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**Case Identifier:** 9fd4f42b-d1a2-5acb-9975-11530d1f5ae1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.11.2021 100 2020 193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-193_2021-11-09.pdf

## Full Text

100.2020.193/194U
ARB/FLN/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. November 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Flückiger

A.________ AG
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2007 und 2008 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
vom 31. März 2020; 100 19 117/118, 200 19 107/108)   

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
194U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die A.________ AG bezweckt die Planung, Erstellung und Sanierung von 
sowie den Handel mit Immobilien und die Herstellung und den Vertrieb von 
Produkten des Bausektors. Am 23. November 2010 wurde gegen 
B.________, (damaliger) Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der 
A.________ AG, ein Strafverfahren wegen gewerbsmässigen Betrugs und 
Urkundenfälschung eröffnet. In der Folge sahen sich die A.________ AG und 
ein weiteres Unternehmen derselben Gruppe aufgrund einer Zivilklage vom 
30. September 2016 mit Forderungen aus ausservertraglicher Haftung in der 
Höhe von rund 18 Mio. Franken konfrontiert. Mit Verfügungen vom 
9. Oktober 2018 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Bern die 
A.________ AG für die Jahre 2007 bis 2015. Sie legte dabei den steuerbaren 
Reingewinn der Jahre 2007 und 2008 sowohl bei den Kantons- und Gemein-
desteuern als auch bei der direkten Bundessteuer auf Fr. 42'049.-- (2007) 
bzw. Fr. 743'383.-- (2008) fest; das für die Kantonssteuer massgebliche 
steuerbare Kapital bestimmte sie auf Fr. 283'463.-- (2007) und Fr. 879'910.-
- (2008). Die gegen die Veranlagungsverfügungen gerichteten Einsprachen 
wies die Steuerverwaltung mit Entscheiden vom 12. März 2019 ab.

B.

Am 3. April 2019 gelangte die A.________ AG mit Rekurs und Beschwerde 
an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Mit Entscheiden 
vom 31. März 2020 hiess diese die Rechtsmittel in Bezug auf die Kantons- 
und Gemeindesteuern 2009 bis 2011 sowie die direkte Bundessteuer 2009 
und 2010 gut und wies die Sache diesbezüglich zur Neubeurteilung an die 
Steuerverwaltung zurück. Betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 
2012 bis 2015 sowie die direkte Bundessteuer 2011 bis 2015 trat die StRK 
mangels Beschwer der A.________ AG auf Rekurs und Beschwerde nicht 
ein. In Bezug auf die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte 
Bundessteuer 2007 und 2008 wies sie die Rechtsmittel ab.

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194U, Seite 3

C.

Dagegen hat die A.________ AG am 26. Mai 2020 in einer einzigen 
Rechtsschrift Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt, die 
Entscheide der StRK vom 31. März 2020 seien betreffend die Kantons- und 
Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2007 und 2008 aufzuhe-
ben und die Sache sei je im Sinn der Begründung zur weiteren Behandlung 
an die Steuerverwaltung zurückzuweisen.

Am 27. Mai 2020 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die 
Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
14. Juli 2020 bzw. mit Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2020 je die Ab-
weisung der Beschwerden. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich 
nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführerin hat 
am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, ist 
durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 
Abs. 1 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 

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(Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 140 DBG). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern han-
delt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten Ver-
fahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und der-
selben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 II 260 
E. 1.3.1 [Pra 99/2010 Nr. 37], 130 II 509 E. 8.3 [Pra 94/2005 Nr. 114]). Weil 
hier die einschlägigen Bestimmungen des kantonalen und eidgenössischen 
Rechts weitgehend gleich lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurtei-
lung der Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössi-
scher Steuern.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Streitig ist die von der Beschwerdeführerin beantragte nachträgliche Bildung 
von Rückstellungen in den Jahren 2007 und 2008 für Forderungen aus ei-
nem sie betreffenden Zivilverfahren (vgl. vorne Bst. A; angefochtene Ent-
scheide Dispositiv-Ziff. 1-4). Nicht Gegenstand der vorliegenden Verfahren 
sind die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 
2009 bis 2015 (vgl. angefochtene Entscheide Dispositiv-Ziff. 5-18).

2.1 Gegenstand der Gewinnsteuer juristischer Personen bildet der Rein-
gewinn (Art. 85 Abs. 1 StG; Art. 57 DBG; vgl. auch Art. 24 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Bestimmt wird er 
gemäss Art. 85 Abs. 2 Bst. a StG bzw. Art. 58 Abs. 1 Bst. a DBG ausgehend 
vom Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrags 
des Vorjahrs, womit das Prinzip der Massgeblichkeit der Handelsbilanz aus-
drücklich festgeschrieben ist. Es besagt zum einen, dass in materieller Hin-
sicht die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung 

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und Rechnungslegung auch für die Bemessung des steuerbaren Gewinns 
massgebend sind, soweit keine speziellen steuerrechtlichen Vorschriften für 
die Gewinnermittlung zur Anwendung gelangen. Zum anderen bilden in for-
meller Hinsicht die von der steuerpflichtigen Person konkret eingereichte Bi-
lanz und Erfolgsrechnung Ausgangspunkt und Grundlage der steuerlichen 
Gewinnermittlung; die steuerpflichtige Person wird auf ihrer Darstellung in 
der Jahresrechnung behaftet, sofern diese in Übereinstimmung mit dem 
Handelsrecht erstellt wurde und das Steuerrecht keine abweichenden 
Regelungen enthält (vgl. BVR 2012 S. 58 E. 3.3.6, 2008 S. 181 E. 3.1; 
BGE 147 II 209 E. 3.3.1, 143 II 8 E. 7.1, 141 II 83 E. 3.1; BGer 2C_102/2018 
vom 15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 3.2.1; Brülisauer/
Mühlemann, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 58 DBG N. 12 ff., auch zum Folgenden). 
Während die Bewertungsvorschriften des Handelsrechts Höchstbewer-
tungsvorschriften darstellen, die primär zum Schutz der Gläubigerschaft ver-
hindern sollen, dass die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens zu 
günstig ausgewiesen wird, bezwecken die steuerrechtlichen Korrekturvor-
schriften, dass die Ertrags- und Vermögenslage entsprechend dem Grund-
satz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäss 
Art. 104 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und 
Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) nicht zu ungünstig prä-
sentiert wird. Das Steuerrecht kennt deshalb verschiedene Tatbestände, die 
zu steuerlichen Korrekturen eines handelsrechtlich korrekt ermittelten Rein-
gewinns führen. So werden zum ausgewiesenen Gewinn insbesondere alle 
vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teile des 
Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begrün-
detem Aufwand verwendet wurden, sowie sämtliche der Erfolgsrechnung 
nicht gutgeschriebenen Erträge hinzugerechnet (Art. 85 Abs. 2 Bst. b und c 
StG; Art. 58 Abs. 1 Bst. b und c DBG; vgl. zum Ganzen VGE 2020/277/278 
vom 26.7.2021 E. 3.2, 2018/200/201 vom 11.4.2019 E. 2.1, 2016/122/123 
vom 5.12.2017 E. 2.1 [bestätigt durch BGer 2C_52/2018 vom 23.3.2018, in 
StR 2018 S. 516]). 

2.2 Erweisen sich Bilanz und Erfolgsrechnung als handelsrechtswidrig, 
ist von Amtes wegen eine steuerliche Bilanzberichtigung vorzunehmen, so-
lange noch keine rechtskräftige Veranlagung erfolgt ist; danach ist eine steu-

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errechtliche Korrektur höchstens noch im Rahmen einer Revision oder eines 
Nachsteuerverfahrens und ausschliesslich bei Vorliegen der entsprechen-
den Voraussetzungen möglich (vgl. BGE 144 II 427 E. 6.5.1, 141 II 83 
E. 3.3; BGer 2C_576/2020 vom 17.8.2020, in StR 2020 S. 874 E. 2.2.2, 
2C_102/2018 vom 15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 3.2.2 f., 
2C_24/2014 vom 29.1.2015, in StE 2015 B 72.11 Nr. 24 E. 2.2; Peter 
Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Art. 58 N. 11, 15 ff.; Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 58 
N. 50 f.; Markus Berger, Probleme der Bilanzberichtigung, in ASA 70 
S. 539 ff., 541 f. und 554). Der Anstoss für eine steuerliche Bilanzberich-
tigung kann sowohl vom Fiskus als auch von der steuerpflichtigen Person 
ausgehen (Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 DBG N. 120; Markus Ber-
ger, a.a.O., S. 541), allerdings entsprechend dem Grundsatz der formellen 
Massgeblichkeit der Handelsbilanz (vgl. E. 2.1 hiervor) nur bei einem 
Verstoss gegen zwingende Bestimmungen des Handelsrechts. Von der 
steuerlichen Bilanzberichtigung zu unterscheiden ist die handelsrechtliche 
Bilanzberichtigung. Die handelsrechtliche Korrektur bereits durch die Gene-
ralversammlung genehmigter, jedoch fehlerhafter Abschlüsse hat dabei 
grundsätzlich in der laufenden Jahresrechnung («ex nunc») durch eine pe-
riodenverschobene Verbuchung in der Geschäftsperiode der Entdeckung als 
periodenfremder Aufwand oder Ertrag zu erfolgen, wobei die Hintergründe 
im Anhang zu erläutern sind (vgl. Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 
DBG N. 128; Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, Buchführung und 
Rechnungslegung, 2014 [nachfolgend: HWP 2014], S. 41; vgl. ausserdem 
seit Inkrafttreten des revidierten Rechnungslegungsrechts ausdrücklich 
Art. 959b Abs. 2 Ziff. 9 bzw. Art. 959b Abs. 3 Ziff. 6 des Schweizerischen 
Obligationenrechts [OR; SR 220]). Eine rückwirkende («ex tunc») An-
passung von Bilanz und Erfolgsrechnung ist hingegen nur in absoluten Aus-
nahmefällen zulässig (vgl. Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 DBG 
N. 116 f., 128, 130 f., auch zum Folgenden; Peter Böckli, Schweizer Aktien-
recht, 4. Aufl. 2009 [nachfolgend: Aktienrecht], § 12 N. 234; ausführlich 
hinten E. 4.4.1). 

2.3 Gemäss Art. 92 Abs. 1 StG bzw. Art. 63 Abs. 1 DBG sind Rückstel-
lungen zu Lasten der Erfolgsrechnung insbesondere zulässig für im Ge-
schäftsjahr bestehende Verpflichtungen, deren Höhe noch unbestimmt ist 

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(Bst. a), für Verlustrisiken, die mit Aktiven des Umlaufvermögens, insbeson-
dere mit Waren und Debitoren, verbunden sind (Bst. b) und für andere un-
mittelbar drohende Verlustrisiken, die im Geschäftsjahr bestehen (Bst. c). Mit 
der Rückstellung wird dem laufenden Geschäftsjahr ein tatsächlicher oder 
zumindest wahrscheinlicher Aufwand gewinnmindernd angerechnet, der in 
seiner Höhe noch nicht feststeht und sich erst in einer späteren Periode geld-
mässig verwirklicht (BGE 141 II 83 E. 5.1; Markus Reich, Steuerrecht, 
3. Aufl. 2020, § 15 Rz. 91; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 
2. Aufl. 2019, Art. 29 N. 3). Die Rückstellung dient der periodenkonformen 
Aufwandabgrenzung, indem – entsprechend dem im schweizerischen Steu-
errecht geltenden Grundsatz der Periodizität – ein Aufwand demjenigen Ge-
schäfts- und Steuerjahr belastet wird, in welchem die Verpflichtung verur-
sacht worden ist (Madeleine Simonek, Unternehmenssteuerrecht, 2019, § 8 
Rz. 161). Die Ereignisse, die Ursache der Rückstellung bilden, müssen somit 
im Geschäftsjahr eingetreten sein (vgl. BGer 2C_1051/2019 vom 28.2.2020 
E. 6, 2C_1107/2018 vom 19.9.2019 E. 3.2, 2C_490/2016 und 2C_491/2016 
vom 25.8.2017 E. 5.2, 2C_945/2011 und 2C_946/2011 vom 12.10.2012, in 
StR 2013 S. 80 E. 2.2; Reich/Züger/Betschart, in Zweifel/Beusch [Hrsg.] 
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 29 
DBG N. 10; Peter Locher, a.a.O., Art. 29 N. 15 und 41). Ob die Voraus-
setzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind, beurteilt sich nach 
den Verhältnissen am Bilanzstichtag (BGer 2C_710/2017 vom 29.10.2018 
E. 6.2; aus der Literatur statt vieler Peter Locher, a.a.O., Art. 29 N. 10, Art. 57 
N. 40; vgl. allgemein zum Stichtagsprinzip etwa BGer 2C_102/2018 vom 
15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 5.1 mit Hinweisen; zum Ganzen 
VGE 2020/277/278 vom 26.7.2021 E. 3.3).

2.4 Die Steuerbehörde trägt grundsätzlich die Beweislast für steuerbe-
gründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person für 
steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen (BGE 146 II 6 E. 4.2, 
144 II 427 E. 2.3.2 und 8.3.1, 143 II 661 E. 7.2; BVR 2017 S. 529 
[VGE 2016/340 vom 9.8.2017] nicht publ. E. 6.2, 2011 S. 241 E. 4.1, 2009 
S. 465 E. 3 Ingress). Bei erfolgswirksam verbuchten Rückstellungen kommt 
der aus Art. 85 Abs. 2 Bst. a StG bzw. Art. 58 Abs. 1 Bst. a DBG abgeleitete 
Grundsatz der Massgeblichkeit der Handelsbilanz (vgl. vorne E. 2.1) zum 
Tragen, wenn die steuerpflichtige Person sachliche Gründe bzw. genügende 

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Tatsachen für die geschäftsmässige Begründetheit anführen kann (vgl. 
BGE 147 II 209 E. 5.1.1; BGer 2C_472/2015 und 2C_473/2015 vom 
14.9.2016, in StE 2016 B 71.5 Nr. 3 E. 3.3.3; VGE 2020/277/278 vom 
26.7.2021 E. 3.4, 2018/357/358 vom 7.5.2019 E. 4.3 [bestätigt durch 
BGer 2C_551/2019 vom 30.10.2019] mit weiteren Hinweisen). Verweigert 
sie die Auskunft oder nennt sie keine genügenden Tatsachen für den Nach-
weis der geschäftsmässigen Begründetheit, so kann die Rückstellung grund-
sätzlich steuerrechtlich nicht (mehr) als geschäftsmässig begründet aner-
kannt werden (vgl. BGer 2C_1082/2014 vom 29.9.2016, in ASA 85 S. 379 
und StE 2016 B 72.14.2 Nr. 48 E. 4.1.2 mit Hinweis). 

3.

Den Akten ist sachverhaltlich und zu den Parteivorbringen Folgendes zu ent-
nehmen: 

3.1. Am 18. Dezember 2008 reichte die Beschwerdeführerin die Steuer-
erklärung 2007 (Vorakten StV [act. 5B] pag. 86 ff.) inkl. Jahresrechnung 
(nachfolgend: Jahresrechnung 2007 Version 1, Vorakten StV [act. 5B] 
pag. 90 ff.) bei der Steuerverwaltung ein. Mit Schreiben vom 23. April 2010 
teilte die (damalige) Revisionsstelle der Beschwerdeführerin dem Verwal-
tungsrat mit, sie habe bei der Prüfung der Jahresrechnung 2009 festgestellt, 
dass in den – bereits geprüften und durch die Generalversammlung geneh-
migten – Jahresrechnungen 2007 und 2008 Darlehenszahlungen an Dritte 
«fälschlicherweise auf Handelsliegenschaften anstatt unter Darlehensforde-
rungen aktiviert» worden seien. Die Revisionsstelle forderte den Verwal-
tungsrat auf, die ursprünglichen Abschlüsse 2007 und 2008 «rückwirkend 
anzupassen» und die korrigierten Jahresrechnungen im Rahmen einer aus-
serordentlichen Generalversammlung genehmigen zu lassen (Schreiben 
vom 23.4.2010 [nachfolgend: Schreiben Revisionsstelle] S. 1, Vorakten StV 
[act. 5B] pag. 52). In der Folge reichte die Beschwerdeführerin am 9. Juni 
2010 eine neue Steuererklärung 2007 (Vorakten StV [act. 5B] pag. 57 ff.) so-
wie die Steuererklärung 2008 (Vorakten StV [act. 5C] pag. 58 ff.) zusammen 
mit den korrigierten Jahresrechnungen bei der Steuerverwaltung ein (vgl. 
Jahresrechnung 2007 vom 9.6.2010 [nachfolgend: Jahresrechnung 2007 

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Version 2], Vorakten StV [act. 5B] pag. 62 ff.; Jahresrechnung 2008 vom 
9.6.2010 [nachfolgend: Jahresrechnung 2008 Version 2], Vorakten StV 
[act. 5C] pag. 71 ff.). Die Genehmigung der korrigierten Abschlüsse erfolgte 
am 14. Juni 2010 (vgl. das Protokoll der Universalversammlung vom 
14.6.2010, Vorakten StV [act. 5B] pag. 55 f., auch zum Folgenden). Wäh-
rend sich die Korrektur im Jahr 2007 lediglich in der Bilanzstruktur nieder-
schlug (vgl. Schreiben Revisionsstelle S. 1; Jahresrechnung 2007 Version 1 
S. 7, 13 und Jahresrechnung 2007 Version 2 S. 7, 13), hatte sie für das Jahr 
2008 eine Erhöhung des Eigenkapitals und des Gewinns zur Folge (vgl. die 
definitive Veranlagung 2008 vom 9.10.2018 S. 2, Vorakten StV [act. 5C] 
pag. 6; Jahresrechnung 2008 Version 2 S. 8 und 14; Steuererklärung 2008 
S. 2 f.; die Jahresrechnung 2008 Version 1 befindet sich nicht bei den Ak-
ten). 

3.2 Im April 2010 – mithin ungefähr zeitgleich mit der Beanstandung der 
Jahresrechnungen 2007 und 2008 durch die Revisionsstelle – wurde gegen 
B.________, den (damaligen) Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsi-
denten der Beschwerdeführerin, Strafanzeige eingereicht; die Eröffnung des 
Strafverfahrens wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung 
erfolgte am 23. November 2010 (vgl. Rekurs und Beschwerde vom 3.4.2019 
betreffend die Jahre 2007 und 2008 [nachfolgend: Rekurs und Beschwerde] 
je S. 5, Vorakten StRK [act. 5A] pag. 23 und 48). In Zusammenhang mit dem 
Strafverfahren erhoben verschiedene Unternehmen am 30. September 2016 
gemeinsam Zivilklage gegen die Beschwerdeführerin und machten Forde-
rungen aus ausservertraglicher Haftung geltend; der Streitwert der Klage 
wurde dabei auf 18 Mio. Franken beziffert (vgl. Schreiben vom 1.11.2018 
S. 1, Vorakten StV [act. 5B] pag. 14). Mit Urteil vom 14. November 2019 ver-
urteilte das Obergericht des Kantons Bern B.________ wegen mehrfachen 
gewerbsmässigen Betrugs, begangen von März 2007 bis September 2010 
im Gesamtdeliktsbetrag von 6,4 Mio. Franken (davon ca. 1,5 Mio. Franken 
versucht begangen; Vorakten StRK [act. 5A] pag. 277 ff.). Dem Ver-
waltungsgericht ist weder bekannt, ob dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen, noch, ob das offenbar bis zum Abschluss des Strafverfahrens sis-
tierte Zivilverfahren gegen die Beschwerdeführerin (vgl. das oberwähnte 
Schreiben S. 2) in der Zwischenzeit abgeschlossen worden ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
194U, Seite 10

3.3 Mit Verfügungen vom 9. Oktober 2018 veranlagte die Steuerverwal-
tung die Beschwerdeführerin für die Jahre 2007 und 2008 entsprechend den 
am 9. Juni 2010 eingereichten korrigierten Jahresrechnungen (vgl. vorne 
E. 3.1; vgl. auch den Vermerk zu den definitiven Veranlagungsverfügungen 
2007 und 2008 vom 9.10.2018, Vorakten StV [act. 5B] pag. 6 und [act. 5C] 
pag. 6, sowie die Ausführungen zu den Einspracheentscheiden 2007 und 
2008 vom 12.3.2019, Vorakten StV [act. 5B] pag. 23 und [act. 5C] pag. 23). 
Mit Einsprachen vom 1. November 2018 sowie mit Rekurs und Beschwerde 
vom 3. April 2019 machte die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, we-
gen der Forderungen, die Gegenstand der erwähnten Zivilverfahren seien, 
hätten bereits in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 handelsrechtlich zwin-
gend Rückstellungen gebildet werden müssen; die eingereichten Jahres-
rechnungen 2007 und 2008 seien entsprechend zu berichtigen und die Steu-
erveranlagungen zu korrigieren (vgl. Einsprachen vom 1.11.2018 S. 3, 
Vorakten StV [act. 5B] pag. 12 und [act. 5C] pag. 12; Rekurs und Be-
schwerde S. 4). Dies hat die StRK wie zuvor die Steuerverwaltung verneint. 
Zur Begründung führte sie aus, Tatsachen, die rückwirkend Aufschluss gä-
ben über die objektiven Verhältnisse am Bilanzstichtag (sog. wertaufhel-
lende Tatsachen; vgl. dazu auch hinten E. 4.3.1), seien nach bundesgericht-
licher Rechtsprechung bis zur Genehmigung durch die Generalversammlung 
in die Jahresrechnung aufzunehmen (angefochtene Entscheide E. 4.4). Da-
bei sei im vorliegenden Fall auf die Genehmigung der ursprünglichen Jah-
resrechnungen 2007 und 2008 (Version 1) abzustellen. In diesem Zeitpunkt 
sei die Bildung von Rückstellungen handelsrechtlich noch nicht notwendig 
gewesen. Die Genehmigung der korrigierten Jahresrechnungen (Version 2) 
sei hingegen unbeachtlich, weil eine rückwirkende handelsrechtliche Bilanz-
berichtigung («ex tunc») gar nicht zulässig gewesen wäre. Entsprechend 
könne die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die zweite Geneh-
migung am 14. Juni 2010 und damit nach Einreichen der Strafanzeige gegen 
B.________ erfolgt sei, nichts zu ihren Gunsten ableiten (angefochtene 
Entscheide E. 4.5 f.). 

3.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanzen handelten 
widersprüchlich, wenn sie einerseits für die Veranlagung von den korrigierten 
Jahresrechnungen ausgingen, andererseits für die Frage des spätestmögli-
chen Zeitpunkts von Rückstellungen das Datum der Genehmigung dieser 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
194U, Seite 11

Jahresrechnungen als irrelevant einstuften. Da die Steuerverwaltung die be-
richtigten Jahresabschlüsse entgegengenommen und gestützt darauf die 
Veranlagung vorgenommen habe, sei auch für die Berücksichtigung der be-
antragten Rückstellungen die Genehmigung der korrigierten Abschlüsse 
ausschlaggebend. Sollte eine nachträgliche steuerrechtliche Bilanzberichti-
gung verneint werden, sei nicht nur in Bezug auf den mutmasslichen Geneh-
migungszeitpunkt, sondern auch für die Veranlagung von den ursprüngli-
chen Jahresrechnungen auszugehen, womit zumindest im Jahr 2008 wegen 
des dort ausgewiesenen tieferen Gewinns eine geringere Besteuerung re-
sultiere (Beschwerden S. 7). – Die Steuerverwaltung erachtet die Argumen-
tation der StRK hingegen als stringent: Wegen der aus handelsrechtlicher 
Sicht unzulässigen rückwirkenden Anpassung der Jahresrechnungen 2007 
und 2008 sei für die Frage der Berücksichtigung der Rückstellungen auf den 
Zeitpunkt der Genehmigung der ursprünglichen Jahresrechnungen abzustel-
len. Hinsichtlich der von der Revisionsstelle festgestellten Fehlbuchungen 
und des im Jahr 2008 falsch ausgewiesenen Gewinns sei die Steuerverwal-
tung aus steuerrechtlicher Sicht jedoch ungeachtet der fehlenden Voraus-
setzungen einer rückwirkenden handelsrechtlichen Bilanzberichtigung be-
rechtigt und verpflichtet gewesen, die materiell begründeten Korrekturen bei 
der Veranlagung zu berücksichtigen (Beschwerdeantwort S. 2).

4.

4.1 Die von der Beschwerdeführerin beantragte nachträgliche steuerliche 
Bilanzberichtigung kommt nur in Betracht, wenn sich Bilanz und Erfolgsrech-
nung im massgebenden Zeitpunkt als handelsrechtswidrig erweisen (vgl. 
vorne E. 2.2). Wie die StRK zu Recht festgestellt hat (vgl. angefochtene Ent-
scheide E. 4.4), gilt es entsprechend zu prüfen, ob in Bezug auf die rückwir-
kend geltend gemachten Verpflichtungen aus dem Zivilverfahren (vgl. vorne 
E. 3.2) handelsrechtlich zwingend Rückstellungen hätten gebildet werden 
müssen. 

4.2 Am 1. Januar 2013 ist das revidierte Buchführungs- und Rechnungs-
legungsrecht in Kraft getreten. Dabei fanden die revidierten Vorschriften des 
32. Titels des OR erstmals für das Geschäftsjahr Anwendung, das zwei 

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Jahre nach Inkrafttreten der Änderung, mithin am 1. Januar 2015 oder spä-
ter, zu laufen begonnen hatte (Art. 2 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen 
zur Änderung vom 23.12.2011). Eine freiwillige frühere Anwendung war ab 
dem 1. Januar 2013 möglich und wäre auch steuerlich massgeblich 
(Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 DBG N. 29). Die Beurteilung der hier 
strittigen Steuerveranlagungen 2007 und 2008 bzw. der handelsrechtskon-
formen Erstellung der entsprechenden Jahresrechnungen richtet sich somit 
ausschliesslich nach den altrechtlichen Bestimmungen. 

4.3 Es ist unbestritten, dass für die Verpflichtungen, die der Beschwerde-
führerin aufgrund des gegen sie eingeleiteten Zivilverfahrens drohen, ge-
mäss aArt. 669 Abs. 1 OR in der Fassung vom 4. Oktober 1991 (AS 1992 
S. 773) grundsätzlich Rückstellungen zu bilden sind (vgl. angefochtene Ent-
scheide E. 4.7, 4.9). Fraglich ist einzig, in welchem Zeitpunkt von einem han-
delsrechtlich zwingenden Rückstellungsbedarf auszugehen ist bzw. ob ein 
solcher bereits für die Jahre 2007 und 2008 bestand.

4.3.1 In zeitlicher Hinsicht ist der Rückstellungsbedarf nach den wirtschaft-
lichen Verhältnissen am Bilanzstichtag zu beurteilen (vgl. vorne E. 2.3; zum 
alten Recht Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, Buchführung und 
Rechnungslegung, 2009 [nachfolgend: HWP 2009], S. 45; Peter Böckli, Ak-
tienrecht, § 8 Rz. 254; zum neuen Recht Müller/Henry/Barmettler, in Pfaff/
Glanz/Stenz/Zihler [Hrsg.], Rechnungslegung nach Obligationenrecht, 
veb.ch Praxiskommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 960 N. 25; Peter Böckli, OR-
Rechnungslegung, 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: Rechnungslegung], Rz. 249). 
Tatsachen, die sich erst später ereignen, sind dann in die Jahresrechnung 
aufzunehmen, wenn sie lediglich anzeigen, wie sich die Verhältnisse am Bi-
lanzstichtag objektiv darstellten (sog. wertaufhellende Tatsachen; anders 
wertbeeinflussende bzw. wertverändernde Tatsachen, die neue Geschäfts-
vorfälle schaffen; vgl. BGer 2C_797/2018 vom 28.3.2019, in StE 2019 B 23.2 
Nr. 59 E. 5.1, 2C_102/2018 vom 15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 
E. 5.3 und 5.4.1 mit Hinweisen; Markus Berger, a.a.O. S. 545; Peter Böckli, 
Rechnungslegung, Rz. 1018). Als spätestmöglicher Zeitpunkt für die Berück-
sichtigung wertaufhellender Tatsachen gilt dabei die Genehmigung der Jah-
resrechnung durch die Generalversammlung; und zwar unabhängig davon, 
ob diese innert der in Art. 699 Abs. 2 OR festgeschriebenen Sechsmonats-

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frist nach Abschluss des Geschäftsjahrs erfolgt (vgl. BGer 2C_102/2018 vom 
15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 5.2; Markus Berger, a.a.O., 
S. 544; vgl. auch Kessler/Pfaff, in Pfaff/Glanz/Stenz/Zihler [Hrsg.], Rech-
nungslegung nach Obligationenrecht, veb.ch Praxiskommentar, 2. Aufl. 
2019, Art. 959c N. 91). 

4.3.2 Schwierigkeiten bei der Festlegung des Zeitpunkts, bis zu dem wert-
aufhellende Tatsachen zu berücksichtigen sind, ergeben sich insbesondere 
dann, wenn der Rückstellungsbedarf auf Verpflichtungen beruht, mit denen 
sich ein Unternehmen aufgrund früherer rechtswidriger Geschäfte konfron-
tiert sieht. Nach Ansicht des Bundesgerichts ist anzunehmen, dass die be-
treffenden Personen die in Frage stehenden Vorgänge kennen würden und 
entweder davon ausgingen, diese seien nicht rechtswidrig oder aber, sie 
würden nie aufgedeckt. Es könne daher von einem Unternehmen nicht ver-
langt werden, von sich aus Rückstellungen für Forderungen zu bilden, die im 
Fall strafrechtlicher Einziehungs- oder zivilrechtlicher Ersatzforderungen auf-
grund rechtswidriger Geschäfte drohten. In solchen Fällen ergebe sich ein 
Rückstellungsbedarf «geradezu systemimmanent [...] erst durch ein Ereignis 
von aussen». Als massgebendes äusseres Ereignis erachtete das Bundes-
gericht namentlich die Eröffnung des Strafverfahrens. Auch wenn der Rück-
stellungsbedarf erst in diesem Zeitpunkt resultiere, ändere dies nichts daran, 
dass das Risiko der Entdeckung einer allfälligen strafrechtlichen Einziehung 
bzw. einer zivilrechtlichen Ersatzforderung von Anfang an bestehe. Werde 
daher nach dem Bilanzstichtag ein Strafverfahren eröffnet, liege darin keine 
neue rechtsgestaltende Tatsache für die Entstehung der entsprechenden 
Verpflichtungen, sondern konkretisiere sich lediglich das bereits vorher be-
stehende Risiko. Entsprechend hat das Bundesgericht die Eröffnung eines 
Strafverfahrens als wertaufhellende Tatsache qualifiziert, die es auch rück-
wirkend zu beachten gelte (vgl. BGer 2C_102/2018 vom 15.11.2018, in 
StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 5.4.2; vgl. zu Beispielen wertaufhellender Tat-
sachen Peter Böckli, Rechnungslegung, Rz. 261 ff., insb. N. 263 und 265). 
Demnach kann mit Rückstellungen für aus rechtswidrigen Geschäften flies-
sende Prozessrisiken bis zum Eintritt eines äusseren Ereignisses zugewartet 
werden; tritt dieses vor der Genehmigung der Jahresrechnung durch die Ge-
neralversammlung ein, so ist die Wertaufhellung periodengerecht in den Ab-
schluss aufzunehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
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4.4 Nach dem Gesagten stellt die Genehmigung der Jahresrechnung in 
zeitlicher Hinsicht den Endpunkt für die nachträgliche Berücksichtigung wert-
aufhellender Tatsachen dar (vgl. E. 4.3 hiervor), was die Beschwerdeführerin 
nicht bestreitet (vgl. Beschwerden S. 7, auch zum Folgenden). Uneinigkeit 
besteht jedoch darüber, ob im vorliegenden Fall mit der Vorinstanz insoweit 
auf die Genehmigung der ursprünglichen oder aber (so die Beschwerdefüh-
rerin) der korrigierten Jahresrechnungen abzustellen ist. Wie die Vorinstanz 
zutreffend festgestellt hat (vgl. angefochtene Entscheide E. 4.5) und auch 
von der Beschwerdeführerin nicht bezweifelt wird, hängt die Antwort auf 
diese Frage davon ab, ob die rückwirkende Berichtigung der bereits geneh-
migten ursprünglichen Jahresrechnungen handelsrechtlich zulässig war.

4.4.1 Das Aktienrecht enthält keine ausdrückliche Regelung zur Frage, ob 
und unter welchen Voraussetzungen Generalversammlungsbeschlüsse wi-
derrufen und damit rückwirkend aufgehoben werden können (zum alten 
Recht vgl. Peter Böckli, Aktienrecht, § 12 Rz. 228; zum neuen Recht vgl. 
Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 DBG N. 126). Gesetzlich geregelt 
sind lediglich deren Anfechtbarkeit und Nichtigkeit: So ist ein Generalver-
sammlungsbeschluss während zwei Monaten nach der Generalversamm-
lung anfechtbar, wenn er gegen das Gesetz oder die Statuten verstösst (vgl. 
Art. 706 f. OR). Nicht nur anfechtbar, sondern nichtig sind hingegen Be-
schlüsse, die bestimmte zwingende Rechte der Aktionäre entziehen oder be-
schränken, die Grundstrukturen der Aktiengesellschaft missachten oder die 
Bestimmungen zum Kapitalschutz verletzen (Art. 706b OR). Nichtigkeit ist 
aufgrund der damit verbundenen Rechtsunsicherheit nur zurückhaltend an-
zunehmen (BGE 147 III 126 E. 3.3.4.1, 137 III 460 E. 3.3.2; Hans Caspar 
von der Crone, Aktienrecht, 2. Aufl. 2020, § 17 Rz. 1212; Peter Böckli, Ak-
tienrecht, § 16 Rz. 157), nämlich dort, wo die blosse Anfechtbarkeit (oder gar 
die Unbeachtlichkeit) des Mangels keine genügende Rechtsfolge darstellen 
würde (sog. Grundsatz der Subsidiarität der Nichtigkeitsfolge; Truffer/Dubs, 
in Basler Kommentar, 5. Aufl. 2016, Art. 706b OR N. 7 f.; Hans Caspar von 
der Crone, a.a.O., § 17 Rz. 1167; Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 
DBG N. 126). Diese allgemeinen Bestimmungen gelangen in Ermangelung 
einer konkreten Regelung auch bei der rückwirkenden Korrektur einer mit 
wesentlichen Fehlern behafteten genehmigten Jahresrechnung zur Anwen-
dung. So kommt eine handelsrechtliche Bilanzberichtigung «ex tunc» nach 

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der Genehmigung und nach Ablauf der für die Anfechtung eines General-
versammlungsbeschlusses vorgesehenen Zweimonatsfrist (vgl. Art. 706a 
Abs. 1 OR) gemäss herrschender Lehre nur in Betracht, wenn derart schwer-
wiegende Fehler vorliegen, dass die Jahresrechnung gegen zwingendes 
Recht verstösst und sich der Genehmigungsbeschluss geradezu als nichtig 
erweist. In allen anderen Fällen ist eine rückwirkende Korrektur grundsätzlich 
unzulässig (insb., wenn sie eine Veränderung der Eigenkapitalposition zur 
Folge hätte); eine solche stellt somit einen absoluten Ausnahmefall dar (Brü-
lisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 DBG N. 128 ff.; Peter Böckli, Aktienrecht, 
§ 12 Rz. 231 ff.; ders., Rechnungslegung, Rz. 198; René Buchmann, Praxis-
änderungen im neuen HWP «Buchführung und Rechnungslegung», in Der 
Schweizer Treuhänder, 2014 S. 880 ff., 880). Eine rückwirkende Korrektur 
ist etwa dann zulässig, wenn in der Jahresrechnung ein erheblich überhöhter 
Gewinn bzw. ein übersetztes Eigenkapital ausgewiesen wird (vgl. Peter 
Böckli, Aktienrecht, § 12 Rz. 229a und 231 ff.; Brülisauer/Mühlemann, 
a.a.O., Art. 58 DBG N. 129), insbesondere, wenn aufgrund des gestützt da-
rauf gefassten Dividendenbeschlusses eine übermässige Dividendenaus-
schüttung erfolgt, das Grundkapital und die gesperrten gesetzlichen Reser-
ven beeinträchtigt werden und eine Verletzung der Bestimmungen zum Ka-
pitalschutz droht (vgl. Truffer/Dubs, a.a.O., Art. 706b OR N. 16 f.; Hans 
Caspar von der Crone, a.a.O., § 17 Rz. 1231; zur sog. «ungerechtfertigten 
Dividende» nach Art. 678 OR auch Peter Böckli, Aktienrecht, § 12 Rz. 235). 

4.4.2 Im vorliegenden Fall führte die nachträgliche Korrektur der Ab-
schlüsse in Bezug auf das Jahr 2007 lediglich zu einer Änderung der Bilanz-
struktur (vgl. Schreiben Revisionsstelle S. 1); an Gewinn und Eigenkapital 
änderte sich nichts (vgl. Jahresrechnung 2007 Version 1 S. 7, 13 und Ver-
sion 2 S. 7, 13). In Bezug auf das Jahr 2008 resultierte aufgrund der Korrek-
tur zwar eine Erhöhung von Gewinn und Eigenkapital (vgl. vorne E. 3.1). Wie 
die StRK jedoch zutreffend festgestellt hat (vgl. angefochtene Entscheide 
E. 4.5), handelt es sich dabei nicht um einen derart schwerwiegenden Feh-
ler, dass sich die Genehmigung der Jahresrechnung geradezu als nichtig 
erweisen würde (vgl. E. 4.4.1 hiervor, auch zum Folgenden). So ist lediglich 
bei erheblich zu hoch ausgewiesenem Gewinn bzw. überhöhtem Eigenkapi-
tal Nichtigkeit anzunehmen, da hier die Gefahr einer übermässigen Dividen-
denausschüttung und einer Verletzung der Bestimmungen zum Kapital-

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194U, Seite 16

schutz droht; für den umgekehrten Fall eines zu tief ausgewiesenen Gewinns 
besteht dieses Risiko nicht. Vielmehr wird eine zurückhaltende Darstellung 
der Unternehmenssituation und damit eine teilweise Schmälerung des aus-
gewiesenen Gewinns (etwa durch die zulässige Bildung stiller Reserven) 
aufgrund des Vorsichtsprinzips handelsrechtlich ohnehin in Kauf genommen 
(vgl. Madeleine Simonek, a.a.O., § 7 Rz. 6; Peter Böckli, Aktienrecht, § 8 
Rz. 887 ff. [insb. 892], 895 ff., 926 ff. sowie zu den Schranken der Reserven-
bildung nach altem Recht Rz. 907 ff.; Brülisauer/Mühlemann, a.a.O., Art. 58 
DBG N. 144; zum Vorsichtsprinzip vgl. aArt. 662a Abs. 2 OR in der Fassung 
vom 4.10.1991 [AS 1992 S. 733] sowie Art. 958c Abs. 1 Ziff. 5 und Art. 960 
Abs. 2 OR; zum alten Recht Peter Böckli, Aktienrecht, § 8 Rz. 121 ff.; HWP 
2009 S. 44, 59 f.; zum neuen Recht HWP 2014 S. 20). Im Übrigen legt auch 
die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern aufgrund der unbestrittenen 
Fehlbuchungen in den ursprünglichen Jahresabschlüssen 2007 und 2008 
von einem derart schwerwiegenden Fehler auszugehen wäre, dass sich de-
ren Genehmigung geradezu als nichtig erweisen würde. Damit hat die StRK 
zu Recht erwogen, im vorliegenden Fall seien die Voraussetzungen einer 
handelsrechtlichen Bilanzberichtigung «ex tunc» nicht erfüllt gewesen (vgl. 
angefochtene Entscheide E. 4.5). Vielmehr hätte die Korrektur der von der 
Revisionsstelle festgestellten Fehler ohne weiteres im laufenden Geschäfts-
jahr durch eine Bilanzberichtigung «ex nunc» vorgenommen werden können 
und müssen (vgl. vorne E. 2.2).

4.5 Nach dem Gesagten liegt der spätestmögliche Zeitpunkt für eine Be-
rücksichtigung wertaufhellender Tatsachen in Übereinstimmung mit der 
StRK in der Genehmigung der ursprünglichen Jahresrechnungen (vgl. ange-
fochtene Entscheide E. 4.5 f.). Daran vermag entgegen der Beschwerdefüh-
rerin (vgl. Beschwerden S. 7) nichts zu ändern, dass die Steuerverwaltung 
die berichtigten Jahresabschlüsse 2007 und 2008 tatsächlich entgegenge-
nommen und ihren Veranlagungen zugrunde gelegt hat. So bestand für sie 
in diesem Zeitpunkt kein Anlass, sich mit der Frage der Berücksichtigung 
wertaufhellender Tatsachen zu befassen, waren die hier strittigen Rückstel-
lungen doch auch in den berichtigten Jahresabschlüssen nicht enthalten 
(vgl. Jahresrechnung 2007 Version 2 und Jahresrechnung 2008 Version 2). 
Zu beurteilen und (ungeachtet der Zulässigkeit der handelsrechtlichen Bi-
lanzberichtigung) von Amtes wegen vorzunehmen war damals ausschliess-

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lich die steuerliche Korrektur der mit den berichtigten Abschlüssen offen-
gelegten Fehlbuchungen (vgl. E. 5 hiernach). Dabei stellt die Beschwerde-
führerin nicht in Frage, dass die interessierenden wertaufhellenden Ereig-
nisse erst nach der Genehmigung der ursprünglichen Jahresrechnungen er-
folgten, womit offenbleiben kann, ob sich der Rückstellungsbedarf hier be-
reits aufgrund der Strafanzeige vom April 2010 (so die Annahme der Vor-
instanz; vgl. angefochtene Entscheide E. 4.4.3, 4.5, 4.7) oder erst mit der 
Eröffnung des Strafverfahrens am 23. November 2010 ergab (so BGer 
2C_102/2018 vom 15.11.2018, in StE 2019 B 72.14.1 Nr. 32 E. 5.4.2). So 
oder anders bestand im massgebenden Zeitpunkt der Genehmigung der ur-
sprünglichen Jahresrechnungen 2007 und 2008 handelsrechtlich kein Rück-
stellungsbedarf, womit diesbezüglich auch keine steuerliche Bilanzberichti-
gung erforderlich ist (vgl. vorne E. 2.2). 

5.

Im Eventualstandpunkt macht die Beschwerdeführerin Folgendes geltend: 
Sollte für die Beurteilung des Rückstellungsbedarfs in zeitlicher Hinsicht auf 
die Genehmigung der ursprünglichen (und nicht der korrigierten) Jahresrech-
nungen abzustellen sein, müssten somit auch für die Veranlagung die dort 
ausgewiesenen Gewinne berücksichtigt werden (vgl. Beschwerden S. 7; 
vorne E. 3.4). Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Die Steuerver-
waltung erhielt aufgrund der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 9. Juni 
2010 Kenntnis der durch die Revisionsstelle festgestellten, fraglos handels-
rechtswidrigen und von der Beschwerdeführerin auch nicht bestrittenen 
Fehlbuchungen und des für das Geschäftsjahr 2008 falsch ausgewiesenen 
Gewinns (vgl. vorne E. 3.1). Sie war entsprechend nicht nur berechtigt, son-
dern auch verpflichtet, die Fehler in den Jahresrechnungen 2007 und 2008 
steuerlich zu berichtigen bzw. bei der Veranlagung auf die korrigierten Zah-
len abzustellen (vgl. vorne E. 2.2; Beschwerdeantwort S. 2). Von der steuer-
lichen Korrektur dieser Fehlbuchungen zu unterscheiden ist indes die steu-
erliche Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin erst später bean-
tragten Rückstellungen. Diesbezüglich wäre eine steuerliche Bilanzberich-
tigung nur in Betracht gekommen, wenn handelsrechtlich ein zwingender 
Rückstellungsbedarf bestanden hätte, was nach dem Gesagten zu vernei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
194U, Seite 18

nen ist. Dabei sind der (handelsrechtlich korrekte) Genehmigungszeitpunkt 
sowie die hohen Anforderungen, die es bei einer handelsrechtlichen Bilanz-
berichtigung «ex tunc» zu erfüllen gilt, nur in diesem Zusammenhang über-
haupt relevant. Es kann daher nicht als widersprüchlich bezeichnet werden, 
wenn die Vorinstanz in Bezug auf die Beurteilung des handelsrechtlichen 
Rückstellungsbedarfs auf die Genehmigung der ursprünglichen Jahresrech-
nungen abgestellt hat (zum Ganzen vorne E. 4.3 ff.), sich hinsichtlich der un-
bestrittenermassen gesetzeswidrigen Fehlbuchungen jedoch an den (wenn 
auch handelsrechtlich in unzulässiger Weise) korrigierten Jahresrechnungen 
orientiert und eine steuerliche Berichtigung der mit der Steuererklärung ein-
gereichten Abschlüsse vorgenommen hat. 

6.

Zusammenfassend hat die StRK die von der Beschwerdeführerin beantrag-
ten Rückstellungen in den Jahren 2007 und 2008 zu Recht nicht berücksich-
tigt und die von der Steuerverwaltung auf damaligen Antrag der Beschwer-
deführerin vorgenommene steuerliche Korrektur der ursprünglichen Jahres-
rechnungen 2007 und 2008 bestätigt. Die Beschwerden erweisen sich als 
unbegründet und sind abzuweisen. Bei diesem Ausgang der Verfahren wird 
die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine 
zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwal-
tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2021, Nrn. 100.2020.193/
194U, Seite 19

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2007 und 
2008 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2007 und 2008 wird 
abgewiesen.

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von insgesamt Fr. 4'000.--, werden der Beschwerdefüh-
rerin auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.