# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ce2eba7-5210-5f1f-8eb8-82451be6f49f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.06.2021 200 2020 866
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-866_2021-06-10.pdf

## Full Text

200 20 866 IV
LOU/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juni 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
gesetzlich vertreten durch ihre Eltern B.________
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/20/866, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Auf Anmeldung vom 23. Mai 2007 hin und nach entsprechenden Abklärun-
gen wurden der am 13. Mai 2007 geborenen A.________ (Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin) von der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) Leistungen der Invalidenversicherung im Zusammenhang mit den Ge-
burtsgebrechen Ziffern 381, 386 und 397 des Anhangs der Verordnung 
vom 9. Dezember 1985 über Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21) 
zugesprochen (u.a. diverse medizinische Massnahmen, Hilflosenentschä-
digung für Minderjährige bei leichter Hilflosigkeit sowie Intensivpflegezu-
schlag [Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage {AB} 2, 6 ff., 12, 
27, 51]).

Die Ansprüche auf eine Hilflosenentschädigung sowie auf einen Intensiv-
pflegezuschlag wurden in der Folge wiederholt bestätigt, zuletzt mittels 
Verfügung vom 9. Januar 2018 (AB 54, 61, 87, 121). Im Rahmen einer im 
Juni 2020 eingeleiteten amtlichen Revision beauftragte die IVB ihren Ab-
klärungsdienst mit einer Abklärung der Verhältnisse (AB 147). Gestützt auf 
den daraufhin erstellten "Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung / Inten-
sivpflegezuschlag für minderjährige Versicherte" (Abklärungsbericht) vom 
6. August 2020 (AB 148) stellte die IVB der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 7. August 2020 (AB 149) die Aufhebung der Hilflosenentschädigung 
sowie des Intensivpflegezuschlags in Aussicht. Nach dagegen erhobenen 
Einwänden (AB 153) und einer diesbezüglichen Stellungnahme durch den 
Abklärungsdienst (AB 158) verfügte die IVB am 21. Oktober 2020 (AB 159) 
mit Wirkung per 30. November 2020 wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, gesetzlich vertreten durch ihre Eltern, 
diese vertreten durch Rechtsanwalt C.________, mit Eingabe vom 23. No-
vember 2020 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren:

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1. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober 2020 sei 
insofern aufzuheben, als dass die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten sei, der Beschwerdeführerin auch ab dem 1. November 
2020 (richtig wohl: 1. Dezember 2020) und bis mindestens zum 
1. Juni 2023 unverändert eine Hilflosenentschädigung wegen leich-
ter Hilflosigkeit auszurichten.

2. Eventualiter: Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Ok-
tober 2020 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung 
betreffend Ausmass der zustehenden Hilflosenentschädigung bzw. 
des behinderungsbedingten Mehraufwandes an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Dezember 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin unter Verweis auf eine Stellungnahme des Abklärungsdienstes 
vom 14./22. Dezember 2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. Oktober 2020 
(AB 159). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung und dabei ins-
besondere, ob die Beschwerdegegnerin die seit Juli 2008 ausgerichtete 
Hilflosenentschädigung (vgl. AB 27 S. 2) zu Recht aufgehoben hat.

Mangels Anfechtung (vgl. Beschwerde, S. 2 Ziff. II./1.) in Rechtskraft er-
wachsen ist die Verfügung, soweit sie die Aufhebung des Anspruchs auf 
einen Intensivpflegezuschlag betrifft (vgl. BGE 125 V 413 E. 1b S. 414 f.).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG). Als hilflos gilt eine Per-
son, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-
bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-
chung bedarf (Art. 9 ATSG). Zu unterscheiden ist zwischen schwerer, mit-
telschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Massgebend für 
die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Ausmass der persönlichen 
Hilflosigkeit (Art. 42ter Abs. 1 Satz 1 IVG).

2.2 Die Hilflosigkeit gilt laut Art. 37 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Ja-
nuar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) als leicht, 
wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln

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a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;

c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders auf-
wändigen Pflege bedarf;

d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körper-
lichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleis-
tungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder

e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV an-
gewiesen ist.

2.3 Nach der herrschenden Praxis (BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463) sind 
die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen relevant:

- Ankleiden, Auskleiden;

- Aufstehen, Absitzen, Abliegen;

- Essen;

- Körperpflege;

- Verrichtung der Notdurft;

- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist 
nach der Rechtsprechung nicht verlangt, dass die versicherte Person bei 
der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss 
erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 
88 E. 3c S. 91).

2.4 Die in Art. 37 IVV verwendeten Begriffe "Pflege" und "Überwa-
chung" beziehen sich nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen. Es 
handelt sich vielmehr um eine Art medizinischer oder pflegerischer Hilfe-
leistung, welche infolge des physischen oder psychischen Zustandes der 
versicherten Person notwendig ist. "Dauernd" hat dabei nicht die Bedeu-
tung von "rund um die Uhr", sondern ist als Gegensatz zu "vorübergehend" 

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zu verstehen (BGE 107 V 136 E. 1b S. 139; SVR 2019 IV Nr. 4 S. 11 
E. 3.3.2, 2017 IV Nr. 43 S. 129 E. 2.2.2; ZAK 1990 S. 46 E. 2c).

Unter dem Begriff der "Pflege" ist zum Beispiel die Notwendigkeit zu ver-
stehen, täglich Medikamente zu verabreichen oder eine Bandage anzule-
gen. Die Pflege kann aus verschiedenen Gründen aufwendig sein: Sie ist 
es nach einem quantitativen Kriterium, wenn sie einen grossen Zeitauf-
wand erfordert oder besonders hohe Kosten verursacht. In qualitativer Hin-
sicht kann sie es sein, wenn die pflegerischen Verrichtungen unter er-
schwerenden Umständen zu erfolgen haben, so etwa, weil sich die Pflege 
besonders mühsam gestaltet oder die Hilfeleistung zu aussergewöhnlicher 
Zeit (z.B. jeweils gegen Mitternacht) zu erbringen ist (BGE 107 V 136 E. 1b 
S. 139; SVR 2017 IV Nr. 43 S. 129 E. 2.2.2; ZAK 1990 S. 46 E. 2c).

2.5 Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG wird – nebst der Rente – auch jede 
andere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung von Amtes we-
gen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich 
der ihr zugrunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. 
Bei der Anpassung der Dauerleistungen ausserhalb des Rentenbereichs 
gelten die zur Rentenanpassung entwickelten Grundsätze analog (vgl. UELI 
KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 17 N. 87).

2.5.1 Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Hilflosenent-
schädigung gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ATSG setzt einen Revisionsgrund 
voraus. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen, u.a. Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, 
den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beein-
flussen (vgl. BGE 137 V 424 E. 3.1 S. 428).

2.5.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Leistungsverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Dauerleistung zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als 
zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, 
sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich 

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stattgefunden hat (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 
S. 220 E. 2).

2.5.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Leis-
tungsanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Leis-
tungsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Aufhebung der 
Hilflosenentschädigung. Massgebender Vergleichszeitpunkt ist die Verfü-
gung vom 9. Januar 2018 (AB 121), in welcher festgehalten wurde, die Be-
schwerdeführerin habe unverändert Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-
gung bei leichter Hilflosigkeit. Im der Verfügung zu Grunde liegenden Ab-
klärungsbericht vom 27. Oktober 2017 (AB 113) wurden eine Hilflosigkeit in 
den alltäglichen Lebensverrichtungen "Körperpflege" und "Verrichtung der 
Notdurft" sowie eine dauernde Hilfebedürftigkeit im Rahmen der Behand-
lungspflege mit einem täglichen Aufwand von 209 Minuten festgestellt. Im 
Abklärungsbericht vom 6. August 2020 (AB 148), auf welchen sich die an-
gefochtene Verfügung vom 21. Oktober 2020 (AB 159) stützt, wurde eine 
Hilflosigkeit hingegen lediglich noch bei der Verrichtung der Notdurft aner-
kannt, bezüglich der Körperpflege verneinte die Abklärungsfachperson eine 
Hilflosigkeit. Hinsichtlich der Behandlungspflege ging sie unter Abzug der 
von der Spitex erbrachten Leistungen von einem Mehraufwand von täglich 
68 Minuten aus.

3.2 Der medizinische Sachverhalt ist unter den Parteien unbestritten. 
Die Beschwerdeführerin leidet aufgrund ihrer Geburtsgebrechen insbeson-
dere an einer neurogenen Blasenfunktionsschwäche und einer Sphinkter-
insuffizienz, weswegen sie katheterisiert werden muss und die Darmentlee-
rung mittels retrograder Darmspülung vornehmen muss (Akten der Be-
schwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 6 ff.). Diesbezüglich ist im hier 
massgebenden Vergleichszeitraum abgesehen davon, dass die Beschwer-

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deführerin die notwendigen Verrichtungen mittlerweile teilweise selbststän-
dig vornehmen kann, keine wesentliche Veränderung eingetreten, was zwi-
schen den Parteien ebenfalls unbestritten ist (vgl. Beschwerde, S. 15 Ziff. 
40; AB 158 S. 4). Aufgrund der unüblichen Art der Verrichtung der Notdurft 
hat die Beschwerdegegnerin bei dieser alltäglichen Lebensverrichtung kor-
rekterweise weiterhin eine Hilflosigkeit anerkannt (AB 148 S. 3 Ziff. 2.1.5; 
vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 6. März 2008, 
8C_674/2007, E. 6).

3.3 Bezüglich der alltäglichen Lebensverrichtung Körperpflege wurde 
im Abklärungsbericht vom 27. Oktober 2017 (AB 113 S. 6 Ziff. 6.4) ausge-
führt, die Beschwerdeführerin könne sich nicht selbstständig duschen. Sie 
werde täglich geduscht. Die Intimpflege müsse "ihr gemacht werden". Sie 
habe auch Angst, dass sie beim Stehen in der Dusche ausrutsche. Die 
Mutter denke, dass ihre Tochter heute die Wassertemperatur selber ein-
stellen könne, was sie aber noch nicht selber mache. Beim Abtrocknen 
könne sie mithelfen. Der tägliche Aufwand für das Duschen betrage 10 bis 
15 Minuten inkl. Kämmen der Haare. Die Zahnreinigung sei selbstständig 
möglich.

Dem Abklärungsbericht vom 6. August 2020 (AB 148 S. 3 Ziff. 2.1.4) ist 
diesbezüglich zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin selbstständig 
duschen könne. Sie stelle die Wassertemperatur selber ein, seife sich ein 
und dusche sich ab. Auch die Haare könne sie selber waschen. Die Mutter 
helfe ihr manchmal beim Kämmen der Haare, weil sie diese lang trage und 
nicht immer sämtliche Haare ganz durchkämme. Die Intimpflege nehme sie 
selber vor. Sie dusche sich täglich, dies sei sehr wichtig, damit die Infektge-
fahr tief bleibe. Zudem würde es schnell riechen, weil sie immer wieder Urin 
verliere. Meist bereits beim Aussteigen aus der Dusche verliere sie wieder 
etwas Urin und müsse sich gut abtrocknen. Die Zähne putze sie selber. 
Nach dem Duschen helfe ihr die Mutter beim gründlichen Desinfizieren, 
was unter dem Aspekt der Behandlungspflege berücksichtigt werde. Die 
Beschwerdeführerin habe Fortschritte gemacht. Durch das zunehmende 
Alter sei es ihr nun bewusst, dass eine gründliche Intimpflege wichtig sei. 
Es liege in diesem Bereich keine regelmässige und erhebliche Hilfsbedürf-
tigkeit mehr vor.

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3.4 Der im Abklärungsbericht vom 27. Oktober 2017 bezüglich der 
Behandlungspflege unter Abzug der Leistungen der Spitex ermittelte Mehr-
aufwand von täglich 209 Minuten setzte sich zusammen aus 12.32 Minuten 
für die Darmspülung, 191.29 Minuten für das Katheterisieren, die Blasen-
spülung und das Desinfizieren sowie 5 Minuten für Gesäss- und Narben-
pflege (AB 113 S. 4 Ziff. 4).

Im Abklärungsbericht vom 6. August 2020 führte die Abklärungsfachperson 
diesbezüglich aus, das Katheterisieren erfolge nun selbstständig. Ca. fünf 
Mal täglich müsse nach dem Katheterisieren eine Blasenspülung vorge-
nommen werden. Dies werde vom Vater gemacht, da sich die Beschwerde-
führerin noch zu unsicher fühle. Sie helfe mit, mache es aber noch nicht 
ganz selbstständig. Die Blasenspülung dauere jeweils ca. zehn Minuten. 
Das anschliessende Desinfizieren könne die Beschwerdeführerin selber 
vornehmen. Nur nach dem Duschen, wenn gründlich desinfiziert werde, 
helfe ihr die Mutter. Dies stelle einen täglichen Aufwand von ca. zwei Minu-
ten dar. Das Desinfizieren des Buttons (Öffnung) nehme die Beschwerde-
führerin selber vor. Circa drei Mal pro Woche müsse eine Darmspülung 
vorgenommen werden. Der zeitliche Aufwand diesbezüglich betrage zwi-
schen 45 und 60 Minuten. Einmal pro Woche werde dies durch die Spitex 
gemacht. Insgesamt entspreche dies unter Abzug der Spitexleistungen 
einem anrechenbaren Mehraufwand von 68 Minuten (AB 148 S. 3 Ziff. 2.2 
und S. 4 unten).

3.5 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-

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schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2). Diese 
Rechtsprechung ist auf Abklärungsberichte für Ansprüche auf Hilflosenent-
schädigung, Intensivpflegezuschlag, Hilfsmittel oder Assistenzbeitrag ana-
log anwendbar. Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der 
Leistung ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt 
und Verwaltung erforderlich (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 
E. 6.2 S. 63).

3.6 Der Abklärungsbericht vom 6. August 2020 (AB 148), gestützt auf 
welchen die Beschwerdegegnerin die Hilflosenentschädigung bei leichter 
Hilflosigkeit aufgehoben hat (AB 159), erfüllt die hiervor erwähnten höch-
strichterlichen Beweisanforderungen und erbringt vollen Beweis. Die Ab-
klärungsfachperson hat ihre Einschätzungen gestützt auf die in der Famili-
enwohnung im Gespräch mit dem Vater der Beschwerdeführerin gewonne-
nen Erkenntnisse sehr ausführlich und detailliert dargelegt. Deren Schluss-
folgerung, wonach die Beschwerdeführerin einzig noch in der alltäglichen 
Lebensverrichtung "Verrichten der Notdurft" hilflos ist und im Rahmen der 
Behandlungspflege auf eine dauernde Hilfe im Ausmass von täglich 68 Mi-
nuten angewiesen ist, überzeugt vollumfänglich. Es liegen entgegen den 
Vorbringen in der Beschwerde keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen 
vor, womit das Gericht keine Veranlassung hat, in das Ermessen der Ab-
klärungsfachperson einzugreifen.

3.6.1 Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, die Abklärungsfachperson 
habe sich bei der Prüfung der Hilflosenentschädigung nicht mit den medizi-
nischen Fachpersonen abgesprochen (Beschwerde, S. 14 Ziff. 39, S. 19 
Ziff. 45). Diese Rüge ist unbegründet. Der Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin ist der Beschwerdegegnerin vollumfänglich bekannt und 
hat sich im massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) nicht 
wesentlich verändert, worin sich die Parteien einig sind (vgl. Beschwerde, 
S. 15 Ziff. 40; AB 158 S. 4). Der Streit dreht sich denn auch im Wesentli-
chen um die Frage, in welchem zeitlichen Umfang die Beschwerdeführerin 
in den alltäglichen Lebensverrichtungen und bei der Behandlungspflege auf 

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Dritthilfe angewiesen ist. Es ist nicht ersichtlich, welche weiteren Erkennt-
nisse sich aus Rückfragen bei den behandelnden Ärzten bezüglich des 
konkret erforderlichen Zeitaufwandes bspw. bei der Katheterisierung, dem 
Desinfizieren oder der Darmspülung ergeben könnten. So hält Dr. med. 
D.________, Facharzt für Urologie, im Bericht vom 31. August 2020 (BB 9) 
bei diagnostizierter Blasenfunktionsstörung fest, die Patientin sei weiterhin 
auf die Unterstützung ihrer Mutter und des Spitex-Fachpersonals angewie-
sen, was seitens der Beschwerdegegnerin denn auch nicht in Abrede ge-
stellt wird. Angaben zum zeitlichen Umfang macht der behandelnde Arzt 
nicht. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dieser ärztliche Bericht 
stehe nicht in offensichtlichem Widerspruch zum in der Beschwerde vertre-
tenen Standpunkt, gilt dasselbe auch bezüglich der Einschätzung der Ab-
klärungsfachperson, welche diesbezüglich aufgrund ihrer beruflichen Erfah-
rung in vergleichbaren Fällen über ein objektives Beurteilungsvermögen 
verfügt.

3.6.2 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin eine ungenügende Ab-
klärung, indem die Abklärungsfachperson einzig ein kurzes Gespräch mit 
dem Vater der Beschwerdeführerin geführt, diesem "quasi die Worte in den 
Mund" gelegt und dessen Aussagen als Aussagen der ersten Stunde als 
verbindlich erachte. Vielmehr hätte sie sich zum Zeitaufwand betreffend die 
Körper- und Intimpflege bei der Kindesmutter erkundigen und das Ge-
spräch mit der Beschwerdeführerin suchen müssen (Beschwerde, S. 15 
Ziff. 40 f., S. 19 Ziff. 45).

Hierzu ist zunächst festzustellen, dass die Abwesenheit der Mutter wie 
auch der Beschwerdeführerin anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 
5. August 2020 nicht der Abklärungsfachperson anzulasten ist. Insbeson-
dere die Wichtigkeit der Anwesenheit der Beschwerdeführerin wurde von 
der Abklärungsfachperson gemäss deren nicht zu bezweifelnder Aussage 
bei der telefonischen Terminvereinbarung betont (AB 148 S. 2 Ziff. 1, 158 
S. 3). In der Stellungnahme vom 14./22. Dezember 2020 (AB 167; in den 
Gerichtsakten) führte die Abklärungsfachperson aus, dass die Mutter bei 
der Abklärung vor Ort zunächst anwesend gewesen sei, sich jedoch für ihre 
ausserhäusliche Arbeit bereitgemacht habe. Sie habe ausgeführt, die Fra-
gen könnten dem Vater gestellt werden, da sie zu 100 % ausser Haus ar-

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beite und der Vater vorwiegend zuständig sei für die Unterstützung der 
Tochter in Bezug auf die tägliche Pflege. Diese Ausführungen blieben sei-
tens der Beschwerdeführerin unwidersprochen. Es besteht damit keine 
Veranlassung, an den während des Abklärungsgesprächs gemachten Aus-
sagen des Vaters bezüglich des Hilfebedarfs der Beschwerdeführerin zu 
zweifeln bzw. davon auszugehen, die Abklärungsfachperson hätte diesem 
Worte in den Mund gelegt, zumal die protokollierten Aussagen in sich 
schlüssig und mit Blick auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführe-
rin sowie deren Alter und das normale intellektuelle Niveau (vgl. AB 148 S. 
2 Ziff. 2.1) nachvollziehbar sind.

3.6.3 Was die Beschwerdeführerin gegen die fehlende Anerkennung 
einer Hilflosigkeit bei der Körperpflege vorbringt, überzeugt nicht. Weswe-
gen und inwiefern sie bei der Körper- und Intimpflege der Überwachung 
durch ihre Mutter bedarf, wird nicht konkretisiert (Beschwerde, S. 16 
Ziff. 41). Diesbezüglich führt die Abklärungsfachperson in der Stellungnah-
me vom 14./22. Dezember 2020 (AB 167; in den Gerichtsakten) korrekter-
weise aus, dass eine Hilflosigkeit nur vorliegt, wenn die versicherte Person 
eine täglich notwendige Verrichtung im Rahmen der Körperpflege (Wa-
schen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen) nicht selber ausführen kann 
(vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über Inva-
lidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Ja-
nuar 2015, Stand: 1. Juli 2020, Rz. 8020). Dass dies bei der Beschwerde-
führerin der Fall wäre, wird von ihr nicht geltend gemacht. Zwar wurde im 
Abklärungsbericht festgehalten, dass die Mutter der Beschwerdeführerin ihr 
manchmal beim Kämmen hilft (AB 148 S. 3). Aus den Akten ergeben sich 
keine Anhaltspunkte dafür, dass es der Beschwerdeführerin aus gesund-
heitlichen Gründen nicht möglich wäre, ihre Haare selbst zu kämmen. Das 
Erfordernis der regelmässigen Notwendigkeit der Dritthilfe (vgl. Art. 37 Abs. 
3 lit. a IVV) ist mit der einzig gelegentlichen Hilfestellung jedenfalls nicht 
erfüllt (Entscheid des BGer vom 13. Januar 2017, 9C_562/2016, E. 5.3). 
Was die angebliche Hilfe beim Ein- und Ausstieg anbelangt (Beschwerde, 
S. 15), ist eine diesbezügliche Hilfsbedürftigkeit mit Blick auf die gesund-
heitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar. 
In der Beschwerde begnügt sich die Beschwerdeführerin denn auch alleine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/20/866, Seite 13

mit einer entsprechenden Behauptung, ohne die Art und das Mass der 
notwendigen Hilfeleistungen zu begründen.

3.6.4 In Bezug auf den zeitlichen Mehraufwand für die Behandlungs-
pflege macht die Beschwerdeführerin geltend, dieser betrage täglich 130.9 
Minuten (Beschwerde, S. 18 Ziff. 41). Dabei bringt sie vor, entgegen der 
Einschätzung der Abklärungsfachperson betrage der Aufwand für die In-
timpflege 15 statt zwei Minuten, für Gesäss- und Wundpflege sei wie bis 
anhin von fünf Minuten auszugehen, für die Intimwäsche in der Nacht seien 
5.3 Minuten anzurechnen, für Arzt- und Therapiebesuche sei unverändert 
ein Mehraufwand von 3.28 Minuten und für die vorgesehenen kinderphysio-
therapeutischen Massnahmen seien 34.3 Minuten pro Tag zu berücksichti-
gen. Nicht beanstandet wird der angerechnete Aufwand von 68 Minuten für 
die Blasen- und Darmspülung.

3.6.4.1 Zunächst ist festzustellen, dass der geltend gemachte Aufwand 
von 34.3 Minuten für die vorgesehene kinderphysiotherapeutische Mass-
nahme hier von vornherein nicht zu berücksichtigen ist. Die entsprechende 
Massnahme wurde erst am 21. Oktober 2020 ärztlich verordnet (BB 10). 
Ob die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich mit der Therapie begonnen 
hat, kann an dieser Stelle offen bleiben, da das Gericht die Gesetzmässig-
keit des angefochtenen Entscheides nach dem Sachverhalt beurteilt, der 
zur Zeit seines Erlasses – hier der 21. Oktober 2020 (AB 159) – gegeben 
war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im 
Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 
V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Insofern erübrigt sich auch 
die beschwerdeweise beantragte Edition des Behandlungsplanes bei der 
behandelnden Ärztin.

3.6.4.2 Selbst wenn der Beschwerdeführerin gefolgt würde und ein tägli-
cher Aufwand für die Behandlungspflege von 130.9 Minuten angerechnet 
würde, ergäbe sich daraus kein Anspruch auf Weiterausrichtung der Hilflo-
senentschädigung gestützt auf Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV.

Nach der massgeblichen Verwaltungspraxis, von welcher vorliegend man-
gels triftigen Grundes nicht abzuweichen ist (BGE 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228), ist ein täglicher Pflegeaufwand von mehr als zwei Stunden sicher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/20/866, Seite 14

dann als besonders aufwendige Pflege zu qualifizieren, wenn erschweren-
de qualitative Momente mit zu berücksichtigen sind (Entscheide des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 28. Januar 
1993, I 314/92, und vom 25. Mai 1987, I 142/86). Bei einem täglichen Pfle-
geaufwand von mehr als drei Stunden kann eine Pflege als aufwendig qua-
lifiziert werden, wenn mindestens ein qualitatives Moment (z.B. pflegeri-
sche Hilfeleistung in der Nacht) hinzukommt. Ab einem täglichen Pflege-
aufwand von vier Stunden bedarf es keines weiteren qualitativen Moments 
(Rz. 8058 KSIH).

Bei einem postulierten Pflegeaufwand von knapp über zwei Stunden wären 
nach der hiervor dargelegten Praxis mehr als ein erschwerendes qualitati-
ves Moment erforderlich, damit von einer besonders aufwendigen Pflege 
auszugehe wäre. Dies ist hier jedoch unbestrittenermassen nicht der Fall: 
Die Beschwerdeführerin bezeichnet lediglich die pflegerische Hilfeleistung 
in der Nacht im Rahmen der nach erfolgter Darmspülung notwendigen In-
timwäsche als erschwerendes qualitatives Moment (Beschwerde S. 18 f. 
Ziff. 43). Das Vorliegen weiterer entsprechender Momente wird von ihr 
nicht geltend gemacht.

3.7 Nach dem Dargelegten haben sich im hier massgeblichen Ver-
gleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) die tatsächlichen Verhältnisse derge-
stalt verändert, als die Beschwerdeführerin mittlerweile altersbedingt an 
Selbstständigkeit gewonnen hat und in der alltäglichen Lebensverrichtung 
Körperpflege keiner regelmässigen und erheblichen Hilfe mehr bedarf. 
Darüber hinaus gestaltet sich die Behandlungspflege aus denselben Grün-
den weniger aufwändig als noch im Jahr 2017. Dies stellt unabhängig da-
von, dass sich der medizinische Sachverhalt nicht wesentlich verändert hat, 
einen Revisionsgrund dar, wie die Abklärungsfachperson in der Stellung-
nahme vom 1./5. Oktober 2020 (AB 158 S. 4) korrekt dargelegt hat (vgl. 
dazu E. 2.5.1 hiervor). Die Aufhebung der bislang ausgerichteten Hilflosen-
entschädigung bei leichter Hilflosigkeit mit Wirkung per 30. November 2020 
ist damit nicht zu beanstanden. Die gegen die Verfügung vom 21. Oktober 
2020 (AB 159) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2021, IV/20/866, Seite 15

4.

4.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.