# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c45bdd5f-0ebf-57d1-bebc-a53d44b1cdeb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.03.2024 AVI 2023/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2023-29_2024-03-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2023/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 14.05.2024

Entscheiddatum: 14.03.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2024
Art. 8 Abs. 1 lit. b, Art. 11 Abs. 1 und Art. 23 Abs. 3 AVIG Die versicherte 
Person übte eine Tätigkeit im Zwischenverdienst in arbeitgeberähnlicher 
Stellung aus; das für diese Tätigkeit anzurechnende orts- und 
branchenübliche Einkommen liegt über der maximal möglichen 
Arbeitslosenentschädigung; Mangels Verdienstausfalls besteht kein 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2024, AVI 
2023/29).

Entscheid vom 14. März 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), 

Versicherungsrichterinnen Tanja Petrik-Haltiner und Corinne Schambeck; 

Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

AVI 2023/29

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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UNIA Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost, Strassburgstrasse 11, 

Postfach 5037, 8021 Zürich 1,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Arbeitslosenentschädigung (Zwischenverdienst)

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 2. Mai 2023 beim zuständigen Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (act. G5.1.1 und 5.1.2). 

Zuletzt hatte er vom 1. November 2020 bis 28. April 2023 als PreSales Consultant für 

die B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin), gearbeitet (act. G5.1.10). Mit Antrag vom 4. 

Mai 2023 ersuchte er die Unia Arbeitslosenkasse (nachfolgend: Kasse) um 

Arbeitslosenentschädigung ab 1. Mai 2023 und erklärte unter anderem, für die C.___ 

GmbH tätig zu sein (act. G5.1.9; vgl. auch das Verlaufsprotokoll zum Erstgespräch 

beim Personalberater in act. G5.1.2-3 sowie den Auszug aus dem Handelsregister in 

act. G5.1.14).

A.a. 

Mit zwei Schreiben vom 19. Mai 2023 ersuchte die Kasse den Versicherten 

einerseits um Angaben zu seiner Stellung und seiner Tätigkeit für die C.___ GmbH 

(act. G5.1.18-1) und andererseits um weitere Unterlagen sowie um Angaben zur D.___, 

bei welcher der Versicherte ebenfalls im Handelsregister eingetragen ist (act. G5.1.20 

und 5.1.15). Mit Fragebogen zur selbstständigen Erwerbstätigkeit während der 

Arbeitslosigkeit vom 22. Mai 2023 erklärte der Versicherte, seit 1. Juli 2021 mit der 

D.___ selbstständig erwerbstätig zu sein (act. G5.1.16). Betreffend die C.___ GmbH 

liess er der Kasse am 25. Mai 2023 eine Stellungnahme und einen Auszug aus der 

Buchhaltung zukommen (5.1.18-3).

A.b. 

Mit Verfügung vom 26. Juni 2023 wies die Kasse den Antrag auf 

Arbeitslosenentschädigung des Versicherten ab. Unter Anrechnung eines orts- und 

A.c. 

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B.  

C.  

Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung des 

Beschwerdeführers ab 2. Mai 2023.

branchenüblichen Einkommens aus einer vollzeitlichen Tätigkeit für die C.___ GmbH 

war die Kasse zum Schluss gelangt, dass der Versicherte keinen anrechenbaren 

Arbeits- und Verdienstausfall erleide (act. G5.1.29).

Dagegen erhob der Versicherte am 14. Juli 2023 Einsprache (act. G5.1.30).B.a. 

Diese wurde mit Entscheid vom 24. August 2023 abgewiesen (act. G5.1.32).B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 24. August 2023 erhebt der 

Beschwerdeführer am 22. September 2023 Beschwerde. Er macht unter anderem 

geltend, es sei nicht realitätsnah, von einem plötzlichen Arbeitsumfang von 40 Stunden 

wöchentlich für die C.___ GmbH auszugehen. Auch sei die Lohnberechnung zu hoch 

(act. G1).

C.a. 

Das Versicherungsgericht gewährt ihm am 2. Oktober 2023 Frist zur Einreichung 

des angefochtenen Einspracheentscheids und zur Unterzeichnung der Beschwerde 

(act. G3). Am 11. Oktober 2023 geht beides beim Versicherungsgericht ein (vgl. act. 

G3, act. G1 und G1.1).

C.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2023 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G5).

C.c. 

Am 30. Oktober 2023 gewährt das Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer 

Frist zur Akteneinsicht und allfälligen Stellungnahme (act. G6). Diese Frist verstreicht 

unbenutzt (vgl. act. G6).

C.d. 

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2.  

3.  

Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem einen 

anrechenbaren Arbeitsausfall voraus (Art. 8 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die 

obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 

837.0]). Der Arbeitsausfall ist gemäss Art. 11 Abs. 1 AVIG anrechenbar, wenn er einen 

Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander folgende volle 

Arbeitstage dauert.

2.1. 

Als versicherter Verdienst gilt der im Sinn der AHV-Gesetzgebung massgebende 

Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren 

Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich 

vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für 

arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen (Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Als 

Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder selbstständiger 

Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Die 

versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls. Der anzuwendende 

Entschädigungsansatz bestimmt sich nach Art. 22 (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Als 

Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten 

Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die 

betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst. Ein Nebenverdienst (Art. 23 Abs. 3 

AVIG) bleibt unberücksichtigt (Art. 24 Abs. 3 AVIG). Gemäss Art. 41a Abs. 1 AVIV 

besteht innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ein Anspruch auf 

Kompensationsleistungen, wenn das Einkommen geringer ist als die der versicherten 

Person zustehende Arbeitslosenentschädigung.

2.2. 

Wird im Zwischenverdienst kein berufs- und ortsüblicher Lohn ausgerichtet, hat 

die Arbeitslosenkasse eine Aufrechnung für die betreffende Tätigkeit vorzunehmen. Die 

berufs- und ortsübliche Entlöhnung kann aufgrund von Gesetzesvorschriften, 

Lohnstatistiken, branchen- oder firmenüblichen Massstäben, Musterverträgen oder 

Gesamtarbeitsverträgen festgestellt werden. Allenfalls können auch Richtlinien von 

Berufsverbänden herangezogen werden. Ein berufs- und ortsüblicher Lohn ist bereits 

ab Beginn einer Zwischenverdiensttätigkeit anzurechnen. Dies gilt selbst dann, wenn in 

den ersten Monaten noch kein Einkommen erzielt wird (AVIG-Praxis ALE, Rz. C133 und 

134).

2.3. 

Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung mit der Begründung, das orts- und branchenübliche 

3.1. 

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4.

Hinsichtlich des Umfangs der Tätigkeit des Beschwerdeführers für die C.___ GmbH ist 

das Folgende aktenkundig: Der Beschwerdeführer erklärte der Kasse am 25. Mai 2023, 

angesichts seiner Arbeitslosigkeit sei er in der Lage, zu 100 % für die C.___ GmbH zu 

arbeiten (act. G5.1.18-3). Auf Nachfrage der Kasse hin gab er im Juni 2023 an, im Mai 

2023 in einem vollen Pensum gearbeitet zu haben (act. G5.1.23). In der Beschwerde 

erklärt er zwar, es sei realitätsfremd, von einer 40-stündigen Wochenarbeitszeit 

auszugehen, macht jedoch keine konkreten Angaben zum Ausmass seiner 

Arbeitstätigkeit (act. G1). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer ab Eintritt seiner Arbeitslosigkeit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in vollem Pensum für die C.___ GmbH tätig war.

5.  

anzurechnende Einkommen für die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der C.___ 

GmbH liege über der maximal möglichen Arbeitslosenentschädigung. Sie errechnete 

einen versicherten Verdienst von Fr. 9'352.-- und die daraus resultierende maximal 

mögliche Arbeitslosenentschädigung von Fr. 7'481.60 (80 % von Fr. 9'352.--) und legte 

das orts- und branchenübliche Einkommen für die Tätigkeit für die C.___ GmbH bei Fr. 

12'930.-- fest. Unter Berücksichtigung der vierstündigen Nebenerwerbstätigkeit für 

diese GmbH vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ergebe dies ein anzurechnendes 

Einkommen von Fr. 11'637.--, welches über dem versicherten Verdienst liege (act. 

G1.1).

Der Beschwerdeführer stellt sich dagegen im Wesentlichen auf den Standpunkt, es 

sei ihm lediglich ein Lohn von Fr. 5'524.-- anzurechnen, weshalb er Anspruch auf 

Kompensationszahlungen habe (act. G1).

3.2. 

Streitig und zu prüfen ist folglich der für die Verdienstausfallberechnung nach 

Art. 24 Abs. 3 AVIG massgebende Zwischenverdienst aus der Tätigkeit des 

Beschwerdeführers für die C.___ GmbH, bei welcher er als Gesellschafter und 

Vorsitzender der Geschäftsführung unbestrittenermassen eine arbeitgeberähnliche 

Stellung bekleidet. Uneinig sind sich die Parteien dabei insbesondere hinsichtlich des 

zeitlichen Umfangs der Tätigkeit (vgl. nachfolgend E. 4) und der Höhe des 

anzurechnenden orts- und branchenüblichen Lohnes (vgl. nachfolgend E. 5).

3.3. 

Dagegen, dass die Berufs- und Ortsüblichkeit selbst im Falle einer unbezahlt 

ausgeübten Tätigkeit zu berücksichtigen ist, wendet der Beschwerdeführer zu Recht 

nichts ein (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2022, 8C_434/2022, E. 

5.1. 

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4.2.2 mit Hinweisen). Er ist jedoch wie gesagt der Ansicht, dass die 

Beschwerdegegnerin ein zu hohes Einkommen festgelegt habe. Im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens erklärte er unter anderem, dass die C.___ GmbH im Juli 2023 

einen Umsatz von Fr. 4'500.-- erzielt habe (act. G5.1.30). Dies kann jedoch nach dem 

soeben Gesagten nicht massgebend sein, zumal selbst gänzlich fehlender Umsatz 

nichts an der Anrechenbarkeit eines Einkommens zu ändern vermöchte. Die 

Beschwerdegegnerin berücksichtigte bei der Festlegung des orts- und 

branchenüblichen Einkommens folgende Faktoren: "Informationsdienstleistungen, 

Geschäftsführer, Oberstes und oberes Kader, Ausbildung Universität, Alter __, 

Ostschweiz bzw. Kanton St. Gallen". Sie erklärte, auch ohne Berücksichtigung der 

höheren Abschlüsse des Beschwerdeführers läge der Lohn bei ca. Fr. 9'800.--. Laut 

Lohnbuch liege sodann der gesamtschweizerische Durchschnitt im Bereich Informatik, 

Programmierung und Beratung (Programmierungstätigkeiten, Beratungsleistungen 

bezüglich der Informationstechnologie, Oberes Kader, Mitglied Geschäftsleitung, 30 – 

39 Jahre) ebenfalls bei ca. Fr. 9'800.-- (act. G1.1 S. 3 oben). Im Folgenden gilt es, die 

vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachten Argumente zu prüfen (act. G1; 

nachfolgend E. 5.2 ff.).

Die C.___ GmbH bezweckt laut ihrem Handelsregistereintrag die Erbringung von 

Dienstleistungen in den Bereichen Informatik sowie Kommunikation und Verkauf, 

insbesondere Beratung, Seminare und Kurse. Ausserdem bezweckt die Gesellschaft 

die Herstellung von Software und Hardware sowie den Handel damit. Die Gesellschaft 

kann Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten 

und sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland beteiligen sowie alle Geschäfte 

tätigen, die direkt oder indirekt mit ihrem Zweck in Zusammenhang stehen. Die 

Gesellschaft kann im In- und Ausland Grundeigentum erwerben, belasten, veräussern 

und verwalten. Sie kann auch Finanzierungen für eigene oder fremde Rechnung 

vornehmen sowie Garantien und Bürgschaften für Tochtergesellschaften und Dritte 

eingehen (act. G5.1.14). Laut Webseite der C.___ GmbH ist der Beschwerdeführer 

neben seiner "Tätigkeit als Geschäftsführer" der "Experte rund um E-Commerce und 

[…] ERP" (abrufbar unter: […], zuletzt abgerufen am 28. Februar 2024). Der 

Beschwerdeführer erklärte gegenüber der Kasse, die C.___ GmbH biete Webdesign 

(Konzeption und Erstellung von Webseiten, E-Commerce [Konzeption und Erstellung 

von Webshops] und Consulting für […] ERP) an. Er selber sei im Consulting und im 

Umsetzen der Projekte, "alles was anfällt", tätig (act. G5.1.23). Bei der ehemaligen 

Arbeitgeberin lautete die Bezeichnung der Tätigkeit des Beschwerdeführers PreSales 

Consultant (act. G5.1.10). Der Beschwerdeführer hatte laut Arbeitgeberin die Rolle 

eines Sales-Mitarbeiters im Bereich ERP inne (act. G5.1.22-3). Laut Angabe der 

5.2. 

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ehemaligen Arbeitgeberin ist die C.___ GmbH demselben Geschäftszweig zuzuordnen 

wie die Arbeitgeberin, da nah verwandte Produkte und Dienstleistungen angeboten 

würden (act. G5.1.22-3 f., 5.1.17-3 und 5.1.21-2).

 5.3. 

Die Branche liegt nach dem in E. 5.2 Gesagten wie von der Beschwerdegegnerin 

eruiert und vom Beschwerdeführer nicht beanstandet im Dienstleistungsbereich der 

Informatik. Eine berufsübliche Entlöhnung bedeutet, dass die versicherte Person, die 

auf ihrem erlernten Berufsgebiet eine Ersatzarbeit ausübt, wie ein ausgebildeter 

Angehöriger dieses Berufes normal bezahlt wird. Bei ungelernten Tätigkeiten im 

Rahmen von Ersatzarbeit sind branchenübliche Durchschnittslöhne heranzuziehen 

(BGE 129 V 104 E. 3.3 mit Hinweisen). Im Sektor der Informationstechnologie und der 

Informationsdienstleistungen beträgt der Zentralwert des Monatslohnes aller 

Arbeitnehmenden gemäss den Ergebnissen der aktuellsten Schweizer 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für komplexe praktische 

Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen, 

Fr. 8'775.-- und für Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und 

Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem 

Spezialgebiet voraussetzen, Fr. 9'819.-- (LSE 2020, TA1_tirage_skill_level). Auf ein 

tieferes Kompetenzniveau abzustellen kommt nicht in Frage, da der Beschwerdeführer 

über eine Ausbildung verfügt und er dementsprechend weder dem Kompetenzniveau 1 

(einfache Tätigkeiten = ungelernte Hilfsarbeiter) noch dem Kompetenzniveau 2 

(praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/

Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst oder 

Fahrdienst) zugeordnet werden kann und auch keine solche Tätigkeit ausübt (vgl. LSE 

2020, TA1_tirage_skill_level sowie vorstehend E. 5.2).

5.3.1. 

Zu Recht macht der Beschwerdeführer geltend, dass er trotz seiner Position als 

Geschäftsführer keine Kaderfunktion bekleide, da er alleinverantwortlich agiere (act. 

G1). Es ist angesichts des beruflichen Werdegangs des Beschwerdeführers nicht 

davon auszugehen, dass er in einer anderen als seiner eigenen Gesellschaft die 

Position eines Geschäftsführers im von der C.___ GmbH bezweckten Bereich 

bekleiden könnte. Diese Position hat er einzig deshalb inne, weil er die GmbH – mit 

einer weiteren Person zusammen – selber gegründet hat. Bei seiner ehemaligen 

Arbeitgeberin war er wie gesagt als Sales-Mitarbeiter im Bereich ERP tätig (vgl. 

vorstehend E. 5.2). Vor diesem Hintergrund kann somit nicht der orts- und 

branchenübliche Lohn eines Geschäftsführers im oberen Kader einer Gesellschaft im 

5.3.2. 

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Informationsdienstleistungsbereich massgebend sein. Auf der anderen Seite ist die 

grosse Verantwortung, welche die Stellung des Beschwerdeführers mit sich bringt, 

dennoch zu berücksichtigen, zumal auch diese lohnrelevant ist. Insgesamt ist 

hinsichtlich der Hierarchie von einem Einkommen eines unteren Kadermitarbeiters 

auszugehen (vgl. für die konkreten Zahlen nachfolgend E. 5.3.3).

Weiter erklärt der Beschwerdeführer, seine Tätigkeit bei der C.___ GmbH basiere 

nicht auf einer einschlägigen Ausbildung im Bereich Informatik oder Design. Sein 

Fachwissen resultiere lediglich aus internen Weiterbildungen. Die Qualifikation als […] 

sowie der […] seien für seine Tätigkeit im Webdesign nicht relevant (act. G1). Laut 

Verlaufsprotokoll des RAV verfügt der Beschwerdeführer über die erwähnten 

Abschlüsse als […] und einen […] (act. G5.1.28). Für die vom Beschwerdeführer bei der 

C.___ GmbH angepriesene Consulting- und Projekttätigkeit (vgl. vorstehend E. 5.2) 

sind jedoch die vorgenannten abgeschlossenen Ausbildungen sehr wohl relevant. Es 

ist denn auch davon auszugehen, dass er selber bei den Lohnverhandlungen mit einer 

potentiellen Arbeitgeberin seine Abschlüsse als wichtig erachten und diese 

berücksichtigt sehen wollen würde. Die ehemalige Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers erklärt, bei ihr habe er die Rolle eines Sales-Mitarbeiters im Bereich 

ERP bekleidet (act. G5.1.22). Diesen Bereich deckt der Beschwerdeführer bei der C.___ 

GmbH ebenfalls ab (vgl. vorstehend E. 5.2). Da davon auszugehen ist, dass für seine 

Arbeitsstelle bei der vormaligen Arbeitgeberin seine Diplome relevant waren, ist dies 

auch für seine Tätigkeit bei der C.___ GmbH anzunehmen. Es besteht folglich kein 

Raum dafür, die höheren Abschlüsse des Beschwerdeführers unberücksichtigt zu 

lassen. Gemäss den Ergebnissen der aktuellsten LSE beträgt der Zentralwert der 

standardisierten Monatslöhne aller Arbeitnehmer mit einem Fachhochschulabschluss 

und ohne Kaderfunktion Fr. 8'299.--, mit einer untersten Kaderfunktion Fr. 9'190.-- und 

mit einer unteren Kaderfunktion Fr. 10'316.-- (LSE 2020, TA11).

5.3.3. 

Insgesamt zeigt sich, dass für die vom Beschwerdeführer bei der C.___ GmbH 

ausgeübte Tätigkeit ein Einkommen, welches unter seiner maximal möglichen 

Arbeitslosenentschädigung von Fr. 7'481.60 liegen würde, nicht orts- und 

branchenüblich wäre. Der Beschwerdeführer erlitt folglich ab Mai 2023 keinen 

anrechenbaren Verdienstausfall, weshalb er keinen Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung hat. Dieses Ergebnis erscheint auch vor dem Hintergrund 

als stimmig, als nicht davon auszugehen ist, dass ein orts- und branchenübliches 

Einkommen für die vom Beschwerdeführer bei der C.___ GmbH ausgeübte Tätigkeit 

unter dem von ihm bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin erzielten Einkommen liegen 

kann, zumal der Beschwerdeführer die ehemals ausgeübte Tätigkeit bei der C.___ 

5.3.4. 

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

GmbH ebenfalls ausübt (vgl. vorstehend E. 5.2). Anders könnte es nur sein, wenn das 

vom Beschwerdeführer bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin erzielte Einkommen nicht 

orts- und branchenüblich gewesen wäre, wofür jedoch keinerlei Anhaltspunkte 

bestehen. Der Beschwerdeführer macht unter anderem noch geltend, dass er seine 

Tätigkeit in der Ostschweiz ausübe (act. G1). Laut dem Lohnbuch 2023 der 

Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Amt für Wirtschaft und Arbeit, liegen die 

Löhne in der Ostschweiz im Wirtschaftssektor Dienstleistungen der Informatik 

tatsächlich bei 90.30 % vom gesamtschweizerischen Durchschnitt (S. 41). Da die 

ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ebenfalls in der Ostschweiz 

angesiedelt ist, spricht jedoch auch dieser Umstand nicht gegen die aufgrund 

sämtlicher Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommene 

Einkommensgrenze über der maximal möglichen Arbeitslosenentschädigung. Dass der 

Beschwerdeführer sich kein Einkommen in dieser Höhe auszahlen kann, ist einzig dem 

Umstand geschuldet, dass sich die C.___ GmbH im Aufbau befindet. Es ist aber nicht 

der Zweck der Arbeitslosenversicherung, dies zu finanzieren.

Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 

24. August 2023 im Ergebnis als rechtens. Die vorliegende Beschwerde ist demzufolge 

abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels entsprechender Grundlage im AVIG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

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