# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c455f54c-de66-5e56-9522-d954d33ae39b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.09.2021 III 2021 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-95_2021-09-03.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 95

Entscheid vom 3. September 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,

gegen

1. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
C.________,
Vorinstanz,

2. D.________,
Beschwerdegegner,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts und Unterbringung nach Art. 310 Abs. 1 ZGB)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (geb. _____19__, nachfolgend Kindsmutter) sowie 
D.________ (geb. ______19__, nachfolgend Kindsvater) sind die nicht mehr zu-
sammenlebenden Eltern von E.________ (geb. ____20__). Diese Tochter lebte 
bislang in der Obhut der Kindsmutter (bei gemeinsamer elterlicher Sorge), zu-
sammen mit Halbgeschwistern (vgl. Verfahren III 2021 96 und 97).

B. Mit Beschluss vom 13. August 2014 hatte die KESB C.________ für 
E.________ und ihr gesamtes Familiensystem gestützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB 
eine 
sozialpädagogische Familienbegleitung (SpF) und für E.________ eine Erzie-
hungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet, wobei als 
Mandatsträger F.________ eingesetzt wurde (vgl. Vi-act. 1.9). In einem weiteren 
Beschluss vom 22. März 2017 genehmigte die KESB C.________ den Bericht 
des Beistandes und verlängerte den Einsatz der sozialpädagogischen Familien-
begleitung (Vi-act. 2.4). Mit Beschluss vom 19. April 2017 wurde die Beistand-
schaft dem neuen Beistand G.________ übertragen (Vi-act. 3.2). Mit Beschluss 
vom 6. März 2019 genehmigte die KESB C.________ den Bericht des neuen 
Beistands (Vi-act. 4.3). 

C. Am 21. September 2018 hatte die Fachpsychologin H.________ (Rechts-
psychologie FSP) der KESB C.________ ein familienpsychologisches Gutachten 
erstattet, welches sich u.a. mit der Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter befasste 
(Vi-act. 5.2). Mit Beschluss vom 29. Mai 2019 nahm die KESB C.________ eine 
Anpassung von Massnahmen vor (Vi-act. 5.13). Weitere Anpassungen erfolgten 
mit Beschlüssen vom 15. Januar 2020 (vgl. Vi-act. 6.9) und vom 3. Juni 2020 (Vi-
act. 7.10). Mit Beschluss vom 18. November 2020 genehmigte die KESB 
C.________ den Bericht des Beistands (Vi-act. 8.3). 

D. Am 10. März 2021 ging bei der KESB C.________ ein Bericht der Kan-
tonspolizei ein, in welchem von (für die Kinder) unhaltbaren Zuständen in der 
Wohnung der Kindsmutter die Rede war (dokumentiert mit Fotoaufnahmen be-
treffend Abfall/ Verschmutzungen). Der Bericht war anlässlich einer unangemel-
deten Veterinärkontrolle (aufgrund einer anonymen Meldung bezüglich Hunde-
haltung) verfasst worden (Vi-act. 9.6). In einer weiteren telefonischen Meldung 
vom 10. März 2021 wurde darauf hingewiesen, dass "die Situation mit den Kin-
dern zu Hause bei der Kindsmutter so nicht mehr gehe" (Vi-act. 9.8). Die Rekto-
rin der betreffenden Primarschule informierte am 30. März 2021 die KESB 
C.________, dass die Zusammenarbeit mit der Kindsmutter "äusserst schwierig" 
sei, u.a. sei die Kindsmutter für die Schule nicht erreichbar (Vi-act. 9.11). Die 

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Kindsmutter wurde zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, welches am 
21. April 2021 bei der KESB C.________ stattfinden konnte. Die Kindsmutter 
wurde über das weitere Vorgehen mit Fremdplatzierung der Kinder in einem 
Heim informiert (Vi-act. 9.22 i.V.m. 9.28). Gleichentags fand auch eine Anhörung 
von E.________ statt; zudem wurde der Kindsvater informiert (Vi-act. 9.29, 9.30). 

E. Mit Beschluss Nr. IIA/002/16-1/2021 vom 21. April 2021 hat die KESB 
C.________ im Dispositiv was folgt festgehalten:

1. Der Antrag des Beistandes, die Anordnung der sozialpädagogischen Familien-
begleitung aufzuheben, wird gutgeheissen und die Massnahme nach Art. 307 
Abs. 1 ZGB wird aufgehoben.

2. Der Kindsmutter … wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht für E.________ (…) 
gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB entzogen und E.________ (…) wird per 21. 
April 2021 im Wohnheim I.________ (…) J.________, untergebracht.

3. Für die Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen der Kindesmutter (…) 
und ihrer Tochter E.________ (…) wird nach Art. 273 Abs. 2 ZGB vorerst ein 
begleitetes Besuchsrecht mit folgenden Rahmenbedingungen angeordnet:

a. die begleiteten Besuche haben jeweils am Samstag, erstmals am 
24. April 2021, im Wohnheim I.________ (…) stattzufinden.

b. die begleiteten Besuche haben vorerst eine maximale Dauer von ei-
neinhalb Stunden. Der Beistand wird befähigt, die Dauer in Absprache 
mit den Bezugspersonen des Wohnheims (…) bei Bedarf neu festle-
gen zu können.

c. die Bezugspersonen im Wohnheim I.________ (…) werden befähigt, 
den Besuch der Kindesmutter sofort abzubrechen, wenn die persönli-
che Befindlichkeit und/oder die Verhaltensweisen der Kindesmutter ei-
ne zu grosse Belastung für E.________ (…) darstellen würden.

4. Der persönliche Verkehr zwischen dem Kindesvater (…) und E.________ (…) 
wird gestützt auf Art. 273 Abs. 1 ZGB wie folgt geregelt:

a. der Kindesvater ist berechtigt, E.________ (…) alternierend zu den 
Besuchen der Kindesmutter jedes zweite Wochenende von Freitag bis 
Sonntagabend zu sich zu nehmen, sobald dies für E.________ (…) 
gemäss Einschätzung der Bezugspersonen des Wohnheims (…) und 
in Absprache mit dem Beistand emotional zumutbar ist (…).

b. solange E.________ (…) aufgrund der neuen Situation Besuche beim 
Kindesvater emotional nicht zugemutet werden können, ist der Kin-
desvater berechtigt, seine Tochter alternierend zur Kindesmutter jeden 
zweiten Samstag im Wohnheim (…) zu besuchen. Der Beistand wird 
befähigt, die Dauer der Besuche des Kindesvaters bei E.________ 
(…) in Absprache mit den Bezugspersonen des Wohnheims (…) fest-
legen zu können.

5. Die Aufgaben des Beistandes G.________ (…) werden den neuen Begeben-
heiten entsprechend angepasst und lauten neu wie folgt:

a. die Kindesmutter in der Sorge um E.________ (…) mit Rat und Tat zu 
unterstützen;

4

b. mit E.________ (…) einen der Situation angemessenen Kontakt zu 
pflegen;

c. E.________ (…) in der persönlichen und schulischen Entwicklung zu 
begleiten und zu unterstützen;

d. E.________ (…) während der Dauer der Platzierung im Wohnheim 
(…) zu begleiten und an den Standortgesprächen teilzunehmen sowie 
Ansprechperson für die Institution zu sein;

e. bei der zuständigen Fürsorgebehörde rechtzeitig einen schriftlich be-
gründeten Antrag zu stellen (…);

f. den persönlichen Verkehr zwischen E.________ (…) und der Kindes-
mutter gemäss Anordnungen der KESB (…) zu überwachen (…);

g. den persönlichen Verkehr zwischen E.________ (…) und dem Kindes-
vater gemäss Anordnungen der KESB (…) zu überwachen (…);

h. Ansprechperson für die involvierten Fachstellen und Fachpersonen zu 
sein (…);

i. für E.________ (…) sofern angezeigt und notwendig, eine medizi-
nisch-therapeutische Begleitung bzw. Abklärung sowie allfällige weite-
re Begleitmassnahmen sicherzustellen und zu überwachen;

j. der KESB (…) Antrag zu stellen, wenn sich aus Sicht des Kindeswohls 
eine Änderung oder weitergehende Kindesschutzmassnahmen auf-
drängen;

k. ordentlicherweise per 31. Juli 2021 für die Periode vom 01. August 
2020 bis 31. Juli 2022 Bericht zu erstatten (…).

6. Gebühren: Es werden keine Gebühren erhoben.

7. Rechtsmittelbelehrung (…) Einer allfälligen Beschwerde wir die aufschiebende 
Wirkung gestützt auf Art. 450c ZGB entzogen.

F. Gegen diesen KESB-Beschluss liess A.________ rechtzeitig am 
25. Mai 2021 (= Dienstag nach Pfingsten) beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
erheben mit den Hauptbegehren, wonach dieser Beschluss aufzuheben und die 
Rückkehr von E.________ zur Kindsmutter anzuordnen sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der KESB bzw. der Staatskasse. Zudem wurde 
um eine mündliche Verhandlung, um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge (inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) sowie darum ersucht, dass die der 
Beschwerde entzogene aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei. Dieses 
zuletzt erwähnte Begehren wurde nach einer Prüfung der von der Beschwerde-
führerin eingereichten Akten im Rahmen einer prima-facie-Beurteilung mit ge-
richtlicher Verfügung vom 27. Mai 2021 vorderhand abgewiesen.

Mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2021 beantragte die KESB C.________, die 
Beschwerde sei abzuweisen. Der Kindsvater liess sich nicht vernehmen.

Mit Beschluss vom 28. Juli 2021 hat die KESB C.________ das Beistandsman-
dat per 1. August 2021 zur Weiterführung an K.________ übertragen.

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Am 26. August 2026 fand die von der Beschwerdeführerin beantragte mündliche 
Verhandlung statt. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Teilnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die 
Kindesschutzbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, 
diesen wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 
1 ZGB). Diese Kindesschutzmassnahme hat zur Folge, dass das Recht, den 
Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen, den Eltern bzw. einem Elternteil 
entzogen und der Kindesschutzbehörde übertragen wird, die nunmehr für die 
Betreuung des Kindes verantwortlich ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_968/2020 vom 3.3.2021 Erw. 3.1 und 5A_403/2018 vom 23.10.2018 Erw. 5.3 
mit Hinweis). Die Gefährdung des Kindes, die Anlass zum Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts gibt, muss darin liegen, dass das Kind im Umfeld 
der Eltern bzw. des Elternteils nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für 
seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre (Urteile 
5A_403/2018 vom 23.10.2018 Erw. 5.3; 5A_875/2013 vom 10.4.2014 Erw. 3.1). 
Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie 
können in den Anlagen oder einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der 
weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein 
Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Verhältnisse im 
Zeitpunkt der Entziehung. An die Würdigung der Umstände ist ein strenger 
Massstab zu legen. Die Entziehung ist nur zulässig, wenn andere Massnahmen 
ohne Erfolg geblieben sind oder von vorneherein als ungenügend erscheinen 
(vgl. zit. Urteil 5A_968/2020 vom 3.3.2021 Erw. 3.1 mit Hinweisen). Der Entzug 
des Rechts, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen ist somit nur zulässig, 
wenn der Gefährdung des Kindes nicht durch andere Massnahmen gemäss Art. 
307 und Art. 308 ZGB begegnet werden kann (Grundsätze der 
Verhältnismässigkeit und Subsidiarität; Urteile 5A_403/2018 vom 23.10.2018 
Erw. 5.3; 5A_404/2016 vom 10.11.2016 Erw. 3; 5A_724/2015 vom 2.6.2016 Erw. 
6.3; 5A_70/2016 vom 25.4.2016 Erw. 3.1). Sodann gilt nach Art. 389 Abs. 2 ZGB 
mit dem Randtitel "Subsidiarität und Verhältnismässigkeit" in Verbindung mit Art. 
314 Abs. 1 ZGB (wonach die Bestimmungen über das Verfahren vor der Er-
wachsenenschutzbehörde sinngemäss anwendbar sind), dass jede behördliche 
Massnahme erforderlich und geeignet sein muss. Auf diese vorstehend dargeleg-
te Rechtslage wurde im angefochtenen Beschluss der Vorinstanz zutreffend hin-
gewiesen.

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1.2 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (und der Parallelver-
fahren III 2021 96 sowie 97) bildet die Fragestellung, ob die Vorinstanz der 
Kindsmutter (= Beschwerdeführerin) zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht 
über ihre drei jüngsten Kinder entzogen hat und diese Kinder in der betreffenden 
Einrichtung platzieren durfte. Streitig und zu prüfen ist auch, ob diese Kinder 
wieder umgehend in der Obhut der Kindsmutter leben und aufwachsen sollen. 

2.1 Als Ausgangspunkt zur Beantwortung der vorstehenden Fragen ist 
zunächst das familienpsychologische Gutachten der von der Vorinstanz beauf-
tragten Fachperson (lic.phil. H.________) vom 21. September 2018 heranzuzie-
hen. Ihre Erkenntnisse fasste die Gutachterin u.a. wie folgt zusammen (Vi-act. 
2.5, ab S. 74ff.):

Es soll vorausgeschickt werden, dass die Mutter die Kinder liebt. Es waren liebe-
volle, herzliche Interaktionen beobachtbar und es steht ausser Frage, dass die 
Mutter versucht, den Kindern gerecht zu werden und ihre Rolle als Mutter gut zu 
erfüllen.

Es bestehen aber erhebliche Defizite im Erziehungsverhalten, die Erziehungs-
fähigkeit der Mutter ist als eingeschränkt zu beurteilen.

Frau … hat Freude an den kleinen Kindern, die noch lieb und anhänglich sind. De-
ren Bedürfnisse sind klar und leicht zu befriedigen. Die Mutter geniesst das Zu-
sammensein und die körperliche Nähe mit ihnen, hier gelingt ihr aktuell die Betreu-
ung gut. Jedoch werden anlässlich von Krisen der Mutter auch die Beziehung zu 
und Betreuung von … [= die beiden jüngsten Söhne] in Mitleidenschaft gezogen.

Werden die Kinder grösser, entgleitet der Mutter diese Nähe. Bei älteren Kindern 
werden regulierende, strukturierende und anleitende Erziehungsprozesse nötig. In 
diesen Bereichen bestehen bei Frau … erheblich Defizite. Es gelingt ihr wenig, 
einen Erziehungsprozess zu planen, die Übersicht zu behalten, den Prozess stetig 
zu steuern, Schritte stringent durchzuführen und sich durchzusetzen. Besonders 
die Reaktion der Mutter auf negative Signale der Kinder ist als nicht adäquat zu 
beurteilen. Sie gibt dann auf, wird selber ungehalten und bricht den Erziehungs-
prozess und damit ein Stück weit auch die Beziehung zum Kind ab. Widerspricht 
zum Beispiel … [= Tochter, Jahrgang 20__] der Mutter, findet die Mutter, dann las-
se man es eben sein. Die mangelnde eigene persönliche Struktur und ihre Orien-
tierungslosigkeit übertragen sich auch auf ihr Erziehungsverhalten. 

Erschwerend ist, dass die Mutter diese Probleme von sich aus nicht erkennen 
kann und Kritik in der Regel weit von sich weist. Sporadisch kann sie vielleicht auf 
Anregungen eingehen, es kommt jedoch im Alltag kein kontinuierlicher Prozess 
zustande. Im Zweifelsfall stellt sie sich gegen Autoritäten. Dadurch ist auch die 
Lernfähigkeit der Mutter eingeschränkt, folglich kann sie nur wenig von Anleitung 
profitieren.
(…)
Die Betreuung des Kleinkindes ist als funktional zu bewerten, sofern nicht neuerli-
che Krisen (…) die Mutter stark absorbieren. Im Entwicklungsverlauf sind Ein-
schränkungen in den Bereichen kontinuierliche, erzieherische Führung und Anlei-
tung sowie in der Förderung des Kindes bezüglich schulischer und sozialer Belan-
ge zu erwarten.

7

(…)
… [= Tochter] wird zu wenig begleitet, geführt und gefördert. Zum Teil fehlen der 
Mutter sicher wahrscheinlich Zeit und Energie, um sich neben der Betreuung der 
Kleinkinder auch noch auf … [= Tochter] einzulassen. Es gibt aber auch Aussagen 
der Mutter, die belegen, dass sie nicht versteht, wie sie mit … umgehen und wie 
sie diese trotz Widerständen lenken kann, damit ein Ziel umgesetzt wird (z.B. Ess-
verhalten, Hausaufgaben, Aufräumen, ein gemeinsames Spiel). Durch diese 
aneinander vorbei gehenden Interaktionen (jede will dann, wenn die die andere 
nicht will) hat … [= Tochter] häufig das Gefühl, emotional zu kurz zu kommen.
(…)
Anzeichen einer kognitiven Einschränkung bestehen nicht. Der klinische Eindruck 
wie auch die Angaben über eine soweit normale Schulkarriere lassen auf eine 
durchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit schliessen.
Jedoch ist bei der Mutter eine erhebliche Beeinträchtigung der psychischen Ge-
sundheit festzustellen. Diese gründet auf Vernachlässigung in der frühen Kindheit, 
welche eine Bindungsproblematik nach sich zog und sich heute in deutlichen Ab-
weichungen im Verhalten, in der Affektivität und in den Beziehungen zu anderen 
zeigt und zu deutlichen Einschränkungen in der Lebensbewältigung führt. Es be-
stehen Schwierigkeiten in Form von Organisationsproblemen und Impulsivität so-
wie im Aufrechterhalten von längeren Beziehungen. Weiter hat Frau … Schwierig-
keiten, aus Erfahrungen zu lernen und Hilfe anzunehmen. Sie muss Kritik abweh-
ren bzw. andere beschuldigen, um das eigene Verhalten zu rechtfertigen. Es be-
stehen Gefühlsschwankungen bzw. Schwierigkeiten in der Gefühlsregulation mit 
Ausbrüchen von Wut und Ärger, vor allem bei Kritik. (…)

Unabhängig von der diagnostischen Einordnung ist die beschriebene Symptomatik 
dauerhaft vorhanden und schränkt die Erziehungsfähigkeit der Mutter entspre-
chend ein. Die kleineren Kinder, bei denen noch wenig erzieherische Führung 
nötig ist, werden durch die Probleme noch weniger tangiert. Belastungen werden 
jedoch bei fortschreitendem Alter zunehmen, indem

• die Mutter sich durch ihre Symptomatik in krisenhafte Situationen 
manövriert, die sie stark absorbieren, sodass ihre Kapazität, auf die Kinder 
zu achten, eingeschränkt wird. Sie lässt dann alles fallen und zieht sich 
zurück. Die Kinder sind dann mehr auf sich allein gestellt und werden ver-
unsichert.

• die Mutter selber wenig strukturiert ist, weshalb sie die Kinder auch nicht 
strukturiert und stetig anleiten kann. Erziehungsprozesse können nicht 
stringent durchgeführt und durchgesetzt werden. Dies hat negative Aus-
wirkungen auf die Strukturierung der Kinder.

• die Beziehungsfähigkeit der Mutter eingeschränkt ist, sie selber nicht initia-
tiv wird und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Zuwendung nicht er-
kennt, was vor allem bei den älteren Kindern zum Gefühl führt, sie würden 
nie genug an Zuwendung erhalten.

• sie in der Erziehung nicht führt, bei Widerstand aufgibt, wodurch vor allem 
die älteren Kinder zu wenig Struktur erleben (…).

• die Mutter Unterstützung nur annimmt, soweit sie sich nicht kritisiert fühlt, 
sie Anregungen nur punktuell umsetzen und nicht genügend aus Erfahrun-
gen lernen kann.

(…)
[S. 83] 

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Eine Schwierigkeit besteht aktuell darin, dass die Familienbegleiterin mehrere Rol-
len gleichzeitig innehat. Sie ist in erster Linie Stütze der Mutter. Es ist zum Teil 
nachvollziehbar, dass die Familienbegleiterin in eine solche Rolle rutschen musste, 
bei einer Mutter, die auf Kritik sehr abwehrend reagiert und eine therapeutische 
Begleitung vehement ablehnt. Die starke Loyalität Frau … [= Familienbegleiterin] 
mit der Mutter hat zwar durchaus eine stabilisierende Wirkung, bringt es aber auch 
mit sich, dass der Blick auf die Kinder, auf ihre Schwierigkeiten und Bedürfnisse, in 
den Hintergrund tritt. Auch bleibt neben den Gesprächen mit der Mutter über per-
sönliche Dinge wenig Zeit, um das Erziehungsverhalten der Mutter wirklich anzulei-
ten. Vieles passiert punktuell, wird dann von der Mutter wieder vergessen und von 
der Familienbegleiterin auch nicht kontrolliert. Die Kontrollfunktion, welche die Fa-
milienbegleiterin auch in Form von objektiven Berichten ermöglichen sollte, geht 
verloren, sodass dann auch keine Korrekturen möglich sind. Die Doppelrolle als 
persönliche Beraterin der Mutter einerseits und Unterstützung für die Kinder ande-
rerseits befördert ausserdem ihr Dilemma bei der Auskunftspflicht, welches die 
Familienbegleiterin im Gutachten ansprach. (…)

2.2 Im Verlaufsbericht zur laufenden sozialpädagogischen Familienbegleitung 
vom 19. Februar 2020 führte die Fachperson u.a. aus, dass die vergangene 
Phase durch Veränderung und Unsicherheit geprägt gewesen sei, worunter die 
mütterliche Präsenz gelitten habe. Sie (die Fachperson) erlebte die Kindsmutter 
"gefangen in einem Hamsterrad"; dabei seien die erzieherischen Kompetenzen 
weniger zum Tragen gekommen, was sich unmittelbar auf das Familienleben 
ausgewirkt habe. Es sei eine grosse Unruhe entstanden, bei welcher jeder das 
Gefühl hatte zu kurz zu kommen. Die beiden älteren Kinder würden wenig Eigen-
verantwortung wahrnehmen und die beiden jüngeren Kinder würden mit einer 
niedrigen Frustrationstoleranz reagieren, was den Familienalltag weiter erschwe-
re. Trotz diesen schwierigen Umständen schaffe es die Kindsmutter immer wie-
der einen neuen Anfang zu machen. Als Risikofaktoren erwähnte die Fachper-
son, dass die Kindsmutter keine Energie mehr habe und das Familiengefüge 
auseinanderfalle. Zudem entstehe bei der Multiproblemstellung eine Hoffnungs-
losigkeit, welche alle blockiere und die Kinder in ihrer gesunden Entwicklung ein-
schränke. Als Entlastung wurde u.a. eine teilweise bzw. tageweise Unterbringung 
(der jüngsten Kinder) in einer Kindertagesstätte empfohlen (vgl. Vi-act. 7.1, An-
hang S. 6f.). 

2.3 In einer Eingabe vom 28. Januar 2021 an die KESB beantragte der einge-
setzte Beistand, dass für die beiden jüngsten Söhne eine externe Kinderbetreu-
ung an mindestens 5 Halbtagen pro Woche anzuordnen sowie die bisherige so-
zialpädagogische Familienbegleitung aufzuheben sei. Diese Anträge wurden u.a. 
damit begründet, dass die geplanten Einsätze der Familienbegleiterin aufgrund 
von Absagen der Kindsmutter, einem temporären Wegzug der Familie und zu-
dem aufgrund der Covid-19-Massnahmen nur sporadisch (meist nur in Form von 

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telefonischen Beratungsgesprächen) stattgefunden hätten, weshalb die Wirk-
samkeit dieser Massnahmen in Frage gestellt werde. Zudem wurde ausgeführt, 
dass in den letzten Wochen beim Beistand von verschiedenen Seiten Meldungen 
über die Familiensituation sowie hinsichtlich Gefährdung des Kindswohls einge-
gangen seien, und zwar unter anderem (Verfahren III 2021 96 Vi-act. 8.5 Anhang 
bzw. Verfahren III 2021 97 Vi-act. 4.1/ Anhang):

- Das kommunale Sozialamt meldete, dass die Kindsmutter schon länger Unter-
lagen nicht beibrachte, nicht erreichbar sei und Termine nicht wahrnehme. 
Man frage sich, von was sie ihren Lebensunterhalt bestreite, da man die Sozi-
alhilfe bezüglich Lebensunterhalt eingestellt habe;

- Die Schule meldete sich bezüglich der Tochter; man habe seit Monaten fest-
gestellt, dass sie dringend eine Sehbrille benötige, die Kindsmutter unterneh-
me jedoch nicht die nötigen Schritte;

- Der Kindsvater des zweiten Sohnes reichte eine Fotodokumentation (Dez. 
2020) ein, wonach hygienische Mängel bei den Kindern und in der Wohnung 
bestünden; zudem würden die beiden Kleinkinder oft von der Kindsmutter in 
der Wohnung zurückgelassen und nur von der Tochter (12-jährig) betreut.

Weiter führte der Beistand aus, dass die Kindsmutter (sinngemäss) die Gefähr-
dungen der Kinder bestreite. Auch wenn die Angaben teilweise widersprüchlich 
seien, sei davon auszugehen, dass die Kindsmutter mit der Situation stark belas-
tet sei und die schon länger installierte sozialpädagogische Familienbegleitung 
nicht die entscheidende Entlastung herbeiführen konnte. Im Übrigen habe die 
kommunale Fürsorgebehörde bereits mit Beschluss vom 29. Juni 2020 Kosten-
gutsprache für eine externe (zeitweise) Betreuung der beiden jüngsten Kinder in 
einer lokalen Einrichtung erteilt, indes habe die Kindsmutter davon keinen Ge-
brauch gemacht.

2.4 In einer Stellungnahme vom 9. Februar 2021 erläuterte die Fachperson der 
sozialpädagogischen Familienbegleitung, dass seit August 2020 kein Hausbe-
such habe stattfinden können. Zudem bestätigte sie, dass sie nur noch punktuell 
"im Familiensystem drin sei und kaum mehr wirksam agieren könne". Bei an-
gekündigten Besuchen habe es die Kindsmutter geschafft, "die Wohnung in Ord-
nung zu bringen bzw. die Räumlichkeiten, welche zugänglich sein müssten". In 
die anderen Zimmer habe die Kindsmutter keinen Einblick gewährt. Weiter führte 
die Fachperson (sinngemäss) aus (Vi-act. 9.2, S. 2):

Nun sei es aber zur Situation gekommen, dass die Km die Familienbegleiterin in 
die Wohnung gelassen habe und … [= jüngster Sohn] so viel Freude über den Be-
such der Familienbegleiterin gezeigt habe, dass er sie gleich an der Hand gepackt, 
sie zu einer Türe gezogen und diese Türe geöffnet habe. In diesem Zimmer habe 
das absolute Chaos geherrscht, es sei kaputte Sachen herumgelegen und das 
Zimmer sei kaum begehbar und schmutzig gewesen. Die Familienbegleiterin habe 
die Km dann darauf angesprochen, welche ihr erklärt habe, der Zustand des Zim-

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mers zeige sich nur gerade jetzt so, da sie am Aufräumen sei. Schlussendlich ha-
be sich dann auch noch herausgestellt, dass … [= jüngster Sohn] in diesem Zim-
mer schlafe.
Die Familienbegleiterin erklärte, aus ihrer Sicht müssten die Kinder, insbesondere 
… [d.h. die jüngsten beiden] mehr gefördert werden können. … [= jüngster Sohn] 
zeige sich in der Sprachentwicklung auffällig, diese stagniere, er habe mit Spre-
chen aufgehört bzw. er sage nur noch einzelne Wörter oder wende eine Babyspra-
che an. (…)

2.5 Im Rahmen einer telefonischen Berichterstattung teilte die Kantonspolizei 
am 5. März 2021 der Vorinstanz u.a. (sinngemäss) was folgt mit (vgl. Vi-act. 9.5):

Eine veterinäre Kontrolle habe bei der Km stattgefunden, weil die Km diese mehr-
fach abgelehnt habe. Mit dem Veterinäramt und der polizeilichen Unterstützung sei 
diese nun unangemeldet bei der Km zu Hause gemacht worden. 

Das Veterinäramt und die Polizei hätten lange Zeit keinen Einlass in die Wohnung 
bekommen. Die Kontrolle des Hundes bei der Tierärztin … sei seit ½ bis ¾ Jahre 
fällig. Die Km habe die Kontrolle bislang verunmöglicht.

Die Km habe bei angemeldeten Besuchen gesagt, es gehe ihr nicht gut, sie habe 
knapp zu weinen begonnen und sei hässig geworden, als sie auf einen Besuch in-
sistiert hätten. Sie hätten sodann mehrere Versuche gemacht, diese seien aber al-
lesamt erfolglos gewesen. Die Km habe die Tierärztin auch versetzt. Einmal sei die 
Tierärztin bei der Km vorbeigegangen, das sei um 17.00 Uhr gewesen. Die Km 
habe gesagt, dass sie am Arbeiten sei und um 18.00 Uhr zu Hause sei. Um 18.00 
Uhr sei aber die Km zu Hause nicht erschienen, Um 20.45 Uhr habe es die 
Tierärztin dann aufgegeben. Die Kontrolle habe aus diesen Gründen nicht stattfin-
den können. Aus diesem Grund seien nun die Tierärztin polizeilich unangemeldet 
bei der Km erschienen.

Sie habe einen Bericht erstellt mit Fotos, nächste Woche würden uns die Unterla-
gen vorliegen.

Die Situation sei für die Kinder unzumutbar.

In der Wohnung würden überall Abfallsäcke stehen mit vollen Windeln, aus dem 
Zimmer von … gelange ein abartig intensiver Gestank. In seinem Zimmer stünden 
Abfallsäcke mit dreckigen Windeln, am Boden in seinem Zimmer würden dreckige 
Wäsche liegen. Aus seinem Zimmer komme ein extrem starker unausstehlicher 
Gestank. Sie habe sich gefragt, wie man in einem solchen Zimmer auch nur schla-
fen könne.

Der Balkon sei ebenso zugemüllt. Der Boden sei schmutzig, mit den Schuhen blei-
be man am Boden kleben. (…). Die Kinder hätten keine Spielfläche, ausser etwas 
im Wohnzimmer und im Gang. Die ganze Wohnung sei zugemüllt, auch mit Wä-
sche. (…)

… [= jüngster Sohn] sei in vollen Windeln und T-Shirt da gewesen. (…)

Sie hätten seit längerer Zeit ein Auge auf die Familie geworfen. Die Kinder seien 
bereits vor einem Jahr mit Windeln draussen von der Patrouille vorgefunden wor-
den. (…)

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Diese Angaben wurden nachträglich mit einem schriftlichen Bericht vom 8. März 
2021 sowie einer Fotodokumentation untermauert. Dabei wurde der frühere Vor-
fall wie folgt umschrieben (vgl. Vi-act. 9.6, S. 4):

Vor ungefähr eineinhalb bis zwei Jahren patrouillierten Kpl … und Pol … am Mor-
genfrüh, ca. 05.00 bis 06.00 Uhr, bei ca. 6 Grad Celsius, in … [= Wohnort der 
Kindsmutter]. Der genaue Zeitpunkt kann leider nicht mehr gesagt werden. Damals 
konnte durch die Patrouille draussen im …quartier zwei kleine Buben festgestellt 
werden. Beide waren barfuss und mit hinunterhängenden Windeln bekleidet. Ob 
die Buben noch einen Body trugen, kann nicht mehr gesagt werden. Der kleinere 
Bub, welcher knapp laufen konnte, hatte blaue Lippen und zitterte. Die Kinder 
konnten den handelnden Polizisten nicht sagen, wo sie wohnen oder wohin sie 
gehörten. Aufgrund dessen wurde durch die Polizisten, zusammen mit den Buben, 
das …quartier abgelaufen. Sie stellten fest, dass die Haupteingangstür der Liegen-
schaft … nicht richtig verschlossen war. Aufgrund dessen wurde das Treppenhaus 
abgelaufen. Bei … [= Beschwerdeführerin] konnte eine offene Wohnungstür fest-
gestellt werden. Auf Klingeln der Polizisten kam … [= Beschwerdeführerin] an die 
Wohnungstür. Sie zeigte sich dankbar um das Zurückbringen der Kinder und äus-
serte, dass wohl der älteste Sohn am Vorabend vergessen habe, die Wohnungstür 
richtig zu schliessen.

2.6 Am Folgetag nach der vorinstanzlichen Anordnung der Unterbringung der 
drei jüngsten Kinder der Beschwerdeführerin im betreffenden Kinderheim melde-
te der Heimleiter der Vorinstanz, dass die Tochter einen "Kopf voll lebendiger 
und sehr aktiver Läuse" aufwies. Die zuständige Heimmitarbeiterin habe während 
ihrer langjährigen stationären Arbeit noch nie so ein Bild gesehen. Der zweit-
jüngste Sohn habe "an der Gesichtsbacke einen Pilz", welcher behandelt werden 
müsse (Vi-act. 9.36).

3.1 Im Lichte all dieser Angaben sowie der dokumentierten Bildaufnahmen hat 
die Vorinstanz zu Recht der Beschwerdeführerin das Aufenthaltsbestimmungs-
recht entzogen und die betroffenen Kinder in einer geeigneten Einrichtung unter-
gebracht. Soweit diese Vorgehensweise in der vorliegenden Beschwerde sinn-
gemäss als unverhältnismässig erachtet wird, übersieht die Beschwerdeführerin, 
dass die bislang mildere Massnahme einer jahrelangen sozialpädagogischen 
Familienbegleitung durch eine Fachperson (kontinuierlich seit dem aktenkundi-
gen Beschluss vom 13.8.2014) die entstandene, oben erläuterte Situation (mit 
massiven Mängeln/ Defiziten im Hinblick auf das Kindeswohl) nicht verhindern 
konnte. Beispielsweise konnte die Beschwerdeführerin anlässlich der gerichtli-
chen Verhandlung nicht plausibel begründen, weshalb sie (ungeachtet der jahre-
langen sozialpädagogischen Familienbegleitung) für die Tochter keine Brille or-
ganisierte, obwohl von Seiten der Schule seit langem und dringend eine Sehhilfe 
für die Tochter gefordert wurde. 

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3.2 Dass die Fremdplatzierung im Heim richtig gewesen ist, zeigt sich insbe-
sondere darin, dass die Kinder im betreffenden Heim erhebliche Fortschritte ge-
macht haben. Der Kindsvater (betr. Verfahren III 2021 96, welcher regelmässig 
sein Besuchsrecht ausübt und für die Verantwortlichen des Heims zuverlässig er-
reichbar ist, dies im Gegensatz zur Beschwerdeführerin) hat während der gericht-
lichen Verhandlung glaubhaft ausgeführt, dass die Kinder seit dem Heimeintritt 
richtiggehend "aufgeblüht" sind. Diese Aussage hat der Heimleiter im Rahmen 
einer gerichtlichen Rückfrage uneingeschränkt bestätigt mit den Ergänzungen, 
dass die Kinder in einem massiv verwahrlosten Zustand eingetreten seien, und 
dass der jüngste Sohn massive Sprachstörungen bzw. Entwicklungsrückstände 
aufweise, welche entsprechende Behandlungen benötigen würden.

3.3 In die Beurteilung ist aber auch insbesondere einzubeziehen, dass die 
Kindsmutter in den rund vier Monaten seit dem Heimeintritt (21.4.2021) bis zur 
gerichtlichen Verhandlung vom 26. August 2021 ihre drei jüngsten Kinder nur ein 
einziges Mal (!) und zwar am 24. April 2021 besucht hat. Ein solches Verhalten 
einer Kindsmutter, welche vor Gericht die Rückkehr dieser Kinder in ihre Obhut 
fordert, ist nicht nachvollziehbar. Auf das fehlende Interesse an einem Besuch 
der Kinder angesprochen erklärte die Beschwerdeführerin an der mündlichen 
Verhandlung sinngemäss, am Ende des ersten (und einzigen Besuches) habe 
der jüngste Sohn heftig geweint. Zieht man in Betracht, dass dieser Heimeintritt 
und die Trennung von der Kindsmutter für die Kinder überraschend kam und bei 
ihnen offenkundig Gefühle wie Sehnsucht nach der Mutter, Trauer und Schmerz 
etc. auslösen konnte (dies namentlich beim jüngsten Kind, vgl. dazu Vi-act. 9.46), 
ist es ohne weiteres verständlich, dass der jüngste Sohn nach dem Ende des 
ersten, drei Tage nach dem Heimeintritt erfolgten Besuches weinte. Dieser Um-
stand spricht indessen klarerweise nicht gegen weitere Besuche, zumal durch 
regelmässige Besuche die Kinder (und namentlich auch der jüngste Sohn) das 
Vertrauen gewinnen können, dass sie die Mutter immer wieder treffen können. 
Die ausbleibenden Besuche durch die Kindsmutter während vier Monaten erwe-
cken (namentlich auch für die Kinder) grundsätzlich den Eindruck, dass dieser El-
ternteil wenig Interesse an ihren Kindern hat (andernfalls sie doch die bestehen-
den Möglichkeiten für Besuche und telefonische Kontakte weitgehend ausschöp-
fen würden). Dies gilt erst recht, als die Beschwerdeführerin anlässlich der münd-
lichen Verhandlung geltend machte, regelmässig (ca. 1x bis 2x pro Woche) mit 
den Kindern zu telefonieren, was vom angefragten Heimleiter (leider) nicht 
bestätigt werden konnte. Immerhin ergab die Rückfrage beim Heimleiter, dass 
sich vor kurzem eine Veränderung bzw. Annäherung ergeben habe, indem die 
Kindsmutter begonnen habe, mit den Kindern Telefongespräche zu führen.

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3.4 An dieser Stelle wird die Beschwerdeführerin ermuntert, auf diesem Wege 
fortzufahren und wieder einen regelmässigen Kontakt mit den Kindern zu pfle-
gen, und zwar nicht nur in Telefongesprächen, sondern auch dadurch, dass sie 
ab sofort die Besuchsmöglichkeiten im Heim konsequent ausschöpft. Sodann hat 
sie sich auch darum zu bemühen, für die involvierten Personen (namentlich die 
Verantwortlichen des Heimes, aber auch für die Beiständin und die Vorinstanz) 
besser als bisher (gemäss Aktenlage) erreichbar zu sein. Ihr Interesse an den 
Kindern und deren Wohlergehen kann die Beschwerdeführerin namentlich da-
durch zeigen, dass sie Einladungen zur Teilnahme an Gesprächen (bei welchen 
es um den weiteren Verlauf, um medizinische oder therapeutische Fragen/ 
Massnahmen etc. geht) Folge leistet. Soweit sie sich darüber hinwegsetzt bzw. 
solche Einladungen oder auch behördliche Aufforderungen einfach ignoriert, 
schwinden ihre Chancen, die Obhut über die Kinder wiedererlangen zu können. 
Mit anderen Worten ist es Sache der Beschwerdeführerin, durch eine kontinuier-
liche und uneingeschränkte Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen des 
Heims und der Behörden eine hinreichende Vertrauensbasis aufzubauen, welche 
es in der Zukunft erlauben könnte, gegebenenfalls die aktuellen Massnahmen 
zur Wahrung des Kindswohls zu ändern bzw. anzupassen. Ohne einen solchen 
Tatbeweis lässt sich nach der Aktenlage nicht rechtfertigen, dem Hauptbegehren 
der Beschwerdeführerin in absehbarer Zeit stattzugeben.

3.5 An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen der Beschwerde-
führerin nichts zu ändern. Unbehelflich sind namentlich die an der mündlichen 
Verhandlung eingereichten Bildaufnahmen sowie der Umstand, wonach die An-
reise zum Kinderheim mit dem öffentlichen Verkehr einen gewissen Aufwand zur 
Folge hat.  Nicht zu hören ist aber auch der Einwand, dass der Arbeitgeber der 
Beschwerdeführerin (und offenbar frühere Lebenspartner der Beschwerdeführe-
rin) nicht zur Situation befragt worden sei.

4. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird um-
ständehalber verzichtet. 

Die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung 
sind erfüllt. Die Entschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411). § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemes-
sungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang 
und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Ho-
norar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
(§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des 
Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem Ermessen 

14

festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Das Verwaltungsgericht befolgt bei der Ent-
schädigungsbemessung eine zurückhaltende Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 
VRP, welcher nur von einer angemessenen Entschädigung spricht (vgl. dazu Art. 
105 f. ZPO). 

Die Rechtsvertreterin hat eine Rechnung eingereicht, welche einen verhältnis-
mässig hohen Zeitaufwand von 29.16 Stunden umfasst. Aus der detaillierten Auf-
listung ist zu entnehmen, dass Besprechungen und Telefongespräche mit der 
Beschwerdeführerin über 4 Stunden umfassen. Sodann betreffen über 21 Stun-
den das Aktenstudium, die Redaktion der Beschwerdeschrift sowie die Vorberei-
tung/ Teilnahme an der mündlichen Verhandlung. Zieht man in Betracht, dass die 
Beschwerdeschrift lediglich 14½ Seiten umfasst (davon 2½ Seiten für die unent-
geltliche Rechtspflege) sowie anlässlich der mündlichen Verhandlung nur eine 
kurze mündliche Replik erstattet wurde, erweist sich der geltend gemachte Auf-
wand (von über 25 Stunden allein für Besprechungen mit der Klientin, Aktenstu-
dium, Erstattung einer verhältnismässig kurzen Beschwerde sowie einer summa-
rischen mündlichen Replik an der mündlichen, ca. 1 Stunde dauernden Verhand-
lung) als zu hoch. Dies gilt erst recht, als in den vorinstanzlichen Akten, welche 
die drei Kinder betreffen, viele Unterlagen wiederholt werden (z.B. das 84 Seiten 
umfassende familienpsychologische Gutachten vom 21.9.2018 oder der am 
10.3.2021 eingegangene Bericht der Kantonspolizei), mithin beim Studium der 
drei Aktendossiers erhebliche Synergieeffekte bestanden. Bei dieser Sachlage 
wird ermessenweise der geltend gemachte Zeitaufwand (von gesamthaft 29.16 
Stunden) auf 25 Stunden gekürzt, was nach dem in der Honorarrechnung vorge-
brachten und akzeptierten Ansatz (inkl. Spesen) ein Gesamthonorar von Fr. 
4'860.-- ergibt. Davon ist in diesem Verfahren 1/3 bzw. Fr. 1620.-- zuzusprechen 
(was zusammen mit den Honoraranteilen in den Verfahren III 2021 96 und 97 Fr. 
4'860.-- ergibt). Dieses Honorar unterliegt der Rückerstattungspflicht (§ 75 Abs. 3 
VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

3. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und Rechtsanwältin MLaw B.________ als unentgeltliche Rechtsbei-
ständin bestellt. Ihr ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) von Fr. 1'620.-- zu entrichten. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdeführerin dem Gericht zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 
10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils in der Lage ist.

4. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in 
Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 
173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- den Beschwerdegegner (A-plus)
- im Dispositiv an das Wohnheim I.________ 1, J.________ (A)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 3. September 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. September 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III