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**Case Identifier:** 97576070-5017-5234-a853-c498dc71adeb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.09.2023 IV 2023/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-59_2023-09-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.10.2023

Entscheiddatum: 20.09.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 20.09.2023
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines psychiatrischen 
Administrativgutachtens. Posttraumatische Belastungsstörung. Artifizielle 
Störung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
20. September 2023, IV 2023/59). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde 
nicht eingetreten 8C_700/2023.

Entscheid vom 20. September 2023

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja 

Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2023/59

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

IV-Leistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Juni 2004 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe eine Ausbildung zur 

Pflegefachfrau absolviert und bis Ende 2002 im erlernten Beruf gearbeitet. Der 

Monatslohn habe zuletzt 5’200 Franken betragen. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. 

med. B.___ am 27. Februar 2006 ein neurologisch-psychiatrisches Gutachten (IV-act. 

31). Er hielt fest, die Versicherte leide an einer gegenwärtig remittierten rezidivierenden 

depressiven Störung. Zudem bestehe der Verdacht auf eine akzentuierte Persönlichkeit 

und auf eine rezidivierende Essstörung. Ein Einsatz im angestammten Beruf als 

Krankenschwester sei aus psychiatrischer Sicht wegen der hohen psychischen 

Belastung nicht mehr zumutbar. Unter der Annahme, dass die Versicherte 

durchschnittlich während einer Woche pro Monat an einer mittelgradigen depressiven 

Episode mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent in dieser Zeit leide, resultiere für 

leidensadaptierte Tätigkeiten eine durchschnittliche Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent. 

Auf eine Rückfrage der IV-Stelle hin räumte Dr. B.___ am 3. Januar 2007 ein, dass ihm 

ein Rechenfehler unterlaufen sei; der Arbeitsfähigkeitsgrad betrage durchschnittlich nur 

12,5 Prozent (IV-act. 50). Mit einer Verfügung vom 22. September 2009 wies die IV-

Stelle das Rentenbegehren der Versicherten mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades ab (IV-act. 80).

A.a. 

Im November 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an 

(IV-act. 83). Die IV-Stelle forderte sie am 17. November 2017 auf, eine relevante 

Sachverhaltsveränderung seit September 2009 glaubhaft zu machen; sie drohte der 

Versicherten an, dass sie andernfalls nicht auf die Wiederanmeldung eintreten werde 

(IV-act. 86). Die Psychiaterin Dr. med. C.___ teilte im Januar 2018 mit, dass die 

Versicherte an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung leide (IV-act. 

94). Im Februar 2018 notierte med. pract. D.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen 

A.b. 

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Dienst (RAD), eine relevante Sachverhaltsveränderung sei glaubhaft gemacht (IV-act. 

96). In einem Bericht vom 31. Mai 2018 hielt Dr. C.___ fest, die Versicherte sei zu 50 

Prozent arbeitsunfähig (IV-act. 103). Mit einer Mitteilung vom 2. Juli 2019 wies die IV-

Stelle das Begehren um berufliche Massnahmen mit der Begründung ab, „zurzeit“ 

seien aufgrund des Gesundheitszustandes keine beruflichen Massnahmen möglich (IV-

act. 122).

Am 9. Oktober 2019 berichtete die Klinik E.___ (IV-act. 126), die Versicherte habe 

sich vom 22. August 2019 bis zum 2. Oktober 2019 zum dritten Mal für eine 

störungsspezifische stationäre Traumatherapie in der Klinik aufgehalten. Sie leide an 

einer posttraumatischen Belastungsstörung, an einer rezidivierenden depressiven 

Störung mit einer gegenwärtig leichten Episode sowie an einem vorwiegend 

allergischen Asthma bronchiale. Vom 23. Januar 2020 bis zum 18. März 2020 befand 

sich die Versicherte zum vierten Mal in der Klinik der Klinik E.___ (IV-act. 134). Der 

RAD-Arzt D.___ äusserte im Mai 2020 Zweifel an der Diagnose einer posttraumatischen 

Belastungsstörung (IV-act. 139). Er hielt fest, die Berichte der behandelnden Ärzte 

enthielten keine hinreichend detaillierte „Traumaanamnese“. Zudem sei das zeitliche 

Kriterium für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht erfüllt, da 

die geltend gemachte Störung nicht innerhalb von wenigen Wochen, sondern erst 

Jahre nach der angeblichen Traumatisierung aufgetreten sei. Auf eine Rückfrage der 

IV-Stelle hin teilte die Klinik E.___ am 8. Juni 2020 mit (IV-act. 142–7), die Versicherte 

scheine gemäss ihren Angaben in einem Zustand von Überbehütung und emotionaler 

Vernachlässigung aufgewachsen zu sein. Die Eltern seien streng, die Erziehung von 

religiösen Dogmen geprägt gewesen. Die Versicherte habe sich emotional nicht 

wahrgenommen gefühlt. Einmalig sei es zu einer sexuellen Gewalterfahrung durch 

einen Lehrer gekommen, woran sich die Versicherte aber erst im Jahr 2014 wieder 

erinnert habe. Während der Ehe habe sie chronisch psychische Gewalt in der Form von 

Kontrolle, Beleidigungen, Beschimpfungen und verbalen Drohungen erlebt. Dies habe 

sich nach der Trennung und Scheidung fortgesetzt. Der Ehemann habe dann sogar 

gedroht, die Kinder ins Ausland zu entführen. Er habe auch Morddrohungen geäussert. 

Die Kinder hätten ebenfalls unter der jahrelangen häuslichen Gewalt gelitten.

A.c. 

Im Auftrag der IV-Stelle erstattete PD Dr. med. F.___ am 20. April 2021 ein 

psychiatrisches Gutachten (IV-act. 171). Er hielt fest, die Versicherte habe während der 

A.d. 

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gesamten Untersuchung wach und bewusstseinsklar gewirkt. Sie sei zu allen 

Qualitäten orientiert gewesen. Anzeichen für eine Aufmerksamkeitsstörung hätten nicht 

vorgelegen. Die Versicherte habe das Auftreten von Erinnerungsfragmenten an 

Gewalterfahrungen in der Kindheit geschildert, ohne dass eine emotionale oder 

psychische Stressreaktion hätte beobachtet werden können. Lachend habe sie 

berichtet, dass dank Corona jetzt wenigstens keine Guggenmusik spiele. Einmalig habe 

sie fast beiläufig erwähnt, dass sie gerade Schmerzen in der linken Flanke spüre, als ob 

jemand sie treten würde. Dabei habe sie jedoch emotional nicht wesentlich verändert 

gewirkt. Ebenfalls habe sie die sexuelle Gewalterfahrung durch einen Lehrer relativ 

gelassen wirkend erwähnt. Die von der Versicherten geschilderten, auf spezifische 

Auslösereize auftretenden psychischen und körperlichen Stressreaktionen und flash 

backs seien gut mit posttraumatischen Wiedererlebenssymptomen vereinbar. Das 

Vermeiden von solchen Auslösereizen passe ebenfalls zu den Kriterien für die Diagnose 

einer posttraumatischen Belastungsstörung. Dass die Symptome nur auf spezifische 

externe Reize hin aufträten, könne erklären, weshalb sie in der Untersuchung nicht zu 

beobachten gewesen seien. Die geschilderten framentarischen Erinnerungen an 

Gewalterfahrungen in der Kindheit liessen sich mit einer dissoziativen Amnesie für die 

traumatischen Erfahrungen vereinen. Anhaltspunkte für formale Denkstörungen, für 

einen Wahn oder für Sinnestäuschungen hätten in der Untersuchung nicht objektiviert 

werden können. Während der Untersuchung habe die Versicherte jederzeit als in einem 

guten Kontakt mit dem Hier und Jetzt gewirkt. Sie habe sich praktisch immer in einem 

regen Austausch mit dem Sachverständigen befunden. Die Fragen habe sie ohne zu 

zögern beantwortet. Nur sehr vereinzelt habe sie auf eine Frage hin für einen Moment 

geschwiegen, bevor sie geantwortet habe. Die geschilderten, bei gewissen Auslösern 

oder in gewissen Situationen auftretenden Erlebensweisen wie Gefühlsstörungen der 

Beine, ein Rauschen im linken Ohr (bis hin zur linksseitigen Taubheit), oder das Gefühl, 

innerlich wegzugehen oder sich roboterhaft zu erleben, seien mit einem dissoziativen 

Depersonalisationserleben vereinbar, das aus seiner Sicht als posttraumatisch bedingt 

zu qualifizieren sei. Störungen der Affektivität hätten nicht beobachtet werden können. 

Der Antrieb und die Psychomotorik seien ebenfalls ungestört gewesen. Diagnostisch 

leide die Versicherte an einer posttraumatischen Belastungsstörung mit dissoziativen 

Symptomen der Derealisation und Depersonalisation sowie an einer gegenwärtig 

remittierten rezidivierenden depressiven Störung. Die Versicherte sei sichtlich bemüht 

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gewesen, die Symptome und Erlebensweisen differenziert und nachvollziehbar zu 

schildern. Vor allem in der zweiten Hälfte der Untersuchung habe sie recht darauf 

bedacht gewirkt, ihre Symptome und funktionellen Einschränkungen als sehr 

ausgeprägt zu schildern, was sich dann aber auf konkrete Nachfragen bezüglich der 

Häufigkeit jeweils wieder relativiert habe. Dadurch sei der Eindruck einer gewissen 

Aggravation entstanden. Dies könnte jedoch auch die Folge einer natürlichen Reaktion 

der Versicherten auf das im Verlauf zunehmend kritischere Nachfragen des 

Sachverständigen und weniger eine bewusst übertriebene Symptomschilderung 

gewesen sein. Die Versicherte habe viel über traumaspezifisches Wissen und „Skills“ 

gesprochen. Einerseits sei diese Kompetenz sicherlich ein hilfreiches Therapieziel, 

andererseits sei aber auch der Eindruck entstanden, dass die Versicherte für sich eine 

gewisse Krankheitsidentität entwickelt habe, was ein negativer Effekt der intensiven 

Auseinandersetzung mit der Thematik im Rahmen der stationären Behandlungen sein 

könnte. Das psychosoziale Funktionsniveau im Haushalt, in der Freizeit und bei 

sozialen Aktivitäten sei konsistent. Eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im 

erlernten Beruf liege nicht vor. Die Begründung der Versicherten, dass sie sich den 

Beruf als Pflegefachfreu nicht mehr vorstellen könne, sei eher als eine normale Angst 

vor einem beruflichen Wiedereinstieg nach einer jahrelangen Abwesenheit vom 

Arbeitsmarkt zu interpretieren. Der Pflegeberuf bringe keine oder nur sehr wenige der 

von der Versicherten erwähnten Triggerreize mit sich. Die Schwierigkeiten bezüglich 

des beruflichen Wiedereinstieges seien vor allem in den vielfachen psychosozialen 

Belastungsfaktoren wie den realen Ängsten vor Begegnungen mit dem Exmann, den 

psychischen Störungen der Kinder, den potentiell bedrohlichen körperlichen 

Erkrankungen sowie den gerichtlichen Auseinandersetzungen um das Sorgerecht der 

Kinder begründet, die dazu führten, dass die Versicherte kaum Ressourcen für einen 

beruflichen Wiedereinstieg habe. Die behandelnde Psychiaterin habe ihr 

Arbeitsunfähigkeitsattest mit den Ängsten der Versicherten beim Verlassen des Hauses 

begründet. Diese Ängste seien aber kein Symptom einer Psychopathologie, denn sie 

hätten reale Ursachen. Der RAD-Arzt D.___ qualifizierte das „von einem ausgewiesenen 

und schweizweit anerkannten Spezialisten für Traumafolgestörungen“ erstellte 

Gutachten als überzeugend (IV-act. 172).

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Mit einem Vorbescheid vom 23. April 2021 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass sie die Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 175). Am 7. Mai 2021 wandte die Versicherte ein, sie 

könne die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Sachverständigen nicht nachvollziehen (IV-

act. 176). Am 16. Juni 2021 berichtete die Klinik E.___ (IV-act. 178), die Versicherte 

habe sich vom 16. März 2021 bis zum 14. Mai 2021 zum sechsten Mal in einer 

stationären Traumatherapie befunden. Sie leide an einer komplexen posttraumatischen 

Belastungsstörung, an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig 

mittelgradigen Episode, an einer Sarkoidose der Lunge sowie an einem vorwiegend 

allergischen Asthma bronchiale. Die IV-Stelle ersuchte den Sachverständigen am 12. 

Juli 2021, Stellung zum Austrittsbericht der Klinik E.___ vom 16. Juni 2021 zu nehmen 

(IV-act. 180). Am 30. Juli 2021 berichtete die Klinik E.___, die Versicherte habe sich 

vom 8. bis zum 21. Juli 2021 erneut in stationärer Behandlung befunden; die 

rezidivierende depressive Störung sei gegenwärtig schwergradig ausgeprägt (IV-act. 

187). Die IV-Stelle ersuchte den Sachverständigen am 2. August 2021, auch zu diesem 

Bericht Stellung zu nehmen (IV-act. 189). Am 25. August 2021 antwortete der 

Sachverständige (IV-act. 191), hinsichtlich der Diagnose einer posttraumatischen 

Belastungsstörung entsprächen die Ausführungen im Bericht vom 30. Juli 2021 dem 

bei der Begutachtung festgestellten Beschwerdebild. Gemäss jenem Bericht habe die 

Angst vor einer ungewollten Kontaktaufnahme und vor den Drohungen des Exmannes 

weiterhin einen grossen Teil der Ängste ausgemacht. Aufgrund der 

Symptomschilderungen im Bericht vom 30. Juli 2021 sei die Diagnose einer relevanten 

depressiven Episode nachvollziehbar. Diese sei aber nicht schwer-, sondern leicht- bis 

mittelgradig ausgeprägt gewesen. Unter anderem sei nämlich auf eine medikamentöse 

antidepressive Behandlung verzichtet und sogar die laufende Abgabe von Seroquel 

gestoppt worden. Der Fokus der Behandlung habe eher im Bereich der Panik und der 

Anspannung und nicht im Bereich einer Depressionsbehandlung gelegen. 

Zusammenfassend habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach 

der Begutachtung vorübergehend verschlechtert; im Zeitpunkt des Austrittes aus der 

stationären Behandlung habe er aber wieder in etwa jenem im Zeitpunkt der 

Begutachtung entsprochen. Der RAD-Arzt D.___ qualifizierte die Ausführungen als 

überzeugend (IV-act. 192). Am 23. September 2021 nahm der Sachverständige zum 

Bericht der Klinik E.___ vom 16. Juni 2021 Stellung (IV-act. 195). Er führte aus, dem 

A.e. 

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Bericht lasse sich entnehmen, dass sich die posttraumatische Symptomatik aufgrund 

von aktuellen psychosozialen Belastungsfaktoren verstärkt habe. Solche 

Schwankungen seien bei einer posttraumatischen Belastungsstörung häufig zu 

beobachten. Aus dem Austrittsbericht der Klinik E.___ vom 16. Juni 2021 ergebe sich 

allerdings kein Hinweis auf eine anhaltende, substanzielle Verschlechterung des 

psychischen Zustandsbildes.

Nachdem sich die Versicherte im Herbst 2021 zum achten Mal in einer stationären 

Behandlung befunden hatte (IV-act. 222), erstattete der Sachverständige am 2. Juni 

2022 ein psychiatrisches Verlaufsgutachten (IV-act. 233). Er hielt fest, er habe nicht nur 

die Versicherte, sondern auch die behandelnde Psychotherapeutin sowie die 

psychiatrische Pflegefachperson, die die Versicherte zur Untersuchung begleitet habe, 

eingehend befragt. Die Versicherte habe während der ganzen Untersuchung wach und 

bewusstseinsklar gewirkt. Sie sei vollständig orientiert gewesen. Der Gesprächsverlauf 

sei nicht durch offensichtliche kognitive Probleme beeinträchtigt gewesen. Die 

geschilderten wiederkehrenden Gedächtnislücken im Alltag seien angesichts der 

plakativ anmutenden Schilderung und der im Rahmen der Untersuchung festgestellten 

Inkonsistenzen nicht als dissoziative Amnesien zu qualifizieren. Die Angabe der 

Versicherten, seit der letzten Begutachtung seien die Erinnerungen verstärkt 

zurückgekehrt, sei grundsätzlich gut vereinbar mit dissoziativen Amnesien für erlebte 

Gewalterfahrungen in der Kindheit. Allerdings bestünden Zweifel an der Authentizität 

der anderen posttraumatischen Symptome, weshalb die Validität der traumatischen 

Erinnerungen eingeschränkt sein könnte. Die Versicherte habe in derselben 

Emotionalität und in derselben flüssigen Sprache von den Erinnerungen an die erlebten 

oder mutmasslich erlebten Gewalterfahrungen in der Kindheit berichtet, wie sie über 

andere Themen gesprochen habe. Typische emotionale oder körperliche 

Stressreaktionen wie Weinen, Angst, Unruhe, stockende Sprache, Schwitzen oder 

Zittern hätten sich nicht beobachten lassen. Die Versicherte habe stets in einem guten 

Kontakt zur gegenwärtigen Situation stehend gewirkt. Als er sie gefragt habe, ob sie 

die geschilderten, sich aufdrängenden Erinnerungen an die mutmasslich erlebten 

Gewalterfahrungen als Siebenjährige konkreter schildern könne, sei sie aufgestanden 

und zum Fenster gegangen. Sie habe einen Moment geschwiegen und die 

Beantwortung der Frage dann kategorisch abgelehnt. Dabei habe sie verärgert und 

A.f. 

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empört über den Sachverständigen und dessen Anliegen gewirkt. Angesichts der 

plakativ anmutenden Schilderung der Symptome im Alltag, der fehlenden Manifestation 

in der Untersuchung und weiterer Inkonsistenzen (siehe unten) sei eher nicht davon 

auszugehen, dass posttraumatische Wiedererlebenssymptome vorlägen, wie sie für 

eine posttraumatische Belastungsstörung typisch wären. Gewisse Charakteristika des 

von der Versicherten und auch der behandelnden Psychotherapeutin geschilderten 

Beispiels eines flash backs beim Kochen seien atypisch für ein dissoziatives flash back: 

Das auslösende Element (Anschreien und Beschimpfungen durch den Ehemann) 

qualifiziere nicht als ein traumatisches Ereignis; eine minutenlange Verkennung der 

aktuellen Situation im geschilderten Ausmass sei ungewöhnlich für einen 

Realitätsverlust; weder die Spitexfachperson noch die behandelnde Psychotherapeutin 

oder der Sachverständige hätten einen solchen Zustand je beobachten können, 

obwohl diese Zustände angeblich häufig und intensiv aufträten. Formale 

Denkstörungen, Hinweise für einen Wahn oder Sinnesstörungen hätten in der 

Untersuchung nicht vorgelegen. Symptome einer Identitätsunsicherheit oder eines 

Identitätswechsels hätten sich nicht beobachten lassen. Die Versicherte habe als 

jederzeit in einem guten Kontakt mit dem Hier und Jetzt gewirkt. Sie sei stets gut 

ansprechbar gewesen. Ich-Störungen im Sinne einer Identitätsunsicherheit, eines 

Identitätswechsels, eines Depersonalisations- respektive Derealisationserlebens oder 

eines Trancezustandes hätten sich nicht objektivieren lassen. Angesichts der 

wiederholten plakativen Schilderung eines „Wegdriftens“, der fehlenden Manifestation 

eines solchen dissoziativen Zustandes in der Untersuchung und der weiteren 

Inkonsistenzen (siehe unten) seien diese Schilderungen nicht als ein Ausdruck eines 

Depersonalisation- oder Derealisationserlebens, eines Trancezustandes oder einer 

somatoformen dissoziativen Symptomatik zu werten. Die von der Versicherten 

geschilderten Ängste im Alltag hätten im Rahmen der Untersuchung nicht beobachtet 

werden können, weshalb Zweifel am Bestehen von klinisch relevanten Ängsten im 

Alltag bestünden. Die offensichtlich fehlenden Angstsymptome im schmalen und 

fensterlosen Warteraum und das offensichtlich problemlose Schliessen der Türe des 

Untersuchungszimmers hinter sich nach der Pause sprächen eher gegen die 

geschilderten klaustrophobischen Ängste. Während der Untersuchung habe die 

Versicherte emotional gefasst und gut schwingungsfähig gewirkt. Der emotionale 

Rapport sei gut gewesen. Phasenweise, je nach Gesprächsinhalt, habe sie leicht 

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verärgert, missmutig oder empört dem Sachverständigen gegenüber gewirkt. Wenige 

Male habe sie begonnen, kurz zu weinen. Das Material zur affektiven Regulierung, das 

die Versicherte mitgebracht habe, habe sie nicht weiter genutzt. Störungen des 

Antriebs oder der Psychomotorik hätten nicht festgestellt werden können. Bei der 

testpsychologischen Untersuchung durch die Neuropsychologin lic. phil. G.___ habe 

die Versicherte während der gesamten Untersuchungsdauer unterschwellig gereizt und 

vorwurfsvoll gewirkt. In der Kommunikation sei aufgefallen, dass sie überwiegend 

traumatheoretische und traumatherapeutische Fachsprache verwendet habe. Der 

Gedankengang sei geordnet, inhaltlich aber (neben der ausführlichen 

Beschwerdeschilderung) auf das subjektiv erlebte Unrecht im Rahmen der ersten 

Begutachtung fokussiert gewesen. Der Affekt sei eingangs angespannt und dann über 

weite Strecken dysphorisch gewesen. Die Schwingungsfähigkeit sei deutlich 

eingeschränkt gewesen. Die Mimik, die Gestik und die sonstige Psychomotorik hätten 

leidend gewirkt. Die Aufmerksamkeit und die Konzentration seien klinisch 

eingeschränkt gewesen. Die Versicherte habe sehr viele Pausen benötigt und häufig 

„Skills aus der DBT“ angewendet. Die Belastbarkeit und die Stresstoleranz seien trotz 

Pausen und Anwendung von „Skills“ deutlich reduziert gewesen. Am Ende der 

Untersuchung habe die Versicherte angegeben, sehr erschöpft zu sein. Das gezeigte 

Verhalten habe ungefiltert den eigenen Bedürfnissen gefolgt. Das Vorgehen habe sehr 

stark zwischen „völlig desorganisiert“ und „gründlich und genau“ geschwankt. Das 

Arbeitstempo sei überwiegend langsam gewesen. Hinsichtlich der Kooperation und der 

Motivation sei die Versicherte als unwillig zu qualifizieren. Sie habe die 

neuropsychologische Testung als kaum zumutbar erachtet. Die 

Anstrengungsbereitschaft habe deutlich geschwankt und sei stark von eigenen 

Vorstellungen zum Schwierigkeitsgrad und zur Bewältigbarkeit einer Aufgabe abhängig 

gewesen. Die standardisierten Tests hätten eine unspezifische Verlangsamung und 

unspezifische Leistungsschwankungen, eine Störung der Alertness sowie der 

selektiven und geteilten Aufmerksamkeit, eine Irritabilität auf Warntöne und unauffällige 

Leistungen beim Wortlistenlernen ergeben; alle anderen Leistungen hätten aufgrund 

des auffälligen Testverhaltens nicht beurteilt werden können. Bezüglich der Irritabilität 

auf Warntöne sei aufgefallen, dass die Versicherte zwar auf Warntöne und Geräusche 

im Treppenhaus mit einem schreckhaften Zusammenzucken reagiert, aber keine 

Reaktion gezeigt habe, als direkt vor dem Fenster mit einem Kran eine Schuttmulde mit 

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grossen Mengen an Schutt befüllt worden sei, obwohl dies objektiv sehr laut und 

störend gewesen sei. Beim Abschluss der Untersuchung habe sie gegenüber der 

Neuropsychologin erklärt: „Das hätte ich Ihnen ja sagen können, dass ich so etwas 

nicht kann“. Das Verhalten in der psychiatrischen Untersuchung habe gesamthaft 

weitestgehend jenem entsprochen, das die Versicherte bei der ersten Begutachtung 

gezeigt habe. Eine relevante Veränderung des psychiatrischen Zustandsbildes seit der 

ersten, rund ein Jahr zurückliegenden Begutachtung sei deshalb auszuschliessen. 

Allerdings habe die erneute, vertiefte Exploration der geschilderten Symptome beim 

Sachverständigen mehr Zweifel an der Authentizität der Beschwerden geweckt. Seiner 

Ansicht nach bestünden deutliche Diskrepanzen zwischen der subjektiven 

Beschwerdeschilderung und dem Verhalten in der Untersuchungssituation. Angesichts 

der aktuellen Informationslage gehe er eher nicht mehr davon aus, dass die 

geschilderten Beschwerden genuinen posttraumatischen und dissoziativen 

Symptomen entsprächen. Insbesondere die folgenden Auffälligkeiten und 

Inkonsistenzen sprächen gegen das Vorliegen einer posttraumatischen 

Belastungsstörung: (1) Keines der von der Versicherten geschilderten 

posttraumatischen Symptome habe sich in der Verhaltensbeobachtung manifestiert; 

den Wunsch des Sachverständigen, ein Beispiel detailliert zu schildern (was 

üblicherweise das Potential habe, akute posttraumatische Wiedererlebenssymptome 

oder dissoziative Zustände zu induzieren), habe die Versicherte abgelehnt, wobei sich 

nicht einmal ansatzweise Stressreaktionen gezeigt hätten; (2) bereits bei der ersten 

Begutachtung hätten sich keine typischen Symptome manifestiert; bei der aktuellen 

Begutachtung habe die Versicherte offenbar problemlos weitgehend auf einen Einsatz 

der mitgebrachten Gegenstände verzichten können; zudem hätten weder die 

behandelnde Psychotherapeutin noch die psychiatrische Spitexfachperson jemals eine 

klar fehlende oder eingeschränkte Ansprechbarkeit beobachten können; (3) die 

Versicherte sei nicht in der Lage gewesen, ihre Erlebensweise beim Auftreten der 

geschilderten Beschwerden im Alltag anhand konkreter Beispiele differenziert und 

nachvollziehbar zu beschreiben; (4) die andauernde Ablehnung einer 

Psychopharmakotherapie widerspreche der geschilderten intensiven Belastung durch 

die Symptome im Alltag. Dass die seit mehreren Jahren behandelnde 

Psychotherapeutin, die Erfahrungen mit Traumafolgestörungen habe, die geschilderten 

Beschwerden als authentisch erlebe, könnte die Folge davon sein, dass geschilderte 

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Beschwerden in einer Therapie generell weniger kritisch hinterfragt würden, als dies in 

einer Begutachtung der Fall sei. In einem standardisierten Psychometrie-Test, der bei 

der ersten Begutachtung nicht durchgeführt worden sei, hätten sich deutliche Hinweise 

auf eine Übertreibung von Beschwerden ergeben. Bei fünf von neun Validitätsskalen 

bestünden Bedenken bezüglich der Validität. Eine gesicherte Diagnose könne nicht 

gestellt werden. Diagnostisch bestehe nur der Verdacht auf eine vorgetäuschte 

respektive artifizielle Störung. Eine Arbeitsunfähigkeit könne nicht – auch nicht für die 

Vergangenheit – attestiert werden. Der RAD-Arzt D.___ qualifizierte das Gutachten als 

überzeugend und hielt fest (IV-act. 239), die Versicherte sei als uneingeschränkt 

arbeitsfähig zu qualifizieren. Nur für die Zeiten, in denen sie psychiatrisch hospitalisiert 

gewesen sei, habe jeweils („formal“) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen.

Mit einem Vorbescheid vom 14. Juni 2022 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass sie (nach wie vor) die Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 243). Dagegen wandte die 

Versicherte am 19. August 2022 ein (IV-act. 256), die Einschätzung des 

Sachverständigen sei für sie nicht nachvollziehbar. Die behandelnde Psychiaterin wie 

auch die behandelnde Psychotherapeutin teilten die Schlussfolgerungen des 

Sachverständigen nicht. Bei der Verlaufsbegutachtung habe von Anfang an eine 

bedrohliche Stimmung geherrscht. Der Sachverständige habe sie im Verlauf der 

Begutachtung dreimal „aufdringlich“ aufgefordert, sich an die Gewalterfahrung im 

Kindesalter zu erinnern. Sie habe jedes Mal Nein gesagt, sei zum Fenster gelaufen und 

habe geweint. Dieses für sich selber Einstehen sei für sie eine grosse Herausforderung 

gewesen, die sie nur dank der jahrelangen intensiven Therapie habe meistern können. 

Das Weinen und das sich Zusammenreissen seien doch eindeutige Stressreaktionen. 

Sie habe den Eindruck, dass sie vom Sachverständigen bestraft worden sei, weil sie 

nicht gefügig gewesen sei. Bei einer artifiziellen Störung wäre ein häufiger 

Behandlerwechsel ein typisches Symptom. Sie habe die behandelnde Psychiaterin 

jedoch nur einmal gewechselt und das auch nur, weil zwischen der ersten 

behandelnden Psychiaterin und der behandelnden Psychotherapeutin kein 

Delegationsverhältnis zustande gekommen sei. Am 6. September 2022 berichtete die 

behandelnde Psychotherapeutin (IV-act. 264), aufgrund der glaubhaften Schilderungen 

der Versicherten seien die Kriterien für die Diagnose einer komplexen 

A.g. 

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posttraumatischen Belastungsstörung als erfüllt zu qualifizieren. In den therapeutischen 

Sitzungen werde die emotionale Anspannung jeweils durch eine veränderte 

Körperhaltung deutlich. In der Fachliteratur werde teilweise durchaus die Auffassung 

vertreten, dass wiederholende emotionale Abwertungen durch eine Bezugsperson ein 

Trauma bildeten. Die Klinik E.___ berichtete am 13. Dezember 2022 (IV-act. 273), die 

Versicherte habe sich vom 13. September 2022 bis zum 8. November 2022 zum 

neunten Mal in einer stationären Behandlung befunden. Sie leide an einer komplexen 

posttraumatischen Belastungsstörung. Auf eine Rückfrage der IV-Stelle hin (vgl. IV-act. 

276) teilte der Sachverständige am 7. Februar 2023 mit (IV-act. 288), aus den Berichten 

der behandelnden Psychotherapeutin und der Klinik E.___ ergäben sich keine 

relevanten neuen Aspekte. Die Interpretation einer angespannten Körperhaltung als ein 

Symptom einer posttraumatischen Belastungsstörung sei problematisch, da zahlreiche 

unterschiedliche Ursachen zu einer angespannten Körperhaltung führen könnten. Der 

Verweis auf die Fachliteratur sei nicht einschlägig. Der von der behandelnden 

Psychotherapeutin erwähnte Autor bezeichne eine andauernde emotionale Abwertung 

durch eine Bezugsperson zwar als eine Bindungstraumatisierung, aber es handle sich 

dabei nicht um ein Trauma im Sinne des ICD-10, des ICD-11 und des DSM-5. Zudem 

verweise der Autor darauf, dass solche „Bindungstraumatisierungen“ eher zu 

Persönlichkeitsstörungen und nicht zu einer posttraumatischen Belastungsstörung 

führten.

Da die Akten Hinweise auf mögliche relevante somatische Erkrankungen 

enthielten, hatte die IV-Stelle diesbezüglich weitere Abklärungen getätigt. Im Januar 

2023 war ihr ein Bericht des Rheumatologen Dr. med. H.___ vom 10. August 2020 

zugegangen (IV-act. 283), in dem ein hochgradiger Verdacht auf ein stattgehabtes 

Löfgren-Syndrom im April 2020 geäussert worden war. Die Versicherte hatte damals 

ein gutes Ansprechen auf nicht-steroidale Antirheumatika gezeigt. In der aktuellen 

Untersuchung habe er keine wesentlichen Auffälligkeiten am Bewegungsapparat 

feststellen können. Der Allgemeinmediziner Dr. med. I.___ hatte am 6. Februar 2023 

berichtet (IV-act. 286–1 ff.), er habe nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Das 

Hauptproblem seien die psychischen Beschwerden. Zusätzlich leide die Versicherte an 

einem Asthma bronchiale. Er hatte einen Bericht der Klinik für Pneumologie und 

Schlafmedizin des Kantonsspitals St. Gallen vom 13. September 2021 beigelegt (IV-

A.h. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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B.  

act. 286–9 ff.), laut dem die Versicherte an einem Asthma bronchiale mit einer 

mittelschweren Obstruktion und einem unauffälligen klinischen Befund litt. Zudem hatte 

ein Bericht des Gastroenterologen Dr. med. J.___ vom 8. September 2021 beigelegen, 

in dem die Diagnose einer nicht-erosiven gastro-oesophagealen Refluxerkrankung 

angegeben worden war (IV-act. 286–13 f.). Der RAD-Arzt D.___ hielt nach einer 

Würdigung der Berichte fest, dass kein somatischer Gesundheitsschaden mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe (IV-act. 289). Die IV-Stelle 

gewährte der Versicherten die Möglichkeit, zu den neuen Akten Stellung zu nehmen. 

Am 24. Februar 2023 machte die Versicherte geltend (IV-act. 296), sie sei weiterhin 

nicht mit den Schlussfolgerungen des Sachverständigen einverstanden. Sie verlange 

eine Oberbegutachtung. Mit einer Verfügung vom 27. Februar 2023 wies die IV-Stelle 

das Rentenbegehren ab (IV-act. 297).

Am 29. März 2023 erhob die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) 

eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Februar 2023 (act. G 1). Sie beantragte 

die Überprüfung der Invalidität und die Gewährung von beruflichen Massnahmen. Zur 

Begründung führte sie aus, sie sei mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung des 

Sachverständigen nicht einverstanden. Ihre behandelnde Psychiaterin interpretiere die 

Diagnose einer artifiziellen Störung als eine Folge eines Konfliktes zwischen der 

Beschwerdeführerin und dem Sachverständigen. Sie empfehle deshalb eine 

Oberbegutachtung. Die depressive Störung sei vom Sachverständigen zu wenig 

berücksichtigt worden. Der Beschwerde lag ein Bericht des psychiatrischen Pflegers 

der Beschwerdeführerin bei (act. G 1.2). Dieser hatte festgehalten, für ihn sei eine sehr 

grosse Verzweiflung der Beschwerdeführerin spürbar. Die Defizite im Alltag seien 

schwerwiegend. Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. K.___ hatte am 6. März 2023 

berichtet (act. G 1.3), die Beschwerdeführerin leide an einer komplexen 

posttraumatischen Belastungsstörung sowie an einer rezidivierenden mittelgradigen 

Depression. Sie, die behandelnde Psychiaterin, erlebe die Beschwerdeführerin als sehr 

ehrlich, therapiewillig, veränderungsbereit und reflektiert.

B.a. 

Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 5. Juni 2023 

die Abweisung der Beschwerde betreffend Rentenleistungen und das Nichteintreten 

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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Erwägungen

1.

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens erschöpft sich in der Überprüfung der 

angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand nicht 

weiter als jener des mit der angefochtenen Verfügung abgeschlossenen 

Verwaltungsverfahrens sein kann. Dieses hat sich nach der Abweisung des Begehrens 

um berufliche Eingliederungsmassnahmen am 2. Juli 2019 auf die Prüfung des 

Rentenbegehrens vom November 2017 und damit auf die Frage beschränkt, ob die 

Beschwerdeführerin ab dem 1. Mai 2018 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) einen Anspruch auf 

eine Rente der Invalidenversicherung gehabt hat. Der Antrag der Beschwerdeführerin 

um berufliche Massnahmen betrifft damit einen ausserhalb des Gegenstandes der 

angefochtenen Verfügung liegenden Gegenstand, weshalb darauf nicht eingetreten 

werden kann. Zu prüfen ist nur, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren zu 

Recht abgewiesen hat.

2.

Bei der Anmeldung vom November 2017 hat es sich um eine sogenannte 

Neuanmeldung gehandelt, was bedeutet, dass das Eintreten darauf das Meistern der 

auf die Beschwerde betreffend berufliche Massnahmen (act. G 7). Zur Begründung 

führte sie an, die beruflichen Massnahmen hätten nicht Gegenstand der angefochtenen 

Verfügung gebildet, weshalb auf den entsprechenden Antrag der Beschwerdeführerin 

nicht eingetreten werden könne. Betreffend den Rentenanspruch sei auf das in jeder 

Hinsicht überzeugende Gutachten des Sachverständigen abzustellen, denn weder die 

Beschwerdeführerin noch die behandelnde Psychiaterin oder die behandelnde 

Psychotherapeutin hätten Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens wecken 

können.

Am 13. Juni 2023 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege 

bewilligt (act. G 8).

B.c. 

Die Beschwerdeführerin beantragte am 30. Juni 2023 eine Oberbegutachtung (act. 

G 10).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 12).B.e. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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im Art. 87 Abs. 3 IVV verankerten Hürde respektive das Glaubhaftmachen einer 

relevanten Sachverhaltsveränderung seit dem 22. September 2009 erfordert hat. Die 

Psychiaterin Dr. med. C.___ hat im Januar 2018 mitgeteilt, dass die 

Beschwerdeführerin an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung leide. 

Diese Diagnose hatte im ersten, am 22. September 2009 abgeschlossenen 

Verwaltungsverfahrens noch nicht zur Diskussion gestanden, weshalb die 

Schlussfolgerung des RAD-Arztes D.___, mit dem Bericht von Dr. C.___ vom Januar 

2018 sei eine relevante Sachverhaltsveränderung glaubhaft gemacht, überzeugt. Die 

Beschwerdegegnerin ist folglich zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.

3.  

Gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die 

nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch 

auf eine Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird 

gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Erwerbstätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in 

Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie 

gesund geblieben wäre.

3.1. 

Die Beschwerdeführerin hat eine Diplomausbildung zur Krankenpflegerin absolviert 

und anschliessend im erlernten Beruf gearbeitet. Die Validenkarriere besteht folglich in 

der Weiterführung dieser Tätigkeit. Das Valideneinkommen entspricht jenem Lohn, den 

eine Krankenpflegerin mit derselben Ausbildung und jener Berufserfahrung, über die 

die Beschwerdeführerin heute verfügen würde, wenn sie diese Tätigkeit weitergeführt 

hätte, erzielen könnte. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergeben wird, 

spielt der genaue Betrag für die Bemessung der Invalidität keine Rolle.

3.2. 

Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist 

entscheidend, welche Tätigkeiten der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in 

welchem Umfang zugemutet werden können. Gemäss der überzeugenden Würdigung 

der entsprechenden Berichte der behandelnden Ärzte durch den RAD-Arzt D.___ hat 

keine somatische Gesundheitsbeeinträchtigung vorgelegen, die die Arbeitsfähigkeit der 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Beschwerdeführerin eingeschränkt hätte. Zur Diskussion steht ausschliesslich eine 

psychische Gesundheitsbeeinträchtigung. Die Beschwerdegegnerin hat für die 

Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus 

psychiatrischer Sicht die Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt und den 

Psychiater PD Dr. F.___, bei dem es sich gemäss der überzeugenden Einschätzung des 

RAD-Psychiaters D.___ um einen ausgewiesenen Spezialisten für 

Traumafolgestörungen handelt, mit zwei Begutachtungen der Beschwerdeführerin 

beauftragt. Die beiden Gutachten des Sachverständigen zeichnen sich durch eine 

überdurchschnittlich umfangreiche und sorgfältige Abklärung des für die Beurteilung 

massgebenden medizinischen Sachverhaltes aus. Bei beiden Begutachtungen hat der 

Sachverständige die medizinischen Akten eingehend gewürdigt und die 

Beschwerdeführerin ausführlich befragt und untersucht. Bei der Verlaufsbegutachtung 

hat er vorgängig eine neuropsychologische Abklärung durchführen lassen. Zudem hat 

er die langjährig behandelnde Psychotherapeutin und auch den psychiatrischen Pfleger 

ergänzend befragt. Damit hat er über eine umfassende Kenntnis vom für seine 

Beurteilung massgebenden medizinischen Sachverhalt verfügt. Nichts deutet darauf 

hin, dass der Sachverständige eine wesentliche Tatsache übersehen oder ignoriert 

hätte. Die medizinische Würdigung des von ihm erhobenen Sachverhaltes ist als im 

Vergleich mit einem „durchschnittlichen“ Administrativgutachten äusserst sorgfältig 

und – notwendigerweise aus der Sicht eines medizinischen Laien – gut nachvollziehbar 

sowie überzeugend zu qualifizieren. Der Umstand, dass sich der Sachverständige im 

Rahmen der Verlaufsbegutachtung nicht darauf beschränkt hat, den Sachverhalt als im 

Wesentlichen unverändert zu bezeichnen, sondern dass er vielmehr nochmals von 

Grund auf alle Tatsachen neu gewürdigt hat, spricht für eine hohe Professionalität bei 

der Begutachtung. Die kritische Würdigung der diagnostischen Schlussfolgerungen im 

ersten Gutachten unter Berücksichtigung der im Rahmen der Verlaufsbegutachtung 

neu gewonnenen Erkenntnisse überzeugt. Die Verwerfung der Diagnose einer 

posttraumatischen Belastungsstörung oder einer sonstigen relevanten psychischen 

(insbesondere depressiven) Störung ist vom Sachverständigen äusserst eingehend 

anhand der folgenden deutlichen Diskrepanzen zwischen der subjektiven 

Beschwerdeschilderung und dem Verhalten der Beschwerdeführerin in der 

Untersuchungssituation begründet worden: Keines der von der Beschwerdeführerin 

geschilderten posttraumatischen Symptome hat sich in der Verhaltensbeobachtung 

manifestiert. Der Wunsch des Sachverständigen, ein Beispiel detailliert zu schildern, 

hat nicht einmal ansatzweise Stressreaktionen ausgelöst. Diesbezüglich hat der 

Sachverständige in seinem Gutachten überzeugend erklärt, es sei zwar durchaus 

üblich, dass an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidende Personen solche 

Wünsche ablehnten, weil diese üblicherweise das Potential hätten, akute 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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posttraumatische Wiedererlebenssymptome oder dissoziative Zustände zu induzieren, 

aber selbst bei einer solchen Ablehnung seien in aller Regel deutliche Stressreaktionen 

zu beobachten. Bereits bei der ersten Begutachtung hatten sich keine typischen 

Symptome manifestiert; die Beschwerdeführerin hatte damals aber noch auf 

verschiedene Gegenstände als „Skills“ zurückgegriffen. Bei der Verlaufsbegutachtung 

hat die Versicherte gemäss der anschaulichen Schilderung des Sachverständigen 

problemlos weitgehend auf einen Einsatz der mitgebrachten Gegenstände verzichten 

können. In der Befragung durch den Sachverständigen haben sowohl die behandelnde 

Psychotherapeutin als auch die psychiatrische Spitexfachperson angegeben, sie hätten 

bislang nie eine klar fehlende oder eingeschränkte Ansprechbarkeit beobachten 

können, obwohl die Beschwerdeführerin angegeben hatte, dass sie häufig damit zu 

kämpfen habe. Auch auf die im Rahmen der Verlaufsbegutachtung möglichen vertieften 

und spezifischen Nachfragen hin ist die Versicherte nicht in der Lage gewesen, ihre 

Erlebensweise beim Auftreten der geschilderten Beschwerden im Alltag anhand 

konkreter Beispiele differenziert und nachvollziehbar zu beschreiben. Die andauernde 

Ablehnung einer Psychopharmakotherapie lässt sich ebenfalls nicht mit der 

geschilderten intensiven Belastung durch die Symptome im Alltag in Einklang bringen. 

In einem standardisierten Psychometrie-Test, der bei der ersten Begutachtung nicht 

durchgeführt worden war, haben sich schliesslich deutliche Hinweise auf eine 

Übertreibung von Beschwerden ergeben. Bei fünf von neun Validitätsskalen haben 

zumindest Bedenken bezüglich der Validität bestanden. Der Vorwurf der behandelnden 

Psychiaterin, der Umstand, dass der Sachverständige nur eine artifizielle Störung 

diagnostiziert habe, sei wohl die Folge eines Konfliktes zwischen ihm und der 

Beschwerdeführerin, überzeugt vor dem Hintergrund dieser eingehenden und 

schlüssigen Begründung nicht, denn wenn dies tatsächlich der Fall gewesen wäre, 

hätte der Sachverständige seine Diagnosestellung nicht dermassen fundiert begründen 

können. Auch die Angabe der behandelnden Psychotherapeutin, sie habe die 

Beschwerdeführerin immer als authentisch und ehrlich erlebt und sie sei deshalb vom 

Bestehen einer posttraumatischen Belastungsstörung überzeugt, weckt keinen Zweifel 

am Verlaufsgutachten, denn die behandelnde Psychotherapeutin hat als einzigen 

objektiven klinischen Befund für ihre Behauptung nur eine zeitweise körperliche 

Anspannung der Beschwerdeführerin anführen können; alle anderen Symptome und 

„Befunde“, die sie erwähnt hat, haben ausschliesslich auf den Schilderungen der 

Beschwerdeführerin beruht. Die Diagnosestellung der behandelnden 

Psychotherapeutin kann deshalb nicht als überwiegend wahrscheinlich richtig 

qualifiziert werden. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der therapeutische 

Behandlungsauftrag eine wesentlich unkritischere Haltung in Bezug auf die 

Schilderungen der zu behandelnden Person erfordert als ein Begutachtungsauftrag, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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4.  

Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 

Franken festzusetzenden Gerichtskosten wären an sich der unterliegenden 

worauf auch der Sachverständige zu Recht hingewiesen hat. Bezüglich der 

verschiedenen Ängste im Alltag hat der Sachverständige (bereits im ersten Gutachten) 

anschaulich und überzeugend aufgezeigt, dass es sich dabei nicht um Symptome einer 

psychopathologischen Störung gehandelt hat, weil diese Ängste reale Ursachen 

gehabt haben und folglich eine normalpsychische Reaktion auf diese Ursachen 

gewesen sind. Aus der akribischen Befundschilderung in den beiden Gutachten wie 

auch aus den Testergebnissen der neuropsychologischen Untersuchung ergibt sich 

kein Hinweis auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung, die eine relevante 

Arbeitsunfähigkeit begründen könnte. Zwar hat die neuropsychologische 

Sachverständige festgehalten, dass die Testergebnisse gesamthaft nicht 

aussagekräftig seien, aber jene Testergebnisse, die verwertbar gewesen sind, und 

auch die detaillierte Befundschilderung im neuropsychologischen Teilgutachten zeigen 

deutlich auf, dass zumindest in den entsprechenden Teilbereichen keine objektive 

neuropsychologische Störung vorgelegen hat, die die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin eingeschränkt hätte. Zusammenfassend findet sich in den Akten 

nichts, das einen Zweifel an der Überzeugungskraft des Verlaufsgutachtens (unter 

Einschluss des neuropsychologischen Teilgutachtens) wecken könnte. Folglich steht 

gestützt darauf mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin im hier massgebenden Zeitraum 

ab Mai 2018 nicht an einer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung gelitten hat, die 

ihre Arbeitsfähigkeit relevant beeinträchtigt hätte. Damit erübrigt sich die Einholung 

eines Obergutachtens, weshalb der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin 

abzuweisen ist. Dieser Beweisbeschluss muss nicht in der Form einer anfechtbaren 

Zwischenverfügung eröffnet werden, weil er keinen nicht wieder gutzumachenden 

Nachteil bewirkt. Die Beschwerdeführerin kann nämlich in einer allfälligen Beschwerde 

gegen dieses Urteil noch geltend machen, das Versicherungsgericht hätte ein 

Gerichtsgutachten in Auftrag geben müssen.

Da die Beschwerdeführerin in der Lage gewesen ist, ihre Validenkarriere weiter zu 

verfolgen und weiterhin ein dem Valideneinkommen entsprechendes 

Erwerbseinkommen zu erzielen, ist sie nicht invalid gewesen. Der Invaliditätsgrad 

beträgt also null Prozent. Damit erweist sich die Abweisung des Rentenbegehrens als 

rechtmässig. Die gegen die Verfügung vom 27. Februar 2023 gerichtete Beschwerde 

ist abzuweisen.

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege ist sie aber von der Pflicht, die Gerichtskosten zu bezahlen, vorläufig 

befreit. Sollten es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, wird sie zur 

Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. 

Art. 123 ZPO).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Auf den Antrag um berufliche Eingliederungsmassnahmen wird nicht eingetreten.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.

Die Beschwerdeführerin ist vorläufig von der Pflicht, die Gerichtskosten von 600 

Franken zu bezahlen, befreit.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.09.2023
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines psychiatrischen Administrativgutachtens. Posttraumatische Belastungsstörung. Artifizielle Störung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. September 2023, IV 2023/59). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_700/2023.

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