# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** becf6592-d512-5d97-8e2b-e1003daec836
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.08.2014 U 2013 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2013-54_2014-08-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 13 54

1. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Audétat als Vorsitzender, Vizepräsident Priuli 

und Verwaltungsrichter Stecher, Aktuar ad hoc Decurtins

URTEIL
vom 19. August 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, 

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Mengiardi, 

Beschwerdegegnerin
und

Gemeinde Y._____,
Beigeladene

betreffend Wohnsitz

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1. A._____ wuchs in X._____ auf, wo er auch die obligatorische Schulzeit 

absolvierte. Aus der im Jahre 1984 geschlossenen Ehe mit B._____, wel-

che damals zu ihm nach X._____ zog, gingen sieben Kinder hervor. Ende 

der 1990-er Jahre entschieden sich die Ehegatten, dass ihre Kinder in In-

dien aufwachsen, erzogen und geschult werden sollen. So zog die Ehe-

frau nach Indien, wo sie bis heute mit den zwei noch schulpflichtigen Kin-

dern mehrheitlich lebt. A._____ reist so oft wie möglich zu seiner Familie 

nach Indien, so dass er ca. vier Monate pro Jahr dort verbringt. Umge-

kehrt besuchen ihn seine Frau und seine Kinder mehrere Wochen im Jahr 

in der Schweiz. In Indien lebt auch eine der erwachsenen Töchter mit ei-

gener Familie, während die andere erwachsene Tochter mit ihrer Familie 

in England lebt. Der älteste Sohn wohnte zuletzt in einem Wohnwagen 

auf einem Campingplatz. Wo dieser seither weilt, ist nicht bekannt. Sohn 

C._____ (Jahrgang 1989), welcher mehrere Monate im Jahr in Indien und 

Australien verbringt, und Tochter D._____ (1991) wohnen seit dem 1. Ok-

tober 2012 in einer 3-Zimmer-Wohnung in Y._____. A._____ besitzt in 

Z._____ ein Maiensäss, wo er bisweilen im Sommer schläft.

2. Am 21. März 2010 hat sich A._____ in X._____ an der E._____-strasse 

angemeldet. Bei dieser Liegenschaft handelt es sich um das ehemalige 

Elternhaus, welches im Eigentum seiner Schwester F._____ steht und 

drei Wohnungen umfasst. Während die 5-Zimmer-Wohnung zur Zeit und 

die Wohnung im Untergeschoss bis Ende Juni 2012 untervermietet ist 

bzw. war, wird die verbleibende 3-Zimmer-Wohnung von der Eigentüme-

rin, ihrem Ehemann und ihren drei Kindern bewohnt. Gemäss eigenen 

Angaben hat A._____ bis zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt im 

Jahr 2012 auch einen Wohnwagen auf einem Campingplatz bewohnt.

3. Mit Verfügung vom 30. Mai 2013 stellte die Gemeinde X._____ (nachfol-

gend Gemeinde) gestützt auf das kantonale Einwohnerregistergesetz 

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fest, dass sich der zivilrechtliche Wohnsitz und Lebensmittelpunkt von 

A._____ nicht mehr in X._____, sondern neu in Y._____ befinde. Ent-

sprechend wurde dieser aufgefordert, seinen Heimatschein in X._____ 

abzuholen und in Y._____ zu hinterlegen. Zur Begründung brachte die 

Gemeinde vor, dass sein Sohn auf dem Campingplatz in Q._____ in ei-

nem Wohnwagen wohne, wo sich A._____ gemäss Auskunft des Cam-

pingplatzes auch mehrheitlich aufhalte. Im Juli 2012 seien noch zwei wei-

tere seiner Kinder – C._____ und D._____ – von Indien herkommend auf 

den Campingplatz gezogen, um per 24. September 2012 in eine 3-

Zimmer-Wohnung in Y._____ zu ziehen. Daraus schloss die Gemeinde, 

dass A._____ seither ebenfalls in Y._____ wohne und sich sein Lebens-

mittelpunkt von X._____ dorthin verlagert habe.

4. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 

am 8. Juli 2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die kostenfällige Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung, eventualiter deren Neubeurteilung durch die Vorinstanz 

sowie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung für seine Beschwerde. 

Begründend führte er im Wesentlichen aus, dass er zwar viel auf Reisen 

sei, jedoch seit Jahr und Tag in X._____ lebe. Es liege ihm viel daran, in 

seinem Elternhaus in X._____ leben zu können. Von dort aus bewirt-

schafte er seinen sich ebenfalls in X._____ befindlichen Garten, seine 

Reitplatz-Liegenschaft und bis vor kurzem das Magazin seiner Einzelfir-

ma. Als Freiberufler wirke er überall, d.h. sowohl in der Schweiz als auch 

in Indien. Die Wohnung in Y._____ diene ihm und seiner Familie als reine 

Übernachtungsmöglichkeit; es bestünden keine sozialen Verbindungen 

mit Y._____. X._____ sei nicht nur für ihn, sondern auch für seine Frau 

und seine Kinder stets Dreh- und Angelpunkt gewesen. Er lebe keine 

nach hiesigem Erwartungs- und Erfahrungsmuster geprägte Beziehung 

zu seiner Frau und seinen Kindern, welche sich ebenfalls als Mitglieder 

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eines grossen Familienverbandes sähen und sich in verschiedenen Wel-

ten bewegen würden.

5. In ihrer Vernehmlassung vom 18. September 2013 beantragte die Ge-

meinde (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung 

der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung führte sie 

aus, dass die Wohnverhältnisse des Beschwerdeführers auf eine über-

wiegende Bindung zur Gemeinde Y._____ hinweisen würden. So habe 

dieser dort mit seinem Sohn auf unbestimmte Dauer eine 3-Zimmer-

Wohnung gemietet. Das Argument des Beschwerdeführers, er habe diese 

Wohnung nicht für sich, sondern für seinen Sohn und seine Tochter ge-

mietet, hält die Gemeinde deshalb für unglaubwürdig, weil seine Kinder 

erwachsen seien und den Mietvertrag auch selber hätten unterzeichnen 

können. Umgekehrt werde die Behauptung des Beschwerdeführers, er 

wohne im Untergeschoss des Hauses seiner Schwester in X._____, we-

der durch einen Mietvertrag noch durch ein anderes Nutzungsrecht nach-

gewiesen. Diesbezüglich wäre jedoch zu erwarten gewesen, dass ein 

Nutzungsrecht im Rahmen der partiellen Erbteilung im Jahre 2002 schrift-

lich festgehalten worden wäre. Im Übrigen würde sich die erwähnte Woh-

nung in X._____ gar nicht für eine Wohnnutzung eignen, und schon gar 

nicht für eine Wohnnutzung durch zeitweise bis zu sechs Personen. 

Überdies bestehe für eine Wohnnutzung im Untergeschoss keine Bewilli-

gung. Des Weiteren gebe der Beschwerdeführer an, zu Gunsten seines 

ältesten Sohnes darauf verzichtet zu haben, den Wohnwagen in Q._____ 

selber zu bewohnen. Daraus lasse sich ableiten, dass der Beschwerde-

führer diesen Wohnwagen zuvor selber bewohnt habe. Zur Widerlegung 

der Behauptung des Beschwerdeführers, wonach dieser seine Schriften 

immer in X._____ gehabt habe, legte die Beschwerdegegnerin eine durch 

die Einwohnerkontrolle der Gemeinde ausgestellte Wohnsitzbestätigung 

ins Recht. Bezüglich der persönlichen Verhältnisse bestünden keine An-

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zeichen dafür, dass ihm die eigenen, in Y._____ wohnhaften Kinder emo-

tional ferner wären als die in X._____ lebende Familie der Schwester. 

Demgegenüber seien die beruflichen Umstände des selbständig erwerbs-

tätigen Beschwerdeführers, d.h. das ehemalige Magazin seiner Einzelfir-

ma sowie die Tätigkeit auf seiner Reitplatz-Liegenschaft, für die Feststel-

lung der Niederlassungsgemeinde nicht geeignet.

6. In seiner Replik vom 21. Oktober 2013 präzisierte der Beschwerdeführer, 

dass er ein Magazin im Gebiet P._____ gehabt habe, bis die Gemeinde 

zwecks Erstellung eines Magazins für den eigenen Fahrzeugpark vor drei 

Jahren den Hauptmietvertrag mit seinem Bruder – dessen Untermieter er 

gewesen sei – gekündigt habe. Vor zwei Jahren habe er dann – offenbar 

auf Boden der Gemeinde O._____ – neben dem Bahnhof X._____ einen 

neuen Standort für sein Magazin gefunden. In Bezug auf die Reitplatz-

Liegenschaft brachte der Beschwerdeführer vor, dass es als Vermieter 

seine Pflicht sei, die Anlage instand zu halten. Dieser Pflicht komme er 

auch regelmässig nach, so beispielsweise durch Umgestaltungen des 

Vorplatzes oder aufwändige Unterterrain-Korrekturen auf dem Dressur-

Viereck. Ausserdem kultiviere er auf seinem Reitplatz-Areal zahlreiche 

Früchte und Beeren wie Sanddorn, Heidelbeeren, Nüsse und Mandeln. 

Zudem habe er andernorts in X._____ einen Garten gemietet, in welchem 

er unter anderem Kürbisse ziehe. Durch die intensive Gebäude-, Land-

schafts-, Landwirtschafts- und Gartenpflege in X._____ sei er mit dieser 

Gemeinde eng verbunden. Zu Y._____ hingegen habe er keinen sonder-

lichen Bezug. Er pflege dort weder Freundschaften noch kenne er Nach-

barn, er hege keinen Garten und nehme auch in keiner Weise am öffentli-

chen oder gesellschaftlichen Leben teil. Was seine Wohnsituation in 

X._____ betreffe, so habe die Gemeinde im Juli 2012 – nach Bereinigung 

der Wohn- und baubewilligungsrechtlichen Situation infolge diverser Um-

bauarbeiten – selber festgestellt, dass das Haus seiner Schwester nun 

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aus einer 2-Zimmer-Wohnung im UG (65 m2), einer 5.5-Zimmer-Wohnung 

(149 m2) sowie einer 3-Zimmer-Wohnung im EG (86 m2) bestehe. Dass 

eine Wohnnutzung im UG gut möglich sei, würden diverse angefügte Fo-

tos belegen. Selbstverständlich gebe es auch einen Mietvertrag mit seiner 

Schwester, dieser sei jedoch mündlich abgeschlossen worden. Anlässlich 

der Erbteilung sei klar gewesen, dass es allen Geschwistern möglich sein 

soll, im ehemaligen Elternhaus wohnen zu können, obschon seine 

Schwester das Haus zu alleinigem Eigentum übernommen habe. Auf eine 

Verdinglichung des Wohnrechts sei verzichtet worden, da eine solche den 

Wert der Liegenschaft verzerrt und eine Übernahme zum Nulltarif verhin-

dert hätte. Des Weiteren hält der Beschwerdeführer die von der Be-

schwerdegegnerin ins Recht gelegte Wohnsitzbestätigung in mehreren 

Punkten für falsch bzw. unglaubwürdig. So habe er nie in Ägypten ge-

wohnt und es sei auch kaum nachvollziehbar, dass er am 15. Juni 2012 

nach Q._____ gezogen sei, nur um zwei Tage später wieder nach 

X._____ zurückzukommen. Insgesamt liessen seine Berufs-, Familien- 

und Lebensumstände nur den Schluss zu, dass X._____ sein einziger 

und dauerhafter Lebensmittelpunkt sei.

7. In ihrer Duplik vom 18. November 2013 wies die Beschwerdegegnerin 

zunächst darauf hin, dass der Beschwerdeführer mit Bezug auf das Ma-

gazin mangels Zustimmung der Gemeinde gar nicht habe Untermieter 

seines Bruders werden können. Zudem reiche die blosse Untermiete ei-

nes Magazins ohnehin nicht aus, um in der Gemeinde einen „geschäftli-

chen Lebensmittelpunkt“ zu begründen. Die Beschwerdegegnerin relati-

vierte auch die Aussage, wonach der Beschwerdeführer jede freie Minute 

der Instandhaltung des Reitplatzes widme. Die genannten Arbeiten hätten 

sich in einem sehr bescheidenen Rahmen bewegt, obwohl ihm diesbe-

züglich seitens der Gemeinde über Jahre vergeblich Fristen angesetzt 

und Auflagen verfügt worden seien. Überhaupt könne aus den geltend 

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gemachten land- und gartenwirtschaftlichen Tätigkeiten kein beruflicher 

Bezug zur Gemeinde hergeleitet werden, denn der Beschwerdeführer sei 

gelernter Dachdecker und nicht Landwirt. Auch Mieter von Schrebergär-

ten würden ihre Gärten intensiv pflegen und dort viel Zeit verbringen, 

doch käme es niemandem in den Sinn, diesen Personen aufgrund solcher 

Tatsachen am Ort des Gartens ihren Wohnsitz zuzuweisen. Vor dem Hin-

tergrund, dass sein Sohn C._____ mehrere Monate im Jahr in Indien und 

Australien verbringe, werde die Behauptung des Beschwerdeführers, er 

habe die Wohnung in Y._____ nicht für sich, sondern für seine Kinder 

gemietet, zunehmend unglaubwürdiger. Was die Wohnsituation im Haus 

der Schwester in X._____ betreffe, hält es die Beschwerdegegnerin für 

unglaubwürdig, dass der Beschwerdeführer dort gewohnt habe, davon 

während mehreren Wochen im Jahr mit Ehefrau und einem Teil der Kin-

der, wo doch die 5.5-Zimmer-Wohnung seit Jahren fremdvermietet sei 

und es die 2-Zimmer-Wohnung im UG bis im Sommer 2012 auch war. So 

wäre das behauptete Wohnen nur in der verbleibenden 3-Zimmer-

Wohnung der Schwester möglich gewesen, welche aber bereits von ihr, 

ihrem Ehemann und deren drei gemeinsamen Kindern bewohnt werden 

würde. Zudem handle der Beschwerdeführer rechtsmissbräuchlich, wenn 

er behaupte, ihm sei anlässlich der Erbteilung ein Wohnrecht eingeräumt 

worden, wobei man darauf verzichtet habe, dieses schriftlich festzuhalten. 

Die Abmeldung nach Q._____ am 15. Juni 2012 und die Wiederanmel-

dung in X._____ zwei Tage später sei so zustande gekommen, dass die 

Verwaltung des Campingplatzes in Q._____ der Gemeinde X._____ 

zunächst telefonisch bestätigt habe, dass der Beschwerdeführer auf dem 

Campingplatz wohne, diese Bestätigung aber dann später nicht mehr ha-

be aufrechterhalten wollen. Aus diesem Grunde sei der Beschwerdeführer 

– mangels Rechtfertigung eines Wohnsitzes in Q._____ wegen fehlender 

nachweisbarer Übernachtungsmöglichkeit – wieder in X._____ eingetra-

gen worden. Insgesamt anerkannte die Beschwerdegegnerin, dass sich 

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der Beschwerdeführer gelegentlich in X._____ aufhalte und sich mit dem 

Dorf verbunden fühle, bestritt aber, dass er dort wohne.

8. Die Gemeinde Y._____ liess sich zur vorliegenden Beschwerde zu kei-

nem Zeitpunkt vernehmen.

9. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers dem Verwaltungsgericht seine Honorarnote ein.

Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in 

den Rechtsschriften wird, so weit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die Fest-

stellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. Mai 2013, mit wel-

cher der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, seinen Heimatschein bei 

der Gemeinde abzuholen und bis zum 30. Juni 2013 in Y._____ Wohnsitz 

anzumelden. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist auf-

grund von Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

sachlich und örtlich zuständig. Als Adressat der angefochtenen Verfügung 

ist der Beschwerdeführer gemäss Art. 50 VRG zweifelsohne zur Be-

schwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde vom 8. Juli 2013 ist folglich einzutreten. Strittig und nachfol-

gend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu 

Recht zur Abmeldung in der Gemeinde resp. zur Anmeldung in Y._____ 

aufgefordert hat.

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b) Mit der Mitteilung des vorliegenden Beschwerdeentscheids erübrigt es 

sich, das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung zu 

behandeln.

2. a) Der Beschwerdeführer führt in der Tat ein nach hiesigen Massstäben un-

gewöhnliches Leben. Infolge seiner Weltgewandtheit bestehen mehrere 

geographische Bezugspunkte, welche für einen Wohnsitz in Frage kä-

men, nämlich X._____, Y._____, Z._____ und Indien. Da im vorliegenden 

Verfahren nur X._____ und Y._____ als mögliche Wohnsitze geltend ge-

macht werden, ist die Zuordnung auf diese beiden Gemeinden zu be-

schränken.

b) Zunächst ist festzuhalten, dass sich der verwaltungsrechtliche Wohnsitz-

begriff mit dem zivilrechtlichen Begriff des Wohnsitzes deckt (PVG 1989 

Nr. 3). In Art. 23 des Eidgenössischen Zivilgesetzesbuches (ZGB; 

SR 210) wird bestimmt, dass sich der (zivilrechtliche) Wohnsitz einer Per-

son an dem Orte befindet, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verblei-

bens aufhält (Abs. 1). Niemand kann an mehreren Orten zugleich seinen 

Wohnsitz haben (Abs. 2). Weiter wird in Art. 24 ZGB ausdrücklich vorge-

schrieben, dass der einmal begründete Wohnsitz einer Person bis zum 

Erwerb eines neuen Wohnsitzes bestehen bleibt (Abs. 1). Ist ein früher 

begründeter Wohnsitz nicht nachweisbar oder ist ein im Ausland begrün-

deter Wohnsitz aufgegeben und in der Schweiz kein neuer begründet 

worden, so gilt der Aufenthalt als Wohnsitz (Abs. 2).

c) In der aktuellen Rechtsprechung und Literatur wird zum „Wohnsitzbegriff“ 

ausgeführt: „Das Bundesgericht hat bereits verschiedentlich festgehalten, 

dass als Wohnsitz einer Person der Ort gilt, an dem sich faktisch der Mit-

telpunkt ihrer Lebensinteressen befindet. Dieser Mittelpunkt bestimmt sich 

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nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich 

diese Interessen erkennen lassen, nicht nach den bloss erklärten Wün-

schen der steuerpflichtigen Person. Der Wohnsitz – sei es der zivilrechtli-

che oder der steuerrechtliche – ist insofern nicht frei wählbar; eine bloss 

affektive Bevorzugung des einen oder anderen Ortes fällt nicht ins Ge-

wicht (BGE 132 I 29 E.4; 125 I 54 E.2; 123 I 289 E.2a und b). Sodann hat 

das Bundesgericht ausgeführt, dass es für eine Wohnsitzverlegung nicht 

genügt, die Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz zu lösen; entschei-

dend ist vielmehr, dass nach den gesamten Umständen ein neuer Wohn-

sitz begründet worden ist […].Nach wie vor gilt, dass niemand an mehre-

ren Orten zugleich Wohnsitz haben kann. Gleichermassen bleibt […] der 

einmal begründete Wohnsitz grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen 

bestehen“ (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2C_355/2010 vom 7. De-

zember 2010 E.4.1; ferner PVG 1997 Nr. 30 E.2b; 2006 Nr. 13 E.1a in fi-

ne; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] U 01 

54 vom 2. Oktober 2001 E.1, U 06 18 vom 6. Juli 2006 E.2, U 07 69 vom 

25. Januar 2008 E.2b, U 10 47 vom 24. August 2010 E.2a). Hält sich eine 

Person abwechslungsweise an mehreren Orten auf, ist darauf abzustel-

len, zu welchem Ort sie gesamthaft die stärkeren, engeren, intensiveren 

und überwiegenderen Beziehungen pflegt und unterhält (vgl. dazu PVG 

1996 Nr. 2, 1993 Nr. 54, 1991 Nr. 57, 1990 Nr. 4, 1999 Nr. 33 sowie Pra 

2000 Nr. 7 E.3a und BGE 125 V 77 E.2a). Im Lichte dieser Vorgaben gilt 

es im konkreten Fall zu entscheiden, ob die Vorinstanz korrekt gehandelt 

hat.

d) Was den beruflichen Aspekt betrifft, so bezeichnet sich der Beschwerde-

führer, der von Beruf Dachdecker ist, als Allrounder mit Einsatzgebiet in 

der Schweiz und Indien. Daraus lässt sich für die Bestimmung des Wohn-

sitzes folglich nichts ableiten. Weder sein Magazin noch die Bewirtschaf-

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tung seiner Gärten und des Reitplatz-Areals stellen gewichtige Indizien 

dar, welche für einen Wohnsitz in X._____ sprechen würden.

e) In Bezug auf die persönlichen Verhältnisse steht fest, dass die Ehefrau 

des Beschwerdeführers zusammen mit zwei noch schulpflichtigen Kin-

dern ihren Lebensmittelpunkt in Indien hat. Zwei ältere Töchter leben mit 

jeweils eigenen Familien in Indien resp. England, und der Aufenthalt des 

ältesten Sohnes, mit welchem der Beschwerdeführer gemäss eigenen 

Angaben kaum Kontakt pflegt und der sich zuletzt in Q._____ aufhielt, ist 

nicht gesichert. Die beiden Kinder C._____ und D._____ wohnen in 

Y._____, wobei C._____ während mehreren Monaten im Jahr in Indien 

und Australien weilt. Die Schwester des Beschwerdeführers wohnt mit ih-

rem Ehemann und den drei Töchtern in X._____, wobei sich der Schwa-

ger und mindestens eines der Kinder wohl mehrheitlich in Zürich aufhal-

ten. Hinzu kommt der Bruder des Beschwerdeführers, welcher in N._____ 

wohnt und am Bahnhof X._____ eine Werkstatt für seine Einzelfirma im 

Bereich Bedachungen betreibt. Es ist mit der Beschwerdegegnerin davon 

auszugehen, dass der verwandtschaftliche Bezug zu den in Y._____ 

wohnenden Kindern stärker ist als derjenige zur Schwester in X._____, 

zumal keinerlei Anhaltspunkte für ein gestörtes Verhältnis zu den Kindern 

ersichtlich sind (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin S. 4). Aus 

den persönlichen Verhältnissen ist somit ein Indiz zugunsten von Y._____ 

als Lebensmittelpunkt und damit als Wohnsitz abzuleiten.

f) Auch die Wohnsitzverhältnisse deuten eher auf einen Lebensmittelpunkt 

des Beschwerdeführers in Y._____ hin. So hat der Beschwerdeführer den 

Mietvertrag für sich und seinen Sohn C._____ abgeschlossen (vgl. be-

schwerdeführerische Akten [Bf-act.] 13). Bei der Erklärung, weshalb er 

den Vertrag für seine ebenfalls volljährige Tochter D._____ abgeschlos-

sen haben will, bleibt er der Beschwerdeführer vage. Hierfür gibt es 

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tatsächlich keine plausible Erklärung. Wenn der Beschwerdeführer dar-

legt, es komme oft vor, dass Eltern ihren Kindern Wohnraum zur Verfü-

gung stellen, so ist damit noch nicht erklärt, weshalb dies nur für die 

Tochter und nicht auch für den Sohn gelten sollte. An dieser Stelle bleibt 

anzumerken, dass sich der Sohn erklärtermassen während vier Monaten 

im Jahr in Indien und Australien aufhält (vgl. Replik des Beschwerdefüh-

rers S. 5). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer auch gar nicht ab-

streitet, in der Wohnung in Y._____ zumindest gelegentlich zu übernach-

ten. Auffällig ist zudem, dass der Beschwerdeführer im Mietvertrag als 

damalige Wohnadresse die G._____-strasse 61 angab, mithin die Adres-

se des Campingplatzes in Q._____. Würde der Beschwerdeführer in 

X._____ wohnen, hätte er keinen Anlass gehabt, den Campingplatz in 

Q._____ als seine Adresse anzugeben. Dieser Umstand spricht somit ge-

gen den Wohnort X._____. Ebenso gegen X._____ spricht die Tatsache, 

dass die UG-Wohnung im Haus seiner Schwester bis Ende Juni 2012 

fremdvermietet war. Es ist zudem tatsächlich nicht glaubwürdig, wenn der 

Beschwerdeführer geltend macht, er habe einen Mietvertrag für eine 

Wohnung in Y._____ unterzeichnet, gleichzeitig aber geltend macht, er 

wohne nicht dort, sondern in X._____, wo es keinen schriftlichen Mietver-

trag gebe. Selbstverständlich vermag auch ein mündlich abgeschlossener 

Mietvertrag Wirkungen zu entfalten, doch stellt ein mündlicher Vertrag 

beweisrechtlich naturgemäss ein Risiko dar. Beim Wohnrecht ist es sogar 

so, dass der Errichtungsvertrag – ausser im Rahmen eines Erbteilungs-

vertrages – öffentlich beurkundet werden muss (MOOSER, in: HON-

SELL/VOGT/GEISER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch II, 4. 

Aufl., Basel 2011, Art. 776 N 21 ZGB). Im vorliegenden Fall liegt weder 

ein öffentlich beurkundeter Errichtungsvertrag vor noch wird das behaup-

tete Wohnrecht im partiellen Erbteilungsvertrag vom 24. Mai 2002 (vgl. Bf-

act. 26) in irgendeiner Form erwähnt. Eine Wohnnutzung in X._____ 

durch den Beschwerdeführer ist somit nicht nachgewiesen. Vielmehr deu-

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ten die gesamten Umstände darauf hin, dass der Beschwerdeführer bis 

im Sommer 2012 in seinem Wohnwagen auf dem Campingplatz gewohnt 

hat und anschliessend per 1. Oktober 2012 mit seinem Sohn C._____ 

und eventuell auch mit seiner Tochter D._____ nach Y._____ umgezogen 

ist.

g) Die Vorbringen des Beschwerdeführers in Bezug auf das Reitplatz-Areal 

sowie seine land- und gartenwirtschaftlichen Tätigkeiten in X._____ ver-

mögen die vorstehend ausgeführten Indizien zu Gunsten eines Wohnsit-

zes in Y._____ nicht zu überwiegen. Wie die Beschwerdegegnerin zu 

Recht bemerkt, kann aus der Bewirtschaftung von Boden – auch wenn 

diese noch so intensiv ist – nicht auf einen Wohnsitz geschlossen werden. 

Ebenso wenig gilt dies für den Besitz bzw. die Instandhaltung von Grun-

deigentum, zumal dies nicht der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdefüh-

rers entspricht (vgl. diesbezüglich vorstehend Erwägung 2d).

h) Wenn der Beschwerdeführer schliesslich darauf hinweist, dass er in 

Y._____ keine Freundschaften pflege, keine Nachbarn kenne und auch 

sonst in keiner Weise am öffentlichen oder gesellschaftlichen Leben teil-

nehme, so übersieht er, dass er dasselbe auch für X._____ nicht behaup-

tet, geschweige denn nachweist.

i) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach der Gesamtheit der Um-

stände darauf zu schliessen ist, dass der Beschwerdeführer seinen Le-

bensmittelpunkt in Y._____ hat. Auch wenn er sich nach wie vor mit 

X._____ verbunden zu fühlen scheint, überwiegen mit der in Y._____ 

gemieteten Wohnung sowie dem Verhältnis zu seinen Kindern C._____ 

und D._____ die Anknüpfungspunkte zu Y._____. Folglich hat die Be-

schwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht dazu aufgefordert, 

seinen Heimatschein bei der Gemeinde abzuholen und in Y._____ Wohn-

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sitz anzumelden. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 30. 

Mai 2013 als rechtmässig, weshalb die vorliegende Beschwerde abzu-

weisen ist.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel 

keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein An-

lass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1‘500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 333.--

zusammen Fr. 1'833.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]