# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3deb05f8-7bb5-5915-85b3-6449488e05e4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.11.2025 PQ250055
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ250055_2025-11-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PQ250055-O/U

Beschluss vom 7. November 2025

in Sachen

1. A._____,
2. B._____,
Beschwerdeführer

betreffend Kindesschutzmassnahmen

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Bülach vom 15. Juli 2025; 
VO.2025.18 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord)

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Erwägungen:

1. Mit Entscheid vom 1. April 2025 hob die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-

hörde Bülach Nord die Weisung an A._____ und B._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer), am Kurs "Kinder zwischen den Fronten" teilzunehmen, auf. Der 

Antrag der Beschwerdeführer auf Aufhebung der angeordneten Erziehungsbera-

tung wurde abgewiesen und die Erziehungsaufsicht wurde mit angepassten Auf-

gaben weitergeführt (act. 8/1).

Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführer beim Bezirksrat 

Bülach mit Eingabe vom 30. April 2025 Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhe-

bung des KESB-Entscheids alle bestehenden Kindesschutzmassnahmen aufzu-

heben und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (act. 8/2). Nach 

Durchführung des Verfahrens wies der Bezirksrat Bülach die Beschwerde mit Ur-

teil vom 15. Juli 2025 ab (act. 3 = act. 7/1 [Aktenexemplar] = act. 8/13, nachfol-

gend zitiert als act. 7/1).

2. Das Urteil vom 15. Juli 2025 (act. 7/1) wurde den Beschwerdeführern am 

18. Juli 2025 zugestellt (act. 7/2). Im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht gelten 

keine Fristenstillstände (§ 43 EG KESR), worauf die Parteien im angefochtenen 

Urteil ordnungsgemäss hingewiesen wurden (act. 7/1 Disp.-Ziffer V.). Die 30-tä-

gige Frist zur Erhebung einer Beschwerde begann demnach am 19. Juli 2025 zu 

laufen (Art. 142 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 40 EG KESR) und lief den Beschwerdefüh-

rern am 18. August 2025 ab. Zur Einhaltung einer Frist müssen Eingaben spätes-

tens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen 

der Schweizerischen Post übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die vom 

9. September 2025 datierte Eingabe der Beschwerdeführer wurde gleichentags 

der Post übergeben (act. 2 S. 1). Sie erfolgte damit klarerweise verspätet. Auf die 

Beschwerde ist daher nicht einzutreten.

3. Bei diesem Ausgang werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Die Gerichtsgebühr ist gemäss § 5 i.V.m. § 10 Abs. 1 GebV OG auf 

Fr. 150.– zu ermässigen. Parteientschädigungen sind bei diesem Verfahrensaus-

gang keine zuzusprechen.

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Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 150.– 

festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten werden den Beschwerdeführern auferlegt.

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bülach Nord sowie an den Bezirksrat Bülach – unter 

Rücksendung der vorinstanzlichen Akten –, je gegen Empfangsschein.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Camelin-Nagel

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