# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a18d4751-2449-5d67-90f0-63f13323d74d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.09.2014 D-3829/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3829-2014_2014-09-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3829/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; 

Gerichtsschreiber Alfred Weber. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Afghanistan, 

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 12. Juni 2014 / N (…). 

 

 

D-3829/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im April/Mai 2010 

sein Heimatland über den B._______ und die C._______ verliess, nach 

D._______ gelangte, sich längere Zeit dort aufhielt und am 8. April 2012 

illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ vom 17. April 2012 sowie der Anhö-

rung zu den Asylgründen vom 31. Oktober 2013 zur Begründung des 

Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei Adoptivkind und ha-

be zusammen mit seinen Adoptiveltern (nachfolgend Vater respektive 

Mutter), seinem Onkel mütterlicherseits und dessen Familie in Kabul ge-

lebt, 

dass sein Vater aus der Provinz F._______ stamme, (Berufsbezeichnung) 

gewesen sei und mit seinem Cousin Streit um Land gehabt und diesen 

dabei erschossen habe,  

dass es dem Grossvater väterlicherseits gelungen sei, die daraus resul-

tierende Familienfeindschaft zu schlichten,  

dass die Streitbeilegung darin gelegen habe, dass sein Vater auf das Be-

sitzrecht auf das Land verzichtet und seine Schwester einem Cousin zur 

Frau gegeben habe und aus der Provinz verbannt worden sei,  

dass sich sein Vater nach Kabul begeben habe, wo er seine Mutter ge-

ehelicht habe, 

dass sein Vater im Jahre 2010 von einem Cousin angefragt worden sei, 

drei Personen (Freunde des Cousins) zu chauffieren, diese seinem Vater 

jedoch suspekt vorgekommen seien und er daher einen Bekannten im Si-

cherheitsdienst informiert habe, 

dass zwei dieser drei Leute in derselben Nacht festgenommen worden 

seien und der Dritte habe fliehen können, 

dass ungefähr sieben oder acht Tage später sein Vater erschossen wor-

den sei, worauf die Polizei Untersuchungen eingeleitet habe, 

dass laut Augenzeugen sein Vater von einer Person in Uniform der Natio-

nalen Armee erschossen worden sei,  

D-3829/2014 

Seite 3 

dass der Onkel mütterlicherseits anlässlich einer polizeilichen Einver-

nahme im Rahmen der Untersuchungen die frühere Familienfeindschaft 

seines Vaters erwähnt habe, 

dass etwa 25 bis 30 Tage später die Verwandten väterlicherseits seinen 

Onkel angerufen und diesem berichtet hätten, die Kabuler Polizei ver-

dächtige sie und habe sechs oder sieben Personen von der Verwandt-

schaft verhört,  

dass der Onkel den Verwandten in der Folge erklärt habe, im Rahmen 

der Untersuchungen von der Polizei ausgefragt worden zu sein und die-

ser gegenüber die frühere Familienfeindschaft erwähnt zu haben, 

dass der Onkel den Verwandten am Telefon klar gemacht habe, dass er 

(der Beschwerdeführer) sie nicht des Delikts beschuldige, 

dass vier oder fünf Monate später Unbekannte in seiner Abwesenheit ins 

Haus eingedrungen seien und ihn gesucht hätten, 

dass seine Mutter einen Schock erlitten habe und nun halbseitig gelähmt 

sei, 

dass sein Onkel zu den Verwandten gefahren sei, um den Konflikt zu 

schlichten, und ihm bei seiner Rückkehr mitgeteilt habe, die Verwandten 

beabsichtigten, sich an ihm zu rächen, 

dass er vor diesem Hintergrund aus Angst ausgereist sei, 

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 

vom 12. Juni 2014 – eröffnet am 16. Juni 2014 – ablehnte und die Weg-

weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers genügten weder den Anforderungen an die 

Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) noch denjenigen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG, 

dass die Vorbringen zum Vorfall des gewaltsamen Eindringens von Per-

sonen ins Haus – und damit zum behaupteten Verfolgungsinteresse sei-

tens der Verwandten väterlicherseits – konstruiert wirken würden und da-

her unglaubhaft seien (ungereimt, widersprüchlich und recht einsilbig 

ausgefallene Schilderungen in diesem Zusammenhang [u.a. Angaben 

D-3829/2014 

Seite 4 

hinsichtlich der Eindringlinge, zu Augenzeugen sowie zur zeitlichen Ein-

ordnung des Vorfalls; unterlassene Anzeigeerstattung durch den Be-

schwerdeführer und den im gemeinsamen Haushalt lebenden Onkel bei 

der bereits wegen des Attentats gegen den Vater des Beschwerdeführers 

ermittelnden Polizei; mehrmonatige Zeitspanne ohne Behelligungen zwi-

schen dem Attentat auf den Vater und dem Überfall auf das Haus]),  

dass der zeitliche und sachliche Kausalzusammenhang zwischen der gel-

tend gemachten Landstreitigkeit des Vaters und dessen Cousins sowie 

seiner Ausreise aus Afghanistan fehle, weshalb das entsprechende Vor-

bringen nicht unter Art. 3 AsylG falle, 

dass Übergriffe durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausge-

setzt zu sein, nur asylrelevant seien, wenn der Staat seiner Schutzpflicht 

nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gewähren, 

dass gemäss seinen Aussagen die Polizei wegen des Tötungsdelikts im 

Falle des Vaters die entsprechenden Untersuchungen eingeleitet habe, 

mithin die Behörden die polizeilichen Aufgaben wahrgenommen und eine 

effektive Strafverfolgung ermöglicht hätten, weshalb unter diesen Um-

ständen das Tötungsdelikt asylrechtlich nicht von Belang sei,  

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass mit dem Verweis auf die Rechtsprechung (BVGE 2011/7) hinsichtlich 

des Zumutbarkeitsaspekts eines allfälligen Wegweisungsvollzugs unter 

anderem ausgeführt wurde, der Beschwerdeführer habe seit seinem sieb-

ten Lebensjahr zusammen mit seinen Eltern beziehungsweise zuletzt mit 

seiner Mutter in Kabul gewohnt, wo auch der Onkel mütterlicherseits mit 

dessen Familie (Ehefrau, Sohn, Tochter) lebe, 

dass er in Kabul auf ein bestehendes Beziehungsnetz und eine gesicher-

te Wohnsituation zurückgreifen könne, 

dass er vor seiner Ausreise in der (Betrieb) seines Onkels in Kabul gear-

beitet habe und somit über Arbeitserfahrung verfüge,  

dass er Afghanistan im Alter von 18 Jahren verlassen und damit den 

grössten Teil seines Lebens im Heimatland zugebracht habe, was in Be-

rücksichtigung seines verhältnismässig jungen Alters zudem für eine 

Reintegration sprechen dürfte, 

D-3829/2014 

Seite 5 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Juli 2014 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung, die Gewährung von Asyl, den Verzicht auf die Wegweisung sowie 

die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte, 

dass er überdies um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses ersuchte, 

dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in 

den Erwägungen einzugehen ist, 

dass mit Zwischenverfügung vom 28. Juli 2014 des Bundesverwaltungs-

gerichts die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses abgewiesen wurden und ein Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 600.–, zahlbar bis zum 12. August 2014, erhoben wurde, 

dass zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, das BFM dürfte 

in der angefochtenen Verfügung teilweise unter Angabe der Fundstellen 

im Protokoll der BzP (A 6 gemäss Aktenverzeichnis BFM) und der Bun-

desanhörung (A 20) sowie im Zusammenhang mit dem geltend gemach-

ten Landstreit zwischen seinem Adoptivvater und dessen Cousin (Zeit-

punkt des Vorfalls) und Übergriffen Dritter zu Recht sowohl die Glaub-

haftigkeit als auch die Asylrelevanz der Darlegungen des Beschwerde-

führers verneint haben, 

dass der Beschwerdeführer der vorinstanzlichen Argumentation in der 

Rechtsmitteleingabe keine stichhaltigen Gründe entgegenzusetzen haben 

dürfte, 

dass namentlich eine Auseinandersetzung mit ihr grundsätzlich unterblei-

be und lediglich um eine erneute Prüfung der Glaubhaftigkeit und der 

Asylrelevanz der Vorbringen ersucht werde, da das BFM in seiner Prü-

fung der Glaubhaftigkeit die falschen Massstäbe verwendet habe,  

dass sich die diesbezüglichen Ausführungen – eine Begründung zur vom 

BFM in Abrede gestellten Asylrelevanz fehle – in der Wiedergabe des 

festgestellten Sachverhalts erschöpften und die bloss anders empfunde-

ne Sichtweise nicht geeignet sein dürfte, eine Klärung der dem Be-

D-3829/2014 

Seite 6 

schwerdeführer von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung vor-

geworfenen Unglaubhaftigkeitselemente herbeizuführen, 

dass die geltend gemachten Nachteile ihre Ursache in einer Familien-

streitigkeit hätten, weshalb keine Verfolgung aus einem der in Art. 3 AsylG 

abschliessend genannten Gründe vorliegen dürfte, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann im Einklang mit 

der Rechtsprechung (BVGE 2011/7) hinsichtlich der Sicherheitslage und 

der humanitären Situation in Afghanistan, insbesondere Kabul, sowie in 

Bezug auf in der Person des Beschwerdeführers liegende Gründe in nicht 

zu beanstandender Weise festgestellt haben dürfte, dass einem Vollzug 

der Wegweisung in dessen Heimatland keine wegweisungsrechtlichen 

Hindernisgründe entgegen stehen würden, 

dass die vom Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe in diesem 

Zusammenhang vorgebrachten Gründe, insbesondere in Berücksichti-

gung des unverändert gebliebenen Sachvortrags, als mutmassend und 

keine Änderung der angefochtenen Verfügung bewirkende Kraft zu quali-

fizieren sein dürften,  

dass unter Verweis auf Art. 32 Abs. 2 VwVG bei dieser Sachlage dem 

über telefonischen Kontakt mit zu Hause verfügenden Beschwerdeführer 

keine gesonderte Frist für das Nachreichen von seine Mutter betreffenden 

Arzt- und Spitaldokumenten anzusetzen sei, zumal ihm nebst der Mög-

lichkeit zur Beschaffung diesbezüglicher Unterlagen auch genügend Zeit 

seit seiner Einreise in die Schweiz zur Verfügung gestanden haben dürf-

te, 

dass der Kostenvorschuss am 6. August 2014 geleistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

D-3829/2014 

Seite 7 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

D-3829/2014 

Seite 8 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben 

hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass die Vorbringen des Be-

schwerdeführers weder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaftt 

gemäss Art. 3 AsylG noch denjenigen an die Glaubhaftigkeit gemäss 

Art. 7 AsylG genügen, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägun-

gen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

dass die grundsätzlich unverändert wiedergegebenen Vorbringen in der 

Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, eine Änderung der angefochte-

nen Verfügung herbeizuführen,  

dass dem Beschwerdeführer bereits mit Zwischenverfügung vom 28. Juli 

2014 dargelegt wurde, weshalb seine Vorbringen in der Beschwerde – da 

aussichtslos – keine Änderung in der Frage der Asylgewährung zu bewir-

ken vermögen, 

dass eine Änderung der Sachlage hinsichtlich der Begehren von damals 

zwischenzeitlich nicht eingetreten ist, 

dass, um Wiederholungen zu vermeiden, daher vollumfänglich auf die 

Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung verwiesen werden 

kann, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte 

D-3829/2014 

Seite 9 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimatstaat drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

D-3829/2014 

Seite 10 

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers 

noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie-

gend zumutbar ist (vgl. auch Zwischenverfügung vom 28. Juli 2014 sowie 

III/Ziff. 2 S. 5 und 6 der angefochtenen Verfügung), 

dass der Beschwerdeführer keine Schwierigkeiten mit den heimatlichen 

Behörden geltend machte, 

dass es dem jungen, ledigen und – soweit aktenkundig – gesunden Be-

schwerdeführer im Übrigen offen steht, beim BFM einen Antrag auf indivi-

duelle Rückkehrhilfe zu stellen (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. 

Art. 73 ff. der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 (AsylV 2 [SR 

142.312]), 

dass in Würdigung sämtlicher für das vorliegende Verfahren relevanten 

Umstände vom Vorliegen begünstigender Faktoren im Sinne der Recht-

sprechung (BVGE 2011/7) auszugehen und nicht anzunehmen ist, der 

Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr nach Kabul in eine existen-

zielle Notlage, 

dass der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erachten ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

D-3829/2014 

Seite 11 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) sind und der am 6. August 2014 in gleicher Höhe geleistete Kos-

tenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-3829/2014 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Wespi Alfred Weber 

 

 

Versand: