# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a2b93b4-56b8-5e9e-808d-904be011bb13
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2010 A-70/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-70-2010_2010-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-70/2010 
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Beat Forster (Vorsitz), Richter Alain Chablais, 
Richter André Moser, 
Gerichtsschreiberin Beatrix Schibli.

A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Hager, 
Schweiger Advokatur/Notariat, Dammstrasse 19, 
6300 Zug,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB, Infra-
struktur, Recht, Kasernenstrasse 95/97, Postfach, 
8021 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Plangenehmigung (Ausrüstung der Strecke Zug - Arth 
Goldau mit Bahnfunk GSM-Rail).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-70/2010

Sachverhalt:

A.
Am 7. September 2007 reichten die Schweizerischen Bundesbahnen 
(SBB)  beim  Bundesamt  für  Verkehr  (BAV)  ein  Plangenehmigungs-
gesuch  zur  Ausrüstung  der  Strecke  Zug  –  Arth  Goldau  mit  dem 
digitalen Mobilfunksystem "Global System of Mobile Communications-
Rail" (GSM-R) ein. Gemäss Auflageprojekt sollen fünf Basisstationen – 
unter anderem eine in Zug Oberwil – sowie 17 abgesetzte Antennen-
standorte errichtet werden. 

B.
Das BAV genehmigte am 12. November 2009 das Projekt der SBB mit 
Auflagen und Vorbehalten und wies  dagegen erhobene Einsprachen 
ab, soweit es darauf eintrat.

C.
A._______,  einer  der  unterlegenen  Einsprecher,  liess  gegen  diesen 
Entscheid  am  6.  Januar  2010  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  einreichen.  Darin  lässt  er  beantragen,  die  Plan-
genehmigung  sei  in  Bezug  auf  den  Standort  Zug  Oberwil  (ZGOW) 
aufzuheben, eventualiter sei es den SBB zu verbieten, die strittige An-
lage  zu  erweitern  und  privaten  Mobilfunkbetreibern  entgeltlich  oder 
unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Subeventualiter seien die SBB 
zu  verpflichten,  die  Resultate  der  Abnahmemessungen  über  die 
Strahlungswerte den Einsprechenden und dem Beschwerdeführer zur 
Einsichtnahme vorzulegen; alles  unter  Kosten-  und  Entschädigungs-
folgen zu Lasten der SBB und/oder des BAV.

Die  Beschwerde  wird  zusammengefasst  mit  einer  ungenügenden 
Standortevaluation, einer Verletzung des Orts- und Landschaftsbildes 
sowie  einer  unzulässigen  Mitbenützung  der  geplanten  Funkanlage 
durch Dritte begründet.

D.
Das  Bundesamt  für  Verkehr  (Vorinstanz)  beantragt  mit  Vernehm-
lassung vom 12. Februar 2010 die Abweisung der Beschwerde. 

E.
Die  SBB  (Beschwerdegegnerin)  beantragen  am  18.  Februar  2010 

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ebenfalls  die  Abweisung  der  Beschwerde  unter  Kostenfolge,  soweit 
darauf einzutreten sei.

F.
Angefragt  als  Fachbehörde  des  Bundes  nahm  das  Bundesamt  für 
Umwelt (BAFU) am 19. Februar 2010 Stellung. Es hält fest, dass aus 
seiner  Sicht  die  bundesrechtlichen  Umweltvorschriften  im  an-
gefochtenen Entscheid korrekt angewendet worden seien.

G.
Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 10. Mai 2010 an der 
Beschwerde fest.

H.
Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin verzichteten am 28. Mai 
bzw. 10. Juni 2010 auf die Einreichung einer Duplik.

I.
Am  16.  Juni  2010  teilte  der  Instruktionsrichter  den  Verfahrensbe-
teiligten mit, dass die Angelegenheit als spruchreif erachtet werde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  dieses  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Die 
Verfügungen  des  BAV  im  Bereich  der  Plangenehmigungen  nach 
Art. 18 ff.  des  Eisenbahngesetzes  vom  20. Dezember  1957  (EBG, 
SR 742.101) sind vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar. Das Ver-
fahren richtet sich gemäss Art. 37 VGG nach dem VwVG, soweit das 
VGG nichts anderes bestimmt.

1.2 Zur Beschwerde ist  nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG be-
rechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

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hat.  Wer  Beschwerde  führt,  muss  materiell  beschwert,  d.h.  in  Inte-
ressen rechtlicher oder tatsächlicher Natur betroffen sein. Bei Mobil-
funkanlagen gelten grundsätzlich alle Personen als in besonderer Wei-
se  betroffen,  die  innerhalb  eines  Perimeters  wohnen,  in  dem  eine 
Strahlung  von  bis  zu  10  % des  Anlagegrenzwertes  erzeugt  werden 
kann, wobei auf den massgebenden Betriebszustand der Anlage und 
die  Verhältnisse  in  der  Hauptstrahlrichtung  abzustellen  ist  (HEINZ 
AEMISEGGER,  Die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  zu  Standort-
gebundenheit  und Standortplanung von Mobilfunkanlagen,  Schriften-
folge  der  Schweizerischen  Vereinigung  für  Landesplanung  VLP-
ASPAN, Nr. 2/08,  S. 20).  Vorausgesetzt  ist  aber  auch  eine  formelle 
Beschwer,  d.h. eine  beschwerdeführende  Partei  muss  am Verfahren 
vor  der  Vorinstanz  teilgenommen haben  oder  es  müssen  ihr  Partei-
rechte  verweigert  worden  sein  (Art.  48  Abs.  1  Bst.  a  VwVG  i.V.m. 
Art. 18f Abs. 1 EBG).

Der Beschwerdeführer ist – zusammen mit seiner Ehefrau – Gesamt-
eigentümer  eines  überbauten  Grundstückes  und  dreier  nicht  über-
bauten  Grundstücke,  die  in  unmittelbarer  Nähe  zum  geplanten 
Antennenstandort ZGOW0 auf beiden Seiten der fraglichen Bahnlinie 
liegen  bzw.  an  das  Bahngrundstück  direkt  angrenzen.  Alle  Grund-
stücke  liegen  ganz  oder  zumindest  grösstenteils  innerhalb  des  zur 
Einsprache  berechtigenden  Perimeters  von  313  m  (vgl.  Standort -
datenblatt NIS vom 24. April 2009). Der Beschwerdeführer ist somit als 
Grundeigentümer  durch  die  angefochtene  Verfügung  ohne  weiteres 
materiell  berührt  und  – da er mit  seinen Anträgen im Einsprachever-
fahren unterlegen ist – auch formell beschwert.

1.3 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) 
eingereichte  Beschwerde  vom  6.  Januar  2010  –  der  angefochtene 
Entscheid  vom  12.  November  2009  wurde  dem  Beschwerdeführer 
gemäss Beleg "Track & Trace" der Post erst am 23. November 2009 
zugestellt, womit die 30-tägige Beschwerdefrist unter Berücksichtigung 
der  Gerichtsferien  (Art.  22a  VwVG)  eingehalten  wurde  –  ist  somit 
grundsätzlich (vgl. jedoch E. 4.4.3) einzutreten.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 
auf  Rechtsverletzungen  –  einschliesslich  unrichtiger  oder  unvoll-
ständiger  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
Rechtsfehler  bei  der  Ausübung  des  Ermessens  –  sowie  auf  Ange-

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messenheit hin (Art. 49 VwVG). Es auferlegt sich allerdings dann eine 
gewisse  Zurückhaltung,  wenn  unter  anderem  technische  Fragen  zu 
beurteilen  sind  und  wenn  der  Entscheid  der  Vorinstanz  mit  Amts-
berichten bzw. Stellungnahmen der Fachstellen des Bundes überein-
stimmt.  Sachkundige  Auskünfte  einer  Amtsstelle  werden  nur  dann 
inhaltlich näher überprüft und es wird nur dann von ihnen abgewichen, 
wenn dafür stichhaltige Gründe, also etwa offensichtliche Mängel oder 
innere  Widersprüche,  gegeben  sind  (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich  1998, Rz. 290; Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer] 
A-2422/2008  vom  18. August  2008  E. 7.2).  Allerdings  muss  sicher-
gestellt  sein,  dass  das  Gericht  auch  Verwaltungsentscheide,  die 
überwiegend auf Ermessen beruhen, wirksam überprüfen kann (Urteil 
des Bundesgerichts 1C_309/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 2.1.1 mit 
Hinweisen).  Es  ist  ohne  weiteres  zulässig,  bei  der  Prüfung  natur-
wissenschaftlicher und technischer Fragen auf die Berichte und Stel-
lungnahmen der  vom Gesetzgeber  beigegebenen sachkundigen Ins-
tanzen abzustellen. Ergänzende Beweiserhebungen in Form von Ex-
pertisen  sind  denn  auch  nur  ausnahmsweise  und  nur  dort  vorzu-
nehmen,  wo  die  Klärung  der  umstrittenen  Sachverhaltsfrage  für  die 
rechtliche  Beurteilung  unabdingbar  ist  (Urteil  des  Bundesgerichts 
1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 5 mit weiteren Hinweisen; Urteile des 
BVGer A-2016/2006 vom 2. Juli 2008 E. 15.5.1 und A-5466/2008 vom 
3. Juni 2009 E. 4.1). 

3.
Die  genehmigten  5  Basisstationen  samt  17  abgesetzten  Antennen-
standorten – in  der Plangenehmigung (S. 6,  7 und 24)  wird der ab-
gesetzte  Antennenstandort  ZGOW0A1  abweichend  vom  Auflage-
projekt (S. 12 und 14)  als sechste Basisstation erfasst – sind Teil des 
Ausbauprojekts der Beschwerdegegnerin, ihr gesamtes Schienennetz 
mit  digitalem  Mobilfunk  GSM-R auszurüsten.  Sie  sollen  der  lücken-
losen Funkversorgung auf der Bahnstrecke Zug – Arth Goldau dienen. 
Mit  der  in  Zug  Oberwil  geplanten  Funkanlage  (ZGOW),  die  eine 
Basisstation bei Bahn-km 2.789 (ZGOW0) und eine abgesetzte Station 
bei Bahn-km 1.338 im Bereich der projektierten Haltestelle Casino im 
Ortsteil Frauenstein (ZGOW0A1) umfasst, soll die Funkversorgung der 
Teilstrecke  Zuger  Stadttunnel  Nord  –  Walchwil  Hörndli  sichergestellt 
werden. 

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3.1 Vorliegend strittig ist einzig der Standort der Basisstation ZGOW0. 
An diesem Standort  ist  der Bau eines Funkmasts mit  einer Gesamt-
höhe von 19.05 m über Schienenoberkante (SOK) 5,50 m entfernt von 
der  Gleisachse  vorgesehen,  der  in  17 m  Höhe  mit  zwei  GSM-R 
Antennen mit Azimut 15˚ und 180˚ bestückt werden soll. Die Sende-
anlage  soll  in  einer  direkt  neben  dem  Antennenmast  neu  zu  er-
stellenden,  2.36 m  hohen  Technikkabine  (ab  SOK)  mit  den  Massen 
2.60 m x  2.00 m eingebaut  werden. Zusätzlich  sollen  die  benötigten 
Zuleitungen zur Anbindung an das bestehende Strom- und Glasfaser-
netz  der  Beschwerdegegnerin  erstellt  werden  (vgl.  zum  Ganzen 
Technischer Bericht sowie Pläne vom 29. August 2007 zum Standort 
Zug Oberwil). 

3.2 Die strittige Anlage ZGOW0 dient in der genehmigten Ausführung 
einzig dem Bahnbetrieb (vgl. E.6.1), weshalb sie als Eisenbahnanlage 
im  Sinne  von  Art. 18  EBG  gilt.  Die  für  den  Dienst  von  Bahnunter-
nehmungen  notwendigen  Fernmeldeanlagen  unterliegen  in  allen 
Fällen der Plangenehmigung nach Art. 18-18i EBG (Art. 22 EBG). Die 
Eisenbahnanlage untersteht somit grundsätzlich der Eisenbahnhoheit 
des  Bundes  und  nicht  dem kommunalen  und  kantonalen  Planungs-
recht (Art. 18 Abs. 4 EBG; BGE 115 Ib 166 E. 3 und E. 4; Urteil  des 
Bundesgerichts  1A.140/2003  vom  18. März  2004 E. 2.5;  BENJAMIN 
WITTWER,  Bewilligung  von  Mobilfunkanlagen,  Zürich  2006,  S. 137; 
Urteile des BVGer A-924/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 2.1 und A-
2422/2008 vom 18. August 2008 E. 4).

3.3 Der  Beschwerdeführer  behauptet  im  Wesentlichen  eine  un-
zureichende  bzw.  falsche  Standortevaluation.  Nachfolgend  ist  zu 
prüfen, ob der genehmigte Standort mit dem Bundesrecht – vorab den 
Vorschriften  über  den  Umweltschutz  sowie  über  den  Ortsbild-  und 
Landschaftsschutz –  vereinbar ist. 

4.
Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Umweltschutzgesetz vom 
7. Oktober  1983  (USG,  SR  814.01)  und  den  gestützt  darauf  er-
lassenen Verordnungen geregelt. Für den Schutz vor schädlicher oder 
lästiger  nichtionisierender  Strahlung,  die  beim Betrieb  ortsfester  An-
lagen  erzeugt  wird,  hat  der  Bundesrat  die  Verordnung  vom 
23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(NISV,  SR  814.710) erlassen.  Diese  regelt  insbesondere  auch  die 
Immissionen von Mobilfunksendeanlagen (vgl. Ziff. 6 Anhang 1 NISV). 

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Die  Regelung  ist  abschliessend  und  die  Anordnung  einer  weiter-
gehenden vorsorglichen Emissionsbegrenzung unzulässig (BGE 133 II 
321 E. 4.3.4, BGE 126 II 399 E. 3c; AEMISEGGER, a.a.O., S. 3), so dass 
für  das  kommunale  und  kantonale  Recht  insoweit  kein  Raum bleibt 
(WITTWER, a.a.O., S. 91 f.).

4.1 Gemäss  Art. 1  Abs. 2  USG  sind  im  Sinne  der  Vorsorge  Ein-
wirkungen,  die  schädlich  oder  lästig  werden  könnten,  frühzeitig  zu 
begrenzen. Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen 
werden  durch  Massnahmen  bei  der  Quelle  begrenzt  (Emissions-
begrenzungen, Art. 11 Abs. 1 USG). Unabhängig von der bestehenden 
Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu 
begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaft-
lich  tragbar  ist  (Art. 11  Abs. 2  USG).  In  Konkretisierung  dieser  Be-
stimmung müssen nach Art. 4 Abs. 1 NISV Anlagen so erstellt und be-
trieben werden, dass sie die  in  Anhang 1 festgelegten vorsorglichen 
Emissionsbegrenzungen  einhalten.  Für  die  Beurteilung  der  schäd-
lichen oder lästigen Einwirkungen hat der Bundesrat in der NISV Im-
missionsgrenzwerte  festgelegt  (Art. 13  Abs. 1  USG). Während  diese 
nach Anhang 2 überall dort zu beachten sind, wo sich Menschen auf-
halten können (Orte für kurzfristigen Aufenthalt [OKA], Art.  13 Abs. 1 
NISV),  müssen  die  Anlagegrenzwerte  ausschliesslich  an  Orten  mit 
empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten werden (Ziff. 65 Anhang 1 
NISV). Das Bundesgericht hat die Anlage- und Immissionsgrenzwerte 
gemäss  NISV wiederholt  als  verfassungs-  und  gesetzeskonform be-
urteilt  (BGE 126 II  399 E. 4,  Urteil  des Bundesgerichts 1A.218/2004 
vom 29. November 2005 E. 3, Urteil des Bundesgerichts 1A.129/2006 
vom 10. Januar 2007 E. 6 mit Hinweisen). 

4.2 Der  Inhaber  einer  Anlage,  für  die  Anhang  1  Emissions-
begrenzungen  festlegt,  hat  im  Bewilligungsverfahren  ein  Standort-
datenblatt einzureichen, welches unter anderem Angaben über die von 
der  Anlage  erzeugte  Strahlung  am höchstbelasteten  OKA sowie  an 
den drei höchstbelasteten OMEN enthält  (Art. 11 Abs. 2 Bst.  c Ziff. 1 
und Ziff. 2 NISV).

4.3 Beim  OKA  am Fuss  der  strittigen  Anlage  ZGOW0  soll  gemäss 
Standortdatenblatt  NIS  die  elektrische  Feldstärke maximal  2.12  V/m 
betragen. Sie  unterschreitet  damit  den  Immissionsgrenzwert  von  42 
V/m (vgl. Vollzugsempfehlung zur NISV, hrsg. vom BUWAL, Bern 2002, 
Ziff. 2.2.3) mit einer Ausschöpfung von 5.04 % deutlich. Der für OKA 

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massgebende Immissionsgrenzwert  wird  damit  eingehalten. Was die 
ermittelte  Strahlung  an  Orten  mit  empfindlicher  Nutzung  angeht,  so 
beträgt diese an den OMEN Nr. 5 bis 8, die für die Grundstücke des 
Beschwerdeführers  massgebend sind,  22.3 % (OMEN Nr. 5),  95.3 % 
(OMEN Nr. 6),  61.3 (OMEN Nr. 7 und 40.9 % (OMEN Nr. 8) des An-
lagegrenzwertes von 4.0 V/m. Beim OMEN Nr. 6 wurde eine absolute 
elektrische Feldstärke von 3.81 V/m rechnerisch ermittelt. 

4.4 In diesem Zusammenhang wendet der Beschwerdeführer ein, die 
massgeblichen Grenzwerte würden am genehmigten Standort bereits 
zu 95 % ausgeschöpft. Wie diese Berechnungen zustande gekommen 
seien und ob mit den rechnerischen Prognosen den topographischen 
Gegebenheiten  –  das  Gelände  steige  unmittelbar  neben  dem 
projektierten Standort steil an und eines seiner Grundstücke liege  4 m 
über dem Bahntrassee – voll Rechnung getragen worden sei, sei nicht 
nachvollziehbar. Eine  Wiedereinzonung  dieses  Grundstückes  könnte 
einen  Rückbau  der  Antennenanlage  zur  Folge haben. Die  Standort-
evaluation lasse auch ausser Acht, dass sich unmittelbar neben dem 
genehmigten Standort im Abstand von nur 2 m zwar noch nicht über-
bautes, aber erschlossenes Bauland von ihm befinde.

4.4.1 Die zuständige Fachbehörde des Bundes – das BAFU – hat das 
Standortdatenblatt überprüft und die darin enthaltenen rechnerischen 
Prognosen  als  korrekt  bezeichnet.  Der  Beschwerdeführer  vermag 
keine stichhaltigen Einwände gegen die Berechnungen vorzubringen. 
Weil  keine  offensichtlichen  Mängel  oder  inneren  Widersprüche  er-
kennbar  sind,  besteht  für  das  Bundesverwaltungsgericht  keine  Ver-
anlassung,  an  der  Richtigkeit  des  Standortdatenblattes  zu  zweifeln. 
Die OMEN Nr. 6, 7 und 8 wurden auf dem vom Beschwerdeführer ge-
nannten erschlossenen, aber noch nicht überbauten Grundstück (GB-
Nr.  X.)  für  ein  zweigeschossiges  Gebäude  in  der  Wohnzone  W2b 
angenommen.  Damit  wurde  entgegen  den  Bedenken  des  Be-
schwerdeführers auch dem Umstand, dass diese Bauparzelle direkt an 
das  Bahngrundstück  anstösst  und  in  unmittelbarer  Nähe  zur  ge-
nehmigten Sendeanlage liegt, Rechnung getragen. Dass die Wahl der 
OMEN nicht korrekt erfolgt ist,  behauptet  der Bescherdeführer nicht.  
Was die Genauigkeit der Berechnungen angeht, ist Folgendes in Be-
tracht zu ziehen: 

4.4.2 Gemäss  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  ist  für  die 
Bewilligung  einer  neuen  Anlage  in  erster  Linie  die  rechnerische 

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Strahlungsprognose  massgeblich,  während  einer  Abnahmemessung 
lediglich  eine  Kontrollfunktion  zukommt.  Diese  wird  dann  im  Sinne 
einer  zusätzlichen  Kontrolle  angeordnet,  wenn  die  rechnerische 
Prognose  an  einem  OMEN  80 %  des  Anlagegrenzwertes  erreicht 
(Urteile des Bundesgerichts 1C_244/2007 vom 10. April  2008 E. 4.6 
sowie 1A.118/2005 vom 12. Dezember 2005 E. 5; vgl. auch Vollzugs-
empfehlung  zur  NISV,  Ziff.  2.1.8;  vgl.  auch  Urteil  des  BVGer  A-
2422/2008 vom 18. August 2008 E. 10 f.). Die Abnahmemessung dient 
der Prüfung, ob die tatsächliche NIS-Belastung von der im Standort -
datenblatt  berechneten  abweicht,  beispielsweise  aufgrund  von 
Beugungen  und  Reflexionen  der  Strahlungsausbreitung,  die  bei  der 
rechnerischen  Immissionsprognose  nicht  berücksichtigt  werden 
können (AEMISEGGER, a.a.O., S. 6). Vorliegend hat die Vorinstanz mit der 
Auflage 2.5 in der Plangenehmigungsverfügung für  den OMEN Nr. 6 
des  Standortes  ZGOW0  eine  solche  Abnahmemessung  angeordnet 
und  damit  den  immissionsrechtlichen  Anforderungen  Genüge  getan. 
Nachträgliche Messungen für die OMEN Nr. 5, 7 und 8 sind auf Grund 
der  rechnerischen  Unterschreitung  der  Schwelle  von  80 % des  An-
lagegrenzwertes nicht erforderlich.

4.4.3 Mit dem Subeventualantrag verlangt der Beschwerdeführer, die 
Beschwerdegegnerin  sei  zu  verpflichten,  die  Resultate  der  Ab-
nahmemessungen den Einsprechenden und ihm vorzulegen. Die Vor-
instanz  hat  diesbezüglich  angeordnet,  die  Abnahmemessung  sei 
(bloss)  ihr  vorzulegen. In  der  Vernehmlassung  ist  sie  auf  den  Sub-
eventualantrag nicht  eingegangen. Gestützt  auf  die  Grundsätze zum 
rechtlichen  Gehör  in  einem  hängigen  Verwaltungsverfahren  hat  der 
Beschwerdeführer  Anspruch  auf  Einsicht  in  alle  entscheidrelevanten 
Akten  (BERNHARD WALDMANN /  MAGNUS OESCHGER,  in:  Praxiskommentar 
VwVG,  Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009,  Art. 26  N 57 
ff.). Vorliegend hat die Vorinstanz die Frage, ob der Anlagegrenzwert 
am  OMEN  Nr.  6  tatsächlich  eingehalten  wird  oder  weitere  Schutz-
massnahmen  anzuordnen  sind,  von  zusätzlichen  Abklärungen  ab-
hängig gemacht, die nach Inbetriebnahme der Anlage in einem nach-
folgenden (Kontroll-)Verfahren durchzuführen sind. Dem Beschwerde-
führer  steht  das  Recht  zu,  Kenntnis  über  das  Ergebnis  dieser  Ab-
klärungen bzw. Einsicht in die Abnahmemessung zu erhalten. Weil es 
sich  formell  gesehen  beim  bereits  angeordneten  Kontrollverfahren 
nicht  um  ein  eigenständiges,  neues  Verfahren  wie  etwa  bei  einem 
Vollstreckungsverfahren (vgl.  WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 26 N 48 
Fn  116)  handelt,  hätte  die  Vorinstanz  dem  Akteneinsichtsrecht 

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Rechnung  tragen  müssen. Der  Subeventualantrag  des  Beschwerde-
führers  ist  deshalb  im  Grundsatz  gutzuheissen.  Soweit  er  hingegen 
Einsicht  nicht  nur  in  die  Messresultate  für  den  OMEN  Nr.  6  und 
darüber hinaus nicht  nur für sich, sondern auch für die übrigen Ein-
sprechenden  verlangt,  ist  sein  Beschwerdeinteresse  nicht  schutz-
würdig i.S.v. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG bzw. eine Anfechtung seiner 
Dispositionsbefugnis entzogen, weil er nicht eigene Interessen geltend 
macht (vgl.  VERA MARANTELLI-SONANINI / SAID HUBER,  in: Praxiskommentar 
VwVG, Waldmann/Weissenberger (Hrsg.), Zürich 2009, Art. 48 N 34). 
In diesem Umfang ist auf den Subeventualantrag nicht einzutreten.  

4.4.4 Mit der Beschwerdegegnerin und dem BAFU ist einig zu gehen, 
dass  das  oberhalb  der  Bahnlinie  liegende  Grundstück  des  Be-
schwerdeführers (GB-Nr. Y.) derzeit weder überbaut noch eingezont ist 
und deshalb auch keine Orte mit empfindlicher Nutzung im Sinne von 
Art.  3  Abs.  2  NISV  aufweist.  Damit  bestand  keine  Pflicht,  dieses 
Grundstück bei  der Erhebung der NIS-Belastung zu berücksichtigen. 
Dass offenbar infolge einer Rückzonung derzeit  noch ein kantonales 
Entschädigungsverfahren betreffend materieller Enteignung hängig ist, 
vermag daran nichts zu ändern, fehlen doch konkrete Anhaltspunkte 
für eine unmittelbar bevorstehende Wiedereinzonung. Eine solche hält 
der Beschwerdeführer bloss für nicht ausgeschlossen.

4.5 Festzustellen  ist  damit,  dass  der  genehmigte  Antennenstandort 
ZGOW0 aus Sicht des Umweltschutzrechts nicht zu beanstanden ist.

4.6 Im Zusammenhang mit  dem Standortdatenblatt  bringt  das BAFU 
vor, dieses sei vor Inkrafttreten der aktuellen Fassung der NISV (AS 
2009 3565) erstellt worden. Im Zusatzblatt 1 werde der Perimeter der  
Anlage entsprechend der Vollzugsempfehlung 2002 korrekt mit 31,3 m 
angegeben. In der seit dem 1. September 2009 geltenden Fassung der 
NISV werde  der  Umfang  der  Mobilfunkanlagen neu  nach  Massgabe 
von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 1 – 4 NISV bestimmt, so dass der Perimeter 
der  Anlage,  die  aus  einer  einzigen  Antennengruppe  bestehe,  nun 
47,0 m betrage. Das Standortdatenblatt sei entsprechend anzupassen.

Wie das BAFU selber ausführt, hätte diese Aktualisierung keine Aus-
wirkungen auf die Berechnungen der NIS für OKA und OMEN. Mit der 
fraglichen  NISV-Änderung  wird  neu  definiert,  unter  welchen  Be-
dingungen  benachbarte  Mobilfunkantennen  als  eine  Anlage  gelten. 
Die  Übergangsbestimmung  in  Art.  20  NISV regelt  nicht,  in  welchen 

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Fällen das Standortdatenblatt anzupassen ist. Gemäss Ziff. 2 des bei-
gelegten Rundschreibens vom 22. Juli  2009 zur Änderung der NISV 
empfiehlt  das BAFU bei der Überarbeitung des Standortdatenblattes 
im  Rahmen  eines  hängigen  Genehmigungs-  oder  Beschwerde-
verfahrens Zurückhaltung. Eine Überarbeitung sei nur nötig, wenn das 
Projekt  nach  neuem Recht  mit  Sicherheit  oder  wahrscheinlich  nicht 
mehr bewilligungsfähig wäre oder sich wegen dem Einbezug bereits 
bestehender Mobilfunkantennen der Einspracheperimeter vergrössere. 
Weil vorliegend solche Gründe offensichtlich nicht vorliegen, sieht das 
Bundesverwaltungsgericht davon ab, die Beschwerdegegnerin förmlich 
anzuweisen, das Standortdatenblatt zu aktualisieren.

5.
Der Beschwerdeführer bemängelt,  der 19 m hohe Antennenmast un-
mittelbar am Rande der Landschaftsschutzzone wirke sich negativ auf 
die  Landschaft  aus.  Der  olivgrüne  Anstrich  verstärke  den  Kontrast 
noch.  Kanton  und  Stadt  Zug  hätten  ebenfalls  geltend  gemacht,  der 
Standort  sei  landschaftlich  sehr  exponiert.  Eine  Verschiebung  des 
Antennenmastes  in  Richtung  Süden  sei  die  landschaftlich  bessere 
Lösung. Unklar sei, weshalb die Beschwerdegegnerin gerade auf den 
genehmigten  Standort  in  unmittelbarer  Nähe  zu  überbauten  Grund-
stücken  gekommen  sei.  Ob  und  welche  Alternativstandorte  effektiv 
geprüft  worden seien und weshalb diese nicht geeignet  sein sollten, 
sei  nicht  ersichtlich.  Gemäss  dem  im  Kanton  Zug  geltenden 
Kaskadenprinzip  seien  neue  Antennenanlagen  möglichst  ausserhalb 
des Wohn- und Baugebietes zu erstellen. Als solcher Alternativstand-
ort hätte das Futtersilo beim Bröchlihof, welcher der Stadt Zug gehöre, 
berücksichtigt werden müssen. Dieser Standort würde die Landschaft 
nicht  stören und könnte auch Fernmeldedienstanbieterinnen zur Ver-
fügung  gestellt  werden.  Auch  sei  es  unterlassen  worden,  die  Mit -
benutzung  einer  bereits  bestehenden  Funkantenne  in  der  Nähe  zu 
prüfen, z.B. auf einem der beiden Hochhäuser in der Leimatt. Dass die 
GSM-R Versorgung von diesem Standort  aus technisch möglich sei, 
belege  eine  Standortbegründung  der  Swisscom AG aus  dem Jahre 
2005. In diesem Zusammenhang hätte Art. 36 Abs. 2 des Fernmelde-
gesetzes vom 30. April 1997 (FMG, SR 784.10) berücksichtigt werden 
müssen.  Die  auf  die  Stellungnahme  des  BAFU  hin  geprüfte  Ver-
schiebung  des  Standortes  um  300  m  nach  Süden  sei  mit  der  Be-
gründung verworfen worden, es seien zusätzlich vier Repeater nötig. 
Die  befürchteten  Mehrkosten  seien  allerdings  nicht  ausgewiesen 
worden,  so  dass  der  Beschwerdeführer  auch  keine  allfällige  Be-

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teiligung habe vorschlagen können. Die Behauptung, die vier kleinen 
Repeater würden das Landschaftsbild stärker beeinträchtigen als die 
genehmigte 19 m hohe Antenne, werde bestritten. Unklar sei zudem, 
weshalb bei  einer Standortverschiebung um bloss 300 m gleich vier 
Repeater  nötig  seien.  Indem  sich  die  Vorinstanz  kritiklos  von  den 
Forderungen der Beschwerdegegnerin habe leiten lassen,  ohne sich 
selber über die tatsächlichen Verhältnisse zu vergewissern,  habe sie 
nicht  sachgerecht  über die Standortfrage entschieden. Es liege eine 
grob fehlerhafte bzw. gegen das Willkürverbot von Art. 9  der Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999  (BV, SR 101)  verstossende Standortevaluation  und  Entscheid-
begründung vor.

5.1 Die  Vorinstanz  bestreitet  eine  ungenügende  Entscheid-
begründung. Sie habe sich mit den entscheidwesentlichen Einwänden 
auseinandergesetzt.  Die  Beschwerdegegnerin  habe  überzeugend 
dargelegt, weshalb sie dem beantragten Standort gegenüber den ge-
prüften  Alternativen  den  Vorzug  gegeben  habe. Zusammen  mit  den 
Fachbehörden des Bundes und des Kantons Zug teile die Vorinstanz 
diese  Einschätzung.  Ästhetische  und  nicht  wirtschaftliche  Über-
legungen  hätten  den  Ausschlag  gegeben.  Die  Beschwerdegegnerin 
habe  Anspruch  auf  Genehmigung  eines  bewilligungsfähigen  Bahn-
funkprojekts,  selbst  wenn  Alternativstandorte  denkbar  wären.  Eine 
fehlerhafte Standortprüfung sei darin nicht zu erblicken und schon gar 
nicht ein Verstoss gegen das Willkürverbot.

5.2 Die  Beschwerdegegnerin  weist  darauf  hin,  dass  bei  der  Stand-
ortwahl  vorab  die  topographischen  Voraussetzungen  entscheidend 
seien. Vorliegend würden der  Zugersee,  der  Zugerberg,  das kurven-
reiche  Bahntrassee  und  die  vorhandenen  Gebäudekomplexe  die 
Funkversorgung  erschweren.  Zudem  würden  durch  mögliche  Inter-
ferenzen,  also  Störungen  der  Standorte  untereinander,  nur  eine  be-
grenzte  Anzahl  Standorte  zur  Verfügung  stehen. Im Übrigen  sei  die 
Funktionalität des GSM-R Netzes für den Bahnbetrieb zwingend not-
wendig  und stelle  hohe Anforderungen an die  Verfügbarkeit  der  An-
lagen.  Die  Bahnfunkversorgung  werde  ausschliesslich  entlang  der 
Bahnstrecke  benötigt  und  sei  nicht  mit  mit  einer  Flächenabdeckung 
eines privaten Mobilfunkanbieters vergleichbar. Auf die von der Stadt 
Zug  und  vom  BAFU  empfohlene  Verschiebung  des  Standortes  in 
Oberwil sei sie eingegangen. Weil sich aber im Detailkonzept gezeigt 
habe, dass für den Alternativstandort nebst der Basisstation vier zu-

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sätzliche  abgesetzte  Repeater  notwendig  gewesen  wären,  um  die 
geforderte  Funkabdeckung  zu  erreichen,  sei  diese  Alternative  weg-
gefallen.  Zudem  würde  dieser  Alternativstandort  die  "Gewässer-
schutzzone"  und  die  "Zone  des  öffentlichen  Interesses  für  Erholung 
und Freihaltung" belasten und er befände sich nach wie vor am Rande 
der  Landschaftszone.  Weiter  wäre  neben  den  zusätzlich  benötigten 
vier abgesetzten Standorten in jedem Fall immer noch die Basisstation 
erforderlich. Die Antennenmontage auf den bestehenden Fahrleitungs-
masten sei wegen der minimalen Antennenhöhe und wegen den ge-
mäss  Art.  38  der  Verordnung  vom  30.  März  1994  über  elektrische 
Leitungen  (LEV,  SR  734.31)  geltenden  Sicherheitsabständen  zur 
Übertragungsleitung,  die  oben  an  den  Fahrleitungsmasten  platziert 
sei, nicht möglich. Für die abgesetzten Standorte seien somit ebenfalls 
Funkmasten  erforderlich.  Das  Landschaftsbild  werde  mit  fünf 
Antennenstandorten statt einem stärker beeinträchtigt. Zudem würden 
unnötige zusätzliche Kosten verursacht. Schliesslich seien Bahnfunk-
antennen – auch wenn sie entlang der Fahrleitungen erstellt würden – 
ebenso  wie  andere  Mobilfunkantennen  zwangsläufig  aus  der  Ferne 
sichtbar,  gehörten  aber  gemäss  Rechtsprechung  grundsätzlich  zum 
Ortsbild. Aus diesen Gründen hätten die Behörden des Bundes und 
des  Kantons  Zug  ihre  anfänglichen  Bedenken  gegen  den  strittigen 
Standort  abgelegt.  Weil  dieser  bewilligungsfähig  sei,  müssten  keine 
weiteren  Varianten  geprüft  werden.  Ohnehin  sei  sie  auf  alternative 
Standorte eingegangen und habe diese in der Stellungnahme an die 
Vorinstanz  vom  20.  Januar  2009  unter  Beilage  von  Fotomontagen 
ausführlich dokumentiert. 

5.3 Die eisenbahnrechtliche Plangenehmigung stellt  eine Bundesauf-
gabe  im  Sinne  von  Art. 2  Abs. 1  Bst. a  des  Bundesgesetzes  vom 
1. Juli  1966 über den Natur-  und Heimatschutz (NHG, SR 451)  dar. 
Nach Art. 3 NHG sorgen der Bund, seine Anstalten und Betriebe so-
wie  die  Kantone  bei  der  Erfüllung  von Bundesaufgaben  dafür,  dass 
das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten so-
wie  Natur-  und  Kulturdenkmäler  geschont  werden  und,  wo  das  all-
gemeine  Interesse  an  ihnen  überwiegt,  ungeschmälert  erhalten 
bleiben (Abs. 1). Sie erfüllen diese Pflicht  unter anderem, indem sie 
eigene Bauten und Anlagen entsprechend gestalten und unterhalten 
oder gänzlich auf ihre Errichtung verzichten (Abs. 2 Bst. a). Die Pflicht 
zur  Schonung des heimatlichen Orts-  und Landschaftsbildes gilt  un-
abhängig davon, ob ein Objekt von nationaler, regionaler oder lokaler 
Bedeutung betroffen ist (Abs. 3 i.V.m. Art. 4 NHG). Das Gebot der un-

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geschmälerten  Erhaltung  beschränkt  sich  dagegen  im  Wesentlichen 
auf Objekte von nationaler Bedeutung (Art. 6 NHG). 

5.3.1 Weil  vorliegend kein Objekt  eines Bundesinventars nach Art. 6 
NHG betroffen ist, sind die Auswirkungen auf die Landschaft und das 
Ortsbild nach Art. 3 NHG zu beurteilen. Diesbezüglich ist in Betracht 
zu  ziehen,  dass  der  strittige  Antennenstandort  am  Rande  des 
Siedlungsgebiets liegt und die Bahnlinie im fraglichen Bereich auf der 
Ostseite an eine kantonale Landschaftsschutzzone angrenzt. Weil der 
Funkmast mit  19 m Höhe die bestehenden Fahrleitungsinstallationen 
und wegen der  erhöhten Lage  am ansteigenden Gelände  auch das 
Siedlungsband  sowie  die  Masten  der  Strassenbeleuchtung  deutlich 
überragt, ist nach Würdigung der in den Akten enthaltenen Fotos dem 
Beschwerdeführer insofern zu folgen, als die Antennenanlage am frag-
lichen Standort markant in Erscheinung tritt und als Folge davon ins-
besondere vom See her das Landschaftsbild beeinträchtigt wird. Diese 
Feststellung haben denn auch bereits das BAFU und der Kanton Zug 
gemacht  und  deshalb  ursprünglich  eine  Standortverschiebung  in 
Richtung Süden in den Bereich der Haltestelle Zug Oberwil beantragt.  
Damit  stellt  sich  die  Frage,  ob  vorliegend  eine  landschafts-
schonendere,  für  die  Beschwerdegegnerin  aber  dennoch  zumutbare 
Alternative in Betracht fällt. 

5.3.2 Unbestritten  ist  die  Beschwerdegegnerin  aus  funktechnischen 
und  damit  bahnbetrieblichen  Gründen  auf  eine  Basisstation  in  Zug 
Oberwil angewiesen. Was den konkreten Standort angeht, so hat sie in 
der  Vernehmlassung  überzeugend  aufgezeigt,  dass  sie  durch  die 
topografischen  Gegebenheiten  und  die  funktechnischen  An-
forderungen  bei  der  Standortwahl  beträchtlich  eingeschränkt  war. 
Entschieden hat sie sich für einen aus funktechnischer Sicht optimalen 
Standort. Auf Antrag des Kantons Zug und des BAFU hin hat sie als 
Alternative dazu eine Reduktion der Masthöhe am geplanten Standort, 
eine Verschiebung des Standortes um 300 m in südlicher Richtung in  
den Bereich der Haltestelle Zug Oberwil  sowie eine Verschiebung in 
südlicher  Richtung  um  150  m  geprüft  (vgl.  ihre  vorinstanzliche 
Stellungnahme  vom  20.  Januar  2009).  Die  Behauptung  des  Be-
schwerdeführers, ob und welche Alternativen effektiv geprüft  worden 
seien,  sei  nicht  ersichtlich,  erweist  sich  damit  als  unbegründet. Den 
Alternativen ist gemeinsam, dass bis zu vier zusätzliche Standorte für 
Signalverstärker  (Repeater)  erforderlich  wären,  um  die  für  einen 
sicheren  Bahnbetrieb  notwendige  Funkabdeckung  dennoch  zu  ge-

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währleisten. Mit den zusammen mit der Vernehmlassung eingereichten 
Abdeckungsplänen (Coverage ZGOW) belegt die Beschwerdegegnerin 
dies für die Variante Haltestelle Zug Oberwil. Ihren Standpunkt, dass 
der Funkempfang einen Pegel von 68 dBuV/m erreichen muss und nur 
in  Ausnahmefällen  auf  Nebenstrecken auf  einer  Länge bis  ungefähr 
100  m kurze  Versorgungseinbussen  und  Pegelwerte  bis  minimal  49 
dBuV/m  zulässig  sind,  hat  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  in 
früheren Urteilen bestätigt (vgl. Urteile des BVGer A-8435/2007 vom 4. 
August  2008 E. 9.4  und A-55/2008 vom 6. Juni  2008 E. 7.2.4).  Der 
nicht  weiter  begründete  Vorwurf  des  Beschwerdeführers  gegen  die 
Notwendigkeit zusätzlicher Signalverstärker und deren Anzahl erweist 
sich damit als nicht stichhaltig.

5.3.3 Die Variante Haltestelle Zug Oberwil hätte gemäss Einschätzung 
des  Kantons  Zug  vom  8.  Januar  2008  den  Vorteil,  dass  der 
Antennenmast  für  die  Basisstation  stärker  in  die  bahnbetrieblichen 
Anlagen  integriert  wäre,  zumal  im  Rahmen  des  Projekts  Stadtbahn 
Zug, 1. Teilergänzung, Ausbau S2, Ausbauten geplant seien, so dass 
die Anlage vom See her  kaum mehr  sichtbar  wäre. Das BAFU hielt 
diesbezüglich zu Handen der Vorinstanz am 4. Juli 2008 fest, aus Sicht 
des  Landschaftsschutzes  wäre  der  Standort  bei  der  Haltestelle  viel  
vorteilhafter;  vom See  her  wäre  der  Mast  auf  Grund  der  flacheren 
Topografie und der Siedlungsstruktur kaum mehr sichtbar; zudem wäre 
der Mast der Bahninfrastruktur besser zugeordnet. 

5.3.4 Den  Fotomontagen  (Vorakten  p.  133  ff.)  kann  entnommen 
werden, dass der Funkmast auf Grund seiner Höhe auch am Standort 
Haltestelle  Zug  Oberwil  die  Bahnanlagen  und  die  umgebende 
Siedlungsstruktur deutlich überragen würde und vom See her sichtbar 
wäre.  Ob  die  bereits  genehmigte  Erweiterung  der  Haltestelle  (vgl.  
Urteil  des  BVGer  A-594/2009  vom 10. November  2009)  eine  grund-
sätzlich andere Einschätzung zulassen würde, scheint fraglich zu sein, 
ist  doch  im Rahmen der  Erweiterung  bloss  vorgesehen,  die   Halte-
stelle  mit  einem  zweiten,  etwa  400  m  langen  Gleis  zu  einer 
Kreuzungsstation auszubauen und bergseitig einen  Aussenperron zu 
errichten  (vgl.  www.stadtbahnzug.ch/broschure_s2.pdf).  Unbestritten 
ist aber, dass die Antennenanlage bei der Haltestelle etwas stärker in 
das Orts- und Landschaftsbild integriert wäre und weniger zur Geltung 
käme als am genehmigten Standort. Zudem hat das BAFU eine Aus-
nahmebewilligung für die Erstellung der Anlage in der Grundwasser-
schutzzone S2 der Fassung Reifflimatt in Aussicht gestellt. 

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5.3.5 Dennoch  haben  sich  die  Fachbehörden  des  Bundes  und  des 
Kantons letztlich mit  dem ursprünglich vorgesehenen und vorliegend 
strittigen  Standort  einverstanden  erklärt.  Als  ausschlaggebenden 
Nachteil  haben  sie  den  Umstand  gewertet,  dass  bei  der  Variante 
Haltestelle Zug Oberwil zusätzlich vier neue Repeatermasten entlang 
dem Bahntrassee  errichtet  werden  müssten.  Aus  den  eingereichten 
Fotomontagen geht zwar hervor, dass sich jeder der zusätzlichen vier 
Masten  für  die  Signalverstärkung  wenig  von der  bestehenden  Fahr-
leitungsanlage  abheben  bzw. diese  kaum überragen und auch  nicht 
auf offener Bahnstrecke errichtet würde. Nach Einschätzung der Fach-
instanzen  könne  es  hingegen  nicht  im  Interesse  des  Landschafts-
schutzes liegen, mehrere Masten an Stelle eines einzigen zu errichten 
(vgl.  Stellungnahmen des  Kantons  Zug  vom 24. Juni  2009  und  des 
BAFU vom 6. Juli 2009, bestätigt mit Eingabe vom 19. Februar 2010). 
Das  BAFU  hielt  zudem fest,  dass  auch  mit  einer  Verschiebung  der 
Basisstation um rund 150 m in Richtung Oberwil dem Schonungsgebot 
von Art. 3  NHG nicht  stärker Genüge getan würde,  da der  fragliche 
Streckenabschnitt  diesfalls  trotzdem  mit  drei  zusätzlichen  Antennen 
versorgt werden müsste. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 
hat im Übrigen von Anfang an keine Einwände gegen das Projekt vor -
gebracht.

5.3.6 Das Bundesverwaltungsgericht setzt sich nicht leichthin über die 
Zustimmungen der Fachinstanzen zum projektierten Standort hinweg, 
zumal wenn diese übereinstimmen (vgl. E. 2). Weiter ist in Betracht zu 
ziehen, dass Bahnfunkantennen ebenso wie andere Mobilfunkanlagen 
über eine gewisse Höhe verfügen müssen, weshalb sie zwangsläufig 
aus der Ferne sichtbar sind und grundsätzlich zum Ortsbild gehören 
(Urteil des Bundesgerichts 1A.6/2007 vom 6. September 2007 E. 4.3; 
Urteile des BVGer A-924/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 3.6 und A-
8435/2007 vom 4. August 2008 E. 10.4). Dadurch wird die eingangs 
festgestellte  Landschaftsbeeinträchtigung  (E.  5.3.1)  relativiert. 
Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers trägt der in solchen 
Fällen  übliche  olivgrüne  Anstrich  zu  einer  Kontrastminderung  bei. 
Hinzu  kommt,  dass  die  geprüften  Alternativen  aus  landschaftlicher 
Sicht gesamthaft betrachtet ebenfalls mit Nachteilen verbunden sind. 
Als  Folge  davon  ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern  die  Vorinstanz  das 
Schonungsgebot von Art. 3 NHG zu wenig berücksichtigt haben sollte. 
Überdies  würde  der  Bau  zusätzlicher  abgesetzter  Stationen  im  Ver-
gleich mit den Fr 155'000.- für die genehmigte Variante beträchtliche 
Mehrkosten verursachen. Der Beschwerdeführer übersieht, dass diese 

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Mehrkosten von der Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 
20. Januar 2009 deklariert wurden (Variante 2 Standort Haltestelle Zug 
Oberwil: Baukosten Fr. 1'050'000.-; Variante 3 Standort 150 m versetzt: 
Baukosten  Fr. 869'000.-).  Damit  würde  die  Beschwerdegegnerin  bei 
der  Erfüllung  einer  Bundesaufgabe  (E.  5.3)  unverhältnismässig 
eingeschränkt. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz entgegen 
den  Behauptungen  des  Beschwerdeführers  bei  der  Bewilligung  der 
geplanten  Anlage  keine  einseitige,  fehlerhafte  oder  gar  willkürliche 
Interessenabwägung vorgeworfen werden und die genehmigte Anlage 
erweist  sich  auch  aus  Sicht  des  Landschaftsschutzes  als 
bundesrechtskonform.

5.4 Der  Beschwerdeführer  schlägt  als  weitere  Alternativen  zwei 
Standorte abseits der Bahnlinie vor, einen ausserhalb des Siedlungs-
gebiets  auf  dem  Futtersilo  eines  Bauernhofes,  einen  anderen  auf 
einem  Hochhaus  unter  Mitbenützung  einer  bestehenden  Mobilfunk-
anlage. 

5.4.1 Die  Feststellung,  dass  ein  vorgelegtes  Projekt  bundesrechts-
konform ist,  kann die Prüfung anderer Varianten ohne weiteres aus-
schliessen,  da  die  Einhaltung  von  Bundesrecht  geradezu  impliziert, 
dass den berührten Interessen genügend Rechnung getragen wurde. 
Varianten sind deshalb nur dann zu prüfen, wenn tatsächlich auch ein  
Konflikt mit den einschlägigen Vorschriften zu erkennen ist. Zudem ist 
der Vergleich verschiedener Lösungen nur dann angezeigt, wenn die 
Varianten, die einander gegenübergestellt  werden, echte Alternativen 
sind,  d.h. sie müssen realistisch und einigermassen ausgereift  sein. 
Deshalb  kann nicht  verlangt  werden,  dass alle  in  Betracht  fallenden 
Alternativen  im  Detail  projektiert  werden.  So  dürfen  insbesondere 
Varianten,  die  mit  erheblichen  Nachteilen  belastet  sind,  schon  nach 
einer ersten summarischen Prüfung aus dem Auswahlverfahren aus-
scheiden (Urteile des BVGer A-954/2009 vom 7. Juli 2010 E. 12.3 und 
A-594/2009 vom 10. November 2009 E. 4.3). 

5.4.2  Bei der Standortwahl ist vorab in Betracht zu ziehen, dass aus 
Gründen  des  Landschaftsschutzes  eine  konzentrierte  Bauweise  an-
zustreben  und  bei  fehlender  funktechnisch  bedingter  Standort-
gebundenheit  auf  einen  Standort  ausserhalb  des  Siedlungsgebietes 
(selbst auf offener Bahnstrecke) zu verzichten ist (Urteil des BVGer A-
2422/2008  vom  18.  August  2008  E.  11.2).  Gegen  einen  Standort 
ausserhalb  des  Bahnareals  (aber  innerhalb  des  Siedlungsgebietes) 

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spricht,  dass  in  einem  solchen  Fall  in  der  Regel  zusätzliche  Er-
schliessungsarbeiten  für  die  Anbindung  an  das  Strom-  und  Daten-
übermittlungsnetz der Beschwerdegegnerin samt entsprechender Zu-
satzkosten  erforderlich  sind  und  bei  der  Mitbenützung  der  be-
stehenden  Anlage  eines  anderen  Mobilfunkanbieters  auf  Grund  be-
fristeter  Verträge die  Verfügbarkeit  der  Anlage nur unzureichend ge-
währleistet sein kann (Urteil  des BVGer A-55/2008 vom 6. Juni 2008 
E. 7.2.5).  Zudem  müssten  Eigentumsrechte  Dritter  beansprucht 
werden,  wobei  die  Beschwerdegegnerin  das  Enteignungsrecht  nur 
dann geltend machen kann, wenn und soweit es zur Erreichung des 
Zwecks notwendig ist (Urteil des BVGer A-924/2009 vom 29. Oktober 
2009 E. 3.10).

5.4.3 Vorliegend hat sich der genehmigte Standort als bundesrechts-
konform erwiesen. Zudem kann ausgeschlossen werden, dass die vom 
Beschwerdeführer  vorgeschlagenen  Alternativstandorte  aus  raum-
planerischer  bzw. landschaftsschützerischer  Sicht  derartige  Vorzüge 
haben könnten, dass die Anlage am geplanten Standort als nicht ge-
nehmigungsfähig erschiene. Vielmehr stehen ihnen andere gewichtige 
raumplanerische und erschliessungstechnische Nachteile gegenüber. 
Zudem ist fraglich, ob die erforderliche Bahnfunkabdeckung ebenfalls 
nur mit einem Standort gewährleistet wäre. Nachdem die eisenbahn-, 
elektrizitäts-  und  umweltrechtliche  Prüfung  die  Bewilligungsfähigkeit 
der Anlage am Standort  ZGOW0 bestätigt  hat,  bestand und besteht 
keine  Veranlassung,  den  gewählten  Standort  aus  raumplanerischen 
oder  landschaftsschützerischen  Gründen  in  Zweifel  zu  ziehen.  Der 
Antrag des Beschwerdeführers auf die vertiefte Prüfung eines von ihm 
genannten Alternativstandortes ist deshalb abzuweisen. 

6.
Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, die Swisscom Mobile AG 
habe  2005  ein  Baugesuch  für  eine  Kommunikationsanlage  am vor-
liegend  strittigen  Standort  eingereicht,  dann  aber  offenbar  wegen 
Nichteinhaltung der geltenden Grenzabstände bzw. kommunaler Bau-
vorschriften  zurückgezogen.  Die  Anlage  der  Beschwerdegegnerin 
werde  nach  eisenbahnrechtlichen  Vorschriften  geprüft,  so  dass  die 
kommunalen Grenzabstände nicht eingehalten werden müssten. Damit 
liege die Vermutung nahe, die Beschwerdegegnerin werde später der 
Swisscom AG unter  Umgehung kantonaler  und kommunaler  Bauvor-
schriften  die  Mitbenützung  der  erstellten  Funkanlage  gewähren. Die 
bauliche  Ausgestaltung  der  genehmigten  Anlage,  insbesondere  die 

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Masthöhe,  sowie  das  von der  Beschwerdegegnerin  in  der  Standort-
evaluation  festgehaltene  Kriterium  der  allfälligen  gemeinsamen  Be-
nützung  der  Anlage  mit  Fernmeldedienstanbieterinnen  würden  auf 
eine  Partizipation  durch  Dritte  ohne  weitere  bauliche  Vorkehrungen 
hindeuten.  Würden  aber  der  Standortbegründung  die  Bedürfnisse 
privater  Mobilfunkanbieter  zu  Grunde  liegen,  hätte  dies  im  Plan-
genehmigungsverfahren zwingend berücksichtigt  werden müssen. So 
wäre zu prüfen gewesen, ob es sich überhaupt um eine vom BAV zu 
genehmigende Eisenbahnanlage nach Art. 18 Abs. 1 und 2 EBG oder 
um eine den kantonalen Bauvorschriften unterliegende Nebenanlage 
handle.  Der  Einwand,  wonach  Änderungen  einer  bewilligten  Anlage 
einer erneuten Genehmigung bedürften, gehe fehl. Rüste nämlich die 
Beschwerdegegnerin die für den GSM-R Betrieb gebaute Funkanlage 
von  Anfang  an  auf  eine  Weise  aus,  dass  zur  Erweiterung  des  Be-
nutzerkreises  keine  weiteren  Änderungen  an  der  Anlage  mehr  er-
forderlich  wären,  so  könnte  eine  Mitbenutzung  der  Antenne  durch 
Dritte ohne erneutes Verfahren realisiert  werden. Denn Art. 5 Abs. 2 
der Verordnung  über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahn-
anlagen (VPVE,  SR 741.142.1)  sehe bloss  für  "geänderte  Teile"  ein 
Genehmigungsverfahren  vor.  Dies  wäre  gesetzeswidrig.  Weil  zudem 
das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) gestützt auf Art. 36 Abs. 
2 FMG auf Antrag hin Betreiber von bestehenden Fernmeldeanlagen 
dazu verpflichten könne, Dritten ein Mitbenützungsrecht einzuräumen, 
könnte  Swisscom  letztendlich  unter  Umgehung  baurechtlicher  An-
forderungen vom strittigen Standort  aus  senden. Die  Frage der  Mit -
benützung sei damit nicht gelöst, die angefochtene Plangenehmigung 
unterbinde diese nicht, sondern begünstige sie sogar und die gesetz-
liche Regelung biete in diesem Zusammenhang keinen ausreichenden 
Schutz. Mit einem Eventualantrag verlangt er deshalb, es sei der Be-
schwerdegegnerin  ein  Ausbau  der  Anlage  im  Hinblick  auf  die  Mit -
benützung durch Dritte zu verbieten.

6.1 Die hier  strittige  Anlage ist  einzig  auf  die bahnbetrieblichen Be-
dürfnisse der  Beschwerdegegnerin  ausgerichtet. Weder  der  Standort 
der Anlage noch die Antennenausrichtung, deren Sendeleistung oder 
die Masthöhe lassen einen anderen Schluss zu. Das BAFU als dies-
bezügliche Fachbehörde des Bundes hat diesen einzig auf den Bahn-
funk ausgerichteten Anlagezweck ausdrücklich bestätigt. Damit wurde 
die Bewilligung korrekterweise im Rahmen eines eisenbahnrechtlichen 
Plangenehmigungsverfahren  erteilt  (vgl.  bereits  E.  3.2).  Auf  anders-

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lautende vermutungsweise vorgebrachte Einwände des Beschwerde-
führers ist deshalb nicht weiter einzugehen.

6.2 Die Befürchtung des Beschwerdeführers, die genehmigte Anlage 
könne  ohne  weiteres  bzw.  unter  Umgehung  des  kantonalen  Be-
willigungsverfahrens  von  anderen  Mobilfunkanbietern  für  bahnfunk-
fremde  Zwecke  gebraucht  werden,  ist  unbegründet.  Wie  die  Be-
schwerdegegnerin  und  das  BAFU  dargelegt  haben,  sind  Anlage-
änderungen  bereits  gestützt  auf  Art.  18  Abs.  1  EBG  bewilligungs-
pflichtig. Als Änderung einer Bahnfunkanlage gelten gemäss Anhang 1 
Ziff. 62 Abs. 5 NISV schon die Änderung der Lage von Sendeantennen 
(Bst.  a),  der  Ersatz  von  Sendeantennen  durch  solche  mit  einem 
andern Antennendiagramm (Bst. b), die Erweiterung mit zusätzlichen 
Sendeantennen (Bst. c), die Erhöhung der ERP über den bewilligten 
Höchstwert  hinaus (Bst. d)  oder  die Änderung von Senderichtungen 
über den bewilligten Winkelbereich hinaus (Bst. e). Soweit der von der 
Vorinstanz zitierte Art. 5 Abs. 2 VPVE, auf den sich der Beschwerde-
führer  beruft,  auf  solche  Änderungen  überhaupt  Anwendung  finden 
sollte,  müsste  er  im Lichte von Anhang 1 Ziff. 62 Abs.  5 NISV aus-
gelegt  werden.  Sollte  die  fragliche  Anlage  aus  überwiegend  eisen-
bahnbetrieblichen  Gründen  geändert  werden,  müsste  die  Be-
schwerdegegnerin  somit  erneut  ein  eisenbahnrechtliches  Plan-
genehmigungsgesuch  bei  der  Vorinstanz  einreichen  (Art.  18  Abs. 1 
EBG). Würde die  Anlage hingegen nicht  aus  eisenbahnbetrieblichen 
Gründen geändert  oder erweitert,  so käme das kantonale Recht zur 
Anwendung (Art. 18m EBG). Die Mitbenützung der Anlage durch einen 
anderen  Mobilfunkanbieter  im  Hinblick  auf  bahnbetriebsfremde 
Zwecke würde demzufolge die Durchführung eines kantonalrechtlichen 
Bewilligungsverfahrens und nicht bloss einen Nutzungsvertrag mit der 
Beschwerdegegnerin  erforderlich  machen.  An  diesem  Verfahren 
könnte  sich  der  Beschwerdeführer  erneut  beteiligen  und  allfällige 
Einwände vorbringen (vgl. Urteile des BVGer A-55/2008 vom 6. Juni 
2008 E. 9 und A-8435/2007 vom 4. August 2008 E. 8). Sein Eventual-
antrag ist deshalb als unbegründet abzuweisen.  

7.
Gestützt  auf  vorstehende  Erwägungen  erweist  sich  die  Beschwerde 
als weitgehend unbegründet. Sie ist mit Ausnahme des Antrages auf 
Vorlage des Ergebnisses der Abnahmemessung bezüglich des OMEN 
Nr. 6 (E. 4.4.3) abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

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8.
Die  spezialgesetzliche  Kostenfolge  nach  Art.  114  ff.  des  Bundes-
gesetzes  vom  20.  Juni  1930  über  die  Enteignung  (EntG,  SR  711) 
findet vorliegend keine Anwendung, weil keine enteignungsrechtlichen 
Ansprüche  zu  beurteilen  waren.  Die  Kostenfolge  richtet  sich  daher 
nach  den  allgemeinen  Grundsätzen  des  VwVG.  Danach  wird  die 
unterliegende  Partei  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs. 1  VwVG). Der  Be-
schwerdeführer  hat  damit  die  auf  Fr.  2'000.-  festzusetzenden  Ver-
fahrenskosten  zu  tragen.  Dieser  Betrag  ist  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen.

Angesichts  seines  überwiegenden  Unterliegens  ist  dem  anwaltlich 
vertretenen  Beschwerdeführer  keine  Parteientschädigung  zuzu-
sprechen (Art. 64 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2).  Die  Vorinstanz  hat  gemäss 
Art. 7 Abs. 3 VGKE keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Da 
sich  die  obsiegende  Beschwerdegegnerin  nicht  anwaltlich  vertreten 
liess und ihr deshalb keine Kosten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG 
entstanden sind, steht auch ihr keine Parteientschädigung zu. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das BAV wird angewiesen, dem Beschwerdeführer das Ergebnis der 
Abnahmemessung bezüglich des OMEN Nr. 6 zur Kenntnis zu bringen.

2.
Im  Übrigen  wird  die  Beschwerde  abgewiesen, soweit  darauf  einzu-
treten ist.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  der-
selben Höhe verrechnet. 

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 341.18/2009-10-05/130; Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)
- das BAFU (A-Post)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Forster Beatrix Schibli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14 Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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