# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e0807a4-7240-5740-8f47-2c7fa41f2fc4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240138-O1
**Docket/Reference:** SB240138-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240138-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240138-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, lic. iur. R. Faga und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Nabholz sowie Gerichtsschreiber 

MLaw W. Dharshing

Urteil vom 8. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, 

vom 27. November 2023 (DG230085)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 22. Mai 2023 

(Urk. 22) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 71 S. 75 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 





der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie

des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 38 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 513 Tage durch Untersuchungshaft sowie durch vorzeitigen Strafantritt 

erstanden sind.

3.

Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB 

(Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. 

4.

5.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben.

Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils im Sinne 

von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) wird mit dem 

Vollzug beauftragt und der Beschuldigte verpflichtet, innert 30 Tagen ab Eintritt der 

Rechtskraft des Urteils beim Forensischen Institut 

Zürich, Polizei- & Justizzentrum PJZ, Erkennungsdienst‚ Güterstrasse 33, 

8010 Zürich zwecks DNA-Probenahme für die DNA-Profilerstellung zu erscheinen. 

Kommt er dieser Verpflichtung unentschuldigt nicht nach, wird die Kantonspolizei 

hiermit verpflichtet, ihn – auf entsprechende Mitteilung des Forensischen Instituts 

Zürich hin – zwangsweise vorzuführen. Der Beschuldigte wird auf Art. 205, 207 und 

417 StPO aufmerksam gemacht.

6.

Die folgenden polizeilich sichergestellten Gegenstände werden dem Beschuldigten 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils innert 30 Tagen auf erstes Verlangen hin 

- 3 -

herausgegeben, ansonsten sie der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen werden.





Kleider (Asservat-Nr. A016'315'609)

1 Mobiltelefon (Asservat-Nr. A016'316'044)

7.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 1'252.15 zuzüglich 5 % Zins ab 3. 

Juli 2022 zu bezahlen.

8.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

dem Privatkläger B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 3. Juli 2022 als Genug-

tuung zu bezahlen. 

9.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

der Privatklägerin C._____ Schadenersatz von Fr. 1'100.– zuzüglich 5 % Zins ab 

3. Juli 2022 zu bezahlen.

10. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

der Privatklägerin C._____ Fr. 1'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 3. Juli 2022 als Ge-

nugtuung zu bezahlen. 

11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

2'500.00   Gebühr Strafuntersuchung

24'796.64   Gutachten/Expertisen etc.

4'219.20   amtliche Verteidigung RA X2._____

1'200.00   Auslagen Obergericht (UB220166-O)

21'031.20   amtliche Verteidigung RA X3._____

7'778.80   amtliche Verteidigung RA X4._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens (sowie des 

obergerichtlichen Verfahrens), ausgenommen diejenigen der amtlichen Vertei-

digung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

- 4 -

13. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt MLaw X3._____, wird mit Fr. 21'031.20 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

14. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X4._____, wird mit Fr. 7'778.80 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

15. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt X2._____, wurde bereits mit Fr. 4'219.20 

(inkl. MwSt.) aus der Staatskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

16. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

dem Privatkläger C._____ eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 2'620.– 

(inkl. MwSt.) für anwaltliche Vertretung zu bezahlen. 

17. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, 

der Privatklägerin C._____ eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

Fr. 3'560.85 (inkl. MwSt.) für anwaltliche Vertretung zu bezahlen.

18.

(Mitteilungen)

19.

(Rechtsmittel)

20.

(Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten A._____ (Urk. 99; Urk. 103):

1.

Das Berufungsverfahren sei zu beschränken auf die Aufhebung der Disposi-

tivziffern 3., 4. des vorinstanzlichen Urteils vom 27. November 2023.

2.

3.

Die ausgesprochene Freiheitsstrafe wird ebenfalls akzeptiert.

Für A._____ sei eine (vollzugsbegleitende) ambulante Massnahme im Sinne 

von Art. 63 StGB und keine Massnahme nach Art. 59 StGB anzuordnen.

- 5 -

4.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Kosten der amtlichen Verteidi-

gung zuzüglich Mehrwertsteuer) für das zweitinstanzliche Verfahren zulasten 

der Staatskasse.

b)

Der Staatsanwaltschaft (Urk. 79):

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen:

I. Prozessgeschichte, Berufungsumfang

1.

Prozessgeschichte

1.1. Das vorstehend wiedergegebene Urteil vom 27. November 2023 wurde den 

Parteien gleichentags mündlich eröffnet (Urk. 57; Prot. I S. 34 ff.). Der Beschuldigte 

meldete am 28. November 2023 innert Frist Berufung an (Urk. 60).

1.2. Nach  Zustellung  des  begründeten  Urteils  (Urk. 70/2)  reichte  der  Beschul-

digte  am  17.  März  2024  fristgerecht  die  Berufungserklärung  ein  und  beantragte 

einen  Wechsel  der  amtlichen  Verteidigung  (Urk. 72).  Mit  Präsidialverfügung  vom 

25. März  2024  wurde  die  Berufungserklärung  in  Anwendung  von  Art. 400  Abs. 2 

und 3 und Art. 401 StPO den Privatklägern und der Staatsanwaltschaft zugestellt, 

um  gegebenenfalls  Anschlussberufung  zu  erheben  oder  begründet  ein  Nichtein-

treten  auf  die  Berufung  zu  beantragen.  Gleichzeitig  wurde  Rechtsanwalt  lic.  iur. 

X4._____ antragsgemäss als amtlicher Verteidiger entlassen und neu Rechtsan-

walt  Dr.  X1._____  als  amtlicher  Verteidiger  bestellt  (Urk. 77).  Die  Staatsanwalt-

schaft  wie  auch  die  Privatkläger  verzichteten  auf  die  Erhebung  einer 

Anschlussberufung (Urk. 79 und Urk. 81). 

1.3. Mit Eingabe vom 8. April 2024 beschränkte der Beschuldigte die ursprüng-

lich vollumfängliche Berufung auf die Urteilsdispositiv-Ziffern 2 (Strafmass), 3 (An-

ordnung  einer  stationären  Massnahme)  und  4  (Aufschub  der  Freiheitsstrafe 

zugunsten der stationären Massnahme). Er beantragte, es sei auf eine Freiheits-

strafe von 24 Monaten zu erkennen und eine ambulante Massnahme anzuordnen. 

- 6 -

Weiter  ersuchte  er  um  Gewährung  des  vorzeitigen  Antritts  einer  ambulanten 

Massnahme (Urk. 80). 

1.4. Am 30. April 2024 wurde dem Beschuldigten der vorzeitige Antritt einer voll-

zugsbegleitenden ambulanten Massnahme gewährt und das Amt für Justizvollzug 

und  Wiedereingliederung  ersucht,  eine  entsprechende  Massnahme  einzuleiten. 

Weiter  wurde  Prof.  Dr.  D._____  mit  einem  Ergänzungsgutachten  beauftragt 

(Urk. 84).  Prof.  Dr.  D._____  erstattete  das  Gutachten  am  9. September  2024 

(Urk. 93). Das Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung setzte den vorzeiti-

gen ambulanten Massnahmenantritt am 12. November 2024 rückwirkend per 8. Ok-

tober 2024 in Vollzug und beauftragte den Psychiatrisch-Psychologischen Dienst, 

die ambulante Massnahme durchzuführen (Urk. 95). 

1.5. Am 27. Februar 2025 wurde auf den 8. Mai 2025 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen (Urk. 97). 

1.6. Mit Eingabe vom 20. März 2025 beschränkte der Beschuldigte die Berufung 

weiter auf die Urteilsdispositiv-Ziffern 3 (Anordnung einer stationären Massnahme) 

und  4  (Aufschub  der  Freiheitsstrafe  zugunsten  der  stationären  Massnahme)  und 

beantragte,  es  sei  eine  vollzugsbegleitende  ambulante  Massnahme  anzuordnen 

(Urk. 99). Gleichzeitig reichte er den therapeutischen Erstbericht des Psychiatrisch-

Psychologischen  Dienstes  vom  27. Februar  2025  über  die  in  vorzeitigen  Vollzug 

gesetzte ambulante Massnahme ein (Urk. 100).

1.7. Am 8. Mai 2025 fand die Berufungsverhandlung statt. Diese wurde gleich-

zeitig  mit  der  Berufungsverhandlung  im  Verfahren  der  Staatsanwaltschaft  I  des 

Kantons Zürich gegen E._____ (Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zü-

rich,  3.  Abteilung,  vom  27.  November  2023,  Geschäfts-Nr.:  SB240156)  durchge-

führt. Es erschienen der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, 

Rechtsanwalt  Dr.  X1._____  wie  auch  der  Beschuldigte  E._____ 

im 

Parallelverfahren in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. 

Y._____. Vorfragen waren keine zu entscheiden (Prot. II S. 6). 

- 7 -

1.8. Nach den Parteivorträgen und dem Schlusswort des Beschuldigten verzich-

teten  die  Parteien  auf  eine  mündliche  Urteilseröffnung  und  -erläuterung  (Art. 84 

Abs. 3 StPO; Prot. II S. 9). Die geheime Beratung fand gleichentags statt, das Urteil 

wurde am 8. Mai 2025 gefällt (Prot. II S. 9 ff.; Urk. 105) und den Parteien im Nach-

gang schriftlich im Dispositiv eröffnet (Urk. 106).]

2.

Umfang der Berufung

Der Beschuldigte verlangt die Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten 

Massnahme. Er ficht (nur noch) die Dispositivziffern 3 und 4 an (Urk. 99; Urk. 103). 

Unangefochten blieben respektive durch den Teilrückzug der Berufung nicht mehr 

beanstandet sind der Schuldspruch (Dispositivziffer 1), das Strafmass (Dispositiv-

ziffer 2), die Anordnung betreffend Erstellung eines DNA-Profils (Dispositivziffer 5), 

die Herausgabe sichergestellter Gegenstände (Dispositivziffer 6), die Regelung der 

Zivilforderungen (Dispositivziffern 7 bis 10) sowie die Kosten- und Entschädigungs-

folgen  (Dispositivziffern  11  bis  17).  Der  vorinstanzliche  Entscheid  ist  insoweit  in 

Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschlusses vorzumerken ist (Art. 399 

Abs. 3 in Verbindung mit Art. 437 StPO).

II. Prozessuales

Am 1. Januar 2024 traten die revidierten Bestimmungen der StPO in Kraft (AS 2023 

468;  BBl  2019  6697).  Gemäss  Art. 453  Abs. 1  StPO  werden  Rechtsmittel  gegen 

Entscheide,  die  vor  Inkrafttreten  der  neuen  Regelungen  gefällt  wurden,  nach 

bisherigem Recht beurteilt. Infolgedessen ist für das vorliegende Rechtsmittelver-

fahren das frühere Prozessrecht massgebend.

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III. Massnahme

1.

1.1. Die  Vorinstanz  ordnet  eine  stationäre  Massnahme  im  Sinne  von  Art. 59 

Abs. 1 StGB an. 

1.2. Die  Verteidigung  beantragt,  es  sei  eine  vollzugsbegleitende  ambulante 

Massnahme  anzuordnen.  Sie  verweist  auf  das  Gutachten  von  Prof.  Dr.  D._____ 

vom 24. Januar 2023, wonach der Sachverständige eine ambulante Massnahme 

nicht ausschliesse, sofern der Beschuldigte zur Mitwirkung bereit sei (Urk. 80 S. 2). 

Im  Gutachten  vom  9.  September  2024  bezeichne  der  Experte  eine  ambulante 

Massnahme  nun  für  möglich  und  erfolgsversprechend.  In  der  Zwischenzeit  liege 

ein  sehr  erfreulicher  therapeutischer  Erstbericht  vor.  Die  ambulante  Massnahme 

sei damit "grundsätzlich vorzüglich angelaufen". Der Grundsatz der Verhältnismäs-

sigkeit im Sinne von Art. 56 Abs. 2 StGB gebiete, die laufende ambulante Mass-

nahme  fortzusetzen  und  auf  eine  nicht  notwendige,  invasive  Massnahme  nach 

Art. 59 StGB zu verzichten (Urk. 99). 

Anlässlich  der  Berufungsverhandlung  führte  die  Verteidigung  ergänzend  aus 

(Urk. 103), der Beschuldigte habe nun einen völlig anderen Umgang mit sich und 

der Welt gefunden und übernehme heute ein sehr hohes Mass an Verantwortung. 

Die  Anordnung  einer  stationären  Massnahme  würde  der  Grundintention  des 

gesamten Massnahmenrechts diametral zuwiderlaufen und wäre mit dem Verhält-

nismässigkeitsgrundsatz schlicht nicht mehr zu vereinbar.

2.

2.1. Nach  Art. 56  Abs. 1  StGB  ist  eine  Massnahme  anzuordnen,  wenn  eine 

Strafe allein nicht geeignet ist, der Gefahr weiterer Straftaten des Täters zu begeg-

nen  (lit. a),  ein  Behandlungsbedürfnis  des  Täters  besteht  oder  die  öffentliche 

Sicherheit dies erfordert (lit. b) und die Voraussetzungen der Artikel 59 - 61, 63 oder 

64 erfüllt sind (lit. c). 

Ist  der  Täter  psychisch  schwer  gestört,  kann  das  Gericht  gemäss  Art. 59  Abs. 1 

StGB eine stationäre Behandlung anordnen, wenn der Täter ein Verbrechen oder 

 
 
- 9 -

Vergehen begangen hat, das mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang 

steht (lit. a) und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner 

Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen (lit. b). Art. 63 Abs. 1 StGB 

regelt demgegenüber die Anordnung einer ambulanten Behandlung. Der Begriff der 

schweren psychischen Störung gemäss Art. 59 Abs. 1 StGB deckt sich mit jenem 

von  Art. 63  Abs. 1  StGB,  was  sich  bereits  daraus  ergibt,  dass  die  ambulante 

Behandlung  "bloss"  eine  besondere  Vollzugsform  der  stationären  Massnahme 

darstellt (Urteil 6B_766/2022 vom 17. Mai 2023 E. 7.2.2, nicht publ. in: BGE 149 

IV 325). Die ambulante Behandlung muss – wie bei einer stationären Massnahme – 

im Hinblick auf die Deliktsprävention Erfolg versprechen, wobei oberstes Ziel die 

Reduktion  des  Rückfallrisikos  bzw.  die  künftige  Straflosigkeit  des  Täters  ist 

(BGE 145 IV 359 E. 2.7 S. 361 f. mit Hinweis). 

2.2. Das  Gericht  stützt  sich  bei  seinem  Entscheid  über  die  Anordnung  einer 

Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB), die sich 

über  die  Notwendigkeit  und  die  Erfolgsaussichten  einer  Behandlung  des  Täters 

(lit. a), die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten (lit. b) und 

die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussert (lit. c).

Die  Massnahme  muss  verhältnismässig  sein  (Art. 36  Abs. 2  und  3  BV;  Art. 56 

Abs. 2  StGB).  Das  Verhältnismässigkeitsprinzip  verlangt,  dass  die  Massnahme 

geeignet ist, beim Betroffenen die Legalprognose zu verbessern. Weiter muss die 

Massnahme notwendig sein. Sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, 

aber  mildere  Massnahme  für  den  angestrebten  Erfolg  ausreichen  würde.  Dieses 

Kriterium  trägt  dem  Aspekt  des  Verhältnisses  zwischen  Strafe  und  Massnahme 

bzw.  der  Subsidiarität  von  Massnahmen  Rechnung.  Schliesslich  muss  zwischen 

dem  Eingriff  und  dem  angestrebten  Zweck  eine  vernünftige  Relation  bestehen 

(Verhältnismässigkeit  i.e.S.).  Dies  bedeutet,  dass  die  betroffenen  Interessen 

gegeneinander abgewogen werden müssen. Bei einer Prüfung des Zweck-Mittel-

Verhältnisses  fallen  im  Rahmen  der  Gesamtwürdigung  auf  der  einen  Seite  ins-

besondere  die  Schwere  des  Eingriffs  in  die  Freiheitsrechte  des  Betroffenen  in 

Betracht. Auf der anderen Seite sind das Behandlungsbedürfnis sowie die Schwere 

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und die Wahrscheinlichkeit künftiger Straftaten relevant (vgl. BGE 142 IV 105 E. 5.4 

S. 111 f.; Urteil 6B_576/2024 vom 11. Dezember 2024 E. 5.2; je mit Hinweisen).

Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  verspricht  eine  therapeutische 

Massnahme Erfolg, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit über die Dauer von 

fünf  Jahren  eine  deutliche  Verringerung  der  Gefahr  weiterer  Straftaten  erzielt 

werden kann. Die bloss vage Möglichkeit einer Verringerung der Gefahr und die 

Erwartung einer lediglich minimalen Verringerung reichen nicht aus (BGE 140 IV 1 

E. 3.2.4 S. 9 mit Hinweis; 134 IV 315 E. 3.4.1 S. 321 f.; Urteil 6B_286/2024 vom 7. 

August 2024 E. 1.3.1 mit Hinweisen).

3.

3.1. Vor Vorinstanz liess der Beschuldigte durch seine Verteidigung ausführen, 

er habe lediglich zwei Schläge mit der flachen Hand gegen den Privatkläger aus-

geführt,  was  einer  einfachen  Körperverletzung  entspreche  (Urk. 56  S. 15;  Prot. I 

S. 33). Der im Untersuchungsverfahren und vor Vorinstanz in diesem Sinne nicht 

geständige Beschuldigte lehnte eine Mitarbeit bei der Begutachtung ab, weshalb 

Prof.  Dr.  D._____  am  24.  Januar  2023  vorerst  ein  Aktengutachten  erstattete 

(Urk. 11/8). Nachdem sich der Beschuldigte im Berufungsverfahren zur Mitwirkung 

an Explorationsgesprächen bereit erklärt hatte (Urk. 80), erstattete der Gutachter 

nach drei psychiatrischen Untersuchungen am 9. September 2024 ein zweites Gut-

achten (Urk. 93).

3.2. Das Gutachten von Prof. Dr. D._____ vom 9. September 2024 hält einleitend 

fest, dieses ersetze das Gutachten vom 24. Januar 2023. Das klinische Zustands-

bild des Beschuldigten setze sich in der psychiatrischen Untersuchung deutlich von 

der eher ungünstigen Einschätzung im aktenbasierten Gutachten aus dem Jahre 

2023 ab, dies insbesondere in der Beurteilung des Schweregrades der Persönlich-

keitsstörung. Es diagnostiziert beim Beschuldigten eine dissoziale Persönlichkeits-

störung  (ICD-10:  F60.2),  psychische  und  Verhaltensstörungen  durch  Alkohol: 

schädlicher Gebrauch (ICD-10: F10.1), psychische und Verhaltensstörungen durch 

Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1) und ADHS mit Aufmerksam-

keitsstörungen  (DSM-5:  314.00).  Eine  Substanzgebrauchsstörung  betreffend 

- 11 -

MDMA  (Ecstasy)  und  Benzodiazepine  könne  hingegen  nicht  festgestellt  werden. 

Nach einer testpsychologischen Untersuchung wurde der im Aktengutachten noch 

geäusserte  Verdacht  auf  eine  kognitive  Störung  verworfen.  Insbesondere  liege 

keine klinisch manifeste intellektuelle Minderbegabung vor. Der Schweregrad der 

dissozialen Persönlichkeitsstörung werde als geringer eingeordnet als im Aktengut-

achten aus dem Jahre 2023. Die aus der Kombination der verschiedenen Störun-

gen resultierenden psychosozialen Leistungseinbussen seien aber als schwerwie-

gend einzuordnen (Urk. 93 S. 71 ff. und S. 92). Die Verteidigung stellt diese gut-

achterlichen Diagnosen nicht in Abrede.

3.3. Der  Gutachter  geht  von  einer  erhaltenen  Schuldfähigkeit  im  Ereigniszeit-

raum aus (Urk. 93 S. 81 ff. und S. 92 f.).

3.4. Hinsichtlich der Legalprognose gruppiere sich der Beschuldigte im aktuari-

schen  Prognoseinstrument  VRAG-R  (Violence  Risk  Appraisal  Guide-Revised)  in 

die Gruppe mit dem höchsten Rückfallrisiko (9 von 9). Es sei von einer überdurch-

schnittlichen  Ausprägung  von  Risikomerkmalen  in  jener  Personengruppe  auszu-

gehen,  in  die  der  Beschuldigte  zugeteilt  worden  sei.  Bezüglich  der  individuell-

klinischen  Prognose  sei  das  strukturierte  klinische  Prognoseinstrument  HCR-20 

(Historical-Clinical-Risk Management) eingesetzt worden. Das klinisch psychiatri-

sche Zustandsbild des Beschuldigten weiche vor allem hinsichtlich der mittlerweile 

bestehenden Krankheitseinsicht und Behandlungsmotivation sowie mit Blick auf ein 

angepasstes  Verhalten  unter  Haftbedingungen  mit  nur  leichten  Regelverstössen 

sowie Anzeichen für eine verbesserte Kontrolle der Impulsivität und Empathie-Fä-

higkeit von der Einschätzung in der aktenbasierten Begutachtung ab. Insbesondere 

unter Berücksichtigung der Vorgeschichte mit zahlreichen erfolglosen juristischen 

Sanktionen werde das Risiko für erneute Gewaltdelikte aber als hoch eingeschätzt. 

Die Gefahr weiterer Gewaltdelikte liege in der dissozialen Persönlichkeitsstörung 

begründet und könne durch die komorbid (das heisst, zusammen mit der dissozia-

len  Persönlichkeitsstörung  gleichzeitig)  bestehende  ADHS  und  die  Substanzge-

brauchsstörungen  akzentuiert  werden  (Urk. 93  S. 87  ff.  und  S. 93).  Im  Vergleich 

zum Aktengutachten positiv anzumerken sei, dass beim Beschuldigten mittlerweile 

nicht nur der Wunsch nach einem regelkonformen Leben und prosozialen Kontak-

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ten,  sondern  auch  nach  Abstinenz  von  psychotropen  Substanzen  und  einem 

geregelten Wohn- und Arbeitsumfeld bestehe. Der Beschuldigte weise eine Verän-

derungsmotivation respektive Therapiebereitschaft auf und anerkenne den Unter-

stützungsbedarf. Die dissoziale Persönlichkeitsstörung imponiere im persönlichen 

Kontakt mit dem Beschuldigten weniger stark ausgeprägt als nach der Analyse der 

Akten, was sich günstig auf die Therapierbarkeit und die Legalprognose auswirke 

(Urk. 93 S. 89). 

3.5.

Zur  Indikation  einer  Massnahme  hält  die  Expertise  fest,  dass  die  psychi-

schen  Störungen  des  Beschuldigten  (dissoziale  Persönlichkeitsstörung,  ADHS, 

Substanzgebrauchsstörungen für Alkohol und Cannabis) mit den Anlasstaten vom 

3.  Juli  2022  in  Zusammenhang  gestanden  hätten  (Urk. 93  S. 93).  Grundsätzlich 

könne  das  Risiko  neuerlicher  Straftaten  mittels  psychiatrisch-psychotherapeuti-

scher  Behandlung  reduziert  werden  (Urk. 93  S. 94).  Es  werde  aktuell  davon 

ausgegangen, dass der Beschuldigte von einer psychotherapeutischen und bezüg-

lich  ADHS  von  einer  medikamentösen  Behandlung  profitieren  könne  (Urk. 93 

S. 94). Vor dem Hintergrund der festgestellten dissozialen Persönlichkeitsstörung 

und  der  gescheiterten  pädagogischen  Beeinflussungsversuche  in  der  Vorge-

schichte  werde  der  therapeutische  Bedarf  des  Beschuldigten  als  vorwiegend 

psychiatrisch-psychotherapeutisch  und  weniger  als  sozialpädagogisch  einge-

schätzt.  Eine  Massnahme  für  junge  Erwachsene  nach  Art. 61  StGB  sei  deshalb 

wenig  erfolgversprechend.  In  Frage  komme  die  Anordnung  einer  stationären 

Massnahme nach Art. 59 StGB. Da der Beschuldigte in der psychiatrischen Unter-

suchung seine Bereitschaft geäussert habe, eine ambulante Massnahme zu akzep-

tieren,  erscheine  eine  vollzugsbegleitende  ambulante  Massnahme  nach  Art. 63 

StGB ebenfalls möglich und erfolgsversprechend. Deren Durchführung ausserhalb 

des  Strafvollzugs  sei  momentan  aufgrund  der  instabilen  Wohn-  und  Arbeitsper-

spektive  nicht  zielführend.  Betreffend  eine  vollzugsbegleitende  ambulante 

Massnahme sei positiv zu vermerken, dass der Beschuldigte in der psychiatrischen 

Untersuchung Unterstützungsbedarf für sich angemeldet habe. Zudem äussere er 

Abstinenzabsichten  und  den  Wunsch,  künftig  einen  prosozialen  Lebensstil  zu 

pflegen und Abstand zum kriminellen Milieu zu nehmen. Ausserdem sei deutlich 

geworden,  dass  der  Beschuldigte  sein  deliktisches  Handeln  auch  selbstkritisch 

- 13 -

hinterfrage,  was  die  deliktpräventive  therapeutische  Arbeit  und  Erreichbarkeit 

begünstige. Es bestehe Einigkeit, dass das gezeigte deliktische Verhalten nicht nur 

Konsequenzen für sich selbst gehabt habe, sondern auch für die Opfer. Die thera-

peutische Massnahme sollte integrativ die Behandlung der dissozialen Persönlich-

keitsstörung, der ADHS und der Substanzgebrauchsstörungen umfassen (Urk. 93 

S. 90 f. und S. 95). 

4.

4.1. Das Gutachten von Prof. Dr. D._____ vom 9. September 2024 bildet eine 

rechtsgenügende Entscheidgrundlage im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB. Eine in-

haltliche Mangelhaftigkeit des Gutachtens ist nicht erkennbar. Dieses legt offen, auf 

welche Grundlagen es sich stützt, beschreibt Art und Weise der erfolgten psychia-

trischen Untersuchungen und enthält eine detaillierte Anamnese. Die Expertise er-

klärt die Anwendung der Prognoseinstrumente VRAG-R und HCR-20 und enthält 

eine Befunderhebung, eine Beurteilung der Diagnosen, der Schuldfähigkeit, der Le-

galprognose und der möglichen Massnahmen sowie die Beantwortung der Beweis-

fragen. Die Expertise spricht sich somit zum psychischen Gesundheitszustand des 

Beschuldigten,  zur  Deliktskausalität  der  psychischen  Störungen,  zur  Rückfallge-

fahr, zur Therapierbarkeit und zu den Erfolgsaussichten einer Massnahme für junge 

Erwachsene nach Art. 61 StGB, einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB 

und einer ambulanten Behandlung nach Art. 63 StGB aus. Die Schlussfolgerungen 

sind  kriterienorientiert,  sachlich  und  nachvollziehbar.  Auch  aus  dem  therapeuti-

schen  Erstbericht  des  Psychiatrisch-Psychologischen  Dienstes  vom  27.  Februar 

2025 ergeben sich keine Anhaltspunkte, die Diagnosen des Gutachtens von Prof. 

Dr. D._____ in Frage zu stellen. 

4.2. Als Anlasstat wird nach dem Wortlaut von Art. 59 StGB und Art. 61 StGB ein 

Verbrechen oder Vergehen vorausgesetzt. Eine Anlasstat liegt hier vor, nachdem 

der  Beschuldigte  den  Tatbestand  der  versuchten  schweren  Körperverletzung  im 

Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und des Angriffs im 

Sinne von Art. 134 StGB erfüllt hat (E. I.2.1.).

- 14 -

4.3. Betreffend die schwere psychische Störung, den Zusammenhang zwischen 

dieser  Störung  und  der  Anlasstat  und  die  Legalprognose  kann  die  Einschätzung 

von Prof. Dr. D._____ übernommen werden. Dessen Erläuterungen sind nachvoll-

ziehbar und überzeugend.

4.4. Der  Beschuldigte  ist  unzweifelhaft  massnahmebedürftig.  Dies  bejaht  auch 

der  Psychiatrisch-Psychologische  Dienst  in  seinem  therapeutischen  Erstbericht 

vom 27. Februar 2025 (Urk. 100 S. 10). Zur Massnahmefähigkeit unterstreicht der 

Gutachter,  die  dissoziale  Persönlichkeitsstörung  imponiere  im  persönlichen 

Kontakt weniger stark ausgeprägt als nach Analyse der Akten, was sich günstig auf 

die  Therapierbarkeit  und  damit  auch  auf  die  Legalprognose  auswirke  (Urk. 93 

S. 89). Das Risiko neuerlicher Straftaten könne mittels psychiatrisch-psychothera-

peutischer  Behandlung  reduziert  werden.  Dabei  sollte  das  Therapiekonzept  die 

dissoziale  Persönlichkeitsstörung,  die  ADHS  und  die  Substanzgebrauchsstörun-

gen für Alkohol und Cannabis adressieren (Urk. 93 S. 94). Der Gutachter legt dar, 

welche Therapien für die beim Beschuldigten vorliegenden Störungen (dissoziale 

Persönlichkeitsstörung,  ADHS  und  Substanzgebrauchsstörungen) 

in  Frage 

kommen (Urk. 93 S. 91). Es sei deutlich geworden, dass der Beschuldigte mittler-

weile sein deliktisches Handeln auch selbstkritisch hinterfrage, was die deliktprä-

ventive therapeutische Arbeit und Erreichbarkeit begünstige (Urk. 93 S. 90). 

Insgesamt  ist  der  Beschuldigte  therapierbar  respektive  massnahmefähig.  Dies 

zeigt sich auch im therapeutischen Erstbericht des Psychiatrisch-Psychologischen 

Dienstes vom 27. Februar 2025. Der Beschuldigte habe im Verlauf der Abklärungen 

zunehmend detailliertere Angaben zu den Anlasstaten machen können. Eine Intro-

spektionsfähigkeit erscheine aktuell hinreichend ausgeprägt. Therapie- und Verän-

derungsmotivation seien formal gegeben. Der Beschuldigte habe sich dahingehend 

geäussert, hoch motiviert zu sein, an seinem Verhalten zu arbeiten. Der Therapeu-

tin  sei  er  grundsätzlich  offen  und  gesprächsbereit  gegenübergetreten  (Urk. 100 

S. 3 f. und S. 10). 

4.5.

Zur  Therapiewilligkeit  geht  aus  der  Expertise  hervor,  beim  Beschuldigten 

bestehe  der  Wunsch  nach  Abstinenz  von  psychotropen  Substanzen  und  einem 

geregelten Wohn- und Arbeitsumfeld. Auch ohne therapeutische Begleitung unter 

- 15 -

Haftbedingungen weise er eine Therapiebereitschaft auf und der Unterstützungs-

bedarf werde anerkannt (Urk. 93 S. 89). 

Diesen Einschätzungen geben die jüngsten Entwicklungen Recht. Laut therapeuti-

schem Erstbericht des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes vom 27. Februar 

2025 habe der Beschuldigte mehrfach geäussert, dass er bereit sei, Auskunft zu 

geben, mitzumachen und an sich zu arbeiten. Er verspüre nach eigenen Angaben 

weiterhin  schnell  Wut  und  könne  sich  in  verbalen  Auseinandersetzungen  nicht 

immer  angemessen  kontrollieren,  was  er  mit  der  Unterstützung  der  Therapeutin 

verbessern  wolle.  Die  formale  Zuverlässigkeit  sei  durchgehend  gegeben.  Der 

therapeutische  Erstbericht  zeigt  auf,  wie  der  Beschuldigte  in  einer  ersten  Phase 

angab,  sich  nicht  mehr  detailliert  an  das  Anlassdelikt  zu  erinnern.  Nach  einer 

gemeinsamen Reflexion über mögliche Vor- und Nachteile einer vertieften Ausein-

andersetzung habe sich der Beschuldigte aber zunehmend darauf einlassen und 

die bestehende Problematik genauer betrachten können. Der Beschuldigte habe 

angegeben,  dass  die  von  ihm  eingeräumten  Gewalthandlungen  gravierend 

gewesen seien und er diese zutiefst bereue. Im Verlauf der Abklärungen habe er 

zunehmend detailliertere Angaben machen können (Urk. 100 S. 3 f.). Auch das Amt 

für Justizvollzug und Wiedereingliederung billigt dem Beschuldigten im Führungs-

bericht vom 4. November 2024 eine gewisse Einsicht in das von ihm begangene 

Unrecht zu. Der Beschuldigte bereue seine Taten und es tue ihm leid, den Opfern 

so viel Leid angetan zu haben. Im Übrigen wird ihm ein gutes Vollzugsverhalten 

sowie durchwegs positive Rückmeldungen von der Gruppe und aus dem Arbeits-

bereich attestiert (Urk. 94A). 

4.6. Aus der Expertise ergibt sich, dass eine ambulante Massnahme möglich und 

erfolgsversprechend ist. Dies begründet Prof. Dr. D._____ unter anderem damit, 

dass der Beschuldigte eine Behandlungseinsicht aufweise, seine Taten selbstkri-

tisch hinterfrage und die Therapie akzeptiere (Urk. 93 S. 90 und S. 94). Diese gut-

achterlichen Schlussfolgerungen sind schlüssig, werden von keiner Partei kritisiert 

und sind zu übernehmen. Damit ist eine stationäre Massnahme mit Blick auf das 

Verhältnismässigkeitsprinzip  nicht  notwendig.  Dieser  Befund  deckt  sich  auch  mit 

dem aus der Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung gewonnen Eindruck 

- 16 -

(vgl. Urk. 102): Der Beschuldigte legte glaubhaft einen Sinneswandel dar und dass 

er über ein unterstützendes familiäres und kollegiales Umfeld sowie Aussicht auf 

eine  Arbeitsstelle  nach  seiner  Entlassung  verfügt.  Er  zeigte  sich  ferner  nicht  nur 

einsichtig betreffend seinen Behandlungsbedarf, sondern auch motiviert, seine Pro-

blemfelder konkret anzugehen. 

4.7. Der Beschuldigte beging eine versuchte schwere Körperverletzung sowie ei-

nen  Angriff.  Die  Anordnung  einer  ambulanten  Massnahme  respektive  der  damit 

verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Beschuldigten ist angesichts 

des hohen Rückfallrisikos für Gewaltdelikte ohne Weiteres gerechtfertigt. Die Ver-

hältnismässigkeit der Anordnung einer ambulanten Massnahme ist demnach zu be-

jahen.

4.8. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen sind die Voraussetzungen für die 

Anordnung  einer  ambulanten  Massnahme  gemäss  Art. 63  StGB  (Behandlung 

psychischer  Störungen  /  Suchtbehandlung  Alkohol  und  Cannabis)  gegeben.  Der 

dem  Beschuldigten  am  30.  April  2024  gewährte  vorzeitige  Massnahmenantritt 

wurde am 12. November 2024 rückwirkend per 8. Oktober 2024 in Vollzug gesetzt 

(Urk. 84 und Urk. 95). 

4.9. Das Gericht kann den Vollzug einer zugleich ausgesprochenen unbedingten 

Freiheitsstrafe zu Gunsten einer ambulanten Behandlung aufschieben, um der Art 

der  Behandlung  Rechnung  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 2  StGB).  Nach  der  Recht-

sprechung  des  Bundesgerichts  ist  der  Strafaufschub  anzuordnen,  wenn  eine 

tatsächliche Aussicht auf erfolgreiche Behandlung durch den sofortigen Vollzug der 

ausgefällten Freiheitsstrafe erheblich beeinträchtigt würde. Die Therapie geht vor, 

falls eine sofortige Behandlung gute Resozialisierungschancen bietet, welche der 

Strafvollzug klarerweise verhindern oder vermindern würde. Dabei sind einerseits 

die  Auswirkungen  des  Strafvollzugs,  die  Erfolgsaussichten  der  ambulanten 

Behandlung und die bisherigen Therapiebemühungen zu berücksichtigen, anderer-

seits aber auch das kriminalpolitische Erfordernis, Straftaten schuldangemessen zu 

ahnden bzw. rechtskräftige Strafen grundsätzlich zu vollziehen. Wo ein Therapie-

erfolg wahrscheinlich ist, sollte nach der Praxis des Bundesgerichts – tendenziell – 

zunächst ärztlich behandelt werden. Ein Aufschub rechtfertigt sich aber nur, wenn 

- 17 -

die  ambulante  Therapie  (ausserhalb  des  Strafvollzugs)  im  konkreten  Einzelfall 

aktuelle und günstige Bewährungsaussichten eröffnet, die durch den Strafvollzug 

zunichte  gemacht  oder  erheblich  vermindert  würden.  Ein  Aufschub  muss  sich 

folglich  aus  Gründen  der  Heilbehandlung  hinreichend  rechtfertigen  (BGE  129 

IV 161  E. 4.1  S. 162  f.;  Urteile  7B_734/2023  vom  15.  Januar  2025  E. 6.3; 

7B_187/2022  vom  30.  Oktober  2023  E. 4.2.1;  6B_518/2022  vom  16.  Juni  2023 

E. 2.3.1; je mit Hinweisen). 

Laut Gutachter ist die Durchführung der ambulanten Massnahme ausserhalb des 

Strafvollzugs  momentan  aufgrund  der  instabilen  Wohn-  und  Arbeitsperspektive 

nicht  zielführend  (Urk. 93  S. 90).  Der  Beschuldigte  brauche  ein  strukturiertes 

Behandlungssetting. Den Behandlungserfordernissen des Beschuldigten könne bei 

gleichzeitigem oder vorherigem Strafvollzug Rechnung getragen werden (Urk. 93 

S. 94 f.). Damit kann eine entsprechende ambulante Therapie auch während des 

Strafvollzugs  durchgeführt  werden,  was  sich  auch  aus  dem  therapeutischen 

Erstbericht des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes vom 27. Februar 2025 er-

gibt. Vorbehalte gegenüber einer Behandlung während des Vollzugs bringt der Gut-

achter nicht an. Im Gegenteil schliesst der Gutachter die Durchführung einer am-

bulanten Massnahme ausserhalb des Strafvollzugs momentan aus. Gestützt darauf 

und  mit  Blick  auf  den  Ausnahmecharakter  des  Strafaufschubs  ist  die  therapeuti-

sche Behandlung vollzugsbegleitend anzuordnen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten- und Entschädigungsfolgen im erstinstanzlichen Verfahren

Wie bereits ausgeführt, ist die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsrege-

lung in Rechtskraft erwachsen (Dispositivziffern 11 bis 17).

2.

Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren

2.1. Die  Gerichtsgebühr  ist  auf  Fr. 1'800.–  zu  veranschlagen  (Art. 424  Abs.  1 

StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 der Gebührenverordnung des Ober-

gerichts).  Diese  (geringe)  Gebühr  rechtfertigt  sich  vor  dem  Hintergrund  der  Tat-

sache,  dass  der  Beschuldigte  seine  ursprünglich  vollumfängliche  Berufung  weit-

- 18 -

gehend zurückgezogen hat und deshalb dem Gericht nur ein geringerer Aufwand 

entstanden  ist.  Die  Kosten  im  Rechtsmittelverfahren  tragen  die  Parteien  nach 

Massgabe  ihres  Obsiegens  oder  Unterliegens  (Art. 428  Abs. 1  StPO).  Ob  eine 

Partei im Rechtsmittelverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon 

ab,  in  welchem  Ausmass  ihre  vor  Beschwerdeinstanz  bzw.  Berufungsgericht 

gestellten Anträge gutgeheissen wurden (THOMAS DOMEISEN, in: Basler Kommen-

tar,  Schweizerische  Strafprozessordnung,  Bd.  II,  3.  Aufl.  2023,  N. 6  zu  Art. 428 

StPO).

2.2. Der Beschuldigte unterliegt, soweit er seine Berufung zurückgezogen hat. 

Im Übrigen strebte er mit seiner Berufung die Anordnung einer vollzugsbegleiten-

den ambulanten Massnahme an und obsiegt diesbezüglich. Die Staatsanwaltschaft 

obsiegt, soweit sie die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantragt hat, und 

damit (mit Ausnahme der Massnahme) hauptsächlich. Ausgangsgemäss rechtfer-

tigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten zu drei Vierteln aufzuerlegen und zu 

einem  Viertel  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen  (Art. 428  Abs. 1  StPO).  Die 

Kosten  der  amtlichen  Verteidigung  für  das  Berufungsverfahren  sind  zu  drei 

Vierteln einstweilen und zu einem Viertel definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Es ist die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 aAbs. 4 StPO 

im Umfang von drei Vierteln dieser Kosten vorzubehalten. 

2.3. Die amtliche Verteidigung macht im Berufungsverfahren einen Aufwand von 

Fr. 9'800.– (inkl. MwSt.) geltend, was ausgewiesen ist und angemessen erscheint 

(Urk. 104; Urk. 107). Es rechtfertigt sich daher, Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ für 

seine  Aufwendungen  im  Berufungsverfahren  pauschal  und  gesamthaft  mit 

Fr. 9'800.– (inkl. Auslagen und MwSt.) zu entschädigen.

Es wird beschlossen:

1.

Vom teilweisen Rückzug der Berufung des Beschuldigten betreffend die 

Dispositivziffern 1, 2, 5 bis 17 wird Vormerk genommen. 

- 19 -

2.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, 

vom 27. November 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

" 1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 





der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB 

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie

des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 38 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit  heute  513  Tage  durch  Untersuchungshaft  sowie  durch  vorzeitigen 

Strafantritt erstanden sind.

3.

4.

5.

(…)

(…)

Es  wird  die  Abnahme  einer  DNA-Probe  und  Erstellung  eines  DNA-Profils  im 

Sinne von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) 

wird  mit  dem  Vollzug  beauftragt  und  der  Beschuldigte  verpflichtet,  innert 

30 Tagen  ab  Eintritt  der  Rechtskraft  des  Urteils  beim  Forensischen  Institut 

Zürich,  Polizei-  &  Justizzentrum  PJZ,  Erkennungsdienst‚  Güterstrasse 33, 

8010 Zürich zwecks DNA-Probenahme für die DNA-Profilerstellung zu erschei-

nen.  Kommt  er  dieser  Verpflichtung  unentschuldigt  nicht  nach,  wird  die 

Kantonspolizei  hiermit  verpflichtet,  ihn  –  auf  entsprechende  Mitteilung  des 

Forensischen  Instituts  Zürich  hin  –  zwangsweise  vorzuführen.  Der  Beschul-

digte wird auf Art. 205, 207 und 417 StPO aufmerksam gemacht.

6.

Die folgenden polizeilich sichergestellten Gegenstände werden dem Beschul-

digten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils innert 30 Tagen auf erstes 

Verlangen hin herausgegeben, ansonsten sie der Lagerbehörde zur gutschei-

nenden Verwendung überlassen werden.





Kleider (Asservat-Nr. A016'315'609)

1 Mobiltelefon (Asservat-Nr. A016'316'044)

- 20 -

7.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 1'252.15 zuzüglich 5 % 

Zins ab 3. Juli 2022 zu bezahlen.

8.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet, dem Privatkläger B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 3. Juli 2022 

als Genugtuung zu bezahlen. 

9.

Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet, der Privatklägerin C._____ Schadenersatz von Fr. 1'100.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 3. Juli 2022 zu bezahlen.

10. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet, der Privatklägerin C._____ Fr. 1'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 3. Juli 2022 

als Genugtuung zu bezahlen. 

11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

2'500.00   Gebühr Strafuntersuchung

24'796.64   Gutachten/Expertisen etc.

4'219.20   amtliche Verteidigung RA X2._____

1'200.00   Auslagen Obergericht (UB220166-O)

21'031.20   amtliche Verteidigung RA X3._____

7'778.80   amtliche Verteidigung RA X4._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

12. Die  Kosten  der  Untersuchung  und  des  gerichtlichen  Verfahrens  (sowie  des 

obergerichtlichen Verfahrens), ausgenommen diejenigen der amtlichen Vertei-

digung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

13. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt MLaw X3._____, wird mit Fr. 21'031.20 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

14. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X4._____, wird mit Fr. 7'778.80 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

- 21 -

15. Der  amtliche  Verteidiger,  Rechtsanwalt  X2._____,  wurde  bereits  mit 

Fr. 4'219.20 (inkl. MwSt.) aus der Staatskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

16. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet,  dem  Privatkläger  B._____  eine  Prozessentschädigung  in  der  Höhe  von 

Fr. 2'620.– (inkl. MwSt.) für anwaltliche Vertretung zu bezahlen. 

17. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern verpflich-

tet,  der  Privatklägerin  C._____  eine  Prozessentschädigung  in  der  Höhe  von 

Fr. 3'560.85 (inkl. MwSt.) für anwaltliche Vertretung zu bezahlen.

18.

(Mitteilungen)

19.

(Rechtsmittel)

20.

(Rechtsmittel)"

3.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil und an die Privatklägerschaft 

im Auszug.

4. Gegen  Ziffer  1  dieses  Entscheids  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in 

Strafsachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes. 

- 22 -

Es wird erkannt:

1.

Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 

StGB  (Behandlung  psychischer  Störungen  /  Suchtbehandlung  Alkohol  und 

Cannabis) angeordnet. 

2.

3.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

1'800.--

; die weiteren Kosten betragen:

9'800.--

  amtliche Verteidigung RA Dr. X1._____

14'013.--

  Ergänzungsgutachten Prof. Dr. D._____

 2'200.--

  Zusatzgutachten dipl. Psych. F._____

4.

Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens,  mit  Ausnahme  der  Kosten  der 

amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt 

und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amt-

lichen  Verteidigung  werden  zu  einem  Viertel  definitiv  und  zu  drei  Vierteln 

einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  genommen.  Die  Rückzahlungspflicht  des 

Beschuldigten  bleibt  im  Umfang  von  drei  Vierteln  gemäss  Art. 135  aAbs. 4 

StPO vorbehalten.

5.

Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an







die  amtliche  Verteidigung  im  Doppel  für  sich  und  zuhanden  des 
Beschuldigten (versandt)

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versandt)

den  Justizvollzug  des  Kantons  Zürich,  Abteilung  Bewährungs-  und 
Vollzugsdienste (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an





die  amtliche  Verteidigung  im  Doppel  für  sich  und  zuhanden  des 
Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

- 23 -









die Vorinstanz

den  Justizvollzug  des  Kantons  Zürich,  Abteilung  Bewährungs-  und 
Vollzugsdienste

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 
DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

6. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des §.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 8. Mai 2025

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. M. Langmeier

MLaw W. Dharshing