# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89a79492-e2c0-584a-aab4-043336ed1502
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.11.2018 I 2018 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-48_2018-11-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 48

Entscheid vom 12. November 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Neuanmeldung; Invalidenrente etc.)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geb. C.________ 1963) stammt aus Deutschland, ist gelern-
ter Koch und lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er zunächst in verschiedenen Be-
trieben als Koch und ab Januar 2007 als Gebietsverkäufer bei der Firma 
A.________ tätig war. Nach verschiedenen kürzeren krankheitsbedingten Ausfäl-
len beendete er ab ca. August 2009 die Arbeitstätigkeit. Am 5. September 2009 
meldete er sich ein erstes Mal zum Bezug von Leistungen der Invalidenversiche-
rung an (Vi-act. 2). Die IV-Stelle Schwyz sprach mit Mitteilung vom 4. November 
2009 einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung zu (Vi-act. 20). Im weiteren Verlauf 
wurde eine MEDAS-Beurteilung veranlasst (Vi-act. 39-1/126 ff.). Nach Vorliegen 
des Gutachtens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 14. Juni 2011 das Leis-
tungsbegehren ausgehend von einem ermittelten IV-Grad von 15% ab (Vi-act. 
48). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

B. Ab dem 23. Juni 2011 arbeitete C.________ in einem Teilzeitpensum wie-
der für die Firma A.________ als Auslieferungsfahrer. Am 5. Juni 2012 meldete 
er sich erneut zum Bezug von IV-Leistungen an (Vi-act. 53). Das Arbeitsverhält-
nis wurde per 25. Juni 2012 aufgelöst (Vi-act. 73-1/20). Am 6. November 2013 
beauftragte die IV-Stelle das ABI (Ärztliches Begutachtungsinstitut Basel) mit der 
Durchführung einer Verlaufsbegutachtung (Vi-act. 80). Nach Vorliegen des Gut-
achtens teilte die IV-Stelle C.________ mit Vorbescheid vom 27. Oktober 2014 
mit, es sei vorgesehen, das Rentenbegehren ausgehend von einem IV-Grad von 
30% abzuweisen (Vi-act. 88). 

C. C.________ liess mit Eingabe vom 25. November 2014 zum Vorbescheid 
Stellung nehmen (Vi-act. 92). In der Folge holte die IV-Stelle weitere medizini-
sche Berichte ein. Am 24. August 2015 teilte sie dem Rechtsvertreter von 
C.________ mit, es werde eine Verlaufsbegutachtung beim ABI in Auftrag gege-
ben (Vi-act. 99). Demgegenüber ersuchte C.________ um eine Begutachtung via 
die Plattform SuisseMED@P (Vi-act. 100). Die IV-Stelle hielt mit Verfügung vom 
28. Oktober 2015 an einer Verlaufsbegutachtung durch das ABI fest (Vi-act. 
105). Gegen diese Verfügung liess C.________ beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben (Vi-act. 106). Am 11. Januar 2016 widerrief die IV-Stelle die 
angefochtene Verfügung (Vi-act. 115). Mit Entscheid VGE I 2015 111 vom 12. 
Januar 2016 hat der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts die Beschwerde als 
gegenstandslos am Protokoll abgeschrieben (Vi-act. 117). 

D. In der Folge wurde die medexperts AG (Interdisziplinäre Medizin, St. Gal-
len) durch die Plattform SuisseMED@P als Gutachterstelle zugewiesen (Vi-act. 
122). Nach Vorliegen des Gutachtens vom 18. Januar 2017 (Vi-act. 147) stellte 

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die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 13. März 2017 die Abweisung des Leistungs-
begehrens in Aussicht (Vi-act. 150). C.________ liess dazu am 25. April 2017 ei-
ne Stellungnahme einreichen (Vi-act. 152). Nach Einholen weiterer medizinischer 
Berichte wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. Mai 2018 das Leistungsbegeh-
ren ausgehend von einem IV-Grad von 31% ab. 

E. Gegen diese Verfügung liess C.________ mit Eingabe vom 22. Mai 2018 
beim Verwaltungsgericht fristgemäss Beschwerde erheben mit folgenden Anträ-
gen:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 2. Mai 2018 sei 
dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 
zusteht. 

2. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 2. Mai 2018 zu ergänzenden Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. 

3. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 2. Mai 
2018 dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer 
Eingliederungsmassnahmen zustehen (insbesondere berufliche Massnahmen, 
speziell eine Umschulung). 

4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege sowie die 
unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person des Unterzeichneten zu gewähren. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

F. Die IV-Stelle beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2018 die Abwei-
sung der Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. 

G. Zur Vernehmlassung liess der Beschwerdeführer am 2. August 2018 eine 
Stellungnahme einreichen, wobei er an seinen Anträgen festhielt. Dazu äusserte 
sich die Vorinstanz in einer Eingabe vom 3. September 2018. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1). Die Invalidität 
kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG; SR 831.20). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

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die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 
die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.  Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und 
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebe-
nenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Auf-
gabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-
men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und 

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ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 
5.1; 125 V 351 Erw. 3a). 

2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; Urteil BGer 
9C_278/2016 vom 22.7.2016 Erw. 3.2.2). Zweck eines interdisziplinären Gutach-
tens ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und 
die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu bringen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.1 m.H.). Die Frage, ob ein Gutachten be-
weiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise 
die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten 
verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten oder der Gesamtbeurteilung 
der Beweiswert abgesprochen wird. Daher darf bei einem polydisziplinären Gut-
achten auf beweiskräftige Teilgutachten abgestellt werden, die mit der - ohne 
Konsensbesprechung erfolgten - interdisziplinären Gesamtwürdigung im Haupt-
gutachten nicht übereinstimmen (BGE 143 V 124 Erw. 2.2.4). 

2.3. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen (vgl. da-
zu Urteil BGer 8C_130/2017 vom 30.11.2017) definiert zudem das für somato-
forme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren systematisierte Indikato-
ren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfakto-
ren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - er-
lauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 
V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1).

2.4 Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, 
ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs-
medizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforde-
rungen (Erw. 2.1 und 2.2 vorstehend), ist es beweiskräftig und die darin formu-
lierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon los-
gelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Be-
weisverfahrens soll nicht stattfinden (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.3; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.5 m.H.).

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3.1 Anzumerken ist im Weiteren, dass nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) eine neue Anmeldung nach der 
Verweigerung einer Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades nur ge-
prüft wird, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt 
sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad 
der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie 
die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Re-
visionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. 
auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass 
der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 
sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die 
gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 Erw. 3a, 
109 V 108 Erw. 2b).

3.2 Die Vorinstanz ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 5. 
Juni 2012 eingetreten. Sie hat im Weiteren materiell geprüft, ob die festgestellten 
Veränderungen genügen, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu 
bejahen. In der angefochtenen Verfügung vom 2. Mai 2018 verneint sie gestützt 
auf das MEDAS-Gutachten der medexperts AG (Vi-act. 147) ausgehend von ei-
nem IV-Grad von 31% das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsscha-
dens. Umstritten ist, ob die Vorinstanz im Rahmen der materiellen Prüfung der 
Neuanmeldung zu Recht einen Rentenanspruch abgelehnt hat. 

4.1 Die IV-Anmeldung vom 5. September 2009 erfolgte unter dem Hinweis auf 
verschiedenste, seit Jahren bestehende Beschwerden (Schmerzen im Bereich 
der LWS nach Bandscheibenoperation 2000, ausstrahlend bis in den rechten 
Fuss, seit 15 Jahren Schmerzmedikation von Opiaten, Durchschlafstörungen, 
Nackenschmerzen, Hypertonie, Ödeme in den unteren Extremitäten, Gicht, di-
verse psychologische Probleme, vgl. Vi-act. 3). Aus den medizinischen Akten er-
gibt sich bezüglich des Gesundheitszustandes vor Erlass der Verfügung vom 14. 
Juni 2011 was folgt: 

4.2 Dr.med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt zu 
Handen der Vorinstanz am 26. September 2009 fest (Vi-act. 8-3/3):

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Diagnostisch ordne ich das Krankheitsbild einer Anpassungsstörung im Sinne 
einer narzisstischen Krise bei Unzufriedenheit und Kränkungserleben am 
Arbeitsplatz (…). Zeichen einer Depression finden sich nicht. (…). Hintergrund des 
Krankheitsbildes sind psychosoziale Schwierigkeiten. Ausserdem besteht ein 
Alkoholabhängigkeitssyndrom, wobei der Patient derzeit jedoch abstinent ist (…). 

Aus psychiatrischer Sicht erachtete Dr.med. F.________ den Versicherten als 
voll arbeitsfähig. 

4.3 Dr.med. G.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie, diagnostizierte 
im Bericht vom 2. Oktober 2009 Lumbalgien L4/S1 sowie ein Facettensyndrom 
L5/S1 und ISG rechts, bei Status nach Cage-Einlage im Segment L4/L5 bei me-
dialem Bandscheibenprolaps. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert. In 
einem angepassten Beruf (ohne häufiges Heben von schweren Lasten) sei der 
Versicherte zu 100% einsatzfähig (Vi-act. 11). 

4.4 Der Hausarzt des Versicherten, Dr.med. H.________, Facharzt für Innere 
Medizin, stellte zu Handen der Vorinstanz mit Bericht vom 13. Oktober 2009 fol-
gende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 16-1/13):

Chronisches rez. Lumbovertebralsyndrom
- MRI der LWS vom 04.02.2008 ohne Nachweis einer Diskushernie
- St. N. epiduraler Schmerztherapie 08/2009

Depressive Entwicklung mit sekundärem Alkoholabhängigkeitssyndrom, aktuell 
abstinent
Arterielle Hypertonie
St. n. komplizierter Sigma Resektion 06/2008

- postoperative Anastomoseninsuffizienz

Für die Arbeit als A.________-Aussendienstmitarbeiter erachtete Dr.med. 
H.________ den Versicherten als zu 100% arbeitsunfähig, da er ständig aus dem 
Lastwagen ein- und aussteigen müsse oder kleinere und grössere Gewichte zu 
tragen habe. Wiederholte Arbeitsversuche hätten nach kurzer Zeit wieder zu 
starken Rückenschmerzen geführt. In einer angepassten Tätigkeit bestehe hin-
gegen volle Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 16-1/13 ff.). 

4.5 Am 11. Februar 2010 wurde der Versicherte an der Wirbelsäule operiert 
(Revisionsfensterung L4/5 rechts mit Dekompression und Neurolyse der Ner-
venwurzel L5 rechts und Entfernung des Diskushernie; Uniklinik Balgrist, Vi-act. 
26-2/5 ff.). Im Rahmen der postoperativen Kontrolle vom 27. April 2010 wurde 
festgehalten, dass durch die Operation keine Schmerzreduktion eingetreten sei. 
Es sei eine multimodale Schmerztherapie erforderlich (Vi-act. 27). 

4.6 Vom 3. bis zum 30. Juli 2010 war der Versicherte in der Zürcher Höhenkli-
nik Davos zur stationären Rehabilitation. Ziel war die Verbesserung der Schmerz- 

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und Schlafsituation, das Erlernen und aktives Anwenden von Schmerzcoping- 
und Depressionsstrategien, eine Verbesserung der LWS-Stabilisation sowie eine 
allgemeine körperliche Rekonditionierung. Im Austrittsbericht vom 10. August 
2010 werden folgende Diagnosen aufgeführt (IV-act. 32-5/11): 

1. Chron. rez. lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
- St.n. Dekompression L4/5 li. mit Cage-Interposition (…)
- St.n. Revisionsfenestration L4/5 (…)
- St.n. mehrmaligen epiduralen Infiltrationen in der Uniklinik Balgrist sowie in 

Einsiedeln. 
2. Rez. dep. Störung

- HADS A/D bei Eintritt 15/12 von 21 Pkt.
3. Gicht
4. Arterielle Hypertonie
5. Adipositas (BMI 30.5 kg/m2)

In der Beurteilung wird ausgeführt, dass der Versicherte in gutem Allgemeinzu-
stand bei verbesserter psychophysischer Belastbarkeit entlassen worden sei. 
Insgesamt sei es zu einer leichten Schmerzverbesserung gekommen. Eine beruf-
liche Abklärung sei jedoch essentiell für den weiteren Krankheitsverlauf. Ab dem 
15. August 2010 bestehe eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit für leichte, wechselbelas-
tende Tätigkeiten (Vi-act. 32-7/11 f.). 

4.7 Dr.med. H.________ berichtete am 17. August 2010 über einen stationären 
Verlauf. Aufgrund der lang anhaltenden Beschwerden mit physischer und psychi-
scher Beeinträchtigung dürfte auch eine Teilarbeitsfähigkeit schwierig zu errei-
chen sein (Vi-act. 32-1/11 f.). 

4.8 In der Folge veranlasste die Vorinstanz eine MEDAS-Begutachtung beim 
ABI (Ärztliches Begutachtungsinstitut Basel, Vi-act. 37). Im Rahmen der Begut-
achtung wurde der Versicherte am 23. November 2010 orthopädisch (Dr.med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie), internistisch (Dr.med. 
J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin) und psychiatrisch (Dr.med. 
K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) untersucht. 

Im Gutachten vom 17. Januar 2011 (Vi-act. 39) wurde aus psychiatrischer Sicht 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Die Störung durch Substanz-
konsum wirke sich nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus. Eine depres-
sive Störung konnte nicht diagnostiziert werden. Die Schmerzsymptomatik mit 
lumbalen Rückenbeschwerden müsse aus somatischer Sicht beurteilt werden. 
Eine Symptomausweitung sei nicht deutlich ausgeprägt (Vi-act. 39-17/126). Aus 
therapeutischer Sicht wurde ein schrittweises Absetzen der Benzodiazepinmedi-
kation empfohlen; ein mögliches Abhängigkeitssyndrom sei nicht ausgeschlos-
sen (Vi-act. 39-18/126). 

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In der orthopädischen Beurteilung wurde festgehalten, dass sich die vom Explo-
randen beklagten Beschwerden an der lumbalen Wirbelsäule durch die klini-
schen und radiologischen Befunde nicht begründen liessen. Nach zweimaligem 
Eingriff samt Stabilisierung LWK4/5 müsse von einer Bewegungseinschränkung 
sowie verminderter Belastbarkeit der LWS ausgegangen werden. Die deutlichen 
Inkonsistenzen, das nur geringe Ansprechen auf die anamnestisch weiterhin in-
tensiv durchgeführten Therapiemassnahmen sowie die mittlerweile langdauernde 
Arbeitskarenz könnten jedoch als klarer Hinweis für eine erhebliche nicht-
organische Beschwerdekomponente angesehen werden (Vi-act. 39-24/126). Für 
eine überwiegend im Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeit sowie für eine 
körperlich mittelschwere oder schwere Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit 
mehr. Eine körperlich leichte Tätigkeit unter Wechselbelastung könne jedoch un-
eingeschränkt ausgeübt werden (Vi-act. 39-25/126). In der Gesamtbeurteilung 
gelangten die Gutachter dementsprechend zum Schluss, dass dem Versicherten 
die angestammte Tätigkeit als Koch nicht mehr zumutbar sei, für eine körperlich 
adaptierte Tätigkeit jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Berufliche Mass-
nahmen seien zwar angezeigt, der Versicherte sie dafür aber nicht motiviert (Vi-
act. 39-30/126). 

5.1 Die zweite Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen erfolgte am 5. Juni 
2012. Im Rahmen dieser neuen Anmeldung wies der Beschwerdeführer auf ein 
neu diagnostiziertes Schlaf-Apnoe Syndrom hin (Vi-act. 60). 

5.2 Gemäss Bericht von Dr.med. L.________ (Facharzt für Pneumologie) vom 
4. April 2012 leidet der Versicherte an einem schweren zentralen Schlafapnoe-
syndrom, wobei im Rahmen der Behandlung Schwierigkeiten auftraten (allergi-
sche Reaktion auf Schlafmaske). Bis zum Funktionieren der Heimventilation sei 
der Versicherte 100% arbeitsunfähig. Auch mittelfristig könne der Versicherte 
nicht mehr als Lastwagenchauffeur eingesetzt werden. Es wird eine Umschulung 
im EDV-Bereich vorgeschlagen. Aufgrund der Polymorbidität bei wahrscheinlich 
immer wieder auftretenden Hautproblemen mit der Heimventilations-Maske sowie 
fortbestehenden lumbalen Schmerzen mit notwendiger Medikation (Analgetika, 
Muskelrelaxantien, Antidepressiva) sei seines Erachtens eine 50%-ige Teilrente 
angebracht. Mit einer Umschulung könne der Versicherte hoffentlich wieder ein-
gegliedert werden (Vi-act. 63-31/36 f.). 

5.3 Vom 13. Juli 2012 bis zum 16. August 2012 war der Versicherte erneut in 
der Zürcher Höhenklink Davos zur psychosomatischen Rehabilitation und zur op-
timalen Einstellung der Heimventilation hospitalisiert. Im Austrittsbericht von 
Dr.med. M.________ (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin) und prakt.med. 

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B.________ (Assistenzärztin) vom 24. August 2012 werden folgende Diagnosen 
gestellt (Vi-act. 61-2/6):

1. Psychophysisches Erschöpfungssyndrom (Z 73.0)
2. Rezidivierende depressive Störung (F33.1) 

- derzeit mittelgradig
3. Chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Faktoren 

(F45.1) (…)
4. Schweres zentrales Schlafapnoesyndrom (SAS) im Rahmen einer 

Opiattherapie (…)
5. Metabolisches Syndrom mit:

- Stammadipositas
- Arterielle Hypertonie
- Diabetes mellitus Typ 2
- Gicht

6. Allergien:
- vom Spättyp auf Pflaster
- Kortison

In der Beurteilung wird ausgeführt:
Die Diagnose Schlafapnoe führte anamnestisch zu einer Zunahme seiner 
Depression, wahrscheinlich auch aufgrund des schlechten Schlafes. Es entstand 
eine erhebliche Antriebsstörung. Es ergaben sich deutliche Hinweise für nicht 
ausreichende Selbstsorge mit Mühe, eigene Bedürfnisse und Grenzen 
wahrzunehmen, beziehungsweise einzuhalten, aber auch, sich ausreichend zu 
Aktivitäten zu motivieren. Hieraus entstand gleichermassen ein übermässiger 
Rückzug und Inaktivität, welche wiederum Einfluss auf die Schmerzsituation hatte. 
(…). 

5.4 Dr.med. H.________ führte in seinem Bericht vom 11. Januar 2013 zu 
Handen der Vorinstanz aus, der Zustand des Versicherten habe sich verschlech-
tert. Im Oktober 2011 sei die Diagnose einer diabetischen Stoffwechsellage ge-
stellt worden. Anfangs 2012 sei die Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms ge-
stellt worden, in der Folge sei der Verlauf kompliziert gewesen, da der Versicher-
te unter der Maske ein starkes Ekzem entwickelt habe. Ende Dezember 2012 
seien abdominale Beschwerden aufgetreten bei Verdacht auf eine rezidive Diver-
tikulitis. Der Versicherte sei in der angestammten Tätigkeit als Aussendienstmit-
arbeiter zurzeit nicht arbeitsfähig. Er könne keine Gewichte tragen und aufgrund 
der Opiattherapie sowie der Müdigkeit könne er keinen Wagen lenken. Die Wie-
dererlangung der Arbeitsfähigkeit sei unrealistisch (Vi-act. 63-2/36 f.). 

5.5 Dr.med. N.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) stellte 
in seinem Bericht vom 24. April 2013 zu Handen der Vorinstanz die Diagnosen 
einer akzentuierten Persönlichkeit mit zwanghaften-, narzisstischen-, vermei-
dungs- und emotional-instabilen Zügen (ICD10 F43.21) sowie einer Anpas-
sungsstörung (ICD10 F43.21). Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Beein-

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trächtigung der Arbeitsfähigkeit weder in der angestammten noch in einer ange-
passten Tätigkeit. Die Prognose sei bei vorhandener passiver Copingstrategie, 
bzw. besagter akzentuierter Persönlichkeit eher schlecht (Vi-act. 65).

5.6 Vom 10. Juni bis zum 7. Juli 2013 hielt sich der Versicherte erneut zur psy-
chosomatischen Rehabilitation in der Zürcher Höhenklinik Davos auf (Therapie-
ziele: Aktivierung von Ressourcen, Steigerung des Aktivitätsniveaus, Reduktion 
des Gewichtes), wobei versucht wurde, die Medikation mit Opiaten zu reduzie-
ren. Dies gelang nur teilweise. Ambulant seien Physiotherapie und psychologi-
sche Betreuung weiter zu führen, das Oxycontin sei weiter zu reduzieren (vgl. 
Austrittsbericht von prakt.med E.________, Facharzt für Allgemein Innere Medi-
zin, und prakt.med. AC.________, Assistenzärztin, vom 22.8.2013, Vi-act. 76). 

5.7 Vom 30. Juli bis zum 7. August  2013 wurde der Versicherte wegen einer 
bakteriellen Infektion auf dem Fussrücken im Spital Lachen stationär behandelt 
(Antibiotikatherapie, Vi-act. 74). 

5.8 Dr.med. N.________ teilte der IV-Stelle auf Anfrage hin am 26. August 
2013 mit, dass die Therapie des Versicherten wegen Malcompliance im Februar 
2012 abgebrochen worden sei. Alle vereinbarten Termine seien vom Versicher-
ten entweder kurzfristig abgesagt oder gar nicht wahrgenommen worden (Vi-act. 
75). Der in der Höhenklinik Davos noch vereinbarte Termin bei Dr.med. 
N.________ wurde offenbar auch nicht wahrgenommen.

5.9 Der Psychologe lic.phil. O.________ (Sozialpsychiatrischer Dienst Lachen) 
hielt mit Bericht vom 12. November 2013 (= Eingangsdatum) fest, der Versicherte 
sei vom 26. August bis zum 17. September 2013 bei ihm in Behandlung gewe-
sen. Es wurde eine rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig leichte Episo-
de, attestiert. Das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit wurde verneint (Vi-act. 81). 

5.10 Am 19. März und am 9. April 2014 wurde der Versicherte durch Fachärzte 
des ABI erneut interdisziplinär untersucht. Die Gutachter (Dr.med. AD.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr.med. P.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, Dr.med I.________, Facharzt für Orthopädie 
und Dr.med. Q.________, Facharzt für Pneumologie) gelangten in ihrem Gutach-
ten vom 25. August 2014 zu folgenden Diagnosen (Vi-act. 84-31/36): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit möglicher rein sensibler 

Ausfallssymptomatik L5 und S1 rechts (…)
- St.n. erweiterter interlaminärer mikrochirurgischer Fensterung LKW4/5 links 

mit Entfernung des Bandscheibenprolapses (…) am 27.7.2001 (…)

12

- St.n. Revisionsfensterung LWK4/5 mit Dekompression und Neurolyse der 
Wurzel L5 rechts und Entfernung der Diskushernie LK4/5 rechts am 
11.2.2010 (…)

- weitgehend freie Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule
2. Schweres zentrales Schlaf Apnoe Syndrom, Diagnose 3/2012 (…)

- (…)
- 6/2014: AutoSet Analyse 12/2013-6/2014 unter EPAP 4 +max Ps 10 gute 

Therapie-Compliance

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
1. Alkoholabhängigkeit, gegenwärt abstinent (…)
2. Metabolisches Syndrom

- Adipositas, BMI 31kg/m2 (…)
- Diabestes mellitus Typ II (…)
- Status nach arterieller Hypertonie, aktuell normoton ohne Medikation
- anamnestisch Status nach Gichtarthropathie

3. Allergie vom Spättyp auf Pflaster, orale Cortisonunverträglichkeit, 
Kontaktallergie auf div. CPAP Masken

4. Nikotinabusus 16. bis 35. Lebensjahr (…)

Im psychiatrischen Teilgutachtens wird in der Beurteilung ausgeführt (Vi-act. 84-
20/36 f.):

(…).  Ausser der Alkoholabhängigkeit kann keine weitere psychiatrische Störung 
diagnostiziert werden. Der Explorand leidet unter leichten Schlafstörungen, die 
durch die Maskenatmung bedingt sind. Tagsüber kümmert er sich um den 
Haushalt, den er weitgehend selbständig erledigt. Praktisch täglich besucht er 
seine zahlreichen Therapien. Während Stunden beschäftigt er sich täglich am 
Computer. Die Beziehung zu seiner beinah 20 Jahre jüngeren Freundin ist gut. Er 
könnte sich sogar vorstellen, mit ihr Kinder zu haben. Er hat auch Kontakte mit 
zwei Kollegen, trifft sich regelmässig mit seinen in der Schweiz lebenden Töchtern. 
Bei der psychiatrischen Untersuchung konnten keine psychopathologischen 
Symptome festgestellt werden. (…). 

Aus psychiatrischer Sicht wurde keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die ausge-
prägte subjektive Krankheitsüberzeugung lasse sich durch die psychiatrischen 
Befunde nicht begründen.

Im orthopädischen Teilgutachten wird zusammenfassend festgehalten, dass sich 
die vom Exploranden beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologi-
schen Befunde keinesfalls vollständig begründen liessen. Nach zweimaligem 
lumbalem Wirbelsäuleneingriff seien eine Bewegungseinschränkung sowie ver-
minderte Belastbarkeit durchaus nachvollziehbar, doch würden gewisse Inkonsis-
tenzen weiterhin auf eine klare nicht-organische Beschwerdekomponente hin-
weisen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, eine überwiegend im 
Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeit (wie Koch) aber auch andere kör-
perlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar. Für 
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeits-
fähigkeit. 

13

In der Beurteilung des pneumologischen Teilgutachtens wird ausgeführt, trotz 
Behandlung liege noch eine Tagesmüdigkeit vor, die multifaktoriell bedingt sein 
dürfte, bei suboptimal behandeltem zentralem Schlafapnoe-Syndrom, Einnahme 
von Opiaten, Antidepressiva und Anxiolytika (Vi-act. 84-30/36). Als Lastwagen-
chauffeur und auch bei allen anderen potentiell selbst- und fremdgefährdenden 
Arbeiten bestehe volle Arbeitsunfähigkeit. Unter Berücksichtigung der noch vor-
handenen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen bestehe auch für körperlich 
leichte Arbeiten eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit (Vi-act. 84-30/36). 

Im Rahmen der Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, dass eine Arbeits-
unfähigkeit in den angestammten Tätigkeiten und in jeder anderen körperlich mit-
telschwer oder schwer belastenden Tätigkeit sowie in überwiegend im Stehen 
und Gehen zu verrichtenden Tätigkeiten festgestellt werden könne. Für körper-
lich leichte, adaptierte Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75%. Das 
Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf von 
10-15 Minuten pro Stunde und einem leicht reduzierten Rendement (Vi-act. 84-
33/36). 

5.11 Wegen "möglicherweise … durch Schlafentzug provozierte komplex-
partielle oder generalisierte epileptische Anfälle am 10.6.2014" wurde der Versi-
cherte am 12. August 2014 durch Dr.med. R.________ (Facharzt für Neurologie, 
Spital AE.________) untersucht. In der Beurteilung hält Dr.med. R.________ 
fest, das durchgeführte EEG zeige keine erhöhte Anfallsbereitschaft, das MRT 
keine eine Epilepsie erklärende Hirnschädigung. Ein Antikonvulsivum wurde nicht 
verschrieben. Die Tauglichkeit zum Führen eines Motofahrzeuges wurde bejaht 
(Vi-act. 95-4/14 f.). Weitere konkrete Angaben darüber, wie und wo die epilepti-
schen Anfälle sich abgespielt haben, ergeben sich nicht aus den Akten. 

5.12 Dr.med. H.________ hielt auf Anfrage des Rechtsvertreters des Versicher-
te mit Schreiben vom 13. November 2014 (Vi-act. 89-4/4) fest, er sei mit der Be-
urteilung durch das ABI nicht einverstanden. Eine psychiatrische Diagnose fehle. 
Beim Versicherten bestehe aufgrund der physischen Erkrankung mit chronischen 
Rückenschmerzen und Schwäche aufgrund des Schlaf-Apone-Syndroms eine 
depressive Entwicklung, welche medikamentös angegangen werde. Allenfalls 
könne der Versicherte unter günstigen Voraussetzungen eine leichte Arbeit im 
Rahmen einer Anstellung von 25% erzielen. 

5.13 Ebenfalls auf Anfrage des Rechtsvertreters des Versicherten hielt Dr.med. 
L.________ mit Schreiben vom 17. November 2014 fest, dass das zentrale 
Schlaf-Apnoe-Syndrom, verursacht als Nebenwirkung der höher dosierten Anal-
getika mit zentralnervösem Effekt zur Schmerzdämpfung, im Vordergrund stehe. 

14

Während der Heimventilation seien viele Probleme zu überwinden gewesen. Die 
Heimventilation funktioniere ordentlich, dennoch bleibe der Versicherte im Ge-
samtkontext mindestens zu 50% arbeitsunfähig (Vi-act. 89-3/4). 

In Bezug auf den Verlauf der Heimventilation beschrieb Dr.med. L.________ ge-
genüber dem Hausarzt mit Schreiben vom 23. Januar 2015 (Vi-act. 95-11/14) ei-
nen positiven Verlauf. Die Nachtatmung  habe ohne Gesichtsdermatitis  optimal 
eingestellt werden können. 

5.14 Vom 25. Februar bis zum 2. März 2015 war der Versicherte infolge eines 
Sturzes von einem Stuhl in der Klinik für Unfallchirurgie (Universitätsspital Zürich) 
hospitalisiert, wo eine im Rahmen des Unfallereignisses (23.2.2015) erlittene in-
komplette Berstungsfraktur L3 und eine Deckplattenimpressionsfraktur L4 opera-
tiv behandelt wurden (Vi-act. 95-12/14). Im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung 
vom 8. April 2015 wurde ein erfreulicher Heilungsverlauf mit deutlicher Schmerz-
linderung und guter Beweglichkeit der Wirbelsäule ("globale Beweglichkeit nicht 
eingeschränkt") festgestellt (Vi-act. 95-6/14 f.). 

5.15 Mit Verlaufsbericht vom 13. Mai 2015 schilderte Dr.med. H.________ ge-
genüber der Vorinstanz eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des 
Versicherten. Er wies insbesondere darauf hin, dass der Versicherte im Juni 
2014 wegen epileptischer Anfälle habe hospitalisiert werden müssen. Zudem ha-
be er infolge eines Sturzes am 23. Februar 2015 Wirbelkörperfrakturen L3/L4 er-
litten. Der im ABI-Gutachten vorgenommenen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
könne klarerweise nicht gefolgt werden (Vi-act. 95-2/14).  

5.16 Dr.med. L.________ hielt mit Verlaufsbericht vom 6. Juli 2015 zu Handen 
der IV-Stelle fest, im Vordergrund stehe das psychophysische Erschöpfungssyn-
drom mit rezidivierenden depressiven Störungen und chronischen Rücken-
schmerzen. Immerhin hätten die Opioid-Dosen reduziert werden können. Weiter-
hin bestünden im Rahmen der Depression und chronischen  Schmerzen Durch-
schlafstörungen, weshalb die Heimventilation immer wieder unterbrochen worden 
sei. Bei einer weiteren Reduktion der Opioid-Analgetika sei eine Heimventilation 
allenfalls nicht mehr notwendig, weshalb eine Reevaluation der Heimventilation 
geplant sei (Vi-act. 96). 

5.17 Nach einem Herzkreislaufstillstand bei Kammerflimmern am 29. März 2016 
war der Versicherte bis zum 8. April 2016 im Spital Lachen hospitalisiert. Gemäss 
Austrittsbericht vom 8. April 2016 wurden nebst den bestehenden (metabolisches 
Syndrom, chronisches lumbales Schmerzsyndrom mit somatischen und psychi-

15

schen Faktoren, zentrales Schlafapnoesyndrom, chronische Kopfschmerzen, re-
zidivierende depressive Störung) neu folgende Diagnosen gestellt (Vi-act. 132):

1. Herzkreislaufstillstand bei Kammerflimmern am 29.3.2016 auf der Notfallstation
- erfolgreiche Reanimation mit einer Schockabgabe
- im weiteren Verlauf Torsaden am Monitor beobachtet
- bekanntes long-QT-Syndrom
- TTE am 30.03.2016. Normal dimensionierter LV mit normaler systolischer 

Funktion, EF 60%, ohne regionale Unterschiede. 
- Koronarangiographie vom 31.01.2016: Blande Koronarien
- ICD-Implantation am 31.03.2016
- Negativer Ajmalin Provokationstest, Ausschluss Brugada Syndrom am 

01.04.2016
- cvRF: St.n. Nikotinkonsum, Adipositas

2. Rez. Epileptische Anfälle am 29.3.16
- im Verlauf Status epilpeticus
- nach Gabe von Pethidin, Metoclopramid und Dimenhydriant auf der 

Notfallstation
- EEG 31.01.2016: Leichte Allgemeinveränderung. Kein sicherer Herdbefund. 

Keine epilepsie-verdächtigen Potenziale. DD posthypoxischer oder 
postepileptischer Genese

- St. n. unklaren absenzenartigen Zuständen (Möglicherweise mehrere durch 
Schlafentzug provozierte komplex-partielle oder generalisierte epileptische 
Anfälle am 10.06.2014)

- EEG 08/2014: Leichte Allgemeinveränderung. Keine Zeichen einer erhöhten 
Anfallsbereitschaft

- EEG 07/2014: Normaler Alphagrundrhythmus. Keine Zeichen einer erhöhten 
Anfallsbereitschaft. 

- MRI 04/2015: Altersentsprechend intrakranieller Befund
- Schwere Hypophosphatämie bei Eintritt (DD: resp. Alkalose)

3. Unklare Unterbauchschmerzen seit dem 28.3.16
- mit Laktatämie von 7 mmol/l bei Eintritt
- St.n. rez. abdominalem Schmerzen seit 2008 unklarer Ätiologie
- Aktuell Ausschluss einer akuten Porphyrie. DD Mitrochondropathie
- St. n. Unterbauchschmerzepisode vor einer Woche, selbstständige 

Behandlung mit Ciprofloxacin und Metronidazol
- St. n. komplizierter Sigmadivertikulitis und St.n. lap. Rektosigmaoidresektion 

2008
- St. n. Hospitalisation 06/2014 bei krampfartigen Unterbauchschmerzen 

unklarer Ätiologie
- Ileokoloskopie 03/15 Reizlose Anastomose bei 15 cm ab ano bei Status 

nach Sigmaresektion. Einzelne reizlose Kolondivertikel
4. Hypokaliämie
5. Metabolisches Syndrom (…)
6. Chronisches lumbales Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen 

Faktoren
- St. n frischer deckplatten-Impressionsfraktur LWK 3 (…) LKW4; (…)
- St. n. Dekompression und Neurolyse Diskushernie (…)
- mittelschwerer Vitamin D-Mangel

7. Schweres zentrales Schlafapnoesyndrom  (…)
8. Chronische Kopfschmerzen

- DD: Analgetika-induzierte Kopfschmerzen
9. Rezidivierende depressive Störung

16

5.18 Nach Austritt aus dem Spital Lachen hielt sich der Versicherte vom 8. April 
bis zum 5. Mai 2016 zur Rehabilitation in der Rehabilitationsklinik Seewis auf. Im 
Austrittsbericht vom 18. Mai 2016 wird in der Beurteilung ausgeführt (Vi-act. 135-
10/11):

(…). Als Ursache für das Kammerflimmern  wurde ein Long-QT-Syndrom 
favorisiert. (…). 
Echokardiographisch zeigte sich eine normale linksventrikuläre Pumpfunktion. (…). 
Bei sehr starkem Verdacht auf Long-QT-Syndrom erfolgte eine regelmässige 
Ruhe-EKG-Kontrolle. Hierbei zeigten sich die QTc-Zeiten stabil. (…). 
Des Weiteren Besteht beim Herrn … der Verdacht auf Porphyrie. (…). Eine 
abschliessende  Diagnostik zur Verifizierung der Verdachtsdiagnose bei einem 
Spezialisten ist indiziert. (…). Der Herr … berichtete aber, dass er seit längerer Zeit 
bei keinem Schmerzmediziner war. Dies ist aber aus unserer Sicht dringendst 
indiziert. (…). 
Bei starken Magenschmerzen stellten wir die PPI-Medikation von Pantozol auf das 
potentere Esomeprazol um. Darunter kam es zur völligen Regredienz der 
Beschwerden. (…). 
(…). Die Dauerleistung des Patienten konnte erfreulicherweise rasch von 45 Watt 
auf >80 Watt gesteigert werden, (…). 
Insgesamt zeigte sich ein erfreulicher Rehabilitationsverlauf. 

5.19 Am 20. Juli 2016 fand im Spital Lachen eine kardiologische 
Verlaufskontrolle statt (Dr.med. S.________). In der Zwischenanamnese wird 
ausgeführt, es bestehe ein kardiologisch stabiler Verlauf, ohne Angina pectoris-
Beschwerden oder Dyspnoe. Es bestehe eine körperliche Leistungsfähigkeit mit 
nur etwas Halspulsieren bei höherer Belastungsstufe oder Berglaufen. Im 
Vordergrund würden Rückenschmerzen, Schlafapnoe und eine 
Gewichtszunahme stehen. In der zusammenfassenden Beurteilung wird über 
einen kardiologisch und rhythmologisch stabilen Verlauf ohne tachykarde 
Herzrhythmusstörungen berichtet (Vi-act. 160-33/49 ff.). 

5.20 Mit Schreiben vom 2. September 2016 teilte Dr.med. H.________ der Vor-
instanz auf Anfrage hin mit, dass beim Versicherten eine Prophyrie 
ausgeschlossen werden könne (Vi-act. 140). 

5.21 Vom 2. bis zum 5. Oktober 2016 war der Versicherte wegen einer 
Gastroenteritis (DD Reisediarrhoe) im Spital Lachen hospitalisiert. Im 
Austrittsbericht vom 12. Oktober 2016 wird ein komplikationsloser Verlauf 
beschrieben. Im Rahmen eines Abdomen-CT habe kein akutes chirurgisches 
Krankheitsbild identifiziert werden können (Vi-act. 160-5/49). 

5.22 Am 18. November 2016 fand im Spital Lachen eine kardiologische 
Verlaufskontrolle statt (Dr.med. S.________). Im Bericht vom 21. November 2016 
(Vi-act. 160-28/49 f.) wird in der Zwischenanamnese festgehalten, es würden vor 

17

allem starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine beklagt, weshalb 
eine intensive analgetische Therapie benötigt werde. Auf spezifische Nachfrage 
habe der Patient über eine konstante körperliche Leistungsfähigkeit berichtet. 
Treppensteigen sei bis 2 oder 3 Etagen gut möglich. In der Beurteilung wird 
ausgeführt:

Kardiologisch und rhythmologisch stabiler Verlauf nach Defibrilator-Implantation. 
Im Speicher zeigen sich erfreulicherweise keine weiteren tachykarden 
Herzrhythmusstörungen, anamnestisch passend dazu, keine Palpitationen oder 
Synkopen. (…). 

5.23 Nach einer Verlaufskontrolle berichtete Dr.med. L.________ dem Hausarzt 
am 13. Dezember 2016 was folgt (Vi-act. 160-9/49):

Mit der Reduktion der Opiatanalgetika nun Verlauf der respiratorischen 
Polygraphie ohne Heimventilation durchgeführt, die eine starke Verbesserung mit 
massiver Abnahme der zentralen Apnoen zeigt. (…). Herr … schätzt aber immer 
wieder die CPAP-Behandlung und fühlt sich bei guter Funktion und Toleranz dann 
auch besser ausgeschlafen. (…). In letzter Zeit auch keine Gesichtsdermatitis, 
welche initial zu Problemen führte (…). 
Auch die Pulsoxymetrie zeigt ohne CPAP-Behandlung eine massive Verbesserung 
unter den aktuellen Analgetika (…). 

5.24 Am 14. Dezember 2016 wurde der Versicherte auf Zuweisung von Dr.med. 
R.________ zur Abklärung der Frage, ob eine mitochondriale Zytopathie vorlie-
ge, in der Klinik für Neurologie (USZ) untersucht. In der Beurteilung wird ausge-
führt (Vi-act. 160-16/49):

(…). Es bestanden belastungsabhängige Schmerzen in beiden Beinen, eine 
Belastungsintoleranz, eine arterielle Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ II, ein 
schweres zentrales Schlafapnoesyndrom, eine Polyneuropathie, chronische 
lumbovertebrale Schmerzen sowie häufig auftretende krampfartige Schmerzen im 
linken Unterbauch. (…). In den vorliegenden Ergebnissen gab es keinen Hinweis 
auf eine Stoffwechselstörung. 
Wir besprachen mit dem Patienten, dass die vorliegenden Ergebnisse keine 
sicheren Hinweise auf das Vorliegen einer Muskelerkrankung erbracht hatten. Die 
beklagten belastungsabhängigen Muskelschmerzen, die Verlangsamung der 
Gehgeschwindigkeit und die Kurzatmigkeit könnten Folge einer Dekonditionierung 
im Rahmen des metabolischen Syndroms sein. 

Es wurden weitere Untersuchungen nach Durchführung einer medizinischen 
Trainingstherapie vereinbart. 

5.25 Wegen intermittierenden Unterbauchschmerzen wurde am 3. Januar 2017 
eine Ileo-Koloskopie im Spital Lachen durchgeführt (Dr.med. T.________), wobei 
kein relevanter Befund erhoben werden konnte (Vi-act. 160-7/49). 

5.26 Am 7. Dezember 2016 wurde der Versicherte durch Fachärzte der 
medexperts AG polydisziplinär (unter Einbezug der Fachrichtungen 

18

Orthopädische Chirurgie [Dr.med. U.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie], Psychiatrie [Med.prakt. AF.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie], Innere Medizin [Dr.med. V.________, Facharzt 
Allgemeine Innere Medizin] und Pneumologie [Dr.med. W.________, Facharzt 
für Pneumologie]) untersucht. Im Gutachten vom 18. Januar 2017 gelangen die 
Gutachter zusammenfassend zu folgenden Diagnosen (Vi-act. 147-78/88):

Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit:
- Leichte Herzinsuffizienz, wahrscheinlich NYHA II bei
- St. n. Herzstillstand bei Kammerflimmern, 29.3.2016
- Bekanntes Long-QT-Syndrom, unauffällige Coronarographie 31.3.2016
- ICD-Implantation 31.03.2016
- St.n. rez. epileptischen Anfällen 29.03.2016
- Schwere zentrale Schlafapnoe, ED 03/2012; damaliger AHI 81/h, ODI 100/h

- Risikofaktoren resp. kausale Faktoren: Opioid-Analgetika seit Jahren; 
Adipositas

- Zumindest subjektiv erfolgreiche CPAP-Therapie
- Persistierende Hypersomnie und Müdigkeit

- Lumbal betontes panvertebrales Schmerzsyndrom mit sensibler 
Ausfallsymptomatik L5 und S1 rechts bei Status nach Spondylodese 
LWK4/5 2001; Diskushernienoperation L4/5 2010; nach Sturz 23.02.2015 
mit Frakturen LWK 3 und 4 Kyphoplastie LWK 3 und 4

Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit:
- Hypertonie, ED 2010?, unbehandelt
- Adipositas, Klasse I mit BMI 33,4 kg/m2 bei 124.5 kg und 193 cm
- Anamnestisch Gicht
- St. n. Äthylabusus, abstinent seit 2008
- Persistierende Abdominalschmerzen, linke Leiste nach laparoskopischer 

Sigmaresektion 2008
- Diabetes Mellitus Typ II B anamnestisch
- Verdacht auf Penicillin-Allergie, Heftpflaster-Allergie
- Anamnestisch Vitamin D-Mangel
- St. n. Borreliose mit Antibiotikatherapie parenteral 2001 bei unbekanntem 

Stadium
- Leichter Vitamin-D und Folsäuremangel
- Leichter Leberzellschaden

- bei multiplen Medikamenten und Adipositas (Laborwerte 21.11.2016)
- Schädlicher Gebrauch von Cannabis
- Schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen
- Anamnestisch Status nach Alkoholabhängigkeit, gegenwertig abstinent
- Anamnestisch Status nach Anpassungsstörung, remittiert
- Anamnestisch Asthma bronchiale; klinisch irrelevant

In der polydisziplinären Beurteilung führen die Gutachter aus (Vi-act. 147-82/88):
(…).

19

Beim Versicherten besteht ein lumbal betontes panvertebrales Schmerzsyndrom 
mit sensibler Ausfallssymptomatik L5/ und S1 rechts bei Status nach 
Spondylodese LSK 4/5 2001; nach Diskushernienoperation L4/5 2010, nach Sturz 
2015 mit Frakturen LK 3 und 4 Kyphoplastie LWK 3 und 4 2015.
Aus orthopädischer Sicht ist der Versicherte für körperlich schwere Tätigkeiten 
nicht geeignet. Die vorwiegend stehende Tätigkeit als Koch bzw. auch hebende 
und fahrende Tätigkeit als Lieferant ist nur eingeschränkt zumutbar. Diesbezüglich 
besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 70%. Adaptierte Tätigkeiten vorwiegend 
sitzend, wechselbelastend ohne die Notwendigkeit des Hebens schwerer 
Gegenstände ist aus orthopädischer Sicht zu 70% möglich. Es besteht die 
Notwendigkeit vermehrter Pausen. 
Im psychiatrischen Teilgutachten heisst es zum Gesundheitsschaden, ein Teil der 
immer wieder aufgeführten Beschwerden wie Müdigkeit, vermindertem Antrieb, 
eingeschränkte Belastbarkeit und zum Teil auch Gereiztheit kann im Rahmen der 
somatischen Erkrankungen wie Schlafapnoe-Syndrom, Diabetes mellitus, der 
Suchtprobleme sowie der medikamentösen Therapie gesehen werden. Aus rein 
psychiatrischer Sicht bestehen zurzeit keine Befunde, die für die Diagnose einer 
depressiven Erkrankung sprechen würden. Entgegen den Angaben des 
Versicherten wird Cannabis im Urin gefunden. Dabei gehe ich zurzeit von einem 
schädlichen Gebrauch aus. Auch bezüglich des Benzodiazepinkonsums gehe ich 
von einem schädlichen Gebrauch aus. Ein vermehrter Alkoholkonsum wird vom 
Versicherten verneint. Da keine Blutentnahme möglich war, konnten seine 
Angaben nicht mittels CDT verifiziert werden. Klinisch gehe ich zurzeit nicht davon 
aus, dass die Arbeitsfähigkeit wesentlich durch die Suchtleiden eingeschränkt ist. 
(…). Aus rein psychiatrischer Sicht sehe ich den Versicherten weder in der 
bisherigen noch in einer adaptierten Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. 
(…). 

Aus internistischer Sicht wird im Gutachten für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 
Lieferwagenfahrer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem Herzstillstand 
vom 29. März 2016 attestiert. Für eine adaptierte leichte Tätigkeit bestehe dem-
gegenüber keine Arbeitsunfähigkeit (Vi-act. 147-83/88).  

Aus pneumologischer Sicht wird darauf hingewiesen, dass die Schlafapnoe nach 
Reduktion der Opioid-Analgetika und bei fortgeführter CPAP-Therapie adäquat 
behandelt sei. Falls auch in Zukunft eine gute Compliance von > 4 Stunden 
CPAP/Nacht bescheinigt werden könne, wäre die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit als Gebietsverkäufer theoretisch nicht aufgehoben. Da der 
Versicherte aber trotz Therapie immer noch müde und schläfrig sei (gemäss Fra-
gebogenauswertung) und da er immer noch (in unterschiedlichen Dosen) Opioid-
Analgetika und wohl auch Benzodiazepine einnehme, sei er aus schlafmedizini-
scher Optik für die Tätigkeit als Gebietsverkäufer und Lastwagenchauffeur nicht 
mehr arbeitsfähig. Eine adaptierte Tätigkeit könne seit Aufnahme der CPAP-
Therapie und noch viel mehr seit der spontanen und dokumentierten Besserung 
der Schlafapnoe (12/2016) in vollem Umfang ausgeübt werden (Vi-act. 147-83/88 
f.). Im pneumologischen Teilgutachten wird ergänzend ausgeführt, ursächlich für 

20

das zentrale Schlafapnoe-Syndrom seien Analgetika auf Opioid-Basis. Es sei ei-
ne altbekannte Tatsache, dass Opioid-Analgetika oft eine zentrale Schlafapnoe 
induzieren könnten. Grundsätzlich stelle die zentrale Schlafapnoe ein total ande-
res Krankheitsbild dar als die obstruktive Schlafapnoe. Die effizienteste Therapie 
der zentralen Schlafapnoe wäre die Beseitigung deren Ursache. Eine Reduktion 
der Opioid-Analgetika sei zwischenzeitlich erfolgreich realisiert worden. Gemäss 
aktueller Polygraphie liege nur noch eine leichte, vorwiegend obstruktive 
Schlafapnoe vor, welche adäquat behandelt sei (Vi-act. 147-75/88).

In der gemeinsamen polydisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelangen 
die Gutachter zum Schluss, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit 
(leichte wechselbelastende vorwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit zu 
selbstgewählten Positionswechsel und selbstgewählten Pausen; intermittierend 
könnten die Tätigkeiten auch schwerer, geistig jedoch eher anspruchslos sein) zu 
70% arbeitsfähig sei. Es bestehe die Notwendigkeit vermehrter Pausen (Vi-act. 
147-85/88).  

Zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit empfehlen die Gutachter insbesondere die 
vollständige Eliminierung aller Opioid-Analgetika und der Benzodiazepine; zudem 
sei eine Gewichtsreduktion anzustreben (Vi-act. 147-85/88). 

5.27 Am 16. Februar 2017 wurde der Versicherte ein weiteres Mal in der Klinik 
für Neurologie (USZ) untersucht. Die durchgeführten Tests ergaben formal nor-
male Werte, zur weiteren Abklärung wurde jedoch die Durchführung einer Mus-
kelbiopsie vereinbart (Vi-act. 152-13/14). 

Nach Durchführung der Muskelbiopsie wird im Bericht der Klinik für Neurologie, 
USZ, vom 27. April 2017 festgehalten, dass sich in der Histologie neben chro-
nisch neurogen veränderter Skelettmuskulatur und diskreten Anzeichen für my-
opathische Veränderungen auch eine vermehrte Anzahl an COX negativen Fa-
sern gezeigt  hätten. Dieser Befund bestätige den Verdacht einer mitochondri-
alen Myopathie. Zur Abklärung der Genese wurde eine molekulargenetische Un-
tersuchung des Muskelgewebes vereinbart (Vi-act. 160-20/49).  

5.28 Nachdem der Rechtsvertreter des Versicherten verschiedene Einwände 
zum medexperts-Gutachten erhoben hatte, hielt der RAD-Arzt Dr.med. 
X.________ütter am 29. Mai 2017 fest, zu diesen Einwänden hätten die Medas-
Gutachter Stellung zu nehmen. Er bitte jedoch auch um eine Begründung, wes-
halb nach neu aufgetretener Herzkrankheit kein Kardiologe beigezogen worden 
sei. Weiter hätten die Medas-Gutachter zur Frage Stellung zu nehmen, wie der 
Bericht des USZ vom Februar 2017 zu werten sei und ob eine Muskelbiopsie 
zwingend notwendig sei (Vi-act. 153). 

21

5.29 Mit weiterem Verlaufsbericht (Vi-act. 160-11/49) vom 6. Juni 2017 hielt 
Dr.med. L.________ gegenüber dem Hausarzt fest, dass der IV-Entscheid noch 
ausstehend sei, weshalb der Versicherte nervös sei und an anhaltenden Durch-
schlafstörungen leide. Ca. alle drei Tage sei der Versicherte so erschöpft, dass 
er tagsüber am Vormittag das Haus kaum verlasse und den Schlaf nachhole. 
Von der Heimventilation werde unregelmässig Gebrauch gemacht.  

5.30 Mit Bericht vom 4. Juli 2017 wurde von Seiten der medexperts-Gutachter 
Stellung genommen zu den vom RAD-Arzt und dem Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers aufgeworfenen Fragen (Vi-act. 155). 

Auf den Beizug eines Kardiologen sei verzichtet worden, weil am 18. November 
2016, mithin drei Wochen vor der internistischen Begutachtung, eine kardiologi-
sche Untersuchung im Spital Lachen durchgeführt worden sei, wo eine konstante 
körperliche Leistungsfähigkeit festgestellt werden konnte. Zudem hätten weitere 
kardiologische Beurteilungen von 2016 vorgelegen (30.3.2016 Spital Lachen: 
Echokardiographie; 31.1.2016 Koronarangiographie; 4.5.2016 Belastungs-EKG). 
Aufgrund der Anamnese und der körperlichen Untersuchung hätte ein Herzinsuf-
fizienzgrad NYHA Klasse III weitestgehend ausgeschlossen werden können. 

Aus dem Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des USZ vom 8. April 2015 (der den 
Gutachtern im Übrigen vorlag, vgl. Vi-act. 147-34/88) würden sich keine neuen 
Erkenntnisse zur Frage der Arbeitsfähigkeit ergeben. 

Auch in Bezug auf die zwischenzeitlich durchgeführte Muskelbiopsie wird festge-
halten, daraus würden sich keine neuen Erkenntnisse für die Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit ergeben. 

5.31 Am 13. Juli 2017 fand im Spital Lachen eine neurologische Kontrolle (EEG) 
statt (Dr.med. R.________), wobei ein aus epileptologischer Sicht stabiler Verlauf 
festgestellt wurde (Vi-act. 160-3/49). 

5.32 Am 18. Juli 2017 wurde der Versicherte im Rahmen einer schmerzthera-
peutischen Sprechstunde im Paraplegiker Zentrum Nottwil untersucht. Die Zu-
weisung fand offenbar auf Aufforderung der Krankenkasse hin statt, welche eine 
kostengünstigere Schmerztherapie initiieren möchte (vgl. Schreiben Hausarzt, Vi-
act. 160-1/49) bzw. die Indikation für den aktuellen Opioid-Konsum abklären las-
sen wollte (Vgl. Vi-act. 160-43/49). In der interdisziplinären zusammenfassenden 
Beurteilung (Dr.med. Y.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie, Leiter Zentrum für Schmerzmedizin, Dr.med. Z.________, Ober-
arzt Anästhesiologie, AG.________, Physiotherapeutin und AH.________, Psy-
chologin, Vi-act. 160-43/49 f.) wird ausgeführt, dass die hohen Dosen von Opio-

22

id-Medikamenten zu keiner massgeblichen Besserung des Beschwerdebildes 
führten. Es stehe eine opioidinduzierte Hyperalgesie zur Diskussion. Das 
Oxynorm werde dysfunktional eingesetzt im Sinne einer Betäubung bei vermehr-
tem Stress. Im Weiteren wird festgehalten, dass von einer Opioidabhängigkeit 
auszugehen sei, zudem bestehe der Verdacht auf einen Benzodiazepin-Abusus. 
Die hohen Opioid-Dosen seien auch im Hinblick auf das Schlafapnoe-Syndrom 
kritisch. Das Schmerzbild (lumboischialgiform) werde einerseits als myofaszielle 
und facettogene Schmerzen bei Insuffizienz der segmental tief stabilisierenden 
Muskulatur und ausgeprägter Adipositas interpretiert. Andererseits könnte auch 
eine Affektion der Nervenwurzel S1 gegeben sein. Im Weiteren wird in der Beur-
teilung ausgeführt:

Dem Patienten war es wichtig im Rahmen der Konsultation auch von den noch 
weiterbestehenden Schmerzbildern im Bereich des Kopfes, der Brust und des 
Unterleibes zu berichten. Die von ihm beklagten Kopfschmerzen, die der Patient im 
Zusammenhang mit der stattgehabten Reanimation sieht und der etwa alle 2 
Wochen auftritt, interpretieren wir am ehesten als einen Spannungskopfschmerz. 
Dieser spricht nach Angaben des Patienten auf die Medikation mit Paracetamol 
und körperlich/geistiger Entspannung an. 
Die Beschwerden im Bereich der linken Brust respektive im Bereich des ICD, 
verbunden mit Ängsten, die schon extern gemäss Patient kardiologisch abgeklärt 
wurden, interpretieren wir am ehesten als unspezifische myofaszielle Beschwerden 
bei Status nach ICD- Implantation. (…).
Aus schmerzpsychologischer Sicht ist von einer chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10:F45.41) auszugehen. (…). In den 
letzten Jahren sei es mehrmals zu depressiven Episoden gekommen (…). Er 
berichtet über verschiedene aktuelle und lebensgeschichtliche Belastungsfaktoren, 
die er noch nicht adaptiv verarbeiten konnte (früher Tod des Vaters, damit 
verbundenes Hadern und gesundheitsbezogene Ängste, hoher Druck am früheren 
Arbeitsplatz, angespannte finanzielle Situation, Sorgen um die Töchter etc.). (…).

Therapeutisch wird ein stationärer Benzodiazepin- und Opioidentzug empfohlen. 
Allenfalls sei hinsichtlich des Schmerzes eine neurologische Mitbeurteilung zu 
erwägen. Zudem sei die Anbindung an einen Psychiater sinnvoll. Eine Intensivie-
rung der Physiotherapie einschliesslich Rekonditionierung und Gewichtsabnah-
me müssten unbedingt angestrebt werden. 

5.33  Gemäss dem vom Beschwerdeführer im gerichtlichen Verfahren einge-
reichten Bericht vom 27. Dezember 2017 war dieser vom 23. November 2017 bis 
zum 22. Dezember 2017 in Littenheid zum Opiat- und Benzodiazepinentzug hos-
pitalisiert. Aus psychiatrischer Sicht wurden folgende Diagnosen gestellt: 

Psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: 
Abhängigkeitssyndrom (ICD-10:F13.2)
Psychische und Verhaltensstörung durch Opiate: Abhängigkeitssyndrom (ICD-
10:F11.2)
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10:F33.4)

23

Zum Behandlungsverlauf wird im Austrittsbericht festgehalten: 
(…).
Herr … zeigte sich motiviert, introspektionsfähig und eigeninitiativ, so dass er gut 
von unserem interdisziplinären multimodalen Therapiekonzept profitieren konnte. 
Diagnostisch gehen wir von einem partiell durchgeführten Benzodiazepinentzug 
sowie von einer erfolgreich durchgeführten Opiat-Umstellung bei einem Patient mit 
einem seit Jahren bekannten chronischen Lumbovertebralsyndrom sowie 
chronischer Schmerzstörung als wichtigen vordiagnostizierten Komorbiditäten aus. 
Bei Austritt bestand psychopathologisch noch eine leichte, jedoch deutlich 
regredierte Grübelneigung sowie ein diskret ratloser Affekt, jedoch keine 
Anhaltspunkte für Entzugssymptome. (…).

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit wird im Austrittsbericht keine Stellung genommen. 

5.34 Nach wiederholten Anfragen teilte die Klinik für Neurologie (USZ) der IV-
Stelle am 11. März 2018 mit, dass im Rahmen der Analyse des mitochondrialen 
Genoms keine Mutation habe nachgewiesen werden können. Die Diagnose einer 
mitochondrialen Zytopathie habe nicht bestätigt werden können (Vi-act. 164). 

5.35 Der RAD-Arzt Dr.med. X.________ empfahl mit Stellungnahme vom 9. 
April 2018 auf das Resultat der MEDAS medexperts AG abzustellen. Die Ge-
samtbeurteilung der Situation durch die MEDAS sei nachvollziehbar (Vi-act. 165-
8/8). 

6.1 Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, dass sich sein Gesundheits-
zustand in physischer und psychischer Hinsicht erheblich verschlechtert habe 
seit der ersten IV-Verfügung vom 14. Juni 2011. Gestützt auf die Berichte des 
Pneumologen Dr.med. L.________ vom 17. November 2014, des Hausarztes 
Dr.med.  H.________ vom 13. November 2014 und des USZ vom 25. April 2017 
könne von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 25% ausgegangen werden. Im 
Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, auf das Gutachten der medex-
perts AG könne nicht abgestellt werden. Diesbezüglich wendet er insbesondere 
ein:

• Die neu eingetretene Herzkrankheit werde nur von Dr.med. AB.________ 
beurteilt, welcher Facharzt für Innere Medizin sei. Es hätte ein Kardiologe 
beigezogen werden müssen, worauf der RAD-Arzt in seiner Stellungnah-
me vom 29. Mai 2017 hingewiesen habe. 

• Das Schlafapnoe-Syndrom werde verharmlost. Der Pneumologe Dr.med. 
L.________ habe am 17. November 2014 deswegen eine 50%-ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert. 

• In der Stellungnahme der medexpertes AG vom 4. Juli 2017 werde nicht 
eingegangen auf das Lumbovertebralsyndrom, das Schlafapnoesyndrom 
und das metabolische Syndrom. 

24

• Im Gutachten werde das Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung 
nicht berücksichtigt. Eine solche liege gemäss Bericht des SPZ vom 18. 
Juli 2017 vor.

• Nicht genügend berücksichtigt werde auch die diagnostizierte Opioid-
Abhängigkeit. Diese sei IV-relevant. 

• Insgesamt werde im Rahmen der Begutachtung auch zu wenig berück-
sichtigt, dass beim Versicherten eine Multimorbidität vorliege.  

Im Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer, dass das Gutachten nicht den 
Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 141 V 281) ent-
spreche, wonach bei psychischen Krankheiten ein strukturiertes Beweisverfahren 
unter Berücksichtigung der entsprechenden Indikatoren durchzuführen sei. Ins-
gesamt dränge es sich auf, ein neues polydisziplinäres Gutachten einzuholen. 

6.2 Wie bereits erwähnt, ist die Vorinstanz auf das neue Leistungsbegehren 
des Beschwerdeführers vom 5. Juni 2012 eingetreten und hat den Rentenan-
spruch unter Berücksichtigung der seit der Verfügung vom 14. Juni 2011 einge-
tretenen Gesundheitsentwicklung materiell geprüft. Es stellt sich zunächst die 
Frage, ob sie dabei zu Recht auf das medexperts-Gutachten abgestellt hat.

6.2.1 Im Rahmen der medexperts-Begutachtung wurde kein kardiologisches 
Teilgutachten erstellt. Am Gutachten wirkte jedoch ein Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin mit. Vorliegend hat die Vorinstanz eine interdisziplinäre Verlaufs-
begutachtung unter Einbezug der Fachrichtungen Innere Medizin, Psychiatrie, 
Pneumologie und Orthopädie bereits im August 2015 in die Wege geleitet und 
dem Versicherten Gelegenheit zu Einwendungen gegen die Gutachter sowie zu 
Zusatzfragen gegeben (Vi-act. 99). Nachdem der Versicherte Einwendungen ge-
gen die vorgesehene Gutachterstelle erhoben hatte, wurde die Wahl der Gut-
achterstelle (unter Beibehaltung der vorgesehenen Fachrichtungen) nach dem 
Zufallsprinzip veranlasst (Vi-act. 119) und die Gutachterstelle wurde am 27. Fe-
bruar 2016 zugeteilt. Über die vorgesehenen Gutachter (und die zugeteilte Gut-
achterstelle) wurde der Versicherte am 9. März 2016 informiert (Vi-act. 125) und 
die Untersuchungstermine wurden am 29. März 2016 mitgeteilt (vgl. Vi-act. 126). 
Am selben Tag (29. März 2016) erlitt der Beschwerdeführer einen Herzkreislauf-
stillstand bei Kammerflimmern. Die vorgesehenen Untersuchungstermine bei der 
eingesetzten Gutachterstelle wurden daraufhin storniert. Am 19. Oktober 2016 
wurde der Versicherten bzw. dessen Rechtsvertreter erneut über die vorgesehe-
nen Gutachter (sowie die vorgesehenen Fachrichtungen) informiert (Vi-act. 145). 
Von Seiten des Versicherten gingen keine Einwendungen ein und es wurde auch 
nicht geltend gemacht, es sei zusätzlich ein Kardiologe zur Untersuchung beizu-
ziehen oder einem Gutachter würde die erforderliche fachliche Kompetenz feh-
len. Die Untersuchungen fanden dann am 7. Dezember 2016 statt (Vi-act. 146). 

25

Vor der Begutachtung erschien mithin auch dem Beschwerdeführer der Einbezug 
der Fachrichtung Kardiologie als nicht erforderlich. Zur Frage, wer für die 
Auswahl der Fachdisziplinen bei polydisziplinären Gutachten zuständig ist, hält 
das Handbuch für Gutachter- und IV-Stellen (= Anhang V des Kreisschreibens 
über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], Stand 1.1.2018) fest, 
dass die IV-Stelle bei der Erteilung des Auftrags für ein polydisziplinäres Gutach-
ten nebst der voreingestellten Allgemeinen Inneren Medizin mindestens zwei 
weitere Fachdisziplinen auswählen muss. Nach Durchsicht der Akten und des 
Fragekataloges entscheidet die Gutachterstelle abschliessend, welche Fachdis-
ziplinen im Einzelfall zu begutachten sind. Vorliegend haben die Gutachter darauf 
verzichtet, den Einbezug einer weiteren Fachrichtung (Kardiologie) zur Diskussi-
on zu stellen. Dies ist nicht zu beanstanden, da einerseits an der Begutachtung 
ein Facharzt für Allgemeine Innere Medizin mitwirkte. Dieser Facharzt ist ein Ge-
neralist und kann auch bei kardiologischen Erkrankungen medizinische Ab-
klärungen vornehmen und insbesondere vorhandene fachärztliche Einschätzun-
gen beurteilen. Andererseits lagen den Gutachtern in casu verschiedene aktuelle 
kardiologische Berichte vor, welche eine Einschätzung des Gesundheitszustan-
des des Beschwerdeführers auch in Bezug auf die kardiologische Erkrankung er-
laubten. Dass den Gutachtern diesbezüglich ein Fehler unterlaufen ist, wird nicht 
geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Die diversen kardiologischen 
Nachuntersuchungen ergaben einen stabilen Verlauf bei dem bereits vor der 
Herzerkrankung dekonditionierten Versicherten. Die Pumpfunktion war normal, 
Angina pectoris-Schmerzen oder Atemnot bestanden nicht. Eine Herzinsuffizienz 
wurde von Seiten der Kardiologen nicht diagnostiziert. Insofern wirkt sich die 
Berücksichtigung einer "leichten Herzinsuffizienz" im medexpertes-Gutachten zu 
Gunsten des Versicherten aus und die Anerkennung einer höheren Einschrän-
kung aufgrund der kardiologischen Erkrankung ist nicht gerechtfertigt. 

6.2.2  Soweit der Beschwerdeführer eine "Verharmlosung" des Schlafapnoe-
Syndroms im medexperts-Gutachten unter Hinweis auf einen Bericht von 
Dr.med. L.________ von 2014 beanstandet, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt 
werden. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass diesbezüglich keine Verschlechte-
rung seit der ersten Verfügung vom 14. Juni 2011 eingetreten ist. Bereits im ABI-
Gutachten vom 17. Januar 2011 (39-29/126) wurde das Vorliegen eines 
Schlafapnoe-Syndroms vermutet und es wurden weitere Abklärungen empfohlen, 
wobei bereits damals darauf hingewiesen wurde, dass der Analgetika- und Ben-
zodiazepin Verbrauch die Wertigkeit der Resultate beeinflussen werde. Auf jeden 
Fall wurde bereits bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen des ers-
ten Verfahrens berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer an nächtlichen Atem-
pausen und Tagesmüdigkeit leidet (vgl. Vi-act. 39-27/126). 

26

Im weiteren Verlauf wurde dann die Verdachtsdiagnose bestätigt und es traten 
anfänglich Schwierigkeiten beim Gebrauch der Heimventilation auf. Spätestens 
ab Anfang 2015 kann jedoch von einem positiven Verlauf gesprochen werden 
(vgl. Vi-act. 95-11/14). Nach einer Reduktion der Opiod-Medikamente wurde 
dann im Juli 2015 festgehalten, dass die Reevaluation der Heimventilation ge-
plant sei (Vi-act. 96) und im Dezember 2016 berichtete Dr.med. L.________, 
dass auch ohne Heimventilation eine starke Verbesserung eingetreten sei (Vi-
act. 160-9/49). Soweit Dr.med. L.________ im Juni 2017 dann wieder von mas-
siven Durchschlafstörungen berichtet, wird dies mit der angespannten Situation 
im Rahmen des IV-Abklärungsverfahrens begründet und nicht mit der pneumolo-
gischen Situation. Insgesamt kann klarerweise nicht davon gesprochen werden, 
dass das Schlafapnoe-Syndrom im medexperts-Gutachten ungenügend berück-
sichtigt wurde. Die Situation hat sich seit 2014 stark verbessert, zumal der nach 
der Begutachtung durchgeführte vollumfängliche Opiat-Entzug zu einer weiteren 
Verbesserung der Situation geführt haben wird.  

6.2.3 Dass in der Stellungnahme der medexpertes-Gutachter vom 4. Juli 2017 
nicht auf das Lumbovertebralsyndrom, das Schlafapnoesyndrom und das meta-
bolische Syndrom eingegangen wurde, ist ebenfalls ohne Belang für die Wertig-
keit des Gutachtens an sich. 

Im Rahmen der medexperts-Begutachtung wurde der orthopädische Status um-
fassend abgeklärt (Vi-act. 147-47/88 f.). Die entsprechende orthopädische Beur-
teilung findet sich insbesondere im Rahmen der polydisziplinären Stellungnahme 
zur aktuellen gesundheitlichen Situation (Vi-act. 147-82/88). Massgeblich ist, 
dass sich die Situation in Bezug auf die LWS-Problematik seit der ersten Anmel-
dung zum Rentenbezug nicht relevant geändert hat. Bereits damals berichtete 
der Versicherte über starke Schmerzen im Bereich der LWS ausstrahlend in bei-
de Beine und bis in den Vorderfuss sowie eine Opiat-Medikation seit 15 Jahren 
(Vi-act. 3, 16-2/13). Im ABI-Gutachten vom 17. Januar 2011 wird in Berücksichti-
gung des zweimaligen Eingriffes zur Stabilisierung von LWK4/5 von einer ver-
minderten Belastbarkeit und einer Bewegungseinschränkung der LWS ausge-
gangen; der Befund vermochte die geltend gemachten Beschwerden jedoch nur 
teilweise zu begründen. Im Rahmen der Verlaufsbegutachtung (ABI-Gutachten 
vom 25.8.2014) wird von keiner relevanten Veränderung seit der ersten Begut-
achtung ausgegangen, dies auch gestützt auf die Vorbringen des Versicherten 
(Vi-act. 84-26/36). Es werden eine eingeschränkte Beweglichkeit der LWS (ver-
spannte Muskulatur), diffuse Schmerzen im Bereich der Hüften/ Oberschenkel, 
Hypästhesien im Bereich der rechten unteren Extremität und degenerative Ver-
änderungen der unteren LWS beschrieben. Im medexperts-Gutachten werden 

27

ebenfalls eine eingeschränkte Beweglichkeit der LWS, Oberschenkelschmerzen, 
Taubheitsgefühle im Bereich der unteren Extremität rechts sowie polysegmentale 
Spondylarthrosen beschrieben. Eine vorübergehende Verschlechterung der Si-
tuation ist insofern eingetreten, als dass der Versicherte am 23. Februar 2015 
Wirbelkörperfrakturen erlitten hat, diese Frakturen sind jedoch gut verheilt und im 
Rahmen der Nachkontrollen nach der operativen Versorgung wurde von einer 
deutlichen Schmerzliderung und nurmehr vermehrten Schmerzen bei längerem 
Sitzen berichtet. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wurde - anders als in den di-
versen Gutachten - als nicht eingeschränkt beschrieben (Vi-act. 95-6/14). Insge-
samt ist mithin nicht ersichtlich, dass sich die Situation im Bereich der Wirbelsäu-
le seit der ersten Anmeldung zum Bezug von Leistungen relevant verschlechtert 
hat. Dennoch wird im medexperts-Gutachten aus orthopädischer Sicht von einer 
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von 70% auch für körperlich leichte Tätigkeiten 
mit Wechselbelastung ausgegangen, während in den vorangehenden ABI-
Gutachten aus orthopädischer Sicht für körperlich leichte, wechselbelastende 
Tätigkeiten noch eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. In Berücksichtigung 
des Verlaufs ist mithin nicht ersichtlich, dass die gesundheitlichen Einschränkun-
gen im Bereich der Wirbelsäule im medexperts-Gutachten ungenügend gewür-
digt worden wären. 

Auch in Bezug auf das Schlafapnoe-Syndrom finden sich im medexperts-
Gutachten genügende Ausführungen; weitergehende Ausführungen im Rahmen 
einer zusätzlichen Stellungnahme - wie vom Beschwerdeführer gefordert - waren 
nicht notwendig. Der begutachtende Pneumologe geht gestützt auf die Ergebnis-
se der Polygraphie ohne Heimventilation vom 5. bis 6. Dezember 2016 von einer 
massiven Verbesserung bzw. sogar Normalisierung der Schlafapnoe aus (Vi-act. 
147-74/88). Mit dieser Einschätzung stimmt er grundsätzlich mit dem behandeln-
den Pneumologen überein (vgl. Vi-act. 160-9/49 f.). 

Bezüglich des beim Versicherten diagnostizierten metabolischen Syndroms (arte-
rielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Adipositas)  ist festzuhalten, dass ein solches 
(auch in Berücksichtigung der guten Therapiemöglichkeiten sowohl medika-
mentös als auch durch geeignete Lebensführung) regelmässig keine wesentli-
chen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. Urteil BGer 9C_624/2007 v. 
19.10.2007). Weitere Ausführungen dazu erübrigten sich.  

6.2.4 Eine chronische Schmerzstörung liegt gemäss medexperts-Gutachten beim 
Versicherten nicht vor. Die geltend gemachten Schmerzen werden im medex-
perts-Gutachten im Wesentlichen auf die körperlichen Probleme zurückgeführt. 
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird gestützt auf die orthopädischen Be-
funde anerkannt. Auch im Rahmen der beiden ABI-Begutachtungen  wurde von 

28

den psychiatrischen Gutachtern (Dr.med. K.________, Vi-act. 39-16/126 und 
Dr.med. P.________, Vi-act. 84-20/36) keine Diagnose einer chronischen 
Schmerzstörung gestellt. Die den Versicherten behandelnden Psychiater haben 
auch keine somatoforme Schmerzstörung oder eine andere psychische Schmer-
zerkrankung diagnostiziert (vgl. Berichte Dr.med.  F.________, Vi-act. 8-3/3; 
Dr.med. N.________, Vi-act. 65). Auch im Rahmen der Behandlung beim SPD 
wurde eine entsprechende Diagnose gemäss den Akten nicht gestellt (Vi-act. 
81). Demgegenüber findet sich die Diagnose eines chronischen Schmerzsyn-
droms in den Berichten der Zürcher Höhenklinik Davos (Vi-act. 61-2/6 und 76). 
Die entsprechenden Berichte stammen jedoch nicht von Ärzten mit einem Fach-
arzttitel im Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie. Die Diagnose einer 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren findet 
sich zudem im Bericht des SPZ Nottwil vom 18. Juli 2017 (Vi-act. 160-42/49), al-
lerdings wirkte am entsprechenden Bericht ebenfalls kein Psychiater mit. Es ist 
auch fraglich, ob den untersuchenden Fachpersonen des SPZ Nottwil die vorbe-
stehenden medizinischen Berichte und Gutachten zur Verfügung standen, zumal 
verschiedene therapeutische Massnahmen vorgeschlagen werden, welche in der 
Vergangenheit bereits durchgeführt worden sind (Psychotherapie, stationärer 
Aufenthalt zur Durchführung von psychosomatischen und physiotherapeutischen 
Massnahmen). Schliesslich findet sich die Diagnose einer "chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren" auch im Bericht der 
clienia Littenheid vom 27. Dezember 2017, allerdings fehlt diesbezüglich eine 
Diagnose nach anerkanntem Klassifikationssystem. Der Versicherte hielt sich 
zum Opiat- und Benzodiazepinentzug in der Klinik auf und diesbezüglich wurden 
von Seiten der Klinik auch klare Diagnosen unter Hinweis auf die Klassifikation 
nach ICD-10 gestellt. Die Behandlung einer somatoformen Schmerzstörung war 
demgegenüber nicht Ziel des stationären Aufenthaltes und es finden sich im Aus-
trittsbericht auch keine relevanten Aussagen zu einer solchen Erkrankung. 

Das Vorliegen eines leistungsbegründenden psychischen Gesundheitsschadens 
im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 1 ATSG setzt grundsätzlich       
voraus, dass im psychiatrischen Gutachten eine Diagnose gestellt werden kann, 
welche auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems (ICD-10, 
DSM-IV) abgestützt ist; es muss eine fachärztlich einwandfreie Diagnose vorlie-
gen (Urteil BGer I 782/04 14.9.2005 Erw. 2.3; BGE 130 V 396 Erw. 2.2.2 und 
2.2.3; BGE 141 V 281 Erw. 2.1 und 2.1.1; 8C_345/2012 v. 17.9.2012 Erw. 3.5.1). 
Der Beweiswert einer spezialärztlichen Expertise hängt u.a. davon ab, ob die 
begutachtende Person über die entsprechende Fachausbildung verfügt. Ihre 
fachliche Qualifikation spielt für die richterliche Würdigung einer Expertise eine 
erhebliche Rolle. Für die Eignung einer Ärztin oder eines Arztes als 

29

Gutachterperson in einer bestimmten medizinischen Disziplin ist ein 
entsprechender, dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender 
spezialärztlicher Titel der berichtenden oder zumindest der den Bericht 
visierenden Arztperson erforderlich (Urteil BGer 8C_309/2016 v. 14.12.2016 Erw. 
4.3 m.H.). 

Nachdem neben dem psychiatrischen Gutachter der medexperts AG auch die 
psychiatrischen Fachgutachter des ABI keine somatoforme Schmerzstörung 
diagnostiziert haben und auch die behandelnden Fachärzte Dr.med. F.________ 
und Dr.med. N.________ eine entsprechende Diagnose nicht gestellt haben, 
kann das Fehlen einer entsprechenden Diagnose im medexperts-Gutachten nicht 
dazu führen, dass ihm die Beweiskraft aberkannt wird. 

6.2.5 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Opioid-Abhängigkeit sei 
IV-relevant, ist festzuhalten, dass gemäss dem von ihm eingereichten Bericht der 
clienia Littenheid erfolgreich ein Entzug durchgeführt worden ist. Eine 
Alkoholabhängigkeit besteht gemäss den Akten bereits seit mehreren Jahren 
nicht mehr. Im Übrigen erfolgt die Einschätzung der (reduzierten) Arbeitsfähigkeit 
im medexperts-Gutachten unter Berücksichtigung des schädlichen Gebrauchs 
von Cannabis und Benzodiazepinen nach bereits damals vorgenommener 
Reduktion der Opioid-Analgetika, die zu einer erheblichen Verbesserung des 
Schlafapnoe-Syndroms geführt hatte (vgl. Vi-act. 160-9/49).

6.2.6 Der Multimorbidität des Versicherten wurde im medexperts-Gutachten 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers Beachtung geschenkt. Zweck 
eines interdisziplinären Gutachtens besteht gerade darin, bei komplexen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf 
umfassender, die Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen 
integrierender Grundlage vorzunehmen (vgl. BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4; 
8C_260/2017 v. 1.12.2017 Erw. 4.2.2; I 514/06 v. 25.5.2007 Erw. 2.1). Im 
medexperts-Gutachten erfolgt die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (neben den 
einzelnen Einschätzungen der  verschiedenen Fachgutachter) in der 
Schlussfolgerung aus polydisziplinärer Sicht (vgl. Vi-act. 147-84/88). Dieser 
Einschätzung liegt mithin die Berücksichtigung der verschiedenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers zu Grunde. 

6.3 Umstritten ist zudem - wie bereits erwähnt - ob das medexperts-Gutachten 
den Vorgaben von BGE 141 V 281 entspricht. 

Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen (vgl. dazu 
BGE 143 V 418) definiert das für somatoforme Leiden entwickelte strukturierte 
Beweisverfahren systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leis-

30

tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1). 
Das strukturierte Beweisverfahren bleibt entbehrlich, wenn im Rahmen 
beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine 
Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und 
allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation 
oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 
143 V 409 Erw. 4.5 S. 415). 

Das medexperts-Gutachten vom 18. Januar 2017 ist noch in Unkenntnis der 
neuen, oben angeführten Rechtsprechung des Bundesgerichts verfasst worden. 
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung verlieren jedoch nach altem 
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. 
Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen 
spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein 
abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor 
Bundesrecht standhält (BGE 141 v 281 Erw. 8; Urteil BGer 9C_45/2017 v. 
7.2.2018 Erw. 4.2).

Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass gemäss der gutachterlichen Ein-
schätzung des Psychiaters Med.prakt. AF.________ beim Versicherten eine die 
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychiatrische Erkrankung nicht vorliegt. Wie 
vorstehend ausgeführt ist diese Einschätzung in Berücksichtigung der weiteren 
psychiatrischen Beurteilungen nachvollziehbar. Aus rein psychiatrischer Sicht ist 
der Beschwerdeführer weder in der bisherigen noch in einer adaptierten Tätigkeit 
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (Vi-act. 147-56/88). Mangels Vorliegens ei-
nes die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden psychiatrischen Krankheitsbildes ist 
deshalb eine Prüfung der Indikatoren nach BGE 141 V 281 nicht erforderlich (vgl. 
Urteile BGer 8C_170/2018 v. 12.9.2018 Erw. 4.2.3; 8C_341/2018 v. 13.8.2018 
Erw. 6.2; 8C_10/2018 v. 24.5.2018 Erw. 5.3.2; 9C_184/2018 v. 24.4.2018 Erw. 
3.2.3 und 3.2.4). 

6.4 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das medexperts-Gutachten abgestellt hat. 
Das Gutachten beruht auf den Vorakten und umfassenden polydisziplinären Ab-
klärungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und begründet die darin 
enthaltenen Schlussfolgerungen. Aus den weiteren medizinischen Akten ergeben 
sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die medizinischen Gutachter relevante 
funktionelle Einschränkungen übersehen hätten. Eine weitere polydisziplinäre 
Begutachtung ist nicht erforderlich. 

31

7.1 Streitig sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitli-
chen Einschränkungen. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei nicht er-
sichtlich, was und wo er noch arbeiten könne. Er könne nicht über einen längeren 
Zeitraum sitzen und er sei wegen des Schlafapnoe-Syndroms ständig übermü-
det. Es bestehe ein vermehrter Pausenbedarf. Kein Arbeitgeber würde ihn ein-
stellen. Zur Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens dränge 
sich zudem eine weitere Abklärung (im Rahmen einer praktischen Arbeitsab-
klärung) auf. 

7.2 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide 
Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 
sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen 
könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften 
bestünde (ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG; AHI 1998 S. 287, I 198/97 
E. 3b). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst verschiedenste Tätigkeiten, was 
die beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch den körperlichen 
Einsatz anbelangt (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Dabei ist nicht von 
realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen, sondern nur von Tätigkeiten, 
die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 
Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von 
Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch 
rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (SVR 
2016 IV Nr. 58 S. 190, 8C_910/2015 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 
Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 
Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil 
9C_95/2007 vom 29. August 2007 E. 4.3 mit Hinweisen). Von einer 
Arbeitsgelegenheit kann aber dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen 
erscheint (ZAK 1991 S. 318, I 350/89 E. 3b). 

7.3 Wie bereits erwähnt ist dem Beschwerdeführer eine vollzeitliche 
Erwerbstätigkeit (bei einer Leistungseinschränkung von 30% wegen erhöhtem  
Pausenbedarfs) in einer körperlich leichten (intermittierend auch bis schweren), 
wechselbelastenden  vorwiegend sitzenden Tätigkeit, welche geistig eher 
anspruchslos ist, zumutbar. Die Tätigkeit als Chauffeur und vorwiegend stehende 
Tätigkeiten (wie Koch) sind ihm nicht mehr zumutbar. Auch Tätigkeiten, welche 

32

höchste Wachsamkeit und Konzentration erfordern (neben Berufschauffeur z.B. 
die Überwachung von komplexen Produktions- und Steuerungsprozessen, von 
komplizierten Maschinen o.ä.) sind nicht zumutbar. An den oberen Extremitäten 
bestehen keine Behinderungen. Auch bestehen keine feinmotorischen Beein-
trächtigungen. Aus psychiatrischer Sicht liegen keine relevanten Beeinträchti-
gungen vor. In Berücksichtigung der obzitierten Rechtsprechung und der relativ 
hohen Hürden für Versicherte, welche noch über eine Aktivitätsdauer von über 
fünf Jahren (in casu besteht noch eine Aktivitätsdauer von 10 Jahren) verfügen 
(vgl. auch Urteil BGer 8C_113/2016 vom 6.7.2016 Erw. 4.3), ist die Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit trotz dem Erfordernis, die angestammte Tätigkeit 
aufzugeben und eine Hilfsarbeitstätigkeit in einem anderen Segment aufzuneh-
men, zu bejahen, zumal in der Rechtsprechung davon ausgegangen wird, dass 
Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 
altersunabhängig nachgefragt werden (Urteile BGer 8C_657/2010 vom 
19.11.2010 Erw. 5.2.3; 9C_646/2010 vom 23.2.2011 Erw. 4). Zudem werden die 
dem Versicherten offen stehenden leidensangepassten bzw. zumutbaren Tätig-
keiten nicht mit derart vielen Einschränkungen umschrieben, dass das Finden ei-
ner entsprechenden Stelle als von vornherein ausgeschlossen erscheint, auch 
wenn die Verwertbarkeit in Berücksichtigung der konkreten Umstände (gesund-
heitliche Einschränkungen) sicherlich erschwert ist. Es steht dem Versicherten 
grundsätzlich immer noch ein weites Spektrum an zumutbaren Hilfstätigkeiten of-
fen, welche keine Ausbildung erfordern. In Frage kommen z.B. einfache Kontroll- 
und Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache Maschinenbe-
dienungsfunktionen, sowie Hilfsarbeiten wie Montage-, Sortierungs-, Prüf- und 
Verpackungstätigkeiten in Produktionsbetrieben. Die genannten Tätigkeiten be-
dürfen weder einer nennenswerten Einarbeitungszeit noch besonderer Fertigkei-
ten. Insgesamt ist eine wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mithin zu bejahen.

7.4 Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung einer Arbeitsabklärung zur 
Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens verlangt, ist darauf 
hinzuweisen, dass die medizinischen Gutachter sich zum Leistungsvermögen 
des Versicherten äussern und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vornehmen. 
Weitere Abklärungen werden von den Gutachtern nicht vorgeschlagen und sind 
daher nicht erforderlich (Urteil BGer 9C_768/2011 v. 8.2.2012 Erw. 2.4). Die ver-
langten Abklärungen zur Evaluation der Leistungsfähigkeit wären nur dann vor-
zunehmen, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser Stande sähen, eine zu-
verlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen und 
deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als zweckmäs-
sigste Massnahme ausdrücklich empfehlen würden (Urteile BGer 9C_768/2011 

33

v. 8.2.2012 Erw. 2.4; 8C_254/2016 v. 6.7.2016 Erw. 2), was vorliegend gerade 
nicht der Fall ist.  Zudem erachtet sich der Versicherte als dauerhaft vollständig 
arbeitsunfähig (vgl. Vi-act. 147-77/88). In einem solchen Fall macht eine Evalua-
tion der beruflichen Leistungsfähigkeit regelmässig keinen Sinn (vgl. Urteile BGer 
8C_254/2016 v. 6.7.2016 Erw. 2; 9C_466/2010 v. 23.8.2010 Erw. 3.4.2; 
9C_840/2009 v. 2.12.2009 Erw. 5.1).  

8.1 Umstritten ist im Weiteren die Bemessung des Valideneinkommens. Die 
Vorinstanz ist in der angefochtenen Verfügung vom Einkommen des Beschwer-
deführers ausgegangen, welches er 2006 als Koch erzielt hat (Fr. 58'163.--). In 
Berücksichtigung der Lohnentwicklung ergab dies per 2016 ein Valideneinkom-
men von Fr. 64'255.60. Vernehmlassend ergänzte die Vorinstanz, dass dies auch 
etwa dem gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 im Bereich Gastgewerbe, 
Niveau 3, erzielten Durchschnittseinkommen von Fr. 5'399.--/Mt. bzw. indexiert 
per 2016 bei 42,4 Wochenstunden von Fr. 69'263.-- entspreche. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, als Gesunder wäre er als Küchenchef tätig 
gewesen. Er sei nur auf Hilfsarbeitertätigkeiten ausgewichen, weil er keine daue-
rhaft stehenden Tätigkeiten mehr habe ausüben können. Als Küchenchef (Kom-
petenzniveau 4) hätte er gemäss LSE 2012 unter Berücksichtigung einer Wo-
chenarbeitszeit von 42,4 h ein Valideneinkommen von Fr. 73'394.-- erzielen kön-
nen. 

8.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versi-
cherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns aufgrund ihrer 
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte, und 
nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Da nach empirischer Feststellung in 
der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, 
ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung dieses Vergleichseinkommens 
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erziel-
te, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Ver-
dienst. Lediglich wenn sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne ge-
sundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern lässt, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte abzustellen, wobei die 
für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
mitzuberücksichtigen sind (BGE 139 V 28 Erw. 3.3.2 S. 30; Urteil 8C_944/2011 
vom 17.4.2012 Erw. 2.2). Ausnahmen vom Erfahrungssatz, wonach die bisherige 
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre und auf den ent-
sprechenden Verdienst abzustellen ist, müssen mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit erstellt sein.

34

Sind die entsprechenden Einkommen nicht konkret zu ermitteln, können nach der 
Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die 
Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 Erw. 2.3). 

8.3 Die Vorinstanz hat bei der Bemessung des Valideneinkommens zu Recht 
nicht auf das Einkommen abgestellt, das der Versicherte ab 2007 bei der Firma 
A.________ als Chauffeur erzielt hat. Dieses lag massgeblich unter den in den 
Vorjahren erzielten Einkommen als Koch und es ist glaubhaft, dass gesundheitli-
che Probleme zur Aufgabe der Tätigkeit als Koch geführt haben. Die Vorinstanz 
hat bei der Bemessung des Valideneinkommens des Weiteren das höchste vom 
Beschwerdeführer während seiner Erwerbstätigkeit in der Schweiz erzielte Ein-
kommen als Koch berücksichtigt (IK-Auszug, Vi-act. 43, 67). Das vom Beschwer-
deführer in der Schweiz zuletzt als Koch erzielte Einkommen liegt etwas unter 
dem Durchschnittseinkommen des Kompetenzniveaus 3 (komplexe praktische 
Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) im 
Gastgewerbe gemäss LSE 2014 (TA1, monatlicher Bruttolohn, Zentralwert, priva-
ter Sektor). Ausgehend von einem Monatseinkommen von Fr. 5'399.--, betriebs-
üblichen Arbeitszeiten im Gastgewerbe von 42,4 h/Woche (2014, bfs.admin.ch) 
und indexiert per 2016 (Nominallohnindex Männer, Basis 1939=100, 2014: 2220; 
2016: 2239) ergäbe dies ein statistisches Einkommen von Fr. 69'263.--. Der 
tatsächlich vom Beschwerdeführer erzielte Lohn liegt etwas unter dem statisti-
schen Durchschnittslohn für das Gastgewerbe im Kompetenzniveau 3 und über 
dem entsprechenden Durchschnittslohn für das Kompetenzniveau 2 (dieses läge 
gemäss LSE 2014 unter Berücksichtigung von 42,4 Wochenarbeitsstunden und 
der Nominallohnentwicklung per 2016 bei Fr. 54'566.--).

Ein Abstellen auf die Löhne gemäss Kompetenzniveau 4 (Tätigkeiten mit kom-
plexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- 
und theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) ist in Berück-
sichtigung der bisherigen Tätigkeit des Versicherten als Koch klarerweise nicht 
gerechtfertigt. Grundsätzlich rechtfertigt eine absolvierte Berufslehre auch bei 
langjähriger Berufserfahrung lediglich die Einstufung in das Kompetenzniveau 2 
(vgl. Urteil BGer 8C_382/2017). Der Beschwerdeführer hatte während seiner Er-
werbstätigkeit als Koch in der Schweiz mehrheitlich kürzere Arbeitsstellen 
während wenigen Monaten bis maximal zwei Jahren in kleineren Betrieben inne, 
wobei er zeitweise auch arbeitslos war (vgl. Vi-act. 14-9/16 ff.; 43). Es handelte 
sich dabei nicht um Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entschei-
dungsfindung im Sinne der Vorgaben für das Kompetenzniveau 4 gemäss LSE 

35

2014. Auch wenn der Beschwerdeführer gemäss den Akten in seiner Heimat ei-
nen Lehrgang zum Küchenmeister absolviert hat (Vi-act. 10-1/6), ist ein Abstellen 
auf die hypothetischen Löhne des Gastgewerbes im Kompetenzniveau 4 gemäss 
LSE 2014 nicht gerechtfertigt. Es bestehen keine konkreten Anhaltspunkte dafür, 
dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein ent-
sprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wäre. Dass vor Auf-
gabe der Tätigkeit als Koch konkrete Schritte in dieser Hinsicht getätigt wurden, 
ist nicht ersichtlich (BGE 96 V 30; Urteile BGer I 716/00 v. 20.11.2001 Erw. 3a; I 
504/01 v. 24.5.2002 Erw. 2b; 9C_795/2012 v. 9.7.2013 Erw. 2.1). 

Insgesamt ist es mithin nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der Be-
messung des Valideneinkommens von dem vom Beschwerdeführer an seiner 
letzten Arbeitsstelle als Koch erzielten Einkommen angepasst an die Lohnent-
wicklung per 2016 ausgegangen ist. 

9.1 Umstritten ist im Weiteren die Bemessung des Invalideneinkommens. Die 
Vorinstanz geht in der angefochtenen Verfügung gestützt auf lohnstatistische 
Werte von einem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 44'310.-- für eine 
Tätigkeit zu einem Pensum von 70% aus, wobei sie einen Abzug von 5% 
berücksichtigt, weil der Versicherte nurmehr körperlich leichte Tätigkeiten ausü-
ben kann. 

Der Beschwerdeführer geht ausgehend von den statistischen Werten gemäss 
LSE 2012 von einem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 36'499.-- aus, 
wobei er aufgrund der verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die 
Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzug von 20% verlangt. 

9.2 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz bei der Bemessung des 
Invalideneinkommens gestützt auf den LSE-Durchschnittslohn aller Wirtschafts-
zweige im untersten Kompetenzniveau für ein Vollzeitpensum auf einen Aus-
gangswert von Fr. 66'633.-- abstellt. Ausgehend von den Durchschnittswerten 
der LSE 2014 wäre gar von einem höheren Ausgangswert auszugehen (monatli-
cher Bruttolohn Männer Kompetenzniveau 1, Zentralwert, privater Sektor gemäss 
TA1: Fr. 5'312.--, bei durchschnittlicher Arbeitszeit von 41,7h/Woche = Fr. 
5'537.80, indexiert per 2016 [Nominallohnindex Männer 2014: 2220; 2016: 2239] 
= Fr. 67'022.--). Dieser Wert liegt über dem angerechneten Valideneinkommen, 
welches aufgrund des tatsächlichen Verdienstes errechnet wurde (Fr. 64'255.60). 
Der Beschwerdeführer hat zwar im Wirtschaftszweig Gastronomie auch in 
Berücksichtigung der Qualifikation kein unterdurchschnittliches Einkommen er-
zielt, in Berücksichtigung der Durchschnittswerte aller Branchen im tiefsten An-
forderungsniveau liegt jedoch ein leicht unterdurchschnittliches Valideneinkom-

36

men vor. Dennoch rechtfertigt dieser Umstand vorliegend kein Abweichen vom 
Regelfall, wonach das Valideneinkommens grundsätzlich anhand des zuletzt 
verdienten Lohnes zu bestimmen ist oder bei der Bemessung des Invalidenein-
kommens eine entsprechende Herabsetzung vom statistischen Wert vorzuneh-
men ist (vgl. BGE 134 V 322 Erw. 4.1 betr. Parallelisierung der Vergleichsein-
kommen). Rechtsprechungsgemäss ist eine solche Parallelisierung der Ver-
gleichseinkommen erst vorzunehmen, wenn der tatsächlich erzielte Verdienst 
deutlich unter dem (branchenüblichen) LSE-Tabellenlohn liegt, wobei die Erheb-
lichkeitsgrenze bei 5% liegt (BGE 135 V 297). In casu wird diese Erheblichkeits-
grenze nicht erreicht (Differenz zwischen LSE-Tabellenlohn von Fr. 67'022.-- und 
Valideneinkommen von Fr. 64'255.-- = Fr. 2'767.--, was 4,3% des Validenein-
kommens entspricht). Im Übrigen ist unbestritten, dass dem seit Jahren nicht 
mehr als Koch erwerbstätigen Versicherten ein Wechsel in eine andere Branche 
zumutbar ist. 

9.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch-
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) um 
maximal 25 % zu kürzen, wenn persönliche und berufliche Merkmale wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität resp. Aufent-
haltskategorie oder Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 
und die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerbli-
chem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 Erw. 5.2; 126 V 75 Erw. 5b/aa-cc 
S. 80). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 
Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 
leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 
126 V 75 Erw. 5a/bb; Urteil BGer 8C_805/2016 vom 22.3.2017 Erw. 3.1). 

9.4 Vorliegend ist unbestritten, dass in Berücksichtigung der Einschränkungen, 
die sich aus dem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil ergeben (körperlich vorwiegend 
leichte und sitzende, wechselbelastende Tätigkeiten ohne die Erfordernis dau-
ernder höchster Wachsamkeit) ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist. Die 
Vorinstanz hat diesem Umstand mit der Berücksichtigung eines leidensbedingten 
Abzuges von 5% Rechnung getragen. Es stellt sich die Frage, ob ein Abzug von 
5% in Berücksichtigung des eingeschränkten Spektrums an zumutbaren Ver-
weistätigkeiten angemessen ist. 

Der Beschwerdeführer leidet an verschiedenen relevanten, objektivierbaren Be-
schwerden. Er wurde mehrmals am Rücken operiert und die objektiven Befunde 
lassen erkennen, dass die entsprechend geltend gemachten Beschwerden zu-
mindest teilweise somatischen Ursprungs sind. Im Weiteren besteht eine relevan-

37

te Herzerkrankung, welche durch eine ICD-Implantation zur Zeit zwar unter Kon-
trolle ist, jedoch fortbesteht und gemäss Gutachten auch zu einer leichten Herz-
insuffizienz geführt hat. Daneben liegt eine Reihe weiterer somatischer Erkran-
kungen vor, welche gemäss medexpertes-Gutachten zu einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit führen. Das ärztlich umschriebene Anforderungsprofil schränkt 
die Einsatzfähigkeit des Versicherten stark ein. Zudem führen die diversen soma-
tisch relevanten Diagnosen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko, das zu vermehr-
ten und nicht kalkulierbaren Abwesenheiten vom Arbeitsplatz führen kann. Auch 
wenn letztlich gemäss Gutachten eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit besteht, ist nicht zu verkennen, dass der Versicherte relevant 
erkrankt ist und dementsprechend in seiner Arbeitsfähigkeit auch in verschiede-
ner Hinsicht eingeschränkt ist.  Art und Ausmass der Behinderung bzw. der Mul-
timorbidität des Versicherten erfordern im konkreten Einzelfall - auch im Quer-
vergleich mit anderen vom Gericht zu beurteilenden IV-Fällen - die Berücksichti-
gung eines Abzugs von 20%. Es besteht eine relevante Multimorbidität, welche 
auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt das Spektrum an zumutbaren Ver-
weistätigkeiten erheblich einschränkt und sich überwiegend wahrscheinlich in 
massgebender Weise lohnsenkend auswirkt. 

In Berücksichtigung eines Abzuges von 20% resultiert ein Invalideneinkommen 
von Fr. 37'315.-- (LSE-Einkommen gemäss angefochtener Verfügung von Fr. 
66'633.--, davon 70% abzüglich 20% für leidensbedingte Einschränkungen). Im 
Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 64'255.60 ergibt dies einen IV-Grad 
von 42%. 

Die Beschwerde ist mithin insofern teilweise gut zu heissen, als festgehalten 
wird, dass der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 

10.1 Umstritten ist im Weiteren der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. 
Unbestritten ist dabei, dass der Versicherte Anspruch auf Arbeitsvermittlung hat. 
Der Versicherte beruft sich jedoch auch auf einen Anspruch auf Berufsberatung 
(Art. 15 IVG), auf Umschulung (Art. 17 IVG) und auf Integrationsmassnahmen 
(Art. 14a IVG). 

10.2 In der angefochtenen Verfügung wird festgehalten, berufliche Massnahmen 
seien nicht eingeleitet worden, da sich der Versicherte gemäss MEDAS-
Gutachten nicht vorstellen könne, eine Tätigkeit auszuüben. Eingliederungs-
massnahmen seien nur sinnvoll, sofern sich die versicherte Person auch einglie-
derungsfähig sehe. Dem Versicherten sei es weiterhin zumutbar, seine Rester-
werbsfähigkeit als Hilfsarbeiter zu verwerten und dabei ein gleichwertiges Ein-
kommen zu erzielen, wie er es als Koch erzielt habe. Ein Anspruch auf Integrati-

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onsmassnahmen wurde verneint, da keine Arbeitsunfähigkeit von über 50% vor-
liege. Falls der Versicherte eine Arbeitsvermittlung wünsche und sich dazu sub-
jektiv auch in der Lage sehe, könne er sich bei der IV-Stelle schriftlich melden. 

In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, berufliche Massnahmen seien 
(abgesehen von der Arbeitsvermittlung) nicht zugesprochen worden, da sich der 
Versicherte im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung für jede Arbeitstätigkeit 
als arbeitsunfähig gefühlt habe. Eine Umschulung wäre unter diesen Vorausset-
zungen unverhältnismässig, da ein Misserfolg absehbar sei. Falls der Versicherte 
jedoch bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit in der Zwischenzeit zu einer anderen 
Selbsteinschätzung gekommen sei, sei sie b