# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab8d074b-e202-5e5a-908a-3aa666445f52
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 11.02.2014 110 2013 392
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2013-392_2014-02-11.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION

RA Nr. 110/2013/392 Bern, 11. Februar 2014

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau B.________
Beschwerdeführerin 2

Frau C.________
Beschwerdeführerin 3

Herrn D.________
Beschwerdeführer 4

Frau E.________
Beschwerdeführerin 5

alle vertreten durch Herrn Fürsprecher F.________

und

G.________________ 
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Fürsprecher H.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Twann-Tüscherz, Moos 11, Postfach 16, 2513 
Twann

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Twann-Tüscherz vom 
26. September 2013 (Projektänderungsbewilligung; Änderung Fassadenfarbe)

I. Sachverhalt

2

1. Am 16. November 2011 erteilte das Regierungsstatthalteramt Biel der 

Beschwerdegegnerin die Gesamtbaubewilligung für den Neubau von sechs 

Einfamilienhäusern. Die Parzellen Twann-Tüscherz (O.________) Gbbl. Nr. I.________, 

J.________, K.________, L.________, M.________ und N.________ liegen in der 

Wohnzone W2 in O.________. 

Die Beschwerdegegnerin hatte im Baugesuch als Fassadenfarbe „div. Grautöne“ 

angegeben. Im Juni 2013 brachte sie an den beiden untersten Häuser Fassadenplatten in 

zwei Gelbtönen an. Nach Anhörung der Beschwerdegegnerin erliess die Gemeinde am 7. 

Juli 2013 eine Baueinstellungsverfügung für die Montage der Fassadenplatten. Am 22. Juli 

2013 reichte die Beschwerdegegnerin ein nachträgliches Baugesuch für die 

Fassadenfarben Eternit Planea P 613 und P 614 samt Plänen ein, welche vom 

Beschwerdeführer 4 und der Beschwerdeführerin 5 unterschrieben waren. Die Gemeinde 

führte das kleine Baubewilligungsverfahren ohne Publikation durch (Art. 27 BewD1) und 

gab den Beschwerdeführenden 1 und 2 am 30. Juli 2013 Kenntnis von der 

Projektänderung. Mit gemeinsamer Eingabe erhoben die Beschwerdeführenden 1 bis 5 

Einsprache gegen diese Fassadenfarben. Die Beschwerdeführenden 4 und 5 machten 

dazu geltend, sie seien von der Baugesuchstellerin getäuscht worden. Die Gemeinde 

verneinte die Einsprachelegitimation der Beschwerdeführerin 3, weil sie nicht direkte 

Nachbarin sei. Dem Beschwerdeführer 4 und der Beschwerdeführerin 5 sprach sie die 

Einsprachelegitimation ab, weil sie die Pläne unterschrieben hätten. Mit Verfügung vom 26. 

September 2013 bewilligte die Gemeinde das Baugesuch und hob die 

Baueinstellungsverfügung auf. 

2. Dagegen erhoben die Beschwerdeführenden 1 und 2 am 25. Oktober 2013 

Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Mit 

separaten Beschwerden vom 29. Oktober 2013 gelangten die Beschwerdeführerin 3, der 

Beschwerdeführer 4 und die Beschwerdeführerin 5 an die BVE. Sämtliche 

Beschwerdeführenden stellen folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Baukommission Twann-Tüscherz vom 26. September 2013 sei 

vollumfänglich aufzuheben.

2. [Beweisantrag]

1 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

3

3. Die G.________ sei anzuweisen, die Fassadenverkleidung in den Farben gemäss 

der Baubewilligung Nr. P.________ vom 16. November 2011 zu gestalten und die 

bereits verbaute[n] Fassadenplatten (Eternit Planea P 613 und P 614) 

zurückzubauen.

Die Beschwerdeführenden behalten sich ausserdem im Rahmen einer 

Rechtsverwahrung Schadenersatzansprüche vor, welche durch die 

Fassadenverkleidung und die weiteren Bauarbeiten entstehen könnten.

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, vereinigte die 

Beschwerdeverfahren. Es holte einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege 

der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. Danach führte es im Beisein der Parteien und 

einer Vertretung der OLK einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch.

4. Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2013 

folgende Rechtsbegehren:

1. Die Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 2 (...) sowie die Beschwerden der 

Beschwerdeführer 3 bis 5 (...) seien abzuweisen, soweit überhaupt darauf 

eingetreten wird.

2. Der Entscheid der Einwohnergemeinde Twann-Tüscherz vom 26. September 2013 

betreffend Farbänderung der Fassaden sei zu bestätigen.

3. Die Einstellungsverfügung der Einwohnergemeinde Twann-Tüscherz, 

Baupolizeibehörde vom 7. Juli 2013 sei aufzuheben, in Übereinstimmung mit dem 

Entscheid der Einwohnergemeinde Twann-Tüscherz vom 26. September 2013.

5. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum Beweisverfahren zu äussern und 

Schlussbemerkungen einzureichen. Die Gemeinde hält in ihrer Stellungnahme vom 13. 

Januar 2014 an ihrer Beurteilung fest und beantragt, die Bewilligung der Fassadenfarbe zu 

bestätigen. Die Beschwerdeführenden und die Beschwerdegegnerin bestätigen ihre 

Standpunkte. 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)

4

6. Am 20. Januar 2014 ging beim Rechtsamt der BVE die Kopie der Eingabe von 42 

„Bürger und Bürgerinnen des Dorfteils O.________“ an das Regierungsstatthalteramt 

Biel/Bienne vom 17. Januar 2014 ein. Die unterzeichneten Personen verlangten darin, 

dass die Fassaden der Neubauten der Beschwerdegegnerin in einem weniger auffälligen 

Farbton erstellt werden. 

7. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der OLK sowie auf das Ergebnis des 

Augenscheins wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz, in der sie die Fassadenfarben 

bewilligte und die Baueinstellung aufhob. Bauentscheide und baupolizeiliche Verfügungen 

können nach Art. 40 und 49 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung der Beschwerde 

zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer 

Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die 

Beschwerdeführenden 1 und 2 sind als Nachbarn zur Sache legitimiert und haben sich am 

vorinstanzlichen Verfahren beteiligt. Sie sind durch die angefochtene Verfügung beschwert 

und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten.

c) Die Gemeinde hat in der angefochtenen Verfügung die Einsprachelegitimation der 

Beschwerdeführenden 3 bis 5 verneint und ihre Einsprachen nicht behandelt. Im Streit um 

die eigene Verfahrenslegitimation ist eine Person, die sich am Verfahren beteiligen will, 

3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)

5

Partei und als Adressatin einer (impliziten) Nichteintretensverfügung formell beschwert. Sie 

ist damit zur Anfechtung dieser Verfügung befugt, unbesehen darum, ob sie in der Sache 

selber, d.h. im Streit um den Anspruch auf Verfahrensbeteiligung, Erfolg haben wird.4 Die 

Beschwerdeführenden 3 bis 5 sind daher zur Beschwerde legitimiert. 

d) Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass die Beschwerdeführenden 3 bis 5 an einem 

Beschwerdeverfahren bei der BVE „interessiert“ seien, ohne dies aber zu begründen. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden legitimiert sich mit den in den Vorakten 

befindlichen Anwaltsvollmachten, welche für das Verfahren „in Sachen Projektänderung zu 

Baubewilligung Nr. P.________, G.________ (v.a. Änderung der Fassadenfarbe)“ erteilt 

wurden.5 Diese Vollmachten umfassen auch ein Beschwerdeverfahren. Die Beschwerden 

der Beschwerdeführenden 3 bis 5 wurden somit form- und fristgerecht eingereicht.

e) Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerden der Beschwerdeführenden 

3 bis 5 sei nicht einzutreten, sofern sie keine genügenden Entschuldigungen für ihr 

Nichterscheinen an der Instruktionsverhandlung vom 18. Dezember 2013 beibrächten. 

Die Anwesenheit der Beschwerdeführerin 3 wurde vom Rechtsamt der BVE nicht 

vorausgesetzt. Erforderlich war einzig, dass ihr Grundstück bei Bedarf zur Abklärung ihrer 

Legitimation betreten werden konnte. Im Rahmen ihres Mitwirkungsrechtes war es ihr 

freigestellt, persönlich am Augenschein mit Instruktionsverhandlung teilzunehmen (vgl. Art. 

22 VRPG) oder sich durch ihren Anwalt vertreten zu lassen. Der Beschwerdeführer 4 und 

die Beschwerdeführerin 5 haben Arztzeugnisse eingereicht und sind somit entschuldigt. Im 

Übrigen hätte eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nicht zur Folge, dass auf das 

Rechtsmittel insgesamt nicht mehr eingetreten werden könnte (Art. 20 Abs. 2 VRPG). Die 

Nichteintretensfolge würde nur das in Frage stehende Begehren betreffen. Zudem muss 

diese Rechtsfolge bei Rechtsmittelverfahren explizit angedroht werden,6 was vorliegend 

nicht der Fall war. 

f) Auf die Beschwerden der Beschwerdeführenden 3 bis 5 ist daher grundsätzlich 

einzutreten. In Bezug auf die streitige Fassadenfarbe kann auf die Beschwerden nur 

4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 65 N. 6
5 Vgl. Vollmachten vom 15.08.2013, Vorakten der Gemeinde, Dossier 20-A-2010
6 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 20 N. 2 und 4

6

eingetreten werden, wenn den Beschwerdeführenden auch die Sachlegitimation zukommt, 

was nachfolgend zu prüfen ist.

2. Einsprachelegitimation der Beschwerdeführerin 3 

a) Die Einsprachelegitimation setzt eine unmittelbare Betroffenheit in eigenen 

schützenswerten Interessen voraus (Art. 35 Abs. 2 lit. a BauG) und beurteilt sich 

unabhängig davon, ob das kleine oder ordentliche Baubewilligungsverfahren durchgeführt 

wird. Die schützenswerten Interessen können tatsächlicher oder rechtlicher Natur sein. 

Legitimiert sind insbesondere Eigentümer oder dinglich Berechtigte von direkt 

angrenzenden Grundstücken oder von solchen, die nur durch eine Strasse vom 

Baugrundstück getrennt sind. Darüber hinaus reicht die Nachbarschaft jedoch so weit wie 

die allfälligen nachteiligen Auswirkungen des Bauvorhabens. Bei ästhetischen Einwänden 

muss eine Sichtverbindung zum Bauvorhaben bestehen. Auch in einem solchen Fall bedarf 

es noch einer besonders nahen Beziehung zur Streitsache, welche wesentlich stärker ist 

als diejenige der Allgemeinheit.7 

b) Das Grundstück der Beschwerdeführerin 3 grenzt zwar nicht direkt an die 

Überbauung der Beschwerdegegnerin an, ist aber nur durch das Grundstück der 

Beschwerdeführenden 1 und 2 davon getrennt. Es besteht eine direkte Sichtverbindung zu 

mindestens drei der neuen Gebäude. Die geplante Fassadenfarbe ist bei der Liegenschaft 

der Beschwerdeführerin 3 daher gut wahrnehmbar, wie auch die eingereichten 

Fotoaufnahmenbelegen, die von ihrem Grundstück aus aufgenommen wurden.8 Die 

Beschwerdeführerin 3 wird daher durch das Bauvorhaben mehr als jedermann betroffen, 

so dass sie einsprachebefugt war. Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist daher 

auch in der Sache einzutreten.

3. Einsprachelegitimation des Beschwerdeführers 4 und der Beschwerdeführerin 5 

7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 35-35c 
N. 17 Vgl. BGer 1A.98/1995 E. 2c, in ZBl. 1995 S. 529
8 Beschwerdebeilage Nr. 8; Protokoll des Augenscheins mit Instruktionsverhandlung vom 18.12.2013, S. 13 

7

a) Der Beschwerdeführer 4 und die Beschwerdeführerin 5 sind direkte Nachbarn der 

Bauparzellen und daher durch das Bauvorhaben unmittelbar betroffen. Der 

Beschwerdeführer 4 hat am 16. Juli 2013 den Situationsplan 1:500 und den Fassadenplan 

1:100 vom 15. Juli 2013 unterschrieben, die Beschwerdeführerin 5 leistete die Unterschrift 

auf diesen Plänen zu einem unbekannten Zeitpunkt. Die Beschwerdeführenden 4 und 5 

machen geltend, sie hätten sich bei Unterzeichnung des Plans in einem Irrtum über den 

wahren Sachverhalt befunden, weshalb ihre Unterschriften unbeachtlich seien. Die 

Baugesuchstellerin habe ihnen anlässlich des jeweiligen Hausbesuchs erklärt, die 

Gemeinde wünsche diese Änderung der Fassadenfarbe, was jedoch nicht zutreffe. Die 

Beschwerdeführerin 5 bringt ausserdem vor, sie sei betagt und sehbehindert. 

b) Es fragt sich, ob die Beschwerdeführenden 4 und 5 mit der Unterzeichnung der Pläne 

auf die Einspracherechte verzichtet haben. In Zusammenhang mit den Näherbaurechten 

hat die Rechtsprechung festgehalten, dass die Zustimmung zum Näherbau ausdrücklich 

und unmissverständlich erteilt werden muss und dass das blosse Unterzeichnen des 

Situationsplanes nicht genügt.9 Eine rechtsgültige Zustimmungserklärung darf daher nicht 

leichthin angenommen werden. 

c) Auf den Plänen, welche die betagten Beschwerdeführenden unterzeichnet haben, 

steht oberhalb der Unterschriften lediglich „baugesuch - farbänderung“. Eine ausdrückliche 

Zustimmung zur Fassadenfarbe oder eine Erklärung, dass sie damit auf ihre 

Einspracherechte verzichten, haben sie jedoch weder auf dem Plan noch anderweitig 

abgegeben. Die Beschwerdeführenden 4 und 5 haben daher weder explizit noch implizit 

auf ihre Einspracherechte verzichtet und waren daher einsprachebefugt. Auf ihre 

Beschwerde ist somit auch bezüglich den Sachvorbringen zur Fassadenfarbe einzutreten. 

Ob und inwiefern die Beschwerdegegnerin allenfalls Anlass zu einem Irrtum des 

Beschwerdeführers 4 und der Beschwerdeführerin 5 gegeben hat, kann bei diesem 

Ergebnis offen bleiben.

4. Bewilligungspflicht der Fassadenfarbe

9 BVR 2003, S. 255 f. E. 2c; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 
4. Aufl. 2013, Art. 12 N. 12

8

a) Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dass die Farbgestaltung grundsätzlich frei 

sei und ihr diesbezüglich keine Auflagen gemacht werden könne, weil dazu die gesetzliche 

Grundlage fehle. Weiter macht sie geltend, die vom Regierungsstatthalteramt bewilligten 

Pläne hätten einen oliv-gelblichen Grauton aufgewiesen, der dem Muster Eternit Planea 

P 614 und P 613 sehr ähnlich sei. Die Intensität und der Farbton könnten je nach 

Produktionsserie variieren. Die Bewilligungsbehörde habe weder eine Auflage des 

Farbtons noch eine Bemusterung am Bauobjekt verlangt. Die Farbtöne Planea P 614 und 

P 613 seien daher als mit Gesamtbauentscheid vom 16. November 2011 bewilligt zu 

betrachten. Es bedürfe diesbezüglich keiner Projektänderung. 

b) Fassadenfarben sind baubewilligungspflichtig, da sie eine Auswirkung auf den Raum, 

d.h auf das Orts- und Landschaftsbild haben (vgl. Art. 1a BauG). Der Bauherrschaft steht 

es zwar frei, die von ihr bevorzugte Fassadenfarbe im Rahmen des 

Baubewilligungsverfahrens zu beantragen. Ob die Fassadenfarbe bewilligungsfähig ist, 

muss im konkreten Einzelfall gestützt auf die Ästhetikvorschriften der Gemeinde bzw. auf 

Art. 9 BauG beurteilt werden, welche die gesetzliche Grundlage bilden. Verstösst ein 

Bauvorhaben gegen Ästhetikvorschriften, ist es gemäss Art. 2 BauG nicht 

bewilligungsfähig, da diese Bestimmungen selbständige Bedeutung haben und 

grundsätzlich gleichrangig sind wie die übrigen Bauvorschriften.10 Die Fassadenfarbe kann 

demnach nicht losgelöst vom baulichen bzw. landschaftlichen Kontext beurteilt werden, 

weshalb sich auch keine allgemeingültige Aussage über die Bewilligungsfähigkeit einer 

bestimmten Fassadenfarbe machen lässt: die gleiche Farbe kann an einem Ort ohne 

weiteres zulässig sein und in einer anderen Umgebung stören. 

c) Im Baugesuch für die Neubauten vom 13. März 2011 wurde die Fassadenfarbe mit 

„div. Grautönen“ angegeben. Auf den vom Regierungsstatthalteramt bewilligten Plänen 

vom 16. November 2011 sind die Gebäude in eher dunklen, gedämpften Farben gehalten, 

und zwar alternierend in einem bräunlichen Grau und einem olivfarbigen Ton. Letzterer 

lässt sich nicht unter Grautöne subsumieren und steht im Widerspruch zu den Angaben im 

Baugesuch. 

d) Die Farbtöne auf den Plänen zeigen die vorgesehene Fassadenfarbe zwar nur 

ungefähr an. Da diese in der Regel am Objekt noch bemustert werden muss, genügt die 

10 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 9/10 N. 7

9

Angabe des Grundtones im Baugesuch. Vorliegend können die Fassadenfarben auf den 

bewilligten Plänen aber auch im weitesten Sinn nicht als gelb oder gelblichgrün bezeichnet 

werden. Die gelben Farbtöne Planea P 613 und P 614 wurden mit Gesamtbauentscheid 

des Regierungsstatthalteramtes Biel/Bienne vom 16. November 2011 nicht bewilligt, zumal 

sie nicht nur den Plänen, sondern auch den Angaben im Baugesuch widersprechen.

5. Beurteilung der Fassadenfarben

a) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, 

Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt 

die „ästhetische Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. 

Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden 

Überbauung schafft, der erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften 

erlassen, die über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften 

müssen, um selbständige Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die 

Anordnungen des kantonalen Rechts, sie dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders 

formulieren.11

b) Das Baureglement der Gemeinde Tüscherz - O.________12 enthält in Art. 30 

insbesondere folgende Bestimmungen zur Gestaltung von Bauten und Anlagen:

1 Alle Bauten und Anlagen müssen architektonisch befriedigend gestaltet werden. 
Sie sind hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung, ihrer Einzelheiten und 
Proportionen so auszubilden, dass zusammen mit den bestehenden oder 
vorauszusehenden Bauten eine gute einheitliche Gesamtwirkung entsteht und 
die Schönheit oder erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, Orts- und 
Landschaftsbildes und des Seeufers gewahrt bleiben.

Auf die Schutzwürdigkeit benachbarter Bauten ist angemessen Rücksicht zu 
nehmen. Geschichtlich und künstlerisch wertvolle Bauwerke, Baugruppen, 
historische Stätten und Brunnen sind besonders zu beachten.
Bauten, welche diesen Anforderungen nicht erfüllen, sind unzulässig, auch wenn 
sie den übrigen Bauvorschriften entsprechen.

11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Auflage, Band I, Bern 2013, 
Art.°9/10 N. 4 und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen
12 Baureglement Tüscherz - O.________, vom AGR genehmigt am 12.12.1997, Stand Januar 2012

10

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher 

selbständige Bedeutung zu.

c) Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen 

Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen 

Beurteilungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten 

Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute 

Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen architektonischen 

Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass 

das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue Baute oder 

Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren 

hat.13 Schutzobjekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist der Aussenraum, soweit er 

von einem öffentlichen Standort aus für den Betrachter als Einheit erfassbar ist.14

d) Die Fassaden der sechs Häuser sollen alternierend mit Eternitplatten in den 

Gelbtönen Planea P 613 und P 614 verkleidet werden, was bei den untersten zwei 

Gebäuden bereits erfolgt ist. Die Gemeinde hat sich für ihren Entscheid massgeblich auf 

den Bericht des Netzwerk Bielersee vom 12. Juli 2013 gestützt, welcher festhielt, die zwei 

Farbtöne gelb und gelblichgrün könnten je nach Jahreszeit in der grünen Umgebung des 

Rebhanges gefunden werden. Die Integration des Bauvolumens in die Landschaft könne 

so gelingen. 

e) Die OLK hält in ihrem Fachbericht vom 20. November 2013 fest, das bestehende 

Quartier weise ein helles Kolorit auf. Gebrochene Weisstöne, beige und gräuliche Farben 

herrschten vor. Die eher dunklen Dacheindeckungen erdeten die Bauten. Einzelne 

farbliche „Ausreisser“ vermochten den eher homogenen Farbeindruck nicht zu 

beeinträchtigen. Die dunklen, teilweise schwarz eingekleideten Bauten fügten sich gut, 

beinahe unauffällig in das bestehende Orts- und Landschaftsbild ein. Die Rebmauern und 

deren Farbigkeit bildeten ein weiteres, wichtiges landschaftsarchitektonisches Merkmal der 

Gemeinde Tüscherz. 

13 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 4. Auflage 2013, Art. 9/10 
N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1
14 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 9/10 
N. 14; VGE 22044 vom 19.08.2005, E. 2.8

11

Zu den Fassadenfarben der Neubauten hielt sie fest, die vorgesehene, fast einheitliche 

grelle Farbigkeit und die hellen Dächer der Überbauung seien vom bestehenden Quartier 

abweichende Merkmale. Die Farbe Gelb werde unter anderem mit Sonnenlicht 

charakterisiert. Sie sei mit Abstand die hellste der vier bunten Grundfarben (Rot, Blau, Gelb 

und Grün). Gelb weise eine gute Fernwirkung auf, sei hell und leuchtend. Nicht von 

ungefähr werde dieser Farbton als internationale „Warnfarbe“ verwendet. Diese 

Eigenschaften potenzierten sich in direktem Sonnenlicht. Das bestehende Orts- und 

Landschaftsbild werde massiv beeinträchtigt. Die Siedlung hebe sich gegenüber der 

Nachbarschaft ab. Dieses Ungleichgewicht sei nicht angemessen.

f) Anlässlich des Augenscheins führten die Vertreter der OLK zusammengefasst aus, 

die bauliche Umgebung der neuen Überbauung bestehe aus individuellen Einzelbauten. 

Charakteristisch sei, dass die Häuser nicht geometrisch gesetzt worden seien. Es gebe 

keine Repetition, kein Haus sei gleich wie das andere, was auch die Wirkung eines 

einzelnen Hauses abschwäche. Charakteristisch seien die dunklen Dächer und die hellen 

Fassaden in Weiss- und Beigetönen. In farblicher Hinsicht gebe es zwar einige 

„Ausreisser“ (ein fast schwarzes und ein rötliches Gebäude), aber keine knalligen Farben. 

Insgesamt entstehe bei den Fassadenfarben ein homogener Eindruck. Die gelbe 

Fassadenfarbe sei nicht in dieser vorbestehenden Farbpalette enthalten und steche daher 

heraus. Die neue Überbauung unterscheide sich in verschiedener Hinsicht stark von der 

bestehenden Bebauung. In architektonischer Hinsicht weiche sie mit ihrer Symmetrie, der 

Repetition und der Parallelität vom Bestehenden ab. Und im Gegensatz zur baulichen 

Umgebung seien die Dächer der Neubauten hell. Dadurch sei ein Ungleichgewicht 

entstanden, das durch die gelbe Fassadenfarbe noch verstärkt werde. Die dichte 

Überbauung mit sechs Häusern potenziere die Wirkung der Farbe. Aufgrund der glatten 

Oberfläche der gewählten Eternitplatten gebe es mehr Lichtreflexion als bei Fassadenputz. 

Im Sonnenlicht sei die gelbe Farbe daher ein extremer „Knaller“. Weiter hielten die 

Vertreter der OLK fest, es sei wichtig, dass versucht werde, mit verschiedenen Farbtönen 

die Symmetrien und die Kompaktheit der neuen Überbauung etwas aufzubrechen. Im 

vorliegenden Fall seien dunklere, erdigere Farbtöne den hellen vorzuziehen.15

g) Die OLK hat überzeugend dargelegt und begründet, inwiefern Fassaden in den 

Farben Planea P 613 und P 614 das Ortsbild massiv beeinträchtigen. Das bestehende 

15 Protokoll des Augenscheins vom 18.12.2013, S. 5-8, 11

12

Quartier ist bezüglich der vorherrschenden Fassadenfarben in Weiss-, Grau- und 

Beigetönen recht einheitlich. Das davon abweichende fast schwarze Gebäude wirkt trotz 

seines grossen Bauvolumens von weitem her gesehen unauffällig und nimmt sich dank 

dieser Farbe zurück. Zudem haben alle bestehenden Gebäude Umschwung, was die 

Siedlung auflockert. Demgegenüber sind die Neubauten sehr kompakt und streng 

symmetrisch angeordnet und gleichen einer Terrassensiedlung. Die architektonische 

Gestaltung der neuen Überbauung ist zwar vorliegend nicht Verfahrensgegenstand. Wie 

die OLK aber zu Recht ausführte, lässt sich die Fassadenfarbe nicht losgelöst von der 

Architektur beurteilen, da die Anzahl der Häuser und die Dichte der Überbauung die 

Farbwirkung verstärken und die Farbe ihrerseits die Wirkung der Überbauung beeinflusst. 

h) Das linke Bielerseeufer ist mit den zusammenhängenden Rebbergen, gut erhaltenen 

Winzerdörfern und Wäldern eine äusserst attraktive und sensible Landschaft und 

gebietsweise als Landschaft von nationaler Bedeutung eingestuft (BLN-Schutzgebiet 

Nr. 1001 „Linkes Bielerseeufer“).16 Der Perimeter des BLN-Gebietes reicht nahe an das 

Bauvorhaben heran. Die neuen Gebäude sind vom See und gegenüberliegenden Ufer aus 

von weither sichtbar und werden daher auch in Zusammenhang mit dem BLN-Gebiet 

wahrgenommen. 

i) Die bereits gelb verkleideten Gebäude haben eine enorme Leuchtkraft und 

Fernwirkung. Bei Sonneneinstrahlung wirken die Fassaden wegen der glatten, leicht 

schimmernden Oberfläche leuchtend und intensiv gelb, wie die Fotos in der 

Beschwerdebeilage Nr. 8 und auch die Verkaufsdokumentation auf der Internetplattform 

Immoscout zeigen.17 Die Farbtöne wirken von weitem gesehen rein gelb und unterscheiden 

sich kaum. Die Gebäude stechen mit diesen grell wirkenden Farben aus der bestehenden 

Bebauung heraus, was selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen erkennbar ist. Durch 

die dichte und relativ grosse Überbauung würde dieser Effekt potenziert und die 

Neubauten zu einem dominierenden und störenden Blickfang in dieser schönen 

Hanglandschaft. Die Vegetation ändert sich im Jahreslauf, während die bauliche 

Umgebung gleich bleibt. Neubauten müssen sich ganzjährig dem Orts- und 

Landschaftsbild einfügen. Der von der Beschwerdegegnerin vorgebrachte Vergleich mit 

den Farben der Rebenblätter greift deshalb nicht, zumal ein Gebäude immer einen 

16 Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung, BLN
17 http://www.immoscout24.ch/en/d/purchase-villa-t%C3%BCscherz-alferm%C3%A9e/2485561?tab=overview; 
zuletzt besucht am 5.02.2014

13

Gegensatz zur Vegetation darstellt. Die gewählten Fassadenfarben P 613 und P 614 

haben eine ausgesprochen störende Wirkung auf das Orts- und Landschaftsbild. Dies 

verletzt die kommunale Ästhetikbestimmung (Art. 30 GBR), welche eine gute 

Gesamtwirkung und die Wahrung der Schönheit des Orts- und Landschaftsbildes 

voraussetzt, und widerspricht selbst dem Beeinträchtigungsverbot von Art. 9 BauG.

Die Fassadenfarben Eternit Planea P 613 und 614 sind daher nicht bewilligungsfähig. Die 

angefochtene Verfügung ist aufzuheben. 

6. Weiteres Verfahren

In Bezug auf die Fassadenverkleidung gilt nach wie vor die Baueinstellungsverfügung vom 

7. Juli 2013. Da dem nachträglichen Baugesuch für die Fassadenfarben P 613 und P 614 

der Bauabschlag erteilt werden muss, stellt sich die Frage nach der Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes gemäss Art. 46 BauG. Die Gemeinde hat bisher noch kein 

Wiederherstellungsverfahren eingeleitet. Es ist Sache der Gemeinde als 

Baupolizeibehörde, dieses Verfahren nun durchzuführen und über die Herstellung des 

rechtmässigen Zustandes zu entscheiden. 

7. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Da die Beschwerden praktisch identisch waren, 

wird die Pauschalgebühr auf Fr. 500.– pro Beschwerde festgesetzt, ausmachend total 

Fr. 2’000.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 

GebV18). Darin enthalten sind auch die Kosten der BVE für den Augenschein vom 18. 

Dezember 2013. Die Kosten der OLK von Fr. 500.– für den Fachbericht (Rechnung vom 

12. Dezember 2012) und von Fr. 300.– für die Teilnahme am Augenschein werden gestützt 

auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten betragen somit insgesamt 

Fr. 2'800.–.

18 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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b) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 

prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen 

Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei 

diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin und hat die 

Verfahrenskosten von Fr. 2'800.– zu tragen.

c) Als unterliegende Partei hat die Beschwerdegegnerin zudem den 

Beschwerdeführenden die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die 

Kostennote des Anwaltes der Beschwerdeführenden für die vier Beschwerden gibt zu 

keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat somit den 

Beschwerdeführenden die Parteikosten von insgesamt Fr. 7'204. – (inkl. Auslagen und 

MWSt) zu ersetzen, ausmachend Fr. 1'801.– pro Beschwerde.

d) Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 1'679.– sind von der 

Beschwerdegegnerin zu bezahlen (Art. 52 Abs. 1 BewD. Art. 49 i.V.m. Art. 45 ff. BauG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerden werden gutgeheissen. Die Verfügung der Gemeinde Twann-

Tüscherz vom 26. September 2013 wird aufgehoben und dem Baugesuch vom 

22. Juli 2013 der Bauabschlag erteilt. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2’800.– werden der Beschwerdegegnerin zur 

Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid 

in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 1’679.– werden der 

Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist die 

Gemeinde zuständig.

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4. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im 

Gesamtbetrag von Fr. 7’204.– (inkl. Auslagen und MWSt) zu ersetzen, 

ausmachend Fr. 1'801.– pro Beschwerde. 

IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher F.________, mit Gerichtsurkunde

- Herrn Fürsprecher H.________, mit Gerichtsurkunde

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Twann-Tüscherz, mit Gerichtsurkunde

- Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, A-Post

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), zH OLK Gruppe Seeland, zur 

Kenntnis, per Kurier

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer, Regierungsrätin