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**Case Identifier:** 0c13228b-990c-538f-a6e0-4f7084cf253a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.03.2014 200 2013 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-53_2014-03-31.pdf

## Full Text

200 13 53 IV
SCP/PRN/BRL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. März 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. November 2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich nach bereits früher erfolgtem Leistungsbezug am 25. August 
2010 (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort-
beilage [AB] 42) erneut bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an. Am 18. Juli 2011 (AB 57) teilte die IVB der Versi-
cherten mit, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen seien und 
nun der Anspruch auf eine Rente geprüft werde. In der Folge holte die IVB 
unter anderem ein Gutachten vom 20. Februar bzw. 6. März 2012 (AB 67) 
von Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation FMH, ein und gab den Abklärungsbericht Haushalt vom 
3. Juli 2012 (AB 69) in Auftrag. Mit Vorbescheid vom 10. Juli 2012 (AB 70) 
stellte die IVB der Versicherten die Ablehnung des Leistungsgesuchs in 
Aussicht.

Nachdem die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, am 
10. September 2012 gegen den Vorbescheid Einwand erhoben hatte (AB 
75), forderte die IVB den Abklärungsdienst zur Stellungnahme auf (vgl. 
Bericht vom 28. September 2012, AB 77). Nach erneut durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren (AB 78 f.) und nochmaliger Einholung einer Stel-
lungnahme des Abklärungsdienstes vom 26. November 2013 (AB 81) ver-
fügte die IVB am 29. November 2012 (AB 82) bei einem Invaliditätsgrad 
von 30% die Abweisung des Leistungsbegehrens.

B.

Hiergegen liess die Versicherte, weiterhin vertreten durch die Rechtsanwäl-
tin B.________, am 18. Januar 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern erheben und stellt folgende Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 3

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 29. November 2012 sei auf-
zuheben.

2. Der Versicherten sei eine Viertelsrente, basierend auf einem Invaliditäts-
grad von 43% seit wann rechtens, zuzusprechen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung lässt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vorbringen, 
die Gewichtung der Aufgabenbereiche sowie die tatsächlichen Einschrän-
kungen in den Bereichen „Wohnungspflege“ und „Verschiedenes“ gemäss 
Abklärungsbericht vom 3. Juli 2012 seien nicht angemessen. Weiter sei bei 
der Bemessung des Invalideneinkommens ein statistischer Abzug von 25% 
vorzunehmen.

In der Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2013 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 4

vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. November 2012 
(AB 82). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist - im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit - nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle und bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-

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lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

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Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Auf die Neuanmeldung vom 25. August 2010 (AB 42) ist die IVB 
eingetreten. Da diese auf andere Gesundheitsschäden zurückzuführen ist 
als die vorhergehenden Anmeldungen zum Leistungsbezug vom 30. Juni 

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2003 (AB 1) bzw. vom 5. Februar 2007 (AB 26), ist insofern eine Änderung 
in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten, weshalb 
die IVB auf das Neuanmeldungsgesuch zu Recht eingetreten ist (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV; BGE 117 V 198 E. 3a S. 198). Zu prüfen ist nach-
folgend der materielle Anspruch auf Leistungen der IV.

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 29. November 2012 (AB 82) in medizinischer Hinsicht massge-
blich auf das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 20. Februar bzw. 
6. März 2012 (AB 67). Dieser diagnostizierte mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Gonalgie rechts (ICD-10: M25.56) seit 2003 bei einem 
Zustand nach Implantation einer Kniegelenksprothese (ICD-10: T84.9; S. 7, 
Ziff. 4.1). Die bisherige Tätigkeit als … in einem … (mit …) sei nicht mehr 
zumutbar (S. 8, Ziff. 4). In einer angepassten Tätigkeit mit kurzer Sitz- und 
Stehdauer ohne das repetitive Tragen und Heben von Lasten über 5 kg 
sowie ohne Arbeiten auf einem Hocker (Leiter) oder in tiefer Hocke sei die 
Beschwerdeführerin pro Tag vier Stunden ohne verminderte Leistung ar-
beitsfähig (S. 9, Ziff. 11 ff.).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 8

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.4 Das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 20. Februar bzw. 
6. März 2012 (AB 67) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten An-
forderungen (vgl. SVR 2012 IV Nr. 1 S. 2 E. 3.4.1), weshalb ihm volle Be-
weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Insbesondere 
beruhen die darin enthaltenen Feststellungen auf eigenen Abklärungen und 
sind in Kenntnis der Vorakten (vgl. insbesondere Berichte des behandeln-
den Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 16. September 2010 
bzw. 22. September 2011, AB 51, 61.4) sowie unter Berücksichtigung der 
geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen sind einleuch-
tend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und 
zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Dr. med. 
C.________ führt schlüssig aus, es bestünden rein körperliche Beeinträch-
tigungen der Kniefunktion rechts hinsichtlich der Beweglichkeit, der Kraft 
und der Ausdauer (AB 67, S. 8).

3.5 Nach dem Gesagten ist auf das Gutachten vom 20. Februar bzw. 
6. März 2012 (AB 67) abzustellen. Den Ausführungen von Dr. med. 
C.________ folgend ist die Beschwerdeführerin ab März 2012 aus rheuma-
tologisch-orthopädischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit (nicht länger 
als 30 Minuten stehen oder sitzen, keine repetitiven Lasten über 5 kg tra-
gen oder heben sowie keine Arbeiten auf einem Hocker [Leiter] oder in 
tiefer Hocke; S. 9) täglich vier Stunden arbeitsfähig. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 9

Vorbehalten bleibt jedoch die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin 
geklagten Schmerzen allenfalls (teilweise) auch auf nicht invalidisierende, 
überwindbare Schmerzempfindungen zurückzuführen sind (vgl. SVR 2012 
IV Nr. 1 S. 2 E. 3.4.1). Es ist festzustellen, dass einzig die Bewegungsver-
minderung, die es der Beschwerdeführerin verunmöglicht, zu knien und in 
die tiefe Hocke zu gehen, objektivierbar ist. Bei der diagnostizierten Gonal-
gie (Knieschmerz) handelt es sich hingegen nicht um einen aus sich selbst 
heraus objektivierten Gelenkschaden. Da die Röntgenbefunde gemäss 
Dr. med. C.________ keine Zeichen eines mechanischen Versagens der 
Implantatsteile oder indirekte Zeichen eines Infektes zeigen (AB 67, S. 8), 
muss davon ausgegangen werden, dass für die geklagten Schmerzempfin-
dungen kein bzw. höchstens teilweise ein organisches Substrat vorliegt. 
Letztlich kann diese Frage jedoch offen gelassen werden, weil - wie nach-
folgend dargelegt wird - ab März 2012 selbst dann kein unbefristeter An-
spruch auf Rentenleistungen besteht, wenn auf die Beurteilung von Dr. 
med. C.________ betreffend Arbeits- und Leistungsfähigkeit abgestellt und 
damit auch von der Nichtüberwindbarkeit des Schmerzsyndroms ausge-
gangen wird.

4.

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung als auch anlässlich 
einer Rentenrevision stellt sich unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 ATSG 
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 
ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG; vgl. E. 2.3 hiervor).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder 
als nichterwerbstätig einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen 
Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungs-
vergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie 
bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 
Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum 
sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). Bei 

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einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen entscheidet 
sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu be-
trachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder 
nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheitsfall mit Rücksicht auf 
die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig oder im Haushalt be-
schäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen sind sämtliche weite-
ren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen, wie allfällige Erzie-
hungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die berufli-
chen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen 
und Begabungen der versicherten Person (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150; 
AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbrin-
gen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfah-
rung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

4.2 Anlässlich des Abklärungsberichts Haushalt vom 3. Juli 2012 
schloss die Beschwerdegegnerin auf eine 70%-ige Erwerbs- und eine 30%-
ige Haushaltstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall (AB 69, S. 4). 
Nach Angaben der Beschwerdeführerin würde sie bei guter Gesundheit 
zwischen 70 - 80% als … arbeiten. Gemäss Auszug des individuellen Kon-
tos (IK; vgl. AB 47, S. 4) könne aber angenommen werden, dass die Versi-
cherte im Durchschnitt kein höheres Pensum an ausserhäuslicher Tätigkeit 
als zwischen 60 - 70% erfüllt habe. Die Annahme einer 70%-igen Erwerbs-
tätigkeit ist angesichts des früher in einer Festanstellung geleisteten Ar-
beitspensums (vgl. AB 11, S. 6 und 14 sowie AB 5, S. 4) nicht zu bean-
standen und wird denn auch nicht bestritten. Demnach ist der Invaliditäts-
grad entsprechend der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor) im Er-
werbsbereich mittels Einkommensvergleich (E. 5 hiernach) und im Aufga-
benbereich Haushalt mittels eines Betätigungsvergleichs (E. 6 hiernach) zu 
bemessen.

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-

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ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.2 
S. 223).

Der Rentenanspruch entsteht frühestens mit Ablauf von sechs Monaten 
nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) und 
nur sofern die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Nachdem die Arbeitsunfähigkeit im Februar 2010 
eingetreten ist (AB 43, 53.3, 67), meldete sich die Beschwerdeführerin am 
28. August 2010 zum Leistungsbezug an (AB 42). Zeitpunkt des frühest-
möglichen Rentenbeginns ist demnach der 1. Februar 2011 (Art. 29 Abs. 3 
IVG). 

Zunächst ist gestützt auf das das festgestellte Zumutbarkeitsprofil von Dr. 
med. C.________ (vgl. E. 3.5 hiervor) ein allfälliger Rentenanspruch ab 
März 2012 zu prüfen (vgl. zum Rentenanspruch für die Zeit zwischen Fe-
bruar 2011 und Februar 2012 E. 8 hiernach). Auf diesen Zeitpunkt hin ist 
der Einkommensvergleich vorzunehmen.

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hin-
reichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte 
gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Inva-
liditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im 
Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, 
E. 1.2).

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Da die Beschwerdeführerin ab 1989 jeweils bei grossen … gearbeitet hatte 
(AB 47, S. 4 sowie AB 69, S. 3) und seit Juli 2004 im Stundenlohn für die 
E.________ (AB 52) tätig war, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass sie im Gesundheitsfall nach wie vor als … für die E.________ 
arbeiten würde. Somit kann zur Berechnung des Valideneinkommens an 
den unmittelbar vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Verdienst 
angeknüpft werden. Im Fragebogen für Arbeitgebende vom 27. September 
2010 (AB 52) gab die E.________ an, die Beschwerdeführerin habe im 
Jahr 2009 bei einem Stundenlohn von Fr. 26.29 1‘148.5 Arbeitsstunden 
geleistet und damit gesamthaft Fr. 30‘193.50 verdient (vgl. auch IK-Auszug 
vom 7. September 2010, AB 47, S. 4). Unter Berücksichtigung der ab dem 
50. Altersjahr zustehenden sechs Ferienwochen (vgl. Gesamtarbeitsvertrag 
[GAV] der E.________) entspricht dies einem Beschäftigungsgrad von 
60.90% (100 ÷ [41 h/w x 46] x 1‘148.5). Bei einem 70%-Pensum im Ge-
sundheitsfall resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 34‘705.20 
(Fr. 30‘193.50 ÷ 60.90 x 70).

Aufindexiert auf das Jahr 2012 ergibt sich ein massgebendes Validenein-
kommen von Fr. 36‘008.-- (Fr. 34‘705.20 ÷ 107.2 [Bundesamt für Statistik 
{BFS}, Lohnentwicklung 2010, T1.2.05, Handel, 2009] x 108.3 [Lohnent-
wicklung 2010, T1.2.05, Handel, 2010] ÷ 100 x 102.7 [Lohnentwicklung 
2012, T.1.1.10, Frauen, Handel]).

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Für die Bestimmung des Invaliden-
einkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht an-
spruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnitt-
lichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen bei einfa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 13

chen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Da-
bei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massge-
bend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c/cc).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

Die Beschwerdeführerin geht aktuell keiner Erwerbstätigkeit nach, weshalb 
zur Berechnung der Erwerbseinbusse auf Tabellenlöhne abzustellen ist. 
Gemäss LSE 2010, Tabelle TA1, Niveau 4 (einfache und repetitive Arbei-
ten), Frauen, Total, ist von einem monatlichen Einkommen von Fr. 4‘225.-- 
resp. einem Jahreseinkommen von Fr. 50‘700.-- auszugehen. Umgerech-
net auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden („Die 
Volkswirtschaft“ 12-2013, S. 90, Tabelle B9.2, Total) sowie aufindexiert auf 
das Jahr 2012 (BFS, Schweizerischer Lohnindex, Tabelle T1.1.10, Nomi-
nallohnindex nach Geschlecht, Frauen, Total: Veränderung 2010 zu 2012 
+2%) und bezogen auf ein Pensum von 48% (100 ÷ 41.7 [durchschnittliche 
wöchentliche Arbeitszeit, vgl. „Die Volkswirtschaft“ 12-2013, S. 90, Tabelle 
B9.2, Total] x [5 x 4h]) ergibt dies ein Einkommen von Fr. 25‘877.70 
(Fr. 50‘700.-- ÷ 40 x 41.7 ÷ 100 x 102 ÷ 100 x 48).

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist der gewährte Abzug 
von 10% nicht zu beanstanden. Ein Abzug in grösserem Ausmass wäre 
angesichts der Ausführungen von Dr. med. C.________, wonach in einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 14

angepassten Tätigkeit mit einem schmerzbedingt limitierten Arbeitspensum 
von vier Stunden pro Tag keine verminderte Leistungsfähigkeit besteht (vgl. 
Gutachten vom 20. Februar bzw. 6. März 2012, AB 67, S. 9), nicht gerecht-
fertigt. Insbesondere wurden die gesundheitlichen Einschränkungen bereits 
beim Tabellenlohn berücksichtigt (Anforderungsniveau 4 für einfache und 
repetitive Tätigkeiten). Weiter wurde dem Alter der Beschwerdeführerin im 
Zumutbarkeitsprofil (AB 67, S. 9) Rechnung getragen, sie verfügt über das 
Schweizer Bürgerrecht und ihr verbleibendes Pensum von vier Stunden 
täglich bzw. 48% ist auf dem Arbeitsmarkt durchaus ohne weitere Erwerbs-
einbusse verwertbar. Diesbezüglich ist anzumerken, dass für die Belange 
der Invalidenversicherung im Allgemeinen von einem hypothetisch ausge-
glichenen Arbeitsmarkt auszugehen ist (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 
2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Im Übrigen lässt das medizinisch-
theoretische Zumutbarkeitsprofil beispielsweise einen breiten Fächer von 
Betätigungen in der Telemarketing-Branche zu, handelt es sich doch dabei 
um Tätigkeiten, welche beispielsweise mit verstellbaren Arbeitsflächen so-
wohl im Stehen als auch im Sitzen verrichtet werden können. Unter An-
rechnung des Abzugs von 10% resultiert ein Invalideneinkommen von 
Fr. 23‘289.90 (Fr. 25‘877.70 ÷ 100 x 90).

5.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 36‘008.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 23‘289.90 resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 12‘718.10, was einer Einschränkung von 35.3% entspricht. Gewichtet 
gemäss dem festgestellten Status (70% Erwerbstätigkeit; vgl. E. 4.2 hier-
vor) besteht im Erwerbsbereich eine Einschränkung von 24.7% (70 ÷ 100 x 
35.3).

6.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der sich aus den medizinischen Diagnosen erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-

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nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

6.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 3. Juli 2012 (AB 69) wurde mit-
tels Betätigungsvergleich eine Einschränkung im Aufgabenbereich Haus-
halt von 22% resp. gewichtet (x 0.3) von 6.6% ermittelt (S. 10).

Die Umschreibung der Haushaltaufgaben im Abklärungsbericht entspricht 
den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherung in der ab 
1. Januar 2012 gültigen Fassung (KSIH, Version 10, Rz. 3086). Die Ge-
wichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann innerhalb der 
zwecks Gleichbehandlung der Versicherten angegebenen Bandbreiten und 
ist in Anbetracht der konkreten Verhältnisse nicht zu beanstanden. Soweit 
die Beschwerdeführerin vorbringen lässt, die „Wohnungspflege“ sei mit 
20% (statt 15%) und die Tätigkeiten unter „Verschiedenes“ mit 15% (statt 
20%) zu gewichten (vgl. Beschwerde vom 18. Januar 2013, S. 9 ff.), ist 
darauf hinzuweisen, dass das Gericht nur dann in das Ermessen der Ab-
klärungsperson eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vor-
liegen. Entsprechende Anhaltspunkte, die eine abweichende Gewichtung 
gebieten würden, liegen nicht vor. Namentlich ist in Anbetracht der Wohn-
verhältnisse (5½-Zimmer-Einfamilienhaus mit Laminat- und Plattenböden, 
bewohnt von drei erwachsenen Personen) nicht zu beanstanden, dass die 
IVB für diesen Teilbereich nicht den in Randziffer 3086 KSIH vorgesehenen 
Maximalwert von 20% eingesetzt hat. Im Übrigen würde eine dem Vorbrin-
gen der Beschwerdeführerin folgende Gewichtung am Ergebnis insofern 
nichts ändern, als auch in diesem Fall kein rentenbegründender Invali-
ditätsgrad resultieren würde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 16

Im Abklärungsbericht Haushalt wird die vorgenommene Aufgabenteilung 
unter der Beschwerdeführerin, ihrem Ehemann sowie den zwei erwachse-
nen Kindern dargestellt. Von Familienangehörigen sind rechtsprechungs-
gemäss im Rahmen der familienrechtlichen Beistandspflicht umfangreiche 
Hilfestellungen im Haushalt zu verlangen. Diese Mithilfe geht weiter als der 
übliche Umfang, den man erwarten darf, wenn die versicherte Person nicht 
an einem Gesundheitsschaden leiden würde. Ein invaliditätsbedingter Aus-
fall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen wer-
den, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch 
Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, 
denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch 
eine unverhältnismässige Belastung entsteht (BGE 133 V 504 E. 4.2 
S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5). Die Beschwerdeführerin nimmt 
die Unterstützung der Angehörigen im Rahmen der ihr obliegenden Scha-
denminderungspflicht (vgl. BGE 113 V 28 E. 4a) demnach zu Recht in An-
spruch. Insbesondere wird sie beim Einkaufen, bei Reinigungsarbeiten so-
wie beim Erledigen der Wäsche von ihrer Familie unterstützt. Soweit die 
Beschwerdeführerin geltend macht, den Familienmitgliedern entstehe 
durch die Mithilfe eine Belastung, die über das Zumutbare deutlich hinaus-
gehe (vgl. Beschwerde vom 18. Januar 2013, S. 12), kann dem nicht ge-
folgt werden. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern den Angehörigen durch die 
Mitarbeit im Haushalt eine Erwerbseinbusse oder eine unverhältnismässige 
Belastung entstehen könnte, zumal angesichts der nur 30%-igen Haus-
haltstätigkeit der Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall 
(AB 69, S. 4) angenommen werden kann, dass die Familienmitglieder auch 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen gewisse Aufgaben übernehmen 
würden und die Mithilfe im Haushalt wie dargelegt ohnehin weiter geht als 
der übliche Umfang bei fehlendem Gesundheitsschaden. Der Umstand, 
dass bestimmte Reinigungsarbeiten von einer Putzfrau erledigt werden, 
wurde im Übrigen von der Abklärungsperson berücksichtigt und die diesbe-
züglich ausgewiesene Einschränkung schlüssig begründet. Die Beschwer-
degegnerin bringt schliesslich zu Recht vor, dass die Beschwerdeführerin 
einen grossen Teil der leichteren Arbeiten mit vermehrtem Zeitaufwand und 
Einlegen von Pausen selber ausführen könne (vgl. AB 77, S. 3; 81, S. 2). 
Unter diesen Gesichtspunkten liegt keine offensichtliche Fehleinschätzung 
betreffend die Einschränkung im Aufgabenbereich vor, so dass auch dies-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 17

bezüglich kein Anlass besteht, in das Ermessen der Abklärungsperson ein-
zugreifen (vgl. BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

Der Abklärungsbericht Haushalt vom 3. Juli 2012 (AB 69) ist demnach voll 
beweiskräftig. Entsprechend der darin enthaltenen Aufstellung besteht eine 
leidensbedingte Einschränkung von 22% bzw. gewichtet gemäss dem fest-
gestellten Status (30% Tätigkeit im Haushalt) von 6.6% (30 ÷ 100 x 22).

7.

Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung eines Status von 70% 
Erwerbstätigkeit und 30% Haushaltstätigkeit beträgt der Gesamtinvali-
ditätsgrad gerundet 31% (24.7% [Einschränkung Erwerb; E. 5.4] + 6.6% 
[Einschränkung Aufgabenbereich; E. 6.2]), was ab März 2012 zu keiner 
Invalidenrente berechtigt (vgl. E. 2.2 hiervor). 

8. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin für die Zeit von Februar 
2011 bis Ende Februar 2012 (vgl. E. 5.1 hiervor) einen Anspruch auf eine 
befristete Rente hat.

Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, attestierte der Beschwerdeführerin 
seit der Knieoperation am 18. Februar 2010 eine 100%-ige Arbeitsunfähig-
keit (AB 61.3 f.). Im Bericht vom 22. September 2011 führte er sodann aus, 
dass die Beschwerdeführerin als … nicht mehr arbeitsfähig sei. Es sei von 
einem medizinischen Endzustand auszugehen. Mit weiteren operativen 
oder therapeutischen Massnahmen könne keine wesentliche Verbesserung 
erzielt werden (AB 61.4, S. 1). Gestützt auf diese Ausgangslage wurde das 
Gutachten von Dr. med. C.________ veranlasst (vgl. AB 64, S. 1). 

Aufgrund der Akten steht fest, dass die Ende September 2010 durchgeführ-
te Implantation einer Knie-Totalprothese mit Komplikationen verbunden 
war. Der Vertrauensarzt der Taggeldversicherung, Dr. med. F.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, berichtete denn am 26. April 2011 über einen nach wie vor 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 18

harzigen Verlauf mit plötzlichem unklarem Einsinken des operierten Knie-
gelenks während eines Arbeitsversuchs. Zum Ausschluss eines chroni-
schen Infektes hielt er weitere Abklärungen für unabdingbar. Dr. med. 
F.________ hielt die nach wie vor auf einen Stock angewiesene Be-
schwerdeführerin sowohl in sitzenden, stehenden und gehenden Tätigkei-
ten als eingeschränkt, weshalb er sich zu diesem Zeitpunkt ausserstande 
sah, eine angepasste Tätigkeit zu empfehlen (AB 61.4, S. 7 ff.). Ebenso 
konstatierte Dr. med. D.________ in den Verlaufsberichten vom 9. und 
22. September 2011 (AB 59 und 61.4, S. 1 ff.) einen äusserst langwierigen 
postoperativen Verlauf. Allerdings konnte er zu diesem Zeitpunkt im Ver-
gleich zur Voruntersuchung vom 13. Juli 2011 auch über eine leicht ver-
besserte Klinik und einen verbesserten Gesundheitszustand berichten. Er 
hielt denn im Bericht vom 26. September 2011 auch fest, es sei von einem 
medizinischen Endzustand auszugehen und mit weiteren operativen oder 
therapeutischen Massnahmen könne keine wesentliche Verbesserung er-
zielt werden. Damit bestehen Anzeichen dafür, dass die Beschwerdeführe-
rin allenfalls bereits mit der im September 2011 eingetretenen Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes über eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
verfügte, wie sie vom Gutachter im Rahmen des medizinisch-theoretischen 
Zumutbarkeitsprofils umschrieben wurde. Spätestens im Zeitpunkt der Be-
urteilung von Dr. med. C.________ ist dies mit mindestens überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erwiesen. In Anbetracht dieses Beweisergebnisses ist 
davon auszugehen, die Beschwerdeführerin habe eine allenfalls medizi-
nisch-theoretisch bestehende Restarbeitsfähigkeit erwerblich nicht verwer-
ten können, weshalb bei einem Erwerbstätigenstatus von 70% bei einem 
hypothetisch auf Februar 2011 anzusetzenden Rentenbeginn ein befristeter 
Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit von Februar 2011 bis Ende 
Februar 2012 besteht. Ab März 2012 wird die Rente ohne Dreimonatsfrist 
(vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) aufgehoben, da spätestens ab diesem Zeitpunkt 
von einem medizinischen Endzustand auszugehen war, wofür das von Dr. 
med. C.________ erstellte Zumutbarkeitsprofil volle Gültigkeit hat (vgl. 
E. 3.5 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 19

9. Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen 
und die angefochtene Verfügung vom 29. November 2012 dahingehend 
abzuändern, als der Beschwerdeführerin von Februar 2011 bis Ende Fe-
bruar 2012 eine befristet ganze Invalidenrente zuzusprechen ist. Im Übri-
gen ist die Beschwerde abzuweisen.

10.

10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich die hälftige Aufteilung 
der Kosten. Dementsprechend hat die Beschwerdeführerin von den gericht-
lich auf Fr. 700.-- bestimmten Verfahrenskosten die Hälfte, ausmachend 
Fr. 350.--, zu übernehmen. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits hat im Um-
fang ihres hälftigen Unterliegens Verfahrenskosten von Fr. 350.-- zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der Anteil der Beschwer-
deführerin ist dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 700.-- zu entneh-
men. Die verbleibenden Fr. 350.-- sind ihr nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückzuerstatten.

10.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Mit Kostennote vom 2. September 2013 hat Rechtsanwältin B.________ 
einen Prozessaufwand von total Fr. 5‘430.15, bestehend aus einem Hono-
rar von Fr. 4‘974.90 bei einem Zeitaufwand von 21.63 Stunden, Auslagen 
von Fr. 53.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 402.25, geltend gemacht. Da die 
Beschwerdeführerin zufolge teilweisem Obsiegen nur eine reduzierte Par-
teientschädigung und zudem nur für den durch das vorliegende Beschwer-
deverfahren verursachten Prozessaufwand beanspruchen kann, ist die 
Kostennote entsprechend zu reduzieren. Mit Blick auf die Bedeutung und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 20

die Schwierigkeit des vorliegenden Verfahrens sowie in Anbetracht des in 
vergleichbaren Fällen als geboten beurteilten Aufwandes, ist der geltend 
gemachte Zeitaufwand ermessensweise auf 10 Stunden zu kürzen. Ent-
sprechend wird die Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren vor 
dem Verwaltungsgericht auf Fr. 2'300.-- (10 x Fr. 230.--), zuzüglich Ausla-
gen von Fr. 53.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 188.20 (8% auf Fr. 2‘353), 
insgesamt ausmachend Fr. 2‘541.20, festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-
Stelle Bern vom 29. November 2012 dahingehend abgeändert, als der 
Beschwerdeführerin ab dem Februar 2011 bis Ende Februar 2012 eine 
ganze Invalidenrente zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Be-
schwerde abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden den 
Parteien je zur Hälfte, ausmachend je Fr. 350.--, auferlegt. Die von der 
Beschwerdeführerin zu bezahlenden Fr. 350.-- werden dem geleisteten 
Kostenvorschuss entnommen. Nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
werden ihr die darüber hinaus bezahlten Fr. 350.-- des Kostenvor-
schusses zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘541.20 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, IV/13/53, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.