# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44aabdd0-2e13-5bc0-bf8d-55ced5d4a535
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.09.2025 LB250003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB250003_2025-09-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB250003-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie Gerichts-

schreiberin MLaw J. Camelin-Nagel

Beschluss und Urteil vom 12. September 2025

in Sachen

A._____,
Beklagter, Widerkläger und Berufungskläger

gegen

B._____,
Klägerin, Widerbeklagte und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt X._____,

betreffend Forderung 

Berufung gegen Urteil der 6. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. 
Dezember 2024; Proz. CG230055

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Rechtsbegehren der Klägerin und Berufungsbeklagten:
(act. 5/33 S. 17)

"1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 68'000.00 nebst 
Zins (CHF 28'000.00 zu 5% seit dem 20. Oktober 2020, CHF 30'000.00 
zu 5% seit dem 30. Juni 2021 und CHF 10'000.00 zu 5% seit dem 
31. Dezember 2021) zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsam-
tes Zug sei im Umfang von CHF 28'000.00 sowie Zins zu 5% seit 
dem 20. Oktober 2020 zu beseitigen. 

3. Die mit Klageantwort sinngemäss erhobene Widerklage sei voll-
umfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten 
des Beklagten."

Rechtsbegehren des Beklagten und Berufungsklägers:
(act. 5/7, act. 5/11, act. 5/28 und Prot. VI S. 37, sinngemäss)

1. Auf die Klage sei mangels örtlicher Zuständigkeit nicht einzutre-
ten.

2. Eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
3. Die Klägerin sei zu verpflichten, dem Beklagten offene Honorar-

forderungen über Fr. 110'000.– zu bezahlen. 
4. Unter Kostenfolgen zu Lasten der Klägerin.

Urteil des Bezirksgerichtes:

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 40'000.– nebst Zins zu 5 % seit 

30. März 2023 zu bezahlen. 

2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 7'220.– festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird dem Beklagten im Umfang von Fr. 5'332.– und der 

Klägerin im Umfang von Fr. 1'888.– auferlegt, wobei der auf die Klägerin ent-

fallende Anteil mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird; 

im Mehrbetrag wird ihr der Kostenvorschuss zurückerstattet. Das Verrech-

nungsrecht des Staates bleibt vorbehalten. Die auf den Beklagten entfallen-

den Kosten werden von diesem direkt eingefordert. 

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Der Beklagte wird ferner verpflichtet, der Klägerin die Kosten des Schlich-

tungsverfahrens im Umfang von Fr. 360.– zu erstatten. 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine (in Bezug auf die Hauptklage 

reduzierte) Parteientschädigung von Fr. 4'700.– zuzüglich 8.1 % Mehrwert-

steuer zu bezahlen. 

6./7. (Mitteilungen und Rechtsmittel)

Erwägungen:

I.

1. Die Parteien sind Geschwister. In den Jahren 2020 und 2021 überwies die 

Klägerin dem Beklagten Geldbeträge in insgesamt fünfstelliger Höhe. Sie behaup-

tet, es habe sich dabei um Darlehen gehandelt, die sie zurückfordert, während er 

geltend macht, es habe sich um Investitionen in gemeinsame Projekte in Bosnien 

gehandelt, und die Rückforderung bestreitet.

2. Am 10. Juli 2023 reichte die Klägerin bei der Vorinstanz unter Beilage der 

Klagebewilligung vom 26. April 2023 eine Forderungsklage gegen den Beklagten 

auf Darlehensrückzahlung mit dem eingangs genannten Rechtsbegehren ein 

(act. 5/10 und 5/13). Ein Gesuch des Beklagten um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wurde mit Verfügung vom 27. Oktober 2023 abgewiesen 

(act. 5/26). Mit Eingabe vom 9. November 2023 beantwortete der Beklagte die 

Klage und erhob die eingangs erwähnte Widerklage (act. 5/28). Daraufhin führte 

die Vorinstanz am 18. März 2024 eine Instruktionsverhandlung zur Ergänzung der 

Klageantwort und Erstattung von Replik und Duplik sowie Stellungnahme zu No-

ven durch (Prot. VI S. 8 ff.). Danach reichten beide Parteien verschiedene Einga-

ben ein. Nachdem der Beklagte nicht auf eine Hauptverhandlung verzichtete, fand 

diese nach einer Verschiebung wegen Verhandlungsunfähigkeit des Beklagten 

am 21. Oktober 2024 statt. Bei dieser Gelegenheit zog der Beklagte die Wider-

klage zurück, wurde über prozessuale Anträge des Beklagten entschieden und 

hielten beide Parteien ihre ersten Parteivorträge und verzichteten auf zweite Par-

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teivorträge. Anschliessend erging der mündliche Beweisbeschluss, wurden beide 

Parteien persönlich befragt und hielten sie ihre Schlussvorträge (Prot. VI S. 34 ff.). 

3. Mit Urteil vom 11. Dezember 2024 verpflichtete die Vorinstanz den Beklag-

ten, CHF 40'000 an die Klägerin zu bezahlen, und wies die Klage im Übrigen ab 

(act. 5/72 = act. 4). Mit Eingabe vom 24. Januar 2025 (act. 2) erhob der Beklagte 

dagegen Berufung bei der Kammer. 

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Die Auflage eines Kosten-

vorschusses mit Verfügung vom 4. Februar 2025 (act. 6) wurde aufgrund des vom 

Beklagten gestellten Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege mit Schreiben vom 

23. Februar 2025 (act. 13) in Wiedererwägung gezogen. Mit Schreiben vom 

14. Februar 2025 (act. 12) beantragte der Beklagte die Durchführung einer In-

struktionsverhandlung zur Erörterung der Sach- und Rechtslage und zur Ab-

nahme von Beweisen, und mit Schreiben vom 10. Mai 2025 verlangte er die Sis-

tierung des Verfahrens bis Ende September 2025 (act. 15). Mit Schreiben vom 

10. Juni 2025 erkundigte er sich nach dem Stand des Verfahrens, insbesondere 

wann über sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entschieden werde, und 

ersuchte um die Zustellung von allfälligen Eingaben der Gegenpartei (act. 19). 

5. Mit Beschluss vom 23. Juni 2025 wurde das Gesuch des Berufungsklägers 

um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen und wurde ihm Frist 

angesetzt, um einen Vorschuss von Fr. 4'750.– für die Gerichtskosten zu leisten 

(act. 20), der rechtzeitig geleistet wurde (act. 22). Mit Eingabe vom 5. Juli 2025 

reichte der Beklagte eine sogenannte abschliessende Stellungnahme zur Sache 

ein und beantragte die Einvernahme der Klägerin und eines Zeugen und reichte 

einen Fragenkatalog ein (act. 23/1-3). Mit Eingabe vom 7. Juli 2025 erkundigte er 

sich nach der Weiterleitung der Berufung an die Gegenpartei (act. 24). Mit Ein-

gabe vom 1. August 2025 wies er schliesslich auf ein von der Gegenseite bei der 

Vorinstanz gestelltes Gesuch um Schutzmassnahmen hin (act. 25 und 26/1-3). 

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II.

1. Als Endentscheid über eine vermögensrechtliche Angelegenheit mit einem 

Streitwert von mehr als CHF 10'000 ist das vorinstanzliche Urteil vom 11. Dezem-

ber 2024 mit Berufung anfechtbar (Art. 308 ZPO). Die Berufung wurde - unter Be-

rücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO) - mit Eingabe vom 

24. Januar 2025 rechtzeitig erhoben. Sie enthält Anträge und eine Begründung 

(Art. 311 ZPO). Es kann darauf eingetreten werden.

2. In der Sache verlangt der Beklagte die Aufhebung des angefochtenen Ur-

teils und die Abweisung der Klage. Daneben stellt er verschiedene prozessuale 

Anträge, von denen das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(act. 2 S. 1 Ziff. 6 und 7) bereits mit Beschluss vom 23. Juni 2025 abgewiesen 

wurde. Die Beweisanträge und der Sistierungsantrag (act. 2 S. 1 Ziff. 3 und 4; 

act. 8 und act. 12) sind bei den Ausführungen zur Sache zu behandeln (vgl. unten 

E. III.5). 

3. Geltend gemacht werden können mit der Berufung neben unrichtiger 

Rechtsanwendung und unrichtiger Feststellung des Sachverhalts (Art. 310 ZPO) 

auch die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheides. Allerdings greifen 

Rechtsmittelinstanzen nur zurückhaltend in vertretbare Ermessensentscheide ein 

(ZK ZPO-Reetz, Art. 310 N 36). Neue Tatsachen und Beweismittel werden aus-

serhalb des Anwendungsbereichs der Untersuchungsmaxime nur noch berück-

sichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt 

nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

In der schriftlichen Berufungsbegründung ist aufzuzeigen, inwiefern der erstin-

stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Es ist nicht Sache der Rechtsmit-

telinstanz, die Akten und Rechtsschriften des vorinstanzlichen Verfahrens zu 

durchforsten, um festzustellen, was welche Partei wo ausgeführt hat. Die Beru-

fungsinstanz darf sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich 

auf die Beurteilung der Beanstandungen beschränken, die in der Berufungsschrift 

in rechtsgenügender Weise erhoben und begründet werden. Bei Laien gelten her-

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abgesetzte, aber nicht grundsätzlich andere Anforderungen, und muss zumindest 

rudimentär zum Ausdruck kommen, weshalb der angefochtene Entscheid falsch 

sein soll (ZK ZPO-Reetz, Art. 311 N 36 m.w.H.).

4. Das Verfahren ist spruchreif, ohne dass eine Berufungsantwort einzuholen 

war (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Der Klägerin sind mit diesem Urteil Kopien der Beru-

fung sowie der weiteren Eingaben des Beklagten (mit Ausnahme der Beilagen 

zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, act. 11/1-6) zuzustellen. 

III.

1. Als Ausgangslage hielt die Vorinstanz fest, dass die Klägerin dem Beklagten 

im Zeitraum von Januar 2020 bis August 2021 insgesamt CHF 52'000 in acht 

Tranchen wie folgt überwiesen habe: 

Zudem habe C._____, der Ehemann der Klägerin, dem Beklagten EUR 5'000 und 

EUR 10'000 in bar übergeben, wobei die Klägerin ihrem Ehemann diese Zahlun-

gen mit einer Überweisung von CHF 16'000 am 4. November 2019 rückvergütet 

habe (act. 4 S. 8). 

Die Vorinstanz stellte weiter fest, es sei strittig, ob die Klägerin dem Beklagten 

dieses Geld als Darlehen übertragen habe (so die Klägerin) oder ob es sich um 

Investitionen in gemeinsame Projekte (so der Beklagte) handelte. Aufgrund einer 

Würdigung des von der Klägerin eingereichten E-Mail-Verkehrs der Parteien 

schloss sie sich der Darstellung der Klägerin an, wonach es neben geschäftlichen 

Investitionen auch private Darlehen gegeben habe (act. 4 S. 13 ff.). 

Datum 
Überwei-
sung

Betrag act. 

27.01.2020 Fr.   2'000.– 5/4/2
26.02.2020 Fr.   2'000.– 5/4/3
01.04.2020 Fr.   2'000.– 5/4/4
27.04.2020 Fr.   2'000.– 5/4/5
26.05.2020 Fr.   2'000.– 5/4/6
26.06.2020 Fr.   2'000.– 5/4/7
06.11.2020 Fr. 30'000.– 5/4/8
24.08.2021 Fr. 10'000.– 5/4/9

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Ausser auf eine E-Mail vom 23. Juli 2021 (act. 5/4/25), in welcher der Beklagte 

schrieb, er wäre froh, wenn "wir mein Darlehen wie angesprochen um 

Fr. 15'000.– auf Fr. 45'000.– erhöhen könnten, …", stützte sich die Vorinstanz da-

bei auf eine E-Mail vom 21. Juni 2022 (act. 5/4/26), in welcher der Beklagte zwi-

schen einem "D._____ d.o.o. Darlehen" und einem Darlehen "zwischen dir und 

mir" unterschied, was nach Auffassung der Vorinstanz wenig Sinn gemacht hätte, 

wenn sämtliche Geldhingaben Investitionen in gemeinsame Projekte gewesen 

wären (act. 4 S. 15). 

Während die Vorinstanz für die Euro-Beträge und die sechs Überweisungen von 

je CHF 2'000 bzw. insgesamt CHF 12'000 erhebliche Zweifel hatte, ob eine Rück-

zahlungspflicht vereinbart war, und daher die Klage mit Bezug darauf abwies, hielt 

sie diesen Nachweis für die beiden letzten Zahlungen vom 6. November 2020 

über CHF 30'000 und vom 24. August 2021 über CHF 10'000 für erbracht und 

hiess die Klage in diesem Umfang gut (act. 4 S. 19 ff.).

Als Begründung erwähnte die Vorinstanz, dass diese Überweisungen in den 

Transaktionsdetails als "A._____ CH DARLEHEN" bezeichnet würden, wobei sie 

einräumte, das sei wenig aussagekräftig, da die Klägerin diese Bezeichnung sel-

ber gewählt habe. In der E-Mail vom 23. Juli 2021 (act. 5/4/25) schreibe der Be-

klagte jedoch von "meinem Darlehen" und lege seine persönliche finanzielle Lage 

ausführlich dar unter Bezugnahme auf seine privaten Lebenshaltungskosten, was 

eine geschäftliche Investition nicht plausibel erschein lasse. Dem Einwand des 

Beklagten, es handle sich um eine Fälschung, hielt die Vorinstanz entgegen, dass 

der Beklagte diese E-Mail ebenfalls in den Prozess eingeführt habe (act. 5/32/18 

Blatt 4) und, als er in der persönlichen Befragung darauf angesprochen worden 

sei, ihre Authentizität nicht in Frage gestellt habe (Prot. VI S. 16). Die Vorinstanz 

erinnerte daran, dass die Echtheit einer Urkunde nur zu beweisen sei, falls die 

Echtheit von der anderen Seite hinreichend begründet bestritten werde, woran es 

hier fehle. Zwar stamme die Nachricht vom Absender D'._____, aber sie sei mit 

A.____ [Vorname] unterzeichnet. Konkrete Hinweise darauf, dass diese Nachricht 

gefälscht sei, würden nicht vorgebracht und seien auch nicht ersichtlich. Hinzu 

komme, dass im Juli 2021, als diese Nachricht versandt wurde, die Parteien noch 

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nicht zerstritten gewesen seien und kein Verfahren hängig gewesen sei. Die Vor-

instanz ging daher von der Urheberschaft des Beklagten an dieser Nachricht aus 

und leitete daraus ab, dass er im Juli 2021 offenbar selber der Ansicht gewesen 

sei, dass ihm die Klägerin persönlich ein Darlehen von CHF 30'000 gewährt habe, 

und er um eine Erhöhung gebeten habe, was auch den Schluss zulasse, dass die 

zeitlich anschliessende Überweisung von CHF 10'000 am 24. August 2021 als 

Reaktion auf diese Nachricht erfolgt sei und auch diesbezüglich beide Parteien 

von einem Darlehen ausgegangen seien (act. 4 S. 19 f.).

2. Der Beklagte wirft der Vorinstanz vor, sie habe aufgrund von manipulierten 

Beweisen (insbesondere E-Mails) entschieden, deren Echtheit fraglich sei (act. 2 

S. 2). Er macht geltend, die Klägerin sei keine glaubwürdige Person. Entgegen 

der Annahme des Bezirksgerichts liege kein Darlehen vor, sondern eine gemein-

same Investition im Sinne einer einfachen Gesellschaft. Es gebe weder eine 

schriftliche noch eine mündliche Vereinbarung und eine Rückzahlung sei nie ver-

einbart worden (act. 2 S. 3 f.). 

Die E-Mail vom 23. Juli 2021 von der Absenderadresse info@D'._____.com sei 

nicht von ihm, sondern vermutlich von der Klägerin selbst erstellt oder manipuliert 

worden. Die Klägerin habe Zugang zum E-Mail-Konto info@D'._____.com gehabt, 

das von ihrem Ehemann C._____ verwaltet werde, und sie habe sich diese Nach-

richt höchstwahrscheinlich selber zugestellt. Er verweist dazu verschiedentlich auf 

seine Anzeige bei der Polizei in Baden und die von der Staatsanwaltschaft des 

Kantons Aargau geführte Strafuntersuchung und verlangt, das Berufungsverfah-

ren sei bis zum Abschluss des Strafverfahrens zu sistieren (act. 2 S. 4 und S. 8, 

vgl. auch act. 8 und act. 15). 

Zudem sei in der Nachricht von einer Erhöhung des Darlehens um CHF 15'000 

die Rede. Dass nur CHF 10'000 überwiesen worden seien, zeige ebenfalls, dass 

diese Nachricht manipuliert sei (act. 2 S. 4 f.). Der Beklagte stellt ferner in Abrede, 

dass das Verhältnis zum Zeitpunkt, als die Nachricht vom 23. Juli 2021 verschickt 

wurde, noch gut gewesen sei (act. 2 S. 7). Als ihm die Vorderrichterin an der Ver-

handlung eine Frage zur E-Mail vom 23. Juli 2021 gestellt habe, habe er sie 

falsch verstanden und sich in seiner Antwort auf eine andere Nachricht bezogen, 

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welche er am 21. März 2022 von der Klägerin erhalten habe (act. 2 S. 5 m.H. auf 

act. 3/16 = act. 5/29/7). 

Die E-Mail vom 23. Juli 2021 habe er zum ersten Mal als Beilage zur Klageschrift 

vom 10. Juli 2023 gesehen. In seiner Klageantwort und Widerklage vom 9. No-

vember 2023 habe er erwähnt, dass diese und weitere Nachrichten gefälscht 

seien und dass er eine Anzeige in Erwägung ziehe. Am 10. November 2023 - d.h. 

am folgenden Tag - habe er die Gegenpartei ertappt, wie sie in seinen Computer 

eingedrungen sei und E-Mails manipuliert habe, worauf er die Vorinstanz infor-

miert und am nächsten Tag bei der Polizei in Baden Anzeige erstattet habe (act. 2 

S. 6).

Mit Eingabe vom 5. Juni 2025 (act. 17) macht der Beklagte als (echtes) Novum 

geltend, dass die Klägerin und ihr Ehemann in der Strafuntersuchung gegenüber 

der Polizei die Aussage verweigert hätten, was er als Indiz für ihre Täterschaft 

wertet. Am 5. Juli 2025 reicht er einen Fragenkatalog für die bereits früher (vgl. 

act. 12) beantragte Befragung der Klägerin und ihres Ehemannes (act. 23/1) so-

wie eine abschliessende schriftliche Stellungnahme ein (act. 23/3), in der er sei-

nen Standpunkt wiederholt und insbesondere bestreitet, dass er der Urheber der 

E-Mail vom 23. Juli 2021 sei, auf welche die Klägerin ihre Forderung ausschliess-

lich stütze (act. 23/3).

3. Die Vorinstanz machte rechtliche Ausführungen zur Abgrenzung zwischen 

Darlehen mit der Sonderform des partiarischen Darlehens und Gesellschaftsver-

hältnissen, die zutreffen und auf die verwiesen werden kann (act. 4 S. 13 E. 1.2). 

Während beim Darlehen eine Rückerstattungspflicht besteht (Art. 312 OR), ist der 

Gesellschafter am Erfolg beteiligt und hat bei der Liquidation Anspruch auf einen 

Anteil des Gesellschaftsvermögens (Art. 548 ff. OR). Ebenfalls richtig ist, dass die 

Klägerin, welche sich als Grundlage für ihre Klage auf die Rückzahlungsverpflich-

tung aus einem Darlehensvertrag beruft, die Beweislast für die tatsächlichen 

Grundlagen der entsprechenden Qualifikation des vertraglichen Verhältnisses der 

Parteien trägt (act. 4 S. 14 E. 1.3).

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4. Entgegen der Darstellung des Beklagten stützt sich das Urteil der Vorinstanz 

nicht ausschliesslich auf die E-Mail Nachricht vom 23. Juli 2021, deren Urheber-

schaft vom Beklagten bestritten wird. Wie die Vorinstanz erwog, lässt sich die Un-

terscheidung zwischen Darlehen und Investition auch auf den als act. 5/4/26 ein-

gereichten E-Mail-Verkehr der Parteien zwischen dem 21. Juni und 1. Juli 2022 

stützen, in welcher der Beklagte selber diese Unterscheidung macht und ver-

spricht, die entsprechende Aufstellung der Klägerin zu prüfen, was zwar keine An-

erkennung der entsprechenden Zahlen darstellt, aber den Schluss zulässt, dass 

es auch nach seinem Verständnis sowohl Investitionen als auch Darlehen gab.

Aus dem Umstand allein, dass die Nachricht vom 23. Juli 2021 mit dem Vorna-

men des Beklagten (A._____ [Vorname]) unterzeichnet wurde, lässt sich nicht 

allzu viel ableiten, da sie von einem Konto stammt, an dem offenbar beide Par-

teien berechtigt waren. Falls diese Nachricht nicht von ihm, sondern von jemand 

anderem unter seinem Namen verfasst worden war, wäre jedoch zu erwarten ge-

wesen, dass der Beklagte unmissverständlich darauf hingewiesen hätte, als er im 

vorinstanzlichen Verfahren mit ihr konfrontiert wurde.

Der Beklagte machte in der Klageantwort zwar allgemein geltend, die von der Klä-

gerin als Beweismittel eingereichten E-Mail- und WhatsApp-Nachrichten seien ge-

fälscht und kündigte eine Strafanzeige an (act. 5/28 S. 1). Er begründete diesen 

Vorwurf jedoch nicht konkret und bezog ihn auch nicht speziell auf diese Nach-

richt. Als er an der Instruktionsverhandlung vom 18. März 2024 von der 

vorinstanzlichen Referentin unter Erwähnung des Absenders (D'._____) und 

Empfängers (Klägerin) und des Datums auf diese Nachricht angesprochen wurde, 

sagte er nichts dergleichen, sondern berief sich auf diese Nachricht als Beweis für 

seine Darstellung, dass es Investitionen gegeben habe und dass gearbeitet wor-

den sei (Prot. VI S. 16). 

Angesichts des im Protokoll der vorinstanzlichen Verhandlung festgehaltenen 

spezifischen Vorhalts ist die heute vom Beklagten geltend gemachte Verwechs-

lung mit einer Nachricht vom 21. März 2022, welche nicht an die Klägerin gerich-

tet war, sondern vielmehr von ihr stammte und in der sie sich wegen des schlech-

ten Geschäftsgangs besorgt zeigte (act. 3/16 = act. 5/29/7), unglaubhaft und er-

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scheint als nachträglicher Versuch, diese Nachricht zu entkräften, nachdem er 

aufgrund des vorinstanzlichen Urteils ihre Bedeutung erkannt hatte. Seine Antwort 

auf die gestellte Frage lässt sich ohne Weiteres mit dem Inhalt der Nachricht vom 

23. Juli 2021 vereinbaren, in dem unter anderem vom Gewinn der D._____ die 

Rede war, und weist nicht auf ein Missverständnis hin. 

Gestützt auf die persönliche Befragung durfte die Vorinstanz daher die E-Mail 

vom 23. Juli 2021 als authentisch ansehen und daraus schliessen, dass der Be-

klagte damals offenbar selbst der Ansicht war, dass die Klägerin ihm persönlich 

ein Darlehen von CHF 30'000 gewährt hatte und er um eine Erhöhung desselben 

um CHF 15'000 bat (vgl. act. 4 S. 20). Der weitere Schluss, dass der daraufhin 

am 24. August 2021, d.h. innert Monatsfrist überwiesene Betrag von CHF 10'000 

die Reaktion auf die Bitte um eine Erhöhung um CHF 15'000 darstellt und somit 

an das private Darlehen anzurechnen ist, ist ebenfalls überzeugend. 

Der Umstand, dass weniger überwiesen wurde, als ursprünglich verlangt worden 

war, spricht entgegen der Auffassung des Beklagten (act. 2 S. 4) ebenfalls eher 

für die Echtheit der Nachricht, da die Klägerin wohl den gleichen Betrag erwähnt 

hätte, den sie später tatsächlich überwies, hätte sie diese E-Mail an sich selbst 

geschrieben. Es sieht vielmehr danach aus, dass der Beklagte um eine Erhöhung 

um CHF 15'000 bat, worauf die Klägerin dieser Bitte mit der Überweisung von 

CHF 10'000 teilweise nachkam, was grundsätzlich nicht unplausibel ist. 

5. Die Nachricht vom 23. Juli 2021 wurde von einem Firmen-Konto gesendet, 

auf das nicht nur der Beklagte, sondern auch die Klägerin und ihr Ehemann Zu-

griff hatten, so dass die Klägerin grundsätzlich von diesem Konto eine Nachricht 

im Namen des Beklagten oder einer beliebigen anderen Person an sich selbst 

schicken konnte, ohne dass sie dafür unbefugt in ein fremdes Konto oder ein 

fremdes Gerät eindringen musste. 

Es besteht daher kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der vom Beklagten 

im Prozess erhobenen Behauptung, die Klägerin habe die Nachricht vom 23. Juli 

2021 selbst erstellt, und dem Vorwurf, die Klägerin oder ihr Ehemann sei in sei-

nen Computer bzw. ein persönliches E-Mail-Konto eingedrungen, der offenbar 

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Gegenstand eines Strafverfahrens bildet. Es erübrigt sich daher, bei der Würdi-

gung der E-Mail-Nachricht vom 23. Juli 2021 auf die in diesem Zusammenhang 

aufgestellten Behauptungen und die dazu eingereichten Beweismittel einzugehen.

Der Beklagte benutzt den Verweis auf das Strafverfahren, um die Klägerin auf der 

persönlichen Ebene anzugreifen und ihre Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen 

(act. 2 S. 2 f.). In der von ihm eingereichten Korrespondenz mit der Aargauer 

Staatsanwaltschaft bezeichnet er sie als charakterlich und moralisch verdorbene 

Person (act. 9/3). Im Rahmen eines eskalierten Streits unter Geschwistern, der 

vor mehreren Foren ausgetragen wird und in dem aktuell gegenseitige Vorwürfe 

von Stalking im Raum stehen (act. 26/1-3), erscheinen diese Vorwürfe als pro-

zesstaktisch motivierter Versuch der Stimmungsmache. 

Nach den Erkenntnissen der Aussagepsychologie lässt die Glaubwürdigkeit einer 

Person ohnehin keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer 

konkreten Aussage im Prozess zu (Häcker / Schwarz, Tatsachenfeststellung vor 

Gericht, 5. A., München 2021, Rz 255). Mit Bezug auf den Vorwurf, die Klägerin 

und ihr Ehemann hätten im Strafverfahren die Aussage verweigert (act. 17), ist im 

Übrigen anzumerken, dass Beschuldigte in einem Strafverfahren die Aussage und 

die Mitwirkung verweigern dürfen (Art. 158 Abs. 1 lit. b StPO), so dass daraus von 

vornherein nichts abgeleitet werden kann. 

Es erübrigen sich daher sowohl die vom Beklagten beantragte Abnahme von zu-

sätzlichen Beweisen als auch die Berücksichtigung der Ergebnisse des Strafver-

fahrens oder die Sistierung des Verfahrens im Hinblick darauf. Die entsprechen-

den prozessualen Anträge sind daher abzuweisen.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einwände des Beklagten nicht 

zu überzeugen vermögen, soweit sie nicht überhaupt an der Sache vorbeigehen, 

so dass der Begründung der Vorinstanz gefolgt werden kann. Die Vorinstanz qua-

lifizierte die Überweisungen der Beklagten an die Klägerin von CHF 30'000 am 

6. November 2021 und von CHF 10'000 am 24. August 2022 zu Recht als Darle-

hen und bejahte in diesem Umfang eine Rückzahlungspflicht. Demnach ist die 

Berufung abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen.

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IV.

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beklagte die Kosten des Be-

rufungsverfahrens (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend von einem Streitwert von 

CHF 40'000 ist die Entscheidgebühr auf CHF 4'750 festzusetzen und aus dem 

vom Beklagten geleisteten Vorschuss zu beziehen (§ 4 GebV OG). 

2. Der Beklagte verlangt, es sei ihm eine Entschädigung in Höhe von 

CHF 25'000 für den erlittenen emotionalen und psychischen Schaden aufgrund 

der Verwendung manipulierter Beweise und der daraus resultierenden Belastun-

gen zuzusprechen (act. 2 S. 2 und S. 10). Bei diesem Ausgang des Verfahrens 

hat er keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Eine entsprechende Scha-

denersatz- oder Genugtuungsforderung war nicht Gegenstand des vorinstanzli-

chen Urteils und kann im Berufungsverfahren nicht neu geltend gemacht werden, 

so dass in diesem Umfang auf die Berufung nicht einzutreten ist. 

3. Auch der Klägerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, weil ihr im 

Berufungsverfahren keine wesentlichen Umtriebe entstanden sind. 

Es wird beschlossen:

1. Der Sistierungsantrag und die Beweisanträge des Beklagten werden abge-

wiesen.

2. Schriftliche Mitteilung mit dem nachstehenden Erkenntnis.

Sodann wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Das Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich vom 11. Dezember 2024 wird bestätigt.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'750.– festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt.

Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden mit dem vom 

Berufungskläger geleisteten Vorschuss von Fr. 4'750.– verrechnet.

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3. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugespro-

chen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage von Ko-

pien von act. 2, 3/1-16, 8, 9/1-3, 10, 12, 15, 16, 17, 18/1-7, 19, 23/1-3, 24, 

25, 26/1-3 (jeweils mit abgedeckter Adresse des Beklagten), sowie an das 

Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 40'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsteherin

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Camelin-Nagel

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