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**Case Identifier:** 34949365-df98-5dcf-8b5c-25527efdb385
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 30.05.2017 B 2016/28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-28_2017-05-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/28

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 30.05.2017

Entscheiddatum: 30.05.2017

Entscheid Verwaltungsgericht, 30.05.2017
Ausländerrecht, Familiennachzugsgesuch, Art. 12 UNO-KRK, Art. 47 Abs. 4 
Satz 2 AuG, Art. 73 Abs. 3 Satz 2 und 3 VZAE, Art. 8 EMRK, Art. 5 Abs. 2 und 
Art. 13 BV, Art. 43 Abs. 1, Art. 47 Abs. 4 Satz 1, Art. 90, Art. 96 Abs. 1 AuG, 
Art. 75 VZAE.Verzicht auf persönliche Anhörung der Kinder (E. 2).Vorliegen 
wichtiger familiärer Gründe für einen Nachzug eines knapp 17-jährigen 
Kindes und eines über 14½-jähriges Kindes verneint, welche zuvor 12½ 
Jahre bei den Grosseltern lebten und in der Schweiz nicht mehr eingeschult 
würden (E. 4.2 f.).Verhältnismässigkeit bejaht (E. 4.4), (Verwaltungsgericht, B 
2016/28).

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

 

Verfahrensbeteiligte

X.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Thalhammer, Schmiedgasse 28, Postfach 

546, 9004 St. Gallen,

gegen

 

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Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

 

Gegenstand

Familiennachzugsgesuch für S.Y. und T.Y.

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. X.Y., geboren 1975, Staatsangehöriger von Montenegro, heiratete am 4. Juli 1999 in 

K., Montenegro, A.P., geboren 1980, ebenfalls montenegrinische Staatsangehörige 

(Vorakten Migrationsamt X.Y. [fortan: Dossier A], S. 11, 15, 34). Aus der Ehe gingen die 

Kinder S.Y., geboren 2000 in Rorschach, und T.Y., geboren 2002 in Rorschach, hervor, 

welche Staatsangehörige von Montenegro sind (Vorakten Migrationsamt S.Y., S. 3 f., 

und Vorakten Migrationsamt T.Y., S. 3 f.).

B. A.P. lebt seit dem 28. Juni 1991 in der Schweiz und ist seit Juni 1993 hier 

niederlassungsberechtigt. X.Y. hält sich seit dem 26. September 1999 in der Schweiz 

auf (Dossier A, S. 10). Am 6. Dezember 1999 wurde ihm eine provisorische 

Aufenthaltsbewilligung und am 21. September 2001 eine ordentliche 

Aufenthaltsbewilligung erteilt (Dossier A, S. 33, 44). Seit dem 23. Dezember 2004 ist er 

hier niederlassungsberechtigt, nachdem ihm zuvor die Niederlassungsbewilligung vom 

Migrationsamt (ehemals: Ausländeramt) mit Verfügung vom 3. August 2004 verweigert 

worden war (Dossier A, S. 60 f., 70, 115, 168).

C. Am 31. Dezember 2005 übersiedelten S.Y. und T.Y. zu den Eltern von X.Y. nach L. 

oder O., Montenegro (Dossier A, S. 190 f., act. 8/15). Am 30. März 2009 musste die 

Kantonspolizei beim Ehepaar X.Y. und A.P. intervenieren (Dossier A, S. 73-85, siehe 

auch den Strafbefehl des Untersuchungsamtes Gossau vom 29. November 2011, 

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Dossier A, S. 179-181). Mit Entscheid des Kreisgerichts Toggenburg vom 

26. November 2010 wurde die Ehe von X.Y. und A.P. geschieden. Die elterliche Sorge 

über S.Y. und T.Y. wurde dem Vater zugeteilt und der Mutter ein Besuchsrecht 

eingeräumt (Dossier A, S. 109, act. 8/7).

D. Am 28. Februar 2011 heiratete X.Y. in Wil M.K., geboren 1990, montenegrinische 

Staatsangehörige. Diese reiste am 23. Oktober 2011 in die Schweiz ein. Sie ist hier 

aufenthaltsberechtigt (Dossier A, S. 116 f., Vorakten Migrationsamt M.K., S. 11, 33, 46, 

56, 60). Aus ihrer Ehe mit X.Y. ging die Tochter E.Y., geboren 2013 in Uzwil, 

montenegrinische Staatsangehörige, hervor, welche hier niederlassungsberechtigt ist 

(Vorakten Migrationsamt E.Y., S. 3 f., 6).

E. Am 3. März 2015 reichte X.Y. ein Familiennachzugsgesuch für S.Y. und T.Y. ein 

(Dossier A, S. 229-233). Am 3. Juni 2015 und 14. Juli 2015 ergänzte er sein 

Familiennachzugsgesuch mit weiteren Unterlagen (Dossier A, S. 318-323, 336). Mit 

Verfügung vom 6. August 2015 wies das Migrationsamt das Familiennachzugsgesuch 

ab (Dossier A, S. 337-343). Dagegen rekurrierte X.Y. am 21. August 2015 an das 

Sicherheits- und Justizdepartement (act. 11/1). Mit Rekursergänzung vom 1. 

September 2015 reichte er zusätzliche Unterlagen nach (act. 11/3a/31-33). Mit 

Entscheid vom 15. Januar 2016 (expediert am 19. Januar 2016) wies das Departement 

den Rekurs ab (act. 2/2).

F. Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) vom 

15. Januar 2016 erhob X.Y. (Beschwerdeführer) Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

mit dem Rechtsbegehren, es seien die Verfügung des Migrationsamtes vom 6. 

August 2015 und der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

aufzuheben. Das Migrationsamt sei anzuweisen, S.Y. und T.Y. eine 

Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu erteilen (act. 1). Am 6. April 2016 ergänzte er 

seine Beschwerde mit einer Begründung (act. 7). Mit Vernehmlassung vom 12. April 

2016 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 10).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 1. Februar 2016 (act. 

1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 6. April 2016 (act. 

7) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (vgl. Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit 

grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf das Begehren, die Verfügung des 

Migrationsamtes vom 6. August 2015 sei aufzuheben. Diese ist durch den 

angefochtenen Rekursentscheid ersetzt worden (Devolutiveffekt) und gilt als inhaltlich 

mitangefochten (vgl. BGer 1C_475/2016 vom 7. April 2017 E. 1.2 mit Hinweis auf 

BGE 134 II 142 E. 1.4).

2. Der Beschwerdeführer beantragt vorweg, S.Y. und T.Y. seien zum Familiennachzug 

anzuhören. Die Vorinstanz und das Migrationsamt hätten auf eine solche Anhörung zu 

Unrecht verzichtet (act. 7, S. 8 Ziff. IV/C/12).

2.1. Die von Art. 12 des UNO-Übereinkommens über die Rechte des Kindes (SR 0.107, 

UNO-KRK) und etwas weniger weitgehend von Art. 47 Abs. 4 Satz 2 des 

Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz; SR 142.20, 

AuG) und Art. 73 Abs. 3 Satz 2 und 3 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und 

Erwerbstätigkeit (SR 142.201, VZAE) vorgesehene persönliche Anhörung der Kinder 

kann unterbleiben, wenn die Kinder durch ihre Eltern vertreten werden, beider 

Interessen gleichläufig sind und der rechtserhebliche Sachverhalt auch ohne diese 

Anhörung rechtsgenüglich festgestellt werden kann (vgl. BGer 2C_182/2016 vom 11. 

November 2016 E. 2.3 mit Hinweisen auf BGE 124 II 361 E. 3c und BGer 2C_303/2014 

vom 20. Februar 2015 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).

2.2. Der Beschwerdeführer hatte im bisherigen Verfahren Gelegenheit, die Situation 

seiner Kinder, insbesondere hinsichtlich ihrer Verwurzelung in Montenegro und ihrer 

Integrationsfähigkeit in der Schweiz umfassend darzulegen. Welche weiteren 

relevanten Ausführungen nur in einer Anhörung noch hätten ermittelt werden können 

bis

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und müssen, ist nicht ersichtlich. Damit ist von einer persönlichen Anhörung von S.Y. 

und T.Y. durch das Verwaltungsgericht abzusehen. Aus dem gleichen Grund durften 

die Vorinstanz und das Migrationsamt auf eine mündliche Anhörung verzichten. 

Entgegen seiner anderslautenden Darstellung hat der Beschwerdeführer im 

vorinstanzlichen Rekursverfahren eine Anhörung auch nicht beantragt, sondern 

lediglich geltend gemacht, ein Familiennachzug sei auch der Wunsch von S.Y. und T.Y. 

(vgl. Rekursergänzung vom 1. September 2015, act. 11/3, S. 8 f., vgl. demgegenüber 

Bestätigung der Grossmutter vom 12. Mai 2015, act. 8/11).

3. Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 8 der Europäischen Konvention zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) und Art. 13 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV, vgl. BGE 137 

I 284 E. 1.3) sowie Art. 43 Abs. 1 AuG grundsätzlich Anspruch auf Familiennachzug. 

Unbestrittenermassen liegt kein Widerrufsgrund nach Art. 51 Abs. 2 lit. b in Verbindung 

mit Art. 62 AuG vor (vgl. zum übergangsrecht VerwGE B 2016/227 vom 23. Februar 

2017 E. 2, www.gerichte.sg.ch). Zudem verfügt er über das alleinige Sorgerecht (vgl. 

BGE 136 II 78 E. 4.8). Nicht infrage gestellt wird auch, dass er eine intakte und 

tatsächlich gelebte Beziehung zu seinen Kindern pflegt (vgl. BGE 136 II 497 E. 4.3) und 

die Betreuung der Kinder in der Schweiz als sichergestellt gelten kann (vgl. BGE 137 I 

284 E. 2.3.1 mit Hinweis auf BGer 2C_44/2010 E. 2.3.2). Nach Art. 47 Abs. 1 AuG muss 

der Anspruch auf Familiennachzug innerhalb von fünf Jahren geltend gemacht werden 

(Satz 1). Kinder über zwölf Jahre müssen innert zwölf Monaten nachgezogen werden 

(Satz 2). Wurde die Frist, die eine Zusammenführung der Familie ermöglicht hätte, 

versäumt, reicht das blosse Interesse am gemeinsamen Leben nicht aus. Ein 

nachträglicher (Teil-)Familiennachzug, d.h. ein solcher ausserhalb der Nachzugsfristen 

zu einem der Elternteile, wird nur bewilligt, wenn zusätzlich wichtige familiäre Gründe 

hierfür sprechen (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG, vgl. BGer 2C_29/2014 vom 10 November 

2014 E. 3.3 mit Hinweisen, siehe auch T. Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und 

Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: 

Achermann/Amarelle/Caroni/Epiney/Kälin/Uebersax, Jahrbuch für Migrationsrecht 

2012/2013, S. 31 ff., S. 129). Der Beschwerdeführer macht vor Verwaltungsgericht 

nicht geltend, der Nachzug seiner Kinder erfolge fristgerecht, weshalb ausschliesslich 

zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Tragweite von Art. 47 Abs. 4 AuG verkannt bzw. 

diesen konventions- oder verfassungswidrig angewandt hat.

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4. Sinn und Zweck der Fristenregelung von Art. 47 in Verbindung mit Art. 42 ff. AuG ist 

es, die Integration der Kinder zu erleichtern. Durch einen frühzeitigen Nachzug sollen 

diese unter anderem eine möglichst umfassende Schulbildung in der Schweiz 

geniessen. Die Regelung des Familiennachzugs ist eine Kompromisslösung zwischen 

den konträren Anliegen, einerseits das Familienleben zu gestatten und andererseits die 

Einwanderung zu begrenzen. Den Fristen in Art. 47 AuG kommt somit auch die 

Funktion zu, den Zuzug von ausländischen Personen zu steuern. Hierbei handelt es 

sich praxisgemäss um ein legitimes (staatliches) Interesse, um im Sinne von Art. 8 Ziff. 

2 EMRK das Recht auf Familienleben beschränken zu können. Die EMRK verschafft 

praxisgemäss keinen vorbehaltslosen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt; soweit ein 

solcher besteht, gilt er zudem nicht absolut: Liegt eine aufenthaltsbeendende oder -

verweigernde Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, 

erweist sich eine solche dennoch als zulässig, falls sie - wie hier - gesetzlich 

vorgesehen ist (Art. 47 AuG), einem legitimen Zweck dient und in einer 

"demokratischen Gesellschaft als notwendig" erscheint. Art. 8 EMRK hindert die 

Konventionsstaaten nicht daran, die Anwesenheit auf ihrem Staatsgebiet zu regeln und 

den Aufenthalt ausländischer Personen unter Beachtung der Interessen des Familien- 

und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder zu beenden (vgl. BGer 2C_132/2016 vom 

7. Juli 2016 E. 2.2 mit zahlreichen Hinweisen).

Wichtige Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG liegen vor, wenn das 

Kindeswohl (Art. 3 UNO-KRK) nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden 

kann (vgl. Art. 75 VZAE). Bei der notwendigen Gesamtbetrachtung ist zu 

berücksichtigen, dass die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen dem 

Willen des Gesetzgebers zufolge die Ausnahme und nicht die Regel bilden soll (vgl. 

BGer 2C_73/2016 vom 26. September 2016 E. 2.2.2 und BGer 2C_515/2015 vom 10. 

Februar 2016 E. 2.1 je mit Hinweisen). Ein solcher Nachzug kommt deshalb nicht in 

Betracht, wenn der Nachzugswillige die Einhaltung von Fristen, die ihm die 

Zusammenführung der Gesamtfamilie ermöglicht hätte, versäumt hat und er keine 

gewichtigen Gründe geltend macht, um erst später einen derartigen Nachzug zu 

beantragen. Es obliegt aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG) sodann dem 

Nachzugswilligen, diese gewichtigen Gründe nachzuweisen (vgl. BGer 2C_303/2014 

vom 20. Februar 2015 E. 6.1 mit Hinweis auf BGer 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 

E. 4.4). Trotz seines Ausnahmecharakters ist Art. 47 Abs. 4 AuG so zu handhaben, 

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dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV 

nicht verletzt wird (vgl. BGer 2C_809/2016 vom 6. März 2017 E. 3.3.1 mit Hinweisen). 

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn die weiterhin notwendige 

Betreuung der Kinder im Herkunftsland beispielsweise wegen des Todes oder der 

Krankheit der betreuenden Person nicht mehr gewährleistet ist (vgl. M. Spescha, 

Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, Art. 47 N 7). An den Nachweis der fehlenden 

Betreuungsmöglichkeit im Heimatland sind umso höhere Anforderungen zu stellen, je 

älter das nachzuziehende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten 

erscheinen, die ihm hier drohen. Allerdings geht es inhaltlich nicht darum, dass 

alternative Betreuungsmöglichkeiten im Heimatland überhaupt fehlen; d.h. es ist nach 

der Rechtsprechung mit Art. 8 EMRK nicht vereinbar, einen Familiennachzug erst dann 

zuzulassen, wenn keine einzige andere Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem 

Heimatland zur Verfügung steht. Eine solche Alternative muss aber dann ernsthaft in 

Betracht gezogen und sorgfältig geprüft werden, wenn das Kind bereits älter ist, sich 

seine Integration schwieriger gestalten dürfte und die zum in der Schweiz lebenden 

Elternteil aufgenommene Beziehung noch nicht allzu eng erscheint (vgl. BGer 

2C_767/2015 vom 19. Februar 2016 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Erforderlich ist, dass das 

Kindswohl schwergewichtig nur durch einen Nachzug in die Schweiz sachgerecht 

gewahrt werden kann (vgl. BGer 2C_182/2016 vom 11. November 2016 E. 2.2 mit 

Hinweisen). Hat das Kind nur noch einen Elternteil, kann in der Regel nicht 

angenommen werden, dass es in seinem Interesse liegt, von diesem Elternteil getrennt 

zu leben; ferner ist eine gewisse kulturelle und soziale Entwurzelung jeder familiären 

Umgliederung immanent und kann nicht a priori gegen den Familiennachzug sprechen 

(BGer 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.1 mit Hinweisen). Eine Übersiedlung in 

ein anderes Land stellt vor allem für Kinder bzw. Jugendliche, die mindestens schon 

ihren 13. Geburtstag hatten (vgl. dazu Art. 47 Abs 1 Satz 2 AuG), einen bedeutenden 

Eingriff dar. Insbesondere dann, wenn sie die Sprache der Gegend, in welche sie 

nachziehen sollen, nicht beherrschen, führt der Wechsel zu einer empfindlichen 

Entwurzelung und ist – zumindest anfänglich – mit erheblichen Problemen verbunden. 

Das Kindeswohl kann also auch für die Beibehaltung des bisherigen Zustandes 

sprechen (vgl. BGer 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 4.4, BGer 2C_781/2015 vom 

1. April 2016 E. 4.2). Letztlich bedarf es einer Gesamtschau unter Berücksichtigung 

aller relevanten Umstände des Einzelfalls (vgl. VerwGE B 2014/193 vom 17. Dezember 

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2015 E. 3.3 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, in: GVP 2015 

Nr. 6).

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend (act. 7, S. 5-7 Ziff. IV/A/3-B/11), es lägen 

wichtige familiäre Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug vor. Seine Mutter, 

welche S.Y. und T.Y. in Montenegro betreut habe, sei dieser Aufgabe aus 

gesundheitlichen Gründen nicht mehr gewachsen. Das Arztzeugnis von Dr. med. F.G. 

vom 18. November 2014 (act. 8/10) attestiere ihr unter anderem Depression und 

Willenlosigkeit, weshalb nicht von blossen Altersbeschwerden gesprochen werden 

könne. Auch Altersbeschwerden könnten ein Ausmass annehmen, welches die 

Betreuung von Kindern stark erschwere oder verunmögliche. Zudem wolle die 

Grossmutter die Kinder schlichtweg nicht mehr betreuen. Gesucht sei nicht eine 

Ergänzung der Betreuung durch die Grossmutter, sondern ein Ersatz. Entsprechende 

Möglichkeiten würden in Montenegro fehlen, was auch die Erklärungen des 

Grossvaters und des Onkels belegen würden. Ein Umzug zu unbekannten 

Bezugspersonen verbunden mit einem allfälligen Schul- und Wohnortswechsel in 

Montenegro sei nicht klar besser für das Kindeswohl als ein Nachzug in die Schweiz 

zum eigenen Vater in dessen bestehende und funktionierende Familiengemeinschaft. 

Gemäss den Urteilen BGE 137 I 284 und BGE 136 II 78 liege der Entscheid über die 

Betreuung der Kinder im Ermessen der Eltern. Ein Familiennachzug setze danach nicht 

voraus, dass keine einzige andere Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem 

Heimatland zur Verfügung stehe. Er habe sich in dem Moment um den 

Familiennachzug bemüht, als ihm seine Mutter eröffnete, sie könne und wolle die 

Kinder nicht mehr betreuen. Überdies liege keine besonders späte Integration vor. Die 

Kinder seien bei der Gesuchseinreichung 14- bzw. 12-jährig gewesen und hätten vor 

dem Berufseinstieg einen Grossteil der Jugend noch vor sich. Anhaltspunkte für 

Integrationsschwierigkeiten beständen keine. Die Kinder seien aufgrund von 

mehrwöchigen Aufenthalten mit den Verhältnissen in der Schweiz vertraut. Sie würden 

die Familie ihres Vaters kennen und hätten Freunde und Bekannte in der Schweiz. 

Weder die Kultur noch die deutsche Sprache seien ihnen fremd. Auch ihre guten 

schulischen Leistungen in Montenegro würden die absolut intakten 

Integrationschancen belegen. Selbst bei Vorliegen von nicht erheblichen 

Integrationsschwierigkeiten würden die privaten Interessen an einem Familiennachzug 

die öffentlichen Interessen an einer Fernhaltung überwiegen.

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4.2. Der bald 17-jährige (vgl. zur Berücksichtigung der Umstände bis zum jeweiligen 

Entscheidzeitpunkt BGer 2C_73/2016 vom 26. September 2016 E. 3.4 mit Hinweisen) 

und zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung über 14½-jährige S.Y. lebte seit seiner 

Geburt fünf Jahre und vier Monate mit seinen Eltern in der Schweiz zusammen. Er hat 

die Grundschule in Montenegro absolviert (act. 8/15). In welcher Ausbildung er sich 

derzeit befindet, hat der Beschwerdeführer in Verletzung seiner Mitwirkungspflicht (Art. 

90 AuG) nicht dargetan. Der Abbruch einer in Montenegro begonnenen Ausbildung 

stände jedenfalls nicht im Interesse von S.Y. Die heute 15-jährige und zum Zeitpunkt 

der Gesuchseinreichung zwölf Jahre und zehn Monate alte T.Y. lebte seit ihrer Geburt 

drei Jahre und sieben Monate mit ihren Eltern in der Schweiz. Mangels anderslautender 

Angaben des Beschwerdeführers (Art. 90 AuG) ist davon auszugehen, dass sie die 

Grundschule in Montenegro in diesem Jahr abschliessen wird. In der Schweiz stünden 

sowohl S.Y. als auch T.Y. somit am Ende der obligatorischen Schulzeit und würden 

nicht mehr eingeschult. Auch wenn sie über Grundkenntnisse der deutschen Sprache 

verfügen (vgl. hierzu GVP 2015 Nr. 6 E. 5.3.3 und act. 8/16) und sich bisweilen zu 

(mehrwöchigen) Besuchszwecken in der Schweiz aufhielten (act. 8/8), müssten sie 

erhebliche Integrationsleistungen (Lehrstellensuche, Aufnahmeprüfung ins Gymnasium 

o.ä.) erbringen, um sich in der Schweiz zu integrieren. Da sie ab dem sechsten resp. 

vierten Lebensjahr die Sozialisierung und Ausbildung bei ihren Grosseltern in 

Montenegro durchlaufen haben, ist unwahrscheinlich, dass ihnen dies ohne Kenntnis 

der schweizerischen Gepflogenheiten gelingen würde, selbst mit Unterstützung ihres 

Vaters und ihrer Stiefmutter sowie den Bekannten in der Schweiz (act. 8/9). Daran 

ändern auch die diesbezüglichen Mutmassungen im Gutachten der Hauptschule „Z.“ 

vom 7. Mai 2015 nichts (act. 8/15). Demgegenüber eröffnen sich im Heimatland 

aufgrund ihrer dort offenbar erfolgreich abgeschlossenen Grundschulausbildungen mit 

Blick auf die weitergehende Ausbildung resp. den Start ins Berufsleben bessere 

Perspektiven als in der Schweiz. Bei dieser Sachlage ist die Integration von S.Y. und 

T.Y. in der Schweiz – zumindest anfänglich – mit erheblichen Schwierigkeiten 

verbunden, zumal sie sich, wie die Vorinstanz in Erwägung 4a des angefochtenen 

Entscheides zutreffend ausgeführt hat (act. 2/2, S. 7), in der Schweiz in einem neuen 

Familiengefüge mit der Stiefmutter und der Halbschwester einleben und zurechtfinden 

müssten. Daran ändert nichts, dass sie zu ihrem Vater im Rahmen von 

Besuchsaufenthalten bisher eine intakte und tatsächlich gelebte, wenn auch nicht allzu 

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enge Beziehung gepflegt haben. Ihr vertrautes Umfeld bildet der Haushalt ihrer 

Grosseltern in Montenegro, wo sie die letzten 12½ Jahre lebten und zu welchen sie 

offensichtlich eine enge Beziehung pflegten. Jedenfalls wird vom Beschwerdeführer 

nichts anderes behauptet.

4.3. Nach Angaben des Beschwerdeführers hat die mittlerweile 61-jährige Grossmutter, 

R.Y., bisher die Betreuung von S.Y. und T.Y. in Montenegro übernommen. Eine 

Veränderung in der Betreuungssituation ist insofern eingetreten, als Dr. med. F.G. ihr 

am 18. November 2014 eine reduzierte Arbeitsfähigkeit und eine Unfähigkeit, 

minderjährige Kinder zu betreuen, bescheinigt hat (act. 8/10). Ob dieses Attest den an 

den Beweiswert ärztlicher Berichte gestellten Anforderungen genügt, erscheint 

allerdings zweifelhaft. Die Mutter des Beschwerdeführers litt bereits seit längerer Zeit 

unter gesundheitlichen Problemen. Nach eigenen Angaben war sie nur während der 

ersten zwei bis drei Jahre, währenddessen sie S.Y. und T.Y. betreute, gesund (act. 

8/11). Falls sich ihre gesundheitliche Verfassung in der Zwischenzeit tatsächlich so 

verschlechtert haben sollte, dass sie nicht mehr fähig ist, die Kinder, wie bisher, zu 

betreuen, ist aus dem Arztzeugnis nicht weiter ersichtlich und wird vom 

Beschwerdeführer nicht weiter dargetan, inwiefern die physischen und psychischen 

Gebrechen der Grossmutter (Hypertensio arterialis, Diabetes mellitus Typ 2, Gastritis 

chronica, Discus hernia [C6/C7], Carpal tunnel syndrom dex, Cephalea symptomatica, 

Syndroma metabolicum, Depressio, act. 8/10) nicht medikamentös oder therapeutisch 

behandelt werden könnten. Überdies blieb darin unberücksichtigt, dass sich S.Y. und 

T.Y. in der Adoleszenz befinden und daher keiner engmaschigen Betreuung mehr 

bedürfen resp. die Betreuungsaufgaben der Grossmutter inskünftig abnehmen. Der 

Beschwerdeführer sah sich jedenfalls nicht veranlasst, S.Y. und T.Y. aufgrund des 

ärztlichen Befunds vom 18. November 2014 umgehend zu sich zu holen. Die Kinder 

hielten sich offenbar erst im Juli und August 2015 besuchsweise in der Schweiz auf 

(act. 8/11), nachdem der Beschwerdeführer das Familiennachzugsgesuch für sie am 

3. März 2015 eingereicht hatte (Dossier A, S. 229-233). Zwischen November 2014 und 

Juli 2015 war eine Betreuung in Montenegro damit offensichtlich möglich. Inwiefern 

sich dies zwischenzeitlich geändert haben sollte, geht aus den eingereichten 

Unterlagen nicht hervor. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern unter 

dem Titel der Erhaltung des Kindeswohls Raum für eine Bewilligung des nachträglichen 

Familiennachzugs bestünde. Falls die Grossmutter und der Grossvater– trotz dem über 

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zwölf Jahre dauernden Zusammenleben mit S.Y. und T.Y. – oder der Onkel und dessen 

Frau in Montenegro tatsächlich nicht (mehr) bereit (vgl. act. 8/12-14) oder in der Lage 

sind, S.Y. und T.Y. zu betreuen, hat der Beschwerdeführer in Verletzung seiner 

Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG) nicht aufgezeigt, in welcher Ausbildung sie sich 

befinden. Damit kann nicht untersucht werden, ob den Kindern in Montenegro 

alternative altersgerechte Betreuungsmöglichkeiten – etwa an einer weitergehenden 

Schule oder einem sonstigen Ausbildungsplatz – zur Verfügung stehen. Unter diesen 

Umständen ist davon auszugehen, dass in Montenegro solche alternativen 

Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Daran ändert nichts, dass es, wie der 

Beschwerdeführer grundsätzlich zu Recht einwendet, inhaltlich nicht darum geht, dass 

alternative Betreuungsmöglichkeiten im Heimatland überhaupt fehlen resp. keine 

einzige andere Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem Heimatland zur 

Verfügung steht (vgl. BGer 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.1) und es – 

innerhalb der Nachzugsfristen – in erster Linie den Eltern überlassen ist, über den 

Aufenthaltsort ihrer Kinder zu befinden (vgl. BGE 137 I 284 E. 2.3.1 und BGE 136 II 78 

E. 4.8 mit Hinweis auf BGE 136 II 65 E. 5.2, siehe demgegenüber M. Caroni, 

Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 47 N 22, 

wonach es auch beim nachträglichen Kindernachzug primär Sache der Eltern ist, den 

Aufenthaltsort von Kindern zu bestimmen). Darüber hinaus kann der Beschwerdeführer 

auch von der Schweiz aus einen wesentlichen Teil der Betreuungsaufgaben in 

Montenegro wahrnehmen, indem er seine Kinder dort finanziell und moralisch durch 

häufige Telefonate oder Kontakte mit neuen Medien sowie durch häufige gegenseitige 

Besuche unterstützt. Im Übrigen ist das Verhältnis von S.Y. und T.Y. zu ihrer Mutter in 

der Schweiz offenbar nicht allzu eng (act. 8/11). Gesamthaft betrachtet liegen keine 

wichtigen familiären Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug vor.

4.4. Im Weiteren führt die Verweigerung des Familiennachzugs nicht zu einem 

unverhältnismässigen Eingriff in das Recht auf Familienleben gemäss Art. 8 EMRK und 

Art. 13 Abs. 1 BV (siehe auch Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 Abs. 1 AuG). Der 

Beschwerdeführer lebt seit über 17½ Jahren, davon 12½ Jahre getrennt von S.Y. und 

T.Y., in der Schweiz, wo er in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis steht (act. 8/17). 

Ihm ist es nicht von vorneherein ohne Weiteres zumutbar, zusammen mit seiner 

zweiten Ehefrau, welche sich seit über fünfeinhalb Jahren in der Schweiz aufhält, und 

seiner jüngsten, bald vierjährigen Tochter in sein Heimatland zurückzukehren (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

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hierzu BGE 135 I 153 E. 2.1 mit Hinweisen). Daran ändert nichts, dass sowohl er als 

auch seine zweite Ehefrau nicht über das Übliche hinaus in der Schweiz integriert sind. 

Insbesondere benötigte er noch an der Befragung vom 30. Juni 2010 (Dossier A, 

S. 103) einen Dolmetscher, was bei einer Aufenthaltsdauer von damals über zehn 

Jahren eine eher schleppend verlaufende sprachliche Integration und nur geringe 

Kontakte zur deutschsprachigen Bevölkerung nahelegt. Er hat sich jedoch bewusst für 

ein Leben in der Schweiz mit seiner neuen Ehefrau und der gemeinsamen Tochter und 

für die damit einhergehenden familiären Konsequenzen entschieden. Dies zeigt sich 

auch daran, dass er sich, nachdem ihm mit Scheidungsurteil vom 26. November 2010 

die alleinige elterliche Sorge über S.Y. und T.Y. zugesprochen wurde, während vier 

Jahren und drei Monaten nicht um deren Nachzug bemüht hat, obwohl sie über einen 

entsprechenden Rechtsanspruch verfügten. Wenn aber eine Familie – trotz 

anderslautender Darstellung des Beschwerdeführers (act. 7, S. 8 Ziff. IV/C/13) – 

freiwillig (vgl. hierzu Dossier A, S. 84 Frage 16, und die zutreffenden Ausführungen in 

Erwägung 4b des angefochtenen Entscheids, act. 2/2, S. 8) jahrelang getrennt gelebt 

hat, dann dokumentiert sie damit, dass ihr an einem gemeinsamen Familienleben nicht 

sehr viel liegt, so dass das Interesse an der Einwanderungsbeschränkung sowie das 

Ziel einer möglichst frühzeitigen Integration überwiegt, solange nicht wichtige familiäre 

Gründe etwas anderes nahelegen. Solche wichtigen familiären Gründe sind im 

vorliegenden Fall jedoch, wie bereits dargelegt (E. 4.3 hiervor), gerade nicht gegeben.

5. Zusammenfassend können der Vorinstanz keine Rechtsfehler vorgeworfen werden, 

wenn sie das Vorliegen von wichtigen familiären Gründen im Sinne von Art. 47 Abs. 4 

Satz 1 AuG verneinte und das öffentliche Interesse an der Verweigerung der 

Aufenthaltsbewilligung schwerer gewichtete als die privaten Interessen des 

Beschwerdeführers an einer partiellen Familienzusammenführung in der Schweiz. Die 

Beschwerde ist abzuweisen.

6. (…).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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2. Die amtlichen Kosten von CHF 2000 bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Präsident                        Der Gerichtsschreiber

Eugster                                  Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 30.05.2017
	Ausländerrecht, Familiennachzugsgesuch, Art. 12 UNO-KRK, Art. 47 Abs. 4 Satz 2 AuG, Art. 73 Abs. 3 Satz 2 und 3 VZAE, Art. 8 EMRK, Art. 5 Abs. 2 und Art. 13 BV, Art. 43 Abs. 1, Art. 47 Abs. 4 Satz 1, Art. 90, Art. 96 Abs. 1 AuG, Art. 75 VZAE.Verzicht auf persönliche Anhörung der Kinder (E. 2).Vorliegen wichtiger familiärer Gründe für einen Nachzug eines knapp 17-jährigen Kindes und eines über 14½-jähriges Kindes verneint, welche zuvor 12½ Jahre bei den Grosseltern lebten und in der Schweiz nicht mehr eingeschult würden (E. 4.2 f.).Verhältnismässigkeit bejaht (E. 4.4), (Verwaltungsgericht, B 2016/28).

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