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**Case Identifier:** 318ce635-d972-5171-aa4f-de615742a1fa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.07.2017 200 2017 255
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-255_2017-07-10.pdf

## Full Text

200 17 255 IV
SCI/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juli 2017

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________, MLaw C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Februar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2017, IV/17/255, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Januar 1993 unter Hinweis auf physische und psychische 
Probleme bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilagen [AB] 1.1 S. 44 ff.), worauf ihr 
bei einem Invaliditätsgrad von 50 % mit Wirkung ab 1. Juli 1992 eine halbe 
Invalidenrente zugesprochen wurde (AB 1.1 S. 16 -19). Dieser Anspruch 
wurde revisionsweise mehrfach bestätigt (AB 1.1 S. 1, 6, 11, 22, 27). An-
lässlich der von der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) im Juni 
2015 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision machte die Versicher-
te eine gesundheitliche Verschlechterung geltend (AB 32). Gestützt auf das 
in der Folge bei der D.________ (MEDAS) eingeholte polydisziplinäre Gut-
achten vom 30. Mai 2016 (AB 56.1) stellte die IVB der Versicherten mit 
Vorbescheid vom 16. November 2016 (AB 62) bei einem Invaliditätsgrad 
von 50 % die Abweisung einer Rentenerhöhung bzw. die Weiterausrichtung 
der bisherigen halben Rente in Aussicht. Auf dagegen erhobenen Einwand 
(AB 64) verfügte die IVB am 6. Februar 2017 (AB 66) wie vorbescheidwei-
se angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, MLaw 
C.________, am 9. März 2017 Beschwerde. Sie lässt die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sowie die Erhöhung der Invalidenrente beantra-
gen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 13. April 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2017, IV/17/255, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Februar 2017 
(AB 66). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbe-
sondere, ob die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente infolge einer ge-
sundheitlichen Verschlechterung zu erhöhen ist.

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente. 

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 

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ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Zu prüfen ist vorab, ob im Zeitraum zwischen der ursprünglichen 
Rentenverfügung vom 24. Juni 1993 (AB 1.1 S. 16 ff.) und der angefochte-
nen Verfügung vom 6. Februar 2017 (AB 66) eine wesentliche Verände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, 
den Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu 
beeinflussen. Da anlässlich der Rentenrevisionen in den Jahren 1995, 
1999, 2003, 2006 und 2011 keine umfassenden materiellen Prüfungen 
durchgeführt wurden, sind die entsprechenden Verfügungen vom 20. Sep-
tember 1995 (AB 1.1 S. 1), 17. Juli 2000 (AB 6) und 29. Mai 2003 (AB 11) 
sowie die Mitteilungen vom 19. Februar 2007 (AB 22) und 7. Juli 2011 
(AB 27) insoweit unbeachtlich (vgl. E. 2.3.2 f. hiervor).

3.2 Die Beschwerdeführerin hat ihre seit 1991 innegehabte Anstellung 
als ... bei der E.________ (vgl. AB 1.1 S. 3 ff., 32 ff. und 46, AB 5, 16, 26) 
per Ende September 2014 gekündigt und eine Stelle als ... beim 
F.________ angetreten (AB 37). Die neue Anstellung wurde ihr offenbar 
seitens des Arbeitgebers noch während der Probezeit gekündigt (vgl. 
AB 32 S. 2, 56.1 S. 9, 13, 17 und 25), seither ist die Beschwerdeführerin 
stellenlos. Unter diesen Umständen ist seit der rentenzusprechenden Ver-
fügung vom 24. Juni 1993 (AB 1.1 S. 16 ff.) in erwerblicher Hinsicht eine 
relevante Veränderung eingetreten, weshalb der Rentenanspruch in 
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig und frei zu prüfen ist (E. 2.3.2 
hiervor). Es kann deshalb offen bleiben, ob auch ein medizinischer Revisi-
onsgrund vorliegen würde.

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 6. Februar 2017 (AB 66) in medizinischer Hinsicht massgeblich 
auf das MEDAS-Gutachten vom 30. Mai 2016 (AB 56.1). Anlässlich der 
hierzu im März bzw. April 2016 erfolgten Exploration wurde die Beschwer-
deführerin in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, Infektiologie, 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Gastroenterologie untersucht. Im 
interdisziplinären Konsens stellten die Ärzte hauptsächlich die folgenden 
Diagnosen (S. 23 f.):

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Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

• HIV-Infektion CDC C3 (ICD-10 U60.3, U61.3, B37.0, B22.2)
• Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
• Untergewicht
• Verdacht auf Polyneuropathie

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

• Störung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1)
• Stuhlunregelmässigkeiten (ICD-10 K58.9)
• Pancolitis Mai 2008 (ICD-10 K52.30)
• Schmerzen im Beckenbereich (ICD-10 M79.65)
• Perianales Condyloma acuminatum (ICD-10 A63.0)
• Status nach rezidivierenden Harnwegsinfekten und Pyelonephritis rechts

Aufgrund der allgemeininternistischen Befunde und Diagnosen seien der 
Explorandin körperlich schwere und dauerhaft mittelschwere Tätigkeiten 
nicht mehr zumutbar. Dagegen bestehe in einer körperlich leichten, adap-
tierten Tätigkeit unter Wechselbelastung aufgrund eines erhöhten Pausen-
bedarfs eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Das Pensum könne vollschichtig 
umgesetzt werden. Aus gastroenterologischer Sicht würden sich keine Be-
funde und Diagnosen finden, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit begründeten. Dagegen bestehe aus infektiologischer Sicht aufgrund 
der vorliegenden Kachexie, Schlafstörungen und Leistungsintoleranz im 
Rahmen der HIV-Infektion mit aktuell tiefen CD4-Lymphozyten und sehr 
hoher HIV-Viruslast eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %. Das 
Risiko für weitere opportunistische Infektionen sei deutlich erhöht. Aus 
psychiatrischer Sicht könne eine leichte depressive Episode nachgewiesen 
werden, welche eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % begründe, 
vollschichtig realisierbar. Die Störung durch den Alkohol, schädlicher Ge-
brauch, beeinflusse die Arbeitsfähigkeit dagegen nicht. Somit bestehe aus 
polydisziplinärer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere 
und mittelschwere Tätigkeiten. Dagegen bestehe in einer körperlich leich-
ten, adaptierten Tätigkeit unter Wechselbelastung eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 50 %. Dieses Pensum könnte zum Beispiel zwei Stun-
den morgens und zwei Stunden abends realisiert werden. Die in den jewei-
ligen Teilgutachten attestierten Arbeitsunfähigkeiten könnten in der Summe 
nicht addiert werden, da für die entsprechenden Ruhephasen die gleichen 
Pausen in Anspruch genommen werden könnten (S. 25). Dieses Arbeits- 

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und Leistungsprofil gelte seit der ursprünglichen Rentenzusprache, wobei 
keine signifikante Veränderung des Gesundheitszustandes nachgewiesen 
werden könne (S. 25 f.). Medizinische Massnahmen zur Aufrechterhaltung 
der bestehenden Arbeitsfähigkeit könnten vorgeschlagen werden, wobei 
die rasche Wiederaufnahme der antiretroviralen Therapie wie auch eine 
Alkoholabstinenz im Vordergrund stünden. Berufliche Massnahmen könn-
ten aufgrund der vorliegenden Krankheits- und Behinderungsüberzeugung 
keine empfohlen werden (S. 27).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Das MEDAS-Gutachten vom 30. Mai 2016 (AB 56.1) erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert einer Expertise 
gestellten Anforderungen (E. 3.4 hiervor) und erbringt vollen Beweis. Es ist 
für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die geklagten Be-
schwerden sowie die erhobenen Befunde und wurde in Kenntnis der Vorak-
ten (Anamnese) abgegeben. Im Weiteren ist es in der Darlegung der medi-

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zinischen Zusammenhänge einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind 
begründet.

Die von den Gutachtern mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführte 
HIV-Infektion (AB 56.1 S. 23) ist seit 1988 bekannt. Gestützt darauf hat Dr. 
med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, seit dem 1. Juli 
1991 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert (AB 1.1 S. 28 - 31, vgl. 
auch AB 1.1 S. 9 f., 3). Hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit bewer-
tete der ehemalige Hausarzt eine körperlich schwerere Arbeit als die da-
mals (bis Ende 2014 [vgl. AB 32 S. 2, 37, 56.1 S. 9, 13, 17 und 25]) aus-
geübte Tätigkeit als ... im März 1993 als undenkbar (AB 1.1 S. 31). Insofern 
überzeugt die von den MEDAS-Gutachtern in nachvollziehbarer Weise er-
mittelte vollständige Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und mittel-
schwere Tätigkeiten (AB 56.1 S. 25), was im Übrigen auch nicht umstritten 
ist. Gleiches gilt für den Schluss der Gutachter, in einer körperlich leichten, 
adaptierten Tätigkeit bestehe insbesondere gestützt auf die infektiologische 
Beurteilung wegen des ermittelten grenzwertigen Gewichtsverlusts, der 
Schlafstörung sowie der Leistungsintoleranz im Rahmen der HIV-Infektion 
eine um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit (AB 56.1 S. 23 und 25). Dies 
steht denn auch in Übereinstimmung mit den Ausführungen von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Infektiologie, 
vom 21. August 2015, welcher ausführte, es liege eine deutlich reduzierte 
Kraft vor, rein stehende Tätigkeiten seien nicht möglich, wechselbelastende 
Tätigkeiten hingegen seien vorzuziehen, wobei das Arbeitspensum 50 % 
nicht übersteigen sollte (AB 39 S. 3). Eine Erhöhung dieses Pensums 
schloss der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) schliesslich selbst bei Vor-
nahme der von den MEDAS-Gutachtern empfohlenen medizinischen 
Massnahmen (rasche Wiederaufnahme der antiretroviralen Therapie sowie 
Alkoholabstinenz [AB 56.1 S. 26]) überzeugend aus (Stellungnahme vom 
5. Oktober 2016 [AB 61 S. 3]). Darauf ist abzustellen, denn aufgrund der 
Akten bestehen keine Anhaltspunkte für die Annahme einer höheren bzw. 
tieferen Arbeitsfähigkeit. Dies deckt sich zuletzt auch mit den Angaben der 
Beschwerdeführerin selbst, welche in der MEDAS-Begutachtung den 
Wunsch äusserte, in Zukunft in einer körperlich leichten Tätigkeit in einem 
Pensum von höchstens 50 % arbeiten zu können, wobei eine Erhöhung 

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des Pensums aufgrund ihrer Beschwerden nicht realisierbar sei (AB 56.1 
S. 25). 

3.6 Nach dem Dargelegten liegt mit der 1988 diagnostizierten HIV-
Infektion ein seit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 24. Juni 1993 
(AB 1.1 S. 16 ff.) grossmehrheitlich unveränderter Gesundheitszustand vor. 
Damals wie heute sind der Beschwerdeführerin körperlich schwere und 
mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar, wohingegen in einer kör-
perlich leichten, adaptierten Tätigkeit unter Wechselbelastung eine Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 50 % besteht. Aufgrund dieses Zumutbar-
keitsprofils ist nachstehend der Einkommensvergleich durchzuführen. Da-
bei ist insbesondere zu klären, ob der Beschwerdeführerin vor dem Hinter-
grund des gesamten Gesundheitszustandes die Verwertung der Restar-
beitsfähigkeit möglich ist, was diese beschwerdeweise verneint.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-

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fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, 
I 517/02, E. 1.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 
E. 2.2).

Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielba-
re Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu er-
mitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 

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Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 
138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 6 E. 4.4, 2008 IV Nr. 62 
S. 205 E. 5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, 
ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit 
zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzie-
len vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 
E. 3b).

4.4 Die Erhöhung der Rente erfolgt bei einer Revision von Amtes we-
gen frühestens von dem für diese vorgesehenen Monat an (Art. 88bis Abs. 1 
lit. b der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der 
Rentenrevision abzustellen, womit die Zahlen des Jahres 2015 heranzu-
ziehen sind (vgl. AB 32).

4.5 Die Beschwerdeführerin verfügt über keinen Berufsabschluss 
(AB 1.1 S. 46) und war von 1991 bis Ende 2014 als ... bei der E.________ 
bzw. beim F.________ angestellt (vgl. AB 1.1 S. 3 ff., 32 ff. und 46, AB 5, 
16, 26, 37). Die Stellenaufgabe per Ende September 2014 bei der 
E.________ erfolgte auf Veranlassung der Beschwerdeführerin, wobei die-
se gegenüber dem MEDAS-Gutachter von einer Schliessung der entspre-
chenden E.________-Filiale berichtete (AB 56.1 S. 13). Die anschliessende 
Anstellung beim F.________ wurde offenbar seitens des Arbeitgebers noch 
während der Probezeit beendet (vgl. AB 32 S. 2, 56.1 S. 9, 13, 17 und 25). 
Da die genannten Arbeitsverhältnisse aus invaliditätsfremden Gründen 
aufgelöst wurden, lässt sich das Valideneinkommen nicht auf der Basis der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2017, IV/17/255, Seite 13

zuletzt erzielten Verdienste bestimmen, sondern ist gestützt auf den Tabel-
lenwert der LSE zu ermitteln. Aufgrund der über 20-jährigen Erfahrung im 
...bereich ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dabei 
auf einen branchenspezifischen Tabellenlohn abgestellt hat (AB 66 S. 1). 
Unter Heranziehung der LSE 2014, Tabelle TA1, Ziffer 47 (Detailhandel), 
Frauen, Kompetenzniveau 1 (Fr. 4‘517.--), angepasst an die betriebsübli-
che Wochenarbeitszeit sowie indexiert auf das Jahr 2015 resultiert ein Va-
lideneinkommen von Fr. 56‘885.10 (Fr. 4‘517.-- x 12 / 40 x 41.7 / 104.8 x 
105.5  [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Ziffer 
47 {Detailhandel}, 2015, sowie Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 
2011-2015, Ziffer G / 45-47, 2014 bzw. 2015]).

4.6 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, dass die verblie-
bene Restarbeitsfähigkeit bereits aufgrund der erhöhten Pausenbedürftig-
keit nicht verwertbar sei (Beschwerde S. 3 f.). Dem kann nicht gefolgt wer-
den. Mit dem Hinweis der MEDAS-Gutachter, dass das 50 %-Pensum „zum 
Beispiel“ zwei Stunden morgens und zwei Stunden abends realisiert wer-
den könne (AB 56.1 S. 25), wurde lediglich eine von mehreren Umset-
zungsmöglichkeiten aufgezeigt. Der Schluss, dass sich daraus zwingend 
eine derart lange Pause ableiten liesse, lässt sich daraus jedenfalls nicht 
ziehen. Selbst wenn eine derartige Aufteilung zwingend und auf Dauer ge-
boten wäre, wäre eine angepasste Tätigkeit auf dem hier massgeblichen 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt für die Beschwerdeführerin verfügbar (vgl. 
hierzu E. 4.3 hiervor). Da die Beschwerdeführerin keine neue Tätigkeit im 
ihr zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen 
mit Blick auf den Fächer möglicher Verweistätigkeiten (vgl. Zumutbar-
keitsprofil gemäss E. 3.6 hiervor) gestützt auf die LSE 2014, Tabelle TA1, 
Total, Frauen, Kompetenzniveau 1 (Fr. 4‘300.--), zu bestimmen. Bei einer 
zumutbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % sowie unter Berück-
sichtigung eines behinderungsbedingten Abzugs von 5 % (vgl. AB 66 S. 2), 
betrug dieses im Jahr 2015 Fr. 25‘675.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 / 40 x 41.7 / 
103.6 x 104.1 [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun-
gen, Total, 2015, sowie Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-
2016, Total, 2014 bzw. 2015] = Fr. 54‘052.60 x 0.5 x 0.95). Ein höherer 
Tabellenlohnabzug rechtfertigt sich vorliegend nicht, wird den behinde-
rungsbedingten Einschränkungen mit dem um 50 % reduzierten Arbeits-

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pensum doch bereits ausreichend Rechnung getragen. Zudem werden 
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen Arbeitsmarkt (Art. 16 
ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 6. Oktober 2016, 8C_450/2016, E. 5.3.2). Das Alter der im Gut-
achtenszeitpunkt vom 30. Mai 2016 54-jährigen Beschwerdeführerin führt 
denn auch nicht zu einer generellen Unverwertbarkeit der verbliebenen 
Resterwerbsfähigkeit (vgl. Beschwerde S. 4 sowie BGE 138 V 457 E. 3.1 
und 3.3 S. 460 und  462).

4.7 Bei Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt sich 
eine Erwerbseinbusse von  Fr. 31‘265.65 (Fr. 56‘940.65 ./. Fr. 25‘675.--), 
womit ein zu einer halben Invalidenrente berechtigender Invaliditätsgrad 
von gerundet 55 % resultiert (vgl. E. 2.2 hiervor sowie zur Rundung BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123).

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf 
eine halbe Invalidenrente. Demnach ist die gegen die angefochtene Verfü-
gung vom 6. Februar 2017 (AB 66) erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2017, IV/17/255, Seite 15

6.2 Es besteht kein Anspruch auf die Ausrichtung einer Parteientschä-
digung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, MLaw C.________, z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.