# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0dc4add-f6c6-59ff-9710-52e6ba4b4f68
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2010 E-5234/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5234-2010_2010-07-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5234/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______,
Nepal,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5234/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am 15. November  2009  in  die  Schweiz 
gelangte und hier am 16. November 2009 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  23.  November  2009  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ und der Anhörung vom 
26. April 2010 zu den Asylgründen im Wesentlichen Folgendes geltend 
machte, 

dass er  aus  dem Dorf  C._______ stamme und im Jahre  2005 nach 
Kathmandu umgezogen sei, wo nach wie vor – nebst Geschwistern – 
seine Frau mit den beiden gemeinsamen Kindern wohnhaft sei,

dass  er  in  Kathmandu  Aussendienst-  und  Sozialarbeiter  der  (...) 
gewesen  und  insbesondere  für  ein  Projekt  zuständig  gewesen  sei,  
welches Bildung und Gleichberechtigung für (...) angestrebt habe,

dass  dieses  Projekt  die  Kritik  von  Mitgliedern  der  YCL  (Young 
Communist  League)  auf  sich  gezogen  habe,  und  er  von  diesen  im 
August  2009  angegriffen  und  seither  indirekt  mit  dem Tode bedroht 
worden sei,

dass er mangels Erfolgsaussichten darauf verzichtet habe, die heimat -
lichen Behörden mittels einer Anzeige oder anderweitig um Schutz zu 
ersuchen, da diese ebenfalls gegen das Projekt  eingestellt  gewesen 
seien und zudem selber Angst vor der YCL hätten,

dass er deshalb noch im August beziehungsweise im September 2009 
nach Indien geflüchtet,  am 16. Oktober 2009 zwecks Besuchs eines 
Familienfestes  in  sein  Heimatland  zurückgekehrt  und  am  (...) 
November  2009  mit  Hilfe  eines  Schleppers  über  Doha  (Katar)  nach 
Griechenland  geflogen  sei,  wobei  er  seinen  eigenen,  mit  einem 
Schengen-Visum  versehenen  Reisepass  benützt  habe,  den  er  vor 
seiner Einreise in die Schweiz dem Schlepper überlassen habe,

dass er über die Weiterreise von Griechenland in die Schweiz keine 
näheren Angaben zu machen imstande sei,

dass er im Übrigen nie politisch tätig gewesen sei und mit den heimat -
lichen Behörden keine Probleme gehabt habe,

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dass  der  Beschwerdeführer  als  Beweismittel  im  Verlaufe  des  Ver-
fahrens einen Funktionsausweis und eine Visitenkarte der (...), jedoch 
keine  Identitätsdokumente  zu  den  Akten  gab  und  einer  am  16. 
November  2009  ergangenen  schriftlichen  Aufforderung  zur  Papier-
beschaffung innert  48 Stunden –  mit  Nachdruck erneuert  anlässlich 
der  Befragung  und  Anhörung  zu  den  Asylgründen  –  nicht 
nachgekommen ist,

dass er zur Erklärung geltend machte, sein Pass sei in den Händen 
des Schleppers und seine Identitätskarte  befinde sich zu Hause, zu 
deren Beschaffung er jedoch mangels Besitzes einer  Zustelladresse 
noch  nichts  unternommen habe  beziehungsweise  "noch  einige  Zeit" 
benötige,

dass er das Dokument aber beschaffen werde,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 25. Juni 2010 – eröffnet am 
29. Juni 2010 – auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  seines  Nichteintretensentscheides  im  We-
sentlichen anführte,  der  Beschwerdeführer  habe den Behörden trotz 
Aufforderung  innert  48  Stunden  und  auch  bis  dato  keine  Identitäts-
dokumente  eingereicht  und  hierfür  keine  entschuldbaren  Gründe 
glaubhaft zu machen vermocht,

dass  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers  zu  seinen  fehlenden 
Identitätsdokumenten  (insbesondere  Identitätskarte),  die  nicht  reali-
sierten  Beschaffungsbeteuerungen  und  die  offensichtlich  unter-
lassenen  Beschaffungsbemühungen  den  Schluss  aufdrängten,  er 
verweigere die Abgabe rechtsgenüglicher Ausweispapiere willentlich,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  ferner  den  Anforderungen  gemäss 
Art. 3  AsylG  an  die  flüchtlingsrechtliche  Beachtlichkeit  offensichtlich 
nicht genügten, da der Beschwerdeführer die nepalesischen Behörden 
und insbesondere die Polizei  gar nicht um Schutz ersucht  habe und 
dem Staat  auch  mangels  anderer  Anhaltspunkte  keine  Missachtung 
seiner  Schutzpflicht  vorgeworfen  werden  könne,  womit  der  Be-
schwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  klar  nicht  erfülle  und  zu-

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sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass daran auch die abgegebenen zwei Beweismittel nichts zu ändern 
vermöchten,  da  sie  bestenfalls  als  Belege  für  die  Tätigkeit  des  Be-
schwerdeführers für  die (...)  dienten,  nicht jedoch zum Beweis eines 
asylbeachtlichen Sachverhalts,

dass  mithin  darauf  verzichtet  werden  könne,  die  zahlreich  auf-
getretenen  und  erheblichen  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Ver-
folgungsvorbringen näher zu erörtern,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und keine Gründe ersichtlich seien,  die auf  Unzulässigkeit,  
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
schliessen lassen könnten,  zumal mangels Erfüllung der Flüchtlings-
eigenschaft  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  nicht  zur  An-
wendung gelange  und  dem Beschwerdeführer  im  Heimatstaat  keine 
durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotene 
Strafe oder Behandlung drohe,

dass der Beschwerdeführer mit an das BFM adressierter und dort am 
5.  Juli  2010  eingegangener  Eingabe  vom  2.  Juli  2010  (Datum  des 
Poststempels) gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob und dabei 
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt,

dass er in der Begründung Probleme bei der Beschaffung von Identi -
tätsdokumenten  anspricht  und  deren  Einreichung  in  Aussicht  stellt 
sowie seine immer noch bestehenden persönlichen Probleme in Nepal 
bekräftigt, 

dass er hierzu als Beweismittel eine Bestätigung der (...) vom 14. Juni 
2010 zu den Akten gibt,

dass das BFM die Eingabe vom 2. Juli 2010 mit Begleitschreiben vom 
20. Juli 2010 und dem Hinweis, dass es sich dabei allenfalls um eine 
Beschwerde handle, an das Bundesverwaltungsgericht überwies,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  zusammen  mit  besagtem  Begleit -
schreiben  gleichentags  beim  Bundesverwaltungsgericht  eintrafen 
(Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass die Eingabe vom 2. Juli 2010 entsprechend der Einschätzung des 
BFM  als  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  vom  25.  Juni  2010  zu 
qualifizieren ist,  da sie die Referenz des angefochtenen Entscheides 
nennt  und  sich  auch  inhaltlich  zweifellos  gegen  diese  Verfügung 
richtet,  weshalb  entsprechend  die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts gegeben ist,

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 und Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat,  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert  ist,  und  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 AsylG sowie Art. 48 Abs. 1 und 
Art. 52 VwVG), zumal zumindest die prozessuale Intention der Laien-
beschwerde (Aufhebung der Verfügung vom 2. Juli 2010) hinreichend 
erkennbar und begründet ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist 
(vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  for-
mellen  Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand ist (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  dies-
bezüglich volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  sum-
marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht  in  der  Lage (Art. 32 Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf  
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich 

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auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen innert  48 Stunden 
keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  eingereicht  und  auch 
keine entsprechenden Bemühungen unternommen hat,

dass das BFM überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichtein-
reichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  keine  entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  vorstehende  zu-
sammenfassende Darlegung dieser Erwägungen sowie im Detail  auf 
den  diesbezüglichen  Inhalt  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 4 VwVG), 

dass der Beschwerdeführer seine angeblichen Probleme bei der Be-
schaffung  von  Identitätsdokumenten  nicht  näher  konkretisiert  und 
deren  Bestehen  angesichts  der  vorhandenen  Kontakte  mit  seiner 
Familie auch nicht plausibel erscheint,

dass  im  Übrigen  selbst  das  verspätete  Einreichen  eines  rechts-
genüglichen Dokumentes  den Nichteintretensentscheid  nicht  hinfällig 
machen würde,

dass  zudem  auch  die  gänzlich  unplausibel  geschilderten  Reise-
umstände  das  Bild  einer  erheblich  beeinträchtigten  persönlichen 
Glaubwürdigkeit des seine wahre Identität, seinen Reiseweg und seine 
Auslandaufenthalte  offensichtlich  verschleiernden  Beschwerdeführers 
hinterlassen,

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen  Einreichung  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  im  Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),  und er  diesbezüglich eine Missachtung der ihm obliegenden 
Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 insbesondere Bstn. a, b und d AsylG) 
begeht,

dass sich auch aus den weiteren Erwägungen gemäss angefochtener 
Verfügung – auf welche zwecks Vermeidung von Wiederholungen ver-

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wiesen werden kann – und den dortigen Erkenntnissen einer flücht-
lingsrechtlich  unbeachtlichen  Verfolgungssituation  ergibt,  der  Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht, 
und es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses  noch  gar  zur  direkten  Feststellung  der  Flücht -
lingseigenschaft  (Art. 32  Abs.  3  Bst.  b  und  c  AsylG  sowie  BVGE 
2007/8 E. 2.1), 

dass  die  Beschwerde  mangels  substanziierter  Beanstandungsver-
merke auch diesbezüglich keinen anderen Blickwinkel öffnet,

dass  der  Inhalt  der  als  Beweismittel  eingereichten  Bestätigung  vom 
14. Juni 2010 an der zu stützenden Kernerwägung des BFM, wonach 
der  Beschwerdeführer  weder  um  Schutz  bei  den  Behörden  ersucht 
habe  noch  dem Staat  eine  Schutzpflichtverletzung  vorzuwerfen  sei, 
offensichtlich nichts ändert,

dass dementsprechend auf  verschiedene inhaltliche Ungereimtheiten 
des Dokumentes im Vergleich mit  dem erstinstanzlichen Sachvortrag 
des Beschwerdeführers nicht einzugehen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Nepal droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medi-
zinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Wegweisungsvollzug  mangels  gegenteiliger  Anhaltspunkte 
als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  im  Sinne  des  Gesetzes  zu  be-
trachten ist, zumal insbesondere weder die allgemeine Lage in Nepal 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, 

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dass diesbezüglich wiederum vollumfänglich auf die Erwägungen des 
BFM gemäss  angefochtener  Verfügung  verwiesen  werden  kann  und 
dabei  insbesondere die  eine Reintegration  begünstigenden Faktoren 
(intaktes familiäres und soziales Beziehungsnetz,  bestehende Unter-
kunft, gute Schulbildung und Berufserfahrung) hervorzuheben sind, 

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 
1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008  über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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