# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7578cd57-6c56-5091-83f1-3147ca6accbe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-04
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 04.05.2022 BK 2022 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2022-110_2022-05-04.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 22 110

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. Mai 2022

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand DNA-Analyse / erkennungsdienstliche Erfassung

Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 24. Februar 2022
(EO 22 1934)

2

Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt gegen A.________ eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mit Verfügung vom 24. Februar 2022 wies 
sie die Polizei an, A.________ erkennungsdienstlich inkl. Abnahme eines Wangen-
schleimhautabstrichs (WSA) zu erfassen und die WSA-Probe zwecks Erstellung 
eines DNA-Profils an das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern (nachfol-
gend: IRM) zu übermitteln. Gleichzeitig beauftragte sie das IRM mit der Erstellung 
eines DNA-Profils. Gegen diese Verfügung erhob A.________ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) am 4. März 2022 bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) Beschwerde 
und ersuchte um Aufhebung der Verfügung vom 24. Februar 2022 und um Akten-
einsicht.

Am 7. März 2022 eröffnete die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer ein Be-
schwerdeverfahren und erteilte der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 
Gleichzeitig wurde die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die verfahrensrelevanten 
Akten (inkl. Anzeigerapport) zu übermitteln. Dem Beschwerdeführer wurde mitge-
teilt, dass über das Akteneinsichtsgesuch nach Eingang der amtlichen Akten be-
funden werde. Am 15. März 2022 stellte die Staatsanwaltschaft der Beschwerde-
kammer die verlangten Akten zu. Daraufhin hiess die Verfahrensleitung der Be-
schwerdekammer das Akteneinsichtsgesuch des Beschwerdeführers gut und 
räumte der Generalstaatsanwaltschaft Gelegenheit ein, eine Stellungnahme zur 
Beschwerde einzureichen. Mit Eingabe vom 22. März 2022 beantragte die Gene-
ralstaatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Gleichentags 
liess die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer dem Beschwerdeführer eine 
Kopie der Stellungnahme zukommen mit dem Hinweis, dass auf die Anordnung ei-
nes zweiten Schriftenwechsels verzichtet werde und allfällige abschliessende Be-
merkungen umgehend einzureichen seien. Der Beschwerdeführer liess sich dar-
aufhin nicht mehr vernehmen.

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde 
geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen 
Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 
162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar 
in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerde-
führung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerecht eingereich-
te Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, in seinem Zivilschutzkeller eine Hanf-
Indooranlage (148 Pflanzen) betrieben und im Keller 49 getrocknete Hanfpflanzen 
gelagert zu haben. Gestützt auf den positiven Urindrogenschnelltest vom 25. Fe-

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bruar 2022 gehen die Ermittlungsbehörden zudem davon aus, dass der Beschwer-
deführer THC-haltige Substanzen konsumiert. 

Dem Anzeigerapport vom 11. März 2022 lässt sich zum massgeblichen Sachver-
halt entnehmen, dass im Rahmen einer anderen Strafuntersuchung (EO 22 1410) 
am Montag, 21. Februar 2022, an der B.________ (Strasse) in C.________ (Ort) 
eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Bei der betroffenen Liegenschaft 
handelt es sich um ein Doppeleinfamilienhaus, wobei gemäss Hausdurchsu-
chungsbefehl sämtliche der im Verfahren EO 22 1410 beschuldigten Person 
zugänglichen Räume durchsucht werden sollten. Anlässlich dieser Hausdurchsu-
chung fanden die Polizeibeamten im Keller des Gebäudes auf einer Wäscheleine 
mehrere Hanfplanzen, welche dort zum Trocknen hingelegt worden waren, sowie 
im sog. Zivilschutzraum eine Hanf-Indooranlage mit 148 Hanfpflanzen, wobei die 
beschuldigte Person angegeben haben soll, dass die Anlage nicht ihr gehöre und 
sich im Keller des Beschwerdeführers befinde. Die Polizei stellte weiter ein blaues 
Kunststofffass mit ca. 600 Gramm Marihuana sicher. 

Die als Zufallsfund taxierte Indooranlage wurde gleichentags der Staatsanwalt-
schaft gemeldet, welche anschliessend die Anhaltung des Beschwerdeführers und 
eine Hausdurchsuchung an dessen Domizil angeordnet hat. Da der Beschwerde-
führer zu Hause nicht angetroffen werden konnte, hinterliess ihm die Polizei eine 
Mitteilung. Nach Kontaktaufnahme des Beschwerdeführers mit der Polizei wurde 
die Hausdurchsuchung für Freitag, 25. Februar 2022, vereinbart. Am 24. Februar 
2022 eröffnete die Staatsanwaltschaft die dem vorliegenden Beschwerdeverfahren 
zugrundeliegende Strafuntersuchung EO 22 1934. Anlässlich der Hausdurchsu-
chung vom 25. Februar 2022 konnte festgestellt werden, dass die Indooranlage im 
Zivilschutzraum nicht mehr in Betrieb war. Zwar befand sich noch sämtliches tech-
nisches Material im Raum, jedoch waren die Pflanzen aus den Behältern entfernt 
worden. Darauf angesprochen, soll der Beschwerdeführer angegeben haben, die 
Pflanzen seien nach der Hausdurchsuchung von Montag, 21. Februar 2022, einge-
gangen, da die Türe nicht sachgemäss geschlossen worden sei. Anschliessend 
wurde beim Beschwerdeführer ein Drogenschnelltet durchgeführt, welcher positiv 
auf die Substanz THC reagiert hat. Dem Beschwerdeführer wurde die am Vortag 
verfügte erkennungsdienstliche Erfassung inkl. WSA erklärt und die Möglichkeit 
eingeräumt, sich selbständig zur erkennungsdienstlichen Erfassung in Bern zu 
melden.

Laut Anzeigerapport soll der Beschwerdeführer am 25. Februar 2022 gegenüber 
den Polizeibeamten ausserdem angegeben haben, dass die Hanfpflanzen auf der 
Wäscheleine ihm gehörten. Mehr sagte er dazu nicht. Bezüglich der Indooranlage 
habe er sich dahingehend geäussert, dass er diese seit ungefähr einem Jahr be-
treibe. Die Hanfpflanzen seien CBD-haltig gewesen. Bis anhin habe er aus der An-
lage noch keinen Ertrag gewonnen. 

Als ausstehende Ermittlungshandlungen werden im Anzeigerapport die Beprobung 
der 49 getrockneten Hanfpflanzen durch das IRM sowie die kriminaltechnische Un-
tersuchung des im Verfahren EO 22 1410 sichergestellten blauen Kunststofffasses 
mit ca. 600 Gramm Marihuana genannt. Gemäss Angaben der Polizei sei es vor 
dem Hintergrund der Aussagen des im Verfahren EO 22 1410 Beschuldigten, wo-

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nach das Fass nicht ihm gehöre, naheliegend, dass dieses dem Beschwerdeführer 
gehören könnte. Sobald der Beschwerdeführer erkennungsdienstlich erfasst sei, 
könnten die Spuren abgeglichen werden.

3.2 Die angefochtene Verfügung vom 24. Februar 2022 betreffend Erstellung eines 
DNA-Profils (so der Betreff der Verfügung) resp. die erkennungsdienstliche Erfas-
sung inkl. Abnahme eines WSA (Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung) wird von der 
Staatsanwaltschaft wie folgt begründet:

Gemäss Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO kann zur Aufklärung eines Verbrechens oder eines Vergehens 
von der beschuldigten Person ein Wangenschleimhautabstrich (WSA) genommen und ein DNA-Profil 
erstellt werden.

Die Kompetenz zur Anordnung nicht invasiver DNA-Probennahmen, worunter ein Wangenschleim-
hautabstrich fällt, liegt gemäss Art. 255 Abs. 2 StPO bei der Polizei. Die Erstellung eines DNA-Profils 
ist jedoch durch die Staatsanwaltschaft anzuordnen (vgl. BGE 141 IV 87 E. 1.3.2.).

Eine DNA-Probe kann einerseits angeordnet werden, wenn sie als Beweismittel zur Aufklärung der 
Anlasstat verwendet werden soll. Andererseits sind eine Abnahme einer DNA-Probe und die Profiler-
stellung auch dann zulässig, wenn damit andere gegenwärtig zu untersuchende oder allfällige zukünf-
tige Straftaten aufgeklärt werden können. Dabei bedarf es anhand konkreter Anhaltspunkte einer 
leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass die betroffene Person bereits früher andere Verbrechen oder 
Vergehen begangen hat (vgl. BK 14 425 vom 9. März 2015).

Dem Beschuldigten werden Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen (Hanf-
Indooranlage). Die DNA-Probe wird als Beweismittel in der vorliegenden Strafuntersuchung verwen-
det werden. Anlässlich der Hausdurchsuchung werden voraussichtlich diverse DNA-Spuren festge-
stellt werden, welche spurenmässig zu untersuchen sind. Angesichts der Schwere des dem Beschul-
digten zur Last gelegten Deliktes erweist sich die DNA-Profilerstellung als verhältnismässig und ist 
daher anzuordnen. Die damit verbundenen Grundrechtseingriffe sind zudem äusserst gering. 

In Anbetracht dieser Ausführungen erweist sich die DNA-Profilerstellung als verhältnismässig und ist 
daher anzuordnen.

4.

4.1 Der Beschwerdeführer führt aus, dass die verfügten Massnahmen weder zur Auf-
klärung des der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Delikts noch eines anderen 
Falls dienen könnten. Anlässlich der bei ihm durchgeführten Hausdurchsuchung sei 
nichts Auffälliges gefunden resp. beschlagnahmt worden. Damit sei ein DNA-Profil 
zur Klärung der Anlasstat hinfällig. Des Weiteren sei er nicht in andere gegenwärtig 
zu untersuchende Straftaten verwickelt. Die Annahme, bei ihm bestehe eine leicht 
erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass er bereits früher andere Verbrechen oder Verge-
hen begangen habe, erachte er als halt- und gegenstandslos. Sein Strafregister-
auszug sei schliesslich, so wie man es sich wünsche, leer. Er sei immer davon 
ausgegangen, dass die Unschuldsvermutung gelte. Anders als die Staatsanwalt-
schaft erachte er die verfügten Massnahmen (Fingerabdrücke und WSA) als mas-
siven Grundrechtseingriff.

4.2 Dem hält die Generalstaatsanwaltschaft entgegen, dass die DNA-Probe vorliegend 
als Beweismittel zur Aufklärung der Anlasstat diene. Ein hinreichender Tatverdacht 

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wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz liege vor. Es sei im 
Verfahren EO 22 1410 ein blaues Kunststofffass mit 600 Gramm Marihuana si-
chergestellt und kriminaltechnisch untersucht worden. Der Beschuldigte im Verfah-
ren EO 22 1410 habe erklärt, dass dieses Fass und Marihuana nicht ihm gehörten. 
Es sei daher naheliegend, dass das Fass und das Marihuana dem Beschwerdefüh-
rer gehören könnten. Daher sei es von Bedeutung, dass er erkennungsdienstlich 
inkl. Abnahme WSA erfasst werde. Ausserdem sei gemäss Beschluss der Be-
schwerdekammer BK 21 116 vom 18. Juni 2021 nicht vorausgesetzt, dass bereits 
eine forensische DNA-Analyse der Vergleichsspuren vorliege, um ein DNA-Profil 
eines Beschuldigten zu verfügen. Es genüge, dass gemäss Polizeiberichten ent-
sprechende Abriebe und Gegenstände sichergestellt worden seien. Dies sei vorlie-
gend der Fall. Unbestritten dürfte weiter sein, dass die Bedeutung der Straftat und 
mithin das öffentliche Interesse an der Aufklärung dieser Tat die Erstellung eines 
DNA-Profils als leichten Eingriff in die Grundrechte des Beschwerdeführers recht-
fertigten. Der Zweck der Erstellung eines DNA-Profils (Abgleich von allfälligen Spu-
ren auf dem sichergestellten Fass mit der DNA des Beschwerdeführers) könne zu-
dem nicht mit milderen Massnahmen erreicht werden. In diesem Sinn sei auch die 
Erforderlichkeit der verfügten DNA-Profilerstellung zu bejahen. Die Erstellung eines 
DNA-Profils des Beschwerdeführers zur Aufklärung der Anlasstat müsse daher als 
geeignet und insgesamt als verhältnismässig bezeichnet werden.

5.

5.1 Vorweg ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung in Bezug auf die erken-
nungsdienstliche Erfassung gemäss Art. 260 StPO den Begründungsanforderun-
gen nicht zu genügen vermag. Die Staatsanwaltschaft ordnete in Ziff. 1 der ange-
fochtenen Verfügung eine erkennungsdienstliche Erfassung inkl. WSA an und be-
auftragte das IRM in Ziff. 3 mit der Erstellung eines DNA-Profils. Somit veranlasste 
sie nicht nur die DNA-Profilerstellung gemäss Art. 255 StPO, sondern auch die er-
kennungsdienstliche Erfassung gemäss Art. 260 Abs. 1 StPO (u.a. Fingerabdruck). 
Gemäss Art. 260 Abs. 3 StPO muss die erkennungsdienstliche Erfassung in einem 
kurz begründeten Befehl angeordnet werden. Die Begründungspflicht ist Ausfluss 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] und Art. 107 StPO). Dem-
gemäss muss ein Entscheid, um dem verfassungsmässigen Gehörsanspruch 
genüge zu tun, dergestalt abgefasst sein, dass sich der Betroffene über seine 
Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Tatsachen an die 
höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 143 IV 40 E. 3.4.3). In diesem Sinn müs-
sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 
9.2 und 141 IV 249 E. 1.3.1). Die angefochtene Verfügung begründet einzig die 
DNA-Profilerstellung. Die erkennungsdienstliche Erfassung wird mit keinem Wort 
erwähnt. Dadurch war es für den Beschwerdeführer nicht ersichtlich, aus welchen 
Gründen die erkennungsdienstliche Erfassung verfügt worden war. Das rechtliche 
Gehör wurde mithin verletzt (vgl. auch Beschlüsse des Obergerichts des Kantons 
Bern BK 21 531 vom 29. März 2022 E. 3.1-3.3 und BK 21 583 vom 4. März 2022 E. 
4.1-4.3). 

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5.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verletzung hat 
grundsätzlich die Aufhebung des Entscheids zur Folge. Gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV gilt eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äus-
sern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. 
Darüber hinaus ist unter diesen Voraussetzungen selbst bei einer schwerwiegen-
den Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör auf eine Rückweisung an die 
Vorinstanz zu verzichten, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und somit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
(der Aufhebung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer raschen 
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit 
Hinweisen). Die Beschwerdekammer in Strafsachen verfügt über die gleiche Kogni-
tion wie die Staatsanwaltschaft, weshalb die Heilung des Gehörsmangels im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren möglich ist (vgl. Art. 393 Abs. 2 StPO). Dass sich die 
Generalstaatsanwaltschaft im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht zur erken-
nungsdienstlichen Erfassung geäussert hat, ändert daran nicht. 

5.3 Aus diesen Überlegungen und aus Gründen der Verfahrenseffizienz wird deshalb 
vorliegend trotz der festgestellten Gehörsverletzung auf die Aufhebung des Ent-
scheids verzichtet. Die Gehörsverletzung ist aber im Dispositiv festzuhalten und bei 
den Kostenfolgen zu berücksichtigen (zum Ganzen Beschlüsse des Obergerichts 
des Kantons Bern BK 21 531 vom 29. März 2022 E. 3 und BK 21 583 vom 4. März 
2022 E. 4).

6.

6.1 Gemäss Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO kann zur Aufklärung eines Verbrechens oder 
Vergehens von der beschuldigten Person eine Probe genommen und ein DNA-
Profil erstellt werden. Mit Hilfe des Vergleichs von DNA-Profilen sollen verdächtige 
Personen identifiziert und weitere Personen vom Tatverdacht entlastet, Tatzusam-
menhänge und damit insbesondere organisiert operierende Tätergruppen sowie 
Serien- und Wiederholungstäter rascher erkannt und die Beweisführung unterstützt 
werden (Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes über die Verwendung von DNA-Profilen 
im Strafverfahren und zur Identifizierung von unbekannten oder vermissten Perso-
nen [DNA-Profil-Gesetz; SR 363]). Dabei kann es sich um vergangene oder künfti-
ge Delikte handeln. Das DNA-Profil kann so Irrtümer bei der Identifikation einer 
Person und die Verdächtigung Unschuldiger verhindern. Es kann auch präventiv 
wirken und damit zum Schutz Dritter beitragen. Auch hinsichtlich derartiger Strafta-
ten bildet Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO eine gesetzliche Grundlage für die DNA-
Probenahme und -Profilerstellung (zum Ganzen: BGE 145 IV 263 E. 3.3 mit Hin-
weisen). Art. 255 StPO ermöglicht aber nicht bei jedem hinreichenden Tatverdacht 
die routinemässige (invasive) Entnahme von DNA-Proben, geschweige denn deren 
generelle Analyse (BGE 147 I 372 E. 2.1, 145 IV 263 E. 3.4 und 141 IV 87 E. 1.4.2, 
je mit Hinweisen). 

Das zur DNA-Probenahme und -Profilerstellung Ausgeführte gilt gleichermassen 
für die erkennungsdienstliche Erfassung gemäss Art. 260 Abs. 1 StPO, mit dem 

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Unterschied, dass diese auch zur Aufdeckung von Übertretungen angeordnet wer-
den kann (BGE 147 I 372 E. 2.1). Art. 260 Abs. 1 StPO erlaubt indessen ebenso 
wenig wie Art. 255 Abs. 1 StPO eine routinemässige erkennungsdienstliche Erfas-
sung (BGE 147 I 372 E. 2.1 und 141 IV 87 E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 
6B_236/2020 vom 27. August 2020 E. 2.5 mit Hinweis).

6.2 Erkennungsdienstliche Massnahmen (d.h. die erkennungsdienstliche Erfassung 
gemäss Art. 260 StPO sowie die DNA-Profilerstellung gemäss Art. 255 StPO) und 
die Aufbewahrung der Daten können das Recht auf persönliche Freiheit und auf in-
formationelle Selbstbestimmung berühren (Art. 10 Abs. 2 und Art. 13 Abs. 2 BV 
und Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
[EMRK; SR 0.101]; BGE 136 I 87 E. 5.1 und 128 II 259 E. 3.2, je mit Hinweisen). 
Die Rechtsprechung geht bei der heutigen Rechtslage – anders als der Beschwer-
deführer meint – von einem leichten Grundrechtseingriff aus (vgl. Art. 36 Abs. 1 BV; 
BGE 145 IV 263 E. 3.4, 144 IV 127 E. 2.1 und 128 II 259 E. 3.3, je mit Hinweisen; 
offengelassen in BGE 147 I 372 E. 2.2). Da es sich um strafprozessuale Zwangs-
massnahmen handelt (Art. 196 StPO), setzen sie neben einer gesetzlichen Grund-
lage (Art. 197 Abs. 1 Bst. a StPO) und einem hinreichenden Tatverdacht (Art. 197 
Abs. 1 Bst. b StPO) voraus, dass der mit der Massnahme verbundene Eingriff in 
die Grundrechte verhältnismässig ist. Strafprozessuale Zwangsmassnahmen kön-
nen nur ergriffen werden, wenn die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere 
Massnahmen erreicht werden können und die Bedeutung der untersuchten Straftat 
die Zwangsmassnahme rechtfertigt (Art. 197 Abs. 1 Bst. c und Bst. d StPO). 

6.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Erstellung eines DNA-Profils, 
das nicht der Aufklärung der Anlass dazu gebenden Straftaten eines laufenden 
Strafverfahrens dient, nur dann verhältnismässig, wenn erhebliche und konkrete 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die beschuldigte Person in andere – auch 
künftige – Delikte verwickelt sein könnte. Dabei muss es sich um Delikte von einer 
gewissen Schwere handeln (vgl. BGE 145 IV 263 E. 3.4 mit Hinweisen). Zu 
berücksichtigen ist im Rahmen einer gesamthaften Verhältnismässigkeitsprüfung 
auch, ob die beschuldigte Person vorbestraft ist; trifft dies nicht zu, schliesst das 
die DNA-Profilerstellung bzw. die erkennungsdienstliche Erfassung jedoch nicht 
aus, sondern es fliesst als eines von vielen Kriterien in die Gesamtabwägung ein 
und ist entsprechend zu gewichten (vgl. zum Ganzen BGE 147 I 372 E. 4 und 
BGE 145 IV 263 E. 3.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1B_171/2021 vom 
6. Juli 2021 E. 4.1).

7.

7.1 Die erkennungsdienstlichen Massnahmen dienen vorliegend einzig der Aufklärung 
der Anlasstat und nicht anderer gegenwärtig zu untersuchender oder allfälliger 
zukünftiger Straftaten. Somit ist unerheblich, ob konkrete Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass der Beschwerdeführer bereits früher andere Verbrechen oder Verge-
hen begangen haben könnte. Die Staatsanwaltschaft hat – wie vorliegend auch die 
Beschwerdekammer in E. 6.1 und 6.3 hiervor – einzig aufgeführt, wann eine DNA-
Profilerstellung theoretisch möglich ist. Dass der Beschwerdeführer nicht vorbe-
straft ist, ist demnach nicht von Bedeutung.

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7.2 Dass mit Art. 260 und Art. 255 StPO eine gesetzliche Grundlage für die erken-
nungsdienstliche Erfassung und die DNA-Profilerstellung besteht, wird zu Recht 
nicht in Abrede gestellt. Der Beschwerdeführer beruft sich jedoch auf die Un-
schuldsvermutung und wehrt sich damit implizit gegen das Vorliegen eines hinrei-
chenden Tatverdachts. Dieser ergibt sich indes ohne Weiteres aus dem Anzeige-
rapport vom 11. März 2022, demgemäss im Rahmen der im Strafverfahren EO 22 
1410 durchgeführten Hausdurchsuchung eine Indooranlage und getrocknete Hanf-
pflanzen aufgefunden worden sind, welche dem Beschwerdeführer zugeordnet 
werden können. Angesichts der Menge der am 21. Februar 2022 fotografisch fest-
gehaltenen – am 25. Februar 2025 jedoch bereits entsorgten – Hanfpflanzen (148 
Stück) ist der Verdacht der Strafverfolgungsbehörden, wonach das Betreiben der 
Indooranlage kaum für den Eigenkonsum gedient haben dürfte, nicht zu beanstan-
den. Damit darf von einem Anlassdelikt im Sinn von Art. 255 Abs. 1 StPO ausge-
gangen werden, welches eine DNA-Profilerstellung unter Vorbehalt der weiteren 
Voraussetzungen erlauben würde. Da eine erkennungsdienstliche Erfassung 
gemäss Art. 260 StPO – anders als die DNA-Profilerstellung – auch bei Übertre-
tungen zulässig ist, erübrigen sich diesbezüglich Ausführungen zur Anlasstat.

7.3 Nicht gefolgt werden kann der Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung 
insofern, als dass die am 24. Februar 2022 angeordneten Zwangsmassnahmen im 
Hinblick auf voraussichtlich am Folgetag aufzufindende Spuren zulässig sein sol-
len. Die Argumentation der Staatsanwaltschaft würde bedeuten, dass im Zusam-
menhang mit der Aufklärung einer Anlasstat vorsorglich die Abnahme von Finger-
abdrücken und/oder eine DNA-Profilerstellung möglich wäre, ohne dass entspre-
chende Spuren resp. Spurenträger bekannt wären. Dies kann nicht im Sinn des 
Gesetzgebers sein. Da hier im Zeitpunkt der Anordnung der erkennungsdienstli-
chen Massnahmen (erkennungsdienstliche Erfassung und DNA-Profilerstellung) 
indes bereits ein Spurenträger (blaues Kunststofffass) sichergestellt worden war, 
steht die Begründung der Staatsanwaltschaft der Prüfung der Rechtmässigkeit der 
angeordneten Massnahmen nicht entgegen. Nichts für sich abzuleiten vermag der 
Beschwerdeführer jedoch aus der Tatsache, dass anlässlich der in seinem Verfah-
ren am 25. Februar 2022 durchgeführten Hausdurchsuchung nichts sichergestellt 
worden ist. Das vorerwähnte, im Rahmen eines anderen Verfahrens bereits am 
21. Februar 2022 sichergestellte Kunststofffass ist auch im gegen ihn erhobenen 
Verfahren resp. ihn betreffend von Relevanz.

7.4 Einer näheren Prüfung bedarf die Frage der Verhältnismässigkeit der angeordne-
ten Massnahmen (erkennungsdienstlich Erfassung und DNA-Profilerstellung). Steht 
ein milderes Mittel zur Verfügung, ist aus Gründen der Verhältnismässigkeit 
grundsätzlich zuerst die mildere Massnahme zu ergreifen. Dieses Prinzip ist auch 
dann zu beachten, wenn verschiedene Zwangsmassnahmen mit unterschiedlicher 
Eingriffsintensität zur Diskussion stehen (Urteil des Bundesgerichts 1B_585/2020 
vom 6. April 2021 E. 2.2 mit Hinweis auf ZIMMERLIN, in: Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 18 zu Art. 197 StPO).

Dass die Abnahme eines WSA – nebst der Abnahme von Fingerabdrücken – bzw. 
die Erstellung eines DNA-Profils grundsätzlich geeignet ist, die am Tatort gefunde-
nen Spuren einem Spurenleger zuzuordnen und damit allenfalls den möglichen 

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Täter zu identifizieren, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Allein gestützt auf das 
Vorliegen des Kriteriums der Geeignetheit rechtfertigt sich eine DNA-
Profilerstellung indes nicht, stellt diese doch lediglich einen Teilgehalt des Verhält-
nismässigkeitsgrundsatzes dar. Verlangt wird ebenfalls, dass die angestrebte 
Massnahme erforderlich ist. Dies muss im vorliegenden Fall gestützt auf die Akten-
lage zumindest vorderhand verneint werden, da nicht ersichtlich ist, inwiefern das 
Abgleichen von Fingerabdrücken zur Aufklärung der Anlasstat nicht ausreichend 
und stattdessen auch ein DNA-Profil unabdingbar sein soll. 

Die Abnahme der Fingerabdrücke stellt grundsätzlich einen weniger schweren Ein-
griff in die Grundrechte der informationellen Selbstbestimmung als Teilgehalt des 
Schutzes der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 2 BV) und der körperlichen Integrität 
(Art. 10 Abs. 2 BV) dar, da weniger einschneidende persönliche Informationen ge-
wonnen werden, als bei der Erstellung eines DNA-Profils, welches unter anderem 
Rückschlüsse auf verwandtschaftliche Verhältnisse und weitere persönliche Merk-
male wie das Geschlecht erlaubt. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesgericht in 
seinem Urteil 1B_585/2020 vom 6. April 2021 denn auch festgehalten, dass die 
Abnahme von Fingerabdrücken bzw. der Vergleich von Fingerabdrücken 
grundsätzlich als milderes Mittel bzw. als «Mittel der ersten Wahl» Vorrang hat (vgl. 
dort E. 3.1). In dem vom Bundesgericht beurteilten Sachverhalt ging es ebenfalls 
um eine Hanf-Indooranlage, wobei sich die Staatsanwaltschaft gegen die verwei-
gerte DNA-Profilerstellung zur Wehr setzte und im bundesgerichtlichen Verfahren 
vorbrachte, dass gar keine Fingerabdrücke sichergestellt worden seien und das 
von der Vorinstanz geforderte stufenweise Vorgehen (zunächst daktyloskopische 
Untersuchung, dann erst – sofern erforderlich – DNA-Abgleich) aus technischen 
Gründen zu einem Beweisverlust führen würde. Dem konnte das Bundesgericht in 
mehrerlei Hinsicht nicht folgen. Zunächst hielt es fest, dass die Staatsanwaltschaft 
nicht ansatzweise aufzeige, weshalb im konkreten Fall ausnahmsweise ein Finger-
abdruck-Abgleich nicht ebenso zielführend wäre und es zusätzlich eines DNA-
Abgleichs bedürfe. Ausserdem seien die Einwände gegen das stufenweise Vorge-
hen zu allgemeiner Natur resp. zu wenig differenziert und es sei nicht ersichtlich, 
welche Gegenstände vorliegend überhaupt auf Spuren untersucht bzw. weshalb 
diese von vornherein aufgrund ihrer Oberflächenstruktur als ungeeignet erachtet 
worden seien. Weiter werde nicht dargelegt, weshalb Grund zur Annahme bestan-
den habe, dass in der Hanf-Indooranlage allenfalls Handschuhe getragen worden 
seien bzw. mit einer Überlagerung von Fingerabdrücken zu rechnen gewesen sei, 
so dass sich eine daktyloskopische Spurensicherung als nicht geeignet erweisen 
würde. Weiter führte das Bundesgericht im genannten Entscheid aus:

3.1. […] Die rein hypothetische Annahme eines möglichen Spurenverlusts bzw. die nur pauschalen 
Ausführungen, wann Fingerabdrücke allenfalls nicht zielführend seien bzw. gar nicht erst sicherge-
stellt werden können, genügen jedenfalls nicht, um im konkreten Fall eine WSA-Abnahme bzw. die 
DNA-Profilerstellung des Beschwerdegegners zu rechtfertigen. 

3.2. Daran ändert ausserdem auch die in der Noven-Eingabe neu vorgebrachte Behauptung nichts, 
wonach am Tatort überhaupt keine Fingerabdrücke sichergestellt worden seien. Ob dies tatsächlich 
zutrifft, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Zweifel an dieser Behauptung bestehen zumindest in-
sofern, als die Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerde mit keinem Wort erwähnt, dass keine (aus-

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wertbaren) Fingerabdrücke sichergestellt worden seien. Vielmehr hat sie ausgeführt, "der Ablauf der 
Tat und die Beteiligung des Beschwerdegegners sei nicht abgeklärt und die Täterschaft respektive ein 
allfälliger Tatbeitrag solle und müsse durch einen Spurenabgleich des DNA-Profils des Beschwerde-
gegners mit den Tatortspuren sowie eines Abgleichs der Fingerabdrücke des Beschwerdegegners mit 
den am Tatort gesicherten Fingerabdrücken nachgewiesen werden".  

Im Übrigen ist jedoch ohnehin vom Sachverhalt auszugehen, wie er sich vor der Vorinstanz präsen-
tiert hat. Diese ist davon ausgegangen, Fingerabdrücke seien sichergestellt worden und könnten aus-
gewertet werden. Trifft dies zu, kann es nicht angehen, dass einzig auf "Vorrat" DNA-Profile erstellt 
werden, wenn bereits anhand der sichergestellten Fingerabdrücke eine eindeutige Zuweisung der 
Spuren möglich ist. Fehlt es an konkreten und substanziierten Ausführungen, weshalb diese Zuwei-
sung vorliegend nicht möglich sein soll, ist der Fingerabdruck-Abgleich als Mittel der ersten Wahl auf-
grund seines weniger schweren Eingriffs einem DNA-Abgleich vorzuziehen (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Vorliegend verhält es sich so, dass aus den Akten nicht ersichtlich ist, ob die krimi-
naltechnische Untersuchung des im Verfahren EO 22 1410 sichergestellten blauen 
Kunststofffasses tatsächlich bereits erfolgt ist – davon scheint die Generalstaats-
anwaltschaft in ihrer Stellungnahme auszugehen – und ob bejahendenfalls aus-
wertbare Spuren erhältlich gemacht werden konnten. Wie die Staatsanwaltschaft 
zutreffend festhält, bedarf es vorliegend indes nicht des Nachweises von auswert-
baren Vergleichsspuren an den sichergestellten Gegenständen. Es genügt, dass 
ein Spurenträger vorhanden ist, der auf entsprechende Spuren hin untersucht wer-
den kann (Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern BK 21 169 vom 19. Juli 
2021 E. 8 und BK 21 116 vom 18. Juni 2021 E. 6.).

Weder den Akten noch der Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft vom 
22. März 2022 lassen sich Angaben dazu entnehmen, ob eine Untersuchung des 
fraglichen Kunststofffasses auf Fingerabdrücke hin von vornherein kein Erfolg be-
schieden wäre. Unbekannt ist ebenfalls, ob eine entsprechende Untersuchung al-
lenfalls bereits stattgefunden hat, jedoch ergebnislos geblieben ist, stattdessen 
DNA-Spuren aufgefunden wurden resp. erhältlich gemacht werden können, so 
dass sich eine DNA-Profilerstellung des Beschwerdeführers zum Spurenabgleich 
aufdrängt. Vorliegend sind keine Hinweise dafür ersichtlich – und es wurde auch 
nicht geltend gemacht –, dass der Betreiber der Indooranlage jeweils Handschuhe 
getragen hat, so dass mit dem Auffinden von Fingerabdrücken kaum gerechnet 
werden könnte. Auch kann nicht davon gesprochen werden, dass notorisch sei, 
dass beim Betreiben einer Hand-Indooranlage in der Regel Handschuhe getragen 
würden. Weiter bestehen keine Hinweise dafür, dass die Oberflächenstruktur des 
Kunststofffasses gegen das Auffinden von auswertbaren Fingerabdrücken spre-
chen würde. Davon, dass eine erkennungsdienstliche Erfassung resp. die Abnah-
me von Fingerabdrücken des Beschwerdeführers ungeeignet für die Aufklärung der 
ihm vorgeworfenen Tat wäre, kann somit – zumindest aufgrund des aktuellen Ak-
tenstands – nicht gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf 
das zuvor zitierte Urteil des Bundesgerichts 1B_585/2020 vom 6. April 2021 muss 
die erkennungsdienstliche Erfassung gemäss Art. 260 StPO vorderhand als milde-
res Mittel zur Aufklärung der Tat bezeichnet werden. Steht ein milderes Mittel zur 
Verfügung, ist – wie bereits erwähnt – vorerst dieses zu ergreifen. Ein DNA-
Abgleich würde – soweit ersichtlich resp. für die Beschwerdekammer gestützt auf 

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die Akten und die Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft überhaupt beurteilbar 
– lediglich eine, vorliegend (derzeit) nicht erforderliche, zusätzliche Möglichkeit der 
Täteridentifizierung darstellen. 

Die WSA-Abnahme und die DNA-Profilerstellung erweisen sich somit zur Auf-
klärung der Anlasstat – anders als die erkennungsdienstliche Erfassung (dazu 
nachfolgend noch E. 7.6) – zumindest derzeit als unverhältnismässig. Möglich ist, 
dass sich die Situation zu einem späteren Zeitpunkt anders präsentiert. Der 
Staatsanwaltschaft steht es dannzumal offen, erneut die DNA-Abnahme und -
Profilerstellung zu verfügen (mit anschliessender Rechtsmittelmöglichkeit des Be-
schwerdeführers). Diesfalls wird sie indes aufzuzeigen haben, weshalb die Finger-
abdrücke unter den konkreten Umständen nicht ausreichen bzw. aus den allenfalls 
gewonnenen daktyloskopischen Spuren kein (eindeutiges) Ergebnis gewonnen 
werden kann, weshalb noch ein Abgleich der DNA-Spuren vorzunehmen sei. 

7.5 Der Ausgang des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bedeutet nun aber keines-
wegs, dass die Strafverfolgungsbehörden in jedem Fall zwingend stufenweise vor-
gehen müssen. Es ist jeweils der konkrete Einzelfall zu beurteilen. Eine DNA-
Analyse kann sich ohne vorgängige daktyloskopische Auswertung beispielsweise 
dann als notwendig erweisen, wenn begründete Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass auf dem Spurenträger keine Fingerabdrücke vorhanden sein werden (so zum 
Beispiel im Fall, dass mit aller Wahrscheinlichkeit Handschuhe getragen worden 
sind, weshalb die Untersuchung der Spurenträger nach Fingerabdrücken zum 
Vornherein als aussichtslos erscheint [vgl. etwa Beschluss des Obergerichts des 
Kantons Bern BK 21 169 vom 19. Juli 2021]) resp. aus anderen Gründen (z.B. Ma-
terialbeschaffenheit) keine auswertbaren Fingerabdrücke gewonnen werden kön-
nen oder wenn ein DNA-Profil der Aufklärung vergangener und/oder künftiger Straf-
taten dienen soll, bei welchen logischerweise nicht zum vornherein feststeht, dass 
daktyloskopische Spuren für die Aufklärung der Tat verfügbar sein werden.

7.6 Die Bedeutung der Straftat und mithin das öffentliche Interesse an der Aufklärung 
der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz rechtfertigen die erkennungsdienstliche Erfassung als leichten 
Eingriff in die Grundrechte des Beschwerdeführers. Der Zweck dieser Massnahme 
(Abgleich von Fingerabdruckspuren) kann nicht mit milderen Massnahmen erreicht 
werden. Die erkennungsdienstliche Erfassung des Beschwerdeführers zur Auf-
klärung der Anlasstat muss daher als geeignet und insgesamt als verhältnismässig 
bezeichnet werden. 

8. Zusammengefasst ergibt sich, dass die erkennungsdienstliche Erfassung (ohne 
WSA) des Beschwerdeführers zur Aufklärung der Anlasstat zumindest vorderhand 
geeignet scheint und erforderlich und zumutbar im Sinn von Art. 36 Abs. 3 BV ist. 
Auch die Voraussetzungen von Art. 197 Abs. 1 Bst. a-d StPO liegen vor. Die Be-
schwerde ist demnach insoweit unbegründet und abzuweisen. Soweit die WSA-
Abnahme und die Erstellung eines DNA-Profils betreffend erweist sie sich jedoch 
als begründet. Mangels anderweitiger Hinweise kann zumindest derzeit nicht aus-
geschlossen werden, dass auf dem sichergestellten Kunststofffass Fingerabdruck-
spuren erhältlich gemacht werden können, welche eine Identifizierung der Täter-

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schaft erlauben könnten. Somit besteht mit der erkennungsdienstlichen Erfassung 
im Sinn von Art. 260 StPO ein im Vergleich zur DNA-Erfassung milderes Mittel zur 
Aufklärung der Tat, weshalb die DNA-Profilerstellung derzeit als nicht erforderlich 
und damit als unverhältnismässig bezeichnet werden muss. 

Die Beschwerde erweist sich somit insgesamt als teilweise begründet und ist daher 
teilweise gutzuheissen.

9. Aufgrund der festgestellten Gehörsverletzung und der teilweisen Gutheissung der 
Beschwerde rechtfertigt sich, die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf 
CHF 1'200.00, zu einem Drittel, ausmachend CHF 400.00, dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Zwei Drittel der Kosten, ausmachend CHF 800.00, trägt der Kanton 
Bern. Dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer sind im Beschwerdever-
fahren keine entschädigungswürdigen Nachteile entstanden, weshalb von der Aus-
richtung einer Entschädigung abgesehen wird (Art. Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 430 
Abs. 1 Bst. c StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Es wird festgestellt, dass das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt wor-
den ist. 

2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Verfügung der Regionalen Staats-
anwaltschaft Emmental-Oberaargau vom 24. Februar 2022 (EO 22 1934) wird inso-
weit aufgehoben, als nebst der zulässigen erkennungsdienstlichen Erfassung die Ab-
nahme eines WSA und die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet worden ist. 

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'200.00, werden zu einem 
Drittel, ausmachend CHF 400.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. Den Rest der Ver-
fahrenskosten, ausmachend CHF 800.00, trägt der Kanton Bern. 

4. Es wird keine Entschädigung ausgerichtet. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)
Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Staatsanwältin 

D.________ (mit den Akten – per Einschreiben)
- Kantonspolizei Bern, KTD, ED-Behandlung (per A-Post)
- Kantonspolizei Bern, Polizeiwache Burgdorf, E.________, Dunantstrasse 1, 3400 

Burgdorf (per A-Post) 

Bern, 4. Mai 2022 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.