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**Case Identifier:** 3e7da652-837a-5f6c-bf0b-88b3c7320842
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.07.2019 200 2018 796
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-796_2019-07-12.pdf

## Full Text

200 18 796 BV bis
200 18 798 BV (3)
FUE/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juli 2019

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Kläger

gegen

C.________
vertreten durch Advokat Dr. iur. D.________
Beklagte 1

E.________
Beklagte 2

F.________
Beklagte 3

betreffend Klage vom 26. Oktober 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Kläger), gelernter ... 
(Dossier der Invalidenversicherung [act. III] 50 S. 1, 13), war von 11. Sep-
tember 1995 bis 28. Februar 2014 für die G.________ AG (vormals: 
G.________ AG) tätig (act. III 15.1, 69; vgl. auch Klagebeilage [act. I] 14, 
15) und dadurch bei der E.________ (Beklagte 2) berufsvorsorgerechtlich 
versichert (act. I 9). Von 1. März bis Ende Mai 2014 arbeitete er für die 
H.________ AG (vormals: H.________ AG; act. III 69; act. I 16-18) und war 
dadurch bei der F.________ (Beklagte 3) versichert (act. I 13). Von 1. Juni 
bis 27. August 2014 war er bei der I.________ AG angestellt (act. III 33.1; 
69, act. I 19-21) und dadurch bei der C.________ (Beklagte 1) berufsvor-
sorgerechtlich versichert (act. I 5). 

Der Versicherte meldete sich – nachdem ein erstes Gesuch um Leistungen 
der Invalidenversicherung vom Dezember 2013 (act. III 7) mit Verfügung 
der SVA ... vom 6. März 2014 abgelehnt worden war (act. III 16) – am 23. 
Juli 2014 erneut zum Leistungsbezug an (act. III 29). Die SVA ... tätigte 
erwerbliche und medizinische Abklärungen, u.a. veranlasste sie eine inter-
disziplinäre Begutachtung bei der MEDAS J.________ durch die Dres. 
med. K.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Me-
dizin, L.________, Facharzt für Neurologie, M.________, Facharzt für Phy-
sikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumatologie sowie 
N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (MEDAS-
Gutachten vom 19. Mai 2017 [act. III 188.2], internistisches Teilgutachten 
vom 5. April 2017 [act. III 188.4], neurologisches Teilgutachten vom 12. 
April 2017 [act. III 188.6], rheumatologisches Teilgutachten vom 20. April 
2017 [act. III 188.5] und psychiatrisches Teilgutachten vom 11. Mai 2017 
[act. III 188.3]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. III 191) 
verfügte die SVA ... am 16. Oktober 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 83 
% die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juni 
2015 (act. III 198). Diese Verfügung blieb unangefochten. 

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Nach Anfrage des Versicherten lehnten sowohl die Beklagte 1 als auch die 
Beklagte 2 die Zusprechung einer Invalidenrente der beruflichen Vorsorge 
ab (Schreiben vom 11. Dezember 2017 [act. I 7] und 14. Mai 2018 [act. I 
12] sowie E-Mail vom 21. Mai 2018 [act. III 23]). 

B.

Am 26. Oktober 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Klage. Er bean-
tragt das Folgende:

1. Die Beklagte 1 sei zu verurteilen, dem Kläger ab 1. Juni 2015 eine ganze 
Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge in der Höhe von Fr. 2‘535.-- mo-
natlich, evtl. in gerichtlich zu bestimmender Höhe, zuzüglich Teuerung 
nebst Zins zu 5 % auf den nachzuzahlenden Rentenbetreffnissen zu be-
zahlen.

2. Eventualiter sei die Beklagte 2 zu verurteilen, dem Kläger ab 1. Juni 2015 
eine ganze Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge in der Höhe von 
Fr. 2‘535.-- monatlich, evtl. in gerichtlich zu bestimmender Höhe, zuzüglich 
Teuerung nebst Zins zu 5 % auf den nachzuzahlenden Rentenbetreffnis-
sen zu bezahlen.

3. Subeventualiter sei die Beklagte 3 zu verurteilen, dem Kläger ab 1. Juni 
2015 eine ganze Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge in der Höhe von 
Fr. 2‘535.-- monatlich, evtl. in gerichtlich zu bestimmender Höhe, zuzüglich 
Teuerung nebst Zins zu 5 % auf den nachzuzahlenden Rentenbetreffnis-
sen zu bezahlen. 

-unter Kosten- und Entschädigungsfolge-

Der Kläger hält u.a. fest, nach einem Bandscheibenvorfall im September 
2012 habe ab März 2013 wieder eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit be-
standen. Aufgrund psychischer Probleme sei er dann von 28. Oktober bis 
20. Dezember 2013 stationär behandelt worden. Ab 1. März 2014 sei er 
wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen, dabei habe er zuerst für die 
H.________ AG und ab 1. Juni 2014 für die I.________ AG gearbeitet. Am 
12. Juni 2014 sei ein (neuer) Bandscheibenvorfall eingetreten, welcher zu 
einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Er sei somit von 1. März 
bis 12. Juni 2014 zu 100 % arbeitsfähig gewesen; die Arbeitsunfähigkeit 
seit dem 12. Juni 2014 sei Folge eines physischen Leidens, während die 
frühere auf einer psychischen Problematik beruht habe. Der Standpunkt 
der Beklagten 1, bei der Anstellung bei der I.________ AG habe es sich um 
den „Versuch einer Wiedereingliederung“ gehandelt, sei nicht belegt. Sollte 
die Leistungspflicht der Beklagten 1 verneint werden, sei diejenige der Be-

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klagten 2 und 3 zu prüfen. Sollte von einer länger dauernden und von 
1. März bis 12. Juni 2014 nicht unterbrochenen Arbeitsunfähigkeit ausge-
gangen werden, wäre die Beklagte 2 leistungspflichtig. Schliesslich werde 
aus formellen Gründen und der Vollständigkeit halber auch die Beklagte 3 
eingeklagt.

Am 26. November 2018 beantragt die Beklagte 3, das Rechtsbegehren 
Ziff. 3 sei abzuweisen. Eventualiter werde die Höhe einer allfälligen von der 
Beklagten 3 auszurichtenden monatlichen BV-Rente von Fr. 2‘535.-- be-
stritten. Die Anstellung bei der H.________ AG sei vom Kläger per 1. Juni 
2014 gekündigt worden, da er eine näher an seinem Wohnsitz gelegene, 
besser entlohnte Anstellung bei der I.________ AG gefunden habe. Es 
seien während der Anstellung bei der H.________ AG keine gesundheits-
bedingten Absenzen gemeldet bzw. keine Arbeitsunfähigkeitsatteste einge-
reicht worden.

Am 10. Dezember 2018 beantragt die Beklagte 2, die Klage sei, soweit sie 
sich gegen die Beklagte 2 richte, abzuweisen. Das Arbeitsverhältnis mit der 
G.________ AG sei per 28. Februar 2014 beendet worden; der Kläger sei 
damals uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen. Angesichts der Bindungs-
wirkung der IV-Verfügung müsse sich die Beklagte 1 anrechnen lassen, 
dass der Beginn der Rentenzahlungen auf den 1. Juni 2015 festgelegt wor-
den sei. Die Beklagte 2 sei nicht in das IV-Verfahren einbezogen worden.

Mit Klageantwort vom 18. Dezember 2018 beantragt die Beklagte 1, vertre-
ten durch Advokat Dr. D.________, die Abweisung der Klage, soweit sie 
die Beklagte 1 betreffe. Eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit sei während 
der Dauer des Arbeitsverhältnisses mit der G.________ AG eingetreten; es 
sei sogar zu einem stationären Aufenthalt in der Klinik O.________ ge-
kommen. Im Austrittsbericht der Klinik sei auf die Wirbelsäulenproblematik 
und eine schwere depressive Episode verwiesen worden. Die im Herbst 
2013 aufgetretenen Rückenbeschwerden seien letztlich auch für die Invali-
disierung entscheidend gewesen. Es bestehe ein sachlicher Konnex zwi-
schen der einmal eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität. Der 
zeitliche Konnex sei ebenfalls zu bejahen. Zu keinem Zeitpunkt habe eine 
über drei Monate liegende Periode einer vollen Arbeitsfähigkeit vorgelegen. 
Der zeitliche Konnex sei durch die nur wenige Tage dauernde Tätigkeit bei 

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der I.________ AG, welche als Arbeitsversuch zu qualifizieren sei, nicht 
unterbrochen worden.

Mit Replik vom 15. Februar 2019 und Duplik vom 26. Februar 2019, 
8. März 2019 sowie 11. März 2019 halten die Parteien an ihren Anträgen 
fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Juni 2019 forderte der Instruktions-
richter den Kläger auf, zur Frage eines allfälligen (akzessorischen) An-
spruchs auf eine BVG-Kinderrente für seinen Sohn (P.________, geboren 
am TT. MM 2000) Stellung zu nehmen und hierzu entsprechende Beweis-
mittel aufzulegen.

Am 17. Juni 2019 reichte der Kläger eine Geburtsurkunde und eine Ausbil-
dungsbestätigung seines Sohnes ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 26. Oktober 2018 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische Sitz 
oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die ver-
sicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlgerichts-
stand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber oder die 
versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 BVG Nr. 17 S. 62 
E. 2.3). Die passive subjektive Klagenhäufung (Art. 15 der Schweizerischen 

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Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]) im Rahmen 
der Gerichtsstandsregelung von Art. 73 Abs. 3 BVG ist zulässig mit der 
Folge eines einheitlichen Gerichtsstandes (BGE 133 V 488). Namentlich 
bei Streitigkeiten über die Abgrenzung der Leistungspflicht mehrerer Vor-
sorgeeinrichtungen gestützt auf Art. 23 BVG drängt sich ein einheitlicher 
Gerichtsstand auf (SVR 2012 BVG Nr. 13 S. 59 E. 2.4). Die Beklagte 1 hat 
Sitz in ...; damit ist das angerufene Gericht zur Behandlung der Klage ge-
gen die Beklagten 1 bis 3 örtlich zuständig. Auch die übrigen Prozessvor-
aussetzungen sind erfüllt (Legitimation der Parteien; formgerechte Klage 
[Art. 32 VRPG]). Auf die Klage ist einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist, gegenüber welcher Vorsorgeeinrichtung 
der Kläger einen Anspruch auf eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge 
samt allfälligen akzessorischen Leistungen hat und damit zusammenhän-
gend, wann die für die Entstehung des Leistungsanspruchs relevante Ar-
beitsunfähigkeit eingetreten ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, rasches 
und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 26 
E. 3.1 mit Hinweisen, Art. 92 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

Versicherte, denen eine Invalidenrente zusteht, haben für jedes Kind, das 
im Falle ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf 

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eine Kinderrente in Höhe der Waisenrente (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 BVG). Der 
Anspruch auf Leistungen für Waisen erlischt mit dem Tod des Waisen oder 
mit Vollendung des 18. Altersjahres. Er besteht jedoch bis zur Vollendung 
des 25. Altersjahres für Kinder bis zum Abschluss der Ausbildung (Art. 22 
Abs. 3 lit. a BVG).

2.2 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verord-
nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge [BVV2, SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwi-
schen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjeni-
gen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbe-
griff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invali-
denversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

2.2.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversiche-
rungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das invali-
denversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete 
Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der In-
validenversicherung entscheidend war und die invalidenversicherungs-
rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der 
Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswirkung 
findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 26 
Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] anknüpfen oder die-
se übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437).

2.2.2 Für die Beurteilung der Frage, ob sich die Invaliditätsbemessung 
der Invalidenversicherung als offensichtlich unhaltbar erweist, muss auf die 
Aktenlage, wie sie sich den Organen der Invalidenversicherung bei Verfü-
gungserlass präsentierte, abgestellt werden (BGE 126 V 308 E. 2a S. 311; 
SVR 2018 BVG Nr. 36 S. 134 E. 4.1). Die Vorsorgeeinrichtung ist dann 
nicht an den Entscheid der IV-Stelle gebunden, wenn sie erst im Nachhin-

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ein dessen zweifellose Unrichtigkeit erkennt (BGE 143 V 434 E. 2.3 S. 438, 
138 V 409 E. 3.2 S. 415).

2.2.3 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. 
Erfolgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine 
Bindungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). 

2.3 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; 
SVR 2018 BVG Nr. 4 S. 10 E. 2.1).

2.3.1 Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die 
Haftung mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, 
wenn eine in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Per-
son ihre Arbeitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. 
Der Anspruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem 
Fall nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber 
derjenigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisieren-
den Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275). 

2.3.2 Tragen verschiedene Gesundheitsschädigungen zur Invalidität bei, 
so ist je gesondert zu prüfen, ob die jeweilige Arbeitsunfähigkeit während 

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der Dauer des Vorsorgeverhältnisses eingetreten ist (BGE 138 V 409 
E. 6.3 S. 419; SVR 2016 BVG Nr. 1 S. 3 E. 3.3).

2.4 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine Einbusse an funktionellem Leis-
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen 
(BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss mindestens 20 % betragen 
(BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich 
erheblich arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhält-
nisses – im Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche 
oder aber nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung 
erbrachte, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtspre-
chungsgemäss ist erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit 
im Arbeitsverhältnis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz 
begründet, konkret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen 
Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung 
des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesund-
heitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände 
darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situa-
tion in Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Ar-
beitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war 
und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine 
volle Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden 
(SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leis-
tungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufge-
fallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der 
beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer 
(überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise 
echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit 
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis 
darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen 

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und spekulative Überlegungen ersetzt werden. (SVR 2014 BVG Nr. 6 S. 19 
E. 4.2).

2.5 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. 

2.5.1 Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2015 BVG Nr. 29 S. 109 E. 6.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b). 

2.5.2 Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, 
dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ur-
sache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeits-
fähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des 
konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesund-
heitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurtei-
lung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 
Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa 
die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person 
über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 
Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen 
werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die 
Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das 
Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht 
per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2018 BVG Nr. 19 S. 67 E. 
3.2).

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2.5.3 Der zeitliche Konnex zwischen der während des 
Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren 
Invalidität wird unterbrochen, wenn während mehr als drei Monaten eine 
Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit 
gegeben ist (BGE 144 V 58). Anders verhält es sich, wenn die fragliche, 
allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) 
als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen 
Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereinglie-
derung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2014 
BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

2.6 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleistun-
gen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 5. IV-
Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Ren-
te der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs 
Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit 
Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 
S. 422).

2.7 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 138 V 218 
E. 6 S. 221).

3.

3.1 Die SVA ... sprach dem Kläger mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 
mit Wirkung ab dem 1. Juni 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 83 % eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung zu (act. III 198). Gemäss Ziff. 3.4.2 
des Reglements für die obligatorische Vorsorge der Beklagten 1, gültig ab 

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1. Januar 2014 (in den Gerichtsakten), haben versicherte Personen einen 
Anspruch auf Invalidenleistungen, wenn sie im Sinne der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zu mindestens 40 % invalid sind, sofern sie bei 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei 
der Beklagten 1 versichert waren (vgl. auch E. 2.2 hiervor). Es ist vorab zu 
prüfen, ob die Beklagte 1, welche vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die 
Invalidenversicherung ausgeht, an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle 
gebunden ist (E. 2.2.1 hiervor). 

Aufgrund der IV-Akten steht fest, dass die IV-Stelle sowohl den Vorbe-
scheid vom 6. Juni 2017 (act. III 191) als auch die rentenzusprechende 
Verfügung vom 16. Oktober 2017 (act. III 198) der Beklagten 1 formgültig 
eröffnet hat. Da der Rentenanspruch der Invalidenversicherung frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs entsteht (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die Leistungsvoraussetzungen 
für die Invalidenrente ausserdem eine einjährige Wartefrist beinhalten 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zu 
einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leistungser-
suchen an gerechnet weiter als sechs Monate zurückliegt. Ist in diesem Fall 
für den Anspruch auf Invalidenleistungen aus beruflicher Vorsorge der Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit in der weiter zurückreichenden Periode ent-
scheidend, so besteht keine Bindungswirkung der betroffenen Vorsorgeein-
richtungen an die Feststellungen der IV-Stelle zum Beginn der invalidisie-
renden Arbeitsunfähigkeit (SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67). In concreto legte 
die IV-Stelle den Eintritt der Arbeitsfähigkeit nicht auf einen Zeitpunkt hin 
fest (hier: 13. Juni 2014 [vgl. act. III 195 S. 1, 198 S. 5]), welcher ab dem 
Leistungsgesuch vom 23. Juli 2014 (act. III 29) an gerechnet, weiter als 
sechs Monate zurücklag. Sodann ist die rentenzusprechende Verfügung 
vom 16. Oktober 2017 (act. III 198) unangefochten in Rechtskraft erwach-
sen. Damit sind die von der IV-Stelle getroffenen Feststellungen, insbeson-
dere in Bezug auf den Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, für 
die Beklagte 1 verbindlich, sofern sie nicht offensichtlich unhaltbar sind, 
was nachfolgend zu prüfen ist.

3.2 Soweit für die zu prüfende Frage entscheidrelevant, kann den medi-
zinischen Akten das Folgende entnommen werden:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 13

3.2.1 Im Austrittsbericht vom 27. Dezember 2013 hielten die Ärzte der 
Klinik O.________ – nach einem stationären Aufenthalt von 28. Oktober bis 
20. Dezember 2013 – zu den anamnestischen Angaben fest, der Patient 
sei im September 2012 an einem Bandscheibenvorfall erkrankt und ambu-
lant hausärztlich behandelt worden. Im Januar 2013 habe er begonnen, 
wieder stundenweise zu arbeiten; nach einem Rückfall habe er im März 
2013 wieder voll gearbeitet. Dabei habe er alles aufarbeiten müssen, was 
liegen geblieben sei. Bis Juli 2013 habe er viele Überstunden, auch bei sich 
zu Hause, gemacht. Er habe sich zunehmend lustlos gefühlt und Angstzu-
stände mit Übelkeit und Schweissausbrüchen entwickelt. Er sei mit alltägli-
chen Angelegenheiten überfordert gewesen. Seit Mitte September 2013 
stehe er in ambulanter psychiatrischer Therapie. Bei Eintritt in die Klinik 
habe sich beim Patienten ein schwer depressives und erschöpftes Zu-
standsbild mit deutlichen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen ge-
zeigt. Der Patient habe nach der Behandlung in einem deutlich gestärkten 
und psychisch stabilen Zustand entlassen werden können (act. III 12).

3.2.2 Im Bericht vom 31. Dezember 2013 diagnostizierte Dr. med. 
Q.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine psychosoziale Dekompensation, ein Burnout seit 
20. September 2013 und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Diskushernie L4/L5 sowie eine Schlafapnoe. Der Hausarzt gab an, der Pa-
tient könne aus somatischer Sicht alle Arbeiten ausführen (act. III 10 S. 2 
ff.).

3.2.3 Im Bericht vom 13. Januar 2014 diagnostizierte Dr. med. 
R.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Allgemei-
ne Innere Medizin, eine schwere depressive Episode im Rahmen eines 
Burnouts seit September 2012, einen Status nach Diskushernie L4/5 im 
September 2012, ein obstruktives Schlafapnoesyndrom, unter CPAP-
Therapie, ein Asthma bronchiale und Vitamin D-Mangel, ED Oktober 2013. 
Seit dem Aufenthalt in der Klinik O.________ gehe es dem Patienten bes-
ser. Langfristig sei mit einer guten Prognose unter medikamentöser Thera-
pie und psychiatrischer Begleitung zu rechnen (act. III 11).

3.2.4 Am 11. August 2014 diagnostizierte Prof. Dr. med. S.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 14

apparates, Spital T.________, chronische Lumbalgien bei lytischer Spon-
dylitis L5/S1 Grad I nach Meyerding und eine Diskopathie L4/5 mit Anulus-
riss. Seit dem 13. Juni 2014 sei der Patient aufgrund der Beschwerden 
wieder zu 100 % arbeitsunfähig. Trotz ausgebauter konservativer Therapie 
und angepasster Arbeitstätigkeit seien die Beschwerden progredient und 
schränkten die Aktivität des Patienten zunehmend ein (act. III 32).

3.2.5 Im Bericht vom 13. September 2014 führte Dr. med. U.________, 
Facharzt für Physikalische Medizin und Rheumatologie, V.________ AG, 
aus, trotz leichter …. Tätigkeit und unter ausgebauter konservativer Be-
handlung sei eine Zunahme der belastungsabhängigen Rückenschmerzen 
mit Ausstrahlung ins rechte Bein erfolgt. Seit dem 13. Juli 2014 bestehe 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. III 34).

3.2.6 Im Bericht vom 13. November 2014 – gestützt auf einen stationären 
Aufenthalt von 4. bis 14. November 2014 – diagnostizierten Prof. Dr. med. 
S.________, und Dr. med. W.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital T.________, 
chronische Lumbalgien bei lytischer Spondylitis L5/S1 Grad I nach Meyer-
ding und eine Diskopathie L4/5 mit Anulusriss sowie eine Depression. Der 
Patient leide an belastungsabhängigen progredienten Rückenbeschwer-
den, er sei seit dem 13. Juni 2014 arbeitsunfähig. Nach einem operativen 
Eingriff sei die Lumboischialgie postoperativ deutlich regredient (act. III 38).

3.2.7 Dr. med. X.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt in der Stellungnahme 
vom 10. März 2015 fest, es sei nach psychischer Dekompensation bei be-
ruflicher Überlastung im Jahr 2013 zu einer Remission gekommen. Mit we-
nigen Monaten Latenz sei es zu einer Dekompensation lumbal gekommen. 
Die Arbeit bei der I.________ AG sei langfristig bis definitiv nicht mehr zu 
leisten (act. III 44).

3.2.8 Im Bericht vom 16. November 2015 führte der Psychiater Dr. med. 
R.________ in der Anamnese aus, der Patient habe von März bis Mai 2014 
zu 100 % arbeiten können. Danach habe er wieder Rückenprobleme be-
kommen und sei seit dem 13. Mai 2014 bis auf weiteres zu 100 % arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 15

unfähig geschrieben. Er diagnostizierte eine rezidivierende depressive Epi-
sode, mittelgradig ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.11; act. III 95).

3.2.9 In der Stellungnahme vom 19. Mai 2016 führte der RAD-Arzt Dr. 
med. X.________ aus, als Eintritt des Gesundheitsschadens mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit sei für die Anmeldung Nr. 2 der Gesundheits-
schaden seit Juni 2014 relevant, mit einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
zumindest für die angestammte Tätigkeit bei der I.________ AG (act. III 
119 S. 4 Ziff. 1).

3.2.10 Im MEDAS-Gutachten vom 19. Mai 2017 diagnostizierten die Gut-
achter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronisch persistieren-
de, lumbospondylogene Symptomatik rechts mit/bei einem Status nach 
ventro-dorsaler Spondylodese LWK4-SWK1 bei Spondylolisthesis 
LWK5/SWK1 und Diskopathie L4/L5 am 5. November 2014, gemäss aktu-
eller Analyse bestehe wahrscheinlich eine persistierende Instabilität/Non-
Fusion L5/S1 und eine beginnende epifusionelle Degeneration L3/L4, resi-
duelle Beckenkammbeschwerden nach Spanentnahme links und eine 
leichtgradige depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden depres-
siven Störung gemäss ICD-10 F33.00 (act. III 188.2 S. 29, 41). Die Gutach-
ter hielten aus internistischer Sicht fest, es sei kein internistisches Krank-
heitsbild mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt worden (act. III 
188.2 S. 36). Aus psychiatrischer Sicht sei aktuell eine mittel- bis schwer-
gradige depressive Störung, welche anamnestisch im Jahre 2013 (noch) 
beschrieben worden sei, nicht festgestellt worden. Gemäss den Arztberich-
ten scheine die depressive Störung im Jahre 2014/15 unter adäquaten Be-
handlungsmassnahmen remittiert zu sein. Im Rahmen der aktuellen Begut-
achtung sei eine leichtgradige depressive Symptomatik festgestellt worden. 
Gemäss den Akten könne seit 2014/15 retrospektiv eine anhaltende erheb-
liche depressive Symptomatik nicht festgestellt werden. Auch anhand der 
Angaben des Exploranden und den aktuellen Untersuchungsbefunden 
werde aus gutachterlicher Sicht davon ausgegangen, dass der Explorand 
seit 2014/15 höchstens eine leichtgradige depressive Symptomatik pha-
senweise aufgewiesen habe. Aufgrund dieser depressiven Symptomatik 
bestehe in der bisherigen Tätigkeit sowie in einer aus somatischer Sicht 
angepassten Tätigkeit höchstens eine Leistungsminderung von 10 bis 20 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 16

bei einer 8.5-stündigen Präsenszeit. Im Rahmen der aktuellen rheumatolo-
gischen Begutachtung stellten die Gutachter als Diagnose eine chronische 
persistierende lumbospondylogene Symptomatik rechts bei Status nach 
Spondylodese L4-S1. Aus rheumatologischer Sicht sei gemäss den aktuel-
len Untersuchungsbefunden von einer wahrscheinlich persistierenden In-
stabilität/Non-Fusion L5/S1 und einer beginnenden epifusionellen Degene-
ration L3/L4 auszugehen. Es werde auch von residuellen Beckenkammbe-
schwerden nach Spanentnahme links berichtet. Aufgrund der klinisch erho-
benen Befunde und der aktuellen Bildgebung sei die persistierende 
Schmerzsymptomatik nachvollziehbar erklärbar. Es sei die Reevaluation 
einer operativen Revision angezeigt. Mit konservativen Therapiemassnah-
men könne kein befriedigendes Resultat erzielt werden. Auf dieser Befund-
basis sei der Explorand aus rheumatologischer Sicht in seiner bisherigen 
Tätigkeit zu 100 % als arbeitsunfähig zu beurteilen. In einer angepassten 
leichten wechselbelastenden Tätigkeit werde aktuell maximal von einer 
Arbeitsfähigkeit von 30 % ausgegangen. Eine Steigerung der Arbeitsfähig-
keit in einer angepassten Tätigkeit wäre aus rheumatologischer Sicht erst 
nach erfolgreicher Sanierung der LWS-Probleme denkbar. Retrospektiv sei 
es schwierig zu sagen, ab wann diese Problematik aufgetreten sei (act. III 
188.2 S. 36). Aus neurologischer Sicht hielten die Gutachter fest, es sei 
keine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik objektiviert worden. Die 
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit 
werde keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert (act. III 188.2 S. 
37). Aus interdisziplinärer Sicht führten die Gutachter an, der Explorand sei 
in seiner bisherigen Tätigkeit als ... und ... nicht mehr arbeitsfähig. Auch in 
einer angepassten Tätigkeit werde gestützt auf die rheumatologische Beur-
teilung eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Im 
aktuellen Zustand bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeitsfähigkeit 
von 30 %, daher höchstens 2 bis 3 Stunden täglich in einer angepassten 
Tätigkeit. Als angepasste Tätigkeit werde eine leichte wechselbelastende 
Tätigkeit empfohlen. Monotone Belastungen, kontinuierliches Stehen oder 
Sitzen müssten vermieden werden. Ebenfalls seien repetitive rückenbelas-
tende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten in Zwangshaltungen nicht zumutbar. 
Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit könne 
erst nach der Durchführung der Operation und nach Abschluss der Rehabi-
litationsmassnahmen in Betracht gezogen werden. Im Anschluss sollte, wie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 17

aus psychiatrischer Sicht empfohlen, eine Ressourcenaktivierung im Rah-
men einer beruflichen Wiedereingliederung (im Rahmen eines Arbeitstrai-
nings) durchgeführt werden. Dem Exploranden wäre eine solche operative 
Behandlung grundsätzlich zumutbar. Hingegen könne über das Ausmass 
der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erst nach Abschluss der therapeuti-
schen Massnahmen und der Rehabilitationsmassnahmen im Rahmen einer 
erneuten gutachterlichen Untersuchung detailliert Stellung genommen wer-
den (act. III 188.2 S. 37).

3.3 Es ist gestützt auf die Aktenlage erstellt, dass der Kläger von 2. Ok-
tober 2013 bis 28. Februar 2014 aufgrund psychischer Beschwerden ar-
beitsunfähig war und sich zudem von 28. Oktober bis 20. Dezember 2013 
einer stationären Behandlung in der Klinik O.________ unterzogen hatte 
(act. III 11, 21). Zwar diagnostizierte der behandelnde Psychiater Dr. med. 
R.________ im Bericht vom 13. Januar 2014 nebst einer schweren depres-
siven Episode im Rahmen eines Burnouts seit September 2012 (richtig: 
2013) auch einen Status nach Diskushernie L4/5 im September 2012 (act. 
III 11), doch erhellt aus seinen Ausführungen, dass der Kläger in diesem 
Zeitraum nicht aufgrund somatischer Beschwerden in seiner Arbeitsfähig-
keit eingeschränkt war, sondern (ausschliesslich) aufgrund psychischer 
Beschwerden, habe der Kläger doch unter Konzentrationsstörungen, mit-
telgradiger bis schwerer Traurigkeit und Rückzugstendenzen sowie Durch-
schlafschwierigkeiten gelitten. Seit dem Klinikaufenthalt gehe es ihm bes-
ser. Der behandelnde Psychiater rechnete denn auch langfristig mit einer 
guten Prognose unter medikamentöser Therapie und psychiatrischer Be-
gleitung (act. III 11 S. 2; vgl. auch Anmeldung für den stationären Aufent-
halt in der Klinik O.________ durch Dr. med. R.________ [act. III 10 S. 7 
f.]). Diese Angaben korrelieren mit dem Austrittsbericht der Klinik 
O.________ vom 27. Dezember 2013, wonach bei Eintritt „ein schwer de-
pressives und erschöpftes Zustandsbild mit deutlichen Gedächtnis- und 
Konzentrationsstörungen“ vorgelegen habe. Laut Angaben der Ärzte der 
Klinik O.________ erfolgte eine Behandlung nach einem individuell ange-
passten multimodalen Konzept und der Kläger wurde danach in einem 
deutlich gestärkten und psychisch stabilen Zustand nach Hause entlassen 
(act. III 12 S. 4). Es liegen zu diesem Zeitpunkt keine Hinweise auf Rü-
ckenbeschwerden vor und entsprechende Behandlungen werden nicht ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 18

nannt. Ab 1. März 2014 war der Kläger denn auch wieder zu 100 % arbeits-
fähig und trat eine neue Arbeitsstelle (bei der H.________ AG) an (act. III 
13, 15.1 S. 2, 16).

Entgegen der Meinung der Beklagten 1 (Klageantwort vom 18. Dezember 
2018 S. 3 Rz. 4) ist eine erneute Arbeitsunfähigkeit erst am 12. bzw. 13. 
Juni 2014 ausgewiesen (vgl. act. III 34 S. 4). Dr. med. Y.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, V.________ AG, 
schrieb den Kläger mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 12. Juni 2014 vom 
12. bis 22. Juni 2014 und vom 23. Juni bis 31. Juli 2014 zu 100 % arbeits-
unfähig (act. III 23 S. 1). Der Kläger erwähnte in der Anmeldung bei der IV-
Stelle, die Arbeitsunfähigkeit habe am 12. Juni 2014 begonnen (act. III 29 
S. 3). Damit im Wesentlichen übereinstimmend bzw. nur um einen Tag 
differierend wird in den Berichten des Spitals T.________ vom 11. August 
und 13. November 2014 von einer seit 13. Juni 2014 bestehenden Arbeits-
unfähigkeit von 100 % wegen chronischen Lumbalgien bei lytischer Spon-
dylitis L5/S1 Grad I nach Meyerding und eine Diskopathie L4/5 mit Anulus-
riss berichtet (act. III 32, 38). Nach eingehender Prüfung der medizinischen 
Unterlagen setzte der RAD-Arzt Dr. med. X.________ den Eintritt des für 
die Arbeitsfähigkeit relevanten Gesundheitsschadens – bedingt durch die 
lumbalen Beschwerden – auf „Juni 2014“ fest (act. III 119 S. 4). Die ME-
DAS-Gutachter gelangten in der Expertise vom 19. Mai 2017 ebenfalls zum 
Schluss, dass der Kläger im Wesentlichen aufgrund der Rückenbeschwer-
den in der bisherigen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig und in einer ange-
passten Arbeit noch zu 30 % arbeitsfähig sei (act. III 188.2 S. 36).

Damit ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage die mit Verfügung vom 
16. Oktober 2017 getroffene Feststellung der IV-Stelle, der Eintritt der  
massgebenden Arbeitsunfähigkeit habe per 13. Juni 2014 stattgefunden 
(act. III 198 S. 5), nicht offensichtlich unhaltbar. Worin eine offensichtliche 
Unhaltbarkeit begründet wäre, legt die Beklagte 1 nicht einmal ansatzweise 
dar, sondern erschöpft sich darin, ihre Sicht der Dinge zu schildern.

3.4 Nach dem Gesagten ist die Beklagte 1 an die Feststellungen der IV-
Stelle gebunden, wonach die massgebende Arbeitsunfähigkeit am 13. Juni 
2014 eingetreten ist, d.h. zu einem Zeitpunkt, als der Kläger bei der Beklag-
ten 1 berufsvorsorgeversichert war. Damit hat sie dem Kläger – gestützt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 19

den von der IV-Stelle festgestellten Invaliditätsgrad von 83 % – eine volle 
Invalidenrente (vgl. Ziff. 3.4.3 des Reglements für die obligatorische Vor-
sorge der Beklagten 1, gültig ab 1. Januar 2014 [in den Gerichtsakten]) aus 
beruflicher Vorsorge gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Be-
stimmungen auszurichten. Weiter hat sie dem Kläger eine Invalidenkinder-
rente (vgl. Ziff. 3.4.1 des Reglements für die obligatorische Vorsorge der 
Beklagten 1, gültig ab 1. Januar 2014 [in den Gerichtsakten]) für den im 
Zeitpunkt des Rentenbeginns minderjährigen und nunmehr in Ausbildung 
stehenden (act. I 27) Sohn des Klägers (vgl. act. III 68 S. 1, 198 S. 10) 
auszurichten. Dies für die Zeit ab Erreichen des 18. Altersjahrs unter dem 
Vorbehalt, dass der Sohn kein durchschnittliches monatliches Erwerbsein-
kommen erzielt, das höher ist als die maximale volle Altersrente der AHV 
(Art. 25 BVG i.V.m. Art. 25 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] und 
Art. 49bis Abs. 3 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Es wird Sache der Be-
klagten 1 sein, die Rentenbetreffnisse in betraglicher Hinsicht festzusetzen 
(BGE 129 V 450).

3.5

3.5.1 Gemäss der im Recht der beruflichen Vorsorge anwendbaren Rege-
lung von Art. 105 Abs. 1 OR haben Vorsorgeeinrichtungen auf fälligen Inva-
lidenrenten erst ab dem Zeitpunkt Verzugszins zu leisten, in dem die versi-
cherte Person die Betreibung angehoben oder gerichtliche Klage einge-
reicht hat; dabei beträgt der Verzugszins 5 % (Art. 104 Abs. 1 OR), sofern 
das Reglement der Vorsorgeeinrichtung nicht eine andere Regelung kennt 
(BGE 119 V 131 E. 4 S. 133). Für zwischen der Klageeinreichung und dem 
Zeitpunkt der Eröffnung des Urteils fällig gewordene Rentenbetreffnisse 
läuft der Verzugszins ab dem Fälligkeitsdatum. Bei verspäteter Auszahlung 
künftiger Renten ist für die Inverzugsetzung wieder gemäss Art. 105 Abs. 1 
OR vorzugehen (zum Ganzen: SVR 2010 BVG Nr. 1 S. 3 E. 3.3).

3.5.2 Die Beklagte 1 hat seit 26. Oktober 2018 (Postaufgabe der Klage) 
auf den fällig gewordenen Rentenbetreffnissen ab jeweiligem Fälligkeitsda-
tum einen Verzugszins zu bezahlen. Mangels abweichender reglementari-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 20

scher Bestimmungen beträgt dieser 5 % (zum Ganzen: BGE 137 V 373 
E. 6.6 S. 382; SVR 2015 BVG Nr. 32 S. 119 E. 4.1).

3.6 Die Klage gegen die Beklagte 1 ist insoweit gutzuheissen, als diese 
im Sinne der Erwägungen zu verurteilen ist, dem Kläger mit Wirkung ab 1. 
Juni 2015 eine ganze Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge gemäss den 
gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen – basierend auf einem 
Invaliditätsgrad von 83 % – sowie eine Kinderrente zu bezahlen, zuzüglich 
Zins von 5 % seit 26. Oktober 2018 für die bis zur Klageeinleitung fällig 
gewordenen Rentenbetreffnisse und auf den seither fällig gewordenen ab 
dem jeweiligen Fälligkeitsdatum. Die Sache ist an die Beklagte 1 zu über-
weisen damit sie die Rente betraglich festsetze. 

Die Klagen gegen die Beklagten 2 und 3 sind abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem obsiegenden, an-
waltlich vertretenen Kläger gegenüber der unterliegenden Beklagten 1 ein 
Anspruch auf Parteientschädigung zu (Art. 109 Abs. 1 VRPG). Nach 
Art. 104 Abs. 1 VRPG umfassen die Parteikosten den durch die berufs-
mässige Parteivertretung anfallenden Aufwand. Die Bemessung des Par-
teikostenersatzes richtet sich nach den Vorschriften der Anwaltsgesetzge-
bung. Gemäss Art. 41 Abs. 4 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) bemisst sich der Parteikostenersatz in 
sozialversicherungsrechtlichen Klage- und Beschwerdeverfahren ohne 
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 
der Schwierigkeit des Prozesses. Das Honorar beträgt zufolge Art. 13 der 
kantonalen Parteikostenverordnung vom 17. Mai 2006 (PKV; BSG 
168.811) in den genannten Streitigkeiten zwischen Fr. 400.-- und 
Fr. 11'800.-- pro Instanz. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 21

Mit Eingabe vom 19. März 2019 hat Fürsprecher B.________ dem Gericht 
eine Kostennote zukommen lassen, worin er einen zu entschädigenden 
Betrag von insgesamt Fr. 8‘043.25, basierend auf einem Honorar von 
Fr. 7‘200.-- und Auslagen von Fr. 268.20, zuzüglich Mehrwertsteuer (7.7 % 
auf Fr. 7‘470.90) von Fr. 575.05, geltend macht. Der Aufwand erscheint mit 
Blick auf den eher unterdurchschnittlichen Schwierigkeitsgrad der Sache im 
Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen sowie den als durchschnittlich zu 
qualifizierenden Umfang der Rechtsschriften als überhöht. Die Parteien-
tschädigung wird deshalb auf pauschal Fr. 5‘000.-- (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) festgesetzt.

4.3 Der in den meisten Sozialversicherungszweigen und im letztinstanz-
lichen Verfahren geltende Grundsatz, wonach der obsiegende Sozialversi-
cherungsträger keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, ist auch 
im erstinstanzlichen Verfahren der beruflichen Vorsorge anzuwenden. Eine 
Ausnahme von diesem allgemeinen Prozessgrundsatz ist für Fälle vorzu-
sehen, in denen Versicherten mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung 
vorzuwerfen ist (BGE 126 V 150 E. 4b). Soweit eine Vorsorgeeinrichtung 
nicht anwaltlich (oder sonst wie qualifiziert, d.h. im Rahmen eines den Er-
satz der Verbeiständungskosten begründenden Mandatsverhältnisses mit 
einer Fachperson) vertreten ist, müssen zusätzlich zu Mutwilligkeit oder 
Leichtsinn die für die Parteientschädigungsberechtigung massgeblichen 
Kriterien im Falle einer nicht vertretenen Partei erfüllt sein (BGE 128 V 324 
E. 1a, 127 V 205). Die Beklagten 2 und 3, welche mit ihren Anträgen auf 
Abweisung der Klage, soweit es sie betrifft, durchdringen, haben bereits 
deshalb keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, weil dem Kläger 
kein leichtsinniges oder mutwilliges Verhalten vorgeworfen werden kann.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage gegen die Beklagte 1 wird insoweit gutgeheissen, als diese 
im Sinne der Erwägungen verurteilt wird, dem Kläger mit Wirkung ab 1. 
Juni 2015 eine volle Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge gemäss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 22

den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen basierend auf 
einem Invaliditätsgrad von 83 % sowie eine Kinderrente zu bezahlen, 
zuzüglich Zins von 5 % seit 26. Oktober 2018 für die bis zur Klageein-
leitung fällig gewordenen Rentenbetreffnisse und auf den seither fällig 
gewordenen ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum. Die Sache wird an 
die Beklagte 1 überwiesen, damit sie die Rente betraglich festsetze.

2. Die Klagen gegen die Beklagten 2 und 3 werden abgewiesen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beklagte 1 hat dem Kläger eine Parteientschädigung von 
Fr. 5‘000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

5. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Klägers
- Advokat Dr. iur. D.________ z.H. der C.________
- E.________
- F.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, BV/2018/796, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.