# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26d91d78-af9b-50b2-889e-7fdd11cd1e89
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.09.2021 II 2021 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-78_2021-09-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 78

Entscheid vom 20. September 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, 
Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung; selbstverschuldete Arbeitslosigkeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) arbeitete seit 2002 beim Kanton B.________, seit 
2005 als Chef der Abteilung C.________ in der Dienststelle D.________ (Vi-act. 
134, 92). Mit Verfügung vom 22. Juli 2020 wurde das Anstellungsverhältnis per 
31. Januar 2021 aufgelöst (Vi-act. 92). Diese Kündigung hat A.________ mit Be-
schwerde vom 18. August 2020 beim Regierungsrat des Kantons B.________ 
angefochten (Vi-act. 61). Mit Vereinbarung vom 7. Dezember 2020 zwischen 
dem Kanton B.________, und A.________ bestätigten die Parteien die in der 
Kündigungsverfügung ausgesprochene Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 
31. Januar 2021 und vereinbarten als Konsequenz der Kündigung einvernehm-
lich u.a. eine Entschädigungszahlung in der Höhe von Fr. 130'000.-- an 
A.________ und dessen Rückzug seiner Beschwerde (Vi-act. 157).

B. Per 13. Januar 2021 wurde A.________ durch das RAV Goldau zur Ar-
beitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 174). Am 8. Februar 2021 stellte 
A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. Februar 2021. 

C. Mit Verfügung vom 25. März 2021 wurde A.________ wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit für 48 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
(Vi-act. 55). Dagegen erhob A.________ am 29. April 2021 Einsprache (Vi-act. 
27), welche von der Arbeitslosenkasse mit Entscheid Nr. 88 / 2021 vom 2. Juni 
2021 abgewiesen wurde (Vi-act. 14).

D. Am 31. Mai 2021 wurde A.________ von der Arbeitsvermittlung abgemel-
det; am 1. Juni 2021 trat er eine neue Stelle an (Vi-act. 8).

E. Am 30. Juni 2021 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid 
Nr. 88 / 2021 vom 2. Juni 2021 sei aufzuheben.

F. Die Vorinstanz beantragt am 11. August 2021 unter Verweis auf die Be-
gründung im angefochtenen Einspracheentscheid die vollumfängliche Abweisung 
der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Beschwerde-
führer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für eine Dauer von 48 
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.

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2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 
1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; 
vgl. BGE 139 V 524 Erw. 4.2, 141 V 365 Erw. 4.1, Urteil BGer 8C_778/2019 vom 
11.3.2020 Erw. 5.1). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zu-
ständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügen (VGE II 2020 91 vom 16.10.2020 Erw. 2.1 mit Hinweis auf Art. 30 AVIG).

2.2.1  Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung mitunter dann 
einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos wird (Art. 30 Abs. 1 
lit. a AVIG). Als selbstverschuldet gilt die Arbeitslosigkeit unter anderem dann, 
wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen 
Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a der Verordnung über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983). 

2.2.2  Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, 
wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objekti-
ven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Um-
ständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt, 
für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt. Es genügt, dass das all-
gemeine dienstliche oder ausserdienstliche Verhalten der versicherten Person - 
mithin auch deren charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne - Anlass zur 
Kündigung oder Entlassung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hin-
sicht müssen nicht vorgelegen haben (Urteil BGer 8C_873/2013 vom 17.1.2014 
Erw. 3.2 mit weiteren Hinweisen; VGE II 2020 91 vom 16.11.2020 Erw. 2.2; 
Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., S. 2514 
Rz. 835 ff.). 

2.3.1  Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsor-
ganisation über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 
vom 21. Juni 1988 (Übereinkommen Nr. 168 der IAO; SR 0.822.726.8) kann eine 
Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit 
oder Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Un-
terbrechung des Beschäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur 
gekürzt werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende 
Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen hat (Urteile BGer 

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8C_721/2020 vom 15.6.2021 Erw. 6.1; 8C_796/2019 vom 27.3.2020 Erw. 3.2; 
BGE 122 V 54 ff.). Demzufolge führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der versi-
cherten Person, das dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhält-
nisses gegeben hat, zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss 
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das vorwerfbare Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b 
des Übereinkommens Nr. 168 der IAO vielmehr vorsätzlich erfolgt sein, wobei 
auch Eventualvorsatz genügt (Urteil BGer 8C_582/2014 vom 12.1.2015 Erw. 4; 
EGV-SZ 2017 B 3.1; Nussbaumer, a.a.O., S. 2515 Rz. 837).

2.3.2  Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anzu-
nehmen, wenn die versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen 
muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt (Urteile 
BGer 8C_721/2020 vom 15.6.2021 Erw. 6.1; 8C_796/2019 vom 27.3.2020; 
8C_99/2017 vom 22.6.2017 Erw. 3; Nussbaumer, a.a.O., S. 2515 Rz. 837). Im 
Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV darf somit bei blosser Fahrlässigkeit keine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (J. Chopard, Die Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung, Diss., Zürich 1998, S. 76 f.). Im Entscheid 
8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 Erw. 4.2.1 f. hat das Bundesgericht festgestellt, 
dass Eventualvorsatz und bewusste Fahrlässigkeit auf der Wissensseite über-
einstimmen, indem dem Täter die Möglichkeit, das Risiko der Tatbestandsver-
wirklichung bewusst ist. Die entscheidende Differenz liegt auf der Willensseite. 
Auch wer die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung erkennt, kann sich, 
selbst leichtfertig, über sie hinwegsetzen, d.h. darauf vertrauen bzw. mit der Ein-
stellung handeln, dass schon nichts passieren werde (bewusste Fahrlässigkeit). 
Demgegenüber erfordert der Eventualvorsatz, dass der Täter sich für die Tatbe-
standsverwirklichung entscheidet, sie in Kauf nimmt. Weitestgehend ausser Fra-
ge stehen dürfte das Willenselement nur, wenn der Täter die Tatbestandsver-
wirklichung für so naheliegend hält, dass die Bereitschaft, sie als Folge seines 
Verhaltens hinzunehmen, vernünftigerweise nicht mehr bezweifelt werden kann; 
oder wenn sie ihm, im eigentlichen Sinn des Wortes, erwünscht oder recht war, 
wie wohl auch noch im Falle schierer Gleichgültigkeit. Als Faustregel formuliert: 
dass der Täter die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, liegt 
grundsätzlich näher, je wahrscheinlicher es ihm erschien, dass sie eintreten 
könnte, und je weniger er sie innerlich ablehnte, und umgekehrt (vgl. auch Urteil 
BGer 8C_504/2007 vom 16.6.2008 Erw. 5.4). Zu den Umständen, die allenfalls 
auf eventualvorsätzliches Verhalten schliessen lassen, gehören die Grösse des 
dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der 
Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe des Täters und die Art der Tathand-
lung. Das Gericht darf vom Wissen des Täters auf dessen Willen schliessen, 
wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, 

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dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als In-
kaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann. Was der Täter wusste, wollte 
und in Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist somit Tatfrage. Rechtsfrage 
ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventual-
vorsatz berechtigt erscheint (BGE 138 V 74 Erw. 8.4.1 mit Hinweisen; Urteil BGer 
8C_872/2011 vom 6.6.2012 Erw. 4.2.1 f.).

2.4.1  Beim Einstellungsgrund des Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV muss das der ver-
sicherten Person zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar fest-
stehen. Dies stellt eine Ausnahme des sonst im Sozialversicherungsrecht 
geltenden Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dar (vgl. Urteile 
BGer 8C_22/2016 vom 3.3.2016 Erw. 4.2.; 8C_582/2014 vom 12.1.2015 Erw. 4 
je mit weiteren Hinweisen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2514 Rz. 835 ff.). Steht das 
der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten nicht klar fest, fällt eine Ein-
stellung der Anspruchsberechtigung ausser Betracht.

2.4.2  In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig auf die Parteivor-
bringen und insbesondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin angewiesen. Die-
se sollte eine Sachverhaltsdarstellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfah-
rens interessiert zu sein und ohne ein Interesse daran zu haben, die versicherte 
Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Solange kein Grund 
besteht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist auf diese abzustel-
len. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den 
Umständen der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt wer-
den, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizien gestützt werden 
(vgl. BGE 112 V 245 Erw. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 Erw. 7b; Urteil EVGer 
C 102/00 vom 8.3.2001 Erw. 1a). Denn eine Einstellung in der Anspruchsberech-
tigung kann, wie eben dargestellt, nur verfügt werden, wenn das der versicherten 
Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht und von dieser vorsätzlich, zu-
mindest eventualvorsätzlich ausgeübt wurde. Bei Differenzen zwischen der Ar-
beitgeberin und dem Arbeitnehmer darf somit nicht ohne weiteres auf ein fehler-
haftes Verhalten des Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn die Arbeitgebe-
rin nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche sie keine 
Beweise anführen kann (vgl. Urteil EVGer C 380/00 vom 26.4.2001 Erw. 2b; 
BGE 112 V 245 mit Hinweisen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2515 Rz. 837).

3. Von einer zu sanktionierenden selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ist so-
mit dann auszugehen, wenn dem Beschwerdeführer ein Verhalten vorzuwerfen 
ist, das in beweismässiger Hinsicht klar feststeht, und der Beschwerdeführer vor-

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hersehen konnte oder damit rechnen musste, dass dieses Verhalten zu einer 
Kündigung durch den Arbeitgeber führt, was er in Kauf nahm (Eventualvorsatz).

4.1 Am Beginn des Verfahrens, das zur Kündigung des Beschwerdeführers 
führte, stand ein Mailversand ohne Betreff vom 19. Dezember 2019 aus einem 
Mailaccount einer Angestellten der Dienststelle D.________ des Kantons 
B.________ an sämtliche Mitarbeitenden der Dienststelle D.________ und ver-
schiedene Medienunternehmen. In der Mailanlage waren Mails zwischen der An-
gestellten und dem Beschwerdeführer sowie zwischen dieser und einer anderen 
Frau beigefügt. Der Inhalt konnte so gelesen werden, dass der Beschwerdefüh-
rer mit verschiedenen Frauen eine Beziehung pflege, so mit dieser Angestellten. 
Dabei habe der Beschwerdeführer einen auffälligen Charakter gezeigt, was bei 
den Betroffenen auch Ängste ausgelöst habe. Dieser Mailversand, welcher zu-
dem dem Amtsgeheimnis unterliegende Inhalte enthalten haben soll, löste eine 
Untersuchung sowie die Freistellung des Beschwerdeführers aus. Die Urheber-
schaft konnte nicht eruiert werden. Von einer fristlosen Kündigung des Be-
schwerdeführers sah die Arbeitgeberin ab. Jedoch wurde am 22. Juli 2020 or-
dentlich mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten gekündigt.

In der Verfügung wurde die Kündigung mit den Ergebnissen der Untersuchung 
begründet. So (sehr kurz zusammengefasst) damit, dass der Beschwerdeführer 
mit mehreren Frauen (teils gleichzeitig) eine Liaison gehabt habe, diese Frauen 
ihm teilweise unterstellt gewesen seien, er dies nicht gemeldet habe, die Frauen 
durch ihn teils angestellt, teils gefördert und befördert wurden und er bei diesen 
Geschäften nie in den Ausstand getreten sei. Auch gegenüber anderen ange-
stellten Frauen habe er Privates nicht von Geschäftlichem getrennt, was für die 
Betroffenen unangenehm gewesen sei. Dies habe auch zu Problemen unter den 
angestellten Frauen geführt. Des Weiteren wurden ihm auch Führungsmängel 
und Amtsgeheimnisverletzung vorgeworfen. Der Leiter der Dienststelle 
D.________ beurteilte letztlich das Vertrauensverhältnis als zerstört, weshalb ei-
ne Weiterbeschäftigung - auch in anderer Funktion - undenkbar sei (siehe für 
ausführliche Begründung der Kündigung Vi-act. 92). 

Die Kündigung hat der Beschwerdeführer beim Regierungsrat des Kantons 
B.________ angefochten. Er gab zu, mit zwei Frauen ein Verhältnis gehabt zu 
haben, was indes reine Privatsache sei. Sie seien ihm nie direkt unterstellt gewe-
sen. Eine Meldepflicht habe nicht bestanden, von einer Beziehung habe der Lei-
ter der Dienststelle D.________ sodann gewusst. Zudem weise er die Vorwürfe 
der Begünstigungen zurück. Alle Personalgeschäfte seien im ordentlichen Pro-
zess geführt worden, nie von ihm alleine. Die gesamte Untersuchung sei nicht 
korrekt abgelaufen. Auskunftspersonen seien gezielt - gegen ihn - ausgesucht 

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worden, andere, ihm gut gesinnte Personen, seien nicht befragt worden; Ge-
genüberstellungen hätten nie stattgefunden. Vieles sei unwahr, von enttäuschten 
Frauen ausgeführt, um ihm zu schaden. Dem Dienststellenleiter, mit welchem er 
schon vor dessen Wahl inhaltliche Differenzen gehabt habe, sei dies gelegen ge-
kommen, so dass er ihm habe kündigen können (vgl. betreffend Anfechtung der 
Kündigung die Beschwerde, Vi-act. 61).

Mit der Beschwerde gegen die Kündigung forderte der Beschwerdeführer, die 
Missbräuchlichkeit sei festzustellen und ihm Fr. 165'000.-- Genugtuung sowie 
Fr. 110'000.-- Abfindung zu bezahlen. 

Mit Vereinbarung vom 7. Dezember 2020 bestätigten der Beschwerdeführer und 
der Kanton B.________ die Kündigung per 31. Januar 2021. Dem Beschwerde-
führer wurde eine Entschädigung von Fr. 130'000.-- bezahlt. Anstatt den "Frage-
bogen für Arbeitgeber" auszufüllen schrieb der zuständige Departementsvorste-
her des Kantons B.________ der Vorinstanz am 10. Februar 2021, die vom 
Dienststellenleiter verfügte Kündigung sei beim Regierungsrat angefochten wor-
den. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens sei es zu einer Vereinbarung ge-
kommen, worauf die Beschwerde zurückgezogen worden sei. Daher seien die 
Vorwürfe, die zur Kündigung geführt hätten, von keiner übergeordneten Instanz 
überprüft worden. Und weiter: "Entsprechend erachte ich es als schwierig, die in 
der Kündigung erwähnten, jedoch von A.________ bestrittenen Vorkommnisse 
einfach ohne Weiteres als konkrete Kündigungsgründe zu nennen. Ungeachtet 
der Schuldfrage ist das Vertrauensverhältnis derart zerrüttet, dass eine weitere 
Zusammenarbeit aus Sicht des Dienststellenleiters undenkbar war und nur noch 
die Kündigung des Arbeitsverhältnisses in Frage kam" (Vi-act. 155). 

4.2.1  Mit Verfügung vom 25. März 2021 sanktionierte die Vorinstanz den Be-
schwerdeführer wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit mit 48 Einstelltagen 
(Vi-act. 55). Anhand der vorhandenen Unterlagen, insbesondere der ausführli-
chen Verfügung des Departementsvorstehers [recte des Dienststellenleiters] vom 
22. Juli 2020, werde festgestellt, dass der Beschwerdeführer durch das persönli-
che vermeidbare Verhalten die Arbeitslosigkeit selber verschuldet habe. Ange-
stellte hätten die ihnen übertragenen Aufgaben sorgfältig und pflichtbewusst aus-
zuführen und die Interessen des Arbeitgebers in guten Treuen zu wahren. Er-
schwerend wirke der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine Führungspositi-
on innegehabt habe, weshalb die Anforderungen an ein korrektes (ausserdienst-
liches) Verhalten streng zu beurteilen seien. 

4.2.2  In der Einsprache vom 29. April 2021 machte der Beschwerdeführer gel-
tend, nach der missbräuchlichen Kündigung habe er sich in einem Rechtsstreit 

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mit dem Kanton B.________ befunden. Es sei bis Mitte Dezember 2020 unklar 
gewesen, ob er nicht doch weiter angestellt bleibe. Dann habe man, bei miss-
bräuchlicher Kündigung, am 7. Dezember 2020 die Vereinbarung geschlossen. 
Der Kanton B.________ sei an ihn gelangt, um diese Vereinbarung abzuschlies-
sen und der zuständigen Departementsvorsteher habe gegenüber der Arbeitslo-
senkasse bestätigt, dass ihm die Schuldfrage nicht zugewiesen werden könne. 
Er sei Opfer eines sog. "internen Maulwurfs" geworden, der einen Mailaccount 
einer Angestellten gehackt und Mails intern und extern versandt habe. Mit der 
ganzen Angelegenheit habe er nichts zu tun, er habe sich nichts zu Schulden 
kommen lassen. Die Arbeitslosenkasse berücksichtigte absolut einseitig die Be-
gründung der Kündigungsverfügung des Dienststellenleiters. Die dagegen einge-
reichte und allen Punkten klar widersprechende Beschwerde werde vollständig 
ausgeblendet. Es sei dies unprofessionell, vorverurteilend und unfair. Dazu gehö-
re auch die Ausführung zu seinem anscheinend nicht korrekten (ausserdienstli-
chen) Verhalten, was sie (die Leiterin der Arbeitslosenkasse) nicht zu werten ha-
be. Es sei klar, dass er sich nachweisbar auch im Privatleben korrekt verhalten 
habe. Dass sich zwei Frauen gegenseitig aufgeschaukelt und ihren Fantasien 
freien Lauf gelassen hätten, wie sie ihm schaden könnten, sei aufgrund der 
Trennung von ihnen nachvollziehbar. Auch aufgrund der Vereinbarung, mit wel-
cher der Kanton ihm Fr. 130'000.-- zahle, sei klar, dass er seine Kündigung nicht 
selbst verschuldet habe. Bis 2018 habe er von den früheren Dienststellenleitern 
stets sehr gute bis ausgezeichnete Beurteilungen erhalten. Erst der neue Dienst-
stellenleiter, mit welchem er zuvor 10 Jahre auf gleicher Stufe (Abteilungschef) 
zusammengearbeitet habe, habe seit Übernahme der Leitung versucht, ihn los 
zu werden. Dies, weil sie in der früheren Zusammenarbeit oft inhaltliche Differen-
zen gehabt hätten. Es befremde, dass die Arbeitslosenkasse das Schreiben des 
Sicherheitsdirektors nicht berücksichtige. Darin werde ihm attestiert, dass die in 
der Kündigung erwähnten Vorkommnisse nicht ohne weiteres als Kündigungs-
gründe genannt werden könnten. Dies bestätige, dass er sich nichts habe zu-
schulden kommen lassen, sondern dass der neue Dienststellenleiter die Chance 
genutzt habe, einen ihm schon früher nicht genehmen Abteilungschef zu entfer-
nen (Vi-act. 27).

4.2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid gab die Vorinstanz ausführlich die 
in der Kündigung genannten Gründe wieder sowie die Bestreitungen des Be-
schwerdeführers in dessen Beschwerde gegen die Kündigung (Vi-act. 14). Im 
Ergebnis bestätigte sie die Sanktionierung mit folgender Begründung:

- Ob der Beschwerdeführer ein Verhältnis nur mit zwei oder noch weiteren Frau-
en gehabt habe, sei letztlich ebenso irrelevant wie die Intensität der Beziehun-

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gen. Tatsache sei, dass mindestens zwei Beziehungen bestanden und dies zu 
Frauen in seiner Abteilung d.h. Befehlshierarchie, wenn auch nicht direkt unter-
stellt.

- Diese Führung könne nicht neutral und unabhängig ausgeübt werden, wenn nur 
schon der Anschein im Raum stehe, dass diese Frauen allenfalls durch den 
Beschwerdeführer begünstigt würden. Vorliegend bestehe dieser Anschein, weil 
der Beschwerdeführer bei den Personalgeschäften anwesend gewesen sei und 
dadurch die Möglichkeit gehabt habe, seinen Einfluss geltend zu machen. 

- Auch wenn letztlich der Dienststellenleiter die wesentlichen Personalentscheide 
getroffen habe, so sei dies - in den meisten Fällen - in Unkenntnis der Bezie-
hungen des Beschwerdeführers zu den Frauen erfolgt, weshalb der Dienststel-
lenleiter seine Aufsichtsfunktion nicht vollständig habe wahrnehmen können.

- Indem der Beschwerdeführer seine privaten Beziehungen nicht offengelegt ha-
be, habe er das berechtigte Interesse aller seiner untergebenen Mitarbeiter und 
letztlich der Öffentlichkeit auf unabhängige, faire und transparente Anstellungs-
verfahren verletzt. Er sei damit den Anforderungen als Führungsperson nicht 
nachgekommen. Die Treuepflicht gegenüber dem Dienststellenleiter habe er 
verletzt, indem er nicht sichergestellt habe, dass dieser unter Einbezug aller re-
levanten Fakten Entscheidungen habe treffen können.

- Indem der Beschwerdeführer einer externen Frau dienstliche Fotos zugestellt 
habe, habe er sich gegenüber der eigenen Dienststelle illoyal verhalten. Selbst 
wenn es keine strafrechtliche Relevanz habe, sei das Verhalten dem eines Vor-
gesetzten unwürdig und zeige ebenfalls, dass es der Beschwerdeführer selber 
gewesen sei, der das Vertrauensverhältnis zu seiner eigenen Mannschaft 
zerrüttet habe. Zudem stelle es eine Verletzung des Verhaltenskodex der 
Dienststelle dar.

- Indem der Beschwerdeführer Beziehungen zu Frauen seiner Abteilung einge-
gangen sei, habe diese teilweise private Angelegenheit eine öffentliche Rele-
vanz erhalten. Der Beschwerdeführer selber habe dies vermischt. All dies wäre 
vermeidbar gewesen, weshalb auch die Kündigung vermeidbar gewesen wäre. 
Aus arbeitslosenrechtlicher Sicht komme ihm deshalb ein Verschulden zu.

- An diesen Erwägungen aus arbeitslosenrechtlicher Sicht ändere der Hinweis 
des Departementsvorstehers, die Kündigungsgründe seien durch keine über-
geordnete Instanz überprüft worden, nichts. Auch der Hinweis, die Kündigung 
sei vom Dienststellenleiter aus persönlicher Animosität motiviert, sei nur bei der 
Schuldzumessung zu berücksichtigen, ändere aber nichts, dass das Verhalten 

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des Beschwerdeführers ausreiche, um das Arbeitsverhältnis massgebend zu 
zerrütten.

- Zusammenfassend sei die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für 48 Ta-
ge im mittleren Bereich des schweren Verschuldens gerechtfertigt.

4.2.4  Vor Verwaltungsgericht wiederholt der Beschwerdeführer weitestgehend 
seine in der Einsprache vorgebrachten Vorwürfe. So berücksichtige auch der Lei-
ter des Amtes für Arbeit einseitig die ungerechtfertigten Kündigungsgründe, nicht 
aber seine Begründung der Beschwerde gegen die Kündigung. Er bestreitet ei-
nen Eventualvorsatz bezüglich Herbeiführens seiner Entlassung; er selber sei 
Opfer eines "internen Maulwurfs" geworden. Selber habe er sich nichts zu Schul-
den kommen lassen. Mit den nicht neutralen Abklärungen habe der Dienststel-
lenleiter versucht, irgendwelche Entlassungsgründe zu produzieren. Er könne je-
doch belegen, dass die gemachten Aussagen absolut haltlos gewesen seien. 
Von einer Sanktionierung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit sei daher 
abzusehen.

5.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend Selbstverschulden sind 
unbegründet. Er verkennt, dass ihm nicht die Vorkommnisse rund um den Mail-
versand vom 19. Dezember 2019 zum Vorwurf gemacht werden. Dies war einzig 
der Auslöser einer Untersuchung, welche Begebenheiten, ein Verhalten des Be-
schwerdeführers zu Tage brachte, die das Vertrauensverhältnis zum Dienststel-
lenleiter zerstörte und eine Weiterbeschäftigung verunmöglichte. 

Es mag zutreffen, dass während der Untersuchung gemachte Aussagen nicht 
vollends zutreffen, dass womöglich einige Aussagen persönlich gefärbt und ge-
zielt gegen den Beschwerdeführer gerichtet waren. Diese, namentlich etwa auch 
subjektive Einschätzungen, sind vorliegend aber nicht massgebend. Hingegen 
hat die Vorinstanz im Einspracheentscheid nachvollziehbar und schlüssig ausge-
führt, dass Kernelemente der Untersuchungsergebnisse auch seitens des Be-
schwerdeführers unbestritten sind und dass diese letztlich die Quelle der Zerrüt-
tung, des gestörten Vertrauensverhältnisses resp. der Unzumutbarkeit der Wei-
terführung der Anstellung bildeten.

So ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit mehr als einer Frau in seiner 
Abteilung eine Beziehung hatte, dass er die Tochter einer Frau, mit welcher eine 
Beziehung gewollt, aber gescheitert war, als seine Sekretärin anstellte, dass er 
über diese Beziehungen nicht informierte (wobei zu seinen Gunsten anzuneh-
men ist, dass der Dienststellenleiter von einer Beziehung dennoch wusste), weil 
er dies als reine Privatsache betrachtete, dass er bei Personalgeschäften dieser 
Frauen mitwirkte (ob er federführend oder bloss anwesend involviert war, ist nicht 

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entscheidend) und dass er aus dem Dienst heraus einer weiteren Frau (die nicht 
Angestellte war) dienstliche Bilder zustellte (ob mit oder ohne abschätzigen 
Kommentar versehen, ist nicht massgebend). 

Der Beschwerdeführer bezeichnet diese Beziehungen zu Unrecht als reine Pri-
vatsache. Allein die Tatsache, dass diese Beziehungen in seiner Dienststelle 
Thema wurden und etwa auch unter seinen Sekretariatsmitarbeiterinnen - wie 
auch immer - besprochen wurden und schliesslich - nach Darstellung des Be-
schwerdeführers - von einem "Maulwurf" aufgegriffen und gezielt eingesetzt wur-
den, zeigt auf, dass sie nicht ohne Einfluss für die Dienststelle waren. Auch die 
Tatsache, dass er dienstliche Bilder an eine Drittperson versendet hat, stellt kei-
nesfalls eine Privatsache dar. 

Selbst wenn eine allfällige Abneigung des Dienststellenleiters gegenüber dem 
Beschwerdeführer beachtet wird, ist es dennoch nachvollziehbar, dass dieser in 
solchem Verhalten einen klaren Vertrauensbruch eines ihm direktunterstellten 
Kaderangehörigen sieht. Wer bei Personalgeschäften von zugegebenermassen 
mehr als einer Frau, zu welcher eine Beziehung besteht oder bestand und die in 
der eigenen Abteilung arbeiten, nicht mindestens in den Ausstand tritt oder über 
diesen Umstand informiert, missbraucht das Vertrauen des Vorgesetzten, der 
davon ausgeht und ausgehen darf, dass diese Personalgeschäfte ohne jegliche 
persönliche Note und in Kenntnis aller Umstände bearbeitet werden. Da der Be-
schwerdeführer weder in den Ausstand trat noch über die Beziehungen informier-
te, bleibt diesen Anstellungen und Beförderungen der Anschein einer Unregel-
mässigkeit haften, selbst wenn der Beschwerdeführer keine unredlichen Absich-
ten hegte. Er kann dies im Nachhinein gar nicht wegbedingen. Auch deshalb 
handelt es sich bei diesen Beziehungen nicht um eine reine Privatsache. Es mag 
zutreffen, dass in der vom Dienststellenleiter durchgeführten Untersuchung von 
Angestellten des Beschwerdeführers übertriebene oder gar falsche Aussagen 
gemacht wurden, namentlich was die Befindlichkeiten von Sekretärinnen anbe-
langt. Letztlich sind aber gerade auch diese auf den Umstand seines als Privat-
sache betitelten Verhaltens und Umgangs mit Beziehungen zu angestellten 
Frauen zurückzuführen. Es zeigt dies auf, dass auch das für eine geordnete Ar-
beit notwendige Vertrauen und die Loyalität – zumindest von einem Teil - der 
Angestellten gestört waren. Nicht förderlich ist dieser Situation, wenn noch be-
kannt wird, dass der Beschwerdeführer als Abteilungschef dienstliche Bilder an 
Dritte versendet. All dies ist ausreichend, damit der Dienststellenleiter das Ver-
trauensverhältnis zu einem ihm direkt unterstellten Abteilungschef nachvollzieh-
barerweise als zerstört betrachtet. Die Umstände, welche dazu führten, sind da-
bei nicht objektiven Faktoren geschuldet (Erw. 2.2.2 oben), sondern rühren aus 

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dem Verhalten des Beschwerdeführers, auch wenn er dieses - zu Unrecht - als 
Privatsache betrachtet. 

Aus dem Verweis auf die Vereinbarung mit dem Kanton B.________ vom 7. De-
zember 2020 und das Schreiben des Departementsvorstehers an die Vorinstanz 
kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er blendet aus, 
dass er in seiner Beschwerde gegen die Kündigung mehr als den doppelten Be-
trag der letztlich bezahlten Entschädigung gefordert hatte, was der Kanton offen-
sichtlich nicht zu zahlen bereit war; vielmehr liegt ein "klassischer" Vergleich vor. 
Korrekt ist, dass die Kündigungsgründe nie durch eine obere Instanz überprüft 
wurden, mithin wurden sie weder widerlegt noch bestätigt. Tatsache ist aber 
auch, dass mit der Beschwerde insbesondere auch formelle Mängel des Kündi-
gungsverfahrens geltend gemacht wurden und die Missbräuchlichkeit der Kündi-
gung derart begründet wurde. Vor allem aber hat der Sicherheitsdirektor 
bestätigt, dass das Vertrauensverhältnis zum Dienststellenleiter derart gestört 
war, dass eine Weiterbeschäftigung ausgeschlossen war. Der Kanton hat dies 
akzeptiert und die Kündigung bestätigt und hierzu nicht die geforderte Entschädi-
gung geleistet.

Irrelevant ist auch der Verweis auf die früheren Mitarbeiterbeurteilungen durch 
die früheren Dienststellenleiter. Nachdem der Beschwerdeführer die Beziehun-
gen zu angestellten Frauen als seine Privatsache betrachtete und keinen Grund 
für eine Information oder Ausstand sah, ist es möglich, dass die früheren Dienst-
stellenleiter nicht davon wussten und sie diese Vertrauensverletzung in ihren Be-
urteilungen gar nicht berücksichtigen konnten. 

Insgesamt hat die Vorinstanz nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass das 
Verhalten des Beschwerdeführers - soweit es unbestritten ist - Ursache des Ver-
trauensbruches und der Unzumutbarkeit, die Anstellung weiterzuführen, ist. 

5.2 Die Vorinstanz bezeichnet das vorgeworfene Verhalten als vermeidbar, 
weshalb auch die Kündigung vermeidbar gewesen wäre, weshalb sie als vom 
Beschwerdeführer selbstverschuldet zu qualifizieren sei. Diese Beurteilung ist, 
wie zuvor ausgeführt, nachvollziehbar und schlüssig. Denn ein Selbstverschul-
den ist zu bejahen, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objekti-
ven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Um-
ständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt 
(Urteil BGer 8C_958/2008 vom 30.4.2009 Erw. 2.2; Nussbaumer, a.a.O., Rz. 
835; vgl. auch oben Erw. 2.2.2). 

Der Vorinstanz kann indes nicht gefolgt werden, dass die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung einzig ein vermeidbares Fehlverhalten voraussetzt und es 

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keiner Verschuldensqualifikation bedürfe (angefochtener Entscheid, Rz. 25). 
Dem Zitat, auf welches sich die Vorinstanz hierbei abstützt (Chopard, a.a.O., 
S. 108 f.), geht denn auch eine wesentliche, nicht zitierte Einschränkung voraus, 
indem die Autorin betont, ihre Ausführung erfolge unter dem Vorbehalt, dass die 
angeführte Rechtsprechung gestützt auf das IAO-Übereinkommen Nr. 168 völ-
kerrechtswidrig sei, weil sie generell alle Verschuldensformen zulasse und sub-
jektive Beweggründe der versicherten Person grundsätzlich ausschliesse (Cho-
pard, a.a.O., S. 105). Denn mit dem Beitritt zur IAO-Übereinkommen Nr. 168 und 
in Nachachtung von Art. 20 lit. b des IAO-Übereinkommens ist eine Einstellung 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit nur zulässig, wenn die gekündigte 
Person (mindestens) eventualvorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen hat 
(vgl. oben Erw. 2.3.1). Mit der Sanktionsvoraussetzung des eventualvorsätzli-
chen Herbeiführens der Kündigung aber setzt sich die Vorinstanz im Einspra-
cheentscheid überhaupt nicht auseinander (in der angefochtenen Verfügung [Vi-
act. 55] wird dies wohl erwähnt, aber nicht erörtert).

Auch wenn eine Kündigung selbstverschuldet ist, weil der Arbeitgeber etwa infol-
ge eines vorwerfbaren und vermeidbaren Verhaltens des Arbeitnehmers kündigt, 
so kann die versicherte Person dennoch nur dann in der Anspruchsberechtigung 
eingestellt werden, wenn sie eventualvorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen 
hat (Urteil BGer 8C_796/2019 vom 27.3.2020 Erw. 3.2). Eventualvorsatz ist dann 
anzunehmen, wenn die versicherte Person vorhersehen kann oder damit rech-
nen muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt, 
und sie dies in Kauf nimmt (Urteil BGer 8C_721/2020 vom 15.6.2021 Erw. 6.1; 
Nussbaumer, a.a.O., Rz. 837). Es muss der Wille (die Inkaufnahme) zur ansch-
liessenden (wahrscheinlichen) Arbeitslosigkeit vorhanden sein, was bei (auch 
grober) Fahrlässigkeit fehlt (Chopard, a.a.O., S. 71). 

Was die versicherte Person wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere 
Tatsachen. Ob sie die Kündigung im erwähnten Sinne in Kauf genommen hat, 
muss die Verwaltung resp. im Beschwerdefall das Gericht daher - bei Fehlen ei-
nes Geständnisses - aufgrund der Umstände entscheiden. Dazu gehören die 
Grösse des der versicherten Person bekannten Risikos des Eintritts der Kündi-
gung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe der versi-
cherten Person und die Art der Tathandlung. Je grösser die Wahrscheinlichkeit 
der Kündigung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto 
näher liegt die Schlussfolgerung, sie habe die Kündigung in Kauf genommen. 
Das Gericht darf vom Wissen der versicherten Person auf den Willen schliessen, 
wenn sich ihr der Eintritt der Kündigung als so wahrscheinlich aufdrängte, dass 
die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkauf-
nahme der Kündigung ausgelegt werden kann (vgl. BGE 138 V 74 Erw. 8.4.1). 

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5.3 Vorliegend steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer die Kündigung 
nicht gewollt (im Sinne von angestrebt) hat. Für eine Sanktionierung ist indes 
ausreichend, dass er sie in Kauf genommen hat. Dies setzt aber immerhin vor-
aus, dass er aufgrund seines Verhaltens mit einer Kündigung rechnen musste. 
Dies muss mangels Geständnis - wie dargestellt - aufgrund der Gesamtumstände 
beurteilt werden. Diese Beurteilung aber hat die Vorinstanz zu Unrecht überhaupt 
nicht vorgenommen. Vielmehr verfügte (und bestätigte) sie die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung allein aufgrund der selbstverschuldeten Kündigung, ohne 
die Frage des Eventualvorsatzes zu prüfen. 

Diese Beurteilung kann nicht durch das Gericht nachgeholt werden. Denn hierzu 
ist die Sache nicht spruchreif. Auch wenn schon allein aufgrund des unbestritte-
nen Sachverhalts zu Recht von einer selbstverschuldeten Kündigung auszuge-
hen ist, so bedarf es dennoch weiterer Abklärungen, um auch die Gesam-
tumstände, welche erst die Klärung des (Eventual-)Vorsatzes ermöglichen, zu 
kennen. So erscheint namentlich wesentlich, ob die früheren Leiter Dienststelle 
D.________ und Vorgesetzten vom Verhalten des Beschwerdeführers wussten 
(wie er geltend macht) oder nicht. Und soll vom Wissen auf den Willen geschlos-
sen werden (vgl. oben Erw. 5.2), dann sind all die dem Beschwerdeführer ge-
machten Vorwürfe derart zu klären, dass sie mit Gewissheit bestätigt oder aus-
geschlossen werden können. Denn wenn ein Vorwurf nicht zutrifft, kann er auch 
nicht ursächlich für eine in Kauf zu nehmende Kündigung sein. Letztlich muss die 
Frage beantwortet werden können, ob der Beschwerdeführer aufgrund seines 
Verhaltens vorhersehen konnte oder damit rechnen musste, dass dieses zu einer 
Kündigung durch den Arbeitgeber führt und ob er dies in Kauf nahm, sich ggfs. 
der Eintritt der Kündigung als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereit-
schaft, sie als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme der 
Kündigung ausgelegt werden kann (Eventualvorsatz).

6. Zusammenfassend ist die Beschwerde damit insoweit gutzuheissen, als 
der Einspracheentscheid Nr. 88 / 2021 vom 2. Juni 2021 aufgehoben und die 
Sache zur Klärung des (Eventual-)Vorsatzes im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgegeben wird.

7. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht keiner (Art. 61 lit. fbis und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. 88 / 2021 
vom 2. Juni 2021 aufgehoben und die Sache zur weiteren Beurteilung im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. September 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. September 2021