# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25fd0445-485a-5a73-9a0a-d1ed3387c928
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 15.06.2011 RR.2011.95
**Docket/Reference:** RR.2011.95
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2011-95_2011-06-15

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation (Art. 80h lit. b IRSG, Art. 9a lit. a iRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation (Art. 80h lit. b IRSG, Art. 9a lit. a iRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation (Art. 80h lit. b IRSG, Art. 9a lit. a iRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation (Art. 80h lit. b IRSG, Art. 9a lit. a iRSV).

Entscheid vom 15. Juni 2011 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 
Giorgio Bomio und Joséphine Contu,  
Gerichtsschreiberin Marion Schmid  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Wissmann,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
 
Beschwerdelegitimation (Art. 80h lit. b IRSG, Art. 9a 
lit. a iRSV) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2011.95 
 
 
 

 

 

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Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 
- die Staatsanwaltschaft Bochum gegen A. ein Strafverfahren wegen des Ver-

dachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr führt; sie in diesem Zu-
sammenhang mit Rechtshilfeersuchen vom 24. März 2009, 19. Mai 2009, 
18. Januar sowie 10. Dezember 2010 an die Schweiz gelangte und um Ban-
kenermittelungen bei der Bank B., lautend auf C. Ltd, und bei der Bank D. lau-
tend auf E. FZE und F. Ltd. sowie aller Konten, deren Inhaber oder Verfü-
gungsberechtigter A. ist, ersuchte (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft I des 
Kantons Zürich [nachfolgend „Staatsanwaltschaft I„], act. 1, 2, 20); 

 
- die Staatsanwaltschaft I mit Eintretensverfügung vom 6. August 2010 dem 

Rechtshilfeersuchen entsprach und eine Aktenedition bei der Bank D. sowie 
der Bank B. anordnete (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft I, act. 8); 

 
- die Bank B. und die Bank D. am 10. bzw. 25 August 2010 die geforderten 

Bankunterlagen übermittelten (Verfahrensakten Staatsanwaltschaft I, act. 10, 
12); 

 
- die Staatsanwaltschaft I mit Schlussverfügung vom 14. März 2011 dem 

Rechtshilfeersuchen entsprach und die Herausgabe der edierten Unterlagen 
bei der Bank B., lautend auf Gesellschaft G., C. Ltd und H. Limited sowie bei 
der Bank D. lautend auf E. FZE, F. Ltd. und H. Limited verfügte (Verfahrens-
akten Staatsanwaltschaft I, act. 21); 

 
- A. mit Beschwerde vom 18. April 2011 an die II. Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangte und die Aufhebung der Schlussverfügung sowie 
die definitive Einstellung des Rechtshilfeverfahrens an Deutschland beantrag-
te (act. 1); 

 
- das Bundesamt für Justiz sowie die Beschwerdegegnerin in ihren Beschwer-

deantworten vom 10. bzw. 13. Mai 2011 beantragen, auf die Beschwerde sei 
nicht einzutreten (act. 6, 7); worüber der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
19. Mai 2011 in Kenntnis gesetzt wurde (act. 8); 

 
- zur Beschwerde berechtigt ist, wer persönlich und direkt von einer Rechtshil-

femassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG); bei Erhebung von Kontoinfor-
mationen der Kontoinhaber als persönlich und direkt betroffen im Sinne von 
Art. 80h lit. b IRSG gilt (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; TPF 2007 
79 E. 1.6 S. 82); bloss wirtschaftlich an einem Konto oder an einer direkt be-
troffenen Gesellschaft Berechtigte nur ausnahmsweise selbständig beschwer-

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delegitimiert sind, wenn eine juristische Person, über deren Konto Auskunft 
verlangt wird, aufgelöst wurde und deshalb nicht mehr handlungsfähig ist 
(BGE 123 II 153 E. 2c-d S. 157); 

 
- der Beschwerdeführer selbst nicht Kontoinhaber sondern wirtschaftlich Be-

rechtigter an den Konten ist bzw. war – wobei einige Bankverbindungen be-
reits saldiert sind; er weder geltend macht, noch den Nachweis erbringt, dass 
die als Kontoinhaber bezeichneten juristischen Personen aufgelöst worden 
seien, weshalb er nach dem Gesagten nicht zur Beschwerde legitimiert ist und 
somit nicht darauf eingetreten werden kann; 

 
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 63 Abs. 2 VwVG); für die Berechnung der Gerichtsgebühr das 
BStKR (i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG) zur Anwendung gelangt; die Gerichtsge-
bühr vorliegend auf Fr. 1’000.-- festzusetzen ist (Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a 
BStKR), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von  
Fr. 5'000.--; dem Beschwerdeführer der Differenzbetrag von Fr. 4'000.-- durch 
die Bundesstrafgerichtskasse zurückzuerstatten ist. 

 
 
 

 

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1’000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 5'000.--. Die 
Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem Beschwerdeführer den Be-
trag von Fr. 4'000.-- zurückzuerstatten. 

 
 
 

Bellinzona, 16. Juni 2011 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Jürg Wissmann 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).