# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eaefc541-9f90-502b-b429-0c38f68cf9f8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 27.09.2023 BRGE III Nr. 0152/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-III-Nr--0152-20_2023-09-27.pdf

## Full Text

BRGE III Nr. 0152/2023 vom 27. September 2023 in BEZ 2024 Nr. 5 

Streitgegenstand bildete die Festlegung des Gewässerraums für den 
westlich der rekurrentischen Grundstücke von Südwesten nach Nordosten 
fliessenden A.-Bach. Hierfür wurde der Bach in drei Abschnitte unterteilt, den 
südwestlichen Oberlauf (Abschnitt 3), den nordöstlich der rekurrentischen 
Grundstücke beginnenden Abschnitt 2 sowie den unmittelbar an diesen 
anschliessenden, nach Nordosten weiterführenden Abschnitt 1 (Unterlauf). Für 
den Abschnitt 3 wurde ein Gewässerraum mit einer Breite von 29 m vorgesehen, 
der sich im weiteren Verlauf des Baches im Südwesten der rekurrentischen 
Grundstücke auf 34,6 m ausweitet, um sich in der Folge im streitbetroffenen 
Abschnitt auf Höhe der beiden rekurrentischen Grundstücke wieder auf 29 m zu 
verengen. Für die Abschnitte 2 und 1 beträgt die Breite des Gewässerraums 
durchgehend 17 m. Gemäss der im Geoinformationssystem des Kantons Zürich 
enthaltenen Karte «Gewässer-Ökomorphologie» wird der A.-Bach im Bereich 
des gesamten Abschnitts 3 sowie im unmittelbar anschliessenden Unterlauf bis 
zur Höhe des südlich der rekurrentischen Grundstücke gelegenen Parzelle als 
«natürlich, naturnah» qualifiziert, während der weitere Verlauf nach Nordosten 
als «stark beeinträchtigt» bzw. im weiteren Verlauf - im Bereich des Abschnitts 1 
- als «künstlich, naturfremd« ausgewiesen wird. 

Aus den Erwägungen: 

3. (…) Während die rekurrentischen Grundstücke wie auch die an diese 
nordöstlich und südwestlich angrenzenden Parzellen der Wohnzone W2/30 
gemäss BZO der Gemeinde B. zugeschieden sind, befinden sich auf der den 
rekurrentischen Grundstücken gegenüberliegenden Seite des (…) A.-Baches 
Parzellen, die zur kantonalen Landwirtschaftszone Lk gehören. Beide 
rekurrentischen Grundstücke sind mit einem Einfamilienhaus überbaut, wobei 
sich die Bauten ausserhalb des strittigen Gewässerraums befinden. Auf dem 
rekurrentischen Grundstück Kat.-Nr. 1 und einem Teil des rekurrentischen 
Grundstücks Kat.-Nr. 2 verläuft innerhalb des Gewässerraums eine 
Gewässerabstandslinie (…). 

4. Die Rekurrierenden machen geltend, die Breite der Gerinnesohle betrage 
im Bereich der rekurrentischen Grundstücke lediglich 2 m und es bestünden 
keine Uferverbauungen. (…) Da somit keine eingeschränkte oder fehlende 
Breitenvariabilität bestehe, sei von der natürlichen Gerinnesohlenbreite von 2 m 
auszugehen. Damit betrage die minimale Breite des Gewässerraums gemäss 
Art. 41a Abs. 2 lit. b der Gewässerschutzverordnung (GSchV) 12 m, wobei der 
Gewässerraum grundsätzlich gleichmässig auf die beiden Bachseiten zu 
verteilen sei. Selbst bei einer Gerinnesohlenbreite von 4 m ergäbe sich sodann 
nach Art. 41a Abs. 2 lit. b GSchV ein Gewässerraum mit einer Breite von 17 m 
(…). Weiter bestehe in keinem Fall Anlass für eine Erhöhung des 
Gewässerraums gemäss Art. 41a Abs. 3 GSchV: (…) Sodann befinde sich der 
Bachabschnitt 3 nicht in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet oder im 
Nahbereich von Schutzobjekten oder anderen Objekten gemäss Art. 41a Abs. 1 
GSchV. (…). Schliesslich bestehe auch unter dem Aspekt der Gewässernutzung 
kein Anlass für eine Erhöhung der Breite des Gewässerraums. Ausgeführt wird 
weiter, die bestehende Bebauung nutze die zonengemässen Möglichkeiten nicht 

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aus; (…). Die Interessen der Eigentümer an einer möglichst freien Nutzung der 
Grundstücke sowie das öffentliche Interesse an einem haushälterischen Umgang 
mit Bauland überwiege deutlich (…). Insgesamt sei die strittige Festlegung des 
Gewässerraums weder rechtmässig noch zweckmässig und auch nicht 
verhältnismässig. (…) 

(…) Ebenfalls unzutreffend sei es, wenn die Vorinstanz Art. 41a Abs. 1 lit. b 
GSchV mit der Begründung anwende, dieser Vorschrift liege die sogenannte 
Schlüsselkurve zugrunde. Es existiere keine eidgenössische oder kantonale 
Norm, welche für die Bemessung der Erhöhung des Gewässerraums - im Sinne 
von Art. 41a Abs. 3 GSchV - die Anwendung von Art. 41a Abs. 1 GSchV verlange 
oder darauf verweise. (…) Schliesslich weisen die Rekurrierenden darauf hin, 
das Gewässer befinde sich an der Grenze zwischen Bau- und 
Landwirtschaftszone. Da hauptsächlich die Bewirtschaftung von 
Landwirtschaftsflächen das Ökosystem stark beeinträchtige, würden die mit der 
Festlegung des Gewässerraums verfolgten Interessen deutlich besser erreicht, 
wenn die Erhöhung des Gewässerraums auf die Seite der Landwirtschaftszone 
verlegt würde. (…) 

5. Gemäss Art. 36a Abs. 1 des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) legen die 
Kantone nach Anhörung der betroffenen Kreise den Raumbedarf der 
oberirdischen Gewässer fest, der erforderlich ist für die Gewährleistung der 
natürlichen Funktionen der Gewässer, den Schutz vor Hochwasser sowie die 
Gewässernutzung. Für Fliessgewässer legt Art. 41a Abs. 1 GSchV die minimale 
Breite des Gewässerraums in Biotopen von nationaler Bedeutung, in kantonalen 
Naturschutzgebieten, in Moorlandschaften von besonderer Schönheit und 
nationaler Bedeutung, in Wasser- und Zugvogelreservaten von internationaler 
oder nationaler Bedeutung sowie, bei gewässerbezogenen Schutzzielen, in 
Landschaften von nationaler Bedeutung und kantonalen 
Landschaftsschutzgebieten fest, wobei für Fliessgewässer mit einer 
Gerinnesohle von 1-5 m natürlicher Breite ein minimaler Gewässerraum im 
Umfang der 6-fachen Breite der Gerinnesohle plus 5 m vorgesehen ist (lit. b). In 
den übrigen Gebieten muss gemäss Art. 41a Abs. 2 GSchV die Breite des 
Gewässerraums bei einer Gerinnesohle von weniger als 2 m natürlicher Breite 
mindestens 11 m und bei einer Gerinnesohle von 2-15 m natürlicher Breite 
mindestens die 2,5-fache Breite der Gerinnesohle plus 7 m betragen. Dabei 
bestimmt sich gemäss § 15k Abs. 2 HWSchV die natürliche Gerinnesohlenbreite 
von Fliessgewässern gemäss Art. 41a GSchV wie folgt: (lit. a) bei natürlicher 
Breitenvariabilität: Breite der bestehenden Gerinnesohle; (lit. b) bei 
eingeschränkter Breitenvariabilität: anderthalbfache Breite der bestehenden 
Gerinnesohle; (lit. c) bei fehlender Breitenvariabilität: zweifache Breite der 
bestehenden Gerinnesohle. Die nach § 41a Abs. 1 und 2 GSchV berechnete 
Breite des Gewässerraums muss gemäss Abs. 3 der genannten Bestimmung 
erhöht werden, soweit dies erforderlich ist zur Gewährleistung des Schutzes vor 
Hochwasser (lit. a), des für eine Revitalisierung erforderlichen Raumes (lit. b), 
der Schutzziele von Objekten nach Absatz 1 sowie anderer überwiegender 
Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes (lit. c) oder einer 
Gewässernutzung (lit. d). Gemäss Art. 41a Abs. 4 GSchV kann die Breite des 
Gewässerraums, soweit der Hochwasserschutz gewährleistet ist, unter anderem 

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den baulichen Gegebenheiten in dicht überbauten Gebieten angepasst werden 
(lit. a).  

§ 15k Abs. 1 der Verordnung über den Hochwasserschutz und die 
Wasserbaupolizei (HWSchV) hält fest, dass die Gewässerräume in der Regel 
beidseitig gleichmässig zum Gewässer angeordnet werden; bei besonderen 
Verhältnissen kann davon abgewichen werden, insbesondere zur Verbesserung 
des Hochwasserschutzes, für Revitalisierungen, zur Förderung der Artenvielfalt 
oder bei bestehenden Bauten und Anlagen in Bauzonen, wobei praxisgemäss 
der Nachweis erbracht werden muss, dass durch eine asymmetrische Anordnung 
in der Summe eine bessere Lösung resultiert. Im Gewässerraum dürfen nur 
standortgebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und 
Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brücken erstellt werden (Art. 41c Abs. 1 
Satz 1 GSchV), wobei Anlagen im Gewässerraum in ihrem Bestand 
grundsätzlich geschützt sind, sofern sie rechtmässig erstellt wurden und 
bestimmungsgemäss nutzbar sind (Abs. 2, vgl. auch § 15m Abs. 1 HWSchV, 
wonach rechtmässig erstellte und bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und 
Anlagen innerhalb der Bauzonen, die im Gewässerraum liegen, nach § 357 PBG 
geändert werden dürfen). Gemäss § 15l HWSchV wird die an die bauliche 
Ausnützung von Grundstücken anrechenbare Fläche durch 
Nutzungsbeschränkungen nach Art. 41c GSchV nicht geändert. 

6.1 Ausgangspunkt der Festlegung des Gewässerraums bildet die 
Bestimmung der natürlichen Gerinnesohlenbreite. Dass die bestehende 
Gerinnesohle auf Höhe der rekurrentischen Liegenschaften ca. 2 m misst, wird 
seitens der Vorinstanz anerkannt (…) Wenn dennoch entgegen der 
rekurrentischen Argumentation nicht auch von einer natürlichen 
Gerinnesohlenbreite von lediglich 2 m ausgegangen wurde, beruht dies darauf, 
dass verbaute Fliessgewässer oft eine eingeschränkte oder gar fehlende 
Breitenvariabilität aufweisen und ihre Sohlenbreite nicht mehr der natürlichen 
Gerinnesohlenbreite entspricht, weshalb letztere hergeleitet werden muss (vgl. 
die von der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz 
[BPUK], der Konferenz kantonaler Landwirtschaftsdirektoren [LDK], dem 
Bundesamt für Umwelt [BAFU], dem Bundesamt für Raumentwicklung [ARE] 
sowie dem Bundesamt für Landwirtschaft [BLW] im Jahr 2019 herausgegebene 
Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und Nutzung des Gewässerraums in der 
Schweiz, Modul 1 S. 14 und Modul 2 S. 4 ff. [im Folgenden Modul 1 etc.]). 

Nicht zu beanstanden ist es nun zunächst, wenn die Vorinstanz (…) von 
einer eingeschränkten Breitenvariabilität ausgegangen ist, wirken sich doch die 
(…) künstlich angelegten Steine am Böschungsfuss offenkundig entsprechend 
aus, indem ihr Zweck gerade darin liegt, ein Unterspülen der Böschung und damit 
letztlich eine Ausdehnung der Sohlenbreite zu verhindern. Im Sinne des 
Gewässerschutzrechts ist der A.-Bach dementsprechend im strittigen Bereich 
teilweise verbaut (…). 

Zwar weisen die Rekurrierenden zu Recht darauf hin, dass sich gestützt auf 
§ 15k Abs. 2 lit. b HWSchV (vgl. hierzu E. 5) bei eingeschränkter 
Breitenvariabilität und einer bestehenden Gerinnesohlenbreite von 2 m eine 
natürliche Gerinnesohlenbreite von 3 m anstatt der seitens der Vorinstanz 

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zugrunde gelegten 4 m ergeben würde. Indessen lässt sich zum einen der 
erwähnten modularen Arbeitshilfe entnehmen, dass bei (…) Herleitung der 
natürlichen Gerinnesohlenbreite idealerweise verschiedene Methoden 
ergänzend kombiniert und gegenseitig plausibilisiert werden, wobei als bewährter 
Ansatz neben der Anwendung eines Korrekturfaktors unter anderem die 
Berücksichtigung der Breite naturnaher/natürlicher Vergleichsstrecken 
(Referenzstrecken) genannt wird (Modul 2, S. 4). Im unbestrittenermassen über 
eine ausgeprägte Breitenvariabilität verfügenden, innerhalb des Abschnitts 3 
liegenden Oberlauf des A.-Bachs weist dieser eine Breite von ca. 4 m auf (…). 
Im Übrigen ist auch im Unterlauf (Abschnitte 2 und 1) zwar von einer weniger als 
4 m breiten bestehenden Gerinnesohle auszugehen, die jedoch aufgrund der 
eingeschränkten oder sogar gänzlich fehlenden Breitenvariabilität zu natürlichen 
Sohlenbreiten von deutlich über 3 m führt (…). Entsprechend ist die Vorinstanz 
denn auch in nachvollziehbarer Weise für alle drei bearbeiteten Abschnitte des 
A.-Bachs (Abschnitte 1, 2 und 3) von einer einheitlichen natürlichen 
Gerinnesohlenbreite von 4 m ausgegangen (…). 

Zum andern ist zu berücksichtigen, dass die - sowohl für die Festlegung des 
Gewässerraums als auch die vorgängige Bestimmung der natürlichen 
Gerinnesohlenbreite erforderliche - Abschnittsbildung nicht zu kleinteilig erfolgen 
und auf nachvollziehbaren Abgrenzungskriterien beruhen soll. Im Technischen 
Bericht wird die Abschnittsbildung dahingehend begründet, der Abschnitt 1 
durchfliesse dicht besiedeltes Gebiet, der Abschnitt 2 weise 
Hochwassergefährdung auf und der Abschnitt 3 sei bei der Ökomorphologie-
Erhebung als natürlich klassiert und die Gerinnesohle auf 4 m mit ausgeprägter 
Breitenvariabilität geschätzt worden (Karte Gewässer-Ökomorphologie im GIS-
ZH). Auch wenn die genannte Charakterisierung spezifisch hinsichtlich der 
Breitenvariabilität im Sinne des vorstehend Ausgeführten zu relativieren ist, 
ändert dies nichts daran, dass die - in der Karte Gewässer-Ökomorphologie 
ausgewiesene - auf einer Gesamtbetrachtung beruhende Qualifizierung als 
natürlich/naturnah für den ganzen Abschnitt (unter Einschluss des Bachlaufs 
entlang der rekurrentischen Grundstücke) plausibel erscheint und entsprechend 
ein sinnvolles Abgrenzungskriterium darstellt (vgl. hierzu sowie spezifisch zur 
Abgrenzung gegenüber den nordöstlich anschliessenden Parzellen auch E. 6.2). 
Damit rechtfertigt es sich auch mit Blick auf eine einheitliche Behandlung des 
gesamten Abschnitts, im Bereich der rekurrentischen Grundstücke ebenfalls von 
einer - für den Oberlauf von vornherein gegebenen - natürlichen 
Gerinnesohlenbreite von 4 m auszugehen. (…) Eine abweichende 
Dimensionierung des Gewässerraums aufgrund einer geringeren natürlichen 
Gerinnesohlenbreite wäre mithin nur bei isolierter Betrachtung der 
rekurrentischen Grundstücke denkbar. Dass eine solche Vorgehensweise 
allerdings zu einer sachlich ungerechtfertigten und unpraktikablen Kleinteiligkeit 
der Abschnittsbildung führen würde, erhellt daraus, dass sich in dieser 
Konstellation (…) der Gewässerraum im Anstossbereich lediglich der beiden 
rekurrentischen Parzellen auf 12 m bzw. 14,5 m reduzieren könnte, um sich 
sodann im Unterlauf wieder auf 17 m (entsprechend dem minimalen 
Gewässerraum bei einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von 4 m) zu erweitern. 
Eine sachgerechte Abschnittsbildung hat somit nachgerade zwingend zur Folge, 
dass auch unter diesem Titel (bzw. im Sinne einer einheitlichen Behandlung des 

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gesamten Abschnitts) die Annahme einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von 
4 m im strittigen Bereich gerechtfertigt ist. 

6.2 Ist damit dem Hauptantrag der Rekurrierenden von vornherein nicht 
stattzugeben, so zeigt sich hinsichtlich der weiteren (…) Frage, ob ausgehend 
von einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von 4 m der minimale Gewässerraum 
von 17 m festzusetzen oder dessen Breite zu erhöhen ist, was folgt: 

Anlass für die seitens der Vorinstanz im Abschnitt 3 vorgenommene 
Erhöhung im Sinne von Art. 41a Abs. 3 GSchV bildete der Umstand, dass der 
fragliche Abschnitt als natürlich klassiert ist, was zur Ausscheidung eines 
Gewässerraums gemäss Biodiversitätskurve - von vorliegend 29 m - führte. 
Während diese Begründung unter dem Titel «Revitalisierung» und damit unter 
Bezugnahme auf lit. b der genannten Bestimmung erfolgt, wird unter dem Titel 
«Natur- und Landschaftsschutz» (und damit auf lit. c der Bestimmung 
verweisend) ausgeführt, dass - neben einer Aufweitung in einem kleinen 
Waldstück zwecks Einbezugs eines Altlaufs - für den restlichen Abschnitt 3 der 
Gewässerraum von 29 m auch für den Natur- und Landschaftsschutz genügend 
gross bemessen sei. 

Zwar trifft es zu, dass gemäss der Karte «Revitalisierungsplanung 
(Gewässerrevitalisierung)» im GIS-ZH Revitalisierungsnutzen und 
Aufwertungspotenzial im fraglichen Abschnitt als gering eingestuft werden, 
während von einem mittleren ökologischen Potenzial und einem natürlichen, 
naturnahen ökomorphologischen Zustand ausgegangen wird. Damit erscheint 
fraglich, ob spezifisch unter dem Titel des für eine Revitalisierung erforderlichen 
Raumes im Sinne von Art. 41a Abs. 3 lit. b GSchV eine Erhöhung des 
Gewässerraums vorgenommen werden kann. Auf der Informationsplattform 
Gewässerraum der Baudirektion bzw. des AWEL wird die genannte 
Voraussetzung allerdings dahingehend verstanden, dass bei einem 
Gewässerabschnitt, der gemäss Revitalisierungsplanung kein Potenzial 
aufweist, zu klären ist, ob es sich um einen wenig beeinträchtigten, naturnahen 
oder natürlichen Abschnitt gemäss Ökomorphologie oder um ein Vorranggebiet 
gemäss kantonalem Richtplan handelt, da in diesem Fall die gleichen Regeln wie 
für Abschnitte mit Potenzial gelten würden (vgl. 
https://gewaesserraum.ch/gewaesserraum-festlegen/erhoehung-pruefen/ 
revitalisierung/). Dieses weite Verständnis der vom Wortlaut her einschränkender 
formulierten Voraussetzungen erscheint insofern unproblematisch, als Art. 41 
Abs. 3 lit. c GSchV - neben den Schutzzielen von Objekten nach Abs. 1 - in 
allgemeiner Weise andere überwiegende Interessen des Natur- und 
Landschaftsschutzes als Grund einer Erhöhung nennt, worunter die fragliche 
Konstellation wenig beeinträchtigter, naturnaher oder natürlicher Abschnitte 
gemäss Ökomorphologie zwanglos subsumiert werden kann. In diesem Sinn fällt 
denn auch auf, dass die Vorinstanz zwar primär eine Erhöhung nach Massgabe 
von lit. b prüft, jedoch im Kontext von lit. c wie erwähnt darauf hinweist, dass der 
entsprechend erhöhte Gewässerraum auch für den Natur- und 
Landschaftsschutz genügend gross sei, mithin keiner weiteren Verbreiterung 
bedürfe (was wiederum mit der Prüfung gemäss der genannten 
Informationsplattform übereinstimmt, wo unter dem Titel des Natur- und 
Landschaftsschutzes unter anderem - im Sinne einer möglichen Variante - 

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danach gefragt wird, ob bei einem wenig beeinträchtigten, naturnahen oder 
natürlichen Abschnitt der Raumbedarf bereits durch die - schon bei lit. b im 
Vordergrund stehende - Biodiversitätskurve [vgl. dazu nachstehend] gesichert sei 
[vgl. https://gewaesserraum.ch/gewaesserraum-festlegen/erhoehung-
pruefen/natur-und-landschaftsschutz/; (…)]). Die Erhöhung erfolgt mit anderen 
Worten sowohl gestützt auf lit. b als auch lit. c von Art. 41a Abs. 3 GSchV, wobei 
wie aufgezeigt (…) zumindest letzteres bei einem hinsichtlich der Gewässer-
Ökomorphologie als natürlich/naturnah qualifizierten Gewässerabschnitt 
gerechtfertigt ist, so dass nicht entscheidend ist, inwieweit sich die Erhöhung 
zugleich auch auf lit. b der fraglichen Bestimmung abstützen liesse. (…) 

Damit verbleibt die Frage nach dem Umfang der (…) Erhöhung der 
Gewässerraumbreite. Die modulare Arbeitshilfe verweist für Fliessgewässer von 
weniger als 15 m natürlicher Sohlenbreite, die nicht in Gebieten mit 
Schutzbestimmungen (im Sinne von Art. 41a Abs. 1 GSchV) liegen, aber 
dennoch einen breiteren Gewässerraum benötigen, auf die Biodiversitätskurve 
als Hilfsmittel für die Festlegung einer erhöhten Gewässerraumbreite (Modul 2 
S. 10). Bei der Biodiversitätskurve handelt es sich um einen Bestandteil der 
sogenannten Schlüsselkurve, einer Methode zur Ermittlung des Raumbedarfs bei 
Fliessgewässern, welche die Uferbereichsbreite in Abhängigkeit von der 
natürlichen Gerinnesohlenbreite bestimmt und dabei zwischen einer - für den 
Hochwasserschutz und die ökologischen Funktionen massgeblichen - 
«Raumbedarfskurve minimal» und einer - auf die zur Förderung der Biodiversität 
erforderliche Breite bezogenen - Biodiversitätskurve unterscheidet (vgl. Modul 1 
S. 15, mit weiteren Hinweisen). Mit Blick auf die vorstehend dargelegte 
Begründung der vorliegend vorzunehmenden Erhöhung des Gewässerraums, 
erweist sich die konkrete Bestimmung anhand der Biodiversitätskurve ohne 
weiteres als sachgerecht. Hieran vermag der Umstand, dass die 
«Raumbedarfskurve minimal» der in Art. 41a Abs. 2 GSchV und die 
Biodiversitätskurve der in Art. 41a Abs. 1 GSchV verwendeten 
Berechnungsformel entsprechen, nichts zu ändern, lässt sich hieraus doch nicht 
im Sinne eines Umkehrschlusses ableiten, dass ausserhalb der in Abs. 1 
genannten Schutzgebiete die Anwendung der gleichen Formel - soweit sie sich 
als sachgerecht erweist - im Rahmen einer Erhöhung der Gewässerraumbreite 
gemäss Abs. 3 unzulässig wäre. (…) 

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass im strittigen Bereich zu Recht 
eine Festlegung des Gewässerraums nach Massgabe von Art. 41a Abs. 3 
GSchV und damit eine Erhöhung gegenüber dem minimalen Gewässerraum im 
Sinne von Art. 41a Abs. 2 GSchV vorgenommen wurde, wobei sich - ausgehend 
von einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von 4 m - ein nach der 
Biodiversitätskurve berechneter Gewässerraum von 29 m als rechtmässig und 
zweckmässig erweist. 

6.3 Ein entsprechend dimensionierter Gewässerraum ist sodann entgegen 
den Rekurrierenden auch verhältnismässig. Zum einen bestehen - im Sinne des 
in E. 6.2 Dargelegten - erhebliche öffentliche Interessen an der Ausscheidung 
eines erhöhten Gewässerraums in einem Gewässerabschnitt der genannten 
ökomorphologischen Klassierung, wobei die strittige Festlegung zur 
Verwirklichung dieser Interessen sowohl geeignet als auch erforderlich ist. Dem 

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ins Feld geführten öffentlichen Interesse an einer haushälterischen 
Bodennutzung kommt demgegenüber keine massgebliche Bedeutung zu, da sich 
aus diesem allgemeinen Grundsatz - auch im Lichte des sogleich 
Auszuführenden - kein spezifisches Bedürfnis einer verdichteten Bauweise unter 
Inanspruchnahme der vom Gewässerraum erfassten Flächen herleiten lässt. 
Hinsichtlich der geltend gemachten privaten Interessen ist sodann entscheidend, 
dass der Gewässerraum zwar einen nicht unerheblichen Teil der rekurrentischen 
Parzellen betrifft, jedoch seitens der Rekurrierenden nicht dargetan und auch 
nicht ersichtlich ist, dass damit die Inanspruchnahme der - gemäss 
§ 15l HWSchV unveränderten - Ausnützung verunmöglicht würde. Das blosse 
Interesse der Eigentümer an einer möglichst freien Nutzung der Grundstücke 
hinsichtlich der Wahl des Standorts neuer Bauten und der Gestaltung des 
Aussenraums vermag sodann das genannte öffentliche Interesse an der 
Festlegung eines entsprechend dimensionierten Gewässerraums nicht 
aufzuwiegen. Zusammengefasst erweist sich die strittige Festlegung somit auch 
als verhältnismässig. (…) 

6.5 Schliesslich beantragen die Rekurrierenden subeventualiter eine 
Angleichung des Gewässerraums an die bestehende Gewässerabstandslinie, 
was - bei gegebener Gewässerraumbreite - zu einer asymmetrischen Festlegung 
im Sinne einer Verschiebung zulasten der gegenüberliegenden, der 
Landwirtschaftszone zugeschiedenen und teilweise als Fruchtfolgeflächen 
ausgewiesenen Parzellen führen würde. 

Auch dieser Antrag ist abzuweisen: Zwar ist das Ansinnen, eine Koexistenz 
von Gewässerraum und Gewässerabstandslinien mit unterschiedlichen 
Dimensionierungen zu vermeiden, berechtigt, doch lässt sich dies auch durch 
Aufhebung der Gewässerabstandslinien im Zuge einer Revision der 
Nutzungsplanung erreichen. Dabei ist die im Technischen Bericht 
vorgenommene Einschätzung, wonach im Abschnitt 3 aufgrund des 
überwiegenden Interesses der Revitalisierung und des Natur- und 
Landschaftsschutzes der Gewässerraum grösser als die bestehende 
Gewässerabstandslinie zu dimensionieren sei, im Sinne des in E. 6.2 
Ausgeführten nicht zu beanstanden, zumal die Gewässerraumfestlegung auf 
neueren und wohl auch umfassenderen tatsächlichen und rechtlichen 
Grundlagen beruht und weder dargetan noch ersichtlich ist, weshalb die 
Gewässerabstandslinie für die mit der Ausscheidung des Gewässerraums 
verfolgten Interessen ausreichend sein sollte. 

Während eine Angleichung des Gewässerraums an die 
Gewässerabstandslinie schon aus diesem Grund entfällt, wäre der 
Subeventualantrag überdies auch mit Blick auf die dadurch bewirkte, zu den 
Voraussetzungen von § 15k Abs. 1 HWSchV (vgl. E. 5) im Widerspruch stehende 
Asymmetrie abzuweisen. Zurückzuweisen ist insbesondere der rekurrentische 
Standpunkt, wonach - in entsprechenden Konstellationen - generell eine 
asymmetrische Anordnung zugunsten von Bauland und zulasten von 
Landwirtschaftsland geboten sei. Ein entsprechender Grundsatz, der sich auch 
mit dem Planungsgrundsatz gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. a des 
Raumplanungsgesetzes (RPG) und insbesondere dem Schutz von 
Fruchtfolgeflächen nicht vereinbaren liesse, existiert nicht.