# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bff05e2f-0fed-59d8-bc86-65bbfb5fe788
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-13
**Language:** de
**Title:** Integritätsentschädigung; Invaliditätsgrad; unterdurchschnittliches Valideneinkommen.
**Docket/Reference:** UV.2012.00125
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2012.00125.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2012.00125
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiber Stocker
Urteil
vom
13. Februar 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard
Werdstrasse
36, 8004 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Beat Frischkopf
Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren
1979, war ab 2. Juni 2009 (befristet bis 17. Dezember 2010) bei der
Y.___
angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 26. Juli 2010 als Fahrradfahrer von einem Auto angefahren wurde (Urk. 7/1).
Die medizinische
Erstversorgung fand im
Z.___
statt, wo er bis zum 30. Juli 2010 hospitalisiert war (Urk. 7/4; Diagnosen: Commotio ce
rebri; dislozierte
Claviculafraktur
links; Fraktur Sinus
maxillaris
laterale Wand;
Orbitafraktur
medial, lateral und inferior; traumatische
Anisokorie
bei Verdacht auf traumatische
Optikusneuropathie
bei
Contusio
orbitae
bei vorbestehender
retinaler
Narbe im
makulären
Bereich, Rissquetschwunde temporale Braue,
Af
ferenzdefizit
linksseitig im Rahmen der Neuropathie;
Exkorationen
Ellenbogen rechts). In der Folge wurde der Versicherte von
Dr.
med.
A.___
, Facharzt FMH für Innere Medizin,
Dr.
med.
B.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie, sowie in der Augenklinik, der Unfallklinik, der Klinik für
Wiederher
stellungschirurgie
und der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Z.___
untersucht
und behandelt (vgl. etwa Urk. 7/17, 7/25-26, 7/35 und 7/52).
Vom 25. November bis 16. Dezember 2010 hielt sich der Versicherte in der
C.___
auf
(Urk. 7/49). Am 19. August 2011 reichte
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für Ophthalmologie und
Ophthal
mochirurgie
, Vertrauensarzt der SUVA, seinen Bericht zu den Akten (Urk. 7/100), in dem er unter anderem zur erlittenen Integritätseinbusse Stellung bezog. Kreisarzt
Dr.
med.
E.___
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, untersuchte den Versicherten am 24. Oktober 2011 (Urk. 7/113).
1.2
Mit Schreiben vom 4. November 2011 (Urk. 7/115) teilte die SUVA der damali
gen Rechtsvertreterin des Versicherten mit, dass aus somatischer und psychiat
rischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2012 bestehe, weshalb die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per Ende 2011 eingestellt würden. Am 6. Dezember 2011 liess der Versicherte der SUVA mitteilen, dass er damit nicht einverstanden sei (Urk. 7/118).
Mit Verfügung vom 28. Dezember 2011 (Urk. 7/123) sprach die SUVA dem Versi
cherten eine Integritätsentschädigung von 5 % zu und verneinte den An
spruch auf eine Invalidenrente gestützt auf einen rentenausschliessenden
Inva
liditätsgrad
von 9 %. Die dagegen erhobene Einsprache vom 31. Januar 2012 (Urk. 7/124) wies die SUVA mit Entscheid vom 25. April 2012 (Urk. 2 = Urk. 7/128) ab.
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 30. Mai 2012 (Urk. 1) Be
schwerde erheben mit folgenden Anträgen:
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom 25. April 2012 vollumfänglich aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Versicherten eine Invalidenrente auszurichten und die Integritätsentschädigung zu erhöhen;
alles unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
Zudem liess er um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ersuchen. Die SUVA liess in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2012 (Urk. 6) auf Ab
weisung der Beschwerde schliessen.
Replicando
und
duplicando
liessen die Parteien an ihren Anträgen festhalten (Urk. 13 und 17).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen. Dies gilt ebenfalls für den
replican
do
gestellten Verfahrensantrag nach Änderung der Nummerierung der von der SUVA eingereichten Akten (vgl. Urk. 13 S. 2).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
[ATSG]), so hat sie gemäss Art. 18
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.1.2
Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (zum Beispiel geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde
Deutsch
kenntnisse
, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der
Inva
liditätsbemessung
nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine An
haltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem beschei
deneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden
Vergleichsein
kommen
gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Ein
kommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des
Valideneinkommens
durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Parallelisierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Dif
ferenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist.
Deutlich unterdurch
schnittlich im Sinne von
BGE 134 V 322
E. 4 ist der tatsächlich erzielte Ver
dienst, wenn er mindestens 5
%
vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn ab
weicht (vgl.
BGE 135 V 297
E. 6.1.2).
Die Parallelisierung der Einkommen trägt somit dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person
als Invalide
realistischerweise
nicht den Tabellenlohn er
zielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes
Invalideneinkommen
anzuneh
men ist (BGE 135 V 58 E. 3.4.3, Urteil des Bundesgerichts 9C_488/2008 vom 5. September 2008 E. 6.4, zusammengefasst in: SZS 2008 S. 570; Urteile des Bun
desgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 7.2.2; I 630/02 vom 5. Dezember 2003 E. 2.2.2). Kann tatsächlich oder
zumutbarerweise
ein durchschnittliches
Invali
deneinkommen
erzielt werden, dann besteht kein Grund, ein aus wirtschaftli
chen Gründen unterdurchschnittliches
Valideneinkommen
auf ein durchschnitt
liches hochzurechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in ge
setzwidriger Weise Einkommenseinbussen berücksichtigt, die nicht gesundheit
lich bedingt sind. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist somit das (zumut
bare) Invalideneinkommen nicht demjenigen Einkommen gegenüberzustellen, das ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bei vollständiger Ausschöpfung des wirtschaftlichen Potenzials
zumutbarerweise
hätte erzielt werden können, son
dern demjenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E. 3.4.3 in
fine
).
Sind die Voraussetzungen der
Einkommensparallelisierung
erfüllt, weil die versi
cherte Person aus invaliditätsfremden Gründen infolge fehlender Berufs
ausbildung und mangelhafter Sprachkenntnisse ein unterdurchschnittliches
Va
lideneinkommen
erzielt hatte, welches um mindestens 5
%
unter dem bran
chenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt, so vermögen dieselben Faktoren
praxis
gemäss
nicht zusätzlich auch noch einen Leidensabzug zu begründen
(vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2)
.
Bei der Durchführung der Parallelisierung ist mit Blick auf eine dem Grundsatz der Rechtsgleichheit genügende Invaliditätsgradermittlung zu vermeiden, dass diese - bei einer kontinuierlich ansteigenden Differenz zwischen tatsächlich er
zieltem Lohn und branchenüblichem Durchschnittseinkommen - ab Erreichen des
Erheblichkeitsgrenzwertes
von mindestens 5
%
gegebenenfalls eine sprung
hafte Erhöhung des Invaliditätsgrades zur Folge hat. Es ist daher nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung den
Erheb
lichkeitsgrenzwert
von 5
%
übersteigt, bezweckt doch die Parallelisierung
pra
xisgemäss
nur die Ausgleichung einer deutlichen - also nicht jeder kleinsten - Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten branchenüblichen Referenzeinkommen (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3).
1.2
1.2.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen In
tegrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des
In
tegritätsschadens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, au
genfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemes
sung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen meh
rere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un
fällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Be
einträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.2.2
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des
Integri
tätsschadens
. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem
medizinischen
Befund ist der
Integri
täts
schaden
für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der privat
rechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nach
teil indivi
duell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizi
nischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des
Integritätsscha
dens
aufstellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den
Integritäts
schaden
bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des
Integri
tätsschadens
hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medi
zinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körper
lichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.).
1.2.3
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
In
tegritätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin ge
nannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem an
gegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integritätsschä
den
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, ge
ben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige
Gebrauchs
unfähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der
Integritäts
schaden
weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
Die Medizinische Abteilung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala weitere
Bemes
sungsgrundlagen
in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3
zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des
Integri
tätsschadens
für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthal
ten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 25. April 2012 (Urk. 2) den Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf einen ermittelten rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 9 %. Dabei stellte die Beschwerdegegnerin dem
Valideneinkommen
von Fr. 60‘060.
ein mit den Lohnangaben in den Dokumentationen von Arbeitsplätzen (DAP) ermitteltes
In
valideneinkommen
von Fr. 54‘675.
gegenüber. Bei letzterem Einkommen be
rücksichtigte die Beschwerdegegnerin, dass das
Valideneinkommen
des Be
schwerdeführers unterdurchschnittlich gewesen sei (Abzug von 8 % vom durchschnittlichen Lohn der aufgelegten DAP). Weiter führte die
Beschwerde
gegnerin
aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund des unfallbedingten oph
thalmologischen Integritätsschadens Anspruch
auf eine Entschädigung von 5 % habe. Es könne insoweit auf die Schätzung von
Dr.
D.___
abgestellt werden. Weitere unfallbedingte Integritätsschäden lägen nach der medizinischen Ak
tenlage nicht vor.
Im vorliegenden Prozess liess die Beschwerdegegnerin an den Erwägungen im angefochtenen
Einspracheentscheid
festhalten und ergänzend ausführen, dass – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers – beim Beschwerdeführer gestützt auf die medizinischen Akten, insbesondere auf den entsprechenden Be
richt von
Dr.
D.___
, von einem relevanten ophthalmologischen Vorzustand (
Visus
links
0.1 oder weniger) auszugehen sei. Dies entspreche einer
Integritäts
einbusse
von 25 %, welche vom gesamthaft vorliegenden Integritätsschaden von 30 % abzuziehen sei, so dass sich der unfallbedingt zu entschädigende
Nettointegritätsschaden auf 5 % belaufe. Dabei komme bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung die SUVA-Tabelle 11.6 zur Anwendung (Urk. 6; vgl. auch Urk. 17).
2.2
Demgegenüber liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vortragen, dass die ophthalmologische Beurteilung, die Grundlage des Zumutbarkeitsprofils und der Schätzung des Integritätsschadens sei, nicht zutreffend sei. Der angebliche
Vor
zustand
werde bloss vermutet. Schon die Netzhautveränderung an sich sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt und erst recht nicht die daraus mutmasslich abgeleitete reduzierte Sehschärfe. Abgesehen davon habe PD
Dr.
F.___
- ebenfalls unter der Annahme eines
Vorzustan
des
- eine völlig andere Schätzung des Integritätsschadens als
Dr.
D.___
abge
geben. Im Austrittsbericht der
C.___
sei zudem ausgeführt wor
den, dass fünf Monate nach der dislozierten
Claviculafraktur
noch immer
Funk
tionseinschränkungen
des linken Schultergelenks bestünden; der radiologische Vergleich zeige eine unveränderte Lage des
Osteosynthesematerials
. Der Vor
wurf der erheblichen Symptomausweitung sei leichtfertig erhoben worden. Es sei nicht nachgewiesen, dass die Fraktur vollständig durchgebaut sei; das sei in der kreisärztlichen Untersuchung nur behauptet worden. Vor diesem Hinter
grund erweise sich die Zumutbarkeitsbeurteilung als unzutreffend. Die geklag
ten Kopfschmerzen seien nicht abgeklärt, sondern einfach mit dem Analgetika-Konsum verharmlost worden (Urk. 1).
Replicando
liess der Beschwerdeführer an seinen Ausführungen festhalten und zudem rügen, dass die Beschwerdegegnerin ein Dossier einreichen liess, dass in Umfang und Nummerierung nicht demjeni
gen entspreche, dass ihm früher zugestellt worden sei. Dadurch werde der An
spruch auf rechtliches Gehör verletzt (Urk. 13).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente sowie auf eine Integritätsentschädigung von mehr als 5 % hat.
3.2
3.2.1
Oberarzt
Dr.
med.
G.___
von der Klinik für Wiederherstellungschirurgie vom
Z.___
äusserte sich am 6. Dezember 2010, nachdem er den Beschwerdeführer neurologisch
und elektrodiagnostisch untersucht hatte, da
hingehend, dass keine Befunde hätten objektiviert werden können, welche über diejenigen einer Schmerzhemmung im Rahmen eines
myofaszialen
, posttrau
matischen Schmerzsyndroms der linken Schulter hin
aus
gehen würden (Urk. 7/41).
3.2.2
Dr.
phil.
H.___
, Fachpsychologe für Klinische Psychologie und Psychotherapie FSP, und Oberärztin
Dr.
med.
I.___
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, von
der
C.___
stellten
in ihrem Bericht vom 6. Dezember 2010 (Urk. 7/49.9-49.13) folgende psychopathologische Diagnose: „Posttraumatische Belastungsstörung in Remissionsphase und
leichtgradige
de
pressive und
somatoforme
Begleitsymptomatik (ICD
10: F43.1).“ Der Beschwer
deführer sei am 26. Juli 2010 auf seinem Fahrrad von einem Auto angefahren worden und habe sich dabei eine Commotio cerebri, eine dislozierte
Clavicu
lafraktur
links und eine
Orbitafraktur
links mit traumatischer
Optikus
-Neuro
pathie zugezogen. An der Unfallstelle sei er von der Sanität in apathischem Zu
stand am Boden sitzend vorgefunden worden, was auf eine mögliche akute
Be
lastungsreaktion
in der Initialphase sprechen könne. Für den Unfall bestehe eine
peritraumatische
Amnesie, was wahrscheinlich teils auf eine Dissoziation, teils auf eine hirnorganische Ursache bei Commotio cerebri zurückzuführen sei. Trotz dieser Anamnese fänden sich beim Beschwerdeführer im Anschluss an die erlit
tene Verletzung die klassische Symptom-Trias einer posttraumatischen
Belas
tungsstörung
(ICD
10: F43.1) mit Intrusionen (unfallbezogene Albträume mit hoher Intensität und Frequenz, anfänglich panische Angst und
Fröstelgefühl
beim Anblick von Autos, flashback-artige Erlebnisse), Vermeidungsverhalten sowie einem
Hyperarousel
(Nervosität, Konzentrationsschwäche, vegetative Auslenkung mit vermehrtem Schwitzen und Schlafstörungen). Unter
psycho
pharmakologischer
und
traumaorientierter
psychiatrischer Behandlung im am
bulanten Setting sei die Symptomatik inzwischen soweit gemildert worden, dass die Störung allmählich in eine Remissionsphase übergegangen sei. Als
Begleit
symptomatik
seien eine leichte depressive Verstimmung (vor allem aufgrund des
Visusverlustes
links) sowie
somatoforme
Störungen („Dunkelwerden“ im rechten Auge, Schwindel, frontale Kopfschmerzen) auszumachen. Die psychische Stö
rung habe Krankheitswert und sei weiterhin behandlungsbedürftig. Im jetzigen Zeitpunkt sei aus psychiatrischen Gründen noch von keiner verwertbaren Ar
beitsfähigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit sei in etwa zwei Monaten erneut einzuschätzen.
3.2.3
Assistenzärztin med.
pract
.
J.___
und Oberarzt
Dr.
med.
K.___
, Fach
arzt FMH für Physikalische Medizin und
Rehabilitation,
C.___
,
führten
in ihrem Bericht vom 4. Januar 2011 (Urk. 7/49.1-49.8) folgende Diag
nosen auf (Unfall vom 26. Juli 2010):
-
Commotio Cerebri, anamnestisch Bewusstlosigkeit
-
Dislozierte Clavicula-Fraktur links
-
28.07.2010
Intramedulläre
Osteosynthese Clavicula links (TEN 2,0 mm)
-
Posttraumatisches
myofasziales
Schmerzsyndrom der linken Schul
ter, schmerzbedingtes Aktivierungsdefizit
-
18.10.2010
Arthro
MRI Schulter links: RM intakt, AC-Gelenk un
auffällig
-
03.12.2010 Neurologisches Konsilium
Dr.
med.
G.___
: Keine
Schädigung des Plexus
brachialis
oder anderer relevanter neuraler Strukturen verifizierbar
-
Fraktur Sinus
maxillaris
lateraler Rand
-
Orbitafraktur
medial, lateral und inferior
-
Verdacht auf traumatische
Optikusneuropathie
bei
Contusio
Or
bitae
post
Unfall mit schon vorbestehender
retinaler
,
makulär
lokalisierter Narbe und traumatischer
Anisokorie
-
Laut Angaben aus den Akten linksseitiges
Afferenzdefizit
-
Posttraumatische Belastungsstörung in Remissionsphase und
leicht
gradige
depressive und somatische Begleitsymptomatik (ICD
10: F43.1)
Im Zeitpunkt des Klinikaustritts (am 16. Dezember 2010) hätten folgende Prob
leme bestanden:
1.
Funktionsstörungen des linken Schultergelenks mit
Bewegungsein
schränkung
und belastungsabhängigen Schmerzen, bei Austritt ge
bessert
2.
Gelegentlich Sensibilitätsstörungen von Ellenbogen links bis in
Dig
. II
V ziehend
3.
Sporadisch Schwindelgefühl und Kopfschmerzen, bei Austritt gebes
sert
4.
Erblindung des linken Auges
5.
Psychische Belastungssituation durch Unfall, häufig Albträume, Ver
gesslichkeit, Konzentrationsstörungen, durch psychologische Betreuung gebessert
Es sei - so med.
pract
.
J.___
und
Dr.
K.___
weiter - eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden. Diese sei weitgehend
auf eine psychi
sche Störung zurückzuführen. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die festgestellte psychische Störung begründe eine mindestens mittelschwere arbeitsrelevante Leistungsminderung. Die ange
stammte berufliche Tätigkeit als Hilfsarbeiter auf dem Bau (Arbeitsvertrag vor
handen) sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (Arbeitsunfähigkeit
von 100 %). Entsprechendes gelte zum jetzigen Zeitpunkt unter Berücksichti
gung der psychischen Problematik auch für andere berufliche Tätigkeiten
(S. 2)
.
3.2.4
PD
Dr.
med.
F.___
von der Augenklinik des
Z.___
diag
nostizierte in seinem Bericht vom 27. Juni 2011 (Urk. 7/87) eine diffuse schwere Netzhautveränderung am hinteren
Augenpol
links ungeklärter Genese (vorbestehend, das heisse beim Unfall vom 26. Juli 2010 sehr wahrscheinlich schon vorhanden). Mutmasslich sei die deutlich reduzierte Sehschärfe links
vor
bestehend
; nach dem Unfall habe das noch zugenommen. Betreffend den Unfall vom 26. Juli 2010 seien folgende Diagnosen zu nennen: Fraktur der lateralen Wand des Sinus
maxillaris
links, nicht-dislozierte
Orbitabodenfraktur
links, mutmassliche unfallbedingte
Opticusläsion
links bei objektiv nachweisbarer se
kundärer Strukturabnahme der
retinalen
Nervenfaserschicht sowie wahrschein
lich linksseitige unfallbezogene Einschränkung der Gesichtsfeldaussengrenzen bei vorbestehender Einschränkung der Empfindlichkeit im Gesichtsfeldzentrum
(S. 1)
. Die quantitative Bemessung des linksseitigen peripheren
Gesichtsfeldver
lustes
sei nachträglich unmöglich und rein hypothetisch. In der SUVA-Tabelle 11 würden Gesichtsfeldeinengungen als Integritätsschaden bewertet, aber nur mit der Annahme, dass die zentrale Insel intakt sei. Bei einer bereits schon er
heblichen konzentrischen Einengung auf 30° bis 10° werde bei Einseitigkeit und zentraler Insel eine Integritätsentschädigung von 12 bis 18 % vorgeschlagen. Aufgrund der durch den Unfall eingetretenen
Monokelsituation
sei eine weitere Beschäftigung auf dem Bau wegen Unfallgefahr nicht mehr zu empfehlen. Eine anderweitige Beschäftigung sei jedoch möglich
(S. 5)
.
3.2.5
Oberarzt
Dr.
med.
L.___
von der Klinik für Unfallchirurgie
des
Z.___
äusserte sich in seinem Bericht vom 18. August 2011 (Urk. 7/99) dahingehend, dass aufgrund der anamnestischen Angaben, der klinischen Un
tersuchung sowie der computertomographischen Bilanzierung eine kranken
gymnastische Übungsbehandlung mittels Physiotherapie indiziert sei. Sowohl die
muskuloskelettale
Rehabilitation wie auch die analgetische Seite könne ver
bessert werden. Aufgrund der schon lange andauernden Arbeitsunfähigkeit müsste eine kreisärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Der Beschwer
deführer sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig.
3.2.6
Dr.
D.___
hielt in
seinem Bericht vom 19. August 2011 (Urk. 7/100) folgende Diagnosen fest:
Velo-Unfall am 26.7.2010 mit
-
Commotio cerebri
-
dislozierte
Claviculafraktur
links
-
Fraktur Sinus
maxillaris
laterale Wand
-
Orbitafraktur
medial, lateral und inferior (Orbita = Augenhöhle)
-
traumatische
Anisokorie
OS>OD (unterschiedliche Pupillenweite, links weiter als rechts) bei Verdacht auf traumatische
Opticus
neuropathie
(
Sehnerverkrankung
) bei
Contusio
orbitae
bei
vor
bestehender
retinaler
Narbe im
makulären
Bereich (zentrale Netzhautnarbe), RQW temporale Braue (versorgt),
Afferenzdefizit
linksseitig im Rahmen der Neuropathie.
-
Excoriation
Ellbogen rechts
Diagnose linkes Auge:
-
traumatische
Opticusneuropathie
bei Status nach
Contusio
or
bitae
(
bulbi
) 26.7.2010 bei schon vorbestehender
retinaler
Narbe im
makulären
Bereich
-
Status nach Rissquetschwunde im Bereich der temporalen Braue
Fernvisus
rechts
unkorrigiert
gleich 1.0 (
Visus
= Sehschärfe)
Fernvisus
links Handbewegung,
Lichtperception
in allen Quadranten
Links ist die Papille (Sehnerv im Augenhintergrund) temporal etwas blässlich erscheinend, sonst randscharf.
Makulär
grosse pig
mentierte ältere Narbe. Relatives afferentes Pupillendefizit.
Grundsätzlich - so
Dr.
D.___
weiter - sei er mit der Einschätzung von PD
Dr.
F.___
einverstanden. Den wahrscheinlich vorbestehend aufgehobenen zentralen
Visus
links (bedingt durch die schweren Netzhautveränderungen am hinteren
Augenpol
) habe er aber in seinem Vorschlag für die Bemessung des Integritätsschadens nicht beachtet. Der erlittene Unfall habe wahrscheinlich zu einer Verschlimmerung des Vorzustandes geführt (Verschlechterung bezie
hungsweise Aufhebung des restlichen Gesichtsfeldes). Aber bereits vor dem Unfall vom 26. Juli 2010 sei sich der Beschwerdeführer an ein Sehen, welches beinahe einer
Monokelsituation
entspreche, gewohnt gewesen. Es sei schwierig zu sagen, wie gut das Gesichtsfeld nach links vor dem Unfall gewesen sei. Der Wegfall dieses Gesichtsfeld-Restes führe seines Erachtens nicht dazu, dass der Beschwerdeführer nicht mehr seiner früheren Tätigkeit nachgehen könnte. Dem Versicherten seien alle Tätigkeiten zumutbar, für welche ein monokulares Sehen ausreiche beziehungsweise für die
kein Stereosehen
erforderlich sei. Da er schon vor dem Unfall ein annähernd monokulares Sehen gehabt habe, dürfe dieses Zumutbarkeitsprofil nicht allzu eng ausgelegt werden.
Dr
.
D.___
schätzte
den unfallbedingten ophthalmologischen Integritätsschaden auf 5 % und führte zur Begründung Folgendes aus (Urk. 7/100.6): Grundlage für die Schätzung des
Integritätsschadens sei die SUVA-Tabelle 11.2 (Verlust des Sehvermögens auf einer Seite). Der Integritätsschaden sei hier mit 30 % be
zeichnet. Für den Vorzustand sei die Tabelle 11.2 (einseitige
Visusreduktion
) massgebend. Die Tabelle 11.6, Tab. III (die PD
Dr.
F.___
angewandt hatte) sei
untergeordnet. Es sei davon auszugehen, dass vorbestehend der
Visus
links 0.1 oder weniger betragen habe, bedingt durch die schweren
Netzhautverände
rungen
am hinteren
Augenpol
. Es sei somit von einem vorbestehenden
Integri
tätsschaden
von 25 % auszugehen. Daraus ergebe sich ein unfallbedingter
In
tegritätsschaden
von 5 % (= 30
% .
/. 25 %). Mit einer Verbesserung der Situa
tion könne nicht mehr gerechnet werden.
3.2.7
Dr.
B.___
äusserte
sich am 26. September 2011 dahingehend, dass die psychiatri
sche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei. Der Beschwerdeführer klage aktuell über Schlafstörungen, Albträume und eine depressive Antriebs
störung. Das posttraumatische Syndrom und die depressiven Symptome hätten sich deutlich gebessert. Es fänden vierzehntägliche Sitzungen statt. Aus psy
chiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Für eine
Restitutio
ad
integrum
sei die Behandlung sicher bis Ende 2011 notwendig. Die Prognose hänge vor allem vom Gelingen der Arbeitsintegrationsbemühungen der
Be
schwerdegegnerin
ab (Urk. 7/109).
3.2.8
Kreisarzt
Dr.
E.___
hielt in seinem Bericht vom 24. Oktober 2011 (Urk. 7/113) fest, dass der Beschwerdeführer
anlässlich der Untersuchung über Probleme mit dem Sehen und Schulterbeschwerden links geklagt habe. Mit dem linken Auge könne er nichts sehen; er habe eine entsprechende Einschränkung des Sehfeldes nach links. Eindrucksmässig führe dies auch zu einem langsamen Rückgang des Sehens auf der rechten Seite. Das rechte Auge sei überlastet. In der linken Schulter gebe er Schmerzen im Bereich des Schlüsselbeins an. Die
Schulterbe
weglichkeit
sei eingeschränkt; er könne den Arm nur etwa bis zur Horizontalen anheben (S. 4). Der Beschwerdeführer sei am 26. Juli 2010 mit seinem Fahrrad gegen ein Auto geprallt und dabei zu Fall gekommen. Er habe eine Commotio cerebri, eine dislozierte
Claviculafraktur
links sowie Frakturen im
Gesichtsbe
reich
links mit Verletzung am linken Auge erlitten. Der Verlauf von Seiten der Gesichtsfrakturen und der Commotio cerebri sei unauffällig gewesen; hier be
stünden keine nennenswerten Residuen mehr. Am linken Auge sei eine massive
Visuseinschränkung
festgestellt worden, wobei als Vorzustand eine ausgedehnte
zentrale Netzhautnarbe vorhanden gewesen sei. Die Situation sei ophthalmolo
gisch im
Z.___
und versicherungsmedizinisch durch den
Ophthlamologen
Dr.
D.___
beurteilt worden: Eine erhebliche [unfallbedingte] funktionelle Einschränkung durch die
Reduktion des Gesichtsfeldes werde we
gen des Vorzustandes negiert; unfallkausal bestehe eine Integritätseinbusse von 5 %. Die dislozierte
Claviculafraktur
sei
initial
intramedullär
geschient worden. Wegen eines fehlenden Durchbaus sei dann aber am 3. März 2011 eine
Revisi
onsoperation
mit Plattenosteosynthese notwendig gewesen. Der
ossäre
Durch
bau
sei mittlerweile - bildgebend bestätigt – abgeschlossen (S. 7).
Das Ausmass der geklagten Restschmerzhaftigkeit im Bereich der linken Clavi
cula sei nach dem
Frakturdurchbau
medizinisch nicht erklärbar. Aus neurolo
gischer Sicht
habe
Dr.
G.___
bereits am 6. Dezember 2010 die Erklärbarkeit durch neurologische Pathologien verneint. Die SUVA habe bislang die Kosten der psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers übernommen. Seit min
destens einem halben Jahr sei jedoch die posttraumatische Belastungsstörung in Remission;
Dr.
B.___
habe dem Beschwerdeführer am 29. September 2011 aus psychiatrischer Sicht eine volle
Arbeitsfähigkeit attestiert (S. 8).
Bei der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils sei das demonstrative Verhalten und die Symptomausweitung nach konsolidierter
Claviculafraktur
zu beachten und deshalb vor allem auch theoretisch
e
und erfahrungsbedingte Überlegungen zu berücksichtigen: Eine bis mittelschwere Arbeit sei vollzeitig möglich. Als einzige Einschränkung ergebe sich, dass eine Tätigkeit mit der linken Hand über Kopf nur selten möglich sei. An dieser Stelle müsse auch festgehalten werden, dass ein allfälliges Umschulungspotential klein wäre; die intellektuellen Res
sourcen des Beschwerdeführers seien eher beschränkt, die sprachlichen Kennt
nisse minimal (S. 8). Anzufügen sei, dass der Versicherte nach konsolidierter Fraktur deutlich zu viele Analgetika einnehme. Dies sei unfallkausal nicht er
klärbar. Die langdauernde Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere von
Dafalgan
, könnte zu einem medikamentös verursachten Kopfschmerz geführt haben (S. 8 f.).
Bezüglich der Clavicula links ergebe sich durch die strukturelle Schädigung keine erhebliche Integritätseinbusse. Die geschuldete Integritätsentschädigung
werde durch die unfallbedingte Einbusse am linken Auge begründet, die bereits von
Dr.
D.___
geschätzt worden sei (S. 9).
4.
4.1
Soweit der Beschwerdeführer gelten machen liess, dass die Beschwerdegegnerin, indem sie im vorliegenden Prozess die von ihr eingereichten Akten (Urk. 7/1-128) anders nummeriert habe als in einem früheren Verfahrensstadium, seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe (vgl. Urk. 13 S. 3 f.), erweist sich sein Vortrag als nicht stichhaltig. Es mag zwar zutreffend sein, dass diese Vor
gehensweise für den Beschwerdeführer und das Gericht zu einem gewissen Mehraufwand führt. Das ändert aber nichts daran, dass es ihm trotzdem mög
lich war, den angefochtenen
Einspracheentscheid
sachgerecht anzufechten.
Auch dem Gericht ist es ohne
Weiteres
möglich, die vom Beschwerdeführer zi
tierten Akten zu finden. Es steht zudem ausser Zweifel, dass die Akten vollstän
dig eingereicht wurden (vgl. auch Urk. 17 S. 1). Es ist nicht ersichtlich, weshalb der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör tangiert oder gar verletzt sein könnte.
4.2
Aufgrund der oben wiedergegebenen Arztberichte ist erstellt, dass beim Beschwer
deführer nach wie vor erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigungen vor
handen sind, die zum Teil auf das Unfallereignis vom 26. Juli 2010 zurückzu
führen sind.
Nach den Beurteilungen von
Dr.
E.___
und
Dr.
D.___
(vgl. dazu oben E. 3.2.6 und 3.2.8), die mit der übrigen medizinischen Aktenlage überein
stimmen, sind die Restbeschwerden an der linken Schulter sowie die
Visusre
duktion
am linken Auge als unfallbedingt anzusehen. Die Berichte von
Dr.
D.___
und
Dr.
E.___
(Urk. 7/100 und 7/113) erfüllen sämtliche in E. 1.3 dargelegten Anforderungen
der höchstrichterlichen Praxis an Arztberichte. Sie sind umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und die
Vorakten
und sind einleuchtend begründet. Die Beurteilungen sind in sich nachvollziehbar und fügen sich widerspruchslos ins Bild ein, das die übrigen medizinischen Akten zeichnen. Darauf kann vollum
fänglich abgestellt werden.
Festzuhalten ist weiter, dass der Beschwerdeführer zwar beim Unfall vom 26. Juli 2010 eine
Commotio cerebri erlitt und zudem in der Folge auch psychi
atrisch behandelt wurde.
Dr.
E.___
stellte diesbezüglich jedoch zutreffend fest, dass der Verlauf der Commotio cerebri unauffällig gewesen sei und keine nennenswerten Residuen mehr bestünden (Urk. 7/113.7). Entsprechendes gilt auch für die psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen, wie
Dr.
E.___
im Anschluss an den behandelnden Psychiater,
Dr.
B.___
(vgl. E. 3.2.7 und Urk. 7/109) ausführte (Urk. 7/113.8). Aus psychiatrischer Sicht bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Aus neurologischer Sicht hatte
Dr.
G.___
bereits am 6. Dezember 2010 darauf hingewiesen, dass keine spezifischen neurologi
schen Befunde erhoben werden konnten (vgl. E. 3.2.1 und Urk. 7/41). Auch dies berücksichtigte
Dr.
E.___
in seiner Gesamtbeurteilung (vgl. Urk. 7/113.8). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass insbesondere auch der Schluss von
Dr.
E.___
, wonach keine nennenswerten Residuen der erlittenen Commotio cerebri mehr vorlägen
, durch die Akten gestützt wird und somit nachvollziehbar und einleuchtend erscheint. Auch die wenig substantiiert vor
getragene Rüge, dass die Kopfschmerzen des Beschwerdeführers bei der medizi
nischen Abklärung nicht genügend Beachtung gefunden hätten (vgl. Urk. 1 S. 7), geht an der Sache vorbei. Die Kopfschmerzen wurden insbesondere von
Dr.
E.___
thematisiert; einen Zusammenhang mit dem Unfallereignis konnte er aber nicht erkennen, sondern schrieb diese Kopfschmerzen dem Umstand zu, dass der Beschwerdeführer zu viele Analgetika, insbesondere
Dafalgan
, konsu
mierte (Urk. 7/113.8-9). Ein Zusammenhang mit der erlittenen Commotio ce
rebri wurde nicht hergestellt, sondern - wie ausgeführt - sogar erklärt, dass diese ohne nennenswerte Residuen ausgeheilt sei.
Als unfallbedingte Residuen liegen - wie
dargelegt
- einzig die Beschwerden an der linken Schulter und die
Visusreduktion
links vor. Abzustellen ist weiter auch auf das von
Dr.
E.___
formulierte Zumutbarkeitsprofil: mittelschwere Tätigkeiten mit der Einschränkung, dass Arbeiten über Kopf mit der linken Hand nur selten ausgeführt werden können (Urk. 7/113.8; vgl. dazu auch die Einschätzung von
Dr.
D.___
in seinem Bericht vom 19. August 2011, wonach die unfallbedingte Reduktion des Gesichtsfeldes nicht dazu führe, dass er seiner früheren Tätigkeit
nicht mehr nachgehen könnte und dass ihm alle Tätigkeiten, für welche ein mononukleares Sehen ausreiche, zumutbar seien (Urk. 7/100.4).
4.3
Dr.
D.___
schätzte die Integritätseinbusse am linken Auge
(E. 3.2.6)
gestützt auf die SUVA-Tabelle 11.2 (Verlust des Sehvermögens auf einer Seite) auf ins
gesamt 30 % (Urk. 7/100.6). Für den Vorzustand sei ebenfalls die Tabelle 11.2 (einseitige
Visusreduktion
) massgebend. Es sei davon auszugehen, dass
vorbe
stehend
der
Visus
links 0.1 oder weniger betragen habe, bedingt durch die schweren Netzhautveränderungen am hinteren
Augenpol
. Es liege somit ein vorbestehender Integritätsschaden von 25 % vor. Daraus ergebe sich ein
unfall
bedingter
Integritätsschaden von 5 % (= 30
% .
/. 25 %).
PD
Dr.
F.___
kam zwar bei seiner Schätzung der Integritätseinbusse ge
stützt auf eine andere Tabelle der SUVA (Tabelle 11.6, Tabelle III) zu einem an
deren Ergebnis (vgl. Urk. 7/87.5 und oben E. 3.2.4),
Dr.
D.___
erklärte jedoch nachvollziehbar, dass vorliegend nicht die von PD
Dr.
F.___
angewandte Tabelle, die untergeordnet sei, zur Anwendung komme, sondern die von ihm verwendete Tabelle 11.2, die speziell für
Visusreduktionen
massgebend sei (Urk. 100.6). Dabei fällt entscheidend ins Gewicht, dass
Dr.
D.___
als (oph
thalmologischer) Vertrauensarzt der SUVA über spezifisches Expertenwissen in Bezug auf die Anwendung der entsprechenden SUVA-Tabellen verfügt.
Auch der Einwand des Beschwerdeführers, dass der Vorzustand am linken Auge lediglich behauptet, aber nicht bewiesen worden sei, erweist sich als nicht stich
haltig, gingen doch sowohl
Dr.
D.___
als auch PD
Dr.
F.___
aufgrund der von ihnen vorgenommenen Untersuchungen davon aus, dass bereits vor dem Unfall eine erhebliche Schädigung des linken Auges vorhanden war.
Dr.
D.___
führte
dazu aus, dass vor dem Unfall wahrscheinlich
erhebliche narbige Verän
derungen vor allem im Bereich der zentralen Netzhaut bestanden hätten. Das periphere Gesichtsfeld
links sei zwar wahrscheinlich noch intakt, aber der zentra
le
Visus
aufgehoben gewesen (Urk. 7/100.3). PD
Dr.
F.___
äusserte sich dahingehend, dass schon vor dem Unfall vom 26. Juli 2010 sehr wahr
scheinlich am linken Auge - hervorgerufen durch ein vorausgehendes Trauma oder eine Krankheit - eine rigide, pathologisch erweiterte linksseitige Pupille und eine ausgedehnte Zerstörung der
rentinalen
Aussenschichten am hinteren Pol bestanden habe (Urk. 7/87.4). Gestützt auf diese Einschätzungen von
Dr.
D.___
und PD
Dr.
F.___
ist somit mit überwiegender Wahrscheinlich
keit vom Vorliegen des geschilderten Vorzustandes auszugehen und die Schät
zung der unfallbedingt am linken Augen eingetretenen Integritätseinbusse von 5 % zu bestätigen. Gestützt auf den Bericht von
Dr.
E.___
vom 24. Oktober 2011 ist weiter erstellt, dass durch die strukturelle Schädigung der Clavicula links keine erhebliche Integritätseinbusse begründet wird (Urk. 7/113.9). Somit ergibt sich eine unfallbedingte Integritätseinbusse von insgesamt 5
%. Der an
gefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2), in dem die dem Beschwerdeführer be
reits verfügungsweise zugesprochene Integritätsentschädigung von 5 % bestä
tigt wurde, erweist sich insoweit als korrekt.
4.4
4.4.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei der Berechnung des Invaliditätsgrades von den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aus, wonach er im Jahr 2011 ein Einkommen von Fr. 60'060.
erzielt hätte (Urk. 7/81.1 und Urk. 7/122.1 Ziffer 1). Dagegen liess der Beschwerdeführer zu Recht nichts ein
wenden. Das
Valideneinkommen
ist durch die Akten ausgewiesen.
4.4.2
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die
Beschwerdegegne
rin
auf insgesamt fünf DAP (Hilfsarbeiter, Verpacker, Abfüller,
Produktionsmit
arbeiter
und Kontrolleur [vgl. Urk. 7/120]). Wie im angefochtenen
Einsprache
entscheid
(Urk. 2 S. 7) zutreffend ausgeführt wurde, tragen die in den DAP-Pro
filen dargestellten Tätigkeiten den unfallbedingten Einschränkungen des Be
schwerdeführers Rechnung. Sämtliche in den DAP genannten Tätigkeiten sind gemäss
dem von
Dr.
E.___
erstellten Zumutbarkeitsprofil (mittelschwere Tä
tigkeiten mit der Einschränkung, dass Arbeiten über Kopf mit der linken Hand nur selten ausgeführt werden können [Urk. 7/113.8]) dem Beschwerdeführer zumutbar. Dabei ist zu beachten, dass das Zumutbarkeitsprofil durch die
Visus
verminderung
am linken Auge nicht weiter beziehungsweise angesichts der aufgelegten DAP nicht in relevanter Weise eingeschränkt wird (vgl. dazu die Ausführungen
Dr.
D.___
in Ur
k. 7/100.4).
Aus den aufgelegten DAP-Profilen ergibt sich ein Durchschnittseinkommen für das Jahr 2011 von Fr. 59'430.
. Wie erwähnt, zog die Beschwerdegegnerin von diesem Einkommen 8 % ab, da der Beschwerdeführer ein unterdurchschnittli
ches
Valideneinkommen
erzielt hatte (Parallelisierung; vgl. dazu E. 1.1.2) und legte ihrer Bemessung des Invaliditätsgrades demzufolge ein
Invalideneinkom
men
von Fr. 54‘675.
zugrunde (vgl. dazu Urk. 2 S. 7 E. 3c).
4.4.3
Das von der Beschwerdegegnerin gewählte Vorgehen zur Bestimmung des
Invali
deneinkommens
erweist sich sowohl in grundsätzlicher als auch in
massli
cher
Hinsicht als korrekt. In quantitativer Hinsicht, namentlich was die Frage des unterdurchschnittlichen
Valideneinkommens
beziehungsweise der Paralleli
sierung betrifft, kann auf die detaillierte Aufstellung in den Akten der
Be
schwerdegegnerin
(Urk. 7/121) verwiesen werden, die vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Zweifel gezogen wurde. In grundsätzlicher Hinsicht ist zwar da
rauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht im zur Publikation vorgesehenen Ur
teil 8C_541/2012 vom 31. Oktober 2013 Folgendes zur Parallelisierung der
Be
messungsfaktoren
bei unterdurchschnittlichem
Valideneinkommen
erwog (E. 7.5):
Die Versicherte erachtet es im Weiteren nicht als einsichtig, weshalb bei der DAP-Methode - anders als bei der LSE-Methode (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 301, 135 V 58 E. 3.4.3 S. 61) - der Parallelität der
Be
messungsfaktoren
bei unterdurchschnittlichem
Valideneinkommen
keine Rechnung getragen werde. Diese Rüge ist unbegründet. Bei ei
ner korrekten Anwendung der DAP-Methode werden bei unterdurch
schnittlichem
Valideneinkommen
in der Regel ebenfalls unterdurch
schnittliche DAP-Blätter ausgewählt (vgl. Urteil 8C_744/2011 vom 2
5.
April 2012 E. 7.1
m.H
. auf die Urteile 8C_445/2008 vom
1.
Dezember 2008 E. 5.3.2 und 8C_413/2010 vom 2
6.
August 2010 E. 7). Entsprechend wurde im vorliegenden Fall vorgegangen: So liegt der Durchschnitt der Löhne der ausgewählten DAP-Blätter unter je
nem der Durchschnittslöhne der grundsätzlich in Frage kommenden Stellenprofile.
Mit anderen Worten ist bei der Anwendung der DAP-Methode in der Regel nicht ein prozentualer Abzug vom Invalideneinkommen vorzunehmen, sondern die Parallelität der Einkommen durch eine entsprechende Auswahl der DAP-Profile (mit vergleichbar tiefen Durchschnittslöhnen) vorzunehmen. Aus dem Urteil des Bundesgerichts 8C_744/2011 vom 25. April 2012 geht allerdings her
vor, dass auch die von der Beschwerdegegnerin gewählte Berechnungsmethode (Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund üblicher, das heisst durch
schnittlicher DAP-Profile mit entsprechender prozentualer Herabsetzung des ermittelten Durchschnittseinkommens) rechtens ist (vgl. E. 7.2 des genannten
Urteils). Die von der Beschwerdegegnerin gewählte Berechnungsmethode wurde im Übrigen vom Beschwerdeführer zu Recht au
ch
nicht in Zweifel gezogen.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 54‘675.
zu bestätigen ist.
4.4.4
Angesichts eines
Valideneinkommens
von Fr. 60'060.
und eines
Invalidenein
kommens
von Fr. 54‘675.
resultiert ein rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
von aufgerundet 9 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2). Die Be
schwerde erweist sich demzufolge auch im Rentenpunkt als unbegründet und ist somit abzuweisen.
5.
5.1
Da vorliegend beim Beschwerdeführer die Voraussetzungen zur Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes gemäss § 16 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind, ist in Bewilligung des Gesuches vom 30. Mai 2012 (Urk. 1) Rechtsanwalt
Chopard
als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das vorliegende Verfahren zu bestellen.
5
.2
Nach § 34
Abs.
3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehen
den Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem
So
zialversicherungsgericht
(
GebV
SVGer
) wird - auch im Rahmen der unentgeltli
chen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz ge
währt.
5
.3
Der von Rechtsanwalt
Chopard
mit Eingabe vom
1
9.
Dezember 2012 geltend gemachte, nicht weiter spezifizierte Aufwand von 16,25
Stunden und
Fr.
88.--
Barauslagen (
Urk.
19
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen
.
Angesichts der zu
studierenden
und (wegen abweichender Ordnung) zu kontrol
lierenden 128
Akte
nstücke der Beschwerdegegnerin,
de
n etwa sieben- und fünfseitigen
Rechtsschriften, den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädi
gung von Rechtsanwalt
Chopard
bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
5
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst:
In Bewilligung des Gesuches vom 30. Mai 2012 wird dem Beschwerdeführer Rechtsan
walt
Chopard
als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das vorliegende Ver
fahren bestellt.
Sodann erkennt das Gericht:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Chopard
, Zürich, wird mit Fr.
2
‘
500
.
--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Ge
richtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinge
wiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Dominique
Chopard
-
Rechtsanwalt
Dr.
Beat Frischkopf
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an
:
-
die Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubStocker