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**Case Identifier:** b6972f79-2a12-5c2b-bbb8-4bf158bc444d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.10.2021 200 2021 385
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-385_2021-10-18.pdf

## Full Text

200 21 385 UV
ACT/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Oktober 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 22. April 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 15. September 2008 bei der D.________ AG (nachfolgend: Ar-
beitgeberin) als ... angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfall-
versicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfall-
versichert (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). Am 15. September 
2017 zog er sich multiple Verletzungen zu, als ihm beim Reinigen eines ... 
ein ... auf den Kopf fiel (AB 20/2, 31). Die Suva anerkannte für dieses Er-
eignis ihre Leistungspflicht, erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleis-
tungen (vgl. etwa AB 2 ff.), traf medizinische Abklärungen, namentlich ver-
anlasste sie eine kreisärztliche Untersuchung (AB 235) und eine Evaluation 
der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; AB 246), und stellte die Taggeld-
zahlungen mit Schreiben vom 3. Juli 2020 (AB 286) per 30. Juni 2020 ein. 
Weiter holte sie eine kreisärztliche Beurteilung des Integritätsschadens ein 
(AB 308) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 15. September 
2020 (AB 319) mit Wirkung ab dem 1. Juli 2020 eine Invalidenrente von 
17 % sowie eine Integritätsentschädigung nach Massgabe einer Integrität-
seinbusse von 21 % zu. Die dagegen erhobene Einsprache (vgl. AB 336, 
357) wies sie mit Einspracheentscheid vom 22. April 2021 (AB 372) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. Mai 2021 Beschwerde und stellte fol-
gende Rechtsbegehren:

1. Der Einsprache-Entscheid der Suva vom 22. April 2021 sei aufzu-
heben und dem Beschwerdeführer seien im Zusammenhang mit 
dem Unfall vom 15. September 2017 rückwirkend seit 1. Juli 2020 
die nachfolgenden Versicherungsleistungen nebst gesetzlichem 
Verzugszins zuzusprechen:
a. eine Invalidenrente von mindestens 65 %;
b. eine Integritätsentschädigung von mindestens 35 %.

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2. Eventualiter sei der Einsprache-Entscheid der Suva vom 
22. April 2021 aufzuheben und es sei ein Gerichtsgutachten ein-
zuholen, welches sich zur Frage der Arbeitsunfähigkeit in einem 
angepassten Leistungsprofil sowie zum Grad der invaliditätsbe-
dingten Beeinträchtigung bzw. der Höhe der Integritätsentschädi-
gung äussert. Sodann sei neu über die Leistungsansprüche zu 
verfügen.

3. Subeventualiter sei der Einsprache-Entscheid der Suva vom 
22. April 2021 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen, damit diese eine unabhängige und externe 
Begutachtung veranlasst, welche sich zur Frage der Arbeitsun-
fähigkeit in einem angepassten Leistungsprofil sowie zum Grad 
der invaliditätsbedingten Beeinträchtigung bzw. der Höhe der In-
tegritätsentschädigung äussert. Sodann sei neu über die Leis-
tungsansprüche zu verfügen.

– Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2021 beantragte die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.

Mit Eingabe vom 12. Juli 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere Unter-
lagen ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 22. April 
2021 (AB 372). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. Septem-
ber 2017, namentlich eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädi-
gung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

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2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2018 UV Nr. 29 S. 101 E. 2.2). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2).

2.4.3 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften – eine Katalogisierung der Unfälle in leichte (banale), im 
mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzunehmen ist. Die erlit-
tenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich 
beim Unfall entwickelt haben, gestatten. Abhängig von der Unfallschwere 
sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen. Diese 
werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 
E. 5.1 S. 359, 129 V 177 E. 4.1 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 21 S. 76 E. 4.2, 
2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

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Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Ein-
drücklichkeit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) 
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eig-
nung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 

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Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.1). Handelt es sich um einen mittelschwe-
ren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Beja-
hung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2018 UV Nr. 29 
S. 102 E. 4.2.2). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objekti-
ven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 
V 359 E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 
272 S. 174 E. 4b).

2.5 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

3.

3.1 Fest steht und zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, 
dass das Ereignis vom 15. September 2017 (AB 1, 20/2, 31) die kumulati-
ven Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefiniti-
on (Art. 4 ATSG; vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt (Beschwerde S. 5 Ziff. IV/1.). Die 
Beschwerdegegnerin erbrachte denn auch die entsprechenden gesetzli-
chen Versicherungsleistungen (vgl. AB 2 ff.), welche sie mit formlosem 
Schreiben vom 3. Juli 2020 (AB 286) per 30. Juni 2020 einstellte. Ebenso 
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss 
per 30. Juni 2020 vornahm, da in diesem Zeitpunkt durch weitere Behand-

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lungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu 
erwarten war (vgl. E. 2.5 hiervor). So beschrieb der Kreisarzt am 21. Janu-
ar 2020 (AB 235) eine knöcherne Konsolidierung der ventralen (Wirbel-
)Säule mit einer radiologisch postoperativ guten Aufrichtung und erhalte-
nem Alignement sowie fehlenden Lockerungszeichen der Cage- und Pedi-
kel-Schrauben (AB 235/10, dahingehend auch AB 246/4, 304). Dem 
Fallabschluss steht ferner auch eine allfällige Fortführung der analgeti-
schen Medikation, Physiotherapie und Schmerztherapie im Zentrum 
E.________ (Zentrum E.________; vgl. dazu AB 333, 350/2, 352, 360/2) 
nicht entgegen, zumal diese in erster Linie der Linderung von Schmerzen 
sowie der Stabilisierung des erreichten Funktionsniveaus dienen (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 23. April 2008, 8C_402/2007, E. 5.1.2.2). Die 
gemäss den behandelnden Ärzten des Zentrums E.________ (zusätzlich) 
indizierten schmerzpsychologischen Massnahmen (AB 360/2) stehen bei 
fehlendem adäquatem Kausalzusammenhang zwischen den geltend ge-
machten psychischen Einschränkungen und dem Unfallereignis vom 
15. September 2017 (vgl. E. 2.4 hiervor bzw. E. 4.4 hernach) dem Fallab-
schluss ebenfalls nicht entgegen.

Umstritten und zu prüfen bleibt hingegen ein Anspruch auf weitergehende 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, namentlich eine Invali-
denrente und eine Integritätsentschädigung, im Zusammenhang mit den 
gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 15. September 2017.

3.2 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen das Folgende zu ent-
nehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 21. Januar 2020 (AB 235) diagnostizierte der Kreis-
arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für 
Chirurgie, im Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. September 2017 
nach eigener Untersuchung multiple Verbrennungen an Ober- und Unter-
schenkel lateralseitig rechts Grad IIb bis III, eine initial als stabil beurteilte 
Vorderkantenfraktur BWK8 und 9, eine Deckplattenimpressionsfraktur 
BWK4 und 5, ein Schädelhirntrauma Grad I, ein stumpfes Thorax- und Ab-
dominaltrauma, einen posttraumatisch bedingten benignen paroxysmalen 
Lagerungsschwindel posterior rechts und multiple Exkoriationen. Als weite-
re Diagnosen nannte er einen anamnestischen Tinnitus, ein obstruktives 

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Schlafapnoesyndrom, eine vorbestehende thorakale DISH und eine Lum-
balisation von S1 (AB 235/9 f.).

Der Beschwerdeführer wirke insgesamt wenig beeinträchtigt. Der Lage-
wechsel vom Sitzen zum Stehen und das Gehen seien zügig und flüssig 
möglich. Das Entkleiden für den Untersuch sei problemlos erfolgt. Auch 
habe sich der Beschwerdeführer zur Untersuchung ohne erkennbare Pro-
bleme auf den Rücken legen, sich in die Bauchlage drehen und nach der 
Untersuchung wieder aufstehen sowie sich ankleiden können. Bei der klini-
schen Untersuchung hätten sich reizlose Narbenverhältnisse im Bereich 
der Brustwirbelsäule gefunden. Die globale Beweglichkeit der Wirbelsäule 
sei mit einem Finger-Boden-Abstand von 33 cm eingeschränkt. Auch das 
Seitwärtsneigen und die Rotation seien eingeschränkt, wobei auch die 
HWS-Beweglichkeit limitiert sei. Die Beweglichkeit im Bereich der unteren 
Extremitäten sei altersentsprechend ausgezeichnet. Auch die verschiede-
nen Komplexgangarten seien problemlos ausführbar. Es bestehe kein Hin-
weis für Gleichgewichtsstörungen. Radiologisch zeige sich postoperativ 
eine gute Aufrichtung mit erhaltenem Alignement. Die ventrale Säule sei 
knöchern konsolidiert. Die Cage- und Pedikel-Schrauben zeigten keine 
Lockerungszeichen (AB 235/10). 

Aufgrund der objektivierbaren Befunde in der Bildgebung und den lediglich 
geringgradigen objektivierbaren Einschränkungen bei der klinischen Unter-
suchung sei die vom Beschwerdeführer angegebene subjektive Belas-
tungsintoleranz in der leichten Tätigkeit mit Austragen der internen Post 
seiner Arbeitgeberin während gerade mal zwei Stunden an lediglich drei 
Tagen in der Woche nicht nachvollziehbar, weshalb die Durchführung einer 
Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit EFL empfohlen werde. An-
hand der objektivierbaren Befunde seien mindestens leichte Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Gewichten von 5 kg zumutbar. Tätigkeiten in 
Zwangshaltungen für die Wirbelsäule, in anhaltender vornüber geneigter 
Position sowie Tätigkeiten mit anhaltendem oder häufigem Drehen im 
Rumpfbereich seien nicht zumutbar. Im Rahmen dieser Zumutbarkeitskrite-
rien sei aber rein aufgrund der objektivierbaren Befunde prinzipiell eine 
ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Aufgrund der langen Arbeitsun-
fähigkeit sei eine stufenweise Eingewöhnung sinnvoll (AB 235/10 f.).

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3.2.2 Gemäss dem Bericht der Rehaklinik G.________ vom 16. März 
2020 (AB 246) über die Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit 
EFL sei die berufliche Tätigkeit als ... aus unfallkausaler Sicht aufgrund der 
zu hohen Anforderungen nicht zumutbar. Demgegenüber seien leichte, 
wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule, 
vornübergeneigtes Arbeiten und Rotationsbewegungen der Wirbelsäule 
ganztags zumutbar (AB 235/11). 

3.2.3 Im Arztbericht vom 20. April 2020 (AB 260) hielt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, insgesamt 
bestünden eine gleichbleibend reduzierte Leistungsfähigkeit und Be-
schwerdeintensität. Die Behandlung umfasse Analgetika und Physiothera-
pie. Allgemein könne er zu all den bereits erfolgten Untersuchungen und 
Begutachtungen keine neuen Erkenntnisse liefern. Auch eine Behandlung 
welcher Art auch immer liege weit ausserhalb seiner Fähigkeiten.

Sodann führte Dr. med. H.________ im Attest vom 20. Juli 2020 (AB 331 
[nach AB 289 eingeordnet]) sinngemäss aus, er bestätige, dass der Be-
schwerdeführer seit dem Unfallereignis vom September 2017 mit erhebli-
chen Verletzungen und langdauernder stationärer Behandlung im An-
schluss weiterhin an erheblichen Einschränkungen leide, welche insbeson-
dere eine nur noch körperlich sehr leichte Tätigkeit in maximal einem 50 %-
Pensum zumutbar erscheinen liessen. Die Einschränkungen seien dabei 
vollumfänglich auf das Unfallereignis und dessen Folgen zurückzuführen. 

3.2.4 Im Bericht vom 13. August 2020 (AB 304) hielt Dr. med. I.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, Zentrum E.________, fest, radiologisch objektivierbar zeige sich 
ein unveränderter Befund. Bereits im CT von 2019 habe sich eine interso-
matisch knöcherne Konsolidierung dargestellt. Insoweit seien die subjektiv 
geäusserten Beschwerden sowie die eingeschränkte Belastbarkeit aus 
wirbelsäulenchirurgischer Sicht nicht konklusiv erklärbar. Möglicherweise 
bestehe hier ein multifaktorielles Problem mit einer Chronifizierung der 
Schmerzen sowie eingeschränkten Bewegungsmechanismen. Ein bleiben-
des Rehabilitationsdefizit sei durchaus wahrscheinlich. Aus wirbelsäulen-
chirurgischer Sicht bestehe keine Indikation für weiterführende Behandlun-
gen. 

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3.2.5 Im Bericht des Zentrums E.________ vom 29. Oktober 2020 
(AB 348) wurden unter anderem ein chronisches Thorakovertebral-
Syndrom ohne Seitenbetonung (ICD-10 M54.03) mit im Wesentlichen nozi-
zeptiven, myofaszialen Faktoren sowie Ausstrahlung in Nacken und Kopf 
beidseits bei Status nach Korporektomie Th8 und ventraler Spondylodese 
Th7-9 mit Obelsic cage und Spongiosa dorsale minimal-invasive Stabilisa-
tion Th6/7 auf Th9/10 am 2. Juli 2018, Gesäss-Beinschmerzen beidseits 
mit Ausstrahlung in beide Unterschenkel dorsal (ICD-10 M54.3), klinisch 
ohne Hinweis auf Affektion lumbosakraler Nervenwurzeln, am ehesten no-
zizeptiv/muskulär bedingt, eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) und eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), 
diagnostiziert.

3.2.6 Dr. med. I.________ führte im Schreiben vom 2. Dezember 2020 
(AB 358) auf die Fragen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, 
im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 15. September 2017 be-
stehe im Wesentlichen ein anhaltendes, thorakales Schmerzsyndrom bei 
Status nach Korporektomie BWK8 mit Wirbelkörperersatz und dorsaler 
Instrumentation T6/7 bis T9/10 am 2. Juli 2018. Die persistierenden thora-
kalen Rückenschmerzen könnten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf das Unfallereignis zurückgeführt werden. Der Beschwerdeführer sei in 
Bezug auf die Wirbelsäule gemäss den zur Verfügung stehenden Unterla-
gen vor dem Unfall beschwerdefrei und zumindest 100 % arbeitsfähig ge-
wesen. Seit dem Unfallereignis habe jedoch eine zufriedenstellende Be-
schwerdelinderung initial durch die konservative Therapie (15. September 
2017 bis 2. Juli 2018) nicht erreicht werden können, sodass womöglich 
bereits eine Chronifizierung der Schmerzen eingetreten sei. Insgesamt ha-
be trotz der radiologisch erfolgreichen Operation mit knöcherner Konsoli-
dierung im Frakturbereich, bei jedoch noch verbleibender kyphotischer 
Fehlstellung mit gesamt thorakaler Kyphose von 70°, keine vollständige 
Schmerzfreiheit erzielt werden können. Subjektiv müsse eine verminderte 
Belastungstoleranz festgehalten werden. Mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit beruhten die Beschwerden auf einem organischen Substrat, näm-
lich einer traumatisch bedingten Wirbelkörperdeformität. Inwiefern das 
Ausmass der subjektiven Wahrnehmung der Beschwerden auch von nicht-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 13

organischen Parametern beeinflusst werde, sei aus wirbelsäulenchirurgi-
scher Sicht nicht gänzlich zu beantworten (S. 1 f.). Die medizinische Fachli-
teratur bilde die potentiell erheblichen Auswirkungen einer Wirbelfraktur auf 
die Rehabilitation und Reintegration der betroffenen Patienten ab. Aller-
dings liessen sich beim Beschwerdeführer allenfalls geringgradige objekti-
verbare funktionelle Einschränkungen in den klinischen Untersuchungen 
feststellen (S. 3).

Die Einschätzungen in der kreisärztlichen Beurteilung vom 20. Januar 2020 
und der Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit EFL vom 16. März 
2020 würden insoweit geteilt, als eine knöcherne Konsolidierung des ehe-
mals verletzten Wirbelsäulenbereichs (T4 bis T9) festzustellen sei und dass 
mittel- bis höhergradige funktionelle Einschränkungen in den klinischen 
Untersuchungen nicht verifiziert werden könnten. Aufgrund der noch ver-
bliebenen Fehlstellung in der sagittalen Ebene mit erhöhter Kyphose im 
Brustwirbelsäulenbereich sowie der wahrscheinlich kompromittierten para-
vertebralen Muskulatur durch die operative Versorgung lasse sich jedoch 
ein persistierendes Rehabilitationsdefizit vermuten. Mittlerweile werde die 
Behandlung des Beschwerdeführers durch das Zentrum E.________ fort-
gesetzt. Die Schmerzsymptomatik werde als chronische "Schmerzführung" 
mit psychischen und somatischen Anteilen aufgefasst und durch gravieren-
de psychosoziale Belastungsfaktoren begünstigt und aufrechterhalten. In-
sofern halte er, Dr. med. I.________, ein Arbeitspensum von 100 % auf-
grund der subjektiven Belastungsintoleranz zu diesem Zeitpunkt für nicht 
zumutbar, vorbehaltlich des möglichen Therapieerfolgs durch die Klinik für 
Schmerzthapie. Aktuell werde der Grad der unfallkausalen Arbeitsunfähig-
keit auf 70 % geschätzt (S. 3). Hinsichtlich der Höhe der Integritätsent-
schädigung bei Wirbelsäulenaffektion gemäss Suva-Tabelle 7 sei bei Dau-
erschmerzen mit einem Durchschnitt NRS (Numerische Rating-Skala) 6 
(minimal NRS 4, maximal NRS 9), vorhandenen nächtlichen und Ruhe-
schmerzen sowie fehlender Zusatzbelastung bei Frakturen (Punkt 1 
gemäss Tabelle 7) mit einer Kyphose von über 21° eine Integritätsentschä-
digung von mindestens 30 % gerechtfertigt (S. 4).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 14

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Urteilt das Gericht in-
dessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfah-
ren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4

3.4.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 22. April 2021 
(AB 372) stützte sich die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der zumutbaren 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus unfallkausaler Sicht auf die versiche-
rungsmedizinische Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 
21. Januar 2020 (AB 235) und die Evaluation der Funktionellen Leistungs-
fähigkeit EFL vom 16. März 2020 (AB 246). Sie erfüllen die Anforderungen 
der Rechtsprechung an den Beweiswert einer versicherungsinternen medi-
zinischen Beurteilung (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen. Beiden Beurtei-
lungen lagen einlässliche eigene klinische Untersuchungen zugrunde. Sie 
erfassen den gesamten massgebenden medizinischen Sachverhalt, insbe-
sondere die verschiedenen bildgebenden Abklärungen sowie den Behand-
lungsverlauf im Spital J.________ respektive dem Zentrum E.________ 
(vgl. dazu AB 235/1-5). Ausgehend davon legte der Kreisarzt die medizini-
schen Zusammenhänge nachvollziehbar dar und begründete das aufgrund 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 15

der objektivierbaren gesundheitlichen Befunde aus unfallkausaler Sicht 
formulierte medizinische Zumutbarkeitsprofil in einer angepassten Tätigkeit 
widerspruchsfrei und überzeugend (AB 235/11). Anlässlich der Evaluation 
der Funktionellen Leistungsfähigkeit EFL wurde sodann gestützt auf eine 
detaillierte Ermittlung der arbeitsbezogenen Belastbarkeit eine das 
kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil bestätigende Empfehlung hinsichtlich 
einer Beschäftigung in einer angepassten Tätigkeit abgegeben (vgl. 
AB 246/4). Diese in sich widerspruchsfreien Beurteilungen überzeugen und 
stehen insbesondere in grundsätzlichem Einklang mit den von den behan-
delnden Ärzten erhobenen Befunden. Demgegenüber ergeben sich weder 
aus den medizinischen Akten noch der beschwerdeweise vorgebrachten 
Kritik Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an ihrer Vollständigkeit 
und Schlüssigkeit zu wecken vermöchten.

3.4.2 So sind die vom Beschwerdeführer im Wesentlichen angeführten 
Berichte seines Hausarztes Dr. med. H.________ vom 20. April und 20. Ju-
li 2020 (AB 260, 331) und des behandelnden Orthopäden Dr. med. 
I.________ vom 2. Dezember 2020 (AB 358) nicht geeignet, die kreisärzt-
lich und funktionell-evaluativ ermittelte medizinisch-theoretische Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit auch nur gering in Zweifel zu ziehen. Denn aus den 
besagten Berichten ergeben sich keine Indizien, die im Rahmen der 
kreisärztlichen Beurteilung oder der Evaluation der Funktionellen Leis-
tungsfähigkeit EFL nicht berücksichtigt worden wären. Ebenso lässt sich 
daraus keine zwischenzeitlich eingetretene massgebliche Veränderung des 
Gesundheitszustandes oder der funktionellen Leistungsfähigkeit entneh-
men. So hielt Dr. med. H.________ im Arztbericht vom 20. April 2020 
(AB 260) ausdrücklich fest, dass er mit Blick auf die bereits erfolgten Unter-
suchungen und "Begutachtungen" keine neuen Erkenntnisse liefern könne. 
Zudem entbehrt die von ihm im Attest vom 20. Juli 2020 (AB 331) sinn-
gemäss attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer körperlich sehr leich-
ten Tätigkeit sowohl der Angabe eines objektiven medizinischen Substrates 
als auch jeglicher Begründung. Eine im Nachgang zur kreisärztlichen Un-
tersuchung vom 21. Januar 2020 (AB 235) respektive der am 18. und 
19. Februar 2020 erfolgten Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit 
EFL (AB 246) eingetretene, massgebende objektivierbare Veränderung des 
Gesundheitszustandes ist ferner auch den verschiedenen therapeutischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 16

Verlaufsberichten des Zentrums E.________ (AB 304, 348, 360, 373, 382) 
nicht zu entnehmen. 

Soweit der behandelnde Wirbelsäulenchirurg Dr. med. I.________ in der 
Stellungnahme vom 2. Dezember 2020 (AB 358) – bei einer ebenfalls fest-
gestellten knöchernen Konsolidierung nach der Rückenoperation und bei 
fehlenden klinischen mittel- oder höhergradigen Einschränkungen (vgl. 
AB 358/3 Ziff. 3) – einen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 
persistierenden thorakalen Rückenschmerzen und dem Unfallereignis vom 
15. September 2017 einzig damit begründet, dass der Beschwerdeführer in 
Bezug auf die Wirbelsäule vor dem betreffenden Unfall beschwerdefrei und 
zumindest zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei (AB 358/1 Ziff. 2.1), ist dem 
nicht zu folgen. Denn beweisrechtlich gilt eine gesundheitliche Schädigung 
nicht schon dann als durch den Unfall verursacht, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist (zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo 
propter hoc" vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 
78 E. 7.2). Im Übrigen sind der Stellungnahme von Dr. med. I.________ 
vom 2. Dezember 2020 (AB 358) keine wichtigen neuen Erkenntnisse zu 
entnehmen, sodass der Bericht – anders als vom Beschwerdeführer vertre-
ten (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. IV/2.3) – ebenfalls nicht geeignet ist, auch 
nur geringe Zweifel an der Beurteilung von Kreisarzt Dr. med. F.________ 
(AB 235) und der damit korrelierenden Evaluation der Funktionellen Leis-
tungsfähigkeit EFL (AB 246) zu wecken. Insbesondere beurteilte Dr. med. 
I.________ die Arbeitsfähigkeit und die Möglichkeit respektive Wahrschein-
lichkeit einer beruflichen Reintegration ausschliesslich in Bezug auf die 
angestammte Tätigkeit als ... (AB 358/2 f. Ziff. 2.4 und 4), wofür auch der 
Kreisarzt Dr. med. F.________ – angesichts des formulierten Zumutbar-
keitsprofils – keine Arbeitsfähigkeit mehr attestierte (AB 235/11). Die Zu-
mutbarkeit der angestammten Tätigkeit wurde sodann anlässlich der Eva-
luation der Funktionellen Leistungsfähigkeit EFL ausdrücklich verneint 
(AB 246/4).

3.5 Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung vom 
21. Januar 2020 (AB 235) sowie die Evaluation der Funktionellen Leis-
tungsfähigkeit EFL vom 16. März 2020 (AB 246) ist aus unfallkausaler Sicht 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 17

(AB 235/11 und 246/4) erstellt. Insgesamt finden sich in den Berichten der 
behandelnden Ärzte inhaltlich keine Anhaltspunkte, welche gegen diese 
überzeugende Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit sprechen wür-
de, weshalb vorliegend – entgegen der Annahme des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 5 Ziff. 2.2 und S. 6 Ziff. 2.5) – im Rahmen der Beweiswür-
digung das Argument der auftragsrechtlichen Stellung der behandelnden 
Ärzte (vgl. dazu BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) gar nicht zum Tragen 
kommt. Der medizinische Sachverhalt erweist sich dem Voranstehenden 
zufolge als hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen, na-
mentlich die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines Gerichts-
gutachtens (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. IV/2.5), verzichtet werden kann (an-
tizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Der Be-
schwerdeführer war demnach im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 30. Ju-
ni 2020 (vgl. E. 3.1 hiervor) aus somatischer Sicht in einer leidensange-
passten Tätigkeit vollschichtig und ohne zusätzliche Leistungsminderung 
arbeitsfähig (AB 235/11 und 246/4). 

Im Übrigen kann offen bleiben, ob ein allfälliger psychischer Gesundheits-
schaden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit bestand 
bzw. besteht (vgl. dazu AB 348/1 f.), da ein solcher – anders als vom Be-
schwerdeführer vertreten (vgl. Beschwerde S. 7 ff. Ziff. IV/3) – zumindest 
nicht adäquat kausale Folge des Unfalls vom 15. September 2017 (AB 1) 
wäre (vgl. E. 4 hernach).

4.

4.1 Die Prüfung der Adäquanz allfälliger psychischer Gesundheitsschä-
den hat unbestrittenermassen (vgl. AB 372/8 Ziff. 3.2; Beschwerde S. 7 
Ziff. IV/3.1) nach der Praxis gemäss BGE 115 V 133 (sog. Psychopraxis; 
vgl. E. 2.4.2 f. hiervor) zu erfolgen. Zwar erlitt der Beschwerdeführer an-
lässlich des Unfalls vom 15. September 2017 (AB 1) unter anderem ein 
Schädelhirntrauma Grad 1 (vgl. etwa AB 235/9 Diagnose Ziff. 4) und damit 
grundsätzlich eine unter die sog. Schleudertraumapraxis (BGE 134 V 109) 
fallende Verletzung, jedoch präsentierte sich nicht innerhalb der Latenzzeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 18

von 24 bis 72 ein buntes Beschwerdebild in der Halsregion und der Hals-
wirbelsäule, sodass psychische Aspekte bei der nachfolgenden Prüfung 
der Adäquanz auszunehmen sind (E. 2.4.2 hiervor). 

4.2 Hinsichtlich der umstrittenen Qualifizierung der Unfallschwere (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor) kann offen bleiben, ob es sich beim Ereignis vom 15. Sep-
tember 2017 (AB 1) tatsächlich lediglich nur um einen knapp mittelschwe-
ren Unfall handelte, wie dies die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 
Einspracheentscheid annahm (vgl. AB 372/9 Ziff. 3.3), oder das Ereignis 
nicht eher als im eigentlich mittelschweren Bereich anzusiedeln wäre, da 
auch in diesem Fall die massgebenden Adäquanzkriterien weder in hinrei-
chender Anzahl noch (eines davon) in besonders ausgeprägter Weise er-
füllt sind (vgl. E. 4.3 hernach). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, 
aufgrund des Hergangs des Unfalls und der dabei erlittenen Verletzungen 
sei von einem schweren Unfall auszugehen (Beschwerde S. 8 f. 
Ziff. IV/3.2), ist ihm nicht zu folgen. So ist namentlich den erlittenen Verlet-
zungen – auch wenn sie gewisse Rückschlüsse auf den Ablauf des Unfalls 
erlauben – nicht bei der Qualifizierung des Unfallgeschehens, sondern ge-
gebenenfalls erst bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor; Entscheid des BGer vom 15. September 2009, 
8C_129/2009, E. 5.2.1). Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes 
(vgl. AB 31/3 "Unfallhergang") und der dabei sich entwickelnden Kräfte so-
wie mit Blick auf die höchstrichterliche Beurteilung ähnlich gelagerter Fälle 
betreffend Kopfverletzungen durch herunterfallende Gegenstände (vgl. 
etwa Entscheide des BGer vom 3. September 2009, 8C_438/2009, E. 4.3 
mit Hinweisen, und vom 16. Mai 2008, 8C_57/2008, E. 8.1; Entscheide des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: BGer] vom 29. Juni 
2007, U 568/06, lit. A.a und E. 3.1, und vom 21. Oktober 2003, U 282/00, 
E. 3.2), fällt eine Qualifikation als schwerer Unfall ausser Betracht. Dies hat 
auch dann zu gelten, wenn es sich beim erlittenen Unfall um einen der sub-
jektiv schlimmsten denkbaren Unfälle für ... handeln sollte (vgl. Beschwerde 
S. 9 Ziff. IV/3.2), da bei der Beurteilung der Unfallschwere eine objektive 
Betrachtungsweise Platz zu greifen hat.

4.3 Ausgehend von einem höchstens mittelschweren Unfall im mittleren 
Bereich ist die Adäquanz eines psychischen Gesundheitsschadens nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 19

dann zu bejahen, wenn mindestens drei der sieben Kriterien erfüllt sind 
oder eines in besonders ausgeprägter Weise vorliegt (vgl. E. 2.4.3 hiervor). 

4.3.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder 
besonderer Eindrücklichkeit des Unfalls ist bei objektiver Betrachtung des 
Unfallhergangs – anders als in der Beschwerde (S. 9 Ziff. IV/3.3) – nicht 
erfüllt. Denn es sind keine speziellen Umstände ersichtlich, welche dem 
Unfallereignis eine besondere Eindrücklichkeit verliehen hätten. Es gilt 
denn auch zu beachten, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine 
gewisse Eindrücklichkeit eigen ist (Entscheid des BGer vom 11. November 
2019, 8C_473/2019, E. 5.2).

4.3.2 Ebenso ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlit-
tenen Verletzungen, insbesondere ihrer erfahrungsgemässen Eignung, 
psychische Fehlentwicklung auszulösen, nicht erfüllt. Auch wenn der Be-
schwerdeführer multiple Verletzungen erlitt (vgl. AB 21/1 f.), sind diese ins-
gesamt nicht in diesem Sinne als schwer oder gar lebensbedrohlich zu wer-
ten. So präsentierte sich der Beschwerdeführer rund eineinhalb Stunden 
nach dem Unfall (vgl. AB 31/3 und 21/1) wach, gut orientiert, hämodyna-
misch und respiratorisch stabil sowie stark schmerzgeplagt, jedoch unter 
Analgesie schmerzkompensiert (AB 21/2). Der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer Verbrennungen erlitt (AB 21/1 Hauptdiagnose Ziff. 5), führt 
sodann nicht automatisch zur Bejahung des Kriteriums, zumal Verbrennun-
gen nicht generell geeignet sind, das vorliegende Kriterium zu bejahen, 
insbesondere da nicht exponierte Körperstellen betroffen waren und die 
Verbrennungen lediglich (aber immerhin) 3 % der Körperoberfläche be-
deckten (AB 7/1; vgl. Entscheid des BGer vom 25. Juni 2014, 
8C_362/2014, E. 4.2 und 4.2.2 betreffend erst- bis zweitgradige Verbren-
nungen/Verätzungen an beiden Unterschenkeln auf rund 5 % der Körpero-
berfläche).

4.3.3 Hinsichtlich des Kriteriums der ungewöhnlich langen Dauer der ärzt-
lichen Behandlung ist vorab in Erinnerung zu rufen, dass allfällige psychi-
sche Beschwerden und deren Behandlung im Rahmen der Adäquanzbeur-
teilung ausser Acht zu bleiben haben (vgl. E. 2.4.2 und 4.1 hiervor). Betref-
fend die somatischen Verletzungen ist sodann festzustellen, dass der Be-
schwerdeführer direkt nach dem Unfallereignis vom 15. September 2017 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 20

bis zum 6. Oktober 2017 hospitalisiert war (AB 20/1). Sodann erfolgten am 
26. September 2017 eine operative Versorgung der Verbrennungen 
(AB 22) und am 2. Juli 2018 eine Operation der Brustwirbelsäule mit Korpo-
rektomie Th8 und ventraler Spondylodese sowie anschliessender dorsaler 
Instrumentation Th6/7 auf Th9/10 (AB 107 f.). Im Anschluss an die Operati-
on fand eine mehrwöchige stationäre Rehabilitation statt (AB 216), danach 
Physiotherapie und analgetische Behandlung (vgl. etwa AB 128, 148, 153). 
Aufgrund des postoperativ prolongierten Heilverlaufs (vgl. AB 159/2) erfolg-
te eine nochmalige stationäre Rehabilitation im Frühjahr 2019 während 
rund eines Monats (AB 186) und nachfolgend ambulante Physiotherapie 
sowie medizinische Trainingstherapie (MTT; AB 181 f.). Diese durchgeführ-
ten operativen und stationär-rehabilitativen Massnahmen über einen Zeit-
raum von knapp zwei Jahren bis zum einstweiligen Behandlungsabschluss 
im August 2019 (AB 201) erweisen sich dabei nicht als ungewöhnlich lan-
ge. Auch abgesehen vom nicht alleine massgeblichen zeitlichen Faktor 
(vgl. Entscheid des BGer vom 10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 10.1) ist den 
Behandlungsschritten keine unübliche Intensität inhärent. Sodann stellen 
die verschiedenen zwischenzeitlichen sowie nachfolgenden medizinischen 
Abklärungen, ärztlichen Verlaufskontrollen sowie die physiotherapeutische 
und medikamentöse Behandlung keine ärztliche Behandlung im Sinne des 
Kriteriums dar (Entscheid des BGer vom 13. November 2020, 
8C_542/2020, E. 6.5). Insgesamt ist damit das Kriterium nicht erfüllt. Daran 
vermag nichts zu ändern, dass im November 2020 eine Wiederaufnahme 
der Schmerztherapie erfolgte, da diese einerseits vorliegend unbeachtliche 
psychische Faktoren mitberücksichtigt (vgl. AB 360/2) und andererseits ein 
unbestrittenermassen verbleibendes Rehabilitationsdefizit (AB 358/2 f. 
Ziff. 2.1 in fine und 3) sowie eine wieder hergestellte vollständige Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor) bestehen. 

4.3.4 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten (Beschwerde S. 9 
Ziff. IV/3.7), dass keine ärztliche Fehlbehandlung erfolgte, welche die Un-
fallfolgen erheblich verschlimmert hätte.

4.3.5 Für die Annahme eines schwierigen Heilungsverlaufs und/oder er-
heblicher Komplikationen bedarf es besonderer Umstände, welche die Hei-
lung beeinträchtigt haben, während aus der blossen Dauer der ärztlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 21

Behandlung und der geklagten Beschwerden nicht schon auf einen schwie-
rigen Heilungsverlauf geschlossen werden darf (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 
S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 85 E. 8.5, 
2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Entgegen der vom Beschwerdeführer vertre-
tenen Ansicht (Beschwerde S. 10 Ziff. IV/3.8) sind in den medizinischen 
Akten und insbesondere in der Stellungnahme von Dr. med. I.________ 
vom 2. Dezember 2020 (AB 358) – abgesehen vom prolongierten Hei-
lungsverlauf – keine besonderen Umstände, wie etwa weitere, den Hei-
lungsverlauf wesentlich beeinträchtigende unfallfremde Krankheiten (vgl. 
SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.3), ausgewiesen. Das Kriterium ist daher 
nicht erfüllt.

4.3.6 Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im 
angestammten Beruf (Entscheid des BGer vom 18. September 2018, 
8C_123/2018, E. 5.2.2.3 mit Hinweisen). Insoweit vermag der Beschwerde-
führer aus der Stellungnahme von Dr. med. I.________ vom 2. Dezember 
2020 (AB 358/3 Ziff. 4) diesbezüglich nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, 
da sich dieser einzig auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
bezog (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Vielmehr war er gemäss der beweiskräftigen 
kreisärztlichen Beurteilung vom 21. Januar 2020 (AB 235) sowie der Eva-
luation der Funktionellen Leistungsfähigkeit EFL vom 16. März 2020 
(AB 246) in einer leidensangepassten Tätigkeit spätestens seit Früh-
jahr/Sommer 2020 vollständig arbeitsfähig (vgl. dazu AB 235/11 und 246/4; 
vgl. E. 3.5 hiervor). Zuvor arbeitete er ab dem 23. September 2019 
während weniger Stunden in einem therapeutischen Arbeitsversuch (vgl. 
AB 209 f., 223/1), wobei ernsthafte und ausgewiesene Bemühungen zur 
Steigerung dieses Beschäftigungspensums den Akten nicht zu entnehmen 
sind. Das Kriterium ist nicht erfüllt.

4.3.7 Nachdem die übrigen Kriterien nicht erfüllt sind, kann offen bleiben, 
ob das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen erfüllt ist. Denn dieses 
ist mit Blick darauf, dass die belastungsabhängigen Schmerzen durch die 
angewandten operativen und therapeutischen Massnahmen (vorüberge-
hend) moduliert werden konnten (vgl. etwa AB 126/2, 128, 148, 159/1) und 
es sich im Längsverlauf um Schmerzen von unterschiedlicher Intensität 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 22

handelte (vgl. etwa AB 86/2, 126/2, 190/1, 235/5 f.), jedenfalls nicht in aus-
geprägter Weise gegeben. Unter diesen Umständen braucht auch nicht 
weiter vertieft zu werden, inwieweit die subjektiv geäusserten, jedoch aus 
wirbelsäulenchirurgischer Sicht nicht (mehr) konklusiv erklärbaren 
(AB 304/1), Beschwerden vorliegend überhaupt zu berücksichtigen sind 
(vgl. BGer 8C_632/2018, E. 10.2).

4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den sieben 
Adäquanzkriterien keines in ausgeprägter Weise vorliegt und höchstens 
eines in einfacher Form erfüllt ist. Demzufolge ist ein adäquater Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall vom 15. September 2017 und einem 
allfällig nachfolgend eingetretenen psychischen Gesundheitsschaden zu 
verneinen.

5.

5.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern 
sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). 

5.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 23

5.1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.1.3 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

5.1.4 Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs-
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeits-
fähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das 
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozial-
lohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn 
(BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des erfolgten Fallabschlusses 
per 30. Juni 2020 (AB 286) liegt der frühestmögliche Beginn des Renten-
anspruchs am 1. Juli 2020. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommens-
vergleich vorzunehmen.

5.3 Der Beschwerdeführer wäre ohne Gesundheitsschaden unbestritte-
nermassen weiterhin in seiner angestammten Tätigkeit als ... bei derselben 
Arbeitgeberin beschäftigt. Gemäss deren Angaben würde das hypotheti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 24

sche Valideneinkommen inklusive Schichtzulage im Jahr 2020 Fr. 86'112.-- 
betragen (AB 283). Hierauf ist abzustellen. Soweit der Beschwerdeführer, 
insbesondere unter Verweis auf seine langjährige Berufserfahrung und 
Betriebszugehörigkeit, einen betrieblichen Aufstieg mit einem entsprechen-
den Lohnanstieg geltend macht (Beschwerde S. 10 f. Ziff. IV/4.2-4.4), ist 
ihm nicht zu folgen. Denn für einen zwischenzeitlichen beruflichen Aufstieg 
im hypothetischen Gesundheitsfall finden sich in den Akten nicht die ge-
ringsten Anhaltspunkte; blosse Absichtserklärungen genügen demgegenü-
ber rechtsprechungsgemäss nicht (BGE 145 V 141 E. 5.2.1 S. 144). Theo-
retisch vorhandene berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sind zudem pra-
xisgemäss nur beachtlich, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetre-
ten wären (Entscheid des BGer vom 9. September 2021, 8C_377/2021, E. 
4.2). Gemäss Angaben der Arbeitgeberin vom 7. Juli 2021 wurde der Be-
schwerdeführer ursprünglich als Fachmitarbeiter ... angestellt und per 
1. Januar 2012 zum 1. ... befördert (Beschwerdebeilage [BB] 7). Die von 
der Arbeitgeberin geäusserte Absicht, den Beschwerdeführer in einem wei-
teren Schritt zum Ober... zu befördern, ist sowohl hinsichtlich des Auf-
stiegszeitpunktes als auch betreffend die zwischenzeitlichen Bemühungen 
völlig unspezifisch und stellt in diesem Punkt offenkundig ein reines Gefäl-
ligkeitsschreiben dar. Für eine erfolgte berufliche Weiterentwicklung nach 
dem 15. September 2017 bestehen keine Anhaltspunkte, womit ein (weite-
rer) beruflicher Aufstieg im hypothetischen Gesundheitsfall nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist.

5.4 Für das Invalideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin infolge 
der unvollständigen Verwertung der medizinisch-theoretischen Restarbeits-
fähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit (vgl. dazu E. 3.5 
hiervor) auf das vom Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit im 
Zentrallager seines angestammten Betriebs in einem 50 %-Pensum erwirt-
schaftete Einkommen von Fr. 35'815.-- (Fr. 2'755.-- x 13; AB 297/2) ab und 
rechnete dieses auf ein zumutbares Vollzeitpensum, entsprechend 
Fr. 71'630.-- (Fr. 35'815.-- x 2; AB 372/28), hoch. Da die betreffende Be-
schäftigung dem Beschwerdeführer von seiner Arbeitgeberin ursprünglich 
in einem Vollzeitpensum angeboten wurde und damit existierte, jedoch auf 
seinen Wunsch hin auf das gegenwärtige 50%-Pensum reduziert wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 25

(AB 280/2, 283, 297/2), ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenomme-
ne Hochrechnung nicht zu beanstanden.

5.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein 
Invaliditätsgrad von 17 % ([Fr. 86’112.-- ./. Fr. 71’630.--] / Fr. 86’112.-- 
x 100; vgl. zum Runden BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 
IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Der Beschwerdeführer hat folglich ab dem 1. Juli 
2020 Anspruch auf eine Invalidenrente von 17 %.

6.

6.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

6.1.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

6.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung 
vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritäts-
schaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen 
Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 
gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des 
Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, 
nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 26

Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 
116 V 156 E. 3a S. 157).

6.1.3 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35).

6.2 Die Beschwerdegegnerin gewährte eine Integritätsentschädigung 
nach Massgabe eines Integritätsschadens von 21 % (AB 372/12 ff.). Sie 
stützte sich dabei auf die nach eigener Untersuchung erfolgte Beurteilung 
(AB 235) des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 28. August 2020 
(AB 308). Dieser bezifferte den Integritätsschaden ausgehend von der Su-
va-Tabelle 7 "Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen" sowie unter 
Berücksichtigung der erlittenen Verbrennungen auf 21 %. Zur Begründung 
hielt er fest, bei einem Zustand nach operativer Versorgung einer Sinte-
rungsfraktur von BWK8 mit Korporektomie, expandierender Cage-
Implantation und Instrumentation Th6/7 auf Th9/10 habe der Beschwerde-
führer einen mässiggradigen Ruheschmerz sowie eine deutliche Schmerz-
zunahme bei Belastung. Der Kyphosewinkel betrage 23° (AB 308/2 f. 
Ziff. 3). Diese Beurteilung, welche dem erhobenen Befund und der Suva-
Tabelle 7 (Ziff. 1 [Frakturen: LWS/BWS/HWS inkl. Spondylodese, Kyphose 
oder Skoliose]; Schmerzfunktionsskala ++ [geringe Dauerschmerzen, bei 
Belastung verstärkt, auch in Ruhe]) entspricht, und die ergänzende 
Berücksichtigung der bei isolierter Betrachtung nicht entschädigungspflich-
tigen (vgl. Suva-Tabelle 18 lit. a Integritätsschaden bei Schädigung der 
Haut) Verbrennungen an Ober- und Unterschenkel ist nachvollziehbar und 
– entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 13 Ziff. IV/6.3 ff.) – me-
dizinisch überzeugend begründet. Namentlich wurde von Kreisarzt 
Dr. med. F.________ die Schmerzsituation genügend berücksichtigt, so-
dass die davon abweichende Beurteilung von Dr. med. I.________ vom 2. 
Dezember 2020 (AB 358/4 Ziff. 5) keine (auch nur geringen) Zweifel an der 
kreisärztlichen Beurteilung zu wecken vermag. Die vom Beschwerdeführer 
weiter geltend gemachte Kieferverschiebung sowie der Tinnitus (Be-
schwerde S. 13 Ziff. IV/6.4) sind sodann nicht erheblich genug, um An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 27

spruch auf eine (zusätzliche) Integritätsentschädigung zu begründen. Im 
Übrigen berechtigen allfällige psychische Gesundheitsschäden bereits 
mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs zum Unfall vom 
15. September 2017 (vgl. E. 4.4 hiervor) nicht zu einer Integritätsentschä-
digung. 

Damit hat bei der von der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Inte-
gritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 21 % sein Bewen-
den.

7.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
22. April 2021 (AB 372) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzu-
weisen. 

8.

8.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 28

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt lic. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 

(samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. Juli 2021)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Okt. 2021, UV/21/385, Seite 29

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.