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**Case Identifier:** e95b56c0-bbe9-5d1e-a026-056e32dab911
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.10.2018 IV 2015/289
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-289_2018-10-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/289

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2019

Entscheiddatum: 19.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 19.10.2018
Art. 28 Abs. 2 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. 
Einkommensvergleich. Ausdehnung des Streitgegenstandes in zeitlicher 
Hinsicht bis zum Zeitpunkt des Gerichtsgutachtens. Anspruch auf eine 
Viertels- bzw. eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2018, IV 2015/289).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers (Vorsitz), Christiane

Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber;

Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.  

IV 2015/289

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriele Sturm, Signalstrasse 17, Postfach 529, 

9401 Rorschach,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 28. September 2003 wegen Bewegungseinschränkungen 

und Schmerzen seit November 2001 nach Operationen beider Schultern in Folge eines 

Unfalls im November 2001 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1).

A.b  Das Arbeitsverhältnis mit der B.___ AG, bei der der Versicherte als Elektromonteur 

tätig gewesen war, war von der Arbeitgeberin per 25. Februar 2003 gekündigt worden 

(IV-act. 20).

A.c  Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, diagnostizierte im 

Arztbericht vom 27. November 2003 einen Status nach Acromioplastik und 

Bursectomie Schulter links (29. Januar 2002 im Spital D.___) wegen 

Impingementsyndroms nach einem Unfall vom 2. Mai 2001 PHS links sowie einen 

Status nach Capsular shift Schulter rechts (27. Juni 2002 an der Klinik E.___) wegen 

habitueller Instabilität mit einer Restinstabilität der rechten Schulter (vgl. bezüglich 

Unfalldaten den Einspracheentscheid der Suva vom 6. Januar 2011, wonach der 

Versicherte am 4. Mai 2001 auf der Treppe ausgerutscht und auf die linke Schulter 

gefallen und am 16. Oktober 2001 wiederum auf der Treppe gestürzt und auf die rechte 

Schulter gefallen war; Fremdakten). Sofern der Versicherte Tätigkeiten mit den oberen 

Extremitäten unterhalb (richtig wohl über; vgl. IV-act. 13-2 und 103-2) der Horizontalen 

der Schultergelenke und das Heben schwerer Lasten meiden könne, sei er in seiner 

bisherigen Tätigkeit als Elektriker voll arbeitsfähig. Der Zustand sei aktuell stationär, 

eventuell könne er sich verschlechtern. In letzterem Fall wäre eine zeitgerechte 

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Umschulung in der Elektrobranche mit entsprechenden Gegebenheiten anzustreben 

(IV-act. 13).

A.d  Der Versicherte war vom 24. bis 30. Juni 2004 im Spital F.___ hospitalisiert, wo am 

24. Juni 2004 aufgrund rezidivierender Luxationen bzw. Subluxationen nach der 

Operation vom "Juli 2002" eine Reoperation der rechten Schulter (Kapselwulstbildung 

am vorderen Glenoidrand, Kapselraffung, Raffung Subscapularissehne rechts) 

durchgeführt wurde (Bericht vom 2. Juli 2004; IV-act. 49-20 f.). Der Hausarzt Dr. med. 

G.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, hielt im Bericht vom 3. Januar 2005 fest, 

es müsse damit gerechnet werden, dass die Arbeitsfähigkeit als Elektromonteur nicht 

mehr erreicht werden könne. Es dürfte eine bleibende Einschränkung der Beweglichkeit 

der rechten Schulter vorliegen (IV-act. 49-1 ff.).

A.e  Mit Verfügung vom 8. November 2005 wurde als berufliche Massnahme eine 

Umschulung zum Elektrotechniker TS ab 17. Oktober 2005 bis 30. April 2008 inkl. 

Vorpraktikum und PC-Grundlagenkurs zugesprochen (IV-act. 65). Kurz nach Beginn 

des ersten Semesters im August 2006 kam es beim Versicherten aufgrund 

psychosozialer Probleme zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen und dadurch zu einer 

psychischen Dekompensation, weshalb er die Semesterprüfungen ausliess und nicht 

für das nächste Semester zugelassen wurde, was zum Abbruch der beruflichen 

Massnahme per 24. November 2006 führte (Zwischenbericht des Berufsberaters vom 

28. November 2006; IV-act. 74).

A.f  Im Auftrag der Suva wurde der Versicherte vom 24. April bis 5. Juni 2008 in der 

Rehaklinik Bellikon behandelt. Als Diagnosen wurden angeführt der Unfall vom 16. 

Oktober 2001: Sturz mit Ausrenkung der rechten Schulter bei habitueller Luxation und 

Hyperlaxizität, eine deutliche Omarthrose rechts mit Bewegungseinschränkung der 

rechten Schulter; der Unfall vom 4. Mai 2001: Treppensturz mit Kontusion der linken 

Schulter sowie Adipositas Grad II (BMI 36.42kg/m2) bei Status nach laparoskopischem 

Gastric-Banding 07/2000 und Status nach sekundärem laparoskopischem distalem 

Magenbypass 11/2004. Trotz guter Leistungsbereitschaft und Kooperation habe keine 

Verbesserung der Situation erreicht werden können. Wegen der anhaltenden 

Schmerzsymptomatik habe keine Reduktion der Medikamente, insbesondere des MST, 

erfolgen können. Es müsse in der gegebenen Situation eine erneute operative 

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Intervention diskutiert werden. Die bisherige berufliche Tätigkeit als Elektromonteur sei 

nicht mehr zumutbar. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, ohne Arbeit über 

Schulterhöhe und ohne repetitiven Krafteinsatz des rechten Armes seien ganztags 

zumutbar (IV-act. 103).

A.g  RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für Arbeitsmedizin FMH, führte am 22. 

September 2008 eine arbeitsmedizinische Untersuchung durch. Im Bericht vom 24. 

September 2008 kam er zum Schluss, dass der Versicherte in der angestammten 

Tätigkeit als Elektromonteur seit 2001 100% arbeitsunfähig sei. Eine Verbesserung der 

instabilen rechten Schulter sei mittels operativer Revision möglich. Derzeit sei der 

Versicherte als funktionell einarmig zu bezeichnen und in entsprechenden 

leidensadaptierten, einarmigen Tätigkeiten in der Leistungsfähigkeit um 25% 

vermindert. Dies resultiere aus einer Verlangsamung der Arbeitsgeschwindigkeit und 

den deutlich eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten in einer entsprechend körperlich 

orientierten Hilfsarbeit. Mittels entsprechender beruflicher Qualifikation sei eine 

uneingeschränkte Leistungsfähigkeit (auch einarmig) zu erwarten (IV-act. 113).

A.h  PD Dr. med. I.___, Teamleiter Schulter - Ellbogen der Universitätsklinik J.___, 

führte im Bericht vom 18. November 2008 aus, dass eine Schulterprothese theoretisch 

möglich wäre, er diese beim jungen, adipösen Versicherten aber nicht durchführen 

würde. Als einzige mögliche Alternative zur Verbesserung der Schmerzsymptomatik 

und Schulterfunktion schlug er eine Schulterarthrodese vor (IV-act. 120). Im Bericht 

vom 26. November 2008 der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. 

Gallen (KSSG) wurde ebenfalls als Verbesserungsmöglichkeit einzig eine Arthrodese 

der rechten Schulter festgehalten. Vor diesem erheblichen Eingriff werde auf Wunsch 

des Versicherten eine medikamentöse Einstellungsverbesserung im Rahmen der 

anästhesiologischen Schmerzsprechstunde versucht (IV-act. 121). Da die Behandlung 

in der anästhesiologischen Schmerzsprechstunde beim Versicherten lediglich einen 

vorübergehenden positiven Effekt gezeigt habe und er nun wieder vermehrt unter 

starken Schmerzen leide, wünsche er nun die Durchführung der Schulterarthrodese 

(Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 11. Februar 2009; IV-

act. 126). Am 10. März 2009 wurde die Schulterarthrodese rechts in der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie am KSSG durchgeführt (Operationsbericht vom 10. März 

2009; IV-act. 140-3 f.). Im Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG 

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vom 17. September 2009 wurde festgehalten, dass eine durchgeführte 

Computertomographie einen vollständigen Durchbau der Arthrodese sowie keine 

Fehlplatzierung einer Schraube zeige. Damit bleibe die weiterhin bestehende 

Schmerzsymptomatik des Versicherten unklar. Es würden keine operativen 

Verbesserungsmöglichkeiten mehr bestehen. Im Rahmen der anästhesiologischen 

Schmerzsprechstunde werde eine Anpassung der Schmerzmedikation vorgenommen 

(IV-act. 154-4 f.).

A.i Vom 11. bis 27. November 2009 war der Versicherte zur stationären 

arbeitsorientierten Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Gemäss Austrittsbericht 

vom 9. Dezember 2009 konnte das Ziel einer Fortsetzung der unterbrochenen IV-

Umschulung nach dem stationären Aufenthalt nicht erreicht werden. Es sei auch keine 

Verbesserung der Schmerzproblematik erfolgt. Während des Aufenthalts sei der 

Verdacht auf eine Opioidabhängigkeit aufgetaucht. Der Versicherte habe die stationäre 

Rehabilitation auf eigene Veranlassung abgebrochen, um die analgetische Medikation 

wieder im Spital K.___ einstellen zu lassen. Als arbeitsrelevantes Hauptproblem stehe 

derzeit die Medikamenten¬abhängigkeit im Vordergrund (IV-act. 160).

A.j Vom 30. November bis 22. Dezember 2009 war der Versicherte auf der Palliativ-

station des Spitals K.___ hospitalisiert. Im Bericht vom 4. März 2010 führten die Ärzte 

aus, dass nach einer Verschlechterung der Schmerzsituation während des Aufenthalts 

in der Rehaklinik Bellikon sowohl in Ruhe als auch bei Bewegung Schmerzen bestehen 

würden. Es bestünden eine deutlich eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts und 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren bei 

Verdacht auf eine dependente Persönlichkeitsstörung. Bei der lang andauernden 

chronifizierten Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sei eine 

Suchtmittelproblematik letztendlich nicht auszuschliessen (IV-act. 163).

A.k  Der Suva-Kreisarzt Prof. Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie 

FMH, hielt im Bericht zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. Februar 2010 

fest, dass die Arthrodese des rechten Schultergelenkes korrekt indiziert worden sei. Die 

sich aktuell präsentierende nur geringe Störung der Schulter sei an sich ausgezeichnet 

und könnte zu einer sehr anspruchsvollen Nutzung des Armes herangezogen werden, 

wenn nicht die unerklärliche Schmerzsituation wäre. Es könne nicht von einem 

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funktionellen Einhänder gesprochen werden. Es sei versucht worden, den 

Schmerzgenerator am rechten Schultergelenk zu identifizieren, was nicht gelungen sei. 

Hier scheine sich ein vorbestehendes chronisches Schmerzerleben verselbständigt zu 

haben, was mit der objektivierbaren Situation nicht erklärt werden könne. Die 

Schmerzproblematik könne nicht mehr als Unfallfolge angesehen werden. Aufgrund der 

Schulterarthrodese könnten Arbeiten auf Tischhöhe und vom Boden bis auf Tischhöhe 

verrichtet werden. Ein Anheben, Stossen, Verschieben, eine Manipulation von mittleren 

und schweren Lasten sei jedoch zu vermeiden bzw. nicht möglich. Prof. L.___ schätzte 

den Integritätsschaden auf 25% (Fremdakten).

A.l RAD-Arzt Dr. H.___ kam in der Stellungnahme vom 15. April 2010 zum Schluss, 

dass die Schulterproblematik abgeschlossen sei und aus körperlicher Sicht in einer 

adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75% bestehe. Weiter sei eine ambulante 

Psychotherapie bei einem Psychiater vorzunehmen, um eine depressive Entgleisung zu 

verhindern. Falls ein Medikamentenabusus betrieben würde, sei eine 

Entwöhnungsbehandlung anzustreben (IV-act. 164).

A.m Mit Schreiben vom 30. April 2010 forderte die IV-Stelle den Versicherten gestützt 

auf die Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht zu einer sechsmonatigen 

Abstinenz von Suchtmitteln und einer ambulanten Psychotherapie bei einem Psychiater 

auf (IV-act. 166). Mit Schreiben vom 8. Juli 2010 wies die IV-Stelle den Versicherten 

erneut an, die auferlegten Auflagen zu erfüllen, ansonsten sie ihre Erhebungen 

einstellen werde (IV-act. 172).

A.n  Mit Verfügung vom 13. August 2010 trat die IV-Stelle nicht auf das 

Leistungsbegehren des Versicherten um berufliche Massnahmen/Rente ein, da dieser 

den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen sei (IV-act. 174). Mit 

Schreiben vom 15. September 2010 erhob der Versicherte dagegen Beschwerde (IV-

act. 181).

A.o  Vom 30. November bis 28. Dezember 2010 war der Versicherte im Spital D.___ 

hospitalisiert, wo bei einem septischen Zustandsbild eine operative Sanierung einer 

beginnenden Fournier-Gangrän durchgeführt wurde (Kurzaustrittsbericht vom 27. 

Dezember 2010; IV-act. 216-26 f.). Aufgrund einer tiefen Drei-Etagen-

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Beinvenenthrombose beidseits war der Versicherte im März 2011 im Departement 

Innere Medizin des KSSG hospitalisiert (vgl. IV-act. 216-11). Bei zusätzlich bestehender 

nutritiver Malcompliance mit rezidivierenden schwer therapierbaren Hypoproteinämien 

erfolgte eine Verlegung in die Klinik für Chirurgie des KSSG, wo der Versicherte vom 

22. März bis 9. Mai 2011 in stationärer Behandlung war (Austrittsbericht vom 20. Mai 

2011; IV-act. 216-36 ff.).

A.p  Mit Schreiben vom 4. Mai 2011 reichten die Sozialen Dienste der Stadt N.___ für 

den Versicherten eine neue Anmeldung zum Bezug von Versicherungsleistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle ein und machten eine massive Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes geltend (IV-act. 190 f.).

A.q  Aufgrund eines unklaren Verwirrtheitszustandes war der Versicherte vom 22. bis 

30. Mai 2011 im Spital D.___ hospitalisiert (Arztbericht vom 26. Mai 2011; IV-act. 

216-28 ff.).

A.r  Mit Eingabe vom 30. Mai 2011 reichte der Versicherte dem Gericht im 

Beschwerdeverfahren gegen die Nichteintretensverfügung vom 13. August 2010 

mehrere Arztberichte ein und machte geltend, dass es ihm aus gesundheitlichen 

Gründen nicht möglich gewesen sei, den Anordnungen und Auflagen der IV-Stelle 

nachzukommen (IV-act. 196 ff.). Gestützt auf die Stellungnahme des RAD vom 21. Juni 

2011 (IV-act. 200) widerrief die IV-Stelle am 10. August 2011 die Verfügung vom 13. 

August 2010 und kündigte weitere Abklärungen an (IV-act. 209), worauf das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen das Beschwerdeverfahren mit Entscheid 

vom 17. August 2011 abschrieb (IV-act. 210).

A.s  Zwischenzeitlich war der Versicherte am 3. Juni 2011 aufgrund einer seit zwei 

Tagen anhaltenden Schwäche, Schlaflosigkeit und Diarrhoe ins Spital D.___ 

eingewiesen worden. Die Symptome wurden als MST-Entzugssymptomatik gedeutet, 

nachdem der Versicherte seine Medikamente seit zwei Tagen nicht mehr eingenommen 

hatte. Er konnte am Folgetag in einem gebesserten Allgemeinzustand entlassen 

werden (Bericht vom 6. Juni 2011, IV-act. 216-20 ff.).

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A.t Aufgrund einer respiratorischen Globalinsuffizienz im Rahmen einer 

Opiatintoxikation bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion war der Versicherte 

vom 26. bis 29. August 2012 auf der neurovaskulären Intensivstation in St. Gallen 

hospitalisiert. Anschliessend war er zur erneuten Schmerzeinstellung vom 29. August 

bis 12. September 2012 im Palliativzentrum K.___ hospitalisiert (Bericht des 

Palliativzentrums K.___ vom 17. September 2012; IV-act. 230).

A.u  Der Versicherte wurde vom 11. bis 15. Februar 2013 im Zentrum für Medizinische 

Begutachtung (ZMB) in Basel allgemeinmedizinisch, orthopädisch und psychiatrisch 

untersucht. Im Gutachten vom 10. September 2013 wurden ein chronisches 

Schultersyndrom rechts bei konstitutioneller Instabilität bei Status nach Capsular shift 

Schulter rechts 07/02, Status nach Raffung der Supraspinatussehne rechts 26.06.2004, 

Posterior-inferior Capuslar shift mit Anlage eines Beckenkammspans am Glenoid 

rechts und Korrektur-Osteotomie des Glenoids 11.09.2007 rechts und 

Schulterarthrodese 10.03.2008, ein Status nach 3-Etagen TVT beidseits 2011 und ein 

Opioidabhängigkeitssyndrom diagnostiziert. Diese Diagnosen hätten Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit. Als weitere Diagnosen, welchen keine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zukommen, wurden ein chronisches Schultersyndrom links bei 

konstitutioneller Instabilität bei Status nach Capsular shift Schulter links, 

Acromioplastik, Bursektomie 01/02, eine sensomotorische Ulnarisparese rechts ab 

11/04, eine Sulcus ulnaris-Dekompression 2005 rechts, in Remission, eine Gonalgie 

beidseits mit Status nach operativer Versorgung, in Remission, ein Status nach 

operativer Versorgung beider Sprunggelenke, symptomfrei, eine Adipositas per magna 

(BMI 40.6) bei Status nach Magenbandoperation 07/00, nach laparoskopischer Magen-

Bypassoperation 11/04 und nach Darmverkürzungsoperation 2011, ein Status nach 

Cholezystektomie, eine Persönlichkeitsakzentuierung und eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung genannt. Die Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich durch 

die Problematik an der rechten Schulter geprägt. Der Versicherte sei nicht mehr in der 

Lage, den rechten Arm handwerklich einzusetzen und Tätigkeiten über Tischhöhe 

regelmässig durchzuführen, womit er für die Tätigkeit als Elektromonteur nicht mehr 

geeignet sei. Es sei zu berücksichtigen, dass er Linkshänder sei. In Bezug auf seine 

Opioidabhängigkeit sei es dem Versicherten bis zur Abstinenz nicht möglich, 

gefährliche Arbeiten auszuführen. Er könne leichte Tätigkeiten, welche einhändig 

durchgeführt werden könnten, zudem Tätigkeiten beidhändig auf Tischhöhe 

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durchführen. Ein Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen bei der Tätigkeit sei 

erforderlich, Zwangshaltungen seien zu vermeiden. Ansonsten bestehe eine volle 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 241). Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 nahm der 

orthopädische ZMB-Gutachter zu den Zusatzfragen der IV-Stelle (vgl. Schreiben vom 

4. November 2013; IV-act. 243) Stellung. Der ärztliche Bericht der RAD-Untersuchung 

vom 24. September 2008 liege noch immer nicht vor, diese Einschätzung sei jedoch 

vor der Arthrodese der rechten Schulter vorgenommen worden. Mittlerweile sei eine 

knöcherne Durchbauung der Arthrodese der rechten Schulter eingetreten, insofern sei 

von einer richtungsweisenden Verbesserung auszugehen. Bei der gutachterlichen 

Untersuchung habe sich eine sehr gute Funktion der arthrodesierten Schulter ergeben. 

Es seien keinerlei spezifische Schmerzen, weder in den benachbarten Gelenken noch 

in der Muskulatur oder an den Sehnenansätzen, angegeben worden. Es bestehe 

deshalb kein Anlass, von der Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit abzuweichen. Die Differenz zur Einschätzung der Vorgutachter 

werde mit einer zwischenzeitlichen Besserung der Funktion, speziell durch eine 

zunehmende kompensierende Funktionsverbesserung der scapulo-thoracalen 

Gleitschicht, erklärt. Zum vollständigen Verlauf der Arbeitsfähigkeit adaptiert seit 2003 

könne retrospektiv nicht detailliert Stellung bezogen werden. Zweifellos hätten die 

Schulterverletzungen zunächst zu einer erheblich verminderten Belastbarkeit der 

Schultergelenke geführt. Die Operation vom 10. April (richtig: März) 2009 mit 

Versteifung des rechten Schultergelenks habe eine entscheidende Zäsur dargestellt. 

Nach erfolgter knöcherner Durchbauung, etwa ab Mitte des Jahres 2009, könne von 

einer zunehmend besseren Belastbarkeit der rechten Schulter ausgegangen werden. 

Die weiterhin empfundene Schmerzhaftigkeit in der rechten Schulter sei nicht mehr 

objektiv am Schultergelenk selbst zu begründen, hier habe sich ein chronisches 

Schmerzerleben verselbständigt (IV-act. 247).

A.v  Ab 18. August 2014 wurde eine berufliche Abklärung als Mechaniker im Bereich 

Mechanik im O.___ durchgeführt. Geplant war zu Beginn eine Präsenzzeit von 70% 

und ab 22. August 2014 eine Steigerung auf 100%. Gemäss Schlussbericht vom 7. 

Oktober 2014 meldete sich der Versicherte am 25. August 2014 mit Grippesymptomen 

ab. Der gesundheitliche Verlauf habe sich nicht verbessert, weshalb er sich für weitere 

Abklärungen ins Spital begeben habe, was schliesslich zum Abbruch der Massnahme 

per 25. September 2014 geführt habe (IV-act. 267 f.). Im Schlussbericht der 

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Berufsberatung vom 23. Oktober 2014 wurde festgehalten, dass die berufliche 

Eingliederung nicht zweck- und lösungsorientiert angegangen werden könne. Der 

Versicherte verfüge nicht über die nötigen gesundheitlichen Ressourcen, um die an ihn 

gestellten Leistungsanforderungen innerhalb einer Abklärung zu erfüllen. Aus Sicht der 

Berufsberatung könne die medizintheoretische Arbeitsfähigkeit von 100% nicht 

umgesetzt werden. Er sei zum aktuellen Zeitpunkt weder ausbildungs- noch 

eingliederungsfähig (IV-act. 262). Zwischenzeitlich hatte der Versicherte am 1. 

September 2014 aufgrund eines unklaren Verwirrtheitszustands mit Amnesie die 

Notfallsprechstunde der Klinik für Neurologie des KSSG aufgesucht. Da der Versicherte 

angegeben hatte, dass er keinerlei Opiate mehr einnehme, weil diese ihn „wirr im Kopf“ 

machen würden, wurde ein Opiatentzug als Erklärung für wahrscheinlich gehalten. Es 

wurde um Evaluation der Medikation und gegebenenfalls um eine psychiatrische 

Abklärung gebeten (IV-act. 274-5 ff.).

A.w In der Stellungnahme vom 8. Januar 2015 hielt RAD-Ärztin Dr. med. P.___, 

Fachärztin für Allgemeine Medizin, fest, nach der Beantwortung der Zusatzfragen (IV-

act. 247) könne auf das ZMB-Gutachten abgestützt werden. Im Hauptgutachten finde 

sich eine Zusammenfassung der arbeitsmedizinischen RAD-Untersuchung, sodass 

davon ausgegangen werden könne, der RAD-Bericht sei in den ursprünglichen Akten 

enthalten gewesen. Leider sei es den Gutachtern retrospektiv nicht möglich zum 

Verlauf der Arbeitsfähigkeit adaptiert seit 2003 Stellung zu nehmen (IV-act. 272). Im 

Verlaufsbericht vom 15. Januar 2015 berichtete Dr. med. Q.___, Facharzt für allgemeine 

innere Medizin FMH, von einem unveränderten Verlauf und von unveränderten 

Befunden. Er attestierte dem Versicherten sowohl in der angestammten als auch in 

einer adaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 274). RAD-Ärztin Dr. 

P.___ führte in der Stellungnahme vom 21. Januar 2015 aus, dass der Bericht von Dr. 

Q.___ nicht glaubhaft darzulegen vermöge, dass sich der Gesundheitszustand 

gegenüber der Begutachtung verschlechtert habe. Somit sei auch die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt nicht plausibel und nachvollziehbar. Weiter sei 

nicht nachvollziehbar, weshalb der Versicherte nach zehn Tagen nicht mehr an den 

beruflichen Abklärungen teilgenommen habe, da es keinen medizinischen Grund 

gegeben habe, der eine langandaurende Arbeitsunfähigkeit hätte begründen können. 

Es sei an der Beurteilung des ZMB-Gutachtens festzuhalten. Der Versicherte sei seit 

Januar 2010 voll arbeitsfähig (IV-act. 276). Mit Schreiben vom 15. Mai 2015 teilte die 

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IV-Stelle dem Versicherten mit, dass das Leistungsbegehren um berufliche 

Massnahmen abgewiesen werde, da er sich nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 282).

A.x  Mit Vorbescheid vom 5. Juni 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aus medizinischer Sicht bestehe in der 

angestammten Tätigkeit als Elektromonteur nachvollziehbar eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit werde eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit attestiert. Die IV-Stelle ermittelte einen nicht rentenbegründenden 

Invaliditätsgrad von 4% (IV-act. 288).

A.y  Mit Einwand vom 7. Juli 2015 beantragte der Versicherte die Zusprache einer 

halben, eventualiter einer ganzen Rente. Eventualiter sei ein neues Gutachten in Auftrag 

zu geben. Das ZMB-Gutachten sei widersprüchlich und enthalte „schwammige 

Aussagen“, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne (IV-act. 292).

A.z  Mit Verfügung vom 15. Juli 2015 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des 

Versicherten ab. Gestützt auf die Stellungnahme des RAD vom 9. Juli 2015 (IV-act. 

293) sei der medizinische Sachverhalt ausreichend abgeklärt und im ZMB-Gutachten 

umfassend dargelegt (IV-act. 294).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 14. September 2015. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer halben, 

eventualiter einer ganzen Rente. Eventualiter sei ein neues Gutachten unter 

Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung in Auftrag zu geben. In den Akten der 

Beschwerdegegnerin würden aktuelle Berichte des Palliativzentrums K.___ fehlen. Den 

anderen ärztlichen Berichten sei zu entnehmen, dass er seine Schmerzen nicht in den 

Griff bekomme und es in der Vergangenheit immer wieder zu Opiatintoxikationen oder 

Entzugsproblematiken gekommen sei, die einen Spitalaufenthalt notwendig gemacht 

hätten. Er leide unter einer MST-Abhängigkeit. Die von den Gutachtern monierte 

zumutbare Reduktion der Opiate sei nicht möglich, da es sonst zu Entzugssymptomen 

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komme und die Schmerzen ein unerträgliches Mass erreichen würden. Diese 

gesundheitlichen Beschwerden hätten zwischenzeitlich auch psychische Beschwerden 

ausgelöst, welche weder von der Beschwerdegegnerin noch von den Gutachtern 

entsprechend gewürdigt worden seien. Aufgrund seiner starken Schmerzen sei er nicht 

in der Lage einer regelmässigen Tätigkeit nachzugehen, weshalb auch sämtliche 

Arbeitsversuche hätten abgebrochen werden müssen. Das ZMB-Gutachten enthalte 

viele Widersprüche und nicht fundierte Aussagen. Die Arbeitsfähigkeit werde nicht 

deutlich genug diskutiert und insbesondere die Feststellungen des Psychiaters seien 

nicht nachvollziehbar, da eine Abstinenz aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden 

gar nicht möglich sei. Zusammenfassend entspreche das ZMB-Gutachten nicht den 

Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 20. November 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Vervollständigung der Akten 

wurden die Berichte des Palliativzentrums K.___ beigezogen und zusammen mit den 

vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten dem RAD vorgelegt. Auf das ZMB-

Gutachten könne auch weiterhin abgestellt werden und es bestehe kein Anlass von der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung abzuweichen (act. G 4 und 4.1 ff.).

B.c  Mit Replik vom 29. Februar 2016 hält der Beschwerdeführer unverändert an seiner 

Beschwerde fest (act. G 8). Mit Schreiben vom 7. März 2016 verzichtete die 

Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

C.

C.a Mit Schreiben vom 22. Februar 2018 informierte das Versicherungsgericht die 

Parteien, dass die Einholung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens und die 

Ausdehnung des Streitgegenstands aus verfahrensökonomischen Gründen auf die 

gesamte Zeitspanne von der Anmeldung im Jahr 2003 bis zur Oberbegutachtung 

vorgesehen seien (act. G 12).

C.b Mit Schreiben vom 13. März 2018 zeigte sich der Beschwerdeführer mit dem 

vorgesehenen Vorgehen einverstanden und informierte weiter, dass er zuletzt wegen 

eines komplizierten Bauchdurchbruchs fast drei Monate im Kantonsspital gewesen sei 

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(21. Oktober 2017 bis 12. Januar 2018; vgl. provisorischer Austrittsbericht vom 11. 

Januar 2018, act. G 13.3) und seither intensive Pflege der Spitex brauche (act. G 13).

C.c Mit Schreiben vom 21. März 2018 teilte das Versicherungsgericht den Parteien mit, 

dass für das polydisziplinäre (internistische, orthopädische und psychiatrische) 

Gutachten die MEDAS asim Begutachtung, Universitätsspital Basel, vorgesehen sei, 

und gewährte ihnen das rechtliche Gehör (act. G 15). Mit Stellungnahme vom 22. März 

2018 beantragte die Beschwerdegegnerin, dass der Gutachterstelle die aus BGE 141 V 

281 abgeleiteten Fragen zu den Kategorien "funktioneller Schweregrad" und 

"Konsistenz" zu unterbreiten seien (act. G 16). Wie bereits vorgängig telefonisch 

mitgeteilt (vgl. Telefonnotiz vom 6. April 2018, act. G 18), liess der Beschwerdeführer 

mit Schreiben vom 19. April 2018 um die Berücksichtigung einer näher gelegenen 

Begutachtungsstelle ersuchen, da eine weite Anreise in Anbetracht des nach wie vor 

schlechten Gesundheitszustandes eher nicht möglich sei (act. G 19). In der Folge 

schlug das Versicherungsgericht als Gutachtensstelle die medexperts ag, St. Gallen, 

vor, womit sich beide Parteien einverstanden erklärten (act. G 21 ff.).

C.d Mit Schreiben vom 1. Mai 2018 beauftrage das Gericht die medexperts ag mit der 

polydisziplinären Abklärung des Beschwerdeführers (act. G 24).

C.e Im medexperts-Gutachten vom 17. Juli 2018 hielten die Gutachter fest, dass 

aktuell die Einschränkungen aufgrund der bestehenden Wundheilungsstörung am 

Abdomen nach mehrfachen operativen Eingriffen 2017 in Folge eines 

Darmverschlusses mit infektiösen Komplikationen im Vordergrund stehe. Da es sich 

derzeit um einen instabilen Zustand handle, bestehe eine absolute Arbeitsunfähigkeit 

und eine Beurteilung im Verlauf könne erst nach abgeschlossener Behandlung 

erfolgen. Aus orthopädischer Sicht würden die chronischen Beschwerden an der 

rechten Schulter nach mehrfachen operativen Eingriffen und einer zuletzt 

durchgeführten Versteifung im Vordergrund stehen. In Folge der Schmerzsymptomatik 

sei die ständige Einnahme von Schmerzmitteln der WHO Stufe 3 notwendig und es 

bestehe eine schwere funktionelle Einschränkung. Zusätzlich bestehe eine 

Muskelschwäche in Folge einer Nervenverletzung. Dies erkläre auch die vollständige 

Arbeitsunfähigkeit im erlernten Beruf des Elektromonteurs und eine Minderung der 

Leistungsfähigkeit bei einer adaptierten Tätigkeit aufgrund der chronischen 

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Schmerzsymptomatik. Diesbezüglich könne von einem Endzustand ausgegangen 

werden und die laufenden Therapien würden dem Erhalt der aktuellen 

Belastungsfähigkeit dienen. Das zusätzliche leichte Schulterengpasssyndrom auf der 

linken Seite führe ausschliesslich bei spezifischen Belastungen des linken Arms zu 

Einschränkungen. Aus psychiatrischer Sicht habe früher ein Opioid-

Abhängigkeitssyndrom bestanden, welches jedoch durch eine stationäre Therapie 

habe überwunden werden können. In der aktuellen Begutachtung hätten sich keine 

Anzeichen einer Depression gezeigt. Aus psychiatrischer Sicht könne keine Diagnose 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden. Eine Wiederbegutachtung werde 

nach abgeschlossener Behandlung der Wundheilstörung am Abdomen und im Falle 

eines erneuten operativen Eingriffes am Abdomen frühestens sechs Monate 

postoperativ empfohlen (act. G 30).

C.f  Mit Schreiben vom 9. August 2018 bzw. 28. August 2018 verzichteten beide 

Parteien auf eine Stellungnahme zum Gerichtsgutachten (act. G 33 f.).

Erwägungen

1. 

1.1  Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.2  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

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Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

1.4  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

1.5  Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

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Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb).

1.6  Bezüglich Gerichtsgutachten hat die Rechtsprechung ausgeführt, das Gericht 

weiche "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen 

Experten ab (BGE 125 V 352 E. 3b/aa). Auch der Europäische Gerichtshof für 

Menschenrechte hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem Gericht 

ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise hohes 

Gewicht zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen).

2. 

2.1  Das vorliegende Gerichtsgutachten erfüllt die Anforderungen an eine 

beweiskräftige Expertise. Mängel, welche dessen Beweiskraft erschüttern, sind weder 

ersichtlich noch werden solche von den Parteien geltend gemacht.

2.2  Gemäss Gerichtsgutachten leidet der Beschwerdeführer an einer aktuell sekundär 

heilenden Laparotomie-Wunde, respektive an einem Status nach Infekt mit erheblich 

verzögerter und noch nicht abgeschlossener Wundheilung, einem Status nach 

inkarzerierter Petersenhernie mit Dünndarmperforation am biliopankreatischen 

Schenkel am 24. Oktober 2017, einer Versteifung der Schulter rechts aufgrund einer 

nicht beherrschbaren posttraumatischen Instabilität mit Verschmächtigung der 

Muskulatur bei Hinweis auf eine Nervenschädigung sowie einer Arthrose des 

Schultergelenks links mit Anzeichen eines leichten Schulterengpasssyndroms (act. G 

30, S. 5 f.). Diese Befunde beeinträchtigten die Arbeitsfähigkeit. Aus internistischer 

Sicht bestehe ein instabiler Gesundheitszustand und somit eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten ab Herbst 2017 infolge der inkarzerierten 

Petersenhernie und des immer noch bestehenden signifikanten Bauchwanddefekts 

(act. G 30, S. 43 f.). Aus orthopädischer Sicht bestehe aufgrund der beidseitigen 

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Schulterleiden eine volle Arbeitsunfähigkeit im angelernten Beruf als Elektromonteur 

seit März 2009. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 60%ige 

Arbeitsfähigkeit. Die Einschränkung ergebe sich durch den erhöhten Pausenbedarf 

aufgrund der nachvollziehbaren chronischen Schmerzen. Es bestehe keine 

Einschränkung in Bezug auf die Anwesenheit. Bei einer optimal angepassten Tätigkeit 

handle es sich um leichte körperliche Arbeit unter Vermeidung einer vermehrten 

Belastung des rechten Arms. Die Möglichkeit zu vermehrten Ruhepausen aufgrund der 

chronischen Schmerzen sollte gewährleistet sein (act. G 30, S. 34 f.). Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie in 

adaptierten Tätigkeiten. Auch retrospektiv liege keine Krankschreibung aus rein 

psychischen Gründen vor (act. G 30, S. 20). Zusammenfassend liegt somit seit März 

2009 eine Arbeitsfähigkeit von 60% in einer adaptierten Tätigkeit und seit Oktober 

2017 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten vor.

3. 

3.1  Im Gerichtsgutachten wurde nicht begründet, weshalb erst seit März 2009, also 

dem Zeitpunkt der Schulter-Arthrodese, von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit als Elektromonteur ausgegangen wurde. Der RAD hatte in 

seiner arbeitsmedizinischen Untersuchung vom 22. September 2008 dafürgehalten, 

dass der Beschwerdeführer als Elektromonteur bereits seit 2001 nicht mehr 

arbeitsfähig sei (IV-act. 113-3). Dies ist mit Blick auf den Verlauf mit mehreren Eingriffen 

an der Schulter in den Jahren nach dem Arbeitsunfall von 2001 nachvollziehbar (vgl. 

dazu zusammenfassend etwa act. G 30 S. 23 f.). Folglich ist davon auszugehen, dass 

das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG – bei Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit 

auch in einer adaptierten Tätigkeit – im März 2009 bereits erfüllt war (vgl. dazu etwa 

BGE 130 V 97 E. 3.2; Urteil 8C_376/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1, 8C_41/2011 

vom 17. Mai 2011 E. 2.2). Somit besteht ein allfälliger Rentenanspruch seit dem 1. März 

2009.

3.2  Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

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Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).

3.3  Vorliegend ist die Bestimmung des Valideneinkommens der Beschwerdegegnerin 

anhand der Auskünfte der ehemaligen Arbeitgeberin (Einkommen im Jahr 2004 ohne 

den Unfall: Fr. 61'100.--), analog zur Verfügung der Suva vom 29. Juli 2010, nicht zu 

beanstanden (IV-act. 287, Fremdakten). Somit beträgt das Valideneinkommen für das 

Jahr 2009 unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Index 2004: 2'095; 

Index 2009: 2'266) Fr. 66'087.--.

3.4  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

3.5  Da kein tatsächliches Einkommen gegeben ist, sind vorliegend bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens die LSE-Tabellenwerte heranzuziehen und es 

ist auf den Totalwert für Männer bei Arbeiten im Anforderungsniveau 4 gemäss Tabelle 

TA1 der LSE 2008 (Fr. 4'806.--) abzustellen, sowie von einer betriebsüblichen 

Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden auszugehen. Daraus ergibt sich ein 

Jahreseinkommen von Fr. 59'979.-- (Fr. 4'806.-- / 40 x 41.6 x 12). Unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Index 2008: 2'219) ergibt dies für das 

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Jahr 2009 ein Einkommen von Fr. 61'249.--. Weiter ist zu prüfen ob ein 

Tabellenlohnabzug vorzunehmen ist.

3.6  Mit einem Tabellenlohnabzug soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 E. 

4.2.3 mit Hinweisen). Im Gutachten wurde als optimal angepasste Arbeitstätigkeit eine 

leichte körperliche Arbeit unter Vermeidung einer vermehrten Belastung des rechten 

Arms festgehalten. Die Möglichkeit zu vermehrten Ruhepausen aufgrund der 

chronischen Schmerzen sollte gewährleistet sein (act. G 30, S. 35). In der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von 60% wurde der vermehrte Pausenbedarf bereits 

berücksichtigt und die restlichen Einschränkungen vermögen es nicht, einen 

Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen. Auch sonst ergeben sich aus den Akten keine 

Anhaltspunkte, die über die attestierten Einschränkungen hinausgehende 

Konkurrenznachteile begründen würden, weshalb vorliegend kein Tabellenlohnabzug 

vorzunehmen ist. Somit beträgt das Invalideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 

60% Fr. 36'749.-- (Fr. 61'249.-- x 0.6). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'087.-- 

und einem Invalideneinkommen von Fr. 36'749.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 29'338.-- (Fr. 66'087.-- – Fr. 36'749.--) bzw. ein Invaliditätsgrad von gerundet 44% 

(29'338.-- / Fr. 66'087.--). Damit hat der Beschwerdeführer ab 1. März 2009 Anspruch 

auf eine Viertelsrente.

4. 

4.1  Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die 

Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügung in der Regel nach dem Sachverhalt, der 

zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Ausnahmsweise kann das Gericht aus 

prozessökonomischen Gründen auch die Verhältnisse nach Erlass der Verfügung in die 

richterliche Beurteilung mit einbeziehen und zu deren Rechtswirkungen über den 

Verfügungszeitpunkt hinaus verbindlich Stellung beziehen, mithin den das 

Prozessthema bildenden Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Eine 

solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums ist jedoch – analog zu den 

Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/22

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durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage – nur 

zulässig, wenn der nach Erlass der Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen 

Beurteilung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend 

genau abgeklärt ist, die betreffende Frage mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng 

zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, 

und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren Anspruch auf rechtliches 

Gehör, respektiert worden sind (siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 15. 

Oktober 2015, 9C_540/2015, E. 3.1 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind 

vorliegend erfüllt, die Parteien wurden mit Schreiben vom 22. Februar 2018 über die 

Ausdehnung des Streitgegenstands informiert (vgl. act. G 12) und hatten die 

Möglichkeit diesbezüglich und auch zum Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der 

Begutachtung Stellung zu nehmen. Somit ist der Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht 

bis zum Zeitpunkt des Gerichtsgutachtens vom 17. Juli 2018 auszudehnen. Der danach 

eingetretene Sachverhalt bildet nicht Gegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens.

4.2  Ab Oktober 2017 bis zum Zeitpunkt des Gerichtsgutachtens (17. Juli 2018) ist eine 

volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten ausgewiesen (vgl. E. 2.2). Somit hat 

der Beschwerdeführer in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 2 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ab 1. Januar 2018 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.

5. 

5.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 15. 

Juli 2015 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. März 2009 eine 

Viertelsrente und ab 1. Januar 2018 eine ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung 

der Rentenhöhe ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Aufgrund der Einholung eines 

Gerichtsgutachtens und des damit verbundenen Zusatzaufwands erscheinen 

Gerichtkosten von Fr. 1'000.-- in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

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angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist 

dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

5.3  Erachtet das kantonale Versicherungsgericht eine fachärztliche Begutachtung als 

notwendig, entfällt indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness eine 

Rückweisung der Sache zu diesem Zweck an die IV-Stelle, können dieser die Kosten 

der Abklärungsmassnahme auferlegt werden (BGE 137 V 201 E. 4.4.2). Voraussetzung 

ist, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der 

Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies trifft 

namentlich zu bei einem manifesten Widerspruch zwischen den verschiedenen 

ärztlichen Beurteilungen, ohne dass die IV-Stelle diesen durch objektiv begründete 

Argumente entkräftet hat, oder wenn zur Klärung der medizinischen Situation 

notwendige Aspekte unbeantwortet geblieben sind oder auf eine Expertise abgestellt 

wurde, welche den Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Gutachter nicht 

genügt (Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2017, 9C_348/2017, E. 2). Das 

Versicherungsgericht erachtete die Beurteilung des ZMB-Gutachtens vom 10. 

September 2013, auf welches sich die Beschwerdegegnerin stützte, als nicht 

nachvollziehbar, was durch das vorliegende Gutachten der medexperts ag schliesslich 

auch bestätigt wurde (vgl. act. G 30, S. 17 und 35 f.). Somit hat die 

Beschwerdegegnerin die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 11'197.60 (vgl. act. G 

31) zu tragen.

5.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden 

Fall erscheint unter Berücksichtigung des durch die Einholung eines 

Gerichtsgutachtens entstandenen Mehraufwands eine pauschale Parteientschädigung 

von Fr. 4'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 15. Juli 2015 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. März 2009 eine 

Viertelsrente und ab 1. Januar 2018 eine ganze Rente zugesprochen. Zur Festsetzung 

der Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 11'197.60 zu 

bezahlen.

4. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 19.10.2018
	Art. 28 Abs. 2 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. Einkommensvergleich. Ausdehnung des Streitgegenstandes in zeitlicher Hinsicht bis zum Zeitpunkt des Gerichtsgutachtens. Anspruch auf eine Viertels- bzw. eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2018, IV 2015/289).

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