# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc15fe85-c5de-5f11-8a1a-53ba168ff79a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.09.2018 B 2017/252
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-252_2018-09-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/252

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 21.09.2018

Entscheiddatum: 21.09.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 21.09.2018
Ausländerrecht, Art. 50 Abs. 1 lit. b, Art. 51 Abs. 1 AuG.Die Umstände weisen 
auf eine Scheinehe hin. Ungeachtet dessen ist klar, dass die 
Ehegemeinschaft nicht drei Jahre gedauert hat. Eine Wiedervereinigung 
erscheint ausgeschlossen. Wichtige Gründe für den Verbleib des 
kosovarischen Beschwerdeführers in der Schweiz legte der 
Beschwerdeführer nicht dar. Insbesondere ist das anstehende 
Scheidungsverfahren kein solcher Grund, zumal der Beschwerdeführer eine 
Zustelladresse in der Schweiz bezeichnen und/oder auch für die Scheidung 
einen Rechtsvertreter mandatieren kann. Die Einreise zur allfälligen 
Anhörung im Rahmen des Scheidungsverfahrens – die im Übrigen bisweilen 
auch telefonisch gemacht wird – ist ohne Aufenthaltsbewilligung möglich 
(Verwaltungsgericht, B 2017/252).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Scherrer

 

Verfahrensbeteiligte

Q.__,

Beschwerdeführer,

 

vertreten durch Jürg Walker, Fürsprech und Notar, Solothurnerstrasse 101, 4600 Olten,

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gegen

 

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32,

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

 

Gegenstand

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Q.__, geboren 1983, Staatsangehöriger von Kosovo, reiste am 1. November 2013 in 

die Schweiz ein und heiratete am 21. November 2013 die Schweizerbürgerin Z.__, 

geboren 1987 (Vorakten Migrationsamt, nachfolgend Dossier, S. 4 ff.). Am 

12. Dezember 2013 wurde Q.__ infolge des Familiennachzugs eine 

Aufenthaltsbewilligung erteilt. Diese wurde letztmals bis 20. November 2016 verlängert. 

Die Ehegatten haben keine Kinder.

B. Am 23. August 2016 beauftragte das Migrationsamt die Polizeistation F.__ mit 

Abklärungen betreffend eine mögliche Scheinehe zwischen Q.__ und seiner Ehefrau. 

Dem Rapport der Kantonspolizei vom 18. Oktober 2016 ist unter anderem zu 

entnehmen, dass der Mietvertrag der mutmasslichen gemeinsamen Wohnung alleine 

auf den Namen der Ehefrau laute und der Briefkasten auch alleine mit ihrem Vornamen 

(und selbstverständlich Namen) beschriftet sei. Der Lohnausweis von Q.__ sei an die 

Adresse X.__-strasse in K.__ adressiert worden. Auf Facebook gebe Q.__ als Wohnort 

W.__ an. Zwischen den Facebook-Profilen der Ehegatten bestünden keine 

Verbindungen (sie seien nicht miteinander befreundet und es würden keine 

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gemeinsamen Fotos existieren). Zudem sei die Ehefrau in den amtlichen Registern und 

auf Facebook immer noch mit ihrem ledigen Namen registriert. Laut dem Vermieter der 

Wohnung in F.__ würden abgesehen von der Schwester der Ehefrau von Q.__ keine 

weiteren Personen in der Wohnung verkehren. Das Migrationsamt beauftragte die 

Polizeistation aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse mit der getrennten Befragung 

der Ehegatten. Diese fand am 21. Januar 2017 statt. Auf die im Rahmen dieser 

Befragungen gemachten Angaben wird noch eingegangen. Die Ehefrau bestätigte ihre 

Angaben am 1. Juni 2017 gegenüber dem Migrationsamt telefonisch und fügte an, 

dass sie keine Zukunft mit Q.__ sehe und eine Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft 

kein Thema sei.

C. Mit Verfügung vom 28. Juli 2017 verlängerte das Migrationsamt die 

Aufenthaltsbewilligung von Q.__ nicht mehr und wies ihn an, die Schweiz zu verlassen 

(vgl. act. 10/1.1; Dossier, S. 150 ff.). Mit Eingabe vom 21. August 2017 erhob Q.__ beim 

Sicherheits- und Justizdepartement Rekurs gegen die Verfügung und beantragte, diese 

aufzuheben, die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern und auf eine Wegweisung zu 

verzichten (act. 10/1; Dossier, S. 164 ff.). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte 

Q.__ die Sistierung des Verfahrens, einstweilen für ein halbes Jahr. Mit 

Eheschutzentscheid des Kreisgerichts Rheintal vom 26. Oktober 2017 wurde das 

Getrenntleben der Ehegatten per 30. Juni 2016 gerichtlich festgehalten; auf dieses 

Trennungsdatum hatten sich die Ehegatten im Rahmen einer Vereinbarung geeinigt 

(act. 10/6.1). Mit Entscheid vom 23. November 2017 wies das Sicherheits- und 

Justizdepartement den Rekurs ab.

D. Q.__ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 27. November 2017 zugestellten 

Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

sei der angefochtene Entscheid aufzuheben, die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern 

und der Beschwerdeführer nicht aus der Schweiz wegzuweisen.

Mit Vernehmlassung vom 19. Februar 2018 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen 

in ihrem Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Der Arbeitgeber 

des Beschwerdeführers reichte am 5. Juli 2018 eine Stellungnahme ein.

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Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Als Adressat des 

angefochtenen Entscheids ist der im Rekursverfahren unterlegene Beschwerdeführer 

zur Ergreifung der Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 

VRP). Die Beschwerde gegen den am 27. November 2017 zugestellten 

Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 rechtzeitig erhoben und 

erfüllt formal wie inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

2. Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 

(SR 142.20, AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 

diesem zusammenwohnen. Vorbehalten sind der Rechtsmissbrauch und das Vorliegen 

von Widerrufsgründen gemäss Art. 63 AuG (Art. 51 Abs. 1 AuG). Ausnahmsweise 

besteht das Erfordernis des Zusammenwohnens nicht, wenn für getrennte Wohnorte 

wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht 

(Art. 49 AuG). Wichtige Gründe für die Ausnahme vom Erfordernis des 

Zusammenwohnens sind etwa berufliche Verpflichtungen oder die vorübergehende, 

kurzzeitige Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme (vgl. Art. 76 der 

Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit; SR 142.201, VZAE). Mit 

Blick darauf ist aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem 

Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu betrachten ist (vgl. BGer 

2C_821/2011 vom 22. Juni 2012 E. 2). Dabei ist zu berücksichtigen, dass Art. 49 AuG 

Ausnahmecharakter zukommt und sich dessen Anwendbarkeit auf besondere 

Konstellationen beschränkt.

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Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Auflösung beziehungsweise definitiven 

Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und 

die betroffene ausländische Person sich in der Schweiz erfolgreich integriert hat 

(Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; vgl. BGE 136 II 113 E. 3.3.3) oder, unabhängig von der 

bisherigen Dauer der Ehegemeinschaft oder einer erfolgreichen Integration, wenn 

wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich 

machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Die beiden Kriterien nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG 

(Fristablauf und Integration) sind für den Anspruch kumulativ erforderlich (VerwGE B 

2012/181 vom 30. April 2013 E. 2). Die Dreijahresfrist gilt absolut, d.h. es spielt keine 

Rolle, ob allenfalls nur wenige Wochen fehlen (BGer 2C_635/2009 vom 26. März 2010 

E. 5.2). Wichtige persönliche Gründe liegen namentlich vor, wenn der Ehegatte Opfer 

häuslicher Gewalt wurde oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark 

gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).

Besteht kein Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, ist darüber 

nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden. Dabei haben die zuständigen 

Behörden die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad 

der Integration zu berücksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG). Bei Ausländerinnen und 

Ausländern, bei welchen nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz die Bedingungen für 

die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung wegfallen, besteht ein öffentliches Interesse, 

dass sie die Schweiz wieder verlassen (VerwGE B 2012/105 vom 13. November 2012 

E. 7).

3. Die Vorinstanz macht nun geltend, dass das eheliche Zusammenleben vorliegend 

lediglich etwas mehr als zwei Jahre gedauert habe und die Voraussetzung der 

dreijährigen Ehegemeinschaft nicht erfüllt sei. Mit einer Wiederaufnahme der Ehe sei 

nicht zu rechnen, zumal die Ehegatten nun gerichtlich getrennt seien. Die Ehefrau habe 

den Behörden gegenüber mehrfach mitgeteilt, dass sie die Scheidung wolle und sich 

eine gemeinsame Zukunft mit dem Beschwerdeführer nicht mehr vorstellen könne. Sie 

habe sich dabei nicht widersprüchlich verhalten. Allfällige psychische Probleme 

ihrerseits seien weder dargetan noch hätten solche einen Einfluss auf das vorliegende 

Verfahren. Wichtige Gründe für eine weitere Anwesenheit des Beschwerdeführers in 

der Schweiz würden nicht vorliegen. Eine gelungene Integration sei kein solcher 

wichtiger Grund, da eine Integration von jedem Ausländer erwartet werde. Dass der 

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Beschwerdeführer wegen der Eheschliessung seine Existenz im Kosovo aufgegeben 

habe, habe er selbst zu verantworten. Er habe den grössten Teil seines Lebens im 

Kosovo verbracht, sei mit der dortigen Kultur und den Lebensgewohnheiten vertraut 

und werde sich dort schnell wieder zurechtfinden. Auf Art. 8 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) 

könne sich der Beschwerdeführer nicht berufen.

Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, dass es zwar richtig sei, dass die 

Ehegemeinschaft bis zur Trennung nicht drei Jahre gedauert habe, dass dies aber nicht 

bedeute, dass mit einer Wiederaufnahme der Ehe nicht zu rechnen sei, zumal das 

Eheschutzverfahren dem Schutz der Ehe diene. Seine Ehefrau habe sich immer 

ambivalent verhalten. Einmal habe sie von einer längerfristigen Trennung gesprochen, 

dann von einer Ehescheidung und dann wieder von einer kurzfristigen Trennung, um 

Abstand zu gewinnen. Der von ihr eingeschlagene Weg zeige, dass es ihr vorerst nur 

um eine Trennung gehe. Er gehe deshalb davon aus, dass sie wieder 

zusammenkommen würden. Man müsse deshalb schauen, wie sich das Ganze 

entwickle. Es wäre deshalb angebracht gewesen, das Verfahren zu sistieren. Er habe 

wegen seiner Ehe seine gesamte Existenz im Kosovo aufgegeben. Er müsste deshalb 

im Rahmen des Scheidungsverfahrens eine Entschädigung erhalten. Um dies 

durchzusetzen, müsste er mindestens eine Aufenthaltsbewilligung zur Durchführung 

der Ehescheidung erhalten. Nur so wäre er in der Lage, seine Ansprüche zu 

verteidigen. Er habe sich hier ein umfassendes privates und berufliches 

Beziehungsnetz aufgebaut. Seine ganze Familie lebe hier, auch Onkel und Tanten. Im 

Kosovo stünde er vor dem Nichts und habe auch keine Arbeit. Die Wegweisung würde 

zu einer existenziellen Bedrohung führen. Er habe sein Geschäft im Kosovo verkauft, 

um die Hochzeitsfeier und die Einrichtung der ehelichen Wohnung zu finanzieren. Sein 

Interesse am Verbleib in der Schweiz überwiege das öffentliche Interesse an seiner 

Wegweisung.

Im Rahmen der polizeilichen Befragungen am 21. Januar 2017 gab die Ehefrau an, 

dass sie seit etwa einem Jahr an der C.__-strasse in F.__ wohne (Dossier, S. 66 ff.). Ihr 

Ehemann wohne am Wochenende auch dort. Ansonsten wohne ihr Ehemann wegen 

der Arbeit bei seinem Vater in K.__. Der Name des Ehemannes sei nicht am 

Briefkasten, weil sie ja die Wohnung mieten würde und gedacht habe, dass es nicht 

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nötig sei, dass der Name des Ehemannes auch dort stehe. Der Vermieter habe 

gewusst, dass sie und ihr Ehemann es nicht gut gehabt hätten. Er sei deshalb 

vermutlich der Meinung, dass sie alleine in der Wohnung lebe. Sie und ihr Ehemann 

hätten es nicht immer gut zusammen. Sie hätten sich auch schon getrennt, würden es 

aber immer wieder versuchen. Aktuell seien sie wieder zusammen. Ihr Ehemann habe 

keinen Schlüssel für die Wohnung, weil er ja nur am Wochenende komme und sie 

sowieso zu Hause sei. Ein Hochzeitsfest habe es nicht gegeben. Auch Geschenke 

hätten sie nicht erhalten. Die Namen der Eltern und Geschwister des Ehemannes 

wusste die Ehefrau nicht mehr. Sie habe seine Verwandten seit der Verlobung im 

Sommer 2013 nicht mehr gesehen. Sie denke, ihr Ehemann pflege einen guten Kontakt 

mit seiner Familie. Das genaue Geburtsdatum von ihrem Ehemann habe sie vergessen, 

aber er sei 1983 geboren. Was und wo er im Kosovo gearbeitet habe, wisse sie nicht 

mehr. Als ihr Ehemann in die Schweiz gekommen sei, hätten sie anfänglich an der E.__-

strasse in B.__ gewohnt. Nach etwa zwei Jahren seien die Eheprobleme gekommen 

und sie sei nach F.__ gezogen. Von da an sei er mehr bei seinem Vater in K.__ 

gewesen. Seit etwa zwei Monaten komme er an den Wochenenden wieder mehr zu ihr 

nach F.__. Ihr Ehemann habe eine Arbeitsstelle in W.__, weil dort sein Onkel arbeite. 

Den Namen seines Onkels kenne sie nicht. Wenn ihr Ehemann am Wochenende 

komme, dann komme er in der Regel am Samstag und fahre am Sonntag wieder 

zurück, mit dem Auto. Sie hätten getrennte Konti. Die Wohnung würden sie gemeinsam 

bezahlen. Sie hätten keine guten gemeinsamen Bekannten. Gemeinsame Hobbies 

hätten sie auch keine. Wenn er am Wochenende bei ihr sei, seien sie nur in der 

Wohnung. Unternehmen würden sie nichts. Sie hätten keine gemeinsamen Ferien 

gemacht, da sie selbst nicht gerne in den Kosovo gehe. Im Sommer 2014 seien sie 

gemeinsam im Kosovo gewesen. Im Sommer 2015 hätten sie es nicht mehr so gut 

miteinander gehabt. Sie sei damals auch in den Kosovo gegangen, weil ihr Bruder 

geheiratet habe. Ihr Ehemann gehe in der Regel zweimal pro Jahr in den Kosovo, 

einmal im Sommer und einmal im Winter. Ihr Ehemann sei Moslem; sie würde ihn als 

normal gläubig beschreiben. Sie selbst sei auch Moslem, aber sie habe sich teils den 

westlichen Sitten angepasst. Sie sei keine Scheinehe eingegangen. Aber sie hätten es 

seit zwei Jahren nicht mehr gut zusammen, weshalb sie sich von ihm habe trennen 

wollen. Er habe aber die Scheidungspapiere nicht unterschreiben wollen und wolle das 

bis jetzt nicht. Sie sei auch deshalb nicht mit ihm auf Facebook befreundet. Ihr 

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Facebook-Profil laute noch auf den Namen Z.__, weil das ihr Familienname sei. Der 

Führerausweis und die Fahrzeuge würden noch auf den Namen Z.__ lauten, weil sie es 

noch nicht geändert habe. Sie sei jetzt ganz ehrlich: Er komme nicht mehr zu ihr nach 

F.__, auch an den Wochenenden nicht mehr. Sie habe mit ihm abgeschlossen und 

wolle nur noch die Scheidung. Warum sie bis zum Schluss gesagt habe, dass er an 

den Wochenenden bei ihr in F.__ sei, wisse sie nicht. Sie hätten sich eigentlich vor 

einem Jahr getrennt. Das sei auch der Grund gewesen, dass sie den Wohnort von B.__ 

nach F.__ verlegt habe. In ihrer Wohnung in F.__ sei ihr Ehemann nur einmal gewesen. 

Es werde sicher eine Scheidung geben.

Der Beschwerdeführer und Ehemann sagte am 21. Januar 2017 anlässlich der 

polizeilichen Befragung aus, dass er zusammen mit seiner Frau an der C.__-strasse in 

F.__ wohne (Dossier, S. 79 ff.). Montag bis Freitag sei er an der G.__-strasse in K.__. 

Sein Vater wohne dort. Manchmal, wenn er am Wochenende arbeiten müsse, bleibe er 

auch übers Wochenende in K.__. Vorher hätten sie in B.__ gewohnt. Er könne den 

genauen Umzugstermin nicht nennen. Das mit dem Mietvertrag habe alles seine Frau 

geregelt. Bei der Unterzeichnung des Mietvertrags sei er ortabwesend gewesen. 

Türklingel und Briefkasten seien mit beiden Namen beschriftet. Er sei sich zwar nicht 

ganz sicher, aber bei der alten Wohnung hätten sie sicher beide Namen angeschrieben 

gehabt. Er habe noch keinen Schlüssel zur Wohnung. Die Namen der anderen Mieter in 

der Liegenschaft könne er nicht nennen. Das interessiere ihn auch nicht, da er nur am 

Samstag und Sonntag dort sei. Wenn er am Wochenende dort sei, sei er meistens mit 

seiner Frau unterwegs. Sie würden nur zum Schlafen nach Hause kommen. Die 

Hochzeitsfeier habe im Kosovo im Sommer 2014 stattgefunden, das genaue Datum 

wisse er nicht mehr. Den Namen der Trauzeugin, es sei eine Kollegin seiner Frau 

gewesen, wisse er nicht genau; später sagte er, sie heisse U.__. Am Fest im Kosovo im 

Sommer 2014 hätten beide Familien teilgenommen, insgesamt ungefähr 20 Personen. 

Sie hätten nur im kleinen Rahmen gefeiert, weil es seiner Frau gesundheitlich nicht gut 

gegangen sei. Das Hochzeitsfest habe er organisiert und bezahlt. Sie hätten 

mehrheitlich Kleider als Geschenke erhalten. Mit seinen Geschwistern und Eltern stehe 

er täglich im Kontakt. Seine Ehefrau habe ein gutes Verhältnis zu seinen Verwandten. 

Und er habe ein gutes Verhältnis zu ihren Geschwistern und Eltern, deren Namen und 

ungefähres Alter er nannte. Das Geburtsdatum seiner Frau konnte er nicht mit 

Sicherheit sagen. Er schwankte zwischen November und Dezember und war nicht 

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sicher, ob sie im Jahre 1986 oder 1987 geboren wurde. Sie hätten eigene Konti, 

würden aber alles zusammen bezahlen. Zuerst hätten sie ein Jahr in B.__ gewohnt. Er 

wisse nicht mehr, an welcher Strasse. Es sei ein bisschen oberhalb des neuen 

Gemeindegebäudes gewesen. Danach seien sie nach F.__ gekommen. Er habe auch 

im Rheintal einen Job gesucht, aber nichts gefunden. Es habe immer geheissen, er 

müsse Deutsch können. Familienangehörige hätten ihm den Job in W.__ besorgt. Er 

verstehe Deutsch, könne aber nicht sehr gut reden. An seinem Arbeitsort würden viele 

albanisch sprechende Personen arbeiten. Er und seine Ehefrau hätten keine guten 

gemeinsamen Bekannten. Wenn er seine Frau besuche, würden sie zusammen TV 

schauen, ihre Familie besuchen, spazieren oder Kaffee trinken gehen. Gemeinsame 

Hobbies hätten sie nicht. Er möchte gerne Kinder; sie würden zwei bis drei Kinder 

wollen. Er wisse nicht, ob sie auch ein Haus bauen würden. Sie seien einmal 

zusammen im Kosovo gewesen. Manchmal sei er alleine gegangen, manchmal sei sie 

alleine gegangen. Er könne nicht genau sagen, wann sie gemeinsam im Kosovo 

gewesen seien. Seiner Ehefrau gefalle es nicht sonderlich im Kosovo; sie habe auch 

einmal gesundheitliche Probleme gehabt, nachdem sie im Kosovo gewesen sei. Seine 

Frau sei Moslem und sie sei religiös. Sie bete auch. Er sei Moslem, aber nicht religiös. 

Er bete auch nicht. Er mache auch keinen Ramadan. Schulden hätten sie beide keine. 

Warum der Briefkasten nur mit dem Namen seiner Frau angeschrieben sei, wisse er 

nicht. Mit seiner Frau sei er auf Facebook nicht befreundet, weil sie kein Facebook-

Profil habe. An Weihnachten sei er das letzte Mal in F.__ gewesen. Aus seiner Sicht 

laufe die Beziehung gut. Die Familie seiner Frau habe ihm jedoch gesagt, dass er seine 

Ehefrau in Ruhe lassen solle, weil es ihr gesundheitlich nicht gut gehe. Seine Ehefrau 

glaube an schwarze Magie. Sie hätten nicht oft Streit. Aber wenn jemand psychisch 

krank sei, lasse man die Person besser in Ruhe. Er wolle seine Ehefrau nicht verlieren, 

aber sie habe psychische Probleme. In ihrer Ehe sei nie über Scheidung gesprochen 

worden. Auf entsprechende Nachfrage räumte der Beschwerdeführer ein, dass seine 

Frau ihm einmal Scheidungspapiere gegeben habe, er diese jedoch nicht 

unterschrieben habe. Er habe es nicht ernst genommen, weil sie psychische Probleme 

habe.

Diese Aussagen deuten vorliegend stark auf eine Scheinehe hin. Beide Ehegatten 

konnten den genauen Geburtstag des anderen nicht (oder nicht mit Sicherheit) nennen 

und der Ehemann konnte nicht einmal die Strasse seines ersten Wohnorts in der 

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Schweiz in B.__ angeben. Diverse weitere Widersprüche (z.B. Zigarettenmarke der 

Frau; Frage, ob eine Hochzeitsfeier stattgefunden hat; religiöse Betätigung der 

Ehegatten; keine Hochzeitsgeschenke versus Kleider als Hochzeitsgeschenke; gutes 

Verhältnis der Ehefrau zu den Verwandten des Ehemannes, obschon sie keine Namen 

nennen kann) und Ungereimtheiten (keine Verbindung auf Facebook; keine Belege 

betreffend die Stellensuche des Ehemannes im Rheintal; fehlende gute gemeinsame 

Bekannte) stützen diesen Schluss.

Ungeachtet dessen ist klar, dass die Ehegemeinschaft vorliegend keine drei Jahre 

gedauert hat, zumal die Ehegatten übereinstimmend den 30. Juni 2016 als 

Trennungsdatum festgehalten haben. Eine Wiedervereinigung erscheint 

ausgeschlossen, da die Ehefrau des Beschwerdeführers laut Akten in ihrem Beharren 

auf einer Scheidung sehr konsistent war und seitens des Beschwerdeführers trotz 

seiner weitreichenden Mitwirkungspflicht keine Belege für das von ihm behauptete 

Schwanken der Ehefrau oder eine psychische Erkrankung eingereicht wurden. Alleine 

die Tatsache, dass die Ehefrau im Rahmen der polizeilichen Einvernahme zunächst 

durch falsche Schilderungen zu vertuschen versuchte, dass der Ehemann tatsächlich 

seit ihrem Umzug nach F.__ nur einmal bei ihr gewesen war (unter anderem mit der 

Behauptung, sie seien auch schon getrennt gewesen, würden es aber immer wieder 

versuchen), reicht als Beleg hierfür nicht aus. Das Eheschutzverfahren diente 

vorliegend nicht dem Schutz der Ehe, sondern war schlichtweg die einzige Möglichkeit 

der Ehefrau, eine möglichst baldige Scheidung durchzusetzen, zumal sich der 

Beschwerdeführer weigerte, in eine solche einzuwilligen, was er im Rahmen der 

polizeilichen Befragung selbst einräumte und es deshalb infolge der Zweijahresfrist für 

die Scheidung wichtig war, bald einen gerichtlich festgehaltenen Trennungstermin zu 

haben. Wichtige Gründe für den Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz trotz 

Nichtwahrung der Frist von drei Jahren wurden trotz der weitreichenden 

Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers keine dargelegt. Insbesondere ist das 

anstehende Scheidungsverfahren kein solcher Grund, zumal der Beschwerdeführer 

eine Zustelladresse in der Schweiz bezeichnen und/oder auch für die Scheidung einen 

Rechtsvertreter mandatieren kann. Die Einreise zur allfälligen Anhörung im Rahmen des 

Scheidungsverfahrens (die im Übrigen bisweilen auch telefonisch gemacht wird, bei 

Bedarf unter Beizug eines Dolmetschers) ist ohne Aufenthaltsbewilligung möglich. Bei 

einer solchen Einreise würde auch genug Zeit für allfällige Vorbesprechungen zur 

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Verfügung stehen, die im Übrigen aber auch per Skype und Post usw. möglich sind. 

Dies stellt keinen wichtigen Grund dar. Auch dass der Beschwerdeführer, wie von ihm 

behauptet, aber trotz seiner weitreichenden Mitwirkungspflicht nicht belegt, sein 

Geschäft im Kosovo verkauft hat, um die Hochzeitsfeier zu finanzieren (die laut 

Angaben der Ehefrau bei der Polizei nie stattgefunden hat) und um 

Einrichtungsgegenstände für die Wohnung zu kaufen (keine Belege), würde keinen 

wichtigen Grund für den weiteren Verbleib in der Schweiz darstellen. Denn eine 

schwierige wirtschaftliche Wiedereingliederung im Heimatland stellt keinen wichtigen 

Grund dar. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist somit nicht 

gegeben. Da der Beschwerdeführer volljährig ist und keine Kinder hat, kann er keinen 

Anspruch aus Art. 8 EMRK ableiten, zumal seine Ehefrau sehr klar gemacht hat, dass 

sie sich von ihm scheiden lassen will.

Das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers überwiegt 

vorliegend seine privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz, zumal er (nach 

übereinstimmenden Angaben der Ehegatten anlässlich der polizeilichen Befragung) 

rund zweimal jährlich in den Kosovo reist, was neben der offensichtlich in sozialer 

Hinsicht noch starken Verbundenheit mit dem Land eine bleibende kulturelle Bande 

dokumentiert. Er wies denn auch anlässlich der polizeilichen Befragung mehrmals 

darauf hin, dass dies in seiner Kultur so üblich sei (dass man schnell nach dem 

Kennenlernen heirate usw.). Den weitaus grössten Teil seines Lebens hat der 

Beschwerdeführer im Kosovo verbracht, unter anderem die stark prägende Kindheit 

und Jugend. Er ist damit mit der dortigen Sprache und Kultur bestens vertraut. 

Wirtschaftliche Nachteile eines Lebens im Kosovo im Vergleich zu einem Leben in der 

Schweiz vermögen das Interesse der Schweiz an der Wegweisung beziehungsweise 

Durchsetzung der gesetzlich definierten Ausländerpolitik nicht aufzuwiegen. Und die 

normale berufliche Integration (act. 13) und der grosse Verwandten-/Bekanntenkreis in 

der Schweiz können den Vollzug der ausländerrechtlichen Bestimmungen nicht 

verhindern. Der behauptete Verkauf des Geschäfts im Kosovo ist zudem nicht belegt, 

wäre aber auch nicht entscheidend. Denn ausschlaggebend ist, dass es dem 

Beschwerdeführer ohne weiteres zugemutet werden kann, im Kosovo, wo er nach wie 

vor stark verwurzelt ist, wieder neu anzufangen und mit seinen Familienmitgliedern in 

der Schweiz im Rahmen von seinen oder deren Besuchsaufenthalten sowie mittels 

moderner Kommunikationsmittel Kontakt zu pflegen.

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Der Entscheid der Vorinstanz ist damit recht- und verhältnismässig.

4. Angesichts dessen ist die Beschwerde abzuweisen.

5. (…)

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘000 bezahlt der 

Beschwerdeführer unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Scherrer

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