# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c93a24e-feb5-54a9-8a18-cc2d32b0d29c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.06.2023 II 2023 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-40_2023-06-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 40

Entscheid vom 20. Juni 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Gesuchsteller,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, 
Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern,
Gesuchsgegnerin,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Revision von VGE II 2023 17 
vom 14. März 2023)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1991) war alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer 
der im Januar 2020 gegründeten C.________ GmbH (Handelsregisterauszug, 
www.zefix.ch; eingesehen am 6.3.2023), über welche am 8. Juni 2022 der Kon-
kurs eröffnet wurde (Bf-act. 3). Das Konkursverfahren ist mit Verfügung des Ein-
zelrichters des Bezirksgerichts D.________ vom 25. November 2022 mangels 
Aktiven eingestellt worden (Handelsregisterauszug, www.zefix.ch; eingesehen 
am 6.3.2023).

B. Am 5. September 2022 wurde A.________ durch das RAV E.________ zur 
Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 58). Ebenfalls am 5. September 2022 
stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 8. Juni 2022 (Vi-
act. 45). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 wies die Unia Arbeitslosenkasse 
den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 5. September 2022 ab mit der 
Begründung, er könne für die massgebliche Beitragszeit keinen Lohnfluss bele-
gen (Vi-act. 30). Eine am 18. Oktober 2022 dagegen erhobene Einsprache (Vi-
act. 26) wies die Unia Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 12. Januar 2023 ab 
(Vi-act. 13). Gegen diesen Einspracheentscheid opponierte A.________ bei der 
Unia Arbeitslosenkasse per E-Mail vom 2. Februar 2023, welche die Arbeitslo-
senkasse - nach Rücksprache mit A.________ - als Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz überwies. 

C. Mit Verfügung vom 7. Februar 2023 setzte der verfahrensleitende Richter 
A.________ eine Frist an zur Verbesserung der Eingabe betreffend Antrag, Be-
gründung, Unterschrift und Beibringung/Bezeichnung des angefochtenen Ent-
scheides (Vi-act. 4). Mit innert Frist verbesserter Eingabe vom 9. Februar 2023 
(Postaufgabe 13.2.2023) beantragte der Beschwerdeführer, der Einspracheent-
scheid der Unia Arbeitslosenkasse vom 12. Januar 2023 sei zu überprüfen und 
richtigzustellen sowie sein Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 5. Sep-
tember 2022 sei anzunehmen und die Entschädigung rückwirkend seit dem 
5. September 2022 so rasch wie möglich auszubezahlen. Die Unia Arbeitslosen-
kasse beantragte am 16. Februar 2023 vernehmlassend die Abweisung der Be-
schwerde. Am 8. März 2023 nahm der Beschwerdeführer unter Einreichung wei-
terer Unterlagen Stellung zur Vernehmlassung. 

D. Mit Verwaltungsgerichtsentscheid VGE II 2023 17 vom 14. März 2023 wies 
das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.

E. Am 28. April 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz ein Revisionsgesuch gegen den VGE II 2023 17 einreichen:

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Anträge:

1. Es sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 (II 2023 17) re-
visionsweise aufzuheben und der versicherte Verdienst des Gesuchstellers 
rückwirkend per 08.09.2022 auf mind. CHF 10'000.00 festzusetzen.

2. Eventualiter sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 (II 
2023 17) revisionsweise aufzuheben und der versicherte Verdienst des Ge-
suchstellers rückwirkend per 08.09.2022 auf mind. CHF 6'477.00 festzusetzen.

3. Subeventualiter sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 
(II 2023 17) revisionsweise aufzuheben und zwecks Neubeurteilung an die Ge-
suchsgegnerin zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Gesuchs-
gegnerin resp. der Staatskasse.

Verfahrensantrag:

5. Es seien sämtliche Akten des Verfahrens II 2023 17 des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Schwyz, Kammer II, beizuziehen.

6. Es sei beim Konkursamt D.________ ein Amtsbericht betreffend die dem Ge-
suchsteller am 09.02.2023 ausgehändigten Unterlagen und deren Inhalt einzu-
holen.

F. Mit Vernehmlassung vom 4. Mai 2023 beantragt die Gesuchsgegnerin:

1. Das Revisionsgesuch sei abzuweisen.

2. Der Entscheid II 2023 17 vom 14. März 2023 sei zu bestätigen.

3. Der Einspracheentscheid vom 12. Januar 2023 sei zu bestätigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Gesuchsteller beantragt die revisionsweise Aufhebung des VGE II 
2023 17 vom 14. März 2023. Die Revision von Verfügungen und Einspracheent-
scheiden richte sich nach Art. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenz vom 25. Juni 1982 i.V.m. Art. 53 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000. Das vorliegende Gesuch richte sich je-
doch gegen einen Verwaltungsgerichtsentscheid, weshalb gestützt auf Art. 55 
Abs. 1 ATSG für die Beurteilung die Verfahrensregeln des Bundesgesetzes über 
das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) 
vom 20. Dezember 1968 heranzuziehen seien, nämlich Art. 66 VwVG. 

1.2 Das Verwaltungsgericht ist grundsätzlich an seine Entscheide gebunden. 
Formelle Rechtskraft und damit Rechtsbeständigkeit eines Entscheides bedeutet 

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aber nicht, dass die Anordnung in jedem Fall nicht mehr abänderbar ist. Vielmehr 
verlangt Art. 61 lit. i ATSG von den Kantonen, dass die Revision von Entscheiden 
in gewissen Fällen gewährleistet sein muss.

Bei der Revision gilt es zwischen dem Wert der Rechtssicherheit und dem Postu-
lat der richtigen Durchführung objektiven Rechts abzuwägen. Dabei bedeutet 
Revision das Recht auf Neuüberprüfung eines formell rechtskräftigen Entschei-
des aufgrund eines geschlossenen Kataloges von Gründen. Mithin kann mit der 
Revision nicht verlangt werden, dass die Behörde jede beliebige, im rechtskräfti-
gen Entscheid behandelte Frage nochmals überprüft; vielmehr sind im Revisi-
onsverfahren gemäss konstanter Rechtsprechung nur die geltend gemachten 
Revisionsgründe zu überprüfen (vgl. VGE I 2021 14 vom 12.4.2021 Erw. 2.3 
m.w.H.; siehe auch Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl., 
Zürich/St. Gallen 2015, Rz. 1978 ff.; Schärer, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], 
Praxiskommentar VRP/SG, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 7 zu Art. 81 VRP/SG).

1.3 Das Revisionsverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht (in casu 
Verwaltungsgericht nach § 16 Abs. 2 lit. a Justizgesetz [JG; SRSZ 231.110] vom 
18.11.2009) bestimmt sich grundsätzlich - und entgegen den Ausführungen des 
Gesuchstellers - nach kantonalem Recht, wobei dies den Anforderungen nach 
Art. 61 lit. i ATSG genügen muss. Danach muss die Revision von Entscheiden 
wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung 
durch Verbrechen oder Vergehen gewährleistet sein. Dem kommt § 61 ff. des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 nach: 

Als erste Revisionsvoraussetzung gilt zu beachten, dass nur ein (formell) rechts-
kräftiger Entscheid in Revision gezogen werden kann (§ 61 VRP). Im Weiteren 
muss ein abschliessend in § 61 VRP aufgezählter und konkret geltend gemach-
ter Revisionsgrund vorliegen. Das Gericht kann mithin seinen Entscheid in Revi-
sion ziehen, wenn die Verfügung oder der Entscheid durch eine strafbare Hand-
lung beeinflusst wurde (lit. a); wenn die Partei nachträglich neue erhebliche Tat-
sachen oder Beweismittel vorbringt, die sie früher trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
vorbringen konnte (lit. b); wenn die Behörde wesentliche Verfahrensvorschriften 
verletzt hat, welche die dadurch benachteiligte Partei nicht rechtzeitig geltend 
machen konnte (lit. c); oder wenn die Behörde erhebliche Tatsachen, die sich 
aus den Akten ergeben, versehentlich nicht berücksichtigt hat (lit. d). Weiter ist 
das Revisionsbegehren innert 90 Tagen seit Feststellung des Revisionsgrundes, 
spätestens innert zehn Jahren seit Erlass der Verfügung oder des Entscheides, 
bei der Behörde einzureichen, welche die mit dem Revisionsbegehren angefoch-
tene Verfügung oder den Entscheid getroffen hat (§ 62 VRP). Für den Bereich 
des Revisionsverfahrens wird in § 63b VRP ergänzend auf die sinngemässe An-

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wendbarkeit der Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) vom 19. Dezember 2008 verwiesen. Diese kennt in Art. 329 ZPO die 
gleichen Revisionsfristen wie die VRP. Art. 329 Abs. 1 ZPO sieht zudem vor, 
dass ein Revisionsgesuch schriftlich und begründet einzureichen ist.

2. Der Gesuchsteller macht sinngemäss den Revisionsgrund gemäss Art. 61 
lit. b VRP geltend, da neue Beweismittel vorlägen. Das Gericht habe im VGE 
II 2023 17 vom 14. März 2023 die Beschwerde abgewiesen, bzw. den angefoch-
tenen Einspracheentscheid bestätigt, wonach der Gesuchsteller vor der Arbeits-
losenkasse bzw. vor Verwaltungsgericht keinen Lohnfluss habe nachweisen 
können, weshalb keine Beitragszeit angerechnet worden sei. Am 9. Februar 
2023 habe das Konkursamt D.________ dem Gesuchsteller verschiedene Bele-
ge (namentlich Arbeitsvertrag vom 1.6.2020, Lohnabrechnungen Januar bis De-
zember 2021, Lohnbuch 2020) aus dem Konkursverfahren seiner früheren Ar-
beitgeberin übergeben. Und zusätzlich habe er nach dem Gerichtsentscheid die 
Steuerveranlagung für das Jahr 2021 erhalten. Mit all diesen Unterlagen könne 
der Gesuchsteller nun seinen Lohn nachweisen. Mit diesen Unterlagen sei er-
stellt, dass er einen monatlichen Verdienst von Fr. 10'000.00 gehabt habe und 
entsprechend einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. Wohl seien 
ihm die Unterlagen durch das Konkursamt am 9. Februar 2023 vor dem Ent-
scheid ausgehändigt worden. Aber zu jenem Zeitpunkt habe er aufgrund des be-
reits geschlossenen Beweisverfahrens die Belege nicht mehr ins Recht legen 
können. Die Steuerveranlagung sei ihm erst nach dem Entscheid zugestellt wor-
den. Entsprechend handle es sich um neue Beweismittel im Sinne des Gesetzes. 
Zudem stelle er das Gesuch innert der gesetzlichen Frist von 90 Tagen. Entspre-
chend erachtet der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für eine Revision als 
gegeben.

3.1 Gemäss Art. 61 lit. i ATSG i.V.m. § 61 lit. b VRP zieht das Gericht seinen 
rechtskräftigen Entscheid auf Begehren einer Partei in Revision, wenn die Partei 
nachträglich neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringt, die sie 
früher trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorbringen konnte.

3.2 Das vorliegende Gesuch richtet sich gegen den VGE II 2023 17 vom 14. 
März 2023, der zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsen ist. Auch ist unbestrit-
ten, dass der Gesuchsteller das Gesuch innert 90 Tagen seit Feststellung des 
geltend gemachten Revisionsgrundes beim hierfür zuständigen Verwaltungsge-
richt schriftlich und begründet stellt (§ 62 VRP).

3.3 Der Begriff "neue Tatsachen oder Beweismittel" gemäss § 61 lit. b VRP ist 
gleich auszulegen wie bei der Revision formell rechtskräftiger Verfügungen und 

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Einspracheentscheide nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (Urteil BGer 8C_107/2022 vom 
31.3.2023 Erw. 4.2.1). 

Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung 
oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, dem Revisionsgesuchsteller 
jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen 
müssen erheblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche 
Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutref-
fender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. 

Ein Beweismittel ist neu, wenn es im ursprünglichen Verfahren trotz hinreichen-
der Sorgfalt nicht beigebracht werden konnte. Dies trifft zu, wenn das Beweismit-
tel bei Erlass des zu revidierenden Entscheids schon existierte, aber der betrof-
fenen Partei nicht bekannt oder nicht zugänglich war. Für die Neuheit des Be-
weismittels ist einzig entscheidend, ob es bei hinreichender Sorgfalt schon im 
früheren Verfahren hätte beigebracht werden können. In diesem Zusammenhang 
gelten strenge Massstäbe. Die Revision als ausserordentliches Rechtsmittel 
kann nicht dazu dienen, Fehler und Unterlassungen der Prozessparteien 
nachträglich zu korrigieren (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., N 251 in fine 
zu Art. 61 ATSG). Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revi-
sion begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsa-
chen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum 
Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind (BGE 144 V 245 Erw. 
5.1 und 5.2 mit Hinweisen; Urteil BGer 8C_137/2022 vom 22.2.2023 Erw. 3.2.1). 
Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen 
Entscheid geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren davon Kenntnis gehabt 
hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhalts-
würdigung, sondern der Sachverhaltsermittlung dient. Es bedarf dazu neuer 
Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv 
mangelhaft erscheinen lassen (BGE 143 V 105 Erw. 2.3 mit Hinweisen; Urteil 
BGer 8C_714/2016 vom 16.12.2016 Erw. 2). 

4. Entgegen der Darstellung des Gesuchstellers muss das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes verneint werden. Entscheidend ist dabei, dass die Neuigkeit 
von Beweismitteln verlangt, dass deren Beibringung im ursprünglichen Verfahren 
trotz hinreichender Sorgfalt nicht möglich war. 

4.1 Bei den neuen Beweismitteln, auf welche der Gesuchsteller sein Revisions-
gesuch abstellt, handelt es sich um Unterlagen aus dem Konkursverfahren seiner 
ehemaligen Arbeitgeberin (Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Lohnbuch), wel-
che ihm am 9. Februar 2023 ausgehändigt worden seien. Weil das Beweisver-

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fahren zu jenem Zeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen sei, habe er diese 
nicht mehr ins Verfahren einbringen können. Dieser Darstellung kann nicht ge-
folgt werden.

Vorauszuschicken ist, dass der Gesuchsteller einziger Gesellschafter und Ge-
schäftsführer der konkursiten Arbeitgeberin war. Zudem ergibt sich aus der Steu-
erveranlagung 2021 (Gs-act. 7), dass er durch ein Treuhandbüro vertreten war. 
Es ist daher nur schwer vorstellbar, dass alle relevanten Akten, namentlich 
Lohnabrechnungen, nur auf dem Konkursamt lagen und weder der Beschwerde-
führer noch sein Treuhandbüro über irgendwelche Belege verfügt haben, welche 
dem Gericht hätten eingereicht werden können.

Vor allem aber geht die Behauptung fehl, am 9. Februar 2023, als dem Gesuch-
steller die Akten durch das Konkursamt ausgehändigt wurden, sei das Beweis-
verfahren bereits geschlossen gewesen, weshalb er diese nicht mehr habe ein-
reichen können. Tatsache ist vielmehr, dass die Beschwerde beim Gericht erst 
am 7. Februar 2023 einging, worauf das Gericht dem Beschwerdeführer/Gesuch-
steller eine nicht erstreckbare Frist bis 14. Februar 2023 ansetzte, um die Be-
schwerde hinsichtlich Antrag, Begründung und Unterschrift zu verbessern. Allein 
schon innert dieser Frist wäre somit die Einreichung der Unterlagen möglich ge-
wesen. Die verbesserte Eingabe reichte er am 13. Februar 2023 ein. Es ist 
schlicht nicht nachvollziehbar, warum er dieser nicht auch die nun eingereichten 
Akten beigelegt hatte. Am 20. Februar 2023 wurde dem Beschwerdeführer/Ge-
suchsteller die vorinstanzliche Vernehmlassung zugestellt, zu welcher er am 
8. März 2023 Stellung nahm. Wiederum hätte er die Möglichkeit gehabt, weitere 
Unterlagen, namentlich die nun beigebrachten, einzureichen. Erneut verzichtete 
er darauf. Und schliesslich wurde das Beweisverfahren gar nie geschlossen. Es 
hätte dem Beschwerdeführer/Gesuchsteller freigestanden, dem Gericht auch 
nach seiner Stellungnahme vom 8. März 2023 bis zur Urteilsfällung weitere Un-
terlagen einzureichen (vgl. §§ 18, 19 und 57 VRP). Ganz unabhängig von der 
Frage, ob die neu eingereichten Unterlagen überhaupt erhebliche Beweismittel 
im Sinne der Rechtsprechung sind, fehlt es ihnen damit an der Neuigkeit. Viel-
mehr ist es allein der Nachlässigkeit des Gesuchstellers anzulasten, dass diese 
nicht bereits im früheren Verfahren beigebracht wurden. 

4.2 Bleibt anzufügen, dass auch die neu eingereichten Unterlagen die im Ent-
scheid VGE II 2021 13 aufgezeigten Unklarheiten bezüglich Lohnfluss nicht be-
seitigen könnten. So hatte der Gesuchsteller gemäss neu beigebrachtem Ar-
beitsvertrag Anspruch auf einen Bruttomonatslohn von Fr. 10'000.00 (Gs-act. 4). 
Der Nettolohn sollte jeweils am 25. des Monats auf das Konto des Gesuchstel-
lers überwiesen werden. Dies war nachweislich nicht der Fall, wie sich aus den 

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Bankunterlagen, welche der Gesuchsteller im früheren Verfahren einreichte, er-
gibt. Die nun beigebrachten zwölf Lohnabrechnungen 2021 wiederum äussern 
sich nicht zum Valuta ("Valuta: offen"), was Zweifel weckt, ob die Beträge über-
haupt ausbezahlt wurden (Gs-act. 5). Auf jeden Fall stimmen auch sie nicht mit 
den Bankbelegen überein. Zudem werden auf den Lohnabrechnungen Sozialab-
züge ausgewiesen, jedoch keinerlei Pensionskassenbeiträge, was weitere Zwei-
fel aufkommen lässt. In der Summe liegen schliesslich Lohnabrechnungen für 12 
x Fr. 9'192 Nettolohn vor, was weder mit den Bankbelegen noch mit dem 
Lohnausweis, noch mit der Steuererklärung, noch mit der Steuerveranlagung 
übereinstimmt. Im Jahr 2020 sollen gemäss Lohnbuch Löhne ab Juni 2020 be-
zahlt worden sein (obwohl gemäss Vertrag der Stellenantritt am 17.1.2020 war) 
und damals wurden BVG-Beiträge vom Lohn abgezogen. Zudem stimmen auch 
hier die Löhne nicht mit den Bankbelegen überein und auch nicht mit dem in der 
Steuererklärung deklarierten Nettolohn (Fr. 67'691.41 vs. Fr. 67'178). 

4.3 Die Steuerveranlagung 2021 (Gs-act. 7) schliesslich datiert vom 30. März 
2023, mithin von nach VGE II 2023 17 vom 14. März 2023. Es handelt sich damit 
nicht um ein neues Beweismittel gemäss § 61 lit. b VRP (vgl. § 63b VRP i.V.m. 
Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO). Und selbst wenn anerkannt würde, dass auch Be-
weismittel, welche erst nach dem Entscheid erstellt wurden, als neue Beweismit-
tel den Revisionsgrund erfüllen könnten, würde es ihm aus den zuvor dargeleg-
ten Gründen an der Erheblichkeit mangeln. Die Steuerveranlagung 2021 gibt nur 
wieder, was in der Steuererklärung 2021 angegeben wurde. Die in VGE II 2023 
17 hierzu geäusserten Zweifel bzw. die genannten Unklarheiten vermag auch die 
Steuerveranlagung nicht auszuräumen. Selbst mit den neu eingereichten Bele-
gen der Lohnabrechnungen 2021 und der Steuerveranlagung 2021 sticht ins Au-
ge, dass die Zahlen nicht übereinstimmen. Von einem erheblichen Beweis könn-
te daher nicht die Rede sein, selbst wenn die eingereichte Steuerveranlagung 
2021 ein neues Beweismittel im Sinne von § 61 lit. b VRP wäre.

4.4 Zusammenfassend liegt damit kein Revisionsgrund vor, weshalb auf das 
Revisionsgesuch nicht einzutreten ist.

5. Nachdem sich das Revisionsverfahren grundsätzlich nach kantonalem 
Recht bestimmt, muss das Verfahren auch nicht kostenlos sein (Kieser, ATSG-
Kommentar, 3.A., Art. 61 Rz. 229 m.H. auf BGE 111 V 51 f.). Das Verwaltungs-
gericht verzichtet jedoch in analoger Anwendung von Art. 61 lit. fbis ATSG praxis-
gemäss auf die Erhebung von Kosten in Verfahren, mit welchen um Revision 
von Entscheiden ersucht wird, die kostenlos ergingen (VGE I 2014 63 vom 
14.1.2015).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Gesuchstellers (2/R)
- die Gesuchsgegnerin (R)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. Juni 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juli 2023