# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27ed8ef3-7385-5497-9353-e973d0e5b754
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.06.2013 725 12 22 / 118 (725 2012 22 / 118)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-12-22---118_2013-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Juni 2013 (725 12 22 / 118) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bemessung der Invalidität 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch André Baur, Advokat, 
Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 AGV Aargauische Gebäudeversicherung, Bleichemattstrasse 
12/14, Postfach, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Dr. Beat Frischkopf, Rechtsanwalt, Bahnhofstrasse 24, Postfach, 
6210 Sursee 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
A. Der 1953 geborene A.____ war ab 1. Juni 2006 arbeitslos und bei der Arbeitslosenver-
sicherung angemeldet. Vom 15. Juni 2006 bis 7. Juli 2006 arbeitete er im Rahmen eines Zwi-
schenverdienstes in der Sekundarschule X.____ als Turn- und Werklehrer und war in dieser 
Eigenschaft bei der Aargauischen Gebäudeversicherungsanstalt (AGV) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 26. Juni 2006 stolperte A.____ beim 
Fussballspiel und stürzte auf die rechte Schulter. Dabei erlitt er gemäss Austrittsbericht des 
Spitals B.____ vom 3. Juli 2006 eine laterale Clavikulafraktur (Schlüsselbeinbruch) rechts. Die 

 
 
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AGV erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Mit Ver-
fügung vom 10. Oktober 2011 stellte sie die Taggeldleistungen per 30. Juni 2011 ein und ver-
neinte einen Anspruch von A.____ auf eine Invalidenrente. Indes sprach sie ihm eine Integri-
tätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 5% zu. Daran hielt sie auch auf Ein-
sprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 5. Dezember 2011 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat André Baur, am 20. Januar 2012 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er be-
antragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid vom 5. Dezember 2011 
aufzuheben und es sei zum Ausmass der durch die anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
bedingte Arbeitsunfähigkeit eine gerichtliche Expertise anzuordnen. Eventualiter sei eine solche 
auch zur Frage, ob eine unfallkausale Algodystrophie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
vorliege, einzuholen. Eventualiter sei ihm rückwirkend ab 1. Juli 2011 eine monatliche Invaliden-
rente von wenigstens Fr. 1'993.60, basierend auf dem maximalen versicherten Verdienst von 
Fr. 106'800.-- und einem Erwerbsausfall von wenigstens 28% auszurichten. Die Ansprüche sei-
en gegegebenenfalls ab 1. Juli 2013 mit 5% zu verzinsen. Zudem sei ihm für das vorinstanzli-
che Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Baur als Rechtsvertreter zu bewil-
ligen und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die entsprechenden Kosten im Be-
trag von Fr. 2'421.45 zu ersetzen; unter o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht be-
antragte er, es sei ihm im vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit Advokat 
Baur als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bewilligen. Die Beschwerde begründete er im We-
sentlichen damit, dass die Verfügung auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe 
und zudem der Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt worden sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Februar 2012 schloss die AGV, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf, auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 
werden könne. 
 
D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 3. Mai 2012 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandenen 
medizinischen Akten nicht möglich ist. In der Folge stellte es den Fall aus und beauftragte am 
29. August 2012 das Begutachtungsinstitut C.____ mit einem neurologisch-orthopädischen Gut-
achten, welches am 28. Dezember 2012 erstattet wurde. 
 
E. Mit Eingaben vom 8. Februar 2013 und 12. Februar 2013 nahmen die Parteien zum 
Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ vom 28. Dezember 2012 sowie zu den Auswir-
kungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch Stellung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

 
 
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(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Z.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das 
Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Aus-
mass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdever-
fahrens noch streitig ist (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 
1983, S. 46). Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streitge-
genstand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich 
demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des durch die Verfügung bestimmten 
Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festge-
legten Rechtsverhältnisses zwar zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand 
(vgl. BGE 125 V 414 f. E. 1b). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass den Parteianträgen entspre-
chend dem Verfügungsgrundsatz für die Festlegung des Streitgegenstandes vorrangige Bedeu-
tung zukommt. So wie die versicherte Person sich mit einer Verfügung durch Nichtanfechtung 
abfinden kann, so steht ihr auch die Befugnis zu, nur einzelne der verfügungsweise geregelten 
Rechtsverhältnisse durch Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen (vgl. BGE 118 V 313 f. 
E. 3b mit Hinweisen; ULRICH MEYER, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 
S. 25). 
 
1.3 Gegenstand des Einspracheentscheides vom 5. Dezember 2011 ist der Anspruch des 
Beschwerdeführers auf eine Rente, die Höhe der Integritätsenschädigung sowie der Anspruch 
auf unentgeltliche Verbeiständung im Einspracheverfahren. Hinsichtlich der Versicherungsleis-
tungen gemäss UVG zielen die Rechtsbegehren und die Begründung in der Beschwerde aus-
schliesslich auf die Prüfung der Rentenfrage. Demgegenüber wurde die Höhe der Integritäts-
entschädigung beschwerdeweise weder konkret gerügt noch sind aus der Begründung Hinwei-
se ersichtlich, dass der Beschwerdeführer damit nicht einverstanden ist. Damit ist der Einspra-
cheentscheid vom 5. Dezember 2011, soweit er die Höhe der Integritätsentschädigung anbe-
langt, in Rechtskraft erwachsen und kann deshalb im vorliegenden Verfahren nicht mehr über-
prüft werden. Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens ist demnach einzig der Rentenan-
spruch des Beschwerdeführers sowie der Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung im Ein-
spracheverfahren. Diesbezüglich ist auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obliga-
torischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungs-

 
 
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leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 
Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise 
arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infol-
ge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe-
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ur-
sachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor-
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbar-
erweise noch verrichtet werden können (Ulrich Meyer-Blaser, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
2.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ges-

 
 
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tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
2.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen). 
 
3. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind die folgenden medizinischen Unterla-
gen zu berücksichtigen: 
 
3.1 Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) liess den Versicherten beim Begutachtungs-
institut C.____ polydisziplinär begutachten. Am 3. September 2010 wurden mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit chronische Schulter-Armschmerzen rechts bei Status nach Sturztrauma mit 
lateraler Mehrfragmentfraktur der Clavicula rechts, chronische Schulterschmerzen links bei Sta-
tus nach Arthroskopie der Schulter mit Dekompression eines subacromialen Impingements, 
eine Algodystrophie der rechten Hand, ein rechtsbetontes Zervikalsyndrom mit intermittierender 
möglicher Irritation der Wurzel C6 bei hochgradiger Osteochondrose C5/C6 und Einengung des 
Foramens auf dieser Höhe rechts, eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.3), rezidivierende depressive Episoden, zurzeit mittleren Grades (ICD-10 F33.31) und eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) diagnostiziert. Hinsichtlich der speziellen Fragen der AGV wurde festgehalten, aus or-
thopädischer und neurologischer Sicht sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszu-
gehen, dass die Schulterproblematik unfallbedingt sei. Betreffend die Problematik der Halswir-
belsäule (HWS), müsse von einer richtungsgebenden Verschlechterung durch den Unfall aus-
gegangen werden. Aus psychiatrischer Sicht sei festzustellen, dass durch den Unfall ein psy-
chisch hochlabiles Gleichgewicht dekompensiert sei und der Unfall mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit als Teilursache gewertet werden müsse. Die psychische Behandlung sei noch 
nicht optimal. Bei guter Etablierung der Arzt-Patienten-Beziehung und Verbesserung der 
Complience der psychopharmakologischen Behandlung könne eine Verbesserung erwartet 
werden. Dies könne aber erst in circa zwei Jahren beurteilt werden. Aus somatischer Sicht 

 
 
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könnten keine ärztlichen Behandlungen empfohlen werden, die eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes bewirken würden. Von einem Endzustand sei noch nicht auszugehen. 
Aus gesamtmedizinsicher Sicht sei der Versicherte als Primarlehrer zu 100% arbeitsunfähig. In 
Bezug auf eine angepasste Tätigkeit sei zunächst eine Arbeitsabklärung durchzuführen. Ziel sei 
es, beim Versicherten im Rahmen einer zeitlichen Beanspruchung von 60%, eine 50%ige Leis-
tung zu erreichen. 
 
3.2 Am 17. Februar 2011 hielt der Kreisarzt Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, einzige Unfallfolge sei der Status nach 
lateraler Claviculafraktur und AC-Resektion rechts. Bezüglich der Beschwerden der HWS sei 
durch den Unfall keine organische Veränderung oder richtungsgebende Verschlimmerung des 
Vorzustandes verursacht worden. Eine gewisse Traumatisierung des Vorzustandes sei möglich. 
In der Regel seien aber solche Traumatisierungen spätestens nach zwölf Monaten als abge-
schlossen zu betrachten. Die aktuell geklagten Beschwerden seien durch die medizinischen 
Befunde an der HWS nicht vollumfänglich erklärbar. Es sei zu einer somatoformen Schmerz-
entwicklung gekommen. Betreffend die rechte Schulter bestünde ein Status nach einer Clavicu-
lafraktur mit AC-Resektion. Eine Teilkausalität zum Unfall sei zu bejahen. Im Bereich der linken 
Schulter bestünde eine Labrumschädigung, vereinbar mit einer SLAP-Läsion. Diesbezüglich sei 
die Unfallkausalität höchstens möglich. Aktuell seien die Beschwerden im Rahmen der somato-
formen Schmerzstörung zu sehen. Diese stelle aber keine Unfallfolge dar. Dies gelte auch für 
die Nacken-, Kopf- und Kieferschmerzen. Es bestünden keine behandlungsbedürftigen Unfall-
folgen mehr und der Fall sei abzuschliessen. 
 
3.3 Am 19. April 2011 führte Dr. D.____ aus, dass keine sicheren Anhaltspunkte für den 
Bestand einer Algodystrophie bestehen würden. Einzige Unfallfolge sei der Status nach einer 
Claviculafraktur mit AC-Resektion. Der Versicherte sei zu 100% arbeitsfähig. 
 
3.4 Nachdem das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 3. Mai 2012 zur Auf-
fassung gelangte, dass die dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrunde liegenden  me-
dizinischen Unterlagen teilweise widersprüchlich seien und eine abschliessende Beurteilung der 
Unfallfolgen nicht zulassen würden, beauftragte es das Begutachtungsinstitut C.____ mit einer 
Begutachtung des Beschwerdeführers. Am 28. Dezember 2012 wurde als unfallkausale Diag-
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Funktionsstörung der rechten 
Schulter (ICD-10 M75.0) diagnostiziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein 
Status nach einem posttraumatischen Complex regional pain syndrome (CRPS) Typ I des rech-
ten Armes, nach arthroskopischer Acromioplastik und Mobilisation bei SLAP-Läsion II der linken 
Schulter und partieller Rotatorenmanschettenruptur, ein Verdacht auf eine beginnende Coxarth-
rose links, ein chronisches rechtsbetontes Zervikalsyndrom (ICD-10 M54.2) und Tendomyo-
pathie im Schultergürtelbereich rechts mit Zeichen einer somatoformen Schmerzstörung, ein 
episodisches zervikozephales Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0) und ein Status nach mögli-
chem HWS-Distorsionstrauma (ICD-10 S13.4). Die Tätigkeit als Werk- und Turnlehrer sei dem 
Versicherten wegen der verminderten Belastbarkeit des rechten dominanten Arms nicht mehr 
zumutbar. Die übrige allgemeine Tätigkeit als Lehrer sei aber in einem Leistungspensum von 
90% möglich. Die Einschränkung begründe sich aus orthopädischer Sicht durch die nachvoll-

 
 
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ziehbaren Schmerzen und die dadurch glaubhaft mitverursachte Schlafstörung. Angepasste 
Verweistätigkeiten ohne manuelle Verrichtungen über Tischhöhe, ohne Heben und Tragen von 
Lasten über 8 kg im Sitzen, Stehen oder Gehen seien ebenfalls in einem Leistungspensum von 
90% möglich. In Bezug auf die unfallbedingten Befunde an der rechten Schulter sei der medizi-
nische Endzustand erreicht. Durch medizinische Massnahmen seien keine weitere Verbesse-
rungen zu erwarten. 
 
4.1 Wie oben (vgl. E. 2.4 hiervor) ausgeführt, ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor-
akten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind. Das Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ vom 
28. Dezember 2012 beruht auf eingehenden Untersuchungen des Versicherten und berücksich-
tigt die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem gingen die Gutachter 
auf die Beschwerden des Versicherten ein und vermitteln ein hinreichendes Bild über dessen 
Gesundheitszustand. Es wird deutlich, dass der Beschwerdeführer unfallkausal und mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Funktionsstörung der rechten Schulter aufweist. 
Auch die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist nachvollziehbar begründet und es 
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die 
Tätigkeit als Werk- und Turnlehrer wegen der verminderten Belastbarkeit des rechten domina-
ten Arms nicht mehr zumutbar ist. Indes sind ihm die übrige allgemeine Tätigkeit als Lehrer und 
angepasste Verweistätigkeiten möglich. Zufolge der Schmerzen und der dadurch mitverursach-
ten Schlafstörung ist von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10% auszugehen. Die 
Beurteilung im Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ ist sowohl in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen 
überzeugend und bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage deshalb massgebend. 
 
4.2 Daran vermögen die Vorbringen der Parteien nichts zu ändern. Soweit der Beschwer-
deführer rügt, die Gerichtsgutachter hätten die Unfallkausalität und die Auswirkungen der soma-
toformen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilt, ist ihm entgegenzuhalten, dass 
die Gutachter dem chronischen rechtsbetonten Zervikalsyndrom und der Tendomyopathie im 
Schultergürtelbereich rechts mit Zeichen einer somatoformen Schmerzstörung keine Ein-
schränkung auf die Arbeitsfähigkeit beimassen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das 
Kantonsgericht bereits anlässlich der ersten Urteilsberatung vom 3. Mai 2012 zur Auffassung 
gelangte, dass kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den bestehen-
den psychischen Beschwerden des Versicherten bestehen. In der Folge verzichtete es darauf, 
den versicherten psychiatrisch begutachten zu lassen. Diesem Vorgehen hielt der Beschwerde-
führer in seinem Schreiben an das Kantonsgericht vom 23. August 2012 nichts entgegen. So-
weit die Beschwerdegegnerin die Beurteilung des orthopädischen Gutachters, wonach unfall-
bedingt leistungseinschränkende Schlafstörungen bestünden, in Frage stellt und diese vielmehr 
im Rahmen der nicht unfallkausalen psychischen Beschwerden sieht, ist festzustellen, dass der 
orthopädische Gutachter überzeugend ausführte, dass der organisch erklärbare Schulter-
schmerz rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit an der nächtlichen Schlafstörung mitbe-

 
 
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teiligt sei und die resultierende Tagesmüdigkeit zumindest in teilkausalem Zusammenhang mit 
dem Unfall vom 26. Juni 2006 stehe. Insgesamt lässt das Gutachten des Begutachtungsinstituts 
C.____ vom 28. Dezember 2012 eine zuverlässige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähig-
keit des Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a 
mit zahlreichen Hinweisen) auf eine weitere medizinische Abklärung verzichtet werden kann. 
 
5. Da nach der Beurteilung im massgebenden Gutachten des Begutachtungsinstituts 
C.____ vom 28. Dezember 2012 davon auszugehen ist, dass in Bezug auf die unfallbedingten 
Befunde an der rechten Schulter der medizinische Endzustand erreicht ist und die Beschwer-
degegnerin die Taggeldleistungen per 30. Juni 2011 einstellte, ist nachfolgend zu prüfen ob der 
Beschwerdeführer ab 1. Juli 2011 Anspruch auf eine Rente der obligatorischen Unfallversiche-
rung hat (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
6.1 Für die Bemessung der Invalidität ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 18 UVG). Danach 
ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdiffe-
renz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 
 
6.2.1 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (vgl. BGE 129 V 222) nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde und 
nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Die Ermittlung des Valideneinkommens muss so 
konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfahrungs-
gemäss fortgesetzt wird, ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, der vor Eintritt der Ge-
sundheitsschädigung erzielt wurde. Dieses Gehalt ist wenn nötig der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung anzupassen (BGE 135 V 58 E. 3.1). 
 
6.2.2 Der Beschwerdeführer ist ausgebildeter Primarlehrer und seit 1. Juni 2006 arbeitslos. 
Vom 15. Juni 2006 bis 7. Juli 2006 war er im Rahmen eines Zwischenverdienstes in der Sekun-
darschule X.____ als Turn- und Werklehrer angestellt. Bereits im Unfallzeitpunkt stand somit 
fest, dass der Beschwerdeführer die Schule per 7. Juli 2006 verlassen würde. Ob danach eine 
erneute vorübergehende oder feste Anstellung des Beschwerdeführers in der Sekundarschule 
X.____ oder aber in einer anderen Sekundarschule als Turn- und Werklehrer in Frage gekom-
men wäre, ist aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht hinreichend erstellt. Demnach kann 
bei der Bemessung des Valideneinlohnes - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - 
nicht auf das Einkommen eines Werklehrers an der Oberstufe abgestellt werden. Vielmehr ist 
überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Versicherte als Gesunder nicht mit ungewissen, 
bloss punktuellen Einsätzen als Lehrer abgefunden, sondern sich um ein neues, stabiles und 

 
 
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unbefristetes Arbeitsverhältnis in seinem erlernten Beruf als Primarlehrer bemüht und gemäss 
den verlässlichen Angaben des Kantons Aargau, Department Bildung, Kultur und Sport, Perso-
naldienst Lehrpersonen, vom 12. Mai 2011 in einem Vollzeitpensum ab 1. August 2011 ein Jah-
resverdienst von Fr. 121'171.-- erzielt hätte. 
 
6.3 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali-
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situati-
on auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da dem Beschwerdeführer 
nach der massgebenden Beurteilung im Gutachten des Begutachtungsinstituts C.____ vom 
28. Dezember 2012 (vgl. E. 4.1 hiervor) die allgemeine Tätigkeit als Lehrer weiterhin zumutbar 
ist, ist für die Bemessung des Invalideneinkommens ebenfalls der Verdienst eines Primarlehrers 
massgebend. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zufolge der Schmerzen 
und der dadurch mitverursachten Schlafstörung eine Einschränkung von 10% aufweist. Wenn 
er geltend macht, Primarlehrer würden die ihnen anvertrauten Klassen auch im Turnen und 
Werken unterrichten, was ihm aber beschwerdebedingt nicht zumutbar sei und dieser Umstand 
bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen sei, kann ihm nicht gefolgt 
werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Einschränkungen des Beschwerdeführers 
innerhalb des Schulsystems einer Primarschule kompensierbar sind. Demnach beträgt das 
massgebende Invalideneinkommen Fr. 109'054.-- (Fr. 121'171.-- x 90%). 
 
6.4 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 109'054.-- 
dem Valideneinkommen von Fr. 121'171.-- gegenüber, so resultiert daraus ein IV-Grad von 
10%. Demnach hat der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juli 2011 Anspruch auf eine Rente 
der obligatorischen Unfallversicherung. 
 
7. Der Beschwerdeführer beantragte weiter, es seien ihm Verzugszinsen auf die geschul-
deten Rentenleistungen auszurichten. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG haben die Sozialversiche-
rungen für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, 
frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung Verzugszinsen zu bezahlen, sofern 
die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist. Eine Ver-
zugszinspflicht entsteht demnach nur, wenn die versicherte Person die Mitwirkungspflicht voll-
umfänglich erfüllt. Eine - den Anspruch auf Verzugszinsen ausschliessende - Verletzung der 
Mitwirkungspflicht kann aber nur darin erblickt werden, wenn dadurch die Ursache für eine Ver-
fahrensverzögerung gesetzt wird oder mit anderen Worten die Verzögerung der Leistungsaus-
richtung auf das Verhalten der versicherten Person zurückzuführen ist (vgl. ULRICH KIESER, 
ATSG-Kommentar, Zürich 2009, 2. Auflage, Art. 26 Rz 17 ff.). Vorliegend ist keine derartige 
Verletzung der Mitwirkungspflicht ersichtlich und es wird auch nichts Derartiges geltend ge-
macht. Demnach ist festzustellen, dass die Voraussetzungen zur Zusprechung von Verzugszin-
sen grundsätzlich erfüllt sind. Bei Leistungsnachzahlungen beginnt die Verzugszinspflicht nach 
Art. 26 Abs. 2 ATSG 24 Monate nach Beginn der Rentenberechtigung als solcher für die ge-
samten bis anhin aufgelaufenen Leistungen, nicht erst jeweils zwei Jahre nach Fälligkeit jeder 
einzelnen Monatsrente (vgl. zum Ganzen BGE 133 V 9 mit weiteren Hinweisen sowie zur Be-
rechnung im Einzelfall KIESER, a.a.O, Art. 26 Rz 25 in fine). Nachdem der Rentenanspruch am 
1. Juli 2011 entstanden ist, besteht für sämtliche Rentenbetreffnisse mit Wirkung ab 1. Juli 2013 

 
 
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ein Anspruch auf Verzugszinsen. Dabei ist ein Zinssatz von 5% zu beachten (vgl. Art. 7 
Abs. der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 
11. September 2002). 
 
8. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer - wie von ihm geltend gemacht - für das 
Einspracheverfahren Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung hat. 
 
8.1 Art. 52 Abs. 3 Satz 1 ATSG hält fest, dass das Einspracheverfahren vor dem Versiche-
rungsträger kostenlos ist. Parteientschädigungen werden laut Satz 2 der genannten Bestim-
mung in der Regel nicht ausgerichtet. Es stellt sich deshalb die Frage, unter welchen Voraus-
setzungen von diesem Grundsatz abgewichen werden kann, und ob im vorliegenden Fall ein 
derartiger Ausnahmetatbestand gegeben ist. Im Entscheid 130 V 570 ff. hat das damalige Eid-
genössisches Versicherungsgericht (EVG, heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) 
anhand der Entstehungsgeschichte dieser Bestimmung aufgezeigt, dass der Gesetzgeber die 
ausnahmsweise Zusprechung einer Parteientschädigung im Einspracheverfahren unter einer 
Bedingung als zulässig und geboten erachtete: Der Einsprecher, der nicht über die erforderli-
chen Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und der im Falle des Unterliegens 
die unentgeltliche Verbeiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können, soll bei 
Obsiegen vom unterliegenden Versicherungsträger entschädigt werden (BGE 130 V 572 f. 
E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
8.2 Diese Voraussetzungen sind hier nicht gegeben. Zwar gilt der Beschwerdeführer in 
Anbetracht des Ausgangs des vorliegenden Beschwerdeverfahrens auch in Bezug auf das vo-
rangegangene Einspracheverfahren als obsiegende Partei. Indes ist mit der Beschwerdegegne-
rin davon auszugehen, dass im Zeitpunkt des Einspracheentscheides die prozessuale Bedürf-
tigkeit der Versicherten nicht erstellt ist. So verfügte der Versicherte gemäss seinen Angaben im 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 23. Oktober 2011 über Wertschriften in der Höhe 
von rund Fr. 36'657.--. Diese Mittel sind bei der Beurteilung der prozessualen Bedürftigkeit zu 
berücksichtigen. Unter diesen Umständen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 
dass der Versicherte in der Lage war, für die ausserordentlichen Kosten im Einspracheverfah-
ren in der Höhe von Fr. 2'421.45 aufzukommen. Die prozessuale Bedürftigkeit des Versicherten 
ist folglich gestützt auf seine Vermögensverhältnisse zu verneinen. Demnach muss der Antrag 
des Beschwerdeführers, es sei ihm für das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Ver-
beiständung mit Advokat Baur als Rechtsvertreter zu bewilligen und die Beschwerdegegnerin 
sei zu verurteilen, ihm die entsprechenden Kosten im Betrag von Fr. 2'421.45 zu ersetzen, ab-
gewiesen werden. 
 
9. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann, in 
dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid vom 5. Dezember 2011 auf-
gehoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juli 2011 An-
spruch auf eine Rente aufgrund eines IV-Grades von 10% hat. Im Übrigen ist die Beschwerde 
abzuweisen. 
 

 
 
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10.1 Die Kosten der Gerichtsbegutachtung durch das Begutachtungsinstitut C.____ in der 
Höhe von Fr. 12'373.35 sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 6. Juni 2013, 8C_894/2012). 
 
10.2 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
10.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Be-
schwerde führenden Versicherten deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwer-
degegnerin zuzusprechen. Angesichts der Tatsache, dass zur Durchführung der vom Gericht 
als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage gekommen 
wäre, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfallen ist, ist 
dem Beschwerdeführer volle Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 7. März 2013 einen 
Zeitaufwand von 17,833 Stunden sowie Auslagen in Höhe von Fr. 499.90 ausgewiesen, was 
angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des Aktenumfangs nicht 
zu beanstanden ist. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'354.90 (17,83 Stunden à Fr. 250.-- und Ausla-
gen von Fr. 499.90 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann, in dem 
Sinne teilweise gutgeheissen, als der Einspracheentscheid vom 
5. Dezember 2011 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Be-
schwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juli 2011 Anspruch auf eine Rente 
aufgrund eines IV-Grades von 10% hat. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 12'373.35 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 5'354.90 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
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