# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de6e2651-2eeb-5b07-be78-1d4c1641ec91
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.09.2011 D-5035/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5035-2011_2011-09-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5035/2011

U r t e i l   v om   1 6 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Hans Schürch,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

Parteien A._______, geboren am (…),
Tunesien, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 7. September 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  bei  der 
Kurzbefragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  Chiasso  vom  9. 
August  2011  Tunesien  eigenen  Angaben  zufolge  am  18. Juni  2007 
verliess  und mit  einem  vom  deutschen  Konsulat  in  Tunis  ausgestellten 
Touristenvisum gleichentags in den Schengen­Raum einreiste,

dass er  sich am  folgenden Tag  legal  nach  Italien begeben habe, wo er 
sich illegal aufgehalten und gearbeitet habe, bis er am 27. Februar 2009 
um Asyl nachgesucht habe, 

dass das in Italien gestellte Asylgesuch abgelehnt und er zum Verlassen 
Italiens aufgefordert worden sei,

dass  er  am  2.  August  2011  in  die  Schweiz  einreiste  und  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  er  geltend  machte,  unter  Problemen  an  seinen  Knöcheln/Fesseln 
und Schultern zu leiden,

dass  er  in  Italien  gelitten  hätte  und  dort  auch  Leute,  die  Asyl  erhalten 
hätten, auf der Strasse leben müssten,

dass  das  BFM  am  19.  August  2011  an  Italien  ein  Ersuchen  um 
Übernahme des Beschwerdeführers  im Sinne  von Art.  16 Abs.  1 Bst.  e 
der  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003 
[Dublin­II­Verordnung]  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig ist, stellte (act. A11/5),

dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum 
Übernahmeersuchen keine Stellung nahmen,

dass das BFM mit Verfügung vom 7. September 2011 in Anwendung von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
vom 2. August 2011 nicht eintrat, die Wegweisung nach Italien verfügte, 
den  Beschwerdeführer  –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im 
Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach 
Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  B._______ 
verpflichtete,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  dem 

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Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis 
aushändigte,  und  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass  das  BFM  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  gemäss  Abgleich 
seiner  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit  Eurodac  am  27.  Februar 
2009 in Italien um Asyl nachgesucht,

dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum 
Übernahmeersuchen  des  BFM  keine  Stellung  bezogen  hätten,  weshalb 
gemäss  dem  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen, SR 
0.142.392.689)  und Art.  20 Abs.  1 Bst.  c Dublin­II­VO die Zuständigkeit 
für  das  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  am  3.  September  2011  an 
Italien übergegangen sei,

dass  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  im  Rahmen  des 
rechtlichen  Gehörs  die  Zuständigkeit  Italiens  nicht  zu  widerlegen 
vermöchten,

dass  die  Überstellung  an  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 19f Dublin­II­VO) – bis spätestens 
am 3. März 2012 zu erfolgen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  mit  Eingabe  vom 
13. September 2011 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und  dabei  beantragte,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben 
und  die  Vorinstanz  anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch  einzutreten, 
eventualiter  sei  die  Verfügung  aufzuheben  und  die  Vorinstanz 
anzuweisen,  ihr  Recht  zum  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für 
vorliegendes Asylgesuch  für zuständig zu erachten, der Beschwerde sei 
im  Sinne  eine  superprovisorischen Massnahme  aufschiebende Wirkung 
zu  erteilen  und  die  Vollzugsbehörden  seien  anzuweisen,  von  einer 
Überstellung nach  Italien abzusehen,  bis  das Bundesverwaltungsgericht 
über den Suspensiveffekt der Beschwerde entschieden habe, und es sei 
ihm die  vollumfängliche unentgeltliche Rechtspflege  zu bewilligen sowie 
von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen,

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dass  für  die  Begründung  der  Beschwerde  auf  die  Akten  zu  verweisen 
und, soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  15.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art. 52 
VwVG),

dass im vorliegenden Verfahren einzig zu prüfen ist, ob das BFM gestützt 
auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten  ist und  infolgedessen die 
Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 

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sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge vom 19. Juni 
2007  bis  zum  2.  August  2011  in  Italien  aufhielt,  wo  er 
unbestrittenermassen  am  27.  Februar  2009  um  Asyl  nachsuchte  (act. 
A6/9 S. 5 f.),

dass  angesichts  des  Umstands,  wonach  die  italienischen  Behörden  es 
unterliessen,  sich  innert  Frist  zu  einer  Übernahme  des 
Beschwerdeführers  vernehmen  zu  lassen,  davon  auszugehen  ist,  dem 
Ersuchen des BFM vom 19. August 2011 sei zugestimmt worden (Art. 18 
Abs. 7 Dublin­II­VO),

dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit 
Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens ausging,

dass  in  der  Beschwerde  umfangreich  auf  mannigfache  Probleme  für 
Asylsuchende beziehungsweise anerkannte Flüchtlinge, die sich in Italien 
aufhalten, hingewiesen wird,

dass  den  italienischen  Behörden  allein  aufgrund  des  Umstandes,  dass 
sie  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  abgewiesen  und  ihn  zum 
Verlassen  Italiens  aufgefordert  haben  sollen,  im  vorliegenden  Fall  nicht 
vorgeworfen  werden  kann,  sie  hätten  ihre  Verpflichtungen  gegenüber 
dem Beschwerdeführer nicht Rechnung getragen,

dass,  selbst  wenn  das  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers  in  Italien 
bereits  rechtskräftig  abgeschlossen  sein  sollte  und  er  deshalb  kein 
Anrecht  mehr  auf  Unterbringung  oder  weitergehende  staatliche  oder 
nichtstaatliche  Unterstützung  hätte,  Italien  gemäss  Art. 16  Abs. 2  Bst. e 
Dublin­II­VO weiterhin  für  das  Verfahren  des  Beschwerdeführers  bis  zu 
einem  allfälligen  Wegweisungsvollzug  zuständig  ist  (Art. 16  Abs. 4 

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Dublin­II­VO  sowie  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA  SPRUNG,  Dublin  II­
Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K 25 zu Art. 16 Abs. 4),

dass  in der Beschwerde zwar behauptet wird, der Beschwerdeführer sei 
krank, habe ein Leiden am Bein und sei nicht  reisefähig, dies  jedoch  in 
keiner Weise belegt wird,

dass die Rüge, die Vorinstanz habe diesen Umstand in der Beschwerde 
nicht erwähnt und deshalb seinen Anspruch auf rechtliches Gehör sowie 
die  Begründungspflicht  verletzt,  nicht  stichhaltig  ist,  da  er  bei  der 
Kurzbefragung  lediglich  angab,  er  habe  Probleme  an  den 
Knöcheln/Fesseln und den Schultern, und diese Angaben in keiner Weise 
geeignet  sind,  eine  Wegweisung  nach  Italien  als  undurchführbar 
erscheinen zu lassen,

dass er bei der Kurzbefragung angab, er habe sich  in  Italien zweimal  in 
ein "centro medico" begeben,

dass davon auszugehen  ist, die von  ihm bezeichneten gesundheitlichen 
Probleme seien in Italien behandelbar, weshalb es sich erübrigt, sich bei 
den  behandelnden  Ärzten,  die  nicht  bezeichnet  werden,  über  seinen 
Gesundheitszustand zu erkundigen, 

dass die in der Beschwerde geäusserten Einwände an der Zuständigkeit 
Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens somit nichts ändern und 
auch keinen Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­Verordnung, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 
vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR  142.311]) 
begründen,

dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 
Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung)  ersichtlich  sind,  zumal 
Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28.  Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  EMRK  und  des 
Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105)  ist,  und  sich  aus  den Akten  keine  konkreten Hinweise 
ergeben,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten 
würde,

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dass er hinsichtlich seiner gesundheitlichen Probleme die Möglichkeit hat, 
sich  an  die  dafür  zuständigen  Behörden  beziehungsweise  karitativen 
Organisationen zu wenden,

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  schliesslich  entgegen  der  in  der 
Beschwerde  implizit  aufgestellten  Behauptung  nicht  um  einen 
unbegleiteten  Minderjährigen  handelt,  weshalb  es  sich  erübrigt  auf  die 
diesbezüglich umfangreichen Ausführungen einzugehen,

dass  in der Schweiz keine Familienangehörigen des Beschwerdeführers 
leben  (act.  A6/9  S.  3),  weshalb  es  sich  ebenso  erübrigt,  auf  die 
Ausführungen zur Familieneinheit in der Beschwerde einzugehen,

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs 
zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr bereits 
im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss,

dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach 
Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 

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unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass mit dem Urteil in der Hauptsache die Gesuche um Anordnung einer 
superprovisorischen Massnahme, Erteilung der aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
gegenstandslos geworden sind,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  erweist,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG 
unbesehen  einer  allfälligen  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­ (Art. 1 
­  3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 
5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: