# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db3e5385-3ab5-58d3-8115-a2f2dfb47fe0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2010 E-5308/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5308-2010_2010-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5308/2010
E-5309/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._____, geboren (...),
dessen Ehefrau
B._____, geboren (...),
und deren Kinder
C._____, geboren (...),
D._____, geboren (...),
E._____, geboren (...), 
F._____, geboren (...),
ursprünglich Vereinigte Staaten von Amerika,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuche und Wegweisung
(Dublin-Verfahren); 
Verfügungen des BFM vom 20. Juli 2010  
N (...) und N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5308/2010
E-5309/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge in den Ver-
einigten Staaten von Amerika (USA) geboren und aufgewachsen sind 
und dort  über  ein  Aufenthaltsrecht  sowie  entsprechende  Reise-  und 
Identitätspapiere  verfügten,  später  indessen  ausgebürgert  worden 
sind, 

dass sie die USA im Januar 2006 wegen angeblicher Probleme im Zu-
sammenhang mit  ihrer  Zugehörigkeit  zur  Gemeinschaft  der  (...)  (re-
ligiöse Gemeinschaft, Anm. BVGer) verliessen und sich nach Kanada 
begaben, wo sie die Migrationsbehörden um Schutz ersuchten,

dass die Beschwerdeführenden in der Folge als Flüchtlinge in Kanada 
lebten,  bevor  sie  am  11.  September  2008  nach  Deutschland  ("zu 
unseren deutschen Wurzeln zurückkehren"  (Befragungsprotokoll  S. 7 
unten), reisten,

dass sie sich danach – abgesehen von einem zweiwöchigen Aufenthalt 
in Russland im Dezember 2008 – in Deutschland aufhielten, bevor sie 
am  (...)  2010  in  die  Schweiz  gelangten,  wo  sie  am  (...)  2010  im 
G._____ um Asyl nachsuchten,

dass bezüglich der geltend gemachten Asylgründe die Behauptung, es 
habe auch in Kanada Probleme mit  dem Geheimdienst  gegeben, zu 
erwähnen und im Übrigen auf die Akten zu verweisen ist,

dass den Beschwerdeführenden am (...) beziehungsweise am 8. Juni 
2010  das  rechtliche  Gehör  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  (im 
Rahmen des Dublin-Verfahrens) nach Deutschland gewährt wurde und 
sie dabei vorbrachten,  sie würden sich gern dort  niederlassen,  doch 
hätten sich die deutschen Behörden für nicht zuständig erklärt, ihnen 
jegliche Hilfe verweigert und sie im Stich gelassen,

dass das BFM mit Verfügungen vom 20. Juli 2010 – am gleichen Tag 
eröffnet  –  gestützt  auf  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  die  Asylgesuche  nicht  eintrat 
und die Beschwerdeführenden nach Deutschland wegwies,

dass das Bundesamt die Beschwerdeführenden gleichzeitig aufforder-
te, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu 

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verlassen, den Kanton Basel-Stadt mit  dem Vollzug der Wegweisung 
beauftragte  und  festhielt,  allfälligen  Beschwerden  gegen  diese  Ver-
fügungen komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass die  Vorinstanz  zur  Begründung  anführte,  gestützt  auf  die  Aus-
sagen der Beschwerdeführenden habe das BFM am 25. Juni 2010 an 
Deutschland ein Ersuchen um Übernahme im Sinne von Art. 11 Abs. 2 
der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar  2003 
zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit -
gliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den 
ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt 
hat (Dublin-II-Verordnung), gerichtet, worauf am 2. Juli 2010 eine posi-
tive Antwort eingegangen sei,

dass Deutschland für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei, dies gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR 0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 17. De-
zember  2004 zwischen der  Schweizerischen Eidgenossenschaft,  der 
Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, 
Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands und über die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für 
die  Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  ge-
stellten Asylantrags,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens am 2. Januar 2011 zu erfolgen ha-
be,

dass den Beschwerdeführenden dazu am 18. Mai  2010 beziehungs-
weise am 8. Juni 2010 das rechtliche Gehör gewährt worden sei und 
die  dabei  vorgebrachten  Einwände  nichts  an  der  Zuständigkeit 
Deutschlands  zu  ändern  vermöchten,  weshalb  auf  die  Asylgesuche 
nicht einzutreten sei, 

dass die Folge eines Nichteintretensentscheides in der Regel die Weg-
weisung  aus  der  Schweiz  und  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Deutschland zulässig, zumutbar und möglich sei,

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dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Schreiben  an  das  BFM  vom 
23. Juli  2010 (Eingangsdatum) gegen diesen Entscheid Beschwerde 
erhoben und das Bundesamt diese Eingabe an das zuständige Bun-
desverwaltungsgericht weiterleitete,

dass die Beschwerdeführenden darin sinngemäss die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügungen und die Asylgewährung beantragen,

dass sie zur Begründung im Wesentlichen geltend machen, sie seien 
nicht gewillt, in einen Drittstaat (in casu Deutschland) zurückzukehren, 
wo ihnen die Abschiebung drohe,

dass die Genfer Flüchtlingskonvention den Bestimmungen des Dublin-
Übereinkommens vorgehe, auch Staatenlose und „Sans Papiers“  be-
stimmte  Grundrechte  besitzen  würden  und  kein  Staat  ihnen  diese 
Rechte vorenthalten dürfe,

dass  sie  ein  natürliches  Recht  hätten  auf  Erteilung  der  deutschen 
Staatsangehörigkeit,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 23. Juli  2010 
den Vollzug der Wegweisung per sofort aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 27.  Juli  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eingingen, 

dass  die  Beschwerdeführenden  dem  Bundesverwaltungsgericht  mit 
Eingabe vom 27. Juli 2010 (Posteingang) eine Kopie der Beschwerde 
vom 23. Juli 2010 zukommen liessen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

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bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass  es  sich  aus  prozessökonomischen  Gründen  und  aufgrund  des 
engen sachlichen Zusammenhangs rechtfertigt, über die Beschwerde-
verfahren E-5308/2010 und E-5309/2010 in einem einzigen Urteil  zu 
befinden,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt,  um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  kein  Schriften-
wechsel durchgeführt wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  die  dies-
bezüglich  weiterhin  zutreffende  Rechtsprechung  der  vormaligen 
Schweizerischen Asylrekurskommission [ARK] in Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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E-5308/2010
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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
– namentlich diejenigen über das Bestehen von Vollzugshindernissen 
(Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in den 
Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheides 
stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass die Beschwerdeführenden am 11. September 2008 mit den ihnen 
von den kanadischen Behörden ausgestellten Reisepapieren über den 
Flughafen Frankfurt Main nach Deutschland einreisten, wo sie sich bis 
zum 6. Mai 2010 aufhielten,

dass gemäss Art. 11  Abs. 1 Dublin-II-Verordnung derjenige Mitglied-
staat  für  die  Prüfung  des Asylantrags zuständig  ist,  in  dessen  Hoh-
heitsgebiet ein Drittstaatsangehöriger – ohne einem Visumszwang zu 
unterliegen – eingereist ist,

dass damit Deutschland für die Prüfung der Asylgesuche zuständig ist 
und die deutschen Behörden am 2. Juli 2010 dem Ersuchen des BFM 
vom 25. Juni 2010 um Übernahme der Beschwerdeführenden explizit 
zustimmten,

dass die Beschwerdeführenden somit ohne weiteres nach Deutschland 
und damit in einen Drittstaat  ausreisen können, welcher für  die Prü-
fung ihrer Asylgesuche staatsvertraglich zuständig ist,

dass Deutschland unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30),  der  Konvention  vom 4. November  1950  zum  Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  ist,  und  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen, 
dieses Land werde sich nicht an die aus den Übereinkommen resultie-
renden Verpflichtungen halten,

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E-5308/2010
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dass für das Bundesverwaltungsgericht damit keine Gründe ersichtlich 
sind,  die  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechtes  der 
Schweiz  hätten  veranlassen  sollen  (Art. 3  Abs. 2  Dublin-II-Verord-
nung),

dass  das  BFM  folglich  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs. 2 
Bst. d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 
Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zu-
lässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichtein-
tretensentscheides und deshalb vorliegend nicht zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern  vor  der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Aus-
übung des Selbsteintrittsrechts oder gegebenenfalls – wenn sich Fami-
lienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin-Mitgliedstaaten  befinden  und 
zusammengeführt werden sollen – bei der Ausübung der sogenannten 
Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin-II-Verordnung),

dass  die  Beschwerdeführenden  in  ihrer  Beschwerde  keine  stichhal-
tigen  Gründe  vorbringen,  welche  gegen  eine  Wegweisung  nach 
Deutschland sprechen,

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, darzutun, inwie-
fern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechts-
erheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder 
unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Marco Abbühl

Versand: 

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