# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc77b419-ede6-54ad-9baa-01137d21eec6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-11-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 26.11.2003 BRKE III Nr. 0135/2003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-III-Nr--0135-20_2003-11-26.pdf

## Full Text

BRKE III Nr. 0135/2003 vom 26. November 2003 in BEZ 2004 Nr. 60

12.1 Die zu erwartenden Immissionen einer Mobilfunk-Basisstation werden in der 
Regel nur berechnet. Entgegen rekurrentischer Ansicht sind die mit den Standortdaten-
blättern errechneten Immissionsprognosen prioritär für die umweltschutzrechtliche Beur-
teilung von Mobilfunkanlagen. Erst in begründeten Ausnahmefällen (etwa bei knapper 
Einhaltung des Grenzwerts) werden die elektrischen Feldstärken nach Inbetriebnahme 
der Anlage zusätzlich noch gemessen. Die Immissionsberechnungen erfolgen aus Prak-
tikabilitätsgründen stets unter der Annahme von Fernfeldbedingungen und Frei-
raumausbreitung, also ohne Einbezug von Reflexionen und Beugungen (u.a. BRKE I Nr. 
0138/2003, S. 12, E. 8). Allfällige Strahlenreflexionen wären durch das sonst konse-
quent angenommene Worst-Case-Szenario bei der Immissionseruierung ohnehin bei 
weitem kompensiert.

Der Rekurrent moniert in diesem Zusammenhang zu Unrecht, die von UMTS-
Antennen erzeugten Feldstärken liessen sich weder rechnerisch noch messtechnisch 
rechtsgenügend erfassen, u.a. weil die bei der GSM-Technik vorhandenen und stets mit 
voller Leistung sendenden Organisationskanäle fehlten. Zutreffend ist wohl, dass die 
Kommunikationstechnik von GSM- und UMTS-Anlagen sehr unterschiedlich ist. Bei 
GSM-Antennen erfolgt die Daten- und Sprachübertragung mit dem TDMA-Verfahren 
(Time Division Multiple Access), d.h. mittels modulierten (gepulsten) elektromagneti-
schen Wellen. Die UMTS-Technologie basiert hingegen auf dem WCDMA-Verfahren 
(Wideband Code Division Multiple Access), bei welchem alle Daten innerhalb einer 
Funkzelle auf derselben (breiten) Frequenz und zum gleichen Zeitpunkt übertragen 
werden. Die Daten der einzelnen Benutzer werden dabei durch Codes auseinanderge-
halten. Eine Übertragung mittels sehr schnell alternierender Zeitimpulse auf einer einzi-
gen schmalen Frequenz wie beim TDMA-Verfahren und damit die Verwendung von ge-
pulsten elektromagnetischen Wellen ist bei dieser Kommunikationstechnik nicht not-
wendig. Allerdings sind auch die von UMTS-Antennen verursachten Strahlen ganz nor-
male elektromagnetische Wellen. Die entsprechenden elektrischen Feldstärken lassen 
sich durchaus wie andere Wellen berechnen und messen (Bericht der Landesanstalt für 
Umweltschutz Baden-Württemberg, Elektromagnetische Felder im Alltag, Karlsruhe 
2002, S. 37 ff.; Bundesgerichtesurteil 1A.148/2002 vom 12. August 2003, E. 4.4.1).