# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec5cbfcd-b6df-5395-9e12-e4f5513a2f4c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.02.2025 ZR1 2025 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-16_2025-02-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 17. Februar 2025

Referenz ZR1 25 16

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Bäder Federspiel
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 3. Februar 2025

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ mit Verfügung vom 3. Februar 2025 
für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik 
A._____) fürsorgerisch untergebracht.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 5. Februar 2025, eingegangen am 6. Februar 
2025, Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden.

C. Am 6. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über die Beschwerdeführerin am 7. Februar 2025 beim 
Obergericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Februar 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer C._____, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 12. Februar 
2025 beim Obergericht ein.

E. Am 17. Februar 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 13. Februar 2025 vorgeladen worden war. Die Beschwerdeführerin 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv der 
Beschwerdeführerin sowie der Klinik A._____ gleichentags zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 3. Februar 2025 (vgl. act. 01.1; Art. 426 ff. ZGB). Das 
Obergericht ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) 
und folglich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die 
Beschwerde wurde von der Beschwerdeführerin am 5. Februar 2025 (act. 01) und 
damit innerhalb der in Art. 439 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 10-tägigen Frist 
eingereicht. Die Beschwerde muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht 

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werden (Art. 450 Abs. 3 ZGB und Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach Art. 
450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete C._____ ein Kurzgutachten über 
die Beschwerdeführerin. Dieses basiert auf einer persönlichen Untersuchung der 
Beschwerdeführerin vom 10. Februar 2025 (siehe act. 08). Damit ist dem 
Erfordernis eines Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 

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Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 17. Februar 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden jeder Amtsarzt befugt (Art. 429 Abs. 
1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. b EGzZGB). Dr. med. B._____ war als 
stellvertretender Amtsarzt der Region E.____ demnach zur Anordnung einer 
fürsorgerischen Unterbringung befugt. Die ärztliche Untersuchung fand am 3. 
Februar 2025 statt. Zudem enthält die Verfügung vom 3. Februar 2025 (act. 01.1) 
die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller 
Hinsicht ist die fürsorgerische Unterbringung der Beschwerdeführerin folglich nicht 
zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 
auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

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[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen 
Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende 
gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich 
alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 
III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung 
in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine 
geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2016 vom 11. Juli 
2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.2.1. Zu klären ist also zunächst, ob die Beschwerdeführerin an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

4.2.2. Dr. med. B._____ hat die Beschwerdeführerin gemäss Verfügung vom 3. 
Februar 2025 aufgrund einer psychischen Störung fürsorgerisch untergebracht. In 
der Verfügung wird aufgeführt, dass sich die Beschwerdeführerin seit fünf Wochen 
in einem zunehmend paranoiden Zustand in Abwärtsspirale befinde. Sie versende 

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permant E-Mails an die Behörden (150 E-Mails an die Kantonspolizei und an die 
Staatswanwaltschaft). Sie äussere wiederholt Suizidandrohungen (act. 01.1). In der 
Gefährdungsmeldung vom 3. Februar 2025 führte Dr. med. B._____ ebenfalls eine 
zunehmend wahnhafte Störung in Abwärtsspirale auf (act. 04.3). Im 
Behandlungsplan der Klinik A._____ wird als Hauptdiagnose eine paranoide 
Schizophrenie (F20.0) angegeben (act. 04.1). Im Bericht der Klinik A._____ wird 
ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund einer zunehmend wahnhaften 
Symptomatik mit Suizidandrohungen eingetreten sei (act. 04). Die Gutachterin führt 
in ihrem Gutachten auf, die Beschwerdeführerin erfülle die Kriterien einer 
wahnhaften Störung (F22.0). Die Differentialdiagnose einer posttraumatischen 
Belastungsstörung (F43.1) sei zu einem späteren Zeitpunkt zu verifizieren oder zu 
verwerfen (act. 08 Antwort auf Frage 1). Die Beschwerdeführerin führte im 
Gespräch mit der Gutachterin aus, dass sie an einer posttraumatischen 
Belastungsstörung mit Flashbacks, Hyperarousel und Albträumen leide. Seit rund 
20 Jahren habe sie wiederkehrend suizidale Gedanken, würde es aber nicht 
schaffen, sich etwas anzutun (act. 08, S. 3). Bei einer wahnhaften Störung handelt 
es sich um eine psychische Erkrankung im medizinischen Sinne. Die Diagnose der 
Gutachterin ist für das Obergericht nachvollziehbar. Daraus kann geschlossen 
werden, dass bei der Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im Sinne von Art. 
426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 

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festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. Im Bericht der Klinik A._____ wird ausgeführt, die Beschwerdeführerin könne 
die ihr angebotene Hilfe nicht annehmen und lehne teilweise auch die 
Reservemedikation ab. Es bestehe auch kein soziales Umfeld und keine ambulante 
Behandlung, welche sie in einem solchen Setting unterstützen könne (act. 04). Der 
Beschwerdeentscheid hat sich nach Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 
450e Abs. 3 ZGB bei psychischen Störungen auf ein Sachverständigengutachten 
abzustützen. Die Gutachterin bestätigt in ihrem Gutachten die Notwendigkeit einer 
Behandlung. Die Beschwerdeführerin habe weder ein Krankheitsgefühl noch 
bestehe eine Krankheitseinsicht. Eine stationäre Behandlung sei zum jetzigen 
Zeitpunkt unerlässlich, damit eine integrierte psychiatrische Behandlung mittels 
Psychopharmaka sowie Psycho- und Soziotherapie installiert werden könne (act. 
08, S. 8 ff.). Die Beurteilung der Klinik A._____ und der Gutachterin sind für das 
Obergericht nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen 
Behandlung der festgestellten psychischen Störung, idealerweise im Rahmen eines 
stationären Aufenthalts, ausgegangen werden muss.

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Die Gutachterin hielt fest, dass eine 
Selbstgefährdung aufgrund eines Selbstversorgungsdefizits bestehe. Es sei davon 
auszugehen, dass bei ausbleibender ärztlicher Behandlung, zum jetzigen Zeitpunkt, 
sich die Chronifizierung der Symptomatik weiter verstärken und zur weiteren 
Verschlechterung des Krankheitsbildes führen würde, und zwar sowohl psychisch 
als auch physisch im Sinne einer Symptomausweitung. Die Selbstgefährdung 
aufgrund des Selbstversorgungsdefizits beziehe sich auf viele Bereiche des 
täglichen Lebens, wie bspw. die Erledigung finanzieller und administrativer Belange, 
Hygiene, Ernährung, Bekleidung, Haushaltsführung, Gefahrenerkennung und 
selbstständige Organisation von Hilfe und Unterstützung wie auch die zuverlässige 
Einnahme von Medikamenten (act. 08 Antworten auf die Fragen 3 und 4). Gemäss 
Bericht der Klinik A._____ bestehe eine Selbstgefährdung insofern, dass mit einer 
Exazerbation der wahnhaften Symptomatik bei einer ausbleibenden Medikation zu 
rechnen sei (act. 04). Somit gehen sowohl die Gutachterin als auch die Klinik 
A._____ von einer gewissen Selbstgefährdung aus.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand der 
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 17. Februar 2025 konnte sich die Beschwerdeinstanz 
ein eigenes Bild der Beschwerdeführerin machen. 

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Die Beschwerdeführerin wirkte anlässlich der Befragung ruhig, jedoch angespannt 
und teilweise verunsichert. Den Ausführungen des Vorsitzenden konnte sie folgen 
und die Fragen klar und deutlich und ohne Abschweife beantworten. Die 
Beschwerdeführerin erzählte, dass sie in Psychologie doktoriert habe. Sie habe 
dann als Quereinsteigerin in die Software-Entwicklung gewechselt. Nun arbeite sie 
aber seit Herbst 2023 nicht mehr und lebe von der Sozialhilfe. Der Kontakt zur 
Familie bestehe. Mit der Mutter habe sie nicht sonderlich häufig und mit den 
Geschwistern ab und zu Kontakt. Freunde habe sie, diese habe sie aber aufgrund 
der Distanz und der finanziellen Situation nicht mehr gesehen. Sie werde von ihrer 
Beiständin zu fest bevormundet, weshalb sie sehr in ihrer Freiheit eingeschränkt 
worden sei. Kurz vor Weihnachten sei es ihr sehr schlecht gegangen. Sie könne 
nicht genau sagen, ob es allenfalls an der Ernährung gelegen habe. Sie habe 
daraufhin nicht mehr schlafen können, sei schlecht gelaunt gewesen und habe sich 
emotional verhalten, zudem seien Selbstmordgedanken präsent gewesen. 
Aufgrund dessen sei es zur Einweisung gekommen. Ihr sei es auch nach der 
Einweisung in die Klinik sehr schlecht gegangen. Momentan gehe es ihr auch 
aufgrund der Medikamente, sie nehme nun Schlafmittel und Valium ein, viel besser. 
Sie habe keine wahnhafte Störung, aber Gedankenkreise. Halluzinationen seien 
noch nie vorgekommen. Sie würde nach der Entlassung gerne in eine betreute 
Wohnung, wo sie auch nicht alleine sei. Zudem würde sie sich in eine ambulante 
Psychotherapie begeben. Später würde sie dann gerne ein normales WG-Zimmer 
suchen und langsam wieder den Schritt ins Berufsleben wagen. Die Frage, ob sie 
freiwillig in der Klinik verbleiben würde, bis ein betreutes Zimmer und eine 
ambulante Psychotherapie organisiert seien, bejahte die Beschwerdeführerin. 
Zudem verneinte sie Suizidabsichten.

Aus der Befragung der Beschwerdeführerin ergeben sich für das Obergericht keine 
Hinweise auf eine akute und konkrete Selbst- und Fremdgefährdung, zumal sie sich 
glaubhaft von Suizidabsichten distanziert. Zwar hat die Gutachterin eine 
Selbstgefährdung aufgrund des Selbstversorgungsdefizits erkannt, welches sich 
auf viele Bereiche des täglichen Lebens wie beispielsweise die Erledigung 
finanzieller und administrativer Belange, Hygiene, Ernährung, Bekleidung, 
Haushaltsführung, Gefahrenerkennung und selbständige Organisation von Hilfe 
und Unterstützung sowie zuverlässige Einnahme von Medikamenten beziehe. Dazu 
ist festzuhalten, dass für die Beschwerdeführerin eine Beistandschaft nach 
Erwachsenenschutzrecht errichtet worden ist, welche die Beschwerdeführerin in 
den Bereichen Vermögensverwaltung, Wohnen, öffentliche Verwaltung, 
Versicherungen unterstützen soll und wofür D._____ als Beiständin eingesetzt 
worden ist (vgl. auch Urteil des Obergerichts ZR1 24 232 vom 28. Januar 2025). 

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Dem von der Gutachterin beschriebenen – für das Obergericht nachvollziebaren – 
Selbstversorgungsdefizit kann auf diese Weise entgegen getreten werden. Soweit 
die Gutachterin die Selbstgefährdung auch in der Chronifizierung der Symptomatik 
bzw. in der fehlenden zuverlässigen Einnahme von Medikamenten sieht (act. 08 
Antwort auf Frage 3), erscheint dies derzeit zu wenig akut und konkret. Anlässlich 
der mündlichen Hauptverhandlung hat die Beschwerdeführerin immerhin 
zugestanden, dass sie auf eine Unterstützung angewiesen ist und eine betreute 
Wohnmöglichkeit wünscht. Sie hat auch die Bereitschaft erklärt, eine ambulante 
Behandlung anzunehmen. Dem Obergericht gegenüber hat sie sich zudem 
dahingehend geäussert, dass ihr ein freiwilliger Verbleib in der Klinik bis zur 
Organisation der betreuten Wohnung und der ambulanten Psychotherapie als 
angemessen erscheine. 

5. In einer Gesamtwürdigung kann daher festgestellt werden, dass bei der 
Beschwerdeführerin zwar ein behandlungs- und betreuungsbedürftiger 
Schwächezustand besteht. Eine akute und konkrete Selbst- und Fremdgefährdung, 
welcher mit einer fürsorgerischern Unterbringung zu begegnen ist, lässt sich jedoch 
zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr erkennen. Eine Fortführung der fürsorgerischen 
Unterbringung erweist sich im vorliegenden Fall zudem als nicht mehr 
verhältnismässig, wenn die Beschwerdeführerin auf freiwilliger Basis in der Klinik 
A._____ verbleibt. Damit sind die materiellen Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung nicht mehr erfüllt. Aus diesem Grund ist die 
Beschwerde gutzuheissen und die fürsorgerische Unterbringung ist aufzuheben. Es 
ist jedoch ausdrücklich davon Vormerk zu nehmen, dass die Beschwerdeführerin 
bereit ist, bis zur Organisation einer betreuten Anschlusslösung vorerst freiwillig in 
der Klinik zu bleiben.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im 
erwachsenenschutzrechtlichen Beschwerdeverfahren verweist Art. 63 Abs. 5 
EGzZGB subsidiär auf die Be-stimmungen der ZPO. Demnach werden die 
Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden 
Partei auferlegt. Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Antrag um Aufhebung der 
fürsorgerischen Unterbringung durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensausgang 
gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 4'500.00 
(Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 3'000.00) zu 
Lasten des Kantons Graubünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben.

2. Es wird Vormerk davon genommen, dass die Beschwerdeführerin bereit ist, 
bis zur Organisation einer betreuten Anschlusslösung vorerst freiwillig in der 
Klinik zu bleiben.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 4'500.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 3'000.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]