# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 909de3b1-a1e1-5496-a8db-93ec930a1ca5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.02.2021 715 20 220/37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-220-37_2021-02-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 5. Februar 2021 (715 20 220 / 37) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Der Beschwerdeführer hat Anlass dazu gegeben, dass er seine Zwischenverdiensttätig-
keit verloren hat, weshalb die Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 16 Tagen 
nicht zu beanstanden ist 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1979 geborene A.____ arbeitete vom 15. bis 19. Dezember 2019 als C.____ bei der 
D.____ GmbH, in einem Zwischenverdienstverhältnis. Ab 20. Dezember 2019 blieb er der Arbeit 
fern. Nach Abklärung des Sachverhalts wurde A.____ von der Öffentlichen Arbeitslosenkasse 
Baselland (Arbeitslosenkasse) mit Verfügung vom 28. Januar 2020 wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung ab dem 20. Dezember 2019 für die Dauer von 16 
Tagen eingestellt. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Arbeitslosenkasse mit Ein-
spracheentscheid vom 28. Mai 2020 ab. 

 

 
 
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B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch B.____, mit Schreiben vom 2. Juni 2020 Be-
schwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), und beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei 
aufzuheben und es sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen.   
C. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 25. September 2020 auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kam 
die Beschwerdeführerin ihren Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, wes-
halb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die im Übrigen form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 2. Juni 2020 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Versicherten 
zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 16 Tagen in der An-
spruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 140.-- liegt der Streitwert von 
Fr. 2'240.-- unter diesem Grenzbetrag. Über die Beschwerde ist demnach präsidial zu entschei-
den. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungs-
sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be-
herrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches 

 

 
 
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Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 
828). 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Eine selbstver-
schuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht 
objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und 
den persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (ARV 1982 
Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 lit. 
b AVIV). 
 
2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die Scha-
denminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeitsgedan-
ken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und ortsüb-
lichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den 
Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wie-
derbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter 
Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit des Verbleibens 
am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der 
bisherigen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen 
Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht be-
sondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens so 
lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; 
GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Bern 1987, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE 
CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 
gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 

 

 
 
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nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegen-
den Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 
4b/bb). 
 
2.6 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Ar-
beitsverhältnisses zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, E. 2). 
Bei Schwierigkeiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der ver-
sicherten Person grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen An-
schlussstelle aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am 
Arbeitsplatz eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können 
aber allenfalls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, seit 2007 Schweizerisches Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, 
E. 3.2 mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes 
Betriebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug 
auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hin-
weisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 
2009, 8C_412/2009, E. 1; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversiche-
rungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 Rz. 3 und 20 ff.). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG vom 6. Oktober 2000; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 
Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (RENÉ WIEDERKEHR / KASPAR PLÜSS, Praxis des 
öffentlichen Verfahrensrechts, Eine systematische Analyse der Rechtsprechung, Bern 2020, Rz. 
1313 m.w.H.). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). Eine 
Ausnahme hierzu bildet die Anwendung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (Urteil des EVG vom 17. Ok-
tober 2000, C 53/00, E. 3a). Praxisgemäss muss das der versicherten Person im Rahmen dieser 
Bestimmung zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststehen, ansonsten 
eine Einstellung ausser Betracht fällt (Urteile des EVG vom 7. November 2002, C 365/01, E. 2 

 

 
 
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und vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; siehe im Weiteren auch BGE 112 V 245 E. 1; SVR 
1996 ALV Nr. 72 S. 220 E. 3b/bb; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 829). 
 
3.3 In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig auf die Parteivorbringen und ins-
besondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin angewiesen. Diese sollte eine Sachverhaltsdar-
stellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfahrens interessiert zu sein und ohne ein Interesse 
daran zu haben, die versicherte Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. So-
lange kein Grund besteht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist auf diese abzustel-
len. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den Umständen 
der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, wenn diese bestritten und 
durch keine weiteren Indizien gestützt werden (vgl. BGE 112 V 245 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 
E. 7b; Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1a). Denn eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung kann, wie eben dargestellt, nur verfügt werden, wenn das der versicherten 
Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht und von dieser vorsätzlich ausgeübt wurde. Bei 
Differenzen zwischen der Arbeitgeberin und dem Arbeitnehmer darf somit nicht ohne weiteres 
auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn die Arbeitgeberin 
nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche sie keine Beweise anführen 
kann (Urteil des EVG vom 26. April 2001, C 380/00, E. 2b; BGE 112 V 245 mit Hinweisen; 
NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 831). Indessen ist darauf hinzuweisen, dass bei sich widersprechenden 
Angaben der versicherten Person die Beweismaxime gilt, wonach die sogenannten spontanen 
„Aussagen der ersten Stunde“ in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Dar-
stellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtli-
cher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 115 V 133 E. 8c). 
 
4. Zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer seine Arbeitslosigkeit selbst verschul-
det hat, indem er der Arbeitgeberin zur Kündigung Anlass gegeben oder selbst gekündigt und 
deshalb die Folgen einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV mit zu tragen hat. Aufgrund der vorliegenden 
Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt dar:  
 
4.1 Mit Schreiben vom 7. Januar 2020 hat die Arbeitgeberin mitgeteilt, dass der Beschwer-
deführer sich geweigert habe, den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Er habe den Vertrag mit 
etlichen Korrekturvorschlägen zurückgebracht. Dieser L-GAV-konforme Arbeitsvertrag werde von 
ihnen seit Jahren benutzt und noch nie habe jemand eine Beanstandung vorgebracht. Der Be-
schwerdeführer habe sich auch sonst nicht sehr anpassungsfähig gezeigt, er habe jeder Situation 
etwas Negatives abringen können. Sie weise darauf hin, dass der Beschwerdeführer im besten 
Fall gekündigt habe. Aus ihrer Sicht sei er der Arbeit ferngeblieben ohne die Kündigungsfrist ein-
zuhalten. 
 
4.2 Bereits am 20. Dezember 2019 hat der Beschwerdeführer der Arbeitslosenkasse seine 
Arbeitszeiten vom 15. bis 19. Dezember 2019 mitgeteilt und ausgeführt, eine Anstellung in die-
sem Geschäft sei unzumutbar, der Chef stelle sich quer, er wolle keine Zwischenverdienst-Be-
scheinigung ausstellen. Der Beschwerdeführer verzichte auf eine Lohnzahlung, den Rechtsweg 
wolle er nicht einschlagen.  

 

 
 
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Im Fragebogen "Rechtliches Gehör" bzw. mit Begleitschreiben vom 20. Januar 2020 führte der 
Beschwerdeführer aus, er habe gar nicht gekündigt, der Chef habe am Donnerstagnachmittag, 
19. Dezember 2019, gekündigt. Dieser habe ihm versprochen gehabt, nur einen Monat als Pro-
bezeit vorzusehen. Im Vertrag sei aber dennoch eine Probezeit von drei Monaten festgehalten 
gewesen. Der Chef sei wütend geworden und habe gesagt, er passe nicht ins Team, er müsse 
gar nicht mehr kommen, oder doch: Er solle noch 3 Tage kommen wegen der Kündigungsfrist. 
Am Abend habe er seinen Chef angerufen und gesagt: "Bitte Chef, ich möchte mit dir reden, so 
kann ich nicht weiterarbeiten, meine Nachbarin möchte auch mit dir reden." Dieser habe dann 
wieder geschrien, er wolle nicht, er habe keine Zeit, er müsse nicht wiederkommen. Am nächsten 
Morgen, Freitag, 20. Dezember 2019, sei er mit seiner Nachbarin um 08.45 Uhr am Arbeitsort 
gewesen. Sie hätten in Ruhe mit dem Chef reden wollen. Dieser sei aber wieder wütend gewor-
den und habe geschrien, er wolle nicht, er habe keine Zeit. Der Chef habe sie rausgeschmissen. 
Er habe nicht gewollt, dass die Arbeit so ende, er habe eine gute Lösung finden wollen, aber 
leider habe der Chef ihm keine Chance gelassen.  
 
Diese Ausführungen werden von der Nachbarin, welche die Einsprache und die vorliegende Be-
schwerde verfasst hat, bestätigt und einspracheweise mit dem Zusatz ergänzt, dass sie nach 
dem Vorfall vom 20. Dezember 2019 nach Hause gegangen seien und sie dann beim RAV an-
gerufen und den Vorfall geschildert habe.  
 
5.1 Aus diesen Darlegungen lässt sich der Schluss ziehen, dass der Beschwerdeführer mit 
dem ihm vorgelegten Vertrag nicht einverstanden war, weil darin eine dreimonatige Probezeit 
vorgesehen war. Dennoch hat der Beschwerdeführer angefangen zu arbeiten. Als er mit dem 
Chef nochmals darüber reden wollte, ist dieser wütend geworden und hat ihn fortgeschickt. Auch 
am folgenden Morgen hat er nicht mit sich reden lassen. Unklar ist, ob der Beschwerdeführer 
dann von sich aus die Arbeitsstelle verlassen hat oder ob der Chef ihn nicht hat arbeiten lassen 
und ihn fortgeschickt hat. Dies ist allerdings nicht von entscheidender Bedeutung.  
 
5.2 Dem Gesagten zufolge steht fest, dass der Beschwerdeführer zumindest Anlass dazu 
gegeben hat, dass er seine Zwischenverdiensttätigkeit verloren hat. Die Tatsache, dass er noch-
mals über die im Arbeitsvertrag festgehaltene Probezeit reden wollte, stellt zwar an sich kein 
Kündigungsgrund dar, aber es führte dazu, dass der Arbeitsvertrag nicht unterzeichnet wurde 
und dass er die Stelle verloren hat, nachdem er vier Tage gearbeitet hatte. Andere konkrete Ver-
fehlungen werden ihm von Arbeitgeberseite nicht vorgeworfen. Allerdings ist auch kein Grund 
ersichtlich, weshalb er den gesetzeskonformen Vertrag nicht unterzeichnet hat. Damit hat er je-
denfalls zum Stellenverlust beigetragen und dieses Verhalten wäre vermeidbar gewesen. Der 
Beschwerdeführer hat mit seinem Verhalten das Risiko, wieder arbeitslos zu werden, zumindest 
eventualvorsätzlich in Kauf genommen hat. Auch ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, 
dass er die Kündigung, die die Kündigungsfrist missachtete, akzeptiert und damit auf die Weiter-
führung des Arbeitsverhältnisses verzichtet hat bzw. die Kündigung nicht angefochten hat. Ein 
pflichtwidriges Verhalten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen und ein Ver-
schulden an seiner Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG und Art. 44 Abs. 1 

 

 
 
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AVIV demnach zu bejahen. Die von der Kasse verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
erweist sich demnach grundsätzlich als rechtmässig.  
 
6. Zu prüfen bleibt, ob die verfügte Einstellungsdauer von 16 Tagen angemessen ist. Die 
Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad des Verschul-
dens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. Art. 30 Abs. 3 AVIG). Nach Art. 
45 Abs. 2 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung abgestuft; sie dauert 1-15 
Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-60 Tage bei schwerem 
(lit. c) Verschulden. Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosenkasse ihren Entscheid nach 
pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung 
des Kantonsgerichts die angefochtene Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprü-
fen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung der von der Arbeitslosenkasse angeordneten Einstel-
lungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in deren Ermessensspielraum ein. Vorliegend 
hat die Kasse das Verhalten des Versicherten als mittelschweres Verschulden qualifiziert und 
eine Sanktion am untersten Rahmen des mittelschweren Verschuldens festgelegt. Ausgehend 
von 24 Tagen hat sie die Dauer der Einstellung in Anerkennung des problematischen Verhaltens 
auch der Arbeitgeberin und der daraus resultierenden Probleme am Arbeitsplatz sowie der Tat-
sache, dass der Beschwerdeführer eine Zwischenverdiensttätigkeit ausgeübt hat, letztlich auf 16 
Tage festgesetzt. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. Allenfalls weitere verschul-
densmindernde Gründe sind keine erkennbar. Zumal sich die Einstellungsdauer an der Grenze 
zu einem leichten Verschulden bewegt, besteht kein Anlass, in den Ermessensspielraum der Be-
schwerdegegnerin einzugreifen. Gründe, die eine Unterschreitung des Sanktionsrahmens recht-
fertigen würden, liegen jedenfalls keine vor. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen.  
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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