# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca1c92bc-90c8-5050-b64f-6daf0dc633cd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2010 D-5349/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5349-2010_2010-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5349/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...), Kamerun, alias
B._______, geboren (...), Sierra Leone, alias 
C._______, geboren (...), Kamerun,
c/o (...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 15. Juli 2010 
/ N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5349/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  im  April  2001  per  Flugzeug  verliess  und  via  D._______  und 
E._______ in die Niederlande gelangte, wo er sich bis November oder 
Dezember 2008 aufhielt,

dass er in der Folge nach Italien reiste und dort verblieb,

dass er am 18. April 2010 in die Schweiz einreiste und gleichentags im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  F._______  um Asyl  nach-
suchte,

dass der Beschwerdeführer am 29. April 2010 im EVZ F._______ zur 
Person und zu den Asylgründen befragt wurde,

dass für  seine Aussagen zur Verfolgungssituation im Heimatland auf 
die Akten verwiesen wird,

dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung vom 29. April 
2010 das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung in die Nie -
derlande oder nach Italien gewährt wurde,

dass er dabei angab, er wisse nicht, was er in den Niederlanden ma-
chen sollte, man habe dort nichts für ihn getan und er wolle dort nicht 
so weiterleben, überdies habe man ihn auch weggewiesen,

dass nichts gegen eine Wegweisung in die Niederlande spreche, wenn 
sein Asylgesuch dort akzeptiert werde,

dass er in Italien kein Asylgesuch gestellt und mit Italien nichts zu tun 
habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Juli 2010 – eröffnet am 20. Juli 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung in die Niederlande sowie den Vollzug anordnete,

dass das  Bundesamt  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte, 
die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf  der Beschwerdefrist  zu 
verlassen, den Kanton G._______ mit dem Vollzug der Wegweisungs-
verfügung beauftragte, festhielt, eine Beschwerde gegen diese Verfü-

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gung habe keine aufschiebende Wirkung, und ihm die editionspflichti-
gen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe ausgesagt,  im April  2001 in  den Niederlanden 
ein Asylgesuch eingereicht und bis November/Dezember 2008 dort ge-
lebt zu haben,

dass  die  Niederlande  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober 
2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Euro-
päischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestim-
mung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitglied-
staat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin-Assoziierungs-
abkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf das Übereinkommen vom 
17. Dezember 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 
der  Republik  Island  und  dem Königreich  Norwegen  über  die  Umset-
zung,  Anwendung  und  Entwicklung  des  Schengen-Besitzstands  und 
über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staa-
tes für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwegen ge-
stellten Asylantrags  für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
seien,

dass die niederländischen Behörden der Übernahme des Beschwerde-
führers am 15. Juni 2010 zugestimmt hätten,

dass  die  Rückführung  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens am 15. Dezember 2010 zu erfolgen 
habe,

dass die  Angaben des Beschwerdeführers anlässlich  der  Gewährung 
des rechtlichen Gehörs zu einer Wegweisung in die Niederlande kein 
Hindernis für eine Wegweisung darstellten,

dass somit auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, die Wegweisung 
aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintretens auf ein Asylgesuch 
und der Vollzug der Wegweisung in die Niederlande zulässig, zumutbar 
und möglich sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Juli 2010 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und die Vorinstanz sei  anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch 

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einzutreten,  eventualiter  sei  die  Verfügung  aufzuheben  und  die  Vor-
instanz  sei  anzuweisen,  ihr  Recht  auf  Selbsteintritt  auszuüben  und 
sich für das vorliegende Asylgesuch als zuständig zu erachten,

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die 
Vollzugsbehörde anzuweisen sei, bis zum Entscheid des Gerichts von 
Vollzugshandlungen abzusehen,

dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege gemäss 
Art.  65  Abs. 1  und  2  des  Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass auf die Begründung der Begehren, soweit entscheidwesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung mit 
Verfügung vom 27. Juli 2010 per sofort aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Juli 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5) des BFM entschei-
det (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG sowie Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
grundsätzlich volle Kognition zukommt, wobei sich diese Fragen – na-
mentlich diejenigen hinsichtlich des Bestehens von Vollzugshindernis-
sen (Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in 
den Dublin-Verfahren bereits  vor  Erlass  des Nichteintretensentschei-
des stellen,

dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht rügt, das BFM habe 
seine Verfügung mangelhaft begründet, weil es sich nicht dazu äusse-
re, weshalb das Selbsteintrittsrecht nicht ausgeübt werde,

dass  betreffend  den  Selbsteintritt  in  Anbetracht  der  nachfolgenden 
Ausführungen keine Verletzung der Begründungspflicht und mithin kei-

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ne Missachtung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs feststellbar 
ist,

dass aus der Beschwerde (S. 6 Ziff. 2.1 und 2.3)  nicht  hervorgeht  – 
und im Übrigen auch nicht ersichtlich ist –, inwiefern das Bundesamt 
seine Begründungspflicht in anderer Hinsicht verletzt haben sollte,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich aus den Akten ergibt und auch unbestritten blieb, dass sich 
der Beschwerdeführer während mehrerer  Jahre in  den Niederlanden 
aufhielt und dort ein Asylgesuch einreichte,

dass die niederländischen Behörden einer  Wiederaufnahme des Be-
schwerdeführers  am  15. Juni  2010  zugestimmt  haben  (vgl.  Akten 
BFM A18/1),

dass  der  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  die  Niederlande 
und damit in einen Drittstaat ausreisen kann, welcher für die Prüfung 
des Asylgesuches des Beschwerdeführers staatsvertraglich zuständig 
ist,

dass  die  Niederlande  sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30)  und  der  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
sind,

dass  gemäss  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  keine 
konkreten Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich die Niederlande nicht 
an die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen halten,

dass der Beschwerdeführer auf  Beschwerdeebene erstmals vorträgt, 
er sei (...),

dass er geltend macht, es seien ihm in den Niederlanden zwar Medi -
kamente ausgehändigt worden, aber auf Grund der prekären Lebens-
situation habe er die nötige Therapie nicht beständig durchführen kön-

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nen, er habe Hunger gelitten, keinen Schlafplatz gehabt und sein Ge-
sundheitszustand habe sich laufend verschlechtert,

dass  hierzu  festzuhalten  ist,  dass  gemäss  allgemein  zugänglichen 
Quellen Asylsuchende in den Niederlanden Zugang zur Gesundheits-
versorgung bekommen,

dass allfällige entstehende Schwierigkeiten betreffend Unterkunft oder 
Lebensmittelbeschaffung  bei  einem  illegalen  Aufenthalt  beziehungs-
weise nach Ablehnung eines Asylgesuches nicht gegen eine Rückfüh-
rung in den entsprechenden Staat sprechen,

dass  gemäss  der  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Men-
schenrechte (EGMR) der  Vollzug der  Wegweisung eines abgewiese-
nen Asylsuchenden mit  gesundheitlichen Problemen im Einzelfall  ei-
nen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann,

dass hierfür jedoch ganz aussergewöhnliche Umstände vorausgesetzt 
sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1 S. 211 f., mit einer Zusammenfas-
sung der Rechtsprechung des EGMR),

dass vorliegend solche ganz aussergewöhnlichen Umstände („very ex-
ceptional  circumstances“),  wie  sie  der  EGMR  in  seinem Urteil  vom 
2. Mai 1997 i.S. D. gegen Grossbritannien feststellte, wo neben einer 
kurzen Lebenserwartung aufseiten des an AIDS erkrankten Auszuwei-
senden  erschwerend  die  Gefahr  eines  Todes  unter  extremen  physi-
schen und psychischen Leiden hinzukam (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.1.3), 
bei einer Rückkehr in die Niederlande hinlänglich ausgeschlossen wer-
den können, zumal der Beschwerdeführer angab, die notwendigen Me-
dikamente seien ihm ausgehändigt worden,

dass das auf Beschwerdeebene eingereichte Arztzeugnis keine ande-
re Schlussfolgerung nahelegt,

dass sich der Vollzug der Wegweisung in die Niederlande in Berück-
sichtigung gesundheitlicher Aspekte somit als zulässig erweist,

dass aus diesen Gründen die Nachreichung eines weiteren Arztzeug-
nisses nicht abzuwarten ist, zumal der angebotene Beweis keine we-
sentlichen (neuen) Erkenntnisse zu vermitteln vermöchte (antizipierte 
Beweiswürdigung; zum Ganzen BVGE 2008/24 E. 7.2),

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dass auch keine konkreten Anhaltspunkte  dafür  ersichtlich  sind,  der 
Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückkehr in die Niederlande in 
eine existenzielle Notlage geraten,

dass entgegen den Beschwerdevorbringen nach dem Gesagten nicht 
davon auszugehen ist, das BFM hätte Veranlassung zu einem Selbst -
eintritt und zu einer diesbezüglichen Begründung gehabt, 

dass  Art. 15  Abs. 1 Dublin-II-VO grundsätzlich  nur  dann zur  Anwen-
dung gelangt, wenn sich ein Asylbewerber in dem für die Prüfung des 
Asylgesuches nach Art. 6-14 Dublin-II-VO zuständigen Staat  aufhält, 
humanitäre Erwägungen – wie das Zusammenführen von Familienmit-
gliedern – jedoch dafür sprechen, das Asylverfahren in einem weiteren 
Staat durchzuführen (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER, ANDREA SPRUNG, Dublin II-
Verordnung,  Das  Europäische  Asylzuständigkeitssystem,  3. Aufl., 
Wien-Graz 2010, Art. 15, K4, S. 120), 

dass sich der Beschwerdeführer indessen in der Schweiz und damit in 
einem  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  nicht  zuständigen 
Staat  aufhält,  weshalb  der  Hinweis  auf  die  sogenannte  "humanitäre 
Klausel" von Art. 15 Dublin-II-VO unbehelflich ist, zumal die "Klausel" 
vorliegend nicht zum Tragen kommt und demnach für das BFM auch 
keine Veranlassung bestand,  sich damit  in  der Entscheidbegründung 
auseinanderzusetzen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Anordnung der Wegweisung in die Niederlande der Systema-
tik des Dublin-Verfahrens entspricht und nach dem Nichteintretensent-
scheid  im  Einklang  mit  der  Bestimmung  von  Art.  44  Abs. 1  AsylG 
steht,

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens  –  bei  dem es  sich  um ein 
Überstellungsverfahren in den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt für Ersatz -
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 16. Dezember  2005 über  die Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr  be-
reits im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorste-
hende Erwägungen),

dass vorliegend der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung 
in die Niederlande zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit vorliegendem Urteil das Beschwerdeverfahren abgeschlossen 
ist, weshalb sich der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 
als gegenstandslos erweist,

dass der am 27. Juli 2010 verfügte Vollzugsstopp und das Gesuch um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit vorliegendem 
Entscheid in der Hauptsache hinfällig werden,

dass die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
(unentgeltliche  Prozessführung  und  Rechtsvertretung)  abzuweisen 
sind, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 
ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulati-
ven Voraussetzungen für die Gewährung der unentgelt lichen Rechts-
pflege nicht erfüllt sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege werden 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  Dublin-Office,  Ref.-Nr. N (...)  (per 

Telefax)
- das (...) des Kantons G._______, (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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