# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd807072-4bd4-5414-989f-c3db7143f069
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2016 C-5201/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5201-2014_2016-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5201/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter David Weiss,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Giulia Santangelo. 
 

 
 

Parteien 
 S._______  

vertreten durch lic. iur. Stephan Müller, Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Invaliditätsbemessung,  

Verfügung vom 18. Juli 2014. 

 

 

 

C-5201/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am _______ geborene in Deutschland wohnhafte deutsche Staatsan-

gehörige S._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) ist seit längerer 

Zeit als Grenzgängerin in der Schweiz tätig. Am 15. November 2011 mel-

dete sie sich bei der Invalidenversicherungsstelle Basel-Landschaft (nach-

folgend: IV-Stelle BL bzw. act. BL) zum Bezug von Leistungen der schwei-

zerischen Invalidenversicherung (IV) an (act. BL 4-1 ff.). Am 23. November 

2011 informierte die IV-Stelle BL die Invalidenversicherungsstelle für Versi-

cherte im Ausland IVSTA (nachfolgend auch: Vorinstanz) über die Anmel-

dung zum Leistungsbezug und ersuchte um Einleitung des zwischenstaat-

lichen Verfahrens (act. BL 7-1). 

B.  

In der Folge tätigte die IV-Stelle BL medizinische und beruflich-erwerbliche 

Abklärungen. Nachdem die IV-Stelle BL der Beschwerdeführerin am 2. Mai 

2012 mitteilte, dass die Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen seien 

(act. BL 22-1), wurde die Rentenprüfung eingeleitet (act. BL 23-1). Dazu 

wurde eine interdisziplinäre neurologische und rheumatologische Begut-

achtung in der Schweiz veranlasst. 

C.  

C.a Im interdisziplinären neurologischen und rheumatologischen Gutach-

ten von Dr. M._______(Neurologie/Neuropsychiatrie FMH) und Dr. 

G._______ (FMH Innere Medizin und FMH Rheumatologie) vom 30. Sep-

tember 2012 wurden folgende Diagnosen genannt (act. BL 32-6 und 32-

11): Hereditäre sensomotorisch Neuropathie, Typ II; Distal betonte Extre-

mitäten-Muskelschmerzen und intermittierende assoziierte Gelenkschmer-

zen mit Tendenz zu generalisierten Muskelschmerzen bei hereditären sen-

somotorischer Neuropathie Typ II, Tendenz zur Hypermobilidität (habituelle 

Luxation OS trapezoidum links 2008), 16/18 Fibromyalgie-positive Tender-

points als Zeichen einer möglichen Beschwerdeausweitung, keine Zeichen 

einer Simulation oder Aggravation; Beginnende Rhyzartrose links grösser 

als rechts; Tendenz zur arterielle Hypertonie, DD Weisskittel-Phänomen, 

aktuell 150/90 mgHG, Puls 60/min, empfohlen kardiologische Abklärung 

bei positiver Familienanamnese auf kardiologische Komplikationen und 

Frühtod. Zusammenfassend kamen die Gutachter zum Schluss, dass in 

der angestammten Tätigkeit in der Betreuung der Wohngruppe für geistig 

und körperliche Behinderte, eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 

30% und der Leistungsfähigkeit von 10% bestehe, welche sich durch die 

C-5201/2014 

Seite 3 

Paresen und den Muskelschmerzen sowie der dadurch bedingten ver-

mehrten Ermüdbarkeit und auch Schmerzen im Bereich der Gelenke durch 

die vermehrte, nicht kontrollierte Belastbarkeit ergebe. Insgesamt sei in der 

aktuellen Tätigkeit sowie in einer adäquaten Verweistätigkeit von einer 

60%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. BL 32-14). 

C.b Der RAD-Arzt Dr.N._______, Facharzt für Orthopädie, Facharzt für 

Physikalische und Rehabilitative Medizin stellte in Bezug auf das interdis-

ziplinäre Gutachten vom 30. September 2012 fest, dass daraus nicht her-

vorgehe, wie die Gutachter die Arbeits-/Leistungsfähigkeit insgesamt in ei-

ner leidensangepassten Verweistätigkeit einstuften (act. BL 33-2). Aus die-

sem Grund gelangte die IV-Stelle BL mit Schreiben vom 8. Oktober 2012 

an Dr. M._______ (act. BL 34) und am 9. Oktober 2012 an Dr. G._______ 

(act. BL 35) und ersuchte diese, bei den rheumatologischen Diagnosen 

eine Unterscheidung zwischen Diagnosen mit und ohne Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Zudem sei zur Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Verweistätigkeit Stellung zu nehmen. Mit E-Mail vom 

6. November 2012 wurde das Gutachten vom 30. September 2012 mit den 

beantragten Ergänzungen an die IV-Stelle BL gesendet (act. BL 37). Dabei 

wurde insbesondere festgehalten, in einer der Behinderung angepassten 

Tätigkeit mit nur leichter, rein administrativer Arbeitsbelastung könne eine 

80% Arbeitsfähigkeit erreicht werden (act. BL 37-15 u. 16). 

D.  

In der Folge wurden weitere Unterlagen den Akten beigefügt, darunter ins-

besondere der Abklärungsbericht Haushalt (act. BL 45) sowie der Frage-

bogen zur Ermittlung der Erwerbsfähigkeit (act. BL 46) beide datiert vom 5. 

März 2013. In der Folge erliess die IV-Stelle BL am 24. September 2013 

den ablehnenden Vorbescheid (act. BL 50). Dagegen liess die Beschwer-

deführerin am 2. Oktober 2010 (act. BL 52) Einwand erheben, der am 15. 

November 2013 (act. BL 55) ergänzend begründet und mit Beweismitteln 

ergänzt eingereicht wurde. Nach Einholen weiterer Beweismittel durch die 

IV-Stelle BL wies die Vorinstanz mit Verfügung vom 18. Juli 2014 (act. BL 

75) das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin ab. Ausgehend von 

der gemischten Methode gelangte sie zu einem Invaliditätsgrad von 26% 

bzw. 33%, der keinen Rentenanspruch begründe (act. BL 75-4 u. 5). 

E.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 15. September 

2014 (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [act. BVGer] 1) beantragte 

die Beschwerdeführerin die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und 

C-5201/2014 

Seite 4 

die Zusprechung einer halben Invalidenrente. Zur Begründung brachte sie 

im Wesentlichen vor, bei der Berechnung des Invaliditätsgrades gelange 

nicht die gemischte sondern die allgemeine Methode des Einkommensver-

gleichs zur Anwendung, da keine Tätigkeit im Aufgabenbereich bestehe. 

Zudem sei beim Valideneinkommen von einer 100% Erwerbstätigkeit aus-

zugehen. 

F.  

Am 8. Oktober 2014 beantragte Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung, unter 

Verweis auf die ausführliche Stellungnahme der IV-Stelle BL, die Abwei-

sung der Beschwerde (act. BVGer 3). 

G.  

Der mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Ok-

tober 2014 eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- (act. 

BVGer 4), wurde am 29. Oktober 2014 einbezahlt (act. BVGer 5). 

H.  

Mit Replik vom 24. November 2014 beantragte die Beschwerdeführerin die 

Gutheissung der Beschwerde (act. BVGer 6).  

I.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Duplik vom 18. Dezember 2015 die Ab-

weisung der Replik und verwies zur Begründung auf die eingeholte Stel-

lungnahme der IV-Stelle BL vom 10. Dezember 2014 (act. BVGer 8). 

J.  

Am 7. Januar 2015 beantragte die Beschwerdeführerin mit Triplik die Gut-

heissung der Beschwerde (act. BVGer 10). 

K.  

In ihrer Quadruplik vom 9. Februar 2015 beantrage die Vorinstanz wiede-

rum die Abweisung der Beschwerde und verwies auf die eingeholte Stel-

lungnahme der IV-Stelle BL vom 2. Februar 2015  (act. BVGer 12).  

L.  

Mit Instruktionsverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Feb-

ruar 2015 wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen (act. BVGer 13). 

M.  

Am 24. Juni 2015 leitete die Vorinstanz eine Eingabe der Beschwerdefüh-

C-5201/2014 

Seite 5 

rerin vom 19. Juni 2015 weiter, worin eine Verschlechterung ihres Gesund-

heitszustandes seit Verfügungserlass geltend gemacht wurde und um Ent-

gegennahme des Schreibens als Neuanmeldung bzw. Revisionsgesuch 

ersucht wurde. Die Eingabe war mit einem ärztlichen Entlassungsbericht 

der Kliniken Schmieder Neurologisches Fach- und Rehabilitationskranken-

haus Konstanz vom 15. April 2015 ergänzt (act. BVGer 14). 

N.  

Gestützt auf die Eingabe der Beschwerdeführerin stellte das Bundesver-

waltungsgericht in seiner Zwischenverfügung vom 9. Juli 2015 fest, dass 

sowohl eine Neuanmeldung als auch ein Revisionsgesuch erst möglich sei, 

wenn die Verfügung vom 18. Juli 2014 in Rechtskraft erwachsen sei. Aus 

diesem Grund wurde der Beschwerdeführerin die Gelegenheit gegeben, 

mitzuteilen, ob ihre Eingabe als Beschwerderückzug zu verstehen sei. So-

weit die Beschwerdeführerin mit ihrer Eingabe vom 19. Juni 2015 im Rah-

men des vorliegenden Verfahrens die Beschwerdeführerin eine Neuanmel-

dung bzw. ein Revisionsgesuch beantragt, wurde darauf nicht eingetreten 

(act. BVGer 15).  

O.  

Mit Eingabe vom 20. Juli 2015 erklärte die Beschwerdeführerin, an ihrer 

Beschwerde festhalten zu wollen (act. BVGer 17). 

P.  

In ihrem Schreiben vom 28. Juli 2015 verzichtete die Vorinstanz auf eine 

Stellungnahme (act. BVGer 19). In der Folge schloss der Instruktionsrichter 

mit Zwischenverfügung vom 19. August 2015 den Schriftenwechsel und 

überwies die Neuanmeldung bzw. das Revisionsgesuch vom 19. Juni 2015 

zuständigkeitshalber an die Vorinstanz (act. BVGer 20).  

Q.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit Rechtserheblich, in den Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

C-5201/2014 

Seite 6 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; vgl. auch 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die angefochtene Verfügung datiert vom 18. Juli 

2014 (Beilage zu BVGer act. 1), und die Beschwerde wurde am 15. Sep-

tember 2014 eingereicht (BVGer act. 1). Unter Berücksichtigung der Still-

standsfrist (15. Juli 2014 bis 15. August 2014; vgl. Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 

38 Abs. 4 Bst. b ATSG) ist die 30tägige Beschwerdefrist (Art. 60 Abs. 1 

ATSG) vorliegend gewahrt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist – nachdem auch der Kostenvorschuss von Fr. 400.- am 29. 

Oktober 2014 fristgerecht geleistet wurde (BVGer act. 5) – demnach ein-

zutreten (Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.   

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; Kognition, vgl. 

BENJAMIN SCHINDLER in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2008, Art. 49 N. 1 ff.). 

2.2 Im Rahmen des Streitgegenstandes dürfen im Beschwerdeverfahren 

vor Bundesverwaltungsgericht auch bisher nicht gewürdigte, bekannte wie 

auch unbekannte, neue Sachverhaltsumstände, die sich zeitlich vor (sog. 

unechte Nova) oder erst im Laufe des Verfahrens (echte Nova) zugetragen 

haben, vorgebracht werden. Gleiches gilt auch für neue Beweismittel 

(ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 117 Rz. 2.204). 

2.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 220 E. 3.1.1; 131 V 242 E. 2.1).  

Nach dem Gesagten ist vorliegend grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 18. Juli 2014) eingetretenen 

Sachverhalt abzustellen. Neue Tatsachen, die sich vor Erlass der streitigen 

Verfügung verwirklicht haben, die der Vorinstanz aber nicht bekannt waren 

C-5201/2014 

Seite 7 

oder von ihr nicht berücksichtigt wurden (unechte Noven), können im Ver-

fahren vor dem Sozialversicherungsgericht vorgebracht werden und sind 

zu würdigen. Später eingetretene Tatsachen (echte Noven), die zu einer 

Änderung des Sachverhalts geführt haben, sind grundsätzlich nicht im 

Rahmen des hängigen, sondern gegebenenfalls im Rahmen eines weite-

ren Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; BGE 121 V 

362 E. 1b mit Hinweisen). Immerhin sind indes Tatsachen, die sich erst 

später verwirklichen, im hängigen Verfahren soweit zu berücksichtigen, als 

sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und 

geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu 

beeinflussen (vgl. Urteil des BGer C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1). 

3.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Nor-

men und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

3.1  

3.1.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet 

ein Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur Entgegennahme und 

Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch für Grenzgänger, sofern 

sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz in der benachbarten 

Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit 

als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IVSTA er-

lassen.  

3.1.2 Die Beschwerdeführerin war vor Eintritt des Gesundheitsschadens – 

wie auch heute noch – als Grenzgängerin erwerbstätig und war stets, na-

mentlich auch im Zeitpunkt der Anmeldung, in Deutschland ansässig. Sie 

macht einen Gesundheitsschaden geltend, der sich während ihrer Tätigkeit 

als Grenzgängerin manifestiert und zu einer Verminderung der Arbeitsfä-

higkeit geführt haben soll. Unter diesen Umständen war die kantonale IV-

Stelle Basel-Landschaft für die Entgegennahme und Prüfung der Anmel-

dung sowie die Vorinstanz für den Erlass der angefochtenen Verfügungen 

zuständig. 

3.2  

3.2.1 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige und wohnt in 

Deutschland, sodass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits 

und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit 

C-5201/2014 

Seite 8 

vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, nachfolgend: FZA, SR 

0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 

4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmun-

gen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Über-

einkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Frei-

zügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilatera-

len Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den 

einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin 

derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a 

FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbeson-

dere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewähr-

leisten. 

3.2.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen 

Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831. 

109.268.1) hatten die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohn-

ten, für die diese Verordnung galt, die gleichen Rechte und Pflichten auf-

grund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehö-

rigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser Ver-

ordnung nichts anderes vorsahen. Dabei war im Rahmen des FZA und der 

Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 von Anhang II des FZA). 

3.2.3 Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (18. Juli 2014) finden vorlie-

gend auch die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 

2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.1; nachfolgend: VO 883/2004) sowie (EG) Nr. 987/2009 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur 

Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 

883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.11; nachfolgend: VO 987/2009) Anwendung. Gemäss Art. 4 

VO 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in die-

ser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und 

Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die 

Staatsangehörigen dieses Staates. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt 

diese Verordnung an die Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten gelten-

den Abkommen über soziale Sicherheit. Einzelne Bestimmungen von Ab-

kommen über soziale Sicherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Be-

ginn der Anwendung dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten je-

C-5201/2014 

Seite 9 

doch fort, sofern sie für die Berechtigten günstiger sind oder sich aus be-

sonderen historischen Umständen ergeben und ihre Geltung zeitlich be-

grenzt ist. Um weiterhin Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmun-

gen in Anhang II aufgeführt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht mög-

lich, einige dieser Bestimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die 

diese Verordnung gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 VO 

Nr. 883/2004). Die Bestimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus 

Art. 11 ff. VO 883/2004.  

Die Beurteilung der Invalidität und die Berechnung der Rentenhöhe richten 

sich auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizerischem Recht 

(BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 

2013 E. 4 m.w.H.; CARDINAUX, § 7 Beweiserhebung im Ausland, in: Recht 

der Sozialen Sicherheit, 2014, S. 281 Rz. 7.23).  

3.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG (in 

der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129). Diese Bedin-

gungen müssen kumulativ erfüllt sein; fehlt eine Voraussetzung, so ent-

steht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Falls die Min-

destbeitragsdauer mit schweizerischen Versicherungszeiten nicht erfüllt 

ist, müssen bei Schweizern und Angehörigen von EU/EFTA-Staaten Bei-

tragszeiten mitberücksichtigt werden, die in einem EU/EFTA-Staat zurück-

gelegt worden sind. Beträgt allerdings die Beitragszeit in der Schweiz we-

niger als ein Jahr, so besteht kein Anspruch auf eine ordentliche Invaliden-

rente (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesge-

richts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 36 N. 4; Art. 6 VO 883/04; vgl. auch 

Rz. 3001.3 des Kreisschreibens über das Verfahren zur Leistungsfestset-

zung in der AHV/IV; KSBIL, gültig ab 1. Juni 2002, Stand: 1. Januar 2013).  

Die Beschwerdeführerin leistet seit Juli 1996 Beiträge an die schweizeri-

sche AHV/IV (act. BL 70-3); sie erfüllt mithin ohne Weiteres die Mindest-

beitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente. 

3.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

C-5201/2014 

Seite 10 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat 

den Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 

E. 7.3). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-

chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil-

weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 

Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung) haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbs-

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 

oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-

unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres 

zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c).  

3.6  

3.6.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4; 115 V 133 E. 2).  

3.6.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

C-5201/2014 

Seite 11 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Exper-

ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder 

Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 352 E. 3a). 

3.6.3 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchfüh-

rungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem 

Untersuchungsgrundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfü-

gung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; 

SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sachverstän-

digen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-

Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, 

Bern 2010, S. 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen 

diese Pflichten der (zuständigen) Invalidenversicherungsstelle (Art. 54 - 56 

in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c - g IVG).  

3.7 Die regionalen ärztlichen Dienste stehen den IV-Stellen zur Beurteilung 

der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfü-

gung. Sie setzen dabei insbesondere die für die Invalidenversicherung 

nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versi-

cherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben-

bereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 IVV). 

RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Gutachten im 

Sinn von Art. 44 ATSG nicht erfasst werden, weshalb die in dieser Norm 

enthaltenen Verfahrensregeln bei der Einholung von RAD-Berichten keine 

Wirkung entfalten (BGE 135 V 254 E. 3.4 S. 258 ff.; Urteil des BGer 

8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1). Der Beweiswert von 

RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist nach der Rechtsprechung mit 

einem externen medizinischen Sachverständigengutachten vergleichbar, 

sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 

(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) genügen und die Arztperson über die 

notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 

S. 219 f.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

C-5201/2014 

Seite 12 

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, zu denen die RAD-Berichte gehören, so sind ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 

S. 470 mit Hinweis; Urteile des BGer 8C_588/2015 vom 17. Dezember 

2015 E. 2 und 8C_385/2014 E. 4.2.2). 

3.8 Nach Art. 46 Abs. 3 VO Nr. 883/2004 ist die vom Träger eines Staates 

getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den 

Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die 

in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbestandsmerk-

male der Invalidität in Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend 

anerkannt sind. Eine solche anerkannte Übereinstimmung besteht für das 

Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie für das Ver-

hältnis zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht. 

Die Beurteilung der Invalidität richtet sich auch nach dem Inkrafttreten des 

FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4 m.w.H.; CARDINAUX, a.a.O., 

S. 281 Rz. 7.23).  

Für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz besteht keine Bin-

dung an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträ-

ger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und 

Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. 

auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland 

stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, ab 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 11. Dezem-

ber 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 

351 E. 3a). 

4.  

Die vorinstanzliche Verfügung vom 18. Juli 2014 (act. BL 73), wie auch der 

Vorbescheid vom 24. September 2013 (act. BL 50) äussern sich nicht ex-

plizit zum medizinischen Sachverhalt. Dieser wird von der Beschwerdefüh-

rerin auch nicht beanstandet. Nach dem Untersuchungsgrundsatz hat die 

rechtsanwendende Behörde den Sachverhalt jedoch von Amtes wegen ab-

zuklären (E. 3.6.3 hiervor). Da die vorinstanzlichen Erkenntnisse auf der 

medizinischen Dokumentation in den Akten gründen, gilt es zunächst diese 

zu prüfen. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

C-5201/2014 

Seite 13 

4.1 Die Feststellungen der Vorinstanz basieren im Wesentlichen auf den 

Einschätzungen des RAD-Arztes in seinen Beurteilungen und Stellungnah-

men vom 11. Mai 2012, 4. Oktober 2012, 10. Dezember 2012, 9. Dezember 

2013 und 16. Januar 2014 (act. BL 24, 33, 40, 59 u. 67). Dieser stützt sich 

seinerseits auf umfangreiche medizinische und erwerbliche Abklärungen, 

insbesondere auf das interdisziplinäre Gutachten der Dres med. 

G._______ und M._______ vom 30. September 2012 (act. BL 32), die Prä-

zisierung vom 6. November 2012 und den Stellungnahmen der behandeln-

den Ärzte vom 18. Oktober 2013, 6. November 2013, 16. Dezember 2013 

und 18. Dezember 2013 (act. BL 55-6 u. 7, 64 u. 65).  

4.2 Dr. M._______ und Dr. G._______ beurteilten im ergänzten Gutachten 

vom 30. September 2012 (act. BL 37), dass die Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin in der angestammte Tätigkeit zu 30% beeinträchtigt sei. 

Bedingt durch die Paresen, die Muskelschmerzen, die Gelenkbeschwer-

den, die Schmerzausweitung und Chronifizierung sowie der dadurch be-

dingten vermehrten Ermüdbarkeit, Erschöpfbarkeit ergäbe sich konsekutiv 

eine Reduktion der Belastbarkeit, was zu einer zusätzlichen Einschrän-

kung der Leistungsfähigkeit von 10% führe. In der aktuellen Tätigkeit be-

stehe somit eine 60%-ige Arbeitsfähigkeit. In einer der Behinderung ange-

passten Tätigkeit, mit nur leichter, rein administrativer Arbeitsbelastung 

könne eine Arbeitsfähigkeit von 80% attestiert werden(act. BL 37-15). Das 

Gutachten beruht auf sämtlichen relevanten Vorakten sowie auf umfang-

reichen, eigenen anamnestischen Erhebungen und Untersuchungen in 

beiden explorierten Fachgebieten. Das Gutachten ist nachvollziehbar er-

läutert und nimmt umfassenden Bezug zu früheren Untersuchungen sowie 

den dort erhobenen Befunden. Damit erfüllt das Gutachten alle rechtspre-

chungsgemäss erforderlichen Kriterien an eine aussagekräftige und 

schlüssigen Expertise (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a). Die Gut-

achter geben im Übrigen eine zuverlässige Einschätzung der der Be-

schwerdeführerin noch zumutbaren Tätigkeit bzw. Verweistätigkeit unter 

beruflicher Belastung ab. 

4.3 Dr. med. H._______, Facharzt für Orthopädie, Spezielle Schmerzthe-

rapie, Chirotherapie/Sportmedizin, der Hausarzt der Beschwerdeführerin, 

hat in seinen Arztberichten vom 6. November 2013 und 18. Dezember 2013 

erklärt, die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sich ihre Situation im 

letzten Jahr insgesamt verschlechtert habe, insbesondere sei die zuneh-

mende Schwäche in beiden Beinen rechts, stärker links neu hinzugekom-

men. Die Beschwerdeführerin beschreibe eine andere Arbeitsplatzsituation 

als in dem Gutachten vom 30. September 2012 dargestellt werde, da sie 

C-5201/2014 

Seite 14 

nicht lediglich administrative sondern auch körperliche Tätigkeiten ausübe. 

Aus diesem Grund empfahl der Hausarzt eine Arbeitsplatzbeurteilung vor 

Ort vorzunehmen (act. BL 55-7 u. 8 u. 65).  

4.4 Der behandelnde Arzt Dr. W._______, Facharzt für Neurologie, berich-

tete am 18. Oktober 2013 und am 16. Dezember 2013, die Beschwerde-

führerin habe bei ihrem letzten Besuch eine zunehmende Schwäche der 

Beine und deshalb eine reduzierte Gehstrecke angegeben. Der Klinisch-

neurologische Befund sei zuletzt unverändert geblieben. Bezüglich Diag-

nose habe sich in neurologischer Hinsicht keine Änderung ergeben. Doch 

sei zuletzt eine Rhizarthrose beschrieben worden (act. BL 55-6 u. 64). In 

seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 2013 schätzte er die Arbeitsfähig-

keit in der angestammten Tätigkeit mit 50% ein.  

4.5 Der RAD Arzt, Dr. N._______, Facharzt für Orthopädie sowie Physika-

lische und Rehabilitative Medizin, stellte in seiner Beurteilung vom 9. De-

zember 2014 fest, das Gutachten berücksichtige, dass die Beschwerde-

führerin auch praktische Tätigkeiten erledige und verwies darüber hinaus 

auf die Auskunft des Arbeitgebers vom 13. Oktober 2013, wonach die Be-

schwerdeführerin von einigen Tätigkeiten, wie körperlich anstrengenden 

Tätigkeiten ausgenommen werde. Schliesslich ersuchte er die behandeln-

den Ärzte Dr. H._______ und Dr. W._______ um Mitteilung, welche klini-

schen Befunde sich aus orthopädischer bzw. neurologischer Sicht seit 

2011 ergeben hätten (act. BL 59). In seiner Einschätzung vom 16. Januar 

2014 stellte er schliesslich fest, dass die behandelnden Ärzte keine klini-

schen Befunde hätten nennen oder nachweisen können, die eine Progre-

dienz der Erkrankung seit 2011 belegten (act. BL 67).  

4.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass umfangreiche Abklärungen 

des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin sowie der Arbeitsfä-

higkeit durchgeführt wurden und die Diagnosen unbestritten sind. Hinsicht-

lich der Restarbeitsfähigkeit bestehen zwischen den Feststellungen der be-

handelnden Ärzte und denjenigen im Gutachten sowie des RAD-Arztes 

zwar gewisse Diskrepanzen. Dazu ist festzuhalten, dass im Wesentlichen 

auf die gutachterliche Abklärungen abzustellen ist (vgl. E. 4.2). Bei den 

Feststellungen der behandelnden Ärzte wird hingegen lediglich das sub-

jektive Befinden der Beschwerdeführerin wiedergegeben, eigene Einschät-

zungen zu den Beschwerden bestehen hingegen keine. Dr. W._______ hat 

sich sodann zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zwar geäussert, 

doch diese ohne weitere Begründung mit 50% bewertet weshalb seine Ein-

schätzung nicht als nachvollziehbar bezeichnet werden kann. Dagegen 

C-5201/2014 

Seite 15 

spricht zudem, dass die Beschwerdeführerin laut eigenen Angaben sowie 

derjenigen ihres Arbeitgebers während des massgeblichen Zeitraums eine 

50% Anstellung besetzte. Diese entsprach jedoch nicht dem effektiv geleis-

teten Pensum, vielmehr ging ihr tatsächlicher Arbeitseinsatz über dieses 

Pensum hinaus und überstieg gar die im Gutachten beurteilten 60%-Ar-

beitsfähigkeit (hierzu vgl. hinten E. 6.6). Soweit sich der Arzt auf die Anstel-

lung der Beschwerdeführerin bezog und aus diesem Grund eine 50% Er-

werbsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit attestierte, so kann durchaus 

davon ausgegangen werden, dass seine Einschätzung sich auf den tat-

sächlichen Umfang der geleisteten Arbeit bezog. Ausgangspunkt bildet da-

her eine Erwerbsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 60%.  

5.  

Zu prüfen sind weiter die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen. Dabei gilt es zunächst zu beurteilen, nach welcher 

Methode die Invaliditätsbemessung zu erfolgen hat. 

5.1 Im Vorbescheid vom 24. September 2013 (act. BL 50) ist die Vorinstanz 

noch davon ausgegangen, dass bei der Beschwerdeführerin in ihrer ange-

stammten Tätigkeit ein Beschäftigungsgrad von 80% massgeblich sei und 

dabei eine Einschränkung von 25% bestehe. Die übrigen 20% wurden ins-

gesamt dem Aufgabenbereich Haushalt zugeordnet, wobei die Einschrän-

kung auf 0,7% bemessen wurde. Auf dieser Grundlage hat die Vorinstanz 

bei der Berechnung des Invaliditätsgrades die gemischte Methode ange-

wandt und ist dabei zu einem Invaliditätsgrad von 20% gelangt. Parallel 

dazu hat sie dieselbe Berechnung für eine Beschäftigung in einer ange-

passten Tätigkeit vorgenommen. Dabei ist sie erneut von einem Beschäf-

tigungsgrad von 80% ausgegangen und ordnete die übrigen 20% dem Auf-

gabenbereich Haushalt zu. Bei einer Einschränkung von 34% bei der an-

gepassten Tätigkeit und von 0,7% im Haushalt, berechnete sie einen Inva-

liditätsgrad von 27%.  

5.2 In ihrer Verfügung vom 18. Juli 2014 schliesslich, hat die Vorinstanz, 

ausgehend von einem Erwerbspensum von 90% (und entsprechender 

Hochrechnung des Jahreseinkommens) in der angestammten Tätigkeit 

eine Einschränkung von 29,19% berechnet und die übrigen 10% dem 

Haushalt zugeordnet. Dabei ist sie unverändert von einer Einschränkung 

von 0,7% ausgegangen, was einen Invaliditätsgrad von 26% ergab. Die-

selbe Hochrechnung in einer angepassten Tätigkeit führte zu einem Inva-

liditätsgrad von 33% (act. BL 73-5). Die Berechnung erfolgte auch dieses 

Mal auf der Grundlage der gemischten Methode.  

C-5201/2014 

Seite 16 

5.3 Die Beschwerdeführerin ihrerseits macht geltend, die Invalidität sei 

nach der ordentlichen Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen. 

Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, es liege kein Aufgabenbe-

reich vor und sie hätte ihr zuletzt ausgeübtes Teilpensum im Gesundheits-

fall auf 100% gesteigert, weshalb von einem solchen auszugehen sei. Der 

Invaliditätsbemessung sei deshalb eine volle Erwerbstätigkeit zugrunde zu 

legen. 

5.4 Nachfolgend ist daher zu beurteilen, ob die Vorinstanz die Beschwer-

deführerin zu Recht als Teilzeiterwerbstätige im Umfang von 90% betrach-

tet oder ob im vorliegenden Fall – wie von der Beschwerdeführerin geltend 

gemacht – von einer 100% Erwerbstätigkeit auszugehen ist. Schliesslich 

gilt es zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin ausserhalb der erwerbli-

chen Tätigkeit in einem anerkannten Aufgabenbereich tätig wäre. 

5.5 Ob eine versicherte Person ohne Gesundheitsschaden als ganztägig 

oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist (sog. 

Statusfrage), was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invalidi-

tätsbemessung (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungs-

vergleich) führt, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unver-

änderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 

bestünde. Entscheidend ist folglich nicht, welches Ausmass der Erwerbs-

tätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden 

könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesund-

heitsschaden aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre 

(BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507 mit Hinweisen).  

Überstundenentschädigungen gehören zum Valideneinkommen, wenn und 

soweit die versicherte Person effektiv weiterhin mit solchen Einkünften 

hätte rechnen können (Urteile des BGer 9C_243/2015 vom 15. Juli 2015 

E. 2; 9C_159/2010 vom 1. Juli 2010 E. 6.4; MEYER/REICHMUTH, Bundes-

gesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 70 zu Art. 

28a IVG). Massgebend ist somit, ob die versicherte Person nach dem im 

sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit (BGE 141 V 15 E. 3.1. S. 20 mit Hinweisen) aufgrund ihrer 

erwerblichen Situation und ihres tatsächlichen Arbeitseinsatzes wahr-

scheinlich weiterhin ein Zusatzeinkommen infolge Überstundenarbeit hätte 

erzielen können; die blosse Möglichkeit dazu genügt nicht. Für die Beant-

wortung der Frage, ob wahrscheinlich auch weiterhin Entschädigungen für 

Überzeit ausbezahlt worden wären, sind in die Entscheidfindung insbeson-

C-5201/2014 

Seite 17 

dere auch Auskünfte des damaligen Abreitgebers einzubeziehen (vgl. Ur-

teile des BGer 8C_998/2012 vom 12. März 2013 E. 4.1 und 8C_744/2012 

vom 20. Dezember 2012 E. 2, je mit Hinweisen). 

Bei im Haushalt tätigen Personen (vgl. Art. 27 IVV) sind im Besonderen die 

persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 

wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, 

das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persön-

lichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind 

die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung entwickelt ha-

ben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall aus-

geübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1. S. 20 mit Hinweisen). 

5.6 Bei der Beantwortung der Statusfrage handelt es sich zwangsläufig um 

eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentschei-

dungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese sind als in-

nere Tatsachen einer direkten Beweisführung indessen nicht zugänglich 

und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. 

Urteil des BGer 9C_645/2015 vom 3. Februar 2016 E. 2.4). Die auf einer 

Würdigung konkreter Umstände basierende Feststellung des hypotheti-

schen Umfangs der Erwerbstätigkeit ist eine Tatfrage; dies selbst dann, 

wenn daneben auch aus allgemeiner Lebenserfahrung gezogene Schluss-

folgerungen Berücksichtigung finden (vgl. Urteil des BGer 8C_29/2015 

vom 28. Mai 2015 E. 3.2 mit Hinweisen). Ebenso sind Feststellungen über 

innere oder psychische Tatsachen Tatfragen, wie beispielsweise was je-

mand wollte oder wusste (BGE 130 IV 58 E. 8.5 S. 62). Eine Rechtsfrage 

liegt hingegen vor, soweit sich die gefundene Lösung ausschliesslich auf 

allgemeine Lebenserfahrung stützt (vgl. Urteil des BGer 9C_567/2012 vom 

10. Januar 2013 E. 2.2.3 mit Hinweisen). Letzteres trifft im vorliegenden 

Fall nicht zu.  

5.6.1 Der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin reichte am 14. Februar 

2013 (act. BL 43-3) und am 30. Oktober 2013 (act. BL 55-10) je ein Schrei-

ben zu den Akten. In diesen erklärte er im Wesentlichen, dass die effektive 

geleistete Arbeitszeit – anders als im Fragebogen für Arbeitgeber (act. BL 

11-3) angegeben – 90% betrage. Dies aufgrund von Überstunden, die in 

der Folge ausbezahlt worden seien. Zur Untermauerung dieser Aussage 

wurden die Schreiben unter anderem mit Kopien der Zeiterfassung 2010 

und 2011 der Beschwerdeführerin ergänzt (act. BL 43-4-7 u. 55-11 u. 12). 

Die Vorinstanz stützte sich bei der Bestimmung des beurteilungsrelevanten 

C-5201/2014 

Seite 18 

Arbeitspensums massgeblich auf diese Angaben des Abreitgebers und 

ging bei ihren Berechnungen entsprechend von einer 90% Erwerbstätigkeit 

aus (act. BL 73-5).  

5.6.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto verdiente die Be-

schwerdeführerin im Jahr 2010 Fr. 73‘746.- und im Jahr 2011 Fr. 75‘194.- 

(act. BL 70-2). Aus den vom Arbeitgeber eingereichten Zeiterfassungsda-

ten (act. BL 55-11 u. 12) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin bei ei-

nem 80% Pensum im Jahr 2010 88 und im Jahr 2011 127.37 Stunden 

Überzeit verbucht hat. Die Ausbezahlung dieser Überstunden erfolgte ge-

mäss Angaben des Arbeitgebers in den Jahren 2012 und 2013 wobei der 

Beschwerdeführerin jeweils für 100 Stunden Fr. 4‘250.- ausbezahlt wur-

den. Diese gilt es zum Jahreslohn von Fr. 75‘194.- hinzuzurechnen, sofern 

die Überstunden regelmässig geleistet wurden. Davon kann im vorliegen-

den Fall ausgegangen werden. Der Arbeitgeber hat in seinem Schreiben 

vom 14. Februar 2013 nachvollziehbar erklärt, dass in der Funktion der 

Beschwerdeführerin als Gruppenleiterin Überstunden erwartet würden 

(act. BL 43-7). Folglich ist die Überstundenarbeit nicht als zeitlich begrenzt 

zu qualifizieren, sondern es kann vielmehr davon ausgegangen werden, 

dass diese berufsbedingt geleistet wurde und mit ihrer Funktion als Grup-

penleiterin Wohngruppe zusammenhing. Die Beschwerdeführerin bringt 

vor, weitere Überstunden geleistet, aber nicht aufgeschrieben zu haben. 

Da sich in den Akten – abgesehen von der Stellungnahme des Arbeitge-

bers (act. BL 55-10) – keine konkreten Unterlagen befinden, welche dieses 

Vorbringen belegen würden und da die Beschwerdeführerin dafür offen-

sichtlich keine Entschädigung erhalten hat, können weitere Überstunden 

vorliegend nicht berücksichtigt werden.  

5.6.3 Gemäss Zeiterfassung 2010 (act. BL 48-2) hatte die Beschwerdefüh-

rerin bei 80% ein Jahressoll von 1‘706.8 Stunden. Tatsächlich hat sie in 

diesem Jahr 1‘794.87 Stunden und damit 84,13% gearbeitet. Der Zeiter-

fassung 2011 (act. BL 48-3) kann sodann entnommen werden, dass die 

Beschwerdeführerin bei einem Jahressoll von 1‘700.16 Stunden (80%) 

eine effektive Stundenanzahl von 1‘827.53 und damit ein Pensum von 86% 

verbucht hat. Das vorliegend massgebende durchschnittliche Erwerbspen-

sum beträgt folglich 85,07% und nicht, wie von der Beschwerdeführerin 

geltend gemacht und von der Vorinstanz angenommen 90%. 

5.6.4 Erst auf Beschwerdeebene machte die Beschwerdeführerin hinsicht-

lich ihres Valideneinkommens geltend, dass sie heute zu 100% erwerbstä-

tig wäre (BVGer act. 1 S. 7 u. 8). Dazu hielt sie im Wesentlichen fest, seit 

C-5201/2014 

Seite 19 

1990 habe eine zunehmende Schwäche der rechten und seit 1994 der lin-

ken Hand bestanden. Die Krankheit habe sie bei Stellenantritt im Jahr 1996 

bereits beeinträchtig, weshalb es nachvollziehbar sei, dass sie in erster Li-

nie krankheitsbedingt nicht 100% gearbeitet habe, zumal sie sich damals 

noch um ihre drei minderjährigen Kinder habe kümmern müssen. Aus den 

Akten geht hervor, dass am 17. Januar 2013 eine Abklärung stattgefunden 

hat, welche von der Beschwerdeführerin am 1. März 2013 unterzeichnet 

wurde und bei welcher die IV-Abklärungsperson zusammenfasste, die Be-

schwerdeführerin wäre heute – neben den Überstunden, die ihre Funktion 

fordere – weiterhin zu 80% angestellt (act. BL 46). Hingegen hatte die Be-

schwerdeführerin am 19. Februar 2013 der Abklärungsperson eine Stel-

lungnahme zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit zugestellt, worin sind ange-

geben hat, dass sie keine familiären Verpflichtungen mehr habe, da die 

Kinder erwachsen und ausgezogen seien. Die Tätigkeit als Wohngruppen-

leiterin bereite ihr viel Freude und sie würde gegenwärtig, ohne gesund-

heitliche Einschränkungen 100% arbeiten. Damit ersuche sie um entspre-

chende Anpassung des Fragebogens (act. BL 43-1-2). Im vorliegenden Fall 

kann offengelassen werden, auf welche der beiden Aussagen als „Aussage 

der ersten Stunde“ abzustellen ist, zumal die Beurteilung im Sinne einer 

Betrachtung sämtlicher Aspekte zu erfolgen hat. Zunächst geht aus den 

Akten nicht hervor, dass die Beschwerdeführerin jemals einer 100% Er-

werbstätigkeit nachgegangen wäre oder sich zumindest darum bemüht 

hätte. Entsprechendes macht sie auch nicht geltend. Zwar können grund-

sätzlich erste Krankheitsanzeichen, wie auch die Kindererziehung durch-

aus Gründe sein, keiner 100% Erwerbstätigkeit nachzugehen, doch genügt 

eine pauschale Behauptung hierfür nicht. Hinsichtlich der Erkrankung 

ergibt sich aus den Akten nicht, dass diese in der Vergangenheit bereits 

derart einschneidend gewesen wäre, dass sie die Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin massgeblich beeinträchtigt hätte. Aus dem Umstand, 

dass die Beschwerdeführerin die Kindererziehung wahrnahm lässt sich so-

dann nicht der Umkehrschluss ziehen, dass sie anderenfalls in einem hö-

heren Pensum erwerbstätig gewesen wäre. Auch ihre Begeisterung für ihre 

Arbeit erlaubt für sich genommen nicht die Vermutung einer Vollzeittätig-

keit, zumal aus den Akten nicht hervorgeht, dass der Arbeitgeber der Be-

schwerdeführerin eine derartige Anstellung überhaupt hätte anbieten kön-

nen. Die Äusserung der Beschwerdeführerin, wonach sie im Gesundheits-

fall zu 100% erwerbstätig wäre kann vor diesem Hintergrund lediglich als 

Wunsch interpretiert werden, nicht hingegen als konkrete, bereits im Vor-

feld bestehende Absicht.  

C-5201/2014 

Seite 20 

5.6.5 Aufgrund der Akten ergeben sich kaum Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführerin heute tatsächlich zu 100% erwerbstätig wäre. Man-

gels konkreter Hinweise sowie aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, 

wonach grundsätzlich auf den letzten Beschäftigungsgrad abzustellen ist, 

ist folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin weiterhin teilzeitlich, im Umfang von 85,07% er-

werbstätig gewesen wäre. 

5.7 Nach der prozentualen Festlegung des Ausmasses der erwerblichen 

Tätigkeit ist in einem nächsten Schritt zu klären, ob die Beschwerdeführerin 

ausserhalb der erwerblichen Tätigkeit ergänzend in einem anderen Aufga-

benbereich etwa der Haushaltsführung oder der Kindererziehung (vgl. Art. 

27 IVV) tätig wäre. Anschliessend – sofern ein solcher Aufgabenbereich 

bejaht worden ist – gilt es das zeitliche Ausmass der Tätigkeit im anerkann-

ten Aufgabenbereich festzulegen. 

5.7.1 Gemäss BGE 141 V 15 sind Erwerbstätigkeit und nichterwerblicher 

Aufgabenbereich im Rahmen der gemischten Methode grundsätzlich kom-

plementär, wobei der Haushaltsanteil nicht in Abhängigkeit vom Umfang 

der im Aufgabenbereich anfallenden Arbeiten festgesetzt werden darf. Da-

raus kann allerdings nicht abgeleitet werden, dass bei allen teilzeitlich er-

werbstätigen Personen mit eigenem Haushalt ein Aufgabenbereich (mit ei-

nem Anteil im Umfang der nicht durch die Erwerbstätigkeit ausgefüllten 

Zeit, somit z.B. bei einem erwerblichen Anteil von 80% ein ebensolcher 

Anteil im Aufgabenbereich von 20%) angenommen werden muss.  

5.7.2 Im Falle der Beschwerdeführerin hat diese seit Beginn ihrer Anstel-

lung in der Schweiz im Jahr 1996 zu 80% (plus Überstunden) gearbeitet. 

Anfänglich nahm sie noch die Betreuung ihrer drei Kinder wahr. Dieser Auf-

gabenbereich ist jedoch mittlerweile weggefallen. Zudem lassen die Akten 

nicht erkennen, dass an die Stelle des ursprünglichen Aufgabenbereichs 

ein anderer getreten wäre. So hat sich weder die Wohnsituation insofern 

geändert, dass zusätzliche bzw. umfangreichere Arbeiten hinzugetreten 

wären. Auch hat sich an der Erwerbssituation des Gatten nichts geändert, 

sodass die Beschwerdeführerin mehr Aufgaben im Haushalt hätte über-

nehmen müssen. Vielmehr sind die Umstände dieselben geblieben und die 

Beschwerdeführerin hat um 15,5% mehr Freizeit dazugewonnen. Wie sie 

diese ausfüllte, dh. ob sie, wie sie selber sagte sich während dieser Zeit 

ausruhte oder ob sie einem Hobby nachging ist dabei unerheblich. Damit 

liegt für die 15,5% gar kein Aufgabenbereich vor, denn Freizeit ist nach Art. 

27 IVV nicht versichert.  

C-5201/2014 

Seite 21 

5.8 Aus dem Gesagten folgt, dass bei der Bemessung der Invalidität im 

Falle der Beschwerdeführerin ein Beschäftigungsgrad von 84.13% aus-

schlaggebend ist und kein anerkannter Aufgabenbereich vorliegt, den es 

zusätzlich zu berücksichtigen gilt. Aus diesem Grund gelangt nicht – wie in 

der angefochtenen Verfügung durchgeführt – die gemischte sondern die 

allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zur Anwendung. 

6.  

6.1 Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die ver-

sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-

dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 

eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 

der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom-

men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber ge-

stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts-

grad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 

BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich 

sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Ren-

tenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf 

zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Ände-

rungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass respektive bis 

zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).  

6.2 Bei Teilerwerbstätigen ohne einen anerkannten Aufgabenbereich führt 

die Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ge-

genüber Teilerwerbstätigen mit einem anerkannten Aufgabenbereich zu ei-

ner mit dem Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV nicht zu verein-

barenden Bevorzugung der ersteren (vgl. Urteil des BGer 9C_178/2015 v. 

4. Mai 2016 E. 6.2 - 6.5). Aus diesem Grund entschied das Bundesgericht 

– in Präzisierung seiner Rechtsprechung gemäss BGE 131 V 51 – dass bei 

teilerwerbstätigen Personen ohne Aufgabenbereich eine gesundheitlich 

bedingte Erwerbseinbusse lediglich im Rahmen des versicherten Berei-

ches besteht und daher auch nur in diesem Umfang ein Ausgleich stattfin-

den könne (Urteil des BGer 9C_178/2015 vom 4. Mai 2016 E. 7.1). Daher 

gilt, dass die anhand der Einkommensvergleichsmethode nach Art. 16 

ATSG zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten erwerblichen 

C-5201/2014 

Seite 22 

Bereich proportional – im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit 

– zu berücksichtigen ist. 

6.3 Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In-

validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im 

fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein gül-

tigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. 

BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Gesun-

der tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 

wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen ebenfalls mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, damit sie berücksichtigt werden 

können.  

6.4 Die Beschwerdeführerin hat gemäss Auszug aus dem individuellen 

Konto im Jahr 2010 Fr. 73‘746.- und im Jahr 2011 Fr. 75‘194.- verdient (act. 

BL 11-3). In den Jahren 2012 und 2013 sind für das Jahr 2010 und 2011 

nachträglich jeweils Fr. 4‘250.- ausbezahlt worden. In Bezug auf die Be-

schwerdeführerin ist folglich von einem Gesamteinkommen im Jahr 2011 

von Fr. 79‘444.- auszugehen. Unter Berücksichtigung des Nominallohnin-

dexes Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen (2011: 100.7; 2013: 

101.5) ergibt dies ein hypothetischen Valideneinkommen im Jahr 2013 von 

Fr. 80‘075.10 (www.bfs.admn.ch > Statistiken finden > Arbeit und Erwerb > 

Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten > Lohnentwicklung > 

Schweizerischer Lohnindex allgemein [besucht im November 2016]). Das 

Ergebnis der Vorinstanz (Fr. 76‘010.-) ist daher entsprechend nach oben 

zu korrigieren.  

6.5 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf-

lich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person kon-

kret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutba-

rer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 

der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Er-

werbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder 

C-5201/2014 

Seite 23 

LSE-Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen (Dokumentation von Arbeitsplät-

zen seitens der SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2; Ur-

teil 8C_749/2013 vom 6. März 2014 E. 4.1). Im Falle eines vom Versicher-

ten tatsächlich erzielten Verdienstes bildet dieser für sich allein betrachtet 

grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbs-

unfähigkeit und damit des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen 

Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann 

überein, wenn – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Be-

zugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn der 

Versicherte eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass er die ihm 

verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und nicht als 

Soziallohn erscheint (BGE 135 V 297 E. 5.2). 

6.6 Die Beschwerdeführerin ist auch nach Verschlechterung ihres gesund-

heitlichen Zustandes beim selben Arbeitgeber tätig. Im für die Beurteilung 

massgeblichen Zeitraum und damit seit Juli 2012 besetzte sie weiterhin die 

Funktion als Gruppenleiterin Wohngruppe. Der Zeiterfassung 2012 (act. BL 

48-4) kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin bei 80% 

853.44 Stunden hätte arbeiten müssen. Tatsächlich hat sie jedoch lediglich 

801.59 Stunden gearbeitet. Dies entspricht einem Beschäftigungsgrad von 

75,14%. Gemäss Zeiterfassung 2013 Januar bis April (act. BL 48-5) hätte 

die Beschwerdeführerin in den Monaten Januar bis April bei einem Be-

schäftigungsgrad von 80% 551.04 Stunden gearbeitet. Tatsächlich arbei-

tete sie 535.09 Stunden und damit 77,68%. Dem Auszug aus dem indivi-

duellen Konto kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin im 

Jahr 2013 Fr. 56‘820.- verdient hat. Abzüglich der Überstunden aus den 

dem Jahr 2011 von Fr. 4‘250.- ergibt dies ein Durchschnittseinkommen von 

Fr. 52‘570.- (act. BL 70-2; 56‘820 – 4‘250). Obwohl dieses Einkommen, 

nach Angaben der Beschwerdeführerin, angeblich einem 50% Pensum 

entspricht und damit um 10% niedriger ist, als die zumutbare Erwerbsfä-

higkeit in der angestammten Tätigkeit festgestellt worden ist, würde sie bei 

einem 80% Pensum in einer angepassten Tätigkeit ein geringeres Einkom-

men erzielen, weshalb der tatsächliche Verdienst im Jahr 2013 für die Be-

rechnung massgebend ist zumal auch die weiteren Voraussetzungen erfüllt 

sind. So kann im vorliegenden Fall von einem stabilen Arbeitsverhältnis 

ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin ist seit 1996 für denselben 

Arbeitgeber tätig und hat bereits vor ihren gesundheitlichen Einschränkun-

gen die Funktion als Gruppenleiterin Wohngruppe wahrgenommen. Hin-

weise, dass das Arbeitsverhältnis nicht als stabil beurteilt werden könnte, 

bestehen keine. Vielmehr hat der Arbeitgeber bereits wiederholt bekräftigt, 

C-5201/2014 

Seite 24 

dass er hoffe, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum gesundheitsbe-

dingt weiter halten könne, machte aber auch deutlich, dass anderenfalls 

eine andere Tätigkeit und nicht der Verlust der Stelle drohen würde (act. 

BL 55-10 u. 43-3).  

6.7 Nachfolgend gilt es zunächst den Invaliditätsgrad nach der allgemeinen 

Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dieser beträgt im 

Falle der Beschwerdeführerin 29,43% (Valideneinkommen von Fr. 

80‘075.10 minus Invalideneinkommen von Fr. 52‘570.- ergibt eine Einkom-

menseinbusse von Fr. 27‘505.10 bzw. 29,43%). Diese ist jedoch nur im 

Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit, mithin zu 85,07% zu be-

rücksichtigen (vgl. hierzu die in E. 6.2 zitierte höchstrichterliche Rechtspre-

chung). Dementsprechend resultiert ein Invaliditätsgrad von 25,04% 

(0.8507 * 29.43), was keinen Rentenanspruch begründet. 

7.  

Zu befinden ist über die Verfahrenskosten und die Parteientschädigung. 

7.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und un-

abhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.- bis CHF 1'000.- fest-

zulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind sie auf 

CHF 400.- festzusetzen und der Beschwerdeführerin als unterlegene Par-

tei aufzuerlegen. Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden.  

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 

7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteient-

schädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

 

Dispositiv nächste Seite 

 

  

C-5201/2014 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.- werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe entnommen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Giulia Santangelo 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

Versand: