# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de58c4fd-ad78-5518-a6d2-bca42446d4d5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.10.2015 200 2015 271
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-271_2015-10-29.pdf

## Full Text

200 15 271 IV
KNB/SCC/SAC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im September 1993 (Akten der Invalidenversicherung, Ant-
wortbeilage Vorakten [ABV] 29) wegen Rücken- und Kniebeschwerden bei 
der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) an. Ab 1. September 
1993 (ABV 11) wurde ihr eine ganze Rente (Invaliditätsgrad: 89 %) zuge-
sprochen. Die Rente wurde verschiedentlich überprüft und – angesichts 
unveränderter Verhältnisse – jeweilen weiter ausgerichtet (ABV 1, 5; Akten 
der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 8). 

Am 1. April 2001 (vgl. AB 16) nahm die Versicherte bei der B.________ 
eine Erwerbstätigkeit auf. Im Rahmen einer weiteren amtlichen Überprü-
fung des Rentenanspruchs erfolgte mit Verfügung vom 13. Juli 2004 (AB 
18) ab 1. September 2004 die Herabsetzung auf eine Viertelsrente (Invali-
ditätsgrad: 44 %). Die dagegen erhobene Einsprache (AB 20) wurde mit 
Entscheid vom 12. Januar 2005 (AB 26) abgewiesen. Die hiergegen am 
11. Februar 2005 (AB 29) erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern mit Urteil vom 4. Mai 2005 (VGE IV 65324; AB 32) 
teilweise gut und wies die IVB an, der Versicherten ab 1. September 2004 
eine halbe IV-Rente (Invaliditätsgrad: 53-37 %) auszurichten. 

B.

Im Zusammenhang mit einem Rezidiv nach Brustkrebs (AB 49 S. 3) melde-
te die Versicherte am 16. September 2008 (AB 45) eine Verschlechterung 
ihres Gesundheitszustandes. Mit Verfügung vom 14. Juli 2009 (AB 58) teil-
te die IVB der Versicherten mit, dass weiterhin eine halbe IV-Rente ausbe-
zahlt würde.

Im Rahmen einer im August 2009 (AB 59) von Amtes wegen eingeleiteten 
Revision machte die Versicherte eine Verschlechterung ihres Gesundheits-
zustands geltend. Die IVB nahm medizinische und berufliche Abklärungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 3

vor, u.a. veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung durch die 
C.________, Universitätsspital … (MEDAS-Gutachten vom 3. Juni 2010, 
AB 75.1). Nach Rückfragen (AB 87) bezüglich des Gesundheitszustandes 
der Versicherten im Zeitraum zwischen August 2009 und der Begutachtung 
im Juni 2010 reichten die Gutachter das Ergänzungsschreiben vom 
14. April 2011 (AB 88) ein. Mit Vorbescheid vom 20. Oktober 2011 (AB 93) 
stellte die IVB die Aufhebung der Rente in Aussicht. Die Versicherte teilte 
am 8. November 2011 (AB 95 S. 1) mit, dass sie seit dem 1. Oktober 2011 
(AB 97) wieder arbeitslos sei. Am 18. November 2011 (AB 97 S. 2) erhob 
sie weitere Einwände. Am 16. März 2012 (AB 99) annullierte die IVB den 
Vorbescheid vom 20. Oktober 2011 und nahm weitere Abklärungen vor.

Mit neuem Vorbescheid vom 23. Januar 2015 (AB 129) stellte die IVB die 
Aufhebung der bislang ausgerichteten halben Rente bei einem Invaliditäts-
grad von 23 % in Aussicht. Am 29. Januar 2015 (AB 131) erhob die Versi-
cherte hiergegen Einwand. Die IVB verfügte am 5. März 2015 (AB 133) 
entsprechend dem Vorbescheid. 

C.

Die Versicherte erhob am 18. März 2015 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der 
Verfügung vom 5. März 2015. 

In der Folge verzichtete die IV-Stelle Bern auf eine ausführliche Beschwer-
deantwort und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 5. März 2015 (AB 133). Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbe-
sondere die Rentenaufhebung per Ende April 2015.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Ne-
ben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch sol-
che psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG).

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

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Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen  
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 

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wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 
E. 3.1.1).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen 
erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die 
Rente nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Ein-
kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt (Art. 31 IVG).

Art. 31 IVG findet nur auf Revisionsfälle Anwendung, in denen die betroffe-
ne Person ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich ver-
wertet und dadurch – durch erneute Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder 
Erweiterung des bisherigen Arbeitspensums – ein entsprechendes Ein-
kommen erwirtschaftet. Nicht heranzuziehen ist die Bestimmung demge-
genüber in Fällen, in welchen dem Rentenbezüger oder der Rentenbezüge-
rin im Rahmen des Einkommensvergleichs lediglich ein hypothetisches, auf 
der Basis von Tabellenlöhnen ermitteltes (erhöhtes) Invalideneinkommen 
angerechnet wird (BGE 136 V 216 E. 5.6.1 S. 223).

Art. 31 Abs. 1 IVG regelt einzig die Frage, ob eine Rentenrevision durchzu-
führen ist. Dies ist gestützt auf diese Bestimmung der Fall, wenn die Ein-
kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- beträgt. Sind die Vor-
aussetzungen für eine Rentenrevision erfüllt und wird das Invalidenein-
kommen gestützt auf das effektiv erzielte Einkommen ermittelt, so ist die 
Revisionsschwelle von Fr. 1‘500.-- unter der seit 1. Januar 2012 geltenden 
Rechtslage nicht mehr zusätzlich in Abzug zu bringen (BVR 2013 S. 579).

2.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 7

E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Mit Urteil vom 4. Mai 2005 (VGE IV 65324) sprach das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
der Beschwerdeführerin weiterhin eine halbe Rente zu. Mit der angefochte-
nen Verfügung vom 5. März 2015 (AB 133) stellte die Beschwerdegegnerin 
die Rente auf Ende April 2015 ein. Zu prüfen ist vorab, ob ein Revisions-
grund vorliegt, wobei der Sachverhalt zur Zeit des Einspracheentscheids 
vom 12. Januar 2005 (AB 26) mit demjenigen, der sich bis zum Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung vom 5. März 2015 (AB 133) entwickelt hat, 
zu vergleichen ist. Nicht zu berücksichtigen ist die Verfügung vom 14. Juli 
2009 (AB 58), mit welcher die halbe Rente bestätigt wurde (vgl. E. 2.4 hier-
vor). 

3.2 Vorab ist zu prüfen, ob in medizinischer Hinsicht ein Revisionsgrund 
vorliegt.

3.2.1 Der für den Sachverhalt massgebende Zeitpunkt des Einspra-
cheentscheides (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) vom 12. Januar 2005, resp. 
das Urteil vom 4. Mai 2005 (AB 32) erfolgte gestützt auf den Bericht von 
Dr. med. D.________, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe FMH, 
vom 21. Mai 2004 (AB 14). Er diagnostizierte chronische Rückenschmer-
zen, intermittierend sowie partielle Schulterschmerzen rechts und stellte 
fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert 
habe. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest, die Beschwerdeführerin 
arbeite ca. 20 Wochenstunden in einer ihr zumutbaren, leidensangepass-
ten Tätigkeit "mehr oder weniger problemlos" stundenweise an … … oder 
…, was ein knapp 50 %iges Arbeitspensum darstelle (AB 14 S. 2).

3.2.2 Die angefochtene Verfügung 5. März 2015 (AB 133) stützt sich vor-
ab auf das MEDAS-Gutachten vom 3. Juni 2010 (AB 75.1) und die Teilgut-

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achten (AB 75.2-75.3) sowie den Ergänzungsbericht zum Gutachten vom 
14. April 2011 (AB 88):

Aus rheumatologischer Sicht diagnostizierten die Experten (AB 75.1 
S. 8, 22) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbo-
spondylogenes Syndrom beidseits (ICD-10: M54.4) sowie eine Pangonar-
throse rechts (ICD-10: M17.1). Die Beschwerdeführerin sei für schwere 
körperliche Tätigkeiten sowie kniende und kauernde Tätigkeiten zu 100 % 
arbeitsunfähig. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten 
mit Einschränkungen der Gehstrecke ohne repetitive Tätigkeiten in 
Zwangshaltungen – wie die bisher von der Beschwerdeführerin ausgeübte 
Tätigkeit – seien ihr zu 100 % zumutbar (AB 75.1 S. 9, 23). In neurologi-
scher Hinsicht stellten die Gutachter (AB 75.2 S. 5) die Diagnose eines 
chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms (ICD-10: M54.86). Aus 
rein neurologischer Sicht könne die Beschwerdeführerin in einer leichten 
Arbeitstätigkeit mit nur intermittierend mittelschwerer Belastung ein volles 
Arbeitspensum leisten, wobei die Leistungsfähigkeit aufgrund der Schmer-
zen und einem erhöhten Pausenbedarf auf 80 % reduziert werde. Schwere 
oder mittelschwere Tätigkeiten seien ihr aufgrund der Rückenproblematik 
nicht mehr zumutbar (AB 75.1 S. 10 f., AB 75.2 S. 6). Aus psychiatrischer 
Sicht hielten die Experten fest (AB 75.3 S. 6), es liege keine Diagnose mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor. Eine leichte depressive Episode (ICD-
10: F32.0) und ein Verdacht auf unsichere, ängstliche Persönlichkeitszüge 
(ICD-10: Z73.1) seien ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 75.1 
S. 11, AB 75.3 S. 6). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, die 
Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsfähig (AB 75.1 S. 12, AB 75.3 
S. 8).

In der Gesamtbeurteilung führten die Experten aus, dass in der von der 
Beschwerdeführerin ausgeführten Tätigkeit als … einer …, die einer leich-
ten körperlichen Arbeit entspreche, ab dem 21. Januar 2010 (Zeitpunkt der 
Untersuchung) eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. auch AB 88 
S. 2). Die 20 %ige Einschränkung ergebe sich aus der benötigten Zeit für 
Eigen- und Lockerungsübungen. Für schwere sowie dauerhaft mittelschwe-
re Arbeiten und kniende oder kauernde Tätigkeiten bestehe hingegen keine 
Arbeitsfähigkeit mehr. Wechselbelastende Tätigkeiten mit Einschränkung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 10

der Gehstrecke ohne repetitive Tätigkeiten in Zwangshaltungen in anderen 
Berufen mit leichter bis intermittierend mittelschwerer Belastung seien der 
Beschwerdeführerin zu 80 % zumutbar (AB 75.1 S. 16). In der Ergänzung 
vom 14. April 2011 hielten die Gutachter fest, die geklagte Verschlechte-
rung habe sich wahrscheinlich von August 2008 bis Oktober 2009 nicht auf 
die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt (AB 88 S. 2).

3.2.3 Dr. med. D.________ hielt am 7. November 2012 (AB 110) im Ver-
laufsbericht fest, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei sta-
tionär und es habe sich keine Änderung ergeben. Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit habe eine lumbale Diskushernie und die Beschwerdeführerin sei 
seit jeher zu 50 % arbeitsunfähig (AB 110 S. 2 f.).

3.2.4 Im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2013 (AB 118) zuhanden der 
Beschwerdegegnerin führte Dr. med. E.________, Facharzt für Medizini-
sche Onkologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, aus, die Beschwer-
deführerin leide seit 2009 an Fibromyalgie und sei hauptsächlich durch eine 
allgemeine Schwäche und die Unmöglichkeit in der Folge wiederholter 
Brustoperationen, ihren rechten Arm korrekt zu gebrauchen, physisch und 
psychisch gekennzeichnet. Ihr Gesundheitszustand sei stationär, jedoch 
habe die Beschwerdeführerin mehr Schwierigkeiten mit ihrem rechten Arm, 
was die Arbeitsfähigkeit beeinflusse. Er attestierte seit 2003 bis auf weite-
res eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (AB 118 S. 2), was er im Verlaufsbe-
richt vom 19. November 2014 (AB 124) bestätigte.

3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 3. Juni 2010 (AB 75.1) sowie die Teil-
gutachten (AB 75.2-75.3) und der Ergänzungsbericht (AB 88) erfüllen die 
Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen (E. 2.6 hiervor) und er-
bringen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die Gutachter 
haben nachvollziehbar dargelegt, dass sich der Zustand der Beschwerde-
führerin verbessert hat. Dabei berücksichtigten sie auch die geklagte Ein-
schränkung des rechten Armes aufgrund der wiederholten Brustoperatio-
nen (AB 75.1 S. 14 f.). Das Gutachten überzeugt bezüglich der von den 
Experten attestierten Arbeitsfähigkeit für leichte bis intermittierend mittel-
schwere Tätigkeiten vollzeitlich mit einer Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit von 20 % (AB 75.1 S. 16). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 11

An diesem Ergebnis ändern auch die Berichte der behandelnden Ärzte 
Dres. med. D.________ und E.________ vom 16. Dezember 2010 (AB 85) 
resp. 7. November 2012 (AB 110) und 18. Januar 2013 (AB 118) resp. 
19. November 2014 (AB 124) nichts. Dr. med. E.________ geht von einem 
stationären Gesundheitszustand aus (AB 85 S. 1, AB 118). Dabei attestier-
te er – wie bereits in seinen früheren Berichten – eine 50 %ige Arbeitsun-
fähigkeit; die Gutachter haben sich mit seiner Einschätzung auseinander 
gesetzt (vgl. AB 75.1 S. 16 Ziff. 7.4) und begründet dargelegt, dass die 
Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 80 % beträgt. Auch 
Dr. med. D.________ bestätigte einen stationären Gesundheitszustand 
(AB 110 S. 1). Damit ist seit der bereits im Jahr 2010 erfolgten Begutach-
tung keine Verschlechterung ausgewiesen. 

Es ist somit erstellt, dass der Beschwerdeführerin leichte bis intermittierend 
mittelschwere Tätigkeiten vollzeitlich mit einer Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit von 20 % zumutbar sind (AB 75.1 S. 16). 

3.4 Es besteht im Übrigen auch in erwerblicher Hinsicht ein Revisions-
grund: 

Vom 6. Dezember 2010 (AB 89) bis zum 1. Oktober 2011 (AB 95 
S. 1, 97, 101) arbeitete die Beschwerdeführerin Voll- bzw. Teilzeit für die 
F.________. Seit März 2012 ist sie für die G.________ tätig (AB 112 S. 2). 
Aus dem IK-Auszug und den Lohnblättern ist ersichtlich, dass die Be-
schwerdeführerin im Jahr 2011 einen Bruttolohn von Fr. 43‘752.-- (AB 103 
S. 2) bzw. insgesamt Fr. 53'676.-- erzielte. In der Tätigkeit als … bei der 
G.________ erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 einen Lohn von 
Fr. 45‘600.-- (vgl. AB 125, 128). Beim Invalideneinkommen liegt im mass-
geblichen Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) eine Einkommensver-
besserung von jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- vor (vgl. E. 2.3.3 hiervor), denn 
das Verwaltungsgericht ging im Jahr 2005 von einem Invalideneinkommen 
von monatlich Fr. 1‘950.-- (jährlich x 13 = Fr. 25‘350.--) aus (AB 32 S. 7).

Da ein (medizinischer bzw. erwerblicher) Revisionsgrund erstellt ist, hat 
eine vollumfängliche Überprüfung zu erfolgen (vgl. E. 2.3.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 12

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). 

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 
S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

4.3 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
5. März 2015 (AB 133) von einem Valideneinkommen von Fr. 59‘288.-- 
aus. Dieses ist – ermittelt gestützt auf das Valideneinkommen des Jahres 
2004 gemäss VGE IV 65324 (AB 32) von Fr. 54'000.-- und indexiert auf das 
Jahr 2014 unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (vgl. Tabelle 
T 39 des BfS, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und 
der Reallöhne, 1976-2013; vgl. AB 133 S. 2) – nicht zu beanstanden. 

4.4 Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin für die 
Tätigkeit als … bei der G.________ in einem Pensum von 50 % (AB 133) 
auf Fr. 45‘600.-- (vgl. AB 125, 128). Die Beschwerdeführerin erzielte 
gemäss den Lohnabrechnungen einen Lohn von Fr. 3'480.-- brutto 
(AB 125), was aufgerechnet auf ein Jahr und zuzüglich der Gratifikation 
(AB 125 S. 7, AB 128 S. 1) Fr. 45'600.-- ergibt ([Fr. 3'480.-- x 12] + [2 x 
Fr. 1'920.--]). Damit ist das Invalideneinkommen nicht zu beanstanden.

Stellt man das Valideneinkommen von Fr. 59‘288.-- dem Invalideneinkom-
men von Fr. 45‘600.-- gegenüber, ergibt sich eine Einkommenseinbusse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 13

von Fr. 13'688.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 
23 % entspricht.

4.5 Auch ein Vergleich mit der Berechnung gestützt auf die LSE 2012, 
wobei entsprechend dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 6. Mai 2015, IV/2015/122, E. 4.6.2, im Anwendungsbereich der alten 
Tabelle TA1 die neue Tabelle TA1 der LSE 2012 weiterhin massgebend ist, 
führt nicht zu einem anderen Ergebnis: 

Danach beträgt der monatliche Lohn bei Frauen 2012 bei einfachen Tätig-
keiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) 
Fr. 4‘112.--. Aufgerechnet auf ein Jahr und angepasst an die betriebsübli-
che wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 3 
und 4, 2015, S. 88, Tabelle B 9.2, Total) sowie aufindexiert auf das Jahr 
2014 ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 52‘232.20 bei einem 
100 % Pensum (Fr. 4‘112.-- x 12 / 40 x 41.7 / 102.0 x 102.6 / 2648 x 2673). 
Berücksichtigt man dabei die der Beschwerdeführerin zumutbare Arbeits-
fähigkeit von 80 % (vgl. E. 3.3 hiervor) ergibt sich ein Invalideneinkommen 
von Fr. 41'785.80. Stellt man das Valideneinkommen von Fr. 59‘288.-- dem 
Invalideneinkommen von Fr. 41‘785.80 gegenüber, resultiert eine Einkom-
menseinbusse von Fr. 17'502.20, was einem rentenausschliessenden Inva-
liditätsgrad von gerundet 30 % entspricht.

4.6 Bei Versicherten, welche die Leistung weder unrechtmässig erwirkt 
noch die Meldepflicht verletzt haben, erfolgt die Herabsetzung oder Aufhe-
bung der Renten frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung 
der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 IVV). Der Zeitpunkt 
der Renteneinstellung auf Ende April 2015 ist deshalb nicht zu beanstan-
den (AB 133 S. 2). 

Vor der Rentenaufhebung sind keine beruflichen Massnahmen durchzu-
führen; ein rentenausschliessendes Einkommen hat sich vielmehr bereits 
auf dem Weg der Selbsteingliederung erzielen lassen. Im Übrigen hat die 
Beschwerdeführerin die halbe Rente (Rentenbeginn im September 2004) 
nicht über 15 Jahre bezogen (zum Ganzen: Entscheid des BGer vom 1. 
Februar 2012, 9C_726/2011, E. 5.1). Die Beschwerdeführerin arbeitet denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 14

auch zu 50 % (mit Option zur Erhöhung auf bis 100 %, vgl. AB 112 S. 2) als 
… bei der G.________. 

4.7 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung der Beschwerde-
gegnerin vom 5. März 2015 als rechtens und die Beschwerde ist abzuwei-
sen.

Soweit die Versicherte trotzdem allfällige berufliche Massnahmen beantra-
gen möchte, hätte sie sich bei der IV-Stelle zu melden.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden 
dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Okt. 2015, IV/15/271, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.