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**Case Identifier:** 7b4e9ad9-104b-5a80-a5f8-45c011391709
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.09.2021 810 21 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-134_2021-09-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. September 2021 (810 21 134) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege / Sachliche Notwendigkeit der unentgeltlichen 

Verbeiständung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Marius Weh-

ren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Annalisa Landi, Advokatin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Unentgeltliche Verbeiständung  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
25. Mai 2021) 

 
 

 
A. C.____ (geb. 2010) und D.____ (geb. 2013) sind die Kinder von A.____ und E.____, 
welche über die gemeinsame elterliche Sorge verfügen.   
 
B. Mit Urteil der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom  
20. Dezember 2018 wurde die in der Vereinbarung der Kindseltern vom 18. Dezember 2018 
vorgesehene alternierende Obhut über die Kinder genehmigt. 

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C. Im Juni 2019 wandte sich der Kindsvater an die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde B.____ (KESB) und machte hinsichtlich der Betreuungssituation bei der Kindsmutter eine 
Kindeswohlgefährdung geltend. Mit Eingabe vom 14. August 2019 beantragte der Kindsvater, 
dass ihm die Obhut über C.____ und D.____ übertragen werde.  
 
D. Mit Entscheid der KESB vom 18. September 2019 wurden die Kindsmutter und der 
Kindsvater gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, eine kindswohlorientierte Beratung 
bei der Stiftung F.____ wahrzunehmen. Über den Antrag des Kindsvaters auf Umteilung der 
Obhut werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.  
 
E. Am 28. November 2019 beauftragte die KESB die G.____ GmbH, den Sachverhalt 
abzuklären und eine Empfehlung betreffend Zuteilung der Obhut abzugeben.  
 
F. In ihrem Bericht vom 23. Januar 2020 empfahl die G.____ GmbH die Errichtung einer 
Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Hinsichtlich der Obhut wurde 
empfohlen, diese in Bezug auf C.____ zu 60 % dem Kindsvater und zu 40 % der Kindsmutter 
und in Bezug auf D.____ zu 40 % dem Kindsvater und zu 60 % der Kindsmutter zuzuteilen.  
 
G. Mit Eingabe an die KESB vom 27. Februar 2020 führte der Kindsvater aus, dass er den 
Bericht der G.____ GmbH nicht akzeptiere und diesen als absolut untauglich, unfair und nicht 
objektiv zurückweise.    
 
H. Mit Entscheid der KESB vom 25. März 2020 wurde für C.____ und D.____ eine Erzie-
hungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet und H.____, I.____ GmbH, 
als Beistand ernannt. Der Beistand wurde damit beauftragt, die Kindseltern mit Rat und Tat zu 
unterstützen und in Bezug auf die beiden Kinder die Abhol- und Bringzeiten sowie die Ferien 
und Feiertage zu regeln.       
 
I. Mit Entscheid der KESB vom 16. Juni 2020 wurde das Obhutsrecht über C.____ dem 
Kindsvater und das Obhutsrecht über D.____ der Kindsmutter zugeteilt. Das Besuchsrecht der 
Kindseltern wurde dahingehend geregelt, dass die Kinder jedes zweite Wochenende beim je-
weils nicht obhutsberechtigten Elternteil und im Einvernehmen der Kindseltern alternierend zu-
sammen einen Nachmittag bei einem Elternteil verbringen.  
 
J. Am 20. Juni 2020 reichte der Kindsvater bei der KESB ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ein.  
 
K. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. Juli 2020 wurde entschieden, dass über die 
Frage der Zuteilung der Obhut über C.____ und D.____ eine kinderpsychologische Begutach-
tung in der Psychiatrischen Klinik J.____ angeordnet werde. Der Fragenkatalog werde den Par-
teien vorgängig zur Stellungnahme unterbreitet.  
 

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L. Mit Entscheid vom 1. September 2020 gab die KESB bei der Klinik J.____ ein kinder-
psychologisches Gutachten in Auftrag, welches sich unter anderem zur Erziehungsfähigkeit der 
Kindseltern und zu den Fragen der Obhut, der Betreuung und dem Besuchsrecht bezüglich der 
beiden Kinder C.____ und D.____ zu äussern hatte.  
 
M. Mit Entscheid der KESB vom 23. Dezember 2020 wurde der bisherige Beistand H.____ 
infolge gestörten Vertrauensverhältnisses zum Kindsvater aus dem Amt entlassen und als Bei-
ständin wurde neu K.____, Mandatsführung L.____ GmbH, eingesetzt.  
 
N. Am 13. Januar 2021 erstattete die Klinik J.____ das von der KESB in Auftrag gegebe-
ne kinderpsychologische Gutachten. 
 
O. Mit Entscheid der KESB vom 25. Mai 2021 wurde das Gesuch des Kindsvaters um 
unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen (Ziff. 1). Das Gesuch um unentgeltliche Verbeistän-
dung wurde abgewiesen (Ziff. 3).  
 
P. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Annalisa Landi, Advokatin, mit 
Eingabe vom 7. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht. Der Beschwerdeführer stellt das Begehren, es sei der Ent-
scheid der KESB vom 25. Mai 2021 aufzuheben und es sei ihm die unentgeltliche Prozessfüh-
rung sowie die unentgeltliche Verbeiständung im laufenden Verfahren bei der KESB zu gewäh-
ren, dies ab Datum der Einreichung des Gesuchs, spätestens ab Nachreichung der Akten am 
14. August 2020 (Ziff. 1). Unter o/e-Kostenfolge sowie Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung für das vorliegende Verfahren mit der unterzeichneten Advokatin (Ziff. 2).  
 
Q. Mit Entscheid der Vorinstanz vom 24. Juni 2021 wurde für C.____ und D.____ eine 
sozialpädagogische Familienbegleitung mit M.____, N.____ GmbH, angeordnet. Ausserdem 
wurde der persönliche Verkehr zwischen C.____ und der Kindsmutter im Sinne eines stufen-
weisen Aufbaus des Besuchsrechts bis im Februar 2022 festgelegt. Des Weiteren wurden die 
Aufgaben der Beiständin erweitert und diese wurde damit beauftragt, mit den involvierten Stel-
len in Kontakt zu stehen und die Koordination des Helfernetzes zu übernehmen. 
 
R. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juli 2021 beantragt die Vorinstanz, die Rechtsbegeh-
ren des Beschwerdeführers seien vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 
Dies unter o/e-Kostenfolge. 
 
S. Mit Verfügung vom 18. August 2021 wurde festgehalten, dass das Urteil schriftlich er-
öffnet werde.  
 
T. Am 24. August 2021 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ihre Hono-
rarnote ein.               
 
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht 
erhoben werden. Das kantonale Recht statuiert in § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einfüh-
rung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 die Zuständigkeit des Kantons-
gerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung von Beschwerden 
gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Von Bundesrechts wegen an-
fechtbar sind Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie Zwischenentscheide über vorsorgli-
che Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Anfechtbarkeit von bundesrechtlich nicht geregel-
ten Zwischenverfügungen richtet sich nach den Bestimmungen des kantonalen Verwaltungs-
prozessrechts (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
1.2 Nach § 43 Abs. 2bis des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Zwischenverfügungen unter anderem dann selb-
ständig mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde angefochten werden, wenn sie wie im 
vorliegenden Fall die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege zum Gegenstand haben 
(lit. g). Über Beschwerden gegen Zwischenverfügungen entscheidet die präsidierende Person 
(§ 1 Abs. 3 lit. f VPO). Da sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die vorliegende 
Beschwerde einzutreten.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 
1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3.1 Strittig ist, ob die Vorinstanz zu Recht die Gewährung der unentgeltlichen Verbeistän-
dung des Beschwerdeführers für das vorinstanzliche Verfahren verweigerte.  
 
3.2.1  Nach § 23 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) 
vom 13. Juni 1988 in Verbindung mit § 69 Abs. 4 EG ZGB wird eine Partei im Verfahren vor der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auf ihr Begehren hin von der Bezahlung der Verfah-
renskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen 
und ihr Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gewährt, sofern 
dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (§ 23 Abs. 2 VwVG BL).  
 
3.2.2 Der kantonalrechtliche Anspruch (§ 23 VwVG BL) geht nicht über den Gehalt von Art. 
29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 
1999 hinaus, wonach eine Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und deren 
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung hat, 
soweit dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. Letzteres ist der Fall, wenn die Interessen 
der Partei in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Rechtsstreit in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, welche die Beiziehung einer Rechtsvertretung erfor-

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derlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition 
der betroffenen Person einzugreifen, ist die Bestellung einer unentgeltlichen Vertretung grund-
sätzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles besondere tatsächli-
che oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen die gesuchstellende Person auf sich 
alleine gestellt nicht gewachsen wäre (vgl. BGE 130 I 180 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 
5A_683/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 3.2). Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der 
Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch in der Person der Partei liegende Gründe in 
Betracht, wie etwa das Alter, die soziale Situation, Sprachkenntnisse und allgemein die Fähig-
keit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist zudem das Prinzip der Waffengleich-
heit. Ob die Verbeiständung notwendig ist, beurteilt sich stets nach den konkreten Umständen 
des Einzelfalls (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_683/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 3.2). Die 
sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung wird nicht allein dadurch ausge-
schlossen, dass das in Frage stehende Verfahren von der Offizialmaxime oder dem Untersu-
chungsgrundsatz beherrscht wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_875/2014 vom 20. Mai 
2015 E. 3). Die Geltung dieser Verfahrensgrundsätze rechtfertigt es jedoch, an die Vorausset-
zungen, unter denen eine rechtsanwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen stren-
gen Massstab anzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 7.2).   
 
3.3 Der Beschwerdeführer stellte unbestrittenermassen am 20. Juni 2020 ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege. Soweit sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf den 
Standpunkt stellt, der Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreterin habe (erst) mit E-Mail 
vom 12. März 2021 sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung gestellt, kann ihr 
nicht gefolgt werden. Zunächst ist festzustellen, dass die von der Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid getroffene Unterscheidung zwischen unentgeltlicher Rechtspflege einerseits und un-
entgeltlicher Rechtsverbeiständung anderseits im basellandschaftlichen Recht keine Grundlage 
findet. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wie er in § 23 VwVG BL statuiert wird, 
bezieht sich vielmehr sowohl auf die unentgeltliche Prozessführung (Verfahrenskosten) als 
auch auf die unentgeltliche Verbeiständung (Kosten der Rechtsverbeiständung). Vor dem Hin-
tergrund, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung anwaltlich vertreten 
war und die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 14. August 2020 ergänzende Unter-
lagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einreichte, konnte das Gesuch nicht anders 
verstanden werden, als dass es sich auch auf die unentgeltliche Verbeiständung bezog. Soweit 
die Vorinstanz diesbezüglich eine andere Auffassung vertrat, wäre sie nach dem Grundsatz von 
Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] 
vom 18. April 1999) gehalten gewesen, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Klarstellung 
einzuräumen, was sie unterlassen hat. Der Standpunkt der Vorinstanz, das Gesuch habe sich 
lediglich auf den Aspekt der unentgeltlichen Prozessführung bezogen, erweist sich auch aus 
diesem Grund als unzulässig. Damit ist festzustellen, dass das Gesuch des Beschwerdeführers 
um unentgeltliche Rechtspflege vom 20. Juni 2020 sowohl die unentgeltliche Prozessführung 
als auch die unentgeltliche Verbeiständung umfasste.  
 
3.4.1 In der Sache erwog die Vorinstanz, dass einer Partei die kostenlose Rechtsverbeistän-
dung gewährt werde, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig sei. Für die Gutheissung 
eines entsprechenden Gesuchs würden etwa komplexe Sachverhalte, schwierige Rechtsfragen 

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oder die grosse Tragweite eines Verfahrens sprechen. Im derzeitigen Verfahren bei der KESB 
gehe es darum, die Obhut und das Besuchsrecht zwischen den Kindseltern festzulegen. Im 
Rahmen dieses Verfahrens liege kein komplexer Sachverhalt vor und es stellten sich keine 
schwierigen Rechtsfragen. Des Weiteren sei eine Erziehungsbeiständin eingesetzt worden und 
der Kindsvater könne sich bei Fragen und Anliegen des persönlichen Verkehrs an die Beistän-
din wenden. Der Kindsvater sei somit nicht auf sich alleine gestellt. Schliesslich bestreite auch 
die Kindsmutter das Verfahren ohne Rechtsvertretung.  
 
3.4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Auffassung der Vorinstanz, wonach es sich 
nicht um einen komplexen Fall handle, sei aktenwidrig und unzutreffend. Er verweist im We-
sentlichen auf den Umstand, dass im Juni 2020 die Obhut über C.____ dem Kindsvater und 
diejenige über D.____ der Kindsmutter zugeteilt und die Geschwister mithin getrennt worden 
seien. Der Beschwerdeführer habe gegen den entsprechenden Entscheid der Vorinstanz ur-
sprünglich Beschwerde einreichen wollen. Er sei von der Vorinstanz jedoch damit besänftigt 
worden, dass ein Gutachten darüber eingeholt werde, wie die Kinder definitiv betreut werden 
sollen, und dass es sich um einen vorübergehenden Entscheid handle, um die Situation zu be-
ruhigen. In der Folge habe die Vorinstanz ein Gutachten zur Frage eingeholt, wie die Obhut der 
Kindseltern (definitiv) zu regeln sei. Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf den Elternkon-
flikt sowie die Situation der Geschwister, welche unter der Woche getrennt voneinander lebten, 
sei von einem komplexen und hochstrittigen Fall auszugehen, welcher eine Rechtsvertretung 
als notwendig erscheinen lasse.           
 
3.4.3 In der Vernehmlassung entgegnet die Vorinstanz zusammengefasst, im Verfahren vor 
der Vorinstanz sei es darum gegangen, die Obhut und das Besuchsrecht zwischen den Kindsel-
tern festzulegen, wobei aktuell besonders die Besuchsrechtsregelung im Fokus stehe. Dabei 
werde nicht besonders stark in die Rechtsposition des Beschwerdeführers eingegriffen, wie es 
gemäss der Rechtsprechung beispielsweise bei einem Entzug der elterlichen Sorge der Fall 
wäre. Der Fall müsste somit in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bieten, 
welche den Beizug einer Rechtsvertretung erforderlich machten. Unbestritten sei, dass im vor-
liegenden Fall verschiedene Massnahmen erforderlich gewesen seien. So sei nach einer 
kindswohlorientierten Beratung bei der Stiftung F.____ eine Erziehungsbeistandschaft errichtet, 
eine kinderpsychiatrische Begutachtung über C.____ und D.____ in der Klinik J.____ in Auftrag 
gegeben, die Obhut neu festgesetzt und eine sozialpädagogische Familienberatung angeordnet 
worden. All diese Massnahmen seien jedoch notwendig gewesen, da gemäss Gutachten der 
Klinik J.____ im vorliegenden Fall von einer chronifizierten Hochkonflikthaftigkeit der Kindsel-
tern auszugehen sei und erhebliche und durchgängige, nahezu alle Lebensbereiche betreffen-
de Differenzen bestünden. Verschiedene Versuche, die elterliche Kooperationsfähigkeit im Sin-
ne der Kinder zu erhöhen, seien bereits gescheitert und insbesondere der Kindsvater zeige kei-
ne Bereitschaft, zu kooperieren. Die Argumentation, dass es dem Kindsvater ohne Rechtsver-
tretung nicht mehr möglich gewesen sei, sich bei der Vorinstanz, beim Beistand oder dem Gut-
achter Gehör zu verschaffen, liege weniger bei der komplexen Sachlage und den genannten 
Stellen, sondern mehr beim Kindsvater selbst. Es sei insbesondere zu bemerken, dass der 
Kindsvater das Verfahren bis zum Zeitpunkt der Anordnung des Gutachtens alleine bestritten 
habe. Ebenso sei er in der Lage gewesen, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege selbst 

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auszufüllen und bei der Vorinstanz einzureichen. Weder die bestehenden Rechtsfragen noch 
der vorliegende Sachverhalt seien von komplexer Qualität, sondern würden durch die Verhal-
tensweisen des Kindsvaters und dessen Rechtsvertreterin verkompliziert. 
 
4.1 Die Vorinstanz hat im Rahmen des strittigen, mittlerweile über zwei Jahre dauernden 
Verfahrens eine Reihe von Massnahmen getroffen und umfassende Abklärungen, nicht zuletzt 
in Form eines kinderpsychologischen Gutachtens, durchgeführt. Nach Einreichung des Ge-
suchs des Beschwerdeführers um Obhutsumteilung wurde zunächst eine kindswohlorientierte 
Beratung initiiert. Im Weiteren gab die Vorinstanz eine externe Abklärung zur Frage der Ob-
hutszuteilung in Auftrag. Nach Vorliegen des entsprechenden Berichts errichtete die Vorinstanz 
für die beiden Kinder eine Beistandschaft und traf eine Neuregelung über die Obhut. Dabei teil-
te sie die Obhut über C.____ dem Kindsvater und diejenige über D.____ der Kindsmutter zu, 
dies verbunden mit einem Besuchsrecht jedes zweite Wochenende und der Möglichkeit, dass 
die Kinder jeweils unter der Woche einen gemeinsamen Nachmittag verbringen können. Nach 
erfolgter Regelung der Obhut und des persönlichen Verkehrs entschied die Vorinstanz im Juli 
2020, in der vorliegenden Sache ein kinderpsychologisches Gutachten in Auftrag zu geben, 
welches im Januar 2021 vorlag. Im Juni 2021 entschied die Vorinstanz, eine sozialpädagogi-
sche Familienbegleitung einzusetzen und eine Neuregelung des persönlichen Verkehrs zwi-
schen C.____ und der Kindsmutter im Sinne eines graduellen Ausbaus des Besuchsrechts an-
zuordnen.  
 
4.2 Soweit die Vorinstanz ausführt, die veranlassten Abklärungen und Anordnungen seien 
zu einem erheblichen Teil durch das Verhalten des Beschwerdeführers mitverursacht worden, 
mag dies zutreffen. Allerdings ist dies Verfahren, welche wie vorliegend hochstrittige Eltern bzw. 
einen hochkonflikthaften Fall betreffen, bis zu einem gewissen Grad inhärent und kann als sol-
ches nicht dazu führen, die Notwendigkeit der Verbeiständung zu verneinen. Der Vorinstanz ist 
dahingehend beizupflichten, dass eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht in jedem Fall, 
welcher die Regelung der Obhut und des persönlichen Verkehrs zum Gegenstand hat, ange-
zeigt ist. Wie aus dem geschilderten Verfahrensablauf hervorgeht, waren im vorinstanzlichen 
Verfahren im Zeitpunkt des Gesuchs des Beschwerdeführers im Juni 2020 jedoch bereits diver-
se Massnahmen bzw. Abklärungen getroffen worden, darunter eine kindswohlorientierte Bera-
tung, die Errichtung einer Beistandschaft und die Einholung eines Abklärungsberichts zur Frage 
der Obhutsregelung. Die Vorinstanz hatte zudem bereits einen Entscheid zur Obhutsregelung 
und zum persönlichen Verkehr getroffen, welcher in Rechtskraft erwachsen war. Dessen unge-
achtet war aus Sicht der Vorinstanz der Sachverhalt offenbar nicht in einer Art und Weise er-
stellt, dass die Fragen der Obhut und des Besuchsrechts abschliessend beantwortet werden 
konnten. Anders lässt sich nicht erklären, dass sich die Vorinstanz veranlasst sah, zu diesen 
Fragen eine umfassende kinderpsychologische Begutachtung bei der UPK in Auftrag zu geben. 
Auch wenn der Schwierigkeitsgrad der im Raum stehenden Fragen aus rechtlicher Sicht als 
nicht besonders hoch einzustufen gewesen sein mag, standen damit jedenfalls in tatsächlicher 
Hinsicht komplexe Fragestellungen im Raum, wie nicht zuletzt auch aus dem 50-seitigen Gut-
achten der UPK hervorgeht. Vor diesem Hintergrund konnte spätestens mit dem Entscheid der 
Vorinstanz, ein kinderpsychologisches Gutachten einzuholen, nicht mehr davon ausgegangen 
werden, der vorliegende Fall sei nicht von komplexer Qualität. Mit ihrer Argumentation setzt sich 

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die Vorinstanz letztlich in Widerspruch zu ihrem eigenen Vorgehen bzw. den von ihr veranlass-
ten Abklärungen und Anordnungen. Im heutigen Zeitpunkt wird es vorrangig darum gehen, den 
Kontakt von C.____ zur Kindsmutter aufzubauen, um einer weiteren Entfremdung vorzubeugen 
und um einen ausgedehnteren Kontakt der beiden Geschwister untereinander zu ermöglichen. 
Insofern ist von der aktuellen Situation die Kindsmutter im Besonderen betroffen. Angesichts 
der im Raum stehenden Kindswohlinteressen der beiden Geschwister ist jedoch auch die 
Rechtsposition des Kindsvaters nach wie vor relativ schwer tangiert.  
 
4.3 Was den Hinweis der Vorinstanz auf die Beratungsfunktion der Beiständin anbelangt, 
so kann diese im vorliegenden Zusammenhang nicht genügen, zumal sie eine wirksame fachli-
che Unterstützung im Verfahren selbst nicht ersetzen kann. An der Notwendigkeit der Verbei-
ständung vermag zudem der Umstand nichts zu ändern, dass die Kindsmutter im vorinstanzli-
chen Verfahren nicht anwaltlich vertreten ist. Der Grundsatz der Waffengleichheit besagt, dass 
die anwaltliche Vertretung der Gegenpartei regelmässig die Notwendigkeit der Verbeiständung 
begründet. Daraus kann jedoch nicht umgekehrt gefolgert werden, dass die Notwendigkeit ei-
nes Rechtsbeistands entfällt, wenn die Gegenseite nicht ebenfalls anwaltlich vertreten ist. So-
weit die Vorinstanz schliesslich ausführt, der Beschwerdeführer habe mit seinen eigenen Ein-
gaben bewiesen, dass er sich auch auf sich alleine gestellt im Verfahren zurechtfinde, kann ihr 
ebenfalls nicht gefolgt werden. Zwar trifft zu, dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen 
Verfahren – nebst einer Vielzahl von E-Mail-Eingaben an die involvierten Personen – diverse 
förmliche Eingaben machte. Angesichts der dargelegten Komplexität der Sachverhaltsfragen 
und deren rechtlichen Einordnung kann daraus jedoch nicht geschlossen werden, dass der Be-
schwerdeführer dem Verfahren auf sich alleine gestellt gewachsen wäre.   
 
4.4 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Notwendigkeit der Verbeiständung im Sin-
ne von § 23 Abs. 2 VwVG BL im vorliegenden Fall zu Unrecht verneint, was zur Gutheissung 
der Beschwerde führt. Dem Beschwerdeführer ist ab dem Zeitpunkt der Einreichung des Ge-
suchs um unentgeltliche Rechtspflege für das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Ver-
beiständung zu bewilligen. 
 
5.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Im 
vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- ausgangsgemäss der 
Vorinstanz aufzuerlegen. 
 
5.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Verfahrensausgang ist dem Beschwer-
deführer eine Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz zuzusprechen, wobei der in der Ho-
norarnote geltend gemachte Aufwand von 6.5 Stunden als angemessen erscheint. Hinsichtlich 
der Auslagen für Kopien ist in Bezug auf sämtliche Kopien vom Ansatz für Massenkopien von 
Fr. 0.50 pro Seite auszugehen (§ 15 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte 
[TO] vom 17. November 2003). Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer für das Verfahren 

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vor Kantonsgericht somit eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'584.05 (inkl. Auslagen 
und 7.7 % MWST) auszurichten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erweist sich bei 
diesem Ausgang als gegenstandslos.  
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und dem Beschwerdeführer wird für 

das vorinstanzliche Verfahren per 20. Juni 2020 die unentgeltliche Ver-
beiständung bewilligt.     

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde B.____ auferlegt.   
   
 3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ hat dem Be-

schwerdeführer für das Verfahren vor Kantonsgericht eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'584.05 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) auszurichten. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber