# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a7afe71-635c-5b42-af2f-0aca413dd286
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.12.2018 200 2018 393
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-393_2018-12-04.pdf

## Full Text

200 18 393 UV
FUE/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecher und Notar B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2018, UV/18/393, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1978 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war zuletzt – nebst einer 40 %igen Anstellung beim C.________ (act. II 8, 
12, 21) – als … beim D.________ angestellt (act. II 1, 20, 23) und dadurch 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwer-
degegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert. Gemäss Bagatellunfall- bzw. Schaden-Meldungen UVG 
vom 10. und 17. Mai sowie 14. Juni 2016 war die Versicherte am 30. April 
2016 als Beifahrerin in einen Auffahrunfall verwickelt und erlitt ein HWS-
Schleudertrauma (act. II 1, 9, 32). Die Suva erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld [act. II 3, 35]) und klärte den Sach-
verhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ab. Sie holte insbeson-
dere die Akten – darunter ein unfallanalytisches Kurzgutachten vom 
19. August 2016 (act. II 44) – der K._______ ein, bei welcher die Versicher-
te aufgrund ihrer Tätigkeit für das C.________ unfallversichert war (act. II 
32). Nachdem die Suva den Fall ihrem Kreisarzt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, vorgelegt hatte (Aktenbeurteilung vom 5. April 2017 [act. II 71]), 
stellte sie mit Verfügung vom 24. April 2017 die Versicherungsleistungen 
per 30. April 2017 ein, weil die geklagten Beschwerden nicht mehr adäquat 
kausal zum Unfallereignis seien (act. II 74). Die hiergegen erhobene Ein-
sprache der Versicherten, vertreten durch die L.______, Rechtsschutz-
Versicherungs-Gesellschaft AG (act. II 81, 103), wies die Suva mit Ent-
scheid vom 17. April 2018 ab (act. II 117).

B.

Am 18. Mai 2018 erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Sie 
beantragt, der Einspracheentscheid vom 17. April 2018 sei aufzuheben und 
es seien ihr rückwirkend ab dem 1. Mai 2017 bis zum Erreichen des End-
zustandes weitere Taggelder in gerichtlich zu bestimmender Höhe und ab 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2018, UV/18/393, Seite 3

Erreichen des Endzustandes eine Invalidenrente in gerichtlich zu bestim-
mender Höhe auszurichten. Ferner seien sämtliche Heilungskosten zu 
übernehmen und eine angemessene Integritätsentschädigung zu bezahlen. 
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zur 
Einholung eines polydisziplinären Gutachtens. Die Versicherte stellte zu-
dem ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter 
Beiordnung des Unterzeichneten als amtlichen Anwalt.

Der Aufforderung des Instruktionsrichters (Verfügung vom 23. Mai 2018), 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu verbessern, kam die Versi-
cherte nicht nach, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als 
zurückgezogen galt und als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrie-
ben wurde (Verfügung vom 20. Juni 2018). 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2018 beantragt die Suva die 
Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der Suva vom 
17. April 2018 (act. II 117). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerde-
führerin aufgrund des Ereignisses vom 30. April 2016 über den 30. April 
2017 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderungen vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der der Ver-
ordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; 
SR 832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich 
vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus-
gebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 

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(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.4

2.4.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4.2 Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein 
allfällig bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und 
damit nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche 
Kausalzusammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden 
(BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472; Entscheid des BGer vom 14. Juni 2017, 
8C_833/2016, E. 5.2).

2.4.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.5 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-

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schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.6 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-

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wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht 
(BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesund-
heitlichen Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospek-
tiver Feststellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Es ist unter den Parteien unbestritten und aufgrund der Akten er-
stellt, dass die Beschwerdeführerin am 30. April 2016 einen Unfall im 
Rechtssinne erlitten hat. Mit Blick auf die umstrittene Leistungseinstellung 
per 30. April 2017 ist nachfolgend zu prüfen, ob die anhaltend geklagten 
Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 30. April 2016 stehen.

3.2

3.2.1 Im Bericht vom 1. Mai 2016 diagnostizierten die Ärzte des Spitals 
F.________ ein HWS-Schleudertrauma nach Verkehrsunfall. Als klinische 
Befunde nannten sie einen paravertebralen Hartspann links mehr als rechts 
und einen Hartspann des Sternokleidomastoideus rechts. Die HWS sei 
uneingeschränkt beweglich und die periphere Neurologie sowie die Hirn-
nerven seien unauffällig (act. II 28). Im Dokumentationsbogen für Erstkon-
sultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma hielten die Ärzte 
sodann fest, bei der Heckkollision sei kein Kopfanprall erfolgt und die Pati-
entin habe eine aufrechte Sitzposition mit gerader Kopfstellung inne ge-
habt; es sei eine Kopfstütze vorhanden gewesen, sie habe den Sicher-

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heitsgurt getragen und der Airbag sei nicht ausgelöst worden. Als vorläufi-
ge Diagnose nannten die Ärzte Nackenbeschwerden und muskuloskeletta-
le Befunde (verminderte Beweglichkeit und punktuelle Druckschmerzhaftig-
keit miteingeschlossen; act. II 11). Im Bericht vom 17. Mai 2016 führten die 
Ärzte des Spitals F.________ aus, seit vier Tagen leide die Patientin an 
Nausea und Erbrechen. Es liege ein Hartspann der Rückenmuskulatur vor 
(act. II 30).

3.2.2 Im Bericht vom 8. Juni 2016 diagnostizierten die Ärzte des Spitals 
F.________ ein panvertebrales Schmerzsyndrom nach Auffahrunfall vom 
30. April 2016. Klinisch fielen insbesondere eine ungünstige Haltung, eine 
diffuse Klopfdolenz der gesamten Wirbelsäule wie auch myofasziale Be-
funde mit Hartspann auf. Die Beweglichkeit sei nicht eingeschränkt, neuro-
logische Auffälligkeiten fänden sich nicht. Konventionell-radiologisch finde 
sich kein Korrelat für die angegebenen Beschwerden. Es werde die Auf-
nahme einer Physiotherapie und eine aktive Lebensführung empfohlen. Bis 
am 8. Juni 2016 attestierten die Ärzte eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit und 
empfahlen danach eine rasche Steigerung der Arbeitsfähigkeit (act. II 26).

3.2.3 Im Bericht vom 21. Juni 2016 – zuhanden der K._______ – nannte 
der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin und Angiologie, als Beschwerden Nacken- und Rückenschmerzen, ver-
stärkt durch Arbeit, und als Befunde stellte er eine diffuse Druckdolenz von 
HWS, BWS und oberer LWS fest (act. II 24). Am 1. Juli 2016 diagnostizier-
te der Hausarzt ein panvertebrales Schmerzsyndrom nach Auffahrunfall 
vom 30. April 2016. Er führte aus, die Patientin beginne nächste Woche die 
seit längerem geplante Physiotherapie (act. II 15).

3.2.4 Im Bericht des Spitals F.________ vom 30. Dezember 2016 wurde 
festgehalten, die Patientin habe ein Fitnesstraining dreimal pro Woche be-
gonnen, worunter die Schmerzen von initial 9/10 auf 4/10 zurückgegangen 
seien. Bereits seit August habe sie wieder die volle Arbeitsfähigkeit er-
reicht. In der klinischen Untersuchung präsentiere sie eine leichte Druckdo-
lenz über der unteren BWS und ganzen LWS sowie paravertebral beidsei-
tig bei einer erhaltenen Beweglichkeit (act. II 58 S. 1).

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3.2.5 In der Beurteilung vom 13. Januar 2017 – nach einer MR-
Untersuchung der Wirbelsäule nativ – führten die Ärzte des Spitals 
F.________ aus, es bestehe eine kyphotische Fehlstellung zervikal mit 
Punctum maximum HWK 5/6, dort liege eine Unkovertebralarthrose mit 
breitbasiger dorsaler Bandscheibenprotrusion mit spondylodiskogener rela-
tiver Spinalkanalstenose und Tangierung des Myelons ohne Kompression 
desselben, ohne Myelopathiesignal, vor. In diesem Segment bestehe kein 
Hinweis auf eine stattgehabte ligamentäre Verletzung. Es sei eine minimale 
neuroforaminale Enge HWK 5/6 links ohne neurokompressiven Effekt und 
ein leicht asymmetrischer atlantodentaler Abstand rechts, DD posttrauma-
tisch (Ligamentum alare, lagebedingt), festzustellen. Es lägen keine 
höhengeminderten Wirbelkörper als Hinweis auf eine stattgehabte Fraktur 
vor (act. II 55).

3.2.6 Im Bericht vom 16. März 2017 hielt die Neurochirurgin H.________, 
Klinik I.________, zu den Befunden fest, es bestehe eine hochgradige 
HWS-Blockade mit deutlicher allseitiger Bewegungseinschränkung, ein 
paravertebraler Hartspann der HWS und eine leichte Klopfdolenz über der 
Halswirbelsäule. Es lägen aktuell keine sensomotorischen Defizite und kei-
ne Gangstörung vor und die Muskeleigenreflexe seien seitengleich; es be-
stehe kein Babinski und der HN-Status sei regelrecht. Es werde aufgrund 
der akuten erneuten Verschlechterung zur Befundkontrolle des Segmentes 
C5/6 die Durchführung einer erneuten LWS-MRI-Untersuchung mit ansch-
liessender Wiedervorstellung der Patientin zur endgültigen Beratung emp-
fohlen (act. II 64).

3.2.7 In der Beurteilung nach einem MRI der Halswirbelsäule vom 
21. März 2017 wurde festgestellt, es liege eine multietagere (Osteo)-
Chondrose meist ausgeprägt C5/6 mit einer dorsomedianen schmalen Dis-
kushernie respektive Retrospondylose vor. Es bestehe eine konsekutiv 
mässige Spinalstenose ohne Hinweise für eine Myelopathie (act. II 72).

3.2.8 In der ärztlichen Beurteilung vom 5. April 2017 diagnostizierte der 
SUVA-Kreisarzt Dr. med. E.________ unfallkausal einen Status nach kra-
niozervikalem Beschleunigungstrauma am 30. April 2016. Er hielt fest, die 
bildgebende Untersuchung der HWS im Januar 2017 habe einen degene-
rativen Vorschaden im Sinne einer Unkovertebralarthrose ergeben. Diese 

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sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis 
zurückzuführen, da eine solche Arthrose sich nicht innerhalb von sieben 
Monaten in dieser Ausprägung bilde. Die zusätzlich beschriebene Protrusi-
on der Bandscheibe C5/6 könne ebenfalls nicht auf das Unfallereignis 
zurückgeführt werden, da Akzeleration/Dezeleration im Rahmen des gerin-
gen Delta-v von 14 km/h nicht geeignet gewesen sei, einen Bandscheiben-
schaden auszulösen oder richtunggebend zu verschlimmern (act. II 71 S. 
4). Allenfalls sei es möglich, dass der Unfall eine bis dahin stumme vorbe-
stehende Diskushernie habe symptomatisch werden lassen, keinesfalls sei 
der Unfall aber ursächlich für die beschriebenen Schäden. Im Übrigen sei-
en durch die MRI-Untersuchung auch ligamentäre Schäden, welche bei 
entsprechender Beschleunigung des Kopfes wahrscheinlicher auftreten 
könnten als eine Diskushernie, ausgeschlossen worden. Mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit seien strukturelle Unfallfolgen aus dem Ereignis vom 
30. April 2016 somit auszuschliessen (act. II 71 S. 5). Unter Würdigung 
sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte sei es als nicht sehr wahr-
scheinlich anzusehen, dass die über Monate nach dem Unfall geklagten 
Beschwerden auf das Ereignis zurückzuführen seien. Bei der geringen Ge-
schwindigkeitsdifferenz könnten durchaus unfallkausale Symptome (Kopf-
schmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel etc.) aufgetreten sein, allerdings 
nur kurzfristig. Es handle sich bei den Unfallfolgen um eine vorübergehen-
de Verschlimmerung, Unfallfolgen lägen nicht mehr vor (act. II 71 S. 6).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5 Der fachärztliche Aktenbericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. 
E.________, auf welchen sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 17. April 2018 hauptsächlich stützte, erfüllt die 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen und erbringt – entgegen der Mei-
nung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 7 Ziff. 3) – vollen Beweis 
(E. 3.4.1 hiervor). Allein der Umstand, dass der SUVA-Kreisarzt die Be-
schwerdeführerin nicht persönlich untersuchte, vermag den Bericht nicht in 
Zweifel zu ziehen. Die Akten ergaben ein vollständiges Bild über Anamne-
se, Verlauf und gegenwärtigen Status und enthalten insbesondere auch die 
Ergebnisse der MRI-Untersuchungen. Es lag zudem ein unfallanalytisches 
Kurzgutachten vom 19. August 2016 vor (act. II 44), wobei entgegen der 
Beschwerde (S. 7 Ziff. 4) kein Anlass besteht, nicht vom errechneten Delta-
v von 14 km/h auszugehen. Die Beschwerdeführerin benennt denn auch 
keine Gesichtspunkte, welche gegen die vom Unfallanalytiker geschätzte 
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung sprechen; das subjektive 
Empfinden (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 5) allein genügt nicht, um Zweifel an 

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der Einschätzung des Experten zu wecken. Auch dass der Ehemann der 
Beschwerdeführerin (Fahrzeuglenker) noch unter „starken Beschwerden“ 
leide und zu 30 % arbeitsunfähig sei, begründet keine Zweifel am unfall-
analytischen Gutachten, zumal keine organisch nachweisbaren unfallkau-
salen Beschwerden geltend gemacht werden, die sich mit dem Delta-v von 
14 km/h nicht vereinbaren liessen. Insgesamt konnte sich der SUVA-
Kreisarzt aufgrund der medizinischen Unterlagen ein lückenloses Bild ma-
chen (E. 3.4.2 hiervor). Mit anderen Worten lag ein feststehender medizini-
scher Sachverhalt vor, bei dem die direkte ärztliche Befassung mit der ver-
sicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 29. Oktober 2015, 9C_610/2015, E. 3.1). Es bestehen 
keine auch nur geringe Zweifel an der Beurteilung, so dass auf weitere (ex-
terne) Abklärungen verzichtet werden kann (zur antizipierten Beweiswürdi-
gung: BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.6 Der SUVA-Kreisarzt führte schlüssig und nachvollziehbar aus, dass 
die mittels MRI-Untersuchung der HWS vom 9. Januar 2017 bildgebend 
erhobenen Befunde (Unkovertebralarthrose C5/6 mit breitbasiger Protrusi-
on ohne Anhalt für eine stattgehabte ligamentäre Verletzung [act. II 55]) 
degenerative, d.h. unfallfremde, Veränderungen darstellen (act. II 71 S. 4). 
Es entspricht denn auch – wie dies der SUVA-Kreisarzt mit Hinweisen auf 
die Literatur diskutiert (vgl. act. II 71 S. 4 f.) – einer medizinischen Erfah-
rungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch 
alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderun-
gen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise unter besonde-
ren Voraussetzungen als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitge-
hend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das 
Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung 
der Bandscheibe herbeizuführen und die Symptome der Diskushernie (ver-
tebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeits-
unfähigkeit auftreten (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 2 E. 2.3). Mit Blick auf die Be-
richte nach der Erstbehandlung am 1. Mai 2016 im Spital F.________ (act. 
II 11, 28) liegt keine solche Ausnahme vor: Insbesondere finden sich in den 
Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Auffahrunfall von besonderer 
Schwere und damit geeignet gewesen wäre, den bildgebend erhobenen 
Bandscheibenschaden herbeizuführen. So wird im unfallanalytischen Kurz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2018, UV/18/393, Seite 13

gutachten vom 19. August 2016 gegenteils festgehalten, dass die kollisi-
onsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) zwischen 11,7 und 16 
km/h, Mittelwert ca. 14 km/h, lag (act. II 44 S. 9). Im Übrigen stellte der Ex-
perte biomechanisch keine relevanten Besonderheiten fest. Damit ist mit 
dem SUVA-Kreisarzt davon auszugehen, dass der Unfall den Bandschei-
benschaden allenfalls hat symptomatisch werden lassen und zu einer zeit-
weiligen Veränderung des Gesundheitszustandes – nicht aber zu einer 
richtungsgebenden Verschlimmerung – geführt hat (act. II 71 S. 5).

3.7 Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (S. 8 Ziff. 6) war 
zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung eine namhafte Verbesserung des 
Gesundheitszustands nicht mehr zu erwarten. Die Beschwerden wurden 
nach dem Unfall mittels Physiotherapie und mit Schmerzmedikamenten 
behandelt (vgl. act. II 30, 58, 64), was zu einer Besserung führte und eine 
vollständige Arbeitsaufnahme erlaubte. Die Beschwerdeführerin gab ab 
Januar 2017 wiederum eine Verschlechterung an (act. II 64). Wie der SU-
VA-Kreisarzt ausführte, liegen jedoch keine Unfallfolgen mehr vor (act. II 71 
S. 6 „Ad 2. Unfallfolgen liegen inzwischen nicht mehr vor. Somit ist eine 
Behandlung von Unfallfolgen nicht mehr angezeigt“). Die unfallfremden 
degenerativen Befunde, welche bildgebend im März 2017 nachgewiesen 
wurden (act. II 72) und welche mangels Kausalzusammenhang mit dem 
Ereignis vom 30. April 2016 hier nicht zu berücksichtigen sind, stehen dem 
Fallabschluss nicht entgegen. Die Beschwerdegegnerin hat den Fallab-
schluss (E. 2.6 hiervor) zu Recht vorgenommen.

3.8 Es ist somit erstellt, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer 
Sicht an keinen organisch nachweisbaren unfallkausalen Beschwerden 
leidet. Ob die weiterhin geklagten Beschwerden in einem natürlichen Kau-
salzusammenhang mit dem Ereignis vom 30. April 2016 stehen, kann vor-
liegend offen bleiben, da eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 
jedenfalls – wie nachfolgend dargelegt wird – an der fehlenden Adäquanz 
des Kausalzusammenhangs scheitert (vgl. auch E. 2.4.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2018, UV/18/393, Seite 14

4.

4.1 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2017 UV Nr. 8 
S. 29 E. 5.1) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schwe-
ren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittle-
ren Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um ei-
nen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-

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sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2017 
UV Nr. 9 S. 33 E. 6.1). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c 
S. 384). 

Der Katalog der – abschliessend aufgezählten (BGE 134 V 109 E. 10.2 
S. 127) – adäquanzrelevanten Kriterien lautet (BGE 134 V 109 E. 10.3 
S. 130; Entscheid des BGer vom 14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 6.1):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;

- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;

- erhebliche Beschwerden;

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert;

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

4.2 Vorliegend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 
(zumindest teilweise) nach dem Ereignis vom 30. April 2016 an Beeinträch-
tigungen (Nacken- und Kopfschmerzen) litt, die dem typischen Beschwer-
debild nach einem HWS-Schleudertrauma entsprechen (act. II 11, 28), 
weshalb der adäquate Kausalzusammenhang anhand der entsprechenden 
Rechtsprechung zu beurteilen ist.

Am 30. April 2016 erlitt die Beschwerdeführerin als Beifahrerin im Fahr-
zeug, das der Ehemann lenkte, einen Verkehrsunfall: als der Ehemann 
bremsen musste, fuhr das nachfolgende Fahrzeug ins Heck seines Autos. 
Gemäss dem unfallanalytischen Kurzgutachten vom 19. August 2016 be-
wegten sich die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann infolge der Kollision 
in einem Winkel von ca. 0 % (zur Fahrzeuglängsachse) nach hinten. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2018, UV/18/393, Seite 16

beim Aufprall entstandene Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) lag bei 14 
km/h (act. II 44), weshalb das Ereignis als leichter bis mittelschwerer Unfall 
im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu bewerten ist, ist doch das 
höchste Gericht bereits bei höheren Werten schon von mittelschweren, an 
der Grenze zu den leichten Unfällen liegenden Ereignissen ausgegangen 
(Entscheid des BGer vom 29. Juni 2010, 8C_321/2010, E. 5.1). Die Heck-
kollision war weder besonders eindrücklich oder spektakulär noch lagen 
besonders dramatische Begleitumstände vor. Das Kriterium der besonders 
dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Un-
falls wird objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Befindens beurteilt 
(Entscheid des BGer vom 31. Januar 2013, 8C_836/2012, E. 4.3.3). Das 
Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen ist 
nicht erfüllt: Die erlittenen Verletzungen konnten mit Schmerzmedikamen-
ten und Physiotherapie behandelt werden. Ambulante Physiotherapie, al-
ternativ-medizinische Massnahmen sowie Verlaufskontrollen sind nicht im 
Sinne der Rechtsprechung als belastend zu qualifizieren (Entscheid des 
BGer vom 16. Februar 2009, 8C_327/2008, E. 4.2). Beim Kriterium der 
fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung bis zum 
Fallabschluss sind Abklärungsmassnahmen nicht zu berücksichtigen (vgl. 
Entscheid des BGer vom 4. November 2016, 8C_616/2016, E. 8), weshalb 
auch dieses Kriterium nicht erfüllt ist. Ebenfalls ist nicht von erheblichen 
Beschwerden auszugehen, hatten doch bis Dezember 2016 die Schmerzen 
soweit abgenommen, dass die physiotherapeutische und analgetische Be-
handlung abgeschlossen wurde (act. II 64 S. 1). Von einem schwierigen 
Heilungsverlauf oder erheblichen Komplikationen kann nicht die Rede sein, 
darf doch aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der ge-
klagten Beschwerden nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf 
und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu be-
sonderer – hier nicht vorliegender – Umstände, welche die Heilung beein-
trächtigt haben (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 
S. 129; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa die 
Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Thera-
pien wie auch die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien weder 
eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 
S. 42 E. 4.3). Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz aus-

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gewiesener Anstrengungen ist nicht erfüllt: Bereits im Juni 2016 wurde eine 
50 %ige Arbeitsfähigkeit mit einer raschen Steigerung attestiert (act. II 58 
S. 3 f.), ab August 2016 lag wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vor (act. II 58 
S. 1). Die Verschlechterung im Januar 2017 mit Krankschreibung ab Ende 
März 2017 (act. II 64 S. 2) steht nicht im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 30. April 2016, sondern mit dem degenerativen Vorzustand (act. II 71 
S. 4). Es ist somit weder ein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise 
noch sind vier Kriterien erfüllt (vgl. E. 4.1 hiervor). Die adäquate Unfallkau-
salität der weiterhin geklagten Beschwerden ist damit zu verneinen. 

4.3 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-
degegnerin die Leistungen per 30. April 2017 einstellte bzw. einen An-
spruch auf weitere Unfallversicherungsleistungen (Taggelder, Rente, Inte-
gritätsentschädigung) verneinte. Der angefochtene Einspracheentscheid 
der Suva vom 17. April 2018 (act. II 117) ist korrekt und die Beschwerde ist 
abzuweisen.

5.

5.1 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher und Notar B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.