# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02fd2d78-fcd1-5de7-b9f0-549236a5cc34
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.09.2009 E-5978/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5978-2009_2009-09-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5978/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5978/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 1. Juli 2009 
seinen  Heimatstaat  verlassen  hat  und  über  ihm unbekannte  Länder 
am 3. August 2009 in die Schweiz einreiste, wo er am 7. August 2009 
um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  (...)  vom 25.  August  2009 
sowie  der  direkten  Anhörung  vom  10.  September  2009  zur 
Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei 
Mitte 2008 der Bruderschaft KKK beigetreten, die landesweit an allen 
Universitäten tätig sei,

dass er erfahren habe, dass diese in Morde und verschiedene Gräuel-
taten involviert sei, 

dass er deshalb seine Mitgliedschaft  gekündigt und auf dem Polizei-
posten über sein Wissen Bericht erstattet habe, 

dass ihm die Polizei versichert habe, gegen die Bruderschaft eine Un-
tersuchung einzuleiten und deren Mitglieder zu verhaften,

dass  Militante  des  Niger-Deltas  anfang  2009  mit  Jugendlichen  in 
Rivers State eine Guerilla hätten gründen wollen, um gegen Ölfirmen 
vorzugehen,

dass einige dieser Militanten KKK-Mitglieder gewesen seien,

dass sich die (...) Familien in Rivers State, zu denen auch die Familie 
des Beschwerdeführers gezählt  habe, gegen den Plan der Militanten 
ausgesprochen und eine friedliche Lösung befürwortet hätten,

dass die Militanten daraufhin die (...)  Familien angegriffen und dabei 
den Bruder des Beschwerdeführers getötet hätten,

dass der Beschwerdeführer habe entkommen können und zu einer in 
der Nähe von Lagos wohnhaften Tante geflüchtet sei,

dass er  eines Tages im Dorf seiner Tante von zwei mit  Messern be-
waffneten Militanten angegriffen und verletzt worden sei, 

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dass der Beschwerdeführer habe flüchten können und mit einem Bus 
in den Norden gefahren sei,

dass er sich in einem ihm unbekannten Ort befunden habe, wo er ei-
nen Homosexuellen kennen und lieben gelernt habe,

dass die Bewohner des Ortes von dieser Beziehung erfahren und Fo-
tos der beiden zur Suche aufgehängt hätten, da man die beiden we-
gen ihrer Homosexualität habe töten wollen,

dass sich der Beschwerdeführer deshalb und weil  er Militante sowie 
KKK-Leute im Ort gesehen habe, zur Ausreise entschlossen habe,

dass  er  zu  seiner  Tante  zurückgefahren  sei,  deren  Freundin  einen 
Schiffskapitän gekannt habe,

dass dieser den Beschwerdeführer auf ein Schiff gebracht habe,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  einer  zweiwöchigen  Schifffahrt  ir-
gendwo an Land gelangt und von dort zu Fuss weiter marschiert sei,

dass  er  schliesslich  zusammengebrochen  sei,  ein  Unbekannter  ihm 
Wasser  gegeben  und  zu  einem Bahnhof  gefahren  habe,  wo  er  ihm 
Geld für ein Zugbillet in die Schweiz besorgt habe,

dass für den weiteren Inhalt seiner Aussagen auf die Akten verwiesen 
wird,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 16. Septem-
ber 2009 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordne-
te,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass aufgrund der oberflächlich, stereotyp und unglaubhaft geschilder-
ten Reiseumstände sowie der Reise von Nigeria in die Schweiz angeb-
lich  ohne  jegliche  Ausweispapiere  und  ohne  kontrolliert  worden  zu 

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sein, keine entschuldbaren Gründen für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren vorliegen würden,

dass  die  angebliche  Mitgliedschaft  des  Beschwerdeführers  bei  der 
Bruderschaft KKK aus mehreren Gründen nicht geglaubt werden kön-
ne, 

dass der Beschwerdeführer weder Student gewesen noch andere Be-
dingungen für seine Aufnahme in die Bruderschaft erfüllt habe, und es 
sich bei der KKK entgegen der anders lautenden Behauptung des Be-
schwerdeführers um örtliche Gruppierungen von Studenten der jeweili-
gen Hochschule handle,

dass der Beschwerdeführer auch keine Angaben über die Motive sei-
nes Beitritts sowie zur Aufnahmezeremonie und zu seiner Funktion ha-
be machen können,

dass  er  zudem  über  seine  homosexuelle  Orientierung  und  seinen 
schwulen Freund nur oberflächliche und stereotype Aussagen gemacht 
habe, weshalb erhebliche Zweifel an der homoerotischen Veranlagung 
des Beschwerdeführers bestünden,

dass seine weiteren Aussagen äusserst vage und unplausibel ausge-
fallen seien, da er nicht habe angeben können, in welchen Gemeinden 
und States er sich aufgehalten habe, obwohl er selbständig und nicht 
das erste Mal dorthin gereist sei, 

dass er auch nicht plausibel habe erklären können, wie die Militanten 
und KKK-Mitglieder ihn nach seinem Wegzug in den westlichen und 
nördlichen Teilen Nigerias hätten auffinden können,

dass ferner überrasche, dass er als Mitglied der (...) Familie in Rivers 
State  nicht  in  der  Lage  gewesen  sei,  deren  Familiennamen  an-
zugeben,

dass er  auch zu den Fotos,  die von ihm und seinem Freund aufge-
hängt worden seien, unglaubhafte Angaben gemacht habe,

dass  dem  eingereichten  handschriftlichen  Brief  der  Tante  (...)  res-
pektive  (...)  keinerlei  Beweiswert  zukomme,  da  dieser  von jeder  be-
liebigen Person und zu jedem beliebigen Zeitpunkt hätte verfasst wer-
den können, 

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dass es sich bei den Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund des-
sen  durchwegs  oberflächlichen  und  unplausiblen  Aussagen  um  ein 
Sachverhaltskonstrukt handle,

dass zudem die vorgebrachten Übergriffe durch private Drittpersonen 
vom nigerianischen Staat geahndet würden,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 16. September 2009 zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  21. September 2009 
(Posteingang)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und sinngemäss um Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung und um Eintreten auf sein Asylgesuch ersuchte, 

dass er zur Begründung seiner Beschwerde anführte, er habe in Nige-
ria keine Identitätspapiere besessen,

dass seine Ausreise unerwartet gewesen sei und er keine Zeit mehr 
gehabt habe, um einen Reisepass zu beantragen,

dass er sich nach dem Tod seines Bruders nicht mehr sicher gefühlt 
habe und herumgezogen sei,

dass  Studenten  wie  auch  Nichtstudenten  berechtigt  gewesen  seien, 
Mitglied der KKK zu werden,

dass  er  Mitglied  geworden  sei,  weil  er  davon  ausgegangen  sei,  es 
handle sich bei der Bruderschaft um eine gute Organisation,

dass er wirklich homosexuell sei und in Nigeria einen Freund habe,

dass er wegen psychischen Problemen die Route seiner Reise in die 
Schweiz nicht genau habe angeben können,

dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verwei-
sen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass für Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Frist fünf 
Arbeitstage beträgt (Art. 108 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. dazu die wei-
terhin geltende Praxis der ehemaligen Asylrekurskommission [ARK] in 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass indes beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG - auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt - die Be-
sonderheit besteht, dass das BFM das offenkundige Nichterfüllen der 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. 
dazu nachfolgend), weshalb insoweit  auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  soweit  dies  im  Rahmen  einer  summari-
schen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den  nach  Einreichung  seines  Asylgesuches  keine  Identitätspapiere 
eingereicht hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintre-
tensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der Ak-
ten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend 
dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi-
tätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG keine entschuld-
baren Gründe vorliegen,

dass die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er nie Identitätspa-
piere besessen habe, nicht geglaubt werden können,

dass ferner die Ausführungen des Beschwerdeführers zu seiner Reise 
von Nigeria in die Schweiz, welche keinerlei Angaben zum Abfahrtsort, 
zur Route, zu den Personen auf dem Schiff, die ihm auf der 14-tägigen 
Reise  zu  essen  gegeben  hätten,  sowie  zum  jeweiligen  Zeitpunkt 
enthalten (vgl. Akten BFM A1 S. 9. und A9 S. 3 f.), als realitätsfremd zu 
bezeichnen sind,

dass zudem die Angaben des Beschwerdeführers, ohne jegliche Rei-
sepapiere nach Europa gereist und nie kontrolliert worden zu sein (vgl. 
A1, S. 11), nicht zu überzeugen vermögen,

dass weiter nicht geglaubt werden kann, mehrere ihm unbekannte Per-
sonen (Schiffskapitän, Samariter) hätten ihm ohne weiteres seine Aus-
reise ermöglicht respektive seine Zugfahrt in die Schweiz finanziert,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, er versuche, seine Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und nicht glaubhaft darzulegen vermochte, er sei aus entschuldbaren 
Gründen an der  unverzüglichen Einreichung  von Reise-  oder  Identi-
tätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert wor-
den (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass sodann im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie 
sie sich nach der summarischen Befragung vom 25. August 2009 so-
wie der Direktanhörung vom 10. September 2009 darstellt,  unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbeständliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung entschieden werden kann,

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dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass nach Prüfung der Akten festzustellen ist, dass die Vorbringen des 
Beschwerdeführers, wie von der Vorinstanz zu Recht ausgeführt, ober-
flächlich, stereotyp, vage sowie unplausibel und damit insgesamt un-
glaubhaft ausgefallen sind,

dass insbesondere auffällt, dass der Beschwerdeführer auf zahlreiche 
ihm gestellte  Fragen betreffend etwa Datum,  Gründe seines Beitritts 
zur Bruderschaft KKK, Wohnort seiner Tante, Orte, seine Aufenthalts-
orte  und Dauer des dortigen Aufenthaltes,  keine oder nur vage Ant-
worten geben konnte, so dass der Eindruck entsteht, er sei gar keiner 
Verfolgungssituation ausgesetzt gewesen (vgl. A1 S. 6 f.),

dass  dies  auch  für  seine  angebliche  Homosexualtität  und  die  damit 
verbundenen Schwierigkeiten gilt, zumal er auf die ihm diesbezüglich 
gestellten Fragen lediglich oberflächliche und teilweise widersprüchli-
che Angaben gemacht hat (vgl. A1 S. 7 und A9 S. 10),

dass die  unglaubhaften Aussagen entgegen des Erklärungsversuchs 
in der Beschwerdeschrift  auch nicht  mit  psychischen Problemen des 
Beschwerdeführers erklärt  werden können,  zumal  weder der bei  der 
direkten  Anhörung  anwesende  Hilfswerksvertreter  derartige  Bemer-
kungen gemacht hat noch aus den Akten entsprechende Anhaltspunk-
te dafür entnommen werden können,

dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift  nicht geeignet sind, 
zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu füh-
ren,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Erwägungen 
nichts  Substanzielles  entgegenhält  und  im  Wesentlichen  am  Wahr-
heitsgehalt der im vorinstanzlichen Verfahren als unglaubhaft bezeich-
neten Vorbringen festhält und sich lediglich auf eine Wiederholung des 
vorgebrachten Sachverhalts beschränkt,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt - das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 

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materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getrof-
fen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist, und auf die übrigen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe bei die-
ser Sachlage nicht eingegangen zu werden braucht,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass  insbesondere  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  es  sich  beim  Be-
schwerdeführer  um einen jungen,  gesunden Mann handelt,  der  sein 
ganzes bisheriges Leben in Nigeria verbracht hat, weshalb davon aus-
zugehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz,

dass der Vollzug der Wegweisung somit auch zumutbar ist,

dass sich aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, auf-
grund  derer  allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  der  Beschwerde-
führer gerate im Falle der Rückkehr in seinen Heimatstaat aus indivi-
duellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur 
in eine existenzbedrohende Situation (vgl. Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: 

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