# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3c38eea-d57b-5cd9-8a5b-1e0e6a147062
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.08.2010 D-5712/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5712-2010_2010-08-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5712/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren ..., Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. August 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5712/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  Staatsangehöriger  von  Äthiopien, 
eigenen Angaben zufolge ein ethnischer  Oromo aus Addis  Abeba – 
am 29. März 2004 in der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, 

dass  er  zur  Begründung  seines  Gesuches  zur  Hauptsache  geltend 
machte, nachdem sein Vater im Jahre 2003 wegen der  Unterstützung 
der oppositionellen ONEG (Oromo Netsa awchi Gimbar; amharisch für 
Oromo Liberation Front [OLF]) verhaftet worden sei, habe er befürch-
tet,  auch er könnte der Unterstützung der ONEG verdächtigt werden 
und deswegen auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis kommen, 

dass er ausserdem auf  einen Vorfall  im April  2001 verwies, bei wel -
chem  er  im  Rahmen  einer  Massenverhaftung  kurzzeitig  inhaftiert 
worden sei, 

dass sich nach Erkenntnis des damaligen Bundesamtes für Flüchtlinge 
(BFF; heute  Teil  des  BFM)  der  Beschwerdeführer  im  Jahre  2003  in 
Deutschland aufgehalten und dort  erfolglos  ein  Asylverfahren durch-
laufen hatte, 

dass das BFF namentlich vor diesem Hintergrund mit Verfügung vom 
2. September 2004 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) – auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid Beschwerde er-
hob, worauf das Bundesverwaltungsgericht die vorgenannte Verfügung 
mit  Urteil  vom 28. April  2008 aufhob und die  Sache  zur  materiellen 
Behandlung des Asylgesuches ans BFM zurückwies (vgl. zum Ganzen 
die Akten), 

dass das BFM in der Folge mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 das 
Asylgesuch ablehnte  und  wiederum die  Wegweisung des Beschwer-
deführers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass es dabei die geltend gemachte Furcht vor Verhaftung als offen-
kundig unglaubhaft erkannte, da sich der Beschwerdeführer im angeb-
lich ausreiserelevanten Zeitraum – im Jahr 2003 – bereits in Deutsch-

Seite 2

D-5712/2010

land aufgehalten hatte, und die für das Jahr 2001 geltend gemachte 
kurzzeitige Inhaftierung als nicht asylrelevant erklärte, 

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid Beschwerde er-
hob, worauf das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 10. Dezem-
ber 2008 die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abwies, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  14.  Januar  2009  beim  BFM  sinn-
gemäss  ein  zweites  Asylgesuch  stellte,  wobei  er  zur  Begründung 
seines Gesuchs zur Hauptsache auf ein exilpolitisches Engagement im 
Kreise der Organisation W._______ und namentlich die Teilnahme an 
Demonstrationen,  das  Verfassen  von  Artikeln  und  das  Verteilen  von 
Flugblättern geltend machte, 

dass das BFM mit  dem Beschwerdeführer  eine Anhörung zu seinen 
neuen Gesuchsgründen durchführte, 

dass das BFM in der Folge mit Verfügung vom 8. Juni 2009 das zweite  
Asylgesuch  ablehnte  und  erneut  die  Wegweisung  des  Beschwerde-
führers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid Beschwerde er-
hob und das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 7. Juli 2009 die 
Beschwerde als offensichtlich unbegründet abwies, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  12.  August  2009  mit  einem  dritten 
Asylgesuch  ans  BFM  gelangte,  wobei  er  sein  Gesuch  mit  einem 
weiterhin andauernden exilpolitischen Engagement, nunmehr nament-
lich im Kreise der Oppositionsbewegung „X._______“ begründete, 

dass das BFM auf eine neuerliche Anhörung des Beschwerdeführers 
verzichtete und mit Verfügung vom 27. Januar 2010 – in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG – auf das dritte Asylgesuch nicht ein -
trat, wiederum verbunden mit der Anordnung der Wegweisung aus der 
Schweiz  und  des  Wegweisungsvollzuges,  wobei  dem  Beschwerde-
führer ferner eine Gebühr von Fr. 600.– auferlegt wurde, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom 8.  Februar  2010 
eine  dagegen  erhobene  Beschwerde  als  offensichtlich  unbegründet 
abwies, 

Seite 3

D-5712/2010

dass der Beschwerdeführer am 23. Juli 2010 mit einem vierten Asyl -
gesuch ans BFM gelangte, wobei er sein Gesuch wiederum mit einem 
weiterhin andauernden exilpolitischen Engagement, nunmehr nament-
lich im Kreise der Gruppierungen Y._______ und Z._______ begrün-
dete,  wobei  er  als  Beweismittel  ein  Bestätigungsschreiben  der 
Y.______ vom 9. Juni 2010, ein Bestätigungsschreiben der Z._______ 
vom 7. Juni 2010 und diverse Presseartikel zu den Akten reichte, 

dass das BFM erneut auf eine Anhörung des Beschwerdeführers ver-
zichtete und mit Verfügung vom 4. August 2010 (eröffnet am folgenden 
Tag) – wiederum in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG – auch 
auf  das vierte  Asylgesuch nicht  eintrat,  abermals verbunden mit  der 
Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz und des Wegweisungs-
vollzuges sowie der nochmaligen Auflage einer Gebühr von Fr. 600.–, 

dass der Beschwerdeführer – handelnd durch seinen Rechtsvertreter - 
am 11. August 2010 gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob, wo-
bei er in seiner Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und Rückweisung der  Sache zwecks Eintreten auf  sein  Asylgesuch, 
eventualiter die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz 
zufolge  Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zuges beantragte sowie um Erlass der Verfahrenskosten und um Be-
freiung von der Kostenvorschusspflicht ersuchte, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 13.  August  2010  beim Bundes-
verwaltungsgericht eingetroffen sind (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) richtet, so-
weit das VGG oder das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 6 und 
105 AsylG sowie Art. 37 VGG), 

Seite 4

D-5712/2010

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerechte  Eingabe  des  legitimierten  Be-
schwerdeführers  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 52 
VwVG sowie Art. 48. Abs. 1 VwVG),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of -
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass mit  vorliegendem Entscheid das Gesuch um Befreiung von der 
Kostenvorschusspflicht (Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegenstandslos wird, 

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG, mit denen es das BFM ablehnt, 
ein erneutes Asylgesuch auf  seine Begründetheit  hin zu überprüfen, 
grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht – sofern es den Nichteintre -
tensentscheid als  unrechtmässig erachtet  –  einer  selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zur neuen Entscheidung an das BFM zurückweist, 

dass  das  BFM  demgegenüber  die  Frage  der  Wegweisung  und  des 
Vollzugs materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass  gemäss Art.  32  Abs. 2  Bst.  e  AsylG auf  ein  Asylgesuch unter 
anderem dann nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person 
in  der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat, 
ausser  es  gebe Hinweise,  in  der  Zwischenzeit  seien Ereignisse ein-
getreten, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, 

Seite 5

D-5712/2010

dass  bei  der  Prüfung  eines  erneuten  Gesuches  nur  Ereignisse  als 
relevant zu erkennen sind, welche die Flüchtlingseigenschaft im Sinne 
von Art. 3 AsylG zu begründen vermögen, wobei die diesbezüglichen 
Hinweise  jedoch  nur  einem  tiefen  Beweismass  genügen  müssen, 
damit ein Nichteintretensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. e AsylG ausser Betracht fällt (vgl. dazu BVGE 2009/53 E. 4.2), 

dass sich  der  Beschwerdeführer  in  seinem mittlerweile  vierten Asyl -
verfahren befindet, wobei er zum dritten Mal geltend macht, er erfülle  
die Flüchtlingseigenschaft aufgrund exilpolitischer Aktivitäten, 

dass der diesbezügliche Sachverhalt bereits aufgrund seiner Eingabe 
vom 26. Juli 2010 als vollständig erstellt zu erachten ist, weshalb das 
BFM – entgegen den anders  lautenden Beschwerdevorbringen –  zu 
Recht  auf  eine  erneute  Anhörung  des Beschwerdeführers  verzichtet 
hat (vgl. dazu BVGE 2009/53 E. 5.1-5.7), 

dass die erneuten Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend sein 
angebliches exilpolitisches Engagement bei objektiver Betrachtung in 
keiner Weise über seine Vorbringen in den zwei vorangegangenen Ver-
fahren hinausgehen, mithin kein weitergehender Gehalt erkennbar ist, 
woran auch die vorgelegten Beweismittel nichts zu ändern vermögen, 

dass zwar sowohl im Schreiben der Y._______ als auch im Schreiben 
der Z._______ über eine angeblich sehr aktive Mitgliedschaft des Be-
schwerdeführers berichtet wird,  die Schreiben jedoch mangels nach-
vollziehbarer Vertiefung respektive mangels konkreter und stichhaltiger 
Angaben als blosse Gefälligkeitsschreiben zu erkennen sind, 

dass das geltend gemachte exilpolitische Engagement – entgegen den 
anders lautenden Beschwerdevorbringen – weiterhin als bloss nieder-
schwellig zu erkennen ist, mithin auch bei wohlwollender Betrachtung 
keinerlei Anlass zur Annahme besteht, beim Beschwerdeführer handle 
es sich um ein exponiertes Mitglied der äthiopischen Diaspora, 

dass bei dieser Sachlage der auf Beschwerdeebene sinngemäss ver-
tretene Ansatz, aufgrund seines Profils würde von Seiten der heimat-
lichen  Behörden  ein  Interesse  am  Beschwerdeführer  bestehen,  im 
Resultat als offensichtlich unbegründet zu erkennen ist (vgl. dazu na-
mentlich auch die Urteile D-4072/2009 vom 7. Juli 2009, ab S. 7 Mitte, 
und D-587/2010 vom 8. Februar 2010, ab S. 8 Mitte), 

Seite 6

D-5712/2010

dass bei dieser Sachlage – entgegen der anders lautenden Beschwer-
devorbringen – auf eine nähere Auseinadersetzung mit den Aktivitäten 
der Y._______ verzichtet werden kann, 

dass zusammenfassend auch im vorliegenden Verfahren kein Anlass 
zur  Annahme besteht,  es seien Ereignisse eingetreten,  die geeignet 
wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant wären, 

dass daran auch die erneute Berufung auf das Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts D-5060/2007 vom 30. November 2007 nichts ändert, 
wurde der Beschwerdeführer doch schon im vorangehenden Verfahren 
darauf  hingewiesen,  dass  in  jenem  Verfahren  eine  grundsätzlich 
andere Konstellation zu beurteilen war (vgl. das Urteil D-587/2010 vom 
8. Februar 2010, S. 8 unten), 

dass nach vorstehenden Erwägungen der Nichteintretensentscheid in 
Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu bestätigen ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer 
– abgesehen vom bisherigen Asylbewerberstatus – über keine Aufent-
haltsbewilligung verfügt und auch keinen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem 
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine vor-
läufige Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat,  wenn der Vollzug 
der  Wegweisung  als  unzulässig,  unzumutbar  oder  unmöglich  zu  er-
kennen  ist  (Art.  44  Abs. 2  AsylG i.V.m. Art.  83  Abs. 1  des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]), 

dass  im  Falle  des  Beschwerdeführers  –  wie  bereits  in  den  voran-
gegangenen Verfahren festgestellt – keine Gründe ersichtlich sind, die 
in rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM angeordneten Vollzug 
der Wegweisung sprechen, mithin von der Zulässigkeit, Zumutbarkeit 
und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist (vgl. dazu 
Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG), 

dass sich namentlich keine Änderung der Verhältnisse des Beschwer-
deführers  ergeben  hat,  weshalb  auf  die  bisherigen  Erwägungen  zu 

Seite 7

D-5712/2010

verweisen ist  (vgl. die Urteile D-7185/2008 vom 10. Dezember 2008, 
ab S. 8 Mitte, D-4072/2009 vom 7. Juli 2009, ab S. 11, und D-587/2010 
vom 8. Februar 2010, S. 9 Mitte), 

dass bei dieser Sachlage die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme 
ausser Betracht fällt,  womit der Wegweisungsvollzug zu Recht ange-
ordnet wurde, 

dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich un-
begründet abzuweisen ist, 

dass  das  Gesuch  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  (im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von An-
fang an als aussichtslos erwiesen hat, 

dass  demzufolge  dem  Beschwerdeführer  Kosten  für  das  Verfahren 
aufzuerlegen sind (vgl. dazu Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 - 3 des 
Reglements  vom 21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-5712/2010

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-
gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  Bei-
lage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- ...

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: 

Seite 9