# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89c49ed0-498e-5b37-8ed5-2c2f118402aa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.03.2013 UV 2012/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-25_2013-03-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/25

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.09.2019

Entscheiddatum: 04.03.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2013
Art. 6 Abs. 1 UVG. Daran, dass ein morphologisch fassbares Substrat zur 
Feststellung einer leichten traumatischen Hirnverletzung als solches fehlt 
bzw. dieses bildgebend nicht zur Darstellung kommen kann, vermag auch 
eine höhere Magnetfeldstärke bei der Erstellung des MRI nicht zu ändern. 
Verneinung der Adäquanz in Anwendung der Psycho-Praxis bei einem Unfall, 
bei dem sich bei Demontage eines Federpakets der Motor löste und der 
Trägerarm dem Versicherten in die linke Gesichtshälfte und an den rechten 
Arm schlug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen 
vom 4. März 2013, UV 2012/25). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_318/2013.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Entscheid vom 4. März 2013

in Sachen

A.___, Helvetiastrasse 54, 9000 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Leo R. Gehrer, SwissLegal asg.advocati,

Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. Juni 2010 bei der B.___ AG als 

Monteur berufstätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sich am 

21. Juni 2010 bei der Demontage des Federpakets eines Rolltores der Motor löste und 

der Trägerarm dem Versicherten in die linke Gesichtshälfte und an den rechten Arm 

schlug (Suva-act. 1).

A.b Aufgrund der leicht dislozierten Jochbeinfraktur sowie der multiplen 

Rissquetschwunden im Mittelgesicht links wurde gleichentags im Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG), Hals-Nasen-Ohrenklinik, eine Einzinkerreposition und 

Wundversorgung vorgenommen (Suva-act. 7, 8). Der Versicherte trat am Folgetag 

(22. Juni 2010) aus und es wurde ihm bis 5. Juli 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit 

attestiert, welche vom Hausarzt des Versicherten Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin FMH, St. Gallen, bis 31. August 2010 verlängert wurde (Suva-act. 5, 

6, 8, 14, 18). Am 16. August 2010 wurde der Versicherte von Dr. med. D.___, 

Spezialarzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halsheilkunde, Hals- und Gesichtschirurgie, 

Allergologie und klinische Immunologie, St. Gallen, untersucht (Suva-act. 121).

A.c Vom 25. August bis 29. September 2010 hielt sich der Versicherte zur stationären 

Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon auf und war bis 30. September 2010 zu 100% 

arbeitsunfähig (Suva-act. 20, 22, 31, 32, 37, 40, vgl. auch Suva-act. 29 ff. bezüglich 

ausserordentlichen Austritt). Am Vorgespräch vom 1. Oktober 2010 in der Klinik Teufen 

AG wurde eine depressive Episode ohne psychotische Symptome (F 32.2) 

diagnostiziert, und seit Mitte November 2010 fand dort eine ambulante Rehabilitation 

des Versicherten statt (Suva-act. 35, 52). Im Verlängerungsgesuch wurde zudem eine 

Anpassungsstörung nach schwerem Trauma (F 43.21) festgestellt (Suva-act. 45). Dem 

Versicherten wurde bis 30. November 2011 weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

bescheinigt und Physiotherapie verordnet (Suva-act. 43, 46, 48, 49, 64, 69, 73, 78, 101, 

113, 125, 129).

A.d Am 4. April 2011 wurde eine Verletzung der Netzhaut durch Laserumstellung des 

Foramens operativ behandelt und die Behandlung in der Augenklinik des KSSG am 

10. Juni 2011 abgeschlossen (Suva-act. 76, 102). Am 27. Juni 2011 leistete die Suva 

Kostengutsprache für Totalprothesen des Ober- und Unterkiefers (Suva-act. 82 ff., 

insbesondere Suva-act. 83 und 90).

A.e Gemäss neurologischem Bericht vom 4. Juli 2011 konnte Dr. med. E.___, Arzt für 

Neurologie, St. Gallen, kein organisch-neurologisches Krankheitsbild als Ursache der 

seit dem Unfall geklagten Beschwerden objektivieren (Suva-act. 91). Am 3. August 

2011 wurde eine neuropsychologische Untersuchung im KSSG durchgeführt und es 

wurden dabei mittelschwere bis schwere kognitive Funktionsstörungen sowie 

ausgeprägte depressive Symptome festgestellt (Suva-act. 153). Anlässlich der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 31. August 2011 beurteilte Dr. med.  G.___, Facharzt 

für Chirurgie FMH, die Unfallfolgen dahingehend, dass aus somatischer Sicht bis auf 

augenärztliche Kontrollen, die – wie ophthalmologisch empfohlen – weiterhin erfolgen 

sollten, keine weiteren Therapien erforderlich seien (Suva-act. 103).

A.f  Die Suva arrangierte ab 13. September 2011 einen zweimonatigen Arbeitseinsatz 

des Versicherten bei der Velowerkstatt St. Gallen, welcher aufgrund häufiger Absenzen 

per 28. Oktober 2011 vorzeitig beendet wurde (Suva-act. 108, 109, 110, 116, 124).

A.g Mit kreisärztlicher Beurteilung vom 8. November 2011 (Suva-act. 126) stellte der 

Suva-Arbeitsmediziner Dr. med. F.___, Facharzt für Ohren-, Nasen- und 

Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie FMH, fest, dass der Versicherte unter 

einer bilateralen, weitgehend symmetrischen, mittelgradigen Hochtonschwerhörigkeit 

mit Senkenbildung leide. Dabei handle es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht um eine Folge des Unfallereignisses vom 21. Juni 2010, sondern viel 

wahrscheinlicher sei es, dass diese Hörstörung einem beruflich bedingten chronischen 

Lärmtrauma entspreche. Die diagnostizierte Schwerhörigkeit sei nicht unfallbedingt und 

erreiche das Ausmass der Erheblichkeit nicht.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.h Mit Verfügung vom 21. November 2011 (Suva-act. 139) stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen bei Verneinung der Adäquanz per 30. November 2011 ein. 

Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf weitere 

Geldleistungen der Suva in Form einer Invalidenrente und/oder einer 

Integritätsentschädigung.

B. 

B.a Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 21. Dezember 2011 

(Suva-act. 144) sowie die Einspracheergänzungen vom 19. (Suva-act. 146) und 

23. Januar 2012 wurden mit Einspracheentscheid vom 27. Februar 2012 (act. G 1.1/1; 

Suva-act. 156) abgewiesen. Die Swica Krankenversicherung AG hatte ihre am 

25. November 2011 vorsorglich erhobene Einsprache (Suva-act. 141) am 15. Dezember 

2011 wieder zurückgezogen (Suva-act. 143).

B.b Am 9. Januar 2012 berichteten die Ärzte der Klinik Teufen AG über die 

psychiatrische Behandlung des Versicherten (Suva-act. 150).

C. 

C.a Mit Beschwerde vom 29. März 2012 (act. G 1) beantragte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Leo R. Gehrer, St. Gallen, der Entscheid vom 

27. Februar 2012 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien weiterhin die nach 

dem UVG geschuldeten Leistungen, insbesondere Taggeld- und Rentenleistungen 

entsprechend einer Erwerbsunfähigkeit von 100%, eine angemessene 

Integritätsentschädigung sowie die erforderliche medizinische Behandlung, 

auszurichten, gegebenenfalls nach Vornahme weiterer Untersuchungen. Eventualiter 

sei der Entscheid vom 27. Februar 2012 aufzuheben und es sei die Sache zur neuen 

Beurteilung an die Suva zurückzuweisen; je unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Zur Begründung liess er insbesondere vorbringen, bezüglich der leichten traumatischen 

Hirnverletzung liege eine ausdrückliche Diagnose der Rehaklinik Bellikon vor. Soweit 

die Suva diese Diagnose nicht übernehmen wolle, sei die Vornahme entsprechender 

Abklärungen zwingend. Der Tinnitus sei ebenfalls auf die leichte traumatische 

Hirnverletzung zurückzuführen und eine Unfallfolge. Der Beschwerdeführer beantragt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

weitere Abklärungen und ein medizinisches Gutachten zur Frage, ob eine leichte 

traumatische Hirnverletzung vorliege. Bei der Adäquanzprüfung sei die 

Schleudertrauma-Praxis anzuwenden. Selbst bei Anwendung der Psycho-Praxis seien 

die Kriterien erfüllt. Aus dem Geschehensablauf ergebe sich, dass es sich um einen 

Grenzfall zu einem schweren Unfall bzw. einen schweren Fall im mittleren Bereich 

handle. Der Beschwerdeführer werde sich einer stationären Behandlung in der 

Psychiatrischen Klinik Wil unterziehen und er beantrage schon heute, dass das Gericht 

die Psychiatrische Klinik Wil mit einer medizinischen Abklärung beauftrage. Der 

Beschwerdeführer liess zudem die Entfernung des neuropsychologischen 

Untersuchungsberichts aus den Akten ohne Auflistung desselben im Aktenverzeichnis 

rügen. Des Weiteren sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung unhaltbar.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2012 (act. G 3) schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde und beantragte die Ablehnung 

der Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Zur Begründung führte sie im 

Wesentlichen an, die Gesichtsverletzungen bewirkten gemäss Feststellung von 

Dr. D.___ am 16. August 2010 keine funktionellen Einschränkungen mehr und bedürften 

keiner weiteren medizinischen Behandlung. Auch die Prellung am rechten Unterarm sei 

folgenlos ausgeheilt. Die Hochtonschwerhörigkeit sei unfallfremder Natur. Die 

Beschwerdegegnerin habe diesbezüglich ein separates Dossier angelegt und prüfe den 

Bestand einer Berufskrankheit. Bezüglich der beklagten Kopfschmerzen, des 

Schwindels, der Sehstörungen und des beidseitigen Tinnitus habe weder ein 

neurologisches noch röntgenologisches unfallkausales organisches Substrat 

objektiviert werden können. Die Folgen der höchstens vorliegenden, organisch nicht 

objektivierbaren leichten traumatischen Hirnverletzung seien innert weniger Wochen 

nach dem Unfall ausgeheilt. Auch in Bezug auf den Tinnitus fehle ein objektivierbares 

Korrelat. Die Zahn- und Laserbehandlung sei komplikationslos verlaufen, bleibende 

gesundheitliche Folgen lägen nicht vor. Seit dem Unfall vom 21. Juni 2010 seien von 

Anfang an die psychischen und nicht die physischen Folgen das Hauptproblem 

gewesen. Da kein Schleudertrauma bzw. keine äquivalente Verletzung, auch kein 

Schädel-Hirntrauma vorliege, rechtfertige sich die Adäquanzprüfung anhand der 

Psycho-Praxis. Der Unfall sei höchstens als mittelschweres Ereignis im mittleren 

Bereich einzustufen. Keines der massgebenden Kriterien sei erfüllt. Weitere 

medizinische Abklärungen würden sich erübrigen, da die Frage der natürlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Unfallkausalität offen gelassen werden könne. Die Rüge an den Suva-Sachbearbeiter 

werde als haltlos zurückgewiesen und sei überdies für die gerichtliche Beurteilung der 

vorliegenden Sache irrelevant.

C.c Mit Präsidialentscheid vom 15. Mai 2012 (UV 2012/25) wies der Präsident der 

Abteilung III des Versicherungsgerichts das Begehren um Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung ab (act. G 4).

C.d Mit (verspäteter) Replik vom 17. September 2012 (act. G 10) und Duplik vom 

8. Oktober 2012 (act. G 12) hielten die Parteien an ihren bisherigen Standpunkten fest.

C.e Mit Schreiben vom 21. Januar 2013 (act. G 14) reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers drei neue ärztliche Berichte ein (act. G 14.1, 14.2, 14.3).

Erwägungen:

1.

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 27. Februar 2012 (act. G 1.1/1; Suva-act. 156). Streitig ist zunächst, ob 

objektivierbare Unfallrestfolgen vorliegen, die eine über den 30. November 2011 

hinausgehende Leistungspflicht  der Beschwerdegegnerin begründen. Des Weiteren ist 

streitig, ob die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers in einem natürlichen 

und adäquat kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 21. Juni 2010 stehen.

2.

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2003, S. 42 ff.). Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich 

bei der Einstellung um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast 

nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 

363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den 

Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 

mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 31. August 2001, U 285/00, E. 5a). Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist 

allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind.

2.2  Unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 21. Juni 2010 klagte der 

Beschwerdeführer über Schmerzen im Bereich der linken Gesichtshälfte und des 

rechten Unterarms. Während die Beschwerden am rechten Unterarm in den 

medizinischen Akten seit dem Bericht vom 29. September 2010 nicht einmal mehr 

erwähnt werden (gemäss Austrittsbericht vom 29. Juni 2010 konnte eine Fraktur 

klinisch sowie radiologisch ausgeschlossen werden; Suva-act. 8; vgl. auch Suva-

act. 103), die multiplen Rissquetschwunden trotz wenig auffälliger Narbe zwischen 

linkem Auge und Jochbeinregion reizlos abgeheilt sind (Suva-act. 103), hinsichtlich des 

Netzhautrisses am linken Auge am 7. April 2011 eine Operation erfolgte (Suva-act. 76, 

102) und auch die Zahnbehandlungen abgeschlossen sind (Kostengutsprache für 

Totalprothesen des Ober- und Unterkiefers; Suva-act. 82 ff., insbesondere Suva-

act. 83 und 90), beklagt der Beschwerdeführer weiterhin Kopfschmerzen, einen 

beidseitigen Tinnitus, Sehstörungen, Schlafstörungen, Vergesslichkeit, rezidivierende 

Orientierungsprobleme und einen Schwankschwindel sowie psychische Beschwerden.

2.3  In der Computertomographie (CT) Neurocranium vom 21. Juni 2010 (Suva-act. 8) 

kam eine gering dislozierte Fraktur der lateralen Orbitawand links mit intraorbitalem, 

extrakonalen Gasbläschen und maximal 4mm breitem extrakonalen Hämatom zur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Darstellung. Zudem waren ein Exophthalmus links bei nicht gestrecktem Verlauf des 

Nervus opticus, eine normale Konfiguration des Bulbus oculi, eine mehrfragmentäre 

Fraktur des Arcis zygomaticus links, eine mehrfragmentäre Frakturstrahlung in den 

Orbitaboden, Weichteilemphysem und eine Rissquetschwunde links auf Höhe des 

Arcus zygomaticus mit wenige Millimeter grossen röntgendichten Fremdkörpern 

ersichtlich. Daraufhin wurde in Narkose eine Wundversorgung sowie eine Reposition 

mit dem Einzinker durchgeführt (vgl. Suva-act. 7). Die Schädel-

Magnetresonanztomographie (MRI) vom 15. September 2010 (Suva-act. 37) zeigte ein 

normales MRI des Gehirns ohne visualisierbare posttraumatische Läsionen. Es müsse 

aber darauf hingewiesen werden, dass besonders die hämosiderinempfindlichen Serien 

auch bei mehrfacher Wiederholung durch Patientenunruhe in ihrer Beurteilbarkeit 

beeinträchtigt seien. Ein Röntgenbild des Schädels halb-axial und der Orbita vom 

30. August 2011 (Suva-act. 103) zeigte eine in diskreter Fehlstellung konsolidierte 

Jochbeinfraktur links sowie eine etwas breitere

Sutura fronto-zygomatica links gegenüber rechts, wahrscheinlich posttraumatischer 

Ätiologie. Im Übrigen fand sich eine normale Darstellung des Gesichtsschädels in den 

vorliegenden Projektionen ohne sicheren Nachweis weiterer posttraumatischer 

Veränderungen. Objektivierbare strukturelle (hirn-)organische Läsionen fallen damit als 

Ursache für die geklagten Beschwerden ausser Betracht (vgl. auch Suva-act. 37, 38, 

40, 91).

2.4  Die reintonaudiometrisch festgestellte, beidseitige, kaum seitendifferente 

sensorineutrale Hochtonschwerhörigkeit mit einem Schwellenabfall bei 2000 Hz bis 45 

dB, bei 4000 Hz bis 65 dB wird als Folge einer langjährigen, wohl berufsbedingten 

Lärmbelastung am Arbeitsplatz von der Beschwerdegegnerin separat abgeklärt und hat 

mangels Unfallkausalität vorliegend ausser Acht zu bleiben (vgl. act. G 10.4). In Bezug 

auf den beidseitigen Tinnitus stellte Dr. D.___ am 16. August 2010 fest, dass dieser 

aktuell keiner definierten Frequenz bzw. Intensität zugeordnet werden könne und in 

einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehe, Anhaltspunkte für eine 

direkte Schädigung des Hörorgans würden jedoch fehlen (Suva-act. 121). Für die 

Begründung einer natürlichen Kausalität genügt die beweisrechtlich untaugliche 

Maxime "post hoc ergo propter hoc" nicht, da eine gesundheitliche Schädigung nicht 

schon deshalb als durch einen Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten 

ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Da eine direkte Schädigung des Hörorgans durch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Dr. D.___ ausgeschlossen wurde, fehlt ein organisches Substrat, welches als Ursache 

des beidseitigen Tinnitus in Frage kommt.

2.5  Bei der neuropsychologischen Untersuchung vom 2. August 2011 zeigten sich 

gemäss Bericht vom 25. August 2011 (Suva-act. 104) mittelschwere bis schwere 

kognitive Funktionsstörungen sowie ausgeprägte depressive Symptome. Im 

Vordergrund der kognitiven Beeinträchtigungen ständen eine schwere Verlangsamung 

der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie der Reaktionsfähigkeit, schwere 

Enkodierungsstörungen sowie exekutive Defizite in Form von schwer verminderter 

Flexibilität. Die Gestalterfassung sei ebenfalls deutlich beeinträchtigt. 

Orientierungsleistungen, das Behalten von eingespeicherten Informationen sowie 

visuokonstruktive Leistungen seien erhalten. Die Fahreignung sei aktuell nicht gegeben. 

Im psychopathologischen Bereich bejahe der Beschwerdeführer die überwiegende 

Mehrzahl der abgefragten Symptome in einer hohen Ausprägung. In der 

Verhaltensbeobachtung und in den Verfahren zur Symptomvalidierung zeigten sich 

Hinweise auf eine schwankende Anstrengungsbereitschaft, was jedoch nicht unbedingt 

als Aggravation einzuschätzen sei, sondern auch im Rahmen der psychischen 

Erkrankung erklärbar wäre. Über die Ätiologie der festgestellten neuropsychologischen 

Defizite ist dem Bericht nichts zu entnehmen. Behandlungsvorschläge wurden lediglich 

in Zusammenhang mit der passiven Einstellung des Beschwerdeführers gemacht. Es 

gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzige verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 369 

E. 3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann der 

neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein 

Aussagewert zukommen (BGE 119 V 335 E. 3c). Hingegen vermag es die 

Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung 

der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 318, E. 3). Nach 

B.P. Radanov (Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei 

Patienten nach Halswirbelsäulen-Distorsion [sog. Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule], SZS 1996, S. 471 ff.) sind neben den unfallabhängigen somatischen 

Beschwerden auch psychologische Probleme (und die eingenommenen - 

vorliegendenfalls teils hochdosierten psychotropen - Medikamente) geeignet, die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

kognitiven Leistungen negativ zu beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. 

die Interrelation psychologischer und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte 

Leistungsfähigkeit miterklären (S. 475). Welche Ursache die beim Beschwerdeführer 

festgestellten Funktionsauffälligkeiten aufweisen, geht aus dem Bericht vom 25. August 

2011 nicht hervor und es wurden daneben auch ausgeprägte depressive Symptome 

festgestellt. Damit können neuropsychologische Unfallrestfolgen im Sinn eines 

selbständigen, klar abgrenzbaren Befunds nicht als nachgewiesen gelten. 

Neuropsychologische Einschränkungen - wie auch diejenigen psychischer Art - können 

hingegen Teil des typischen Beschwerdebilds nach leichtem Schädelhirn-Trauma 

bilden.

3.

3.1  Der Beschwerdeführer sieht die von ihm geklagten Beschwerden in einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung begründet und beantragt mit Hinweis auf den Bericht des 

Neurologen Dr. E.___ (Suva-act. 91) entsprechende Abklärungen unter Einschluss 

neuester bildgebender Verfahren (6-Tesla-MRI o.a.) sowie ein medizinisches Gutachten 

zur Frage, ob eine leichte traumatische Hirnverletzung vorliege.

3.2  Eine leichte traumatische Hirnverletzung, auch als Commotio cerebri oder 

Gehirnerschütterung bezeichnet, hat gemäss Pschyrembel eine traumatisch bedingte, 

reversible funktionelle Schädigung des Gehirns ohne morphologisch fassbares 

Substrat zur Folge (Klinisches Wörterbuch 2011, 262., neu bearbeitete und erweiterte 

Auflage, Berlin/New York 2010, S. 400; vgl. auch Sönke Johannes/Rita Schaumann-

von Stosch, Commotio cerebri – leichte traumatische Hirnverletzung, Definition, 

Symptomatik und Diagnosestellung, in: Neurologie 3/2007, S. 25 ff., <www.tellmed.ch/

include_php/previewdoc.php?file_ id=4249>, abgerufen am 6. Februar 2013). Daran, 

dass ein morphologisch fassbares Substrat zur Feststellung einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung als solches fehlt bzw. dieses bildgebend nicht zur 

Darstellung kommen kann, vermag auch eine höhere Magnetfeldstärke bei der 

Erstellung des MRI nicht zu ändern, zumal jede Bildakquisition ohnehin ein 

Kompromiss ist und eine lange Messzeit bei lebenden Objekten immer auch die Gefahr 

der Bewegungsunschärfe birgt (vgl. J. Naxera, Besonderheiten der 

Untersuchungstechnik, in: M. Graf/C. Grill/H.-D. Wedig [Hrsg.], 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule, HWS-Schleudertrauma, Bochum 

2009, S. 150 ff. zur Methodik der Erstellung eines MRI unter dem Gesichtspunkt der 

Bildqualität). Für diagnostische Zwecke werden heute üblicherweise Feldgeräte mit 

einer Stärke von mindestens 1-1,5 Tesla, seit 2006 bei Neuanschaffungen mit 3 Tesla, 

verwendet. Noch höhere Feldstärken (Ultrahochfeld-Systeme) werden in der 

Humanmedizin gegenwärtig nur für Forschungszwecke, aber noch nicht für 

Routineuntersuchungen eingesetzt (http://de.wikipedia.org/wiki/

Magnetresonanztomographie, abgerufen am 7. Februar 2013). Dass eine milde 

traumatische Hirnverletzung mittels neuerer MRI-Technik bzw. höherer Feldstärke 

objektivierbar wäre, ist nicht bekannt; nach aktuellem Stand der medizinischen 

Wissenschaft wird eine solche klinisch festgestellt, wobei die Diagnose entweder eine 

Episode von Bewusstlosigkeit oder einen Gedächtnisverlust für Ereignisse unmittelbar 

vor oder nach dem Unfall oder eine Bewusstseinsstörung (z.B. Benommenheitsgefühl, 

Desorientierung) im Zeitpunkt der Verletzung voraussetzt und die Störung nicht mit 

einer Bewusstlosigkeit von mehr als 30 Minuten, einem Wert nach der Glasgow Coma 

Scale (GCS) von 13 bis 15 nach 30 Minuten oder einer posttraumatischen Amnesie von 

mehr als 24 Stunden verbunden sein darf (<http://www.chirurgie-portal.de/neurologie/

gehirnerschuetterung.html>, abgerufen am 7. Februar 2013; vgl. auch Urteile des 

Bundesgerichts 6. April 2011, 8C_902/2010, E. 6.1.3 und vom 18. März 2010, 

8C_110/2010, E. 3.2 mit Hinweisen). Die Diagnose einer leichten traumatischen 

Hirnverletzung wurde mit Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 1. Oktober 2010 erstmals 

gestellt (Suva-act. 37, 40). Der GCS wurde beim Beschwerdeführer zwar nicht erhoben, 

es ist allerdings möglich, dass der Beschwerdeführer 2-3 Sekunden bewusstlos war 

(vgl. Suva-act. 8). Aus den polizeilichen Akten geht jedenfalls hervor, dass der 

Beschwerdeführer sich nicht an die Ereignisse unmittelbar nach dem Unfall erinnert 

und dass er etwas "benebelt" gewesen war und keine zusammenhängenden Sätze 

mehr sprechen konnte, nachdem er vom Metallteil im Gesicht getroffen wurde (Suva-

act. 18; Befragungsprotokolle des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2010 und von 

Michael Schoch vom 21. Juni 2010). Es kann daher anhand der Klinik nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass der 

Beschwerdeführer eine leichte traumatische Hirnverletzung erlitten hat.

3.3  Damit erübrigen sich die vom Beschwerdeführer beantragten weiteren 

Abklärungen, insbesondere unter Einschluss neuester bildgebender Verfahren (6-Tesla-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

MRI o.a.), sowie auf Erstellung eines medizinischen Gutachtens zur Frage, ob eine 

leichte traumatische Hirnverletzung vorliege.

4.  

4.1  Ist ein Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente Verletzung (vorliegend: 

leichte traumatische Hirnverletzung) diagnostiziert und liegt - bezogen auf diese 

Diagnose - kein fassbarer organischer (unfallbedingter) Befund vor, muss für die 

Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung 

von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. gegeben sein (BGE 117 V 359 

E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 E. 9). Nach der 

aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile vom 30. Januar 2007, U 215/05 

und vom 15. März 2007, U 258/06) muss bei einer HWS- oder äquivalenten Verletzung 

das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner 

umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall 

auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der 

Halsregion oder an der HWS - bei einem Schädel-Hirntrauma in Form von 

Kopfschmerzen - manifestieren. Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder 

einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich 

jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.2  Bei der Verlaufskontrolle vom 28. Juni 2010 erwähnte der Beschwerdeführer 

erstmals starke Kopfschmerzen sowie Schmerzen beim Kauen. Bei der Untersuchung 

vom 16. August 2010 bei Dr. D.___ klagte der Beschwerdeführer über starke 

Kopfschmerzen bevorzugt am Vertex und okzipital, zudem einen auf beiden Ohren 

wahrgenommenen hochfrequenten Tinnitus. Kopfschmerzen werden in den 

echtzeitlichen medizinischen Akten erst eine Woche nach dem Unfallereignis – und 

damit deutlich ausserhalb der Latenzzeit von 72 Stunden – erstmals dokumentiert. 

Aufgrund der erlittenen Kopfverletzungen (gering dislozierte Fraktur der lateralen 

Orbitawand, mehrfragmentäre Fraktur des Arcis zygomaticus links und eine 

mehrfragmentäre Frakturstrahlung in den Orbitaboden) ist es zwar grundsätzlich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

möglich und denkbar, dass der Beschwerdeführer bereits davor an Kopfschmerzen litt, 

diese aber erst bei der Verlaufskontrolle erwähnte. Die Allgemeinbeschwerden (Apathie, 

diffuser Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, vermehrtes 

Schwitzen und Reizbarkeit) können bei einer allfällig stattgehabten Commotio cerebri 

einige Wochen anhalten und bilden sich allmählich zurück, was auch von den Ärzten 

der Rehaklinik Bellikon und von Dr. E.___ bestätigt wurde (Suva-act. 37, 91). Eine 

Persistenz der Symptome beruht möglicherweise auf einer neurotischen 

Fehlverarbeitung (sog. Kommotionsneurose) oder einer bewussten Ausgestaltung 

(Pschyrembel, a.a.O., S. 2019 unter "Syndrom, postkommotionelles"). Entsprechend 

diesem empirischen Verlauf ging die Beschwerdegegnerin im Ergebnis wohl zunächst 

von einem unfallkausalen Beschwerdebild aus und erbrachte (insbesondere aufgrund 

der somatischen Beschwerden) Leistungen bis 30. November 2011.

5.

5.1  Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. d/bb, unten, mit 

Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung ;118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 133 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen 

einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar 

teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 133 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 98 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren bleibt, dass die zu den 

Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch 

auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata 

anwendbar ist, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen eines Schleudertraumas 

vergleichen lassen (Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; RKUV 2000 Nr. U 

395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).

5.2  Am 2. August 2010 deutete die Ehefrau an, der Beschwerdeführer leide an 

psychischen Problemen, woraufhin die Beschwerdegegnerin eine stationäre 

Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon in die Wege leitete (Suva-act. 9). Im 

neuropsychologischen und psychopathologischen Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 

1. Oktober 2010 wiesen die Ärzte auf eine im Vordergrund stehende psychische 

Problematik hin. Auch in der Klinik Teufen wurden bei der ambulanten Rehabilitation 

mit der depressiven Episode ohne psychotische Symptome (F 32.2) und der 

Anpassungsstörung nach schwerem Trauma (F 43.21) ausschliesslich psychiatrische 

Diagnosen gestellt (Suva-act. 45). Bei der Besprechung vom 4. Januar 2011 in der 

Klinik Teufen wurde die aktuell bestehende volle Arbeitsunfähigkeit vorwiegend 

psychisch begründet (Suva-act. 52). Dass es sich hierbei um eine eigenständige, von 

den damals verbliebenen Augen- und Zahnbeschwerden losgelöste Problematik 

handelte, bedarf keiner weiteren Erklärung. Da der Tinnitus und die Kopfschmerzen 

nicht auf eine objektiv-strukturelle Läsion zurückgeführt werden können, letztere 

ausserhalb der Latenzzeit erstmals geklagt wurden und ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zum Unfall nach einigen Wochen ohnehin verneint werden 

müsste (vgl. E. 4.2), sind auch die weiteren Beeinträchtigungen (Kopfschmerzen, 

beidseitiger Tinnitus, Sehstörungen, Schlafstörungen, Vergesslichkeit, rezidivierende 

Orientierungsprobleme und ein Schwankschwindel) in Zusammenhang mit einer im 

Vordergrund stehenden psychischen Problematik – die auch schon mehrmals zum 

Abbruch der laufenden Behandlungen geführt hat (vgl. Suva-act. 40 zum vorzeitigen 

Austritt aus der Rehaklinik Bellikon sowie act. G 10.6 und G 10.7 zum vorzeitigen 

Austritt aus der psychiatrischen Klinik Wil) – zu sehen. Die Adäquanzbeurteilung hat 

demnach nach BGE 115 V 133 zu erfolgen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3  Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. August 2011 stellte G.___ fest, dass 

aus somatischer Sicht bis auf die augenärztlichen Kontrollen, die – wie 

ophthalmologisch empfohlen – weiterhin erfolgen sollten, keine weiteren Therapien 

erforderlich seien (Suva-act. 103). Diese Beurteilung ist unbestritten und deckt sich 

auch mit der weiteren medizinischen Aktenlage (Suva-act. 76, 83, 104, 121, 126). Die 

Behandlung der psychischen Beschwerden, insbesondere die Behandlung in der 

psychiatrischen Klinik Wil sowie die Überweisung in die tagesklinische Behandlung in 

die Psychiatrische Tagesklinik St. Gallen kann vorliegend keine Berücksichtigung 

finden, da sie einem Behandlungsabschluss in Bezug auf die somatischen 

Beschwerden nicht im Weg steht (Suva-act. 150, act. G 10.6, 10.7). Die 

augenärztlichen Kontrollen dienen im Wesentlichen der Aufrechterhaltung des 

bestehenden Gesundheitszustands. Der Abschluss des Falls durch den 

Unfallversicherer im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt lediglich, dass von weiteren 

medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, 

E. 5.2.2.2.). Heilbehandlungen und Taggeld hat der Versicherer nur solange zu 

gewähren, als von der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall 

unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 

Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen 

(BGE 134 V 109 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin nahm somit zu Recht 

den Fallabschluss auf das verfügte Einstelldatum (30. November 2011) im Sinn von 

Art. 19 Abs. 1 UVG – als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung – an.

6.

6.1  Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6) 

vom objektiv fassbaren Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall, wenn 

dem Unfall eine massgebende Bedeutung für deren Entstehung zukommt. Dies trifft 

dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2; 

2001 UV Nr. 8 S. 32 E. 3, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

133 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei der Beurteilung der 

Frage, ob diese Kriterien erfüllt sind, ist die psychisch bedingte Beeinträchtigung 

auszuklammern und nur der somatische Anteil zu berücksichtigen (BGE 134 V 109 

E. 6.1; 123 V 98 E. 2a).

6.2  Den polizeilichen Akten zufolge stand der Beschwerdeführer zwecks Demontage 

von Rolltormotoren und den dazugehörenden Federn auf einer kleinen Treppe und 

beugte sich nach vorne, um die Halterung des Motors von der Decke zu lösen. Als der 

Beschwerdeführer die letzte Schraube gelöst hatte, fiel der Motor von der Decke auf 

die (dafür vorbereitete) Palette, wobei er sich gleichzeitig um die eigene Achse drehte. 

Dabei schlug die Metallhalterung des Motors unerwartet gegen das Gesicht des 

Beschwerdeführers (Suva-act. 18). Ob sich anschliessend ein Sturz ereignet hat, ist 

nicht klar zu eruieren. Während in den Aussagen der Auskunftspersonen kein Sturz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erwähnt wird und der Beschwerdeführer sich an die Ereignisse nach dem Schlag ins 

Gesicht durch die Halterung des Motors nicht erinnern konnte (vgl. Suva-act. 18), wird 

in den medizinischen Akten seit dem Austrittsbericht vom 29. Juni 2010 von einem 

Sturz ausgegangen (Suva-act. 8). Ein solcher ist weder ausgewiesen, noch kann er 

sicher ausgeschlossen werden. Wahrscheinlich ist, dass die sichernden Kollegen den 

zusammensackenden Beschwerdeführer von der Treppe zogen oder führten. 

Jedenfalls erübrigen sich weitere Ausführungen zur Intervention des Suva–Case 

Managers und zu deren aktenmässigen Verarbeitung, da sie auf den Ausgang des 

vorliegenden Verfahrens keinen Einfluss haben, wie sich zeigen wird. Dieses Ereignis ist 

aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs und mit Blick auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung – wo auch schon bei einem Unfall, bei dem ein 

Bauhandlanger unter acht schwere Schalungselemente geraten war und erst nach ca. 

sechs Minuten mit Hilfe eines Krans befreit werden konnte, das Vorliegen eines 

schweren Unfalls der mittleren Gruppe verneint wurde – als mittelschwerer Unfall zu 

qualifizieren (Rumo-Jungo, a.a.O., S. 58 mit Hinweis). Der Kausalzusammenhang ist 

somit nach der Rechtsprechung adäquat, wenn ein Kriterium besonders ausgeprägt 

oder drei Kriterien in einfacher Weise erfüllt sind (vgl. SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 

[8C_897/2009] E. 4.5).

6.3  In den Akten finden sich unbestrittenermassen keine Hinweise auf eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte. Es traten auch 

keine Komplikationen auf.

6.4  Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit

eines Unfalls sind vorliegend nicht ersichtlich. Nach eigenen Angaben gegenüber der 

Polizei vermochte sich der Beschwerdeführer an die Ereignisse nach dem Schlag nicht 

mehr zu erinnern (Suva-act. 18). Aus der polizeilichen Mitwirkung oder den Fotos vom 

Unfallort lassen sich denn auch keine Schlussfolgerungen in Bezug auf die 

Eindrücklichkeit des Unfalls ziehen.

6.5  Die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, kann mit 

Bezug auf die Jochbeinfraktur und insbesondere die Rissquetschwunden im Gesicht 

bejaht werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2012, 8C_435/2012, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

E. 4.2.7, wonach eine generelle Eignung zur Auslösung psychischer Fehlentwicklungen 

bei Verbrühungen nicht ohne weiteres zu bejahen sei, da – obwohl die Narben an 

Schulter, Thorax und Vorderarm störend seien – diese nur vorwiegend im Sommer oder 

an festlichen Anlässen sichtbar seien). Allerdings ist das Kriterium nicht als in 

besonderer Weise erfüllt zu betrachten, zumal die Narben aussergewöhnlich gut 

verheilt und für Dritte nicht auf Anhieb erkennbar sind (vgl. Fotos in Suva-act. 152).

6.6  Der Heilungsverlauf kann mit Blick auf die somatischen Unfallfolgen nicht als 

besonders schwierig bezeichnet werden (vgl. auch Suva-act. 103), da die Beschwerden 

im rechten Unterarm folgenlos abgeheilt sind und in den medizinischen Akten seit dem 

Bericht vom 29. September 2010 nicht einmal mehr erwähnt werden (gemäss 

Austrittsbericht vom 29. Juni 2010 konnte eine Fraktur klinisch sowie radiologisch 

ausgeschlossen werden; Suva-act. 8; vgl. auch Suva-act. 103), die multiplen 

Rissquetschwunden trotz wenig auffälliger Narbe zwischen linkem Auge und 

Jochbeinregion reizlos abgeheilt sind (Suva-act. 103), hinsichtlich des Netzhautrisses 

am linken Auge am 7. April 2011 eine Operation erfolgte (Suva-act. 76, 102) und auch 

die Zahnbehandlungen abgeschlossen sind (Kostengutsprache für Totalprothesen des 

Ober- und Unterkiefers; Suva-act. 82 ff., insbesondere Suva-act. 83 und 90).

6.7  Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung ist bei einer Dauer von 

eineinhalb Jahren im Verhältnis zu den erlittenen Verletzungen nicht zu erblicken.

6.8  Körperliche Dauerschmerzen liegen nicht vor. Gegenüber dem Kreisarzt G.___ 

beschrieb der Beschwerdeführer immer wieder Schmerzen im Bereich der Narbe an 

der linken Wange, vor allem bei festem Zubeissen. Solche würden aber auch nicht 

immer bestehen (Suva-act. 103). Die weiteren Beeinträchtigungen (insbesondere die 

Kopfschmerzen und der beidseitige Tinnitus) können bei der vorliegenden Beurteilung 

nicht berücksichtigt werden (E. 5.2 und 6.6).

6.9  Die Arbeitsunfähigkeit bis 31. November 2011 wurde dem Beschwerdeführer 

vorwiegend durch seinen Hausarzt Dr. C.___ attestiert, wobei aus den jeweiligen

Arztzeugnissen lediglich der Unfall als Ursache hervorgeht und nicht ersichtlich ist, ob 

somatische und/oder psychische Beeinträchtigungen die volle Arbeitsunfähigkeit 

begründeten (vgl. Suva-act. 6, 14, 43, 46, 48, 49, 64, 69, 73, 78, 98, 101, 113, 125, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

129). Gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 29. September 2010 war die 

berufliche Tätigkeit als Monteur damals nicht zumutbar, da die Anforderungen zu hoch 

seien und der Beschwerdeführer sich noch in der medizinischen Phase befunden habe 

(Suva-act. 40). Es wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert und weitere 

medizinische Massnahmen mit ambulanter psychiatrischer Behandlung empfohlen. 

Nach Stabilisierung der Situation könne gegebenenfalls eine erneute Zuweisung zur 

beruflichen Rehabilitation erfolgen. Dies deutet darauf hin, dass einer beruflichen 

Rehabilitation keine somatischen Beschwerden im Wege standen. In den Akten finden 

sich seit der Augenoperation vom 7. April 2011 (Suva-act. 76) keine Berichte über die 

Behandlung somatischer Beschwerden. Kreisarzt G.___ stellte nach der Untersuchung 

vom 31. August 2011 fest, dass sich beim Beschwerdeführer aus somatischer Sicht 

keine fortbestehenden unfallbedingten Einschränkungen funktioneller Art, und somit 

auch keine diesbezügliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit finden liessen. Die 

Beschwerdegegnerin arrangierte ab 13. September 2011 einen zweimonatigen 

halbtätigen Arbeitseinsatz des Beschwerdeführers bei der Velowerkstatt St. Gallen, 

welcher aufgrund häufiger Absenzen per 28. Oktober 2011 vorzeitig beendet wurde 

(Suva-act. 108, 109, 110, 116, 124). Gemäss Bericht der Klinik Teufen vom 9. Januar 

2012 konnte der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben ca. 3 Stunden ein leichtes 

Beschäftigungsprogramm durchhalten. Eine besondere Ausprägung dieses Kriteriums 

ist jedenfalls nicht bereits bei einer höchstens 14 Monate dauernden, offenbar auch auf 

psychischen Faktoren beruhenden Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Selbst wenn das 

Kriterium Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erfüllt wäre, 

würden zwei gegebene Kriterien ohne besondere Ausprägung nicht ausreichen, um die 

Adäquanz zu bejahen.

6.10 Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien in nicht 

ausgeprägter Weise erfüllt sind, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers und dem Unfall vom 21. Juni 2010 

praxisgemäss zu verneinen. Bei fehlendem bzw. mit Erreichen des medizinischen 

Endzustands weggefallenem adäquatem Unfallkausalzusammenhang ist auch ein 

Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung nicht weiter zu prüfen.

7.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2013
	Art. 6 Abs. 1 UVG. Daran, dass ein morphologisch fassbares Substrat zur Feststellung einer leichten traumatischen Hirnverletzung als solches fehlt bzw. dieses bildgebend nicht zur Darstellung kommen kann, vermag auch eine höhere Magnetfeldstärke bei der Erstellung des MRI nicht zu ändern. Verneinung der Adäquanz in Anwendung der Psycho-Praxis bei einem Unfall, bei dem sich bei Demontage eines Federpakets der Motor löste und der Trägerarm dem Versicherten in die linke Gesichtshälfte und an den rechten Arm schlug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 4. März 2013, UV 2012/25). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2013.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:55:56+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen