# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 060081ec-a0a0-5ab4-aa71-d307d72ce52c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.09.2008 C-8046/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8046-2007_2008-09-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8046/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

O._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Starkl, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8046/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am (...) 1948 geborene Beschwerdeführer spanischer Natio-
nalität mit Gesuch vom 6. September 2006 (act. 3), eingegangen bei 
der Vorinstanz am 27. Oktober 2006, eine Invalidenrente beantragt hat,

dass der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin 
Claudia Starkl,  im Rahmen des Vorbescheidverfahrens mit  Einwand-
ergänzung  vom  5.  Oktober  2007  (act.  43)  ein  Privatgutachten  von 
V._______, Spezialist  für Arbeitsmedizin, vom 31. Juli  2007 (act. 42) 
einschliesslich eines in der Clínica X._______ durchgeführten Belas-
tungstests vom 23. März 2007 hat einreichen lassen,

dass der von der Vorinstanz konsultierte Dr. M._______ vom medizini-
schen Dienst mit Stellungnahme vom 18. Oktober 2007 (act. 45) seine 
Einschätzung vom 8. Juni 2007 (act. 32) bestätigt und die Abweisung 
des  Begehrens  empfohlen  hat,  da  der  eingereichte  Arztbericht  von 
V._______ keine neuen medizinischen Tatsachen enthalte,

dass  die  Vorinstanz  das  Leistungsbegehren  mit  Verfügung  vom  23. 
Oktober 2007 (act. 46) abgewiesen hat mit der Begründung, es liege 
keine rentenbegründende Invalidität vor,

dass der Beschwerdeführer, wiederum vertreten durch Rechtsanwältin 
Claudia Starkl, die Verfügung vom 23. Oktober 2007 mit Beschwerde 
vom 26. November 2007 beim Bundesverwaltungsgericht hat anfech-
ten lassen mit den Anträgen, in Aufhebung der Verfügung vom 23. Ok-
tober 2007 sei die Vorinstanz zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
die  gesetzlichen  Leistungen  zu  erbringen,  und  der  Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers sei umfassend abzuklären; eventualiter 
sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass der von der Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlassung konsul-
tierte  Dr. med. C._______, Facharzt für innere Medizin, mit  Stellung-
nahme vom 10. Februar 2008 (act. 50) aufgrund der im vorinstanzli-
chen  Verfahren  eingereichten  Arztberichte  eine  Abklärung  des 
Gesundheitszustands in der Schweiz mittels kardiologischer, angiolo-
gischer,  ophthalmologischer  und  rheumatologischer  Untersuchungen 
empfohlen hat, da die bei minimaler Leistung abgebrochene Laufban-
dergometrie vom 23. März 2007 nicht kohärent sei mit den übrigen Be-
funden,

Seite 2

C-8046/2007

dass die  Vorinstanz  mit  Vernehmlassung  vom 13. Februar  2008  der 
Einschätzung von Dr. med. C._______ vom 10. Februar 2008 gefolgt 
ist und beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefoch-
tene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinn der erwähn-
ten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  mit  Replik  vom 26.  März  2008  mit 
dem Antrag der Vorinstanz einverstanden erklärt und die Zusprechung 
einer angemessenen Parteientschädigung beantragt hat,

dass die Rechtsvertreterin mit Replik vom 26. März 2008 eine Kosten-
note von Fr. 2'130.50 inkl. Mehrwertsteuer eingereicht hat,

dass gegen die mit  Verfügung vom 1. April  2008 bekannt  gegebene 
Zusammensetzung des Spruchkörpers keine Ausstandsbegehren ein-
gegangen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, 

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) beschwerdelegitimiert  ist (vgl. auch Art. 59 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]),

dass  die  am 26. November  2007  der  Post  übergebene  Beschwerde 
fristgerecht und im Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist, 
so dass darauf einzutreten ist,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. med. C._______ vom 10. 
Februar 2008 anzuzweifeln,

Seite 3

C-8046/2007

dass somit der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig festgestellt 
erscheint,

dass daher dem Antrag der Vorinstanz und dem Eventualantrag des 
Beschwerdeführers  auf  Gutheissung  der  Beschwerde  und  Rückwei-
sung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts, insbeson-
dere zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens in der Schweiz, 
gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist,

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario),

dass  dem  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  gemäss  Art.  7 
Abs. 1 des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2) eine Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu bemessen ist und der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen 
mindestens  200  und  höchstens  400  Franken  (exkl.  Mehrwertsteuer) 
beträgt  (Art.  64  VwVG  in  Verbindung  mit  Art.  7,  Art.  9  und  Art.  10 
VGKE), 

dass die Rechtsvertreterin einen Zeitaufwand von 8.5 Std. à Fr. 230.00 
veranschlagt hat, zuzüglich separat ausgewiesener Porto- und Telefon-
spesen, insgesamt ausmachend ein Honorar von Fr. 1'980.00,

dass der geltend gemachte Zeitaufwand in  Anbetracht  des Umfangs 
der Akten und der Beschwerdeschrift angemessen erscheint, 

dass jedoch gemäss Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. Septem-
ber  1999  über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG, 
SR 641.20) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistun-
gen von Anwälten, die im Ausland erbracht werden, keine Mehrwert-
steuer geschuldet ist und diese demzufolge nicht entschädigt wird (Art. 
9 Abs. 1 Bst. c VGKE), 

Seite 4

C-8046/2007

dass  die  Parteientschädigung  inkl.  Auslagen  damit  auf  Fr.  1'980.00 
festzusetzen und diese von der Vorinstanz zu leisten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 23. Okto-
ber 2007 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 1'980.00 zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Beilage: Einzahlungsschein)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Seite 5

C-8046/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 6