# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1e50c7a-ae51-512a-b1ca-073ae89b68f8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 17.07.2019 R 2019 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2019-46_2019-07-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 19 46

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
Richter Audétat, Racioppi

Aktuarin Parolini

URTEIL

vom 17. Juli 2019

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

Beschwerdegegnerin 1

und

B._____,

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baueinsprache (Berichtigung, Erläuterung)

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1. B._____ ist Eigentümerin des Einfamilienhauses auf Parzelle 126 in der 

Gemeinde X._____. Am 11. Juli 2018 reichte sie der Baubehörde der Ge-

meinde (nachfolgend Gemeinde) das Gesuch um Bewilligung eines Neu-

baus auf Parzelle 126 ein. Das Bauvorhaben wurde am 19. Juli 2018 pu-

bliziert und vom 19. Juli 2018 bis zum 15. August 2018 öffentlich aufgelegt.

2. A._____ ist Eigentümer der an die Bauparzelle anstossenden Parzelle 128 

in der Gemeinde X._____. Am 9. August 2018 erhob er gegen das Bauvor-

haben von B._____ Einsprache. Er beantragte, das Bauvorhaben sei, so 

wie es ausgesteckt und zur Einsicht auf der Gemeindekanzlei X._____ auf-

gelegt sei, nicht zu bewilligen. Zudem solle das Baubewilligungsverfahren 

zwecks Aufnahme von Vergleichsgesprächen sistiert werden. Materiell be-

anstandete er die Grenzabstände, den Standort der Wärmepumpe sowie 

eine ungenügende Profilierung. 

3. Im Entscheid (später als "Schreiben" bezeichnet) vom 20. August 2018 hielt 

die Gemeinde fest, der Einsprache von A._____ könne nur teilweise ent-

sprochen werden. Mit Schreiben vom 16. August 2018 habe man die Bau-

herrin zur Nachprofilierung aufgefordert. Was die Gebäudehöhen, die 

Grenzabstände und die Installation der Wärmepumpe betreffe, würden die 

gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Alle weiteren Einsprachepunkte seien 

für die Behörde nicht relevant. Kosten würden keine erhoben.

4. Am 3. September 2018 teilte A._____ der Gemeinde mit, eine einvernehm-

liche Lösung sei auf gutem Wege. Mit Schreiben vom 19. September 2018 

nahm A._____ seinen Antrag auf Verfahrenssistierung angesichts geschei-

terter Vergleichsbemühungen wieder zurück.

5. Mit Entscheid vom 22. Oktober 2018, mitgeteilt am 23. Oktober 2018, be-

willigte der Gemeindevorstand X._____ das Baugesuch unter Bedingun-

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gen und Auflagen. Am 22. Oktober 2018, mitgeteilt am 25. Oktober 2018, 

erging der separate Einspracheentscheid mit folgendem Dispositiv: 

"1. Die Einsprache von Herrn A._____ gegen das Baugesuch von Frau 
B._____, betreffend Neubau Einfamilienhaus auf Parz.-Nr. 126 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Das Baugesuch betreffend Neubau Einfamilienhaus auf Parz.-Nr. 126 
wird bewilligt; die Bewilligung erfolgt mit separatem Entscheid.

3. Die Gebühren betragen CHF 500.00 und sind von Herrn A._____ in-
nert 30 Tagen auf das Konto der Gemeinde X._____ einzubezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid können die Betroffenen innert 30 Tagen beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde erheben." 

Im Einspracheentscheid wies die Gemeinde auf die am 16. August 2018 

erfolgte Nachprofilierung, die entsprechende Mitteilung an den Einsprecher 

und dessen Möglichkeit zur Stellungnahme hin. In Bezug auf die Wärme-

pumpe verpflichtete die Gemeinde die Bauherrschaft zur Bezeichnung des 

verwendeten Produkts, das gesetzlich zulässig sein müsse, und zur Nach-

reichung entsprechender Unterlagen.

6. Gegen diesen Einspracheentscheid sowie gegen die Baubewilligung erhob 

A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 12. November 2018 (Post-

stempel) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte sinngemäss die Aufhebung sowohl der Baubewilligung als 

auch des Einspracheentscheids. Darüber hinaus rügte er den Inhalt der 

Ziff. 2 der Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid und führte 

aus, er habe, entgegen der beanstandeten Erwägung, keine Mitteilung er-

halten, dass die Nachprofilierung erfolgt sei und er dazu Stellung nehmen 

könne, weshalb sein rechtliches Gehör verletzt sei. Die Gemeinde habe die 

von ihm gerügte, ursprünglich ungenügende Profilierung erkannt, weshalb 

ihm die bereits einbezahlte Einsprachegebühr von Fr. 500.-- zurückzuer-

statten sei. In Bezug auf die Wärmepumpe sei der Einwand der Unzumut-

barkeit nicht endgültig abgewiesen, solange die erforderlichen Unterlagen 

- 4 -

nicht nachgereicht seien. Bezüglich der Grenzabstände sei der Entscheid 

nicht nachvollziehbar, bezüglich Beeinträchtigung seiner Warmwasserer-

zeugung fehle eine Begründung. 

7. Am 4. Dezember 2018 (Poststempel) reichte die Gemeinde (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin 1) ihre Vernehmlassung ein, mit der sie die vollum-

fängliche Abweisung der Beschwerde beantragte. 

8. Ebenfalls am 4. Dezember 2018 (Poststempel) reichte B._____ (nachfol-

gend Beschwerdegegnerin 2) ihre Vernehmlassung ein, mit der sie sinn-

gemäss die Abweisung der Beschwerde beantragte. 

9. Am 8. Januar 2019 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein, mit der 

er an seinen in der Beschwerde vom 12. November 2018 gestellten Rechts-

begehren festhielt. Er bekräftigte, dass er die Mitteilung der Beschwerde-

gegnerin 1 betreffend Nachprofilierung nicht erhalten habe. Folglich habe 

der Entscheid der Beschwerdegegnerin 1 vom 20. August 2018 auf ande-

ren Verhältnissen basiert als der Entscheid der Beschwerdegegnerin 1 

vom 22. Oktober 2018. Die beiden Entscheide seien teilweise widersprüch-

lich, zudem seien ihm im Entscheid vom 20. August 2018 keine Kosten 

auferlegt worden. Die später auferlegten Gebühren seien ihm zurückzuer-

statten.

10. Mit Eingabe vom 18. Januar 2019 verzichtete die Beschwerdegegnerin 1 

auf das Einreichen einer Duplik. 

11. Am 5. Juni 2019, mitgeteilt am 14. Juni 2019, erging das Urteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden im Verfahren R 18 93. 

11.1. Das Urteilsdispositiv lautete folgendermassen: 

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"1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffer 2 
des Einspracheentscheids vom 22., mitgeteilt am 25. Oktober 2018, 
wird aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

 2. Die Gerichtskosten, bestehend
- aus einer Staatsgebühr von Fr.  2'000.--
- und den Kanzleiauslagen von Fr.   371.--
zusammen Fr. 2‘371.--

gehen im Umfang von 9/10 zulasten von A._____ und im Umfang von 
1/10 zu Lasten der Gemeinde X._____ und sind innert 30 Tagen seit 
Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 
Graubünden, Chur, zu bezahlen.

(3. Rechtsmittelbelehrung)

(4. Mitteilung)."

11.2. Das Verwaltungsgericht verwarf die Rüge des Beschwerdeführers, sein 

rechtliches Gehör sei verletzt, weil er über die Nachprofilierung nicht in 

Kenntnis gesetzt worden sei. Zwar sei, so das Verwaltungsgericht in seiner 

Begründung, aufgrund der Akten nicht vollends geklärt, ob dem Beschwer-

deführer im August 2018 oder auch später die erfolgte Nachprofilierung mit-

geteilt worden sei. Allerdings habe er ausreichend Zeit gehabt, davon 

Kenntnis zu nehmen. Ferner hielt das Verwaltungsgericht fest, es sei un-

klar, wie das lediglich an die Beschwerdegegnerin 2 adressierte Schreiben 

der Beschwerdegegnerin 1 vom 20. August 2018 (vgl. Beilage 2 der Be-

schwerdegegnerin 1) zu qualifizieren sei, am ehesten – und angesichts der 

Rechtsmittelbelehrung (Anfechtung innert zehn Tagen seit Mitteilung mit-

tels weiterer Stellungnahme an die Beschwerdegegnerin 1) als Zwischen-

verfügung. Bezüglich der Wärmepumpe sei das Vorgehen der Beschwer-

degegnerin 1 korrekt, sie müsse dem Beschwerdeführer allerdings die be-

treffenden Unterlagen vor dem diesbezüglich noch zu fällenden Entscheid 

sowie anschliessend auch den entsprechenden Entscheid zur Wahrung 

des rechtlichen Gehörs zustellen. In Bezug auf die angefochtene Einspra-

chegebühr hielt das Gericht fest, dass einerseits der Entscheid vom 20. 

August 2018 gegenüber dem Beschwerdeführer keine Rechtswirkungen 

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entfalte und dass ihm diese andererseits gestützt auf die neueste bundes-

gerichtliche Rechtsprechung (mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgericht 

1C_388/2018 vom 8. Januar 2019 sowie BGE 143 II 467) nicht überbunden 

werden könne. In diesem Sinn obsiege der Beschwerdeführer mit dem Be-

gehren um Aufhebung der Dispositiv-Ziff. 3 des angefochtenen Einspra-

cheentscheids. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde im Kosten-

punkt gut, wies sie im Übrigen ab und teilte die Verfahrenskosten zu 9/10 

zu Lasten des Beschwerdeführers und zu 1/10 zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin 1 zu. 

12. Mit Schreiben vom 20. Juni 2019 teilte die Beschwerdegegnerin 2 dem Ver-

waltungsgericht mit, dass im Urteil R 18 93 vom 5./14. Juni 2019 in Bezug 

auf die Einsprachegebühr ein Widerspruch zwischen den Erwägungen (Er-

wägung 9, S. 15) und dem Dispositiv (Ziff. 1) bestehe. Gemäss den Erwä-

gungen sei Ziff. 3 des Dispositivs des Einspracheentscheids aufzuheben, 

im Urteilsdispositiv sei jedoch Ziff. 2 aufgeführt, was einen offenkundigen 

Redaktionsfehler darstelle, der gemäss Art. 66 VRG zu berichtigen sei. Fer-

ner erwähnte die Beschwerdegegnerin 2, dass in Erwägung 7.2 (S. 13) die 

Parteibezeichnung nicht korrekt sei. 

13. Mit Schreiben vom 27. Juni 2019 nahm die Beschwerdegegnerin 1 dazu 

Stellung. Sie beantragte die Berichtigung der Redaktionsfehler gemäss 

dem Schreiben der Beschwerdegegnerin 2.

14. Mit Schreiben vom 11. Juli 2019 (Poststempel) nahm der Beschwerdefüh-

rer Stellung zum Berichtigungsgesuch. Er legte dar, dass dem Gesuch aus 

vier Gründen nicht stattgegeben werden könne. Einerseits werde im Urteil 

nicht erwähnt, dass die Profilierung zum Zeitpunkt der Einsprache mangel-

haft gewesen sei, weshalb der Einspracheentscheid falsch sei und es auch 

falsch wäre, die Ziff. 2 des Entscheid-Dispositivs nicht aufzuheben. Ande-

rerseits bestätige das Urteil, dass ihm die Nachprofilierung nicht mitgeteilt 

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worden sei, weshalb der Einspracheentscheid diesbezüglich lückenhaft 

und nicht schlüssig sei und die Nicht-Aufhebung der Entscheid-Dispositiv-

Ziff. 2 falsch wäre. Ferner lägen zwei unterschiedliche, teils sich widerspre-

chende Entscheide der Beschwerdegegnerin 1 vor, nämlich einer vom 20. 

August 2018 und einer vom 22. Oktober 2018. Da die Beschwerdegegne-

rin 1 nicht zwei Entscheide in der gleichen Sache erlassen könne, wäre es 

falsch, wenn der zweite Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2018 nicht 

aufgehoben würde. Schliesslich stehe nicht fest, dass keine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs wegen mangelnder Profilierung vorliege, weshalb es 

auch aus diesem Grund falsch wäre, die Entscheid-Dispositiv-Ziff. 2 nicht 

aufzuheben. Aus all diesen Gründen müsse die Dispositiv-Ziff. 1 des ver-

waltungsgerichtlichen Urteils unverändert belassen werden.

Darüber hinaus verlangte der Beschwerdeführer eine Erläuterung im Sinne 

von Art. 66 VRG für den Fall, dass das Verwaltungsgericht dem Antrag der 

Beschwerdegegnerin 2 stattgeben und das Urteil vom 5./14. Juni 2019 be-

richtigen würde. Die Erläuterung müsse sich auf die vier Widersprüche 

(Gründe) beziehen, die er vorstehend dargelegt habe. Abschliessend hielt 

der Beschwerdeführer fest, die Frist zur Einreichung einer Beschwerde 

beim Bundesgericht müsse mit der Zustellung der verlangten Erläuterung 

(oder der andersgearteten Antwort an ihn) beginnen.

Das Verwaltungsgericht zog die Akten des Verfahrens R 18 93 bei. Auf 

diese und auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit ent-

scheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gegen ein missliebiges Urteil des Verwaltungsgerichts in Bausachen steht 

den Parteien als ordentliches Rechtsmittel die Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 82 ff. und Art. 90 ff. des Bundes-

gesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) offen. 

1.1. Will eine Partei Beschwerde an das Bundesgericht erheben, so hat sie 

diese innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des 

anzufechtenden Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 

Abs. 1 BGG). 

1.2. Vorliegend wurde das Urteil R 18 93 vom 5. Juni 2019 am 14. Juni 2019 

mitgeteilt, womit es frühestens am 15. Juni 2019 beim Beschwerdeführer 

eingegangen sein konnte. Die 30-tägige Beschwerdefrist begann damit 

frühestens am 16. Juni 2019 (vgl. Art. 44 Abs. 1 BGG) zu laufen und endet 

unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom 15. Juli bis und mit dem 

15. August (vgl. Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG) frühestens am 16. August 2019. 

Dies bedeutet, dass das fragliche Urteil noch nicht rechtskräftig ist und dass 

der Beschwerdeführer bzw. die Parteien, sollte er bzw. sollten sie mit dem 

Inhalt des Urteils nicht einverstanden sein, dieses nach wie vor noch beim 

Bundesgericht anfechten kann bzw. können.

2. Als ausserordentliche Rechtsmittel bzw. Rechtsbehelfe sieht das Gesetz 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) die Erläuterung 

(Art. 66 Abs. 1 VRG), die Berichtigung (Art. 66 Abs. 2 VRG) und die Revi-

sion (Art. 67 VRG) vor.

2.1. Eine Erläuterung nach Art. 66 Abs. 1 VRG kommt in Frage, wenn ein Urteil 

Unklarheiten oder Widersprüche im Dispositiv oder im Verhältnis der ent-

scheidenden Erwägungen zum Dispositiv enthält.

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Einer Erläuterung bedarf ein Entscheid dann, wenn das Dispositiv unklar, 

unvollständig oder zweideutig ist oder Widersprüche in sich bzw. zu den 

Entscheidungsgründen aufweist (BERTSCHI, in: GRIFFEL [Hrsg.], Kommen-

tar VRG, 3. Aufl., Zürich 2014, Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 24). 

Allein auf die Erwägungen kann sich die Erläuterung nur beziehen, wenn 

sich Sinn und Tragweite des Dispositivs erst aus der Begründung des Ent-

scheids ergibt, wie dies etwa bei Rückweisungen im Sinne der Erwägungen 

der Fall ist (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 24; 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 1319). Zuständig für die Er-

läuterung ist die Behörde, die das zu erläuternde Urteil gefällt hat, wobei 

die Mitwirkung der gleichen Personen nicht verlangt wird (BERTSCHI, a.a.O., 

Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 25). 

2.2. Eine Berichtigung nach Art. 66 Abs. 2 VRG ist vorgesehen, wenn ein Ent-

scheid Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält, die sich im Dispositiv 

auswirken.

Als Berichtigung wird die Korrektur von Fehlern bezeichnet, die nicht bei 

der Willensbildung der Behörde, sondern anlässlich der schriftlichen For-

mulierung der ausgefertigten Anordnung unterlaufen sind (BERTSCHI, 

a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 27). Es handelt sich dabei um 

sogenannte Kanzleifehler, worunter im Wesentlichen nur blosse Schreib- 

oder Rechnungsfehler fallen (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 

86a-86d Rz. 27). Zur Korrektur selbst offensichtlicher Fehler bei der Sach-

verhaltsermittlung oder der Rechtsanwendung ist die Berichtigung nicht ge-

geben (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 27). Die Be-

richtigung ist zugunsten und zulasten der Betroffenen möglich, Letzteres 

jedenfalls dann, wenn sie ohne zeitliche Verzögerung erfolgt und kein be-

rechtigtes Vertrauen enttäuscht (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 

86a-86d Rz. 27). Zuständig zur Berichtigung ist die Behörde, welche die 

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Verfügung oder den zu berichtigenden Rechtsmittelentscheid gefällt hat 

(BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 27). 

2.3. Die Revision eines rechtskräftigen Entscheids ist gemäss Art. 67 Abs. 1 

VRG gegeben, wenn die Partei nachträglich erhebliche Tatsachen oder Be-

weismittel entdeckt, deren rechtzeitige Beibringung ihr nicht möglich war 

(lit. a), wenn durch ein Verbrechen oder Vergehen auf den Entscheid ein-

gewirkt worden war (lit. b), wenn eine von der Behörde beurteilte zivil- oder 

strafrechtliche Vorfrage vom zuständigen Zivil- oder Strafgericht anders 

entschieden worden ist (lit. c), wenn die Behörde aktenkundige erhebliche 

Tatsachen aus Versehen nicht gewürdigt hat (lit. d) oder einzelne Punkte 

des Rechtsbegehrens unbeurteilt geblieben sind (lit. e). 

Vorliegend wird von den Parteien keine Revision des Urteils R 18 93 vom 

5./14. Juni 2019 verlangt, weshalb auf dieses Rechtsmittel nicht weiter ein-

gegangen wird.

3. Strittig ist vorliegend die Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils R 18 93 vom 

5./14. Juni 2019. Darin hielt das Verwaltungsgericht fest, die Beschwerde 

werde teilweise gutgeheissen, die Ziff. 2 des Dispositivs des Einspra-

cheentscheids vom 22./25. Oktober 2018 aufgehoben und die Beschwerde 

im Übrigen abgewiesen. 

3.1. Die Formulierung in Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils R 18 93 vom 5./14. 

Juni 2019 steht ganz klar im Widerspruch zu den Erwägungen im entspre-

chenden Urteil. Dort wurde festgehalten, dass der Entscheid der Beschwer-

degegnerin 1, dem Beschwerdeführer eine Entscheidgebühr aufzuerlegen, 

aufgehoben werde (vgl. Erwägungen 8.4 und 9). Der Entscheid des Ver-

waltungsgerichts, die Beschwerde einzig betreffend den Kostenpunkt gut-

zuheissen, ergibt sich klar und eindeutig aus diesen Erwägungen. Die an-

gefochtene und aufzuhebende Kostenregelung ist aber in Dispositiv-Ziff. 3 

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des Einspracheentscheids vom 22./25. Oktober 2018 enthalten und nicht 

in Dispositiv-Ziff. 2. Folglich hätte es in Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils 

R 18 93 vom 5./14. Juni 2019 heissen müssen, die Dispositiv-Ziff. 3 des 

angefochtenen Entscheids werde aufgehoben. Wenn hier die Dispositiv-

Ziff. 2 aufgeführt ist, handelt sich eindeutig um einen redaktionellen Fehler, 

der nicht bei der Entscheidfindung des Gerichts, sondern anlässlich der 

schriftlichen Formulierung des gefällten Urteils R 18 93 vom 5./14. Juni 

2019 unterlaufen ist. Folglich ist das Berichtigungsgesuch der Beschwer-

degegnerin 2 gutzuheissen und die Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils R 18 93 

vom 5./14. Juni 2019 gestützt auf Art. 66 Abs. 2 VRG zu berichtigen. Neu 

heisst die Dispositiv-Ziff. 1: 

„Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffer 3 des 

Einspracheentscheids vom 22. Oktober 2018, mitgeteilt am 25. Okto-

ber 2018, wird aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen."

3.2. Das Berichtigungsurteil (wie auch eine allfällige Ablehnung des Gesuchs 

oder ein Nichteintretens-Entscheid) kann mit dem Rechtsmittel angefoch-

ten werden, das gegen die zu Grunde liegende Anordnung gegeben war; 

hingegen besteht kein Anlass, gegen die ursprüngliche Verfügung bzw. 

den ursprünglichen Rechtsmittelentscheid nochmals den Rechtsweg zu 

öffnen, da die Berichtigung keine Änderung mit sich bringt (BERTSCHI, 

a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 27).

3.3. Schliesslich legte die Beschwerdegegnerin 2 in ihrem Gesuch auch dar, 

dass in Erwägung 7.2 (S. 13, erste Zeile) des Urteils R 18 93 vom 5./14. 

Juni 2019 von "Beschwerdeführerin" die Rede sei, obwohl offensichtlich die 

Beschwerdegegnerin 1 gemeint sei. Dies ist zutreffend, die unkorrekte Be-

zeichnung führt vorliegend jedoch nicht zu einer Berichtigung des Urteils-

dispositivs, weil sich der Redaktionsfehler nicht auf dieses auswirkt.

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 4. Da das Verwaltungsgericht dem Berichtigungsgesuch der Beschwerdegeg-

nerin 2 stattgegeben hat und die Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils R 18 93 vom 

5./14. Juni 2019 berichtigt, ist gemäss Antrag des Beschwerdeführers des-

sen Erläuterungsgesuch zu prüfen.

4.1. Diesbezüglich stellt das Verwaltungsgericht fest, dass es sich bei den Be-

gehren des Beschwerdeführers um materielle/inhaltliche Rügen handelt, 

die er mit Beschwerde an das Bundesgericht hätte vorbringen müssen bzw. 

vorzubringen hat. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern das Dis-

positiv des Urteils R 18 93 vom 5./14. Juni 2019 unklar, unvollständig oder 

widersprüchlich wäre oder Widersprüche zu den Entscheidungsgründen 

enthalten würde. Er macht vielmehr wiederholt geltend, dass die Erwägun-

gen des Verwaltungsgerichts mit seiner Beschwerde übereinstimmten und 

Widersprüche entstehen würden, wenn die Dispositiv-Ziff. 2 des Einspra-

cheentscheids der Beschwerdegegnerin 1 vom 22./25. Oktober 2018 – ent-

gegen der nunmehr berichtigen Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils R 18 93 vom 

5./14. Juni 2019 –  nicht aufgehoben würde. Der Beschwerdeführer ver-

kennt dabei einerseits, dass das Verwaltungsgericht seine Beschwerde 

ausser im Kostenpunkt abgewiesen hat, das Dispositiv des Urteils R 18 93 

vom 5./14. Juni 2019 also, ausser in diesem Punkt, mit dem Einspracheent-

scheid der Beschwerdegegnerin 1 vom 22./25. Oktober 2018 und nicht mit 

seiner Beschwerde übereinzustimmen hat. Andererseits ist festzuhalten, 

dass dem Beschwerdeführer allein die Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 2 des 

Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin 1 (Bewilligung des Bauge-

suchs mit separatem Entscheid) nichts bringen würde, weil die Baubewilli-

gung mit separatem Entscheid ergangen ist und er sich dazu in seinem 

Erläuterungsgesuch nicht äussert. Damit ergibt sich, dass der Beschwer-

deführer kein regelrechtes Erläuterungsgesuch gestellt hat, weshalb auf 

sein Gesuch nicht einzutreten ist.

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4.2. In seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2019 machte der Beschwerdeführer 

Ausführungen zur Anfechtungsfrist nach ergangener Erläuterung. 

4.2.1. Einerseits ist dazu festzuhalten, dass auf das Erläuterungsgesuch des Be-

schwerdeführers nicht eingetreten wird. Dem Beschwerdeführer steht da-

her gegen das vorliegende Urteil R 19 46 (Nichteintreten gegen das Erläu-

terungsbegehren) lediglich dasselbe Rechtsmittel zu wie gegen das ur-

sprüngliche Urteil, allerdings nur mit der Rüge, es sei zu Unrecht auf die 

Erläuterung verzichtet worden (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 

86a-86d Rz. 26; Urteil des Verwaltungsgerichts R 14 8 vom 17. März 2015 

E.1e). Die entsprechende Frist (nur für diese spezifische Rüge) beginnt mit 

der Mitteilung des vorliegenden Urteils. Die Rechtsmittelfrist für eine Be-

schwerde gegen das ursprüngliche Urteil R 18 93 vom 5./14. Juni 2019 

beginnt hingegen nicht neu zu laufen (vgl. BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkun-

gen zu §§ 86a-86d Rz. 26) (vgl. dazu Erwägung 1). 

4.2.2. Sofern der Beschwerdeführer dem Gericht einen Antrag stellen möchte, die 

Beschwerdefrist an das Bundesgericht solle allgemein (auch gegen das ur-

sprüngliche Urteil R 18 93 vom 5./14. Juni 2019) mit der Zustellung des 

Erläuterungsurteils R 19 46 beginnen, kann dieser nicht gehört werden. 

Das Gericht kann, entgegen dem, was der Beschwerdeführer mit seinem 

Antrag anzustreben scheint, betreffend Fristen, die gesetzlich vorgeschrie-

ben sind, keine anderslautenden Beschlüsse fassen.  

5. Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben. Eine ausser-

gerichtliche Entschädigung wurde nicht verlangt. Die Zusprechung einer 

solchen wäre vorliegend im Übrigen auch nicht gerechtfertigt.

Demnach erkennt das Gericht:

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1. Das Gesuch von B._____ vom 20. Juni 2019 um Berichtigung wird gutge-

heissen und die Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils R 18 93 des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Graubünden vom 5. Juni 2019, mitgeteilt am 14. Juni 

2019, wird wie folgt neu gefasst:

„Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffer 3 des 
Einspracheentscheids vom 22. Oktober 2018, mitgeteilt am 25. Okto-
ber 2018, wird aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen."

2. Auf das Erläuterungsgesuch von A._____ vom 11. Juli 2019 wird nicht ein-

getreten.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]