# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29f5418b-4847-5d1c-bbff-5145c127a214
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2018 E-5313/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5313-2018_2018-10-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5313/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  O k t o b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richter David Wenger;  

Gerichtsschreiberin Martina Stark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch MLaw Cora Dubach, 

Freiplatzaktion Basel, Asyl und Integration, (…),  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 14. August 2018 / N (…). 

 

 

 

E-5313/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat 

am 2. März 2016 verliess und am 20. März 2016 in die Schweiz gelangte , 

wo sie am Folgetag um Asyl nachsuchte, 

dass sie anlässlich der Kurzbefragung (BzP) im Empfangs- und Verfahren-

szentrum Basel vom 30. März 2016 sowie der Anhörung zu den Asylgrün-

den vom 10. August 2018 zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentli-

chen geltend machte, nachdem im Jahr (…) ihr Bruder von drei unbekann-

ten Personen getötet worden sei und ihre Schwester im Jahr 2012 einen in 

B._______ geflohenen (…) geheiratet habe, sei sie selbst seit dem Jahr 

2015 von Soldaten des in der Nähe ihres Hauses gelegenen Armeecamps 

belästigt worden, 

dass sie von diesen Soldaten anfangs nur ab und zu, ab dem Jahr 

2015/2016 aber regelmässig aufgesucht und ihr Haus durchsucht worden 

sei und sie sich vor sexueller Belästigung oder sogar vor einer Tötung ge-

fürchtet habe, 

dass seit ihrer Ausreise zwar keine Hausdurchsuchungen mehr durchge-

führt worden seien, ihre Familie aber insbesondere nach anderen Famili-

enmitgliedern befragt und ihr Vater wenige Tage nach ihrer Flucht nach 

Colombo wegen einer Falschanschuldigung betreffend (…) verhaftet wor-

den sei,  

dass ihr Vater kein offizielles Gerichtsverfahren erhalten habe, und er an-

fänglich zwei Jahre hätte in Haft verbleiben sollen, er aber aufgrund von 

freien Tagen und Ferien bereits am 13. Juni 2016 entlassen worden sei, 

dass sie schliesslich als Schülerin jeweils am Heldengedenktag der Libe-

ration Tigers of Tamil Eelam (LTTE) teilgenommen habe, letztmals im Jahr 

2011, 

dass die Beschwerdeführerin zur Untermauerung ihrer Vorbringen am 

30. Juni 2016 diverse Beweismittel samt englischer Übersetzung betref-

fend die Tötung ihres Bruders im Jahr (…) ins Recht legte, 

dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 

14. August 2018 – eröffnet am 18. August 2018 – ablehnte und die Weg-

weisung aus der Schweiz anordnete, 

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Seite 3 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es sei der Be-

schwerdeführerin nicht gelungen, die vorgeberachten Asylgründe glaub-

haft zu machen, zumal ihre Schilderungen wiederholend sowie pauschal 

ausgefallen seien und auch keine markanten Realkennzeichen aufweisen 

würden, 

dass sie einerseits die geltend gemachten verbalen sexuellen Übergriffe 

weder an der BzP erwähnt noch diese ausführlich zu schildern vermocht 

habe, 

dass andererseits nicht ersichtlich sei, aus welchen Gründen die Soldaten 

sie wegen ihres Schwagers hätten aufsuchen sollen, zumal sie diesen vor 

ihrer Ausreise nie persönlich getroffen habe und offenbar auch keine kon-

kreten Kenntnisse von dessen Tätigkeiten habe, 

dass sich die eingereichten Beweismittel in erster Linie auf die Tötung ihres 

Bruders vor (…) Jahren beziehen würden und damit keine Hinweise auf 

eine Verfolgung der Beschwerdeführerin zu liefern vermöchten, 

dass die Beschwerdeführerin somit keinen asylrelevanten Verfolgungs-

massnahmen ausgesetzt gewesen und auch nicht ins Visier der heimatli-

chen Behörden geraten sei, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht generell unzulässig sei oder indi-

viduelle Gründe gegen eine Rückkehr dorthin sprechen würden, zumal es 

sich bei der Beschwerdeführerin um eine junge und gesunde Frau mit guter 

Schulbildung handle, die über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz ver-

füge, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. September 2018 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und ihr 

Asyl zu gewähren, eventualiter sei sie wegen Unzulässigkeit allenfalls Un-

zumutbarkeit des Wegweisungsvollzug in der Schweiz vorläufig aufzuneh-

men, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie Art. 110a Abs. 1 AsylG, 

inklusive Kostenvorschussverzicht und um Zuerkennung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde ersuchte, 

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Seite 4 

dass sie in materiell-rechtlicher Hinsicht im Wesentlichen anfügte, den An-

hörungsprotokollen seien klare Hinweise auf das sexuell übergriffige Ver-

halten durch die Soldaten zu entnehmen, sie sei aber wegen ihres kultu-

rellen Hintergrunds sowie ihrer persönlichen Situation nicht in der Lage ge-

wesen eindeutige Aussagen zu machen, 

dass gemäss aussagepsychologischen Erkenntnissen ihre indirekten Be-

schreibungen dieser Behelligungen angesichts deren traumatisierender 

Auswirkungen gerade für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen sprechen und 

sich ihre Ausführungen denn auch mit aktuellen Berichten zu Sri Lanka de-

cken würden, 

dass im Übrigen das Verfolgungsinteresse auch auf die Verfolgung ihres 

Schwagers zurückzuführen sei, zumal es naheliegend erscheine, dass sie 

Kontakt zu diesem pflege und Kenntnis von seinen Arbeiten habe, 

dass folglich ihre Vorbringen als glaubhaft einzustufen seien, den Schwe-

regrad eines ernsthaften Nachteils erfüllen würden und sich die Verfol-

gungsmassnahmen gezielt gegen sie gerichtet hätten, weshalb sie die 

Flüchtlingseigenschaft erfülle und ihr Asyl zu gewähren sei, 

dass sie als Beweismittel mehrere Zeitungsartikel betreffend Vergewalti-

gungen in Sri Lanka zu den Akten reichte und entsprechende Übersetzun-

gen in Aussicht stellte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 20. September 2018 den Eingang 

der Beschwerde bestätigte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Oktober 2018 die ange-

kündigten Übersetzungen tamilischer Zeitungsartikel sowie eine Fürsorge-

bestätigung der Gemeinde Eglisau vom 21. September 2018 zu den Akten 

gab, 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Ver-

fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

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dass eine solche Ausnahme im Sinn von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält 

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und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die rechtliche Begründung der vor-

instanzlichen Verfügung gebunden ist (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG), womit es 

eine angefochtene Verfügung im Ergebnis gleich belassen, dieser aber 

eine andere Begründung zu Grunde legen kann (Motivsubstitution), 

dass das Gericht vorliegend bezüglich des Kerns der Begründung des 

Asylgesuchs eine Motivsubstitution im erwähnten Sinn vornimmt und die 

Verfolgungsvorbringen der Beschwerdeführerin nachfolgend auch unter 

dem Gesichtspunkt der flüchtlings- respektive asylrechtlichen Relevanz 

prüft, 

dass zunächst das Gericht die Furcht der Beschwerdeführerin, Opfer von 

sexuellen Übergriffen zu werden als nachvollziehbar erachtet, diesen aber 

wegen fehlendem Verfolgungsmotiv gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG die Asyl-

relevanz abzusprechen ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 32, insbesondere 

E. 8.7.3), 

dass die Beschwerdeführerin vor ihrer Ausreise zu keinem Zeitpunkt bei 

den heimatlichen Behörden um Schutz nachgesucht hat, womit keine kon-

kreten Anhaltspunkte gegen die Schutzunfähigkeit oder Schutzunwilligkeit 

des sri-lankischen Staates sprechen, 

dass auch aus den auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismitteln 

hervorgeht, dass die heimatlichen Behörden – entgegen den Angaben der 

Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift – zur Aufklärung solcher 

Übergriffe tätig werden, 

dass die Beschwerdeführerin an den Befragungen angegeben hatte, sie 

sei erst seit dem Jahr 2015 beziehungsweise 2016 vermehrt von Soldaten 

aufgesucht und belästigt worden (vgl. a.a.O. F62 ff.; A3, S. 8: F: „Sie sagten 

dass Sie 2011 zum letzten Mal an einem LTTE-Gedenktag teilgenommen 

hätten. Ihr Schwester lebt seit 2012 in B._______. Weshalb sollten Sie 

2015 aus diesen Gründen belästigt worden sein?“ A: „Vielleicht beobach-

teten sie uns über längere Zeit und jetzt belästigen sie uns.“), womit kein 

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zeitlicher Kausalzusammenhang zwischen Ausreise und Tötung ihres Bru-

ders im Jahr (…), ihrer letztmaligen Teilnahme am Heldengedenktag im 

Jahr 2011 oder der Heirat ihrer Schwester im Jahr 2012 besteht, 

dass insbesondere nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführerin 

drohe wegen der Arbeit ihres Schwagers Reflexverfolgung, zumal aus den 

Verfahrensakten hervorgeht, dass keine Verbindung bestand zwischen ih-

rer Familie sowie ihrem Schwager, und ihre Schwester vor deren Ausreise 

keinerlei Verfolgungsmassnahmen zu gewärtigen hatte, sie vielmehr das 

Land zwecks Heirat verlassen hat (vgl. SEM-Akten, A13, F42 ff., F48 ff., 

F58, F86, F90), 

dass die Beschwerdeführerin zudem keine klaren Aussagen dazu machen 

konnte, weshalb die Soldaten sie regelmässig aufgesucht haben und deren 

Verhalten keine Verfolgungsabsicht im Sinne von Art. 3 AsylG erkennen 

lassen (vgl. SEM-Akten, A3, S. 8), 

dass sich schliesslich auch die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht 

bewahrheitet hat, ihr Vater sei wegen einer Falschbeschuldigung inhaftiert 

worden und könne nicht vor zwei Jahren aus der Haft entlassen werden, 

da er bereits nach nur drei Monaten wieder entlassen wurde (vgl. SEM-

Akten, A3, S. 8 f.; A13, F100), 

dass dies darauf schliessen lässt, es bestehe kein Zusammenhang zwi-

schen ihrer Ausreise und der Inhaftierung ihres Vaters, 

dass die im Beschwerdeverfahren eingereichten Beweismittel an dieser 

Einschätzung nichts zu ändern vermögen, zumal es sich dabei um Berichte 

über die Situation von Frauen in Sri Lanka handelt, die keinen konkreten 

Bezug zur Beschwerdeführerin aufweisen, 

dass folglich in den Asylvorbringen der Beschwerdeführerin keine asylrele-

vante Verfolgungsmassnahmen ersehen werden können, 

dass sich das Gericht bei der Beurteilung des Risikos von Rückkehrenden, 

Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Verhaftung und Folter zu werden, 

an verschiedenen Risikofaktoren orientiert, 

dass zur Furcht vor Verfolgung bei der Rückkehr nach Sri Lanka festzu-

halten ist, dass gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 (als Referenzurteil publiziert) aus Europa 

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respektive der Schweiz zurückkehrende tamilische Asylsuchende nicht ge-

nerell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausge-

setzt sind (vgl. a.a.O., E. 8.3), 

dass auch die geltend gemachten schwachen Verbindungen der Familie 

der Beschwerdeführerin zur LTTE nicht ausreichen, um von einer erhöhten 

Verfolgungsgefahr auszugehen, zumal auch diese in zeitlicher Hinsicht 

nicht mit den Behelligungen der Beschwerdeführerin durch die Soldaten ab 

dem Jahr 2015 in Zusammenhang gebracht werden können,  

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

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Seite 9 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinn von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung      

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

welche den Wegweisungsvollzug nach Sri Lanka als unzulässig erschei-

nen lassen würde (vgl. Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts 

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 12 ff.; BVGE 2011/24 E. 10.4),  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist (vgl. auch hierzu das Refe-

renzurteil E-1866/2016 vom 15. Juli 2016), 

dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine junge Frau mit guter 

Schulbildung handelt, die in ihrem Heimatstaat über ein tragfähiges Bezie-

hungsnetz verfügt (vgl. SEM-Akten, A13, F97 ff.), welches sie bei der Rein-

tegration wird unterstützen können, 

dass sie auch nicht unter ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden lei-

det, die einem Wegweisungsvollzug entgegenstehen würden, 

dass nach dem Gesagten die Beschwerdeschrift nicht geeignet ist, Zweifel 

an der Richtigkeit der vorinstanzlichen Verfügung im Punkt der Zumutbar-

keit des Vollzugs der Wegweisung zu erwecken, 

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Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-5313/2018 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Martina Stark 

 

 

Versand: