# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55906a30-b204-5483-b6d9-9472572a8db5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.06.2021 S 2019 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-105_2021-06-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 10. Juni 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Leistungen)

S 2019 105

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Urteil S 2019 105

A. a) Der Versicherte A.________, Jahrgang 1981, wurde am 11. Februar 1981 
erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen für Minderjährige (medizinische 
Massnahmen) wegen eines Geburtsgebrechens angemeldet (IV-act. 1-1). In der Folge 
übernahm die IV-Stelle die Kosten für die notwendige ärztliche Behandlung des 
Geburtsgebrechens Nr. 247 (kongenitale Hypoglykämie; IV-act. 1-9).

b) Am 24. September 1990 beantragte der Versicherte die Übernahme von Beiträgen 
an die Sonderschulung (Logopädie; IV-act. 1-12).

c) Am 17. Juli 2013 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle Zug für eine 
berufliche Integration bzw. für eine Rente an und verwies zur Begründung auf eine 
bipolare Störung (IV-act. 2-1). In der Folge veranlasste die IV-Stelle Abklärungen und 
verneinte mit Verfügung vom 5. Mai 2014 einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen 
der Invalidenversicherung. Sie legte dar, die Beurteilung des RAD habe ergeben, dass 
kein sicher ausgewiesener psychischer Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes mit 
dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 28-1).

d) Am 4. März 2015 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle Zug für eine 
berufliche Integration bzw. für eine Rente an und verwies zur Begründung erneut auf den 
Umstand, dass er an einer bipolaren Störung leide (IV-act. 29-1).

e) Am 12. Januar 2016 und am 6. Juni 2017 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 
Arbeitsvermittlung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (IV-act. 62-
1), am 8. März 2016 Arbeitsvermittlung plus (IV-act. 69-1, 81-1), am 23. August 2017 
Zusprache für einen Arbeitsversuch inklusive Job Coaching (IV-act. 89-1), am 30. August 
2017 IV-Taggeld (IV-act. 93-1).

f) Mit Verfügung vom 16. Juli 2019 (BF-act. 2) verneinte die IV-Stelle einen 
Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung und legte zur 
Begründung dar, ihm sei eine Tätigkeit ohne Nachtarbeiten uneingeschränkt möglich und 
zumutbar (Invaliditätsgrad 0 %).

B. Am 30. August 2019 liess A.________ beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
einreichen und die Aufhebung der Verfügung vom 16. Juli 2019 beantragen. Die IV-Stelle 
sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung 
(Rentenleistungen und berufliche Massnahmen) auszurichten. Er sei medizinisch zu 

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Urteil S 2019 105

begutachten. Ausserdem sei ihm für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche 
Prozessführung zu gewähren und ihm in der Person seiner Rechtsvertreterin eine 
unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bewilligen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der IV-Stelle. Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
darlegen, die Ansicht des RAD, wonach er nicht durch die Folgen der bipolaren Störung, 
sondern durch einen durch Alkoholabusus bedingten Motivationsmangel eingeschränkt 
sei, lasse sich durch die medizinischen Akten nicht stützen. Des Weiteren sei der 
Untersuchungsgrundsatz verletzt. Mangels eigener Untersuchung des Beschwerdeführers 
hätten die Feststellungen des RAD im vorliegenden Fall nicht den Beweiswert eines 
Gutachtens. Die IV-Stelle hätte über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers nicht 
ohne psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers entscheiden dürfen. Dadurch, 
dass sich der RAD nicht sachgemäss mit den ärztlich festgestellten und praktisch 
beobachteten Befunden und Symptomen auseinandergesetzt habe und keine 
rechtsprechungskonforme Diskussion der Suchterkrankung vorgenommen habe, seien 
seine Beurteilungen unvollständig. Sie würden in casu nicht nur durch die Berichte der 
behandelnden Fachärzte, sondern auch durch diejenigen des Job Coaches in Zweifel 
gezogen. Daher wäre der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall zwingend medizinisch 
zu begutachten gewesen.

C. Mit Verfügung vom 23. September 2019 bewilligte das Verwaltungsgericht das 
Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung in der Person von RA B.________.

D. Mit Vernehmlassung vom 19. November 2019 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 
aus, gemäss Rechtsprechung könnten reine Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliege und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung 
eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts gehe, mithin die direkte ärztliche 
Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rücke. Dies gelte grundsätzlich 
auch in Bezug auf die Berichte und Stellungnahmen regionaler ärztlicher Dienste (BGer 
9C_780/2015 vom 7. Januar 2016 E. 3.1.1). Da der erfahrende RAD-Psychiater 
C.________ die Stellungnahme vom 17. Juni 2019 in Kenntnis sämtlicher Akten verfasst 
und sich mit den Beurteilungen der vorliegenden Arztberichte auseinandergesetzt sowie 
seine Einschätzung in nachvollziehbarer Weise begründet habe, habe auch darauf 
abgestellt werden dürfen. An der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des RAD-Berichtes 
bestünden keine Zweifel.

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E. In ihren Rechtsschriften vom 21. April 2020 und vom 15. Mai 2020 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen und Begründungen fest. Auf ihre Ausführungen ist - soweit 
notwendig - in den Erwägungen einzugehen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
16. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 30. August 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben.

Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 16. Juli 2019; diese ging frühestens am 
17. Juli 2019 bei der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein. In Anwendung von 

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Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 30. August 2019 der 
Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit in Nachachtung von 
Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, 
weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 
60 % auf eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 

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wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc = BGer 
I 82/01 E. 4b/cc vom 27. November 2001).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. In der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und stützte sich dabei auf die vorliegenden 
Berichte der behandelnden Fachärzte und auf die verschiedenen RAD-Stellungnahmen 
ab. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass der medizinische 
Sachverhalt ungenügend abgeklärt sei. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich im 
Wesentlichen das Folgende:

4.1 Vom 9. Juni 2013 bis zum 28. August 2013 hielt sich der Beschwerdeführer 
stationär in der Klinik D.________ auf. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine 
bipolare affektive Störung (gegenwärtig manische Episode mit psychotischen Symptomen, 
F31.2), psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: akute Intoxikation (akuter 
Rausch; F10.0), psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: schädlicher 
Gebrauch (F12.1; Bericht vom 4. September 2013, IV-act. 24-6).

Bei geregelter Tagesstruktur ohne Überforderung, weiterer ambulanter psychiatrisch 
psychotherapeutischer Behandlung und regelmässiger Medikamenteneinnahme sowie 
konsequenter Alkohol- und Cannabisabstinenz könne von einer Stabilisierung 
ausgegangen werden (Bericht der Klinik D.________ vom 5. September 2013, IV-act. 15-
1).

4.2 In seinem Bericht vom 14. Oktober 2013 (IV-act. 21) führte Dr. med. E.________ 
aus, er habe den Beschwerdeführer vom 20. März bis 21. August 2008 behandelt und bei 
Abschluss der Behandlung eine Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen 
und Sozialverhalten (F43.25) und einen schädlichen Gebrauch von Alkohol (F10.1) 
diagnostiziert. Die zweite Behandlung habe vom 16. November 2009 bis am 1. September 

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2010 gedauert und es sei von einer Alkoholabhängigkeit mit ständigem Substanzgebrauch 
(F10.25) und einer Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und 
Sozialverhalten (F43.25) auszugehen. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse seien nicht 
ausgestellt worden.

4.3 Der Psychiater Dr. med. F.________ qualifizierte in seinem Bericht vom 11. 
Februar 2014 die seit 2002 bestehende bipolare Störung (F31.7) als gegenwärtig 
remittiert. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zu 80 % zumutbar. Die 
zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sollten sich 
durch eine medikamentöse Dauertherapie (Prophylaxe) mittelfristig normalisieren (IV-
act. 24-1).

4.4 Der RAD-Psychiater G.________ führte in seiner Stellungnahme vom 10. März 
2014 aus, dass bei der Auslösung der akuten psychischen Problematik, speziell auch der 
hypomanen und manischen Symptome, der frühere erhebliche Alkohol- und 
Cannabiskonsum eine nicht unbedeutende Rolle gespielt habe und sich der 
Beschwerdeführer bei jetzt wahrscheinlich bestehender Abstinenz schnell wieder habe 
stabilisieren können. Aktuell bestehe kein sicher ausgewiesener psychischer 
Gesundheitsschaden im Sinne des Invalidenversicherungsgesetzes mit dauerhafter 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (IV-act. 25-1).

4.5 Vom 26. Januar 2015 bis 8. April 2015 wurde der Beschwerdeführer in der Klinik 
D.________ stationär behandelt. Dem Bericht vom 14. April 2015 ist zu entnehmen, dass 
er seit einigen Jahren an einer bekannten bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig 
manische Episode mit psychotischen Symptomen (F31.2), und an psychischen und 
Verhaltensstörungen durch Alkoholkonsum (Abhängigkeitssyndrom; F10.2) leide und 
bisher mit Lithium gut eingestellt gewesen sei. Die eigenmächtige Absetzung im 
Dezember 2014 habe zu einer zunehmenden Verschlechterung der manischen 
Symptomatik geführt. Auch bestehe seit Jahren ein Alkohol- und Cannabiskonsum, der in 
der gegenwärtigen manischen Episode wieder zugenommen habe (IV-act. 38).

4.6 Am 19. Mai 2015 führte RAD-Psychiater G.________ aus, mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit liege eine bipolare affektive Störung mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit vor und sei als dauerhafter psychischer Gesundheitsschaden 
anzuerkennen (IV-act. 41). Am 13. Juli 2015 führte G.________ aus, es habe eine 
Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustands erreicht werden können. Zum 

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gegenwärtigen Zeitpunkt könne von einer Arbeitsfähigkeit sowohl angestammt wie auch 
angepasst von mindestens 50 % auch in der freien Wirtschaft ausgegangen werden. 
Diese könnte im Rahmen von beruflichen Massnahmen auf ein Pensum von 80 bis 100 % 
gesteigert werden (IV-act. 48-1).

4.7 Doktor med. univ. (MKD) H.________, Psychiatriezentrum I.________, wies in 
seinem Bericht vom 11. September 2015 darauf hin, dass die bipolare affektive Störung 
(F 31.7) gegenwärtig remittiert sei (IV-act. 54). Für eine günstige Prognose seien vor allem 
eine kontinuierliche reguläre ambulante Betreuung und Compliance des 
Beschwerdeführers sehr wichtig. Der Beschwerdeführer sei auf dem freien Arbeitsmarkt 
zu 80 % arbeitsfähig, allerdings erst nach einer 12-monatigen Probearbeit in einem 
geschützten Rahmen.

4.8 In der Stellungnahme vom 11. Januar 2016 ging der RAD-Psychiater G.________ 
gestützt auf den Bericht des Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015 
und auf das Triagegespräch vom 17. August 2015 von einer weitgehend 
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für jegliche Tätigkeiten in der 
freien Wirtschaft aus (Ausnahme: Nachtarbeit; IV-act. 61).

4.9 In ihrem Bericht vom 24. Mai 2019 führte die Psychiaterin Dr. med. J.________ 
aus, sie behandle den Beschwerdeführer seit 18. Januar 2019 und halte als Diagnose eine 
"paranoide Psychose, am 18. Januar 2019, zu Beginn der Behandlung" sowie "F20.0" 
(paranoide Schizophrenie) fest. Finde keine adäquate medikamentöse Behandlung statt, 
sei die Prognose ungünstig. Seit dem 10. April 2019 trinke der Beschwerdeführer keinen 
Alkohol mehr, zuvor habe er 1 Jahr lang fast täglich 2 Liter Alkohol konsumiert (IV-
act. 116).

4.10 In seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2019 führte der RAD-Psychiater 
C.________ aus, in der medizinischen Aktenlage werde durchgehend eine bipolare 
Störung gemäss ICD-10 F 31 dokumentiert. Bereits seinerzeit hätte ein Alkohol- und 
Cannabisabusus eine Rolle gespielt und es sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
unter anderem eine Abstinenz im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht/Mitwirkungspflicht empfohlen worden. Darunter sei die bipolare 
Störung remittiert, d.h. symptomfrei geworden, und es seien bei voller Arbeitsfähigkeit 
berufliche Eingliederungsmassnahmen empfohlen und durchgeführt worden, welche 
allerdings insbesondere aufgrund der Motivationsarmut des Beschwerdeführers nicht 

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erfolgreich beendet worden seien. Im aktuellen lV-Arztbericht der behandelnden 
Psychiaterin Dr. J.________ sei zudem zu erfahren, dass der Beschwerdeführer vor 
Behandlungsaufnahme zumindest regelmässigen Alkoholüberkonsum betrieben habe und 
auch ein Cannabiskonsum nicht wirklich auszuschliessen sei. Zu Beginn der Behandlung 
bei Dr. J.________ habe der Beschwerdeführer offensichtlich ein psychotisches 
Zustandsbild gezeigt, so dass Frau J.________ (wahrscheinlich auch in Unkenntnis der 
ärztlichen Vorberichterstattung) die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie gemäss 
ICD-10 F20.0 gestellt habe. In versicherungspsychiatrischer Hinsicht sei eine Änderung 
des Gesundheitsschadens seit Aufnahme der beruflichen Eingliederungsmassnahmen 
nicht plausibel. Die Verhaltensauffälligkeiten während der beruflichen Massnahmen und 
der psychotische Zustand des Beschwerdeführers Anfang 2018 [recte: 2019] könnten bei 
mindestens regelmässigem Alkoholüberkonsum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
diesen zurückgeführt werden, ebenso wie der beobachtete diskrepante Motivationsmangel 
(Performance) im Vergleich zu den Arbeitsleistungen (Capacity) im Rahmen der 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen. Insofern habe daher die Feststellung des RAD 
bezüglich der Arbeitsfähigkeit vom 11. Januar 2016 weiterhin Bestand (IV-act. 117).

5. Umstritten und zu prüfen ist vorliegend, ob die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers in einem leistungsrelevanten Ausmass eingeschränkt ist.

5.1 Der Beschwerdeführer macht einen unstabilen Verlauf seines 
Gesundheitszustands mit extremen Rückfällen geltend und verweist zur Begründung unter 
anderem auf die stationäre Behandlung im Psychiatriezentrum I.________ vom 13. Mai 
bis 10. September 2015 und auf die von Dr. J.________ diagnostizierte paranoide 
Psychose (vgl. Bericht vom 24. Mai 2019).

Ihm ist diesbezüglich entgegen zu halten, dass er im Psychiatriezentrum I.________ vom 
13. Mai bis 10. September 2015 ambulant und nicht stationär behandelt worden ist (vgl. 
Bericht vom 11. September 2015; IV-act. 54-2). Seine letzte aktenkundige stationäre 
Behandlung im vorliegend massgebenden Zeitraum bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung war diejenige in der Klinik D.________ vom 26. Januar bis 8. April 2015 (vgl. 
Bericht der Klinik D.________ vom 14. April 2015; IV-act. 38). Des Weiteren war die 
bipolare affektive Störung des Beschwerdeführers seit September 2015 als remittiert 
ausgewiesen, was eine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft zu 80 % zur Folge hat 
(allerdings erst nach 12 Monaten Probearbeit in geschütztem Rahmen). Bereits damals 
wurde die Wichtigkeit einer kontinuierlichen regulären ambulanten Betreuung sowie 

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Compliance betont (vgl. Bericht des Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 
2015, Ziff. 1.1, 1.4 und 1.8 f.; IV-act. 54). Der RAD-Psychiater G.________ verwies in 
seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2016 (IV-act. 61) auf den Bericht des 
Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015 und auf das Triagegespräch 
vom 17. August 2015 und erachtete gestützt darauf den Beschwerdeführer als in der 
freien Wirtschaft zu 100 % arbeitsfähig (Ausnahme Nachtarbeit). 

Zur Diagnose einer paranoiden Psychose der den Beschwerdeführer seit 18. Januar 2019 
behandelnden Psychiaterin Dr. J.________ ist anzufügen, dass sie diese explizit für den 
"18. Januar 2019 zu Beginn der Behandlung" diagnostiziert hat (vgl. Bericht vom 24. Mai 
2019, Ziff. 2.5). Er habe bis 9. April 2019 während eines Jahres fast täglich 2 Liter Alkohol 
getrunken und trinke erst seit 10. April 2019 keinen mehr (Ziff. 2.2). Finde keine adäquate 
medikamentöse Behandlung statt, sei die Prognose ungünstig (Ziff. 2.7). Die Betonung 
von Dr. J.________, diese Diagnose habe "am 18. Januar 2019 zu Beginn der 
Behandlung" bestanden, lässt Interpretationsspielraum offen. Aus dieser Formulierung ist 
jedenfalls zu schliessen, dass Dr. J.________ eine solche Diagnose offenbar nicht mehr 
für den Zeitpunkt des Verfassens ihres Berichts, d.h. für den 24. Mai 2019, stellt, 
ansonsten diese Formulierung keinen Sinn machen würde. Des Weiteren lässt sich dem 
Bericht von Dr. J.________ nicht entnehmen, dass sie diesen in Kenntnis sämtlicher 
relevanter Vorakten verfasst hat. Schliesslich ging der RAD-Psychiater C.________ in 
seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2019 eingehend auf diesen Bericht ein und legte 
schlüssig und nachvollziehbar dar, die Verhaltensauffälligkeiten während der beruflichen 
Massnahmen und der psychotische Zustand des Beschwerdeführers anfangs 2018 [recte: 
2019] könne bei mindestens regelmässigem Alkoholüberkonsum – welcher von 
Dr. J.________ ja bestätigt worden ist – mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf diesen 
zurückgeführt werden. Es bleibt mithin festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus dem 
von ihm erwähnten Bericht des Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015 
und dem Bericht von Dr. J.________ vom 24. Mai 2019 nichts zu seinen Gunsten – 
insbesondere auch nicht aus der Diagnose "F20.0" (paranoide Schizophrenie) – 
abzuleiten vermag (vgl. dazu E. 5.4 nachfolgend).

5.2 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die symptomatischen 
Auffälligkeiten der bipolaren Störung zeigten sich auch im Verlauf der 
Eingliederungsbemühungen vom 5. Juni bis zum 3. Oktober 2016. Es sei ihm nicht 
gelungen, die getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. Ebenso habe er während der 
Arbeitsvermittlung nicht die richtigen Prioritäten setzen können und habe stattdessen 

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unrealistische Ziele verfolgt. Auch im Arbeitstraining vom 24. Juli 2017 bis 23. Januar 2018 
im Spital K.________ sei eine fehlende Verbindlichkeit beobachtbar gewesen. Nach der 
Ansicht des Job Coaches sei der Beschwerdeführer zwar intelligent und grundsätzlich gut 
qualifiziert, habe aber keine Motivation, an seiner Lebenssituation etwas zu ändern. 
Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, er könne nur mit einer Eins-zu-eins-Betreuung auf 
dem ersten Arbeitsmarkt funktionieren. Da er sich ohne eine solche aber nicht 
zurechtfinde, könne nicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit gesprochen 
werden.

Während der Arbeitsvermittlung vom 5. Juni bis zum 3. Oktober 2016 bei der L.________ 
zeigte der Beschwerdeführer wenig Initiative und konnte sich kaum zum Schreiben von 
Bewerbungen motivieren. Er setzte die vereinbarten Abmachungen nur bescheiden um 
und meldete sich teilweise mehrere Wochen nicht. Aus diesen Gründen empfahl die 
Fallbetreuerin M.________ den Verzicht auf weitere Massnahmen durch die IV, solange 
der Beschwerdeführer keine Bemühungen zeige. Bei erneuter Bereitschaft seinerseits 
bestünde eventuell die Möglichkeit einer Rückkehr in den Gastrobereich, da er dort bereits 
über etwas Berufserfahrung verfüge, oder eines Aufbaus seiner jetzigen Tätigkeit der 
Hauswartung (Bericht von M.________ vom 10. Oktober 2016; IV-act. 73). Während des 
Arbeitstrainings bei N.________ vom 24. Juli 2017 bis 23. Januar 2018 standen beim 
Beschwerdeführer das Bedürfnis und die Motivation, an seiner Lebenssituation etwas zu 
ändern und hinsichtlich Arbeit und Wohnen unabhängig zu werden, nicht an oberster 
Stelle. Es fehlte ihm an Motivation und Interesse, um berufliche Perspektiven anzugehen. 
Ausserdem erwähnte der Coach O.________, dass der Beschwerdeführer nach Angaben 
des Psychologen P.________ seit Monaten keine Therapietermine mehr wahrgenommen 
habe (vgl. Abschlussbericht Arbeitstraining/Coaching Trainingsplatz, N.________, 
Arbeitstraining und -vermittlung, Q.________, vom 19. Dezember 2017; IV-act. 97).

Es lässt sich den echtzeitlichen Berichten betreffend die Eingliederungsbemühungen vom 
5. Juni bis zum 3. Oktober 2016 und betreffend das Arbeitstraining im Spital K.________ 
vom 24. Juli 2017 bis 23. Januar 2018 entnehmen, dass die Eingliederungsmassnahmen 
aufgrund mangelnder Motivation des Beschwerdeführers gescheitert sind. Ihnen lässt sich 
jedoch nicht entnehmen, dass das erwähnte demotivierte Verhalten des 
Beschwerdeführers auf die bipolare Störung zurückzuführen sein soll. M.________, 
L.________, erwähnte beispielsweise ja explizit, dass der Beschwerdeführer auf seine 
Bezugspersonen im betreuten Wohnen psychisch stabil gewirkt habe (IV-act. 73). 
Ausserdem nahm der Beschwerdeführer offenbar seit Monaten keine Therapietermine bei 

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seinem Psychologen P.________ mehr wahr (vgl. Bericht N.________, S. 3; IV-act. 97). 
Schliesslich liegen für den Zeitraum vom 12. Januar 2016 (IV-act. 61) bis 23. Mai 2019 
(IV-act. 116) keine medizinischen Berichte vor, was mit der Beurteilung des 
Psychiatriezentrums I.________ übereinstimmt, wonach die bipolare Störung bereits seit 
September 2015 remittiert sei (vgl. echtzeitlicher medizinischer Bericht des 
Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015; IV-act. 54). Aus der darin 
gewählten Wortwahl "gegenwärtig" vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten, da sich auch den nachfolgenden Berichten nichts anderes entnehmen 
lässt. Schliesslich verneinte der RAD-Psychiater C.________ einen Zusammenhang der 
vom Beschwerdeführer während der beruflichen Massnahme gezeigten 
Verhaltensauffälligkeiten mit der bipolaren Störung (Bericht vom 17. Juni 2019; IV-
act. 117). Wie bereits dargelegt, sind diese Verhaltensauffälligkeiten und der 
Motivationsmangel des Beschwerdeführers während der beruflichen Massnahmen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den auch von Dr. J.________ beschriebenen 
regelmässigen Alkoholkonsum des Beschwerdeführers zurückzuführen (vgl. 
Stellungnahme des RAD-Psychiaters C.________ vom 17. Juni 2019 mit Verweis auf den 
Bericht von Dr. J.________ vom 24. Mai 2019). Es trifft nach dem Gesagten nicht zu, dass 
sich im Verlauf der Eingliederungsbemühungen auf die bipolare Störung zurückzuführende 
symptomatische Auffälligkeiten gezeigt hätten.

5.3 Der Beschwerdeführer rügt, der RAD ignoriere das komplizierte Beschwerdebild 
einer bipolaren Störung und die von Dr. J.________ in ihrem Bericht vom 24. Mai 2019 
diagnostizierten psychopathologischen Befunde. Sie habe im Psychostatus Befunde 
erhoben, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
nachvollziehbar erklären würden.

Dem Beschwerdeführer ist entgegen zu halten, dass gemäss der Beurteilung von 
Dr. J.________ die Prognose zur Arbeitsfähigkeit nur dann ungünstig sei, wenn keine 
adäquate medikamentöse Behandlung stattfinde (vgl. Bericht vom 24. Mai 2019, Ziff. 2.7). 
Ausserdem diagnostizierte sie eine "paranoide Psychose am 18. Januar 2019 zu Beginn 
der Behandlung" (vgl. Ziff. 2.5 des Berichts) und somit offenbar nicht mehr für den 24. Mai 
2019 (vgl. dazu Ausführungen in E. 5.1 vorstehend). Des Weiteren geht der RAD-
Psychiater C.________ bereits im ersten Satz seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2019 
auf die Diagnose einer bipolaren Störung ein und legt schlüssig und nachvollziehbar dar, 
aus welchen Gründen die bipolare Störung unter der Abstinenz remittiert bzw. symptomfrei 
geworden ist (mit Verweis auf den Bericht des Psychiatriezentrums I.________ vom 11. 

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September 2015; IV-act. 54). Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach der RAD-
Psychiater C.________ das Beschwerdebild einer bipolaren Störung ignorieren soll, 
erweist sich somit als aktenwidrig.

5.4 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, der RAD setze sich nicht konkret mit 
seiner Erkrankung auseinander. Es wäre zu diskutieren gewesen, weshalb nach der 
Ansicht des RAD sowohl die mangelnde Motivation wie auch der regelmässige Rückfall in 
den Substanzabusus keinen Zusammenhang mit der bipolaren Störung haben solle. Da 
der RAD die Ansicht vertrete, dass der Beschwerdeführer durch die Folgen des 
Substanzabusus eingeschränkt sei, hätte er zwingend diskutieren müssen, ob der 
Substanzkonsum IV-relevant sei oder nicht. Gegen die vom RAD angenommene 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers spreche auch der Umstand, 
dass er sich aktuell erneut in einer voraussichtlich vier- bis sechswöchigen stationären 
Behandlung befinde.

Einzig im Bericht der Klinik D.________ vom 14. April 2015 (IV-act. 38) ist ein 
Abhängigkeitssyndrom (F10.2) festgehalten worden. Diese Diagnose konnte jedoch weder 
zuvor durch Dr. F.________ in seinem Bericht vom 11. Februar 2014 (IV-act. 24) noch 
danach durch Dr. R.________ vom Psychiatriezentrum I.________, welcher den 
Beschwerdeführer vom 13. Mai bis 10. September 2015 ambulant behandelt hat (Bericht 
vom 11. September 2015), gestellt werden. Beide stellten keine Diagnose einer 
Suchterkrankung. Zudem verwies Dr. J.________ in ihrem Bericht vom 24. Mai 2019 zwar 
auf einen Alkoholmissbrauch durch den Beschwerdeführer, wies jedoch gleichzeitig auf 
seine derzeitige Abstinenz hin. Abgesehen von der erwähnten Ausnahme diagnostizierte 
keiner der behandelnden Ärzte eine in einem anerkannten Klassifikationssystem 
enthaltene Abhängigkeitserkrankung. Bei dieser Sachlage erübrigt sich eine 
rechtsprechungskonforme Diskussion der Suchterkrankung. Eine psychiatrische 
Abklärung drängte sich vorliegend entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 
auf.

Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift auf eine zu diesem Zeitpunkt 
aktuelle vier- bis sechswöchige stationäre Behandlung verweisen lässt, ist ihm entgegen 
zu halten, dass für die Beurteilung der angefochtenen Verfügung der Sachverhalt 
massgebend ist, der zur Zeit des Erlasses des streitigen Verwaltungsaktes gegeben war 
(BGer 8C_780/2014 vom 25. März 2015 E. 4). Allfällige Veränderungen nach dem 
Verfügungserlass können im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden. Auch 

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wurde bis anhin von Seiten des Beschwerdeführers kein Austrittsbericht zu den Akten 
gegeben. Es ist somit vom Sachverhalt auszugehen, wie er sich im Zeitpunkt der 
angefochtenen Verfügung präsentiert hat.

Schliesslich ist dem Beschwerdeführer entgegen zu halten, dass sich der RAD-Psychiater 
C.________ sehr wohl mit seiner Erkrankung auseinandergesetzt hat. Er erwähnte die 
dokumentierte bipolare Störung und legte unter Verweis auf den Bericht des 
Psychiatriezentrums I.________ vom 11. September 2015 dar, dass diese Störung unter 
der Abstinenz remittiert bzw. symptomfrei geworden sei (RAD-Stellungnahme vom 17. 
Juni 2019). Angesichts dieses Umstands stellte er die (mittlerweile remittierte) bipolare 
Störung mit der mangelnden Motivation und dem regelmässigen Rückfall in den 
Substanzabusus auch nicht in einen Zusammenhang. Er holte bei Dr. J.________ einen 
Bericht ein und verneinte daraufhin in Kenntnis ihrer Diagnosen einer "paranoiden 
Psychose am 18. Januar 2019 zu Beginn der Behandlung" sowie "F20.0" (paranoide 
Schizophrenie) die Plausibilität einer Änderung des Gesundheitsschadens seit Aufnahme 
der beruflichen Eingliederungsmassnahmen. RAD-Psychiater C.________ ging weiterhin 
von einer weitgehend uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit in der freien 
Wirtschaft (Ausnahme: Nachtarbeit) aus. Diese Schlussfolgerung erscheint als schlüssig 
und nachvollziehbar begründet, sodass darauf abzustellen ist.

5.5 Abschliessend bleibt mithin festzuhalten, dass die bipolare Störung des 
Beschwerdeführers seit September 2015 als remittiert ausgewiesen ist und die 
gesundheitliche Störung auch nach der Ansicht der den Beschwerdeführer vor Dr. 
J.________ behandelnden Ärzte, inklusive den RAD-Ärzten, behandelbar ist und bei 
entsprechender Therapie und Abstinenz von Alkohol und Cannabis auch keine 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. Berichte des RAD-Psychiaters G.________ 
vom 10. März 2014 und vom 13. Juli 2015, IV-act. 25 und 48; Bericht des 
Therapiezentrums I.________ vom 11. September 2015, IV-act. 54). Im Rahmen der 
invalidenversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht ist der Beschwerdeführer 
daher gehalten, sich den vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen zu unterziehen 
(BGer 9C_937/2008 vom 23. März 2009 E. 4.2; BGE 113 V 22 E. 4a). 

Schliesslich lässt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht geltend machen, mangels 
eigener Untersuchung dürfe nicht auf den Bericht des RAD-Psychiaters C.________ 
abgestellt werden. Gemäss Rechtsprechung können reine Aktengutachten beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 

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fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund 
rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen regionaler 
ärztlicher Dienste (BGer 9C_780/2015 vom 7. Januar 2016 E. 3.1.1). Da der erfahrene 
RAD-Psychiater C.________ die Stellungnahme vom 17. Juni 2019 in Kenntnis sämtlicher 
Akten verfasst und sich mit den Beurteilungen der vorliegenden Arztberichte 
auseinandergesetzt sowie seine Einschätzung in nachvollziehbarer Weise begründet hat, 
bestehen an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seines Berichts keine Zweifel und es 
darf darauf abgestellt werden. Der medizinische Sachverhalt ist genügend abgeklärt, 
weshalb sich weitere Begutachtungen erübrigen und der diesbezügliche Antrag des 
Beschwerdeführers abzuweisen ist. Die seit Jahren bestehende gesundheitliche Störung 
ist nach Ansicht sämtlicher Ärzte behandelbar und hat bei entsprechender Therapie und 
Abstinenz von Alkohol und Cannabis keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
(Ausnahme: Nachtarbeit). Aus diesem Grund ist das Vorliegen eines invalidisierenden 
Gesundheitsschadens zu verneinen und es ist von einer vollen Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers in jeglicher Tätigkeit (Ausnahme: Nachtarbeit) auszugehen. Die 
Voraussetzungen für einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
(insbesondere Rente oder berufliche Massnahmen) sind nicht erfüllt, sodass sich die 
Beschwerde insgesamt als unbegründet erweist und daher abzuweisen ist.

6. Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen bei diesem Verfah-
rensausgang zu befinden.

6.1 Dem Beschwerdeführer ist mit Verfügung vom 23. September 2019 die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden, weshalb ihm trotz Unterliegens für das 
vorliegende Verfahren in Abweichung von Art. 69 Abs. 1bis IVG keine Kosten aufzuerlegen 
sind.

6.2 Eine Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer nicht zuzusprechen, da er 
mit seiner Beschwerde unterliegt. Mit Verfügung vom 23. September 2019 ist ihm 
indessen für das vorliegende Verfahren eine unentgeltliche Rechtsbeiständin in der 
Person von RA MLaw B.________ gewährt worden. Angesichts des doppelten 
Schriftenwechsels und des Umfangs der Akten rechtfertigt sich ermessensweise eine 
Entschädigung von Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird dem Beschwerdeführer nicht zugesprochen.

RA MLaw B.________ wird mit Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der 
Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 10. Juni 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am