# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 499b239a-2bee-564f-9d0c-b00e83cdcc44
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.11.2016 IV 2014/68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-68_2016-11-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/68

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.12.2019

Entscheiddatum: 07.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2016
Art. 28 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, Art. 7 ATSG. Rentenprüfung bei einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung, Würdigung des psychiatrischen 
Gutachtens, Bemessung der Invalidität mittels 
Einkommensvergleichsmethode (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 7. November 2016, IV 2014/68). Aufgehoben durch 
Urteil des Bundesgerichts 9C_765/2016.

Besetzung

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen

Monika Gehrer-Hug und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin

Fabienne Hug

Geschäftsnr.  

IV 2014/68

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Advokatin lic. iur. Karin Wüthrich, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 

4, Postfach, 4601 Olten 1 Fächer,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 13. September 2007 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Sie gab 

an, sie leide an einer Psychose. Vom 16. August 2003 bis zum 30. September 2005 

hatte sie im B.___ in C.___ gearbeitet, wo sie auch die Ausbildung zur Pflegeassistentin 

SRK absolvierte (IV-act. 3 und 12). Vom 1. Oktober 2005 bis zum 9. Januar 2007 war 

die Versicherte im Haus D.___ in E.___ angestellt gewesen, wo sie ab August 2006 

noch eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung aufnahm; dieses Arbeitsverhältnis wurde 

nach länger dauernder Krankheit der Versicherten aufgelöst (letzter Arbeitstag war der 

10. November 2006, IV-act. 23). Anschliessend hatte die Versicherte bis im April 2007 

als Telefonagentin gearbeitet (IV-act. 1). Vom 6. Mai 2007 bis zum 14. September 2007 

war die Versicherte in der Psychiatrischen Klinik F.___ stationär in Behandlung 

gewesen (IV-act. 18). Am 4. Januar 2008 berichtete diese, die Versicherte leide an einer 

akuten polymorphen psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie, 

möglicherweise sei es auch eine hebephrene Schizophrenie oder ein schizophrenes 

Residuum. Zudem weise sie eine mittelgradige Intelligenzminderung auf. Die 

ausgeprägten Negativsymptome mit sozialem Rückzug, kognitiven Störungen und 

Affektverflachung hätten sich massgeblich auf die bisherigen und alle anderen 

Tätigkeiten ausgewirkt. Bereits am 16. Juli 2007 hatte die Psychiatrische Klinik F.___ 

über eine testpsychologische Untersuchung der Versicherten berichtet und ausgeführt, 

dass von einem niedrigen Intelligenzniveau, kognitiven Leistungseinbussen und stark 

reduzierten Leistungen im Bereich exekutiver Funktionen auszugehen sei; letztere 

dürften sich deutlich negativ auf das berufliche und soziale Funktionsniveau auswirken. 

Ferner bestehe die Möglichkeit, dass eine leichte Depression vorliege. Insgesamt 

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würden die Befunde alsdann auf kurze intermittierende psychotische Syndrome 

hinweisen und die Kriterien für ein Syndrom mit genetischem Risiko und Leistungsknick 

dürften erfüllt sein (IV-act. 28). Am 14. Mai 2008 teilte die Versicherte mit, dass ein 

weiterer Arbeitsversuch im Verkauf während der Probezeit gescheitert und sie nun auf 

Jobsuche sei (IV-act. 35). Am 4. September 2008 bestätigte das Psychiatrie-Zentrum 

G.___ nach ambulanten Behandlungen vom 29. März 2007 bis zum 5. Mai 2007 und 

vom 9. Oktober 2007 bis zum 4. September 2008, die von der Psychiatrischen Klinik 

F.___ gestellten Diagnosen der akuten polymorphen psychotischen Störung mit 

Symptomen einer Schizophrenie oder möglicherweise eine hebephrene Schizophrenie 

oder ein schizophrenes Residuum und den Verdacht auf eine leichte 

Intelligenzminderung (IV-act. 39). Aus psychiatrischer Sicht scheine eine langfristige 

Stabilisierung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit nur in einem 

überschaubaren und gut strukturierten Arbeitsumfeld möglich. Die angestammte 

Tätigkeit (wie auch eine adaptierte Tätigkeit) sei der Versicherten halbtags noch mit 

einer verminderten Leistungsfähigkeit von ungefähr 10% möglich. Vom 6. Mai 2007 bis 

zum 14. September 2007 sei die Versicherte 100% und vom 1. Oktober 2007 bis zum 

28. Oktober 2007 (Arbeitsversuch als Pflegeassistentin, vgl. IV-act. 12) sei sie 40% 

arbeitsunfähig gewesen. Aufgrund der stark variierenden Arbeitsfähigkeit und des 

unregelmässigen Kontaktes mit der Versicherten seien keine weiteren 

Krankschreibungen erfolgt. Es sei jedoch von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

von ca. 50% auszugehen (gemittelt über die Zeit). Eine Arbeitsfähigkeit in geschütztem 

Rahmen sei ungefähr im gleichen Umfang möglich. Am 15. November 2008 teilte H.___ 

von der Amtsvormundschaft I.___ mit, dass sie die Beiständin der Versicherten sei (IV-

act. 42) und die Versicherte seit dem 16. Oktober 2008 zu 60% im Alterswohnheim 

J.___ in K.___ arbeite (vgl. IV-act. 44). Jedoch sei auch diese Arbeitsstelle aufgrund von 

Krankheitsausfällen und unentschuldigtem Fernbleiben gefährdet. Gemäss 

Kurzaustrittsbericht der Klinik L.___ vom 19. Dezember 2008 sei die Versicherte vom 

18. November 2008 bis zum 19. Dezember 2008 stationär in Behandlung gewesen (IV-

act. 53). Am 22. Januar 2009 stellte die Beiständin für die Versicherte das Gesuch um 

Rentenauszahlung (IV-act. 48). Am 19. Februar 2009 notierte das Psychiatrie-Zentrum 

G.___ (wohl gestützt auf den undatierten Bericht der Klinik L.___ über den stationären 

Aufenthalt, vgl. IV-act. 109), dass zusätzlich seit Dezember 2008 die Diagnose der 

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unreifen Persönlichkeitsstörung hinzugekommen sei (IV-act. 52). Ansonsten sei die 

Situation seit September 2008 jedoch unverändert geblieben.

A.b  Am 1. Oktober 2009 unterschrieb die Versicherte eine Vereinbarung für ein 

Belastbarkeitstraining mit dem Ziel der Wiedereingliederung in die freie Wirtschaft (IV-

act. 59) und eine Zielvereinbarung für Integrationsmassnahmen vom 18. August 2009 

bis zum 17. November 2009 im M.___ (IV-act. 60). Geplant war im Anschluss daran ein 

Aufbautraining bis 14. Mai 2010 (IV-act. 56, 72). Am 21. Oktober 2009 berichtete das 

Kantonsspital N.___, die Versicherte sei aufgrund ihres apathischen Verhaltens 

eingewiesen und vom 17. Oktober 2009 bis zum 21. Oktober 2009 hospitalisiert 

worden (IV-act. 108). Aus Kostengründen sei die Versicherte in die Psychiatrische Klinik 

L.___ verlegt worden. Diese attestierte der Versicherten am 26. Oktober 2009, dass ab 

dem 21. Oktober 2009 bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe (IV-

act. 69). Am 8. Dezember 2009 berichtete die Klinik L.___, dass die Versicherte ab dem 

21. Oktober 2009 bis zum 21. November 2009 stationär behandelt worden sei und ab 

dem 29. November 2009 eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe (IV-act. 77). Am 24. 

November 2009 hatte die Versicherte das Belastbarkeitstraining beim M.___ wieder 

aufgenommen (IV-act. 80). Am 18. März 2010 teilte das M.___ mit, die Versicherte sei 

ab dem 1. März 2010 unentschuldigt nicht mehr zur Arbeit erschienen und habe sich 

auch nicht mehr gemeldet (IV-act. 82). Am 30. März 2010 teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen mehr möglich seien (IV-act. 87). Am 26. Juli 2010 

berichtete das Psychiatrie-Zentrum O.___, dass eine Tätigkeit von 50% im ersten 

Arbeitsmarkt für die Versicherte sinnvoll wäre; ab dem Spätsommer 2010 könnte mit 

einer Arbeitsfähigkeit von 60% gerechnet werden (IV-act. 100). Am 12. August 2010 

empfahl der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle eine psychiatrische 

Begutachtung der Versicherten mit Drogenscreening und neuropsychologischer 

Testung (IV-act. 101). In einem Verlaufsbericht vom 22. Juni 2011 an die IV-Stelle hielt 

das Psychiatrie-Zentrum G.___ fest, der Gesundheitszustand der Versicherten sei 

stationär bei unveränderten Diagnosen. Während eines teilstationären Aufenthalts in 

der Tagesklinik vom 8. Dezember 2010 bis 26. Februar 2011 mit Unterstützung der 

Autonomieentwicklung habe sich eine positive Entwicklung gezeigt. Die Versicherte 

mache kleine Reifungsschritte; sie schaffe es, kleine Konflikte zu lösen und eigene 

Bedürfnisse durchzusetzen. Sie habe auch wieder eine Stelle als Pflegeassistentin in 

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einem Pflegeheim gefunden, die sie am 1. Juli 2011 antreten werde. Wenn die Patientin 

die Medikamente weiterhin einnehme und sie weiterhin in einem teilweise geschützten 

Rahmen (evtl. wohnen und arbeiten) positive Lebenserfahrungen machen könne, sei 

die Prognose mit Zurückhaltung positiv. Die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten bei 

einer zeitlichen Präsenz von 100% mit einer verminderten Leistungsfähigkeit von 50% 

zumutbar. Die Fortsetzung der bisherigen Therapie werde empfohlen, wobei eine 

Intensivierung der Konsultationsfrequenz wünschenswert wäre (IV-act. 121). Gemäss 

Arbeitsvertrag war die Versicherte ab dem 1. Juli 2011 zu 60% als Pflegeassistentin in 

den Pflegezentren P.___ / Q.___ in der Gemeinde R.___ zu einem Lohn von Fr. 2'400.-- 

brutto pro Monat angestellt (IV-act. 125). Nach drei Wochen sei ihr diese Stelle jedoch 

wieder gekündigt worden (vgl. IV-act. 130-9).

A.c  Am 23. September 2011 leitete die IV-Stelle ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 

ein, weil die Versicherte den ihr mitgeteilten Begutachtungstermin beim von der IV-

Stelle am 12. August 2010 beauftragten Dr. med. S.___, Facharzt Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, zweimal unentschuldigt nicht wahrgenommen hatte (IV-act. 127). 

Die Untersuchung fand in der Folge am 21. Oktober 2011 statt. Im psychiatrischen 

Gutachten vom 28. Dezember 2011 (IV-act. 130) nannte Dr. S.___ folgende Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 

histrionischen, infantilen, selbstunsicheren und emotional-instabilen Zügen (ICD-10; F 

61) und (2) einen Status nach mehreren Episoden einer akut polymorph psychotischen 

Störung mit Symptomen einer Schizophrenie, u.a. drogeninduziert (ICD-10; F 23.1), 

aktuell teilremittiert. Eine paranoide Schizophrenie liege allerdings nicht vor; ebenso 

könne eine Hebephrenie ausgeschlossen werden. Nach dem klinischen Eindruck liege 

der IQ der Versicherten im Bereich von 90-95; eine leichte Intelligenzminderung – wie 

sie in Vorbeurteilungen vermutet worden sei – verneinte der Gutachter, weil dafür ein IQ 

von unter 70 als Kriterium vorliegen müsse, womit ein erfolgreicher Realschulabschluss 

kaum möglich gewesen wäre. Eine neuropsychologische Untersuchung sei aus 

psychiatrischer Sicht zwar wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich, da alle 

Fragen betreffend der beruflichen Eingliederung auch mit dem psychiatrischen 

Gutachten beantwortet werden könnten. Insgesamt sei die aktuelle psychiatrische 

Symptomatik, im Vergleich zu der psychiatrischen Symptomatik, die von den 

behandelnden Ärzten beschrieben worden sei, deutlich besser. Aus rein 

psychiatrischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit als Pflegeassistentin eine 

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Arbeitsunfähigkeit von ungefähr 50%. Eine höhere Arbeitsunfähigkeit habe nur 

während den Zeiträumen der stationären Behandlung bestanden. In adaptierten 

Tätigkeiten sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 40% auszugehen, bezogen auf ein 

volles Arbeitspensum mit weiterer Besserungstendenz. Als ideal adaptierte Tätigkeiten 

seien solche zu nennen, die keine besonders erhöhten Anforderungen an die Stress- 

und Frustrationstoleranz, die emotionale Belastbarkeit oder die sozialen Kompetenzen 

sowie die Konzentrationsfähigkeit und die Ausdauer stellten. Tätigkeiten im 

administrativen Bereich und auch andere leichte bis mittelschwere Tätigkeiten im 

handwerklichen oder praktischen Bereich könnten als ideal adaptierte Tätigkeiten 

angesehen werden. Die angestammte Tätigkeit als Pflegeassistentin sei eher als nicht 

leidensadaptiert anzusehen, da sie besondere soziale Kompetenzen und eine 

besondere emotionale Belastbarkeit erfordere. Diese Fähigkeiten seien bei der 

Versicherten aber durch ihre psychischen Erkrankungen eingeschränkt, weshalb eine 

Fortsetzung der angestammten Tätigkeit eher nicht zu empfehlen sei. Ein geschützter 

Rahmen sei nicht zwingend erforderlich, aber eventuell hilfreich für den Beginn von 

Eingliederungsmassnahmen. Mit einer psychiatrisch-psycho¬therapeutischen 

Behandlung inklusiv einer weiter optimierten Psychopharmakatherapie könne 

voraussichtlich auch die Arbeitsunfähigkeit weiter vermindert werden.

A.d  Am 11. Juli 2012 unterzeichnete die Versicherte im Rahmen der Eingliederung eine 

Zielvereinbarung für eine geschützte Arbeitsstelle im T.___ (sozialtherapeutische 

An¬gebote) (IV-act. 145), wo sie bereits seit dem 20. September 2011 gearbeitet hatte 

(vgl. IV-act. 141). Dabei sollten Arbeitsleistung, Zuverlässigkeit, Neigungen, 

Pünktlichkeit und Verhalten gegenüber Dritten erprobt werden. Im ersten Monat (Juli 

2012) sollte ein Arbeitspensum von 50%, im zweiten Monat von 75% und im dritten 

Monat von 100% erreicht werden. Gemäss Verfügung vom 17. August 2012 übernahm 

die IV-Stelle die Kosten für die bis Ende September 2012 geplante berufliche Abklärung 

(IV-act. 148). Die Klinik L.___ berichtete am 5. September 2012 über einen stationären 

Aufenthalt der Versicherten vom 8. August 2012 bis zum 24. August 2012 (IV-act. 158). 

Die Versicherte sei auf Grund eines psychomotorischen Erregungszustandes bei einem 

fraglich psychotischen Zustandsbild per FFE (Fürsorgerischer Freiheitsentzug; seit 

1.1.2013: fürsorgerische Unterbringung; ZGB 426 ff.) zugewiesen worden. Sie habe 

angegeben, dass sie mit dem Medikament Risperidon über längere Zeit stabil gewesen 

sei und sie deshalb im Januar 2012 eigenständig entschieden habe, dieses 

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abzusetzen. Ihre ambulante Behandlerin habe sie aus diesem Grund nicht mehr 

aufgesucht. Zuerst sei es ihr gut gegangen, doch schon einige Wochen vor 

Klinikeinweisung habe sie eine Zustandsverschlechterung gespürt. Die Versicherte 

habe sich während des Klinikaufenthalts intensiv mit ihrer Erkrankung 

auseinandergesetzt; sie sei auf ihren Wunsch auf eine Depot-Medikation mit Risperdal 

consta eingestellt worden. Die behandelnden Klinikärzte bescheinigten eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 31. August 2012, danach voraussichtlich eine 

Arbeitsfähigkeit von 100%. In der Folge wurde die berufliche Abklärung im T.___ 

verlängert, per 13. November 2012 jedoch abgebrochen, weil die Versicherte über 

längere Zeit nicht mehr zur Arbeit erschienen war (IV-act. 167, 182, 183). Gemäss 

Abschlussbericht vom T.___ vom 7. Januar 2013 sei aktuell ein Arbeitspensum von 

100% für die Versicherte nicht möglich; sie könne bei stabilem Gesundheitszustand 

50%-60% arbeiten und dabei durchschnittlich eine Leistung von 80% erbringen (IV-

act. 186). Am 21. Januar 2013 berichtete das Psychiatrische Zentrum G.___, der 

Gesundheitszustand der Versicherten habe sich unter gleich bleibender Diagnose 

verschlechtert (IV-act. 180). Auch in der Tätigkeit (Verkaufsbereich, der zum T.___ 

gehöre), die im Rahmen beruflicher Massnahmen durch die IV vermittelt werde, sei die 

Versicherte trotz Begleitung mit einfachen Aufgaben sehr überfordert. Die bisherige 

Tätigkeit sei noch maximal vier bis fünf Stunden pro Tag zumutbar. Es bestehe jedoch 

eine verminderte Leistungsfähigkeit, da die Versicherte häufiger Ruhepausen brauche 

und die Möglichkeit, sich an einen ruhigen Ort zurück zu ziehen. Auch in einer anderen 

Tätigkeit seien vier bis fünf Stunden pro Tag zumutbar. Am 24. Januar 2013 teilte die 

IV-Stelle der Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Massnahmen mehr 

angezeigt seien (IV-act. 185).

A.e  In einer internen Stellungnahme vom 12. Februar 2013 gab Dr. med. U.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH und RAD-Ärztin, an, die Versicherte 

sei in der adaptierten Tätigkeit noch zu 60% und in der angestammten Tätigkeit noch 

zu 50% arbeitsfähig (IV-act. 187). Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei auf Mai 2007 

festzulegen. Die mangelnde Kooperation (bezüglich Teilnahme an beruflichen 

Massnahmen, regelmässige Medikamenteneinnahme, Wahrnehmung von Terminen/

Therapie) sei mit der Grunderkrankung zu erklären. Dies habe dazu geführt, dass die 

attestierte medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50-60% aktuell nicht 

verwertet werde. Es sei jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

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auszugehen, dass unter einer intensiven, hochfrequenten psychiatrisch-

psychotherapeutischen Behandlung und einer engen sozialpraktischen Begleitung eine 

ausreichende Kooperation der Versicherten zur Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit 

bzw. Teilnahme an beruflichen Massnahmen zu erreichen sei. Am 15. März 2013 gab 

die Versicherte beim Fragebogen zum Haushalt an, dass sie in den meisten alltäglichen 

Verrichtungen auf Unterstützung angewiesen sei (IV-act. 195). Gemäss Angaben des 

Psychiatrie-Zentrums G.___ vom 10. Juni 2013 hatte sich der Gesundheitszustand und 

die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Vergleich zum letzten Bericht vom 21. Januar 2013 

nicht verändert (IV-act. 200).

A.f  Am 17. Juli 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mittels Vorbescheid mit, dass 

sie vorsehe, ab 1. Mai 2008 eine Viertelsrente auszurichten (IV-act. 207). In einer 

leidensadaptierten Tätigkeit (ohne hohe Ansprüche an die Sozialkompetenz, an die 

Stressresistenz, an die emotionale Belastbarkeit und an die Konzentrationsfähigkeit) 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60%. Gemäss Einkommensvergleich könne die 

Versicherte ohne Behinderung ein Valideneinkommen von Fr. 57'850.-- erzielen. Für 

das Invalideneinkommen sei von Fr. 31'953.-- auszugehen. Es resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 45% und somit Anspruch auf eine Viertelsrente. Am 26. Juli 2013 

präzisierte das Psychiatrie-Zentrum G.___ seinen Bericht vom 10. Juni 2013 und hielt 

fest, dass die Versicherte nach wie vor vier bis fünf Stunden pro Tag arbeiten könne, 

aber mit einer verminderten Leistungsfähigkeit, welche berücksichtigt werden müsse, 

da das Arbeitstempo der Versicherten stark verlangsamt sei (IV-act. 210). Sie brauche 

ungefähr nach jeder halben Stunde eine kurze Erholungspause. Es müsse zudem 

berücksichtigt werden, dass die Versicherte schnell überfordert sei. Am 31. Juli 2013 

wandte die Beiständin der Versicherten ein, dass diese reduzierte Leistungsfähigkeit 

berücksichtigt werden müsse und eine nochmalige Überprüfung beantragt werde (IV-

act. 211). Die RAD-Ärztin Dr. U.___ hielt am 23. Oktober 2013 fest, dass weiterhin an 

der Arbeitsfähigkeit von 60% in einer leidensadaptierten Tätigkeit festgehalten werde, 

da kein neuer medizinischer Sachverhalt geltend gemacht worden sei (IV-act. 212). Am 

23. Dezember 2013 verfügte die IV-Stelle gemäss ihrem Vorbescheid vom 17. Juli 2013 

(IV-act. 214).

B. 

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B.a  Am 3. Februar 2014 liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. Dezember 2013 der IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin beantragte die 

Aufhebung der Beschwerde, die Zusprache mindestens einer halben Invalidenrente 

und eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Abklärung. Zur 

Begründung führte sie aus, dass das Psychiatrie-Zentrum G.___ am 21. Januar 2013 

die neue Diagnose der paranoiden Schizophrenie gestellt habe und diese medizinisch 

relevante Tatsache von der Beschwerdegegnerin zu Unrecht ausser Acht gelassen 

worden sei. Der Sachverständige habe im Gutachten auf die Frage nach dem Beginn 

der Arbeitsunfähigkeit ausgeführt, es sei spätestens nach der aktuellen Untersuchung 

eine Verbesserung eingetreten. Mit der Berücksichtigung der dreimonatigen Frist 

würde die behauptete Verbesserung in Bezug auf den Rentenanspruch erst ab April 

2012 ihre Wirkung zeigen. Zudem seien die Arbeitsbedingungen, wie sie die 

Beschwerdeführerin benötige, auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt nicht möglich oder 

nur unter einem nicht realistischen Entgegenkommen des Arbeitgebers. Ein 

"Leidensabzug" sei nicht vorgenommen worden, obwohl ein Abzug von 25% 

angemessen sei.

B.b  Am 17. März 2014 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin einen 

Bericht des Psychiatrie-Zentrums G.___ vom 5. März 2014 ein (act. G 7). Demgemäss 

erreiche die Beschwerdeführerin auf Grund einer Testung vom 4. Januar 2012 (nicht bei 

den eingereichten Akten, gemeint wohl der Bericht der Psychiatrischen Klinik F.___ 

vom 4. Januar 2008 über die testpsychologische Untersuchung vom 16. Juli 2007, vgl. 

IV-act. 28, act. G 7.1.4) einen IQ von 68, was unterhalb des Normbereichs liege und 

einen stark auffälligen Wert darstelle. Der aktuelle Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin erlaube ausschliesslich eine Beschäftigung in einem geschützten 

Rahmen (zwischen vier bis fünf Stunden pro Tag). Zudem sei die Leistungsfähigkeit 

beschränkt, da das Arbeitstempo der Beschwerdeführerin sehr verlangsamt sei.

B.c  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 20. März 2014 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 9). Zur Begründung führte sie aus, dass sowohl aus dem 

beweiskräftigen Gutachten von Dr. S.___ als auch aus der Aktenbeurteilung der RAD-

Ärztin Dr. U.___ hervorgehe, dass die Beschwerdeführerin über eine zumutbare 

Restarbeitsfähigkeit von 60% in einer optimal angepassten Tätigkeit verfüge, wenn sie 

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die in ihrer Wirksamkeit bestätigten antipsychotischen Medikamente regelmässig 

einnehme und zusätzlich eine engmaschige psychiatrisch-psychotherapeutische 

Therapie beanspruche. Die mehrmalige Hospitalisation wegen psychotischer Episoden 

sei nach medizinischer Aktenlage eindeutig auf die Nichteinnahme bzw. Absetzung der 

antipsychotischen Medikation zurückzuführen. Die an einem weitgehend objektivierten 

Massstab erfolgte Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit durch den 

psychiatrischen Gutachter, bestätigt durch die RAD-Ärztin Dr. U.___, beziehe sich auf 

einen Zustand der Beschwerdeführerin, wenn sie die verschriebenen Medikamente 

regelmässig einnehme und sich in engmaschiger psychiatrisch-psychotherapeutischer 

Behandlung befinde. Es entstehe grundsätzlich kein Rentenanspruch, solange 

zumutbare therapeutische und andere schadenmindernde Vorkehren nicht 

ausgeschöpft würden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer 

Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit auf einen verständnisvollen Arbeitgeber 

angewiesen sei, beschlage die Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle zu 

finden. Für die Invalidenversicherung sei jedoch nicht entscheidend, ob die invalide 

Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden könne, 

sondern ob sie die verbliebene Arbeitsfähigkeit wirtschaftlich noch nutzen könne. Die 

Einschränkungen, welche sich aus dem psychischen Gesundheitsschaden ergäben, 

seien bereits in der Arbeitsfähigkeitsschätzung abschliessend berücksichtigt worden, 

sodass sich kein weiterer Abzug rechtfertige.

B.d  Am 5. Juni 2014 reichte die Rechtsvertreterin die Replik ein und führte zur 

Ergänzung aus, der Gutachter habe die Beschwerdeführerin nur einmal gesehen, 

obwohl es gemäss den Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der 

eidgenössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesellschaft für 

Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) sinnvoll wäre, die Person mehrfach zu 

explorieren (act. G 16). Zudem sei die Nichteinnahme bzw. die Absetzung der 

antipsychotischen Medikation unbestrittenermassen krankheitsbedingt. Ausserdem 

habe die Beschwerdeführerin eine Berufsausbildung als Pflegeassistentin 

abgeschlossen und später eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung begonnen. Die 

Invaliditätsbemessung habe daher nach der allgemeinen Methode des 

Einkommensvergleiches zu erfolgen und nicht mittels eines Prozentvergleichs.

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 18).

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Erwägungen

1. 

1.1  Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 Prozent invalid ist, hat einen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 IVG). Für die Bemessung der Invalidität wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 

und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu dem 

Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).

1.2  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3  Bei der Bemessung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist 

entscheidend, wie sich die Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit der 

versicherten Person auswirkt, das heisst, welche erwerbsrelevanten Einschränkungen 

die Gesundheitsbeeinträchtigung verursacht und welche erwerbsrelevanten 

Ressourcen der versicherten Person trotz der Einschränkungen noch zur Verfügung 

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stehen. Dabei handelt es sich um eine medizinische Frage, die entsprechend von 

Fachärzten zu beantworten ist.

2. 

2.1  Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt 

ist. Die Beschwerdegegnerin legte der angefochtenen Verfügung das Gutachten von 

Dr. S.___ vom 28. Dezember 2011 zugrunde (IV-act. 130). Die Beschwerdeführerin hält 

dessen Beurteilung als Ganzes und die Schätzung der Arbeitsfähigkeit aus 

verschiedenen Gründen für mangelhaft (act. G 1).

2.2  Der psychiatrische Gutachter hat als Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit histrionischen, infantilen, 

selbstunsicheren und emotional-instabilen Zügen sowie einen Status nach mehreren 

Episoden einer akut polymorph psychotischen Störung mit Symptomen einer 

Schizophrenie, u.a. drogeninduziert, aktuell teilremittiert, angegeben. Damit stimmt der 

Gutachter im Wesentlichen überein mit den psychiatrischen Vorbeurteilungen der 

behandelnden Ärzte. Das Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie sowie einer 

Hebephrenie, welche in früheren psychiatrischen Berichten als Verdachtsdiagnosen 

angeführt wurden, schloss der Gutachter mit nachvollziehbarer Begründung aus. 

Vielmehr müsse eine psychogene Psychose im Sinn eines reaktiven Auftretens von 

psychotischen Symptomen unter seelischen Belastungen diskutiert werden. Bei 

Vorliegen einer Hebephreniestörung müsste der psychische Zustand der 

Beschwerdeführerin sich im Verlauf verschlechtert haben, was er nicht habe feststellen 

können; im Gegenteil habe sich die Beschwerdeführerin in einem weniger 

eingeschränkten Zustand präsentiert, kognitiv klarer, präsenter und aktiver als in 

ärztlichen Vorberichten beschrieben. Schliesslich verneinte der Gutachter auch eine 

Intelligenzminderung mit der überzeugenden Begründung, dass andernfalls ein 

erfolgreicher Realschulabschluss (und in der Folge auch eine Ausbildung zur 

Pflegeassistentin SRK) kaum möglich gewesen wäre. Die im Rahmen der ersten im 

Jahr 2007 durchgemachten psychotischen Episoden vorgefundenen kognitiven 

Einschränkungen seien – so der Gutachter – durch die psychische Symptomatik zu 

erklären und nicht als angeboren zu werten; nach Abklingen der Psychose hätten sich 

auch die beschriebenen kognitiven Einschränkungen wieder gebessert. Die 

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Problematik der Beschwerdeführerin sei emotionaler und psychischer Natur; wenn sie 

emotional unausgeglichen sei, habe dies auch passagere Auswirkungen auf die 

momentane Leistungsfähigkeit. Gemäss Gutachten ist letztlich die diagnostizierte 

Persönlichkeitsstörung wesentlich für die anhaltenden Einschränkungen der 

Beschwerdeführerin.

2.3  Der Gutachter hat eine sorgfältige und umfassende Befunderhebung durchgeführt 

unter Berücksichtigung der medizinischen Vorakten und mittels eingehender Befragung 

und Untersuchung der Beschwerdeführerin. Auf diesem Hintergrund erscheint seine 

Feststellung, es bestünden leichte bis mittelgradige Einschränkungen der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit, welche bedingt seien durch leichte bis zeitweilig mittelgradige 

Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der Ausdauer und der Konzentrationsfähigkeit, 

eine verminderte Stress- und Frustrationstoleranz, verminderte emotionale 

Belastbarkeit, Konflikt- und Abgrenzungsfähigkeit sowie Defizite bei den sozialen 

Kompetenzen und der Kommunikationsfähigkeit, nachvollziehbar und überzeugend. 

Gefolgt werden kann dem Gutachter auch insofern, als er den aktuellen 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, namentlich bezüglich der 

psychiatrischen Symptomatik, als gegenüber den in den Akten beschriebenen 

Vorbefunden verbessert beschreibt. Im Zeitpunkt der Begutachtung war die 

Beschwerdeführerin denn auch wieder in der Lage, einer Arbeit (obschon noch in 

geschütztem Rahmen) nachzugehen. Ein schwankender Krankheitsverlauf lässt sich im 

Übrigen den Akten entnehmen, wobei die Notwendigkeit einer konsequent 

durchgeführten Psychotherapie (einschliesslich Psychopharmakatherapie) für die 

Stabilisierung des Gesundheitszustands deutlich zum Ausdruck kommt. Schliesslich 

erscheint die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachters – 60% in einer dem Leiden 

ideal angepassten Tätigkeit ohne besonders erhöhte Anforderungen an die Stress- und 

Frustrationstoleranz, die emotionale Belastbarkeit und die sozialen Kompetenzen sowie 

an die Kommunikationsfähigkeit und die Ausdauer – als realistisch und zumutbar. Sie 

weicht nicht wesentlich von den Beurteilungen von vorbehandelnden Ärzten ab, die 

ihre Schätzung (variierend zwischen 40% und 50%) – soweit ersichtlich – auf die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin als 

Pflegeassistentin bezogen haben. Die Beschwerdeführerin selbst hat, wenn sie sich 

gesundheitlich ausreichend stabil fühlte, wiederholt Arbeitsversuche in diesem Rahmen 

unternommen. Da allerdings – wie der Gutachter nachvollziehbar ausführte – die 

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Tätigkeit als Pflegeassistentin nicht leidensadaptiert ist, kann aus dem Scheitern der 

Arbeitsversuche in der Pflege-Branche nicht ohne Weiteres auf eine geringere 

Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit geschlossen werden. Zudem setzt 

die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachters eine engmaschige und optimale 

therapeutische Betreuung und Begleitung der Beschwerdeführerin voraus. Wird diese 

Bedingung erfüllt, so stellt der Gutachter für die Teilhabe am Arbeitsleben eine 

vorsichtig günstige Prognose; die Beschwerdeführerin verfüge noch über erstaunlich 

viele Ressourcen und gutes Regenerationspotential. Die geschätzte Arbeitsfähigkeit 

von 60% in einer adaptierten Tätigkeit kann gemäss Gutachten auch auf dem ersten 

Arbeitsmarkt realisiert werden; ein geschützter Rahmen sei nicht zwingend erforderlich. 

Die geschätzte Arbeitsfähigkeit gelte spätestens seit der aktuellen Untersuchung; eine 

geringere Arbeitsfähigkeit habe nur während den Phasen der stationären 

Behandlungen bestanden.

2.4  Zusammenfassend erfüllt das psychiatrische Gutachten von Dr. S.___ vom 28. 

Dezember 2011 die Kriterien an eine beweiskräftige Expertise. Es ist für die streitigen 

Belange umfassend, beruht auf einer eingehenden und allseitigen Untersuchung, 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden und Einschränkungen der 

Beschwerdeführerin, ist in Kenntnis der Vorakten erstellt worden, leuchtet in der 

Beurteilung der medizinischen Situation ein und setzt sich mit den Einschätzungen der 

vorbehandelnden Ärzten aus¬einander. Der Sachverständige erwähnte auch 

verschiedene psychosoziale Belastungsfaktoren, die als invaliditätsfremde Faktoren bei 

der Arbeitsunfähigkeit nicht miteinbezogen werden dürften, und er sprach die 

Ressourcen der Beschwerdeführerin an, welche sich positiv auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirken könnten. Durch die Berücksichtigung der verschiedenen Komponenten, 

welche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entscheidend sind, ist die daraus 

abgeleitete Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugend. Das Gutachten beantwortet nebst 

der Höhe der noch verbleibenden Arbeitsfähigkeit auch die damit 

zusammenhängenden Fragen nach der Art der Tätigkeit(en), welche die 

Beschwerdeführerin noch ausführen kann und äussert sich schliesslich zu Beginn und 

Verlauf der Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit von 60% in einer adaptierten 

Tätigkeit ist aufgrund der sorgfältigen Abwägung und Berücksichtigung der positiv wie 

auch negativ beeinflussenden Faktoren nachvollziehbar begründet und überzeugt. Es 

kann darauf abgestellt werden.

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2.5  Fraglich ist, ob seit der psychiatrischen Begutachtung eine relevante Veränderung 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingetreten ist. Wie den 

Akten zu entnehmen ist, musste die Beschwerdeführerin im August 2012 erneut wegen 

einer psychotischen Episode stationär behandelt werden. Zur Verschlechterung des 

Gesundheitszustands war es in Folge der Absetzung der neuroleptischen Medikation 

(Risperidon) gekommen, wozu sich die Beschwerdeführerin einige Monate zuvor 

eigenständig entschieden hatte. Unter erneuter Einstellung der Medikation kam es zu 

einer raschen Stabilisierung mit weitgehend kompletter Remission der psychotischen 

Symptomatik. Im Einverständnis mit der Beschwerdeführerin wurde auf eine Depot-

Medikation umgestellt (IV-act. 158). Im Verlaufsbericht des Psychiatrie-Zentrums G.___ 

vom 21. Januar 2013 gab die behandelnde Ärztin eine verhalten günstige Prognose ab 

(IV-act. 180). Die psychotische Episode habe sehr kurz gedauert und die 

Beschwerdeführerin spreche gut auf die antipsychotische Medikation an (Injektion 

durch den Hausarzt 14-täglich). Die psychoedukativen Sitzungen zur Erkennung von 

Frühwarnzeichen und Erlernung von Stressbewältigungsstrategien würden zudem 

weitergeführt. Insbesondere in Stress- und Überforderungssituationen seien erneute 

Krankheitsepisoden möglich. In Bezug auf die Diagnose und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung sind dem Bericht keine geänderten Angaben im Vergleich 

zu früheren Berichten (vgl. IV-act. 39) zu entnehmen. Es ist somit davon auszugehen, 

dass es im Sommer 2012 erneut zu einer vorübergehenden Verschlechterung des 

Gesundheitszustands gekommen ist, welche sich jedoch nach Wiedereinstellung der 

notwendigen Medikation und Wiederaufnahme der regelmässigen Psychotherapie 

rasch gebessert hat. Die gutachterliche Einschätzung behält somit weiterhin Gültigkeit. 

Auch der Umstand, dass die berufliche Abklärung im Herbst 2012 nicht weitergeführt 

wurde, gibt keinen Anlass zu einer anderen Beurteilung.

2.6  Soweit die Rechtsvertreterin in der Beschwerde ausführt, dem Gutachten sei zu 

entnehmen, dass nach der Untersuchung (21.10.2011) eine Verbesserung eingetreten 

sei, welche in Bezug auf den Rentenanspruch erst ab April 2012 Wirkung habe, kann 

dem nicht gefolgt werden. Zwar hat der Sachverständige davon gesprochen, dass eine 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. Indessen kann aus dem 

Zusammenhang gefolgert werden, dass dieser Beurteilung der Vergleich mit den 

dokumentierten und geschilderten Zuständen (psychotische Episoden) der 

Beschwerdeführerin zu Grunde liegt, die jeweils zu einem stationären Klinikaufenthalt 

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geführt hatten. Indem er ausführte, dass spätestens seit der aktuellen Untersuchung 

aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von ca. 50% auszugehen sei und 

eine höhere Arbeitsunfähigkeit als 50% habe nur während den Zeiträumen der 

stationären Behandlung bestanden, hat er sich gesamthaft zum Verlauf der 

Arbeitsfähigkeit geäussert und nicht bloss zum Zustand im Untersuchungszeitpunkt. 

Vergleicht man die Aussage des Gutachters mit den Aussagen der behandelnden Ärzte 

zur Arbeitsfähigkeit, ist ersichtlich, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 100% nur dann 

attestiert wurde, wenn die Beschwerdeführerin in stationärer bzw. teilstationärer 

Behandlung war. Ansonsten wurde durchschnittlich immer eine Arbeitsfähigkeit von 

50% angegeben. Demzufolge ist die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50% des 

Gutachters unter Berücksichtigung des gesamten Krankheitsverlaufs nachvollziehbar.

2.7  Die Beschwerdeführerin hat sich im September 2007 zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung angemeldet, weshalb der Rentenanspruch gemäss Art. 29 

Abs. 1 IVG frühestens im April 2008 hat entstehen können (vgl. BGE 138 V 475 zum 

Übergangsrecht in Bezug auf Art. 29 Abs. 1 IVG). Gemäss den Akten ist die 

Beschwerdeführerin erstmals ab dem 6. Mai 2007 bis zum 14. September 2007 

arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 39). Das Psychiatrie-Zentrum G.___ attestierte der 

Beschwerdeführerin in dieser Zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Mit 

Berücksichtigung des sogenannten Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) kann also 

frühestens ab 1. Mai 2008 ein Rentenanspruch entstanden sein. Auch die 

Beschwerdegegnerin legte den Beginn des Rentenanspruches auf den 1. Mai 2008 

fest. Dem kann aufgrund der gesamten Aktenlage und der gutachterlichen Beurteilung 

gefolgt werden. 

3. 

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Restarbeitsfähigkeit von 60% in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit.

3.1  Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen eines Kurses des V.___ eine einjährige 

Ausbildung als Pflegeassistentin absolviert (vgl. IV-act. 3). Die Ausbildung zur Fachfrau 

für Betreuung hat sie anschliessend nach ca. sechs Monaten abgebrochen. Für die 

Bestimmung des Valideneinkommens muss die Frage beantwortet werden, welchen 

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Lohn die Beschwerdeführerin erzielen würde, wenn die Invalidität nicht eingetreten 

wäre. Dafür hat die Beschwerdegegnerin am 5. Juli 2013 beim ehemaligen Arbeitgeber 

der Beschwerdeführerin, dem Haus D.___, bei dem sie als Pflegeassistentin tätig 

gewesen war, nachgefragt. Demgemäss würde eine ausgebildete Pflegeassistentin 

zwischen Fr. 4'200.-- und Fr. 4'700.-- verdienen (IV-act. 203). Die Beschwerdegegnerin 

hat für die Bestimmung des Valideneinkommens auf diese Angaben abgestellt, ist vom 

Durchschnitt dieser Bandbreite ausgegangen und hat einen Jahreslohn von Fr. 

57'850.-- ermittelt (13 x Fr. 4'450.--, vgl. IV-act. 23, 13. Monatslohn mitgerechnet). Dies 

ist nicht zu beanstanden. Das Valideneinkommen kann deshalb auf Fr. 57'850.-- 

festgesetzt werden.

3.2  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Der Gutachter sieht die angestammte Tätigkeit als Pflegeassistentin 

nicht als leidensadaptiert, weshalb für den Einkommensvergleich eine adaptierte 

Tätigkeit heranzuziehen ist. Diese sieht der Gutachter in einer Tätigkeit, die keine 

besonders erhöhten Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz, an die 

emotionale Belastbarkeit oder an die sozialen Kompetenzen sowie an die 

Konzentrationsfähigkeit und an die Ausdauer stellt. Aufgrund dieses Tätigkeitsprofils 

und des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin über keine abgeschlossene 

Berufsausbildung im Pflegefach verfügt, muss das Invalideneinkommen 

rechtsprechungsgemäss anhand der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

erhoben werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

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3.3  Die Beschwerdeführerin ist nicht mehr arbeitstätig. Damit schöpft sie ihre 

zumutbare Leistungsfähigkeit von 60% gemäss gutachterlicher Feststellung nicht aus, 

weshalb als Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den 

statistischen Hilfsarbeiterinnenlohn abzustellen ist. Dieser beträgt für das Jahr 2013 bei 

einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden/Woche Fr. 51'793.-- (Tabelle 

TA1, vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015).

3.4  Hinsichtlich der Festsetzung des Invalideneinkommens verbleibt damit noch die 

Prüfung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs. Die Beschwerdeführerin, welche die 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit als solche schon bezweifelt, hält einen Abzug 

von 25% für gerechtfertigt (act. G 1), während die Beschwerdegegnerin keinen Anlass 

für einen Abzug sieht (act. G 9, Rz 8).

3.4.1  Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer 

der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

3.4.2  Vorliegend besteht zunächst kein Grund, die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verneinen, nachdem der 

psychiatrische Gutachter einen geschützten Rahmen nicht für zwingend notwendig 

befunden hat. Auch aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin zur 

Aufrechterhaltung ihrer Restarbeitsfähigkeit eine hochfrequente psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung benötigt und der sozialpraktischen Begleitung im 

privaten Alltag bedarf, ist nicht zwingend auf die Nichtverwertbarkeit zu schliessen. 

Hingegen ist ein Tabellenlohnabzug aufgrund von ökonomischen Einschränkungen, 

welche die gesundheitliche Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin bei einer 

Anstellung in der freien Wirtschaft mit sich bringen kann, gerechtfertigt. Das Spektrum 

der zumutbaren Tätigkeiten wird durch die leidensbedingten Anforderungen erheblich 

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eingeschränkt. Zusätzlich ist ein lohnrelevantes erhöhtes Absenzrisiko ausgewiesen. 

Ein ökonomisch denkender potentieller Arbeitgeber wird bei der Bemessung des 

Lohnes, den er der Beschwerdeführerin ausrichten würde, beispielsweise dem 

Umstand Rechnung tragen, dass mit einem überdurchschnittlichen Mass an 

Krankheitsabsenzen oder kurzzeitigen Arbeitsunterbrüchen zu rechnen ist, so dass die 

effektive Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin unter derjenigen einer gesunden 

Mitarbeiterin mit demselben Beschäftigungsgrad liegen kann. Bereits die Gefahr einer 

solcherart unterdurchschnittlichen Arbeitsleistung muss bei einer rein ökonomischen 

Vorgehensweise als zusätzlicher Lohnaufwand qualifiziert und durch die Ausrichtung 

eines entsprechend unterdurchschnittlichen Lohnes kompensiert werden. Unterbliebe 

ein entsprechender Abzug, wäre ein Teil des der Beschwerdeführerin ausgerichteten 

Lohnes als Soziallohn zu qualifizieren. Die Berücksichtigung eines Soziallohnanteils 

würde aber den Einkommensvergleich zulasten der Beschwerdeführerin in 

rechtswidriger Weise verzerren. Da die indirekt behinderungsbedingten Nachteile der 

Beschwerdeführerin gegenüber einer gesunden Mitarbeiterin mit demselben 

Beschäftigungsgrad erheblich sind, erweist sich ein Abzug von 15% als angemessen.

3.4.3  Unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzuges von 15% ist es der 

Beschwerdeführerin bei einer Arbeitsfähigkeit von 60% noch zumutbar, ein 

Invalideneinkommen von Fr. 26'414.-- zu erzielen. Aus dem Einkommensvergleich 

resultiert somit ein Invaliditätsgrad von 54,3%.

4. 

4.1  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung gemäss 

dem Gutachten sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft überzeugt, 

weshalb für die Rentenberechnung von einer Arbeitsfähigkeit von 60% in einer 

adaptierten Tätigkeit auszugehen ist. Aus dem Einkommensvergleich ergibt sich ein 

Invaliditätsgrad von 54.3%, weshalb der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2008 eine halbe 

Rente zuzusprechen ist.

4.2  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 23. 

Dezember 2013 deshalb aufzuheben und der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2008 eine 

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halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenbeträge ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.3  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Auch eine teilweise Gutheissung wird als Obsiegen gewertet. Deshalb 

hat die Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Praxisgemäss wird die 

Parteientschädigung bei einem durchschnittlich aufwändigen Rentenfall auf Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Da es sich beim vorliegenden 

Fall um einen durchschnittlich aufwendigen Rentenfall handelt, hat die 

Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 23. 

Dezember 2013 aufgehoben und der Beschwerdeführerin per 1. Mai 2008 eine halbe 

Rente der Invalidenversicherung zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung der 

Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3’500.-- auszurichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2016
	Art. 28 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, Art. 7 ATSG. Rentenprüfung bei einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, Würdigung des psychiatrischen Gutachtens, Bemessung der Invalidität mittels Einkommensvergleichsmethode (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. November 2016, IV 2014/68). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_765/2016.

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