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**Case Identifier:** f11cfaa7-c928-500a-a9ff-7c2914a24f09
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.02.2014 IV 2012/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-165_2014-02-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/165

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2020

Entscheiddatum: 06.02.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 06.02.2014
Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG. ABI-Gutachten zur Arbeitsfähigkeit in adaptierter 
Tätigkeit beweistauglich. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. 
Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich. Leidensabzug 10% 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 06. 
Februar 2014, IV 2012/165).

Entscheid Versicherungsgericht, 06.02.2014

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Entscheid vom 6. Februar 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz,

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 22. Juni 2010 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung (berufliche Integration, Rente) an. Der Versicherte 

gab an, seit 2004 bei der B.___ AG (ehemals: C.___ AG), als Schichtarbeiter tätig 

gewesen zu sein, am 29. April 2010 einen Hirnstamminfarkt erlitten zu haben und 

seither zu 100% arbeitsunfähig zu sein (IV-act. 1, 4). Die Klinik Valens, wo sich der 

Versicherte vom 10. Mai bis 22. Juni 2010 stationär aufgehalten hatte, stellte im 

Austrittsbericht vom 7. Juli 2010 die Hauptdiagnose eines Hirnstamminfarkts vom 29. 

April 2010. Als Nebendiagnose wurde insbesondere eine chronisch rezidivierende 

Myalgie vor allem im Schultergürtel mit morgendlicher Steifigkeit und anamnestisch 

rezidivierender Schwellung von Handgelenken und Fingern mit/bei möglicher 

Polymyalgia rheumatica und zusätzlichem Verdacht auf eine somatoforme Störung 

vermerkt. Die Klinikärzte attestierten dem Versicherten vom 29. April bis 14. Juli 2010 

eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Ab 15. Juli 2010 sei ein therapeutischer 

Arbeitsversuch mit 50% Anwesenheit pro Tag mit reduziertem Pensum von 50% bei 

reduzierter kognitiver und körperlicher Belastung an einem Schon-Arbeitsplatz 

(wechselbelastend, leicht bis mittelschwer) zu starten (IV-act. 25). Der therapeutische 

Arbeitsversuch im Pensum von 25% in einer adaptierten Tätigkeit erfolgte schliesslich 

ab 26. Juli 2010 bei der angestammten Arbeitgeberin (IV-act. 16, 21, 26). Laut 

Regionalem Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung war drei Monate nach 

dem Schlaganfall noch mit einer deutlichen Besserung im weiteren Verlauf zu rechnen 

(IV-act. 21). Am 1./9. Dezember 2010 unterzeichnete der Versicherte einen von der 

zuständigen Eingliederungsberaterin der IV-Stelle vorbereiteten Eingliederungsplan mit 

der Zielvereinbarung eines Arbeitsversuchs in der angestammten Tätigkeit mit Aufsicht 

im Rahmen von 50% und Steigerung der Arbeitszeit je nach Verlauf, wobei der 

Versicherte erklärte, er sehe sich mit einem Pensum von 50% an der obersten 

Leistungsgrenze (IV-act. 37, vgl. auch IV-act. 38). Am 9. Dezember 2010 reichte der 

behandelnde Arzt des Versicherten, Dr. med. D.___, FMH Innere Medizin, der IV-Stelle 

einen Arztbericht unter Angabe folgender Diagnosen mit Auswirkung auf die 

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Arbeitsfähigkeit ein: Hirnstamminfarkt am 29. April 2010 mit/bei initial Dysarthrie, Skew-

Deviation rechts über links, ocular Tilt-Reaktion, Nystagmus, Gangunsicherheit; 

chronisch rezidivierende Myalgie vor allem im Schultergürtel mit morgendlicher 

Steifigkeit mit rezidivierender Schwellung von Handgelenken, Ellbogen und Fingern 

beidseits mit/bei Verdacht auf Polymyalgia rheumatica, negativen CCP-Antikörpern 

und ANA; Anpassungsstörung; mittelschwere depressive Episoden ohne psychotische 

Symptome (F32.2). Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. D.___ fest, dass dem Versicherten 

langsame Tätigkeiten ohne Verantwortung, ohne grosse Geschicklichkeits-, Kraft- und 

Gleichgewichtsanforderung aus somatischer Sicht vollständig zumutbar sein sollten. 

Wegen intermittierend auftretender schmerzhafter Gelenksschwellungen müssten 

jedoch unter der jetzigen Therapie mehrmals monatlich, mehrtägige Krankheitsausfälle 

erwartet werden, ausser die rheumatologische Behandlung könne einen anhaltenden 

Effekt erzielen. Die mittel- und langfristige Arbeitsfähigkeit aus psychosomatischer 

Sicht könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht konklusiv beurteilt werden. Aktuell sei diese in 

der freien Wirtschaft wegen dem vermeidenden ängstlichen Verhalten des Versicherten 

nicht gegeben. Aus rein somatischer Sicht sei seitens des Hirnstamminfarkts von einer 

guten Prognose auszugehen, wobei anhaltende Restbeschwerden wie 

Gleichgewichtsstörungen bei einem Hirnstamminfarkt möglich seien. Schliesslich hielt 

Dr. D.___ eine ergänzende medizinische Abklärung, insbesondere eine psychiatrische 

Exploration durch die Klinik E.___, für angezeigt (IV-act. 39). Am 18. Januar 2011 erhielt 

die IV-Stelle die Mitteilung, dass sich der Versicherte seit 3. Januar 2011 in der Klinik 

E.___ zur Rehabilitation befinde und ihm von der B.___ AG per 30. April 2011 gekündigt 

worden sei (IV-act. 43). Am 21. Januar 2011 erfolgte ein Arztbericht durch Dr. med. M. 

D.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit den Diagnosen einer mittelgradigen 

depressiven Episode mit somatischem Syndrom, einer psychogenen Überlagerung der 

mutmasslich somatischen Beschwerden sowie eines maladaptiven Überzeugungs- und 

Bewältigungsmusters im Zusammenhang mit der körperlichen Krankheit. Die Frage der 

Zumutbarkeit einer anderen Tätigkeit könne noch nicht beantwortet werden. Es sei der 

Ausgang der Behandlung in der Klinik E.___ abzuwarten (IV-act. 44). Am 28. Januar 

2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten den Abschluss der "Leistung zum 

Arbeitsplatzerhalt" mit. Der Versicherte befinde sich aktuell in einer 

Rehabilitationsmassnahme, weshalb berufliche Eingliederungsmassnahmen im jetzigen 

Zeitpunkt nicht angezeigt seien (IV-act. 48). Am 20. Mai 2011 nahm die Klinik E.___ zur 

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Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten Stellung, erstattete einen 

Verlaufsbericht und reichte einen Bericht vom 7. Februar 2011 zu Handen Dr. D.___ 

über die ambulante Rehabilitationsbehandlung des Versicherten in ihrer Klinik ein. Darin 

wurden als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F 

32.1) mit somatischem Syndrom und als somatische Diagnosen ein Status nach 

Hirnstamminfarkt mit neurologischen Defiziten und Parästhesien sowie Rücken- und 

Nackenschmerzen gestellt. Die Klinik E.___ attestierte dem Versicherten eine volle 

Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und ging in geschütztem Rahmen bei 

leichter handwerklicher Arbeit, ohne Schicht, Akkord, Fliessband, Maschinenarbeit, 

Arbeit mit scharfen Werkzeugen und Gegenständen sowie ohne schweres Heben über 

Lendenhöhe, von einer 20%-igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 54-6/7, 58-32/53). 

Zusammen mit dem Verlaufsbericht vom 20. Mai 2011 reichte die Klinik E.___ der IV-

Stelle ausserdem Untersuchungsberichte der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals 

St. Gallen (KSSG) wie auch des Departements Innere Medizin, Rheumatologie/

Rehabilitation des KSSG vom 15. und 23. Dezember 2010 sowie vom 4. Januar und 15. 

Februar 2011 zu Handen Dr. D.___ ein (IV-act. 58-35/53 ff.). Inzwischen hatte die IV-

Stelle am 13. April 2011 eine polydisziplinäre Abklärung des Versicherten durch die 

Aerztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), F.___, veranlasst (IV-act. 52). Die 

Untersuchungen im ABI - psychiatrisch durch Dr. med. G.___, rheumatologisch durch 

Dr. med. H.___, neurologisch durch Dr. med. I.___ - mit Erarbeitung einer Konklusion 

durch einen interdisziplinären Konsensus mit den verschiedenen Teilgutachtern fanden 

am 20. und 21. September 2011 statt. Das ABI hielt zusammenfassend fest, dass der 

Versicherte für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 80% arbeits- 

und leistungsfähig sei, in einem ganztägigen Pensum verwertbar. Ausgeschlossen 

seien Tätigkeiten im Schichtbetrieb und solche mit erhöhten Anforderungen ans 

Gleichgewichtssystem. Körperlich schwere Tätigkeiten seien ihm nicht mehr und 

körperlich mittelschwere Tätigkeiten nur noch mit grosser Einschränkung zumutbar (IV-

act. 58-1/53).

A.b  Nach Bestätigung des RAD, dass auf das ABI-Gutachten abgestellt werden könne 

(IV-act. 59), stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Februar 

2012 bei einem IV-Grad von 37% die Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht (IV-

act. 62).

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A.c  Dagegen erhob der Versicherte am 17. Februar 2012 Einwand. Er brachte vor, von 

seinem Hausarzt für eine rheumatologische Untersuchung Dr. med. J.___ zugewiesen 

worden zu sein, deren Ergebnis abzuwarten sei (IV-act. 63).

A.d  Nach Eingang des Untersuchungsberichts von Dr. J.___ vom 8. März 2012 und der 

Stellungnahme des RAD, dass mit dem aktuellen Bericht keine neuen medizinischen 

Tatsachen bekannt würden (IV-act. 66 f.), verfügte die IV-Stelle am 23. März 2012 im 

Sinne des Vorbescheides (IV-act. 68).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die von Advokat lic. iur. M. Boltshauser, 

Procap, Schweizerischer Invaliden-Verband, Olten, im Namen des Versicherten 

eingereichte Beschwerde vom 8. Mai 2012 mit dem Antrag, die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 23. März 2012 sei aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. April 2011 eine Invalidenrente zuzusprechen. Dem 

Beschwerdeführer sei ausserdem die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und 

er sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheitsleistungen zu befreien. Zudem sei ihm 

die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den Unterzeichnenden zu gewähren; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

B.b  In der Beschwerdeergänzung vom 17. September 2012 beantragte der 

Rechtsvertreter, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 23. März 2012 sei 

aufzuheben und es seien zusätzliche medizinische Abklärungen vorzunehmen. Am 

Antrag betreffend unentgeltliche Prozessführung, Befreiung von allfälligen Vorschuss- 

und Sicherheitsleistungen, unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie Kosten- und 

Entschädigungsfolge wurde festgehalten (act. G 7). Zusammen mit der 

Beschwerdeergänzung reichte der Rechtsvertreter einen weiteren Arztbericht von Dr. 

J.___ vom 29. März 2012 (act. G 7.1) sowie zusätzliche Untersuchungsberichte des 

Departements Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation, und der Klinik für 

Neurologie des KSSG vom 1. und 25. Juni 2012 (act. G 7.2) ein.

B.c  In der Beschwerdeantwort vom 2. November 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 11).

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B.d  Mit Schreiben vom 6. November 2012 bewilligte die Präsidentin des 

Versicherungsgerichts das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den 

Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung durch 

Advokat Boltshauser) für das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. G 12).

B.e  Mit Schreiben vom 14. Januar 2013 verzichtete der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf die Einreichung einer Replik (act. G 16).

B.f   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den übrigen, insbesondere medizinischen Akten, wird, soweit entscheidnotwendig, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.     

Streitig und im vorliegenden Verfahren zu überprüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin 

den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat.

2.     

Am 1. Januar 2012 ist der erste Teil der 6. Revision der Invalidenversicherung in Kraft 

getreten. In zeitlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz, dass der 

Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 130 V 

445, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat 

die angefochtene Verfügung am 23. März 2012 und somit nach Inkrafttreten der IV-

Revision 6a erlassen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor deren 

Inkrafttreten, jedoch nach dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-

Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Nachfolgend wären daher für den bis 31. 

Dezember 2011 verwirklichten Sachverhalt die altrechtlichen, danach die ab 1. Januar 

2012 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden. Nachdem sich jedoch in 

Bezug auf den in (a)Art. 28 IVG geregelten Grundsatz des Rentenanspruchs keine 

Änderung ergeben hat, erübrigt sich eine Differenzierung.

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3.       

3.1   Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2   Anspruch auf eine Invalidenrente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern können (Art. 28 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), die während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (Art. 28 

Abs. 1 lit. b IVG) und die nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind 

(Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG), denn ein Rentenanspruch besteht erst ab diesem 

Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3   Die Rente wird nach dem Grad der Invalidität abgestuft. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf 

eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente.

4.       

4.1   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt zunächst, der Beschwerdeführer 

sei in beruflicher Hinsicht nicht für allfällige berufliche Massnahmen, resp. für eine 

Arbeitsvermittlung, überprüft worden, weshalb der Grundsatz "Eingliederung vor 

Rente" verletzt scheine. Der Beschwerdeführer hat zwar in seinem Herkunftsland eine 

zweijährige Lehre als Schreiner - ohne Nachweis eines Abschlusses - absolviert. 

Diesen Beruf hat er jedoch seit über zehn Jahren nicht mehr ausgeübt, sondern war 

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stattdessen als ungelernter Fabrikarbeiter - zuletzt ab 1. September 2004 mehrere 

Jahre bei der B.___ AG als Schichtarbeiter in der Maschinenbedienung und als 

Staplerfahrer - tätig (vgl. IV-act. 4, 38, 46, 58). Es bestehen keinerlei Hinweise 

anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall bis zur Pensionierung 

nicht mehr als Hilfsarbeiter tätig gewesen wäre. Er ist mithin als solcher zu qualifizieren. 

Hilfsarbeiter sind definitionsgemäss in der Lage, den Arbeitsplatz zu wechseln, ohne 

dazu eine Umschulung (Art. 17 Abs. 1 IVG) zu benötigen, da keine qualifizierten 

Berufskenntnisse erforderlich sind. Dennoch kann ein Umschulungsanspruch auch bei 

einem Hilfsarbeiter nicht gänzlich verneint werden (vgl. U. Meyer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2010, S. 191). Aufgrund des Alters 

des Beschwerdeführers wäre jedoch eine Umschulung unverhältnismässig, so dass 

offen bleiben kann, ob er überhaupt fähig wäre, sich erfolgreich in eine qualifizierte 

Berufstätigkeit umschulen zu lassen. Im Regelfall kommt bei Hilfsarbeitern als einzige 

berufliche Eingliederungsmassnahme eine Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 IVG) nebst 

dazugehörigen Massnahmen (Art. 18a bis Art. 18c IVG) in Frage. Die Arbeitsvermittlung 

untersteht aber nicht dem in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG geregelten Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 

2009, Vorbemerkungen N. 47), da sie nur dazu dienen kann, eine Arbeitslosigkeit (und 

nicht eine relevante Invalidität) zu überwinden. Nach seinem Hirnstamminfarkt am 29. 

April 2010 arbeitete der Beschwerdeführer ab 26. Juli 2010 wieder versuchsweise zu 

25% an einem Schonarbeitsplatz bei der B.___ AG. Die Beschwerdegegnerin 

vereinbarte bzw. plante im Rahmen der Frühintervention den Erhalt des bestehenden 

Arbeitsplatzes bzw. die dortige Steigerung der Arbeitsleistung (vgl. IV-act. 31, 37, 46). 

Der Arbeitsversuch des Beschwerdeführers wurde jedoch aufgrund seiner 

gesundheitlichen Situation per Januar 2011 abgebrochen. Er erhielt per 30. April 2011 

die Kündigung seiner Arbeitsstelle, sodann war der Eintritt in eine mehrwöchige 

Rehabilitation geplant. In der Folge teilte die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer am 28. Januar 2011 den Abschluss der Leistung zum 

Arbeitsplatzerhalt mit (IV-act. 48). Gegen diese Vorgehensweise der 

Beschwerdegegnerin ist aufgrund des Gesagten nichts einzuwenden. Hinzu kommt, 

dass die ABI-Gutachter in ihrem Gutachten vom 24. November 2011 von einer 

Empfehlung beruflicher Massnahmen absahen. Die ausgeprägte subjektive 

Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers wie auch die psychosoziale Situation 

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und das Alter würden praktisch einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben verunmöglichen 

(IV-act. 58-25/53). Zusammenfassend steht damit fest, dass der Beschwerdeführer die 

in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG geregelte Anspruchsvoraussetzung (vgl. Erwägung 3.2) 

erfüllt.

4.2   Als unbestritten hat nach Lage der vorliegenden Akten zutreffenderweise zu 

gelten, dass beim Beschwerdeführer seit seinem Hirnstamminfarkt vom 29. April 2010 

eine ununterbrochene 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit 

als Maschinenbediener/Staplerfahrer/Schichtarbeiter ausgewiesen ist (vgl. dazu IV-act. 

25, 39, 44, 48). Der Beschwerdeführer erfüllt also auch die in Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 

geregelte Anspruchsvoraussetzung (vgl. Erwägung 3.2).

5.       

5.1   Zu prüfen bleibt mithin die Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 28 lit. c IVG (vgl. 

Erwägung 3.2). Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das 

Einkommen, das der Beschwerdeführer nach Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum 

Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

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Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c, je mit Hinweisen).

5.2   Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 E. 5a mit weiteren 

Hinweisen). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc). Dies gilt auch für Stellungnahmen 

behandelnder Spezialärzte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 

seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 6. April 

2006, I 803/05, E. 5.5). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der 

Verwaltung bei externen Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche 

Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (BGE 124 I 170 E. 4; Urteile des EVG vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2, und 

13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b). Es ist deshalb nicht zulässig, ein medizinisches 

Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 

weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile 

des Bundegerichts bzw. EVG vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2; 27. November 

2006, I 663/05, E. 2.2.2 mit Hinweisen).

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5.3   Der Beschwerdeführer fühlt seit dem Winter 2009 rheumaähnliche Muskel- und 

Gelenkschmerzen am ganzen Körper, insbesondere im Schultergürtel, in den Händen 

und Knien. Intermittierend komme es zusätzlich immer wieder zu Schwellungen der 

Hände und Beine und er habe auch Nervenprobleme in den Handgelenken. Seit dem 

Hirnstamminfarkt vom 29. April 2010 klagt der Beschwerdeführer ausserdem über 

Kopfschmerzen, Doppelbilder, Schwindel und Gangunsicherheit. Von den 

Kniegelenken abwärts habe er sodann ebenfalls Nervenprobleme und müsse z.B. vor 

allem nachts im Bett die Beine bewegen (vgl. IV-act. 39, 54, 58, 66). Die 

Beschwerdegegnerin verneint das Vorliegen invalidisierender Gesundheitsschäden. Sie 

stützt ihre Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers abschliessend insbesondere auf das ABI-Gutachten vom 24. 

November 2011 (IV-act. 58-1/53) sowie die Ergebnisse der nachfolgend 

durchgeführten rheumatologischen sowie neuroophtalmologischen Untersuchungen 

durch Dr. J.___ bzw. der Augenklinik des KSSG vom 8. März und 10. September 2012 

(IV-act. 66, 80). Demgegenüber stellt sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

mit Verweis auf die mit der Beschwerdeergänzung vom 17. September 2012 (act. G 7) 

eingereichten Berichte von Dr. J.___ vom 29. März 2012 (act. G 7.1), dem Departement 

Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG vom 1. Juni 2012 und der 

Klinik für Neurologie des KSSG vom 25. Juni 2012 (act. G 7.2) auf den Standpunkt, 

dass bezüglich der glaubhaft gemachten Beschwerden des Beschwerdeführers noch 

nicht von einer abschliessend geklärten medizinischen Situation ausgegangen werden 

könne. Um die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers korrekt zu 

eruieren, sei - wie vom KSSG gefordert - eine zusätzliche medizinische Abklärung 

notwendig.

5.4   Das ABI hat im erwähnten Gutachten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt: 1. Polymyalgieformes Schmerzsyndrom unklarer Ätiologie 

(ICD-10 M35.3) mit/bei DD: atypischer Polymyalgia rheumatica, zusätzlich möglicher 

somatoformer Komponente und aktuell: intensiver subjektiver 

Beschwerdesymptomatik trotz fehlender humoraler Entzündungsaktivität; 2. Zustand 

nach Hirnstammischämie 4/2010 (ICD-10 163.9). Unter den Diagnosen ohne Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit wurde aufgeführt: 1. Leichte depressive Episode (ICD-10 

F32.0), 2. Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54), 3. Verdacht auf 

Spannungskopfschmerz (ICD-10 G44.2), 4. Verdacht auf Restless-legs-Syndrom 

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(ICD-10 G25.8). Der Beschwerdeführer sei für eine körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit zu 80% arbeits- und leistungsfähig, in einem ganztägigen 

Pensum verwertbar. Ausgeschlossen seien Tätigkeiten im Schichtbetrieb und solche 

mit erhöhten Anforderungen ans Gleichgewichtssystem. Körperlich schwere 

Tätigkeiten seien ihm nicht mehr und körperlich mittelschwere Tätigkeiten nur noch mit 

grosser Einschränkung (70%) zumutbar. Zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit wurden 

medizinische Massnahmen vorgeschlagen. Aus rheumatologischer Sicht sei eine 

Objektivierung der vom Beschwerdeführer angegebenen Schwellungen der Hände 

angezeigt mit nachfolgender Abklärung, z.B. durch Skelettszintigraphie oder PET-CT. 

Bei objektiven Befunden könnte dann die Therapie angepasst werden. Im anderen Fall 

wäre eine Reduktion der Steroidbehandlung angezeigt. Eine wesentliche Veränderung 

der Arbeitsfähigkeit sei allerdings durch diese Massnahmen nicht zu erwarten. Aus 

neurologischer und internistischer Sicht könnten keine weiteren spezifischen 

medizinischen Behandlungen vorgeschlagen werden. Aus psychiatrischer Sicht sei die 

Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung zu empfehlen. 

Ideal wäre die medikamentöse Therapie mit einem schmerzmodulierenden 

Antidepressivum (IV-act. 58-1/53 ff.).

5.5   Die Untersuchung der vom Beschwerdeführer seit 2009 geklagten Muskel- und 

Gelenkschmerzen fällt unbestrittenermassen in das rheumatologische Fachgebiet. 

Neben der rheumatologischen ABI-Begutachtung durch Dr. H.___ wurden beim 

Beschwerdeführer von rheumatologischer Seite verschiedene weitere Abklärungen - 

von der Klinik Valens, dem Muskelzentrum und dem Departement Innere Medizin, 

Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG, und von Dr. med. K.___, Rheumatologie 

FMH, - durchgeführt und die Symptomatik aufgrund der anfänglichen 

Beschwerdeschilderung einhellig und in Übereinstimmung mit dem ABI-Gutachten als 

"Polymyalgia rheumatica" eingeordnet (IV-act. 25, 39, 58-49/53, act. 58-1/53 S. 12 f.). 

Dies obwohl ebenfalls übereinstimmend kein fassbares organisches Korrelat für die 

vom Beschwerdeführer geschilderten muskuloskelettalen Beschwerden gefunden 

werden konnte - insbesondere keine entzündlichen Gelenksveränderungen, keine 

positiven Autoantikörper bzw. Rheumafaktoren und radiologisch an den Händen und 

Füssen keine entzündlichen ossären Veränderungen - und von einer Polymyalgia 

rheumatica einzig im Rahmen einer Verdachts- oder höchstens einer 

Differentialdiagnose ausgegangen wurde. Infolge der im ABI-Gutachten als angezeigt 

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erklärten Abklärung zur Objektivierung der geklagten Schwellungen der Hände (vgl. 

Erwägung 5.4), fanden Untersuchungen durch den Rheumatologen Dr. J.___ sowie das 

Departement Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG statt, welche 

keine neuen medizinischen Erkenntnisse hervorbrachten. Auch Dr. J.___ ging jedoch 

letztlich in seinem Bericht vom 29. März 2012 von einer anamnestisch vorliegenden 

entzündlich-rheumatischen Erkrankung aus und das Departement Innere Medizin, 

Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG bestätigte in seinem Bericht vom 1. Juni 2012 

die Diagnose einer Polymyalgia rheumatica (act. G 7.1). Wie der RAD in seiner 

Beurteilung vom 16. Oktober 2012 (IV-act. 81) überzeugend festhält, besteht mit Blick 

auf die zahlreich durchgeführten, übereinstimmenden rheumatologischen 

Untersuchungen kein Anlass für ergänzende medizinische Abklärungen.

5.6    

5.6.1         Der Beschwerdeführer wurde sodann wiederholt hinsichtlich der seit dem 

Hirnstamminfarkt vom 29. April 2010 bestehenden Symptomatik untersucht. Laut 

Austrittsbericht der Klinik Valens vom 7. Juli 2010 konnte im Rahmen mehrfacher 

orthoptistischer Untersuchungen bezüglich der Doppelbilder kein morphologisches 

Korrelat gefunden werden. Die bei Austritt noch bestehenden Doppelbilder könnten 

somatisch nicht begründet werden. Die Symptomatik sei höchstwahrscheinlich in 

erster Linie im psychosozialen Kontext - subjektive Angst davor, nicht mehr voll gesund 

zu werden, nicht mehr in den Arbeitsalltag integriert zu werden oder auch in der 

Gesellschaft nicht mehr leistungsfähig und nützlich sein zu können - zu interpretieren 

(IV-act. 25-21/16). Am 13. Dezember 2010 erfolgte in der Klinik für Neurologie des 

KSSG eine psychologische Abklärung von psychischen und kognitiven 

Beeinträchtigungen sowie spezifischen Hirnleistungsstörungen, die auf den 

Hirnstamminfarkt zurückgeführt werden könnten. Laut Untersuchungsbericht vom 15. 

Dezember 2010 bestanden beim Beschwerdeführer bei Status nach Hirnstamminfarkt 

am 29. April 2010 aus neuropsychologischer Sicht formal betrachtet mittelschwere 

kognitive Funktionsstörungen mit vordergründigen Beeinträchtigungen von Antrieb, 

Arbeitstempo und Aufmerksamkeit visueller Verarbeitung. Insgesamt stünden jedoch 

die reduzierte psychophysische Belastbarkeit mit deutlicher Kopfschmerzproblematik 

und ausgeprägter depressiver Symptomatik klar im Vordergrund (IV-act. 58-41/53). 

Anlässlich der klinisch-neurologischen Untersuchung der Klinik für Neurologie des 

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KSSG vom 21. Dezember 2010 fielen weiterhin die leichtgradigen Residuen mit Angabe 

schräg versetzter Doppelbilder beim Blick nach rechts und links, eine leicht sakkadierte 

Blickfolge, eine leichte Zungendeviation nach links sowie eine gewisse 

Gangunsicherheit und ungerichtete Fallneigung im Versuch nach Romberg auf. 

Hinsichtlich der beklagten durchgehenden dumpf-drückenden Kopfschmerzen sei am 

ehesten von einem chronischen Spannungskopfschmerz auszugehen (IV-act. 

58-37/53). Die extrakranielle Ultraschalluntersuchung der hirnzuführenden Gefässe vom 

15. Februar 2011 in der Klinik für Neurologie des KSSG ergab einen altersentsprechend 

unauffälligen Befund (IV-act. 58-43/53). Die Untersuchung in der dortigen 

neurovaskulären Sprechstunde vom gleichen Tag bestätigte die psychologische 

Beurteilung der klinischen Befunde. So wurde im ebenfalls gleichentags erstellten 

Bericht festgehalten, dass die vom Beschwerdeführer beschriebene diffuse 

Beschwerdesymptomatik möglicherweise auf eine beginnende somatoforme Störung 

hinweisen könnte. Zudem bestehe aktuell eine deutlich depressive Stimmungslage mit 

immer wieder auftretenden Angstattacken, aktuell wahrscheinlich verstärkt durch die 

psychosoziale Belastungssituation mit Kündigung durch den Arbeitgeber und damit 

verbundenen finanziellen Sorgen (IV-act. 58-48/53). Der neurologische ABI-Gutachter, 

Dr. I.___, setzte sich im ABI-Gutachten sodann eingehend mit den verschiedenen 

neurologischen Untersuchungsergebnissen auseinander und wies insbesondere auf 

Diskrepanzen im klinischen Befund hin, welche nicht mehr durch die initiale Ischämie 

erklärbar seien. So sei die weitere Angabe von Doppelbildern bei - wie von ihm 

erhoben - konjugiert stehenden Bulbi nicht schlüssig. Insgesamt seien überdies die 

Angaben von Doppelbildern widersprüchlich. Initial würden schräg nebeneinander 

stehende Doppelbilder genannt, im Bericht der neurologischen Klinik parallel 

nebeneinander stehende und bei der aktuellen Untersuchung nun vertikal übereinander 

stehende. Im Kontrast zu diesen Doppelbildern stehe auch die Angabe des 

Beschwerdeführers, er könne nur maximal 100 km Autofahren und müsse dann eine 

Pause machen. Beständen tatsächlich permanent Doppelbilder, wären Zweifel an der 

Fahrtüchtigkeit angebracht. Der Bericht der Neurologischen Klinik des KSSG vom 15. 

Februar 2011 führe bei den motorischen Prüfungen eine Reihe funktioneller 

Auffälligkeiten auf. Dies bestätige sich auch bei der aktuellen Untersuchung. Es ergebe 

sich, abgesehen von mässigen Verspannungen der Nackenmuskulatur, ein in objektiver 

Hinsicht völlig unauffälliger neurologischer Status. Auch Dr. I.___ interpretierte die 

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Kopfschmerzen bei den bestehenden Verspannungen als Spannungskopfschmerzen 

und ging von einer erheblichen Symptomausweitung aus (IV-act. 58-1/53 S. 20 f.). 

Insgesamt lagen demnach mit Blick auf die medizinische Aktenlage bis und mit ABI-

Begutachtung ausschliesslich Untersuchungsergebnisse vor, aufgrund derer sich die 

nach dem Hirnstamminfarkt bestehende Beschwerdesymptomatik nicht somatisch 

begründen liess. Auch in Anbetracht des Ergebnisses der späteren Nachuntersuchung 

in der Klinik für Neurologie des KSSG vom 22. Juni 2012 kann keine andere 

Schlussfolgerung gezogen werden. Im diesbezüglichen Bericht vom 25. Juni 2012 

wurde abermals daran festgehalten, dass sich die beschriebene, teils diffuse 

Beschwerdesymptomatik klinisch-neurologisch schwer objektivieren lasse und eine 

bestehende psychosomatische Komponente wahrscheinlich im Vordergrund stehe (act. 

G 7.2). Schliesslich wurde zwar anlässlich der erneuten Vorstellung in der 

Neuroophthamologie am 6. September 2012 festgehalten, dass der Beschwerdeführer 

ohne Prismenbrille weiterhin Doppelbilder wahrnehmen werde, die Situation allerdings 

mit der Brille optimal korrigiert sei und sich somit keine weiteren Konsequenzen 

ergeben würden. Die sonstigen Befunde wurden als unauffällig und die Fahrtauglichkeit 

als weiterhin gegeben bezeichnet (IV-act. 80).

5.6.2         Zusammenfassend ergibt sich also aufgrund der neurologischen 

Untersuchungen die Schlussfolgerung, dass sich aus neurologischer Sicht kein 

objektives Defizit feststellen lässt. Damit geht einher, dass auch der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers nichts Gegenteiliges substantiiert vorbringt. Angesichts der in 

Erwägung 5.6.1 dargelegten übereinstimmenden medizinischen Feststellungen sind 

keine zusätzlichen neurologischen Abklärungen betreffend der Symptomatik nach dem 

Hirnstamminfarkt angezeigt. Die von der Klinik für Neurologie des KSSG im Bericht 

vom 25. Juni 2012 erwähnte Vorstellung bei den Klinikkollegen der 

Neuroophthamologie hat, wie erwähnt, stattgefunden (act. G 7.2, IV-act. 80). Zum 

Vorschlag des Departements Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG 

im Bericht vom 1. Juni 2012, es sei eine Verlaufskontrolle durchzuführen, ist 

anzumerken, dass er weder die neurologische Problematik betrifft noch im Sinne einer 

weiteren notwendigen fachärztlichen Untersuchung verstanden werden kann.

5.7   Aus somatischer Sicht trägt die Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI dem Umstand 

Rechnung, dass ihr Rheumatologe Dr. H.___ zumindest differentialdiagnostisch von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung ausgeht und dies in seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung entsprechend würdigt bzw. für den Beschwerdeführer nur 

noch eine körperlich leichte Tätigkeit zu 80% als zumutbar erachtet. Neurologisch wird 

sodann festgehalten, dass - auch wenn sich kein objektives Defizit feststellen lasse - 

unter der Annahme einer kleinen abgelaufenen Hirnstammischämie mit 

entsprechendem Schwindel, eine Einschränkung für Tätigkeiten mit besonderen 

Anforderungen an das Gleichgewichtsvermögen gegeben sei. Auch Tätigkeiten im 

Dreischichtendienst sollten nicht mehr verrichtet werden. Körperlich leichte Tätigkeiten 

könnten indessen ganztags ausgeübt werden. Aus polydisziplinärer Sicht wurde der 

Beschwerdeführer damit für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 

80% arbeitsfähig eingestuft (IV-act. 58-1/53 S. 24). Gesamthaft betrachtet, erscheint 

diese Einschätzung mit Blick auf die somatische Gesundheitssituation des 

Beschwerdeführers bzw. dessen Anamnese begründet und angemessen und wird 

insbesondere auch durch die vom Rechtsvertreter mit der Beschwerdeergänzung vom 

17. September 2012 (act. G 7) eingereichten ärztlichen Berichte nicht Frage gestellt. 

Inwiefern hinsichtlich Arbeitsfähigkeit ergänzende Abklärungen erforderlich sein sollten, 

ist damit nicht ersichtlich. Den Aussagen von Dr. J.___ in den Berichten vom 8. und 29. 

März 2012 - sicher sei die vom ABI festgelegte Arbeitsunfähigkeit von 20% nur schon 

aufgrund der Doppelbilder und der Gangunsicherheit deutlich zu tief gegriffen, aus 

seiner Sicht sei der Beschwerdeführer sicher nicht mehr als 30-50% arbeitsfähig und 

die korrekte Arbeitsunfähigkeit müsste von den Neurologen und Ophthalmologen 

beurteilt werden (IV-act. 66, act. G 7.1) - ist mit dem RAD und der Beschwerdegegnerin 

festzuhalten, dass die fraglichen Gesundheitsstörungen nicht in das Fachgebiet von Dr. 

J.___ fallen, was dieser offensichtlich selber einräumt. Gemäss Ausführungen in 

Erwägung 5.6.1 wurde der Beschwerdeführer hinsichtlich der von ihm geklagten 

Doppelbilder und der Gangunsicherheit umfassend neurologisch und 

neuroophthalmologisch abgeklärt. Dies mit dem Ergebnis, dass sich die fraglichen 

Beschwerden grundsätzlich nicht objektivieren liessen und von einer wahrscheinlich im 

Vordergrund stehenden psychosomatischen Komponente ausgegangen wurde. Zudem 

wurden die Doppelbilder mittels Prismenbrillenversorgung korrigiert. Auch die laut 

psychologischem Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom 15. 

Dezember 2010 aus neuropsychologischer Sicht bestehende rein kognitive 

Arbeitsunfähigkeit von 50% ist in einer Überlagerung durch eine im Vordergrund 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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stehende, reduzierte psychophysische Belastbarkeit begründet (vgl. dazu IV-act. 

58-41/53, act. G 7.2). Aus rheumatologischer Sicht decken sich sodann offensichtlich 

die Einschätzungen von Dr. J.___ und dem ABI.

5.8   Die psychische Komponente des Beschwerdeführers ist laut ABI-Gutachten vom 

24. November 2011 ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen wurden eine 

leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) sowie eine Schmerzverarbeitungsstörung 

(ICD-10 F54) gestellt (IV-act. 58-1/53 S. 21), wohingegen die Klinik E.___ und Dr. D.___ 

eine mittelschwere depressive Episode diagnostizierten. In der angestammten Tätigkeit 

wurde sodann von der Klinik E.___ von einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit und im 

geschützten Rahmen von einer 20%-igen Arbeitsfähigkeit mit einer 50%-igen 

Leistungseinschränkung ausgegangen (IV-act. 58-27/53, 58-31/53 f.). Der 

psychiatrische Gutachter des ABI, Dr. G.___, hat sich mit den Beurteilungen der Klinik 

E.___ und von Dr. D.___ ausführlich auseinander gesetzt. Wenn er die Vereinbarkeit 

einer mittelgradigen depressiven Episode mit den von der Klinik E.___ erhobenen 

Befunden verneint, so kann das in Anbetracht der nur in geringer Anzahl vorliegenden 

Symptome nachvollzogen werden. Im Übrigen geht aus dem Bericht der Klinik E.___ 

auch nicht hervor, dass der Beschwerdeführer - wie bei einer mittelgradigen 

depressiven Episode verlangt - meist grosse Schwierigkeiten hätte, seine alltäglichen 

Aktivitäten fortzusetzen (vgl. dazu H. Dilling/H.J. Freyberger [Hrsg.], Taschenführer zur 

ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 5. Aufl. Bern 2010, S. 135 f.: F 32.0 und 

F 32.1, leichte bzw. mittelgradige depressive Episode). Vielmehr hält Dr. G.___ 

schlüssig fest, dass aufgrund der Aktivitäten, die dem Beschwerdeführer möglich 

seien, eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht begründet werden könne. 

Ebenso gefolgt werden kann seiner Feststellung, dass eine mittelgradige depressive 

Episode mit dem von der Klinik E.___ festgehaltenen positiven Behandlungsverlauf mit 

einer Stabilisierung der Stimmungslage und einem wieder gewonnenen Selbstvertrauen 

nicht übereinstimme und daraus nicht die festgehaltene Arbeitsunfähigkeit abzuleiten 

sei. Der von ihm erhobene Einwand der fehlenden Abgrenzung zu den somatischen 

Diagnosen und der subjektiven Beschwerdesymptomatik lässt schliesslich die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik E.___ insofern nicht als beweisend gelten, als 

ohne entsprechende Differenzierung nicht nachvollzogen werden kann, welcher Anteil 

an Arbeitsunfähigkeit rein psychisch bedingt ist. Auf die Schlussfolgerungen von Dr. 

G.___, der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik E.___ könne nicht gefolgt werden und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, kann 

damit abgestellt werden, zumal sie von Seiten des Beschwerdeführers auch in keiner 

Weise kommentiert wurde.

6.       

6.1   Bei der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens des 

Beschwerdeführers ist somit der polydisziplinären Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI-

Gutachtens zu folgen bzw. von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% in einer 

adaptierten Tätigkeit auszugehen. Ausgehend von einer solchen Restarbeitsfähigkeit 

bleiben noch die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. 

Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen anhand des in der 

angestammten Tätigkeit als Maschinenbediener/Schichtarbeiter vom 

Beschwerdeführer gemäss seines individuellen Kontos im Jahr 2009 erzielten 

Jahreseinkommens von Fr. 76'564.- und das Invalideneinkommen gestützt auf die 

Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE; IV-act. 15, 60). Ausgehend vom 

allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen gemäss LSE 2008 TA 1 Niveau 4 für 

Männer von Fr. 57'672.-- (12 x Fr. 4'806.--), unter Berücksichtigung einer 

wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden, ergibt sich der von der 

Beschwerdegegnerin als Basis für das Invalideneinkommen errechnete Betrag von Fr. 

59'979.--. Im Jahr 2009 - wie beim Valideneinkommen ist von diesen Zahlen 

auszugehen - stiegen jedoch die Nominallöhne gegenüber dem Jahr 2008 um 2.1%, 

was von der Beschwerdegegnerin unberücksichtigt geblieben ist und woraus ein 

Betrag von Fr. 61'239.-- resultiert. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% resultiert 

ein Jahreseinkommen von Fr. 48'991.--. Der Beschwerdeführer weist aus der Sicht 

eines ökonomisch denkenden potentiellen Arbeitgebers gegenüber einem gesunden zu 

80% tätigen Hilfsarbeiter gewisse Nachteile auf (Gefahr überdurchschnittlicher 

Krankheitsabsenzen, auf einen bestimmten Arbeitsplatz beschränkte Einsatzfähigkeit, 

keine Überstunden, Bedarf nach besonderer Rücksichtnahme usw.), die 

betriebswirtschaftlich als zusätzliche Lohnkosten zu werten sind. Auch das Alter des 

Beschwerdeführers sowie der Umstand, dass ihm bloss noch leichte Tätigkeiten und 

kurze Schichtarbeit mehr zumutbar sind, stellen Konkurrenznachteile auf dem 

Arbeitsmarkt dar, die er durch Akzeptieren eines unterdurchschnittlichen Lohnes 

kompensieren müsste. Diesen Nachteilen ist mit einem zusätzlichen Abzug von 10% 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (vgl. dazu etwa BGE 126 V 75). Das zumutbare 

Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 44'092.--

(Fr. 48'991.-- : 0.9). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'564.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 44'092.-- beläuft sich der Invaliditätsgrad auf 42%. Der 

Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente.

6.2   Gemäss dem seit dem 1. Januar 2008 geltenden Wortlaut des Art. 29 Abs. 1 IVG 

entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs und nicht, wie von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG 

bis 31. Dezember 2007 angeordnet, mit der Erfüllung des Wartejahres. Andererseits 

kann ein Rentenanspruch erst entstehen, wenn eine versicherte Person, während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 

gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b). Der Beschwerdeführer hat sich am 22. Juni 2010 zum 

Bezug von IV-Leistungen angemeldet (IV-act. 4), das Wartejahr hat jedoch erst mit dem 

am 29. April 2010 erlittenen Hirninfarkt zu laufen begonnen. Demnach ist der 

Rentenbeginn, wie vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt, auf den 1. 

April 2011 festzusetzen.

7.       

7.1   Gemäss den obigen Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und die 

angefochtene Verfügung vom 23. März 2012 (IV-act. 68) aufzuheben. Dem 

Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. April 2011 eine Viertelsrente zuzusprechen. Die 

Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten 

Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt vollumfänglich, so dass 

ihr die ganze Gerichtsgebühr aufzuerlegen ist.

7.3   Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird 

(Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRP; sGS 951.1]). Angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 23. März 

2012 aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird mit Wirkung ab 1. April 2011 eine 

Viertelsrente zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur 

Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.02.2014
	Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG. ABI-Gutachten zur Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit beweistauglich. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich. Leidensabzug 10% (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 06. Februar 2014, IV 2012/165).

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