# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56cb2ae6-8047-5eae-8cef-23ed57d27d1c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.08.2015 S 2014 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-35_2015-08-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 35

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Audétat, Meisser 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 27. August 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ war als Bauarbeiter bei der B._____ AG angestellt, als er sich 

am 8. Juli 1993 die linke Hand quetschte. Die Schweizerische Unfallversi-

cherungsanstalt (SUVA) anerkannte für die Folgen dieses Unfalls leis-

tungspflichtig zu sein und erbrachte zunächst die kurzfristigen Versiche-

rungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. Mit Verfü-

gung vom 26. Juni 1996 sprach sie A._____ sodann bei einem Invali-

ditätsgrad von 20 % mit Wirkung ab dem 1. Mai 1996 eine Invalidenrente 

zu. 

2. Wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme meldete sich A._____ am 

24. Februar 1994 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfol-

gend: IV-Stelle) zum Bezug von Versicherungsleistungen an. Mit Verfü-

gung vom 10. März 1994 gewährte die IV-Stelle A._____ in der Folge 

vom 1. Oktober 1994 bis zum 30. September 1995 berufliche Massnah-

men in Form einer Umschulung zum Berater / Verkäufer für Fotografien 

bei der C._____ AG. Diese berufliche Umschulung musste per 31. Mai 

1995 abgebrochen werden, da die C._____ AG mit der von A._____ er-

brachten Arbeitsleistung nicht zufrieden war. Mit Verfügung vom 17. Au-

gust 1998 sprach die IV-Stelle A._____ erneut berufliche Massnahmen 

bei der D._____, vom 1. August 1998 bis zum 31. Januar 1999 zu. Die 

D._____ stellte den Beschwerdeführer daraufhin, basierend auf einer 

wirtschaftlich verwertbaren Leistung von ungefähr Fr. 800.-- bis Fr. 1'000.-

- ein. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2000 sprach die IV-Stelle A._____ 

alsdann rückwirkend per 1. Juli 1994 eine ganze Invalidenrente zu. Die im 

Jahr 2002 durchgeführte amtliche Revisionsverfahren führte zu keiner 

Änderung des rentenbegründenden Invaliditätsgrads. 

3. 2006 leitete die IV-Stelle abermals ein Rentenrevisionsverfahren ein. 

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ordnete sie mit Verfügung 

vom 26. Januar 2007 die Einstellung der A._____ zugesprochenen gan-

zen Invalidenrente an. Die gegen diese Anordnung erhobene Beschwerde 

schrieb das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Verfügung 

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vom 19. März 2007 als erledigt ab, da die IV-Stelle die Beschwerde aner-

kannt und weitere Abklärungen in Aussicht gestellt hatte. In der Folge hol-

te die IV-Stelle ein interdisziplinäres Gutachten bei der asim (Academy of 

Swiss Insurance Medicine), Basel, ein. Auf dieser Grundlage bejahte sie 

mit Verfügung vom 21. Januar 2008 das Vorliegen eines Revisionsgrun-

des und änderte die ursprüngliche Rentenzusprache dahingehend ab, als 

sie A._____ ab dem 1. Januar 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % 

nur mehr eine halbe Invalidenrente zuerkannte. Ende 2008 überprüfte die 

IV-Stelle die A._____ zugesprochene Invalidenrente von Amtes wegen. 

Mit Schreiben vom 14. April 2009 teilte sie ihm daraufhin mit, keine Ände-

rungen festgestellt zu haben, die sich auf seinen Rentenanspruch auswir-

ken würden.

4. Anfangs 2012 leitete die IV-Stelle erneut von Amtes wegen ein Rentenre-

visionsverfahren ein. Im Rahmen dieses Verfahren liess die IV-Stelle 

A._____ am 11. Februar 2012, 12. Februar 2012 und 2. März 2012 ob-

servieren und ordnete dessen bidisziplinäre Begutachtung beim Institut 

für medizinische und ergonomische Abklärungen (IME) an. Vor dem Hin-

tergrund dieser Sachverhaltsabklärungen stellte sie mit Zwischenverfü-

gung vom 2. November 2012 alsdann die Ausrichtung der A._____ zuge-

sprochenen halben Invalidenrente per sofort ein. Nach Durchführung des 

Vorbescheidverfahrens bejahte die IV-Stelle sodann mit Verfügung vom 

14. Februar 2014 das Vorliegen eines Revisionsgrundes und hob die 

A._____ zugesprochene halbe Rente rückwirkend auf den 30. November 

2011 hin auf.

5. Gegen diese Anordnung gelangte A._____ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rer) am 17. März 2014 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden. Darin beantragte er, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und ihm sei ab dem 1. Dezember 2012 weiterhin eine 

halbe Invalidenrente, eventuell ab April 2014 eine Viertelsrente, subeven-

tuell nach Ermessen des Gerichts auszurichten. Eventuell sei die Sache 

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an die IV-Stelle zurückzuweisen, um die Erwerbsfähigkeit des Beschwer-

deführers durch eine Berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) eingehend ab-

klären zu lassen und aufgrund der derart ergänzten Sachlage über den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers erneut zu befinden. In formeller 

Hinsicht ersuchte er das Verwaltungsgericht, dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie Rechtspflege zu gewähren 

und den unterzeichnenden Rechtsvertreter als dessen Rechtsvertreter 

einzusetzen. Zur Begründung dieser Rechtsbegehren brachte der Be-

schwerdeführer im Wesentlichen vor, seine gesundheitliche Verfassung 

habe seit dem 28. März 2008 keine rechtserhebliche Verbesserung erfah-

ren. Aus psychiatrischer Sicht sei seine Arbeitsfähigkeit bereits laut dem 

eingeholten asim-Gutachten nicht eingeschränkt gewesen. Insofern habe 

der massgebliche Sachverhalt seit der Zusprache der halben Invaliden-

rente keine Änderung erfahren. Was seine somatischen Beschwerden be-

treffe, beschreibe med. pract. E._____ dieselben gesundheitlichen Beein-

trächtigungen wie der asim-Gutachter. Hierbei handle es sich demnach 

um eine neue Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebe-

nen Gesundheitszustands, die als solche keinen Revisionsgrund darstel-

le. Auch aus den anlässlich der Observation gemachten Beobachtungen 

liesse sich nichts anderes ableiten. Denn sowohl der hinzugezogene 

RAD-Arzt als auch med. pract. E._____ hätten es versäumt, die zeitliche 

Dauer der beobachteten Tätigkeiten zu beachten und angemessen zu 

gewichten. Die dokumentierten handwerklichen Arbeiten seien auf den 

ganzen Tag verteilt und betrügen, gesamthaft betrachtet, nicht mehr als 

anderthalb bis zwei Stunden. Es zeige sich auch, dass der Beschwerde-

führer täglich drei bis fünf Stunden dauernde Pausen einlegen müsse. 

Auch dies sei nicht berücksichtigt worden. Diese durch die Observation 

dokumentierte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gehe nicht über 

die dem Beschwerdeführer im asim-Gutachten zuerkannte Arbeitsfähig-

keit hinaus, sei doch der Beschwerdeführer danach in einer leidendadap-

tierten Tätigkeit im Umfang von 4.2 Stunden pro Tag, verteilt auf eine län-

gere Präsenzzeit, arbeitsfähig. Eine Verbesserung der gesundheitlichen 

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Verfassung des Beschwerdeführers lasse sich mit den im Rahmen der 

Observation gemachten Aufnahmen nicht begründen. Die IV-Stelle habe 

das Vorliegen eines Revisionsgrundes demzufolge zu Unrecht bejaht, 

weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem Beschwerde-

führer weiterhin eine halbe Invalidenrente auszurichten sei. Bereits im 

Einwandverfahren sei schliesslich beantragt worden, eine mehrwöchige 

BEFAS anzuordnen. So seien bei der EVAL bereits am zweiten Tag 

Schwellungen der Hand beobachtet worden. Bei einer stündigen Begut-

achtung sei es nicht möglich, diese Reaktionen zu erfassen und ihr Rech-

nung zu tragen. Nachdem der Beschwerdeführer stets angegeben habe, 

gute und schlechte Tage zu haben, erscheine es sachgerecht, sein effek-

tives Leistungsvermögen im Rahmen einer BEFAS abzuklären. 

6. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2014 die 

Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie in erster Linie aus, 

der asim-Psychiater habe dem Beschwerdeführer 2007 aufgrund zweier 

psychiatrischer Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

25%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Diese Beurteilung sei insofern in die 

Gesamtbeurteilung eingeflossen, als dem Beschwerdeführer deshalb an-

stelle der aus somatischer Sicht angenommenen 40%igen eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers liege somit aus psychiatrischer Sicht ein Revisions-

grund vor, sei doch der IME-Psychiater, Dr. med. F._____, zur Überzeu-

gung gelangt, der Beschwerdeführer leide an keiner psychischen Krank-

heit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dass sich der Gesundheits-

zustand des Beschwerdeführers aus somatischer Sicht im massgeblichen 

Zeitraum im Übrigen erheblich verbessert habe, lege sodann der IME-

Gutachter, med. pract. E._____, überzeugend dar. Es sei kein Grund er-

sichtlich, weshalb vorliegend nicht auf das IME-Gutachten abgestellt wer-

den sollte. Insbesondere vermöchten die nicht medizinischen Berichte der 

Lebenspartnerin des Beschwerdeführers, dessen Bekannten, Mitarbeitern 

und Vorgesetzten das interdisziplinäre IME-Gutachten nicht zu erschüt-

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tern. In den durch die Observation gewonnenen Berichten und Bilddoku-

mente seien keine funktionellen Behinderungen ersichtlich. Danach sei 

der Beschwerdeführer in der Lage, vollkommen normal zu arbeiten. 

7. Mit Schreiben vom 25. April 2014 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

die Einreichung einer Stellungnahme und reichte zugleich seine Honorar-

note ein. Die IV-Stelle beanstandete den darin geltend gemachten Ar-

beitsaufwand am 30. April 2014 als übersetzt. Dazu nahm der Beschwer-

deführer am 2. Mai 2014 Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die einge-

reichten Beweismittel, wird soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 14. Februar 2014. Eine solche 

Anordnung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] 

i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung [IVG; SR 831.20]). Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formeller 

und materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von der an-

gefochtenen Verfügung ausserdem unmittelbar betroffen und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung. Dem-

nach ist er zur Beschwerdeführung berechtigt (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Schliesslich hat der Beschwerdefüh-

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rer seine Beschwerde frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht 

eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). Auf 

die vorliegende Beschwerde ist damit einzutreten.

2. In der angefochtenen Verfügung hat die IV-Stelle das Vorliegen eines 

Revisionsgrundes bejaht und dem Beschwerdeführer auf der Grundlage 

der getätigten Beweisvorkehren die mit Verfügung vom 28. März 2008 

zugesprochene halbe Invalidenrente per 30. November 2011 aberkannt. 

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob diese rückwirkende Rentenauf-

hebung zulässig ist.

a) Nach Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Pro-

zent Anspruch auf eine ganze Rente. Bei erwerbstätigen Versicherten ist 

der rentenbegründende Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-

gleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 

ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-

handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-

mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbs-

einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wä-

re (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in 

der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen auf zeitidentischer Basis ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad zu bestimmen ist (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 

E.1).

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b) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die 

Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entspre-

chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über die Inva-

lidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Anlass für eine solche Anpassung 

gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die 

Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustandes, sondern etwa auch dann revidierbar, wenn sich 

die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Ge-

sundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine andere Art der 

Invaliditätsbemessung zur Anwendung gelangt (BGE 130 V 343 E.3.5; Ur-

teile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.1, 

9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.1.2, I 554/05 vom 3. Januar 2006 

E.2.1, I 212/03 vom 28. August 2003 E.2.2.3). Dagegen bildet die unter-

schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver-

ändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für sich allein genommen keinen 

Revisionsgrund (Urteil des Bundesgerichts 9C_552/2007 vom 17. Januar 

2008 E.3.1.2).

c) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 

des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 

des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, 

dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prü-

fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 

Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 

Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 

Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E.5; vgl. auch SVR 2010 

IV Nr. 54 S. 167 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 

25. Juli 2013 E.3.1.2, 9C_418/2010 vom 20. August 2011 E.3.1). Wird bei 

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dieser Gegenüberstellung festgestellt, dass der Invaliditätsgrad im zur 

Beurteilung stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung erfah-

ren hat, bleibt es beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesge-

richts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorlie-

gen eines Revisionsgrunds zu bejahen und die zugesprochene Rente 

entsprechend der festgestellten Sachverhaltsveränderung abzuändern 

(vgl. ULRICH MEYER / MARCO REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2014, Art. 30-31 N. 13). 

d) Mit Verfügung vom 21. Januar 2008 bejahte die IV-Stelle das Vorliegen 

eines Revisionsgrundes und änderte die ursprüngliche Rentenzusprache 

dahingehend ab, als sie dem Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2008 

bei einem Invaliditätsgrad von 50 % nur mehr eine halbe Invalidenrente 

zuerkannte (Beilagen der IV-Stelle [IV-act.] 81). Ob der rentenbegründen-

de Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers seither eine rechtserhebliche 

Änderung erfahren hat, prüfte die IV-Stelle in der Folge erstmals im Rah-

men des von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens, das mit 

der Mitteilung vom 14. April 2009 seinen Abschluss fand (Art. 51 ATSG 

i.V.m. Art. 74ter lit. f IVV). Darin beschied die IV-Stelle dem Beschwerde-

führer, bei der Überprüfung des Invaliditätsgrads keine Änderung der 

rechtserheblichen Sachlage festgestellt zu haben, die sich auf die zuge-

sprochene Rente auswirke (IV-act. 94). Die fragliche Anordnung beruhte 

lediglich auf einem Verlaufsbericht des Hausarztes des Beschwerdefüh-

rers, Dr. med. G._____, Facharzt für Pneumologie und Innere Medizin, 

datierend vom 6. April 2009 (IV-act. 92). Darin wird die gesundheitliche 

Verfassung des Beschwerdeführers als unverändert geschildert, ohne 

dass eine eingehende Auseinandersetzung mit den vom Beschwerdefüh-

rer beklagten Beschwerden und der hieraus resultierenden funktionellen 

Beeinträchtigung erfolgt. Im Übrigen wird festgehalten, die attestierte Ar-

beitsfähigkeit von 50 % sei bei entsprechenden Rahmenbedingungen in 

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Teilzeit realisierbar. Bei alltäglichen Lebensverrichtungen sei der Be-

schwerdeführer nicht in erheblichem Masse auf Dritthilfe angewiesen, 

womit keine Hilfslosigkeit im Rechtssinne bestehe (IV-act. 92). Aus diesen 

Ausführungen ergibt sich kein vollständiges Bild über den für die Bestim-

mung des Invaliditätsgrads massgebenden medizinischen Sachverhalt. 

Unter diesen Umständen ist mit den Verfahrensbeteiligten davon auszu-

gehen, dass diese Sachverhaltsabklärung nicht genügt, um die Mitteilung 

vom 14. April 2009 als Vergleichsbasis für die strittige Rentenrevision an-

zusehen. Ob sich die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers 

und, als Folge davon, dessen Arbeitsfähigkeit, wie in der angefochtenen 

Verfügung angenommen, in einer für den Rentenanspruch massgeblichen 

Weise verbessert haben, beurteilt sich demnach durch den Vergleich des 

Sachverhalts, welcher der Verfügung 28. März 2008 zugrunde lag, mit je-

nem Sachverhalt, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

am 14. Februar 2014 verwirklicht hat. Davon ausgehend wird anschlies-

send zunächst zu untersuchen sein, auf welchem Sachverhalt die Verfü-

gung vom 21. Januar 2008 beruht. Daraufhin wird der rechtserhebliche 

Sachverhalt zu ermitteln sein, der sich bis zum Abschluss des vorinstanz-

lichen Verfahrens zugetragen hat. Schliesslich wird durch Gegenüberstel-

lung dieser beiden Sachverhalte zu entscheiden sein, ob die massgebli-

chen Verhältnisse damit eine rechtserhebliche Änderung erfahren haben, 

welche die Aufhebung der zugesprochenen halben Rente rechtfertigt.

3. Die Verfügung vom 21. Januar 2008 beruhte in erster Linie auf dem poly-

disziplinären asim-Gutachten vom 12. September 2007 (IV-act. 73). Darin 

diagnostizierten Dr. med. H._____, Rheumatologie und Innere Medizin 

FMH, Dr. med. I._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Facharzt für Neurologie, Dr. med. K._____, Oberarzt, Neurologische Uni-

versitätsklinik, sowie Dr. med. L._____, fallverantwortlicher Oberarzt, als 

Krankheiten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

Fussschmerzen links mehrfacher Ursache, multifaktorielle Restbeschwer-

den und diffus reduzierte Willkürinnervation im linken Arm, Status nach 

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Narkosemobilisation der rechten Schulter nach Kontusion 2004 (aktuell 

Beschwerdefreiheit und freie Beweglichkeit), dissoziative Störungen 

(Konversationsstörungen) gemischt (ICD-10: F 44.7) sowie eine anhal-

tend somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4, IV-act. 73 S. 20). 

Aus polydisziplinärer Sicht bestehe als Mitarbeiter in einem Sportgeschäft 

und einer Skischule mit vorwiegend administrativen Büro- und Planungs-

arbeiten sowie der Vermietung von Skigeräten eine Arbeitsfähigkeit von 

50 %, entsprechend einer Leistungsfähigkeit von 4.2 Stunden pro Tag bei 

längerer Präsenzzeit am Arbeitsplatz. Dabei seien – wie im Gutachten 

von Dr. med. M._____ ausgeführt – repetitives Heben und Tragen von 

Lasten von mehr als 10 kg, belastende Tätigkeiten für die unteren Extre-

mitäten, repetitives Treppenbenutzen, ausschliessliches Stehen und Ge-

hen zu vermeiden. Gleiches gelte für Tätigkeiten mit der Notwendigkeit zu 

vorwiegendem Begehen von unebenem Gelände oder mit häufigem 

Bergab – oder Bergaufgehen. Arbeiten mit vorwiegend über Kopf Tätig-

keitsanteilen sollten ebenso wenig ausgeführt werden (IV-act. 73 S. 22). 

In allen körperlich leichten Tätigkeiten, welche diese Einschränkungen 

berücksichtigten, bestünde eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, entsprechend 

einer Leistungsfähigkeit von 4.2 Stunden pro Tag bei längerer Präsenz-

zeit am Arbeitsplatz. Aus somatischer Sicht könnten keine medizinischen 

Massnahmen vorgeschlagen werden, welche die Arbeitsfähigkeit erhöh-

ten. Symptomatisch wirksam seien Schuheinlagen und eine generelle Op-

timierung der Schuhversorgung. Bei Nachweis einer signifikanten Ge-

lenksinstabilität könnte sich ein chirurgischer Eingriff prognostisch günstig 

auswirken in dem Sinne als eine mittelfristig zu erwartende Verschlechte-

rung des Gesundheitszustands vermieden werden könnte. Zu empfehlen 

sei, in der wiederaufgenommenen fachpsychiatrischen Behandlung, den 

Schwerpunkt auf eine weitere Unterstützung der in den letzten Jahren 

gewachsenen beruflichen und privaten Strukturen zu legen. Hiervon sei 

keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, da die Einschränkun-

gen vornehmlich im somatischen Bereich lägen. Falls eine Arbeitsfähig-

keit von 50 % langfristig erhalten werden könne, sei von einem Erfolg 

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auszugehen (IV-act. 73 S. 23). Diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

sei die Folge einer weitgehenden Remission der psychiatrischen Sym-

ptomatik, die vormals bestanden habe (IV-act. 73 S. 23).  

4. a) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung des 

Beschwerdeführers im Vergleich zu diesem der Verfügung vom 21. Janu-

ar 2008 zugrunde liegenden Gesundheitszustand in einer für den Ren-

tenanspruch massgeblichen Weise verändert hat, liess die IV-Stelle den 

Beschwerdeführer am 11. Februar 2012, 12. Februar 2012 und am 

2. März 2012 observieren und ordnete dessen bidisziplinäre Begutach-

tung durch das IME an. Dabei stellte die IV-Stelle den IME-Gutachtern die 

Ergebnisse der Observation, mithin den Observationsbericht vom 

15. März 2013, einschliesslich der zugehörigen Videoaufnahmen, sowie 

die Abschlussbeurteilung des RAD-Arztes, med. pract. N._____, vom 4. 

September 2013, zur Verfügung, verbunden mit der Aufforderung dazu 

Stellung zu nehmen. Die Rechtmässigkeit dieses Vorgehens, insbesonde-

re die Zulässigkeit der von der IV-Stelle veranlassten dreitägigen Obser-

vation des Beschwerdeführers, blieb zu Recht unbestritten (vgl. dazu 

BGE 137 I 327 E.6). Unter diesen Umständen hängt der Beweiswert des 

unter Berücksichtigung des Observationsmaterials erarbeiteten IME-

Gutachtens (IV-act. 148) rechtsprechungsgemäss davon ab, ob es für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung 

der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation ein-

leuchtet und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeu-

gen vermag. Ausschlaggebend für den Beweiswert des IME-Gutachtens 

ist folglich grundsätzlich weder dessen Herkunft noch Bezeichnung (vgl. 

BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 160 E.1c). Dennoch hat es 

das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berich-

te und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Da-

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nach kommt Gutachten versicherungsexterner Ärzte, wie dem vorliegend 

in Frage stehenden, voller Beweiswert zu, wenn sie die vorgenannten An-

forderungen erfüllen und nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverläs-

sigkeit sprechen (BGE 125 V 353 E.3b/bb). Nur wenn die Schlüssigkeit 

eines versicherungsexternen Gutachtens in wesentlichen Punkten zwei-

felhaft erscheint, sind ergänzende Beweisvorkehren in Betracht zu ziehen 

und nötigenfalls anzuordnen. Andernfalls ist ihnen voller Beweiswert bei-

zumessen, womit darauf bei der Beurteilung der strittigen Leistungsan-

sprüche abgestellt werden kann (vgl. BGE 121 Ia 146 E.1c). Von diesen 

Grundsätzen ausgehend ist nachfolgend zu prüfen, ob dem IME-

Gutachten voller Beweiswerkt zukommt.

b) Hinsichtlich der getätigten Untersuchungen geht aus dem IME-Gutachten 

vom 23. August 2013 hervor, dass der begutachtende Rheumatologe, 

med. pract. E._____, Facharzt für Rheumatologie, Facharzt für Innere 

Medizin, Manuelle Medizin SAMM, zertifizierter medizinischer Gutachter 

SIM, den Beschwerdeführer am 14. Juni 2012, 11.  Oktober 2012 und am 

19. Juli 2013 persönlich untersuchte (IV-act. 148 S. 1). Ausserdem veran-

lasste er einerseits eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) des Beschwerdeführers, die am 11. und 12. Oktober 2012 durchge-

führt wurde (IV-act. 148 S. 1), andererseits eine Röntgen- und Ultra-

schalluntersuchung des Beschwerdeführers (IV-act. 148 S. 1). Der IME-

Psychiater, Dr. med. F._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-

pie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, untersuchte den Be-

schwerdeführer seinerseits am 6. Juni 2012 sowie am 7. Juni 2013. Auf 

der Grundlage dieser Untersuchungen sowie der von der IV-Stelle zur 

Verfügung gestellten und nachgeforderten medizinischen Berichte ge-

langten med. pract. E._____ und Dr. med. F._____ im Gutachten vom 

23. August 2013 zum Schluss, der Versicherte leide an keiner psychi-

schen Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Aus rheumatolo-

gischer Sicht beeinträchtigten die Periarthropathia humeroscaplularis 

rechts (ICD-10: M 75.0, M 75.1, T 92.9), die Periarthropathia humerosca-

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pularis links (ICD-10: M 75.0, M 75.1, T 92.9), ein chronifiziertes 

Schmerzsyndrom des linken oberen Sprunggelenks (ICD-10: R 52.2, 

T 93.9) sowie chronifizierte Hand- und Armschmerzen links (ICD-10: 

M 79.64, T 92.9) die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit des Versicherten diagnostizierten die IME-Gutachter 

aus psychiatrischer Sicht eine Anpassungsstörung mit kurzer depressiver 

Reaktion (ICD-10: F 43.21) und aus rheumatologischer Sicht ein interdis-

ziplinierendes lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Schmerzsyn-

drom, anamnestisch Status nach zweimaliger Arthroskopie des rechten 

Kniegelenks und Status nach Bandscheibenoperation am linken Kniege-

lenk bei Patella-Luxation vor Jahren sowie einen chronischen Nikotinab-

usus (IV-act. 148 S. 99-101). Der Versicherte sei in der aktuellen Tätigkeit 

als Mitarbeiter in einer Schneesportschule, die von den IME-Gutachtern 

als angestammte Tätigkeit angesehen werde, mit Winter- und Sommerbe-

trieb mindestens im Umfang von 60-70 % arbeitsfähig (IV-act. 148 

S. 133). Diese berufliche Tätigkeit könne der Versicherte nach Durch-

führung der geplanten Schulteroperation rechts mutmasslich nach einer 

dreimonatigen Rekonvaleszenz wieder aufnehmen. Nach einer schrittwei-

sen Steigerung des Arbeitspensums sei zwei bis drei Monate nach der 

Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit von einer mindestens 

80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 148 S. 133). Die Prognose 

bleibe allerdings unsicher, da auch linksseitig eine Rotatorenmanschet-

tenruptur diagnostiziert worden sei, welche sich unter körperlicher Belas-

tung verschlimmern könnte. In einer leichten Tätigkeit mit maximalen Ge-

wichtsbelastungen von 10 kg verbunden mit der Möglichkeit zur Wechsel-

belastung sei der Versicherte aus rheumatologischer Sicht indessen in je-

dem Fall zu 100 % arbeitsfähig. Tätigkeiten, welche einen Einsatz der 

Arme und Schultern mit Kraft oder wiederholt über Schulter- oder Kopf-

höhe ausgeführte Arbeiten beinhalteten, sollten möglichst vermieden 

werden. Dasselbe gelte für Tätigkeiten mit repetitivem Krafteinsatz der 

linken Hand oder Tätigkeiten, bei welchen die Hand wiederholten Vibrati-

onen ausgesetzt sei sowie rein stehende oder gehende Tätigkeiten (IV-

- 15 -

act. 148 S. 133). Würden diese funktionellen Beeinträchtigungen der im 

asim-Gutachten vom 12. September 2007 beschriebenen Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten gegenübergestellt, so zeige sich, dass zwischenzeitlich 

eine deutliche Verbesserung eingetreten sei. Ab wann sich der Gesund-

heitszustand des Versicherten wesentlich verbessert habe, lasse sich re-

trospektiv nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen. 

Eine deutliche Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit sei aber 

im Rahmen der Videoobservation dokumentiert worden. Es scheine plau-

sibel, dass diese Verbesserung spätestens ab Anfang Wintersaison 

2011/2012 eingetreten sei, womit es sich als überwiegend wahrscheinlich 

erweise, dass der Versicherte ab diesem Zeitpunkt in einer leidensadap-

tierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Am 10. November 

2012 habe er sich allerdings beim Skifahren eine nichtdislozierte Fraktur 

am Tuberculum majus rechts zugezogen, worauf er während zwei bis drei 

Monaten voll arbeitsunfähig gewesen sei. Nach einer schrittweisen Stei-

gerung der Arbeitsfähigkeit sei ab dem Frühsommer 2013 von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auszuge-

hen (IV-act. 148 S. 134 f., 137).

c) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen Ausführungen der 

IME-Gutachter sind für die strittigen Belange umfassend, berücksichtigen 

die vom Beschwerdeführer beklagten Leiden und wurden in Kenntnis der 

Vorakten sowie unter Berücksichtigung der im Rahmen der Observation 

gemachten Beobachtungen erstellt. Zudem beruhen sie auf mehreren 

persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers, die es den IME-

Gutachtern erlaubt haben, sich einen persönlichen Eindruck vom Be-

schwerdeführer zu verschaffen. Die IME-Gutachter haben sich im Gutach-

ten vom 23. August 2013 ausserdem ausführlich mit allen relevanten me-

dizinischen Aspekten der strittigen Rentenaufhebung auseinandergesetzt 

und objektiv, in sich schlüssig und nachvollziehbar begründet, weshalb 

sich die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers nach ihrer 

Auffassung seit dem massgeblichen Referenzzeitpunkt (21. Januar 2008) 

- 16 -

erheblich verbessert hat und der Beschwerdeführer nach Ausheilung der 

am 10. November 2012 erlittenen Schulterverletzung in einer leidensad-

aptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Soweit ihre Beurteilung von 

jener anderer Ärzte abweicht, begründen sie sorgfältig, weshalb sie deren 

Einschätzung nicht teilen und von einer höheren Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers ausgehen. Die diesbezüglichen Ausführungen der IME-

Gutachter leuchten sowohl in der Darlegung der massgeblichen medizini-

schen Zusammenhänge als auch in der hierauf gestützt vorgenommenen 

Einschätzung des funktionellen Leistungsvermögens des Beschwerdefüh-

rers ein. In den Akten finden sich keine Hinweise, welche Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Richtigkeit des IME-Gutachtens vom 23. August 2013 

wecken. Dem IME-Gutachten vom 23. August 2013 ist folglich voller Be-

weiswert zuzuerkennen. Demzufolge gilt als ausgewiesen, dass sich die 

gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers seit dem 21. Januar 

2008 sowohl aus rheumatologischer als auch aus psychiatrischer Sicht 

insoweit verbessert hat, als der Beschwerdeführer seit November 2011 in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.

d) Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, überzeugt nicht. Soweit 

er vorbringt, bereits im Gutachten der asim vom 12. September 2007 sei 

keine affektive Erkrankung mit Auswirkung auf seine Arbeitsfähigkeit dia-

gnostiziert worden, kann ihm nicht gefolgt werden. Entgegen der Behaup-

tung des Beschwerdeführers wurden im Gutachten der asim vom 

12. September 2007 nämlich als psychische Krankheiten mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit einerseits dissoziative Störungen (Konversations-

störungen) gemischt (ICD-10: F 44.7) und andererseits eine anhaltend 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4, IV-act. 73 S. 20) diagnos-

tiziert (IV-act. 73 S. 29, vgl. auch E.3 hiervor). Zu den sich hieraus erge-

benden Beeinträchtigungen im funktionellen Leistungsvermögen führte 

Dr. med. I._____ in der psychiatrischen Einzelbeurteilung erläuternd aus 

(IV-act. 73 S. 43 ff.), der Versicherte sei im Wesentlichen durch die Kon-

versionsstörung, einschliesslich der Somatisierungstörung, in seiner Ar-

- 17 -

beitsfähigkeit beeinträchtigt. Im Rahmen einer den körperlichen Be-

schwerden des Versicherten angepassten Tätigkeit betrage dessen Ar-

beitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 75 % (IV-act. 73 S. 54). Eine der-

artige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegt 

nach Auffassung der IME-Gutachter seit November 2011 nicht mehr vor 

(IV-act. 148 S. 100 f.). Erläuternd führte der IME-Psychiater, Dr. med. 

F._____, im psychiatrischen Teilgutachten vom 11. Juli 2012 aus (IV-

act. 148 S. 145 ff.), der Versicherte sei im Zeitpunkt der Untersuchung 

psychopathologisch unauffällig gewesen (vgl. IV-act. 148 S. 213). In den 

Akten seien einzelne depressive Episoden beschrieben, die darauf 

schliessen liessen, dass der Versicherte in der Vergangenheit an einer 

rezidivierenden depressiven Störung gelitten habe. Da diese jedoch seit 

vielen Jahren remittiert und der Versicherte dadurch nicht mehr beein-

trächtigt sei, scheine es nicht sinnvoll, diese Diagnose weiterhin zu stel-

len. Unklarer sei die Situation beim Vorliegen einer Somatisierungs-

störung/Schmerzstörung. Hier gingen die Einschätzungen weit auseinan-

der. Häufig werde eine anhaltend somatoforme Schmerzstörung und/oder 

eine dissoziative Störung diagnostiziert. Welche dieser Diagnosen zutref-

fend sei, könne retrospektiv nicht beurteilt werden. Jedenfalls habe sich 

die diesbezügliche Situation seit der letzten Begutachtung durch das asim 

deutlich verbessert (IV-act. 148 S. 216). Dr. med. I._____ sei im August 

2007 in erster Linie noch von einer dissoziativen Störung (ICD-10: F 44.7) 

ausgegangen, da der Versicherte immer wieder unter tranceähnlichen 

Zuständen, unklaren Bewusstseinsverlusten und Sturzereignissen, Ohn-

machtsanfälle und pseudoneurologischen Symptomen gelitten habe. 

Mehrfach seien auch Hyperventilationen aufgetreten. Davon könne heute 

keine Rede mehr sein. Der Versicherte klage nicht über entsprechende 

Symptome. Die diesbezügliche Problematik habe sich also deutlich ge-

bessert (IV-act. 148 S. 216). Im Übrigen klage der Versicherte nicht über 

einen andauernden und quälenden Schmerz, sondern berichte, dass es 

ihm gut gehe, solange er arbeite. Wenn er dann von der Arbeit zurück-

komme und sich erholen wolle, würden die Schmerzen wiederkommen. 

- 18 -

Dieses Beschwerdebild erfülle die Voraussetzungen für eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung nicht, weshalb diese Krankheit zum jetzi-

gen Zeitpunkt nicht mehr diagnostiziert werden könne (IV-act. 148 S. 216 

f.). Derzeit sei nicht mehr vom Vorliegen einer psychischen Störung von 

Krankheitswert auszugehen, welche die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

beeinträchtige (IV-act. 148 S. 217). Diese gutachterliche Einschätzung ist 

in sich schlüssig und überzeugend begründet. Ausserdem stimmt sie mit 

der Beurteilung des Hausarztes des Beschwerdeführers überein, der im 

Arztbericht vom 27. Dezember 2012 keine psychische Krankheit als ren-

tenrelevant bezeichnet (vgl. Beilagen des Beschwerdeführers [Bf-act.] 39) 

und diese Einschätzung auf entsprechende Nachfrage hin gegenüber 

dem IME-Psychiater telefonisch bestätigt hat (vgl. IV-act. 148 S. 203). 

Damit ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer seit November 2011 

an keiner psychischen Krankheit mehr leidet, welche seine Arbeitsfähig-

keit beeinträchtigt. Folglich hat sich seine psychische Verfassung im Ver-

gleich zu dem der Verfügung vom 21. Januar 2008 zugrunde liegenden 

Gesundheitszustand wesentlich verbessert. Die gegenteilige Auffassung 

des Beschwerdeführers erweist sich somit als unzutreffend.

aa) Diese Verbesserung der psychischen Verfassung des Beschwerdeführers 

wäre im Ergebnis freilich bedeutungslos, wenn der Beschwerdeführer 

aufgrund seiner rheumatologischen Beschwerden (nach wie vor) zu 50 % 

arbeitsunfähig wäre. Diesbezüglich ist die Ausgangslage weniger eindeu-

tig als hinsichtlich der psychischen Verfassung des Beschwerdeführers. 

So weist der Beschwerdeführer durchaus zu Recht darauf hin, dass die 

entsprechende Beurteilung seiner Leistungsfähigkeit durch den IME-

Gutachter, med. pract. E._____, grundsätzlich auf dem gleichen somati-

schen Gesundheitszustand beruhe wie die Beurteilung im asim-

Gutachten vom 12. September 2007. In der Tat hat med. pract. E._____ 

im Gutachten vom 23. August 2013 im Wesentlichen die gleichen rheu-

matologischen Befunde erhoben und ist vom gleichen objektivierbaren 

Gesundzustand ausgegangen wie der rheumatologische asim-Gutachter, 

- 19 -

Dr. med. H._____ (vgl. die entsprechenden Diagnosen sowie die rheuma-

tologische IME-Beurteilung [IV-act. 148 S. 103 ff., insbes. S. 117 bis 

123]). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Versicherten beruht indes-

sen nicht nur auf objektivierbaren medizinischen Befunden, sondern im-

mer auch auf den Angaben der Versicherten zu den von ihnen deshalb 

hinzunehmenden funktionellen Beeinträchtigungen. Liegen körperliche 

Beschwerden vor, so können Angaben zu den funktionellen Beeinträchti-

gungen im Allgemeinen in einer EFL objektiviert werden, indem anhand 

von Arbeitssimulationstests, wie etwa Heben, Tragen sowie Arbeit über 

Kopfhöhe, das arbeitsbezogene Leistungsvermögen bestimmt wird. Die-

sen Weg hat med. pract. E._____ beschritten, indem er am 11. und 

12. Oktober 2012 eine EFL durchführen liess. Da die durchgeführten Ver-

haltensbeobachtungen eine erhebliche Symptomausweitung zu Tage för-

derten (IV-act. 148 S. 101), erlaubten die Ergebnisse der EFL keine ob-

jektivierte Evaluierung des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers. 

Unter diesen Umständen sahen sich die IME-Gutachter gezwungen, die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers medizinisch-theoretisch zu be-

stimmen. Dabei hatten sie im Unterschied zu den asim-Gutachtern die 

Möglichkeit, die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem funktionellen 

Leistungsvermögen vor dem Hintergrund der während der Observation 

gemachten Beobachtungen zu hinterfragen. Im Observationsmaterial wa-

ren nach Auffassung der IME-Gutachter die in der EFL als arbeitsrelevan-

tes Probleme benannte mangelnde Belastbarkeit und somatovegetative 

Funktionsstörung des linken Armes, des linken Beines und ein durch die 

Schonungs- und Meidungsstrategie des Versicherten ungünstige Belas-

tung des Rückens sowie eine verminderte muskuläre Stabilisation des 

Rumpfes nicht zu erkennen (IV-act. 148 S. 129). Nach gutachterlicher 

Feststellung wird im Observationsmaterial ein Leistungsvermögen des 

Beschwerdeführers abgebildet, das deutlich über dem bisher angenom-

menen liegt. Deshalb erachten die IME-Gutachter die bisherige Einschät-

zung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, die sich auf eine Tätig-

keit bezieht, die mit einer geringeren körperlichen Belastung verbunden 

- 20 -

ist als die vom Beschwerdeführer während der Observation ausgeübten, 

als unzutreffend. Das Gericht hat keinen Anlass, an der Richtigkeit der 

entsprechenden sorgfältig begründeten und auf neuen Erkenntnissen be-

ruhenden Schlussfolgerungen zu zweifeln. In diesem Zusammenhang ist 

ausserdem darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer konfrontiert 

mit dem Observationsmaterial anlässlich der Befragung vom 29. Oktober 

2012 angegeben hat, sich an die Situation angepasst zu haben. Es (der 

Gesundheitszustand) habe sich sicherlich verbessert. Ansonsten er jetzt 

nicht viel weniger Medikamente einnehmen müsste (vgl. Befragungspro-

tokoll vom 29. Oktober 2012 S. 3 im separaten BVM-Dossier). 

bb) Dass die während der Observation gemachten Beobachtungen auf ein 

höheres Arbeitsvermögen als das bisher angenommene schliessen lies-

sen, stellt der Beschwerdeführer mit der Begründung in Abrede, die Ob-

servation zeige nichts anderes, als dass er bei längerer Präsenzzeit, wie 

im asim-Gutachten vom 12. September 2007 angenommen, die erforder-

liche Leistung im Wesentlichen erbringen könne, ohne dass die gesund-

heitlichen Beschwerden exazerbierten. Es sei daher falsch, wenn der 

IME-Gutachter und der RAD-Arzt, med. pract. N._____, einzelne Tätigkei-

ten herausnähmen und behaupteten, seine gesundheitliche Verfassung 

habe sich verbessert, ohne der Dauer der ausgeübten Tätigkeiten und 

den dazwischengeschalteten Pausen Rechnung zu tragen. Diese Be-

hauptung des Beschwerdeführers ist aktenwidrig. Die IME-Gutachter ha-

ben im Gutachten vom 23. August 2013 festgehalten, gemäss dem vor-

liegenden Observationsmaterial sei für Freitag, 2. März 2012, eine Prä-

senzzeit von 08.45 Uhr bis 16.45 Uhr, für Sonntag eine solche von ca. 

08.45 Uhr bis gegen 16.20 Uhr dokumentiert. Ausserdem sei von wider-

holten Pausen und nicht von einer dauernden Tätigkeit in diesem Zeit-

raum auszugehen. (…) Betreffend der körperlichen Tätigkeit an einem 

Tag, an welchem der Beschwerdeführer für die Organisation des Skiren-

nens verantwortlich sei, sei von wechselnden Phasen der körperlichen 

Aktivität, aber auch von Phasen von im Wesentlichen fehlender körperli-

- 21 -

cher Aktivität auszugehen (IV-act. 148 S. 139). Die gezeigte Arbeitsleis-

tung entspreche sehr wahrscheinlich nicht einer eigentlichen Arbeitsleis-

tung im Rahmen eines acht oder achteinhalb Stunden dauernden vollen 

Arbeitstags. Aus rheumatologischer Sicht werde aufgrund des Observati-

onsmaterials von einer Arbeitszeit von sechseinhalb bis sieben Stunden 

ausgegangen, womit der Beschwerdeführer die ihn seiner beruflichen 

Tätigkeit anfallenden Arbeiten vollends habe bewältigen können (IV-

act. 148 S. 139). Daraus folgerten die IME-Gutachter, es sei auf der 

Grundlage eines achtstündigen Arbeitstags von einer 80%igen Arbeits-

fähigkeit des Beschwerdeführers in der aktuellen beruflichen Tätigkeit 

auszugehen (IV-act. 148 S. 139). Diese Schlussfolgerung ist entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, da die 

Gutachter hiermit die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in Bezug 

auf einen konkreten Arbeitsplatz beurteilen. Diesbezüglich stellen sie fest, 

dass der Beschwerdeführer in der Lage war, sämtliche Arbeiten, die er als 

Mitarbeiter der Skischule an den dokumentierten drei Arbeitstagen zu er-

füllen hatte, zu erledigen und verneinen deshalb einen erhöhten Pausen-

bedarf. 

cc) Im Übrigen ist zu beachten, dass die 80%ige Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers in der von ihm aktuell ausgeübten Tätigkeit für die Be-

messung des rentenbegründenden Invaliditätsgrads nur dann von Bedeu-

tung ist, wenn er mit dieser Tätigkeit die ihm verblieben Restarbeitsfähig-

keit ausschöpfen würde. Dies kann ohne weiteres ausgeschlossen wer-

den, hat doch der Beschwerdeführer 2010 mit der von ihm aktuell aus-

geübten Arbeitstätigkeit bei einer zehnmonatigen Beschäftigungsdauer 

und einem Pensum von 50 % Fr. 13'699.--, mithin Fr. 1'369.90 pro Monat, 

verdient (vgl. IV-act.103 S. 1 und Ermittlungsgericht vom 16. November 

2010 S. 5 im separaten BVM-Dossier; Schreiben der Lebensgefährtin des 

Beschwerdeführers vom 14. November 2013 [Bf-act. 44]). Dass der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit, in der er zu 

100 % arbeitsfähig ist, ein darüberhinausgehendes Einkommen zu 

- 22 -

erzielen vermag, steht ausser Frage (vgl. dazu: 5d-f). Damit kann letztlich 

offengelassen werden, ob die dem Beschwerdeführer in seiner aktuellen 

Tätigkeit attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. 

Entscheidend ist, dass die IME-Gutachter den Beschwerdeführer in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit als zu 100 % arbeitsfähig erachten. 

dd) Dass die vom Beschwerdeführer beantragten Zeugeneinvernahmen sei-

nes aktuellen Arbeitgebers und seiner Lebenspartnerin an diesem Ergeb-

nis etwas ändern würden, ist auszuschliessen. Für die Frage, ob einer 

Person eine bestimmte Arbeitsleitung zugemutet werden kann, sind vorab 

die medizinischen Verhältnisse massgebend. Der Arzt hat die Aufgabe 

die medizinischen Befunde aufzuzeigen und davon ausgehend zu erläu-

tern, inwieweit dadurch das funktionelle Leistungsvermögen des Versi-

cherten beeinträchtigt wird, mithin welche Funktionen und Fähigkeiten der 

Versicherte gesundheitsbedingt nicht mehr oder nur mehr teilweise zu er-

füllen vermag. Wie medizinische Laien das diesbezügliche Leistungsver-

mögen einer Person einschätzen, ist, abgesehen von klaren Fällen, ohne 

Bedeutung. Deshalb erscheinen die begehrten Zeugeneinvernahmen von 

vornherein nicht geeignet, Zweifel an der Richtigkeit der gutachterlichen 

Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu wecken, 

weshalb der entsprechende Beweisantrag in antizipierter Beweiswürdi-

gung abzuweisen ist (vgl. dazu statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 

8C_126/2013 vom 19. Juni 2013 E.4, 9C_309/2007 vom 5. September 

2007 E.2.2.1; FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht 

der Sozialen Sicherheit, a.a.O., N. 4.175). Im Ergebnis gleich verhält es 

sich in Bezug auf die im Weiteren begehrte Zeugeneinvernahme des 

Hausarztes des Beschwerdeführers, zumal dessen Beurteilung durch 

mehrere Arztberichte und IV-Verlaufsberichte aktenkundig ist. Bei dieser 

Ausgangslage ist nicht ersichtlich, welche zusätzlichen Erkenntnisse von 

dessen Einvernahme als Zeugen zu erwarten sind. Ebenso nicht erforder-

lich ist die Befragung von pract. med. E._____, der als Gutachter ausführ-

lich zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers Stellung genommen hat. 

- 23 -

Dass er im vorliegenden Verfahren ohne neue Erkenntnisse von dieser 

Auffassung abweichen würde, kann ausgeschlossen werden, weshalb auf 

dessen Zeugeneinvernahme zu verzichten ist. Soweit der Beschwerde-

führer schliesslich fordert, seine Leistungsfähigkeit im Rahmen einer 

mehrwöchigen BEFAS untersuchen zu lassen, ist festzuhalten, dass die 

BEFAS dazu dient, die praktische Verwendung der vorhandenen Arbeits-

fähigkeit abzuklären (URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Inva-

lidenversicherung, Bern 2010, § 11 N. 488). Eine solche Abklärung ist nur 

anzuordnen, wenn die Eingliederungs- bzw. Arbeitsfähigkeit nicht auf 

Grund einer ambulanten Abklärung durch die IV-Stelle oder eine Spezial-

stelle mit genügender Sicherheit bestimmt werden kann. Diese berufliche 

Vorabklärung soll nach Rücksprache mit dem/der bisherigen Arbeitge-

ber/in insbesondere auch Aufschluss über die Art der bisherigen Tätig-

keit(en), die konkrete Gestaltung des Arbeitsplatzes und über das Ar-

beitsverhalten sowie über allfällige innerbetriebliche Versetzungen geben 

(Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], 

Stand 1. Januar 2015, Rz. 5022). Solche arbeitsplatzbezogenen Mass-

nahmen stehen vorliegend nicht zur Diskussion. Im Übrigen waren die 

IME-Gutachter – auch gestützt auf eine EFL-Abklärung – in der Lage, die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zuverlässig zu bestimmen, wes-

halb die Voraussetzungen für die Anordnung einer BEFAS nicht erfüllt 

sind. Demzufolge ist der Antrag des Beschwerdeführers, seine Arbeits-

fähigkeit durch eine mehrwöchige BEFAS abklären zu lassen, in antizi-

pierter Beweiswürdigung abzuweisen.

e) Aus den vorgenannten Überlegungen gelangt das Gericht zum Schluss, 

dass dem IME-Gutachten vom 23. August 2013 voller Beweiswert zuzu-

erkennen ist. Damit gilt als erstellt, dass der Beschwerdeführer seit No-

vember 2011 in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig 

ist. Folglich hat sich seine gesundheitliche Verfassung und, davon ausge-

hend, seine Arbeitsfähigkeit seit dem der Verfügung vom 21. Januar 2008 

zugrunde liegenden Gesundheitszustand wesentlich verbessert. Bei die-

- 24 -

ser Sachlage hat die IV-Stelle das Vorliegen eines Revisionsgrundes im 

Sinne von Art. 17 ATSG in der angefochtenen Verfügung zu Recht bejaht.

5. a) Nachfolgend ist somit ohne Bindung an frühere Beurteilungen frei zu prü-

fen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-

nen Verfügung nach wie vor in rentenbegründendem Umfang invalid ist 

(BGE 141 V 9 E.2.3 und E.6.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_209/2015 

E.6.3, 8C_209/2015 vom 17. August 2015 E.6.2.2). Diese Frage ist beim 

Beschwerdeführer, der im Gesundheitsfall vollzeitlich erwerbstätig gewe-

sen wäre, aufgrund eines Einkommensvergleichs zu beurteilen (Art. 28a 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu ist das Erwerbseinkommen, das der Be-

schwerdeführer nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte, in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das er 

erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst ge-

nau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 348 E.3.4, 128 V 30 

E.1, 104 V 136 E.2a und b).

b) Was die Ermittlung des Valideneinkommens anbelangt, ist dabei ent-

scheidend, was der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit als Gesunder verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwick-

lung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge-

setzt worden wäre (vgl. statt vieler: BGE 135 V 297 E.5.1). Von diesen 

Grundsätzen ausgehend hat die IV-Stelle dem Beschwerdeführer ein Jah-

- 25 -

reseinkommen von Fr. 68'044.-- zugestanden (IV-act. 170 S. 2). Dieses 

Vorgehen ist zu Recht unbeanstandet geblieben und gibt zu keinen Aus-

führungen Anlass. 

c) Strittig und nachfolgend eingehend zu prüfen ist dagegen, welches Invali-

deneinkommen der Beschwerdeführer unter Ausschöpfung der ihm ver-

bliebenen Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt hät-

te erzielen können. Hat ein Versicherter, wie vorliegend der Beschwerde-

führer, nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so ist das 

massgebliche Invalideneinkommen nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung entweder aufgrund der DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation 

von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) oder der LSE-Tabellenlöhne zu be-

stimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 3.b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je mit 

Hinweisen). Im letztgenannten Fall ist praxisgemäss auf die 

standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei 

jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 129 

V 472 E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben sind in der Folge auf eine 

durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, weil die 

LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisierten 

Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 124 V 321 E.3b/bb). 

d) Die IV-Stelle hat das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers auf der 

Grundlage der LSE 2010, Anforderungsniveau 4, leichte und repetitive 

Tätigkeiten, männlich, bestimmt. Danach beträgt der standardisierte, 

monatliche Bruttoverdienst von Männern (TA 1) in einer leichten und 

repetitiven Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) Fr. 4'901.--. Daraus ergibt 

sich auf der Basis der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2013 von 

41.6 Stunden unter Anpassung an die Nominallohnentwicklung ein 

jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 63'017.80 (vgl. IV-act. 170 S. 2, 184 

S. 1). 

- 26 -

e) Da der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchti-

gung selbst bei der Ausübung einer leidensadaptierten beruflichen Tätig-

keit gewissen Einschränkungen unterliegt, hat die IV-Stelle dem Be-

schwerdeführer einen leidensbedingten Abzug von 5 % zugestanden, 

dem Beschwerdeführer mithin nur 95 % des vorangehend berechneten 

Bruttoeinkommen angerechnet, somit Fr. 59'867.--. Mit dem sogenannten 

Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass Versicherte, wel-

che in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichtet haben 

und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten 

nur mehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende 

durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der 

ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich 

in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei 

die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere 

persönliche und berufliche Merkmale des Versicherten wie Alter, Dauer 

der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben kön-

nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte 

wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich be-

dingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung 

der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkma-

le auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzel-

fall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Ta-

bellenlohnes zu begrenzen ist und im Regelfall nicht weniger als 10 % be-

tragen sollte (vgl. BGE 134 V 322 E.5 und 6, BGE 126 V 75 E.5b/aa; 

Urteil des Verwaltungsgerichts S 13 50 E.4b; MEYER/ REICHMUTH, a.a.O., 

Art. 28a N. 104).

f) Ob dem Beschwerdeführer nach Massgabe der obigen Rechtsprechung 

ein Leidensabzug von 10 % zuzugestehen wäre, kann vorliegend dahin-

- 27 -

gestellt bleiben. Selbst wenn nämlich davon ausgegangen würde, wäre 

der Beschwerdeführer bei Ausschöpfung seiner Restarbeitsfähigkeit in 

der Lage, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein Invalideneinkommen 

von Fr. 56'716.-- zu erzielen (Fr. 63'017.80 x 0.90). Wird dieser Verdienst 

dem Valideneinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 68'044.-- ge-

genübergestellt, so resultiert daraus eine Einkommenseinbusse von 

Fr. 11'328.-- (Fr. 68'044.-- - Fr. 56'716.--), was einem Invaliditätsgrad von 

17 % (16.64 %, vgl. BGE 130 V 121 E.3) entspricht. Selbst wenn der Be-

schwerdeführer demnach einen leidensbedingten Abzug von 10 % bean-

spruchen könnte, wäre er nicht in rentenbegründendem Umfang invalid 

(vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG; E.2a hiervor). Demzufolge ist der Beschwerde-

führer, abgesehen von der vorübergehenden Beeinträchtigung der Ar-

beitsfähigkeit infolge der Schulterverletzung, seit November 2011 in der 

Lage, ein rentenausschliessendes Einkommen zu generieren. Ihm steht 

folglich keine Rente mehr zu. Soweit sich die vorliegende Beschwerde 

gegen die verfügte Rentenaufhebung richtet, erweist sie sich demnach als 

unbegründet, weshalb sie insoweit abzuweisen ist.

6. a) Zu prüfen bleibt, ob die IV-Stelle berechtigt war, die dem Beschwerdefüh-

rer vormals zugesprochen halbe Invalidenrente rückwirkend per 30. No-

vember 2011 aufzuheben. Der Beschwerdeführer wendet gegen dieses 

Vorgehen ein, nie verschwiegen zu haben, bei einer Sportschule zu arbei-

ten. 2009 habe dessen Inhaber für den Sommerbetrieb Trottinettes ge-

kauft, um diese im Sommer vermieten zu können. Der Beschwerdeführer 

könne seither ein Einkommen von rund Fr. 10'000.-- bis Fr. 13'000.-- er-

zielen. Von der hiermit verbundenen Einkommenssteigerung habe der 

Beschwerdeführer die IV-Stelle jedoch nicht in Kenntnis setzen müssen. 

Denn diese habe am 28. März 2008 verfügt, dass es dem Beschwerde-

führer zumutbar sei, ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 30'932.35 

zu erzielen. Die Einkommenssteigerung von jährlich Fr. 13'000.-- sei un-

erheblich und beeinflusse den rentenbegründenden Invaliditätsgrad nicht. 

Im Übrigen habe der Beschwerdeführer nie falsche Angaben zu seinem 

- 28 -

Leistungsvermögen gemacht. Aus diesen Gründen sei eine rückwirkende 

Rentenaufhebung nicht zulässig.

b) Dieser Argumentation hält die IV-Stelle entgegen, der Beschwerdeführer 

habe es unterlassen, der IV-Stelle die erhebliche Erhöhung seines Ein-

kommens seit 2009 (das Einkommen habe sich mehr als verdoppelt) zu 

melden und durch falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand, ins-

besondere zu den Auswirkungen seiner Schmerzen auf seine Leistungs-

fähigkeit, Leistungen der Invalidenversicherung unrechtmässig erwirkt. So 

habe er anlässlich der Besprechung vom 29. Oktober 2012 gegenüber 

der IV-Stelle erklärt, Stöcke als Hilfsmittel zu benötigen, jedoch nicht 

gänzlich darauf angewiesen zu sein. Er versuche, so oft wie möglich ohne 

Gehilfe zu gehen. Er können nicht einmal die Kamera oder eine Video-

kamera halten. Er könne ca. vier bis fünf Stunden arbeiten. Mehr liege 

aufgrund seiner Schmerzen nicht drin. Ansonsten seien die Schmerzen 

so stark, dass er sich übergeben müsse. Beanspruche er seine linke 

Hand stärker, würden seine Finger extrem anschwellen. Den linken Arm 

müsse er unter Zuhilfenahme des rechten Arms respektive der rechten 

Hand über den Kopf hinaufheben. Auf unebenem Gelände habe er Mühe, 

weil er mit dem linken Fuss nicht gut abrollen könne. Gleichermassen ha-

be sich der Beschwerdeführer gegenüber den Ärzten und Gutachtern 

geäussert. Aus dem Observationsmaterial gehe jedoch nunmehr hervor, 

dass der Beschwerdeführer ohne jegliche Einschränkung als Mitarbeiter 

der Sportschule tätig sein könne. Mit diesem Verhalten habe der Be-

schwerdeführer spätestens seit Beginn der Wintersaison 2011/2012 billi-

gend in Kauf genommen, dass die IV-Stelle ihm weiterhin eine Invaliden-

rente ausrichte, obgleich die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt 

seien. Somit liege ein Fehlverhalten des Beschwerdeführers vor, welches 

eine Rentenaufhebung rückwirkend per 30. November 2011 rechtfertige. 

c) Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV darf die IV-Stelle eine Rente rückwir-

kend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung aufheben, 

- 29 -

wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, 

dass die Bezügerin sie unrechtmässig erwirkt hat oder sie einer ihr oblie-

genden Meldepflicht nicht nachgekommen ist (Urteil des Bundesgerichts 

9C_1022/2012 vom 16. Mai 2013 E.2.2). Gemäss Art. 77 IVV haben der 

Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, 

denen die Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche 

Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitsschadens, der Ar-

beits- und Erwerbsfähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit, des invali-

ditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfsbedarfs, des für den An-

satz der Hilfslosenentschädigung und des Assistenzbeitrags massgeben-

den Aufenthaltsorts sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirt-

schaftlichen Verhältnisse des Versicherten, unverzüglich der IV-Stelle an-

zuzeigen (vgl. ausserdem Art. 31 Abs.1 ATSG). Für den Tatbestand der 

Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Verhalten erforderlich, wobei 

nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits leichte Fahr-

lässigkeit genügt (BGE 118 V 214 E.2a, 112 V 97 E.2a, 110 V 180 E.3d). 

Dabei darf der Versicherte als Arbeitnehmer zwar von einem pflicht-

gemässen Vorgehen des Arbeitgebers, welcher gehalten ist, der Aus-

gleichskasse den Lohn zu melden sowie die darauf entfallenden Sozial-

versicherungsbeiträge zu entrichten, ausgehen. Dies entbindet ihn jedoch 

nicht von der ihn persönlich treffenden Meldepflicht. Mit anderen Worten 

ist das Wissen der Ausgleichskasse nicht der IV-Stelle anzurechnen (Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_245/2012 vom 29. Oktober 2012 E.4.2.2; 

ZAK 1981 S. 94). Es genügt, wenn die Änderung in den Grundzügen an-

gezeigt wird (MÜLLER, a.a.O., § 22 N. 1199).

d) Diesbezüglich ist vorliegend in tatsächlicher Hinsicht erstellt und im Übri-

gen unbestritten geblieben, dass der Beschwerdeführer der IV-Stelle nicht 

angezeigt hat, 2009 Fr. 10'793.-- und 2010 Fr. 13'699.-- verdient zu ha-

ben, er es mithin versäumt hat, die IV-Stelle von der hiermit erfolgten Ein-

kommenssteigerung um einen Viertel (2009) bzw. die Hälfte (2010) in 

Kenntnis zu setzen (vgl. IV-act. 103, 163 S. 3, 165 S. 1, 166 S. 5, 181, 

- 30 -

Ermittlungsbericht vom 16. November 2010 S. 5 im separaten BVM-

Dossier). Die Erhöhung des tatsächlichen Verdiensts stellt allerdings nur 

dann einen meldepflichtigen Sachverhalt im Sinne der obigen Ausführun-

gen dar, wenn es sich hierbei um eine Änderung handelt, die einen Revi-

sionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG begründen könnte. Dies kann 

nicht nur bei einer Änderung des Gesundheitszustands, sondern auch bei 

einer Änderung der erwerblichen Komponenten erfolgen (vgl. E.2b hier-

vor). Bei den prozentgenauen Renten (Unfallversicherung nach Bundes-

gesetz über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; Militärversiche-

rung) wird die Erheblichkeit angenommen, wenn sich der Invaliditätsgrad 

um 5 % erhöht (BGE 133 V 545 E.6.2). In der Invalidenversicherung, wo 

die Rente abgestuft nach gewissen Schwellenwerten bemessen wird 

(Art. 28 Abs. 2 IVG), gilt als Anlass zur Rentenrevision jede wesentliche 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Ren-

tenanspruch zu beeinflussen. Daher kann in der Invalidenversicherung 

auch eine geringe Änderung des massgeblichen Sachverhalts zu einer 

Rentenrevision berichtigen, wenn sie zu einer Über- oder Unterschreitung 

eines der Schwellenwerte führt (BGE 133 V 545 E.7.2). Die festgestellte 

Einkommenssteigerung stellt demzufolge einen meldepflichtigen Tatbe-

stand dar, wenn diese grundsätzlich geeignet ist, eine Änderung des in 

der Verfügung vom 28. März 2008 ausgewiesenen Invaliditätsgrad des 

Beschwerdeführers zu erwirken. Diesbezüglich weist der Beschwerdefüh-

rer zutreffend darauf hin, dass ihm die IV-Stelle in der fraglichen Verfü-

gung ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 30'932.35 ange-

rechnet hat (IV-act. 83 S. 9). Bei dieser Ausgangslage bleibt eine tatsäch-

liche Einkommenssteigerung für die Bemessung des rentenbegründende 

Invaliditätsgrads solange unbeachtlich, als der Beschwerdeführer dadurch 

nicht einen Lohn erzielt, der über dem ihm in der Verfügung vom 28. März 

2008 angerechneten liegt. Dass der Beschwerdeführer sein jährliches 

Bruttoeinkommen in den vergangen Jahren auf bis zu Fr. 13'699.-- er-

höhen konnte, stellt folglich keinen meldepflichtigen Tatbestand dar. Inso-

fern die IV-Stelle die angenommene Meldepflichtverletzung mit der nicht 

- 31 -

erfolgten Anzeige der fraglichen Einkommenssteigerung begründet, kann 

ihr daher nicht gefolgt werden.

e) Die IV-Stelle bringt indessen im Weiteren vor, der Beschwerdeführer habe 

gegenüber der IV-Stelle sowie den IME-Gutachtern unvollständige 

und/oder falsche Angaben gemacht. In der Tat hat der Beschwerdeführer 

seine Leistungsfähigkeit gegenüber den IME-Gutachtern falsch dargestellt 

und in der EFL sein Leistungspotential nicht ausgeschöpft (vgl. E.4d hier-

vor). Im Revisionsfragebogen vom 7. März 2012 (IV-act. 112 S. 4) hat er 

ausserdem angegeben, aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung 

nicht mehr auf unebenem Gelände gehen und nicht mehr Skifahren zu 

können. Letzteres hat er anlässlich der Befragung vom 29. Oktober 2012 

auf entsprechende Nachfrage hin dahingehend abgeschwächt, als er we-

gen der in den Skischuhen verspürten Schmerzen höchstens noch eine 

Abfahrt machen könne (IV-act. 136 sowie Befragungsprotokoll vom 29. 

Oktober 2012 im separaten Dossier). Die Angaben des Beschwerdefüh-

rers sind in Bezug auf das Laufen und Rennen auf unebenem Gelände 

durch das Observationsmaterial widerlegt. Dokumentiert ist am 2. März 

2012 überdies eine kurze Abfahrt (vgl. Sequenzen 08.51 Uhr bis 09.25 

Uhr), wobei der Beschwerdeführer die Skischuhe nach knapp einer Stun-

de (09.42 Uhr) wiederauszieht. Dieses Verhalten steht im Widerspruch zu 

den Angaben im Revisionsfragebogen vom 7. März 2012, lässt sich je-

doch mit den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich seiner Befra-

gung am 29. Oktober 2012 vereinbaren. Die Angaben des Beschwerde-

führers bewegen sich damit durchaus in einem Bereich, in welchem sie 

mit der persönlichen Wahrnehmung des Beschwerdeführers und durch 

die in den Untersuchungs- und Befragungssituationen beobachtbaren 

Verdeutlichungstendenzen erklärbar sind. Wenn die IV-Stelle dem Be-

schwerdeführer diesbezüglich vorwirft, gelogen zu haben, kann ihr des-

halb nicht zugestimmt werden. Dieser Eindruck wird dadurch gestützt, 

dass sowohl der Arbeitgeber des Beschwerdeführers sowie seine Ar-

beitskollegen den Beschwerdeführer als gesundheitlich angeschlagen er-

- 32 -

leben (Bf-act. 40. 41). So hält der Arbeitgeber des Beschwerdeführers im 

Schreiben vom 20. November 2013 fest (Bf-act. 40), für ihn als Arbeitge-

ber sei es wichtig, dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit anzubieten, die 

ihm gut tue. Dazu müsse er sehr flexibel sein. Der Beschwerdeführer 

benötige verantwortungsvolle und schwierige Aufgaben. Ihm gehe es 

besser, wenn er gebraucht werde, abgelenkt sei und zugleich etwas für 

seine Fitness tun könne. Bei kleinsten Verletzungen würde beim Be-

schwerdeführer seine Krankheit wiederausbrechen. Er müsse starke Me-

dikamente einnehmen, die er nicht immer ertrage und erbrechen müsse. 

Immer wieder komme es deshalb vor, dass er einen bis drei Tage von der 

Arbeit fernbleibe. Öfter müsse er früher nach Hause oder sich im SOS-

Raum der Bergbahnen von starken Kopfschmerzen erholen. Die Arbeits-

ausfälle hätten durch seine gesundheitlichen Schwankungen in den letz-

ten zwei Jahren wiederzugenommen (Bf-act. 40). Ein ehemaliger Arbeits-

kollege bestätigt diese Angaben im Schreiben vom 28. November 2013 

(Bf-act. 41). Schliesslich halten die P._____, Bergbahnen AG, mit Schrei-

ben vom 18. November 2013 fest (Bf-act. 42), den Beschwerdeführer in 

den letzten Jahren infolge seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten 

mehrmals betreut zu haben. Dazu hätten sie ihm immer ein Bett in ihrem 

SOS-Container zur Verfügung gestellt. Es habe auch schon die Rettung 

aufgeboten werden müssen, die den Beschwerdeführer dann abgeholt 

und zur weiteren Behandlung ins Kantonsspital gebracht habe. Unter die-

sen Umständen ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer erkannt hat 

bzw. bei Aufbietung der erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen müssen, 

dass sich seine gesundheitliche Verfassung verbessert hat und die IV-

Stelle von dieser Verbesserung hätte in Kenntnis setzen müssen. Es ist 

daher nicht ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer seine Meldepflicht 

gegenüber der IV-Stelle verletzt hat. Die IV-Stelle war folglich nicht be-

rechtigt, die dem Beschwerdeführer zugesprochene halbe Invalidenrente 

in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV rückwirkend per 1. November 

2011 aufzuheben. 

- 33 -

f) Gestützt Art. 88bis Abs. 2 IVV hätte sie die dem Beschwerdeführer mit Ver-

fügung vom 28. März 2008 zugesprochene Invalidenrente vielmehr 

frühestens auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung 

folgenden Monats aufheben dürfen. Die angefochtene Rentenaufhe-

bungsverfügung ist beim Beschwerdeführer am 19. Februar 2014 einge-

gangen. Demzufolge hätte die IV-Stelle die dem Beschwerdeführer mit 

Verfügung vom 28. März 2008 zugesprochene halbe Renten frühestens 

per 1. April 2014 aufheben dürfen. Die vorliegende Verfügung erweist sich 

somit insofern als begründet, weshalb die angefochtene Verfügung in 

teilweiser Gutheissung des Hauptbegehrens des Beschwerdeführers da-

hingehend abzuändern ist, als die IV-Stelle dem Beschwerdeführer die 

halbe Rente erst mit Wirkung ab dem 1. April 2014 aberkennen darf. Das 

weitergehende Hauptbegehren des Beschwerdeführers und dessen 

Eventualanträge erweisen sich als unbegründet und sind abzuweisen.

7. a) Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 

von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kosten-

pflichtig. Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen. Sie 

werden vorliegend ermessensweise auf Fr. 700.-- festgelegt und den Ver-

fahrensparteien entsprechend dem Verfahrensausgang zur Hälfte zur Be-

zahlung auferlegt (Art. 73 VRG, zum Gesuch um unentgeltliche Rechts-

pflege vgl. E.8 nachstehend). 

b) Während die teilweise obsiegende IV-Stelle keine Parteientschädigung 

beanspruchen kann (Art. 61 lit. g ATSG e contrario), hat sie die Hälfte der 

Kosten des Beschwerdeführers für dessen anwaltliche Vertretung zu 

übernehmen (Art. 78 Abs. 1 VRG). Der Rechtsvertreter des Beschwerde-

führers macht in seiner Honorarnote vom 25. April 2014 einen Aufwand 

von Fr. 5'982.95, bestehend aus einem Honorar von Fr. 5'378.40 (22.41 

Stunden x Fr. 240), 3 % Kleinspesen im Betrag von Fr. 161.35 sowie 

8.0 % MWSt im Betrag von Fr. 443.20 geltend. Entgegen der Auffassung 

- 34 -

der IV-Stelle erscheint dem Gericht dieser Aufwand durchaus als ange-

messen. Freilich ist dieser für ein IV-Verfahren überdurchschnittlich hoch. 

Dies hängt jedoch – wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers im 

Schreiben vom 2. Mai 2013 zutreffend ausführt – damit zusammen, dass 

der massgebliche medizinische Sachverhalt bis 1993 zurückreicht und 

drei Vorgutachten aufweist, die zumindest summarisch konsultiert werden 

mussten. Hinzu kommen das IME-Gutachten, welches unter Einschluss 

der psychiatrischen Teilgutachtens insgesamt 238 Seiten umfasst, und 

die durch die Observation gewonnene Videomaterial mit einer Laufzeit 

von vier Stunden und 11 Minuten. Die Analyse dieser für ein IV-Verfahren 

aussergewöhnlich umfangreichen Akten ist mit einem überdurchschnittli-

chen Arbeitsaufwand verbunden, der den geltend gemachten Zeitrauf-

wand ohne weiteres zu begründen vermag. Die Notwendigkeit der für die 

anwaltliche Vertretung geltend gemachten Kosten im Betrag von 

Fr. 5'982.95 ist damit ausgewiesen. Die IV-Stelle ist demnach zu ver-

pflichtet, dem Beschwerdeführer die Hälfte dieser Kosten, mithin 

Fr. 2'991.50 (inkl. MWSt und Barauslagen), zu erstatten (Fr. 5'982.95 : 2).

8. Es bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechts-

pflege mit Rechtsvertretung durch Dr. iur Andrea Cantieni zu prüfen. 

a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Die unentgeltliche Rechtspflege bezweckt, der bedürfti-

gen Partei den Zugang zum Gericht und die Wahrung ihrer Parteirechte 

zu ermöglichen. Sie soll sicherstellen, dass jedermann unabhängig von 

seinen finanziellen Verhältnissen nicht aussichtslose Streitsachen zur ge-

richtlichen Entscheidung bringen und sich überdies im Prozess, sofern es 

sachlich geboten ist, durch einen Anwalt vertreten lassen kann (BGE 135 

- 35 -

I 1 E.7.1). Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgeltliche 

Rechtspflege explizit. Dabei erweist sich eine Person als bedürftig, wenn 

sie nicht über die Mittel verfügt, um den prozessualen Notbedarf zu de-

cken (SVR 2007 AHV Nr. 7 E.4.1.2.1). Aussichtslos ist ein Prozess, des-

sen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und 

kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hingegen darf nicht von 

Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich Gewinnaussichten 

und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig gerin-

ger sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen 

Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entsch-

liessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-

nung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein deshalb anstrengen kön-

nen, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1; 122 

I 267 E.2b; KIESER, a.a.O., Art. 61 N. 102). Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und 

summarischen Prüfung, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einrei-

chung des Gesuchs massgebend sind (BGE 129 I 129 E.2.3.1; ANDREAS 

TRAUB, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Si-

cherheit, a.a.O., N. 5.202).

b) Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung das Vorliegen eines 

Revisionsgrundes bejaht und die dem Beschwerdeführer mit Verfügung 

vom 28. März 2008 zugesprochene halbe Rente rückwirkend per 1. No-

vember 2011 aufgehoben. Die vom Beschwerdeführer gegen dieses Vor-

gehen erhobenen Einwände erweisen sich nicht von vornherein als unbe-

gründet, weshalb die mit der vorliegenden Beschwerde verbundenen Ge-

winnchancen nicht von Anfang an als beträchtlich geringer einzustufen 

sind als die entsprechende Verlustgefahr. Zudem erscheint die Vertretung 

durch einen Rechtsanwalt angesichts der Schwierigkeit der zu beurteilen-

den Sach- und Rechtsfragen und der fehlenden Rechtskenntnisse des 

Beschwerdeführers durchaus als geboten. Schliesslich ist die Bedürftig-

keit des teilzeitlich erwerbstätigen Beschwerdeführers aufgrund der einge-

- 36 -

reichten Unterlagen ausgewiesen (Bf-act. 35). Demzufolge ist dem Ge-

such des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege stattzugeben und Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea CAntieni als des-

sen unentgeltlicher Rechtsvertreter einzusetzen. Die dem Beschwerde-

führer für das vorliegende Verfahren auferlegten Gerichtskosten sind folg-

lich auf die Gerichtskasse zu nehmen und Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea 

Cantieni ist für seine Aufwendungen durch die Gerichtskasse zu entschä-

digen.

c) Dass der von Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni geltend gemachte 

Aufwand im Betrag von Fr. 5'982.95 angemessen ist, wurde bereits fest-

gehalten. Soweit dieser nicht durch die zugesprochen Parteientschädi-

gung gedeckt ist, ist dieser von der Gerichtskasse zu übernehmen (E.7b 

hiervor). Diesbezüglich ist jedoch zu beachten, dass ein unentgeltlicher 

Rechtsbeistand im Kanton Graubünden gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verord-

nung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 

Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) lediglich ein Honorar von Fr. 200.-- pro 

Stunde beanspruchen kann. Wird die geforderte Entschädigung in dieser 

Beziehung berichtigt, so beträgt die dem Rechtsvertreter des Beschwer-

deführers für das vorliegende Verfahren zuzusprechende Entschädigung 

Fr. 2'492.90 (Honorar: Fr. 2'241.-- [11.205 Stunden x Fr. 200.--] + Baraus-

lagen: Fr. 67.25 [3 % von Fr. 2'241.--] + MWSt: Fr. 184.65 [8 % von 

Fr. 2'308.25]). In diesem Umfang ist der unentgeltliche Rechtsbeistand 

des Beschwerdeführers, Dr. iur. Andrea Cantieni, für das vorliegende Be-

schwerdeverfahren durch die Gerichtskasse zu entschädigen.

d) Es gilt der Vorbehalt von Art. 77 VRG, wonach die Verfahrenskosten und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten sind, wenn sich die Ein-

kommens- oder Vermögensverhältnisse des Beschwerdeführers dereinst 

verbessern und er dazu finanziell in der Lage ist.

- 37 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 14. Februar 

2014 wird in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahingehend abge-

händert, als dass die IV-Stelle A._____ bis zum 31. März 2014 eine halbe 

Invalidenrente auszurichten hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abge-

wiesen.

2. Von den Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden A._____ Fr. 350.-- und der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden Fr. 350.-- auferlegt. Die IV-Stelle ist 

gehalten, die ihr auferlegten Gerichtskosten innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen. Der Kostenanteil von A._____ in der Höhe von 

Fr. 350.-- wird in Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung auf die 

Gerichtskasse genommen. 

3. Die IV-Stelle hat A._____ für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdever-

fahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'991.50 (inkl. MWSt 

und Barauslagen) zu bezahlen. 

4. A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni ein 

Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die Ge-

richtskasse mit Fr. 2'492.90 (inkl. MWSt und Barauslagen) entschädigt. 

5. Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er die erlassenen Ge-

richtskosten und die Kosten seiner Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 

VRG).) 

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Mitteilungen]