# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf4614f6-af9f-583b-8fb7-6d87de5a9b6f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.10.2022 PP220029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP220029_2022-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP220029-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. M. Kriech, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. S. Janssen 

und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli 

Urteil vom 21. Oktober 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Beklagter und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich 

 

betreffend Rückforderungsklage nach Art. 86 SchKG (Kostenvorschuss) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Ver-
fahren am Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 24. August 2022 
(FV220078-L) 
 

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Erwägungen: 

1.1. Mit Eingabe vom 25. Mai 2022 (Urk. 4/2) erhob die Klägerin und Beschwer-

deführerin (fortan: Klägerin) unter Beilage der Klagebewilligung des Friedensrich-

teramtes der Stadt Zürich, Kreise ...+..., vom 16. Februar 2022 (Urk. 4/1) bei der 

Vorinstanz eine unbegründete Rückforderungsklage nach Art. 86 SchKG mit ei-

nem Streitwert von Fr. 12'632.70 gegen den Beklagten und Beschwerdegegner 

(fortan: Beklagter). Mit Verfügung vom 24. August 2022 setzte die Vorinstanz der 

Klägerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– an (Urk. 2 

S. 3 = Urk. 4/5 S. 3). 

1.2. Hiergegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 16. September 2022 recht-

zeitig (vgl. Art. 321 Abs. 2 ZPO sowie Urk. 4/5 S. 5) Beschwerde mit dem Antrag, 

die Höhe des Kostenvorschusses sei von Fr. 2'000.– auf Fr. 1'000.– zu reduzieren 

(Urk. 1). 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 4/1-12). Da sich die 

Beschwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unbegründet erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Die beschwerdeführende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Män-

geln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht 

beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz grundsätzlich nicht geprüft 

zu werden. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel 

(Noven) sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3. Die Vorinstanz erwog, bei einem Streitwert von Fr. 12'632.70 würden ge-

stützt auf die Gerichtsgebührenverordnung des Obergerichts des Kantons Zürich 

(GebV OG) Gerichtskosten von mutmasslich Fr. 2'000.– anfallen. In Anwendung 

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von Art. 98 ZPO sei von der Klägerin ein Kostenvorschuss für die mutmasslichen 

Gerichtskosten einzuverlangen (Urk. 2 S. 2). 

4. Die Klägerin rügt, der Aufwand der Vorinstanz für die Bearbeitung ihrer 

Rückforderungsklage sei "relativ gering", zumal das von ihr geltend gemachte 

Rückforderungsrecht einzig den Nachweis der Nichtschuld voraussetze. Da es 

sich somit nicht um eine "normale" Klage mit Beweisverfahren handle, sei der an-

gesetzte Kostenvorschuss viel zu hoch. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass 

der Beklagte Kostenfreiheit geniesse. Daher sei der Kostenvorschuss auf 

Fr. 1'000.– zu reduzieren (Urk. 1 S. 1 f.). 

5. Die Vorinstanz setzte den Kostenvorschuss bei Fr. 2'000.– fest, was den 

Vorgaben gemäss § 4 Abs. 1 GebV OG entspricht, wonach die Grundgebühr für 

einen erstinstanzlichen Zivilprozess mit einem Streitwert von über Fr. 5'000.– bis 

Fr. 20'000.– Fr. 1'050.– zuzüglich 14% des Fr. 5'000.– übersteigenden Streitwerts 

beträgt. Die Grundgebühr kann zwar unter Berücksichtigung des Zeitaufwandes 

des Gerichts und der Schwierigkeit des Falls ermässigt oder um bis zu einem Drit-

tel, in Ausnahmefällen bis auf das Doppelte, erhöht werden (§ 4 Abs. 2 GebV 

OG). Da die Klägerin eine unbegründete Klage einreichte, ist derzeit allerdings 

weder der Zeitaufwand noch die Schwierigkeit des Falls abschätzbar. Allein der 

Umstand, dass die Klägerin eine Rückforderungsklage nach Art. 86 SchKG an-

hängig machte, lässt – entgegen der Ansicht der Klägerin – nicht auf einen gerin-

gen Aufwand und/oder eine geringe Komplexität schliessen, zumal es sich dabei 

um eine materiellrechtliche Leistungsklage handelt, die im ordentlichen oder ver-

einfachten Verfahren gemäss ZPO und ohne Beschränkung der Beweismittel 

durchzuführen ist (BSK SchKG-Bangert, Art. 86 N 19 und 28). Daher ist nicht zu 

beanstanden, dass die Vorinstanz den Vorschuss nur auf Basis von § 4 Abs. 1 

GebV OG festsetzte. Sollte sich nach durchgeführtem Verfahren herausstellen, 

dass der verlangte Kostenvorschuss insbesondere dem tatsächlich entstandenen 

Aufwand, dem Wert der beanspruchten Dienstleistung und dem Interesse der 

Parteien nicht angemessen ist, wäre im Lichte des Äquivalenzprinzips immer 

noch die Ansetzung einer tieferen Gebühr für das vorinstanzliche Verfahren 

denkbar, da der erhobene Kostenvorschuss den später zu treffenden Entscheid 

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über die Höhe der Verfahrenskosten nicht präjudiziert (BGer 4A_226/2014 vom 6. 

August 2014, E. 2.1). Schliesslich trifft zwar zu, dass der Gegenpartei nach § 200 

lit. a GOG/ZH keine Kosten aufzuerlegen sind. Allerdings ist weder dargetan noch 

ersichtlich, weshalb dies Einfluss auf die Höhe der Gerichtskosten bzw. des Kos-

tenvorschusses haben soll, zumal die Klägerin bezüglich Kostenbefreiung keinen 

Anspruch auf Gleichbehandlung mit dem Beklagten hat (vgl. Art. 116 Abs. 1 und 2 

ZPO). Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbe-

gründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

6.1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 9 Abs. 1 

GebV OG in Verbindung mit § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 250.– festzuset-

zen und ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

6.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, der Klägerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), dem Beklag-

ten mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin aufer-

legt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer 

Kopie von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist in das Verfahren PP220036-O. 

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6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt unter Fr. 30'000.–. Die Be-
schwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des 
Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 21. Oktober 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
ya 

	Urteil vom 21. Oktober 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...