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**Case Identifier:** 29f0aa24-a92f-5c2f-8ab1-030901a8c8f3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.06.2017 IV 2014/367
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-367_2017-06-12.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/367

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2019

Entscheiddatum: 12.06.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 12.06.2017
Rückweisung zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts 
bei von den Arbeitsunfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzteschaft 
abweichender Aktenbeurteilung durch den RAD (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juni 2017, IV 
2014/367). Entscheid vom 12. Juni 2017 Besetzung Versicherungsrichterin 
Monika Gehrer-Hug (Vorsitz), Versicherungs-richterinnen Karin Huber-
Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Fides 
Hautle Geschäftsnr. IV 2014/367 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten 
durch Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz, 
Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. 
Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand 
Rente Sachverhalt

Entscheid Versicherungsgericht, 12.06.2017

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 6./10. Mai 2010 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Umschulung, Arbeitsvermittlung 

und eine Rente (IV-act. 1). Er habe (im Ausland) den Beruf des Schlossers erlernt und 

sei 1984/1990 in die Schweiz gekommen. Seit 2004 sei er als Hilfsmechaniker 

angestellt. Seit Sommer 2008 leide er an einer Narkolepsie und sei seit Januar 2010 

arbeitsunfähig.

A.b  Gemäss einem Gesprächsprotokoll vom 19. Mai 2010 (IV-act. 4; bestätigt am 20. 

Juni 2010, IV-act. 19) gab Dr. med. B.___, Allgemeinmedizin FMH, dem Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung an, beim Versicherten bestehe seit 

2006 (erstens) ein Verdacht auf eine Narkolepsie mit Kataplexien mit zweimaligem 

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Sleep-Onset-REM-Schlaf im MSLT (Multipler Schlaflatenz-Test) vom 19. August 2008 

und fragmentiertem Schlafprofil in der Polysomnographie vom 18. August 2008 mit 

häufigen nächtlichen Wachphasen, PLM Index (Periodic leg movements) 37.4/h, ohne 

Durchführung einer Orexin-Bestimmung, und (zweitens) ein Verdacht auf eine 

depressive Episode bei Anpassungsstörung und psychosozialen Problemen. Die 

Arbeitsfähigkeit sei durch eine Einschlafneigung und ca. viermal täglich auftretende 

Kataplexien eingeschränkt. Seit dem 4. Januar 2010 sei der Versicherte deswegen in 

der zuletzt ausgeübten Tätigkeit voll arbeitsunfähig. Seit Dezember (2009) sei er in 

gekündigter Stellung, wobei aber nicht sicher sei, ob die Kündigung rechtens sei. In 

einer angepassten Tätigkeit - ungefährlich, ohne Gefährdung durch die Schlafneigung 

oder die Kataplexien, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten und ohne Schichtarbeit - 

sei er voll arbeitsfähig. Als Bemerkungen wurde angegeben, der Gesundheitsschaden 

sei auf dem Hintergrund grosser psychosozialer Probleme zu sehen und der 

Versicherte fahre nicht Auto. - Eingereicht wurden ein HNO-Bericht vom 1. Oktober 

2008 (worin unter anderem eine kombinierte Schwerhörigkeit beidseits diagnostiziert 

worden war) sowie Berichte des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin am 

Kantonsspital St. Gallen aus der Zeit zwischen dem 8. September 2008 und 27. April 

2010. Im ältesten Bericht (IV-act. 6-3 ff.; Dr. med. C.___) wurden als Diagnosen 

benannt: der dringende Verdacht auf Narkolepsie (Schlaflatenz 1.6 bzw. gemäss 

Beilage 1:06 Minuten), ein Periodic-Limb-Movement-Syndrom (PLMS), Adipositas, eine 

Innenohrschwerhörigkeit beidseits, eine Septumdeviation mit Behinderung der 

Nasenatmung, ein Verdacht auf koronare Herzkrankheit, und narbige Veränderungen 

mit Ulzerationen der Haut direkt über den Dornfortsätzen der Wirbelsäule. Der 

Versicherte hatte gemäss Krankengeschichte angegeben: "Ich kann nicht böse sein, 

sonst krache ich zusammen, ich kann keine Freude haben, sonst krache ich 

zusammen." Gemäss dem Bericht vom 16. September 2008 (IV-act. 6-6 ff.; Dr. med. 

D.___, Fachärztin für Neurologie FMH) hatte er unter anderem berichtet, in monotonen 

Situationen könne er praktisch nicht wach bleiben. Er habe sehr realitätsnahe Träume 

schon bei Beginn der Nacht (Umstand durch den Arzt auf hypnagoge Halluzinationen 

bezogen). Auch tagsüber komme es häufig direkt nach dem Einschlafen zum Träumen. 

Gemäss Bericht vom 13. Oktober 2008 erklärte er, das Zusammensacken trete fast 

jeden Tag, vor allem am Nachmittag, auf, wenn er besonders müde sei. Er habe dann 

(bei der Arbeit) gelegentlich Angst, dass er wegen der Müdigkeit Gefahren verursachen 

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könnte. Ausserdem habe er grosse Angst, die Arbeit zu verlieren. In den jüngeren 

Berichten des Zentrums wurden jeweils hauptsächlich der Verdacht auf Narkolepsie 

mit Kataplexien sowie der Verdacht auf eine depressive Episode im Rahmen einer 

Anpassungsstörung diagnostiziert.

A.c  Gemäss IK-Auszug (IV-act. 8) hatte der Versicherte ab 1980 (mit kurzen Unter-

brüchen von Arbeitslosigkeit) an verschiedenen Stellen gearbeitet. In der 

Arbeitgeberbescheinigung vom 26. Mai 2010 (IV-act. 20) gab seine Arbeitgeberin an, er 

sei seit dem 1. Januar 2004 als Hilfsmechaniker angestellt. Der Versicherte arbeite in 

einem Umfeld mit hoher Lärmbelastung. Seine Arbeit sei monoton und erfordere hohes 

Durchhaltevermögen. Aus wirtschaftlichen Gründen sei ihm [am 27. Oktober 2009, 

Beilage] gekündigt worden. Seit Beginn der Krankheit habe er nicht mehr gearbeitet. 

Der aktuelle Lohn pro Jahr betrage (seit 2009) Fr. 57'660.--.

A.d  Der IV-Eingliederungsberater hielt am 2. Juli 2010 (IV-act. 21) fest, der Versicherte 

mache einen sehr niedergeschlagenen Eindruck. Er sei der Meinung, er könne kein 

Arbeitstraining absolvieren. - Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. 

Gallen teilte dem Versicherten am 11. August 2010 (IV-act. 24) mit, es wäre ihm 

medizinisch möglich, die bisherige oder eine andere Tätigkeit auszuüben. Da er sich zu 

einer Erwerbstätigkeit nicht in der Lage fühle, sei eine Eingliederung nicht möglich. Die 

Eingliederungsberatung werde abgeschlossen.

A.e  Dr. B.___ gab im IV-Arztbericht vom 11. Oktober 2010 (Eingang, IV-act. 25) an, die 

bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar; es bestehe ein 

Gefahrenpotenzial, da der Versicherte bei der Arbeit mehrfach einschlafe. Er (der Arzt) 

halte sich für zu wenig kompetent, die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bei 

dieser seltenen Erkrankung festzulegen. - In einem beigelegten Bericht vom 5. Juli 

2010 (IV-act. 25-10 ff.) hatte das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin am 

Kantonsspital St. Gallen (Dr. D.___) unter anderem berichtet, der Versicherte habe 

während 17 Tagen (regelmässig, IV-act. 25-8) eine Aktiwatch getragen. Der Versicherte 

sei teilweise am Abend bzw. in der Nacht noch sehr lange aktiv gewesen (einmal die 

ganze Nacht lang). Tagsüber sei es immer wieder zu kleinen Aktivitätspausen 

gekommen, vorwiegend am Nachmittag und frühen Abend. Auffällig seien häufige 

Unterbrechungen der Nachtruhe und Schlaf tagsüber gewesen. Das könnte zu einer 

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Narkolepsie oder zu einer Insomnie passen. Da die Medikation mit Modasomil und 

Anafranil bereits weit aufdosiert worden sei, der Versicherte aber immer noch über 

ausgeprägt erhöhte Tagesmüdigkeit klage und der Leidensdruck sehr gross sei, 

würden stationär eine neuropsychologische Testung, ein psychiatrisches Konsil (zur 

Abklärung der Gedächtnisstörung und der depressiven Stimmungslage), eine 

Lumbalpunktion zur Bestimmung des Orexinspiegels und eine nächtliche 

Polysomnographie mit multiplem Schlaflatenz-Test vorgesehen. Im Austrittsbericht der 

Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen vom 10. September 2010 (IV-act. 

25-6 f.; Dr. med. E.___) wurden als Diagnosen weiterhin die Narkolepsie mit Kataplexie 

sowie der Verdacht auf eine depressive Episode im Rahmen einer Anpassungsstörung 

angegeben. Es wurde berichtet, eine Lumbalpunktion habe der Versicherte abgelehnt. 

Es seien aber eine Polysomnographie und eine Multiple Schlaflatenz-Testung 

durchgeführt worden. Aufgrund der klinischen und anamnestischen Angaben werde - 

bei fehlenden Hinweisen auf eine schwere Depression - die Diagnose einer Narkolepsie 

mit Kataplexie gestellt. Bei der neuropsychologischen Testung vom 9. September 2010 

hätten sich formal insgesamt mittelschwere kognitive Funktionsstörungen objektivieren 

lassen (bis schwere Störungen in der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit, der 

Alertness, der Vigilanz und der Denkflexibilität). Die Validität sei aufgrund der 

eingeschränkten Deutschkenntnisse fragwürdig, und nicht ausgeschlossen werden 

könne, dass nicht immer die volle Anstrengungsbereitschaft gezeigt worden sei. Es 

seien eine deutlich ausgeprägte Müdigkeit, Antriebsminderung, Abgestumpftheit und 

wenig mimische Modulation sowie eine ausgeprägte Minderung der Belastbarkeit 

aufgefallen. Empfohlen wurde (bei fehlenden Kontraindikationen) eine Behandlung mit 

Xyrem.  

A.f  Das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St. Gallen gab in 

seinem IV-Arztbericht vom 22. November 2010 (IV-act. 32) an, es lägen (seit ca. 2006) 

ein hochgradiger Verdacht auf Narkolepsie mit Kataplexien und (seit ca. einem Jahr) ein 

solcher auf eine depressive Episode im Rahmen einer Anpassungsstörung vor. Im 

September 2010 sei ein äusserst fragmentiertes Somnogramm mit fast fehlendem 

REM-Schlaf, kurzer Einschlaflatenz, ausgeprägten periodischen Beinbewegungen und 

einer Schlafeffizienz von nur 73.7 % dargestellt worden. Der Versicherte dürfe nicht an 

gefährlichen Maschinen arbeiten. Allein wegen der Narkolepsie bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit (bzw. Arbeitsunfähigkeit) von mindestens 50 %, da während des Tages 

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mehrere Pausen zu empfehlen seien. Der Versicherte sei zurzeit aber ausserdem 

depressiv und reaktiv gekränkt und deshalb in der Einsatzfähigkeit zusätzlich 

gemindert. Er sei schnell erschöpfbar. Es könne mit der Wiederaufnahme einer 

Arbeitstätigkeit im Umfang von 50 % gerechnet werden; ab wann dies zutreffe, sei vom 

psychiatrischen Befund und der Compliance des Versicherten abhängig. Es müsse von 

einer Verschlechterung und grösseren Behandlungsschwierigkeit seit der Zeit 

ausgegangen werden, da der Versicherte nicht mehr arbeite. Er habe im Januar 2010 

angegeben, er sei gekränkt, dass ihm gekündigt worden sei. Es habe damals ein 

Telefonat mit dem Arbeitgeber stattgefunden, in welchem deutlich geworden sei, dass 

ihm aufgrund der aktuellen Krise gekündigt worden sei.

A.g  Der Fachbereich Psychosomatik, Departement Innere Medizin am Kantonsspital 

St. Gallen, gab in einem IV-Arztbericht vom 24. März 2011 (IV-act. 39; Dr. med. F.___, 

Psychiatrie und Psychotherapie) bekannt, der Versicherte leide an einer Neurasthenie. 

Vom 10. Februar 2010 (erster Kontakt bei somnologischer Beurteilung) bis zum 9. März 

2010 sei er in seiner zuletzt ausgeübten, körperlich anstrengenden Tätigkeit mit 

Bedienung von Maschinen voll arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 2. Februar 2011 und 

bis zum 2. September 2011 sei er zu 50 % arbeitsunfähig. Während sieben Monaten 

sei ihm die bisherige Tätigkeit nicht zumutbar. Es bestehe eine um 50 % verminderte 

Leistungsfähigkeit. Eine Tätigkeit mit regelmässiger Tagesarbeitszeit und der 

Möglichkeit für kurze Ruhepausen, aber ohne Monotonie, Erforderlichkeit von 

Daueraufmerksamkeit und die Gefahr von Selbst- und Fremdverletzung scheine bis zu 

maximal 50 % möglich, und zwar frühestens ab dem 2. September 2011. Die 

neurasthenische Symptomatik sei diejenige der Narkolepsie überlappend. Eine 

definitive Abgrenzung durch eindeutige somatische Befunde sei bis anhin nicht 

gelungen. Die psychische Symptomatik sei invalidisierend und im 

Beobachtungszeitraum zunehmend. Es bestehe die Gefahr der Entwicklung einer - bei 

der letzten Untersuchung im Ausmass noch nicht erreichten - depressiven Episode.

A.h  Der neu zuständige RAD-Arzt ([...]) hielt am 6. April 2011 (IV-act. 40) fest, in der 

angestammten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit des Versicherten null, in einer 

adaptierten Tätigkeit seit 1. Januar 2010 aus neurologischen und psychiatrischen 

Gründen 50 %.

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A.i   Auf Anfrage gab die Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen am 30. 

September 2011 (IV-act. 44; auch hier Dr. D.___) bekannt, der Versicherte habe in eine 

Orexinbestimmung eingewilligt. Es liege zusätzlich eine depressive Entwicklung im Sinn 

einer atypischen Depression vor. Die Einnahme von Medikamenten sei angezeigt, eine 

psychiatrische Behandlung dringend empfehlenswert. Sinnvoll wäre eine Behandlung 

in einer Tagesklinik, um den Schlaf-Wach-Rhythmus aufrechtzuerhalten. Bei 

entsprechendem Erfolg (und optimaler Compliance) könnte von einer möglicherweise 

50 % betragenden Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Zurzeit liege die 

Arbeitsfähigkeit bei maximal 20 %. Die Einschränkung sei nicht nur durch die extreme 

Müdigkeit und Einschlafneigung bedingt, sondern werde auch durch die psychiatrische 

Überlagerung mitbestimmt. - Gemäss dem Bericht der Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen vom 4. November 2011 (IV-act. 47-2) war die 

Liquoruntersuchung am 31. Oktober 2011 vorgenommen worden. Ausserdem wurde 

festgehalten, der Versicherte habe in der Beck-Depression Scale 30/63 Punkten 

aufgewiesen. - Das Psychiatrie-Zentrum G.___ bestätigte am 3. April 2012 (IV-act. 48), 

dass der Versicherte seit Oktober 2011 regelmässig an der Ergotherapie teilnehme (IV-

act. 48-2). - In einem Bericht vom 19. Juni 2012 (IV-act. 51) teilte das Interdisziplinäre 

Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St. Gallen mit, die Diagnose der 

Narkolepsie (in der Diagnoseliste wurde sie als "mit Kataplexien" qualifiziert) sei nun 

eindeutig gesichert worden (Orexinspiegel im Liquor: 0 pg/ml) und habe sicher bereits 

seit mehreren Jahren bestanden. Aktuell habe sich der Zustand zusätzlich durch eine 

depressive Anpassungsstörung verschlechtert. Am 8. November 2012 (IV-act. 64) 

wurde ergänzend erklärt, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei sicherlich zu ca. 80 

% bzw. 75 bis 80 % eingeschränkt; er sei zu einer geordneten Tätigkeit nur während 

maximal etwa 30 Minuten in der Lage, verteilt über den ganzen Tag an maximal zwei 

bis drei Stunden. Es sei eine weitere psychiatrische Abklärung angezeigt und der 

Versicherte besitze eine ausreichende Compliance bezüglich der 

Medikamenteneinnahme. Diagnostiziert wurde (in einem Bericht an Dr. B.___ gleichen 

Datums, IV-act. 69-5 f.) neu ein Verdacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur 

mit Kränkung.  

A.j   Das Psychiatrie-Zentrum G.___ gab im IV-Arztbericht vom 14. November 2012 (IV-

act. 63) bekannt, es liege (psychiatrisch gesehen) eine leichte depressive Episode vor. 

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Die Arbeitsfähigkeit (allein) aus psychiatrischer Sicht liege (gemäss Beurteilung vom 12. 

April 2012) bei 50 %.

A.k  Der RAD (ein neu zuständiger Facharzt [...]) hielt am 5. Dezember 2012 (IV-act. 65) 

dafür, es seien diverse weitere Abklärungen erforderlich (unter anderem zu 

Kalenderführung, Objektivierung, Medikamenteneinnahme, Fachärztlichkeit der 

psychiatrischen Diagnose, Arbeitsunfähigkeit aus rein neurologischer Sicht, 

behandelnden Ärzten, psychiatrischer Behandlung, Aktivitäten in und ausserhalb der 

Wohnung). – Dr. B.___ gab daraufhin am 16. Dezember 2012 (IV-act. 69) bekannt, bei 

ihm finde kaum eine Behandlung statt; der Versicherte hole vor allem die Medikamente 

ab. Die Behandlung erfolge im Kantonsspital und in der Psychiatrie. - Der Versicherte 

teilte am 27. Dezember 2012 (IV-act. 71) auf die durch den RAD veranlasste Anfrage 

vom 6. Dezember 2012 (IV-act. 67) hin mit, bei welchen Ärzten er in Behandlung stehe 

und wann er jeweils in psychotherapeutischer Behandlung gestanden habe, 

ausserdem, welche Aktivitäten (innerhalb und ausserhalb der Wohnung) er im 

Tagesablauf unternehme. - Das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin gab am 18. 

Januar 2013 (IV-act. 72) bekannt, es werde ein Maintainance of Wakefullness-Test 

veranlasst. Aufgrund der immer wieder unterbrochenen psychiatrisch-

psychotherapeutischen Behandlung sei der Versicherte ausserdem einem bestimmten 

Arzt beim Psychiatrie-Zentrum G.___ zugewiesen worden.

A.l   In einem eingeholten Bericht vom 2. Mai 2013 (IV-act. 77) gab das Interdisziplinäre 

Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St. Gallen an, die Vigilanztestung sei im 

Maintainance of Wakefullness-Test (MWT) und im TAP-Vigilanztest äusserst 

pathologisch ausgefallen. Im ersten und letzten MWT-Versuch sei der Versicherte 

bereits nach einer halben Minute eingeschlafen, bei den anderen beiden Versuchen sei 

es ihm gelungen, einmal 9.5 und einmal 13 Minuten wach zu bleiben. Weitere Xyrem-

Rezepte seien ihm nicht mehr ausgestellt worden. Es werde eine weitere 

Polysomnographie vorgesehen. Möglicherweise spiele, da der Versicherte in den 

letzten Jahren deutlich an Gewicht zugenommen habe, auch noch ein zusätzliches 

Schlafapnoesyndrom eine Rolle. 

A.m Am 30. Mai 2013 (IV-act. 76; Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie) gab das Psychiatrie-Zentrum G.___ zur Auskunft, dem Versicherten sei 

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keine Arbeitstätigkeit mehr zumutbar. Er leide (psychiatrisch gesehen) an einer 

mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom. Unter dem 

depressiven Zustandsbild leide er seit Jahren. Der Krankheitsverlauf sei chronifiziert. 

Die Arbeitsfähigkeit könne auch nicht verbessert werden. Seit dem 11. November 2011 

habe der Versicherte 39 Termine Gruppentherapie und vom 6. Januar 2012 bis 27. 

Dezember 2012 14 Termine Sozialdienst wahrgenommen und es hätten seit dem 30. 

Januar 2011 acht ärztliche Konsultationen am Zentrum stattgefunden (alle Kontakte 

wurden jeweils einzeln mit Datum aufgelistet).

A.n  Der RAD-Arzt hielt am 11. Juni 2013 (IV-act. 79) fest, stellte man zurzeit ohne 

kritisches Hinterfragen auf die ärztlichen Berichte ab, so würde eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % für jegliche Tätigkeit resultieren. Es fehle aber eine dezidierte Antwort des 

Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin am Kantonsspital St. Gallen auf die von 

ihm am 5. Dezember 2012 (IV-act. 65, vgl. IV-act. 66) aufgeworfenen Fragen, nämlich, 

ob der Versicherte einen zuverlässigen Kalender betreffend die Narkolepsie/

Kataplexien führe; ob die ärztlichen Einschätzungen überwiegend auf die Aussagen 

des Versicherten abgestützt würden oder das Zentrum sicher sei, dass die Aussagen 

objektivierbar seien; wie das Zentrum sicher sein könne, dass die Medikamente in der 

notwendigen Konsequenz eingenommen würden; ob die Medikamentenspiegel 

gemessen worden seien; ob die vom Zentrum gestellte psychiatrische Diagnose 

fachärztlich gestellt worden sei; welches die Arbeitsunfähigkeit allein aus 

neurologischer Sicht, unter Ausklammerung einer möglichen psychiatrischen Störung, 

sei. Ausserdem falle auf, dass der Versicherte einen unauffälligen Tagesablauf und 

keine Episoden unwillkürlichen Einschlafens schildere. Ausserdem bestehe eine 

erhebliche Diskrepanz zwischen den Angaben des Versicherten einerseits und 

denjenigen des Psychiatrie-Zentrums zu den Therapiedaten. Es sei daher die 

Krankenkasse nach den Leistungsabrechnungen (Psychiatrie-Zentrum und 

Medikamente) zu fragen.

A.o  Das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St. Gallen 

antwortete am 4. Juli 2013 (IV-act. 82), das Führen eines Kalenders werde nicht 

gefordert. Es sei aber - auch aufgrund von fremdanamnestischen Beschreibungen - 

davon auszugehen, dass der Versicherte vier bis fünf Kataplexien pro Woche erleide, 

und zwar vor allem gegen Abend in Abhängigkeit von Emotionen bei Bestehen einer 

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Grundmüdigkeit. Die Diagnose der Narkolepsie stütze sich einerseits auf die 

glaubhaften Angaben des Versicherten und seiner Angehörigen, anderseits seien 

objektivierbar die kurze Einschlaflatenz, der Sleep-Onset-REM-Schlaf, ein 

fragmentiertes Schlafprofil und der negative Orexinspiegel im Liquor, der für die 

Diagnose beweisend sei. Medikamentenspiegel würden erfahrungsgemäss nicht 

gemacht. Der Versicherte werde durch Dr. H.___ fachpsychiatrisch behandelt (bei 

Kommunikation in der Muttersprache). Rein neurologisch betrachtet sei der Versicherte 

zu maximal 20 bis 25 % arbeitsfähig.

A.p  Nachdem die Krankenversicherung diverse Rechnungen eingereicht hatte (IV-act. 

83), forderte der RAD am 12. August 2013 (IV-act. 84) die Ergänzung betreffend die 

Medikamentenkosten und stellte weitere Fragen an den Versicherten, darunter 

verschiedenste Fragen zum Autofahren und Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln, 

Spazierengehen und ausserhäuslichen Aktivitäten. Er möge ausserdem zwei Wochen 

lang einen Kalender führen, in welchem er mit genauer Zeitangabe vermerke, wann und 

wie lange er unwillkürlich eingeschlafen sei bzw. wann es zur Kataplexie gekommen 

sei. - Der Versicherte antwortete am 10. September 2013 (Eingang, IV-act. 87), er 

besitze keinen Fahrausweis. Er werde von seiner Frau und seinen Kindern regelmässig 

nur über kurze Strecken gefahren. An den Urlaubsort gelange seine Familie mit dem 

Auto und sie müssten dabei längere Pausen machen oder in einem Hotel übernachten. 

Für kurze Strecken gehe er allein spazieren, regelmässig aber mit seiner Frau. Er 

bevorzuge es, stets im Umfeld seiner Familie zu sein und gehe nur selten auf Besuch, 

weil er Lärm und Unruhe nicht ertrage.

A.q  Das Psychiatrie-Zentrum G.___ gab am 12. November 2013 (IV-act. 90) an, der 

Versicherte befinde sich seit dem 6. Mai 2011 in ambulanter Behandlung. Der 

Krankheitsverlauf sei chronifiziert. Es handle sich um ein komplexes Zustandsbild, 

nämlich eine Verknüpfung zwischen einer Narkolepsie und einer depressiven Störung. 

Der Versicherte schlafe während den Konsultationen mehrmals ein. Es seien ihm keine 

Tätigkeiten mehr zumutbar. 

A.r  Der RAD-Arzt hielt am 12. Dezember 2013 (IV-act. 94) fest, aus den 

Medikamentendaten gehe hervor, dass in den vergangenen Jahren recht regelmässig 

zwei Medikamente bezogen worden seien. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass 

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sie auch eingenommen worden seien. Nach Absprache mit einer RAD-Ärztin ([...]) sei 

davon auszugehen, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit wie in anderen 

Tätigkeiten mit Maschinen nicht mehr arbeitsfähig sei, und zwar seit 1. Januar 2010. In 

einer optimal adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % abzüglich 

vermehrter Schlafpausen und abzüglich von 10 % wegen verminderter 

Leistungsfähigkeit. Adaptiert sei eine körperlich leichte Arbeit ohne monotone Tätigkeit 

und ohne Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, die in 

einem bezüglich der Pausen und der verminderten Leistungsfähigkeit verständnisvollen 

Betrieb und in einer harmonischen Umgebung geleistet werde. Für allfällige 

Eingliederungsmassnahmen bedürfte der Versicherte wegen der psychischen Störung 

der Unterstützung. Er befinde sich in ausreichender ärztlicher Behandlung und 

relevante Inkonsistenzen seien nicht erkennbar.  

A.s  Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2014 (IV-act. 98 f.) wurde dem Versicherten 

mitgeteilt, bei einem Invaliditätsgrad von 5 % bestehe kein Rentenanspruch.

A.t   Am 30. Januar 2014 (IV-act. 100) liess der Versicherte Einwand erheben und am 

11. März 2014 (IV-act. 105) beantragen, es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen, 

eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen. Während das Interdisziplinäre 

Zentrum für Schlafmedizin eine Arbeitsfähigkeit von maximal 20 bis 25 % für den 

Versicherten als zumutbar betrachte, sei er nach Auffassung des RAD abgesehen von 

vermehrten Pausen bzw. einer Leistungseinschränkung von 10 % voll arbeitsfähig. Die 

Diskrepanz von 65 bis 70 % sei nicht begründet worden. Eine Auseinandersetzung mit 

den Diagnosen der beidseitigen Schwerhörigkeit und des Verdachts auf koronare 

Herzkrankheit habe nicht stattgefunden. Die Umschreibung der Anforderungen an 

einen Arbeitsplatz entspreche nicht einer Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Würde sie 

gefunden, so handle es sich um eine Nischenarbeitsstelle mit unterdurchschnittlichem 

Verdienst. Ein Leidensabzug von 25 % sei am Platz.

A.u  Auf Anraten des RAD vom 14. März 2014 (IV-act. 106) wurden dem Versicherten 

diverse Fragen gestellt und Abklärungen getroffen. - Dr. H.___ erteilte am 2. April 2014 

(IV-act. 108-2 f.) diverse Auskünfte. - Ferner ging ein Bericht des Zentrums für 

Schlafmedizin vom 21. März 2014 (IV-act. 114) ein, wonach sich in der 

Polysomnographie vom 4. März 2014 eine sehr schlechte Schlafeffizienz des 

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Versicherten gezeigt habe, ausserdem wenig REM- und wenig Tiefschlaf, zudem ein 

ausgeprägtes PLMS. – Dr. B.___ erstattete am 5. Mai 2014 einen IV-Arztbericht (IV-act. 

115). Das Leiden des Versicherten (Narkolepsie, depressives Leiden) sei bisher durch 

alle medizinische Therapie nicht beeinflussbar gewesen. Er sei seit ca. 2010 und auch 

in der aktuellen physischen und psychischen Verfassung und weiterhin nicht 

arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit werde durch die Spezialisten am Kantonsspital St. 

Gallen und durch (gemeint wohl:) Dr. H.___ bestimmt. Gemäss einem beigelegten 

Bericht vom 17. Januar 2014 (IV-act. 115-8 f.) hatte Dr. med. I.___, Facharzt für 

Kardiologie, extrakardiale Thoraxschmerzen, kardiovaskuläre Risikofaktoren, eine 

Narkolepsie mit Kataplexien, den Vd. a. depressive Störung im Rahmen einer 

Anpassungsstörung und den Vd. a. eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur mit 

Kränkung diagnostiziert. Das Zentrum für Schlafmedizin hatte in einem Bericht vom 24. 

Januar 2014 (IV-act. 115-10 ff.) erklärt, es sei eine Medikamentenerhöhung (Venlafaxin) 

zu empfehlen (wobei vor einer möglichen erneuten Therapie mit Xyrem in höherer 

Dosierung eine Polysomnographie erforderlich sei). Der Versicherte habe unter 

anderem von pro Woche drei- bis viermaligem Auftreten von Kataplexien, nur seltenen 

Stürzen, aber häufigen hypnagogen Halluzinationen berichtet. Aufgrund der 

ausgesprochenen Einschlafneigung (in der Epworth-Sleepiness-Scale seien 19 von 21 

Punkten nachgewiesen worden) sei der Versicherte sicherlich zu mindestens 50 % 

arbeitsunfähig, in Kombination mit der psychiatrischen Symptomatik (eines V. a. eine 

depressive Episode im Rahmen einer Anpassungsstörung und eines V. a. eine 

narzisstische Persönlichkeitsstruktur mit Kränkung) wahrscheinlich in einem höheren 

Grad. Das Zentrum habe dem Versicherten deshalb zu einem Einwand gegen den 

Vorbescheid geraten. - Der RAD hielt daraufhin am 13. Mai 2014 (IV-act. 116) an seiner 

Einschätzung fest.

A.v  In der Folge wurde ein Bericht des Zentrums für Schlafmedizin vom 1. Mai 2014 

(Eingang 14. Mai 2014; IV-act. 117) eingereicht. Es sei nach der Polysomnographie 

Xyrem verordnet worden. Von der Ehefrau des Versicherten würden glaubhaft sehr 

viele Kataplexien, zurzeit ca. zwei bis drei pro Tag, geschildert. In Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten müsse nach wie vor von einer ausgeprägten 

Einschränkung ausgegangen werden.

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A.w Der Rechtsvertreter des Versicherten beantragte am 2. Juni 2014 (IV-act. 119), 

dass die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle den Versicherten versuchsweise bei sich 

für ein Praktikum einstelle und danach neu evaluiere. Eine Arbeitsfähigkeit gemäss 

Vorbescheid sei nicht vorhanden. Bei einer mittleren Einschlaflatenz von 5.9 Minuten 

gemäss Bericht vom 2. Mai 2013 eine Arbeitsstelle mit einem Pensum von mehr als 50 

% zu finden, sei fernab jeglicher Realität. Dies habe nicht im entferntesten etwas mit 

einer wohlwollenden Beurteilung durch den Behandler zu tun. Bezüglich der 

Schwerhörigkeit stelle sich die Frage, ob sie Einfluss auf ein normales Arbeitsumfeld 

habe oder nicht, was zurzeit unklar sei.

A.x  Mit Verfügung vom 19. Juni 2014 (IV-act. 120) wies die Sozialversicherungsanstalt/ 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen einen Rentenanspruch des Versicherten bei einem 

Invaliditätsgrad von 5 % (Valideneinkommen Fr. 58'329.--, Invalideneinkommen Fr. 

55'046.--) ab. Die Leistungsfähigkeit sei um 10 % eingeschränkt.

A.y  Am 13. Juni 2014 (Eingang 25. Juni 2014) reichte die Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen einen Bericht des Zentrums für Schlafmedizin von jenem Tag 

(IV-act. 123-3 f.) ein. Aus rein neurologischer Sicht sei der Versicherte zu mindestens 

50 % arbeitsunfähig.  

B.   

Gegen die Verfügung vom 19. Juni 2014 richtet sich die von Advokat lic. iur. Martin 

Boltshauser, Procap Schweiz, für den Betroffenen am 19. August 2014 erhobene 

Beschwerde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente 

zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ausserdem seien dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Prozessführung samt Befreiung von allfälligen Vorschuss- und 

Sicherheitsleistungen und die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen. 

Obwohl der RAD am 24. März 2011 keine Ergänzungsfragen vorgesehen habe, seien 

am 4. August 2011 Zusatzfragen an das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin 

gerichtet worden. Der Grund hierfür sei nicht bekannt; es werde der Eindruck erweckt, 

es seien Gründe gesucht worden, um die klare RAD-Beurteilung zu revidieren. 

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Eineinhalb Jahre nach dieser Beurteilung seien die in der Zwischenzeit neu 

eingegangenen Akten dem RAD (einem andern Arzt) erneut vorgelegt worden, worauf 

der bisher klare Sachverhalt - trotz Fehlens grosser Veränderungen - 

erstaunlicherweise nicht mehr beurteilbar gewesen sei. Der RAD-Arzt habe einen 

umfangreichen Fragenkatalog an das Zentrum für Schlafmedizin, den 

Beschwerdeführer und den Hausarzt ausgearbeitet. Auch nach Eingang der Antworten 

hätten für ihn noch Unklarheiten bestanden. Er habe festgehalten, ohne kritisches 

Hinterfragen der ärztlichen Berichte würde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für 

jegliche Tätigkeit resultieren. Sein Fazit lasse erkennen, dass das nicht habe in Frage 

kommen können. Er weise auf Widersprüche in den Angaben des Beschwerdeführers 

hin, gehe aber mit keinem Wort auf die Testresultate, etwa den MWT vom 21. März 

2013, ein. Eine dezidierte und objektive Auseinandersetzung über sämtliche Fakten 

fehle schlichtweg. Am 12. August 2013 habe der RAD-Arzt erneut einen umfangreichen 

Fragenkatalog an den Beschwerdeführer zusammengestellt, ohne aber auf den 

eingeholten Bericht des Zentrums für Schlafmedizin vom 4. Juli 2013 einzugehen, so, 

als ob dieser gar nie geschrieben worden wäre. Darin sei festgehalten worden, der 

Beschwerdeführer sei maximal zu 20 bis 25 % arbeitsfähig; seine Angaben würden 

glaubwürdig erscheinen und sich mit den objektivierbaren Befunden decken. Am 12. 

Dezember 2013 habe der RAD die Arbeitsfähigkeit in einer optimal adaptierten Tätigkeit 

mit 100 % abzüglich vermehrter Pausen wegen Einschlafens beurteilt und sei von einer 

um 10 % verminderten Leistungsfähigkeit ausgegangen. Wieviel Einschränkung die 

Schlafpausen bedeuteten, sei nicht ersichtlich; das sei in der Folge von der 

Beschwerdegegnerin auch vollständig ignoriert worden. Der Umfang sei nie konkret 

ermittelt worden, was nachgeholt werden müsste. Das könnte nur unter realen 

Bedingungen geschehen, beispielsweise in einem Arbeitsversuch in einer geschützten 

Werkstätte. Ein solcher Arbeitsversuch müsste eng von den RAD-Ärzten begleitet 

werden, denn die Einschätzungen der behandelnden Ärzte finde vorliegend 

offensichtlich keine Anerkennung. Die RAD-Ärzte müssten sich ausserdem mit der 

massiven Abweichung der Arbeitsfähigkeitsschätzungen durch ausgewiesene 

Spezialisten auseinandersetzen. Die bisherige Abweichung sei nicht nachvollziehbar, 

weshalb auf die Einschätzung der Spezialisten abzustellen sei. Ausserdem sei ein 

Leidensabzug von 15 % vorzunehmen. Denn das gesamte Arbeitsumfeld des 

Beschwerdeführers müsse auf ein ständiges Einschlafen ausgerichtet sein. Selbst bei 

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einer Schreibtischtätigkeit, für welche der Beschwerdeführer aber keine Qualifikation 

aufweise, müssten Vorsichtsmassnahmen getroffen werden (für den Fall, dass dieser 

vom Stuhl fiele), erst recht bei anderen Tätigkeiten. Das stelle hohe Anforderungen an 

einen Arbeitgeber. Eine solche Person werde nur zu einem tieferen Lohn eingestellt.  

C.  

Am 3. September 2014 ging ein Bericht des Zentrums für Schlafmedizin vom 28. 

August 2014 (IV-act. 126) bei der Beschwerdegegnerin ein. Unter erhöhter Dosierung 

von Xyrem habe sich der Nachtschlaf des Beschwerdeführers verbessert. Es träten 

mindestens drei bis vier Kataplexien pro Tag auf. Von häufigen, meist 10 bis 20 

Minuten dauernden Powernaps profitiere der Beschwerdeführer, sei aber dennoch 

nicht belastbar und stosse ständig an seine Grenzen. Er vermeide sozialen Kontakt aus 

Angst vor Kataplexien, vor allem bei Wut und Ärger. In der Epworth-Sleepiness-Scale 

hätten sich 15 von 21 Punkten ergeben. Aufgrund der pathologisch erhöhten 

Tagesschläfrigkeit, der häufigen Kataplexien und verminderter Belastbarkeit werde die 

Arbeitsunfähigkeit auf 70 % geschätzt. 

D.  

In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. September 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. In medizinischer Hinsicht stütze 

sich die Verfügung auf die Einschätzung des RAD, wonach in einer optimal 

angepassten Tätigkeit eine um 10 % verminderte Leistungsfähigkeit wegen zusätzlich 

vermehrter Schlafpausen bestehe. Sowohl objektivierbare als auch medizinisch nicht 

oder nicht klar fassbare Beschwerdebilder könnten die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

beeinträchtigen. Entweder müssten die subjektiven Beschwerdeangaben durch 

korrelierende fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sein 

oder es sei bei unklaren Beschwerdebildern anhand der Foerster-Kriterien zu prüfen, 

ob das Leiden grundsätzlich invalidisierend sein könne. Die Ärzte am Kantonsspital St. 

Gallen würden die Arbeitsunfähigkeit mit den subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers begründen, was für einen rechtsgenüglichen Nachweis der 

erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens nicht ausreiche. Aus Gründen 

der Rechtsgleichheit seien sämtliche pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen 

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Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage den gleichen 

sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen. Gemäss Pschyrembel 

seien für eine Narkolepsie imperative Schlafanfälle charakteristisch, deren Ursache 

unbekannt sei. Die Narkolepsie gehöre gemäss Wikipedia zur Gruppe der Schlafsüchte 

(Hypersomnien). Sie habe eine zentrale Ursache. Die klassische Narkolepsie 

(Narkolepsie mit Kataplexie) sei eine neurologische Erkrankung. Bei einer Narkolepsie 

mit Kataplexie unklarer Ursache sei analog zur nichtorganischen Hypersomnie nach 

den von der Rechtsprechung formulierten Kriterien vorzugehen. Der von Dr. H.___ 

diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom 

komme kein eigenständiger Krankheitswert zu, sei die Narkolepsie doch eng mit ihr 

verknüpft. Eine rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei nicht 

rechtsgenüglich ausgewiesen.

E.   

Am 8. Oktober 2014 hat die Gerichtsleitung dem Gesuch um Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen.

F.   

Mit Replik vom 27. Oktober 2014 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

vor, die Beschwerdegegnerin übersehe die objektive und organisch bedingte Ursache 

der Narkolepsie mit Kataplexien. Es liege kein pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage vor, sondern 

das Beschwerdebild sei objektivierbar, denn dem Beschwerdeführer fehle das Orexin, 

das den Tagesrhythmus eines gesunden Menschen steuere, im Liquor. Eine organische 

Erkrankung (Narkolepsie) sei ungleich schwerer als eine psychische; die Schlafneigung 

könne diesfalls nicht einfach willentlich überwunden werden. Die Schweizerische 

Narkolepsie Gesellschaft halte im Internet fest, die Narkolepsie sei keine psychische 

Krankheit. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu Überwindbarkeit von 

Schmerzen und Komorbidität psychischer Erkrankungen seien nicht relevant. Die 

Beschwerdegegnerin versuche, organisch bedingte Beschwerdebilder in 

psychiatrische umzudeuten. Ihre Argumentation erscheine diesbezüglich willkürlich und 

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sachfremd. Ausserdem sei der Körper im Dauerstress. Dass die Leistungsfähigkeit um 

10 % vermindert sein sollte, sei nicht realistisch, wie sich aus den Expertenberichten 

entnehmen lasse. Die Ärzte am Kantonsspital St. Gallen hätten sich bei ihrer 

Beurteilung auf die nachgewiesene Diagnose, selbst durchgeführte Tests und die 

Angaben des Beschwerdeführers gestützt. Allein die Diagnose der Narkolepsie mit 

Kataplexien - ein selbständiges organisches Beschwerdebild - reiche aus, um 

krankheitsbedingte erwerbliche Auswirkungen zu begründen. Die einzige Frage, die 

sich stelle, sei der Umfang der Einschränkung. Die von Dr. H.___ diagnostizierte 

mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom habe einen zusätzlichen, 

die massive Einschränkung verstärkenden Einfluss. Ob sie eine relevante psychische 

Komorbidität zur selbständigen organischen Narkolepsie begründe, sei irrelevant. Dass 

sich die Beschwerdegegnerin auf die Einschätzung des RAD stütze, sei unwesentlich; 

ihre Einschätzung sei völlig utopisch und nicht nachvollziehbar.

G.  

Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Duplik vom 30. Oktober 2014 fest, bei der 

Narkolepsie handle es sich unbestrittenermassen nicht um eine psychische 

Erkrankung. Der allenfalls organische Charakter der Narkolepsie mit Kataplexie unklarer 

Ursache stehe der aus Gründen der Rechtsgleichheit erforderlichen Unterstellung unter 

die Rechtsprechung zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen 

Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage nicht entgegen. Denn 

die Rechtsprechung habe die zu vorwiegend psychisch begründeten 

Schmerzstörungen entwickelten Regeln unter anderem auch auf die als organisches 

Leiden betrachtete Fibromyalgie und auf unspezifische Nackenschmerzen 

(Schleudertrauma) übertragen.  

Erwägungen

1.   

1.1  Im Streit liegt die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 19. Juni 2014, mit 

welcher das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers, namentlich sein 

Rentenanspruch, abgewiesen worden ist.

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1.2  Der Beschwerdeführer lässt die Zusprache einer Rente, im Eventualstandpunkt 

weitere Abklärungen, beantragen. Streitgegenstand bildet demnach der allfällige 

Rentenanspruch. Berufliche Eingliederungsmassnahmen waren gemäss einer 

Mitteilung vom 11. August 2010 abgelehnt worden. Ergäbe sich allerdings, dass ohne 

Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage stünde, so gehörte zum 

Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu 

Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

2.   

2.1  Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

(als Folge unter anderem von Krankheit, vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG) verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Eine 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann entsprechend nur relevant sein, wenn sie 

Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist 

(vgl. Bundesgerichtsentscheid 9C_125/2015 E. 5.3, BGE 130 V 396). Eine (so bedingte) 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit muss in jedem Einzelfall unabhängig von der 

Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 

Ausmass bestimmt sein (vgl. BGE 127 V 294, BGE 99 V 28). Beeinträchtigungen der 

Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, 

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Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden in der Lage wäre, sind 

nach der Rechtsprechung nicht als Auswirkungen einer krankhaften (dort: seelischen) 

Verfassung zu betrachten (vgl. BGE 102 V 165).

3.   

3.1  Für die Invaliditätsbemessung sind demnach zunächst die medizinischen 

Vorbedingungen von Bedeutung. Der Arzt sagt, inwiefern die versicherte Person in 

ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist (BGE 

107 V 17 = ZAK 1982 S. 34). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 

Die ärztlichen Auskünfte sind im Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 99 f. E. 4, vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

3.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Verfügung, in welcher sie bei 

Annahme einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 10 % einen 

Invaliditätsgrad von 5 % errechnet hat, für den medizinischen Teil auf die Beurteilung 

des RAD-Arztes vom 13. Mai 2014. Darin hat dieser an seiner bisherigen, am 12. 

Dezember 2013 im Zusammenwirken mit einer RAD-Ärztin entwickelten Auffassung 

festgehalten, wonach der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit nicht mehr, in 

einer optimal adaptierten Tätigkeit aber zu 100 % abzüglich vermehrter Schlafpausen 

und (vgl. IV-act. 94-2) abzüglich von 10 % wegen verminderter Leistungsfähigkeit 

arbeitsfähig sei. Mit der Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 90 % hat die 

Beschwerdegegnerin somit zum einen ausser Acht gelassen, dass der Bedarf an 

Schlafpausen nach dieser Beurteilung zur Leistungsverminderung um 10 % 

hinzukommt. Der Pausenbedarf als solcher ist zudem nicht quantifiziert worden, 

weshalb die entsprechende RAD-Arbeitsfähigkeitsschätzung insofern in sich 

ungenügend bestimmt ist. Wird aber - was sich rechtfertigen dürfte - angenommen, 

dass nicht mit einem Pausenbedarf von mehr als 45 % Arbeitszeit gerechnet wurde, so 

weicht der RAD mit seiner Aktenbeurteilung zum andern weit von den 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen in allen aktenkundigen fachärztlichen Berichten (50 % 

Arbeitsunfähigkeit oder mehr, vgl. unten E. 3.3) ab. Dr. B.___, welcher als Einziger 

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zunächst am 19. Mai 2010 noch eine Arbeitsfähigkeitsangabe von 100 % gemacht 

hatte, erklärte sich nämlich schon am 11. Oktober 2010 zu einer Beurteilung für 

fachlich ungenügend kompetent und verwies auch am 5. Mai 2014 auf die Beurteilung 

der Spezialisten.

3.3  Das Zentrum für Schlafmedizin hatte am 22. November 2010 allein der Narkolepsie 

des Beschwerdeführers eine Arbeitsunfähigkeit von (eventuell mindestens) 50 % 

zugeschrieben. Es ist davon auszugehen, dass der Fachbereich Psychosomatik am 24. 

März 2011 (bei unterschiedlichen Angaben) annahm, der Beschwerdeführer werde 

infolge einer invalidisierenden psychischen Symptomatik frühestens ab 2. September 

2011 wieder bis maximal zu 50 % arbeitsfähig sein. Der damals zuständige RAD-Arzt 

hatte denn auch am 6. April 2011 (IV-act. 40) für überzeugend gehalten, dass der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit seit 1. Januar 2010 nicht mehr und in 

einer adaptierten Tätigkeit aus neurologischen und psychiatrischen Gründen noch zu 

50 % arbeitsfähig sei. Das Psychiatrie-Zentrum G.___ attestierte dem 

Beschwerdeführer danach am 14. November 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, 

am 30. Mai 2013 und am 12. November 2013 gar eine solche von 100 %. Im 

September 2011 hatte nach Angaben der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. 

Gallen aufgrund der somatischen und psychiatrischen Gesundheitsschäden eine 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 80 % bestanden, im Juli 2013 aus rein 

neurologischer Sicht eine solche von 75 bis 80 %. Am 24. Januar 2014 wurde von einer 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % allein wegen der Einschlafneigung, in 

Kombination mit der psychiatrischen Symptomatik von einer wahrscheinlich grösseren 

Arbeitsunfähigkeit berichtet, am 13. Juni 2014 von einer Arbeitsunfähigkeit von - rein 

neurologisch gesehen - mindestens 50 %. Am 28. August 2014 (allerdings gut zwei 

Monate nach dem für die vorliegende Beurteilung des Sachverhalts letzten noch 

massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung) wurde eine 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert.

3.4  Der RAD ist in der erwähnten abschliessenden Beurteilung von diesen 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen weit abgewichen, ohne aber die zugrunde liegenden 

Gesundheitsschäden in Abrede zu stellen (vgl. die Meldung des Verdachts auf eine 

Einschränkung der Fahrtauglichkeit; IV-act. 93). Aufgrund der Beurteilungen des 

Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin ist denn auch davon auszugehen, dass 

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der Beschwerdeführer an einer Narkolepsie mit Kataplexien leidet. Diese fachärztlich 

gestellte Diagnose wurde namentlich durch Bestimmung des Orexinspiegels im Liquor 

im Oktober 2011 gesichert. Es wurden aber auch verschiedene andere objektivierende 

Tests vorgenommen, so etwa mehrfach Polysomnographien bzw. MSLTs (August 

2008, IV-act. 6-7, September 2010, IV-act. 32-3, später noch März 2014, IV-act. 114). 

Es waren (2008) Sleep-Onset-REM-Schlaf und (auch 2014) ein fragmentiertes 

Schlafprofil festgestellt worden. Eine Untersuchung der Vigilanz in zwei verschiedenen 

Tests im März 2013 (IV-act. 77-2) war äusserst pathologisch ausgefallen (Einschlafen 

nach wenigen Minuten). Der Beschwerdeführer hatte im Juni 2010 auch während 17 

Tagen regelmässig eine Aktiwatch getragen. Trotz dieser erhobenen Befunde und ihrer 

fachärztlichen Beurteilung hatte der RAD im Juni 2013 im Übrigen zunächst noch daran 

festgehalten, dass eine ausreichende Objektivierung fraglich und diesbezügliche 

Erkundigungen, unter anderen beim Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin, 

einzuholen seien.

3.5  Bei einer neuropsychologischen Testung im September 2010 waren zudem formal 

insgesamt mittelschwere Störungen, in einzelnen Bereichen wie der kognitiven 

Verarbeitungsgeschwindigkeit, Alertness, Vigilanz und Denkflexibilität bis zu schwere 

Störungen gefunden worden. Es war darauf hingewiesen worden, dass eine zeitweise 

eingeschränkte Anstrengungsbereitschaft des Beschwerdeführers nicht 

ausgeschlossen sei. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Nachweis fehlenden 

Orexins erst später gelang. Bei der Würdigung der neuropsychologischen Ergebnisse 

sind sowohl die Narkolepsie als auch eine allfällige Beeinträchtigung der psychischen 

Gesundheit (depressive Störung) zu beachten.

3.6  Schon im Jahr 2008, vor der Kündigung des Arbeitsverhältnisses (vom Oktober 

2009), war vom Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin der Verdacht auf 

depressive Störungen geäussert worden. Fachärztlich wurde am 24. März 2011 eine 

Neurasthenie diagnostiziert, welche die Symptomatik der - damals noch nicht 

somatisch bestätigten - Narkolepsie überlappe. Ausserdem wurde auf die Gefahr der 

Entwicklung einer depressiven Episode hingewiesen. Im Juni 2012 hat sich nach 

Auffassung der Neurologin eine Verschlechterung durch eine depressive 

Anpassungsstörung ergeben. Vom Psychiatrie-Zentrum G.___ wurde im November 

2012 fachärztlich eine leichte depressive Episode festgestellt, am 30. Mai 2013 eine 

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mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom. Am 12. November 2013 

schliesslich wurde von einem komplexen Zustandsbild und einem chronifizierten 

Krankheitsverlauf berichtet. Psychiatrisch fachärztlich liegen demnach unterschiedliche 

Diagnosen vor, welche möglicherweise divergierend, möglicherweise aber auch sich in 

der Zeitenfolge ablösende Gesundheitsschäden beschreiben. Der Beschwerdeführer 

steht jedenfalls nach der Aktenlage bereits seit Mai 2011 in entsprechender 

Behandlung.

3.7  Nach den ergänzenden Abklärungen bei der Krankenkasse hat der RAD am 12. 

Dezember 2013 dann eingeräumt, dass der Beschwerdeführer die Medikamente 

überwiegend wahrscheinlich eingenommen habe, er in ausreichender ärztlicher 

Behandlung stehe und relevante Inkonsistenzen nicht erkennbar seien. - Von den 

Schätzungen der Neurologin (und der psychiatrischen Fachärzte) der Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit wich er wie erwähnt dennoch ab, 

ohne dass er eine Begründung dargelegt hätte. Er schloss sich in seinen 

Akteneinschätzungen also nicht der einen oder anderen Arbeitsfähigkeitsschätzung 

eines Arztes an, welcher den Beschwerdeführer selber untersucht hat, sondern setzte 

die Arbeitsfähigkeit selber hiervon - erheblich - differierend fest. Dass der 

Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit seit 1. Januar 2010 (bzw. 4. Januar 2010) 

voll arbeitsunfähig ist, liess er hingegen unbestritten. Das erscheint nicht 

nachvollziehbar.

3.8  Die regionalen ärztlichen Dienste setzen gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG die für die 

Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit 

der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im 

Aufgabenbereich auszuüben. Nach Art. 49 Abs. 1 IVV beurteilen sie die medizinischen 

Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie 

im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen 

Weisungen des Bundesamtes frei wählen. Gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV können sie bei 

Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die 

Untersuchungsergebnisse schriftlich fest. - Das Absehen von eigenen Untersuchungen 

kann insbesondere dann ein Grund sein, einen RAD-Bericht in Frage zu stellen, wenn 

es - wie es hier der Fall ist - nicht um die Beurteilung eines im Wesentlichen bereits 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, womit die direkte ärztliche Befassung 

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mit der versicherten Person entbehrlich wäre (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. 

Januar 2016, 9C_405/2015 E. 5.1; vgl. auch etwa die Entscheide des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2010, IV 2008/367, und 

vom 17. Juni 2009, IV 2007/454). Mangels eigener Untersuchung handelt es sich bei 

den vorliegenden RAD-Berichten nicht um Stellungnahmen im Sinn von Art. 49 Abs. 2 

IVV, sondern lediglich um Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung des 

Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 IVV), die 

sich nach der Rechtsprechung einzig dazu zu äussern vermögen, ob der einen oder 

anderen ärztlichen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersuchung 

vorzunehmen ist (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 2. Mai 2016, 9C_839/2015 E. 3.3, 

und 9C_405/2015 E. 5.1).

3.9  Der RAD-Beurteilung kann aus diesen Gründen nicht gefolgt werden. Da sich der 

Sachverhalt auch anhand der aus dem Blickwinkel der behandelnden Ärzteschaft 

abgegebenen Arbeitsfähigkeitsschätzungen nicht ausreichend zuverlässig erheben 

lässt, namentlich was das Ausmass der Beeinträchtigung infolge des Zusammenfallens 

von somatischem und psychischem Leiden und allfällige relevante Änderungen des 

Sachverhalts innerhalb des gesamten massgeblichen Zeitraums betrifft, wird ihn die 

Beschwerdegegnerin ergänzend abzuklären haben. Angemerkt werden kann, dass 

zumindest bei gegebener Aktenlage kein Anlass besteht, die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen 

Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage heranzuziehen, ist die 

Diagnose einer Narkolepsie mit Kataplexien beim Beschwerdeführer doch fachärztlich 

neurologisch gestellt und sind die Auswirkungen in verschiedenen Tests objektiviert 

worden. In dem von der Beschwerdegegnerin zitierten BGE 137 V 64 (E. 4) erklärte das 

Bundesgericht die Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörungen für sinngemäss anwendbar, wenn sich die Frage nach der 

invalidisierenden Wirkung einer nichtorganischen Hypersomnie stellt. Eine solche liegt 

nach der Aktenlage unbestrittenermassen nicht vor. Für organische Narkolepsien hat 

das Bundesgericht eine solche Subsumtion - soweit ersichtlich - nicht postuliert. Auch 

der Vergleich mit der Rechtsprechung zu Fibromyalgie und unspezifischen 

Nackenschmerzen als organische Leiden vermag deren analoge Anwendung auf den 

vorliegenden Sachverhalt nicht zu rechtfertigen.

4.   

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4.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 19. Juni 2014 teilweise gutzuheissen und die Sache ist 

zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu entsprechender neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2  Bei diesem Verfahrensausgang ist für die Kosten von einem vollen Obsiegen des 

Beschwerdeführers auszugehen (vgl. BGE 137 V 57). Die Bewilligung der 

unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für den Beschwerdeführer vom 8. Oktober 2014 

braucht damit nicht in Anspruch genommen zu werden.

4.3  Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1bis IVG), sind demnach gesamthaft der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr 

von Fr. 600.-- erscheint angemessen.

4.4  Der Beschwerdeführer hat bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenüber der 

Beschwerdegegnerin Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. 

VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen 

erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer). 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 19. Juni 

2014 teilweise gutgeheissen und die Sache wird zu ergänzenden Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.06.2017
	Rückweisung zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts bei von den Arbeitsunfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzteschaft abweichender Aktenbeurteilung durch den RAD (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juni 2017, IV 2014/367). Entscheid vom 12. Juni 2017 Besetzung Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug (Vorsitz), Versicherungs-richterinnen Karin Huber-Studerus und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Fides Hautle Geschäftsnr. IV 2014/367 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt

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