# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7fcc0d6-6c98-5e03-a5a6-de671cb6bc9d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.05.2015 D-3047/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3047-2015_2015-05-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3047/2015 

law/joc 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  M a i  2 0 1 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli,   

Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

zuvor Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 28. April 2015 / N (…). 

 

 

 

D-3047/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer am 16. Februar 2015 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 28. April 2015 – eröffnet am 5. Mai 2015 

– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Ungarn an-

ordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig den Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegwei-

sung beauftragte, die Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss 

Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer verfügte und feststellte, einer 

allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende 

Wirkung zu,  

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit beim SEM einge-

reichter und von diesem am 13. Mai 2015 an das Bundesverwaltungsge-

richt weitergeleiteten Eingabe vom 11. Mai 2015 Beschwerde erhob und 

beantragte, das Asylverfahren sei in der Schweiz durchzuführen,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Mai 2015 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

D-3047/2015 

Seite 3 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Ka-

pitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

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Seite 4 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-

deren Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach  

Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass die Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO nicht direkt, 

sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen (na-

mentlich Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 

1, SR 142.311]) oder internationalen Rechts anwendbar ist (BVGE 2010/45 

E. 5), 

dass Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 vorsieht, dass das SEM aus humanitären 

Gründen ein Gesuch behandeln kann, auch wenn eine Prüfung ergeben 

hat, dass ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass es sich dabei um eine Kann-Bestimmung handelt, die dem SEM über 

die zwingenden Regeln des übergeordneten Rechts hinaus einen gewis-

sen Ermessensspielraum lässt (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.2.2 und BVGE 

2011/9 E. 8.1 f.), 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45
http://links.weblaw.ch/BVGE-2011/9
http://links.weblaw.ch/BVGE-2011/9

D-3047/2015 

Seite 5 

dass seit der Aufhebung von Art. 106 Abs. 1 Bst. c aAsylG per 1. Februar 

2014 der Beschwerdegrund der Unangemessenheit vor dem Bundesver-

waltungsgericht nicht mehr gerügt werden kann, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem zur Publikation vorgesehe-

nen Urteil E-641/2014 vom 13. März 2015 zur Ermessensüberprüfung fest-

hielt, dem Gericht komme im Rahmen von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO 

i.V.m. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 keine Beurteilungskompetenz in Bezug auf 

den Ermessensentscheid des SEM zu, 

dass es daher nur dann eingreift, wenn das Staatssekretariat das ihm ein-

geräumte Ermessen über- beziehungsweise unterschreitet oder miss-

braucht und damit Bundesrecht verletzt,  

dass nach Art. 17 Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO (sog. humanitäre Klausel) 

entweder der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen Schutz 

gestellt worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 

Mitgliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat vor der Ers-

tentscheidung in der Sache jederzeit einen anderen Mitgliedstaat ersuchen 

kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen oder zum Zweck der Zu-

sammenführung verwandter Personen aufzunehmen, wobei die betroffe-

nen Personen dem schriftlich zustimmen müssen,  

dass gemäss Verzeichnung in der Eurodac-Datenbank der Beschwerde-

führer am 8. November 2014 in Ungarn wegen illegaler Einreise registriert 

worden ist (vgl. act. A3/1),  

dass sich der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben vor seiner Ein-

reise in die Schweiz in Ungarn aufgehalten habe, dort jedoch nicht um Asyl 

nachgesucht habe (act. A4/14 S. 6, 8 und 10),  

dass das SEM die ungarischen Behörden daher am 26. Februar 2015 um 

Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO 

ersuchte (vgl. act. A8/7 S. 1 ff.), 

dass die ungarischen Behörden dem SEM am 11. März 2015 mitteilten, der 

Beschwerdeführer habe am 8. November 2014 in Ungarn um Asyl ersucht, 

das Asylverfahren sei jedoch am 8. Dezember 2014 eingestellt worden, da 

er verschwunden gewesen sei,  

dass er am 19. Januar 2015 erneut in Ungarn um Asyl nachgesucht habe, 

kurz darauf aber wieder verschwunden sei, weshalb das Verfahren am 27. 

Februar 2015 eingestellt worden sei,  

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Seite 6 

dass der Übernahme in Anwendung von Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO 

zugestimmt werde (vgl. act. A15/1),  

dass aufgrund dieser Sachlage die Zuständigkeit Ungarns gemäss Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO grundsätzlich gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde einbringt, er habe sein 

Heimatland mit dem Ziel in die Schweiz zu kommen verlassen, um hier 

eine Ausbildung zu geniessen,  

dass er bereits von anderen Staaten nach Ungarn zurückgeschafft worden 

und ihm in Ungarn zwar die Fingerabdrücke abgenommen worden seien, 

er hingegen nicht um Asyl nachgesucht habe und krank gewesen sei, sich 

aber niemand um ihn gekümmert und man ihm angedroht habe, bei einer 

Rückkehr nach Ungarn würde er für ein Jahr ins Gefängnis gesteckt,  

dass er bei einer Rücküberstellung nach Ungarn riskiere, nach Afghanistan 

ausgeschafft zu werden,  

dass das Bundesverwaltungsgericht in einer Analyse der Situation von 

Asylsuchenden in Ungarn und des dortigen Asylverfahrens unter Einbezug 

der aktuellsten Entwicklungen zum Schluss gelangt ist, dass die Überstel-

lung von Asylsuchenden nach Ungarn im Rahmen des Dublin-Regelwerks 

nicht generell die Gefahr einer unmenschlichen oder erniedrigenden Be-

handlung oder einer Verletzung des Prinzips des Non-Refoulements mit 

sich bringt und daher nicht generell unzulässig ist (vgl. Urteil des BVGer E-

2093/2012 vom 9. Oktober 2013 E. 9),  

dass die Vermutung, dieser Staat beachte die den betroffenen asylsuchen-

den Personen im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem zustehenden 

Grundrechte in angemessener Weise (vgl. E. 4.1-4.3), nicht uneinge-

schränkt aufrechterhalten werden kann (analog zu Überstellungen nach 

Malta, vgl. BVGE 2012/27), und daher die Asylbehörden auf der Grundlage 

der jeweils aktuellsten zugänglichen Informationen im Einzel-fall zu prüfen 

haben, ob die betroffene Person im Falle einer Überstellung nach Ungarn 

Gefahr laufen würde, wegen der dortigen Mängel des Asylverfahrens 

und/oder der Aufnahmebedingungen eine Verletzung ihrer Grundrechte zu 

erleiden,  

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Seite 7 

dass diese Person selbst nicht die volle Beweislast zu tragen hat, sondern 

lediglich, aber immerhin, ihre persönlichen Gründe (mit konkreten Hinwei-

sen) geltend zu machen hat, die gegen die Zulässigkeit der Überstellung 

nach Ungarn sprechen könnten (vgl. Urteil E-2093/2012 a.a.O. E. 9.2), 

dass die Behörde aufgrund der geltenden Untersuchungsmaxime ver-

pflichtet ist, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 12 VwVG) und es ihr 

im Rahmen des rechtlichen Gehörs obliegt (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 

VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG), die Vorbringen eines Gesuchstellers entge-

genzunehmen, diese auch wirklich zu hören, sorgfältig zu prüfen und in der 

Entscheidfindung zu berücksichtigen (BVGE 2008/47 mit weiteren Hinwei-

sen), 

dass indessen aber auch dem Beschwerdeführer die Pflicht obliegt, an der 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts mitzuwirken (Art. 8 Abs. 

1 AsylG), 

dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, es bestehe für 

den Beschwerdeführer konkret die Gefahr einer Inhaftierung, einer Nicht-

prüfung seiner Asylgründe oder einer Verletzung des Grundsatzes des 

Non-Refoulements, da er weder anlässlich seiner Befragung noch in der 

Beschwerde konkret dargetan hat, inwiefern sich Ungarn in Bezug auf 

seine Person nicht an die völkerrechtlichen Verpflichtungen halten werde 

(vgl. BVGE 2013/10 E. 5.2 S. 110 ff.), 

dass der Beschwerdeführer auch keine konkreten Hinweise für die An-

nahme dargetan hat, Ungarn würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Richtli-

nie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die in-

ternationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) zustehenden 

minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich bei einer vorüber-

gehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die ungarischen Be-

hörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem 

Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift hinsichtlich seiner Erleb-

nisse in Ungarn als überzeichnet und daher wenig glaubhaft zu erachten 

sind, zumal der Beschwerdeführer in der Befragung zur Person (BzP) vom 

19. Februar 2015 weder erwähnte, dass ihm die ungarischen Behörden mit 

Haft gedroht hätten, noch darlegte, dass er in Ungarn krank gewesen sei, 

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Seite 8 

und er im Rahmen der BzP zudem angab, er sei gesund (vgl. act. A/14 S. 

9),  

dass auch die nach der BzP-Befragung eingetretenen medizinischen Prob-

leme (Hautausschlag, Juckreiz an Händen und Füssen, vgl. act. A12/1) des 

Beschwerdeführers – sollten diese aktuell noch vorhanden sein – nicht ge-

gen eine Überstellung nach Ungarn sprechen, da diese weder in einer 

Weise gravierend sind, als dass eine Überstellung einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK darstellen könnte, noch anzunehmen ist, dem Beschwerde-

führer würde eine allenfalls notwendige ärztliche Behandlung in Ungarn 

verweigert, 

dass schliesslich auch der Einwand, er habe in Ungarn gar kein Asylgesuch 

gestellt, unbegründet ist, da einerseits diese Angabe jener der ungarischen 

Behörden, wonach er – wie erwähnt – zweimal in Ungarn um Asyl nachge-

sucht hat (vgl. act. A15/1), entgegensteht,  

dass andererseits für die Bestimmung des zuständigen Staates die Frage 

nach einer vorgängigen Asylantragstellung keineswegs alleine ausschlag-

gebend ist, sondern mithin die illegale Einreise nach Ungarn die Zustän-

digkeit dieses Dublin-Vertragsstaates begründen kann (vgl. dazu Art. 13 

Abs. 1 i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass demzufolge die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO 

nicht gerechtfertigt ist, 

dass es nach dem Gesagten auch keinen Grund für eine Anwendung der 

Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, zumal sich das SEM in 

seiner Verfügung in sachgerechter Weise mit den in den Ermessensent-

scheid einzufliessenden Parameter des Einzelfalles auseinandersetzte, 

dass an dieser Stelle zudem darauf hinzuweisen ist, dass die Dublin-III-VO 

den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden 

Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- o-

der Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Ungarn angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

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Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–(Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg 

 

 

Versand: