# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67a208bc-1a1e-51f9-99b9-ddff404c78fc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.10.2021 720 21 109/275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-109-275_2021-10-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Oktober 2021 (720 21 109 / 275)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

IV-Rente / Rückweisung zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Caroline Franz 
Waldner, Advokatin, Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.a Die 1980 geborene A.____ war bei der Arbeitslosenversicherung als arbeitslos gemel-
det und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch 
unfallversichert. Am 25. Juli 2010 kam es während einer Autofahrt mit ihrem Ehemann zu ei-
nem heftigen Streit, worauf die Versicherte unvermittelt aus dem fahrenden Fahrzeug sprang. 
Dabei zog sie sich u.a. Kopfverletzungen zu. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2010 bzw. Ein-
spracheentscheid vom 26. September 2011 lehnte die Suva die Ausrichtung von Versiche-
rungsleistungen ab, da die Versicherte den Gesundheitsschaden absichtlich herbeigeführt ha-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

be. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Entscheid vom 19. Januar 2012 (Verfahren-Nr. 
725 11 392 / 12) in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid vom 26. September 2011 
aufhob und die Sache zur Festsetzung des Leistungsanspruchs im Sinne der Erwägungen an 
die Suva zurückwies. Die Suva zog dieses Urteil weiter vor das Bundesgericht, welches mit 
Urteil vom 17. Juli 2012 (8C_271/2012) die Beschwerde abwies.  
 
A.b Mit Gesuch vom 27. Januar 2015 (Eingang) meldete sich A.____ unter Hinweis auf 
eine Depression und Schlafstörungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 24. Februar 2021 verneinte die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) einen Anspruch auf Rentenleistungen unter Hinweis auf einen Invalidi-
tätsgrad von 20%. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Dr. Caroline Franz 
Waldner, Advokatin, mit Eingabe vom 25. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin 
beantragte sie, die angefochtene Verfügung vom 24. Februar 2021 sei aufzuheben und ihr mit 
Wirkung ab 1. Juni 2015 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei durch das Gericht 
ein polydisziplinäres Gutachten in der Region einzuholen und gestützt darauf der Invaliditäts-
grad neu zu ermitteln. Subeventualiter sei der Fall an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen 
und diese anzuweisen, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Dabei sei ausdrücklich an-
zuordnen, dass die Begutachtung in der Region stattzufinden habe. Die Beschwerdegegnerin 
sei zudem anzuweisen, gestützt auf das neue Begutachtungsergebnis den Invaliditätsgrad neu 
zu ermitteln; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um unentgelt-
liche Prozessführung und Verbeiständung mit Advokatin Franz Waldner.  
 
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. März 2021 bewilligte die instruierende Präsi-
dentin der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Ad-
vokatin Franz Waldner als Rechtsvertreterin.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 28. April 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
E. Mit Eingabe vom 18. Mai 2021 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um unentgeltli-
che Prozessführung und Verbeiständung zurück, da ihr zwischenzeitlich seitens der Rechts-
schutzversicherung Kostengutsprache für das Beschwerdeverfahren erteilt worden sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht ent-
schieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Be-
weisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwi-
ckelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leis-
tungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 

4.1  Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das 
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer- 
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische 
Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. In der Folge werden in-
dessen lediglich entscheidrelevante Arztberichte und Gutachten wiedergegeben: 
 
5.2 Nach erfolgter Anmeldung zum Leistungsbezug holte die Beschwerdegegnerin u.a. ein 
bidisziplinäres Gutachten bei Dr. med. B.____, FMH Neurologie, und Dr. med. C.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welches am 22. März 2016 bzw. 13. April 2016 erstattet 
wurde. Aus bidisziplinärer Sicht wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
ein leichtes linksbetontes unteres Zervikalsyndrom sowie eine rezidivierende ängstlich gefärbte 
depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leicht- bis mittelgradiger Episode 
(ICD-10 F33.0/1) erhoben. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Status nach 
Schädelhirntrauma am 25. Juli 2010 aufgeführt.  
 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Aus neurologischer Sicht wurde im Wesentlichen festgehalten, dass die Explorandin akten-
anamnestisch unbestritten am 25. Juli 2010 eine Schädelbasisfraktur links mit traumatischer 
Subarachnoidalblutung erlitten habe. Zu Beginn habe auch noch ein Hirnödem bestanden und 
die Explorandin sei in ihrer Bewusstseinslage eingeschränkt gewesen. Computertomographisch 
habe sich die Blutung dann resorbiert und Parenchymdefekte hätten nicht festgestellt werden 
können. Im Jahr 2012 hätten keine objektivierbaren pathologischen Befunde mehr ausgemacht 
werden können. Die in der Folge zunächst noch beklagten Kopfschmerzen hätten dann lange 
Zeit nicht mehr bestanden, bis vor einem halben Jahr. Hierzu fänden sich aber weder akten-
anamnestisch noch klinisch Hinweise auf pathologische Ursachen. Im Bereich der Halswirbel-
säule (HWS) hätten sich anlässlich der Untersuchung ein leichtes linksbetontes unteres Zervi-
kalsyndrom sowie Verspannungen im Bereich des Schultergürtels links gefunden. Die HWS-
Funktionen seien nicht eingeschränkt, jedoch bestehe endphasig jeweils eine Schmerzhaf-
tigkeit. Aufgrund des Zervikalsyndroms könnten der Explorandin keine körperlich schweren Ar-
beiten mehr zugemutet werden. Auch repetitive Tätigkeiten über Schulterhöhe seien nicht mehr 
zumutbar.  
 
Aus psychiatrischer Sicht fänden sich aktenanamnestisch Symptome der oft traurigen Stim-
mung, des zeitweiligen Schwindels, der Lustlosigkeit, der Angst alleine das Haus zu verlassen, 
der verminderten Energie, der häufigen Müdigkeit, der absoluten Freudlosigkeit, der Vergess-
lichkeit, der verminderten Konzentrationsfähigkeit, des schlechten Appetits und der Gewichts-
zunahme. Diese Symptome würden die zur Diagnosestellung einer ängstlich gefärbten depres-
siven Episode notwendigen Kriterien erfüllen. In der aktuellen Untersuchung sei die Stimmung 
bedrückt gewesen, im Verlaufe des Gesprächs habe sie sich aber aufgehellt und die Exploran-
din habe ein paar wenige Male herzhaft lächeln können. Die affektive Modulationsfähigkeit und 
die Vitalität seien als leichtgradig eingeschränkt zu beurteilen. Die subjektiv geklagte verminder-
te Konzentrationsfähigkeit habe nicht ausgemacht werden können. Unter Berücksichtigung all 
dieser Faktoren sei der Schweregrad aktuell als leicht- bis mittelgradig zu beurteilen. Sie hinter-
lasse keinen schwer depressiven Eindruck, was auch im Einklang mit der Tatsache stehe, dass 
sie die anfallenden Alltagsarbeiten weitgehend alleine erledigen könne. Aus psychiatrischer 
Sicht sei von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% sowohl in der angestammten 
als auch in einer alternativen Tätigkeit auszugehen. Es seien Ressourcen vorhanden, auch 
wenn diese nicht allzu ergiebig seien. Als Ressourcen könnten jedoch die weitgehend intakte 
psychosoziale Funktionsfähigkeit und die intakte Funktionsfähigkeit als Hausfrau und Mutter 
betrachtet werden.  
 
5.3 Mit Vorbescheid vom 17. Februar 2017 lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch der 
Versicherten im Wesentlichen auf der Grundlage des vorstehend zitierten Gutachtens ab.  
 
5.4 Im Rahmen des Einwandverfahrens gegen diesen Vorbescheid gab die Versicherte 
einen Bericht ihres behandelnden Psychiaters, Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, vom 27. März 2017 sowie einen Bericht der Psychiatrie E.____ vom 30. November 
2016 (tagesklinische Behandlung seit 23. November 2016) zu den Akten. Dr. D.____ wies im 
Wesentlichen darauf hin, dass die psychiatrischen Befunde im Gegensatz zu den Angaben von 
Dr. C.____ eine psychomotorische Verlangsamung, eine deutlich verminderte affektive Modula-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tionsfähigkeit und Vitalität sowie Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen ergäben. Im Ge-
sichtsausdruck sei sie hypomimisch. Die Patientin leide unter Müdigkeit und Antriebslosigkeit. 
Aufgrund von schweren depressiven Episoden habe die Patientin bereits dreimal in der Psychi-
atrie E.____ hospitalisiert werden müssen (10. Februar 2016 bis 11. März 2016, 25. Mai 2016 
bis 21. Juni 2016 und 12. bis 28. September 2016). Wegen anhaltender depressiver Verstim-
mung erfolge zudem seit November 2016 eine teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik 
F.____.  
 
5.5 In der Folge musste sich die Versicherte erneut in der Psychiatrie E.____ in stationäre 
Behandlung begeben (4. Hospitalisation vom 28. April 2017 bis 5. Mai 2017, 5. Hospitalisation 
vom 22. August 2017 bis 19. September 2017, 6. Hospitalisation vom 25. September 2017 bis 
6. Oktober 2017 und 7. Hospitalisation vom 13. bis 26. Februar 2018, IV-act. 65, 78 und 105). In 
der Zeit vom 19. bis 25. September 2017 war die Versicherte zudem aufgrund einer durchge-
führten totalen Thyreoidektomie (operative Entfernung der Schilddrüse) im Spital G.____ hospi-
talisiert (vgl. Austrittsbericht Spital G.____ vom 29. September 2020, IV-act. 79).  
 
5.6 Die IV-Stelle veranlasste ein Verlaufsgutachten bei den Dres. B.____ und C.____. In 
ihrem Gutachten vom 25. Mai 2018 und 9. Juni 2018 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit ein leichtes rechtsbetontes Zervikalsyndrom, ein leichtes Lumbovertebralsyndrom sowie 
eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leicht- bis 
mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0/1) diagnostiziert. 
 
Aus neurologischer Sicht konnte Dr. B.____ keine relevanten Veränderungen ausmachen. Hin-
weise auf Störungen im Bereich der zentralen und peripheren Gleichgewichtssysteme hätten 
sich nicht gefunden, insbesondere auch keine Hinweise auf einen Lagerungsschwindel. Es ha-
be sich ein leichtes rechtsbetontes Zervikalsyndrom ohne Funktionseinschränkung und ohne 
damit verbundene neurologische Reizerscheinungen oder Ausfälle gefunden. Neu hinzuge-
kommen sei ein leichtes Lumbovertebralsyndrom im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), das 
möglicherweise im Zusammenhang mit der schweren Adipositas stehe. Zusätzlich zum im da-
maligen Zeitpunkt formulierten Zumutbarkeitsprofil seien keine repetitiven Tätigkeiten im Kauern 
oder Bücken zumutbar. 
 
Dr. C.____ hielt im Wesentlichen fest, dass es im Vergleich mit den Befunden anlässlich der 
ersten Untersuchung zu keinen wesentlichen Veränderungen gekommen sei. Zu erwähnen sei, 
dass die Explorandin im Zeitraum Februar 2016 bis Februar 2018 sechsmal in der Psychiatrie 
E.____ hospitalisiert gewesen und zusätzlich eine teilstationäre Behandlung erfolgt sei. Auffal-
lend sei, dass der Schweregrad der diagnostizierten Depression im Jahr 2016 jeweils mit mit-
telgradig beschrieben worden sei, während im Jahr 2017 jeweils eine schwere Depression di-
agnostiziert worden sei. Diese Tatsache dürfte möglicherweise mit der Entgleisung des Schild-
drüsenstoffwechsels in Zusammenhang zu bringen sein aufgrund dessen im September 2017 
eine Thyreoidektomie erfolgt sei. Schwerwiegende psychiatrische Komorbiditäten würden sich 
nicht nachweisen lassen. Bezüglich der in der Psychiatrie E.____ diagnostizierten posttraumati-
schen Belastungsstörung fänden sich Inkonsistenzen und auch der Behandler, Dr. D.____, 
würde diese Diagnose nicht näher begründen. Das Fähigkeitsniveau gemessen am Ratingbo-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gen Mini-ICF-APP sei insgesamt als leichtgradig eingeschränkt zu betrachten. Insgesamt sei 
seit der letzten Begutachtung unverändert von einer Einschränkung von 20% sowohl in der zu-
letzt ausgeübten als auch in einer alternativen Tätigkeit auszugehen. Unter Berücksichtigung 
der erwähnten Faktoren sei die Prognose als offen zu beurteilen. Empfohlen werde die Weiter-
führung der psychotherapeutischen Behandlung bei Dr. D.____, wobei eine bessere Compli-
ance bezüglich der Einnahme der Psychopharmaka motiviert werden sollte. Gleichzeitig sollte 
darauf geachtet werden, dass sich die hormonelle Substitutionstherapie der Schilddrüse im 
Normbereich befinde.  
 
5.7 Nachdem der RAD-Arzt Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit 
Stellungnahme vom 20. Juli 2021 (IV-act. 107) aufgrund der neu vorgelegten Akten keine Ver-
änderung des Gesundheitszustands seit dem Verlaufsgutachten der Dres. B.____ und C.____ 
hatte ausmachen können, erliess die IV-Stelle am 31. August 2018 einen weiteren Vorbescheid, 
worin sie an der Ablehnung des Rentenanspruchs festhielt. Hiergegen erhob die Versicherte, 
vertreten durch Advokatin Franz Waldner, erneut Einwand und reichte einen Bericht ihres be-
handelnden Psychiaters Dr. D.____ vom 18. September 2018 ein. Darin bekräftigte dieser seine 
früheren Feststellungen, wonach bei der Versicherten eine psychomotorische Verlangsamung, 
eine deutlich verminderte affektive Modulationsfähigkeit und Vitalität, Konzentrationsstörungen 
sowie Vergesslichkeit bestünden. Die Patientin leide ferner unter Energielosigkeit, Müdigkeit 
und Lustlosigkeit. Es fehle ihr an Lebensfreude, sie bleibe immer wieder tagelang im Bett. Zwi-
schen März 2016 und Februar 2018 sei die Patientin siebenmal in der Psychiatrie E.____ hospi-
talisiert gewesen, wobei eine vorübergehende Besserung von einem raschen Rückfall gefolgt 
gewesen sei. Schliesslich sei zu erwähnen, dass die Patientin seit Februar 2017 an einer flori-
den autoimmun-induzierten Hyperthyreose gelitten habe aufgrund derer eine totale Ty-
reoidektomie durchgeführt worden sei. Im Juli 2018 sei es zu einer schweren hypothyreoten 
Stoffwechsellage mit Auftreten von Unterschenkelödemen gekommen. Ein im März 2017 
durchgeführter ABCB1-Gentest habe ergeben, dass die nachgewiesenen genetischen Varian-
ten auf eine verminderte Passage von Antidepressiva durch die Blut-Hirn-Schranke hinweisen 
würden. 
 
5.8 In der Zeit vom 27. September 2018 bis 17. Oktober 2018 erfolgte eine weitere Hospi-
talisation in der Psychiatrie E.____ (vgl. Bericht vom 30. Oktober 2018, IV-act. 115).  
 
5.9 Zur Abklärung des aktuellen Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versi-
cherten holte die IV-Stelle ein Gutachten bei Dr. med. I.____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, ein, welches am 2. April 2020 erstattet wurde. Darin diagnostizierte Dr. I.____ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode (ICD-10 F33.0). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden psychische und 
Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2) sowie aktenanam-
nestisch eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Bei der versicherten Person 
lasse sich eine affektive Störung mit einerseits depressiven Beschwerden und andererseits mit 
Angstsymptomen feststellen. Es fänden sich Merkmale einer anhaltenden Traurigkeit unter-
schiedlicher Ausprägung sowie eine Affektarmut. Ein Interessenverlust und ein anhaltend er-
heblich verminderter Antrieb seien nicht objektivierbar. Vereinzelt werde auch über das Auftre-

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten somatischer (vegetativer) Angstäquivalente (wiederkehrender Schwindel bzw. Ohnmachts-
gefühle) berichtet. Im Übrigen ergäben sich aber keine Anhaltspunkte für das Vorliegen bspw. 
einer Panikstörung. Die Ausprägung der Ängste rechtfertige nicht die Diagnose einer eigen-
ständigen Angststörung, sondern die Ängste seien als Teil der depressiven Störung aufzufas-
sen. Hinsichtlich der Ausprägung der depressiven Symptomatik gebe die Explorandin eine seit 
Jahren anhaltende depressive Verstimmung an. Darüber hinaus beschreibe sie wiederkehrende 
Phasen mit stärkerer depressiver Stimmung, die jeweils Tage bis maximal eine Woche andau-
ern würden. Während dieser kurzen Zeitspanne würden offenbar auch Symptome einer stärke-
ren (mittel- bis schwergradig) ausgeprägten depressiven Störung vorliegen, das Zeitkriterium 
(zwei Wochen) zur Diagnose einer solchen höhergradigen Störung werde aber nicht erreicht. 
Auch in den Austrittsberichten über die Hospitalisationen werde jeweils eine rasche Zustands-
verbesserung angeführt. Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung könne nicht 
bestätigt werden. Einerseits hätten sich die störungsspezifischen Symptome nicht oder nur teil-
weise erfragen lassen. Andererseits werde deutlich, dass die Explorandin in erster Linie nicht 
etwa am einschneidenden Ereignis selbst leide, sondern vielmehr an den Konsequenzen der 
Ereignisse (bspw. langfristige Unfallfolgen beim Sohn). In einer kürzlich durchgeführten zereb-
ralen Bildgebung seien kortikale bis subkortikale Parenchymdefekte zur Darstellung gekommen, 
die gut mit der traumatischen Kopfverletzung von 2010 zu erklären seien. Hirnorganische Defi-
zite nach traumatischen Hirnverletzungen würden sich im Allgemeinen durch eine Besserungs-
tendenz im zeitlichen Verlauf auszeichnen. Eine in den letzten Jahren neu aufgetretene hirnor-
ganische Symptomatik könne aufgrund von Anamnese und klinischem Befund nicht bestätigt 
werden. Hinsichtlich der kognitiven Einschränkungen habe sich ein uneinheitliches Bild erge-
ben. Zum einen beklage die Versicherte starke Einschränkungen, zum anderen hätten sich ge-
sprächsbezogen nur geringe Defizite gefunden. Die Durchführung einer neuropsychologischen 
Testung wäre hier wünschenswert. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass diese 
80% bezogen auf ein Vollpensum betrage. Für die Dauer der Hospitalisationen bestehe eine 
volle Arbeitsunfähigkeit. Im Übrigen bestehe die jetzige Arbeitsfähigkeit seit circa Juni 2014 un-
verändert. Die in der Vergangenheit ausgeübten beruflichen Tätigkeiten seien als geeignet zu 
betrachten. Ein leidensangepasstes Leistungsprofil müsste mehr von somatischer Seite defi-
niert werden (z.B. wegen der pulmonalen Situation, des Zervikalsyndroms, der Adipositas per-
magna und des Myxödems).  
 
5.10 In der Folge kam es im Zeitraum vom 2. bis 24. September 2019 und 30. September 
2019 bis 20. November 2019 zu einer 9. und 10. Hospitalisation in der Psychiatrie E.____ (vgl. 
Austrittsberichte vom 23. Oktober 2019 und 21. Januar 2020, IV-act. 146 und 147).  
 
5.11 Ferner sind in den Akten ein mässig- bis schwergradiges obstruktives Schlafapnoe-
Syndrom (bestehend seit Januar 2020), ein Myxödem der Füsse und distalen Unterschenkel 
beidseits bei einem Morbus Basedow und einem sekundären Lymphödem der unteren Extremi-
täten beidseits im Stadium III nach Földi, eine infektexazerbierte COPD (chronisch obstruktive 
Lungenkrankheit) mit möglicher Pneumonie rechts (bestehend seit Februar 2020), eine Adiposi-
tas permagna (BMI 47.5kg/m²) sowie eine substituierte Hypothyreose dokumentiert (vgl. statt 
vieler Berichte der Rehaklinik J.____ vom 1. April 2020, IV-act. 173, und des Spitals G.____ 
vom 29. Juni 2020, IV-act. 167).  

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.12 Am 17. September 2020 nahm der RAD-Arzt Dr. H.____ Stellung zu den neu beige-
brachten Akten. Dabei konnte er insgesamt keine Hinweise auf eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustands ausmachen. Die angebotene aPAP-Therapie in Bezug auf das Schlafapnoe-
Syndrom sei als wirksame und zweckmässige Behandlung der Versicherten zumutbar. Bezüg-
lich der gutachterlich attestierten leichten wechselbelastendenden Tätigkeit könne keine zusätz-
liche Arbeitsunfähigkeit begründet werden. Die somatische Problematik betreffend die Unter-
schenkel sei anlässlich des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik J.____ wirksam und 
zweckmässig behandelt worden. Hinweise auf eine dauerhafte Verschlechterung seien nicht 
erkennbar. Die Rektusdiastase und die Supraumbilikale Hernie sowie die Adipositas permagna 
seien bekannte Diagnosen und beim Entscheid bereits berücksichtigt worden. Die COPD sei 
mit Inhalationstherapie wirksam und zweckmässig behandelbar und kein Grund für eine zusätz-
liche Einschränkung gegenüber dem gutachterlich formulierten Zumutbarkeitsprofil. Der Morbus 
Basedow werde mit Eltroxin substituiert und sei somit wirksam und zweckmässig behandelbar.  
 
5.13 Im Rahmen des laufenden Einwandverfahrens gab die Versicherte eine ausführliche 
Stellungnahme von Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Dezember 
2020 zu den Akten. Darin gelangte dieser zusammenfassend zur Auffassung, dass die Herlei-
tung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten von Dr. I.____ nicht nachvollziehbar sei. Alsdann werde 
auch die darin enthaltene Prüfung der Standardindikatoren den bundesgerichtlichen Anforde-
rungen nicht gerecht (vgl. hierzu ausführlich Stellungnahme von Dr. K.____ vom 9. Dezember 
2020, IV-act. 181). 
 
5.14 Anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens legte die Beschwerdeführerin ei-
nen weiteren Bericht von Dr. D.____ vom 16. März 2021 ins Recht. Darin führte er aus, dass 
die Patientin unverändert unter wiederholten depressiven Einbrüchen leide. Daneben bestehe 
eine gemischte Angststörung. Ihre Leistungsfähigkeit sei ferner durch das Schlafapnoesyndrom 
und die COPD eingeschränkt. Das Myxödem der Füsse und Unterschenkel bewirke zudem eine 
Einschränkung der Gehfähigkeit. Aufgrund dieser Polymorbidität werde eine ausschliesslich 
psychiatrische Begutachtung dem Beschwerdebild der Patientin nicht gerecht.  
 
5.15 Am 6. April 2021 nahm der RAD-Arzt Dr. H.____ zu den Vorbringen in der Beschwerde 
Stellung. Dabei gelangte er im Wesentlichen zum Ergebnis, dass die Ausführungen des behan-
delnden Psychiaters die gutachterlichen Feststellungen nicht zu entkräften vermöchten. Es sei 
dem Bericht von Dr. D.____ keine massgebliche Verschlechterung gegenüber dem Gutachten 
von Dr. I.____ zu entnehmen.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 
2021 bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit im 
Wesentlichen auf das unter Erwägung 5.9 hiervor zitierte Gutachten von Dr. I.____ vom 2. April 
2020. Demzufolge ging sie davon aus, dass sowohl hinsichtlich der angestammten als auch 
einer leidensadaptierten Tätigkeit im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns eine Ar-
beitsfähigkeit von 80% bestehe, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente resultiere. Wie 
nachfolgend darzulegen sein wird, kommt diesem Gutachten – entgegen der Auffassung der 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Beschwerdegegnerin – keine ausschlaggebende Beweiskraft zu, so dass nicht darauf abgestellt 
werden kann. 
 
6.2.1 Im Rahmen der Befunderhebung führte der Gutachter aus, dass die Versicherte durch-
gehend niedergestimmt gewirkt habe und sich die Stimmung nur wenig habe auflockern lassen. 
Es zeige sich eine mittelgradige Affektarmut, keine Affektlabilität und die Schwingungsfähigkeit 
erweise sich als eingeschränkt. Die Schilderungen der Versicherten seien sehr klagsam gewe-
sen und sie leide unter Insuffizienzgefühlen. Psychomotorisch seien eine reduzierte Mimik und 
Gestik und eine monotone Sprechweise feststellbar gewesen. Sie habe über Energie- und 
Kraftlosigkeit geklagt und von einem "uneinheitlichen" Appetit berichtet (vgl. Gutachten, 
S. 22 f.). Hinsichtlich der Herleitung der Diagnose der depressiven Störung hielt der Gutachter 
im Wesentlichen fest, dass sich Merkmale einer anhaltenden Traurigkeit unterschiedlicher Aus-
prägung sowie eine Affektarmut fänden (vgl. E. 5.9 hiervor). Er legte jedoch nicht dar, weshalb 
er trotz dieser Erhebungen bloss auf leichte depressive Verstimmungen bzw. das Vorliegen 
einer leichten depressiven Episode schloss. Er unterliess es mit Blick auf die funktionellen Aus-
wirkungen der Diagnose gänzlich, sich mit den im Rahmen der Befunderhebung festgestellten 
Einschränkungen auseinander zu setzen und diese entsprechend zu werten. Er begründete 
seine Schlussfolgerungen allein damit, dass darüber hinaus bestehende wiederkehrende Pha-
sen mit stärkerer depressiver Verstimmung maximal eine Woche andauern und damit das zeitli-
che Kriterium (2 Wochen) für die Diagnosestellung einer höhergradigen depressiven Episode 
nicht erreichen würden. Wie sich anhand der dokumentierten stationären Aufenthalte in der 
Psychiatrie E.____ entnehmen lässt, trifft diese Aussage indessen gerade nicht zu, womit die 
Zweifel in Bezug auf die Ausprägung und den funktionellen Schweregrad dieser Diagnose be-
kräftigt werden. So wurde der angeführte zeitliche Rahmen, indem eine mittelgradige oder 
schwere depressive Episode diagnostiziert worden war, anlässlich der 1., 2., 5., 8., 9. und 
10. Hospitalisation aktenkundig überschritten (vgl. E. 5.4, 5.5, 5.8 und 5.10 hiervor). Ungeachtet 
des zeitlichen Kriteriums hat auch der Umstand, dass sich die Versicherte in einem Zeitraum 
von rund vier Jahren zehnmal in stationäre Behandlung begeben musste und zusätzlich wäh-
rend längerer Zeit tageklinisch behandelt wurde, keinerlei Würdigung erfahren.  
 
6.2.2 Wie die Beschwerdeführerin ferner zu Recht geltend macht, lässt das Gutachten in 
grundsätzlicher Hinsicht eine Auseinandersetzung mit abweichenden medizinischen Beurteilun-
gen vermissen. Dr. I.____ begnügte sich hierbei lediglich mit dem Hinweis, wonach sich die 
medizinischen Fachpersonen bei abweichenden Einschätzungen zur Arbeits(un)fähigkeit zu 
einseitig auf die subjektiven Beschwerden der Versicherten gestützt hätten. Entgegen diesen 
Feststellungen wird in den Austrittsberichten der Psychiatrie E.____ nicht nur wiederholt von 
ausgeprägten Gefühlen der Hoffnungslosigkeit, Antriebsarmut, Motivationsverlust und sozialem 
Rückzug berichtet (vgl. statt vieler Bericht vom 23. Oktober 2019, S. 3, IV-act. 146). Vielmehr 
konnte namentlich im Rahmen der jüngsten Hospitalisation im Zeitraum vom 30. September 
2019 bis 20. November 2019 in objektiver Hinsicht keine nennenswerte Veränderung hinsicht-
lich des Zustands der Versicherten ausgemacht werden und es wurde eine Remission zwischen 
den Episoden angesichts der zahlreichen stationären Aufenthalte grundsätzlich in Frage gestellt 
(vgl. Bericht der Psychiatrie E.____ vom 21. Januar 2020, IV-act. 147).  
 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.2.3 Hinzu tritt, dass sich den entsprechenden Berichten wiederholt Hinweise auf eine dem 
Krankheitsgeschehen zuzuordnende Diskrepanz zwischen den von der Versicherten geschil-
derten und den tatsächlich von ihr umgesetzten Aktivitäten entnehmen lassen. So habe die 
Versicherte bspw. mehrmals berichtet, dass sie Spazieren gehen würde. Konkret habe sie dann 
indessen lediglich 20 Meter bis zur nächsten Parkbank zurückgelegt. In Übereinstimmung zu 
diesen Beobachtungen habe der Ex-Ehemann berichtet, dass sie zu Hause zwar für die Kinder 
sorgen wolle, jedoch oft nicht einmal imstande sei, zu kochen (vgl. Bericht der Psychiatrie 
E.____ vom 21. Januar 2020, S. 3, IV-act. 147). Dr. I.____ liess es hierbei bei der Aussage be-
wenden, dass die Versicherte die stationären Aufenthalte vorzeitig unterbrochen hätte, um ihre 
Kinder betreuen zu können. Ferner greift auch seine Feststellung zu kurz, wonach die doku-
mentierten Schilderungen der Versicherten, denen zufolge sie sich nicht um ihre Kinder küm-
mern könne, im Widerspruch zur Tatsache stünden, dass die Versicherte die vorzeitige Beendi-
gung oder Unterbrechung der stationären bzw. ambulanten Therapien mit den Betreuungs-
pflichten gegenüber ihren Kindern begründet habe. 
 
6.2.4 Unstimmigkeiten lassen sich schliesslich auch in Bezug auf die festgestellten Ressour-
cen ausmachen, wobei diese unter anderem auf einer Diskrepanz zwischen den tatsächlichen 
Schilderungen der Versicherten und der gutachterlichen Wertung beruhen. Der Gutachter 
schloss in seiner Beurteilung insofern auf intakte Ressourcen, als er anführt, dass sowohl zum 
Ex-Ehemann und den drei Kindern sowie zur Herkunftsfamilie ein guter Kontakt bestehe, wobei 
eine Schwester der Versicherten aktenkundig im Haushalt der Versicherten gelebt habe. Die 
Versicherte würde ihre Freizeit alsdann teilweise mit einer engen Freundin verbringen. Im Rah-
men seiner kurzgehaltenen Ausführungen ungewürdigt blieben dabei namentlich aber die 
Äusserungen der Versicherten, denen zufolge sowohl ihre Freundin als auch ihr Ex-Ehemann 
im Haushalt eine Hilfestellung darstellen würden, wobei Letzterer mehrheitlich die administrati-
ven Tätigkeiten erledige und auch mit den Kindern die Einkäufe übernehme. Abhängig von der 
Tagesverfassung bedürfe sie auch Hilfe beim Kochen oder Wäsche waschen.  
 
6.2.5 Weitere Zweifel ergeben sich schliesslich aus den Feststellungen von Dr. D.____ in 
seinem Bericht vom 18. September 2018 (vgl. E. 5.7 hiervor), bei welchem die Versicherte seit 
2010 in psychiatrischer Behandlung steht. Dr. I.____ setzte sich mit den darin geschilderten 
Einschätzungen des Behandlers, namentlich auch dem anhand eines Gentests erhobenen Be-
fund einer verminderten Passage von Antidepressiva durch die Blut-Hirn-Schranke, in keiner 
Weise auseinander. 
 
Vor diesem Hintergrund sind die gutachterlichen Schlussfolgerungen, wonach von einer Ar-
beitsunfähigkeit von 20% auszugehen sei, beweismässig nicht hinreichend abgestützt und er-
heblich in Zweifel zu ziehen. 
 
6.3 Zusammenfassend ist das Gutachten von Dr. I.____ als nicht beweiskräftig zu be-
zeichnen. Die depressive Problematik an sich bzw. deren Ausmass bleibt unklar. Auch das Vor-
liegen einer psychiatrischen Komorbidität vermag der Gutachter nicht schlüssig und nachvoll-
ziehbar auszuschliessen. Insgesamt erweist sich der psychische Gesundheitszustand der Ver-
sicherten und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als nicht rechtsgenüglich abgeklärt. 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7. Dessen ungeachtet sind in den vorliegenden Akten – wie die Beschwerdeführerin 
ebenfalls zu Recht geltend macht – zahlreiche somatische Beschwerden dokumentiert (vgl. 
E. 5.11 hiervor). So weist auch Dr. I.____ in seinem Gutachten darauf hin, dass aufgrund der 
körperlichen Erkrankungen (pulmonare Situation, Zervikalsyndrom, Adipositas permagna, 
Myxödem) ein angepasstes Profil aus somatischer Sicht definiert werden müsste. Hervorzuhe-
ben sind dabei namentlich die im MRT vom 6. Februar 2020 (IV-act. 173, S. 46) neu erhobenen 
Parenchymdefekte, die in den bisherigen neurologischen Beurteilungen, insbesondere im An-
schluss an das im Jahr 2010 stattgehabte Unfallereignis, gerade ausgeschlossen werden konn-
ten (vgl. E. 5.2 hiervor). In diesem Sinne vermag denn auch die Aussage von Dr. I.____ nicht zu 
überzeugen, wonach dieser Befund mit der traumatischen Kopfverletzung von 2010 zu erklären 
sei und eine neu aufgetretene hirnorganische Symptomatik nicht bestätigt werden könne, zumal 
es sich bei Dr. I.____ ohnehin nicht um einen Facharzt für Neurologie handelt. Wie unter Erwä-
gung 5.11 hiervor dargelegt, sind in den Akten ferner ein mässig bis schwergradiges obstrukti-
ves Schlafapnoe-Syndrom, ein Myxödem der Füsse und distalen Unterschenkel beidseits bei 
einem Morbus Basedow und einem sekundären Lymphödem der unteren Extremitäten beidseits 
im Stadium III nach Földi, eine infektexazerbierte COPD mit möglicher Pneumonie rechts, eine 
Adipositas permagna (BMI 47.5kg/m²) sowie eine substituierte Hypothyreose dokumentiert. Da-
bei finden sich vorliegend durchaus auch Beurteilungen, die aus somatischer Sicht eine Ar-
beitsunfähigkeit bescheinigen (vgl. etwa Bericht von Dr. med. L.____, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, vom 24. November 2018, IV-act. 116). Das Erfordernis einer umfassenden so-
matischen Begutachtung wird auch nicht durch die diesbezüglichen Ausführungen der Be-
schwerdegegnerin bzw. ihres RAD entkräftet, denen zufolge die bestehenden Beschwerden 
bereits gutachterlich bewertet worden seien und keine IV-relevante Einschränkung des Funkti-
onsniveaus ausgemacht werden könne, da die meisten Befunde einer wirksamen und zweck-
mässigen Behandlung zugänglich seien (vgl. E. 5.12 hiervor). Angesichts der zahlreichen stati-
onären Aufenthalte und Operationen greifen diese Feststellungen zu kurz, zumal sie im We-
sentlichen auf einer isolierten Betrachtung einzelner Beschwerdebilder gründen und damit einer 
Gesamtbetrachtung nicht hinreichend Rechnung tragen. Hinzu tritt, dass eine Wechselwirkung 
zwischen den somatischen und psychiatrischen Krankheitsbildern keinerlei Berücksichtigung 
gefunden hat. Diesbezüglich gilt es anzumerken, dass sich in den Akten verschiedentlich Hin-
weise finden, wonach die fehlende Kooperation der Versicherten einer psychischen Ursache 
zugeschrieben wird. Auch dieser Aspekt hat im Sinne einer – die psychischen und somatischen 
Beeinträchtigungen umfassenden – Gesamtbeurteilung vorliegend zu wenig Würdigung erfah-
ren. 
 
8. Nach dem Gesagten erlauben die vorliegenden Akten weder eine zuverlässige Beurtei-
lung des medizinischen Sachverhalts noch eine rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit. Es ist im Hinblick auf eine abschliessende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine die psy-
chischen und somatischen Beeinträchtigungen umfassende Gesamtbeurteilung (vgl. 
BGE 139 V 349 E. 3.2) erforderlich. Nachdem die Beschwerdegegnerin eine solche unterlassen 
hat, ist sie ihrer – aus dem Untersuchungsgrundsatz resultierenden – Pflicht nicht nachgekom-
men, die Abklärungen umfassend und unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Beschwer-
den vorzunehmen. Die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren sind nicht ausrei-
chend beweiskräftig, der relevante medizinische Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklä-

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rung. Die Angelegenheit ist daher an die IV-Stelle zurückzuweisen, welche den Gesundheitszu-
stand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten durch ein polydisziplinäres Gutachten, welches 
– mindestens – die Fachbereiche Psychiatrie, Neurologie, Endokrinologie und Pneumologie 
umfasst, abklären zu lassen hat. Über die Frage, ob aus medizinischer Sicht allenfalls noch 
weitere Abklärungen in anderen Fachrichtungen (bspw. eine neuropsychologische Abklärung) 
erforderlich sind, werden die beauftragten Gutachter zu befinden haben.  
 
9. Im Ergebnis ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Ver-
fügung vom 24. Februar 2021 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im 
Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückzuweisen ist. 
 
10.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 
Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
10.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-
sind der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
10.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Nach der Rechtsprechung sind unter dem Titel Parteientschädigung 
auch die Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Parteiexpertise für die 
Entscheidfindung unerlässlich war (Art. 45 Abs. 1 ATSG; BGE 115 V 62; vgl. auch Urteile des 
Bundesgerichts vom 3. Mai 2016, 9C_671/2015, E. 5 und vom 20. August 2019, 8C_27/2019, 
E. 7). Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe die Kosten für die 
von ihr veranlasste Stellungnahme von Dr. K.____ vom 9. Dezember 2020 (vgl. E. 5.13 hiervor) 
in der Höhe von Fr. 1’500.-- zu vergüten. Zwar lassen sich den Ausführungen von Dr. K.____ 
durchaus Aspekte entnehmen, die Zweifel an den Schlussfolgerungen im Verwaltungsgutach-
ten zu wecken vermögen. Es handelt sich hierbei indessen nicht um neue und für die Beurtei-
lungsgrundlage unerlässliche Erkenntnisse. Wie aus den vorstehenden Erwägungen hervor-
geht, geben zahlreiche weitere Berichte und Stellungnahmen von behandelnden Fachpersonen 
Anlass, dem Gutachten von Dr. I.____ die Beweiskraft abzusprechen. Mit anderen Worten 
kommt der Stellungnahme von Dr. K.____ keine entscheidende Bedeutung dafür zu, dass das 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Gericht zusätzliche Abklärungen als erforderlich erachtet. Die Kosten für die Erstellung dieses 
Berichts sind daher nicht der Beschwerdegegnerin zu überbinden. Der beigebrachten Honorar-
note vom 18. Mai 2021 zufolge beläuft sich der geltend gemachte Aufwand auf insgesamt 
12 Stunden, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenan-
satz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin 
demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. Fr. 3'000.-- (12 Stunden à Fr. 250.--) zu 
bezahlen.  
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kön-
nen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen En-
dentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 24. Februar 2021 auf-
gehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.-- zu bezahlen. 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht