# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03cf0528-7805-5880-b007-94bb3fc4f782
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.06.2005 BB.2005.6
**Docket/Reference:** BB.2005.6
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2005-6_2005-06-22

## Full Text

Beschwerde gegen Beschlagnahme / Grundbuchsperre und Anmerkung im Grundbuch (Art. 65 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme / Grundbuchsperre und Anmerkung im Grundbuch (Art. 65 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme / Grundbuchsperre und Anmerkung im Grundbuch (Art. 65 BStP);;Beschwerde gegen Beschlagnahme / Grundbuchsperre und Anmerkung im Grundbuch (Art. 65 BStP)

Entscheid vom 22. Juni 2005 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Barbara Ott,  
Gerichtsschreiber Patrick Guidon  

   
 
Parteien 

  
A.______,  
vertreten durch Advokat Jörg Honegger, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Beschwerde gegen Beschlagnahme / Grundbuch-
sperre und Anmerkung im Grundbuch (Art. 65 BStP) 

 

B u n d e ss t r a f g e r i c h t   

T r ib una l  pé n a l  f édé ra l  

T r ib una l e  p e na l e  f e de r a l e  

T r ib una l  pe na l  f ede ra l  

Geschäftsnummer: BB.2005.6 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachfolgend „Bundesanwalt-
schaft“) führt gegen A.______ und weitere Personen ein gerichtspolizeili-
ches Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug, 
eventuell Veruntreuung sowie Geldwäscherei (BK act. 1.1). A.______ wird 
verdächtigt, zusammen mit Dritten potentielle Investoren arglistig über die 
Erfolgsaussichten auf Investments, die mit dem Handelssystem von 
B.______ gemanagt wurden, getäuscht und sich dadurch bereichert zu ha-
ben. Weiter besteht der Verdacht, dass zumindest ein Teil der akquirierten 
Gelder in andere Investments als die angepriesenen angelegt oder von den 
Beschuldigten – darunter A.______ – direkt zur eigenen Bereicherung 
zweckentfremdet wurden (BK act. 1.1, S. 2). 
 
Mit Verfügung vom 13. Januar 2005 beschlagnahmte die Bundesanwalt-
schaft im Rahmen des vorerwähnten Strafverfahrens drei Grundstücke in 
Z.______/AG (STWE, ______, GB-Nr. ______, ______ und ______) und 
wies das betreffende Grundbuchamt an, diese Grundbuchsperren im 
Grundbuch anzumerken (BK act. 1.1, S. 1 f.).  
 
 

B. A.______ wendet sich mit Beschwerde vom 27. Januar 2005 an die Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts und beantragt, es sei die Verfü-
gung der Bundesanwaltschaft vom 13. Januar 2005 vollumfänglich aufzu-
heben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (BK act. 1). Gleichzeitig 
stellt er den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung, welchen der 
Präsident der Beschwerdekammer mit Verfügung vom 14. Februar 2005 
abwies (BK act. 4). 
 
Die Bundesanwaltschaft stellt in ihrer innert erstreckter Frist (BK act. 5 und 
6) eingereichten Vernehmlassung vom 1. März 2005 Antrag auf kostenfälli-
ge Abweisung der Beschwerde (BK act. 8). 
 
Die Parteien halten im zweiten Schriftenwechsel mit Eingaben vom 
29. März und 5. April 2005 an ihren Anträgen fest, wobei die Bundesan-
waltschaft auf eine eigentliche Duplik verzichtete (BK act. 13 und 15). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
 

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Gegen Amtshandlungen und wegen Säumnis des Bundesanwalts ist die 

Beschwerde nach den Verfahrensvorschriften der Art. 214-219 BStP an die 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig (Art. 105bis Abs. 2 
BStP sowie Art. 28 Abs. 1 lit. a SGG). Die Beschwerde steht den Parteien 
und einem jeden zu, der durch eine Verfügung oder durch die Säumnis des 
Bundesanwalts einen ungerechtfertigten Nachteil erleidet (Art. 214 Abs. 2 
BStP). Ist die Beschwerde gegen eine Amtshandlung des Bundesanwalts 
gerichtet, so ist sie innert fünf Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von 
der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, einzureichen (Art. 217 BStP). 

 
1.2 Im vorliegenden Fall wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Verfü-

gung der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2005 (BK act. 1.1), mithin 
eine Amtshandlung. Der Beschwerdeführer ist durch die Verfügung im vor-
erwähnten Sinne beschwert. Überdies ist die Beschwerde fristgerecht ein-
gereicht worden. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

 
 
2. Die Beschlagnahme gemäss Art. 65 Abs. 1 BStP ist eine provisorische 

(konservatorische) prozessuale Massnahme zur vorläufigen Sicherung der 
Beweismittel bzw. der allenfalls der Einziehung unterliegenden Gegenstän-
de und Vermögenswerte. Bei Grundstücken kann nach Art. 65 Abs. 2 BStP 
unter den gleichen Voraussetzungen eine Grundbuchsperre angeordnet 
werden; diese wird im Grundbuch angemerkt.  

 
Voraussetzung für die Beschlagnahme – und damit auch die Grundbuch-
sperre – ist ein hinreichender, objektiv begründeter Tatverdacht gegenüber 
dem Betroffenen. An die Bestimmtheit der Verdachtsgründe sind zu Beginn 
der Untersuchung keine hohen Anforderungen zu stellen. Im Gegensatz 
zum Strafrichter hat die Beschwerdekammer bei der Überprüfung des Tat-
verdachts deshalb keine erschöpfende Abwägung der in Betracht fallenden 
Tat- und Rechtsfragen vorzunehmen (BGE 124 IV 313, 316 E. 4; 120 IV 
365, 366 f. E. 1c; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8G.12/2003 vom 
22. April 2003 E. 5 sowie HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches 
Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 69 N. 1 ff.). Im Übrigen muss die 
Beschlagnahme wie jedes Zwangsmittel verhältnismässig sein. 

 
 

- 4 - 

 

 

3.  
3.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, der Beschlagnahmeverfü-

gung sei keine substantiierte Begründung und Objektivierung der massiven 
Vorhalte zu entnehmen. Aufgrund nur pauschaler Behauptungen sei es 
dem durch die Verfügung direkt Betroffenen nicht möglich, sich gezielt mit 
dem gegen ihn erhobenen Verdacht auseinander zu setzen und diesen zu 
entkräften (BK act. 1, S. 3). Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels 
trägt der Beschwerdeführer – in Erwiderung zu Ausführungen der Be-
schwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (BK act. 8, S. 2 ff.) – zum 
Tatverdacht des Betrugs vor, dass die Beschwerdegegnerin in Bezug auf 
seine Tätigkeiten bei der C.______ AG selber ausführe, er habe die Anga-
ben von B.______ nicht weiter in Frage gestellt, „da er sie als nachvollzieh-
bar zu verstehen glaubte“. Eine arglistige Täuschung der Kunden sei nicht 
auszumachen, zumal er selber einen beträchtlichen Teil seines Vermögens 
ebenfalls bei der E.______ Gruppe angelegt habe. In Bezug auf die 
D.______ AG werfe ihm die Beschwerdegegnerin vor, erhaltene Gelder 
„verspielt“ zu haben. Es fehle damit ebenfalls bereits klar an der arglistigen 
Täuschung, wobei auch eine Vermögensverfügung nicht ersichtlich sei. 
Ebenfalls nicht nachvollziehbar sei, inwiefern er eine Veruntreuung began-
gen haben solle. Es stelle sich hier bereits die ernsthafte Frage nach der 
Bereicherungsabsicht. Es werde von der Beschwerdegegnerin auch in kei-
ner Weise ausgeführt, inwiefern er ihm anvertraute Vermögenswerte un-
rechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet haben solle. 
In Bezug auf die Geldwäscherei schliesslich würden sich, so der Be-
schwerdeführer, umfassende Ausführungen erübrigen, da diese doch als 
Tatobjekt Vermögenswerte voraussetze, die aus einem Verbrechen her-
rührten. Es sei schon gar nicht ersichtlich und in keiner Weise ausgeführt, 
inwiefern er irgendwelche Handlungen mit deliktisch erworbenen Vermö-
genswerten vorgenommen habe (BK act. 13, S. 3 f.). 

 
3.2 Vorweg ist zur Rüge des Beschwerdeführers, die angefochtene Verfügung 

sei mit Blick auf den Tatverdacht nicht hinreichend begründet, zu bemer-
ken, dass eine Beschlagnahmeverfügung gemäss ständiger Rechtspre-
chung keine ausführliche Begründung zu enthalten braucht (vgl. nur BGE 
120 IV 164, 166 E. 1c; 120 IV 297, 299 E. 3e). Überdies würde ein derarti-
ger Mangel dadurch geheilt, dass sich der Beschwerdeführer im Schriften-
wechsel vor der Beschwerdekammer zur Vernehmlassung und damit zu 
den Argumenten der Beschwerdegegnerin äussern kann (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8G.12/2003 vom 22. April 2003 E. 3 m.w.H.; vgl. zum Gan-
zen auch Entscheid der Beschwerdekammer BB.2004.79 vom 22. Ap-
ril 2005 E. 3.2 und 4.2). Dies hat er denn auch im vorliegenden Fall getan 
(vgl. die entsprechenden Ausführungen unter E. 3.1). 

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Sodann ist mit Blick auf die verschiedenen Ausführungen der Parteien zum 
dringenden Tatverdacht klarzustellen, dass es für eine Grundbuchsperre 
nicht etwa eines dringenden, sondern lediglich eines hinreichenden Tatver-
dachts bedarf (vgl. bereits E. 2). In Abgrenzung zum dringenden setzt der 
hinreichende Tatverdacht gemäss einem kürzlich ergangenen Entscheid 
der Beschwerdekammer nicht voraus, dass Beweise oder Indizien bereits 
für eine erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung spre-
chen. Der hinreichende Tatverdacht unterscheidet sich damit vom dringen-
den vor allem durch ein graduelles Element hinsichtlich der Beweislage. 
Dabei muss der ersuchenden Behörde auch in der Sachverhaltsdarstellung 
ein geringerer Konkretisierungsgrad zugebilligt werden (vgl. zum Ganzen 
Entscheid der Beschwerdekammer BE.2004.10 vom 22. April 2005 E. 3.1 
m.w.H.). 
 
Diese Voraussetzungen sind im derzeitigen Verfahrensstadium erfüllt. Die 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hatte unlängst Gelegenheit, 
sich zum hinreichenden Tatverdacht gegenüber dem Mitbeschuldigten 
B.______ und damit auch zu dessen Handelssystem sowie den allgemei-
nen, mutmasslich relevanten Tatumständen zu äussern. In den betreffen-
den Entscheiden wurden dabei unter anderem die Beziehungen zwischen 
der E.______ Gruppe, von deren Gesamtinvestitionsvolumen in der Höhe 
von ca. Fr. 890'000'000.-- nur noch ein Bruchteil vorhanden ist, und der 
F.______ AG respektive G.______ AG dargelegt sowie deren bzw. 
B.______s mutmasslich zentrale Rolle in Bezug auf die verschwundenen 
Gelder aufgezeigt (vgl. im Einzelnen die Entscheide der Beschwerdekam-
mer BB.2004.79 und BB.2004.80 vom 22. April 2005 E. 4.2). Hinsichtlich 
des Beschwerdeführers kann zunächst festgehalten werden, dass Kunden 
über ihn bzw. seine Gesellschaften unbestrittenermassen im System 
B.______ investierten. Der hinreichende Tatverdacht in Bezug auf die zur 
Diskussion stehenden Handlungen bei der C.______ AG einerseits und der 
D.______ AG andererseits ist jedoch – wie die nachfolgenden Ausführun-
gen zeigen – unterschiedlich zu beurteilen.  
 
Die C.______ AG soll Aussagen des Beschwerdeführers zufolge Kunden 
über eine Investitionsvereinbarung und einen Treuhandvertrag eine fest-
verzinsliche Anlage angeboten haben, welche durch die „E.______“ verwal-
tet wurde (Einvernahme des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2004 [BK 
act. 8.2, S. 3]). Mit der E.______ Gruppe habe die C.______ AG im No-
vember 2001 einen Vertrag geschlossen, gemäss welchem sie bei der 
E.______ Gelder habe anlegen können und als Gegenleistung dafür pro 
Jahr 24% Gesamtzins erhalten habe. 12% davon seien, so der Beschwer-
deführer weiter, auf den Kunden entfallen, der Rest auf die C.______ AG. 

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Die Anlageformel habe sie nicht bestimmen können. Abgemacht gewesen 
sei, dass maximal 30% der Investitionen einem Anlagerisiko ausgesetzt 
sein könnten und dass die restlichen 70% mündelsicher angelegt würden. 
Diese Aufteilung sei nicht im Vertrag festgehalten gewesen. Aus den Ge-
sprächen sei jedoch klar hervorgegangen, dass das Verhältnis so sein solle 
und die C.______ AG keine Einsicht in die getätigten Anlagen erhalte. Dies 
sei der Preis dafür gewesen, dass man auf der „Black Box“ insgesamt 24% 
Zins erhalten habe (vgl. Einvernahme des Beschwerdeführers vom 2. No-
vember 2004 [BK act. 8.1, S. 11]). Ausschlaggebend bezüglich des hinrei-
chenden Tatverdachts auf Betrug erscheint beim derzeitigen Stand des 
Verfahrens, dass den Kunden offensichtlich nicht bekannt war, dass die 
Rendite wegen dem auf die C.______ AG entfallenden Anteil von 12% 
mindestens 24% zu betragen hatte (vgl. BK act. 8.2, S. 7). Zieht man in Be-
tracht, dass diese Rendite hauptsächlich mit dem für risikogeneigte Anla-
gen vorgesehenen Kapital von 30% erzielt werden musste, stellt sich die 
Frage der Irreführung der Kunden in einem für ihren Anlageentscheid zent-
ralen Punkt, nämlich der Ernsthaftigkeit des Anlagekonzepts und somit der 
Sicherheit der Anlage. Dass die Beschwerdegegnerin vor diesem Hinter-
grund einen hinreichenden Tatverdacht bezüglich Betrug bejaht hat, ist 
nicht zu beanstanden (selbst wenn man eine bewusste Irreführung vernei-
nen wollte, wofür allenfalls die Investition erheblicher Eigenmittel spricht, 
bliebe nach wie vor der hinreichende Tatverdacht auf ungetreue Ge-
schäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 StGB). 
 
Ziel der D.______ AG war demgegenüber gemäss den Aussagen des Be-
schwerdeführers eine langfristige Wertsteigerung durch gute Bewirtschaf-
tung des Eigenkapitals, welches durch die G.______ AG gemanagt wurde. 
Das Kapital sei für den Aktionär zwei Jahre gebunden gewesen, wobei sich 
der Mindestbetrag pro Aktionär auf Fr. 500'000.-- belaufen haben soll (BK 
act. 8.2, S. 3). In Bezug auf die D.______ AG steht aufgrund der vorliegen-
den Akten anders als bei der C.______ AG eine Irrtumserweckung nicht im 
Vordergrund. Indessen besteht ein hinreichender Tatverdacht auf Verun-
treuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB (bzw. bei Verneinung einer Bereiche-
rungsabsicht auf ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 
StGB), da offensichtlich entgegen dem eingangs geschilderten und den Ak-
tionären vermittelten Konzept rund Fr. 30'000'000.-- „Eigenkapital“ der 
D.______ AG in ein noch spekulativeres Anlageprojekt im Zusammenhang 
mit dem (gescheiterten) Börsengang der H.______ investiert worden sind. 
Dabei ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer den betreffenden Ent-
scheid nach eigenen Angaben „persönlich zu verantworten“ hatte und ein 
Einvernehmen mit den Aktionären nicht bestand (vgl. BK act. 8.2, S. 3 f.). 
Ob ein (Eventual-)Vorsatz in Bezug auf die mutmassliche Pflichtwidrigkeit 

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der Handlung, den Vermögensschaden und den zwischen ihnen bestehen-
den Kausalzusammenhang angenommen werden muss, wird demgegen-
über das weitere Ermittlungsverfahren zeigen müssen. Immerhin erklärte 
der Beschwerdeführer, es handle „sich bei dieser Geschichte um ein Kapi-
tel[,] bei welchem [er sich] nicht mehr sehr wohl fühle“ (BK act. 8.2, S. 3). 
 
Insgesamt ist damit ein hinreichender Tatverdacht im vorstehend um-
schriebenen Sinne zu bejahen. Dabei ist daran zu erinnern (vgl. E. 2), dass 
an die Verdachtsgründe gerade in der Anfangsphase einer derart komple-
xen Untersuchung keine hohen Anforderungen zu stellen sind und erst die 
aufwendigen, umfangreichen und entsprechend längere Zeit benötigenden 
Ermittlungen weitere Klarheit bringen werden. Auch die Anforderungen an 
die Verdichtung des Tatverdachts dürfen in der Anfangsphase nicht über-
spannt werden; die entsprechenden Einwände des Beschwerdeführers sind 
in diesem Sinne unbegründet (BK act. 1, S. 7). Das ändert freilich nichts 
daran, dass sich der Tatverdacht im Laufe der weiteren Ermittlungen (ge-
rade auch in subjektiver Hinsicht) wird konkretisieren und verdichten müs-
sen (vgl. hierzu den Entscheid der Beschwerdekammer BE.2004.10 vom 
22. April 2005 E. 3.1). 
 
 

4.  
4.1 Sodann trägt der Beschwerdeführer vor, die beschlagnahmten Grund-

stücke seien keine Beweismittel im Sinne von Art. 65 Abs. 2 BStP, die Lie-
genschaft unterliege nicht der möglichen Einziehung nach Art. 59 Ziff. 1 
StGB und die Voraussetzungen nach Art. 59 Ziff. 2 StGB seien ebenfalls 
nicht gegeben (BK act. 1, S. 5 ff.). 
 

4.2 Zunächst ist mit dem Beschwerdeführer (BK act. 1, S. 5 f.) festzuhalten, 
dass nicht ersichtlich ist, inwiefern die von der Grundbuchsperre erfassten 
Liegenschaften als Beweismittel von Bedeutung sein könnten (dem pflich-
tete denn auch die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Beschwerdeant-
wort bei; BK act. 8, S. 5). Allerdings unterliegen sie im Falle einer Verurtei-
lung voraussichtlich der Einziehung gemäss Art. 59 StGB. Entscheidend ist 
hierbei, dass in Bezug auf die bei der C.______ AG investierten Gelder ein 
hinreichender Tatverdacht auf betrügerische Handlungen besteht und da-
mit das Arbeits- und/oder Gewinneinkommen des Beschwerdeführers im 
Zusammenhang mit der C.______ AG mutmasslich durch eine strafbare 
Handlung erlangt worden ist. Nachdem der Beschwerdeführer selbst in sei-
ner „Aufstellung Finanzierung Wohneigentum Z.______“ Investitionen von 
(mindestens) Fr. 252'619.-- aus seinem Salär bei der C.______ AG auflistet 
(BK act. 1.10), ist auch der nötige Konnex zwischen Anlasstat und be-

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schlagnahmten Vermögenswerten (vgl. hierzu BGE 122 IV 91, 95 E. 4 so-
wie SCHMID in: Schmid [Hrsg.], Kommentar Einziehung, organisiertes 
Verbrechen und Geldwäscherei, Band I, Zürich 1998, N. 23 ff. zu Art. 59 
StGB) gegenwärtig zu bejahen. Damit aber unterliegen die fraglichen Lie-
genschaften voraussichtlich der Einziehung gemäss Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB und damit der Beschlagnahme bzw. Grundbuchsperre nach Art. 65 
BStP. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Beschlagnahme 
bzw. Grundbuchsperre selbst dann möglich wäre, wenn der Beschwerde-
führer nicht wie hier als mutmasslicher Täter in Frage käme, sondern nicht 
beschuldigter Dritter wäre (diesfalls freilich nur, soweit er nicht durch Art. 59 
Ziff. 1 Abs. 2 StGB geschützt wäre, worüber in der Regel der Sachrichter 
zu entscheiden hat; vgl. zum Ganzen Entscheid der Beschwerdekammer 
BB.2004.79 vom 22. April 2005 E. 5.2). 
 
Überdies sind auch die Voraussetzungen für eine Grundbuchsperre zur 
Durchsetzung einer Ersatzforderung im Sinne von Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB erfüllt. Danach erkennt der Richter, wenn die der Einziehung unter-
liegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden sind, auf eine Ersatzfor-
derung in gleicher Höhe, gegenüber einem Dritten jedoch nur, soweit dies 
nicht nach Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ausgeschlossen ist. Die Ersatzforde-
rung ist als subsidiäre Massnahme nur zulässig, wenn die Voraussetzun-
gen der Einziehung des deliktischen Vermögenswerts beim Täter bzw. dem 
Dritten nach Art. 59 Ziff. 1 StGB an sich erfüllt wären. Weiter ist vorausge-
setzt, dass eine Einziehung gemäss Art. 59 Ziff. 1 StGB nicht in Frage 
kommt, sei es wegen der Art des Vermögensvorteils, sei es weil ein ein-
ziehbarer unmittelbarer Vermögensvorteil beim Täter nicht (mehr) vorhan-
den oder mindestens für die schweizerische Justiz nicht greifbar ist 
(SCHMID in: Schmid [Hrsg.], Kommentar Einziehung, organisiertes Verbre-
chen und Geldwäscherei, Band I, Zürich 1998, N. 99 zu Art. 59 StGB). Das 
Arbeits- und/oder Gewinneinkommen des Beschwerdeführers im Zusam-
menhang mit der C.______ AG ist wie erwähnt mutmasslich durch eine 
strafbare Handlung erlangt worden, womit die Voraussetzungen der Ein-
ziehung an sich erfüllt gewesen wären. Aufgrund der Aktenlage ist davon 
auszugehen (vgl. die entsprechenden Aussagen des Beschwerdeführers 
über seine finanziellen Verhältnisse [BK act. 8.1, S. 13; 8.2, S. 8; 8.4, S. 
3]), dass die betreffenden Vermögenswerte – soweit nicht in die Liegen-
schaft oder andere Objekte investiert – verbraucht und damit nicht mehr 
vorhanden sind. Die Grundbuchsperre ist damit auch nach Art. 59 Ziff. 2 
Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 65 BStP zulässig. 
 
 

- 9 - 

 

 

5.  
5.1 Schliesslich hält der Beschwerdeführer dafür, die Beschlagnahme sei nicht 

verhältnismässig (BK act. 1, S. 7). Unter diesem Gesichtspunkt sei zu be-
rücksichtigen, dass sich der Umfang der Ersatzforderung in allen Fällen 
nach dem für den Ausgleichsumfang allgemein massgeblichen, abstrakten 
Vorteil des Angeschuldigten im Urteilszeitpunkt bestimme. Hierzu äussere 
sich die Beschwerdegegnerin in keiner Weise. Eine Überprüfung der Ver-
hältnismässigkeit sei deshalb nicht möglich (BK act. 13, S. 6). 

 
5.2 Mit Blick auf die Verhältnismässigkeit ist zunächst zu bemerken, dass die 

Grundbuchsperre, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (BK 
act. 8, S. 6), die Nutzung der Liegenschaften nicht einschränkt und es dem 
Beschwerdeführer insbesondere möglich ist, diese bestmöglich zu vermie-
ten. Denkbar sind mit der Zustimmung der Beschwerdegegnerin auch die 
(weitere) hypothekarische Belastung oder gar die Veräusserung. Mit Blick 
auf die mutmasslich sehr grosse Deliktssumme erweist sich die Grund-
buchsperre – selbst wenn ein detaillierter Betrag nicht genannt wurde – 
auch unter diesem Gesichtspunkt als verhältnismässig. 
 
 

6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Voraussetzungen 
für eine Beschlagnahme bzw. Grundbuchsperre erfüllt sind. Die angefoch-
tene Verfügung ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden und die Be-
schwerde dementsprechend abzuweisen.  

 
 
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten 

zu tragen (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 OG). Es ist eine Gerichts-
gebühr von Fr. 2’000.-- anzusetzen (Art. 3 des Reglements vom 
11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, 
SR 173.711.32). Diese wird dem Beschwerdeführer unter Anrechnung des 
geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 500.-- auferlegt. 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer unter An-

rechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 500.-- auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 22. Juni 2005 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Advokat Jörg Honegger (im Doppel) 
- Schweizerische Bundesanwaltschaft 
 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung wegen Verletzung von Bundesrecht beim Bundesgericht Beschwerde geführt wer-
den. Das Verfahren richtet sich sinngemäss nach den Artikeln 214 bis 216, 218 und 219 des Bun-
desgesetzes über die Bundesstrafrechtspflege (Art. 33 Abs. 3 lit. a SGG). 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn die Rechtsmit-
telinstanz oder deren Präsident es anordnet.