# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e03b256-616b-51db-89e5-646ee6502a55
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2008 D-6616/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6616-2008_2008-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6616/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren B._______, Nigeria,
Caritas, D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 16. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6616/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  im  Juli  2008 
sein Heimatdorf  in Nigeria  verliess und sich während dreier  Wochen 
bei  einem Freund in  E._______ aufhielt,  von wo aus er  seine Reise 
fortsetzte und mit einer ihm unbekannten Fluggesellschaft in eine ihm 
unbekannte  Stadt  gelangte,  seine  Reise  im  Zug  fortsetzte  und  am 
27. August 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um 
Asyl nachsuchte,

dass  er  am  17.  September  2008  im  F._______  befragt  und  am 
8. Oktober 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den 
Asylgründen angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte,  auf  der Jagd habe er  versehentlich einen Affen erlegt, 
was ihm den Zorn des Orakels Alusi eingebracht habe, da Affen dem 
Orakel angehören würden und es verboten sei, diese Tiere zu töten,

dass das Orakel Alusi deshalb angefangen habe, Menschen zu töten 
und sogar die Tochter des Dorfkönigs umgebracht habe,

dass die Dorfbewohner zur Besänftigung des Orakels unter anderem 
von  ihm verlangt  hätten,  innert  acht  Tagen  unter  anderem fünfzehn 
Kühe als Opfergabe zu bringen, 

dass sie ihn festgenommen hätten, um ihn, falls er innert angesetzter 
Frist die Forderungen der Dorfbewohner nicht erfüllen würde, anstelle 
der Opfergaben selbst zu opfern,

dass ihm, um eine allfällige Flucht zu verhindern, etwas auf die Augen 
gestrichen worden sei und er seither unter Augenproblemen leide so-
wie morgens tränende Augen habe, 

dass ihm ein Freund nach drei Tagen zur Flucht verholfen habe und er 
sich nach einem dreiwöchigen Aufenthalt bei demselben zum Verlas-
sen seines Heimatlandes entschieden habe, nachdem er in E._______ 
von Bewohnern seines Dorfes aufgespürt worden sei,

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dass das  BFM  mit  Verfügung  vom  14.  Oktober  2008  gestützt  auf 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 
wobei er diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz ihren Entscheid vom 14. Oktober 2008 aufgrund 
einer falschen Versandart ersetzte und dem Beschwerdeführer den in-
haltlich  unveränderten,  im  Datum  jedoch  aktualisierten  Entscheid 
(Neu: 16. Oktober 2008) per Einschreiben und mit Rückschein zustell-
te,

dass diese Verfügung am 21. Oktober 2008 eröffnet wurde, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers betreffend seine feh-
lenden Papiere stereotyp und unglaubhaft seien und bis zum jetzigen 
Zeitpunkt  jegliche  plausiblen  Hinweise  fehlen  würden,  dass  er  sich 
ernsthaft um den Nachweis seiner Identität bemüht hätte, 

dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer sei nicht Willens, 
seine Identität mit Dokumenten zu belegen, weshalb keine entschuld-
baren  Gründe vorliegen würden, welche es ihm verunmöglichen wür-
den, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  das  BFM  betreffend  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu 
den  asylbegründenden  Vorbringen  festhielt,  es  erscheine  realitäts-
fremd, dieser sei von den Dorfbewohnern auch im 400 - 500 Kilometer 
entfernten E._______ gesucht  und aufgespürt  worden,  und er  somit 
Nachteile  geltend  mache,  welche  sich  aus  lokal  oder  regional 
beschränkten  Verfolgungsmassnahmen  ableiten  würden,  welchen  er 
sich durch einen Wegzug in einen anderen Teil des Heimatlandes ent-
ziehen könne, weshalb er nicht auf den Schutz der Schweiz angewie-
sen sei, 

dass  Erkenntnisse  des  BFM  darauf  hinweisen  würden,  dass  der 
nigerianische  Staat  Verfolgung  aufgrund  traditioneller  Rituale  ahnde, 
weshalb sich die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er sich 
bei der Polizei in E._______ um Schutz ersucht habe, ihm dieser je-

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doch  verweigert  worden  sei,  als  unglaubhaft,  wenn  nicht  sogar 
tatsachenwidrig  erweise  und die  geltend gemachte  Verfolgung  somit 
als nicht asylrelevant zu qualifizieren sei, 

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Oktober 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, es sei die Verfügung des BFM 
aufzuheben und an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung zurück-
zuweisen, es sei eine angemessene Nachfrist zur Beschwerdeergän-
zung zu gewähren und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu ge-
währen,

dass diese Rechtsmitteleingabe des Beschwerdeführers keine Begrün-
dung enthielt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
22. Oktober 2008 - eröffnet am 28. Oktober 2008 - den Beschwerde-
führer unter  Androhung des Nichteintretens aufforderte,  innert  dreier 
Tage ab Erhalt der Verfügung eine Beschwerdeverbesserung einzurei-
chen, und das Gesuch um Ansetzung einer angemessenen Frist  zur 
Beschwerdeergänzung abwies,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 22. Oktober 2008 eine 
Begründung  nachreichte  und  beantragte,  die  vorinstanzliche  Verfü-
gung sei vollumfänglich aufzuheben, sein Asylgesuch sei gutzuheissen 
und eventuell sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vor-
läufige Aufnahme anzuordnen,

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und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Vorinstanz ihre Verfügung vom 14. Oktober 2008 mit inhaltlich 
gleich lautender Verfügung vom 16. Oktober 2008 ersetzte und die sich 
auf die Verfügung vom 14. Oktober 2008 beziehenden Rechtsschriften 
vom 20. und 22. Oktober 2008 als Beschwerde gegen die Verfügung 
vom 16. Oktober 2008 entgegenzunehmen sind,

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit - unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen - auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  mithin  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  in  der 
Rechtsschrift vom 22. Oktober 2008 das Gutheissen des Asylgesuchs 
beantragt wird,

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dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

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dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte, er sei noch nie im Besitz eines Passes oder 
einer Identitätskarte gewesen und habe auch noch nie Ausweisdoku-
mente beantragt sowie auch nicht gedacht, er würde jemals sein Hei-
matland verlassen (vgl. A 1/10, S. 3 f.),

dass sein Schlepper am Flughafen einen fremden Pass für ihn benutzt 
habe, er jedoch die Personalien, unter denen er gereist sei, nicht ken-
ne (vgl. A 1/10, S. 7),

dass er mit dem Zug unkontrolliert in die Schweiz eingereist sei (vgl. 
A 1/10, S. 7),

dass  er  lediglich  einen  Motorradausweis  besitze,  der  bei  seiner 
Schwester sei, er sie jedoch nicht kontaktieren könne, da sein Adress-
buch  in  E._______  verloren  gegangen  sei  und  es  schwierig  sei, 
jemanden  zu  finden,  durch  welchen  er  seine  Schwester  erreichen 
könne, weshalb ihm dafür fünf oder sechs Monate Zeit  einzuräumen 
sei (12/10, S. 5 und A 1/10, S. 4), 

dass es wenig nachvollziehbar und realitätsfremd erscheint, dem Be-
schwerdeführer sei es lediglich durch den Einsatz eines Mittelsmannes 
möglich, mit seiner Schwester in telefonischen Kontakt zu treten, und 
mit  der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist,  dass keine Hin-
weise zu erkennen sind, der Beschwerdeführer hätte sich ernsthaft um 
den Nachweis seiner Identität bemüht,

dass der Beschwerdeführer zur benutzten Fluggesellschaft sowie zur 
Zieldestination  keinerlei  Angaben machen konnte  und sich  auch  die 
weiteren Schilderungen zu seiner Reise von Nigeria in die Schweiz auf 
stereotype und oberflächliche Angaben beschränkten, was als Hinweis 
zu werten ist, der Beschwerdeführer wolle seine wahren Reiseumstän-
de sowie seine Identität  gegenüber den Asylbehörden nicht offen le-
gen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  sich  an der  vorerwähnten Beurteilung auch mit  der  nachträgli-
chen Einreichung von Identitätsausweisen nichts ändern würde, da es 

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bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. 
die  weiterhin  massgebliche  Praxis  der  ARK in  EMARK 1999  Nr. 16 
E. 5c.aa),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den Erwä-
gungen der Vorinstanz bezüglich Nichtabgabe von Identitätspapieren 
nichts entgegensetzt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
vorab auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten,

dass sich die Beschwerde im Wesentlichen in einer rudimentären Wie-
derholung  der  aktenkundigen  Vorbringen  erschöpft,  und  es  der  Be-
schwerdeführer  unterlässt,  sich  mit  den Erwägungen zu den festge-
stellten  Unglaubhaftigkeitsmerkmalen  in  seinen  Aussagen  auseinan-
derzusetzen, und die Beschwerde deshalb nicht ansatzweise geeignet 
ist,  zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu 
führen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuel-
le  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Nigeria 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
Verfügung vom 14. Oktober 2008 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Telefax)

- das G._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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