# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c6c0919-0264-5544-a43a-4ae74b66800c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.04.2021 I 2020 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-103_2021-04-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 103

Entscheid vom 12. April 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. __19__) hat nach der obligatorischen Schulzeit (Primar-
schule in C.________ und Realschule in D.________) als (zunächst angestellter 
und ab 2000 selbständiger [vgl. Fremdakten 7-68/318]) Eisenleger gearbeitet. 
Am 7. Juni 2011 unterzeichnete er eine IV-Anmeldung (IV-act. 17). Dr.med. 
E.________ umschrieb die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit einem tho-
rakovertebralen und thorakolumbalen Schmerzsyndrom sowie Diskushernien (IV-
act. 22). Nach Abklärungen gewährte die IV-Stelle "Berufsberatung im Hinblick 
auf eine Umschulung" (IV-act. 52). Mit Vorbescheid vom 13. Juli 2012 teilte die 
IV-Stelle mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen. Nachdem 
sich A.________ nicht äusserte, hat die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Sep-
tember 2012 das Leistungsbegehren abgelehnt (vgl. IV-act. 66). Eine dagegen 
erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2012 128 vom 
6. März 2013 abgewiesen (IV-act. 75).

B. Am 14. August 2013 traf bei der IV-Stelle ein neues Leistungsbegehren ein 
(IV-act. 81), nachdem A.________ vom 23. Juli 2013 bis zum 12. August 2013 
eine stationäre Entzugsbehandlung (Opiate und Kokain) in einer Klinik in 
F.________ absolviert hatte (IV-act. 85). 

Am 27. September 2013 teilte die IV-Stelle mit, dass Berufsberatung im Hinblick 
auf eine Umschulung gewährt werde (IV-act. 87). Am 22. November 2013 erteilte 
die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Arbeitstraining/ Praktikum bei der Firma 
G.________ (IV-act. 95). Mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 legte die IV-
Stelle das Taggeld auf Fr. 157.60 fest (IV-act. 101). Im anschliessenden Be-
schwerdeverfahren erhöhte das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2014 17 + 47 
vom 6. August 2014 das Taggeld auf Fr. 252.-- (IV-act. 166).

C. Am 12. Januar 2015 erstattete das H.________ ein interdisziplinäres Gut-
achten (IV-act. 208). 

Am 3. Februar 2015 war A.________ als Beifahrer innerorts in I.________ vor 
einer Kreuzung in einer Auffahr-Kollision involviert, wobei er sich anschliessend 
im Spital J.________ ambulant kontrollieren liess (vgl. UV-act. 7-21/318).

Mit Schreiben vom 10. August 2015 forderte die IV-Stelle A.________ auf, die im 
MEDAS-Gutachten angeführte stationäre psychiatrische Behandlung durchzu-
führen (IV-act. 222). Vom 17. August 2015 bis 28. September 2015 hielt sich 
A.________ in der Psychiatrischen Klinik K.________ in L.________ auf (IV-act. 
229 bzw. 233-12ff./17). 

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D. Gemäss dem Schweizerischen Handelsamtsblatt vom ____ 2016 wurde 
A.________ als Mitglied des Verwaltungsrats der M.________ mit Einzelunter-
schrift im Register eingetragen (diese AG bezweckte u.a. das Führen einer Firma 
im Baugewerbe, v.a. Ausführung von Eisenleger-, Schalungs- und Armierungsa-
rbeiten im Akkord etc.). Gemäss Publikation vom _____ 2016 wurde das Domizil 
dieser AG nach I.________ (Gemeinde N.________, d.h. an den damaligen 
Wohnort von A.________) verlegt (vgl. IV-act. 258). 

Am 30. April 2016 unterzeichnete A.________ einen Arbeitsvertrag mit der 
M.________ mit einem Pensum von 20% und einem Bruttolohn von monatlich 
Fr. 2'500.-- (IV-act. 251). 

Der zweite Aufenthalt in der Klinik K.________ folgt am 8. Februar 2017 (bis 
14.3.2017, vgl. IV-act. 257, 259). 

Mit Schreiben vom 26. April 2017 (IV-act. 262) und vom 22. Mai 2017 (IV-act. 
264) forderte die IV-Stelle den Rechtsvertreter von A.________ auf, den aktuel-
len Buchhaltungsabschluss der M.________ sowie eine Auflistung sämtlicher 
Mitarbeiter dieser Gesellschaft für 2016 einzureichen. Mit Schreiben vom 8. Juni 
2017 (IV-act. 265) und vom 15. August 2017 (IV-act. 269) ersuchte der Rechts-
vertreter um eine Fristverlängerung. Diese Unterlagen (welche inkl. A.________ 
sieben Mitarbeiter auswiesen) gingen am 17. August 2017 bei der IV-Stelle ein 
(IV-act. 270). Mit Schreiben vom 20. Oktober 2017 an die IV-Stelle teilte der 
Rechtsvertreter mit, dass A.________ in der nächsten Zeit versuchen werde, das 
Arbeitspensum bei der M.________ auf 100% zu steigern, weshalb das Verfah-
ren vorderhand zu sistieren sei (IV-act. 273). 

Eine Rückfrage der IV-Stelle vom 14. Juni 2018 (IV-act. 274) beantwortete der 
Rechtsvertreter am 29. Juni 2018 dahingehend, dass sich der psychische Ge-
sundheitszustand von A.________ im letzten Monat (Mai 2018) verschlechtert 
habe und er aktuell noch zu 50% arbeitsfähig sei (IV-act. 275). 

Mit Schreiben vom 4. September 2018 erkundigte sich die IV-Stelle beim 
Rechtsvertreter, ob A.________ sein Arbeitspensum wieder erhöht habe, bzw. 
falls dies nicht zutreffe, welche Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen wür-
den (IV-act. 277). In der Antwort vom 19. Oktober 2018 bestätigte der Rechtsver-
treter eine Arbeits(un)fähigkeit von 50% und verwies auf Dr.med. O.________ 
(P.________), welcher A.________ behandle (IV-act. 278). In der Folge versuch-
te die IV-Stelle erfolglos, vom erwähnten Dr.med. O.________ einen Arztbericht 
zu erhalten (IV-act. 281, 282, 287, 288, 291, 294, 295).

E. Mit Vorbescheid vom 31. März 2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leis-
tungsbegehren abzuweisen. Mit Einwänden vom 18. Mai 2020 (IV-act. 300) und 

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vom 14. Juli 2020 (IV-act. 306) opponierte A.________ gegen die Ablehnung 
seines Leistungsbegehrens. Mit Verfügung vom 25. August 2020 hielt die IV-
Stelle daran fest, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde.

F. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig mit Eingabe vom 
28. September 2020 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Q.________ 
Beschwerde erheben mit dem folgenden Antrag: 

Die Verfügung vom 25. August 2020 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer 
Rentenleistungen auszurichten. 

Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Q.________ trat mit Beschluss vom 
2. Oktober 2020 auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit nicht ein und über-
wies sie ans Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (Eingang am 24.11.2020). 
Ein vorsorgliches Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
(URP, inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) wurde mit der Bezahlung des 
Kostenvorschusses sowie dem Verzicht auf die Einreichung der URP-Unterlagen 
gegenstandslos. 

Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Dem Beschwerdeführer wurde bereits im Gerichtsentscheid I 2012 128 
vom 6. März 2013 grundsätzlich dargelegt, welche Bestimmungen und Regelun-
gen für die Zusprechung einer IV-Rente von Bedeutung sind. Es kann darauf 
verwiesen werden, ohne dass diese Ausführungen hier zu wiederholen wären 
(IV-act. 75).

1.2.1  Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass der Beschwerdeführer bereits 
am 7. Juni 2011 eine IV-Anmeldung für IV-Leistungen unterzeichnet und einge-
reicht hatte. Nach Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 13. September 2012, 
dass kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe (IV-act. 66), was im erwähnten 
Gerichtsentscheid vom 6. März 2013 bestätigt wurde (IV-act. 75). Rund 5 Monate 
später (am 13. bzw. 14.8.2013 = Eingang des Gesuchs) meldete sich der Be-
schwerdeführer erneut bei der IV-Stelle für einen Leistungsbezug (IV-act. 81).

1.2.2  In einer solchen Konstellation hängt die Beantwortung der Fragestellung, 
ob und inwiefern ungeachtet des bereits einmal geprüften und abgelehnten Leis-
tungsanspruchs zwischenzeitlich ein Anspruch auf eine IV-Rente entstanden sei, 
grundsätzlich davon ab, ob eine anspruchsbegründende Veränderung stattge-
funden hat (sei es hinsichtlich des Gesundheitszustands, sei es hinsichtlich der 

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erwerblichen Auswirkungen), wobei die Grundsätze zur Rentenrevision analog 
Anwendung finden (vgl. VGE I 2020 73 vom 19.2.2021 Erw. 1.1 mit Verweis auf 
BGE 133 V 108 v.a. Erw. 5.2.). 

1.3 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers erheblich, so 
wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 
Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 Erw. 3.5). 

1.4 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 
eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung bzw. Entscheidung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_382/2018 vom 21.1.2019 Erw. 2 mit Verweis auf BGE 133 V 
108). 

1.5 Hier bildet die bereits erwähnte Verfügung vom 13. September 2012 mit 
gerichtlicher Überprüfung vom 6. März 2013 und der darin enthaltenen 
Ablehnung eines Rentenanspruchs grundsätzlich Ausgangspunkt für die 
Fragestellung, ob zwischenzeitlich eine anspruchserhebliche Änderung 
eingetreten ist (oder nicht).

1.6.1  Ergänzend ist festzuhalten, dass in der Rechtsprechung die Aufgaben von 
Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit je-
her wie folgt verteilt worden sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es 
erstens, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwick-
lung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztli-
cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Be-
funde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 

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wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 105 V 156 
Erw. 1 begründete und in vielen Urteilen bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 
132 V 93 Erw. 4).

1.6.2  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht er-
messensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak-
tisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (siehe Urteil des Bundesgerichts 
I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychi-
scher Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f., zwischenzeitlich 3. Aufl. der Qua-
litätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten von 2016, nachfolgend 
Qualitätsleitlinien bzw. QL abgekürzt). 

1.6.3  Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizini-
schen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an den 
normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der ent-
sprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die Rechtsan-
wender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die 
Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten ha-
ben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der 
rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 
V 418 Erw. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwen-
dern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der 
medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbe-
urteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzuneh-
men, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsme-
dizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 6 
S. 307 f.; 8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

1.6.4  Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkun-
gen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschlies-
send nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 
kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbe-
dingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prü-

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fung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrach-
tung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 
die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person aus-
wirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

2. Im Rahmen der erstmaligen Leistungsprüfung wurden u.a. die nachfolgen-
den, im erwähnten Gerichtsentscheid aufgeführten Angaben von medizinischen 
Fachpersonen geprüft und wie folgt gewürdigt:

2. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, "mein körperlicher und psychi-
scher Zustand hat sich dramatisch verschlechtert". Wegen ständiger chronischer 
Schmerzen müsse er starke Schmerzmittel einnehmen, die zu einer Medikamen-
tenabhängigkeit geführt hätten. Wahrscheinlich sei ein Rehabilitationsaufenthalt 
mit Medikamentenentwöhnung erforderlich. (…).

2.1.1 Dem Bericht vom 30. Dezember 2010 von Dr.med. R.________ (Oberärztin 
Innere Medizin, Spital J.________) und Dr.med. S.________ (Assistenz-arzt Inne-
re Medizin) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 23. Dezember 
2010 unter starken Rückenschmerzen im Bereich der BWS litt. Ein konventionelles 
Röntgenbild der BWS vom 24. Dezember 2010 war unauffällig. Da die Schmerzen 
trotz Schmerzmitteln (Tramal, Sirdalud, Dafalgan) zunahmen, erfolgte eine Hospi-
talisation vom 26. bis 29. Dezember 2010. Im MRI vom 28. Dezember 2010 zeigte 
sich im Segment BWK 8/9 links eine paramediane Diskushernie mit Duralschlau-
chimpression (…).

Nach dem Ausbau der Schmerzmedikation mit Oxycontin kam es zu einer deutli-
chen Besserung der Schmerzen (…).

2.1.2  Dr.med. E.________ (Innere Medizin FMH, C.________, vormaliger Haus-
arzt des Beschwerdeführers) bescheinigte dem Beschwerdeführer am 11. Januar 
2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für die Zeit vom 29. Dezember 2010 bis 31. 
Januar 2011 (…). Mit Arztzeugnis vom 24. März 2011 schrieb er ihn weiterhin bis 
31. März 2011 krank (…). 

2.1.3  Im März 2011 wurde im Stadtspital T.________ Q.________ eine ambulan-
te rheumatologische Untersuchung vorgenommen. Im Bericht vom 15. März 2011 
von Dr.med. U.________ (Leitender Arzt, Klink für Rheumatologie und Rehabilita-
tion) und Dr.med. V.________ (Assistenzarzt, Klink für Rheumatologie und Reha-
bilitation) wurde u.a. was folgt festgehalten (…):

Patient berichtet, dass er seit ca. 2-3 Monaten Schmerzen im Rücken mit diffuser 
Ausstrahlung zum Kopf und zu den Beinen habe. Die Schmerzen sind auch in der 
Nacht vorhanden. Besonders wenn er sich bewegt, kommen die Beschwerden. (…).

Die Ursache der obenerwähnten Beschwerden ist ein thorakolumbales paraver-
tebrales Schmerzsyndrom links betont mit magnettomographisch ambulant nachge-
wiesener paramedianer Diskushernie BWK 6 bis 9 unter dekonditionierter autochtho-
ner Rückenmuskulatur. Da bereits ambulant ein MRI der BWS im Dezember 2010 an-
gefertigt wurde und keine Schmerzänderung seitens des Patienten beobachtet wurde, 
sehen wir von einer erneuten Diagnostik ab, führten aber bei evtl. entzündlicher Ursa-
che obengenannter Beschwerde eine Skelettszintigraphie durch, welche völlig un-
auffällig war (…). Wir empfehlen intensive Physiotherapie, Durchführung des instruier-

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ten Heimprogrammes, Training im Ausdauerbereich, erlernen von Coping-Strategien, 
bedarfsweise Analgesie, Vermeiden von schweren Lasten mit gleichzeitig aktiv lumba-
len Bewegungen. 

2.1.4  Mit Arztzeugnis vom 28. März 2011 attestierte Dr.med. W.________ (Mitar-
beiter Praxis Dr.med. X.________, Rheumatologie und physikalische Medizin, 
Y.________) vom 19. März 2011 bis 18. April 2011 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit, ohne dies näher zu begründen (…). 

2.1.5  Am 3. Mai 2011 war der Beschwerdeführer an einem Auffahrunfall beteiligt 
(…). Am 22. August 2011 wurde an der Rehaklinik Z.________ ein ambulantes 
Assessment durchgeführt. Im Bericht vom 25. August 2011 führten Dr.med. 
AA.________ (Spitalfacharzt Arbeitsorientierte Rehabilitation) und Dr.med 
AB.________ (Stv. med. Leiter Arbeitsorientierte Rehabilitation) zum Eingliede-
rungspotential des Beschwerdeführers und weiteren Aspekten u.a. was folgt aus 
(…): 

Aus medizinisch-diagnostischer Sicht ist unseres Erachtens bei guter Kooperation und 
Leistungsbereitschaft mit einer optimalen Therapie […] eine erhebliche Verbesserung 
der Beschwerden und der arbeitsbezogenen Belastbarkeit zu erreichen. Es ist aber 
auch nach einer optimalen Rehabilitation mit intermittierend leichten Einschränkungen 
bezüglich thorakalen Diskushernien zu rechnen. 
(…). 
Psychische Verfassung
Die psychische Verfassung wird in der Selbsteinschätzung als in Ordnung bezeichnet. 
Der Patient sei schmerzbedingt etwas gereizt gegenüber Drittpersonen und er fühle 
sich manchmal antriebslos. Während des Assessments ergaben sich keine Hinweise 
auf Auffälligkeiten im psychischen Bereich. 

Schmerzverhalten und Leistungsbereitschaft
Insgesamt adäquates Schmerzverhalten und Leistungsbereitschaft.
(…).
Arbeit, Eingliederung
Im Hinblick auf den bisherigen Verlauf und die heutigen Resultate ist unter obigen The-
rapieempfehlung von einer raschen Steigerung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Prognose
Unter Berücksichtigung obiger Empfehlungen ist von einer guten Prognose auszuge-
hen. 

2.1.6 Im Auftrag der AC.________ wurde der Beschwerdeführer am 16. April 2012 
von Dr.med. AD.________ (Facharzt für Neurologie, I.________) untersucht, wel-
cher folgende Diagnosen stellte (…):

Chronisches cervikocephales Syndrom
St. n. HWS Distorsion QTF 1 05/2011
St. n. thorakolumbalem Schmerzsyndrom 12/2010
- MR BWS: paramediane Diskushernien BWK 6-9 12/2010

Seine Beurteilung fasste er u.a. wie folgt zusammen (…): 
Die anamnestischen und klinischen Befunde sind mit einem chronischen cer-
vikocephalen Schmerzsyndrom vereinbar. Es ist im Anschluss an einen Auffahrunfall 
am 03.05.2011 aufgetreten. Die Schmerzen haben zu einem beträchtlichen Analge-
tikakonsum geführt, aktuell ist der Patient in Absprache mit seinem Hausarzt dabei, 
Oxycontin und Oxynorm auszuschleichen. 
In der heutigen neurologischen Untersuchung lässt sich kein Cervikalsyndrom nach-
weisen, aktive Kopfbeweglichkeit ist sehr gut. Im MR HWS findet man eine Steilstel-
lung der mittleren und unteren Halswirbelsäule als Hinweis auf chronische Schmer-
zen und dadurch bedingte reflektorische Muskelanspannung. Eine spinale Enge oder 

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eine cervikale Diskushernie kann nicht nachgewiesen werden. Klinisch findet man 
keine radikulären Zeichen und keine Myelopathie. 
Vorbestehend ist ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom von Dezember 2010, bei 
dem man 3 thoracale Diskushernien auf Höhe BWK 6-9 nachgewiesen hat. Radiku-
läre, thoracale Zeichen findet man weder anamnestisch noch klinisch. 
Es wird eine allmähliche Wiedereingliederung in das Berufsleben empfohlen, vor-
zugsweise mit leichter körperlicher Arbeit beginnend.

Im Bericht vom 22. Juni 2012 an die IV-Stelle bestätigte Dr.med. AD.________ 
seine grundsätzlich günstige Prognose, allerdings nicht für den bisherigen Beruf 
als selbständiger Eisenleger, sondern in einem körperlich weniger anspruchsvollen 
Beruf. Limitierend seien langfristig vor allem die Diskushernien thorakal. Die chro-
nischen Nacken- und Hinterkopfschmerzen sollten langfristig abnehmen. Es sei 
auch von einer Schmerzverarbeitungsstörung auszugehen (...). 

2.1.7 Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer ein von der Staatsanwalt-
schaft I des Kantons Q.________ beim AE.________ in Auftrag gegebenes Gut-
achten ein, welches am 25. Mai 2012 von Dr.med. AF.________ (Oberärztin/ 
Fachärztin für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin) verfasst wurde und sich zur 
Einvernahmefähigkeit äussert. Hintergrund dieser Begutachtung bildet der Um-
stand, wonach dem Beschwerdeführer verschiedene Delikte vorgeworfen werden 
(u.a. Autoleasingbetrug in 8 Fällen, mehrfache Drohung gegenüber Betreibungs-
beamten etc.). Im Rahmen dieser Begutachtung wurde u.a. im Hinblick auf allfälli-
gen Drogen- und Medikamentenkonsum ein Urinscreening vorgenommen sowie 
eine Haaranalyse durchgeführt. Im Ergebnis hielt die Gutachterin u.a. fest, dass 
der Beschwerdeführer die betreffenden Medikamente in einem therapeutischen 
Umfang einnimmt, welcher seine Steuerungs- resp. Einvernahmefähigkeit nicht 
beeinträchtigt. Ein Opiatmissbrauch konnte für den überprüften Zeitraum ausge-
schlossen werden, derweil angesichts der Resultate beim Cocain die Gutachterin 
einen massiven Cocainmissbrauch im Sinne einer Abhängigkeit annimmt. Im Übri-
gen stellte die Gutachterin fest, dass sich der Beschwerdeführer in einem guten 
Allgemeinzustand befand, keine Einschränkungen des Bewegungsapparates vor-
lagen und an klinischen Befunden lediglich eine Klopfdolenz über der unteren 
Brustwirbelsäule ausgemacht werden konnte. Zeitlich, örtlich und zur eigenen Per-
son war der Beschwerdeführer vollumfänglich orientiert. Es ergaben sich keine 
Hinweise für Gedächtnis- oder Denkstörungen oder eine mögliche Verlangsamung. 
Im Affekt schien der Beschwerdeführer "zeitweise sehr gedrückt" (vgl. zit. Gutach-
ten, S. 15f.).

2.1.8 Am 2. November 2012 ging vom Beschwerdeführer noch ein Arztbericht von 
Dr.med. AG.________ (FMH Neurologie, Q.________) vom 30. Oktober 2012 ein. 
Darin wurde u.a. ausgeführt, einerseits bestehe ein chronisches thorakolumbales 
Schmerzsyndrom mit Nachweis von Diskushernien auf den Etagen Th6-9, teil-
weise mit Kontakt zum Myelon. Diese Befunde würden die anhaltenden Schmer-
zen erklären, seien aber ohne Folgen für das Rückenmark; klinische Hinweise für 
eine Kompressionsmyelopathie bestünden keine. Das HWS-Trauma vom 3. Mai 
2011 anderseits bewirke eine "bis heute anhaltende Verschlechterung dieser 
Schmerzen und das HWS-Trauma selber bewirkte bis heute anhaltende cervico-
cephale Schmerzen". Therapeutisch sei neben einer Physiotherapie zur Behand-
lung der Schmerzen der Wirbelsäule auch eine Entzugsbehandlung notwendig, 
wobei eine solche nur unter stationären Verhältnissen erfolgversprechend sein 
könne. Insgesamt ging Dr.med. AG.________ von einer vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit aus (…).

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2.2.1 Eine Auswertung und Würdigung der dargelegten Arztberichte führt zum Er-
gebnis, dass beim Beschwerdeführer ein thoracovertebrales Schmerzsyndrom (mit 
drei thoracalen Diskushernien auf Höhe BWK 6-9) sowie ein chronisches cerviko-
zephales Schmerzsyndrom vorliegen und zudem eine Cocainabhängigkeit besteht. 
Hingegen konstatierte der vom Unfallversicherer beauftragte Facharzt Dr.med. 
AD.________ keine spinale Enge sowie keine cervikale Diskushernie, ebenso we-
nig stellte er radikuläre Zeichen fest noch eine Myelopathie. Nach seiner Beurtei-
lung ist langfristig mit einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste, 
körperlich leichtere Tätigkeiten zu rechnen (…).

2.2.2  Im aktuellsten Bericht vor Erlass der angefochtenen Verfügung, welcher auf 
Untersuchungen vom 5. April 2012 basiert, attestierte die AE.________-
Gutachterin einen guten Allgemeinzustand ohne Einschränkung des Bewegungs-
apparates. Im Einklang damit steht, dass beim ambulanten Assessment vom 22. 
August 2011 in der Rehaklinik Z.________ nach einer Rehabilitationsphase (mit 
Muskelaufbautraining, aktivierenden Massnahmen wie Schwimmen sowie Wär-
meapplikation zur Linderung intermittierend auftretenden leichten Einschränkungen 
etc.) mit einer raschen Steigerung der Arbeitsfähigkeit bei leidensangepassten 
Tätigkeiten gerechnet wurde (...). Anzufügen ist, dass in der biomechanischen 
Kurzbeurteilung vom 20. September 2011 hinsichtlich der Auffahrkollision vom 3. 
Mai 2011 die Gutachter AH.________ (Fachärztin für Rechtsmedizin), PD 
Dr.sc.techn. AI.________ (Dozent für Trauma-Biomechanik/ Biomechanik von 
Sportverletzung AJ.________) und Dr.sc.techn. AK.________ (dipl.Ing. ETH/ Do-
zent für Trauma-Biomechanik AJ.________) zum Ergebnis gelangten, dass die 
anschliessend an das Ereignis beim Versicherten festgestellten, von der HWS 
ausgehenden Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung im Nor-
malfall wie im hier vorliegenden Fall "eher nicht erklärbar sind" (vgl. …).

2.2.3 Soweit sich der Beschwerdeführer auf eine von Dr.med. AG.________ im 
Bericht vom 30. Oktober 2012 beschriebene Verschlechterung des Gesundheits-
zustands beruft, ist zu beachten, dass im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nur 
die bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretene Entwicklung zu 
berücksichtigen ist (vgl. …), Dr. AG.________ indes den Versicherten erst am 29. 
Oktober 2012 und mithin rund 6½ Wochen nach Erlass der angefochtenen Verfü-
gung untersucht hat. In diesem Zusammenhang fällt ins Gewicht, dass die Vorin-
stanz dem Versicherten mit Vorbescheid vom 13. Juli 2012 (…) mitgeteilt hat, in 
einer leichten Tätigkeit ohne Zwangshaltung könne der Versicherte auf dem allge-
meinen Arbeitsmarkt ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen. 
Verhielte es sich so, dass zu jener Zeit (Sommer 2012) sich der Gesundheitszu-
stand in relevanter Weise verschlechterte, wäre vom Versicherten zu erwarten ge-
wesen, dass er auf den Vorbescheid vom 13. Juli 2012 reagiert und der IV-Stelle 
diese Entwicklung mitgeteilt hätte. Nachdem sich der Versicherte bis zum 13. Sep-
tember 2012 gegenüber der IV-Stelle nicht gemeldet hat, ist nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlich davon auszugehen, dass bis zum Verfügungs-
erlass keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten 
ist.

2.3 Was sodann den Konsum von abhängig machenden Substanzen anbelangt, 
verhält es sich so, dass nach ständiger Rechtsprechung Alkoholismus, Medika-
mentenmissbrauch und Drogensucht an sich keine Invalidität begründen. Dagegen 
wird eine solche Sucht im Rahmen der Invalidenversicherung bedeutsam, wenn 
sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein kör-

11

perlicher oder geistiger Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie 
selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem 
Krankheitswert zukommt (Bundesgerichtsurteil 8C_48/2012 vom 3.12.2012 Erw. 
2.3 mit Hinweis auf AHI 2002 S. 30; I 955/05 vom 6.11.2006 Erw. 3.1). Dafür, dass 
diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall erfüllt sind, ergeben sich keine Hin-
weise. Dies gilt insbesondere für das AE.________-Gutachten vom 25. Mai 2012, 
welches im Hinblick auf eine allenfalls durch Medikamenten- und Drogenmiss-
brauch beeinträchtigte Einvernahmefähigkeit erstellt wurde und den vorstehend 
dargelegten Anforderungen an einen beweiskräftigen Arztbericht vollumfänglich 
gerecht wird (…). In der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 5) wurde das Er-
gebnis der AE.________-Begutachtung überzeugend gewürdigt und dargelegt, 
weshalb hinsichtlich der vom Beschwerdeführer konsumierten Stoffe keine invalidi-
sierenden Beeinträchtigungen anzunehmen sind, ohne dass diesbezüglich noch 
zusätzliche Abklärungen zu treffen wären. Es kann hier darauf verwiesen werden. 
Soweit es sich so verhalten sollte, dass ein depressives Zustandsbild (vgl. 
AE.________-Gutachten, S. 16 oben) zumindest teilweise durch den Drogenkon-
sum und eine psychosoziale Problematik begründet und unterhalten wird, ist darin 
grundsätzlich kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Gesetz und 
Rechtsprechung zu erblicken (vgl. Urteil I 955/05 vom 6.11.2006 Erw. 3.3.2).

2.4 Des Weiteren ist die Fragestellung zu prüfen, ob zusätzlich eine invalidisie-
rende psychisch bedingte Beeinträchtigung hinzugekommen ist. Ausgangspunkt 
bildet der Hinweis von Dr.med. AD.________, wonach von einer Schmerzver-
arbeitungsstörung auszugehen sei (vgl. oben Erw. 2.1.6 in fine i.V.m. IV-act. …). 

Zu den geistigen Gesundheitsschäden, welche in gleicher Weise wie die körperli-
chen eine Invalidität zu bewirken vermögen, gehören neben den eigentlichen Geis-
teskrankheiten auch seelische Abwegigkeiten mit Krankheitswert. Nicht als Aus-
wirkungen einer krankhaften seelischen Verfassung und damit invalidenversi-
cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Beeinträchtigungen der Erwerbsfähig-
keit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, Arbeit in 
ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass 
des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (vgl. BGE 130 V 352 
Erw. 2.2.1 S. 353 mit Hinweisen). In BGE 130 V 352 wurde im Bereich der somato-
formen Schmerzstörungen erkannt, dass die Überwindbarkeit des Leidens nur 
ausnahmsweise, unter bestimmten Voraussetzungen, zu verneinen sei. Diese 
Grundsätze wurden seither bei verschiedenen anderen psychischen Störungen für 
anwendbar erklärt, so u.a. in Bezug auf Fibromyalgie, Chronic Fatigue Syndrome 
oder Neurasthenie, dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung, dissoziati-
ve Bewegungsstörung (vgl. Übersicht in BGE 136 V 279 Erw. 3.2.1 S. 282 mit 
Hinweisen) sowie, in einer generellen Weise, bei sämtlichen pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organi-
sche Grundlage (BGE 136 V 279 Erw. 3.2.3 S. 283).

In der vorinstanzlichen Vernehmlassung (Ziff. 2.4) wurde zutreffend ausgeführt, 
welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit im Einzelfall ausnahmsweise die Un-
zumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs 
in den Arbeitsprozess angenommen werden darf. Beizupflichten ist auch der vor-
instanzlichen Argumentation, wonach von der psychiatrischen Abklärung einer di-
agnostizierten somatoformen Störung abgesehen werden kann, wenn nach der Ak-
tenlage zuverlässig und schlüssig gesagt werden kann, dass bei der in Frage ste-
henden versicherten Person die massgeblichen Kriterien nicht erfüllt sind (vgl. zit. 

12

Vernehmlassung, S. 5 unten/ S. 6 oben, mit Verweis auf Ulrich Meyer-Blaser, Der 
Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversi-
cherung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 90 mit Verweis). 
Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass im konkreten Fall nach der Aktenlage na-
mentlich weder eine psychiatrische Komorbidität von erheblicher Schwere, Inten-
sität, Ausprägung und Dauer, noch chronische Begleiterkrankungen, noch ein so-
zialer Rückzug in allen Belangen noch unbefriedigende Behandlungsergebnisse 
trotz konsequent durchgeführter Behandlungsbemühungen ersichtlich sind. Dies 
gilt erst recht, als im aktuellsten Arztbericht vor Erlass der angefochtenen Verfü-
gung, d.h. im AE.________-Gutachten vom 25. Mai 2012 ein im Normbereich lie-
gender Psychostatus erhoben wurde. Anzufügen ist ferner noch, dass anlässlich 
des Berufsberatungs-Erstgesprächs vom 7. Mai 2012 gemäss Aufzeichnungen im 
Verlaufsprotokoll keine Anhaltspunkte für eine psychische Auffälligkeit festgestellt 
wurden (vgl. …). Abgesehen davon hat der Versicherte auf das Vorbescheidver-
fahren nicht reagiert, wobei in der vorliegenden Beschwerde nicht geltend gemacht 
wurde, die fehlende Reaktion des Versicherten auf den (einen Leistungsanspruch 
verneinenden) Vorbescheid stehe in einem Zusammenhang mit psychischen Be-
einträchtigungen. Nur am Rande sei vermerkt, dass auch das vom Beschwerde-
führer mit der Einreichung des AE.________-Gutachtens thematisierte Strafunter-
suchungsverfahren, welches offenbar gegen ihn (im Hinblick auf verschiedene, ihm 
vorgeworfene Delikte wie Autoleasingbetrug in 8 Fällen, Beschäftigung von Aus-
ländern ohne erforderliche Bewilligung etc.) geführt wird, grundsätzlich gegen die 
Annahme spricht, wonach dem Versicherten aus psychischen Gründen die Teil-
nahme am Erwerbsleben nicht zugemutet werden könne.

3. Die Ablehnung des vorliegenden (erneuten) Leistungsbegehrens begründet 
die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung u.a. sinngemäss damit, dass der 
Versicherte nachweislich seit Januar 2017 bis zum Zeitpunkt des Verfügungser-
lasses (25.8.2020) der IV-Stelle nie gemeldet habe, dass er seit dieser Zeit fak-
tisch wieder vollumfänglich für die M.________ gearbeitet habe. Dies würden 
seine Steuerunterlagen (ab 2017) sowie seine Äusserungen gegenüber der 
AL.________ (Abteilung Beiträge) belegen. Demgegenüber habe er über seinen 
Rechtsvertreter am 29. Juni 2018 und am 12. November 2018 mitteilen lassen, 
dass er bloss 50% arbeitsfähig sei. Damit habe er die IV-Stelle gezielt falsch in-
formiert. Zeitgleich sei er zudem auch für andere Firmen tätig gewesen, so etwa 
für die AM.________, was er ebenfalls nie offengelegt habe. Auch sei gegenüber 
den Steuerbehörden eine volle Arbeitstätigkeit für die AN.________ für den frag-
lichen Zeitraum deklariert worden. Selbst wenn beim Versicherten (gewisse) 
Krankheitssymptome vorliegen sollten, liege keine (IV-relevante) Erwerbsun-
fähigkeit vor.

4. Dem vorliegenden Aktendossier sind seit der neuen IV-Anmeldung vom 
14. August 2013 u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben und Erkenntnisse 
zu entnehmen. 

13

4.1 Im Austrittsbericht der Klinik für Suchtmedizin F.________, wo sich der 
Versicherte vom 23. Juli 2013 bis 12. August 2013 aufgehalten hatte, führten 
Dr.med. AO.________ (Ärztliche Leitung) und die Psychologin M.Sc. 
AP.________ u.a. aus, dass der Versicherte "psychisch und körperlich stabili-
siert" aus der Klinik ausgetreten sei. Eine Arbeitsunfähigkeit für die Zeit nach 
dem Klinikaustritt wurde in diesem Bericht nicht attestiert. Hinsichtlich der berufli-
chen Situation wurde festgehalten, es sei abzuklären, ob eine Umschulung durch 
die IV möglich wäre, da er keine schweren körperlichen Arbeiten mehr tätigen 
sollte. Der Versicherte könnte sich vorstellen, sich beruflich neu zu orientieren, 
ihn würden verschiedene Bereiche interessieren, wie Immobilien, Finanzen oder 
Bauberatung. Damit der Versicherte in Zukunft abstinente Perspektiven verfolgen 
könne, sei eine Suchtberatung von zentraler Bedeutung. Wichtige Themen wären 
der Umgang mit Schmerzen, Erarbeitung eines Verständnisses für die Sucht, die 
starke Identifikation seiner körperlichen Leistung und Vernachlässigung anderer 
Lebensbereiche. Das Finden einer geeigneten beruflichen Anschlusslösung und 
der Umgang mit Konflikten (Aggressionen) und Gefühlen sowie der Aufbau einer 
befriedigenden Freizeitbeschäftigung wären wichtige Themen, damit der Versi-
cherte nicht wieder in alte Verhaltens- und Konsummuster zurückfalle (vgl. IV-act. 
83-3/3, 85-2/2).

4.2 Seit dem 21. August 2013 war der Versicherte in Behandlung beim 
AQ.________, (heute AR.________). Dr.med. AS.________ (Assistenzärztin) 
und Dr.med. AT.________ (Chefarzt AQ.________) führten nach zwei Terminen 
im Bericht vom 1. Oktober 2013 an die IV-Stelle u.a. aus, als Eisenleger sei der 
Versicherte vom Hausarzt krankgeschrieben, aus psychiatrischer Sicht sei keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden bzw. hinsichtlich des psychischen Zustands 
sollte die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich sein (IV-act. 90-4f./6 Ziff. 1.6 
und 1.9).

4.3 Anlässlich des Verlaufsgesprächs vom 15. Oktober 2013 erläuterte der 
Versicherte sinngemäss, dass er gerne Bauleiter werden möchte und dass er 
diesbezüglich ein Praktikum bei der Firma G.________ absolvieren könnte (IV-
act. 92). Mit Zwischenbericht vom 25. Oktober 2013 hielt der IV-Berufsberater 
u.a. fest, dass der Versicherte bei der erwähnten Firma, welche von 
AU.________ geleitet werde, mit 50% im Bereich Büro/Administration einsteigen 
könne und bis Februar 2014 sollte die Präsenzzeit auf 80% gesteigert werden 
(IV-act. 93). Daraufhin erteilte die IV-Stelle am 22. November 2013 Kostengut-
sprache für ein Arbeitstraining/ Praktikum bei der Firma G.________ (IV-act. 95). 
Das Taggeld wurde auf Fr. 157.60 festgelegt (IV-act. 101). Am 21. November 
2013 teilte AU.________ der IV-Stelle mit, dass der Aufwand für die Betreuung 

14

des Versicherten (im Praktikum betreffend Ausbildung als Hochbauzeichner) 
entgegen der Erwartungen zu hoch sei, weshalb das Praktikum per 19.11.2013 
beendet worden sei (IV-act. 103 i.V.m. 111-1/3). In der Folge wurde die Möglich-
keit eines Arbeitstrainings in einem geschützten Rahmen, beispielsweise bei der 
AV.________ C.________ vorgeschlagen, mit Beginn ab 17. Februar 2014 zu 
50% (IV-act. 111). Die entsprechend Eingliederungsvereinbarung wurde am 17. 
Februar 2014 vom Versicherten unterzeichnet (IV-act. 112). Am 18. März 2014 
folgte die entsprechende Taggeldverfügung (à Fr. 157.60 pro Tag, vom 
17.2.2014 bis 13.6.2014, vgl. IV-act. 119), was im anschliessenden Beschwerde-
verfahren auf ein Taggeld von Fr. 252.-- abgeändert wurde (IV-act. 166). Am 17. 
Juni 2014 unterzeichnete der Versicherte eine Verlängerung der laufenden Ein-
gliederung bei der Stiftung AV.________ in einem Pensum von 70% (IV-act. 
146), nachdem der Versicherte beim Standortgespräch vom 20. Mai 2014 erklärt 
hatte, dass er ohne Probleme auch zu 100% arbeiten könne (IV-act. 154-1/3 
oben). Ebenfalls am 17. Juni 2014 attestierte Dr.med. AW.________ dem Versi-
cherten wegen Krankheit für 2 Tage eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (mit vor-
aussichtlicher Wiederaufnahme der Arbeit ab 21. Juni 2014, vgl. IV-act. 147; sie-
he auch IV-act. 154-3/3, wonach der Versicherte damals infolge eines Sturzes 
Schmerzen an der rechten Elle aufwies). Beim Standortgespräch vom 11. Juni 
2014 war u.a. auch darauf hingewiesen worden, dass der Versicherte teilweise 
nicht zur Arbeit erschien, i.d.R. sich aber immer abmeldete ("manchmal per E-
Mail am Morgen um 4 Uhr"); einmal habe er unentschuldigt an einem Montag ge-
fehlt, als er nach einem Wochenendausflug nach Deutschland erst um 4 Uhr am 
Montagmorgen zuhause angekommen sei (IV-act. 154-1/3 unten).

4.4 Mit Verlaufsbericht vom 30. Juni 2014 teilten Dr.med. AS.________ und 
Dr.med. AT.________ (AQ.________ J.________) der IV-Stelle einen statio-
nären Gesundheitszustand des Versicherten mit. Neu wurde die Diagnose einer 
posttraumatischen Belastungsstörung gestellt, seit Mai 2014 bekannt. Zudem 
wurde auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit instabilen und unreifen 
Anteilen (ICD-10 F61), auf eine Störung durch Opioide und Kokain, aktuell absti-
nent (ICD-10 F11.20/F14.20) und unveränderte somatische Diagnosen verwie-
sen (IV-act. 148-1/3). Das Leben des Versicherten sei seit Jahren durch die Im-
pulsivität, v.a. verbale Aggression mit Drohungen, wenig Ausdauer beim Bleiben 
in einer Beschäftigung, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, vermin-
derter Belastbarkeit bei Lärm beeinträchtigt, ohne dass ein konkreter Arbeitsun-
fähigkeitsgrad attestiert wurde (IV-act. 148-3/3; siehe auch IV-act. 150-3/5, wo-
nach die gleichen Fachpersonen des AQ.________ J.________ in einem Schrei-
ben vom 30. Juni 2014 an den Rechtsvertreter des Versicherten ausführten, dass 

15

die erwähnten psychischen Befunde einen "negativen Einfluss auf das Ausüben 
von beruflicher Tätigkeit" hätten).
Im Abschlussbericht der AV.________ Stiftung vom 17. Juli 2014 wurde u.a. auf 
die Absenzen und Fehlzeiten hingewiesen, welche einerseits mit vielen Terminen 
(Gericht, Arzt, Anwalt) und andererseits mit Schlafstörungen, Rückenschmerzen 
begründet wurden. Gegen Ende der Eingliederungsmassnahme habe der Versi-
cherte sich nicht mehr motivieren können, zur Arbeit zu kommen ("er habe zu 
viele Probleme und sehe keine Zukunft", vgl. IV-act. 164-1/2 unten).

Unmittelbar nach Beendigung des Arbeitstrainings bei der AV.________ Stiftung 
nahm der Versicherte ab August 2014 eine Arbeit zu 50% bei der Baufirma 
AX.________ Y.________ "als Vorarbeiter" auf, wobei er im Oktober 2014 fristlos 
entlassen wurde (vgl. IV-act. 208-15/44, Ziff. 3.2 in fine i.V.m. IV-act. 208-13/44 
oben; gemäss den Selbstangaben gegenüber der AC.________ vom 5.3.2015 
hatte der Versicherte bei der AX.________ "als Geschäftsführer gearbeitet", vgl. 
Fremdakten 7-21/318 unten).

4.5 Die IV-Stelle veranlasste eine polydisziplinäre Abklärung, wobei die ausge-
loste Gutachterstelle (H.________) ihr Gutachten am 12. Januar 2015 erstattete. 
Als Gutachter wirkten mit (IV-act. 173 i.V.m. IV-act. 208):

Dr.med. AY.________ (Allgem. Innere Medizin)
Dr. AZ.________ (Psychiatrie und Psychotherapie)
Dr. BA.________ (Rheumatologie resp. Orthopädie) 

Im Rahmen der gemeinsamen Konsenskonferenz vom 6. November 2014 stell-
ten die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(IV-act. 208-39/44):

- ADHS mit Persistenz im Erwachsenenalter
- Verdacht auf Persönlichkeitsveränderung nach Traumatisierung in der frühen 

Kindheit
- Störung durch Opioide und Kokain, gelegentlicher Substanzgebrauch
- Chronisches cervicothoracales Schmerzsyndrom mit Insertionstendinosen an 

der Vertebra prominens bei
o Status nach Beschleunigungstrauma der HWS am 03.05.2011 (QTF I)
o Fehlstellung und Haltungsinsuffizienz
o degenerativen Veränderungen

- Chronisches thoracovertebrales Schmerzsyndrom mit Tendomyosen und akti-
vierter Facettenarthrose im Kyphosescheitel bei
o I Discushernien ohne Nervenwurzelkontakt mit Duralschlauchimpressio-

nen bei BWK 6/7, BWK 7/8 und BWK 8/9 (MRI vom 28.12.10)
o Osteochondrosen und Spondylarthrosen im Kyphosescheitel (Röntgen-

aufnahmen vom 5.11.14)

Bei den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden u.a. eine ar-
terielle Hypertonie, Übergewicht (BMI 30), ein chronisches lumbosacrales 

16

Schmerzsyndrom bei belastungsabhängig aktivierter Facettenarthrosen (u.a.) 
aufgeführt (IV-act. 208-40/44). 

Die Auswirkungen der gestellten Diagnosen auf die bisherige Tätigkeit sowie auf 
adaptierte Tätigkeiten wurden von den Gutachtern wie folgt zusammengefasst 
(IV-act. 208-41f./44):

Aus somatischer Sicht ist der Versicherte in Anbetracht der degenerativen Verände-
rungen mit Discushernien zwischen Th6 und Th9 und der damit verbundenen Mög-
lichkeit einer sich entwickelnden thoracalen Myelopathie in seiner körperlichen Be-
lastbarkeit beeinträchtigt. Die Belastbarkeit ist auf leichte Tätigkeiten beschränkt. Die 
zuletzt durchgeführte Tätigkeit als Eisenleger kann nicht mehr durchgeführt werden. 
Seine früheren Tätigkeiten in leitender und organisierender Position können aus or-
thopädischer Sicht geleistet werden.
Aus psychiatrischer Sicht sind geistige Tätigkeiten aufgrund der ADHS-Symptomatik 
für den Versicherten nicht adäquat. Manuelle Tätigkeiten beziehungsweise wechsel-
hafte Tätigkeiten sind ausführbar. Hierbei ist zu beachten, dass der Versicherte in 
einem hierarchisch geführten Berufsumfeld sich nicht integrieren kann. Das Verhal-
ten ist neben der Hyperaktivität geprägt durch eine hohe Impulsivität, welche sich 
meist durch Drohungen und Konflikte äussert. Aktuell ist der Versicherte aus psych-
iatrischer Sicht nicht arbeitsfähig.
(...)
Sofern im psychiatrischen Bereich eine adäquate Behandlung, speziell auch eine 
Medikation etabliert werden kann, z.B. Methylphenidat als Versuch, und eine Absti-
nenz von Opiaten und Kokain erreicht werden kann, sollte die Arbeitsfähigkeit auf 
circa 50% gesteigert werden können.

4.6.1  Ungeachtet dessen, dass der Versicherte gemäss dem vorgenannten Gut-
achten vom 12. Januar 2015 aus psychiatrischer Sicht (vorerst) als nicht arbeits-
fähig beurteilt wurde, meldete er sich bei der Arbeitslosenversicherung zum Leis-
tungsbezug an. Gegenüber der Arbeitslosenkasse BB.________ machte der 
Versicherte schriftlich (E-Mail vom 22.2.2015) geltend, dass er seit dem 1. Fe-
bruar 2015 eine leichte Arbeit in einem Pensum von 100% suche ("Büro, Lager 
oder sonst was", vgl. Fremdakten 3-47/51 bzw. 7-49/318). Gemäss Mitteilung 
dieser Arbeitslosenkasse BB.________ vom 24. Februar 2015 wurde dem Versi-
cherten ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (mit einer Taggeldleistung 
von Fr. 224.60 brutto) zugestanden (vgl. Fremdakten 7-33/318 oben). 

4.6.2  Kurz zuvor war der Versicherte (am 3.2.2015) als Beifahrer an einer Auf-
fahrkollision (innerorts) beteiligt, als das von einem Kollegen gelenkte Fahrzeug 
vor einer Kreuzung anhielt und der nachfolgende Fahrzeuglenker nicht rechtzei-
tig anhalten konnte. Hinsichtlich der gesundheitlichen Folgen erläuterte der Ver-
sicherte gegenüber einem AC.________-Mitarbeiter am 5. März 2015, dass sich 
nach dem Unfall die schon vorher existierenden Nackenschmerzen massiv ver-
stärkt hätten; zudem leide er unter Schlafstörungen; im Spital J.________ habe 
nach dem Unfall nur eine einmalige Kontrolle stattgefunden; er konsultiere re-

17

gelmässig den Hausarzt Dr.med. AW.________ in C.________ (zuletzt am 
20.2.2015, eine nächste Kontrolle erfolge demnächst, siehe Fremdakten 7-
21/318 i.V.m. 7-39ff./318). Die AC.________ teilte der Arbeitslosenkasse 
BB.________ am 16. März 2015 zunächst mit, dass der Versicherte für leichte 
Tätigkeiten vermittelbar sei und dementsprechend ein Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung gegeben sei (Fremdakten 3-46/51). 

4.6.3  Anlässlich eines ambulanten Assessments in der Rehaklinik Z.________ 
vom 9. April 2015 umschrieb der Versicherte seine gesundheitlichen Probleme 
mit: Schlafstörungen, Nackenschmerzen, Kopfschmerz und Schwindel, Konzen-
trationsstörungen, Beschwerden im BWS- und LWS-Bereich (Fremdakten 7-
91/318 unten). Gemäss Bericht resultierten beträchtliche rehabilitations- und ein-
gliederungsrelevante Auffälligkeiten im sozialen Umfeld, welche sich negativ auf 
den Heilungsprozess auswirken könnten: Konfliktsituationen, psychosoziale Si-
tuation, Arbeitslosigkeit, Status nach Drogenmissbrauch und Entzug. Der Versi-
cherte bezeichnete sich als depressiv, innerlich unruhig, angespannt, deutlich 
ADHS-geplagt; er sei aufbrausend und aggressiv. Während des Assessments 
seien die innere Unruhe und der Leidensdruck deutlich geworden. Die strukturier-
te Befragung über den Umgang mit Schmerzen und Rehabilitationshindernisse 
hätten ebenfalls Hinweise auf eine Auffälligkeit im psychischen Bereich ergeben. 
Der Versicherte könne sich in seiner momentanen psychischen Verfassung eine 
Tätigkeit kaum vorstellen (Fremdakten 7-93/318).

4.7.1  Eine neurologische Untersuchung bei Dr.med. BC.________ (FMH für 
Neurologie/ Computer-Tomographie, Q.________) vom 21. April 2015 ergab in 
der Beurteilung eine komplexe Problematik mit somatischen und psychischen 
Faktoren, wobei das Cervicalsyndrom mässigen Grades sei, neurologisch keine 
eindeutigen radikulären Ausfälle, nur ganz minime Schwäche C6 links, eine mus-
culo-ske-lettale Symptomatik auf der linken Seite sowie Lumboischialgie links 
anamnestisch und der Beschreibung nach L5 (ohne aktuelle Bildgebung, vgl. 
Fremdakten 7-126/318 unten). 

4.7.2  Eine weitere neurologische Untersuchung erfolgte am 28. Mai 2015 durch 
Dr.med. AD.________ (Facharzt für Neurologie, I.________), welcher im Bericht 
vom 1. Juni 2015 an die AC.________ folgende Diagnosen stellte (Fremdakten 
7-130/318):

Rezidivierende Cervikalgie
St.n. HWS Distorsion QTF II 02/2015
St.n. HWS Distorsion QTF I 05/2011
Komplexe posttraumatische Belastungsstörung

- Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung
- St.n. Abhängigkeitssyndrom mit Opioiden und Kokain

18

Arterielle Hypertonie

In seiner Beurteilung führte dieser Neurologe u.a. aus, aktuell finde sich kein re-
levantes Cervikalsyndrom, die aktive Kopfbeweglichkeit sei praktisch frei. An den 
Armen fänden sich keine sensiblen oder motorischen Ausfälle. Die übrige detail-
lierte neurologische Untersuchung sei normal. Abgesehen vom HWS Distorsions-
trauma gebe es keine Anzeichen für eine neurologische Schädigung beim Unfall 
im Februar 2015. Indes bestehe eine ernste psychiatrische Erkrankung, weshalb 
der Versicherte nächstens stationär in der Klinik L.________ aufgenommen wer-
de (Fremdakten 7-131/318 unten).

4.7.3  Eine Untersuchung vom 8. Juli 2015 durch die Fachärztin Dr.med. 
BD.________ (FMH ORL/ AC.________ Arbeitsmedizin) ergab, dass die otoneu-
rologischen Befunde für die peripheren beiden Gleichgewichtsorgane und für die 
zentrale vestibuläre Funktion einen normalen physiologischen Zustand zeigten 
bzw. vestibulospinale und vestibulookuläre Pathologien und Funktionsstörungen 
ausgeschlossen werden konnten (Fremdakten 8-208/318 unten).

4.8 Vom 17. August 2015 bis zum 28. September 2015 hielt sich der Versicher-
te in der Klinik K.________ in L.________ auf. Im Austrittsbericht vom 23. Okto-
ber 2015 stellten Dr.med. BE.________ (Oberarzt) und lic.phil. BF.________ 
(klinische Psychologin) folgende Diagnosen (IV-act. 232-3/12):

- Komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10:F43.1) mit dissoziativer 
Komorbidität (ICD-10: F44.7)

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen, dependenten und emotional 
instabilen Zügen (ICD-10: F61.0)

- Abhängigkeitssyndrom durch Opioide und Kokain (ICD-10: F11.2/ICD-10:F14.2)
- ADHS

In der Beurteilung wurde u.a. ausgeführt, aufgrund des kombinierten Störungs-
bildes sei offensichtlich, dass der Versicherte einer längerfristigen therapeuti-
schen Begleitung bedürfe. Er besitze Ressourcen hinsichtlich seiner beschüt-
zenden Haltung seiner Familie gegenüber, zudem wurde seine Offenheit und 
Entwicklungsbereitschaft in einem störungsspezifischen therapeutischen Setting 
hervorgehoben (Fremdakten 232-8/12 oben). Der Versicherte sei etwas früher 
ausgetreten aus familiären Gründen, um die Betreuung der Kinder aufgrund einer 
Hospitalisation der Ehefrau zu übernehmen. Aufgrund des Störungsbildes werde 
eine zweite stationäre Traumatherapie im Jahre 2016 vorgesehen (Fremdakten 
232-8/12 unterhalb der Mitte).

4.9 Seit dem Verkehrsunfall vom 3. Februar 2015 hatte die AC.________ nach 
der Aktenlage Taggeldleistungen erbracht (vgl. Fremdakten 8-76/318, 8-251/318, 
8-298/318). Mit Verfügung vom 1. Februar 2016 teilte die AC.________ dem 

19

Versicherten bzw. seinem Rechtsvertreter mit (Fremdakten 8-296/318 = IV-act. 
237-2/3):

Aufgrund der Abklärungen sind die heute noch geklagten Beschwerden organisch 
nicht hinreichend nachweisbar. Es ist daher die Adäquanz zu prüfen. Nachdem ei-
ne psychische Störung im Vordergrund steht, erfolgt die Beurteilung gemäss Bun-
desgerichtsentscheid (BGE) 115 V 133. Nach Prüfung der massgebenden Kriterien 
ist die Adäquanz zu verneinen, weshalb die Versicherungsleistungen per 29. Fe-
bruar 2016 eingestellt werden.

Diese Verfügung der AC.________ ist in Rechtskraft erwachsen, nachdem der 
Versicherte seine zunächst erhobene Einsprache am 28. Juni 2016 wieder 
zurückgezogen hat (vgl. tel. Rückfrage vom 9.4.2021 bei der AC.________, unter 
055 _____ gemäss Fremdakten 8-318/318 rechts oben).

4.10.1  Zwei Tage nach der erwähnten AC.________-Verfügung vom 1. Februar 
2016 hat sich der Versicherte gemäss Tagesregister-Nr. BG.________ vom ____ 
2016 (CHE-________) als Mitglied des Verwaltungsrats der M.________ (da-
mals mit Domizil in BH.________) im Handelsregister eintragen lassen (mit Pu-
blikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB am _____ 2016; diese AG 
bezweckte das Führen einer Firma im Baugewerbe, v.a. Ausführung von Eisen-
leger- Schalungs- und Armierungsarbeiten im Akkord, wie der Statutenänderung 
vom _____2016 mit Domiziländerung an den Wohnort des Versicherten zu ent-
nehmen ist, vgl. SHAB-Publikation vom ______2016). 

Diese Aktivität wurde nach der Aktenlage der IV-Stelle nicht (zeitgerecht) gemel-
det. Anzufügen ist, dass gemäss dem aktenkundigen Handelsregisterauszug 
vom 29. März 2017 der Versicherte beim Eintritt in den Verwaltungsrat der 
M.________ einziges Verwaltungsratsmitglied und nur er zeichnungsberechtigt 
für die Gesellschaft war (vgl. IV-act. 258, wonach gemäss SHAB-Publikation vom 
____2015 AU.________ nicht mehr länger Mitglied des Verwaltungsrats der 
M.________ mit Einzelunterschrift war; siehe auch Randziffer 62 der Beschwer-
de, wonach der Versicherte die M.________ im Jahre 2016 von AU.________ 
käuflich erworben hat, was er notabene nach der Aktenlage gegenüber der IV-
Stelle nie mitteilte).

4.10.2  Am 30. März 2016 erkundigte sich eine Mitarbeiterin der IV-Stelle beim 
Rechtsvertreter des Versicherten, wann der zweite Aufenthalt in der Klinik 
L.________ erfolge (IV-act. 238-2/2). Daraufhin teilte der Rechtsvertreter am 4. 
April 2016 mit, gemäss Angaben der Klinik könne mit einem Eintritt per 24. Mai 
2016 gerechnet werden, so dass der Versicherte seiner Frau bei der bevorste-
henden Geburt beistehen könne (IV-act. 238-1/2 oben). Am 12. Juli 2016 teilte 
der Rechtsvertreter der IV-Stelle mit, sein Mandant habe der Klinik mitgeteilt, 
dass er "ab 15.8.2016 verfügbar" sei; er werde in der Klinik den nächsten freien 

20

Therapieplatz erhalten (IV-act. 240). Auf eine Rückfrage der IV-Stelle vom 16. 
August 2016 erging keine Antwort, weshalb am 13. September 2016 eine neue 
Rückfrage folgte (IV-act. 242), welche gleichentags vom Rechtsvertreter dahin-
gehend beantwortet wurde, dass sich sein Mandant nach Kräften um einen Ein-
trittstermin bemühe, er aber von der Klinik "vertröstet" werde (IV-act. 243-1/4 
oben). 

4.10.3  Der Versicherte hatte bereits am 7. September 2016 der Klinik 
L.________ per Email mitgeteilt, dass er zu 20% zu arbeiten begonnen habe und 
(sinngemäss) im Hinblick auf den geplanten Klinikeintritt hinreichend Zeit für die 
Planung benötige (IV-act. 243-1/4 unten). Am 17. Oktober 2016 teilte der 
Rechtsvertreter der IV-Stelle mit, dass sein Mandant "in einem Teilpensum in ei-
ner angepassten Tätigkeit bei der Firma M.________" arbeite, "was mit dem 
Gutachten kompatibel ist und allen involvierten Stellen mitgeteilt wurde"; in Ab-
sprache mit der Klinik sei ein Eintritt ab 16. Januar 2017 möglich (IV-act. 245-1/5 
oben). Gleichentags präzisierte der Rechtsvertreter, dass der Klinikaufenthalt 
vom 15. Dezember 2016 bis 15. Februar 2017 geplant sei (IV-act. 246-1/5 oben). 

4.10.4  Aktenkundig ist sodann, dass der Versicherte zusätzlich (bereits 2016) für 
ein weiteres Baugeschäft tätig wurde. Gemäss einer Offertanfrage für eine Un-
ternehmensversicherung für das Baugeschäft BI.________ (mit der Adresse: 
_____) vom 5. Oktober 2016 wurde der Versicherte namentlich als Kontaktper-
son im Unternehmen bezeichnet (BVM-act. 10-88/97 unten). In der Folge unter-
zeichnete der Versicherte auf einem Versicherungsantragsformular der 
BJ.________ am 10.10.2016 (ev. 20.10.2016, die Handschrift ist bezüglich der 
ersten Ziffer nicht ganz klar) für das Baugeschäft BI.________ (BVM-act. 10-
87/97 mit nachvollziehbarem Begleittext). Diese parallel zum Engagement bei 
der M.________ vom Versicherten vorgenommenen Geschäftsaktivitäten (für die 
BI.________) wurden vom Versicherten gegenüber der IV-Stelle verheimlicht, 
wobei er sich auch vor Gericht dazu nicht substantiiert äussert (in Ziff. 47ff. der 
Beschwerde wird nur zur BK.________, der BL.________ und der AN.________ 
Stellung genommen).

4.10.5  Nach einer Aufforderung der IV-Stelle vom 7. November 2016, hinsicht-
lich der aufgenommenen Erwerbstätigkeit den Arbeitsvertrag nachzureichen (IV-
act. 249), reichte der Rechtsvertreter am 22. November 2016 den Arbeitsvertrag 
der M.________ vom 30. April 2016 mit Arbeitsbeginn zu 20% ab 1. Mai 2016 ein 
(täglich 2 Stunden für Akquisition und Einkauf im Büro, mit nach Möglichkeit 
Vermeidung von Baustellen, vgl. IV-act. 251). Im Begleitschreiben führte der 
Rechtsvertreter aus, dass die geplante Erhöhung des Pensums auf 50% nicht 

21

gelungen sei, weil sein Mandant teilweise wieder erhebliche psychische Proble-
me habe (IV-act. 250). 
Beim aktenkundigen Arbeitsvertrag für den Versicherten fällt auf, dass für die AG 
als Arbeitgeberin BM.________ unterzeichnete, obwohl sie gemäss Handelsre-
gisterauszug gar nicht zeichnungsberechtigt war (vgl. IV-act. 251-2/3 i.V.m. 272-
7/7 oben und 258). 

4.10.6  In einem bei der IV-Stelle am 23. November 2016 eingegangenen 
Schlussbericht des AQ.________ (J.________) zur Behandlung des Versicher-
ten im Zeitraum von August 2013 bis Oktober 2016 führten die Dr.med. 
AS.________ (Fachärztin für Psychiatrie/ Psychotherapie) und Dr.med. 
BN.________ (Chefärztin) in der Beurteilung was folgt aus (IV-act. 252-2/2 in fi-
ne):

Abschluss der Behandlung in leicht gebessertem Zustand auf Wunsch des Patien-
ten. Er würde selber einen nächsten Termin in der Praxis der Referentin in 
BO.________ organisieren. Den letzten Termin im AQ.________ am 28.10.2016 
hat er nicht wahrgenommen. Laut Bericht der Klinik L.________ würde er im Janu-
ar 2017 zum zweiten Mal auf der Trauma-Station eintreten. Er arbeitet seit 
1.6.2016 in 20% Pensum in einer Firma (BL.________). Er plante, sein Pensum ab 
Oktober 2016 auf 50% zu erhöhen.

Diese Angaben des Versicherten gegenüber den behandelnden Fachpersonen 
des AQ.________ J.________, wonach er für eine "BL.________" arbeite, ste-
hen im Einklang mit der Offertanfrage des Versicherten für eine Unternehmens-
versicherung vom 5. Oktober 2016, wo der Versicherte für eine Kontaktaufnahme 
zu ihm eine E-Mail-Adresse mit der Endung "@______.ch" verwendete (BVM-
act. 10-88/97 unten). Im Übrigen erklärte der Versicherte in einem anderen Zu-
sammenhang, dass die Firma "BL.________" ebenfalls seine Firma sei (vgl. 
BVM-act. 14 oberhalb der Mitte i.V.m. dem in Erwägung Erw. 14.3 erläuterten 
Tondokument, als der Versicherte als Geschäftsführer für die M.________ auf-
trat). Eine Erwerbstätigkeit des Versicherten für die Firma "BL.________" wird 
überdies durch die aktenkundigen Lohnnachträge 2017 und 2018 dokumentiert, 
allerdings unterliess es der Versicherte, diese Geschäftsaktivitäten der IV-Stelle 
rechtzeitig zu melden.

4.10.7  In einem Lohnausweis vom 28. März 2017 (als der Versicherte für die 
M.________ allein zeichnungsberechtigt war) bescheinigte die M.________, 
dass die Ehefrau des Versicherten (BP.________ im Jahre 2016 ein Bruttoein-
kommen von Fr. 66'000.-- erzielte (vgl. BVM-act. 6-30/69). Dieser Lohnausweis 
wurde mit der Steuererklärung 2016 des Ehepaars abgegeben, in welcher der 
Beruf der Ehefrau mit "Hausfrau" umschrieben wurde (vgl. BVM-act. 6-24/69 
rechts oben). Für die Annahme, wonach die Ehefrau des Versicherten im Jahr 

22

2016 kaum für die Firma M.________ erwerbstätig gewesen ist und dabei keinen 
Jahresverdienst von Fr. 66'000.-- (brutto) erzielte, sprechen insbesondere fol-
gende Umstände: Zum einen hat die Ehefrau am ____ 2016 eine Tochter gebo-
ren (womit seither 3 Kinder zu betreuen waren, vgl. IV-act. 259-1/6 unten). Zum 
andern fällt auf, dass der Versicherte mit der erwähnten Steuererklärung 2016 
keinen Lohnausweis für seine Erwerbstätigkeit bei der M.________ eingereicht 
hat. Damit liegt die Schlussfolgerung nahe, dass der erwähnte Lohnausweis der 
M.________ vom 28. März 2017 für das Jahr 2016 nicht die Ehefrau, sondern 
vielmehr den (in dieser AG einzelzeichnungsberechtigten) Versicherten betrifft, 
was zumindest teilweise mit dem Lohnausweis vom 1. März 2018 der gleichen 
AG für das Jahr 2017 anerkannt wurde (vgl. BVM-act. 5-38/54 Ziff. 15; in diesem 
Zusammenhang ist auch die Erklärung in der Beschwerdeschrift, S. 18 unten, zu 
berücksichtigen, dass der Versicherte - und nicht seine Ehefrau - die betreffende 
M.________ von AU.________ gekauft hatte). Rechnet man den im Lohnaus-
weis vom 28. März 2017 bescheinigten Bruttoverdienst von Fr. 66'000.-- auf die 
ab 1. Mai 2016 deklarierte Arbeitsaufnahme bei der M.________ (vgl. IV-act. 
251) bzw. auf eine Arbeitszeit von 8 Monaten um, resultiert ein monatlicher Brut-
toverdienst von Fr. 8'250.-- (66'000 : 8), was eindeutig gegen die geltend ge-
machte Erwerbstätigkeit in der M.________ in einem bescheidenen Umfang (von 
weitgehend nur 20%, vgl. IV-act. 251-3/3) spricht. Anzufügen ist schliesslich, 
dass der Versicherte in der von ihm mit seiner Unterschrift visierten Mitarbeiterlis-
te seine Ehefrau nicht erwähnt hat (IV-act. 270-8/8). 

4.10.8  Abgesehen vom Verdienst bei der M.________ ist aktenkundig, dass der 
Versicherte mit der Steuererklärung 2016 einen Lohnausweis der AN.________ 
einreichte, wonach er im Auftrage dieser AG im Jahre 2016 zusätzlich Fr. 6'142.-- 
(brutto) verdiente. In der vorliegenden Beschwerde (S. 15, Ziff. 48) wurde dieses 
Einkommen mit Hauswartungsarbeiten begründet, welche von der Ehefrau erle-
digt worden seien. Hinzu kamen im Jahre 2016 noch Arbeitslosentaggelder im 
Umfange von Fr. 7'631.-- (BVM-act. 6-33/69).

4.11 Vom 8. Februar 2017 bis 14. März 2017 hielt sich der Versicherte zum 
zweiten Mal in der Klinik L.________ auf. Im Austrittsbericht vom 31. März 2017 
wurden die anlässlich der ersten Hospitalisation gestellten Diagnosen wiederholt 
(siehe oben, Erw. 4.8). Zusätzlich wurde ab März 2017 ein Cluster-Kopfschmerz 
diagnostiziert (ICD-10: G44.0). Im Bericht wurde u.a. ausgeführt, dass der Versi-
cherte aktuell in einem 20%-Pensum in einer Bauunternehmung arbeite; er sehe 
neue Perspektiven mit dem Ziel, in absehbarer Zeit seine Schulden abzubauen 
(IV-act. 259-1/6 unten). Seit 6 Monaten sei er ohne illegale Drogen (IV-act. 259-
2/6 oben). In der Beurteilung wurde u.a. festgehalten, dass der Versicherte deut-

23

liche Fortschritte gemacht habe und erneut von der traumaspezifischen statio-
nären Therapie profitiert habe. Er sei motiviert, einsichtig und lernfähig, weshalb 
die Prognose gut sei. Gleichzeitig müssten jedoch die Traumatisierungen in sei-
ner Kindheit aufgearbeitet werden, um seine Verletzlichkeit zu vermindern, doch 
dies sei nur am Rande möglich gewesen, da "er sich durch mögliche Ausweisung 
bedroht fühlte". Er sei auf seinen beruflichen Aufbau fokussiert, um Schulden ab-
zubauen und für seine Familie da zu sein (IV-act. 259-4/6 unten). Der Versicherte 
habe die Therapie "aus gesundheitlichen Gründen in Absprache" mit der Klinik 
2 Wochen vor dem geplanten Termin beendet. Im Spannungsfeld zwischen in-
tensiver stationärer Therapie, Familie und drängenden beruflichen Anforderun-
gen sei er zerrissen gewesen und er habe unter erhöhter Stresssymptomatik ge-
litten. Er werde die Nachbetreuung bei Dr.med. AS.________ in Anspruch neh-
men, welche neu in einer Praxisgemeinschaft in BO.________ tätig sei. Er werde 
zu 20% seine Arbeitstätigkeit im Baugeschäft wieder aufnehmen. Eine weitere 
stationäre Traumatherapie sei indiziert und ab Dezember 2017 geplant (IV-act. 
259-5/6).

4.12.1  Mit Schreiben vom 26. April 2017 (IV-act. 262) und vom 22. Mai 2017 (IV-
act. 264) forderte die IV-Stelle den Rechtsvertreter auf, den aktuellen Geschäfts-
abschluss der M.________ sowie eine Auflistung sämtlicher Mitarbeiter dieser 
Gesellschaft einzureichen, welche am 17. August 2017 eintrafen (IV-act. 270). 
Die Mitarbeiterliste per 16.8.2017 enthält folgende Angaben (IV-act. 270-8/8 bzw. 
272-7/7):

Name Vorname Position Pensum speziell
BQ.________ Projektleiter 20%
BR.________ Sekretariat 100%
A.________ VR/ Einkauf 20%
BS.________ Verkauf 100%
BM.________ Buchhaltung 20% Inhaberin
BT.________ Sekretariat 80%
BU.________ Monteur 100%

4.12.2  Mit Schreiben vom 20. Oktober 2017 teilte der Rechtsvertreter der IV-
Stelle mit, dass sein Mandant "in der nächsten Zeit" versuchen werde, das Ar-
beitspensum bei der M.________ auf 100% zu erhöhen; sollte ihm dies gelingen, 
werde das Leistungsbegehren zurückgezogen, weshalb "vorderhand eine Sistie-
rung des Verfahrens" vorgeschlagen wurde (IV-act. 273).

4.12.3  Gemäss Lohnausweis vom 1. März 2018 erzielte der Versicherte im Jah-
re 2017 bei der M.________ ein Bruttoeinkommen von Fr. 51'720.-- (Nettolohn: 
Fr. 45'902, vgl. BVM-act. 5-36/43). Hinzu kam noch der Bruttoverdienst bei der 
AN.________ von Fr. 6'142.-- (BVM-act. 5-37/43). 

24

4.13.1  Am 14. Juni 2018 erkundigte sich die IV-Stelle beim Rechtsvertreter, ob 
der Versicherte zwischenzeitlich sein Pensum bei der M.________ auf 100% er-
höht habe (IV-act. 274). In der Antwort vom 29. Juni 2018 erklärte der Rechtsver-
treter, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Versicherten im letzten 
Monat (Mai 2018) verschlechtert habe, weshalb er ärztliche bzw. psychothera-
peutische Hilfe in Anspruch nehme. Aktuell sei er zu 50% arbeitsfähig (IV-act. 
275). Daraufhin fragte die IV-Stelle am 4. September 2018, welcher Arzt eine Ar-
beitsunfähigkeit attestiere (IV-act. 277). In der Antwort vom 19. Oktober 2018 er-
klärte der Rechtsvertreter, dass der Versicherte weiterhin nur zu 50% arbeitsfähig 
sei und behandelnder Arzt ein Dr.med. O.________ in P.________ sei (IV-act. 
278).

4.13.2  Demgegenüber erklärte der Versicherte selber ausdrücklich (anlässlich 
eines aufgezeichneten Gesprächs vom 24. Mai 2019 mit der AL.________ (Ab-
teilung Beiträge), in welchem es um offene Lohnbeitragsforderungen (betreffend 
Fr. 475'000.-- der M.________) ging, dass er seit August 2018 "voll für die 
M.________ arbeite; er habe seinen Bruttojahreslohn von Fr. 182'000.-- wegen 
Insolvenzproblemen der Gesellschaft nicht voll auszahlen können; er nehme je-
den Monat Fr. 5'000.-- bis Fr. 6'000.-- Lohn aus der Firma heraus; er sei freiwillig 
am Arbeiten, "jeder Arzt habe gesagt, er dürfe nicht arbeiten" (vgl. BVM-act. 11-
3/3 und 14-1/1 i.V.m. mit dem Tondokument). 

4.14 In der Folge versuchte die IV-Stelle mehrfach und erfolglos, von Dr.med. 
O.________ einen Arztbericht zu erhalten (IV-act. 281, 282, 287, 288, 291, 294 
und 295). Dieser Arzt bestätigte einzig am 27. Juni 2019 telefonisch, dass der 
Versicherte etwa "3-4 mal bei ihm gewesen" sei. Indessen fühlte er sich nicht in 
der Lage, einen Bericht zum Gesundheitszustand des Versicherten zu schreiben 
(vgl. IV-act. 288). Analog hat dieser Arzt auch keine Arbeitsunfähigkeit aus 
psychiatrischen Gründen bescheinigt. Dies wird denn auch vom beanwalteten 
Beschwerdeführer vor Gericht weder geltend gemacht, noch wurde eine solche 
Bescheinigung eingereicht. Mit Schreiben vom 1. April 2020 teilte der Rechtsver-
treter der IV-Stelle mit, dass sein Mandant wieder eine Behandlung bei Dr.med. 
AS.________ aufgenommen habe (IV-act. 299).

5. Eine gerichtliche Würdigung der vorstehenden Angaben zeitigt die nachfol-
genden Ergebnisse.

Vorab ist festzuhalten, dass der Versicherte vor Gericht keine somatischen Ge-
sundheitsbeschwerden geltend gemacht hat, welche der Aufnahme und Ausü-
bung einer körperlich leichten, wenig belastenden Tätigkeit entgegenstehen. Im 
Einklang damit steht auch, dass der Rechtsvertreter des Versicherten in seinem 

25

Schreiben vom 29. Juni 2018 an die IV-Stelle einzig eine gesundheitliche Ver-
schlechterung aus psychischen Gründen vorgebracht hat. Auch hat der Be-
schwerdeführer vor Gericht keine regelmässigen medizinischen Behandlungen 
thematisiert, welche somatische Gesundheitsbeeinträchtigungen betreffen wür-
den. Abgesehen davon hat der Versicherte anlässlich des am 24. Mai 2019 auf-
gezeichneten Gesprächs unmissverständlich erklärt, dass er "seit August 2018 
voll für die M.________" arbeite (vgl. oben, Erw. 4.13.2). Bei dieser Sachlage ist 
bezüglich somatischer Gesundheitsschäden im Vergleich zur ersten Leistungs-
prüfung keine revisionsrechtlich relevante (anhaltende) Veränderung bzw. Ver-
schlechterung des (somatischen) Gesundheitszustands gegeben. 

6. Zu prüfen ist in der Folge, ob und inwiefern psychische Beeinträchtigungen 
- anders als bei der ersten Leistungsprüfung - sich dahingehend verändert ha-
ben, dass die Arbeitsfähigkeit tangiert wird und diesbezüglich ein Rentenan-
spruch hergeleitet werden könnte. Dabei sind insbesondere die nachfolgend 
thematisierten Elemente in die Beurteilung einzubeziehen.

6.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung kann kein Rentenanspruch 
entstehen, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt und dafür Taggel-
der ausgerichtet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_634/2019 vom 
12.11.2019 Erw. 4.1 mit Verweis auf BGE 126 V 241 Erw. 5 S. 243). Nach der 
Aktenlage hat der Versicherte bis zum 13. Juli 2014 IV-Taggelder bezogen (vgl. 
Fremdakten 7-31/318 bzw. 8-31/318). 

6.2 Anschliessend nahm er - gemäss seinen Angaben gegenüber den MEDAS-
Gutachtern - im August 2014 eine Anstellung bei der Baufirma AX.________ 
Y.________ als "Vorarbeiter" bzw. als "Geschäftsführer" zu 50% auf (IV-act. 208-
15/44 Ziff. 3.2 in fine und IV-act. 208-13/44; Fremdakten 7-21/318 unten). Dass 
die Darstellung des Versicherten gegenüber den MEDAS-Gutachtern, wonach 
ihm bei der Baufirma AX.________ im Oktober 2014 fristlos gekündigt worden 
sei, fraglich erscheint, ergibt sich aus der am 30. November 2014 erstellten 
Lohnabrechnung der AX.________ für den Monat November 2014 (= Fremdak-
ten 8-75/318). Sodann ist nach der Aktenlage nicht ersichtlich, dass damals eine 
Kündigung aus gesundheitlichen Gründen erfolgte. Vielmehr verwendete der 
Versicherte noch Monate nach dieser behaupteten Entlassung mehrfach eine E-
Mail-Adresse dieser Baufirma für seine eigene Korrespondenz mit der 
AC.________ (vgl. Fremdakten 8-54/318: "from: A.________ info@_____.ch 
sent: Montag, 23. März 2015 18.27"; Fremdakten 8-71/318: "from: A.________ 
info@______.ch sent: Donnerstag, 16. April 2015 16.09"; Fremdakten 8-233/318: 
"from: A.________ info@_______.ch sent: Mittwoch, 19. August 2015 12.20"). 

mailto:info@fhb-armierungen.ch

26

Damit wird eindeutig belegt, dass der Versicherte seine Aktivitäten bei der Bau-
firma AX.________ im August 2015 nicht beendet hatte (ohne dass er diese 
Tätigkeit der IV-Stelle offenlegte). 

Auffällig ist in diesem Zusammenhang insbesondere, dass der Versicherte vom 
17. August 2015 bis 28. September 2015 sich in der Psychiatrischen Klinik 
K.________ in L.________ aufhielt (vgl. IV-act. 232-3/12) und während dieser 
Hospitalisation offenbar in der Mittagspause (vom 19.8.2015) auf info@_____.ch 
zugriff und mit der E-Mail-Adresse dieser Baufirma Aktivitäten betrieb (Fremdak-
ten 8-233/318).

Zu beachten ist zudem, dass der Versicherte sich damals bei der Arbeitslosen-
versicherung gemeldet hatte und dabei sich als zu 100% vermittlungsfähig be-
zeichnete (vgl. Fremdakten 3-47/51 oben bzw. 7-49/318, auch hier unter der 
Verwendung der E-Mail-Adresse der Baufirma AX.________). Gemäss Mitteilung 
der Arbeitslosenkasse BB.________ vom 24. Februar 2015 wurde ein Arbeitslo-
sentaggeld von Fr. 224.60 brutto zugestanden (vgl. Fremdakten 7-33/318).

Es folgen Taggeldleistungen der AC.________ bis längstens 29. Februar 2016 
(vgl. Fremdakten 8-251/381, 8-296ff./318). 

6.3 Nach dem Wegfall der UV-Taggelder (per 29.2.2016) sind Geschäftsakti-
vitäten des Versicherten zum einen mit der M.________ dokumentiert (ab 
3.2.2016 einziges Mitglied des Verwaltungsrats und allein zeichnungsberechtigt, 
vgl. Erw. 4.10.1; Arbeitsvertrag vom 30. April 2016, vgl. Erw. 4.10.5; gemäss 
Lohnausweis vom 28.3.2017 bescheinigte die M.________ für 2016 ein Brutto-
einkommen von Fr. 66'000.-- für die Ehefrau des Beschwerdeführers bzw. für 
letzteren, vgl. Erw. 4.10.7; siehe auch Erw. 4.12.2, 4.12.3, 4.13.1 sowie 4.13.2). 
Zum andern sind den Akten Geschäftsaktivitäten des Versicherten für das Bau-
geschäft BI.________ (Erw. 4.10.4) und für die Firma "BL.________" (Erw. 
4.10.6; siehe auch die Lohnnachträge 2017 und 2018 für die Firma 
"BL.________" gemäss den Unterlagen Ziff. 6 der Vorinstanz) zu entnehmen. 

Besonders ins Gewicht fallen die Ausführungen des Beschwerdeführers anläss-
lich des am 24. Mai 2019 aufgezeichneten Gesprächs mit dem zuständigen Lei-
ter des Bereichs Beiträge der AL.________, als der Versicherte als Geschäfts-
führer für die M.________ auftrat und eine (spätestens seit August 2018) 
vollständige Erwerbstätigkeit (allein für die M.________) geltend machte. Wenn 
und soweit der Beschwerdeführer nachträglich seine damaligen Ausführungen 
hinsichtlich einer vollzeitlichen und notabene nicht hinreichend offen gelegten 
Erwerbstätigkeit in Abrede stellen bzw. relativieren möchte, sind derartige Ein-
wände hier nicht zu hören. Denn nach ständiger Rechtsprechung sind Erstaus-

27

sagen in aller Regel glaubwürdiger als nachträgliche Angaben (vgl. dazu die 
konstante Rechtsprechung zur Beweismaxime der Erstaussagen, wonach solche 
Erstaussagen in aller Regel zuverlässiger und unbefangener sind als nachträgli-
che Sachdarstellungen, welche bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, siehe statt 
vieler VGE I 2019 63 vom 13.11.2019 Erw. 2.5; VGE III 2012 70 vom 14.12.2012 
Erw. 3; VGE I 2012 35+36 vom 12.6.2012 Erw. 4.6 mit Hinweis).

6.4 Zu den vorgenannten Geschäftsaktivitäten kommt hinzu, dass der Versi-
cherte im Jahre 2016 die psychiatrische Behandlung bei Dr.med. AS.________ 
im Jahre 2016 beendete (vgl. Erw. 4.10.6) und erst wieder gemäss Mitteilung des 
Rechtsvertreters vom 1. April 2020 aufgenommen hat (Erw. 4.14). Wohl war er 
vorübergehend vom 8. Februar 2017 bis 14. März 2017 in der Klinik L.________ 
hospitalisiert (für eine traumaspezifische stationäre Therapie), wobei der Austritt 
zwei Wochen früher erfolgte, weil der Versicherte "unter Druck" geriet, "als im 
Frühjahr das Baugeschäft wieder anlief" (siehe IV-act. 259-4/6 unten). 
Soweit der Versicherte sich auf einige Konsultationen bei einem Dr. O.________ 
in P.________ beruft, kann er diesbezüglich keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeiten herleiten, weil dieser Arzt nach der Aktenlage keine Arbeitsunfähig-
keit bescheinigt hat (vgl. IV-act. 281ff. bzw. oben Erw. 4.14 und dortige Aus-
führungen). Sodann hat der Versicherte für den Zeitraum von 2017 bis anfangs 
2020 vor Gericht keinen Arztbericht eingereicht, welcher eine anhaltende Ar-
beitsunfähigkeit (aus psychiatrischer Sicht) im genannten Zeitraum belegen wür-
de. 

6.5 Diese vorgenannten Geschäftsaktivitäten, welche der Versicherte weder 
vor der IV-Stelle, noch vor Gericht ausreichend offengelegt hat, sind ihm 
grundsätzlich dahingehend anzurechnen, dass ihm spätestens ab 2016 der psy-
chische Gesundheitszustand nicht daran hinderte, umfangreiche geschäftliche 
Aktivitäten auszuüben. Dafür sprechen insbesondere auch noch die vorinstanzli-
chen Recherchierarbeiten hinsichtlich Geschäftsaktivitäten des Versicherten in 
seinem Heimatland, welche der Versicherte vor Gericht unzureichend themati-
siert hat, obwohl die Vorinstanz diesbezüglich konkrete Angaben lieferte (vgl. die 
überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung, S. 3 Mit-
te). Anzufügen ist, dass in der Beschwerde unter Randziffer 46 Geschäftsakti-
vitäten für die AM.________ nicht bestritten, sondern im Umfange eines Teilpen-
sums ausdrücklich anerkannt wurden (Beschwerde, S. 14 unten), nur hat der Be-
schwerdeführer den Umfang dieses zuvor gegenüber der IV-Stelle verheimlich-
ten Erwerbspensums vor Gericht auch nicht ansatzweise quantifiziert. Aus die-

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sem ins Gewicht fallenden Mangel kann er hier nichts zu seinen Gunsten ablei-
ten.

6.6 All diese dargelegten Aspekte und Elemente sind nicht vereinbar mit der 
Argumentation des Beschwerdeführers vor Gericht, dass er sinngemäss (seit 
dem Bezug von Arbeitslosenentschädigung auf der Basis einer geltend gemach-
ten Vermittlungsfähigkeit von 100%) nur noch in bescheidenem Umfange arbeits-
fähig gewesen sei. Aus all diesen konkreten Umständen kann grundsätzlich kei-
ne IV-revisionsrechtlich relevante Veränderung des psychischen Gesundheitszu-
standes des Versicherten gegenüber der ersten Leistungsprüfung abgeleitet 
werden. Dies gilt jedenfalls für den Zeitraum bis zur erst am 1. April 2020 der    
IV-Stelle gemeldeten Wiederaufnahme einer psychiatrischen Behandlung bei 
Dr.med. AS.________ (vgl. IV-act. 299). Hinsichtlich dieser Aufnahme einer 
psychiatrischen Behandlung sind den vorliegenden Akten (inkl. den mit der Be-
schwerde eingereichten Unterlagen) keine näheren Angaben zu entnehmen (sie-
he dazu auch noch nachfolgend, Erwägung 7.3). 

7.1 Ausschlaggebend für das dargelegte Ergebnis, wonach bezogen auf den 
Verlauf bis zur am 1. April 2020 gemeldeten Aufnahme einer offenbar anhalten-
den psychiatrischen Behandlung keine IV-revisionsrechtliche relevante Verände-
rung des psychischen Gesundheitszustandes vorliegt, spricht grundsätzlich nicht 
ein einzelnes Element der vorgenannten Aspekte, sondern die Verkettung aller 
konkreten Umstände in Verbindung mit der dargelegten Vorgeschichte, welche 
geprägt ist von einem wenig kooperativen Verhalten des Beschwerdeführers ge-
genüber der IV-Stelle, bei welchem der Umfang der geschäftlichen Aktivitäten 
nur in einem geringen Ausmass offen gelegt und beispielsweise die Ausübung 
eines Vollzeitpensums bei der M.________ (gemäss eigener Sachdarstellung 
beim aufgezeichneten Gespräch vom 28. Mai 2019) zu Unrecht gegenüber der 
IV-Stelle eindeutig verheimlicht wurde. Ein solches doloses Verhalten verdient 
keinen Rechtsschutz!

7.2 An diesem Ergebnis vermögen die Ausführungen des Versicherten in der 
Beschwerde ans Gericht grundsätzlich nichts zu ändern. Unbehelflich ist nament-
lich auch der Einwand in der Beschwerde (S. 11 unten), dass beispielsweise die 
Firma "BL.________ im bewussten Zeitraum bereits inaktiv" gewesen sei. Denn 
der Beschwerdeführer bleibt die Antwort schuldig, weshalb hinsichtlich der zuletzt 
genannten Firma für ihn selbst in den Jahren 2017 und 2018 nicht unwesentliche 
Lohnnachträge gemeldet wurden (vgl. Beilage 6 zur vorinstanzlichen Vernehm-
lassung). Völlig unglaubwürdig ist sodann die Behauptung in der Beschwerde 
(Rz. 42) hinsichtlich der Präsentation des Beschwerdeführers in der Website der 

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M.________ (wonach der Versicherte als erste Ansprechperson mit Tel. Nr. auf-
geführt wurde), dass er (sinngemäss) mit diesem Internetauftritt nichts zu tun ge-
habt habe, zumal der Beschwerdeführer selber ausführte, dass er diese Firma 
von AU.________ gekauft habe (siehe Beschwerde, S. 18 unten). Unglaubwür-
dig und durch die Aktenlage widerlegt ist auch die Behauptung in der Beschwer-
de (S. 20, Rz. 65 in fine), dass eine Steigerung auf 100% nicht möglich gewesen 
sei, denn im erwähnten Tondokument anerkannte der Versicherte ein Vollzeit-
pensum bei der M.________ (wobei damit die weiteren Anhaltspunkte für zusätz-
liche Geschäftsaktivitäten, wie namentlich für die AM.________, vgl. Rz. 46 der 
Beschwerde, noch gar nicht angerechnet worden sind).

7.3 Was schliesslich die am 1. April 2020 der IV-Stelle gemeldeten Aufnahme 
einer psychiatrischen Behandlung bei Dr.med. AS.________ anbelangt (vgl. IV-
act. 299), sind den vorliegenden Akten (inkl. den mit der Beschwerde eingereich-
ten Unterlagen) keine näheren Angaben zu entnehmen, weshalb diesbezüglich - 
um allen Eventualitäten gerecht zu werden - Zusatzabklärungen geboten er-
scheinen. Diesbezüglich wird die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen, da-
mit sie 
einerseits einen Verlaufsbericht bei Dr.med. AS.________ hinsichtlich der am 1. 
April 2020 der IV-Stelle gemeldeten Aufnahme einer psychiatrischen Behandlung 
einholen kann und alsdann (nötigenfalls) noch ein psychiatrisches Gutachten 
einholen kann (welches sich insbesondere mit der Fragestellung befasst, ob und 
inwiefern sich der psychische Gesundheitszustand des Versicherten seit der ers-
ten Leistungsprüfung verändert bzw. verschlechtert hat).

8. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Verfahrenskosten 
den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der 
Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. Die Bemessung 
der Parteientschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411). Die Vergütung wird nach pflichtgemässem Ermessen 
festgesetzt (§ 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRA). § 14 GebTRA sieht für das Honorar im 
Verfahren vor Verwaltungsgericht einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vor. In diesem Rahmen ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ih-
rer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem not-
wendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Im Lichte all dieser 
Aspekte und der Aktenlage wird die (reduzierte) Parteientschädigung auf 
Fr. 1'800.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen abgewiesen, als 
der Beschwerdeführer für den Zeitraum von der Wiederanmeldung vom 
14. August 2013 an bis zum Zeitpunkt der (Wieder)Aufnahme einer psych-
iatrischen Behandlung bei Dr.med. AS.________ (gemäss Meldung des 
Rechtsvertreters vom 1. April 2020 an die IV-Stelle) einen Leistungsan-
spruch gegenüber der Invalidenversicherung geltend macht. Für diesen 
Zeitraum ist die angefochtene Verfügung vom 25. August 2020 (mit Abwei-
sung des Rentenbegehrens) zu bestätigen.

2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfü-
gung vom 25. August 2020 dahingehend abgeändert, als für den Zeitraum 
seit der (Wieder)Aufnahme einer psychiatrischen Behandlung bei Dr.med. 
AS.________ (gemäss Meldung des Rechtsvertreters vom 1. April 2020 an 
die IV-Stelle) die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie 
im Sinne der Erwägungen vorgehen und nach den entsprechenden psych-
iatrischen Zusatzabklärungen über den Leistungsanspruch neu befinden 
kann. Dabei werden sich die psychiatrischen Zusatzabklärungen insbeson-
dere damit zu befassen haben, ob und inwiefern sich der psychische Ge-
sundheitszustand des Versicherten seit der ersten Leistungsprüfung verän-
dert bzw. verschlechtert hat.

3. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien je 
zur Hälfte auferlegt (je Fr. 250.--). Diese Kosten werden zahlungsver-
kehrsmässig so abgewickelt, dass das Gericht den vom Beschwerdeführer 
bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und die Vorinstanz 
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

4. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. MwSt/ Auslagen) zugesprochen. 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

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6. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. April 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. April 2021