# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9cbfd43-d94b-5d96-aa9d-6bfded48238b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.05.2008 A-1630/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1630-2006_2008-05-13.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1630/2006 + A-1631/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  M a i  2 0 0 8

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Markus Metz, 
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Gerichtsschreiberin Jeannine Müller.

X._______ AG, 
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung, 
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

MWST; Gesellschafterverhältnis; steuerbare Verwendung 
(4/2000 - 1/2002).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1630/2006 + A-1631/2006

Sachverhalt:

A.
Die X._______ AG (Beschwerdeführerin) bezweckt gemäss Handels-
registereintrag den Kauf und den Verkauf, das Halten und den Betrieb 
von Flugzeugen; sie  kann sich  an anderen Unternehmen beteiligen, 
Grundbesitz  erwerben,  verwalten  und  veräussern,  Darlehen  aufneh-
men und gewähren sowie Garantien und andere Sicherheiten stellen. 
Mit Schreiben vom 20. September 2000 liess die Beschwerdeführerin 
der ESTV darlegen, sie plane den Erwerb eines inländisch verzollten 
und immatrikulierten Flugzeugs des Typs PC 12 (Flugzeug 1). Es sei 
davon auszugehen, sie stelle das Flugzeug vorwiegend ihrem Haupt-
aktionär  entgeltlich  und damit  mehrwertsteuerbar  zur  Verfügung. Sie 
nehme deshalb an, dass sie die Vorsteuer auf dem Erwerb des Flug-
zeugs vollumfänglich geltend machen könne. Auf entsprechende Auf-
forderung  der  Beschwerdeführerin  hin  retournierte  die  ESTV  das 
Schreiben mit dem handschriftlichen Vermerk: „Unter den beschriebe-
nen Umständen kann der Vorsteuerabzug vorgenommen werden“.

B.
Am  6.  Oktober  2000  beantragte  die  Beschwerdeführerin  ihre  Ein-
tragung  ins  Register  für  Mehrwertsteuerpflichtige,  bezifferte  jedoch 
den  seit  Beginn  ihrer  Tätigkeit  erzielten  Umsatz  mit  Fr.  0.--.  Mit 
Schreiben vom 16. Oktober 2000 teilte ihr die ESTV mit,  sie verwei-
gere ihre Aufnahme ins Steuerregister, da sie noch keinen Umsatz er-
zielt und damit die steuerbare Tätigkeit noch nicht aufgenommen habe. 
Mit  Eingabe  vom 17.  November  2000  legte  die  Beschwerdeführerin 
eine Akonto-Rechnung gleichen Datums im Betrage von Fr. 31'175.-- 
(inkl.  MWST  von  Fr.  2'175.--)  an  Z._______  für  die  Benützung  der 
PC 12 vor und machte geltend, sie umgehend ins Steuerregister ein-
zutragen, da sie nun Umsatz erzielt habe. Daraufhin trug die ESTV die 
Beschwerdeführerin  per  17. November  2000  ins  Register  für  Mehr-
wertsteuerpflichtige ein. Für das 4. Quartal  2000 deklarierte  die Be-
schwerdeführerin in ihrer Abrechnung mit der ESTV eine geschuldete 
Mehrwertsteuer von Fr. 2'175.-- und machte einen Vorsteuerabzug von 
Fr. 440'256.85 geltend. Das entsprechende Steuerguthaben im Betrag 
von Fr. 438'081.85 zahlte ihr die ESTV in der Folge aus. Für das Jahr 
2001 deklarierte sie eine Steuerschuld von gesamthaft  Fr. 44'037.35 
und verlangte eine Vorsteuer im Totalbetrag von Fr. 463'298.10 zurück 
(im Wesentlichen infolge Kaufs vom 6. Dezember 2001 einer weiteren 
PC 12 [Flugzeug 2]; dieses Flugzeug war für kurze Zeit nach den USA 

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exportiert  und  danach wieder  importiert  worden,  wobei  es  in  dieser 
Zeit  im Eigentum der  Beschwerdeführerin  blieb). Für  das  1. Quartal 
2002  deklarierte  die  Beschwerdeführerin  schliesslich  ein  Steuergut-
haben von Fr. 16'034.20, welches sich im Wesentlichen aus der Gut-
schrift (Fr. 176'782.--) an ihren Kunden infolge zu hoher Akonto-Rech-
nungen für die Benützung der PC 12 im Geschäftsjahr 2000/2001 er-
geben habe.

C.
Anlässlich der Revision der Mehrwertsteuerabrechnungen forderte die 
ESTV die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf,  zu erklären,  wie 
„mit einem Umsatz von Fr. 400'000.-- ein Fremdkapital von ca. Fr. 11 
Mio.“ Franken (kapitalisierte Vorsteuern) finanziert werden könne. Da-
raufhin erklärte die Beschwerdeführerin, das Fremdkapital sei ihr vom 
Alleinaktionär,  Z._______,  zinslos  überlassen  worden.  Mit  Ergän-
zungsabrechnung  (EA)  Nr.  ...  vom  9.  September  2002  forderte  die 
ESTV von der Beschwerdeführerin Mehrwertsteuern im Umfange von 
Fr. 453'974.-- nach, die im Wesentlichen aus dem Vorhalt resultierten, 
der  Finanzertrag  als  steuerausgenommener  Umsatz  und  die  Zins-
freiheit  des  Darlehens  führten  zu  einer  verhältnismässigen  Kürzung 
der Vorsteuern. In der Folge liess die Beschwerdeführerin diese Nach-
forderung bestreiten und geltend machen, die beiden in ihrem Eigen-
tum stehenden Flugzeuge würden durch die A._______ AG gewartet 
und dieser auch vermietet. Die A._______ AG stelle die Flugstunden 
den Benutzern im eigenen Namen in Rechnung. Danach vergüte sie 
der  Beschwerdeführerin  die  Einnahmen  aus  den  Flugstunden.  Die 
ESTV  stellte  am  20.  November  2002  fest,  die  Leistungen  der 
A._______  AG an  die  Beschwerdeführerin  stellten  ein  sog.  Aircraft 
Management dar und seien zum Normalsatz zu versteuern. Ebenfalls 
zum  Normalsatz  zu  versteuern  sei  die  Vermietung  der  Flugzeuge 
durch die Beschwerdeführerin an die A._______ AG; dabei kämen die 
Ansätze einer marktüblichen Vermietung im Sinne von Art. 33 Abs. 2 
MWSTG  zur  Anwendung.  Am  11.  März  2003  stornierte  sie  die  EA 
Nr. ... im Betrag von Fr. 453'974.-- und ersetzte diese mit den EA Nr. ... 
f.  über  eine  Mehrwertsteuer  von  Fr.  215'484.--  (4/2000)  und 
Fr. 238'480.--  (1/2001—1/2002).  Diese  Nachforderungen  resultierten 
aus dem Vorhalt, Leistungen an die nahe stehende Person Z._______ 
seien fälschlicherweise  nicht  zum Preis  wie  für  einen unabhängigen 
Dritten  versteuert  worden  sowie  der Finanzertrag  als  steuerausge-
nommener Umsatz und die Zinsfreiheit des Darlehens führten zu einer 
verhältnismässigen Kürzung der Vorsteuern.

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D.
Mit Entscheiden je vom 21. März 2003 verfügte die ESTV, sie habe von 
der  Beschwerdeführerin  die  Beträge  Fr.  215'484.--  (4/2000)  bzw. 
Fr. 238'480.--  (1/2001—1/2002),  je  zuzüglich  Verzugszins,  zu  Recht 
nachgefordert.  Am  16.  April  2003  liess  die  Beschwerdeführerin  da-
gegen  je  Einsprache  erheben  und  beantragen,  der  zu  bezahlende 
Mehrwertsteuerbetrag  sei  auf  Fr. 0.--  festzusetzen.  Zur  Begründung 
hielt sie im Wesentlichen dafür, die Flugstunden an den Alleinaktionär 
seien  zu  identischen  Ansätzen  verrechnet  worden  wie  gegenüber 
Dritten, nämlich zu Fr. 1'380.-- pro Stunde. Den selben Betrag erhalte 
sie von der B._______ AG (spätere A._______ AG) für die Benützung 
des Flugzeuges. Ferner habe entgegen der Auffassung der ESTV kein 
von der Steuer ausgenommener Finanzertrag (Zins- oder Wertschrif-
tenertrag)  in  relevanter  Höhe erzielt  werden können. Was in  der Er-
folgsrechnung  als  „Finanzertrag“  ausgewiesen  sei,  stelle  zum  einen 
Teil  eine  buchhalterische  Korrektur,  eine  Kursanpassung  per  Ende 
Jahr  auf  ihrem  USD-Konto  bei  der  Bank  und  zum  andern  Teil  eine 
Kursanpassung  von  Wertschriften  dar.  Der  effektive  Zinsertrag  von 
lediglich Fr. 4'800.-- rechtfertige keine verhältnismässige Kürzung des 
Vorsteuerabzugs, da die praxisgemässe Limite von Fr. 10'000.-- bzw. 
10% des Gesamtumsatzes damit nicht erreicht worden sei. Schliess-
lich entbehre jeglicher gesetzlicher Grundlage, das zinslose Darlehen 
als Subvention oder Spende zu qualifizieren, welche eine verhältnis-
mässige Kürzung des Vorsteuerabzuges zur Folge hätten. Ohnehin sei 
das Darlehen des Alleinaktionärs als Sanierungsbeitrag zu behandeln, 
da die Beschwerdeführerin überschuldet gewesen sei. Gemäss eige-
ner Praxis der ESTV hätten Beiträge von Gesellschaftern an eine sa-
nierungsbedürftige Gesellschaft nicht als Spenden zu gelten und damit 
keine Vorsteuerabzugskürzungen zur Folge. Nach weiteren Briefwech-
seln führte die ESTV am 30. und 31. Mai 2006 eine Steuerkontrolle bei 
der Beschwerdeführerin durch.

E.
Mit Einspracheentscheiden je vom 30. Juni 2006 hiess die ESTV die 
Einsprachen teilweise gut (je betreffend Zinserträge [USD]) und stellte 
fest,  die  Beschwerdeführerin  schulde  Mehrwertsteuern  in  Höhe  von 
Fr. 370'872.-- (4/2000) bzw. Fr. 402'272.-- (1/2001 – 1/2002). Damit be-
lastete die ESTV verglichen mit den ersten Entscheiden für das Quar-
tal  4/2000  im  Ergebnis  zusätzliche  Fr. 155'388.--  (s.  EA  Nr. ...  vom 
30. Juni 2006; 370'872.-- ./. Fr. 215'484.--) und für die Quartale 1/2001 
bis 1/2002 zusätzliche Fr. 163'822.-- (s. EA Nr. ... vom 30. Juni 2006; 

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Fr. 402'272.-- ./. 238'480.-- + Fr. 30.-- [„Umsatzdifferenz“ beibehalten]). 
Die  Gutheissung  resultierte  aus  dem  Umstand,  dass  die  ESTV  die 
Ausführungen der  Beschwerdeführerin  zu den Kurskorrekturen aner-
kannte und die entsprechende Vorsteuerabzugskürzung nunmehr auf-
hob. Zur Begründung der Mehrwertsteuerschuld hielt die ESTV im We-
sentlichen dafür, die geltend gemachten Vorsteuern seien um 84,24% 
zu  kürzen. Denn  die  Eingangsleistungen  an  die  Beschwerdeführerin 
seien lediglich zu 15,76% in deren Ausgangsleistungen eingeflossen. 
Dieses Verhältnis der steuerbaren Verwendung lasse sich dadurch be-
rechnen, dass die geltend gemachten Vorsteuern von Fr. 1'110'743.-- 
einer deklarierten Mehrwertsteuer von Fr. 175'003.-- gegenüberstehen 
würden.

F.
Am 29. August 2006 lässt die X._______ AG bei der Eidgenössischen 
Steuerrekurskommission (SRK) Beschwerde erheben mit den Begeh-
ren, die Einspracheentscheide unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu  Lasten der  ESTV aufzuheben; die ESTV sei  anzuweisen,  ihr  die 
geltend gemachte Vorsteuer von Fr. 85'573.20 für das Quartal 1/2000 
sowie von Fr. 477'531.-- für die Quartale 1/2001 bis 1/2002, zuzüglich 
Zins, zu erstatten; eventualiter sei die Beschwerdesache zwecks Fest-
setzung der Vorsteuern an die ESTV zurückzuweisen. Zur Begründung 
trägt  die  Beschwerdeführerin  im Wesentlichen  vor,  vor  der  Beschaf-
fung des ersten Flugzeuges habe sie sich bei der ESTV die Zusage 
eingeholt,  die  Vorsteuern  geltend  machen  zu  dürfen;  darauf  sei  die 
ESTV  zu  behaften.  Die  dem  Alleinaktionär  für  die  Benützung  des 
Flugzeugs in Rechnung gestellten Entgelte hielten einem Drittvergleich 
ohne  weiteres  stand.  Eine  gemischte  Verwendung  der  Flugzeuge 
durch die Beschwerdeführerin sei nicht möglich, und die Rangrücktritte 
des Alleinaktionärs könnten nicht als Spenden mit  Auswirkungen auf 
die Vorsteuerabzugsberechtigung betrachtet werden.

G.
Mit Vernehmlassung vom 20. November 2006 schliesst die ESTV auf 
Abweisung der Beschwerde. 

H.
Am 29. Januar  2007 teilt  das Bundesverwaltungsgericht  den Verfah-
rensbeteiligten mit, es habe das vorliegende Verfahren übernommen.

Auf die Eingaben an die SRK bzw. ans Bundesverwaltungsgericht wird 

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– soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen Einspracheentscheide der 
ESTV  der  Beschwerde  an  die  SRK.  Das  Bundesverwaltungsgericht 
übernimmt, sofern es zuständig ist,  die bis zum 31. Dezember 2006 
bei  der  SRK  anhängigen  Rechtsmittel.  Die  Beurteilung  erfolgt  nach 
neuem  Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom 
17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  [Verwaltungsge-
richtsgesetz,  VGG,  SR 173.32]).  Soweit  das  VGG  nichts  anderes 
bestimmt,  richtet  sich gemäss Art. 37 VGG das Verfahren nach dem 
Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behand-
lung der Beschwerde sachlich wie funktionell zuständig (Art. 31 und 33 
Bst.  d  VGG).  Die  Beschwerdeführerin  hat  die  Einspracheentscheide 
vom 30. Juni  2006 frist-  und auch formgerecht  angefochten (Art.  50 
und  52  VwVG).  Sie  ist  durch  diese  beschwert  und  zur  Anfechtung 
berechtigt (Art. 48 VwVG). 

Am 1. Januar 2001 sind das Bundesgesetz vom 2. September 1999 
über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) sowie die zugehörige 
Verordnung (Verordnung vom 29. März 2000 zum Bundesgesetz über 
die  Mehrwertsteuer  [MWSTGV,  SR 641.201])  in  Kraft  getreten.  Die 
Beurteilung  des  vorliegenden  Sachverhalts  richtet  sich  nach  dieser 
Gesetzgebung,  soweit  er  sich  in  deren  zeitlichen  Geltungsbereich 
ereignet hat (1. Januar 2001 bis 31. März 2002). Soweit sich hingegen 
der Sachverhalt vor Inkrafttreten des MWSTG zugetragen hat (17. No-
vember  2000  bis  31.  Dezember  2000),  ist  auf  die  vorliegende  Be-
schwerde grundsätzlich noch die Verordnung vom 22. Juni 1994 über 
die  Mehrwertsteuer  (MWSTV von  1994,  AS  1994  1464)  anwendbar 
(Art. 93 und 94 MWSTG).

1.2 Die Zusammenlegung von Verfahren und der Abschluss des Ver-
fahrens mit einem einzigen Urteil rechtfertigt sich, wenn die einzelnen 
Sachverhalte in einem engen inhaltlichen Zusammenhang stehen und 
sich in allen Fällen die gleichen oder gleichartige Rechtsfragen stellen 

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(Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1354/2006  vom 24.  August 
2007 E. 1.3; vgl. ANDRÉ MOSER, in André Moser/Peter Uebersax, Prozes-
sieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen, Basel und Frankfurt 
a.M. 1998, Rz. 3.12). Diese Voraussetzungen sind für die beiden vor-
liegenden Verfahren  erfüllt,  die  zwei  unterschiedliche Einspracheent-
scheide selben Datums zum Gegenstand haben. Es handelt  sich je-
weils um die nämliche Beschwerdeführerin und die gleichen Rechts-
fragen. Überdies sprechen sich die Parteien übereinstimmend für eine 
Vereinigung aus. Die Verfahren A-1630/2006 und A-1631/2006 sind zu 
vereinigen. 

1.3 Zwar  hiess  die  ESTV  mit  den  angefochtenen  Einspracheent-
scheiden die Einsprachen teilweise gut (je betreffend Zinserträge), be-
lastete aber für das Quartal 4/2000 im Ergebnis zusätzliche Mehrwert-
steuern im Umfang von Fr. 155'388.-- und für die Quartale 1/2001 bis 
1/2002 zusätzliche Fr. 163'822.-- (s. Sachverhalt Bst. E hievor). Diese 
reformatio in peius resultierte aus einer zu diesem Verfahrenszeitpunkt 
neuen Begründung der Nachforderungen im Zusammenhang mit  der 
Kürzung des Vorsteuerabzugs. Daraus geht implizite hervor, dass die 
ESTV die Begründung in den angefochtenen ersten Entscheiden als 
mit dem Bundesrecht unvereinbar betrachtete.

Die  ESTV kann  den  angefochtenen  ersten  Entscheid  zu  Ungunsten 
der Steuerpflichtigen grundsätzlich ändern, soweit dieser Bundesrecht 
verletzt oder auf einer unrichtigen bzw. unvollständigen Sachverhalts-
feststellung beruht. Beabsichtigt  die  ESTV eine  solche  reformatio  in 
peius, so bringt sie dies der Steuerpflichtigen zur Kenntnis und räumt 
ihr Gelegenheit zur Gegenäusserung ein (Art. 62 Abs. 2 und 3 VwVG); 
sie gewährt ihr also das rechtliche Gehör, das soweit  geht,  dass die 
mit der Verschlechterung der Rechtslage bedrohte Steuerpflichtige im 
Rahmen  dieser  Anhörung  ausdrücklich  darauf  hinzuweisen  ist,  sie 
könne ihr Rechtsmittel zurückziehen und der angefochtene Entscheid 
erwachse damit in Rechtskraft  (vgl.  MOSER,  a.a.O.,  Rz. 3.94, mit  Hin-
weisen auf die Rechtsprechung). Diese Handhabung der reformatio in 
peius soll  den Rechtsuchenden nur, aber immerhin,  davor schützen, 
hinter  das zurückgeworfen zu werden,  was er  vor der Vorinstanz er-
reicht hat (vgl. MOSER, a.a.O., Rz. 3.93).

Die  anwaltlich  vertretene  Beschwerdeführerin  hat  im  Verfahren  vor 
dem Bundesverwaltungsgericht die reformatio in peius als solche nicht 
beanstandet. Vielmehr hat sie sich einlässlich mit der neuen Begrün-

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dung in den Einspracheentscheiden und mit  der zusätzlich verfügten 
Steuer  auseinandergesetzt.  Überdies  hat  sie  mit  den  vorliegenden 
Rechtsbegehren, die darüber hinausgehen, als was sie mit den ersten 
Entscheiden erreicht hat, zweifelsfrei signalisiert, dass sie damit nicht 
den Schutz davor in Anspruch nehmen will, hinter das zurückgeworfen 
zu werden, was sie mit den ersten Entscheiden erreicht hat. Eine all-
fällige  Gehörsverletzung  wäre  unter  diesen  Umständen  als  mit  dem 
vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt zu betrachten. 

2.

2.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen u.a. die im Inland gegen Entgelt 
erbrachten  Lieferungen  von  Gegenständen  und  Dienstleistungen 
(Art. 5 Bst. a und b MWSTG; Art. 4 Bst. a und b MWSTV). Damit eine 
steuerbare  Leistung  überhaupt  vorliegt,  muss  sie  im  Austausch  mit 
einer Gegenleistung (Entgelt) erfolgen. Die Entgeltlichkeit stellt ein un-
abdingbares Tatbestandsmerkmal einer mehrwertsteuerlichen Leistung 
dar (Ausnahme: Eigenverbrauch [Art. 5 Bst. c  MWSTG;  Art. 4  Bst. c 
MWSTV]). Besteht kein Austauschverhältnis in diesem Sinn zwischen 
Leistungserbringer und -empfänger, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich 
irrelevant  und  fällt  nicht  in  den Geltungsbereich  der  Mehrwertsteuer 
(statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1567/2006 vom 
28. Dezember  2007 E. 2.2.1,  A-1431/2006 vom 25. Mai  2007 E. 2.1; 
Entscheid der SRK vom 18. November 2002, veröffentlicht in Verwal-
tungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.49 E. 2a cc). 

2.2 Verwendet  der  Steuerpflichtige  Gegenstände  oder  Dienstleistun-
gen für steuerbare Ausgangsleistungen, so kann er in seiner Steuer-
abrechnung die ihm von anderen Steuerpflichtigen in  Rechnung ge-
stellte Steuer für Lieferungen und Dienstleistungen abziehen (Art. 38 
Abs. 1 und 2 MWSTG; Art. 29 Abs. 1 und 2 MWSTV). Das anwendbare 
schweizerische Mehrwertsteuerrecht schreibt in systemgerechter Wei-
se und – in Abweichung der Rechtsprechung des EuGH und etwa des 
deutschen  Rechts  zum  "erfolglosen  Unternehmer"  –  zwingend  vor, 
dass der Steuerpflichtige die Eingangsleistung für steuerbare Lieferun-
gen oder  Dienstleistungen,  mithin  für  eine  der  Steuer  unterliegende 
Ausgangsleistung letztlich auch verwenden muss, damit er die auf der 
Eingangsleistung  lastende  Steuer  als  Vorsteuer  abziehen  kann. Ge-
mäss  konstanter  schweizerischer  Rechtsprechung  bedarf  es  denn 
auch  eines  "objektiven  wirtschaftlichen  Zusammenhangs  zwischen 
steuerbarer Eingangs- und Ausgangsleistung",  mithin,  "dass die Ein-

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gangsleistung in  eine Ausgangsleistung mündet". Folglich ist  ein  mi-
nimaler  Zusammenhang  zwischen  Eingangs-  und  steuerbarer  Aus-
gangsleistung  nach  dem  hier  anwendbaren  Recht  zwingend,  auch 
wenn der Zusammenhang kein direkter zu sein braucht, d.h. ein mit-
telbarer genügt (statt  vieler: Entscheid der SRK vom 14. März 2006, 
veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden [VPB]  70.79 
E. 2c; vgl. BGE 132 II 353 E. 8.3, 8.4, 10; Urteile des Bundesgerichts 
2A.650/2005 vom 16. August 2006 E. 3.4,  2A.175/2002 vom 23. De-
zember 2002 E. 5.2 in fine, 2A.273/2002 vom 13. Januar 2003 E. 5.2 in 
fine; Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1357/2006 vom 27. Juni 
2007 E. 2 mit Hinweisen).

Fliesst  die  Eingangsleistung nicht in  steuerbare  Ausgangsleistungen 
im beschriebenen Sinn ein, liegt Endverbrauch beim Steuerpflichtigen 
vor (vgl. BGE 132 II 353 E. 10, ferner E. 8.2; DANIEL RIEDO, Vom Wesen 
der Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer und von den ent-
sprechenden  Wirkungen  auf  das  schweizerische  Recht,  Bern  1999, 
S. 141 f.). Denn Endverbrauch ist nicht zwingend privat. Auch steuer-
pflichtige Unternehmen können ein Nebeneinander von unternehmeri-
scher  und  nichtunternehmerischer  Betätigung  aufweisen  (sog.  "Ver-
brauch in der Unternehmenssphäre"; BGE 132 II 353 E. 8.2, 123 II 295 
E. 7a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1373/2006 vom 16. No-
vember 2007 E. 2.2). 

2.3 Auch die Steuerbarkeit von Leistungen zwischen Gesellschaft und 
Gesellschaftern hängt vom Vorhandensein eines mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustausches  nach  den  allgemeinen  Regeln  (E.  2.1  hievor) 
ab. Bei  Leistungen des Gesellschafters  an  die  Gesellschaft  (Gesell-
schafterbeiträge  oder  Gesellschaftereinlagen),  die  nicht  gegen  spe-
zielle  Entschädigungen  bzw.  Gegenleistungen  der  Gesellschaft  er-
folgen, ist  gemäss Lehre und Rechtsprechung von nicht steuerbaren 
Leistungen auszugehen. Namentlich kommt kein mehrwertsteuerlicher 
Leistungsaustausch  zustande  bei  der  ordentlichen  Gewinn-  und 
Verlustbeteiligung  (Urteil  des  Bundesgerichts  2A.369/2005  vom 
24. August  2007  E.  4.3;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1439/2006  vom  18.  Juni  2007  E.  2.5;  Entscheid  der  SRK  vom 
12. Oktober 2001, veröffentlicht in VPB 66.42 E. 5c cc; ALOIS CAMENZIND/
NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER,  Handbuch  zum  Mehrwertsteu-
ergesetz [MWSTG], Bern 2003, 2. Aufl., Rz. 422; vgl. auch JEAN-MARC 
RIVIER/ANNIE ROCHAT PAUCHARD, Droit fiscal suisse, La taxe sur la valeur 
ajoutée, Lausanne 2000, S. 244). 

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Gemäss Bundesgericht  soll  die  Gesellschaft  zwischen der  Finanzie-
rung  durch  ihre  Gesellschafter  mittels  Eigenkapital  einerseits  oder 
aber Fremdkapital (z.B. Darlehen oder verdeckte Kapitaleinlagen) an-
dererseits  wählen  können,  ohne  dass  diese  Wahl  unterschiedliche 
mehrwertsteuerliche Folgen für sie hätte (BGE 132 II 353 E. 6.3 und 
6.4). Als reine Finanzierungsmittel der Gesellschaft hätten  Kapitalein-
lagen  der Gesellschafter – wie deren Darlehen – grundsätzlich keine 
verhältnismässige Kürzung des Vorsteuerabzugs zur Folge (Ausahme: 
soweit  sie  in  direktem  Zusammenhang  stehen  mit  steuerbelasteten 
Eingangsleistungen  der  Gesellschaft);  dies  im  Unterschied  zu  Sub-
ventionen  oder  Spenden.  Allein  entscheidend  für  eine  Vorsteuerab-
zugskürzung sei die Frage, ob die Gesellschaft steuerbare Tätigkeiten 
ausführe oder nicht; ob sie also die ordentlichen Voraussetzungen des 
Vorsteuerabzugs gemäss Art. 38 Abs. 1 und 2 MWSTG (bzw. Art. 29 
Abs. 1 und 2 MWSTV) erfülle (BGE 132 II 353 E. 7 und 9). Die Ge-
setzgebung schliesse nicht aus, sehe gar vor, dass die Steuerpflichtige 
– selbst über mehrere Steuerperioden hinaus bis zu ihrem Untergang 
– Vorsteuerüberschüsse erziele. Bei einem rein quantitativen Missver-
hältnis  zwischen  geltend  gemachter  Vorsteuer  und  Ausgangssteuer 
dürfte die ESTV nicht unbesehen einschreiten. Solange die Eingangs-
leistungen  in  steuerbare  Ausgangsleistungen  flössen,  sei  eine  Kür-
zung des Vorsteuerabzugs nicht zulässig (vgl. BGE 132 II 353 E. 8.4, 
10). Bei  einem offensichtlichen Missverhältnis  dürfe  die  ESTV indes 
nach den Gründen suchen, denn es sei unüblich, dass ein Aktionär mit 
Verlusten unbestimmten Ausmasses eine steuerpflichtige Gesellschaft 
finanziere. Sei dieses Missverhältnis beispielsweise darauf  zurückzu-
führen,  dass  die  Gesellschaft  nebst  den  geschäftlichen  Zielen  auch 
andere (verdeckte) verfolge, die ein Hobby oder andere luxuriöse Vor-
lieben der Gesellschafter zum Gegenstand hätten und damit der priva-
ten Bedürfnisbefriedigung bzw. dem Endverbrauch des Aktionärs dien-
ten, sei  der Vorsteuerabzug nicht gerechtfertigt  (vgl. BGE 132 II  353 
E. 10).

2.4 Das in Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) enthaltene Gebot von 
Treu und Glauben gilt  nach Rechtsprechung und Lehre auch im Ver-
waltungsrecht  und  gibt  dem Bürger  einen  Anspruch  auf  Schutz  des 
berechtigten  Vertrauens,  das  er  in  behördliche  Zusicherungen  und 
sonstiges,  bestimmte  Erwartungen  begründendes  Verhalten  der  Be-
hörden setzt. Es müssen indessen verschiedene Voraussetzungen ku-
mulativ  erfüllt  sein,  damit  sich  der  Private  mit  Erfolg  auf  Treu  und 

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Glauben berufen kann. So ist  eine unrichtige Auskunft  einer Verwal-
tungsbehörde  nur  bindend,  wenn  die  Behörde  in  einer  konkreten 
Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat, wenn sie 
dabei für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder 
wenn der Bürger die Behörde aus zureichenden Gründen als zustän-
dig  betrachten  durfte,  wenn  gleichzeitig  der  Bürger  die  Unrichtigkeit 
der  Auskunft  nicht  ohne  weiteres  erkennen  konnte  und  wenn  er  im 
Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, 
die  nicht  ohne  Nachteil  rückgängig  gemacht  werden  können,  sowie 
wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Ände-
rung erfahren hat (BGE 131 II 627 E. 6.1, 129 I 161 E. 4.1; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1567/2006  vom  28. Dezember  2007 
E. 4.2; ARTHUR HAEFLIGER, Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich, 
Bern 1985, S. 220 f.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Grund-
riss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, Zürich 2006, Rz. 622 ff.).

3.

3.1 Im vorliegenden Fall  bezweckte die Beschwerdeführerin nach ei-
genen  Angaben,  die  im Herbst  2000  erworbene erste  PC 12 (Flug-
zeug 1)  für  ihren Alleinaktionär  zu  verwenden. Diese sollte  daneben 
auch  an  Dritte  vermietet  werden.  Zu  diesem  Zweck  habe  die  Be-
schwerdeführerin  die  A._______  AG  vertraglich  verpflichtet,  das 
Operating des Flugzeugs zu übernehmen und nebst der Verwendung 
durch  ihren  Alleinaktionär  für  eine  möglichst  optimale  „Vermie-
tung/Vercharterung“ zu sorgen. Die zweite PC 12 (Flugzeug 2), welche 
die Beschwerdeführerin im Dezember 2001 erwarb, habe dem Allein-
aktionär zeitweise in den USA zur Verfügung stehen sollen. Der Allein-
aktionär gab denn vor den Zollbehörden auch zu Protokoll, sein „lang 
gehegter  Traum war die  Anschaffung eines  privaten Flugzeuges“; er 
habe  sich  dann  eine  PC 12  gekauft  (Einvernahme-Protokoll  der 
Zollverwaltung  vom  24. September  2002  S. 2  [Vernehmlassungsbei-
lage 28]); es sei schon lange sein Wunschtraum gewesen, mit einem 
eigenen,  kleinen  Flugzeug  über  den  Atlantik  zu  fliegen  (Protokoll, 
a.a.O.,  S. 3);  zu  Trainingszwecken  habe  er  die  PC 12  (Flugzeug  1) 
auch selbst geflogen; die PC 12 (Flugzeug 2) sei für ihn selbst, seine 
Familie und seine Freunde zu Reisezwecken eingesetzt gewesen (Pro-
tokoll,  a.a.O., S. 5); entschieden habe er, wie und wann dieses Flug-
zeug eingesetzt wurde (Protokoll, a.a.O., S. 5 und 7).  Unbestrittener-
massen  hat  die  Beschwerdeführerin  zumindest  das  erste  Flugzeug 
ihrem Alleinaktionär, privaten Dritten und der A._______ AG entgelt-

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lich zur Verfügung gestellt. Es habe sich aber herausgestellt, dass das 
„... Programm“ der A._______ AG nicht lief wie erwartet und die bei-
den Flugzeuge zu oft am Boden gestanden hätten. Deswegen habe sie 
Verluste  erlitten.  Zum  Erwerb  der  beiden  Flugzeuge  habe  die  Be-
schwerdeführerin Darlehen des Alleinaktionärs erhalten, wobei er an-
gesichts der Ertragslage auf eine Verzinsung der Darlehen verzichtete 
und teilweise im Rang gegenüber andern Gläubigern zurücktrat.

Die ESTV trägt vor, die Beschwerdeführerin sei seit ihrem ersten Ge-
schäftsjahr  unbestrittenermassen  im Sinne  von Art.  725  Abs. 1  des 
Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) überschuldet ge-
wesen.  Sanierungsmassnahmen  seien  jedoch  keine  erfolgt,  da  der 
Alleinaktionär  bei  jährlichen  Verlusten  von  weit  über  einer  halben 
Million Franken jedes Jahr Rangrücktritt  erklärt  habe. Die Beschwer-
deführerin habe eine Umsatzsteuer von lediglich Fr. 175'003.-- gegen-
über einer geltend gemachten Vorsteuer von Fr. 1'110'743.-- deklariert 
(bis Ende 2005). Betrachte man den den Streitgegenstand bildenden 
Zeitraum, stünde eine deklarierte  Steuer von Fr. 45'444.--  einer Vor-
steuer von Fr. 917'787.--  gegenüber. Die Beschwerdeführerin  erleide 
dauernd  Verluste,  weil  sie  das  Hobby  ihres  Alleinaktionärs  umsetze 
und dessen Luxusbedürfnisse befriedige. Der Vorsteuerabzug sei nur 
in  jenem Umfang  zuzulassen,  als  steuerbare  Leistungen  tatsächlich 
stattgefunden hätten.

3.2 Mittlerweile  ist  unbestritten,  dass  die  zinslosen  Darlehen  des 
Alleinaktionärs  an die  Beschwerdeführerin  keine Spenden darstellen 
und deshalb keine entsprechende verhältnismässige Vorsteuerabzugs-
kürzung bei der Beschwerdeführerin zur Folge haben (E. 2.3 hievor). 
Nicht im Streit liegt ferner, dass diese Darlehen als verdecktes Eigen-
kapital  zu qualifizieren sind und nicht in einem mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustausch mit  der Beschwerdeführerin erfolgten und soweit 
keine mehrwertsteuerlichen Folgen zeitigen (E. 2.3 hievor). Ebenso un-
umstritten ist, dass die Beschwerdeführerin daneben ihrem Alleinaktio-
när und Dritten aber mehrwertsteuerliche Leistungen (Überlassung ei-
nes Flugzeuges zum Gebrauch und/oder Beförderungsleistungen) ge-
gen Entgelt  erbrachte und damit auch, dass grundsätzlich Eingangs-
leistungen (z.B. Einkauf  Flugzeug; Wartung und Betrieb)  an die  Be-
schwerdeführerin in deren steuerbare Ausgangsleistungen mündeten. 
Im Streit liegt jedoch die Frage, ob die ESTV mit Recht die auf diesen 
Eingangsleistungen  lastende  Vorsteuer  nur  gekürzt  zum  Abzug  zu-
lässt, genauso wie die Frage nach dem Umfang der Kürzung. Die ent-

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sprechenden,  mit  den angefochtenen Einspracheentscheiden verfüg-
ten Steuerforderungen werden allerdings rechnerisch und damit sach-
verhaltsmässig durch die Beschwerdeführerin nicht bestritten. Unum-
stritten ist in dieser Hinsicht auch, dass lediglich rund 15,76% der Ein-
gangsleistungen in steuerbare Ausgangleistungen geflossen sind (total 
geltend gemachte Vorsteuer im Betrage von Fr. 1'110'743.-- gegenüber 
einer deklarierten Steuer auf Ausgangsleistungen von Fr. 175'003.--). 

3.3 Es  gilt  zu  prüfen,  ob  der  erheblich  übermässige  Vorsteuerüber-
schuss  der  Beschwerdeführerin  darauf  zurückzuführen  ist,  dass  sie 
neben  ihrem geschäftlichen  Zweck auch einen verdeckten verfolgte, 
welcher ein Hobby oder andere luxuriöse Vorlieben des Alleinaktionärs 
zum Gegenstand hatte. 

Die  Beschwerdeführerin  bezweckt  hauptsächlich  den  Kauf  und  den 
Verkauf, das Halten und den Betrieb von Flugzeugen. Von allem An-
fang  an  hat  sie  grosse  Verluste  erlitten  und  hat  ihre  geschäftliche 
Tätigkeit nie mit wirtschaftlichem Erfolg verrichten können. Die als Ziel 
vorgegebene „optimale Vermietung/Vercharterung“  ihrer  beiden Flug-
zeuge hat so nie stattgefunden. All dies erstaunt nicht weiter, verfügte 
sie doch nach unwiderlegter Darstellung der Vorinstanz über kein ei-
genes Domizil,  keine eigene Infrastruktur und kein eigenes Personal, 
keine  Marketingmassnahmen  sowie  über  keinen  wirklich  eigenen 
Marktauftritt, was alles erforderlich wäre, um ihren Hauptzweck  über-
haupt  –  geschweige  denn  wirtschaftlich  erfolgreich  –  erfüllen  zu 
können. Überdies  waren  die  Flugzeuge  nach  eigenen  Angaben  der 
Beschwerdeführerin  nicht  für  den  kommerziellen  Betrieb  zertifiziert, 
weshalb sich nur schwerlich argumentieren lässt, dass sie tatsächlich 
für  die  kommerzielle  Verwendung  eingekauft  worden  sind.  Die  Be-
schwerdeführerin  finanzierte sich im Wesentlichen mit  den zinslosen 
Darlehen des Alleinaktionärs  und dessen Rangrücktritten  gegenüber 
anderen  Gläubigern.  Ernsthafte  Massnahmen,  um  ihre  Verluste  auf 
eine andere Weise zu vermeiden, hat sie keine nachgewiesen. Ebenso 
fehlt  ein  Nachweis  dafür,  dass  der  Alleinaktionär  irgendwelche  Vor-
kehrungen  zur  Sicherung  der  zur  Verfügung  gestellten  finanziellen 
Mittel  in Höhe von rund 12 Mio. Franken getroffen hätte. Vor diesem 
Hintergrund  gewinnt  im  vorliegenden  Fall  der  Standpunkt  des  Bun-
desgerichts,  es  sei  unüblich,  dass  ein  Aktionär  mit  Verlusten  unbe-
stimmten  Ausmasses  eine  steuerpflichtige  Gesellschaft  finanziere 
(E. 2.3 hievor),  zusätzlich an Gewicht. Dass der Alleinaktionär die Be-
schwerdeführerin mit seinen Darlehen (zum Kauf der Flugzeuge) und 

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den Rangrücktritten gegenüber anderen Gläubigern (zur  Abwendung 
des Konkurses) im Sinne dieser Rechtsprechung finanzierte, ist ganz 
offensichtlich und bedarf keiner weitergehenden Erläuterungen. Ferner 
räumte  der  Alleinaktionär  ausdrücklich  gleich  selbst  ein,  lange  den 
Traum von  der  Anschaffung  eines  „privaten  Flugzeuges“  gehegt  zu 
haben,  und  „er“  habe  sich  dann  auch  eine  PC  12  gekauft  (E.  3.1 
hievor). Wörtlich  genommen verdeutlicht  er  zweierlei:  faktisch  hat  er 
als  Privatperson  die  Flugzeuge  gekauft,  und  sie  sollten  ihm  privat 
gehören bzw. der privaten Verwendung dienen. Dieser wörtliche Sinn-
gehalt widerspiegelt sich in seinen weiteren Aussagen, wonach er die 
PC 12 (Flugzeug 1) zu Trainingszwecken auch selbst  geflogen habe 
und die  PC 12 (Flugzeug 2)  für  ihn selbst,  seine Familie  und seine 
Freunde zu Reisezwecken eingesetzt gewesen sei; entschieden habe 
er, der Alleinaktionär, über Art  und Zeitpunkt des Flugzeugeinsatzes, 
und  nicht  etwa  die  Beschwerdeführerin.  Wenngleich  diese  faktische 
Einschätzung der Aussagen des Alleinaktionärs sich nicht mit der ju-
ristischen (Gründung einer AG/Darlehen Alleinaktionär zum Kauf der 
Flugzeuge  durch  Beschwerdeführerin  etc.)  deckt,  führen  all  die  ge-
schilderten  Umstände  zum  unzweifelhaften  Schluss,  dass  die  Be-
schwerdeführerin  nebst  ihrem  geschäftlichen  einem weiteren,  ver-
deckten Zweck diente. Dieser bestand – wie die Vorinstanz – nachzu-
weisen vermag, von allem Anfang an in der Umsetzung eines Hobbys, 
der Fliegerei, ihres Alleinaktionärs und der Befriedigung der entspre-
chenden  Luxusbedürfnisse.  Das  offensichtliche  Missverhältnis  zwi-
schen  geltend  gemachter  Vorsteuer  einerseits  und  deklarierter  Aus-
gangssteuer andererseits sowie die enormen Verluste der Beschwer-
deführerin sind damit rechtserheblich auf die private Bedürfnisbefriedi-
gung  des  Alleinaktionärs  zurückzuführen.  Soweit  die  Eingangsleis-
tungen verdeckt der privaten Bedürfnisbefriedigung des Aktionärs die-
nen,  münden  sie  nicht  in  steuerbare  Ausgangsleistungen.  Eine  ent-
sprechende Kürzung des Vorsteuerabzugsrechts ist aufgrund der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung gerechtfertigt (E. 2.3 hievor). Die Be-
schwerdeführerin stellt rechnerisch nicht in Abrede, dass lediglich rund 
15,76% der Eingangsleistungen in steuerbare Ausgangleistungen ge-
flossen  sind.  Der  Vorsteuerabzug  ist  entsprechend  um  84,24%  zu 
kürzen. 

3.4 Schliesslich  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  das  Bundesgericht  in 
einem  jüngsten  Urteil  die  mit  dem  vorliegenden  Fall  vergleichbare 
Konstellation als Steuerumgehung qualifizierte (Urteil des Bundesge-
richts 2C_632/2007 vom 7. April 2008 E. 4). Gleich wie dort wären im 

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vorliegenden  Fall  die  folgenden, in  bundesgerichtlicher  Rechtspre-
chung entwickelten  Voraussetzungen der  Steuerumgehung gegeben: 
(1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung erscheint als 
ungewöhnlich,  sachwidrig  oder  absonderlich,  jedenfalls  den  wirt-
schaftlichen  Gegebenheiten  völlig  unangemessen;  (2.)  es  ist  anzu-
nehmen, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich 
deshalb  getroffen  wurde,  um  Steuern  einzusparen,  die  bei  sachge-
mässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet wären; (3.) das gewählte 
Vorgehen  würde  tatsächlich  zu  einer  erheblichen  Steuerersparnis 
führen, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde (Urteil 
2C_632/2007,  a.a.O.,  E. 4.1 mit  Hinweisen). Die Beschwerdeführerin 
bezweckt den Kauf und den Verkauf, das Halten und den Betrieb von 
Flugzeugen. In Wirklichkeit beschränkte sich ihre geschäftliche Tätig-
keit  auf  das  Halten der  fast  ausschliesslich von ihrem Alleinaktionär 
benutzten Flugzeuge. Sie verfügte über kein Personal, das irgendwel-
che darüber hinausgehende Aktivitäten hätte entfalten können. Sämt-
liche  mit  dem  Betrieb  und  dem  Unterhalt  der  Flugzeuge  zusam-
menhängende Tätigkeiten hatte sie an die A._______ AG übertragen. 
Unter  diesen  Umständen  drängt  sich  die  Frage  auf,  weshalb  der 
Alleinaktionär die Flugzeuge "pro forma von der Beschwerdeführerin 
halten liess, die keine eigene Tätigkeit  entfaltete, sondern als blosse 
Durchlaufgesellschaft auftrat", und weshalb er die Flugzeuge nicht in 
eigenem Namen erworben hat, zumal die Dazwischenschaltung einer 
juristischen  Person  einen  gewissen  administrativen  Aufwand  und 
zusätzliche  Kosten –  auch steuerliche –  verursacht. Das Bundesge-
richt beantwortete diese Frage für den gleichen Sachverhalt mit dem 
alleinigen  Motiv  der  Steuerersparnis  und  bezeichnete  die  zugrunde 
liegende Rechtsgestaltung als sachwidrig und ungewöhnlich (Voraus-
setzungen 1 und 2 der Steuerumgehung; Urteil 2C_632/2007, a.a.O., 
E. 4.4 und 4.5). Bezüglich dieser beiden ersten Voraussetzungen der 
Steuerumgehung kommt im Fall der Beschwerdeführerin erschwerend 
hinzu,  dass  sie  von  allem  Anfang  nebst  dem  geschäftlichen  einen 
verdeckten Zweck,  die  private  Bedürfnisbefriedigung des Alleinaktio-
närs, verfolgte (E. 3.3 hievor). Es liegt auf der Hand, dass das gewähl-
te Vorgehen zu einer erheblichen Steuerersparnis geführt hätte, wenn 
es  von der  ESTV hingenommen würde. Hätte  der  Alleinaktionär  die 
Flugzeuge nämlich im eigenen Namen erworben und betreiben lassen, 
wie es sachgemäss wäre, hätte er die erheblichen Vorsteuern, insbe-
sondere jene,  die beim Erwerb der Flugzeuge angefallen sind,  nicht 
geltend machen können, da er persönlich nicht mehrwertsteuerpflich-

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tig  ist  (Voraussetzung  3  der  Steuerumgehung;  Urteil  2C_632/2007, 
a.a.O., E. 4.6). 

3.5 Was die Beschwerdeführerin  vorträgt,  vermag nicht  durchzudrin-
gen. 

3.5.1 Sie hält dafür, es sei unzulässig, für eine Vorsteuerkürzung auch 
Ereignisse ab dem Quartal 2/2002 bis Ende 2005 zu berücksichtigen; 
denn Streitgegenstand bildeten einzig die Quartale 4/2000 bis 1/2002. 

Dem Grundsatze nach ist  der Beschwerdeführerin beizupflichten. Sie 
verkennt jedoch, dass im Zeitraum, der Streitgegenstand bildet,  eine 
deklarierte Steuer von Fr. 45'444.-- einer Vorsteuer von Fr. 917'787.-- 
gegenüberstünde (E. 3.1 hievor). So gesehen würden gar nur rund 5% 
der  Vorleistungen in  steuerbare Ausgangsleistungen Eingang finden. 
Auf eine entsprechende reformatio in peius ist  jedoch zu verzichten, 
weil sie sachlich nicht gerechtfertigt  wäre. Die Frage nach der effek-
tiven Verwendung von solch grossen Investitionen,  die zeitlich derart 
nahe  beieinander  liegen,  für  steuerbare  Zwecke,  bedarf  einer  zeit-
lichen  Gesamtbetrachtung,  welche  den  wirklichen  Verhältnissen  in 
jedem  Fall  besser  entspricht.  Es  ist  gerichtsnotorisch,  dass  Investi-
tionen erst nach Ablauf einer gewissen Zeit in steuerbare Ausgangs-
umsätze einfliessen können.

3.5.2 Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, die erforderliche 
Kausalität  zwischen  den  Eingangs-  und  Ausgangsleistungen  sei  ge-
geben.  Über  jede  Flugstunde  mit  dem  Alleinaktionär  habe  sie  ab-
gerechnet. Es sei  unzulässig, die Absichten und Tätigkeiten der Ge-
sellschaft  einerseits  und  des  Aktionärs  andererseits  zu  vermischen. 
Gesellschaften nähmen keine privaten Tätigkeiten vor. Überdies habe 
sie über zwei  Drittel  ihrer  Umsätze mit  Nichtaktionären getätigt. Neu 
gegründete  Gesellschaften  würden  in  den  ersten  Geschäftsjahren 
häufig Verluste erzielen.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wird nicht in Abrede 
gestellt, dass ein Teil der Eingangsleistungen in steuerbare Ausgangs-
leistungen mündeten, auch in solche, die im behaupteten Umfang an 
andere Leistungsempfänger als der Alleinaktionär erfolgten. Es ist  ja 
auch nur ein Teil des Vorsteuerabzugs zu kürzen. Zutreffend ist zwar, 
dass grundsätzlich die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin (Leistungs-
erbringerin) mit jenen des Alleinaktionärs (Leistungsempfänger) mehr-

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wertsteuerlich  nicht  zu  vermischen  sind.  Die  Kürzung  des  Vorsteu-
erabzugs, die hier in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung geschieht,  basiert  indes darauf,  dass  die  Beschwerdeführerin 
einen verdeckten Zweck verfolgte (E. 3.3 hievor). In Verfolgung dieses 
Zwecks verwendete sie, die Leistungserbringerin, die Eingangsleistun-
gen nicht für steuerbare Zwecke; allein dies ist hier massgebend. Im 
Übrigen kann eine Steuerpflichtige durchaus Endverbrauch im unter-
nehmerischen  Bereich  vollziehen;  Endverbrauch  ist  nicht  zwingend 
privat (E. 2.2 hievor).

3.5.3 Die  Beschwerdeführerin  versucht  –  teilweise  mit  Bezugnahme 
auf die direkten Steuern und die Problematik der geldwerten Leistung 
–  nachzuweisen,  dass  die  an  den  Alleinaktionär  verrechneten  Leis-
tungen einem Drittvergleich standhalten. Damit geht sie an der Sache 
vorbei.  Die  Vorinstanz  begründet  und  berechnet  die  Vorsteuerab-
zugskürzung  nicht  (mehr)  nach Massgabe des Drittpreises,  sondern 
danach, dass die Eingangsleistungen nur teilweise für steuerbare Aus-
gangsleistungen verwendet  worden seien. Gleich  verhält  es sich  mit 
den  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  zur  „Spende  durch  Sa-
nierung“. Die Darlehen des Alleinaktionärs sind nicht als Spenden zu 
qualifizieren (E. 3.2 hievor), die Vorsteuerabzugskürzung ergibt sich im 
vorliegenden Fall aus anderem Grund.

3.5.4 Schliesslich beruft sich die Beschwerdeführerin auf den Grund-
satz  von Treu und  Glauben  und  beansprucht,  dass  ihr  Vertrauen  in 
nachfolgende  Zusicherung  der  ESTV  zu  schützen  ist:  „Unter  den 
beschriebenen  Umständen  kann  der  Vorsteuerabzug  vorgenommen 
werden“ (Sachverhalt Bst. A hievor). 

Die  Beschwerdeführerin  verkennt,  dass  sie  in  ihrer,  dieser  Auskunft 
vorangehenden Anfrage vom 20. September 2000 den zu beurteilen-
den Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt darstellen liess: Ihr Zweck 
bestehe im Kaufen, Verkaufen, Halten und Betreiben von Flugzeugen; 
sie plane den Erwerb einer PC 12; es sei davon auszugehen, dass sie 
das  Flugzeug  vorwiegend  ihrem Hauptaktionär  zur  Verfügung  stelle; 
selbstverständlich  stelle  sie  dem Aktionär  dafür  entsprechend Rech-
nung, und sie liefere die darauf geschuldete Steuer ab; sie nehme an, 
dass sie die Vorsteuer auf dem Erwerb des Flugzeugs vollumfänglich 
geltend machen könne,  da sie das Flugzeug für  steuerbare  Zwecke 
verwende. 

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Der verdeckte Zweck der Beschwerdeführerin, welcher für die steuer-
liche Beurteilung der in der Anfrage vorgelegten Konstellation rechts-
erheblich  gewesen  wäre  (s.  E.  3.3  hievor),  wird  im  Schreiben  vom 
20. September  2000  indes  verschwiegen.  Auf  den  Vertrauensschutz 
(E. 2.4 hievor) kann sich die Beschwerdeführerin unter diesen Umstän-
den von vornherein nicht  mit  Erfolg berufen. Ob die kumulativen Vo-
raussetzungen  an  den  Vertrauensschutz  überhaupt  gegeben  wären, 
kann dahingestellt bleiben.

4.
Ausgangsgemäss  ist  die  Beschwerde  abzuweisen.  Die  Verfahrens-
kosten  in  Höhe von Fr. 8'000.--  sind  der  Beschwerdeführerin  aufzu-
erlegen  (Art. 63  Abs.  1  VwVG)  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Eine Parteientschädigung an 
die Beschwerdeführerin ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG a 
contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Verfahren A-1630/2006 und A-1631/2006 werden vereinigt.

2.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  im  Betrage  von  Fr.  8'000.--  werden  der  Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit  dem geleisteten Kostenvorschuss 
in gleicher Höhe verrechnet. 

4.
Der  Beschwerdeführerin  wird  keine  Parteientschädigung  zugespro-
chen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Jeannine Müller

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlichrecht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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