# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47d192b4-ecd0-5236-93cb-f6d2c7777388
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2025 D-7281/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7281-2025_2025-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7281/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;   

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Urs Jehle, Rechtsschutz für Asylsuchende, 

Bundesasylzentrum Region Zürich, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten auf Asylgesuch und 

Wegweisung);  

Verfügung des SEM vom 12. September 2025 / N (…). 

 

 

 

D-7281/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Juli 2025 zusammen mit seiner Mutter 

beziehungsweise seinem Bruder B._______ (N […]/D-7289/2025) in der 

Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Euro-

dac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 4. November 2024 in Grie-

chenland um Asyl ersucht hatte und ihm am 5. März 2025 von den griechi-

schen Behörden Schutz gewährt worden war, 

dass dem Beschwerdeführer am 18. Juli 2025 im Beisein seiner zugewie-

senen Rechtsvertretung im Rahmen eines persönlichen Gesprächs unter 

anderem das rechtliche Gehör zum beabsichtigen Nichteintretensent-

scheid gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) und zur allfäl-

ligen Wegweisung nach Griechenland gewährt wurde, 

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, seit der Schutzgewährung 

in Griechenland keine Unterstützung erhalten und einzig auf die griechi-

schen Dokumente gewartet zu haben,  

dass die griechischen Behörden am 22. Juli 2025 einem Rückübernahme-

ersuchen der Vorinstanz vom 17. Juli 2025 zustimmten und gleichzeitig be-

stätigten, dass der Beschwerdeführer als Flüchtling anerkannt und ihm 

eine bis zum 4. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung ausgestellt wor-

den war, 

dass dem Beschwerdeführer am 11. September 2025 Gelegenheit zur Stel-

lungnahme zum Entscheidentwurf des SEM gewährt wurde und dieser am 

Folgetag Stellung nehmen liess, 

dass das SEM mit Verfügung vom 12. September 2025 – eröffnet am 

15. September 2025 – auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 

eintrat und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-

nete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner zugewiesenen Rechtsver-

tretung vom 22. September 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung erheben liess und darin be-

antragte, die Dispositivziffern 3 und 4 der angefochtenen Verfügung seien 

aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, ihn vorläufig aufzunehmen, 

D-7281/2025 

Seite 3 

eventualiter sei die Sache zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts 

an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unengeltlichen Pro-

zessführung inklusiver Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

23. September 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG) und die Instruktionsrichterin den Eingang der Beschwerde am sel-

ben Tag bestätigte, 

dass mit Eingabe vom 25. September 2025 ein ärztlicher Kurzbericht nach-

gereicht wurde,  

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die vorliegende Beschwerde auf die Anfechtung des Wegwei-

sungsvollzugs beschränkt, womit der Nichteintretensentscheid unange-

fochten in Rechtskraft erwachsen ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5), 

D-7281/2025 

Seite 4 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage des Wegweisungsvollzugs eine 

materielle Prüfung vorgenommen hat, weshalb das Bundesverwaltungsge-

richt diesen Punkt insoweit ohne Einschränkung prüft, 

dass sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist und sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zwei-

ten Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne 

Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung 

zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer zunächst rügt, es sei nicht hinreichend abge-

klärt worden, welche Folgen eine Trennung von seiner Mutter und seinem 

minderjährigen Bruder hätte und ob eine solche Trennung gegen Art. 8 der 

Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verstossen oder das Kindeswohl ge-

fährden würde, 

dass dieses Vorbringen offensichtlich ins Leere stösst, zumal das SEM mit 

Verfügung vom gleichen Tag auch den Wegweisungsvollzug die Mutter und 

den Bruder betreffend angeordnet hat, weshalb es auch nicht gehalten war, 

entsprechende Abklärungen vorzunehmen, 

dass sich entsprechende Abklärungen auch aktuell nicht aufdrängen, zu-

mal das vorliegende Verfahren mit dem der Mutter und des Bruders koor-

diniert wird und die Mutter und der Bruder mit gleichzeitig ergehendem Ent-

scheid nach Griechenland weggewiesen werden,  

dass schliesslich auch in Bezug auf die medizinische Situation von einem 

genügend erstellten Sachverhalt auszugehen und der Eventualantrag auf 

Rückweisung der Sache abzuweisen ist, 

dass die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt (im Sinne von Art. 44 

[zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AIG [SR 142.20]), wenn der 

Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich 

ist,  

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise in den Drittstaat entgegenstehen (vgl. Art. 

83 Abs. 3 AIG), von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszu-

gehen wäre, wenn dem Beschwerdeführer im Drittstaat aufgrund von 

Krieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage konkret 

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Seite 5 

Gefahr drohen würde (vgl. Art. 83 Abs. 4 AIG) und schliesslich der Vollzug 

nicht möglich wäre, wenn der Beschwerdeführer nicht in den Drittstaat ver-

bracht oder freiwillig dorthin reisen könnte (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht zum Schluss ge-

langt ist, im Falle des Beschwerdeführers sei der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG), zulässig (Art. 83 Abs. 3 

AIG) und auch zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AIG),  

dass es sich zur Frage der Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzuges im Lichte sowohl der massgeblichen Praxis (vgl. Referenz-

urteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022) als auch der ersicht-

lichen Einzelfallumstände geäussert hat und dabei zu Recht festhielt, vor-

liegend seien keine Gründe ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bei ei-

ner allfälligen Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage 

geraten würde, 

dass in der Beschwerde unter Verweis auf das Abhängigkeitsverhältnis 

zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Mutter sowie seinem minder-

jährigen Bruder einzig geltend gemacht wird, eine Trennung stelle eine Ver-

letzung von Art. 8 EMRK und des Kindeswohls dar, was den Vollzug der 

Wegweisung unzulässig mache,  

dass wie oben erwähnt die Mutter und der Bruder mit gleichzeitig ergehen-

dem Entscheid nach Griechenland weggewiesen werden, weshalb auf die-

ses Vorbringen nicht weiter einzugehen ist, 

dass auch die nachgereichten ärztlichen Berichte offensichtlich keine me-

dizinischen Probleme zu belegen vermögen, die dem Wegweisungsvollzug 

im Wege stehen könnten, zumal in Griechenland von einer genügenden 

medizinischen Versorgung auszugehen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich auch möglich ist (Art. 83 

Abs. 2 AIG), nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme 

des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben und dieser im Be-

sitz griechischer Reisedokumente für Flüchtlinge sowie einer griechischen 

Aufenthaltsbewilligung ist, 

dass nach dem Gesagten der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar 

und möglich zu erkennen ist, womit die Anordnung einer vorläufigen Auf-

nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG),  

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Seite 6 

dass die Beschwerde daher als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) mit vorliegendem Urteil abzuweisen ist, da 

sich die Beschwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos 

erwiesen hat, 

dass daher die Kosten des Verfahrens auf Fr. 750.– zu bestimmen und 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-7281/2025 

Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner 

 

 

Versand: