# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1cd533df-67ef-543e-9fac-4c394c3c244a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2023 A-1368/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1368-2023_2023-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1368/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richter Alexander Misic, Richter Jürg Marcel Tiefenthal, 

Gerichtsschreiber Tobias Egli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidg. Departement für Verteidigung, 

Bevölkerungsschutz und Sport, 

Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Personensicherheitsprüfung. 

 

 

 

A-1368/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ arbeitet seit Juli 2018 in der Funktion als (…) bei der (…) (nach-

folgend auch: Arbeitgeber). Hierzu benötigt er regelmässig Zugang zu als 

«GEHEIM» klassifizierten Informationen und Material, weshalb es sich um 

eine besonders sicherheitsempfindliche Funktion handelt. Zuletzt wurde er 

im Jahr 2016 im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit beim (…) einer erwei-

terten Personensicherheitsprüfung durch die Fachstelle Personensicher-

heitsprüfungen des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Be-

völkerungsschutz und Sport (nachfolgend: Fachstelle) unterzogen und von 

dieser als unbedenklich eingestuft. 

B.  

Am 19. Januar 2022 informierte eine Drittperson die Fachstelle über fol-

genden Sachverhalt: Sie berate eine Elterngruppe zum Schutz von Schul-

kindern im Rahmen der Covid-19-Pandemie. Anlässlich eines Beratungs-

treffens sei der Fall eines (…)-Mitarbeiters diskutiert worden, der auf dem 

sozialen Netzwerk Twitter zum «Doxing» aufrufe und sich auf einem zwei-

ten Nutzerkonto als Arzt ausgebe. Auf einer anderen Social-Media-Platt-

form habe der genannte (…)-Mitarbeiter unter dem Namen «(…)» ein 

Konto angelegt. Ausserdem gebe er auf anderen Social-Media-Plattformen 

die (…) in B._______ als seinen Arbeitsplatz an. Die Drittperson legte dem 

Informationsschreiben diverse Screenshots von Twitter-Nachrichten bei. 

C.  

Nachdem die Fachstelle das Informationsschreiben dem Arbeitgeber von 

A._______ übermittelte, leitete dieser am 25. Januar 2022 frühzeitig die 

Wiederholung seiner noch bis am 6. November 2022 gültigen Personensi-

cherheitsprüfung ein. Im Einverständnis mit A._______ beantragte der Ar-

beitgeber die Durchführung einer erweiterten Personensicherheitsprüfung 

nach Art. 11 Abs. 2 Bst. a der Verordnung über die Personensicherheits-

prüfungen (PSPV, SR 120.4). 

D.  

Am 7. September 2022 führte die Fachstelle eine persönliche Befragung 

mit A._______ gemäss Art. 11 Abs. 4 PSPV i.V.m. Art. 20 Abs. 2 Bst. f des 

Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit 

(BWIS, SR 120) durch. 

E.  

Am 19. Januar 2023 informierte die Fachstelle A._______ darüber, dass 

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sie beabsichtige, eine Risikoerklärung gemäss Art. 22 Abs. 1 Bst. c PSPV 

zu erlassen. Gleichzeitig gewährte sie ihm das rechtliche Gehör (vgl. 

Art. 21 Abs. 1 PSPV). 

F.  

A._______ nahm dazu am 25. Januar 2023 Stellung. 

G.  

Am 28. Februar 2023 erliess die Fachstelle eine Risikoerklärung gemäss 

Art. 22 Abs. 1 Bst. c PSPV und hielt im Dispositiv fest, sie empfehle 

A._______ keinen Zugang zu als «GEHEIM» klassifizierten Informationen 

oder ebenso klassifiziertem Material zu gewähren. 

H.  

Dagegen erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 9. März 

2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, dass für 

ihn eine Sicherheitserklärung gemäss Art. 22 Abs. 1 Bst. a PSPV erlassen 

werde. 

I.  

Mit Vernehmlassung vom 12. April 2023 schloss die Fachstelle (nachfol-

gend Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde. 

J.  

Am 19. April 2023 reichte der Beschwerdeführer seine Schlussbemerkun-

gen ein. 

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen.  

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  

Bei der angefochtenen Risikoerklärung handelt es sich um eine Verfügung 

gemäss Art. 5 VwVG, die von einer Dienststelle des Eidgenössischen De-

partements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und da-

mit einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG erlassen wurde. Da keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht 

zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG; vgl. ferner Art. 21 

Abs. 3 BWIS). 

Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts ande-

res bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer beteiligte sich am vorinstanzlichen Verfahren 

und ist als Adressat der angefochtenen Risikoerklärung sowohl formell als 

auch materiell beschwert. Er ist deshalb zur Beschwerde legitimiert (vgl. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im vorliegenden Verfahren mit 

voller Kognition: Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzun-

gen des Bundesrechts – einschliesslich Überschreitung und Missbrauch 

des Ermessens –, auf unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und auf Unangemessenheit (Art. 49 

VwVG). Bei der Beurteilung, ob eine bestimmte Person ein Sicherheitsri-

siko darstellt, gesteht es der Vorinstanz, die diesbezüglich über besondere 

Fachkenntnisse verfügt, indes einen gewissen Beurteilungsspielraum zu. 

Soweit deren Überlegungen als sachgerecht erscheinen, greift es nicht in 

deren Ermessen ein. Ebenso wenig definiert es den Massstab für sicher-

heitsrelevante Bedenken selbst (Urteile des BGer 1C_142/2018 vom 

6. November 2018 E. 3.2, 1C_204/2018 vom 6. November 2018 E. 3.2 und 

8C_283/2013 vom 8. November 2013 E. 6.1.2; statt vieler Urteil des BVGer 

A-4486/2017 vom 19. Februar 2018 E. 6.2.1 m.w.H.).  

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Seite 5 

3.  

3.1 Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Si-

cherheit des Landes und den Schutz der Bevölkerung (Art. 57 Abs. 1 BV). 

Eine der heikelsten und intensivsten Bedrohungen der inneren Sicherheit 

entsteht, wenn an besonders wichtigen Schlüsselpositionen eingesetzte 

Personen Verrat üben, gegen den Staat selbst arbeiten oder seine Institu-

tionen auf rechtswidrige Art verändern wollen. Für solche Funktionen sollen 

daher nur Personen eingesetzt werden, die nicht erpressbar sind und Ge-

währ bieten, das ihnen entgegengebrachte Vertrauen nicht zu missbrau-

chen (Botschaft vom 7. März 1994 zum BWIS und zur Volksinitiative 

«S.o.S. Schweiz ohne Schnüffelpolizei», BBl 1994 II 1147). Um dies sicher-

zustellen, sieht das BWIS im Sinne einer vorbeugenden Massnahme unter 

anderem Personensicherheitsprüfungen vor (Art. 2 Abs. 2 Bst. a BWIS). 

Ziel der Personensicherheitsprüfung nach Art. 19 ff. BWIS ist es, bei Per-

sonen, die eine nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a–e BWIS sensible Arbeit verrich-

ten oder verrichten würden, Sicherheitsrisiken aufzudecken. Als Sicher-

heitsrisiken im Sinne des BWIS gelten insbesondere Terrorismus, verbote-

ner Nachrichtendienst, gewalttätiger Extremismus, kriminelle Handlungen, 

Korruption, finanzielle Probleme, Abhängigkeiten, Erpressbarkeit und ex-

zessiver Lebenswandel (vgl. Urteile des BGer 1C_142/2018 vom 6. No-

vember 2018 E. 2.4, 1C_204/2018 vom 6. November 2018 E. 2.4 und 

8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 2; Urteile des BVGer A-2677/2017 vom 

13. März 2018 E. 3.1 und A-4486/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.2). 

3.2 Nach Art. 20 Abs. 1 BWIS werden im Rahmen der Personensicher-

heitsprüfung sicherheitsrelevante Daten über die Lebensführung der ge-

prüften Person erhoben, insbesondere über ihre engen persönlichen Be-

ziehungen und familiären Verhältnisse, ihre finanzielle Lage, ihre Bezie-

hungen zum Ausland und Aktivitäten, die die innere oder äussere Sicher-

heit in rechtswidriger Weise gefährden können (Satz 1). Über die Aus-

übung verfassungsmässiger Rechte werden keine Daten erhoben (Satz 2). 

3.3 Bei der Beurteilung, ob eine Person ein Sicherheitsrisiko im Sinne des 

BWIS darstellt, ist stets eine Abwägung zu treffen zwischen der Sicher-

heitsempfindlichkeit der Funktion und dem konkreten Risiko, das von der 

betroffenen Person ausgeht. Je heikler eine Funktion ist, desto tiefer ist die 

Schwelle für ein Sicherheitsrisiko anzusetzen (Urteile des BGer 

1C_635/2014 vom 29. September 2015 E. 2.3 und 8C_788/2011 vom 

2. Mai 2012 E. 3 und 5.2.1; BVGE 2015/17 E. 3.3.1). 

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Gestützt auf die erhobenen Daten wird eine Prognose über ungewisse 

künftige Sachverhalte gestellt. Insofern kann nicht nur aufgrund «harter» 

Fakten entschieden werden; vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass 

es sich bei aus den erhobenen Daten gezogenen Schlussfolgerungen auch 

um Annahmen und Vermutungen handelt. Gerichtlich überprüft werden 

kann zum einen, ob die getätigten Erhebungen auf zulässige Weise und 

umfassend erfolgt sind, und zum anderen, ob die erhobenen Daten an-

schliessend korrekt gewürdigt worden sind. Die Bejahung eines relevanten 

Sicherheitsrisikos kann auch aufgrund der Summe mehrerer Risikoquellen 

gerechtfertigt sein, selbst wenn einzelne davon für sich genommen kein 

relevantes Sicherheitsrisiko darstellen würden (vgl. Urteil des BGer 

1C_635/2014 vom 29. September 2015 E. 2.3; Urteile des BVGer  

A-2154/2018 vom 7. Februar 2019 E. 3.3 und A-2677/2017 vom 13. März 

2018 E. 5.3.4). 

Nicht massgebend ist, ob die geprüfte Person am Vorliegen eines allfälli-

gen Sicherheitsrisikos ein Verschulden trifft oder nicht. Ebenso wenig rele-

vant ist die Qualität ihrer Arbeitsleistung. Ferner dürfen in die Beurteilung 

des Sicherheitsrisikos grundsätzlich auch keine sozialen Überlegungen 

einfliessen. Soziale Aspekte und die positive Arbeitsleistung können jeden-

falls vom Arbeitgeber beim Entscheid über die Form der Beschäftigung der 

geprüften Person oder deren Einsetzung in eine bestimmte Funktion be-

rücksichtigt werden, zumal gemäss Art. 21 Abs. 4 Satz 2 BWIS keine Bin-

dung an die Beurteilung der Fachstelle respektive Vorinstanz besteht (vgl. 

Urteile des BGer 1C_635/2014 vom 29. September 2015 E. 2.3 und BGer 

8C_683/2012 vom 4. März 2013 E. 6.3; Urteile des BVGer A-6797/2013 

vom 1. September 2014 E. 4.2, A-5123/2011 vom 21. Juni 2012 E. 6.1 und 

A-825/2014 vom 14. August 2014 E. 4.2.2). 

Die Prüfbehörde erlässt eine Sicherheitserklärung, wenn sie die Person als 

unbedenklich beurteilt (Art. 22 Abs. 1 Bst. a PSPV), eine Sicherheitserklä-

rung mit Auflagen, wenn sie die Person als Sicherheitsrisiko mit Vorbehalt 

beurteilt (Art. 22 Abs. 1 Bst. b PSPV), eine Risikoerklärung, wenn sie die 

Person als Sicherheitsrisiko beurteilt (Art. 22 Abs. 1 Bst. c PSPV) oder eine 

Feststellungserklärung, wenn für die Beurteilung zu wenig Daten vorhan-

den sind (Art. 22 Abs. 1 Bst. d PSPV). 

4.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht eine Risikoerklä-

rung nach Art. 22 Abs. 1 Bst. c PSPV erlassen hat. Sie begründet deren 

Erlass mit dem Vorliegen diverser Risikoquellen, die in ihrer Gesamtheit 

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ein Sicherheitsrisiko darstellen würden. In ihrer Datenerhebung stützt sie 

sich namentlich auf die Akten der Strafverfolgungsbehörden, dem Informa-

tionsschreiben einer Drittperson vom 19. Januar 2022 (vgl. Sachverhalt 

Bst. B), die persönliche Befragung des Beschwerdeführers vom 7. Sep-

tember 2022 sowie sein Personaldossier. Namentlich flossen die nachfol-

genden Umstände in die Beurteilung der Vorinstanz mit ein. 

4.1 Mit Strafbefehl vom 26. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführer der 

Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Anbringen von 

Markierungen ohne behördliche Ermächtigung, begangen im Zeitraum 

vom 29. Juli 2017 bis 13. August 2017, zu einer Busse von Fr. 100.– ver-

urteilt. Gemäss Sachverhalt hat der Beschwerdeführer mit wasserfester 

gelber und weisser Farbe diverse Schriftzüge («Langsam», «nid jufle», 

«30», «Schule», «30längt», «süferli» und «Füessli») auf öffentlichen Stras-

sen der Gemeinde C._______, Ortsteil D._______, angebracht, ohne dazu 

berechtigt gewesen zu sein. Der Beschwerdeführer begründete sein Delikt 

anlässlich der Befragung vom 7. September 2022 damit, dass sich nicht 

alle Verkehrsteilnehmer an das Tempolimit gehalten hätten. Da nichts da-

gegen unternommen worden sei, habe er vor dem Schulanfang die 30er-

Zone mit Farbe markiert. Es habe sich um einen Hilfeschrei gehandelt, da 

er sich grosse Vorwürfe gemacht hätte, falls seinen Kindern etwas zuges-

tossen worden wäre. Gleichzeitig erwähnte der Beschwerdeführer, dass es 

ihm durchaus bewusst gewesen sei, dass solche Handlungen illegal seien. 

Im Rahmen der Hausdurchsuchung hätten die Polizisten Schuhe mit einem 

Farbspritzer gefunden. Darauf habe er zugegeben, die erwähnte Tat aus-

geführt zu haben. Ansonsten hätte er die begangene Tat nicht gestanden. 

4.2 Aufgrund des oben erwähnten Delikts wurde der Beschwerdeführer 

verdächtigt, ein identisches Delikt am neuen Wohnort begangen zu haben. 

In der Nacht vom 27. August 2021 wurden entlang der E._______-Strasse 

in C._______ auf einer Länge von mehreren hundert Meter Farbschmiere-

reien auf dem Strassenbelag angebracht, so namentlich mit weisser Farbe 

mehrmals die Zahl «30» und der Schriftzug «Kinder». Ein Politiker der Ge-

meinde C._______ erhielt ausserdem eine Sympathie-E-Mail von einem 

«Komitee Aktion Strassenmalerei», dessen E-Mail-Adresse der Familie 

des Beschwerdeführers, konkret seiner Frau, zugeordnet werden konnte. 

Da anlässlich einer Hausdurchsuchung am Domizil des Beschwerdefüh-

rers keine belastenden Beweismittel sichergestellt wurden und er die Tat 

bestritt, konnte ihm nichts nachgewiesen werden. Das Verfahren wurde mit 

Verfügung vom 11. November 2021 eingestellt. 

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Zu den beiden Vorkommnissen gab der Beschwerdeführer an der Befra-

gung vom 7. September 2022 zu Protokoll, dass seinerseits die Versu-

chung bestehe, erneut etwas Illegales zu begehen, falls künftig nichts zu 

Gunsten der Verkehrssicherheit unternommen werde. Allerdings sei die 

«Kosten-Nutzen-Bilanz» sehr schlecht, weshalb es sich seiner Meinung 

nach nicht lohne, etwas Illegales zu tun. Vielmehr würde er versuchen, 

über den Elternrat, in dem er sich engagiere, etwas zu bewirken. 

4.3 Im Arbeitsumfeld ereigneten sich zwei aktenkundige Vorfälle, die zu  

einer Einvernahme und einem Eintrag im Personaldossier führten (vgl. ar-

beitsrechtliche Ermahnung vom 9. August 2019, Akten Vorinstanz  

A19/33 ff.). Zunächst versandte der Beschwerdeführer im November 2018 

eine E-Mail an eine Lieferfirma in Tschechien. Dieses E-Mail enthielt einen 

Anhang mit klassifizierten Daten. Der Dateiname wurde zwar anonymisiert, 

die beiden kritischen Spalten in der Excel-Datei mit als «GEHEIM» klassi-

fizierten Informationen jedoch nur teilweise. 

Der Beschwerdeführer führte diesbezüglich aus, dass es keine Möglichkeit 

gegeben habe, mit der Firma verschlüsselt zu kommunizieren. Aus diesem 

Grund habe er die angefügten Unterlagen anonymisieren wollen. Die Ano-

nymisierung sei jedoch unvollständig gewesen, bei einem Blatt sei sie ver-

gessen worden. Es habe sich um einen gravierenden Fehler gehandelt, da 

er damit Menschenleben von Personen, die in bestimmten Regionen für 

die (…) tätig gewesen seien, hätte gefährden können. 

Ein weiterer aktenkundiger Vorfall fand am 12. Juni 2019 statt: Veranlasst 

durch technische Probleme bei seinem Arbeitsplatz, versandte der Be-

schwerdeführer eine verschlüsselte E-Mail mit einem als «GEHEIM» klas-

sifizierten Anhang über ein gemäss internen Richtlinien unzulässiges Sys-

tem. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass das interne Mail-

system für den Versand von klassifizierten Informationen zu diesem Zeit-

punkt nicht verfügbar gewesen sei, weshalb er für den Versand von «Key 

Word Files von Telefonaufnahmen» auf ein anderes System zurückgegrif-

fen habe. Zwar erlaube die Informationsschutzverordnung, die er im Vor-

feld konsultiert habe, einen Versand von als «GEHEIM» klassifizierten In-

formationen über dieses System. Allerdings gebe es innerhalb der (…) ein 

schärferes Reglement, das den Versand von als «GEHEIM» klassifizierten 

Informationen über dieses System nicht erlaube. Gleichzeitig gab der Be-

schwerdeführer zu Protokoll, dass er seit dem letzten Vorfall vorsichtiger 

mit sicherheitsempfindlichen Informationen umgehe. Auch seien ihm 

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seither weder Fehler unterlaufen noch hätten erneut Einvernahmen statt-

gefunden. 

4.4 Hinsichtlich seiner Arbeitstätigkeit bei der (…) und des Umgangs mit 

sicherheitsempfindlichen Informationen am Arbeitsplatz wird dem Be-

schwerdeführer der nachlässige Umgang mit seiner Smart Card zur Last 

gelegt. Zumindest teilweise aus Vergesslichkeit habe er diese sehr oft im 

Notebook stecken lassen, manchmal sogar über das Wochenende und 

dies entgegen der Ermahnung seines Vorgesetzten. Ausserdem bemän-

gelte sein Arbeitgeber die Ordnung an seinem Arbeitsplatz. 

4.5 Erwähnung findet sodann ein Kontakt mit einer Drittperson, die als Dok-

torand an der ETH eingeschrieben sei. Der Beschwerdeführer gibt an, im 

Juli 2022 ein letztes Mal mit dieser Person essen gegangen zu sein. Sie 

habe sich sehr für die (…) als Arbeitgeberin interessiert und habe sich ihm 

gegenüber aufdringlich verhalten, indem sie einmal die Woche den Kontakt 

mit ihm gesucht habe. Untypischerweise habe sich dann die Person nach 

einem Kongress im Ausland nicht mehr bei ihm gemeldet. Sie hätten sich 

lediglich über mathematische Fragestellungen unterhalten. Da die besagte 

Person nie Fragen zu beruflichen Inhalten gestellt habe, habe er es nicht 

für nötig gehalten, die Begegnung seinem Arbeitgeber zu melden. Inskünf-

tig würde er dies jedoch tun. 

4.6 Schliesslich ist auf das Verhalten des Beschwerdeführers in den sozi-

alen Medien einzugehen. Er sei auf diversen sozialen Medien aktiv (Twitter, 

LinkedIn, Xing). Dort gebe er sich als (…) beim (…) aus, was den Vorschrif-

ten entspreche. Den Arbeitsort habe er nirgends angegeben. Er würde 

auch keine Inhalte teilen, die seine Arbeitstätigkeit betreffen würden. Wäh-

rend der Corona-Pandemie habe er sich ein «(…)-Profil» erstellt, um die 

sogenannten «Massnahmen Turbos» zu verärgern respektive zu trollen. Er 

gab zu Protokoll, dass er vorgängig recherchiert und herausgefunden 

habe, dass die Verwendung eines solchen Profils und das Trollen aus 

rechtlicher Sicht zulässig seien. Einmal habe er auf Twitter zu sogenann-

tem «Doxing» aufgerufen. Auch dabei handle es sich um eine straffreie Tat. 

Über das «(…)-Profil» habe die Zeitung (…) berichtet. Die Angelegenheit 

sei dem (…) gemeldet worden. Aus seiner Sicht würden sich aus dem Vor-

fall keine sicherheitsrelevanten Probleme ergeben. 

5.  

Ein erstes Sicherheitsrisiko erblickte die Vorinstanz in der dem Beschwer-

deführer attestierten eingeschränkten Vertrauenswürdigkeit, 

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Zuverlässigkeit und dem Gefahrenbewusstsein (Integrität). Hierbei ist zu 

prüfen, ob darauf vertraut werden kann, dass der Beschwerdeführer bei 

der Ausübung seiner Tätigkeit loyal zu seiner Aufgabe steht, mithin ob er 

Gewähr dafür bietet, das ihm entgegengebrachte Vertrauen nicht zu miss-

brauchen (vgl. Urteile des BVGer A-912/2014 vom 18. September 2014 

E. 6.2, A-825/2014 vom 14. August 2014 E. 6.1 und A-6383/2012 vom 

26. Juni 2013 E. 6.1, je m.w.H.). 

5.1 Gemäss Vorinstanz muss sich ein Arbeitgeber auf Personen verlassen 

können, die in besonders sicherheitsempfindlichen Funktionen eingesetzt 

werden. Sie erachtet es als schwerwiegend, dass dem Beschwerdeführer 

Fehler unterlaufen seien, die mit der nötigen Sorgfalt hätten vermieden 

werden können. Trotz Verwarnung, die der Beschwerdeführer im Novem-

ber 2018 erhalten habe, habe er sich im Juni 2019 erneut vorschriftswidrig 

verhalten. Dies sei bei der Ausübung einer besonders sicherheitsempfind-

lichen Funktion absolut zu vermeiden. Es gelte zu beachten, welche 

schwerwiegenden Folgen das damalige Verhalten des Beschwerdeführers 

hätte haben können. Erwähnenswert sei insbesondere der Vorfall vom No-

vember 2018, der gemäss seinen Aussagen zufolge Menschenleben von 

Personen hätte gefährden können, die in bestimmten Regionen für die (…) 

tätig gewesen seien. Gleichzeitig gelte es auch zu beachten, dass der Be-

schwerdeführer seit Juni 2019 kein derartiges Fehlverhalten mehr an den 

Tag gelegt habe. 

Die Vorinstanz hat Zweifel, dass der Beschwerdeführer das erforderliche 

Niveau an Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit mitbringt, das die Aus-

übung seiner besonders sicherheitsempfindlichen Funktion voraussetzt. 

Insbesondere das von ihm beschriebene «hohe Paranoia Level», das ihn 

gemäss eigenen Aussagen begleite: Ständig darauf achten zu müssen, 

vorschriftengemäss mit sicherheitsempfindlichen Informationen umzuge-

hen, empfände er als anstrengend. Hinzu komme der Umgang mit seiner 

Smart Card, die er entgegen den Anweisungen des Vorgesetzten nach Fei-

erabend und übers Wochenende sehr oft im Notebook habe stecken las-

sen. Damit habe sich der Beschwerdeführer nicht an die Anweisung seines 

Vorgesetzten gehalten, was sich negativ auf seine Integrität auswirke. Fer-

ner habe er die Wahrscheinlichkeit in Kauf genommen, dass die Smart 

Card eines Tags abhandenkomme und in der Folge zweckentfremdet wer-

den könnte. Ebenfalls zu berücksichtigen sei seine Äusserung betreffend 

seine Vergesslichkeit. Diese habe ihm im Leben schon einige Male «einen 

Streich gespielt». 

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Seite 11 

Aus Sicht der Vorinstanz kann nicht ausgeschlossen werden, dass dem 

Beschwerdeführer im Umgang mit sicherheitsempfindlichen Informationen 

künftig keine Fehler mehr unterlaufen. Sie wertete dies als eine sicherheits-

relevante Schmälerung der Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit des 

Beschwerdeführers. 

Hinsichtlich der Verhaltensweise in den sozialen Medien hielt die Vor- 

instanz fest, dass sie der Ansicht sei, dass Personen, die in sozialen Me-

dien «Trollen» und «Doxen», sich diversen Gefahren aussetzen würden. 

Dies sei insbesondere im Hinblick auf die Beurteilung des Gefahrenbe-

wusstseins des Beschwerdeführers genauer zu analysieren. 

Hinzu komme die Begegnung mit einer Drittperson der ETH. Der Be-

schwerdeführer habe seinen Arbeitgeber nicht über die Begegnung infor-

miert, da er sich mit der Person lediglich über mathematische Fragestel-

lungen unterhalten hätte. Zwar hätten sich nie Fragen zur beruflichen Tä-

tigkeit des Beschwerdeführers gestellt. Dennoch erachtet die Vorinstanz 

die Begegnung und deren Ablauf als potenziell gefährlich. Der Beschwer-

deführer hätte angemessene Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen. 

Insbesondere hätte er zur Vorsicht seinen Vorgesetzten über die Begeg-

nungen informieren müssen. 

Die aus der persönlichen Befragung erlangten Erkenntnisse würden zei-

gen, dass der Beschwerdeführer wiederholt in Situationen geraten sei, res-

pektive sich Situationen ausgesetzt habe, in denen es ihm nicht gelang, 

lauernde Gefahren zu erkennen, diese adäquat einzuschätzen sowie ge-

eignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Die Kumulation von Vorfällen 

wirke sich aus ihrer Sicht nicht nur in sicherheitsrelevanter Art und Weise 

auf das Gefahrenbewusstsein des Beschwerdeführers aus, sondern lasse 

auch Rückschlüsse auf eine mangelnde Vertrauenswürdigkeit zu. Sie habe 

deshalb begründete Zweifel, ob der Beschwerdeführer die erhöhten Anfor-

derungen an Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Gefahrenbewusst-

sein (und somit Integrität), die für eine besonders sicherheitsempfindliche 

Funktion verlangt werden, gerecht werde. Vor diesen Hintergrund stehe die 

Gefahr, dass er in (naher) Zukunft erneut in eine Situation gerate, die ihm 

in sicherheitsrelevanter Art und Weise zum Verhängnis werden könnte. 

Des Weiteren könne sie nicht mit genügender Sicherheit ausschliessen, 

dass er künftig nicht auch bezüglich des Schutzes sensitiver Informationen 

seine eigenen Interessen über diejenigen der öffentlichen Institutionen 

stelle. In der Summe erkannte die Vorinstanz in den genannten Punkten, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich seiner Eigenschaften in den 

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Seite 12 

Bereichen Zuverlässigkeit, Gefahrenbewusstsein und Vertrauenswürdig-

keit Mängel aufweisen würde, die mit seiner besonders sicherheitsemp-

findlichen Funktion bei der (…) nicht vereinbar seien. 

5.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, dass die beiden Sicher-

heitsvorfälle nicht auf Mutwilligkeit zurückzuführen seien. Zwar seien die 

Vorfälle in seinem Personaldossier abgelegt, diese hätten jedoch keinen 

weiteren Einfluss auf das weitere Anstellungsverhältnis. Ausserdem habe 

es seit Juli 2019 keine Sicherheitsvorfälle mehr gegeben. Er übernehme 

die Verantwortung für die Sicherheitsvorfälle, die jedoch als weit in der Ver-

gangenheit liegend zu betrachten seien. Hinsichtlich seiner Aktivitäten in 

den sozialen Medien bringt der Beschwerdeführer vor, dass es sich bei 

seinen Äusserungen um blosse Provokationen («Trolling») gehandelt 

habe. Dies sei vom Grundrecht auf freie Meinungsäusserung abgedeckt 

und strafrechtlich nicht relevant. Keine seiner Äusserungen auf Twitter 

seien sicherheitsrelevant. Er bereue aber seine Aktivitäten sehr und sei 

mittlerweile nicht mehr auf dieser Plattform aktiv. Zu den Schlussfolgerun-

gen der Vorinstanz hinsichtlich seiner Persönlichkeit und seiner Integrität 

macht der Beschwerdeführer geltend, dass er in glücklichen und stabilen 

Familienverhältnissen lebe und sich gemeinnützig engagiere. Schliesslich 

moniert er, dass diejenigen Personen in seinem Arbeitsumfeld, die am bes-

ten sein Verhalten in Sicherheitsfragen beurteilen könnten, nicht befragt 

worden seien und er betont, dass seine Arbeitsleistung im betrachteten 

Zeitraum immer als gut bis sehr gut bewertet worden sei. 

5.3 Die Funktion, die der Beschwerdeführer bei der (…) bekleidet, stellt 

hohe Anforderungen an die Vertrauenswürdigkeit, die Zuverlässigkeit und 

das Gefahrenbewusstsein des jeweiligen Stelleninhabers. Der unsorgfäl-

tige Umgang des Beschwerdeführers mit als «GEHEIM» klassifizierten Do-

kumenten zeugt von einem ungenügenden Sicherheits- und Gefahrenbe-

wusstsein. Dass sein nachlässiger Umgang mit sicherheitsrelevanten In-

formationen nicht mutwillig erfolgte, ist nicht relevant. Das Verschulden der 

geprüften Person am Vorliegen eines allfälligen Sicherheitsrisikos ist bei 

der Beurteilung nicht massgebend (vgl. 3.3). 

Zusätzlich ist beim Beschwerdeführer von einer verminderten Vertrauens-

würdigkeit auszugehen: Konfrontiert mit seiner strafrechtlichen Verurtei-

lung (vgl. E. 4.1) sagte er aus, dass er die begangene Tat gegenüber den 

Strafverfolgungsbehörden nur deshalb eingestanden habe, weil die Polizei 

zuvor anlässlich der Hausdurchsuchung ihn belastende Tatbeweise gefun-

den habe. Seine Aussage, wonach seinerseits die Versuchung bestehe, 

A-1368/2023 

Seite 13 

erneut etwas Illegales zu begehen, sollten künftig nicht Massnahmen zur 

Sicherstellung der Verkehrssicherheit in seiner Wohnumgebung ergriffen 

werden, lässt zudem auf ein gewisses Mass an krimineller Energie schlies-

sen. Seine Relativierung, wonach er inskünftig versuchen werde, den poli-

tischen Weg einzuschlagen, um seinen Anliegen zum Durchbruch zu ver-

helfen, ändert nichts an dieser Einschätzung. Vielmehr zeugt diese Aus-

sage davon, dass er – obwohl er grundsätzlich andere, legale Möglichkei-

ten kennt – nicht vor illegalen Aktionen zurückschrecken würde. 

Der unvorsichtige Umgang mit einer Drittperson der ETH (vgl. E. 4.5) und 

sein Verhalten in den sozialen Medien (vgl. E. 4.6) bestärken die Einschät-

zung hinsichtlich verminderter Vertrauenswürdigkeit und eines reduzierten 

Gefahrenbewusstseins. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass das 

Verhalten in den sozialen Medien unabhängig davon, ob dieses im Einzel-

fall strafrechtlich relevant ist oder nicht, in der Beurteilung der Vertrauens-

würdigkeit und des Gefahrenbewusstseins Berücksichtigung finden kann. 

Nur weil ein Verhalten nicht zu einer strafrechtlichen Verurteilung führt, 

kann daraus nicht abgeleitet werden, dass sich dieses Verhalten nicht in 

einer Risikoerklärung niederschlägt, zumal im Strafrecht andere Beweisre-

geln Anwendung finden als im Verwaltungsverfahren. 

Schliesslich kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass der Ar-

beitgeber seine Arbeitsleistung immer als gut bis sehr gut bewertet hat, 

nichts zu seinen Gunsten ableiten: Sowohl die Qualität der Arbeitsleistung 

als auch soziale Überlegungen dürfen grundsätzlich nicht in die Beurtei-

lung des Sicherheitsrisikos einfliessen (vgl. E. 3.3). Der Auffassung des Be-

schwerdeführers, dass die Vorfälle den Arbeitgeber nicht zu weiteren  

Massnahmen veranlasst hätten, ist im Übrigen entgegenzuhalten, dass ak-

tenkundigerweise seine Äusserungen in den sozialen Medien den Aus-

schlag gaben, vorzeitig die Wiederholung der Personensicherheitsprüfung 

in die Wege zu leiten. 

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich zusammengefasst, dass 

beim Beschwerdeführer aufgrund der Summe der einzelnen Risikoquellen 

von einem relevanten Sicherheitsrisiko auszugehen ist, das eine negative 

Risikobeurteilung rechtfertigt. Dem Beschwerdeführer gelang es wieder-

holt nicht, lauernde Gefahren zu erkennen, diese adäquat einzuschätzen 

sowie geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Die Bejahung eines 

Sicherheitsrisikos ist daher angesichts der konkreten Umstände und der 

diesbezüglichen Praxis zwar streng, aber nicht zu beanstanden (zur Kog-

nition des Bundesverwaltungsgerichts vgl. E. 2). Dass die Vorinstanz auf 

A-1368/2023 

Seite 14 

eine Befragung von Personen in seinem Arbeitsumfeld verzichtete, ändert 

nichts daran. Die Vorinstanz forderte beim Arbeitgeber das Personaldos-

sier des Beschwerdeführers ein und konnte den Sachverhalt gestützt auf 

eine Würdigung der ihr vorliegenden Beweise, insbesondere auch auf die 

eingehende Befragung des Beschwerdeführers, sowie in antizipierter Be-

weiswürdigung als erstellt erachten. Soweit der Beschwerdeführer in sei-

nen Schlussbemerkungen auf einen ihm aus den Medien bekannten Fall 

verweist und geltend macht, die dort dargestellte Verfehlung liege schwe-

rer, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es sind jeweils die konkre-

ten Einzelfälle mit den ihnen eigenen Umständen zu beurteilen. 

6.  

Ein zweites Sicherheitsrisiko bejahte die Vorinstanz unter dem Titel «Re-

putationsverlust und Spektakelwert». Der im Fall des Eintretens eines Er-

eignisses resultierende negative Medien- oder Öffentlichkeitswert ist als 

sogenannter Spektakelwert bekannt. Bei dessen Beurteilung geht es nicht 

primär darum, den Staat vor allfälligen Blamagen zu schützen. Vielmehr 

soll materieller wie auch immaterieller Schaden präventiv abgewendet und 

das störungsfreie Funktionieren der betroffenen Institution beziehungs-

weise der Eidgenossenschaft als solcher gewahrt werden. Die Annahme 

eines Sicherheitsrisikos ist dann gerechtfertigt, wenn ein konkreter Zusam-

menhang zwischen dem vorgeworfenen Sicherheitsrisiko und der dadurch 

entstandenen Bedrohung des Institutionenvertrauens gegeben ist (vgl. 

statt vieler Urteil des BVGer A-777/2014 vom 30. Oktober 2014 E. 8). 

6.1 Die Vorinstanz führt aus, dass die (…), das (…) und die Eidgenossen-

schaft ein sogenanntes Institutionsvertrauen geniessen, das ihnen die Be-

völkerung entgegenbringe. Je höher die Reputation einer Institution, desto 

mehr Unterstützung geniesse sie im Allgemeinen in der Gesellschaft. Das 

Institutionsvertrauen beziehungsweise die Reputation korreliere gemäss 

Forschung hoch mit der subjektiv empfundenen Sicherheit der Bevölke-

rung und sei ein Gradmesser für die Stabilität des politischen Systems. Das 

von der Bevölkerung geschenkte Vertrauen sei gemessen an den subjek-

tiven Bewertungskriterien sehr leicht verletzbar respektive enorm empfind-

lich. 

Die Vorinstanz geht davon aus, dass die Eidgenossenschaft bei der Be-

schäftigung respektive Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers in sei-

ner Funktion als (…) bei der (…) mit entsprechendem regelmässigem Zu-

gang zu als «GEHEIM» klassifizierten Informationen und Material in Zu-

kunft nachteilig belastet werden kann. Da er insbesondere aufgrund seiner 

A-1368/2023 

Seite 15 

Verhaltensweise in den sozialen Medien aufgefallen sei, erhöhe sich die 

Wahrscheinlichkeit, dass ein negatives Ereignis eintreten werde. Ein mög-

licher daraus entstehender Schaden schätze sie als erheblich ein. Sie kam 

zum Schluss, dass im Falle der Weiterbeschäftigung der Spektakelwert 

und das Risiko eines allfälligen Reputationsverlustes als erhöht zu betrach-

ten seien. 

6.2 Der Beschwerdeführer hält entgegen, dass er als einer von wenigen 

Blutspendern des Kantons F._______ über 100 Blutspenden erreicht habe 

und dafür auch ausgezeichnet worden sei. Blutspenden als unentgeltlicher 

Dienst an der Allgemeinheit sei das Gegenteil von Spektakel, denn es rette 

Menschenleben. 

6.3 Der Beschwerdeführer legte ein unvorsichtiges Verhalten in den sozia-

len Medien an den Tag. Wie die Meldung der Drittperson zeigt, die Anlass 

für die in Frage stehende Personensicherheitsprüfung gab (vgl. Sachver-

halt Bst. B), sind aus der Kombination von Äusserungen des Beschwerde-

führers in den sozialen Medien und sonstigen dort publizierten Informatio-

nen Rückschlüsse auf seine Arbeitstätigkeit und seinen Arbeitgeber mög-

lich. Der Beschwerdeführer verwendete in den sozialen Medien mitunter 

ein gefälschtes «(…)-Profil». Eine Tageszeitung griff die Aktivitäten des Be-

schwerdeführers in den sozialen Medien auf und berichtete darüber. Dies 

zeigt die Gefahr eines negativen Medien- beziehungsweise Öffentlichkeits-

wertes für die Eidgenossenschaft als Arbeitgeberin des Beschwerdefüh-

rers nicht nur abstrakt, sondern im konkreten Fall auf. Dass die Vorinstanz 

aufgrund dieser Umstände auf einen erhöhten Spektakelwert und einen 

Reputationsverlust für die Schweizerische Eidgenossenschaft schloss, ist 

begründet und nachvollziehbar. 

7.  

7.1 Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit der Risikoerklärung. Die Vor-

instanz ist – wie jede Verwaltungsbehörde – an den Grundsatz der Verhält-

nismässigkeit gebunden (Art. 5 Abs. 2 BV). Die Verfügung muss demnach 

im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel, ein Sicher-

heitsrisiko und damit einen Schaden für die Eidgenossenschaft zu vermei-

den, geeignet und erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine 

gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den angestrebten Zweck 

ausreichen würde. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem ver-

nünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt werden (Zumutbarkeit, Verhältnismässigkeit im engeren 

A-1368/2023 

Seite 16 

Sinn). Bei der Beurteilung dieser Frage sind die sich gegenüberstehenden 

öffentlichen und privaten Interessen gegeneinander abzuwägen. Eine 

Massnahme erweist sich nur dann als zumutbar für einen Privaten, wenn 

sie durch ein das private Interesse überwiegendes öffentliches Interesse 

gerechtfertigt ist (Urteile des BVGer A-2013/2017 vom 14. November 2017 

E. 5.2.3, A-2499/2014 vom 1. Oktober 2014 E. 9.1 und A-912/2014 vom 

18. September 2014 E. 8.1, je m.w.H.). 

7.2 Die Vorinstanz bejaht die Verhältnismässigkeit der Risikoerklärung mit 

der Begründung, dass die Verhinderung des Zugangs zu besonders sicher-

heitsempfindlichen Informationen eine geeignete Massnahme darstelle, 

um eine Gefährdung auszuschliessen. Eine mildere Massnahme bestehe 

zwar im Erlass einer Sicherheitserklärung mit Auflagen. In diesem Zusam-

menhang stelle sich die Frage, ob die Mängel in den Bereichen Zuverläs-

sigkeit, Gefahrenbewusstsein und Vertrauenswürdigkeit durch eine enge 

Führung durch den Arbeitgeber zu korrigieren wären. Dies verneint sie 

gleichzeitig mit der Begründung, dass auch im Fall des Erlasses solcher 

Auflagen von einer nach wie vor mangelnden Integrität auszugehen sei, 

die nicht durch genannte Auflagen geheilt werden könnten, da es sich um 

personenimmanente Risikofaktoren handle. Aus ihrer Sicht seien keine 

wirksamen Auflagen erkennbar, denen die beschriebenen Sicherheitsrisi-

ken in adäquater und verhältnismässiger Weise begegnet werden könnten. 

7.3 Der Beschwerdeführer entgegnet, dass die Erforderlichkeit der Mass-

nahme nicht gegeben sei, da die erwähnten Sicherheitsvorfälle weit in der 

Vergangenheit liegen würden und ausserdem seinen Arbeitgeber nicht zu 

weiteren Massnahmen veranlasst hätten. Des Weiteren seien die Provo-

kationen auf Twitter nicht sicherheitsrelevant. 

7.4 Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Risikoerklärung eine ge-

eignete Massnahme darstellt, um zu verhindern, dass sich das festgestellte 

Sicherheitsrisiko (vgl. E. 5 und 6) verwirklicht. Es sind auch keine ander-

weitigen oder flankierenden Massnahmen ersichtlich, die das festgestellte 

Sicherheitsrisiko beheben und beseitigen würden, zumal der Vorinstanz 

darin beizupflichten ist, dass es sich um personenimmanente Risikofakto-

ren handelt. Auch macht der Beschwerdeführer keine anderen Auflagen 

geltend, mit denen dem festgestellten Sicherheitsrisiko begegnet werden 

könnte. Die Eignung und die Erforderlichkeit der erfolgten Risikoerklärung 

sind deshalb zu bejahen. Zu prüfen bleibt, ob die Risikoerklärung in Abwä-

gung der privaten und öffentlichen Interessen als zumutbar zu erachten ist. 

Es besteht ein öffentliches Interesse der Eidgenossenschaft, ihr Ansehen 

A-1368/2023 

Seite 17 

und ihre Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit zu wahren und zu stärken. 

Wie die Abklärungen der Vorinstanz gezeigt haben, ist beim Beschwerde-

führer insbesondere hinsichtlich des Gefahrenbewusstseins ein Sicher-

heitsrisiko auszumachen. Hinzu kommt, dass seine Aktivitäten in den sozi-

alen Medien ein erhebliches Potenzial für negative mediale Berichterstat-

tung bieten, woraus ein Reputationsverlust für die Institutionen des Bundes 

resultieren kann. Der Beschwerdeführer unterlässt es, näher zu begrün-

den, inwiefern seine privaten Interessen in besonderer und überwiegender 

Weise betroffen sein sollten. Die mit der Risikoerklärung verfolgten öffent-

lichen Interessen überwiegen vorliegend das private Interesse des Be-

schwerdeführers, zumal seine Funktion als besonders sicherheitsempfind-

lich einzustufen ist. Die angefochtene Risikoerklärung erweist sich damit 

als verhältnismässig. 

7.5 Unabhängig von seiner Relevanz für die Verhältnismässigkeitsprüfung 

ist dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach die relevanten Sicher-

heitsvorfälle bereits weit in der Vergangenheit liegen, Folgendes entgegen-

zuhalten: Die arbeitsrechtliche Ermahnung datiert vom 9. August 2019 und 

diese stützt sich wiederum auf die Ereignisse vom 29. November 2018 und 

12. Juni 2019. Zwischen dem letzten der beiden Ereignisse und dem Erlass 

der Risikoverfügung am 28. Februar 2023 verstrichen somit noch keine vier 

Jahre. Gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts können solche 

Vorfälle grundsätzlich frühestens dann in den Hintergrund treten, wenn sie 

mehr als vier bis fünf Jahre zurückliegen (vgl. Urteile des BVGer A-

5099/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 5.3, A-19/2016 vom 30. Juni 2016 

E. 4.2.4, A-2652/2015 vom 11. Mai 2016 E. 4.6.2 und A-2897/2014 vom 10. 

November 2014 E. 8.5). Entsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn die 

Vorinstanz in ihrer Einschätzung – und als einen unter mehreren Faktoren 

– die beiden Ereignisse miteinbezogen hat. 

8.  

Im Ergebnis hat die Vorinstanz zu Recht eine Risikoerklärung erlassen. Die 

Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist daher abzuweisen. 

9.  

9.1 Die Kosten des Verfahrens werden auf Fr. 800.– festgesetzt (Art. 1 ff., 

Art. 4 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind dem Beschwerde-

führer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit 

seinem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

A-1368/2023 

Seite 18 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer keine 

Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 

Abs. 1 VGKE). Ebenso wenig hat die obsiegende Vorinstanz einen An-

spruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Ge-

neralsekretariat VBS. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christine Ackermann Tobias Egli 

 

  

A-1368/2023 

Seite 19 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-1368/2023 

Seite 20 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde; zuhanden der be-

schwerdeberechtigten Instanz)