# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3753e70-f03e-51f2-9b22-8c7e630e6610
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.07.2008 C-2640/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2640-2006_2008-07-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2640/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A. _______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, 
Avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA 
vom 19. Dezember 2005

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2640/2006

Sachverhalt:

A.
A. _______, geboren am _______ 1954, spanische Staatsangehörige, 
arbeitete  zwischen  1982  und  1992  verschiedentlich  in  der  Schweiz, 
zuletzt  bis  am  30.  November  1992  [Arbeitgeber  und  Arbeitsort]  als 
Küchenhilfe, bevor sie endgültig nach Spanien zurückkehrte (act. IV/6, 
IV/13). Gemäss ihren Angaben war sie vom 12. Januar 1993 bis am 
11.  Juli  1994  in  Spanien  arbeitslos  gemeldet.  Mit  erstinstanzlichem 
Urteil vom 21. März 1995 wurde ihr in Spanien eine Invalidenrente per 
21.  Dezember  1993  zugesprochen.  Mit  Revisionsentscheid  vom  29. 
Januar 1998 durch das Obergericht von Galizien wurde dieses Urteil 
aufgehoben  mit  der  Begründung,  dass  die  Versicherte  nicht  eine 
Invalidität  im erforderlichen Mass aufweise.  Aufgrund weiterer  Akten 
(IV/1, 61) geht  hervor, dass sie in Spanien weiterhin zumindest eine 
Teilinvalidenrente bezieht.

B.
Am 25. Februar 2004 reichte die Beschwerdeführerin beim spanischen 
Versicherungsträger "Instituto Nacional de la Seguridad Social" (nach-
folgend:  INSS)  von  X.  _______  ein  Gesuch  um  Leistungen  der 
Schweizer Invalidenversicherung ein. Das Gesuch wurde von der INSS 
am 3. Juni 2004 an die Schweizerische Ausgleichskasse überwiesen 
(act. IV/1 –4). Der Eingang wurde der Versicherten am 25. Juni 2004 
von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IV-Stelle) 
bestätigt (act. IV/5).

C.
Gemäss Aufforderung der IV-Stelle vom 8. September 2004 reichte der 
Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin,  Abelardo  Vasquez  Conde, 
am 10. November 2004 die ausgefüllten Formulare "Questionnaire à 
l'assuré (UE)" und "Questionnaire pour les assurés travaillant dans le 
ménage"  sowie  diverse medizinische Unterlagen und das spanische 
Urteil vom 21. März 1995, das ihren Anspruch auf eine Invalidenrente 
in Spanien festlegte (act. IV/10 – 15), ein.

D.
Mit IV-Verfügung vom 9. Juni 2005 wurde bei der Versicherten ein In-
validitätsgrad von 24% festgestellt  und ein Rentenanspruch verneint. 
Der Entscheid beruhte auf der Beurteilung des medizinischen Diens-
tes der IV, Dr. med. C. _______, vom 15. Januar 2005 (act. IV/59 – 61). 

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Die darin enthaltenen Feststellungen stützten sich auf das in Spanien 
erstellte medizinischen Gutachten vom 2. Juni 2004 (Formular E 213 
inkl. Beilagen act. IV/56 – 58) sowie auf ältere medizinische Vorakten 
aus Spanien und der Schweiz (act. IV/18 – 48).

E.
Die  Beschwerdeführerin  erhob  am 29. Juni  2005  gegen  diesen  Be-
scheid fristgerecht Einsprache. Mit Entscheid vom 19. Dezember 2005 
wies die IV-Stelle die Einsprache ab. 

F.
Gegen den Einspracheentscheid liess die Versicherte am 26. Januar 
2006 Beschwerde bei der Eidgenössischen Rekurskommission der Al-
ters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland 
wohnenden Personen (nachfolgend: REKO AHV/IV) erheben. Sie be-
antragte die Aufhebung der Verfügung vom 9. Juni 2005 und die Be-
zahlung einer Rente in gesetzlicher Höhe ab dem 25. Februar 2004 
(Datum des Antrags) sowie die Erstattung der im Einsprache- und Be-
schwerdeverfahren entstandenen aussergerichtlichen Kosten. Gleich-
zeitig beantragte sie eine medizinische Begutachtung in der Schweiz. 
Die Beschwerde enthielt folgende Beilagen: 

- Kopie des medizinischen Gutachtens von Dr. med. B. _______, Facharzt 
für Kardiologie vom 3. Dezember 2003

- Urteil des Tribunal Superior de Justicia de Galicia, Sala de lo Social, vom 
29. Januar 1998 (Kopie)

- Rentenbescheid des Instituto Nacional de la seguridad social, Direccion 
Provincial, X.________ Nr. (...) vom 21. März 1995 (Original).

G.
In der Vernehmlassung vom 22. Februar 2006 ergänzte die Vorinstanz, 
dass die Möglichkeit einer Durchführung von medizinischen Untersu-
chungen in der Schweiz ausnahmsweise bestehe, wenn die ausländi-
schen medizinischen Unterlagen zur zuverlässigen Beurteilung quali-
tativ  nicht  genügen  würden.  Im  vorliegenden  Falle  habe  aber  keine 
Veranlassung bestanden, zusätzliche Untersuchungen in der Schweiz 
anzuordnen. Im Weiteren verwies sie auf ihre früheren Ausführungen 
und die Beurteilung ihres ärztlichen Dienstes. Die neu eingereichten 
medizinischen Unterlagen würden ausserdem das bereits Festgestellte 
bestätigen. Demgemäss beantragte sie die Abweisung der Beschwer-
de.

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H.
In der Replik vom 27. März 2006 liess die Beschwerdeführerin an ihrer 
Beschwerde festhalten und auf  einer  ärztlichen Untersuchung in  der 
Schweiz bestehen.

I.
Per 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverwaltungsgericht die bei 
der REKO AHV/IV hängige Beschwerde und teilte den Parteien mittels 
Verfügung vom 11. Mai  2007  die Zusammensetzung des Spruchkör-
pers mit. Gleichzeitig erhielt die Vorinstanz Gelegenheit zur Stellung-
nahme zur Replik. 

J.
In der Duplik vom 21. Mai 2007 blieb die Vorinstanz bei ihrem Antrag 
auf  Abweisung,  worauf  mit  Verfügung  vom  7.  September  2007  der 
Schriftenwechsel mit Kenntnisgabe der Duplik an die übrigen Verfah-
rensbeteiligten geschlossen wurde. 

K.
Mit  Schreiben vom 7. April  2008 erkundigte sich der Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführerin nach dem Stand des Verfahrens und danach, 
ob die Vorinstanz eine Duplik eingereicht habe. Mit Brief vom 28. April 
2008 wurde ihm die Duplik in Kopie nochmals zugestellt. 

L.
Am 9. Juni 2008 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien die 
Änderung des Spruchkörpers mit.

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der Ende 2006 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der De-
partemente hängigen Rechtsmittel, wobei die Beurteilung nach neuem 

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Verfahrensrecht  erfolgt  (Art. 53  Abs. 2  des  Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit  Art. 33 Bst. d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor.

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Anfechtung  (Art.  59  ATSG; ent-
sprechend: Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legiti-
miert. Mit Vollmacht vom (...) hat sie Rechtsanwalt Abelardo Vazquez 
Conde ermächtigt. Der die Beschwerde unterzeichnende Rechtsanwalt 
Abelardo Vazquez Conde ist somit rechtsgültig bevollmächtigt. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
wurde, ist darauf einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG).

2.
2.1 Die Beschwerdeführerin ist spanische Staatsangehörige, so dass 
vorliegend  das  am 1.  Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom 
21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  ei-
nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaa-
ten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (nachfolgend:  FZA, 
SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen  Anhang  II  betreffend  die 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). 

2.1.1 Die bis dahin zwischen der Schweiz und den Mitgliedstaaten der 
Europäischen Gemeinschaft geltenden bilateralen Abkommen über die 
soziale Sicherheit werden grundsätzlich mit Inkrafttreten des FZA inso-
weit  suspendiert,  als letzteres denselben Sachbereich regelt  (Art. 20 
FZA). 

2.1.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienange-
hörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1), haben die in den persönlichen Anwendungsbe-
reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-

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sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates. 

2.1.3 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren ge-
meinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestimmun-
gen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die 
Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invali-
denrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 
130 V 257 E. 2.4). 

2.1.4 Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.2 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reiche der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier des Einspracheentscheids vom 19. Dezember 2005, 
eingetretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 4 E. 
1.2 mit Hinweisen), sind die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestimmun-
gen des ATSG anwendbar. Das IVG ist in der Fassung vom 31. März 
2003 [4. IVG-Revision] anwendbar (in Kraft seit 1. Januar 2004). Nicht 
zu berücksichtigen sind demnach die durch die 5. IVG-Revision einge-
führten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind 
(AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die ab 1. Januar 2004 
bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des ATSG, des IVG 
und der IVV zitiert.

2.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG 
nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1)  anwendbar  ist.  Nach 

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Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung (IVG, SR 831.20) sind die Bestimmungen des ATSG 
auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht. 

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des  Sachverhalts  sowie die  Unangemes-
senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 
E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 

3.3
3.3.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse  Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Be-
weisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhalts-
darstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 
195 E. 2, je mit Hinweisen).

3.3.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die 
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
469 E. 4a, 120 Ib 229 E. 2b).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsge-

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richt zu prüfen, ob die IV-Stelle das Leistungsgesuch der Beschwerde-
führerin  vom 25. Februar  2004 zu Recht  abgewiesen und einen An-
spruch verneint hat. 

Die  Beschwerdeführerin  rügt  insbesondere  die  von  der  Vorinstanz 
übernommene Einschätzung ihrer Arbeitsfähigkeit durch den medizini-
schen  Dienst  der  Invalidenversicherung,  auf  der  Grundlage  der  Er-
kenntnisse des spanischen Amtsarztes (Formular E 213 E, act. IV/58). 
Sie verlangt  die  Durchführung  einer  medizinischen  Begutachtung  in 
der Schweiz, wie es für die in der Schweiz lebenden Versicherten üb-
lich sei. Sie bringt vor, dass  nur ein Arzt in der Schweiz die Restar-
beitsfähigkeit gemäss Schweizer Recht beurteilen könne. Sie hält ab-
schliessend  fest,  dass  es  doch  nicht  sein  könne,  dass  spanische 
Amtsärzte 1993 eine 55%-ige Invalidität (was einer 100%-igen Invalidi-
tät für die letzte in der Schweiz ausgeübte Tätigkeit entspreche) und 
1995 eine 100%-ige Invalidität zuerkannt hätten und die Schweizer In-
validenversicherung hingegen gar keinen Anspruch anerkenne,  ohne 
dass sie je persönlich in der Schweiz untersucht und begutachtet wor-
den sei.

4.1 Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze darzulegen.

4.1.1 Hinsichtlich der aufgrund von Art. 2 ATSG zu berücksichtigenden 
Normen des ATSG zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit 
(Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades 
(Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleis-
tungen (Art. 17  ATSG) hat  das Eidgenössische Versicherungsgericht 
erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 – 13 ATSG enthaltenen Legal-
definitionen  in  aller  Regel  um  eine  formellgesetzliche  Fassung  der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen 
vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt  und sich inhaltlich damit  keine 
Änderung ergibt, weshalb die hiezu entwickelte Rechtsprechung über-
nommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343, E. 3.1 – 
3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG (Grad der Invalidität) führt 
nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbe-
messung bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin nach der 
allgemeinen  Methode  des  Einkommensvergleichs  vorzunehmen  ist 
(BGE 130 V 343 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 128 V 30 E. 1 und 104 V 

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136 f. E. 2a und b je zu Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 
2002 in Kraft gestandenen Fassung]).

4.1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.1.3 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1 
ATSG). Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach 
Art. 29 Abs. 1  IVG. Der  Rentenanspruch entsteht  frühestens  in  dem 
Zeitpunkt,  in  dem  der  Versicherte  mindestens  zu  40%  bleibend  er-
werbsunfähig geworden ist (Bst. a: Dauerinvalidität, Art. 7 ATSG) oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krank-
heit, Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 269 ff. E. 5 und 6).

4.1.4 Erwerbsunfähigkeit  ist  der durch Beeinträchtigung der körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art.  7  ATSG). Arbeitsunfähig-
keit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen 
oder psychischen Gesundheit  bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit,  im bisherigen Beruf  oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit  zu 
leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

4.1.5 Ein  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  besteht  gemäss  Art.  28 
Abs. 1 IVG bei einem Invaliditätsgrad von 70%, auf eine Dreiviertels-
rente  bei  einem Invaliditätsgrad von 60%, bei  einem Invaliditätsgrad 
von 50% auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 40% 
auf eine Viertelsrente.

4.1.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

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stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
261 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz-
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 
versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor allem 
jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vorder-
grund  stehenden  Arbeitsmöglichkeiten  der  versicherten  Person  we-
sentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder 
in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben 
und tragen kann). 

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen Angaben und unter  Berücksichtigung der  übrigen Fä-
higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber 
nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. 
von  der  Berufsberatung  zu  beantworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  I  457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.1.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertinnen  und  Experten  begründet  sind. Bestehen  Zweifel  an  der 
Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen,  sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 125 V 352 E. 3a,  BGE 
122  V  160  E. 1c  und  1d  mit  weiteren  Hinweisen,  AHI  2001  S. 113 
E. 3a).

4.1.8 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts haben Berichte von versicherungsinternen Ärztinnen und Ärz-
ten,  sofern sie schlüssig erscheinen,  nachvollziehbar begründet  sind 
und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen, Be-
weiswert (vgl. BGE 122 V 161 E. 1c, BGE 123 V 178 E. 3.4 sowie UELI 

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KIESER,  ATSG-Kommentar  zu  Art.  43  Rz 28,  Zürich  –  Basel  –  Genf 
2003).

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt die Festsetzung des Invaliditätsgra-
des durch die Vorinstanz auf nur 24%, gemäss Schweizer Recht liege 
mit  Sicherheit  ein Invaliditätsgrad von über 40% vor. Die Beurteilung 
der  Vorinstanz  aufgrund  der  Feststellungen  des  IV-Arztes,  Dr.  med. 
C._______, vom 15. Januar 2005 sei ungenügend. Mit einer Untersu-
chung durch neutrale Schweizer Fachärzte, insbesondere eines Kar-
diologen und eines Orthopäden, sei sie selbstverständlich einverstan-
den.

4.2.1 Damit rügt die Beschwerdeführerin die ungenügende Abklärung 
des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Diese unterstehe der Untersu-
chungsmaxime und hätte den Sachverhalt vollständig gemäss Schwei-
zer  Standards  ermitteln  sollen.  Aufgrund  Art.  40  der  Verordnung 
(EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchfüh-
rung  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  1408/71  über  die  Anwendung  der 
Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige 
sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- 
und abwandern (SR 0.831.109.268.11), hätte die Vorinstanz die Mög-
lichkeit wahrnehmen sollen, sie in der Schweiz von einem unabhängi-
gen Gutachter  untersuchen zu lassen. Sie nimmt an,  dass aufgrund 
von ausführlichen und vollständigen fachärztlichen Abklärungen eines 
Schweizer Gutachters sich ein höherer Invaliditätsgrad ergeben hätte.

4.2.2 Die Bescherdeführerin geht zutreffenderweise davon aus, dass 
Schweizer  Behörden auf  der  Grundlage von Art.  40  der  Verordnung 
EWG Nr. 574/72 die Möglichkeit  haben,  durch einen Arzt  ihrer  Wahl 
Antragsteller untersuchen zu lassen (Satz 2). Grundsätzlich haben sie 
indes bei der Bemessung des Grades der Erwerbsminderung die von 
den Trägern aller anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztlichen Unter-
lagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte zu be-
rücksichtigen (Satz 1). 

4.2.3 Wie unten in E. 4.3 und 4.4 auszuführen ist, geht das Bundes-
verwaltungsgericht im vorliegenden Fall mit der Vorinstanz einig, dass 
weitere  medizinische Abklärungen sich nicht  rechtfertigen. Dies folgt 
aus  den  für  den  massgeblichen  Beurteilungszeitraum  umfassenden 
vorhandenen  medizinischen  Unterlagen  sowie  der  darauf  gestützten 
schlüssigen Beurteilungen des medizinischen Dienstes der Invaliden-
versicherung  sowie  des  von  der  Beschwerdeführerin  eingereichten 

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kardiologischen Gutachtens vom 3. Dezember 2003 (Beilage 1 der Be-
schwerde).

4.3 Weiter rügt die Beschwerdeführerin die Ausführungen im Einspra-
cheentscheid vom 19. Dezember 2005, die Unterlagen der behandeln-
den  und  begutachtenden  spanischen  Ärzte  seien  „sorgfältig  erstellt“ 
worden und würden daher eine „zuverlässige Beurteilung“ der beste-
henden Gesundheitsschäden und deren Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit erlauben. Die Beschwerdeführerin widerspricht dieser Aussa-
ge.  Die  Vorinstanz  beziehe  sich  in  ihrer  Ermittlung  des  Invaliditäts-
grads insbesondere auf die Angaben des Formulars E 213 (act. IV/58). 
Dieses sei durch einen spanischen INSS-Arzt erstellt worden. Ein sol-
cher Arzt sei nicht in der Lage, ein rechtsgenügliches Gutachten zu er-
stellen, weil der juristische Begriff der Invalidität in Spanien eine ande-
re Bedeutung habe und er  die  Beurteilung nur  bezüglich  der  spani-
schen Begriffsbedeutung vornehmen könne. Ausserdem sei ein INSS-
Arzt  als  Angestellter  der  spanischen  Sozialversicherung  nicht  unab-
hängig. Dazu komme, dass die Angaben in Formular E 213 oberfläch-
lich und unvollständig ausgefallen seien. Da die ärztliche Beurteilung 
in  der Schweiz im Besonderen auf  dieses Formular  gestützt  sei,  sei 
auch die in „Ferndiagnose“ festgestellte Beurteilung des IV-Arztes un-
genügend.

4.3.1 Der Beschwerdeführerin ist insofern beizupflichten, dass Grund-
angaben im Formular E 213 wie Grösse, Gewicht, Ernährungszustand 
oder Hautfarbe der Beschwerdeführerin fehlen. Was jedoch die Anga-
ben zur Herzkrankheit der Beschwerdeführerin betrifft, sind die Anga-
ben präzise und entsprechen den weiteren vorliegenden Akten. 

4.3.2 Die  europaweit  gleichlautenden  Formulare  haben  den  Zweck, 
den Gesundheitszustand eines Patienten gemäss einem einheitlichen 
Standard zu erfassen. Mit den Fragen werden die Vorgeschichte sowie 
die  objektive  Beschreibung  des  Gesundheitszustands  des  Patienten 
(Ziff. 3 und 4), allfällige Funktionsprüfungen und fachmedizinische Un-
tersuchungen (5 – 7) sowie die arbeitsmedizinische Beurteilung, wel-
che Art von Arbeit der Patient noch verrichten kann und unter welchen 
Voraussetzungen  (Ziff.  9  –  11),  erfasst.  Die  Fragen sind  so  gestellt, 
dass  das  Ergebnis  interstaatlich  jeweils  von  (Versicherungs)-Ärzten 
beurteilt werden kann. Ziel ist ein gleichlautendes Ergebnis auf Ebene 
der beurteilenden Ärzte, unabhängig davon, in welchem anderen euro-
päischen Staat das Formular ausgewertet wird. Diese Methode dient 

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der  Vereinfachung  des  zwischenstaatlichen  Verfahrens  sowie  der 
Gleichbehandlung der antragstellenden Personen und erleichtert ihnen 
gleichzeitig das Verfahren, indem sie nicht in ein anderes Land zur Un-
tersuchung reisen müssen und sich mit  dem begutachtenden Arzt in 
ihrer Alltagssprache unterhalten können. 

4.3.3 Folglich  beschränkt  sich  die  Beurteilung  des  begutachtenden 
Arztes  auf  die  Beschreibung  des  Gesundheitszustandes  des  Versi-
cherten sowie Angaben dazu, welche Art von Arbeitstätigkeit ihm noch 
zumutbar ist. Die Feststellung einer Erwerbsunfähigkeit und eines all-
fälligen Invaliditätsgrads indes obliegt der Verwaltung oder im Streitfall 
dem Gericht (siehe oben E. 4.1.6). Diese Instanz prüft die Sachlage je-
weils nach dem von ihr anzuwendenden Recht (oben E. 2.2).

4.3.4 Somit kann offen bleiben, ob Unterschiede in der Begriffsbedeu-
tung  von  Invalidität  und  Invaliditätsgrad  zwischen  Spanien  und  der 
Schweiz bestehen, da der INSS-Arzt nur im Rahmen seiner Aufgaben 
den  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  beschrieben  und 
nicht bewertet hat. Im vorliegenden Verfahren liegt die Bewertung der 
Angaben bei der IV-Stelle bzw. beim Bundesverwaltungsgericht.

4.3.5 Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass die Grundanga-
ben des spanischen Arztes im Formular fehlen. Im Gesamtkontext aller 
vorhandenen  medizinischen  Akten  ergibt  sich  indes  ein  schlüssiges 
und nachvollziehbares Gesamtbild, das zur Beurteilung der Erwerbsfä-
higkeit vollständig und rechtsgenüglich erscheint.

4.4 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass die von der Vorinstanz 
berücksichtigten  Leiden  und  Gesundheits-  bzw. Funktionseinschrän-
kungen nicht  vollständig bzw. genügend gewürdigt  wurden und zählt 
diese auf:

Herzkrankheiten:
- Rheumatisches Herzleiden
- Herzklappeninsuffizienz mit zweimaliger Operation, Herzklappenprothese 

aus Metall Typ St. Jude
- Aorten- und Mitralinsuffizienz

Allgemeine Krankheiten:
- Chronische Arthritis
- Fibrozystische Mastopathie an beiden Mammas
- Nierenzyste links
- Arterielle Hypertonie
- Schwindelanfälle mit Bewusstseinsverlust

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Sie schätzt, bei vollständiger Berücksichtigung all dieser Leiden würde 
sich mit Sicherheit ein Invaliditätsgrad von über 40% ergeben.

4.4.1 Die  von  der  Beschwerdeführerin  aufgeführten  Leiden  sind  – 
entgegen  ihrer  Auffassung  –  im  ärztlichen  Bericht  vom  15.  Januar 
2005 (act. IV/61) mit Ausnahme der chronischen Arthritis berücksich-
tigt. Gemäss der  Stellungnahme des medizinischen  Dienstes  der  IV 
vom 15. Januar 2005 hat ein Teil der geltend gemachten Krankheiten 
keinen  Einfluss  auf  die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin 
(Nierenzyste  und  Mammazysten  beidseits  [act.  IV/61,  54,  55]).  Zum 
Vorliegen  und  zu  allfällig  relevanten  gesundheitlichen  Einschränkun-
gen einer chronischen Arthritis auf die Erwerbsfähigkeit der Beschwer-
deführerin fehlen Angaben wie Zeugnisse eines Rheumatologen oder 
eines anderen Arztes.

4.4.2 Die vorliegenden Akten erscheinen dem Bundesverwaltungsge-
richt in ihrer Gesamtheit als vollständig und umfassend, sind doch das 
Herzleiden  einerseits  (Folge  eines  akuten  Gelenkrheumatismus  im 
[jugendlichen]  Alter  [...],  Einsatz  einer  künstlichen  Aortenklappe  im 
Jahr [...], Ersatz dieser Klappe im Jahr [...], seither diverse Kontrollun-
tersuchungen [act. IV/18 – 24, 29, 34, 36, 43, 56, 57, Beilage 1 zur Be-
schwerde]) wie auch die mehrfachen radiologischen Abklärungen der 
Mammazysten seit [...] (act. IV/25, 39, 42, 45, 46, 48, 51, 52, 54, 55) 
andererseits ausführlich dokumentiert. Im Gegensatz dazu liegen be-
züglich  aktueller  rheumatischer  Probleme  keinerlei  Anzeichen  oder 
Belege vor (weder im Formular E 213 noch in den von der Beschwer-
deführerin eingereichten übrigen Akten), welche ihre Angaben stützen. 
Somit kann die einzig in der Beschwerde aufgezählte Krankheit, ohne 
Konkretisierung allfälliger Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, nicht 
berücksichtigt werden und die Beschwerdeführerin ist auf ihre Mitwir-
kungspflicht zu verweisen. 

4.5 Schliesslich  bezieht  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  das  erst-
instanzliche  Urteil  des  Sozialversicherungsgerichtes  X._______  vom 
21. März 1995, wo ein 100%-iger Invaliditätsanspruch festgestellt wor-
den sei. Auch wenn im Revisionsverfahren der Invaliditätsgrad auf 55% 
korrigiert worden sei, seien bis zur Beschwerdeerhebung elf Jahre ver-
gangen.  Deshalb  könne  man  davon  auszugehen,  dass  auch  nach 
Schweizer Recht ein IV-Grad von mehr als 40% resultiere.

4.5.1 Wie  oben  (E.  2.2.3)  ausgeführt,  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  den  Anspruch  eines  Antragstellers  auf  Leistungen  von 

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Schweizer Sozialversicherungen gemäss Schweizer Recht. Dies wird 
von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt. 

4.5.2 Zu den dem Gericht vorliegenden spanischen Urteilen kann in-
des ergänzend festgestellt werden, dass es sich um Entscheide han-
delt, die vor dreizehn bzw. zehn Jahren entstanden sind. Der erste Ent-
scheid über den Anspruch auf eine spanische Invalidenrente im Jahr 
1993 liegt zeitlich nahe bei der zweiten Herzoperation der Beschwer-
deführerin  vom  [...].  Inwieweit  die  Veränderung  der  Ge-
sundheitssituation zu diesem Zeitpunkt in einer damaligen Beurteilung 
in  der  Schweiz  anders  ausgefallen  wäre,  muss  hier  offen  gelassen 
werden, da im vorliegenden Verfahren der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt 
der  Verfügung  vom  9.  Juni  2005  –  also  [...]  Jahre  nach  der  Herz-
operation – zu beurteilen ist. Es kann den Akten jedoch entnommen 
werden,  dass  die  gesundheitliche  Situation  der  Beschwerdeführerin 
mit dem zweiten Ersatz der Aortenklappe verbessert und längerfristig 
stabilisiert wurde. Zum zu beurteilenden Zeitpunkt liegen übereinstim-
mende aktuelle kardiologische Gutachten vor (act. IV/58, 61 und Beila-
ge  1  zur  Beschwerde).  Eine  Verschlechterung  der  gesundheitlichen 
Einschränkung im Vergleich zum Zeitpunkt  kurz nach der Operation, 
wie die Beschwerdeführerin ausführt, ist nicht ersichtlich. 

4.5.3 Vorliegend  zu  berücksichtigen  ist  demnach  die  von  der  Vorin-
stanz  festgestellte  gesundheitliche  Einschränkung  der  Beschwer-
deführerin, gemäss jener ihr die frühere Beschäftigung als Küchenhilfe 
nicht  mehr  zumutbar,  sie  aber  für  eine  leichte,  sitzende  Verweis-
tätigkeit  voll  arbeitsfähig sei. Der Argumentation der Beschwerdefüh-
rerin, weil die spanischen Behörden einen 55%-Invaliditätsgrad aner-
kannt hätten, in der Schweiz zumindest ein Invaliditätsgrad von 40% 
vorliegen müsse, auch weil das spanische Urteil elf Jahre alt sei, kann 
deshalb nicht gefolgt werden.

4.6 Abschliessend ist  der  dem angefochtenen  Entscheid  zu  Grunde 
gelegte Einkommensvergleich zu überprüfen.

4.6.1 Für  die  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  primär  von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi-
cherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Er-
werbseinkommen  gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit  aufgenommen hat,  so sind 
nach  der  Rechtsprechung  grundsätzlich  die  gesamtschweizerischen 

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Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (nachfolgend: 
BFS) periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen heranzu-
ziehen  (vgl.  das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts 
U 75/03  vom 12. Oktober  2006  mit  weiteren  Hinweisen).  Zu  berück-
sichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung mass-
gebenden  Vergleichseinkommen  eines  im  Ausland  wohnenden  Ver-
sicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die 
Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwi-
schen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in 
Frage  stehenden  Einkommen vorzunehmen (BGE 110  V  277  E.  4b, 
Urteil des Bundesgerichts I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1, Urteil 
des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U 262/02  vom  8.  April 
2003 E. 4.4).

4.6.2 Der Einkommensvergleich vom 15. März 2005 (act. IV/62) selbst 
wird von der Beschwerdeführerin nicht konkret in Frage gestellt. 

4.6.3
4.6.3.1 Der  Berechnung  des  Invalideneinkommens  legte  die  Vorin-
stanz einfache und repetitive Verweisungstätigkeiten (Qualifikationsni-
veau 4)  im Detailhandel  und von Informatikdiensten/Dienstleistungen 
für Unternehmen gemäss Tabellenlöhnen des BFS (Monatlicher Brut-
tolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des 
Arbeitsplatzes  und  Geschlecht,  Privater  Sektor;  vgl.  BGE  126  V  77 
E. 3b/bb) zu Grunde. In Anwendung der Rechtsprechung des Eidge-
nössischen  Versicherungsgerichts  I 655/02  vom  16. Juli  2003  kann 
vom Durchschnitt dieser Werte ausgegangen werden.

4.6.3.2 Die Vorinstanz  hat  unter  Berücksichtigung des jungen Alters 
der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Krankheitsbeginns, der lan-
gen Krankheitsdauer und der Tatsache, dass für einfache Verweistätig-
keiten volle Arbeitsfähigkeit besteht, keinen Leidensabzug vorgenom-
men. Das Bundesverwaltungsgericht sieht keine Anhaltspunkte, wes-
halb von dieser Auffassung abgewichen werden sollte.

4.6.3.3 Indexiert auf das Jahr 2005 (Einspracheentscheid vom 19. De-
zember  2005)  und  unter  Übernahme  der  Lohnkategorien  der 
Vorinstanz wird das Invalideneinkommen wie folgt berechnet: Tabellen-
löhne 2004: Detailhandel  Fr. 3'792.--,  Informatikdienste/Dienstleistun-
gen für  Unternehmen Fr. 3'772.--,  Durchschnittswert: 3'782.--,  in Be-
rücksichtigung der  Teuerung von 1,1% für  das Jahr  2005 (vgl. BFS, 
Lohnentwicklung,  1976  –  2007)  ergibt  sich  ein  Einkommen  von 

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Fr. 3'823.60. Da diese Tabellenlöhne sich auf  eine 40-Stundenwoche 
beziehen,  die  übliche  mittlere  Wochenarbeitszeit  bei  einer  100%-
Beschäftigung für die oben berücksichtigten Tätigkeiten im Jahr 2005 
aber 41,8 Stunden betrug (vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, 1990 – 2005), ist das 
monatliche Invalideneinkommen auf Fr. 3'995.66 festzusetzen.

4.6.4 In  Anwendung  dieser  Werte  ergibt  sich  der  Einkommensver-
gleich  wie  folgt:  Das  Valideneinkommen  von  monatlich  4'428.55  im 
Jahr 1992 (Lohn [Arbeitgeber und Arbeitsort]:  Fr. 48'714.--  [Januar – 
November] / 11, act. IV/65) wird indexiert auf das Jahr 2005 (vgl. BFS, 
Lohnentwicklung 1976 – 2007 [Index: Basis 1939 = 100]) und beträgt 
Fr. 5'366.44 (4'428.55 x 2386 [= Index 2005]  /  1969 [= Index 1992]). 
Der  Invaliditätsgrad  beträgt  somit  25.54%  ([{5'366.44  –  3'995.66}  x 
100] / 5'366.44 = 25.54%).

Das Bundesverwaltungsgericht  geht  somit  von einem Invaliditätsgrad 
von  aufgerundet  26%  aus,  welcher  keine  rentenbegründende 
Invalidität darstellt.

4.7 Unter diesen Umständen ist die Beschwerde abzuweisen und die 
angefochtene Verfügung zu bestätigen.

5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos (Übergangsbestimmung zur Änderung des 
IVG vom 16. Dezember 2005, Bst. b, in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1bis 

IVG bzw. in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG). 

5.2 Der  unterliegenden  Beschwerdeführerin  ist  bei  diesem Ausgang 
des Verfahrens keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e 
contrario).

Der obsiegenden Vorinstanz steht nach Art. 7 Abs. 3 VGKE keine Par-
teientschädigung zu. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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