# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4b3c8c0-b268-5527-bd56-c5c2fded93ba
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-11
**Language:** de
**Title:** Erstmalige Anmeldung. Es ist in massgeblichen Zeitraum kein IV-relevanter Gesundheitsschaden mit einer langandauernden Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen.  Abweisung.  (BGE 8C_712/2015)
**Docket/Reference:** IV.2014.00806
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00806.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00806
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil
vom
11. August 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Viktor
Györffy
Peyrot
, Schlegel und
Györffy
Rechtsanwälte
Beethovenstrasse 47, 8002 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1967, war
zuletzt
von
Januar 2000
bis
Ende Mai 2012
bei
der
Y.___
GmbH
als
Produktionsmitarbeiterin
tätig
(
Urk.
7/20
)
.
Unter Hinweis auf Ellbogen- und Schulterbeschwerde
n
sowie
Zervikobrachial
gien
meldete
sie
sich
am
3
1.
Januar 2012
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/11,
Urk.
7/15
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und holte bei
der Begutachtungsstelle
Z.___
ein
bi
disziplinäres
Gutachten ein, das am
2
9.
April 2014
erstattet wurde (
Urk.
7/67
).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
7/71-77) verneinte
die IV
Stelle
mit Verfügung vom 1
7.
Juni 2014
einen Rentenanspruch (
Urk.
7/78
=
Urk.
2)
der Versich
erten.
2.
Die Versicherte erhob am 2
0.
August 2014
Beschwerde (
Urk.
1)
g
egen die Verfü
gung vom 1
7.
Juni 2014
(
Urk.
2) und be
antragte, diese sei aufzuheben
und es sei
en weitere Abklärungen vorzunehmen (S. 1
Ziff.
1 und 2)
, eventuell sei
die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen zurück
zuweisen (S. 2
Ziff.
3
)
, hernach sei über den Leistungsanspruch neu zu ent
scheiden (S. 2
Ziff.
4)
.
Die IV-Stelle beant
ragte mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
September 2014
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom
6.
Oktober 2014 wurde die Beschwerdeführerin aufgefor
dert, dem Gericht eine Kopie der Kernspintomographie der HWS einzureichen (
Urk.
8).
Mit Eingabe vom 1
3.
Oktober 2014 (
Urk.
9) reichte die Beschwerdeführerin einen Arztbericht ein (
Urk.
10).
Mit Eingabe vom 2
2.
Oktober 2014 (
Urk.
11) kam die Beschwerdeführerin
sodann der erwähnten
Aufforderung nach und reichte eine Kopie des MRI-Berichtes
vom 1
6.
Juni 2014
ein (
Urk.
12).
Mit Ein
gabe vom 1
2.
November 2014 (
Urk.
14) nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zu den eingereichten medizinischen Unterlagen
.
D
ies wurde der Beschwerde
führerin am 1
7.
November 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
15).
Mit Eingabe vom 2
5.
März 2015 (
Urk.
17) reichte die Beschwerdeführerin
das
Gutachten von
Dr.
med.
A.___
,
Facharzt für Rheumatologie,
MEDAS
B.___
,
vom 2
4.
Februar 2015
ein (
Urk.
18).
Mit Eingabe vom
7.
April 2015 (
Urk.
20) nahm die Beschwerdeführerin
hierzu
Stellung und reichte einen wei
teren medizinischen Bericht ein (
Urk.
21).
Mit Eingabe vom 1
4.
April 2015 (
Urk.
23) nahm die Beschwerdegegnerin zu den eingereichten Unterlagen, insbesondere zum Gutachten
von
Dr.
A.___
Stellung,
was
der Beschwerdeführerin am 1
6.
April 2015 zur Kenntnis gebracht
wurde
(
Urk.
24).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Er
kran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (
fach
)
ärztli
cherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Ar
beits
-
und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale
und sozio
kulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
han
den
sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beein
träch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, be
stehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu um
fassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar un
ter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen da
mit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokultu
rel
len Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbst
s
tändigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Er
werbs
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidi
tät gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Be
funde er
hebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinrei
chende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein inva
lidisie
ren
der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad
seiner - unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Fol
gen
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken
(Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinwei
sen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwer
defall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
n
enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
Juni 2014 (
Urk.
2) davon aus, dass gemäss den medizinischen Abklärungen keine Diagnose mit dauerhafter Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit bestehe. Insgesamt sei kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen.
Daran hielt die IV-Stelle auch nach Kenntnis des Gutachtens von
Dr.
A.___
fest (
Urk.
23, vgl. auch
Urk.
14).
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt dem beschwerdeweise (
Urk.
1) entgegen,
dass ihr behandelnder Arzt
Dr.
C.___
aufgrund der
F
rozen
shoulder
auf beiden Seiten von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgehe (S. 2 unten).
Die Ein
schätzung des Gutachters
Dr.
D.___
, wonach keine Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit bestehe, sei nicht nachvollziehbar
(S. 3 oben)
.
Dr.
D.___
habe nicht alle Befunde gebührend berücksichtigt und auch die
Vorakten
nicht genügend gewürdigt (S. 4 unten). Aus den Akten werde deutlich, dass seit längerem eine beträchtliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die diesbezügliche medizinische Behandlung sei noch nicht abgeschlossen. Der genaue Verlauf der Arbeitsunfähigkeit bis zum Verfügungszeitpunkt
sei nicht ausreichend geklärt. Zudem stehe nicht fest, wie sich die Arbeitsunfähigkeit weiter entwickeln und wie lange diese andauern werde (S. 5).
Schliesslich gelange
Dr.
A.___
in seinem über
zeugenden Gutachten zu einer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, welche
deut
lich von jener von
Dr.
D.___
abweiche. Es sei daher nicht haltbar, ihren Rentenanspruch zu verneinen (
Urk.
20, vgl. auch
Urk.
9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist vorliegend der Rentenanspruch, mithin die Arbeits
fähig
keit und der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin
,
und ob die strittigen Punkte von der Beschwerdegegnerin genügend abgeklärt worden sind.
3.
3.1
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabi
lita
tion, Facharzt für Rheumatologie, berichtete am 1
6.
März 2012 (
Urk.
7/23/6-
7) und nannte folgende Diagnose (S. 1
Ziff.
3):
-
rechtsbetonte
Zervikobrachialgien
mit/bei
-
bilateraler
Epicondylitis
humeri
radialis
-
subakutem
Impingement
der rechten Schulter bei degenerativ veränder
ter
Supraspinatussehne
mit ventral gelegener flacher
Par
tialruptur
beidseits und Begleitbursitiden rechts
-
zervikalen Funktionsstörungen
-
angedeutetem
thorakolumbalem
Flachrücken mit Streckhaltung der Halswirbelsäule (HWS) sowie erheblichen, muskulären
Überlastungs
erscheinungen
der HWS- und Schultergürtelregion
-
konventio
nell radiologisch leichter
Osteo
chondrose
C5/6
Er führte aus,
dass die derzeitigen gesundheitlichen Schwierigkeiten in Folge der langjährigen und aus ergonomischer Sicht ungünstigen, beruflichen Beschäf
tigung mit chronischer Überlastung des Nacken- und
Schultergürtel
be
reichs
bei fehlender Unterstützungsfläche für beide Ellbogen und die aus
schliesslich sitzende Arbeitshaltung, welche den Rücken als Ganzes vermehrt belaste, zu sehen
sei
. Da in struktureller Hinsicht im Bereich der
Rotatoren
manschetten
und an der HWS nur leichte bis mässige Veränderungen festzu
stellen seien, seien bleibende Gesundheitsschäden unwahrscheinlich, wenn die Beschwerdeführerin adäquat physiotherapeutisch behandelt werde und eine körperlich leichte und wechselnd belastende Arbeit finde (S. 2
Ziff.
10)
.
3.2
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am
7.
April 2012 (
Urk.
7/26/5-6) und nannte als Diagnose therapieresistente
Epicon
dylitiden
radialis
beidseits mit rechts betonter
Zervikobrachialgie
. Er führte aus, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit der Tätigkeit stünden. Aktuell seien die Beschwerden nach den Ferien etwas geringer, jedoch nicht ver
schwunden.
Die Prognose sei bei Fortsetzung der bisherigen Tätigkeit im bisherigen Rahmen und ohne allenfalls ergonomische Verbesserungen schlecht (S. 1).
3.3
Die Ärzte des
F.___
, Rheumaklinik, berichteten am 1
1.
September
2012 über das
Arbeitsassessment
der Beschwerdeführerin von Juli und August 2012 (
Urk.
7/42) und führten aus, dass
während der Testung eine verminderte Belastungstoleranz der Schultergürtelmuskulatur
festgestellt worden sei, vor allem beim Test bezüglich Arbeiten über Schulterhöhe. Die Beschwerdeführerin habe bei den Tests eine gute Leistungsbereitschaft gezeigt. Es sei keine Selbstlimitierung festgestellt worden (S. 2 Mitte).
Zusammengefasst würden die Anamnese und die Befunde auf eine durch ergonomisch ungünstige Verhältnisse am letzten Arbeitsort ausgelöste Schmerzproblematik der Arme und des Schultergürtels
weisen, die sich über Jahre aufgebaut habe und nun zunehmend Zeichen eines zentralisierten
chronifizierten
Schmerzgeschehens zeige, das auf die üblichen therapeutischen Massnahmen kein Ansprechen mehr zeige (S. 3 unten).
Die angestammte Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin auf
grund der Testresultate weiterhin zumutbar. Allerdings habe die monotone repetitive Arbeitstätigkeit bei gleichzeitig ergonomisch ungünstig gestaltetem Arbeitsplatz die Ausbildung chronischer Nacken-Schulter-Armschmerzen begünstigt und diese aufrechterhalten. Aus diesem Grund müsse aus ärztlicher Sicht eine Leistungsminderung von 25
%
attestiert werden. Dies entspreche einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit von 75
%
.
In einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
100
%
(S. 4 oben).
3.4
Die Ärzte der
G.___
,
H.___
, berichteten am
2.
Ju
n
i 2013 (
Urk.
7/54) und nannten folgende Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.1):
-
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2), im Vordergrund Sorgen, innere Unruhe und Anspannung, Niedergestimmtheit, bestehend seit März 2012
-
in schwieriger psychosozialer Belastungssituation (chronische somati
sche Schmerzen, dadurch eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, in der Folge finanzielle Probleme und drohende Sozialhilfeabhängigkeit)
Sie führten aus, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit bestehe (S. 1
lit
. a).
Aus psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig beziehungsweise liege auch zurzeit keine erhebliche, zur Arbeitsunfä
higkeit führende psychische Störung vor (S. 3
Ziff.
1.4).
3.
5
Dr.
E.___
berichtete erneut am
2.
Oktober 2013 (
Urk.
7/58/1-4) und nannte fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Zervikobrachialgie
und
Epicondylitiden
, bestehend seit Mai 2011
-
F
rozen
shoulder
links, neu auch rechts, bestehend seit
4.
Juli 2013
Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin sicher seit dem
4.
Juli 2013 bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig sei (S. 2
Ziff.
1.6).
Es bestünden massive Ein
schränkungen und Schmerzen der Schultern beidseits (S. 2
Ziff.
1.7).
3.
6
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Facharzt für Rheumatologie, und
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie,
Z.___
, erstatteten ihr
bidiszi
plinäres
Gutachten am 2
9.
April 2014 (
Urk.
7/67) gestützt auf
die Akten, die persönli
chen Explorationen der Beschwerdeführerin sowie das
konsens
bildende
Gespräch der beteiligten Fachgutachter.
Sie nannten folgende Diagno
sen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
36
Ziff.
6.1.1):
-
leichte bis mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.01/F32.11)
-
narzisstisch akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), Differen
tial
di
agnose: narzisstische Persönlichkeitsstörung
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die
F
ol
genden (S. 36
f.
Ziff.
6.1.2):
-
nicht näher spezifizierbare inkonstant reproduzierbare schmerzhafte
Bewe
gungseinschränkung
im Bereich der HWS
-
diskrepante Untersuchungsbefunde mit Hinweisen für eine
bewusst
seinsnahe
Schmerzverdeutlichung
-
geringe beginnende Bandscheibendegeneration C2/3, C3/4 und C5/6 mit
Diskusprotrusionen
ohne Diskushernie
-
abgeflachte
Lordosierung
-
retraktile
Kapsulose
(
Fr
ozen
shoulder
) unklarer Ätiologie Schultergelenke beidseits mit
-
deutlicher Bewegungseinschränkung, aktuell ohne Hinweise für eine dystrophe Veränderung respektive entzündliche Aktivität
-
nicht näher spezifizierbare weichteilrheumatische Missempfindungen betont an den oberen Extremitäten beidseits
-
Hinweise für
eine bewusstseinsnahe Schmerzv
erdeutlichung mit inkonstant reproduzierbaren Oberflächenberührungs- und
Tiefen
pal
pations
schmerzen
-
keine dystrophen oder
atrophen
Veränderungen, keine
Periarthro
pa
thien
-
keine Hinweise für eine persistierende bilaterale
Epicondylitis
humeri
radialis
Dr.
D.___
führte aus,
dass
bei der Beschwerdeführerin seit über 10 Jahren
Arm
schmerzen
bestünden
, wobei zu Beginn die Ellbogengelenke im Vordergrund gewesen seien
. Im Verlauf seien Beschwerden an der HWS und seit zwei Jahren auch Schulterschmerzen mit zunehmender
Einsteifung
dazuge
kommen (S. 26 unten). Auf den
1.
Juli 2014 sei eine
arthroskopische
Operation der rechten
Schulter festgelegt (S. 27 oben).
Die segmentale Unter
suchung der
Brustwirbel
säule
(BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS) sei unauffällig und schmerzfrei, und es bestehe keine Bewegungseinschränkung
. Bezüglich der HWS bestünden segmental keine Hinweise für eine Hypermobilität oder Insta
bilität. Bei der segmentalen Prüfung nicht abgelenkt, werde regelmässig eine erhebliche Beschwerdesymptomatik geäussert mit zum Teil
Ausweich
reak
tionen
, abgelenkt (zum Beispiel im Gespräch) fehle dieses Phänomen
(S. 28
).
Die Schultergelenke beidseits seien bedingt durch eine
Kapsulose
oder
F
rozen
shoulder
deutlich bewegungseingeschränkt. Die Ellbogengelenke beidseits seien frei und schmerz
los beweglich. Der Weichteiluntersuch ergebe inkonstant reproduzier
bare zum Teil erheblich unterschiedliche Befunde.
Die Kriterien für eine Fibro
myalgie seien nicht erfüllt. Das beschriebene Schmerzmuster im
Weichteilun
tersuch
ergebe zwar den Hinweis für eine weichteilrheumatische
Schmerzprob
lematik
ohne somatisches Korrelat. Jedoch bestünden auch bei dieser Untersu
chung Hin
weise für eine bewusstseinsnahe Schmerzverdeutlichung, indem die
Schmerz
reaktion
abgelenkt beziehungsweise nicht abgelenkt zum Teil erheblich variier
t
en
(S. 29 f.)
.
Zusammenfassend bestehe eine
retraktile
Kapsulose
oder
F
rozen
shoulder
an beiden Schultergelenken ohne Hinweise für eine dystrophe oder aktuell ent
zündliche Begleitaktivität, sowie eine diffuse, inkonstant reproduzierbare
Weichteildruckdolenz
, insbesondere der Arme
(S. 30 Mitte)
.
Bei dieser
Schulter
problematik
seien Schonkriterien notwendig
, bei welchen
der Beschwerdeführe
rin keine repetitiven Arbeiten über der Horizon
talen, auch nicht über Kopf, keine
regelmässig
en
oder repetitive
n
Gewichtsbelastungen über 10 kg
und keine
Exposition in kaltfeuchtem Milieu zumutbar seien (S. 33 Mitte).
Rheumatolo
gisch-somatisch sei die Beschwerdeführerin bezogen auf die angestammte, aber auch jede andere leichte Tätigkeit
unter
Berücksichtigung der erwähnten Schonkriterien bezogen auf ein volles Pensum zu 100
%
arbeitsfähig (S. 34 unten).
Es sei am
1.
Juli 2014 eine
arthroskopische
Operation am rechten Schulterge
lenk, später auch am linken Schultergelenk vorgesehen. Grundsätzlich sei die Prognose einer solchen Intervention günstig, w
o
bei
davon ausgegangen werden könne, dass das Bewegungsausmass verbessert werden könne. Mit Blick auf die ungünstigen
Prediktoren
mit deutlicher Tendenz zu einer bewusstseinsnahen Schmerzverdeutlichung sei die Prognose jedoch unsicher. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei heu
te, das heisse vor dem geplanten
Eingriff erfolgt (S. 34 unten).
Retrospektiv könne die Arbeitsfähigkeit insofern nur bedingt beurteilt werden, als dass möglicherweise während der beruflichen Tätigkeit mehr
Ellbo
genbeschwerden
als heute bestanden hätten.
Dr.
C.___
se
i ein erfahrener
Rheumatologe, welcher
eine bilaterale
Epicondylitis
humeri
radialis
erwähne
. Es sei davon auszugehen, dass diese Beurteilung zutreffe. Heute, nachdem die Beschwerdeführerin seit August 2012 nicht mehr arbeitstätig sei, würden ent
sprechende Befunde fehlen. Zur Arbeitsfähigkeit habe
Dr.
C.___
nicht Stel
lung genommen
(S. 36 oben)
.
Dr.
I.___
führte aus,
dass
die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beeinträchtigungen bei der Merkfähigkeit und der Konzentration nachvollzieh
bar seien und differenziert dargestellt würden. Im Explorationsgespräch selbst seien diese Beeinträchtigungen nicht beobachtbar. Die Belastbarkeit sei auf
grund der anamnestisch differenzierten Schilderung nachvollziehbar einge
schränkt und primär schmerzbedingt
(S. 20
Ziff.
5.1.3)
.
Die vorliegende depres
sive Störung bestehe retrospektiv bereits mindestens seit der Erstdiagnose einer Anpassungsstörung (März 2012). Die von den Vorbefunden abweichende Beur
teilung beruhe auf der Überlegung, dass die bisherige psychiatrische Behand
lung den biographischen Hintergrund  nicht ausreichend berücksichtigt habe und nicht ausreichend adäquat gewesen sei. Aktuell sei die depressive Störung aber trotz des langen Verlaufs nicht als
chronifiziert
zu betrachten, da die bis
herige psychiatrische Behandlung nicht ausreichend gewesen sei und da die Beschwerdeführerin genügend differenziert sei, um ihr die psychodynamischen Hintergründe aufzeigen zu können, was bisher nicht geschehen sei.
Vor diesem Hintergrund sei die Prognose aus psychiatrischer Sicht eher günstig (S. 22 oben).
Die mögliche Interferenz zwischen psychischer Beeinträchtigung und
Schmerz
erle
ben
erkläre das vorliegende Beschwerdebild hinreichen
d
, so dass keine
somatoforme
Schmerzstörung vorliege.
Auch die rheumatologischen Beo
bachtung
en bezüglich einer bewusstseinsnahen Schmerzverdeutlichung sprächen gegen das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung. Die vom rheuma
tologischen Co-Gutachter beobachtete Demonstration der Beeinträchti
gungen sei aus psychiatrischer Sicht gut erklärbar mit dem Hinweis auf die bestehende narzisstische Thematik (S. 22 unten). Aktuell bestehe zwar aus rein psychiatrischer Sicht eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der Grössen
ordnung von 30
%
. Diese Beeinträchtigung sei aber vor dem Hintergrund der bisher ungenügenden psychiatrischen Therapie und im
Hinb
lick auf die aus psychiatrischer
Sicht
nach wie vor günstige Prognose als passager zu betrach
ten, im Sinne einer akuten Beeinträchtigung. Daher kann gegenwärtig aus ver
sicherungsmedizinischer Sicht keine dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfä
higkeit der Beschwerdeführerin zuerkannt werden (S. 23 oben).
Die Frequenz der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung müsse intensiviert wer
den. Es sei nicht ausreichend, alle vier Wochen stützende Gespräche zu
führen.
Auch die pharmakologische Behandlung sei ungenügend, da nach wie vor aus
geprägte Schlafstörungen bestünden und die Beschwerdeführerin über kreisende Gedanken klage (S. 23 unten).
Zusammenfassend bestehe
aus psychiatrischer Sicht
eine vorübergehende Arbeits
unfähigkeit von 30
%
. Eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht jedoch nicht attestiert werden. Aus rheumatologischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit und für allfällige Verweistätigkeiten unter Berücksichtigung der genannten
Schonkrite
rien
(S. 37 Mitte).
3.7
Die Ärzte der Klinik
J.___
, Neurologie, berichteten am
4.
Juni 2014 (
Urk.
3/4) und nannten folgende Diagnosen:
-
chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei
-
klinisch schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit, keine fokal
neurologische Defizite
-
HWS-Röntgen vom
4.
Juni 2014: ventrale Spondylosen C5 und C6, leichte
Osteochondrose
C5/6
-
beidseitige
F
rozen
shoulder
, rechts mehr als links
Als Nebendiagnose nannten sie einen Status nach
Epicondylopathia
humero
radia
lis
beidseits. Sie führten aus, bezüglich der HWS sei keine Schmerzangabe bei der Rotation in Inklination mit normalem Bewegungsausmass erfolgt
(S. 1)
. Die HWS-Provokationsmanöver seien negativ mit lokal starken Schmerzen und indurierten
druckdolenten
Myogelosen
beidseits. Es bestehe ein chronisches
Zervikal
syndrom
ohne sichere Anhaltspunkte für fokal-neurologische Defizite und mit negativen HWS-Provokationsmanövern. Zur weiteren Diagnostik sei eine Kernspintomographie der HWS zur Klärung der
Parästhesien
des Ring- und Kleinfingers durchzuführen
. Diese seien aber am ehesten
myofaszial
bedingt (S.
2).
3.8
Mittels am 1
6.
Juni 2014 durchgeführter Magnetresonanztomografie (MRI) der HWS konnten eine
leichtgradige
Bandscheibendegeneration C3/4 und C5/6 und eine kleine dorsale
Bandscheibenprotrusion
C3/4 paramedian links und C5/6
mediolateral
rechts festgestellt werden, wobei keine Kompression und Behinde
rung des
Myelons
zu sehen sei. Die sagittale Darstellung der oberen Wirbelsäule zeige bis auf Höhe Th5 keine intraspinale Raumforderung. Es bestehe eine nor
male
Signalgebung
und Konfiguration des
Myelons
(
Urk.
12).
3.
9
Dr.
med.
K.___
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie des Bewegungsapparates, berichtete am
1.
Juli 2014 (
Urk.
3/5) über die gleichentags durchgeführte Arthroskopie und
Arthrolyse
mit zirkulärer
Kapsulo
to
mie
der
rechten Schulter. Sie führte aus, dass für die Arbeit als
Bestü
ckerin
für mindestens drei Monate eine Arbeitsunfähigkeit bestehe (S. 2).
3.10
Dr.
C.___
berichtete am
4.
August 2014 (
Urk.
3/7) und führte aus, dass
die im Gutachten von
Dr.
D.___
gemachten Angaben korrekt seien und sich mit seinen Aufzeichnungen in der Krankengeschichte decken würden. Auch die im Gutachten gestellten rheumat
olog
ischen Diagnosen erachte er für umfassend und korrekt erhoben.
Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei zurzeit 100
%
. Dabei beruhe die Arbeitsunfähigkeit in erster Linie auf der bilateralen
F
rozen
shoulder
. Aufgrund der Schulterproblematik habe sich die Beschwerde
führerin vor wenigen Tagen einer Arthroskopie mit
Arthrolyse
unterziehen müssen. Wie sich der Eingriff auf die Schulterfunktion und die Arbeitsfähigkeit in naher Zukunft auswirken werde, bleibe abzuwarten.
Von der
F
rozen
shoulder
habe er erstmals bei seiner Untersuchung der Beschwerdeführerin vom
3.
Juli 2013 Kenntnis genommen. Wann sie aufgetreten sei, bleibe offen.
3.1
1
Die Ärzte der Klinik
J.___
, Orthopädie Obere Extremitäten, berichteten am 2
2.
September 2014 (
Urk.
10) und führten aus, dass auf der rechten Seite auch jetzt, zweieinhalb Monate nach der Operation
,
kein befriedigender Zustand ein
getreten sei
. Die Beweglichkeit sei etwas besser als links, habe sich aber im Ver
gleich zur 6-Wochenkontrolle eher verschlechtert. Die Schmerzen würden nach wie vor persistieren, s
o dass nun zum nächsten Schritt geschritten werde, näm
lich zur
sonographiegesteuerten
intraartikulären Infiltration. Die Arbeitsunfä
higkeit werde verlängert bis zum nächste
n
Termin in sechs Wochen.
3.1
2
Dr.
A.___
erstattete
sein
rheumatologisches Gutachten
zuhanden der
Beschwer
-
de
führerin
am 2
4.
Februar 2015 (
Urk.
18)
gestützt auf die Akten sowie die
am 2
6.
Januar 2015 erfolgte
eigene Befragung und Untersuchung der Beschwer
-
deführerin
. Er nannte folgende Diagnosen
(S. 18
Ziff.
4):
-
Periarthr
opathia
humero
scapularis
(PHS)
partim
ankylosans
(
F
rozen
shoul
der
) links
-
Operation geplant für den 1
3.
März 2015
-
geringgradige
Residualsymptomatik nach
F
rozen
shoulder
rechts
-
Status nach
arthroskopischer
Arthrolyse
links am
1.
Juli 2014
-
chronisches
Zervikobrachialsyndrom
mit
Epicondylopathia
humeri
radia
lis
beidseits
-
AC-Arthrose beidseits
-
Diskusprotrusionen
C3/4 und C5/6
ohne Kompression neuraler Struk
tu
ren
-
ergonomische Belastung am Arbeitsplatz über viele Jahre
-
anamnestisch Sehverminderung am linken Auge
-
Status nach
Ganglionentfernung
am linken Handgelenk
-
S
t
atus nach
Hysterektomie im Alter von 27 J
a
h
ren
Er führte aus,
dass in Würdigung des in den Akten geschilderten Verlaufs und der ergonomischen Arbeitsplatzabklärung des
F.___
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit am konkreten Arbeitsplatz bei der Firma
Y.___
GmbH eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die ergonomisch ungünstigen Rahmenbedin
gungen gingen aus dem Bericht des
F.___
klar hervor, die Verbesserungsvor
schläge seien nicht in die Tat umgesetzt worden und die Stelle sei der Beschwerdeführerin inzwischen gekündigt worden
(S. 19 oben)
.
Die von den Ärzten des
F.___
vorgenommene Beurteilung, wonach für eine
leidens
angepasste
Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, sei nachvoll
ziehbar.
Aktenkundig sei weiter eine erneute Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab dem
4.
Juli 2013, vor allem wegen einer beidseitigen
F
rozen
shoulder
. Der Ver
lauf der Arbeitsfähigkeit lasse sich nicht zuverlässig einschätzen, da sich erheb
liche Diskrepanzen zwischen dem behandelnden Rhe
umatologen
Dr.
C.___
und dem
begutachtenden Rheumatologen
Dr.
D.___
ergeben würden.
Ab Datum der Operation vom
1.
Juli 2014 habe mit hoher Wahrscheinlichkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit von schätzungsweise drei bis vier M
onaten bestanden (S. 10 Mitte).
Eine optimal leidensangepasste Tätigkeit ohne Anheben der Arme über die Hori
zontale und ohne grosse Gewichtsbelastung der Arme (bis maximal 5 bis 7
kg), in ergonomisch günstiger Arbeitsposition sei der Beschwerdeführerin zumutbar, aktuell zu 50
%
, da die rechte Schulter im Juli operiert worden und die Schulterbeweglichkeit immer noch eingeschränkt sei. Für die linke Seite sei eine Operation für den 1
3.
März 2015 geplant. Postoperativ werde die Beschwerdeführerin vermutlich erneut während drei bis vier Monaten zu 100
%
arbeitsunfähig sein. Der weitere Verlauf sei unsicher, so dass das Resultat nach vier bis sechs Monaten nach der Operation erneut beurteilt werden müsse. In Anbetracht der belasteten Lebensgeschichte und Lebenssituation der Beschwer
deführerin müsste zu
r
Einschätzung der Langzeitarbeitsfähigkeit eine
bidiszipli
näre
rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung vorgenommen werde
n (S.
19 unten)
.
3.13
Dr.
K.___
berichtete am 1
3.
März 2015 (
Urk.
21) über die gleichentags durchge
führte zirkuläre
Kapsulotomie
und
Bursektomie
der linken
Schulter. Sie führte aus, dass eine physiotherapeutische Nachbehandlung unter adäquater
Schmerz
therapie
mit zusätzlicher Hilfe durch eine
Kinetec
-Maschine erfolgen werde, welche für sechs bis zwölf Wochen auch zu Hause verwendet werden sollte.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf das
Z.___
-Gutachten vom 2
9.
April 2014 (vgl. vorstehend E. 3.6
) ab, wonach der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit,
wie auch eine leidensangepasste Tätigkeit
unter Berücksich
tigung der genannten Schonkriterien
zu 100
%
zumutbar sei
.
4.2
Die Würdigung der m
edizinischen Akten ergibt, dass das
Z.___
-Gutachten
(vgl. vorstehend E. 3.
6
)
auf allseitigen Untersuchungen der Beschwerdeführerin beruht,
die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in an
gemesse
ner Weise berücksichtigt
, in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten me
dizi
nischen Situation Rechnung trägt
. So zeigte
Dr.
I.___
in nach
vollziehbarer Weise auf, dass
die depres
sive Störung aktuell trotz des langen Verlaufs nicht
chronifiziert
sei, da die bis
herige Behandlung nicht ausreichend gewesen sei, weshalb die Prognose eher günstig erscheine (
Urk.
7/67 S. 22 oben).
Weiter setzte sich Dr.
I.___
diffe
renziert mit
den anderslautenden psychiatrischen Beurteilungen auseinander und nahm ausdrücklich Stellung zu den Faktoren, welche gegen das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung spr
ä
chen (S.
22).
Dr.
D.___
machte sodann darauf aufmerksam, dass
die segmentale Untersuc
hung der BWS,
LWS
und der Ellbogengelenke
unauffällig und schmerzfrei
sowie ohne
Bewegungs
einschränkung
möglich sei, die Schultergelenke hingegen bedingt durch eine beidseitige
F
rozen
shoulder
bewegungseingeschränkt seien
(S. 28 f.)
.
Alsdann führte
Dr.
D.___
aus, dass von der Beschwerdeführerin regelmässig eine erheb
liche Beschwerdesymptomatik geäussert worden sei, sofern sie nicht bei der Prüfung nicht abgelenkt worden sei (S. 28).
Das
Z.___
-Gutachten leuch
tet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge ein und die vorge
nommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit
für den vorliegend zu berücksichtigenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass am 1
7.
Juni 2014
werden ausführlich und nachvollzieh
bar begründet.
So
begründete
Dr.
I.___
einlässlich und sorgfältig
, dass
aktuell aus rein psychiatrischer Sicht zwar eine Beeinträchtigung der Arbeitsfä
higkeit von 30
%
bestehe, diese Beeinträchtigung jedoch als akut und vor dem Hintergrund der bisher ungenügenden psychiatrischen Therapie zu betrachten
sei, weshalb keine dauerhafte Beeinträchtigung zuerkannt werden könne (S. 23). Überdies zeigte
Dr.
D.___
in nachvollziehbarer Weise auf, dass
bei der
Schul
terproblematik
der Beschwerdeführerin Schonkriterien
zu berücksichtigen
seien,
womit
ihr
rheumatologisch-somatisch sowohl die angestammte und auch jede andere leichte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei
(S. 33 f.).
Dr.
D.___
wies aus
serdem
deutlich
darauf hin, dass
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus rheu
matologischer Sicht
vor den
geplanten operativen Eingriffen an der Schulter erfolgt sei
. Er nahm somit wiederholt und vertieft Stellung zum Befund der beidseitigen
F
rozen
shoulder
und
wies darauf hin, dass die
Bewegungsein
schränkung
du
r
ch die Operation noch verbessert werden sollte. Zudem wurde
n
die
F
rozen
shoulder
beziehungsweise die daraus
resultierenden Einschränkun
gen auch
beim
durch
Dr.
D.___
formulierten
Belastungsprofil berücksichtigt
(S.
34 unten).
Das
Z.___
-Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kri
terien an den
Beweis
wert
eines medizinischen
Gutachtens (vgl. vorstehend E. 1.6) vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
4.3
Der Einwand der Beschwerdeführerin, der Gutachter
Dr.
D.___
sei aufgrund seiner regelmässigen Gutachtertätigkeit für die IV-Stelle sowie der damit ver
bundenen wirtschaftlichen Abhängigkeit befangen, geht fehl. Gemäss
bundes
gerichtlicher
Rechtsprechung führen unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftli
chen Abhän
gigkeit der regelmässige
Beizug
eines Gutachters durch den Versi
cherungsträger sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich allein genommen nicht zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3). Zudem unterliegen sämtliche Beweis
mittel, somit auch medizinische Berichte, der freien
Beweis
würdigung
(Art. 61
lit
. c ATSG), was bei überzeugendem Beweisergebnis seit jeher erlaubt, dass das angerufene Gericht für seine Beurteilung abschliessend auf die im
Administra
tivverfahren
eingeholten medizinischen Berichte abstellt (BGE 104 V 209).
Das Gutachten vom 2
9.
April 2014
bleibt
nach de
m Gesagten verwertbar und kann
zur Beantwortung der Frage des Invaliditätsgrades de
r
Beschwer
deführer
in
herangezogen werden.
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt
worden
, und es seien deshalb weitere
Abklärun
gen
zu treffen,
vermag
dies
nicht zu überzeugen. So
ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche als auch der physische Gesundheitszustand sowie die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in den Beur
teilungen gebührend be
rücksichtigt wurden. Die Beschwerdeführerin ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungs
weise unvollständig
sein soll
. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschätzungen aus ver
schiedenen Fachrich
tungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend.
Ausserdem lässt
sich
entgegen ihren Ausführungen
auch
aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten medizinischen Berichten nichts ableiten, was das
Z.___
-Guta
chten umzustossen vermöchte. Vielmehr
erachtete
Dr.
C.___
in seinem Bericht vom
4.
August 2014 (vgl. vorstehend E.
3.10) die im
Z.___
Gutachten genannten rheumatologischen Befunde und Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für umfassend und richtig.
Seine aktuell attestierte Arbeitsunfähigkeit bezieht sich offensichtlich auf die
Zeit nach der
Operation der rechten Schulter vom
1.
Juli 2014, welche gemäss
Operationsbe
richt
voraussichtlich nur vorübergehend sei (vgl. vorstehend E.
3.9).
Auch der Bericht
der Ärzte der Klinik
J.___
(vgl
. vorstehend E.
3.11
)
vermag die Ausführungen und Beurteilungen im
Z.___
-Gutachten
in massgeblichen Zeit
raum
nicht zu entkräften. So wird lediglich erwähnt, dass
auch zweieinhalb Monate nach der Operation der rechten Schulter noch kein befriedigender Zustand eingetreten, die Beweglichkeit jedoch etwas besser sei als auf der linken Seite
.
Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, gemäss dem von ihr in Auftrag gegebenen Gutachten des
Rheumatologe
n
Dr.
A.___
vom 2
4.
Februar
2015 (vgl.
vorstehend E. 3.12)
sei
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisheri
gen Tätigkeit
ausgewiesen, weshalb die Ausführungen von
Dr.
D.___
nicht nachvollziehbar seien
. Diesbezüglich verkennt die Beschwerdeführerin, dass
es sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht zwingend um die Arbeitsfähigkeit in der letzten tatsächlichen Anstellun
g handeln muss, sondern ob der Beschwerdeführerin die Art der bisher ausge
führten Tätigkeit als
Bestückerin
grundsätzlich noch zumutbar ist. So
machte
Dr.
D.___
denn auch auf die zu berücksichtigenden Schonkriterien betreffend die Schulterproblematik
au
fmerksam und führte differenziert aus
, dass
die Arbeit als
Bestückerin
diesen Schonkriterien entspreche
(vgl.
Urk.
7/67 S. 36)
.
Des Wei
teren bleibt festzuhalten, dass
sich
das
Gutachten von
Dr.
A.___
auf einen Zeitpunkt nach
Verfügungs
erlass
bezieht
, weshalb
es
im vorliegenden Beschwerdeverfahren schon aus diesem Grund nicht berücksichtigt werden
kann
.
Es vermag somit nichts an der Beurteilung durch
Dr.
D.___
zu ändern.
Zusammenfassend lassen die von der Beschwerdeführerin eingereichten medi
zini
schen Berichte nicht darauf
schliessen
, dass eine erneute rheumatolo
gische Begutachtung zu einem anderen Resultat für den wesentlichen Zeitraum
bis zum 1
7.
Juni 2014
führen würde
(antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157)
.
De
n
Bericht
en
ist nichts zu entnehmen, das geeignet wäre, das
Z.___
-Gut
achten in Zweifel zu ziehen.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E. 4. S. 175; Urteil des Bun
desgerichts 9C_906/2011 vom 8. August 2012 E. 4.4) nicht angeht, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Ab
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig
ge
äusserten
divergierenden Auf
fassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 19. Novem
ber
2010 E. 3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 20. März 2012 E. 4.5).
4.5
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
im massgeblichen Zeitraum bis zum 1
7.
Juni 2014
durch die
Z.___
-Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Abklä
rungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.6
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist zusammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Einschätzung der
Z.___
-Gutachter abzustellen und somit von einer
10
0%igen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumut
barkeitsprofil
auszugehen ist.
4.7
Angesichts des zuletzt im Jahr 2011 erzielten Einkommens von
Fr.
58‘700.-- (
Urk.
7/20 S. 3; vgl. auch
Urk.
7/21) und der im massgeblichen Zeitraum attestierten Arbeitsfähigkeit von - unter Berücksichtigung von Schonkriterien -100 % erübrigt sich eine detaillierte Invaliditätsbemessung, da sich unter Berücksichtigung der Angaben in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2010 (LSE 2010, Tabelle TA1, S. 26, Total Frauen des Anforderungsniveaus 4), der massgeblichen wöchentlichen Arbeitszeit und der jeweiligen Teuerung kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergibt.
4.
8
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom 17.
Juni
201
4
erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Es bleibt darauf hinzuweisen, dass ein allfälliger - nach Verfügungserlass einge
tretener - invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden mit einer langandauernden Arbeitsunfähigkeit aufgrund der beiden Schulter-Ope
rationen vom
1.
Juli 2014 und 1
3.
März 2015 im Rahmen einer Neuanmel
dung bei der Invalidenversicherung zu prüfen wäre.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzu
erlegen.
5.2
Das Privatgutachten von Dr.
A.___
wurde nach Erlass der angefochtenen Verfü
gung verfasst und trug nicht zur
Entscheidfin
dung
bei. Es handelt sich demnach um unnötige Prozesskosten, welche derje
nige zu bezahlen hat, der sie verur
sacht hat
, mithin die Beschwerdeführerin (§ 28
lit
. a
GSVGer
in Verbindung mit Art. 108 der Schwei
zerischen Zivilprozessord
nung).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 7
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Viktor
Györffy
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundes
gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchüpbach