# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 955d6502-172e-5c46-a422-04f94251522a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-08
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 08.10.2021 BK 2021 437
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-437_2021-10-08.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 21 437

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 8. Oktober 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichterin Bratschi,
Obergerichtssuppleant Horisberger
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

Gegenstand Verlängerung Sicherheitshaft - Neubeurteilung

Strafverfahren wegen versuchten Mordes und Pornografie

Neubeurteilung des Beschlusses der Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern vom 4. August 
2021 (BK 21 341)

2

Erwägungen:

1. Das Regionalgericht Oberland (nachfolgend: Regionalgericht) verurteilte den Be-
schuldigten am 8. Juli 2021 wegen versuchten Mordes und Pornografie zu einer 
Freiheitsstrafe von 14 Jahren und einer Landesverweisung von 12 Jahren. Gleich-
zeitig verfügte es – vorerst für die Dauer von drei Monaten – die Verlängerung der 
Sicherheitshaft, wogegen der Beschuldigte (nachfolgend: Beschwerdeführer), amt-
lich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, am 14. Juli 2021 bei der Be-
schwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfol-
gend: Beschwerdekammer) Beschwerde einreichte und die umgehende Entlassung 
sowie die Anordnung von Ersatzmassnahmen (Schriftensperre und Meldepflicht) 
beantragte. Die Beschwerdekammer wies die Beschwerde mit Beschluss BK 21 
341 vom 4. August 2021 ab. Das Bundesgericht hiess eine dagegen erhobene Be-
schwerde mit Urteil 1B_476/2021 vom 23. September 2021 teilweise gut. Der Be-
schluss der Beschwerdekammer BK 21 341 vom 4. August 2021 wurde aufgeho-
ben und die Haftsache zur unverzüglichen Prüfung von weiteren Haftgründen im 
Sinne der Erwägungen an die Beschwerdekammer zurückgewiesen. Soweit die 
umgehende Haftentlassung beantragt wurde, wies das Bundesgericht die Be-
schwerde ab.

2. Gestützt auf dieses Urteil des Bundesgerichts verfügte die Verfahrensleitung am 
27. September 2021, dass das Beschwerdeverfahren unter der Verfahrensnummer 
BK 21 437 fortgeführt werde. Gleichzeitig gab sie den Parteien Gelegenheit, sich 
innert fünf Tagen ab Zustellung der Verfügung zum Bundesgerichtsurteil zu äus-
sern bzw. abschliessende Bemerkungen einzureichen. Am 30. September 2021 
teilte Rechtsanwältin B.________ mit, dass seitens der Verteidigung auf eine Stel-
lungnahme zum Bundesgerichtsentscheid verzichtet werde, und ersuchte darum, 
die Stellungnahme vom 30. September 2021, welche im Rahmen des weiteren 
Haftverlängerungsverfahren beim Regionalgericht eingereicht worden sei, als Stel-
lungnahme im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu den Akten zu nehmen. Darin 
wird beantragt, der Beschwerdeführer sei per 7. Oktober 2021 aus der Sicherheits-
haft zu entlassen. Die Staatsanwaltschaft verzichtete in ihrer delegierten Eingabe 
vom 29. September 2021 (Eingang bei der Beschwerdekammer: 6. Oktober 2021) 
auf eine Stellungnahme.  

3. Die Behörde, an welche zurückgewiesen wird, ist an die rechtlichen Erwägungen 
im Rückweisungsentscheid gebunden. Dabei betrifft die Verbindlichkeit sowohl 
Punkte, bezüglich derer keine Rückweisung erfolgte, die also «definitiv» entschie-
den wurden, wie auch diejenigen Erwägungen, welche den Rückweisungsauftrag 
umschreiben (vgl. DORMANN in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 
3. Aufl. 2018, N. 18 zu Art. 107 BGG mit Hinweisen sowie BGE 135 III 334 E. 2, 
bestätigt mit Urteil des Bundesgerichts 6B_434/2014 vom 24. November 2014 E. 
1.3.1). Die kantonale Instanz hat sich bei der neuen Entscheidung auf das zu be-
schränken, was sich aus den Erwägungen des Bundesgerichts als Gegenstand der 
neuen Beurteilung ergibt. Wird eine Beschwerde in Strafsachen gutgeheissen und 
das vorinstanzliche Urteil aufgehoben, soll das Verfahren nicht als Ganzes neu in 
Gang gesetzt werden, sondern nur insoweit, als dies notwendig ist, um den ver-

3

bindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 6B_434/2014 vom 24. November 2014 E. 1.3.3).

Das Bundesgericht leistete in seinem Urteil 1B_476/2021 vom 23. September 2021 
dem Antrag des Beschwerdeführers auf sofortige Haftentlassung keine Folge und 
wies die Beschwerde insofern ab. Es erwog aber, dass entgegen den Ausführun-
gen im angefochtenen Entscheid der Beschwerdekammer der Haftgrund der 
Fluchtgefahr nicht zu bejahen sei. Ob indessen die Haftgründe der Wiederholungs- 
oder Kollusionsgefahr vorliegen könnten, sei nicht geprüft worden, weshalb eine 
Rückweisung an die Beschwerdekammer zu erfolgen habe. 

Zu prüfen bleibt damit, ob sich die Sicherheitshaft auch auf andere Haftgründe bzw. 
die Haftgründe der Kollusions- und Wiederholungsgefahr stützen lässt. 

4. Gemäss Art. 231 Abs. 1 StPO entscheidet das erstinstanzliche Gericht mit dem 
Urteil, ob eine verurteilte Person zur Sicherung des Straf- und Massnahmenvoll-
zugs (Bst. a) oder im Hinblick auf das Berufungsverfahren (Bst. b) in Sicherheits-
haft zu setzen oder zu behalten ist. Das Gesetz nennt somit ausdrücklich zwei ver-
schiedene Zielsetzungen, welchen die Sicherheitshaft nach dem erstinstanzlichen 
Urteil dienen soll. Dabei handelt es sich nicht um eigenständige Haftgründe; viel-
mehr werden damit die besonderen prozessualen Aspekte nach Erlass des erstin-
stanzlichen Urteils mit Bezug auf die Haftgründe verdeutlicht (FREI/ZUBERBÜHLER 
ELSÄSSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, 
N. 3 zu Art. 231 StPO; BGE 145 IV 506 E. 2.1 [= Pra 2020 Nr. 54], auch zum Fol-
genden). Der Regelung lässt sich entnehmen, dass es keine Rolle spielt, ob das 
Urteil allenfalls in Rechtskraft erwächst oder ob das Verfahren vor die nächste In-
stanz geht. Entscheidend ist, dass nach wie vor Haftgründe bestehen, wobei auch 
die Möglichkeit von Ersatzmassnahmen zu prüfen ist.

Sicherheitshaft kann angeordnet werden, wenn ein dringender Tatverdacht in Be-
zug auf ein Verbrechen oder Vergehen sowie Flucht-, Kollusions- oder Wiederho-
lungsgefahr bestehen (Art. 221 Abs. 1 StPO). 

Falls nach erfolgter erstinstanzlicher Verurteilung Haftgründe (gem. Art. 221 StPO) 
bestehen (oder weiterdauern), können diese die Ziele eines allfälligen Berufungs-
verfahrens (Bst. b) gefährden, insbesondere die Erforschung der Wahrheit bzw. die 
Aufklärung von schweren Delikten. Das kann namentlich bei Kollusions- und 
Fluchtgefahr zutreffen. Aber auch drohende neue Delikte sind allenfalls geeignet, 
das hängige Verfahren zu beeinträchtigen und zu komplizieren (FORSTER, in: Bas-
ler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 
231 StPO). 

5.

5.1 Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass 
der Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Verdunkelung 
kann nach der bundesgerichtlichen Praxis insbesondere in der Weise erfolgen, 
dass sich der Beschuldigte mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen 
oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidrigen Aus-

4

sagen veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. Strafprozessua-
le Haft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Beschuldigte die wahr-
heitsgetreue Abklärung des Sachverhaltes vereitelt oder gefährdet. Die theoreti-
sche Möglichkeit, dass der Beschuldigte kolludieren könnte, genügt indessen nicht, 
um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien 
für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrun-
des ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalles zu prüfen (BGE 
137 IV 122 E. 4.2 S. 127 f.; 132 I 21 E. 3.2 S. 23 mit Hinweisen). Konkrete Anhalts-
punkte für Kollusionsgefahr können sich gemäss der Rechtsprechung des Bundes-
gerichtes namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im 
Strafprozess, aus seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen 
Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönli-
chen Beziehungen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Fra-
ge, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens 
wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung 
bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten 
sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 S. 23 
f. mit Hinweisen). Besondere Berücksichtigung verdienen die persönliche Situation 
und eine allfällige besondere Schutzbedürftigkeit des mutmasslichen Opfers bzw. 
wichtiger Gewährspersonen.  

Nach Abschluss der Untersuchung (Art. 318 StPO) durch die Staatsanwaltschaft 
und insbesondere nach Durchführung einer erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
(Art. 335-351 StPO) bedarf der Haftgrund der Kollusionsgefahr einer besonders 
sorgfältigen Prüfung. Er dient primär der Sicherung einer ungestörten Strafuntersu-
chung. Zwar ist auch die richterliche Sachaufklärung vor unzulässigen Einfluss-
nahmen möglichst zu schützen. Dies gilt namentlich im Hinblick auf die (beschränk-
te) Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme anlässlich der Hauptverhandlung (Art. 343 
und Art. 405 Abs. 1 StPO). Je weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist und je 
präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, desto höhere Anforde-
rungen sind jedoch an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (Urteil 
des Bundesgerichts 1B_218/2018 vom 30. Mai 2018 E. 3.1 f.).

5.2 Das Bundesgericht hatte bereits in seinem Urteil 1B_234/2020 vom 5. Juni 2020 
die Kollusionsgefahr in Bezug auf den Beschwerdeführer zu prüfen und bejahte 
diese. Es führte in diesem Zusammenhang u.a. Folgendes aus (E. 3.1): […] Wie die 
Vorinstanz ausführte, bestehen nach wie vor Unklarheiten in Bezug auf die Zielrichtung seiner Schus-

sabgabe und damit die Frage, ob er mit Tötungs- oder Verletzungsabsicht gehandelt hat. In diesem 

Punkt widersprechen sich nämlich die Aussagen des Opfers sowie der Augenzeugin und des Be-

schwerdeführers grundlegend. Während Letzterer auf den Boden bzw. unterhalb der Knie des Opfers 

gezielt haben will, hat das Opfer ausgesagt, der Beschwerdeführer habe auf ihr Gesicht bzw. ihren 

Kopf gezielt und die Augenzeugin gab zu Protokoll, der Beschwerdeführer habe geradeaus gezielt. In 

diesem Zusammenhang weisen die kantonalen Behörden berechtigterweise auf die zentrale Bedeu-

tung der Aussagen bei Beziehungsdelikten hin. Es ist nicht zu beanstanden, wenn sie ausführten, die 

Aussagen seien vor einer Beeinflussung zu schützen, auch wenn es sich vorliegend aufgrund diverser 

vorhandener objektiver Beweismittel nicht um eine klassische Aussage-gegen-Aussage-Konstellation 

handle und sich die Aussagen des Opfers mehrheitlich mit denjenigen der Augenzeugin decken wür-

den. Die Annahme, wonach es aufgrund der Relevanz dieser Aussagen und dem Grundsatz der Un-

5

mittelbarkeit (vgl. Art. 343 Abs. 3 StPO) höchst wahrscheinlich sei, dass das Opfer und die Zeugin an 

der Hauptverhandlung erneut befragt würden, damit das Gericht einen persönlichen Eindruck gewin-

nen könne, ist folglich nachvollziehbar. Diese Beweisabnahme vor dem Gericht ist vor Kollusions-

handlungen zu schützen (BGE 132 I 21 E. 3.2.2 S. 24 mit Hinweisen). Daran ändert auch nichts, dass 

eine allfällige Beeinflussung des Opfers und der Augenzeugin durch den Beschwerdeführer aufgrund 

deren klaren und detaillierten Erstaussagen möglicherweise für das Sachgericht erkennbar wäre. Die 

Wahrheitsfindung würde dennoch erschwert. Die Aussagen stellen in Bezug auf die Zielrichtung der 

Schussabgabe grundsätzlich das einzige Beweismittel dar. Die Spuren- und Verletzungsbilder der 

Schüsse lassen hingegen nur bedingt Rückschlüsse auf die eigentlich vom Beschwerdeführer beab-

sichtigte Zielrichtung zu.

5.3 An dieser Ausgangslage hat sich nichts geändert. Auch im Berufungsverfahren ist 
die Klärung der Fragen nach der Zielrichtung der Schussabgabe und nach dem 
Verletzungs- oder Tötungsvorsatz des Beschwerdeführers von entscheidender Be-
deutung. In diesem Zusammenhang sind die Aussagen des Opfers und der Augen-
zeugin nach wie vor zentral. Auch im Berufungsverfahren ist die richterliche Sach-
aufklärung vor unzulässigen Einflussnahmen möglichst zu schützen. So hat eine 
unmittelbare Beweisabnahme im mündlichen Berufungsverfahren gemäss Art. 343 
Abs. 3 i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO zu erfolgen, wenn die unmittelbare Kenntnis des 
Beweismittels für die Urteilsfällung notwendig erscheint (BGE 143 IV 288 E. 1.4.1 
mit Verweis auf BGE 140 IV 196 E. 4.4.1). Davon ist vorliegend auszugehen. 

5.4 Der Umstand, dass die Kollusionsgefahr vom Zwangsmassnahmengericht in sei-
nem Entscheid vom 5. Juli 2021 (ARR 21 52) mit dem Hinweis verneint worden ist, 
dass die Einvernahmen des Opfers und der Augenzeugin anlässlich der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung stattgefunden hätten, hindert die Annahme dieses 
Haftgrundes nicht. Anders als im zitierten Urteil des Bundesgerichts 1B_234/2020 
vom 5. Juni 2020 stehen zwar keine anderen Beweismassnahmen wie die Einver-
nahme der Tochter oder des Waffenhändlers im Raum. Zur Begründung der Kollu-
sionsgefahr reicht aber auch die Einwirkung auf die Aussagen des Opfers und der 
Augenzeugin aus. Ihr Erscheinen und ihre Aussagen sind auch im Berufungsver-
fahren von zentralster Bedeutung. Die erstinstanzliche Verurteilung wegen ver-
suchten Mordes wiegt besonders schwer und verstärkt den Anreiz erheblich, auf 
die belastenden Aussagen einzuwirken. Der Beschwerdeführer ist zudem mehrfach 
wegen Drohung vorbestraft. Auch wenn sich diese Drohungen nicht gegen das Op-
fer oder die Augenzeugin richteten, zeigen sie, wie auch die Vorstrafen wegen 
Nötigung und insbesondere mehrfach begangener Irreführung der Rechtspflege, 
dass der Beschwerdeführer nicht davor zurückschreckt, in strafrechtlich relevanter 
Weise auf Personen einzuwirken und sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. 
Das deutet auf eine ausgeprägte Kollusionsneigung hin. Das Opfer sagte anläss-
lich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zudem aus, der Beschwerdeführer ha-
be 2016 gesagt, dass er alle, die gegen ihn ausgesagt hätten, erschiessen werde. 
Er erhalte sowieso eine Strafe (pag. 1628, Z. 3 ff.). Auch wenn diese Äusserung 
des Beschwerdeführers nicht dieses Strafverfahren betrifft, verstärkt sie den sich 
aus den Vorstrafen ergebenden Eindruck, zumal die Aussagen des Opfers auch 
mit Blick auf den Kontext, in dem sie gemacht worden sind, glaubhaft erscheinen. 
In Anbetracht dieser Umstände sowie der kollusionsanfälligen und nach wie vor 

6

zentralen Aussagen des Opfers und der Augenzeugin kann die Kollusionsgefahr 
nach wie vor bejaht werden.  

6.

6.1 Nach Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO sind drei Elemente für das Vorliegen von Wieder-
holungsgefahr konstitutiv. Erstens muss grundsätzlich das Vortaterfordernis erfüllt 
sein und es müssen schwere Vergehen oder Verbrechen drohen. Zweitens muss 
hierdurch die Sicherheit anderer erheblich gefährdet sein. Drittens muss die Tat-
wiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Rückfallprognose zu 
beurteilen ist (BGE 143 IV 9 E. 2.5 S. 14).  

Bei der Beurteilung der Schwere der drohenden Delikte sind neben der abstrakten 
Strafdrohung gemäss Gesetz insbesondere auch das betroffene Rechtsgut und der 
Kontext, namentlich die konkret vom Beschuldigten ausgehende Gefährlichkeit 
bzw. das bei ihm vorhandene Gewaltpotenzial, einzubeziehen. Die erhebliche Ge-
fährdung der Sicherheit anderer durch drohende Verbrechen oder schwere Verge-
hen kann sich grundsätzlich auf Rechtsgüter jeder Art beziehen. Im Vordergrund 
stehen Delikte gegen die körperliche und sexuelle Integrität. In diesem Kontext 
muss bei Straftaten gegenüber speziell schutzbedürftigen Personengruppen, na-
mentlich Kindern, aus Gründen des Opferschutzes ein strenger Massstab gelten 
(BGE 143 IV 9 E. 2.6-2.7 S. 14-16 mit Hinweisen).  

Massgebliche Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallprognose sind nach der 
Praxis des Bundesgerichtes insbesondere die Häufigkeit und Intensität der fragli-
chen Delikte. Bei dieser Bewertung sind allfällige Aggravationstendenzen, wie eine 
zunehmende Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der 
Taten, zu berücksichtigen. Zu würdigen sind des Weiteren die persönlichen Ver-
hältnisse der beschuldigten Person. Liegt bereits ein psychiatrisches Gutachten 
oder zumindest ein Vorabgutachten vor, ist dieses ebenfalls in die Beurteilung mit-
einzubeziehen. In der Regel erscheint die Gefährdung der Sicherheit anderer umso 
höher, je schwerer die drohende Tat wiegt. Betreffend die Anforderungen an die 
Rückfallgefahr gilt hingegen eine umgekehrte Proportionalität. Dies bedeutet, je 
schwerer die drohenden Taten sind und je höher die Gefährdung der Sicherheit 
anderer ist, desto geringere Anforderungen sind an die Rückfallgefahr zu stellen. 
Liegen die Tatschwere und die Sicherheitsrelevanz am oberen Ende der Skala, so 
ist die Messlatte zur Annahme einer rechtserheblichen Rückfallgefahr tiefer anzu-
setzen. Zugleich ist daran festzuhalten, dass der Haftgrund der Wiederholungsge-
fahr restriktiv zu handhaben ist. Hieraus folgt, dass eine negative, d.h. eine ungüns-
tige Rückfallprognose zur Annahme von Wiederholungsgefahr notwendig, 
grundsätzlich aber auch ausreichend ist (BGE 143 IV 9 E. 2.8-2.10 S. 16 f. mit 
Hinweisen). Besonders bei drohenden schweren Gewaltverbrechen ist dabei auch 
dem psychischen Zustand der beschuldigten Person bzw. ihrer Unberechenbarkeit 
oder Aggressivität Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 9 E. 2.8 S. 16; 140 IV 19 E. 
2.1.1 S. 21 f.).  

Was das Vortatenerfordernis betrifft, können die bereits begangenen Straftaten 
sich zunächst aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie kön-
nen jedoch auch Gegenstand eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, in dem 

7

sich die Frage der Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft stellt, sofern mit an Sicher-
heit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die beschuldigte Person solche 
Straftaten begangen hat. Der Nachweis, dass die beschuldigte Person eine Straftat 
verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis oder einer erdrückenden Beweis-
lage als erbracht (BGE 143 IV 9 E. 2.3.1 S. 13; 137 IV 84 E. 3.2 S. 86 mit Hinwei-
sen). Die Gefährlichkeit des Täters lässt sich in diesem Sinne sowohl aufgrund von 
bereits abgeurteilten Vortaten beurteilen, als auch im Gesamtkontext der ihm neu 
vorgeworfenen Delikte, sofern mit ausreichender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, 
dass er diese begangen hat (BGE 143 IV 9 E. 2.6 S. 15 mit Hinweis). Erweisen 
sich die Risiken als untragbar hoch (sogenannte «qualifizierte Wiederholungsge-
fahr»), kann vom Vortatenerfordernis sogar vollständig abgesehen werden. Auf-
grund einer systematisch-teleologischen Auslegung von Art. 221 Abs. 1 Bst. c 
StPO ist das Bundesgericht zum Schluss gekommen, es habe nicht in der Absicht 
des Gesetzgebers gelegen, mögliche Opfer von schweren Gewaltdelikten einem 
derart hohen Rückfallrisiko auszusetzen (BGE 143 IV 9 E. 2.3.1 S. 13; 137 IV 13 E. 
3 f. S. 18 ff., vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts 1B_19/2019 vom
4. Februar 2019 E. 2.2 f.).  

6.2 Mit der erstinstanzlichen Verurteilung wegen versuchten Mordes ist das Vortatener-
fordernis grundsätzlich erfüllt. Aufgrund dieser Verurteilung und dem unbestrittenen 
objektiven Tatvorgehen (fünf Schüsse aus unmittelbarer Nähe) bestehen sehr kon-
krete Hinweise auf die Gefährlichkeit und das Gewaltpotential des Beschwerdefüh-
rers. Die Gefährlichkeit bezieht sich dabei vor allem auf das Opfer, seine ehemalige 
Partnerin, mit der zusammen er ein Kind hat. Das Regionalgericht gelangte in sei-
nem Urteil vom 8. Juli 2021 zum Schluss, dass der Beschuldigte den Plan verfolgt 
hatte, das Opfer zu töten. Die Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Mit Blick auf 
die Anklageschrift und den Parteivortrag des Staatsanwaltes anlässlich der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung muss in Verbindung mit der erstinstanzlich erfolgten 
Verurteilung wegen versuchten Mordes aktuell aber davon ausgegangen werden, 
dass der Beschwerdeführer eigene Interessen durchgesetzt und nicht aus Hilflosig-
keit oder Verzweiflung gehandelt hat. Vor diesem Hintergrund kann der Auffassung 
des Beschwerdeführers, wonach sich die Tat durch die gesundheitliche Situation 
erkläre und sie sich in einer singulären Situation, welche bei ihm den Tiefpunkt ei-
ner Negativspirale dargestellt habe, ereignet habe, nicht gefolgt werden. Es kann 
auch nicht davon ausgegangen werden, dass diese Tat für ihn den Abschluss des 
Beziehungsdramas darstellte. Aus der Anklageschrift geht hervor, dass der Be-
schwerdeführer seinen Gemütszustand im Zeitpunkt der Tat wie folgt beschreibt: 
Sie hat mich nicht respektiert, dass ich ein Mann bin. Sie hat schlechte Wörter zu mir gesagt. Und 

diese heutige Sache was abgelaufen ist, dauerte schon mehrere Monate an. Das war der Höhepunkt. 
Es war schon eine längere Sache. Heute wäre es zum Abschluss gekommen (pag. 1207). Der Um-
stand, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Abschluss im Kon-
junktiv gesprochen hat, deutet stark daraufhin, dass es für ihn noch nicht zum Ab-
schluss gekommen ist. Es mag zwar sein, dass sich die Situation durch die Unter-
suchungs- und Sicherheitshaft und den damit verbundenen Abstand beruhigt hat. 
Aber durch die Verurteilung wegen versuchten Mordes und der in diesem Zusam-
menhang entscheidenden Aussagen des Opfers ist «die Sache» nach wie vor bzw. 
zumindest wieder als aktuell und nicht als abgeschlossen zu beurteilen, zumal sich 

8

aus den Aussagen des Beschwerdeführers keine Hinweise auf Reue oder Einsicht 
ergeben, welche darauf schliessen lassen, dass er mit der Beziehungssituation 
versöhnt ist. Der Umstand, dass es sich beim Beschwerdeführer bezüglich eines 
Gewaltdelikts um einen Ersttäter handelt, ist vor diesem Hintergrund im Zusam-
menhang mit der Beurteilung der Wiederholungsgefahr von untergeordneter Be-
deutung und schliesst den Tötungsvorsatz gegenüber dem Opfer bzw. mindestens 
den Vorsatz, das Opfer unter Verwendung einer Schusswaffe massiv zu verletzen, 
nicht aus. Es trifft zwar zu, dass die Frage des Tötungsvorsatzes und der Motive 
Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden werden. Bei der vorliegenden Aus-
gangslage ändert dies aber eben nichts daran, dass die Beweislage für eine vor-
sätzlich begangene strafbare Handlung gegen Leib und Leben mit massiver Gefahr 
für das Opfer als erdrückend zu beurteilen ist. Der Beschwerdeführer beantragte 
denn selbst einen Schuldspruch wegen vorsätzlich begangener schwerer Körper-
verletzung und eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Einzig der Umstand, dass sich 
während der Haftdauer keine Anzeichen ergeben haben sollen, dass der Be-
schwerdeführer dem Opfer nach wie vor nach dem Leben trachte oder er eine 
Drittpersonen mit der Ermordung des Opfers beauftragt habe, reicht bei dieser 
Ausgangslage nicht aus, um davon auszugehen, der Beschwerdeführer sei für das 
Opfer nicht mehr gefährlich, zumal der Beschwerdeführer vor dem Hintergrund der 
erfolgten erstinstanzlichen Verurteilung, der ausgesprochenen Strafe, der Landes-
verweisung, seiner gesundheitlichen sowie beruflichen und familiären Situation 
nicht mehr viel zu verlieren hat. Es ist von einer ernsthaften Gefahr auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer nun nach der erstinstanzlichen Verurteilung (erneut) 
versuchen könnte, das Opfer umzubringen, um «abzuschliessen». Zudem erlaubt 
sein gesundheitlicher Zustand nach wie vor das Abfeuern einer Schusswaffe und 
stellt insofern kein Hindernis dar. Auch der Umstand, dass er den aktuellen Aufent-
haltsort des Opfers nicht kennt, schliesst die Wiederholungsgefahr nicht aus. 

6.3 Die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens ist zur Beurteilung der Rückfallge-
fahr nicht in jedem Fall notwendig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_376/2018 
vom 28. August 2018 E. 5.4). Es wird zudem nicht davon ausgegangen, dass die 
Tat bzw. das Gewaltpotential gegenüber dem Opfer im Zusammenhang mit einer 
psychischen Störung des Beschwerdeführers stehen. Die Wiederholungsgefahr 
wird folglich nicht mit einer psychiatrisch abzuklärenden Gefährlichkeit begründet, 
sondern mit der Beziehungsdynamik und dem Umstand, dass der Beschwerdefüh-
rer geplant hatte, das Opfer umzubringen bzw. mindestens massiv zu verletzen. 
Die Ausgangslage hat sich nicht massgeblich verändert und es bestehen keine 
Hinweise, dass sich der Beschwerdeführer hinreichend von seinem Plan distanziert 
hat. Die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens zur Beurteilung der Rückfall-
gefahr drängt sich bei dieser Ausgangslage nicht auf und es darf auch ohne Exper-
tenbericht aufgrund der objektiven Tatumstände, der erstinstanzlichen Verurteilung 
wegen versuchten Mordes sowie der nach wie vor bestehenden Beziehungspro-
blematik von einer ungünstigen Rückfallprognose ausgegangen werden. Der Haft-
grund der Wiederholungsgefahr ist damit zu bejahen. Es droht der Verlust einer Be-
lastungszeugin, wodurch das Berufungsverfahren aufgrund des befürchteten 
schweren Delikts gefährdet ist. Die Aufrechterhaltung der Haft rechtfertigt sich folg-
lich auch mit Blick auf das Berufungsverfahren. 

9

7.

7.1 Freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmass-
nahmen zum gleichen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). Gemäss Art. 31 
Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 
101) und Art. 5 Ziff. 3 EMRK hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene Person 
überdies Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich abgeur-
teilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine 
übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung dieses 
Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der zu 
erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 
StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der 
Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft 
nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Fall einer 
rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehen-
den Sanktion rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1). Liegt bereits ein richterlicher Ent-
scheid über das Strafmass vor, stellt dieser ein wichtiges Indiz für die mutmassliche 
Dauer der tatsächlich zu verbüssenden Strafe dar (BGE 143 IV 160 E. 4.1).

7.2 Ersatzmassnahmen, welche die Kollusions- oder Wiederholungsgefahr ausrei-
chend zu bannen vermögen, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend 
gemacht.

7.3 Mit der Belassung des Beschwerdeführers in Sicherheitshaft für weitere drei Mona-
te ab Urteilsfällung droht auch keine Überhaft. Der Beschwerdeführer befand sich 
im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils insgesamt 531 Tage in Untersuchungs- 
resp. Sicherheitshaft. Verurteilt wurde er nun zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jah-
ren. Zwar hat er Berufung angemeldet. Ungeachtet dessen ist im Fall einer rechts-
kräftigen Verurteilung (der Beschwerdeführer bestreitet die Schüsse nicht) mit einer 
empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen; er selbst beantragte wie erwähnt eine 
Freiheitsstrafe von 4 Jahren.

Es sind keine Anhaltspunkte auszumachen, dass dem in Haftsachen besonders zu 
beachtenden Beschleunigungsgebot nicht ausreichend Rechnung getragen würde. 
Derartiges wird denn auch nicht vom Beschwerdeführer vorgebracht. 

Die am 24. Juli 2021 gegen die vom Regionalgericht angeordnete Sicherheitshaft 
erhobene Beschwerde ist damit abzuweisen. 

8. Da die Beschwerdekammer im Beschluss BK 21 341 vom 4. August 2021 die Haft 
einzig mit dem Haftgrund der Fluchtgefahr begründete und dieser Entscheid aufge-
hoben worden ist, trägt der Kanton Bern die Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 
21 341. Die amtliche Entschädigung für Rechtsanwältin B.________ für ihre Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren BK 21 341 wird durch das urteilende Gericht 
– die zuständige Berufungskammer – am Ende des Verfahrens festzusetzen sein 
(Art. 135 Abs. 2 StPO), wobei der Beschwerdeführer von der Rück- und Nachzah-
lungspflicht zu befreien ist (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Die Kosten des Neubeurteilungsverfahrens BK 21 437 trägt der unterliegende Be-
schwerdeführer (Art. 428 Abs. 1 StPO). Er ist mit seinem Antrag auf Haftentlassung 

10

nicht durchgedrungen. Die amtliche Entschädigung für Rechtsanwältin B.________ 
für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren BK 21 437 wird durch das urtei-
lende Gericht – die zuständige Berufungskammer – am Ende des Verfahrens fest-
zusetzen sein (Art. 135 Abs. 2 StPO).

11

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 21 341, bestimmt auf CHF 1'500.00, trägt 
der Kanton Bern.

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren BK 21 341 wird am Ende 
des Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt. Der Beschwerdeführer ist 
von einer Rück- und Nachzahlungspflicht befreit.

4. Die Kosten des Neubeurteilungsverfahrens BK 21 437, bestimmt auf CHF 1’000.00, 
trägt der Beschwerdeführer.

5. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren BK 21 437 wird am Ende 
des Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt. 

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Oberland (per Einschrei-

ben)
- dem Regionalgericht Oberland, Gerichtspräsidentin D.________ (per Einschrei-

ben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)
- den Straf- und Zivilklägerinnen, beide v.d. Rechtsanwältin Dr. E.________

(per B-Post)

Bern, 8. Oktober 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt
i.V. Gerichtsschreiberin Volknandt

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

12

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.