# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0fab5ec-688f-5f8e-9fbd-37d99d2bf87f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.07.2018 725 17 408 / 191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-408---191_2018-07-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  26. Juli 2018 (725 17 408 / 191) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Teilkausalität; Indirekte Unfallfolgen: Differenzierung der Unfallkausalität von Beschwer-

den am traumatisierten Knie, Beweiskraft von versicherungsinternen medizinischen Be-

urteilungen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Tina 
Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dominik Zehntner, Advo-
kat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1987 geborene A.____ war seit dem 1. September 2013 bei der B.____ AG in 
C.____ als Elektrofachmonteur angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die 
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 3. August 2016 erlitt der Versicherte 
bei der Arbeit einen Unfall, als er auf einer Baustelle in D.____ auf einer Leiter ausrutschte, mit 
dem Körper nach hinten fiel und den Fuss an einer Sprosse einklemmte. Dabei erlitt er eine 

 

 
 
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Distorsion des rechten Knies (gemäss Bericht des Notfallszentrums des Spitals E.____) vom 
3. August 2016). Die Suva anerkannte zunächst ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzli-
chen Versicherungsleistungen aus. Mit Verfügung vom 13. März 2017 stellte der Unfallversiche-
rer die Leistungen unter Hinweis auf den gemäss vertrauensärztlicher Beurteilung mangelnden 
Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen Beschwerden des Versicherten und dem Unfall-
ereignis vom 3. August 2016 per 31. März 2013 ein. Daran hielt sie, nach Einholung einer wei-
teren vertrauensärztlichen Stellungnahme, mit Einspracheentscheid vom 3. November 2017 
fest.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dominik Zehntner, am 5. Dezember 
2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-
scheids zu verpflichten, die per 31. März 2017 eingestellten Versicherungsleistungen rückwir-
kend wieder aufzunehmen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte der Beschwerdefüh-
rer im Wesentlichen aus, dass durch das Unfallereignis zwei bestehende Vorzustände im Be-
reich des Knies symptomatisch geworden seien. Sie seien somit zumindest teilursächlich auf 
den Unfall zurückzuführen. Auch die neuropathischen Beschwerden seien durch den unfallbe-
dingt notwendig gewordenen Eingriff entstanden und somit indirekt auf diesen zurückzuführen. 
Die Kausalität sei nicht entfallen, sondern bestehe auch nach dem 31. März 2017 weiter. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2018 auf 
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung ihres Einspracheentscheids und verwies auf die 
eingeholte Stellungnahme ihres Vertrauensarztes PD Dr. med. F.____ vom 19. Februar 2018. 
 
D. In seiner Replik vom 28. März 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegeh-
ren fest und führte aus, dass die von Dr. F.____ vorgenommene Differenzierung der Kniebe-
schwerden nicht dem Zweck des Gesetzes entspreche. Die Beschwerdegegnerin verzichtete 
mit Eingabe vom  3. Mai 2018 auf die Einreichung einer Duplik.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen (Einhaltung von Form und Frist; ordnungsgemässe 
Bevollmächtigung des Rechtsvertreters; örtliche, sachliche und funktionelle Zuständigkeit des 
angerufenen Gerichts; Beschwerdelegitimation) sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einge-
treten werden kann.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 31. März 2017 hinaus 
Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-

 

 
 
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handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung, Behandlungsbedürf-
tigkeit) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Dabei erstreckt sich die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers 
auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen (vgl. Urteils des Bundesgerichts vom 24. März 
2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauern-
den) gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht –  im 
Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-
nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

 

 
 
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Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nun-
mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hier-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht - Recht-
sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 
S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die 
noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3 mit Hinwei-
sen). Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfall-
versicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflege-
leistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten 
nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer 
Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge 
darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf einen ope-
rativen Eingriff mit anschliessender zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamt-
kontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung 
der vom Unfall zumindest mitverursachten Beschwerden diente und nicht gesagt werden kann, 
die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend 
wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 
24. Juni 2008, 8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt voraus, dass der Unfall und der Vorzustand 
derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsscha-
dens zu sprechen ist. Beide Ursachen sind somit für den gleichen Schaden kausal. Keine ge-
meinsame Verursachung liegt vor und die Bestimmung ist daher nicht anwendbar, wenn die 
beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa wenn 
der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krank-
heitsbilder nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 3). Mit Art. 36 UVG 
wird das Kausalitätsprinzip teilweise durchbrochen; der Unfallversicherer hat für Pflegeleistun-
gen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen ohne Einschrän-
kung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenverursachung vor, 
kann somit keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 
E. 3c). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinwei-

 

 
 
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sen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen 
ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weite-
ren Hinweisen).  
 
5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende medizinischen Unterlagen zu 
berücksichtigen: 
 
5.1 Erstbehandelnd war nach dem Unfall am 3. August 2016 das Notfallzentrum des Spi-
tals E.____. Gemäss deren Bericht desselben Tages habe der Patient eine Distorsion des rech-
ten Knies erlitten, als er bei der Arbeit auf die Leiterinnenseite abgerutscht und mit dem Körper 
nach hinten gefallen sei. Der Patient beklage Schmerzen vor allem infrapatellar, jedoch auch in 
der Kniekehle. In der klinischen Untersuchung habe sich infrapatellar und insbesondere in der 
Kniekehle eine Druckdolenz gezeigt. In der Bildgebung sei keine ossäre Läsion sichtbar gewor-
den, als Nebenbefund sei jedoch eine kartiligene Exostose festzustellen.  

 

 
 
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5.2 In der Folge wurden beim Versicherten weitere bildgebende Untersuchungen vorge-
nommen. Prof. Dr. G.____, FMH Radiologie, stellte folgende Befunde fest: eine grosse Exosto-
se an der rechten proximalen Tibiametaphyse mit insgesamt benignen Aspekt bei nur flacher 
Knorpeldeckung; eine Patella bipartita mit arthrotisch bedingter Ödemzone im freien Ossikel 
sowie in der angrenzenden Patella; ein abortiver Morbus Osgood Schlatter mit isoliertem Ossi-
kel in der Bursa infrapatellaris profunda; ein umschriebenes Knochenmarködem in der Höhe der 
Tuberositas Tibia mit intraossärem Ganglion sowie degenerative Veränderungen im verkürzten 
Ligamentum patellae bei Patella bacha.  
 
5.3 Mit Verlaufsbericht vom 22. August 2016 diagnostizierten die behandelnden Ärzte der 
Praxisklinik H.____ einen aktivierten Morbus Osgood Schlatter nach Kontusion des rechten 
Kniegelenks mit kartiliginärer Exostose der dorsalen Tibia und Patella bipartita. Der Patient be-
richte über eine dezente Verbesserung durch die Physiotherapie in den letzten zwei Wochen, 
beschreibe jedoch immer noch starke belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Tubero-
sitas Tibia und auch dorsal in der Kniekehle. Aufgrund der persistierenden Schmerzen bei akti-
viertem Morbus Osgood Schlatter wurde anlässlich der Verlaufskontrolle vom 20. September 
2016 die operative Versorgung (Exzision des Knochenfragmentes und Zystenauffüllung der 
Tibia) beschlossen. 
 
5.4 Der Kreisarzt Dr. med. I.____, FMH Chirurgie, gab auf Anfrage des Unfallversicherers 
mit Formular vom 27. September 2016 an, dass die geplante Operation mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 3. August 2016 zurückzuführen sei. Es sei noch kein 
Status quo sine/ante erreicht worden.  
 
5.5 Gemäss Operationsbericht von PD Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, der Klinik H.____ wurde am 7. Oktober 2016 die 
Exzision der Verknöcherung zur histologischen Untersuchung eingeschickt. Das Osgood 
Schlatter Fragment habe in toto geborgen werden können. Der osteophytäre Sporn an der Tu-
berositas Tibia sei abgetragen worden. Die Zyste in der Tibia sei aufgebohrt und versiegelt 
worden. Dem Austrittsbericht der Klinik H.____ vom 7. Oktober 2016 zufolge habe der Patient 
am 10. Oktober 2016 weiterhin sehr starke Schmerzen im Bereich der Tuberositas tibiae be-
klagt und lediglich eine eingeschränkte Beweglichkeit erreicht. Der Austritt sei deshalb auf den 
12. Oktober 2016 verschoben worden.  
 
5.6 Die weiteren Verlaufsberichte vom 21. Oktober 2016 bis 24. November 2016 zeigten 
einen positiven operativen Verlauf. Am 12. Januar 2017 – drei Monate postoperativ – stellte 
sich der Patient erneut zur Verlaufskontrolle vor. Gemäss Verlaufsbericht desselben Tages sei 
er mit Gehstöcken zur Kontrolle gekommen und beklage trotz klinisch leichter Verbesserung 
noch Schmerzen in der Kniekehle und am Operationsbereich am vorderen Knie. Aufgrund des 
Enchondroms an der Kniekehle werden weitere Abklärungsmassnahmen beschlossen. Nach 
einer Vorstellung beim Tumorboard am Spital K.___ hielten die behandelnden Ärzte der Klinik 
H.____ am 23. Februar 2017 fest, dass es sich vom bildmorphologischen Aspekt eindeutig um 
ein Osteochondrom der dorsalen proximalen Tibia rechts handle und nicht um ein Sarkom. Im 

 

 
 
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MRI zeige der Befund eine deutliche Venenkompression und Verdrängung des Os tibialis. Der 
Patient sei noch nicht arbeitsfähig. Er wünsche jedoch, dass vor einer operativen Lösung für 
den störenden Kniekehlenknochentumor zunächst alle konservativen Therapiemöglichkeiten 
ausgeschöpft werden. 
 
5.7 In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 9. März 2017 führte Dr. I.____ aus, dass es 
beim Unfall vom 3. August 2016 zu einer Distorsion respektive Kontusion des rechten Kniege-
lenks mit Traumatisierung des vorbestehenden Morbus Osgood Schlatter und mit Traumatisie-
rung des vorbestehenden Osteochondroms an der dorsalen proximalen Tibiametaphyse ge-
kommen sei. Eine zusätzliche strukturelle Läsion sei nicht zustande gekommen. Aktuell, über 
sechs Monate nach dem Unfallereignis, könne davon ausgegangen werden, dass Unfallfolgen 
im Beschwerdebild des Versicherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr 
spielten. Allenfalls noch vorhandene Restbeschwerden seien einerseits auf das vorbestehende 
unfallfremde Osteochondrom und andererseits auf den vorbestehenden Morbus Osgood Schlat-
ter zurückzuführen. In der Folge stellte die Beschwerdegegnerin die Leistungen mit Verfügung 
vom 13. März 2017 per 31. März 2017 ein. 
 
5.8 Im Rahmen des Einspracheverfahrens stellte der Kreisarzt Dr. I.____ am 12. Mai 2017 
fest, dass sich das Beschwerdebild des Versicherten nun vermehrt auf das Osteochondrom 
konzentriere. Dieses sei jedoch unfallfremd, wodurch ein krankhafter Vorzustand behandelt 
werde. Betreffend die postoperative Rehabilitation des exzisierten Morbus Osgood Schlatter sei 
festzuhalten, dass diese in der Regel drei bis vier Monate dauere. Zum Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung fünf Monate nach der Operation sei die Rehaphase längst abgeschlossen ge-
wesen. Allfällige Restbeschwerden seien nicht auf den operativen Eingriff, sondern auf vorbe-
stehende generative Veränderungen im Operationsgebiet zurückzuführen.  
 
5.9 Gemäss Operationsbericht vom 19. Mai 2017 wurde beim Patienten am 16. Mai 2017 
eine Resektion des Osteochondroms an der proximalen Tibia rechts vorgenommen. Dr. J.____ 
berichtete am 4. Juni 2017 über einen zunächst positiven operativen Verlauf. Am 3. Juli 2017 
meldete sich der Patient jedoch mit einer lateralseitiger Schwellung der Patellarsehne und mit 
elektrisierenden Schmerzen mit Druckdolenz im rechten Knie zur Sprechstunde. In einer 
sonsographischen Untersuchung desselben Tages hätten sich verschiedene inhomogene Ver-
änderungen und Verdickungen gezeigt.  
 
5.10 Mit Bericht vom 30. November 2017 diagnostizierte Dr. med. L.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie, eine Neuropathie/Entrapment des Ramus infrapatellaris und 
des Nervus saphenus des rechten Knies bei Status nach Exzision des Osteochondroms vom 
17. Mai 2017, Status nach Tendolyse der Patellarsehne, Exzision der Sehnenverknöcherung 
und Exzision des Osgood Schlatter Fragments vom 17. Oktober 2016 und teilweiser positiver 
Infiltration der Bursa infrapatellaris am 5. Oktober 2017. Der Patient berichte, dass im An-
schluss an die letztmalig durchgeführte Infiltration die Beschwerden zeitweise für fünf bis sieben 
Tage fast vollständig verschwunden seien. Seither jedoch seien die Beschwerden wieder aufge-
treten mit Schmerzen vor allem anterior im Bereich der Narbe ausstrahlend nach medial proxi-
mal ziehend (dem Verlauf des Ramus infrapatellaris und des Nervus saphenus entsprechend). 

 

 
 
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Die Beschwerden im Bereich des ehemaligen Morbus Schlatters seien deutlich verbessert. Die 
neuropathischen Schmerzen seien jedoch weiterhin stark limitierend und einschränkend, so 
dass weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe.  
 
5.11 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin 
eine chirurgische Beurteilung von PD Dr. F.____ vom 19. Februar 2018 ein. Unter Darlegung 
der entsprechenden Fachliteratur führte dieser aus, dass es im vorliegenden Fall um die beim 
Versicherten anlässlich des Unfalls vorgefundene Veränderung in der Tuberositas Tibia im Sin-
ne eines Morbus Osgood Schlatter und einem Osteochondrom an der Hinterwand der proxima-
len Tibia gehe. Beide Läsionen seien chirurgisch entfernt worden. Streitig sei die Kausalität der 
geltend gemachten Beschwerden am dorsalen Osteochondrom. Es sei festzustellen, dass in 
Bezug auf den Unfallmechanismus sehr divergierende Darstellungen vorlägen, so dass auf die-
sen nicht abgestellt werden könne. Auch die klinischen Angaben seien nicht konsistent. Ange-
sichts dieser Unstimmigkeiten empfehle sich eine genaue Betrachtung der vorliegenden Bildge-
bung, die objektiv und nicht von subjektiven Angaben verfälscht sei. Daraus werde ersichtlich, 
dass es anlässlich des Unfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Kontusion der 
ventral liegenden Kniestrukturen mit Läsion der der dort liegenden vorbestehenden ossären 
Strukturen (Morbus Osgood Schlatter, Patella bipartita) gekommen sei. Im Bereich der Kniekeh-
le respektive Dorsalseite des Knies bestünden keine Hinweise auf eine Traumatisierung, was 
angesichts des postulierten Unfallhergangs auch sehr unwahrscheinlich und schlecht erklärbar 
sei. Die Resektion des Osteochondroms sei damit nicht im Zusammenhang mit dem Unfall zu 
sehen. Eine richtungsgebende Verschlimmerung der Vorzustände sei vom Unfall nicht bewirkt 
worden. Eine Kontusion verursache lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung. Eine 
simple Kontusion könne eine maximale Behandlungsdauer von 16 Wochen nach sich ziehen. 
Bei den Vorzuständen des Versicherten könne die Behandlung auch länger dauern bis maximal 
32 Wochen. Vor Erreichen des Status quo sine sei die erste Operation vorgenommen worden. 
Die Rehabilitation nach einer solchen Exzision sei häufig protrahiert und könne bis einige Mona-
te dauern. Basierend auf der zitierten Literatur könne spätestens acht Monate nach der Opera-
tion mit einer abgeschlossenen Rehabilitation gerechnet werden.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 3. November 
2017 in Bezug auf die Frage, ob zwischen dem Unfall vom 3. August 2016 und den Beschwer-
den ab 1. April 2017 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, auf die Ausführungen ihres 
Kreisarztes Dr. I.____ vom 9. März 2017 und 12. Mai 2017 sowie den Ausführungen ihres 
Kreisarztes Dr. F.____ vom 18. Februar 2018. Sie ging demzufolge davon aus, dass die aktuel-
len Beschwerden des Versicherten hauptsächlich auf das Osteochondrom zurückzuführen sei-
en, welches jedoch unfallfremd sei. Nach einer durchschnittlichen Rehabilitationszeit im An-
schluss an die Operation des Morbus Osgood Schlatters seien lediglich die Vorzustände noch 
von Bedeutung. Wie in Erwägung 4.2 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall – wie hier –ohne Einholung eines exter-
nen Gutachters entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend ist somit zu prüfen, ob die kreisärztlichen Einschätzun-
gen den beweisrechtlichen Anforderungen in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt und 

 

 
 
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insbesondere der Beurteilung der Kausalität zu genügen vermögen. Bereits vorab ist festzuhal-
ten, dass die psychiatrische Problematik des Beschwerdeführers für die vorliegende Beurteilung 
keine Relevanz hat, da dieser bereits aufgrund der Kniebeschwerden durchgehend zu 100% 
arbeitsunfähig gewesen ist.  
 
6.2 In seiner ersten – für den Erlass der angefochtenen Einstellungsverfügung relevan-
ten – kreisärztlichen Beurteilung schloss sich Dr. I.____ in Bezug auf den ursprünglichen Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfall und den Kniebeschwerden noch den (erst-)behandeln-
den Ärzten an. So ging er mit den Notfallärzten des Spitals E.____ davon aus, dass es beim 
Unfall zu einer Distorsion und Traumatisierung des gesamten Knies, d.h. sowohl des vorbeste-
henden Morbus Osgood Schlatter als auch des vorbestehenden Osteochondroms, gekommen 
sei. Obwohl er somit von einer zumindest teilweisen Ursächlichkeit des Unfalls für die Be-
schwerden ausging, nahm er in der Folge aufgrund des Zeitablaufs das Erreichen des Status 
quo sine an. Daran hielt er in seiner Stellungnahme vom 12. Mai 2017 fest. Demgegenüber 
geht Dr. F.____ in seiner chirurgischen Beurteilung davon aus, dass es bereits an einer anfäng-
lichen Traumatisierung der Kniekehle fehle, wodurch die noch zu behandelnden Beschwerden 
des Osteochondroms von Beginn weg in keinem Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehen 
könnten. Dies vermag indessen mit Blick auf die Akten nicht zu überzeugen. Der Beschwerde-
führer hat bereits unmittelbar nach dem Unfall und über die gesamte Behandlungsdauer hinweg 
über (Druck-)Schmerzen in der Kniekehle geklagt. Die behandelnden Ärzte und auch Dr. I.____ 
haben eine Traumatisierung der Kniekehle bejaht. Entgegen der Auffassung von Dr. F.____ 
wurde der Unfallhergang nicht wesentlich unterschiedlich geschildert. Aus den Darstellung in 
den Akten wird deutlich, dass der Beschwerdeführer oben auf einer Leiter ausrutschte und mit 
dem Körper nach hinten fiel; sein Fuss hakte bzw. klemmte sich indessen an der Leiter ein und 
fing ihn abrupt auf. Mit Blick auf diesen Unfallhergang scheint eine Distorsion des Knies mit 
Traumatisierung auch der dorsalen Seite wahrscheinlich. Nach dem Ausgeführten bestehen 
mehr als bloss geringe Zweifel an den untereinander und in Bezug auf die behandelnden Ärzte 
widersprüchlichen kreisärztlichen Beurteilungen. Auf die betreffenden versicherungsinternen 
medizinischen Grundlagen für die Leistungseinstellung kann somit nicht abgestellt werden und 
es wären ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Aus nachfolgenden Gründen kann vorliegend 
jedoch darauf verzichtet werden.  
 
6.3 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass beim Unfall vom 3. August 2016 beide 
krankhaften Vorzustände des Knies (Morbus Osgood Schlatter und Osteochondrom) manifest 
wurden. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt somit erst, wenn der Status quo sine 
vel ante erreicht worden ist. Die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen Kreisärzte schei-
nen dies mit einer „Aufteilung“ der Kniebeschwerden (Morbus Osgood Schlatter, Osteochond-
rom, Neuropathie) zu bejahen. Dies vermag indessen nicht zu überzeugen. Der Unfall war für 
die Manifestierung beider Vorzustände kausal. Die Neuropathie ist gemäss den behandelnden 
Ärzten Folge der unbestrittenermassen aufgrund des Unfalls nötig gewordenen Operation vom 
7. Oktober 2016 und damit indirekte Unfallfolge (vgl. E. 3.2 hiervor). Die von den Kreisärzten 
vorgenommene Aufteilung der Kniebeschwerden widerspricht dem Sinn von Art. 36 UVG und 
erscheint künstlich. Auch wenn die Operation des Osteochondroms vom 16. Mai 2017 primär 
aufgrund des krankhaften Vorzustandes vorgenommen wurde, kann nicht mit überwiegender 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass sie auch ohne den Unfall vom 3. August 2016 
im selben Zeitpunkt notwendig geworden wäre (E. 3.4 hiervor).  
 
6.4 Nach dem Ausgeführten lässt die medizinische Aktenlage nicht darauf schliessen, dass 
der Unfall vom 3. August 2016 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit per 31. März 2017 jede – auch nur teilweise – kausale Bedeutung verloren hatte. 
Demnach ist die Beschwerdegegnerin verpflichtet, über den 31. März 2017 hinaus bis zum Be-
handlungsabschluss der Unfallfolgen die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die Beschwer-
de ist daher gutzuheissen.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine 
Parteientschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 15. Mai 2018 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 11 Stunden und 55 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie der Verfahrensdauer als angemes-
sen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.– zu entschä-
digen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von 
Fr. 73.70. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der geltend gemach-
ten Höhe von Fr. 3‘294.40 (7 Stunden und 10 Minuten à Fr. 250.– und Auslagen von Fr. 47.20 
zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer sowie 4 Stunden und 45 Minuten à Fr. 250.– und Auslagen von 
Fr. 26.50 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 3. November 2017 aufgehoben und die Beschwerde-
gegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer über den 31. März 
2017 hinaus die (vorübergehenden) Leistungen der Unfallversicherung 
zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3‘294.40 (inklusive Auslagen und 8% 
respektive 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

 
 
 
 
 
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