# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c5b4d22-1f1c-5b92-a436-ae9c649ed7b9
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 26.08.2021 WBE.2019.428
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2019-428_2021-08-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2019.428 / sr / jb 

(2019-001282)  

Art. 75 

 

 

 

Urteil vom 26. August 2021 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang 

Verwaltungsrichterin Steiger 

Gerichtsschreiberin Ruchti      

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

vertreten durch Dr. iur. Ernst Kistler, Rechtsanwalt, Bahnhofstrasse 11, 

Postfach, 5201 Brugg   

 

        

gegen 

 

  Gemeinderat B._____, 

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau   

handelnd durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für 

Baubewilligungen, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau    

 

     

   

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 6. November 2019 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

An der Sitzung vom 9. September 2016 wies der Gemeinderat B. das 

Baugesuch von A. für die Errichtung eines Ein- und Auswasserungskrans 

auf der im Ortsteil C. an der Aare gelegenen Parzelle Nr. aaa ab, nachdem 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), Abteilung für 

Baubewilligungen, dem Bauvorhaben die erforderliche kantonale 

Zustimmung für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone mit Ent-

scheid vom 30. August 2016 verweigert hatte. Der Bauabschlag erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft. 

 

2. 

Im September 2018 stellte der Gemeinderat fest, dass A. den nicht 

bewilligten Ein- und Auswasserungskran trotzdem erstellt hatte. Mit 

Verfügung vom 10. September 2018 forderte er A. u.a. dazu auf, den Kran 

innert 30 Tagen nach Rechtskraft der Verfügung zurückzubauen. Darauf 

reichte A. am 28. September 2018 beim Gemeinderat ein 

Wiedererwägungsgesuch ein, mit welchem er um nachträgliche Bewilli-

gung des Krans ersuchte. Der Gemeinderat trat stillschweigend auf das 

Wiedererwägungsgesuch ein und leitete das nachträgliche Baugesuch zur 

Beurteilung der kantonalen Prüfbelange an die Abteilung für Baubewilligun-

gen weiter. 

 

3. 

Diese wies das nachträgliche Baugesuch mit Entscheid vom 19. Dezember 

2018 ab und ordnete den vollständigen Rückbau des Krans einschliesslich 

Rekultivierung der betroffenen Fläche innerhalb einer Frist von drei Mona-

ten ab Rechtskraft des Entscheids an. Der Gemeinderat B. eröffnete A. den 

Entscheid der Abteilung für Baubewilligungen mit Protokollauszug vom 

7. Januar 2019 und wies das Baugesuch seinerseits ab, unter Bestätigung 

des Rückbaus und der Rückbaufrist. 

 

B. 

Auf die von A. dagegen erhobene Beschwerde vom 4. Februar 2019 

entschied der Regierungsrat am 6. November 2019: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Staatsge-
bühr von Fr. 1ʹ800.–, den Kanzleigebühren und den Auslagen von 
Fr. 221.20, insgesamt Fr. 2ʹ021.20, werden A. auferlegt. Unter 
Berücksichtigung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 2ʹ000.– und 

 - 3 - 

 

 

der Geringfügigkeit des noch geschuldeten Betrags erfolgt keine weitere 
Rechnungsstellung. 

 

C. 

1. 

Den Entscheid des Regierungsrats focht A. mit Beschwerde vom 

16. Dezember 2019 beim Verwaltungsgericht an, mit den Anträgen: 

 

1. 
Es sei ein Beweisabnahmeverfahren durchzuführen. 
 
2. 
Gestützt darauf sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Bau-
te, Einwasserungskran, zu bewilligen. 
 
Unter Kostenfolge. 

 

2. 

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2020 beantragte die Abteilung für 

Baubewilligungen im Namen des Regierungsrats die kostenfällige Abwei-

sung der Beschwerde. 

 

Der Gemeinderat B. wies in seiner Stellungnahme vom 31. Januar 2020 

darauf hin, dass die Gemeindeversammlungen der per 1. Januar 2006 

fusionierten Gemeinden C. und B. am 22. November 2018 und 26. Juni 

2019 einer neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) zugestimmt hätten, 

deren Genehmigung durch den Regierungsrat noch pendent sei, und das 

Bauvorhaben nicht im kantonalen Amtsblatt publiziert worden sei. 

 

3. 

In der Replik vom 25. Februar 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Die Abteilung für Baubewilligungen reichte keine Duplik ein. 

 

D. 

Das Verwaltungsgericht hat am 26. August 2021 eine Verhandlung mit 

Augenschein durchgeführt und die Beteiligten (inklusive Vertreter des BVU, 

Abteilung Landschaft und Gewässer, als Fachstelle) angehört. Im An-

schluss daran hat es den Fall beraten und entschieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (§ 61 Abs. 3 

 - 4 - 

 

 

der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Der ange-

fochtene Entscheid des Regierungsrats ist verwaltungsintern letztinstanz-

lich. Das Verwaltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen, namentlich die Beschwerdebe-

fugnis und die Einhaltung der Beschwerdefrist, geben zu keinen Bemerkun-

gen Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist ein-

zutreten. 

 

3. 

Mit der Beschwerde ans Verwaltungsgericht können die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Ermessensunter- und -überschreitung sowie Rechtsmiss-

brauch, gerügt werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessenskontrolle fin-

det hingegen nicht statt (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1. 

Der streitbetroffene östliche Teil der Parzelle Nr. aaa, Ortsteil C., auf 

welcher der umstrittene Ein- und Auswasserungskran (nachfolgend: Kran) 

steht, liegt in der Uferzone der Gemeinde B. Nach der Systematik der bei 

der Ausführung des Krans geltenden Bau- und Nutzungsordnung (aBNO) 

der Gemeinde C. vom 10. Dezember 1999 handelte es sich bei der in § 21 

geregelten Uferzone um eine weitere Zone im Sinne von Art. 18 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumpla-

nungsgesetz, RPG; SR 700), die dem Nichtbaugebiet zuzuordnen war. Sie 

erstreckte sich auf das Gebiet zwischen Bauzonengrenze und Aarelauf und 

diente dem Schutz des Uferbereichs (§ 21 Abs. 1 aBNO). Bauten und An-

lagen konnten darin nur unter Vorbehalt der kantonalen Zustimmung bewil-

ligt werden (§ 21 Abs. 2 aBNO). Mithin galt für die Uferzone kein absolutes 

Bauverbot. Bauten und Anlagen waren jedoch in der Uferzone als Nicht-

baugebiet mit Schutzfunktion ganz grundsätzlich nicht zonenkonform. Viel-

mehr bedurfte es für die Errichtung von Bauten und Anlagen in der Uferzo-

ne einer Ausnahmebewilligung. Die Voraussetzungen für die Erteilung 

einer solchen richten sich dabei nach Art. 24 RPG (für zonenfremde Bauten 

und Anlagen ausserhalb der Bauzonen) und, weil der Kran zugleich im 

Gewässerraum gemäss Art. 36a des Bundesgesetzes über den Schutz der 

Gewässer vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, GSchG; 

SR 814.20) i.V.m. § 127 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über Raumentwicklung 

und Bauwesen vom 19. Januar 1993 (Baugesetz, BauG; SAR 713.100) 

respektive auch innerhalb des Uferstreifens gemäss den (allenfalls noch 

nicht rechtsgültig abgelösten) Übergangsbestimmungen vom 4. Mai 2011 

zur Änderung der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 

(GSchV; SR 814.201) situiert ist, kumulativ nach Art. 41c GSchV. 

 - 5 - 

 

 

 

Zwischenzeitlich verfügt die Gemeinde B. über eine neue Bau- und 

Nutzungsordnung (BNO), die auch für den Ortsteil C. gilt und von der Ge-

meindeversammlung am 22. November 2018 / 26. Juni 2019 beschlossen 

und vom Regierungsrat am 4. März 2020 genehmigt wurde. Darin regelt 

§ 27 für die Uferzone, die systematisch neu den Schutzzonen (Art. 17 

RPG) zugewiesen ist, dass für Bauten und Anlagen § 30 Abs. 2 BNO sinn-

gemäss gilt (Abs. 2). § 30 BNO betrifft die Gewässerraumzone und sieht in 

Abs. 2 vor, dass sich die Zulässigkeit von Bauten, Anlagen und Nutzungen 

innerhalb des Gewässerraums nach Art. 41c GSchV richtet.  

 

Gemäss der Übergangsbestimmung in § 63 BNO ist das streitgegenständ-

liche Bauvorhaben nach neuem Recht zu beurteilen. Eine Beurteilung nach 

neuem Recht würde auch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung, 

wenn überhaupt, nur dann ausscheiden, wenn das neue Recht strenger 

wäre als das alte. Doch auch in diesem Fall bliebe das neue Recht anwend-

bar, falls es zur Durchsetzung erheblicher öffentlicher Interessen erlassen 

wurde (Urteil des Bundesgerichts 1C_22/2019, 1C_476/2019 vom 6. April 

2020, Erw. 8.1 f.; nicht publiziert in BGE 146 II 304). 

 

Im vorliegenden Fall ist auf das im Gewässerraum situierte Bauvorhaben 

sowohl nach altem als auch nach neuem Recht Art. 41c GSchV anwend-

bar. Daneben ist, weil die Uferzone weiterhin dem Nichtbaugebiet zuzuord-

nen ist, Art. 24 RPG als Ausnahmebestimmung zum Bauen ausserhalb der 

Bauzone beachtlich, wobei sich die grundsätzlichen Voraussetzungen für 

die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d 

GSchV und Art. 24 RPG (Standortgebundenheit, keine überwiegenden ent-

gegenstehenden Interessen) ohnehin decken. Gleichzeitig statuierte § 21 

aBNO keine restriktiveren Bedingungen für Ausnahmebewilligungen in der 

Uferzone oder gar ein absolutes Bauverbot. Daraus ergibt sich, dass das 

alte und das neue Recht im Ergebnis deckungsgleich sind, das neue Recht 

mithin nicht strenger ist. Folglich steht der Anwendung des neuen Rechts 

(§ 27 Abs. 2 i.V.m. § 30 Abs. 2 BNO und Art. 41c GSchV) nichts entgegen.  

 

Der vom Beschwerdeführer errichtete Kran (Säulenschwenkkran) steht auf 

einem in das Terrain eingelassenen Betonfundament mit einer Fläche von 

rund 2,5 m2, welches an die bestehende Ufermauer grenzt. Der Kran selber 

ist aus Metall gefertigt und weist eine Höhe von 5,5 m sowie eine Ausladung 

von rund 3 m auf. Er wird elektrisch angetrieben (vgl. vorinstanzliche Akten, 

act. 48, Beilage 2 [Baugesuchsakten BG 1847]). 

 

2.  

Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, der Kran sei nicht bewilligungsfähig. 

Er diene zwar der Ein- und Auswasserung von Schiffen und sei insofern 

auf einen Standort innerhalb des Gewässerraums angewiesen. Es sei je-

 - 6 - 

 

 

doch kein öffentliches Interesse an der Erstellung des umstrittenen Bau-

werks ersichtlich, da in einer Entfernung von 180 m die öffentliche Ein- und 

Auswasserungsstelle ʺFahrʺ liege, die für jedermann kostenlos zugänglich 

sei. Somit lasse sich eine Ausnahmebewilligung nicht auf Art. 41c Abs. 1 

Satz 1 GSchV abstützen. In Frage käme daher höchstens eine Ausnahme-

bewilligung nach Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV für der Gewässernut-

zung dienende Kleinanlagen, denen keine überwiegenden Interessen ent-

gegenstehen. Der Kran sei wohl eine Kleinanlage im Sinne der erwähnten 

Bestimmung, doch könne er nicht bewilligt werden, weil er in der Uferzone 

nicht zonenkonform sei. Des Weiteren sei der Kran von der Aarebrücke, 

vom Wasser und vom Wanderweg an der gegenüberliegenden Uferseite 

gut sichtbar, obwohl er farblich auf die dahinterliegende Stützmauer abge-

stimmt sei und sich ausserdem neben einer grossen Trauerweide befinde. 

Selbst wenn er vom Blätterwerk dieses Baums komplett verdeckt würde, 

wäre er als in der Uferzone zonenfremde Baute immer noch nicht be-

willigungsfähig. Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 41c 

Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV scheide deshalb ebenfalls aus (angefochtener 

Entscheid, Erw. 1.3). 

 

3. 

Der Beschwerdeführer rügt, die Ein- und Auswasserungsstelle G. sei für 

das Ein- und Auswassern von Motorbooten nicht (mehr) geeignet. Die 

Uferstelle sei zu seicht. Schon Boote mit nur wenig Tiefgang würden auf-

laufen und mit Manneskraft könne man sie nicht über die Böschung wuch-

ten. Ein Fahrzeug andererseits, auch ein solches mit Allradantrieb, gerate 

ins Rutschen oder Spulen, sobald die Wiese etwas feucht sei. Die Stelle 

sei zwar öffentlich und gratis, aber nicht benutzbar und keine Alternative für 

seine Zwecke. Die nächste Auswasserungsrampe sei in D. Dort sei es zwar 

betoniert, aber das Wasser sei ebenso seicht wie in G. Überdies sei der 

Kran vom Wanderweg am rechten Aareufer überhaupt nicht gut sichtbar. 

Zum einen verhindere das Ufergehölz eine gute Sicht auf C. Man müsse 

innehalten, um sich eine Sichtschneise zwischen den Bäumen zu suchen. 

Zum anderen sei die Uferzone in C. ohnehin sehr unruhig, mit Häusern, 

Stützmauern, möblierten Gärten, Zäunen (auffällig: die senkrechten 

Pfosten), Mauern im Wasser und Blockwurf am Ufer. Den Kran müsse man 

unter all diesen Bauten regelrecht suchen. Wenn man nichts von ihm wisse, 

entdecke man ihn auch nicht. Die bestehende Bootsrampe bei seiner 

Parzelle gehöre zur Hälfte dem Nachbarn und biete ebenfalls keinen 

Ersatz. Es müsste eine erhebliche Menge an Ufersteinen ausgebaggert 

werden, um genügend Wassertiefe zu erreichen, und das erforderliche Ab-

flachen der Rampe wäre sehr aufwändig und ein massiver Eingriff in die 

Uferzone. Für gewerbliche Zwecke sei der erstellte Kran zweckmässig. Er 

eigne sich bestens, um die Boote aus dem Wasser zu heben und den Un-

terhalt daran vorzunehmen. Die nächste Werft sei am Hallwilersee. 

 

 - 7 - 

 

 

4. 

4.1. 

Die Argumentation der Vorinstanz ist insofern nicht stichhaltig, als sie für 

die Erteilung einer (Ausnahme-)Bewilligung (für Bauten im Gewässerraum) 

nach Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV die Zonenkonformität einer Baute 

oder Anlage verlangt.  

 

Ist ein Bauvorhaben – wie der streitgegenständliche Kran in der Uferzone, 

die entsprechend ihrem Schutzzweck grundsätzlich von Bauten und Anla-

gen freizuhalten ist (siehe dazu Erw. 1 vorne) – zonenfremd, kann unter 

den gegebenen Voraussetzungen (hier nach Massgabe von Art. 24 RPG 

für zonenfremde Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone und Art. 41c 

Abs. 1 GSchV für Bauten und Anlagen im Gewässerraum) eine (Ausnah-

me-)Bewilligung erteilt werden. Der hier nicht mehr anwendbare § 21 aBNO 

stellte keine strengeren (inhaltlichen) Anforderungen an eine Ausnahmebe-

willigung, was theoretisch möglich gewesen wäre. Aktuell verweisen die 

§§ 27 Abs. 2 und 30 Abs. 2 BNO für Bauten, Anlagen und Nutzungen in 

der Uferzone direkt auf Art. 41c GSchV. 

 

Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin, dass sich das Erfordernis 

der Zonenkonformität im vorliegenden Fall auch nicht aus Art. 41c Abs. 1 

GSchV ergibt. Nur Bauten und Anlagen im Gewässerraum, die nach 

Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. a (in dicht überbauten Gebieten) oder abis (auf 

einzelnen unüberbauten Parzellen innerhalb einer Reihe von mehreren 

überbauten Parzellen) GSchV bewilligt werden, müssen (in der jeweiligen 

Bauzone) zonenkonform sein. Derweil dürfen standortgebundene und im 

öffentlichen Interessen liegende Bauten und Anlagen unabhängig von ihrer 

Zonenkonformität im Gewässerraum bewilligt werden (Art. 41c Abs. 1 

Satz 1 GSchV). Es genügt, dass solchen Bauten und Anlagen, wenn sie 

sich ausserhalb der Bauzone befinden, im öffentlichen Interesse liegen.  

 

Desgleichen müssen der Gewässernutzung dienende Kleinanlagen nicht 

zonenkonform sein. Sie dürfen nach dem Wortlaut von Art. 41c Abs. 1 

Satz 2 lit. d GSchV, der mit Teilrevision vom 22. März 2017, in Kraft seit 

1. Mai 2017, in die GSchV eingefügt wurde, im Gewässerraum bewilligt 

werden, wenn sie standortgebunden sind und ihnen keine überwiegenden 

Interessen (inklusive Schutzzweck der Uferzone, die aber hier kein absolu-

tes Bauverbot statuiert) entgegenstehen. In dieser Konstellation ist bei 

Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone gleichsam der Tatbestand 

von Art. 24 RPG (Standortgebundenheit, keine überwiegenden entgegen-

stehenden Interessen) erfüllt. Die Zonenkonformität bildet demgegenüber 

kein Kriterium und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb es dem Sinn und 

Zweck der Gewässerschutzgesetzgebung zuwiderlaufen würde, der Ge-

wässernutzung dienende Kleinanlagen, welche das Ufer naturgemäss 

weniger beeinträchtigen als grössere Bauten und Anlagen, auch ausser-

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halb der Bauzone zuzulassen, wenn es die konkrete Interessenlage er-

laubt. Im Erläuternden Bericht des Bundesamts für Umwelt (BAFU) vom 

22. März 2017 zur Änderung der Gewässerschutzverordnung (vorinstanz-

liche Akten, act. 18–21; nachfolgend: Erläuternder Bericht BAFU), S. 5, 

heisst es dementsprechend, ob Kleinanlagen im Sinne von Art. 41c Abs. 1 

Satz 2 lit. d GSchV aus raumplanungsrechtlicher Sicht bewilligungsfähig 

seien, ergebe sich insbesondere aus den restriktiven bundesrechtlichen 

Bestimmungen zum Bauen ausserhalb der Bauzonen. Demnach schliesst 

die Gewässerschutzgesetzgebung der Gewässernutzung dienende Klein-

anlagen ausserhalb der Bauzone, wo sie nicht zonenkonform sind, nicht 

aus. Dem Umstand, dass Ufer ausserhalb der Bauzonen regelmässig intak-

ter sind, kann im Rahmen der erforderlichen Interessenabwägung Rech-

nung getragen werden. An einem bislang nicht verbauten, naturbelassenen 

Ufer stehen einer solchen Kleinanlage jeweils gewichtigere Interessen des 

Uferschutzes entgegen als im umgekehrten Fall.  

 

4.2. 

4.2.1. 

Dass der auf der Parzelle Nr. aaa errichtete Kran, soweit er der Ein- und 

Auswasserung von Booten dient, am Ufer der Aare standortgebunden ist, 

steht für alle Beteiligten ausser Frage. Zudem steht fest, dass der Kran kei-

ne Anlage ist, die im öffentlichen Interesse liegt. Er dient in erster Linie den 

Bedürfnissen des Beschwerdeführers und denjenigen einer beschränkten 

Anzahl Kunden, die ihr Boot beim Beschwerdeführer ein- und auswassern 

und allenfalls warten lassen wollen. Damit verdient die vorinstanzliche 

Sichtweise, der Kran könne nicht gestützt auf Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV 

bewilligt werden, Zustimmung. Es bleibt zu prüfen, ob es sich beim Kran 

um eine ʺder Gewässernutzung dienende Kleinanlageʺ im Sinne von 

Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV handelt, der an ihrem Standort oben-

drein keine überwiegenden Interessen (des Uferschutzes) entgegenstehen 

dürfen. 

 

4.2.2. 

Mit ʺder Gewässernutzung dienendʺ ist im Anwendungsbereich von 

Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV der Zugang zum Gewässer und die Er-

holungsfunktion der Gewässer angesprochen (Erläuternder Bericht BAFU, 

S. 5). Davon wird auch der Zugang zum Gewässer mit einem (Motor-)Boot 

erfasst. Unter den Begriff ʺKleinanlagenʺ sind neben Anlagen wie Stegen, 

Plattenwegen und Treppen folgerichtig auch Schlipfe (Bootsrampen) und 

Bootsbahnen zu subsumieren (Erläuternder Bericht BAFU, S. 5). 

 

Im vorinstanzlichen Verfahren vertrat die Abteilung für Baubewilligungen 

die Auffassung, der streitgegenständliche Kran sprenge die Dimensionen 

einer Kleinanlage im Sinne von Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV (siehe 

dazu vorinstanzliche Akten, act. 54).  

 

 - 9 - 

 

 

 

Rein aufgrund seiner Dimensionen (mit einer Höhe von 5,5 m und einem 

Kragarm von 3 m) und der Materialisierung könnte der Kran allenfalls noch 

als "Kleinanlage" im Sinne der zitierten Bestimmung durchgehen. Optisch 

dürfte er nicht (wesentlich) auffälliger und störender in Erscheinung treten 

als – je nach konkreter Ausgestaltung dieser Anlagen – herkömmliche 

Bootsrampen oder Bootsbahnen. Im vorliegenden Fall fällt jedoch ins Ge-

wicht, dass der Kran gemäss den Angaben des Beschwerdeführers beim 

Augenschein des Verwaltungsgerichts für gewerbliche Zwecke, also nicht 

bloss zum Ein- und Auswassern von Booten und auch nicht nur für den 

Eigengebrauch des Beschwerdeführers verwendet würde. Vielmehr sollen 

die Boote von Kunden eine gewisse Zeit an der Aufhängevorrichtung des 

Krans aufgehängt bleiben, um dort gewartet zu werden; konkret würden sie 

dort für einige Stunden trocknen, danach maschinell abgeschliffen und per 

Anstrich mit einer neuen Beschichtung versehen, wobei der gesamte Vor-

gang mindestens einen Tag in Anspruch nehmen würde (Augenscheinpro-

tokoll, S. 3 und 8).  

 

Die beschriebenen Wartungsarbeiten sind nicht mehr als "der Gewässer-

nutzung dienend" einzustufen. Sie könnten theoretisch, wenn man die für 

die Beurteilung der Standortgebundenheit im Gewässerraum grundsätzlich 

irrelevanten Transportschwierigkeiten aufgrund der Hanglage des Grund-

stücks des Beschwerdeführers einmal ausblendet, an jedem beliebigen Ort 

vorgenommen werden, idealerweise in der Spenglerei- und Carosserie-

werkstatt des Beschwerdeführers, wo die Gefahr für Umweltbeeinträchti-

gungen geringer wäre als im exponierten Uferbereich in unmittelbarer Nähe 

der Aare. Insofern ist die geplante Nutzung des Krans zu einem erheblichen 

Teil nicht auf einen Standort im Gewässerraum angewiesen und es fehlt, 

soweit der Kran als Wartungseinrichtung benützt wird, an der Standortge-

bundenheit des Bauwerks im Gewässerraum. Vor diesem Hintergrund dürf-

te der Kran tatsächlich nicht als "der Gewässernutzung dienende Kleinanla-

ge" zu qualifizieren sein, was aber weniger mit seinem Erscheinungsbild 

als mit der Nutzung des Krans zur Wartung von Booten von Kunden zu tun 

hat.  

 

Anzumerken bleibt, dass sich die Einhaltung einer Nutzungsbeschränkung 

mit dem Inhalt, der Kran dürfte nur für private Zwecke, d.h. nur zum Ein- 

und Auswassern des eigenen Boots des Beschwerdeführers genutzt wer-

den, sich nicht mit zumutbarem Aufwand seitens der Baupolizeibehörde 

(Bauverwaltung) kontrollieren liesse. 

 

4.2.3.  

4.2.3.1. 

Bei der nach Art. 24 RPG und Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV erforder-

lichen Interessenabwägung zwecks Klärung der Frage, ob dem Bauvorha-

 - 10 - 

 

 

ben überwiegende Interessen entgegenstehen, sind dem privaten Interes-

se des Beschwerdeführers am Betrieb seines Krans (inklusive kommerziel-

les Interesse an der Wartung von Booten seiner Kundschaft) die öffentli-

chen Interessen am Ufer- und Gewässerschutz gegenüberzustellen. 

  

Die Vorinstanzen gewichteten dabei primär Aspekte des Ortsbild- und 

Landschaftsschutzes, etwas weniger ökologische Schutzbedürfnisse für 

Flora und Fauna. Von einer möglichen Revitalisierung des Ufers war nir-

gends die Rede, was angesichts der bisherigen Verbauung des fraglichen 

Uferabschnitts auch nicht weiter erstaunt. Aus den Fotos in den Akten zum 

Baugesuch BG 1847 (vorinstanzliche Akten, act. 48) ist ersichtlich, dass 

der Uferbereich mit zahlreichen Stützmauern überbaut ist. Es handelt sich 

somit keineswegs um ein unversehrtes, naturbelassenes Ufer. Zudem wird 

nicht geltend gemacht, der Kran könnte Pläne für Hochwasserschutz-

massnahmen durchkreuzen. Beim Augenschein des Verwaltungsgerichts 

sprachen die Fachpersonen der Abteilung Landschaft und Gewässer ledig-

lich von möglichen Massnahmen zur naturnäheren Gestaltung des Uferbe-

reichs, falls die bestehenden Uferverbauungen dereinst einmal sanierungs-

bedürftig würden (Augenscheinprotokoll, S. 7 f. und 14). 

 

Auf der anderen Seite würde das private Interesse des Beschwerdeführers 

an seinem Ein- und Auswasserungskran erheblich relativiert, wenn sich in 

nicht allzu weiter Entfernung von seiner Parzelle Nr. aaa eine andere ge-

eignete, öffentliche Ein- und Auswasserungsstelle befände, die er problem-

los zum Ein- und Auswassern eines Motorboots benützen könnte, oder 

wenn sich die bestehende Bootsrampe im Bereich seiner Parzelle und der-

jenigen seines Nachbarn dergestalt umbauen liesse, dass sie zum Ein- und 

Auswassern eines Motorboots verwendet werden könnte. Hier gilt es aber 

zu bedenken, dass ein Ausbau der bestehenden Bootsrampe das Land-

schafts- und Ortsbild oder die Pflanzen- und Tierwelt in ähnlicher Weise 

beeinträchtigen könnten wie der Kran.  

 

4.2.3.2. 

In Sachen Landschaftsschutz wurde im vorinstanzlichen Verfahren (von 

der Abteilung Landschaft und Gewässer) ausgeführt, die Uferzone im Orts-

teil C. sein ein qualitätsvoller Freiraum zwischen Land und Wasser. Trotz 

der abschnittsweise vorhandenen Stützmauern sei sie weitgehend durch 

unbebaute Grünflächen und prächtigen Baumbestand geprägt. Flussauf-

wärts und am gegenüberliegenden Aareufer vermittelten Waldflächen zwi-

schen dem landseitigen Siedlungsraum und dem Fluss. Die naturnahen 

Strukturen entlang des Aareufers werteten das Landschafts- und Ortsbild 

erheblich auf und seien die wasserseitige ʺVisitenkarteʺ von C., die vom 

Wanderweg am gegenüberliegenden Ufer ebenso sichtbar sei wie von der 

Aarebrücke. Neben dies ortsbildprägenden Aspekt biete die grüne Uferzo-

ne Pflanzen und Tieren Lebensraum und wirke sich positiv auf das Mikro-

 - 11 - 

 

 

klima aus. Sie trage zur Erhöhung der Biodiversität in unmittelbarer Sied-

lungsnähe, zur Vernetzung von Lebensräumen und zur Verschönerung des 

Orts- und Landschaftsbildes bei (vorinstanzliche Akten, act. 51). Die Abtei-

lung für Baubewilligungen fügte ergänzend an, das Gemeindegebiet von B. 

sei Teil des F.-Parks., einem Regionalen Naturpark von nationaler 

Bedeutung. Mit der Unterzeichnung der Charta hätten sich die 

Parkgemeinden unter anderem zum Erhalt und zur Entwicklung von attrak-

tiven (Fluss-)Landschaften und intakten Siedlungen verpflichtet (vorin-

stanzliche Akten, act. 53).  

 

Diese Ausführungen sind eher allgemein gehalten, betreffen die gesamte 

Uferzone der Gemeinde B. und gehen etwas zu wenig auf die konkrete 

Situation am Ufer im Bereich der Parzelle Nr. aaa ein, das – wie schon 

erwähnt – stark (mit Stützmauern) verbaut ist. Zwar ist der Abteilung für 

Baubewilligungen einzuräumen, dass der Gewässerraum den Raumbedarf 

des Gewässers langfristig sichern soll und grundsätzlich unabhängig vom 

Bestehen konkreter Revitalisierungspläne und Hochwasserschutzprojekte 

auszuscheiden bzw. freizuhalten ist (Beschwerdeantwort, S. 3). Weil es 

sich bei der Freihaltung des Gewässerraums um einen Grundsatz handelt, 

von dem nach Massgabe von Art. 41c Abs. 1 GSchV ausnahmsweise ab-

gewichen werden darf, hilft dieser Hinweis jedoch nicht weiter bei der Ab-

wägung der zu ermittelnden konkreten Interessen, die für oder gegen die 

ausnahmsweise Zulassung einer Baute oder Anlage im Gewässerraum 

sprechen. Das Freihaltebedürfnis ist umso grösser, je intakter die Uferzone 

ist, und umgekehrt umso geringer, je verbauter ein Uferbereich und je 

kleiner dessen ökologisches Potenzial ist (vgl. dazu CHRISTOPH FRITZSCHE, 

in: PETER HETTICH/LUC JANSEN/ROLAND NORER [HRSG.], Kommentar zum 

Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich/Basel/Genf 

2016, Art. 36a GSchG N 130). Insofern muss den Ausschlag geben, ob und 

inwieweit der Kran das Landschafts- und Ortsbild zusätzlich nachteilig be-

einflusst. Ausserdem sind allfällige nachteilige Auswirkungen des Kranbe-

triebs auf Flora und Fauna sowie allgemein die Umwelt mitzuberücksichti-

gen. 

 

4.2.3.3. 

Beim Augenschein des Verwaltungsgerichts gab die Fachperson der Ab-

teilung Landschaft und Gewässer, Sektion Natur und Landschaft, zu Proto-

koll, obwohl die hier mit Stützmauern und Treppenanlagen verbaute Ufer-

zone ein Stück weit vorbelastet sei, bestehe das Ziel darin, sie in ihrer grü-

nen Eigenart zu bewahren und dem Siedlungsraum quasi einen Grüngürtel 

voranzustellen, der zwischen dem Gewässer und der Siedlung vermittle. 

Die nicht mehr bestehende Trauerweide habe den Kran bislang ganz gut 

verdeckt. Ohne diesen Baum trete der Kran nun deutlich in Erscheinung 

und beeinträchtige den Uferbereich zusätzlich. Selbst wenn er das Ortsbild 

für sich genommen nicht erheblich beeinträchtige, störe er die Zielsetzung 

der Uferzone, nämlich den Erhalt eines möglichst grünen Uferbereichs, 

 - 12 - 

 

 

nicht zuletzt deshalb, weil er Nachahmer zu vergleichbaren Bauten und An-

lagen animieren und insofern eine grosse präjudizielle Wirkung haben 

könnte. Zudem habe die Uferzone für Tiere, namentlich Kleinsäuger wie 

Igel und Siebenschläfer eine Vernetzungsfunktion. Je mehr die Uferzone 

verbaut werde, desto schwieriger sei die Wanderung für diese Tierarten, 

die sich von einem Grünraum zum nächsten entlang des Ufers bewegten. 

Der Kran an sich stelle zwar für diese Tierwanderung kein unüberbrückba-

res Hindernis dar, wenn sich aber noch weitere Nachbarn den Kran zum 

Vorbild nähmen und gleichartige oder ähnliche Bauwerke erstellten, hätte 

das schon negative Auswirkungen auf die Vernetzungsfunktion der Uferzo-

ne (Augenscheinprotokoll, S. 6, 11 und 16). 

 

Die von der Nutzung des Krans als Wartungseinrichtung für Boote ausge-

henden Auswirkungen auf Flora und Fauna erachtet die Fachperson als 

eher gering, sofern sorgfältig gearbeitet und dafür gesorgt werde, dass sich 

keine Schadstoffe (inklusive des Feinstaubs vom Abschleifen der Boote) 

ausbreiteten und der Beschwerdeführer – wie angegeben – nicht allzu viele 

Boote an dieser Stelle und nur tagsüber warte. Dasselbe gelte für Auswir-

kungen aufs Gewässer, wobei durch die Wartung von Booten aus anderen 

Regionen invasive Arten wie etwa die Quagga-Muschel eingeschleppt wer-

den könnten (Augenscheinprotokoll, S. 7 f.). 

 

Beim Augenschein konnten sich die Verfahrensbeteiligten sodann davon 

überzeugen, dass sich die öffentliche Ein- und Auswasserungsstelle G. 

aufgrund ihrer Beschaffenheit tatsächlich nicht für das Ein- und Auswas-

sern eines Motorboots (mit Zugfahrzeug und Anhänger) eignet (Augen-

scheinprotokoll, S. 9 und 14). Ob sich die von der Abteilung für Baubewilli-

gungen in der Beschwerdeantwort (S. 2) als Alternative vorgeschlagene 

öffentliche Ein- und Auswasserungsstelle bei der ehemaligen E. (H.-

Strasse bbb, D.) eignen würde, hat das Verwaltungsgericht beim 

Augenschein nicht überprüft. Die Entfernung zwischen der Aarebrücke in 

C. und jener Ein- und Auswasserungsstelle beträgt 1,4 km (gemäss 

Routenplaner auf Google Maps) und könnte mit einem Auto zwar in 

wenigen Minuten zurückgelegt werden. Für die Zwecke des Be-

schwerdeführers, der bei sich Boote von Kunden warten will, drängt sich 

diese Ein- und Auswasserungsstelle gleichwohl nicht auf. Gemäss den 

Angaben des Beschwerdeführers sollen die dortigen Platzverhältnisse 

obendrein zu eng sein. Es würden die gleichen Probleme wie bei G. 

auftreten (Replik, S. 2; Augenscheinprotokoll, S. 9). Umstritten blieb beim 

Augenschein, ob sich die bestehende Bootsrampe im Grenzbereich der 

Parzellen Nrn. aaa und ccc als Alternative zum Kran für das Ein- und 

Auswassern eines Motorboots eignen würde. Gemäss den Angaben des 

Beschwerdeführers ist die Rampe derzeit zu steil. Die von der Fachperson 

der Abteilung Landschaft und Gewässer, Sektion Gewässernutzung, als 

Option genannte Abflachung bedürfte der Zustimmung des benachbarten 

Grundeigentümers (der Parzelle Nr. ccc) und würde einen grösseren 

 - 13 - 

 

 

Eingriff in die Uferlandschaft bedeuten als der Kran. Dem hielt die Fach-

person entgegen, man könnte eine flachere und damit längere Rampe 

durchaus naturnäher gestalten und folglich bewilligen, indem auf die Ver-

wendung einer Betonkonstruktion verzichtet würde. Unterschiedlich beur-

teilten der Beschwerdeführer und die Fachperson auch die Frage, ob die 

Wassertiefe an dieser Stelle (bei normalem Wasserstand) ausreicht, um 

mit einem Motorboot ohne Beschädigung des Antriebs hinreichend nahe 

zur Rampe hinzufahren zu können (Augenscheinprotokoll, S. 10 ff.). Tat-

sächlich scheint somit der Kran am fraglichen Standort in vielerlei Hinsicht 

die einfachste Lösung für das Ein- und Auswassern von Motorbooten zu 

sein. In Ermangelung von bezüglich der Benutzer- und Bedienerfreund-

lichkeit gleichwertiger Alternativen ist das Interesse des Beschwerdefüh-

rers am Kran und dessen Nutzung daher als mehr als nur gering zu ge-

wichten. 

 

4.2.3.4. 

Dennoch steht für das Verwaltungsgericht fest, dass die privaten Interes-

sen des Beschwerdeführers am Kran und dessen Nutzung hinter die öffent-

lichen Interessen an der Beseitigung dieses Bauwerks zurücktreten müs-

sen.  

 

Das ist weniger darauf zurückzuführen, dass das Orts- und Landschaftsbild 

durch den Kran erheblich beeinträchtigt würde. Der Kran ist zwar speziell 

nach dem Wegfall der Trauerweide gut sichtbar, aber fällt im ohnehin sehr 

stark (mit Stützmauern, Treppenanlagen und Geländern) verbauten Ufer-

bereich der Siedlung C. nicht zusätzlich negativ auf. Soweit noch von einem 

grünen Charakter dieses Uferbereichs gesprochen werden kann, wird 

dieser weder durch den Kran noch durch das in den Boden eingelassene 

Betonfundament nennenswert tangiert. Dabei muss man sich schon am 

bestehenden Orts- und Landschaftsbild orientieren, zumal gegenwärtig 

völlig ungewiss ist, ob und wann der Uferbereich einer naturnäheren Ge-

wässerraumgestaltung zugeführt werden kann. Dass allein die Existenz 

des Krans weiteren Uferverbauungen Vorschub leisten könnte, lässt sich 

zwar nicht ausschliessen, wäre per se aber auch noch kein genügender 

Grund dafür, einer für sich genommen orts- und landschaftsbildverträgli-

chen und damit bewilligungsfähigen Baute oder Anlage im Hinblick auf 

mögliche Nachahmerbauten die Bewilligung zu verweigern. Die präjudiziel-

le Wirkung einer Baute oder Anlage spielt vor allem dann eine Rolle, wenn 

es darum geht, illegal errichtete und auch nicht nachträglich bewilligungs-

fähige Bauten konsequent zu beseitigen, damit sich eigenmächtiges Bauen 

nicht lohnt und andere potenzielle Bauherrn nicht das gleiche Recht für sich 

in Anspruch nehmen (siehe dazu auch Erw. 6 hinten). Hingegen würde eine 

Bewilligung des Krans keinen Anspruch darauf begründen, in der Nachbar-

schaft vergleichbare Bauwerke errichten zu dürfen. Im Gegenteil könnte 

einer weiteren geplanten Ein- und Auswasserungsstelle für Motorboote in 

 - 14 - 

 

 

der näheren Umgebung des Grundstücks des Beschwerdeführers die Be-

willigung allenfalls auch oder gerade mit der Begründung verweigert wer-

den, es bestehe kaum mehr ein privates Interesse an einer weiteren derar-

tigen Anlage, zumal der Beschwerdeführer seinen Kran nicht bloss für die 

Ein- und Auswasserung des eigenen Boots verwenden möchte.  

 

Auch die ökologischen Funktionen (Vernetzungsfunktionen) des Uferbe-

reichs scheinen durch die schiere Existenz des Krans bzw. wegen des da-

mit verbundenen, eher bescheidenen Verlusts an Grünfläche höchstens 

geringfügig beeinträchtigt zu werden. Wichtig wäre in diesem Zusammen-

hang vor allem, dass die Wanderbewegungen von Kleinsäugern nicht 

durch einen Betrieb (Ein- und Auswassern oder Wartung der Boote) in der 

Dämmerung und Nachtzeit gestört würden. 

 

Im Vordergrund stehen allerdings mögliche Beeinträchtigungen der Um-

welt, speziell des Gewässers (Aare) durch die vom Beschwerdeführer ge-

plante Nutzung des Krans. Die Befürchtung, dass im Zuge der Wartung der 

Boote Schadstoffe in die Umgebung, allenfalls sogar direkt ins Gewässer 

gelangen könnten, lässt sich für das Verwaltungsgericht nicht genügend 

ausräumen. Insbesondere dürfte sich kaum vollständig unterbinden lassen, 

dass sich der durch das Abschleifen der Bootsrümpfe entstehende, hoch-

flüchtige Feinstaub in der Umgebung verbreitet, auch wenn der Arbeitsbe-

reich mit Planen abgedeckt und eine mobile Sauganlage verwendet wird. 

Ein Standort dermassen nahe beim Gewässer erscheint schlicht nicht als 

geeignet für solche potenziell umweltschädlichen Unterhaltsarbeiten; dies 

umso weniger, als keine festen Schutzvorrichtungen bestehen und die 

Überwachungsmöglichkeiten bei mobilen Schutzvorkehrungen naturge-

mäss eingeschränkt sind. Die geschlossene Spenglerei- und Carosserie-

werkstatt im Gewerbegebäude des Beschwerdeführers wäre für entspre-

chende Wartungsarbeiten weit besser geeignet. Dass mögliche Umweltbe-

einträchtigungen aufgrund einer sehr geringen Anzahl von geplanten 

Bootswartungen vernachlässigbar sein könnten, ist nicht gewährleistet. Im-

merhin äusserte der Beschwerdeführer beim Augenschein des Verwal-

tungsgerichts die Absicht, die Bootswartung zu einem Erwerbszweig seines 

Spenglerei- und Carosseriebetriebs auszubauen, und bezeichnete die 

Konkurrenz in diesem "brachliegenden Gewerbe" und "Nischenmarkt" als 

klein (Augenscheinprotokoll, S. 3 f.). Und noch einmal gilt es auch an dieser 

Stelle zu betonen, dass sich eine Nutzungsbeschränkung dergestalt, dass 

der Kran einzig zum Ein- und Auswassern von Booten benützt werden darf, 

nicht mit zumutbarem Aufwand der Baupolizeibehörde kontrollieren liesse.  

 

Insgesamt wiegen demnach die Bedenken, dass der Betrieb des Krans 

nachteilige Auswirkungen auf die natürliche Umwelt zeitigen könnte, 

schwer. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an seinem Kran 

und dessen Nutzung sind keinesfalls höher oder gleich hoch zu gewichten 

wie die öffentlichen Interessen an einer Beseitigung des Krans. Insofern 

 - 15 - 

 

 

stehen diesem Bauwerk überwiegende öffentliche Interessen im Sinne von 

Art. 41c Abs. 1 Satz 2 GSchV und Art. 24 lit. b RPG des Gewässer-, 

Umwelt- und Naturschutzes entgegen, sodass die Anlage auch unter die-

sem Gesichtspunkt nicht bewilligungsfähig ist. 

 

5. 

Als Zwischenergebnis lässt sich festhalten, dass zum einen der Kran auf-

grund der beabsichtigten Nutzung als Bootswartungseinrichtung nicht als 

ʺder Gewässernutzung dienende Kleinanlageʺ und standortgebunden qua-

lifiziert werden kann. Zum anderen scheidet eine Ausnahmebewilligung auf 

der Grundlage von Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV und Art. 24 lit. b RPG 

auch aufgrund überwiegender entgegenstehender öffentlicher Interessen 

aus. Damit bleibt zu prüfen, ob der von der Abteilung für Baubewilligungen 

und dem Gemeinderat B. angeordnete und von der Vorinstanz bestätigte 

Rückbau verhältnismässig ist. 

 

6. 

6.1. 

Zum erstinstanzlich angeordneten Rückbau des nicht bewilligungsfähigen 

Ein- und Auswasserungskrans erwog die Vorinstanz, der Wiederherstel-

lung des rechtmässigen Zustands komme massgebendes Gewicht für den 

ordnungsgemässen Vollzug des RPG zu. Würden illegal errichtete, dem 

RPG widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare 

Zeit geduldet, werde der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbau-

gebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Formell 

rechtswidrige Bauten, die auch nachträglich nicht legalisiert werden könn-

ten, müssten daher grundsätzlich beseitigt werden (BGE 136 II 359, 

Erw. 6). Nach dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [BV; SR 101]) könne die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands jedoch unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur un-

bedeutend sei oder nicht im öffentlichen Interesse liege. Gleiches gelte, 

wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen habe, die von ihm aus-

geübte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang, sofern ihre Fort-

setzung nicht schwerwiegenden öffentlichen Interessen widerspreche 

(BGE 132 II 21, Erw. 6). Prinzipiell geniesse die Freihaltung des Nichtbau-

gebiets Priorität vor den Interessen der Bauherrschaft, insbesondere wenn 

diese bloss finanzieller Natur seien. Andernfalls liessen sich schwere Ver-

stösse gegen die Baugesetzgebung kaum mehr sanktionieren. In besonde-

rem Masse seien das Rechtsgleichheitsgebot und die unerwünschte präju-

dizielle Wirkung zu berücksichtigen, welche die Duldung von Bauten und 

Anlagen in einer Nichtbauzone hätte.  

 

Im vorliegenden Fall gebiete nicht nur der allgemeine Trennungsgrundsatz 

zwischen Bau- und Nichtbaugebiet die Beseitigung des illegal errichteten 

Ein- und Auswasserungskrans. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer 

 - 16 - 

 

 

bösgläubig gehandelt habe. Daran ändere nichts, dass er auf eine geplante 

Gesetzesänderung (Teilrevision der GSchV vom 22. März 2017) hingewie-

sen worden sei, wonach ein Ein- und Auswasserungskran nach Inkrafttre-

ten der Neuerung allenfalls (als der Gewässernutzung dienende Kleinanla-

ge) bewilligt werden könnte. Die Bewilligungsfähigkeit sei bereits in einer 

Vorprüfung im Rahmen des Entscheids der Abteilung für Baubewilligungen 

vom 30. August 2016 verneint worden (vgl. dazu die Akten zum Baugesuch 

BG 1727 [vorinstanzliche Akten, act. 48], a.a.O., S. 4 unter dem Titel ʺHin-

weis an die Bauherrschaftʺ). Dem Beschwerdeführer und weiteren Interes-

sierten werde der Zugang zur Aare mit einem Motorboot sodann nicht ver-

unmöglicht, weil weitere Ein- und Auswasserungsstellen bestünden und 

der Ausbau der besitzstandsgeschützten Bootsrampe im Bereich der Par-

zelle Nr. aaa bewilligt würde. Das Entfernen des Krans sei mit keinem 

grossen Aufwand verbunden. Unter all diesen Gesichtspunkten erweise 

sich der Rückbau des Krans als verhältnismässig. 

 

6.2. 

Mit diesen Argumenten setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, 

weshalb es grundsätzlich bei einem Verweis auf die zutreffenden vorin-

stanzlichen Erwägungen ein Bewenden haben kann. Zu ergänzen bleibt, 

dass der Beschwerdeführer nicht oder zumindest nicht substanziiert gel-

tend macht, das Ein- und Auswassern von Fremdbooten samt allfälliger 

Wartung derselben sei für das wirtschaftliche Überleben seines Spenglerei- 

und Carosseriebetriebs von existenzieller Bedeutung und dieser Erwerbs-

zweig könne nur mit dem umstrittenen Ein- und Auswasserungskran renta-

bel betrieben werden. 

 

7. 

Zusammenfassend ist der ausserhalb der Bauzone und im Gewässerraum 

situierte Ein- und Auswasserungskran, für den keine Ausnahmebewilligung 

nach Art. 41c Abs. 1 Satz 2 lit. d GSchV und Art. 24 RPG erteilt werden 

kann, innerhalb der von der Vorinstanz bestätigten Rückbaufrist von drei 

Monaten seit Rechtskraft des Bauabschlags zu beseitigen. Die Beseiti-

gungsanordnung kann unter den gegebenen Umständen nicht als unver-

hältnismässig bezeichnet werden. Demnach ist die Beschwerde abzuwei-

sen. Bei diesem Ergebnis kommt nicht zum Tragen, dass das nachträgliche 

Baugesuch offenbar nicht ordnungsgemäss (nach Art. 12b Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 

[NHG; SR 451]) im kantonalen Amtsblatt publiziert wurde und eine Baube-

willigung für den Kran deshalb auch an einem formellen Mangel gelitten 

hätte.  

  

 - 17 - 

 

 

 

III. 

Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrens- und Parteikosten in der 

Regel nach Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien 

verlegt (§§ 31 Abs. 2 Satz 1 und 32 Abs. 2 VRPG). Den Behörden werden 

jedoch Verfahrenskosten nur auferlegt, wenn sie schwerwiegende Verfah-

rensmängel begangen oder willkürlich entschieden haben (§ 31 Abs. 2 

Satz 2 VRPG).  

 

Als vollständig unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Kosten 

des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu tragen und keinen Anspruch 

auf den Ersatz seiner Parteikosten für die Vertretung vor Verwaltungsge-

richt. Den obsiegenden Parteien (Regierungsrat und Gemeinderat) sind 

mangels anwaltlicher Vertretung keine Parteikosten zu ersetzen (§ 29 

VRPG). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 2ʹ500.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 541.75, gesamthaft Fr. 3'041.75, sind vom Beschwerdeführer zu 

bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt.  

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

den Regierungsrat  

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für  

Baubewilligungen) 

den Gemeinderat B. 

das Bundesamt für Umwelt 

das Bundesamt für Raumentwicklung 

 

Mitteilung an: 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung 

Landschaft und Gewässer) 

  

 - 18 - 

 

 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Aarau, 26. August 2021 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Ruchti