# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1bf3188-a9cb-5c81-9130-4b9accd5f99d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-01-26
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung; keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen; psychische Störung ausschliesslich mit ungünstigen psychosozialen Faktoren (v.a. belastende familäre Situation) zu erklären; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2014.01098
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.01098.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.01098
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Fischer
Urteil
vom
26. Januar 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph
Erdös
Erdös
& Lehmann Rechtsanwälte
Kernstrasse 37, 8004 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1966 geborene
X.___
wurde am 19. April 2012 zur Früherfassung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) angemeldet (Urk. 8/4). Am 20. Mai 2012 stellte er – unter Hinweis auf psychische Probleme – ein Gesuch um Leistungen der IV (berufliche Integration, Rente; Urk. 8/18). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und zog – wiederholt – die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 8/29, Urk. 8/48) bei. Nachdem sie dem Versicherten am 17. Juli 2012 mitgeteilt hatte, dass berufliche Eingliederungs
massnahmen derzeit nicht angezeigt seien (Urk. 8/28), stellte sie ihm mit Vor
bescheid vom 4. Juni 2013 (Urk. 8/56) die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Auf
hiegegen
vom Versicherten erhobenen Einwand (Urk. 8/62, Urk. 8/73) hin hielt sie mit Verfügung vom 12. September 2013 (Urk. 8/76) an der Leistungsverweigerung fest.
1.2
Am 19. Januar 2014 beantragte der Versicherte erneut Leistungen der IV (Urk. 8/90). Im Rahmen ihrer daraufhin getätigten Abklärungen liess die IV-Stelle ihn am 10. Juni 2014 von Dr. med.
Y.___
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, Manuelle Medizin SAMM, Neuraltherapie
ÖÄk
, und von Dr. med.
Z.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie, untersuchen (vgl. inter
disziplinäres Gutachten vom 26. Juni 2014, Urk. 8/105). In Bestätigung ihres Vorbescheids vom 23. Juli 2014 (Urk. 8/107) verfügte sie am 24. September 2014 die Abweisung auch dieses Rentenbegehrens (Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess
X.___
am 23. Oktober 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
„1.
Die Verfügung vom 24.9.2014 sei aufzuheben;
2.
dem Beschwerdeführer sei eine IV-Rente zuzusprechen.“
Die IV-Stelle schloss am 25. November 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 26. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1
.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen wer
den kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cher
ten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren
herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sin
ne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokultu
rellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigent
li
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selb
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Fol
gen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinwei
sen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
enanntes
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog
enanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mens
differenz
der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sogenannte
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch rele
vante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.7
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Rentenverweigerung – unter Hinweis auf das
bidis
zi
plinäre
Gutachten
des Rheumatologen
Dr.
Y.___
und
des Psychiaters
Dr.
Z.___
vom 26. Juni 2014 (Urk. 8/105 S. 15 ff.) – damit, dass der Beschwer
de
führer keine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Störung aufweise (Urk. 7 S. 1 f.) beziehungsweise von Februar 2012 bis Januar 2014 zu lediglich zirka 30 % in seinem Leistungsvermögen eingeschränkt gewesen und seither in der angestammten Tätig
keit als
selbständigerwerbender
Maler/Lackierer/Restaurateur wieder zu 100 % arbeitsfähig sei (Urk. 2 S. 1 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, er sei seit 27. Februar 2012 durchgehend – aufgrund einerseits einer Depression und ande
rerseits von Bandscheibenvorfällen – zu durchschnittlich mindestens 80 % arbeits- und erwerbsunfähig und habe daher Anspruch auf eine Rente (Urk. 1 S. 3 ff.).
3.
3.1
3.1.1
Betreffend den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der am 12. September 2013 verfügten Abweisung seines ersten Rentengesuchs (Urk. 8/4, Urk. 8/76) geht aus den Akten im Wesentlichen Folgendes hervor:
Der Hausarzt
Dr. med.
A.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medi
zin, diagnostizierte am 27. April 2012 eine mittlere bis schwere depressive Epi
sode. Seit Beginn der Behandlung am 27. Februar 2012 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk.
8
/29 S. 45). Der Beschwerdeführer befinde sich in einer sehr schwierigen familiären Situation. Die psychische Symptomatik sei wohl nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Krankheit seines Sohns und den uner
freulichen Erlebnissen seiner Kinder, die in der Vergangenheit bei der von ihm geschiedenen Frau gelebt hätten, zu sehen (S. 46).
3.1.2
Am 12. Juni 2012 gab Dr.
A.___
an, die Depression sei durch familiäre Probleme ausgelöst worden; es bestehe weiterhin eine vollständige Arbeitsunfä
higkeit (Urk. 8/23 S. 2).
3.1.3
Dr. med.
B.___
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 2. November 2012 eine Erschöpfungsdepression. Beim Beschwerdeführer sei es im Februar 2012 zu einem Leistungseinbruch bei mas
siver psychosozialer Belastungssituation gekommen (Urk. 8/48 S. 35).
3.1.4
Im Auftrag seines Krankentaggeldversicherers wurde der Beschwerdeführer am 27. Oktober 2012 von Dr. med.
C.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie Facharzt FMH für Pharmazeutische Medizin, untersucht. Dieser diagnostizierte in seinem Gutachten vom 5. November 2012 (Urk. 8/48 S. 28-34) eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21). Die Krankheit, die zum überwiegenden Teil als psychische Reaktion auf jahre
lange desolate familiäre Zustände nach der Scheidung der Ehe und der Ausei
nandersetzung betreffend das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu interpretie
ren sei, sei zwischenzeitlich wieder weitgehend abgeklungen. Nun bestünden im Wesentlichen noch – in keinem direkten Zusammenhang zu einer Depression stehende – unspezifische Beschwerden, wie sie in der Bevölkerung weit ver
breitet seien. Nachdem der Beschwerdeführer – entsprechend den Attesten der behandelnden Ärzte (vgl. Urk. 8/48 S. 36 ff.) – in der angestammten Tätigkeit zuletzt noch zu 90 % arbeitsunfähig gewesen sei, sei ihm ab dem Zeitpunkt der Begutachtung vom 27. Oktober 2012 – im Sinne einer Übergangsfrist – noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zuzugestehen, bis dann ab Anfang Januar 2013 wieder von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (S. 32 f.).
3.1.5
Nach Kenntnisnahme des Gutachtens von Dr.
C.___
vom 5. November 2012 (Urk. 8/48 S. 32 ff.) hielt Dr.
B.___
am 3. Dezember 2012 fest, auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des genannten Experten könne nicht abgestellt werden. Tatsächlich sei die Depression noch nicht abgeklungen und der Beschwerdeführer sei derzeit ausserstande, seine Arbeit auszuüben. Die geschil
der
ten Beschwerden (Angst, dass seine Kinder durch die erlittenen Misshand
lun
gen lebensunfähig geworden seien, Verzweiflung darüber, von den invol
vier
ten Behörden im Stich gelassen zu werden, depressive Hemmung, anhaltende Durchschlafstörungen mit nachfolgender Tagesmüdigkeit
)
seien im Rahmen der seit 14. September 2012 durchgeführten ambulanten Therapie gut spürbar. Es bestehe noch für mindestens drei Monate eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/48 S. 22).
3.1.6
Am 18. März 2013 diagnostizierte Dr.
B.___
eine schwere depressive Episode (Urk. 8/50 S. 1). Seit der Beschwerdeführer im Jahr 2010 seine zuvor vom neuen Freund seiner geschiedenen Frau misshandelten drei Kinder zu sich genommen habe, stehe er unter einer extremen sozialen, psychischen und finanziellen Belastung. Diese habe zur Entwicklung der Depression geführt (S. 2).
3.1.7
Nachdem sie den Beschwerdeführer vom 31. Januar bis 28. Februar 2013 behan
delt hatten, stellten die Ärzte der Klinik
D.___
im Austrittsbericht vom 19. März 2013 nachstehende Diagnosen (Urk. 8/53 S. 2):
-
Mittelgradige Depression bei psychosozialer Belastung, ICD-10 F32.1
-
Hypercholisterinämie
-
Nikotinabusus
-
Status nach beidseitiger Kreuzbandruptur und
Meniskopathie
1992
Dem Beschwerdeführer sei empfohlen worden, nach Klinikaustritt so schnell wie möglich sukzessive wieder in den Beruf einzusteigen. Ab 18. März 2013 sei er zu 30 % arbeitsfähig; es sei mit der Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähig
keit zu rechnen (S. 5).
3.1.8
Gestützt auf die Akten gelangte med.
pract
.
E.___
, Facharzt für Allgemeine Medi
zin, Arzt des Regionalärztlichen Diensts (RAD) der IV, am 1. Juni 2013 zum Schuss, dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers vom 27. Februar bis 31. Dezember 2012 zwischen 90 und 100 % geschwankt habe. Eine mittelgradige depressive Episode, wie sie die Ärzte der Klinik
D.___
diag
nostiziert hätten, zeitige medizinisch-theoretisch maximal eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit. Während des Klinikaufenthalts vom 31. Januar bis 28. Februar 2013 sei daher wieder von einer 50%igen und ab 1. März 2013 vom Wiederer
langen der vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 8/54 S. 4).
3.1.9
Der Hausarzt
Dr.
A.___
stellte am 12. Juni 2013 die Diagnosen einer mittel
gradigen Depression bei psychosozialer Belastung. Es sei zu einer gewis
sen Stabilisierung gekommen und damit einhergehend
habe die
Arbeitsunfähig
keit von 100
%
auf
gegenwärtig
30 %
reduziert werden können
. Sofern im Leben des Beschwerdeführers nicht wieder unerfreuliche Ereignisse aufträten, sei mit dem Wiederlangen der vollen Arbeitsfähigkeit bis Ende 2013 zu rechnen (Urk. 8/61 S. 3).
3.1.10
Am 2. September 2013 bescheinigte
Dr.
A.___
dem Beschwerdeführer
vom 22. April bis 5. Juli 2013 sowie
vom 15. Juli bis 31. August 2013 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit und hielt – unter Hinweis auf einen EDV-Fehler – fest, dass alle vorgängigen Zeugnisse ihre Richtigkeit verlören (Urk.
8/102
). Vom 1. b
is 27. September 2013 sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 70 % arbeitsunfähig (
Urk. 3/1
S. 3).
3.1.11
In seiner Stellungnahme vom 12. September 2013 (Urk. 8/75 S. 2) gab der RAD-Arzt med.
pract
.
E.___
an, aus medizinisch-theoretischer Sicht sei es dem Beschwerdeführer – mit Ausnahme einer unfallbedingen 100%igen Arbeitsun
fähigkeit vom 7. März bis 14. April 2013 – schon seit Beginn der mittelgradigen Depression zumutbar, vollzeitlich einer seinen physischen Beeinträchtigungen angepassten Tätigkeit nachzugehen.
3.2
3.2.1
Die
abermals rentenabweisende
Verfügung vom 24. September 2014 (Urk. 2) beruht auf folgenden medizinischen Berichten:
Am 15. Oktober 2013 ersuchte
der Hausarzt
Dr.
A.___
den
Krankenversi
cherer
des Beschwerdeführers um Kostengutsprache für einen stationären Auf
enthalt in der
F.___
. Die Depression habe sich stark verschlech
tert; es handle sich um einen Notfall (Urk. 8/80 S. 5).
3.2.2
Nachdem sie den Beschwerdeführer vom 18. Oktober 2013 bis 6. Januar 2014 stationär behandelt hatten, stellten die Ärzte der
F.___
im
Aus
trittsbericht
vom 7. Januar 2014 nachstehende Diagnosen (Urk. 8/88 S. 4):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ICD-10 F33.1
-
Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen, ICD-10 F60.8
-
Psychische Verhaltensstörungen durch Tabak: schädlicher Gebrauch, ICD-10 F17.1
-
Psychische Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, einschliess
lich Koffein: schädlicher Gebrauch, ICD-10 F15.1
-
Sonstige
Hyperlipidämien
, ICD-10 E78.4
Der – freiwillige – Klinikeintritt sei aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung im Rahmen einer seit zirka drei Jahren andauernden Belastungssitua
tion erfolgt (S. 4). Insgesamt sei es seit 2012 zu einer stetigen Verschlechterung der Gesamtsymptomatik gekommen, welche sich sowohl auf somatischer als auch auf psychischer Ebene zeige (S. 5). Es sei ein langsamer Wiedereinstieg in die Arbeitstätigkeit mit einer Arbeitsfähigkeit von vorläufig 40 % ab
Klinikaus
tritt
indiziert (S. 7).
3.2.3
Die – wegen starker unterer lumbaler Schmerzen mit
Parästhesien
durchge
führte – MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 30. Januar 2014 ergab degenerative Diskusveränderungen bei L4/5 und L5/S1, eine breite
dor
so
me
diale
Diskushernie bei L4/L5, etwas enge Verhältnisse des
Rezessus
laterale L5 rechts sowie eine diskrete
dorsomediane
Diskushernie L5/S1 ohne
Neuro
kompression
(Urk. 8/95).
3.2.4
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer psychiatrischen und rheumatologischen Unter
suchung vom 1
0.
beziehungsweise 16. Juni 2014 stellten Dr.
Z.___
und Dr.
Y.___
in ihrem Gutachten vom 26. Juni 2014 folgende, sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnosen (Urk. 8/105 S. 6):
-
Erschöpfungsdepression (bestehend von Februar 2012 bis Januar 2014), akzentuierte Persönlichkeitszüge und Probleme in der primären
Bezugs
gruppe
-
Chronisches, sich generalisierendes Schmerzsyndrom
-
nicht ausreichend
somatisch abstützbar
-
primäres Fibromyalgie-Syndrom
-
betont im Bereich der unteren im Vergleich zur oberen Körperhälfte
-
diffuse Druckschmerzangabe
-
Polyarthralgien aller axialen Gelenke und der peripheren Gelenke der unteren Extremitäten
-
multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Nervosität,
Kon
zentrations
- und Gedächtnisstörungen, Tinnitus, Kopfschmerzen
-
Panvertebralsyndrom
, deutlich betont der unteren Wirbelsäulenhälfte, mit
spondylogener
Ausstrahlung
-
Diffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
in Status
nascendi
-
Nikotinkonsum von zirka 34 pack
years
-
Gestörte
Gluconeogenese
-
Anamnestisch Reizmagen-Syndrom
Während aufgrund der psychischen Beschwerden (lediglich) von Februar 2012 bis
Januar
2014 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, sei der Beschwer
deführer aus physischer Sicht in der angestammten Tätigkeit nie in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen (S. 15 f.).
4.
4.1
Strittig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Zu prüfen ist daher, ob der Beschwerdeführer einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten
Gesund
heits
schaden
aufweist, der sich zwischen der am 12. September 2013 verfügten und in der Folge unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Abweisung seines ersten Rentengesuchs (Urk. 8/76) und der gut ein Jahr später erlassenen – vor
liegend angefochtenen –
rentenabweisenden
Verfügung vom 24. September 2014 (Urk. 2)
erheblich
verschlimmert hat.
4.2
Nach Lage der Akten leidet der Beschwerdeführer
-
nach wie vor
-
an
psychi
schen Beschwerden.
Anhaltspunkte dafür, dass es diesbezüglich seit der erst
maligen Rentenverweigerung zu einer relevanten Verschlechterung gekommen
wäre
, gibt es keine. Im Gegenteil lassen die aktuellen medizinische
n
Berichte
, wenn nicht gar auf eine Besserung, so
doch
zumindest auf einen unveränderten Gesundheitszustand schliessen.
Währ
end
die Ärzte der Klinik
D.___
im Jahr 2013 – im Übereinstimmung mit der Einschätzung des
Hausarzt
es
Dr.
A.___
(Urk. 3/1 S. 1-3)
– noch von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen waren, attestierten die Ärzte der
F.___
dem Beschwerdeführer am 7. Januar 2014 lediglich
(
und nur vorläufig
)
noch eine
60%ige Arbeitsunfähig
keit, wob
ei sie damit rechneten
,
dass dieser sein Leistungsvermögen nach
einer Phase des langsamen
Wiedereinstieg
s
in die Arbeitstätigkeit werde steigern können (Urk. 8/88 S. 4).
Der Rheumatologe
Dr.
Y.___
und
der Psychiater
Dr.
Z.___
gingen in ihrem Gutachten vom 26. Juni 2014 gar davon aus, dass die Erschöpfungsdepression zwischenzeitlich remittiert sei und der Beschwerde
füh
rer aus psychischer Sicht seit
Februar
2014 wieder voll leis
tungsfähig sei (Urk. 8/105 S. 6 und S. 15 f.).
Selbst wenn man von einer seit dem ersten Rentenentscheid eingetretenen Ver
schlechterung des psychischen Gesundheitszustands aus
ginge,
vermöchte dies keinen
Rentenanspruch
zu begründen
. Die psychischen Beschwerden sind näm
lich
– wie aus den zitierten medizinischen Berichten
und den Angaben des Beschwerdeführers selbst
einhellig hervorgeht –
mit ungünstigen psychosozia
len Faktoren zu erklären. Zu erwähnen sind dabei namentlich der
zehnjährige
Kampf um
das
Sorgerecht
für
die drei nach der
im Jahr 2001 erfolgten
Schei
dung
(Urk. 8/41 S. 1 ff.)
durch den neuen Freund der Ex-Frau misshandelten Kinder
(
Urk. 8/10 S. 2, Urk. 8/12,
Urk. 8/
29 S. 46
, Urk. 8/48 S. 2
2 und S. 29-
32, Urk. 8/50 S. 2, Urk. 8/53 S. 2 f.
, Urk. 8/72 S. 4 ff.
, Urk. 8/88 S. 4 f.
sowie Urk. 8/105 S. 2, S. 21, S. 25 f. und S. 38 ff.
)
,
die nach Erhalt des Sorgerechts im Jahr 2011
(Urk. 8/42
)
bestandene Überforderung mit der Betreuung der psy
chisch schwer traumatisierten und schliesslich fremdplatzierten Kinder sowie die damit im Zusammenhang stehenden Probleme mit den Behörden
(
Urk. 8/10 S. 2, Urk. 8/12, Urk. 8/23 S. 2,
Urk. 8/29 S. 34
f.
,
Urk. 8/48 S. 22
und S. 29-32
,
Urk. 8/53 S. 3,
Urk. 8/61 S. 2 f.,
Urk. 8/72 S. 4 ff.,
Urk. 8/73 S. 2,
Urk. 8/79 S. 1
,
Urk. 8/88 S.
4 f.
,
Urk. 8/105 S. 2
, S. 21, S. 25 f. und S. 38 ff.
, Urk. 1 S. 4
)
,
die Suizidversuche
seines Sohn
s
und
einer der beiden Töchter
(Urk. 8/53 S. 2 f.)
,
der Umstand, dass
sein
S
ohn
in der Zwischenzeit
„auf der Strasse lebt“ (Urk.
8/105 S. 2)
und
die finanziellen Schwierigkeiten (
Urk. 8/12
S. 3
,
Urk. 8/50 S. 2
, Urk. 8/53 S. 3
, Urk. 8/62
; vgl.
hiezu
auch Urk. 8/
29 S. 11 und Urk. 8/80
, Urk. 8/105 S. 21
)
.
Anhaltspunkte für ein unabhängig von den mit ungünstigen psychosozialen Gegebenheiten zu erklärenden psychischen Beschwerden bestehendes
verselb
ständigtes
(erhebliches) psychisches Leiden gibt es keine. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Beschwerdeführer
sein „Hauptproblem“ in der Sorge um seine Kinder sieht (Urk. 8/29 S. 35), die psychische
Symptoma
tik
, die durch einen zehn Jahre dauernden „
Krieg mit Behör
den“ ausgelöst wor
den sei,
selbst als „Burnout“ bezeichnet (
Urk. 8/62,
Urk. 8/
105 S. 2)
und nach eigenen Angaben während
seiner
Ferien
an keinen Beschwerden
litt, nach der
Rückkehr dann aber
„wieder von der Realität eingeholt“ wurde (
Urk. 8/29 S. 30).
Insofern ist kaum erstaunlich, dass sein Hausarzt
Dr.
A.___
eine Genesung (ausschliesslich) davon abhängig
machte
, dass keine weiteren „unerfreulichen Ereignisse“ aufträten (Urk. 8/61 S. 3).
In Anbetracht der geschilderten Gegebenheiten
ist davon auszugehen, dass die durch ungünstige psychosoziale Umstände verursachte
psychische Störung de
s
Beschwerdeführer
s
bei Wegfall der Belastungsfaktoren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder verschwände
.
Da ein klinisches Beschwerdebild, das (einzig) von belastenden psychosozialen und soziokulturellen Faktoren herrührt, rechtsprechungsgemäss nicht als invalidenversicherungsrechtlich relevante Beeinträc
htigung zu verstehen ist, vermöchte
die psychische Störung de
s
Beschwerdeführer
s
selbst im Falle einer seit September 2013 eingetretenen Verschlechterung
keinen
Leistungs
anspruch zu begründen (E.
1.3
)
.
4.3
Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführe
r
(auch)
über
somatische Beschwerden klagt
. Ob diese erst nach der am 12. September 2013
verfügten Abweisung seines ersten Rentengesuchs
(Urk. 8/76)
aufgetreten sind oder sich seither verschlechtert haben, ist unklar. Allerdings wurde dem Beschwerdeführer deswegen aktenkundig von keinem behandelnden Arzt
je
eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, und der
begutachtende Rheumatologe
Dr.
Y.___
gelangte
– in Kenntnis auch der entsprechenden radiologischen Befun
de – mit überzeugender Begründung zum Schluss, dass die fragliche Sympto
matik, soweit sie denn überhaupt mit objektivierbaren organischen Befunden zu erklären sei, keine wesentlichen Auswirkungen auf das funktio
nelle Leistungsvermögen habe
(Urk. 8/105 S. 12 und S. 15)
. Der Beschwerde
führer
wies denn auch selbst lediglich darauf hin, dass im Bereich der
Lenden
wir
bel
säule
degenerative Veränderungen bildgebend nachgewiesen worden seien, ohne dabei darzulegen, inwiefern dies Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 1 S. 5 f.
; vgl.
hiezu
auch Urk. 8/105 S. 23
).
Da nach dem Gesa
gten jedenfalls nicht von einer im Zeitpunkt de
s Erlasses der Verfügung vom
24. September 2014 (Urk. 2) seit mindestens einem Jahr anhal
tenden
durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit
(E. 1.4)
aus physischen Gründen auszugehen ist,
erweist sich die erneute
Rentenverweige
rung
auch aus physischer Sicht als rechtens.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuer
legen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Christoph
Erdös
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubFischer