# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23a71171-31a4-5f4b-b10f-90c404c9fadf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.08.2013 PQ130020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ130020_2013-08-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PQ130020-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Hodel, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. P. Higi sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili. 

Urteil vom 19. August 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Besuchsrechtsregelung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer I des Bezirksrates Zürich vom 
13. Juni 2013 i.S. C._____, geb. tt.mm.2007; VO.2012.589 (Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde der Stadt D._____) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. Vorgeschichte und Verfahrensgang 

1. Die Parteien sind die unverheirateten Eltern des am tt.mm.2007 geborenen 

C._____. Die Parteien lebten von 2006 bis 2009 in E._____ [Stadt in Europa] zu-

sammen. Der Beschwerdegegner hat C._____ am 7. Juni 2007 auf dem Stan-

desamt F._____ als seinen Sohn anerkannt, die Kindseltern vereinbarten alsdann 

die Übernahme der gemeinsamen elterlichen Sorge für das Kind (act. 2/3 und 

2/4).  

Nach der Trennung der Eltern wurde der Beschwerdeführerin mit Beschluss des 

Amtsgerichts G._____ vom 10. September 2010 das Aufenthaltsbestimmungs-

recht für das Kind allein übertragen und es wurde für den Beschwerdegegner fol-

gendes Besuchsrecht angeordnet (act. 9/3): Jedes zweite Wochenende von Frei-

tag nach Kita bis Sonntag 19 Uhr. Des Weiteren wurden die Parteien u.a. ver-

pflichtet, alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils ande-

ren Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert unter Androhung eines 

Zwangsgeldes für jede Zuwiderhandlung. Mit Beschluss vom 30. Dezember 2011 

übertrug das Amtsgericht H._____ der Beschwerdeführerin die alleinige elterliche 

Sorge für C._____. Betreffend das Besuchsrecht wurde nichts Anderes geregelt.  

2. Im August 2011 (vgl. act. 10/9/4 S. 2 und act. 10/22 S. 2) nahm die Be-

schwerdeführerin eine Stelle als Lehrerin in der Schweiz an. Sie hält sich seither 

mit C._____ in D._____ auf. Mit Eingabe vom 14. September 2011 wehrte sich 

der Beschwerdegegner erfolglos gegen den Wegzug der Beschwerdeführerin mit 

dem Kind bei der damaligen Vormundschaftsbehörde der Stadt D._____ und ver-

langte allenfalls die Neuregelung des Besuchsrechts (act. 10/1). Anlässlich der 

vormundschaftsbehördlichen Anhörung vom 30. Januar 2012 konkretisierte er 

seine Anträge und beantragte ein Besuchsrecht von einmal monatlich, jeweils 

Samstag von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr und Sonntag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr 

sowie folgendes Ferienbesuchsrecht: Eine Woche Weihnachtsferien, eine Woche 

im Frühjahr, drei Wochen im Sommer, eine Woche im Herbst und schliesslich die 

Übernahme der Hälfte der Fahrkosten durch die Kindsmutter (act. 10/27 S. 1).  

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Die Beschwerdeführerin fasste ihre Anträge wie folgt zusammen (act. 10/27 S. 4):  

"Der Kindsvater soll berechtigt sein, C._____ einmal pro Monat für einen Tag zu 

besuchen. Die Übergabe sowie das Besuchsrecht sollen begleitet erfolgen.  

der Kindsvater solle kein Ferienbesuchsrecht haben." Die Parteien einigten sich 

anlässlich der Anhörung auf die Anordnung einer Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 2 ZGB. 

Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde der Stadt D._____ (Kammer I) vom 

19. April 2012 wurde der Beschwerdegegner für berechtigt erklärt, seinen Sohn 

am 1. Wochenende eines Monats jeweils von Samstag, 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr 

und Sonntag, 09.00 bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Be-

such zu nehmen, wobei die Übergaben ab Mai 2012 für die Dauer von sechs Mo-

naten begleitet zu erfolgen hatten. Ausserdem wurde ihm ein Feiertagsbesuchs-

recht sowie ein Ferienbesuchsrecht von vier Wochen (eine im Frühjahr, zwei im 

Sommer und eine im Herbst) zugebilligt. Es wurde eine Beistandschaft nach 

Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet und die Beiständin u.a. damit beauftragt, das Be-

suchsrecht zu überwachen, die begleiteten Übergaben einzurichten, die Modalitä-

ten für eine kindsgerechte Durchführung der Besuche festzulegen und bei allfälli-

gen Konflikten der Eltern vermittelnd zu handeln. Die Parteien wurden ermahnt, 

alles zu unterlassen, was zu erneuten Auseinandersetzungen zwischen ihnen füh-

ren und C._____ in einen Loyalitätskonflikt zwischen den Eltern bringen könne 

(act. 9/1).  

3. Hiegegen erhob die Beschwerdeführerin am 29. April 2012 Beschwerde. Sie 

beantragte die Streichung des Ferienbesuchsrechts und die Gewährung eines 

Besuchsrechts von jeweils einem Tag pro Monat, das auch für die Ferien gelten 

soll und ein jeweils eintägiges Feiertagsbesuchsrecht (act. 9/2). Die Vormund-

schaftsbehörde beantragte die Abweisung der Beschwerde, der Beschwerdegeg-

ner liess sich nicht vernehmen (act. 9/3-5).  

Mit Urteil vom 13. Juni 2013 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab, soweit sie 

darauf eintrat und auferlegte der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten 

(act. 8). Der Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 17. Juni 2013 zugestellt 

(act. 12).  

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4. Mit Eingabe vom 24. Juni 2013 erhob die Beschwerdeführerin "Widerspruch 

gegen den Beschluss der Kammer I des Bezirksrates D._____ vom 13. Juni 2013. 

Sie stellte folgende Anträge (act. 2) :  
"1.) Zur Neuregelung des Besuchsrechts für den Kindsvater B._____ beantrage ich die 

Befragung des Kindes C._____.  

2.) Insofern C._____ nicht mit dem Kindsvater die Ferien verbringen möchte und unter 

Berücksichtigung der Begründung dieses Widerspruchs beantrage ich, dass der Kindsva-

ter kein Ferienbesuchsrecht erhält.  

3.) Insofern C._____ keinen Besuchsumgang mit dem Kindsvater wahrnehmen möchte 

und unter Berücksichtigung der Begründung dieses Widerspruchs beantrage ich, dass 

der monatliche Besuchsumgang des Kindsvaters grundsätzlich ausgesetzt wird."  

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen und es wurde mit Verfügung vom 

9. Juli 2013 der Beschwerdegegner aufgefordert, ein Zustelldomizil in der 

Schweiz zu bezeichnen und die Beschwerde zu beantworten. Mit gleicher Verfü-

gung wurde die Prozessleitung delegiert und die Beiständin aufgefordert, über die 

Ausübung des Besuchsrechts sowie Kontakte mit den Parteien und/oder dem 

Kind Bericht zu erstatten (act. 11). Die Beiständin äusserte sich mit Schreiben 

vom 16. Juli 2013 (act. 14), der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 12. August 

2013 (act. 15). Das Verfahren ist spruchreif. 

 

II. Formelles 

1. Am 1. Januar 2013 sind das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

(KESR) sowie die kantonalen Einführungsbestimmungen (EG KESR) in Kraft ge-

treten, welche auch für bereits hängige Verfahren zur Anwendung gelangen. Das 

neue Verfahrensrecht kommt gemäss übergangsrechtlichen Bestimmungen sofort 

zur Anwendung (Art. 14 und 14a SchlT ZGB).  

Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

(vormals Vormundschaftsbehörde) werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in 

zweiter Instanz durch das Obergericht beurteilt (§ 63 und § 64 EG KESR). Die mit 

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"Widerspruch" betitelte Eingabe der Beschwerdeführerin ist als Beschwerde ent-

gegenzunehmen und die angerufene Kammer erweist sich für deren Beurteilung 

als zuständig.  

2. Nach dem Wortlaut der Begehren Ziff. 2 und 3 macht die Beschwerdeführe-

rin die Neuregelung (Aufhebung bzw. Reduktion) des Besuchsrechts ausdrücklich 

vom Willen des Kindes abhängig, was unzulässig erscheint. Ebenfalls in den An-

trägen selbst verweist sie aber auch auf die "Begründung dieses Widerspruchs". 

Es ist daher davon auszugehen, dass der Widerspruch zum vorinstanzlichen Ur-

teil nicht nur vom Willen des Kindes abhängig gemacht wird, sondern auch von 

den in der Begründung erwähnten Umständen. Insoweit erweisen sich die Anträ-

ge als zulässig. Da auch die übrigen Rechtsmittelvoraussetzungen gegeben sind, 

ist auf die Beschwerde einzutreten.  

3. Der Beschwerdegegner stellt keine konkreten Anträge. Sein Wunsch nach 

vermehrten Kontakten zu seinem Sohn könnte allenfalls auf einen sinngemässen 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde verstanden werden. Ausserdem "möchte" 

der Beschwerdegegner eine Kostenbeteiligung der Beschwerdeführerin an den 

Fahrt- und Übernachtungskosten. Dies hat die Vormundschaftsbehörde im ange-

fochtenen Beschluss vom 19. April 2012 mit zutreffender Begründung abgelehnt 

(act. 9/1) und war im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren nicht Gegenstand 

des Verfahrens. Auch wenn im geäusserten Wunsch des Beschwerdegegners ein 

sinngemässer Antrag erblickt würde, könnte hierauf nicht eingetreten werden.  

4. Der Beschwerdegegner nennt keinen Zustellungsempfänger und bittet um 

Zustellung der Post an seinen Wohnsitz (act. 15). Dem ist unter Hinweis auf die 

Verfügung vom 9. Juli 2013 nicht stattzugeben. Der vorliegende Entscheid ist dem 

Beschwerdegegner indes nochmals auf dem Rechtshilfeweg zuzustellen.  

5. Die durch den Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 19. April 2012 

erfolgte Bestellung einer Beiständin war nicht Gegenstand der Beschwerde an die 

Vorinstanz (act. 9/2) und kann damit auch nicht Gegenstand des vorliegenden 

zweitinstanzlichen Verfahrens sein. Entgegen der Auffassung der Beiständin 

(act. 14) wurde ihre Ernennung rechtskräftig. Da sie ihr Amt indes noch nicht an-

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getreten hat, konnte der gerichtlich angeforderte Bericht nicht erstellt werden 

(act. 14).  

 

III.  Materielles 

1.1. Die Beschwerdeführerin beantragt zunächst (wie bereits vor Vorinstanz, 

act. 9/2 S. 4) die Befragung des Kindes C._____ (act. 2 Ziff. 1) und sie verlangt 

die Aufhebung des Ferienbesuchsrechts und des monatlichen Besuchsrechts, so-

fern das Kind dieses nicht möchte und "unter Berücksichtigung der Begründung 

dieses Widerspruchs". 

1.2. Die Anhörung von Kindern in den sie betreffenden Verfahren sind unabhän-

gig von der Natur des konkreten Verfahrens und namentlich auch im vormund-

schaftlichen Verfahren als Ausfluss von Art. 12 der UNO-Konvention vom 20. No-

vember 1989 über die Rechte des Kindes (UN-KRK) grundsätzlich obligatorisch, 

soweit nicht ihr Alter oder andere wichtige Gründe dagegen sprechen (Art. 314 

Ziff. 1 ZGB, Art. 298 Abs. 1 ZPO). Dem urteilsfähigen Kind steht ein aus Art. 12 

UN-KRK fliessender persönlichkeitsrechtlicher Anspruch auf die Darlegung seines 

Standpunktes zu (Breitschmid, BSK ZGB I, Art. 144 N 2-4; Art. 314 N 7; Schweig-

hauser, ZK-ZPO, Art. 298 N 8).  

1.3. Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid BGE 131 III 553 im Sinne einer 

Richtlinie festgehalten, dass die Kinderanhörung grundsätzlich ab dem vollende-

ten sechsten Altersjahr möglich ist. Es hielt sodann in Pra 95 (2006) Nr. 17 fest, 

dass bis zum Alter ab ungefähr elf bis dreizehn Jahren, in welchem Alter nach 

kinderpsychologischen Erkenntnissen formallogische Denkoperationen und auch 

die sprachliche Differenzierungs- und Abstraktionsfähigkeit entwickelt ist (vgl. Fel-

der/Nufer, Die Anhörung des Kindes aus kinderpsychologischer Sicht, in: Vom al-

ten zum neuen Scheidungsrecht, Bern 1999, N 4.131), es bei der Kinderanhörung 

einzig darum gehen kann, dass sich das urteilende Gericht ein persönliches Bild 

machen kann und über ein zusätzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung 

und Entscheidfindung verfügt (vgl. Bräm, Die Anhörung des Kindes im neuen 

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Scheidungsrecht, AJP 1999, S. 1569; Schweighauser, PraxKomm, N 7 zu 

Art. 144 ZGB). Liegt ein Antrag einer Verfahrenspartei vor, dann ist das Gericht 

grundsätzlich zur Anhörung verpflichtet, weil die Anhörung als Pflichtrecht ausge-

staltet ist (BGE 131 III 553 E. 1.2.4. S. 257).  

1.4. C._____ ist heute sechs Jahre und knapp … Monate alt. Er ist damit in ei-

nem Alter, das nur knapp über der vom Bundesgericht als Richtlinie festgelegten 

Alter liegt, in welchem eine Anhörung überhaupt möglich erscheint. In ihren An-

trägen  ̶  und dies ergibt sich auch aus der nachfolgenden Begründung (vgl. ins-

bes. S. 6)  ̶  will die Beschwerdeführerin die langfristige Ausgestaltung des Be-

suchsrechts von der Befragung des Kindes abhängig machen. Wenn C._____ mit 

dem Kindsvater keine Ferien verbringen oder keinen Besuchsumgang pflegen 

möchte und unter Berücksichtigung der weiteren Gründe, auf die nachfolgend 

noch einzugehen sein wird, soll das Besuchsrecht entsprechend angepasst bzw. 

ausgesetzt werden. Damit verkennt die Beschwerdeführerin nicht nur den Sinn 

der Anhörung, sondern belastet das Kind ihrerseits, weist sie ihm doch damit 

mindestens indirekt eine Mitverantwortung für den Umfang des Kontaktrechtes zu, 

was für das Kind unzumutbar erscheint. Wenn auch der Wille des Kindes grund-

sätzlich zu berücksichtigen ist, darf das Besuchsrecht nicht allein von dessen Wil-

len abhängen, zumal das Wohl des Kindes nicht nur aus einer subjektiven Sicht 

mit Blick auf das momentane Befinden zu beurteilen ist, sondern auch objektiv 

und mit Blick auf seine künftige Entwicklung (BGer 5A_331/2009, Urteil vom 

6. Juli 2009, E. 2.2.3; Büchler/Wirz, FamKomm, I, 2 Aufl. 2011, Art. 273 N 27/8). 

Wie gesehen könnte eine Befragung des Kindes im Alter von C._____ unter Be-

rücksichtigung seines heutigen Alters einzig dazu dienen, dass sich das Gericht 

ein persönliches Bild machen kann. Für die Ausgestaltung der längerfristigen Be-

suchsregelung kann sie jedenfalls nicht bestimmend sein. Angesichts der mit ei-

ner Anhörung verbundenen zusätzlichen Belastung des Kindes ist hierauf, auch 

aus den nachstehenden Erwägungen zu verzichten.  

2. In ihrer Beschwerde rügt die Beschwerdeführerin die Erwägung im vo-

rinstanzlichen Beschluss, wonach die von ihr erhobenen Vorwürfe gegen den Be-

schwerdegegner "vollkommen unbelegt" seien (act. 2 S. 2 ff. i.V.m. act. 8 S. 7). 

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Sie macht geltend, der Beschwerdegegner nutze die in 4 bis 6 wöchigem Abstand 

erfolgenden Besuche, um die Mutter dem Kind gegenüber in ein schlechtes Licht 

zu stellen, und sie belegt dies mit Schimpfworten, die das Kind nach der Rückkehr 

von Besuchen nennt und im Weiteren u.a. mit einem Zitat aus dem Beschluss des 

Amtsgerichts H._____ vom 30. Dezember 2011, wobei sie einerseits  ihre eige-

nen in jenem Verfahren deponierten Vorbringen und andererseits eine im damali-

gen Entscheid wiedergegebene E-Mail zitiert wie auch weitere Äusserungen des 

Kindes (act. 2 S. 2). Sie verweist sodann auf das Sachverständigengutachten 

vom 27. Mai 2010, in welchem die Bindungstoleranz des Beschwerdegegners als 

mangelhaft bezeichnet und auch festgehalten wird, dass er nicht in der Lage sei, 

ausreichend wertschätzend und anerkennend über die Mutter sowie deren Bezie-

hung zum Kind zu sprechen (act. 2 S. 3). Sie weist auf weitere verbale Ausfällig-

keiten in der gerichtlichen Anhörung hin und zitiert weiter aus dem Beschluss des 

Amtsgerichts H._____, in dem seit der Erstattung des Gutachtens eine "drama-

tisch negative Entwicklung der Bindungstoleranz des Vaters" festgestellt wird, die 

eine gemeinsame elterliche Sorge ausschliesse. Im Sinne eines Hinweises an 

den Kindsvater wird im entsprechenden Beschluss der Beschwerdegegner ange-

halten  ̶  und das nimmt die Beschwerdeführerin wiederum in ihrer Beschwerde 

auf (act. 2 S. 3)  ̶ , sein Auftreten und Verhalten im Umgang mit Mutter und Kind 

zu hinterfragen und zu überprüfen, wenn er nicht riskieren wolle, dass die Kontak-

te zu C._____ eingeschränkt werden müssen oder es gar zum Ausschluss kom-

me (act. 3/3 S. 6). Die zum Nachweis der weiteren negativen Entwicklung einge-

reichte E-Mail vom 17. Juni 2013 (act. 3/4) enthält keine Beschimpfungen, gibt 

aber weit gehende Meinungsäusserungen, Ratschläge und Verhaltensanweisun-

gen des Beschwerdegegners an die Beschwerdeführerin in ihrem Umgang mit 

dem Kind wieder. Schliesslich weist die Beschwerdeführerin auf eine aus dem 

Jahr 2011 stammende Stellungnahme des Jugendamtes des Landkreises 

H._____ hin, welche auf Schwierigkeiten bei der Ausübung des Besuchsrechts 

(Nichteinhalten von Terminen etc.) hinwies. Die Beschwerdeführerin nimmt so-

dann das Besuchswochenende vom 15./16. Juni 2013 zum Anlass, um darzutun, 

dass das Kind gegenüber den Besuchen des Vaters zunehmend ablehnend und 

negativ eingestellt scheint und sich belastet fühlen soll. Dem Beschwerdegegner 

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wirft sie vor, dass er auf die Ablehnung durch das Kind einerseits mit Druck und 

andererseits mit übertriebenen Süssigkeitengeschenken über das normale Mass 

hinaus reagiere und C._____ nach den Besuchen berichte, dass der Kindsvater 

laut und viel mit ihm schimpfe (act. 2 S 5/6). Schliesslich weist sie wie bereits vor 

Vor-instanz darauf hin, dass der Beschwerdegegner dem Kind keine altersgerech-

ten und sinnvollen Spielangebote unterbreite (act. 2 S. 6).  

3. Der Beschwerdegegner führt in seiner Stellungnahme aus, dass er gegen 

die Kindsmutter keinen Groll empfinde, er zu C._____ eine gute Beziehung habe 

und er nicht nachvollziehen könne, weshalb C._____ seine Mutter derart be-

schimpfe. Vielleicht habe C._____ diese Ausdrücke von Freunden aus der Kita, 

vielleicht sei er auch mit der allgemeinen Situation unzufrieden, fühle sich nicht 

wohl und vernachlässigt. Er, der Beschwerdegegner, würde sein Kind gerne öfter 

sehen, seine finanziellen Mittel erlaubten ihm leider nur die wenigen Besuche in 

der Schweiz. Er weist darauf hin, dass die von der Kindsmutter aufgeführten 

Spielzeuge von C._____ zum Teil selbst ausgesucht worden seien und er mit den 

Miniatursoldaten zusammen mit C._____ lange im Buddelkasten gespielt habe. 

Schliesslich weist er darauf hin, dass er am 10./11. August 2013 in D._____ ge-

wesen sei, ihm die Kindsmutter den Umgang mit dem Kind verweigert habe, was 

wohl nicht mehr vorkommen würde, wenn sie sich an den Fahrt- und Übernach-

tungskosten beteiligen müsste (act. 15). Angehängt sind der Stellungnahme die 

jüngsten E-Mail-Kontakte zwischen den Parteien, in welchen im Wesentlichen die 

Beschwerdeführerin den Beschwerdegegner über einen Umzug nach I._____ und 

die Einschulung von C._____ orientiert (act. 16).  

4. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass das Recht auf persönlichen 

Verkehr den Eltern und Kindern um ihrer Persönlichkeit willen zusteht und sich 

Umfang und Zweck des Besuchsrechts anhand der Umstände des Einzelfalles zu 

bestimmen hätten. Oberste Richtschnur ist dabei das Kindeswohl. Der Besuchs-

kontakt liegt in der Regel im Wohl des Kindes; das Bundesgericht hat in zahlrei-

chen Entscheiden den Wert der Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen so-

wie deren Rolle bei der Identitätsfindung des Kindes hervorgehoben. Die Voraus-

setzungen für eine gesunde Entwicklung des Kindes sind besonders dann güns-

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tig, wenn die Eltern in der Lage sind, die Paarebene von der Elternebene zu tren-

nen. Sie sollten idealerweise im Interesse des Kindes in der Lage sein, so zu ko-

operieren, dass das Kind möglichst konfliktfreie Kontakte zum besuchsberechtig-

ten Elternteil haben kann (Büchler/Wirz, a.a.O., Art. 273 ZGB N 13 und 14 mit 

zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung).  

Weder in ihrer erstinstanzlichen noch in der nunmehr ergangenen zweitinstanzli-

chen Beschwerde setzt sich die Beschwerdeführerin mit den Erwägungen im 

vormundschaftsrechtlichen Entscheid vom 19. April 2012 im Einzelnen auseinan-

der, welche zur angefochtenen Besuchsrechtsregelung geführt haben. Sie wie-

derholt ihre Vorwürfe unter Verweis teilweise auf ihre eigenen Vorbringen in frühe-

ren Verfahren, teilweise gestützt auf den Beschluss des Amtsgerichtes H._____ 

vom 30. Dezember 2011, welches eine gewisse Eskalation in den Konflikten zwi-

schen den Parteien festgestellt hatte. Was sie zur Entwicklung seit diesem Ent-

scheid vorbringt, vermag die von ihr behauptete weitere Eskalation in keiner Wei-

se darzutun. Es bekräftigt indes den offenbar nach wie vor nicht überwundenen 

Konflikt zwischen den Parteien, welche einander gegenseitig u.a. die Art des Um-

gangs mit dem Kind vorwerfen, wobei auf Seiten des Kindsvaters nach wie vor 

verbale Ausfälligkeiten zu erfolgen scheinen. Dass die andauernde Konfliktsituati-

on auch das Kind belastet, kann als notorisch bezeichnet werden, vermag aber 

das Recht des Kindsvaters auf persönlichen Verkehr nicht zu tangieren. Auch was 

die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Einstellung des Kindes vorbringt, ist 

nicht geeignet, um das Besuchsrecht des Beschwerdegegners einzuschränken.  

5. Hinsichtlich des Umfangs des Besuchsrecht steht der entscheidenden Be-

hörde ein weites Ermessen zu. Die Vormundschaftsbehörde D._____ hat unter 

Berücksichtigung sowohl der bereits damals bestehenden Konfliktsituation zwi-

schen den Eltern sowie der örtlichen Gegebenheiten ein monatliches Besuchs-

recht von einem halben und einem ganzen Tag festgesetzt. Sie hat sich dabei 

auch auf das psychologische Sachverständigengutachten vom 27. Mai 2010, wel-

ches dem Beschwerdegegner eine enge und positiv geprägte Beziehung zu 

C._____ attestierte und sich für einen umfangreichen Umgang des Kindes mit 

dem Vater aussprach (act. 10/30 S. 53), abgestützt und die Bedeutung einer trag-

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fähigen Beziehung zu beiden Elternteilen hervorgehoben (act. 9/1 S. 12). Nach 

den Vorbringen der Parteien in den Beschwerdeverfahren besteht nach dem Ge-

sagten keine Veranlassung, an dieser wohl begründeten Regelung etwas zu än-

dern.  

Mit Bezug auf das Ferienbesuchsrecht ist festzuhalten, dass  ̶  noch bevor dieses 

von der Vormundschaftsbehörde festgelegt wurde  ̶  die Parteien für das Jahr 

2011 vereinbart hatten, dass C._____ im Jahr zwei Wochen im Sommer und eine 

Woche während der Weihnachtsferien beim Beschwerdegegner verbringt. Die 

Parteien bestätigten bei der Anhörung vor der Vormundschaftsbehörde, dass die-

se Besuche gut verlaufen waren (act. 10/27 S. 7). Da nach dem Gesagten keine 

Gründe ersichtlich sind, dass dies nicht auch künftig möglich sein soll, erscheint 

die von der Vormundschaftsbehörde D._____ angeordnete Regelung angemes-

sen. Dies auch deshalb, weil die Beschwerdeführerin selbst geltend macht, 

C._____ habe Sehnsüchte zu anderen Bezugspersonen, wie der Grossmutter 

(act. 2 S. 6). Um diese Kontakte zu ermöglichen, ist ein Ferienbesuchsrecht un-

abdingbar. Überdies kann auch in diesem Zusammenhang auf die Erwägungen 

des Entscheides der Vormundschaftbehörde der Stadt D._____ vom 19. April 

2012 hingewiesen werden, in denen zu Recht darauf hingewiesen wurden, dass 

das Auseinandergehen der Ansichten der Parteien über die Art, wie die Ferien zu 

verbringen sind, für das Kind auch eine Bereicherung darstellen kann.  

Insgesamt erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuweisen.  

 

IV. Kosten- und Entschädigungsregelung 

Ist die Beschwerde abzuweisen, dann wird die Beschwerdeführerin auch für das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Die zweitinstanzliche Ge-

richtsgebühr ist auf Fr. 1'500.-- festzusetzen. Mangels erheblicher Umtriebe ist 

dem Beschwerdegegner keine Entschädigung zuzusprechen.  

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Bezirksrates Zürich 

vom 13. Juni 2013 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. 

4. Dem Beschwerdegegner wird keine Entschädigung zugesprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Bei-

lage eines Doppels von act. 15 und 16, an den Beschwerdegegner auf dem 

Rechtshilfeweg, an die Beiständin J._____, Sozialzentrum K._____, … [Ad-

resse], an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt D._____ 

sowie an den Bezirksrat Zürich, das Gemeindeamt sowie die Obergerichts-

kasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Houweling-Wili 
 
versandt am: 
 

	Urteil vom 19. August 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Bezirksrates Zürich vom 13. Juni 2013 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Dem Beschwerdegegner wird keine Entschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Beilage eines Doppels von act. 15 und 16, an den Beschwerdegegner auf dem Rechtshilfeweg, an die Beiständin J._____, Sozialzentrum K._____, … [Adresse], an die Kindes- und Erw...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...