# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** acd34563-87e9-5148-9d91-7606e3a3f641
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.03.2010 D-1719/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1719-2010_2010-03-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1719/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

1. A._______, geboren [...],
2. B._______, geboren [...],
3. C._______, geboren [...],
4. D._______, geboren [...],
Russland,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 9. März 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1719/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden 1 bis 3 am 28. März 2007 ein erstes 
Asylgesuch in  der  Schweiz  stellten,  welches mit  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts vom 22. Juli 2008 rechtskräftig abgelehnt wurde, 

dass  die  Beschwerdeführende  2  am  [...]  in  X._______ die  Tochter 
D._______ (Beschwerdeführende 4) gebar, 

dass  die  Beschwerdeführenden  am  28.  August  2009  im  Empfangs- 
und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Chiasso  ein  zweites  Asylgesuch  ein-
reichten,

dass die Beschwerdeführenden 1 und 2 am 21. September 2009 im 
EVZ Chiasso summarisch befragt wurden und dabei im Wesentlichen 
geltend machten, sie seien nach der Ablehnung ihres Asylgesuchs in 
der Schweiz nach Frankreich gegangen, wo sie um Asyl ersucht hät-
ten,

dass ihr Asylgesuch von den französischen Behörden erstinstanzlich 
abgewiesen worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  1  in  Frankreich  im  August  2009  von 
"Landsleuten"  ("persone  die  Jajlula",  "compaesani";  vgl.  act.  B  2/13 
S. 9) wiedererkannt und verletzt worden sei,

dass er nach diesen Zwischenfall beschlossen habe, Frankreich defini-
tiv zu verlassen,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. März 2010 – eröffnet am 16. März 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche der Beschwer-
deführenden nicht eintrat und die Wegweisung nach Frankreich sowie 
den Vollzug anordnete, wobei es festhielt, einer allfälligen Beschwerde 
gegen diese Verfügung komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, die 
Beschwerdeführenden hätten am 6. November 2008 in Frankreich ein 
Asylgesuch  eingereicht,  welches  mit  Entscheid  vom 8. August  2009 
abgewiesen worden sei, 

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dass Frankreich  gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober  2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin-Assoziierungsab-
kommen, [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf das Übereinkommen vom 
17.  Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, 

dass die französischen Behörden am 24. November 2009 einer Über-
nahme der Beschwerdeführenden zugestimmt hätten und die Rückfüh-
rung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung 
– bis spätestens am 24. Mai 2010 zu erfolgen habe, 

dass  den Beschwerdeführenden  am 21. September  2009 das recht-
liche Gehör in Bezug auf die Zuständigkeit Frankreichs für das Asyl-
verfahren,  eine  Wegweisung  nach  Frankreich  und  einen  Nichteintre-
tensentscheid gewährt worden sei, 

dass  die  Beschwerdeführenden  geltend  gemacht  hätten,  sie  hätten 
nichts Besonderes gegen Frankreich, doch habe der Beschwerdefüh-
rende 1 Angst vor Leuten aus Dagestan, die ihn in Frankreich behelli-
gen könnten, 

dass diese Erklärung unter anderem deshalb kein Hindernis für eine 
Wegweisung nach Frankreich darstelle, weil  dieser Staat ein Rechts-
staat mit  sozialen und rechtlichen Hilfsstrukturen sei,  an welche sich 
die Beschwerdeführenden notfalls wenden könnten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 18. März 2010 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erho-
ben und dabei  unter  anderem beantragten,  die  Verfügung des BFM 
vom 9. März 2010 sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft der Be-
schwerdeführenden sei  anzuerkennen und es  sei  ihnen Asyl  zu  ge-
währen, 

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dass weiter die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des 
Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen seien, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchten, 

dass sie eventualiter  die  Wiederherstellung der  aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde beantragten, 

dass sie ferner darum ersuchten, die zuständige Behörde sei vorsorg-
lich  anzuweisen,  die  Kontaktnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat- 
oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu 
unterlassen; bei bereits erfolgter Datenweitergabe seien die Beschwer-
deführenden darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, 

dass für die Begründung der Beschwerde vorab auf die Akten zu ver-
weisen und – soweit für den Entscheid wesentlich  – nachfolgend da-
rauf Bezug zu nehmen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am  22.  März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 und Art. 105 
AsylG sowie Art. 37 VGG),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
sowie die Unangemessenheit  gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-risch 
zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass keine begründeten Anhaltspunkte für eine Verletzung der durch 
die Konvention vom 4. November  1950 zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  garantierten  Rechte 
durch Frankreich vorliegen, weshalb der Instruktionsrichter davon ab-
gesehen hat, der offensichtlich unbegründeten Beschwerde in Anwen-
dung des zweiten Satzes von Art. 107a AsylG die aufschiebende Wir-
kung zu gewähren,

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache ohne vorgän-
gige Instruktion  der  Antrag um Gewährung der  aufschiebenden Wir-
kung gegenstandslos wird,

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

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dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit die Be-
schwerdeführenden  beantragen,  es  sei  ihnen  die  Flüchtlingseigen-
schaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass die Beschwerdeführenden 1 und 2 geltend machen, sie seien zu-
sammen  mit  ihren  Kindern  nach der  rechtskräftigen  Abweisung  der 
ersten Asylgesuche in der Schweiz im Sommer 2008 nach Frankreich 
gereist und hätten dort ebenfalls Asylgesuche gestellt,

dass  sie  gegen  den negativen französischen  Entscheid  vom August 
2009 nicht  rekurriert  hätten,  sondern  nach einem rund elfmonatigen 
Aufenthalt  in  Frankreich  am 28. August  2009  wieder  in  die  Schweiz 
eingereist  seien,  wo sie  gleichentags zum zweiten  Mal  Asylgesuche 
gestellt hätten,

dass Frankreich am 24. November 2009 der Wiederaufnahme der Be-
schwerdeführenden  gemäss  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Verordnung  [EG] 
Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kri-
terien  und Verfahren zur  Bestimmung des Mitgliedstaats,  der  für  die 
Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 
gestellten Asylantrags zuständig ist [Dublin-II-VO] zustimmte (vgl. act. 
B 19/1), 

dass  angesichts  des  zuvor  festgestellten  Sachverhalts  und  der  ein-
schlägigen  Staatsverträge  (vgl.  DAA;  Dublin-II-VO;  Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchfüh-
rungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des  Rates 
[Dublin-DVO]) Frankreich als zuständig zu erachten ist, 

dass keine Hinweise darauf bestehen, Frankreich halte sich nicht an 
die massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an 
das Refoulement-Verbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, 

dass  im  ersten  schweizerischen  Asylverfahren  die  Flüchtlingseigen-
schaft der Beschwerdeführenden wegen Unglaubhaftigkeit der Vorbrin-
gen verneint  wurde,  diese zwischenzeitlich  nicht  in  den Heimatstaat 

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zurückgekehrt  sind und auch die französischen Behörden offensicht-
lich deren Flüchtlingseigenschaft verneint haben,

dass weder angesichts der Verhältnisse in Frankreich noch zufolge der 
individuellen Situation der Beschwerdeführenden Anlass zur Ausübung 
des Selbsteintrittsrechts im Sinne von Art. 3  Abs. 2 Dublin-II-VO be-
steht,  zumal  sich  die  Beschwerdeführenden  bereits  einige  Zeit  in 
Frankreich aufhielten und mit den dortigen Verhältnissen vertraut sind,

dass die in der Beschwerde geltend gemachte Angst vor in Frankreich 
lebenden  Wahabiten  beziehungsweise  Gefolgsleuten des  Brigadege-
nerals  "Djarulla"  aus Dagestan nicht  zu einer  anderen Schlussfolge-
rung zu führen vermag,

dass nämlich mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass Frankreich ein 
Rechtsstaat mit entsprechenden Strukturen ist, an welche sich die Be-
schwerdeführenden notfalls wenden könnten, wie dies laut Angaben in 
der Beschwerde bei dem Zwischenfall vom August 2009 offenbar auch 
geschah (vgl. auch act. B 2/13 S. 9),

dass ferner die in der Rechtsmittelschrift geltend gemachten Befürch-
tungen,  Frankreich  könnte die Beschwerdeführenden aufgrund eines 
französisch-russischen  Rückübernahmeabkommens  nach  Russland 
zurückschicken, angesichts der Tatsache, dass sie darauf verzichteten, 
gegen den negativen französischen Asylentscheid ein Rechtsmittel zu 
ergreifen, und überdies ihr erstes Asylgesuch in der Schweiz zufolge 
Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  letztinstanzlich  abgewiesen  worden 
war, als unhaltbar zu bezeichnen sind,

dass das BFM demnach zu Recht  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung  nach Frankreich  im Ein-klang  mit 
den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt 
zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländerin-
nen und Ausländern  regelt,  wenn der  Vollzug der  Wegweisung nicht 
zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; 
Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der 
Zulässigkeit,  Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs 
regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheides ist, weshalb sie hier nicht mehr zu prüfen 
ist,

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Frankreich zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeich-
nete,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den 
rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellen 
oder  unangemessen  sein  sollte  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Be-
schwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten war, 

dass der Antrag, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, 
die  Kontaktnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat-  oder  Herkunfts-
staates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, 
beziehungsweise bei bereits erfolgter Datenweitergabe seien die Be-
schwerdeführenden darüber in einer separaten Verfügung, zu informie-
ren, gegenstandslos geworden ist, 

dass  mit  vorliegendem  Direktentscheid  ohne  vorgängige  Instruktion 
auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses gegenstandslos geworden ist, 

das  schliesslich  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und der  unentgeltlichen Rechtsverbeiständung gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ungeachtet  einer allfälligen Bedürftigkeit 
der  Beschwerdeführenden  abzuweisen  sind,  da  die  Beschwerdebe-
gehren wie oben dargelegt als aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Beiordnung  eines  unentgeltlichen  Rechtsvertreters  werden  ab-
gewiesen. 

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführenden  (Einschreiben;  Beilagen:  Einzahlungs-
schein  und  die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  9.  März  2010  im 
Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 
Kurier; in Kopie)

- die zuständige kantonale Behörde (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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