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**Case Identifier:** 3df0830b-ce9e-512e-940a-7623ffdf1253
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2025 200 2024 418
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-418_2025-11-03.pdf

## Full Text

IV 200 2024 418 
MAK/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. November 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Fürsprecherin lic. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Mai 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

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Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) meldete sich erstmals im Juni 2001 unter Hinweis auf einen chroni-
schen Reizdarm bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin]; [act. II] 1). Nach diversen Abklärungen, beinhaltend 
insbesondere eine Begutachtung durch die MEDAS D.________ (act. II 
22), verneinte die IVB mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 
22. August 2003 (act. II 23) bei einem Invaliditätsgrad von 15 % einen Ren-
tenanspruch.

Nach einer erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug im Dezember 2006, 
mit welcher der Versicherte eine nicht näher bezeichnete psychische Er-
krankung geltend machte (act. II 24), gewährte die IVB zunächst berufliche 
Massnahmen (act. II 43) und liess den Versicherten in der Folge durch den 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) psychiatrisch untersuchen (act. II 51). 
Mit Verfügung vom 12. November 2008 (act. II 58) verneinte die IVB einen 
Leistungsanspruch mit der Begründung, die bisher bescheinigte Arbeitsun-
fähigkeit sei auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen. Die dagegen 
erhobene Beschwerde (act. II 59) wies das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Urteil vom 27. Oktober 2009 ab (VGE IV 70117; act. II 65). 
Das Urteil blieb unangefochten.

Im Zuge einer weiteren Leistungsanmeldung im Oktober 2012 (act. II 75) 
liess die IVB den Versicherten bidisziplinär durch Dr. med. E.________, 
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Facharzt für 
Rheumatologie (act. II 130.1), sowie Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie (act. II 134.1), begutachten. Mit (unange-
fochten gebliebener) Verfügung vom 28. Oktober 2014 (act. II 141) vernein-
te die IVB einen Leistungsanspruch. In der Begründung hielt sie fest, es 
liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. 

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Auf zwei weitere, im Oktober 2015 (act. II 145) sowie im Mai 2017 (act. II 
164) eingereichte Leistungsgesuche trat die IVB mit Verfügung vom 
25. Januar 2016 (act. II 156) bzw. 25. September 2017 (act. II 176) jeweils 
nicht ein.

A.b.

Im Oktober 2018 liess sich der Versicherte durch die Behandler der psych-
iatrischen Dienste der G.________ (nachfolgend psychiatrische Dienste) 
aufgrund eines Verdachtes auf Minderintelligenz wiederum zum Leistungs-
bezug anmelden (act. II 179). Nach Vorlage des Dossiers beim RAD (act. II 
188; 191) sowie Durchführung eines Assessments (act. II 199) verneinte 
die IVB einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (act. II 201) sowie mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 27. Februar 2019 (act. II 206) 
bei einem Invaliditätsgrad von 30 % einen Rentenanspruch.

Nachdem die Behandler der psychiatrischen Dienste im September 2019 
einen "Antrag auf Wiederaufnahme der Eingliederungsmassnahme" gestellt 
hatten (act. II 210), gewährte die IVB eine berufliche Grundabklärung (act. 
II 230) sowie Arbeitsvermittlung (act. II 234). Letztere schloss sie mit Verfü-
gung vom 21. April 2021 (act. II 240) ab, nachdem eine Eingliederung in die 
freie Wirtschaft nicht realisiert werden konnte.

A.c.

Im Januar 2022 liess sich der Versicherte durch die Behandler des Psych-
iatrieambulatoriums der G.________ unter Hinweis auf ein "komplexes, 
traumatisiertes Zustandsbild mit einer Symptomvielfalt aus diversen Berei-
chen" erneut bei der IV zum Leistungsbezug anmelden (act. II 241). In der 
Folge veranlasste die IVB bei den Dres. med. H.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, und I.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine bidisziplinäre Begutachtung 
(act. II 262.1 ff.). Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2023 (act. II 269) stellte 
die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 30 % die Verneinung eines Renten-

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anspruchs in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben 
(act. II 270; 278) und geltend machen, eine bidisziplinäre Beurteilung 
genüge der medizinischen Situation nicht, woraufhin die IVB auf Empfeh-
lung des RAD (act. II 284) bei der MEDAS J.________ eine polydisziplinäre 
Begutachtung veranlasste (Expertise vom 17. Januar 2024 [act. II 310.1 
ff.]). Nach erneuter Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. II 313 
ff.), in welchem der Versicherte einen medizinischen Bericht einreichen 
liess und die Verwaltung eine Stellungnahme der MEDAS J.________ ein-
holte (act. II 320), verneinte die IVB mit Verfügung vom 14. Mai 2024 (act. II 
322) bei einem Invaliditätsgrad von 38 % einen Rentenanspruch.

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch die B.________, mit Einga-
be vom 10. Juni 2024 Beschwerde erheben. Er stellt die folgenden Rechts-
begehren: 

1. Die Verfügung vom 14. Mai 2024 sei aufzuheben.

2. Nach Vornahme der notwendigen Abklärungen seien Herrn A.________ 
die gesetzlichen Leistungen auszurichten.

3. Eventualiter: Die Angelegenheit sei zur Durchführung der weiteren Ab-
klärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2024 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Mit Eingabe vom 15. Juli 2024 liess der Beschwerdeführer die Honorarnote 
einreichen und äusserte sich zu den Ausführungen in der Beschwerdeant-
wort vom 3. Juli 2024.

Mit weiterem Schreiben vom 27. November 2024 liess der Beschwerdefüh-
rer diverse Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. K.________, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, einreichen (Akten des Beschwerdeführers [act. IA]). 
Danach sei der Beschwerdeführer 100 % arbeitsunfähig und eine Wieder-
eingliederung in den Arbeitsprozess komme nicht in Frage. Es sei entweder 

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ein gerichtliches Obergutachten einzuholen oder die Angelegenheit an die 
Vorinstanz zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Mai 2024 (act. II 
322). Darin verneinte die Beschwerdegegnerin entgegen dem Beschwerde-
führer (Beschwerde S. 9; Eingabe vom 15. Juli 2024) ausschliesslich einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente, was sich aus dem Titel der Verfügung 
"Kein Anspruch auf eine Invalidenrente" sowie deren Inhalt zweifelsfrei er-
gibt. Ferner hat die Beschwerdegegnerin über den Anspruch auf berufliche 
Massnahmen nicht befunden, womit es insoweit an einem Anfechtungsob-
jekt fehlt. Nachdem der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. Novem-

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ber 2024 unter Bezugnahme auf Berichte des behandelnden Arztes Dr. 
med. K.________ mitteilte, 100 % arbeitsunfähig zu sein und an eine Wie-
dereingliederung in den Arbeitsprozess sei "nicht zu denken", kann offen 
bleiben, ob die Beschwerdegegnerin über den Anspruch auf berufliche Ein-
gliederungsmassnahmen hätte befinden müssen. Abgesehen davon, dass 
die Akten für das – nichtsdestotrotz – anbegehrte Arbeitstraining (Be-
schwerde S. 9) nicht liquid sind, besteht bei behaupteter fehlender Einglie-
derungsfähigkeit offensichtlich auch kein Rechtsschutzinteresse an einem 
Entscheid über berufliche Massnahmen. Insoweit ist daher auf die Be-
schwerde nicht einzutreten. Streitig und zu prüfen ist somit einzig der An-
spruch auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage, ob der 
Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1

2.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

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2.1.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, 
dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatori-
schen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 
127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der 
Ausschlussgründe im Sinne einer Aggravation oder einer ähnlichen Er-
scheinung eine versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt die Prü-
fung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 3.6 S. 294 und 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie u.a. zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (vgl. BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184).

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Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb u.a. 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar 
(BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 
109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Januar 2022 (act. II 
241) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu über-
prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichszeit-
punkte bilden die Verfügung vom 27. Februar 2019 (act. II 206) – mit 
welcher die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
bei einem Invaliditätsgrad von 30 % verneint hatte – und die nunmehr an-
gefochtene Verfügung vom 14. Mai 2024 (act. II 322; vgl. E. 2.3.3 vorne). 
Demgegenüber hatte die Verfügung vom 21. April 2021 (act. II 240), wel-
cher keine gesundheitlichen Abklärungen vorausgingen, einzig die Arbeits-
vermittlung zum Gegenstand.

3.2 Bei Erlass der Verfügung vom 27. Februar 2019 (act. II 206) stütz-
te sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf den Bericht des RAD-
Arztes Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 14. Dezember 2018 (act. II 191) ab. Danach liege eine leichte Intelli-
genzminderung (ICD-10 F70.0) vor, welche die Arbeitsfähigkeit von 100 % 
aufgrund kognitiver Einschränkungen um 30 % reduziere, womit eine Ge-
samtarbeitsfähigkeit von 70 % bestehe. Auf somatischem Gebiet könne 
weiterhin auf die Einschätzung im rheumatologischen Gutachten von Dr. 
med. E.________ vom 28. Juli 2014 (act. II 130.1 S. 48) abgestellt werden, 
wonach eine angepasste Tätigkeit in einem zeitlichen Rahmen von 8 Stun-
den möglich sei (act. II 191 S. 4).

3.3 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 

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14. Mai 2024 (act. II 322) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt:

3.3.1 Im Bericht des Psychiatrieambulatoriums G.________, mitunter-
zeichnet von Dr. med. M.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie sowie Praktischer Arzt, vom 24. November 2021 (act. II 241), 
wurde eine komplex traumatisierte Persönlichkeit (ICD-10 F62.9), eine re-
zidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-
10 F33.1) sowie eine leichte Intelligenzminderung: Keine oder geringfügige 
Verhaltensstörung (ICD-10 F70.0) diagnostiziert. Eine Arbeit sei nur unter 
besonderen und angepassten Bedingungen zumutbar. Es bestünden ein 
langandauernder Gesundheitsschaden und invalidisierende Umstände, 
weshalb sie – die Behandler – den Beschwerdeführer in seiner IV-
Neuanmeldung vollumfänglich unterstützten (S. 2).

3.3.2 Vom 17. Mai bis 6. Juni 2022 war der Beschwerdeführer auf der 
Psychiatriestation des Spitals N.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht 
vom 7. Juni 2022 (act. II 262.4) wurden im Wesentlichen eine akute Belas-
tungsreaktion (ICD-10 F43.0), eine rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine Posttraumatische 
Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1), Psychische und Verhaltens-
störungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2) sowie 
eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10 F70) diagnostiziert (S. 1). Der 
Beschwerdeführer habe aufgrund des Erhalts eines Schreibens des Migra-
tionsdienstes mit Drohung eines Landesverweises während eines Ge-
sprächs beim Sozialdienst O.________ dekompensiert. Bei Austritt habe er 
sich ausreichend stabil gezeigt, um den Akuttagesklinikplatz wahrzuneh-
men (S. 4).

3.3.3 Im bidisziplinären, rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten der 
Dres. med. H.________ und I.________ vom 9. Dezember 2022 (act. II 
262.2) wurden interdisziplinär im Wesentlichen die folgenden Diagnosen 
festgehalten (S. 8 f.): 

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Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

- Chronische Schulter-Armschmerzen bds. (= beidseits) mit/bei
o Fehlform (Hohlrundrücken mit Kopfpropulsion) 
o St. n. (= Status nach) Überfall am 31. Oktober 2010 mit/bei

▪ St. n. Thorax-Stichverletzung mit Pneumothorax, nachfolgend 
Thoraxdrainage mit Entfernung Drainage am 4. November 2010 

▪ St. n. Stichverletzung am Oberarm dorsal links

- Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bds. mit/bei
o Fehlform (Hohlrundrücken mit Kopfpropulsion)
o St. n. Testimplantation SCS-System am 25. Februar 2019 
o St. n. definitiver Implantation SCS-System am 4. März 2019 
o 7. November 2022 Dr. med. P.________, Facharzt für Neurologie: Neuro-

status: Patient sehr schwierig untersuchbar, bei allseits schmerzhaftem 
giving way, keine Atrophien, normale MER. ENG: Sämtliche untersuchten 
Nerven normal [act. II 264 S. 1 f.]

- Multilokulares Schmerzsyndrom i.S. eines Ganzkörperschmerzsyndroms (formal 
ACR Kriterien für Fibromyalgie 1990 und 2010 erfüllt)

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) 

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

- Narzisstische und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)

- St. n. Irritable Bowel Syndrom, aktuell eher im Hintergrund 

- Arterielle Hypertonie 

- Adipositas WHO Grad I 

- Anamnestisch grenzwertige Blutzuckerwerte 

- Vitamin B12-Mangel 

- St. n. rezidivierender Perianalvenenthrombose (07/2018, 06/2019) 

- Nikotinabusus

- Therapieresistente Helicobacter pylori positive Gastritis, whs. resistenter Stamm

- St. n. Spirochätose der kolorektalen Schleimhaut, whs asymptomatische Leptospi-

rose 

- Morbus Gilbert Meulengracht

- Rezidiv Pilonidalsinus 

- Allergien: St. n. allergischer Reaktion Grad III auf Levofloxacin, 2017 

- St. n. 1990 Hepatitis B 1990 

- St. n. Appendektomie 1996

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Interdisziplinär bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer Verweis-
tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (S. 11-13). Dr. med. H.________ 
hielt im rheumatologischen Teilgutachten (act. II 262.1) fest, die Schmerz-
genese bestehe in einem weichteilrheumatischen Schmerzsyndrom als 
Ausdruck einer psychosozialen, psychosomatischen oder echten psychia-
trischen Problematik (S. 78). Klinisch beständen keine Schonungszeichen 
der Muskulatur, im Gegenteil bestehe eine gut und kräftig ausgebildete 
Körpermuskulatur an den oberen und vor allem aber auch den unteren Ex-
tremitäten, sodass von einem regelmässigen Einsatz der Muskulatur aus-
gegangen werden könne (S. 76). Dr. med. I.________ führte im 
psychiatrischen Teilgutachten (act. II 262.3) aus, die depressiven Verstim-
mungen seien geringgradig ausgeprägt, die Schilderungen der geklagten 
Ängste inkonsistent, in seinen Alltagsaktivitäten habe der Beschwerdefüh-
rer nie davon berichtet, dass er durch Ängste eingeschränkt sei. Er habe 
einzig erwähnt, dass er nicht nach draussen gehen könne. Bei der Schilde-
rung der Tagesaktivitäten sei aber klar geworden, dass der Beschwerde-
führer regelmässig nach draussen gehe, Spaziergänge unternehme, sich 
im Freien aufhalte. Der Beschwerdeführer schätze sich aufgrund seiner 
Schmerzen als nicht mehr arbeitsfähig ein, sehe in dem im Jahr 2010 erlit-
tenen Überfall den Grund dafür, dass er nicht arbeiten könne (S. 43). Eine 
PTBS liege nicht vor. Er habe aufgrund seiner Intelligenzminderung Mühe, 
komplexe Arbeitsabläufe zu begreifen und sei nur in der Lage, einer sehr 
einfachen Hilfstätigkeit nachzugehen. Die Intelligenzminderung sei aber 
nicht derart ausgeprägt, dass dies nicht möglich sein sollte. Die geklagten 
somatischen Beschwerden könnten somatisch nicht hinreichend objektiviert 
werden, sie seien psychisch überlagert (S. 44). Es handle sich um eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. 
Der Beschwerdeführer sei früher fähig gewesen, einer geregelten berufli-
chen Tätigkeit nachzugehen, lebe auch seit über 20 Jahren zusammen mit 
seiner Familie. Eine Persönlichkeitsstörung liege somit nicht vor (S. 45).

3.3.4 Im Bericht vom 21. Februar 2023 (act. II 285 S. 2-5), mitunter-
zeichnet von Dr. med. K.________, wurde festgehalten, in den vorliegen-
den Aufnahmen zeigten sich allenfalls leichte Diskusprotrusionen mit 
leichten rezessalen Engen L3/4 und L4/5. Inwiefern dies die panvertebralen 
Schmerzen erkläre, könne nicht gänzlich gesagt werden. Allenfalls müsste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 13 -

man überlegen, ob nicht der Stimulator entfernt werden könne, da dieser 
dem Beschwerdeführer anscheinend gar nicht helfe und die Schmerzsitua-
tion nicht wirklich verbessert habe. Unklar blieben auch die wohl intermittie-
rend auftretenden motorischen Defizite beim Heben von Lasten (S. 4). 

3.3.5 Dr. med. M.________ berichtete am 12. Juni 2023 (act. II 294 S. 2 
f.), es zeige sich ein komplexes, traumatisiertes Zustandsbild mit einer 
Symptomvielfalt aus diversen Bereichen, das sich nur bedingt einer eindeu-
tigen psychiatrischen Entität zuschreiben lasse. Aus psychiatrischer Sicht 
handle es sich um eine psychiatrische Erkrankung mit führender chronifi-
zierter rezidivierender depressiver Störung mittleren Schweregrades (ICD-
10 F33.10) auf dem Boden einer andauernden Persönlichkeitsveränderung 
nach multiplen, schwerwiegenden Traumatisierungen in der Vergangenheit 
(Krieg im Heimatland; Messerattacke am Patienten durch Unbekannte im 
Oktober 2010) (ICD-10 F62.9) und einer leichten Intelligenzminderung 
(ICD-10 F70.0, IQ = 50). Es bestehe aus psychiatrischer Sicht eine über-
dauernde Arbeitsunfähigkeit zu 100 %.

3.3.6 Im polydisziplinären, auf einer internistischen, orthopädischen, 
psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuchung beruhenden 
Gutachten der MEDAS J.________ vom 17. Januar 2024 (act. II 310.1 ff.) 
wurden im Wesentlichen die folgenden Diagnosen gestellt (act. II 310.1 S. 
8):

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig in leichter Ausprägung 
(ICD-10 F33.0) 

- Lumbospondylogenes Syndrom (ICD-10 M54.86) bei
o degenerativen Veränderungen ossärer Art im Sinne von Spondylo-

sen, Spondylarthrosen des unteren LWS-Abschnittes (ICD-10 
M47.86) und

o diskogener Art im Sinne einer Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 
(ICD-10 M51.2) und

o Zustandsbild nach Implantation eines SCS-Stimulators im Febru-
ar/März 2019 (ICD-10 Z96.82) und

o rezidivierender lumboradikulärer Irritation L5 beidseits (ICD-10 
M54.16) bei LWS-Degeneration, betont LWK4/5 

- Generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom (ICD-10 M79.80)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 14 -

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

- PTBS, aktuell subsyndromal (DSM-5 F43.10) 
- Persönlichkeitsakzentuierung mit kombinierten (anankastischen, selbstunsi-

cheren, emotional-instabilen und schizotypen) Zügen (ICD-10 Z73) 

- Anderes Problem im Zusammenhang mit psychosozialen Umständen (ICD-
10 Z65.8) 

- Sensible Teilkompression L4 bds. bei LWS-Degeneration auch LWK3/4 
(ICD-10 M54.16) 

- Weiter substitutionsbedürftiger Vitamin B12-Mangel, aktuell asymptomatisch 
(ICD-10 E53.8 ) 

- Cervicospondylogenes Syndrom (ICD-10 M54.82) 

- Hallux rigidus beidseits (ICD-10 M20.2) 

- Metabolisch-assoziierte Leberzirrhose Child A6, MELD 6 (30.08.2023), ED 
07/2023 (ICD-10 K74.70)

o 30. August 2023 Abdomensonographie: Zeichen einer Leberzir-
rhose und Steatose mit indirekten Zeichen einer portalen Hyper-
tension (Splenomegalie). HCC-Screening unzureichend bei 
eingeschränkten Schallbedingungen. Kein Aszites

o 21. September 2023 CT-Abdomen: Zeichen der Leberzirrhose mit 
portaler Hypertension und Splenomegalie. Keine HCC-suspekten 
hepatischen Läsionen 

- Immunologisch kontrollierte HBV-lnfektion (ICD-10 K73.9)

- Diabetes mellitus Typ 2, ED 2021 (ICD-10 E11.90)
o diätetisch behandelt 

- Allergische Reaktion III° auf Levofloxacin (2017) (ICD-10 Z88) 

- Art. Hypertonie (ICD-10 HO) 

- Adipositas Grad I (ICD-10 E66) 

- Therapieresistente, Helicobacter pylori positive Gastritis (ICD-10 K29) 

- Rezidiv-Pilonidalsinus (ICD-10 L05)
o St. n. infiziertem Sinus pilonidalis 10/2020
o St. n. Exzision Pilonidalsinus 08/2010 
o Rez. Perianal-Venenthrombose (07/2018, 06/2019) 

- St.n. Pneumothorax links 31. Oktober 2010
o perforierende Stichverletzung thorakal links

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 15 -

In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, aktuell sei 
eine partielle Remission des diagnostizierten mittelgradigen depressiven 
Syndroms festzustellen, es liege eine depressive Störung, gegenwärtig in 
leichter Ausprägung, vor, die über die Zeit einen rezidivierenden Verlauf 
zeige. Es ergäben sich keine Hinweise für eine relevante Psychopathologie 
im Sinne einer syndromalen PTBS. Ferner fänden sich keine Symptome, 
die auch unter Berücksichtigung der Anamnese die Diagnose einer Persön-
lichkeitsstörung erlaubten (S. 5) 

Trotz der Therapie und der konservativen orthopädischen Therapie mit 
spezialisierter Schmerztherapie beständen weiter therapieresistente Be-
schwerden, weshalb Ende Februar 2019 ein Neurostimulator (SCS) implan-
tiert worden sei. Im weiteren Verlauf scheine eine Reduktion in der Wirkung 
eingetreten zu sein. Unter Berücksichtigung aller Befunde seien die Verän-
derungen im Bereich des Achsenskeletts, namentlich an der LWS unter 
Einbezug des implantierten Neurostimulators, als knapp an der Grenze zu 
mittelschwer anzusehen. Die übrigen Gesundheitsschäden am Bewe-
gungsapparat seien vorwiegend myofaszialer Art und als leichtgradig ein-
zuschätzen. Neurologisch sei nach der Beschwerdedarstellung auch von 
im Verlauf hinzugetretenen lumboradikulären Irritationen L5 beidseits aus-
zugehen ohne Hinweise für eine lumboradikuläre Kompressionsschädigung 
(S. 5).

Der Beschwerdeführer selbst gebe seit längerem schwankend ausgeprägte 
neurokognitive Funktionseinschränkungen an. Erkrankungen, die für eine 
hirnorganisch bedingte Ursache sprächen, seien nicht bekannt, es lägen 
auch keine Anhaltspunkte für eine demenzielle Entwicklung vor. Nach der 
Bildungs- und Arbeitsanamnese sowie dem aktuellen klinisch-
neurologischen Befund lägen auch keine Hinweise für eine Intelligenzmin-
derung oder eine Grenzintelligenz vor. Klinisch-neurologisch zeigten sich 
keine Einschränkungen kognitiver Funktionen. Gewisse Schwankungen in 
der neurokognitiven Leistung seien prinzipiell erklärt durch die Empfindung 
chronischer Schmerzen am gesamten Körper. Die aktuell durchgeführte 
neuropsychologische Untersuchung sei nicht auswertbar gewesen, da nicht 
ausreichend mitgearbeitet worden sei und erhebliche Auffälligkeiten bei der 
Validierung bestanden hätten. Psychometrisch zu belegen sei sogar eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 16 -

negative Antwort-Manipulation durch den Beschwerdeführer. Daher sei 
davon auszugehen, dass die in der neuropsychologischen Untersuchung 
erbrachten Leistungen nicht dem tatsächlichen Leistungspotential ent-
sprächen (S. 5 f.).

Der Beschwerdeführer schildere zum Teil seine Beschwerden vage, wider-
sprüchlich und diffus. Es bestehe eine mangelnde Objektivierbarkeit der 
behaupteten ständigen Erschöpfbarkeit angesichts fehlender Erschöp-
fungszeichen während der Untersuchung (S. 6).

In der bisherigen Tätigkeit eines ... sowie in jeder anderen angepassten 
Tätigkeit bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
(Arbeitsunfähigkeit 30 %). Der Beschwerdeführer könne 6.8 Stunden pro 
Tag arbeiten, habe jedoch einen erhöhten Pausenbedarf, wobei bei zeitlich 
verkürzter Präsenz die neuro-orthopädische Vorgabe von 20 % Leistungs-
minderung etwas absinke auf eine Leistungsminderung von nur 15 % 
während der (reduzierten) Präsenzzeit (S. 9 f.). 

3.3.7 Mit zu Handen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ver-
fasstem und mit "Stellungnahme zum IV-Verfahren" betiteltem Bericht vom 
22. Februar 2024 (act. II 316 S. 10-14) äusserte sich Dr. med. M.________ 
zum Gutachten der MEDAS J.________. 

3.3.8 Dipl. Arzt Q.________, Praktischer Arzt, hielt im Bericht vom 
22. März 2024 (act. II 325 S. 28-33) fest, als relevanteste Diagnose im Hin-
blick auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine chronische somatoforme 
Schmerzstörung. Die restlichen Diagnosen seien aber mit Ausnahme der 
(schwer zu beurteilenden) Intelligenzminderung und depressiven Störung 
nur von geringer Relevanz in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit (S. 28). Auf-
grund der aktuellen Beschwerden sei von einer maximalen Restarbeits-
fähigkeit von 50 % auszugehen (S. 30). 

3.3.9 Mit Bericht vom 26. April 2024 (act. II 320 S. 2 ff.) nahmen die 
Gutachter Stellung zu den im Vorbescheidverfahren seitens des Be-
schwerdeführers vorgebrachten Einwänden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 17 -

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

3.5 Das polydisziplinäre, auf einer internistischen, orthopädischen, 
psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuchung basierende Gut-
achten der MEDAS J.________ vom 17. Januar 2024 (act. II 310.1 ff.) samt 
ergänzender Stellungnahme vom 26. April 2024 (act. II 320 S. 2 ff.) erfüllt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 18 -

die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringt Beweis 
(vgl. E. 3.4.2 vorne). Das Gutachten ist in Bezug auf die befundmässige 
und diagnostische Einschätzung sowie die Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit überzeugend und die psychiatrische Teilexpertise sowie 
die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung orientieren sich bei der Frage der 
funktionellen Auswirkungen der festgestellten (psychischen) Beeinträchti-
gungen an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 (vgl. E. 2.1.2 
vorne). Danach liegen nach interdisziplinärer Einschätzung beim Be-
schwerdeführer ein lumbospondylogenes Syndrom (ICD-10 M54.86), eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig in leichter Ausprägung 
(ICD-10 F33.0) sowie ein generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom 
(ICD-10 M79.80) vor, welche das zumutbare Tagespensum in der bisheri-
gen Tätigkeit eines ... sowie in jeder anderen angepassten Tätigkeit auf 6.8 
Stunden pro Tag bei erhöhtem Pausenbedarf und Leistungsminderung von 
15 % reduzieren (act. II 310.1 S. 9 f.). 

3.6 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, dringt nicht durch: 

3.6.1 Zunächst ist die in den medizinischen Akten von den Behandlern 
postulierte und auch vom Beschwerdeführer geltend gemachte Intelligenz-
minderung, welche bei der Invalidität zusätzlich zu berücksichtigen sei (Be-
schwerde S. 7), nicht erstellt: Soweit ersichtlich, fand die Diagnose im Jahr 
2005 Eingang in die Akten (vgl. act. II 130.2 S. 51). Sie fusste zunächst 
allein auf anamnestischen Angaben (vgl. act. II 35 S. 8). Insbesondere war 
ein im Auftrag der Klinik R.________ mit den klinischen Angaben "Verdacht 
auf Intelligenzminderung, Zeichen einer Frontalhirnschädigung" am 14. 
Dezember 2005 durchgeführtes MRI in jeder Hinsicht unauffällig (act. II 
130.2 S. 51). Nachdem seitens der Behandler am 30. Mai und 24. Juli 2018 
eine Intelligenz-Testung durchgeführt und im entsprechenden Bericht vom 
21. August 2018 (act. II 180) eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10 
F70) bei einem Gesamt-IQ von 50 (S. 2) diagnostiziert worden war, erach-
tete auch der RAD-Arzt Dr. med. L.________ nach Rücksprache mit 
Dr. phil. S.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, RAD 
(act. II 188 S. 2), die Diagnose als hinreichend ausgewiesen (act. II 191 
S. 5). Hierzu ist jedoch zunächst festzuhalten, dass die neuropsychologi-
sche Untersuchung damals im Hinblick auf eine Neuanmeldung zum Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 19 -

tungsbezug durchgeführt wurde (act. II 179 S. 1), nachdem diverse Leis-
tungsgesuche abschlägig beurteilt worden waren (vgl. Sachverhalt lit. A.a. 
vorne) und schon deshalb eine kritische Überprüfung erforderlich gewesen 
wäre. Dies gilt umso mehr, als das Vorliegen einer Minderintelligenz bis 
dahin seitens des RAD mit überzeugender Begründung verneint worden 
war (vgl. dazu die diversen Berichte von Dr. med. T.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie [act. II 42 S. 1; 51 S. 3; 61 S. 2]; VGE 
IV 70117 E. 3.3.2 [act. II 65 S. 21]). Soweit der RAD deshalb im Dezember 
2018 ohne eigene Untersuchung das Vorliegen einer die Arbeitsfähigkeit 
beeinträchtigenden Intelligenzminderung als ausgewiesen qualifizierte, 
überzeugt dies nicht. Dies umso weniger, als in den bisher durchgeführten 
Gutachten eine die Arbeits- und Leistungsfähigkeit beeinflussende Minder-
intelligenz nicht (zuverlässig) festgestellt bzw. diagnostiziert wurde: So las-
sen sich der psychiatrischen Teilbegutachtung im Rahmen der MEDAS-
Begutachtung 2002/2003 keine Anhaltspunkte für eine Minderintelligenz 
entnehmen (act. II 22 S. 20-23). Dr. med. F.________ schloss eine Minder-
intelligenz im psychiatrischen Gutachten vom 3. September 2014 sodann 
ausdrücklich aus (act. II 134.1 S. 24). Dr. med. I.________ befundete im 
psychiatrischen Teilgutachten vom 8. Dezember 2022 "durchschnittliche 
Intelligenzleistungen" (act. II 262.3 S. 41), führte indes in der Beurteilung 
aus, der Beschwerdeführer habe Mühe, "aufgrund seiner Intelligenzminde-
rung" komplexe Arbeitsabläufe zu begreifen, jedoch werde dadurch eine 
sehr einfache Hilfstätigkeit nicht verunmöglicht (S. 44). In der Folge wurde 
die Diagnose einer Minderintelligenz (auch) im interdisziplinären Konsens 
nicht gestellt (act. II 262.2 S. 8 f.). Jedoch nahm die Beschwerdegegnerin 
gestützt auf die Einschätzung des RAD (act. II 286 S. 3) den erwähnten 
Widerspruch zum Anlass für eine weitere, diesmal polydisziplinäre Begut-
achtung. In der entsprechenden Expertise der MEDAS J.________ vom 
17. Januar 2024 befassten sich die betreffenden Fachgutachterinnen ein-
gehend mit der Frage einer Intelligenzminderung. Dabei stellte die Psychia-
terin Dr. med. U.________ klinisch keine Anzeichen einer Minderintelligenz 
fest. Bei einem IQ von 50, wie er im Jahr 2018 festgestellt worden sei, 
bestünde eine verlangsamte Entwicklung von Verständnis und Sprachge-
brauch mit entsprechend begrenzter Leistungsfähigkeit in diesem Bereich 
sowie eine Verzögerung des Erwerbs von Fähigkeiten im Bereich der 
Selbstversorgung und der motorischen Fähigkeiten als Verzögerung. Sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 20 -

hob hervor, solche Betroffene benötigten eine lebenslange Beaufsichti-
gung. Diese Einschränkungen stünden in einem deutlichen Widerspruch 
zur Schulbildung, dem beruflichen Werdegang sowie den Beurteilungen in 
der Eingliederung von 2020, insbesondere bei Angabe von guten Selbst- 
und Sozialkompetenzen beim Beschwerdeführer (act. II 310.4 S. 8; vgl. act. 
II 235 S. 6). In der neuropsychologischen Untersuchung gelangte 
V.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, zur selben Ein-
schätzung (act. II 310.7 S. 6), wonach sich ein Gesamt-IQ von 50 anhand 
weitergehender Beeinträchtigungen manifestieren müsste. Dies alles wurde 
auch seitens des begutachtenden Neurologen Dr. med. W.________ 
bestätigt (act. II 310.2 S. 8). Damit kann letztlich offen bleiben, wie es sich 
mit der kontrovers diskutierten Validität der 2018 durchgeführten neuropsy-
chologischen Tests verhält. Immerhin ist jedoch darauf hinzuweisen, dass 
lic. phil. V.________ im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung eine 
weitere neuropsychologische Testung durchführte und gestützt auf eine 
Beschwerdevalidierung eine verminderte Leistungsbereitschaft feststellte 
(act. II 310.7 S. 5), was sie in der Stellungnahme vom 26. April 2024 mit 
überzeugender Begründung bestätigte (act. II 320 S. 2 f.). Insbesondere 
hat sie – entgegen der Beschwerde (S. 6) – nachvollziehbar dargelegt, 
dass das anlässlich der Testungen gezeigte Verhalten auf eine bewusste 
negative Antwortverzerrung hindeutet (act. II 320 S. 3) und damit nicht Teil 
einer Erkrankung ist. Weder die Behandler (act. II 316 S. 13) noch der Be-
schwerdeführer machen geltend und es bestehen auch anderweitig keine 
Anhaltspunkte dafür, dass die neuropsychologische Untersuchung durch 
lic. phil. Heinz im Allgemeinen und die Beschwerdenvalidierung im Beson-
deren nicht lege artis erfolgt wären. Demnach ist eine Intelligenzminderung 
weder neuropsychologisch bzw. psychometrisch ausgewiesen noch fach-
psychiatrisch – und damit beweisrechtlich hinreichend – erstellt. 

3.6.2 Im Weiteren hat Dr. med. U.________ die in ihrem Fachbereich 
gestellten (act. II 310.4 S. 14) und interdisziplinär bestätigten (act. II 310.1 
S. 8) psychiatrischen Diagnosen nachvollziehbar hergeleitet und begrün-
det. Insbesondere hat sie dargelegt, dass die Kriterien für eine Schmerz-
störung nicht erfüllt sind (act. II 310.4 S. 13; 310.1 S. 6), womit die 
gutachterlich festgestellten Diskrepanzen zwischen Befunden und angege-
benen Beschwerden (vgl. E. 3.6.3 hinten) nicht mittels einer gesundheitli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 21 -

chen Störung erklärt werden können (vgl. act. II 310.1 S. 6). Soweit dies 
von dipl. Q.________ im Bericht vom 22. März 2024 kritisiert wird (act. II 
325 S. 28 f.), fehlt ihm die hierfür erforderliche psychiatrische Fachkompe-
tenz. Zwar diagnostizierte Dr. med. I.________ im psychiatrischen Gutach-
ten vom 8. Dezember 2022 eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (act. II 262.3 S. 45), begründete 
dies jedoch nicht näher. Im Übrigen stimmen die Einschätzungen von 
Dr. med. U.________ und Dr. med. I.________ im Wesentlichen überein: 
Insbesondere stellten sie in Bezug auf die rezidivierende depressive 
Störung jeweils nur eine leichtgradige Ausprägung (act. II 310.4 S. 14; 
262.3 S. 45) und in Bezug auf die PTBS "keine evidente Validität" (act. II 
310.4 S. 13) bzw. "keine Symptome" (act. II 262.3 S. 44) fest. Ebenso ver-
neinten beide Gutachter mit überzeugender Begründung das Vorliegen 
einer Persönlichkeitsstörung (act. II 310.4 S. 14; 262.3 S. 45), was das 
Fehlen einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung (ICD-10 F62) sowie 
einer komplexen PTBS miteinschliesst (vgl. Stellungnahme von Dr. med. 
U.________ vom 26. Februar 2024 [act. II 320 S. 3 f.]). Zu nicht wesentlich 
anderen Ergebnissen war auch schon Dr. med. F.________ im psychiatri-
schen Gutachten vom 3. September 2014 gelangt (act. II 134.1 S. 19-23), 
welcher eine das funktionelle Leistungsvermögen beeinträchtigende psy-
chische Störung verneint hatte. Soweit die Behandler den Beurteilungen 
der Gutachter ihre Einschätzung eines komplexen, traumatisierenden Zu-
standsbildes entgegensetzen, überzeugt dies somit nicht, zumal sie bei der 
diagnostischen Einordnung unklar bleiben (act. II 294 S. 2) und geltend 
machen, dass sich das Zustandsbild "in den gängigen Klassifikationssys-
temen" nicht adäquat abbilden lasse (act. II 316 S. 13): Einerseits besteht 
für eine solche Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit in den vorliegenden 
Gutachten kein Anhaltspunkt; andererseits kann eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Fol-
ge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei – 
anhand der Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems – diagnos-
tiziert worden ist (vgl. E. 2.1.2 vorne; BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221; Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 E. 3.1.1). Auf-
grund des Dargelegten vermögen die Berichte der Behandler – namentlich 
jener vom 22. Februar 2024 (act. II 316 S. 10-14) – die befundmässigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 22 -

und diagnostischen Einschätzungen im Gutachten der MEDAS J.________ 
somit nicht in Frage zu stellen. 

3.6.3 Sodann kann den Behandlern auch insoweit nicht gefolgt werden, 
als sie das Zustandsbild "trotz wiederholter vermeintlicher oder vordergrün-
diger Inkonsistenzen" als "gesamthaft konsistent" beurteilen und daraus 
eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit ableiten (act. II 316 S. 13). Die Gutachter 
der MEDAS J.________ weisen in ihrer Gesamtbeurteilung ausführlich auf 
die vage und diffuse Beschwerdeschilderung sowie die Diskrepanz zwi-
schen objektivierbaren Befunden und dem Ausmass der geklagten Be-
schwerden hin (act. II 310.1 S. 6 f.), was durch die im Rahmen der 
neuropsychologischen Untersuchung festgestellte verminderte Leistungs-
bereitschaft (vgl. E. 3.6.1 vorne) zusätzlich unterstrichen wird. Nichts Ande-
res folgt denn auch aus den früheren Gutachten: So waren die 
Beschwerdenangaben bereits anlässlich der MEDAS-Begutachtung 
2002/2003 vage (act. II 22 S. 8) und ein Schmerzverhalten war nicht sicht-
bar (S. 22). Dr. med. F.________ hielt im psychiatrischen Gutachten vom 
3. September 2014 fest, dass die Angaben des Beschwerdeführers oft in-
konsistent und zum Teil widersprüchlich seien (act. II 134.1 S. 24). 
Dr. med. E.________ stellte im rheumatologischen Gutachten vom 28. Juli 
2014 keine Muskelatrophien fest (act. II 130.1 S. 43), was Dr. med. 
H.________ im rheumatologischen Gutachten vom 9. Dezember 2022 
bestätigte, indem er festhielt, dass keine Schonungszeichen der Muskulatur 
bzw. im Gegenteil eine kräftig ausgebildete Körpermuskulatur sowohl an 
den oberen wie auch an den unteren Extremitäten und keinerlei – 
schmerzbedingte – Schonungszeichen bestünden (act. II 262.1 S. 76). Die 
gleichen Befunde dokumentierte auch der Neurologe Dr. med. P.________ 
im Bericht vom 7. November 2022, wonach er bei den angegebenen Kraft-
minderungen "nach der langen Zeit Atrophien erwartet" hätte (act. II 264 S. 
2). Dieselbe Diskrepanz wurde schliesslich auch im Gutachten der MEDAS 
J.________ erneut bestätigt, indem auf eine nicht atrophe Muskulatur hin-
gewiesen wurde (act. II 310.1 S. 6). Dies deutet klar darauf hin, dass die 
vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden im Verlauf entweder 
nicht authentisch oder aber zumindest weitgehend überwindbar sind (vgl. 
E. 2.1.1 vorne). Entgegen der Auffassung der Behandler ist nicht ausge-
wiesen, dass eine höhere Arbeitsunfähigkeit besteht, als von den Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 23 -

tern der MEDAS J.________ bescheinigt wurde. Vielmehr ist zumindest 
eine erhebliche Beschwerdeverdeutlichung erstellt. 

3.6.4 Ferner dringen auch die übrigen beschwerdeweisen Einwände 
nicht durch: 

Die Einschätzung, wonach sich eine Beeinträchtigung in einem tieferen 
Pensum geringer auswirkt als in einem höheren, ist (entgegen der Be-
schwerde [S. 4 f.]) nachvollziehbar. Sie ist medizinischer Natur und bildet 
Ergebnis der Konsensbesprechung (act. II 310.1 S. 10). Das beschwerde-
weise Abstellen auf die orthopädische Beurteilung greift daher zu kurz (Be-
schwerde S. 5).

Sodann kann der Beschwerdeführer nichts aus dem Bericht zur beruflichen 
Eingliederung vom 15. Oktober 2020 (act. II 235) ableiten (Beschwerde 
S. 5 f.): Zwar wurde darin bei einem Pensum von 50 % eine 70%ige Leis-
tungsfähigkeit attestiert und gleichzeitig eine hohe Bereitschaft, einer Arbeit 
nachzugehen, bescheinigt (S. 2). Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit 
erfolgte jedoch nicht durch einen Mediziner und zudem ausschliesslich ba-
sierend auf den Beschwerdeschilderungen des Beschwerdeführers (S. 3). 
Sodann sind im weiteren Verlauf seine Angaben zur Arbeitswilligkeit wider-
sprüchlich: Einerseits sieht er nicht ein, warum er "keine IV-Rente gespro-
chen bekäme" (act. II 262.4 S. 3) und erklärte sich gegenüber dem 
Gutachter Dr. med. I.________ als gänzlich arbeitsunfähig (act. II 262.3 
S. 42 f.). Andererseits erklärte er gegenüber den Gutachtern der MEDAS 
J.________ – wenngleich vage –, zu einer optimal angepassten Tätigkeit in 
der Lage zu sein (vgl. act. II 310.2 S. 5; 310.4 S. 5). Angesichts dessen 
sowie aufgrund der fraglichen Konsistenz und Plausibilität der angegeben 
Beschwerden (vgl. E. 3.6.3 vorne) kann auf das im Jahr 2020 anlässlich 
einer beruflichen Abklärung gezeigte und in der Folge dokumentierte Leis-
tungsvermögen nicht abgestellt werden. Es ist somit nicht zu beanstanden, 
wenn die Gutachter zu den damaligen Erkenntnissen der Eingliederungs-
fachperson festhielten, deren Einschätzung sei mit Blick auf die klinischen 
und bildgebenden Befunde am Bewegungsapparat nicht nachvollziehbar 
(act. II 310.1 S. 7). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 24 -

Schliesslich kann der Beschwerdeführer aus den mit Eingabe vom 27. No-
vember 2024 eingereichten Berichten (act. IA) nichts zu seinen Gunsten 
ableiten, datieren diese doch allesamt erhebliche Zeit nach der angefoch-
tenen Verfügung, womit sie im vorliegenden Verfahren unberücksichtigt zu 
bleiben haben (vgl. E. 3.3 vorne).

3.7 Demnach bestehen weder gestützt auf die Berichte der Behandler 
noch aufgrund der Beschwerde konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise der MEDAS J.________ (vgl. E. 3.4.2 vorne). Der beantrag-
ten Durchführung einer weiteren (polydisziplinären Begutachtung) bedarf 
es demnach nicht. Im Weiteren kann offen bleiben, ob in Anbetracht der in 
den Gutachten durchgehend dokumentierten erheblichen Diskrepanz zwi-
schen Befunden und Beschwerdenangaben (vgl. E. 3.6.3 vorne) überhaupt 
von einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit 
ausgegangen werden kann. Ebenso wenig ist – bei Annahme einer versi-
cherten Gesundheitsschädigung – eine Indikatorenprüfung (vgl. E. 2.1.2 
vorne) durchzuführen (Beschwerde S. 7): Einerseits kann aus einer Indika-
torenprüfung keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren als die gutachter-
lich attestierte (Urteil des BGer 8C_52/2020 vom 22. April 2020 E. 4.2.2), 
andererseits besteht, wie zu zeigen sein wird, selbst dann kein Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn deren Ermittlung die gutachterlich beschei-
nigte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit zugrunde gelegt wird. 

3.8 Zur Frage des Revisionsgrundes sowie zum Verlauf der Arbeits-
fähigkeit ergibt sich sodann Folgendes: 

3.8.1 Die Gutachter haben eine Veränderung des Gesundheitszustan-
des im Vergleich zur Verfügung vom 27. Februar 2019 (vgl. E. 3.1 vorne) 
bejaht (act. II 310.1 S. 10 f.). Damals bescheinigte der RAD-Arzt Dr. med. 
L.________ in psychischer Hinsicht eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, was er 
mit dem Vorliegen einer – indes nicht erstellten (vgl. E. 3.6.1 vorne) – Intel-
ligenzminderung begründete; in somatischer Hinsicht verwies er auf das 
rheumatologische Gutachten von Dr. med. E.________ vom 28. Juli 2014, 
welcher keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte (act. 
II 130.1 S. 37). Im Zuge der Neuanmeldung wurde in psychischer Hinsicht 
wiederum eine 80%ige Arbeitsfähigkeit im Sinne eines zumutbaren Tages-
pensums von 6.8 Stunden bescheinigt (act. II 310.4 S. 17 f.), welche mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 25 -

einer rezidivierenden depressiven Störung leichter Ausprägung begründet 
wurde (act. II 310.1 S. 8). Ferner liegen nunmehr auch somatische Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor (S. 8). Ob angesichts der 
nominell veränderten bzw. anders beurteilten medizinischen Situation bei 
indes praktisch gleichbleibender Beurteilung der Arbeitsfähigkeit überhaupt 
ein Revisionsgrund gegeben ist (vgl. E. 2.3.2 vorne), erscheint fraglich, 
kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen jedoch ebenfalls offen 
bleiben, da sich auch im Falle einer allseitigen Prüfung (vgl. E. 2.3.4 vorne) 
des streitigen Rentenanspruchs am Ergebnis nichts änderte.

3.8.2 Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit ist sodann Folgendes festzuhal-
ten: Gemäss Gutachten der MEDAS J.________ gilt die bescheinigte Ar-
beitsfähigkeit von 6.8 Stunden pro Tag bei einer Leistungsminderung von 
15 % [act. II 310.1 S. 10]) ab August 2022 (S. 11). Für die Zeit davor attes-
tierten die Gutachter bis Juli 2022 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (S. 11). 
Indessen ist eine höhere als die gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähig-
keit für diesen Zeitraum nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt: Der or-
thopädische Gutachter Dr. med. X.________ legte als Beginn der 80%igen 
Arbeitsfähigkeit den April 2019 fest, mithin rund vier Wochen nach der Im-
plantation des Neurostimulators (act. II 310.3 S. 16), welche im Febru-
ar/März 2019 erfolgte (act. II 284 S. 5). In neurologischer Hinsicht besteht 
in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. II 310.2 
S. 11). Sodann geht Dr. med. U.________ aus psychiatrischer Sicht von 
einer seit Juni 2020 bis und mit Juli 2022 bestehenden "mindestens" 
40-50%igen Arbeitsfähigkeit aus (act. II 310.4 S. 17; 310.1 S. 11). Hierzu 
ist jedoch festzuhalten, dass dem Dargelegten zufolge auf die damaligen 
Einschätzungen der Eingliederungsfachperson nicht abgestellt werden 
kann (vgl. E. 3.6.4 vorne) und eine (zuverlässige) medizinische Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit für diesen Zeitraum – wie auch Dr. med. U.________ 
einräumt – nicht vorliegt. Ferner liess sie ausser Acht, dass Dr. med. 
I.________ im psychiatrischen Gutachten vom 8. Dezember 2022, welches 
zeitlich näher am Sachverhalt liegt und worauf abzustützen ist (vgl. E. 3.4.2 
vorne), bereits ab Mai 2022 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigte (act. 
II 262.3 S. 47). Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit hielt Dr. med. I.________ 
weiter fest, im psychiatrischen Gutachten vom 3. September 2014 von 
Dr.  med. F.________ sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

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psychiatrischer Sicht attestiert worden (vgl. act. II 134.1 S. 19). Im Bericht 
der Einrichtung "Drahtesel" vom 15. Oktober 2020 (vgl. act. II 235) sei fest-
gehalten worden, dass der Beschwerdeführer einen guten Arbeitseinsatz 
gezeigt habe, dass die sozialen Kontakte und die sinnvolle Beschäftigung 
seinen psychischen Zustand positiv beeinflusst hätten. Dies sei ein Hinweis 
dafür, dass der Beschwerdeführer nicht an einer mittelgradigen oder 
schweren depressiven Störung leide. Es sei retrospektiv nicht möglich, zu 
entscheiden, ab wann es zu einer richtungsgebenden Verschlechterung 
gekommen sei (act. II 262.3 S. 47). Diese Ausführungen, die Feststellun-
gen in den Teilgutachten der MEDAS J.________ sowie die Tatsache der 
durchgehend dokumentierten Diskrepanz zwischen Beschwerdeangaben 
und Befunden (vgl. E. 3.6.3 vorne) lassen nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf eine namhafte Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vor dem Au-
gust 2022 schliessen, dies weder in psychischer noch in somatischer 
Hinsicht. In Würdigung der gesamten Aktenlage ist deshalb auch für diese 
Zeit mindestens von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie sie im Gutach-
ten der MEDAS J.________ bescheinigt wurde (act. II 310.1 S. 10). 

Auf dieser medizinisch-theoretischen Grundlage ist nachfolgend der Invali-
ditätsgrad zu prüfen.

4.

4.1 Mit Blick auf die im Januar 2022 erfolgte Neuanmeldung (act. II 
241) ist der frühestmögliche Rentenbeginn grundsätzlich auf den 1. Juli 
2022 festzulegen (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Angesichts des Verlaufs der 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.8.2 vorne) ist fraglich, ob die Anspruchsvor-
aussetzung einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG i.V.m. Art. 6 ATSG) erfüllt ist. Mit Blick auf die nachfolgenden Erwä-
gungen kann diese Frage jedoch offen bleiben. 

4.2

4.2.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode wird das Erwerbseinkommen, das die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

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versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

4.2.2

4.2.2.1 Die Beschwerdegegnerin legte bei der Berechnung des 
Invaliditätsgrades sowohl hinsichtlich des Valideneinkommens als auch 
bezüglich des Invalideneinkommens Tabelle TA1_skill-level, Wert Total, 
Kompetenzniveau 1, Männer, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) 2022 zugrunde (act. II 322 S. 1 f.). Dies ist korrekt, nachdem der 
Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung verfügt (act. II 1 S. 4), in 
der Vergangenheit diverse (Hilfs-)Tätigkeiten ausübte (act. II 265.3 S. 1) 
und sich demnach das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare 
Einkommen nicht hinreichend genau beziffern lässt (BGE 144 I 103 E. 5.3 
S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2). Dies ist denn auch 
unbestritten. 

4.2.2.2 Bezüglich des Invalideneinkommens steht fest, dass der Be-
schwerdeführer aktuell keine Erwerbstätigkeit zu einem ihm zumutbaren 
Pensum ausübt, indes eine den Leiden angepasste Tätigkeit im Umfang 
von 6.8 Stunden pro Tag bei einer Leistungsminderung von 15 % (act. II 
310.1 S. 10) zumutbar wäre. Entsprechend legte die Beschwerdegegnerin 
zu Recht dieselbe Tabellenposition wie beim Valideneinkommen zugrunde. 
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort korrekt erklärt und 
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird, entspricht das zumutbare 
Pensum von 6.8 Stunden pro Tag bzw. 34 Stunden pro Woche bei einer 
durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche im Bereich der 
hier anwendbaren Tabellenposition (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Wert Total) einem zumut-
baren Arbeitspensum von 82 %. Sind Validen- und Invalideneinkommen 
ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren 
genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

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Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn 
(in BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021). 

Der Beschwerdeführer macht einen leidensbedingten Abzug (Art. 26bis Abs. 
3 IVV) von 20 % geltend (Beschwerde S. 8). In Bezug auf Art. 26bis Abs. 3 
IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültigen Fassung gilt was folgt: Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionel-
len Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger 
tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitar-
beit abgezogen. Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beach-
tung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 
Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungs-
fähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu 
berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbedingten 
Abzug angeht, ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze 
(vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 
5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 
46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3) zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6 
S. 439). Sodann werden nach Art. 26bis Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2024 
gültigen Fassung vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 10 % abge-
zogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit 
einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % 
oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind 
nicht zulässig.

Die Beschwerdegegnerin hat für den gesamten potentiell rentenrelevanten 
Zeitraum (vgl. E. 4.1 vorne) einen leidensbedingten Abzug von 10 % vor-
genommen (act. II 322). Damit ist sie den dargelegten Anforderungen in 
Bezug auf Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültigen Fas-
sung hinreichend nachgekommen, zumal den beschwerdeweise (einzig) 
geltend gemachten leidensbedingten Beeinträchtigungen bereits im Rah-
men des Zumutbarkeitsprofils Rechnung getragen wurde (act. II 310.1 S. 
10). Indem dem Beschwerdeführer sodann eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
bescheinigt wurde, ist gestützt auf Art. 26bis Abs. 3 IVV in der seit 1. Januar 
2024 in Kraft stehenden Fassung ein Abzug von mehr als 10 % ausge-
schlossen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, IV 200 2024 418

- 29 -

Damit beläuft sich der Invaliditätsgrad auf (maximal) gerundet 37 % (100 % 
- [82 % x 0.85 x 0.9]), womit kein Rentenanspruch besteht (vgl. E. 2.2 vor-
ne). 

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 14. Mai 2024 im 
Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe zu entnehmen.

6.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) 
hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch BGE 128 V 
124 E. 5b S. 133).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.