# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94925d92-baf6-50a8-85be-0497f0ddbdca
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.01.2015 S 2014 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-115_2015-01-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 115

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Vizepräsidentin Moser als Vorsitzende, Verwaltungsrichter Ste-

cher und Audétat, Simmen als Aktuar

URTEIL
vom 20. Januar 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ war seit dem 1. November 1991 als Werkarbeiter für die Ge-

meinde Y._____ beziehungsweise später für die Gemeindebetriebe 

X._____/Y._____ angestellt. Per November 2013 wurde das Arbeitsver-

hältnis aufgelöst, wobei A._____ weiterhin stundenweise für sehr leichte 

Tätigkeiten beschäftigt wurde. Daneben bezog er Taggelder der Arbeits-

losenversicherung. 

2. Am 11. Februar 1996 erlitt A._____ infolge eines Treppensturzes eine 

Contusio cerebri mit mehreren kleinen kernspintomographisch nachge-

wiesenen Blutungen sowie eine Contusio bulbi mit Hyposphagma links, 

eine laterale Orbitarandfraktur links und eine kleine Rissquetschwunde 

am linken Augenoberlid. In der Rehabilitationsklinik B._____ wurde unter 

anderem eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funktions-

störung mit Verdacht auf posttraumatische Wesensveränderung diagnos-

tiziert.

3. Gemäss Unfallmeldung vom 11. November 2011 an die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erlitt A._____ im Frühling und Sommer 

2011 mehrere Zeckenstiche. Nach verschiedenen medizinischen Ab-

klärungen gelangte die SUVA am 24. November 2012 zum Schluss, dass 

zwischen der nach wie vor bestehenden Arbeitsunfähigkeit und den ge-

meldeten Zeckenstichen kein wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 

vorhanden sei, und lehnte weitere Leistungen ab. 

4. Am 21. Mai 2012 meldete sich A._____ wegen Fibromyalgie sowie einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit seit dem 7. November 2011 bei der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Bezug von Leis-

tungen an. Nach Einholung verschiedener medizinischer Berichte forderte 

die IV-Stelle A._____ am 8. Februar 2013 auf, sich einer ärztlich kontrol-

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lierten Abstinenz von vier Monaten zu unterziehen und diverse Kontrollen 

betreffend den Konsum von Suchtmitteln durchführen zu lassen. 

5. Daraufhin wurde A._____ im Auftrag der Krankentaggeldversicherung am 

8. April 2013 von Dr. med. C._____ psychiatrisch begutachtet. Dieser 

kam im entsprechenden Gutachten vom 22. April 2013 zum Schluss, dass 

keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt werden könne. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit 

von A._____ nicht eingeschränkt. 

6. Am 11. Juni 2013 wurde A._____ vom Regionalen Ärztlichen Dienst 

(RAD) Ostschweiz rheumatologisch und psychiatrisch exploriert. Dabei 

stellten auch die RAD-Ärzte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit und attestierten A._____ sowohl in der angestammten als 

auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 

7. Am 17. Juni 2013 wurde dem RAD Ostschweiz von den Psychiatrischen 

Diensten Graubünden (PDGR) noch die Ergebnisse der vorhandenen 

testpsychologischen Untersuchungen vom 12. Juni 2012 sowie vom 22. 

und 24. Januar 2013 zugestellt. 

8. Mit Vorbescheiden vom 22. und 23. Juli 2013 stellte die IV-Stelle A._____ 

in Aussicht, dass sie sein Leistungsbegehren sowohl hinsichtlich berufli-

cher Massnahmen als auch hinsichtlich Rentenleistungen abweisen wer-

de. 

9. Gegen diese Vorbescheide erhob A._____ am 10. September 2013 Ein-

wand und beantragte, es sei ihm bei einem Invaliditätsgrad von 70 % ab 

dem 1. November 2012 eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei 

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ein unabhängiges Gutachten zur Feststellung der Diagnosen und Arbeits-

fähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit einzuholen. 

10. Mit Verfügung vom 28. Juli 2014 lehnte die IV-Stelle den Anspruch von 

A._____ auf berufliche Massnahmen ab. 

11. Mit Verfügung vom 29. Juli 2014 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegeh-

ren von A._____ auch hinsichtlich Rentenleistungen ab. Es sei vorliegend 

insbesondere auf die Konsensbeurteilung der bidisziplinären RAD-

Abklärung vom 11. Juni 2013 abzustellen. Darin seien die RAD-Ärzte zum 

Schluss gelangt, dass A._____ an keinen Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit leide. In Berücksichtigung seiner Beschwerden sei er we-

der aus psychiatrischer noch aus rheumatologischer Sicht in der Arbeits-

fähigkeit eingeschränkt. Das medizinische Element, mithin der Gesund-

heitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, sei nicht erfüllt. 

Damit liege keine Invalidität im Sinne des IVG vor, weshalb keine Leis-

tungen zuzusprechen seien. 

12. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 11. Sep-

tember 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

sowie die Ausrichtung einer Invalidenrente ab dem 1. November 2012 bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 %. Eventuell sei ein medizini-

sches Gutachten zur Feststellung der Diagnosen und Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit unter Einschluss einer Evaluation der funktio-

nellen Leistungsfähigkeit einzuholen. Es liege kein überzeugendes Be-

weisergebnis vor, weshalb sich die IV-Stelle nicht mit einer bidisziplinären 

RAD-Begutachtung hätte begnügen dürfen, sondern ein externes Gutach-

ten in Auftrag hätte geben müssen. Mit Ausnahme der RAD-Ärzte und 

Dr. med. C._____ seien sämtliche Ärzte, welche sich mit dem Beschwer-

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deführer beschäftigt hätten, einhellig davon ausgegangen, dass dieser an 

einer Krankheit leide und damit eine Beeinträchtigung der Gesundheit 

vorliege, die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordere 

oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. Es dürfe nicht von einem die 

Arbeitsunfähigkeit verursachenden Suchtmittelabusus ausgegangen wer-

den. Nicht ausgeschlossen sei aber, dass ein früherer Drogenkonsum zu 

einer psychischen Krankheit geführt haben könnte. Der RAD habe dies-

bezügliche Diagnosen gestellt, die Arbeitsfähigkeit aber nicht abgeklärt. 

Insbesondere sei der Beschwerdeführer nie einer Evaluation der funktio-

nellen Leistungsfähigkeit unterzogen worden. Auf das RAD-Gutachten 

könne nicht abgestellt werden, da dieses oberflächlich, unvollständig und 

bezüglich der Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar sei. Die Wider-

sprüche zwischen dem RAD-Bericht und den übrigen Arztberichten seien 

eklatant und verlangten nach einem unabhängigen Gutachten. Der Be-

schwerdeführer sei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, 

ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Angesichts des ak-

tuell erzielten Invalideneinkommens für eine Beschäftigung während etwa 

zwei Stunden pro Tag habe er Anspruch auf eine ganze Rente. 

13. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer Ver-

nehmlassung vom 22. September 2014 unter Verweis auf die angefoch-

tene Verfügung vom 29. Juli 2014 auf Abweisung der Beschwerde. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften so-

wie auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. An-

fechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 29. Juli 2014, sodass die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden zu bejahen ist. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der angefoch-

tenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutz-

würdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zu-

dem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Ren-

tenleistungen der Beschwerdegegnerin. 

2. In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es zunächst festzuhalten, dass vorlie-

gend auf die vom Beschwerdeführer beantragte Edition der Akten der 

SUVA betreffend Zeckenstiche verzichtet werden kann. Einerseits sind 

die SUVA-Akten bereits Bestandteil des IV-Dossiers (vgl. IV-act. 21 - 24). 

Anderseits unterscheidet die Invalidenversicherung aufgrund ihrer Kon-

zeption als finale Versicherung, welche das Risiko der Invalidität unab-

hängig vom Vorliegen eines bestimmten versicherten Ereignisses wie 

Krankheit oder Unfall deckt, im Gegensatz zur kausal ausgerichteten Un-

fallversicherung nicht zwischen unfallkausalen und krankheitsbedingten 

Leiden. Vor diesem Hintergrund kann auf die vom Beschwerdeführer be-

antragte Edition erwähnter SUVA-Akten verzichtet werden. 

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3. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten wie dem Beschwerdeführer gilt als 

Invalidität, die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), 

welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem 

Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdif-

ferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein renten-

begründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-

derherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

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telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

rente und bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu 

(Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des Arz-

tes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − sei-

ne Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjek-

tiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagno-

se zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die 

Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stel-

lung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so sub-

stanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 

140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4). 

c) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

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send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). 

4. a) Vorliegend ist insbesondere die Frage nach der Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers zu klären. Die Beschwerdegegnerin stützt sich diesbe-

züglich primär auf den Bericht der RAD-Konsensbeurteilung vom 25. Juni 

2013 (IV-act. 63 S. 1 f.) beziehungsweise auf die entsprechenden Berich-

te der psychiatrischen und rheumatologischen RAD-Abklärungen vom 

21. Juni 2013 (vgl. IV-act. 63 S. 3 ff.), worin die RAD-Ärzte Dr. med. 

D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, und med. pract. E._____, Fachärztin für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, Sozialmedizin (D), zertifizierte 

medizinische Gutachterin SIM, zum Schluss gekommen sind, dass keine 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen und dem Be-

schwerdeführer sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierten. Demgegenüber stützt 

sich der Beschwerdeführer insbesondere auf den Bericht des behandeln-

den Hausarztes Dr. med. F._____, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, 

vom 12. Juni 2012 (IV-act. 25 S. 1 ff.) und dessen Verlaufsbericht vom 

27. November 2012 (IV-act. 38 S. 1 ff.) sowie den Bericht der behandeln-

den Psychiaterin Dr. med. G._____, von den PDGR vom 24. September 

2012 (IV-act. 36), welche dem Beschwerdeführer übereinstimmend eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierten. 

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b) Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob der Bericht der RAD-

Konsensbeurteilung vom 25. Juni 2013 beziehungsweise die entsprechen-

den Berichte der psychiatrischen und rheumatologischen Untersuchungen 

von Dr. med. D._____ und med. pract. E._____ vom 21. Juni 2013 (nach-

folgend RAD-Gutachten) den praxisgemäss geforderten Kriterien zu 

genügen vermögen. Während sich die Beschwerdegegnerin in der ange-

fochtenen Verfügung vom 29. Juli 2014 auf den Standpunkt stellt, es sei 

uneingeschränkt auf das umfassende und sorgfältig verfasste RAD-

Gutachten vom 25. Juni 2013 abzustellen, argumentiert der Beschwerde-

führer, es könne nicht auf das RAD-Gutachten abgestellt werden, da die-

ses oberflächlich, unvollständig und bezüglich der Schlussfolgerungen 

nicht nachvollziehbar sei. 

c) Für den Beweiswert von Arztberichten ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be-

ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me-

dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-

gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich so-

mit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten. Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E1b, 112 V 30 

E.1a mit Hinweisen).

d) Gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG stehen die regionalen ärztlichen Dienste 

den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des 

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Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversi-

cherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit 

der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im 

Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachent-

scheid im Einzelfall unabhängig. Nach Art. 49 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) beurteilen die regionalen ärztli-

chen Dienste die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan-

spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer me-

dizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen 

des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die regionalen ärztlichen Dienste 

können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten 

durchführen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest 

(Abs. 2). Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unzu-

mutbaren Funktionen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begrün-

deten zeitlichen Schonung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche 

Eingliederung eine objektivere Festlegung der massgebenden funktionel-

len Leistungsfähigkeit der Versicherten ermöglicht werden. Gestützt auf 

die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicher-

ten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichtes 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.2 mit weite-

ren Hinweisen). Auf Stellungnahmen des RAD kann indessen nur abge-

stellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderun-

gen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichtes I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E.2). Sie müs-

sen insbesondere in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-

den sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zu-

sammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begründen 

(BGE 125 V 351 E.3a). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Ein-

zelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen. 

Bezüglich dieser materiellen und formellen Anforderungen sind sie im Be-

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schwerdefall gerichtlich überprüfbar (Urteil des Bundesgerichtes 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.3.1). Hierbei hat das Sozialversiche-

rungsgericht einen strengen Massstab anzulegen. Zu berücksichtigen gilt, 

dass der RAD zur Verwaltung gehört, es sich bei ihm mithin um einen 

versicherungsinternen Dienst handelt (BGE 135 V 254 E.3.4.2 [in fine]; 

Urteil des Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.1). 

Das Bundesgericht hat in BGE 135 V 465 festgehalten, dass Berichten 

versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zwar stets Beweis-

wert zuzuerkennen ist, dass ihnen jedoch praxisgemäss nicht dieselbe 

Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 

ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zu-

kommt. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; 

Urteil des Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). 

e) Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt gemäss BGE 135 V 465 

das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der versiche-

rungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versi-

cherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig von 

behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen 

Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicher-

ten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem 

in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen de-

ren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über 

die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Ge-

sundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforde-

rungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). Aus diesen 

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Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Haus- und behan-

delnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-

stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

125 V 351 E.3a/cc mit weiteren Hinweisen), wird im Streitfall eine direkte 

Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden 

Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in Frage kommen (BGE 

135 V 465 E.4.5). Die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

sind jedoch daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinter-

ner Ärztinnen und Ärzte wecken. 

5. a) In Würdigung des bidisziplinären RAD-Gutachtens vom 25. Juni 2013, 

einschliesslich der Berichte der rheumatologischen und psychiatrischen 

Abklärungen vom 21. Juni 2013, sowie der weiteren bei den Akten lie-

genden Abklärungs- und Arztberichte ist das streitberufene Gericht zur 

Auffassung gelangt, dass vorliegend keine stichhaltigen Gründe − wobei 

bereits geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des ver-

sicherungsinternen RAD-Gutachtens ausreichen würden, um ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen − ersichtlich sind, um nicht auf das bidiszi-

plinäre RAD-Gutachten vom 25. Juni 2013 abstellen zu können. 

b) Die Konsensbeurteilung im Ergebnis der bidisziplinären RAD-Abklärung 

vom 11. Juni 2013 stützt sich primär auf die rheumatologische Untersu-

chung vom 11. Juni 2013 durch med. pract. E._____ sowie die psychiatri-

sche Untersuchung ebenfalls vom 11. Juni 2013 durch Dr. med. D._____, 

welche zu folgenden Diagnosen führte (vgl. IV-act. 63 S. 1):

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"Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (ICD 10-Code)
keine

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Rezidivierende Dorsalgien linksseitig paravertebral Th8 sowie Cervicalgien bei 
Fehlstatik und muskulärer Dysbalance, geringe degenerative Veränderungen der 
BWS, keine sensomotorischen Defizite
wechselnde Gelenkbeschwerden ohne eindeutiges klinisches Korrelat
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom 
(F10.2)
Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Abhängigkeitssyndrom 
(F12.2)"

Das RAD-Gutachten ist ausführlich und beruht auf umfassenden Untersu-

chungen (insbesondere einer knapp zweistündigen rheumatologischen 

und einer dreieinhalbstündigen psychiatrischen Abklärung). Sodann kann 

der festgehaltenen Anamnese (vgl. IV-act. 63 S. 3 f. und 9 ff.) entnommen 

werden, dass von Seiten der RAD-Ärzte auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt wurden. Die im RAD-Gutachten wiedergegebenen Ergeb-

nisse aus dem Aktenstudium (vgl. IV-act. 63 S. 5 und S. 12 f.) zeigen zu-

dem, dass die Beurteilung in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist. Überdies leuchten die Beurteilung der medizinischen Zusammenhän-

ge und der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen von 

Dr. med. D._____ und med. pract. E._____, wonach der Beschwerdefüh-

rer an keinen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit leide und in 

Berücksichtigung seiner Beschwerden weder aus psychiatrischer noch 

aus rheumatologischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt und 

damit sowohl in der angestammten als auch in adaptierter Tätigkeit 100 % 

arbeitsfähig sei, ist nachvollziehbar und überzeugend begründet. Zudem 

bestehen auch keinerlei Anhaltspunkte für Falschannahmen oder Unre-

gelmässigkeiten bei der Beschaffung und/oder Auswertung der medizini-

schen Fakten. Folglich ist das RAD-Gutachten vom 25. Juni 2013 als 

genügend umfassend, nachvollziehbar und schlüssig zu beurteilen, wes-

halb ihm voller Beweiswert zuzusprechen ist (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). 

Wie nachfolgend dargestellt (vgl. E.6 - 9) erweisen sich die vom Be-

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schwerdeführer gegen das RAD-Gutachten vom 25. Juni 2013 vorge-

brachten Einwendungen weder als stichhaltig, noch vermögen sie die 

eindeutigen und nachvollziehbaren Ergebnisse der Gutachter Dr. med. 

D._____ und med. pract. E._____ in Zweifel zu ziehen.

6. a) Der Beschwerdeführer rügt zunächst, dass aus dem Arztbericht von 

Dr. med. H._____, leitender Arzt Infektiologie, vom 14. September 2012 

(vgl. IV-act. 38 S. 18 ff.) hervorgehe, dass er an einer Hepatitis C leide, 

welche gemäss Dr. med. H._____ sehr wahrscheinlich eine sekundäre 

Fibromyalgie ausgelöst habe. Aus dem Bericht über die rheumatologische 

RAD-Abklärung gehe aber nicht hervor, dass die Rheumatologin den Be-

schwerdeführer tatsächlich in Bezug auf die Fibromyalgie abgeklärt und 

die Trigger-Points alle untersucht habe. Der Bericht sei unvollständig und 

die Weigerung, diesen Punkt durch ein versicherungsexternes Gutachten 

abklären zu lassen, stelle eine Verletzung von Art. 43 ATSG sowie des 

rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers dar. 

b) Dazu gilt es zunächst festzuhalten, dass Dr. med. H._____ im erwähnten 

Arztbericht vom 14. September 2012 lediglich ausgeführt hat, dass sich 

mit der Diagnose Fibromyalgie die klinische Symptomatik weitgehend er-

klären lasse. Ob diese sekundär im Rahmen der bekannten chronischen 

Hepatitis C zu sehen sei, könnte nur durch eine antivirale Behandlung 

und eine Besserung der Symptomatik bei erfolgreichem Therapieanspre-

chen bewiesen werden, wobei man bis anhin aufgrund des breiten Ne-

benwirkungsspektrums von einer Therapie abgesehen habe. Dr. med. 

H._____ hat somit entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen 

keineswegs festgehalten, dass die Hepatitis C "sehr wahrscheinlich" eine 

sekundäre Fibromyalgie ausgelöst habe. Vielmehr erwähnte er bloss eine 

solche Möglichkeit. Des Weiteren ist in der zusammenfassenden Beurtei-

lung des rheumatologischen RAD-Teilgutachtens vom 21. Juni 2013 − 

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nachdem der vom Beschwerdeführer erwähnte Arztbericht von Dr. med. 

H._____ vom 14. September 2012 bereits in der Aktenzusammenstellung 

des rheumatologischen Teilgutachtens aufgelistet ist (vgl. IV-act. 63 S. 5) 

− explizit festgehalten, dass seit dem Jahr 2006 eine Hepatitis C bestehe, 

wobei nach umfangreichen Abklärungen am ehesten eine sekundär be-

dingte Fibromyalgie als Ursache der Beschwerden angenommen werde. 

Die klinische, rheumatologische RAD-Untersuchung erfolge zur Objekti-

vierung gegebenenfalls vorhandener Funktionsdefizite und deren Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 63 S. 7). Folglich hat aber die 

rheumatologische RAD-Gutachterin med. pract. E._____ den Beschwer-

deführer gerade auch dahingehend untersucht, ob sich die vermutete se-

kundäre Fibromyalgie negativ auf dessen Arbeitsfähigkeit auswirkt. Dies 

konnte sie indes aufgrund der erhobenen Befunde verneinen, sass doch 

der Beschwerdeführer während des Zeitraums der Anamneseerhebung 

von 80 Minuten unauffällig ohne jegliche nonverbale Schmerzäusserung 

und auch die im Untersuchungsgang notwendigen Positionswechsel wur-

den zügig und ohne sichtbare Einschränkungen vollzogen. Zudem zeigte 

der Beschwerdeführer auch bei der Prüfung der HWS sowie der Extre-

mitäten keinen Funktionsschmerz, und auch die okzipitalen Triggerpunkte 

waren frei (vgl. IV-act. 63 S. 6). Diese Feststellungen stimmen sodann 

auch mit den Ausführungen des RAD-Gutachters Dr. med. D._____ übe-

rein, welcher im psychiatrischen Teilgutachten festhält, dass der Be-

schwerdeführer im Rahmen der gesamten, langen Untersuchung keinerlei 

Schmerzäusserungen verbal oder durch Schmerzmimik oder -gestik ge-

macht habe. Auch im völlig unauffälligen Bewegungsmuster zeigten sich 

keine Hinweise auf eine schmerzbedingte Einschränkung. Der Versicher-

te sei ins Labor und zurück begleitet worden und habe dabei ein völlig 

unauffälliges Gangbild und eine unauffällige Gehgeschwindigkeit gezeigt. 

Auch aus dem Tagesablauf liessen sich keine schmerzbedingten Ein-

schränkungen erkennen (vgl. IV-act. 63 S. 16). Demzufolge konnte die 

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von Dr. med. H._____ vermutete Fibromyalgie, welche sich anhand der 

18 festgelegten Druckpunkten (wovon deren elf zur Diagnose schmerz-

haft sein müssen) relativ leicht diagnostizieren liesse (vgl. Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl., Berlin/Boston 2014, S. 681 f.), von der 

RAD-Gutachterin med. pract. E._____ nachvollziehbar und schlüssig 

ausgeschlossen werden. Damit erweist sich das rheumatologische RAD-

Teilgutachten von med. pract. E._____ vom 21. Juni 2013 aber entgegen 

den beschwerdeführerischen Ausführungen weder als unvollständig, noch 

stellt die Weigerung der Beschwerdegegnerin, die von Dr. med. H._____ 

vermutete Fibromyalgie zusätzlich durch ein versicherungsexternes Gut-

achten abklären zu lassen, eine Verletzung von Art. 43 ATSG bezie-

hungsweise des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers dar, hat doch 

die rheumatologische Teilgutachterin den Beschwerdeführer in Bezug auf 

die vermutete Fibromyalgie untersucht und diese Diagnose nachvollzieh-

bar und schlüssig ausgeschlossen. 

7. a) Im Rahmen der Kritik am RAD-Gutachten vom 25. Juni 2013 rügt der 

Beschwerdeführer ferner, die RAD-Ärzte seien nicht auf den Bericht der 

PDGR vom 17. Juni 2013 eingegangen, in welchem eine mittelschwere 

depressive Episode diagnostiziert und überdies massive Einschränkun-

gen bezüglich Konzentration und Leistung, Arbeitsgeschwindigkeit und 

Arbeitsgedächtnis (unter dem Normbereich) sowie ein auffälliges Verhal-

ten während der Untersuchung festgestellt worden seien. Diese Feststel-

lungen deckten sich zudem mit dem Bericht der PDGR vom 24. Septem-

ber 2012, wo der Beschwerdeführer als umständlich, eingeengt, ideen-

flüchtig und logorrhoisch bezeichnet worden sei und ebenfalls Unkonzen-

triertheit, häufige Wahrnehmungs- und Realitätsverkennung sowie ver-

minderte Belastbarkeit festgestellt worden seien. 

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b) Diese beschwerdeführerischen Ausführungen gilt es zunächst dahinge-

hend zu korrigieren, als der RAD-Gutachter Dr. med. D._____ im psychia-

trischen Teilgutachten vom 21. Juni 2013 durchaus auf den Bericht über 

die psychologischen Testungen der PDGR vom 17. Juni eingegangen ist. 

Einerseits sind die Ergebnisse der testpsychologischen Untersuchungen 

des Beschwerdeführers durch die PDGR vom 12. Juni 2012 sowie vom 

22. und 24. Januar 2013 bereits in der Aktenzusammenstellung aufge-

führt (vgl. IV-act. 63 S. 13). Anderseits setzt sich der RAD-Gutachter 

Dr. med. D._____ in seiner zusammenfassenden Beurteilung entgegen 

den beschwerdeführerischen Äusserungen auch eingehend mit den bei 

den PDGR durchgeführten testpsychologischen Untersuchungen ausein-

ander, indem er was folgt ausführt (vgl. IV-act. 63 S. 17):

"Die nach der Untersuchung auf Hinweis des Vers. eingeholten Ergebnisse der im 
letzten Jahr bei den PDGR durchgeführten testpsychologischen Befunde stimmen 
mehrheitlich gut mit meiner aktuellen Beurteilung überein. Für eine Persönlich-
keitsstörung fanden sich keine Hinweise. Der FAIR-Test ist dem d2-R sehr ähnlich: 
es sind statt d's mit zwei Strichen Kreise mit 2 und Quadrate 3 Punkten zu markie-
ren, nicht aber Kreise mit 3 und Quadrate mit 2 Punkten. Wie im d2-R schnitt der 
Vers. unterdurchschnittlich ab. Die Ergebnisse der Testbatterie zur forensischen 
Neuropsychologie stimmen mit den Ergebnissen des AKGT, des Candit-
Testsystems und meiner klinischen Beobachtung überein: es gibt keine Hinweise, 
dass der Vers. die Tests bewusst verfälscht, aber es gibt Hinweise, dass er nicht 
unbedingt das bestmögliche Ergebnis erzielen wollte. Etwas quer in der Landschaft 
steht allerdings das Ergebnis im Hamiltondepressionsscore vom 22.01.13, das auf 
eine mittelgradig depressive Episode hindeutet. Dr. C._____ erhob am 08.04.13 
einen Score von 3 Punkten (in der 17-Item-Skala), ich aktuell von 4 (in der 21-Item-
Skala). Beides sind unauffällige Ergebnisse. Dr. I._____ beschreibt den Vers. als 
schwingungsfähig und es sei ein affektiver Rapport gut herstellbar gewesen. 2 Ta-
ge nach der Untersuchung bei Dr. I._____ beschreibt Dr. K._____ den Vers. als 
nicht niedergeschlagen und schwingungsfähig, aber jammerig. Am Vorliegen einer 
relevanten Depression zum damaligen Zeitpunkt bestehen deshalb trotz des Test-
ergebnisses im Hamilton-Depressionsscore erhebliche Zweifel. Das Testergebnis 
vermag ich nicht zu erklären."

Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erweist sich die 

beschwerdeführerischen Rüge, wonach die RAD-Ärzte nicht auf den Be-

richt der PDGR vom 17. Juni 2013 eingegangen seien, als aktenwidrig. 

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c) Ebenfalls als unbegründet erweisen sich überdies die beschwerdeführeri-

schen Ausführungen, wonach im Rahmen der psychiatrischen Begutach-

tung ein standardisiertes neuropsychologisches Testverfahren zum Ein-

satz hätte kommen müssen, welches darauf ausgerichtet sei, einerseits 

eine Diagnose zu stellen und anderseits die hier interessierende Frage 

der Arbeitsfähigkeit zu beantworten. Denn einerseits standen den RAD-

Gutachtern bereits die Befunde der bei den PDGR durchgeführten test-

psychologischen Untersuchungen vom 12. Juni 2012 von lic. phil. 

L._____ sowie vom 22. und 24. Januar 2013 von Dr. phil. I._____ und 

Dr. phil. K._____ zur Verfügung. Anderseits führte Dr. med. D._____ mit 

dem Hamilton-Depressionsskala-Test, dem Amsterdam-Kurzzeit-

Gedächtnis-Test sowie dem d2-R-Test weitere testpsychologische Unter-

suchungen durch, welche mit den Ergebnissen der bei den PDGR durch-

geführten testpsychologischen Untersuchungen mehrheitlich überein-

stimmten. Überdies kam Dr. med. D._____ mit der Durchführung der neu-

ropsychologischen Untersuchung (aus dem Testsystem Candit) auch der 

Empfehlung von lic. phil. L._____ von den PDGR nach, welcher in seinem 

Bericht der testpsychologischen Untersuchung vom 12. Juni 2012 explizit 

ausführte, dass sein Bericht noch unvollständig sei, weil die neuropsycho-

logischen Untersuchungen noch fehlten (vgl. IV-act. 61 S. 3). Entgegen 

den Vorbringen des Beschwerdeführers erscheinen somit auch die 

durchgeführten neuropsychologischen Untersuchungen als ausreichend.

8. a) Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer, dass sich das psychiatrische 

RAD-Teilgutachten auch hinsichtlich der schizotypen Störung als lücken-

haft erweise. Des Weiteren hätten anlässlich der psychiatrischen Begut-

achtung auch die Persönlichkeitsveränderungen oder -störungen des Be-

schwerdeführers vertiefter abgeklärt werden müssen, zumal auch 

Dr. med. D._____ psychische Störungen und Verhaltensstörungen fest-

gestellt habe. Allerdings gehe der RAD-Arzt davon aus, dass solche Auf-

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fälligkeiten bereits im Jahr 1996 im Austrittsbericht der Rehabilitationskli-

nik B._____ festgehalten worden seien und der Beschwerdeführer trotz-

dem habe arbeiten können, weshalb es heute nicht anders sein könne. 

Diese Argumentation sei unzulässig. Schliesslich sei der psychiatrische 

Bericht des RAD auch bezüglich der Schlussfolgerung "Arbeitsfähigkeit 

100 %" trotz festgestellten Verhaltensauffälligkeiten nicht nachvollziehbar, 

unabhängig davon, ob es sich um eine Psychose oder schizotype- oder 

eine andere Störung handle.

b) Hinsichtlich der soeben dargestellten beschwerdeführerischen Kritik am 

psychiatrischen RAD-Teilgutachten von Dr. med. D._____ vom 21. Juni 

2013 ist zunächst festzuhalten, dass dieses im Wesentlichen zu den glei-

chen Schlussfolgerungen wie das von der Krankentaggeldversicherung 

eingeholte externe fachärztlich-psychiatrische Gutachten von Dr. med. 

C._____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. April 

2013 (IV-act. 54) gelangt ist. Auch Dr. med. C._____ stellte im erwähnten 

Gutachten keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-

fähigkeit. Vielmehr hielt Dr. med. C._____ diesbezüglich fest, dass sich im 

Rahmen seiner Untersuchung keinerlei Hinweise für das Vorliegen einer 

organischen, einschliesslich einer symptomatischen psychischen Störung 

gefunden hätten. Die von den PDGR diagnostizierte schizotype Störung 

könne er nicht nachvollziehen. Zuletzt sei indes von Seiten der PDGR 

auch festgehalten worden, dass man keine Diagnose mehr stellen könne. 

Zum Zeitpunkt der Untersuchung hätten sich weder Hinweise auf das Vor-

liegen einer depressiven Störung noch auf eine neurotische, Belastungs- 

oder somatoforme Störung noch auf eine Persönlichkeitsstörung gezeigt. 

Wie bereits die Beschwerdegegnerin in ihrer angefochtenen Verfügung 

vom 29. Juli 2014 zu Recht festgehalten hat, stützt sich diese somit de 

facto nicht nur auf das bidisziplinäre RAD-Gutachten vom 25. Juni 2013, 

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sondern auch auf das umfassende psychiatrische Gutachten von 

Dr. med. C._____ vom 22. April 2013. Sowohl der RAD-Gutachter 

Dr. med. D._____ als auch Dr. med. C._____ zeigen dabei nachvollzieh-

bar und schlüssig auf, weshalb vorliegend keine schizotypische Persön-

lichkeitsstörung vorliegt. Insbesondere Dr. med. D._____ begründet dies 

einleuchtend anhand der praxisgemäss zu prüfenden Diagnosekriterien, 

indem er was folgt ausführt (vgl. IV-act. 63 S. 16): 

"Mit Sicherheit liegt anhand der Beschwerdeschilderungen, des Psychostatus und 
der testpsychologischen Befunde (Hamilton-Depressions-Skala) aktuell kein de-
pressives Zustandsbild vor. Die Diagnose der mittelgradig depressiven Episode 
wird erstmals im Bericht über das Erstgespräch vom 23.04.2012 der Psychiatri-
schen Dienste Graubünden gestellt. Sie wird wenig begründet, geschildert wurden 
damals ein trauriger Gesichtsausdruck und eine eingeschränkte Psychomotorik 
sowie Suizidgedanken. Im Arztbericht vom 01.10.2012 (recte: 24. September 
2012) wurde die Diagnose dann auf schizotype Störung geändert und die mittel-
grad[d]ig depressive Episode zu einer Verdachtsdiagnose heruntergewertet. Die 
Diagnose der schizotypen Störung wird nicht begründet. Auch nahm der Versicher-
te offenbar nur sehr sporadisch Termine wahr, was gegen einen erheblichen Lei-
densdruck spricht. Wie Dr. C._____ in seinem Gutachten ausführt, ist die Diagnose 
der schizotypen Störung nicht zum allgemeinen Gebrauch empfohlen. Die Diagno-
se erscheint mir allerdings nicht so unnachvollziehbar wie Dr. C._____. So ist die 
Sprache des Vers. vage und umständlich weitschweifig, was bei schizotyper 
Störung ein Diagnosekriterium ist. Allerdings fehlen alle übrigen von den klinisch-
diagnostischen Leitlinien der internationalen Klassifikation psychischer Störungen 
genannten acht Kriterien zur Diagnose der schizotypen Störung, wie ein inadäqua-
ter Affekt, seltsames Verhalten und Erscheinung, wenig soziale Bezüge, seltsame 
Glaubensinhalte, paranoide Ideen oder quasi psychotische Episoden. Aktuell sind 
die Auffälligkeiten im formalen Denken mit der vagen, weitschweifigen Sprache des 
Versicherten und die reduzierte Leistung im Bereiche der konzentrierten Aufmerk-
samkeit die einzige Auffälligkeit, die sich feststellen lassen. Daraus alleine lässt 
sich keine psychiatrische Diagnose ableiten. Das langsame Arbeitstempo im d2-R 
kann möglicherweise motivationale Gründe haben. Auch wenn anhand der übrigen 
Testergebnisse nicht davon auszugehen ist, dass der Versicherte bewusst den 
Test verfälschen wollte, so hatte er doch keinen Anlass, seine bestmögliche Leis-
tung zu erbringen und imponierte bei der Testbeurteilung auch eher locker-lässig."

Dr. med. D._____ begründet nachvollziehbar und schlüssig, dass beim 

Beschwerdeführer zwar eines der bei einer schizotypen Persönlichkeitss-

törung zu prüfenden Diagnosekriterien gegeben ist (vage, umständliche, 

weitschweifige Sprache), die sieben anderen zu prüfenden Kriterien indes 

fehlen (vgl. zu den Diagnosekriterien Pschyrembel, a.a.O., S. 1643). 

Demgegenüber wurde die Diagnose einer schizotypen Störung von den 

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behandelnden Ärzten der PDGR im Arztbericht vom 24. September 2012 

(IV-act. 36) weder anhand der dargestellten Diagnosekriterien noch an-

derweitig begründet. Als Differenzialdiagnose führen die Ärzte der PDGR 

sodann noch eine drogeninduzierte Psychose auf. Auch damit setzt sich 

Dr. med. D._____ in seinem psychiatrischen RAD-Teilgutachten nachvoll-

ziehbar und schlüssig auseinander und hält fest, dass zwar durchaus An-

zeichen für eine Alkohol- und Cannabis-Abhängigkeit vorlägen; durch die-

se Abhängigkeitserkrankung ergebe sich indes noch keine Beeinträchti-

gung der Arbeitsfähigkeit. Auch diese Schlussfolgerung erscheint nach-

vollziehbar, zumal dies vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird 

(vgl. Beschwerde vom 11. September 2014 S. 13 Rz. 19 in initio). 

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass sich Dr. med. 

D._____ eingehend und nachvollziehbar mit den anderslautenden Dia-

gnosen und Berichten der PDGR vom 23. April und 24. September 2012 

auseinander setzt und dabei schlüssig und einleuchtend aufzeigt, dass 

vorliegend weder anhand der erhobenen Befunde, noch der erhobenen 

Anamnese noch der testpsychologischen Befunde (einschliesslich der 

testpsychologischen Untersuchungen der PDGR) Hinweise für eine Per-

sönlichkeitsstörung vorlägen. Wohl stellt auch Dr. med. D._____ Auffällig-

keiten im formalen Denken mit der vagen, weitschweifigen Sprache des 

Beschwerdeführers und der reduzierten Leistung im Bereiche der konzen-

trierten Aufmerksamkeit fest. Mit Dr. med. D._____ und Dr. med. C._____ 

ist indes davon auszugehen, dass sich daraus noch keine psychiatrische 

Diagnose ableiten lässt. Ob derlei Auffälligkeiten bereits im Jahr 1996 be-

standen, ist vorliegend nicht von entscheidender Bedeutung. Dr. med. 

D._____ führt indes zu Recht aus, dass die Tatsache, dass bereits im 

Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik B._____ vom 28. Juni 1996 (Bf-

act. 2) Auffälligkeiten im formalen Denken sowie reduzierte Aufmerksam-

keitsleistungen festgestellt worden seien und der Beschwerdeführer da-

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nach trotzdem uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei, durchaus als 

Indiz gewertet werden könne, dass der Beschwerdeführer auch heute − 

trotz der festgestellten Verhaltensauffälligkeiten − arbeitsfähig sei. 

9. a) Weiter rügt der Beschwerdeführer, die RAD-Konsensbeurteilung sei inso-

fern widersprüchlich, als die RAD-Gutachter eine 100%ige Arbeitsfähig-

keit sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit bestätigt hätten. Bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit, erübrige sich die Frage nach der Arbeitsfähigkeit 

in einer adaptierten Tätigkeit. Offenbar seien sich die Gutachter diesbe-

züglich nicht so sicher gewesen, hätten es dann aber unterlassen, die ad-

aptierte Tätigkeit genauer zu bezeichnen. 

b) Dazu ist zu sagen, dass die beschwerdeführerische Aussage, wonach 

sich die Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

grundsätzlich erübrige, wenn bereits in der angestammten Tätigkeit eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, grundsätzlich korrekt ist. Den Schluss 

den der Beschwerdeführer daraus zieht, nämlich dass sich die Gutachter 

bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit nicht sicher 

gewesen seien, ist indes falsch. So attestiert med. pract. E._____ dem 

Beschwerdeführer im rheumatologischen RAD-Teilgutachten vom 21. Ju-

ni 2013 einen 100%ige Arbeitsfähigkeit "sowohl in der angestammten als 

auch in jeder gleichartig belastenden Tätigkeit" (vgl. IV-act. 63 S. 8), 

während Dr. med. D._____ im psychiatrischen RAD-Teilgutachten vom 

21. Juni 2013 den Beschwerdeführer "aus psychiatrischer Sicht spätes-

tens ab dem Zeitpunkt des Gutachtens C._____ (Exploration vom 

08.04.2013) 100 % arbeitsfähig" erachtet (vgl. IV-act. 63 S. 17). Es beste-

hen somit keinerlei Anhaltspunkte, wonach sich die RAD-Gutachter hin-

sichtlich der adaptierten Tätigkeit nicht sicher gewesen sein sollten, zumal 

sie sich in ihren jeweiligen rheumatologischen beziehungsweise psychia-

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trischen Teilgutachten gar nicht explizit zu dieser geäussert haben, son-

dern den Beschwerdeführer bereits in seiner angestammten Tätigkeit als 

100 % arbeitsfähig erachtet haben. Einzig in der konsiliarischen Beurtei-

lung vom 25. Juni 2013 ist festgehalten, dass sowohl in der angestamm-

ten als auch in der adaptierter Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit be-

stehe. Daraus kann der Beschwerdeführer aber nichts zu seinen Gunsten 

ableiten, auch wenn grundsätzlich − wie gesehen − eine 100%ige Arbeits-

fähigkeit in der angestammten Tätigkeit zwingend und stets auch eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zur Folge hat. 

10. a) Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer aufgrund der Widersprüche 

zwischen dem bidisziplinären RAD-Gutachten und den übrigen Arztbe-

richten die Einholung eines unabhängigen Gutachtens, bevor ein Ge-

richtsentscheid gefällt werde. 

b) Nach dem Grundsatz der antizipierten Beweiswürdigung ist auf die Ab-

nahme weiterer Beweise zu verzichten, wenn ein bestimmter Sachverhalt 

als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist und wenn anzunehmen 

ist, dass weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 

nichts mehr ändern können (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b, 

122 II 464 E.4a). Vorliegend ist der Sachverhalt genügend abgeklärt und 

die medizinischen Berichte − insbesondere das bidisziplinäre RAD-

Gutachten von Dr. med. D._____ und med. pract. E._____ vom 25. Juni 

2013 sowie das psychiatrische Gutachten von Dr. med. C._____ vom 

22. April 2013 − lassen eine ausreichende Aussage über den Gesund-

heitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin zu. Folglich erübrigt sich in Anwendung der antizipierten 

Beweiswürdigung die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines 

weiteren Gutachtens zur Frage der Ursachen und der Diagnose der kör-

perlicheren Beschwerden und von deren Auswirkung auf die Arbeitsfähig-

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keit des Beschwerdeführers, zumal davon keine neuen Erkenntnisse zu 

erwarten sind.

11. a) Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die Beschwerdegegnerin den beschwerdeführerischen Anspruch auf 

Rentenleistungen gestützt auf das bidisziplinäre RAD-Gutachten vom 

25. Juni 2013 zu Recht abgewiesen hat. Die angefochtene Verfügung 

vom 29. Juli 2014 erweist sich somit als rechtens, was zur umfassenden 

Bestätigung derselben und zur Abweisung der dagegen erhobenen Be-

schwerde führt. 

b) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren − in Abwei-

chung von Art. 61 lit. a ATSG − bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-

richt kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1'000.-- 

festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses Verfahrens sind die Gerichts-

kosten von Fr. 700.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer zu überbin-

den (Art. 73 Abs. 1 VRG). Eine aussergerichtliche Entschädigung steht 

der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Art. 61 lit. g ATSG e con-

trario). 

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]