# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8df62171-8733-516b-a344-7ada761fe40b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2018 B-4009/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4009-2018_2018-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 25 60 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-4009/2018 

sce/grb/bmm 

 
  

 Z w i s c h e n e n t s c h e i d  

v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 1 8  

 

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Hans Urech,    

Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 

  In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 A._______ AG,  

vertreten durch lic. iur. Bernhard Antener, Rechtsanwalt,   

Beschwerdeführerin,  

 

  gegen 

  
Bundesamt für Rüstung armasuisse,  

Einkauf und Kooperationen, CC WTO,  

vertreten durch die Rechtsanwälte  

Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb und Florian Roth,  

Vergabestelle,  

 

Gegenstand 
 Öffentliches Beschaffungswesen,  

Projekt "Zelttuch",  

SIMAP-Meldungsnummer 1025873, 

Projekt-ID 150479, 

 

 

B-4009/2018 

Seite 2 

wird festgestellt und in Erwägung gezogen: 

dass das Bundesamt für Rüstung armasuisse (im Folgenden: Vergabe-

stelle) am 16. Februar 2017 auf der Internetplattform SIMAP einen Liefer-

auftrag gemäss Gemeinschaftsvokabular CPV 39522000 ("Planen, Segel 

für Boote, Windsurfbretter oder Segelkarren, Sonnensegel, Markisen, Zelte 

und Campingausrüstungen") mit dem Projekttitel "Zelttuch" des Bundes-

amts für Sport BASPO (Bedarfsstelle) im offenen Verfahren ausgeschrie-

ben hat (Meldungsnummer 950633; Projekt-ID 150479),   

dass die Vergabestelle am 18. August 2017 der A._______ AG den Zu-

schlag erteilt und die Zuschlagsverfügung am 28. August 2017 auf SIMAP 

publiziert hat (Meldungsnummer 982125),  

dass eine andere Anbieterin mit Eingabe vom 16. September 2017 dage-

gen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat (Beschwer-

deverfahren B-5256/2017),   

dass die Vergabestelle den Zuschlag vom 18. August 2017 am 2. Oktober 

2017 in Wiedererwägung gezogen hat, um eine Re-Evaluation durchzufüh-

ren, 

dass die Vergabestelle nach Durchführung ihrer Re-Evaluation den Zu-

schlag im Projekt "Zelttuch" am 13. Juni 2018 der C._______ Ltd. (im Fol-

genden: Zuschlagsempfängerin), erteilt und die Zuschlagsverfügung am 

20. Juni 2018 auf SIMAP publiziert hat (Meldungsnummer 1025873),  

dass die A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin) mit Eingabe 

vom 9. Juli 2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben 

und beantragt hat, die mit der Publikation auf SIMAP vom 20. Juni 2018 

erfolgte Zuschlagserteilung an die Zuschlagsempfängerin sei aufzuheben, 

die Sache sei an die Vergabestelle zurückzuweisen und die Vergabestelle 

sei anzuweisen, die Ausschreibung "Zelttuch" vergaberechtskonform und 

wettbewerbsneutral zu wiederholen, 

dass die Beschwerdeführerin in prozessualer Hinsicht beantragt hat, der 

Beschwerde sei vorab superprovisorisch und alsdann definitiv die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen, 

dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 21. August 2018 ausdrücklich da-

rauf verzichtet hat, sich zum Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung zu äussern, 

B-4009/2018 

Seite 3 

dass die Instruktionsrichterin in der Folge mit Zwischenentscheid vom 

27. September 2018 dem Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde entsprochen hat, 

dass die Vergabestelle in ihrer Vernehmlassung vom 26. Oktober 2018 be-

antragt, dieser Zwischenentscheid sei in Wiedererwägung zu ziehen und 

die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei zu entziehen,  

dass Anspruch auf Behandlung eines Wiedererwägungsgesuches besteht, 

wenn die Umstände sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert 

haben oder wenn Revisionsgründe im Sinn von Art. 66 VwVG geltend ge-

macht werden und der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismit-

tel namhaft macht, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder 

die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich un-

möglich war oder keine Veranlassung bestand (BGE 136 II 177 E. 2.1), 

dass die Vergabestelle im vorliegenden Fall weder eine wesentliche Ände-

rung der Umstände geltend macht noch neue, erhebliche Tatsachen oder 

Beweismittel vorbringt, von denen sie behauptet, sie hätte sie vor dem Er-

lass des Zwischenentscheids vom 27. September 2018 nicht geltend ma-

chen können,  

dass sie auch nicht behauptet, der Zwischenentscheid vom 27. September 

2018 sei rechtsfehlerhaft oder die Instruktionsrichterin habe dabei akten-

kundige erhebliche Tatsachen oder Begehren übersehen, 

dass daher auf das Wiedererwägungsgesuch der Vergabestelle nicht ein-

zutreten ist. 

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf das Gesuch der Vergabestelle um Entzug der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

 

B-4009/2018 

Seite 4 

2.  

Diese Verfügung geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Einschreiben) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 150479; Rechtsvertreter; 

Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005, BGG, SR 173.110), soweit er einen nicht wie-

der gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG) 

und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 

Bst. f Ziff. 2 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen 

und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 

die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-

mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-

zulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

 

Versand: 31. Oktober 2018