# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44b29383-6fea-5138-974e-7a3750b8afe8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2019 A-4143/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4143-2018_2019-05-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4143/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richterin Sonja Bossart Meier (Vorsitz), 

Richter Daniel Riedo, Richter Raphaël Gani, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 E._______, 

(…), 

vertreten durch 

Dr. Hubertus Ludwig und Pascal Straub, Advokat,  

Ludwig + Partner AG,  

(…),  

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern, 

Vorinstanz, 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-FR), 

 

 

 

A-4143/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am (…) richtete die französische Steuerbehörde, die Direction Générale 

des Finances Publiques (nachfolgend: DGFP oder ersuchende Behörde), 

gestützt auf Art. 28 des Abkommens vom 9. September 1966 zwischen der 

Schweiz und Frankreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem 

Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen und zur Vermei-

dung von Steuerbetrug und Steuerflucht (SR 0.672.934.91, DBA CH-FR) 

ein Amtshilfeersuchen an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). 

Als betroffene Person in Frankreich ist A._______ und als «betroffene Per-

son im Ausland» ist die Bank C._______ genannt. 

Die DGFP führte in ihrem Ersuchen aus, es werde vermutet, dass 

A._______ aufgrund seiner engen Beziehung zu Frankreich über einen 

dortigen steuerlichen Wohnsitz verfügt habe. Die ersuchten Informationen 

würden für die Erhebung der französischen Einkommenssteuer («impôt sur 

le revenu») und die Solidaritätssteuer auf Vermögen («impôt de solidarité 

sur la fortune») benötigt und seien für die Besteuerung von A._______ in 

Frankreich voraussichtlich erheblich. A._______ habe diverse Konten bei 

der Bank C._______ nicht deklariert bzw. die Informationen den französi-

schen Steuerbehörden nicht kundgetan. Die DGFP bittet u.a. um Übermitt-

lung folgender Informationen in Bezug auf allfällige andere Konten: 

(b) Veuillez indiquer les références des autres comptes bancaires dont le con-

tribuable serait directement ou indirectement titulaire, quelles que soient 

les structures interposées, ou ayant-droit économique au sein de cette 

banque ainsi que ceux pour lesquels il disposerait d'une procuration; 

(c) Pour les autres comptes bancaires dont le contribuable serait directement 

ou indirectement titulaire, quelles que soient les structures interposées, ou 

ayant-droit économique au sein de cette banque ainsi que ceux pour les-

quels il disposerait d'une procuration, veuillez communiquer: 

1. Les états de fortune au 1 er janvier des années 2010 à 2013; 

2. Les relevés sur la période du 01/01/2010 au 31/12/2013, précisant les ap-

ports et les prélèvements enregistrés sur cette période ainsi que les gains 

financiers générés. Veuillez indiquer la date, le montant et la nature des 

revenus perçus (intérêts, dividendes, plus-values); 

3. La copie du formulaire A, I, S, T ou tout document analogue; 

4. En cas de clôture du compte, veuillez indiquer la date du transfert des 

avoirs ainsi que la banque, le compte de destination et le territoire con-

cerné; 

 

B.  

Am 12. Februar 2018 erliess die ESTV gegenüber der Bank C._______ 

A-4143/2018 

Seite 3 

und der Bank D._______ eine Editionsverfügung, welcher diese beiden 

fristgerecht nachgekommen waren. 

C.  

Mit Schreiben vom 9. April 2018 wurde E._______ – (verwandt mit 

A._______) – als beschwerdeberechtigte Person über das Amtshilfeersu-

chen der DGFP informiert. 

D.  

Mit Schreiben vom 28. Mai 2018 zeigte der Vertreter von A._______ an, 

nun auch für E._______ tätig zu sein und machte geltend, es fehle an der 

Geeignetheit der ersuchten Informationen, da die auf E._______ als Kon-

toinhaberin lautenden Bankkonti keinerlei Einfluss auf die Berechnung ei-

nes allfällig behaupteten in Frankreich steuerbaren Einkommens/Vermö-

gens von A._______ hätten. Es stelle sich die Frage, ob die Grenze zur 

«fishing expedition» überschritten werde, wenn nun plötzlich auch Informa-

tionen von unbeteiligten Drittpersonen für den Austausch vorgesehen 

seien. 

E.  

Am 15. Juni 2018 erliess die ESTV eine Schlussverfügung betreffend 

A._______ als betroffene Person und eine separate Schlussverfügung be-

treffend E._______ als beschwerdeberechtigte Person. Die ESTV kam da-

rin zum Schluss, der DGFP sei betreffend A._______ Amtshilfe zu leisten. 

Sie eröffnete E._______ einen Teil der Informationen, die sie der DGFP zu 

übermitteln beabsichtigt, nämlich soweit es um das von ihr gehaltene Konto 

ging: 

 

b. Veuillez indiquer les références des autres comptes bancaires dont Mon-

sieur A._______ serait directement ou indirectement titulaire, quelles que 

soient les structures interposées, ou ayant droit économique au sein de la 

banque C._______ et/ou D._______ ainsi que ceux pour lesquels il dis-

poserait d'une procuration. 

Monsieur A._______ était au bénéfice d'un droit de signature sur la rela-

tion bancaire […], dont Madame E._______ était titulaire. 

c. Pour les autres comptes bancaires dont Monsieur A._______ serait direc-

tement ou indirectement titulaire, quelles que soient les structures interpo-

sées, ou ayant droit économique au sein de la banque C._______ et/ou 

D._______ ainsi que ceux pour lesquels il disposerait d'une procuration, 

veuillez communiquer:  

A-4143/2018 

Seite 4 

I. . . Les états de fortune aux 1ers janvier des années 2010 à 2013. 

Veuillez trouver, en annexe 7, les états de fortune au 1er janvier 2010 con-

cernant la relation bancaire no[…]. 

 

II. Les relevés sur Ia période du 1er janvier 2010 au 31 décembre 2013, pré-

cisant les apports et les prélèvements enregistrés sur cette période ainsi 

que les gains financiers générés. Veuillez indiquer la date, le montant et 

Ia nature des revenus perçus (intérêts, dividendes, plus-values). 

Veuillez trouver, en annexe 9, les relevés de la relation bancaire no[…]. 

 

III. La copie du formulaire A, I, S, T ou tout document analogue. 

Selon les informations fournies par banque D._______, la relation ban-

caire no[…] ne comporte aucun formulaire A. 

 

IV. En cas de clôture des comptes, veuillez indiquer Ia date du transfert des 

avoirs ainsi que la banque, le compte de destination et le territoire con-

cerné. 

Veuillez trouver, en annexe 13, les ordres de transfert concernant la rela-

tion bancaire no[…]. 

Die ESTV begründete ihren Entschluss, Amtshilfe zu leisten damit, die er-

suchende Behörde gehe davon aus, dass A._______ im ersuchten Zeit-

raum Wohnsitz in Frankreich hatte. Zwecks Ermittlung der globalen steu-

erlichen Bemessungsgrundlagen, welche Voraussetzung für eine vollstän-

dige Besteuerung in Frankreich seien, würden die erfragten Informationen 

dienen. Letztere würden insbesondere Auskunft über Vermögenswerte und 

Einkommen geben, welche die betroffene Person den französischen Be-

hörden nicht kundgetan habe; folglich seien diese Informationen voraus-

sichtlich erheblich für die französische Steuerprüfung von A._______; von 

einer verpönten «fishing expedition» könne nicht ausgegangen werden. 

Auch den Informationen über eine Zeichnungsberechtigung von 

A._______ in Verbindung mit dem Konto von E._______ komme voraus-

sichtliche Erheblichkeit zu, da Angaben über Kontovollmachten Rück-

schlüsse auf Geldflüsse ermöglichen könnten, welche an A._______ 

adressiert und geeignet gewesen seien, seine allfällige Steuerveranlagung 

in Frankreich zu beeinflussen; Vollmachten über ein Drittkonto könnten ge-

rade auch zur Bewegung eigener, allfällig in Frankreich steuerbarer Ver-

mögenswerte benutzt werden. Zudem sei von Seiten E._______ kein Inte-

resse ersichtlich, welches jenes der DGFP überwiegen würde. 

A-4143/2018 

Seite 5 

F.  

Gegen diese Schlussverfügung erhob E._______ (nachfolgend: die Be-

schwerdeführerin) am 16. Juli 2018 Beschwerde ans Bundesverwaltungs-

gericht. Sie beantragt, die Schlussverfügung der ESTV vom 15. Juni 2018 

sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der in Frage stehende Infor-

mationsaustausch betreffend die Daten der Beschwerdeführerin gegen die 

Prinzipien des Bundesgesetzes vom 28. September 2012 über die interna-

tionale Amtshilfe in Steuersachen (StAhiG, SR 651.1) verstosse und inso-

weit unzulässig sei. Eventualiter seien ihre privaten Informationen zu ano-

nymisieren; dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge inkl. Mehr-

wertsteuern zu Lasten der ESTV. Die Beschwerdeführerin bringt unter an-

derem vor, das StAhiG lasse nur die Übermittlung von Informationen über 

die betroffene Person zu, weshalb sämtliche Informationen zu den Vermö-

genswerten der Beschwerdeführerin – als nicht involvierte Drittperson – 

von vornherein ausgeschlossen seien. Deren Bankkontoverbindung habe 

keinerlei Einfluss auf die Berechnung eines allfällig behaupteten in Frank-

reich steuerbaren Einkommens/Vermögens von A._______. Letztlich sei 

nicht einmal geprüft worden, ob auch tatsächlich Transaktionen durch 

A._______ auf dem besagten Konto festzustellen seien. Es fehle an der 

voraussichtlichen Erheblichkeit der auszutauschenden Informationen. Im 

Übrigen seien vermögensrelevante Informationen, welche lediglich die Be-

schwerdeführerin betreffen, in den Kontounterlagen allesamt zu anonymi-

sieren, da diese unter keinen Umständen Gegenstand des Amtshilfever-

fahrens sein könnten.  

Gleichentags erhob auch A._______ (betroffene Person) Beschwerde ans 

Bundesverwaltungsgericht (vgl. Verfahren A-4144/2018). 

G.  

Die ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) beantragt in ihrer Vernehmlas-

sung vom 27. August 2018, die Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen. In 

prozessualer Hinsicht beantragt sie, das Beschwerdeverfahren mit dem 

Verfahren A-4144/2018 zu vereinigen. Materiell hält sie dagegen, vorlie-

gend sei einzig zu prüfen, ob die ersuchten Informationen voraussichtlich 

erheblich seien, wobei die ersuchten Informationen für die ordnungsge-

mässe Besteuerung von A._______ in Frankreich erforderlich seien und 

nicht ausgeschlossen werden könne, dass seine Vollmacht über das Konto 

der Beschwerdeführerin zur Bewegung von ihm zuzurechnenden Steuer-

faktoren benutzt werden könnte. Die Amtshilfeersuchen seien bzgl. der 

konkreten Sachverhaltsangaben detailliert umschrieben. Aus dem darge-

A-4143/2018 

Seite 6 

legten Sachverhalt gehe genügend klar hervor, dass die französische Steu-

erbehörde eine Steuerprüfung von A._______ durchführe, dieser Inhaber 

von Bankkonten bei der Bank D._______ sei und die erfragten Informatio-

nen für dessen Besteuerung relevant seien. Es liege somit keine «fishing 

expedition» vor. Bestehe im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung eine ver-

nünftige Möglichkeit, dass sich die angefragten Angaben als erheblich er-

weisen, sei die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit erfüllt. 

Es spiele keine Rolle, wenn sich die beschafften Informationen letztlich als 

nicht relevant herausstellen würden. 

H.  

Auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben der Parteien wird – sofern sie 

entscheidwesentlich sind – im Rahmen der folgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Verfahren A-4143/2018 und A-4144/2018 betreffen zwar dasselbe 

Amtshilfeersuchen. Die ESTV hat jedoch gänzlich unterschiedliche 

Schlussverfügungen erlassen, indem sie in der Schlussverfügung an die 

(vorliegende) Beschwerdeführerin einzig die diese betreffenden Punkte be-

handelt hat und ihr gegenüber keine weiteren Informationen betreffend die 

Beschwerdeführenden im Verfahren A-4144/2018 offengelegt hat. Auch die 

– zwar durch den gleichen Rechtsanwalt – verfassten Rechtsschriften stim-

men weder in Begehren noch in Begründung überein. Es bestehen denn 

auch möglicherweise Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdeführen-

den im Verfahren A-4144/2018 gegenüber der vorliegenden Beschwerde-

führerin. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich nicht, die beiden Ver-

fahren zu vereinigen (vgl. e contrario: Urteile des BVGer A-5652/2017, 

A-5659/2017 vom 19. Juli 2018 E. 1.1 und A-197/2018, A-200/2018 vom 

2. Mai 2018 E. 1.1 sowie A-4016/2017, A-4022/2017 vom 8. März 2018 

E. 1.2, je mit Hinweisen). 

1.2 Dem vorliegenden Verfahren liegt das Amtshilfeersuchen der DGFP 

gestützt auf Art. 28 DBA CH-FR zugrunde, welches am (…) eingereicht 

wurde. Der Vollzug der Amtshilfe wird durch das StAhiG geregelt (Art. 1 

Abs. 1 Bst. a StAhiG). Demnach gelten im Beschwerdeverfahren die Best-

immungen über die Bundesrechtspflege, soweit das StAhiG nichts anderes 

A-4143/2018 

Seite 7 

bestimmt (Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 

VwVG. Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbaren Verfügungen 

gehört damit auch die Schlussverfügung der ESTV im Bereich der interna-

tionalen Amtshilfe in Steuersachen (Art. 32 VGG e contrario und Art. 19 

Abs. 1 und 5 StAhiG). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts 

zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben. 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist mit Blick auf die sie betreffenden, nach der angefochtenen 

Schlussverfügung an die DGFP zu übermittelnden Informationen materiell 

beschwert. Sie ist damit und als Adressatin der angefochtenen Verfügung 

zur Beschwerdeführung berechtigt (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG i.V.m. Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die form- und fristgerecht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG, je in Verbindung mit Art. 19 Abs. 5 StAhiG) eingereichte Be-

schwerde ist somit grundsätzlich – mit Ausnahme von Erwägung 1.4 – ein-

zutreten. 

1.4  

1.4.1 Die Beschwerdeführerin stellt u.a. das Begehren, es sei festzustellen, 

dass der in Frage stehende Informationsaustausch gegen die Prinzipien 

des StAhiG verstosse und insoweit unzulässig sei. 

1.4.2 Gemäss Art. 25 Abs. 1 VwVG kann die in der Sache zuständige Be-

hörde über den Bestand, den Nichtbestand oder den Umfang öffentlich-

rechtlicher Rechte oder Pflichten auf Begehren oder von Amtes wegen eine 

Feststellungsverfügung treffen. Einem derartigen Begehren ist nur zu ent-

sprechen, wenn die Beschwerdeführerin hierfür ein schutzwürdiges Inte-

resse nachweist (Art. 25 Abs. 2 VwVG). Dabei gilt es zu beachten, dass 

der Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung subsidiär gegenüber 

Leistungs- oder Gestaltungsverfügungen ist (statt vieler: BGE 137 II 199 

E. 6.5; BVGE 2010/12 E. 2.3; Urteil des BVGer A-1488/2018 vom 18. Mai 

2018 E. 1.3, mit weiteren Hinweisen). 

1.4.3 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin bereits den Antrag auf Aufhe-

bung der Schlussverfügungen vom 15. Juni 2018 gestellt; u.a. mit der Be-

gründung das StAhiG lasse nur die Übermittlung von Informationen über 

die betroffene Person und nicht solche über nicht involvierte Drittpersonen 

zu. Das Feststellungsbegehren geht im rechtsgestaltenden Aufhebungsbe-

gehren der Beschwerdeführerin auf und hat damit keine selbständige Be-

A-4143/2018 

Seite 8 

deutung. Der Beschwerdeführerin fehlt insofern ein schutzwürdiges Inte-

resse an der Behandlung ihres Feststellungsbegehrens, weshalb auf Letz-

teres nicht einzutreten ist. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen  

oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

(Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c 

VwVG; ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.149 ff.; ULRICH HÄFELIN et al., Allgemeines Ver-

waltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 1146 ff.). 

2.  

2.1 Gemäss Art. 28 DBA CH-FR tauschen die zuständigen Behörden der 

beiden Vertragsstaaten unter sich diejenigen Informationen aus, «die zur 

Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchset-

zung des innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern jeder Art und Be-

zeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten oder ihrer politischen Un-

terabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben werden, voraussicht-

lich erheblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung 

nicht dem Abkommen widerspricht» (Art. 28 Abs. 1 Satz 1 DBA CH-FR; zu 

hier nicht relevanten Einschränkungen dieser Amtshilfeverpflichtung vgl. 

Art. 28 Abs. 3 und 5 DBA CH-FR). Der Informationsaustausch ist durch 

Art. 1 DBA CH-FR (persönlicher Anwendungsbereich) und Art. 2 DBA 

CH-FR (sachlicher Anwendungsbereich) nicht eingeschränkt (Art. 28 

Abs. 1 Satz 2 DBA CH-FR). 

2.1.1 Vorliegend ist weiter Ziff. XI des Zusatzprotokolls, welches integrie-

render Bestandteil des DBA CH-FR ist, relevant. Ziff. XI Abs. 3 des Zusatz-

protokolls zum DBA CH-FR führt die Informationen auf, welche die Steuer-

behörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshilfeersu-

chens zu liefern haben. Diese Anforderungen gehen den ähnlichen Best-

immungen in Art. 6 Abs. 2 StAhiG vor (so auch Art. 1 Abs. 2 StAhiG; Urteil 

des BVGer A-1488/2018 vom 30. Juli 2018 E. 2.7). 

2.1.2 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

«voraussichtlich erheblich» gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, damit eine in diesem Staat steuerpflichtige Person 

korrekt besteuert werden kann (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.1 und BGE 141 

II 436 E. 4.4.3; Urteile des BVGer A-2830/2018 vom 17. September 2018 

A-4143/2018 

Seite 9 

E. 2.1.1 und A-272/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 2.2, je mit weiteren 

Hinweisen). 

2.1.3 Gemäss Ziff. XI Abs. 2 des Zusatzprotokolls zum DBA CH-FR soll der 

Verweis auf «voraussichtlich erhebliche» Informationen in Art. 28 Abs. 1 

DBA CH-FR «einen möglichst breiten Informationsaustausch in Steuersa-

chen gewährleisten, ohne dass die Vertragsstaaten ‹fishing expeditions› 

durchführen oder Informationen verlangen können, deren Erheblichkeit für 

die Aufklärung der Steuerangelegenheiten bestimmter Steuerpflichtiger 

wenig wahrscheinlich ist». In Ziff. XI Abs. 4 des Zusatzprotokolls zum DBA 

CH-FR wird bestimmt, dass die erforderlichen Informationen gemäss 

Ziff. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls zum DBA CH-FR (bereits: E. 2.1.1) so 

auszulegen seien, dass sie einen wirksamen Informationsaustausch nicht 

behindern. 

2.1.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass keine «fishing 

expedition» vorliegt, wenn einer ersuchenden Behörde eine Kontonummer 

vorliegt und diese Behörde auch nach anderen Konten fragt, die die be-

troffene Person bei der Bank, bei der das Konto mit der vorgenannten Num-

mer gehalten wird, hält bzw. an denen sie berechtigt ist. Es handelt sich 

gerade nicht um eine grundlose Anfrage «ins Blaue», sondern um eine 

konkrete Frage, in Bezug auf eine identifizierte (bzw. identifizierbare) Per-

son im Zusammenhang mit einer laufenden Untersuchung. In einem sol-

chen Fall kann von einer «fishing expedition» keine Rede sein (Urteile des 

BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.5 und A-1230/2016 vom 

10. November 2016 E. 4.2.1). 

2.1.5 Die «voraussichtliche Erheblichkeit» von geforderten Informationen 

muss sich bereits aus dem Amtshilfeersuchen ergeben. Würde dies nicht 

verlangt, könnten Ersuchen aufs Geratewohl gestellt werden und die er-

suchte Behörde müsste die Unterlagen auch dann zur Verfügung stellen, 

wenn sie erst nach deren Erhebung deren voraussichtliche Erheblichkeit 

feststellen würde. Auch nach der Edition der verlangten Unterlagen hat die 

Steuerverwaltung des ersuchten Staates zu prüfen, ob die betreffenden In-

formationen für die Erhebung der Steuer voraussichtlich erheblich sind (vgl. 

zum Ganzen: BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Dem «voraussichtlich» kommt so-

mit eine doppelte Bedeutung zu: Zum einen bezieht es sich darauf, dass 

der ersuchende Staat die Erheblichkeit voraussehen und diese dem Amts-

hilfeersuchen zu entnehmen sein muss (wobei im Einklang mit dem völker-

rechtlichen Vertrauensprinzip [E. 2.2] vermutet wird, dass der ersuchende 

A-4143/2018 

Seite 10 

Staat nach Treu und Glauben handelt). Zum anderen sind nur solche Infor-

mationen zu übermitteln, die tatsächlich voraussichtlich erheblich sind (vgl. 

BGE 143 II 185 E. 3.3.2; Urteile des BVGer A-2830/2018 vom 17. Septem-

ber 2018 E. 2.1.2 und A-4331/2017 vom 16. November 2017 E. 4.1, mit 

weiteren Hinweisen). 

Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im 

Zeitpunkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Mög-

lichkeit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erwei-

sen werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese 

Informationen nach deren Übermittlung für den ersuchenden Staat letzten 

Endes als nicht erheblich herausstellen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1). Ob 

eine Information tatsächlich erheblich ist, kann in der Regel nur der ersu-

chende Staat abschliessend feststellen (BGE 142 II 161 E. 2.1.1 f.; 

BGE 139 II 404 E. 7.2.2; statt vieler: Urteil des BVGer A-4218/2017 vom 

28. Mai 2018 E. 2.3.1). Die Rolle des ersuchten Staates bei der Beurteilung 

der voraussichtlichen Erheblichkeit beschränkt sich somit darauf, zu über-

prüfen, ob die vom ersuchenden Staat verlangten Informationen und Do-

kumente mit dem im Ersuchen dargestellten Sachverhalt zusammenhän-

gen und ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, im ausländischen Ver-

fahren verwendet zu werden (BGE 142 II 161 E. 2.1.1; vgl. Urteile des 

BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1 und A-197/2018, 

A-200/2018 vom 2. Mai 2018 E. 2.3, je mit weiteren Hinweisen). Vor die-

sem Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte – mit der Begründung, 

die verlangten Informationen seien nicht «voraussichtlich erheblich» im 

Sinne von Art. 28 Abs. 1 Satz 1 DBA CH-FR – nur verweigern, wenn ein 

Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und der im ersuchen-

den Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahrscheinlich bzw. un-

wahrscheinlich erscheint (E. 2.1.3; vgl. Ziff. XI Abs. 2 des Zusatzprotokolls 

zum DBA CH-FR; BGE 143 II 185 E. 3.3.2 und BGE 141 II 436 E. 4.4.3; vgl. 

Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1 und A-

4353/2016 vom 27. Februar 2017 E. 2.2.2; vgl. auch die vereinzelt unein-

heitliche – [v.a.] französischsprachige – Rechtsprechung des Bundesge-

richts, welche verlangt, dass ein Zusammenhang zwischen den verlangten 

Angaben und der Untersuchung mit Sicherheit [«avec certitude»] nicht be-

steht: BGE 144 II 29 E. 4.2.2 und BGE 142 II 161 E. 2.1.1; vgl. dazu Urteil 

des BVGer A-2830/2018 vom 17. September 2018 E. 2.1.3, mit weiterem 

Hinweis). In letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verstehen, 

wonach Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht 

A-4143/2018 

Seite 11 

übermittelt werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder unkennt-

lich zu machen sind (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-2830/2018 vom 

17. September 2018 E. 2.1.3, mit weiterem Hinweis). 

2.1.6 Soweit die Behörden des ersuchenden Staates verpflichtet sind, den 

massgeblichen Sachverhalt darzulegen, kann von ihnen nicht erwartet 

werden, dass sie dies bereits lückenlos und völlig widerspruchsfrei tun. 

Dies wäre mit dem Sinn und Zweck der Amtshilfe (wie mit jenem der 

Rechtshilfe) nicht vereinbar, sollen doch aufgrund von Informationen und 

Unterlagen, die sich im ersuchten Staat befinden, bisher im Dunkeln ge-

bliebene Punkte erst noch geklärt werden (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1; 

BVGE 2011/14 E. 2; statt vieler: Urteil des BVGer A-7596/2016 vom 

23. Februar 2018 E. 2.7). Daher verlangt die Rechtsprechung von der er-

suchenden Behörde nicht den strikten Beweis des Sachverhalts, sondern 

sie muss nur (aber immerhin) hinreichende Verdachtsmomente für dessen 

Vorliegen dartun (BGE 139 II 451 E. 2.1 und E. 2.2.1 sowie BGE 139 II 404 

E. 7.2.2; Urteil des BVGer A-6102/2016 vom 15. März 2017 E. 2.5). 

2.2 Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG 

genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver-

haltsdarstellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völ-

kerrechtliches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4, BGE 142 II 218 

E. 3.3, BGE 142 II 161 E. 2.1.3 f.; Urteil des BVGer A-4992/2016 vom 

29. November 2016 E. 4.3). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das 

ganze Amtshilfeverfahren. Dementsprechend ist die ESTV an die Darstel-

lung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht we-

gen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet 

werden kann (vgl. statt vieler: BGE 128 II 407 E. 5.2.1; Urteile des BVGer 

A-381/2018 vom 21. November 2018 E. 4.2 und A-7622/2016 vom 23. Mai 

2017 E. 2.3, mit weiteren Hinweisen). Gleiches gilt für die vom ersuchen-

den Staat abgegebenen Erklärungen. Werden diese sofort entkräftet, kann 

der ersuchte Staat ihnen nicht mehr vertrauen (Urteil des BVGer 

A-3716/2015 vom 16. Februar 2016 E. 3.5). 

2.3  

2.3.1 Rechtsprechungsgemäss ist der Begriff der «nicht betroffenen Per-

son» nach Art. 4 Abs. 3 StAhiG restriktiv zu verstehen (vgl. BGE 142 II 161 

E. 4.6.1 f.). Damit sollen in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips 

A-4143/2018 

Seite 12 

Personen geschützt werden, die nichts mit dem im Amtshilfeersuchen ge-

schilderten Sachverhalt zu tun haben, deren Namen also rein zufällig in 

den weiterzuleitenden Dokumenten auftauchen («fruit d’un pur hasard»; 

Botschaft des Bundesrates vom 5. Juni 2015 zur Genehmigung des Über-

einkommens des Europarats und der OECD über die gegenseitige Amts-

hilfe in Steuersachen und zu seiner Umsetzung [Änderung des StAhiG], 

BBl 2015 5585 ff., 5623; statt vieler: Urteil des BVGer A-3791/2017 vom 

5. Januar 2018 E. 5.2.2, mit Hinweisen). In gewissen Konstellationen ist es 

unumgänglich, auch über Personen Informationen zu erteilen, deren Steu-

erpflicht im ersuchenden Staat nicht geltend gemacht wird. Können die er-

suchten Informationen für die Steuerpflicht der im ersuchenden Staat zu 

besteuernden Person voraussichtlich erheblich sein und ist ihre Übermitt-

lung unter Verhältnismässigkeitsgesichtspunkten erforderlich, d.h. wenn 

die Aussonderung, Schwärzung oder anderweitige Unkenntlichmachung 

der Informationen den Zweck des Amtshilfeersuchens vereiteln würde, so 

sind sie dem ersuchenden Staat zu übermitteln (vgl. ausführlich mit Bei-

spielen: BGE 144 II 29 E. 4.2.2 ff.; BGE 141 II 436 E. 4.4.3 f., BGE 143 II 

506 E. 5.2.1 in Bezug auf Daten von Bankangestellten; jüngst: Urteil des 

BGer 2C_615/2018 vom 26. März 2019 E. 3.1; Urteil des BVGer 

A-4819/2016 vom 4. April 2018 E. 3.4 und 3.5). 

2.3.2 In seinem Urteil 2C_963/2014 vom 24. September 2015 (teilweise 

publiziert in: BGE 141 II 436) erklärt das Bundesgericht im Zusammenhang 

mit einem Ersuchen um internationale Amtshilfe in Steuersachen, die Iden-

tität der Inhaber einer Vollmacht (in diesem Fall die Ehefrau und Töchter) 

an den direkt gehaltenen Bankkonten einer von dem Amtshilfeersuchen 

betroffenen Person stelle ein wesentliches Element bei der Überprüfung 

der Geldflüsse dar. Es liege keine Konstellation vor, in der Personen nur 

zufällig in den Bankunterlagen auftauchen würden. Aus diesem Grund 

seien diese Informationen voraussichtlich erheblich (E. 6.2 des Urteils, wel-

che nicht in BGE 141 II 436 publiziert wurde). 

Im Urteil 2C_216/2015 vom 8. November 2015 erachtete das Bundesge-

richt die Informationen zu Konten einer juristischen Person als voraussicht-

lich erheblich, weil die steuerpflichtige natürliche Person an der juristischen 

Person beteiligt gewesen sei und zusammen mit seiner Ehefrau über eine 

Vollmacht an diesen Konten verfügt habe (E. 4.2 des Urteils). 

2.4 Gemäss Art. 7 StAhiG ist auf ein Amtshilfeersuchen nicht einzutreten, 

wenn es zum Zwecke der Beweisausforschung gestellt worden ist (Bst. a), 

wenn Informationen verlangt werden, die von den Amtshilfebestimmungen 

A-4143/2018 

Seite 13 

des anwendbaren Abkommens nicht erfasst sind (Bst. b), oder wenn es 

den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt (Bst. c). 

3.  

Im vorliegenden Verfahren ist einzig zu prüfen, ob die Unterlagen betref-

fend die Beschwerdeführerin, die die ESTV der DGFP übermitteln möchte 

(vgl. Sachverhalt Bst. E), voraussichtlich erheblich sind. Zunächst ist fest-

zuhalten, dass vorliegend nicht schadet, dass die DGFP nicht nur Informa-

tionen zu drei mit Kontonummer genau benannten Bankkonten, sondern 

auch zu anderen Konten, welche A._______ bei der Bank C._______ hält 

bzw. an denen er berechtigt ist, erhalten möchte. Wie aufgezeigt stellt dies 

alleine gemäss der Rechtsprechung keine «fishing expedition» dar 

(E. 2.1.4). 

Vorab stellt das Gericht fest, dass die Voraussetzungen gemäss Ziff. XI 

Abs. 3 des Zusatzprotokolls zum DBA CH-FR (vgl. E. 2.1.1) beim vorlie-

genden Amtshilfeersuchen erfüllt sind. 

3.1 Was die voraussichtliche Erheblichkeit anbelangt, ist vorwegzuneh-

men, dass es grundsätzlich Sache des ersuchenden Staates ist zu bestim-

men, welche Informationen für die Besteuerung voraussichtlich erheblich 

sind. 

3.1.1 Zweck des Ersuchens ist die Ermittlung der globalen einkommens- 

und vermögenssteuerlichen Bemessungsgrundlage von A._______ (be-

troffene Person). 

3.1.2 Unbestrittenermassen besitzt A._______ eine Vollmacht für das 

Konto (…) (vgl. Schreiben vom 28. Mai 2018, Sachverhalt Bst. D und E-

Mail der Beschwerdeführerin vom 11. April 2018), der Beschwerdeführerin. 

Gemäss der einschlägigen Rechtsprechung sind auch Daten betreffend 

Personen, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat nicht geltend ge-

macht wird, zu übermitteln, wenn die Informationen über diese Personen 

für den ersuchenden Staat zur Besteuerung der betroffenen Person vo-

raussichtlich erheblich sind (E. 2.3.1). Die voraussichtliche Erheblichkeit 

ergibt sich insbesondere im Lichte des in Erwägung 2.3.2 erstgenannten 

Urteils des Bundesgerichts, welches mit dem vorliegenden Verfahren – 

zwar in umgekehrter Konstellation – rechtswesentlich vergleichbar ist. Eine 

Vollmacht über das Konto der Beschwerdeführerin könnte nämlich – wie 

die Vorinstanz zu Recht ausführt – zur Bewegung von A._______ zuzu-

rechnenden Steuerfaktoren benutzt werden, weshalb die Informationen 

A-4143/2018 

Seite 14 

über dieses Konto zur Ermittlung der globalen einkommens- und vermö-

genssteuerlichen Bemessungsgrundlage bzw. für die Besteuerung von 

A._______, voraussichtlich erheblich sind. 

Da den zur Übermittlung vorgesehenen Unterlagen lediglich wenige Geld-

flüsse und der Name der Beschwerdeführerin zu entnehmen sind und 

diese keine weiteren persönlichen Angaben enthalten, ist dem Eventualan-

trag auf (weitere) Anonymisierung nicht zu entsprechen. Die Kontoinforma-

tionen sind demnach der DGFP zu übermitteln. Letztlich spielt für die Frage 

der Amtshilfeverpflichtung von vornherein – wie erwähnt (vgl. E. 2.1.5) – 

keine Rolle, ob sich diese Informationen nach ihrer Beschaffung als rele-

vant (oder nicht relevant) herausstellen bzw. ob sich daraus steuerbare 

Faktoren ergeben oder nicht. Aus diesem Grund ist nicht entscheidend, ob 

A._______ tatsächlich über das Konto der Beschwerdeführerin Transakti-

onen getätigt hat oder nicht. 

3.2 Im vorliegenden Verfahren sind somit die Informationen an die DGFP, 

wie von der ESTV in der Schlussverfügung vom 15. Juni 2018 vorgesehen, 

zu übermitteln und die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten ist. 

4.  

Ausgangsgemäss hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Verfah-

renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 2‘500.-- 

festzusetzen (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe ist 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG 

e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

5.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h BGG innerhalb von 10 Tagen nur dann 

mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätz-

licher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinn von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet 

das Bundesgericht. 

A-4143/2018 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 2‘500.-- werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sonja Bossart Meier Anna Strässle 

 

(Die Rechtsmittelbelehrung befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

A-4143/2018 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung 

erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen 

und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 

die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-

mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-

zulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: