# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 651e3f6e-731f-50f4-a7fb-f914609253ce
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.08.2023 RR.2023.120
**Docket/Reference:** RR.2023.120
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2023-120_2023-08-24

## Full Text

Auslieferung an Deutschland; Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG)

Entscheid vom 24. August 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Nathalie Zufferey, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung,  

 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2023.120 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») mit Auslieferungsentscheid 

vom 3. August 2023 die Auslieferung des deutschen Staatsangehörigen A. 

an Deutschland für die dem Auslieferungsersuchen des Ministeriums der 

Justiz des Landes Brandenburg vom 5. April 2023 zugrundeliegenden Straf-

taten bewilligte (act. 1.1 und 6.1); 

 

- A. mit Beschwerde vom 8. August 2023 (Poststempel: 10. August 2023) ge-

gen den Auslieferungsentscheid vom 3. August 2023 an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts gelangte (act. 1); 

 

- die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 11. August 2023 A. einlud, bis 

24. August 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– zu leisten (act. 3); 

 

- die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 11. August 2023 das BJ auffor-

derte, die Akten und eine allfällige Beschwerdeantwort bis zum 24. August 

2023 einzureichen (act. 5); 

 

- das BJ mit Beschwerdeantwort vom 16. August 2023 beantragte, die Be-

schwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen (act. 6); 

 

- A. mit undatierter Eingabe (Poststempel: 23. August 2023) erklärt, dass er 

seine Beschwerde zurückziehe, und um sofortige Auslieferung bittet (act. 9); 

diese Eingabe dem BJ mit vorliegendem Entscheid zur Kenntnis gebracht 

wird. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die 

Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 

Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe 

Art. 12 Abs. 1 IRSG); 

 

- vorliegend das Verfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde abzuschreiben 

ist (vgl. KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, 

N. 1653); 

 

- die Partei, die ihre Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende 

Partei gilt, weshalb ihr gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten 

- 3 - 

 

 

aufzuerlegen sind (vgl. hierzu zuletzt u.a. Entscheide des Bundesstrafge-

richts RR.2022.152 vom 6. September 2022; RR.2020.241 vom 22. Septem-

ber 2020; RR.2019.159 vom 9. September 2019); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.– festzusetzen ist (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG, 

Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bun-

desstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 24. August 2023 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).