# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4798c1d1-acf6-5694-a3a1-ed546a4af287
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 19.03.2013 R 2012 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-104_2013-03-19.pdf

## Full Text

R 12 104
5. Kammer 

URTEIL
vom 19. März 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baugesuch

1. … beabsichtigten, auf den Parzellen 817, 818 und 819 in der Gemeinde … 

ausserhalb des Dorfes einen Stall für Mutterkühe und Pferde, eine Remise mit 

Garage sowie eine landwirtschaftliche Dauerwohnbaute zu erstellen. Im 

Februar 2011 reichten sie ein entsprechendes Baugesuch ein. Anschliessend 

wurde das Bauvorhaben (Neubau Wohnhaus und Neubau Scheune mit Remise 

„…“) öffentlich ausgeschrieben. Einsprachen gingen keine ein.

2. Zuhanden des Amtes für Raumentwicklung (nachfolgend: ARE) schrieb am 18. 

August 2011 die Denkmalpflege des Kantons Graubünden (nachfolgend: 

Denkmalpflege), dass der Holzbau, welcher die Aussenwände in sogenannter 

Strick- oder Blockbauweise mit Rundhölzern erscheinen lasse, bei Wohnbauten 

typologisch nur in sehr seltenen Fällen im Kanton vertreten sei. In … und der 

näheren Umgebung seien verputzte Wohnbauten die Regel, während in den 

Fraktionen … und … die Stallscheunen aus Rundhölzern und die 

Wohngebäude im Natursteinmauerwerk oder in Strickbauweise mit Kanthölzern 

gefertigt seien. Die Fensteröffnungen seien eher klein und möglichst liegend 

einzubauen. Im vorliegenden Fall seien sehr untypische, grosse Öffnungen 

vorgesehen. Das Wohnhaus solle ein Gebäudeensemble zusammen mit 

Scheune und Remise bilden, stehe aber etwas abgewandt zu den beiden 

Ökonomiebauten und bilde keinen Ausführungs- und Materialbezug zu diesen. 

Da es sich um ein landschaftsprägendes Ensemble handeln werde, lehne die 

Denkmalpflege insbesondere die Ausführungsweise des Wohngebäudes ab 

und empfehle eine Überarbeitung der Planung unter Einbezug des Bauberaters 

der Gemeinde.

3. Am 7. März 2012 gelangte die Pro Natura Graubünden zum Schluss, der 

Neubau eines Betriebsgebäudes und dazugehöriger Dauerwohnbaute in einer 

noch unberührten Geländekammer sei aus landschaftlicher Sicht 

problematisch. Daher sei auf eine möglichst optimale Einpassung in die 

Landschaft zu achten. Die geplante Rundholzbaute stelle keine ortsübliche 

Bauweise dar und sollte angepasst werden.

4. Am 21. März 2012 erteilte das ARE … die Bewilligung zum Neubau eines 

Ökonomiegebäudes für Mutterkühe und Pferde, einer Remise und einer 

landwirtschaftlichen Dauerwohnbaute. Am 30. März 2012 erteilte gestützt 

darauf die Gemeinde … die Bewilligung unter Auflagen. Unter anderem schrieb 

sie unter Ziffer 16, die Rundholzbaute für das Wohnhaus sei nicht ortsüblich 

und werde nicht genehmigt. Eine entsprechende Anpassung in den 

Unterlagen/Plänen müsse nachgereicht werden.

5. Mit Schreiben vom 8. Mai 2012 hielt die Denkmalpflege gegenüber der 

Gemeinde an ihrer Stellungnahme vom 18. August 2011 fest. Am 17. August 

2012 verweigerte der Gemeindevorstand definitiv die Bewilligung für die 

Rundholzbaute. Er habe bei der Denkmalpflege nochmals eine Stellungnahme 

einverlangt. Auch die massgebenden Richtlinien des Heimatschutzes enthielten 

dieselben Richtlinien. Bei Korrektur des Rundholzbaus hätten die Auflagen der 

provisorischen Bewilligung vom 30. März 2012 Gültigkeit und das Gesuch 

könnte bewilligt werden. Die Pläne seien deshalb entsprechend anzupassen 

und zur erneuten Prüfung nochmals einzureichen.

6. Dagegen erhoben … (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 14. September 2012 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragten die Aufhebung der Verfügung vom 17. August 2012. Das Gesuch 

zur Erstellung eines Rundholzbaus auf Parzelle 817 bzw. 818 sei zu 

genehmigen, eventuell sei die Sache zur neuen Beurteilung im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Gemeinde argumentiere 

bei ihrem Entscheid insbesondere mit der Stellungnahme der Denkmalpflege. 

Diese sei jedoch nicht stichhaltig. In der näheren Umgebung existierten 

mindestens zwei Wohnhaus-Rundholzbauten. Der Dorfkern sei rund ein 

Kilometer vom beabsichtigten Blockhausbau entfernt. Auf … in rund 280 m 

Entfernung stehe ein ganzjährig bewohntes Wohnhaus, in dessen Nähe ein 

Ferienhaus und in rund 500 m Entfernung ein weiteres Wohnhaus im selben Stil 

(Rundholzbau). Die Fraktionen … und …, wo Stallscheunen aus Rundhölzern 

und die Wohngebäude in Natursteinmauerwerk oder in Strickbauweise mit 

Kanthölzern zu finden seien, könnten entgegen der Auffassung der 

Denkmalpflege nicht zu einem Vergleich herangezogen werden. Sie lägen auf 

rund 1‘400 m.ü.M. und in beachtlicher Distanz zur Gemeinde. Gerade bei den 

Walsersiedlungen seien Rundholzbauten für Wohnhäuser durchaus typisch. Die 

gewählte Anordnung von Wohnhaus mit Stall und Remise sei für eine 

Mutterkuhhaltung nicht unüblich. Die Denkmalpflege könne nichts verbieten, 

zuständig zur Bewilligungserteilung sei die Gemeinde. Bei der Beurteilung der 

Ästhetik habe die Gemeinde zwar das ihr zustehende, grosse Ermessen 

gemäss Rechtsprechung. Wenn die Gemeinde aber argumentiere, der 

Blockhausbau sei ortsunüblich, sei dies willkürlich. Dies werde der beantragte 

Augenschein zeigen. Der Dorfkern im engsten Sinne zeige durchaus eine 

Ortsüblichkeit. Hingegen würden gerade in jüngerer Zeit auch in mittelbarer 

Entfernung zum Dorfkern errichtete Bauten den Begriff der Ortsüblichkeit zur 

Illusion werden lassen. Die Gemeinde sei der Ansicht, im Kanton Graubünden 

gebe es zu Wohnzwecken weder neue noch alte Rundholzbauten. Dies treffe 

für Walsersiedlungen nicht zu. Aber auch Neubauten in … und … zeigten, dass 

diese Aussage unzutreffend sei. Der Architekt habe in einem Schreiben vom 

26. Oktober 2011 die Gemeinde darauf hingewiesen. Er habe erklärt, dass 

derartige Rundholzbauten auch unter Zustimmung der Denkmalpflege in 

verschiedenen Gemeinden des Kantons erstellt worden seien.

7. Mit Vernehmlassung vom 17. Oktober 2012 beantragte die Gemeinde 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die 

Bauparzellen lägen in der Landwirtschaftszone und seien bisher unbebaut. Der 

Standort befinde sich 1.2 km vom Dorfkern entfernt inmitten eines Geotopes 

von regionaler Bedeutung und angrenzend an eine Landschaft von regionaler 

Bedeutung. Beinahe das gesamte Dorfgebiet der Gemeinde sei geschützt. Das 

Ortsbild sei im ISOS-Inventar als Ortsbild von nationaler Bedeutung erfasst. Der 

Standort der geplanten Häuser sei daher ausgesprochen heikel. Die 

Einpassung des neuen Betriebes mit drei Gebäuden in diese noch unberührte 

und geschützte Landschaft sei besonders schwierig, weshalb im 

Bewilligungsverfahren Stellungnahmen von der Denkmalpflege und von Pro 

Natura Graubünden eingeholt worden seien. Diese hätten empfohlen, die Baute 

in Rundholzbauweise nicht zu genehmigen. Diese Bauweise stehe nicht im 

Einklang mit der hiesigen Baukultur, sondern erinnere vielmehr an den 

nordamerikanischen Blockhüttenbau und erscheine unnötig massiv. Um den 

notwendigen Energienachweis erbringen zu können, müssten sehr dicke 

Stämme verbaut werden, was nicht zu den Häusern im Dorf passe. Diese seien 

vornehmlich verputzt. Es passe auch nicht zu den Häusern in den weiter oben 

gelegenen Walsersiedlungen. Das geplante Haus habe mit einem Walserhaus 

nichts gemein. Zum einen seien diese vorwiegend im Strickbau erstellt, das 

heisse mit rechteckig angesägten Stämmen, die ein leichteres Erscheinungsbild 

bewirkten, respektive seien, wo Rundholzbauten existierten, weitaus dünnere 

Stämme verwendet worden, sodass die Bauten viel weniger wuchtig erschienen 

als das geplante Haus. Zudem würden sich Walserhäuser in ihren Umrissen 

und in der Grösse und Anordnung der Fenster von der geplanten 

Rundholzbaute unterscheiden. Der von ihr konsultierte Bauberater schliesse 

sich dieser Haltung an. Die Gemeinde habe das ihr zukommende Ermessen bei 

der Anwendung von Art. 73 Abs. 1 KRG nicht missbraucht. Sie stütze sich auf 

drei Einschätzungen von Sachverständigen. Dies sei den Beschwerdeführern 

frühzeitig mitgeteilt und ihnen gegenüber begründet worden.

8. Am 1. November 2012 beantragte das ARE die Abweisung der Beschwerde. 

Vorliegend sei ausschliesslich Art. 73 Abs. 1 KRG anwendbar. Das Ausmass 

der geforderten Einfügung hänge entscheidend vom Grad der Schutzwürdigkeit 

der in Anspruch genommenen Landschaft inklusive des betroffenen 

Siedlungsraumes ab. Bei der Umsetzung komme den kommunalen Behörden 

praxisgemäss eine erhebliche Entscheidungsfreiheit zu. Das Projekt liege im 

Einflussbereich des im ISOS-Inventar erfassten Dorfbildes und in einem Geotop 

von regionaler Bedeutung sowie in nächster Nähe zu einer Landschaft von 

regionaler Bedeutung gemäss kantonalem Natur- und 

Landschaftsschutzinventar. Damit bestünden höhere Anforderungen an die 

Ausgestaltung der Baute selbst und an deren Einordnung.

9. Am 31. Oktober 2012 hielt die Denkmalpflege an ihrer Einschätzung fest. Sie 

verwies auf ein Positionspapier des Schweizer Heimatschutzes zum Thema 

Rundholzbauten, wo festgehalten werde, dass Wohnbauten in Rundholz in der 

schweizerischen Bautradition nicht verankert seien und schwer mit dem Umfeld 

in Einklang zu bringen seien. Sie, die Denkmalpflege, empfehle nicht die Replik 

eines traditionellen Walserhauses oder einer anderweitig historisierenden Baute 

anstelle des geplanten Baus, begrüsse aber eine zeitgemässe, qualitätsvolle 

und sorgfältig ausgearbeitete Weiterentwicklung landwirtschaftlicher 

Bautradition. In erster Linie fehle die behutsame Einbettung in die Umgebung 

und die Ensemblewirkung der Baukörper. Sie verweise auf ein gelungenes 

landwirtschaftliches Ensemble in ... Eine Bauberatung werde empfohlen. 

10. Am 27. November 2012 hielten die Beschwerdeführer replicando an ihren 

Rechtsbegehren fest. Das Dorfbild sei nicht einheitlich. Walsersiedlungen mit 

Rundholzbauten existierten mehrfach im Kanton. Am Augenschein werde man 

sehen, dass hier keine ungeschützte und unberührte Landschaft bestehe. Das 

beabsichtigte Bauvorhaben weise keine dickeren Stämme auf als andere 

Blockhäuser. Das ISOS-Inventar sei eine reine Orientierungshilfe und die 

Aufnahme sei ohne jegliche Rechtsfolge. Es werde an den Ausführungen im 

Positionspapier des Schweizer Heimatschutzes zu den Rundholzbauten 

gezweifelt. Die Bevölkerung rund um und in … habe offenbar nichts gegen 

Rundholzbauten. Das Projekt sei akzeptiert worden; es sei keine einzige 

Beschwerde dagegen eingegangen.

Am 6. Dezember 2012 verzichtete die Gemeinde, am 10. Dezember 2012 die 

Denkmalpflege auf die Einreichung einer Duplik.

11. Am 11. März 2013 führte das Verwaltungsgericht im Beisein der Parteien und 

ihrer Rechtsvertreter sowie der Beigeladenen vor Ort einen Augenschein durch, 

an welchem allen Anwesenden Gelegenheit geboten wurde, ihren Standpunkt 

anhand der Örtlichkeiten auch noch mündlich zu verdeutlichen. Auf die 

Ausführungen am Augenschein wie auch auf die weiteren Darlegungen in den 

Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet die Verfügung der 

Gemeinde vom 17. August 2012. Strittig und zu prüfen ist, ob sie den Bau des 

Hauses mit Rundstrick zu Recht abgewiesen hat.

2. a) Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) sind Siedlungen, Bauten und Anlagen nach 

den Regeln der Baukunst so zu gestalten und einzuordnen, dass mit der 

Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht. Aufgrund 

der umschriebenen Regelung sind aus ästhetischer Sicht relativ hohe 

Anforderungen an ein Bauvorhaben zu stellen. Doch dürfen die Anforderungen 

trotz der positiven Ausgestaltung nicht derart hoch angesetzt werden, wie dies 

etwa der Fall wäre, wenn eine optimale Gesamtwirkung verlangt würde 

(Botschaft der Regierung zum neuen KRG an den Grossen Rat, Heft Nr. 

3/2004-2005, S. 343). Die Gemeinwesen haben das durch Art.  3 Abs. 1 KRG 

eingeräumte Ermessen pflichtgemäss auszuüben. Nach konstanter 

Rechtsprechung kommt den Gemeinden bei der Auslegung von Ästhetikfragen 

beziehungsweise bei der Prüfung der Frage der Eingliederung von Bauten in 

eine bestehende Umgebung jedoch ein geschützter Beurteilungs- und 

Ermessensspielraum zu, in welchen das Gericht nur eingreift, wenn die 

Gemeinde diesen Ermessensspielraum missbraucht oder überschritten hat 

(statt vieler: VGU R 12 10, R 11 62, R 06 37, R 05 95/102; so bereits: PVG 

1991 Nr. 16, 1994 Nr. 19 und 20, 1995 Nr. 25).

b) Die Beschwerdeführer bezeichnen den Entscheid der Beschwerdegegnerin als 

willkürlich. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits stützt sich bei ihrer Abweisung 

des Baugesuchs auf drei verschiedene Beurteilungen, diejenige der 

Denkmalpflege, der Pro Natura sowie des Bauberaters. Letzterer gab seine 

Beurteilung gegenüber der Beschwerdegegnerin am 16. Oktober 2012 ab, 

mithin also nach der Bewilligungserteilung. Auch er kommt aber zum Schluss, 

dass die Wahl der Rundholzbaute zu grob und ortsfremd wirke und ein Leicht- 

oder Massivbau traditioneller Bauweisen wie Strickbau aus Holz als 

Konstruktions- und als Fassadenmaterial zu wählen sei. Alle drei Beurteilungen 

kommen demnach unabhängig voneinander zu demselben Schluss, nämlich, 

dass die gewählte Rundstrickbauweise nicht ortsüblich sei. Die 

Beschwerdeführer machen jedoch geltend, die Bauweise der in unmittelbarer 

Entfernung zum Dorfkern liegenden Bauten sei alles andere als einheitlich 

(wodurch der Begriff der Ortsüblichkeit zur Illusion werde), wovon sich das 

Gericht auch anlässlich des am 11. März 2013 durchgeführten Augenscheins 

ein Bild machen konnte.

c) Die Ortsüblichkeit ist im vorliegenden Fall jedoch nicht von grosser Bedeutung, 

zumal das Projekt ausserhalb des Dorfes – in der Landwirtschaftszone – zu 

stehen käme. Die entscheidende Frage lautet vielmehr, ob sich die geplante 

Baute, in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 KRG, so einordnet, dass mit der 

Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht. 

Die Beschwerdeführer weisen auf zwei Wohnbauten im Walserstil in der 

näheren Umgebung (… und Umgebung) hin, die in Rundholzbauweise erstellt 

seien. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits macht geltend, dass in den nahe 

gelegenen Fraktionen … und … die Stallscheunen aus Rundhölzern und die 

Wohngebäude im Natursteinmauerwerk oder in Strickbauweise mit Kanthölzern 

gefertigt seien. Überhaupt sei für Wohnhäuser im Walserstil Rundholzstrickbau 

unüblich. Es gilt jedoch festzuhalten, dass die Bauherrschaft nicht ein 

Walserhaus erstellen will, weicht das Projekt mit seinem fünfeckigen Grundriss 

und seinen zum Teil dominierend grossen Fenstern doch sehr vom 

Walserbaustil ab. Insofern eignen sich die sowohl von den Beschwerdeführern 

als auch von der Beschwerdegegnerin genannten Referenzobjekte nicht für 

einen Vergleich; jedenfalls lässt sich daraus nicht ableiten, ob sich die geplante 

Wohnbaute am Baustandort so einordnet, dass eine gute Gesamtwirkung 

entsteht. Der Denkmalpflege ist indes entgegen zu halten, dass im Kanton 

Graubünden bei Wohnhäusern im Walserstil Rundholzstrickbau durchaus 

vorkommt, was jedoch vorliegend letztlich nicht von Bedeutung ist. Aber auch 

die von den Beschwerdeführern genannten, in neuerer Zeit in 

Rundholzbauweise erstellten Wohnbauten in anderen Gemeinden sind für das 

vorliegende Verfahren unbeachtlich. Denn entscheidend ist die Einpassung am 

konkreten Standort. Bei der geplanten Baute handelt es sich um ein beliebiges 

Blockhaus, welches an den Anforderungen von Art. 73 Abs. 1 KRG zu messen 

ist. Die Ausführungen sowohl der Beschwerdeführer als auch der 

Beschwerdegegnerin betreffend Beschreibung und Verbreitung des 

Walserbaustils im Kanton Graubünden sind insofern nicht von Belang und 

müssen nicht weiter thematisiert werden.

d) Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass sich die Bauparzelle in der 

Landwirtschaftszone sowie inmitten eines Geotops von regionaler Bedeutung 

befinde; ausserdem liege sie in unmittelbarer Nähe zu einer Landschaft von 

regionaler Bedeutung. Das Ortsbild sei schliesslich im ISOS-Inventar als 

Ortsbild von nationaler Bedeutung erfasst. Diese Vorbringen werden von den 

Beschwerdeführern nicht bestritten. Sie machen jedoch geltend, die Aufnahme 

im ISOS-Inventar würde keine zwingenden Rechtsfolgen nach sich ziehen. Das 

ist zwar insoweit richtig. Die erwähnten Klassierungen des Baustandorts bzw. 

seiner unmittelbaren Umgebung sind jedoch Beleg dafür, dass es sich, worauf 

auch die Beschwerdeführerin hinweist, beim Baustandort um einen heiklen 

Standort handelt. Zutreffend ist ebenso die beschwerdegegnerische 

Auffassung, dass die geplante Baute an einem – gemessen an den 

Platzverhältnissen im Churer Rheintal – relativ unberührten Standort zu stehen 

käme. Insofern erscheint es berechtigt und nachvollziehbar, wenn die 

Beschwerdegegnerin hier strenge Kriterien angewendet hat. Es erscheint 

jedenfalls nicht willkürlich, dass sie die geplante Wohnbaute in der 

anbegehrten, durch die Verwendung dicker Baumstämme fraglos wuchtigen 

Rundholzbauweise am beschriebenen Standort nicht bewilligte, zumal dadurch 

die Ensemblewirkung mit den übrigen, bereits realisierten Ökonomiebauten 

(Stall, Remise), deren Fassaden in Vierkantstrickbauweise erstellt wurden, 

beeinträchtigt worden wäre. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin den ihr 

zustehenden, geschützten Ermessensspielraum nicht missbraucht oder 

überschritten, weshalb die Ablehnung des Baugesuchs nicht zu beanstanden 

ist.

3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den ihr im 

Rahmen von Art. 73 Abs. 1 KRG zustehenden Ermessensspielraum bei der 

Ablehnung des Baugesuchs der Beschwerdeführer nicht missbraucht oder 

überschritten hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer gemäss Art. 

73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) 

die Kosten des Verfahrens zu tragen. Gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG wird der 

Gemeinde keine Parteientschädigung zugesprochen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 304.--

zusammen Fr. 2‘304.--

gehen unter solidarischer Haftung zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit 

Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.