# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73abf3e9-8450-5fb3-841e-12762bc74b6e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.05.2016 SB150502
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150502_2016-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150502-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, lic. iur. Ruggli und lic. iur. 

Burger sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Heuberger Golta 

Urteil vom 27. Mai 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, 

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

sowie 

 

B._____, 

Privatkläger 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 

25. September 2015 (DG150128) 

- 2 - 

__________________________ 
 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. April 

2015 (Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB 
in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB; 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; 

− der Gehilfenschaft zum Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 25 StGB; 

− der Gehilfenschaft zur Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 
StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB; 

− des Fahrens ohne Führerausweis oder trotz Entzug im Sinne von 
aArt. 95 Ziff. 2 SVG. 

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverlet-

zung (Faustschlag mit einem Gegenstand gegen das Auge) im Sinne von 

Art. 122 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 333 Tage durch Haft erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

5. a) Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 

aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatz-

pflichtig ist.  

- 3 - 

b) Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit den Mitbeschul-

digten C._____ und D._____ verpflichtet, dem Privatkläger Schadener-

satz in der Höhe von Fr. 50.50 zuzüglich 5 % Zins ab 20. September 

2015 zu bezahlen. 

c) Der Privatkläger wird mit seinen übrigen Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

6. Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit den Mitbeschuldigten 

C._____ und D._____ verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 12'000.– zuzüglich 

5 % Zins ab 20. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbe-

trag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:  

Fr. 1'500.–   Gebühr Anklagebehörde  

Fr.     Kanzleikosten Untersuchung  

Fr. 93.60   Auslagen Untersuchung (Gutachten)  

Fr. 25'579.25   amtliche Verteidigung 

Fr. 3'317.95   unentgeltliche Vertretung des Privatklägers. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, inkl. 

der Spruchgebühr des Beschlusses des Obergerichts des Kantons Zürich, 

III. Strafkammer, vom 12. Februar 2015 in der Höhe von Fr. 1'200.–, dem 

Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Pri-

vatklägerschaft werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die Kos-

ten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

9. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 

sowie der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers wird mit separatem 

Beschluss entschieden. 

10./11. (Mitteilungen/Rechtsmittel) 

 

- 4 - 

Berufungsanträge: 

Des Verteidigers des Beschuldigten A._____ (Urk. 96 S. 2) 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil der Vorinstanz hinsichtlich der Dis-

positivziffern 1-2 sowie 5-11 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Es sei der Beschuldigte A._____ mit einer Freiheitsstrafe von 36 Mona-

ten unter Anrechnung von 333 Tagen, erstanden durch Haft, zu bestra-

fen. 

3. Es sei der teilbedingte Vollzug anzuordnen, wobei 12 Monate zu voll-

ziehen seien und 24 Monate unter Ansetzung einer Probezeit von 

3 Jahren aufzuschieben seien. 

 Eventualantrag: 

Es sei der teilbedingte Vollzug anzuordnen, wobei höchstens 

18 Monate zu vollziehen seien und mindestens 18 Monate unter An-

setzung einer Probezeit von 3 Jahren aufzuschieben seien. 

Anschlussberufungsanträge: 

der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (Urk. 97 S. 1): 

Der Beschuldigte A._____ sei in Bestätigung des Schuldspruches des Be-

zirksgerichts Zürich vom 25. September 2015 mit einer 4-jährigen Freiheits-

strafe zu bestrafen. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 25. September 2015 gegen das 

eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Ab-

teilung, vom 25. September 2015 fristgerecht die Berufung anmelden (Urk. 73; 

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Art. 399 Abs. 1 StPO). Die begründete Urteilsausfertigung wurde am 27. Novem-

ber 2015 verschickt und ging am 30. November 2015 beim amtlichen Verteidiger 

des Beschuldigten ein (Urk. 82/2). Mit Schreiben vom 9. Dezember 2015, hierorts 

eingegangen tags darauf, reichte dieser in der Folge rechtzeitig die schriftliche 

Berufungserklärung ein, wobei er einzig die Dispositivziffern 3 und 4 des vor-

instanzlichen Urteils anfocht, mithin nur die Strafzumessung (Urk. 84; Art. 399 

Abs. 3 StPO). Mit Verfügung vom 15. Dezember 2015 wurde dem Privatkläger 

und der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich Frist zur Erhebung einer An-

schlussberufung angesetzt (Urk. 85). Die Staatsanwaltschaft erhob eine solche 

mit rechtzeitiger Eingabe vom 4. Januar 2016 (Urk. 87 i.V.m. Urk. 89/3; Art. 401 

Abs. 1 StPO). Der Privatkläger liess sich nicht vernehmen. 

1.2. Mit Beschluss der Kammer vom 20. Januar 2016 wurde auf Ersuchen des 

Privatklägers festgestellt, dass das vorinstanzliche Urteil in Bezug auf Dispositiv-

ziffer 6 (Genugtuung des Privatklägers) in Rechtskraft erwachsen war (Urk. 91; 

Urk. 90/2). 

1.3. Am 9. März 2016 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 27. Mai 2016 

vorgeladen. Nach dieser Verhandlung, zu welcher heute der Beschuldigte und – 

im gleichzeitig verhandelten Verfahren SB150513-O – der Mitbeschuldigte 

C._____, beide in Begleitung ihrer amtlichen Verteidiger, sowie der … Staatsan-

walt … erschienen sind (Prot. II S. 5), ist das Verfahren spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1. Das bezirksgerichtliche Urteil blieb hinsichtlich der Dispositivziffern 1 

(Schuldsprüche), 2 (Freispruch), 5 (Schadenersatz), 7 und 8 (Kostenfestsetzung 

und -auflage) sowie 9 (Kostenentscheid amtliche Verteidigung) unangefochten 

(Urk. 84 S. 2; Urk. 96 S. 3). In Ergänzung zum Beschluss vom 20. Januar 2016 

(vgl. oben Erw. 1.2.) ist somit vorab festzustellen, dass der Entscheid der Vor-

instanz insoweit in Rechtskraft erwachsen ist (Schmid, StPO-Praxiskommentar, 

2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, Art. 402 N 1; vgl. auch Art. 437 StPO). 

- 6 - 

2.2. Die Verteidigung moniert, dass die Staatsanwaltschaft mit der Anschluss-

berufung eine Freiheitsstrafe von 48 Monaten beantrage, während sie vor Vor-

instanz noch 42 Monate verlangt habe. Sie fragt, inwieweit es zulässig sei, in ers-

ter Instanz einen Antrag zu stellen und dann im Falle des mehr oder weniger ge-

glückten Ausgangs durch einen anderen Staatsanwalt der gleichen Amtsstelle in 

der nächsten Instanz einfach eine höhere Strafe zu beantragen. Sie meint, dass 

die Anschlussberufung einzig zum Zweck eingereicht worden sei, um den Be-

schuldigten zu einem Rückzug seiner Berufung zu bewegen (Urk. 96 S. 3 f.). 

Hat eine Partei gegen das erstinstanzliche Urteil rechtzeitig die Berufung erklärt, 

so können die anderen Parteien gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO innert Frist 

Anschlussberufung erklären. Die Anschlussberufung ist grundsätzlich nicht auf 

den Umfang der Hauptberufung beschränkt. Sie fällt dahin, wenn die Berufung zu-

rückgezogen oder nicht auf sie eingetreten wird (Art. 401 Abs. 2 und 3 StPO). Mit 

der Anschlussberufung soll die Berufungsinstanz in die Lage versetzt werden, ei-

ne umfassende Würdigung des Anklagesachverhalts und insbesondere der 

Rechtsfolgen – bzw. hier: des Strafmasses – vorzunehmen. Mit der Anschlussbe-

rufung kann die Staatsanwaltschaft das Verbot der reformatio in peius aufheben. 

In der Botschaft wird tatsächlich die Vermutung geäussert, dass seitens der 

Staatsanwaltschaft in der Praxis die Anschlussberufung nicht selten deshalb ein-

gelegt werde, um die beschuldigte Person zum Rückzug der eigenen Berufung zu 

bewegen. Um diese Fälle einzuschränken, ist die Staatsanwaltschaft auch dann 

verpflichtet, persönlich an der Berufungsverhandlung teilzunehmen, wenn sie An-

schlussberufung erhoben hat (Art. 405 Abs. 3 lit. b StPO). Bleibt sie trotz Vorla-

dung aus, gilt die Anschlussberufung als zurückgezogen (BSK StPO-Eugster, 

2. Auflage 2014, Art. 401 N 3 m.w.H.). 

Vor diesem klaren gesetzlichen Hintergrund sind Klagen über die Zulässigkeit der 

erhobenen Anschlussberufung nicht gerechtfertigt. Das Risiko der Ausfällung ei-

ner höheren statt einer tieferen Strafe im Berufungsverfahren ist vom Beschuldig-

ten hinzunehmen. Das Gericht hat die Strafe nach den gesetzlichen und unge-

schriebenen Rechtssätzen unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zu bemessen. Es verbleibt jedoch eine individuelle Komponente im richter-

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lichen Rechtsakt (BSK StGB-Wiprächtiger/Keller, 3. Auflage 2013, Art. 47 N 13). 

Dieselbe individuelle Komponente ist auch dem Strafantrag der Staatsanwalt-

schaft inne, weshalb dem die Anschlussberufung führenden Leitenden Staatsan-

walt ohne Weiteres zuzugestehen ist, eine höhere Strafe als angemessen zu er-

achten als der ursprünglich fallführende Staatsanwalt. Es ist schliesslich auch le-

gitim, wenn der Leitende Staatsanwalt wegen des Strafmasses allein zunächst 

keine selbständige Berufung erklärt, sich dann aber einem vom Beschuldigten ini-

tiierten Berufungsverfahren anschliesst, weil er – wie vorliegend – eben doch eine 

leicht höhere Strafe für angemessen hält. 

3. Strafzumessung 

3.1. Parteistandpunkte 

a) Die Verteidigung wendet gegen das Strafmass der Vorinstanz ein, dass die 

Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift für eine mehrfache versuchte schwere 

Körperverletzung und weitere Delikte eine Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren bean-

tragt habe. Die Vorinstanz habe den Beschuldigten aber vom Vorwurf der mehrfa-

chen versuchten schweren Körperverletzung freigesprochen und nur auf eine ein-

zige versuchte schwere Körperverletzung erkannt. Mit anderen Worten sei die 

Anzahl der Deliktsvorwürfe signifikant verändert worden, was auch zu einer Re-

duktion der Strafhöhe hätte führen müssen. Sodann habe die Vorinstanz den Um-

stand, dass der Beschuldigte sich vor Schranken umfassend geständig und 

schuldig erklärt habe, nicht ausreichend gewürdigt. Die Vorinstanz habe ausge-

blendet, dass sich der Beschuldigte infolge seiner Alkoholisierung zum Tatzeit-

punkt nicht an alle Details habe erinnern können und nur deshalb keine Details 

habe schildern können. In einseitiger Art und Weise seien Strafzumessungsgrün-

de zum Nachteil des Beschuldigten aufgezählt worden, und dabei sei geflissent-

lich ausgeblendet worden, dass sich der Beschuldigte selber bei der Polizei ge-

stellt habe, dass er sich sehr wohl geständig und reuig gezeigt habe und dass er 

insbesondere erklärt habe, die Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. 

Dass er dem Privatkläger keine schriftliche Entschuldigung zugeschickt habe, 

nachdem dieser keinen Kontakt gewünscht habe, könne ihm nicht wirklich zum 

Nachteil gereichen. Auch diese Umstände hätten bei einer objektiveren Betrach-

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tung zu einer Reduktion der beantragten Strafe führen müssen (Urk. 84 S. 2 f.; 

Urk. 96 S. 3 ff.). 

b) Die Staatsanwaltschaft hält in ihrer Anschlussberufung dafür, dass – wenn man 

mit der Vorinstanz im Rahmen der Tatkomponente bei der im Zentrum stehenden 

versuchten schweren Körperverletzung von einem erheblichen Tatverschulden 

ausgehe – die Einsatzstrafe im Lichte des anwendbaren ordentlichen gesetzli-

chen Strafrahmens, der eine Höchststrafe von 10 Jahren Freiheitsstrafe vorsehe, 

auf ca. 70 Monate Freiheitsstrafe zu bemessen sei, und nicht auf 54 bis 60 Mona-

te (vgl. vorinstanzliches Urteil, Urk. 83 S. 52). Wenn man dann beim erwähnten 

Tatbestand den Versuch berücksichtige, ferner den Strafschärfungsgrund des Zu-

sammentreffens mehrerer Straftaten, und schliesslich die täterbezogenen Straf-

zumessungsgründe, die die Vorinstanz zutreffend erkannt und gewichtet habe, so 

erscheine insgesamt eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren dem Verschulden des Be-

schuldigten angemessen. Vorbehalten blieben Strafzumessungsaspekte, welche 

sich bis und mit der obergerichtlichen Berufungsverhandlung allenfalls noch ergä-

ben (Urk. 87). 

3.2. Strafrahmen 

Der Strafrahmen für das schwerste Delikt, die schwere Körperverletzung im Sinne 

von Art. 122 StGB, liegt bei Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe 

nicht unter 180 Tagessätzen. Die Deliktsmehrheit wegen der weiteren erfüllten 

Straftatbestände (Hausfriedensbruch i.S.v. Art. 186 StGB, Diebstahl i.S.v. Art. 139 

Ziff. 1 StGB, Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB und Fahren ohne 

Führerausweis oder trotz Entzug i.S.v. aArt. 95 Ziff. 2 SVG) wirkt sich grundsätz-

lich strafschärfend aus (Art. 49 Abs. 1 StGB). Da es sodann bezüglich der schwe-

ren Körperverletzung beim Versuch blieb, kann das Gericht die Strafe mildern 

(Art. 22 Abs. 1 StGB). Zu einer obligatorischen Strafmilderung führt sodann die 

Gehilfenschaft betreffend den Diebstahl und die Sachbeschädigung (Art. 25 

StGB). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird der ordentliche Strafrah-

men durch Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe indessen nicht automa-

tisch erweitert, worauf dann innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach den 

üblichen Zumessungskriterien festzusetzen wäre. Der ordentliche Strafrahmen ist 

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nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die 

betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde er-

scheint. Das Gericht ist jedoch verpflichtet, Strafschärfungs- und Strafmilderungs-

gründe im Rahmen des ordentlichen Strafrahmens straferhöhend bzw. -mindernd 

zu berücksichtigen (BGE 136 IV 55 E. 5.8). Vorliegend sind keine aussergewöhn-

lichen Umstände ersichtlich, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens ge-

bieten würden. Die Strafe ist deshalb unter Berücksichtigung der vorliegenden 

Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe innerhalb des ordentlichen Strafrah-

mens von Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 

180 Tagessätzen festzulegen. 

3.3. Allgemeine Regeln der Strafzumessung 

a) Innerhalb des massgebenden Strafrahmens ist die Strafe nach dem Verschul-

den des Täters zu bemessen (Art. 47 StGB). Der Begriff des Verschuldens muss 

sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftaten be-

ziehen. Zu unterscheiden ist zwischen der Tat- und der Täterkomponente (vgl. im 

Weiteren Urk. 83 S. 50). 

b) Hat der Beschuldigte durch mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so ist gestützt auf das Asperationsprinzip ge-

mäss Art. 49 Abs. 1 StGB für die Strafzumessung von der Tat mit der höchsten 

Strafandrohung auszugehen und für diese eine hypothetische Einsatzstrafe fest-

zulegen, wobei diese dann aufgrund der weiteren Tathandlungen, welche je sepa-

rat verschuldensmässig zu beleuchten sind, angemessen zu erhöhen ist. 

3.4. Versuchte schwere Körperverletzung als schwerstes Delikt (Anklagezif-

fer 2.1.) 

3.4.1. Tatkomponente 

a) Es ist vorauszuschicken, dass die Anklage (Urk. 42) auf Seite 3 (Ziff. 2.1.1. und 

2.1.2.) erwähnt, dass der Beschuldigte dem Privatkläger B._____ zu Beginn – 

gleich nach dem Telefonanruf an den Mitbeschuldigten D._____ – die Faust ge-

gen das linke Auge geschlagen und ihn dann in den Schwitzkasten genommen 

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und zu Boden gedrückt habe. Kurz darauf habe der Beschuldigte A._____ dem 

Privatkläger B._____ mit der Faust erneut ins Gesicht geschlagen und ihn im obe-

ren Bereich des linken Auges getroffen. Wie die Vorinstanz bereits verbindlich 

festgestellt hat (vgl. Urk. 83 S. 7), ist davon auszugehen, dass die Staatsanwalt-

schaft diese Tathandlungen nicht zur Anklage bringen wollte bzw. diesen keine 

eigenständige Bedeutung zumass, obgleich in der Tat diskutabel erschiene, ob es 

sich dabei um zusätzlich begangene Körperverletzungsdelikte gehandelt haben 

könnte. 

b) Sodann ist zu rekapitulieren, welche Teile der Anklage die Vorinstanz als er-

stellt erachtet hat: 

1. Es ist dies zum einen der Schlag des Beschuldigten A._____ mit der in 

seinem Turnbeutel befindlichen vollen Whiskyflasche gegen den Kopf 

des Privatklägers B._____ (Anklage S. 4 Ziff. 2.1.3.), wobei allerdings 

nur von einer 0,35-Liter-Flasche (statt von 0,7 l) ausgegangen und zu-

dem als nicht erstellt erachtet wurde, welche Verletzungen (Riss-

quetschwunde am Hinterkopf oder Fraktur des Augenhöhlen- bzw. Or-

bitabodens) der Privatkläger B._____ durch diesen Schlag erlitt (vgl. 

Urk. 83 S. 43). 

2. Zum anderen ist es der kraftvolle Faustschlag des Beschuldigten 

A._____ am Schluss der Auseinandersetzung gegen das linke Auge 

des Privatklägers B._____, wobei die Vorinstanz allerdings als nicht er-

stellt erachtete, dass der Beschuldigte A._____ dabei einen harten Ge-

genstand (gemäss Anklage ein Feuerzeug o.ä.) in der Hand gehalten 

habe, der ca. 2,5 bis 3 cm aus seiner Faust hervorgestanden sei, wel-

chen er dem Privatkläger sozusagen ins Auge gerammt habe ("… holte 

aus und schlug damit den Geschädigten B._____ so kraftvoll gegen 

das linke Auge…"; Urk. 24 Ziff. 2.1.4.; vgl. auch Urk. 65 S. 7 Antwort 4). 

Ebenfalls als nicht erstellt erachtete die Vorinstanz die gemäss Anklage 

aus diesem Faustschlag resultierende Verletzung (Fraktur des Augen-

höhlenbodens, vgl. Urk. 83 S. 45 letzter Absatz). 

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c) Festzuhalten ist auch, dass die Vorinstanz den Beschuldigten A._____ zwar 

nur wegen einfacher (statt mehrfacher) versuchter schwerer Körperverletzung 

schuldig sprach, aber nicht etwa, weil sie, wie die Verteidigung behauptet, die 

"Anzahl der Deliktsvorwürfe signifikant verändert" hätte (Urk. 84 S. 2). Vielmehr 

taxierte sie den Übergriff zumindest ab dem Moment, als der Beschuldigte mit den 

anderen herbeigeeilten Tätern zusammen auf den Privatkläger B._____ einprü-

gelte, als Handlungseinheit, womit eine zusätzliche Bestrafung wegen (versuch-

ter) einfacher Körperverletzung im Zusammenhang mit dem finalen Faustschlag 

ins Auge des Opfers ausscheide (Urk. 83 S. 48 m.H. auf BGE 131 IV 94). Sie er-

wog, dass der mit diesem Delikt verbundene Unrechtsgehalt durch die Bestrafung 

des Beschuldigten A._____ wegen (versuchter) schwerer Körperverletzung abge-

golten sei (a.a.O. m.H. auf Urteil SE070010 des Obergerichts des Kantons Zürich 

vom 28. September 2007, E. III.2.b.). 

d) Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen der objektiven Tatschwere bzw. beim 

"Ausmass des Erfolges" zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte A._____ dem 

Privatkläger B._____ im Rahmen der nächtlichen Auseinandersetzung auf der ... 

zunächst in brutaler Weise seinen Turnbeutel mit einer vollen 0,35-Liter-

Glasflasche Ballantine's Whisky mit Schwung über den ungeschützten Hinterkopf 

schlug, so dass die Flasche über dem Schädel des Privatklägers B._____ zer-

brach. Für eine bildhaftere Vorstellung dieses Vorgangs seien hier nochmals die 

entsprechenden Aussagen der Beteiligten wiedergegeben. Der Mitbeschuldigte 

E._____ führte am 9. April 2015 aus: "A._____ drehte sich noch einmal zum Geschädigten. 
Wahrscheinlich war er noch nicht zufrieden mit dem, was geschehen war, und schlug dem Geschä-

digten eine Tasche mit einer Flasche drin über den Kopf", und weiter: "Als ich A._____ weggezo-

gen hatte, riss er sich von meinem Griff los, wandte sich wieder dem Geschädigten zu und schwang 
in der Drehung den Beutel aus. Sie traf den Geschädigten auf den Kopf" (Urk. 9/2 Ziff. 11 und 

18, bestätigt in Anwesenheit des Beschuldigten A._____ anlässlich der vo-

rinstanzlichen Hauptverhandlung in Urk. 62 S. 5 f.). Der Mitbeschuldigte D._____ 

hatte den Schlag mit der Flasche zwar nicht selber mitbekommen (Urk. 7/6 

Ziff. 23), schilderte aber am 31. Oktober 2014 Folgendes: "Gesehen habe ich das nicht. 
Aber A._____ berichtete mir davon: Er erzählte mir, dass er einen kleinen Rucksack dabei gehabt 

habe, dass dort drin eine kleine Flasche Alkohol gewesen sei. Und diesen Rucksack habe er dem 

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Geschädigten mit Schwung "rüber gezogen". Und A._____ sagte mir dann, dass er befürchtete, 

dass etwas Schlimmes passiert sei, da die Flasche im Rucksack dann kaputt gegangen war. Darum 
sagte er mir, dass ich nichts sagen dürfe, dass er mich sonst umbringen würde" (Urk. 7/2 S. 7 

Ziff. 23, bestätigt in Anwesenheit des Beschuldigten A._____ in Urk. 5/6 S. 13). 

Der Privatkläger B._____ führte dazu am 29. September 2014 aus: "Irgendwann ha-
be ich hinten auf den Kopf von einem Gegenstand einen Schlag erlitten. […] Nach diesem Schlag 

[…] fiel ich zu Boden und es wurde mir schwarz. Ich sah kurz die Sterne" (Urk. 4/1 Ziff. 8), und 
anlässlich der Konfrontationseinvernahme am 15. Januar 2015: "Auf einmal, ich hatte 

die Hände immer noch schützend über dem Kopf, die Seiten meines Kopfes waren von meinen 
Händen geschützt, da wurde ich mit einem sehr harten Gegenstand auf den Hinterkopf geschlagen. 

Für einen ganz kurzen Moment – ich glaube, es war ein ganz kurzer Moment – wurde mir schwarz 

und ich fiel auf die Knie, den Bauch. Dann kam ich wieder zu mir. Ich hatte immer noch die Hände 
schützend über meinem Kopf. Es wurde immer noch voll auf mich eingeprügelt"; "Fäuste sind schon 

auch hart, aber das war ganz klar ein harter Gegenstand. Das war keine Faust, die nachgibt. Ich 
dachte zuerst, es sei ein Stock gewesen" (Urk. 4/2 Ziff. 12 und 18). Eine Flasche ist an 

sich schon ein gefährlicher Gegenstand (vgl. auch BGE 135 IV 152 in Pra 99 

(2010) Nr. 11 Ziff. 2.3.2.2.: "Einer hilflos am Boden liegenden Person banden-

mässig mehrfache Schläge gegen den Kopf zu versetzen und sie insbesondere 

mit Fäusten, Füssen und gefährlichen Objekten, wie einer Glasflasche, zu traktie-

ren, kann in der Tat zu einer schweren Körperverletzung und unter Umständen 

sogar zum Tod führen."), in Kombination mit der Hebelwirkung eines geschwun-

genen Turnbeutels wird das Gefährdungspotential aber noch um ein Vielfaches 

vergrössert. Das Tatvorgehen des Beschuldigten weist sodann hinterhältige Züge 

auf, indem er zunächst zumindest einen seiner Kollegen telefonisch zur Unter-

stützung herbeirief (wobei er aber, da er zuvor auch dabei gestanden hatte ["Ich 

war dort mit den Jungs, F._____, D._____ und so; Urk. 5/4 Ziff. 8], ganz genau 

wusste, dass D._____ nicht alleine, sondern eben mit "ein paar" Kollegen beim 

Sindi stand; vgl. Urk. 5/1 Ziff. 2; Urk. 5/3 Ziff. 5) und dann das nota bene 

Fr. 4'499.– teure Velo des Privatklägers (vgl. Urk. 14/7) am Lenker festhielt und 

den Privatkläger so an einer Flucht hinderte, bis seine Unterstützer eintrafen. Die 

Tat erscheint im Weiteren auch als besonders verwerflich und feige, weil das Op-

fer dabei wehrlos auf dem Bauch am Boden lag, und geradezu niederträchtig mu-

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tet an, dass der Beschuldigte den Schlag mit der Flasche ausführte, während das 

Opfer gleichzeitig von seinen Kollegen mit Fäusten und Tritten traktiert wurde (vgl. 

Urk. 24 S. 3 f.), dass er sich also die Rückendeckung seiner Kollegen verschafft 
hatte, um den Privatkläger B._____ ohne Gegenwehr malträtieren zu können ("Da 

habe ich den D._____ angerufen; ich dachte, D._____ würde das für mich regeln, da ich ja schon 
getrunken hatte" [Urk. 5/2 S. 3]; "Ich bin nicht einer, der schlegelt, und D._____ sollte mir helfen, 

damit ich nicht doof dastehe vor meiner Freundin" [Urk. 20/9 S. 2]). In diesem Sinne muss 

und darf das Handeln der Mitbeschuldigten vorliegend für die Strafzumessung ei-

ne Rolle spielen. Dass sich der Beschuldigte aber, wie die Vorinstanz erwog 

(Urk. 83 S. 51), das Tathandeln der Mitbeschuldigten D._____ und C._____ "an-

rechnen" lassen müsse, trifft nicht zu, da im vorliegenden Fall kein mittäterschaft-

liches Handeln und auch kein Angriff angeklagt wurden. – Sodann verabreichte 

der Beschuldigte A._____ dem Privatkläger B._____ einen weiteren Schlag, in-

dem er ihn am Hinterkopf an den Haaren packte und dessen Kopf vom Boden 

hob. Mit der geschlossenen Faust holte er aus und schlug sie dem Privatkläger 

B._____ kraftvoll ins linke Auge. Er tat dies ganz am Schluss der Auseinanderset-

zung, als der Privatkläger B._____ nach wie vor wehrlos, aber nunmehr von den 

zahllosen am ganzen Körper, hauptsächlich an Gesicht und Kopf (Urk. 4/2 S. 9 

Ziff. 16), erlittenen Fausthieben und Fussschlägen definitiv geschwächt und mit 

verschlagenen Augen am Boden lag – und nachdem die übrigen Mitbeschuldigten 

bereits von ihm abgelassen hatten und davongerannt waren (so der Privatkläger 

am 15. Januar 2015: "Auf einmal – so glaubte ich – rannten alle weg. Aber einer war noch da. 
Ich sah nur noch verschwommen, mit dem linken Auge sah ich gar nichts mehr, es war geschwol-

len, mit dem rechten Auge nur noch verschwommen. Bevor das geschah, was ich jetzt erzähle, ha-

be ich schon viele Schläge auf das linke Auge bekommen. Es war schon geschwollen, so dass ich 
mit dem linken Auge praktisch nichts mehr gesehen habe." […] "Mit der einen Hand hielt er meinen 

Kopf an den Haaren hoch, mit der anderen Hand holte er aus und rammte (es) mir mit voller Wucht 
in das linke Auge. Es fühlte sich an wie ein Messer. Ich dachte, er hat mir das Auge ausgestochen. 

Es hat höllisch geschmerzt, geblutet" (Urk. 4/2 S. 7). Auch diese Tat des Beschuldigten 

– sozusagen die finale Bestrafung des bereits völlig zusammengeschlagenen, 

wehrlos am Boden liegenden Opfers (vgl. zum Motiv sogleich Erw. e)) – manifes-

tiert eine sehr grosse Aggressivität und zeugt von einem beträchtlichen Mass an 

- 14 - 

krimineller Energie. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass es lediglich 

einer glücklichen Fügung zu verdanken ist, dass die Geschehnisse vom 

20. September 2014 keinen für den Privatkläger B._____ unmittelbar lebensge-

fährlichen Verlauf nahmen bzw. keine bleibenden schweren Verletzungen verur-

sachten. Auch wenn nicht als erstellt gilt, welche genauen physischen Auswirkun-

gen die Schläge des Beschuldigten A._____ auf den Privatkläger B._____ hatten, 

können die gesamthaften Folgen des Angriffes für diesen nicht unerwähnt blei-

ben. Er erlitt aufgrund des gewalttätigen Einwirkens die in der Anklageschrift um-

schriebenen Verletzungen (Kronenfraktur der beiden linken Schneidezähne, 

Rissquetschwunde am Hinterkopf, dislozierte Fraktur des Augenhöhlenbodens 

links, Hirnerschütterung sowie Prellungen am Knie und Kiefergelenk links) und 

musste insbesondere am linken Auge operativ versorgt werden, wobei ihm ein pa-

tientenindividuelles Titanimplantat eingesetzt wurde, welches ihn zeitlebens be-

gleiten wird. Im Augenbereich sind gemäss ärztlichem Befund des Zentrums für 

Zahnmedizin (Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Oralchirurgie) 

vom 6. November 2014 wichtige Strukturen wie Blutgefässe oder Nerven immer in 

unmittelbarer Nähe vorhanden. Wenn keine ärztliche Versorgung stattgefunden 

hätte, wäre mit einem dauerhaften Schaden des linken Auges zu rechnen gewe-

sen. Ohne Operation hätte es zu erheblichen Sehstörungen mit Doppelbildern 

kommen können (Urk. 13/11). Der Privatkläger B._____ erklärte auf Befragen, es 

sei einfach alles sehr schmerzhaft gewesen. Die Operation selber sei für ihn die 

Hölle gewesen, er habe so etwas noch nie erlebt. Vor allem nachher das Morphi-

um (Urk. 4/2 Ziff. 36). Bei schlechter Witterung spüre er das Titanimplantat mal 

stärker, mal schwächer; wenn er Sport mache und sein Blutdruck steige, habe er 

Schmerzen. Beim Velofahren und bei starkem Fahrtwind fühle es sich an, wie 

wenn Wellen durch sein Auge gehen würden, was sich störend auswirke (Urk. 65 

S. 3). Neben den physischen Folgen litt der Privatkläger zumindest bis zum Zeit-

punkt der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 23. September 2015 – somit 

ein ganzes Jahr lang – nach wie vor unter psychischen Spätfolgen des gewalttäti-

gen Übergriffs, was der Beschuldigte A._____ mit seinen Schlägen mitverschuldet 

hat. Der Privatkläger B._____ befand sich damals aufgrund einer posttraumati-

schen Belastungsstörung nach wie vor in psychotherapeutischer Behandlung. 

- 15 - 

Dort hatte er auch Ängste davor geäussert, von der Bande weiter verfolgt oder 

bedroht zu werden, weil ein Täter offenbar bereits in U-Haft sitze und der Haupt- 

oder die Mittäter ihn ja auf der Strasse wiedererkennen könnten. Er meide seither 

den Kreis 5, … und Umgebung (Urk. 69/8, insb. S. 2). Vor Vorinstanz führte der 

Privatkläger B._____ aus, dass er psychisch noch immer leide (Urk. 65 S. 3). Eine 

Sichtung der Video-Aufnahme der vorinstanzlichen Einvernahme (Urk. 65a) un-

terstützt die Glaubwürdigkeit des Privatklägers und die Glaubhaftigkeit seiner 

Vorbringen. Als er zu Beginn darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Be-

schuldigten und deren Verteidiger die Verhandlung vom Nebenzimmer aus per 

Video-Übertragung mitverfolgen (vgl. Urk. 65 S. 1) und ihn somit sehen könnten, 

schloss er merklich und sichtlich gequält einen Moment lang die Augen (Urk. 65a, 

am Anfang). In der Folge sagte er ernsthaft und zugleich zurückhaltend aus, in-

dem er auch zugab, wenn er etwas nicht (mehr) wusste oder sich nicht sicher 

war. Auch zögerte er keinen Moment mit der Bejahung der Ergänzungsfrage des 

Verteidigers, ob er im Hinblick auf die Hauptverhandlung seine früheren Aussa-

gen nochmals durchgelesen habe (Urk. 65, insb. S. 9). Mit der Vorinstanz ist dem 

Verteidiger auf dessen Einwand, dass die Ausführungen des Privatklägers nicht in 

sich stimmig, sondern vielmehr das Resultat blosser Wiederholungen seien 

(Prot. I S. 13), somit entgegenzuhalten, dass das Gericht sich selbst davon über-

zeugen konnte, dass der Privatkläger bestrebt war, wahrheitsgemäss auszusagen 

und nicht wie vorgeworfen bloss memorisierte Aussagen aus früheren Einver-

nahmen zu wiederholen. Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten ist in 

Anbetracht all dieser Umstände als erheblich einzustufen, was bei Annahme einer 

vollendeten schweren Körperverletzung eine Einsatzstrafe von rund 60 Monaten 

bzw. 5 Jahren angemessen erscheinen liesse. 

e) Bei der subjektiven Tatschwere spielen grundsätzlich nebst der Frage einer 

verminderten Schuldfähigkeit das Motiv und weitere subjektive Verschuldens-

komponenten eine Rolle. 

Um das Motiv des Beschuldigten A._____ ergründen zu können, ist das Randge-

schehen näher zu beleuchten. Aus den Ausführungen seiner Freundin G._____, 

mit der er auf der ... auf einem Bänkchen sass, erhellt, dass es entgegen 

- 16 - 

A._____s Aussagen in der Hafteinvernahme keineswegs einfach ein schöner 

Abend hätte sein sollen und er mit seiner Freundin "ganz normal" habe reden und 

trinken wollen (Urk. 20/9 S. 2; Prot. II S. 15). Vielmehr führte G._____ am 

8. Januar 2015 in Anwesenheit des Beschuldigten aus, dass sie und ihr Freund 

kurz vorher Streit gehabt hätten, weil er eine andere gehabt habe (was der Be-

schuldigte in der Berufungsverhandlung konkludent bestätigte, vgl. Prot. II S. 15). 

Deshalb sei sie hässig und traurig gewesen. Es sei eine blöde Zeit gewesen. We-

gen des Streits hätten sie auf der ... zum Reden abgemacht. G._____ bestätigte 

im Weiteren ihre Aussagen anlässlich ihrer Haftanhörung, wonach sie ein biss-

chen genervt gewesen sei, da der Beschuldigte schon angetrunken gewesen sei, 

und sie – als er aufgestanden und auf den Velofahrer zugegangen sei – gewusst 

habe, dass ihr Freund ein bisschen aggressiv gewesen sei, da er ein bisschen 

angetrunken gewesen sei. Zu ihren weiteren Aussagen in der Haftanhörung, wo-

nach sie sich vorerst nicht habe einmischen wollen, weil ihr Freund sie schliess-

lich auch schon geschlagen habe und gewalttätig sei, wollte G._____ in Anwe-

senheit des Beschuldigten keine Aussagen machen (Urk. 6/4 S. 3 ff.; Urk. 6/3 

S. 2). Jedoch geht selbiges in aller Deutlichkeit aus den Vorakten betreffend 

Häusliche Gewalt, Körperverletzungen, Drohungen etc. zum Nachteil von 

G._____ hervor (Urk. 17/1-4, insb. Urk. 17/3 S. 16 ff. [Anhörungen von G._____ 

und A._____ [Anerkennung der Vorwürfe] vom 4. April 2014 betreffend Verlänge-

rung Rayon- und Kontaktverbot], Urk. 17/1 S. 12 ff. und 17/4 S. 3 ff. [Ausschnitte 

SMS-/Chat-Verkehr], Urk. 17/1 S. 15 und Urk. 17/4 S. 10 ff. [Fotos von G._____ 

mit Verletzungen/Prellungen]). 

Vor diesem Hintergrund – Streit des Beschuldigten A._____ mit der Freundin, An-

getrunkenheit, Aggressivität – erscheint die Schilderung des Privatklägers 

B._____ zum Hergang der Auseinandersetzung (die der Beschuldigte im Wesent-

lichen so bestätigte, z.B. in Urk. 5/1 Ziff. 17: "Ich schubste ihn. Vielleicht hat alles wegen 
mir angefangen") absolut plausibel. Er führte mehrfach gleichbleibend aus, dass er 

an jenem Abend mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei. Im Lebensmittelladen 

bei der ... (Sindi Markt) habe er eine Cola gekauft, die er auf einem der Bänkchen 

auf der ... habe trinken wollen. Es sei ihm dann aber aufgefallen, dass die Bank, 

auf welcher er gesessen sei, klebrig gewesen sei und nach Urin gestunken habe. 

- 17 - 

Er sei aufgestanden, habe sein Fahrrad gepackt und es mit dem Licht Richtung 

Bank gedreht. Die Bank sei voll verspritzt gewesen. In diesem Moment sei ein 

Mann von der hinteren Bank in – wie er gehört habe – schnellem, aggressivem 

Schritt auf ihn zugekommen. Er habe ihn sehr aggressiv gefragt: "Wer bisch Du? 

Was machsch Du da? Wie Polizei". Er, der Privatkläger, habe sich gedacht, dass 

er besser von dort weggehen sollte. Als er habe losfahren wollen, habe ihn der 

andere irgendwo an seinem Pullover gepackt. Er habe probiert, ruhig zu bleiben. 

Während er auf dem Fahrrad ganz langsam weitergefahren sei ("In jenem Moment 
war ich mir der Gefahr noch nicht bewusst. Ich hätte einfach weggehen, wegfahren können. Das 

habe ich aber nicht gemacht. Ich hatte Angst, dass sich der Mann mir von hinten nähern und sich 
auf mich stürzen könnte", Urk. 4/2 S. 5; "Ich wollte nicht Vollgas losfahren, weil ich Angst hatte, 

er würde mich von hinten angreifen", Urk. 65 S. 4), sei der andere neben ihm hergelau-

fen und habe ihn immer noch festgehalten. Er habe gezittert und zum anderen 

gesagt, dass er bitte keinen Fehler machen solle. Der andere habe erkannt, dass 

er Angst gehabt habe ("Ich glaube, er hat die Angst gerochen", Urk. 4/2 S. 5). Er habe 

ihn weiter festgehalten, bis sie zum letzten Bänkchen gekommen seien. Dort sei 

seine blonde Freundin gesessen. Er habe dann angehalten, und der andere auch. 

Dann habe der andere sein iPhone hervorgenommen und jemanden angerufen. 

Er habe – wobei er sich bezüglich des Namens nicht mehr sicher sei – gesagt: 

"H._____, komm schnell, Problem ...". Da habe er erst richtig die Gefahr erkannt. 

Er habe ihn gefragt, was das solle, er habe ihm ja nichts gemacht. Der andere 

habe darauf sehr aggressiv, provozierend, gesagt: "… und so". Er habe nur noch 

weg gewollt. Der andere habe dann seinen Pulli losgelassen, aber dann mit der 

anderen Hand sein Velo festgehalten ("Ich wollte dann das Weite suchen. Er hat das ge-

merkt. Er hat mich dann losgelassen und mit beiden Händen das Velo festgehalten", Urk. 65 

S. 4). Er sei vom Velo gestiegen und habe – nachdem er dem anderen zwei oder 

drei Mal gesagt habe, dass er das Velo loslassen solle ("Ich wusste, jetzt kommen dann 
welche", Urk. 4/2 S. 5) – dann fest am Fahrrad gerissen, worauf dieses umgefallen 

sei. Da habe ihn der andere wieder am Pullover ergriffen und ihn dann nicht mehr 

losgelassen. Als er, der Privatkläger B._____, selber an seinem Pulli gezogen ha-

be, habe ihn der andere das erste Mal mit der Faust auf sein linkes Auge ge-

schlagen. Dann habe zunächst der Beschuldigte A._____ ihn, den Privatkläger 

- 18 - 

B._____, zu Boden gerissen und ihn von oben im Schwitzkasten gehalten. Es sei 

ihm dann aber gelungen, die Oberhand zu gewinnen ("Ich bekam Panik, lag halb auf 

dem Bauch, kniete. Es gelang mir, ihn zu überwältigen. Ich konnte ihn auf den Bauch umdrehen, ich 
war voller Adrenalin, darum konnte ich ihn locker überwältigen", Urk. 4/2 S. 6) und seinerseits 

den Beschuldigten auf den Boden zu legen. Darauf sei seine Freundin ebenfalls 

hinzugekommen und habe geschrien, dass er ihn loslassen solle. Sie habe ver-

sucht, ihn vom Beschuldigten loszureissen. Er habe losgelassen, während der 

andere ihn immer noch am Ärmel festgehalten habe. Der andere sei dann frei 

gewesen, worauf wieder ein Faustschlag, wiederum auf sein linkes Auge, ge-

kommen sei. Darauf habe es auch schon von allen Seiten unzählige harte 

Fusstritte und Faustschläge gehagelt. Irgendwann hätten sich die Schritte ent-

fernt, nur der Mann vom Anfang sei immer noch da gestanden. Er habe ihn an der 

Stimme erkannt, denn bevor er ihm den finalen Faustschlag ins Auge gegeben 

habe, habe er zu ihm gesagt: "Ich ha dir gseit, du söllsch mir säge, wer du bisch" 

(Urk. 4/1 S. 1 ff.; Urk. 4/2 S. 4 ff.; Urk. 65 S. 3 ff.). 

Was somit das Motiv des Beschuldigten A._____ anbelangt, so wird evident, dass 

er den Streit mit dem Privatkläger B._____ aus einem völlig nichtigen Grund vom 

Zaun brach. Er selber hatte abgesehen vom Velolicht des Beschuldigten, das ihn 

gestört habe (Urk. 5/1 S. 2; Urk. 60 S. 5 ["Er ist mit dem Licht direkt auf mich zugefah-

ren"]), einmal erklärt, der Privatkläger habe ihn "auch angeschaut, irgendwie ag-

gressiv", er habe sich provoziert gefühlt (Urk. 5/6 S. 5), und einmal gar noch er-

klärt, dass der Privatkläger "eine komische Stimme" gehabt habe (Urk. 20/9 S. 2). 

Es scheint somit, als ob der Beschuldigte geradezu darauf gewartet hätte, seine 

Aggressionen grundlos an irgendetwas abreagieren zu können. Wer aber aus pu-

rer Aggressivität einen zufällig daherkommenden unbeteiligten Dritten, der es ge-

wagt hat, ihn mit seinem Velolicht zu stören, brutal zusammenschlägt, der handelt 

aus Gründen, die sich sehr belastend, mithin deutlich verschuldenserhöhend, 

auswirken.  

Leicht verschuldensreduzierend fällt demgegenüber ins Gewicht, dass der Be-

schuldigte, wie die Vorinstanz bereits verbindlich festgehalten hat, hinsichtlich des 

Schlages mit der Whiskyflasche mit Eventualvorsatz handelte (Urk. 83 S. 46 oben 

- 19 - 

i.V.m. S. 48 oben). Beim finalen Faustschlag ins Auge handelte er jedoch direkt-

vorsätzlich. 

Was den Alkoholisierungsgrad des Beschuldigten angeht, so gab er am 26. No-

vember 2014 an, bis um ca. 15 oder 16 Uhr in Spreitenbach gearbeitet zu haben. 

Danach sei er dort zu einem Kiosk gegangen und habe zwei bis drei grosse 

(Halbliter-)Büchsen Bier gekauft, welche er auf der Zugfahrt nach Zürich getrun-

ken habe. Er habe an diesem Tag nicht gegessen gehabt und sei deshalb schnell 

besoffen gewesen. Bei der Hardbrücke sei er ausgestiegen und habe auch dort 

am Kiosk Bier gekauft; die genaue Stückzahl wisse er nicht mehr. Am Abend ha-

be er sich "schon ein wenig besoffen" gefühlt, nicht so gut. Er trinke fast jeden 

Tag Alkohol; ein bis zwei Biere, bis er zu Hause sei. Zu Hause trinke er jeweils 

auch ein Bier. Ein Alkoholproblem habe er "eigentlich nicht" (Urk. 5/4 S. 2 f.) Am 

8. Januar 2015 führte der Beschuldigte aus, dass er nach der Arbeit drei bis vier 

Biere getrunken habe. Dann sei er zu Hause angekommen, wo er auch noch ge-

trunken habe und dann mit Bier wieder aufgebrochen sei. Beim Sindi Markt habe 

er "wohl" auch noch etwas getrunken (Urk. 5/5 Ziff. 9 ff.). Am 9. April 2015 sagte 

er aus, dass er an jenem Tag, bevor er seine Kollegen getroffen habe, drei oder 

vier Dosen Bier getrunken habe. Danach habe er mit den Kollegen weitergetrun-

ken; sie hätten eine oder zwei Flaschen dabei gehabt (welchen Inhalts, blieb hier 

offen; Urk. 5/7 Ziff. 11 ff.). Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung er-

klärte der Beschuldigte, dass er, soviel er wisse, bis 16.00 Uhr gearbeitet habe. 

Nach der Arbeit habe er ein Bier gekauft und sei zum Bahnhof gegangen. Dort 

habe er ein weiteres Bier getrunken, im Zug dann ein drittes Bier. An der Halte-

stelle Hardbrücke sei er ausgestiegen, wo er nochmals ein Bier gekauft habe. 

Dann sei er nach Hause gegangen, um zu duschen. Dann sei er wieder hinaus 

gegangen und habe nochmals ein Bier genommen. Insgesamt habe er fünf bis 

sechs Bier getrunken. Zudem habe er mit Kollegen ein paar Gläser Whisky ge-

trunken (Urk. 60 S. 4). In der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte zu Pro-

tokoll, dass er am Nachmittag mit Bier angefangen und irgendwann, so glaube er, 

Whisky getrunken habe (Prot. II S. 16). – Der Beschuldigte war somit zum Tat-

zeitpunkt offenkundig alkoholisiert, was eine enthemmende Wirkung auf ihn ge-

habt haben dürfte. Von einer reduzierten Schuldfähigkeit ist mit der Vorinstanz 

- 20 - 

(Urk. 83 S. 52) hingegen nicht auszugehen: Zwischen dem Beginn seines Kon-

sums von etwa zwei bis drei Litern Bier, dem Weitertrinken mit den Kollegen (wo-

bei lange unklar blieb, ob und was dort getrunken wurde; auch in der Berufungs-

verhandlung sprach der Beschuldigte zunächst nur davon, dass er glaube, Whis-

ky getrunken zu haben; Prot. II S. 16) und dem Zusammentreffen mit dem Privat-

kläger lagen immerhin rund sechs bis sieben Stunden. Der Beschuldigte handelte 

adäquat und war nicht nur in der Lage, per Handy Verstärkung anzufordern und 

den Privatkläger mittels Festhalten des Velolenkers in der Zwischenzeit am Weg-

gehen zu hindern, sondern auch, den Privatkläger gezielt (gegen den Kopf bzw. 

das Auge) zu schlagen. Die Feinmotorik funktionierte also noch. Eine Beeinträch-

tigung seiner Steuerungsfähigkeit kann somit entgegen der Verteidigung, die von 

einer "massiven" Alkoholisierung (Urk. 70 S. 21) ausgeht, nach alledem nicht an-

genommen werden. Entgegen der Verteidigung (Urk. 70 S. 21 Ziff. 110) hat auch 

der Privatkläger nie von einer Alkoholisierung des Beschuldigten A._____ gespro-

chen. Im Übrigen hat auch die Freundin G._____ nur davon gesprochen, dass der 

Beschuldigte "angetrunken" bzw. "ein bisschen angetrunken" – und nicht betrun-

ken – gewesen sei (Urk. 6/3 S. 2). Auf Frage, wie sich dieses "ein bisschen Ange-

trunkensein" denn konkret geäussert habe, erklärte G._____: "Wir sind zwei Jahre 

zusammen, deshalb bemerke ich, wenn er etwas getrunken hat" (Urk. 6/4 S. 4). 

Auch aus dieser Aussage lässt sich nicht schliessen, dass der Beschuldigte sehr 

betrunken gewesen wäre, im Gegenteil: Wäre er massiv alkoholisiert gewesen, 

hätte G._____ nicht auf ihre zweijährige Erfahrung mit dem Beschuldigten verwei-

sen müssen, welche sie erst dazu befähigt habe, zu merken, dass er etwas ge-

trunken hatte.  

Zusammengefasst überwiegen im Rahmen der subjektiven Tatschwere die ver-

schuldenserhöhenden (Motiv) die verschuldensreduzierenden (Eventualvorsatz 

betreffend Schlag mit der Flasche) Aspekte deutlich. Es resultiert hieraus eine Er-

höhung der Einsatzstrafe, wie sie aufgrund der objektiven Tatschwere allein als 

geboten erschiene (60 Monate), auf rund 70 Monate Freiheitsstrafe. 

f) In einem nächsten Schritt ist zu berücksichtigen, dass die Tat nicht vollendet 

wurde, wohl aber der entsprechende Versuch. Gemäss bundesgerichtlicher 

- 21 - 

Rechtsprechung ist der vollendete Versuch strafmindernd zu veranschlagen, wo-

bei das Mass der zulässigen Reduktion der Strafe unter anderem von der Nähe 

des tatbestandsmässigen Erfolgs und den tatsächlichen Folgen der Tat abhängt 

(BGE 121 IV 49 ff., 54). Wie bereits erwähnt, ist es vorliegend einzig glücklichen 

Umständen zuzuschreiben, dass der Schlag mit der Flasche gegen den Kopf des 

Privatklägers nicht zu unmittelbar lebensgefährlichen bzw. bleibenden Verletzun-

gen (offener Schädelbruch, Hirnverletzungen etc.) führte. Damit lag der tatbe-

standsmässige Erfolg im Tatzeitpunkt nahe. Die versuchte Tatbegehung fällt vor 

diesem Hintergrund nur leicht ins Gewicht, was eine Reduktion um etwa einen 

Viertel geboten erscheinen lässt. 

In Würdigung der objektiven und subjektiven Tatschwere der versuchten schwe-

ren Körperverletzung als schwerstem Delikt erscheint somit eine Einsatzstrafe 

von rund 52 Monaten Freiheitsstrafe angemessen. 

3.4.2. Täterkomponente 

a) Zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lässt sich den Akten 

entnehmen, dass er am tt. Mai 1989 in Zürich geboren wurde, Kosovo-Albaner mit 

serbischem Pass ist und über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Seine El-

tern liessen sich scheiden, als er 12 Jahre alt war. Der Vater ist heute arbeitslos 

und IV-Rentner. Der Beschuldigte wuchs in Zürich mit einer Schwester und zwei 

Brüdern auf und besuchte daselbst die Primarschule, die Sekundarschule B und 

C (je nach Leistungsstufe) und das 10. Schuljahr. Eine Berufsausbildung absol-

vierte er in der Folge nicht; vielmehr wollte er wegen Geldproblemen der Familie 

sofort voll arbeiten gehen. Er war bei diversen Arbeitgebern als Lagerist tätig und 

verdiente monatlich zwischen ca. Fr. 3'800.– und Fr. 4'200.– netto, zuletzt bei ... 

in Spreitenbach zu einem monatlichen Einkommen von Fr. 4'200.–. Diese Stelle 

wurde ihm ca. per Juli 2015 gekündigt (Urk. 70 S. 20 Rz. 107), nachdem er vom 

28. Oktober 2014 bis zum 25. September 2015 (vgl. Urk. 72) in Untersuchungs-

haft gesessen hatte. Vor der Untersuchungshaft lebte der Beschuldigte abwech-

selnd bei seinem Bruder an der …gasse in Zürich, bei seiner Schwester, die be-

reits verheiratet sei und ein Kind und eine eigene Wohnung habe, und ab und zu 

auch bei seiner Mutter, und gab ab und zu monatlich zwischen Fr. 700.– und 

- 22 - 

Fr. 1'000.– an die Wohnkosten ab. Heute lebt er mit seiner Mutter zusammen. 

Diese bezahlt die Miete von Fr. 1'700.–; der Beschuldigte gibt ihr "etwas ab". Am 

17. Mai 2016 hat er eine von einem Temporärbüro vermittelte Anstellung bei ... 

als Lagerist bzw. Staplerfahrer angetreten. Er erklärte, nachher eine Festanstel-

lung in Aussicht zu haben. Der Beschuldigte hat ungefähr Fr. 5'000.– Schulden in 

Form von unbezahlten Krankenkassenprämien. Die Beziehung zu G._____ zer-

brach während der Untersuchungshaft; eine neue Freundin hat der Beschuldigte 

nicht (Urk. 5/7 Ziff. 96 ff.; Urk. 20/9 S. 4 f.; Urk. 60 S. 1 ff.; Prot. II S. 8 ff.). Aus den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergeben sich keine strafzumes-

sungsrelevanten Faktoren. 

b) Gemäss Strafregisterauszug (Urk. 67) wurde der Beschuldigte mit Strafbefehl 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 6. Juli 2011 wegen Verletzung und 

grober Verletzung der Verkehrsregeln (begangen am 20. und 4. Oktober 2009) 

sowie Tätlichkeiten (begangen am 20. Oktober 2009) zu einer bedingten Geld-

strafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 100.–, unter Ansetzung einer zweijährigen 

Probezeit, sowie zu einer Busse von Fr. 900.– verurteilt. Diese im Fall der Tätlich-

keiten einschlägige Vorstrafe wirkt sich mit Bezug auf die heute zu beurteilende 

versuchte schwere Körperverletzung leicht straferhöhend aus. 

c) Was das Geständnis des Beschuldigten angeht, so hat er nur jene Sachver-

haltselemente des Anklagesachverhalts 2.1. eingestanden, die ihm auch aufgrund 

des Untersuchungsergebnisses, insbesondere der belastenden Aussagen der 

Mitbeschuldigten, hätten nachgewiesen werden können. Wenn die Verteidigung 

einwendet, dass sich der Beschuldigte hinsichtlich der Körperverletzung im Park 

nur bruchstückhaft erinnern könne und nur deshalb kein umfassenderes Ge-

ständnis abgelegt habe (Urk. 96 S. 5 Rz. 15 ff.), so kann ihr nicht gefolgt werden. 

Es ist, wie bereits erwähnt (vgl. Erw. 3.4.1. lit. e) zweitletzter Absatz), nicht von 

einem Alkoholisierungsgrad des Beschuldigten auszugehen, der eine schwere 

Trübung seines Erinnerungsvermögens zur Folge gehabt hätte. Dass dies auch 

tatsächlich nicht der Fall war, zeigen die Aussagen des Beschuldigten: So konnte 

er anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme vom 28. Oktober 2014 den 

Vorfall ziemlich genau umschreiben – und sprach im Übrigen auch nur davon, 

- 23 - 

dass er "angetrunken" gewesen sei (Urk. 5/1 Ziff. 16). Erst als er nach seiner kon-

kreten Tatbeteiligung gefragt wurde, führte er aus, dass er es nicht mehr "genau" 

wisse und "viel getrunken" habe (Urk. 5/1 Ziff. 17). Auch auf die Frage, wer wem 

den ersten Schlag gegeben habe, lautete die erste Antwort des Beschuldigten, 

dass er es nicht mehr "genau" wisse. Dennoch war er in der Lage, gleich darauf 

weitere konkrete Details zu schildern (Urk. 5/1 Ziff. 18). Es ist deshalb davon aus-

zugehen, dass der Beschuldigte nicht aufgrund von Gedächtnislücken, sondern 

vielmehr zu seinem eigenen Schutz an den passenden Stellen (vgl. z.B. auch 

Urk. 5/1 Ziff. 25, 31) fehlendes (genaues) Erinnerungsvermögen geltend machte. 

Das Geständnis des Beschuldigten ist deshalb nur leicht strafmindernd zu be-

rücksichtigen. Was sein Nachtatverhalten angeht, so ergriff er nach dem Vorfall 

auf der ... vom 20. September 2014 die Flucht. Hingegen stellte er sich in der Fol-

ge aufgrund eines Vorführungsbefehls für den 28. Oktober 2014 am Vormittag 

desselben Tages freiwillig bei der Polizei, nachdem ihn sein Bruder entsprechend 

telefonisch informiert hatte (Urk. 20/1; Urk. 20/2; Urk. 5/1 Ziff. 4 ff.). Eine Rolle 

dürfte hierbei möglicherweise gespielt haben, dass am selben Tag auch seine 

Freundin G._____ an ihrem Wohnort verhaftet wurde (Urk. 1/3 S. 3). Jedenfalls 

wirkt sich das sich Stellen des Beschuldigten strafmindernd aus. Was echte Reue 

und Einsicht ins Unrecht der Tat angeht, so versuchte der Beschuldigte insbeson-

dere zu Beginn der Untersuchung, die Schuld auf die anderen Beteiligten abzu-
schieben, so z.B. anlässlich der Haftanhörung vom 30. Oktober 2014 ("Ich hoffe, 

dass Sie die anderen gefunden haben. Ich war normal mit meiner Freundin im Park am Trinken. 
Dann kamen sechs bis sieben Leute. Diese Leute machen mir das Leben schwer, sie waren es", 

Urk. 20/9 S. 2). Anlässlich der Berufungsverhandlung hat er indessen zumindest 

mündlich seiner Reue und der Hoffnung, dass es dem Opfer besser gehe, Aus-

druck gegeben (Prot. II S. 15 und 20). Den Genugtuungsentscheid der Vorinstanz 

hat der Beschuldigte anerkannt. Zahlungen an den Privatkläger hat er bis anhin 

jedoch keine geleistet.  

3.4.3. Fazit 

Zusammenfassend ist von der vorgenannten Einsatzstrafe von rund 52 Monaten 

auszugehen. Unter Berücksichtigung der weiteren vorerwähnten Strafzumes-

- 24 - 

sungsfaktoren, bei denen die sich strafmindernd auswirkenden Elemente (Ge-

ständnis, Stellen bei der Polizei, Reue, Anerkennung des vorinstanzlichen Genug-

tuungsentscheids) die straferhöhend zu veranschlagenden Umstände (Vorstrafe) 

überwiegen, erschiene für die versuchte schwere Körperverletzung allein eine 

Strafe von rund 44 Monaten Freiheitsstrafe angemessen. 

3.5. Einbruchdiebstahl (Anklagevorwurf 2.2.1.-2.2.5.; ND 2) 

3.5.1. Tatkomponente 

a) Bezüglich der Beteiligung des Beschuldigten am eingeklagten Einbruchdieb-

stahl vom 5./6. Dezember 2009 ist in objektiver Hinsicht festzuhalten, dass der 

Vorfall nunmehr bereits rund sieben Jahre zurückliegt und eine Beute von ledig-

lich Fr. 600.– erzielt wurde. Durch das Aufbrechen der Sitzplatztüre des Geschä-

digten I._____ entstand andererseits ein relativ hoher Sachschaden von 

Fr. 3'500.– (Beschädigung des Türstocks, des Türblatts und der darin eingelasse-

nen Glasscheibe). Das unerlaubte Eindringen auch des Beschuldigten A._____ in 

die Liegenschaft und damit in die Privatsphäre der geschädigten Person geht so-

dann grundsätzlich mit deren Verlust des Sicherheitsgefühls einher. Der konkrete 

Tatbeitrag des Beschuldigten A._____ lag einerseits im Transport der Haupttäter-

schaft zum Tatort, andererseits stand er Wache, als der Einbruch stattfand. Sein 

Tatbeitrag war somit nicht unerheblich, wäre die Haupttäterschaft doch ohne sei-

nen Fahrdienst nicht so einfach und schnell an den Tatort gekommen bzw. hätte 

sie ihn nicht so einfach und schnell wieder verlassen können und wäre sie ohne 

sein Wachestehen unter Umständen bei ihren kriminellen Machenschaften er-

wischt worden. Der Beschuldigte erhielt für seine Dienste keinen Anteil an der 

Beute, sondern nur ein Benzingeld von Fr. 30.– bis Fr. 40.– (ND 2 Urk. 10; 

Urk. 5/7 Ziff. 43 ff.; Urk. 60 S. 11). 

b) In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte vorsätzlich und spontan. Als 

Motiv drängen sich finanzielle Interessen und jugendlicher Leichtsinn auf. 

c) Strafmindernd ist zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte bei der Bege-

hung des Diebstahls und der Sachbeschädigung nur als Gehilfe der Haupttäter-

- 25 - 

schaft fungierte (Art. 25 StGB). Das Tatverschulden ist insgesamt als noch leicht 

zu qualifizieren. 

3.5.2. Täterkomponente 

a) Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergeben sich keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren (vgl. oben E. 3.4.2. lit. a)). 

b) Betreffend den Einbruchdiebstahl vom 5./6. Dezember 2009 gilt der Beschul-

digte als nicht vorbestraft, da er diesen beging, bevor der Strafbefehl vom 6. Juli 

2011 eröffnet wurde. Dies ist, da Vorstrafenlosigkeit als Normalfall zu gelten hat, 

grundsätzlich neutral zu werten (BGE 136 IV I). 

c) Bei Anklagesachverhalt 2.2. wurde der Beschuldigte erst dann – und erst nach 

Rücksprache mit seinem Verteidiger – geständig, als ihm seine am Tatort vorge-

fundenen DNA-Spuren vorgehalten wurden (ND 2 Urk. 7 Ziff. 12). Das Geständnis 

ist deshalb nur leicht strafmindernd zu werten. 

3.5.3. Fazit 

Zusammenfassend ist die Strafe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips 

um rund 3 Monate zu erhöhen. 

3.6. Fahren ohne Führerausweis oder trotz Entzugs (Anklagevorwurf 2.2.6., 

ND 8) 

3.6.1. Tatkomponente 

a) Zur objektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldigte seinen Per-

sonenwagen Audi S3 Quattro trotz Entzug seines Führerausweises zwischen dem 

5. und 6. Dezember 2009 – mithin wiederum vor bereits rund sieben Jahren – 

vom …-Park oder … Park in die Nähe der Liegenschaft des Geschädigten 

I._____ und von dort wieder wegführte. 

b) In subjektiver Hinsicht ist zu beachten, dass der Beschuldigte Kenntnis über 

den Entzug seines Führerausweises hatte (Urk. 5/7 S. 13; ND 8 Urk. 1 S. 10 

Ziff. 68 ff.) und sich dennoch entschied, sein Fahrzeug für Transportdienste der 

- 26 - 

Haupttäterschaft des Einbruchdiebstahls zu benützen und damit direktvorsätzlich 

gegen das Gesetz zu verstossen. Das Tatverschulden ist als noch leicht zu quali-

fizieren. 

3.6.2. Täterkomponente 

a) Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergeben sich keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren (vgl. oben E. 3.4.2. lit. a)). 

b) Auch betreffend die Fahrt trotz entzogenen Führerausweises vom 5./6. Dezem-

ber 2009 gilt der Beschuldigte als nicht vorbestraft, da er diese beging, bevor der 

Strafbefehl vom 6. Juli 2011 eröffnet wurde. Dies ist wiederum grundsätzlich neut-

ral zu werten (BGE 136 IV I). 

c) Auch hier wirkt sich das Geständnis des Beschuldigten mit Verweis auf 

E. 3.5.2. lit. c) nur leicht aus. 

3.6.3. Fazit 

Zusammenfassend ist die Strafe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips 

um rund einen Monat Freiheitsstrafe zu erhöhen.  

3.7. Gesamtwürdigung 

Im Rahmen der Gesamtwürdigung ist von der vorgenannten Einsatzstrafe von 

rund 44 Monaten Freiheitsstrafe für die versuchte schwere Körperverletzung aus-

zugehen, die infolge Asperation wegen der übrigen Delikte um insgesamt 4 Mona-

te auf 48 Monate zu erhöhen ist. Der Beschuldigte ist somit mit 48 Monaten bzw. 

4 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. 

3.8. Untersuchungshaft 

Der Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von insgesamt 333 Tagen 

(28. Oktober 2014, 10.40 Uhr, bis 25. September 2015, 17.30 Uhr) steht nichts 

entgegen (Art. 51 StGB; Urk. 20/2 S. 1; Urk. 72 S. 3). 

- 27 - 

4. Vollzug 

Da der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt wird, ist ein 

bedingter oder teilbedingter Strafvollzug schon aus objektiven Gründen nicht 

möglich (vgl. Art. 42 f. StGB), weshalb die Freiheitsstrafe zu vollziehen ist. 

5. Kostenfolgen 

5.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unter-

liegt mit seinen Anträgen vollumfänglich. Dementsprechend sind ihm die Kosten 

des Berufungsverfahrens aufzuerlegen.  

5.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im zweitinstanzlichen Verfahren 

sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten 

(Art. 426 Abs. 1 StPO; Art. 135 Abs. 4 StPO). 

5.3. Die Kosten für die unentgeltliche (vgl. Urk. 18/2) Verbeiständung der Pri-

vatklägerschaft im Berufungsverfahren wurden vorliegend auf Fr. 746.30 beziffert 

(Urk. 95) und erscheinen in dieser Höhe angemessen. Die beschuldigte Person 

trägt diese Kosten nur, wenn sie sich in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen 

befindet (Art. 426 Abs. 4 StPO). Das ist wie vorstehend erläutert (vgl. Erw. 3.4.2. 

lit. a)) beim Beschuldigten nicht der Fall. Der auf ihn entfallende Kostenanteil, der 

auf rund drei Viertel bzw. Fr. 559.30 zu bemessen ist, ist demzufolge auf die Ge-

richtskasse zu nehmen. Der Restbetrag entfällt auf den Mitbeschuldigten C._____ 

(Prozess-Nr. SB150513-O). 

 

Es wird beschlossen: 

1. In Ergänzung zum Beschluss vom 20. Januar 2016 wird festgestellt, dass 

das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 25. September 2015 

bezüglich Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche), 2 (Freispruch), 5 (Schadener-

- 28 - 

satz), 7 und 8 (Kostenfestsetzung und -auflage) sowie 9 (Kostenentscheid 

amtliche Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

333 Tage durch Haft erstanden sind. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'200.–   amtliche Verteidigung; 

Fr. 559.30   unentgeltliche Vertretung Privatkläger (Kostenanteil). 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers, 

werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

und der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers werden auf die Ge-

richtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bezüglich der Kosten der 

amtlichen Verteidigung bleibt vorbehalten. 

4. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

− die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 
Privatklägers  

- 29 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

5. Rechtsmittel: 
Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-

gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. Mai 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Heuberger Golta 
 

 

	Urteil vom 27. Mai 2016
	__________________________
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB;
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB;
	 der Gehilfenschaft zum Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB;
	 der Gehilfenschaft zur Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB;
	 des Fahrens ohne Führerausweis oder trotz Entzug im Sinne von aArt. 95 Ziff. 2 SVG.

	2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung (Faustschlag mit einem Gegenstand gegen das Auge) im Sinne von Art. 122 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 333 Tage durch Haft erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	5. a) Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist.
	b) Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit den Mitbeschuldigten C._____ und D._____ verpflichtet, dem Privatkläger Schadenersatz in der Höhe von Fr. 50.50 zuzüglich 5 % Zins ab 20. September 2015 zu bezahlen.
	c) Der Privatkläger wird mit seinen übrigen Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit den Mitbeschuldigten C._____ und D._____ verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 12'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 20. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehr...
	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, inkl. der Spruchgebühr des Beschlusses des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 12. Februar 2015 in der Höhe von Fr. 1'200.–, dem Beschuldigten auferlegt. Die Ko...
	9. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten sowie der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers wird mit separatem Beschluss entschieden.
	10./11. (Mitteilungen/Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass das Urteil der Vorinstanz hinsichtlich der Dispositivziffern 1-2 sowie 5-11 in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Es sei der Beschuldigte A._____ mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten unter Anrechnung von 333 Tagen, erstanden durch Haft, zu bestrafen.
	3. Es sei der teilbedingte Vollzug anzuordnen, wobei 12 Monate zu vollziehen seien und 24 Monate unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren aufzuschieben seien.
	Eventualantrag:
	Es sei der teilbedingte Vollzug anzuordnen, wobei höchstens 18 Monate zu vollziehen seien und mindestens 18 Monate unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren aufzuschieben seien.
	Anschlussberufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 25. September 2015 gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 25. September 2015 fristgerecht die Berufung anmelden (Urk. 73; Art. 399 Abs. 1 StPO)....
	1.2. Mit Beschluss der Kammer vom 20. Januar 2016 wurde auf Ersuchen des Privatklägers festgestellt, dass das vorinstanzliche Urteil in Bezug auf Dispositivziffer 6 (Genugtuung des Privatklägers) in Rechtskraft erwachsen war (Urk. 91; Urk. 90/2).
	1.3. Am 9. März 2016 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 27. Mai 2016 vorgeladen. Nach dieser Verhandlung, zu welcher heute der Beschuldigte und – im gleichzeitig verhandelten Verfahren SB150513-O – der Mitbeschuldigte C._____, beide in Begleitung ...

	2. Prozessuales
	2.1. Das bezirksgerichtliche Urteil blieb hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche), 2 (Freispruch), 5 (Schadenersatz), 7 und 8 (Kostenfestsetzung und -auflage) sowie 9 (Kostenentscheid amtliche Verteidigung) unangefochten (Urk. 84 S. 2; U...
	2.2. Die Verteidigung moniert, dass die Staatsanwaltschaft mit der Anschlussberufung eine Freiheitsstrafe von 48 Monaten beantrage, während sie vor Vorinstanz noch 42 Monate verlangt habe. Sie fragt, inwieweit es zulässig sei, in erster Instanz einen...
	Hat eine Partei gegen das erstinstanzliche Urteil rechtzeitig die Berufung erklärt, so können die anderen Parteien gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO innert Frist Anschlussberufung erklären. Die Anschlussberufung ist grundsätzlich nicht auf den Umfang...
	Vor diesem klaren gesetzlichen Hintergrund sind Klagen über die Zulässigkeit der erhobenen Anschlussberufung nicht gerechtfertigt. Das Risiko der Ausfällung einer höheren statt einer tieferen Strafe im Berufungsverfahren ist vom Beschuldigten hinzuneh...

	3. Strafzumessung
	3.1. Parteistandpunkte
	a) Die Verteidigung wendet gegen das Strafmass der Vorinstanz ein, dass die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift für eine mehrfache versuchte schwere Körperverletzung und weitere Delikte eine Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren beantragt habe. Die Vori...
	b) Die Staatsanwaltschaft hält in ihrer Anschlussberufung dafür, dass – wenn man mit der Vorinstanz im Rahmen der Tatkomponente bei der im Zentrum stehenden versuchten schweren Körperverletzung von einem erheblichen Tatverschulden ausgehe – die Einsat...
	3.2. Strafrahmen
	Der Strafrahmen für das schwerste Delikt, die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB, liegt bei Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen. Die Deliktsmehrheit wegen der weiteren erfüllten Straftatbestä...
	3.3. Allgemeine Regeln der Strafzumessung
	a) Innerhalb des massgebenden Strafrahmens ist die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen (Art. 47 StGB). Der Begriff des Verschuldens muss sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftaten beziehen. Zu unterscheide...
	b) Hat der Beschuldigte durch mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so ist gestützt auf das Asperationsprinzip gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB für die Strafzumessung von der Tat mit der höchsten Strafandrohung aus...
	3.4. Versuchte schwere Körperverletzung als schwerstes Delikt (Anklageziffer 2.1.)
	3.4.1. Tatkomponente
	1. Es ist dies zum einen der Schlag des Beschuldigten A._____ mit der in seinem Turnbeutel befindlichen vollen Whiskyflasche gegen den Kopf des Privatklägers B._____ (Anklage S. 4 Ziff. 2.1.3.), wobei allerdings nur von einer 0,35-Liter-Flasche (statt...
	2. Zum anderen ist es der kraftvolle Faustschlag des Beschuldigten A._____ am Schluss der Auseinandersetzung gegen das linke Auge des Privatklägers B._____, wobei die Vorinstanz allerdings als nicht erstellt erachtete, dass der Beschuldigte A._____ da...
	d) Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen der objektiven Tatschwere bzw. beim "Ausmass des Erfolges" zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte A._____ dem Privatkläger B._____ im Rahmen der nächtlichen Auseinandersetzung auf der ... zunächst in brutaler...
	Vor diesem Hintergrund – Streit des Beschuldigten A._____ mit der Freundin, Angetrunkenheit, Aggressivität – erscheint die Schilderung des Privatklägers B._____ zum Hergang der Auseinandersetzung (die der Beschuldigte im Wesentlichen so bestätigte, z....
	Was somit das Motiv des Beschuldigten A._____ anbelangt, so wird evident, dass er den Streit mit dem Privatkläger B._____ aus einem völlig nichtigen Grund vom Zaun brach. Er selber hatte abgesehen vom Velolicht des Beschuldigten, das ihn gestört habe ...
	Leicht verschuldensreduzierend fällt demgegenüber ins Gewicht, dass der Beschuldigte, wie die Vorinstanz bereits verbindlich festgehalten hat, hinsichtlich des Schlages mit der Whiskyflasche mit Eventualvorsatz handelte (Urk. 83 S. 46 oben i.V.m. S. 4...
	Was den Alkoholisierungsgrad des Beschuldigten angeht, so gab er am 26. November 2014 an, bis um ca. 15 oder 16 Uhr in Spreitenbach gearbeitet zu haben. Danach sei er dort zu einem Kiosk gegangen und habe zwei bis drei grosse (Halbliter-)Büchsen Bie...
	Zusammengefasst überwiegen im Rahmen der subjektiven Tatschwere die verschuldenserhöhenden (Motiv) die verschuldensreduzierenden (Eventualvorsatz betreffend Schlag mit der Flasche) Aspekte deutlich. Es resultiert hieraus eine Erhöhung der Einsatzstraf...
	3.4.2. Täterkomponente
	a) Zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lässt sich den Akten entnehmen, dass er am tt. Mai 1989 in Zürich geboren wurde, Kosovo-Albaner mit serbischem Pass ist und über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Seine Eltern liessen sich...
	3.4.3. Fazit
	Zusammenfassend ist von der vorgenannten Einsatzstrafe von rund 52 Monaten auszugehen. Unter Berücksichtigung der weiteren vorerwähnten Strafzumessungsfaktoren, bei denen die sich strafmindernd auswirkenden Elemente (Geständnis, Stellen bei der Polize...
	3.5. Einbruchdiebstahl (Anklagevorwurf 2.2.1.-2.2.5.; ND 2)
	3.5.1. Tatkomponente
	3.5.2. Täterkomponente
	3.5.3. Fazit
	3.6. Fahren ohne Führerausweis oder trotz Entzugs (Anklagevorwurf 2.2.6., ND 8)
	3.6.1. Tatkomponente
	3.6.2. Täterkomponente
	3.6.3. Fazit
	Zusammenfassend ist die Strafe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips um rund einen Monat Freiheitsstrafe zu erhöhen.
	3.7. Gesamtwürdigung
	Im Rahmen der Gesamtwürdigung ist von der vorgenannten Einsatzstrafe von rund 44 Monaten Freiheitsstrafe für die versuchte schwere Körperverletzung auszugehen, die infolge Asperation wegen der übrigen Delikte um insgesamt 4 Monate auf 48 Monate zu erh...
	3.8. Untersuchungshaft
	Der Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von insgesamt 333 Tagen (28. Oktober 2014, 10.40 Uhr, bis 25. September 2015, 17.30 Uhr) steht nichts entgegen (Art. 51 StGB; Urk. 20/2 S. 1; Urk. 72 S. 3).

	4. Vollzug
	Da der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt wird, ist ein bedingter oder teilbedingter Strafvollzug schon aus objektiven Gründen nicht möglich (vgl. Art. 42 f. StGB), weshalb die Freiheitsstrafe zu vollziehen ist.

	5. Kostenfolgen
	5.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich. Dementsprechend sind ihm die Kosten des Berufungsverfahr...
	5.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im zweitinstanzlichen Verfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten (Art. 426 Abs. 1 StPO; Art. 135 Abs. 4 StPO).
	5.3. Die Kosten für die unentgeltliche (vgl. Urk. 18/2) Verbeiständung der Privatklägerschaft im Berufungsverfahren wurden vorliegend auf Fr. 746.30 beziffert (Urk. 95) und erscheinen in dieser Höhe angemessen. Die beschuldigte Person trägt diese Kost...

	Es wird beschlossen:
	1. In Ergänzung zum Beschluss vom 20. Januar 2016 wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 25. September 2015 bezüglich Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche), 2 (Freispruch), 5 (Schadenersatz), 7 und 8 (Kostenfes...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 333 Tage durch Haft erstanden sind.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretun...
	4. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.