# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8f5edf6-5acc-5e34-bb3f-39595de67884
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.04.2016 PC160007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC160007_2016-04-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PC160007-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. G. Ramer Jenny 

Urteil vom 6. April 2016 

in Sachen 

 

A._____,  

Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  

Beklagter und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

sowie 

 

C._____,  

Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil (Kosten- und Entschädigungsfol-
gen) 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren 
am Bezirksgericht Hinwil vom 25. Januar 2016 (FP130019-E) 
 
 

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Erwägungen: 

1.a) Mit Eingabe vom 30. August 2013 machte die Klägerin und Beschwerdefüh-

rerin (fortan Klägerin) das vorliegende Abänderungsverfahren bei der Vorinstanz 

anhängig (Urk. 1). In dessen Verlauf wurde beiden Parteien die unentgeltliche 

Rechtspflege bewilligt (Urk. 13, Urk. 40) und für das Kind C._____ eine Kindes-

vertreterin in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ bestellt (Urk. 36). 

Am 4. September 2014 erliess die Vorinstanz ihr Urteil (Urk. 90, Urk. 101). Dage-

gen erhob der Beklagte und Beschwerdegegner (fortan Beklagter) Berufung an 

die erkennende Kammer. Während laufendem Berufungsverfahren entschädigte 

die Vorinstanz mit Verfügungen vom 20. April 2015 die Kindesvertreterin mit 

Fr. 2'934.25 aus der Gerichtskasse (Urk. 109) und richtete dem unentgeltlichen 

Rechtsvertreter der Klägerin eine Akontozahlung von Fr. 9'000.– aus (Urk. 110). 

Die erkennende Kammer hiess sodann die Berufung gegen das Urteil der Vo-

rinstanz vom 4. September 2014 mit Urteil vom 30. September 2015 gut und re-

gelte die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens neu, indem sie diese zu 5/6 der 

Klägerin und zu 1/6 dem Beklagten auferlegte (Urk. 118 S. 13 f.). Mit Verfügungen 

der Vorinstanz vom 22. Januar 2016 und 25. Januar 2016 wurden die unentgeltli-

chen Rechtsvertreter der Parteien aus der Gerichtskasse entschädigt (Urk. 119, 

Urk. 120). Überdies wurden mit ergänzendem Urteil vom 25. Januar 2016 die 

Kosten für die Kindesvertretung von Fr. 2'934.25 zu 5/6 der Klägerin und zu 1/6 

dem Beklagten auferlegt, zufolge der beiden Parteien gewährten unentgeltlichen 

Rechtspflege jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen (Urk. 121 = 

Urk. 124). 

b) Dagegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 8. Februar 2016 fristgerecht 

(Urk. 122, Briefumschlag zu Urk. 123) Beschwerde und beantragte sinngemäss 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids (Urk. 123). 

c) Die Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwerde sogleich als offen-

sichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Be-

schwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

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2.a) Die Klägerin beanstandet mit ihrer Beschwerde die Regelung im angefoch-

tenen Entscheid, wonach sie die Kosten der Kindesvertreterin praktisch vollum-

fänglich zu bezahlen habe (Urk. 123 S. 2). Sie verfüge nicht über die nötigen fi-

nanziellen Mittel. Überdies behauptet sie sinngemäss, die Kindesvertreterin habe 

ihre Aufgabe nicht zufriedenstellend wahrgenommen, und verlangt ihrerseits von 

der KESB eine Entschädigung von Fr. 500'000.– für vertane ("versaute") Möglich-

keiten der letzten zehn Jahre (Urk. 123 S. 3).  

b) Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend festhält (Urk. 124 

S. 2), fallen die Kosten für die Vertretung des Kindes unter die Gerichtskosten 

gemäss Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO. Sie werden daher nach demselben Schlüssel 

wie die übrigen Prozesskosten auf die Parteien verteilt. Dieser Verteilschlüssel 

richtet sich nach dem Obsiegen und Unterliegen der Parteien im Prozess 

(Art. 106 Abs. 2 ZPO). Gemäss unangefochtenem Urteil der erkennenden Kam-

mer vom 30. September 2015 obsiegte der Beklagte im Abänderungsprozess zu 

5/6, die Klägerin zu 1/6 (Urk. 118 S. 13). Folgerichtig wurden daher im angefoch-

tenen Entscheid die Kosten der Kindesvertretung zu 5/6 (Fr. 2'445.20) der Kläge-

rin und zu 1/6 (Fr. 489.05) dem Beklagten auferlegt. Die entsprechende Regelung 

ist somit nicht zu beanstanden. 

c) Das Fehlen finanzieller Mittel zur Prozessführung hat keinen Einfluss auf 

den Umfang der Kostentragungspflicht. Wie erwähnt ist hierfür einzig das Unter-

liegen resp. Obsiegen im Prozess relevant. Das Argument der Klägerin ist somit 

für die beanstandete Kostenverteilung nicht stichhaltig.  

 Die mittellose Partei hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf 

unentgeltliche Prozessführung, welche der Klägerin denn auch für das vorinstanz-

liche Verfahren gewährt worden ist (Urk. 13). Entsprechend wurden die Kosten 

der Kindesvertretung gemäss Dispositivziffer 1 des angefochtenen Entscheids 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen (Urk. 124 S. 3). Insofern besteht 

somit aktuell keine Zahlungsverpflichtung der Klägerin. Die Nachzahlungspflicht 

gemäss Art. 123 ZPO kommt erst dann zum Tragen, wenn die Klägerin zu einer 

Nachzahlung finanziell in der Lage ist. 

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d) Die Klägerin macht sodann sinngemäss Staatshaftung geltend, indem sie 

eine Entschädigung von einer öffentlich-rechtlichen Behörde, der KESB, fordert 

(Urk. 123 S. 3). Für öffentlich-rechtliche Ansprüche ist die angerufene Kammer 

sachlich nicht zuständig, weshalb in diesem Punkt nicht auf die Beschwerde ein-

zutreten ist. 

e) Die weiteren, weitschweifigen Ausführungen der Klägerin zum bisherigen 

Verfahrensgang betreffen nicht den angefochtenen Entscheid. Dieser Teil der Be-

schwerdebegründung setzt sich somit nicht mit den entscheidrelevanten Erwä-

gungen des angefochtenen Urteils auseinander, weshalb insofern die formellen 

Anforderungen an eine rechtsgültige Beschwerdeschrift nicht erfüllt sind. Die ent-

sprechenden Ausführungen sind unbeachtlich.  

f) Schliesslich erwähnt die Klägerin in ihrer Beschwerdeschrift eine Verfügung 

der Vorinstanz vom 25. Januar 2016 (FP130019-E/Z18), mit welcher ihr vormali-

ger unentgeltlicher Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, mit 

Fr. 1'349.95 (Fr. 10'349.95 abzüglich bereits an ihn ausbezahlte Akontozahlung 

von Fr. 9'000.–) aus der Gerichtskasse entschädigt wurde (Urk. 125/5). Die Kläge-

rin moniert die Mandatsführung des Rechtsvertreters, welcher nicht erreicht habe, 

dass ihr das Sorgerecht zugesprochen worden sei (Urk. 123 S. 1). Aus der Be-

schwerdeschrift wird nicht deutlich, ob und inwiefern die fragliche Verfügung an-

gefochten wird (Urk. 123 S. 1 ff.). Antrag und Begründung fehlen vollends. Es sei 

daher lediglich angemerkt, dass es sich bei der Entschädigung für Rechtsanwälte 

nicht um ein Erfolgshonorar handelt. Sie ist vielmehr auch geschuldet, wenn der 

gewünschte Prozesserfolg nicht eingetreten ist.  

3. Insgesamt erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuwei-

sen, soweit auf sie einzutreten ist.  

4.a) Für das Beschwerdeverfahren ist von einer vermögensrechtlichen Streitig-

keit auszugehen. Die Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in 

Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 400.– festzusetzen und aus-

gangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das Be-

schwerdeverfahren wurde kein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

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Rechtspflege gestellt, welches zufolge Aussichtslosigkeit ohnehin abzuweisen 

gewesen wäre. 

b) Parteientschädigungen für das Beschwerdeverfahren sind keine zuzuspre-

chen, der Klägerin infolge ihres Unterliegens, dem Beklagten mangels relevanter 

Umtriebe (Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 

auferlegt. 

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage der 

Doppel von Urk. 123 und Urk. 125/1-5, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 2'445.20. 

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Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 6. April 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. G. Ramer Jenny 
 

 
 
versandt am: 
mc 

	Urteil vom 6. April 2016
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt.
	4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage der Doppel von Urk. 123 und Urk. 125/1-5, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...