# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cfc7733-a0ff-5645-b0cb-b412a2dc8a03
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 13.03.2025 BZ 2025 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-17_2025-03-13.pdf

## Full Text

20250305_092828_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 17

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 13. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ SA,
Zustelladresse: B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________ AG,
vertreten durch D.________ AG,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. E.________ des Betreibungsamtes Cham
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 
4. Februar 2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 4. Februar 2025 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf 
Begehren der C.________ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung 
Nr. E.________ des Betreibungsamtes Cham über die A.________ SA (nachfolgend: Be-
schwerdeführerin) den Konkurs (Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 2'895.75). 
Zur Begründung hielt der Einzelrichter im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 4. 
Februar 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien aber nicht er-
schienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb 
der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als Aktien-
gesellschaft im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der Konkursbetreibung. Im 
vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkurseröffnung erfüllt, weshalb 
über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und Art. 251 ZPO der Konkurs 
zu eröffnen sei (EK 2024 652).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Februar 2025 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug und ersuchte im Wesentlichen um Aufhe-
bung des Konkursdekrets.

3. Mit Verfügung vom 18. Februar 2025 erkannte der Abteilungspräsident der Beschwerde 
aufschiebende Wirkung zu. 

4. Die Beschwerdegegnerin erklärte in ihrer Stellungnahme vom 25. Februar 2025, der Konkurs 
solle nur dann aufgehoben werden, wenn die Betreibungen Nrn. F.________ und 
G.________ sowie der Verlustschein Nr. H.________ "beglichen" würden. Das Kantonsge-
richt verzichtete auf eine Stellungnahme. 

Erwägungen

1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe keine Kenntnis von der Vorladung zur 
Konkursverhandlung erhalten und erst aufgrund der Mitteilung des Konkursamtes von der 
Konkurseröffnung erfahren. Sie rügt somit sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. 

2. Gemäss Art. 138 ZPO erfolgt die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden 
durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung 
(Abs. 1). Sie ist erfolgt, wenn die Sendung von der Adressatin oder vom Adressaten oder von 
einer angestellten oder im gleichen Haushalt lebenden, mindestens 16 Jahre alten Person 
entgegengenommen wurde. Vorbehalten bleiben Anweisungen des Gerichts, eine Urkunde 
dem Adressaten oder der Adressatin persönlich zuzustellen (Abs. 2). Die Zustellung gilt am 
siebten Tage nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern der Adressat mit 
der Zustellung einer gerichtlichen Urkunde rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Da 
die Konkursandrohung nach der Rechtsprechung noch kein Prozessrechtsverhältnis begrün-
det, muss der Schuldner eine Vorladung zur Konkursverhandlung nicht erwarten (BGE 138 III 
225 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_44/2021 vom 23. August 2021 E. 2.1.2).

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Die Anzeige der Konkursverhandlung muss den Parteien vor ihrer Durchführung zugestellt 
werden, da es sich um ein formelles Erfordernis der Konkurseröffnung handelt. Nur so ist 
gewährleistet, dass das Verfahren unter Beachtung der verfassungsmässigen Garantien, 
insbesondere des Anspruchs auf rechtliches Gehör durchgeführt wird (BGE 138 III 225 
E. 3.3). Die Beweislast für die ordnungsgemässe Zustellung trägt das Gericht. Eine fehler-
hafte Zustellung entfaltet grundsätzlich keine Rechtswirkungen. Das Gericht hat sie von 
Amtes wegen zu beachten und die betreffende Prozesshandlung – wie eine Fristansetzung 
oder eine Vorladung – zu wiederholen. Entstehen dem Adressaten aus der fehlerhaften Zu-
stellung keine negativen Folgen, so wenn er auf andere Weise Kenntnis von der gerichtlichen 
Urkunde erhält, kann er sich aufgrund des Missbrauchsverbots nicht darauf berufen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_44/2021 vom 23. August 2021 E. 2.1.3 m.H.). 

3. Die Vorladung zur Konkursverhandlung vom 4. Februar 2025 wurde ein erstes Mal mit einge-
schriebener Post vom 3. Januar 2025 an die Beschwerdeführerin versandt. Diese Sendung 
wurde von der Post mit der Bemerkung "Nicht abgeholt" an die Vorinstanz zurückgesandt. 
Der Beschwerdeführerin kann somit nicht widerlegt werden, dass sie von der Er-öffnung des 
Konkursverfahrens keine Kenntnis hatte. Den Nachweis der Zustellung der Vorladung zur 
Konkursverhandlung hat das Kantonsgericht aber auch nicht dadurch erbracht, dass es der 
Beschwerdeführerin die Vorladung am 15. Januar 2025 per A-Post zugestellt hat. Mit dieser 
Form der Zustellung ist kein Nachweis möglich, dass die Beschwerdeführerin die Sendung 
erhalten hat, und solches räumt diese auch nicht ein. Dementsprechend ist die Beschwerde 
mangels genügender Anzeige der Konkursverhandlung gutzuheissen und die Konkurseröff-
nung über die Beschwerdeführerin vom 4. Februar 2025 aufzuheben (Art. 327 Abs. 3 ZPO). 

4. Unter diesen Umständen kann auf die Prüfung der Zahlungsfähigkeit verzichtet werden, weil 
die Beschwerdeführerin diese nur dann nachzuweisen hat, wenn sie sich auf einen der Auf-
hebungsgründe von Art. 174 Abs. 2 SchKG beruft. Davon ist die Beschwerdeführerin aber 
befreit, wenn die Konkurseröffnung wegen eines Verfahrensmangels aufzuheben ist (vgl. 
Urteil des Obergerichts Zug BZ 2024 97 vom 27. September 2024 E. 4).

5. Dementsprechend ist die Beschwerde mangels genügender Anzeige der Konkursverhand-
lung gutzuheissen und die Konkurseröffnung über die Beschwerdeführerin vom 4. Februar 
2025 aufzuheben (Art. 327 Abs. 3 ZPO). Die Sache ist somit nicht spruchreif und das Verfah-
ren ist an die Vorinstanz zurückzuweisen zur ordnungsgemässen Durchführung der Konkurs-
verhandlung, soweit diese nicht zufolge zwischenzeitlicher Zahlung hinfällig wird (Art. 327 
Abs. 3 lit. a ZPO).

6. Da der Konkurs, wie dargelegt, nicht hätte eröffnet werden dürfen, können der Beschwerde-
führerin weder die zweitinstanzliche Spruchgebühr noch die Kosten des Konkursamtes aufer-
legt werden (vgl. Urteil des Obergerichts Zug BZ 2024 97 vom 27. September 2024 E. 6). Die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens und des Konkursamtes sind demnach auf die Staatskas-
se zu nehmen. 

7. Der Beschwerdeführerin ist schon mangels eines Antrags und mangels erheblicher Umtriebe 
keine Entschädigung zuzusprechen. 

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht 
Zug vom 4. Februar 2025 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren beträgt CHF 600.00 und wird auf die 
Staatskasse genommen. Ebenso werden die Kosten des Konkursamtes Zug auf die Staats-
kasse genommen.

3. Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Beilage einer Kopie der Eingabe der 

Beschwerdegegnerin vom 25. Februar 2025
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (unter Rückgabe der amtlichen Akten 

[EK 2024 652])
- Konkursamt Zug (im Dispositiv)
- Handelsregisteramt Freiburg (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv) 
- Grundbuchamt des Saanebezirks (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Cham (im Dispositiv)
- Office des poursuites de la Sarine (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: