# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b6e32a4-113d-532f-b369-057a2438d5e5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 01.02.2022 S 2021 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2021-11_2022-02-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 11

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuar Gross

URTEIL

vom 1. Februar 2022

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A.________,

vertreten durch CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG,

Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Anspruch nach AVIG

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I. Sachverhalt:

1. A.________, geboren B.________, war zuletzt als Prozessfachmann tätig. 

Am 1. Januar 2020 meldete er einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab selbigem 

Datum an.

2. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2020 teilte das Amt für Industrie, Gewerbe 

und Arbeit Graubünden (nachfolgend KIGA) A.________ mit, dass seine 

Vermittlungsfähigkeit ab Aufnahme des Teilzeitstudiums per 2. Oktober 

2020 bis zum Abschluss seines Teilzeitstudiums an der Fachhochschule 

X._______ von 100 % auf 80 % reduziert werde.

3. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 27. November 2020 

Einsprache mit dem Begehren, es seien ihm die 

Arbeitslosenversicherungstaggelder bei einer Vermittlungsfähigkeit von 

100 % ab 2. Oktober 2020 auszurichten, eventualiter bei mehr als 95 %.

4. Mit Entscheid vom 15. Dezember 2020 wies das KIGA die Einsprache von 

A.________ ab.

5. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 28. 

Januar 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2020 sei aufzuheben.

2. Die Verfügung vom 30. Oktober 2020 sei aufzuheben.

3. Dem Beschwerdeführer seien sämtliche ihm zustehenden Ansprüche zu gewähren, 

insbesondere sei ihm die Arbeitslosenentschädigung für eine Vermittlungsfähigkeit von 

100 % ab 2. Oktober 2020 auszurichten.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er 

beziehe seit Januar 2020 Arbeitslosenentschädigung von 100 %. Um 

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seine Arbeitsmarktchancen zu erhöhen, absolviere er in Eigeninitiative 

und mittels eigener Finanzierung (rund CHF 20'000.--) an der 

Fachhochschule X.______ ein berufsbegleitendes Studium zur Erlangung 

eines 

Executive Master of Business Administration (EMBA) in Smart and Digital 

Marketing in Z._____ im Studienjahr 2020/2021, ab September 2020 bis 

Oktober 2021, wobei der Präsenz-Unterricht vom 2. Oktober 2020 bis 9. 

Juli 2021 stattfinde. Gemäss Lehre und Rechtsprechung sei u.a. zu 

unterscheiden zwischen vollzeitlichem Bachelor-Studium und 

berufsbegleitender Weiterbildung. Seine Weiterbildung erlaube es ihm, 

weiterhin zu 100 % vermittlungsfähig zu sein. Er benötige nicht 60 ECTS-

Punkte, wie das KIGA fälschlicherweise annehme, sondern lediglich 36 

ECTS-Punkte (Direkteinstieg ins EMBA-Studium ohne vorgängige 

Absolvierung von DAS [Diploma of Advanced Studies] und MAS [Master 

of Advanced Studies]). Die Unterrichtszeiten im Zeitraum von weniger als 

10 Monaten könnten über Ferien und Arbeitszeitkompensationen 

ausgeglichen werden. 

6. Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2021 beantragte das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend wurde vorgebracht, der Beschwerdeführer verkenne, dass es 

nicht auf die Studienrichtung ankomme. Fachhochschulen seien 

Universitäten gleichgesetzt, was auch bei der Vergabe der ECTS-Punkte 

berücksichtigt werde. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung sei somit 

gleichermassen auf Studiengänge an Fachhochschulen anzuwenden. 

Nicht massgebend sei die auf der Homepage der Studieneinrichtung 

publizierte Werbung, das Studium sei berufsbegleitend auf eine 

Vollzeitbeschäftigung konzipiert. Auch der Verweis auf die Qualifikation als 

Werkstudent sei unbehelflich, da der Beschwerdeführer sein Studium erst 

während seiner Arbeitslosigkeit aufgenommen habe. Das Vorbringen in 

der Beschwerde, wonach der Beschwerdeführer aufgrund der Befreiung 

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von der Vorstufe MAS lediglich 36 ECTS-Punkte und nicht 60 ECTS-

Punkte erzielen müsse, ändere – soweit er denn zutreffe – nichts an der 

Beurteilung betreffend Vermittlungsumfang, dass der Beschwerdeführer 

dem Arbeitsmarkt nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehe. Unter 

Berücksichtigung des Präsenzunterrichts – jeden zweiten 

Freitagnachmittag und jeden Samstag – und der erforderlichen 

Prüfungsvorbereitungs-, Vor- und Nachbereitungszeit sei der 

Vermittlungsumfang zu Recht auf 80 % einer Vollzeitstelle reduziert 

worden.

7. Am 19. Februar 2021 verzichtete der Beschwerdeführer - unter 

Einreichung der Honorarnote - auf eine Replik.

8. Am 29. Dezember 2021 verlangte das Gericht vom Beschwerdegegner die 

Edition von Akten, die bei Gericht am 7. Januar 2022 eingingen 

(Gerichtsakten F1-F3) und gleichentags als Beilage dem 

Beschwerdeführer zur freigestellten Stellungnahme zugesandt wurden.

9. Nachdem der Beschwerdeführer zuvor mit Schreiben vom 13. Januar 

2022 noch den Verzicht auf eine Stellungnahme erklärt hatte, reichte er 

am 19. Januar 2022 eine Eingabe mit Beilagen ein, was wiederum dem 

Beschwerdegegner am 20. Januar 2022 zur freigestellten Stellungnahme 

mitgeteilt wurde. 

10. Mit Schreiben vom 27. Januar 2022 verzichtete der Beschwerdegegner 

auf die Einreichung einer neuerlichen Stellungnahme.    

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2020 sowie 

auf die im Recht liegenden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid des Beschwerdegegners vom 15. Dezember 2020, 

womit er die Einsprache des Beschwerdeführers gegen die Verfügung 

vom 30. Oktober 2020 abwies und damit das Begehren des 

Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung für eine 

Vermittlungsfähigkeit von 100 % ab 2. Oktober 2020 ablehnte. Nach Art. 

1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 

837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 

Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen 

Versicherungsgericht erhoben werden. Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. 

Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 

837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 

(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Verwaltungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der 

angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Beschwerdegegner als 

kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die 

örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gegeben ist. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100).

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1.2. Als Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung auf, weshalb er zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert ist (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) 

ist daher – mit Ausnahme des Beschwerdebegehrens gemäss Ziff. 2 

(nachfolgend E.1.3.) – einzutreten. 

1.3. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch 

den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche 

Verfügung ersetzt. Für eine spätere richterliche Beurteilung sind denn auch 

grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des 

strittigen Einspracheentscheids massgebend (BGE 142 V 337 E.3.2.1 in 

fine, 140 V 70 E.4.2, 133 V 50 E.4.2.2, 132 V 368 E.6.1 in fine, 131 V 407 

E.2.1.2.1). Auf das Begehren um Aufhebung der Verfügung vom 30. 

Oktober 2020 laut Ziff. 2 in der Beschwerde ist deshalb nicht einzutreten 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_648/2020 vom 21. Januar 2021 E.1.2).

2. Streitig und zu prüfen ist der anrechenbare Arbeitsausfall als 

Anspruchsvoraussetzung für Arbeitslosenentschädigung des 

Beschwerdeführers ab Aufnahme des Teilzeitstudiums per 2. Oktober 2020 

bis zum Abschluss seines Teilzeitstudiums an der Fachhochschule 

X._____. Dabei geht der Beschwerdegegner von einem Umfang von 80 %, 

der Beschwerdeführer dagegen von einem solchen von 100 % einer 

Vollzeitstelle aus.

3.1.1. Zunächst darf festgestellt werden, dass vorliegendenfalls die 

Vermittlungsfähigkeit als eine der Anspruchsvoraussetzungen für 

Arbeitslosenentschädigung (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG) gemäss Verfügung 

vom 30. Oktober 2020 nicht strittig ist (vgl. Akten des Beschwerdegegners 

[Bg-act.] 6). Vermittlungsfähig ist, wer bereit, in der Lage und berechtigt ist, 

eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen 

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teilzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit 

enthält folgende Elemente, welche kumulativ erfüllt sein müssen: Die 

Vermittlungsbereitschaft (subjektives Element), die Arbeitsfähigkeit 

(objektives Element), die Arbeitsberechtigung (objektives Element) sowie 

die Bereitschaft zur Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen (Praxis 

über die Arbeitslosenentschädigung [AVIG-Praxis ALE], vom Januar 2022, 

herausgegeben vom Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], Rz. B215). 

Die Teilelemente der Vermittlungsfähigkeit (Bereitschaft, in der Lage sein, 

Berechtigung) sind aufgrund der persönlichen Umstände der betreffenden 

versicherten Person abzuklären und zu bestimmen (KUPFER BUCHER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2019, S. 89). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit 

schliesst gemäss Rechtsprechung graduelle Abstufungen aus. Kann die 

versicherte Person nur im Umfang von weniger als 20 % einer 

Vollzeitbeschäftigung eine Arbeit annehmen, liegt Vermittlungsunfähigkeit 

vor (AVIG-Praxis ALE, Rz. B218; BGE 145 V 399 E.2.2; 136 V 95 E.5.1; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2021 vom 24. August 2021 E.3.2; vgl. 

auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 17 

43 vom 22. Mai 2017 E.3.a). 

3.1.2. Bei Studierenden gelten nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nur 

diejenigen Studierenden als vermittlungsfähig, welche als eigentliche 

Werkstudenten bereit und in der Lage sind - allenfalls unter Inkaufnahme 

eines zeitlich erheblich verlängerten Studienganges -, neben dem Studium 

einem dauerhaften Voll- oder Teilzeiterwerb nachzugehen (BGE 120 V 385 

E.3b, 4a). Dies sind Studierende, welche vor Eintritt der Arbeitslosigkeit 

erwerbstätig gewesen sind, das Studium nebenbei absolvieren und 

weiterhin zu einer dauerhaften Erwerbstätigkeit bereit und im Stande sind. 

Bei einem Werkstudenten kann die Vermittlungsfähigkeit bejaht werden, 

wenn eindeutig feststeht, dass er bereit und in der Lage ist, sein Studium 

als berufsbegleitendes Studium zu organisieren. Dies ist aufgrund 

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objektiver Kriterien zu prüfen, die Willensäusserung des Versicherten allein 

genügt nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_404/2016 vom 5. 

Dezember 2016 E.4.4; BGE 122 V 265 E.4). Nicht vermittlungsfähig sind 

hingegen Studierende, welche nur für kürzere Zeitspannen oder 

sporadisch (beispielsweise während der Semesterferien) eine Arbeit 

ausüben wollen (vgl. BGE 136 V 231 E.6.2, 120 V 385 E.4c/cc; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_404/2016 vom 5. Dezember 2016 E.3.3). Die 

Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers während des 

Teilzeitstudiums an der Fachhochschule X._____ zur Erlangung eines 

Executive Master of Business Administration (EMBA) in Smart and Digital 

Marketing ist – wie bereits gesagt – vorliegend nicht strittig und zu bejahen.

3.2. Die Vermittlungsfähigkeit ist zu unterscheiden vom anrechenbaren 

Arbeitsausfall. Dabei handelt es sich um eine Anspruchsvoraussetzung 

(Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG), welche erfüllt ist, wenn der Arbeitsausfall einen 

Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende 

volle Arbeitstage dauert (Art. 11 Abs. 1 AVIG). Andererseits ist der 

anrechenbare Arbeitsausfall auch eine Regelung über die 

Entschädigungsbemessung, indem sich Dauer und Ausmass des 

Arbeitsausfalls auf den Umfang des Taggeldanspruchs auswirken (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2014 vom 8. Juli 2014 E.5.1.1 m.H.). 

Der anrechenbare Arbeitsausfall bestimmt sich grundsätzlich im Vergleich 

zum letzten Arbeitsverhältnis vor Eintritt der (Teil-)Arbeitslosigkeit (vgl. 

BGE 143 V 168 E.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_674/2014 vom 5. Mai 

2015 E.4.2.3, 8C_126/2014 vom 8. Juli 2014 E.5.1.2; BGE 125 V 51 

E.6c/aa; KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 90 und 93 f.). Der Arbeitsausfall ist in 

der Regel aufgrund der im Beruf oder im Erwerbszweig des Versicherten 

allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 46). 

Es wird geprüft, was der Versicherte "an Verdienst einbringender 

Arbeitszeit verloren hat" (GERHARDS, Kommentar zum 

Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG), Bd. I [Art. 1-58], 1988, Art. 11 Rz. 

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14). Es kommt weiter darauf an, in welchem zeitlichen Umfang die 

versicherte Person bereit, berechtigt und in der Lage ist, eine zumutbare 

Arbeit aufzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen 

(vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_674/2014 vom 5. Mai 2015 

E.4.2.3; 8C_126/2014 vom 8. Juli 2014 E.5.1.2; VGU S 15 69 vom 3. Mai 

2016 E.4).

3.3. Nach Art. 21 AVIG wird die Arbeitslosenentschädigung als Taggeld 

ausgerichtet. Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt (AVIG-

Praxis ALE Rz. C68). Die Arbeitslosenversicherung entschädigt somit fünf 

von sieben Wochentagen. Kann sich ein Versicherter während eines Tages 

pro Woche nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, so wird dieser 

Tag von den fünf Arbeitstagen abgezogen, nicht von den zwei Freitagen. 

Als ausgefallener voller Arbeitstag gilt jeder Wochentag von Montag bis 

Freitag, an dem der arbeitslose Versicherte ganz arbeitslos ist.  

3.4. Nach Auffassung des Gerichts ist der anrechenbare Arbeitsausfall eines 

vollzeitlichen Bachelor-Studenten einer mathematisch-

naturwissenschaftlichen Fakultät einer Universität, für den eine 

Vermittlungsfähigkeit verneint wurde (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts C 116/06 vom 8. August 2006), nicht gleichzusetzen 

mit einem wie vorliegendenfalls berufsbegleitenden Weiterbildungsstudium 

an einer Fachhochschule, bei dem ein Studierender nebst dem Studium 

voll berufstätig ist bzw. sein kann und das rund 10 Monate dauert (vgl. dazu 

Executive Master of Business Administration [EMBA]  - Smart and Digital 

Marketing an der Fachhochschule X._____ 

https://www.fhgr.ch/weiterbildung/management/executive-mba/smart-and-

digital-marketing/; letztmals besucht am 1. Februar 2022). Die 

Argumentation des Beschwerdegegners im angefochtenen 

Einspracheentscheid, dass es nicht auf die Studienrichtung ankomme, weil 

Fachhochschulen Universitäten "anerkanntermassen gleichgesetzt" seien, 

https://www.fhgr.ch/weiterbildung/management/executive-mba/smart-and-digital-marketing/
https://www.fhgr.ch/weiterbildung/management/executive-mba/smart-and-digital-marketing/

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was auch bei der Vergabe von ECTS-Punkten berücksichtigt werde, geht 

fehl, weil nicht die Vergabe von ECTS-Punkten oder die Studieneinrichtung 

einer Universität bzw. einer Fachhochschule eine Gleichsetzung 

repräsentieren, sondern weil der konkret notwendige Arbeitsaufwand den 

Unterschied macht zwischen einem vollzeitlichen Bachelorstudium mit 60 

ECTS-Punkten jährlich einerseits und einem berufsbegleitenden 

Weiterbildungsstudium mit 36 ECTS-Punkten insgesamt andererseits 

(siehe obigen Link der Fachhochschule X._____ zum EMBA in Smart and 

Digital Marketing in Erwägung 3.4.). Die für den fachhochschulischen 

EMBA notwendigen 36 ECTS-Punkte gliedern sich in 24 ECTS-Punkte für 

die fünf Unterrichts-Module inklusive Intensivwoche und in 12 ECTS-

Punkte für die Master Thesis. Der EMBA richtet sich an Studierende, die 

bereits über vertiefte Managementkenntnisse verfügen und entweder 

vorgängig die zweite Stufe (MAS) absolviert haben oder aufgrund ihrer 

Vorbildung oder ihres Erfahrungsschatzes über das erforderliche Wissen 

und entsprechende Fähigkeiten verfügen. Ein Direkteinstieg auf Stufe 

EMBA ist somit möglich. Der Beschwerdeführer wurde direkt zum EMBA-

Studium zugelassen, ohne vorgängig das Diploma of Advanced Studies 

(DAS) und/oder den Master of Advanced Studies (MAS) absolvieren zu 

müssen, da er aufgrund seiner Vorbildung über entsprechendes Wissen 

und entsprechende Fähigkeiten verfügt, was der Beschwerdegegner in 

seiner Einschätzung verkannte. Ein ECTS-Punkt entspricht einem 

durchschnittlichen Arbeitsaufwand (Workload) von 30 Stunden (so 

ebenfalls Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2014 vom 5. Mai 2015 

E.4.2.3). Dies zeigt, dass der Arbeitsaufwand für die vorliegend zu 

beurteilende Weiterbildung (36 ECTS-Punkte insgesamt) wesentlich 

geringer ist als für ein Vollzeitstudium (60 ECTS-Punkte jährlich). 

3.5. Kennzeichnend für eine berufsbegleitende Weiterbildung ist, dass sie 

neben einer Erwerbstätigkeit, d.h. während der Freizeit, absolviert wird. 

Absolventen einer berufsbegleitenden Weiterbildung stehen dem 

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Arbeitsmarkt im gleichen Umfang zur Verfügung, wie sie vor Verlust der 

Arbeitsstelle bzw. in einem Zwischenverdienst tätig waren (KUPFER 

BUCHER, a.a.O., S. 94). Dass der Beschwerdeführer einen Grossteil der 

Weiterbildung in der Freizeit absolvierte, ist vorliegend zweifellos und 

unbestrittenermassen der Fall, besuchte er den Unterricht ab dem 2. 

Oktober 2020 bis am 9. Juli 2021 knapp alle zwei Wochen teils freitags 

nachmittags von 13.30 bis 19.30 Uhr, teils samstags von 08.30 bis 15.30 

Uhr in Z._____. Letzteres fiel unbestrittenermassen in die Freizeit.

3.6. Das Studium EMBA in Smart and Digital Marketing an der Fachhochschule 

X._____ umfasst 37 Unterrichtstage inklusive einem Blocktag und einer 

Intensivwoche (Montag bis Freitag). Der Unterricht findet in der Regel 

freitags von 13.30 bis 19.30 Uhr und samstags von 8.30 bis 15.30 Uhr statt 

– wenn auch gemäss Stundenplan (vgl. Akten des Beschwerdeführers [Bf-

act.] 4) nur ca. alle zwei Wochen. Das Studium begann im September 2020 

mit einem Kick-off – konkret im Studienjahr 2020/2021 am Samstag, 5. 

September 2020 – und der (Präsenz-)Unterricht endete im Juli des 

darauffolgenden Jahres – konkret dauerte der (Präsenz-)Unterricht vom 

Freitag 2. Oktober 2020 bis am Freitag, 9. Juli 2021. Abgabetermin für die 

Master Thesis war der 31. Oktober 2021. 

3.7. Der Beschwerdegegner sieht es als erwiesen an, dass der 

Beschwerdeführer dem Arbeitsmarkt nicht uneingeschränkt zur Verfügung 

stand, nämlich nicht aufgrund belegter Abwesenheiten vom 

Einsatzprogramm KADES am 2., 16. und 30. Oktober 2020 sowie aufgrund 

des Unterrichts an jedem zweiten Freitagnachmittag und jedem Samstag 

sowie aufgrund der erforderlichen Prüfungsvorbereitungs-, Vor- und 

Nachbereitungszeit. 

3.7.1. Dazu ist festzustellen, dass die Abwesenheiten des Beschwerdeführers 

vom Einsatzprogramm KADES tatsächlich belegt sind und an den 

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betreffenden drei Freitagnachmittagen am 2., 16. und 30. Oktober 2020 als 

"Ferien" vermerkt wurden (Bf-act. 5 und 6 sowie edierte Gerichtsakte F2). 

Für den Monat Oktober 2020 ist somit ausgewiesen, dass der 

Beschwerdeführer im Einsatzprogramm KADES war und nicht aufgrund 

seiner Weiterbildung an der Annahme einer zumutbaren Arbeitsstelle 

gehindert wurde. Zudem hat er sich im Oktober 2020 auf 10 Vollzeitstellen 

beworben, so dass er seinen Pflichten vollumfänglich nachkam (Bf-act. 8). 

Dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsbemühungen vernachlässigt oder 

andere arbeitslosenversicherungsrechtliche Pflichten verletzt hätte, ist 

nicht behauptet und es bestehen auch keine Hinweise darauf.

3.7.2. Der Arbeitsaufwand für den EMBA beinhaltet mit den 36 ECTS-Punkten 

neben dem Besuch der Lehrveranstaltungen auch die Zeiten für Vor- und 

Nachbereitung der Veranstaltungen, Prüfungen und die Zeit des 

Selbststudiums (siehe obigen Link der Fachhochschule X._____ zum 

EMBA in Smart and Digital Marketing in Erwägung 3.4.). Die Darstellung 

des Beschwerdeführers, wonach die Anzahl Prüfungen sehr gering ist und 

die Notenvergabe für jedes Modul hauptsächlich auf Basis von 

Gruppenarbeiten erfolgt, die während der Schulung präsentiert werden, 

blieb von Seiten des Beschwerdegegners unwidersprochen und es liegen 

keine Hinweise darauf vor, dass sie unrichtig wäre. Deswegen gab es keine 

Prüfung mit entsprechend benötigter zusätzlicher Prüfungszeit, wie vom 

Beschwerdegegner angenommen, sondern es galt, den Unterricht in den 

fünf Modulen zwischen Oktober 2020 und Juli 2021 zu besuchen, was 

zusammen mit Vor- und Nachbereitung oder Selbststudium einen 

Arbeitsaufwand von 24 ECTS-Punkten bedeutete, und (anschliessend) 

eine Masterarbeit zu verfassen, welche in den insgesamt 36 ECTS-

Punkten mit 12 ECTS-Punkten mitenthalten war (siehe obigen Link der 

Fachhochschule X._____ zum EMBA in Smart and Digital Marketing in 

Erwägung 3.4.). Somit gab es keine zusätzlichen Zeiten für 

Prüfungsvorbereitung oder Vor- und Nachbereitung zu berücksichtigen. 

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Die diesbezügliche Argumentation des Beschwerdegegners für einen 

anrechenbaren Arbeitsausfall von 80 % geht fehl.

3.7.3. Es ist – abweichend vom Vorbringen des Beschwerdegegners – 

festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht jeden zweiten Freitag-

Nachmittag und jeden Samstag am Unterricht teilzunehmen hatte. Geht es 

um die Bestimmung des anrechenbaren Ausfalls an den Werktagen (Art. 

21 AVIG), sind folgende Unterrichtszeiten massgebend:

Im ersten Studienmonat (Oktober 2020) fanden jeweils an den drei Freitag-

Nachmittagen 2., 16. und 30. Oktober 2020 Vorlesungen statt, an denen 

der Beschwerdeführer teilnahm und sich dafür vom Einsatzprogramm 

KADES dispensieren liess ("Ferien"; "AM-Bescheinigung" gemäss edierter 

Gerichtsakte F2). 

Weitere dreizehn Freitag-Nachmittage mit Unterricht waren der 13. 

November 2020, 15. Januar 2021, 29. Januar, 12. Februar, 26. Februar, 

12. März, 26. März, 16. April, 7. Mai, 28. Mai, 11. Juni, 2. Juli, 9. Juli. 

Am 5. Februar 2021 und 4. Juni 2021 waren zwei Reserve-Freitag-

Nachmittage vorgesehen.

Hinzu kamen 1 Blocktag am Donnerstag 12. November 2020 sowie 5 

Blocktage von Montag bis Freitag 30. November bis 4. Dezember 2020.

3.7.4. Der Beschwerdeführer hatte somit in den 41 Studienwochen vom 2. 

Oktober 2020 bis 9. Juli 2021 an 16 Freitag-Nachmittagen Unterricht zu 

absolvieren, unter Ausserachtlassung der jeweiligen Samstage, die den 

Grossteil der Unterrichtszeiten ausmachten und in die Freizeit fielen (Bf-

act. 4). Rechnet man auch die zwei Reserve-Freitag-Nachmittage hinzu, 

sind es 18 Freitag-Nachmittage in 41 Studienwochen (Bf-act. 4). Zusätzlich 

fand Unterricht an 6 Blocktagen statt, d.h. werktags am Donnerstag 12. 

November 2020 und in der Woche vom Montag bis Freitag 30. November 

2020 bis 4. Dezember 2020 (Bf-act. 4). Im Übrigen darf davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer die Masterarbeit in der 

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Freizeit ab Juli 2021 verfasste und sie spätestens am Abgabetermin 31. 

Oktober 2021 einreichte.

3.7.5. Gemäss Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2014 vom 5. Mai 2015 E.4.2.3 

ist die Absolvierung eines vierjährigen Fernstudiums in Betriebsökonomie 

an einer Fachhochschule, welches 45 ECTS-Punkte pro Jahr erfordert, 

nebst einem 100 %-Arbeitspensum möglich; es wurde ein voller 

anrechenbarer Arbeitsausfall bejaht. Zwar handelt es sich vorliegend nicht 

um ein Fernstudium ohne Anwesenheitspflicht wie im obgenannten 

Bundesgerichtsentscheid, welches gänzlich orts- und zeitunabhängig von 

statten geht, sondern um ein Studium mit Unterricht. Gleichzeitig handelt 

es sich aber – wie soeben gezeigt - um einen wesentlich kürzeren, 

berufsbegleitenden Teilzeit-Studiengang von rund 1 Jahr, davon 

Unterrichtszeiten in weniger als 10 Monaten, der überdies auch bloss 36 

ETCS-Punkte erfordert. Ein MBA-Titel wird häufig berufsbegleitend und 

auch nach langjähriger Berufstätigkeit erworben. Die Studienbroschüre des 

EMBA in Smart and Digital Marketing der Fachhochschule X._____ hält 

denn auch explizit fest, dass die Organisation des 

Weiterbildungsprogramms berücksichtigt, dass die Teilnehmenden 

während des Studiums voll berufstätig sind (siehe obigen Link der 

Fachhochschule X._____ zum EMBA in Smart and Digital Marketing in 

Erwägung 3.4.). Ein MBA-Titel zielt darauf ab, durch Erlangung zusätzlicher 

Kenntnisse die Berufsaussichten zu verbessern. Der Beschwerdeführer 

wurde direkt ins EMBA-Programm zugelassen, weil er über vertiefte 

Managementkenntnisse verfügte und aufgrund seiner Vorbildung 

entsprechendes Wissen und entsprechende Fähigkeiten im Bereich 

Marketing 4.0 besass. Die von ihm aufgenommene Weiterbildung EMBA in 

Smart and Digital Marketing darf als praxisbezogener Lehrgang zur 

berufsbegleitenden Weiterbildung und Vertiefung verstanden werden, in 

welchem die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus dem betrieblichen 

Umfeld einbringen und ihrem Unternehmen durch das erlangte Wissen zu 

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grösserer Wettbewerbsfähigkeit verhelfen können (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_922/2014 vom 26. Mai 2015 E.4.2). Diese 

gegenseitige Nutzbringung ist auch im vorliegenden Fall zu bejahen, war 

der Beschwerdeführer doch in letzter Anstellung als "Senior Process 

Analyst Sales & Marketing" bei Y._____ tätig und der thematische 

Sachzusammenhang mit seiner vorliegend zu beurteilenden Weiterbildung 

ohne weiteres ersichtlich. Bei dieser Sachlage ist überwiegend 

wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer mit einem neuen Arbeitgeber 

eine Einigung gefunden hätte, um ihm den Besuch der noch ausstehenden 

Unterrichtseinheiten bis im Sommer 2021 zu ermöglichen. Da dies auch für 

einen neuen Arbeitgeber von Nutzen gewesen wäre, ist überwiegend 

wahrscheinlich, dass dieser ihm den Bezug von Ferien oder unbezahlten 

Urlaubstagen oder Arbeitszeitkompensation bzw. Home-Office-Tätigkeit 

bewilligt hätte. So wäre der Annahme einer neuen Vollzeitstelle nichts im 

Wege gestanden und der Beschwerdeführer hätte auch vor Ende seiner 

EMBA-Weiterbildung eine neue Vollzeitstelle antreten können, ohne seine 

Weiterbildung abbrechen zu müssen. Die vom Beschwerdeführer 

entwickelte Eigeninitiative, auf eigene Kosten seine Chancen auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt zu wahren oder zu verbessern, ist achtenswert 

und es ist im vorliegenden Einzelfall kein Grund erkennbar, sie zu 

sanktionieren. Zudem ist keine Disposition ersichtlich, dass der 

Beschwerdeführer seine Vermittlungsfähigkeit reduziert hätte oder dass er 

aufgrund seiner Weiterbildung eine zumutbare Stelle nicht angenommen 

hätte. Überblickt man im besagten Zeitraum von knapp 9 ½ Monaten die 

Präsenzzeiten des Beschwerdeführers für seine berufsbegleitende EMBA-

Weiterbildung, so ist überwiegend wahrscheinlich, dass diese 

Weiterbildung den Beschwerdeführer nicht davon abhielt, eine 

Vollzeitstelle anzunehmen, denn er war dazu subjektiv bereit, und objektiv 

dazu berechtigt und in der Lage. Folglich ist ein voller anrechenbarer 

Arbeitsausfall zu bejahen. 

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3.8. In antizipierter Beweiswürdigung kann auf Zeugenbefragungen des 

Studienleiters und von Kommilitonen/Innen sowie auf eine Parteibefragung 

verzichtet werden, da sie keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu liefern 

vermögen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 

2020 E.3.2.1).

3.9. Es ist somit die Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung 

des Beschwerdeführers ab Aufnahme des Teilzeitstudiums per 2. Oktober 

2020 bis zum Abschluss seines Teilzeitstudiums an der Fachhochschule 

X._____ beruhend auf einer Vermittlungsfähigkeit von 100 % und auf 

einem vollen anrechenbaren Arbeitsausfall von 100 % zu bejahen.

4.1. In Gutheissung der Beschwerde ist der Einspracheentscheid des 

Beschwerdegegners vom 15. Dezember 2020 aufzuheben und es ist 

festzustellen, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Arbeitslosenentschädigung ab Aufnahme der Weiterbildung Executive 

Master of Business Administration (EMBA) an der Fachhochschule 

X._____ per 2. Oktober 2020 auf einer Vermittlungsfähigkeit von 100 % 

und auf einem vollen anrechenbaren Arbeitsausfall von 100 % beruht. Im 

Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

4.2. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 

Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht 

bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich 

mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das 

AVIG keine Kostenpflicht statuiert und Mutwilligkeit oder Leichtsinn nicht 

vorliegen, sind dem Beschwerdegegner keine Kosten aufzuerlegen.

4.3. Aussergerichtlich hat der Beschwerdegegner den durch die CAP 

Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG vertretenen 

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Beschwerdeführer nach Art. 61 lit. g ATSG zu entschädigen. Die ins Recht 

gelegte Honorarnote vom 19. Februar 2021 in der Höhe von CHF 5'229.65 

für einen Aufwand von 20.3 Std. à CHF 230.-- zuzüglich Spesen 4 % und 

Mehrwertsteuer (MWST) ist nicht detailliert aufgeschlüsselt und umfasst 

zahlreiche Positionen aus der Zeit vor dem angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2020. Auch die 4 % Barauslagen 

übersteigen die Praxis des Verwaltungsgerichts Graubünden von 3 % 

(statt vieler: vgl. VGU S 2019 23 vom 3. Juni 2020 E.12.2.2.). Zudem ist 

der Wortlaut der Beschwerde in weiten Teilen deckungsgleich mit der 

Einsprache vom 27. November 2020. Es ist somit gerechtfertigt, von der 

Honorarnote abzuweichen. Das Gericht erachtet eine Pauschale von CHF 

1'500.-- (inkl. Barauslagen und MWST) für angemessen.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid des Amtes 

für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden vom 15. Dezember 2020 

aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Anspruch von A.________ 

auf Arbeitslosenentschädigung ab Aufnahme der Weiterbildung Executive 

Master of Business Administration (EMBA) per 2. Oktober 2020 auf einer 

Vermittlungsfähigkeit von 100 % und auf einem vollen anrechenbaren 

Arbeitsausfall von 100 % beruht. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden hat A.________ 

einen Parteikostenersatz von pauschal CHF 1'500.-- (inkl. Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) zu leisten.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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5. [Mitteilungen]