# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a7e7e60-1a60-5a8b-b271-bc628cff03c5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.10.2015 725 13 301 / 268 (725 2013 301 / 268)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-13-301---268_2015-10-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  8. Oktober 2015 (725 13 301 / 268) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Natürliche und adäquate Unfallkausalität, Zeitpunkt des Fallabschlusses, Gerichtsgut-

achten. Wurde der versicherten Person vor Fallabschluss zu Unrecht eine zweckmässige 

Heilbehandlung verweigert, ist es angemessen, diese nachträglich zu gewähren. 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Sebastian Laubscher, 
Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundes-
gasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen (90.11.014111) 
 
 
 
A. Der 1974 geborene A.____ war ab 1. Februar 2011 bei der B.____ AG als Pferdepfle-
ger angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesell-
schaft AG (Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versi-
chert. Am 4. April 2011 verunfallte A.____, als er beim Überqueren einer Strasse auf dem 
Fussgängerstreifen von einem Personenwagen angefahren wurde. Dabei erlitt er eine Deckplat-

 

 
 
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tenkompressionsfraktur des Brustwirbelkörpers (BWK) 11, ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, 
eine Schulterkontusion rechts sowie multiple Schürfwunden. Nachdem die Mobiliar nach Ein-
gang der Unfallmeldung die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) erbracht hat-
te, stellte sie die Leistungen mit Verfügung vom 3. Juni 2013 per 30. Juni 2013 ein. Zur Begrün-
dung führte sie im Wesentlichen aus, dass die anhaltenden Beschwerden des Versicherten kei-
ner somatischen Grundlage zugeordnet werden könnten und in keinem Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 4. April 2011 stünden. Daran hielt die Mobiliar auf Einsprache hin mit Ent-
scheid vom 16. September 2013 fest. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Sebastian Laubscher, 
am 16. Oktober 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuhe-
ben und es seien ihm auch nach dem 30. Juni 2013 Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen 
auszurichten. Die Sache sei zur Vornahme ergänzender Abklärungen an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen. Danach sei über die Zusprache einer Rente und einer Integritätsent-
schädigung zu entscheiden. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei der Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 3. Juni 2013 und den Einspracheentscheid vom 
16. September 2013 die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege mit dem unterzeichneten Advokat als Rechtsvertreter zu bewilligen. Zur Begrün-
dung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass auf das von der Beschwerde-
gegnerin eingeholte polydisziplinäre Gutachten der Gutachterstelle C.____ vom 28. August 
2012 nicht abgestellt werden könne.  
 
C. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2013 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Rechtspflege mit Advokat Sebastian Laubscher als Rechtsvertreter bewilligt. 
 
D. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 8. November 2013 dazu Stellung 
genommen hatte, wurde der vom Beschwerdeführer gestellte und mit Eingabe vom 28. Oktober 
2013 näher begründete Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mit Verfü-
gung vom 4. Dezember 2013 abgewiesen.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Dezember 2013 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Februar 2014 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizini-
sche Aktenlage nicht möglich sei. Das Gutachten der Gutachterstelle C.____ erweise sich ins-
besondere in Bezug auf die geklagten Schulterbeschwerden als unschlüssig und teilweise wi-
dersprüchlich. Auch betreffend die geklagten Rückenschmerzen seien die von den Gutachtern 
gezogenen Schlussfolgerungen nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Es fänden sich widerspre-
chende Aussagen der unterschiedlichen Gutachter. Neben den orthopädischen und neurologi-
schen Fragestellungen bestünde aufgrund der Ausführungen des behandelnden Psychiaters 
auch aus psychiatrischer Sicht weiterer Abklärungsbedarf. Das Kantonsgericht beschloss des-
halb, den Fall auszustellen und ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einzuholen. Als Begut-

 

 
 
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achtungsstelle wurde die Gutachterstelle D.____ bestimmt. Den Parteien wurde Gelegenheit 
gegeben, zum vorgesehenen Gutachtensauftrag Stellung zu nehmen. Gleichzeitig unterbreitete 
das Gericht den Parteien den vorgesehenen Fragekatalog.  
 
G. Mit Eingabe vom 18. März 2014 schlug die Beschwerdegegnerin diverse Korrekturen 
des Fragekataloges vor. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Eingabe vom 14. April 2014 auf 
die Einreichung einer Stellungnahme und auf Ergänzungsfragen. Mit Schreiben vom 13. Mai 
2014 wurde die Gutachterstelle D.____ mit der orthopädischen, neurologischen und psychiatri-
schen Begutachtung des Beschwerdeführers beauftragt. 
 
H. Am 9. Februar 2015 ging das in Auftrag gegebene Gerichtsgutachten ein. Die Parteien 
erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage, wie sich die 
Ergebnisse der Begutachtung auf den Leistungsanspruch auswirken würden, zu äussern. Mit 
Eingabe vom 8. April 2015 hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass das eingeholte Gutachten 
aus orthopädischer, neurologischer und neuropsychologischer Sicht dem Gutachten der Gut-
achterstelle C.____ nicht widerspreche und sich in vielerlei Hinsicht damit decke. Dass die Ge-
lenksarthrose der Schulter unfallbedingt sei, werde bestritten. Die Einschätzung des psychiatri-
schen Gerichtsgutachters sei nicht nachvollziehbar und vermöge keine triftigen Einwände ge-
gen die psychiatrische Einschätzung im Gutachten der Gutachterstelle C.____ vorzubringen. Es 
sei folglich dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten zu folgen. Der Beschwer-
deführer brachte mit Eingabe vom 13. Mai 2015 vor, dass der medizinische Endzustand noch 
nicht erreicht sei, weshalb ihm weiterhin Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten auszu-
richten seien.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____, so dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen und 
Übernahme der Heilbehandlungskosten zu Recht per 30. Juni 2013 eingestellt hat. 

 

 
 
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3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach 
Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit 
der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der 
ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vor-
aussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr.  U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles 
genügt nicht. Weil es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Be-

 

 
 
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weislast –  anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist –  nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. 
RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2). 
 
3.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauernden) gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsan-
wendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es 
ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
3.5 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b).  
 
3.5.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
3.5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-

 

 
 
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menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der 
Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, 
dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 
einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorlie-
gen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes 
Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abwei-
chende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen 
anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichts-
gutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise 
für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens 
abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). Gleicher-
massen ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut-
achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-
zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung 
zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesund-
heitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Re-
geln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
4.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-
tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 112 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gel-
ten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 
den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Unter-
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, 
welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati-
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 

 

 
 
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2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müs-
sen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
4.3 Liegen keine organisch nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere 
Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit 
Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule (HWS), einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein 
Schädel-Hirn-Trauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen las-
sen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verletzung typische 
bunte Beschwerdebild vor, so ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwi-
ckelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit ei-
nem Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es 
nach einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die 
Adäquanzbeurteilung psychischer Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. 
entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem 
Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwi-
schen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 
117 V 367 E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz 
psychischer Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen 
körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind 
(BGE 115 V 140 E. 6c/aa). 
 
4.4 Ob die geklagten Beschwerden noch adäquat kausale Unfallfolgen sind, hat der Unfall-
versicherer beim Fallabschluss zu prüfen. Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 ff. E. 3 
und 4 zum Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert. Demnach sind Heilbehandlung und Tag-
geld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr 
zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. 
Art. 19 Abs. 1 UVG). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Mass-
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 
unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" 
durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). 
Wenn eine entsprechende Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall abzuschlies-
sen.  
 
5. Zur Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen sind im Wesentlichen die folgenden 
Arztberichte zu berücksichtigen: 
 
5.1 Gemäss Austrittsbericht vom 26. April 2011 war der Beschwerdeführer vom 4. April 
2011 bis 20. April 2011 im Spital F.____ hospitalisiert. Diagnostiziert wurden mehrfache Verlet-
zungen nach einem Verkehrsunfall am 4. April 2011 mit Deckplattenkompressionsfraktur des 
BWK 11 und einem leichten Schädel-Hirn-Trauma mit Commotio cerebri, einer Kontusion der 

 

 
 
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rechten Schulter sowie multiplen Schürfwunden. Der Patient sei am 20. April 2011 zur weiteren 
physiotherapeutischen Behandlung und Rehabilitation in die Reha-Klinik Basel verlegt worden.  
 
5.2 Mit Bericht vom 16. Januar 2012 diagnostizierten die behandelnden Ärzte des Spitals 
G.____ eine beginnende posttraumatische AC-Gelenksarthrose des rechten Schultergelenks 
mit begleitender Unterflächenläsion der distalen Supraspinatussehne sowie ein Status nach 
Mehrfachverletzung. Es werde eine weitere Schultergelenksinfiltration vorgenommen; die phy-
siotherapeutischen Massnahmen würden weitergeführt und der Patient nehme bei Bedarf Anal-
getika. Bei einer weiteren Beschwerdepersistenz solle man indessen mit dem Patienten ein 
operatives Vorgehen besprechen. Am 3. April 2012 diagnostizierten die Orthopäden des Spitals 
G.____ eine therapierefraktäre AC-Gelenksarthrose und Partialläsion der Supraspinatussehne 
der rechten Schulter. Die Infiltrationen hätten keine andauernde Besserung gebracht. Eine Ope-
ration zur arthroskopischen AC-Gelenksresektion mit gegebenenfalls Débridement oder Naht 
der Partialläsion der Supraspinatussehne wäre nun gerechtfertigt. Nachdem auch weitere kon-
servative Behandlungen keine Besserung brachten, wurde am 31. Juli 2012 für die geplante 
Schulteroperation ein Kostengutsprachegesuch an die Beschwerdegegnerin gestellt. Diese 
antwortete mit Schreiben vom 10. August 2012, dass die Unfallkausalität der Schulterbe-
schwerden unklar sei und sie zu diesem Zweck ein Gutachten in Auftrag gegeben habe. 
 
5.3 Im Gutachten der Gutachterstelle C.____ vom 28. August 2012 wurden eine somato-
forme Schmerzstörung bei einem Status nach BWK 11-Fraktur am 4. April 2011 mit einer per-
sistierender Schmerzproblematik bei geringer Deformation des BWK 11, bei Status nach Com-
motio cerebri, mit einer diffusen Schulterschmerzproblematik rechts mit leichter AC-
Gelenksarthrose und gelenksnaher Partialruptur der Supraspinatussehne, bei Schmerzen im 
Bereich des rechten Oberschenkels ohne organisches Substrat und bei psychosozialen Belas-
tungen (Arbeitslosigkeit) diagnostiziert. Organische, d.h. die Beschwerden ausreichend erklä-
rende strukturelle Läsionen liessen sich weder an der Wirbelsäule, der rechten Schulter noch 
an den neuralen Strukturen nachweisen. Ebenfalls liesse sich im Verlauf und aktuell keine psy-
chopathologische Störung von Krankheitswert nachweisen. Die somatoforme Schmerzstörung 
sei folglich am ehesten vor dem Hintergrund der psychosozialen Belastungen zu sehen. Keine 
der geltend gemachten Beschwerden stünden aktuell überwiegend wahrscheinlich in einem 
ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. April 2011. Damit sei auch eine Fortset-
zung der ärztlichen Behandlung nicht notwendig. Eine namhafte Besserung sei ausserdem bei 
weiteren Behandlungen aufgrund der Symptomausweitung nicht zu erwarten.  
 
5.4 In Beantwortung von im Rahmen des Einspracheverfahrens von der Beschwerdegeg-
nerin gestellten Ergänzungsfragen verneinten die beauftragten Gutachter der Gutachterstelle 
C.____ am 2. Mai 2013 zunächst das Vorliegen der Foerster-Kriterien. Zur Unfallkausalität führ-
ten sie ausserdem aus, dass der effektive Anteil der AC-Gelenksarthrose an den Beschwerden 
im Bereich der rechten Schulter aufgrund der bisherigen Abklärungen keineswegs gesichert sei. 
Wahrscheinlich sei die Arthrose für einen Teil der Beschwerden verantwortlich, mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit jedoch nicht ausschliesslich. Ebensowenig liesse sich mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die AC-Gelenksarthrose rechts posttraumatisch sei.  
 

 

 
 
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5.5 Der Beschwerdeführer reichte im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Stellung-
nahme des behandelnden Psychiaters pract. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 9. September 2013 ein. Darin hielt dieser als wahrscheinlichste Diagnose eine depres-
sive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) fest, welche im Zusammenhang mit 
einer organischen Komponente (Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns; ICD-10: F06) 
zu beurteilen sei. Nachgewiesen seien eine leichte kognitive Störung (ICD-10: F06.7) und 
hochwahrscheinlich eine Wesensveränderung im Sinne eines hirnorganischen Syndroms nach 
Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2). Damit liege im Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung ent-
gegen den Ausführungen im Gutachten der Gutachterstelle C.____ eine psychopathologische 
Problematik mit Krankheitswert vor. Pract. med. H.____ kritisierte das Gutachten der Gutach-
terstelle C.____ auch in Bezug auf die Befunderhebung und die weiteren Schlussfolgerungen. 
Der Beschwerdeführer sei aktuell zu mindestens 50% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.  
 
5.6 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Verfügung vom 3. Juni 2013 und im ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 16. September 2013 vollumfänglich auf das Gutachten der 
Gutachterstelle C.____ vom 28. August 2012 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass für die 
Beschwerden des Versicherten keine organische Grundlage vorläge und kein Kausalzusam-
menhang mit dem am 4. April 2011 erlittenen Unfall bestehe. Anlässlich der ersten Urteilsbera-
tung vom 6. Februar 2014 kam das Kantonsgericht indessen zum Schluss, dass dem Gutach-
ten der Gutachterstelle C.____ keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. So erweise es 
sich insbesondere in Bezug auf die geklagten Schulterbeschwerden als unschlüssig und teil-
weise widersprüchlich. Die Gutachter erachteten die Partialruptur der Supraspinatussehne mit 
Hinweis auf statistische Werte als degenerativ bedingt, setzen sich jedoch mit dem Unfallereig-
nis als solchem und insbesondere mit dessen Eignung, eine derartige Verletzung hervorzuru-
fen, nicht näher auseinander. Die im Gutachten ebenfalls gestellte Diagnose einer Arthrose im 
AC-Gelenk fliesse in der Beurteilung der Schmerzsituation und Arbeitsfähigkeit gar nicht ein. 
Die Verneinung einer posttraumatischen Genese der AC-Gelenksarthrose werde nicht ausrei-
chend begründet. Der blosse Hinweis darauf, dass die Schulterproblematik echtzeitlich nach 
dem Unfall als akuter hätte beschrieben werden müssen, genüge nicht. Im Rahmen der Begut-
achtung selbst habe der Beschwerdeführer die Schmerzen im Bereich des AC-Gelenks lokali-
siert und nicht bloss diffuse Druckdolenzen beklagt (vgl. S. 20 des Gutachtens vom 28. August 
2012). Auch betreffend die geklagten Rückenschmerzen seien die vom den Gutachtern der 
Gutachterstelle C.____ gezogenen Schlussfolgerungen nicht ohne weiteres nachvollziehbar. So 
führten sie aus, dass Weichteilkontusionen oftmals schwierig nachzuweisen seien, die damit 
zusammenhängenden Beschwerden sehr hartnäckig sein könnten und selbst bei sonst norma-
len ossären Strukturen ein erhebliches Rehabilitationshindernis darstellten. Die Frage, ob eine 
solche Weichteilkontusion beim Beschwerdeführer vorliege, sei demgegenüber offengelassen 
worden. Ferner werde in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer Aggravation aufgewor-
fen, obwohl der neuropsychiatrische Fachgutachter ausdrücklich feststellt hatte, dass keine 
dramatisierenden Tendenzen erkennbar seien (vgl. S. 26 des Gutachtens vom 28. August 
2012). Die Folgerungen des Gutachtens würden somit widersprüchlich erscheinen. Aufgrund 
des vom Beschwerdeführer eingereichten Berichts des behandelnden Psychiaters 
pract. med. H.____, der im Gegensatz zum Gutachten der Gutachterstelle C.____ diverse psy-
chiatrische Diagnosen stelle, bestehe neben den orthopädischen und neurologischen Fragestel-

 

 
 
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lungen auch aus psychiatrischer Sicht weiterer Abklärungsbedarf. Das Gutachten erfülle die von 
der Rechtsprechung entwickelten Kriterien für die Beweistauglichkeit (vgl. E. 3.5.1 hiervor) 
nicht. Da die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte auch keine verlässliche 
Entscheidgrundlage bildeten, sei die im Verwaltungsverfahren vorgenommene medizinische 
Abklärung ungenügend. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und ein 
polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
5.7 Anlässlich der gerichtlich angeordneten Begutachtung wurde der Beschwerdeführer 
durch die Ärzteschaft der Gutachterstelle D.____ in orthopädischer, neurologischer, neuropsy-
chologischer und psychiatrischer Hinsicht untersucht. Im Gutachten vom 6. Februar 2015 wurde 
als Diagnose mit (wesentlichem) Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Verkehrsunfall am 4. April 
2011 festgehalten mit Th11-Deckplattenimpressionsfraktur und persistierender Schmerzsymp-
tomatik bei geringer Kyphosierung im thorakolumbalen Übergang; mit diffuser persistierender 
Schulterschmerzproblematik bei posttraumatisch aktivierter AC-Gelenksarthrose rechts und 
gelenksseitiger Partialruptur der Supraspinatussehne Typ A nach Snyder und mit einer Commo-
tio cerebri bei normaler kognitiver Leistungsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, 
jedoch mit Krankheitswert, bestünden eine subsyndromale Depression (ICD-10: F34.8), diffe-
rentialdiagnostisch eine Dysthymie (ICD-10: F34.1), und episodische Kopfschmerzen, wahr-
scheinlich vom Spannungstyp.  
 
Aus orthopädischer Sicht sei davon auszugehen, dass sowohl die verheilte Th11-Fraktur als 
auch die Schulterschmerzproblematik mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folgen des Unfalls 
vom 4. April 2011 seien. Die aktuellen Beschwerden im Bereich der rechten Schulter würden 
durch die posttraumatische AC-Gelenksarthrose verursacht. Eine vorbestehende, jedoch völlig 
asymptomatische AC-Gelenksarthrose sei durch die auf den Unfall zurückzuführende Instabili-
tät im Zusammenhang mit der Bandläsion anhaltend aktiviert. Im Bereich der Wirbelsäule be-
stehe aktuell eine deutliche Diskrepanz zwischen dem objektiven Befund und den subjektiven 
Beschwerden. Aufgrund der nur leicht akzentuierten Kyphosierung finde sich für die diffusen 
Wirbelsäulenbeschwerden kein plausibles Korrelat. Möglich sei, dass die veränderte Statik eine 
sekundäre muskuläre Dysbalance verursacht habe. Bei einem derartigen Trauma wie dem erlit-
tenen Unfall könnten auch Weichteilkontusionen und –distorsionen verursacht werden, welche 
oft schwierig nachzuweisen seien. Man müsse jedoch davon ausgehen, dass die aktuellen Be-
schwerden der Wirbelsäule zum grossen Teil durch Somatisierung bedingt seien. Bezüglich der 
orthopädischen Einschränkungen sei der Beschwerdeführer 100% arbeitsfähig für eine wech-
selbelastete leichte bis mittelgradige Tätigkeit mit Vermeiden von wiederholtem Heben und Tra-
gen von Gewichten über 10 kg sowie von häufigen Überkopfarbeiten. Zur Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit in Bezug auf die Schulterbeschwerden insbesondere bei Ausübung von Über-
kopfarbeiten könne aus orthopädischer Sicht eine arthroskopische AC-Gelenksresektion emp-
fohlen werden.  
 
In neurologischer und neuropsychologsicher Hinsicht wurden keine Diagnosen oder unfallkau-
salen Beschwerden festgestellt. 
 

 

 
 
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Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, stellte im psychiatrischen Teilgutachten 
fest, dass der Beschwerdeführer seine Schmerzen eher sachlich, relativ präzise und differen-
ziert beschreibe. Hinweise auf eine Verdeutlichung oder Aggravation seien nicht auszumachen. 
Der Trauerprozess über den Unfall und den daraus folgenden Verlust der Anstellung sei in eine 
chronische Depression übergegangen. Aktuell sei diese jedoch subsyndromal und wirke sich 
nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Bezüglich des psychischen Gesundheitszustandes im Verfü-
gungszeitpunkt könne der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters der Gutachterstelle 
C.____ nicht gefolgt werden. Es bestünden erhebliche Zweifel an der Untersuchung und der 
Diagnosestellung. Die Beurteilung erscheine deshalb im Hinblick auf die zumutbare Arbeitsfä-
higkeit kaum verwertbar. Diesbezüglich sei eher auf die Einschätzung des behandelnden Arztes 
pract. med. H.____ abzustellen.  
 
6. Wie bereits unter Erwägung 3.5.2 hiervor ausgeführt, weicht das Gericht bei der Wür-
digung des medizinischen Sachverhalts bei Gerichtsgutachten praxisgemäss nicht ohne zwin-
gende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre 
Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Vorliegend sind keine solchen Gründe ersichtlich, die Anlass geben 
könnten, die Ergebnisse des Gerichtsgutachtens vom 6. Februar 2015 in Frage zu stellen oder 
davon abzuweichen. Das Gutachten weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist  
– wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.5.1 hiervor) – für die streitigen Belange 
umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwer-
den, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich aus-
führlich mit den bei den Akten liegenden (abweichenden) fachärztlichen Einschätzungen ausei-
nander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Das Gerichtsgutachten vom 6. Februar 
2015 erfüllt damit die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beur-
teilungsgrundlage. Daran vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdegegnerin nichts zu 
ändern. Entgegen ihrer Auffassung ist es nicht Aufgabe der Gerichtsgutachter, „triftige Einwän-
de“ gegen das Administrativgutachten vorzubringen oder dieses zu entkräften. Vielmehr wurde 
die grundsätzlich mangelnde Beweiskraft des Administrativgutachtens der Gutachterstelle 
C.____ vom 28. August 2012 bereits anlässlich der ersten Urteilsberatung vom 6. Februar 2014 
festgestellt. Dass das eingeholte Gerichtsgutachten, namentlich in den Fachrichtungen Ortho-
pädie und Neurologie, bezüglich der Einschätzungen und Schlussfolgerungen teilweise mit dem 
Gerichtsgutachten übereinstimmt, bedeutet folglich nicht, dass nunmehr doch auf das Administ-
rativgutachten der Gutachterstelle C.____ abgestellt werden könnte. Dies insbesondere, da das 
Gerichtsgutachten in erheblichen Punkten, namentlich bezüglich der Unfallkausalität der ge-
klagten Schulterbeschwerden, zu anderen Ergebnissen als das Gutachten der Gutachterstelle 
C.____ gelangt. Das psychiatrische Teilgutachten setzt sich ausserdem entgegen dem Vorbrin-
gen der Beschwerdegegnerin auch ausführlich mit der abweichenden Einschätzung des 
C.____-Gutachters auseinander und führt begründet aus, weshalb darauf nicht abgestellt wer-
den könne. Der Beschwerdeführer bestreitet indessen die Beweiskraft des Gerichtsgutachtens 
zu Recht nicht.  
 

 

 
 
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7.1 Nach dem Ausgeführten ist zur Beurteilung der umstrittenen Fragen auf das schlüssi-
ge, nachvollziehbare und beweiskräftige Gerichtsgutachten der Gutachterstelle D.____ vom 
6. Februar 2015 abzustellen. Demzufolge ist betreffend die natürliche Kausalität der geklagten 
Beschwerden davon auszugehen, dass die Schulterproblematik entgegen den Schlussfolge-
rungen des Administrativgutachtens der Gutachterstelle C.____ organisch objektiviert sind und 
in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem am 4. April 2011 erlittenen Unfall stehen. 
Die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen sind nach den Ausführungen im orthopädi-
schen Gerichtsgutachten auf die Arthrose des AC-Gelenks zurückzuführen. Diese Arthrose 
wurde anlässlich des Unfalles aktiviert bzw. erfuhr anlässlich des Unfalls eine richtungsweise 
Verschlechterung, was echtzeitlich bildgebend nachgewiesen ist. Die Verletzung der Wirbelsäu-
le ist grundsätzlich ebenfalls auf den Unfall vom 4. April 2011 zurückzuführen. Jedoch findet 
sich für die im aktuellen Zeitpunkt geklagten Schmerzen kein plausibles organisches Korrelat 
(mehr). Es ist folglich davon auszugehen, dass die residuellen Beschwerden im Bereich der 
Wirbelsäule zum grossen Teil durch eine Somatisierung bedingt sind. Zwar erklären die Ge-
richtsgutachter, betreffend die Erreichung des Status quo sine vel ante keine gesicherten Aus-
sagen machen zu können. Die Frage nach der natürlichen Kausalität der residuellen Beschwer-
den der Wirbelsäule kann indessen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung offen gelassen 
werden, sofern der adäquate Kausalzusammenhang ohnehin zu verneinen wäre. Dasselbe gilt 
vorliegend bezüglich der geklagten psychischen Beschwerden (BGE 135 V 472 E. 5.1 mit Hin-
weisen).  
 
7.2 Die adäquate Kausalität der noch bestehenden Beschwerden ist zum Zeitpunkt des 
Fallabschlusses zu prüfen (vgl. E. 4.4 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat den Fallabschluss 
mit Verfügung vom 3. Juni 2013 per 30. Juni 2013 vorgenommen. Der Beschwerdeführer wen-
det hiergegen unter Hinweis auf das Gerichtsgutachten vom 6. Februar 2015 ein, dass von ei-
nem Endzustand erst dann ausgegangen werden könne, wenn die empfohlene AC-
Gelenksresektion vorgenommen worden sei. Durch diesen Eingriff lasse sich der Gesundheits-
zustand noch namhaft verbessern. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für die 
geforderte namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes massgeblich, ob sich die Ar-
beitsfähigkeit noch wiederherstellen oder steigern lässt. Gemäss den Ausführungen im Ge-
richtsgutachten vom 6. Februar 2015 ist die angestammte Tätigkeit dem Beschwerdeführer aus 
somatischer Sicht aufgrund der verminderten Belastbarkeit des Achsenorgans sowie der einge-
schränkten Beweglichkeit der rechten Schulter seit dem Unfall und dauerhaft nicht mehr zumut-
bar. Eine den somatischen Beschwerden angepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne 
wiederholtes Heben und Tragen von Gewichten über 10 kg, in wechselnden Positionen und 
ohne häufige Überkopfarbeiten ist dem Beschwerdeführer indessen zu 100% zumutbar. Der 
orthopädische Gerichtsgutachter führte in seinem Teilgutachten aus, dass die empfohlene AC-
Gelenksresektion mit gegebenenfalls Repair der Supraspinatussehne die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers vor allem in Bezug auf Überkopfarbeiten deutlich steigern würde. An ande-
rer Stelle des orthopädischen Teilgutachtens ist jedoch lediglich von einer mutmasslichen, im 
Hauptgutachten von einer wahrscheinlichen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch die emp-
fohlene Behandlung die Rede. Fest steht indessen, dass eine Verbesserung des Gesundheits-
zustandes durch die Schulteroperation lediglich einen geringen Aspekt des Zumutbarkeitspro-
fils, namentlich die Zumutbarkeit häufiger Überkopfarbeiten, betreffen würde. Entgegen seiner 

 

 
 
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Auffassung wäre die angestammte Tätigkeit dem Beschwerdeführer dadurch noch immer nicht 
zumutbar, ist die Arbeit als Pferdepfleger doch als schwere Tätigkeit einzustufen. An der ver-
minderten Belastbarkeit des Achsenorgans ändert sich durch die empfohlene AC-
Gelenksresektion nichts. Eine leidensangepasste Verweistätigkeit ist dem Beschwerdeführer 
ohnehin in einem vollen Pensum zumutbar. Auch hier bedeutet die Erweiterung des Zumutbar-
keitsprofils keine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit. Da die psychisch bedingte Ar-
beitsunfähigkeit für die Beurteilung des Zeitpunktes des Fallabschlusses unberücksichtigt blei-
ben muss, war somit per 30. Juni 2013 von einer ärztlichen Behandlung der somatischen Un-
fallfolgen keine wesentliche, namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwar-
ten. Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Fallabschluss ist demnach nicht zu be-
anstanden. 
 
7.3 Zu prüfen ist damit der adäquate Kausalzusammenhang. Während die Adäquanz der 
Schulterbeschwerden aufgrund des organischen Substrats ohne weiteres zu bejahen ist (vgl. 
E. 4.2 hiervor), sind die weiteren Beschwerden des Versicherten einer besonderen Adäquanz-
prüfung zu unterziehen. Trotz des erlittenen Schädel-Hirn-Traumas mit Commotio cerebri be-
klagte der Beschwerdeführer in der Folge nicht das für diese und Halswirbelsäulenverletzungen 
typische Beschwerdebild (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnis-
störungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depres-
sion, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), weshalb die Adäquanzprüfung nach 
der in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien zu erfolgen hat.  
 
7.4 Nach BGE 115 V 133 ff. setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen einem Unfallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwick-
lung im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der psychisch bedingten 
Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, 
wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Ge-
wicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das (ob-
jektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Be-
trachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei 
im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten 
oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend ist der augenfällige Geschehensablauf mit den 
sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die 
nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können (BGE 134 V 126 E. 10.1; 
BGE 115 V 138 ff. E. 6 ff.). Während bei leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil auf Grund der allgemei-
nen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon aus-
gegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund-
heitsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 
Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich 
lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang be-
steht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 

 

 
 
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direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als 
wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) zu nennen: 
 
• besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
• die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-

rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
• ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
• körperliche Dauerschmerzen; 
• ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
• schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
• Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 
 
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittle-
ren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müs-
sen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Diese Würdigung des Unfalls 
zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, 
die möglicherweise die psychische Fehlreaktion begünstigt haben könnten (BGE 115 V 140 
E. 6c/bb). 
 
7.5 In Bezug auf die Schwere des Unfalls ergibt sich Folgendes: Der Beschwerdeführer 
wurde am 4. April 2011 auf einem Fussgängerstreifen von einem Personenwagen erfasst. Die 
Beschwerdegegnerin ging demzufolge von einem mittelschweren Unfall aus, der weder im 
Grenzbereich zu den schweren noch zu den leichten Unfällen liegt. Dies ist aufgrund des Ge-
schehensablaufs nicht zu beanstanden und wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht 
gerügt.  
 
7.6.1 Dem Unfallereignis vom 4. April 2011 ist durchaus eine gewisse Dramatik zuzubilligen. 
Zu beachten ist aber, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2012, 8C_638/2012, E. 4.2.1 mit Hinweisen). 
Vorliegend kann jedoch nicht von besonders dramatischen Begleitumständen oder einer be-
sonderen Eindrücklichkeit gesprochen werden, so dass dieses Kriterium nicht erfüllt ist. 
 
7.6.2 Was die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen anbelangt, hat das 
Bundesgericht in BGE 134 V 127 E. 10.2.2 präzisiert, dass es zur Bejahung dieses Kriteriums 
einer besonderen Schwere der für die gegebene Verletzung typischen Beschwerden oder be-
sonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können, bedarf. Solche Umstän-
de liegen nach den Akten nicht vor.  
 

 

 
 
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7.6.3 Bezüglich des Kriteriums der ungewöhnlich langen ärztlichen Behandlung ist festzu-
stellen, dass die Behandlung der Rückenbeschwerden nicht überdurchschnittlich lange andau-
erte. Zwar befand sich der Beschwerdeführer zweimalig in der Rehabilitation. Indessen traten 
die Rückenbeschwerden schon bald in den Hintergrund und die Schulterproblematik in den 
Vordergrund. Die Behandlung der Schulterbeschwerden dauerte lange an, da der Beschwerde-
führer zunächst keinen operativen Eingriff wünschte und die Beschwerdegegnerin die geplante 
Operation sodann zum Anlass nahm, den Leistungsanspruch grundsätzlich zu überprüfen. Das 
Kriterium der ungewöhnlich langen ärztlichen Behandlung könnte damit in Bezug auf die Schul-
terbeschwerden bejaht werden, indessen ist es nicht in besonders ausgeprägter Weise gege-
ben.  
 
7.6.4 Das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen ist aufgrund der Individualität des 
Schmerzempfindens subjektiv geprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant können 
nur in der Zeit zwischen den fraglichen Unfällen und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Un-
terbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein, wobei sich die Erheblichkeit nach den 
glaubhaft dargelegten Schmerzen und insbesondere der Beeinträchtigung, welche die versi-
cherte Person wegen dieser Beschwerden im Lebensalltag erfährt, beurteilt (BGE 134 V 128 E. 
10.2.4). Gemäss dem Gerichtsgutachten vom 6. Februar 2015 beklage der Beschwerdeführer 
insbesondere Rückenschmerzen. Diese seien wechselnd stark, vermehrt bei körperlicher Be-
lastung und auch im Sitzen, besser im Liegen und in Ruhe. Die Schulterschmerzen seien stets 
vorhanden, insgesamt aber weniger stark. Sie hätten sich etwas gebessert mit der Behandlung. 
Er sei auch in der Beweglichkeit eingeschränkt. Ausserdem habe er Schmerzen in beiden Knie-
gelenken sowie beidseits Knöchel- und Fussschmerzen. Die organisch nachweisbaren Schul-
terschmerzen erscheinen nach dem Ausgeführten und in Berücksichtigung der übrigen medizi-
nischen Unterlagen nicht derart ausgeprägt bzw. andauernd, dass das vorliegende Kriterium als 
erfüllt betrachtet werden könnte.  
 
7.6.5 Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert hätte, sind keine ersichtlich.  
 
7.6.6 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden 
darf nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen 
werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Genesung beeinträchtigt oder verzö-
gert haben (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_726/2007, E. 4.3.2.6 mit Hinwei-
sen). Solche Gründe sind aus den ärztlichen Unterlagen nicht ersichtlich. Insbesondere kann 
aus dem Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine nachhaltige Besserung des Ge-
sundheitszustandes erreicht werden konnte, noch nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf 
geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2009, 8C_928/2008, E. 4.4). 
 
7.6.7 Auch das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähig-
keit kann aufgrund der Akten nicht als genügend erfüllt gelten. 
 
7.7 Damit ist vorliegend höchstens eines der massgeblichen Kriterien ohne besondere 
Ausprägung erfüllt. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den psychischen bzw. orga-

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nisch nicht nachweisbaren Beschwerden und dem Unfallereignis vom 4. April 2011 ist folglich 
zu verneinen.  
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Schul-
terbeschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfaller-
eignis vom 4. April 2011 stehen. Bezüglich der übrigen Beschwerden ist die adäquate Kausali-
tät zu verneinen. Die Schulterproblematik könnte gemäss den Ausführungen des orthopädi-
schen Gerichtsgutachters mit der empfohlenen AC-Gelenksresektion mit gegebenenfalls Repair 
der Supraspinatussehne verbessert werden. Indessen ist davon keine namhafte Verbesserung 
des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, weshalb der Fallabschluss 
grundsätzlich zu Recht per 30. Juni 2013 vorgenommen worden ist. Zu beachten ist jedoch, 
dass der empfohlene operative Eingriff schon lange vor dem Fallabschluss im Raum stand 
(vgl. E. 5.2 hiervor, insbesondere den Bericht des Spitals G.____ vom 3. April 2012). Zu diesem 
Zeitpunkt hätte der Beschwerdeführer (noch) Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 
Unfallfolgen gehabt (Art. 10 Abs. 1 UVG). Die Zweckmässigkeit der vom Unfallversicherer zu 
übernehmenden Behandlungen bestimmt sich nach medizinischen Kriterien, die vorliegend ge-
geben waren. In einem frühen Stadium vor dem Fallabschluss werden Heilbehandlungen in 
aller Regel unabhängig von ihrer direkten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gewährt. Der An-
spruch des Beschwerdeführers auf den Schultereingriff wurde jedoch von der Beschwerdegeg-
nerin unter Hinweis auf die fehlende Unfallkausalität basierend auf ungenügende Abklärungen 
zu Unrecht verneint. Nachdem nun feststeht, dass die Schulterbeschwerden unfallkausal sind 
und der Beschwerdeführer folglich zur Zeit vor dem Fallabschluss Anspruch auf den zweck-
mässigen operativen Eingriff hatte, ist es angemessen, diesen auch nachträglich zu gewähren. 
Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu verpflichten, die Kosten der empfohlenen Schul-
teroperation auch im jetzigen Zeitpunkt zu übernehmen und dem Beschwerdeführer während 
der Zeit der Behandlung respektive der daraus folgenden Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld auszu-
richten. Nachdem dieser Eingriff vorgenommen worden ist (oder bei einer Anwendung von 
Art. 61 UVV) wird die Beschwerdegegnerin über die Bemessung einer allfälligen Invalidenrente 
und die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung zu entscheiden haben. Die Beschwerde 
wird in diesem Sinne gutgeheissen und die Angelegenheit wird zum entsprechenden Vorgehen 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. 
 
9.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurtei-
lung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistun-
gen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, 
in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an 

 

 
 
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sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Ver-
fahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung 
den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestim-
mung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 
139 V 225 ff. hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung auch auf das unfallversicherungs-
rechtliche Verfahren für anwendbar erklärt, da sowohl im Abklärungsverfahren der Invalidenver-
sicherung wie auch in demjenigen der Unfallversicherung grundsätzlich dieselben Verfahrens-
bestimmungen, namentlich Art. 43 bis 49 ATSG massgebend sind (BGE 139 V 226 E. 4.3 mit 
Hinweis auf BGE 138 V 322 E. 6.1.2). In der Folge stellte das Bundesgericht präzisierend Krite-
rien auf, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwal-
tung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 496 ff.). Es erwog, es müs-
se ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung 
und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich in folgenden 
Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, ak-
tenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen durch 
objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der medizini-
schen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Expertise 
abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrund-
satz respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergeb-
nisse einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des 
erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies 
auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Pri-
vatgutachtens; zum Ganzen: BGE 139 V 502 E. 4.4 mit Hinweisen). Vorliegend ist das Kan-
tonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 26. Juni 2014 zum Ergebnis gelangt, dass ein 
Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Wie im Be-
schluss vom 6. Februar 2014 und in Erwägung 5.6 hiervor ausführlich festgehalten, wies das 
Gutachten der Gutachterstelle C.____ in verschiedener Hinsicht Widersprüche auf, basierte 
nicht auf genügenden Untersuchungen bzw. war nicht nachvollziehbar. Damit genügte es den 
Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht. Die Kosten des Gerichtsgut-
achtens, welche sich gemäss der eingereichten Honorarnote vom 6. Februar 2015 auf 
Fr. 12‘588.10 belaufen, sind unter diesen Umständen der Vorinstanz aufzuerlegen. 
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 13. Januar 2014, die er anlässlich der ersten 
Urteilsberatung einreichte, einen Zeitaufwand von 25 Stunden und 45 Minuten sowie Auslagen 
in der Höhe von Fr. 182.50 geltend gemacht, wobei 11 Stunden Bemühungen des Volontärs 
bzw. der Volontärin betrafen. In seiner aktualisierten Honorarnote vom 22. Juni 2015 machte 
der Rechtsvertreter einen Zeitaufwand von 10 Stunden und 15 Minuten sowie Auslagen von 
Fr. 241.50 geltend gemacht. Da die eingereichte Honorarnote diverse Unklarheiten aufwies und 
sich namentlich im Vergleich zur ersten Honorarnote zeitlich überlappende, inhaltlich jedoch 
nicht übereinstimmende Aufwendungen fanden, wurde der Rechtsvertreter um Einreichung ei-

 

 
 
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ner bereinigten Honorarnote gebeten. Diesem Ersuchen kam er mit Eingaben vom 26. Oktober 
2015 und 9. November 2015 nach. Für den gesamten Zeitraum des Beschwerdeverfahrens 
macht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nunmehr einen Zeitaufwand von 35 Stunden 
(wobei 24 Stunden und 45 Minuten Aufwendungen des Volontärs bzw. der Volontärin betreffen) 
sowie Auslagen in der Höhe von insgesamt Fr. 96.35 geltend. Während die ausgewiesenen 
Auslagen zu keinerlei Beanstandungen Anlass geben, muss der ausgewiesene Zeitaufwand als 
zu hoch bezeichnet werden.  
 
9.3.1 So wird für das Verfassen der 20-seitigen Beschwerdeschrift durch den Volontär bzw. 
die Volontärin ein Aufwand von insgesamt 17 Stunden geltend gemacht. Zwar wird dem erhöh-
ten Aufwand bei der Arbeit von Praktikantinnen und Praktikanten mit dem tieferen Stundenan-
satz bereits Rechnung getragen. Der vorgenommene und geltend gemachte Aufwand erscheint 
jedoch selbst in Berücksichtigung dieser Tatsache als zu hoch. Weder in sachverhaltlicher noch 
in rechtlicher Hinsicht stellten sich im vorliegenden Fall besonders schwierige Fragen. Die Be-
schwerde vom 16. Oktober 2013 wird inhaltlich ausschliesslich mit der fehlenden Beweistaug-
lichkeit des Gutachtens der Gutachterstelle C.____ begründet. Die Auseinandersetzung mit 
diesem Gutachten und der angefochtenen Verfügung beginnt indessen erst auf Seite 10. Davor 
findet sich auf insgesamt fünfeinhalb Seiten Ausführungen zu den Rechtsbegehren, den (ohne 
weiteres gegebenen) Eintretensvoraussetzungen und der Begründung der sachlichen Notwen-
digkeit der anwaltlichen Vertretung. Ausserdem wird auf insgesamt vier Seiten der bisherige 
Verfahrensablauf inklusive Mandatsniederlegung des früheren Rechtsvertreters ausführlich be-
schrieben. Diese Ausführungen hätten aufgrund ihrer grossenteils fehlenden Relevanz für die 
umstrittenen Fragen durchaus unterbleiben oder kürzer gefasst werden können. Für die Ausar-
beitung der Beschwerdeschrift inklusive Aktenstudium erscheint in Berücksichtigung aller Um-
stände des Einzelfalles ein Aufwand von nicht mehr als 9 Stunden als angemessen. Die Auf-
wendungen zur Begründung des Antrags auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung in 
der Höhe von 3 Stunden sowie die Korrespondenz des Volontärs bzw. der Volontärin im Um-
fang von 45 Minuten werden indessen als angemessene Aufwendungen anerkannt. Die Auf-
wendungen des Volontärs bzw. der Volontärin sind nach dem Ausgeführten auf 12 Stunden 45 
Minuten zu kürzen.  
 
9.3.2 Ferner sind auch Aufwendungen des Rechtsvertreters bzw. seiner Substitutin zu kür-
zen. So betreffen die Posten „Unterlagen kopieren“ und „Rücksendung Doppel Urteilsberatung“ 
Kanzleiarbeit, die nicht zu den Aufwendungen der anwaltlichen Rechtsvertreter gehört. Eben-
falls nicht anzurechnen ist der Posten „Schreiben an Gericht“ vom 13. April 2014. In den Akten 
findet sich zu diesem Datum lediglich ein Fristverlängerungsgesuch, das indessen als separater 
Aufwandsposten ausgewiesen ist. Der Aufwandsposten „BS mit SB, Sozialhilfe, Gutachten, 
Arbeitsfähigkeit“ wird ausserdem bei beiden involvierten Anwälten aufgeführt, kann indessen 
bloss einmal berücksichtigt werden. Nach dem Ausgeführten sind die Bemühungen der Substi-
tutin um insgesamt 2 Stunden und 15 Minuten auf 4 Stunden zu kürzen.  
 
9.3.3 Damit ergeben sich angemessene Aufwendungen im Umfang von insgesamt 20 Stun-
den 45 Minuten. Diese sind zum geltend gemachten Ansatz von Fr. 200.– (8 Stunden) bzw. 
Fr. 120.– (12 Stunden 45 Minuten) zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist nach dem Aus-

 

 
 
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geführten eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘484.45 (8 Stunden zu Fr. 200.– plus 
12.75 Stunden zu Fr. 120.– plus Auslagen von Fr. 96.35 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Las-
ten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.  
 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 16. September 2013 aufgehoben und die 
Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten der gerichtlichen Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 12‘588.10 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘484.45 (inklusive Auslagen 
und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
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