# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78615b8d-cb10-5580-9443-dc8a3e166bdb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2010 C-3355/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3355-2009_2010-10-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3355/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Marianne Teuscher, 
Gerichtsschreiberin Barbara Giemsa-Haake.

A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Kreis, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3355/2009

Sachverhalt:

A.
A._______, geboren am 20. September 1967 in Jordanien, reiste im 
Oktober 1998 in die Schweiz ein und stellte hier ein Asylgesuch. Er 
lernte im Mai 2000 die 13 Jahre ältere Schweizerin B._______ kennen; 
drei  Monate  später,  im  August  2003,  meldeten  beide  bei  der  Zivil-
standsbehörde  ihr  Eheversprechen  an.  Die  Eheschliessung  erfolgte 
am 1. Dezember  2000,  woraufhin  dem Ehemann eine Jahresaufent-
haltsbewilligung im Kanton St. Gallen erteilt wurde. 

B.
Am 4. September 2003, vor Erreichen der hierfür erforderlichen Wohn-
sitz-  und  Ehedauer,  stellte  A._______ ein  Gesuch  um  erleichterte 
Einbürgerung.  Ab  November  2003  mieteten  die  Ehegatten  eine  – 
angeblich für den zeitweiligen Aufenthalt des Ehemannes vorgesehene 
– zusätzliche Wohnung in derselben Strasse. Sie unterzeichneten am 
8. Juni 2004 eine Erklärung, wonach sie in einer tatsächlichen, unge-
trennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  an  derselben  Adresse 
zusammenlebten  und  weder  Trennungs-  noch  Scheidungsabsichten 
bestünden. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass 
die erleichterte Einbürgerung nicht möglich ist, wenn vor oder während 
des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder 
Scheidung  beantragt  hat  oder  keine  tatsächliche  eheliche  Gemein-
schaft  mehr  besteht,  und dass die  Verheimlichung dieser  Umstände 
zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen kann. Am 24. Juni 2004 
wurde A._______ erleichtert eingebürgert und erwarb das Bürgerrecht 
von Alt St. Johann SG.

C.
Ab Mitte August 2004 bewohnte A._______ ausschliesslich die bereits 
bestehende Zweitwohnung. Auf Veranlassung der Ehefrau hin wurden 
am 8. Oktober 2004 gerichtliche Eheschutzmassnahmen angeordnet 
und  das  Getrenntleben  der  Ehegatten  festgestellt.  Nach  einem  im 
Februar 2005 eingereichten Scheidungsbegehren wurde ihre Ehe per 
6. Juni 2005 rechtskräftig geschieden. Der Ehemann heiratete am 16. 
Dezember  2005  eine  aus  seinem  Geburtsort  stammende  11  Jahre 
jüngere Jordanierin. 

D.
Aufgrund der  bis  dahin  bekannten Umstände leitete das Bundesamt 

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am  23. Juni  2005  ein  Verfahren  betreffend  Nichtigerklärung  der  er-
leichterten Einbürgerung ein. Hierzu nahm der  Betroffene wiederholt 
Stellung. Seine geschiedene Ehefrau, B._______, richtete an das BFM 
aus eigener Initiative mehrere Eingaben, in denen sie den Eheverlauf 
aus  eigener  Sicht  schilderte. Als  Auskunftsperson wurde sie  am 28. 
Oktober  2005 von der  Kantonspolizei  St. Gallen  zu den Umständen 
des Zusammenlebens,  der  Trennung und der  Ehescheidung befragt. 
Der  Rechtsvertreter  ihres  Ex-Ehemannes  hatte  zuvor  Zusatzfragen 
übermittelt,  aber  mitgeteilt,  dass  er  an  der  Einvernahme  der  Ex-
Ehefrau nicht teilnehmen werde.

E.
Bei ihrer Befragung vom 28. Oktober 2005 gab B._______ an, es habe 
bereits  kurz  nach  der  Heirat  Meinungsverschiedenheiten  gegeben, 
zum einen wegen der kulturellen Unterschiede, zum anderen wegen 
der  Spielsucht  des  Ehemannes.  Man  habe  sich  aber  immer  um 
Lösungen bemüht, habe gemeinsame Interessen gehabt und gemein-
same Ferien – u.a. im Herkunftsland des Ehemannes – verbracht. Im 
Herbst  2003  habe  man  eine  zusätzliche  Wohnung  gemietet,  um 
Beruhigung in der Ehe zu schaffen, aber auch, um dem Ehemann die 
Möglichkeit zu geben, sich zurückzuziehen. Letzteres sei schon früher 
eine  Idee  ihres  Ehemannes  gewesen.  Im  Prinzip  hätten  sie  aber 
gemeinsam gelebt  und  gewohnt.  Im  Sommer  2004  hätte  es  erneut 
grössere Spannungen gegeben, weil ihr Ehemann – nach freiwilliger 
Sperrung im Spielcasino St. Gallen und nach Abbruch seiner Sucht-
therapie  –  wieder  heimlich  zu  spielen  begonnen  habe.  Sie  hätten 
daraufhin eine vierwöchige Trennung vereinbart, während der sich ihr 
Ehemann ausschliesslich  in  der  Zweitwohnung aufgehalten  habe. In 
dieser Zeit habe er wiederholt den Wunsch nach Scheidung und nach 
eigenen Kindern geäussert. Dieser Kinderwunsch, verbunden mit der 
Idee einer nach islamischem Recht zulässigen Zweitehe, sei bereits zu 
Beginn ihrer Ehe aufgetaucht. Den im Sommer 2004 vom Ehegatten 
thematisierten  Scheidungswunsch  habe  sie  eigentlich  nicht  geteilt,  
wohl aber – wegen ihrer Krebserkrankung und ihrem Bedürfnis nach 
Ruhe – eine länger dauernde Trennung befürwortet. Da dies für ihren 
Ehemann nicht  in  Frage gekommen sei,  habe sie  am 9. September 
2004 ein Scheidungsbegehren unterschrieben, das ihr Ehemann spä-
ter  eingereicht  habe.  Nach  der  Unterzeichnung  des  Scheidungsbe-
gehrens habe sie keinen Kontakt mehr zu ihm haben wollen und ihm 
seine  persönlichen  Sachen  aus  der  bisherigen  gemeinsamen  Woh-
nung überbracht. Sie sei dennoch der Überzeugung, dass die Erklä-

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rung über die tatsächliche, ungetrennte, stabile eheliche Gemeinschaft 
vom 8. Juni 2004 beiderseits der Wahrheit entsprochen habe. Noch im 
Vorjahr  habe  man  über  zwei  Monate  hinweg  eine  Paartherapie  ab-
solviert. 

F.
Mit Schreiben vom 18. August 2006 (Aktenstück 41) lud die Vorinstanz 
A._______ bzw. dessen Vertreter zur abschliessenden Stellungnahme 
ein  und  übersandte  ihm  gleichzeitig  –  so  der  Wortlaut  –  sämtliche 
Akten, auf welche sich das Bundesamt bei seiner Beurteilung stützt. 
Der Vertreter  reichte daraufhin am  16. Oktober  2006 eine 86-seitige 
Stellungnahme  ein.  Die  Vorinstanz  tätigte  danach  noch  weitere 
Abklärungen, ohne den Vertreter  hiervon in  Kenntnis  zu setzen,  und 
bat  abschliessend den Kanton St. Gallen um Zustimmung zur beab-
sichtigten  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung.  Diese 
Zustimmung wurde am 8. April 2009 abgegeben. 

G.
Mit Verfügung vom 1. Mai 2009 erklärte das BFM die am 24. Juni 2004 
erfolgte erleichterte Einbürgerung von A._______ für nichtig und führte 
zur  Begründung  aus,  dieser  habe  während  des  Einbürgerungsver-
fahrens  eine  intakte  eheliche  Lebensgemeinschaft  vorgetäuscht  und 
sich  dadurch  seine  erleichterte  Einbürgerung  erschlichen.  Diese 
Vermutung ergebe sich insbesondere aus den Geschehnissen vor und 
nach seiner  erleichterten Einbürgerung; insbesondere habe er  keine 
glaubhaften Gründe dafür nennen können,  warum seine Ehe bereits 
zwei Monate später in die Brüche ging. Sein planmässiges Vorgehen 
zur Erlangung des Schweizerischen Bürgerrechts sei vor allem auch 
aus  dem von  der  Ex-Ehefrau  bei  ihrer  Befragung  vom 28.  Oktober 
2005 geschilderten Eheverlauf ersichtlich.

H.
Da der Beschwerdeführer ein Rechtsmittel gegen diese Verfügung in 
Betracht zog, ersuchte er am 2. Mai 2009 um Akteneinsicht. Die Vor-
instanz  übersandte  ihm  daraufhin  ihr  aus  den  Aktenstücken  1  -  58 
bestehendes Dossier. 

I.
Mit  dem  Antrag,  die  vorinstanzliche  Verfügung  aufzuheben  und  die 
Sache  eventualiter  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzu-
weisen, erhob Rechtsanwalt Dr. Peter Kreis im Namen von A._______ 
am  20.  Mai  2009  Beschwerde.  Er  beantragt  weiterhin,  es  sei  eine 

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mündliche  Parteiverhandlung  einschliesslich  einer  persönlichen 
Befragung des Beschwerdeführers durchzuführen.

I.a In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  wird  geltend  gemacht,  die  Vor-
instanz habe dem Beschwerdeführer bzw. seinem Vertreter vor Erlass 
der  Verfügung  keine  vollständige  Akteneinsicht  gewährt.  Erst  nach-
träglich und im Rahmen eines erneuten Akteneinsichtsgesuchs habe 
er  die  zuvor  fehlenden Aktenstücke 41 bis  58 zur  Kenntnis  nehmen 
können. Dabei  handele  es  sich  um  Abklärungen  bei  verschiedenen 
Ämtern  und beim Grand Casino in  St. Gallen sowie  um die  Zustim-
mungserklärung  des  Heimatkantons  zur  beabsichtigten  Nichtigerklä-
rung.  Die  fehlende  Information  hierüber  führe  zur  Verletzung  des 
rechtlichen  Gehörs  und  der  in  der  Europäischen  Menschenrechts-
konvention garantierten Verfahrensfairness. Zum selben Ergebnis füh-
re auch der Umstand, dass die Vorinstanz wesentliche Vorbringen des 
Beschwerdeführers  nicht  berücksichtigt  habe;  insoweit  sei  auf  die 
abschliessende Stellungnahme vom 16. Oktober 2006 verwiesen. Die 
Vorinstanz  habe  auch  den  Beweisanträgen  des  Beschwerdeführers 
keine  Beachtung  geschenkt.  Insbesondere  wäre  dessen  persönliche 
Befragung erforderlich gewesen,  um ein Gegengewicht  zu den zahl-
reichen Eingaben der mittlerweile verstorbenen Ex-Ehefrau zu schaf-
fen.  Diese  Eingaben  hätte  die  Vorinstanz  –  wie  auch  beantragt  – 
zudem  aus  dem  Recht  weisen  müssen.  Gleiches  gelte  für  diverse 
anonymisierte oder teilweise unleserliche gemachte Eingaben anderer 
Privatpersonen. 

I.b Was den Inhalt der Verfügung angehe, so treffe es nicht zu, dass 
schon vor der erleichterten Einbürgerung keine stabile Ehe mehr be-
standen  habe  und  es  bereits  zwei  Monate  danach  zur  faktischen 
Trennung  gekommen  sei.  Immerhin  habe  A._______  seiner  Ehefrau 
noch  nach  Erhalt  ihrer  Krebsdiagnose  im  September  2004  seine 
Unterstützung angeboten, was diese auch akzeptiert habe. Auch noch 
im  April  2005  –  und  trotz  des  damals  bereits  eingereichten 
gemeinsamen Scheidungsbegehrens – habe er sich Hoffnung auf eine 
Fortsetzung  der  Ehe  gemacht.  Die  während  des  Ein-
bürgerungsverfahrens fehlenden Trennungsabsichten habe auch seine 
Ehefrau wahrheitsgetreu mit ihrer Unterschrift bestätigt. Dass die Ehe-
gatten  ein  zusätzliches  Zimmer  angemietet  und  teilweise  räumlich 
getrennt  gelebt  hätten,  spreche  nicht  dagegen,  sondern  habe  dem 
Ruhebedürfnis  der kranken Gattin  entsprochen. Selbst  wenn es zwi-
schen ihnen im Jahr 2003 grössere Meinungsverschiedenheiten gege-

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ben haben sollte, so dürften diese nicht überbewertet werden. Ange-
sichts ihrer Paartherapie, die vom Sommer 2003 bis Anfang Mai 2004 
gedauert  habe, werde ihre aufrichtige Bereitschaft  zur Weiterführung 
ihrer  Beziehung  deutlich.  Hierfür  könne  durch  Befragung  des  Be-
schwerdeführers  und  durch  Einholung  von  Berichten  der  besuchten 
Therapeuten Beweis erbracht werden. 

I.c Die  Casino-Besuche  und  seine  Spielsucht  bestreitet  der  Be-
schwerdeführer nicht, weist aber daraufhin, dass er – von Mitte Januar 
bis  anfangs  Mai  2004  –  diesbezüglich  Hilfe  in  Form  einer  Sucht-
therapie beansprucht  habe. Hieraus bzw. aus seinem nachträglichen 
Rückfall  lasse  sich  jedoch  nichts  Negatives  für  seine  Ehe  ableiten. 
Gleiches gelte für seinen Kinderwunsch, zu dem er sich jedoch nicht 
an dieser  Stelle,  sondern erst  im Rahmen einer  persönlichen Anhö-
rung äussern wolle. Er wolle jedoch betonen, dass er weder Trennung 
noch Scheidung gewünscht habe und dass sogar die für das Schei-
dungsverfahren zuständige Richterin versucht habe, in diesem Sinne 
zwischen ihm und seiner Ehefrau zu vermitteln. Jedenfalls hätten im 
Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  alle  hierfür  erforderlichen 
Voraussetzungen  vorgelegen,  was  bereits  in  der  abschliessenden 
Stellungnahme  vom  16.  Oktober  2006  dargelegt  worden  sei.  Diese 
Stellungnahme mitsamt ihren Beweisangeboten sei als integrierender 
Bestandteil der Beschwerde zu betrachten. 

J.
In  Ergänzung  seiner  Beschwerde  übersandte  der  Parteivertreter  mit 
Eingabe  vom 22. Mai  2009 zwei  Arbeitszeugnisse des Beschwerde-
führers, die dessen berufliche Integration belegen sollen. 

K.
In ihrer Vernehmlassung vom 7. Juli 2009 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  räumt  ein,  dass  dem Beschwerde-
führer  einige  Aktenstücke  nicht  zugestellt  worden  seien;  die  daraus 
resultierende  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  werde  jedoch  im 
Beschwerdeverfahren geheilt. Abgesehen davon hätten die besagten 
Aktenstücke  den  vorinstanzlichen  Entscheid  nicht  beeinflusst,  gehe 
doch bereits aus diversen anderen Unterlagen hervor, dass die ehe-
liche  Gemeinschaft  des  Beschwerdeführers  im  fraglichen  Zeitpunkt 
nicht stabil gewesen sei. 

L.
In  der  darauffolgenden Replik  vom 16. Juli  2009 hält  der Beschwer-

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deführer  an  seinen  bisherigen  Rechtsbegehren  und Beweisanträgen 
fest.

M.  
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen Bezug genommen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das 
Gesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).

1.3 Als  Adressat  der  angefochtenen  Verfügung  ist  der  Beschwerde-
führer zu deren Anfechtung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG). 

2.
Mit  Beschwerde  ans  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Instanz als 
Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG) – die Unangemessen-
heit  gerügt  werden.  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  Gründen  gut-
heissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sach- und 
Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides  (vgl.  E.  1.2  des  in 
BGE 129  II  215  teilweise  publizierten  Urteils  des  Bundesgerichts 
2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.

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3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 
Schweiz gewohnt hat (Bst. a), seit einem Jahr hier wohnt (Bst. b) und 
seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger 
lebt (Bst. c). Nach dem Wortlaut und Wortsinn der Bestimmung müs-
sen sämtliche Voraussetzungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchsein-
reichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. 
Fehlt es insbesondere im Zeitpunkt des Entscheids an der ehelichen 
Gemeinschaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen 
werden (BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 f., BGE 130 II 482 E. 2 S. 484, 
BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403). 

3.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des  Bürger-
rechtsgesetzes  bedeutet  mehr  als  nur  das  formelle  Bestehen  einer 
Ehe.  Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  getragen 
vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 482 
E. 2 S. 483 f.). Denn der Gesetzgeber wollte dem ausländischen Ehe-
gatten eines Schweizer Bürgers die erleichterte Einbürgerung ermög-
lichen, um die Einheit des Bürgerrechts im Hinblick auf ihre gemein-
same Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bundesrats zur Änderung 
des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, BBl 1987 III 310). Ein 
Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, die eheliche Gemein-
schaft  aufrecht zu erhalten,  kann sich ergeben, wenn sie sich kurze 
Zeit nach der erleichterten Einbürgerung trennen oder die Scheidung 
einleiten (BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 f. mit Hinweisen).

3.3 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde 
des Heimatkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt werden, wenn 
sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
erschlichen (Art. 41 Abs. 1 BüG), d.h. mit einem unlauteren und täu-
schenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des strafrecht -
lichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der 
Betroffene  bewusst  falsche  Angaben  macht  bzw.  die  mit  dem  Ein-
bürgerungsbegehren  befasste  Behörde  bewusst  in  einem  falschen 
Glauben lässt  und so den Vorwurf  auf  sich zieht,  es unterlassen zu 
haben, über eine erhebliche Tatsache zu informieren (vgl. BGE 135 II 
161  E.  2  S.  164  f.  mit  Hinweisen).  Weiss  der  Betroffene,  dass  die 
Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt 
der Verfügung vorliegen müssen, so muss er die Behörde unaufgefor-
dert über eine nachträgliche Änderung in seinen Verhältnissen orien-

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tieren, von der er weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürge-
rung entgegensteht. Die Pflicht  dazu ergibt  sich aus dem Grundsatz 
von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungs-
pflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrer-
seits darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte bei passi-
vem Verhalten des Gesuchstellers nach wie vor der Wirklichkeit  ent-
sprechen (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

4.
4.1 Das Verfahren zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 
richtet sich nach den Bestimmungen des VwVG (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 
2 Bst. a VwVG). Danach obliegt es der Behörde, den Sachverhalt von 
Amtes wegen abzuklären (Art. 12 VwVG). Sie hat zu untersuchen, ob 
der  betroffenen  Person  die  Täuschung  über  eine  Einbürgerungsvor-
aussetzung vorgeworfen werden kann, wozu insbesondere ein beidsei-
tig intakter und gelebter Ehewille gehört. Da die Nichtigerklärung in die 
Rechte der betroffenen Person eingreift,  liegt  die Beweislast  bei  der 
Behörde. Allerdings geht es in der Regel um innere, dem Kern der Pri-
vatsphäre zugehörende Sachverhalte, die der Behörde nicht bekannt 
und einem Beweis naturgemäss kaum zugänglich sind. Sie kann sich 
daher veranlasst sehen, von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) 
auf  unbekannte (Vermutungsfolge)  zu  schliessen. Solche natürlichen 
Vermutungen (auch als tatsächliche Vermutungen bezeichnet) können 
sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich 
auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um  Wahrscheinlich-
keitsfolgerungen, die auf Grund der Lebenserfahrung gezogen werden. 
Die betroffene Person ist bei der Sachverhaltsabklärung mitwirkungs-
pflichtig (BGE 135 II 161 E. 3 S. 165 f. mit Hinweisen).

4.2 Die natürliche Vermutung gehört zur freien Beweiswürdigung. Sie 
stellt  eine  Beweiserleichterung  dar,  indem eine  bereits  vorhandene, 
aber nicht mit letzter Schlüssigkeit mögliche Beweisführung unterstützt 
wird. Eine Umkehr der Beweislast hat sie nicht zur Folge. Wenn daher 
bestimmte Tatsachen – beispielsweise die Chronologie der Ereignisse 
–  die  natürliche  Vermutung  begründen,  dass  die  erleichterte  Ein-
bürgerung erschlichen wurde,  muss die betroffene Person nicht  den 
Nachweis  für  das  Gegenteil  erbringen.  Es  genügt,  wenn  sie  einen 
Grund anführt, der es als wahrscheinlich erscheinen lässt, dass sie die 
Behörde nicht getäuscht hat. Bei diesem Grund kann es sich um ein 
ausserordentliches, nach der erleichterten Einbürgerung eingetretenes 
Ereignis handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, oder die 

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betroffene Person kann plausibel darlegen, weshalb sie die Schwere 
ehelicher Probleme nicht erkannte und den wirklichen Willen hatte, mit 
dem Schweizer Ehepartner auch weiterhin in einer stabilen ehelichen 
Gemeinschaft zu leben (BGE 135 II 161 E. 3 S. 165 f. mit Hinweisen).

5.
Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine Verletzung des recht -
lichen Gehörs vor, weil  diese nach seiner abschliessenden Stellung-
nahme noch Abklärungen vorgenommen habe, über die er nicht infor-
miert  worden  sei.  Die  Vorinstanz  habe  ihm dadurch  die  Möglichkeit 
entzogen, auf alle für sie relevanten Punkte einzugehen. Dies müsse 
dazu  führen,  dass  die  seinerzeit  zurückbehaltenen  Aktenstücke  aus 
dem Recht  zu  weisen  seien.  Gleiches  gelte  für  Aktenstücke,  deren 
Absender die Vorinstanz anonymisiert habe.

5.1 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör,  wie  ihn  Lehre  und  Recht-
sprechung  aus  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der  Schwei-
zerischen  Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999  (BV,  SR  101)  ab-
leiten  und wie  er  sich  für  das  Bundesverwaltungsverfahren aus den 
Art. 29  ff.  VwVG  ergibt,  umfasst  eine  Anzahl  verschiedener  ver-
fassungsrechtlicher  Verfahrensgarantien. Darunter  fällt  u.a. auch das 
Recht  auf  vorgängige  Äusserung  und  Anhörung  (vgl.  Art. 30  Abs. 1 
VwVG), das für die Prozessparteien regelmässig im Vordergrund steht 
und  den  Betroffenen  einen  Einfluss  auf  die  Ermittlung  des  wesent-
lichen Sachverhaltes sichert. Ihnen kommt der Anspruch zu, sich hier-
zu vorgängig zu äussern und von der betreffenden Behörde alle dazu 
notwendigen Informationen zu  erhalten  (vgl.  BVGE 2009/35  E. 6.4.1 
S. 477 f. mit Hinweisen). Der vom Beschwerdeführer zitierte Anspruch 
auf ein faires Verfahren – Art. 6 Abs. 1 der Konvention vom 4. Novem-
ber  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR  0.101)  –  geht  über  diesen  verfassungsrechtlichen  An-
spruch  nicht  hinaus  (vgl.  BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL in:  Praxis-
kommentar  VwVG,  Waldmann/  Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich  2009, 
Art. 29 N 10). 

5.2 Im  Falle  des  Beschwerdeführers  ist  unbestritten,  dass  er  vor 
Verfügungserlass nur beschränkt Einsicht in die vorinstanzlichen Akten 
nehmen konnte. Auf einen Teil der vorenthaltenen Akten – so auf die 
Abklärungen bezüglich der Sperre im Grand Casino St. Gallen (Akten-
stücke 52 und 53)  – hat  die Vorinstanz auch ihren Entscheid abge-
stützt. Die  insoweit  erfolgte  Verletzung des rechtlichen  Gehörs  kann 

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aber nur dann von Belang sein – und könnte allenfalls zur Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanz führen – wenn auf die zusätzlichen 
Abklärungen zurückgegriffen werden müsste (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts 1C_326/2009 vom 5. Februar 2010 E. 2.2 und 1C_231/2007 
vom  14.  November  2007  E.  2.2).  Wäre  der  rechtserhebliche  Sach-
verhalt, unabhängig davon, bereits hinreichend erstellt, so hätte es die 
Vorinstanz  dabei  bewenden  lassen  können  und  insoweit  auch  das 
rechtliche Gehör nicht ausweiten müssen. 

5.3 Dies  trifft  auch  auf  die  Anfrage  zu,  welche  die  Vorinstanz  am 
16. September 2009 an das Spielcasino St. Gallen gerichtet hat. Dass 
die  Spielsucht  des  Beschwerdeführers  in  seiner  Ehe  thematisiert 
wurde und die Anordnung von Eheschutzmassnamen nach sich zog, 
war bereits zuvor unbestritten. Die näheren Umstände und die tech-
nischen Einzelheiten der Spielsperre brauchten nicht weiter eruiert zu 
werden.  Gleiches  gilt  auch  für  die  Abklärungen  zur  zweiten  Ehe-
schliessung des Beschwerdeführers,  welche dem Bundesamt bereits 
vorher bekannt war. Auf den Inhalt der Eingaben von B._______, die 
dem  Beschwerdeführer  im  Zeitpunkt  seiner  abschliessenden 
Stellungnahme  teils  bekannt,  teils  unbekannt  waren,  nimmt  die 
vorinstanzliche Verfügung ohnehin nicht Bezug. Sie stützt sich ebenso-
wenig auf die anonymisierten Eingaben anderer Privatpersonen.

5.4 Aus den genannten Gründen zieht die vom Beschwerdeführer er-
hobene  Rüge  der  Gehörsverletzung  keine  rechtlichen  Folgen  nach 
sich. Soweit er sich darauf beruft, er habe sich nicht zur in Bezug auf  
die Nichtigerklärung erteilten Zustimmung des Heimatkantons äussern 
können, ist dies irrelevant. Die Zustimmungserklärung selbst entfaltet 
für den Betroffenen keine unmittelbaren Rechtswirkungen. Es genügt 
daher,  wenn  er  erst  durch  die  vorinstanzliche  Verfügung  hiervon  in 
Kenntnis gesetzt wird und sich im Rechtsmittelverfahren dazu äussern 
kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_324/2009 vom 16. November 
2009 E. 2.2 und 2.3). 

6.
Aufgrund  des  zeitlichen  Ablaufs  im  Vorfeld  der  erleichterten  Einbür-
gerung  des  Beschwerdeführers  äusserte  die  Vorinstanz  die  Vermu-
tung, dieser habe während des Einbürgerungsverfahrens falsche An-
gaben gemacht bzw. wesentliche Tatsachen verschwiegen.

6.1 Nach dem unbestritten gebliebenen Akteninhalts steht fest,  dass 
der Beschwerdeführer im Oktober 1998 in die Schweiz gelangte und 

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hier ein Asylgesuch stellte. Er lernte im Mai 2000 die 13 Jahre ältere 
B._______  kennen,  meldete  im  August  2000  das  gemeinsame 
Eheversprechen an und heiratete sie am 1. Dezember 2000. Noch vor 
Erreichen der fünfjährigen Wohnsitz- und dreijährigen Ehedauer (vgl. 
Art. 27 Abs. 1 Bst. a BüG) stellte er am 4. September 2003 ein Gesuch 
um  erleichterte  Einbürgerung.  Am  8.  Juni  2004  unterzeichnete  er 
gemeinsam  mit  seiner  Ehefrau  eine  Erklärung,  derzufolge  eine 
ungetrennte,  stabile  eheliche  Gemeinschaft  bestand,  und  wurde  am 
24.  Juni  2004  erleichtert  eingebürgert.  Noch  während  des  Einbür-
gerungsverfahrens mieteten die Ehegatten eine zusätzliche Wohnung, 
in  welcher  sich  der  Ehemann zuerst  zeitweilig  und  ab  Mitte  August 
2004 ausschliesslich aufhielt. Im Februar 2005 reichten die Ehegatten 
ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. 

6.2 Bereits  diese  äusserlichen  Indizien  führen  zur  Vermutung,  dass 
der Beschwerdeführer spätestens im Zeitpunkt  der erleichterten Ein-
bürgerung  keinen  wirklichen  Ehewillen  mehr  besass.  Dementspre-
chend stellt sich die Frage, ob seine dagegen gerichteten Argumente 
eine andere Schlussfolgerung erlauben. 

7.
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Stabilität  und der gemein-
same Wunsch zur Fortsetzung der Ehe seien insbesondere daraus er-
sichtlich, dass man überwiegend in der gemeinsamen Wohnung gelebt 
habe,  dass  man  hingegen  die  zusätzliche  Wohnung  nur  angemietet 
habe,  um dem Ruhebedürfnis  der  kranken Ehefrau zu  entsprechen. 
Der beiderseitige Ehewille  sei  auch daraus ersichtlich,  dass man ab 
Sommer  2003  bis  Mai  2004  eine  Paartherapie  absolviert  habe.  Er 
räumt  weiterhin  ein,  er  habe  sich  –  ebenfalls  bis  Mai  2004  –  einer  
Therapie wegen seiner Spielsucht unterzogen, meint aber, dass diese 
Sucht keine negativen Rückschlüsse auf seine Ehe zulasse. Schliess-
lich  weist  der  Beschwerdeführer  auch  daraufhin,  dass  er  gar  keine 
Scheidung  gewollt  habe  und  noch  während  des  laufenden  Schei-
dungsverfahrens versucht habe, seine Ehefrau umzustimmen. 

7.1 Entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers  deutet  die  An-
mietung der Zweitwohnung im November 2003 nicht auf eine stabile 
Ehe  und  erst  recht  nicht  auf  eine  –  so  wie  es  dem  Wortlaut  der 
Erklärung vom 8. Juni 2004 entspricht – ungetrennte Gemeinschaft an 
derselben Adresse hin. Der Umstand, dass einer der Ehegatten, aus 
welchen Gründen auch immer, Rückzugsmöglichkeiten suchte, spricht 

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vielmehr  dafür,  dass  das tägliche Zusammensein  zur  Überforderung 
wurde. 

7.2 Von der  Ex-Ehefrau  des  Beschwerdeführers  wird  dies  auch  be-
stätigt. Sie hat bei ihrer rogatorischen Einvernahme vom 28. Oktober 
2005 erklärt,  es habe bereits  zu Beginn der  Ehe Meinungsverschie-
denheiten gegeben. Von der von ihrem Ehemannes schon früher ge-
wünschten Zweitwohnung habe sie sich schliesslich, im Herbst 2003, 
eine  vorübergehende  Beruhigung  ihrer  Ehe  versprochen.  Die  Schil-
derungen  der  Ex-Ehepartner  widersprechen  sich  zwar  insofern,  als 
beide sich  gegenseitig  das Bedürfnis  für  die Anmietung der  Zusatz-
wohnung unterstellen. Letztlich kommt es hierauf aber nicht an, spricht 
doch  auch  der  Umstand,  dass  die  Ehegatten  während  des  Einbür-
gerungsverfahrens  eine  Paartherapie  –  und  der  Beschwerdeführer 
darüber  hinaus  auch  eine  Suchtherapie  –  in  Angriff  nahmen,  dafür, 
dass ihr Zusammenleben problembehaftet war. Dass eine gemeinsa-
me Hoffnung, die Ehe zu retten, bestand, soll dabei gar nicht bestritten 
werden,  und  es  erscheint  vor  diesem  Hintergrund  nachvollziehbar, 
dass die Ehegatten trotz der bestehenden Spannungen die Erklärung 
vom 8. Juni 2004 unterzeichneten. 

7.3 Wann eine eheliche Beziehungskrise den Punkt erreicht,  wo der 
Bestand der Ehe tatsächlich gefährdet ist, ist allerdings – so wie hier –  
nicht ohne Weiteres erkennbar. Wohl aber können äussere Anzeichen 
dafür sprechen, dass dieser Punkt überschritten wurde. Im vorliegen-
den Fall sprechen die bisherigen Erwägungen dafür, dass die Ehe des 
Beschwerdeführers  schon während des Einbürgerungsverfahrens er-
heblichen  Belastungen  ausgesetzt  war;  letzte  Zweifel  hieran  lassen 
sich – auf den ersten Blick – nicht ganz ausschliessen, haben doch 
sowohl der Beschwerdeführer wie auch seine Ex-Ehefrau betont, wäh-
rend  dieser  Zeit  überwiegend  in  der  gemeinsamen Wohnung gelebt 
und den Fortbestand ihrer Lebensgemeinschaft nicht in Frage gestellt 
zu haben. Die nachträgliche Entwicklung ihrer Ehe rückt diese Zweifel 
jedoch in den Hintergrund.

7.3.1 Bereits  zwei  Monate  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  zog 
der Beschwerdeführer in die zuvor nur zeitweise benutzte Zweitwoh-
nung  um. B._______  hat  dies  bei  ihrer  Befragung  vom 28. Oktober 
2005  mit  neu  aufgetretenen  ehelichen  Spannungen  begründet  und 
ausgeführt,  dass  zunächst  nur  eine  vierwöchige  Trennungszeit 
beabsichtigt  gewesen  sei.  Tatsache  ist  jedoch,  dass  es  nach  dieser 

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räumlichen  Trennung  nicht  einmal  mehr  versuchsweise  zur  Wieder-
aufnahme der Lebensgemeinschaft kam. Die Ex-Ehefrau hat dies mit 
dem  Kinderwunsch  und  den  wiederholt  geäusserten  Scheidungs-
absichten  ihres  Ehemannes  erklärt.  Ihre  Angaben  sind  durchweg 
glaubhaft, da sie den gesamten Eheverlauf bis zur endgültigen Tren-
nung  aus  einer  dem  Beschwerdeführer  wohlwollenden  Perspektive 
schildern.

7.3.2 Der Beschwerdeführer hat sich nicht dazu geäussert, warum er 
bereits  im August  2004  aus  der  bisherigen  gemeinsamen Wohnung 
ausgezogen ist. Statt dessen macht er geltend, er selbst habe weder 
Trennung noch Scheidung gewollt. Doch selbst wenn er, wie behaup-
tet,  versucht  hat,  seine Ehefrau von ihrem Scheidungswunsch abzu-
bringen, so kann daraus nicht abgeleitet werden, dass er die bereits 
zuvor eingetretene Zerrüttung der Ehe nicht wahrgenommen hat. Fest 
steht, dass er das im Februar 2005 eingereichte Scheidungsbegehren 
mitunterzeichnet hat und damit das Scheitern der Ehe anerkannt hat.  
Dass er dabei ambivalente Gefühle hegte, ist völlig ohne Belang eben-
so wie der Umstand, dass er seiner krebskranken Ehefrau noch wäh-
rend  der  Trennungszeit  seine  Unterstützung  angeboten  hat.  Positive 
Rückschlüsse  auf  die  Qualität  seiner  Ehe  lassen  sich  daraus  auch 
deshalb nicht ziehen, weil ein angeblich damals gutes Einvernehmen 
die  nachfolgende Trennung und Scheidung erst  recht  unverständlich 
macht.  Die  zeitliche  Abfolge  der  Geschehnisse  innerhalb  weniger 
Monate lässt  – trotz  der  offensichtlich auch nach der  Trennung fort -
bestehenden  affektiven Bindung  der  Ehegatten –  kaum eine andere 
Schlussfolgerung  zu,  als  dass  ihre  Ehe  schon  im  Zeitpunkt  der  er-
leichterten Einbürgerung keine Zukunft mehr hatte. 

7.4 Auch die abschliessende Stellungnahme im vorinstanzlichen Ver-
fahren, die der Beschwerdeführer als Bestandteil  seiner Beschwerde 
verstanden wissen will, enthält keine Ausführungen, die über das jet-
zige  Vorbringen  hinausgehen  und  nachvollziehbar  erklären  könnten, 
warum es in seiner angeblich stabilen Ehe innerhalb von zwei Mona-
ten nach der erleichterten Einbürgerung zur  Trennung und innerhalb 
weiterer sechs Monate zum gemeinsamen Scheidungsbegehren kam. 
Diese  Stellungnahme  nimmt  insbesondere  Bezug  auf  verschiedene 
Eingaben  von  B._______,  die  der  Beschwerdeführer  als  Meinungs-
äusserungen  einer  enttäuschten  Ehefrau  abtut  und  aus  dem  Recht 
gewiesen sehen will. Angesichts des Umstands, dass die Vorinstanz 
hierauf  gar  nicht  abgestellt  hat,  ist  darauf  nicht  weiter  einzugehen. 

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Allerdings  hat  der  Beschwerdeführer  in  seiner  abschliessenden 
Stellungnahme (S. 58) eingeräumt, dass es u.a. wegen seiner Casino-
besuche und der Diskussionen ums Geld eheliche Probleme gegeben 
habe. Schon angesichts dessen wäre von ihm zu erwarten gewesen, 
dass er eine plausible Erklärung für die angeblich im Einbürgerungs-
zeitpunkt  noch  unvorhersehbare  Trennung  abgibt.  Hierfür  reicht  es 
nicht  aus,  dass  er  seiner  Ehefrau  den  Wunsch  nach  Trennung  und 
Scheidung unterstellt,  war er  es  doch selbst,  der  hierfür  mit  seinem 
Auszug aus der gemeinsamen Wohnung das erste äusserliche Indiz 
geschaffen hat.

8.
Um die  gegen ihn sprechende Vermutung,  sich  die  erleichterte  Ein-
bürgerung erschlichen zu haben, zu entkräften, hat der Beschwerde-
führer schliesslich mehrere Beweismittel angeboten und beanstandet, 
dass  schon  die  Vorinstanz  –  unter  Verletzung  seines  rechtlichen 
Gehörs – hierauf nicht eingegangen sei. Vor diesem Hintergrund stellt  
sich  die  Frage,  ob  die  Vorinstanz  weitere  Abklärungen  hätte  treffen 
müssen  bzw.  ob  im  Rechtsmittelverfahren  noch  Beweiserhebungen 
erforderlich sind.

8.1 Art.  19  VwVG  i.V.m.  Art.  37  des  Bundesgesetzes  über  den 
Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 (BZP, SR 273) verpflichtet 
die Behörde nicht, alles und jedes, was wünschbar wäre, abzuklären. 
Bei der Auswahl der Beweismittel – bei der eine Zeugeneinvernahme 
ohnehin nur subsidiär wäre – berücksichtigt sie vielmehr deren Taug-
lichkeit und Beweiskraft  (vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungs-
verfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 
1998, Rz. 276). Zusätzliche Abklärungen sind nur dann vorzunehmen, 
wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 
Akten  ergebender  Anhaltspunkte  Anlass  besteht.  Von  beantragten 
Beweisvorkehren kann abgesehen werden, wenn der Sachverhalt, den 
eine  Partei  beweisen  will,  nicht  rechtserheblich  ist,  wenn  bereits 
Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, 
dass der angebotene Beweis keine wesentlich neuen Erkenntnisse zu 
vermitteln vermag oder wenn die Behörde den Sachverhalt  aufgrund 
eigener  Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (vgl.  KÖLZ/HÄNER, 
a.a.O., Rz. 319 und 320; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis). 
Gelangt die Behörde bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-
zeugung,  der  zu  beweisende  Sachverhalt  sei  nicht  rechtserheblich 
oder der angebotene Beweis nicht geeignet, weitere Abklärungen her-

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beizuführen, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden 
(zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157).

8.2 Im  vorliegenden  Fall  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass 
weitere  Abklärungen  –  die  der  Beschwerdeführer  unter  Verweis  auf 
seine abschliessende Stellungnahme im Vorverfahren für erforderlich 
hält – nicht zu neuen Erkenntnissen führen würden. Aus der von ihm 
beantragten  Einholung  von  Berichten  über  die  absolvierte  Paarthe-
rapie kann er in keinem Fall etwas zu seinen Gunsten herleiten, liegt 
es doch im Wesen einer solchen Therapie, dass sie nur im Fall von 
Beziehungsproblemen in Anspruch genommen wird. Allenfalls könnte 
ein Wunsch der Ehegatten zur Lösung ihrer Probleme attestiert  wer-
den; die rechtserhebliche Beweisfrage wäre damit  jedoch keinesfalls 
geklärt. Gleiches gälte für die beantragte Einvernahme von C._______ 
und D.________,  die  bezeugen  sollen,  dass  der  Scheidungswunsch 
von seiner  Ehefrau  ausgegangen sei. Es  ist  ebenfalls  ohne Belang, 
dass der Beschwerdeführer noch nach Einreichung des gemeinsamen 
Scheidungsbegehrens  seine  Ehefrau  zum  Zusammenbleiben 
überreden  wollte;  auch  auf  eine  entsprechende  Anfrage  beim 
seinerzeit für die Scheidung zuständigen Kreisgericht St. Gallen kann 
daher  verzichtet  werden.  Soweit  der  Beschwerdeführer  anführt,  die 
Hausärztin  der  Ex-Ehegatten,  E._______,  könne  zur  weiteren 
Aufhellung der Ehegeschichte und ihres Endes beitragen, ist dies viel 
zu unpräzise und lässt  nicht  erwarten,  dass diese sich zur Stabilität  
der  Ehe im Einbürgerungszeitpunkt  äussern  könnte. Für  dieses hier 
allein relevante Beweisthema haben auch die zusätzlich als Beweis-
mittel angebotenen Arbeitgeberbestätigungen keinerlei Bedeutung. 

8.3 Schliesslich hat der Beschwerdeführer beantragt, im vorliegenden 
Verfahren  sei  eine  mündliche  Parteiverhandlung  bzw. seine  persön-
liche Befragung durchzuführen. Hierzu ist festzustellen, dass das Ver-
waltungsrechtspflegeverfahren  vom Grundsatz  der  Schriftlichkeit  ge-
prägt ist  (vgl.  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, 
S. 65 und 201) und kein Anspruch auf eine mündliche Anhörung bzw. 
Parteibefragung besteht (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; PATRICK KRAUS-
KOPF/  KATHRIN EMMENEGGER in Waldmann/Weissenberger, a.a.O.,  Art. 12 
N. 74  und  105).  Hierauf  kann  sich  also  auch  der  Beschwerdeführer 
nicht  berufen.  Der  von  ihm zitierte  Art. 40 VGG,  der  das  Öffentlich-
keitsgebot präzisiert, gelangt hier nicht zur Anwendung.

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8.3.1 Der Beschwerdeführer möchte sich vor allem deshalb mündlich 
vor Gericht äussern, weil er einen persönlichen Eindruck hinterlassen 
will  und  meint,  den  Eingaben  und  Behauptungen  seiner  Ex-Ehefrau 
werde ansonsten zu grosse Bedeutung beigemessen. Damit macht er 
aber  auch  keine  Gründe  für  eine  Beweiserhebung  im  Rahmen  von 
Art. 12 Bst. b VwVG geltend. Wie bereits dargelegt, wird im vorliegen-
den Beschwerdeverfahren ohnehin nur auf  die Einvernahme der Ex-
Ehefrau vom 28. Oktober 2005 abgestellt; ansonsten geht es dem Be-
schwerdeführer lediglich darum, seine eigene Sicht der Dinge darzu-
legen. Hiervon können keine neuen, über das Beschwerdevorbringen 
hinausgehenden Erkenntnisse erwartet werden.

8.3.2 Zwar hat der Beschwerdeführer angeführt, er wolle sich im Rah-
men einer persönlichen Befragung auch zu seinem angeblichen und 
von  B._______  bei  ihrer  Einvernahme  thematisierten  Kinderwunsch 
äussern.  Ein  solcher  Verweis  auf  künftiges  Vorbringen  ist  jedoch 
unzulänglich. Art. 52 VwVG erfordert eine vollständige Begründung der 
Beschwerde,  d.h.  eine  Bezugnahme  auf  alle  relevanten  Punkte  der 
Verfügung. Aus der Begründung muss auch hervorgehen, inwiefern die 
tatsächlichen  oder  rechtlichen  Erwägungen  der  Verfügung  unrichtig 
oder nicht stichhaltig sind (vgl. ANDRÉ MOSER in: Christoph Auer/Markus 
Müller/  Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz 
über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Art. 52 
Rz.  7;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-1786/2007 
vom  3.  Juni  2010  E.  5).  Auf  eine  derartige  Begründung  hat  der 
Beschwerdeführer – was das Problem des Kinderwunsches betrifft – in 
seiner  Rechtsmitteleingabe  verzichtet.  Sein eventuell  rechtserheb-
liches  Vorbringen  kann  er  nicht  für  einen  späteren  Zeitpunkt  in 
Aussicht stellen. 

9.
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen nicht hat entkräften 
können. Es ist davon auszugehen, dass die Stabilität seiner ehelichen 
Lebensgemeinschaft  bereits  während  des  Einbürgerungsverfahrens 
erheblich erschüttert war und dass diese Situation innerhalb von zwei 
Monaten  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  dazu  führte,  dass  er 
endgültig  in  die  zuvor  nur  zeitweilig  benutzte  Zweitwohnung umzog. 
Dass die Trennung – äusseres Zeichen für  das Zerwürfnis  der  Ehe-
gatten  –  möglicherweise  als  Bedenkzeit  gedacht  war  –  spielt  dabei 
keine Rolle. Ebenso wenig ist  die über die Trennung hinausgehende 

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emotionale  Bindung der  früheren  Partner  ein  Indiz  für  eine  im Zeit-
punkt  der  Einbürgerung  stabile  Ehe.  Dafür,  dass  es  erst  später  zu 
einer unvorhersehbaren Erschütterung kam, hat der Beschwerdeführer 
jedenfalls  weder  nachvollziehbare  Gründe  noch  entsprechende  Be-
weise angeführt; insbesondere ist es nicht überzeugend, wenn er, der 
den  ersten  Trennungsschritt  unternommen hat,  sich  lapidar  auf  den 
angeblichen  Scheidungswunsch  seiner  Ehefrau  beruft.  Diese  selbst 
hat bei ihrer rogatorischen Einvernahme vom 28. Oktober 2005 meh-
rere Gründe für  das Scheitern der Beziehung anklingen lassen,  u.a. 
den Wunsch ihres muslimischen Ehemannes nach Kindern, zunächst 
verbunden  mit  dem  Wunsch  nach  einer  Zweitehe.  Hierzu  hat  sich 
A._______ im vorliegenden Verfahren nicht geäussert,  sondern ganz 
allgemein – und insofern für eine Beweiserhebung unzulänglich – eine 
Stellungnahme im Rahmen einer Parteibefragung in Aussicht gestellt. 
Die  angefochtene  Verfügung  geht  demzufolge  zu  recht  davon  aus, 
dass der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt keinen auf die 
Zukunft  gerichteten  Ehewillen  besass  und  sich  die  erleichterte 
Einbürgerung erschlichen hat. 

10.
Die vorinstanzliche Verfügung vom 1. Mai 2009 ist somit im Ergebnis 
als rechtmässig und angemessen zu bestätigen (Art. 49 VwVG) und 
die Beschwerde infolgedessen abzuweisen.

11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 und 3 des 
Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]).

Dispositiv nächste Seite 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1200.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kosten-
vorschuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. K 399 073)
- das Amt für Bürgerrecht und Zivilstand des Kantons St. Gallen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Giemsa-Haake

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Bege-
hren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter -
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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