# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b48afccf-a0fa-537d-8766-f26d8703cfad
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.03.2025 UV 2024/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-27_2025-03-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.04.2025

Entscheiddatum: 11.03.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2025
Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG. Der Biss einer Zecke des Typs 
«Ixodes» erfüllt sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, wobei der Kontakt 
mit dem Borreliose-Erreger mit serologischen Untersuchungen belegt 
werden kann. Indes genügen solche Untersuchungen nicht für den Schluss 
auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose. Deren Diagnose – gleich 
welchen Stadiums – setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild 
und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus. Vorliegend bestehen 
zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der 
versicherungsmedizinischen Kurzbeurteilung. Aufgrund der weiteren 
medizinischen Berichte ist davon auszugehen, dass die Beschwerden des 
Beschwerdeführers zumindest zeitweise überwiegend wahrscheinlich auf 
eine Neuroborreliose (bzw. das Post-Lyme-Syndrom) zurückzuführen waren, 
womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin jedenfalls 
vorübergehend bestanden hat. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin 
zur Einholung einer externen fachmedizinischen Beurteilung in Erfüllung 
ihrer Untersuchungspflicht, um den Zeitpunkt des Eintritts des Status quo 
sine vel ante, und damit des Wegfalls der Unfallkausalität und der 
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin, abzuklären (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. März 2025, UV 
2024/27).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/15 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 11. März 2025 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam 
Angehrn und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin 
Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/27 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  

( S u v a ) ,  Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/27 
 

 

2/15 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. August 2007 bei der B.___ AG in C.___ 

(nachfolgend: Arbeitgeberin), als Getränkelieferant tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) insbesondere gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

versichert, als er gemäss seinen Angaben am 1. Juni 2020 (Schadendatum unpräzis) beim 

Rasenmähen von einer Zecke gebissen wurde (Suva-act. 1). 

A.b Im Juli 2021 traten erstmals Beschwerden beim Versicherten auf, weshalb er am 13. Juli 2021 

seinen Hausarzt, Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, konsultierte (Suva-act. 

17-15 f.). Ab 20. August 2021 befand sich der Versicherte auf Zuweisung von Dr. D.___ bei Dr. med. 

E.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Manuelle Medizin, in Behandlung (Suva-act. 17-

29). 

A.c Dem Krankengeschichteneintrag vom 1. Dezember 2021 von Dr. E.___ ist zu entnehmen, dass 

der Versicherte im Rahmen der Untersuchung angab, zwei Wochen zuvor ein Ziehen in den Beinen 

sowie in der Brust- und Halswirbelsäule verspürt zu haben, worauf Dr. D.___ eine Laboruntersuchung 

veranlasst hätte. Der Versicherte habe sodann unter anderem über zwickende Schmerzen im linken 

Knie, linken Ellbogen und Handgelenk, im Nacken und über Kopfschmerzen geklagt. Dr. E.___ stellte 

die Verdachtsdiagnose Lyme-Rezidiv und die DD (Differentialdiagnose) SpA (Spondyloarthritis) (Suva-

act. 8-30 f.). 

A.d Am 9. Dezember 2021 fand eine weitere Untersuchung bei Dr. E.___ statt. Zu dieser hielt sie fest, 

dass die wandernden Schmerzen, das Kopfweh und die fehlenden Gelenkschwellungen weiterhin für 

Borrelien sprechen würden, wobei der Borrelien-Titer wesentlich besser als im Sommer sei. Dr. E.___ 

diagnostizierte wandernde Polymyalgien und Polyarthralgien im Rahmen des Borrelieninfektes (keine 

humoralen Entzündungszeichen; positiver IgG [Immunglobulin G] und IgM [Immunglobulin M] Borrelien-

Titer; grenzwertig erhöhte ANA [Antinukleäre Antikörper], negative Differenzierung; DD Psoriasis 

Spondylarthropathie), Psoriasis am Kopf erstdiagnostiziert sieben Jahren zuvor, Status nach 

idiopathischer Pankreatitis 2016 (Suva-act. 8-30; vgl. auch Suva-act. 8-27 ff). 

A.e Am 31. Dezember 2021 attestierte Dr. D.___ dem Versicherten folgende Arbeitsunfähigkeiten: 

50 % vom 23. November bis 12. Dezember 2021, 100 % vom 13. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022 

und 50 % vom 3. bis 16. Januar 2022 (Suva-act. 17-1).  

A.f Am 4. Januar 2022 erfolgte eine Krankheitsmeldung an den Krankentaggeldversicherer, die 

Sympany Versicherungen AG (nachfolgend: Sympany; Suva-act. 17-2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/15 

A.g Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Wirbelsäule (HWK7 [Halswirbelkörper 7] – LWK1 

[Lendenwirbelkörper 1]) vom 13. Januar 2022 ergab allenfalls diskrete, unspezifische, jedoch keine 

entzündungstypischen Veränderungen. Der Radiologe empfahl bei hohem Verdacht auf eine axiale 

Spondyloarthritis (axSpA) gegebenenfalls eine MRT der SI-Gelenke (Iliosakralgelenke; Suva-act. 32-2 

f.). 

A.h Dr. D.___ attestierte dem Versicherten am 14. Januar 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 

3. bis 30. Januar 2022 (Suva-act. 17-12).  

A.i Am 31. Januar 2022 wurde eine MRT der SI-Gelenke beidseits durchgeführt. Die Untersuchung 

ergab seitensymmetrisch normale SI-Gelenke, ohne aktive oder chronisch postentzündliche 

Veränderungen, und regelrechte mitabgebildete parapelvine Weichteile (Suva-act. 34). 

A.j Mit Überweisungsschreiben vom 7. Februar 2022 bat Dr. E.___ die Kolleginnen und Kollegen 

vom vom Zentrum X.___ am Spital Y.___ um weitere Abklärungen. Als Diagnose gab sie 

therapieresistente rezidivierende Myalgien (vgl. auch den ärztlichen Bericht von Dr. E.___ vom 16. 

Februar 2022 an die Sympany, welchem das Vorliegen einer Myositis zu entnehmen ist; Suva-act. 17-

29), initial auch Arthralgien, dorsal in beiden Oberschenkeln, an. Weiter erklärte sie, aufgrund der 

durchgeführten MRTs bzw. der dabei erhobenen unauffälligen Befunde eine Spondylarthropathie 

ausschliessen zu können (Suva-act. 8-25 f.). Mit Attest vom 8. Februar 2022 erklärte Dr. E.___ den 

Versicherten sodann vom 31. Januar bis 27. Februar 2022 zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 17-26; 

vgl. auch Suva-act. 47).  

A.k Am 3. März 2022 attestierte Dr. D.___ dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. 

bis 31. März 2022 (Suva-act. 17-36). 

A.l Anlässlich der Erstkonsultation im Zentrum X.___ des Spitals Y.___ am 11. März 2022 stellten 

die Fachärzte für Neurologie die Diagnose Polyradikulitis bei Neuroborreliose. Der gleichentags 

erhobene Liquorbefund habe eine minimale Pleozystose gezeigt. Die wahrscheinlichste Ursache der 

Schmerzen sei eine Polyradikulitis bei Neuroborreliose. Hierfür würden sowohl das anamnestisch sehr 

gute Ansprechen der Schmerzen auf Doxycyclin als auch der aktuelle Liquorbefund mit Nachweis einer 

leichten lymphozytären Pleozystose, einer intrathekalen IgG- und IgM-Synthese und der positive 

Borrelien IgM-Antikörper Liquor/Serum-Index sprechen. Aufgrund des zeitlichen Verlaufes sei es 

möglich, dass es sich um eine späte neurologische Krankheitsmanifestation handle. Ob sich jedoch alle 

Symptome durch die Neuroborreliose erklären liessen (paravertebraler Druckschmerz), sei fraglich 

(Suva-act. 8-20, 8-22, 8-24 f.). Eine Polyneuropathie und eine Myopathie konnten ausgeschlossen 

werden (Suva-act. 8-24). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/15 

A.m Am 29. März 2022 attestierte Dr. D.___ dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 

1. bis 30. April 2022 (Suva-act. 43). 

A.n Dem Bericht von Dr. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 26. April 2022 zu 

den ambulanten Abklärungen vom 24. März und 25. April 2022 ist die Diagnose Lyme-Borreliose 

Stadium II mit Polyradikulitis und muskuloskelettalen Beschwerden zu entnehmen. Die Untersuchungen 

bezüglich Borrelia burgdorferi hätten IgG-Antikörper von 42.9 AU/ml (normal unter 10 AU/ml) sowie 

IgM-Antikörper von 31.4 AU/ml (normal unter 18 AU/ml) ergeben. Seit Sommer 2022 (richtig: 2021) 

würden beim Versicherten Thorakalgien und Dysästhesien an den Beinen sowie muskuloskelettale 

Beschwerden bestehen. Anhand von Abklärungen im Serum und Liquor habe mit Eindeutigkeit eine 

Neuroborreliose im Sinne einer Polyradikulitis nachgewiesen werden können. Antibiotische Therapien 

hätten zur partiellen Besserung der Beschwerden geführt, wobei diese, wenn auch mit geringerer 

Intensität, weiterhin bestehen würden. Physikalisch habe bei den Untersuchungen vom 24. März und 

25. April 2022 kein wesentlicher pathologischer Befund erhoben werden können. Die speziellen 

Untersuchungen bezüglich Borrelia burgdorferi hätten bei erhöhten IgM- und IgG-Antikörpertitern im 

Western Blot ein Resultat ergeben, das mit einem kurzfristigen Immunkontakt vereinbar sei. Es sei 

davon auszugehen, dass bezüglich Borrelia burgdorferi weiterhin eine Immunaktivität vorliege (Suva-

act. 8-17 f.). 

A.o Die Sympany beauftragte mit Schreiben vom 6. April 2022 den Vertrauensarzt KD Dr. med. 

G.___, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rheumatologie und Allgemeine 

Innere Medizin, mit der Begutachtung des Versicherten (Suva-act. 17-43 f.). Diese fand am 3. Mai 2022 

ambulant statt. Laut Gutachten habe der Versicherte dabei angegeben, sich nicht an einen Zeckenbiss 

erinnern zu können und kein Erythema migrans gehabt zu haben. Entgegen den Richtlinien für 

Gutachten habe Dr. G.___ auf die Bestimmung von aktuellen Laborwerten sowie auf die Anfertigung 

von neuen bildgebenden Verfahren in Absprache mit dem Versicherten verzichtet (Suva-act. 8-10). Dr. 

G.___ stellte die Diagnose «Lyme-Borreliose Stadium II, Polyradikulitis bei Neuroborreliose (Beginn 

08/2021, Liquor 11.03.2022)» und führte in seiner Beurteilung aus, dass diese an oberster Stelle stehe, 

obwohl die Symptomatik nicht typisch und der Verlauf unter Therapie ungewöhnlich seien 

(ungenügendes Ansprechen auf vier Wochen Doxycyclin und drei Wochen Ceftriaxon). Sodann empfahl 

Dr. G.___ noch eine 6-wöchige Behandlung (vom 26. April bis 7. Juni 2022) mit Ceftriaxon. Die 

Tabletten sollten schrittweise weggelassen werden, da der Zustand des Versicherten möglicherweise 

mit und ohne die Einnahme dieser Medikamente ähnlich sei. Anschliessend an die Injektionstherapie 

könne aufgrund der aktuell erhobenen klinischen Befunde von einer vollen Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten für die angestammte Tätigkeit ab dem 8. Juni 2022 ausgegangen werden (Suva-act. 8-10 

f.).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/15 

A.p Mit Schreiben vom 18. Mai 2022 teilte die Sympany dem Versicherten mit, die Taggeldleistungen, 

die sie seit dem 23. November 2021 erbracht habe bzw. erbringe, per 8. Juni 2022 einzustellen und 

den Fall abzuschliessen (Suva-act. 17-61 f.). 

A.q Mit Schreiben vom 16. Juni 2022 verlangten der Versicherte und seine Arbeitgeberin bei der 

Sympany den Erlass einer anfechtbaren Verfügung (Suva-act. 17-65). Ein weiteres entsprechendes 

Schreiben erfolgte am 5. Juli 2022 durch den Versicherten allein (Suva-act. 17-68). Zwischenzeitlich, 

nämlich am 27. Juni 2022, attestierte Dr. F.___ dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für 

den Monat Juli 2022 (Suva-act. 17-69). Diese verlängerte Dr. F.___ am 25. Juli 2022 bis zum 31. August 

2022 (Suva-act. 40). 

A.r Am 1. September 2022 nahm Dr. F.___ Stellung zum Gutachten von Dr. G.___ vom 8. Mai 2022 

(vgl. vorstehenden Sachverhalt A.o). Dabei führte er im Wesentlichen aus, dass die Diagnose der Lyme-

Borreliose bzw. einer Lyme-Neuroborreliose mit einer Polyradikulitis mit Eindeutigkeit nachgewiesen 

sei. Im Gegensatz zur Meinung des Gutachters Dr. G.___ liege ein typisches Beschwerdebild vor. Das 

ungenügende Ansprechen auf eine adäquate antibiotische Therapie sei weder ungewöhnlich noch 

selten. Das Persistieren der Beschwerden nach Antibiosen und auch der hier vorliegende typische 

Symptomenwandel werde als Post-Lyme-Syndrom bezeichnet. Chronische Borreliosen, wie hier das 

Post-Lyme-Syndrom, könnten nicht mit Antibiose gebessert oder geheilt werden. Es würden nämlich 

keine Borrelien mehr vorliegen. Verantwortlich für die persistierenden Beschwerden seien chemisch-

immunologische Vorgänge. Es liege ein typischer Fall einer Partialheilung vor mit einem Übergang in 

ein Post-Lyme-Syndrom. In absehbarer Zeit sei keine Besserung zu erwarten (Suva-act. 8-1 f.). 

A.s Ebenfalls am 1. September 2022 erfolgte die Schadenmeldung UVG an die Suva (Suva-act. 1). 

Da seit dem angemeldeten Ereignis bereits zwei Jahre verstrichen waren, erkundigte sich die Suva 

nach den Gründen für die verspätete Schadenmeldung (Suva-act. 5-1). Der Versicherte kam dieser 

Aufforderung am 8. September 2022 nach und erklärte, im Juni 2020 einen Zeckenbiss erlitten, während 

eines Jahres vorerst keine Beschwerden gehabt und anschliessend den Vorfall der Sympany als 

Krankheit gemeldet zu haben, welche nun aber ihre Leistungen eingestellt habe (Suva-act. 6). Am 14. 

September 2022 reichte Dr. D.___ das Arztzeugnis UVG ein (Suva-act. 7).  

A.t Dr. F.___ verlängerte am 17. Oktober 2022 die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten 

rückwirkend um den Monat September (Suva-act. 39).  

A.u Mit Schreiben vom 26. Oktober 2022 teilte die Sozialversicherungsanstalt St. Gallen (SVA) dem 

Versicherten mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe. Es erfolge eine separate 

Rentenprüfung (Suva-act. 15; vgl. hierzu auch den am 12. Juni 2022 von Dr. D.___ eingereichten 

ärztlichen Bericht zur Eingliederung [Suva-act. 8-32]). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/15 

A.v Am 8. November 2022 legte die Suva den Fall des Versicherten der Versicherungsmedizinerin 

Dr. med. H.___, Fachärztin FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur 

Beurteilung der Frage vor, ob die geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Zeckenstich vom 1. Juni 2020 zurückzuführen seien. Aufgrund des sich 

stellenden neurologischen Krankheitsbildes bat Dr. H.___ die Suva, das Dossier der entsprechenden 

Abteilung zur fachspezifischen Beurteilung zu unterbreiten (Suva-act. 23). 

A.w Am 11. November 2022 empfahl Dr. med. I.___, Fachärztin für Neurologie, zur Klärung, ob die 

Beschwerden krankheits- oder unfallbedingt seien, die Durchführung einer MRT der LWS 

(Lendenwirbelsäule) und HWS (Halswirbelsäule) mit der Frage nach Hinweisen für das Vorliegen von 

degenerativen Veränderungen und / oder von Bandscheibenvorfällen (Suva-act. 25). 

A.x Der Versicherte wurde daraufhin bis zum 31. Dezember 2022 zu 100 % arbeitsunfähig erklärt 

(Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vom 21. November 2022 für den Monat Oktober von Dr. F.___ [Suva-

act. 38-2], vom 13. Dezember 2022 für den Monat Februar [richtig: Dezember] von Dr. D.___ [Suva-

act. 47; vgl. auch das Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 30. Januar 2023 von Dr. F.___, Suva-act. 53-2] 

und vom 19. Dezember 2022 für den Monat November von Dr. F.___ [Suva-act. 48-2]). 

A.y Am 25. Januar 2023 erfolgte die empfohlene MRT der Wirbelsäule (LWK1 – SWK5 

[Sakralwirbelkörper 5]; Clivus – BWK3 [Brustwirbelkörper 3]; vgl. vorstehenden Sachverhalt A.w). Der 

Radiologe stellte altersentsprechende initiale Degenerationen der HWS und LWS mit unter anderem 

Unkarthrosen HWK4/5 und vor allem HWK3/4 jeweils linksbetont sowie geringen bis moderaten 

Spondylarthrosen LWK4/5 beidseits fest. Es bestünden jeweils keine assoziierten Reizzustände oder 

Knochenmarksödeme, keine aktivierten Arthrosen, keine grösseren Diskushernien, keine Hinweise auf 

eine Neurokompression und keine Spinalkanalstenose (Suva-act. 52-2 f.). 

A.z Am 9. Februar 2023 wurde erneut Dr. I.___ zur versicherungsmedizinischen Einschätzung 

herangezogen. Sie empfahl, zur Beurteilung der Kausalität des Zeckenbisses für die Beschwerden die 

Einholung des Original-Liquorbefundes vom 11. März 2022 des Zentrums für Labormedizin in St. Gallen 

(Suva-act. 55). 

A.aa Mit Schreiben vom 23. Februar 2023 teilte die SVA dem Versicherten mit, dass zur Klärung der 

Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung (Allgemeine/Innere Medizin, 

Infektiologie, Neurologie, Psychiatrie, Rheumatologie) als notwendig erachtet werde (Suva-act. 62-7 f.). 

A.bb Am 28. Februar 2023 verlängerte Dr. F.___ rückwirkend die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des 

Versicherten um den Monat Januar (Suva-act. 66-2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/15 

A.cc Am 13. März 2023 unterbreitete die Suva Dr. I.___ die eingeholten Laborbefunde vom 11. März 

2022 und bat um erneute Stellungnahme zur Frage, ob die geltend gemachten Beschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Zeckenstich vom 1. Juni 2020 zurückzuführen seien. Dr. 

I.___ äusserte sich dahingehend, dass die Beschwerden aus medizinisch neurologischer Sicht 

überwiegend wahrscheinlich nicht Folge eines Zeckenstiches seien. Weder das klinische 

Ausfallsyndrom noch das laborchemische Bild würden für das überwiegend wahrscheinliche Vorliegen 

einer Neuroborreliose sprechen, weshalb weitere Therapien/Abklärungen zulasten der Suva nicht 

indiziert seien (Suva-act. 69). 

A.dd Mit Verfügung vom 13. März 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, mangels eines sicheren 

oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Zeckenstich vom 1. Juni 2020 und den 

Beschwerden keine Versicherungsleistungen zu übernehmen. Hingegen übernehme sie die 

Abklärungskosten für die von ihr in Auftrag gegebene MRT-Untersuchung (vgl. vorstehenden 

Sachverhalt A.w und A.y; Suva-act. 78). 

B.  

B.a Am 12. April 2023 erhob der Versicherte sinngemäss Einsprache, indem er erklärte, mit dem 

Entscheid nicht einverstanden zu sein, und eine rechtlich anfechtbare Verfügung mit ausführlicher 

medizinischer Begründung verlangte (Suva-act. 81). 

B.b Es folgten weitere Arbeitsunfähigkeitszeugnisse durch Dr. F.___ (vom 17. April 2023 für den 1. 

Februar bis 30. April 2023 zu 100 % [Suva-act. 84-2], vom 16. Mai 2023 für den Monat Mai zu 100 % 

[Suva-act. 85-2], vom 20. Juni 2023 für den Monat Juni zu 100 % [Suva-act. 86-2], vom 18. Juli 2023 

für den Monat Juli zu 100 % [Suva-act. 87-2] und vom 19. September 2023 für den Monat September 

zu 50 % [Suva-act. 88-2]). 

B.c Mit E-Mail vom 19. Dezember 2023 teilte der Versicherte der SVA mit, seit Dezember 2023 zu 

100 % arbeitsfähig zu sein, womit das geplante polydisziplinäre Gutachten (vgl. vorstehenden 

Sachverhalt A.aa) hinfällig geworden sei (SVA-act. 55). 

B.d Mit Verfügung vom 15. Februar 2024 teilte die SVA dem Versicherten mit, dass er keinen 

Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung habe (SVA-act. 61). 

B.e Mit Einspracheentscheid vom 4. März 2024 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab 

(Suva-act. 95). 

C.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/15 

C.a Am 9. März 2024 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) gegen den 

Einspracheentscheid vom 4. März 2024 Beschwerde bei der Suva. Sinngemäss beantragte er die 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 4. März 2024 und die Übernahme der 

Versicherungsleistungen durch die Suva (Suva-act. 99; act. G1.1). 

C.b Mit Schreiben vom 14. März 2024 übermittelte die Suva die eingereichte Beschwerde 

zuständigkeitshalber an das Versicherungsgericht (act. G1). 

C.c Mit Schreiben vom 28. März 2024 verzichtete die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf 

eine umfassende Beschwerdeantwort. Sie beantragte die Abweisung der Beschwerde und verwies für 

die Begründung auf den Einspracheentscheid vom 4. März 2024 (act. G3). 

C.d Mit Schreiben vom 7. Mai 2024 erklärte der Beschwerdeführer erneut, mit dem 

Einspracheentscheid vom 15. März 2024 (richtig: 4. März 2024) nicht einverstanden zu sein (act. G5). 

Erwägungen 

1.  

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen im 

Zusammenhang mit dem ihr am 1. September 2022 gemeldeten Ereignis vom 1. Juni 2020 zu Recht 

verweigert hat. 

2.   

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, 

soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 

Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, 

dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein 

äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen 

oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die 

objektiven Umstände in Betracht fallen (ANDRÉ NABOLD, N 22 zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 32 ff. zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/15 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 32; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b 

mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 30. April 2001, U 435/00, 

E. 3a; BGE 122 V 230 E. 1 [= Pra 86 Nr. 82] und 121 V 35 E. 1a, je mit Hinweisen). Insektenstiche 

(Bienen, Wespen, Zecken usw.) stellen in der Regel einen ungewöhnlichen äusseren Faktor dar 

(betreffend Zecken vgl. BGE 122 V 230 E. 5a [= Pra 86 Nr. 82]; Urteil des EVG vom 14. März 2005, U 

282/04, E. 2.2). Der Zecken-Typ «Ixodes», welcher die Infektionen Lyme-Krankheit und Frühsommer-

Meningoenzephalitis (FSME) hervorrufen kann, verursacht durch den Stich eine klar definierte 

Hautverletzung. Da diese Zeckenart nur in bestimmten Regionen auftritt und durch den Stich die 

Infektionen – Viren, Bakterien als Fremdkörper – überträgt, liegt ein ungewöhnlicher äusserer Faktor 

vor (BGE 122 V 230 E. 5a f. [= Pra 86 Nr. 82]). Durch die Einheit des Stichs und der Penetration der 

Infektionskeime ist auch die Plötzlichkeit gegeben, und zwar selbst dann, wenn sich die Infektionen erst 

Tage später manifestieren (BGE 122 V 230 E. 5c = Pra 86 Nr. 82). Dabei qualifizieren Zeckenbisse 

nicht nur dann als Unfall, wenn dadurch eine Krankheit übertragen wird, sondern auch dann, wenn sie 

eine Krankheit auslösen (Urteil des EVG vom 30. April 2001, U 435/00, E. 3b, vom 18. Januar 2006, 

208/05, E. 4, und vom 10. August 2005, U 418/04, E. 4). 

2.2 Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer sodann bei Vorliegen eines Unfalls für 

einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen sowie 

adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 E. 3.1 ff. mit 

Hinweisen; KOSS UVG-NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 63 ff. zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., 

S. 56; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 5.2). Für die Beantwortung der 

Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht 

in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von 

Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-NABOLD, N 53, 59 zu Art. 6; BSK 

UVG-HOFER, N 65 f. zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 58, 61; BGE 129 V 177 E. 3.1 f. sowie in BGE 135 V 

465 nicht publizierte E. 2 des Urteils des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, je mit 

Hinweisen). Die Adäquanz spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen indessen 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 109 E. 2). Eine Besonderheit gilt bei einer Lyme-Borreliose; hier wird die adäquate Kausalität 

zwar nach der allgemeinen Formel geprüft, wobei aber – anders als bei somatischen Unfallfolgen – 

doch eine prinzipielle Überprüfung erfolgt und nicht beim Bestehen des natürlichen 

Kausalzusammenhangs umgehend auf den adäquaten Kausalzusammenhang geschlossen wird (vgl. 

dazu BGE 129 V 177 E. 4.2 mit Hinweis auf RKUV 2001 Nr. U 432 S. 321). Da Gesundheitsschäden 

insbesondere nach Zeckenbissen mit erheblicher Verzögerung auftreten können oder bemerkt werden, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/15 

stellt sich oftmals die Frage des Versicherungsschutzes im Zeitpunkt des Bisses. Der Bisszeitpunkt 

muss mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden können. Bei 

Beweislosigkeit besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (UELI KIESER/KASPAR 

GEHRING/SUSANNE BOLLINGER, KVG/UVG Kommentar, Bundesgesetze über die Krankenversicherung, 

die Unfallversicherung und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] mit weiteren 

Erlassen, Zürich 2018, N 88 zu Art. 4). 

2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen bzw. hat 

der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden einmal anerkannt, entfällt 

die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber 

derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands 

auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit 

Hinweisen). 

2.4 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 

notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 106 zu Art. 61). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58). 

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch 

Berichten und Gutachten, welche die Versicherungsträger während des Administrativverfahrens von 

ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis 

kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 und 4.6 f.). Reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). 

3.   

3.1 Soweit die Beschwerdegegnerin bereits einen Zeckenbiss in Frage stellen sollte, ist festzuhalten, 

dass es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Erfüllung des Unfallbegriffs nicht 

entscheidend ist, ob sich der Beschwerdeführer an einen Zeckenstich erinnern kann. Massgebend ist 

einzig, ob aufgrund der fachärztlichen Stellungnahmen geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt 

der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich 

auszugehen ist, der eine Gesundheitsschädigung bewirkt hat (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Mai 

2019, 8C_170/2019, E. 2.2.2, und vom 7. März 2012, 8C_924/2011, E. 3 und 6.1 mit Hinweis). Der 

Kontakt mit dem Borreliose-Erreger kann dabei mit serologischen Untersuchungen belegt werden 

(Urteile des Bundesgerichts vom 7. September 2022, 8C_390/2022, E. 5.1, vom 16. Mai 2019, 

8C_170/2019, E. 2.2.2, vom 7. März 2017, 8C_831/2016, E. 2.2, und vom 7. März 2012, 8C_924/2011, 

E. 3 und 6.1 mit Hinweis), was im vorliegenden Fall auch dargetan werden konnte (vgl. Suva-act. 8-29, 

18-3). 

3.2 Nachdem der Zeckenbiss – wie bereits erwähnt – sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs erfüllt, 

hat die obligatorische Unfallversicherung für die damit verbundenen Infektionskrankheiten (Lyme-

Krankheit bzw. Lyme-Borreliose, Enzephalitis) und deren Folgen aufzukommen (BGE 122 V 230 = Pra 

86 Nr. 82). Während die Zecke die Übertragerin der Lyme-Borreliose ist, ist das Bakterium Borrelia 

burgdorferi deren Verursacher. Nur eine Zecke, die den Lyme-Borreliose-Erreger Borrelia burgdorferi 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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auf sich trägt, vermag mithin natürlich kausal eine Lyme-Borreliose zu verursachen. Bei der durch 

Zeckenbiss übertragenen Lyme-Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit komplexem 

Krankheitsbild, welches aus unspezifischen Allgemein- und spezifischen Symptomen besteht, die aus 

dem Befall der einzelnen Organe resultieren. Zu den wichtigsten Allgemeinsymptomen gehören 

Müdigkeit, Malaise, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiserkeit, 

Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhöe. Bekannt sind auch Beeinträchtigungen 

der Psyche wie insbesondere depressive Verstimmungen. Als Folge kann ferner ein Chronic Fatigue-

Syndrom auftreten, wobei für dessen Diagnose andere Krankheiten ausgeschlossen sein müssen 

(Urteil des EVG vom 14. März 2005, U 282/04, E. 2.2 mit Hinweis). Gemäss der medizinischen Literatur 

gibt es sodann verschiedene Formen und Stadien der Lyme-Borreliose (u.a. Neuroborreliose, Post-

Lyme-Syndrom, Lyme-Arthritis; Stadium I: akute lokale Reaktion nach Zeckenstich, Erythema migrans, 

serologische Untersuchung i.d.R. nicht indiziert [frühes lokalisiertes Stadium; Tage bis Wochen]; 

Stadium II: aktiv bzw. florid; Durchführung einer Lyme-Serologie ist indiziert, rheumatologische 

Beschwerden oder neurologische Manifestationen [frühes disseminiertes Stadium, Wochen bis sechs 

Monate]; Stadium III: chronische Manifestationen, wie die chronische Neuroborreliose und die 

chronisch-rezidivierende Lyme-Arthritis [spätes oder chronisches Stadium, länger als ein halbes Jahr 

andauernd]; Post-Lyme-Syndrom; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 269. Aufl. 2023, S. 1042). 

Während der erfolgte Kontakt mit dem Borreliose-Erreger mittels serologischer Untersuchungen belegt 

werden kann (vgl. vorstehende E. 3.1), genügen diese für den Schluss auf eine daraus entstandene 

Lyme-Borreliose nicht. Deren Diagnose – gleich welchen Stadiums – setzt ein entsprechendes 

klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus, wobei je nach 

Krankheitsstadium ein pathologischer laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagnose 

erhöhen kann. Ebenso hilfreich können bei rückblickender Einschätzung der Verlauf und die Ergebnisse 

einer Therapie sein. Weitere Indizien sind denkbar (Urteile des Bundesgerichts vom 7. März 2017, 

8C_831/2016, E. 2.2, vom 7. März 2012, 8C_924/2011, E. 3, und vom 9. Juni 2011, 8C_695/2010, E. 

5, je mit Hinweisen; JOHN EVISON/CHRISTOPH AEBI/PATRICK FRANCIOLI/OLIVIER PÉTER/STEFANO 

BASSETTI/ALAIN GERVAIX/STEFAN ZIMMERLI/RAINER WEBER, Abklärung und Therapie der Lyme-

Borreliose bei Erwachsenen und Kindern, Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für 

Infektiologie, Teil 1: Epidemiologie und Diagnostik, in: Schweizerische Ärztezeitung 2005 Nr. 41 S. 2332 

ff., 2333 [abrufbar unter <https://www.sginf.ch/files/epidemiologie_und_diagnostik.pdf>]).  

3.3  

3.3.1 Vorliegend stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer als Folge einer Borrelien-Infektion an 

einer Borreliose mit Beteiligung des Zentralnervensystems, d.h. an einer Neuroborreliose, litt. Gemäss 

den von der deutschen Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften 

(AWMF) herausgegebenen Leitlinien zur Neuroborreliose (S. 31, verfügbar unter 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/15 

<https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-071l_ S3_Neuroborreliose_2024-05.pdf>, abgerufen 

am 18. Februar 2025 [nachfolgend zitiert: Leitlinien AWMF]) gilt eine Neuroborreliose als 

wahrscheinlich, wenn neben dem typischen klinischen Bild borrelienspezifische IgG- und/oder IgM-

Antikörper im Serum und ein positiver Liquorbefund mit lymphozytärer Pleozytose, 

Blut/Liquorschrankenstörung und/oder intrathekaler Immunglobulinsynthese vorhanden sind; zudem 

müssen andere Ursachen für die Symptomatik ausgeschlossen werden können.  

3.3.2 Die Untersuchung am Zentrum X.___ des Spitals Y.___ vom 11. März 2022 ergab Folgendes: 

«Leitsymptome sind subakut aufgetretene maximale, ziehend-drückende Schmerzen der BWS und der 

LWS mit Ausstrahlung über beide Oberschenkel Hinterseiten bis in den Waden. A[na]mnestisch wird 

ein zweizeitiger Krankheitsverlauf [...] mit initialer Verbesserung nach erstmaliger oraler antibiotischer 

Behandlung angegeben. Die wahrscheinlichste Ursache der Schmerzen ist eine Polyradikulitis bei 

Neuroborreliose. Hierfür spricht sowohl das anamnestisch sehr gute Ansprechen der Schmerzen auf 

Doxycyclin wie auch [der] aktuelle Liquorbefund mit Nachweis einer leichten lymphozytären 

Pleozystose, einer intrathekale[n] [I]gG und [I]gM Synthese und der positive Borrelien IgM Antikörper 

Liquor/Serum-Index. Aufgrund des zeitlichen Verlaufes könnte es sich um eine spät[e] neurologische 

Krankheitsmanifestation handeln. Ob sich jedoch alle Symptome durch die Neuroborreliose erklären 

lassen (paravertebraler Druckschmerz)[,] ist fraglich. [...]» (Suva-act. 8-22). Diese Beurteilung legt den 

überwiegend wahrscheinlichen Schluss nahe, dass der Beschwerdeführer zumindest im Zeitpunkt der 

Untersuchung an einer Neuroborreliose litt. Dies lässt sich auch anhand des Schemas der AWMF 

bestätigen (vgl. Leitlinien AWMF, S. 33). Die Aussage im Bericht des Spitals Y.___, dass 

möglicherweise die paravertebralen Druckschmerzen nicht auf eine Neuroborreliose zurückzuführen 

seien, scheint vorliegend unbeachtlich, konnten doch gerade diese Schmerzen an der Begutachtung 

durch Dr. G.___ am 3. Mai 2022 nicht mehr erhoben werden, während die übrigen Symptome nach wie 

vor vorhanden waren (vgl. Suva-act. 8-9). Im Übrigen stellte auch Dr. G.___ anlässlich der 

Begutachtung fest, dass «[d]ie Abklärungen – nach Ausschluss verschiedener anderer Erkrankungen 

– [...] am wahrscheinlichsten auf eine Borreliose [hindeuten würden]» und diagnostizierte eine Lyme-

Borreliose Stadium II (Polyradikulitis bei Neuroborreliose; Suva-act. 8-13). Zu erwähnen ist schliesslich, 

dass Dr. F.___ in seiner Stellungnahme vom 1. September 2022 ebenfalls den Nachweis einer Lyme-

Neuroborreliose mit Polyradikulitis als erbracht erachtete und dabei erklärte, Antibiosen würden deshalb 

keine Besserungen bringen, da mittlerweile eine Partialheilung mit einem Übergang in ein Post-Lyme-

Syndrom vorliege (Suva-act. 8-1 f.).  

3.3.3 Vor diesem Hintergrund bestehen zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und 

Nachvollziehbarkeit der versicherungsmedizinischen Kurzbeurteilung von Dr. I.___ vom 13. März 2023, 

welche sich gar nicht zum zeitlichen Verlauf äussert und die Beschwerden des Beschwerdeführers aus 

medizinisch neurologischer Sicht überwiegend wahrscheinlich nicht als Folge eines Zeckenstiches 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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betrachtet, da weder das «klinische Ausfallssyndrom» (dessen Bedeutung Dr. I.___ im Übrigen 

ebenfalls unerläutert lässt) noch das laborchemische Bild für das überwiegend wahrscheinliche 

Vorliegen einer Neuroborreliose sprechen würden (Suva-act. 69). Entgegen den Feststellungen von Dr. 

I.___ zeigte sich ein typisches klinisches Bild (Suva-act. 8-20 f.), konnten borrelienspezifische IgG- und 

IgM-Antikörper im Serum festgestellt (Suva-act. 8-22, 8-28, 8-30) und mit der MRT der Wirbelsäule vom 

25. Januar 2023 anderweitige Ursachen ausgeschlossen werden (Suva-act. 52-2 f.), zeigte der 

Liquorbefund eine lymphozytäre Pleozystose (Suva-act. 8-22) und wurde eine intrathekale Synthese 

borrelienspezifischer Antikörper (positiver IgG- und/oder IgM-Antikörper-Index) im Liquor identifiziert 

(Suva-act. 8-22, 8-28) (vgl. zum Medizinischen Leitlinien AWMF, S. 31, und vorstehende E. 3.3.1). Dass 

die Beschwerden des Beschwerdeführers zumindest zeitweise überwiegend wahrscheinlich auf eine 

Neuroborreliose (bzw. das Post-Lyme-Syndrom) zurückzuführen waren, ist aufgrund der weiteren 

medizinischen Berichte, insbesondere desjenigen des Zentrums X.___ des Spitals Y.___, und des 

Gutachtens von Dr. G.___ naheliegend. Damit ist auch gesagt, dass eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin jedenfalls vorübergehend bestanden hat. Zu klären ist jedoch, bis wann die 

Beschwerden unfallkausal waren, mithin wann der Status quo sine vel ante (vgl. vorstehende E. 2.3) 

eingetreten und damit die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin dahingefallen ist. Die 

Beschwerdegegnerin wird daher in Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs.1 ATSG) eine 

externe fachmedizinische Beurteilung einholen müssen, um den Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

weiter abzuklären und festzulegen. 

4.  

4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 9. März 2024 dahingehend gutzuheissen, dass der 

Einspracheentscheid vom 4. März 2024 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.  

4.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. Art. 61 lit. fbis 

ATSG). 

4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks 

ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Mangels Rechtsvertretung und mangels geltend 

gemachter anderweitiger ausserordentlicher Aufwendungen fällt die Zusprache einer 

Parteientschädigung für den obsiegenden Beschwerdeführer vorliegend jedoch nicht in Betracht (vgl. 

BGE 110 V 132 E. 4d; KIESER, a.a.O., N 217 zu Art. 61). 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/15 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 4. März 2024 

aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender Abklärungen im Sinne der Erwägungen 

und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2025
	Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG. Der Biss einer Zecke des Typs «Ixodes» erfüllt sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs, wobei der Kontakt mit dem Borreliose-Erreger mit serologischen Untersuchungen belegt werden kann. Indes genügen solche Untersuchungen nicht für den Schluss auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose. Deren Diagnose – gleich welchen Stadiums – setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus. Vorliegend bestehen zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der versicherungsmedizinischen Kurzbeurteilung. Aufgrund der weiteren medizinischen Berichte ist davon auszugehen, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers zumindest zeitweise überwiegend wahrscheinlich auf eine Neuroborreliose (bzw. das Post-Lyme-Syndrom) zurückzuführen waren, womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin jedenfalls vorübergehend bestanden hat. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Einholung einer externen fachmedizinischen Beurteilung in Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht, um den Zeitpunkt des Eintritts des Status quo sine vel ante, und damit des Wegfalls der Unfallkausalität und der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin, abzuklären (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. März 2025, UV 2024/27).

		2026-01-28T04:38:02+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen