# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7e82f00-ea70-5dee-bb02-f4c198dd3378
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2009 E-7054/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7054-2009_2009-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7054/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, angeblich geboren (...),
Algerien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. November 2009 / 
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7054/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  ein  algerischer  Staatsbürger  aus 
B._______  -  sein  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  am  1. 
Juli 2009 verliess, per Boot nach Sardinien reiste, von wo er mit einem 
Bus via Como und Chiasso am 20 Juli 2009 nach Lausanne – später 
nach Vallorbe - gelangte, wo er am 27. September 2009 um Asyl nach-
suchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  C._______  vom 
8. Oktober 2009  sowie der  direkten Anhörung vom  21. Oktober 2009 
zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
habe in Algerien weder Unterkunft und Eltern, noch habe er dort eine 
Ausbildung absolvieren können,

dass  er  in  die  Schweiz  gekommen  sei,  um  sich  helfen  und  seine 
Krankheit heilen zu lassen,

dass ihn die Armee zum Militärdienst aufgefordert habe, er sich aber 
nicht  habe  einziehen  lassen  wollen,  da  er  gegen  Terroristen  hätte 
kämpfen müssen und sein Leben riskiert hätte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Einreichung  seines 
Asylgesuchs am 27. September 2009, im Rahmen der Kurzbefragung 
vom 8. Oktober 2009  sowie  der  direkten Anhörung  vom  21. Oktober 
2009 aufgefordert wurde, innert 48 Stunden rechtsgenügliche Papiere 
einzureichen  und  er  dieser  Aufforderung  bis  heute  nicht 
nachgekommen ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. November 2009 – gleichentags 
eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  deren 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 

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oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass  das  Desinteresse  des  Beschwerdeführers,  ein  amtliches 
Ausweisedokument  für  den  jederzeitigen  Nachweis  der  Identität  zu 
besitzen, wenig plausibel erscheine,

dass  er  widersprüchliche  Angaben  zum  Besitz  der  Ausweispapiere 
sowie  zu  seinen  Familienverhältnissen  und  bisherigen 
Lebensumständen gemachte habe,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  einer  polizeilichen  Anhörung  andere 
Angaben  zu  seinem  bisherigen  Aufenthalt  in  der  Schweiz  gemacht 
habe, sowie auch der Bussenzettel von der SBB, welchen er auf sich 
getragen habe, auf einen anderen Namen laute, 

dass somit die widersprüchlichen Angaben die Zweifel an der geltend 
gemachten Identität des Gesuchstellers zusätzlich verstärken,

dass überdies die Beschreibung seines Reiseweges als realitätsfremd, 
oberflächlich  und  stereotyp  einzustufen  sei  und  ihm  auch  nicht 
geglaubt werden könne, dass er ohne Papiere und ohne je kontrolliert 
worden zu sein in die Schweiz habe reisen können,

dass  gemäss  Knochenalterbestimmung  vom  6.  Oktober  2009  das 
chronologische  Alter  des  Beschwerdeführers  neunzehn  Jahre  oder 
mehr betrage, er aber als Geburtsdatum den (...) angegeben habe,

dass davon auszugehen sei, dass es sich beim Beschwerdeführer um 
eine  volljährige  Person  handle,  die  ihre  wahre  Identität  sowie  den 
tatsächlichen  Reiseweg  gegenüber  den  Schweizer  Behörden  zu 
verheimlichen versuche,

dass  deshalb  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere 
einzureichen,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  medizinischen 
Ausreisegründe  als  nachgeschoben  und unglaubhaft  zu  qualifizieren 
seien,

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dass ein allfälliger Einzug in die algerische Armee sowie auch allfällige 
Untersuchungs-  und  Strafmassnahmen  aufgrund  versäumter 
Militärleistungen  bei  seiner  Rückkehr  nach  Algerien  rechtsstattlich 
legitimen Zwecken dienen würden,

dass  massive  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Angaben  des 
Beschwerdeführers  betreffend  seiner  sozialen  und  wirtschaftlichen 
Situation bestünden,

dass das Verhalten des Beschwerdeführers auf eine Verfolgung eines 
anderen Aufenthaltszwecks schliessen liesse,  da er  sich bereits  seit 
anfangs  2009  in  der  Schweiz  aufgehalten,  jedoch  erst  am 
27. September 2009 ein Asylgesuch einreicht habe,

dass  der  Beschwerdeführer  jung,  gesund  und  arbeitsfähig  sei  und 
angenommen  werden  müsse,  dass  er  über  ein  tragfähiges 
Beziehungsnetz verfüge,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  zwei  Eingaben  vom 
12. November 2009  (Poststempel)  beantragte,  der  Nichteintretens-
entscheid des BFM vom 10. November 2009 sei aufzuheben und es 
sei  die  Sache  zur  materiellen  Prüfung,  insbesondere  zur  vertieften 
Abklärung der Wegweisungsgründe an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021]) und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. November 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen sind (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde – vorbehältlich der nachstehenden Erwägung –  einzutreten 
ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass es in diesem Zusammenhang insbesondere auch mit zutreffender 
Begründung  dargelegt  hat,  weshalb  es  von  der  Volljährigkeit  des 
Beschwerdeführers ausgehe,

dass in Ergänzung der zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz, auf 
welche im Übrigen verwiesen werden kann, weitgehend ausgeschlos-
sen werden kann, dass es dem Beschwerdeführer angesichts strenger 
Grenzkontrollen  möglich  gewesen  wäre,  mit  mindestens  zwei 

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Transportmitteln ohne authentische Ausweispapiere von Algerien über 
Italien in die Schweiz zu gelangen, 

dass sich schliesslich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass er 
sich seit seiner Einreise in die Schweiz ernsthaft um die Beschaffung 
von Papieren bemüht hätte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
vollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Kurzbefragung  im  Transitzentrum  Altstätten  vom 
8. Oktober 2009  sowie  der  direkten Anhörung vom  21. Oktober 2009 
darstellt, unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche 
Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der 
eindeutige Schluss gezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer 
offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem 
Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 
Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen  seien  in  wesentlichen  Aspekten  widersprüchlich,  wobei  zur 
Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden Erwägun-
gen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer weder in der Erstanhörung noch auf dem 
Personalienblatt physische beziehungsweise psychische Beschwerden 
geltend machte,

dass er erst bei der Anhörung durch das BFM auf die Frage, wieso er 
nichts über seine Eltern wisse, erklärte, er sei krank (A15, F44), 

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dass  er  auf  die  Frage,  ob  er  aufgrund  dieser  Krankheit  in 
medizinischer  Behandlung  gewesen  sei,  antwortete,  man  bekomme 
dort nur (...) (A15, F68), 

dass  somit  angenommen  werden  muss,  dass  es  sich  nicht  um 
gravierende Beschwerden handelt,

dass  er  zudem  offenbar  nicht  bemüht  war,  ein  ärztliches  Attest 
einzureichen oder eine weitere medizinische Behandlung in Anspruch 
zu nehmen,

dass  es  nicht  glaubhaft  erscheint,  dass  das  Betreuungspersonal  im 
Transitzentrum seinen Beschwerden keine Beachtung geschenkt habe 
und ihm sogar einen Arztbesuch verweigert haben soll, 

dass das Personal des Transitzentrums seine Beschwerden durchaus 
ernst  nahmen,  indem  sie  ihm  Tabletten  zur  Verfügung  stellten  ihn 
schliesslich ins Spital einweisen liessen,

dass  es  realitätsfremd  erscheint,  dass  der  Spitalarzt,  der 
diesbezügliche medizinische Abklärungen vorgenommen habe, keinen 
Bericht  an  das  BFM  geschickt  haben  soll,  obwohl  ihn  der 
Beschwerdeführer darum gebeten habe,

dass der  Beschwerdeführer  zudem bei  dessen Nichterhalt  nochmals 
hätte nachfragen können, was er jedoch nicht getan hat,

dass der Beschwerdeführer auch in seiner Beschwerdeschrift nur sehr 
vage Angaben zu seiner Krankheit macht und weder den Namen des 
von  ihm  konsultierten  Arztes  beziehungsweise  des  Spitals  noch  die 
Bezeichnung der von ihm eingenommenen Tabletten nennen kann,

dass der Untersuchungsgrundsatz der Behörden seine Grenzen in der 
Mitwirkungspflicht  sowie  in  der  Substanziierungslast  des 
Beschwerdeführers findet,

dass  nach  dem  vorgängig  Gesagten  kein  Grund  zur  Vornahme 
weiterer  Untersuchungen  besteht  und  auch  das  rechtliche  Gehör 
gewahrt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Anschuldigungen  betreffend  die 
Vernachlässigungen des Betreuungspersonals im Transitzentrum erst 

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in  der  Beschwerdeschrift  vorbringt  und  in  der  Anhörung  diese 
angebliche Nachlässigkeit nicht erwähnte,

dass deshalb die von ihm geltend gemachte Krankheit, mindestens im 
Grad ihrer Schwere, als nachgeschoben zu betrachten ist,

dass  daher  keine  Veranlassung  für  eine  Fristansetzung  zur 
Einreichung eines Arztberichtes besteht,

dass sich aus den vorstehenden Erwägungen die Erkenntnis ergibt, es 
bestehe  weder  Anlass  zur  Vornahme  zusätzlicher  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses noch gar zur direkten Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 
2.1),

dass  somit  die  ausschliesslich  auf  den  Gesundheitszustand 
bezogenen  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  dieser 
Feststellung nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum 
Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische 
Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihm 
in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  insbesondere  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten 
gesundheitlichen  Probleme  nicht  dokumentiert  sind  und  somit  nicht 
derart  gravierend erscheinen,  dass  sie es rechtfertigen würden,  den 
Wegweisungsvollzug als unzumutbar zu bezeichnen, zumal – wie oben 
dargelegt – bis anhin keine medizinische Behandlung belegt wurde,

dass überdies auch in Algerien der Erwerb von (...) möglich ist,

dass entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers und mit Verweis 
auf  die  entsprechenden  Erwägungen  der  Verfügung  des  BFM  von 
einem sozialen Beziehungsnetz in Algerien auszugehen ist,

dass  dem  auch  vom  Bundesverwaltungsgericht  als  volljährig 
betrachteten Beschwerdeführer zuzumuten ist, erneute Anstrengungen 
zur Aufnahme einer geregelten Erwerbstätigkeit in seinem Heimatland 
zu unternehmen, 

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dass  somit  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch 
individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos darstellte,  weshalb das Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, 

dass  mit  dem Urteil  in  der  Hauptsache  das  Gesuch um Erlass  des 
Kostenvorschusses hinfällig geworden ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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