# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6401e1c-7c7a-555a-956c-f507339bf11f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.05.2008 D-1031/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1031-2008_2008-05-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1031/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  M a i  2 0 0 8

Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Gérald Bovier, 
Richter Blaise Pagan,
Gerichtsschreiberin Katarina Umegbolu.

A._______, geboren (...), alias 
B._______, geboren (...), Angola, 
vertreten durch Martin Kreis, c/o Silvan Ulrich Advokat, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
17. Januar 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1031/2008

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer,  ein angolanischer Staatsangehöriger aus der 
Ethnie der (...), verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge 
zusammen mit seinen Eltern und seinen drei jüngeren Schwestern am 
8. Juli 2003. Per Flugzeug gelangte die Familie von L._______, Angola 
nach  Italien,  von  wo  aus  der  Beschwerdeführer,  seine  Mutter  und 
seine drei Schwestern zirka eine Woche später illegal in die Schweiz 
einreisten.  Bereits  zuvor  gelangte  der  Vater  des  Beschwerdeführers 
getrennt von der Familie ebenfalls illegal in die Schweiz. Am 16. Juli 
2003  ersuchten  der  Beschwerdeführer,  seine  Mutter  und  die 
Schwestern  im  Empfangszentrum  E._______  um  Asyl,  worauf  sie 
durch das Bundesamt ans Empfangszentrum C._______ überwiesen 
wurden.  Dort  wurde  der  Beschwerdeführer  am  4.  August  2003 
summarisch befragt. Gleichentags fand die Erstbefragung der Mutter 
statt. In der Folge wurden der Beschwerdeführer, seine Mutter und die 
Schwestern  mit  Verfügung  vom  7.  August  2003  für  den  weiteren 
Verlauf des Asylverfahrens dem Kanton D._______ zugewiesen, wohin 
ihnen der Vater, welcher seinerseits am 21. Juli 2003 ein Asylgesuch 
gestellt hatte, im Oktober 2003 folgte. Am 28. August 2003 hörte das 
Bundesamt  den  Beschwerdeführer  sowie  dessen  Mutter  zu  den 
Asylgründen und dem Reiseweg an. Der Vater des Beschwerdeführers 
wurde am 6. November 2003 von der zuständigen kantonalen Behörde 
befragt.

B.
Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im Wesent-
lichen geltend, einzig wegen der Probleme seiner Eltern aus dem Hei-
matland ausgereist zu sein. Diese seien Mitglieder der FLEC (Frente 
Liberacao do Estado de Cabinda) gewesen und in diesem Zusammen-
hang mit den staatlichen Behörden in Konflikt geraten. Nach der Flucht 
seiner Eltern aus dem Gefängnis in Luanda im Juli 2003 habe er zu-
sammen mit diesen und seinen drei jüngeren Schwestern Angola ver-
lassen.

C.
Am 19. Februar 2004 gingen beim BFM von unbekannter Person über-
mittelte Kopien diverser angolanischer und portugiesischer Identitäts-
dokumente  des  Beschwerdeführers  und  seiner  Familienangehörigen 
ein. Bei den für die Person des Beschwerdeführers relevanten Doku-

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menten handelte es sich um die Personalienseite eines angolanischen 
Reisepasses (...) versehen mit der Fotografie des Beschwerdeführers 
sowie um eine portugiesische Aufenthaltserlaubnis (...).

D.
Mit  Telefax  vom  29.  März  2004  bestätigte  das  „C._______“  in 
Frankreich auf Nachfrage des Bundesamtes hin die Ausstellung einer 
portugiesischen  provisorischen  Aufenthaltsbewilligung  (...).  Des 
Weiteren bestätigte eine im Auftrag des BFM erfolgte Abklärung der 
Schweizerischen  Botschaft  (...)  beim  (...)  Dienst  für  Ausländer  und 
Grenzen die Richtigkeit der vorgenannten Angaben.

E.
Mit Schreiben vom 8. Juni 2004 gewährte das BFM den Eltern des Be-
schwerdeführers, welcher unter der Identität B._______, geboren am 
(...),  sein Asylgesuch eingereicht hatte und somit im Juni 2004 noch 
nicht volljährig war, das rechtliche Gehör zu den Abklärungsresultaten 
betreffend  ihren  Sohn.  Das  BFM  teilte  den  Eltern  des 
Beschwerdeführers  mit,  dass  gestützt  auf  die  Abklärungsergebnisse 
sowie gestützt auf die Kopie der Personalienseite des angolanischen 
Reisepasses  das  Geburtsdatum  ihres  Sohnes  mit  (...)  erfasst  und 
A._______ damit volljährig sei.

F.
Mit Schreiben vom 12. Juni 2004 nahm der Vater des Beschwerdefüh-
rers Stellung zu den obgenannten Abklärungsdaten. In seiner Eingabe 
hielt er im Wesentlichen fest, dass ihm die Person A._______ geboren 
am (...)  unbekannt  sei,  es sich folglich  dabei  nicht  um seinen Sohn 
B._______, geboren am (...),  handeln würde und sich sein Sohn bis 
dato auch nie in Europa aufgehalten habe. 

G.
Mit Schreiben vom 5. September 2005 teilte das BFM dem Beschwer-
deführer mit, dass in der Stellungnahme vom 12. Juni 2004 nichts vor-
gebracht worden sei,  was die bisherigen Abklärungsergebnisse hätte 
in  Zweifel  ziehen  können.  Für  den  weiteren  Verlauf  des  Verfahrens 
werde er  daher  unter  den Personalien  A._______,  geboren am (...), 
geführt  und sein  Asylgesuch  von demjenigen seiner  Eltern  getrennt 
weiterbehandelt.  Ferner  wurde  der  Beschwerdeführer  aufgefordert, 
das Original seines angolanischen Reisepasses einzureichen. 

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H.
Mit Schreiben vom 8. August (recte: September) 2005 nahm der Be-
schwerdeführer  dazu Stellung. Dabei  hielt  der Beschwerdeführer  so-
wohl an seinen bisherigen Identitätsangaben als auch an seiner Schil-
derung des Reiseweges fest. Ferner wies der Beschwerdeführer da-
rauf hin, dass er über keinen Reisepass verfüge, und dass er mit der 
Umdatierung seines Geburtsdatums sowie der Verfahrenstrennung von 
seinen Eltern nicht einverstanden sei.

I.
Mit Verfügung vom 14. November 2005 trat das BFM auf das Asylge-
such des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art.  32  Abs. 2  Bst. b  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht ein, verfügte 
die  Wegweisung aus der  Schweiz  und ordnete  den Vollzug an. Hin-
sichtlich der Eltern des Beschwerdeführers sowie der drei minderjähri-
gen  Schwestern  erliess  das  BFM eine  separate  Verfügung  gleichen 
Datums.

J.
Die gegen die Verfügungen vom 14. November 2005 sowohl durch den 
Beschwerdeführer als auch durch dessen Eltern gemeinsam mit den 
Schwestern gerichteten Beschwerden hiess die Schweizerische Asyl-
rekurskommission (ARK) mit gemeinsamem Urteil vom 15. Dezember 
2006 gut, und hielt fest, die Voraussetzungen für ein Nichteintreten we-
gen Identitätstäuschung seien nicht  erfüllt. Die Asylgesuche des Be-
schwerdeführers respektive seiner Eltern sowie der Schwestern wur-
den daraufhin zur materiellen Prüfung an das BFM zurückgewiesen. In 
der Folge nahm die Vorinstanz die Asylverfahren des Beschwerdefüh-
rers und dessen Familie wieder auf.

K.
Mit Schreiben vom 15. Mai 2007 ersuchte das BFM das „C._______“ in 
U._______,  Frankreich  um  einen  Fingerabdruckvergleich,  um 
abzuklären,  ob  der  Beschwerdeführer  in  Portugal  oder  Spanien  im 
Asylbereich oder von der Polizei diesbezüglich registriert worden sei. 
Am 4. Juni 2007 ging beim BFM die negative Antwort der (...) Behörde 
ein.

L.
Mit Mandatsanzeige vom 27. August 2007 teilte M.K. dem Bundesamt 
mit,  dass er fortan die Interessen der Eltern des Beschwerdeführers 
vertrete.  Diesbezüglich  reichte  M.K.  eine  von  den  Eltern  des  Be-

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schwerdführers unterschriebene Vollmacht  vom 23. August 2007 ein. 
Ferner  ersuchte  der  Rechtsvertreter  um  Akteneinsicht  in  die 
bisherigen Verfahrensakten. Mit  Schreiben vom 17. September  2007 
gewährte  das BFM dem Rechtsvertreter  Akteneinsicht  sowohl  in  die 
Verfahrensakten  der  Eltern  des  Beschwerdeführers  als  auch  in  die 
Verfahrensakten des Beschwerdeführers.

M.
Die vom Beschwerdeführer, seinen Eltern und den Schwestern anläss-
lich des Verfahrens vor der ARK eingereichten „Cédula pessoal“ liess 
das BFM einer (...) Dokumentenprüfung unterziehen, deren Resultate 
im Bericht vom 2. Oktober 2007 festgehalten wurden. Gemäss Bericht 
handelte  es  sich  bei  den  eingereichten  Dokumenten  um 
Blankofälschungen.  Zum  Ergebnis  der  Prüfung  gewährte  das  BFM 
dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. Oktober 2007 das recht-
liche Gehör.

N.
Im Weiteren führte das Bundesamt für Polizei (fedpol) im Auftrag des 
BFM  einen  Fingerabdruckvergleich  der  in  der  Schweiz  registrierten 
Fingerabdrücke  des  Beschwerdeführers  mit  dem  Fingerabdruck  auf 
der in den Akten befindlichen Kopie der portugiesischen Aufenthalts-
genehmigung  von  A._______  durch.  Es  konnte  diesbezüglich  eine 
vollständige  Übereinstimmung  erzielt  werden.  Zum  Ergebnis  des 
Fingerabdruckvergleichs  gewährte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer 
mit Schreiben vom 11. Oktober 2007 rechtliches Gehör.

O.
Mit Schreiben vom 18. Oktober 2007 teilte M.K. dem Bundesamt mit, 
dass er  auch die Interessen des Sohnes (...)  vertrete. Eine entspre-
chende Vollmacht wurde am 25. Oktober 2007 nachgereicht.

P.
Die Stellungnahme zur Dokumentenprüfung sowie zum Resultat  des 
Fingerabdruckvergleichs liess der Beschwerdeführer in einer gemein-
samen Erklärung mit seinen Eltern am 12. November 2007 der Vorins-
tanz zukommen.

Q.
Mit Verfügung vom 17. Januar 2008 stellte das BFM fest, die Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Flücht-
lingseigenschaft nicht stand und wies das Asylgesuch ab. Gleichzeitig 

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ordnete es die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
sowie den Vollzug an. Im Weiteren wies die Vorinstanz den Antrag auf 
(...)  Dokumentenüberprüfung  der  eingereichten  „Cédula  pessoal“  ab 
und zog das als gefälscht erkannte Dokument gestützt auf Art. 10 Abs. 
4 AsylG ein. Die Asylgesuche der Eltern und der drei minderjährigen 
Schwestern  des  Beschwerdeführers  wies  das  BFM  mit  Verfügung 
gleichen Datums ebenfalls ab und ordnete deren Wegweisung an. Die 
mit Verfügung vom 14. November 2005 bereits zuvor angeordnete vor-
läufige Aufnahme der Eltern und Geschwister des Beschwerdeführers 
liess die Vorinstanz bestehen. Der Entscheid betreffend die Eltern und 
Schwestern des Beschwerdeführers bildet Gegenstand eines separa-
ten Beschwerdeverfahrens (...) vor dem Bundesverwaltungsgericht.

R.
Mit Eingabe vom 18. Februar 2008 an das Bundesverwaltungsgericht 
liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde 
erheben, wobei er unter anderem beantragte, die vorinstanzliche Ver-
fügung vom 17. Januar 2008 sei aufzuheben und es sei ihm Asyl zu 
gewähren. Eventualiter sei die Wegweisung nicht zu vollziehen und er 
sei vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht sei ihm die unent-
geltliche Rechtspflege zu bewilligen.

S.
Mit  Zwischenverfügung  vom  26.  Februar  2008  teilte  der  zuständige 
Instruktionsrichter  dem Beschwerdeführer  mit,  dass er  den Ausgang 
des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten könne. Das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewiesen und der Be-
schwerdeführer  aufgefordert,  innert  Frist  einen  Kostenvorschuss  zu 
leisten.  Auf  die  Rechtsfolgen  bei  Nichtbeachtung  der  Zahlungsfrist 
wurde der Beschwerdeführer aufmerksam gemacht und es wurde ihm 
mitgeteilt, ein erneutes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, Kos-
tenvorschusserlass,  Gesuch  um Ratenzahlung  oder  Fristerstreckung 
zur  Leistung  desselben  könne  -  unter  Vorbehalt  einer  veränderten, 
nicht  allein  mit  finanziellen  Schwierigkeiten  begründeten  Sachlage  - 
nicht  berücksichtigt  werden  und  auf  die  Beschwerde  werde  nicht 
eingetreten.

T.
Mit Schreiben vom 6. März 2008 bekundete der Beschwerdeführer die 
grundsätzliche Bereitschaft zur Entrichtung des vollumfänglichen Kos-
tenvorschusses und ersuchte in diesem Zusammenhang wegen seiner 

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finanziellen Lage um Gewährung der Ratenzahlung in drei  Teilbeträ-
gen.

U.
Mit  Zahlung vom 8. März  2008 überwies  der  Beschwerdeführer  den 
auferlegten Kostenvorschuss in voller Höhe zu Gunsten der Gerichts-
kasse. Als Beleg für die fristgerecht getätigte Einzahlung liess der Be-
schwerdeführer ein Postfax samt Kopie des Einzahlungsscheins durch 
die Post an das Bundesverwaltungsgericht übermitteln.

V.
Die Vorinstanz schloss mit Vernehmlassung vom 18. April 2008 auf Ab-
weisung der Beschwerde, da diese keine neuen erheblichen Tatsachen 
oder Beweismittel enthalte, welche eine Änderung ihres Standpunktes 
rechtfertigen könnten.

Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer beziehungsweise 
seinem Rechtsvertreter am 22. April 2008 ohne Replikrecht zur Kennt-
nis gebracht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021),  welche in Anwendung des Asylgesetzes durch 
das BFM ergangen sind; Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in 
diesem  Bereich  endgültig  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann die Ver-
letzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts  und die Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2.
Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der Beschwer-

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deführer  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Än-
derung.  Der  Beschwerdeführer ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1  und  50 ff. 
VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

3.

3.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4.  

4.1 Die Vorinstanz führt zur Begründung ihres ablehnenden Entschei-
des im Wesentlichen aus, diverse Vorbringen des Beschwerdeführers 
seien  widersprüchlich,  unlogisch  und  unglaubhaft. So habe sich  der 
Beschwerdeführer  bereits  in  zentralen Punkten  seiner  Angaben,  wie 
beispielsweise hinsichtlich der Umstände der Festnahme seiner Eltern 
im Februar 2003, wie auch zur Identität der Person, welche ihnen bei 
der Reise von Angola in die Schweiz zur Seite gestanden haben soll, 
widersprochen,  was  erste  Zweifel  an  seinen  Vorbringen  aufkommen 
lasse. Ferner habe der Beschwerdeführer praktisch keine Angaben zur 
Festnahme der  Eltern  sowie deren Haft  machen können,  was ange-
sichts  eines  natürlichen Austausches an Informationen zwischen El-

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tern und Kindern realitätsfremd erscheine. Im gleichen Sinne unglaub-
haft sei das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Reise von Angola 
nach  Italien  per  Flugzeug  gemacht  zu  haben,  dabei  indessen  nicht 
kontrolliert  worden zu sein. Eine derartige Reise sei  ohne Kontrollen 
von gültigen Reisedokumenten nicht möglich. Hinsichtlich der im Ver-
fahren  vor  der  ARK  eingereichten  „Cédula  pessoal“,  in  welcher 
Z._______  als  Herkunftsort  des  Beschwerdeführers  angegeben  sei, 
habe  eine  (...)  Dokumentenanalyse  ergeben,  dass  es  sich  beim 
genannten  Beweismittel  aufgrund  diverser  formaler  und  inhaltlicher 
Merkmale um eine Blankofälschung handeln würde. Die Herkunft der 
Beschwerdeführers  aus  Z._______  sei  angesichts  dieser 
Erkenntnisse, aber auch aus weiteren Gründen, somit nicht glaubhaft. 
Für  die  Notwendigkeit  einer  erneuten  (...)  Dokumentenüberprüfung, 
wie in der Stellungnahme vom 12. November 2007 beantragt, habe der 
Beschwerdeführer  indessen  nicht  den  geringsten  Hinweis  geliefert, 
weshalb  dieser  Antrag  abzuweisen  und  das  gefälschte  Dokument 
einzuziehen sei. Zur Klärung der tatsächlichen Identität und Herkunft 
des Beschwerdeführers sei  sodann die Kopie des Auszugs aus dem 
angolanischen Reisepass massgebend, welche mit der Fotografie des 
Beschwerdeführers  versehen  sei.  Ferner  lägen  die  Kopie  der 
Identitätskarte  seiner  Mutter  sowie  Auszüge  aus  dem  Reisepass 
seiner  Schwester  (..)  vor,  welche  ebenfalls  Rückschlüsse  auf  die 
Identität  des  Beschwerdeführers  zulassen  würden.  Selbst  wenn  der 
Beschwerdeführer bestreite, nie einen Reisepass gehabt zu haben, sei 
die  Aussage  nicht  glaubhaft,  zumal  der  Beschwerdeführer  für  seine 
Reise von Angola nach Italien auf dem Luftweg über entsprechende 
Reisepapiere  verfügt  haben  muss.  Im  gleichen  Sinne  sei  das 
Argument  des  Beschwerdeführers  unglaubhaft,  wonach  unbekannte 
Dritte  seine  Fotografie  und  seine  Fingerabdrücke zwecks Erlangung 
von  Identitätsdokumenten  missbraucht  hätten,  um  mit  diesen  nach 
Portugal  zu gelangen. Ein derartiger Betrug wäre unschwer von den 
jeweiligen  Behörden  aufgedeckt  worden.  Es  sei  folglich  davon 
auszugehen, dass es sich bei den eingesandten Kopien um Auszüge 
aus  den  Originaldokumenten  des  Beschwerdeführers  handle. 
Hinsichtlich  der  Herkunft  des  Beschwerdeführers  sei  schliesslich  zu 
bemerken, dass in der Passkopie L._______ als Geburtsort  vermerkt 
sei,  was  in  Verbindung  mit  dem  Wohnort  der  Mutter  in  V._______, 
einem Vorort der Stadt L._______, wo die Mutter gemäss Angaben auf 
ihrer Identitätskarte gewohnt haben soll, darauf schliessen lasse, dass 
auch der  Beschwerdeführer  aus L._______ stamme und dort  gelebt 
habe.

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4.2 In der Beschwerdeschrift macht der Beschwerdeführer demgegen-
über  im Wesentlichen geltend,  seine Vorbringen seien entgegen der 
Ansicht des BFM sowohl nachvollziehbar als auch glaubhaft. So seien 
die angeblichen Widersprüche hinsichtlich der Umstände der Festnah-
me der Eltern darauf zurückzuführen, dass er über deren Verhaftung 
von  Dritten  erfahren  habe,  was  die  diesbezüglich  ungenauen 
Informationen erkläre. Auch seine  Unkenntnis  über  die  während der 
Reise  nach Europa verwendeten Dokumente  könne nicht  gegen ihn 
ausgelegt  werden. Dass die  Familie  für  die  Ausreise  die  Hilfe  eines 
Schleppers  in  Anspruch  genommen habe,  sei  gerichtsnotorisch  und 
könne  nicht  als  realitätsfremd  bezeichnet  werden.  Hinsichtlich  der 
Identitätspapiere sei ein Missbrauch durch Drittpersonen nach wie vor 
nicht von der Hand zu weisen und die Aufdeckung einer allfälligen Ma-
nipulation  durch  portugiesische  Behörden  nicht  zwingend  anzuneh-
men.  Betreffend  die  eingereichte  „Cédula  pessoal“  weist  der  Be-
schwerdeführer  schliesslich  darauf  hin,  sich  diese  unter  dem  Druck 
„Dokumente präsentieren zu müssen“ beschafft zu haben. In einer der-
artigen Situation sei er darauf angewiesen gewesen, „zu nehmen was 
kommt“. Auf die ausstellenden Stellen hätte er folglich keinen Einfluss 
gehabt und damit auch riskiert, Fälschungen zu erhalten. 

5.

5.1 Nach Prüfung der  Aktenlage gelangt  das  Bundesverwaltungsge-
richt zum Schluss, dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwer-
deführers zur Identität, Herkunft und Asylbegründung zu Recht als un-
glaubhaft  bezeichnet  hat. Das BFM hat  in  seiner  Verfügung die  we-
sentlichen Gründe dargelegt,  welche sowohl  auf die persönliche Un-
glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers als auch auf die Unglaubhaf-
tigkeit  seiner Angaben schliessen lassen. Es erübrigt  sich an dieser 
Stelle  noch  einmal  auf  sämtliche  Unstimmigkeiten  in  den  Aussagen 
einzugehen. Massgebend erscheint vorliegend, dass der Beschwerde-
führer anlässlich des vorinstanzlichen Verfahrens falsche Angaben zur 
Identität  und  Herkunft  gemacht  und  die  ausreisebegründenden  Um-
stände auf  die ebenfalls als  unwahr erkannten Vorbringen seiner El-
tern aufgebaut hat. Bezeichnenderweise vermag der Beschwerdefüh-
rer daher auch seinen widersprüchlichen, tatsachenwidrigen und un-
substanziierten  Vorbringen  selbst  mit  den  Ausführungen  in  der  Be-
schwerdeschrift nichts Stichhaltiges entgegen zu bringen. 

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5.2 Zur Klarstellung der tatsächlichen Identität des Beschwerdeführers 
und seiner Herkunft ist vorab Folgendes zu bemerken:

In  den  Akten  befinden  sich  die  Kopien  zweier  Identitätsdokumente, 
welche - wenn auch nicht im Original vorliegend - dem Beschwerde-
führer zugeordnet werden können. Es handelt sich dabei zunächst um 
die Kopie der  Personalienseite  des angolanischen Reisepasses (...), 
lautend  auf  A._______,  geboren  am  (...),  (...),  versehen  mit  der 
Fotografie  des  Beschwerdeführers.  Der  Beschwerdeführer  bestreitet 
nicht identisch mit der auf dem Passfoto abgebildeten Person zu sein. 
Gemäss  gesicherten  Kenntnissen  der  Schweizer  Asylbehörden  sind 
die  Voraussetzungen  zum  Erhalt  eines  angolanischen  Reisepasses 
streng  und  auch  für  Minderjährige,  welche  einen  eigenen  Pass 
beantragen  wollen,  einzig  ergänzt  durch  die  Einwilligung  der 
erziehungsberechtigten  Person,  anwendbar.  Die  Antrag  stellende 
Person hat ein entsprechendes Passantragsformular auszufüllen und 
dieses  zusammen  mit  der  Identitätskarte  und  der  Geburtsurkunde 
„Cédula pessoal“ im Büro des „Servicos de Migracao e Estrangeiros 
(SME)“ in Luanda abzugeben. Sowohl bei der Antragsstellung als auch 
bei  der  Abholung des Reisepasses werden der  betreffenden Person 
Fingerabdrücke abgenommen, weshalb Reisepässe nur vom Besitzer 
entgegengenommen  werden  können.  Das  Argument  des 
Beschwerdeführers  einer  missbräuchlichen  Verwendung  seiner 
Fotografie und seiner Fingerabdrücke ist damit entkräftet. Im Weiteren 
befindet sich die Kopie einer portugiesischen Aufenthaltsgenehmigung 
bei den Akten, welche ebenfalls auf die Person A._______ ausgestellt 
ist. Der darauf befindliche Fingerabdruck konnte durch das Bundesamt 
für Polizei  eindeutig dem Beschwerdeführer zugeordnet werden. Das 
Geburtsdatum  ist  auf  den  (...)  datiert,  beide  Eltern  sind  mit  ihren 
tatsächlichen  Namen  aufgeführt  und  der  Schriftzug  des  Vornamens 
des  Beschwerdeführers  stimmt  mit  demjenigen  anlässlich  des 
Asylverfahrens  überein.  Ferner  wurde  die  Genehmigung  in  Portugal 
selbst  ausgestellt,  was  offensichtlich  die  Anwesenheit  des 
Beschwerdeführers  in  Portugal  notwendig  machte,  wo  er  auch 
persönlich  den  Fingerabdruck  bei  der  zuständigen  Behörde 
abgegeben haben muss. Angesichts dieser Erkenntnisse können dem 
Beschwerdeführer  dessen  Angaben  zur  Identität  und  Herkunft  nicht 
geglaubt  werden  und  es  ist  davon  auszugehen,  dass  der 
Beschwerdeführer den Schweizer Behörden seine Originaldokumente 
vorenthält.  Beim  Beschwerdeführer  handelt  es  sich  folglich  um  die 
Person A._______, geboren am (...), aus L._______.

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5.3 Hinsichtlich  der  weiteren  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers 
ist  sodann zu bemerken,  dass der Beschwerdeführer seine Ausreise 
aus  Angola  lediglich  daran anknüpft,  mit  seinen  Eltern  im Juli  2003 
ausgereist zu sein. Eine eigene Bedrohungs- oder Verfolgungssituation 
im Heimatland macht der Beschwerdeführer nie geltend und bringt bei-
spielsweise auch nie vor, während der angeblichen Haft der Eltern von 
Februar  bis  Juli  2003  in  irgend  einer  Weise  von  den  Behörden  be-
drängt worden zu sein. Der Beschwerdeführer ist ferner gemäss eige-
nen Angaben nie politisch tätig gewesen und auch sonst nie mit den 
staatlichen Behörden in Konflikt geraten. Wie im Urteil des Bundesver-
waltungsgericht im Beschwerdeverfahren der Eltern (vgl. ...) dargelegt, 
haben sich deren Angaben zur Identität, zur Herkunft aber auch ihre 
Vorbringen zu den von ihnen geltend gemachten fluchtbegründenden 
Umständen  als  unwahr  erwiesen.  Damit  steht  fest,  dass  auch  den 
damit  im  Zusammenhang  stehenden  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers nicht geglaubt werden kann. Vielmehr ist davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer, welcher aus L._______ stammt, 
weder vor seiner Ausreise asylrelevante Verfolgung erfahren, noch im 
Falle seiner Rückkehr eine solche zu befürchten hat. Auf die diversen 
Ungereimtheiten und Widersprüche zwischen den Aussagen des Be-
schwerdeführers und denjenigen seiner Eltern braucht vor diesem Hin-
tergrund somit nicht weiter eingegangen zu werden.

5.4 Unter  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  folgt,  dass  der 
Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder 
glaubhaft  machen  konnte.  Der  Beschwerdeführer  erfüllt  die  Flücht-
lingseigenschaft  demnach nicht  und die  Vorinstanz  hat  sein  Asylge-
such zu Recht abgelehnt.

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 

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7.

7.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen  werden,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder 
unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung 
unterworfen werden.

7.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das 
in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-
foulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach un-
ter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

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Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers  noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall 
einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit  weiteren Hinwei-
sen;  EGMR,  Bensaid  gegen  Grossbritannien,  Urteil  vom  6. Februar 
2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Das ist dem 
Beschwerdeführer gemäss vorstehenden Erwägungen nicht gelungen. 
Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Angola lässt  den 
Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-
scheinen. 

Soweit in der Rechtsmitteleingabe gerügt wird, mit der Rückschaffung 
des Beschwerdeführers nach Angola werde eine Familie auseinander-
gerissen, wird sinngemäss die Verletzung des „Grundsatzes der Ein-
heit  der  Familie“  angesprochen,  welcher  im Rahmen der  Anordnung 
der Wegweisung sowie des Wegweisungsvollzugs zu berücksichtigen 
ist. Allerdings sind im vorliegenden Fall - wie nachfolgend aufgezeigt 
wird - weder die Voraussetzungen von Art. 8 EMRK noch diejenigen 
von Art. 44 Abs. 1 AsylG erfüllt. Dazu ist zunächst festzuhalten, dass 
der Begriff der Familie im Asylgesetz in personeller Hinsicht einheitlich 
verwendet  wird (vgl. dazu EMARK 1995 Nr. 24  Erw. 7,  S. 227). Der 
Familienbegriff  umfasst  in  erste  Linie  den  Ehepartner  und  die 
minderjährigen  Kinder  sowie  die  in  dauernder  eheähnlicher 
Gemeinschaft  zusammenlebenden  Personen,  die  den  Ehegatten 
gleichgestellt  sind  (Art.  51  Abs.  1  AsylG,  Art.  1  Bst.  e  der 
Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
[AsylV 1,  SR 142.311]). Bei  Vorliegen besonderer Umstände,  die ein 
Verhältnis von Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit bewirken, kann der 
Begriff  der  Familie  jedoch  weitere  nahe  Verwandte  und  damit 
grundsätzlich  alle  durch  Blutsverwandtschaft  oder  Adoption 
verbundenen  Familienmitglieder  umfassen,  was  auch  das  Verhältnis 
zwischen  erwachsenen  Kindern  und  ihren  Eltern  betrifft.  Gemäss 
ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts  zu  Art.  8  EMRK kann sich  ein 
Ausländer  auf  die  aus  Art.  8  EMRK  fliessenden  Ansprüche 
(insbesondere  den  Anspruch  auf  Erteilung  einer  Anwesenheits-

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berechtigung) nur  dann berufen,  wenn seine Familienangehörigen in 
der  Schweiz  über  ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht,  wie  die 
schweizerische  Staatsangehörigkeit,  eine  Niederlassungsbewilligung 
oder  eine  Aufenthaltsbewilligung,  auf  deren  Verlängerung  ein 
Anspruch besteht, verfügen, was im Falle der Eltern und Geschwister 
des  Beschwerdeführers,  welche  vom  BFM  mit  Verfügung  vom 
14. November  2005 lediglich  vorläufig  in  der  Schweiz  aufgenommen 
wurden,  nicht  erfüllt  ist. Eine von der Familie getrennte Wegweisung 
des  Beschwerdeführers  wäre  unter  dem  Aspekt  von  Art.  8  EMRK 
demnach  zulässig.  In  Bezug  auf  Art.  44  Abs.  1  AsylG  ist  sodann 
festzustellen, dass diesem eine Tragweite zukommt, die über die vom 
Bundesgericht  aus  Art.  8  EMRK  abgeleiteten  eigentlichen 
Rechtsansprüche  auf  Erteilung  einer  Anwesenheitsberechtigung 
hinausgeht.  Insbesondere  setzt  Art.  44  Abs. 1  AsylG  das  Bestehen 
eines eigentlichen Rechtsanspruchs im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung  nicht  voraus und  die  Asylbehörden  können  bei  der 
Prüfung  des  Wegweisungsvollzuges  von  Familienangehörigen 
vorläufig aufgenommener Personen diesen Angehörigen gestützt  auf 
Art.  44  Abs.  1  AsylG  ebenfalls  die  vorläufige  Aufnahme  erteilen.  In 
diesem Zusammenhang kann, wie bereits erwähnt, der Familienbegriff 
bei  Vorliegen  besonderer  Umstände,  die  ein  Verhältnis  von 
Hilfsbedürftigkeit  und  Abhängigkeit  bewirken,  erweitert  werden,  so 
dass er auch auf volljährige Kinder Anwendung findet. Die Gewährung 
der vorläufigen Aufnahme wäre dann auch in jenen Fällen denkbar, in 
denen  in  der  Schweiz  vorläufig  aufgenommene  Familienangehörige 
(Eltern  oder  Geschwister)  auf  die  Hilfe  ihres  volljährigen  Kindes 
beziehungsweise Bruders oder Schwester angewiesen sind. Allerdings 
sind  bei  dieser  Konstellation  strenge  Anforderungen  an  die 
Hilfsbedürftigkeit zu stellen. Insbesondere genügt das Vorhandensein 
einer  rein  rechtlichen  Bande  nicht  und  es  bedarf  vielmehr  einer 
faktischen Familieneinheit,  die  zusätzliche Elemente einer Abhängig-
keit  aufweist,  die  über  normale,  gefühlsmässige  Verbindungen 
hinausgeht.  In  casu  ist  das  Vorhandensein  der  erforderlichen 
Hilfsbedürftigkeit  beziehungsweise Abhängigkeit  des Beschwerdefüh-
rers von seinen Eltern  beziehungsweise der Eltern  und Geschwister 
vom Beschwerdeführer nicht  ersichtlich. So sind,  wie aus den Akten 
hervorgeht,  sowohl  der  Vater  des  Beschwerdeführers  als  auch  der 
Beschwerdeführer  selbst  lediglich  im  Rahmen  eines  sozialen 
Arbeitsprogramms  beschäftigt,  wo  sie  jeweils  Fr.  15.--  pro  Tag 
verdienen,  weshalb  die  Familie  insgesamt  nach  wie  vor  von  der 
Sozialhilfe  abhängig  ist,  welche  in  weitgehendem  Masse  die 

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wirtschaftlichen Bedürfnisse des Beschwerdeführers beziehungsweise 
dessen  Familie  deckt.  Die  Mutter  des  Beschwerdeführers  ist  nicht 
berufstätig und die drei im heutigen Zeitpunkt (...)-jährigen Schwestern 
gehen  zur  Schule.  Im  Weiteren  steht  fest,  dass  der  Vater  des 
Beschwerdeführers  (...)  krank  ist  und diesbezüglich in  medizinischer 
Behandlung  steht. Trotz  seiner  Erkrankung geht  dieser  jedoch -  wie 
bereits  erwähnt  -  einer  Arbeitstätigkeit  nach  und  ist  offenbar  nicht 
weiter hilfsbedürftig. Aber auch umgekehrt  ist  eine ausserordentliche 
Abhängigkeit  des  aktenkundig  gesunden,  beinahe  (...)-jährigen 
Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer kann aus 
Art. 44 Abs. 1 AsylG zu seinen Gunsten demnach nichts ableiten.   

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 
der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art. 83 
Abs. 7  AuG  -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

7.5 Die allgemeine Lage in Angola lässt den Vollzug der Wegweisung 
dorthin nicht als generell unzumutbar erscheinen. Dies gilt namentlich 
für die Situation in Luanda, wohin das Bundesverwaltungsgericht den 
Wegweisungsvollzug von gesunden, volljährigen, jungen, männlichen, 
angolanischen Staatsangehörigen in  Fortführung der  durch die  ARK 
mit EMARK 2004 Nr. 32 begründeten und nach wie vor gültigen Praxis, 
grundsätzlich als zumutbar erachtet. Dabei ist in persönlicher Hinsicht 
betreffend den Beschwerdeführer festzustellen, dass dieser - entgegen 
seinen Beteuerungen - gestützt auf die Angaben aus seinem angolani-
schen  Reisepass  offensichtlich  in  L._______  geboren  wurde  und 
zumindest seit dem 13. November 2002 mit seiner Mutter und den Ge-
schwistern in V._______, einem Vorort  von L._______ in der Provinz 
Luanda  gelebt  hat.  Der  Beschwerdeführer  ist  ferner  während  neun 
Jahren  zur  Schule  gegangen  und  hat  bereits  erste  Erfahrungen  als 
Bauarbeiter  gesammelt.  Gemäss  Angaben  des  Vaters  des 
Beschwerdeführers leben dessen Geschwister (zwei Brüder und zwei 
Schwestern)  ebenfalls  in  V:_______,  wo  darüber  hinaus  auch  der 

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Cousin des Vaters, welcher der Familie bei der Ausreise aus Angola 
geholfen  haben  soll,  wohnt  respektive  allfällige  weitere 
Familienangehörige  ansässig  sein  dürften.  Weitere  Geschwister  der 
Mutter sowie die Grossmutter des Beschwerdeführers leben gleichfalls 
im Heimatland,  womit  dem Beschwerdeführer  nach  seiner  Rückkehr 
ein  breites  familiäres  Beziehungsnetz  zur  Seite  steht.  Unter  diesen 
Umständen bestehen keine Hinweise, dass der Beschwerdeführer bei 
seiner  Rückkehr  selbst  unter  Berücksichtigung  der  schwierigen 
wirtschaftlichen  Lage  im  Lande  in  eine  existenzbedrohende  Lage 
geraten könnte. 

Bei  dieser Sachlage kann der Vollzug der  Wegweisung auch als zu-
mutbar bezeichnet werden.

7.6 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

8.
Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestä-
tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumut-
bar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt  eine Anordnung 
der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

10.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens sind  die  Verfahrenskosten dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Die Ver-
fahrenskosten sind wegen mutwilliger  Prozessführung auf  Fr. 1200.-- 
zu  erhöhen (Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]) Der Beschwerdeführer hat hinsichtlich seiner 
Identität  und  Herkunft  wahrheitswidrige  Angaben  gemacht,  bewusst 
durch  Einreichung  eines  gefälschten  Identitätsdokumentes  („Cédula 
pessaol“)  die Angaben zu stützen versucht und trotz eindeutiger Ab-

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klärungsergebnisse  der  zuständigen  wissenschaftlichen  Dienste  an 
seinen  konstruierten  und  unglaubhaften  Ausführungen  festgehalten. 
Mit diesem Verhalten hat der Beschwerdeführer einen ausserordentli-
chen Kostenaufwand verursacht, welcher die üblichen Verfahrenskos-
ten von Fr. 600.-- überschreitet. Die Verfahrenskosten sind daher auf 
Fr. 1200.-- festzusetzten. Dieser Betrag ist mit dem am 8. März 2008 
einbezahlten Kostenvorschuss in  der  Höhe von Fr. 600.--zu verrech-
nen,  womit  der  Beschwerdeführer  den  Restbetrag  von  Fr. 600.--  zu 
Gunsten der Gerichtskasse nachzuzahlen hat. Das Gesuch um Raten-
zahlung vom 6. März 2008 erweist sich angesichts der Leistung des 
mit Zwischenverfügung vom 26. Februar 2008 auferlegten Kostenvor-
schusses  mit  Zahlungsüberweisung  vom  8.  März  2008  als  gegen-
standslos.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.--  werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist mit dem am 8. März 2008 zu Gunsten der 
Gerichtskasse  überwiesenen  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von 
Fr. 600.--  zu  verrechnen. Der  Beschwerdeführer  hat  den  Restbetrag 
der Verfahrenskosten von Fr. 600.-- innert  30 Tagen ab Versand des 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

-

Der Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Katarina Umegbolu

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