# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36826f86-a37c-55f6-9ef3-44fd87be73e5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.11.2025 IV 2025/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-1_2025-11-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2025

Entscheiddatum: 20.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 20.11.2025
Art. 28 ff. IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines medizinischen 
Gutachtens. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 20. November 2025, IV 2025/1).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/20 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 20. November 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/1 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin Ilona Zürcher, M.A. HSG in Law,  
Tobelmülistrasse 1, 9425 Thal,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/1 
 

 

2/20 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im September 2022 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von 
IV-Leistungen an (IV-act. 1). Sie gab an, sie sei wegen eines Bandscheibenvorfalls seit Anfang April 

2022 voll arbeitsunfähig. Einen Beruf habe sie nicht erlernt. Zuletzt habe sie als 

Produktionsmitarbeiterin in einem Pensum von 100 % gearbeitet. Laut dem IK-Auszug hatte die 

Versicherte im Jahr 2021 ein Erwerbseinkommen von Fr. 55'641.-- erzielt (IV-act. 5-2). 

A.b Am 11. November 2022 gingen Berichte von Dr. med. B.___, Orthopädie C.___, bei der IV-Stelle 
ein (IV-act. 11 ff.). Dem Bericht vom 2. September 2022 waren die Diagnosen einer 

Bandscheibenprotrusion L4/5 links, L5-Schmerzausstrahlung, Übergangsstörung lumbosacral, und 

eines Diabetes mellitus zu entnehmen (IV-act. 12). Dr. B.___ hatte festgehalten, dass die Beschwerden 

nach zweimaliger Infiltration unverändert vorhanden seien. Er habe der Versicherten die operative 

Behandlung empfohlen. Die Aussichten seien gut, die Beschwerden durch ein einfaches operatives 

Verfahren langfristig zu lindern. Am 19. September 2022 war eine Dekompression (minimalinvasiv, 

transtubulär) L4/5 erfolgt (IV-act. 13). Im Untersuchungsbericht vom 15. Oktober 2022 hatte Dr. B.___ 

festgehalten (IV-act. 11), dass wegen eines Hämatoms im Zugangsbereich postoperativ etwas verstärkt 

Beschwerden bestanden hätten. Es bestünden noch mässige Lumbalgien und noch etwas 

Ausstrahlungen ins linke Bein. Die Sensibilität sei teilweise noch etwas abgeschwächt. Der Verlauf 

entspreche den Erwartungen. Die Restbeschwerden sollten noch etwas zurückgehen. 

A.c Die D.___ GmbH (vormals E.___ GmbH, siehe IV-act. 6) berichtete der IV-Stelle am 14. 
November 2022 (IV-act. 15), dass sie die Versicherte seit dem 1. März 2017 in einem Pensum von 100 

% als Produktionsmitarbeiterin beschäftige. Der letzte Arbeitstag sei der 8. April 2022 gewesen. Seit 
dem 11. April 2022 sei die Versicherte krankgeschrieben. Zur Tätigkeit gehörten das Verpacken von 

Produkten und die Anlagebedienung. Es handle sich um eine oft gehende und stehende, selten 

sitzende Tätigkeit. Manchmal müssten leichte und selten mittelschwere und schwere Gewichte 

getragen werden. Die Anforderungen an die Konzentration/Aufmerksamkeit, das Durchhaltevermögen 

und an die Sorgfalt seien gross, die Anforderungen an das Auffassungsvermögen mittel. Alle 

Tätigkeiten in der Produktion beinhalteten längere Stehzeiten. Der Jahreslohn der Versicherten betrage 

seit dem 1. September 2019 Fr. 52'000.--. 

A.d Der Hausarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin, berichtete der IV-Stelle am 17. 
Dezember 2022 (IV-act. 17), dass ein Verdacht auf eine persistierende Stenose Recessus L4/5 links 

bestehe. Die Versicherte leide an belastungsabhängigen Schmerzen lumbal mit Ausstrahlung ins linke 

Bein. Am 1. November 2022 sei ein Arbeitsversuch erfolgt, der wegen einer zunehmenden Lumbalgie 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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und einer Hypästhesie am linken Bein nach eineinhalb Stunden habe abgebrochen werden müssen. In 

der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei die Versicherte seit dem 11. April 2022 bis heute voll arbeitsunfähig. 

Aktuell sei ihr auch eine dem Leiden angepasste Tätigkeit nicht zumutbar. Dr. B.___ hatte im 

Untersuchungsbericht vom 16. Dezember 2022 festgehalten, dass als Ursache der anhaltenden 

Beschwerden eine persistierende Stenose des Recessus L4/5 links naheliegend sei (IV-act. 17-7 f.). 

A.e Am 23. Januar 2023 gingen bei der IV-Stelle weitere Berichte von Dr. B.___ ein (IV-act. 20 ff.). 
Im Bericht vom 23. Dezember 2022 (IV-act. 27) hatte er festgehalten, dass das MRI der Wirbelsäule 

vom 21. Dezember 2022 eine persistierende Kompression durch das Annulus-Gewebe gezeigt habe. 

Er empfehle eine erneute operative Behandlung mit Nachdekompression. Die Versicherte tendiere 

dazu, vorerst noch abzuwarten. 

A.f RAD-Arzt Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, notierte am 8. Februar 2023 (IV-act. 28), dass 
bei ausgebliebener postoperativer Besserung seit dem 11. April 2022 und bis auf Weiteres für alle 

Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. 

A.g Der Hausarzt berichtete der IV-Stelle am 12. Mai 2023 über einen stationären 
Gesundheitszustand (IV-act. 30). Die Versicherte habe sich nicht zu einer erneuten operativen 

Sanierung entschliessen können. Die Prognose sei ungünstig. Gemäss den Angaben der Versicherten 

sei die Arbeitsstelle gekündigt worden. Die Frage, ob der Versicherten andere Tätigkeiten zumutbar 

seien, könne er nicht beantworten. Gemäss den Angaben der Versicherten träten schon bei leichter 
Hausarbeit und beim Laufen über 30 Minuten lumboradikuläre Beschwerden auf. Bei dieser geringen 

Belastbarkeit könne er sich keine Tätigkeit vorstellen. 

A.h Am 29. August 2023 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass das Gesuch um berufliche 
Eingliederungsmassnahmen vorerst abgewiesen werde (IV-act. 46). Zur Begründung hielt sie fest, dass 

aufgrund des Gesundheitszustandes der Versicherten zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen 

möglich seien. 

A.i Der Hausarzt hielt im Bericht vom 16. Oktober 2023 an die Krankentaggeldversicherung fest 
(Fremdakten-act. 4-6 f.), dass die Versicherte keine Revisionsoperation wünsche. Es bestehe eine 

medikamentöse Analgesie mit Dafalgan bei Bedarf und er (der Hausarzt) habe eine Rückenschule 

instruiert. Im Bericht an die IV-Stelle vom 2. November 2023 gab der Hausarzt einen stationären 

Gesundheitszustand an (IV-act. 49). Der Versicherten sei weder die bisherige noch eine andere 

Tätigkeit zumutbar. RAD-Ärztin Dr. med. H.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, notierte am 14. November 2023 (IV-act. 50), angesichts der Tatsache, dass lediglich 

eine medikamentöse Analgesie mit Dafalgan bestehe, stelle sich die Frage nach dem Ausmass der 
Beschwerdesymptomatik. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/20 

A.j Am 17. November 2023 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche 
Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 52). Zur Begründung hielt sie fest, aufgrund des 

Gesundheitszustandes der Versicherten seien keine Eingliederungsmassnahmen möglich. Nun werde 

der Anspruch auf eine Rente geprüft. Die RAD-Ärztin notierte am 8. Februar 2024 (IV-act. 58), dass der 

Auftrag für eine bidisziplinäre Begutachtung in den Fachdisziplinen Orthopädie und Psychiatrie zu 
erteilen sei. 

A.k Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. J.___, Facharzt für 
Orthopädie und Traumatologie, gaben im Gutachten vom 9. Juni 2024 (IV-act. 71) die folgenden 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an: 

• Chronische Kreuz-Beinschmerzen links bei/mit 

- Rezidiv-Diskushernie LWK 4/5 mediolateral links mit Kompression und Dorsalverlagerung der 

Nervenwurzel L5 links recessal (MRI vom 21.12.2022); 

- Status nach Dekompression (minimalinvasiv, transtubulär) L4/5 links am 19. September 2022; 

- Status nach Infiltration periradikulär L5 links am 2.6.2022; 

- Status nach CT-gesteuerter Infiltration periradikulär L4/L5 links vom 6.5.2022; 

- Übergangsstörung lumbosacral mit Verbindung des hypertrophen Querfortsatzes L5 beidseits 

über Nearthros mit dem Kreuzbein; 

• belastungsabhängige Knieschmerzen beidseits bei/mit 

- degenerativen Veränderungen an beiden Kniegelenken, links ausgeprägter als rechts mit u.a. 

o Knie rechts: Medialbetonte Gonarthrose rechts (KellgrenLawrence II°) mit beginnenden 

degenerativen Veränderungen retropatellar rechts; 

o Knie links: Mediale und laterale Gonarthrose links (Kellgren-Lasrence II-III°) und 

Retropatellararthrose links; 

• chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41). 

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Sachverständigen linksbetonte 

Nackenschmerzen mit/bei beginnenden degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule mit u.a. 

Verschmälerung des Bandscheibenfaches C5/C6 mit ventralem Syndesmophyten an der Bodenplatte 

C5 sowie Polyarthralgien an beiden Handgelenken und Händen ohne wesentliche degenerative 
Veränderungen an beiden Handgelenken und den (Finger-)Gelenken und einem Status nach 

anamnestisch Quetschtrauma Endglied Dig. IV (Ringfinger) Hand rechts vor ca. 12-13 Jahren mit 

Pseudarthrose am Köpfchen des Endglieds des Dig. IV Hand rechts ohne funktionelle Einschränkungen 

an. Der orthopädische Gutachter führte aus, dass die angegebenen Kreuz-Beinschmerzen links sowie 

die Knieschmerzen bds. nachvollziehbar seien. Allerdings sei das Ausmass der subjektiv angegebenen 

Schmerzen seitens des Bewegungsapparates (VAS immer 8-9) anhand der Vorbefunde sowie der 

aktuellen klinischen Untersuchung und der aktuellen Röntgenuntersuchung nicht eindeutig erklärbar. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Des Weiteren sei die Versicherte trotz der angegebenen starken bis schlimmstmöglichen Schmerzen 

(nur) auf die regelmässige Einnahme von Dafalgan 1g angewiesen. Inwieweit die 

Symptomverdeutlichung bzw. Ausweitung mit einer Diagnose aus einem anderen Fachgebiet erklärbar 

sei, müsse dem psychiatrischen Teilgutachten entnommen werden. Hinsichtlich der Knieschmerzen 

bds. seien keine Arztberichte bzw. radiologischen Vorbefunde im Dossier. Bei der aktuellen klinischen 
Untersuchung sei die Beweglichkeit am linken Kniegelenk bei der Flexion endgradig eingeschränkt 

gewesen und es seien Krepitationen retropatellär hör- und spürbar gewesen. Am linken Kniegelenk 

bestehe ein etwas verstärkter retropatellarer Verschiebeschmerz. An beiden Kniegelenken bestehe ein 

diskreter Druckschmerz über dem medialen Gelenkspalt. Beide Kniegelenke seien bandstabil und es 

fänden sich keine sicheren Meniskuszeichen. Im aktuellen Röntgen beider Kniegelenke hätten sich 

degenerative Veränderungen im medialen Kompartiment links etwas ausgeprägter als rechts gezeigt. 

Am linken Kniegelenk hätten sich auch beginnende degenerative Veränderungen am lateralen 

Kompartiment sowie auch fortgeschrittene degenerative Veränderungen retropatellar gezeigt. Im 

Rahmen der aktuellen Begutachtung habe die Versicherte von Nackenschmerzen vor allem linksseitig 

berichtet. Auf die Nachfrage, wie lange die Beschwerden schon bestünden, habe die Versicherte 

geantwortet, sie habe die Beschwerden seit heute. Seitens der Nackenschmerzen fänden sich in den 

Akten keine Arztberichte bzw. radiologischen Vorbefunde. Bei der aktuellen klinischen Untersuchung 

hätten sich an der Halswirbelsäule vereinzelt Myogelosen bds. paravertebral in Linksbetonung 
gefunden. Die Rotation der Halswirbelsäule nach rechts sei endgradig eingeschränkt gewesen. Zum 

Untersuchungszeitpunkt hätten sich keine klinischen Hinweise für ein sensomotorisches Defizit an der 

oberen Extremität bds. gefunden. Im aktuellen Röntgen der Halswirbelsäule auf zwei Ebenen vom 18. 

April 2024 hätten sich beginnende degenerative Veränderungen im Segment C5/C6 gezeigt. Nach der 

Untersuchung habe die Versicherte berichtet, dass sie seit Jahren an Schmerzen an beiden 

Handgelenken und auch an den Fingern beider Hände leide. Hinsichtlich der angegebenen 

Polyarthralgien an beiden Handgelenken sowie beiden Händen fänden sich keine Vorbefunde im 

Dossier. Die Bewegungsprüfung an beiden Handgelenken sowie den beiden Daumen und den 

Langfingern beider Hände sei unauffällig gewesen; sämtliche Kraft- und Präzisionsgriffe seien 

problemlos durchführbar gewesen. Im aktuellen Röntgen beider Handgelenke sowie beider Hände in 

zwei Ebenen sowie Dig IV Hand rechts hätten sich keine fortgeschrittenen degenerativen 

Veränderungen oder Hinweise für eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung gezeigt. Aufgrund 

des Rezidiv-Vorfalls im Segment LWK4/LWK5 links sowie den degenerativen Veränderungen am linken 

und rechten Kniegelenk seien körperlich schwere sowie mittelschwere Tätigkeiten ausschliesslich im 
Gehen und/oder Stehen nicht mehr möglich. Auch beim Ausüben einer körperlich leichten, ideal 

angepassten und wechselbelastenden Tätigkeit müsse von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

ausgegangen werden, was sich mit den im Tagesverlauf zunehmenden Kreuz- und Beinschmerzen 

links und den Knieschmerzen bds. und dem dadurch bedingten erhöhten Pausenbedarf begründen 

lasse. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei der Versicherten seit dem 8. April 2022 nicht mehr zumutbar. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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In einer angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei eine Präsenz von acht Stunden täglich 

möglich. Aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs von zwei Stunden pro Tag betrage die Arbeitsfähigkeit 

aus orthopädischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit seit dem 8. April 2022 75 %. Der psychiatrische 

Sachverständige hielt fest, dass die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung bestätigt werden 

könne. Im Vordergrund des klinischen Bildes präsentiere die Versicherte einen seit sechs Monaten 
bestehenden Schmerz im Rücken sowie im Beinbereich. Es lägen eine chronische körperliche 

Begleiterkrankung und ein mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter Symptomatik ohne 

längerfristige Demission vor. Zudem bestehe weiterhin eine leichte depressive Symptomatik in der Form 

einer leichten depressiven Episode. Weitere psychiatrische Erkrankungen könnten anhand der 

beschriebenen Untersuchungsbefunde ausgeschlossen werden. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe 

keine Einschränkung in der Tagesarbeitszeit. Aufgrund der verminderten Flexibilität und 

Durchhaltefähigkeit sowie dem erhöhten Pausenbedarf bestehe in der bisherigen wie auch in einer 

angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Leistung von 20 %. Diese Einschätzung gelte seit Juni 

2022. Bei einer angepassten Tätigkeit handle es sich um eine Tätigkeit ohne höhere nervliche 

Belastung oder Konzentrationsanforderungen und ohne eigene Entscheidungsbefugnis. Es sollten 

einfache Tätigkeiten in einer wohlwollenden Arbeitsatmosphäre ohne besondere eigene Verantwortung 

mit mehr vorgegebenen seriellen Arbeitsabläufen sein. Auch sollten keine Tätigkeiten im 

Nachtschichtbetrieb, mit Stressbelastung und keine Arbeit ausschliesslich im Team durchgeführt 
werden. In der Konsensbeurteilung hielten die Sachverständigen fest, dass der Versicherten die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. In einer angepassten Tätigkeit bestehe aufgrund der 

verminderten Flexibilität und Durchhaltefähigkeit sowie dem erhöhten Pausenbedarf seit dem 8. April 

2022 eine Einschränkung der Leistung von 25 %. Aufgrund der insgesamt gering ausgeprägten 

Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit sowie der nicht eingeschränkten Tagesarbeitszeit 

dienten die verlängerten Pausen den Einschränkungen auf beiden Fachgebieten, sodass es nicht zu 

einer Teilsummation der fachspezifischen Arbeitsunfähigkeiten komme. Zumutbar seien leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten in einer wohlwollenden Arbeitsatmosphäre ohne Arbeiten 

ausschliesslich im Team, ohne höhere nervliche Belastung oder Konzentrationsanforderungen, ohne 

eigene Entscheidungsbefugnis, ohne besondere eigene Verantwortung mit mehr vorgegebenen, 

seriellen Arbeitsabläufen und ohne Nachtschichtbetrieb und Stressbelastung. RAD-Arzt Dr. G.___ hielt 

in seiner Stellungnahme vom 26. Juni 2024 fest (IV-act. 73), dass das bidisziplinäre Gutachten 

umfassend, schlüssig, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei sei. 

A.l Am 8. August 2024 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Arbeitstraining vom 28. August 
2024 bis zum 27. Februar 2025 in der K.___ (IV-act. 85). Eine IV-Sachbearbeiterin notierte am 4. 

September 2024 (IV-act. 91), der Sohn der Versicherten habe telefonisch mitgeteilt, dass die 

Versicherte das Arbeitstraining am 28. August 2024 mit einer Präsenz von 8-12 Uhr gestartet habe. Sie 

sei zwei Tage mit zunehmenden Schmerzen im Arbeitstraining gewesen. Die Versicherte "mag 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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gesundheitlich nicht". Die Sachbearbeiterin notierte, dass der Abbruch der Integrationsmassnahme per 

heute (3. September 2024) vorgenommen werde, da sich die Versicherte nicht in der Lage sehe, weiter 

an der Integrationsmassnahme teilzunehmen. Der Hausarzt hatte der Versicherten am 3. September 

2024 für die Zeit ab 1. September 2022 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 90). Die K.___ 

teilte dem Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle am 4. September 2024 per E-Mail mit (IV-act. 
94), dass die Versicherte am 2. September 2024 nicht mehr bei der Arbeit erschienen sei. Die 

Kommunikation mit der Versicherte sei schwierig gewesen. Die Versicherte habe mehrere Arbeiten 

abgelehnt. Sie habe regelmässig über Schmerzen geklagt und mehrfach gesagt, dass es ihr "sehr 

schlecht" gehe. Teilweise schien die Versicherte Dinge zu dramatisieren. Am 16. September 2024 teilte 

die IV-Stelle der Versicherten mit, dass das Gesuch um berufliche Eingliederungsmassnahmen 

abgewiesen werde, da sich die Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage fühle, an 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. 

A.m Mit Vorbescheid vom 18. September 2024 (IV-act. 102) stellte die IV-Stelle der Versicherten die 
Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 102). Zur Begründung hielt sie fest, dass die 

Versicherte unter Berücksichtigung des medizinischen Gutachtens in einer dem Leiden angepassten 

Tätigkeit zu 75 % arbeitsfähig sei. Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades sei ein Einkommensvergleich 

zu erstellen. Für die Bemessung des Valideneinkommens werde auf die Angaben des letzten 

Arbeitgebers abgestellt. Demnach wäre es der Versicherten bei voller Gesundheit möglich, ein 
Jahreseinkommen von Fr. 56'086.83 zu erwirtschaften (aufgerechnet auf das Jahr 2022, 100 %-

Pensum). Für das Einkommen mit Invalidität werde der Medianlohn der Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik herangezogen (LSE, Schweiz, Frauen, Niveau 1, 2022, 100 % Pensum). 

Zudem werde bei dieser Berechnung auf der Basis von statistischen Löhnen per 1. Januar 2024 ein 

Pauschalabzug von 10 % gewährt. Das Einkommen mit Invalidität betrage somit Fr. 36'875.93. Die 

Versicherte erleide eine Erwerbseinbusse von Fr. 19'210.90, was einem IV-Grad von 34 % entspreche. 

A.n Dagegen liess die Versicherte am 24. Oktober 2024 einwenden (IV-act. 107), dass eine 
wohlwollende Arbeitsatmosphäre bei Hilfsarbeiten mit seriellen Abläufen auf dem ersten Arbeitsmarkt 

unrealistisch sei. Ein gewisses Ausmass an Druck und Konzentration sei bei diesen Tätigkeiten immer 

gefordert. Inwiefern die Tätigkeit am angestammten Arbeitsplatz diesbezüglich mehr abverlange als 

andere Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt, sei nicht ersichtlich. Die diesbezüglichen 

Ausführungen im Gutachten seien zu wenig präzise und nicht nachvollziehbar. Des Weiteren sei nicht 

ersichtlich, inwiefern die angestammte Tätigkeit von der (körperlich) adaptierten Tätigkeit abweiche. Die 

angestammte Tätigkeit sei wechselbelastend. Es bestehe auch die Möglichkeit zu sitzen. Jede Tätigkeit 
im ersten Arbeitsmarkt benötige Konzentration. Wenn im Gutachten also festgehalten werde, dass 

aufgrund des Konzentrationsbedarfs und des geforderten Durchhaltewillens die Tätigkeit am 

angestammten Arbeitsplatz nicht mehr ausübbar sei, so werde jegliche Arbeitstätigkeit auf dem ersten 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Arbeitsmarkt für die Versicherte nicht ausübbar sein. Ebenfalls überraschend sei, dass sowohl die 

Nackenschmerzen sowie die Polyarthralgien an beiden Handgelenken und Händen die Arbeitsfähigkeit 

nicht einschränken sollten. Wenn die Versicherte eine leichte Tätigkeit ausüben möchte, so wäre nur 

eine Tätigkeit unter hauptsächlichem Einsatz der Hände und Handgelenke denkbar. Nicht 

nachvollziehbar sei auch, wie man die Arbeitsfähigkeit auf 5 % genau beurteilen wolle. Die 
gutachterliche Beurteilung sei auch mit Blick auf die im Arbeitstraining erzielten Resultate nicht 

nachvollziehbar. Aus diesem Grund werde eine neue medizinische Begutachtung beantragt. Da sich 

die Versicherte zudem noch in orthopädischer Behandlung befinde, seien die hieraus resultierenden 

Ergebnisse abzuwarten. Es sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als 

auch in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Die Versicherte liess zudem ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege stellen. 

A.o Am 25. Oktober 2024 räumte die IV-Stelle der Versicherten eine einmalige Nachfrist bis zum 29. 
November 2024 zur Einreichung der angekündigten (medizinischen) Stellungnahme ein (IV-act. 109). 

Die Rechtsvertreterin antwortete am 29. November 2024, dass der Arztbericht noch nicht erstellt sei 

und nachgereicht werde (IV-act. 110). 

A.p Mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 111). Zum 
Einwand hielt sie fest, dass innert der verlängerten Nachfrist keine neuen medizinischen Berichte 

eingegangen seien. Daher werde an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 75 % in einer 
adaptierten Tätigkeit festgehalten. Die angestammte Tätigkeit umfasse häufiges Stehen und Gehen 

sowie serielle Arbeiten, weshalb sie aus gutachterlicher Sicht nicht adaptiert sei. Die Unverwertbarkeit 

der Restarbeitsfähigkeit könne nicht leichthin angenommen werden. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

umfasse verschiedenste Tätigkeiten, was die beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch 

den körperlichen Einsatz anbelange. Bei der Versicherten sei von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit 

auszugehen. 

A.q Mit Verfügung vom 14. Dezember 2024 wies die IV-Stelle auch das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren ab (IV-act. 113). 

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 6. Dezember 2024 liess die Versicherte (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 8. Januar 2025 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin 

beantragte die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer ganzen IV-Rente. Eventualiter sei 

ein neutrales medizinisches Gutachten zu erstellen. Zudem stellte die Rechtsvertreterin ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Zur Begründung machte sie geltend, dass die 
Verfügung vom 6. Dezember 2024 als auch das Gutachten vom 9. Juni 2024 inhaltlich nicht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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nachvollziehbar seien. Der orthopädische Sachverständige habe verkannt, dass die 

Beschwerdeführerin maximal 35 Minuten ohne Positionswechsel und erheblichen Schmerzeintritt sitzen 

könne. Zudem habe bereits Dr. L.___ (gemeint wohl: B.___) festgehalten, dass Sitzen für die 

Beschwerdeführerin problematisch sei. Dem Gutachten sei zu entnehmen, dass nach längerem Sitzen 

Anlaufschmerzen in den Knien aufträten (IV-act. 71-36). Vor diesem Hintergrund sei von einer deutlich 
höheren Arbeitsunfähigkeit als 25 % auszugehen. Der orthopädische Sachverständige habe keine 

Rücksicht auf die Sitzproblematik genommen. Es stelle sich die Frage, welcher Arbeitgeber bereit und 

in der Lage wäre, der Beschwerdeführerin eine Arbeitsumgebung zu gewährleisten, die einen ständigen 

Wechsel zwischen Laufen, Sitzen und Pausen erfordere. Zudem sei unklar, wie vermehrte Pausen 

praktisch durchzuführen wären, da Sitzen während der Pausen kontraindiziert wäre. Der erforderliche 

Pausenbedarf sei jedenfalls höher als 25 %. Die im Gutachten festgestellten Einschränkungen seien 

weder ausreichend berücksichtigt noch seien die Adaptionskriterien fallspezifisch durchdacht worden. 

Angesichts der erheblichen Einschränkungen sowie der fehlenden Berücksichtigung der praktischen 

Umsetzbarkeit dieser Anforderungen im Arbeitsumfeld sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

auszugehen. Auch sei nicht berücksichtigt worden, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer 

mehrjährigen Erwerbslosigkeit einer erheblichen Dekonditionierung unterliege. Des Weiteren sei 

unverständlich, weshalb vor der Operation (vom 19. September 2022) eine volle Arbeitsunfähigkeit als 

nachvollziehbar eingestuft worden sei, während nach dem ausgebliebenen Erfolg der Operation und 
einer dokumentierten Verschlechterung des Gesundheitszustandes eine höhere Arbeitsfähigkeit 

attestiert worden sei. Zudem habe der orthopädische Sachverständige weitere rheumatologische 

Abklärungen hinsichtlich der Hände als indiziert erachtet. Damit bestehe zumindest ein begründeter 

Verdacht auf eine Einschränkung, die näher hätte geprüft werden müssen. Das Gleiche gelte für die 

Nackenschmerzen. Die Empfehlung der Einnahme eines Antirheumatikums wie auch 

physiotherapeutischer Massnahmen untermauere die Annahme einer erheblich stärkeren 

Einschränkung, als sie vom Sachverständigen selbst bewertet worden sei. Auch sei unklar, was unter 

einer "wohlwollenden Arbeitsatmosphäre" zu verstehen sei. Zudem stelle sich die Frage, wann die 

Beschwerdeführerin alle Therapien durchführen müsste und inwiefern ein potenzieller Arbeitgeber 

bereit sein müsse, dadurch anfallende Abwesenheiten in Kauf zu nehmen. Gleichentags liess die 

Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2024 betreffend die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren Beschwerde erheben (act. G 1, Verfahren IV 2025/2).  

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 13. Februar 2025 die Vereinigung der Verfahren IV 
2025/1 und IV 2025/2 und die Abweisung der Beschwerden gegen die Verfügungen vom 6. Dezember 
2024 und 14. Dezember 2024 (act. G 5). Zur Begründung hielt sie fest, eine Verfahrensvereinigung sei 

gerechtfertigt, da die Streitgegenstände des Verfahrens IV 2025/1 betreffend die Abweisung des 

Rentenbegehrens (Verfügung vom 6. Dezember 2024) und des Verfahrens IV 2025/2 betreffend die 

Ablehnung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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(Verfügung vom 14. Dezember 2024) eng zusammenhängen würden und da sich dieselben Parteien 

gegenüberstünden. Die Beschwerdeführerin habe den Beweiswert des bidisziplinären Gutachtens in 

Abrede gestellt. Sie habe ausser Acht gelassen, dass subjektive Schmerzangaben der betroffenen 

Person durch fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend objektiv erklärbar sein müssten. 

Dr. J.___ habe die Beschwerdeführerin eingehend untersucht und die von ihr geklagten Beschwerden 
dahingehend berücksichtigt, dass er ein den objektivierbaren Beeinträchtigungen Rechnung tragendes 

Zumutbarkeitsprofil definiert und auch in einer optimal adaptierten Tätigkeit eine Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit von 25 % attestiert habe. Eine begründete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für eine 

leidensangepasste Verweistätigkeit, welche für die Beurteilung des Rentenanspruchs massgeblich sei, 

lasse sich den Berichten des Hausarztes und von Dr. B.___ nicht entnehmen, weshalb sich Dr. J.___ 

damit auch nicht eingehend habe auseinandersetzen müssen. Dr. J.___ habe den Polyarthralgien an 

beiden Handgelenken und Händen nachvollziehbar keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

beigemessen. Des Weiteren sei offenkundig, dass Dr. I.___ unter einer wohlwollenden 

Arbeitsatmosphäre eine solche gemeint habe, die den leichtgradigen Funktionseinschränkungen 

hinreichend Rechnung trage. Der Misserfolg des Aufbautrainings in der K.___ sei offenkundig in den 

subjektiven Umständen begründet. Demnach vermöchten die Vorbringen in der Beschwerde keine 

konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des bidisziplinären Gutachtens aufzuzeigen. Der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt biete durchaus Stellen, an denen ein Arbeitnehmer bei einem 
ausgewiesenen Bedarf Pausen einlegen könne. Zudem umfasse er auch sog. Nischenarbeitsplätze. 

Der Beschwerdeführerin verblieben noch neun Jahre und zwei Monate bis zum Erreichen des 

ordentlichen Pensionsalters von 65 Jahren. Diese Aktivitätsdauer reiche aus, um eine neue einfache 

Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Die Restarbeitsfähigkeit sei somit verwertbar. Ein allfälliger 

Rentenanspruch bestehe frühestens ab dem 1. April 2023. Die von der Beschwerdeführerin zuletzt 

erzielten Einkommen hätten keinen starken Schwankungen unterlegen. Deshalb könne das letzte, vor 

Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Jahreseinkommen von Fr. 55'641.-- als Referenzbasis 

herangezogen werden. Angepasst an die statistisch ausgewiesene Einkommensentwicklung nach 

Geschlecht sei von einem Valideneinkommen von rund Fr. 57'086.-- (Verfügung: Fr. 56'086.63) 

auszugehen. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sei mangels eines effektiv erzielten 

Einkommens anhand der LSE vom für den gesamten privaten Sektor eruierten Totalwert für Frauen bei 

Arbeiten des Kompetenzniveaus 1 gemäss der Tabelle TA1_tirage_skill_level auszugehen. Angepasst 

an die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41.7 Stunden und an die 

Nominallohnentwicklung bis 2023 ergebe sich unter Berücksichtigung der 75 %igen Arbeitsfähigkeit ein 
Wert von rund Fr. 41'707.--. Gemäss dem per 1. Januar 2024 revidierten Art. 26bis Abs. 3 IVV sei von 

diesem statistisch bestimmten Wert 10 % abzuziehen. Das Invalideneinkommen betrage folglich Fr. 

37'536.--. Der Invaliditätsgrad entspreche demnach rund 34 %. Damit erweise sich die Verfügung vom 

6. Dezember 2024 als rechtmässig. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/1 
 

 

11/20 

B.c Am 18. Februar 2025 bewilligte das Gericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das 

Beschwerdeverfahren (act. G 6). 

B.d In ihrer Replik vom 30. April 2025 (act. G 12) brachte die Rechtsvertreterin ergänzend vor, die 
geltend gemachten Schmerzen seien durch bildgebende Verfahren objektiviert worden. Die 
Arbeitsunfähigkeit von 25 % beziehe sich lediglich auf die Einschränkungen beim Gehen und Stehen, 

ohne die Problematik des Sitzens zu berücksichtigen. Aus dem Gutachten gehe auch nicht hervor, ob 

und inwieweit der Erhalt der Arbeitsfähigkeit durch die Dauermedikation beeinflusst worden sei. Der 

fehlende Erfolg der operativen Intervention sei im Gutachten nicht hinreichend gewürdigt worden. Auch 

die tatsächlich festgestellte Leistungsfähigkeit beim Arbeitstraining spreche gegen die Einschätzung 

von Dr. J.___. Die Annahme, die verbleibende Arbeitsfähigkeit sei auf dem offenen Hilfsarbeitsmarkt 

verwertbar, entbehre jeglicher realitätsbezogener Grundlage. Auch in sog. Nischenarbeitsplätzen 

bestünden konkrete Anforderungen an Konzentration, Verantwortung, Arbeitszwangshaltung und 

Reaktionsfähigkeit. Derartige Anforderungen seien insbesondere in Bezug auf die Belastbarkeit, die 

medikamentös beeinflusste Vigilanz und die Adaptionskriterien nicht vereinbar. Des Weiteren sei die 

Aufnahme einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit ohne vorgängig strukturiertes, stufenweises 

Aufbautraining realitätsfremd. 

B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 14). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss Art. 60 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist 
die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die 

angefochtene Verfügung datiert vom 6. Dezember 2024, die Beschwerde ist am 8. Januar 2025 erhoben 

worden. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen oder Monaten bestimmt sind, stehen 

vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar still (Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG). Gemäss dem 

Eingangsstempel ist die Verfügung vom 6. Dezember 2024 am 9. Dezember 2024 bei der 

Rechtsvertreterin eingegangen. Die Frist hat also am 10. Dezember 2024 zu laufen begonnen. Bis zu 

den Gerichtsferien sind somit acht Tage verstrichen. Die Frist hat dann erst am 3. Januar 2025 wieder 

zu laufen begonnen (9. Tag der Frist). Die Rechtsvertreterin hat am 8. Januar 2025 und damit am 14. 

Tag der Frist Beschwerde erhoben. Die Beschwerde ist demnach rechtzeitig erfolgt, weshalb auf sie 

einzutreten ist. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/20 

1.2 Die Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort den Antrag gestellt, dass das 
vorliegende Verfahren mit dem Verfahren IV 2025/2 betreffend die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren zu vereinigen sei, da die Streitgegenstände eng 

zusammenhängen würden und da sich dieselben Parteien gegenüberstünden. Die Verfahren IV 2025/1 

und IV 2025/2 haben nicht denselben Anfechtungsgegenstand: Anfechtungsgegenstand des 
vorliegenden Verfahrens (IV 2025/1) ist die Verfügung vom 6. Dezember 2024, mit welcher das 

Rentengesuch der Beschwerdeführerin abgewiesen worden ist. Anfechtungsgegenstand des 

Verfahrens IV 2025/2 ist hingegen die Verfügung vom 14. Dezember 2024, mit welcher das Gesuch der 

Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren abgewiesen 

worden ist. Gemeinsam haben die beiden Verfahren lediglich, dass sie sich auf dasselbe 

Verwaltungsverfahren, nämlich die Prüfung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente, beziehen. Die Streitgegenstände der beiden Verfahren haben jedoch keine 

Berührungspunkte: Ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine IV-Rente hat, hat keinen 

Einfluss darauf, ob sie Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im IV-Verwaltungsverfahren 

hat und umgekehrt. Es besteht daher keine Gefahr, dass bei einer separaten Beurteilung der 

Beschwerden widersprüchliche Entscheide resultieren könnten. Demnach ist eine Vereinigung der 

beiden Beschwerdeverfahren nicht angezeigt. Dem Gesuch der Beschwerdegegnerin um eine 

Verfahrensvereinigung kann deshalb nicht stattgegeben werden. 

2.  

2.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2024 hat die Beschwerdegegnerin einen 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneint. 

2.2 Am 1. Januar 2022 ist die Gesetzesrevision "Weiterentwicklung der IV" (WEIV) in Kraft getreten. 
Die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 2024 ist nach Inkrafttreten der WEIV ergangen. Die 

Beschwerdeführerin hat sich im September 2022 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Unter 

Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20, keine Änderung durch die WEIV) könnte ein allfälliger 

Rentenanspruch frühestens am 1. März 2023 entstehen. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. 

Januar 2022 entstehen, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. 

Rz. 9100 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung, KSIR, gültig ab 

1. Januar 2022, Stand 1. Januar 2024). Vorliegend sind somit die seit dem 1. Januar 2022 gültigen 

Bestimmungen anwendbar. 

2.3 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/20 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. 

2.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad grundsätzlich 
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

3.  

3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten und 
in einer leidensadaptierten Tätigkeit feststeht. 

3.2 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, dass das von der 
Beschwerdegegnerin eingeholte bidisziplinäre Gutachten vom 9. Juni 2024 inhaltlich nicht 

nachvollziehbar sei, weshalb nicht auf es abgestellt werden könne. 

3.2.1 Die Rechtsvertreterin hat moniert, dass die Sachverständigen die Nackenschmerzen und die 
Polyarthralgien an den Händen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht ausreichend berücksichtigt 

hätten. Der orthopädische Sachverständige hat beginnende degenerative Veränderungen an der HWS 

festgestellt. Die Nackenschmerzen sind erstmals am Untersuchungstag aufgetreten. Daher ist 

nachvollziehbar, dass der orthopädische Sachverständige zunächst medizinische Massnahmen 

(vorübergehende Einnahme eines nichtsteroidalen Antirheumatikums und Physiotherapie) empfohlen 

hat. Da unklar ist, ob die Nackenschmerzen anhaltend sind, und aufgrund der moderaten bildgebenden 

Befunde überzeugt die Einschätzung des orthopädischen Sachverständigen, dass die 

Nackenbeschwerden im Untersuchungszeitpunkt keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt haben. 

Der orthopädische Sachverständige hat auch den Polyarthralgien an beiden Handgelenken und 

Händen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Unter Polyarthralgien sind 

Gelenkschmerzen zu verstehen (siehe z.B. Universitätsspital Zürich, Krankheiten & Therapien, 

Gelenkschmerzen, www.usz.ch/krankheit/arthralgie-gelenkschmerzen/, besucht am 23. September 

2025). Es handelt sich hierbei nicht um eine eigentliche Diagnose, sondern um eine 

Symptombeschreibung. Die bildgebenden Abklärungen haben keine wesentlichen degenerativen 
Veränderungen an beiden Handgelenken und den (Finger-)Gelenken gezeigt. Daher überzeugt die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/20 

Beurteilung des orthopädischen Sachverständigen, dass sich die Beschwerden in den Händen im 

Zeitpunkt der Begutachtung nicht auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgewirkt haben. 

Entgegen der Meinung der Rechtsvertreterin sind der Beschwerdeführerin somit auch Tätigkeiten, die 

die Hände und Handgelenke belasten, weiterhin zumutbar. Der orthopädische Sachverständige hat bei 

anhaltenden bzw. zunehmenden Polyarthralgien an beiden Handgelenken und beiden Händen 
imweiteren Verlauf gegebenenfalls eine ergänzende rheumatologische Abklärung empfohlen. Die 

Rechtsvertreterin hat in dieser Aussage zumindest einen begründeten Verdacht gesehen, dass sich die 

Beschwerden in den Händen einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Die 

Beschwerdeführerin hat die Schmerzen in den Handgelenken und Fingern erstmals anlässlich der 

Begutachtung erwähnt. Die Akten enthalten keine medizinischen Vorbefunde hierzu. Daher bleibt auch 

bezüglich der Handbeschwerden unklar, ob diese anhaltend oder nur vorübergehend sind bzw. ob die 

Beschwerden mithilfe von medizinischen Massnahmen reduziert werden können. Der orthopädische 

Sachverständige hat zudem keine klinischen und radiologischen Hinweise für das Vorliegen einer 

chronisch-entzündlichen Systemerkrankung gefunden. Seine Beurteilung, wonach aktuell keine 

rheumatologische Abklärung notwendig sei, bei anhaltenden bzw. zunehmenden Schmerzen in den 

Händen jedoch angezeigt sein könnte, überzeugt daher ebenfalls. 

3.2.2 Die Rechtsvertreterin hat geltend gemacht, dem bidisziplinären Gutachten sei zu entnehmen, 
dass nach längerem Sitzen Anlaufschmerzen in den Knien aufträten. Vor diesem Hintergrund sei von 
einer deutlich höheren Arbeitsunfähigkeit als 25 % auszugehen. Der orthopädische Sachverständige 

hat die Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen in seiner Beurteilung berücksichtigt. Weshalb ein 

vermehrter Pausenbedarf von zwei Stunden pro Tag zu wenig sein sollte, hat die Rechtsvertreterin nicht 

begründet und ist auch nicht ersichtlich. Gerade auch wegen der Knieproblematik hat der orthopädische 

Sachverständige nur noch leichte und wechselbelastende Tätigkeiten, also Arbeiten, die abwechselnd 

sitzend, stehend und gehend ausgeübt werden können, als zumutbar erachtet. In einer optimal 

adaptierten Tätigkeit können die Anlaufschmerzen vermieden werden, indem die Beschwerdeführerin 

nicht längere Zeit am Stück sitzt. Die Argumentation der Rechtsvertreterin überzeugt somit nicht. 

3.2.3 Die Rechtsvertreterin hat vorgebracht, die angestammte Tätigkeit verlange wohl nicht mehr ab 
als andere (adaptierte) Tätigkeiten. Laut dem Gutachten sind der Beschwerdeführerin nur noch 

wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Bei der angestammten Tätigkeit hatte es sich um eine 

vorwiegend stehende und gehende Tätigkeit mit längeren Stehzeiten gehandelt, die nur selten eine 

sitzende Position zugelassen hatte. Die angestammte Tätigkeit ist also nicht optimal adaptiert gewesen. 

Des Weiteren hat die Rechtsvertreterin erklärt, dass die Beschwerdeführerin nicht länger als 35 Minuten 
ohne Positionswechsel sitzen könne. Dies sei selbst von den Sachverständigen beobachtet worden. 

Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin die sitzende Position während der 

Anamnese ohne erkennbare Beschwerden unverändert über 35 Minuten hat beibehalten können (IV-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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act. 71-22). Dieser Satz ist so zu verstehen, dass die Beschwerdeführerin während der 35-minütigen 

Anamnese ohne erkennbare Beschwerden ununterbrochen hat sitzen können. Entgegen der Meinung 

der Rechtsvertreterin kann daraus nicht abgeleitet werden, dass die sitzende Position auf 35 Minuten 

beschränkt sei. Könnte die Beschwerdeführerin nur 35 Minuten am Stück sitzen, wäre ihr die Rückfahrt 

als Beifahrerin im Auto von Serbien in die Schweiz im Sommer 2023 (ca. 14 Stunden) nicht möglich 
gewesen. Die Rechtsvertreterin hat weiter vorgebracht, dass die Dauermedikation der 

Beschwerdeführerin nicht angemessen berücksichtigt worden sei. Die eingenommenen Medikamente 

sind im Gutachten festgehalten (IV-act. 71-17), weshalb davon auszugehen ist, dass sie auch in die 

Beurteilung der Sachverständigen eingeflossen sind. 

3.2.4 Die Rechtsvertreterin hat weiter geltend gemacht, es sei nicht nachvollziehbar, wie man die 
Arbeitsfähigkeit auf 5 % genau beurteilen wolle. Die Sachverständigen haben der Beschwerdeführerin 

für adaptierte Tätigkeiten eine 25 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der Grund für die teilweise 

Arbeitsunfähigkeit ist ein erhöhter Pausenbedarf von zwei Stunden pro Tag. Bei einer 

Wochenarbeitszeit von 40 Stunden resultiert bei einem erhöhten Pausenbedarf von zwei Stunden pro 

Tag ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 75 % (100 x 30 / 40). Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Sachverständigen ist somit gut nachvollziehbar. 

3.2.5 Die Rechtsvertreterin hat argumentiert, die gutachterliche Beurteilung sei auch mit Blick auf die 
im Arbeitstraining erzielten Resultate nicht nachvollziehbar. Bereits nach zwei Tagen Arbeitstraining 
seien die Schmerzen so stark geworden, dass die Beschwerdeführerin das Arbeitstraining nicht habe 

fortsetzen können. Bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit geht es darum festzustellen, ob bzw. in 

welchem Ausmass einer versicherten Person eine Erwerbstätigkeit objektiv betrachtet noch zumutbar 

ist. Die im Rahmen eines Arbeitstrainings gezeigte Arbeitsleistung wird wesentlich durch subjektive 

Faktoren wie die von der versicherten Person empfundenen Schmerzen, ihre Motivation und ihre 

Willenskraft mitbestimmt. Aus diesem Grund kann nicht von der im Rahmen eines Arbeitstrainings 

gezeigten Arbeitsleistung auf die medizinisch-theoretisch mögliche und zumutbare Arbeitsleistung 

geschlossen werden (vgl. z.B. Entscheide des Versicherungsgerichts vom 29. Oktober 2019, IV 

2017/248 E. 3.4 und vom 28. März 2024, IV 2023/77 E. 6.4). Die im Arbeitstraining erzielten Resultate 

vermögen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung also nicht zu widerlegen. 

3.2.6 Die Rechtsvertreterin hat weiter kritisiert, es sei unverständlich, weshalb vor der Operation (vom 
19. September 2022) eine volle Arbeitsunfähigkeit als nachvollziehbar eingestuft worden sei, während 

nach dem ausgebliebenen Erfolg der Operation und einer dokumentierten Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes eine höhere Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Der fehlende Erfolg der 
operativen Intervention sei im Gutachten nicht hinreichend gewürdigt worden. Der orthopädische 

Sachverständige hat für die Zeit vor der Operation keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 

sondern er hat festgehalten, dass die Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 25 % seit dem 8. April 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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16/20 

2022 gelte. Der 8. April 2022 ist gemäss der Auskunft der ehemaligen Arbeitsgeberin der letzte 

Arbeitstag der Beschwerdeführerin gewesen. Die Einschätzung des orthopädischen Sachverständigen, 

dass die Arbeitsunfähigkeit seit April 2022 besteht, ist daher schlüssig. Der orthopädische 

Sachverständige hat sich mit dem fehlenden Erfolg der Operation bzw. der Rezidiv-Diskushernie 

auseinandergesetzt. Da sich die Beschwerdeführerin gegen die empfohlene operative Revision und 
eine neuerliche Infiltration entschieden hat, ist ihm nichts anderes übrig geblieben, als die 

Arbeitsfähigkeit anhand des aktuellen Zustandes zu beurteilen. Dass der RAD-Arzt Dr. G.___ der 

Beschwerdeführerin in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2023 für die Zeit vom 11. April 2022 und 

bis auf weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten attestiert hat, lässt keine Zweifel an der 

gutachterlichen Beurteilung aufkommen. Die Rezidiv-Diskushernie LWK 4/5 war erst Ende Dezember 

2022 festgestellt worden. Zum damaligen Zeitpunkt war der weitere Verlauf noch offen und die Frage, 

ob sich die Beschwerdeführerin doch noch zu einer weiteren Operation entschliessen würde, noch nicht 

beantwortet (vgl. hierzu IV-act. 28-3). Zu berücksichtigen ist auch, dass die damalige Anfrage an den 

RAD im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen erfolgt ist, d.h. es ist um das Eingliederungspotential 

respektive die Arbeitsfähigkeit im Rahmen von beruflichen Eingliederungsmassnahmen gegangen. 

Auch unter Berücksichtigung dieses Aspektes ist nachvollziehbar, dass der RAD-Arzt die 

Arbeitsfähigkeit zum damaligen Zeitpunkt anders eingeschätzt hat als später der orthopädische 

Sachverständige im Rahmen der Rentenprüfung. 

3.2.7 Die Rechtsvertreterin hat vorgebracht, dass jede Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt Konzentration 
erfordere. Wenn im Gutachten also festgehalten werde, dass aufgrund des Konzentrationsbedarfs und 

des geforderten Durchhaltewillens die Tätigkeit am angestammten Arbeitsplatz nicht mehr ausübbar 

sei, so werde jegliche Arbeitstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt für die Beschwerdeführerin nicht 

ausübbar sein. Entgegen der Behauptung der Rechtsvertreterin hat der psychiatrische Sachverständige 

die angestammte Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht als optimal adaptiert betrachtet: Er hat der 

Beschwerdeführerin für die angestammte Tätigkeit, aber auch für jede andere angepasste Tätigkeit aus 

rein psychiatrischer Sicht noch eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestiert. Er ist also nicht davon 

ausgegangen, dass die angestammte Tätigkeit eine höhere nervliche Belastung oder höhere 

Konzentrationsanforderungen beinhaltet. Der Einwand der Rechtsvertreterin ist daher nicht stichhaltig. 

Die Rechtsvertreterin hat weiter erklärt, es sei unklar, was unter einer "wohlwollenden 

Arbeitsatmosphäre" zu verstehen sei. Hierbei hat es sich um eine Empfehlung des psychiatrischen 

Sachverständigen gehandelt. In einer wohlwollenden Arbeitsatmosphäre herrscht nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung ein gutes Arbeitsklima und es wird, soweit möglich, auf die individuellen Bedürfnisse 
der Arbeitnehmer Rücksicht genommen. Aufgrund der vom psychiatrischen Sachverständigen 

festgestellten leichten psychischen Beeinträchtigungen erscheint diese Empfehlung nachvollziehbar. 

Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin ist eine wohlwollende Arbeitsatmosphäre bei 

Hilfsarbeiten mit seriellen Abläufen auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unrealistisch. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.2.8 Demnach vermögen die von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin vorgebrachten 
Einwände keine Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu wecken. Dasselbe gilt für die 

abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes, welcher auch eine adaptierte Tätigkeit als 

nicht mehr zumutbar erachtet hat. Die unterschiedliche medizinische Beurteilung durch die 

Sachverständigen und den Hausarzt ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen, 
dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss dazu neigen, die pessimistische Selbsteinschätzung ihrer 

Patienten zu teilen. Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in denen die Sachverständigen eine 

gewisse Symptomverdeutlichung bzw. Schmerzausweitung festgestellt haben, schätzen die 

behandelnden Ärzte die Arbeitsunfähigkeit häufig zu hoch ein. Die Sachverständigen haben auch 

überzeugend begründet, weshalb sie die Teilarbeitsunfähigkeiten aus orthopädischer und aus 

psychiatrischer Sicht nicht (teil-)summiert haben: Aufgrund der insgesamt gering ausgeprägten 

Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit sowie der nicht eingeschränkten Tagesarbeitszeit 

sowohl aus psychiatrischer als auch aus orthopädischer Sicht dienten die verlängerten Pausen den 

Einschränkungen beider Fachgebiete (IV-act. 71-9). Demnach ist auf das umfassende, schlüssige 

bidisziplinäre Gutachten vom 9. Juni 2024 abzustellen. Eine erneute Begutachtung, wie sie von der 

Rechtsvertreterin gefordert worden ist, ist folglich nicht angezeigt. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

als Produktionsmitarbeiterin besteht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit April 2022 keine 

Arbeitsfähigkeit mehr. In einer optimal adaptierten Tätigkeit (leicht, wechselbelastend, keine Tätigkeiten 
mit höherer nervlichen Belastung oder Konzentrationsanforderungen, keine Tätigkeiten mit eigener 

Entscheidungsbefugnis, einfache Tätigkeiten in einer wohlwollenden Arbeitsatmosphäre ohne 

besondere eigene Verantwortung mit mehr vorgegebenen, seriellen Arbeitsabläufen, keine Tätigkeiten 

im Nachtschichtbetrieb und mit Stressbelastung, keine Arbeiten ausschliesslich im Team) besteht seit 

April 2022 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. 

4.  

4.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich zu 
überprüfen. Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns, vorliegend also im März 2023, massgebend. Die Beschwerdeführerin hat im Jahr 2021 

als Produktionsmitarbeiterin in einem Pensum von 100 % ein Erwerbseinkommen von Fr. 55'641.-- 

erzielt (IV-act. 5-2). Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2023 (nach Geschlecht) resultiert ein 

Valideneinkommen von Fr. 57'095.-- (0.8 % im Jahr 2022, 1.8 % im Jahr 2023). Die angestammte 

Tätigkeit ist der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar. In einer adaptierten Hilfsarbeit besteht eine 

Restarbeitsfähigkeit von 75 %. Da die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit mehr ausübt, ist das 
Invalideneinkommen auf der Grundlage von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Eine Hilfsarbeiterin hat im 

Jahr 2023, aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, 

durchschnittlich ein Erwerbseinkommen von Fr. 55'599.-- erzielt (siehe Anhang 2 der IVG-Ausgabe der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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18/20 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2025). Ein Tabellenlohnabzug wird gewährt, wenn davon 

ausgegangen werden muss, dass die versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben 

ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde, im selben Pensum tätige Person. Ein strikt 

ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also keinen Soziallohn ausrichtender Arbeitgeber wird 

einer versicherten Person mit gesundheitlicher Einschränkung nämlich keinen durchschnittlichen, 
sondern nur einen unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlen, um seinen aus der Anstellung 

resultierenden „Arbeitsmehrwert“ – die Differenz zwischen dem ökonomischen Wert der Arbeitsleistung 

und den direkten und indirekten Lohn- und Lohnnebenkosten – auf einen durchschnittlichen Betrag zu 

erhöhen, wenn die versicherte Person nur einen unterdurchschnittlichen ökonomischen Mehrwert 

generieren kann respektive wenn die indirekten Lohnkosten und die Lohnnebenkosten 

überdurchschnittlich hoch sind, sodass für den Arbeitgeber nur ein unterdurchschnittlicher 

„Arbeitsmehrwert“ resultiert. Ein strikt betriebswirtschaftlich operierender, also ganz bewusst keinen 

Soziallohn ausrichtender Arbeitgeber wird das nicht hinnehmen, sondern diese „Einbusse“ auf die 

versicherte Person überwälzen, indem er ihr nur einen unterdurchschnittlichen Lohn bezahlt, sodass 

für ihn im Ergebnis ein durchschnittlicher „Arbeitsmehrwert“ resultiert. Ein potentieller Arbeitgeber 

müsste bei einer Beschäftigung der Beschwerdeführerin unter anderem in Kauf nehmen, dass sie in 

zeitlicher Hinsicht als auch bezüglich der zu verrichtenden Tätigkeiten nicht so flexibel wie eine gesunde 

Arbeitnehmerin eingesetzt werden könnte, was ihren betriebswirtschaftlich-ökonomischen Wert als 
Arbeitnehmerin schmälert. Die Beschwerdegegnerin hat damit im Ergebnis zu Recht einen 

Tabellenlohnabzug von 10 % vorgenommen. Unter Berücksichtigung der Arbeitsunfähigkeit von 25 % 

und eines Tabellenlohnabzugs von 10 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 37'529.--. Der IV-

Grad beträgt somit aufgerundet 35 %. 

4.2 Per 1. Januar 2024 ist eine neue Verordnungsbestimmung in Kraft getreten. Soweit für die 
Bestimmung des Invalideneinkommens statistische Werte (LSE) herangezogen werden, werden von 

diesem Wert 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 

funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere 

Abzüge sind nicht zulässig (vgl. Art. 26bis IVV, Stand am 1. Januar 2024). Der Invaliditätsgrad würde 

sich somit auch ab dem 1. Januar 2024 weiterhin auf 35 % belaufen. 

4.3 Die Rechtsvertreterin hat schliesslich noch geltend gemacht, dass angesichts der erheblichen 
Einschränkungen sowie der fehlenden Berücksichtigung der praktischen Umsetzbarkeit der 

notwendigen Adaptionskriterien im Arbeitsumfeld von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen sei. 

4.4 Ob eine versicherte Person die verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt noch verwerten kann, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern 

hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer 

entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint. Fehlt es an einer 

wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2025, IV 2024/134 E. 3.6). 

4.5 Der Beschwerdeführerin ist die Ausübung einfacher (d.h. insbesondere ohne höhere 
Stressbelastung und ohne besondere eigene Verantwortung), leichter, wechselbelastender Tätigkeiten 

weiterhin möglich. Die qualitativen Einschränkungen bewegen sich also nicht in einem unüblichen 

Rahmen. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung existieren solche Arbeitsstellen auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Die Rechtsvertreterin hat geltend gemacht, es sei nicht berücksichtigt 

worden, dass infolge der mehrjährigen Erwerbslosigkeit der Beschwerdeführerin eine erhebliche 

Dekonditionierung bestehe. Der Dekonditionierung infolge der mehrjährigen Erwerbslosigkeit liegt keine 

gesundheitliche Beeinträchtigung zugrunde, die die Arbeitsfähigkeit bleibend oder längere Zeit 

beeinträchtigen würde. Sie ist daher bei der Rentenprüfung nicht zu berücksichtigen. Schliesslich hat 

die Rechtsvertreterin noch vorgebracht, es sei unklar, wie vermehrte Pausen praktisch durchzuführen 

wären, da Sitzen während der Pausen kontraindiziert wäre. Auch diese Argumentation ist nicht 
stichhaltig. Ein optimal adaptierter Arbeitsplatz bietet der Beschwerdeführerin die Möglichkeit, während 

der Pausen zu sitzen, zu stehen, etwas herumzugehen, sich zu bewegen und bestenfalls sich sogar 

hinzulegen und damit die Pausen so zu nutzen, dass sie sich optimal erholen kann. Zusammenfassend 

ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin möglich ist, ihre Restarbeitsfähigkeit von 75 % auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. 

4.6 Bei einem IV-Grad von unter 40 % besteht kein Anspruch auf eine IV-Rente. Demnach ist die 
Beschwerde abzuweisen. 

5.  

5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

als angemessen, da der Aufwand für das Aktenstudium bei der Festsetzung der Gerichtskosten im 

gleichzeitig laufenden Beschwerdeverfahren 2025/2 nicht berücksichtigt worden ist (siehe Erw. 3.1 des 

Entscheides IV 2025/2). Die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- ist der unterliegenden 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/1 
 

 

20/20 

5.2 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung 
der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO, sGS 963.75) pauschal Fr. 
1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote 

eingereicht. In einem durchschnittlich aufwändigen IV-Fall wird praxisgemäss eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zugesprochen. Der Aufwand für das Aktenstudium ist voll zu 

berücksichtigen, da dieser bei der Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung im gleichzeitig 

laufenden Beschwerdeverfahren IV 2025/2 nicht berücksichtigt worden ist (siehe Erw. 3.2 des 

Entscheides IV 2025/2). Da es sich vorliegend um einen durchschnittlich aufwändigen IV-Rentenfall 

gehandelt hat, erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- als angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

5.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung der 
Gerichtskosten und zur Rückerstattung der Parteientschädigung verpflichtet, sobald sie dazu in der 

Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1]). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtskosten von Fr. 600.-- zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege befreit. 

3.  
Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 20.11.2025
	Art. 28 ff. IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Beweiskraft eines medizinischen Gutachtens. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. November 2025, IV 2025/1).

		2026-01-28T03:58:24+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen