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**Case Identifier:** cff5819c-646a-5f60-a7d8-6052540a33b8
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-09-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.09.2019 BB.2019.166
**Docket/Reference:** BB.2019.166
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2019-166_2019-09-26

## Full Text

Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).

Beschluss vom 26. September 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechstanwalt Till Gontersweiler,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

1. BUNDESANWALTSCHAFT,  
 
2. B., vertreten durch Rechtsanwalt Michael Mráz,  
 
3. C., vertreten durch Rechtsanwalt Nathan 
Landshut,  
 
4. D., vertreten durch Rechtsanwalt Beat Luginbühl,  
 
5. E., vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard 
Isenring,  
 
6. DEUTSCHER FUSSBALL-BUND E.V. (DFB), 
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Reichart und 
Rechtsanwältin Andrea Meier,  
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.166 
Nebenverfahren: BP.2019.63 
 
 
 

- 2 - 

 

 

7. FÉDÉRATION INTERNATIONALE DE FOOT-
BALL ASSOCIATION FIFA, vertreten durch Rechts-
anwälte Saverio Lembo, Andrew Garbarski und 
Massimo Chiasera,  

Beschwerdegegner 1 - 7 
 

   

Gegenstand  Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO); aufschie-
bende Wirkung (Art. 387 StPO) 

  

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Sachverhalt: 
 

A. Am 6. November 2015 eröffnete die Bundesanwaltschaft unter der Verfah-
rensnummer SV.15.1462 gegen Unbekannt ein Verfahren wegen ungetreuer 
Geschäftsbesorgung i.S.v. Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB und Geldwäscherei 
(act. 12.2). Mit Verfügung vom 5. Juli 2016 wurde das Verfahren auf B., E., 
C., D. und A. wegen Verdachts des Betrugs (Art. 146 StGB), der ungetreuen 
Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB), der Veruntreuung (Art. 138 StGB) und 
der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) ausgedehnt (act. 8.3).  

 
Im Laufe des Verfahrens haben sich die Fédération Internationale de Foot-
ball Association FIFA (nachfolgend «FIFA») und der Deutsche Fussball-
Bund E.V. (nachfolgend «DFB») als Privatkläger konstituiert.  

 
  
B. Mit ärztlichen Attesten vom 5. und 16. April 2019 sowie 12. Juni 2019 liess 

B. der Bundesanwaltschaft mitteilen, dass er an einer schweren […]Erkran-
kung […] leide. Er sei vernehmungs- und verhandlungsunfähig (act. 8.7, 8.8, 
8.10 und 8.12).  

 
 
C. Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 kündigte die Bundesanwaltschaft den Par-

teien im Sinne von Art. 318 StPO den bevorstehenden Abschluss der Unter-
suchung an und teilte mit, aufgrund der Untersuchungsergebnisse die Ein-
stellung wegen Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) sowie die Anklageerhe-
bung wegen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB) zu beabsichtigen. Den Parteien 
wurden zudem die abschliessenden Vorhalte im Sinne von Art. 317 StPO zur 
Stellungnahme übermittelt, und sie wurden zur Einreichung von Beweisan-
trägen eingeladen (act. 8.15).  

 
 
D. Mit Eingabe vom 27. Juni 2019 reichte B. der Bundesanwaltschaft ein weite-

res ärztliches Attest der Klinik F. ein, wonach sich dieser dort seit dem 
17. Juni 2019 in stationärer […] Untersuchung und Behandlung befinde; eine 
Entlassung sei frühestens am 4. Juli 2019 möglich. Allerdings sei der tat-
sächliche Entlassungstermin ungewiss (act. 8.14). Der Verteidiger von B. 
teilte mit, dass ihm B. aufgrund der gesundheitlichen Probleme derzeit nicht 
zur Verfügung stehe, weshalb es auf nicht absehbare Zeit verunmöglicht sei, 
das vorliegende Strafverfahren mit B. zu besprechen und Instruktionen ent-
gegenzunehmen. Die laufenden Fristen seien daher abzunehmen 
(act. 8.13). 

 

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E. Die Bundesanwaltschaft informierte mit Schreiben vom 2. Juli 2019 die übri-

gen Verfahrensparteien über die Entwicklungen betreffend den Gesund-
heitszustand von B. Sie teilte den Parteien mit, gestützt auf Art. 30 StPO die 
Abtrennung des Verfahrens gegen B. zu beabsichtigen (act. 8.23). 

 
 
F. Mit Schreiben vom 3. Juli 2019 nahm die Bundesanwaltschaft B. die Frist zur 

Stellungnahme zum abschliessenden Vorhalt vom 13. Juni 2019 (vgl. supra 
lit. C) einstweilen bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung ab. 
Gleichzeitig stellte sie B. diverse ergänzende Fragen zuhanden der behan-
delnden Klinik (act. 8.16).  

 
  
G. Mit E-Mail vom 9. Juli 2019 liess B. die Bundesanwaltschaft über die am 

4. Juli 2019 erfolgte Entlassung aus dem stationären Klinikaufenthalt infor-
mieren (act. 8.17).  

 
 
H. Mit Schreiben vom 19. Juli 2019 reichte B. der Bundesanwaltschaft ein auf 

den Fragen der Bundesanwaltschaft vom 3. Juli 2019 (vgl. supra lit. F) ba-
sierendes Attest der Klinik F. vom 15. Juli 2019 ein. Demnach sei B. derzeit 
nicht in der Lage, einer Befragung im Rahmen eines Strafverfahrens bzw. 
einer Gerichtsverhandlung zu folgen. Es gäbe keine (begleitenden) Mass-
nahmen, durch welche eine Befragung oder Verhandlungsteilnahme ermög-
licht werden könne. Ferner sei die Vernehmungs- und Verhandlungsunfähig-
keit von B. […] dauerhaft (act. 8.19). 

 
 
I. Mit Verfügung vom 23. Juli 2019 stellte die Bundesanwaltschaft das Verfah-

ren gegen sämtliche Beschuldigte in Bezug auf den Verdacht der Geldwä-
scherei ein (act. 8.4).  

 
 
J. Am 24. Juli 2019 verfügte die Bundesanwaltschaft sodann die Abtrennung 

der gegen B. geführten Strafuntersuchung wegen Verdachts des Betrugs 
(Art. 146 StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 
StGB) und der Veruntreuung (Art. 138 StGB) vom Verfahren SV.15.1462 
und die Weiterführung des Verfahren gegen B. unter einer neu zu eröffnen-
den Verfahrensnummer (act. 1.2). 

 
 

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K. Am 5. August 2019 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts im Verfahren SV.15.1462 gegen C., D., A. und E. An-
klage wegen Betrugs (Art. 146 StGB) bzw. wegen Gehilfenschaft zu Betrug 
(act. 1.7).   

 
 
L. Gegen die Abtrennungsverfügung vom 24. Juli 2019 erhob A. mit Eingabe 

vom 7. August 2019 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 
Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung der Bundesanwaltschaft vom 
24. Juli 2019 sei aufzuheben und das Strafverfahren gegen C., D., B., A. und 
E. sei einzustellen und/oder weiterhin unter der gleichen Verfahrensnummer 
zu führen. In prozessualer Hinsicht beantragt er, der Entscheid sei zu sistie-
ren bis zur rechtskräftigen Erledigung der Ausstandsgesuche vom 19. April 
und 30. Juli 2019 sowie der Strafanzeige gegen die beiden fallführenden 
Staatsanwälte vom 31. Juli 2019 (act. 1). Zudem sei der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen (BP.2019.63 act. 1).  

 
 
M. Im Rahmen des im vorliegenden Beschwerdeverfahren durchgeführten 

Schriftenwechsels beantragt D. mit Eingabe vom 13. August 2019 die Gut-
heissung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung sowie die Gutheissung 
der Beschwerde (act. 5). Die Bundesanwaltschaft, B. und die FIFA beantra-
gen demgegenüber mit Eingaben vom 14.,15., 16., 23. und 26. August 2019 
je die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung bzw. dessen Ab-
schreibung infolge Gegenstandslosigkeit sowie die Abweisung der Be-
schwerde (act. 6, 8 und 10; BP.2019.63 act. 7 und 8). C., E. und der DFB 
haben sich nicht vernehmen lassen.  

 
 
N. Mit Beschwerdereplik vom 13. September 2019 und mit unaufgeforderter 

Eingabe vom 16. September 2019 hält der Beschwerdeführer an den mit 
Beschwerde vom 7. August 2019 gestellten Anträgen fest (act. 13 und 14), 
was den Parteien am 18. September 2019 zur Kenntnis gebracht worden ist 
(act. 15). 

 
 
O. Mit Eingabe vom 24. September 2019 teilt die Bundesanwaltschaft mit, dass 

sie die zuständige österreichische Behörde am 26. August 2019 mit interna-
tionalem Rechtshilfeersuchen in Strafsachen um Einholung eines medizini-
schen Gutachtens durch die sachverständige Person zur Überprüfung der 
Vernehmungs- und Verhandlungsfähigkeit von B. ersucht habe. Die österrei-

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chischen Behörden hätten dem Sachverständigen zur Ausfertigung des Gut-
achtens eine Frist von drei Monaten angesetzt. Mit neuen Erkenntnissen 
zum Gesundheitszustand von B., namentlich mit einer unabhängigen Begut-
achtung sei daher voraussichtlich nicht vor Dezember 2019 zu rechnen 
(act. 18). Die Eingabe wurde den Parteien am 26. September 2019 zur 
Kenntnis zugestellt (act. 19). 

 
 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den folgenden Erwägungen Bezug genommen.  
 
  

 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. 
1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-
hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Organisation der Strafbehörde des Bundes [Strafbehör-
denorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71]). Die Beschwerdekammer ist 
für die vor ihr noch hängigen Beschwerden zuständig, auch wenn die Ankla-
geschrift vor der Strafkammer eingereicht worden ist (TPF 2012 17). Zur Be-
schwerde berechtigt ist jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte 
mit einem rechtlich geschützten Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
des angefochtenen Entscheides (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 
StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entschei-
de ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 
Abs. 1 StPO). Mit ihr gerügt werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO 
Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Er-
messens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvoll-
ständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Un-
angemessenheit (lit. c). 

 
1.2 Die angefochtene Verfügung der Bundesanwaltschaft vom 24. Juli 2019 ist 

dem Beschwerdeführer am 29. Juli 2019 zugestellt worden, sodass sich die 
am 7. August 2019 erhobene Beschwerde als fristgerecht erweist. Der 
Grundsatz der Verfahrenseinheit nach Art. 29 StPO ist sodann Ausfluss des 
verfassungsmässigen Gleichbehandlungsgebots und bildet Wesensmerk-
mal des schweizerischen Straf- und Strafverfahrensrechts (BGE 138 IV 214 
E. 3.2; 138 IV 29 E. 3.2). Ein rechtlich geschütztes Interesse zur Beschwerde 
wegen möglicherweise zu Unrecht getrennt geführten Verfahren liegt vor 

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(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1B_467/2016 vom 16. Mai 2017 E. 1). 
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

 
 
2. 
2.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, es lägen keine sach-

lichen Gründe für eine Abtrennung des Verfahrens gegen B. vor. Es sei na-
heliegend, dass die Beschwerdegegnerin das Verfahren gegen B. abtrennen 
wolle, damit das Verfahren SV.15.1462 ohne den prominentesten Beschul-
digten weniger im Fokus stehe. Angesichts der zentralen Rolle von B. in den 
untersuchten Vorgängen sei eine Beurteilung der übrigen Beschuldigten 
ohne Bezug zu B. undenkbar. Bei den von B. eingereichten ärztlichen Attes-
ten handle es sich um reine Gefälligkeitszeugnisse, die mit bestrittenen Par-
teibehauptungen gleichzusetzen seien. B. sei gegenwärtig in der Lage Re-
den zu halten und an öffentlichen Anlässen teilzunehmen. Er sei somit ver-
handlungsfähig.  

 
2.2 Straftaten werden gemeinsam verfolgt und beurteilt, wenn Mittäterschaft 

oder Teilnahme (Anstiftung oder Gehilfenschaft) vorliegt (Art. 29 Abs. 1 lit. b 
StPO). Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte können aus sachlichen 
Gründen Strafverfahren vereinen oder trennen (Art. 30 StPO). 

 
 Art. 29 StPO statuiert den Grundsatz der Verfahrenseinheit: Dieser bildet ge-

mäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ein Wesensmerkmal des 
schweizerischen Strafprozessrechts. Er bezweckt die Verhinderung sich wi-
dersprechender Urteile und gewährleistet insofern das Gleichbehandlungs- 
und Fairnessgebot (Art. 8 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Überdies dient er der 
Prozessökonomie (Art. 5 Abs. 1 StPO). Eine Verfahrenstrennung ist gemäss 
Art. 30 StPO nur bei Vorliegen sachlicher Gründe zulässig und muss die 
Ausnahme bleiben. Die sachlichen Gründe müssen objektiv sein. Getrennte 
Verfahren sollen vor allem der Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine 
unnötige Verzögerung vermeiden helfen. Als sachlicher Trennungsgrund gilt 
etwa die grosse Zahl von Mittätern, die länger dauernde Unerreichbarkeit 
einzelner mitbeschuldigter Personen oder die bevorstehende Verjährung 
einzelner Straftaten (BGE 138 IV 29 E. 3.2; 138 IV 214 E. 3.2; Urteile des 
Bundesgerichts 6B_135/2018 vom 22. März 2019 E. 1.2; 1B_553/2018 vom 
20. Februar 2019 E. 2.1; 1B_467/2016 vom 16. Mai 2017 E. 3.2). 

 
2.3 Eine Verfahrenstrennung in einer Situation von gegenseitiger Schuld- und 

Rollenzuweisungen schafft die Gefahr, gesetzlich gewährleistete Partei-
rechte zu unterlaufen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_295/2016 vom 
24. Oktober 2016 E. 2.5; 1B_124/2016 vom 12. August 2016 E. 4.6; 

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1B_11/2016 vom 23. Mai 2016, E. 2.2–2.3; 1B_187/2015 vom 6. Oktober 
2015, E. 1.5.3): 

Die Parteien können spätestens nach der ersten Einvernahme der beschul-
digten Person und der Erhebung der übrigen wichtigsten Beweise durch die 
Staatsanwaltschaft die Akten des Strafverfahrens einsehen; Artikel 108 
StPO bleibt vorbehalten (Art. 101 Abs. 1 StPO). Die Parteien haben auch 
das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Ge-
richte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fragen zu stellen 
(Art. 147 Abs. 1 StPO; vgl. BGE 139 IV 25, bestätigt in BGE 141 IV 220 E. 4 
S. 227 ff.). Gemäss der Praxis des Bundesgerichtes (BGE 140 IV 172, be-
stätigt in BGE 141 IV 220 E. 4.5) kommt den Beschuldigten in getrennt ge-
führten Verfahren im jeweils anderen Verfahren keine Parteistellung zu. Es 
besteht daher kein gesetzlicher Anspruch auf Teilnahme an den Beweiser-
hebungen und an den Einvernahmen der anderen beschuldigten Personen 
im eigenständigen Untersuchungs- oder Hauptverfahren (Art. 147 Abs. 1 
StPO e contrario). Ebenso wenig hat der separat Beschuldigte in den abge-
trennten Verfahren einen Anspruch auf Akteneinsicht als Partei (Art. 101 
Abs. 1 StPO). Er ist dort nötigenfalls als Auskunftsperson zu befragen bzw. 
als nicht verfahrensbeteiligter Dritter zu behandeln. Bei getrennt geführten 
Verfahren ist die Akteneinsicht an (nicht verfahrensbeteiligte) Dritte nur zu 
gewähren, wenn diese dafür ein wissenschaftliches oder ein anderes schüt-
zenswertes Interesse geltend machen und der Einsichtnahme keine über-
wiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (Art. 101 
Abs. 3 StPO). Diese massive Einschränkung der Teilnahmerechte von Be-
schuldigten in getrennten Verfahren im Vergleich zu Mitbeschuldigten im 
gleichen Verfahren ist vom Gesetzgeber jedoch implizit vorgesehen und hin-
zunehmen (BGE 140 IV 172 E. 1.2.3). Durch eine Verfahrenstrennung geht 
der beschuldigten Person (bezogen auf Beweiserhebungen der anderen 
Verfahren) auch das Verwertungsverbot des Art. 147 Abs. 4 StPO verloren, 
weil sie insoweit keine Verletzung ihres Teilnahmerechtes geltend machen 
kann (Urteil des Bundesgerichts 1B_86/2015 vom 21. Juli 2015, E. 1.3.2 = 
Pra 2015 Nr. 89 S. 708). Schon angesichts dieser schwerwiegenden pro-
zessualen Konsequenzen ist an die gesetzlichen Ausnahmevoraussetzun-
gen einer Verfahrenstrennung (Art. 29 i.V.m. Art. 30 StPO) ein strenger 
Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 1B_467/2016 vom 16. Mai 
2017, E. 3.4). 
 

2.4 Die Beschwerdegegnerin begründet in ihrer Abtrennungsverfügung vom 
23. Juli 2019 das Vorliegen von sachlichen Gründen wie folgt: Gemäss fünf 
von B. eingereichten Zeugnissen zweier unterschiedlicher medizinischer 
Fachpersonen bestehe eine Vernehmungs- und Verhandlungsunfähigkeit 
von B. ohne Aussicht auf Besserung. […]. Mangels verfügbarer Therapien 

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sowie wirksamer Begleitmassnahmen sei B. […] dauerhaft nicht in der Lage, 
einer Befragung im Rahmen des Strafverfahrens bzw. einer Gerichtsver-
handlung zu folgen. Gestützt auf die von B. eingereichten Zeugnisse würden 
daher derzeit auch ohne Vorliegen einer unabhängigen bzw. amtsärztlichen 
Begutachtung gewichtige Beweiselemente vorliegen, wonach B. dauerhaft 
bzw. zumindest während längerer Zeit […] nicht in der Lage sei, Verfahrens-
handlungen zu folgen und von seinen Teilnahmerechten […] Gebrauch zu 
machen. Vor diesem Hintergrund bestehe allenfalls weiterer gutachterlicher 
Abklärungsbedarf, um beurteilen zu können, ob das Verfahren gegen B. auf-
grund fortdauernder bzw. dauernder Verhandlungsunfähigkeit zu sistieren 
oder einzustellen sei. Insbesondere ein Einstellungsentscheid könne durch-
aus auch aufgrund einer unabhängigen bzw. amtsärztlichen Begutachtung 
von B. ergehen. An dieser Einschätzung ändere sich grundsätzlich auch 
nichts durch die öffentlichen Auftritte von B., da solche mit den Anforderun-
gen eines Strafverfahrens an den Beschuldigten in keiner Art und Weise ver-
gleichbar seien. Wegen des Auslandwohnsitzes von B. sei jedoch eine sol-
che Begutachtung rechtshilfeweise bei den österreichischen Behörden zu 
beantragen. Da die Abklärungen Zeit in Anspruch nehmen würden, die Straf-
verfolgung für die im Verfahren SV.15.1462 untersuchten Vorwürfe im April 
2019 (recte 2020) verjähre und die Untersuchung mit Ausnahme des schrift-
lichen Schlussvorhalts als abgeschlossen zu betrachten sei, sei das Verfah-
ren gegen B. abzutrennen, um dem Beschleunigungsgebot Rechnung zu 
tragen.  

 
2.5 Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 Abs. 1 StPO) kann gemäss dargelegter 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung einen sachlichen Grund gemäss 
Art. 30 StPO darstellen, Strafverfahren zu trennen. Vorliegend bescheinigen 
zwei voneinander unabhängige Ärzte, nämlich der behandelnde Arzt von B. 
für Allgemeinmedizin («Dr. G.») und Prof. Dr. med. H. der Klinik F. (vgl. Ein-
gabe von B. vom 14. August 2019; act. 7 S. 3 ff.), dass B. derzeit nicht ver-
nehmungs- und verhandlungsfähig sei. Auch wenn dem Umstand Rechnung 
zu tragen ist, dass gerade Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien-
ten aussagen (so BGE 125 V 351 E. 3b/cc), bestehen vorliegend entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers keine Gründe, die grundsätzliche Be-
weiskraft der Arztzeugnisse in Frage zu stellen. Anhaltspunkte dafür, dass 
es sich hierbei um reine «Gefälligkeitszeugnisse» handeln soll, bestehen 
nicht. Auch die öffentlichen Auftritte von B. im Juli 2019 stehen nicht ohne 
Weiteres im Widerspruch zu den von den Ärzten bescheinigten Verneh-
mungs- und Verhandlungsunfähigkeit. Denn ein Strafverfahren stellt zweifel-
los andere Anforderungen an den (vorliegend publikumsgewohnten) Be-
schuldigten als ein öffentlicher Auftritt. Ebenso wenig vermag die angebliche 

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Äusserung von I. anlässlich eines Zeitungsinterviews vom 15. Septem-
ber 2019, wonach es B. eigentlich ganz gut gehe und die vielen Horror-Mel-
dungen, dass er lebensbedroht sei, nicht stimmen würden, an der Glaubwür-
digkeit der Arztzeugnisse etwas zu ändern. Hinzu kommt, dass die Be-
schwerdegegnerin gar nicht von einer zweifelsfrei erwiesenen Verneh-
mungs- und Verhandlungsunfähigkeit von B. ausgeht. Vielmehr legt sie dar, 
dass gestützt auf die vorliegenden Arztzeugnisse gewichtige Beweisele-
mente für eine fortdauernde bzw. dauerhafte Verhandlungsunfähigkeit von 
B. vorlägen, vor deren Hintergrund eine weitere (gutachterliche) Abklärung 
von B. für die Beurteilung des weiteren Vorgehens notwendig sei. Vorliegend 
durfte die Beschwerdegegnerin ohne Weiteres für die Abklärung, ob sachli-
che Gründe vorliegen, die eine Verfahrenstrennung rechtfertigen, auf die von 
B. eingereichten Arztzeugnisse ohne Einholung eines sachverständigen 
Gutachtens abstellen. Der vom Beschwerdeführer in diesem Zusammen-
hang gestellte Antrag auf amtsärztliche Begutachtung von B. zur Abklärung 
der sachlichen Gründe (act. 1 S. 18) ist damit abzuweisen.  

 
 Gestützt auf die vorliegenden Arztzeugnisse kann mithin davon ausgegan-

gen werden, B. sei derzeit vernehmungs- und verhandlungsunfähig. Die Ver-
nehmungs- und Verhandlungsfähigkeit von B. muss gemäss Ausführungen 
der Beschwerdegegnerin im Hinblick auf das weitere Vorgehen weiter und 
vertieft abgeklärt werden, was vom Beschwerdeführer auch gar nicht bestrit-
ten wird. Dass eine derartige, weitere (gutachterliche) Abklärung das Straf-
verfahren insbesondere wegen des Auslandwohnsitzes von B. zeitlich ver-
zögert, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren Erörterungen. Vor dem 
Hintergrund der bevorstehenden Verfolgungsverjährung im April 2020 ist un-
ter diesen Umständen eine Abtrennung des Verfahrens gegen B. vom Ver-
fahren SV.15.1462 sachlich gerechtfertigt. Ein faires Verfahren ist auch bei 
einer getrennten Verfahrensführung möglich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_751/2014 vom 24. März 2015 E. 1.5/1.6; Beschlüsse des Bundesstraf-
gerichts BB.2017.51 vom 29. August 2017 E. 6.5; BB.2016.10 vom 27. Mai 
2016 E. 2.3). Vorliegend ist B. gemäss nicht bestrittenen Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin am 23. März 2017 parteiöffentlich einvernommen wor-
den. Zudem führte die Beschwerdegegnerin am 28. Mai 2019 eine schriftli-
che Einvernahme von B. durch, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen 
bereits nicht mehr habe mündlich einvernommen werden können. Den Par-
teien sei im Rahmen dieser Einvernahme die Möglichkeit gewährt worden, 
B. schriftliche Fragen zu stellen, wovon die Parteien keinen Gebrauch ge-
macht hätten (vgl. act. 1.2 S. 12). Die Verfahrenstrennung ist erst unmittelbar 
vor dem Abschluss des Vorverfahrens erfolgt. Es wird nicht geltend gemacht, 
dass im Rahmen des Vorverfahrens die Parteirechte des Beschwerdeführers 
nicht gewahrt worden wären. Im Rahmen des Hauptverfahrens gegen den 

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Beschwerdeführer könnte B. sodann als Auskunftsperson im Sinne von 
Art. 178 lit. f StPO gehört werden (sofern er alsdann vernehmungs- und ver-
handlungsfähig sein sollte). Im Übrigen sind prozessuale Konsequenzen von 
vom Gesetz vorgesehen getrennt geführten Verfahren hinzunehmen. Inwie-
fern schliesslich durch die Abtrennung des Verfahrens gegen B. eine Vor-
zugsbehandlung von B. vorliegen soll, weil die Bundesanwaltschaft plane, 
das Verfahren gegen B. einzustellen, ist nicht ersichtlich. Entgegen den Aus-
führungen des Beschwerdeführers plant die Beschwerdegegnerin gegen-
wärtig nicht, das Verfahren gegen B. einzustellen. Wie bereits mehrfach aus-
geführt, bedarf es gemäss Darstellung der Beschwerdegegnerin zunächst 
weiterer Abklärungen betreffend den Gesundheitszustand von B. für die Be-
urteilung des weiteren Vorgehens.  

 
 Fehl geht schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, die Beschwer-

degegnerin sei nicht legitimiert gewesen, die Abtrennung des Verfahrens ge-
gen B. zu verfügen, sondern hätte diesen Entscheid dem Sachgericht über-
lassen müssen (act. 1 S. 26). Die Verfahrensherrschaft – und damit die Le-
gitimation bzw. Zuständigkeit zum Entscheid über die Trennung des Verfah-
rens SV.15.1462 – lag zum Zeitpunkt des Erlasses der Abtrennungsverfü-
gung, nämlich am 24. Juli 2019, zweifelsohne bei der Beschwerdegegnerin 
und nicht bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts. Sofern der Be-
schwerdeführer mit seinem Einwand sinngemäss rügen will, die Verfahrens-
abtrennung erweise sich kurz vor Anklageerhebung als unangemessen, 
kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Wegen seines Gesundheitszustan-
des ist B. bis anhin nicht in der Lage gewesen, sich zum abschliessenden 
schriftlichen Vorhalt zu äussern. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, 
das Verfahren gegen B. abzutrennen und gegenwärtig gegen ihn (noch) 
keine Anklage zu erheben, insbesondere um das rechtliche Gehör von B. 
nicht zu verletzen und den Entscheid über die Abtrennung nicht auf das 
Sachgericht abzuwälzen, ist auch unter dem Blickwinkel der Angemessen-
heit nicht zu beanstanden.  

 
  Die von der Bundesanwaltschaft vorgenommene Abtrennung des Verfah-

rens gegen B. vom Strafverfahren SV.15.1462 ist damit rechtens. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet. 

 
 
3. Der Beschwerdeführer hat die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bean-

tragt bis zum Entscheid über zwei Ausstandsgesuche vom 19. April und 
30. Juli 2019 unter anderem gegen den fallführenden Staatsanwalt des Bun-
des, J., und bis zur Erledigung einer am 31. Juli 2019 eingereichten Strafan-
zeige gegen die fallführenden Staatsanwälte J. und K. Dieser Antrag ist ohne 

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Weiteres abzuweisen, da nicht ersichtlich ist und vom Beschwerdeführer 
auch nicht dargetan wird, inwiefern das vorliegende Beschwerdeverfahren 
vom Ausgang der anderen Verfahren abhängt und es daher angebracht er-
scheint, deren Ausgang abzuwarten.  

 
 
4. Nicht einzugehen ist schliesslich auf den im Rahmen der Beschwerde ge-

stellten Antrag, das Strafverfahren SV.15.1462 sei einzustellen. Ein derarti-
ger Antrag wäre (vor Anklageerhebung) bei der Beschwerdegegnerin zu un-
terbreiten gewesen.  

 
 

5. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 
ist mit Anklageerhebung im Verfahren SV.15.1462 bzw. spätestens mit dem 
vorliegenden Entscheid in der Sache gegenstandslos geworden. Es ist ent-
sprechend abzuschreiben.  

 
 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Gerichts-
kosten zu tragen (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf 
Fr. 2'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 
BStKR).  

 
 
7. Die FIFA und B. (zumindest sinngemäss) haben im Beschwerdeverfahren 

Anträge gestellt, mit denen sie vollumfänglich durchgedrungen sind. Wer als 
Partei Anträge stellt, hat bei Obsiegen Anspruch auf Entschädigung 
(BGE 138 IV 248 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 1. Juni 
2016 E. 2.3). Weder die FIFA noch B. haben eine Kostennote eingereicht, 
sodass die Parteientschädigung je auf Fr. 1'000.-- festzusetzen ist (pau-
schal, inkl. allfällige MwSt; vgl. Art. 10 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 BStKR). 

 
  

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Das Gesuch um Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wird ab-

gewiesen.  
 

3. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird als gegenstandslos geworden 
abgeschrieben. 
 

4. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  
 

5. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 2 und der 
Beschwerdegegnerin 7 eine Prozessentschädigung von je Fr. 1'000.-- zu be-
zahlen.  

 

 
Bellinzona, 27. September 2019  
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Till Gontersweiler 
- Bundesanwaltschaft 
- Rechtsanwalt Michael Mráz 
- Rechtsanwalt Nathan Landshut 
- Rechtsanwalt Beat Luginbühl 
- Rechtsanwalt Bernhard Isenring 
- Rechtsanwalt Peter Reichart und Rechtsanwältin Andrea Meier 
- Rechtsanwälte Saverio Lembo, Andrew Garbarski und Massimo Chiasera 
- Strafkammer des Bundesstrafgerichts (in Kopie, brevi manu) 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 79 BGG).