# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8de67729-a31e-502c-8c17-6e935e0e03f6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.01.2018 IV 2016/104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-104_2018-01-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/104

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 18.09.2019

Entscheiddatum: 24.01.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2018
Art. 18 IVG. Art. 17 IVG. Arbeitsvermittlung. Vermittlungsfähigkeit. 
Umschulung. Umschulungsfähigkeit. Verhältnismässigkeit einer 
Umschulung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 24. Januar 2018, IV 2016/104).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug

und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.  

IV 2016/104

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas,

Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

berufliche Eingliederung 

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Januar 2002 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 21). Sie gab an, sie habe eine Berufslehre zum Koch 

und einen Wirtekurs absolviert. Zuletzt sei sie als stellvertretende Leiterin eines 

Imbisses (B.___) tätig gewesen. Die Arbeitgeberin der Versicherten berichtete im April 

2002 (IV-act. 30), das Arbeitsverhältnis habe am 1. Oktober 1993 begonnen und sei 

nun per 31. Mai 2002 gekündigt worden. Der Lohn der Versicherten hätte sich ab dem 

1. Januar 2002 auf 4’640 Franken pro Monat beziehungsweise auf 60’320 Franken pro 

Jahr belaufen. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle 

(MEDAS) Universitätskliniken Basel im August 2003 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-

act. 43). Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide im Wesentlichen an 

einer rezidivierenden, gegenwärtig leichtgradigen depressiven Störung, an einem 

generalisierten Schmerzsyndrom, an einer klinisch diskreten Periarthropathia humero-

scapularis tendopathica links, an einer Halbseiten-Sensibilitätsstörung der linken 

Gesichtshälfte und an einer Fehlsichtigkeit. Aus rheumatologischer Sicht könne ihr die 

erlernte Tätigkeit als Koch nicht mehr zugemutet werden. Eine körperlich leicht bis 

mittelschwer belastende Tätigkeit wäre aus rheumatologischer Sicht zu 70 Prozent 

zumutbar, aber aus psychiatrischer Sicht sei diese Restarbeitsfähigkeit nicht 

verwertbar. Mit einer Verfügung vom 7. Januar 2004 sprach die IV-Stelle der 

Versicherten rückwirkend ab dem 1. September 2002 eine ganze Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 100 Prozent zu (IV-act. 53).

A.b  Im März 2012 füllte die Versicherte einen Fragebogen betreffend eine allfällige 

Revision der Invalidenrente aus (IV-act. 139). Sie gab an, ihr Gesundheitszustand habe 

sich weiter verschlechtert. Im November 2012 beauftragte die IV-Stelle die Swiss 

Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG mit einer polydisziplinären 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Begutachtung der Versicherten (IV-act. 149). Das Gutachten wurde am 19. Juli 2013 

erstellt. Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an einem chronischen 

cervico-spondy¬logenen und lumbo-spondylogenen Schmerzsyndrom, an einem 

hirnorganischen Psychosyndrom mit leichten bis mittelschweren 

neuropsychologischen Defiziten und einer sogenannten nicht-aphasischen 

Kommunikationsstörung bei multiplen bilateralen frontal betonten alten 

Marklagerläsionen sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einem 

Asthma bronchiale, an einem Colon irritabile, an einer Psoriasis guttata, an einem 

diastolisch hypertensiven Blutdruck, an einer Tendovaginitis stenosans der 

Fingerflexorsehnen I beidseits, anamnestisch an einem Morbus Behçet, an einer 

chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, an einer 

abhängigen Persönlichkeitsstörung und an einer rezidivierenden, weitgehend 

remittierten depressiven Störung. Die erlernte Tätigkeit als Koch sei nur im Umfang von 

etwa 25 Prozent zumutbar. Für leidensadaptierte Tätigkeiten bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent. Als leidensadaptiert gälten leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten einfacher bis durchschnittlicher geistiger Art mit einfachen bis 

durchschnittlichen Verantwortungsgraden, die möglichst wechselbelastend und ohne 

körperliche Zwangshaltungen verrichtet werden könnten. Am 8. Oktober 2013 notierte 

Dr. med. C.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten sei 

überzeugend (IV-act. 164). Die IV-Stelle verglich das von der Beschwerdeführerin 

zuletzt erzielte (an die zwischenzeitliche Nominallohnentwicklung angepasste) 

Erwerbseinkommen mit dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne unter 

Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent, was einen Invaliditätsgrad von 

61,33 Prozent ergab (IV-act. 166). Mit einer Verfügung vom 22. Januar 2014 setzte die 

IV-Stelle die laufende ganze Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung 

folgenden Monats auf eine Dreiviertelsrente herab (IV-act. 173). Sie begründete dies 

mit der Anwendbarkeit der lit. a der Schlussbestimmungen zum ersten 

Massnahmenpaket der sechsten IVG-Revision („IVG-Revision 6a“). Die Versicherte 

erklärte am 26. Februar 2014, dass sie die Rentenherabsetzung akzeptiere (IV-act. 

176). Gleichzeitig ersuchte sie um eine Unterstützung der IV-Stelle bei der beruflichen 

Wiedereingliederung.

A.c  Am 13. Juni 2014 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie ihr eine 

Arbeitsvermittlung gewähre (IV-act. 186). Am 30. Juli 2014 verfügte die IV-Stelle die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Weiterausrichtung der ganzen Rente während der Dauer der 

Wiedereingliederungsmassnahmen, längstens aber bis zum 28. Februar 2016 (IV-act. 

190). Die Versicherte bewarb sich in der Folge zunächst um Arbeitsstellen im 

geschützten Rahmen und – nach einem entsprechenden Hinweis der 

Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle – später um solche auf dem freien 

Arbeitsmarkt (vgl. IV-act. 216). Ab Dezember 2014 konnte sie stundenweise im 

Tageszentrum der Institution D.___ tätig sein. Im Mai 2015 teilte sie der 

Eingliederungsverantwortlichen mit, dass die Belastung insgesamt zu gross sei, 

weshalb sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe. Im August 2015 

bescheinigte die behandelnde Psychiaterin Dr. med. E.___ eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit. Deshalb wurde die Arbeitsvermittlung im September 2015 

abgeschlossen. Mit einem Vorbescheid vom 28. September 2015 teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit, dass die beruflichen Massnahmen abgebrochen und die laufende 

ganze Rente auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt würden (IV-act. 218). Dagegen 

liess die nun anwaltlich vertretene Versicherte am 3. November 2015 einwenden (IV-

act. 225), sie könne nicht nachvollziehen, weshalb keine Umschulung in Angriff 

genommen worden sei, obwohl sie alle Voraussetzungen dafür erfülle. Die IV-Stelle 

wies am 10. November 2015 darauf hin (IV-act. 227), dass im ursprünglichen 

Rentenverfahren keine Umschulung habe durchgeführt werden können, weil die 

Versicherte damals vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Aktuell sei keine 

Umschulung angezeigt, weil eine solche bei einer Herabsetzung von einer ganzen 

Rente auf eine Dreiviertelsrente nicht zweckmässig sei. Nachdem die Versicherte 

geltend gemacht hatte, sie vertrete weiterhin die Ansicht, dass sie einen Anspruch auf 

eine Umschulung habe (IV-act. 230), teilte ihr die IV-Stelle am 7. Januar 2016 mit (IV-

act. 232), sie gehe davon aus, dass sie sich weiterhin um eine geeignete Arbeitsstelle 

bemühe. Deshalb ziehe sie den Vorbescheid vom 28. September 2015 zurück. Die 

ganze Rente werde noch bis längstens am 29. Februar 2016 ausgerichtet. Am 26. 

Februar 2016 liess die Versicherte erneut eine Umschulung beantragen (IV-act. 237).

A.d  Mit einer Mitteilung vom 29. Februar 2016 wies die IV-Stelle die Versicherte darauf 

hin, dass die Wiedereingliederungsmassnahmen mit sofortiger Wirkung eingestellt 

würden und dass damit auch der Anspruch auf die ganze Rente ende (IV-act. 238). Am 

1. März 2016 liess die Versicherte einwenden (IV-act. 242), sie habe einen Anspruch auf 

eine Umschulung. Sollte ihr keine solche zugebilligt werden, müsse entsprechend 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verfügt werden. Mit einer Verfügung vom 18. März 2016 stellte die IV-Stelle die 

Wiedereingliederungsmassnahmen mit sofortiger Wirkung ein und sie setzte die 

laufende ganze Rente auf eine Dreiviertelsrente herab (IV-act. 247). Bezugnehmend auf 

die Einwände der Versicherten führte sie aus, angesichts des am 31. August 2015 

ausgestellten rückwirkenden Attestes einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit dem 

28. Februar 2014 sei der Wunsch der Versicherten, aktiv an beruflichen Massnahmen 

teilzunehmen, nicht glaubhaft. Eine Umschulung wäre zudem nicht wirtschaftlich.

B. 

B.a  Am 30. März 2016 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der 

Verfügung vom 18. März 2016 und die umgehende Gewährung von weiteren 

beruflichen Massnahmen, insbesondere einer adäquaten Umschulung. Zur 

Begründung führte er an, die Beschwerdeführerin habe nur deshalb bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, weil sie dank 

ihrer guten beruflichen Qualifikation ein hohes Valideneinkommen erzielt habe. Für eine 

erfolgreiche Wiedereingliederung benötige sie eine Umschulung. Die bisherigen 

Versuche hätten gezeigt, dass sie ohne eine Umschulung nicht wieder ins 

Erwerbsleben eingegliedert werden könne.

B.b  Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 4. Mai 2016 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, das 

Begehren der Beschwerdeführerin um eine Umschulung stehe im Widerspruch sowohl 

zur vollständigen Arbeitsunfähigkeit, die Dr. E.___ attestiert habe, als auch zur 

subjektiven Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung der Beschwerdeführerin. Angesichts der 

von den Sachverständigen der SMAB AG attestierten neurokognitiven 

Beeinträchtigungen sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nicht in der 

Lage sei, eine Umschulung erfolgreich abzuschliessen.

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 19. Mai 2016 an ihren Anträgen festhalten (act. G 

7). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 9).

Erwägungen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1. 

1.1  Der Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens wird durch den Inhalt der 

angefochtenen Verfügung vom 18. März 2016 definiert. Dieser ist durch eine sorgfältige 

Interpretation der Verfügung zu ermitteln. Der Betreff der Verfügung lautet: „Berufliche 

Massnahmen wurden abgeschlossen; Herabsetzung der bisherigen Rentenzahlung auf 

eine Dreiviertelsrente“. Der Wortlaut des Dispositivs ist: „Die Massnahme zur 

Wiedereingliederung wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Mit der Einstellung der 

beruflichen Massnahmen endet der Anspruch auf die Weiterausrichtung der ganzen 

Rente per 29. Februar 2016. Ihr bisherige ganze Rente wird auf eine Dreiviertelsrente 

herabgesetzt“. Auf den ersten Blick scheint die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung 

vom 18. März 2016 also einerseits eine laufende berufliche Eingliederung 

abgeschlossen und andererseits die bisherige ganze auf eine Dreiviertelsrente 

herabgesetzt zu haben. Dieser erste Eindruck täuscht aber, denn die 

Beschwerdegegnerin hatte die frühere ganze Rente bereits mit einer Verfügung vom 

22. Januar 2014 auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt. Jene Verfügung war 

unangefochten in formelle Rechtskraft erwachsen, weshalb die Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt der Eröffnung der hier angefochtenen Verfügung vom 18. März 2016 gar 

keinen Anspruch auf eine ganze Rente mehr gehabt hat. Am 30. Juli 2014 war 

allerdings eine weitere Verfügung ergangen, mit der die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin die Weiterausrichtung der früheren ganzen Rente rückwirkend ab 

dem 1. März 2014 (also nahtlos an die Herabsetzung gemäss der Verfügung vom 22. 

Januar 2014 anschliessend) angeordnet hat. Die Weiterausrichtung der früheren 

ganzen Rente hatte nicht im Widerspruch zur damals bereits rechtskräftigen 

Rentenherabsetzung gemäss der Verfügung vom 22. Januar 2014 gestanden, denn 

entgegen dem missverständlichen Wortlaut der Verfügung hatte es sich bei der nun 

wieder erhöhten Leistung nicht um eine Rente im Sinne des Art. 28 IVG, sondern um 

eine Art Übergangsleistung gemäss dem Abs. 3 der lit. a der Schlussbestimmungen zur 

IVG-Revision 6a gehandelt, die bloss betragsmässig der Differenz zwischen der 

früheren ganzen und der damals aktuellen Dreiviertelsrente entsprochen hatte (vgl. 

dazu den Entscheid IV 2014/151 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 29. 

November 2016, E. 1). Diese Leistung war bereits bei ihrer Zusprache mit der 

Verfügung vom 30. Juli 2014 – dem Abs. 3 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-

Revision 6a entsprechend – („längstens“) per 28. Februar 2016 (recte: 29. Februar 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2016) befristet worden. Auch diese maximale Dauer der Befristung war unangefochten 

in formelle Rechtskraft erwachsen. In der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2016 

hat die Beschwerdegegnerin die Rentenherabsetzung also gar nicht mehr verfügen 

können, denn dabei hat es sich bereits um eine res iudicata gehandelt. Hinsichtlich der 

Arbeitsvermittlung verhält es sich allerdings anders. Diese war zwar ebenfalls mit der 

Verfügung vom 30. Juli 2014 zugesprochen worden, aber die Beschwerdegegnerin 

hatte diesen Anspruch nicht befristet. Der Abschluss der Arbeitsvermittlung ist also 

tatsächlich erst am 18. März 2016 verfügt worden, was bedeutet, dass die 

Rechtmässigkeit dieses Abschlusses in diesem Beschwerdeverfahren zu prüfen ist.

1.2  Bereits während der laufenden Arbeitsvermittlung hat die Beschwerdeführerin eine 

Umschulung beantragen lassen. Dabei hat es sich um ein neues Leistungsbegehren 

gehandelt, denn gestützt auf die Verfügung vom 30. Juli 2014 hatte die 

Beschwerdeführerin ja nur einen Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung. Auch wenn sich 

dies im Wortlaut des Dispositivs der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2016 

nicht widerspiegelt, hat die Beschwerdegegnerin dieses neue Begehren materiell 

geprüft. Sie hat dieses nämlich zunächst formlos mit der Begründung, eine 

Umschulung sei nicht wirtschaftlich, abgewiesen. Nachdem die Beschwerdeführerin ihr 

Nichteinverständnis mit dieser Abweisung erklärt hatte, hat sich die 

Beschwerdegegnerin dann in der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2016 

nochmals zu diesem Leistungsbegehren geäussert. Sie hat ausgeführt, eine 

Umschulung sei nicht wirtschaftlich. Zudem sei der Wunsch nach einer Umschulung 

nicht glaubwürdig, da sich die Beschwerdeführerin eine rückwirkende 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per 28. Februar 2014 habe ausstellen lassen. Aus 

diesen Gründen halte die Beschwerdegegnerin an ihrem Entscheid fest. Diese 

Ausführungen sind offensichtlich als eine (begründete) Abweisung des Begehrens um 

eine Umschulung zu qualifizieren. Die Rechtsfolgeanordnung („wir halten an unserem 

Entscheid fest“) ist zwar versehentlich als ein Begründungselement in die Verfügung 

vom 18. März 2016 aufgenommen worden, weist aber zweifelsohne Dispositivcharakter 

auf und hätte folglich auch ins Dispositiv der Verfügung aufgenommen werden müssen. 

Dieses Versehen schadet allerdings nicht, da ihm bei der umfassenden Interpretation 

der Verfügung vom 18. März 2016 keine relevante Bedeutung zukommen kann. Die 

angefochtene Verfügung vom 18. März 2016 enthält bei richtiger Betrachtung also 

noch eine zweite „echte“ Anordnung, nämlich die Abweisung des Begehrens um eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Umschulung. Auch die Rechtmässigkeit dieser Abweisung ist folglich in diesem 

Beschwerdeverfahren zu prüfen.

1.3  Zusammenfassend beinhaltet das Dispositiv der angefochtenen Verfügung also 

den Abschluss der Arbeitsvermittlung und die Abweisung des Begehrens um eine 

Umschulung. Die Rentenherabsetzung gehört dagegen nicht zum Dispositiv der 

angefochtenen Verfügung.

2. 

2.1  Gemäss dem Art. 18 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die arbeitsunfähig, 

aber eingliederungsfähig ist, einen Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung, das heisst auf 

eine aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes. Dieser 

Anspruch besteht ohne eine Befristung, weshalb es unzulässig wäre, die 

Arbeitsvermittlung generell nach dem Ablauf einer bestimmten Zeitspanne 

abzuschliessen (vgl. den Entscheid IV 2015/161 des St. Galler Versicherungsgerichtes 

vom 13. Mai 2016, E. 2.3). Auch der Art. 8a IVG, der unter anderem eine 

Arbeitsvermittlung als eine Massnahme zur Wiedereingliederung nach einer 

Rentenherabsetzung oder nach einer Rentenaufhebung vorsieht (und auf den der Abs. 

2 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a verweist), enthält keine 

Befristung des Anspruchs auf eine Arbeitsvermittlung. Auch eine Person, deren Rente 

in Anwendung des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a 

herabgesetzt oder aufgehoben worden ist, hat also einen unbefristeten Anspruch auf 

eine Arbeitsvermittlung.

2.2  Dieser Anspruch setzt allerdings gemäss dem Art. 18a Abs. 1 IVG eine 

Eingliederungsfähigkeit voraus. Dieser Begriff entspricht jenem der 

Vermittlungsfähigkeit im Art. 15 AVIG, was bedeutet, dass die versicherte Person 

bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an 

Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (vgl. den Entscheid IV 2015/88 des St. Galler 

Versicherungsgerichtes vom 2. Mai 2016, E. 2.4). Diese Voraussetzung ist vorliegend 

nicht erfüllt gewesen, denn laut einem ärztlichen Attest von Dr. E.___ ist die 

Beschwerdeführerin von Beginn weg (d.h. ab dem 28. Februar 2014) nicht in der Lage 

gewesen, irgendeiner Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zudem hat die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführerin selbst erklärt, dass sie die Stellensuche – nebst der Beschäftigung 

in einer geschützten Werkstätte – überfordere. Sie ist also weder bereit noch in der 

Lage gewesen, eine zumutbare Arbeit anzunehmen oder an 

Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Vor diesem Hintergrund erweist sich der 

Abschluss der Arbeitsvermittlung grundsätzlich als rechtmässig. Nur der Zeitpunkt, auf 

den hin die Arbeitsvermittlung abgeschlossen worden ist, kann nicht nachvollzogen 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat die Arbeitsvermittlung zunächst – völlig zu Recht 

– gemäss ihrem Vorbescheid vom 28. September 2015 abschliessen wollen, nachdem 

die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf das Attest von Dr. E.___ erklärt hatte, sie sei 

nicht mehr eingliederungsfähig. Anschliessend hat sie dann aber – ohne jeden Beleg – 

„angenommen“, die Beschwerdeführerin bemühe sich – entgegen ihrer eigenen 

Angaben – nun doch wieder ausreichend um eine Arbeitsstelle, wie sich der 

Begründung der angefochtenen Verfügung entnehmen lässt. Infolgedessen hat sie 

weiterhin einen Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung bejaht, obwohl die 

Voraussetzungen dafür offensichtlich nicht erfüllt gewesen sind. Diese an sich 

unzulässige Verlängerung der Arbeitsvermittlung hat allerdings faktisch keine 

Auswirkungen gezeitigt, da die Beschwerdegegnerin in jenem Zeitraum keine 

Unterstützungsleistungen bei der Stellensuche angeboten hat. Vor diesem Hintergrund 

drängt sich eine (formalistisch anmutende) Vorverlegung des Abschlusses der 

Arbeitsvermittlung auf jenen Zeitpunkt, in dem die Voraussetzungen für die 

Arbeitsvermittlung dahingefallen sind, nicht auf. Der am 18. März 2016 verfügte 

Abschluss der Arbeitsvermittlung erweist sich damit als rechtmässig. Die 

Beschwerdegegnerin wird die Beschwerdeführerin allerdings auf ein entsprechendes 

neues Gesuch hin bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz unterstützen, 

wenn diese wieder vermittlungsfähig sein wird.

3. 

Laut dem Art. 17 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person einen Anspruch auf eine 

Umschulung, wenn diese infolge einer Invalidität notwendig ist und wenn dadurch die 

Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann. Diese 

(unspezifischen) Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt, denn angesichts der von den 

Sachverständigen der SMAB AG attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent für 

leidensadaptierte Tätigkeiten könnte von einer Umschulung grundsätzlich eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin erwartet werden. 

Idealerweise könnte der Invaliditätsgrad dadurch auf 50 Prozent oder sogar auf etwas 

weniger als 50 Prozent gesenkt werden, was eine Herabsetzung der laufenden Rente 

auf eine halbe oder auf eine Viertelsrente erlauben würde. Allerdings ist angesichts der 

von den Sachverständigen der SMAB AG beschriebenen leichten bis mittelschweren 

neuropsychologischen Störungen mit einem sogenannten nicht-aphasischen 

Kommunikationsstörungsbild überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin zumindest nicht in der Lage wäre, den schulischen Teil einer 

Umschulung zu meistern. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent sogar für ideal 

leidensadaptierte Tätigkeiten würde eine Umschulung zudem einen weit 

überdurchschnittlichen Zeitraum in Anspruch nehmen. Wenn überhaupt, dann könnte 

die heute __ Jahre alte Beschwerdeführerin eine geeignete, gleichwertige Umschulung 

jedenfalls erst nach der Vollendung des 60. Altersjahres abschliessen. Die Kosten einer 

Umschulung (inkl. Taggeld) stünden also selbst dann, wenn die Beschwerdeführerin 

überhaupt eine Umschulung erfolgreich abschliessen könnte, in einem offenkundigen 

Missverhältnis zum zu erwartenden Eingliederungserfolg. Die Beschwerdeführerin 

könnte nämlich die Möglichkeit, ein besseres Einkommen zu erzielen, bestenfalls nur 

wenige Jahre nutzen. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Abweisung des 

Leistungsbegehrens als rechtmässig.

4. 

Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- sind der 

unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind durch den von dieser 

geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese sind 

durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2018
	Art. 18 IVG. Art. 17 IVG. Arbeitsvermittlung. Vermittlungsfähigkeit. Umschulung. Umschulungsfähigkeit. Verhältnismässigkeit einer Umschulung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2018, IV 2016/104).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T06:33:30+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen