# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5a31dff-4736-5b4a-a58a-a3d24c0038ab
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 01.05.2024 R 2023 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-41_2024-05-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 41

5. Kammer 

Vorsitz Parolini

RichterIn Brun und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL
vom 1. Mai 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Thomas Stössel, 

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally, 

Beschwerdegegnerin

und

Amt für Raumentwicklung, 
Beschwerdegegner

betreffend Baugesuch (BAB)

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Eigentümerin der Parzelle 1916, C._____, in der Gemeinde 

B._____. Die Parzelle liegt mehrheitlich in der Landwirtschaftszone, ein 

kleiner Teil in der Forstwirtschaftszone. Auf der Liegenschaft stehen 

mehrere Bauten:

a) Dauerwohnbaute Nr. 555-3 inkl. Anbau Nr. 555.1

b) Dauerwohnbaute Nr. 556 inkl. Anbau Nr. 556.1 und Anbau Wohncontainer

Nr. 556.3

c) Schopf Nr. 555-A und Unterstand Nr. 555.5

d) Hundezwinger Nr. 555.6

e) Carport Nr. 555.3 und Unterstand Nr. 555.2

f) Jägerstübli Nr. 555.4

g) Container mit Pergola Nr. 556.4 und Nr. 556.2

h) Stall Nr. 555-C

2. Anlässlich des Augenscheins vom 24. Juni 2015 auf der Parzelle 1916 

stellte die Gemeinde B._____ fest, dass verschiedene Bauten und 

Anlagen ohne Bewilligung erstellt worden waren. Nach entsprechender 

Aufforderung durch die Gemeinde B._____ reichte A._____ am 

9. September 2015 zwei nachträgliche Baugesuche ein. Im Rahmen des 

damaligen "Meldeverfahrens" (vereinfachtes Baubewilligungsverfahren 

ohne Baugesuchspublikation, öffentliche Auflage und BAB-Verfahren) 

bewilligte die Gemeinde B._____ am 22. September 2015 den Umbau der 

Dauerwohnbaute Nr. 556 (aus einer 5½-Zimmerwohnung wurden zwei 

2½-Zimmerwohnungen mit den Nrn. 556 inkl.  556.1 und 556.3) sowie die 

Erneuerung der als Bastelraum genutzten Jägerstube Nr. 555.4 (mit 

Einbau eines Holzofens resp. Kamins, Täferung der Wände und Decke 

sowie Modernisierung des Bodens).

3. Am 18. Dezember 2015 ersuchten die Eigentümer der benachbarten 

Parzellen 1914 und 1915 um Bereinigung der Bauakten der Parzelle 1916. 

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Bemängelt wurde insbesondere die fehlende Durchführung von BAB-

Verfahren betreffend die ergangenen Bauverfahren.

4. Anlässlich der Sitzung vom 23. Februar 2016 entschied die Gemeinde 

B._____, ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Mit 

Schreiben vom 29. Februar 2016 forderte sie A._____ auf, für alle 

vorgenommenen Bautätigkeiten ein Gesuch für Bauten ausserhalb der 

Bauzonen (BAB) einzureichen.

5. Mit BAB-Gesuch vom 4. März 2016 ersuchte A._____ um Bewilligung für 

den Umbau der 5½-Zimmerwohnung Nr. 556 in zwei 2½-Zimmer-

wohnungen zu Nr. 556 inkl. Nr. 556.1 und Nr. 556.3 sowie die Erneuerung 

der als Bastelraum genutzten Jägerstube (Nr. 555.4). Die öffentliche 

Auflage des Gesuchs erfolgte vom 24. März bis 13. April 2016.

6. Am 1. April 2016 erhob D._____, Eigentümerin der angrenzenden 

Parzellen 1914 und 1915, Einsprache. A._____ nahm am 2. Mai 2016 

dazu Stellung.

7. In den Jahren 2016 bis 2019 verlangte das Amt für Raumentwicklung 

Graubünden (ARE) weitere Aktenergänzungen, da die vorhandenen 

Unterlagen für eine abschliessende Beurteilung der Bautätigkeiten nicht 

ausreichten.

8. Am 10. Juli 2019 erfolgte seitens der Gemeinde B._____ ein Augenschein 

zwecks Bestandesaufnahme der vorhandenen Objekte auf der Parzelle 

1916 im C._____. Die damals erstellte Dokumentation wurde am 

18. Dezember 2019 revidiert. Am 10. November 2021 fand zwecks 

Aktualisierung der Bestandesaufnahme und Beurteilung vor Ort ein 

weiterer Augenschein statt.

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9. Am 19. November 2021 stellte das Amt für Immobilienbewertung (AIB) die 

Schätzungsunterlagen zum Grundstück 1916 zur Verfügung.

10. Mit Schreiben vom 20. März 2023 erfolgte der Rückzug der Einsprache.

11. Am 6. April 2023 erliess das ARE u.a. gestützt auf Art. 24 und Art. 24c 

RPG sowie Art. 41 ff. RPV folgenden BAB-Entscheid (BAB-Nr. 2016-

0280):

1. Die BAB-Bewilligung für die Bauvorhaben b) (Dauerwohnbaute: Nr. 556 inkl. 
Nr. 556.1 und Nr. 556.3) und f) (Jägerstube: Nr. 555.4) von A._____, in der 
Gemeinde B._____, wird nicht erteilt. Damit gilt das Baugesuch betreffend dieser 
Bauvorhaben als abgewiesen.

2. Die Bauten a) (Dauerwohnbaute: Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1), c) 
(Schopf/Unterstand: Nr. 555-A und 555.55) und h) (Stall: Nr. 555-C) sind 
rechtmässig erstellt worden und geniessen als altrechtliche Bauten und 
Anlagen die Besitzstandsgarantie nach Art. 24c Abs. 1 RPG. Sie bedürfen 
keiner BAB-Bewilligung.

3. Die Gemeinde wird aufgefordert, sobald der vorliegende Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist, in Bezug auf die Bauten b) (Dauerwohnbaute: Nr. 556 inkl. 
Nr. 556.1, Nr. 556.3), d) (Hundezwinger: Nr. 555.6), e) (Carport/Unterstand: 
Nr. 555.2 und Nr. 555.3) f) (Jägerstube: Nr. 555.4) und g) (Container mit Pergola: 
Nr. 556.4 und Nr. 556.2), das Verfahren zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes im Sinne von Art. 94 Abs. 2 bis 4 KRVO einzuleiten. 
Die Bauten sind materiell, als auch formell widerrechtlich. Das Amt für 
Raumentwicklung ist mit der entsprechenden Wiederherstellungsverfügung zu 
bedienen.

4. Die Gemeinde wird angewiesen, nachdem der vorliegende BAB-Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen ist, die Feststellungen der Ziffern 2. und 3. im Grundbuch 
anmerken zu lassen. Der Anmerkung ist die Bestandessituation auf Parzelle 
1916 im C._____ mit Nummerierungen vom 10. Juli 2019, revidiert am 
18. Dezember 2019, der Gemeinde B._____ (vgl. Abbildung Kap. II. 1.) 
hinzuzufügen. Das Grundbuchamt bestätigt dem Amt für Raumentwicklung die 
vollzogene Anmerkung.

5. Die Gemeinde wird darauf hingewiesen, dass sie für ihre eigenen 
Verfahrenskosten einen separaten Kostenentscheid zu erlassen hat (Art. 87 
Abs. 5 KRG).

6. [Verfahrenskosten].

7. [Rechtsmittel].

8. [Mitteilung].

Das ARE führte begründend aus, trotz intensiver Bemühungen seitens der 

Gemeinde B._____ und des ARE habe A._____ kein vollständiges BAB-

Gesuch eingereicht (formell nur für die Bauten b) und f)), weshalb es im 

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Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a VRG und gestützt auf die Bestandes-

aufnahme der Gemeinde B._____ vom 10. Juli/18. Dezember 2019 

sämtliche Bauten (lit. a-h) auf Parzelle 1916 hinsichtlich ihrer Baurechts-

konformität beurteile. Es schickte voraus, dass sämtliche zu beurteilenden 

Bauten und Anlagen nicht zonenkonform seien, da kein Zusammenhang 

mit landwirtschaftlicher Nutzung des Bodens bestehe, weshalb geprüft 

werde, ob sie einer Ausnahmebewilligung nach Art 24 ff. RPG zugänglich 

seien. Die Bauten a) (Dauerwohnbaute: Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1, 

c) (Schopf/Unterstand: Nr. 555.5 und Nr. 555-A) und h) (Stall: Nr. 555-C) 

seien rechtmässig erstellt worden, es handle sich um altrechtliche Bauten, 

die unter den Besitzstandsschutz von Art. 24c RPG fielen und keiner BAB-

Bewilligung bedürften. Die Bauten b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 inkl. 

Nr. 556.1 und Anbau Wohncontainer Nr. 556.3), d) (Hundezwinger 

Nr. 555.6), e) (Carport Nr. 555.3 und Unterstand Nr. 555.2), f) (Jägerstübli 

Nr. 555.4), g) (Container mit Pergola Nr. 556.4 sowie Nr. 556.2) seien 

keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG zugänglich, und 

diesbezüglich sei ein Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands durchzuführen.

12. Am 6. April 2023 meldete die Gemeinde B._____ die öffentlich-rechtliche 

Eigentumsbeschränkung betreffend Parzelle 1916 beim Grundbuchamt 

E._____ zur Eintragung an.

13. Mit Eingabe vom 16. Mai 2023 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerde-

führerin) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit folgenden Rechtsbegehren:

Materielle Anträge

1. Es sei die Dispositivziffer 3 lit. b), d) und f) des BAB-Entscheids des Amtes für 
Raumentwicklung Graubünden vom 6. April 2023 (BAB-Nr. 2016-0280) 
aufzuheben und es sei das Dispositiv folgendermassen anzupassen:

"Die Bauten
b) (Dauerwohnbaute: Nr. 556 inkl. Containeranbau Nr. 556.3)
d) (Hundezwinger: Nr. 555.6)
f) (Jägerstube: Nr. 555.4)

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sind rechtmässig erstellt worden und geniessen als altrechtliche Bauten und 
Anlagen die Besitzstandsgarantie nach Art. 24c Abs. 1 RPG. Sie bedürfen keiner 
BAB-Bewilligung.
Die Gemeinde wird aufgefordert, sobald der vorliegende Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist, in Bezug auf die Bauten
b) (Pergola: Nr. 556.1)
e) (Carport/Unterstand: Nr. 555.2 und Nr. 555.3)
g) (Container mit Pergola: Nr. 556.4 und Nr. 556.2)
das Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Sinne von 
Art. 94 Abs. 2 bis 4 KRVO einzuleiten. Die Bauten sind materiell, als auch formell 
widerrechtlich. Das Amt für Raumentwicklung ist mit der entsprechenden 
Wiederherstellungsverfügung zu bedienen.

Prozessuale Anträge
2. Es seien die Akten des Vorverfahrens (BAB-Nr. 2016-0280) beizuziehen und 

dem Unterzeichneten umgehend zur Einsicht zuzustellen.

3. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Die Kosten des Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen und es sei der 
Beschwerdeführerin eine angemessene Parteientschädigung (zzgl. 7.7 % 
MwSt.) zuzusprechen.

Die Beschwerdeführerin rügte zunächst die unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts. Bereits deshalb sei der vorinstanzliche Entscheid 

aufzuheben. Sie ergänzte und korrigierte den im angefochtenen Entscheid 

dargestellten Sachverhalt. In rechtlicher Hinsicht führte die Beschwerde-

führerin an, es sei von der Anwendbarkeit der absoluten Verwirkungsfrist 

von 30 Jahren auch ausserhalb der Bauzonen auszugehen. Sie hielt 

zusammenfassend fest, die Dauerwohnbaute (Nr. 556 inkl. 

Anbaucontainer Nr. 556.3), der Hundezwinger (Nr. 555.6) und die Jäger-

stube (Nr. 555.4) seien zu Unrecht nicht als rechtmässig erstellte und 

altrechtliche Bauten und Anlagen mit Besitzstandsgarantie qualifiziert 

worden, und der Beschwerdegegner habe zu Unrecht deren Abbruch 

gefordert. Demensprechend sei das Dispositiv anzupassen, damit die 

Gemeinde den korrekten Vollzug der Wiederherstellung des recht-

mässigen Zustands in die Wege leiten könne.

14. Mit Vernehmlassung vom 6. Juni 2023 beantragte das ARE (nachfolgend 

Beschwerdegegner) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung verwies der Beschwerdegegner auf den angefochtenen BAB-

Entscheid. Ergänzend machte er vorab Ausführungen zum rechtserheb-

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lichen Sachverhalt. In rechtlicher Hinsicht hielt er fest, Streitgegenstand 

sei nicht eine allfällige Anerkennung einer 30-jährigen Verjährungs- oder 

Verwirkungsfrist. Diese Frage sei Gegenstand des Wiederherstellungs-

verfahrens und vorliegend irrelevant, sofern eine Baute damit verbunden 

nicht als altrechtlich, rechtmässig erstellt gelte und unter die 

Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG fallen könne. Altrechtlich sei eine 

Baute, wenn sie vor dem 1. Juli 1972 erstellt worden sei, rechtmässig 

erstellt sei eine Baute, wenn sie materiell bewilligungsfähig sei. Damit eine 

Baute unter die Besitzstandsgarantie von Art. 24c RPG fallen könne, 

müsse sie grundsätzlich altrechtlich sowie rechtmässig erstellt sein. Der 

Standpunkt der Beschwerdeführerin, durch das Erreichen einer 

Verwirkungsfrist von 30 Jahren würden sämtliche Bauten von der 

Besitzstandsgarantie profitieren, sei kühn. Lehre und Rechtsprechung 

gingen von einer Verjährungsfrist aus (auch wenn oft der Begriff 

Verwirkung verwendet werde). Sinn und Zweck der 30-jährigen 

Verjährungsfrist für widerrechtliche Bauten sei die Herstellung von 

Rechtssicherheit durch einen Bestandesschutz weiterhin widerrechtlicher 

Bauten, nicht jedoch die umfassende Legalisierung eines widerrechtlichen 

Zustands.

15. Mit Vernehmlassung vom 9. Juni 2023 beantragte die Gemeinde B._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Unter Hinweis auf die 

zutreffenden Ausführungen des Beschwerdegegners in der angefoch-

tenen Bewilligung und die Rechtsprechung in BGE 147 II 309 verzichtete 

die Beschwerdegegnerin auf eine eigene detaillierte Stellungnahme.

16. Mit Schreiben vom 16. Juni 2023 stellte das Gericht der Beschwerde-

führerin die vom Beschwerdegegner mit der Vernehmlassung 

eingereichten Akten zu.

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17. In ihrer Replik vom 18. August 2023 hielt die Beschwerdeführerin im 

Wesentlichen ergänzend fest, die Beschwerdegegnerin verhalte sich 

treuwidrig, wenn sie die Bestätigung der BAB-Bewilligung verlange, 

obwohl sie selbst den Umbau des Wohnhauses und der Jägerstube 

bewilligt habe. Der Verweis auf BGE 147 II 309 sei seit der Gutheissung 

einer diesbezüglichen Gesetzesänderung durch National- und Ständerat 

überholt. Die Beschwerdeführerin bemerkte, sie habe nun die Schätzungs-

unterlagen des Amts für Immobilienbewertung (AIB) erhalten; unglück-

licherweise bezeichne der Beschwerdegegner die Gebäude in seinem 

Entscheid nicht gleich wie das AIB. Auf diese Unterlagen könne nicht 

abgestellt werden, vielmehr habe sich das Verwaltungsgericht anhand der 

Beweismittel ein eigenes Bild zu machen; allenfalls habe es ein 

Sachverständigengutachten zum Alter der strittigen Bauten einzuholen. 

Grundsätzlich sei aber der Beschwerdegegner beweispflichtig. Dieser 

gehe nicht auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum Container-

Anbau (Nr. 556.3) in Ziffer 12 ff. der Beschwerde ein, weshalb die dortigen 

Ausführungen als anerkannt gelten müssten. Die vom Beschwerdegegner 

als Beilage 11 eingereichten Schätzungsunterlagen äusserten sich nicht 

zum Hundezwinger. Die diesbezüglichen Begründungen widersprächen 

den Schätzungsunterlagen. Da diese für die Beschwerdeführerin nicht 

nachvollziehbar gewesen seien, sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör 

verletzt. Die Rechtsauffassung des Beschwerdegegners, wonach im 

Bewilligungsverfahren die Frage der Verwirkung nicht geprüft werde, sei 

mit keiner Literaturstelle belegt und nicht nachvollziehbar. Bereits im 

Bewilligungsverfahren sei zwingend festzustellen, ob für eine altrechtliche 

Baute keine Bewilligung mehr notwendig sei. Dies dürfe nicht in das 

Vollstreckungsverfahren hineinverlagert werden. Die weiteren 

Ausführungen des Beschwerdegegners zu den altrechtlichen Bauten 

seien nicht nachvollziehbar und würden bestritten. Die theoretischen 

Ausführungen des Beschwerdegegners in den Ziffern 18 bis 22 der 

Vernehmlassung (zur rechtmässigen Erstellung und zur Besitzstands-

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garantie nach Art. 24c RPG) seien korrekt, jedoch nicht relevant. Die 

theoretischen Ausführungen des Beschwerdegegners in den Ziffern 23 bis 

25 der Vernehmlassung (zur Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin) 

würden bestritten. Vorliegend spiele die Unterscheidung zwischen 

Verwirkung und Verjährung praktisch keine Rolle.

18. Mit Duplik vom 28. August 2023 verwies die Beschwerdegegnerin in 

materieller Hinsicht weiterhin auf die Ausführungen des Beschwerde-

gegners. Betreffend anwendbares Recht hielt sie präzisierend fest, die 

Erteilung einer nachträglichen Baubewilligung ergehe, wenn die Baute 

materiell nicht baurechtswidrig sei. Massgeblich sei der Zeitpunkt der 

Errichtung der Baute, ausser das neue Recht wäre das mildere 

(1C_534/2012 E.3.4). Betreffend das neue Recht sei gemäss Art. 89 

Abs. 2 KRG dasjenige im Zeitpunkt der (negativen) BAB-Bewilligung vom 

6. April 2023 massgeblich. Vorliegend seien die Bauten gemäss Ziff. 1 der 

negativen BAB-Bewilligung sowohl bei deren Erstellung als auch am 

6. April 2023 rechtswidrig gewesen, weshalb die dagegen erhobene 

Beschwerde abzuweisen sei. Das Interesse an einem nachträglichen 

Baubewilligungsverfahren bestehe nur solange, als der Wiederher-

stellungsanspruch nicht verwirkt sei (R 12 9 E.3b). Nach BGE 147 II 309 

verwirke die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands für 

rechtswidrige Bauten ausserhalb der Bauzone nicht. Der Hinweis auf die 

zu erwartende künftige Rechtsänderung sei nach dem Gesagten 

unbehelflich.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der BAB-Entscheid vom 6. April 2023 

(Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 2; Akten des Beschwerdegegners 

[ARE-act.] 15). Dabei handelt es sich um einen Entscheid einer kantonalen 

Dienststelle nach Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100), wofür das kantonale Recht den direkten 

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Weiterzug an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vorsieht 

(vgl. Art. 103 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden [KRG; BR 801.100]). Gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG ist 

insbesondere zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen 

Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner 

Aufhebung oder Änderung hat. Diese Voraussetzungen können bei der 

Beschwerdeführerin als formeller Verfügungsadressatin und Baugesuch-

stellerin ohne weiteres bejaht werden. Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 38 und Art. 52 

Abs. 1 VRG).

1.2. Nach Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung 

(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) sehen die Kantone mindestens ein 

Rechtsmittel vor gegen Verfügungen und Nutzungspläne, die sich auf das 

RPG sowie seine kantonalen und eidgenössischen Ausführungs-

bestimmungen stützen, wobei die volle Überprüfung durch wenigstens 

eine Beschwerdebehörde zu gewährleisten ist (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG). 

Aufgrund dieser bundesrechtlichen Vorgaben verfügt das Verwaltungs-

gericht in der vorliegenden Streitsache grundsätzlich über eine 

umfassende Kognition, die nicht auf die Rechts- und Sachverhaltskontrolle 

nach Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt ist, sondern eine Angemessen-

heitskontrolle mitumfasst (vgl. BGE 146 II 367 E.3.2.1, 145 I 52 E.3.6 und 

118 Ib 26 E.4b; Urteile des Bundesgerichts 1C_325/2021 vom 25. Oktober 

2021 E.7.1, 1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.2.2 und 1C_682/2017 vom 

11. September 2018 E.6.1 f.; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] R 21 16 vom 3. Mai 2022 E.3.4 und R 19 52 vom 

14. Oktober 2021 E.4.6). Im Rahmen dieser vollen Überprüfungsbefugnis 

auferlegt sich das Gericht aber regelmässig eine gewisse Zurückhaltung, 

wenn es um lokale Angelegenheiten und die Anwendung von 

kommunalem Recht geht. Diesbezüglich hat auch das Bundesgericht 

festgehalten, dass eine richterliche Zurückhaltung bei der Überprüfung 

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unbestimmter Rechtsbegriffe mit der Rechtsweggarantie vereinbar ist, 

was den Gerichten erlaubt, den entsprechenden Handlungsspielraum der 

unteren Instanzen und insbesondere der Gemeinden zu wahren (BGE 145 

I 52 E.3.6 mit zahlreichen Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_266/2020 vom 4. Januar 2021 E.3.3.1, 

1C_231/2020 vom 16. Dezember 2020 E.2.5 und 1C_252/2018 vom 

25. Februar 2019 E.4.3).

1.3. Das ebenfalls mit der Beschwerde gestellte und bis anhin noch nicht 

behandelte prozessuale Rechtsbegehren, der Beschwerde sei die 

aufschiebende Wirkung zu gewähren, wird mit dem vorliegenden 

Entscheid in der Sache hinfällig.

1.4. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die 

Begründung des Beschwerdegegners bezüglich des Hundezwingers 

widerspreche den Schätzungsunterlagen, sei daher nicht nachvollziehbar, 

womit das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Tatsächlich findet sich in 

den vom ARE eingereichten amtlichen Schätzungen aus den Jahren 

1970-2015 inkl. Beilagen (ARE-act. 11) kein Hinweis auf den Hunde-

zwinger. Die entsprechenden Ausführungen des Beschwerdegegners im 

angefochtenen Entscheid und in der Vernehmlassung beschlagen 

allerdings das Jahr der Erstellung, welches für die hier nicht zu 

beurteilende Frage der Verjährung massgebend ist (vgl. dazu Erwägung 

4). In sachlicher Hinsicht begründet der Beschwerdegegner nachvoll-

ziehbar, weshalb der Hundezwinger nicht bewilligt werden kann (vgl. 

E. II./4.d des angefochtenen BAB-Entscheids [Bf-act. 2, ARE-act. 15]). 

Damit liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels Begründung 

vor. Auch die Zustellung der Schätzungsunterlagen an die Beschwerde-

führerin erst nach Einreichung der Vernehmlassung des Beschwerde-

gegners im Juni 2023 verletzt das rechtliche Gehör nicht, konnte sich die 

Beschwerdeführerin doch in einem zweiten Rechtsschriftenwechsel dazu 

äussern. Im Übrigen dürfte die Beschwerdeführerin auf die amtlichen 

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Schätzungen zu ihrem Grundstück als Eigentümerin ohne Weiteres Zugriff 

gehabt haben.

2. Vorliegend geht es um ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren im 

Sinne von Art. 60 und Art. 61 der Raumplanungsverordnung für den 

Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110). Das Verfahren betreffend 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Sinne von Art. 94 KRG 

wird die Beschwerdegegnerin gemäss Anordnung in Dispositivziffer 3 des 

angefochtenen BAB-Entscheids nach dessen Rechtskraft durchführen. 

Streitgegenstand bildet die Frage, ob der BAB-Entscheid korrekt war oder 

nicht, wobei umstritten ist, ob der Beschwerdegegner das BAB-Gesuch 

bezüglich b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 [ohne Nr. 556.1, vgl. dazu weiter 

unten] und Containeranbau Nr. 556.3) sowie f) (Jägerstube Nr. 555.4) zu 

Recht abgewiesen hat (Dispositivziffer 1). Die Anfechtung von 

Dispositivziffer 1 geht allerdings nur sinngemäss aus dem Rechts-

begehren der Beschwerdeführerin hervor, explizit angefochten wurde nur 

Dispositivziffer 3. Dementsprechend gilt es auch zu prüfen, ob der 

Beschwerdegegner die Bauten b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 und 

Containeranbau Nr. 556.3), d) (Hundezwinger Nr. 555.6) und f) 

(Jägerstube Nr. 555.4) zu Recht als nicht rechtmässig erstellt beurteilte 

und diesbezüglich die Gemeinde zu Recht angewiesen hat, ein Wieder-

herstellungsverfahren einzuleiten (Dispositivziffer 3). Nicht bestritten, 

mithin akzeptiert wurde die Anordnung des Beschwerdegegners an die 

Beschwerdegegnerin, in Bezug auf die Bauten b) (Anbau Nr. 556.1), 

e) (Carport/Unterstand Nrn. 555.2 und 555.3) und g) (Container mit 

Pergola Nrn. 556.4 und 556.2) ein Wiederherstellungsverfahren 

einzuleiten. Die Bauten a), c) und h) erachtete der Beschwerdegegner als 

rechtmässig erstellt (Dispositivziffer 2), was unangefochten blieb. Der 

BAB-Entscheid bezieht sich auf sämtliche Bauten auf Parzelle 1916 

(Bauten a-h), auch wenn die von der Beschwerdeführerin eingereichten 

Baugesuchsformulare, die ihr die Beschwerdegegnerin zur Unter-

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zeichnung zugestellt hatte, nur die Bauten b) und f) betreffen (vgl. ARE-

act. 1 und 7 S. 2). Der Beschwerdegegner beurteilte gestützt auf Art. 26 

Abs. 1 lit. a VRG sämtliche Bauten auf Parzelle 1916, da die Beschwerde-

führerin trotz Aufforderungen seitens der Beschwerdegegnerin resp. dem 

Beschwerdegegner zwischen 2016 und 2021 kein vollständiges 

Baugesuch eingereicht hatte (vgl. BAB-Entscheid E. II.1, S. 5 [Bf-act. 2, 

ARE-act. 15]). Dagegen wandte die Beschwerdeführerin nichts ein.

3.1. Bei der Prüfung der Bewilligungsfähigkeit von ohne Bewilligung erstellten 

oder geänderten Bauten erachtet das Bundesgericht in der Regel den 

Rechtszustand im Zeitpunkt der Errichtung der Baute als massgeblich, es 

sei denn, die Baute könnte gemäss dem im Zeitpunkt des Entscheids 

geltenden "milderen" Recht bewilligt werden (BGE 123 II 248 E.3.a/bb, 

102 Ib 64 E.4; Urteile des Bundesgerichts 1C_28/2021 vom 30. Juni 2021 

E.3.1.1, 1C_22/2019, 1C_476/2019 vom 6. April 2020 E.8.1, nicht publ. in 

BGE 146 II 304). Für den Betroffenen günstigeres Recht ist auch dann 

anzunehmen, wenn Unsicherheit über den Zeitpunkt der Vornahme der 

streitigen Änderung besteht (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, Zürcher 

Planungs- und Baurecht, 6. Aufl., Wädenswil 2019, S. 617 unten, S. 618). 

Auf strengeres neues Recht wird nur abgestellt, wenn der Bauherr 

bewusst keine Bewilligung eingeholt hat, weil er wusste, dass vor der 

Erteilung der Bewilligung neues strengeres Recht in Kraft treten werde 

(vgl. BGE 123 II 248 E.3a/bb, 104 Ib 301 E.5c; Urteile des Bundesgerichts 

1C_28/2021 vom 30. Juni 2021 E.3.1.1, 1C_480/2019, 1C_481/2019 vom 

16. Juli 2020 E.3.2, 1C_22/2019, 1C_476/2019 vom 6. April 2020 E.8.1 f. 

[nicht publ. in BGE 146 II 304], 1C_534/2012 vom 16. Juli 2013 E.3.4 mit 

Hinweis).

3.2. Das hier fragliche Verfahren betreffend nachträgliche Baubewilligung ist 

somit nach dem Recht im jeweiligen Erstellungszeitpunkt bzw. falls milder 

nach demjenigen im Zeitpunkt des angefochtenen BAB-Entscheids vom 

6. April 2023 zu beurteilen (vgl. auch Art. 89 Abs. 2 KRG). Die 

- 14 -

Baubewilligung setzt nach Art. 22 Abs. 2 RPG (in der Fassung 

unverändert seit 1. Januar 1980) u.a. voraus, dass die Bauten und 

Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (lit. a). Da die 

Parzelle 1916 der Beschwerdeführerin mehrheitlich in der Landwirt-

schaftszone liegt, interessieren hier die Normen betreffend diese Zone 

sowie diejenigen betreffend Bauten ausserhalb der Bauzonen.

Landwirtschaftszonen umfassen gemäss Art. 16 Abs. 1 RPG (in Kraft seit 

1. September 2000) Land, das sich für die landwirtschaftliche Bewirt-

schaftung oder den produzierenden Gartenbau eignet und zur Erfüllung 

der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft benötigt wird (lit. a) oder 

im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden soll (lit. b). 

Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen 

Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind 

(Art. 16a Abs. 1 RPG; in Kraft seit 1. September 2000). Bauten für den 

Wohnbedarf sind zonenkonform, wenn sie für den Betrieb des 

entsprechenden landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich sind, 

einschliesslich des Wohnbedarfs der abtretenden Generation (vgl. Art. 34 

Abs. 3 Raumplanungsverordnung [RPV; SR 700.1]; in Kraft seit 

1. September 2000). Nach Art. 24 RPG (in Kraft seit 1. Januar 1980, mit 

einer Änderung im Titel ab 1. September 2000) können abweichend von 

Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG Bewilligungen für die Errichtung von Bauten und 

Anlagen oder deren Zweckänderung erteilt werden, wenn der Zweck der 

Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert 

(lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).

Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass die umstrittenen 

Bauten b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 und Containeranbau Nr. 556.3), 

d) (Hundezwinger Nr. 555.6) und f) (Jägerstube Nr. 555.4) die Voraus-

setzungen dieser Bestimmungen erfüllten, mithin zonenkonform bzw. 

standortgebunden wären. Dies ist, wie auch der Beschwerdegegner im 

angefochtenen BAB-Entscheid in Bezug auf die Landwirtschaftszone 

- 15 -

ausführte, nicht ersichtlich, weshalb zu prüfen ist, ob die Art. 24 ff. RPG, 

insbesondere Art. 24c RPG, der die Besitzstandsgarantie regelt, 

anwendbar sind.

Bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der 

Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, werden in ihrem Bestand 

grundsätzlich geschützt (Art. 24c Abs. 1 RPG; in Kraft seit 1. September 

2000). Art. 24c RPG ist gemäss Art. 41 RPV anwendbar auf Bauten und 

Anlagen, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor das 

betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinne des 

Bundesrechts wurde (altrechtliche Bauten und Anlagen), nämlich 

grundsätzlich vor dem 1. Juli 1972 (vgl. MUGGLI, in: AEMISEGGER/

MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen 

ausserhalb der Bauzone, Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 24c Rz. 17 ff.). 

Art. 42 RPV präzisiert seinerseits Art. 24c Abs. 2 RPG, er regelt mithin die 

Änderung altrechtlicher Bauten und Anlagen.

4. Nachfolgend ist auf die Frage der Verwirkungs- resp. Verjährungsfrist von 

30 Jahren einzugehen.

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, diese sei auch ausserhalb der 

Bauzonen anwendbar. Es widerspreche dem Grundsatz von Treu und 

Glauben, die Anwendung der Verwirkungsfrist auf Sachverhalte, die sich 

vor der Rechtsprechungsänderung vom 28. April 2021 (Urteil des Bundes-

gerichts 1C_469/2019) ergeben hätten, zu verneinen. Dies gelte umso 

mehr angesichts der zu erwartenden Gesetzesänderung auf Bundes-

ebene. Diesbezüglich reichte die Beschwerdeführerin dem Gericht die 

Informationen betreffend die am 23. März 2022 eingereichte Standes-

initiative Nr. 22.305 "Für eine Verjährungsfrist auch ausserhalb der 

Bauzone" und die SDA-Meldung "Parlament will mehr Milde gegenüber 

illegal erstellten Bauten" vom 6. Dezember 2022 ein (beide am 5. Juli 2023 

von der Website www.parlament.ch abgerufen, Bf-act. 6 und 7).

- 16 -

4.2. Der Beschwerdegegner stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass die 

Frage der Verjährung/Verwirkung im kommunalen Wiederherstellungs-

verfahren zu klären sei, vorliegend gehe es um die Rechtmässigkeit der 

Bauten. Die Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin hätte zur Folge, 

dass sämtliche Bauten unbesehen ihrer Illegalität legalisiert würden und 

damit erweitert, abgebrochen und wiederaufgebaut werden könnten. Das 

Bundesgericht habe in seinem Urteil 1C_469/2019 aber festgehalten, dass 

"die Baubehörde prüfen" muss, "ob seither wesentliche Änderungen der 

Bausubstanz oder der Nutzung vorgenommen wurden, die eine neue 

Verwirkungsfrist in Gang gesetzt haben könnten". Im üblichen juristischen 

Verständnis handle es sich demnach um eine Verjährungsfrist. Sinn und 

Zweck einer 30-jährigen Verjährungsfrist für widerrechtliche Bauten wäre 

die Herstellung von Rechtssicherheit durch einen Bestandesschutz 

weiterhin widerrechtlicher Bauten, jedoch nicht die umfassende 

Legalisierung eines widerrechtlichen Zustands. Damit bestünde kein 

direkter Konnex zur Besitzstandsgarantie im Sinne von Art. 24c RPG.

4.3. Die Beschwerdegegnerin hält ihrerseits fest, dass das Interesse am 

nachträglichen Baubewilligungsverfahren solange bestehe, als der 

Wiederherstellungsanspruch nicht verwirkt sei (unter Hinweis auf VGU 

R 12 9 E.3b). Die Pflicht zur Wiederherstellung verwirke gemäss BGE 147 

II 309 für Bauten ausserhalb der Bauzone nicht, allfällig anders lautendes 

künftiges Recht spiele hier keine Rolle. Im hängigen nachträglichen 

Baubewilligungsverfahren sei allein das Recht im Zeitpunkt der Erstellung 

der Baute oder, falls milder, das am 6. April 2023 geltende Recht 

anzuwenden.

4.4.1. Die Verwirkung des Wiederherstellungsanspruchs bzw. der Wiederher-

stellungspflicht ist gesetzlich nicht geregelt (vgl. BGE 147 II 309 E.4). Mit 

BGE 147 II 309 ging das Bundesgericht der nie in grundsätzlicher Weise 

geprüften Grundsatzfrage nach, ob die für die Wiederherstellung innerhalb 

der Bauzone entwickelte 30-jährige Verwirkungsfrist (vgl. BGE 107 Ia 121) 

- 17 -

auch ausserhalb der Bauzone anwendbar ist. Es hielt fest, dass der 

Wiederherstellungsanspruch ausserhalb der Bauzone nicht nach 30 

Jahren verwirke. Der Trennungsgrundsatz lasse keinen Raum für die 

"Ersitzung" von rechtswidrigen Nutzungen ausserhalb der Bauzone 

(BGE 147 II 309 E.5.6 und 5.7; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 

1C_508/2023 vom 2. Februar 2024 E.3.1 [innerhalb der Bauzone], 

1C_79/2022 vom 30. September 2022 E.7.2 und 1C_572/2020 vom 

30. November 2021 E.8).

4.4.2. Im Jahr 2022 haben sowohl Nationalrat wie auch Ständerat die Motion 

Nr. 21.4334 betreffend Verjährung der Pflicht zur Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzonen angenommen. Damit 

hat der Bundesrat eine entsprechende Gesetzesänderung vorzubereiten 

(vgl. dazu www.parlament.ch). Noch ist aber nicht absehbar, wann eine 

allfällige (zuvor noch vom Parlament zu beschliessende) Gesetzes-

änderung überhaupt in Kraft treten wird, welche konkreten Voraus-

setzungen künftig erfüllt sein müssen, dass tatsächlich die Verwirkung 

eines unrechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzone angenommen 

werden darf, und welche Übergangsbestimmungen gelten werden. 

Folglich ist nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass die fragliche 

Motion überwiesen wurde (Dezember 2022), etwas an der Beurteilung des 

vorliegenden Sachverhalts ändern könnte. Nach jetzigem Rechtsstand 

(BGE 147 II 309) gilt also ausserhalb der Bauzone keine Verjährung/

Verwirkung der Wiederherstellungspflicht, sodass auch das vorliegende 

nachträgliche BAB-Bewilligungsverfahren (im Hinblick auf eine allfällige 

Verjährung/Verwirkung der Wiederherstellungspflicht) nicht obsolet ist 

(vgl. auch VGU R 12 9 vom 27. August 2013 E.3b). Auch kann der 

Argumentation der Beschwerdeführerin, für die vor Ergehen von BGE 147 

II 309 erstellten Bauten gelte die Verwirkungsfrist, nicht gefolgt werden, 

besteht doch diesbezüglich keine gesetzliche Grundlage und legt doch 

das Bundesgericht dar, die Frage der Anwendbarkeit der 30-jährigen 

- 18 -

Verwirkungsfrist ausserhalb der Bauzone sei zuvor nie in grundsätzlicher 

Weise geprüft worden (BGE 147 II 309 E.4.4).

4.5. Nach dem Gesagten ist in den nachfolgenden Erwägungen zunächst auf 

die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin einzugehen und dann der 

Frage der nachträglichen Bewilligungsfähigkeit der Dauerwohnbaute 

(Nr. 556) inkl. Containeranbau (Nr. 556.3), des Hundezwingers (Nr. 555.6) 

und der Jägerstube (Nr. 555.4) nachzugehen.

5. Vorerst ist auf die Rüge einzugehen, dass die Vorinstanz kein Erkenntnis-

verfahren durchgeführt habe.

5.1. Die Beschwerdeführerin bringt im Zusammenhang mit dem Hundezwinger 

vor, die Vorinstanz habe es verpasst, vor Einleitung des Wiederher-

stellungsverfahrens das zwingend notwendige Erkenntnisverfahren 

durchzuführen, d.h. von Amtes wegen zu prüfen, ob für die Baute eine 

Bewilligung oder Ausnahmebewilligung erteilt werden könne; dies sei 

vorliegend nur bezüglich b) Dauerwohnbaute und f) Jägerstube erfolgt.

5.2. Der Beschwerdegegner führt dazu in seiner Vernehmlassung aus, gemäss 

Schätzungsunterlagen des AIB sei der Hundezwinger im Jahr 2005 erbaut 

worden. Gestützt auf diese Schätzung und den aktuellen Zustand des 

Hundezwingers erscheine das seitens der Beschwerdeführerin 

vorgebrachte Baujahr in den 1960-er Jahren nicht glaubhaft. Diese Baute 

sei weder altrechtlich noch rechtmässig erstellt worden, womit die 

Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG nicht zur Anwendung gelange.

5.3. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist diese Rüge nicht zu hören. 

Der Beschwerdegegner hat in Dispositivziffer 1 das Baugesuch nur 

betreffend b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 inkl. Nr. 556.1 und Container-

anbau Nr. 556.3) und f) (Jägerstube Nr. 555.4) ausdrücklich abgelehnt, 

weil nur bezüglich dieser Bauten ein Gesuch eingereicht worden war. 

- 19 -

Weiter prüfte er aber gestützt auf die Entscheidbefugnis nach Art. 26 

Abs. 1 lit. a VRG, aufgrund der mutmasslich wiederholten Bautätigkeit 

ohne BAB-Bewilligung während der letzten Jahre, auch die übrigen 

Bauten auf ihre Baurechtskonformität hin (vgl. BAB-Entscheid Ziff. II.1, 

S. 5 [Bf-act. 2, ARE-act. 15]). Der Beschwerdegegner führte, da die 

vorhandenen Unterlagen für eine abschliessende Beurteilung der 

Bautätigkeiten nicht ausreichten, diesbezüglich ein umfangreiches 

Erkenntnisverfahren durch. Dieses dient dazu, festzustellen, wie die 

Baurechtswidrigkeit zu qualifizieren und materiell- wie auch verfahrens-

rechtlich zu behandeln ist (vgl. dazu FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., 

S. 610, S. 616). Der Beschwerdegegner verlangte Aktenergänzungen für 

die Jahre 2016 bis 2019 und liess durch die Beschwerdegegnerin im Juli 

2019 eine umfassende Bestandesaufnahme auf der Parzelle 1916 mit 

Situationsplan, Fotoaufnahmen sowie einer Auflistung aller Objekte mit 

deren Erstellungsjahr, Nutzung resp. Nutzungsänderung erstellen, die im 

Dezember 2019 revidiert wurde (vgl. ARE-act. 9). Zudem führte er im 

November 2021 einen Augenschein durch, um die Bestandesaufnahme 

aus dem Jahr 2019 zu aktualisieren und eine Beurteilung vor Ort 

vorzunehmen (vgl. ARE-act. 12). Ausserdem forderte der Beschwerde-

gegner die Schätzungsunterlagen des AIB (vgl. ARE-act. 11) ein, die als 

Orientierungsgrundlage hinsichtlich des Baujahres der Bauten dienen 

sollten. Damit kann keine Rede davon sein, der Beschwerdegegner habe 

kein Erkenntnisverfahren durchgeführt.

6. Im Nachfolgenden ist die Rechtmässigkeit der strittigen Bauten 

b) (Dauerwohnbaute Nr. 556 und Anbau Wohncontainer Nr. 556.3, ohne 

Nr. 556.1), d) (Hundezwinger Nr. 555.6) und f) (Jägerstube Nr. 555.4) zu 

beurteilen.

6.1. Laut angefochtenem BAB-Entscheid wurde das ursprüngliche Wohnhaus 

Nr. 556 gemäss den Luftbildaufnahmen aus dem Jahr 1956 (vgl. ARE-

act. 14) und den Schätzungsunterlagen (vgl. ARE-act. 11) ca. 1957 

- 20 -

erbaut. Der Beschwerdegegner hielt im BAB-Entscheid fest, nach dem 

Bezug der Dauerwohnbaute Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1 hätte das Wohnhaus 

Nr. 556 gemäss Auflage in der nachträglichen Baubewilligung vom 

30. April 1974 für die mutmasslich im Jahr 1972 erstellte Dauerwohnbaute 

Nr. 555-3 (ARE-act. 8), die als Wiederherstellungsverfügung zu 

qualifizieren sei, abgebrochen werden müssen. Trotz Wiederher-

stellungsverfügung sei der Abbruch der Dauerwohnbaute Nr. 556 nicht 

erfolgt. Ungefähr im Jahr 1984 sei diese Dauerwohnbaute ohne 

Bewilligung um einen Containeranbau (Nr. 556.3) ergänzt worden. Beide 

Bauten seien in den Jahren 2010 bis 2012 renoviert und teilweise 

verändert worden. Die 5½-Zimmerwohnung sei in zwei 2½-Zimmer-

wohnungen aufgeteilt und zusätzlich sei ein Aussenanbau (Nr. 556.1) 

erstellt worden, in welchem sich Teile der verschobenen Küche und ein 

Unterstand befänden. Die Renovation und teilweise Änderung seien 

nachträglich mittels Meldeverfahren im September 2015 bewilligt worden 

(Bewilligung Nr. 2015-0071). Die Bauten Nr. 556, Nr. 556.1 und Nr. 556.3 

seien wegen zonenwidrigen Wohnnutzungszwecks in der Landwirt-

schaftszone und weil keine BAB-Bewilligung möglich sei, materiell 

rechtswidrig. Betreffend die Baute Nr. 556 sei die Verjährung spätestens 

am 1. Mai 2004 eingetreten, hinsichtlich der Baute Nr. 556.3 spätestens 

im Jahr 2014, jedoch habe mit der Renovierung und den teilweisen 

Änderungen in den Jahren 2010 bis 2012 die Verjährung neu zu laufen 

begonnen (mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1C_318/2013 

E.4.3). Da für Umbauten eine BAB-Bewilligung notwendig gewesen wäre, 

eine solche jedoch aufgrund der materiellen Widerrechtlichkeit der Bauten 

nicht hätte erteilt werden dürfen, erweise sich die im Übrigen auch von der 

Gemeinde kompetenzwidrig im Meldeverfahren erlassene nachträgliche 

Bewilligung vom 22. September 2015 als nichtig. Aufgrund dessen 

könnten die Bauten Nr. 556, Nr. 556.1 und Nr. 556.3 auch nachträglich 

nicht bewilligt werden, und das diesbezügliche Baugesuch sei 

abzuweisen.

- 21 -

6.2. Die Beschwerdeführerin verlangt in ihrem Rechtsbegehren, dass 

festgestellt werde, die Dauerwohnbaute Nr. 556 inkl. Containeranbau 

Nr. 556.3 sei rechtmässig erstellt worden, ihr komme Besitzstandgarantie 

zu und sie bedürfe keiner BAB-Bewilligung. Mit Hinweis auf die 

Luftaufnahmen gab die Beschwerdeführerin an, der Container-Anbau 

(Nr. 556.3) sei spätestens im 1978 erstellt worden, ihre Mutter könne dies 

bestätigen. Der Container sei aufgestellt worden, damit deren Vater resp. 

ihr Grossvater während der Bauphase (Anm. des Gerichts: gemeint ist 

wohl der Bau des Wohnhauses Nr. 555, erbaut 1972 bis 1974) eine 

Übernachtungsgelegenheit gehabt habe. Folglich hätte, würde man der 

Auffassung der Vorinstanz folgen, die 30-jährige Verwirkungsfrist für die 

Dauerwohnbaute mit dem Containeranbau 1978 neu zu laufen begonnen, 

sie wäre jedoch im Jahr 2008 definitiv abgelaufen. Die baulichen 

Veränderungen in den Jahren 2010 bis 2012 änderten daran nichts, da die 

Verwirkung zu diesem Zeitpunkt bereits eingetreten sei. Die Beschwerde-

führerin akzeptierte hingegen die Verweigerung der Bewilligung für die im 

2010 bis 2012 vorgenommenen baulichen Veränderungen, machte jedoch 

klar, dass dies kein Einverständnis zum Rückbau beinhalte. Sie führte 

weiter aus, indem die Vorinstanz in Dispositivziffer 3 des BAB-Entscheids 

die Bewilligung für die Dauerwohnbaute Nr. 556 und den angebauten 

Container Nr. 556.3 verweigerte, habe sie die bis ins Jahr 2021 geltende 

bundesgerichtliche Rechtsprechung verletzt. Abgesehen davon 

interpretiere die Vorinstanz das Urteil des Bundesgerichts 1C_318/2013 

(in französischer Sprache) falsch, die Verwirkungsfrist beginne lediglich 

für die neu erstellten oder umgebauten Teile von neuem zu laufen, nicht 

aber für die nicht veränderten Teile der Baute. Die Wiederherstellung 

würde auch gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossen, 

habe der Kanton im Jahr 2012 von ihnen doch gefordert, die gesamte 

Stromanlage in der Wohnbaute (inkl. Container-Anbau) wegen Über-

alterung zu erneuern; die Kosten dafür hätten sich auf CHF 15'000.-- bis 

- 22 -

CHF 20'000.-- belaufen. Dem Kanton hätte damals die Widerrechtlichkeit 

auffallen müssen.

6.3. Der Beschwerdegegner hielt in seiner Vernehmlassung betreffend das 

Baujahr des Container-Anbaus Nr. 556.3 fest, auf den Luftbildern aus dem 

Jahr 1978 sei eine Baute oder Anlage zu sehen. Es sei aber unklar, ob es 

sich dabei um den jetzigen Container handle. Anhand der Luftbild-

aufnahmen aus dem Jahr 2011 sei ersichtlich, dass der Container wohl im 

Rahmen des Umbaus der 5½-Zimmerwohnung in zwei 2½-Zimmer-

wohnungen (2010 bis 2012) neu erstellt worden sei. Der Beschwerde-

gegner sei in äusserst grosszügiger Auslegung seines Ermessens vom 

Baujahr 1984 ausgegangen. Wenn die Erstellung nicht in jenem Jahr 

erfolgt sei, dann sei das Erstellungsjahr vom Verwaltungsgericht auf 2010 

festzulegen. Mit Hinweis auf VGU R 07 36 E.3 gab er an, ein allfällig 

unbewiesen gebliebener Sachverhalt sei zu Ungunsten der Partei 

auszulegen, die daraus Rechte ableiten wolle.

6.4.1. Wie im BAB-Entscheid ausgeführt (E. II./4.b, S. 8 [Bf-act. 2, ARE-act. 15]) 

wurde das ursprüngliche Wohnhaus Nr. 556 gemäss den Luftbild-

aufnahmen aus dem Jahr 1956 und den Schätzungsunterlagen des AIB 

ungefähr im Jahr 1957 erbaut. Aus dem Schreiben bzw. Entscheid des 

Gemeindevorstands vom 30. April 1974 geht hervor, dass der Vorbesitzer 

der Liegenschaft, F._____, im Jahr 1972 ohne Baubewilligung und unter 

Missachtung eines Baustopps aus dem ehemaligen Stall ein Wohnhaus 

(Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1) errichtet und erst im Jahr 1974 die erforderlichen 

Unterlagen eingereicht hatte. Gestützt auf seinen Beschluss vom 6. April 

1974 hatte der Gemeindevorstand in der Folge mit Verfügung vom 

30. April 1974 in Anwendung des Hofstattrechts die nachträgliche 

Baubewilligung für die Dauerwohnbaute Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1 erteilt, 

allerdings unter der Auflage, dass das bestehende Haus (Nr. 556) 

abgebrochen werden müsse, sobald das neu errichtete Wohnhaus 

(Nr. 555-3 inkl. Nr. 555.1) bezogen würde (vgl. ARE-act. 8 S. 2 ff.). Die 

- 23 -

nachträgliche Baubewilligung aus dem Jahre 1974 kann daher, wie dies 

der Beschwerdegegner gemacht hat, als Wiederherstellungsverfügung 

bzw. Abbruchverfügung für das Wohnhaus Nr. 556 qualifiziert werden. 

Dieser Auflage zum Abbruch wurde indes nicht Folge geleistet, weshalb 

die Dauerwohnbaute Nr. 556 nicht als altrechtlich gelten kann und als 

materiell rechtswidrig beurteilt werden muss. Dies wird von der 

Beschwerdeführerin denn auch nicht ernsthaft bestritten, sie spricht 

lediglich im Rechtsbegehren von deren Rechtmässigkeit, macht aber in 

der Begründung keine Ausführungen dazu.

Der Containeranbau Nr. 556.3 wurde ohne Bewilligung erstellt, unklar ist 

wann. In Frage kommen gemäss BAB-Entscheid (vgl. E. II./4.b, S. 8 [Bf-

act. 2, ARE-act. 15]) und Ausführungen des Beschwerdegegners die 

Jahre 1978, 1984 oder 2010, was bedeutet, dass er auf jeden Fall nach 

1972 erstellt wurde und somit nicht als altrechtlich gelten kann. Die Baute 

hängt mit dem Wohnhaus Nr. 556 zusammen, sie dient der Wohnnutzung, 

ist somit keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG zugänglich und 

somit sowohl formell als auch materiell baurechtswidrig. Zur 

diesbezüglichen Rechtswidrigkeit bringt die Beschwerdeführerin ebenfalls 

nichts Konkretes vor. Die von ihr aufgeworfene Frage der Verwirkung der 

Wiederherstellungspflicht ist hier nicht zu beurteilen, weshalb das Baujahr 

der Containeranbaute letztlich offengelassen werden kann, zumal auch 

nicht behauptet wird, sie sei vor dem Jahr 1972 erstellt worden. Dasselbe 

gilt für die Frage, ob die in den Jahren 2010-2012 vorgenommenen 

Arbeiten die ursprüngliche Baute derart veränderten, dass diese gar nicht 

mehr abgebrochen werden könnte und sich die Frage der Verwirkungsfrist 

diesbezüglich nicht mehr stellte (vgl. dazu BGE 136 II 359 E.8.3, 107 Ia 

121 E.1b; Urteil des Bundesgerichts 1C_318/2013 vom E.4.3).

6.4.2. Unbestritten blieb durch die Beschwerdeführerin, dass der Beschwerde-

gegner die in den Jahren 2010 bis 2012 erfolgten teilweisen Änderungen 

und den Aussenanbau (Nr. 556.1), welche im Meldeverfahren bewilligt 

- 24 -

worden waren (vgl. ARE-act. 4), wegen Unzuständigkeit der Gemeinde für 

die Erteilung von BAB-Bewilligungen als nichtig qualifizierte, und diesen 

die BAB-Bewilligung daher verweigerte, womit sich weitere Ausführungen 

dazu erübrigen (BGE 132 II 21 E.3.2.2 f., 111 Ib 213 E.5).

7. Weiter ist die Rechtmässigkeit des nordseitig an den Schopf Nr. 555-A 

angebauten Hundezwingers Nr. 555.6 zu prüfen.

7.1. Der Beschwerdegegner hielt im angefochtenen BAB-Entscheid fest, 

dieser sei gemäss den Schätzungsunterlagen des AIB im Jahr 2005 

erbaut worden und werde als Lagerfläche genutzt. Für diesen sei weder 

für den Errichtungszeitpunkt noch aktuell ein objektiver Bedarf 

ausgewiesen. Die hobbymässige Haltung von wenigen Hunden gehöre 

praxisgemäss zum Wohnen in der Bauzone, weshalb die Voraus-

setzungen der Standortgebundenheit nach Art. 24 lit. a RPG nicht erfüllt 

seien und der Hundezwinger nicht bewilligt werden könne. Die Gemeinde 

habe nach Rechtskraft der BAB-Bewilligung das Verfahren zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands einzuleiten.

7.2. Die Beschwerdeführerin brachte dazu vor, nicht nachvollziehbar sei, wie 

die Vorinstanz darauf komme, dass der Hundezwinger (Nr. 555.6), der auf 

Luftaufnahmen kaum ersichtlich sei, erst im Jahr 2005 erstellt worden sein 

solle. Die Beschwerdeführerin habe beim Kauf des Grundstücks im Jahr 

2001 den Schopf (Nr. 555-A), den Unterstand (Nr. 555.5) und den Hunde-

zwinger (Nr. 555.6) übernommen und seither keine baulichen Veränder-

ungen daran vorgenommen. Gemäss Aussagen ihrer Mutter sei der 

Hundezwinger zusammen mit dem Schopf und dem Unterstand im Jahr 

1960 erstellt worden. Die Luftaufnahme von 1978 lasse zumindest 

erahnen, dass sich schon in jenem Zeitpunkt im Anschluss an den Schopf 

eine Auslauffläche befunden habe. Da die Verwirkung bereits im Jahr 

1990 eingetreten sei, gelte hier die Besitzstandsgarantie.

- 25 -

7.3. Der Beschwerdegegner hält dazu fest, der Hundezwinger sei nicht vor 

1972 erstellt worden und daher nicht altrechtlich; es handle sich auch nicht 

um eine landwirtschaftliche Baute bzw. sie sei auch nicht standort-

gebunden (ZBl 2000, S. 420: Modellflugplatz in Landschaftsschutzzone) 

und somit nicht rechtmässig erstellt worden. Aufgrund der Schätzung des 

AIB als auch des aktuellen Zustands erscheine das seitens der 

Beschwerdeführerin angegebene Baujahr in den 1960er-Jahren nicht 

glaubhaft.

7.4. Gemäss den Angaben in der Bestandesaufnahme der Beschwerde-

gegnerin auf Parzelle 1916 (ARE-act. 9, S. 6) ist der Hundezwinger im 

Jahr 2005 erstellt worden. Aus den Luftbildern lässt sich kein Baujahr 

ableiten und auch den Schätzungsunterlagen lässt sich (entgegen den 

Angaben des Beschwerdegegners) nichts entnehmen. Die Beschwerde-

führerin behauptet, sie habe diese Baute im Jahr 2001 vom Vorgänger 

übernommen, allerdings unterlässt sie es, dies entsprechend durch eine 

Urkunde zu belegen (z.B. Kauf-, Erbvertrag, etc.). Dass der Hundezwinger 

im Jahr 1960 erbaut worden wäre, erscheint nicht glaubhaft, zumal er auf 

den anlässlich des Augenscheins vom 10. November 2021 gemachten 

Fotoaufnahmen (vgl. ARE-act. 12) neu erbaut oder zumindest sehr gut 

erhalten scheint. Folglich dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass der 

Hundezwinger bereits im Jahr 1972 Bestand hatte, womit der 

Beschwerdegegner ihn zu Recht nicht als altrechtlich qualifiziert hat.

Gemäss Praxis ist der Standort einer Baute durch ihre Zweckbestimmung 

im Sinne von Art. 24 lit. a RPG vorgegeben, wenn ein Standort ausserhalb 

der Bauzone aus technischen oder betrieblichen Gründen oder wegen der 

Bodenbeschaffenheit erforderlich ist oder wenn die Baute aus besonderen 

Gründen von der Bauzone ausgeschlossen ist. Der bestrittene Hunde-

zwinger dient unbestrittenermassen der hobbymässigen Tierhaltung; dass 

ein Standort ausserhalb der Bauzone im Sinne von Art. 24 lit. a RPG 

erforderlich wäre, ist vorliegend nicht ersichtlich (vgl. BGE 136 II 214 

- 26 -

E.2.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_877/2013 vom 31. Juli 2014 E.3.1.1; 

ZBl 2000 S. 420; MUGGLI, a.a.O., Art. 24 Rz. 5 und 14). Freizeit-

landwirtschaft ist grundsätzlich in der Landwirtschaftszone nicht zonen-

konform, sie kann aber in den Fällen von Art. 24e RPG bzw. Art. 42b RPV 

ausnahmsweise bewilligt werden. Dass die entsprechenden 

Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, wird nicht geltend gemacht und 

ist ebenfalls nicht ersichtlich (vgl. MUGGLI, a.a.O., Art. 16 Rz. 24 f., 

Vorbemerkungen zu Art. 24 bis 24e und 37a Rz. 30 f., Art. 24e Rz. 7 ff.). 

Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diese 

Baute als materiell rechtswidrig beurteilte.

8. Schliesslich ist auf die Frage der Rechtmässigkeit der Jägerstube 

(Nr. 555.4) einzugehen.

8.1. Im BAB-Entscheid wurde festgehalten, dass die Jägerstube gemäss 

Schätzungsunterlagen des AlB im Jahr 1984 ohne Baubewilligung erstellt 

und im Jahr 2013 erneuert worden sei (E. II./4.f). Der Beschwerdegegner 

führte dazu aus, "Bezüglich der Jägerstube Nr. 555.4 ist die Verjährung 

somit spätestens im Jahr 2004 eingetreten. […]. Vorliegend werden die im 

Jahr 2013 ausgeführten Arbeiten grundsätzlich als Erneuerungsarbeiten 

qualifiziert. Die Erneuerungen wurden durch die Gemeinde B._____ 

rechtskräftig im Rahmen des Meldeverfahrens bewilligt (Bewilligung 

Nr. 2015-0070). Die Jägerstube Nr. 555.4 ist somit widerrechtlich. Das 

Bauwerk geniesst jedoch nach Auffassung des ARE durch die über 30 

Jahre dauernde Duldung und aufgrund der bevorstehenden und somit zu 

berücksichtigenden Rechtsänderung zur Verjährung von widerrechtlichen 

Bauten Besitzstandsschutz […]. Das BAB-Gesuch vom 4. März 2016 wird 

abgewiesen." (BAB-Entscheid E. II./4, S. 10 f. [Bf-act. 2, ARE-act. 15]). 

Der Beschwerdegegner hielt die Beschwerdegegnerin an, nach Rechts-

kraft der BAB-Bewilligung bezüglich der Baute Nr. 555.4 das Verfahren zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands einzuleiten.

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8.2. Die Beschwerdeführerin brachte dazu vor, die Erwägung II.4.f deute 

darauf hin, dass der Vorinstanz ein Fehler unterlaufen sei, zumal die 

Ausführungen zur Jägerstube (lit. f, Nr. 555.4) offensichtlich in sich 

widersprüchlich seien. Eigentlich sei auch die Vorinstanz davon 

ausgegangen, dass die Jägerstube den Bestandesschutz geniesse und 

deshalb keiner Bewilligung bedürfe. Aufgrund eines Versehens resp. Copy 

Paste-Fehlers sei dann der falsche Entscheid gefällt worden, was es zu 

korrigieren gelte. Wenn die Vorinstanz hingegen tatsächlich die 

Widerrechtlichkeit der Jägerstube hätte feststellen wollen, wäre von einer 

Rechtsverletzung auszugehen und folglich der vorinstanzliche Entscheid 

diesbezüglich aufzuheben. Korrekt sei, dass die Jägerstube wohl im Jahr 

1984 ohne Baubewilligung erbaut worden sei. Die absolute Verjährungs-

frist von 30 Jahren sei bereits im Jahr 2014 abgelaufen, daran änderten 

die im Jahr 2013 vorgenommenen Arbeiten nichts, da es sich um nicht 

verjährungsunterbrechende Erneuerungsarbeiten und auch nicht um 

Änderungsarbeiten handle. Damit verstosse der vorinstanzliche Entscheid 

gegen Bundesrecht; dies zumindest, wenn die geplante Gesetzes-

änderung im Rahmen der positiven Vorwirkung bereits berücksichtigt 

werde, was die Vorinstanz zu Recht getan habe. Doch selbst wenn die im 

Jahr 2013 vorgenommenen Arbeiten nach Auffassung des Gerichts eine 

Änderung darstellten oder das Gericht die absolute Verjährungsfrist nicht 

auf Bauten ausserhalb der Bauzone anwenden würde, dürfte im heutigen 

Zeitpunkt für die Jägerstube keine Bewilligung mehr verlangt werden, weil 

die Baubehörde den rechtswidrigen Zustand geduldet habe. Die 

Beschwerdeführerin könne sich auch nach dem Grundsatz von Treu und 

Glauben auf die in Rechtskraft erwachsene Bewilligung für die 

Erneuerungsarbeiten an der Jägerstube vom 22. September 2015 

verlassen. Im Übrigen dürfe sich die Beschwerdeführerin aber auch auf 

die Rechtmässigkeit der ursprünglichen Baute aus dem Jahr 1984 

verlassen. Denn sowohl 2005 mit Einreichung der von der Gemeinde 

eingeforderten Pläne resp. spätestens im Bewilligungsverfahren 2015 

- 28 -

hätte die Baubehörde die Widerrechtlichkeit der Jägerstube feststellen 

müssen. Selbst wenn die 30-jährige Verwirkung ausserhalb der Bauzone 

nicht gelten würde, wäre davon auszugehen, dass die Gemeinde den 

widerrechtlichen Zustand spätestens seit Einreichung des Baugesuchs am 

9. September 2015 geduldet habe, weshalb sie aufgrund des Grundsatzes 

von Treu und Glauben keinen Rückbau mehr verfügen bzw. keine 

Bewilligung mehr verlangen dürfe.

8.3. Der Beschwerdegegner hielt in seiner Vernehmlassung dazu fest, die 

Baute Nr. 555.4 sei nicht altrechtlich, auch sei sie nicht rechtmässig 

erstellt, zumal sie keine landwirtschaftliche Baute darstelle bzw. nicht 

standortgebunden sei.

8.4. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist die Erwägung im BAB-

Entscheid f) (Erneuerung Jägerstube Nr. 555.4) (Bf-act. 2, ARE-act. 15, 

S. 11 oben) tatsächlich unklar. So hält der Beschwerdegegner zum einen 

die Widerrechtlichkeit der Jägerstube fest, und stellt danach klar, dass die 

Baute durch die über 30 Jahre dauernde Duldung und die bevorstehende 

Rechtsänderung zur Verjährung von widerrechtlichen Bauten Besitz-

standsschutz geniesse. Dennoch weist der Beschwerdegegner das BAB-

Gesuch vom 4. März 2016 ab und hält die Beschwerdegegnerin dazu an, 

nach Rechtskraft des BAB-Entscheids bezüglich der Jägerstube das 

Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nach 

Art. 94 Abs. 2 ff. KRG durchzuführen. Trotz der unklaren Erwägungen ist 

für das Gericht das Dispositiv des BAB-Entscheids massgebend, in dem 

die Bewilligung für die Jägerstube verweigert wurde (Ziff. 1), was hier 

bedeuten muss, dass die Vorinstanz von der materiellen Rechtswidrigkeit 

ausging.

Die Beschwerdeführerin bringt bezüglich der Frage der Rechtmässigkeit 

nichts vor. Diese Baute ist daher mangels Baubewilligung im Jahr 1984 

und angesichts der Nichtigkeit der im Meldeverfahren erteilten Bau-

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bewilligung im Jahr 2015 formell und angesichts fehlender Voraus-

setzungen im Sinne von Art. 24 ff. RPG auch materiell rechtswidrig. Ob es 

sich bei den im Jahr 2013 vorgenommenen Änderungen um nicht 

verjährungsunterbrechende Arbeiten handelt oder nicht, muss nicht resp. 

nicht im vorliegenden Verfahren entschieden werden (vgl. dazu BGE 136 

II 359 E.8.3, 107 Ia 121 E.1b; Urteil des Bundesgerichts 1C_318/2013 vom 

10. Dezember 2013 E.4.3). Dasselbe gilt angesichts der Nichtigkeit der im 

Meldeverfahren erteilten Baubewilligung vom 22. September 2015 (vgl. 

dazu Erwägung 6.4.2) für die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 

rechtswidrigen Zustand geduldet, folglich gegen den Grundsatz von Treu 

und Glauben verstossen hätte und deshalb keinen Rückbau der Jäger-

stube mehr verlangen dürfe, zumal diese Frage das Wiederherstellungs-

verfahren und nicht das vorliegende nachträgliche Baubewilligungs-

verfahren beschlägt (vgl. dazu BGE 132 II 21 E.6 und 8.1, BGE 107 Ia 121 

E.1c; Urteile des Bundesgerichts 1C_176/2009 vom 28. Januar 2010 

E.2.2.2, 1A.19/2001 vom 22. August 2001 E.4b).

9.1. Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die in Frage 

stehende materielle Rechtmässigkeit der Bauten b) (Dauerwohnbaute 

Nr. 556 und Anbau Wohncontainer Nr. 556.3, ohne Nr. 556.1), 

d) (Hundezwinger Nr. 555.6) und f) (Jägerstube Nr. 555.4) nicht gegeben 

ist. Diese in der Landwirtschaftszone liegenden Bauten sind weder 

zonenkonform im Sinne von Art. 16 und Art. 16a RPG in Verbindung mit 

Art. 22 RPG, noch altrechtlich im Sinne von Art. 24c RPG (Besitzstands-

garantie), noch erfüllen sie die Voraussetzungen für eine Ausnahme-

bewilligung im Sinne der Art. 24 ff. RPG. Dagegen bringt die Beschwerde-

führerin nichts Konkretes resp. nichts Überzeugendes vor. Die Frage der 

Verjährung/Verwirkung muss, wie aufgezeigt, nicht im vorliegenden 

Verfahren beantwortet werden; da zum jetzigen Zeitpunkt keine 

Verwirkungsfrist für die Wiederherstellung materiell rechtswidriger Bauten 

ausserhalb der Bauzone gilt (vgl. Erwägung 4.4.2), ist das Verfahren 

- 30 -

betreffend nachträgliche Baubewilligung auch nicht hinfällig. Gestützt auf 

Art. 94 Abs. 2 KRG darf der Beschwerdegegner die Beschwerdegegnerin 

auffordern, das Wiederherstellungsverfahren bezüglich der materiell 

vorschriftswidrigen Zustände in die Wege zu leiten. Nach dem Gesagten 

ist die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene BAB-Entscheid 

vom 6. April 2023 zu schützen.

9.2. Bei diesem Ergebnis ist von der beantragten Parteibefragung der 

Beschwerdeführerin zum Baujahr des Hundezwingers, zu den 

Bauarbeiten an der Jägerstube und zur Duldung derselben durch die 

Baubehörde nichts Neues zu erwarten; dasselbe gilt in Bezug auf die 

beantragte Zeugenbefragung der Mutter der Beschwerdeführerin zum 

Baujahr des Hundezwingers. Überdies sind vom ebenfalls von der 

Beschwerdeführerin beantragten Augenschein keine weiteren entscheid-

relevanten Erkenntnisse mehr zu erwarten, weshalb in antizipierter 

Beweiswürdigung darauf verzichtet werden kann (vgl. zur antizipierten 

Beweiswürdigung BGE 144 V 361 E.6.5, 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3). 

Die Herausgabe der Akten des Vorverfahrens (BAB-Nr. 2016-0280) 

erfolgte im Rahmen der Vernehmlassung seitens des Beschwerdegegners 

(vgl. Sachverhalt Ziff. 16).

10.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Gerichtskosten zulasten der 

unterliegenden Partei (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr wird auf 

CHF 3'000.00 festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 1 und 2 VRG) und mitsamt den 

Kanzleiauslagen der Beschwerdeführerin auferlegt.

10.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 

zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen 

(Art. 78 Abs. 2 VRG), weshalb dem obsiegenden Beschwerdegegner und 

der obsiegenden Beschwerdegegnerin keine Entschädigung 

zuzusprechen ist. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 656.00

zusammen CHF 3'656.00

gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]