# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 916aaeee-a402-54ed-9902-9ae9aa354456
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.07.2009 C-8200/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8200-2008_2009-07-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8200/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  0 7 .  J u l i  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer,
Richter Michael Peterli,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
vertreten durch X._______
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

Vorinstanz.

Rentengesuch, Verfügung vom 11. November 2008

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8200/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  (IVSTA)  mit  Verfügung  vom  11. November  2008 
festgestellt  hat, dass Herr A._______ (Beschwerdeführer) keinen An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Dezember 2008 (ein-
gegangen am 22. Dezember 2008) Beschwerde gegen die Verfügung 
vom 11. November 2008 beim Bundesverwaltungsgericht erhob. Er be-
antragte,  es sei  die Verfügung vom 11. November 2008 aufzuheben, 
die angebotenen Beweise einzuholen und ihm eine Invalidenrente ab 
Antragstellung im gesetzlichen Ausmass zu gewähren,

dass der von der Vorinstanz zur Beurteilung des Gesundheitszustan-
des  des  Beschwerdeführers  beauftragte  IV-Stellenarzt  Dr. med. 
B._______, Facharzt für Innere Medizin, in seinem Bericht vom 2. Mai 
2009 festhielt,  dass bei der Durchsicht der Akten der Eindruck eines 
vorzeitig gealterten Mannes entstehe, was sich in der mehrfachen Er-
wähnung eines hirnorganischen Psychosyndroms niederschlage. Die-
se Diagnose sei bisher nicht spezialärztlich bestätigt und damit auch 
nicht erhärtet worden. Der nun im Rahmen des Rekurses eingesandte 
Bericht der MRI-Untersuchung des Gehirns vom 5. Juli 2008 gebe je-
doch Hinweise in diese Richtung. Angesichts der gegensätzlichen Be-
urteilung durch Dr. med. C._______ und Dr. C._______ schlage er zur 
Klärung eine eingehende neurologische und neuropsychologische Un-
tersuchung des Versicherten vor. Dabei seien die Fragen zu beantwor-
ten,  ob  wesentliche neuropsychologische Defizite  bestünden,  ob die 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten dadurch eingeschränkt sei und wenn 
ja, in welchem Masse und für welche Tätigkeit,

dass  die  Vorinstanz  – gestützt  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. med. 
B._______ – mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2009 beantragt hat, die 
Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben und die Sache sei im Sinne der erwähnten Stellungnahme 
an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  die  Instruktionsrichterin  mit  Verfügung  vom  19. Mai  2009  den 
Schriftenwechsel abgeschlossen hat.

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Das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetz über das Bundes-
verwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG; SR 173.32)  zur 
Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen 
gemäss  Art. 33  VGG  zuständig  ist,  sofern  keine  Ausnahme  nach 
Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl. 
auch  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959 
über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Beurteilung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  die  unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be-
schwerdegrund nennt,

dass die angefochtene Verfügung vom 11. November 2008 nach über-
einstimmender Auffassung der Parteien auf einer mangelhaften Ermitt-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten 
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zu-
sätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, und es sich insbeson-
dere nicht veranlasst sieht, vom dahingehenden Antrag der Vorinstanz 
abzuweichen, 

dass  der  Beschwerdeführer  die  Zusprechung  einer  ganzen  Rente 
durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt hat,

dass die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen und die Sache 
zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art. 61 
Abs. 1 VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderliche Begut-
achtung anzuordnen und in der Sache neu zu verfügen,

dass  das  Verfahren  gemäss  Art. 69  Abs. 1bis IVG in  Verbindung  mit 
Art. 69 Abs. 2 IVG grundsätzlich kostenpflichtig ist, dem obsiegenden 

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Beschwerdeführer  wie auch der  Vorinstanz  jedoch keine Verfahrens-
kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz ei-
ne Parteientschädigung für ihm erwachsene notwendige und verhält-
nismässig hohe Kosten zuzusprechen sei (Art. 64 VwVG in Verbindung 
mit  Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.321.2]),

dass die Parteientschädigung unter  Berücksichtigung des gebotenen 
und  aktenkundigen  Aufwands  pauschal  auf  CHF 800.-  festzusetzen 
und diese von der Vorinstanz zu leisten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 11. November 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung, an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von CHF 800.- 
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 
- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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