# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fc303dc-0b16-5b95-9ccb-bcb47a870cc7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.01.2023 725 22 161 / 16 (725 2022 161 / 16)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-22-161---16_2023-01-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Januar 2023 (725 22 161 / 16) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bemessung des Valideneinkommens 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1961, war obligatorisch bei der Suva gegen Unfälle versichert, als er 
am 19. Februar 1983 einen Skiunfall erlitt und sich am rechten Knie verschiedene Verletzungen 
zuzog. Nach Ausrichtung der vorübergehenden Versicherungsleistungen schloss die Suva den 
Fall mit Verfügung vom 19. Dezember 1989 ab und sprach dem Versicherten eine Integritätsent-
schädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Am 1. November 2007 klemmte sich der 
Versicherte am Arbeitsplatz in der Halterung einer ca. zwei bis vier Tonnen schweren Rolle den 

 

 
 
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kleinen Finger der rechten Hand ein und zog sich Quetschverletzungen zu, worauf ihm das End-
glied des kleinen Fingers der rechten Hand amputiert werden musste. Im weiteren Verlauf traten 
ausserdem Schmerzen im Zervikalbereich auf. Nach Durchführung medizinischer Abklärungen 
stellte die Suva mit Verfügung vom 24. August 2009 fest, dass die Beschwerden an der Halswir-
belsäule (HWS) nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. November 2007 stünden. Hin-
sichtlich der Beeinträchtigungen am kleinen Finger der rechten Hand bestehe seit dem 18. De-
zember 2007 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit, weshalb die Versicherungsleistungen ein-
gestellt würden. Daran hielt sie auch mit Einspracheentscheid vom 11. November 2009 fest. In 
der Folge kam es zu diversen Abklärungen und Gerichtsverfahren zur Frage der Kausalität der 
geklagten Nacken- und Armbeschwerden, die schliesslich mit dem Gerichtsgutachten des ZMB 
vom 16. März 2015, der Beantwortung der Zusatzfragen durch das ZMB vom 4. September 2017 
und dem Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht), vom 5. Juli 2018 abgeschlossen wurden. Das Kantonsgericht verpflichtete die Suva, 
A.____ für den Unfall vom 1. November 2007 über den 29. Februar 2008 hinaus die gesetzlichen 
Leistungen zu erbringen. Am 3. November 2020 meldete A.____ der Suva einen Rückfall bezüg-
lich seines Knies und gab an, dass er am 1. Oktober 2020 operiert worden sei. Gemäss Bericht 
des behandelnden Orthopäden vom 16. November 2020 wurde die Behandlung sechs Wochen 
nach der Operation abgeschlossen. Mit Verfügung vom 4. August 2021 sprach ihm die Suva für 
die Folgen des Unfallereignisses vom 1. November 2007 ab 1. November 2008 eine Invaliden-
rente bei einem Invaliditätsgrad von 10 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integri-
tätseinbusse von 7,5 % zu. In der Begründung wurde ausgeführt, dass dem Versicherten unter 
Berücksichtigung der Unfallfolgen gemäss Gutachten des ZMB vom 4. September 2017 ganztags 
leichte Arbeiten unter Vermeidung von Überkopfarbeiten, häufigem Knien und Kauern sowie dem 
Besteigen von Leitern und Gerüsten zumutbar seien. Die Leistungsfähigkeit sei aufgrund des 
somatisch begründbaren Schmerzerlebens zusätzlich um 10 % eingeschränkt. Eine darüber hin-
aus gehende Einschränkung sei nicht ausgewiesen. Neben den organisch bedingten Unfallfolgen 
würden auch psychogene Störungen die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen, die aber nicht in ei-
nem adäquat kausalen Zusammenhang mit dem erlittenen Unfallereignis stünden, weshalb dies-
bezügliche Leistungen entfallen würden. Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 8. 
September 2021 Einsprache und machte im Wesentlichen geltend, dass die Unfallfolgen am 
rechten Knie nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Gestützt auf die orthopä-
disch-chirurgische Beurteilung von PD Dr. med. B.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, 
vom 7. März 2022 ergänzte die Suva mit Einspracheentscheid vom 27. Mai 2022 das Zumutbar-
keitsprofil bezüglich des rechten Knies und sprach A.____ eine weitere Integritätsentschädigung 
bei einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab und hielt am 
Invaliditätsgrad von 10 % fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Ful-
lin, mit Eingabe vom 7. Juni 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht und liess unter o/e-Kosten-
folge beantragen, es sei der Einspracheentscheid vom 27. Mai 2022 insofern abzuändern, als die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihm eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidi-
tätsgrad von mehr als 10 % zu leisten. 
 

 

 
 
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C. Mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 27. 
Mai 2022. 
 
D. Nach Beizug des IV-Dossiers des Beschwerdeführers wurde die Angelegenheit mit Ver-
fügung des instruierenden Präsidenten vom 13. Juli 2022 der Dreierkammer zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 7. Juni 2022 ist einzutreten. 
 
2. Vorab ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht darauf hinzuweisen, dass das Administrativ-
verfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht sind (Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung 
und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis 
über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klar-
heit besteht. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage (Urteil des Bundes-
gerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.1). Zudem dürfen die Verwaltung als verfü-
gende Instanz und das Gericht im Beschwerdefall eine Tatsache nur dann als bewiesen anneh-
men, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Sie haben ihren Entscheid, sofern das Gesetz 
nicht etwas Abweichendes vorsieht, sodann nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht, vielmehr ist jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mög-
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 353 E. 5b).  
 
3.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt. Der vorlie-
gend zu beurteilenden Streitigkeit liegen zwei Ereignisse aus den Jahren 1983 bzw. 2007 zu-
grunde, weshalb nachfolgend die bis 31. Dezember 2016 massgebenden Bestimmungen Anwen-
dung finden. 
 
3.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person infolge 
des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem 

 

 
 
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durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 
 
3.3 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (hier: 1. November 2008) 
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Gesundheitsschaden tatsächlich verdient hätte. Das 
Valideneinkommen ist so konkret wie möglich festzusetzen. Da gemäss empirischer Erfahrung in 
der Regel ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die bisherige Tätigkeit weitergeführt worden 
wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte 
vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein-
kommensentwicklung angepasste Verdienst. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2020, 9C_109/2020, E. 
2.2.2 mit Hinweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit 
des Unfalles arbeitslos oder hätte die versicherte Person ihre bisherige Stelle auch ohne den 
Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BfS) herangezogen werden. Insbesondere 
um eine berufliche Weiterentwicklung mit einem daraus resultierenden höheren Einkommen mit 
zu berücksichtigen, müssen konkrete Anhaltspunkte dafür gegeben sein, dass ohne gesundheit-
liche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höherer Verdienst tatsäch-
lich realisiert worden wären (Urteil vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1 mit Hinweisen). 
 
4.1 Die Beschwerdegegnerin berechnet im angefochtenen Einspracheentscheid das Vali-
deneinkommen unter Zuhilfenahme der LSE 2008, TA1, Privater Sektor, Total, Männer, Anforde-
rungsniveau des Arbeitsplatzes 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), und ermittelt für das Jahr 
2008 einen an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Wochenstunden angepass-
ten Lohn von Fr. 59'979.-- (Fr. 4'806.-- : 40 x 41,6 x 12). Ihren Entscheid begründet sie mit dem 
Umstand, es erscheine als überwiegend wahrscheinlich, dass der Versicherte ohne den Unfall 
nicht mehr in der bisherigen Tätigkeit arbeiten würde, da diese lediglich temporärer Natur gewe-
sen sei. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet zunächst, dass das Valideneinkommen nach einem 
Tabellenlohn zu bestimmen sei. Ein temporäres Anstellungsverhältnis bedeute nicht, dass damit 
eine längerfristige Beschäftigung ausgeschlossen sei. Vorliegend sei vom Gegenteil auszugehen. 
Der Einsatzbetrieb C.____ AG sei mit ihm bis zum Unfall sehr zufrieden gewesen und hätte ihn 
gerne auch weiter beschäftigt. Es habe keine Anzeichen gegeben, dass dieses Arbeitsverhältnis 
bald wieder aufgelöst werde. Für das Valideneinkommen sei daher am letzten Lohn anzuknüpfen, 

 

 
 
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da keine konkreten gegenteiligen Indizien bestehen würden. Alleine der Umstand, dass er in ei-
nem temporären Arbeitsverhältnis gestanden sei, rechtfertige kein Abweichen von der Vermu-
tung, dass für das Valideneinkommen am zuletzt effektiv erzielten Lohn angeknüpft werde. Even-
tualiter werde geltend gemacht, dass er über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge, 
weshalb der Tabellenlohn mit dem Anforderungsniveau 3 angewendet werden müsse. Das ent-
sprechende Lohnniveau liege höher als das von der Beschwerdegegnerin berechnete Validen-
einkommen, weshalb sich der Invaliditätsgrad entsprechend erhöhe. 
 
4.3 In der Vernehmlassung legt die Beschwerdegegnerin dar, dass es als überwiegend 
wahrscheinlich erscheine, dass der Beschwerdeführer ohne den Unfall nicht mehr in der bisheri-
gen Tätigkeit arbeiten würde. So sei den IV-Akten zwar zu entnehmen, dass er vom 29. Oktober 
2003 bis zum Unfall bei der D.____ AG beschäftigt gewesen sei. Allerdings habe die Arbeitgebe-
rin und Personalverleiherin angegeben, dass es grössere Unterbrüche gegeben habe. Bei den 
Einsätzen sei er als Betriebsmitarbeiter, Lagermitarbeiter oder Hilfsmonteur tätig gewesen. Wei-
ter gehe aus dem Fragebogen vom 18. Juli 2010 und dem Kurzbericht vom 14. Mai 2008 hervor, 
dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Unfalles bei der Firma C.____ AG als Maschinen-
führer im Einsatz und dieser Einsatz temporärer Natur gewesen sei. Solche temporären Einsätze 
seien in der Regel für eine kürzere Zeit anberaumt. Die D.____ AG gebe an, dass der Einsatz zu 
Ende gewesen sei. Es sei daher nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer 
diese Tätigkeit weiterhin ausgeübt hätte. Zusätzlich könne gerade auch im Hinblick auf die grös-
seren Unterbrüche, wie sie von der D.____ AG angegeben würden, nicht auf den dort erzielten 
Lohn abgestellt werden. Soweit er eine Weiterbeschäftigung bei der C.____ AG geltend mache, 
sei darauf hinzuweisen, dass es sich dannzumal nicht mehr um das gleiche Arbeitsverhältnis 
gehandelt hätte. Dementsprechend sei korrekterweise auf die Tabellenlöhne abgestellt worden. 
Aufgrund der Einsätze in vielfältigen Tätigkeiten habe keine einzelne Branche herangezogen wer-
den können, weshalb richtigerweise auf den Totalwert aller Branchen abgestellt worden sei. 
Wenn der Beschwerdeführer das Anforderungsniveau 3 fordere, vernachlässige er dabei, dass 
dieses Berufs- und Fachkenntnisse voraussetze. Die von ihm ausgeübten temporären vielfältigen 
Tätigkeiten als Betriebsmitarbeiter, Lagermitarbeiter oder Hilfsmonteur würden keine solchen Be-
rufs- oder Fachkenntnisse verlangen. Auch der IK-Auszug zeige, dass kein Lohn erzielt worden 
sei, der solche Kenntnisse voraussetzen würde. 
 
5.1 Der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen. Gestützt auf die Akten ist 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbeginns im November 
2008 gerade nicht überwiegend wahrscheinlich in der bisherigen Tätigkeit als Maschinenführer 
gearbeitet und den gleichen Lohn erzielt hätte. Zwar wurde der Beschwerdeführer seit dem 29. 
Oktober 2003 bis zum Unfallereignis vom 1. November 2007 von der Arbeitsvermittlungsfirma 
D.____ AG betreut. Aktenkundig ist aber auch, dass er dabei in unterschiedlichen Einsatzbetrie-
ben tätig war und als Maschinenführer, Betriebsarbeiter, Lagerarbeiter oder Hilfsmonteur im Ein-
satz stand. Laut Kurzbericht vom 14. Mai 2008 war auch der Einsatz des Beschwerdeführers als 
Maschinenführer bei der C.____ AG temporärer Natur. Die D.____ AG bestätigte zudem, dass 
der Einsatz zu Ende gewesen sei. Deshalb hätte es sich, selbst bei einer angebotenen Festan-
stellung durch die C.____ AG, nicht mehr um das gleiche Arbeitsverhältnis gehandelt, weshalb 
die konkrete Lohnhöhe nicht annähernd ermittelt werden kann. Ein Blick in den IK-Auszug zeigt 

 

 
 
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sodann, dass der Beschwerdeführer zwischen 1988 und 2007 mehrheitlich bei Stellenvermitt-
lungsbüros angestellt war. Die Temporärarbeit ist geprägt von einer gewissen Unregelmässigkeit 
bzw. von befristeten (Teil-)Einsätzen, meist für kürzere Zeit bei verschiedenen Einsatzbetrieben 
(ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOPLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 
319 – 362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, N 20 zu Art. 319). Durch die unregelmässigen Einsätze bei 
unterschiedlichen Einsatzbetrieben war der Lohn des Beschwerdeführers entsprechend von Zu-
fälligkeiten geprägt und es bestand kein stabiles Arbeitsverhältnis, auch nicht bei der D.____ AG, 
da diese im IV-Fragebogen für Arbeitgebende vom 18. Juli 2010 festhielt, dass es während des 
Arbeitsverhältnisses zu grösseren Unterbrüchen gekommen sei. Aus dem von der Arbeitgeberin 
aufgelisteten AHV-pflichtigen Einkommen der letzten drei Jahre geht zudem hervor, dass der 
Beschwerdeführer im Jahr 2006 lediglich 104.30 Stunden und im Jahr 2007 bis November 822.71 
Stunden gearbeitet hatte. In den Monaten Januar, Mai, August und September 2007 fanden keine 
Einsätze statt. Auch aus diesem Grund kann zur Berechnung des Valideneinkommens nicht auf 
den Lohn abgestellt werden, den er während seines Einsatzes bei der C.____ AG von der D.____ 
AG erhalten hatte, denn ein solches Vorgehen würde den Unregelmässigkeiten zu wenig Rech-
nung tragen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berech-
nung des Valideneinkommens auf die LSE Tabellenlöhne und dabei – wegen der unterschiedli-
chen Tätigkeiten des Beschwerdeführers – nicht auf eine Branche, sondern auf den Totalwert 
abstellte. 
 
5.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, es sei bei den Tabellenlöhnen auf das Anforderungs-
niveau 3 abzustellen, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden, da dieses Anforderungsniveau 
Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzt, die der Beschwerdeführer bei seinen Tätigkeiten, die er 
im Rahmen der Einsätze für die D.____ AG ausübte, gerade nicht hatte vorweisen müssen. Der 
Beschwerdeführer brach eine Elektrikerlehre ab, machte anschliessend eine EFZ-Lehre als Au-
toservicemann, erwarb nach dem Skiunfall im Rahmen einer IV-Umschulung das Handelsdiplom 
und übte danach für eine kurze Zeit eine Bürotätigkeit aus. In den Tätigkeiten, die der Beschwer-
deführer bei seinen Temporäreinsätzen ausübte, verfügte er aber über keinen Fähigkeitsausweis 
bzw. keine jeweilige Berufsausbildung. Eine langjährige Erfahrung in einer angelernten Tätigkeit 
reicht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht aus, um die für die Anwendung des 
Anforderungsniveaus 3 notwenigen Berufs- und Fachkenntnisse zu erlangen. Dafür wird in aller 
Regel eine abgeschlossene Berufslehre verlangt (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 
2014, 8C_513/2014, E. 6.5.2). Soweit das Bundesgericht im Urteil vom 21. April 2011, 
9C_210/2011, in Erwägung 3.2.1.2 feststellte, dass jeder erlernte Beruf auch nach einer allfälligen 
Aufgabe Bestandteil der Ausbildung bleibe, über welche sich die versicherte Person ausweisen 
könne, weshalb es sich rechtfertige, beim Valideneinkommen vom entsprechenden Anforde-
rungsniveau 3 auszugehen, vermag dies vorliegend nichts zu ändern. Im vom Bundesgericht zu 
beurteilenden Fall ging es um einen jungen Erwachsenen, bei dem bereits mehrere Umschu-
lungsmassnahmen durchgeführt worden waren, die allesamt scheiterten. Vor Eintritt der gesund-
heitlichen Beschwerden hatte er nur während zweieinhalb Jahren auf dem erlernten Beruf als 
Metallbauschlosser gearbeitet, anschliessend war er für mehrere NGO im Ausland tätig gewesen 
und reiste dazwischen. Der Beschwerdeführer dagegen arbeitete nur kurz als Autoservicemann 
bzw. im kaufmännischen Bereich, dafür freiwillig während Jahrzehnten als Temporärmitarbeiter 
in ganz unterschiedlichen Tätigkeiten und erreichte gemäss IK-Auszug nie ein Einkommen, das 

 

 
 
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dem geforderten Anforderungsniveau 3 entsprechen würde. Damit kann die vorliegende Konstel-
lation nicht mit derjenigen, die das Bundesgericht im vorgenannten Entscheid zu beurteilen hatte, 
verglichen werden. 
 

6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Suva bei der Ermittlung des Validenein-
kommens zurecht auf die LSE 2008 und das Anforderungsniveau 4 abstellte. Das korrekt berech-
nete Valideneinkommen im Betrag von Fr. 59'979.-- stellte sie dem unbestritten gebliebenen In-
valideneinkommen in der Höhe von Fr. 53'981.-- gegenüber, woraus ein Invaliditätsgrad von ge-
rundet 10 % resultiert. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Mai 2022 nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Nach Art. 61 lit. f

bis
 ATSG ist das 

Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfah-
rens entsprechend nicht ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 
 
 
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