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**Case Identifier:** cfc8b6d4-57d4-5e6b-ae3b-6512461c929f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2016 200 2016 687
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-687_2016-12-01.pdf

## Full Text

200 16 687 IV
KOJ/BRM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 1. Dezember 2016

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Nach am 28. August 2012 erfolgter Früherfassung (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB; act. II] 1) meldete sich der 1973 geborene A.________ am 
25. April 2013 für Berufliche Integration/Rente bei der IVB an. Zur gesund-
heitlichen Beeinträchtigung gab er an, dass sein Sohn von einem LKW 
überrollt worden und er seither krank geschrieben sei (act. II 5).

Die IVB holte die üblichen medizinischen (act. II 19, 27, 31, 35, 38, 40, 50) 
und erwerblichen (act. II 12, 13) Unterlagen sowie die Akten der Zürich 
Versicherungsgesellschaft AG (Krankentaggeldversicherer; act. II 8.1 – 8.3, 
43.1 – 43.3) ein. Hierzu liess die IVB den Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD), Dr. med. C.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Stel-
lung nehmen, welche sich am 7. Januar 2015 dahingehend äusserte, dass 
eine abschliessende medizinische Beurteilung aufgrund der derzeitigen 
Akten nicht möglich sei; sie empfahl eine psychiatrische Begutachtung, für 
welche sie im Februar 2015 einen Termin bei PD Dr. med. D.________, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, reserviert hatte (act. II 54). Hierüber 
wurde der Versicherte mit Schreiben vom 9. Januar 2015 in Kenntnis ge-
setzt und ihm Gelegenheit gegeben, Zusatzfragen einzureichen (act. II 55). 

Am 21. Januar 2015 teilte der mit der Interessenwahrung beauftragte 
Rechtsanwalt B.________ der IVB mit, dass sich die Arbeitsfähigkeit sei-
nes Mandanten im Laufe der letzten drei Monate positiv entwickelt habe 
und damit gerechnet werden könne, dass diese noch weiter zunehme. Da 
es unter diesen Umständen durchaus wahrscheinlich sei, dass das IV-
Gesuch zurückgezogen werden könne, ersuchte er darum, das vorliegende 
Verfahren zu sistieren bzw. pendent zu halten und vorerst keinen Termin 
für eine medizinische Abklärung festzulegen (act. II 57). Auf Empfehlung 
der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ (act. II 59) hielt die IVB an der in 
Aussicht genommenen Begutachtung fest und erliess am 30. Januar 2015 
eine entsprechende Verfügung (act. II 60).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 3

B.

Nach wunschgemässer Zustellung der Akten und Gewährung einer Frist-
verlängerung zur Stellungnahme (vgl. act. II 61, 62, 63) liess der Versicher-
te am 24. Februar 2015 durch seinen Rechtsvertreter ausführen, dass es 
im vorliegenden Fall um einen komplexen Trauerprozess gehe, der von 
Seiten des mit der Begutachtung beauftragten Arztes spezielle Kenntnisse 
verlange; sollte der vorgesehene Gutachter nicht über entsprechende Qua-
lifikationen verfügen, wäre ein anderer in diesem Bereich spezialisierter 
und zusätzlich mit erheblichem Wissen über den Hinduismus ausgestatte-
ter Gutachter zu beauftragen. Zudem wäre zur Gewährleistung der Unab-
hängigkeit des beauftragten Gutachters offen zu legen, in welchem Umfang 
(Prozentsatz des Gesamteinkommens) dieser sein Einkommen aus Aufträ-
gen der Sozialversicherungen erzielt. Schliesslich sollten die unterbreiteten 
Gutachterfragen – was bisher unterblieben sei – auf den intensiven Trauer-
prozess sowie den kulturellen Hintergrund des Versicherten (hinduistischer 
Glaube) fokussieren (act. II 64). 

Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ hielt die verlangten Kenntnisse aus 
versicherungsmedizinischer Sicht nicht für erforderlich (vgl. Stellungnahme 
vom und Aktennotiz 28. April 2015; act. II 68, 69) und führte am 8. Mai 
2015 eine Laboruntersuchung beim Versicherten durch (vgl. act. II 70, 72). 

In seiner Eingabe vom 26. Mai 2015 hielt der Versicherte an seiner Auffas-
sung fest, dass es zur Abklärung der vorliegend fraglichen psychischen 
Störung eines weitergehenden Spezialwissens bedürfe; der von der IVB 
beauftragte, nicht über entsprechendes Spezialwissen verfügende Gutach-
ter werde deshalb abgelehnt und die Einsetzung eines geeigneten Gutach-
ters verlangt, wobei sich auch hier die Frage nach der wirtschaftlichen Un-
abhängigkeit des Experten stelle (act. II 75).  

Daraufhin eröffnete die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 24. Juni 
2016, dass sie an der medizinischen Abklärung bei Prof. Dr. med. 
D.________ sowie der unterbreiteten Fragestellung festhalte; es stehe dem 
Versicherten frei, Zusatzfragen an den Gutachter zu formulieren (act. II 87).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 4

C.

In seiner hiergegen am 27. Juli 2016 erhobenen Beschwerde lässt der Ver-
sicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt B.________, beantragen, 
es sei die angefochtenen Verfügung aufzuheben und die IVB anzuweisen, 
einen Gutachter in der vorliegenden Sache zu bestimmen, welcher speziel-
le fachliche Kenntnisse bezogen auf den Trauerprozess aber auch bezo-
gen auf den Hinduismus habe. Zur Begründung wird auf die Eingaben vom 
24. Februar und 26. Mai 2015 verweisen und diese zum integralen Be-
standteil der Beschwerde erklärt. Die angefochtene Verfügung habe sich 
mit den in den genannten Eingaben vorgebrachten Argumenten nicht aus-
einandergesetzt. Der dort geforderten Spezialkenntnisse bedürfe es, um 
allfällig religiös bedingte unfallfremde Faktoren von den Unfallfolgen (Dauer 
und Intensität der Arbeitsunfähigkeit) abzugrenzen. Mangels Ausführungen 
hierzu habe die IVB die Begründungspflicht massiv verletzt. Schliesslich 
enthalte die Verfügung keinen Entscheid hinsichtlich der Frage der wirt-
schaftlichen Abhängigkeit des von der IVB vorgesehenen Gutachters, was 
im Falle der Abweisung der vorliegenden Beschwerde noch zu einem 
späteren Zeitpunkt zu klären wäre.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 31. August 2016 beantragt die IVB die 
Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 5

anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. 

Bei der angefochtenen Verfügung, welche die Anordnung einer medizini-
schen Expertise zum Inhalt hat, handelt es sich – da sie das Administrativ-
verfahren nicht abschliesst – um eine selbstständig eröffnete Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]). Solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-
den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 24. Juni 2016 
(act. II 87). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer psychiatrischen 
Begutachtung. 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 6

2.

2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit 
erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und 
Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls 
sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des 
erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195).

2.2 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 7

oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bi-
disziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Na-
men der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Be-
zeichnung der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder 
formeller) personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 139 V 349 
E. 5.2.2.2, S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257).

Bei mono- und bidisziplinären Begutachtungen ist im Falle aller zulässigen 
Einwendungen konsensorientiert vorzugehen. Erst wenn eine Einigung 
ausbleibt, ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung über die 
Beweisvorkehr an sich (Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung 
auf eine oder zwei Fachdisziplinen, Bezeichnung der Disziplinen) und die 
Person der Gutachter (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3 S. 356).

3.

3.1 Da eine abschliessende Beurteilung der sich stellenden Fragen 
(Diagnose, attestierte Einschränkungen, deren  Auswirkung auf die 
bisherige sowie eine angepasste Tätigkeit, Erreichen eines medizinischen 
Endzustandes) aufgrund der Akten nicht möglich war, ordnete die IVB auf 
Anraten des RAD eine psychiatrische Begutachtung an und teilte dies dem 
Beschwerdeführer samt den vom Gutachter zu beantwortenden Fragen mit 
(act. II 55). Nach verschiedenen Interventionen seitens des 
Rechtsvertreters des Versicherten verfügte die IVB am 24. Juni 2016, dass 
sie an der Begutachtung durch Prof. Dr. med. D.________ festhalte. 
Hiergegen richtet sich die Beschwerde vom 27. Juli 2016.

3.2 Der Beschwerdeführer rügt in der Hauptsache, dass der mit dem 
Gutachten beauftragte Prof. Dr. med. D.________ nicht über spezielle 
fachliche Kenntnisse zu Trauerprozessen sowie zum soziokulturellen Hin-
tergrund des Beschwerdeführers, namentlich dessen Religion, den Hindu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 8

ismus, verfüge und eine Begutachtung deshalb nicht zielführend sei. Hierzu 
wird – wie bereits in den Eingaben im Vorbescheidverfahren, auf welche 
als integraler Bestandteil der Beschwerde verwiesen wird – insbesondere 
geltend gemacht, die geforderten speziellen Kenntnisse seien unabdingbar, 
um das Mass und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit zu bestimmen sowie um 
allfällig religiös bedingte unfallfremde Faktoren von unfallbedingten Fakto-
ren abzugrenzen. Zu den Gründen, warum die IVB die erwähnten speziel-
len fachlichen Kenntnisse für eine Begutachtung als nicht notwendig erach-
te, lasse sich der angefochtenen Verfügung nichts entnehmen. Dass eine 
psychiatrische Begutachtung durchzuführen ist, ist an sich nicht bestritten. 

Der Argumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden:

Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung festgehalten, 
dass es bei der angeordneten Begutachtung darum gehe, gesundheitliche 
Störungen objektiv festzustellen und die daraus resultierende Einschrän-
kung in der Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Dies gehöre bei der vorliegend 
zur Diskussion stehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung zum Fachbe-
reich eines Psychiaters. Die IVB hat sich dabei auf die Ausführungen der 
RAD-Ärztin Dr. med. C.________ gestützt, welche eine psychiatrische Be-
gutachtung als notwendig erachtete, nachdem die sich stellenden Fragen 
(vgl. act. II 54 S. 2) aufgrund der Akten allein nicht schlüssig zu beantwor-
ten gewesen seien, zumal auch iv-fremde Faktoren vorgelegen hätten (act. 
II 54 S. 5 unten). Nach entsprechender Intervention des Rechtsvertreters 
des Versicherten wies Dr. med. C.________ in ihrem Bericht vom 28. April 
2015 darauf hin, dass jede/r Psychiater/in Kenntnisse über Trauerprozesse 
habe und wisse, dass man, wenn eine solcher Prozess länger anhalte und 
entsprechende Symptome vorlägen, von einer Depression spreche. Dies 
sei im ICD, kulturübergreifend, so festgehalten. Spezielle Kenntnisse über 
den Hinduismus brauche ein Gutachter nicht, da kulturspezifische Merkma-
le (spezielle religiöse Traditionen inkl. Glaube an Reinkarnation, Ehepro-
bleme, weil man sich nicht scheiden lassen dürfe etc.) zu den sog. iv-
fremden Faktoren gehörten. Vorliegend gehe es um eine versicherungs-
medizinische Einschätzung (act. II 68 S. 4 f.). Anlässlich einer Rückfrage 
beim behandelnden Psychiater, Dr. med. E.________, gab auch dieser 
gegenüber der RAD-Ärztin an, dass Kenntnisse über den Hinduismus bei 

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einer Begutachtung keine Rolle spielten (vgl. Aktennotiz vom 28. April 
2015; act. II 69). Hierüber wurde der Rechtsvertreter des Versicherten in 
Kenntnis gesetzt (vgl. act. II 71). 

Die RAD-ärztlichen Ausführungen sind nachvollziehbar und schlüssig. 
Tatsächlich geht es bei der angeordneten Begutachtung zunächst darum 
zu untersuchen, ob ein Gesundheitsschaden vorliegt oder nicht. Dies ist 
unabhängig von den vom Beschwerdeführer geltend gemachten soziokultu-
rellen und religiösen Hintergründen festzustellen. Entgegen der Darstellung 
in der Beschwerde geht es sodann nicht um die Abgrenzung unfallbeding-
ter oder unfallfremder Faktoren, hat doch nicht der Beschwerdeführer einen 
Unfall erlitten, sondern dessen Sohn; aus dieser traumatischen Situation 
hat sich beim Beschwerdeführer allenfalls – was eben gutachterlich abzu-
klären ist – eine gesundheitliche Beeinträchtigung entwickelt. Hierzu bedarf 
der untersuchende Arzt fachlicher Kenntnisse auf dem Gebiet der Psychia-
trie, wird die sich aus einem länger dauernden Trauerprozess mit entspre-
chenden Symptomen ergebende gesundheitliche Störung diagnostisch 
doch den depressiven Erkrankungen zugeordnet. Der vorgesehene Gut-
achter verfügt als Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie über 
die vorliegend massgebenden fachlichen Qualifikationen und kennt sich 
dementsprechend auch mit Trauerprozessen aus. Kenntnisse über den 
Hinduismus sind im Rahmen der hier fraglichen Begutachtung – worauf 
auch der behandelnde Psychiater Dr. med. E.________ zutreffend hinge-
wiesen hat  (vgl. act. II 69) – jedenfalls entbehrlich.

Die diesbezügliche Begründung in der angefochtenen Verfügung ist zwar 
nicht sehr ausführlich, in Verbindung mit den – dem Beschwerdeführer be-
kannten – Einschätzungen der RAD-Ärztin erscheint die Begründungsdich-
te indessen als hinreichend, sodass von einer Verletzung der Begrün-
dungspflicht, wie sie in der Beschwerde gerügt wird, nicht die Rede sein 
kann. 

3.3 Soweit der Beschwerdeführer weiter geltend macht, die Verfügung 
enthalte keinen Entscheid hinsichtlich der Frage der wirtschaftlichen Ab-
hängigkeit des von der IVB vorgesehenen Gutachters, ist festzuhalten, 
dass die IVB mit der angefochtenen Verfügung, mit der sie an der vorgese-
henen Begutachtung durch Prof. Dr. med. D.________ festgehalten hat, 

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zwar nicht ausdrücklich, sehr wohl aber implizit auch zum Ausdruck ge-
bracht hat, dieser Gutachter sei trotz wiederholter Auftragserteilung seitens 
der IVB von dieser nicht wirtschaftlich abhängig. In diesem Zusammenhang 
ist – wie auch die IVB in der Beschwerdeantwort s. 2 Ziff. 7 zutreffend aus-
geführt hat – darauf hinzuweisen, dass nach gefestigter Rechtsprechung 
der regelmässige Beizug eines Gutachters oder einer Begutachtungsinsti-
tution durch den Versicherungsträger, die Anzahl der beim selben Arzt in 
Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das daraus resultierende 
Honorarvolumen für sich allein genommen nicht zum Ausstand führen (vgl. 
BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 226 f. mit Hinweisen). Dass hinsichtlich des 
vorgesehenen Gutachters – entgegen den Vorbringen in der Beschwerde – 
aus fachlichen Gründen kein Ablehnungsgrund anzunehmen ist, wurde 
oben unter E. 3.1 ausgeführt; eine persönliche Befangenheit des Gutach-
ters, die zum Ausstand führen könnte oder müsste, wird nicht geltend ge-
macht.

3.4 Nach dem Gesagten ist das Festhalten der Beschwerdegegnerin an 
der vorgesehenen Begutachtung durch Prof. Dr. med. D.________ nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. Juni 2016 
erweist sich damit als unbegründet und ist dementsprechend abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.–, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher 
Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 11

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.   

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, IV/16/687, Seite 12

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.