen sich auch die Be-
fragung des Leiters der Motorfahrzeugprüfstation beider Basel, die Einholung einer schriftlichen 
Auskunft bei demselben und ebenso seine Befragung als Zeuge. 
 
5. In Bezug auf das Verschulden führt der Beschwerdeführer aus, dass er zum Zeitpunkt 
des Besteigens des Fahrzeuges keine Kenntnis von den Mängeln insbesondere der Blasenbil-
dung am linken Hinterreifen gehabt habe. Zudem habe beim Fahrzeug vier Tage vor der Ver-
kehrskontrolle eine amtliche Motorfahrzeugprüfung stattgefunden. Wie der Regierungsrat zu 
Recht ausführt, darf nach einer solchen Prüfung grundsätzlich davon ausgegangen werden, 
dass alle sicherheitsrelevanten Komponenten am Fahrzeug überprüft wurden und das Fahr-
zeug in dem Sinne keine Mängel aufweist. Weiter ist mit dem Regierungsrat hingegen festzu-
halten, dass die periodische Motorfahrzeugkontrolle den Fahrer nicht von seiner Pflicht entbin-
det, vor der Fahrt das Fahrzeug dahingehend zu kontrollieren, ob sich dieses in einem betriebs- 
und vorschriftsgemässen Zustand befindet. Wie bereits erwähnt, stellt die amtliche Motorfahr-
zeugkontrolle zudem eine Beurteilung des Ist-Zustands dar und garantiert nicht, dass im An-
schluss an die Prüfung keine Mängel mehr am Fahrzeug auftreten können. In Fällen, in denen 
Reifen Gegenstand von Verkehrsregelverletzungen sind, geht das Bundesgericht regelmässig 
davon aus, dass eine (visuelle) Kontrolle der Reifen durch den Fahrzeugführer eine zumutbare 
Handlung darstelle und deren Unterlassung Fahrlässigkeit begründe (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts 1C_282/2011 vom 27. September 2011 E. 3.5; 6B_694/ 2010 vom 16. Dezember 2010 
E. 10.2.2). Vorliegend war die Blasenbildung am linken Hinterreifen optisch von aussen wahr-
nehmbar und der Beschwerdeführer hätte diesen Mangel erkennen können (vgl. Expertise vom 
8. Juni 2018). Es ist jedoch unbestritten, dass der Beschwerdeführer das linke Hinterrad vor der 
Benützung des Fahrzeugs nicht kontrolliert und die Blasenbildung nicht bemerkt hat, weshalb 
ihm eine Verletzung seiner Sorgfaltspflicht i.S.v. Art. 57 Abs. 1 VRV vorzuwerfen ist. Aus die-
sem Grund ist mindestens von einem leichten Verschulden des Beschwerdeführers auszuge-
hen.  
 

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6. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen hat die Vorinstanz demnach zu Recht eine 
mittelschwere Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG angenommen. Steht eine mit-
telschwere Widerhandlung fest, darf die – hier angeordnete – Entzugsdauer von einem Monat 
als gesetzliche Mindestentzugsdauer (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG) nicht unterschritten werden 
(Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG; BGE 132 II 234, E. 2.2). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie 
die Beweiskosten. Sie werden in der Regel und in angemessenem Ausmass der ganz oder 
teilweise unterliegenden Partei auferlegt. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens sind die Ver-
fahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Partei-
kosten wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat seinen Führerausweis spätestens 30 Tage 

nach Rechtskraft dieses Urteils der Polizei Basel-Landschaft, Adminis-
trativmassnahmen, Brühlstrasse 43, 4415 Lausen, mit eingeschriebenem 
Brief zuzustellen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin