# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04fede35-7095-56e5-a132-2b1df83d1378
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 31.01.2006 ZF 2005 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2005-71_2006-01-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 31. Januar 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 05 71

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Riesen-Bienz, Heinz-Bommer, Giger, Zinsli
Aktuarin ad hoc Nüssle

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

der A., Beklagte, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, c/o Lüthi & Lazzarini, Via Retica 26, 
7503 Samedan,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 7. September 2005, mitgeteilt am 23. 
September 2005, in Sachen des D., Kläger, Berufungsbeklagter und Anschlussbe-
rufungskläger, vertreten durch lic. iur. Moreno Isepponi, c/o Advokatur Biancotti 
Schwarzenbach Pfiffner, Postfach 342, Via Stredas 4, 7500 St. Moritz,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

2

A. A. wurde am 12. Mai 1963 geboren, D. am 17. Mai 1961. Die beiden 
Parteien verheirateten sich am 22. November 1991 vor dem Zivilstandesamt in F.. 
Ihrer Ehe entsprossen die beiden Kinder B., geboren am 21. März 1992, und C., 
geboren am 26. Februar 1995. A. erlernte den Beruf einer Telegrafistin, gab diesen 
aber zugunsten der Betreuung der Familie auf. Zurzeit arbeitet sie stundenweise als 
selbständige Masseurin auf Abruf im Hotel G. in H.. D. hat eine Anstellung bei der 
E..

B. Die Parteien trennten sich im Mai 1999. Am 10. Februar 2000 regelte 
der Gerichtspräsident 5 des Gerichtskreises II I. das Getrenntleben auf der 
Grundlage einer Parteivereinbarung. Er stellte die Kinder unter die Obhut der 
Mutter. Das Besuchs- und Ferienrecht überliess er dem Einvernehmen der Parteien. 
Die Kinderunterhaltsbeiträge setzte er auf je Fr. 970.- zuzüglich Kinderzulagen im 
Monat fest, zugunsten der Ehefrau wurde ein Unterhaltsbetrag von Fr. 1'054.- 
monatlich festgelegt.

C. Am 24. November 2003 erhob D. die Scheidungsklage beim 
Vermittleramt des Kreises Oberengadin mit folgenden Rechtsbegehren: 

„1. Die am 22. November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. geschlossene 
Ehe sei zu scheiden.

2. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder, nämlich B., geb. am 21. März 
1992 und C., geb. am 26. Februar 1995, seien der Beklagten zur 
alleinigen Pflege und Erziehung zuzuweisen und es sei ihr das alleinige 
Sorgerecht zuzusprechen.

3. Dem Kläger sei das Recht einzuräumen, die Kinder an zwei 
Wochenenden im Monat, von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 20.00 Uhr, 
zu sich auf Besuch zu nehmen und mit ihnen drei Wochen Ferien pro 
Jahr während den Schulferien sowie jährlich alternierend entweder 
Pfingsten und Neujahr oder Ostern und Weihnachten zu verbringen.

4. Der Kläger sei zu verpflichten, für die Kinder B. und C. monatlich je CHF 
800.00 Unterhaltsbeiträge, zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche 
Kinderzulagen, zum voraus auf den 01. eines jeden Monats zu 
entrichten; nach Vollendung des 13. Altersjahres seien die 
Unterhaltsbeiträge jeweils pro Kind um CHF 100.00 pro Monat zu 
erhöhen.

Die Pflicht zur Bezahlung der Unterhaltsbeiträge sei bis zur 
Volljährigkeit, längstens jedoch bis zum Abschluss der Berufsausbildung 
festzulegen. Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2 und Art. 286 ZGB seien 
ausdrücklich vorzubehalten.

5. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 500.00 bis Ende Februar 2011, basierend 
auf einem hypothetischen Erwerbseinkommen der Beklagten von netto 
CHF 1'677.00, zu bezahlen.

3

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffern 4 und 5 seien zu indexieren. 

7. Die Ansprüche aus beruflicher Vorsorge seien i.S.v. Art. 122 ff. ZGB 
gerichtlich festzulegen und zu teilen.

8. Es sei festzustellen, dass die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht per 
Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt sind und jeder behalten 
kann, was sich in seinem Besitz befindet bzw. was auf seinen Namen 
lautet.

9. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der 
Beklagten.“

Die Beklagte verlangte anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 15. 
Januar 2004 ebenfalls die Scheidung ihrer Ehe. In der Frage der 
Sorgerechtszuteilung stimmte sie mit dem Kläger überein. Sie wünschte die 
Festlegung eines gerichtsüblichen Besuchs- und Ferienrechts. Sodann forderte sie 
Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 1'100.- zuzüglich Kinderzulagen pro Kind 
sowie für sich selbst von Fr. 1'200.- bis November 2012, hernach von Fr. 600.- bis 
November 2016. Mit den weiteren klägerischen Anträgen stimmte sie überein. Sie 
beantragte, die Verfahrenskosten sowie die Entschädigungen dem Kläger 
aufzuerlegen.

D. Am 16. März 2004 reichte der Kläger die Prozesseingabe sowie den 
Leitschein vom 23. Februar 2004 beim Bezirksgericht Maloja ein. Am 17. Juni 2004 
hörte der Gerichtspräsident die Parteien im Sinne von Art. 112 Abs. 2 ZGB an. Am 
16. Juli respektive 26. August 2004 stellten diese ihre Anträge für die Regelung der 
noch umstrittenen Nebenfolgen. Am 9. September 2004 schlossen die Parteien eine 
Teilehescheidungskonvention ab. Sie einigten sich in sämtlichen Punkten, 
ausgenommen hinsichtlich der Unterhaltszahlungen für die Kinder und die Ehefrau. 
Mit Schreiben vom 10. November 2004 bestätigten sie ihren Scheidungswillen und 
die am 9. September 2004 abgeschlossene Scheidungskonvention. Am 6. bzw. 10. 
Januar 2005 stellten die Parteien ihre Anträge zu den noch offenen 
Scheidungsnebenfolgen wie folgt: 

Klägerische Rechtsbegehren:

„1. Der Kläger sei zu verpflichten, für die Kinder B. und C. monatlich je CHF 
800.00 Unterhaltsbeiträge, zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche 
Kinderzulagen, zum voraus auf den 01. eines jeden Monats zu 
entrichten; nach Vollendung des 13. Altersjahr seien die 
Unterhaltsbeiträge jeweils pro Kind um CHF 100.00 pro Monat zu 
erhöhen.

Die Pflicht zur Bezahlung der Unterhaltsbeiträge sei bis zur 
Volljährigkeit, längstens jedoch bis zum Abschluss der Berufsausbildung 

4

festzulegen. Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2 und Art. 286 ZGB seien 
ausdrücklich vorzubehalten.

2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 500.00 bis Ende Februar 2011, basierend 
auf einem hypothetischen Erwerbseinkommen der Beklagten von netto 
CHF 1'677.00, zu bezahlen.

3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffern 1 und 2 seien zu indexieren. 

4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der 
Beklagten.“

Beklagtische Rechtsbegehren:

„1. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ab 1. September 2004 an 
die Kosten des Unterhalts und der Erziehung von B. und C. monatlich 
im Voraus je CHF 1'220.-, ab dem 13. Altersjahr monatlich CHF 1'385.- 
zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Kinderzulagen zu 
bezahlen; und zwar bis zur Mündigkeit eines jeden Einzelnen, längstens 
bis zum Erhalt der wirtschaftlichen Selbständigkeit im Sinne von Art. 277 
Abs. 2 ZGB.

2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten folgende monatliche 
nacheheliche Unerhaltsbeiträge je im Voraus zu bezahlen:

ab 1. September 2004 bis 30. November 2016 CHF 2'754.60

ab 1. Dezember 2016 CHF 1'300.00

3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss den vorstehenden Ziffern 3 und 4 seien 
basierend auf dem Landesindex der Konsumentenpreise, Stand 
September 2004, zu indexieren.

Des weiteren sei festzustellen, dass in Bezug auf die Rente gemäss Ziff. 
2 keine zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente 
festgesetzt werden konnte. Es sei im Urteil festzuhalten, welcher Betrag 
zur Deckung des gebührenden Unterhalts der Beklagten fehlt.

4. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % Mehrwertsteuer zulasten des 
Klägers.“

E. Mit Urteil vom 7. September 2005, mitgeteilt am 23. September 2005, 
erkannte das Bezirksgericht Maloja was folgt:

„1. Die von den Parteien am 22. November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. 
geschlossene Ehe wird geschieden.

2. Die von den Parteien am 9. Juni 2005 abgeschlossene 
Teilehescheidungskonvention wird gerichtlich genehmigt und 
nachfolgend ins Urteilsdispositiv aufgenommen:

1. Die Parteien beantragen dem Gericht die Scheidung ihrer am 22. 
November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. geschlossenen Ehe.

5

2. Die elterliche Sorge über die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder 
B., geb. 21. März 1992, und C., geb. 26. Februar 1995, sei der Mutter 
zuzuteilen.

3. Der Vater sei berechtigt zu erklären, die Kinder B. und C. auf eigene 
Kosten jeweils am 1. und 3. Wochenende im Monat von Freitag, 
18.00 Uhr, bis Sonntag, 20.00 Uhr, zu sich auf Besuch sowie 
während drei Wochen im Jahr während den Schulferien zu sich oder 
mit sich in die Ferien zu nehmen und jährlich alternierend entweder 
Pfingsten und Neujahr oder Ostern und Weihnachten zu verbringen.

Der Vater verpflichtet sich, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts 
rechtzeitig im voraus anzumelden oder mit der Mutter 
abzusprechen.

4. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Kinder B. und C. sind durch 
das Gericht festzulegen.

5. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Ehefrau sind durch das 
Gericht festzulegen.

6. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Kinder sowie der Ehefrau sind 
zu indexieren.

7. Es sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich per Saldo aller 
Ansprüche auseinandergesetzt sind.

8. Die während der Ehe angesparten Freizügigkeitsguthaben der 
Parteien sind je hälftig unter ihnen aufzuteilen.

9. Die Kosten des Ehescheidungsverfahrens werden von den Parteien 
nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 und 2 ZPO übernommen.

3. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an die Kosten von Unterhalt 
und Erziehung der Kinder monatliche, jeweils im Voraus zahlbare 
Beiträge von je CHF 800.-, zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder 
vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, zu entrichten, zahlbar ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Vollendung des 12. 
Altersjahres, hernach von CHF 900.-, zuzüglich allfällige gesetzliche 
und/oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, bis zur 
Mündigkeit der Kinder, längstens jedoch bis zum Eintritt eines jeden 
Kindes in die volle Erwerbstätigkeit.

4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten einen nachehelichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 500.- zu entrichten, zahlbar ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis Februar 2011.

5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 4 und 5 (recte 3 und 
4) dieses Urteils basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise 
des Bundesamtes für Statistik per Eintritt der Rechtskraft des Urteils und 
erhöhen oder reduzieren sich jeweils im gleichen Verhältnis, wenn die 
Lebenshaltungskosten nach den Feststellungen des Bundesamtes um 5 
Punkte angestiegen oder gesunken sind; weist der Kläger nach, dass 
ihm von seinem Arbeitgeber die Teuerung nicht oder nicht voll 
ausgeglichen wird, dann findet eine Erhöhung der Beiträge nur im 
Ausmass der tatsächlich ausgeglichenen Teuerung statt.

6. Die während der Ehedauer geäufneten Freizügigkeitsguthaben der 
Parteien werden hälftig aufgeteilt und die Vorsorgeeinrichtung des 

6

Klägers, die Pensionskasse, wird angewiesen, auf das von der Beklagten 
noch zu bezeichnende Vorsorgekonto den Betrag von CHF 121'508.10 
zulasten des Vorsorgekontos des Klägers,  zu übertragen.

7. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 
2'500.- und Schreibgebühren von CHF 500.-, sowie die 
vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.- werden den Parteien je zur 
Hälfte auferlegt.

8. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

9. (Rechtsmittelbelehrung).

10. (Mitteilung).“

F. Gegen dieses Urteil liess A. am 14. Oktober 2005 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erheben mit folgenden Anträgen:

„1. Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben.

2. In Gutheissung von Ziff. 1 sei, 

der Kläger zu verpflichten, der Beklagten folgende monatliche 
nacheheliche Unterhaltsbeiträge je im Voraus zu bezahlen:

ab 1. November 2005 bis 28. Februar 2013 CHF 3'000.-

ab 1. März 2013 bis zum Eintritt in das AHV-Alter der Beklagten 

CHF 1'800.-

danach CHF 1'200.-

Rektifikation vorbehalten.

Des weiteren und eventualiter sei festzustellen, dass keine zur Deckung 
des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt werden 
konnte. Es sei im Urteil festzuhalten, welche Betrag zur Deckung des 
gebührenden Unterhalts der Beklagten fehlt.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur neuen 
Entscheidfällung zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.5 % MwSt für das 
Berufungsverfahren zulasten des Berufungsbeklagten.“

Zudem wurden neue Anträge gemäss Art. 138 ZGB in Verbindung mit Art. 5d 
Abs. 2 EGzZGB gestellt.

Der Berufungsbeklagte stellte am 28. Oktober 2005 als Antwort auf die 
Berufung folgende Rechtsbegehren:

„1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Eventualiter sei Ziff. 2 des Dispositivs in dem Sinne aufzuheben, als Ziff. 
2 der von den Parteien am 9. Juni 2005 abgeschlossenen 
Teilscheidungskonvention wie folgt gerichtlich abzuändern sei:

7

2.1. Die elterliche Sorge über die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder B., 
geb. 21. März 1992, und C., geb. 26. Februar 1995, sei dem Vater und 
Berufungsbeklagten zuzuteilen.

3. Eventualiter sei Ziff. 2 des Dispositivs in dem Sinne aufzuheben als Ziff. 
3 bis Ziff. 6 der von den Parteien am 9. Juni 2005 abgeschlossenen 
Teilehescheidungskonvention wie folgt gerichtlich abzuändern sei:

3.1. Das Besuchsrecht sowie die Unterhaltsbeträge seinen nach Ermessen 
des Gerichts festzulegen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MwSt zulasten 
der Berufungsklägerin.“

und stellte als Anschlussberufung folgende Rechtsbegehren:

„1. Ziffer 7 des Dispositivs sei aufzuheben und es seien die 
Verfahrenskosten der Beklagten aufzuerlegen.

2. Ziffer 8 des Dispositivs sei aufzuheben und es seien die 
ausseramtlichen Kosten der Beklagten aufzuerlegen und dem Kläger 
für das erstinstanzliche Verfahren eine ausseramtliche Entschädigung 
von CHF 24'326.75 zuzusprechen.

3. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 7. September 
2005 zu bestätigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MwSt zulasten 
der Anschlussberufungsbeklagten.“

Zudem wurden auch hier Anträge gemäss Art. 138 Abs. 1 Satz 2 in 
Verbindung mit Art. 5d Abs. 2 EGzZGB gestellt.

G. Nach Eingang der Stellungnahme zu den Beweisanträgen erliess das 
Kantonsgerichtspräsidium am 30. November 2005 folgende Verfügung:

„1. Die Stellungnahme des Berufungsbeklagten und 
Anschlussberufungsklägers zu den Beweisanträgen vom 28. November 
2005 wird hiermit der Berufungsklägerin und 
Anschlussberufungsbeklagten zur Kenntnis gebracht.

2. Die mit der Berufungserklärung eingereichten Urkunden werden zu den 
Akten genommen.

3. Von einer Befragung der angebotenen Zeugen K. L. und M. wird – unter 
Vorbehalt eines allenfalls anders lautenden Entscheides des 
Gesamtgerichtes – abgesehen. Die Berufungsklägerin und 
Anschlussberufungsbeklagte wird aufgefordert, dem Kantonsgericht 
Graubünden (unter gleichzeitiger Zustellung an die Gegenpartei) bis am 
13. Januar 2006 einen ärztlichen Bericht von K. L. einzureichen.

4. Unter Vorbehalt eines allenfalls anders lautenden Entscheides des 
Gesamtgerichts wird von einer Begutachtung abgesehen.

5. Die persönliche Befragung der Parteien anlässlich der 
Berufungsverhandlung vom 31. Januar 2006 bleibt vorbehalten.“

8

H. Mit Schreiben vom 27. Januar 2006 (mit Kopie an die Gegenpartei) 
reduzierte die Berufungsklägerin ihr Rechtsbegehren wie folgt:

„....

2. In Gutheissung von Ziff. 1 sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten 
folgende monatliche nacheheliche Unterhaltsbeiträge je im Voraus zu 
bezahlen:

- ab November 2005 bis 28. Februar 2013 CHF 3'000.-

- ab 1. März 2013 bis zum Eintritt der Beklagten in das AHV-Alter

CHF 1'800.-

Rektifikation vorbehalten.

Des Weiteren und eventualiter sei festzustellen, dass keine zur Deckung 
des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt werden 
konnte. Es sei im Urteil festzuhalten, welcher Betrag zur Deckung des 
gebührenden Unterhalts der Beklagten fehlt.

...“

I. Anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vom 31. Januar 
2006 waren die Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte und der Beru-
fungsbeklagte und Anschlussberufungskläger mit ihren Rechtsvertretern zugegen. 
Der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin bestätigte seine Berufungsanträge und 
begründete diese. Er gab sein Plädoyer zu den Akten (Art. 51 Abs. 1 lit. b OG). Der 
Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten beantragte die Abweisung der Berufung 
und zog seine als Antwort auf die Berufung gestellten Eventualbegehren zurück. 
Anschliessend begründete er seine Anschlussberufungsanträge.

Einen Vergleichsvorschlag des Kantonsgerichts lehnte der Berufungsbe-
klagte ab.

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Rechtsbegehren 
und die Erwägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, nachfolgend 
eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile der Bezirksgerichte in vermögensrechtlichen Streitigkei-
ten mit einem Streitwert von über Fr. 8'000.- ist Berufung gegeben (Art. 218 Abs. 1 
ZPO in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO). Sie ist innert der peremptorischen Frist 
von 20 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die 

9

formulierten Anträge auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiur-
teile sowie neue Einreden, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 
Abs. 1 ZPO). Sowohl die Berufung von A. als auch die Anschlussberufung von D., 
nachdem er seine Eventualbegehren zurückgezogen hat, beschränken sich im vor-
liegenden Fall auf die vermögensrechtliche Folgen der Ehescheidung, das heisst 
streitig ist nur noch der nacheheliche Unterhalt von A. sowie die Kostenverlegung 
vor Bezirksgericht. Im Hinblick auf Art. 51 Abs. 1 lit. a OG darf festgestellt werden, 
dass sie beide je den Streitwert von mindestens Fr. 8'000.-- gemäss Art. 46 OG 
erreichen, weshalb auch für beide die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
als Berufungsinstanz gegeben ist (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 
Ziff. 1 ZPO). Die Berufung von A. und die Anschlussberufung von D. wurden im 
Weiteren form- und fristgerecht erklärt. Auf ihre Rechtsmittel ist daher einzutreten.

2. Gemäss der für das Ehescheidungsverfahren geltenden bundesrecht-
lichen Spezialbestimmung von Art. 138 Abs. 1 ZGB können neue Tatsachen und 
Beweismittel in der oberen kantonalen Instanz ohne Einschränkung vorgebracht 
werden. Dabei ist unerheblich, ob die neuen Tatsachen und Beweismittel bereits 
vor (unechte Noven) oder erst nach (echte Noven) dem erstinstanzlichen Urteil exis-
tiert haben. An die Zulässigkeit neuer Rechtsbegehren stellt die zitierte Bestimmung 
höhere Anforderungen. Das Einbringen neuer Rechtsbegehren hat immer eine Kla-
geänderung zur Folge, welche weitergehend in die prozessuale Stellung der Ge-
genpartei eingreift als das blosse Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel. 
Neue Rechtsbegehren müssen deshalb gemäss Art. 138 Abs. 1 ZGB nur dann zu-
gelassen werden, wenn sie durch neue Tatsachen oder Beweismittel veranlasst 
worden sind. So muss zum Beispiel das Rechtsbegehren, es sei mehr Unterhalt 
zuzusprechen, als in der ersten Instanz verlangt wurde, von Bundesrechts wegen 
nur dann zugelassen werden, wenn für diese Klageänderung entweder eine neue 
Tatsache behauptet oder ein neues Beweismittel geltend gemacht wird (vgl. Leuen-
berger, in Praxiskommentar, Scheidungsrecht, Basel 2000, N 6, 7 zu Art. 138 ZGB; 
Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 1999, N 15-
19 zu Art. 138 ZGB sowie Spühler/Reetz, in Neuerungen im Zivilprozessrecht, 
Neues Scheidungsverfahren, Zürich 2000, Ziff. 5 a, S. 60). Mit der zitierten Bestim-
mung enthält das neue Scheidungsrecht eine Vorschrift, die eine allfällige kantonal-
rechtliche Eventualmaxime, im Sinne eines bundesrechtlichen Minimalstandards 
einschränkt (vgl. Leuenberger, a.a.O., N 1 zu Art. 138 ZGB). Das bedeutet also, 
dass die bundesrechtliche Vorschrift von Art. 138 Abs. 1 ZGB den Bestimmungen 
der kantonalen Zivilprozessordnung vorgeht (vgl. Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 7 
zu Art. 138 ZGB; Leuenberger, a.a.O., N 2 zu Art. 139 ZGB, je mit Hinweisen). Die 

10

Modalitäten des Rechtsmittelverfahrens richten sich indes grundsätzlich nach kan-
tonalem Recht. Dies gilt auch für die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt innerhalb des 
Rechtsmittelverfahrens neue Tatsachen, neue Beweismittel und neue Rechtsbe-
gehren geltend gemacht werden können (vgl. Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 21 zu 
Art. 138 ZGB; Leuenberger, a.a.O., N 6 zu Art. 138 ZGB). Im Kanton Graubünden 
ist diese Frage in Art. 5d Abs. 2 EGzZGB geregelt. Danach sind die Anträge in der 
oberen kantonalen Instanz mit der Berufungserklärung zu stellen und kurz zu be-
gründen. Für das erstinstanzliche Verfahren gibt es keine bundesrechtliche Ein-
schränkung der Eventualmaxime. Der Geltungsbereich von Art. 138 Abs. 1 ZGB 
beschränkt sich gemäss dem klaren Wortlaut der Bestimmung auf das Verfahren 
vor der oberen kantonalen Instanz (vgl. Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 10 zu Art. 
138 ZGB mit Hinweisen). Den Kantonen steht es jedoch frei, Art. 138 Abs. 1 ZGB 
für das erstinstanzliche Verfahren inhaltlich zu übernehmen und so das Novenrecht 
dem Verfahren vor zweiter Instanz anzupassen. Dies erscheint insbesondere aus 
prozessökonomischer Sicht angezeigt, kann dadurch doch ein Gleichlauf zwischen 
erst- und zweitinstanzlichem Novenrecht sichergestellt werden (vgl. Sutter/ Freibur-
ghaus, a.a.O., N 11 zu Art. 138 ZGB; Leuenberger, a.a.O., N 4 zu Art. 138 ZGB). 
Der Kanton Graubünden hat mit der Regelung in Art. 5d Abs. 1 EGzZGB von dieser 
Möglichkeit Gebrauch gemacht und neue Anträge im Sinne von Art. 138 Abs. 1 ZGB 
im erstinstanzlichen Verfahren als zulässig erklärt. Das bedeutet also, dass auch 
vor erster Instanz Noven uneingeschränkt vorgebracht werden können und neue 
Rechtsbegehren insofern zuzulassen sind, als dafür eine neue Tatsache behauptet 
oder ein neues Beweismittel geltend gemacht wird. Art. 5d Abs. 1 EGzZGB be-
stimmt überdies, dass neue Anträge innert der gemäss Art. 98 Ziff. 1 ZPO ange-
setzten Frist geltend gemacht werden müssen. Werden die neuen Anträge nach 
Ablauf dieser Frist gestellt, hat dies nicht deren Ablehnung zur Folge. Die Gegen-
partei erhält dadurch lediglich die Möglichkeit, die Verschiebung der Hauptverhand-
lung unter Kostenfolge zu beantragen (vgl. dazu auch Urteil des Kantonsgerichts 
von Graubünden i. S. G. vom 8. Juli 2003 [ZF 03 21]). Im Berufungsverfahren müs-
sen diese Anträge gemäss Art 5d Abs. 2 EGzZGB mit der Berufungserklärung be-
ziehungsweise innert der Frist für die Anschlussberufung gestellt werden. Damit ist 
klar, dass A. im vorliegenden Berufungsverfahren sowohl neue Anträge stellen als 
auch neue Urkunden einreichen kann und das Kantonsgericht als obere kantonale 
Instanz die von ihr eingelegten Urkunden, insbesondere die Arztberichte vom 3. Ok-
tober 2005 und vom 5. Januar 2006 (entsprechend der Verfügung vom 30. Novem-
ber 2005) betreffend der Arbeitsfähigkeit der Berufungsklägerin sowie den Brief der 
Steuerverwaltung des Kantons Bern vom 3. Oktober 2005 betreffend der Erbenge-
meinschaft N. gestützt auf Art. 138 Abs. 1 ZGB ins Recht nehmen muss. Gestützt 

11

auf diese Urkunden erscheinen die neuen Rechtsbegehren der Berufungsklägerin 
als gerechtfertigt und somit als zulässig. Darüber muss jedoch nicht abschliessend 
entschieden werden, da – wie im Folgenden zu zeigen sein wird – die Berufungs-
klägerin mit ihren Anträgen ohnehin nicht vollständig durchdringt.

Nachdem ein entsprechender Bericht von K. L. vom 5. Januar 2006 ebenso 
bei den Akten liegt wie der Brief der Steuerverwaltung des Kantons Bern vom 3. 
Oktober 2005 erübrigt sich eine Befragung von K. L. und M. als Zeugen. Nachdem 
schliesslich die in der Anschlussberufung gestellten Eventualbegehren anlässlich 
der Berufungsverhandlung zurückgezogen worden sind, erübrigt sich auch die Ein-
holung des in der Anschlussberufung im Zusammenhang mit den Eventualbegeh-
ren beantragten Gutachtens.

3. a) Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den ihm gebührenden Un-
terhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen, 
so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 
ZGB). Bei der neurechtlichen Regelung des nachehelichen Unterhalts handelt es 
sich in Abkehr vom Verschuldensprinzip nicht um einen Schadenersatz. Es geht 
aber auch nicht um die Vermeidung von Bedürftigkeit im Sinne von Art. 152 aZGB, 
denn ein Unterhaltsbeitrag nach Art. 125 ZGB kann unabhängig von drohender Be-
dürftigkeit angeordnet werden (Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N. 2 zu Art. 125 ZGB). 
Ziel des nachehelichen Unterhalts ist vielmehr der Ausgleich ehebedingter wirt-
schaftlicher Nachteile, welche sich bei der Scheidung manifestieren. Beim Ent-
scheid über die Höhe und Dauer des Beitrages zählt Art. 125 Abs. 2 ZGB in Ziff. 1 
bis 8 verschiedene Kriterien für die Bemessung beziehungsweise für das Bestehen 
oder Nichtbestehen einer Rente auf, namentlich die Aufgabenteilung in der Ehe, die 
Dauer der Ehe, die Lebensstellung, das Alter und die Gesundheit der Ehegatten, 
das Einkommen und Vermögen, die Betreuung der Kinder, die berufliche Ausbil-
dung und die Erwerbsaussichten der Ehegatten, der mutmassliche Aufwand für die 
berufliche Eingliederung anspruchsberechtigter Personen sowie die Anwartschaf-
ten aus AHV und beruflicher oder privater Vorsorge. Aus dem Gesetzeswortlaut 
geht klar hervor, dass diese Aufzählung nicht abschliessender Natur ist, aber auch 
je nach Sachlage nicht alle der genannten Kriterien zu berücksichtigen sind (Sut-
ter/Freiburghaus, a.a.O., N 76 f. zu Art. 125 ZGB). Es bestimmen letztlich die Um-
stände des Einzelfalles, was unter dem gebührenden Unterhalt unter Einschluss 
einer angemessenen Altersvorsorge zu verstehen ist. Dieser beinhaltet auch nicht 
die Garantie des während der Ehe gelebten Lebensniveaus, da mit der Scheidung 
regelmässig erhebliche Mehrkosten verbunden sind, die eine Einschränkung in der 

12

Leistungsfähigkeit der Ehegatten nach sich ziehen. Aus dem mit dem nacheheli-
chen Unterhalt verfolgten Ziel des Ausgleichs ehebedingter wirtschaftlicher Nach-
teile ist andererseits zu schliessen, dass insbesondere bei einer langen Ehedauer 
der während der Ehe gepflegte Lebensstil wenn möglich beibehalten werden soll 
(Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2001, 5C.278/2000/RTN/bnm S. 6). In die-
sem Sinn bildet die von den Ehegatten einvernehmlich gewählte, zuletzt gelebte 
Lebensführung die obere Grenze des gebührenden Unterhalts (Urteil des Kantons-
gerichts vom 30. Oktober 2000, ZF 00 55; Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 15 zu Art. 
125 ZGB mit Hinweis auf die Botschaft zum neuen Scheidungsrecht in BBl 1996 I 
1ff., Ziff. 233.52, S. 116; Hausheer, Der Scheidungsunterhalt und die Familienwoh-
nung, in: Hausheer, Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, S. 119 ff., 
S. 148).

b) Auch nach neuem Eherecht ist davon auszugehen, dass eine Unterhalts-
verpflichtung nur insoweit in Betracht fällt, als dadurch nicht in das Existenzminimum 
der pflichtigen Partei eingegriffen wird. Der Umfang dieser Garantie richtet sich nach 
dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum im Sinne von Art. 93 SchKG. Dabei 
wird trotz des darin enthaltenen Ermessens regelmässig auf die Empfehlungen der 
Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz zur Berechnung des 
betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG abgestellt, welche 
von 20 Kantonen unverändert als Richtlinien übernommen wurden (vgl. dazu Von-
der Mühll, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG II, Art. 88 - 220, Basel/Genf/München 1998, 
N 22 ff. zu Art. 93 SchKG). Diese Empfehlungen wurden in der Zwischenzeit der 
Teuerung angepasst und vom Kantonsgerichtsausschuss als Aufsichtsbehörde mit 
Kreisschreiben vom 17. Januar 2001 per 1. März 2001 übernommen. Nur dann, 
wenn genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ist dieser Notbedarf um die 
ordentliche Steuerlast und um gewisse Versicherungsbeiträge zum sogenannten 
familienrechtlichen Existenzminimum zu erweitern (BGE 126 III 356; Hausheer, Der 
Scheidungsunterhalt und die Familienwohnung, a.a.O., S. 150). Eine nochmalige 
Erhöhung um 20% ist nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichtes hingegen 
nicht mehr vorzunehmen (ZF 00 55; ZBJV 1999 S. 21). Diese Erhöhung hatte bis 
zum Inkrafttreten des revidierten Scheidungsrechtes ihren Grund in einer gesetzes-
politisch gewollten Einschränkung der nachehelichen Solidarität (vgl. BGE 123 III 
5). Eine Bevorzugung des wirtschaftlich leistungsfähigeren geschiedenen Ehegat-
ten lässt sich nun aber nach dem vorhin erwähnten Willen des Gesetzgebers nicht 
mehr rechtfertigen (Hausheer, a.a.O., S. 128 f.; vgl. auch Baumann, Praxiskommen-
tar zum Scheidungsrecht, Basel/Genf/München 2000, N 33 zu Art. 125 ZGB; a.M. 

13

Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 74 zu Art. 125 ZGB, die sich für einen Zuschlag von 
20% auf den Grundbetrag aussprechen).

c) Diesen verschiedenen, die Rente bestimmenden Faktoren wird am ehe-
sten mit der Ermittlung des Unterhaltsbeitrages nach der sogenannten konkreten 
Berechnungsmethode Rechnung getragen. Nach dieser Methode werden die Ein-
kommen der Ehegatten ihrem minimalen Grundbedarf nach Auflösung des gemein-
samen Haushaltes gegenübergestellt. Daraus ergibt sich ein Fehlbetrag oder ein 
Überschuss. Im Falle eines Überschusses ist dieser in einem ersten Schritt - sofern 
keine Kinder vorhanden sind - hälftig auf die Ehegatten zu verteilen (Hausheer, 
a.a.O., S. 150). Alsdann gilt zu prüfen, inwieweit der bei einer hälftigen Aufteilung 
des Überschusses resultierende Ausgleichsbetrag den bei der Bemessung des Un-
terhaltsbeitrages nach Art. 125 ZGB massgeblichen Faktoren Rechnung trägt (vgl. 
zur konkreten Berechnungsmethode Hausheer/Geiser/Kobel, Das Eherecht des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 2000, N 10.102; Schwenzer, FamKomm 
Scheidung, Bern 2005, N 75-78 zu Art. 125 ZGB).

d) Ausgangspunkt ist somit einerseits die Leistungsfähigkeit der geschiede-
nen Ehegatten, andererseits ihr jeweiliger Bedarf. Selbstredend sind bei der Bemes-
sung der Unterhaltsverpflichtung jene Verhältnisse massgebend, die für die Zukunft 
mit Sicherheit oder mit grosser Wahrscheinlichkeit voraussehbar sind (vgl. hierzu 
zum alten Recht Spühler/Frei-Maurer, Berner Kommentar zum Schweizerischen 
Privatrecht, Bd. II, 1. Abteilung, 1. Teilband, 2. Hälfte, Art. 137 - 158 ZGB, Ergän-
zungsband, Bern 1991, N 12 zu Art. 152 ZGB; Hinderling/Steck, Das Schweizeri-
sche Ehescheidungsrecht, 4. Auflage, Zürich 1995, S. 300 f. mit Hinweisen). 

4. a) Umstritten ist die Leistungsfähigkeit von A.. Diese hat ihren Beruf als 
Telegrafistin zu Beginn der Ehe aufgegeben und ging danach bis zur Trennung kei-
ner Erwerbstätigkeit mehr nach.

b) Eine Scheidung führt angesichts von neu zwei Haushalten dazu, dass je 
nach bisheriger Aufgabenteilung beim einen der geschiedenen Ehegatten eine Ver-
minderung seines bisherigen Unterhaltsbeitrages eintritt. Unter diesem Gesichts-
punkt wird nun in Art. 125 Abs. 1 ZGB im Gesetz festgehalten, dass der Unterhalts-
beitrag des einen Ehegatten unter dem Vorbehalt zusätzlicher Eigenversorgung des 
anderen steht, eröffnen sich mit der Scheidung doch neue Erwerbsmöglichkeiten. 
Ob die Scheidung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 Ziff. 7 ZGB aber tatsächlich zu 
dieser wieder gewonnenen Handlungsfreiheit führt und der Unterhaltsbedürftige 

14

sich auf längere Sicht eine wirtschaftliche Situation wird schaffen können, welche 
die durch die Scheidung erlittenen Nachteile auszugleichen vermag, hängt von den 
konkreten Umständen ab. Nach der Rechtsprechung zum alten Scheidungsrecht 
spielte eine Rolle, ob der Ehegatte weiterhin mit der Kinderbetreuung befasst bleibt, 
die Ehe und die damit verbundene Aufgabenteilung von kurzer oder langer Dauer 
war und somit die Wiederaufnahme oder Aufstockung der Erwerbstätigkeit mit 
Rücksicht auf den Berufsunterbruch und das Alter des Unterhaltsbedürftigen leicht 
fällt oder aber nachhaltige Schwierigkeiten bereitet, ob persönliche Gründe wie der 
Gesundheitszustand den Wiedereinstieg erschweren und wie der Arbeitsmarkt ei-
ner Wiedereingliederung ins Erwerbsleben gegenübersteht (BGE 115 II 10 f.; Haus-
heer/Spycher, Unterhalt nach neuem Scheidungsrecht, Ergänzungsband zum 
Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 2001, Rz. 05.56). Diese Kriterien sind zwar 
auch in Art. 125 Abs. 2 ZGB verankert worden, nicht aber nur zur Beurteilung der 
Erwerbsfähigkeit, sondern generell zur Bemessung von Höhe und Dauer des Un-
terhalts. Sie haben mit anderen Worten angesichts des Verzichts auf die Unter-
scheidung zwischen Unterhalts- und Bedürftigkeitsrente eine etwas andere Bedeu-
tung erlangt (Schwenzer, Praxiskommentar zum Scheidungsrecht, Ba-
sel/Genf/München 2000, N 6 zu Vorbemerkungen zu Art. 125 - 132 ZGB).

c) Trotz der gesetzlich verankerten Eigenversorgungspflicht (vgl. Art. 125 
Abs. 1 ZGB) hängt die Frage, ob die Auflösung des gemeinsamen Haushaltes die 
Wiedererlangung der wirtschaftlichen Selbständigkeit ermöglicht, vorab von der 
tatsächlichen Möglichkeit einer neuen Lebensausrichtung in wirtschaftlicher Hin-
sicht nach Auflösung der Ehe ab. Zusätzlich bleibt zu prüfen, ob das Bemühen um 
eine hinreichende, tatsächlich mögliche Eigenversorgung auch zumutbar ist (Haus-
heer/Spycher, a.a.O., Rz. 05.76). Die beiden Gesichtspunkte der Unmöglichkeit der 
Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit und der entsprechenden Unzumutbarkeit 
gehen fliessend ineinander über (Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 05.77). Nach bis-
heriger Rechtsprechung wurde bei einem Scheidungsalter von 45 und mehr Jahren 
davon ausgegangen, dass die Wiederaufnahme einer Erwebstätigkeit in aller Regel 
nicht mehr möglich ist (vgl. BGE 115 II 12 f.). Diese Rechtsprechung kann im Hin-
blick auf Art. 125 Abs. 2 ZGB im Rahmen des nunmehr veränderten Scheidungs-
umfeldes immerhin noch als Richtlinie für die Festlegung des nachehelichen Unter-
haltsbeitrages dienen (Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 05.63). Der Pflicht zur Eigen-
versorgung kommt aber im neuen Recht doch eine bedeutendere Stellung zu. Es 
kann nicht strikt auf ein Alter abgestellt werden, sondern auf die tatsächlichen Be-
gebenheiten (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2001, 
5P.488/2000/SAT/bnm S. 3). Massgebend für die Eigenversorgungskapazität ist 

15

daher vorab das tatsächlich erzielte Einkommen. Sofern allerdings ein höheres Ein-
kommen als möglich und - bei gutem Willen - als zumutbar erscheint, ist von diesem 
hypothetischen Einkommen auszugehen (BGE 121 III 297 ff.; BGE 128 III 65 ff.; 
BGE 130 III 537 ff.; Schwenzer, a.a.O., N 16 zu Art. 125 ZGB; Sutter/Freiburghaus, 
a.a.O., N 47 zu Art. 125 ZGB).

Zu berücksichtigen sind die von den Ehegatten noch zu leistenden Betreu-
ungspflichten der Kinder, welche sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Leistungs-
fähigkeit auswirken. Gemäss der Rechtsprechung steht einer vollen beruflichen 
Tätigkeit grundsätzlich nichts im Wege, wenn das jüngste Kind das 16. Altersjahr 
zurückgelegt hat, einer teilweisen Erwerbstätigkeit im Umfang von 30-50% dann 
nichts, wenn das jüngste Kind das 10. Altersjahr zurückgelegt hat (BGE 115 II 6, 9 
f.; Urs Gloor/Annette Spycher, Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 2. Aufl., 
Basel 2002, N 10 zu Art. 125 ZGB; BGE 129 III 257 mit Hinweis auf 5C.48/2001 
vom 28. August 2001).

Dem Einkommen hinzugerechnet werden Vermögenserträge. Wenn die be-
treffende Person ihr Vermögen ohne oder nur mit einem geringen Ertrag angelegt 
hat, ist ein hypothetischer durchschnittlicher Vermögensertrag zu berücksichtigen. 
Die Vermögenssubstanz braucht jedoch grundsätzlich nicht angetastet zu werden, 
insbesondere dann nicht, wenn der Unterhaltspflichtige voll leistungsfähig ist (vgl. 
Gloor/Spycher, a.a.O., N 9 zu Art. 125 ZGB).

5. a) Die Vorinstanz erwog betreffend des vorliegend streitigen Unterhalts 
von A., dass es A. zumutbar sei, eine Teilzeitanstellung anzunehmen. Da sie bereits 
in der Vergangenheit im Gastgewerbe gearbeitet habe und in dieser Branche An-
spruch auf einen Mindestlohn von Fr. 3'120.- habe, müsse sich die Beklagte, ein 
Einkommen von Fr. 1'500.- monatlich anrechnen lassen. Im Weiteren stehe fest, 
dass die Beklagte Mitglied einer Erbengemeinschaft sei. Die Erbschaft habe 1995 
rund Fr. 1,7 Mio. betragen, was der Beklagten einen Beitrag von Fr. 1'200.- pro 
Monat einbringen würde. Ihr sei deshalb ermessensweise ein Vermögensertrag von 
monatlich Fr. 1'000.- anzurechnen.

Der Kläger habe seit dem Trennungszeitpunkt Unterhaltszahlungen für die 
beiden Kinder und die Beklagte im Umfang von Fr. 3'474.- erbracht. Die Beklagte 
beziffere ihren heutigen Bedarf auf Fr. 3'640.-. Unter Berücksichtigung des Bedarfs 
der Kinder von Fr. 300.- und Fr. 500.- würde sich der Gesamtbedarf auf Fr. 4'490.- 
belaufen. Bei Kinderunterhaltszahlungen von Fr. 1'600.-, Kinderzulagen von Fr. 

16

480.- sowie einem eigenen möglichen Einkommen von Fr. 2'500.- im Monat weise 
die Beklagte somit keinen Fehlbetrag aus. Da sich der Kläger jedoch freiwillig zur 
Zahlung von Fr. 500.- als nachehelichen Unterhaltsbeitrag an die Ehefrau bereit 
erklärt habe, sei er zu diesem Betrag zu verpflichten. Da die Beklagte nach Vollen-
dung des 16. Altersjahres des jüngsten Kindes zu einer Erwerbsaufnahme zu 100% 
verpflichtet sei, sei die Rentendauer bis zu diesem Zeitpunkt zu befristen.

b) Die Berufungsklägerin machte anlässlich der mündlichen Berufungs-
verhandlung geltend, dass sie gesundheitlich in schlechter Verfassung sei, sie leide 
an Herzproblemen, Erschöpfungszuständen und anderen depressiven Symptomen. 
Nichts desto trotz bemühe sie sich um eine Erwerbstätigkeit. Sie arbeite als 
selbständige therapeutische Masseurin im Hotel G., was ihr ein Nettoeinkommen 
von monatlich rund Fr. 550.- einbringe. Dieser Verdienst sei jedoch nicht gesichert 
und eigentlich nur in der Wintersaison zu erzielen. Es fehle an einer repräsentativen 
Periode, da die Berufungsklägerin bisher erst während zweier Monate als Masseu-
rin gearbeitet habe. Der berufliche Wiedereinstieg nach den Jahren der Kinderbe-
treuung und Haushaltsführung ohne berufliche Weiterbildung gestalte sich sehr 
schwierig, da A. nicht mehr in dem von ihr erlernten Beruf arbeiten könne, weil es 
heutzutage keine Stellen für Telegrafistinnen mehr gebe. Sie habe sich deshalb zur 
therapeutischen Masseurin ausbilden lassen und versuche in diesem neuen Beruf 
zurzeit erst Fuss zu fassen. Zudem wirke sich die noch zu leistende Betreuung der 
Kinder auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aus. Insbesondere der Sohn 
benötige aufgrund psychischer Probleme zurzeit eine besonders intensive 
Betreuung. Da gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einem Ehegatten 
nach langer Ehedauer eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit nicht 
zuzumuten sei, wenn dieser bei der Scheidung das 45. Altersjahr erreicht habe 
(BGE 115 II 6, 11 ff.; BGE 127 III 136, 140), frage es sich deshalb, ob die 
Berufungsklägerin überhaupt zu einer Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit 
verpflichtet werden könne, auch aus gesundheitlichen Gründen und wegen der 
Betreuungsbedürfnisse der Kinder. Da sie es trotz dieser Umstände vorziehe, 
Teilzeit zu arbeiten, sei das als Zeichen des guten Willens zu betrachten. Ihr 
Einkommen von rund Fr. 550.- pro Monat sei deshalb nicht anzurechnen bzw. es 
sei dabei zu bedenken, dass sie mit diesem äusserst bescheidenen Einkommen 
keine Vorsorge aufbauen könne. 

Sodann erziele die Berufungsklägerin aus ihrem Vermögen von Fr. 185'000.- 
bei einem Zins zu 0.5 % jährlich Fr. 925.- oder monatlich Fr. 77.-. Der Ertrag aus 
unverteilter Erbschaft belaufe sich auf Fr. 95.- jährlich oder Fr. 8.- monatlich. Total 

17

sei somit von einem monatlichen Vermögensertrag von Fr. 85.- auszugehen, und 
nicht, wie die Vorinstanz behaupte von Fr. 1'500.-.

Demgegenüber würde der Ehemann gemäss Steuerunterlagen Fr. 8'500.- 
pro Monat verdienen sowie Fr. 500.- monatlich aus Wertschriftenerträgen erhalten, 
womit von einem Monatsverdienst von Fr. 9'000.- ausgegangen werden könne. 
Dem Berufungsbeklagten verbleibe somit nach Abzug der Kinderunterhaltsbeiträge 
von zweimal Fr. 900.- ein Restbetrag von Fr. 7'200.- bei einem Bedarf von Fr. 2'614.- 
monatlich. 

Die Ehefrau habe einen monatlichen Bedarf von Fr. 1'800.- Miete, da sie ab 
sofort eine grössere Wohnung als die derzeit bewohnte 3-Zimmerwohnung für Fr. 
1'400.- suchen werde, Fr. 1'250.- Grundbedarf, Fr. 150.- Telefone, Krankenkasse 
von Fr. 300.- für sich, Versicherungen von Fr. 40.- sowie Steuern von Fr. 500.-. 
Damit liege der Minimalbedarf bei rund Fr. 4'040.-. Würde indessen das Gericht ein 
Einkommen von lediglich Fr. 550.- einberechnen, wäre die Berufungsklägerin bereit, 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'000.- zu akzeptieren. Dieser Betrag 
sei bis zum 18. Altersjahr der Kinder auszurichten. Danach sei ihr Fr. 1'800.- 
monatlich bis zum Erreichen des ordentlichen gesetzlichen Pensionierungsalters 
auszurichten, zumal die Ehe lange gedauert habe, die Berufungsklägerin unsichere 
Aussichten auf eine angemessene Altersvorsorge habe und bereits in der 
Vergangenheit ihren Lebensunterhalt zum Teil aus ihrem Vermögen habe 
bestreiten müssen. Es müsse deshalb der Vorsorgeanteil in die Bedarfsrechnung 
miteinbezogen werden.

c) Der Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten und 
Anschlussberufungsklägers begründete seine Anträge wie folgt: Das Einkommen 
des Berufungsbeklagten belaufe sich lediglich auf Fr. 7'480.- pro Monat inklusive 
Kinderzulagen und 13. Monatslohn. Mit den Wertschriftenerträgen zusammen 
ergebe sich ein Einkommen von Fr. 7'560.- pro Monat bei einem Grundbedarf von 
Fr. 3'764.-. Der Berufungsklägerin sei gemäss Praxis zuzumuten ab dem 10. 
Lebensjahr der Kinder zu 50 % zu arbeiten (BGE 115 II 10; BGE 114 II 303). Dies 
habe sie in der Vergangenheit auch häufig getan. Heute versuche sie eine Krankheit 
vorzuschieben, dabei arbeite sie trotz Arztzeugnis, welches sie zu 100% 
arbeitsunfähig schreibe. Es müsse ihr deshalb ein hypothetisches Einkommen von 
Fr. 1'850.- monatlich angerechnet werden. Zudem betrage der Wertschriftenertrag 
Fr. 160.- monatlich. Da sie 10% von 2,5 Mio. erben werde, sei ein hypothetischer 
Ertrag aus diesem Nachlass von monatlich Fr. 1'000.- anzurechnen. Ein monatlicher 

18

Unterhaltsbeitrag von Fr. 500.- bis der Sohn 16 Jahre alt sei, erweise sich somit als 
rechtmässig. Danach sei zu bedenken, dass die Berufungsklägerin über Vermögen 
verfüge und mit der Erbschaft eine grosse Anwartschaft habe. Eine Rente sei 
deshalb in jedem Fall nur bis zum Ende der Nutzniessung an der Erbschaft zu 
bezahlen. Da die Berufungsklägerin vor Bezirksgericht unterlegen sei, hätten ihr die 
Kosten auferlegen werden sollen sowie hätte dem Berufungsbeklagten eine 
Parteientschädigung zugesprochen werden müssen. Die vorinstanzlichen Kosten 
und Entschädigungen seien deshalb anders zu verlegen.

6. a) A. ist fast 43 Jahre alt. Sie liegt damit unter der nach der Rechtspre-
chung zum alten Recht für die Unzumutbarkeit einer Erwerbsaufnahme massge-
benden Grenze von 45 Jahren. Die Ehe war mit 15 Jahren von mittellanger Dauer. 
Die beiden Kinder, welche heute 14 und 11 Jahre alt sind, werden von der Beru-
fungsklägerin betreut. Unter diesen Umständen ist es der Berufungsklägerin 
gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 129 III 257 = Praxis 
10/2003, S. 971; BGE 115 II 6 = Praxis 78 Nr. 139) zumutbar, einer Erwerbstätigkeit 
zu 50% nachzugehen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass die Eheleute seit 
dem Jahre 1999 getrennt leben und sich A. seit Jahren auf die neue Situation vor-
bereiten konnte. Dies hat sie auch getan, indem sie eine Umschulung vornahm, sich 
zur therapeutischen Masseurin ausbilden liess und in diesem Beruf als Selbständi-
gerwerbende versucht, Fuss zu fassen. Sie arbeitete anfangs 2005 in der J. in H. 
und seit Dezember 2005 im Hotel G. in H., weshalb die von ihr eingereichten Arzt-
zeugnisse an Bedeutung verlieren. Im Januar 2005 verdiente sie Fr. 331.55, im Fe-
bruar 2005 Fr. 106.95, im März 2005 Fr. 588.35 sowie im Dezember 2005 Fr. 458.-. 
Das durchschnittliche Einkommen über 12 Monate bewegt sich gemäss ihren eige-
nen Angaben bei rund Fr. 550.- pro Monat (vgl. HV-Beilage 1 Berufungsklägerin). 
Die Erträge aus ihrem Wertschriftenvermögen vom zirka 185'000.- belaufen sich auf 
Fr. 77.- pro Monat. Wie aus diesen Zahlen ersichtlich wird, ist es der Berufungsklä-
gerin noch nicht gelungen, ein 50%-Pensumeinkommen zu erzielen. Dieses Risiko 
muss sie jedoch selber tragen bzw. durch die Aufnahme einer 2. oder weiteren 
Tätigkeit und indem sie ihr Vermögen besser anlegt, kompensieren, damit sie mehr 
Erträge erzielen kann. Bei einem Vermögen von 185'000.- sind bei geschickter, ri-
sikoloser und seriöser Anlage durchaus Erträge im Umfang von Fr. 500.- pro Monat 
zu erzielen. Es ist ihr deshalb ein hypothetisches Einkommen von Fr. 1'500.- pro 
Monat anzurechnen. In diesem Betrag nicht berücksichtigt sind die von der Vorin-
stanz hypothetisch und ermessensweise festgesetzten Erträge aus der unverteilten 
Erbschaft, denn die Berufungsklägerin bezieht aus dieser Anwartschaft erwiesener-
massen keine nennenswerten Erträge (vgl. Schreiben der Steuerverwaltung des 

19

Kantons Bern vom 3. Oktober 2005). Wie sich aus den untenstehenden Erwägun-
gen ergibt, ist A. – entgegen der Ansicht des Berufungsbeklagten – nicht verpflich-
tet, ihr Vermögen anzutasten, denn D. ist voll leistungsfähig. Aus demselben Grund 
ist eine allfällige Rente auch grundsätzlich nicht zu befristen bis A. in den Genuss 
der genannten Erbschaft kommt.

D. verdiente gemäss Steuererklärung 2004 (KB 33) einen Lohn von Fr. 
95'601.- und Erträge aus Wertschriften im Umfang von Fr. 919.-. Abzüglich der Kin-
derzulagen von Fr. 5'760.- resultiert daraus ein Jahreseinkommen von Fr. 90'760.-, 
das heisst monatlich Fr. 7’563.30.

b) Den genannten anrechenbaren Einkünften von Fr. 7'563.30 des Ehe-
mannes und Fr. 1'500.- der Ehefrau sind ihr jeweiliger Bedarf gegenüberzustellen. 
Dieser wird bestimmt, indem zum Grundbetrag gemäss Richtlinien der Betreibungs- 
und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen 
Existenzminimums die Wohnkosten, die Krankenkassenprämien, die Auslagen für 
andere notwendige Versicherungen und Steuern addiert werden. Dabei ist nach den 
genannten Richtlinien grundsätzlich der effektive Mietzins für Wohnungen und Zim-
mer ohne Auslagen für Beleuchtung, Kochstrom und/oder Gas aufzurechnen. Ein 
hypothetischer Wohnungszins für eine erst zu beziehende (grössere) Wohnung – 
wie ihn die Berufungsklägerin geltend macht – kann nicht berücksichtigt werden. 
Denn Aspekte eines bisher nicht gelebten Lebensstandards können in eine Exis-
tenzminimumberechnung nicht einfliessen. Ebenso ist bei der Bedarfsberechnung 
zu beachten, dass die Kosten für TV/Radio und Telefon bereits im Grundbetrag 
berücksichtigt sind, sodass sie nicht nochmals getrennt aufgerechnet werden kön-
nen. Berücksichtigt werden können aber neu gemäss Urteil des Bundesgerichtes 
vom 11. Oktober 2005, 7B.145/2005 die Kosten, die dem nicht obhutberechtigten 
Elternteil für die Besuche und Betreuung der Kinder entstehen. Es ergeben sich 
somit vorliegend folgende Bedarfsrechnungen:

Grundbedarf Mann: 

Grundbedarf Ehemann Fr. 1'100.-

Mietzins (KB 30, 31) Fr. 1'285.-

Krankenkasse Fr.    235.-

Versicherungen Fr.      12.-

Fahrkosten (Arbeit) Fr. .....52.-

Autokosten (Kinderbetreuung) Fr.    494.-

Steuern Fr.    586.-

20

Total Fr. 3'764.-

Grundbedarf Frau:

Grundbedarf Ehefrau Fr. 1'250.-

Grundbetrag Tochter Fr.    500.-

Grundbetrag Sohn Fr.....350.-

Mietzins (Editionsakten) Fr. 1'313.-

Krankenkasse Ehefrau und Kinder Fr.    467.-

Versicherungen Fr.      40.-

Steuern Fr.    200.-

Total Fr. 4'120.-

Diese Bedarfsrechnung weicht unter Berücksichtigung der angeführten 
Grundsätze nur unwesentlich von jener ab, welche die Parteien im Verlaufe des 
Verfahrens vor der Vorinstanz vorgenommen haben und welche der Berufungsbe-
klagte nunmehr im Berufungsverfahren vornimmt. Der Grundbedarf des Ehepaars 
beläuft sich somit auf Fr. 7'884.- pro Monat. Bei einem gemeinsamen Einkommen 
von Fr. 9'063.30 ergibt sich damit ein Überschuss von monatlich Fr. 1'179.30. Dieser 
Überschuss ist zu einem Drittel (Fr. 393.10) zugunsten des Ehemannes und zu zwei 
Dritteln (Fr. 786.20) zugunsten der Ehefrau und den Kindern aufzuteilen, woraus ein 
gerundeter Unterhalt von monatlich Fr. 3'400.- resultiert (3'764.- + 393.10 = 4'157.10 
./. 7'563.20). Davon sind je Fr. 900.- für die Kinder abzuziehen. Es ergibt sich somit 
als Ergebnis ein Ausgleichsbeitrag von Fr. 1'600.- für die Ehefrau. A. steht deshalb 
bis am 28. Februar 2011 (bis das jüngste Kind 16 Jahre alt ist und es ihr deshalb 
zumutbar ist, ihre Erwerbstätigkeit auszudehnen) ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'600.- pro Monat zu. D. wird deshalb verpflichtet, an den Unterhalt von A. monatlich 
im Voraus bis 28. Februar 2011 Fr. 1'600.- zu bezahlen.

Im Folgenden ist nun nach den in Art. 125 ZGB genannten und im Einzelfall 
anwendbaren Kriterien festzulegen, welcher Unterhaltsbeitrag D. an A. nach dem 
28. Februar 2011 zu leisten hat.

c) Ausgangspunkt für den gebührenden Unterhalt im Sinne von Art. 125 
ZGB ist – wie dargelegt – die eheliche Lebenshaltung unter Berücksichtigung der 
scheidungsbedingten Mehrkosten. Bei der Ehedauer ist nicht einzig die rechtliche 
Dauer zu berücksichtigen, sondern es ist auf die Dauer des tatsächlichen Zusam-
menlebens und auf die wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen den Ehegatten abzu-
stellen (Sutter/Freiburghaus, a.a.O., N 30 zu Art. 125 ZGB). Ein Anspruch auf Bei-

21

behaltung der während der Ehe zuletzt gelebten Lebenshaltung ist angesichts der 
Tatsache, dass die Parteien mittellang – nämlich rund 15 Jahre – ehelich verbunden 
waren und davon aber nur 8 Jahre zusammenlebten, nicht vorbehaltlos zu bejahen. 
Jedoch spricht die Aufteilung der ehelichen Aufgaben nach der Eheschliessung 
dafür. A. hat nach der Eheschliessung zugunsten der Kinderbetreuung und der 
Haushaltsführung ihren Beruf als Telegrafistin aufgegeben und sowohl auf eine an-
dere Ausbildung als auch auf eine Erwerbstätigkeit verzichtet. Demgegenüber 
konnte D. sich bei der E. beruflich entwickeln und eine Stellung erreichen, die ihm 
heute ein ansehnliches Einkommen ermöglicht. Die heutigen Verhältnisse beruhen 
folglich insofern auf einer einseitigen zu Ungunsten von A. verlaufenden Lebenspla-
nung, als die Familie ihr Leben in finanzieller Hinsicht auf die berufliche Entwicklung 
von D. ausrichtete. Mit dieser Aufteilung gelang es, gute finanzielle Verhältnisse zu 
schaffen. Fraglos beruhte dieser Wohlstand auch auf einem entsprechend grossen 
Arbeitseinsatz von D. in seinem Beruf. Ebenso trug indessen der Verzicht von A. 
dazu bei, dass dieses grosse Engagement überhaupt ermöglicht wurde. Entspre-
chend ist es gerechtfertigt, dass sie am wirtschaftlichen Erfolg ihres Gatten Anteil 
nimmt.

Bezüglich der Ausbildung von A. als Telegrafistin ist zu beachten, dass sie 
aufgrund der technischen Entwicklung auf eine Umschulung angewiesen war und 
sich dementsprechend in ihrem neuen Beruf als therapeutische Masseurin erst eine 
Marktstellung erarbeiten muss, was Zeit braucht. Mit Blick auf die Altersvorsorge ist 
deshalb in Betracht zu ziehen, dass A. zwar mit der hälftigen Teilung der Pensions-
kassenguthaben von D. von Fr. 121'508.10 über ein ansehnliches Guthaben aus 
beruflicher Vorsorge verfügt. Dazu verfügt sie – wie übrigens auch der Berufungs-
beklagte – über ein ansehnliches Wertschriftenvermögen. Den weiteren Aufbau der 
Altersvorsorge wird sie allerdings aus ihrem Verdienst und der Unterhaltsrente leis-
ten müssen. Ihr Verdienst wird bis Februar 2011 geringer sein, danach zwar höher; 
dafür wird aber ihre Unterhaltsrente geringer ausfallen. Demgegenüber wird D. bis 
zu seinem 65. Altersjahr seine Altersvorsorge mit den Einkünften höher aufbauen 
können. Folglich wird D. im Vergleich zu seiner Ehegattin über höhere Altersgutha-
ben verfügen können. A. wird der Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge erst 
möglich sein, wenn sie beruflich neu Fuss gefasst hat. Aus diesen Gründen recht-
fertigt es sich, der Berufungsklägerin zur Bestreitung ihres gebührenden Unterhal-
tes und zum Aufbau der Altersvorsorge eine über das 16. Altersjahr des jüngsten 
Kindes hinausgehende reduzierte Rente zuzusprechen. D. wird deshalb zusätzlich 
verpflichtet, A. ab dem 1. März 2011 bis zum 29. Februar 2016 Fr. monatlich 800.- 
zu bezahlen. Diese Befristung fällt zwar nicht mit dem – ohnehin nur hypothetisch 

22

anzunehmenden – Anfall der Erbschaft zusammen. Andererseits darf im Zusam-
menhang mit der Befristung nicht ausgeblendet werden, dass A. zufolge der ihr an-
fallenden Erbschaft über zusätzliche Mittel im Alter verfügen wird. Die Berufung wird 
demnach teilweise gutgeheissen.

7. Die Vorinstanz auferlegte die Verfahrenskosten den Parteien je zur 
Hälfte. Die Parteikosten wurden wettgeschlagen. Der Berufungsbeklagte beantragt, 
es seien der Beklagten die amtlichen Kosten aufzuerlegen und ihm eine ausseramt-
liche Entschädigung in der Höhe von Fr. 24'326.75 zuzusprechen. Dies rechtfertige 
sich, weil die Beklagte vor Bezirksgericht unterlegen sei. 

a) Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens in 
der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen; obsiegt keine vollständig, kön-
nen sie verhältnismässig verteilt werden. Wie schon der Wortlaut erkennen lässt, ist 
diese Vorschrift nicht starr anzuwenden; sie erlaubt vielmehr Ausnahmen, wobei 
ausdrücklich die beiden Fälle genannt werden, dass sich die unterliegende Partei in 
guten Treuen zur Prozessführung veranlasst sah oder dass der genaue Umfang 
des geltend gemachten Anspruchs für den Kläger aus objektiven Gründen nicht 
überblickbar war. Dies ist freilich keine abschliessende Aufzählung. Ein Abweichen 
von der Regel kann sich auch sonstwie aufdrängen, insbesondere bei Scheidungs-
prozessen und anderen familienrechtlichen Verfahren sowie bei Notwegrechts- und 
Erbteilungsstreitigkeiten (vgl. PKG 1988 Nr. 14, S. 72; PKG 1997 Nr. 14, S. 69; PKG 
2002 Nr. 22 S. 169; daneben auch Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürche-
rischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 26 ff. zu § 64). In Anlehnung 
an die in Abs. 1 enthaltenen Grundsätze betreffend die Überbindung gerichtlicher 
Verfahrenskosten sieht Art. 122 Abs. 2 ZPO schliesslich ausserdem vor, dass die 
unterliegende Partei in der Regel verpflichtet werde, der obsiegenden alle ihr durch 
den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen; soweit das Urteil 
nicht ausschliesslich zu Gunsten einer Partei ausfalle, könnten die aussergerichtli-
chen Kosten nach den gleichen Regeln wie die gerichtlichen verteilt werden. Zu 
beidem hält dann Abs. 3 von Art. 122 ZPO noch ergänzend fest, dass einer Partei 
ohne Rücksicht auf den Ausgang des Prozesses all jene gerichtlichen und ausser-
gerichtlichen Kosten überbunden werden dürften, welche sie unnötigerweise verur-
sacht habe. 

b) D. und A. waren sich von Anfang an darüber einig, dass ihre Ehe zu 
scheiden sei. Zu keinen Auseinandersetzungen führte überdies die Verpflichtung 
der Parteien zur hälftigen Aufteilung der Pensionskassenguthaben, weder dem 

23

Grundsatz nach noch in Bezug auf die rechnerische Umsetzung. Ebenso unbestrit-
ten war, dass die elterliche Sorge über die beiden Kinder der Mutter zuzuteilen sei 
und dass ihr deren Pflege und Erziehung obliegen solle. Ähnliches gilt in Zusam-
menhang mit der Festlegung der an den Kinderunterhalt zu erbringenden Geldleis-
tungen. Ob von Seiten der Parteien etwas höhere oder tiefere Kinderunterhaltsbei-
träge gefordert bzw. anerkannt wurden, als sie dann im Sachurteil als angemessen 
betrachtet wurden, ist für die Verteilung der Gerichtskosten nicht weiter von Belang. 
Betreffend dem nachehelichen Unterhalt von A. waren sich die Parteien nicht einig. 
Hier gilt es zu berücksichtigen, dass sich D. an der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung dagegen gewehrt hat, an den nachehelichen Unterhalt von A. mehr als Fr. 
500.- zu zahlen, während A. für sich einen monatlichen Betrag von Fr. 2'754.60 bis 
2016 und dann Fr. 1'300.- gefordert hat. In diesem Punkt sind somit – betrachtet 
man nunmehr das Ergebnis des Berufungsverfahrens – beide nicht vollumfänglich 
durchgedrungen. Gesamthaft betrachtet ist eine gleichmässige Verteilung der Kos-
ten indessen gerechtfertigt, denn es lag auch im Interesse beider Parteien, dass 
das Gericht sich ihrer Sache annahm. Ausgehend vom Verteilschlüssel, den es für 
die Überbindung der Verfahrenskosten anzuwenden gilt, ist aus denselben Gründen 
auch in Bezug auf die aussergerichtlichen Kosten auf dieselbe Lösung abstellen 
und sind diese wettzuschlagen. Die vom Bezirksgericht Maloja vorgenommene Re-
gelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen erweist sich insbesondere unter dem 
Blickwinkel des nunmehr veränderten Ergebnisses als vertretbar und damit als 
rechtmässig.

8. Bei der Verteilung der zweitinstanzlichen Kosten ist ebenfalls von Art. 
122 ZPO auszugehen, wobei die Gerichtskosten aus den gleichen Überlegungen 
(vgl. E. 7) je hälftig auf die Parteien zu verteilen sind und die Aufwendungen für die 
ausseramtlichen Umtrieben wettzuschlagen sind.

24

Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Anschlussberufung wird im 
Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Ziffer 4 des angefochtenen Urteils wird aufgehoben. 

3. D. wird verpflichtet, an den Unterhalt von A. monatlich im Voraus bis 28. Fe-
bruar 2011 Fr. 1'600.- und danach ab 1. März 2011 bis 29. Februar 2016 Fr. 
800.- zu bezahlen, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5'000.- gehen je zur Hälfte zu-
lasten von A. und D.. Die ausseramtlichen Entschädigungen für das Beru-
fungsverfahren werden wettgeschlagen.

5. Mitteilung an:

Nach Eintritt der Rechtskraft an: 

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: