# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce0ff1e4-2691-50cb-a628-9e8b4922100c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-04-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.04.2012 C-271/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-271-2010_2012-04-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-271/2010 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  A p r i l  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter Vito Valenti, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,   

vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente; Verfügung vom 10. November 2009. 

 

 

C-271/2010 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1948 geborene und in Spanien wohnhafte spanische Staats-

angehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdefüh-

rer) arbeitete in den Jahren 1969 bis 1970, 1972 bis 1985 sowie 1987 bis 

1998 als Maurer in der Schweiz und leistete während dieser Zeit obligato-

rische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (act. IV 6). Zuletzt hatte der Versicherte vom 30. Sep-

tember 2008 bis 27. Februar 2009 in Spanien eine Anstellung als Stras-

senarbeiter. Er übte diese Tätigkeit bis zum 13. Oktober 2008 vollumfäng-

lich aus und unterbrach sie danach aus gesundheitlichen Gründen 

(act. IV 8, 9). Am 13. Februar 2009 stellte der Versicherte beim spani-

schen Versicherungsträger, dem Instituto Nacional de la Seguridad Social 

(INSS), Direccion provincial, in Z._______, ein Gesuch um Ausrichtung 

einer schweizerischen Invalidenrente (Formulare E 204, E 205 und 

E 207, act. IV 1-3), welches am 31. März 2009 an die Schweizerische 

Ausgleichskasse (SAK) zugestellt wurde (act. IV 4).  

B.  

Der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorin-

stanz) lagen für die Prüfung des Leistungsbegehrens die massgeblichen 

erwerblichen Unterlagen (act. IV 8, 9), der ärztliche Bericht E 213 vom 

16. März 2009 (act. IV 16), die seitens des Versicherten eingereichten 

medizinischen Unterlagen (act. IV 12-15) sowie die Stellungnahme von 

Dr. B._______ des IV-ärztlichen Dienstes vom 3. bzw. 15. August 2009 

(act. IV 18, 20) vor. Laut den vorliegenden Arztberichten leidet der Versi-

cherte an einer Herzerkrankung. Mit Vorbescheid vom 4. September 2009 

(act. IV 22) teilte die Vorinstanz dem Versicherten mit, es liege keine ren-

tenanspruchsbegründende Invalidität vor, weshalb sie beabsichtige, das 

Leistungsbegehren abzuweisen. In seiner Stellungnahme vom 

23. September 2009 (act. IV 23) kündigte der Versicherte durch seinen 

Vertreter an, dass er gegen die (noch ausstehende) Verfügung Be-

schwerde erheben werde. 

C.  

Mit Verfügung vom 10. November 2009 (act. IV 25) wies die IVSTA in 

Bestätigung ihres Vorbescheids das Leistungsbegehren des Versicherten 

mangels anspruchsbegründender Invalidität ab und führte aus, es sei 

dem Versicherten die Ausübung einer leichteren, seinem Gesundheitszu-

stand angepassten Tätigkeit in rentenausschliessender Weise zumutbar.  

C-271/2010 

Seite 3 

D.  

Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

13. Januar 2010 via das spanische Sozialversicherungsgericht (Juzgado 

Decano) in Z._______ Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht er-

heben (Eingang beim Bundesverwaltungsgericht am 18. Januar 2010, 

act. 1). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 

die Ausrichtung einer gesetzlichen Invalidenrente ab Antragstellung unter 

Kostenfolge. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zu erneuter 

medizinischer Begutachtung und neuem Entscheid über das Leistungs-

begehren zurückzuweisen. Zur Begründung machte der Beschwerdefüh-

rer im Wesentlichen geltend, er beziehe in Spanien seit dem 27. März 

1999 (recte: 2009) eine Rente. Die Vorinstanz habe ausschliesslich auf 

den spanischen Arztbericht E 213 abgestellt, ohne ihn zu begutachten, 

was nicht angehe. Der Bericht E 213 sei zudem von einer Ärztin erstellt 

worden, die nicht Fachkardiologin sei und keine zuverlässigen Diagnose-

geräte verwendet habe. Die Vorinstanz habe damit aufgrund mangelhaf-

ter Information entschieden und seine zusätzlichen Leiden nicht berück-

sichtigt, welche im spanischen Berentungsvorschlag vom 16. März 2009 

sowie im fachkardiologischen Bericht vom 14. Oktober 2008 attestiert 

worden seien. Die beiden medizinischen Unterlagen reichte der Be-

schwerdeführer mit der Beschwerde ein (Beschwerdebeilagen 3, 4). 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 4. Mai 2010 (act. 5) beantragte die Vorin-

stanz die Abweisung der Beschwerde. Sie führte zum einen aus, dass der 

Beschwerdeführer aus der Tatsache der Gewährung einer Invalidenrente 

in Spanien nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. Zum anderen hätten 

dem IV-ärztlichen Dienst neben dem Arztbericht E 213 (act. IV 16) auch 

der beschwerdeweise nochmals eingereichte kardiologische Befund 

(act. IV 14) sowie die Ergebnisse apparativer kardiologischer Untersu-

chungen (act. IV 15) vorgelegen. Diese medizinischen Unterlagen hätten 

ein umfassendes und schlüssiges Bild des Gesundheitszustandes und 

der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ermöglicht. 

F.  

Mit Replik vom 31. Mai 2010 (act. 9) hielt der Beschwerdeführer an sei-

nen in der Beschwerde gemachten Anträgen fest. Er machte geltend, 

dass es an Glaubwürdigkeit mangle, wenn die Vorinstanz gestützt auf 

denselben ärztlichen Bericht (E 213) zu einer völlig anderen Beurteilung 

gelange als der spanische Versicherungsträger. Die entsprechenden Un-

tersuchungen in Spanien seien sehr ungenau und oberflächlich durchge-

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führt worden. Weiter sei der Formularbericht E 213 nicht übersetzt wor-

den und die dort zusätzlich bescheinigten Erkrankungen und Behandlun-

gen seien im Bericht des IV-ärztlichen Dienstes weder erwähnt noch ge-

wertet worden. Gleiches gelte für die im kardiologischen Befund vom 

14. Oktober 2008 enthaltenen Diagnosen. Schliesslich beanstandete er, 

dass zwei ärztliche Dokumente aus Spanien wegen Unleserlichkeit unbe-

rücksichtigt blieben. 

G.  

In ihrer Duplik vom 14. Juni 2010 (act. 12) hielt die Vorinstanz an der Ab-

weisung der Beschwerde fest. 

H.  

Den mit Zwischenverfügung vom 12. Mai 2010 (act. 6) erhobenen Kos-

tenvorschuss von Fr. 300.- hat der Beschwerdeführer am 28. Mai 2010 

einbezahlt (act. 8). 

I.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften wird – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-

versicherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 

beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im 

Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. 

1.2. Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

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Seite 5 

1.3. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-

nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er ist da-

her zur Beschwerde legitimiert. 

1.4. Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss in-

nert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen. 

2.1. Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger und wohnt 

in Spanien, weshalb vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Euro-

päischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 

Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II 

betreffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-

den ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) 

Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) zur An-

wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und 

Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Ge-

meinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen Anwen-

dungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnen-

den Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats 

grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehöri-

gen dieses Staates. 

2.2. Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren ge-

meinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen 

vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt 

der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Effektivität – sowie 

die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invali-

denrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung 

(BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der An-

spruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung 

ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbe-

sondere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 

die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201), dem ATSG sowie der Ver-

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Seite 6 

ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 

2.3. Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Trä-

ger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität ei-

nes Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur 

dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten fest-

gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verord-

nung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis zwi-

schen Spanien und der Schweiz nicht der Fall ist. Gemäss Art. 40 der 

Verordnung Nr. 574/72 (SR 831.109.268.11) hat der Träger eines Mit-

gliedstaates aber bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die von den 

Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Be-

richte sowie Auskünfte der Verwaltung zu berücksichtigen, soweit sie 

rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). 

Jeder Träger behält jedoch die Möglichkeit, die antragstellende Person 

durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lassen. Ei-

ne Pflicht zur Durchführung einer solchen Untersuchung besteht aller-

dings nicht. 

2.4. Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 10. November 

2009) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und 

der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beur-

teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan-

den. Da vorliegend die Anmeldung im Februar 2009 eingereicht wurde 

und sich der Versicherungsfall nicht vor dem 1. Januar 2008 ereignete, ist 

hier auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen 

Änderungen (5. IV-Revision, AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustel-

len. Im Folgenden wird jeweils auf diese Fassung Bezug genommen. 

Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft 

getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (für das IVG: Fas-

sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 

2.5. Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

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Seite 7 

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Un-

angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1. Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Ein-

tritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet ha-

ben (Art. 36 Abs. 1 IVG). Vorliegend hat der Beschwerdeführer diese Vor-

aussetzung unbestrittenermassen erfüllt (act. IV 6).  

3.2. Versicherte haben Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-

destens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von mindes-

tens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei mindes-

tens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Prozent 

auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG 

werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 Prozent 

entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 

und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-

weit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung 

vorsehen, was für Staaten der EU der Fall ist (BGE 130 V 253 E. 2.3). 

3.3. Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähig-

keit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG). 

3.4. Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 

Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, 

Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ver-

ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist 

die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisheri-

gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 

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Seite 8 

Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.5. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, 

den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 132 

V 93 E. 4, 125 V 256 E. 4). 

3.5.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. 

ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unab-

hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-

scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-

lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-

de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-

sche These abstellt. 

3.5.2. Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-

perten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 

351 E. 3a). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als 

Gutachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 268/2005 

vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3a).  

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Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b, Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 

Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-

suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkre-

te Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 

465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der 

behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher 

Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 135 V 

465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizieren-

den Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des Eid-

genössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 

mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 

27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

3.5.3. Die IV-Stelle prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärun-

gen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein 

(Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 57 Abs. 3 IVG). Zur Beurteilung der medizini-

schen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs stehen den IV-Stellen 

regionale ärztliche Dienste (RAD) zur Verfügung (Art. 59 Abs. 2
bis

 Satz 1 

IVG). Die RAD setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG 

massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine 

zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-

üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unab-

hängig (Art. 59 Abs. 2
bis

 Satz 2 und 3 IVG). 

3.5.4. Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 

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Seite 10 

3.5.5. Auf Stellungnahmen eines RAD oder der ärztlichen Dienste kann 

nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen An-

forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenössi-

schen Versicherungsgerichts I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die 

RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall erforderlichen persönli-

chen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteile des Bundesgerichts 

9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1, 9C_323/2009 vom 14. Juli 

2009 E. 4.3.1 mit weiteren Hinweisen). Nicht zwingend erforderlich ist, 

dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt 

der RAD − respektive analog der Medizinische Dienst − für die Beurtei-

lung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur 

"bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen 

stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. 

Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich ein 

Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, 

wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medi-

zinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des Bundesge-

richts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 sowie I 1094/06 vom 

14. November 2007 E. 3.1.1, beide mit Hinweisen). 

4.  

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob der Sachverhalt in medizinischer 

Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt ist.  

4.1. In den Akten befinden sich zur gesundheitlichen Situation des Be-

schwerdeführers die folgenden ärztlichen Unterlagen, deren massgebli-

cher Inhalt sich aus den nachstehenden Erwägungen (4.2., 5.) ergibt: 

– 2 Spitalberichte, Complexo Hospitalario de Z._______, vom 15. Sep-

tember 2008, unleserlich (act. IV 12, 13); 

– Bericht von Dr. C._______, Kardiologe in Z._______, vom 14. Okto-

ber 2008 (act. IV 14 bzw. Beschwerdebeilage 4); 

– Spitalbericht von Dr. D._______, Complexo Hospitalario Universitario 

de Y._______, Kardiologie, vom 18. November 2008 (act. IV 15); 

– Arztbericht E 213 von Dr. E._______, Z._______, vom 16. März 2009 

(act. IV 16); 

– Stellungnahme des medizinischen Dienstes der IV-Stelle, 

Dr. B._______, vom 3. bzw. 15. August 2009 (act. IV 18, 20). 

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Seite 11 

4.2. Die Vorinstanz stützte sich im Rahmen des Erlasses der angefochte-

nen Verfügung vom 10. November 2009 (act. IV 25) insbesondere auf die 

Stellungnahme von Dr. B._______ des IV-ärztlichen Dienstes vom 3. bzw. 

15. August 2009. Dieser diagnostizierte eine dilatative Kardiomyopathie 

mit einer Ejektionsfraktion von 45% sowie ein Vorhofflimmern (act. IV 20 

S. 1). Im Formularbericht E 213 vom 16. März 2009 wurde dieselbe Diag-

nose gestellt und die Krankheitsentwicklung als chronisch bezeichnet 

(act. IV 16 S. 8 Ziff. 7 und 8). Auch im kardiologischen Arztbericht vom 

14. Oktober 2008 wurden dem Beschwerdeführer ein Vorhofflimmern von 

unbestimmter Dauer sowie eine leichte Dysfunktion der linken Klappe 

(Ejektionsfraktion 45%), vereinbar mit einer dilatativen Kardiomyopathie, 

attestiert (act. IV 14). Der Spitalbericht vom 18. November 2008 (act. IV 

15) enthält als aktuelles Leiden des Beschwerdeführers ebenfalls ein 

chronisches Vorhofflimmern sowie eine dilatative Kardiomyopathie im 

Stadium I-II/IV (NYHA) und bekräftigt damit die entsprechenden Diagno-

sen. 

Aufgrund der übereinstimmenden aktenkundigen Diagnosen ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt 

(vgl. E. 2.4.) an einer dilatativen Kardiomyopathie und einem Vorhofflim-

mern litt. 

4.3. In der Beschwerde wird gerügt, die Vorinstanz habe weder eine in-

terne noch externe Begutachtung des Beschwerdeführers veranlasst, 

sondern einzig auf den spanischen ärztlichen Formularbericht E 213 ab-

gestellt, welcher mangelhaft und nicht von einer Fachkardiologin erstellt 

worden sei. Der Beschwerdeführer stellt daher den Antrag, es sei eine 

entsprechende Begutachtung nachzuholen. 

Wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.5.), kann auf ärztliche Stellungnahmen 

nur unter der Bedingung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen 

beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen 

und zudem die berichterstattenden Ärzte über die im Einzelfall gefragten 

persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen. Es besteht kein 

grundsätzlicher Anspruch des Versicherten auf eine persönliche Begut-

achtung. Es liegt im Ermessen der Vorinstanz, in begründeten Fällen ei-

nen Spezialarzt für eine weitere Beurteilung hinzuzuziehen oder ein mul-

tidisziplinäres Gutachten erstellen zu lassen. 

In den Akten finden sich keine Hinweise darauf, dass der IV-Stellenarzt 

Dr. B._______ über einen Facharzttitel in Kardiologie verfügt. In seinem 

C-271/2010 

Seite 12 

Bericht vom 15. August 2009 verweist der IV-Stellenarzt aber auf den 

ärztlichen Formularbericht E 213 vom 16. März 2009 sowie den kardiolo-

gischen Arztbericht vom 14. Oktober 2008. Daraus ist zu schliessen, dass 

er seinen Bericht in Kenntnis zumindest dieser beiden Vorakten verfasst 

hat. Zwar ist auch dem Formularbericht E 213 nicht zu entnehmen, ob die 

unterzeichnende Ärztin, Dr. E._______, über einen spezialärztlichen Titel 

in Kardiologie verfügt. Der Bericht vom 14. Oktober 2008 wurde indessen 

vom Kardiologen Dr. C._______ erstellt. Die von diesem gestellten Diag-

nosen wurden sowohl im Formularbericht E 213 also auch in der Stel-

lungnahme des IV-Stellenarztes im Wesentlichen übernommen. Einzig 

die im kardiologischen Bericht von Dr. C._______ im Rahmen der Diag-

nose zusätzlich genannte leichte Mitral- und Trikuspidalinsuffizienz wurde 

im Formularbericht E 213 unter dem Abschnitt Anamnese (S. 2) aufge-

führt („IM e IT ligeras“) und im Bericht des IV-Stellenarztes nicht aus-

drücklich erwähnt. Der IV-Stellenarzt hatte jedoch offensichtlich Kenntnis 

von den beiden Berichten und die von ihm gestellte Diagnose steht zu 

den dort enthaltenen Diagnosen in keinem Widerspruch. Seine medizini-

sche Beurteilung ist überzeugend. Es ist mit Blick auf die nicht überaus 

komplexen Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers da-

von auszugehen, dass der IV-Stellenarzt den medizinischen Sachverhalt 

– selbst ohne Facharzttitel in Kardiologie – ausreichend beurteilen konn-

te, zumal ihm mindestens ein nachvollziehbarer kardiologischer Bericht 

zur Verfügung stand. Auch der Formularbericht E 213 erscheint im Übri-

gen – entgegen dem pauschalen Einwand des Beschwerdeführers – ver-

lässlich. Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz auf das Einholen 

von Berichten oder Gutachten entsprechend ausgebildeter Spezialärzte 

verzichten. Die vorliegenden Arztberichte geben insgesamt ein komplet-

tes Bild über die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdefüh-

rers. Eine weitere Abklärung ist vorliegend nicht notwendig (BGE 122 V 

157 E. 1c). Es ist daher auf die vom Beschwerdeführer beantragte Be-

gutachtung in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (vgl. BGE 122 

II 464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b, 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen). 

4.4. Zudem moniert der Beschwerdeführer, dass der IV-Stellenarzt seine 

weiteren Leiden nicht berücksichtigt habe.  

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers diagnostizierte der IV-

Stellenarzt – in Übereinstimmung mit den Vorakten – neben der dilatati-

ven Kardiomyopathie auch ein Vorhofflimmern, welches in seinem Bericht 

mit "FA" (fibrillation auriculaire) abgekürzt wird (vgl. http://www.medilexi-

con.com ˃ Medical Abbreviations). Betreffend die übrigen vom Be-

C-271/2010 

Seite 13 

schwerdeführer geltend gemachten Leiden (mitrale und trikuspidale Insuf-

fizienz, erhöhter Bluthochdruck, Angina, Dyspnöe, präkordiale Verklem-

mung selbst bei geringer Anstrengung, Alterskyphose, Schilddrüsener-

krankung, Morbus Basedow) bzw. Behandlungen (tägliche Medikamen-

teneinnahme zur Blutverdünnung), die im kardiologischen Bericht vom 

14. Oktober 2008 und im Formularbericht E 213 vom 16. März 2009 auf-

geführt seien, ist Folgendes festzuhalten: Diese beiden Arztberichte lagen 

dem IV-Stellenarzt – wie schon erwähnt (E. 4.3.) – bei der Diagnosestel-

lung vor. Es ist daher davon auszugehen, dass der IV-Stellenarzt von den 

darin enthaltenen Angaben, welche nicht auf weitere, schwere Leiden des 

Beschwerdeführers schliessen lassen, Kenntnis hatte. Die Tatsache, dass 

in seinem Bericht nicht auch die medizinische Vorgeschichte, alle Unter-

suchungsergebnisse und Behandlungen wiederholt werden, bedeutet 

nicht, dass die entsprechenden Angaben in den Vorakten von ihm nicht 

beachtet wurden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der IV-Stellenarzt 

diese Angaben in arbeitsmedizinischer Hinsicht als nicht relevant erachte-

te, was nicht zu beanstanden ist. Aus sämtlichen aktenkundigen Diagno-

sen ergibt sich nämlich, dass beim Beschwerdeführer die erwähnte 

Herzerkrankung (E. 4.2.) im Vordergrund steht.  

4.5. Die Rüge der fehlenden Übersetzung der spanischen Arztberichte 

erweist sich ebenfalls als unzutreffend, da der Beschwerdeführer nicht 

aufzeigt und sich aus den Vorakten keine Hinweise ergeben, inwiefern 

der medizinische Dienst der IV-Stelle die spanischen Berichte nicht kor-

rekt übersetzt bzw. verstanden haben soll. Zudem ist eine Überprüfung 

der spanischen Arztberichte aufgrund der internationalen Terminologie 

der Diagnosestellung ohne weiteres möglich. Eine Übersetzung der spa-

nischen Berichte ist daher nicht notwendig. 

4.6. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass der medizinische 

Dienst zwei Dokumente (act. IV 12, 13) wegen Unleserlichkeit nicht ver-

wendet und diesbezüglich auch keine weiteren Abklärungen vorgenom-

men habe. Nach Angaben des Beschwerdeführers belegen diese Doku-

mente seinen Zustand nach einer Notaufnahme im Krankenhaus am 

15. September 2008 (act. 9 S. 4). Es ist daher davon auszugehen, dass 

die fraglichen Unterlagen lediglich eine Momentaufnahme seines Ge-

sundheitszustandes darstellen und keine langfristigen Aussagen in medi-

zinischer Hinsicht enthalten. Zur Klärung des medizinischen Sachverhalts 

sind die beiden Dokumente daher nicht ausschlaggebend. 

C-271/2010 

Seite 14 

4.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegenden Arztbe-

richte ein komplettes Bild über die gesundheitliche Beeinträchtigung des 

Beschwerdeführers geben. Sein Gesundheitszustand erweist sich damit 

als rechtsgenüglich abgeklärt. 

5.  

Zu prüfen ist sodann, in welchem Umfang der Beschwerdeführer arbeits-

unfähig ist. 

5.1. Der IV-Stellenarzt attestierte dem Beschwerdeführer ab dem 14. Ok-

tober 2008 eine Arbeitsunfähigkeit zu 70% in der bisherigen Tätigkeit und 

wies darauf hin, dass die Herzerkrankung des Beschwerdeführers mit ei-

ner Tätigkeit als Maurer unvereinbar sei. Laut IV-Stellenarzt sind dem Be-

schwerdeführer indessen leichte Arbeiten zu 100% zuzumuten (act. IV 20 

S. 1 f.). Die vom IV-Stellenarzt angenommene Arbeitsunfähigkeit des Be-

schwerdeführers von 70% bezieht sich demnach auf dessen letzte Tätig-

keit als Strassenarbeiter, die er vom 30. September 2008 bis zum 13. Ok-

tober 2008 vollumfänglich ausübte und danach aus gesundheitlichen 

Gründen unterbrechen musste (act. IV 8, 9). Laut dem vom letzten Ar-

beitgeber ausgefüllten Fragebogen verrichtete der Beschwerdeführer für 

dieselbe Firma allerdings noch leichtere Arbeiten (act. IV 8 S. 1), auf wel-

che auch der IV-Stellenarzt in seinem Bericht hinweist. Dass der IV-

Stellenarzt bei seiner Beurteilung auf die zuletzt vom Beschwerdeführer 

ausgeübte Tätigkeit als Strassenarbeiter abstellt, ist nicht zu beanstan-

den. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer aus 

krankheitsbedingten Gründen als Strassenarbeiter tätig war. Die Annah-

me einer Arbeitsunfähigkeit als Strassenarbeiter im Umfang von 70% ab 

dem genannten Zeitpunkt ist nachvollziehbar, da auch bei dieser Tätigkeit 

von einer massgeblichen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus-

zugehen ist. Die Beurteilung des IV-Stellenarztes steht nicht im Wider-

spruch zu den Angaben im Formularbericht E 213, wonach der Be-

schwerdeführer als Maurer zu 100% arbeitsunfähig ist, jedoch eine ange-

passte Arbeit vollschichtig verrichten kann (act. IV 16 S. 8 Ziff. 9, S. 10 

Ziff. 11.4-11.6). Schliesslich hat der Beschwerdeführer auch laut dem kar-

diologischen Arztbericht vom 14. Oktober 2008 Anstrengungen zu ver-

meiden, was für eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers sowohl als Maurer wie auch als Strassenarbeiter spricht.  

5.2. Laut IV-Stellenarzt sind dem Beschwerdeführer ab dem 14. Oktober 

2008 leichte Arbeiten (ohne Heben von Gewichten von über 10 kg) im 

C-271/2010 

Seite 15 

Rahmen einer Verweisungstätigkeit zu 100% zuzumuten, etwa als Pfört-

ner, Hauswart, Aufseher, Versandverkäufer, Verkäufer, Reparateur von 

kleinen Haushaltapparaten, Kassier, Kartenverkäufer, interner Kurier oder 

Telefonist (act. IV 20 samt Beilage). Diese Beurteilung deckt sich mit der 

arbeitsmedizinischen Einschätzung im Formularbericht E 213 (act. IV 16), 

wonach der Beschwerdeführer angepasste Tätigkeiten (S. 9 Ziff. 10.1), 

zum Beispiel Überwachung und Kontrolle, in Vollzeit verrichten kann (S. 8 

Ziff. 9, S. 10 Ziff. 11.5, 11.6). Der kardiologische Bericht von 

Dr. C._______ enthält – wie der Beschwerdeführer an sich richtig vor-

bringt – keine exakte Beurteilung der Resterwerbsfähigkeit des Be-

schwerdeführers. Das ist die Aufgabe des RAD-Arztes (E. 3.5.3.). Der 

kardiologische Bericht lässt gleichwohl den Schluss zu, dass Tätigkeiten, 

welche keine Anstrengungen verursachen, dem Beschwerdeführer 

grundsätzlich zuzumuten sind.  

5.3. Der Beschwerdeführer bezweifelt die vom IV-Stellenarzt vorgenom-

mene Beurteilung seiner gesundheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit. Er 

macht geltend, der IV-Stellenarzt habe seine weiteren, in anderen Arztbe-

richten erwähnten Leiden nicht berücksichtigt und daher ein falsches Bild 

von seiner Resterwerbsfähigkeit gehabt. Zudem erhalte er in Spanien ge-

stützt auf den Formularbericht E 213 eine Invalidenrente. Weitere sub-

stantiierte Ausführungen zu seiner Arbeitsunfähigkeit macht der Be-

schwerdeführer nicht. 

Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachten weiteren Leiden be-

trifft, ist unter Hinweis auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. E. 4.4., 

5.1., 5.2.) festzuhalten, dass der IV-Stellenarzt offensichtlich Kenntnis hat-

te vom Inhalt der massgeblichen Arztberichte und seine Einschätzung 

von der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers nicht im Widerspruch 

steht zu den dort festgehaltenen (arbeits-)medizinischen Beurteilungen. 

Der Bericht des IV-Stellenarztes erweist sich daher als zuverlässige 

Grundlage für die Frage, welche Arbeitsleistungen dem Beschwerdefüh-

rer konkret noch zugemutet werden können. 

Dass dem Beschwerdeführer in Spanien aufgrund des Formularberichts 

E 213 seit 27. März 2009 eine Invalidenrente gewährt wird (act. IV 26 

S. 2), vermag die Beurteilung des IV-Stellenarztes ebenfalls nicht in Zwei-

fel zu ziehen. Denn die Gewährung von Leistungen durch ein ausländi-

sches Versicherungsorgan präjudiziert nicht die invalidenversicherungs-

rechtliche Beurteilung nach schweizerischem Recht (Urteil des Eidgenös-

C-271/2010 

Seite 16 

sischen Versicherungsgerichts I 435/02 vom 4. Februar 2003 E. 2, BGE 

130 V 253 E. 2.4; siehe auch E. 2.3. vorne). 

5.4. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beurteilung des 

IV-Stellenarztes, wonach der Beschwerdeführer ab dem 14. Oktober 

2008 als Maurer zu 100% und in der bisherigen Tätigkeit als Strassenar-

beiter zu 70% arbeitsunfähig ist, ihm hingegen ab diesem Zeitpunkt eine 

Verweisungstätigkeit von 100% zumutbar ist, schlüssig und nachvollzieh-

bar erscheint. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz 

bei der Berechnung des Invaliditätsgrades darauf stützte. 

6.  

Es ist schliesslich der von der Vorinstanz ermittelte Invaliditätsgrad von 

30% zu prüfen. 

6.1. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss 

Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-

kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-

nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-

marktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Ein-

kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst ge-

nau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemei-

ne Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 

29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeit-

punkt des (hypothetischen) Beginns des allfälligen Rentenanspruchs 

massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 

Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 

Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Ein-

spracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 ff.). 

6.1.1. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 

die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesun-

de tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

C-271/2010 

Seite 17 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor-

den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-

stellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).  

6.1.2. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbsein-

kommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt 

des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut-

bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Recht-

sprechung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne ge-

mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (nachfolgend: LSE) heranzuziehen und ist der 

entsprechende Tabellenlohn zur genaueren Schätzung gegebenenfalls 

um einen Leidensabzug von bis zu 25% zu reduzieren (vgl. BGE 126 V 

75 E. 3b mit weiteren Hinweisen, Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006 E. 4.1). Zu berücksichtigen 

ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung massgebenden 

Vergleichseinkommen eines im Ausland wohnenden Versicherten auf den 

gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die Unterschiede in den 

Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwischen den Ländern nicht 

gestatten, einen objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen 

vorzunehmen (BGE 110 V 273 E. 4b, Urteil des Bundesgerichts I 817/05 

vom 5. Februar 2007 E. 8.1, Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

gerichts U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4).  

6.2. Die Vorinstanz hat sich bei der Berechnung des Valideneinkommens 

– mangels statistischer Lohndaten in Spanien – auf die schweizerischen 

Tabellenlöhne gestützt und auch das Invalideneinkommen nach diesen 

Tabellen bestimmt (act. IV 21). Den Akten ist zu entnehmen (act. IV 8), 

dass der Beschwerdeführer bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (im Oktober 

2008) seit knapp zwei Wochen in Spanien als Strassenarbeiter tätig war 

und ein Einkommen von monatlich EUR 983.76 erzielt hat. Gemäss An-

gaben des Arbeitgebers hat der Beschwerdeführer die Firma (im Februar 

2009) infolge Vertragsablaufs verlassen (act. IV 8 S. 1), sodass von ei-

nem befristeten Arbeitsverhältnis auszugehen ist. Es kann deshalb nicht 

ohne weiteres angenommen werden, dass der Beschwerdeführer das zu-

letzt als Strassenarbeiter erzielte Einkommen ohne gesundheitliche Be-

einträchtigung auf längere Sicht tatsächlich verdient hätte. Auf ein tat-

C-271/2010 

Seite 18 

sächliches Invalideneinkommen kann vorliegend ebenfalls nicht abgestellt 

werden, da der Beschwerdeführer nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit kei-

ne ihm zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (act. IV 9). 

Unter diesen Umständen ist das Abstellen der Vorinstanz auf die schwei-

zerischen Tabellenlöhne nicht zu beanstanden, zumal keine verlässlichen 

Statistiken über den spanischen Arbeitsmarkt vorliegen und für die Ermitt-

lung der massgeblichen Vergleichseinkommen von einer gleichartigen 

Vergleichsbasis auszugehen ist (vgl. z.B. auch Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts C-578/2008 vom 1. Juli 2010 E. 3.6.3, C-4599/2007 vom 

27. April 2009 E. 10). Die Vorinstanz hat sich im Übrigen bei der Berech-

nung des Invaliditätsgrades – wie erwähnt (E. 5.4.) – zu Recht auf die 

Stellungnahme des IV-Stellenarztes gestützt, wonach der Beschwerde-

führer in der bisherigen Tätigkeit als Strassenarbeiter zu 70% arbeitsun-

fähig ist, ihm hingegen eine Verweisungstätigkeit von 100% zumutbar ist. 

Weshalb die Vorinstanz im Vorbescheid (act. IV 22) und in der Verfügung 

(act. IV 25) erwogen hat, es sei dem Beschwerdeführer eine Verwei-

sungstätigkeit im Umfang von 70% zuzumuten, ist unklar. Da sie aber den 

Invaliditätsgrad von 30% gestützt auf eine zumutbare Verweisungstätig-

keit im Umfang von 100% berechnet hat (act. IV 21), ist diese Unstimmig-

keit nicht entscheidend. Der von der Vorinstanz durchgeführte Einkom-

mensvergleich wird vom Beschwerdeführer im Übrigen nicht gerügt und 

ist grundsätzlich korrekt. Mit Blick auf den frühestmöglichen, für die Inva-

liditätsbemessung massgebenden Rentenbeginn im Oktober 2009 (nach 

Ablauf der Wartefrist, vgl. E. 3.3.) rechtfertigt es sich jedoch, auf die LSE-

Tabellenlöhne 2008, angepasst an die branchenspezifische Lohnentwick-

lung für Männer bis 2009, abzustellen statt – wie vorinstanzlich gesche-

hen – die LSE-Tabellenlöhne 2006 zu verwenden. Die Ermittlungen der 

Vorinstanz sind daher wie folgt zu aktualisieren: Das hypothetische Ein-

kommen für eine Tätigkeit im Strassenunterhalt beträgt gestützt auf den 

LSE-Tabellenlohn 2008 (Tabelle T1, Sparte 90 [Abfallbeseitigung, sonsti-

ge Entsorgung], Anforderungsniveau 4) bei 40 Arbeitsstunden pro Woche 

Fr. 5'544.-, was angepasst an die Nominallohnentwicklung für Männer bis 

2009 (Tabelle T1.39) einen Betrag von Fr. 5'660.42 (Fr. 5'544.- x 2,1% + 

Fr. 5'544.-) ergibt. Bei einer branchenüblichen wöchentlichen Arbeitszeit 

im Sektor 3 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 2012, Heft 1/2, Tabelle 

B9.2) ist somit von einem Valideneinkommen von Fr. 5'900.99 auszuge-

hen.  

Auch das hypothetische Invalideneinkommen ist anhand der LSE-

Tabellenlöhne (Tabelle T1) zu bestimmen. Die Vorinstanz hat dabei auf 

Tätigkeiten im Grosshandel und in der Handelsvermittlung (T1, Sparte 51, 

C-271/2010 

Seite 19 

Anforderungsniveau 4), in der Informatik und Dienstleistung für Unter-

nehmen (T1, Sparten 70-74, Anforderungsniveau 4), im Detailhandel und 

in der Reparatur (T1, Sparte 52, Anforderungsniveau 4) sowie auf sonsti-

ge öffentliche und persönliche Dienstleistungen (T1, Sparten 90-93, An-

forderungsniveau 4) abgestellt, daraus den Durchschnittslohn für eine 40-

Stundenwoche ermittelt und diesen auf die übliche wöchentliche Stun-

denzahl im tertiären Sektor von 41,7 Stunden aufgerechnet (act. IV 21), 

was grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. Allerdings ist auch hier auf 

die Tabellenlöhne der LSE von 2008, angepasst an die Nominallohnent-

wicklung für Männer bis 2009 (Tabelle T1.39), abzustellen, weshalb die 

Ermittlungen der Vorinstanz wie folgt zu aktualisieren sind: Bei einem 

Lohn von Fr. 4'851.- für die Sparte 51, von Fr. 4'596.- für die Sparten 70-

74, von Fr. 4'436.- für die Sparte 52 sowie von Fr. 5'116.- für die Sparten 

90-93 beträgt der Durchschnittslohn für eine 40-Stundenwoche 

Fr. 4'749.75, was angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2009 den 

Betrag von Fr. 4'849.49 (Fr. 4'749.75 x 2,1% + Fr. 4'749.75) ergibt; aufge-

rechnet auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im tertiären 

Sektor im Jahre 2009 beläuft sich der massgebende Durchschnittslohn 

somit auf Fr. 5'055.59. Der von der Vorinstanz unter Berücksichtigung der 

persönlichen und beruflichen Umstände vorgenommene Leidensabzug 

von 25% ist angesichts des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdefüh-

rers nicht zu beanstanden. Es ist demzufolge von einem Invalidenein-

kommen von Fr. 3'791.69 auszugehen. 

6.3. Der Einkommensvergleich stellt sich nach dem Gesagten wie folgt 

dar: Dem Valideneinkommen von Fr. 5'900.99 steht ein Invalideneinkom-

men von Fr. 3'791.69 gegenüber. Der Invaliditätsgrad beträgt somit ge-

rundet 36% ([{Fr. 5'900.99 - Fr. 3'791.69} x 100] : Fr. 5'900.99 = 35.74%) 

und liegt unter dem rentenbegründenden Mindestinvaliditätsgrad von 

40%. Der Beschwerdeführer hat damit – wie von der Vorinstanz im Er-

gebnis zu Recht festgehalten – keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 

6.4. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen und die ange-

fochtene Verfügung zu bestätigen. 

7.  

Es bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädi-

gung zu befinden. 

C-271/2010 

Seite 20 

7.1. Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterlie-

genden Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu be-

rücksichtigen ist. Da der Beschwerdeführer unterlegen ist, hat er die Ver-

fahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 – 1000 Franken festzule-

gen (Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG). Für das vorliegende Verfahren sind die Verfah-

renskosten auf Fr. 300.- festzusetzen. Sie sind mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss von Fr. 314.- (act. 8 S. 2) zu verrechnen. Die Restanz von 

Fr. 14.- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückzuerstatten. 

7.2. Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundes-

behörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädi-

gung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). 

7.3. Der unterliegende Beschwerdeführer hat ebenfalls keinen Anspruch 

auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).  

 

  

C-271/2010 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 314.- ver-

rechnet. Die Restanz von Fr. 14.- wird dem Beschwerdeführer nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein, Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Patrizia Levante 

 

 

 

  

C-271/2010 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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