# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c631551a-4d49-57ef-b6dd-bb1311453361
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.05.2017 200 2016 917
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-917_2017-05-08.pdf

## Full Text

200 16 917 UV
MAW/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Mai 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. August 2016 (E 3234/15 und 
E 1631/16)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwer-
degegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versi-
chert, als er sich gemäss Schadenmeldung für arbeitslose Personen am 
31. Oktober 2012 beim … an der rechten Schulter verletzte (Akten der Su-
va, Antwortbeilage [AB] 1). Die Suva gewährte im Zusammenhang mit die-
sem Ereignis zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in 
Form von Heilbehandlung und Taggeld (AB 8 – 10). Nach dem Einholen 
zahlreicher Arzt- (AB 22, 30 f., 44, 62 f., 108, 110, 122, 129, 131, 146, 152, 
162, 165, 184, 200, 222) und mehrerer Kreisarztberichte (AB 84, 194, 205, 
232, 246) stellte sie mit Verfügung vom 15. Oktober 2015 (AB 248) die vor-
übergehenden Leistungen (Taggeldleistungen per 3. Mai 2015 und Heilbe-
handlung per 20. Juli 2015) ein. In einer weiteren Verfügung vom 19. Okto-
ber 2015 (AB 249) sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsent-
schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 15 % zu. Gegen 
diese beiden Verfügungen erhob der Versicherte am 11. November 2015 
Einsprache (AB 253). Mit Schreiben vom 6. April 2016 (AB 262) nahm die 
Suva die Verfügung vom 15. Oktober 2015 zurück, bestand jedoch auf den 
Fallabschluss und stellte eine (neue) Verfügung betreffend Rentenan-
spruch in Aussicht. Am 3. Mai 2016 verfügte sie die Ablehnung eines Ren-
tenanspruchs (AB 264), wogegen der Versicherte am 24. Mai 2016 
(AB 265) Einsprache erhob. Diese wie auch die Einsprache (AB 253) ge-
gen die Verfügung vom 19. Oktober 2015 (AB 249) wies die Suva mit Ent-
scheid vom 23. August 2016 (AB 268) ab.

B.

Mit Eingabe vom 23. September 2016 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Er lässt beantragen, der 
Einspracheentscheid sei aufzuheben und vor einem neuen Rentenent-

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scheid sei der unfallbedingte medizinische Gesundheitszustand und daraus 
abgeleitet die Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu evaluieren.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2016 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 26. Januar 2017 und Duplik vom 23. Februar 2017 halten 
die Parteien an ihren Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 23. August 
2016 (AB 268). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzlichen 
Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
31. Oktober 2012.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; 
SR 832.202) in Kraft getreten. Der Leistungsanspruch im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom Ereignis vom 31. Oktober 2012 ist nach bisherigem 
Recht zu prüfen (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 
vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

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Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausa-
lzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdi-
gung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsan-
spruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 
E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 

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Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 

2.5 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). 
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.6 Um den Leistungsanspruch bemessen zu können, ist die Verwal-
tung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und von den Parteien zu Recht un-
bestritten, dass das in der Schadenmeldung erwähnte und anschliessend 
im Fragebogen (AB 7) geschilderte Ereignis vom 31. Oktober 2012 die ku-
mulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legal-
definition (vgl. E. 2.2 hiervor) erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat denn 
auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht.

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Eine am 13. November 2012 durchgeführte Magnetresonanztomo-
graphie (MR) der rechten Schulter ergab eine subakromiale Verschmäle-
rung bei Akromion Typ II, einen kleinen subakromialen Sporn und eine ak-
tivierte AC-Gelenksarthrose (verdächtig auf Impingement), eine konsekuti-
ve Tendinose der Supraspinatussehne mit bursaseitigem Einriss ohne si-
gnifikante Atrophie oder fettige Degeneration, keinen Nachweis einer signi-
fikanten Knochenkontusion oder Fraktur bei Zustand nach Sturz und kein 
pathologischer Gelenkserguss (AB 11).

3.2.2 Im Arztzeugnis UVG vom 3. Dezember 2012 (AB 12) vermerkte 
Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, als Diagno-
se eine Schulterkontusion rechts bei vorbestehendem Impingement. Der 
Versicherte sei ab 31. Oktober 2012 für voraussichtlich zwei bis drei Mona-
te zu 100 % arbeitsunfähig.

3.2.3 Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Bericht vom 5. August 2013 (AB 63) eine Anpas-
sungsstörung mit depressiven und ängstlichen Symptomen (ICD-10 
F43.22). 

3.2.4 Im Sprechstundenbericht des Spitals E.________ vom 9. August 
2013 (AB 62) führten die Dres. med. F.________, Assistenzarzt, und PD 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, als Diagnosen eine Rotatorenmanschettenruptur 

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(Supraspinatus, Oberrand Subskapularis), eine AC-Gelenksarthrose, einen 
anterosuperioren Konflikt bei Akromion Typ III, eine Bizepstendinopathie 
Schulter rechts und eine Scapuladyskinesie Typ I auf.

3.2.5 Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, hielt im Bericht vom 
17. Dezember 2013 (AB 103) bezüglich der durchgeführten MR der Hals-
wirbelsäule (HWS) fest, es bestünden osteodegenerative Prozesse der 
HWS und eine etwas unterschiedlich ausgeprägte zervikale Diskopathie, 
wobei dem Befund auf Höhe Halswirbelkörper (HWK) 6/7 infolge der resul-
tierenden intraforaminalen Kompression beider C7-Wurzeln wohl entschei-
dende Bedeutung im Rahmen einer entsprechenden lokalen wie radiären 
Symptomatik beigemessen werden könne.

3.2.6 Am 29. Januar 2014 (AB 108) diagnostizierte Dr. med. D.________ 
eine Anpassungsstörung mit depressiven und ängstlichen Symptomen 
(ICD-10 F43.22) nach Sturz auf rechte Schulter mit chronischem Schulter-
schmerz und unsicheren Behandlungsoptionen sowie weitere psychosozia-
le Belastungsfaktoren (unsicherer Aufenthaltsstatus der Familie, fehlende 
berufliche Perspektive). Dem Versicherten gehe es zwar besser als im Mai 
2013, nach wie vor seien jedoch Grübeln und Zukunftsängste vorhanden.

3.2.7 Im Sprechstundenbericht der Wirbelsäulenchirurgie des Spitals 
E.________ vom 31. März 2014 (AB 122) nannte PD Dr. med. I.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, als Diagnosen eine Diskopathie C6/7 mit Neurokompression 
foraminal bds., eine Rotatorenmanschettenruptur (Subtotal Supraspinatus, 
Oberrand Subskapularis), eine AC-Gelenksarthrose, einen anterosuperio-
ren Konflikt bei Akromion Typ III, eine Bizepstendinopathie Schulter rechts, 
eine Scapuladyskinesie Typ I und den Verdacht auf inforaminale Kompres-
sion C7 bds. Ein Teil der Beschwerden und vor allem die Schwäche der 
Fingerspreizer und Ellenbogenstreckung dürften spondylogen bedingt sein 
und könnten gut auf eine ventrale Dekompression und interkorporelle Fusi-
on ansprechen. 

3.2.8 Dr. med. J.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 14. April 2014 (AB 129) den Verdacht auf leichte Neuropathie 
des Nervus ulnaris am Ellenbogen rechts (S. 1). Die subjektiv sehr beein-

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trächtigenden Beschwerden im Bereich der rechten Schulter fänden kli-
nisch-neurologisch kein Korrelat. Es gäbe keine besondere Seitendifferenz 
der Muskulatur, keine Atrophie, keine Paresen, auch keine Gefühlsstörun-
gen, die auf eine Schädigung der Schultergürtelnerven hindeuteten. Eben-
so sei die Neurographie des N. axilliaris unauffällig gewesen. Die Gefühlss-
törungen im Bereich des rechten Unterarms und der Hand, die seit dem 
Unfall bestehen würden, liessen sich am ehesten einer leichten Neuropa-
thie des N. ulnaris im Ellenbogenbereich zuordnen. Elektroneurographisch 
habe diese Verdachtsdiagnose nicht eindeutig bestätigt werden können, 
nervensonografisch liege auch „nur“ ein grenzwertiger Befund vor. Trauma-
folgen seien hier nicht erkennbar (S. 2). Dr. med. J.________ wiederholte 
im ärztlichen Zwischenbericht vom 30. April 2014 (AB 131) die erwähnte 
Verdachtsdiagnose (S. 1) und führte aus, gegenwärtig sei auf neurologi-
schem Fachgebiet objektiv keine wesentliche Unfallfolge erkennbar (S. 2).

3.2.9 Nach einer am 10. September 2014 durchgeführten glenohumera-
len bzw. AC-Gelenks- und subakromialen Infiltration (AB 164) berichteten 
die Dres. med. K.________, Assistenzärztin, und PD Dr. med. G.________ 
am 17. Dezember 2014, der Patient leide weiterhin unter unveränderten 
Nacken-Schulter-Armbeschwerden mit vor allem Ausstrahlungsschmerzen 
in den rechten Arm. MR-tomographisch bestehe eine Pathologie mit bursa-
seitiger Partialruptur der Supraspinatussehne sowie einem Akromion 
Typ III. Jedoch hätten die Schmerzen durch die Infiltration nicht beeinflusst 
werden können, weshalb eine Supraspinatussehnennaht sowie subakro-
miale Dekompression und Bizepstenotomie mit einer doch beachtlichen 
Wahrscheinlichkeit nicht erfolgreich sein würden und die Beschwerden 
kaum bis gar nicht beeinflusst werden könnten (AB 184).

3.2.10 Der Suva -Kreisarzt Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erklärte im 
Bericht vom 17. Februar 2015 (AB 194) über die gleichentags angesetzte 
kreisärztliche Untersuchung, bei der klinischen Untersuchung habe sich 
kein Nachweis einer relevanten Atrophie der Schultermuskulatur ergeben. 
Nachgewiesen sei eine Dyskinesie der Scapula beim Bewegen. Eine Insuf-
fizienz der Rotatorenmanschette lasse sich nicht nachweisen. Das Bild 
einer Frozen Shoulder liege bei glenohumeraler Abduktion bds. und sym-

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metrischer passiver Rotationsamplitude nicht vor. Die demonstrierte Kraft-
verminderung sowohl die Schulter als auch den Ellbogen betreffend lasse 
sich auf der Basis der strukturell vorliegenden Pathologie nicht erklären, 
ebenso wenig die angegebene Sensibilitätsstörung die ganze rechte Hand 
und die obere Thoraxapertur umfassend. Ebenfalls liessen sich die de-
monstrierten Werte beim instrumentellen Messen der Faustschlusskraft mit 
dem muskulären Zustand im Bereich des Vorderarms nicht erklären. Zu-
sammenfassend bestehe eine subjektive Schmerzsymptomatik nach einer 
Traumatisierung der rechten Schulter anlässlich eines Sturzes beim … am 
31. Oktober 2012, wobei die an der Orthopädischen Klinik des Spitals 
E.________ nachgewiesene Ruptur der Rotatorenmanschette in Anbe-
tracht der Gesamtsituation (kein Ansprechen auf lokale Testinfiltration) 
nicht operativ anzugehen sei. Klar festzuhalten sei, dass die Pathologie der 
HWS als unfallfremd zu werten sei. Bei diesem Sachverhalt sei von einem 
stabilisierten Zustand auszugehen. Es könne folgendes Zumutbarkeitsprofil 
definiert werden: Ganztägiger Einsatz für administrative Tätigkeiten sowie 
Überwachungsfunktionen, ebenso leichte körperliche Aktivitäten ohne Ein-
satz der oberen Extremität rechts für repetitive kraftverlangende Bewegun-
gen ohne Einsatz über der Horizontale. Kein repetitives Heben und Mani-
pulieren mit Lasten über 1 kg isoliert mit der rechten Hand (S. 5 f.).

3.2.11 In einem weiteren Sprechstundenbericht der Wirbelsäulenchirurgie 
vom 26. Februar 2015 (AB 200) diagnostizierte PD Dr. med. I.________ 
eine Diskopathie C6/7 mit Neurokompression foraminal bds., eine Scapu-
ladyskinesie Typ II rechts, einen anterosuperioren Konflikt bei Akromion 
Typ III, eine AC-Gelenksarthropathie, eine Bizepstendinopathie sowie eine 
Rotatorenmanschettenruptur (partial SSP, Verdacht Oberrand Subscapula-
ris). Klinisch zeige der Patient deutliche Anzeichen einer Diskopathie C6/7 
mit Neurokompression, welche sich auch in den MRI-Aufnahmen von April 
2014 zeige. Der Patient beschreibe, dass diese Symptome erst seit dem 
Unfall im Oktober 2012 zu bemerken seien, somit schienen die HWS-
Symptome deutlich mit dem Unfall im Zusammenhang zu stehen.

3.2.12 Am 16. März 2015 hielt der Kreisarzt Dr. med. L.________ bezug-
nehmend auf den Bericht von Dr. med. I.________ vom 26. Februar 2015 
(AB 200) fest, es müsse festgehalten werden, dass der Patient anlässlich 

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des Sturzes beim … am 31. Oktober 2012 ein direktes Anpralltrauma der 
rechten Schulter erlitten habe. Auch den ersten Berichten des behandeln-
den Arztes, Dr. med. C.________, inkl. Verordnung für Physiotherapie las-
se sich keine Traumatisierung der HWS entnehmen, womit die HWS-
Symptomatik als unfallfremd zu werten sei.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 23. August 2016 (AB 268) massgeblich auf die kreisärzt-
lichen Berichte von Dr. med. L.________ vom 17. Februar 2015 (AB 194) 
und 16. März 2015 (AB 205). Die Berichte des Kreisarztes erfüllen die 

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höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbrin-
gen vollen Beweis. Dr. med. L.________ hat sich in seinen Beurteilungen 
in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und seine 
Schlussfolgerungen gestützt auf die klinischen Befunde und seine persönli-
che Untersuchung vom 17. Februar 2015 abgegeben. Die Ausführungen in 
der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur 
Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet. Ferner sind die Darlegungen 
für die streitigen Belange umfassend. Aufgrund des Zumutbarkeitsprofils, 
welches einzig die unfallkausalen Beschwerden im Bereich der rechten 
Schulter berücksichtigt, sind dem Beschwerdeführer ein ganztägiger Ein-
satz für administrative Tätigkeiten sowie Überwachungsfunktionen, ebenso 
leichte körperliche Aktivitäten ohne Einsatz der oberen Extremität rechts für 
repetitive kraftverlangende Bewegungen und ohne Einsatz über der Hori-
zontale zumutbar. Repetitives Heben und Manipulieren mit Lasten über 
1 kg isoliert mit der rechten Hand sind nicht zumutbar (AB 194 S. 5 f.). In 
der Folge ist auf dieses unfallbedingte Anforderungsprofil abzustellen. Die-
ses steht denn auch im Einklang mit der Einschätzung von Dr. med. 
J.________ vom 14. und 30. April 2014 (AB 129 und 131), welcher objektiv 
keine Unfallfolgen erkennen und damit auch keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit attestieren konnte. Ebenso wenig liegen Anhaltspunkte vor, 
wonach sich das Zumutbarkeitsprofil seit der kreisärztlichen Untersuchung 
vom 17. Februar 2015 (AB 194 S. 1) bis zum Einspracheentscheid vom 
23. August 2016 (AB 268) geändert hätte. 

An der kreisärztlichen Beurteilung vermögen auch die Einwendungen des 
Beschwerdeführers hinsichtlich der HWS-Problematik und insbesondere 
damit der Verweis auf den Sprechstundenbericht der Wirbelsäulenchirurgie 
vom 26. Februar 2015 (AB 200) nichts zu ändern. Der von PD Dr. med. 
I.________ postulierte Zusammenhang der HWS-Symptome mit dem Un-
fall im Oktober 2012 beruht einerseits rein auf den Angaben des Be-
schwerdeführers und andererseits ist er als (unbeachtliche) „post hoc ergo 
propter hoc“-Argumentation (wonach eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist) für sich allein auch nicht geeignet, eine natürliche Unfall-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 13

kausalität hinsichtlich der über den Fallabschluss weiterhin geklagten Be-
schwerden zu begründen (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 
UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Er findet auch in den übrigen Akten keine Stütze. 
Dem Unfallereignis zeitlich nächsten Berichten lassen sich, wie der Kreisa-
rzt zutreffend ausführte, keine Hinweise auf eine Traumatisierung der HWS 
entnehmen (AB 205 S. 3). Vielmehr ergibt sich aus den Berichten des erst-
behandelnden Arztes, der Sprechstunde des Spitals E.________ wie auch 
den Verordnungen zur Physiotherapie, dass der Beschwerdeführer am 
31. Oktober 2012 einzig eine Kontusion der rechten Schulter erlitten hat 
(AB 12, 16, 20 f., 30). Die HWS-Symptome wurden hingegen erstmals am 
17. Dezember 2013 (AB 103), also mit einer Latenz von mehr als einem 
Jahr zum Unfallereignis aktenkundig. Sodann entspricht es einer medizini-
schen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass 
praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheiben-
veränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter 
besonderen Voraussetzungen, die hier offensichtlich nicht erfüllt sind, als 
eigentliche Ursache in Betracht fällt (vgl. SVR 2009 UV Nr. 1 S. 2 E. 2.3). 
Unter diesen Umstände ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszuge-
hen, dass die geklagten HWS-Beschwerden nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 
Unfall vom 31. Oktober 2012 stehen (vgl. E. 2.3.1 hiervor). Da im Gegen-
satz zur final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b 
S. 178) lediglich die unfallkausalen Gesundheitsschäden relevant sind, 
haben die geklagten HWS-Beschwerden hier unberücksichtigt zu bleiben 
und brauchen – entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung – nicht 
näher abgeklärt zu werden. 

Unfallbedingt waren demgegenüber die rechtseitigen Schulterbeschwer-
den, soweit sie auf die ursprünglich diagnostizierte Schulterkontusion 
zurückzuführen waren. Ob die Rotatorenmanschettenruptur auf den Unfall 
zurückzuführen ist, erscheint angesichts der Tatsache, dass die Erstdia-
gnose einer Rotatorenmanschettenruptur am 9. August 2013 (AB 62) ge-
stellt wurde, fraglich. In Anbetracht der nachfolgenden Ausführungen 
braucht dies indessen nicht geklärt zu werden, auch weil sich dadurch 
nichts am Zumutbarkeitsprofil ändert. Dr. med. L.________ hat anlässlich 
der kreisärztlichen Untersuchung vom 17. Februar 2015 unter Berücksich-

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tigung der im Spital E.________ nachgewiesenen Ruptur der Rotatoren-
manschette den Fallabschluss i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG (vgl. E. 2.4 hiervor) 
mit der Feststellung eines stabilen Zustands (AB 194 S. 5) einleuchtend 
begründet. So weist er insbesondere darauf hin, dass nach den Angaben 
des Beschwerdeführers die Beschwerden im Bereich der Schulter seit dem 
Unfall unverändert seien (AB 194 S. 2) und keine Indikation zur Operation 
bestehe, da der Beschwerdeführer auf die lokale Testinfiltration nicht ange-
sprochen habe (AB 194 S. 5). Seine Erhebungen sind korrekt, hielten doch 
Dr. med. K.________ und PD Dr. med. G.________ am 17. Dezember 
2014 ausdrücklich fest, dass die Nacken-, Schulter- und Armbeschwerden 
durch die Infiltration nicht beeinflusst werden konnten und deshalb eine 
Supraspinatussehnennaht sowie eine subakromiale Dekompression und 
Bizepstenotomie mit einer beachtlichen Wahrscheinlichkeit nicht erfolgreich 
sein würden (AB 184). Dies bestätigte PD Dr. med. G.________ ebenfalls 
in einem weiteren Bericht vom 3. Juni 2015 (AB 222). Anhaltspunkte, wo-
nach durch anderweitige medizinischen Massnahmen eine bedeutende 
Steigerung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit (über das kreisärztlich er-
hobene Zumutbarkeitsprofil hinaus) zu erwarten wäre, sind nicht ersichtlich. 
Es ist damit erstellt, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
hinsichtlich der hier einzig zu berücksichtigenden Schulterproblematik keine 
namhafte Besserung mehr zu erwarten war.

3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die beweis-
kräftigen Beurteilungen von Dr. med. L.________ die geklagten HWS-
Beschwerden nicht unfallkausal sind und hinsichtlich des Unfallereignisses 
der medizinische Endzustand spätestens zum Zeitpunkt der kreisärztlichen 
Untersuchung vom 17. Februar 2015 erreicht war. Seither besteht aufgrund 
der rechtsseitigen Schulterbeschwerden in einer angepassten Tätigkeit im 
Rahmen des formulierten Zumutbarkeitsprofils eine ganztägige Arbeits-
fähigkeit. Daraus folgt, dass der Anspruch auf die vorübergehenden Versi-
cherungsleistungen spätestens am 17. Februar 2015 wegfiel (vgl. Art. 16 
Abs. 2 UVG, Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG). Dass die Beschwerdegegnerin 
das Taggeld erst per 3. Mai 2015 bzw. die Heilbehandlung erst per 20. Juli 
2015 terminierte (AB 248, 262, 264, 268), wirkt sich zugunsten des Be-
schwerdeführers aus und ist nicht zu beanstanden. Sodann stehen dem 
Fallabschluss auch die vom 4. Mai bis 3. August 2015 in der Invalidenver-

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sicherung getätigten Eingliederungsbemühungen (berufliche Abklärung 
[AB 242 S. 2 – 4]) nicht entgegen (vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, Bun-
desgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 144). Zu prüfen 
bleiben im Folgenden die erwerblichen Auswirkungen der vorgenannten 
medizinischen Ausgangslage.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 16

Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus 
der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593). Die Vorlage von fünf zumutbaren 
Arbeitsplätzen erscheint in quantitativer Hinsicht in der Regel als genü-
gend. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und 
der daraus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen An-
forderung zusätzlich Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf-
grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 
Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durch-
schnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechen-
den Gruppe. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 
des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Ein-
zelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben. Ist die Suva 
nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, 
kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer-
den (BGE 139 V 592 E. 6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480).

4.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer keine … 
absolviert hat. Er hat bisher verschiedene … erledigt und arbeitete zuletzt 
als … . Im Zeitpunkt des Unfalles vom 31. Oktober 2012 war er arbeitslos 
(AB 1, 48, 237). Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen gestützt auf die LSE, To-
tal des Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art) der Tabelle TA1, berechnet hat (AB 264 S. 2).

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin 
auf die DAP abgestellt. Dabei hat sie fälschlicherweise Stellen angenom-
men, bei denen … – welche der Beschwerdeführer nicht hat (AB 237 S. 2) 
– erforderlich sind. Hinzu kommt, dass sie Stellen im kaufmännischen Be-
reich herangezogen hat, wohl weil der Beschwerdeführer von der Arbeits-
losenversicherung als ehemaliger „…angestellter“ bezeichnet worden ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 17

(AB 257 und AB 1). Wie sich aus seinem Lebenslauf (AB 237) und insbe-
sondere aus dem Frageblatt zum Unfallhergang (AB 7) ergibt, ist der Be-
schwerdeführer für administrative Arbeiten nicht ausreichend qualifiziert. 
Beim Invalideneinkommen ist deshalb – wie beim Valideneinkommen – auf 
den Tabellenlohn für einen Hilfsarbeiter gemäss LSE abzustellen.

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der 
Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 27. Januar 2017, 9C_734/2016, E. 4.1). 
Weil der Beschwerdeführer nach wie vor in der Lage wäre, eine Vollzeit-
tätigkeit auszuüben (vgl. E. 3.4 f. hiervor) und vor dem Unfall bzw. seiner 
Arbeitslosigkeit keine körperlich schweren Tätigkeiten ausgeübt hat, recht-
fertigt sich kein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 
301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; SVR 2015 IV Nr. 
1 S. 1 E. 2.2). Dies führt dazu, dass der Beschwerdeführer – soweit Unfall-
folgen berücksichtigt werden – nicht invalid im Sinne des Gesetzes ist und 
deshalb keinen Anspruch auf eine Rente hat (vgl. E. 2.5 hiervor).

5.

5.1 Zu prüfen bleibt schliesslich der Anspruch auf eine Integritätsent-
schädigung, da der Beschwerdeführer mit dem Antrag, der Einspracheent-
scheid sei aufzuheben (Beschwerde S. 2 I.), formell auch die Höhe der 
zugesprochenen Integritätsentschädigung angefochten hat.

5.2 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 18

5.2.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 
Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwick-
lung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabella-
rischer Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www. suva.ch>) erarbeitet. 
Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen 
die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

5.2.2 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35). 

5.3 Die Beschwerdegegnerin sprach eine Integritätsentschädigung in 
der Höhe Fr. 18‘900.-- auf der Grundlage eines Integritätsschadens von 
15 % zu (AB 249). Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung des Kreisarz-
tes Dr. med. L.________ vom 6. Oktober 2015 (AB 246), der den Inte-
gritätsschaden ausgehend von der SUVA -Tabelle 1 „Integritätsschaden bei 
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten“ schätzte. 

Dass sich die Beschwerdegegnerin auf diese Beurteilung stützte, wird sei-
tens des Beschwerdeführers nicht gerügt. Wie vorstehend ausgeführt (vgl. 
E. 3.4 hiervor), fehlt es bezüglich der HWS-Beschwerden an der Unfallkau-
salität, weshalb von vornherein keine Grundlage für eine diesbezügliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 19

Integritätsentschädigung besteht. Die kreisärztliche Beurteilung für die ver-
bleibende und hier zu berücksichtigende Schädigung der rechten Schulter 
erfolgte aufgrund der wesentlichen medizinischen Unterlagen und beruht 
zudem auf den Erkenntnissen der persönlichen Untersuchung vom 17. Fe-
bruar 2015, insbesondere auch der aktiv vorgeführten Beweglichkeit. Ärztli-
che Meinungen, welche sich zum Integritätsschaden äussern oder die 
Schätzung des Kreisarztes in Zweifel ziehen würden, liegen keine bei den 
Akten. Vor diesem Hintergrund ist die festgelegte Integritätsentschädigung 
zu bestätigen, wobei jedoch zu bemerken ist, dass diese als äusserst 
grosszügig erscheint, da doch eher nicht davon auszugehen ist, dass die 
Rotatorenmanschettenruptur auf den Unfall zurückzuführen ist.

6.

Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 23. August 2016 (AB 268) als rechtens. Die Beschwerde ist abzuwei-
sen.

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2017, UV/16/917, Seite 20

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.