# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d009eeb-32fe-5f2a-bcd9-debc7e62d1b6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.02.2024 F-691/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-691-2024_2024-02-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-691/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  F e b r u a r  2 0 2 4   

Besetzung 
 Richter Sebastian Kempe (Vorsitz), 

Richterin Esther Marti, 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner, 

Gerichtsschreiber Gero Vaagt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 26. Januar 2024. 

 

 

 

F-691/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer wurde am Abend des 5. Oktober 2023 von der 

Deutschen Bundespolizei zwischen den Bahnhöfen B._______ und 

C._______ auf Schweizer Staatsgebiet kontrolliert. Hierbei konnte er sich 

weder ausweisen noch ein Dokument vorlegen, welches ihn berechtigen 

würde, sich in der Schweiz aufzuhalten. Da er im Rahmen der Kontrolle ein 

Asylgesuch äusserte, wurde er am nächsten Morgen Mitarbeitern des Bun-

desamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Grenzübergang 

C._______ übergeben und von ihnen als D._______ mit dem Geburtsda-

tum 1. Januar 2007 erfasst (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 8/6). Im An-

schluss wurde der Beschwerdeführer dem Bundesasylzentrum (BAZ) 

E._______ zugeführt. Dort stellte er am 7. Oktober 2023 ein Asylgesuch. 

Anhand der Angaben auf dem handschriftlich ausgefüllten Personalienblatt 

wurde er durch die Vorinstanz als F._______, geboren am 4. März 2005, 

registriert (SEM-act. 1/2 - 3/1).  

A.b  Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der eu-

ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit EURODAC) ergab, 

dass dieser bereits am 30. September 2023 in Kroatien ein Asylgesuch ein-

gereicht hatte und in diesem Zusammenhang daktyloskopisch erfasst wor-

den war. Die kroatischen Behörden hatten den Beschwerdeführer als 

G._______ mit dem Geburtsdatum 4. Januar 2003 erfasst (SEM-act. 25/1 

und 35/1). 

A.c Mit E-Mail vom 16. Oktober 2023 teilte die zugewiesene Rechtsvertre-

tung des Beschwerdeführers der Vorinstanz mit, dass sein Nachname und 

sein Geburtsdatum bei der Anmeldung falsch eingetragen worden seien. 

Sein richtiger Nachname laute H._______ und das zutreffende Geburtsda-

tum sei der 4. März 2007 (SEM-act. 11/1). Daraufhin änderte die Vo-

rinstanz das Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS) einstweilen entsprechend auf den 4. März 2007. 

B.  

Am 21. November 2023 führte die Vorinstanz die Erstbefragung für unbe-

gleitete minderjährige Asylsuchende (EB UMA) durch. Im Beisein seiner 

Rechtsvertretung gab der Beschwerdeführer dabei im Wesentlichen an, 

sein richtiger Vorname sei I._______ und sein richtiger Nachname 

A._______. Bei dem zunächst von ihm mitgeteilten Namen H._______ 

handele es sich um den Vornamen seines Grossvaters. Den Namen 

F._______ habe er nie angegeben. Sein Geburtsdatum sei der 4. März 

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2007. Das genaue Datum habe er von seinem älteren Bruder erfahren, 

nachdem er in die Schweiz gekommen sei. Aufgrund von Angaben seiner 

Eltern habe er zuvor jedoch bereits sein ungefähres Geburtsdatum ge-

kannt. Sein Geburtsdatum nach dem afghanischen Kalender kenne er 

nicht. Er habe im Alter von 8 oder 10 Jahren nur rund einen Monat die 

Schule besucht und könne weder lesen noch schreiben. Die handschriftli-

chen Eintragungen auf dem Personalienblatt stammten daher auch nicht 

von ihm, sondern von einem Kollegen (SEM-act. 15/13).  

Der Beschwerdeführer gab weiter an, er habe nie in Drittstaaten um Asyl 

ersucht. In Kroatien seien ihm unter Zwang die Fingerabdrücke abgenom-

men worden. Gegenüber den kroatischen Behörden habe er sein Alter mit 

17 oder 18 Jahren angegeben. Genau wisse er dies nicht mehr. Ausweis-

papiere, einen Pass oder eine Tazkira, habe er nie besessen (SEM-

act. 15/13). 

C.  

Am 4. Dezember 2023 führte das Institut für diagnostische und interventi-

onelle Radiologie des Universitätsspitals J._______ im Auftrag der Vo-

rinstanz eine Altersabklärung beim Beschwerdeführer durch. Gemäss Gut-

achten desselben Datums würden die erhobenen Befunde zum Zeitpunkt 

der Untersuchung ein durchschnittliches Alter von 18.5 bis 21.3 Jahren und 

ein Mindestalter von 16.4 Jahren ergeben. Das angegebene Alter von 16 

Jahren und 9 Monaten liege innerhalb der Ergebnisse der Altersschätzung 

(SEM-act. 20/8 und 21/8). 

D.  

D.a Am 11. Dezember 2023 (SEM-act. 18/5) ersuchte die Vorinstanz die 

kroatischen Behörden um Übernahme des Beschwerdeführers gemäss 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO). 

D.b Mit Schreiben vom 22. Dezember 2023 lehnten die kroatischen Behör-

den die Übernahme des Beschwerdeführers einstweilen ab (SEM-

act. 25/1).  

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Seite 4 

E.  

E.a Mit Schreiben vom 8. Januar 2024 gewährte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zum Ergebnis der Altersabklärung, 

zu den Zweifeln an seiner vorgebrachten Identität und zu einer allfälligen 

Änderung des Geburtsdatums im ZEMIS (SEM-act. 27/22). 

E.b Mit Stellungnahme vom 11. Januar 2024 führte die Rechtsvertretung 

des Beschwerdeführers im Wesentlichen aus, er habe selbst angegeben, 

16 Jahre alt zu sein. Sein Alter habe er in der Türkei erfahren. Später, als 

er in der Schweiz gewesen sei, habe er sein Geburtsdatum von seinem 

Bruder erfahren. Warum sein Geburtsdatum im BAZ mit dem 4. März 2005 

erfasst worden sei, entziehe sich seiner Kenntnis. Er selbst könne weder 

lesen noch schreiben. Jemand anderes habe das Personalienblatt für ihn 

falsch ausgefüllt (SEM-act. 29/5). 

F.  

Am 12. Januar 2024 änderte die Vorinstanz das Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers im ZEMIS auf den 4. März 2005 und brachte einen Be-

streitungsvermerk an (SEM-act. 30/2). 

G.  

Ebenfalls am 12. Januar 2024 übermittelte die Vorinstanz zur Wiederauf-

nahme des Beschwerdeführers ein Remonstrationsersuchen an die kroa-

tischen Behörden (SEM-act. 32/2). Diesem stimmten die kroatischen Be-

hörden mit Schreiben vom 25. Januar 2024 zu (SEM-act. 35/1). 

H.  

Mit Verfügung vom 26. Januar 2024 – eröffnet am 29. Januar 2024 – trat 

die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ord-

nete seine Wegweisung nach Kroatien an und forderte ihn auf, die Schweiz 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig ver-

fügte sie die Aushändigung der editionspflichtigen Akten, wies auf die einer 

allfälligen Beschwerde fehlende aufschiebende Wirkung hin und beauf-

tragte den Kanton J._______ mit dem Vollzug der Wegweisung (SEM-

act. 42/2). 

I.  

Mit Schreiben vom 29. Januar 2024 informierte die zugewiesene Rechts-

vertretung die Vorinstanz über die Beendigung des Mandats (SEM-

act. 44/1).  

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Seite 5 

J.  

Mit Beschwerde vom 1. Februar 2024 gelangte der Beschwerdeführer ge-

gen die Verfügung vom 26. Januar 2024 an das Bundesverwaltungsge-

richt. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten und das Asylver-

fahren in der Schweiz durchzuführen. Es sei die Unzulässigkeit respektive 

die Unzumutbarkeit der Wegweisung nach Kroatien festzustellen. Eventu-

aliter sei die Verfügung vom 26. Januar 2024 aufzuheben und die Angele-

genheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei die aufschie-

bende Wirkung zu gewähren und der Vollzug der Wegweisung sei zu sis-

tieren. Die Vorinstanz und die Vollzugsbehörden des Kantons J._______ 

seien mittels vorsorglicher Massnahmen unverzüglich anzuweisen, bis 

zum Entscheid über die Beschwerde von jeglichen Vollzugsmassnahmen 

abzusehen. Weiter beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, insbesondere sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1).  

K.  

Am 2. Februar 2024 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an (BVGer-act. 2). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 

1.2 Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-

ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur Be-

schwerdeanhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-

lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige 

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Seite 6 

und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2; je m.w.H.). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels. 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer erhebt formelle Rügen, über die vorab zu befin-

den ist. 

 

3.2 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, die 

Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und hin-

sichtlich seines Alters den Sachverhalt unrichtig festgestellt, indem sie die 

Resultate aus dem Altersgutachten falsch gewürdigt habe. Ferner sei der 

medizinische Sachverhalt nicht ausreichend erstellt. 

3.3 Im Asylverfahren gilt – wie in anderen Verwaltungsverfahren – der Un-

tersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die 

Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwen-

digen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzu-

klären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen (vgl. BVGE 

2012/21 E. 5.1. m.w.H.).  

 

Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, 

welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei ein-

zuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur 

Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). 

Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbrin-

gen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung 

angemessen zu berücksichtigen. Die Begründung muss so abgefasst sein, 

dass sie eine sachgerechte Anfechtung des Entscheids ermöglicht. Nicht 

erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten 

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einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 

widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). 

 

3.4 Hinsichtlich des Altersgutachtens hat die Vorinstanz ausführlich und 

unter Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

dargelegt, weshalb sie zum Schluss kommt, dass die Ergebnisse des Gut-

achtens vorliegend nicht zu berücksichtigen seien. Die Vorinstanz war auch 

nicht gehalten, weitere medizinische Abklärungen zu treffen. Zumal der Be-

schwerdeführer im Rahmen des Erstgespräches angegeben hatte, dass es 

ihm, bis auf Schmerzen am linken Schienbein, körperlich und psychisch 

gut gehe (SEM-act. 15/13). Die Beschwerden am linken Schienbein wur-

den ausweislich des ärztlichen Berichts vom 4. Januar 2024 behandelt 

(SEM-act. 26/2). Darüber hinaus war der Beschwerdeführer ausweislich 

der von der Vorinstanz zur Abklärung des medizinischen Sachverhaltes 

eingeholten Mitteilung des Gesundheitsdienstes vom 26. Januar 2024 we-

gen weiterer Beschwerden weder vorstellig noch sind solche bekannt 

(SEM-act. 36/1). Ferner hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 

mit nachvollziehbarer und ausreichend einzelfallbezogener Begründung 

dargelegt, wieso nichts gegen eine Überstellung des Beschwerdeführers 

nach Kroatien spreche. Sie ist damit der ihr obliegenden Untersuchungs- 

und Begründungspflicht (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG) in genügen-

der Weise nachgekommen, und es war dem Beschwerdeführer ohne wei-

teres möglich, die vorinstanzliche Verfügung sachgerecht anzufechten. Die 

Vorinstanz hat den relevanten Sachverhalt rechtsgenügend abgeklärt und 

es kann auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. 

Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 VwVG) festgestellt werden. 

3.5 Die formellen Rügen sind unbegründet. Der Umstand, dass der Be-

schwerdeführer die Beurteilung durch die Vorinstanz nicht teilt, stellt weder 

eine Verletzung der Begründungspflicht, des Anspruchs auf rechtliches Ge-

hör im engeren Sinn noch der Pflicht zur vollständigen und richtigen Abklä-

rung des rechtserheblichen Sachverhalts dar. Es besteht keine Veranlas-

sung, die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das diesbezügliche Begehren ist abzu-

weisen. 

 

4.  

4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

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Seite 8 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

4.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III (Art. 8 

- 15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch Art. 7 

Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mit-

gliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein 

Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

5.  

5.1 Im Falle eines unbegleiteten Minderjährigen ohne familiäre Anknüp-

fungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem er seinen Antrag gestellt hat. 

Diese Bestimmung würde eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz be-

gründen (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), da unbegleitete Minderjährige von 

Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen sind (vgl. z.B. Urteil BVGer E-

6348/2023 vom 24. November 2023 E. 4.4 m.w.H.). Vor diesem Hinter-

grund ist zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz die Minderjährigkeit des 

Beschwerdeführers zutreffend verneint hat. 

5.2  Die Minderjährigkeit ist im vorliegenden Verfahren vom Beschwerde-

führer zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 31 E 5, 6.2 und 7.3; 

2004 Nr. 30 E. 5 - 6; 2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8b). Seitens der 

Asylbehörden ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung 

sämtlicher Anhaltspunkte vorzunehmen, die für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangaben sprechen. Wesentlich sind dabei für echt 

befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person 

(vgl. Urteil BVGer E-4931/2014 vom 21. Januar 2015 E. 5.1.1 m.H.a.  

EMARK 2004 Nr. 30). Das Resultat des Altersgutachtens stellt nur ein Ele-

ment bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit einer geltend ge-

machten Minderjährigkeit dar (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 

6.  

6.1 In der angefochtenen Verfügung qualifizierte die Vorinstanz die Anga-

ben des Beschwerdeführers hinsichtlich seines Alters, und damit die gel-

tend gemachte Minderjährigkeit, als unglaubhaft. Anhand des Altersgut-

achtens sei sowohl eine Voll- als auch eine Minderjährigkeit möglich, ohne 

dass sich gestützt darauf eine verlässliche Aussage darüber treffen lasse, 

was wahrscheinlicher sei. Der Beschwerdeführer habe bis dato keine 

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rechtsgenüglichen Identitätspapiere eingereicht. Es möge zwar zutreffen, 

dass er nie eine Tazkira besessen habe. Aus den nicht vorhandenen Iden-

titätspapieren lasse sich allerdings kein Indiz zugunsten seiner Minderjäh-

rigkeit ableiten. Er habe widersprüchliche Angaben zu seinem Nachnamen 

gemacht. Aus seinen Angaben gehe nicht hervor, weswegen A._______ 

sein korrekter Nachname sein sollte, zumal seine Rechtsvertretung mit 

dem Nachnamen H._______ eine gänzlich andere Namenskorrektur vor-

gebracht habe und er auch in Kroatien unter abermals anderem Namen 

registriert worden sei. 

Was sein Geburtsdatum betreffe, erstaune zunächst, dass er dieses im af-

ghanischen Kalender nicht kenne. Das von ihm genannte Alter sei zwar mit 

dem genannten Geburtsdatum zu vereinbaren. Allerdings habe er keine 

Angaben dazu machen können, wann er 16 Jahre alt geworden sei. Er 

habe mehrfach widersprüchliche Angaben gemacht, woher er sein Ge-

burtsdatum kenne und bei welcher Gelegenheit er es erfahren habe. Zu-

letzt habe er ausgeführt, dies sei durch eine Sprachnachricht seines älte-

ren Bruders erfolgt, die er in Zürich auf seinem Mobiltelefon erhalten habe. 

Da er weder lesen noch schreiben könne, habe eine andere Person für ihn 

das Personalienblatt beim BAZ ausgefüllt. Dieser Person habe er sein Ge-

burtsdatum zutreffend genannt. Ihr sei beim Ausfüllen aber ein Fehler un-

terlaufen und sie habe statt des Jahres 2007 das Jahr 2005 als Geburtsjahr 

eingetragen. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers seien sachver-

haltswidrig und offensichtlich konstruiert. Das Asylgesuch habe er in 

E._______ eingereicht, wo auch das Personalienblatt ausgefüllt worden 

sei. Erst im Anschluss sei er nach J._______ erstverteilt worden. Darüber 

hinaus sei auf dem Personalienblatt festgehalten, dass er es selbstständig 

ausgefüllt habe. 

Bezüglich der Schuldbildung des Beschwerdeführers bezweifelte die Vo-

rinstanz, dass er nur einen Monat lang die Schule besucht habe und weder 

lesen noch schreiben könne. Seine Ausführungen zur Schulbildung seien 

in zeitlicher Hinsicht sehr vage. Ferner seien seine Ausführungen dazu, wie 

er ein Mobiltelefon bediene, nicht überzeugend. Denn auch für das Erstel-

len, Senden und Empfangen von Sprachnachrichten sei ein Minimum an 

Kenntnissen in Lesen und Schreiben notwendig. 

Hinsichtlich seiner Registrierung in Kroatien sei nicht nachvollziehbar, wes-

wegen er sich nicht daran erinnern könne, ob er dort angeben habe, 17 

oder 18 Jahre alt zu sein. Im Übrigen widerspreche diese Altersangabe 

zudem den Erkenntnissen, welche sich aus der Antwort der kroatischen 

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Seite 10 

Behörden ergeben hätten. Er sei in Kroatien demnach als 20-jährige Per-

son unter einem konkreten und nicht einem generischen (1. Januar XXXX) 

Geburtsdatum registriert worden. Entsprechend sei davon auszugehen, 

dass er das Geburtsdatum 4. Januar 2003 selbst so gegenüber den kroa-

tischen Behörden angegeben habe. 

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass die geltend gemachte Minder-

jährigkeit unbelegt bleibe und der Beschwerdeführer gegenüber der Vo-

rinstanz zu seiner Biographie, seinen Personalien und der Registrierung in 

Kroatien widersprüchliche, vage, unplausible und/oder sachverhaltswid-

rige Angaben gemacht habe. Insgesamt seien seine Angaben zum geltend 

gemachten Geburtsdatum beziehungsweise Alter konstruiert und legten 

die Vermutung nahe, dass er die schweizerischen Behörden über sein 

wahres Geburtsdatum beziehungsweise Alter zu täuschen beabsichtige. 

Mit seiner Registrierung in Kroatien sowie der Erstregistrierung bei der Vo-

rinstanz lägen zudem zwei starke Indizien für seine Volljährigkeit vor. Ent-

sprechend betrachte die Vorinstanz ihn in Gesamtwürdigung aller vorge-

nannten Anhaltspunkte als zum Zeitpunkt des Asylgesuchs in der Schweiz 

und für das weitere Verfahren volljährig. Daran vermöchten auch die Aus-

führungen im Rahmen seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2024 nichts 

zu ändern (SEM-act. 29/5). 

6.2 Dem hält der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 1. Feb-

ruar 2024 entgegen, er sei am 4. März 2007 geboren und somit minderjäh-

rig. Er habe im Verfahren ausführlich erklärt, wie er sein Geburtsdatum er-

fahren habe, und habe dies glaubhaft gemacht. Zudem stelle das Alters-

gutachten mit dem festgestellten Mindestalter von 16.4 Jahren gemäss 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ein sehr starkes Indiz für 

seine Minderjährigkeit dar. Ferner sei im Zweifel mit Blick auf die Beach-

tung des Kindeswohls gemäss der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) von 

seiner Minderjährigkeit auszugehen («in dubio pro minore»). Darüber hin-

aus missachte die Vorinstanz seinen soziokulturellen Hintergrund, indem 

sie behaupte, er habe gegenüber Behörden unterschiedlichste Namens- 

und Altersangaben gemacht und weiche nicht davor zurück, seine Identi-

tätsangaben nach Gutdünken zu ändern. Denn in Afghanistan sei weder 

das Alter noch das Geburtsdatum von grosser Bedeutung. Des Weiteren 

sei in Afghanistan das Vorhandensein eines Zweitnamens im Sinne eines 

Nachnamens generell unüblich. Zur Identifizierung diene üblicherweise 

einzig der Vorname. Komme ein Nachname hinzu, so werde üblicherweise 

entweder der Name des Vaters, des Grossvaters oder ein Stammesname 

gewählt. Zuerst habe er daher den Namen seines Vaters, K._______, 

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gewählt. Aufgrund von Verständnisproblemen mit den Behörden habe er 

danach den Namen seines Grossvaters, H._______, angegeben, um die 

Situation einfacher zu gestalten. Als es wieder zu Missverständnissen ge-

kommen sei, habe er schliesslich den Stammesnamen, A._______, ange-

geben, da er Turkmene sei. Dieser Name sei in Afghanistan zur Beschrei-

bung von Turkmenen gebräuchlich. Er sei somit immer darum bemüht ge-

wesen, seine Identität den Behörden gegenüber so anzugeben, wie er es 

für richtig und verständlich gehalten habe. Das festgestellte Mindestalter 

von 16.4 Jahren im Altersgutachten und die weiteren starken Indizien, die 

für seine Minderjährigkeit sprechen würden, seien in ihrer Gesamtheit zu 

betrachten. Die Vorinstanz habe dies in ihrer Einschätzung verkannt und 

keine Gesamtwürdigung vorgenommen. Er sei minderjährig und damit sei 

die Schweiz für die Durchführung seines Asylverfahrens zuständig (BVGer-

act. 1). 

7.  

7.1 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die vorgenannten Erwägungen der Vorinstanz nicht zu be-

anstanden sind. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vo-

rinstanz im Zusammenhang mit der geltend gemachten Minderjährigkeit 

sehr wohl eine Würdigung sämtlicher aufgrund der Akten zur Verfügung 

stehender Erkenntnisse vorgenommen. 

7.2 Auf dem Personalienblatt des Beschwerdeführers vom 6. Oktober 

2023 ist als sein Geburtstag der 4. März 2005 angegeben (SEM-act. 1/2). 

Soweit er behauptet, da er weder lesen noch schreiben könne, habe eine 

andere Person das Personalienblatt für ihn ausgefüllt und sich bei der Ein-

tragung des Geburtsdatums verschrieben, folgt das Bundesverwaltungs-

gericht diesem Vorbringen nicht. Zum einen steht dieser Behauptung be-

reits die von einem Mitarbeiter der Vorinstanz am unteren Rand des Per-

sonalienblatts schriftlich getroffene Feststellung «selbstständig ausgefüllt» 

entgegen (SEM-act. 1/2). Zum anderen hat der Beschwerdeführer mit sei-

ner Unterschrift bestätigt, dass die Angaben auf dem Personalienblatt der 

Wahrheit entsprechen. Dort heisst es direkt über seiner Unterschrift «Ich 

bestätige durch meine Unterschrift, dass meine Angaben in dem vorliegen-

den Personalienblatt der Wahrheit entsprechen.». Dies muss der Be-

schwerdeführer in casu gegen sich gelten lassen. Und zwar selbst dann, 

wenn man unterstellt, dass eine andere Person das Personalienblatt für ihn 

ausgefüllt habe, da er weder lesen noch schreiben könne. Denn dann wäre 

der Beschwerdeführer gehalten gewesen, die gemachten Angaben zu 

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Seite 12 

überprüfen, etwa indem er sich diese hätte vorlesen lassen, bevor er sie 

mit seiner Unterschrift bestätigte.  

Zwar ist im Bericht des BAZG zu seiner Rückübernahme am Grenzüber-

gang C._______ vom 6. Oktober 2023 sein Geburtsdatum mit dem 1. Ja-

nuar 2007 aufgeführt (SEM-act. 8/6). Ferner ist den Akten des BAZG zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits am 5. Oktober 2023 zu-

sammen mit anderen Personen, darunter auch afghanische Staatsange-

hörige, am Grenzübergang L._______ kontrolliert und die Personen mit 

unterschiedlichen, teilweise präzisen, teilweise auf den 1. Januar eines be-

stimmten Jahres datierten Geburtsdaten registriert wurden (SEM-

act. 39/15). Das Geburtsdatum des Beschwerdeführers, der bereits bei 

dieser Kontrolle keine Identitätspapiere bei sich hatte, wurde hierbei mit 

dem 1. Januar 2007 aufgeführt (SEM-act. 39/15 und 40/11). Auf welcher 

Grundlage beziehungsweise aufgrund welcher Angaben oder Annahmen 

diese Eintragung erfolgte, lässt sich den Akten jedoch nicht entnehmen.  

Bei den kroatischen Behörden wurde zudem der 4. Januar 2003 als Ge-

burtsdatum des Beschwerdeführers registriert (SEM-act. 25/1 und 35/1). 

Zwar wurde der Beschwerdeführer von den kroatischen Behörden mit ei-

nem anderen präzisen Geburtsdatum als von der Vorinstanz erfasst; so-

wohl gemäss dem in Kroatien verzeichneten, als auch gemäss dem auf-

grund seiner Angaben im Personalienblatt durch die Vorinstanz registrier-

ten Geburtsdatum handelt es sich beim Beschwerdeführer jedoch um eine 

volljährige Person. Dass es – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht 

– sowohl gegenüber den kroatischen Behörden als auch der Vorinstanz zu 

einer Falschregistrierung gekommen sein soll, erscheint wenig wahr-

scheinlich. Wahrscheinlicher scheint vielmehr eine Falscheintragung des 

1. Januar 2007 als Geburtsdatum durch die Schweizer Grenzschutzbeam-

ten in L._______ und in der Folge eine Weiterführung dieser Falscheintra-

gung durch die Grenzschutzbeamten in E._______. 

7.3 Dem Altersgutachten vom 4. Dezember 2023 ist zu entnehmen, dass 

das Handröntgen ein durchschnittliches Alter von 18.5 Jahren und ein Min-

destalter von 16.1 Jahren, die Computertomographie der Schlüsselbeine 

ein durchschnittliches Alter von 19.6 Jahren und ein Mindestalter von 16.4 

Jahren und die Röntgenuntersuchung der Kiefer ein durchschnittliches Al-

ter von 21.3 Jahren und ein Mindestalter von 15 Jahren ergeben hat. In der 

Gesamtbetrachtung ergibt sich somit ein durchschnittliches Alter von 18.5 

- 21.3 Jahren und ein Mindestalter von 16.4 Jahren (SEM-act. 20/8 

und 21/8). Demnach kann das Altersgutachten nicht als aussagekräftiges 

F-691/2024 

Seite 13 

Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers bewertet werden (vgl. 

BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2), vermag – entgegen der Ansicht des Beschwer-

deführers – aber auch die von ihm behauptete Minderjährigkeit nicht zu 

stützen. 

7.4 Schliesslich bleibt zu prüfen, ob gestützt auf die Angaben des Be-

schwerdeführers die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit als glaub-

haft zu qualifizieren ist. Dies ist mit der Vorinstanz zu verneinen. So hat 

diese in der angefochtenen Verfügung im Ergebnis zutreffend ausgeführt, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seiner Biographie, seinen 

Personalien und der Registrierung in Kroatien widersprüchlich, vage, un-

plausibel und/oder sachverhaltswidrig sind. Insgesamt wirken seine Anga-

ben zum geltend gemachten Geburtsdatum beziehungsweise Alter kon-

struiert. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, weshalb er sein behaupte-

tes Geburtsdatum, das er entweder von seinem Bruder oder von seinen 

Eltern erfahren habe, nur nach dem europäischen und nicht nach dem af-

ghanischen Kalender kennt. In diesem Zusammenhang bleibt zu erwäh-

nen, dass aus seinen Aussagen auch nicht abschliessend ersichtlich ist, 

wann und wie er sein Geburtsdatum erfahren hat. Damit bestehen erhebli-

che Zweifel an den Angaben des Beschwerdeführers und mithin auch an 

der von ihm geltend gemachten Minderjährigkeit. Schliesslich haben die 

kroatischen Behörden das Übernahmeersuchen der Vorinstanz und damit 

auch die Einschätzung der Volljährigkeit des Beschwerdeführers akzep-

tiert. 

7.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer so-

wohl von den kroatischen Behörden als auch von der Vorinstanz (jeweils 

mit einem exakten, wenn auch nicht demselben Geburtsdatum) als volljäh-

rige Person registriert wurde. Dem stehen die vagen Angaben des Be-

schwerdeführers zu seiner Biographie und seinen Personalien entgegen, 

welche, wie soeben dargelegt, die von ihm geltend gemachte Minderjäh-

rigkeit nicht glaubhaft zu machen vermögen. Daran ändert auch die von 

den schweizerischen Grenzschutzbeamten vorgenommene Geburtsda-

tumseintragung in ihren Berichten nichts. Das Altersgutachten liefert über-

dies kein aussagekräftiges Indiz (weder für die Voll- noch für die Minder-

jährigkeit), weshalb sich daraus für den vorliegenden Fall nichts herleiten 

lässt. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller Indizien ist es dem Be-

schwerdeführer demnach nicht gelungen, die von ihm behauptete Minder-

jährigkeit glaubhaft zu machen. Nach dem Gesagten liegt auch kein Zwei-

felsfall vor, weshalb für eine Anwendung des in der Beschwerde genannten 

Grundsatzes «in dubio pro minore» kein Raum besteht (vgl. dazu auch das 

F-691/2024 

Seite 14 

Urteil des BVGer D-3944/2021 vom 21. September 2021 E. 9.2 m.w.H.), 

zumal diesem Grundsatz bereits mit dem herabgesetzten Beweismassstab 

der Glaubhaftigkeit Rechnung getragen wird. 

8.  

8.1 Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Zent-

raleinheit EURODAC ergab, dass dieser vor seiner Einreise in die Schweiz 

am 30. September 2023 in Kroatien um Asyl nachgesucht hatte (SEM-

act. 7/1), weshalb die Vorinstanz gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO die kroatischen Behörden um Wiederaufnahme des Beschwerdefüh-

rers ersuchte (SEM-act. 18/5). Nachdem die kroatischen Behörden dieses 

Wiederaufnahmegesuch zunächst abgewiesen hatten (SEM-act. 25/1), 

stimmten sie am 25. Januar 2024 dem Remonstrationsersuchen explizit zu 

(SEM-act. 35/1).  

8.2 Damit ist die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens für die Durchfüh-

rung der Asyl- und Wegweisungsverfahren gegeben. Daran ändert auch 

das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er seine Fingerabdrücke 

in Kroatien habe abgeben müssen, nichts. Die Fingerabdruckabnahme bei 

illegal einreisenden ausländischen Personen und Asylsuchenden beruht 

auf Art. 14 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 603/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 (Eurodac-Verordnung). Es 

ist rechtlich nicht zu beanstanden, dass die kroatischen Behörden die Fin-

gerabdrücke des Beschwerdeführers abgenommen haben. Die Dublin-III-

VO räumt asylsuchenden Personen kein Recht ein, den ihren Antrag prü-

fenden Staat selbst auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3). 

9.  

9.1 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als 

zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-

rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um fest-

zustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden 

kann. Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund 

der Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten 

Mitgliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so 

F-691/2024 

Seite 15 

wird der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitglied-

staat (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

9.2 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(BVGE 2015/9 E. 8.2.1). 

9.3 Gemäss Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) kann zudem das SEM das Asylgesuch «aus huma-

nitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO 

ein anderer Staat zuständig wäre. Bei dieser Entscheidung kommt dem 

SEM Ermessen zu; das Bundesverwaltungsgericht darf sein eigenes Er-

messen nicht an dessen Stelle setzen (BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1 in 

fine). 

10.  

10.1 In der Beschwerdeschrift vom 1. Februar 2024 wird auf eine mangel-

hafte Unterbringung in Containern sowie auf staatliche Gewalt hingewie-

sen, welcher der Beschwerdeführer in Kroatien ausgeliefert gewesen sei, 

und es werden systemische Mängel im Asyl- und Aufnahmesystem Kroati-

ens geltend gemacht (BVGer-act. 1). 

10.2 Im Referenzurteil E-1488/2020 vom 22. März 2023 hat das Bundes-

verwaltungsgericht die seit dem Referenzurteil D-1611/2016 vom 22. März 

2016 bestehende Praxis der grundsätzlichen Zulässigkeit von Dublin-Über-

stellungen nach Kroatien bestätigt. Das Gericht stellte fest, dass nicht da-

von auszugehen sei, dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingun-

gen in Kroatien systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufwiesen, die eine Überstellung von Gesuch-

stellenden generell als unzulässig erscheinen lassen würden (vgl. 

E-1488/2020 E. 9.5). Der Verdacht eines Gefährdungszusammenhangs 

zwischen Push-Backs und Dublin-Rückkehr lasse sich aufgrund der ver-

fügbaren Informationen und Erkenntnisse nicht erhärten. Im Rahmen einer 

auf die Dublin-III-VO gestützten Überstellung liege das Hauptaugenmerk 

auf der Frage, ob die gesuchstellende Person, zu deren Aufnahme sich die 

F-691/2024 

Seite 16 

kroatischen Behörden bereit erklärt hätten, Zugang zum dortigen Asylver-

fahren erhalten werde. Dabei stehe nicht mehr im Vordergrund, ob es für 

die schutzsuchende Person zuvor allenfalls äusserst schwierig gewesen 

sei, überhaupt auf kroatisches Territorium zu gelangen. Es sei nicht a priori 

von einer gleichgelagerten Gefährdung für Dublin-Rückkehrende auszuge-

hen wie für Personen, welche erstmals versuchen würden, in das Land 

einzureisen oder es zu durchqueren. Zum aktuellen Zeitpunkt würden 

keine genügenden Anzeichen für die Befürchtung bestehen, im Dublin-

Kontext nach Kroatien überstellte Personen würden ohne Eröffnung und 

Durchführung eines Asylverfahrens in unzulässiger Weise ausgeschafft. 

Dies treffe sowohl auf die Überstellung im Rahmen von Take-Charge- (Auf-

nahme-) als auch von Take-Back- (Wiederaufnahme-) Verfahren zu (vgl. 

a.a.O. E. 9.4.4). Im Ergebnis sei davon auszugehen, dass Gesuchstel-

lende, welche gestützt auf die Dublin-III-VO nach Kroatien überstellt wür-

den, Zugang zum dortigen Asylverfahren erhalten, unabhängig davon, ob 

es sich um ein Take-Charge- oder Take-Back-Verfahren handle. Insbeson-

dere bestehe keine beachtliche Wahrscheinlichkeit, die Überstellten wür-

den der Gefahr einer Verletzung ihrer aus dem Refoulement-Verbot flies-

senden Rechte ausgesetzt werden (vgl. a.a.O. E. 9.5). 

10.3 An dieser aktuellen, auf einer Gesamtbetrachtung diverser staatlicher 

und nichtstaatlicher Quellen sowie der Rechtsprechung anderer Dublin-

Mitgliedstaaten beruhenden Beurteilung des Bundesverwaltungsgerichts, 

wonach das kroatische Asyl- und Aufnahmesystem keine systemischen 

Schwachstellen aufweist, vermögen die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers, einschliesslich der von ihm angeführten Berichte, nichts zu ändern. 

10.4 Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt. 

11.  

11.1 Zur Frage des Selbsteintrittsrechts nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz 

Dublin-III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, ist Folgendes auszu-

führen: 

11.2 Die Beschwerdeführer trägt vor, in Kroatien würde ihn kein faires und 

rechtlich korrektes Asylverfahren erwarten. Er sei sowohl individuell als 

auch generell in Kroatien gefährdet. 

11.3 Kroatien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

F-691/2024 

Seite 17 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls zur FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301). Ausserdem wird Kroatien durch die Richtlinien des Euro-

päischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie), gebun-

den. 

11.4 Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO kann vermutungsweise davon ausgegangen werden, dass Kroatien 

seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber 

Personen in der Situation des Beschwerdeführers nachkommt und insbe-

sondere auch die Rechte respektiert und schützt, die sich aus der Verfah-

rens- und Aufnahmerichtlinie ergeben (vgl. Urteile F-1883/2023 vom 

12. April 2023 E. 8.2; F-647/2023 vom 9. Februar 2023 E. 7.1; je m.H.). 

Diese Vermutung kann zwar im Einzelfall widerlegt werden. Hierfür bedarf 

es aber konkreter und ernsthafter Hinweise, die von der betroffenen Person 

glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-

5698/2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1). 

11.5 Das Bundesverwaltungsgericht anerkennt angesichts der von dem 

Beschwerdeführer geschilderten Erlebnisse, dass das Verhalten der kroa-

tischen Grenzbehörden und die Behandlung von Asylsuchenden im Rah-

men der Erstaufnahme bis zur Gesuchstellung in Kroatien problematisch 

sein können. Der Beschwerdeführer vermag aber nicht rechtsgenügend 

darzutun, dass die von ihm bei einer Rückführung nach Kroatien zu erwar-

tenden Bedingungen derart schlecht wären, dass sie zu einer Verletzung 

von Art. 3 EMRK führen könnten. Das Bundesverwaltungsgericht geht da-

von aus, dass er sich nach der Dublin-Rücküberstellung in einer anderen 

Situation als bei der ersten Einreise nach Kroatien befinden wird (vgl. Urteil 

des BVGer E-1488/2020 E. 9.4 m.w.H.). Bei einer allfälligen vorübergehen-

den Einschränkung der ihm zustehenden Aufnahmebedingungen könnte 

er sich nötigenfalls an die kroatischen Behörden wenden und seine Rechte 

auf dem Rechtsweg einfordern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). Sollte er 

sich durch kroatische Behörden oder Drittpersonen ungerecht oder rechts-

widrig behandelt fühlen, könnte er sich mit einer Beschwerde an die zu-

ständigen Stellen wenden oder eine Anzeige einreichen. Im Übrigen steht 

F-691/2024 

Seite 18 

ihm auch die Möglichkeit offen, die vor Ort tätigen karitativen Organisatio-

nen zu kontaktieren. 

11.6 Bezüglich der gesundheitlichen Aspekte ist festzuhalten, dass eine 

zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen 

nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellt. Dies ist 

insbesondere dann der Fall, wenn Schwerkranke durch die Rückführung 

– mangels angemessener medizinischer Behandlung im Zielstaat – mit ei-

nem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernsten, raschen und unwie-

derbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ausgesetzt 

zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkürzung 

der Lebenserwartung führen würde (vgl. anstatt vieler Urteil des BVGer 

F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das Urteil des Eu-

ropäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen 

Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, §§ 180 - 

193; letzteres bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dänemark 

vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.). 

11.7 Die geltend gemachte gesundheitliche Beeinträchtigung des Be-

schwerdeführers (Schmerzen an den Schienbeinen) ist nicht von derartiger 

Schwere, dass sie eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK zu begrün-

den vermöchten. Zudem können sie in Kroatien behandelt werden, das 

grundsätzlich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt 

(vgl. Urteil des BVGer D-735/2022 vom 28. Februar 2022 E. 6.7.3). Glei-

ches gilt für das in der Beschwerdeschrift erstmals und unsubstantiiert be-

hauptete Erfordernis einer psychiatrisch-psychologischen Behandlung. 

Sofern dies im Überstellungszeitpunkt erforderlich wäre, würden die 

schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfü-

gung beauftragt sind, die kroatischen Behörden in geeigneter Weise über 

allfällige spezifische medizinische Bedürfnisse und Umstände des Be-

schwerdeführers informieren (Art. 31 f. Dublin-III-VO). 

11.8 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verfügt die Vo-

rinstanz bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermes-

sensspielraum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Die angefochtene Verfügung ist 

unter diesem Blickwinkel nicht zu beanstanden; insbesondere sind den Ak-

ten keine Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein Über- res-

pektive Unterschreiten des Ermessens zu entnehmen. Das Gericht enthält 

sich deshalb in diesem Zusammenhang einer weiteren Überprüfung. 

F-691/2024 

Seite 19 

11.9 Es liegen somit weder völkerrechtliche Vollzugshindernisse vor, wel-

che die Schweiz zum Selbsteintritt verpflichten würden, noch Rechtsfehler 

bei der Ermessensbetätigung. Es besteht folglich kein Grund für einen 

Selbsteintritt der Schweiz gemäss Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbindung 

mit Art. 17 Dublin-III-VO. 

12.  

Die Vorinstanz ist daher zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und 

hat die Wegweisung nach Kroatien angeordnet. Allfällige Vollzugshinder-

nisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) sind unter diesen Um-

ständen – entgegen der offenbaren Auffassung des Beschwerdeführers – 

nicht mehr zu prüfen, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits 

Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

13.  

Die Gesuche um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und Sistierung 

des Vollzugs der Wegweisung sind mit Ausfällung des vorliegenden En-

dentscheids gegenstandslos geworden. Der am 2. Februar 2024 verfügte 

Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden Urteil dahin. 

14.  

14.1 In der Beschwerde wird die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege beantragt. Insbesondere sei auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten. Der Antrag ist in Bezug auf die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege gutzuheissen, da die Beschwerdevorbrin-

gen, namentlich hinsichtlich der geltend gemachten Minderjährigkeit, nicht 

aussichtslos waren und der Beschwerdeführer nach Aktenlage bedürftig ist 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses wird mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos. 

14.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1 - 3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da der Antrag auf 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch mit diesem Urteil gut-

geheissen wird, werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

(Dispositiv nächste Seite)   

F-691/2024 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird  

gutgeheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die  

kantonale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Sebastian Kempe Gero Vaagt 

 

 

 

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