# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8401c2c5-e135-5b4e-897f-63b40ddfa419
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2021 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2021
**Docket/Reference:** DB.2024.43
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2024.43--2-s.2024.59.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2024.43 
2 ST.2024.59 

Entscheid 

 29. April 2024 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Marc Gerber und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

1.  A ,    

2.  B ,    

vertreten durch C GmbH,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt, Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2021 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2021 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A und B (nachfolgend die Pflichtigen, je einzeln der/die Pflichtige) deklarier-

ten  in  der  Steuerperiode  2021  ein  steuerbares/satzbestimmendes  Einkommen  von 

Fr. 385'166.- (direkte Bundessteuer) bzw. ein steuerbares Einkommen von Fr. 386'009.- 

(Staats- und Gemeindesteuern; satzbestimmend Fr. 387'366.-) und ein steuerbares Ver-

mögen von Fr. … (satzbestimmend Fr. …).  

Mit Auflage vom 5. September 2023 verlangte der Steuerkommissär zusätzliche 

Angaben und Belege ein. Die Pflichtigen liessen diese am 30. Oktober 2023 durch ihre 

Vertreterin beantworten.  

Mit Verfügung bzw. Entscheid vom 3. November 2023 wurden die Pflichtigen 

schliesslich mit einem steuerbaren/satzbestimmenden Einkommen von Fr. 425'400.- (di-

rekte Bundessteuer) bzw. einem steuerbaren Einkommen von Fr. 425'700.- (Staats- und 

Gemeindesteuern;  satzbestimmend  Fr. 427'600.-)  und  einem  steuerbaren  Vermögen 

von Fr. … (satzbestimmend Fr. …) veranlagt bzw. eingeschätzt. Hintergrund der Abwei-

chung gegenüber den deklarierten Werten waren diverse Korrekturen, darunter Aufrech-

nungen bei den Vermögensverwaltungskosten (Fr. 36'856.-) und den berufsorientierten 

Aus- und Weiterbildungskosten (Fr. 2'369.-). 

B. Am 30. November 2023 liessen die Pflichtigen Einsprache erheben. Dabei 

wurde die Nichtberücksichtigung der vorerwähnten Weiterbildungskosten, der Kosten für 

die "Vermögensverwaltung D" und von ausgewiesenen Fremdwährungsgebühren der E 

bemängelt.  

Mit Auflage vom 8. Dezember 2023 wurden im Zusammenhang mit den bestrit-

tenen  Positionen  ergänzende  Angaben  und  Belege  eingefordert.  Die  Vertreterin  der 

Pflichtigen beantwortete die Auflage am 8. bzw. am 15. Januar 2024 per E-Mail. 

Mit  Entscheid  vom  24.  Januar  2024  wurde  die  Einsprache  insofern  teilweise 

gutgeheissen, als die anteiligen abzugsfähigen Vermögensverwaltungskosten der E im 

Zusammenhang  mit  der  Verwaltung  des  Depots  der  Erbengemeinschaft  um  Fr. 996.- 

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erhöht  wurden.  Neu  wurden  die  Pflichtigen  mit  einem  steuerbaren/satzbestimmenden 

Einkommen von Fr. 424'400.- (direkte Bundessteuer) bzw. einem steuerbaren Einkom-

men  von  Fr. 424'700.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern;  satzbestimmend  Fr.  426'600.-) 

und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. …  (satzbestimmend  Fr.  …)  veranlagt  bzw. 

eingeschätzt. 

C. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 23. Februar 2024 Beschwerde und Re-

kurs  erheben  mit  dem  Antrag,  dass  sie  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 414'900.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 415'200.- (Staats- und Gemeindesteuern; 

satzbestimmend Fr. 417'000.-) zu veranlagen bzw. einzuschätzen seien, unter Kosten-

folge zulasten des kantonalen Steueramts. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  bzw.  Rekursantwort  vom 

1. April  2024  [recte:  25.  März  2024]  unter  Verweis  auf  den  Einspracheentscheid  vom 

24. Januar 2024 sowie mit ergänzenden Ausführungen auf kostenfällige Abweisung der 

Rechtsmittel.  

Am 17. April 2024 liessen die Pflichtigen nochmals Stellung nehmen. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) und die Gemeinde liessen sich 

nicht vernehmen. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Gegenstand des vorliegenden Beschwerde- bzw. Rekursverfahrens ist einzig 

noch die Höhe der abzugsfähigen Vermögensverwaltungskosten im Zusammenhang mit 

den  beiden  Depots  der  Pflichtigen  bei  der  F  Bank  AG  (nachfolgend  F).  Die  übrigen 

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Vermögensverwaltungskosten und die Aufrechnung berufsorientierter Aus- und Weiter-

bildungskosten sind demgegenüber nicht mehr streitig. 

2. a) Bei beweglichem Privatvermögen können die Kosten der Verwaltung durch 

Dritte (vom Reineinkommen) abgezogen werden (Art. 32 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG] sowie § 30 Abs. 1 des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Nicht abzugsfähig sind Kosten und Aufwen-

dungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegen-

ständen (Art. 34 lit. d DBG und § 33 lit. d StG). 

b) Der steuerrechtliche Begriff der Vermögensverwaltung ist enger als der Be-

griff des allgemeinen Sprachgebrauchs. Darunter fallen alle tatsächlichen oder rechtli-

chen Handlungen,  die im  Rahmen  der  Bewirtschaftung  von  Vermögensgegenständen 

erforderlich sind  und  der  Sicherung und  Erhaltung  des  ertragsbringenden  Vermögens 

dienen (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. A., 2023, Art. 32 

N 19 DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 30 N 18 StG mit 

Hinweisen, auch zum Folgenden).  

Abziehbar sind demnach insbesondere Depot-, Schrankfach- und Safegebüh-

ren,  Kosten  für  die  Erstellung  von  Wertschriftenverzeichnissen  (Steuerverzeichnis) 

sowie von Rückforderungs- und Anrechnungsanträgen für ausländische Quellensteuern 

und  Inkassospesen  (vgl.  auch  ASA  67,  477;  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Art. 32 

N 20 DBG und § 30 N 19 StG). Dagegen sind Kosten für Finanz- und Anlageberatung, 

für Vermögensumlagerung, Entschädigungen für Treuhandanlagen und Provisionen für 

den Erwerb oder die Veräusserung von Vermögenswerten nicht als Vermögensverwal-

tungskosten abziehbar (vgl. dazu Abschnitt C der Weisung des kantonalen Steueramts 

über die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Verwaltung von Wertschriften des Privatver-

mögens vom 27. September 2023, welche die gleichlautende Weisung vom 11. Juli 2017 

ersetzt hat, nachfolgend Weisung). Kosten der Anlageberatung im Besonderen dienen 

–  wie  das  Bundesgericht  in  ständiger  Praxis  erkannt  hat  (BGr,  1. März  2000,  2A.62/ 

1999 = ASA 71, 44 = StR 2000, 515) – dem Erwerb bzw. der Veräusserung von Vermö-

gensgegenständen und nicht primär der Werterhaltung, sondern der Wertvermehrung. 

Solche Aufwendungen sind nach Art. 34 lit. d DBG bzw. § 33 lit. d StG nicht abzugsfähig.  

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c) Vermögensverwaltungskosten sind als steuermindernde Umstände von den 

Steuerpflichtigen  geltend  zu  machen  und  nachzuweisen.  Die  Steuerpflichtigen  haben 

mithin nicht bloss die Kosten als solche, sondern auch deren Abzugsfähigkeit aufgrund 

der  obgenannten  Kriterien  zu  beweisen.  Dazu  haben  sie  spätestens  im  Beschwerde- 

und Rekursverfahren die Abzüge durch eine substantiierte Sachdarstellung zu behaup-

ten und hierfür beweiskräftige Unterlagen einzureichen oder zumindest entsprechende 

Beweismittel anzubieten.  

Die  Weisung  gewährt  diesbezüglich  unter  Abschnitt  D  allerdings  folgende  

Beweiserleichterungen: 

I. Pauschalabzug 

Für  die Verwahrung und  Verwaltung  von  drittverwalteten  Wertschriften  (ohne 

Darlehen  und  Bankguthaben  aller  Art)  sowie  für  das  Erstellen  des  Steuer- 

verzeichnisses durch Dritte  können  für  sämtliche  abzugsfähigen Kosten pau-

schal, d.h. ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten, 3‰ des Steuerwerts der 

durch  Dritte  verwalteten  Wertschriften  des  Privatvermögens,  maximal  jedoch 

Fr. 6'000, abgezogen werden. 

II. Abzug der tatsächlichen Kosten 

Werden  höhere  Abzüge  geltend  gemacht,  sind  grundsätzlich  sowohl  die  tat-

sächlich  bezahlten  Kosten  für  die  Vermögensverwaltung  als  auch  deren  Ab-

zugsfähigkeit in vollem Umfang nachzuweisen. 

Kann  indessen  bei  Belastung  einer  Pauschalgebühr  durch  den  verwaltenden 

Dritten  die  Aufteilung  in  abzugsfähige  und  nicht  abzugsfähige  Kosten  nicht 

nachgewiesen werden, ist die Höhe der abzugsfähigen tatsächlichen Kosten zu 

schätzen. Dabei gelten die folgenden Grundsätze: 

a)  Bei einem Depotwert bis Fr. 2'000'000: 3‰ des Depotwerts. 

b)  Bei  einem  Depotwert  über  Fr.  2'000'000:  Fr.  6'000  plus  die  Hälfte,  der  um 

den Betrag von Fr. 6'000 reduzierten Pauschalgebühr, maximal jedoch 2‰ 

des Depotwerts zuzüglich Fr. 2'000. 

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c)  Die Schätzung der abzugsfähigen tatsächlichen Kosten erfolgt dabei pro De-

pot. 

Zu beachten ist, dass die Weisung neu vorsieht, dass pro Steuerperiode zwi-

schen dem Pauschalabzug gemäss Abschnitt D.I und dem Abzug von tatsächlichen Kos-

ten gemäss Abschnitt D.II gewählt werden muss; eine Kumulation von Pauschalabzug 

und dem Abzug tatsächlicher Kosten innerhalb einer Steuerperiode ist ausgeschlossen. 

Weiterhin möglich bleibt dagegen eine Kumulation effektiver Kosten (erster Absatz von 

Abschnitt D.II) mit geschätzten effektiven Kosten (zweiter Absatz von Abschnitt D.II). 

Die neue Fassung der Weisung stuft Pauschalgebühren von bankexternen Ver-

mögensverwaltern neu als generell nicht abzugsfähige Kosten ein. Diese Ergänzung ist 

insofern nur beschränkt von Bedeutung, als Steuerpflichtigen (weiterhin) der Nachweis 

offensteht, dass der bankexterne Vermögensverwalter auch Leistungen erbracht hat, für 

welche abzugsfähige Kosten angefallen sind. Auch im Zusammenhang mit bankexter-

nen Vermögensverwaltern können somit die Beweiserleichterungen von Abschnitt D.II 

der Weisung zum Zug kommen, wenn die steuerlichen Umstände im Grundsatz nach-

gewiesen sind, d.h. im pauschal vereinbarten Verwaltungshonorar abzugsfähige Vermö-

gensverwaltungskosten  enthalten  sind,  hingegen  im  Quantitativen  der  Beweis  nicht 

erbracht  werden  kann  und  der  abzugsfähige  Teil  demnach  zu  schätzen  ist  (StRG, 

16. Februar  2021,  1 DB.2020.92/1 ST.2020.107,  E. 1c;  vgl. Richner/Frei/  Kaufmann/ 

Rohner, Art. 32 N 23 und Art. 130 N 42 ff. DBG sowie § 30 N 22 und § 139 N 61 ff. StG).  

Das  Verwaltungsgericht  hat  in  seinem  Urteil  vom  9.  November  2022 

(SB.2022.00064/SB.2022.00065) in E. 3.6 sodann festgehalten, dass auch bei Depot-

werten über Fr. 2'000'000.- eine pauschale Berücksichtigung von Gebühren bis höchs-

tens 3‰ möglich sei, würden doch andernfalls in stossender und rechtsungleicher Weise 

Steuerpflichtige  mit  hohen  Privatvermögen  privilegiert  (ebenso  VGr, 21. Dezem-

ber 2022,  SB.2022.00088/SB.00089,  E. 3.2  a.E.).  Vor  dem  Hintergrund  des  gemäss 

Weisung neu mit 2‰ zzgl. Fr. 2'000.- sogar strenger definierten Maximalbetrags bei De-

potwerten über Fr. 2'000'000.- dürfte diese Rechtsprechung aber als überholt gelten.  

3. Streitig ist vorliegend, ob anstelle der von F ausgewiesenen Gebühren von 

Fr 215.-  pro  Depot  (tatsächliche  Kosten)  pauschale  Kosten  gemäss  Abschnitt  D.I  der 

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Weisung  berücksichtigt  werden  können  (vgl.  entsprechende  Berechnung  der  Pflicht-i-

gen). Dabei ist zu beachten, dass der Steuerkommissär daneben bereits Fr. 6'634.- für 

(effektive) Depotgebühren der G und anteilige Vermögensverwaltungskosten der Erben-

gemeinschaft zugelassen hat. 

a) Das kantonale Steueramt stellt sich auf den Standpunkt, dass  die Berück-

sichtigung eines Pauschalabzugs bereits aufgrund des Kumulationsverbots von effekti-

ven und pauschalen Kosten nicht infrage komme. Davon abgesehen seien die Kosten 

der D AG (nachfolgend D) ohnehin nicht als abzugsfähig einzustufen. Dies, weil es sich 

bei D um einen externen Vermögensverwalter handle und die eigentliche Depotverwah-

rung und Inkassohandlungen durch F erfolgten. Durch den externen Finanzdienstleister 

erfolgten die (aktive) Bewirtschaftung des Depots. Hierfür könne kein Abzug geltend ge-

macht werden, da es sich nicht um abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten im steu-

errechtlichen Sinn handle. Zwar könne auch in solchen Konstellationen mit Drittparteien 

nicht ausgeschlossen werden, dass diese abzugsfähige Dienstleistungen anbieten. Dies 

wäre jedoch im Sinn der Beweislastverteilung von den Pflichtigen nachzuweisen gewe-

sen. Mangels abzugsfähiger Bestandteile sei demnach auch kein geschätzter Anteil ef-

fektiver Kosten zu gewähren (mit Verweis auf VGr, 9. November 2022, SB.2022.00064, 

E. 2.2). Dass sodann im Einspracheverfahren in Bezug auf den Umfang der geltend ge-

machten Vermögensverwaltungskosten ein Missverständnis bestanden habe, ändere an 

der Beurteilung nichts.  

b)  Die  Pflichtigen  machen  demgegenüber  geltend,  dass  für  die  beiden  von  F 

verwalteten Depots anstelle der Kosten von D die Pauschalgebühr gemäss Ziff. D.I der 

Weisung in Höhe von 3‰ zu gewähren sei, insgesamt ausmachend Fr. 9'519.81. D habe 

bereits ausgestellte Rechnungen nicht anpassen wollen und auch eine Schätzung sei 

nicht infrage gekommen, da der Sachverhalt lange zurückliege. Ein Vergleich mit den 

Kosten der E, die akzeptiert worden seien, zeige, dass man mit einer Pauschale eher im 

tieferen Bereich liege als mit einer Schätzung. 

4. a) aa) Für die vorliegende Beurteilung ist vorab ist kurz die Rechtsnatur einer 

Weisung klarzustellen (vgl. zum Folgenden: Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 265 N 19 

ff. StG). 

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Weisungen  gehören  wie  etwa  auch  Kreisschreiben,  Wegleitungen  und  Merk-

blätter  zu  den  sogenannten  Verwaltungsverordnungen.  Letztere  können  den  Bürger 

nicht  zu  einem  bestimmten  Tun,  Dulden oder  Unterlassen  verpflichten,  sondern bloss 

Regeln für das verwaltungsinterne Verhalten der Staatsangestellten aufstellen. Sie die-

nen der Schaffung einer einheitlichen Verwaltungspraxis und sollen den Staatsangestell-

ten die Rechtsanwendung erleichtern. Da sie nicht vom verfassungsmässigen Gesetz-

geber  stammen,  sondern  von  einer  Verwaltungsbehörde,  können  sie  keine  von  der 

gesetzlichen Ordnung abweichenden Bestimmungen vorsehen. Sie stellen für die unter-

geordneten Behörden verbindliche Meinungsäusserungen über die Auslegung der an-

wendbaren gesetzlichen Bestimmungen dar, welche die vorgesetzte Behörde oder die 

Aufsichtsbehörde im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgibt.  

Verwaltungsverordnungen sind für die Steuerjustizbehörden nur eingeschränkt 

verbindlich.  Die  rechtsanwendenden  Behörden haben  sich  an  Verwaltungsverordnun-

gen nur (aber immerhin) zu halten, soweit sie den richtig verstandenen Sinn des Geset-

zes  wiedergeben.  Dabei  können  Gerichte  Verwaltungsverordnungen  auf  ihre  Verfas-

sungs- und Gesetzmässigkeit hin überprüfen (akzessorische Normenkontrolle). Sofern 

die Verwaltungsverordnungen verfassungs- und gesetzmässig sind und eine dem Ein-

zelfall angepasste Lösung und eine gerechte Auslegung gewährleisten, sollen sie aber 

auch von Steuerjustizbehörden berücksichtigt, ja regelmässig sogar angewandt werden. 

Der hierarchisch untergeordneten Verwaltungsbehörde steht demgegenüber keine ge-

nerelle Befugnis zu, Verwaltungsverordnungen ihrer vorgesetzten Behörde auf ihre Ge-

setz- oder Verfassungsmässigkeit hin zu überprüfen; Verwaltungsverordnungen sind für 

untergeordnete Behörden nur im Fall offensichtlicher Gesetz- oder Verfassungswidrig-

keit unverbindlich. Unverbindlich sind die Verwaltungsverordnungen für die Steuerpflich-

tigen.  Die Missachtung einer  Weisung  durch  die  Steuerverwaltungsbehörden kann je-

doch u.U. zu einer Verletzung der Rechtsgleichheit führen, so dass die Steuerpflichtigen 

sich unter diesem Titel auf Weisungen berufen können.  

bb)  Pauschalierungen  dienen  sodann  im  steuerlichen  Masseverfahren  allge-

mein der administrativen Vereinfachung und sollen den Aufwand für die Einschätzung 

der steuerpflichtigen Personen in vertretbarem Rahmen halten, wobei sich die Vereinfa-

chung  auch  für  die  Einschätzungsbehörde  auszahlt  (vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/ 

Rohner, § 26 N 70). Anzutreffen sind sie dementsprechend vorab bei den sog. Gewin-

nungskosten,  zu  welchen  neben  den  hier  betroffenen  Vermögensverwaltungskosten 

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insbesondere auch die Kosten für Berufsauslagen und den Liegenschaftenunterhalt ge-

hören. 

Bei  den  Vermögensverwaltungskosten  entsprechen  die  von  der  Steuerbe-

hörde  pauschal  gewährten  3‰  vom  Depotbestand  Erfahrungswerten  (StRG,  31.  Ja-

nuar 2017 [1 DB.2016.129  /  1  ST.2016.153] sowie 16.  Februar  2021 [1  DB.2020.92 / 

1 ST.2020.107]; beide Entscheide publiziert auf www.strgzh.ch). Diese Pauschalierung 

erspart  mithin  einerseits  den  Steuerpflichtigen  das  Sammeln  von  Belegen  über  De-

potspesen  oder  das  Nachfassen  bei  den  Banken  betreffend  die  Abzugsfähigkeit  von 

pauschal in Rechnung gestellten Bankspesen, während andererseits bei der Steuerbe-

hörde der Kontrollaufwand betreffend die Abzugsfähigkeit entfällt. Bei der Pauschalre-

gelung wird dabei in Kauf genommen, dass ein Steuerpflichtiger auch einmal etwas zu 

viel abziehen kann. Damit aber solche überhöhten Abzüge im vertretbaren Rahmen blei-

ben,  ist  die  Pauschalierung  auf  Depotwerte  bis  Fr. 2'000'000.-  beschränkt.  Zu  wenig 

kann die steuerpflichtige Person mit der Pauschalregelung indes nie abziehen, weil ihr 

der Nachweis höherer (effektiver) Kosten möglich bleibt.  

cc) Ein Pauschalabzug gemäss Abschnitt D.I der Weisung ist nach dem Gesag-

ten ungeachtet dessen zu gewähren, ob für die drittverwalteten Wertschriften effektive 

Gebühren ausgewiesen wurden. Darin erschöpft sich gerade Sinn und Zweck der Pau-

schalierung. E contrario muss der Abzug damit aber selbst dann gewährt werden, wenn 

–  wie  hier  –  von  der  Bank  tatsächliche  Kosten  ausgewiesen  wurden.  Für  eine  unter-

schiedliche  steuerliche  Behandlung  von  steuerpflichtigen  Personen,  welchen  entspre-

chende  Kosten  von  der  Bank  gesondert  verrechnet  werden  bzw.  welche  diese  wahr-

heitsgemäss  deklarieren  und  solchen,  welche  dies  nicht  tun  (oder  mangels  entspre-

chendem Ausweis der Bank auch gar nicht können), besteht im vorliegenden Zusam-

menhang kein Raum.  

b)  Hinsichtlich  Umfang  der  abzugsfähigen  Vermögensverwaltungskosten  ist 

nun allerdings zu berücksichtigen, dass der Pauschalabzug gemäss Ziff. D.I. für sämtli-

che abzugsfähigen auf 3‰ des Steuerwerts der durch Dritte verwalteten Wertschriften 

des Privatvermögens, maximal jedoch Fr. 6'000.-, beschränkt ist. Diese Beschränkung 

ist  so  zu  verstehen,  dass  eine  gleichzeitige  Inanspruchnahme  des  Pauschalabzugs 

von Ziff. D.I und dem Abzug tatsächlicher Kosten nach Ziff. D.II ausgeschlossen ist. Aus-

geschlossen ist eine Kumulation des Pauschalabzugs nach Ziff. D.I auch im Falle von 

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mehreren Depots oder Bankbeziehungen – wird dieser Abzug gewählt, sind die abzugs-

fähigen  Vermögensverwaltungskosten  in  der  betreffenden  Steuerperiode  somit  auf 

Fr. 6'000.- beschränkt. 

c) Das kantonale Steueramt hat mit Einspracheentscheid vom 24. Januar 2024 

effektive  Vermögensverwaltungskosten  in  der  Höhe  von  insgesamt  Fr. 7'064.-  akzep-

tiert, nämlich total Fr. 430.- für F, Depotgebühren der G von Fr. 1'373.- und anteilige (1/4) 

Vermögensverwaltungskosten der Erbengemeinschaft von total Fr. 5'261.-. Im Gegen-

satz zum Einschätzungsentscheid wurden dabei auch die anteiligen Spesen für E voll 

gewährt (Fr. 3'048.- = ¼ von Fr. 12'191). 

Würde nach dem Gesagten dem Ansinnen der Pflichtigen entsprochen und wür-

den  die  abzugsfähigen  Vermögensverwaltungskosten  gemäss  Abschnitt  D.I  der  Wei-

sung  ermittelt,  wäre  der  Abzug  auf  Fr.  6'000.-  beschränkt.  Die  abzugsfähigen  Kosten 

würden dann um Fr. 1'064.- tiefer ausfallen. Von einer Anwendung des Pauschalabzugs 

gemäss Abschnitt D.I der Weisung ist daher zugunsten der Pflichtigen abzusehen. 

5. Der guten Ordnung kann an dieser Stelle noch darauf hingewiesen werden, 

dass die von D pauschal verrechneten Kosten zu Recht nicht gemäss Abschnitt D.II der 

Weisung berücksichtigt wurden.  

Ein solches Vorgehen drängt sich in einer Konstellation wie der vorliegenden, 

wo  ein  bankexterner  Vermögensverwalter  mit  der  (aktiven)  Vermögensverwaltung be-

traut wird, nicht auf, zumal hier davon ausgegangen werden kann, dass die steuerlich 

zum  Abzug  berechtigenden  Kosten  von  der  Bank  in  Rechnung  gestellt  werden.  Die 

Pflichtigen  machen  denn  auch  selber  nicht  geltend,  dass  D mit  der  Pauschale  (auch) 

zum Abzug berechtigende Leistungen verrechnet hätte. Noch weniger hätten die Pflich-

tigen  den  für  diese  steuermindernde  Tatsache  ihnen  obliegenden  Nachweis  erbracht, 

weshalb zu ihren Ungunsten davon auszugehen ist, es seien von D keine solchen Leis-

tungen erbracht worden.  

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6.  Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Ausgangs-

gemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 

DBG bzw. § 151 Abs. 1 StG). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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