# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d507072-3c15-550c-9464-a4ca24c6e005
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-04-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.04.2015 B-1503/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1503-2012_2015-04-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-1503/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  A p r i l  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richterin Vera Marantelli, 

Gerichtsschreiberin Myriam Senn. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Vorinstanz. 

 

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente (Rentenanspruch). 

 

 

B-1503/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1960 geborene (…) Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versi-

cherter oder Beschwerdeführer) arbeitete ab dem (…) 1991 in der Schweiz 

und leistete während 104 Monaten, bis am (…) 1999, mit Unterbrüchen 

zwischendurch wegen Arbeitslosigkeit, die obligatorischen Beiträge an die 

schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV). Am (…) 2000 meldete er sich definitiv in die (…) ab (IVSTA 12, 

14). 

Am (…) 2000 stellte der Versicherte ein erstes Gesuch um Gewährung ei-

ner Invalidenrente. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons (…) wies 

dieses Gesuch mit Verfügung vom (…) 2001 ab, mit der Begründung, dass 

der Invaliditätsgrad lediglich 19 % betrage (IVSTA 11). 

Mit einem am (…) 2011 bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA 

(nachfolgend: Vorinstanz) eingegangenen Schreiben stellte der Versi-

cherte erneut einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von über 50 % und reichte verschiedene Unterlagen ein, 

unter anderem fachärztliche Untersuchungsberichte des Spitals (…) (nach-

folgend: Spital (…)), sowie die erstinstanzliche Stellungnahme der zustän-

digen Kommission der Alters- und Invaliditätsversicherung der (…) vom 

(…) 2010, mit der der vom Versicherten gestellte Antrag auf eine Invaliden-

rente abgelehnt wurde, und das Urteil der Rechtsmittelinstanz vom (…) 

2010, das seine Beschwerde gegen diese Verfügung abwies. 

Nach Erhalt des Vorbescheids der Vorinstanz vom (…) 2011, der die Ab-

weisung seines Antrags ankündigte, verlangte der Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom (…) 2011, dass sein Fall etwas genauer beurteilt werde. Er 

sei der Ansicht, dass er aufgrund der ärztlichen Unterlagen zu mehr als 40 

% arbeitsunfähig sei. Alsdann reichte er wiederum Unterlagen ein (IVSTA 

72 f.). 

B.  

Mit Verfügung vom (…) 2012 wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren 

des Versicherten ab. Zur Begründung führte sie aus, die Verfügung vom 

(…) 2001, mit der sein erstes Gesuch abgewiesen worden sei, sei in 

Rechtskraft erwachsen. Die neu zugestellten Unterlagen seien geprüft wor-

den und würden auf keine Änderung seines Gesundheitszustandes 

schliessen lassen. Insbesondere sei auch der Arztbericht des Spitals (…) 

B-1503/2012 

Seite 3 

vom (…) 2011 dem Regionalen Ärztlichen Dienst der Invalidenversiche-

rung (…) (nachfolgend: RAD) unterbreitet worden. Dieser bestätige seine 

frühere Stellungnahme (IVSTA 70, 79, 80). 

C.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am (…) 2012 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Darin stellt er sinngemäss den 

Antrag auf Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz und Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz zu erneuter Abklärung. 

Zur Begründung führt er aus, das Spital (…) habe eine Spondylosis Lum-

balis, eine Lumboischialgie beidseits PP. (ICD-10 M47.2), eine andere 

Spondilosis mit Radikulopathia – Dex., eine Discushernie L4/5 und L5/S1 

und eine Polyradicopathio vert L5 et S1 PP.I.dex diagnostiziert. Es sei zum 

Schluss gekommen, er könne keine Arbeiten im Sitzen oder Stehen oder 

mit Heben von Gewichten von mehr als 5 kg in einer Hand mehr ausführen. 

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom (…) 2012 äussert sich die Vorinstanz zu-

nächst unter formellen Aspekten zum Zustellungsnachweis. In materieller 

Hinsicht weist sie daraufhin, dass es gemäss ständiger Rechtsprechung 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts keine Bindung der schweize-

rischen Invalidenversicherung an die Beurteilung ausländischer Versiche-

rungsträger, Krankenkassen, anderer Behörden und Ärzte gebe. Sie wür-

dige die Unterlagen wie die schweizerischen Gerichte im Beschwerdever-

fahren frei. Vorliegend habe sie den Sachverhalt aufgrund der zusätzlichen 

medizinischen Akten erneut dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet. Die 

zuständige Ärztin des RAD sei wiederholt zur Schlussfolgerung gelangt, 

dass es keine neuen Sachverhaltselemente in den gesichteten Unterlagen 

gebe, die auf eine Verschlechterung der Gesundheit des Versicherten hin-

deuten würden oder Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit seit der letzt-

maligen rechtskräftigen Verfügung vom (…) 2001 zeitigen würden. Es gelte 

deshalb weiterhin die Einschätzung, dass der Versicherte in mittelschwe-

ren, wechselbelastenden Verweisungstätigkeiten zur Gänze arbeitsfähig 

sei und einen Invaliditätsgrad von 19 % aufweise. Insofern beantrage sie 

die Abweisung der Beschwerde. 

E.  

In seiner Replik vom (…) 2012 beantragt der Beschwerdeführer wiederum 

die Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz, deren Argumente unbegrün-

det seien. Ihm sei eine Invalidenrente basierend auf einen Invaliditätsgrad 

B-1503/2012 

Seite 4 

von mindestens 50 % zuzusprechen. Eventualiter sei zwecks Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts eine vom Gericht angeordnete medi-

zinische Untersuchung durchzuführen, um die Rentenfrage abzuklären. Er 

begründet seine Anträge damit, dass der ärztliche Bericht aus (…) zwar 

keine in Prozent ausgedrückte Arbeitsunfähigkeit angebe; die Leidens- und 

Tätigkeitsumschreibung lasse jedoch gut vermuten, es handle sich hierbei 

um eine leichte Tätigkeit. Daraus sei zu schliessen, dass dieser Bericht von 

einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und somit von einer 

rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit ausgehe. Die Vorinstanz wider-

spreche sich, wenn sie festhalte, dass sie nicht an die Beurteilung auslän-

discher Versicherungsträger gebunden sei, sich aber in der Lage sehe, ge-

rade basierend auf die Akten aus (…) festzustellen, dass es keinen An-

spruch auf eine Invalidenrente gebe. Dem Bericht des RAD könne nicht 

der volle Beweiswert zuerkannt werden. Der RAD habe sich nicht ernsthaft 

mit seinen Beschwerden auseinandergesetzt und bestätige ohne nachvoll-

ziehbaren Grund, dass seine Arbeitsfähigkeit unverändert geblieben sei. 

Als Grundlage würden Untersuchungen aus den Jahren 1999 bis 2001 her-

angezogen. Auch die im Spital (…) festgestellte gesundheitliche Ver-

schlechterung bleibe unberücksichtigt. Der medizinische Sachverhalt sei 

daher nicht rechtsgenüglich geklärt worden und weitere Abklärungen er-

schienen als angezeigt. 

F.  

Mit Schreiben vom (…) 2013 teilt die Vorinstanz mit, dass die angefochtene 

Verfügung vom (…) 2012 nachweislich am (…) 2012 dem Beschwerdefüh-

rer ausgehändigt worden sei. 

G.  

Auf Rückfrage des Bundesverwaltungsgerichts hin bestätigte die Vor-in-

stanz mit Schreiben vom (…) 2015, dass weder sie noch die kantonale IV-

Stelle über weitere Akten verfügten. 

H.  

Mit einer von der Vorinstanz am (…) 2015 übermittelten Eingabe des (…) 

Versicherungsträgers vom (…) 2015 verlangte dieser eine Stellungnahme 

zum Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung einer Invalidenrente. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

  

B-1503/2012 

Seite 5 

1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 

(…) 2012. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden von Per-

sonen im Ausland gegen Verfügungen der Vorinstanz (Art. 31 des Bundes-

gesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwal-

tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32] in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 

VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenver-

sicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20] sowie Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwal-

tungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021]). Eine Ausnahme liegt nicht 

vor (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Behand-

lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Indes 

findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG 

keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesge-

setz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Ok-

tober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Die Bestimmungen des ATSG 

sind auf die Invalidenversicherung (Art. 1a–26bis und 28–70) anwendbar, 

soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht 

(Art. 1 Abs. 1 IVG). 

Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht ein-

schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrich-

tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men. Als Adressat der Verfügung ist er durch diese besonders berührt und 

hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung. Er 

ist daher zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 59 ATSG). 

Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 und 52 

VwVG, Art. 60 ATSG) und der Kostenvorschuss innerhalb der Frist geleis-

tet (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen. 

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Seite 6 

2.1 Der Beschwerdeführer ist (…) Staatsangehöriger und hat seinen 

Wohnsitz in seinem Heimatland. 

Nach dem Zerfall der (…) blieben zunächst die Bestimmungen des Abkom-

mens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der (…) über 

Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109...) für alle Staatsan-

gehörigen des (…) anwendbar (vgl. …). Zwischenzeitlich hat die Schweiz 

mit verschiedenen Nachfolgestaaten des (…) neue Abkommen über die 

soziale Sicherheit abgeschlossen, so auch mit der (…) (Abkommen zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der (…) über Soziale 

Sicherheit vom 9. Dezember 1999, in Kraft seit dem 1. Januar 2002, SR 

0831.109…, nachfolgend: Abkommen). Nach Art. 4 Abs. 1 dieses Abkom-

mens sind die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten 

und Pflichten aus den in Art. 2 des Abkommens genannten Rechtsvor-

schriften, zu welchen die schweizerische Bundesgesetzgebung über die 

Invalidenversicherung gehört, gleichgestellt, soweit nichts anderes be-

stimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwen-

dung gelangen, bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung aufgrund des IVG, 

der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, 

SR 831.201), des ATSG sowie der Verordnung über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 (ATSV, SR 

830.11; vgl. C-1370/2011 E. 2.1). 

2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Gericht bei der Beurteilung einer 

Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strei-

tigen Verfügung (vorliegend: (…) 2012) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die sich erst später verwirk-

licht haben, sind jedoch soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streit-

gegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die 

Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. 

Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1). 

2.3 Intertemporal sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 132 V 220 

E. 3.1.1; Urteil des BGer 8C_419/2009 vom 3. November 2009). Dabei ist 

ein allfälliger Leistungsanspruch für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf-

grund der bisherigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen 

zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

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Seite 7 

2.3.1 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV-Revision Änderungen 

des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit-

licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-

gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat-

bestandes Geltung haben, ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 

31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach 

den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445). 

2.3.2 Die 5. IV-Revision brachte keine substanziellen Änderungen für die 

Invaliditätsbemessung gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Rechtslage und die für diesen Fall relevant wäre. Die zur alt-

rechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung ist somit weiterhin mas-

sgebend (vgl. Urteil des BGer 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schweizeri-

schen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen 

Verfügung vom (…) 2012 in Kraft standen. Weiter finden aber auch die üb-

rigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfügung im vor-

liegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Damit ist grundsätzlich 

auf die materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV in der Fassung 

gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Re-

vision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Zudem sind die mit 

dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in 

Kraft getretenen Änderungen des IVG und der IVV (IV-Revision 6a; IVG in 

der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 

16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beachten, soweit diese in sachli-

cher sowie zeitlicher Hinsicht anwendbar sind. 

2.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz be-

herrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die 

richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 

sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein 

Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ATSG; BGE 125 

V 193 E. 2; 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). Im Sozialversi-

cherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-

stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-

richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

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Seite 8 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 

126 V 353 E. 5b; 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 

  

Vorliegend ist streitig, ob die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer erneut 

erhobenen Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht in der angefochte-

nen Verfügung abgewiesen hat. 

Sie begründet dies damit, dass dem Beschwerdeführer die Zusprechung 

einer Invalidenrente bereits einmal verwehrt worden sei und die von ihm in 

seiner Neuanmeldung zugestellten Unterlagen auf keine Änderung seines 

Gesundheitszustandes schliessen liessen. 

3.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer Beiträge an die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, 

das heisst während mindestens drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 

1. Januar 2008 geltenden und vorliegend massgebenden Fassung). Diese 

zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. 

3.2 Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Versicherte während mehr 

als drei Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet hat. Dementsprechend ist 

die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine or-

dentliche Invalidenrente erfüllt (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze  

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-

menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Arbeitsunfä-

higkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-

herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei lan-

ger Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindes-

tens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 

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mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invalidi-

tätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, wer-

den jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvorausset-

zung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). 

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können und ihren Entscheid zu 

fällen, sind die zuständigen Behörden auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Die Aufgabe des begutachtenden Arztes oder der Ärztin liegt darin, 

den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und zum 

Umfang und denjenigen Tätigkeiten Stellung zu nehmen, die von der Ar-

beitsunfähigkeit betroffen sind. Des Weiteren bilden die ärztlichen Aus-

künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Ar-

beitsleistungen der versicherten oder zu versichernden Person noch zuge-

mutet werden können (vgl. BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62 E. 

4b/cc; Urteil des BVGer B-2634/2011 vom 23. Oktober 2013 E. 4.7.2). 

3.5 Die Aufgabe des medizinischen Dienstes liegt darin, den medizinischen 

Sachverhalt zu Handen der Verwaltung zusammenzufassen und zu würdi-

gen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die  

eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber ob eine zusätzliche Un-

tersuchung vorzunehmen ist (vgl. Urteile des BGer 9C_341/2007 vom 16. 

November 2007 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen; Urteil des BGer  

I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3; B-2634/2011 E. 4.7.3). 

3.6  

3.6.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-

weigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, 

wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. 

Danach ist im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Inva-

lidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise 

geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die 

Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver-

sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 

auch tatsächlich eingetreten ist. Sie hat demnach in analoger Weise wie 

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Seite 10 

bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu 

BGE 130 V 71; 117 V 198; AHI 1999 S. 84 E. 1 mit Hinweisen). Die glaub-

haft zu machende Änderung muss dabei nicht gerade jenes Anspruchsele-

ment betreffen, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leis-

tungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr hat es zu genügen, wenn die 

versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem 

gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum 

glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das 

neue Leistungsbegehren einzutreten und es allseitig zu prüfen (vgl. BGE 

117 V 198 E. 4b). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 

früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 

weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, 

ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbe-

gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-

schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-

richt (vgl. BGE 117 V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b; B-2634/2011 E. 4.6; AHI 

2000 S. 309 E. 1b mit weiteren Hinweisen). 

3.6.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditäts-

grad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmel-

dungsverfahren durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der 

ersten Ablehnungsverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 

streitigen neuen Verfügung (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 mit Hinweisen; B-

2634/2011 E. 4.6). 

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Än-

derung bildet die letzte der versicherten oder zu versichernden Person er-

öffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des 

Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweis-

würdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 

133 V 108 E. 5.4). 

3.7 Vorliegend ist die Vorinstanz auf das Leistungsgesuch des Beschwer-

deführers vom (…) 2011 eingetreten und hat den Sachverhalt ermittelt und 

gewürdigt. Es gilt somit, in Anwendung des hiervor dargelegten Rechts zu 

prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der Verfü-

gung betreffend die Ablehnung seines Leistungsgesuchs am (…) 2001 

durch die Vorinstanz invaliditätsrelevant verändert hat, und ob die von der 

Vorinstanz durchgeführte Anspruchsermittlung mit den erwähnten Grunds-

ätzen vereinbar ist. 

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Seite 11 

3.8 Der Beschwerdeführer hat mit seiner Neuanmeldung verschiedene Un-

terlagen und fachärztliche Untersuchungsberichte eingereicht. Diese sind 

mit dem gesundheitlichen Zustand des Versicherten zum Zeitpunkt der ers-

ten Ablehnungsverfügung zu vergleichen. 

3.9 Bei der Behandlung seines ersten Gesuchs wurden folgende Diagno-

sen erstellt: 

3.9.1 Mit Bericht vom (…) 1999 stellte Dr. (…), Oberarzt der (…) und des 

(…), ein chronisches thorakolumbales Schmerzsyndrom bei Wirbelsäulen-

fehlform/-haltung, Übergangsanomalie L5/S1 fest und schloss auf eine 100 

%-ige Arbeitsunfähigkeit vom (…)1999 bis (…)1999 (IVSTA 5). 

3.9.2 Mit Bericht der (…) und des (…) vom (…) 2000 diagnostizierte Dr. 

(…) ein chronisches Panvertebralsyndrom – Wirbelsäulenfehlform/-hal-

tung, Haltungsinsuffizienz, Status nach Morbus Scheuermann, Über-

gangsanomalie L5/S1 – sowie an eine somatoforme Schmerzstörung – 

Waddell 5/5 positiv, Kummel 2/2 positiv und schloss auf  eine 50 %-ige 

Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als Fassadenisolateur und eine 100 

%-ige Arbeitsfähigkeit für jede andere mittelschwere Tätigkeit mit Möglich-

keit der Wechselbelastung und Wechselposition (IVSTA 16). 

3.9.3 In der Folge erliess die kantonale IV-Stelle am (…) 2001 einen Vor-

bescheid bzw. am (…) 2001 eine Verfügung, in der sie zum Schluss kam, 

dem Versicherten sei nach wie vor eine mittelschwere Tätigkeit, mit der 

Möglichkeit von Wechselbelastung und Wechselposition und ohne Heben 

von schweren Lasten, vollumfänglich zumutbar. Sein Invaliditätsgrad be-

trage daher 19 %, weshalb er nicht rentenberechtigt sei (IVSTA 11). 

3.10 Demgegenüber beruhte der Erlass der angefochtenen Verfügung vom 

(…) 2012 auf folgenden Untersuchungsergebnissen: 

3.10.1 Mit Bericht vom (…) 2009 rapportierte Dr. (…), Facharzt für Physi-

atrie, in der objektiven Untersuchung seien Schmerzen in der Wirbelsäule 

festgestellt worden. Der Patient sei zwölf Mal in Rehabilitationsbehandlung 

gewesen, was zu einer leichten Verbesserung seines diesbezüglichen Ge-

sundheitszustandes geführt habe (IVSTA 68). 

3.10.2 Mit Bericht vom (…) 2010 diagnostizierte Dr. (…) (Spital (…)) eine 

Spondylosis Lumbalis, Discopathio L5/S1, Polyradiculopatio vert L5 und 

S1 pp. I. dex (M47.2) und kam zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit des Pati-

enten sei stark eingeschränkt, ohne jedoch eine prozentuale Grenze zu 

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Seite 12 

nennen. Demnach seien körperliche Arbeiten und insbesondere Tätigkei-

ten, welche ein längeres Stehen oder das Heben von Gewichten von mehr 

als 5 kg beinhalten, zu vermeiden. Er empfahl eine Computertomographie 

(IVSTA 67). 

3.10.3 Aufgrund der Computertomographie stellte Dr. (…) (Spital (…)) am 

(…) 2010 eine Ausbuchtung des rückenseitigen Längsbandes auf der 

Höhe L3-L4 sowie eine "weiche Diskushernie" auf der Höhe L5/S1, mit 

Auswirkungen auf das Rückenmark und auf die cauda equina, fest (IVSTA 

66). 

3.10.4 In der Folge diagnostizierte Dr. (…) am (…) 2010 eine Spondylosis 

Lumbalis, Discus hernia L4/L5 und L5/S1, Polyradicopathia vert L5 und S1 

pp. I dex (M47.2). Er kam zum Schluss, dass der Patient arbeitsunfähig 

sei. Dabei erwähnte er allerdings keinen prozentualen Wert. Körperliche 

Arbeiten und insbesondere Tätigkeiten, welche ein längeres Stehen oder 

Sitzen oder das Heben von Gewichten von mehr als 5 kg beinhalten, seien 

ihm zu verbieten (IVSTA 65). 

3.10.5 Ferner geht aus dem Untersuchungsbericht zu Handen der IV-Stelle 

des Versicherungsträgers in der (…) vom (…) 2010 hervor, dass sich diese 

Fachkommission auf die unterbreiteten Berichte gestützt und eine eigene 

Untersuchung vorgenommen hatte. Entgegen den Spitalberichten diag-

nostizierte sie keine Diskushernien, sondern (altersbedingte) Diskopathien. 

Sie hielt fest, dass keine Invalidität vorliege und der Versicherte vollum-

fänglich arbeitsfähig sei (IVSTA 64). Dementsprechend wies sie seinen An-

trag auf Ausrichtung einer Invalidenrente ab. 

3.11 In der Folge reichte der Versicherte, nach dem Erhalt des eine Invali-

denrente ablehnenden Vorbescheids der Vorinstanz vom (…) 2011 (IVSTA 

72), weitere Arztberichte ein. 

3.11.1 In einem Attest von Dr. (…) vom (…) 2011 wurden erneut eine Spon-

dylosis Lumbalis, Dyscus hernia L4/5 und L5/S1 und Polyradicopathio vert 

L5 et S1 pp. I. dex. (M47/2) festgestellt. Das Attest erwähnte, dass die Be-

schwerden in den letzten zwei, drei Wochen noch intensiver geworden und 

von Parestesien, besonders am rechten Bein, begleitet gewesen seien. 

Dementsprechend seien physische Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit lan-

gem Stehen, Sitzen oder Aufheben von Lasten über 5 kg verboten (IVSTA 

75). 

B-1503/2012 

Seite 13 

3.11.2 In einem weiteren Attest vom (…) 2012 bestätigte Dr. (…) nochmals 

seine bisherigen gestellten Diagnosen und empfahl, dass Arbeiten mit Sit-

zen oder Stehen und das Heben von Gewichten von mehr als 5 kg zu ver-

meiden seien (IVSTA 81). 

3.11.3 Im radiologischen Bericht vom gleichen Tag hielt Dr. (…) fest [CT 

und LS Wirbelsäule]: spondilose Änderungen des dargestellten Skelettes, 

regelmässiger Befund im Segment L3/L4, Aufblähung der Disk L4/L5, dis-

krete Spondilolistesis an L5/S1 ohne Bruch der Bandscheibe (IVSTA 81). 

3.12 Insgesamt in drei Stellungnahmen – diejenigen vom (…) 2011, (…) 

und (…) 2012 – würdigte Dr. med. (…) vom RAD diese Unterlagen. Sie 

kam zum Schluss, es bestehe eine Lumbalgie der Lendenwirbelarth-

rose.und dementsprechend eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % als Fassa-

denisolateur bzw. 0 % in Verweistätigkeit seit (…) 1999. Seit der Verfügung 

vom (…) 2001 habe sich damit keine erhebliche Veränderung des Gesund-

heitszustandes des Versicherten ergeben. Dr. med. (…) machte auch auf 

die Stellungnahme der (…) Invaliditätskommission vom (…) 2010 aufmerk-

sam, die keine berufliche Einschränkung und keine Invalidität beim Versi-

cherten festgestellt habe (IVSTA 70, 79, 86). 

3.13 Richtig ist, wie auch die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung festhält, 

dass die schweizerische Invalidenversicherung nicht an die Beurteilung 

durch ausländische Versicherungsträger oder Behörden gebunden ist. 

Rentenbescheide, Krankenstandsbescheinigungen, ärztliche Beurteilun-

gen, etc., unterliegen der freien Würdigung durch die Organe der schwei-

zerischen Invalidenversicherung und der Gerichte. Insofern ist der Um-

stand, dass die zuständigen Organe der Invalidenversicherung der (…) 

den Antrag des Versicherten auf eine Invalidenrente abgewiesen haben 

nicht bindend für die schweizerische Invalidenversicherung. 

Das Gericht nimmt eine Tatsache grundsätzlich dann als bewiesen an, 

wenn es sich von deren Vorhandensein derart überzeugt hat, dass das Ge-

genteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. PATRICK L. KRAUSKOPF/ Katrin 

EMMENEGGER, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, N 9 zu Art. 12 VwVG S. 

253). Im Sozialversicherungsrecht hat es seinen Entscheid nach dem Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen, sofern das Ge-

setz nicht etwas Abweichendes vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines be-

stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-

richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 

B-1503/2012 

Seite 14 

BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen; B-2634/2011 

E. 4.8.2). 

3.14 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begrün-

det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit we-

der die Herkunft der Beweismittel noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten 

(vgl. Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweisen; 

BGE 125 V 351 E. 3a; B-2634/2011 E. 4.8.3). 

3.15 Im vorliegenden Fall ergeben sich gewisse Diskrepanzen und Wider-

sprüche innerhalb der vom Beschwerdeführer selbst eingereichten Arztbe-

richte sowie im Vergleich mit der Verfügung der (…) Invaliditätskommission 

vom (…) 2010, der ebenfalls eine ärztliche Untersuchung zu Grunde lag. 

Die Berichte der behandelnden Ärzte des Spitals (…) erwähnen Diskusher-

nien, die Auswirkungen auf die Nervenwurzeln und Lähmungserscheinun-

gen (beziehungsweise Parästhesien) im rechten Bein entfalteten. Alsdann 

stellen sie jedoch fest, dass der Beschwerdeführer gleichzeitig arbeitsfähig 

sein soll, soweit gewisse Einschränkungen beachtet werden oder nicht. Die 

Versicherungsärzte der (…) Kommission stellen dagegen in ihrer Begut-

achtung vom (…) 2010 fest, dass nur altersbedingte degenerative Verän-

derungen an der Wirbelsäule, ohne Wurzelreizungen und ohne Parästhe-

sien vorlägen. Sie kommen zum Schluss, dass der Versicherte voll arbeits-

fähig ist. Dabei stützen sie sich gleichzeitig auch auf die Berichte des Spi-

tals (…) von (…) und (…) 2010, jedoch ohne eigene bildgebende Untersu-

chungen veranlasst zu haben. 

Die Ärztin des RAD schloss sich dieser Beurteilung an, ohne auf diese sich 

zum Teil widersprechenden Meinungen der behandelnden Ärzte im Spital 

(..) weiter einzugehen oder diese Diskrepanzen zu würdigen. Sie äusserte 

sich auch nicht zur Frage, ob allenfalls eine seit dem (…) 2010 eingetretene 

gesundheitliche Verschlechterung die später datierten, abweichenden Be-

richte des Spitals (…) erklären könnte. 

B-1503/2012 

Seite 15 

3.16 Hinzu kommt, dass die Ärztin des RAD in ihrem Bericht vom (…) 2011 

selbst ausführt, beim Versicherten sei in den Jahren 1999 bzw. 2000, an-

lässlich der ersten Ablehnung seines Rentengesuchs, eine somatoforme 

Schmerzstörung diagnostiziert worden. 

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist das 

Vorhandensein von somatoformen Schmerzstörungen mittels detaillierter 

fachärztlicher Berichte zu überprüfen. Diese Berichte sind normalerweise 

interdisziplinär. Im Fall von Rückenschmerzen beruhen sie neben den or-

thopädischen und rheumatologischen auf psychiatrische oder psychothe-

rapeutische Untersuchungen (vgl. Urteil des BVGer C-5536/2012 vom 

23. September 2014 E. 6.2, 12 Abs. 3). Bei einem ätiologisch unklaren syn-

dromalen Zustand hat der Facharzt sich dazu zu äussern, ob eine psychi-

sche Komorbidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die 

Schmerzbewältigung im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit behindern 

könnten (vgl. Urteil des BGer 9C_482/2010 vom 21. September 2010 

E. 4.3; Urteil des BVGer C-5536/2012 vom 23. September 2014 E. 12). 

Im vorliegenden Fall erfolgten keine derartigen Untersuchungen. Die Ärztin 

des RAD erwähnte zwar, dass anlässlich der ersten Verfügung eine soma-

toforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, berücksichtigte diese Fest-

stellung in der Folge aber nicht weiter. Eine Gegenüberstellung des frühe-

ren mit dem heutigen Gesundheitszustand des Versicherten, insbesondere 

gestützt auf eine zeitnahe fachärztliche Begutachtung, erfolgte in Bezug 

auf diese Problematik nicht. 

3.17 Die Beurteilung durch die von der Vorinstanz beauftragte Ärztin des 

RAD erweist sich daher als nicht hinreichend nachvollziehbar, als dass da-

rauf abgestellt werden könnte. 

  

Insgesamt erscheint die Sachlage somit als ungenügend abgeklärt. Die 

Beschwerde erweist sich daher als begründet, die angefochtene Verfügung 

ist aufzuheben und die Sache zur erneuten Prüfung der Akten und zur Vor-

nahme der allenfalls erforderlichen fachärztlichen Abklärungen und zum 

anschliessenden neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 

 

  

B-1503/2012 

Seite 16 

5.1 Die Verfahrenskosten hat in der Regel die unterliegende Partei zu tra-

gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der unterliegenden Vorinstanz sind allerdings 

keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Parteientschädigung für 

ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Der Versicherte war im vorliegenden Verfahren an-

waltlich vertreten, weshalb ihm praxisgemäss eine Parteientschädigung 

zugesprochen wird (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Vorinstanz vom (…) 

2012 wird aufgehoben und die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewie-

sen, damit sie nach erneuter Prüfung und allfälligen fachärztlichen Abklä-

rungen im Sinne der Erwägungen erneut über das Rentengesuch des Ver-

sicherten entscheide. 

  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von CHF 400.– wird ihm nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückbezahlt. 

  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von CHF 1'600.– 

zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. 

  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage:  

Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

B-1503/2012 

Seite 17 

  

Eva Schneeberger Myriam Senn 

 
 
Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 27. April 2015