# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a295b23-0043-542a-9559-9001fe376f93
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.01.2007 UV 2006/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-26_2007-01-12.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 12.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2007
Art. 6 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVG. Prüfung der Unfallkausalität von lumbalen 
Rückenbeschwerden bei Vorliegen von mehreren, bei der 
Beschwerdegegnerin (Suva) versicherten Unfällen und bei Bestehen von 
krankheitsbedingten Vorzuständen im Bereich des lumbalen Rückens 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. 
Januar 2007, UV 2006/26).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 12. Januar 2007

In Sachen

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. August Holenstein, Rorschacher Strasse 107, 

9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- A.___, geb. 1952, war bei der A.___ tätig und dadurch bei der Suva versichert, als er 

sich am 11. September 1991 beim Hantieren mit Rohrbögen unter anderem eine 

Rissquetschwunde am Kopf zuzog (UV-act. I/1, 2, 5, 6). Ein Kausalzusammenhang der 

beim Versicherten bestehenden Beschwerden zum Ereignis vom 11. September 1991 

wurde im Januar 2002 als unwahrscheinlich beurteilt (UV-act. I/10 S. 2). Am 10. Januar 

1994 erlitt der nunmehr bei der B.___ tätige Versicherte einen Autounfall, bei welchem 

er den Kopf am Wagendach anschlug und in dessen Folge eine HWS-Achsenkontusion 

bei vorbestehenden HWS-Problemen diagnostiziert wurde. Suva-Kreisarzt Dr. med. 

D.___ erachtete den Status quo ante im Bericht vom 13. Juni 1994 als wieder erreicht 

(UV-act. I/37, 38, 41 sowie II/1, 2, 12).

In der Folge war der Versicherte bei der C.___ tätig und dadurch ebenfalls bei der Suva 

versichert, als er am 1. Februar 2000 erneut mit dem Auto verunfallte und sich unter 

anderem eine LWS-Distorsion zuzog (UV-act. III/1, 2, 4, 6, 9, 11). Am 16. Februar 2000 

nahm der Versicherte seine Arbeit wieder vollumfänglich auf. Nach dem 22. Juli 2000 

erfolgten keine Behandlungen mehr (UV-act. III/6, 11). Am 5. März 2001 liess der 

Versicherte durch seine Arbeitgeberin eine Quetschung des linken Fusses am 4. März 

2001 melden. Die Klinik C.___ diagnostizierte am 8. März bzw. 17. Juli 2001 eine 

Kontusion des linken Vorfusses bzw. persistierende Vorfussschmerzen bei Status nach 

Kontusion am 4. März 2001 sowie eine Verschlimmerung der vorbestehenden Lumbo-

ischialgie links. Der Patient sei seit dem 2. April 2001 voll arbeitsfähig. Am 4. 

September 2001 liess der Versicherte einen Rückfall melden (UV-act. III/12-16, IV/1-6). 

Ab 28. August 2001 hatte er mit der Arbeit ausgesetzt (Suva-act. III/17). Am 22. 

Oktober 2001 teilte die Suva dem Versicherten mit, aufgrund der medizinischen Akten 

sei unfallbedingt ab 15. Oktober 2001 wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen. Im Zusammenhang mit dem Unfall sei keine Behandlung mehr notwendig 

(UV-act. III/18; vgl. auch UV-act. IV/30).

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Am 19. Dezember 2004 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, bei welchem er bei 

der Arbeit einen Fehltritt machte und stürzte. Er zog sich dabei eine Kontusion des 

Beckens sowie des rechten Fusses zu. Radiologisch konnte keine frische ossäre 

Läsion festgestellt werden (UV-act. V/1, 2). Ab 2. Februar 2005 war der Versicherte 

wieder zu 100% arbeitsfähig (UV-act. V/5).

Mit Verfügung vom 13. Juli 2005 gab die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten 

bekannt, nach Prüfung der Unterlagen durch ihren ärztlichen Dienst könne nicht mit 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die (Rücken-)Beschwerden des 

Versicherten im Zusammenhang mit dem am 1. Februar 2000 erlittenen Unfall stehen 

würden. Aufgrund der Aktenlage könnten auch keine wahrscheinlichen Folgen anderer 

gemeldeter Unfälle, so auch nicht Folgen der Ereignisse vom 4. März 2001 und 19. 

Dezember 2004, angenommen werden. Die Suva sei demzufolge für die 

Rückenbeschwerden nicht leistungspflichtig (UV-act. III/21). Die hiegegen von 

Rechtsanwalt lic.iur. A. Holenstein, St. Gallen, für den Versicherten erhobene 

Einsprache (UV-act. V/19, 21, 23) wies die Suva mit Einsprache-Entscheid vom 17. 

Januar 2006 ab, soweit sie darauf eintrat (UV-act. V/26). Mit Schreiben vom 2. Februar 

2006 stellte die Suva klar, dass insoweit auf die Einsprache nicht eingetreten worden 

sei, als (allfällige) psychische Beschwerden geltend gemacht worden seien (Suva-act. 

V/27). Am 12. April 2006 verfügte sie, die vom Versicherten geltend gemachten 

psychischen Beschwerden seien nicht als Unfallfolgen zu qualifizieren; für 

entsprechende spezialärztliche Abklärungen bestehe keine Veranlassung (UV-act. V/

33). Auch gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache erheben (UV-act. V/

34).

B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 17. Januar 2006 erhob der Rechtsvertreter 

des Versicherten mit Eingabe vom 18. April 2006 Beschwerde mit dem Antrag, der 

Entscheid und mit ihm die Verfügung vom 13. Juli 2005 seien aufzuheben, und dem 

Beschwerdeführer seien weitere Leistungen für Heilbehandlung und Taggeld, eventuell 

Invalidenrente zuzusprechen, unter Kostenfolge. Aus dem angefochtenen Entscheid 

und der ihm vorangehenden Verfügung gehe nicht hervor, ab wann die 

Beschwerdegegnerin keine Leistungen mehr erbringen wolle. Im angefochtenen 

Entscheid werde lediglich festgehalten, dass dem Beschwerdeführer ab 3. Februar 

2005 volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei, was - möglicherweise - den Schluss 

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zulassen könnte, die Leistungspflicht werde bis 2. Februar 2005 anerkannt. Die 

Beschwerdegegnerin sei anzuhalten, diese Unklarheit vorab zu beseitigen und neu zu 

verfügen. Der Beschwerdeführer habe zwischen dem 11. September 1991 und 19. 

Dezember 2004 mindestens fünf Unfälle erlitten. Mindestens vier der fünf Unfälle hätten 

Körperteile betroffen, deren Schädigung häufig zu Rückenbeschwerden führe. 

Ausserdem könnten auch Schädigungen an den Füssen, wie die Quetschung vom 4. 

März 2001, tendenziell zu Rückenleiden beitragen, etwa durch falsches Gehen und 

falsche Körperhaltung nach dem Unfall. Mit Hinweis auf diese Erkenntnisse sei eine 

umfassende neue Expertisierung beantragt worden. Die kreisärztliche Beurteilung vom 

2. Mai 2005 gehe von unvollständigen Sachverhalten aus. Insbesondere urteile der 

Kreisarzt lediglich aufgrund des Unfalls vom 1. Februar 2000. Damit seien die 

Auswirkungen der früheren Unfälle überhaupt nicht berücksichtigt, insbesondere auch 

nicht allfällige Spätfolgen eines Schleudertraumas, wie es beim ersten Unfall 

diagnostiziert worden sei. Der angefochtene Entscheid habe sich in keiner Weise mit 

jenem Schleudertrauma auseinandergesetzt. Allein schon von daher wäre die nach wie 

vor beantragte Expertise zu veranlassen gewesen. In diesem Verfahren nicht weiter 

geltend gemacht würden, weil offenbar in der ursprünglichen Verfügung nicht beurteilt, 

psychische Beschwerden (act. G 1). Am 31. Mai 2006 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eine ergänzende Eingabe sowie einen Bericht von Dr. med. F.___, 

Allgemeine Medizin FMH, vom 13. Mai 2006 ein (act. G 5).

C.- In der Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und Bestätigung des 

angefochtenen Entscheids. Sie erklärte die Erwägungen des Einsprache-Entscheids 

zum integrierenden Bestandteil der Beschwerdeantwort und legte unter anderem dar, 

soweit im Rahmen des Beschwerdeverfahrens HWS-Beschwerden bzw. psychische 

Störungen geltend gemacht würden, könne darauf nicht eingetreten werden. Die seit 

Oktober 2004 aufgetretenen lumbalen Rückenprobleme könnten aufgrund der 

Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallkausal qualifiziert 

werden. Die Folgen der Beweislosigkeit trage der Beschwerdeführer.

D.- Mit Replik vom 24. August 2006 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete 

auf die Einreichung einer Duplik (act. G 11).

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E.- Die Parteien verzichteten auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

II.

1.- In der dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 13. Juli 

2005 anerkannte die Beschwerdegegnerin ausdrücklich ihre Leistungspflicht für die 

Folgen des Unfalls vom 19. Dezember 2004 bzw. die Beschwerden am rechten Fuss 

und am linken Becken (UV-act. V/17). Streitig ist, ob die Rückenbeschwerden des 

Beschwerdeführers in adäquat-kausalem Zusammenhang mit dem am 1. Februar 2000 

erlittenen Unfall stehen oder ob die Beschwerden Folgen anderer gemeldeter Unfälle, 

insbesondere der Ereignisse vom 4. März 2001 und 19. Dezember 2004, darstellen. 

Gegenstand des angefochtenen Entscheids (UV-act. V/26) und der ihm zugrunde 

liegenden Verfügung vom 13. Juli 2005 (UV-act. V/17) bildet die Frage, ob die vom 

Beschwerdeführer seit Oktober 2004 geklagten Rückenbeschwerden im lumbalen 

Bereich (vgl. UV-act. V/6 sowie 7-9) in einem Kausalzusammenhang zu Suva-

versicherten Unfällen stehen. Die Unfallkausalität von HWS-Beschwerden wurde weder 

in der Verfügung vom 13. Juli 2005 noch im angefochtenen Entscheid diskutiert oder 

beurteilt, weshalb sie auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden 

können; hieran vermag der - an sich zutreffende - Einwand des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, die verfahrensmässige Aufteilung in (lumbale) 

Rückenbeschwerden und HWS-Beschwerden sei nicht verfahrensökonomisch (act. G 9 

S. 2), nichts zu ändern. Hinsichtlich der HWS-Beschwerden kann auf die Beschwerde 

mithin nicht eingetreten werden. Über die Unfallkausalität der psychischen 

Beschwerden wurde eine separate Verfügung erlassen (UV-act. V/33), welche nunmehr 

unbestritten nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids sind. - Die 

Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid (Erwägung 1a) die rechtlichen 

Voraussetzungen des Vorliegens des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung zutreffend dar; 

darauf kann verwiesen werden. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand 

verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn entweder der (krankhafte) Zustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, der sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne den 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. 

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U 206 S. 328 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Im Rahmen der 

Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin 

für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der 

Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 

sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, i/S S., U 287/02, Erw. 4.4).

2.- Im Nachgang zum Ereignis vom 4. März 2001 (Kontusion des Vorfusses) bestätigte 

die Klinik X.___ am 17. Juli 2001, der Beschwerdeführer sei seit dem 2. April 2001 voll 

arbeitsfähig (UV-act. III/13). Sein Hausarzt, Dr. med. F.___, FMH Allgemeine Medizin, 

gab der Beschwerdegegnerin am 18. September 2001 bekannt, er leide grundsätzlich 

an allem. Er habe ein Verspannungssyndrom von Kopf bis Fuss (UV-act. III/17). Am 26. 

September 2001 führte der Arzt aus, im Heilungsverlauf würden als unfallfremde 

Faktoren möglicherweise Alter, Resignation und Depression mitspielen (UV-act. IV/15). 

Im Bericht des Kantonsspitals Y.___ vom 11. September 2001 war unter anderem 

festgehalten worden, die aktuellen Beschwerden würden sich keiner spezifischen 

rheumatologischen Krankheit zuordnen lassen. Insbesondere sei ein lumboradikuäres 

Syndrom unwahrscheinlich (UV-act. IV/13). Seit 19. September 2001 arbeitete der 

Beschwerdeführer wieder zu 50% (UV-act. IV/12, 14). Am 17. Oktober 2001 bestätigten 

die Ärzte der Klinik X.___ die Diagnosen einer chronischen Lumbo-ischialgie und von 

chronischen Vorfussschmerzen bei Status nach Kontusion im März 2001 (UV-act. IV/

18). Am 24. Mai 2002 berichtete Dr. E.___, Chiropraktor, unter anderem, der Patient 

zeige das Bild eines lumbospondylogenen Syndroms bei radiologisch nachgewiesener 

Diskopathie L5/S1 und Spondylarthrose L4/L5. Die Ursache der chronifizierten 

Vorfussschmerzen könne seines Erachtens auf die blockierten Zwischengelenke im 

Mittelfussbereich zurückgeführt werden. Seit 3. Januar 2002 sei der Beschwerdeführer 

wieder arbeitsfähig gewesen (UV-act. IV/28).

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Im Bericht vom 22. Dezember 2004 hielten die Ärzte der Klinik X.___ die Diagnose einer 

Kontusion des Beckens links und des rechten Fusses (anlässlich des Ereignisses vom 

19. Dezember 2004) fest. Einen Hinweis auf eine frische ossäre Läsion verneinten sie 

(UV-act. V/2). Eine Abklärung im Röntgeninstitut Dr. med. W.___ ergab gemäss Bericht 

vom 13. Januar 2005 hinsichtlich der LWS unter anderem eine diskrete linkskonvexe 

skoliotische Fehlhaltung der distalen LWS sowie eine mehrsegmentäre Spondylose des 

thoraco-lumbalen Übergangs. Hinsichtlich des Beckens wurden normale Verhältnisse, 

ohne direkte oder indirekte Frakturhinweise, bestätigt (UV-act. V/4). Die Arbeitgeberin 

bestätigte am 9. März 2005 eine volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 2. 

Februar 2005 (UV-act. V/5). Gemäss dem radiologischen Untersuchungsbericht des 

Institutes für Radiologie am Kantonsspital Y.__ vom 21. März 2005 bestanden 

vergleichend zur kernspintomographischen Voruntersuchung vom 26. Oktober 2001 

ein stationäres vertebro-spinales Kernspintomogramm zwischen Th11 und S4 bei 

bekannter Diskushernie L5/S1 und Spondylarthrose der unteren LWS-Abschnitte sowie 

ein wahrscheinlicher Zustand nach Morbus Scheuermann im unteren BWS-Abschnitt 

mit Deck- und Bodenplattenirregularität und leichter keilförmiger Deformierung 

zwischen der unteren Wirbelkörperhälfte Th10 und L1. Im Bericht der Klinik X.___ vom 

11. April 2005 wurde unter anderem bestätigt, klinisch zeige sich eine unauffällige 

Hüftgelenksbeweglichkeit beidseits ohne Einschränkung der Beweglichkeit. Somit 

seien die Beschwerden am ehesten durch die Spondylarthrose bedingt (UV-act. V/7). 

Am 28. April 2005 gab der Beschwerdeführer dem Aussendienstmitarbeiter der 

Beschwerdegegnerin unter anderem bekannt, wegen des rechten Fusses und wegen 

des Beckens müsse er nicht mehr zum Arzt. Er stehe jetzt noch wegen 

Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung. Mit dem rechten Fuss gehe es 

einigermassen. Er habe noch etwas belastungsabhängige Schmerzen. Beweglichkeit 

und Kraft seien gut; eine Schwellung liege nicht vor. Das Gehen gehe gut (UV-act. V/8). 

Suva-Kreisarzt Dr. D.___ kam im Bericht vom 2. Mai 2005 zum Schluss, bei den 

chronischen lumbovertebralen Beschwerden bei erheblichen degenerativen 

Veränderungen im Bereich von L4 bis S1 handle es sich nicht um Unfallfolgen. Die 

distorsionelle Schädigung der LWS vom 1. Februar 2000 habe nicht zu einer 

richtungsweisenden Verschlimmerung des Vorzustandes geführt. Damals habe keine 

Fraktur vorgelegen. Es könne auf den Bericht des Kantonsspitals vom 11. April 2005 

verwiesen werden. In der Literatur werde allgemein angenommen, dass nach einem 

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Unfall ohne strukturelle Schädigungen der Wirbelsäule nach spätestens einem Jahr 

eine vorübergehende Verschlimmerung als abgeschlossen zu betrachten sei (UV-act. 

V/9). Am 8. August 2005 berichtete die Klinik X.___ über eine beim Beschwerdeführer 

durchgeführte Facettengelenksinfiltration L5/S1 und hielt unter anderem fest, er sei 

weiterhin 100% arbeitstätig. Aktuell werde keine Indikation für eine operative 

Vorgehensweise gesehen (UV-act. V/18).

3.- a) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; 

RKUV 2000, 214). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee mit 

Hinweis). Art. 8 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK geben keinen formellen Anspruch auf 

versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet 

das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (RKUV 1997, 281 Erw. 1a).

b) Das Vorliegen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs ist 

grundsätzlich für jeden Unfall gesondert zu beurteilen. Dies ist insbesondere (aber nicht 

nur) dann der Fall, wenn verschiedene Körperteile betroffen sind (vgl. RKUV 1996, 176 

Erw. 4b). Zunächst ist festzuhalten, dass im Zusammenhang mit den Unfällen vom 11. 

September 1991 (UV-act. I) und 10. Januar 1994 (UV-act. II) keine Rückenbeschwerden 

im lumbalen Bereich aus den Akten ersichtlich sind. Sie fallen somit als 

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Beschwerdeursachen zum vornherein ausser Betracht. Im Nachgang zum Ereignis vom 

4. März 2001 (Kontusion Vorfuss links) bestätigte die Klinik X.___ unter anderem eine 

Verschlimmerung der vorbestehenden Lumboischialgie links, welche sich ebenfalls seit 

dem Autounfall im Februar 2000 verschlimmert habe. Die Klinik bescheinigte eine volle 

Arbeitsfähigkeit seit 2. April 2001 (UV-act. IV/5). Am 16. August 2001 gab der 

Beschwerdeführer Schmerzen in der Kreuzgegend an, wobei keine Arbeitsaussetzung 

nötig gewesen sei (UV-act. IV/6). Gleichentags bestätigte die Arbeitgeberin, dass eine 

unfallbedingte Minderleistung nicht vorliege (UV-act. IV/7). Im Bericht des 

Kantonsspitals Y.___ vom 11. September 2001 wurden chronische Nacken- und Kopf- 

sowie Schulterbeschwerden thematisiert. Lumbale Beschwerden kamen hier nicht zur 

Sprache (UV-act. IV/13), hingegen im Bericht vom 17. Oktober 2001 (UV-act. IV/18). 

Am 19. Oktober 2001 teilte Dr. F.___ unter anderem mit, er gehe von Seiten der 

Unfallfolgen ab 15. Oktober 2001 von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus. Die weitere 

Behandlung lasse er über den Krankenversicherer abwickeln. Am 14. November 2001 

bestätigte der Arzt, dass der Beschwerdeführer eine Diskushernie habe, welche immer 

wieder Beschwerden auslöse; dies habe aber nichts mit einem Unfall zu tun (UV-act. 

III/18 und IV/22). Seit dem 17. Dezember 2001 arbeitete der Beschwerdeführer, 

nachdem zwischenzeitlich auf 50% reduziert worden war, wieder in vollem Umfang 

(vgl. UV-act. IV/27). Selbst wenn der Unfall vom 4. März 2001 eine gewisse 

Verschlimmerung der lumbalen Beschwerden ausgelöst haben sollte, so war diese 

angesichts der geschilderten Aktenlage spätestens ab Dezember 2001 als abgeheilt zu 

erachten. Im weiteren bestätigte der Beschwerdeführer, dass auch der Unfall vom 19. 

Dezember 2004 keine lumbalen Rückenprobleme zur Folge gehabt habe (UV-act. V/8) 

und die tieflumbalen Beschwerden seit Oktober 2004 bestünden bzw. nach Anheben 

eines schweren Gewichts entstanden seien (UV-act. V/6). Diese Ursache stellte er 

später allerdings wieder in Abrede (UV-act. V/8 S. 2). Die im Januar und März 2005 

erstellten Röntgenbilder ergaben keine neuen Befunde im LWS-Bereich bzw. 

bestätigten die Feststellungen vom Oktober 2001 (UV-act. V/4, 7). Bei diesen 

Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass der 

Unfall vom 19. Dezember 2004 keine Verstärkung der Rückenschmerzen bewirkte.

c) Zu prüfen bleibt damit, ob die lumbalen Schmerzen im Sinn eines Rückfalls auf das 

Unfallereignis vom 1. Februar 2000 (LWS-Stauchung anlässlich eines Verkehrsunfalls) 

zurückzuführen sind. Der Röntgenbefund zeigte nach dem Unfall normale Verhältnisse 

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an der LWS ohne Vorliegen von unfallbedingten Läsionen (UV-act. III/2, Ziffer 4). Der 

Beschwerdeführer war bereits ab 16. Februar 2000 wieder zu 100% arbeitsfähig (UV-

act. III/4, 6). Im August 2000 wurde die Heilbehandlung eingestellt (UV-act. III/11). Am 

16. August 2001 machte der Beschwerdeführer (rückfallweise) erneut 

Rückenschmerzen geltend, wobei deswegen keine Arbeitsaussetzung nötig war (UV-

act. III/14, 16). Die im Oktober 2001 diagnostizierte Diskushernie L5/S1 sowie die 

Spondylarthrose L4/L5 und L5/S1 (UV-act. V/7; vgl. auch IV/18) erachtete Dr. F.___ wie 

erwähnt als unfallfremd (UV-act. IV/22). Wenn Dr. F.___ nunmehr in seiner mit der 

Beschwerde eingereichten Beurteilung vom 13. Mai 2006 die Unfallkausalität bezüglich 

HWS- und LWS-Beschwerden bejaht und festhält, die Unfälle ab 1991 seien 

schrittweise für die heutigen Beschwerden mitverantwortlich (Anteil ca. 50%), so steht 

diese nicht weiter begründete und offenbar auch ohne Kenntnis der zwischenzeitlich 

aufgelaufenen Akten erfolgte Bestätigung im Widerspruch zu seinen früheren 

Einschätzungen (vgl. UV-act. IV/22 und III/17). Immerhin bestätigt aber Dr. F.___ auch 

in seiner aktuellen Beurteilung sinngemäss eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, was 

- wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält - darauf hinweist, dass es sich nicht 

um erhebliche Beschwerden handeln kann. In erster Linie von Bedeutung ist im 

vorliegenden Zusammenhang jedoch, dass die signifikante und dauernde 

Verschlimmerung einer vorbestandenen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule, 

hervorgerufen durch einen Unfall, nur dann bewiesen ist, wenn die Radioskopie ein 

plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von 

Verletzungen aufgrund eines Traumas aufzeigt (RKUV 2000, 45). Nach der 

Rechtsprechung entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien durch degenerative 

Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, 

unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als 

weitgehend unfallbedingt kann ein Bandscheibenvorfall betrachtet werden, wenn das 

Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 

Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder 

radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. Wird 

die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber (weitgehend) 

verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome 

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gegeben sind (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht vom 3. Januar 

2005 [U 332/03] Erw. 1 mit Hinweisen; ZBJV 1996 S. 489f; vgl. auch DEBRUNNER/

RAMSEIER, Die Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere 

S. 56).

Dr. D.___ kam im Bericht vom 2. Mai 2005 unter Hinweis auf die einschlägige Literatur 

(BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische 

Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff) zum Schluss, dass nach einem Unfall mit 

fehlenden strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende 

Verschlimmerung der beim Beschwerdeführer vorliegenden chronischen 

lumbovertebralen Beschwerden bei erheblichen degenerativen Veränderungen im 

Bereich von L5 bis S1 nach spätestens einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten 

sei (UV-act. V/9). Die Rechtsprechung erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die 

Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status 

ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser 

Untersuchungsbefund, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b). Lediglich für 

psychiatrische Berichte ist in der Regel eine persönliche Untersuchung vorausgesetzt 

(Urteil des EVG vom 30. November 2004 i/S E. M., Erw. 3.2.4 [I 163/04]). Die 

Beurteilung von Dr. D.___ erfüllt die erwähnten Voraussetzungen. Seine 

Schlussfolgerung ist mit den weiteren, im Recht liegenden medizinischen Akten 

vereinbar bzw. wird durch diese bestätigt. Der Beschwerdeführer erlitt am 1. Februar 

2000 ausschliesslich eine Stauchung der LWS, wobei keine unfallkausalen 

radiologischen Befunde oder ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel ausgewiesen 

sind. Unter diesen Umständen können die ab Oktober 2004 aufgetretenen lumbalen 

Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als adäquat kausaler 

Rückfall zum Unfall vom 1. Februar 2000 gelten. Der angefochtene Entscheid lässt sich 

unter diesen Umständen nicht beanstanden.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten ist, unter Bestätigung des Einsprache-Entscheids vom 17. Januar 2006 

abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2007
	Art. 6 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVG. Prüfung der Unfallkausalität von lumbalen Rückenbeschwerden bei Vorliegen von mehreren, bei der Beschwerdegegnerin (Suva) versicherten Unfällen und bei Bestehen von krankheitsbedingten Vorzuständen im Bereich des lumbalen Rückens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Januar 2007, UV 2006/26).

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