# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97a90c94-fd3f-5d13-ab3c-eef44cfa610f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 03.11.2025 BK 2025 499
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-499_2025-11-03.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 499

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 3. November 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiber Cathrein

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________ Regionale Staatsanwaltschaft 
Berner Jura- Seeland, Ländtestrasse 20, 2501 
E.________/Bienne

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, evtl. ver-
suchter schwerer Körperverletzung

Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalen Zwangsmass-
nahmengericht Berner Jura-Seeland vom 13. Oktober 2025
(ARR 25 145)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein Strafver-
fahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, evtl. versuchter schwerer Körperver-
letzung. Mit Entscheid vom 13. Oktober 2025 (ARR 25 145) ordnete das Regionale 
Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Zwangsmass-
nahmengericht) die Untersuchungshaft für einen Monat, d.h. bis zum 10. November 
2025, an. Dagegen erhob der Beschwerdeführer, amtlich verteidigt durch Rechts-
anwalt B.________, am 22. Oktober 2025 Beschwerde bei der Beschwerdekam-
mer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwer-
dekammer) und stellte folgende Anträge:
1. Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts Berner Jura-Seeland vom 13. Oktober 2025 

(ARR 25 145) über die Anordnung der Untersuchungshaft über Herrn A.________, geb. 
A.________1981 sei aufzuheben.

2. Auf die Anordnung der Untersuchungshaft über Herrn A.________, geb. A.________1981. sei zu 
verzichten und Herr A.________, sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen.

3. Eventualiter sei die Untersuchungshaft für die Dauer von maximal zwei Wochen (14 Tagen), d.h. 
bis zum 25. Oktober 2025 anzuordnen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Am 23. Oktober 2025 eröffnete die Verfahrensleitung ein Beschwerdeverfahren 
und gab dem Zwangsmassnahmengericht sowie der Generalstaatsanwaltschaft 
Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2025 teilte das 
Zwangsmassnahmengericht mit, dass es auf eine Stellungnahme verzichte bzw. 
auf den Entscheid vom 13. Oktober 2025 verweise und reichte die amtlichen Akten 
ARR 25 145 bei der Beschwerdekammer ein. Die Staatsanwaltschaft beantragte in 
ihrer delegierten Stellungnahme vom 27. Oktober 2025 die kostenpflichtige Abwei-
sung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 28. Oktober 2025 verzichtete die Verfah-
rensleitung auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels und wies darauf 
hin, dass allfällige Schlussbemerkungen innert zwei Tagen einzureichen seien.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c StPO können Entscheide über die 
Anordnung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde 
angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Anordnung der Unter-
suchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und 
somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht.

3

3.2 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, 
sondern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung 
des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belasten-
der und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend 
konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Per-
son daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines drin-
genden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungs-
verfahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das 
inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt 
keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachts haben das Haftgericht und die Beschwerdekammer weder ein eigent-
liches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzu-
greifen. Vorbehalten bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibeweises (vgl. 
zum Ganzen BGE 143 IV 330 E. 2.1; 143 IV 316 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 
7B_203/2024 vom 11. März 2024 E. 5.1; 7B_184/2024 vom 4. März 2024 E. 2.2; 
7B_928/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 4.1). Bei Beginn der Strafuntersuchung 
sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in späteren 
Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab an die 
Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stellen. Nach Durchführung der 
in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen muss eine Verurteilung als 
wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 
7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 3.6.2; 7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 E. 
5.2; 1B_232/2023 vom 30. Mai 2023 E. 3.2). 

3.3 Dem Beschwerdeführer wird versuchte vorsätzliche Tötung evtl. versuchte schwere 
Körperverletzung vorgeworfen, in dem er D.________ (nachfolgend: Geschädigter) 
in dessen Wohnung mit einem Trinkbecher aus Porzellan am Kinn und einem Mes-
ser am Hals verletzt haben soll.

3.4 Das Zwangsmassnahmengericht führt im angefochtenen Entscheid bezüglich Tat-
verdacht Folgendes aus:
Vorweg ist festzuhalten, dass sich das Verfahren noch ganz am Anfang befindet, weshalb an die Be-
gründung eines dringenden Tatverdachts keine überhöhten Anforderungen zu stellen sind. Dem 
Zwangsmassnahmengericht liegen mehrere Anhaltspunkte vor, die einen dringenden Tatverdacht be-
gründen. So leben die beschuldigte Person und die geschädigte Person in der gleichen Wohnung und 
unbestrittenermassen tranken sie dort am besagten Abend zusammen Alkohol. Beide waren alkoholi-
siert, was sich den Aussagen entnehmen lässt aber auch dem beim Beschuldigten durchgeführten Al-
koholtest. In den Akten befindet sich sodann ein Bericht betreffend die Behandlung des Geschädigten 
im E.________, wo der behandelnde Arzt ebenfalls die Alkoholisierung des Geschädigten festhält. 
Die geschädigte Person verlies sodann das Haus mit Verletzungen am Hals (die mutmassliche 
Schnittverletzung am Hals wurde mit 4 Einzelstichen genäht) und Kinn und beschuldigt A.________, 
ihn mit einem Becher geschlagen und mit einem Messer angegriffen zu haben. Vor Ort wurde ein ka-
putter Porzellanbecher gefunden, was zu den Verletzungen der geschädigten Person passt. Der Be-
schuldigte schildert seine eigene Überraschung über das Kaputtgehen des Porzellanbechers, obwohl 
dieser ihn gemäss eigenen Angaben auf den Tisch geworfen habe. Der Beschuldigte hat eine kleine-
re Schnittverletzung am Daumen davongetragen und gibt an, dass er sich diese beim Wegräumen der 

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Scherben geholt habe. Wobei er nur gerade ein einziges Scherbenstück weggeräumt habe. Entspre-
chend wurden denn auch noch einige Scherbenteile am Boden der Küche festgestellt. Schliesslich 
gibt der Geschädigte an, dass das Messer gewesen sei. Ein rotes Messer wurde im Zimmer des Be-
schuldigten gefunden. Dass im Spitalbericht - offenbar nicht zutreffend - steht, dass es sich bei Ge-
schädigtem und Beschuldigten um Arbeitskollegen handle, erscheint nicht widersprüchlich, wohnen 
die beiden doch tatsächlich in einer Art Arbeits-Wohngemeinschaft und spielt das für eine ärztliche 
Anamnese auch keine entscheidende Rolle. Es liegen nach dem Gesagten und im jetzigen Verfah-
rensstadium somit genügend konkrete Hinweise vor, dass sich der Beschuldigte zumindest der ver-
suchten schweren Körperverletzung schuldig gemacht haben könnte. Ein dringender Tatverdacht ist 
somit zu bejahen.
Die konkreten Einwände des Beschuldigten, wonach der Geschädigte sich eventuell selber verletzt 
habe und sich am Messer keinerlei Spuren finden liessen etc. werden anhand der bereits vorgesehe-
nen Ermittlungsschritte zu prüfen sein. Aus diesen weiteren Ermittlungsschritten wird sich ergeben, ob 
sich der dringende Tatverdacht weiter erhärten lässt oder nicht.

3.5 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen des dringenden Tatverdachts. So-
weit sich das Zwangsmassnahmengericht auf die Aussagen des angeblichen Op-
fers stütze, sei einzuwerfen, dass sich diese nicht im Haftantrag befänden. Sie sei-
en durch das Zwangsmassnahmengericht auch nicht ediert worden, obwohl es sich 
um ein unmittelbar verfügbares Beweismittel gehandelt habe. Infolgedessen könne 
sich das Zwangsmassnahmengericht auch nicht auf dieses Beweismittel stützen. 
Dieses Vorgehen verletze die prozessualen Rechtsgarantien des Beschuldigten, 
namentlich das rechtliche Gehör. Auf die Aussagen des angeblichen Geschädigten 
könne demnach nicht eo ipso abgestützt werden. Folglich verblieben lediglich die 
anderen Indizien, um einen dringenden Tatverdacht herzuleiten. Diese Indizien 
wiesen zwar klar auf einen Vorfall hin, aber mitnichten auf den Beschwerdeführer 
als angebliche Täterschaft. Einen dringenden Tatverdacht daraus ableiten zu wol-
len, gehe fehl. Weiter sei auch aus dem Rapport des Spitals kein dringender Tat-
verdacht des Beschuldigten herzuleiten. Es könne gesamtheitlich kein stimmiges 
Bild dahingehend gezeichnet werden, welches die Annahme eines dringenden Tat-
verdachts rechtfertige. Weiter sei darauf hinzuweisen, dass die Aussagen des Mit-
bewohners (F.________) ebenso keinen Tatverdacht verdichten könnten.

3.6 Die Staatsanwaltschaft verweist in der delegierten Stellungnahme betreffend den 
dringenden Tatverdacht auf die Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts 
vom 13. Oktober 2025. 

3.7 Die Beschwerdekammer gelangt zum Schluss, dass der dringende Tatverdacht 
vom Zwangsmassnahmengericht zu Recht bejaht wurde.

Einleitend ist festzuhalten, dass es nicht Aufgabe der Beschwerdekammer oder 
des Zwangsmassnahmengerichts ist, eine vertiefte Beweiswürdigung vorzuneh-
men. Im Haftverfahren genügt eine summarische Prüfung. Wie das Zwangsmass-
nahmengericht korrekt ausführt, befindet sich das Verfahren noch im Anfangsstadi-
um, weshalb an den dringenden Tatverdacht noch keine erhöhten Anforderungen 
zu stellen sind. Erst im Verlauf des Verfahrens und einer allfälligen Verlängerung 
der Untersuchungshaft hat sich der Tatverdacht – wenn überhaupt notwendig – zu 
verdichten. Das frühe Verfahrensstadium begründet sodann auch, weshalb die ers-
te Einvernahme mit dem Geschädigten nicht Bestandteil der Haftakten ist. Die Ein-

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vernahme mit dem Geschädigten fand am 12. Oktober 2025 statt und am frühen 
Morgen des 13. Oktobers 2025 reichte die Staatsanwaltschaft bereits den Haftan-
trag ein (vgl. Haftakten ARR 25 145, pag. 1). Der Beschwerdeführer wurde alsdann 
sowohl in der delegierten Einvernahme vom 12. Oktober 2025 als auch in der Ein-
vernahme im Rahmen der Hafteröffnung vom 12. Oktober 2025 mit den Aussagen 
des Geschädigten konfrontiert (delegierte Einvernahme des Beschwerdeführers 
vom 12. Oktober 2025, Z. 340-342, 378-379, 440-441, 492-520; Einvernahme des 
Beschwerdeführers anlässlich der Hafteröffnung vom 12. Oktober 2025, Z. 296-
297, 319-320) und wusste dementsprechend, was ihm von wem vorgeworfen wird. 
Entsprechend konnten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch das Zwangsmass-
nahmengericht die Aussagen des Geschädigten insoweit in ihre Begründung auf-
nehmen.

Unbestrittenermassen leben der Beschwerdeführer und der Geschädigte in dersel-
ben Wohnung und haben am 11. Oktober 2025 zusammen Alkohol getrunken. Aus 
dem Notfallbericht des E.________ vom 11. Oktober 2025 (vgl. Haftakten ARR 25 
145, pag. 5f.) ergibt sich, dass der Geschädigte am Hals eine drei Zentimeter lan-
ge, leicht klaffende Wunde sowie eine Wunde am Kinn und eine Schürfung am Be-
cken aufwies. Die Verletzungen des Geschädigten deuten auf einen Messerangriff 
hin, was sich auch mit den Aussagen des Geschädigten deckt, gemäss denen der 
Beschwerdeführer ihm einen Becher ans Kinn geworfen und ihn in der Folge mit 
einem Messer am Hals verletzt haben soll (vgl. delegierte Einvernahme mit dem 
Geschädigten vom 22. Oktober 2025, Z. 138-143). Vor Ort wurde ein kaputter Por-
zellanbecher gefunden, der die Aussagen des Geschädigten zusätzlich stützt. Der 
Beschwerdeführer selbst beschreibt, dass er den Becher auf den Tisch geworfen 
habe und dieser dabei zerbrochen sei (delegierte Einvernahme des Beschwerde-
führers vom 12. Oktober 2025, Z. 79-8, 99-100). Zu den Verletzungen des Ge-
schädigten äussert er sich nicht bzw. kann sich diese nicht erklären. Gemäss den 
Aussagen des Beschwerdeführers sei es zu keinem Streit gekommen (delegierte 
Einvernahme des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2025, Z. 188; Einvernahme 
des Beschwerdeführers anlässlich der Hafteröffnung vom 12. Oktober 2025, Z. 
279-280). Dies wird jedoch sowohl vom Geschädigten, der den Beschwerdeführer 
vor allem in angetrunkenem Zustand als aggressiv beschreibt (vgl. delegierte Ein-
vernahme des Geschädigten vom 22. Oktober 2025, Z. 77-84, 91), als auch von 
der befragten Auskunftsperson anders beschrieben (delegierte Einvernahme mit 
F.________ vom 15. Oktober 2025, Z. 75-77). Die Aussagen des Geschädigten 
decken sich auch insofern mit jenen der Auskunftsperson, als dass Thema des 
Streits der Ukraine-Krieg gewesen sein und der Beschwerdeführer sich für Putin 
und Russland ausgesprochen haben soll (vgl. delegierte Einvernahme des Ge-
schädigten vom 22. Oktober 2025, Z. 98-101; delegierte Einvernahme mit 
F.________ vom 15. Oktober 2025, Z. 145-146, 213-215). Gemäss den Aussagen 
des Beschwerdeführers sei es lediglich um Allgemeines gegangen und später habe 
der Geschädigte nationalsozialistische Gesten und Äusserungen gemacht (dele-
gierte Einvernahme des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2025, Z. 79, 201; 
Einvernahme des Beschwerdeführers anlässlich der Hafteröffnung vom 12. Okto-
ber 2025, Z. 283). Letzteres wurde von der Auskunftsperson mit keinem Wort er-
wähnt und der Beschwerdeführer widersprach sich gleich selbst. So habe er von 

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der Polizei von den Gesten und Äusserungen erfahren (delegierte Einvernahme 
des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2025, Z. 109-111) und nichts dergleichen 
gesehen oder gehört (delegierte Einvernahme des Beschwerdeführers vom 12. Ok-
tober 2025, Z. 117-118). Wie das Zwangsmassnahmengericht korrekt ausführt, 
schadet es der Glaubhaftigkeit des Geschädigten nicht, dass im Notfallbericht 
steht, dass die Verletzungen von einem Arbeitskollegen stammen. In Anbetracht 
der notwendigen und zu priorisierenden medizinischen Behandlung ist es möglich, 
dass zu diesem Zeitpunkt die Details zum Täter unter Umständen nicht präzise er-
fasst wurden, zumal sowohl Mutter- wie Verhandlungssprache des Beschwerdefüh-
rers G.________ (Sprache) sind. Entsprechend ist unklar, von wem das Wort «Ar-
beitskollege» effektiv stammt. Ohnehin ist es nicht Aufgabe des Spitals, den ur-
sächlichen Sachverhalt genauer zu untersuchen, und notorisch, dass sich – entge-
gen den Ausführungen der Verteidigung – Ärztinnen und Ärzte gerade nicht be-
wusst sind, dass ihre Berichte zu einer Evaluation von Tathergängen und -abläufen 
hinzugezogen werden (können). Im aktuellen Verfahrensstand deutet somit vieles 
darauf hin, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und dem Geschädigten zu 
einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Aufgrund der Verletzungen des Ge-
schädigten am Hals, am Kinn und am Rücken erscheinen seine Aussagen plausi-
bel. Der Beschwerdeführer hingegen vermag nichts darzulegen, um den Tatver-
dacht zu entkräften. Der dringende Tatverdacht wurde somit zu Recht bejaht.

4.

4.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c oder Abs. 1bis StPO voraus. Das 
Zwangsmassnahmengericht stützt sich vorliegend auf die Haftgründe der Fluchtge-
fahr (Bst. a) und der Kollusionsgefahr (Bst. b).

4.2 Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland (BGE 
143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_379/2019 vom 15. August 2019 
E. 6.1, 1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5, auch zum Folgenden). Bei der 
Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu 
berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht nur als mög-
lich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden 
Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für 
sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 2012 E. 3.3.2). 
Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten Lebens-
verhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden (vgl. zum Gan-
zen BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen). So ist es zulässig, die familiären und 
sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation und Schul-
den sowie private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches mit zu 
berücksichtigen (vgl. FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, a.a.O., N. 5 zu Art. 221 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_541/2017 vom 8. Januar 2018 E. 3.2, 1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1, 

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1B_285/2014 vom 19. September 2014 E. 3.3). Ein gewichtiges Indiz für Fluchtge-
fahr stellen auch unklare Wohn- und Arbeitsverhältnisse – insbesondere unzutref-
fende Angaben der beschuldigten Person dazu – dar (vgl. FREI/ZUBERBÜHLER 
ELSÄSSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, 
N. 17 zu Art. 221 StPO mit Hinweisen).

4.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht bejaht im angefochtenen Entscheid die Fluchtge-
fahr und führt dazu Folgendes aus: 
Das Zwangsmassnahmengericht hält fest, dass den Ausführungen der Staatsanwaltschaft zuge-
stimmt werden kann. Aufgrund der ausländischen Staatsangehörigkeit des Beschuldigten, des Feh-
lens familiärer und auch sonst engerer Beziehungen in der Schweiz und insbesondere der fehlenden 
sozialen Bindung zur Schweiz, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Beschuldigte im Falle 
einer Freilassung dem laufenden Strafverfahren und der drohenden Strafe in der Schweiz durch 
Flucht ins Ausland oder durch Untertauchen in der Schweiz entziehen würde. Ihm droht im Falle einer 
Verurteilung überdies die obligatorische Landesverweisung. Vor diesem Hintergrund ist die Fluchtge-
fahr ausgeprägt. Damit ist der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. 
a StPO zu bejahen

4.2.2 Der Beschwerdeführer verzichtete in seiner Beschwerde auf Ausführungen zur 
Fluchtgefahr abgesehen davon, dass dieser mit Ersatzmassnahmen zu begegnen 
sei (vgl. hierzu E. 5 nachfolgend).

Gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO hat die Person, die das Rechtsmittel ergreift, genau 
anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen an-
deren Entscheid nahe legen und welche Beweismittel sie anruft. Zumal sich der 
Beschwerdeführer zur Fluchtgefahr nicht äussert, kommt er seiner Begründungs-
pflicht nicht nach, soweit er diesen Teil des erstinstanzlichen Entscheides überprüft 
haben will. Diesbezüglich erfolgt daher nur eine summarische Prüfung.

4.2.3 Die Staatsanwaltschaft hält in ihrer Stellungnahme fest, dass die ausgeprägte 
Fluchtgefahr im angefochtenen Entscheid bejaht worden sei, seither hätten sich die 
Umstände nicht geändert.

4.2.4 Mit dem Zwangsmassnahmengericht gelangt die Beschwerdekammer zum 
Schluss, dass der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben ist.

Angesichts der im Raum stehenden Delikte (versuchte vorsätzliche Tötung, evtl. 
versuchte schwere Körperverletzung) ist davon auszugehen, dass dem Beschwer-
deführer im Falle einer Verurteilung eine massive Freiheitsstrafe droht. Hinzu 
kommt, dass sowohl die vorsätzliche Tötung als auch die schwere Körperverlet-
zung im Katalog von Art. 66a StGB enthalten sind, weshalb beim Beschwerdefüh-
rer ein obligatorischer Landesverweis grundsätzlich zur Debatte steht. Es ist ge-
richtsnotorisch, dass wer mit einer Ausweisung aus der Schweiz zu rechnen hat 
oder bereits weggewiesen wurde, regelmässig kaum mehr einen Anlass sieht, sich 
weiterhin dem Verfahren zu stellen, selbst wenn er eigentlich die Schweiz gar nicht 
verlassen will (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_353/2013 vom 4. November 2013, 
E. 4.2). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer keine engen Bindungen zur 
Schweiz aufweist. Er hält sich erst seit 2021 hier auf und pflegt Kontakte in die 
Heimat. Er spricht lediglich ein bisschen Deutsch und kein Französisch. Es er-
scheint daher durchaus realistisch, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Haft-

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entlassung die Schweiz verlässt und sich somit den möglichen Straffolgen entzieht. 
Unter Berücksichtigung der Schwere der drohenden Sanktion, des realistischen 
Szenarios einer Entfernung aus der Schweiz sowie der persönlichen Umstände des 
Beschwerdeführers ist die Fluchtgefahr des Beschwerdeführers zu bejahen.

4.3 Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr ist gegeben, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass der Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel 
einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b 
StPO). Verdunkelung kann nach der bundesgerichtlichen Praxis insbesondere in 
der Weise erfolgen, dass sich die beschuldigte Person mit Zeugen, Auskunftsper-
sonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie 
zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel 
beseitigt. Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass die be-
schuldigte Person die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder 
gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, dass sie kolludieren könnte, genügt indes-
sen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen 
vielmehr konkrete lndizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. 
Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen 
Einzelfalls zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; Urteile des Bundesgerichts 
7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.3.2; 7B_1028/2023 vom 12. Januar 2024 
E. 8.1; 7B_417/2023 vom 4. September 2023 E. 3.1 mit Hinweisen). Konkrete An-
haltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich aus dem bisherigen Ver-
halten der beschuldigten Person im Strafprozess, aus ihren persönlichen Merkma-
len, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sach-
verhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr und den sie belas-
tenden Personen ergeben. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche 
Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art 
und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der 
Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung 
zu tragen. Je weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der 
Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, desto höhere Anforderungen sind an 
den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; Urteile 
des Bundesgerichts 7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.3.2; 7B_1028/2023 
vom 12. Januar 2024 E. 8.1; 7B_985/2023 vom 4. Januar 2023 E. 4.2 mit Hinwei-
sen). Fehlende (vollumfängliche) Geständigkeit kann bei der Beurteilung der Kollu-
sionsgefahr eine Rolle spielen, auch wenn sie, für sich allein genommen, eine sol-
che nicht zu begründen vermag. Dies steht nicht im Widerspruch zum Aussage-
verweigerungsrecht (Urteile des Bundesgerichts 7B_69/2024 vom 21. Februar 
2024 E. 3.3.2; 7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 4.2.1 f. mit Hinweisen). 

4.3.1 Im angefochtenen Entscheid hält das Zwangsmassnahmengericht zur Kollusions-
gefahr Folgendes fest:
Das Zwangsmassnahmengericht hält fest, dass den Ausführungen der Staatsanwaltschaft gefolgt 
werden kann. Es stehen noch einige Ermittlungen an und man befindet sich in einem frühen Verfah-
rensstadion. In der aktuellen Phase steht Aussage gegen Aussage und es kommen einige weiteren 
Spuren hinzu. Es gibt eine weitere, unter Umständen bezeugende, Person (F.________), welche 
noch zu befragen sein wird. Es besteht die konkrete Gefahr, dass auf diese Beweismittel eingewirkt 

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werden könnte, zumal gemäss dem Geschädigten, der Beschuldigte ihm gegenüber bereits Drohun-
gen ausgestossen habe.

4.3.2 Der Beschwerdeführer führt diesbezüglich aus, dass die Kollusionsgefahr «wegzu-
fallen hat», da am 22. Oktober 2025 auch das angebliche Opfer parteiöffentlich 
einvernommen worden sei. 

4.3.3 Die Staatsanwaltschaft verweist in ihrer Stellungnahme auf den Umstand, dass 
sich der Beschwerdeführer und der Geschädigte eine Wohnung teilen und damit 
die Kollusionsgefahr weiterhin bestehe.

4.3.4 Die Beschwerdekammer gelangt zum Schluss, dass der besondere Haftgrund der 
Kollusionsgefahr aktuell nicht bejaht werden kann.

Die Kollusionsgefahr wird im Haftantrag vom 13. Oktober 2025 sowie im Entscheid 
des Zwangsmassnahmengerichts vom selben Tag damit begründet, dass sich der 
Beschwerdeführer mit den noch zu befragenden Personen absprechen und so Ein-
fluss auf die Ermittlungsergebnisse nehmen könnte. Sowohl der Geschädigte (am 
22. Oktober 2025) als auch die Auskunftsperson (am 15. Oktober 2025) wurden in-
zwischen parteiöffentlich einvernommen. Im aktuellen Verfahrensstand ist daher 
nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer noch Möglichkeit zu Kollusions-
handlungen hätte. Allein der Umstand, dass die drei einvernommenen Personen in 
einer Wohngemeinschaft leben, stellt für sich gesehen keinen ausreichenden 
Grund dar, die Kollusionsgefahr zu bejahen. Die Drohungen des Beschwerdefüh-
rers gegenüber dem Geschädigten scheinen lediglich im Zusammenhang mit des-
sen Alkoholkonsum aufzutreten (vgl. delegierte Einvernahme mit dem Geschädig-
ten vom 22. Oktober 2025, Z. 91-101) und sind daher nicht als Versuch zu werten, 
den Geschädigten zu beeinflussen. Da auch die Staatsanwaltschaft in ihrer Stel-
lungnahme keine weiterführenden Argumente zur Kollusionsgefahr aufführt bzw. 
keine neue Begründung liefert, ist diese im aktuellen Verfahrensstand zu vernei-
nen.

4.4 Insgesamt bestehen konkrete Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer sich der 
ihm drohenden Strafe durch Flucht entziehen könnte. Vor diesem Hintergrund ist 
ein Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO zu bejahen.

5.

5.1 Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum 
gleichen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). Gemäss Art. 31 Abs. 3 BV und 
Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene Person überdies 
Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder 
während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige 
Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung dieses Grundrechts dar. 
Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden frei-
heitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der 
Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der un-
tersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange 

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erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Fall einer rechtskräftigen 
Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehenden Sanktion 
rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1).

5.2 Das Zwangsmassnahmengericht führt diesbezüglich aus, dass derzeit keine Er-
satzmassnahmen ersichtlich sind, welche geeignet wären, Flucht- und Kollusions-
gefahr wirksam zu begegnen.

5.3 Der Beschwerdeführer führt aus, dass Ersatzmassnahmen zu verhängen seien, die 
der Kollusionsgefahr – wie beispielsweise ein Kontakt- oder Rayonverbot – wirk-
sam entgegenwirken können. Die Haft sei somit lediglich bis zum 25. Oktober 2025 
anzuordnen und der Beschuldigte anschliessend aus der Haft zu entlassen. Sube-
ventualiter seien Ersatzmassnahmen zu verhängen, die der angenommenen 
Fluchtgefahr entgegenwirken können.

5.4 Die Staatsanwaltschaft führt aus, dass vorliegend keine Ersatzmassnahmen er-
sichtlich seien, welche der ausgeprägten Fluchtgefahr wirksam begegnen könnten.

5.5 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 13. Oktober 2025 in Untersuchungs-
haft. Ohne dem Sachgericht vorgreifen zu wollen, droht in Anbetracht der im Raum 
stehenden Delikte (versuchte vorsätzliche Tötung, evtl. versuchte schwere Körper-
verletzung) offensichtlich noch keine Überhaft. 

5.6 Mildere Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO, welche die bestehende, erhebli-
che Fluchtgefahr hinreichend zu bannen vermögen, sind keine zu erkennen. Sol-
che wurden auch vom Beschwerdeführer ohnehin nicht konkret bzw. bloss in all-
gemeiner Weise beantragt (vgl. zudem das Urteil des Bundesgerichts 1B_297/2019 
vom 3. Juli 2019 E. 5.1 mit Hinweisen, wonach Ersatzmassnahmen für Haft zwar 
geeignet sein können, einer gewissen, niederschwelligen Fluchtneigung Rechnung 
zu tragen. Bei ausgeprägter Fluchtgefahr erweisen sie sich jedoch in der Regel als 
nicht ausreichend). Die angeordnete Untersuchungshaft erweist sich somit auch 
aus Verhältnismässigkeitsaspekten als rechtens.

6. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen sind sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmengericht 
den Haftantrag der Staatsanwaltschaft vom 13. Oktober 2025 gutgeheissen hat 
und die Dauer der Untersuchungshaft auf einen Monat festgelegt hat. Die Be-
schwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

7. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, be-
stimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für ihre Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das ur-
teilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird am Ende des Verfahrens durch 
die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________ Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland, Gerichtspräsi-

dent H.________ (mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 3. November 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Der Gerichtsschreiber:

Cathrein

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.