# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 818e9f29-cacc-58b9-ae35-d05142433fef
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.04.2021 SB180264
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180264_2021-04-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180264-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Oberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Donatsch 

 

Urteil vom 21. April 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. M. Jean-Richard-dit-Bressel 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung etc.  
 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung,  
vom 21. März 2018 (DG170241) 
 

- 2 - 

Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

13. September 2017 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 002001 ff., Haupt-

ordner 1). 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 90 S. 174 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Abs. 3 StGB, 

− der mehrfachen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Sinne 

von Art. 164 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 StGB, 

− der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 29 StGB, 

− der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB sowie 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in 

Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 

und 5 VRV. 

2. Vom Vorwurf der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 StGB wird der 

Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit 

heute 31 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 

13 Tagessätzen zu CHF 30. 

4. Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen.  

5. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung der Abnahme einer DNA-Probe 

und auf Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes 

sowie auf Erteilung eines entsprechenden Vollzugsauftrages wird abgewiesen. 

- 3 - 

6. Das beschlagnahmte und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich lagernde 

Mobiltelefon der Marke Black-Berry (Typ SQN100) wird dem Beschuldigten nach 

Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. Bei 

Nichtabholung innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft wird das 

Mobiltelefon durch die Lagerbehörde vernichtet. 

7. Über die im Vorverfahren geleistete Sicherheitsleistung wird mit separatem 

Beschluss entschieden. 

8. Die Privatklägerin wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 10'000 ; die weiteren Auslagen betragen: 

CHF 20'000   Gebühr Vorverfahren 

CHF 9'709   Auslagen Untersuchung  

CHF 491   Diverse Kosten 

CHF 59'185.10   Amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger mit CHF 59'185.10 (inkl. MwSt., abzüglich der bereits 

erhaltenen Akontozahlungen in der Höhe von CHF 33'000) aus der Gerichtskasse 

entschädigt. 

13. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren 

eine Prozessentschädigung von CHF 25'662 (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittel)" 

- 4 - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 13 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 177 S. 2) 

Unter Aufhebung der Dispositiv-Ziff. 1, 3, 4, 10 und 13 des Urteils des Bezirks-

gerichts Zürich vom 21. März 2018 (DG170241) sei wie folgt zu entscheiden: 

1. A._____ sei von den Vorwürfen der mehrfachen ungetreuen 

Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in 

Verbindung mit Abs. 3 StGB; der mehrfachen Gläubigerschädigung durch 

Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 Ziff.1 StGB in Verbindung 

mit Art. 29 StGB; der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und 

der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB freizu-

sprechen. 

2. A._____ sei der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 2 SVG schuldig zu sprechen und dafür mit einer Geldstrafe von 10 

Tagessätzen zu bestrafen, deren Vollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren 

aufzuschieben ist. 

3. Die Zivilansprüche der Privatklägerin seien auf den Zivilweg zu verweisen, 

und der Privatklägerin sei keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich, die Kosten der 

Untersuchung und des vorinstanzlichen Verfahrens zu neun Zehnteln auf die 

Staatskasse zu nehmen. 

5. A._____ sei eine angemessene Genugtuung für den von ihm 

ausgestandenen Freiheitsentzug von 31 Tagen zuzusprechen. 

 

 

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 179 S. 1) 

1. Dispositiv Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 21. März 2018 

(Geschäfts-Nr. DG170241; hiernach "Vorinstanz") sei aufzuheben und der 

Beschuldigte und Berufungskläger sei in allen Punkten im Sinne der An-

klageschrift vom 17. September 2018 [recte: 2017] (hiernach "Anklage") 

schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei in Abänderung von Ziffer 3 des 

Urteils der Vorinstanz zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren 

und sechs Monaten als Gesamtstrafe (entsprechend dem vor der Vorinstanz 

gestellten Antrag der Anklägerin). 

3. Dispositiv Ziffer 1, 4 bis 7 und 9 bis 13 des Urteils der Vorinstanz seien zu 

bestätigen. (In Bezug auf Ziffer 8 verzichtet die Anklägerin und Anschluss-

berufungsklägerin auf Antragstellung.) 

Erwägungen: 

I. Prozessuales     

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 90 S. 6 f.). 

1.2. Mit Urteil der 9. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 21. März 2018 

wurde der Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Urkundenfälschung im Sinne 

von Art. 251 StGB frei gesprochen, im Übrigen jedoch – mit einigen zeitlichen und 

betragsmässigen Einschränkungen – anklagegemäss schuldig gesprochen. Der 

Beschuldigte wurde mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten sowie 

mit einer unbedingten Geldstrafe von 13 Tagessätzen zu CHF 30 bestraft (Urk. 

90). Mit separatem Beschluss vom 21. März 2018 ordnete die Vorinstanz sodann 

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an, dass die Fluchtkaution im Sinne einer Ersatzmassnahme für Sicherheitshaft 

bis zum Antritt des Vollzugs der unbedingten Freiheitsstrafe weiterhin unter 

Beschlag verbleibe (Urk. 82).  

1.3. Gegen das Urteil vom 21. März 2018 liess der Beschuldigte mit Schreiben 

seines amtlichen Verteidigers vom 29. März 2018 rechtzeitig Berufung anmelden 

(Urk. 85). Nach Zustellung des begründeten Urteils am 13. Juni 2018 liess er 

innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO am 3. Juli 2018 

Berufung erklären (Urk. 89/2; Urk. 92). Die Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich erklärte Anschlussberufung (Urk. 99). Demgegenüber verzichtete die 

Privatklägerin B._____ AG auf die Erhebung einer Anschlussberufung (Urk. 101).  

1.4. Mit Eingabe vom 12. Juli 2018 beantragte der amtliche Verteidiger, das 

Berufungsverfahren sei vorerst auf die Frage der Geltung des Spezialitätsprinzips 

zu beschränken, und es sei dafür das schriftliche Verfahren anzuordnen (Urk. 97). 

Mit Präsidialverfügung vom 7. August 2018 wurden der Staatsanwaltschaft und 

der Privatklägerin Frist angesetzt, um zum Antrag der Verteidigung Stellung zu 

nehmen (Urk. 103). Während die Privatklägerin auf Stellungnahme verzichtete 

(Urk. 105), erklärte sich die Staatsanwaltschaft mit dem Antrag auf einstweilige 

Verfahrensbeschränkung und Anordnung des schriftlichen Verfahrens 

ausdrücklich einverstanden. Gleichzeitig nahm sie zu der gerügten Verletzung 

des Spezialitätsprinzips inhaltlich Stellung (Urk. 107). Die Privatklägerin liess sich 

nicht vernehmen. Mit Präsidialverfügung vom 21. August 2018 wurde das 

Verfahren antragsgemäss vorerst auf die Frage der Geltung des 

Spezialitätsprinzips beschränkt, und es wurde ein zweiter Schriftenwechsel 

angeordnet (Urk. 109). Der Beschuldigte liess sich am 12. September 2018 zur 

Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vernehmen, wobei er an seinen 

Ausführungen festhalten liess (Urk. 111). Die Eingabe des Beschuldigten wurde 

der Staatsanwaltschaft am 14. September 2018 zugestellt. Die Stellungnahme der 

Staatsanwaltschaft ging hierorts am 24. September 2018 ein (Urk. 115) und 

wurde der Verteidigung sowie der Privatklägerschaft mit Präsidialverfügung vom 

25. September 2018 zugestellt (Urk. 117). In der Folge wurde mit Beschluss der 

hiesigen Kammer vom 15. Januar 2019 das Berufungsverfahren sistiert und die 

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Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich wurde ersucht, Deutschland ein 

Nachtragsersuchen im Sinne von Art. 14 Ziff. 1 lit. a EAÜ zu unterbreiten, um die 

nachträgliche Zustimmung zur Strafverfolgung und Aburteilung des Beschuldigten 

für die nicht von der ursprünglichen Auslieferungsbewilligung erfassten Taten 

einzuholen (Urk. 119). Nachdem sich die Anklagebehörde mit Ersuchen vom 21. 

Februar 2019 durch das Gericht zur Vornahme der erforderlichen 

Untersuchungshandlungen hatte ermächtigen lassen (Urk. 123 und Urk. 125), 

richtete sie am 28. Mai 2019 (Urk. 129) ein Ersuchen um Nachtragsgenehmigung 

gemäss Art. 14 Ziff. 1 Bst. 1 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens an 

das Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, welches sich seinerseits an 

das Bayrische Staatsministerium der Justiz wandte. Mit Schreiben vom 16. 

September 2019 schliesslich teilte das Bayrische Staatsministerium der Justiz 

den Schweizerischen Behörden mit, dass es nachträglich auch die Auslieferung 

des Beschuldigten zur Strafverfolgung wegen der in dem Haftbefehl der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 28. Mai 2019 in Verbindung mit 

der Anklageschrift vom 13. September 2017 aufgeführten Straftaten bewillige 

(Urk. 133/2). Mit Beschluss vom 21. Oktober 2019 hob die erkennende Kammer 

in der Folge die Sistierung auf und stellte den Parteien die vorgenannte 

Bewilligung zur freigestellten Vernehmlassung zu (Urk. 134). Nach zweifacher 

Fristerstreckung teilte der amtliche Verteidiger des Beschuldigten mit Eingabe 

vom 23. Dezember 2019 den Verzicht auf Stellungnahme mit (Urk. 136, Urk. 138 

und Urk. 140). Die Anklagebehörde und die Privatklägerin liessen sich innert Frist 

nicht vernehmen. 

1.5. Am 21. Februar 2020 erfolgte die Vorladung zur Berufungsverhandlung auf 

den 6. Juli 2020 (Urk. 142). Diese Verhandlung musste coronabedingt ver-

schoben werden (Urk. 161 ff.). Mit Verfügung vom 22. Januar 2021 wurde neu auf 

den 21. April 2021 vorgeladen (Urk. 172). Zur heutigen Berufungsverhandlung 

sind der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt 

lic. iur. X._____ und der Vertreter der Anklagebehörde, Staatsanwalt Dr. iur. M. 

Jean-Richard-dit-Bressel, erschienen (Prot. II. S.13). Die Privatklägerin liess 

bereits vorab mitteilen, dass sie an der Berufungsverhandlung nicht teilnehmen 

werde (Urk. 144; Urk. 174). Vorfragen waren keine zu entscheiden und 

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abgesehen von der Befragung des Beschuldigten (Urk. 176) waren keine Beweise 

abzunehmen. Die Parteien verzichteten sodann auf eine mündliche 

Urteilseröffnung (Prot. II S. 23). Das Urteil erging noch gleichentags und wurde 

den Parteien schriftlich mitgeteilt (Prot. II S. 24 ff.; Urk. 180; Urk. 181). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. In ihrer Berufungserklärung vom 3. Juli 2018 beantragt die amtliche 

Verteidigung des Beschuldigten im Hauptstandpunkt einen vollumfänglichen 

Freispruch und im Eventualstandpunkt die Einstellung der gegen den 

Beschuldigten erhobenen Strafuntersuchung. Alles unter entsprechender Kosten- 

und Entschädigungsregelung (Urk. 92). Die Anklagebehörde dagegen beantragt 

mit ihrer Anschlussberufung einen vollumfänglichen Schuldspruch entsprechend 

der Anklageschrift vom 13. September 2017 sowie die Bestrafung des 

Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten sowie 

mit einer Geldstrafe von 13 Tagessätzen zu CHF 30.– (Urk. 99). 

2.2. Die folgenden Regelungen des erstinstanzlichen Urteils wurden weder 

durch den Beschuldigten, noch durch die Anklagebehörde ausdrücklich ange-

fochten: 

− Ziff. 5 (Verzicht auf Abnahme einer DNA-Probe); 
− Ziff. 6 (Herausgabe des beschlagnahmten Mobiltelefons); 
− Ziff. 7 (Verweis auf Beschluss (Urk. 82));  
− Ziff. 9 (Kostenfestsetzung) und 
− Ziff. 12 (Festsetzung Honorar amtliche Verteidigung). 

Sodann beantragt die Verteidigung in Ziff. 3 erster Satzteil ihrer Anträge (in Bezug 

auf Dispositiv-Ziff. 8 des vorinstanzlichen Urteils), die Zivilansprüche der 

Privatklägerin seien auf den Zivilweg zu verweisen (Urk. 117 S. 2). In diesem 

Sinne verlangt sie auch in diesem Punkt die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils. Mithin hat sie diesbezüglich kein Rechtschutzinteresse auf eine 

Abänderung weshalb auf den in Ziff. 3 erster Satzteil gestellten Antrag der 

Verteidigung betreffend Schadenersatzansprüche der Privatklägerin nicht 

eizutreten ist und die Ziff. 8 des erstinstanzlichen Urteils (Verweis des 

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Schadenersatzbegehrens der Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses) 

entsprechend ebenfalls nicht als angefochten gilt. 

Dementsprechend ist das vorinstanzliche Urteil in diesen Punkten nicht ange-

fochten und damit in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss 

festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

2.3. Im übrigen Umfang – für den nicht in Rechtskraft erwachsenen und 

angefochtenen Teil des Urteils – steht das vorinstanzliche Urteil zwecks 

Überprüfung unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Verbot der 

reformatio in peius) zur Disposition (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

3. Formelles 

3.1. Soweit nachfolgend auf Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, 

auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet. 

3.2. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und 

jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 146 IV 297, 

E. 2.2.7; BGE 141 IV 249, E. 1.3.1; BGE 139 IV 179, E. 2.2; BGE 138 IV 81, 

E. 2.2, je mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der 

Begründung auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

4. Prozessuale Einwände 

4.1. Wie bereit vor Vorinstanz (Urk. 79 S. 6 ff.), stellt sich die Verteidigung 

bekanntlich auch im Berufungsverfahren auf den Standpunkt, es sei vorliegend 

das Spezialitätenprinzip zu beachten. Wie zuvor unter Ziffer I. 1.4. dargetan, teilte 

das Bayrische Staatsministerium der Justiz den Schweizerischen Behörden auf 

entsprechendes Ersuchen hin mit, dass es nachträglich auch die Auslieferung des 

Beschuldigten zur Strafverfolgung wegen der im Haftbefehl der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 28. Mai 2019 in Verbindung mit 

der Anklageschrift vom 13. September 2017 aufgeführten Straftaten bewillige 

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(Urk. 133/2). Mit Verweis auf die einschlägigen Erwägungen im Beschluss der 

hiesigen Kammer vom 15. Januar 2019 (Urk. 119) handelte es sich bei der durch 

das hiesige Gericht festgestellten Verletzung des Spezialitätsprinzips um einen 

Mangel, der  

– entgegen der Auffassung der Verteidigung – auch noch im Berufungsverfahren 

geheilt werden kann und welcher aufgrund der nachträglichen Bewilligung durch 

die zuständigen deutschen Behörden auch tatsächlich geheilt wurde. 

Entsprechend erübrigen sich an dieser Stelle Weiterungen hierzu. 

4.2. Nach Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO bezeichnet die Anklageschrift möglichst 

kurz, aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit 

Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Diese 

Bestimmung basiert auf dem aus Art. 6 EMRK und Art. 32 BV fliessenden und in 

Art. 9 StPO verankerten Anklageprinzip, wonach die Anklage einen genau 

umschriebenen Sachverhalt zu enthalten hat (SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar 

StPO, 3. Aufl. 2018, Art. 325 N 7 f.). Wie detailliert der Sachverhalt in der 

Anklageschrift zu umschreiben ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. 

Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem 

Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und 

subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind. Es muss aus ihr erkennbar sein, 

inwiefern die inkriminierte Handlung den objektiven und subjektiven Tatbestand 

des angerufenen Straftatbestandes erfüllt. Das Gericht ist an den in der Anklage 

wiedergegebenen Sachverhalt gebunden, nicht aber an dessen rechtliche Wür-

digung durch die Anklagebehörde. Das Anklageprinzip bezweckt zugleich den 

Schutz der Verteidigungsrechte der angeschuldigten Person und dient dem 

Anspruch auf rechtliches Gehör (Urteil des BGer 6B_324/2012 vom 

27. September 2012 E. 1.3.). 

Im Zusammenhang mit dem durch die Anklagebehörde erhobenen Vorwurf der 

Urkundenfälschung ist der Anklagesachverhalt äusserst vage formuliert. Zwar hält 

die Anklagebehörde einleitend wörtlich fest, der Beschuldigte habe (unter 

anderem) "mehrfach in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an anderen 

Rechten zu schädigen oder sich oder einem anderen einen unrechtmässigen 

- 11 - 

Vorteil zu verschaffen, eine rechtlich erheblichen Tatsache unrichtig beurkundet 

oder beurkunden lassen". In der Folge unterlässt sie es aber, konkrete Angaben 

zu Art und Weise der vermeintlichen Tatausführung respektive -begehung, zum 

Tatort und zur Tatzeit zu machen. Mit Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen 

Urkundenfälschung bleibt der Anklagesachverhalt dermassen unklar, dass eine 

ausreichende Verteidigung des Beschuldigten nicht möglich ist. Daran vermögen 

die Vorbingen seitens der Staatsanwaltschaft betreffend den "Zwischeningress" 

vor Ziffer 15 der Anklage (Urk. 179 S. 6) nichts zu ändern. Damit liegt eine 

Verletzung des Anklageprinzips vor, was zur Folge hat, dass das Verfahren 

betreffend mehrfach Urkundenfälschung in Anwendung von Art. 329 StPO 

einzustellen ist. 

4.3. Wie bereits ausgeführt (Ziff. I 2.2.), ist sodann auf den Antrag der Vertei-

digung in Ziffer 3 erster Satzteil (Verweis des Schadenersatzbegehrens der 

Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses; Urk. 117 S. 2) mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. 

II. Sachverhalt 

5. Allgemeines 

5.1. Auf die in allen Teilen korrekten einleitenden Erwägungen der Vorinstanz 

zu den theoretischen Grundsätzen der Beweiswürdigung sowie zur einschlägigen 

Lehre und Rechtsprechung kann vorab vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 90 

S. 21 ff.).  

5.2. Die Vorderrichter haben sich weiter unter Ziffer II. 2.1. a - f eingehend mit 

der Beurteilung der Glaubwürdigkeit sämtlicher einvernommenen Personen 

auseinandergesetzt. Sie haben dabei die Positionen und Interessenlagen der 

verschiedenen befragten Personen kritisch beleuchtet und gleichermassen 

überzeugende wie nachvollziehbare Schlüsse daraus gezogen (Urk. 90 S. 25 f.). 

Diese zutreffenden Erwägungen können ohne Weiterungen übernommen werden, 

zumal sie auch von keiner der Parteien substantiiert in Abrede gestellt wurden. 

Hinzu kommt, dass es nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

- 12 - 

ohnehin in erster Linie auf die inhaltliche Glaubhaftigkeit einzelner Aussagen 

ankommt und der Glaubwürdigkeit der aussagenden Personen im Rahmen der 

Beweiswürdigung – in aller Regel – lediglich untergeordnete Bedeutung zukommt 

(BGE 133 I 33 E. 4.3). 

6. Ziff. I. 1. der Anklageschrift betr. Handelsregisterdaten und tatsächliche 
Verhältnisse 

6.1. Soweit in der Anklageschrift vom 13. September 2017 zunächst der Inhalt 

der Handelsregistereintragung betreffend die C._____ (C._____ AG) 

wiedergegeben wird, ist der entsprechende Sachverhalt durch den Beschuldigten 

unbestritten und durch den Handelsregistereintrag belegt (Urk. 050555 f., Ordner 

6 sowie Urk. 156086 ff. Ordner 15). 

6.2. Die Vorderrichter erwogen im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zu Ziff. I. 1. 

der Anklageschrift stark zusammengefasst das folgende (Urk. 90 S. 27 ff.).  

6.2.1. Aufgrund der Aussagen des Beschuldigten selbst sowie gestützt auf die 

glaubhaften Aussagen des Zeugen D._____ sei im Kern erstellt, dass der 

ursprüngliche wirtschaftliche Zweck der C._____ darin bestanden habe, aus 

steuerlichen Gründen durch Lizenzgebühren für die Nutzung der Marke E._____ 

Aufwand der Gesellschaften "F._____ Comp." und "E._____ USA Inc." (deren 

jeweiliger Alleinaktionär der Beschuldigte gewesen sei) zu verursachen bzw. 

Ausschüttungen dieser beiden Gesellschaften an die C._____ bzw. an den 

Beschuldigten als Lizenzaufwand darzustellen. Nachdem "F._____ Comp." in 

Konkurs gegangen und die "E._____ USA Inc." stillgelegt worden sei, sei die 

C._____ mit verschiedenen Zahlungen in Rückstand geraten, worauf der erste 

Verwaltungsrat der C._____, D._____, sein Mandat am 6. Januar 2011 

niedergelegt habe. Der Beschuldigte habe aufgrund des Abgangs von D._____ 

bereits um die damaligen Zahlungsschwierigkeiten der C._____ gewusst, was 

namentlich auch aus dem durch D._____ eingereichten E-Mail-Verkehr zwischen 

diesem und dem Beschuldigten hervorgehe. Der Inhalt dieser Konversation 

mache nämlich deutlich, dass der Abgang D._____s in unmittelbarem 

Zusammenhang mit Zahlungsschwierigkeiten der C._____ gestanden sei (Urk. 

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050343, Hauptordner 1; […] I am no longer willing to be on C._____s Board if the 

company is no longer able to pay the debts on time and if the company is in 

danger to send into bancruptcy […] I will resign from the board with immediate 

effect if C._____ has not received sufficient funds to pay all of the above 

mentioned debts […]). Nachdem der ursprüngliche wirtschaftliche Zweck der 

C._____ weggefallen sei, habe der Beschuldigte entschieden, ab 2011 über die 

C._____ in der Schweiz Massbekleidung für Herren zu verkaufen.  

6.2.2. Was die konkrete Stellung des Beschuldigten innerhalb der C._____ 

anbelange, sei zunächst aufgrund seiner eigenen Zugaben erstellt, dass die 

C._____ am 13. September 2007 durch D._____ und zwei seiner Mitarbeiterinnen 

im Auftrag und auf Rechnung des Beschuldigten gegründet worden sei, worauf 

sämtliche Inhaberaktien an den Beschuldigten übergeben worden seien. In der 

Folge sei der Beschuldigte unbestrittenermassen und fortdauernd Alleinaktionär 

der C._____ gewesen. 

6.2.3. Ebenfalls sei erstellt, dass der Beschuldigte aufgrund seiner bisherigen 

Erfahrungen – insbesondere aufgrund seiner Vorstrafe – gezielt nicht namentlich 

habe als Organ der C._____ in Erscheinung treten wollen. Er sei davon 

ausgegangen, dass sich eine Verantwortlichkeit nicht ohne weiteres nachweisen 

lasse, wenn er gegen aussen nicht als Geschäftsführer oder Bevollmächtigter in 

Erscheinung trete. Aufgrund seines Aussageverhaltens habe der Beschuldigte 

deutlich gemacht, dass er sich im Hinblick auf eine Organstellung auf eine rein 

formelle Sichtweise beschränkt habe. Dabei habe er ausgeblendet, dass er in 

mannigfacher Hinsicht Tätigkeiten als Geschäftsführer der C._____ entfaltet 

habe. Dass es dem Beschuldigten wichtig gewesen sei, dass sein Name bei der 

C._____ nirgendwo offiziell erwähnt worden sei und dass er dies aus Gründen 

einer allfälligen Verantwortlichkeit gezielt so gehandhabt habe, zeige sich zudem 

auch in den Aussagen Dritter. D._____, ehemaliger Verwaltungsrat der C._____, 

habe im Rahmen seiner Zeugeneinvernahme vom 12. Mai 2015 zu Protokoll 

gegeben, dem Beschuldigten sei es stets ein Anliegen gewesen, nicht als Organ 

der C._____ in Erscheinung zu treten. Gleiches habe auch die Zeugin G._____, 

ehemalige Angestellte der C._____, ausgeführt. Schliesslich habe die Ex-Ehefrau 

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des Beschuldigten, H._____, als Zeugin zu Protokoll erklärt, der Beschuldigte 

habe gesagt, dass er der Besitzer des Unternehmens sei, dass er aber nichts 

Operatives mache, denn als Geschäftsführer stehe man in der Verantwortung. 

6.2.4. Aufgrund der Aussagen der im Verlauf der Strafuntersuchung als Zeugen 

einvernommenen Angestellten und Mandatsträger der C._____ und der 

Depositionen des Beschuldigten selbst, verbleibe kein Zweifel daran, dass er 

faktisch als Geschäftsführer der C._____ agiert habe. Seine in verschiedener 

Hinsicht bestehende Vormachtstellung (Auswahl der formell bestellten 

Verwaltungsräte, Bestimmung der konkreten Tätigkeit der C._____ und der 

Verwendung der durch diese erwirtschafteten Mittel, Auswahl und Instruktion des 

Personals, Bestimmung der genutzten Mieträumlichkeiten, Verhandlungen mit 

den Lieferanten und der Privatklägerin als Promotionspartnerin etc.) lasse keinen 

anderen Schluss zu, als eben jenen, dass der Beschuldigte – entgegen der 

Ansicht der Verteidigung (Urk. 177 S. 5 ff.) – als Geschäftsführer bzw. faktischer 

Leiter im Sinne von Art. 29 lit. d StGB für die C._____ tätig gewesen sei. Aufgrund 

des durch ihn mit I._____ vereinbarten Mandatsvertrags, welcher ihm faktisch 

eine weitgehende Weisungsbefugnis gegenüber dem einzigen formell bestellten 

Verwaltungsrat und damit u.a. auch die Zuständigkeit für die Oberleitung der 

Gesellschaft eingeräumt habe, sei der Beschuldigte nicht nur als faktischer 

Geschäftsführer zu betrachten, sondern es sei auch davon auszugehen, dass er 

neben I._____ als faktischer Verwaltungsrat tätig gewesen sei. Der 

Mandatsvertrag habe den formell bestellten Verwaltungsrat I._____ betreffend 

sämtlicher Geschäfte, welche über die ordentliche Verwaltung im Sinne der 

Buchhaltung und allgemeinen Administration der Gesellschaft hinausgegangen 

seien, verpflichtet, das Einverständnis des Beschuldigten einzuholen. Von dieser 

generellen Regelung sei einzig für den Fall der Dringlichkeit Ausnahmen 

vorgesehen gewesen. Aufgrund dieser hierarchischen Überordnung des 

Beschuldigten könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Oberleitung der 

Gesellschaft (und die weiteren unübertragbaren Aufgaben des Verwaltungsrates 

als Oberleitung der Gesellschaft, vgl. Art. 716a OR) einzig bei I._____ gelegen 

habe. Damit sei erstellt, dass der Beschuldigte nicht bloss Alleinaktionär der 

- 15 - 

C._____ sondern auch deren faktischer Leiter und faktischer Verwaltungsrat 

gewesen sei.  

6.2.5. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung betreffend Ziff. I. 1. der Anklageschrift 

(Handelsregisterdaten und tatsächliche Verhältnisse) erweist sich als vollständig 

und zutreffend, weshalb sie ohne Weiterung und mit Verweis auf die Erwägungen 

der Vorderrichter übernommen werden kann (Urk. 90 S. 27 ff.). Die Vorbringen 

der Verteidigung, wonach der Beschuldigte nicht aus dem Grund, sich einer 

allfälligen zivil- oder strafrechtlichen Verantwortung zu entziehen, nicht namentlich 

in Erscheinung habe treten wollen (Urk. 177 S. 3 f.), vermag in Anbetracht der 

gesamten Umstände und mit Verweis auf die wohlbegründeten vorinstanzlichen 

Erwägungen keineswegs zu überzeugen. Auf die Rolle respektive die effektive 

Funktion des Beschuldigten in der C._____ wird nachfolgend unter Ziffer II 7.2. 

noch näher einzugehen sein. 

7. Ziff. I. 2. der Anklageschrift betr. unrichtige Finanzlage der C._____ 

7.1. Die Vorderrichter erachteten den unter der Anklageziffer I. 2. 

umschriebenen Sachverhalt als weitestgehend erstellt. Zu den einzelnen 

Abschnitten kamen sie nach durchgeführter Würdigung der Beweislage zu den 

nachfolgend im Einzelnen zu rekapitulierenden Beweisergebnissen (Urk. 90 S. 38 

ff.): 

7.1.1. Betreffend den unter Ziffer I. 2. der Anklageschrift geschilderten Sach-

verhalt erwog die Vorinstanz, dass die Bilanzkennzahlen in Einklang mit den 

tatsächlich bilanzierten und aktenkundigen Zahlen stünden. Gestützt auf die 

Buchhaltungsunterlagen der C._____ und die diesbezüglich überzeugenden und 

mit den Urkunden in Einklang stehenden Aussagen des Zeugen I._____ seien die 

unter Ziffer I. 2.1. unter dem Titel "Bilanzen" tabellarisch aufgelisteten 

Zusammenfassungen der Jahresabschluss-Bilanzen der C._____ für die Jahre 

2009 bis 2012 sowie die Konkursbilanz per 15. bzw. 11. April 2013 durch das 

Beweisergebnis erstellt. 

- 16 - 

7.1.2. Bezüglich den weiteren Anklagevorwurf, wonach der Beschuldigte die 

durch I._____ erstellten Jahresrechnungen 2011 und 2012 sowie die 

Konkursbilanz in Bezug auf deren wesentliche Aussagen quartalsweise in 

Besprechungen mit I._____ gutgeheissen habe, verwies die Vorinstanz zunächst 

auf die Aussagen des Zeugen I._____. Nach dessen Darstellung habe nämlich in 

etwa einmal pro Quartal eine Besprechung mit dem Beschuldigten betreffend die 

Buchhaltung stattgefunden. Die gegenteilige Darstellung des Beschuldigten 

überzeuge nicht. Auch wenn die Buchführung zur Hauptsache in der 

Verantwortung von I._____ gestanden sei und auch wenn sich der Beschuldigte 

nur marginal um diese gekümmert habe, erscheine es wenig glaubhaft, wenn er 

sich auf den Standpunkt stelle, er habe die Buchhaltung nie mit I._____ 

besprochen und sei auch nie entsprechend involviert gewesen. Dies umso 

weniger, als der Beschuldigte als Hauptaktionär, Geschäftsführer und faktischer 

Verwaltungsrat die eigentlich zentrale Rolle innerhalb der C._____ eingenommen 

habe und diese dessen Haupteinnahmequelle gewesen sei. Hinzu komme, dass 

I._____ der fernab vom Geschäftsbetrieb der C._____ deren Buchhaltung geführt 

habe, diese Funktion ohne regelmässige Besprechungen mit dem Beschuldigten 

gar nicht hätte wahrnehmen können. Als faktischer Verwaltungsrat der C._____ 

(mit Weisungsbefugnis gegenüber dem formell bestellten Verwaltungsrat I._____) 

sei der Beschuldigte zudem insbesondere für die Ausgestaltung des Rechnungs-

wesens, der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung, für die Erstellung des 

Geschäftsberichtes sowie für die Benachrichtigung des Richters im Falle einer 

Überschuldung von Gesetzes wegen zwingend mitverantwortlich gewesen. 

Nachdem er selbst in der Konkurseinvernahme vom 29. April 2013 festgehalten 

habe, dass die Buchhaltung bis zum 15. April 2013 nachgeführt worden sei, habe 

er auch in jenem Zeitpunkt noch auf die durch I._____ erledigte Buchführung 

verwiesen und damit implizit anerkannt, dass diese als wesentlich zu erachten 

sei. Der betreffende Anklagesachverhalt sei damit vollumfänglich erstellt (Urk. 90 

S. 40 ff.). 

7.1.3. Weiter erwog die Vorinstanz, der Anklagevorwurf, wonach die Bilanzen 

2011 und 2012 sowie die Buchführung, auf welcher diese beruhten, nicht 

ordnungsgemäss erstellt worden seien, sodass der Vermögensstand der C._____ 

- 17 - 

nicht vollständig und nicht zutreffend ersichtlich gewesen sei, treffe zu. 

Tatsächlich habe sich der Vermögensstand der C._____ ab Anfang 2011 

erheblich schlechter präsentiert, als er durch die Buchhaltung ausgewiesen 

worden sei. Die von der Anklagebehörde zur Anwendung gebrachte Methodik, 

wonach sie basierend auf den aktenkundigen Bilanzen per 31. Dezember 2011, 

31. Dezember 2012 und 11. April 2013 per Stichtag 15. April 2013 (Tag der 

Konkurseröffnung) die mangelhafte Bilanzierung um die unberücksichtigten 

Positionen ergänzte, sei grundsätzlich korrekt und nicht zu beanstanden.  

7.1.4. Die Anklagebehörde habe unter dem Konto 1, Mobiliar und Einrichtungen, 

korrekterweise die per Ende 2012 ausgewiesenen Abschreibungen in der 

gesamten Höhe von CHF 13'700.– proportional in den Bilanzen per 30. Juni und 

per 31. August 2012 berücksichtigt und sodann in die Bilanz per 11. April 2013 

den in der Konkursbilanz der C._____ enthaltenen Liquidationswert des Mobiliars 

und der Einrichtungen nachgeführt.  

7.1.5. Weiter habe die Anklagebehörde betreffend die Konten 2 Darlehen E._____ 

USA und 3 Transitorische Aktiven zutreffend erkannt, dass das durch die C._____ 

an die E._____ USA Inc. gewährte Darlehen ab Anfang 2011 und damit auch die 

damit zusammenhängenden akkumulierten Zinsforderungen wertlos gewesen 

seien. Nach den übereinstimmenden Aussagen des Beschuldigten sowie des 

Zeugen I._____ sei das Darlehen ursprünglich dafür bestimmt gewesen, der 

Darlehensnehmerin (sprich der E._____ USA Inc.) den Aufbau des US-

Geschäftes zu ermöglichen. Der Plan, in New York englische Massanzüge zu 

verkaufen, sei aber gescheitert. Der Beschuldigte habe in diesem 

Zusammenhang zunächst ausgesagt, die E._____ USA Inc. habe ihre Aktivitäten 

per Ende 2010 oder Anfang 2011 eingestellt. In der Konfrontationseinvernahme 

mit I._____ habe sich der Beschuldigte dann aber wieder von dieser Aussage 

distanziert. Insgesamt bestehe aber kein Zweifel an der Glaubhaftigkeit der 

ursprünglich mehrfach geäusserten Darstellung des Beschuldigten. Demnach 

habe er spätestens Anfang 2011 gewusst, dass mit einer Rückzahlung des 

Darlehens oder mit diesbezüglichen Zinszahlungen nicht mehr gerechnet werden 

könne. Dass das Konto Darlehen E._____ in Anwendung der Grundsätze der 

- 18 - 

Bilanzwahrheit und der Bilanzvorsicht in sämtlichen Bilanzen ab 2011 auf CHF 0 

hätte berichtigt werden müssen und dass der Beschuldigte um die Notwendigkeit 

dieser Berichtigungen auch gewusst habe, sei folglich als erstellt zu erachten. 

Gleiches gelte auch für das Konto transitorische Aktiven ab 2011. Nicht 

nachvollziehbar sei hingegen, weshalb die Anklagebehörde das Konto 3 

(Transitorische Aktiven) per Ende 2011 auf CHF 26'794.30 berichtigt habe. Nach 

Auffassung der Vorinstanz wäre eine Berichtigung auf CHF 26'894.30 

vorzunehmen gewesen. In diesem Umfang sei der Sachverhalt als erstellt zu 

erachten (Urk. 90 S. 44 ff.). 

7.1.6. Ebenso wie die Anklagebehörde, erachtete es auch die Vorinstanz als mit 

den Grundsätzen der Bilanzwahrheit und -klarheit unvereinbar, dass die Buch-

haltung der C._____ weder ein Konto betreffend das vorhandene Kleiderlager, 

noch ein solches betreffend die Kundenkreditoren enthielt. Sie erwog hierzu, dass 

die aufgrund der geleisteten Vorauszahlungen bestehenden Forderungen der 

Kunden gegenüber der C._____ und die entsprechend im Lager befindlichen 

Kleider im Rahmen der Buchführung der C._____ in Nachachtung der Grundsätze 

der Bilanzwahrheit und -klarheit (Art. 957a Abs. 1 und Abs. 1 Ziff. 1 und 3 OR) zu 

berücksichtigen gewesen wären, erkläre sich von selbst und habe entsprechend 

auch dem Beschuldigten bekannt sein müssen. Schliesslich sei er es ja gewesen, 

der die Gutscheinspromotionen über B._____.ch initiiert habe. Was die durch die 

Anklagebehörde korrigierte Bilanz der C._____ angehe, sei diskutabel, weshalb 

sie nur diejenigen Kundenkreditoren erfasst habe, welche im Konkursverfahren 

auch tatsächlich Forderungseingaben gemacht hätten. Gleiches gelte 

selbstredend auch für die diesen Kreditoren jeweils gegenüberstehenden 

Kleiderbeständen. Dieses Vorgehen stelle zwar eine Vereinfachung der effektiven 

Sachlage dar, weil sich diese aber jedenfalls nicht zu Lasten der Organe der 

C._____ respektive des Beschuldigten auswirke, sei auch hier die Methodik nicht 

zu beanstanden. Der Kollokationsplan des Konkursverfahrens der C._____ 

umfasse fünf Ordner. Aus diesem habe die Anklagebehörde die im Konkurs 

konkret eingegebenen Kundenforderungen herausgefiltert und diese nach dem 

jeweiligen Entstehungszeitpunkt der Forderungen eingeordnet. Auf diese Weise 

habe sie feststellen können, welche konkreten Forderungen in den jeweiligen 

- 19 - 

Bilanzierungszeitpunkten offen gewesen seien. Die Vorinstanz nahm 

diesbezüglich eine Überprüfung anhand mehrerer Stichproben vor und kam zum 

Schluss, dass das zur Anwendung gebrachte Vorgehen der Staatsanwaltschaft 

nicht zu bemängeln sei. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Aufarbeitung 

der kollozierten Kundenforderungen anhand des Kollokationsplans korrekt erfolgt 

sei. Das Gleiche gelte auch für das Kleiderlager. Um den ermittelten 

Kundenforderungen die in den unterschiedlichen Bilanzierungszeitpunkten an 

Lager befindlichen Masskleider zuzuordnen, habe die Anklagebehörde in der 

Folge einen Abgleich des Konkursinventars mit den kollozierten 

Kundenforderungen vorgenommen. Auch die diesbezüglich stichprobenartig 

vorgenommene Überprüfung habe ergeben, dass die Aufarbeitung der zu den 

verschiedenen relevanten Zeitpunkten im Lager befindlichen Masskleider 

derjenigen Kunden mit kollozierten Forderungen grundsätzlich korrekt erfolgt sei. 

Weder betreffend die Vorgehensweise, noch betreffend die konkreten 

Berechnungen der Anklagebehörde, habe die Verteidigung Einwendungen 

vorgebracht. Einzig betreffend die sich im Lager befindlichen Hemden stellte die 

Vorinstanz eine marginale Abweichung fest. Nach ihrer Auffassung war per 31. 

Dezember 2012 respektive per 11. April 2013 ein Hemd mehr an Lager, als dies 

die Anklagebehörde errechnet hatte. Anstelle von CHF 10'547.– setzte sie daher 

für das Kleiderlager in den Bilanzen per 31. Dezember 2012 und per 11. April 

2013 den Betrag von CHF 10'630.– ein (Urk. 90 S. 46 ff.). 

7.1.7. Was die Anklagebehörde dem Beschuldigten weiter unter dem Titel "Nicht-

Erfassung der Kunden-Kreditoren aus dem Kleiderverkauf" vorwirft, erachtet die 

Vorinstanz grundsätzlich als unbestritten und durch die Akten sowie die Aussagen 

des Beschuldigten selbst erstellt. Betreffend den Start des Gutscheinverkaufs via 

B._____.ch am 16. März 2011 geht die Vorinstanz von 484 verkauften 

Gutscheinen aus, während die Anklagebehörde einen Gutscheinverkauf weniger 

– mithin 483 – als erstellt erachtete. Weiter erwog die Vorinstanz, entgegen der 

Darstellung der Anklagebehörde seien nicht die gesamten Einnahmen aus den 

Gutscheinverkäufen der C._____ zugekommen. So habe die J._____ AG CHF 

50.– pro Gutschein direkt für sich beansprucht und im Übrigen auch den Anteil 

der Produzenten der Masskleider jeweils direkt an diese überwiesen. Die 

- 20 - 

Anklagebehörde gehe jedoch zutreffend davon aus, dass den konkreten über die 

Verkäufe erzielten Einnahmen der C._____ die Forderungen der Kunden (auf 

Auslieferung der Masskleider) gegenübergestanden seien und dass diese 

Forderungen in der Buchhaltung der C._____ hätten berücksichtigt werden 

müssen. Nur so hätte die wirtschaftliche Situation der C._____ wahrheitsgetreu 

abgebildet werden können. Dass der Beschuldigte zumindest im Sinne einer 

Parallelwertung in der Laiensphäre erkannt haben müsse, dass die Kunden 

zufolge ihrer Vorauszahlungen zu Kreditoren der C._____ geworden seien, stehe 

ausser Frage. Die Vorinstanz erwog weiter, der Anklagebehörde könne nicht 

gefolgt werden, wenn diese davon ausgehe, dass die Bedeutung der 

Kundenkreditoren noch dadurch verschärft worden sei, dass die Gutscheine mit 

Nennwert von CHF 1'900.– zum Preis von CHF 498.– (Massanzug) bzw. mit 

Nennwert von CHF 747.– zum Preis von CHF 249.– (drei Masshemden) verkauft 

worden seien, sodass die Forderungen der Kunden bis zur Auslieferung der 

Masskleider nicht dem bezahlten Preis, sondern dem Nennwert entsprochen 

hätten. Im Widerspruch zu dieser Betrachtungsweise habe sich die 

Anklagebehörde selbst bei ihren Berechnungen betreffend die Höhe der 

Kundenkreditoren am Kollokationsplan orientiert. In diesem seien die 

Forderungen der Kunden bekanntlich nicht zum Nennwert der Gutscheine, 

sondern zu den konkret bezahlten Beträgen erfasst worden. Entsprechend seien 

die durch die Anklagebehörde korrigierten Bilanzen denn auch nicht zu 

beanstanden. Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass die 

Zahlungseingänge aus Direktkäufen sowie der J._____ AG direkt als Ertrag 

verbucht worden seien, ohne dass die entsprechenden Kundenkreditoren in 

einem spezifischen Passiv-Konto verbucht worden wären. Die Nichtberücksich-

tigung der Kundenforderungen habe dazu geführt, dass die Vermögenslage der 

C._____ aufgrund der hohen Einnahmen durch die Verkäufe von Masskleidern 

bzw. von diesbezüglichen Gutscheinen zu optimistisch dargestellt worden sei. In 

diesem Sinne sei der diesbezügliche Anklagesachverhalt erstellt (Urk. 90 S. 48 

ff.).  

7.1.8. Dass es im Jahr 2012 wie in der Anklageschrift weiter umschrieben zu 

weitreichenden Lieferverzögerungen der C._____ und zu diversen 

- 21 - 

Kundereklamationen wegen falscher Lieferungen kam, erachtet die Vorinstanz 

gestützt auf die nach ihrer Auffassung glaubhaften Aussagen der Zeuginnen 

G._____ und K._____ als zweifelsfrei erstellt. Übereinstimmend hätten diese 

beiden Zeuginnen dargetan, dass es ab 2012 vermehrt offene Bestellungen von 

Kunden gegeben habe, betreffend welche es aufgrund der Geschäftsabläufe in 

der C._____ keine den Forderungen entsprechende Masskleider in den Lagern 

der C._____ gegeben habe. Dieser Umstand habe unter anderem auch dazu 

geführt, dass sich die tatsächliche Vermögenssituation der C._____ zunehmend 

schlechter präsentiert habe, als sie in deren Bilanzen dargestellt worden sei. Der 

betreffende Anklagevorwurf sei erstellt und die diesbezüglich wenig glaubhaften 

Aussagen des Zeugen I._____ seien durch die Aktenlage und die Aussagen der 

Zeuginnen G._____ und K._____ widerlegt (Urk. 90 S. 51 ff.).  

7.1.9. Ebenfalls als zutreffend erachtete die Vorinstanz den Anklagevorwurf, 

wonach betreffend das Konto 4 Lieferantenkreditoren der Buchhaltung der 

C._____ während den Jahren 2011-2013 durch I._____ jeweils einzig 

Rechnungen erfasst worden seien, welche am Jahresende offen geblieben seien. 

Dieser Anklagevorwurf sei zutreffend, ergebe sich doch aus der Buchhaltung, 

dass am 31. Dezember 2011 mittels Sammelbuchung mit dem Buchungstext 

"Kreditoren per 31.12.2011" (diverse) Kreditoren in der Höhe von insgesamt 

CHF 29'334.38 verbucht worden seien. Demgegenüber sei während des 

laufenden Jahres – mit Ausnahme zweier (transitorischer) Buchungen zu Beginn 

– keine weiteren Kreditoren mehr verbucht worden. Gleiches gelte auch für das 

Jahr 2012, wo wiederum einzig zu Beginn des Jahres sowie mit Datum vom 31. 

Dezember 2012 Buchungen im Konto 4 Lieferantenkreditoren erfolgt seien. Es 

liege auf der Hand, dass anhand der laufenden Bilanzierung der C._____ keine 

Übersicht darüber habe gewonnen werden können, welche Kreditoren während 

des Jahres bestanden hätten. Eine solche Übersicht sei aber mit Blick auf das 

Erfordernis der Bilanzwahrheit unabdingbar, zumal – wie sich aus den Akten 

ergebe – diverse Rechnungen nicht beglichen worden seien und die ent-

sprechenden Forderungen damit als Kreditoren hätten erfasst werden müssen. 

Davon, dass die in der Anklageschrift erwähnten Rechnungen liegen geblieben 

seien und dass diese durch den Beschuldigten erst im Nachgang zur 

- 22 - 

Konkurseröffnung an I._____ übergeben worden seien, müsse in Anbetracht der 

Aktenlage ausgegangen werden. Dies gehe einerseits aus der durch I._____ 

erstellte Auflistung der vorgenannten Rechnungen bei den Konkursakten hervor. 

Darauf habe dieser nämlich vermerkt, dass er die Rechnungen erst am 16. April 

2013 erhalten habe. Dass es in der Verantwortlichkeit des Beschuldigte gelegen 

sei, dafür zu sorgen, dass die laufenden Rechnungen an I._____ weitergeleitet 

würden, gehe aus den überzeugenden Aussagen der Zeuginnen G._____ und 

K._____ hervor. Nach deren Darstellung sei es durchaus vorgekommen, dass 

Rechnungen nicht bezahlt worden seien. Vor diesem Hintergrund könne ohne 

Weiteres davon ausgegangen werden, dass es dem Beschuldigten bewusst 

gewesen sei, dass diese Rechnungen verschleppt wurden bzw. dass sie nicht zur 

Verbuchung an I._____ weitergeleitet worden seien (Urk. 90 S. 54 f.). 

7.1.10.  Die Vorderrichter erwogen weiter, zur Erstellung der jeweiligen Saldi des 

Kontos 4 Lieferantenkreditoren für die korrigierten Bilanzen gemäss 

Anklageschrift habe die Anklagebehörde die im Konkurs konkret eingegebenen 

Forderungen herausgefiltert, welche nicht bereits anderweitig in den Bilanzen der 

C._____ erfasst worden seien. Diese habe sie sodann nach dem jeweiligen 

Entstehungszeitpunkt erfasst, wodurch sie habe feststellen können, welche 

konkreten Forderungen zu den jeweiligen Bilanzierungszeitpunkten bereits offen 

gewesen seien. Neben den klassischen Lieferantenforderungen habe die 

Anklagebehörde auf diese Weise auch bis dahin nicht bilanzierte Forderungen 

von weiteren Gläubigern in der korrigierten Bilanz erfasst. Das Vorgehen der 

Anklagebehörde, welches auf den kollozierten Forderungen gemäss 

Kollokationsplan basiere, sei grundsätzlich weder methodisch, noch inhaltlich zu 

beanstanden, was eine stichprobenartige Überprüfung gezeigt habe. Eine 

Berichtigung drängte sich nach Auffassung der Vorinstanz einzig zu der durch die 

Anklagebehörde im Rahmen der Lieferantenkreditoren berücksichtigten 

Forderung der J._____ AG in Höhe von CHF 102'166.94 auf. Diesbezüglich 

kamen die Vorderrichter zum Schluss, dass sich zum Nachteil des Beschuldigten 

nicht erstellen lasse, dass der Beschuldigte davon habe ausgehen müssen, dass 

die J._____ AG mehr an die C._____ und an deren Lieferanten überwiesen 

haben könnte, als sie selbst durch den Gutscheinverkauf zuvor eingenommen 

- 23 - 

habe. Es gebe auch keinen Hinweis darauf, dass die Forderung der J._____ AG 

durch den Beschuldigten im Rahmen des Konkursverfahrens anerkannt worden 

sei. Zudem sei auch nicht davon auszugehen, dass die Forderung der C._____ 

bereits vor dem Konkursverfahren in Rechnung gestellt worden sei und dass der 

Beschuldigte aufgrund dessen von dieser Forderung Kenntnis gehabt habe. 

Jedenfalls habe sich keine im Zusammenhang mit Forderungen der J._____ AG 

stehende Rechnungen bei den durch den Beschuldigten zurückbehaltenen 

Rechnungen befunden. Aufgrund all dieser Umstände rechtfertige es sich – 

entgegen der Auffassung der Anklagebehörde – nicht, die Forderung der J._____ 

AG in Höhe von CHF 102'166.94 in die korrigierten Bilanzen aufzunehmen. 

Sämtliche weiteren, in der Anklageschrift aufgeführten und in die korrigierten 

Bilanzen übernommenen Forderungen seien demgegenüber im Konkursverfahren 

anerkannt worden oder es befänden sich diesbezügliche Akten im Recht, welche 

eine Rechnungsstellung an die C._____ belegen würden. Diesbezüglich sei ohne 

Weiteres davon auszugehen, dass der Beschuldigte in Kenntnis all dieser 

Forderungen gehandelt habe (Urk. 90 S. 55 ff.). 

7.1.11. Was den Vorwurf der falschen Darstellung des Ausfalls der Lizenzge-

bühren gemäss Anklageziffer I. 2.5 anbelangt, kam die Vorinstanz zum Schluss, 

es sei zunächst zutreffend, dass die Haupteinnahmen der C._____ in den Jahren 

2009 und 2010 Lizenzeinnahmen aus den in der Anklageschrift aufgeführten 

Verträgen gewesen und dass diese Einnahmen ab Anfang 2011 weggefallen 

seien. Dies ergebe sich aus den Akten und sei zudem vom Beschuldigten so auch 

bestätigt worden. Weiter ergebe sich aufgrund der Akten zweifelsfrei, dass die 

Erträge aus den Gutscheinverkäufen falsch verbucht worden seien, was im 

Übrigen auch durch die für die Buchhaltung der C._____ hauptverantwortliche 

Person anerkannt worden sei. Glaubhaft erscheine dabei – auch hinsichtlich der 

durch die Anklageschrift ebenfalls erfassten Rückvergütung der L._____ Ltd. –, 

dass die Fehlerhaftigkeit der Buchungen aufgrund eines Versehens der 

Angestellten I._____s erfolgt sei. I._____ und der Beschuldigte hätten die 

Fehlbuchungen aber spätestens an der Generalversammlung vom 11. Oktober 

2012, als sie zusammen die Rechnung 2011 besprochen bzw. der Beschuldigte 

diese als Alleinaktionär genehmigt habe, zur Kenntnis nehmen müssen. Es sei 

- 24 - 

nämlich schlicht nicht zu übersehen gewesen, dass in der Erfolgsrechnung nach 

wie vor Lizenzerträge als die Haupteinnahmen der C._____ ausgewiesen worden 

seien, obwohl diese Einnahmen bekanntermassen per Anfang 2011 ersatzlos 

weggefallen seien. Dieser Umstand habe allen voran dem Beschuldigten, aber 

auch I._____, bereits schon bei einer bloss summarischen Prüfung der Rechnung 

auffallen müssen. Wenngleich es bei diesem Beweisergebnis zutreffend sei, dass 

aufgrund der Falschbuchungen die finanzielle Situation der C._____ 

buchhalterisch nicht korrekt dargestellt worden sei, dürfe dennoch nicht verkannt 

werden, dass es hinsichtlich der Bilanzsumme und damit hinsichtlich der 

finanziellen Lage der C._____ im engeren Sinn letztlich keinen Unterschied 

gemacht habe, ob die Einnahmen in das Ertragskonto betreffend die 

Lizenzeinnahmen oder in das Ertragskonto der Kleider- bzw. Gutscheinverkäufe 

gebucht worden seien. Dies umso mehr, als die Buchungen hinsichtlich der 

Bilanzsumme und hinsichtlich der Feststellung der Höhe des Gewinns bzw. 

Verlustes vollumfänglich neutral erfolgt seien (Urk. 90 S. 58 ff.). 

7.1.12. Im Rahmen ihrer abschliessenden Gesamtbetrachtung sämtlicher unter 

dem Titel "Unrichtige Finanzlage in der Buchhaltung der C._____" massgeblicher 

Vorgänge kam die Vorinstanz zum Schluss, die überarbeiteten Bilanzen würden 

aufzeigen, dass die C._____ ab dem 30. Juni 2012 überschuldet gewesen sei, 

denn die Aktiven in Höhe von CHF 108'793.56 hätten dannzumal das 

Fremdkapital in Höhe von CHF 148'538.90 nicht mehr zu decken vermocht. Dies 

sei bei der Jahresendbilanz 2011 noch nicht der Fall gewesen. Dort seien Aktiven 

in der Höhe von CHF 162'927.35 einem Fremdkapital in der Höhe von CHF 

115'640.42 gegenüber gestanden. Die per 30. Juni 2012 festgestellte 

Überschuldung habe sich ab Mitte 2012 in zunehmendem Masse verschlechtert 

(Urk. 90 S 60 ff.). 

7.2. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung betreffend Ziff. I. 2. der 

Anklageschrift (unrichtige Finanzlage der C._____) wird im Berufungsverfahren 

weder durch den Beschuldigten noch durch die anschlussappellierende 

Anklagebehörde gesamthaft in Frage gestellt. Die Verteidigung stützt ihre 

Verteidigungsstrategie weitgehend auf den Einwand, dass der Beschuldigte nicht 

- 25 - 

die Stellung eines faktischen Verwaltungsratsmitglieds der C._____ innegehabt 

habe (Urk. 177 S. 5 ff.). Sodann moniert sie konkret zu diesem Anklageabschnitt 

lediglich, es lasse sich einerseits nicht erstellen, dass der Beschuldigte davon 

habe ausgehen müssen, dass die E._____ USA Inc. ihr Darlehen überhaupt nie 

zurückzahlen könne und dass dieses wertlos sei. Sodann sei es nicht völlig 

abwegig, dass ein Laie Käufer von Gutscheinen erst dann als Kreditoren seines 

Unternehmens betrachte, wenn diese ihren Anspruch auf Einlösung des 

Gutscheins geltend machen würden, und nicht bereits dann, wenn sie die 

Gutscheine erwerben würden (Urk. 177 S. 9 f.). Diese Behauptungen der 

Verteidigung erweisen sich – wie noch aufzuzeigen sein wird – als nicht 

stichhaltig bzw. lebensfremd. Sodann hält die Anklagebehörde in ihrer 

Berufungsschrift daran fest, dass sich der Aussteller eines Gutscheins den dort 

angegebenen Nominalwert entgegenhalten lassen müsse, wenn er die von ihm so 

bewertete Sachleistung nicht erbringen könne (Urk. 179 S. 3). Etwas relativierend 

führte sie sodann im Rahmen der Berufungsantwort sinngemäss aus, die 

Bilanzierung von Gutscheinen basiere auf Erfahrungswerten, wobei sowohl 

Ausfälle als auch Garantiearbeiten zu berücksichtigen seien (Prot. II S. 20). 

Während Letzteres nachvollziehbar erscheint, kann mit der Begründung der 

Vorinstanz, wonach es stossend wäre, für den Fall einer Rückabwicklung der 

Kaufverträge einen Anspruch der Kunden in der Höhe des Nennwerts (anstelle 

des konkret bezahlten Kaufpreises der Gutscheine) zu bejahen (Urk. 90 S. 50), 

nicht zu Lasten des Beschuldigten auf die Nominalwerte abgestellt werden. 

Vielmehr ist zugunsten des Beschuldigten und – wie auch die Anklagebehörde in 

den korrigierten Bilanzen festhielt – auf die konkret bezahlten Beträge 

abzustellen. Auch des Weiteren erweist sich die vorinstanzliche Beweiswürdigung 

in allen Teilen als vollständig und zutreffend, weshalb sie ohne Weiterung und mit 

Verweis auf die Erwägungen der Vorderrichter übernommen werden kann 

(Urk. 90 S. 38 ff.). Insbesondere in Bezug auf die massgeblichen 

Bilanzkennzahlen kann vollumfänglich auf die durch die Vorinstanz abschliessend 

korrigierten und im angefochtenen Urteil wiedergegebenen Bilanzen der C._____ 

verwiesen werden. Welche Rolle dabei der Beschuldigte im Rahmen der C._____ 

inne hatte und inwiefern er auf die Buchhaltung Einfluss nahm, ist nachfolgend 

- 26 - 

der Vollständigkeit halber noch einmal zu rekapitulieren: Wie bereits einleitend 

dargetan wurde, liess der Beschuldigte am 13. September 2007 durch D._____ 

und dessen Mitarbeiterinnen M._____ und N._____ die C._____ (C._____ AG) 

fiduziarisch und auf Rechnung des Beschuldigten gründen. Im Anschluss an die 

Gründung übergaben die vorgenannten Personen sämtliche Inhaberaktien an den 

Beschuldigten, woraufhin dieser Alleinaktionär der C._____ wurde und dies fortan 

auch blieb. Der Beschuldigte schloss in der Folge mit I._____ den bereits 

erwähnten Mandatsvertrag, welcher zum Inhalt hatte, dass letzterer formell zum 

einzigen Verwaltungsrat bestellt wurde. Der Mandatsvertrag regelte das 

Innenverhältnis zwischen den beiden insofern, als er dem Beschuldigten 

gegenüber I._____ – entgegen den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 177 S. 7 f.) 

– weitreichende Weisungsbefugnisse einräumte, sodass die effektiv gelebte 

Stellung von I._____ bei Lichte betrachtet subalterner Natur war. Die Klauseln im 

Mandatsvertrag, gemäss welchen für sämtliche Geschäfte, welche die ordentliche 

Verwaltung überschreiten, die Einwilligung des Beschuldigten notwendig wird, es 

sei denn, es liege eine besondere Dringlichkeit vor (Ziff. 3. c. und Ziff. 5), zeigen 

auf, dass die Befugnisse von I._____ auf vorwiegend formelle Belange 

beschränkt wurden. Demgegenüber wurde dem Beschuldigten mit 

Mandatsvertrag die Zuständigkeit für die Oberleitung der Gesellschaft eingeräumt 

und er nahm damit– entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 177 S. 5 ff., 12 

f.) – faktisch die Position eines Geschäftsführers und Mitgliedes des 

Verwaltungsrates ein. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, kann man mit Blick 

auf die in mannigfacher Hinsicht bestehende Vormachtstellung des Beschuldigten 

(Auswahl der formell bestellten Verwaltungsräte, Bestimmung der konkreten 

Tätigkeit der C._____ und der Verwendung der durch diese erwirtschafteten 

Mittel, Auswahl und Instruktion des Personals, Bestimmung der genutzten 

Mieträumlichkeiten, Verhandlungen mit den Lieferanten und der Privatklägerin als 

Promotionspartnerin etc.) zu keinem anderen Schluss kommen. I._____ war 

dagegen überwiegend mit der Führung der Buchhaltung betraut. Darüber hinaus 

hatte er praktisch keine eigenständigen operativen Befugnisse. Aufgrund der 

Beweisergebnisses und hier namentlich aufgrund der Aussagen von I._____ ist 

weiter erstellt, dass er zusammen mit dem Beschuldigten quartalsweise die 

- 27 - 

finanzielle Situation der C._____ besprochen hat. Entsprechend musste dem 

Beschuldigten spätestens nachdem die Zinszahlungen von E._____ komplett 

ausblieben und diese ihren Betrieb einstellen musste, – entgegen der 

Verteidigung (Urk. 179 S. 9 f.) – klar sein, dass das Darlehen an E._____ in den 

Büchern der C._____ hätte wertberichtigt werden müssen, was er indes nicht 

veranlasste. Ebenso musste ihm – wiederum entgegen der Verteidigung (Urk. 179 

S. 10) – auch mit Bezug auf den Verkauf der von ihm initiierten Gutscheine klar 

sein, dass den Einnahmen aus dem Verkauf die Forderungen der Kunden 

entgegenstanden, welche in der Buchhaltung hätten berücksichtigt werden 

müssen. Auch darum kümmerte sich der Beschuldigte nicht. Schliesslich steht 

ausser Frage, dass der Beschuldigte auch wissen musste, dass sämtliche 

Kreditoren vollständig zu erfassen gewesen wären und dass er entsprechend die 

offenen Rechnungen der C._____ an I._____ hätte weiterleiten müssen, damit 

dieser sie in der Buchhaltung hätte erfassen können. Obwohl der Beschuldigte 

erstelltermassen an diversen Besprechungen mit I._____ teilnahm und aufgrund 

seiner eigenen Tätigkeiten für die C._____ wusste, dass die vorgenannten 

Umstände nicht in die Buchhaltung der C._____ Eingang fanden, unternahm er 

nichts, um diese Missstände zu beheben. Er unterliess es nicht nur, I._____ zu 

einer korrekten Buchführung anzuhalten, sondern verunmöglichte eine solche 

zumindest auch insofern, als er es unterliess – wie zuvor dargetan – die 

laufenden Rechnungen der C._____ zur buchhalterischen Erfassung weiterzu-

leiten, wobei es sich entgegen der Verteidigung klarerweise nicht lediglich um ein 

vorübergehendes Nichtweiterleiten handelte (Urk. 177 S. 11). Aufgrund der 

Summe und der Qualität der konkreten buchhalterischen Verfehlungen muss 

davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte zumindest in Kauf 

genommen hat, die Bilanzen der C._____ durch sein Verhalten respektive 

Unterlassen vorteilhafter aussehen zu lassen, als es der jeweiligen tatsächlichen 

wirtschaftlichen Verfassung des Unternehmens entsprach. Dies alles muss 

schliesslich umso mehr gelten, wenn man sich vor Augen führt, dass der 

Beschuldigte mit Urteil des Landgerichts München I vom 9. Januar 2006 der 

vorsätzlichen Insolvenzverfahrensverschleppung, des vorsätzlichen Bankrotts, 

des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 24 Fällen und des 

- 28 - 

Betrugs in 530 Fällen schuldig gesprochen und mit 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe 

bestraft wurde (Urk. 151004 f., Ordner 15; Urk. 70/2). Aufgrund dieser 

einschlägigen Vorgeschichte kann kein Zweifel daran bestehen, dass der 

Beschuldigte betreffend die gegen ihn erhobenen Vorwürfe von Anfang an erhöht 

sensibilisiert sein musste. Dessen ungeachtet kam er seinen Verpflichtungen 

nicht nach, womit er sich – mit den genannten, marginalen Einschränkungen – 

anklagegegenständlich verhielt, was die Vorinstanz mit überzeugender 

Begründung, auf welche verwiesen werden kann, festhielt (Urk. 90 S. 62 ff.). 

8. Ziff. I. 3. Weitere Gesichtspunkte der finanziellen Entwicklung der C._____ 

8.1. Unter Ziffer I 3.1. der Anklageschrift vom 13. September 2017 

(Urk. 002030) schildert die Anklagebehörde, dass sich zufolge eines Vergleiches, 

welchen die C._____ (vertreten durch das dannzumal einzig Mitglied des Ver-

waltungsrates, O._____) mit der Vermieterschaft der Liegenschaft P._____-

strasse ... in Q._____ am 15. Februar 2011 schloss, die Aktiven der C._____ 

gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2010 um CHF 150'337.– und die 

Passiven um CHF 91'540.– vermindert hätten, was einer Reduktion des 

Eigenkapitals um CHF 58'797.– gleich komme. 

8.1.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der C._____ sei durch den 

abgeschlossenen Vergleich mit der Vermieterschaft bei einer Gesamtbetrachtung 

kein Schaden entstanden. Gegenüber einer ordentlichen Beendigung des 

Mietverhältnisses erweise sich der Vergleich mit Saldoklausel sogar als vorteilhaft 

für die C._____, denn er habe Einsparungen in der Höhe von CHF 32'743.– zur 

Folge gehabt. Dennoch treffe es zu, dass sich das Eigenkapital der C._____ 

zufolge des Vergleichs Mitte Februar 2011 um CHF 58'797.– vermindert habe, 

zumal aufgrund des Vergleichs im Jahr 2011 ja keine in vorliegendem 

Zusammenhang stehenden Mietzinsforderungen mehr angefallen seien, die als 

Passiven hätten verbucht werden müssen (Urk. 90 S. 64 f.).  

8.1.2. Die Verteidigung äussert sich auch im Berufungsverfahren nicht zum be-

treffenden Anklagevorhalt und stellt entsprechend auch die vorinstanzlichen 

- 29 - 

Erwägungen nicht in Abrede (Urk. 177). Auch die Anklagebehörde beanstandet 

die vorinstanzlichen Erwägungen hierzu nicht (Urk. 179). 

8.1.3. Die Schilderungen der Anklagebehörde sind durch die Akten erstellt 

(vgl. Buchung Nr. 696 im Konto 4 Lieferantenkreditoren gemäss Kontoblatt in 

Urk. 060307, Ordner 8; Bilanz gemäss Jahresrechnung 2010 in Urk. 240286, 

Ordner B-6, Aussage des Beschuldigten in Urk. 050614, Ordner 6) und die vor-

instanzlichen Erwägungen sind daher zutreffend und zu bestätigen. Anzumerken 

bleibt einzig, dass dem Beschuldigten unter Ziffer I 3.1. kein strafrechtlich 

relevanter Vorwurf gemacht wird, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen. 

8.2. Unter dem Titel "Chancen und Risiken der C._____ im und ab März 2011" 

bringt die Anklagebehörde zusammengefasst vor, das Eigenkapital der C._____ 

habe in der Bilanz per 31. Dezember 2010 CHF 131'983.– betragen. Davon seien 

bei einer approximativen Beurteilung der Situation im März 2011 aufgrund der 

Entwicklung von E._____ CHF 101'854.– sowie aufgrund der Sachlage betreffend 

das Mietverhältnis P._____-strasse ... CHF 58'797.– in Abzug zu bringen 

gewesen. Damit habe schon im März 2011 eine Überschuldung der C._____ 

vorgelegen. Gleichzeitig sei aber auch darauf hinzuweisen, dass weiteren 

Ereignisse im ersten Quartal 2011 Anlass zur Hoffnung geboten hätten, dass die 

C._____ zukünftig Gewinne erwirtschaften werde. Grund für diese Hoffnung seien 

einerseits der Wegfall der exorbitant hohen Mietkosten für die Liegenschaft in 

Q._____ und andererseits der ausserordentlich erfreuliche Gutscheinverkauf über 

die Plattform B._____.ch gewesen. Den daraus resultierenden Einnahmen seien 

jedoch die Forderungen der Kunden gegenüber gestanden, welche für die 

Masskleider bekanntlich jeweils Vorauszahlungen geleistet hätten. Aufgrund des 

höheren Nennwertes der Gutscheine habe der Gegenwert dem dreifachen bzw. 

dem  

3.8-fachen Wert der jeweiligen Gutscheinpreise entsprochen. Aufgrund dieser 

Umstände habe ab März 2011 die begründete Besorgnis einer Überschuldung 

bestanden. Spätestens ab dann sei der Beschuldigte dazu verpflichtet gewesen, 

eine Zwischenbilanz zu ziehen und diese revidieren zu lassen (Urk. 002030 ff.). 

- 30 - 

8.2.1. Die Vorinstanz hielt dafür, dass sich die in der Anklageschrift erwähnten 

Zahlen durch die aktenkundige Bilanz der C._____ per 31. Dezember 2010 ohne 

weiteres verifizieren liessen. Weiter sei zutreffend, dass die C._____ durch den 

Verkauf von Gutscheinen für Masskleider sowie über den Direktverkauf von 

solchen in den Jahren 2011 bis 2013 die nachfolgend aufgeführten Einnahmen 

erzielt habe:  

 2011 2012 2013 

Zahlungen der J._____ AG (Konto 5) CHF 470'585 CHF 115'568 - 

Direkte Kundenzahlungen (Konto 6) CHF 233'706 CHF 592'463 CHF 28'876 

Total CHF 704'291 CHF 708'031 CHF 28'876 

Schliesslich könne der Anklagebehörde insofern zugestimmt werden, als diese 

sich auf den Standpunkt stelle, den Einnahmen aus dem Gutscheinverkauf 

stünden die Forderungen der Kunden gegenüber. Nicht angängig sei indes die 

Haltung der Anklagebehörde, wonach die Forderungen der Kunden auf den 

Nennwert der Gutscheine zu beziffern seien. Wie bereits zuvor dargetan, würde 

ein solches Vorgehen zu höchst stossenden Ergebnissen führen. Es erscheine 

unverständlich, dass die Anklagebehörde an dieser Stelle der Anklageschrift 

erneut darauf hinweise, dass die Forderungen der Kunden zum Nennwert ein-

zusetzen gewesen seien, obwohl sie selbst im Rahmen ihrer Korrekturen der 

Bilanzen der C._____ bekanntlich davon ausgegangen sei, dass die 

Kundenforderungen in der konkret im Konkursverfahren kollozierten Höhe – 

mithin zu den tiefer angesetzten konkreten Kaufpreisen der Gutscheine – zu 

berücksichtigen seien. Dass die Anklagebehörde aufgrund der (zum Nennwert 

berechneten) Kundenforderungen davon ausgehe, dass beim Beschuldigten ab 

März 2011 die begründete Besorgnis einer Überschuldung habe vorliegen 

müssen, sei folglich nicht nachvollziehbar (Urk. 90 S. 65 ff.). 

8.2.2. Die Verteidigung bringt diesbezüglich keine neuen Argumente vor, welche 

nicht bereits behandelt und entkräftet wurden (Urk. 177; vgl. Ziff. II 7.2.). Die Kritik 

- 31 - 

der Anklagebehörde beschränkt sich ebenfalls auf die bereits thematisierte 

buchhalterische Erfassung der Gutscheinverkäufe (Urk. 179 S. 3). 

8.2.3. Die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz können vollumfänglich 

übernommen werden. Insbesondere ist zur Frage, ob die Forderungen der 

Gutscheinkunden zum Nennwert oder zum Wert gemäss Kollokationsplan zu 

veranschlagen sind, auf die vorstehenden Erwägungen unter Ziffer II 7.1.7. und II 

7.2. zu verweisen. Nachdem bekanntlich auch die Anklagebehörde unter Ziffer 27 

ihrer Anklageschrift die Kundenforderungen in der jeweils zur Kollokation 

angemeldeten und auch so berücksichtigen Höhe (also dem effektiven Kaufpreis) 

ihren Berechnungen zu Grunde legte, ist – wie bereits ausgeführt – mit der 

Vorinstanz nicht nachvollziehbar, weshalb mit Blick auf eine allfällige 

Überschuldung der C._____ ab März 2011 zum Nachteil des Beschuldigten hier 

anders verfahren werden sollte. 

8.3. In Ziffer I. 3.3. der Anklageschrift schildert die Anklagebehörde unter dem 

Titel "Steigerung der Besorgnis und personelle Unterdotierung der C._____" 

zusammengefasst, dass die Gründe für die Besorgnis hinsichtlich einer 

Überschuldung der C._____ ab Sommer 2012 deutlich zugenommen hätten. 

Kundenreklamationen, offene Rechnungen und Mahnungen hätten sich ständig 

gehäuft. G._____ habe, als eine von drei Mitarbeiterinnen der C._____, ihr 

Arbeitsverhältnis am 26. Juni 2012 gekündigt und sei ab 5. Juli 2012, nachdem 

sie aufgrund eines Nervenzusammenbruchs während der laufenden 

Kündigungsfrist krankgeschrieben worden sei, definitiv als Arbeitskraft 

ausgefallen. Zu dieser Zeit habe I._____ dem Beschuldigten mitgeteilt, dass die 

R._____ AG (Treuhandunternehmen I._____s) der C._____ seit Frühjahr 2012 

regelmässig Liquiditätsvorschüsse für die wichtigsten Zahlungen habe gewähren 

müssen. Im November 2012 habe sodann das Arbeitsverhältnis mit T._____ 

geendet, sodass sich ab Mitte November nur noch die letzte verbliebene 

Mitarbeiterin, nämlich die Praktikantin K._____, im Laden an der S._____-gasse 

… befunden habe. Der Beschuldigte habe in dieser Situation tatenlos zugesehen 

und sich weder um die Rekrutierung von Personal noch um die Einbringung 

seiner eigenen Arbeitskraft bemüht. Aufgrund der desolaten personellen Situation 

- 32 - 

sei es in der Folge zu verspäteten Auslieferungen von Masskleidern oder zu 

Auslieferungen mit falschen Massen/Materialien gekommen, was schliesslich zu 

mehreren Minderungs- und Wandelungsforderungen sowie zu Vertragsrücktritten 

von Kunden geführt habe. Zudem seien bereits bestellte und bezahlte 

Masskleider gar nicht erst angefertigt worden. Die personelle Unterdotierung habe 

dazu geführt, dass bis zur Konkurseröffnung bereits bezahlte und nach Mass 

gefertigte Kleidungsstücke von ungefähr 167 Kunden nicht mehr ausgeliefert und 

damit faktisch wertlos geworden seien. All diese Umstände hätten die 

Überschuldung der C._____ verschlimmert, wobei der Beschuldigte die 

Überschuldung bzw. die Illiquidität der C._____ in Kauf genommen habe. 

Spätestens am 30. September 2012 sei die C._____ nach Liquidations- und 

Fortführungswerten überschuldet gewesen. Dessen ungeachtet habe es der 

Beschuldigte unterlassen, eine Zwischenbilanz zu deponieren, denn er habe 

weiterhin Umsätze generieren wollen, um auf diese Weise seinem aufwendigen 

Lebensstil frönen zu können (Urk. 002032 ff.). 

8.3.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, dass die personelle 

Unterdotierung der C._____ ab Mitte 2012 und der Umstand, dass der 

Beschuldigte dagegen nichts bzw. zu wenig unternommen habe, durch die 

glaubhaften Zeugenaussagen der Office Managerin G._____ erstellt seien. Weiter 

sei gestützt auf ihre Aussagen bewiesen, dass es aufgrund des Personalmangels 

vermehrt zu verspäteten und fehlerhaften Auslieferungen und zunehmend zu 

Kundenreklamationen gekommen sei. G._____ habe weiter in überzeugender 

Manier zu Protokoll gegeben, dass sie ihr Arbeitsverhältnis am 26. Juni 2012 

gekündigt habe und am 5. Juli 2012 letztmals für die C._____ tätig gewesen sei. 

Die Arbeitsüberlastung sei so hoch gewesen, dass die Arbeitsabläufe nicht mehr 

gewährleistet gewesen seien. Sie habe den Beschuldigten auf die prekäre 

Situation aufmerksam gemacht und ihm gesagt, dass er mit den Gutscheinen 

aufhören solle. Als sie mit dem Beschuldigten das Gespräch gesucht habe, habe 

dieser ihre Kündigung nicht entgegengenommen, sondern sie darum gebeten, 

zuerst noch die offenen Bestellungen aufzuarbeiten. In der Folge habe sie noch 

über 500 offene Bestellungen bearbeitet, bevor sie wegen einer 

Kundenreklamation einen Nervenzusammenbruch erlitten habe. Ihr Arzt habe bei 

- 33 - 

ihr ein Burn-Out-Syndrom diagnostiziert und sie krankgeschrieben. Aufgrund der 

Arbeitsüberlastung habe es jeweils vier bis fünf Wochen – teilweise jedoch über 

drei Monate – gedauert, bis eine Bestellung nach Abnahme der Masse 

aufgegeben worden sei, wobei dies nicht durch die Lieferanten verschuldet 

gewesen sei. Es sei vermehrt zu verspäteten Lieferungen und wütenden Kunden 

gekommen. Gegen Ende ihrer Anstellung habe es täglich zwei bis drei 

Reklamationen gegeben. Vom Kundenstamm mit etwa 3'000 Kunden sei ca. ein 

Drittel unzufrieden gewesen. Zu Reklamationen sei es auch gekommen, weil die 

gelieferten Anzüge teilweise nicht den Bestellungen entsprochen hätten. Dass 

sich der Personalmangel und die zunehmende Geschäftslast – und damit die 

Situation betreffend Verspätungen, Falschlieferungen und unzufriedenen Kunden 

– nach dem Abgang G._____s ab Mitte 2012 noch weiter verschärft haben, als 

nur noch T._____ und K._____ für die C._____ tätig gewesen seien, liege auf der 

Hand. Zwar habe K._____ die Situation nicht so drastisch wie G._____ 

geschildert, aber auch sie habe als Zeugin ausgesagt, dass es immer häufiger zu 

Kundenreklamationen gekommen sei. Seit sie bei der C._____ als Praktikantin 

begonnen habe, habe dort ein Organisationschaos geherrscht. Auch K._____ 

habe klarerweise bestätigt, dass sie zu wenige Angestellte gewesen seien, um die 

anfallende Arbeit zu bewältigen. Viele unter den rund ca. 2'000 Kunden seien 

nicht zufrieden gewesen. Der Beschuldigte selbst habe in der Untersuchung 

eingeräumt, dass er für die Rekrutierung des Personals bei der C._____ 

zuständig gewesen sei und dass er auch von der Überlastung des Personals 

Kenntnis gehabt habe. Wenngleich sich der Beschuldigte – entgegen den 

Depositionen seiner Mitarbeiterinnen G._____ und K._____ – auf den Standpunkt 

gestellt habe, dass sich erst im letzten Quartal 2012 ein Ungleichgewicht 

zwischen Aufwand und Ertrag eingestellt habe, habe er dennoch anerkannt, dass 

die Personalsituation und die damit einhergehende Überforderung dazu geführt 

habe, dass der Betrieb nicht mehr habe aufrecht erhalten werden können. Der 

Beschuldigte habe sich auch nach seinen eigenen Angaben nicht ernsthaft darum 

bemüht, den Personalmangel zu beheben. Seine eigene Arbeitskraft habe er nur 

ganz sporadisch und für wenige Stunden in den Dienst der C._____ gestellt. Zwar 

habe er ab und an Kunden bedient und Mass genommen sowie verkauft und 

- 34 - 

beraten. Der eigentliche Grund für sein Erscheinen im Verkaufslokal sei aber, 

nach der Wahrnehmung der Zeugin K._____, das Abholen der Bareinnahmen 

gewesen. Lediglich gegen Schluss, als nur noch sie alleine für die C._____ tätig 

gewesen sei, sei der Beschuldigte beinahe täglich, jeweils etwa einen halben Tag 

vor Ort gewesen. Dass sich der Beschuldigte zusätzlich hätte einbringen müssen, 

gehe zudem gemäss D._____ auch aus dem Beratervertrag hervor, welcher 

nämlich für den Beschuldigten ein "Full-Time-Engagement" vorgesehen habe. 

Erstellt sei weiter aufgrund der durch den Beschuldigten unbestritten gebliebenen 

Aussagen von I._____, dass dessen Firma R._____ der C._____ immer wieder 

Überbrückungsdarlehen habe gewähren müssen. Dass diese 

Liquiditätsvorschüsse aufgrund mangelnder Liquidität der C._____ notwendig 

gewesen seien, verstehe sich dabei von selbst. So könne im Übrigen auch belegt 

werden, dass es im Jahr 2012 vermehrt zu offenen Rechnungen und Mahnungen 

gekommen sei. Die beiden Zeuginnen K._____ und G._____ hätten 

übereinstimmend von offenen Rechnungen und Mahnungen sowie nichtbezahlten 

Lieferanten und Transporteuren berichtet. Die C._____ sei gemäss den 

Zwischenbilanzen spätestens ab dem 30. Juni 2012 überschuldet gewesen. Aus 

einer buchhalterischen Perspektive könne damit festgehalten werden, dass ein 

Kapitalverlust grundsätzlich bereits zuvor bestanden haben müsse. Nachdem sich 

der Beschuldigte nicht um die Buchhaltung der C._____ und deren finanzielle 

Lage gekümmert habe, sei aufgrund der weiteren äusseren Umstände darauf zu 

schliessen, ab wann er mit einer Überschuldung der C._____ habe rechnen 

müssen. Aufgrund der konkreten vorgenannten Umstände (Liquiditätsvorschüsse 

ab Juni 2012; Ausführungen G._____s betreffend die gegen Ende ihrer 

Anstellung vor Mitte 2012 bestehenden Probleme der C._____ sowie ihre 

diesbezüglichen Äusserungen gegenüber dem Beschuldigten; Abgang G._____s 

und definitive personelle Unterdotierung ab Mitte 2012; zunehmende 

Auslieferungsengpässe, Kundenreklamationen und offene Rechnungen im Jahr 

2012) sei erstellt, dass die Gründe zur Besorgnis einer Überschuldung im Jahr 

2012 ständig zugenommen hätten und dass der Beschuldigte spätestens ab Mitte 

2012 habe erkennen müssen, dass die C._____ überschuldet sein könnte, bzw. 

dass der Beschuldigte deren Illiquidität bzw. die Tatsache, dass es zu einem 

- 35 - 

Zwangsvollstreckungsverfahren gegen die C._____ kommen könnte, spätestens 

in jenem Zeitpunkt in Kauf genommen habe. Dessen ungeachtet habe er es aber 

unterlassen, die Überschuldung im Sinne von Art. 725 Abs. 2 OR anzuzeigen 

bzw. eine Zwischenbilanz zu deponieren. Der zur Anklage erhobene Sachverhalt 

sei damit erstellt (Urk. 90 S. 68 ff.). 

8.3.2. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung betreffend Ziff. I. 3.3. der 

Anklageschrift (Steigerung der Besorgnis und personelle Unterdotierung der 

C._____) wurde im Berufungsverfahren durch die Verteidigung insofern 

beanstandet, als die Liquiditätsprobleme nur vorübergehend gewesen seien und 

daher der Beschuldigte als Laie nicht davon habe ausgehen müssen, dass sein 

Unternehmen sich ernstlich in finanziellen Schwierigkeiten befunden habe oder 

gar kurz vor der Überschuldung gestanden sei (Urk. 177 S. 10 f., 14). Sodann 

habe der Beschuldigte, wie er selbst mehrfach geltend gemacht habe, erfahrene 

und kompetente Mitarbeiter gebraucht, was nicht einfach zu finden sei. Es sei 

daher verfehlt, ihm vorzuwerfen, der C._____ durch die Nichteinstellung von 

neuem Personal einen Schaden zugefügt zu haben (Urk. 177 S. 13 f.). Die Kritik 

der anschlussappellierende Anklagebehörde beschränkt sich sodann einmal mehr 

auf die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Finanzlage der C._____ so kritisch war, 

dass sie "einen erheblichen Sanierungsbedarf hatte, so dass ein äussert 

haushälterischer Umgang mit den Aktiven und die Vermeidung und Eliminierung 

sämtlicher geschäftlich nicht begründeten Aufwendungen geboten war" (Urk. 179 

S. 2).  

8.3.3. Auch in diesem Punkt erweist sich die vorinstanzliche Beweiswürdigung als 

sehr gründlich und vollständig redigiert und ist im Ergebnis vollumfänglich zu-

treffend (Urk. 90 S. 67 ff.). Dabei ist zu betonen, dass die Behauptung des 

Beschuldigten, wonach es schwierig sei, im Grossraum Zürich genügend quali-

fizierte Mitarbeiter mit Erfahrungen im Bereich (Änderungs-)Schneiderei bzw. 

Massbekleidung zu finden, welche die anstehenden Arbeiten hätten erledigen 

können, nicht überzeugt, zumal auch die Praktikantin K._____ zu erkennen gab, 

dass sie via Stelleninserat zur C._____ gekommen sei und vom Beschuldigten 

gelernt habe, wie man Mass nimmt. Vielmehr ist angesichts der gesamten 

- 36 - 

Umstände – mit der Vorinstanz und entgegen der Verteidigung – erstellt, dass der 

Beschuldigte sich gar nicht ernstlich darum bemüht hat, das abgegangene 

Personal zu ersetzten, damit die Geschäftstätigkeit der C._____ weitergeführt 

werden konnte. Sodann ist aufgrund der konkreten Umstände (notwendige 

Liquiditätsvorschüsse ab Juni 2012; vermehrt offene Rechnungen und 

Mahnungen im Jahr 2012; häufiger Wechsel von Transporteuren, da deren 

Rechnungen nicht beglichen wurden; immer deutlicher werdende finanzielle 

Probleme der C._____; Abgang von Personal und definitive personelle 

Unterdotierung ab Mitte 2012; zunehmende Auslieferungsengpässe und 

Kundenreklamationen im Jahr 2012; Überschuldung der C._____ [gemäss den 

Zwischenbilanzen] spätestens ab 30. Juni 2012), erstellt, dass die Gründe zur 

Besorgnis einer Überschuldung im Jahr 2012 ständig zugenommen haben. Das 

musste denn auch der Beschuldigte, welcher sich offensichtlich nicht wirklich um 

die finanzielle Lange kümmerte, – mit der Vorinstanz – spätestens ab Mitte 2012 

erkennen. Aufgrund der zahlreichen und gewichtigen Probleme der C._____, zu 

deren Behebung nicht die notwendigen Massnahmen ergriffen wurden, konnte 

der Beschuldigte entgegen der Argumentation der Verteidigung im besagten 

Zeitpunkt eindeutig nicht mehr davon ausgehen, es handle sich lediglich um 

vorübergehende (Liquiditäts-)Probleme.  

8.3.4. Schliesslich vermag auch die Kritik der Anklagebehörde nicht zu über-

zeugen. Aus den Erwägungen der Vorinstanz, insbesondere aus den korrigierten 

Bilanzen, ist ersichtlich, dass die Überschuldung der C._____ spätestens ab Mitte 

2012 vorlag. Die vorinstanzlichen Erwägungen kristallisieren sodann sorgfältig die 

zunehmenden Schwierigkeiten der C._____ heraus und zeigen auf, dass sich die 

Lage Mitte 2012 derart zuspitzte, dass der Beschuldigte spätestens dann mit 

einer Überschuldung der C._____ rechnen musste bzw. dass er deren Illiquidität 

bzw. die Tatsache, dass es zu einem Zwangsvollstreckungsverfahren gegen die 

C._____ kommen könnte, spätestens in jenem Zeitpunkt in Kauf nahm. Für einen 

früheren Zeitpunkt kann dies indes – entgegen der Anklagebehörde und mit der 

Vorinstanz – nicht erstellt werden. 

- 37 - 

9. Ziff. I.4. Vermögensdispositionen zum Schaden der C._____ und ihrer 
Gläubiger 

9.1. Unter Ziffer I. 4.1. der Anklageschrift wirft die Anklagebehörde dem 

Beschuldigten in stark zusammengefasster Form vor, er habe sich im Rahmen 

des am 24. Januar 2008 mit der C._____ (vertreten durch deren damals einzigen 

Verwaltungsrat D._____) geschlossenen Beratervertrages eine monatliche 

Vergütung in der Höhe von CHF 10'000.– zusichern lassen. Zudem habe er sich 

ein Fahrzeug zur Verfügung stellen und sich einen Privatanteil von CHF 800.– 

anrechnen lassen. Für die Vertragsparteien sei es dabei unerheblich gewesen, ob 

der Beschuldigte eine Leistung erbracht habe, welche einen angemessenen 

Gegenwert für das Beraterhonorar dargestellt habe. Ab März 2011 habe die 

begründete Besorgnis der Überschuldung und damit ein ausgewiesener 

Sanierungsbedarf der C._____ bestanden. Unter diesen Umständen habe es den 

Interessen der C._____ und ihrer Kreditoren widersprochen, dass sich der 

Beschuldigte weiterhin das Beraterhonorar gemäss Vertrag vom 24. Januar 2008 

zuzüglich Spesengelder und Fahrzeug habe zuhalten lassen. Dies habe er getan, 

obwohl er gewusst habe, dass seine Aktivitäten ausserhalb der S._____-gasse … 

ab Juli 2011 praktisch nichts zum Geschäftserfolg der C._____ beigetragen 

hätten. Ab Juli 2011 habe der Beschuldigte nur noch wenige Aktivitäten entfaltet, 

die den Ertrag der C._____ gefördert hätten. So habe er von Zeit zu Zeit via 

B._____.ch ein Angebot erneuert und sporadisch, ca. 6 Stunden pro Woche im 

Ladenlokal beim Massnehmen und der Kundenberatung mitgewirkt. Seine 

Leistung habe höchstens einem 20%-Pensum eines qualifizierten 

Detailhandelsangestellten im Bekleidungssektor entsprochen und damit für die 

C._____ höchstens einen Wert von CHF 2'000.– pro Monat dargestellt. Von 

November 2012 bis März 2013 habe er dann sein Pensum auf 50% erhöht, was 

höchstens einem Gegenwert von CHF 5'000.– pro Monat entsprochen habe. 

Gemessen an den durch den Beschuldigten für die C._____ in der Zeit ab Juli 

2011 bis Oktober 2012 erbrachten Leistungen sei höchstens ein monatliches 

Entgelt von CHF 2'000.– angemessen gewesen. Daraus ergebe sich, dass sich 

der Beschuldigte im Zeitraum Juli bis Dezember 2011 CHF 70'000.– ohne 

Gegenleistung habe gutschreiben lassen. Der Beschuldigte habe sich aufgrund 

- 38 - 

der nichterbrachten Gegenleistung und angesichts der Finanzlage der C._____ 

unrechtmässig bereichert. Diese habe er im Voraus zumindest für möglich 

gehalten und in Kauf genommen.  

9.1.1. Die Vorinstanz erwog hierzu zusammengefasst, die Darstellung der 

Anklagebehörde betreffend das Zustandekommen und den Inhalt des 

Beratervertrages vom 24. Januar 2008 seien korrekt und durch den 

aktenkundigen Vertrag belegt. Ebenfalls sei durch die Buchhaltung der C._____ 

belegt, dass das dem Beschuldigten im Jahr 2011 durchschnittlich 

gutgeschriebene Honorar CHF 10'333.– betragen habe. Diesen im Jahr 2011 im 

Haben des Kontos verbuchten Honorarzahlungen von durchschnittlich CHF 

10'333.– seien dabei jeweils Soll-Buchungen in Höhe von CHF 7'800.– 

(Mietanteil, Spesenanteil, Autoanteil, Ausgleich Bargeldbezüge) gegenüber 

gestanden, was sich ebenfalls ohne weiteres aus der Buchhaltung ergebe. Nicht 

gefolgt werden könne der Anklagebehörde, wenn sich diese auf den Standpunkt 

stelle, dass ab März 2011 die begründete Besorgnis einer Überschuldung sowie 

ein Sanierungsbedarf bestanden habe. Vorliegend habe sich nämlich gezeigt, 

dass eine konkrete Überschuldung der C._____ zu Fortführungswerten ab Mitte 

2012 vorgelegen habe. Der Jahresabschluss 2011 habe noch keine 

Überschuldung ausgewiesen. Andauernde Verlustausweise seien im März 2011 

ebenfalls noch nicht vorgelegen, zumal in den Jahresrechnungen 2009 und 2010 

ein Gewinn ausgewiesen habe werden können. Dass der Beschuldigte die 

finanzielle Situation der Gesellschaft überwachen und laufend besonders auf 

diese Acht hätte geben müssen, weil ein Verlustvortrag getätigt worden sei, sei 

ebenfalls erst ab anfangs 2012 zu bejahen. Dass dem Beschuldigten 

Liquiditätsprobleme der C._____ bekannt gewesen seien, könne zudem auch erst 

für den Zeitraum ab Mitte 2012 angenommen werden. Ab dann seien nämlich 

durch die R._____ konkrete Liquiditätsvorschüsse gewährt worden. Auch die 

Angestellten hätten erst für das Jahr 2012 angegeben, dass sie vermehrt 

unbezahlte Rechnungen und Mahnungen bemerkt hätten. Dass sich die 

Fortführung der Unternehmung bzw. die Bilanzierung zu Fortführungswerten im 

März 2011 als nicht mehr gerechtfertigt erwiesen habe, könne ebenfalls nicht 

angenommen werden, gehe doch die Anklagebehörde selbst davon aus, dass der 

- 39 - 

erfolgreiche Geschäftsstart betreffend die Masskleider dazu geführt haben 

könnte, dass die Bilanz der C._____ im Mai 2011 noch nicht zu hinterlegen 

gewesen sei bzw. dass die Bilanz der C._____ in jenem Zeitpunkt zu 

Fortführungswerten als gedeckt habe erachtet werden können. Zudem halte die 

Anklagebehörde selbst auf S. 31 der Anklageschrift fest, dass die Ereignisse im 

ersten Quartal 2011 Anlass zur Hoffnung gegeben hätten, dass die C._____ 

zukünftig Gewinne erwirtschaften werde, zumal sie von den exorbitanten 

Mietkosten für die Liegenschaft an der P._____-strasse ... befreit worden sei und 

der Verkauf mit Masskleidern sehr erfolgreich angelaufen sei. Ein solcher Anlass 

zur Hoffnung hinsichtlich der Geschäftstätigkeit der C._____ bzw. auf eine baldige 

Gewinnerwirtschaftung widerspreche aber wiederum der Annahme der 

begründeten Besorgnis einer Überschuldung bzw. der Inkaufnahme der 

Illiquidität. In Anbetracht all dieser Umstände sei davon auszugehen, dass der 

Beschuldigte die Illiquidität der C._____ nicht schon im März 2011 in Kauf 

genommen bzw. dass sich diesem die begründete Besorgnis einer Über-

schuldung bzw. die Besorgnis hinsichtlich der Durchführung eines 

Zwangsvollstreckungsverfahrens nicht bereits damals aufgedrängt habe. Erst 

aufgrund der Entwicklungen im Jahr 2012 (Personalprobleme, 

Auslieferungsengpässe, Kundenreklamationen, offene Rechnungen, 

Liquiditätsvorschüsse) könne zweifelsfrei davon ausgegangen werden, dass der 

Beschuldigte die begründete Besorgnis einer Überschuldung der C._____ habe 

erkennen müssen und dass er deren Illiquidität in Kauf genommen habe. Es sei 

folglich im Grundsatz auch nicht zu beanstanden, dass der Beschuldigte ab März 

2011 weiterhin ein Honorar von der C._____ bezogen habe. Was die eigentliche 

Präsenzzeit des Beschuldigten in den Geschäftsräumlichkeiten der C._____ an-

belange, so seien die betreffenden Schilderungen in der Anklageschrift durch die 

glaubhaften Aussagen der Zeuginnen G._____ und K._____ sowie durch die 

Zugaben des Beschuldigten selbst grundsätzlich erstellt. Wenn die Anklageschrift 

dann jedoch weiter festhalte, dass die Leistungen des Beschuldigten ab Juli 2011 

bis Oktober 2012 höchstens dem 20%-Pensum eines qualifizierten 

Detailhandelsangestellten entsprochen und für die C._____ höchstens einen Wert 

von CHF 2'000.– im Monat gehabt hätten, wobei dies für den Zeitraum November 

- 40 - 

2012 bis März 2013 (entsprechend einem 50%-Pensum) einem Wert von CHF 

5'000.– entsprochen habe, und daraus schlussfolgere, dass der Beschuldigte sich 

im Zeitraum Juli bis Dezember 2011 CHF 70'000.– [6 x CHF 7'000.–, zuzüglich 

CHF 40'000.–, abzüglich berechtigt überwiesenen CHF 12'000.–] ohne 

Gegenleistung habe gutschreiben lassen, sei die rechtliche Würdigung insofern 

vorweg zu nehmen, als festgehalten werden müsse, dass diese Auffassung zu 

weit gehe. Auch wenn der Beschuldigte die Geschäftsführung der C._____ in 

relevanter Hinsicht vernachlässigt habe und teilweise nur ein relativ geringes 

Pensum seiner verfügbaren Zeit für diese aufgewendet habe, sei er doch deren 

Geschäftsführer und faktisches Verwaltungsratsmitglied mit Weisungsbefugnis 

gegenüber dem formell bestellten Verwaltungsrat gewesen. Bei der Frage, was 

als geschäftsmässig begründeter Aufwand – und somit auch, was als 

angemessenes Honorar eines Geschäftsführers – zu erachten sei, sei dem 

Geschäftsführer ein Ermessensspielraum einzuräumen (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid 6B_473/2011 vom 13. Oktober 2011 E. 1.2.2. m.w.H.). 

Dass die Honorare von Geschäftsführern diverser (auch bekannter 

börsenkotierter) Aktiengesellschaften nicht immer den konkret für die Gesellschaft 

erbrachten Leistungen entsprächen, ohne dass sie dabei in strafrechtlicher 

Hinsicht als übersetzt zu erachten seien, sei hinlänglich bekannt. In 

Mitberücksichtigung dieses Umstandes wirke die durch den Beschuldigten 

bezogene Entschädigung jedenfalls nicht als derart überrissen, dass für jenen 

Zeitraum eine strafrechtliche Relevanz anzunehmen sei, habe der Beschuldigte 

das mit der C._____ vertraglich vereinbarte Honorar doch bereits seit 2008 – 

mithin bereits während 3 ½ Jahren vor der ihm in der Anklage zum Vorwurf 

gemachten Zeit – erzielt, was durch die Anklage nicht moniert worden sei, obwohl 

der Beschuldigte in jenem Zeitraum nicht mit einem intensiveren Pensum für die 

C._____ tätig gewesen sei (Urk. 90 S. 73 ff.). 

9.1.2. Diese Erwägungen der Vorinstanz kritisierte die Anklagebehörde im 

Berufungsverfahren wiederum einzig mit Bezug auf den Zeitpunkt, ab welchem 

die begründete Besorgnis einer Überschuldung der C._____ sowie 

Sanierungsbedarf bestanden habe (Urk. 179), worauf bereits eingegangen wurde 

(Ziff. II 8.3.3.).  

- 41 - 

9.1.3. Auch die Verteidigung brachte lediglich erneut vor, dass der Beschuldigte 

Mitte 2012 noch nicht mit der Illiquidität der C._____ bzw. mit der Eröffnung eines 

Zwangsvollstreckungsverfahrens gegen diese habe rechnen müssen (Urk. 177 

S. 16). Diesbezüglich kann ebenfalls auf die obigen Erwägungen verwiesen 

werden (Ziff. II 8.3.3.). 

9.1.4. Soweit sich die Anklagebehörde unter den Ziffern 48 bis und mit 51 zum 

Abschluss und Inhalt des Beratervertrages vom 24. Januar 2008 (Urk. 240076 f., 

Ordner B-6) sowie zu den aus der Buchhaltung der C._____ hervorgehenden 

Buchungen betreffend das Konto "U._____." äussert, sind die betreffenden 

Angaben ohne weiteres durch die aktenkundigen und für die hier interessierende 

Zeitspanne massgeblichen Buchhaltungsunterlagen der C._____ belegt (vgl. 

Kontenblätter in Urk. 060300 und Urk. 060354 ff., Ordner 8). Weiterungen hierzu 

erübrigen sich, zumal den vorinstanzlichen Erwägungen hierzu auch seitens der 

Parteien keine Kritik erwachsen ist. Umstritten ist dagegen einerseits die Frage, 

ab wann der Beschuldigte die Illiquidität der C._____ in Kauf genommen hat und 

andererseits die Frage, ob das Honorar des Beschuldigten in der fraglichen 

Zeitspanne als geschäftsmässig begründeter Aufwand zu betrachten ist, oder 

nicht. 

9.1.4.1. Wie bereits vorstehend unter Ziffer II 7.1.12. und II 7.2. dargetan, geht 

aus den überarbeiteten Bilanzen hervor, dass die C._____ ab dem 30. Juni 2012 

überschuldet war, denn ab diesem Zeitpunkt vermochten die Aktiven in Höhe von 

CHF 108'793.56 das Fremdkapital in Höhe von CHF 148'538.90 nicht mehr zu 

decken. Dies war – wie erstellt – bei der Jahresendbilanz 2011 ausdrücklich noch 

nicht der Fall. Zum damaligen Zeitpunkt stand nämlich den Aktiven in der Höhe 

von CHF 162'927.35 ein Fremdkapital in der Höhe von CHF 115'640.42 

gegenüber. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, lagen im März 2011 keine 

andauernden Verlustausweise vor. Entsprechend war der Beschuldigte 

dannzumal auch (noch) nicht verpflichtet die finanzielle Situation der Gesellschaft 

in besonderem Masse zu überwachen. Wie sich aufgrund des bisherigen 

Beweisergebnisses gezeigt hat, lässt sich zum Nachteil des Beschuldigten auch 

nicht erstellen, dass er vor Mitte 2012 Kenntnis von allfälligen 

- 42 - 

Liquiditätsproblemen der C._____ gehabt hatte, respektive hätte haben müssen. 

Augenscheinlich wurden diese nämlich erst ab Juni 2012, nämlich ab jenem 

Moment, als die R._____ der C._____ erste Liquiditätsvorschüsse gewähren 

musste, damit erstere ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen konnte. Dies 

war denn auch der Zeitpunkt, ab welchem – wie dargetan – auch den 

Mitabeiterinnen G._____ und K._____ zufolge vermehrt unbezahlte Rechnungen 

und Mahnungen auftauchten. In der Folge kam es zu den bereits thematisierten 

Personalproblemen und als Konsequenz davon zu gravierenden Engpässen bei 

der Auslieferung der bestellten und bezahlten Massanzüge und infolge dessen 

auch zu Kundenreklamationen. Wenn die Vorinstanz in Würdigung all dieser 

Vorkommnisse resümiert, der Beschuldigte habe erst aufgrund der Entwicklungen 

Mitte 2012 zweifelsfrei die begründete Besorgnis einer Überschuldung der 

C._____ haben müssen, so ist ihr darin – wie bereits ausgeführt – vollumfänglich 

zuzustimmen. 

9.1.4.2. Soweit sich die Anklageschrift zur Präsenzzeit des Beschuldigten im 

Geschäftslokal und zu seinen dortigen Tätigkeiten äussert, stehen die 

betreffenden Behauptungen im Einklang mit den Aussagen der Zeuginnen 

G._____ und K._____, aber auch mit den Depositionen des Beschuldigten selbst. 

Die Vorinstanz hat hierzu das Wesentliche zusammengefasst und 

wiedergegeben, worauf vollumfänglich verwiesen werden kann. Dies umso mehr, 

als es von niemandem in Abrede gestellt wird (Urk. 90 S. 75 ff.). Wenn die 

Anklagebehörde, ungeachtet des mittels Beratervertrag vom 24. Januar 2008 

zugesicherten und seither ausbezahlten Honorars und des vereinbarten 

Beschäftigungsumfangs, davon ausgeht, der Beschuldigte habe sich, ohne eine 

Gegenleistung zu erbringen und damit unrechtmässig zum Nachteil der C._____ 

bereichert, so kann ihr mit der Vorinstanz nicht zugestimmt werden. Wie das 

Bundesgericht in dem bereits von der Vorinstanz zitierten Entscheid 6B_473/2011 

E. 1.2.2. erwog und in 6B_818/2017 E. 1.2.2 sowie in 6B_940/2019 vom 6. Mai 

2020 E. 2.1. bestätigte, handelt pflichtwidrig, wer als Geschäftsführer einer 

Handelsgesellschaft wissentlich einen geschäftsmässig unbegründeten Aufwand 

verursacht. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Geschäftsführer bei 

der Frage, was geschäftsmässig begründet ist, über einen Ermessensspielraum 

- 43 - 

verfügt. Bekanntlich war der Beschuldigte als Geschäftsführer der C._____ und 

als deren faktisches Verwaltungsratsmitglied mit Weisungsbefugnis gegenüber 

dem formell bestellten Verwaltungsrat tätig. In dieser Funktion erhielt er seit 

Anfang 2018 für eine Vollzeitbeschäftigung eine monatliche Vergütung in der 

Höhe von CHF 10'000.–, wobei ihm nach Abzug des privaten Spesenanteils, der 

privaten Beteiligung am Firmenfahrzeug und einem Mietanteil letztlich im Jahre 

2011 pro Monat ein Honorar von CHF 7'000.– ausbezahlt wurde. Ob die Höhe 

dieser vereinbarten Entschädigung letztlich in einem vertretbaren Verhältnis zu 

den für die C._____ durch ihn erbrachten Leistungen stand, ist nicht zuletzt auch 

eine gesellschaftspolitische Frage, die hier weder zu entscheiden, noch zu 

diskutieren ist. Entscheidend ist vorliegend einzig, dass die Entschädigung 

keinesfalls als im strafrechtlich relevanten Ausmass unangemessen, oder gar 

überrissen bezeichnet werden kann. Dies wird namentlich auch klar, wenn man 

den statistischen Lohnrechner des Bundesamtes für Statistik zu Rate zieht. Zwar 

basieren die dort verwendeten Zahlen nicht auf den in den Jahren 2008 bis 2012 

effektiv ausbezahlten Löhnen, sondern auf denjenigen aus dem Jahre 2016. 

Dennoch sind die betreffenden Statistikdaten für die Beantwortung der Frage, ob 

der Beschuldigte eine unangemessen hohe Entschädigung bezog, 

aufschlussreich. Gemäss dem "Salarium-Statistischer Lohnrechner 2016" erzielte 

ein ausländisches, männliches Kadermitglied der Berufsgruppe Verkaufskräfte in 

der Branche Herstellung von Textilien in der Region Zürich bei einer 

Vollzeitbeschäftigung und je nach Aufenthaltsstatus einen monatlichen Bruttolohn 

von zwischen rund CHF 8'200 und CHF 10'400.– 

(https://www.gate.bfs.admin.ch/salarium/public/index.html#/calculation?regionCod

e=4&nogaId=13&skillLevelCode=52&mgmtLevelCode=1&weeklyHourValue=42.5

&educationCode=6&ageCode=51&workYearsCode=0&companySizeCode=3&mo

nth13SalaryCode=1&specialFeesCode=1&hourSalaryCode=0;zuletzt besucht am 

18. Juni 2020). Auch im Lichte dieser statistischen Werte erscheint die durch den 

Beschuldigten bezogene Entschädigung per se nicht als grundsätzlich 

unangemessen. Schon gar nicht kann mit der Vorinstanz und entgegen der 

Auffassung der Anklagebehörde von einem in strafrechtlicher Hinsicht relevanten 

Lohnexzess gesprochen werden (Urk. 90 S. 77). 

- 44 - 

9.2. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten weiter vor, dieser habe im 

Jahre 2012, als die finanzielle Lage der C._____ angespannter geworden sei, für 

seine privaten Bedürfnisse insgesamt 34 Barbezüge im Totalbetrag von 

CHF 44'581.80 zulasten der C._____ bei der Bank V._____ veranlasst. Dabei 

habe in den meisten Fällen G._____ (in einem Fall sei es I._____ gewesen) das 

Bargeld im Auftrag des Beschuldigten in der Filiale der Bank V._____ an der 

W._____-strasse in Zürich abgeholt und es in der Folge an den Beschuldigten 

ausgehändigt. Der Beschuldigte selbst habe bewusst auf eine eigene 

Unterschriftenberechtigung verzichtet, um auf diese Weise seine Stellung in der 

C._____ zu vertuschen. Die erwähnten Bezüge habe I._____ in der Folge 

allesamt und korrekterweise zulasten des Beschuldigten in das Soll des Kontos 

U._____ gebucht (Urk. 002038 f.). 

9.2.1. Die Vorinstanz erachtete zunächst sämtliche Bargeldbezüge als durch die 

Akten ausgewiesen, womit auch erstellt sei, dass die Auszahlungen an die 

genannten Personen erfolgt seien, was diese denn auch jeweils unterschriftlich 

bestätigt hätten. Einzig zu korrigieren sei, dass die Barauszahlung vom 3. Januar 

2012 am 4. Januar 2012 erfolgt sei. Dafür, dass die Barbezüge jeweils dem 

Beschuldigten übergeben worden seien, gebe es keinen direkten Beweis. 

Namentlich habe G._____ keine entsprechenden Aussagen gemacht. Gestützt 

aber auf den Umstand, dass I._____ sämtliche Bargeldbezüge im Soll des Kontos 

"U._____" mit dem Buchungstext "Barbezug A._____" gebucht und diese mit den 

Honorarforderungen des Beschuldigten verrechnet habe, sei davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte diese Vorgehensweise ohne sein Einverständnis 

respektive ohne seine entsprechende Anweisung nicht toleriert hätte. Eine solche 

Buchung liege zudem auch betreffend die Transaktion vom 4. Juni 2012 (recte: 4. 

Januar 2012) vor, weshalb auch dieser Bargeldbezug zugunsten des 

Beschuldigten erstellt sei. Insofern sei der Anklagesachverhalt erstellt. Zu 

berücksichtigen sei auch in diesem Zusammenhang, dass der Beschuldigte erst 

ab Mitte 2012 die begründete Besorgnis einer Überschuldung der C._____ habe 

erkennen müssen bzw. dass er erst ab jenem Zeitpunkt mit der Illiquidität der 

C._____ bzw. mit der Eröffnung eines Zwangsvollstreckungsverfahrens habe 

rechnen müssen (Urk. 90 S. 77 ff.). 

- 45 - 

9.2.2. Die Verteidigung äussert sich zu diesem Anklagesachverhaltsabschnitt 

nicht und beanstandet auch die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht (Urk. 177). 

9.2.3. Der Einwand der Anklagebehörde betrifft sodann wiederum einzig den 

Zeitpunkt, ab welchem der Beschuldigte die begründete Besorgnis einer 

Überschuldung der C._____ haben musste. Diesbezüglich kann auf die hierzu 

bereits mehrfach gemachten Feststellungen unter den Ziff. II 7.1.12., II 7.2., II 

8.3.1. ff., II 9.1.1. ff. verwiesen werden. Mit der Vorinstanz ist erstellt, dass der 

Beschuldigte erst ab Mitte 2012 die begründete Besorgnis einer Überschuldung 

der C._____ haben musste respektive, dass er erst ab jenem Zeitpunkt mit der 

Illiquidität der C._____ bzw. mit der Eröffnung eines 

Zwangsvollstreckungsverfahrens rechnen musste. Was die in der Anklageschrift 

aufgelisteten Bargeldbezüge bei der Bank V._____ anbelangt, so sind diese (mit 

Ausnahme des Bezugs vom 4. Juni 2012 in der Höhe von CHF 1'031.80) durch 

die aktenkundigen Bankbelege dokumentiert (Urk. 081379 - Urk. 081387, Urk. 

081390 - Urk. 081391, Urk. 081393 - Urk. 081394, Urk. 081396 - Urk. 081400, 

Urk. 081403 - Urk. 081413, Urk. 081416 - Urk. 081417, Urk. 81420 bzw. vgl. Urk. 

081138, Urk. 081142, Urk. 081155, Urk. 081172, Urk. 081177 ff., Urk. 081181, 

Urk. 081187, Urk. 081189, Urk. 081194, Urk. 081198 ff., Urk. 081205 f., Urk. 

081208 f., Urk. 081213, Urk. 081217 f. und Urk. 081221, je Ordner 9). Ebenso ist 

mir der Vorinstanz erstellt, dass die getätigten Bargeldbezüge an den 

Beschuldigten weitergeleitet wurden. Dies ergibt sich einerseits aus den 

entsprechenden Buchungen im Soll des Kontos "U._____" mit dem Buchungstext 

"Barbezug A._____" und andererseits aus dem Umstand, dass der Beschuldigte 

die betreffenden Belastungen offenbar nie beanstandete. Etwas Gegenteiliges 

wurde denn auch vom Beschuldigten nie behauptet. Der hier zur Beurteilung 

stehende Anklagesachverhalt ist damit unter Verweis auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz erst