# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46fa1283-9b7a-5c63-b47d-b46f8bbc05f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.05.2021 100 2020 283
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-283_2021-05-19.pdf

## Full Text

100.2020.283U
ARB/STS/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Mai 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa 
Gerichtsschreiberin Straub

1. A.________
2. B.________
Beschwerdeführende 

gegen

Einwohnergemeinde C.________
Beschwerdegegnerin 

und

Regierungsstatthalteramt Seeland
Amthaus, Stadtplatz 33, Postfach 60, 3270 Aarberg

betreffend Sozialhilfe; Verweigerung wirtschaftlicher Hilfe (Entscheid des 
Regierungsstatthalteramts Seeland vom 22. Juni 2020; vbv 13/2020)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.05.2021, Nr. 100.2020.283U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ und seine Ehefrau B.________ wurden ab Juli 2019 von der 
Einwohnergemeinde (EG) C.________ mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unter-
stützt. Mit Verfügung vom 13. Februar 2020 stellte die EG C.________ die 
Sozialhilfeleistungen auf den 29. Februar 2020 ein, da A.________ der 
Aufforderung nicht nachgekommen war, eine in seinem Eigentum stehende, 
nicht selbst bewohnte Liegenschaft zu verkaufen. Sie hielt fest, eine erneute 
Ausrichtung bevorschussender Sozialhilfeleistungen werde geprüft, sobald 
er belege, dass er einer Maklerin bzw. einem Makler oder einem Immobilien-
unternehmen den verbindlichen Auftrag erteilt habe, seine Liegenschaft zu 
verkaufen. Am 22. Februar 2020 ersuchte A.________ die EG C.________ 
um erneute Ausrichtung von Sozialhilfe («rétablir l’assistance sociale»). 
Dieses Gesuch wies die EG C.________ mit Verfügung vom 20. März 2020 
ab, hielt gleichzeitig an der Einstellungsverfügung vom 13. Februar 2020 fest 
und wies darauf hin, dass die erneute Ausrichtung bevorschussender 
Sozialhilfeleistungen geprüft werde, sobald der Nachweis eines 
verbindlichen Auftrags vorliege, die Liegenschaft zu einem marktüblichen 
Preis zu verkaufen. 

B.

Mit Beschwerde vom 17. April 2020 gelangte A.________ an das Regie-
rungsstatthalteramt (RSA) Seeland. Er beantragte einerseits, die Verfügung 
vom 20. März 2020 sei aufzuheben und anderseits sinngemäss, es sei ihm 
wieder Sozialhilfe zu gewähren. Die Regierungsstatthalterin beteiligte 
B.________ am Verfahren und wies die Beschwerde mit Entscheid vom 
22. Juni 2020 ab.

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C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 20. Juli 2020 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und ersuchen sinngemäss um weitere Ausrich-
tung von Sozialhilfeleistungen durch die EG C.________. Zudem verlangen 
sie verschiedene Untersuchungen in Bezug auf die Führung des Regionalen 
Sozialdiensts C.________.

Das RSA Seeland und die EG C.________ beantragen mit Vernehmlassung 
vom 23. Juli 2020 bzw. mit Beschwerdeantwort vom 11. August 2020 die 
Abweisung der Beschwerde. A.________ und B.________ halten mit Einga-
be vom 6. September 2020 an ihren Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 52 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die 
öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; BSG 860.1]). Die Beschwer-
deführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und sind 
durch den angefochtenen Entscheid formell beschwert (Art. 79 Abs. 1 Bst. a 
und b VRPG). 

1.2 Nach Art. 79 Abs. 1 Bst. c VRPG ist zur Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde nur befugt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung 
oder Änderung der Verfügung oder des Entscheids hat. Dies setzt grund-
sätzlich voraus, dass die Beschwerdeführenden ein aktuelles Interesse an 
der Behandlung ihres Rechtsmittels haben und ein günstiger Entscheid für 
sie von praktischem Nutzen wäre (vgl. BVR 2016 S. 529 E. 1.2.1, 2015 
S. 350 E. 4.1; Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 

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bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 79 N. 6, Art. 65 N. 11 ff.). Die Sozialhil-
feleistungen wurden mit Verfügung vom 13. Februar 2020 ab 29. Februar 
2020 eingestellt. Die Beschwerdeführenden wurden also bis Ende Februar 
2020 von der Gemeinde unterstützt. In der Beschwerde an das Verwaltungs-
gericht (Ziff. II/1 S. 3) führen sie ebenso wie bereits in ihrer Beschwerde an 
das RSA Seeland (Vorakten RSA [act. 3A] pag. 1 ff.) aus, der Beschwerde-
führer sei seit 1. März 2020 wieder (teilzeitlich) berufstätig, verdiene bei 
einem Pensum von 50 Stellenprozenten monatlich Fr. 3'000.-- und beziehe 
keine Sozialhilfe mehr. Angesichts der weiteren Einkünfte aus der Vermie-
tung seiner Liegenschaft (vgl. vorne Bst. A.) fragt sich deshalb, ob die 
Beschwerdeführenden ein aktuelles und praktisches Interesse an der Be-
handlung ihrer Beschwerde haben. Die Frage kann aber mit Blick auf die 
nachfolgenden Erwägungen offenbleiben.

1.3 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist auf den Streitgegen-
stand beschränkt. Dieser wird durch den angefochtenen Entscheid (sog. An-
fechtungsobjekt) und innerhalb dieses Rahmens durch die Anträge der be-
schwerdeführenden Partei bestimmt (BVR 2017 S. 514 E. 1.2, 2011 S. 391 
E. 2.1 mit Hinweisen; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 ff.). – Vor der Vorinstanz 
war einzig die Verfügung der Gemeinde vom 20. März 2020 angefochten, in 
der diese die Bemühungen des Beschwerdeführers zum Verkauf der Liegen-
schaft als ungenügend beurteilt und von einem Rückkommen auf die Ein-
stellungsverfügung vom 13. Februar 2020 abgesehen hat. Soweit die 
Beschwerdeführenden vor dem Verwaltungsgericht mehr oder anderes 
erreichen wollen, als ursprünglich angeordnet worden war, ist auf die Be-
schwerde nicht einzutreten (eingehender dazu hinten E. 2.1 f.).

1.4 Gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter anderem 
einen Antrag und eine Begründung enthalten. Der Antrag sollte so präzis 
gefasst sein, dass er unverändert ins Entscheiddispositiv übernommen wer-
den kann. Die Praxis ist jedoch vorab bei Laieneingaben nicht streng. Dem 
Antragserfordernis ist bereits Genüge getan, wenn sich aus dem Zusam-
menhang und unter Zuhilfenahme der Begründung sinngemäss ergibt, was 
anbegehrt wird (vgl. BVR 2016 S. 560 E. 2, 2011 S. 391 E. 3.3; Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 

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2020, Art. 32 N. 13 und 18). An die Begründung einer Laienbeschwerde wer-
den praxisgemäss ebenfalls keine hohen Anforderungen gestellt. Es reicht 
aus, wenn aus dem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und weshalb der 
angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung muss sich aller-
dings wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid aus-
einandersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, inwieweit dieser 
unrichtig sein soll (statt vieler BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Michel Daum, a.a.O., 
Art. 32 N. 22). – Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 22. Februar 
2020 beantragt, es sei ihm wieder Sozialhilfe zu gewähren (vgl. vorne 
Bst. A). Der Antrag, die Beschwerde sei gutzuheissen und der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben, ist unter diesen Umständen so zu verstehen, dass 
den Beschwerdeführenden (trotz teilweiser Erwerbstätigkeit des Beschwer-
deführers) ab dem Zeitpunkt der Gesuchseinreichung erneut Sozialhilfe zu-
gesprochen werden soll. Insofern vermag die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde dem Antragserfordernis knapp zu genügen und sind die Bestim-
mungen über Form und Frist eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG; vgl. aber hinten E. 2.2 und E. 3.4). 

1.5 Liegen wiederkehrende Sozialhilfeleistungen auf unbeschränkte 
Dauer im Streit, gilt als Streitwert der zwanzigfache Betrag einer einjährigen 
Leistung (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisa-
tion der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] 
i.V.m. Art. 92 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 
2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]; vgl. VGE 2019/351 vom 
30.9.2020 E. 1.3 mit Hinweisen). Nach dieser Berechnung übersteigt der 
Streitwert vorliegend Fr. 20ʹ000.-- (vgl. hierzu etwa die Budgetverfügung für 
Oktober 2019, in Akten Sozialdienst [act. 4B] Register 6). Die Angelegenheit, 
die sich als offensichtlich unbegründet erweist (vgl. hinten E. 3), ist daher in 
Zweierbesetzung zu beurteilen (Art. 57 Abs. 1 i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und 
Abs. 3 GSOG).

1.6 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Die Gemeinde stellte die Sozialhilfeleistungen mit Verfügung vom 
13. Februar 2020 ein, da der Beschwerdeführer der Aufforderung nicht nach-
gekommen war, seine Liegenschaft zu verkaufen. Eine allfällige erneute Prü-
fung der Sozialhilfebedürftigkeit machte sie davon abhängig, dass der Be-
schwerdeführer einen verbindlichen Auftrag zum Verkauf der Liegenschaft 
erteile bzw. ernsthafte Verkaufsbemühungen belege. Der Beschwerdeführer 
hat die Einstellungsverfügung nicht angefochten, sondern sich dieser ge-
mäss eigenen Angaben unterzogen und seine Liegenschaft auf der Internet-
plattform «Anibis» zum Verkauf ausgeschrieben sowie ein Beratungs- bzw. 
Vermittlungsunternehmen mit dem Verkauf beauftragt (vgl. Beschwerde an 
das RSA Seeland vom 17.4.2020 Ziff. I/D; Vorakten RSA [act. 3A] pag. 1 ff.). 
Noch während laufender Rechtsmittelfrist stellte er daraufhin bei der Ge-
meinde ein neues Gesuch um Ausrichtung von Sozialhilfe mit der sinnge-
mässen Begründung, er erfülle nun die Voraussetzungen für eine erneute 
Prüfung seiner Sozialhilfebedürftigkeit (Vorakten RSA [act. 3A] pag. 19; 
Akten Sozialdienst [act. 4B] Register 20; zum neuen Gesuch vgl. Markus 
Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 56 N. 40 mit Hinweisen). Gegen die am 20. März 2020 verfügte 
Abweisung seines neuen Sozialhilfegesuchs erhob er am 17. April 2020 
beim RSA Seeland Beschwerde. Die Abweisung dieser Beschwerde ist vor-
liegend angefochten. Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens 
ist somit die Frage, ob die Beschwerdeführenden angesichts der geltend 
gemachten Bemühungen zum Verkauf der Liegenschaft einen neuerlichen 
Anspruch auf die Ausrichtung von wirtschaftlicher Sozialhilfe hatten bzw. ob 
die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Vorkehren des 
Beschwerdeführers nicht als ernstgemeinte Verkaufsabsichten betrachtet 
werden können. 

2.2 Nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist die Rechtmässigkeit der Ein-
stellungsverfügung vom 13. Februar 2020 (vgl. dazu vorne E. 1.3, auch zum 
Folgenden). Die Beschwerdeführenden haben die Einstellungsverfügung 
nicht angefochten, womit diese formell rechtskräftig und materiell rechtsbe-
ständig geworden ist (vgl. Herzog/Sieber, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommen-
tar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 114 N. 7). Auf die Ausführun-

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gen der Beschwerdeführenden zur Frage, ob die Verwertung der Liegen-
schaft verhältnismässig ist und ob sie frühzeitig zum Verkauf der Liegen-
schaft aufgefordert worden sind, ist daher nicht weiter einzugehen. Ausser-
halb des Streitgegenstands liegen ebenso allfällige Ansprüche aus der von 
den Beschwerdeführenden behaupteten, aber nicht belegten Einstellung der 
wirtschaftlichen Hilfe bereits ab 10. Januar 2020 (vgl. Verwaltungsgerichts-
beschwerde Ziff. I/B). Die Beschwerdeführenden beantragen weiter, es sei 
beim Regionalen Sozialdienst der Gemeinde eine Inspektion durchzuführen, 
die Managementmethoden bzw. der Führungsstil des Sozialdienstes seien 
zu analysieren und es sie eine Rechnungsprüfung in Bezug auf die ihnen 
ausgerichteten Sozialhilfeleistungen vorzunehmen. Es ist nicht ersichtlich, 
inwiefern diese (in der Beschwerde nicht näher begründeten) Anträge für die 
Beurteilung des Gesuchs um erneute Ausrichtung von Sozialhilfe von Be-
deutung sein sollten. Sie haben in erster Linie aufsichtsrechtlichen Charakter 
und gehen über den massgebenden Verfahrensgegenstand hinaus. Insofern 
ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, zumal das Verwaltungsgericht nicht 
Aufsichtsbehörde über die Gemeinden ist. 

3. 

3.1 Die Beschwerdeführenden machen mit den vorgebrachten Verkaufs-
bemühungen einen veränderten Sachverhalt geltend. Ihre Vorbringen sind 
unter diesem Blickwinkel zu prüfen. Sie führen diesbezüglich aus, der Be-
schwerdeführer habe sich bereits im Januar 2020 erkundigt, wie er für den 
Verkauf seiner Immobilie vorgehen müsse. Unmittelbar nach Erhalt der Ein-
stellungsverfügung vom 13. Februar 2020 sei er der Aufforderung zum Ver-
kauf nachgekommen und habe die Liegenschaft im Internet ausgeschrieben. 
Der geforderte Verkaufspreis entspreche dem Marktwert und sei von zwei 
Immobilienunternehmen bestätigt worden. Er habe die D.________ Sàrl mit 
dem Verkauf beauftragt, die daraufhin die Liegenschaft auf ihrer Internetseite 
ausgeschrieben habe. Das Inserat sei im März 2020 wieder aus dem Internet 
entfernt worden, da er und seine Ehefrau seit diesem Zeitpunkt keine 
Sozialhilfe mehr beziehen würden. 

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3.2 Die Vorinstanz ist in ihren Erwägungen zum Schluss gekommen, 
dass die geltend gemachten Verkaufsbemühungen nicht als ernsthaft beur-
teilt werden können. Sie hat dabei insbesondere den vom Beschwerdeführer 
verlangten Verkaufspreis in der Höhe von Fr. 2'100'000.-- als überhöht er-
achtet, zumal der Verkehrswert im Jahr 2013 auf Fr. 983'797.-- bestimmt 
worden war und der Versicherungswert im Jahr 2018 Fr. 946'000.-- betragen 
hatte. Die Beschwerdeführenden bringen nichts Stichhaltiges dagegen vor: 
Zwar mag zutreffen, dass der Wert der Liegenschaft seit der letzten Bewer-
tung gestiegen ist, worauf auch die Hypothekarschulden in der Höhe von 
Fr. 1'146'450.-- hindeuten. Die Beschwerdeführenden erklären aber nicht 
ansatzweise, weshalb sich der Wert mehr als verdoppelt haben soll und be-
legen dies auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren in keiner Art und 
Weise. Der lapidare Hinweis darauf, dass sich die Bewertung einer Liegen-
schaft aus verschiedenen Faktoren ergebe und der geforderte Preis von zwei 
Immobilienunternehmen bestätigt worden sei, ist nicht geeignet, eine Wert-
steigerung im behaupteten Ausmass glaubhaft zu machen, zumal weder 
eine (professionelle) Bewertung noch eine anderweitige nachvollziehbare 
Werteinschätzung vorliegt. Zwar wird im Maklervertrag vom 20. Februar 
2020 mit der D.________ Sàrl der (vom Auftraggeber) verlangte Preis mit 
Fr. 2'100'000.-- beziffert (vgl. Akten Sozialdienst [act. 4B] Register 20). Dar-
aus kann aber nicht geschlossen werden, dass der genannte Betrag auf 
einer (realistischen) Preisempfehlung des beauftragten Unternehmens be-
ruht. Letztlich muss sogar offenbleiben, ob der Maklervertrag überhaupt zu-
stande gekommen ist, da auf der eingereichten Ausfertigung die Unterschrift 
des Beschwerdeführers fehlt. Selbst wenn die Liegenschaft tatsächlich durch 
die D.________ Sàrl zum Verkauf ausgeschrieben worden sein sollte, ist 
somit fraglich, ob eine ernsthafte Verkaufsabsicht bestanden hat. Im Übrigen 
verhält sich der Beschwerdeführer widersprüchlich, wenn er einerseits 
darauf hinweist, dass das Inserat gelöscht worden sei und andererseits 
gleichzeitig unter Berufung auf seine Verkaufsbemühungen die erneute Aus-
richtung von Sozialhilfe anstrebt. Auch die Ausschreibung auf der Internet-
plattform «Anibis» vermag die behauptete Ernsthaftigkeit der Verkaufsbemü-
hungen nicht aufzuzeigen: Gemäss den Feststellungen der Gemeinde war 
der Mindestverkaufspreis ebenfalls auf den nicht plausibilisierten Wert von 
Fr. 2'100'000.-- festgelegt worden und fehlten aussagekräftige Fotos (vgl. 
Verfügung der EG C.________ vom 20.3.2020 S. 2). Im Zeitpunkt des 

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vorinstanzlichen Entscheids war die Immobilie auch dort nicht mehr 
ausgeschrieben. 

3.3 Nach dem Gesagten vermögen die Beschwerdeführenden keine Än-
derung des Sachverhalts darzutun, die eine Überprüfung der Einstellungs-
verfügung vom 13. Februar 2020 und eine erneute Ausrichtung von Sozial-
hilfe gerechtfertigt hätte. Vielmehr bestehen berechtigte Zweifel, ob jemals 
ein ernsthafter Verkaufswillen bestand (vgl. hierzu angefochtener Entscheid 
E. 11 S. 7). Daran ändert auch der Hinweis auf die «aktuelle Situation» 
nichts. Soweit die Beschwerdeführenden damit die Corona-Pandemie an-
sprechen, mag diese den Verkauf von Liegenschaften zwar erschweren, ver-
unmöglicht ihn aber nicht. Die Beschwerdeführenden legen sodann nicht 
glaubhaft und plausibel dar, dass infolge der veränderten Situation nur ein 
«zu tiefer Erlös» erzielt werden könnte (vgl. D.3.2 Abs. 2 Bst. d der Richtli-
nien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe über die Ausgestaltung 
und Bemessung der Sozialhilfe [SKOS-Richtlinien] in der Fassung der fünf-
ten Ausgabe vom 1. Januar 2021 sowie die identische Regelung gemäss 
E.2.2 der SKOS-Richtlinien in der Fassung der vierten Ausgabe vom April 
2005 mit den Ergänzungen 12/05, 12/07, 12/08, 12/10, 12/12, 12/14, 12/15 
und 12/16 [BAG 16-063 S. 3]) oder der Verkauf aus anderen Gründen nicht 
mehr zumutbar wäre. Bei dieser Sachlage versprechen weder die Anhörung 
des Beschwerdeführers noch eine Befragung der von ihm genannten Immo-
bilienfirmen weitere Erkenntnisse; die entsprechenden Beweisanträge sind 
daher abzuweisen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung etwa BGE 144 II 
427 E. 3.1.3; BVR 2020 S. 113 E. 3.7; je mit Hinweisen). 

3.4 Die Beschwerdeführenden rügen schliesslich sinngemäss, die Vor-
instanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie sich 
weder mit den Vorwürfen an die Gemeinde bezüglich Amtsmissbrauch, Er-
pressung und fehlender Transparenz noch mit den Schlussfolgerungen der 
Beschwerdeführenden auseinandergesetzt habe. Diese Vorbringen werden 
indes mit keinem Wort begründet, weshalb darauf nicht weiter einzugehen 
ist. Soweit die Beschwerdeführenden mit diesen Vorbringen eine Verletzung 
des Anspruchs auf Akteneinsicht geltend machen wollen, sind sie daran zu 
erinnern, dass der Beschwerdeführer seine Anfrage um Zustellung von Ak-
tennotizen im Sozialhilfedossier trotz mehrfacher Nachfrage nicht präzisiert 

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hat (vgl. E-Mail der zuständigen Sozialarbeiterin vom 23. und 26.3.2020 
sowie E-Mail des Beschwerdeführers vom 23., 24. und 26.3.2020, Akten 
Sozialdienst [act. 4A] Register 8). Eine Gehörsverletzung liegt offensichtlich 
nicht vor. 

4.

4.1 Der angefochtene Entscheid hält nach dem Gesagten der Rechts-
kontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet 
und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdefüh-
renden; da das Verfahren kostenfrei und die Beschwerdeführung nicht als 
geradezu mutwillig zu bezeichnen ist, haben sie jedoch keine Verfahrens-
kosten zu tragen (Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 53 SHG). Ersatzfähige Partei-
kosten sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

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3. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Regierungsstatthalteramt Seeland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.