# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bae993e2-c62a-5cb7-ad25-62b8ae1c2337
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 22.09.2014 ZK2 2014 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2014-30_2014-09-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 22. September 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 14 30 30. September 2014

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Aktuarin Aebli

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der lic. iur. X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

die prozessleitende Verfügung des Instruktionsrichters am Bezirksgericht Land-
quart vom 10. Juni 2014, gleichentags mitgeteilt, in Sachen des lic. iur. Y._____, 
Beschwerdegegner, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Verschiebung der Hauptverhandlung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ reichte nach erfolglos durchgeführter Schlich-
tungsverhandlung am 10. September 2012 beim Bezirksgericht Landquart eine 
Klage betreffend Honorarforderung gegen lic. iur. X._____ ein (Proz. Nr. 115-
2012-33). Er bezifferte seine Forderung auf CHF 7'500.-- zuzüglich 5% Zins seit 
dem 1. Juli 2011 und beantragte zudem eine Entschädigung von CHF 200.-- für 
die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis. Die Parteien wurden am 17. September 
2012 zur auf den 10. Oktober 2012 anberaumten Hauptverhandlung vorgeladen. 
Am 8. Oktober 2012 stellte lic. iur. X._____ beim Bezirksgericht Landquart unter 
anderem ein Gesuch um Verschiebung der Hauptverhandlung, welchem in der 
Folge stattgegeben wurde. Die Parteien erhielten sodann am 23. Januar 2013 ei-
ne neuerliche Vorladung zur Hauptverhandlung auf den 6. März 2013. Lic. iur. 
X._____ ersuchte am 28. Februar 2013 wiederum um eine Verschiebung der Ver-
handlung und stellte zudem einen Antrag auf Sistierung des Verfahrens und even-
tualiter, sollte dem Sistierungsbegehren nicht entsprochen werden, auf eine Über-
weisung der Streitsache an ein anderes Bezirksgericht, da ihrer Ansicht nach 
Ausstandsgründe gegen verschiedene Mitglieder des Bezirksgerichts Landquart 
bestünden. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten vom 1. März 2013 wur-
de der Sistierungsantrag abgewiesen und das Überweisungsgesuch gleichentags 
dem Kantonsgericht von Graubünden zur Behandlung übermittelt, weshalb auch 
die Hauptverhandlung vom 6. März 2013 abgesetzt wurde.

B. Auf die von lic. iur. X._____ gegen die ablehnende Sistierungsverfügung 
erhobene Beschwerde trat sowohl das Kantonsgericht von Graubünden (vgl. Ent-
scheid der II. Zivilkammer ZK2 13 14 vom 2. Dezember 2013) als auch das Bun-
desgericht (vgl. Urteil 4D_9/2014 vom 4. April 2014) nicht ein. Im Übrigen wurde 
das Gesuch um Ernennung eines unabhängigen Ersatzgerichts bereits vorgängig 
durch das Kantonsgericht von Graubünden abgewiesen (vgl. Beschluss der Justi-
zaufsichtskammer JAK 13 5 vom 12. August 2013). Nachdem lic. iur. X._____ ihr 
Ausstandsbegehren gegen die Mitglieder des Bezirksgerichts Landquart mit 
Schreiben vom 9. Mai 2014 zurückzog, lud der Bezirksgerichtpräsident die Partei-
en am 19. Mai 2014 zur Hauptverhandlung auf den 11. Juni 2014 vor. Mit Schrei-
ben vom 7. Juni 2014 ersuchte lic. iur. X._____ abermals um eine Verschiebung 
der Hauptverhandlung, wobei sie hauptsächlich begründend vorbrachte, seit an-
fangs Mai unter akuten gesundheitlichen Problemen zu leiden. Der Bezirksge-
richtspräsident teilte ihr bereits am Vortag telefonisch mit, dass dem Verschie-
bungsgesuch nur entsprochen werden könne, wenn sie ihre Verhandlungsun-

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fähigkeit mittels eines Arztzeugnisses belege. Aufgrund des kurzfristig gestellten 
Antrags und insbesondere des fehlenden Nachweises der Verhandlungsunfähig-
keit lehnte der Gerichtspräsident mit prozessleitender Verfügung vom 10. Juni 
2014 die Verschiebung der Verhandlung ab. Als lic. iur. X._____ mit beim Gericht 
am 11. Juni 2014 eingegangenen Schreiben doch noch ein Arztzeugnis beibrach-
te, wurde die Hauptverhandlung verschoben und mit neuer Vorladung vom 12. Ju-
ni 2014 auf den 2. Juli 2014 angesetzt.

C. Da die per Einschreiben versandte Verfügung vom 10. Juni 2014 von lic. 
iur. X._____ nicht abgeholt wurde, wurde sie am 20. Juni 2014 unter Verweis auf 
Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO nochmals per A-Post versandt. Mit Schreiben vom 
26. Juni 2014 wandte sich lic. iur. X._____ an den Präsidenten des Bezirksge-
richts Landquart und bat ihn, auf die Anordnung vom 10. Juni 2014 – sofern es 
sich dabei um eine prozessleitende Verfügung handeln sollte – zurückzukommen 
und ihrem damaligen Verschiebungsgesuch vom 7. Juni 2014 stattzugeben, wobei 
sie weitere Ausführungen zur Kurzfristigkeit ihres Gesuchs sowie zum eingereich-
ten ärztlichen Attest machte.

D. Am 30. Juni 2014 stellten die Parteien dem Bezirksgericht Landquart einen 
beidseitig unterzeichneten Vergleich zu, der vom 26. Juni bzw. 27. Juni 2014 da-
tierte und in welchem sie sich über die der Klage von Rechtsanwalt lic. iur. 
Y._____ zugrunde liegende Honorarforderung vollends einigen konnten. Des Wei-
teren beantragten die Parteien dem Bezirksgericht die Abschreibung des unter der 
Proz. Nr. 115-2012-33 geführten Verfahrens, wobei die Verfahrenskosten vollum-
fänglich von lic. iur. X._____ zu tragen seien und diese die Gegenpartei zudem mit 
CHF 500.-- ausseramtlich zu entschädigen habe. Entsprechend schrieb das Be-
zirksgericht Landquart das Verfahren mit Entscheid vom 2. Juli 2014, den Parteien 
gleichentags mitgeteilt, infolge Vergleichs als erledigt ab und auferlegte lic. iur. 
X._____ die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'600.-- (bestehend aus ordentli-
chen Gerichtskosten von CHF 1'000.-- und unnützen Aufwendungen bzw. unnötig 
entstandenen Sitzungsgeldern infolge der kurzfristig verschobenen Hauptverhand-
lung vom 11. Juni 2014 von CHF 600.--) sowie eine Parteientschädigung von 
CHF 500.--.

E. Mit Eingabe vom 30. Juni 2014 führte lic. iur. X._____ beim Kantonsgericht 
von Graubünden Beschwerde gegen die prozessleitende Verfügung des Bezirks-
gerichtspräsidenten Landquart vom 10. Juni 2014 und stellte folgende Anträge:

„1. Gutheissung der Beschwerde und Aufhebung der prozessleitenden 
Verfügung des Bezirksgerichts Landquart vom 10.06.2014 betreffend 

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Ablehnung des Verschiebungsgesuchs für die Hauptverhandlung vom 
11.06.2014 und

a) Rückweisung der Sache ans Bezirksgericht Landquart, oder

b) Gewährung der Verschiebung der Hauptverhandlung vom 
11.06.2014 des beim Bezirksgericht Landquart hängigen Verfah-
rens Proz. Nr. 115-2012-33.

2. Unter voller amtlicher und ausseramtlicher Kostenfolge zulasten des 
Bezirksgerichts Landquart.“

Die Beschwerdeführerin reichte dem Kantonsgericht am 1. Juli 2014 ein ergän-
zendes Schreiben, das diverse Korrekturen bezüglich der in ihrer Beschwerde-
schrift unterlaufenen Schreibfehler und fehlerhaften Daten enthielt, sowie weitere 
Urkunden einschliesslich eines Urkundenverzeichnisses nach.

F. Die Beschwerde von lic. iur. X._____ wurde sowohl Rechtsanwalt lic. iur. 
Y._____ als auch dem Bezirksgericht Landquart zur Vernehmlassung zugestellt. 
Dessen Präsident reichte am 8. Juli 2014 eine Beschwerdeantwort ein mit den 
Anträgen, auf die Beschwerde – mangels Wahrung der Rechtsmittelfrist sowie 
mangels Rechtsschutzinteresse – nicht einzutreten bzw. diese eventualiter abzu-
weisen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführe-
rin. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ seinerseits führte mit Schreiben vom 11. Juli 
2014 aus, er verzichte in Anbetracht der Tatsache, dass die Beschwerde nicht 
fristgerecht eingereicht worden sei, auf eine Stellungnahme.

G. Der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts stellte der Be-
schwerdeführerin am 16. Juli 2014 ein Doppel der Beschwerdeantwort des Be-
zirksgerichts Landquart sowie des Schreibens von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
zur Kenntnisnahme zu und teilte ihr gleichzeitig mit, dass weder ein weiterer 
Schriftenwechsel noch eine mündliche Verhandlung vorgesehen sei. Daraufhin 
ersuchte lic. iur. X._____ den Vorsitzenden mit Schreiben vom 29. Juli 2014, zur 
Beschwerdeantwort des Bezirksgerichts Stellung nehmen zu können und ihr hier-
zu eine angemessen Frist anzusetzen. Mit Verfügung vom 4. August 2014 hiess 
der Vorsitzende das Gesuch um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels gut 
und setzte der Beschwerdeführerin eine entsprechende Frist zur Einreichung der 
Replik an.

H. Mit Replik vom 20. August 2014 hielt lic. iur. X._____ an ihren Anträgen fest 
und machte insbesondere ergänzende Ausführungen in Bezug auf die Wahrung 
der Rechtsmittelfrist sowie ihr Rechtsschutzinteresse. Während Rechtsanwalt lic. 
iur. Y._____ in der Folge auf die Einreichung einer Duplik verzichtete, hielt das 

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Bezirksgericht Landquart mit Eingabe vom 8. September 2014 an den bisher ge-
stellten Anträgen fest.

I. Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrem Rechtsbegehren, die prozesslei-
tende Verfügung des Bezirksgerichts Landquart vom 10. Juni 2014 betreffend Ab-
lehnung ihres Verschiebungsgesuchs für die Hauptverhandlung vom 11. Juni 2014 
aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen oder die Verschie-
bung der Hauptverhandlung direkt zu gewähren. Da der Bezirksgerichtspräsident 
die Verhandlung zum einen aufgrund des von der Beschwerdeführerin nachge-
reichten Arztzeugnisses bereits mittels Verfügung vom 12. Juni 2014 verschoben 
sowie neu auf den 2. Juli 2014 angesetzt hatte, und die Parteien zum anderen am 
26. bzw. 27. Juni 2014 einen Vergleich abschliessen konnten, der die Abschrei-
bung des Hauptverfahrens zur Folge hatte, stellt sich die Frage, ob die Beschwer-
de dadurch nicht von vornherein gegenstandslos geworden und abzuschreiben ist.

b) Der Beschwerdebegründung wie auch der Begründung der Replik lässt sich 
entnehmen, dass es der Beschwerdeführerin vornehmlich um die Auferlegung der 
Kosten geht, welche im Zusammenhang mit der auf den 11. Juni 2014 angesetz-
ten und kurzfristig verschobenen Hauptverhandlung unnötigerweise entstanden 
sind. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin habe ihr der Präsident des Be-
zirksgerichts in Aussicht gestellt, dass sie diese Kosten zu tragen habe. Sie möch-
te somit im Ergebnis festgehalten haben, dass die prozessleitende Verfügung vom 
10. Juni 2014 zu Unrecht ergangen sei und ihr gestützt darauf keine Kosten aufer-
legt werden könnten. Sofern überhaupt ein Rechtsmittel gegen die Verfügung vom 
10. Juni 2014 zulässig ist (vgl. nachfolgend Erwägung 3), hätte wohl richtigerweise 
ein Feststellungsbegehren gestellt werden müssen, um das mit der Beschwerde 
verfolgte Anliegen zu erreichen. Es fragt sich somit, ob der nicht anwaltlich vertre-
tenen Beschwerdeführerin aus dem unrichtig formulierten Rechtsbegehren ein 
Nachteil erwächst, oder ob das Begehren durch das Gericht anhand der Be-
schwerdebegründung mittels Auslegung berichtigt werden kann. Diesfalls wäre 
eine Gegenstandslosigkeit möglicherweise zu verneinen. Wie sich aus den nach-
folgenden Ausführungen ergibt, erübrigt es sich hingegen, auf diese sowie weitere 

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damit verbundene Fragen näher einzugehen, da auf die Beschwerde ohnehin 
nicht eingetreten werden kann (vgl. Erwägung 3c).

2.a) Gegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet wie dargelegt eine ableh-
nende Verfügung betreffend die Verschiebung der Hauptverhandlung. Das Gericht 
kann einen Erscheinungstermin aus zureichenden Gründen von Amtes wegen 
oder auf Ersuchen einer Partei verschieben (Art. 135 der Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO; SR 272]). Beim Entscheid über die Verschiebung einer 
Hauptverhandlung handelt es sich um eine prozessleitende Verfügung, welche im 
Laufe des Prozesses gegebenenfalls zu treffen ist und den formellen Ablauf bzw. 
die konkrete Gestaltung des Verfahrens berührt (vgl. Adrian Staehelin in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 2 zu Art. 135 ZPO; Nina J. Frei, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 11 zu Art. 135 ZPO; 
Reto M. Jenny,  in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO Kommentar, Zürich 2010, N 9 zu 
Art. 135 ZPO; zum Begriff der prozessleitenden Verfügung vgl. Dieter Freiburg-
haus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 11 
zu Art. 319 ZPO und Alexander Brunner, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], 
Kurzkommentar ZPO, 2. Auflage, Basel 2014, N 9 zu Art. 319 ZPO). Prozesslei-
tende Verfügungen sind abgesehen von den hier nicht einschlägigen gesetzlich 
bestimmten Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) nur mit Beschwerde anfechtbar, 
wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. 
b Ziff. 2 ZPO). Gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO gilt für das Einreichen einer Be-
schwerde gegen prozessleitende Verfügungen eine zehntägige Frist.

b) Die angefochtene prozessleitende Verfügung des Instruktionsrichters am 
Bezirksgericht Landquart erging am 10. Juni 2014 und wurde den Parteien glei-
chentags mitgeteilt. Gemäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post wur-
de die Sendung der Beschwerdeführerin nach erfolglosem Zustellversuch am 
11. Juni 2011 zur Abholung gemeldet, wobei die Beschwerdeführerin die einge-
schriebene Postsendung in der Folge nicht abholte. Nimmt der Adressat die Sen-
dung nicht innert der siebentägigen Abholfrist entgegen, greift die in Art. 138 
Abs. 3 lit. a ZPO statuierte Zustellfiktion: Wurde eine eingeschriebene Postsen-
dung nicht abgeholt, so gilt die Zustellung am siebten Tag nach dem erfolglosen 
Zustellungsversuch dennoch als erfolgt, sofern die betroffene Person mit einer 
Zustellung rechnen musste (vgl. BGE 138 III 225 E. 3.1 sowie 130 III 396 
E. 1.2.3). Aufgrund des laufenden Verfahrens und ihres am 7. Juni 2014 einge-

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reichten Verschiebungsgesuchs musste die Beschwerdeführerin zweifelsohne mit 
der Zustellung einer gerichtlichen Sendung rechnen. Daher gilt die Verfügung vor-
liegend am letzten Tag der Abholfrist und damit am 18. Juni 2014 als zugestellt 
(zur Fristberechnung vgl. Jenny, a.a.O., N 9 zu Art. 138 ZPO). Wie die Beschwer-
deführerin in ihrer Replik richtigerweise ausführt, begann die zehntägige Be-
schwerdefrist folglich am 19. Juni 2014 zu laufen und endete unter Berücksichti-
gung des Umstands, dass der letzte Tag der Frist auf einen Samstag fiel, gemäss 
Art. 142 Abs. 3 ZPO am darauffolgenden Montag, den 30. Juni 2014. Entgegen 
der Auffassung von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ sowie des Bezirksgerichtspräsi-
denten Landquart erfolgte die Beschwerde somit fristgerecht.

3. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin durch die ange-
fochtene prozessleitende Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nach-
teil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO droht, was ebenfalls eine Eintretensvor-
aussetzung darstellt.

a) Beim Erfordernis des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nach-
teils handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der vom Gericht unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände und in pflichtgemässer Ausübung des 
Ermessens konkretisiert werden muss (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 13 zu 
Art. 319 ZPO). Als nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil hat sicherlich ein 
solcher zu gelten, der auch durch einen für die Beschwerdeführerin günstigen  
Endentscheid nicht mehr beseitigt werden kann (BGE 137 III 380 E. 1.2.1). Nach 
wohl überwiegender Lehrmeinung sollen neben rechtlichen auch rein tatsächliche 
Nachteile von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO erfasst werden, sofern sie ebenfalls nicht 
leicht wiedergutzumachen sind, die Lage der betroffenen Partei also durch sie er-
heblich erschwert wird (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 15 zu Art. 319 ZPO; Kurt 
Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, Schwei-
zerische Zivilprozessordnung, Zürich 2011, N 39 zu Art. 319 ZPO; Isaak Meier, 
Schweizerisches Zivilprozessrecht, Zürich 2010, S. 470; Martin H. Sterchi, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 11 zu Art. 319 ZPO; 
a.M. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 7 zu Art. 319 ZPO 
sowie Myriam A. Gehri, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO Kommentar, Zürich 2010, 
N 3 zu Art. 319 ZPO). Das Kantonsgericht von Graubünden lässt – wie auch ande-
re kantonale zweitinstanzliche Gerichte – das Drohen tatsächlicher Nachteile 
genügen (vgl. etwa Entscheide der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden KSK 13 53 vom 7. Januar 2014 E. 3 sowie der 

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II. Zivilkammer ZK2 13 21 vom 7. Mai 2013 E. 2a mit Verweis auf ZK2 11 41 vom 
6. Oktober 2011 E. 2a; Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft Abteilung 
Zivilrecht 410 11 279 vom 15. November 2011 E. 1; Beschluss der II. Zivilkammer 
des Obergerichts des Kantons Zürich PF110056-O/U vom 11. Oktober 2011). 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung reichen rein tatsächliche Nachteile 
wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung allerdings nicht aus (BGE 137 
III 380 E. 1.2.1 mit weiteren Hinweisen).

b) Eine selbständige Anfechtung von prozessleitenden Verfügungen, welche 
nicht unter Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO fallen, soll erschwert sein, damit das erstin-
stanzliche Hauptverfahren zum einen nicht unnötig verzögert und zum anderen 
vermieden wird, dass sich die Rechtsmittelinstanz mit dem gleichen Fall mehrmals 
zu beschäftigen hat (Blickenstorfer, a.a.O., N 39 zu Art. 319 ZPO; Freiburg-
haus/Afheldt, a.a.O., N 11 zu Art. 319 ZPO). Vielmehr soll diese einen ihr vorge-
legten Fall in der Regel einmal und unter gesamthafter Berücksichtigung der Rü-
gen beurteilen (vgl. BGE 134 III 188 E. 2.2). In Anbetracht dieser Überlegungen ist 
eine prozessleitende Verfügung grundsätzlich mit dem Endentscheid anzufechten 
(vgl. Blickenstorfer, a.a.O., N 40 zu Art. 319 ZPO; Brunner, a.a.O., N 13 zu 
Art. 319 ZPO) und an die Annahme eines nicht leicht wiedergutzumachenden 
Nachteils sind entsprechend strenge Anforderungen zu stellen. Die anfechtende 
Partei hat in jedem Fall substantiiert darzulegen, inwieweit ihr durch die angefoch-
tene Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Dies be-
dingt einerseits die konkrete Umschreibung des mit der Verfügung verbundenen, 
erheblichen Nachteils. Andererseits sind Ausführungen zur Frage notwendig, in-
wiefern und warum sich dieser Nachteil später nicht mehr leicht wiedergutmachen 
lässt. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, darüber von Amtes wegen Nachforschun-
gen anzustellen (vgl. BGE 133 III 629 E. 2.3.1; Entscheid der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 116 vom 8. Januar 2014 E. 2b sowie 
Verfügung der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 13 8 
vom 13. März 2013 E. 1b).

c/aa) Im vorliegenden Fall sieht die Beschwerdeführerin einen nicht leicht wie-
dergutzumachenden Nachteil darin, dass ihr infolge der anfänglichen Abweisung 
ihres Verschiebungsgesuchs vom 7. Juni 2014 Kosten auferlegt werden könnten. 
Der Bezirksgerichtspräsident habe ihr anlässlich eines Telefongesprächs in Aus-
sicht gestellt, sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit der geplanten Haupt-
verhandlung vom 11. Juni 2014 angefallen seien, tragen zu müssen. Wie darge-
legt, ist die Verhandlung aufgrund des nachgereichten Arztzeugnisses doch noch 
kurzfristig verschoben und das Gesuch mithin letztlich gutgeheissen worden. In 

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der Folge sind der Beschwerdeführerin mit Abschreibungsentscheid vom 2. Juli 
2014 tatsächlich sowohl die ordentlichen Gerichtskosten von CHF 1'000.-- – der 
Vergleichsvereinbarung der Parteien vom 26. bzw. 27. Juni 2014 entsprechend – 
als auch die durch Verschiebung der Verhandlung unnützerweise entstandenen 
Kosten von CHF 600.-- auferlegt worden. Die Beschwerdeführerin hält nun dafür, 
dass die prozessleitende Verfügung vom 10. Juni 2014 in Rechtskraft erwachse, 
wenn sie nicht innert Frist angefochten würde, und ihr bei der späteren bzw. zwi-
schenzeitlich erfolgten Festsetzung der Gerichtskosten kein Rechtsmittel mehr zur 
Verfügung stehen würde. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Einer 
prozessleitenden Verfügung kommt keine Bindungswirkung im Sinne materieller 
Rechtskraft zu (Alfred Bühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 35 zu 
Art. 135 ZPO). Dementsprechend konnte die ablehnende prozessleitende Verfü-
gung vom 10. Juni 2014 auch ohne Weiteres durch die gutheissende Verfügung – 
im Sinne der Ansetzung eines neuen Verhandlungstermins – vom 12. Juni 2014 
abgeändert werden (vgl. Frei, a.a.O., N 16 f. zu Art. 124 ZPO, allerdings relativie-
rend für den umgekehrten Fall der Abänderung einer gutheissenden Verschie-
bungsverfügung; Jenny, a.a.O., N 9 zu Art. 135 ZPO; Staehelin, a.a.O., N 6 zu 
Art. 124 ZPO).

bb) Die Abweisung eines (begründeten) Verschiebungsgesuchs hat für die ge-
suchstellende Partei nur insofern einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nach-
teil zur Folge, als damit eine Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 der Bundesver-
fassung [BV; SR 101]) verbunden ist (Bühler, a.a.O., N 36 zu Art. 135 ZPO; Frei, 
a.a.O., N 11 zu Art. 135 ZPO). Dies trifft vorliegend indessen nicht zu. Die Be-
schwerdeführerin macht in ihrer Replik zwar geltend, dass die Vorinstanz in ihrer 
Beschwerdeantwort das Konstrukt eines zweiten Verschiebungsgesuchs, welches 
sie neben dem Gesuch vom 7. Juni 2014 angeblich am 10. Juni 2014 gestellt hät-
te, kreiere, um ihr das rechtliche Gehör zu verweigern und ihr dadurch das Recht 
auf die Ergreifung eines Rechtmittels zu entziehen. Ausserdem sei am 11. Juni 
2014 – lediglich im Beisein der drei Richter und damit in ihrer Abwesenheit – of-
fenbar dennoch eine Verhandlung durchgeführt und dabei entschieden worden, ihr 
die Kosten für diese Verhandlung aufzuerlegen, was ebenfalls ihren Anspruch auf 
rechtliches Gehör sowie das in Art. 135 ZPO enthaltene Recht auf Verschiebung 
eines Verhandlungstermins aus zureichenden Gründen verletze. Dabei verkennt 
die Beschwerdeführerin, dass der Kostenentscheid wie dargelegt erst mit der Ab-
schreibungsverfügung vom 2. Juli 2014 getroffen worden ist. Am 11. Juni 2014 
wurde weder eine Verhandlung in ihrer Abwesenheit durchgeführt noch ein Kos-

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tenentscheid gefällt. Dies gilt umso mehr, als der Bezirksgerichtspräsident die 
Verschiebung der Verhandlung nachträglich gutgeheissen und den Verhandlungs-
termin mit prozessleitender Verfügung vom 12. Juni 2014 auf den 2. Juli 2014 ver-
tagt hat. Mithin ist auch gesagt, dass die  Vorinstanz das Verschiebungsgesuch 
der Beschwerdeführerin behandelt hat, wobei bezüglich der auf den 11. Juni 2014 
angesetzten Hauptverhandlung bloss von einem Verschiebungsgesuch auszuge-
hen ist, welches zunächst mangels Beibringung eines Arztzeugnisses abgewiesen 
und anschliessend, nach Einreichung des ärztlichen Attests mit Begleitschreiben 
vom 10. Juni 2014, richtigerweise gutgeheissen wurde. Wie der Bezirksgerichts-
präsident in seiner Duplik zudem einleuchtend ausführt, war ihm die Ansetzung 
einer Nachfrist zwecks Einreichung eines Arztzeugnisses nicht möglich, da das 
Gesuch vom 7. Juni 2014 erst einen Tag vor der geplanten Hauptverhandlung 
beim Gericht einging. Deshalb sah er sich veranlasst, hierüber unverzüglich zu 
entscheiden, zumal die Beschwerdeführerin die Nachreichung des entsprechen-
den Attests nicht vorab ankündigte.

cc) Nach dem Gesagten ist nicht ersichtlich, inwiefern das rechtliche Gehör der 
Beschwerdeführerin verletzt oder ihr das Ergreifen eines Rechtsmittels verwehrt 
worden sein soll. Vielmehr ist sie offensichtlich in der Lage gewesen, gegen die 
prozessleitende Verfügung vom 10. Juni 2014 Beschwerde zu führen. Die Rügen 
der Beschwerdeführerin zielen demnach ins Leere und eine Rechtsverweigerung 
lässt sich in keiner Weise feststellen. Da mithin kein nicht leicht wiedergutzuma-
chender Nachteil droht, ist die ablehnende Verschiebungsverfügung erst mit dem 
gegen den Endentscheid zu ergreifenden Rechtsmittel anfechtbar (Bühler, a.a.O., 
N 37 zu Art. 135 ZPO; Lukas Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 2011, N 16 zu Art. 135 
ZPO; vgl. auch Jenny, a.a.O., N 9 zu Art. 135 ZPO). Auch die von der Beschwer-
deführerin im Zusammenhang mit der Kostenauferlegung erhobene Rüge wäre 
ebenfalls im Rahmen des Rechtsmittels gegen den Endentscheid und damit ge-
gen den Abschreibungsentscheid vom 2. Juli 2014 vorzubringen, zumal mit der 
angefochtenen prozessleitenden Verfügung noch gar nicht über die Kostenfolge 
entschieden wurde.

dd) Zusammenfassend lässt sich jedenfalls festhalten, dass es an einem nicht 
leicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO fehlt 
und  auf die Beschwerde folglich nicht eingetreten werden kann.

4. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens zu Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine abweichende 

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Kostenverteilung im Falle des Nichteintretens bzw. Unterliegens, wie sie von der 
Beschwerdeführerin in ihrer Replik beantragt wird, erscheint aufgrund der vorlie-
genden Sachlage nicht angezeigt. In Anwendung von Art. 10 Abs. 1 der Verord-
nung über die Gerichtsgebühren in Zivilsachen (VGZ; BR 320.210) werden die 
Gerichtskosten auf CHF 2‘000.-- festgesetzt. Eine ausseramtliche Entschädigung 
ist nicht zuzusprechen, zumal Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ auf eine Beteiligung 
am Beschwerdeverfahren verzichtet hat und ihm daher auch kein nennenswerter 
Aufwand entstanden sein dürfte.

5. Aufgrund der offensichtlichen Unzulässigkeit der vorliegenden Beschwerde 
infolge Fehlens einer Eintretensvoraussetzung entscheidet der Vorsitzende der 
II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden in Anwendung von Art. 18 
Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterli-
cher Kompetenz.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin und werden im Umfang von CHF 1'500.-- mit dem 
von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Gegen diesen, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.-- betreffenden 
selbständig eröffneten Zwischenentscheid kann unter den Voraussetzungen 
von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) gemäss 
Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: