# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 108be2d8-5e36-5a82-b1ca-6262fe818d53
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.09.2008 IV 2007/261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-261_2008-09-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/261

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 15.09.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2008
Art. 17 ATSG; Rentenrevision; Renteneinstellung gestützt auf schlüssige 
MEDAS-Beurteilung zu Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 15. September 2008, IV 2007/261).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 15. September 2008

in Sachen

C.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marino Di Rocco, Bahnhofstrasse 148, Postfach 

503, 8622 Wetzikon ZH,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt:

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A.   

A.a  C.___, geboren 1947, meldete sich am 7. Mai 1993 aus psychischen Gründen zum 

Bezug von IV-Leistungen an und beantragte die Zusprache einer Rente (act. G 4.1/2). 

Mit Verfügung vom 14. Dezember 1993 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf 

Rentenleistungen ab (act. G 4.1/17). Am 25. Juli 1995 meldete sich die Versicherte 

erneut zum Bezug von IV-Leistungen an. Sie führte aus, an regelmässigen und 

anhaltenden Schmerzen in den Beinen und im Rücken zu leiden (act. G 4.1/18). Der 

behandelnde Arzt Dr. med. A.___ diagnostizierte im Arztbericht vom 21. September 

1995 eine Stamm-Varikosis beidseits, eine Adipositas sowie eine psychosoziale 

Überforderungssituation (act. G 4.1/19).

A.b Am 20. November 1995 wurde die Versicherte vom Sozialpsychiatrischen Dienst 

des Kantons St. Gallen begutachtet. Die Gutachter diagnostizierten eine längere 

depressive Reaktion als Anpassungsstörung (ICD-10: F43.21). Die Versicherte sei – 

wenn auch eingeschränkt – in der Lage, den eigenen Haushalt zu führen. Eine 

ausserhäusliche Tätigkeit sei wegen ihres depressiven Zustandbildes infolge 

psychosozialer Überlastung und entsprechender Anpassungsstörung nicht zumutbar 

(act. G 4.1/23.1 ff.).

A.c  Gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50% sprach die IV-Stelle der Versicherten 

unter Berücksichtigung der Rentenleistungen an den Ehemann (ganze Rente) mit 

Wirkung ab 1. Juli 1994 eine ganze Ehepaarsrente zu (act. G 4.1/25, 27).

A.d Im Fragebogen für eine Rentenrevision vom 12. August 1998 gab die Versicherte 

an, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (act. G 4.1/28). Nach Einholen 

eines Verlaufsberichts bei Dr. med. A.___ (act. G 4.1/29.1 f.) lehnte die IV-Stelle am 

14. September 1998 eine rentenbeeinflussende Änderung ab (act. G 4.1/31).

A.e Am 12. Februar 2001 berichtete die Versicherte erneut über eine gesundheitliche 

Verschlechterung (act. G 4.1/32). Dr. med. A.___ bestätigte im Arztbericht vom 

20. Februar 2001, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe. Neu 

diagnostizierte er nebst den bisherigen Diagnosen ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom (act. G 4.1/33). Anlässlich einer Abklärung vor Ort vom 8. Mai 2001 

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stellte die IV-Stelle eine Einschränkung von 39.5% im Haushaltsbereich fest (act. 

G 4.1/36).

A.f Mit Mitteilung vom 25. Juli 2001 wurde der Invaliditätsgrad auf 70% angepasst. Da 

der Versicherten und ihrem Ehemann bereits eine ganze Ehepaarrente ausgerichtet 

wurde, blieb der Rentenbetrag unverändert (act. G 4.1/40).

B.  

B.a Anlässlich eines von Amtes wegen vorgenommenen Revisionsverfahrens vom April 

2005 gab die Versicherte an, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlimmert (act. 

G 4.1/42). Dr. med. A.___ berichtete im Verlaufsbericht vom 7. Juni 2005, der 

Gesundheitszustand der Versicherten hätte sich verschlechtert. Die bisherige Tätigkeit 

als Packerin in einer Waffeln- und Biscuitfabrik (vgl. act. G 4.1/6.3) sei ihr in einem 

zeitlichen Rahmen von drei bis vier Stunden zumutbar. Dabei bestünde eine 

Leistungsverminderung von 50%. Andere Tätigkeiten seien der Versicherten nicht 

zumutbar (act. G 4.1/46.3). Der die Versicherte ebenfalls behandelnde Arzt Dr. med. 

B.___, Allgemeine und Tropenmedizin FMH, befand den Gesundheitszustand im 

Arztbericht vom 10. September 2005 für stationär. Eine täglich drei- bis fünfstündige 

Arbeitsleistung sei in reduziertem Masse sinnvoll. Dabei bestehe eine verminderte 

Leistungsfähigkeit (act. G 4.1/48).

B.b Anlässlich einer Abklärung vor Ort vom 31. März 2006 gab die Versicherte an, sie 

würde ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin im Rahmen von mindestens 

50% einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die IV-Stelle ermittelte im Haushaltsbereich 

eine Einschränkung von 39.5% (act. G 4.1/56).

B.c Am 24. und 25. Oktober 2006 wurde die Versicherte durch die MEDAS 

Zentralschweiz rheumatologisch, internistisch und psychiatrisch begutachtet. Die 

Gutachter diagnostizierten mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung bei psychosozialer 

Problematik (Ehegatte mit paranoider Schizophrenie, arbeitsloser Sohn) und bei 

Absenz von adäquatem organischem Korrelat am Bewegungsapparat. Ohne 

wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seien die Diagnosen des 

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metabolischen Syndroms, der Stamm- und Astvarikose sowie der Verdacht auf primäre 

Hypothyreose. Für eine körperlich ausschliesslich leichte, möglichst wechselbelastende 

berufliche Tätigkeit beurteilten die Gutachter die Versicherte – mehr aus 

rheumatologischen als aus psychiatrischen Gründen – ab 1. Dezember 2006 zu 80% 

arbeitsfähig (act. G 4.1/59.1 ff.).

B.d Mit Vorbescheid vom 19. April 2007 stellte die IV-Stelle gestützt auf einen 

ermittelten Invaliditätsgrad von 19.75% die Einstellung der Rente in Aussicht (act. 

G 4.1/65). Am 1. Juni 2007 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid (act. 

G 4.1/66).

C.  

C.a Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 3. Juli 2007. Die 

Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung der bisherigen Rentenleistungen. 

Sie rügt, dass die Gutachter die Rückenproblematik und die psychische Situation nicht 

ausreichend berücksichtigt hätten. Von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes 

könne keine Rede sein (act. G 1). Der Beschwerdeeingabe legte die 

Beschwerdeführerin ein ärztliches Zeugnis vom 2. Juli 2007 von Dr. med. A.___ bei. 

Darin berichtet dieser, er habe die Beschwerdeführerin seit dem 1. Januar 1996 zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben. Sie sei auch weiterhin zu 100% arbeitsunfähig. Der 

Gesundheitszustand habe sich nicht verbessert (act. G 1.2).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 

13. September 2007 die Beschwerdeabweisung. Sie macht geltend, dass gestützt auf 

das überzeugende MEDAS-Gutachten die Renteneinstellung zu Recht erfolgt sei. 

Ohnehin führe die diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung aus juristischer Sicht 

nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da diese vermutungsgemäss keine 

lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

bewirke. Diese gesundheitliche Beeinträchtigung oder ihre Folgen seien mit einer 

zumutbaren Willensanstrengung überwindbar (act. G 4).

C.c Auf die Einreichung einer Replik wurde verzichtet.

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Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil 

in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei 

der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 

467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366 

E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen 

Bestimmungen anzuwenden.

2.   

Vorliegend ist die Frage streitig, ob die revisionsweise Einstellung der ganzen 

Invalidenrente durch die Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgt ist.

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 aIVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 

zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).

2.2  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird 

die Rente gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 

Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zu einer 

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Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob 

eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, 

wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit 

demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (vgl. BGE 125 V 369 E. 2 mit 

Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Invalidenrente nicht nur bei einer 

wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, 

wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen 

Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5). Eine bloss 

unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts 

stellt praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2 mit 

Hinweisen). Eine anspruchsbeeinflussende Änderung – zum Beispiel eine massgebliche 

Verbesserung oder Verschlimmerung des Gesundheitszustandes – ist zu 

berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert 

hat (Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

3.   

3.1  Strittig ist die Frage, ob sich die für den Invaliditätsgrad massgeblichen 

Verhältnisse im Erwerbsbereich seit der am 25. Juli 2001 vorgenommenen 

revisionsweisen Erhöhung des Invaliditätsgrades auf 70% (act. G 4.1/40) bis zur 

angefochtenen Verfügung vom 1. Juni 2007 (act. G 4.1/66) in revisionserheblicher 

Weise geändert haben. Was die Einschränkung im Aufgabenbereich im Ausmass von 

39,5% anbelangt (act. G 4.1/56), so ist diese zu Recht unbestritten geblieben, weshalb 

sich Weiterungen hierzu erübrigen.

3.2  Die Beschwerdegegnerin stützte die verfügte Renteneinstellung auf die Beurteilung 

des MEDAS-Gutachtens vom 18. Januar 2007 (act. G 4.1/59.1 ff.). Die 

Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, dass sich ihr Gesundheitszustand nicht 

verbessert habe und die Einschätzung der MEDAS-Gutachter nicht nachvollziehbar sei 

(act. G 1). Es sind daher die Fragen zu beurteilen, ob dem Gutachten Beweiswert 

zukommt und die Beschwerdegegnerin gestützt darauf zu Recht eine 

revisionserhebliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation bejahen durfte.

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3.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

3.4  Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen. So weicht das Gericht beispielsweise bei Gerichtsgutachten nach der 

Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen 

Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 

Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein 

Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist 

oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu 

anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner 

gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten 

dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in 

Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine Oberexpertise für 

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angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des 

Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f., E. 3b/aa 

mit Hinweisen).

3.5   

3.5.1 Im Hinblick auf die Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass 

das MEDAS-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf 

allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist. 

Die Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Das MEDAS-Gutachten leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund vermögen auch die darin 

enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit – 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – zu überzeugen. Zwar wird in der 

Gesamtbeurteilung wenig konzis ausgeführt, in wiefern sich der Gesundheitszustand 

seit 2001 verändert hat. Indessen lässt sich aus den Einzelgutachten klar ableiten, dass 

in psychischer Hinsicht eine deutliche Verbesserung eingetreten ist, während in 

somatischer, insbesondere rheumatologischer Hinsicht, praktisch von einem 

unveränderten Zustand auszugehen ist, wie der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) in 

seiner überzeugenden Beurteilung vom 26. März 2007 (act. G 4.1/60) festhält. 

Insgesamt betrachtet erfüllt das MEDAS-Gutachten die Kriterien für beweiskräftige 

Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist.

3.5.2 Für die bisherige Rentenzusprache waren hauptsächlich die psychischen 

Beschwerden massgeblich (vgl. act. G 4.1/49). Bei der revisionsrechtlichen Beurteilung 

steht daher der Verlauf des psychischen Gesundheitszustandes im Vordergrund. Der 

psychiatrische MEDAS-Gutachter vermochte klinisch und testpsychologisch keine 

depressive Symptomatik mehr festzustellen. Er gab an, demnach könne davon 

ausgegangen werden, die depressive Reaktion sei inzwischen vollständig remittiert; Die 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen schätzte er auf noch 

etwa 10%, und zwar gestützt auf die diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung 

(act. G 4.1/59.29 f.). Unter Mitberücksichtigung der begründeten internistischen und 

rheumatologischen Beurteilungen des MEDAS-Gutachtens, wonach keine 

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rentenrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt werden 

konnte, ist die im Vergleich der ab 2001 zugrundegelegten medizinischen Beurteilung 

deutlich höhere Arbeitsfähigkeitseinschätzung der MEDAS-Gutachter aufgrund der 

ausgewiesenen Verbesserung des psychiatrischen Gesundheitszustandes 

nachvollziehbar (vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 26. März 2007; act. G 4.1/60).

3.6  Die Beschwerdeführerin vermag keine konkreten Mängel an der 

Gutachtenserstellung zu benennen. Ebenso ist die fachärztliche Qualifikation der 

Gutachter unbestritten geblieben. Ihre Kritik an der gutachterlichen 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung stützt die Beschwerdeführerin hauptsächlich auf die 

Argumente, dass der behandelnde Arzt sowie die Abklärungsperson der IV-Stelle einen 

stabilen bis sich verschlechterten Gesundheitszustand festgestellt hätten und die 

psychische Situation von den MEDAS-Gutachtern nicht ausreichend berücksichtigt 

worden sei (act. G 1).

3.6.1 Was die ärztliche Stellungnahme von Dr. med. A.___ vom 2. Juli 2007 (act. G 1.2) 

betrifft, so ist in formaler Hinsicht bereits zu bemängeln, dass sie keine Diagnose 

enthält und die anderslautenden ärztlichen Stellungnahmen nicht würdigt oder zur 

Kenntnis nimmt. Es fehlt insbesondere jegliche Auseinandersetzung mit dem MEDAS-

Gutachten. Dr. med. A.___ legt nicht dar, inwiefern die Beurteilung durch die MEDAS 

mangelhaft sei. Zu berücksichtigen ist auch, dass ihm für die vorliegend zu 

beurteilenden Krankheiten die erforderliche fachärztliche rheumatologische und 

psychiatrische Ausbildung fehlt. Die Stellungnahme von Dr. med. A.___ vermag aus 

diesen Gründen keine Zweifel am Beweiswert des MEDAS-Gutachtens entstehen zu 

lassen.

3.6.2 Zur Untermauerung ihrer Kritik am MEDAS-Gutachten verweist die 

Beschwerdeführerin auf den Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 13. April 2006. 

Darin habe die Abklärungsperson festgehalten, dass sich ihre gesundheitliche Situation 

in den letzten Jahren weiter verschlechtert habe. Tragen von Lasten über 3 kg sei der 

Beschwerdeführerin nicht mehr möglich, ebenso Überkopfarbeiten und Bücken (act. G 

4.1/56.1). Es ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesen Aussagen nicht um eigene 

Feststellungen der Abklärungsperson, sondern lediglich um die auf ihrer 

Selbsteinschätzung beruhenden Angaben der Beschwerdeführerin handelt. Diese sind 

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aber nicht geeignet, die schlüssigen Beurteilungen der MEDAS-Gutachter in Zweifel zu 

ziehen. Ohnehin kommt mit Blick auf den medizinischen Charakter des vorliegend 

massgebenden Sachverhaltes dem Inhalt des Abklärungsberichts vom 13. April 2006 

nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

3.6.3 Die Rüge der Beschwerdeführerin, ihre psychische Situation sei nicht 

ausreichend von den MEDAS-Gutachtern berücksichtigt worden, stösst ins Leere. Die 

Beschwerdeführerin wurde eingehend psychiatrisch untersucht. Die klinische 

Exploration wurde durch eine testpsychologische ergänzt. Ebenso wurden sämtliche 

geklagten Leiden und die Vorakten berücksichtigt (vgl. act. G 4.1/59.28 ff.). Die 

Auffassung der Beschwerdeführerin, es sei "in keiner Weise" auf ihre psychische 

Situation eingegangen worden (act. G 1, S. 5 f.), ist daher unbegründet.

3.7  Nach dem Gesagten ist für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das MEDAS-

Gutachten abzustellen. Ein weiterer Abklärungsbedarf besteht nicht. Es ist demnach 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

zu 80% arbeitsfähig und im Haushalt zu 39.5% eingeschränkt ist. Gestützt auf diese 

Einschätzung hat die Beschwerdegegnerin einen Teilinvaliditätsgrad von 0% im 

Erwerbsbereich bzw. unter Berücksichtigung der Einschränkungen im 

Haushaltsbereich einen Gesamtinvaliditätsgrad von 19.75% ermittelt. Die Ablehnung 

eines Rentenanspruchs durch die Beschwerdegegnerin ist nach dem Gesagten zu 

Recht erfolgt.

4.   

Wie vor der Rentenzusprache ist auch vor einer Rentenrevision von Amtes wegen 

grundsätzlich die Eingliederungsfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts vom 

28. April 2008 i.S. S., 9C_720/07, E. 4.1, auf dem Internet publizierter Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Mai 2007, IV 2006/100, E. 3b 

sowie nicht veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 27. März 2007, IV 2007/9 Z, mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin 

hat die Eingliederungsfrage nicht explizit beantwortet, einen Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen aber implizit mit dem Entscheid über die Rentenfrage 

verneint. Angesichts des Fehlens eines Antrages durch die Beschwerdeführerin auf 

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Gewährung von Eingliederungsmassnahmen und ihrer bis zum jetzigen Zeitpunkt 

fehlenden Eingliederungsbereitschaft (vgl. act. G 4.1/59.6 und G 1, S. 6) ist das 

Vorgehen der Beschwerdegegnerin im Ergebnis nicht zu beanstanden. Sollte sich die 

Krankheitsüberzeugung ändern, steht es der Beschwerdeführerin frei, sich bei der 

Beschwerdegegnerin zur Prüfung eines allfälligen Anspruchs auf 

Eingliederungsmassnahmen zu melden.

5. 

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen unter Anrechnung des von ihr geleisteten Kostenvorschusses von 

Fr. 600.--.

5.3  Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--, wobei der 

geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe angerechnet wird.

bis

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