# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1dcd7996-f299-5e2a-9992-dbf37808907d
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-01-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.01.2016 BB.2015.81
**Docket/Reference:** BB.2015.81
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2015-81_2016-01-26

## Full Text

Verfahrenssprache (Art. 3 StBOG). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Verfahrenssprache (Art. 3 StBOG). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Verfahrenssprache (Art. 3 StBOG). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Verfahrenssprache (Art. 3 StBOG). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).

Beschluss vom 26. Januar 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Tito Ponti,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A. SA, vertreten durch die Rechtsanwälte Pascal 

Maurer und Pedro da Silva Neves,  

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Verfahrenssprache (Art. 3 StBOG); 

Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BB.2015.81, BP.2015.27 

 

 

 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Bundesanwaltschaft bzw. deren Zweigstelle in Lausanne eröffnete im 

Jahr 2014 mindestens zwei Strafuntersuchungen in französischer Sprache 

im Zusammenhang mit den mutmasslichen Bestechungsvorgängen in Bra-

silien rund um die (halb-)staatliche Unternehmung B. Die entsprechenden 

Verfahrensnummern lauten SV.14.0404 sowie SV.14.1082. Im Rahmen der 

letztgenannten Untersuchung ersuchte die Bundesanwaltschaft die 

Bank C. SA am 4. September 2014 u. a. um Herausgabe von Informationen 

und Unterlagen zu Kontobeziehungen, die auf «D.» lauten, an denen «D.» 

wirtschaftlich berechtigt oder bezüglich derer «D.» zeichnungsberechtigt ist. 

Gleichzeitig verfügte sie die Sperrung der hierbei festgestellten Kontobezie-

hungen (act. 1.2). Eine analoge Verfügung richtete die Bundesanwaltschaft 

am 14. Oktober 2014 an die Bank E. SA (act. 1.3). Auf entsprechende Auf-

forderung hin (act. 1.4, 1.5) präzisierte die Bundesanwaltschaft gegenüber 

der Bank C. SA am 21. Oktober 2014, dass sie mit «D.» sowohl juristische 

als auch natürliche Personen mit entsprechendem Namen meine. Die natür-

lichen Personen betreffend handle es sich um all diejenigen, welche eine 

Beziehung mit einer gleichnamigen Gesellschaft aufweisen würden  

(act. 1.6). Gestützt auf diese Präzisierung informierte die Bank C. SA die 

Bundesanwaltschaft am 1. Dezember 2014 über ihre von der Editionsverfü-

gung erfassten Kundenbeziehungen (BB.2015.76, act. 1.7). Hieraus ergibt 

sich, dass die A. SA bezüglich vier verschiedener Kontobeziehungen wirt-

schaftlich Berechtigte ist. Aus dem Schreiben ist auch ersichtlich, dass bei 

der Bank C. SA aktuell keine Kontobeziehungen auf die A. SA lauten 

(BB.2015.76, act. 1.7). Die von der A. SA am 16. Dezember 2014 manda-

tierten Rechtsvertreter (vgl. act. 1.0) korrespondierten in der Folge im Rah-

men des Verfahrens SV.14.1082 verschiedentlich mit der verfahrensleiten-

den Zweigstelle der Bundesanwaltschaft, dies jedoch im Namen von ande-

ren Beteiligten (u. a. von F.; act. 13.9) und ohne Anzeige ihres Vertretungs-

verhältnisses zur A. SA (siehe u. a. auch act. 13.6, 13.7, 13.8, 13.10). Dieses 

Vertretungsverhältnis zur A. SA wurde der Bundesanwaltschaft erst mit 

Schreiben vom 23. Juli 2015 angezeigt (act. 1.15). 

 

 

B. Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 teilte die Bundesanwaltschaft den Rechts-

vertretern von F. mit, dass sie am Tag zuvor unter der Verfahrensnummer 

SV.15.0775 im Kontext «D.» eine Strafuntersuchung eröffnet habe (act. 1.8). 

Gemäss Eröffnungsverfügung vom 2. Juli 2015 richtet sich die diesbezügli-

che Strafuntersuchung gegen die G. Inc., die H. Corp., die I. SA und gegen 

J. sowie gegen weitere unbekannte Unternehmen und Personen (act. 7.6). 

Am 10. Juli 2015 wurde diese Untersuchung auf die A. SA und auf K. aus-

gedehnt (act. 7.7). Am 14. Juli 2015 erkundigten sich die Vertreter von F. bei 

 

 

der Bundesanwaltschaft u. a. um nähere Angaben, was unter dem Kontext 

«D.» zu verstehen sei und gegen welche Personen sich die neu eröffnete 

Strafuntersuchung richte (act. 1.9). 

 

Am 16. Juli 2015 teilte die Bundesanwaltschaft den Vertretern von F. u. a. 

mit, zu den beschuldigten Personen lägen von Seiten der Adressaten keine 

Anwaltsvollmachten vor, weshalb dazu keine weiteren Auskünfte erteilt wer-

den könnten. Soweit Anwaltsvollmachten vorliegen würden, habe sich am 

Status der betroffenen Personen und Gesellschaften (noch) nichts geändert. 

Weiter sei für das vorliegende Verfahren grundsätzlich die Verfahrensspra-

che Deutsch festgelegt worden. Soweit Staatsanwalt L. in Vertretung des 

verfahrensleitenden Staatsanwalts handeln würde, werde er auf Französisch 

korrespondieren. Sämtliche bis anhin in den Strafuntersuchungen 

SV.14.0404 und SV.14.1082 im vorliegenden Kontext erhobenen Unterlagen 

seien mittels Aktenbeizugsverfügungen in die vorliegende Strafuntersu-

chung integriert und an den Hauptsitz der Bundesanwaltschaft in Bern trans-

feriert worden. Abschliessend ersuchte die Bundesanwaltschaft um Mittei-

lung, sofern die Vertreter von F. im einen oder anderen Punkt eine anfecht-

bare Verfügung wünschten (act. 1.10). 

 

 

C. Am 20. Juli 2015 richteten die Vertreter von F. ein Schreiben an die Bundes-

anwaltschaft, mit welchem sie gegen diese Entscheide protestierten und 

diesbezüglich eine Begründung verlangten (act. 1.11). Gleichzeitig liess F. 

am 20. Juli 2015 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts da-

gegen Beschwerde einreichen (act. 1.12). Auf diese Beschwerde wurde mit 

Beschluss BB.2015.76 vom 7. Januar 2016 nicht eingetreten. 

 

Als Reaktion auf das erwähnte Schreiben vom 20. Juli 2015 (act. 1.11) legte 

die Bundesanwaltschaft mit begründeter Verfügung vom 22. Juli 2015 

Deutsch als Verfahrenssprache in der vorliegenden Strafuntersuchung fest. 

Zugleich forderte die Bundesanwaltschaft die beschuldigte A. SA auf, innert 

30 Tagen ab Erhalt dieser Verfügung einen Vertreter im Sinne von Art. 112 

StPO zu bestimmen (act. 1.1). Die entsprechende Verfügung wurde nebst 

dem Vertreter der beschuldigten G. Inc. auch den Vertretern von F. zugestellt 

(dies mit dem Hinweis «namentlich als Vertreter der drittbetroffenen Anteils-

eigner»; act. 1.1, S. 4).  

 

 

D. Gegen diese Verfügung gelangte die A. SA mit Beschwerde vom 29. Ju-

li 2015 an die Beschwerdekammer. Sie beantragt Folgendes (act. 1): 

 

 

 

 

Plaise au Tribunal pénal fédéral 

A la forme: 

1. Déclarer le présent recours recevable. 

Au fond 

Préalablement: 

2. Octroyer l'effet suspensif au présent recours. 

3. Ordonner au Ministère public de la Confédération d'instruire la procédure n° SV.15.0775 

en langue française et de maintenir le siège de la procédure à Lausanne jusqu'à droit jugé 

sur le présent recours. 

4. Joindre la procédure de recours n° BB.2015.76 à la procédure régissant le présent recours. 

Principalement: 

5. Annuler et mettre à néant la décision du 22 juillet 2015 du Ministère public de la Confédé-

ration en ce qu'elle ordonne que la langue de la procédure n° SV.15.0775 soit désormais 

l'allemand. 

6. Annuler et mettre à néant la décision du 22 juillet 2015 du Ministère public de la Confédé-

ration en ce qu'elle donne acte à la recourante que le siège de la procédure n° SV.15.0775 

est transféré à Berne. 

Cela fait: 

7. Ordonner que la langue de la procédure n° SV.15.0775 soit le français jusqu'à la clôture de 

la procédure. 

8. Ordonner que le siège principal de la procédure n° SV.15.0775 demeure à Lausanne. 

9. Condamner tout opposant aux dépens de la présente procédure de recours, comprenant 

une équitable indemnité à titre de participation aux honoraires d'avocats de la recourante. 

10. Condamner le Ministère public de la Confédération au remboursement d'éventuels frais 

de traduction que la recourante devrait encourir, jusqu'à l'issue de la présente procédure de 

recours, dans le cadre de la procédure n° SV.15.0775 

 

Mit Stellungnahme vom 7. August 2015 beantragt die Bundesanwaltschaft, 

das Ersuchen um aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei abzuweisen 

(act. 4). Diesbezüglich erfolgte am 13. August 2015 seitens der A. SA eine 

unaufgeforderte Stellungnahme (BP.2015.27, act. 7), welche der Bundesan-

waltschaft am folgenden Tage zur Kenntnis gebracht wurde (BP.2015.27, 

act. 8). 

 

In materieller Hinsicht schliesst die Bundesanwaltschaft mit Stellungnahme 

vom 19. August 2015 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. In for-

meller Hinsicht beantragt sie die Abweisung des Ersuchens um Vereinigung 

mit der Beschwerdesache BB.2015.76 (act. 7).  

 

Mit Eingabe vom 20. August 2015 ersuchte die beschuldigte G. Inc., sich im 

Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zur Sache äussern zu 

können (act. 8).  

 

 

 

In ihrer Replik vom 15. September 2015 hält die A. SA vollumfänglich an 

ihren Beschwerdeanträgen fest (act. 13). Die Replik wurde der Bundesan-

waltschaft am 6. Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht (act. 16). Anschlies-

send wurde die G. Inc. eingeladen, eine allfällige Stellungnahme zu den bis-

her ergangenen Eingaben der Parteien einzureichen (act. 17). Mit Eingabe 

vom 4. November 2015 schliesst sich die G. Inc. den Beschwerdeanträgen 

der A. SA an (act. 20). Diese Eingabe wurde den übrigen Parteien am  

5. November 2015 zur Kenntnis gebracht (act. 21). 

 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterla-

gen wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde 

nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden (Art. 393 Abs. 1 

lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG). Zur Beschwerde berechtigt ist jede 

Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte, welche oder welcher ein recht-

lich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefoch-

tenen Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 StPO; Botschaft vom 21. Dezem-

ber 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1308). 

Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist in-

nert zehn Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 

StPO). Mit ihr gerügt werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechts-

verletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermes-

sens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollstän-

dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unange-

messenheit (lit. c). 

 

1.2 Die Beschwerdeführerin ist beschuldigte Person und damit Partei (Art. 104 

Abs. 1 lit. a StPO) im Rahmen des der angefochtenen Verfügung zu Grunde 

liegenden Strafverfahrens. Sie ist durch die Festlegung von Deutsch als Ver-

fahrenssprache in ihren Parteirechten betroffen und diesbezüglich zur Be-

schwerde legitimiert. Auf ihre im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist diesbezüglich einzutreten. 

 

1.3 Was den Antrag der Beschwerdeführerin angeht, die vorliegende Strafunter-

suchung sei (weiterhin) durch die von der Beschwerdegegnerin in Lausanne 

 

 

unterhaltene Zweigstelle zu führen, betrifft dieser die interne Geschäftszutei-

lung der Beschwerdegegnerin. Bei Entscheiden im Rahmen der Geschäfts-

zuteilung handelt es sich lediglich um amtsinterne Entscheide, denen es an 

einer gegen aussen gerichteten Wirksamkeit fehlt. Entscheide solcher Natur 

stellen keine anfechtbare Verfügung oder Verfahrenshandlung im Sinne von 

Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO dar. Unter den Begriff der Verfahrenshandlung 

fallen nur Akte, welche das Strafverfahren vorantreiben und auf diese Weise 

die Rechtsstellung von Verfahrensbeteiligten berühren (KELLER, Kommentar 

zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Aufl., Zürich/Ba-

sel/Genf 2014, Art. 393 StPO N. 11), weshalb sich der entsprechende Be-

schwerdeantrag als unzulässig erweist (vgl. hierzu den Entscheid des Bun-

desstrafgerichts BB.2006.12 vom 10. Mai 2006, E. 1.2; GUIDON, Die Be-

schwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zü-

rich/St. Gallen 2011, N. 20 in fine m.w.H.). Dementsprechend ist darauf nicht 

einzutreten. 

 

1.4 Der Antrag auf Vereinigung des vorliegenden mit dem von F. angestrengten 

Beschwerdeverfahren wurde bereits im diesen betreffenden Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BB.2015.76 vom 7. Januar 2016 abgewiesen, nachdem 

es F. an jeglicher Legitimation zur Beschwerdeführung mangelte. Der auch 

von der Beschwerdeführerin gestellte Vereinigungsantrag erweist sich als 

gegenstandslos. 

 

1.5 Die angefochtene Verfügung wurde nebst der Beschwerdeführerin auch der 

ebenfalls beschuldigten G. Inc. eröffnet (vgl. act. 1.1, S. 4). Diese hat auf 

eine Anfechtung dieser Verfügung verzichtet, wünschte aber, sich im Rah-

men des vorliegenden Verfahrens äussern zu können. Diesem Antrag wurde 

im Verlaufe des Schriftenwechsels entsprochen. 

 

1.6 Die Beschwerdeführerin bedient sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

der französischen Sprache. Die G. Inc. ihrerseits liess sich in italienischer 

Sprache verlauten. Der angefochtene Entscheid ist in deutscher Sprache er-

folgt. Nach konstanter Praxis der Beschwerdekammer definiert die Sprache 

des angefochtenen Entscheids die Sprache im Beschwerdeverfahren (vgl. 

hierzu beispielsweise den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2015.86 

vom 22. September 2015, E. 2). Für ein ausnahmsweises Abweichen be-

steht kein Anlass. Die in einer anderen Amtssprache gehaltenen Eingaben 

der Parteien werden jedoch ohne Weiteres entgegengenommen (Art. 6 des 

Bundesgesetzes vom 5. Oktober 2007 über die Landessprachen und die 

Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften [Sprachengesetz, 

SpG; SR 441.1]; vgl. hierzu auch TPF 2014 161). 

 

 

 

 

2.  

2.1 Nach dem Gesagten beschränkt sich der zulässige Beschwerdegegenstand 

vorliegend auf die Festlegung von Deutsch als Verfahrenssprache im Rah-

men der Strafuntersuchung SV.15.0775. 

 

2.2 Gemäss Art. 67 Abs. 1 StPO bestimmen Bund und Kantone die Verfahrens-

sprachen ihrer Strafbehörden. Das StBOG, welches die Bestimmungen der 

StPO für den Bereich der Bundesgerichtsbarkeit ergänzt (vgl. Art. 1 Abs. 1 

StBOG), regelt u. a. auch die Verfahrenssprache. Diese ist Deutsch, Fran-

zösisch oder Italienisch (Art. 3 Abs. 1 StBOG) und wird von der Bundesan-

waltschaft bei der Eröffnung der Untersuchung bestimmt (Art. 3 Abs. 2 

StBOG). Sie berücksichtigt dabei namentlich die Sprachkenntnisse der Ver-

fahrensbeteiligten, die Sprache der wesentlichen Akten und die Sprache am 

Ort der ersten Untersuchungshandlungen (Art. 3 Abs. 2 lit. a bis c StBOG). 

Die bei Eröffnung der Untersuchung bezeichnete Verfahrenssprache gilt bis 

zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens (Art. 3 Abs. 3 StBOG). Sie 

kann nur ausnahmsweise und aus wichtigen Gründen gewechselt werden, 

namentlich bei der Trennung und bei der Vereinigung von Verfahren (Art. 3 

Abs. 4 StBOG). 

 

Die Auflistung der Kriterien in Art. 3 Abs. 2 StBOG knüpft im Wesentlichen 

an die vor dessen Inkrafttreten geltende Rechtsprechung an (siehe hierzu 

TPF 2011 68 E. 2), ist aber nicht abschliessend. Ausnahmsweise können 

auch die zur Verfügung stehenden Ressourcen ein Kriterium bilden (so aus-

drücklich in der Botschaft vom 10. September 2008 zum Bundesgesetz über 

die Organisation der Strafbehörden des Bundes, BBl 2008 S. 8147). Für sich 

alleine genommen können jedoch weder interne organisatorische Erwägun-

gen noch eine rein arithmetische Betrachtungsweise der Verfahrensbeteilig-

ten ausschlaggebend sein (vgl. hierzu den Beschluss des Bundesstrafge-

richts BB.2014.22 vom 27. März 2014, E. 2.2 m.w.H.). Insgesamt bieten die 

Eigenheiten des Strafverfahrens keinen allgemeinen Massstab zur Festle-

gung der Verfahrenssprache. Zu berücksichtigen sind stets die Umstände 

des konkreten Einzelfalls (Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2014.80 

vom 31. Oktober 2014, E. 2.2.3 m.w.H.). Die Bundesanwaltschaft verfügt bei 

ihrem diesbezüglichen Entscheid über einen weiten Handlungsspielraum 

(TPF 2011 68 E. 2 S. 71; Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2014.22 

vom 27. März 2014, E. 2.2). 

 

2.3 Wie eingangs erwähnt, führt die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang 

mit den mutmasslichen Bestechungsvorgängen rund um die (halb-)staatliche 

Unternehmung B. verschiedene Strafuntersuchungen. Die Untersuchung 

SV.14.0404 richtet sich dabei gegen M., den ehemaligen Direktor der B., und 

unbekannte Täterschaft wegen des Verdachts der Geldwäscherei (vgl. den 

 

 

Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2014.172 vom 18. Juni 2015; vgl. 

auch act. 7.4). Die Untersuchung SV.14.1082 richtet sich ebenfalls wegen 

des Verdachts der Geldwäscherei gegen N., der in der Vergangenheit für die 

B. gearbeitet hat, sowie gegen O., der für eine Tochtergesellschaft der B. 

arbeitet, und gegen unbekannte Täterschaft (vgl. act. 7.2 sowie u. a. den 

Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2015.19 vom 15. Juli 2015). Die Er-

öffnungsverfügung SV.15.0775 benennt als beschuldigte Personen die G. 

Inc., die H. Corp., die I. SA sowie J. (Direktor der G. Inc.) und weitere unbe-

kannte Unternehmen bzw. unbekannte Personen. Untersucht werden hierbei 

die Tatbestände der Bestechung, der Falschbeurkundung sowie der Geld-

wäscherei (act. 7.6). Am 10. Juli 2015 wurde die letztgenannte Untersuchung 

ausgedehnt auf die Beschwerdeführerin und auf K., der Kontaktperson von 

J. bei «D.» (act. 7.7). 

 

Die Eröffnung der letzterwähnten Strafuntersuchung gründet im Wesentli-

chen auf die der Beschwerdegegnerin am 30. März 2015 übermittelte Geld-

wäscherei-Verdachtsmeldung der Bank P. SA (BP.2015.27, act. 3.2). Im Zu-

sammenhang mit der Affäre um B. gingen der Beschwerdegegnerin ihren 

eigenen Angaben zufolge bis Juni 2015 Meldungen zu über 200 Bankverbin-

dungen ein, wobei diese zunächst ausschliesslich der Zweigstelle in 

Lausanne zur weiteren Bearbeitung zugewiesen worden seien. Nachdem 

sich gezeigt habe, dass aufgrund von Ressourcenengpässen in der Zweig-

stelle in Lausanne nicht alle dieser Meldungen zeitgerecht haben behandelt 

werden können, habe der Bundesanwalt die in Bern angesiedelte Abteilung 

Wirtschaftskriminalität II angewiesen, die Zweigstelle in Lausanne zu unter-

stützen. Diese habe letztlich die vorliegend interessierende Strafuntersu-

chung eröffnet (vgl. hierzu act. 1.1). Die entsprechende – in deutscher Spra-

che verfasste – Eröffnungsverfügung datiert vom 2. Juli 2015 (act. 7.6). Da-

mit legte die Beschwerdegegnerin für die Strafuntersuchung SV.15.0775 im-

plizit auch die Verfahrenssprache Deutsch fest (vgl. hierzu den Beschluss 

des Bundesstrafgerichts BB.2015.86 vom 22. September 2015, E. 3.3). 

Dass den beiden Rechtsanwälten, welche vorliegend die Beschwerdeführe-

rin vertreten, diese Verfahrenseröffnung mit einem in französischer Sprache 

verfassten Schreiben mitgeteilt wurde, ändert daran – entgegen den Ausfüh-

rungen der Beschwerdeführerin in act. 1, S. 16 – nichts. 

 

2.4 Eine Überprüfung dieser Wahl mit den in Art. 3 Abs. 2 lit. a bis c StBOG 

genannten Kriterien ergibt folgende Würdigung. Gemäss Eröffnungsverfü-

gung richtete sich die Strafuntersuchung von Beginn weg gegen drei ver-

schiedene Gesellschaften mit jeweiligem Sitz auf den Britischen Jungfernin-

seln, in Belize sowie in Uruguay und gegen den auf den Bahamas domizili-

erten amerikanischen Staatsbürger J. Berücksichtigt man auch noch die kurz 

 

 

nach Eröffnung erfolgte Ausdehnung vom 10. Juli 2015 figurieren als Be-

schuldigte weiter die Beschwerdeführerin, eine Gesellschaft mit Sitz in Bra-

silien, und der brasilianische Staatsangehörige K. Aus einer solchen Aus-

gangslage lassen sich mit Blick auf mögliche Sprachkenntnisse der Beteilig-

ten für die Verfahrenssprache keinerlei brauchbaren Schlüsse ziehen. Zum 

Zeitpunkt der Eröffnung der Strafuntersuchung lagen der Beschwerdegeg-

nerin einzig von Seiten der beschuldigten G. Inc. (mit Sitz auf den Britischen 

Jungferninseln) Anzeigen einer Vertretung vor. Mit den beiden in englischer 

Sprache verfassten Vollmachten wurden jeweils in Lugano tätige Rechtsan-

wälte mandatiert (act. 7.3 und 7.4). Als einziger Ansprechpartner der Be-

schwerdegegnerin fungierte jedoch das Studio legale Cattaneo & Postizzi 

(act. 20.2). Deren beide im vorliegenden Verfahren auftretende Rechtsan-

wälte Mario Postizzi und Goran Mazzuchelli beherrschen gemäss ihrem In-

ternetauftritt alle drei Verfahrenssprachen des Bundes. Beide haben aber 

auch schon mehrfach juristische Publikationen auf Deutsch verfasst (u. a. 

gemeinsam in MAZZUCHELLI/POSTIZZI, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 

2014, Art. 115-121, 136-138, 338 StPO). In Berücksichtigung der Sprach-

kenntnisse der zum Zeitpunkt der Eröffnung der Strafuntersuchung bereits 

bekannten Vertreter waren ebenfalls alle drei Verfahrenssprachen denkbar. 

Die letztlich gewählte Verfahrenssprache Deutsch bietet den beiden genann-

ten Vertretern der G. Inc. offensichtlich keine Probleme. Demzufolge wenig 

überraschend wurde die vorliegende, auch diesen eröffnete (vgl. act. 1.1, 

S. 4) Verfügung von diesen nicht mittels Beschwerde angefochten.  

 

Was die wesentlichen Akten angeht, so wurde der Beschwerdegegnerin die 

erwähnte Geldwäscherei-Verdachtsmeldung mit einem in deutscher Spra-

che verfassten Begleitschreiben übermittelt. Die Verdachtsmeldung der 

Bank selber erging in italienischer Sprache. Betrachtet man die eigentlichen 

Bankunterlagen, welche die G. Inc. betreffen, so sind diese weit überwie-

gend in Englisch gehalten (vgl. zu all dem BP.2015.27, act. 3.2; das gilt auch 

für weitere Bankbeziehungen, siehe act. 7.10-7.12). Nach dem von der Be-

schwerdegegnerin erst nach Eröffnung der Strafuntersuchung verfügten Bei-

zug von Teilen der Akten der Strafuntersuchungen SV.14.0404 und 

SV.14.1082 (vgl. hierzu act. 7.8) sind Teile der Akten auch in französischer 

Sprache vorhanden. Nachdem die zur Hauptsache interessierenden Bank-

unterlagen überwiegend in englischer Sprache vorliegen, ergibt sich auch 

aufgrund der wesentlichen Akten keine eindeutige Präferenz der einen oder 

anderen Sprache als Verfahrenssprache. 

 

Der Ort der ersten Untersuchungshandlungen liegt schwergewichtig am Sitz 

der Bank, welche die vorliegend mit am Ursprung der Untersuchung ste-

hende Geldwäscherei-Verdachtsmeldung erstattet hat, mithin in Lugano. 

 

 

Dass nach Eröffnung der Untersuchung Akten aus anderen Strafuntersu-

chungen beigezogen wurden, ändert diesbezüglich nichts. 

 

Nach dem Gesagten ergibt sich anhand der gesetzlichen Kriterien keine 

klare Tendenz, wonach sich bei Eröffnung der Untersuchung SV.15-0775 die 

eine oder andere Verfahrenssprache zwingend aufgedrängt hätte. Die auch 

mit Blick auf zur Verfügung stehende Ressourcen der Beschwerdegegnerin 

(siehe hierzu oben stehende E. 2.2) gewählte Verfahrenssprache Deutsch 

stellt für die zu Beginn der Untersuchung bereits bekannten Vertreter der 

beschuldigten G. Inc. keinerlei Probleme dar. Angesichts des der Beschwer-

degegnerin bei der Wahl der Verfahrenssprache zustehenden weiten – und 

hier auch durch die gesetzlichen Kriterien nicht sonderlich stark einge-

schränkten – Handlungsspielraum erweist sich der angefochtene Entscheid 

demnach als rechtmässig. Auf die von der Beschwerdeführerin erhobenen 

und teilweise an der Sache vorbeigehenden Rügen ist nachfolgend einzuge-

hen. 

 

2.5 Vorab ergibt sich anhand der vorliegenden Akten eindeutig, dass die Be-

schwerdeführerin ihre in französischer Sprache tätigen Rechtsanwälte zwar 

schon am 16. Dezember 2014 in englischer Sprache mandatierte (vgl. 

act. 1.0), diese aber das entsprechende Vertretungsverhältnis gegenüber 

der Beschwerdegegnerin erst am 23. Juli 2015 und damit nach Eröffnung 

der Strafuntersuchung und nach Festlegung der Verfahrenssprache ange-

zeigt haben (act. 1.15). War ihre Beteiligung am Verfahren SV.15.0775 der 

Beschwerdegegnerin zu Beginn der Untersuchung noch gar nicht bekannt, 

so war dieser bei der Festlegung der Verfahrenssprache auch keine Rech-

nung zu tragen (dasselbe gilt auch für den nachträglich von der Beschwer-

deführerin bestellten Vertreter im Sinne von Art. 112 StPO). Diesbezüglich 

ist auch in der angefochtenen Verfügung selber ersichtlich, dass die beiden 

Rechtsanwälte der Beschwerdeführerin ausdrücklich nicht als deren Vertre-

terin, sondern nur als Vertreter drittbetroffener Anteilseigner, für welche sie 

sich im Rahmen der Untersuchung SV.14.0404 und SV.14.1082 konstituiert 

haben, bezeichnet wurden (act. 1.1, S. 4). Aus dem Umstand, wonach sich 

die beiden Rechtsanwälte der Beschwerdeführerin zuvor schon als Vertreter 

für eine Reihe anderer Personen bzw. Unternehmen konstituiert haben (vgl. 

act. 13, S. 10), kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ablei-

ten. Entsprechend hatte die Beschwerdegegnerin in früheren Eingaben der 

beiden Rechtsanwälte hinter der Wendung «nos clients» (siehe act. 13, 

S. 10 mit Hinweis auf act. 13.11) auch nicht die Beschwerdeführerin zu ver-

muten. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, ihre Vertreter hätten sich 

bereits anlässlich von Besuchen der Zweigstelle Lausanne im Januar bzw. 

März 2015 klar als Vertreter der natürlichen und juristischen Personen legi-

timiert, welche Mitglieder der Gruppe «D.» bilden, ist nicht belegt (die in  

 

 

act. 13, S. 10 diesbezüglich referenzierte Eingabe [act. 13.11] verliert dar-

über kein Wort). Der erste diesbezügliche Hinweis datiert vom 17. Juli 2015 

(act. 13.12) und damit ebenfalls erst nach Eröffnung der Untersuchung und 

Festlegung der Verfahrenssprache Deutsch.  

  

2.6 Sofern die Beschwerdeführerin geltend macht, die Eröffnung der Untersu-

chung SV.15.0775 sei in Tat und Wahrheit lediglich erfolgt, um die in 

SV.14.0404 und SV.14.1082 festgelegte Verfahrenssprache Französisch zu 

ändern, ohne dass hierzu die gemäss Art. 3 Abs. 4 StBOG erforderlichen 

wichtigen Gründe vorliegen würden, ist sie nicht zu hören. Diesbezüglich 

ergibt sich nicht nur aufgrund der vorliegenden Akten, sondern auch aus den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin selbst (act. 13, S. 11), dass diese im 

Rahmen der beiden Untersuchungen SV.14.0404 und SV.14.1082 weder 

Partei noch eine am Verfahren beteiligte Drittperson war. Insofern kann sie 

aus der Tatsache, dass diese beiden Untersuchungen in französischer Spra-

che geführt werden, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Diesbezüglich ist wei-

ter schon nur angesichts der verschiedenen beschuldigten Personen und 

Unternehmen sowie der unterschiedlichen Straftatbestände festzuhalten, 

dass es sich bei der Untersuchung SV.15.0775 nicht einfach um die Weiter-

führung der Untersuchungen SV.14.0404 und SV.14.1082 unter neuer Ver-

fahrensnummer handelt. Dass im Rahmen der vorliegenden Untersuchung 

Teile der Akten (nicht alle wie bspw. auch in act. 20, S. 2 geltend gemacht) 

aus früher eröffneten Verfahren beigezogen wurden, ändert am Gesagten 

ebenfalls nichts. 

 

Sofern sich die G. Inc., welcher bereits im Verfahren SV.14.0404 der Status 

einer Drittbetroffenen zukam (vgl. act. 7.3 und 7.4), im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren nun der Argumentation der Beschwerdeführerin an-

schliesst, muss sie sich entgegenhalten lassen, dass sie es unterlassen hat, 

die Verfügung, mit welcher in der gegen sie gerichteten Strafuntersuchung 

ausdrücklich die Verfahrenssprache Deutsch festgelegt wurde, selbst anzu-

fechten. Ihr diesbezügliches Verhalten ist widersprüchlich und verdient kei-

nen Schutz. 

 

2.7 Die Beschwerdeführerin verweist schliesslich auf eine als «De Officiis» be-

zeichnete Vereinbarung zwischen dem Anwaltsverband des Kantons Genf 

und der Beschwerdegegnerin (act. 13.13). Gemäss Ziff. 20 dieser Vereinba-

rung sei die Beschwerdegegnerin gehalten, nach Konstituierung aller Partei-

vertreter die Wahl der Verfahrenssprache, namentlich bei einem einstimmi-

gen Wunsch aller Parteivertreter, in Wiedererwägung zu ziehen. Die Be-

schwerdeführerin weist darauf hin, die übrigen Parteivertreter hätten im Sep-

tember 2015 entsprechende Eingaben gemacht (act. 13.16-13.20).  

 

 

 

Die fragliche Vereinbarung ist für den Entscheid der Beschwerdekammer 

nicht von Bedeutung. Massgeblich ist das Gesetz und die darauf beruhende 

Praxis des Gerichts. Diesbezüglich ist überdies festzuhalten, dass die nach-

träglichen Eingaben und Äusserungen für die Festlegung der Verfahrens-

sprache Deutsch bei Eröffnung der Untersuchung am 2. Juli 2015 und deren 

Bestätigung in der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2015 nicht von 

Relevanz sind. Ein allfälliger nachträglicher Wechsel der Verfahrenssprache 

ist nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung und richtet sich nach 

Art. 3 Abs. 4 StBOG und nicht nach der von der Beschwerdeführerin ins 

Recht gelegten Vereinbarung. Soweit ersichtlich wird von den Vertretern der 

Verfahrensparteien ein Wechsel der Verfahrenssprache gewünscht; wichtige 

Gründe, die solch einen Wechsel aufdrängen würden, sind den genannten 

Eingaben aber auch keine zu entnehmen. 

 

 

3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde, soweit auf sie eingetreten 

werden kann, als unbegründet. In diesem Rahmen ist sie abzuweisen. 

 

 

4. Der von der Beschwerdeführerin gestellte Antrag auf Erteilung der aufschie-

benden Wirkung wird mit dem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos. 

Er ist als erledigt abzuschreiben. 

 

 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Ge-

richtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 2'000.– festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reg-

lements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Ge-

bühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]). 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

 

2. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird als erledigt abgeschrieben. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.– wird der Beschwerdeführerin zur Bezah-

lung auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 26. Januar 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Pascal Maurer und Pedro da Silva Neves 

- Bundesanwaltschaft 

- Rechtsanwalt Goran Mazzuchelli 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.