# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** beec333b-a5f3-57f6-bf90-fac89dcaf22b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2023 E-5917/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5917-2023_2023-11-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5917/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Marokko,   

vertreten durch MLaw Yasmin Ernst,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Bundesasylzentrum (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 27. September 2023 / N (…). 

 

 

 

E-5917/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge 

im März respektive Juni 2023 verliess und über Algerien, Ägypten, Libyen, 

Malta und Italien am 4. September 2023 in die Schweiz einreiste, wo er 

gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 18. September 

2023 im Wesentlich vortrug, er habe in Marokko stets ein schwieriges Le-

ben führen müssen; er habe die Schule besucht und eine Berufsausbildung 

im Bereich «(…)» absolviert, habe aber keine Arbeit gefunden; er sei wäh-

rend seiner beschwerlichen Kindheit und Jugend von seinen strengen El-

tern und vom Onkel geschlagen worden; während seiner Jugend habe er 

angefangen, Drogen zu konsumieren, habe ständig Geldprobleme gehabt 

und deshalb auf der Strasse gelebt; ein Nachbar im Quartier habe ihn zu 

vergewaltigen versucht respektive dessen Sohn habe ihn mit einem Mes-

ser angegriffen; er habe eine diesbezügliche Polizeianzeige erstattet; es 

gehe ihm körperlich gut, psychisch habe er aber grosse Probleme, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer den Entwurf des Asylentscheides 

vom 25. September 2023 zur Kenntnis brachte und dieser mit Stellung-

nahme seiner Rechtsvertretung vom 26. September 2023 darlegte, wes-

halb er mit dem Entscheidentwurf nicht einverstanden sei, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

27. September 2023 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 

26. Oktober 2023 (Postaufgabe: 27. Oktober 2023) gegen diesen Ent-

scheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

beantragte, die SEM-Verfügung sei vollständig aufzuheben und die Sache 

zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurück-

zuweisen; eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 

festzustellen und das SEM anzuweisen, den Beschwerdeführer vorläufig 

aufzunehmen, 

dass aus der Beschwerdebegründung weiter hervorgeht, dass eventualiter 

ein «Entscheid in der Sache selbst» respektive eine «individuelle Neube-

urteilung» beantragt wird (vgl. Ziffer 5, S. 6),  

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dass in prozessualer Hinsicht weiter um die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses ersucht wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

30. Oktober 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er 

seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 1 

AsylG i.V.m. Art. 10 COVID-19-Verordnung Asyl [SR 142.318]; Art. 52 

Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet zu erkennen ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

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begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das SEM seinen ablehenden Asylentscheid damit begründet, die vom 

Beschwerdeführer vorgetragenen Nachteile seien zu einem grossen Teil 

auf die allgemeinen politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Lebensbe-

dingungen in Marokko zurückzuführen und diese würden keine flüchtlings-

rechtlich relevante Verfolgung darstellen, 

dass auch die geltend gemachten Übergriffe durch Privatpersonen nicht 

asylbeachtlich seien, da Marokko gemäss Rechtsprechung des Bundes-

verwaltungsgerichts als schutzfähig eingestuft werde und keine Anzeichen 

ersichtlich wären, dass eine allfällige Weigerung der marokkanischen Be-

hörden, eine Untersuchung gegen die vom Beschwerdeführer angezeigten 

Personen einzuleiten, auf einem asylbeachtlichen Motiv beruhen würde, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung nicht geltend gemacht habe, 

dass eine Verfolgungssituation durch diese Personen in Marokko angedau-

ert hätte oder ihm eine solche im Falle einer Rückkehr drohen würde, 

dass in der Stellungahme der Rechtsvertretung vom 26. September 2023 

keine Tatsachen oder Beweismittel angeführt würden, die eine Änderung 

des vorinstanzlichen Standpunktes rechtfertigen könnten, 

dass die angesprochenen schwerwiegenden psychischen Probleme be-

reits anlässlich der Anhörung vom 18. September 2023 geltend gemacht 

worden seien, Marokko über ein gutes und zugängliches Gesundheitssys-

tem verfüge und mit dem RAMED (Régime d’Assistance Médicale) auch 

ein Mittel zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung bei wirt-

schaftlich bedürftigen Personen zur Verfügung stehe, so dass die vorge-

tragene gesundheitliche Situation einem Wegweisungsvollzug nicht entge-

genstehe,  

dass beim Vollzug der Wegweisung dem Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers, insbesondere zwecks Verhütung der Umsetzung einer 

Suiziddrohung, mit einer angemessenen Vorbereitung Rechnung zu tragen 

sei, 

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dass in der Rechtsmitteleingabe vorgetragen wird, der Beschwerdeführer 

habe begonnen Drogen (Haschisch) und Alkohol, später weitere Medika-

mente zu konsumieren und leide noch heute an den Nebenwirkungen sei-

ner fortwährenden Suchterkrankung, 

dass das SEM gehalten gewesen wäre, weitere Abklärungen des medizi-

nischen Sachverhalts, namentlich zur wahrscheinlichen Medikamentenab-

hängigkeit und zum psychologischen Zustand des Beschwerdeführers, 

vorzunehmen, 

dass der Sachverhalt unvollständig erhoben worden sei, weshalb die SEM-

Verfügung vom 27. September 2023 aufzuheben, eventualiter eine Neube-

urteilung vorzunehmen sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass vorliegend 

der rechtserhebliche Sachverhalt korrekt und vollständig erhoben worden 

ist, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die frühere respektive be-

reits in Marokko entstandene Drogensuchtproblematik sowie die vorgetra-

genen Suizidversuche in Marokko in seinem Asylentscheid aufgenommen 

und mitberücksichtigt hat (vgl. Ziffer III/2, S. 5 unten), 

dass der Beschwerdeführer im Verlauf seines Asylverfahrens in der 

Schweiz keine medizinischen Unterlagen eingereicht hat, 

dass das SEM bei dieser Sachlage und angesichts des Umstandes, dass 

Marokko über ein gutes und zugängliches Gesundheitssystem verfügt, 

nicht gehalten war, die vom Beschwerdeführer behaupteten, bereits in Ma-

rokko bestehenden, schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen 

weiter abzuklären, 

dass sich die formelle Rüge des unvollständig erhobenen Sachverhalts 

deshalb als unberechtigt erweist und nach dem Gesagten keine Veranlas-

sung besteht, die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzu-

heben, weshalb der entsprechende Beschwerdeantrag abzuweisen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in materieller Hinsicht die vorinstanz-

liche Einschätzung teilt und zum Schluss gelangt, dass aufgrund der Ak-

tenlage tatsächlich nichts dafür spricht, dass der Beschwerdeführer in sei-

ner Heimat aus einem asylrelevanten Grund – wegen seiner Rasse, Reli-

gion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder 

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wegen seiner politischen Anschauungen – jemals Nachteile erlitten oder 

aus einem dieser Gründe ernsthaft für die Zukunft Verfolgung zu gewärti-

gen hätte,  

dass das SEM in der Verfügung zutreffend ausführt, dass den Problemen 

mit seinen Familienangehörigen (erlittene Schläge durch die Eltern und ei-

nes Onkels) respektive mit einem Nachbarn und dessen Sohn (sexueller 

Übergriff und Angriff mit einem Messer) kein flüchtlingsrechtliches Motiv 

gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG zugrunde liege und der marokkanische Staat 

schutzfähig sei, 

dass ergänzend festzuhalten ist, dass Marokko über wirksame Polizei- und 

Justizorgane verfügt und es sich bei den geltend gemachten Angriffen 

durch Privatpersonen um gemeinrechtliche Straftaten handelt, die von den 

marokkanischen Behörden weder unterstützt noch gebilligt und von ihnen 

im Rahmen ihrer Möglichkeiten verfolgt und geahndet werden, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung auch explizit angab, er habe 

eine Anzeige bei der Polizei erstattet (vgl. SEM-Akt. 1277853-12/15, Ant-

wort 91),  

dass aus den Akten keine Hinweise dafür hervorgehen, dass sich die ma-

rokkanischen Behörden aus einem asylbeachtlichen Motiv geweigert hät-

ten, diese Anzeige entgegenzunehmen oder entsprechende Ermittlungen 

einzuleiten, 

dass für die weiteren Einzelheiten in der Begründung zwecks Vermeidung 

von Wiederholungen vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefoch-

tenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass nach dem Gesagten vom Beschwerdeführer weder im vorinstanzli-

chen Verfahren noch auf Beschwerdeebene konkrete Anhaltspunkte für 

das Vorliegen einer ernsthaften und konkreten Verfolgungssituation vorge-

tragen worden sind,   

dass diesen Erwägungen gemäss das SEM zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine 

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Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster 

Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-

lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG 

i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der 

Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AuG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AuG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Be-

schwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung 

im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

dass es sich beim Beschwerdeführer nach Aktenlage um einen (…)-jähri-

gen Mann handelt, welcher über eine Schulbildung und Berufsausbildung 

verfügt, 

dass mehrere Familienangehörige (beide Eltern, eine Schwester und meh-

rere Onkel und Tanten) in Marokko, namentlich in der Region Casablanca 

leben (vgl. SEM-Akt. 1277853-12/15, Antwort 73 ff.), so dass er in seiner 

Heimat auch nach wie vor über persönliche Anknüpfungspunkte verfügt,  

dass es dem Beschwerdeführer aber unbenommen bleibt, sich in einer an-

deren Region seines Heimatlandes aufzuhalten, sollte er eine Rückkehr 

zur Familie aus persönlichen Gründen nicht in Betracht ziehen, 

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dass auch die geltend gemachten psychischen Gesundheitsprobleme und 

seine allfällige Medikamentenabhängigkeit nicht gegen die Zumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzuges spricht, 

dass aus gesundheitlichen Gründen nur dann auf die Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG geschlossen wer-

den, wenn eine dringend notwendige medizinische Behandlung im Heimat-

land nicht zur Verfügung steht und die fehlende Möglichkeit der Weiterbe-

handlung bei einer Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden 

Beeinträchtigung des Gesundheitszustands, zur Invalidität oder gar zum 

Tod der betroffenen Person führt, wobei Unzumutbarkeit jedenfalls nicht 

vorliegt, wenn im Heimatstaat eine nicht dem schweizerischen Standard 

entsprechende Behandlung grundsätzlich möglich ist (vgl. BVGE 2011/50 

E. 8.3, 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1, 2009/2 E. 9.3.2),  

dass von einer solchen existenziellen medizinischen Notlage vorliegend 

aufgrund der Aktenlage nicht ausgegangen werden kann, 

dass der Beschwerdeführer eine allfällige Therapierung seiner gesundheit-

lichen Einschränkungen inklusive allfällige Suchtproblematik auch in Ma-

rokko durchführen kann, zumal in staatlichen Gesundheitszentren spezifi-

sche Sucht-Kliniken existieren, entsprechende Behandlungen zur Verfü-

gung stehen und Institutionen in mehreren grösseren Städten zu finden 

sind, darunter auch in Casablanca (vgl. Urteil des BVGer D-4147/2023 vom 

7. August 2023, S. 8 [zur Substitutionstherapie mit Methadon]), 

dass in der Beschwerde auch keine Argumente angeführt werden, die da-

rauf schliessen liessen, dass dem Beschwerdeführer mit der Institution 

RAMED der Zugang zur medizinischen Grundversorgung nicht zur Verfü-

gung stehen würde,  

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen 

ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei 

der dafür zuständigen Vertretung seines Heimatstaates die für seine Rück-

kehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

BVGE 2008/34 E. 12),  

dass nach dem Gesagten das SEM zu Recht den Vollzug der Wegweisung 

angeordnet hat,  

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dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens, welche 

praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind, aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Sandra Bodenmann 

 

 

Versand: