# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fd2f584-89c5-5635-8ea3-db9f2547edad
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 28.12.2017 SK2 2017 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2017-47_2017-12-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 28. Dezember 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 17 47 28. Dezember 2017

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Hubert

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Nichteintretensentscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 18. Ok-
tober 2017, mitgeteilt am 24. Oktober 2017, in Sachen des Beschwerdeführers,

betreffend Verletzung von Verkehrsregeln,

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hat der Vorsitzende der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
nach Kenntnisnahme der Eingabe des Beschwerdeführers vom 3. November 
2017, nach Einsicht in die Verfahrensakten sowie aufgrund der Feststellungen und 
Erwägungen,

– dass X._____ mit Strafbefehl vom 25. November 2016, mitgeteilt am 2. De-
zember 2016, der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG, 
Art. 30 Abs. 1 SSV und Art. 30 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 
SVG, des Führens eines nicht vorschriftsgemässen Fahrzeuges gemäss Art. 
29 SVG in Verbindung mit Art. 93 Abs. 2 lit. a SVG und der Widerhandlung 
gegen Art. 26 Abs. 2 VZV in Verbindung mit Art. 143 Ziff. 3 Abs. 1 VZV schul-
dig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 300.00 bestraft wurde,

– dass X._____ am 23. Januar 2017 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob,

– dass das Regionalgericht Prättigau/Davos mit Entscheid vom 18. Oktober 
2017 aufgrund fehlender Prozessvoraussetzung (Ungültigkeit infolge Fristver-
säumnis) auf die Einsprache nicht eintrat,

– dass X._____ am 3. November 2017 gegen den Nichteintretensentscheid 
beim Regionalgericht Prättigau/Davos "Einsprache" erhob,

– dass das Regionalgericht Prättigau/Davos am 6. November 2017 die Eingabe 
als Berufungsanmeldung samt Akten an das Kantonsgericht von Graubünden 
weiterleitete,

– dass es sich bei dem angefochtenen Nichteintretensentscheid um einen pro-
zesserledigenden Beschluss nach Art. 356 Abs. 2 StPO und nicht um ein ma-
terielles Urteil handelt (Art. 80 Abs. 2 StPO),

– dass derartige Entscheide nicht mit Berufung, sondern mit Beschwerde an-
fechtbar sind (Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO), 

– dass sich die Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid, in diesem 
Punkt als fehlerhaft erweist, 

– dass einem Rechtssuchenden aus einer falschen Rechtsmittelbelehrung kein 
Nachteil erwachsen darf (vgl. Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV sowie Art. 3 Abs. 2 lit. 
a StPO; BGE 134 I 199 E. 1.3.1.) und zumindest für einen Laien der Fehler 
nicht offensichtlich erkennbar war,

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– dass infolgedessen das Kantonsgericht die von X._____ erhobene Berufung 
als Beschwerde entgegen nahm,

– dass eine Beschwerde, anders als eine Berufungsanmeldung, schriftlich be-
gründet einzureichen ist (Art. 396 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 385 StPO),

– dass die Eingabe des X._____ den gesetzlichen Begründungsanforderungen 
nicht entspricht,

– dass er indessen infolge der fehlerhaften Rechtsmittelbelehrung im angefoch-
tenen Entscheid von der Vorinstanz nicht auf das Begründungserfordernis 
hingewiesen wurde,

– dass aufgrund dessen der Vorsitzenden der II. Strafkammer des Kantonsge-
richts den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. November 2017 unter 
Benennung der einzelnen, in Art. 385 StPO aufgeführten Anforderungen auf 
die Begründungspflicht hinwies,

– dass X._____ gleichzeitig eine der gesetzlichen Beschwerdefrist entsprechen-
de, nicht erstreckbare Nachfrist von 10 Tagen ab Zustellung der Verfügung 
angesetzt wurde, um seine Eingabe nachträglich zu begründen,

– dass er gleichzeitig auf die Säumnisfolgen gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO hin-
gewiesen wurde, wonach das Kantonsgericht auf eine Beschwerde nicht ein-
tritt, wenn innert Frist keine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende 
Eingabe erfolgt,

– dass X._____ innert der angesetzten Frist keine begründete Eingabe einreich-
te, 

– dass demzufolge auf die Beschwerde nicht eingetreten wird,

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO),

– dass für das vorliegende Verfahren gestützt auf Art. 10 der Verordnung über 
die Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.210) eine reduzierte 
Gebühr von Fr. 500.00 erhoben wird,

– dass der vorliegende Entscheid gestützt auf Art. 395 StPO sowie Art. 18 Abs. 
3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.00) in einzelrichterlicher 
Kompetenz ergeht,

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erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.00 gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: