# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4667d010-1d46-5f47-a87c-458542127e78
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2009 A-6009/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6009-2008_2009-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-6009/2008/scx
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), 
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Richter Jérôme Candrian, 
Gerichtsschreiberin Beatrix Schibli.

A._______,
Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Allmediaconsulting AG, Weierweg 6, 4852 Rothrist,

gegen

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,
Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel,
Vorinstanz.

Gebührensplitting (Rechnungsjahre 2003, 
2004 und 2005).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-6009/2008

Sachverhalt:

A.
Die A._______ umfasste als juristische Einheit  zwei Radio- und eine 
Regionalfernsehsparte  (Radio B._______,  Radio D._______  und 
Fernsehveranstalterin C._______)  und erhielt  im Zusammenhang mit 
diesen  Radio-  und  Fernsehkonzessionen  Anteile  am  Ertrag  der 
Empfangsgebühren.

Mit  Verfügung  vom  27. November 2002  legte  das  Bundesamt  für 
Kommunikation (BAKOM) für Radio B._______ gestützt auf das vorge-
legte  Budget 2002  für  das  Rechnungsjahr 2003  einen  Höchstbetrag 
von Fr. 631'292.- Gebührenanteil  fest. Zudem verfügte es,  dass 80% 
des Höchstbetrags im Januar 2003 ausbezahlt  würden. In  Ziff. 4  der 
Verfügung wies es darauf hin, die definitive Abrechnung finde nach der 
Genehmigung  der  Jahresrechnung 2002  und  der  Abrechnung  be-
treffend die effektiven Verbreitungskosten statt, wobei letztere Zwei bis 
spätestens  am  30. April 2003  dem  BAKOM  vorzulegen  seien.  Das 
BAKOM hielt  in  der  Verfügung  ausserdem fest,  die  Auszahlung  des 
Restbetrags für das Gebührensplitting 2003 erfolge aus Kreditgründen 
im Januar 2004.

B.
Im Januar 2003 zahlte das BAKOM 80% des Höchstbetrags aus und 
die A._______ reichte die verlangten Unterlagen fristgemäss ein.

C.
Mit  Verfügung  vom  13. November 2003  legte  das  BAKOM  für 
Radio B._______  gestützt  auf  das  vorgelegte  Budget 2003  für  das 
Rechnungsjahr 2004 einen Höchstbetrag von Fr. 510'598.- Gebühren-
anteil  fest.  Zudem  verfügte  es,  dass  80%  des  Höchstbetrags  im 
Januar 2003 [korrekt wohl 2004] ausbezahlt würden. In Ziff. 4 wies es 
darauf hin, die definitive Abrechnung finde nach der Genehmigung der 
Jahresrechnung 2003  und  der  Abrechnung  betreffend  die  effektiven 
Verbreitungskosten  statt,  wobei  letztere  Zwei  bis  spätestens  am 
30. April 2004 dem BAKOM vorzulegen seien. Das BAKOM hielt in der 
Verfügung ausserdem fest,  die  Auszahlung des Restbetrags  für  das 
Gebührensplitting 2004 erfolge aus Kreditgründen im Januar 2005.

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D.
Im Januar 2004 zahlte das BAKOM 80% des Höchstbetrags aus, und 
die A._______ reichte die verlangten Unterlagen fristgemäss ein.

E.
Im Sommer 2004  beschloss  das  BAKOM,  eine  vertiefte  Wirtschafts-
prüfung der Jahresrechnungen einiger Lokalfernsehveranstalter unter 
der  Optik  des  Gebührensplittings  und  der  Konzessionsabgaben 
vornehmen zu lassen. Dementsprechend prüfte die E._______ ab dem 
5. Juli 2004 die Jahresrechnung 2003 der A._______.

F.
Mit  Verfügung  vom  27. Dezember 2004  legte  das  BAKOM  für 
Radio B._______  gestützt  auf  das  vorgelegte  Budget 2005  für  das 
Rechnungsjahr 2005 einen Höchstbetrag von Fr. 389'992.- Gebühren-
anteil  fest.  Zudem  verfügte  es,  dass  80%  des  Höchstbetrags  im 
Januar 2005  ausbezahlt  würden.  In  Ziff. 4  der  Verfügung  wies  es 
darauf hin, die definitive Abrechnung finde nach der Genehmigung der 
Jahresrechnung 2005  und  der  Abrechnung  betreffend  die  effektiven 
Verbreitungskosten  statt,  wobei  letztere  Zwei  bis  spätestens  am 
30. April 2006 dem BAKOM vorzulegen seien. Das BAKOM hielt in der 
Verfügung ausserdem fest,  die  Auszahlung des Restbetrags  für  das 
Gebührensplitting 2005 erfolge im Frühjahr/Sommer 2006. 

Gegen  diese  Verfügung  erhob  die  A._______  am  31. Januar 2005 
Beschwerde beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, 
Energie  und  Kommunikation  (UVEK)  mit  dem  Antrag,  der  Ge-
bührenanteil  solle  mindestens  auf  Fr. 510'598.-  erhöht  werden.  Im 
Anschluss  an  den  abweisenden  Entscheid  des  UVEK  erhob  sie 
Beschwerde beim Bundesrat,  worauf  der Bundesrat  die Beschwerde 
am 20. Februar 2008 abwies.

G.
Mit  Schreiben  vom  30. Dezember 2004  teilte  das  BAKOM  der 
A._______ mit, es werde mit der Festlegung des definitiven Gebühren-
splittingbetrags 2003  für  Radio  B._______  zugewartet,  da  sich  die 
Revisionsergebnisse  der  Jahresrechnung 2003  der  A._______  auch 
auf  den  Gebührenanteil  von  Radio  B._______  für  das  Jahr  2003 
auswirken würden.

H.
Am 17. Februar 2005 lag der Revisionsbericht der E._______, welcher 

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verschiedene  Mängel  der  Jahresrechnung 2003  auflistete,  dem 
BAKOM vor. Dieses stellte den Bericht anschliessend der A._______ 
zu  und  verlangte  unter  anderem  auch  Informationen  bezüglich  des 
Rechnungsjahres 2003 von Radio B._______. Am 5. September 2006 
ersuchte das BAKOM die A._______ um weitere Auskünfte bezüglich 
der Jahre 2001-2005, welche sie im Oktober 2006 erhielt.

I.
Mit Wiederrufsverfügung vom 26. Januar 2007 legte das BAKOM den 
definitiven  Gebührensplittingbetrag 2003  der  Regionalfernsehsparte 
der A._______, der Fernsehveranstalterin C._______, fest und machte 
bezüglich  der  bereits  ausbezahlten  80%  des  ehemaligen 
Höchstbetrags 2003  eine  Rückforderung  geltend.  Aus 
prozessökonomischen Gründen verzichtete es jedoch vorerst  darauf, 
die  definitiven  Gebührensplittingbeträge  in  Bezug  auf  Radio 
B._______ festzulegen.

J.
Gegen die Wiederrufsverfügung erhob die A._______ am 27. Febru-
ar 2007  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht,  welches  im 
Urteil A-1570/2007 vom 23. Januar 2008 entschied, dass der Rücker-
stattungsanspruch  des  BAKOM  bezüglich  des  Gebührensplitting-
betrags 2003  von  Fernsehveranstalterin C._______  verjährt  sei,  und 
die Widerrufsverfügung als Ganzes aufhob.

K.
Unter  Berücksichtigung  des  Urteils  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1570/2007  vom  23. Januar 2008  orientierte  das  BAKOM  mit 
Schreiben vom 4. März 2008 die A._______ unter anderem über das 
weitere  Vorgehen  in  Sachen  Gebührensplitting  Radio  B._______ 
2003-2005. Danach bezeichnete das BAKOM seine Rückerstattungs-
forderungen für  das  Jahr 2003 und 2004 als  verjährt,  nicht  aber  für 
das Jahr 2005. Zudem sah es keine Auszahlung der zurückbehaltenen 
Restbeträge  2003,  2004  und  2005  an  die  A._______  vor.  In  der 
Stellungnahme vom 30. Mai 2008  erklärte  sich  die  A._______  damit 
nicht einverstanden und erhob Anspruch auf die vom BAKOM zurück-
behaltenen Restbeträge 2003, 2004 und 2005.

L.
Daraufhin erliess das BAKOM am 13. August 2008 eine Verfügung, mit 
welcher  es  den  Gebührensplittingbetrag  für  das  Jahr 2003  auf 
Fr. 302'519.-,  für  das  Jahr 2004  auf  Fr. 284'039.-  und  für  das 

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Jahr 2005  auf  Fr. 298'290.-  festlegte.  Zudem  verfügte  es,  dass  im 
Gegensatz zu den Jahren 2003 und 2004 die A._______ vom bereits 
erhaltenen Betrag für das Jahr 2005 Fr. 14'033.- zurückzuzahlen habe 
und auferlegte dieser Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 5'460.-.

M.
Gegen diese  Verfügung  erhebt  die  A._______  (Beschwerdeführerin) 
mit  Eingabe vom 18. September 2008  Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht. Sie beantragt die Feststellung, dass die Beschwerde 
fristgerecht eingereicht worden sei und sie bzw. Radio B._______ bzw. 
die Allmediaconsulting AG (Christian Stärkle) als Rechtsvertreterin zur 
Beschwerde  legitimiert  seien.  Es  sei  zudem  das  Gebührensplitting 
bezüglich Radio B._______ für das Jahr 2003 im vollen Umfang von 
Fr. 631'292.-  auszuzahlen  und  dementsprechend  der  noch  verblei-
bende Restbetrag (20% des Gesamtbetrags) von Fr. 126'258.40 nebst 
Verzugszins von 5% seit dem 31. März 2004 auszurichten; es sei das 
Gebührensplitting  für  das  Jahr 2004  im  vollen  Umfang  von 
Fr. 510'598.-  auszuzahlen  und  dementsprechend  der  noch  ver-
bleibende  Restbetrag  (20%  des  Gesamtbetrags)  von  Fr. 102'119.60 
nebst  Verzugszins  von 5% seit  dem 31. März 2005 auszurichten; es 
sei  das  Gebührensplitting  für  das  Jahr 2005  im  vollen  Umfang  von 
Fr. 389'992.-  auszuzahlen  und  dementsprechend  der  noch  verblei-
bende  Restbetrag  (20%  des  Gesamtbetrags)  von  Fr. 77'998.-  nebst 
Verzugszins  von  5%  seit  dem  Sommerende,  bzw. 60  Tage  danach, 
dem 22. November 2006, auszurichten. Eventualiter sei die Verfügung 
aufzuheben.  Ausserdem  seien  die  Kosten  des  BAKOM  (Vorinstanz) 
adäquat zu reduzieren.

Die  Beschwerdeführerin  begründet  ihre Beschwerde damit,  dass die 
Verfügungen  vom  27. November 2002,  vom  13. November 2003  und 
vom 27. Dezember 2004 verbindliche Zahlungsfristen zur Auszahlung 
der restlichen 20% der Höchstbeträge enthalten hätten. Die Vorinstanz 
habe zudem schon seit langer Zeit gewusst, dass sie die Restbeträge 
nicht  überweisen  werde.  Trotzdem  habe  sie  bis  März 2008  bzw. 
August 2008  mit  der  Festlegung  der  definitiven  Beträge  zugewartet. 
Die  Rückforderungsansprüche  der  Vorinstanz  seien  somit  verjährt. 
Zum Eventualbegehren führt die Beschwerdeführerin aus, die Behörde 
müsse  die  definitiven  Gebührensplittingbeträge  ohne  weitere  Verfü-
gung  festlegen,  weswegen  die  Verfügung  vom 13. August 2008  auf-
zuheben sei.

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N.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 10. November 2008 beantragt  die  Vor-
instanz, die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 

Sie  macht  hauptsächlich  geltend,  dass  die  in  den  Zusicherungs-
verfügungen  enthaltenen  Zahlungsfristen  nicht  verbindlich  seien. 
Wesentliche  Voraussetzung  für  die  Restzahlungen  sei  jeweils  die 
Genehmigung der Jahresrechnung und die Ausweisung der effektiven 
Verbreitungskosten  gewesen,  was  auch  in  den  Zusicherungsver-
fügungen transparent gemacht worden sei. Bereits mit Zustellung des 
Revisionsberichts  hätte  der  Beschwerdeführerin  klar  sein  müssen, 
dass mit einer Kürzung der Höchstbeträge zu rechnen sei. Dass nicht 
nur  das  Rechnungsjahr 2003  von  Fernsehveranstalterin C._______ 
von einer allfälligen Kürzung betroffen sein würde, sei auch aus dem 
Schreiben  vom  14. März 2005  hervorgegangen,  womit  sie  die 
Beschwerdeführerin  um  Information  über  die  effektiven 
Verbreitungskosten  von  Radio  B._______  betreffend  das  Jahr 2003 
ersucht  habe. Die  Rückforderungsansprüche  für  die  Jahre 2003  und 
2004 seien zwar verjährt, nicht aber der Rückforderungsanspruch für 
das Jahr 2005. Bezüglich des Eventualantrags fügt sie an, der Erlass 
einer  neuen  Verfügung  zur  definitiven  Festlegung  des 
Subventionsbetrags  sei  zulässig  und  ihrer  Ansicht  nach  im 
vorliegenden Fall aus Rechtsschutzüberlegungen zu bevorzugen. 

O.
Mit  Replik  vom  29. Januar 2009  zieht  die  Beschwerdeführerin  ihren 
Antrag  auf  Reduktion  der  vorinstanzlichen  Verfahrenskosten  zurück, 
bleibt davon abgesehen aber bei ihren Anträgen.

P.
In  der  Duplik  vom  17. Februar 2009  hält  die  Vorinstanz  an  ihren 
Anträgen fest.

Q.
Mit  Schreiben  vom  5. März 2009  wurde  dem  Bundesverwaltungs-
gericht  mitgeteilt,  dass  aufgrund  der  Umstrukturierungen  in  der 
A._______  neu  die  A._______  Beschwerdeführerin  im  vorliegenden 
Verfahren sei.

R.
In den Schlussbemerkungen vom 10. März 2009 bleibt die Beschwer-
deführerin bei ihren Anträgen.

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S.
Auf  weitere  Vorbringen  und  die  sich  bei  den  Akten  befindlichen 
Schriftstücke  wird,  soweit  entscheidrelevant,  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.72) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht,  sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben 
ist, Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021).  Das  BAKOM  gehört  zu  den  Behörden  im  Sinne  von 
Art. 33 VGG  und  ist  demnach  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungs-
gerichts.  Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet  betrifft,  ist  nicht 
gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zu-
ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde.

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor 
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit 
zur  Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  oder  Änderung  hat.  Die  Allmediaconsulting AG  bzw.  die 
A._______ war formelle Adressatin der angefochtenen Verfügung und 
durch  den  angefochtenen  Entscheid  auch  materiell  beschwert.  Die 
A._______  als  Rechtsnachfolgerin  der  A._______  ist  deshalb  zur 
Erhebung  der  vorliegenden  Beschwerde  legitimiert.  Die  Allmedia-
consulting  AG  bzw.  Christian  Stärkle  ist  zur  Vertretung  der 
Beschwerdeführerin gehörig bevollmächtigt (Art. 11 VwVG).

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 
auf  Rechtsverletzungen  -  einschliesslich  unrichtiger  oder  unvollstän-
diger  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  Rechts-
fehler bei der Ausübung des Ermessens - sowie auf Angemessenheit 
(Art. 49 VwVG).

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Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist  nicht  an  die  Begründung  der  Begehren  gebunden  (Art. 62 
Abs. 4 VwVG).

3.
Vorliegend  ist  strittig,  ob  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  für 
Radio B._______ die zurückbehaltenen 20% der mit Verfügungen vom 
27. November 2002, 13. November 2003 und 27. Dezember 2004 fest-
gelegten  Höchstbeträge  auszuzahlen  hat.  Strittig  ist  auch,  ob  die 
Vorinstanz  in  Bezug  auf  Radio B._______  für  das  Jahr 2005  einen 
Rückerstattungsanspruch in  der  Höhe von Fr. 14'033.-  bezüglich  der 
bereits ausbezahlten 80% des mit Verfügung vom 27. Dezember 2004 
festgesetzten  Höchstbetrags  hat.  Nicht  strittig  ist  hingegen  das  Re-
sultat der Revision der Jahresrechnung 2003 der Beschwerdeführerin. 
Im  Folgenden  wird  zuerst  auf  das  anwendbare  Recht  und 
anschliessend  auf  die  einzelnen  Rügen  der  Beschwerdeführerin 
eingegangen.

4.
Am 1. April 2007  traten das  Bundesgesetz  vom 24. März  2006  über 
Radio  und  Fernsehen  (RTVG,  SR 784.40)  und  die  dazugehörige 
Radio- und Fernsehverordnung vom 9. März 2007 (RTVV, SR 784.401) 
in Kraft und lösten das frühere Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 über 
Radio und Fernsehen (aRTVG, AS 1992 601) und die frühere Radio- 
und Fernsehverordnung vom 6. Oktober 1997 (aRTVV, AS 1997 2903) 
ab. Da vorliegend die Gebührenanteile für die Jahre 2003, 2004 und 
2005 erstmals vor dem 1. April 2007 festgelegt wurden, nun aber die 
Verfügung vom 13. August 2008 angefochten wird, ist in einem ersten 
Schritt  das anwendbare Recht zu bestimmen. In solchen Situationen 
stehen  sich  zwei  gegenläufige  Interessen  gegenüber:  Einerseits  die 
Kontinuitätsinteressen des Privaten in die unveränderte Weitergeltung 
des  bisherigen  Rechts,  andererseits  die  Geltungsinteressen  des 
Gemeinwesens,  also  das  Vertrauen  der  Allgemeinheit  in  die  aus-
nahmslose  Anwendung  des  neuen  Rechts.  Dieser  Konflikt  ist  vorab 
aufgrund  des  anwendbaren  Gesetzes-  und  Verordnungsrechts  zu 
lösen.  Fehlt  eine  ausdrückliche  gesetzliche  Ordnung  und  tritt  die 
Rechtsänderung während des Beschwerdeverfahrens ein, findet in der 
Regel  noch  das  alte  Recht  Anwendung  (vgl.  zum  Ganzen:  PIERRE 
TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  2. Auflage, 
Bern 2005, § 24 Rz. 19 ff.,  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 

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Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Auflage,  Zürich/St. Gallen 2006, 
Rz. 325 ff.). 

Das neue RTVG legt  in Art. 109 Abs. 1 RTVG fest,  dass Veranstalter 
von Radio-  und Fernsehprogrammen,  die zum Zeitpunkt  des Inkraft-
tretens  dieses  Gesetzes  einen  Anteil  am  Ertrag  der  Empfangs-
gebühren  nach  Art. 17 Abs. 2 aRTVG erhalten,  bis  zum Ablauf  ihrer 
Konzession  weiterhin  einen  Anspruch  auf  einen  Gebührenanteil 
geltend machen können. Die Berechtigung für  einen Gebührenanteil 
und  die  Bemessung  des  Anteils  richte  sich  dabei  nach  Art. 17 
Abs. 2 aRTVG und Art. 10 aRTVV.

Vorliegend war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Inkrafttretens 
des  neuen  Rechts  am  1. April 2007  bereits  Empfängerin  von  Ge-
bührenanteilen. Auch hatte die Vorinstanz lange vor dem Inkrafttreten 
des  neuen  Rechts  die  provisorischen  Höchstbeträge  der  Gebühren-
anteile  für  die  Rechnungsjahre  2003,  2004  und  2005  festgelegt. 
Bezüglich des Gebührensplittingbetrags 2005 war zum Zeitpunkt  des 
Inkrafttretens  des  neuen  Rechts  ein  Beschwerdeverfahren  beim 
Bundesrat  hängig.  In  Bezug  auf  die  Gebührensplittingbeträge 2003 
und  2004  war  zwar  am  1. April 2007  kein  Beschwerdeverfahren 
hängig, doch legte die Vorinstanz aufgrund des Revisionsberichts der 
E._______  in  der  Widerrufsverfügung  vom  26. Januar 2007  den 
definitiven  Gebührensplittingbetrag  für  Fernsehveranstalterin 
C._______  fest  und  verzichtete  aus  prozessökonomischen  Gründen 
auf  eine  Festlegung  der  definitiven  Gebührensplittingbeträge  von 
Radio  B._______,  weil  sich  dort  ähnliche  Fragen  stellten  wie  im 
Verfahren  betreffend  Fernsehveranstalterin C._______.  Gegen  die 
Widerrufsverfügung  erhob  die  Beschwerdeführerin  am 
27. Februar 2007  Beschwerde,  worauf  während  dieses  Beschwerde-
verfahrens am 1. April 2007 das neue Recht in Kraft trat. Auch wenn 
also bezüglich der Gebührensplittingbeträge 2003 und 2004 von Radio 
B._______ zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kein Beschwerdeverfahren 
hängig war, so war  doch ein  Beschwerdeverfahren mit  unmittelbarer 
präjudizieller Wirkung auf die Gebührensplittingbeträge 2003 und 2004 
von  Radio  B._______  hängig.  Damit  steht  fest,  dass  sich  der  zu 
beurteilende  Sachverhalt  abschliessend  vor  dem  Inkrafttreten  des 
neuen  Rechts  abgespielt  hat.  Zwar  richtet  sich  die  vorliegende 
Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. August 2008, welche somit 
erst nach dem Inkrafttreten des neuen Rechts erlassen wurde. Diese 
Verfügung war aber nur deswegen erst nach Inkrafttreten des neuen 

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Rechts  erlassen  worden,  weil  die  Vorinstanz  aus  prozessöko-
nomischen  Gründen  das  Verfahren  betreffend  Fernsehveranstalterin 
C._______  abgewartet  hatte  und  weil  bis  am  20. Februar 2008  in 
Bezug  auf  den  Gebührensplittingbetrag 2005  ein  Verfahren  beim 
Bundesrat hängig gewesen war. Massgeblich für die Bestimmung des 
anwendbaren  Rechts  müssen  somit  für  die  Gebührensplitting-
beträge 2003  und  2004  das  Beschwerdeverfahren  gegen  die 
Fernsehveranstalterin  C._______  und  für  den  Gebührensplitting-
betrag 2005  das  Beschwerdeverfahren  vor  dem  Bundesrat  sein,  so 
dass  in  Anwendung  der  obgenannten  Bestimmungen  und  der 
herrschenden Lehre für die Beurteilung der sich vorliegend stellenden 
Rechtsfragen  das  alte  Recht,  mithin  das  aRTVG  und  die  aRTVV 
massgebend sind.

5.
Im Gegensatz zum heute geltenden RTVG enthält  das aRTVG keine 
Bestimmung bezüglich  der  Anwendbarkeit  des  Bundesgesetzes vom 
5. Oktober 1990 über Finanzhilfen und Abgeltungen (SuG, SR 616.1). 
Gemäss den Ausführungen in der Botschaft vom 18. Dezember 2002 
zum RTVG hält der heutige Art. 40 Abs. 3 RTVG lediglich ausdrücklich 
fest, dass ein Gebührenanteil rechtlich eine Subvention darstelle und 
deshalb wie bisher die Bestimmungen des SuG anwendbar seien (BBl 
2003  1708).  Dass  der  Anteil  am  Ertrag  der  Empfangsgebühren  als 
eine Finanzhilfe gemäss Art. 3 Abs. 1 SuG zu verstehen ist, wird von 
den Parteien denn auch nicht bestritten. Zudem legt das SuG selber 
fest, dass es für alle im Bundesrecht vorgesehenen Finanzhilfen und 
Abgeltungen massgebend ist (Art. 2 Abs. 1 SuG). Der Geltungsbereich 
des  3. Kapitels  des  SuG,  wozu  auch  die  Regelung  betreffend  die 
nachträgliche  Festsetzung  des  endgültigen  Betrags  der  Leistung 
(Art. 18)  sowie  die  Verjährung  von  Ansprüchen  (Art. 32 f.)  gehören, 
wird  zwar  für  bestimmte  Konstellationen  als  nicht  anwendbar 
bezeichnet (Art. 2 Abs. 2-4 SuG); diese fallen vorliegend jedoch nicht 
in  Betracht.  Folglich  ist  im  Zusammenhang  mit  dem Gebührenanteil 
auch unter dem aRTVG bzw. der aRTVV das SuG als Ganzes - mithin 
auch  die  Art. 18  und  32 f.  -  anwendbar,  soweit  es  mit  der  Gesetz-
gebung über Radio und Fernsehen vereinbar ist (vgl. auch Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-3193/2006  vom  12. September  2007 
E. 3.1.3 und A-1570/2007 vom 23. Januar 2008 E. 6).

6.

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6.1 Die Bescherdeführerin beantragt in der Hauptsache, es seien die 
Gebührensplittingbeträge Radio B._______ für  die  Jahre 2003,  2004 
und  2005  im  vollen  Umfang  auszuzahlen,  d.h.  es  seien  die  noch 
verbleibenden  Restbeträge  von  Fr. 126'258.40  (20% des  Gesamtbe-
trags 2003),  von Fr. 102'119.60  (20% des  Gesamtbetrags 2004)  und 
von  Fr. 77'998.-  (20%  des  Gesamtbetrags 2005)  nebst  Verzugszins 
von 5% seit dem 31. März 2004 bzw. dem 31. März 2005 bzw. seit dem 
Sommerende 2006  bzw.  60 Tage  danach,  dem  22. November 2006, 
auszurichten.  Sie  begründet  ihren  Antrag  unter  anderem  damit,  die 
Vorinstanz  habe  entgegen  der  Vorgaben  im  SuG  die  endgültigen 
Beträge in einer neuen Verfügung festgesetzt. Dass die Festlegung der 
definitiven Beträge  nicht  in  einer  Verfügung  zu erfolgen  habe,  zeige 
sich auch daran, dass die Vorinstanz lediglich mit einfachen Schreiben 
die  definitiven  Gebührensplittingbeträge  bezüglich  Radio  B._______ 
für die Jahre 2006 und 2007 mitgeteilt habe. Somit sei auch klar, dass 
die  ursprünglich  in  den  rechtskräftig  gewordenen  Verfügungen  vom 
27. November 2002,  vom  13. November 2003  und  vom  27. Dezem-
ber 2004 genannten Höchstbeträge ausbezahlt werden müssen.

6.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, der Botschaft zum SuG lasse 
sich entnehmen, dass die Festsetzung des endgültigen Betrags nur in 
der Regel keiner weiteren Verfügung bedürfe und dass bei Meinungs-
verschiedenheiten  über  den  Auszahlungsbetrag  der  Erlass  einer 
Verfügung nicht unzulässig sei. Der Erlass einer neuen Verfügung sei 
vom  Subventionsgesetz  abgedeckt  und  in  diesem  Fall  aus  Rechts-
schutzgründen zu bevorzugen.

6.3 Im  Folgenden  ist  somit  zu  prüfen,  ob  die  Verfügungen  vom 
27. November 2002,  vom  13. November 2003  und  vom  27. Dezem-
ber 2004 der Bescherdeführerin tatsächlich einen Anspruch auf Aus-
zahlung der restlichen 20% (nachfolgend Restbeträge) der in diesen 
Verfügungen festgelegten Höchstbeträge geben.

6.4 Lokale  und  regionale  Veranstalter  erhalten  unter  bestimmten 
Voraussetzungen  einen  Anteil  am  Ertrag  der  Empfangsgebühren 
(Art. 17 Abs. 2 aRTVG, Art. 10 aRTVV). Gemäss Art. 10 Abs. 2 aRTVV 
werden Gebührenanteile im Umfang von höchstens einem Viertel der 
Betriebskosten  ausgerichtet.  Wird  das  Programm  ohne  Werbung 
finanziert, kann der Gebührenanteil bis zur Hälfte der Betriebskosten 
angehoben  werden.  Die  zuständige  Behörde  bezeichnet  in  der  die 

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Finanzhilfe gewährenden Verfügung die Rechtsgrundlage, die Art und 
den Betrag der Finanzhilfe (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 SuG). 

Wenn der  Betrag  zur  Zeit  des  Erlasses  der  Verfügung  jedoch  nicht 
definitiv  festgesetzt  werden  kann,  hat  die  Behörde  gemäss 
Art. 17 Abs. 1 Satz 2 SuG  aufgrund  der  vorgelegten  Unterlagen  die 
anrechenbaren  Kosten,  den  Prozentsatz  und  den  Höchstbetrag  der 
Leistung zu bestimmen. Vor der Festsetzung des endgültigen Betrages 
dürfen  dabei  in  der  Regel  höchstens  80 Prozent  der  Finanzhilfe 
ausbezahlt  werden  (Art. 23 Abs. 2 SuG).  So  soll  vermieden  werden, 
dass  zu  hohe  Subventionsbeträge  ausgerichtet  werden,  welche auf-
grund  der  definitiven  Festsetzung  zurückgefordert  werden  müssten 
(vgl. BBl 1987 I 411). 

Wie die Festsetzung des endgültigen Betrags zu erfolgen hat, wird in 
Art. 18 SuG geregelt. Gemäss Art. 18 Abs. 1 SuG legt die zuständige 
Behörde den endgültigen Betrag ohne neue Verfügung fest, sobald ihr 
die Abrechnung vorliegt. Es bedarf in der Regel dann keiner weiteren 
Verfügung, wenn der Höchstbetrag schliesslich ausbezahlt  wird, also 
keine neuen Rechte und Pflichten begründet werden. Dies war der Fall 
bei  den von der Beschwerdeführerin  erwähnten Schreiben bezüglich 
der  Gebührensplittingbeträge 2006  und  2007  für  Radio  B._______. 
Setzt  aber  die Behörde den Betrag abweichend vom ursprünglichen 
Höchstbetrag  fest,  legt  sie  damit  Rechte  und  Pflichten  des  Sub-
ventionsempfängers  neu  verbindlich  fest,  was  daher  in  Form  einer 
Verfügung  geschehen  muss.  Dies  ergibt  sich  bereits  aus  dem 
materiellen  Verfügungsbegriff,  wonach  eine  Verfügung  dann  vorliegt, 
wenn  eine  konkrete  verwaltungsrechtliche  Rechtsbeziehung  rechts-
gestaltend oder feststellend in  verbindlicher  und erzwingbarer Weise 
durch  einen  individuellen,  an  den  Einzelnen  gerichteten  Hoheitsakt 
geregelt wird (vgl. zum materiellen Verfügungsbegriff FELIX UHLMANN, in: 
VwVG:  Praxiskommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungs-
verfahren,  Zürich 2009,  Art. 5,  Rz. 17 ff.).  Aus  Rechtsschutzgründen 
muss  dies  umso  mehr  dann  gelten,  wenn  über  den  definitiven 
Gebührensplittingbetrag  vorgängig  keine  Einigkeit  erzielt  werden 
konnte (vgl. BBl 1987 I 410). 

6.5 Im vorliegenden  Fall  wurden  die  Finanzhilfen  jeweils  bereits  vor 
Kenntnis  der  tatsächlichen  Aufwendungen,  nämlich  der  effektiven 
Verbreitungskosten  von  Radio  B._______,  grundsätzlich  verfügt.  In 
einem solchen Fall kann zum Zeitpunkt der Verfügung der Betrag der 

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Finanzhilfe nicht definitiv festgesetzt werden. Dementsprechend legte 
die  Vorinstanz  in  den Verfügungen vom 27. November 2002,  13. No-
vember 2003  und  27. Dezember 2004  für  Radio  B._______  für  das 
Rechnungsjahr 2003  einen  Gebührenanteil  von  höchstens 
Fr. 631'292.-,  für  das Rechnungsjahr 2004 einen Gebührenanteil  von 
höchstens  Fr. 510'598.-  und  für  das  Rechnungsjahr 2005  einen 
Gebührenanteil  von höchstens Fr. 389'992.- fest und verfügte zudem 
jeweils  die  Auszahlung  von  lediglich  80%  dieser  Höchstbeträge.  In 
Ziff. 4  der  Verfügungen  wies  die  Vorinstanz  jeweils  darauf  hin,  dass 
eine Kürzung der Gebührensplittingbeträge erfolge, falls die effektiven 
Verbreitungskosten gegenüber dem Budget tiefer ausfallen. Aufgrund 
der Revision der Jahresrechnung 2003 der Beschwerdeführerin ergab 
sich  schliesslich,  dass  die  effektiven  Verbreitungskosten  von  Radio 
B._______  tiefer  waren  als  angenommen  und  somit  die  definitiven 
Gebührensplittingbeträge  weit  unter  den  Höchstbeträgen  liegen 
mussten.  Da  folglich  die  definitiven  Gebührensplittingbeträge  in 
Abweichung  der  Höchstbeträge  festgelegt  werden  mussten  und 
bezüglich  der  Auszahlungsbeträge  kein  Einvernehmen  hergestellt 
werden  konnte,  hat  die  Vorinstanz  zu  Recht  eine  neue  Verfügung 
erlassen, um die definitiven Beträge festzusetzen. 

6.6 Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich  somit,  dass 
entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführerin  die  Verfügungen 
vom 27. November 2002, 13. November 2003 und 27. Dezember 2004 
keinen  Anspruch  auf  Auszahlung  der  Restbeträge  geben.  Mit  den 
Verfügungen  wurden  lediglich  provisorisch,  nämlich  unter  Vorbehalt 
der  effektiven  Verbreitungskosten,  Höchstbeträge  festgesetzt.  Die 
Vorinstanz  hat  nach  der  Revision  der  Jahresrechnung 2003  der 
Beschwerdeführerin  zudem zu Recht  eine  neue Verfügung erlassen, 
um  das  Rechtsverhältnis  bezüglich  der  definitiven 
Gebührensplittingbeträge zu regeln. Damit  steht  auch fest,  dass  der 
Eventualantrag  der  Beschwerdeführerin,  die  Verfügung  vom 
13. August 2008 sei aufzuheben, weil die Vorinstanz zu Unrecht eine 
neue Verfügung erlassen habe, abzuweisen ist.

7.
7.1 Des  Weiteren  macht  die  Beschwerdeführerin  geltend,  der 
Anspruch  der  Vorinstanz  auf  Rückbehalt  der  Restbeträge  bezüglich 
der Jahre 2003, 2004 und 2005 sei verjährt. Dies ergebe sich bereits 
aus  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1570/2007  vom 
23. Januar 2008.  Die  einjährige  Verjährungsfrist  gemäss  Art. 32 

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Abs. 2 SuG  finde  nicht  nur  auf  Rückerstattung  bereits  bezahlter 
Leistungen,  sondern  auch  auf  zurückbehaltene  Leistungen  An-
wendung.  Ausserdem  hätten  die  Verfügungen  zur  Festlegung  der 
provisorischen  Höchstbeträge  Auszahlungsfristen  enthalten:  Gemäss 
Verfügung  vom  27. November 2002  hätte  der  Restbetrag  für  das 
Gebührensplitting 2003  im  Januar 2004,  gemäss  Verfügung  vom 
13. November 2003  für  das  Gebührensplitting 2004  im  Januar 2005 
und  gemäss  Verfügung  vom  27. Dezember 2004  für  das  Gebühren-
splitting 2005  im Frühjahr/Sommer 2006  ausbezahlt  werden  müssen. 
Die  Vorinstanz  habe  aber  erst  im  März 2008  mitgeteilt,  dass  keine 
Restzahlung zu erwarten sei. 

Die Beschwerdeführerin macht zwar keine expliziten Einwendungen zu 
der  von  der  Vorinstanz  mit  Verfügung  vom 13. August 2008  geltend 
gemachten Rückforderung in der Höhe von Fr. 14'033.- bezüglich der 
bereits ausbezahlten 80% des Höchstbetrags 2005. Da die Beschwer-
deführerin aber unter anderem beantragt, es sei das Gebührensplitting 
Radio  B._______  für  das  Jahr 2005  im  vollen  Umfang  von 
Fr. 389'992.-  auszuzahlen,  bestreitet  sie  damit  auch  den  Rückfor-
derungsanspruch der Vorinstanz.

7.2 Die Vorinstanz führt aus, die Rückerstattung bereits ausbezahlter 
Finanzhilfen würden entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 
vom  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1570/2007  vom 
23. Januar 2008  nicht  erfasst. Auch werde im Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  A-3169/2007 vom 20. März 2008 festgehalten,  dass 
sich  Art. 32 Abs. 2 SuG  nur  auf  die  Rückerstattung  bereits  ausbe-
zahlter  Finanzhilfen,  nicht  aber  auf  noch  nicht  ausbezahlte  Beträge 
beziehe. Somit  liege bezüglich  der  rückbehaltenen Leistungen  keine 
Verjährung vor.

Zudem  hält  die  Vorinstanz  fest,  sie  habe  einen  Rückforderungs-
anspruch bezüglich der bereits ausbezahlten 80% des mit Verfügung 
vom 27. Dezember 2004 festgelegten Höchstbetrags 2005. Dieser sei 
noch nicht verjährt, da es sich beim Gebührensplittingbetrag 2005 um 
eine  vom  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1570/2007  vom 
23. Januar 2008  unterschiedliche  Rechtslage  handle.  Die  Verfügung 
vom 27. Dezember 2004 betreffend den Gebührensplittingbetrag 2005 
sei  von der  Beschwerdeführerin  angefochten worden. Die  Verfügung 
zur  Festlegung  des  definitiven  Gebührenanteils  für  das  Jahr 2005 
habe  somit  wegen  eines  hängigen  Beschwerdeverfahrens  nicht 

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erlassen  werden  können.  Erst  mit  dem  Bundesratsentscheid  vom 
20. Februar 2008  sei  die  Beschwerde  gegen  die  Zusicherungs-
verfügung definitiv  abgewiesen worden,  worauf  sie  der  Beschwerde-
führerin  mit  Schreiben vom 4. März 2008 angekündigt  habe,  dass in 
Bezug  auf  den  Gebührensplittingebetrag 2005  voraussichtlich  ein 
Rückerstattungsanspruch in der Höhe von Fr. 13'704.- entstehe. 

7.3 Zu  prüfen  ist  somit,  ob  der  Verjährungstatbestand  des 
Art. 32 Abs. 2 SuG  auch  auf  noch  nicht  ausbezahlte  Restbeträge 
anwendbar ist, und das Recht der Vorinstanz, die Restbeträge für die 
Jahre 2003, 2004 und 2005 nicht auszuzahlen, verjährt ist. Falls nicht, 
stellt  sich  die  Frage,  ob  sich  eine  Pflicht  zur  Auszahlung  der 
Restbeträge wegen zu später Festsetzung des endgültigen Gebühren-
splittingbetrags  aufgrund der  Auszahlungsfristen  in  den Verfügungen 
ergibt.  Fraglich  ist  auch,  ob  der  Rückforderungsanspruch  der  Vor-
instanz für das Rechnungsjahr 2005 verjährt ist.

7.4 Gemäss  Art. 32 Abs. 2 SuG  verjährt  der  Anspruch  auf  Rück-
erstattung von Finanzhilfen ein Jahr, nachdem die verfügende Behörde 
vom Rechtsgrund des Anspruchs Kenntnis erhalten hat, in jedem Fall 
aber  zehn  Jahre  nach  Entstehung  des  Anspruchs.  Hinsichtlich  der 
Rückerstattung von unrechtmässig gewährten Leistungen ist somit die 
vergleichbare  Ordnung des  Privatrechts  für  Bereicherungsansprüche 
(Art. 67 des  Bundesgesetzes  betreffend  die  Ergänzung  des  Schwei-
zerischen  Zivilgesetzbuches  [OR,  SR 220])  übernommen  worden 
(BBl 1987 I 415).

7.5 Im Urteil  A-1570/2007 vom 23. Januar 2008 wurde der Anspruch 
der Vorinstanz auf Rückerstattung bereits an die Beschwerdeführerin 
bezahlter  Beträge  (Gebührensplitting  Fernsehveranstalterin 
C._______  2003)  aufgrund  von  Art. 32 Abs. 2 SuG  als  verjährt 
betrachtet.  Die  Rechtslage  hinsichtlich  der  zurückbehaltenen  Rest-
beträge  betreffend  Radio  B._______  für  die  Jahre 2003,  2004  und 
2005 ist jedoch mit derjenigen im genannten Urteil nicht vergleichbar. 
Dort ging es um die Rückforderung von Beträgen, welche bereits an 
die  Beschwerdeführerin  ausbezahlt  worden  waren.  Die 
Beschwerdeführerin konnte somit grundsätzlich davon ausgehen, dass 
ihr  dieses  Geld  zusteht.  Dementsprechend  war  das  Recht  der 
Vorinstanz,  bereits  ausbezahlte  Beträge  zurückzufordern  gemäss 
Art. 32 Abs. 2 SuG auf  ein  Jahr  beschränkt. Die  Restbeträge  für  die 
Jahre 2003,  2004  und  2005  betreffend  Radio B._______  hat  die 

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Beschwerdeführerin  aber  nicht  erhalten,  sondern  fordert  nun  deren 
Bezahlung von der Vorinstanz. Der Grund,  weswegen diese Beträge 
zurückbehalten  wurden,  ist  aber  gerade  der,  dass  die  definitiven 
Gebührensplittingbeträge  schliesslich  tiefer  sein  können  als  die 
provisorisch verfügten Höchstbeträge und die Restbeträge als  Folge 
davon  nie  ausbezahlt  werden.  Die  Beschwerdeführerin  konnte  auf-
grund  der  Verfügungen  vom  27. November 2002,  vom  13. Novem-
ber 2003  und  vom  27. Dezember 2004  nicht  mit  Sicherheit  davon 
ausgehen, die Restbeträge ebenfalls zu erhalten (vgl. auch E. 6.6). 

Dass die vorliegende Rechtslage im Hinblick auf die zurückbehaltenen 
Restbeträge  für  die  Jahre  2003,  2004  und  2005  von  derjenigen  im 
Urteil  A-1570/2007  vom  23. Januar 2008  grundsätzlich  verschieden 
ist,  zeigt  sich  auch  anhand  der  Verjährungsregelung  im  Privatrecht. 
Art. 67 Abs. 1 OR  sieht  wie  Art. 32  Abs. 2 SuG  vor,  dass  der  Be-
reicherungsanspruch  mit  Ablauf  eines  Jahres  verjährt,  nachdem der 
Verletzte  von seinem Anspruch Kenntnis  erhalten  hat. Doch für  den 
Fall,  in  welchem  wie  vorliegend  die  Auszahlung  einer  behaupteten 
Forderung  verlangt  wird,  kommt  gemäss  Art. 67 Abs. 2 OR  die 
Verjährung nach Art. 67 Abs. 1 OR nicht zur Anwendung und es darf 
die  Auszahlung  ohne  zeitliche  Begrenzung  verweigert  werden. 
Art. 32 Abs. 2 SuG  findet  entsprechend  nur  auf  Leistungen  Anwen-
dung, welche von der Behörde effektiv bereits ausbezahlt wurden und 
danach wieder zurückgefordert  werden (vgl. zum Ganzen auch Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-3169/2007  vom  20. März 2008 
E. 5). Es bleibt somit lediglich zu prüfen, ob die Vorinstanz das Recht, 
die  Restbeträge nicht  auszuzahlen,  deswegen verloren hat,  weil  die 
Verfügungen  vom  27. November 2002,  vom  13. November 2003  und 
vom 27. Dezember 2004 für  die Restbeträge Auszahlungsfristen  ent-
hielten.

7.6 Die Verfügungen betreffend der provisorischen Höchstbeträge vom 
27. November 2002,  vom  13. November 2003  und  vom  27. Dezem-
ber 2004  der  Beschwerdeführerin  geben  keinen  Anspruch  auf  Aus-
zahlung  der  Restbeträge  (vgl.  auch  E. 6.6).  Zwar  enthielten  sie 
Angaben wann die Auszahlung der Restbeträge erfolgen würde, dies 
jedoch  nur  unter  der  Bedingung,  dass  aufgrund  der  genehmigten 
Jahresrechnung  und  der  Abrechnung  betreffend  die  effektiven 
Verbreitungskosten  die  Auszahlung der  Restbeträge geschuldet  war. 
Die Verfügungen sehen auch keine Rechtsfolgen derart vor, dass die 
Vorinstanz das Recht, die Restbeträge zurückzubehalten, nach Ablauf 

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der in der Verfügung erwähnten Fristen verlieren würde. Das Recht der 
Vorinstanz, die zurückbehaltenen Beträge nicht auszuzahlen, ist somit 
nicht  verjährt.  Stattdessen  wird  zu  prüfen  sein,  ob  die  zeitlichen 
Angaben in den Verfügungen bei der Beschwerdeführerin schützens-
werte Erwartungen weckten, welche eine Auszahlung der Restbeträge 
verlangen (vgl. dazu unten E. 8).

7.7 Zur  Frage,  ob  die  Vorinstanz  nicht  nur  den  Restbetrag 2005 
zurückbehalten darf,  sondern darüber hinaus einen Rückerstattungs-
anspruch  auf  die  zu  viel  bezahlten  Beträge  für  das  Rechnungs-
jahr 2005  hat,  ist  Folgendes festzuhalten: Am 30. April 2006  lag  der 
Vorinstanz  fristgemäss  die  Jahresrechnung 2005  der  Beschwerde-
führerin  vor.  Knapp  ein  halbes  Jahr  später,  nämlich  am 5. Septem-
ber 2006,  gelangte  die  Vorinstanz  an  die  Beschwerdeführerin,  um 
Informationen  über  Forderungsverzichte  von  Fernsehveranstalterin 
F._______ gegenüber Radio B._______ bezüglich der Jahre 2001 bis 
2005 und über ausserordentliche Einnahmen und Ausgaben in dieser 
Zeit  zu  erhalten.  In  ihrem  Schreiben  vom  16. Oktober 2006  versah 
diese die Vorinstanz mit  den notwendigen Informationen. Spätestens 
ab  diesem  Datum  lagen  der  Vorinstanz  also  von  Seiten  der 
Beschwerdeführerin  alle  notwendigen  Unterlagen  und  Informationen 
vor,  um den definitiven Gebührensplittingbetrag und somit  auch den 
Rückforderungsanspruch für  das Jahr 2005 zu berechnen. Allerdings 
war  zu  diesem Zeitpunkt  in  Bezug auf  das  Rechnungsjahr 2005  ein 
Beschwerdeverfahren  vor  dem  UVEK  hängig,  da  die 
Beschwerdeführerin  am  31. Januar 2005  gegen  die  Verfügung  vom 
27. Dezember 2004 Beschwerde beim UVEK erhoben hatte. In dieser 
Beschwerde  hatte  die  Beschwerdeführerin  beantragt,  der  für  das 
Rechnungsjahr 2005 festgelegte provisorische Höchstbetrag solle auf 
mindestens  Fr. 510'598.-  erhöht  werden.  Sie  begründete  dies 
hauptsächlich damit, dass die Vorinstanz den provisorischen Höchst-
betrag aufgrund der neuen Wegleitung falsch berechnet habe und zu 
Unrecht  eine  Praxisänderung  zu  Ungunsten  von  Radio  B._______ 
vorgenommen habe. Die Vorinstanz habe einen tieferen Höchstbetrag 
vorgesehen als in früheren Jahren, obwohl man bei Radio B._______ 
im Hinblick auf die von der Vorinstanz angekündigte spezielle Berück-
sichtigung  der  Bergregionen  nicht  mit  tieferen  Beträgen  gerechnet 
habe.  Das  UVEK  wies  am  26. Oktober 2006  die  Beschwerde  ab, 
worauf  die  Beschwerdeführerin  Beschwerde  beim  Bundesrat  erhob. 
Zur  Zeit  der  Beschwerdeerhebung  vor  dem  Bundesrat  war  die 
Vorinstanz,  wie  soeben  ausgeführt,  im  Besitz  der  notwendigen 

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Unterlagen  bezüglich  des  definitiven  Gebührensplittingbetrags 2005. 
Doch konnte sie ihren Rückforderungsanspruch im Verfahren vor dem 
Bundesrat  nicht  einbringen.  Streitgegenstand  im  Verfahren  vor  dem 
Bundesrat  war  ausschliesslich  der  durch  die  Verfügung  vom 
27. Dezember 2004 festgelegte provisorische Höchstbetrag, nicht aber 
die  Festlegung  des  definitiven  Gebührensplittingbetrags  gestützt  auf 
die  Jahresrechnung 2005  und  allen  weiteren  bedeutsamen 
Informationen  wie  der  Forderungsverzicht  von  Fernsehveranstalterin 
F._______ für  das Jahr 2005. Es fragt  sich somit,  ob die Verjährung 
des  Rückerstattungsanpruchs  wegen  dieses  Beschwerdeverfahrens 
stillstand oder unterbrochen wurde.

Gemäss  Art. 33 SuG  wird  die  Verjährung  durch  jede  schriftliche 
Zahlungsaufforderung unterbrochen und sie ruht, solange der Schuld-
ner  in  der  Schweiz  nicht  betrieben  werden  kann.  Der  Begriff  der 
verjährungsunterbrechenden  schriftlichen  Zahlungsaufforderung  ge-
mäss Art. 33 SuG wird normativ nicht näher umschrieben. Den Mate-
rialien zu Folge soll die Verjährung durch jede schriftliche Einforderung 
unterbrochen werden (BBl 1987 I 416). Gemäss Rechtsprechung und 
Lehre  gilt  im  öffentlichen  Recht  jede  Handlung  als  verjährungs-
unterbrechend,  mit  der  ein  Verfahren  in  der  erforderlichen  Form 
vorangetrieben oder mit der eine Forderung auf geeignete Weise beim 
Schuldner  geltend  gemacht  wird  (Vgl.  statt  vieler  Urteil  des 
Bundesgerichts  2A.553/2002 vom 22. August 2003 E. 4.7). Es finden 
sich  keinerlei  Anhaltspunkte,  dass  der  Gesetzgeber  mit  dem 
Subventionsgesetz für die Verjährung von Rückerstattungsansprüchen 
ein grundlegend strengeres Regime einführen wollte. Gewiss begrenzt 
der  Begriff  der  schriftlichen  Zahlungsaufforderung  den  Kreis  der 
Handlungen mit verjährungsunterbrechender Wirkung. Er ist jedoch in 
einem weiten, sich an den allgemeinen Regeln orientierenden Sinne 
auszulegen,  was  angesichts  der  kurzen  Verjährungsfrist  von  einem 
Jahr  als  gerechtfertigt  erscheint  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.553/2002  vom  22. August 2003  E. 4.7,  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  B-5894/2007  vom  26. Februar 2008  E. 5.4).  Daher 
wirken  im  Verwaltungsrecht  z.B. bereits  eine  blosse  Mitteilung  einer 
Forderung oder die Zusendung einer formellen Mahnung verjährungs-
unterbrechend  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-5894/2007 
vom 26. Februar 2008 E. 5.4, vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts  A-286/2007  vom  23. Juli 2009  E. 3.2.1;  ATTILIO GADOLA, 
Verjährung und Verwirkung im öffentlichen Recht, Aktuelle Juristische 
Praxis  [AJP],  1/1995,  S. 54).  Das  SuG  enthält  jedoch  keine 

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ausdrückliche  Regelung  dazu,  ob  die  Verjährung  wegen  eines 
hängigen Beschwerdeverfahrens als solchem stillsteht oder durch ein 
solches unterbrochen wird. Selbst wenn man diesbezüglich von einer 
Lücke  im  öffentlichen  Recht  ausgehen  und  sinngemäss  die 
privatrechtlichen  Regelungen  für  die  Verjährungsunterbrechung  bei-
ziehen  wollte  (Art. 67 OR,  Art. 134 OR,  Art. 135 OR,  Art. 138 OR), 
ergibt  sich,  dass ein Prozess als solcher nicht  verjährungshemmend 
ist  und  die  Verjährung  auch  bei  hängigem Verfahren  eintreten  kann 
(Vgl. dazu auch auch BGE 135 V 74 E. 4.2.2.; vgl. auch  THEO GUHL / 
ALFRED KOLLER,  in:  Das  Schweizerische  Obligationenrecht,  9. Auflage, 
Zürich 2000, § 39, Rz. 43).

Vorliegend machte die Vorinstanz erst mit Schreiben vom 4. März 2008 
ihren Rückerstattungsanspruch geltend. Vorher hatte sie in keiner Art 
und Weise der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie einen Teil des 
bereits  ausbezahlten  Gebührenanteils  zurückfordern  werde.  Wenn 
auch die Vorinstanz angesichts  des hängigen Beschwerdeverfahrens 
von  einer  genauen  Bezifferung  des  Rückerstattungsanspruchs  hätte 
absehen  wollen,  hätte  sie  aber  wenigstens  die  Beschwerdeführerin 
darüber  informieren müssen,  dass sie  im Falle einer  Abweisung der 
Beschwerde  durch  den  Bundesrat  einen  Rückerstattungsanspruch 
geltend  machen  werde.  Die  Vorinstanz  hat  jedoch  nichts  unter-
nommen.  Wie  oben  dargelegt,  konnte  die  Tatsache  allein,  dass  ein 
Beschwerdeverfahren  hängig  war,  die  Verjährung  jedoch  nicht 
hemmen  oder  unterbrechen.  Der  Rückerstattungsanspruch  ist  somit 
ein Jahr nach Kenntnis des Rechtsgrunds des Anspruchs und somit 
spätestens seit 16. Oktober 2007 verjährt.

8.
8.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  weiter  geltend,  sie  habe  darauf 
vertraut,  die  Restbeträge  zu  erhalten.  Sie  bringt  dazu  vor,  in  den 
Verfügungen  vom  27. November 2002,  vom  13. November 2003  und 
vom  27. Dezember 2004  sei  festgehalten  worden,  dass  die  Aus-
zahlung  der  Restbeträge  zu  bestimmten  Zeiten  erfolge.  Dies  seien 
verbindliche Zusagen. Die Vorinstanz habe aber keine dieser zeitlichen 
Vorgaben  eingehalten  und  erst  im  März 2008  bzw.  August 2008 
mitgeteilt,  dass  sie  die  Restbeträge  nicht  auszahlen  werde.  Zudem 
habe  sie  auch  deswegen  auf  die  Auszahlung  der  Restbeträge 
vertrauen können, weil die Budgets der Jahre 2004, 2005 und 2006, 
die  in  der  Folge  gerügt  wurden,  mit  den  nämlichen  Budgetposten 
genehmigt  worden  seien.  Hätte  sie  damals  von  einer  derart 

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drastischen  Kürzung  unmittelbar  gewusst,  so  wäre  ihr  ein  derart 
kostenintensives  Radioprogramm  nicht  mehr  möglich  gewesen. 
Stattdessen habe sie, um zu überleben, die Gelder von dritter  Seite 
aufbringen  müssen,  in  der  Überzeugung,  sie  innerhalb  kurzer  Zeit 
wieder zurückzahlen zu können.

8.2 Die Vorinstanz führt dazu aus, es sei am 30. Dezember 2004 klar 
kommuniziert  worden,  dass  die  Restzahlung  für  das  Rechnungs-
jahr 2003  nicht  erfolgen  könne,  solange  das  Ergebnis  der  Revision 
nicht  vorliege. Das Vorgehen betreffend das Rechnungsjahr 2004 sei 
zuerst durch eine von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde 
verzögert  worden,  welche am 23. März 2004  zurückgezogen  worden 
sei.  Die  Verfügung  betreffend  das  Rechnungsjahr 2005  sei  am 
27. Dezember 2004 erlassen worden. Am 17. Februar 2005 habe der 
E._______-Bericht  vorgelegen,  der  darauf  habe  schliessen  lassen, 
dass  sich  die  Revisionsergebnisse  auch  auf  weitere  Splittingjahre 
auswirken  würden.  Im  Rahmen  der  Sachverhaltsermittlung  hätte  sie 
der  Beschwerdeführerin  am  14. März 2005  bzw.  am 
5. September 2006  zusätzliche  Fragen  gestellt,  welche  auch  die 
Rechnungsjahre 2003-2005  von  Radio  B._______  betroffen  hätten. 
Zuerst  seien  die  Informationen  betreffend 
Fernsehveranstalterin C._______ 2003  ausgewertet  worden  und 
diesbezüglich  eine  Widerrufsverfügung  erlassen  worden.  Sie  habe 
bewusst  mit  den  restlichen  ausstehenden  Verfügungen  in  Sachen 
Radio  B._______ 2003-2005  gewartet,  bis  der  Entscheid  betreffend 
Fernsehveranstalterin C._______ 2003  rechtskräftig  sein  würde. 
Dieses  Vorgehen  sei  aus  prozessökonomischen  Gründen  gewählt 
worden, und dass das Schicksal der offenen Splittingjahre mit diesem 
Entscheid zusammenhing, sei  auch der Beschwerdeführerin bewusst 
gewesen.

8.3 Aufgrund  des  Vertrauensschutzes  (Art. 9 der  Bundesverfassung 
der  Schweizerischen Eidgenossenschaft  vom 18. April 1999  [BV, SR 
101]) haben Private Anspruch darauf, in ihrem berechtigten Vertrauen 
in  behördliche  Zusicherungen  oder  in  anderes,  bestimmte  Erwar-
tungen begründendes Verhalten  der  Behörden geschützt  zu  werden. 
Der Vertrauensschutz setzt zunächst einen Anknüpfungspunkt voraus. 
Es muss ein Vertrauenstatbestand, eine Vertrauensgrundlage vorhan-
den  sein.  Darunter  ist  das  Verhalten  eines  staatlichen  Organs  zu 
verstehen,  das bei  den betroffenen Privaten bestimmte Erwartungen 
auslöst.  Eine  Verfügung  beispielsweise  ist  eine  mögliche  Ver-

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trauensgrundlage,  ist  es  doch  gerade  ihre  Funktion,  den  Privaten 
Klarheit  über  ihre  konkreten  Rechte  und  Pflichten  zu  verschaffen. 
Vertrauensschutz kann aber nur geltend machen, wer gestützt auf sein 
Vertrauen eine Disposition getätigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder 
rückgängig  gemacht  werden  kann  und  es  darf  kein  überwiegendes 
öffentliches Interesse dem Vertrauensschutz entgegenstehen (vgl. zum 
Ganzen  statt  vieler  BGE 129 I 161 E. 4.1;  BEATRICE WEBER-DÜRLER, 
Vertrauensschutz  im  öffentlichen  Recht,  Basel/Frankfurt a.  M. 1983, 
S. 79 ff.,  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., Rz. 631 ff.). Im Folgenden ist 
zuerst  zu  prüfen,  ob  die  Beschwerdeführerin  deswegen  darauf 
vertrauen konnte, die Restbeträge zu erhalten, weil die provisorischen 
Höchstbeträge festlegenden Verfügungen zeitliche Angaben enthielten 
und die Vorinstanz trotzdem angeblich erst im März bzw. August 2008 
mitteilte, dass sie die Restbeträge nicht auszahlen werde. Fraglich ist 
des  Weiteren,  ob  die  Beschwerdeführerin  auf  die  Auszahlung  der 
Restbeträge vertrauen durfte, weil die Budgets der Jahre 2004, 2005 
und 2006 mit den nämlichen Budgetposten genehmigt wurden.

8.4
8.4.1 Den  provisorischen  Höchstbetrag  für  das  Rechnungsjahr 2003 
hat  die Vorinstanz mit  Verfügung vom 27. November 2002 festgelegt. 
Zudem sah die Verfügung vor, dass die Auszahlung des Restbetrags 
für das Gebührensplitting 2003 im Januar 2004 erfolge. Wie bereits in 
E. 6.6 dargelegt, gab diese Verfügung der Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf Auszahlung des Restbetrags und sie konnte somit nicht 
darauf  vertrauen,  im  Januar 2004  den  Restbetrag  tatsächlich  zu 
erhalten. Doch konnte  sie  aufgrund der  Verfügung davon ausgehen, 
zumindest  im  Januar 2004  informiert  zu  werden,  falls  sie  den 
Restbetrag nicht erhalten würde. 

Die Abrechnung der Beschwerdeführerin für das Rechnungsjahr 2003 
lag der Vorinstanz fristgerecht am 30. April 2003 vor. Im Januar 2004 
erfolgte  aber  weder  die  Restzahlung  noch  eine  Information  den 
Restbetrag  betreffend.  Mit  Schreiben  vom  30. Juni 2004  teilte  die 
Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  mit,  dass  die  Jahresrechnungen 
einiger  Lokalfernsehveranstalter  mit  Gebührensplitting  einer  Rech-
nungsprüfung unterzogen würden. Es war jedoch ausschliesslich von 
den  Jahresrechnungen  der  Lokalfernsehveranstalter,  nicht  aber  der-
jenigen der  Radioprogrammveranstalter  die Rede. Erst  im Schreiben 
vom 30. Dezember 2004 – also knapp ein Jahr nach dem in Aussicht 
gestellten Zahlungstermin – hielt die Vorinstanz fest, dass die Revision 

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der  Jahresrechnung  sich  auch  auf  den  Gebührenanteil  von  Radio 
B._______ auswirken werde. Da in der Verfügung der Januar 2004 als 
Zahlungstermin  vorgesehen  war,  sie  aber  monatelang  von  der  Vor-
instanz nicht  über  Probleme im Zusammenhang mit  dem Gebühren-
splittingbetrag 2003  informiert  wurde,  durfte  die  Beschwerdeführerin 
mangels  gegenteiliger  Information  davon  ausgehen,  dass  sie  den 
Restbetrag 2003 erhalten würde.

8.4.2 Was den Gebührensplittingbetrag 2004 betrifft, so legte die Be-
schwerdeführerin  in  der  Verfügung  vom  13. November 2003  den 
provisorischen Höchstbetrag fest mit der Ergänzung, dass der defini-
tive  Betrag  im  Januar 2005  ausbezahlt  würde.  Auch  hier  lag  der 
Vorinstanz die Abrechnung fristgerecht bis am 30. April 2004 vor. Da 
die Vorinstanz mit Schreiben vom 30. Dezember 2004 und damit noch 
vor  Januar 2005  die  Beschwerdeführerin  über  Probleme  im  Zusam-
menhang mit der Festlegung der definitiven Gebührensplittingbeträge 
für  Fernsehveranstalterin C._______,  Radio  B._______  und  Radio 
D._______ informierte, konnte die Beschwerdeführerin bereits damals 
nicht  mehr  darauf  vertrauen,  den  Restbetrag  bezüglich  Radio 
B._______  für  das  Rechnungsjahr 2004  zu  erhalten.  Zwar  war  im 
Schreiben  vom 30. Dezember 2004  nur  vom Gebührenanteil  für  das 
Jahr 2003  die  Rede. Doch  konnte  die  Beschwerdeführerin  aufgrund 
dieses Schrei-bens nicht  mehr mit  Sicherheit  davon ausgehen, dass 
sich  für  das  Jahr 2004  keine  Probleme  ergeben  würden.  Zudem 
verlangte  die  Vorinstanz  im  März 2005  eine  genaue  Aufstellung  der 
Forderungsverzichte der  Fernsehveranstalterin  F._______ gegenüber 
Fernsehveranstalterin C._______,  Radio  B._______  und 
Radio D._______.  Zu  diesem  Zeitpunkt  wusste  die  Beschwer-
deführerin  aber  schon,  dass  Forderungsverzichte  von 
Fernsehveranstalterin  F._______  gegenüber  Radio B._______  nicht 
nur im Jahr 2003, sondern auch im Jahr 2004 eine Rolle spielten und 
dass sich somit mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch Probleme im 
Zusammenhang  mit  der  definitiven  Festlegung  des 
Gebührensplittingbetrags 2004 ergeben würden.

8.4.3 Mit  Verfügung  vom 27. Dezember 2004  legte  die  Beschwerde-
führerin den provisorischen Höchstbetrag für das Rechnungsjahr 2005 
fest.  Gemäss  Verfügung  sollte  die  Auszahlung  des  Restbetrags  bis 
Frühjahr/Sommer 2006  erfolgen,  sofern  die  Voraussetzungen  dafür 
gegeben  waren.  Am  30. Dezember 2004  musste  die  Beschwerde-
führerin  aufgrund  des  vorinstanzlichen  Schreibens  bereits  mit 

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Problemen  bezüglich  der  Gebührensplittingbeträge  rechnen.  Zudem 
erhob sie selbst am 31. Januar 2005 Beschwerde gegen die Verfügung 
vom 27. Dezember 2004, weswegen sie nicht davon ausgehen durfte, 
den  Restbetrag  zu  erhalten,  als  sie  im  Frühjahr/Sommer 2006  über 
den definitiven Gebührensplittingbetrag nicht informiert wurde.

8.4.4 Zum  weiteren  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  sie  habe 
auch  deswegen  auf  die  Auszahlung  der  Restbeträge  vertrauen 
können,  weil  die  Budgets  der  Jahre 2004,  2005  und  2006  mit  den 
nämlichen  Budgetposten  genehmigt  wurden,  ist  festzuhalten,  dass 
dies  keinen  Vertrauenstatbestand darstellt.  Erstens  handelte  es  sich 
dabei  erst  um  die  Genehmigung  der  Budgets,  nicht  aber  der 
Jahresrechnungen.  Zweitens  wusste  die  Vorinstanz  zur  Zeit  der 
Genehmigung des Budgets 2004 am 13. November 2003 noch nichts 
von  den  Problemen  im  Zusammenhang  mit  der  Revision  der 
Jahrsrechnung  der  Beschwerdeführerin,  entschied  sie  doch  erst  im 
Sommer 2004,  die  Revision  vornehmen  zu  lassen.  Zur  Zeit  der 
Genehmigung des Budgets 2005 waren die Probleme zwar absehbar, 
das genehmigte Budget war dann aber auch wesentlicher tiefer als in 
den früheren Jahren.

8.4.5 Zusammenfassend  lässt  sich  somit  festhalten,  dass  die 
Beschwerdeführerin nicht darauf vertrauen durfte, die Restbeträge für 
die Rechnungsjahre 2004 und 2005 zu erhalten. Auf die Auszahlung 
des  Restbetrags  betreffend  das  Rechnungsjahr 2003  durfte  sie 
hingegen vertrauen. Da sie gestützt auf dieses Vertrauen Gelder von 
dritter Seite aufnahm und somit Dispositionen getätigt hat, indem sie 
sich  zu  Zinszahlungen verpflichtet  hat,  ist  sie  in  ihrem Vertrauen zu 
schützen.  Es  liegt  kein  überwiegendes  öffentliches  Interesse  vor, 
welches einer Auszahlung des Restbetrags 2003 an die Beschwerde-
führerin entgegenstünde. Aufgrund ihres schützenswerten Vertrauens 
hat die Vorinstanz somit Anspruch auf Auszahlung des Restbetrags für 
das Rechnungsjahr 2003.

9.
Die  Beschwerdeführerin  rügt  weiter,  die  Vorinstanz  habe  rechts-
missbräuchlich  gehandelt.  Bereits  am  30. Dezember  2004  habe  sie 
gewusst,  dass  sie  die  zurückbehaltenen  Beträge  nicht  auszahlen 
würde, habe dies jedoch wider besseres Wissen nicht mitgeteilt. Statt-
dessen habe sie erst im August 2008 verfügt, dass die Restbeträge für 
die  Rechnungsjahre 2003,  2004  und  2005  nicht  ausbezahlt  würden. 

Seite 23

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Die Vorinstanz hätte wenigstens mit der Widerrufsverfügung betreffend 
Fernsehveranstalterin C._______  im  Januar 2007  die  definitiven 
Beträge festsetzen können.

Das  Verbot  des  Rechtsmissbrauchs  untersagt  die  zweckwidrige 
Verwendung eines Rechtsinstituts  zur Verwirklichung von Interessen, 
die  dieses  nicht  schützen  will.  Auf  Rechtsmissbrauch  ist  besonders 
dann  zu  schliessen,  wenn  die  Inanspruchnahme  eines  Rechts  zu 
einem  stossenden,  vom  Gesetzgeber  nicht  gewollten  Resultat  führt 
(TSCHANNEN / ZIMMERLI, a.a.O., § 22 Rz. 21).

Diese  Voraussetzungen  sind  vorliegend  nicht  gegeben.  Es  ist  nicht 
ersichtlich  und  wird  von  der  Beschwerdeführerin  auch  nicht  näher 
ausgeführt, welches Recht die Vorinstanz zweckwidrig benutzt haben 
sollte.  Wohl  hatte  die  Vorinstanz  bezüglich  des  Gebührensplitting-
betrags 2003  im April 2005,  bezüglich  des  Gebührensplittingbe-
trags 2004 spätestens im Oktober 2006 alle nötigen Informationen, um 
die definitiven Beträge festzusetzen, tat dies aber erst im August 2008. 
Damit  hat  sie  zu  lange zugewartet,  weswegen ihre  Rückforderungs-
ansprüche, wie von ihr selber anerkannt, in Bezug auf die Rechnungs-
jahre 2003 und 2004 auch verjährt sind. Sie hat aber deswegen noch 
keineswegs rechtsmissbräuchlich gehandelt.

10.
Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich  somit,  dass  der 
Beschwerdeführerin  weder  aufgrund  von  bestimmten  Vorgaben  im 
SuG  noch  aus  Gründen  des  Vertrauensschutzes  oder  des  Rechts-
missbrauchs  ein  Anspruch  auf  Auszahlung  der  Restbeträge  für  die 
Jahre 2004  und  2005  zusteht.  Lediglich  bezüglich  des  Rechnungs-
jahrs 2003  hat  die  Beschwerdeführerin  aus  Vertrauensschutz  einen 
Anspruch auf Auszahlung des Restbetrags 2003. Da der Höchstbetrag 
in der Verfügung vom 27. November 2002 auf Fr. 631'292.- festgelegt 
worden  war  und  davon  bereits  80%  in  der  Höhe  von  Fr. 505'034.- 
ausbezahlt wurden, beträgt der Restbetrag Fr. 126'258.- und nicht, wie 
von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemacht,  Fr. 126'258.40. 
Zusätzlich  sind  der  Beschwerdeführerin  auf  Fr. 126'258.-  Mehrwert-
steuern zu bezahlen.

Hat  die  zuständige  Behörde  die  Finanzhilfe  dem  Empfänger  nicht 
innerhalb von 60 Tagen nach deren Fälligkeit bezahlt, so schuldet sie 
ihm von diesem Zeitpunkt an einen Verzugszins von jährlich 5 Prozent 
(Art. 24 SuG). Die Verzugszinsen sind somit nach Ablauf von 60 Tagen 

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nach dem gesetzlich oder durch Verfügung oder Vertrag festgelegten 
Zahlungstermin geschuldet (BBl 1987 I 412). Da in der Verfügung vom 
27. November 2002  der  Januar 2004  als  Zahlungstermin  vorgesehen 
war, hat die Vorinstanz 60 Tage nach Ablauf dises Termins und somit 
ab 1. April 2004 Verzugszinsen von jährlich 5 Prozent zu bezahlen.

11.
Abschliessend kann somit  festgehalten werden,  dass der Antrag der 
Beschwerdeführerin auf Auszahlung des Restbetrags in der Höhe von 
Fr. 126'258.-  zuzüglich  Mehrwertsteuern  nebst  Verzugszins  von  5% 
jährlich  seit  dem  1. April 2004  gutzuheissen  ist.  Hingegen  sind  ihre 
Anträge,  es  seien  die  Gebührensplittingbeträge Radio B._______  für 
die Jahre 2004 und 2005 im vollen Umfang auszuzahlen und somit die 
verbleibenden Restbeträge (20% der Gesamtbeträge) nebst Verzugs-
zinsen auszurichten, abzuweisen.

12.
Da die Beschwerdeführerin ihren Antrag bezüglich der Reduktion der 
vorinstanzlichen Verfahrenskosten in ihrer Replik vom 29. Januar 2009 
zurückgezogen  hat  und  das  Beschwerdeverfahren  vor  Bundesver-
waltungsgericht der Dispositionsmaxime unterliegt (vgl.  ANDRÉ MOSER / 
MICHAEL BEUSCH /  LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundes-
verwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 1.56) werden die vorinstanzlichen 
Verfahrenskosten nicht geprüft.

13.
In Anbetracht dessen, dass diesem Verfahren ein teilweise ähnlicher 
Sachverhalt  zugrunde  liegt  wie  dem  durch  das  Bundesverwaltungs-
gericht  beurteilten  Verfahren  A-6006/2008,  belaufen  sich  die  Ver-
fahrenskosten vorliegend lediglich insgesamt auf Fr. 6'000.-. 

Die Verfahrenskosten werden in  der Regel der unterliegenden Partei 
auferlegt  (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  Vorliegend  gilt  die  Beschwerde-
führerin als zur Hälfte unterliegend. Es erscheint somit gerechtfertigt, 
der  Beschwerdeführerin  die  Verfahrenskosten  von  insgesamt 
Fr. 6'000.-  zur  Hälfte,  ausmachend  Fr. 3'000.-,  aufzuerlegen.  Die 
aufzuerlegenden  Verfahrenskosten  von  Fr. 3'000.-  sind  mit  dem 
Kostenvorschuss  in  derselben  Höhe  zu  verrechnen.  Der  Vorinstanz 
sind keine Verfahrenskosten zu überbinden (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

14.
Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder 

Seite 25

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auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und 
verhältnismässig  hohe  Kosten  zuzusprechen  (Art. 64 Abs. 1 VwVG 
i.V.m. Art. 7  des  Reglements  vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).  Obsiegt  die  Partei  nur  teilweise,  so  ist  die  Partei-
entschädigung  entsprechend  zu  kürzen.  Das  Verhältnis  zwischen 
Obsiegen  und  Unterliegen  entspricht  demjenigen  bei  den  Gerichts-
kosten (MARCEL MAILLARD,  in: VwVG Praxiskommentar, Zürich / Basel / 
Genf 2009, Art. 64, Rz. 17). Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden 
Bemessungsfaktoren (Art. 9-11 und 13 VGKE) und des aufgrund der 
Akten als  angemessen erscheinenden zeitlichen Aufwands der  nicht 
anwaltlichen  Vertretung  der  Beschwerdeführerin,  unter  Berücksichti-
gung  der  Tatsache,  dass  vorliegendem  Verfahren  ein  teilweise 
ähnlicher Sachverhalt zugrunde liegt wie dem Verfahren A-6006/2008, 
erscheint  eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'000.-  (inkl. 
Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  als  angemessen.  Entsprechend  dem 
hälftigen  Obsiegen  hat  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  die 
Hälfte des gesamten Betrags,  ausmachend Fr. 1'000.-,  zu entrichten 
(Art. 64 Abs. 2 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als dass die Vorinstanz 
der Beschwerdeführerin den Restbetrag für das Rechnungsjahr 2003 
in  der  Höhe  von  Fr. 126'258.-  zuzüglich  Mehrwertsteuern  nebst 
Verzugszins von 5% jährlich seit  dem 1. April 2004 auszuzahlen hat. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die  Vorinstanz  hat  keinen  Rückerstattungsanspruch  im  Zusammen-
hang  mit  dem von ihr  bereits  bezahlten  Betrag  für  das  Rechnungs-
jahr 2005.

3.
Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 6'000.- werden im Umfang von 
Fr. 3'000.-  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- verrechnet.

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4.
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 
von Fr. 1'000.- zu entrichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Marianne Ryter Sauvant Beatrix Schibli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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