# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 265daf26-1ec0-5f0a-b572-1c29d01fa997
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 1125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-1125_nodate.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1124, 1125

anderen Gründen ergeben. Schutzwürdige Interessen können rechtliche 
oder tatsächliche Interessen irgendwelcher Art sein (vgl. BGE 104 lb 249). 
Der Rekurrent hat ein schutzwürdiges Interesse, wenn der Ausgang des 
Verfahrens, in das er sich einmischen will, seine Interessensphäre beein­
flussen kann, er also einen praktischen Nutzen hat oder je nachdem einen 
Nachteil abwenden kann, den der angefochtene Verwaltungsakt für ihn 
zur Folge hätte (vgl. BGE 104 lb 258).

RRB 9.9.1986

1125

Einspracheverfahren. Legitimation zur Einsprache gegen Zonenpläne 
(Art. 33 RPG; SR 700).

Der Rekurrent rügt sinngemäss fehlerhafte Anwendung des Raumpla­
nungsgesetzes des Bundes. Nach Art. 33 Abs. 3 lit.a RPG muss durch 
die Kantone die Beschwerdelegitimation nach Art. 103 OG gewährleistet 
sein. Das heisst nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass der 
«Beschwerdeführer durch die Verfügung in höherem Masse als jedermann 
berührt sein müsse». Namentlich ist eine «besondere, beachtenswerte, 
nahe Beziehung des Beschwerdeführers zur Streitsache erforderlich» 
(BGE 99 lb 107, 104 lb 249). Ist diese Voraussetzung erfüllt, braucht im 
einzelnen nicht mehr geprüft zu werden, ob die als verletzt angeru­
fene Norm eine Schutzwirkung auf den Beschwerdeführer bezwecke 
(BGE 1041b 256).

T. R. wohnt im Einfang, also auf der anderen Seite des Stäggelenberges 
im Glattal. Damit wohnt er jedenfalls ausserhalb des Einflussbereiches all­
fälliger Emissionen aus der geplanten Industriezone Baldenwil. Dass ersieh 
aus naturkundlichem Interesse oft in jenem Gebiet aufhält, vermag sei­
nem Rechtsmittel die Eigenschaft einer unzulässigen Popularbeschwerde 
nicht zu nehmen. Sein Hinweis, als Mitglied des Naturschutzbundes und 
als dessen Ortsvertreter in besonderem Masse betroffen zu sein, ist unbe- 
helflich. Namens des Naturschutzbundes hat deren Vizepräsidentin zur 
geplanten Zonenänderung Stellung genommen. Die Meinungsäusserung 
eines einzelnen Mitgliedes des Naturschutzbundes ist im vorliegenden 
Rekursverfahren unbeachtlich.

RRB 2.10.1984

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