# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bddeb6db-ec8e-52d2-85df-4ff70e17ac36
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 20.08.2019 UV 2017/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2017-59_2019-08-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 20.08.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2019
Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Adäquanz zwischen den organisch nicht 
objektivierbaren Beschwerden und dem Unfall nach der sogenannten 
"Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133) verneint. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses 
lagen noch gewisse unfallkausale organische Beschwerden vor, der 
Beschwerdeführer war aber voll arbeitsfähig. Kein Rentenanspruch, kein 
Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung als zugesprochen. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 20. August 2019, UV 2017/59). Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 8C_627/2019.

Entscheid vom 20. August 2019

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2017/59

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Henzen, Wilerstrasse 1, 9200 Gossau SG,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als Informatiker beschäftigt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert, als er am 7. September 2012 

beim Motorradfahren frontal mit einem Personenwagen kollidierte (Suva-act. 1). Die 

behandelnden Ärzte des KSSG, wo sich der Versicherte vom Unfalltag bis zum 12. 

Oktober 2012 stationär befunden hatte, listeten in ihrem Austrittsbericht vom 19. 

Oktober 2012 als Diagnosen eine drittgradig offene dislozierte mehrfragmentäre distale 

Femurfraktur links, eine drittgradig offene dislozierte mehrfragmentäre 

Unterschenkelfraktur links, eine Commotio cerebri, eine Tripodfraktur links mit 

linksseitigem leichtgradigem Exophthalmus, Haematosinus und ausgedehntem 

Galeahämatom frontal links sowie eine Rissquetschwunde (RQW), eine RQW an der 

Schulter links sowie eine Kontusion am Handgelenk rechts auf (Suva-act. 28). Am 

Unfalltag hatte sich der Versicherte einer Reposition und Anlage eines 

gelenksüberbrückenden Fixateurs externe am Unterschenkel/oberen Sprunggelenk 

(OSG) links, einer Reposition und Anlage eines Fixateurs externe am Oberschenkel 

links, einer Faszienspaltung am Unterschenkel links sowie einer Wundversorgung der 

RQW über der Augenbraue unterzogen (Suva-act. 3, 11 f., 28, 340). Während des 

stationären Aufenthalts waren weitere Operationen durchgeführt worden, unter 

anderem am 13. September 2012 eine Entfernung des Oberschenkel-Fixateurs links 

sowie eine offene Reposition und Plattenosteosynthese am Femur links (vgl. Suva-act. 

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28, 39). Die Suva kam für die Kosten der Heilbehandlung auf und entrichtete Taggelder 

(Suva-act. 4).

A.b Aufgrund rezidivierender starker Kopfschmerzen wurde in der Radiologie C.___ am 

10. Januar 2013 eine cranio-zerebrale Kernspintomographie durchgeführt. Diese war 

altersentsprechend normal, insbesondere ohne Nachweis von posttraumatischen 

Veränderungen bzw. einer intrakraniellen Raumforderung (Suva-act. 54).

A.c  Am 14. Januar 2013 unterzog sich der Versicherte im KSSG einer partiellen 

Metallentfernung: Entfernung des Fixateurs externe, Wundausschneidung und 

Wundversorgung am Unterschenkel links. Es wurde eine Unterschenkel-Gipsschiene 

angepasst. Die behandelnden Ärzte attestierten ihm vom 14. Januar bis zum 22. 

Februar 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 60 f., bzgl. 

Arbeitsunfähigkeit bis zum Eingriff vgl. Suva-act. 28, 44).

A.d Ab dem 25. Februar 2013 arbeitete der Versicherte versuchsweise etwa zwei Mal 

pro Woche für rund zwei bis drei Stunden wieder als Informatiker bei seiner damaligen 

Arbeitgeberin (vgl. Suva-act. 65, 69).

A.e  Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, berichtete am 

20. März 2013 über ein schweres depressives Zustandsbild bei posttraumatischer 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Dieses habe sich in den letzten Wochen vor dem 

Hintergrund des schlechten Heilungsverlaufes der Beinfraktur, der erneut 

bevorstehenden Operation und der ungewissen Zukunft mit bisherigen schweren 

Defiziten entwickelt (Suva-act. 86).

A.f Aufgrund persistierender Schmerzen wurden am 10. April 2013 im KSSG eine 

Spongiosa-Entnahme am linken Beckenkamm, eine Dekortikation und Spongiosa-

Anlagerung der hypotrophen Pseudarthrose der Tibia links, eine Osteosynthese der 

Tibia links sowie eine Metallentfernung an der Tibia links durchgeführt. Der Versicherte 

befand sich vom 9. bis 18. April 2013 stationär im KSSG und der behandelnde Arzt, Dr. 

med. E.___, attestierte ihm eine Arbeitsunfähigkeit für acht Wochen postoperativ (Suva-

act. 80, 82).

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A.g Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG äusserten am 13. Juni 2013 einen 

Verdacht auf einen posttraumatischen Kopfschmerz (ICD-10: G44.3) bei Status nach 

Motorradunfall vom 7. September 2012, insbesondere bei Status nach Commotio 

cerebri (Suva-act. 116). Dr. phil. F.___, Psychologin FSP/Fachpsychologin für 

Neuropsychologie FSP, Klinik für Neurologie des KSSG, beurteilte am 20. Juni 2013, 

aus neuropsychologischer Sicht zeigten sich mittelschwere bis vereinzelt schwere 

kognitive Funktionsstörungen (Suva-act. 113).

A.h Aufgrund plötzlich einsetzender akuter Schmerzen mit einem Plattenbruch im 

Bereich des linken Femurs unterzog sich der Versicherte am 25. Juni 2013 im KSSG 

einer Osteosynthesematerialentfernung (OSME) sowie einer Biopsie einschliesslich 

einer Fixateur externe Anlage am Femur links (Suva-act. 115). Am 10. Juli 2013 wurden 

eine OSME im Bereich der Fibula links (TEN) und eine Narbenmobilisation des distalen 

Unterschenkels links durchgeführt. Gleichentags unterzog sich der Versicherte einer 

Beckenkamm-Spongiosaentnahme rechts, einer Fixateur-Entfernung am Oberschenkel 

links sowie einer Oberschenkel-Reosteosynthese links und einer Pseudarthrose-

Revision mit Biopsiegewinnung, Dekortikation und Spongiosa-Plastik mit Inductos-

Applikation links (Suva-act. 118). Die behandelnden Ärzte attestierten dem Versicherten 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 24. Juni bis 21. August 2013 (Suva-act. 119).

A.i Nach einer weiteren Untersuchung befand Dr. phil. F.___ am 12. September 2013, 

aus neuropsychologischer Sicht bestünden leichte kognitive Funktionsstörungen. Im 

Vergleich zur Voruntersuchung vom 18. Juni 2013 zeigten sich hochsignifikante 

Besserungen in den kognitiven Funktionen, eine bessere psychophysische 

Belastbarkeit und ein deutlich tieferes Schmerzerleben (Suva-act. 138). Eine MR-

Untersuchung des Neurocraniums vom 2. Dezember 2013 im Röntgeninstitut G.___ 

ergab in den Hämosiderin sensitiven Sequenzen den Nachweis von zwei winzigen 

Mikroblutungen hochfrontal links (Suva-act. 155).

A.j Nachdem die Fraktur am linken Unterschenkel vollständig konsolidiert war (vgl. 

Suva-act. 190), wurde am 25. Februar 2014 eine OSME am Unterschenkel links, eine 

diagnostische Kniearthroskopie links sowie eine Narbenkorrektur prätibial links 

durchgeführt (Suva-act. 176, vgl. Suva-act. 189).

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A.k  Dr. D.___ berichtete am 20. Mai 2014, die psychische Verfassung des Versicherten 

sei sehr labil. Der Erhalt des Arbeitsplatzes sei äusserst wichtig und trage zur 

Stabilisierung des psychischen Zustandsbildes bei (Suva-act. 205). Er erachtete den 

Versicherten als zu 30% arbeitsfähig (Bericht vom 4. Juni 2014; Suva-act. 211).

A.l Ärzte der Klinik H.___ befanden nach einer Untersuchung des Versicherten am 30. 

Mai 2014, dieser könne seine Tätigkeit als Informatiker aus rein orthopädischer Sicht 

gut durchführen. Es bestehe jedoch ein Konzentrationsproblem bei Status nach 

Schädel-Hirntrauma im Rahmen des Motorradunfalls (Suva-act. 210).

A.m  Da der Versicherte die geforderte Steigerung des Arbeitspensums auf 80% nicht 

erreicht hatte, wurde sein Arbeitsverhältnis per 30. November 2014 aufgelöst (vgl. 

Suva-act. 218, 225, 230).

A.n Vom 20. Oktober bis 21. November 2014 befand sich der Versicherte stationär in 

der Rehaklinik I.___. Die behandelnden medizinischen Fachpersonen hielten als 

Diagnose unter anderem ein organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirntrauma 

(ICD-10: F07.2) fest und erachteten ihn bis zum 31. Dezember 2014 als zu 100% 

arbeitsunfähig (Suva-act. 255). Am 24. November 2014 wurden im KSSG eine 

Narbenkorrektur mit OSME am Femur links, eine Narbenexzision mit intracutaner Naht 

am Beckenkamm links sowie eine Narbenmobilisation am ventralen OSG links und eine 

Exostosenabtragung der distalen Fibulapseudarthrose links durchgeführt (Suva-act. 

253, vgl. Suva-act. 260).

A.o Ab 5. Januar 2015 war der Versicherte in einem Pensum von 50% als Informatiker 

bei der J.___ GmbH beschäftigt (Suva-act. 258).

A.p Aufgrund einer posttraumatischen Arthrose am linken Kniegelenk wurde dem 

Versicherten am 12. März 2015 im Spital K.___ eine patellofemorale Prothese links 

implantiert. Die behandelnden Ärzte attestierten ihm vom 12. März bis 12. April 2015 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 296).

A.q Am 22. September 2015 führte Dr. med. L.___, Klinik für Neuroradiologie des 

Universitätsspitals Zürich, ein MRT des Gehirns durch. Er beurteilte am 24. September 

2015, im Vergleich zur MR-Untersuchung vom 2. Dezember 2013 liege weiterhin eine 

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unveränderte Darstellung von zwei winzigen Mikroblutungen frontal links vor. 

Ansonsten sei das Hirnparenchym unauffällig, insbesondere bestünden keine 

gliotischen Veränderungen und kein Hydrocephalus (Suva-act. 328).

A.r In seiner Beurteilung vom 31. März 2016 befand Dr. med. M.___, Facharzt für 

Neurologie FMH, Kompetenzzentrum für Versicherungsmedizin der Suva, auf 

neurologischem Fachgebiet lägen keine Unfallfolgen mit Einfluss auf die 

Resterwerbsfähigkeit oder die zumutbare Leistungsfähigkeit vor. Die Voraussetzungen 

für eine Integritätsentschädigung seien aus neurologischer Sicht nicht erfüllt und es 

seien keine Behandlungen nach Fallabschluss indiziert (Suva-act. 342). Suva-

Kreisärztin med. pract. N.___, Fachärztin für Chirurgie, untersuchte den Versicherten 

am 18. Mai 2016. Gleichentags beurteilte sie, es lägen noch Restbeschwerden mit 

diskreter Bewegungseinschränkung des Kniegelenks und des OSG links vor. Es sei von 

einem Endzustand auszugehen. Rein aus orthopädischer Sicht sei eine ganztägige 

Beschäftigung in angestammter sowie einer adaptierten Tätigkeit zumutbar (Suva-act. 

351). Den Integritätsschaden schätzte sie auf 30% (Suva-act. 362).

A.s  Am 25. August 2016 stellte die Suva die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 

31. August 2016 ein (Suva-act. 361). Mit Verfügung vom 9. September 2016 sprach sie 

dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von Fr. 37'800.-- basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 30% zu und verneinte einen Rentenanspruch bei einem 

Invaliditätsgrad von rund 3% (Suva-act. 366).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 9. September 2016 erhob der Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. H. Henzen, Gossau, am 11. Oktober 2016 Einsprache 

(Suva-act. 375). Er liess unter anderem einen Bericht von Dr. D.___ vom 30. August 

2016 einreichen (vgl. Suva-act. 382).

B.b Am 6. Dezember 2016 äusserte sich Dr. med. O.___, Spezialarzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, im Auftrag der AXA Winterthur, des zuständigen 

Haftpflichtversicherers, zu allfälligen noch vorhandenen psychischen Beschwerden 

(Suva-act. 392-9 ff.).

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B.c  Mit Entscheid vom 28. Juni 2017 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 395).

C.   

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 erhob der Versicherte (nach­

folgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Henzen, die vorliegende 

Beschwerde vom 18. August 2017. Er beantragte darin, der Einspracheentscheid sowie 

die zugrundeliegende Verfügung seien, insoweit sie ihm eine Invalidenrente 

absprächen, aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente ab dem 1. September 2016 

zuzusprechen. Weiter seien der Einspracheentscheid und die Verfügung bezüglich der 

zugesprochenen Integritätsentschädigung dahingehend abzuändern, dass ihm 

zusätzlich eine Integritätsentschädigung von Fr. 25'200.-- zu bezahlen sei. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur ergänzenden medizinischen Abklärung an die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 28. Juni 2017 (act. G3).

C.c  In seiner Replik vom 15. November 2017 liess der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen festhalten (act. G7). Er liess unter anderem einen Bericht von Dr. D.___ vom 

16. Januar 2017 einreichen (act. G7.1 f.).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 18. Dezember 2017 auf die Einreichung 

einer umfassenden Duplik (act. G9).

Erwägungen

1.  

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

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sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2012 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.  

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie auf eine höhere 

Integritätsentschädigung als von der Beschwerdegegnerin bereits zugesprochen.

2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente 

zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Das Erreichen des 

medizinischen Endzustands bildet demgemäss in Nachachtung des 

Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage und der 

Integritätsentschädigung.

2.2 Angesichts der in Erwägung 2.1 ausgeführten gesetzlichen Bestimmungen besteht 

ausserdem eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

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zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181, E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

2.3  

2.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers endet, wenn der Unfall nicht mehr eine 

natürliche und adäquate Ursache der fortdauernden Beschwerden darstellt, d.h. wenn 

die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; 

Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

Bern 2014, § 70 N. 58). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2017, 

8C_766/2016, E. 2.2). Allerdings greift die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, 

wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem 

Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 1).

2.3.2 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfall ist in 

erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1). Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

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entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte und Gutachten, welche 

die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, beweistauglich. Bestehen indessen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 

so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; 

bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3; 

BGE 125 V 352 E. 3; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

2.3.3 Bei Unfällen mit klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei 

ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres sowohl bezüglich vorübergehender 

als auch dauerhafter Gesundheitsschäden zu bejahen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 

103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) nachweisbar, ist betreffend Dauerschäden (Invalidität und 

Integritätsschaden) eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei 

welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2016, 8C_12/2016, E. 7.1 mit Hinweisen; SVR 1995 UV Nr. 

23 S. 67 E. 2) erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 140 E. 6c/aa (sogenannte "Psycho-Praxis") zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen dagegen, dass eine versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

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Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (sogenannte 

"Schleudertrauma-Praxis").

3.  

Vorerst ist zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. August 2016 

noch organisch objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren, welche die fortdauernd 

geklagten Beschwerden verursachen konnten.

3.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 

2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

3.2 Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall vom 7. September 2012 unter anderem 

eine drittgradig offene dislozierte mehrfragmentäre distale Femurfraktur links, eine 

drittgradig offene dislozierte mehrfragmentäre Unterschenkelfraktur links, eine 

Tripodfraktur links mit linksseitigem leichtgradigem Exophthalmus, Haematosinus und 

ausgedehntem Galeahämatom frontal links sowie eine RQW, eine RQW an der Schulter 

links sowie eine Kontusion am Handgelenk rechts (vgl. Suva-act. 28). Bezüglich dieser 

Verletzungen hielt med. pract. N.___ am 18. Mai 2016 noch Restbeschwerden mit 

diskreter Bewegungseinschränkung des Kniegelenks und des OSG links fest. Sie hielt 

den Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht jedoch in der angestammten sowie 

einer adaptierten Tätigkeit für ganztägig arbeitsfähig (Suva-act. 351, vgl. auch den 

Bericht der Klinik H.___ vom 30. April 2014, in dem betreffend das linke Bein bereits 

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davon ausgegangen worden war, dass der Beschwerdeführer die Tätigkeit als 

Informatiker aus orthopädischer Sicht durchführen könne, Suva-act. 210-2). Weiter 

befand die Kreisärztin, es sei von einem Endzustand auszugehen, durch fortgesetzte 

Massnahmen, Therapie und Behandlung sei keine namhafte Besserung des 

unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr zu erzielen (Suva-act. 351). Diese 

überzeugende Beurteilung blieb unbestritten.

3.3 Der Beschwerdeführer klagte im Zeitpunkt der Leistungseinstellung über 

Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Im Austrittsbericht des KSSG vom 19. 

Oktober 2012 ist als Diagnose eine Commotio cerebri aufgeführt (vgl. Suva-act. 28, die 

Diagnose findet sich auch in weiteren ärztlichen Berichten; vgl. u.a. Suva-act. 92, 116). 

Die kraniale Computertomographie vom Unfalltag ergab keine Hinweise auf eine 

intrakranielle Blutung und es wurde kein Hirnödem beschrieben (Suva-act. 147). Die 

cranio-zerebrale Kernspintomographie vom 10. Januar 2013 war altersentsprechend 

normal, insbesondere ohne Nachweis posttraumatischer Veränderungen bzw. einer 

intrakraniellen Raumforderung (Suva-act. 54). Ein am 2. Dezember 2013, mithin mehr 

als ein Jahr nach dem Unfall vom 7. September 2012, durchgeführtes MRT des 

Neurocraniums ergab erstmals den Nachweis von zwei winzigen Mikroblutungen 

hochfrontal links (Suva-act. 155). Bei der am 22. September 2015 durchgeführten MR-

Untersuchung zeigte sich weiterhin eine unveränderte Darstellung von zwei winzigen 

Mikroblutungen frontal links bei ansonsten unauffälligem Befund (Suva-act. 328). Dr. 

M.___ beurteilte überzeugend, die beschriebenen Beschwerden könnten aufgrund der 

nur leichten traumatischen Hirnverletzung, fehlender längerer qualitativer und 

quantitativer Bewusstseinsstörungen (vgl. dazu nachfolgend E. 4.1.2) und des 

Nachweises von zwei lediglich kleinen singulären Suszeptibilitätsartefakten nur im 

Rahmen des Möglichen kausal auf den Unfall vom 7. September 2012 zurückgeführt 

werden. Die in den MRT vom 2. Dezember 2013 und 22. September 2015 

beschriebenen Suszeptibilitätsartefakte links hochfrontal stünden unter 

Berücksichtigung der klinischen und bilddiagnostischen Informationen zeitnah zum 

Unfall nur in einem möglichen Kausalzusammenhang zum Unfall. 

Differenzialdiagnostisch seien krankheitsbedingte spontane Mikroblutungen im Sinn 

eines klinisch nicht relevanten Zufallsbefundes zu berücksichtigen. Auch ein 

posttraumatischer Kopfschmerz könne nur im Rahmen des Möglichen diagnostiziert 

werden, da relevante unfallbedingte kognitive Gesundheitsbeeinträchtigungen auf 

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neurologischem Fachgebiet nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad angenommen 

werden könnten (Suva-act. 342-12 f.). Gegen eine organisch objektivierbare Ursache 

der Beschwerden spricht auch die Beurteilung von Dr. F.___, welche am 12. 

September 2013 zwar leichte kognitive Funktionsstörungen feststellte. Dr. F.___ 

berichtete jedoch im Vergleich zur Voruntersuchung vom 18. Juni 2013 über eine 

hochsignifikante Verbesserung der kognitiven Funktionen, eine bessere 

psychophysische Belastbarkeit und ein deutlich tieferes Schmerzerleben. Sie hielt fest, 

aufgrund der raschen Besserung erhärte sich der (bereits am 20. Juni 2013 geäusserte) 

Verdacht, dass die damaligen kognitiven Funktionsstörungen in grossem Ausmass 

schmerz-, psychisch und medikamentös bedingt gewesen seien. Die aktuell 

objektivierten leichten kognitiven Funktionsstörungen seien von ihrer Art mit dem 

Läsionsort vereinbar, könnten aber auch im Zusammenhang mit Schmerzen auftreten 

(Suva-act. 138, vgl. Suva-act. 113).

3.4 Die diagnostizierte Commotio cerebri (entspricht einem leichten Schädel-

Hirntrauma) stellt unstreitig eine organische Körperschädigung dar. Bei einer Commotio 

cerebri zeigt sich indes kein morphologisch fassbares Substrat, das heisst keine 

anatomische Veränderung. Es entspricht der medizinischen Erfahrung, dass eine 

Hirnfunktionsstörung infolge eines leichten Schädel-Hirntraumas voll reversibel ist 

(Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 351). Dass es 

zu keiner Besserung kommt, ist für eine traumatische Genese untypisch und weist auf 

andere Ursächlichkeiten hin (Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen 

durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum leichten 

Schädel-Hirntrauma, SZS 1996, S. 469 mit Hinweis auf S. 463). Der vorgenannte 

Erfahrungssatz darf im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt 

werden (Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N. 58 f.). Dies hat insbesondere für den Nachweis 

des Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen zu gelten, bei dem es sich um einen 

hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten 

bestimmen lässt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. 

September 2002, U 60/02, E. 2.2). Bezüglich einer Commotio cerebri wird von Seiten 

der medizinischen Forschung festgehalten, dass der typische posttraumatische Verlauf 

nach einer solchen Verletzung einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen 

entspreche (Jenzer, a.a.O., S. 462 ff., 467). Medizinische Erfahrungssätze beziehen 

sich auf den Regelfall, das heisst auf medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten 

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Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht 

ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. In den vorliegenden 

Akten finden sich keine Hinweise, welche bezüglich des Heilungsverlaufs der vom 

Beschwerdeführer erlittenen Commotio cerebri auf einen Ausnahmefall hindeuten. Die 

im Zeitpunkt der Leistungseinstellung - rund vier Jahre nach dem Unfall - geltend 

gemachten Beschwerden waren damit überwiegend wahrscheinlich nicht mehr auf die 

Commotio cerebri zurückzuführen.

3.5 Insgesamt sind die geklagten Beschwerden (Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen) entsprechend den Beurteilungen von Dr. M.___ und med. 

pract. N.___ (vgl. Suva-act. 342, 351) spätestens seit dem Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen klar 

ausgewiesenen organischen Unfallschaden im Sinn einer nachweisbaren strukturellen 

Veränderung erklärbar.

4.  

Weiter bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

allenfalls noch unter natürlich und adäquat kausalen organisch nicht objektivierbaren 

Unfallfolgen litt. Dazu gehören rechtsprechungsgemäss nebst psychischen 

Beeinträchtigungen auch neuropsychologische Funktionsstörungen ohne organische 

Befunde (vgl. Suva-act. 138, Urteil des EVG vom 25. April 2007, U 321/06, E. 4.1).

4.1  

4.1.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertrauma- sowie äquivalenten Verletzungen wie einer HWS-Distorsion oder 

einem Schädel-Hirntrauma auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische 

Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten 

können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente 

Verletzung typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden 

(wie Röntgen, MRT, CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 f. E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

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und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 379 f. E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss bei 

einem Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung das typische 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden 

Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. 

Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder 

an der HWS – bei einem Schädel-Hirntrauma in Form von Kopfschmerzen – 

manifestieren. Die andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten 

Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in 

einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 

2007, U 258/06, E. 4.3).

4.1.2 Die erstbehandelnden Ärzte des KSSG diagnostizierten beim Beschwerdeführer 

eine Commotio cerebri (Suva-act. 28, 341-2). Die innerhalb einer Latenzzeit von 24 bis 

höchstens 72 Stunden und auch später aktenkundige Beschwerdesymptomatik spricht 

allerdings gegen das Vorliegen einer durch den Unfall überwiegend wahrscheinlich 

verursachten schleudertraumaähnlichen Verletzung, insbesondere einer solchen mit 

Langzeitfolgen. Wie Dr. M.___ am 31. März 2016 überzeugend beurteilte, ergeben sich 

aus dem Bericht über die Behandlung auf der Intensivmedizin im KSSG vom 7. bis 11. 

September 2012 keine neurologischen Defizite und keine Bewusstseinsstörung (Suva-

act. 341-4 ff., 342-11). Der Punktewert nach der Glasgow-Coma-Scale (GCS) wurde 

regelmässig überprüft und es wurden zwischen 14 und 15 von bestmöglichen 15 

Punkten festgehalten (vgl. Suva-act. 341-24 ff.). Obwohl der Beschwerdeführer 

Kopfverletzungen, insbesondere eine Tripodfraktur links, erlitten hatte, sind dem 

Austrittsbericht des KSSG vom 19. Oktober 2012 abgesehen von der Wundversorgung 

der RQW über der Augenbraue keine diesbezüglichen speziellen diagnostischen oder 

therapeutischen Massnahmen zu entnehmen und es fand kein neurologisches Konsil 

statt. Offenbar wurde nicht einmal ein CT des Schädels als erforderlich erachtet. Aus 

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dem Austrittsbericht ergeben sich keine Hinweise auf die Folgen der Commotio cerebri 

(vgl. Suva-act. 28). Der Beschwerdeführer berichtete gegenüber der 

Beschwerdegegnerin am 25. Oktober 2012, also über einen Monat nach dem Unfall, 

erstmals über Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und Augenflimmern (vgl. Suva-

act. 30). Am 11. Dezember 2012 teilte er der Beschwerdegegnerin sodann mit, die 

Kopfschmerzen seien für ihn aktuell das Hauptproblem (Suva-act. 50). Erstmals 

ärztlicherseits erwähnt wurden Kopfschmerzen im Bericht von Dr. E.___ vom 3. Januar 

2013. Dieser hielt fest, beim Beschwerdeführer bestünden Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen nach Schädel-Hirntrauma mit Commotio cerebri (Suva-act. 

92). Die abklärenden Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG äusserten am 13. Juni 

2013 den Verdacht auf posttraumatische Kopfschmerzen bei Status nach 

Motorradunfall vom 7. September 2012, insbesondere Status nach Commotio cerebri. 

Als anamnestische Angabe hielten sie fest, die Kopfschmerzen seien etwa zwei Monate 

nach dem Unfall aufgetreten. Die Kopfschmerzen seien nicht von trigeminoautonomen 

Symptomen begleitet, es trete keine Licht- oder Lärmempfindlichkeit, keine Übelkeit, 

kein Erbrechen und keine Bewegungsintoleranz auf. Der Beschwerdeführer habe 

während des Unfallereignisses das Bewusstsein nicht verloren, dennoch bestehe eine 

anamnestische Lücke für das Ereignis selbst sowie den Transport. Er könne sich erst 

an Ereignisse auf der Intensivstation wieder erinnern. Die Ärzte beurteilten, es handle 

sich am ehesten um einen posttraumatischen Kopfschmerz, für die endgültige 

Diagnosestellung seien jedoch nicht alle Kriterien sicher erfüllt. Insbesondere das 

Kriterium des Auftretens der Schmerzen innerhalb von sieben Tagen nach dem Trauma 

sei nicht sicher erfüllt (Suva-act. 116). Der behandelnde Neurologe der Klinik P.___ 

berichtete am 3. März 2014 über einen Status nach Motorradunfall mit leichtem 

Schädel-Hirntrauma und einen posttraumatischen Kopfschmerz linksbetont. Er stellte 

fest, es lägen keine Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alltag und 

bei der Arbeit vor, weshalb kein gezieltes kognitives Training durchgeführt worden sei 

(Suva-act. 181-2 ff.).

4.1.3 Insgesamt sind den Akten keine Hinweise für eine schleudertraumaähnliche 

Verletzung zu entnehmen, es wurde nur die isolierte Diagnose eines leichten Schädel-

Hirntraumas bzw. einer Commotio cerebri gestellt. Typische Beschwerdesymptome in 

Form von Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Augenflimmern, welche an 

sich einer entsprechenden Verletzung zugeordnet werden könnten, sind erst über einen 

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Monat nach dem Unfall aktenkundig. Weitere charakteristische Beschwerden einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung (vgl. E. 4.1.1) traten sodann gar nicht in 

Erscheinung. Eine psychische Problematik ist nicht unbedingt als Teil einer 

unfallbedingten HWS-Verletzung zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. 

April 2008, 8C_42/2007, E. 2.3). Dr. D.___ führte das depressive Zustandsbild am 20. 

März 2013 auch nicht direkt auf den Unfall zurück, sondern befand, die psychische 

Erkrankung habe sich vor dem Hintergrund des schlechten Heilungsverlaufs der 

Beinfraktur, der erneut bevorstehenden Operation und der ungewissen Zukunft 

entwickelt (Suva-act. 86). Die genannten Beschwerden können vor dem Hintergrund 

der Ausführungen in E. 4.1.1 nicht überwiegend wahrscheinlich dem Unfall vom 7. 

September 2012 zugeordnet werden. Angesichts der überzeugenden Beurteilung von 

Dr. M.___ ist der Kopfschmerz nur möglicherweise auf den Unfall zurückzuführen (vgl. 

Suva-act. 342-13). Es lag damit von Anfang an kein Beschwerdebild vor, welches den 

Schluss zulässt, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 7. September 

2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine schleudertraumaähnliche Verletzung 

erlitten hat. Diesbezügliche Versicherungsleistungen über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus fallen damit von Vornherein ausser Betracht.

4.2 Schliesslich ist die natürliche Unfallkausalität der geltend gemachten psychischen 

Beschwerden im Leistungseinstellungszeitpunkt zu prüfen. Dabei ist darauf 

hinzuweisen, dass sich auch eine psychische oder neuropsychologische 

Gesundheitsstörung in körperlichen Beschwerden, beispielsweise Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen, zeigen kann.

4.2.1 Dr. D.___ diagnostizierte bereits am 20. März 2013 ein schweres depressives 

Zustandsbild bei posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Er berichtete, 

in den letzten Wochen habe sich vor dem Hintergrund des schlechten Heilungsverlaufs 

der Beinfraktur, der erneut bevorstehenden Operation und der ungewissen Zukunft 

zunehmend ein depressives Zustandsbild entwickelt (Suva-act. 86). Die Entwicklung 

einer solchen schwer ausgeprägten Depression in nur rund einem halben Jahr nach 

dem Unfall ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Nachdem Dr. D.___ am 20. Mai 

2014 weiterhin über ein schweres depressives Zustandsbild bei posttraumatischer 

Belastungsstörung berichtet hatte (Suva-act. 205), hielt er in seinem Bericht vom 4. 

Juni 2014 ein rezidivierendes mittelgradig depressives Zustandsbild bei 

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posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10: F33.11) sowie chronische 

Kopfschmerzen, vor allem bei längerer Konzentration, fest. Inwiefern es im Vergleich 

zur vorherigen, nur rund zwei Wochen zurückliegenden, Beurteilung zu einer 

Verbesserung des Zustandsbilds gekommen sein soll, lässt sich dem Bericht nicht 

entnehmen (Suva-act. 211). Am 30. August 2016 berichtete Dr. D.___ sodann über eine 

andauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62) nach Unfall vom 7. September 

2012, einen Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), ein 

chronifiziertes mittelgradig depressives Zustandsbild (ICD-10: F33.11) und chronische 

Kopfschmerzen. Es sei ein grosses Wunder, dass der Beschwerdeführer die 

Leistungsfähigkeit von 50% bei seiner Anstellung aufrechterhalten könne, eine 

Steigerung sei nicht mehr möglich. Weiter führte Dr. D.___ aus, der Beschwerdeführer 

könne aufgrund seines lädierten linken Knies kaum mehr Sport treiben. Sogar in den 

Ferien könne er die Zeit kaum geniessen. Nach wenigen Stunden müsse er sich wieder 

ausruhen, Tagesausflüge seien nicht mehr möglich. Er hadere stark mit seinem 

Schicksal und trauere der Zeit vor dem Unfall nach (Suva-act. 382). Dem widerspricht 

jedoch die Einschätzung von Dr. O.___ vom 6. Dezember 2016. Dieser war vom 

Haftpflichtversicherer mit einem Beratungsauftrag betraut worden, nachdem der 

Beschwerdeführer den am 5. September 2016 erfolgten Diebstahl seines Motorrads in 

Österreich gemeldet hatte. Dr. O.___ erachtete mit Verweis auf die Fähigkeit des 

Beschwerdeführers, einen mehrtägigen Motorradausflug mit seinen Kollegen zu 

unternehmen, eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit als nicht mehr 

nachvollziehbar. Dr. O.___ beurteilte, die Motorradreise stehe so im Widerspruch zu all 

den geklagten kognitiven und schmerzbedingten Einschränkungen, dass die 

Arbeitsfähigkeit seit längerem wesentlich höher sein müsse als 50%. Weiter äusserte 

Dr. O.___ Zweifel an den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber Dr. D.___ (Suva-

act. 392).

4.2.2 Die Einschätzung von Dr. O.___ einzig gestützt auf (allenfalls unvollständig 

vorgelegte) Akten und wesentlich beeinflusst von der Tatsache der gemachten 

Motorradreise reicht zur Beurteilung der psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung nicht aus. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Dr. Q.___ 

am 9. Juni 2016 für die Beurteilung des versicherungsmedizinischen Fallabschlusses 

aus psychiatrischer Sicht diverse weitere Abklärungen und zusätzliche Informationen 

als notwendig erachtete (vgl. Suva-act. 354). Mit Dr. O.___ sind aber durchaus gewisse 

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Zweifel an der Beurteilung von Dr. D.___ angebracht (Suva-act. 392). Dr. D.___ 

begründete seine Diagnosen nicht nachvollziehbar und äusserte sich nicht zur 

Behandlungsmethode. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Beurteilungen von Dr. 

D.___ gerichtsnotorisch stark zugunsten von Versicherten tendieren und seine 

Objektivität zumindest fraglich erscheint (vgl. Entscheide des Versicherungsgerichts 

vom 17. September 2018, KV-Z 2016/6, E. 3.2.1, und vom 24. Juni 2019, KV-Z 

2017/10, E. 3.4). Daran ändert auch das Schreiben von Dr. D.___ vom 16. Januar 2017 

nichts, in welchem er sich kritisch zur Einschätzung von Dr. O.___ äusserte (act. G7.1). 

Die von Dr. O.___ aufgeworfenen Zweifel lassen sich damit nicht beseitigen. Insgesamt 

ist es damit fraglich, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch psychische 

Beeinträchtigungen vorlagen. Dies kann jedoch insofern offenbleiben, als sich 

nachfolgend ergibt, dass allfällige Beschwerden nicht adäquat kausal auf den Unfall 

vom 7. September 2012 zurückzuführen sind. Folglich erübrigen sich auch weitere 

Ausführungen dazu, ob und in welchem Ausmass noch andere, insbesondere 

neuropsychologische, organisch nicht objektivierbare Beschwerden vorhanden waren. 

Weitere Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer beantragt (act. G1), fallen damit 

ausser Betracht.

5.  

Vorliegend hat die Adäquanzprüfung anhand der Psycho-Praxis zu erfolgen. Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügt das vorliegend in Frage stehende leichte 

Schädelhirntrauma, welches höchstens den Schweregrad einer Commotio cerebri 

(Gehirnerschütterung, Schädel-Hirntrauma 1. Grades) erreicht, grundsätzlich nicht für 

die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4. 

August 2008, E. 4 [publ. in: SVR 2008 UV Nr. 35 S. 133] und vom 14. August 2014, 

8C_358/2014, E. 2.4.1; Urteil des EVG vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2). Dazu 

kommt, dass aufgrund der Aktenlage beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung die Beschwerden von psychischen Problemen überlagert worden 

sind (insoweit überhaupt noch natürlich unfallkausale Beschwerden vorlagen, vgl. dazu 

E. 4.1.3).

5.1 Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall 

besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

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Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann 

der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen.

5.2 Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Falls keinem Kriterium besonderes Gewicht zukommt, müssen 

mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können. Dabei gilt, dass je leichter der 

Unfall ist, desto mehr Kriterien erfüllt sein müssen. Diese Würdigung führt zur Bejahung 

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oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren 

Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit 

begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 

(8C_897/2009 E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu 

erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn 

sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen (vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis).

5.3 Vorliegend fuhr der Beschwerdeführer gemäss Polizeirapport am 7. September 

2012 auf seinem Motorrad mit ca. 45 km/h innerorts. Die Lenkerin eines 

entgegenkommenden Personenwagens geriet bei einer Geschwindigkeit von ca. 50km/

h auf die Fahrbahn des Beschwerdeführers, wo sie zuerst einen Lieferwagen streifte 

und dann frontal mit dem nachfolgenden Beschwerdeführer kollidierte. Bei der Kollision 

verfing sich der linke Schuh des Beschwerdeführers in der Stossstange des 

Personenwagens. Der Beschwerdeführer prallte mit dem Körper auf die Motorhaube 

bzw. Windschutzscheibe und mit dem Kopf gegen die linke A-Säule des 

Personenwagens. In der Folge wurde er zu Boden geschleudert und kam auf dem 

Trottoir zum Liegen. Der Personenwagen der unfallverursachenden Lenkerin kollidierte 

darauf frontal mit einem weiteren, dem Beschwerdeführer nachfolgenden 

Personenwagen (Suva-act. 339-4 ff.). Weitere Abklärungen zum Unfallhergang und den 

Kräften, die sich dabei entwickelt hatten, insbesondere eine biomechanische 

Beurteilung, sind nicht aktenkundig. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist 

bei der vorliegenden Frontalkollision ohne besondere erschwerende Umstände mit der 

Beschwerdegegnerin von einem mittelschweren Ereignis im engeren Sinn auszugehen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Juni 2016, 8C_174/2016, und vom 28. 

Oktober 2013, 8C_372/2013).

5.4 Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien sind psychische 

Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).

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5.4.1 Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Es bestehen keine Hinweise auf besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls vom 7. 

September 2012. Dr. D.___ berichtete zwar über Flashbacks des Beschwerdeführers 

(vgl. Suva-act. 382). Dieser gab jedoch am 13. Juni 2013 gegenüber den behandelnden 

Ärzten des KSSG an, er habe eine Gedächtnislücke für das Unfallereignis selbst und 

den Transport in das Spital (Suva-act. 116). Auch der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer durch die Rega ins Spital transportiert werden musste (vgl. Suva-

act. 23), spricht für sich alleine nicht für einen besonders dramatischen Unfall. Das 

Kriterium ist damit nicht erfüllt.

5.4.2 Beim Unfall erlitt der Beschwerdeführer unbestritten erhebliche Verletzungen, 

insbesondere drittgradig offene dislozierte mehrfragmentäre distale Frakturen des 

Femurs und des Unterschenkels links sowie eine Tripodfraktur (vgl. Suva-act. 28). Der 

Beschwerdeführer macht geltend, er habe in Lebensgefahr geschwebt und es hätten 

schwerwiegende Komplikationen gedroht (act. G1). Dr. H.___ führte in seinem Bericht 

vom 3. Januar 2013 zwar aus, es habe sich um schwere Verletzungen gehandelt und 

lebenswichtige Strukturen seien sehr nahe von diesen entfernt gewesen. Insbesondere 

das Schädel-Hirntrauma hätte weitreichende Konsequenzen haben können. Die 

Frakturen im Ober- und Unterschenkelbereich seien nahe der Hauptgefässe gelegen. 

Es habe ein grosses Infektrisiko mit möglicher späterer Amputation des linken 

Unterschenkels bestanden (Suva-act. 92). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

vorbringt, handelt es sich dabei jedoch lediglich um mögliche Szenarien, welche 

glücklicherweise nicht eintrafen (vgl. act. G3). Das Kriterium der schweren oder 

besonderen Art der erlittenen Verletzung ist damit zu verneinen.

5.4.3 Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab massgeblich. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die Art 

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und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine Besserung 

des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des EVG vom 20. Oktober 2006, U 

488/05 E. 3.2.3, BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch der 

Erhaltung des Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der 

Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen 

ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten 

Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U11/07 E. 5.3.1 mit 

Hinweisen). Der Beschwerdeführer befand sich nach dem Unfall vom 7. September bis 

12. Oktober 2012 stationär im KSSG, wo er sich mehreren Operationen unterziehen 

musste (vgl. Suva-act. 3, 11 f., 28, 39, 340). Am 14. Januar 2013 erfolgte sodann eine 

partielle Metallentfernung mit Entfernung des Fixateurs externe am Unterschenkel links 

(Suva-act. 60 f.). Vom 9. bis 18. April 2013 war der Beschwerdeführer erneut im KSSG 

hospitalisiert und wurde operiert (Suva-act. 80). Am 25. Juni 2013, 10. Juli 2013 und 

25. Februar 2014 wurden weitere operative Eingriffe durchgeführt (Suva-act. 115, 118, 

176). Vom 20. Oktober bis 21. November 2014 war er stationär in der Rehaklinik I.___, 

wo aber neben somatischer Therapie auch neuropsychologische Abklärungen 

durchgeführt wurden (Suva-act. 255). Am 24. November 2014 wurde das 

Osteosynthesematerial am Femur links entfernt (Suva-act. 253). Schliesslich wurde 

dem Beschwerdeführer am 12. März 2015 eine patellofemorale Prothese links 

implantiert (Suva-act. 296). Der letzte unfallbedingte operative Eingriff fand damit erst 

rund zweieinhalb Jahre nach dem Unfall statt. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

vorbringt (vgl. act. G3), beschränkten sich die Behandlungen zwischen den 

Operationen sowie im Zeitraum zwischen der letzten Operation und dem Fallabschluss 

aus somatischer Sicht jedoch im Wesentlichen auf Physiotherapie und 

Kontrolluntersuchungen (vgl. u.a. Suva-act. 85, 101, 121, 131, 143, 154, 166, 208, 246, 

277). Das Kriterium ist insgesamt zwar als erfüllt zu betrachten, unter Berücksichtigung 

der wiederholten längeren Behandlungspausen jedoch nicht in besonders 

ausgeprägter Weise. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Dr. D.___ bereits ein halbes 

Jahr nach dem Unfall über ein schwer depressives Zustandsbild berichtete. Es kam 

laut seiner Einschätzung mithin schon früh zu einer psychischen Problematik (vgl. 

diesbezüglich E. 4.2).

5.4.4 Der Beschwerdeführer klagte zwar zeitweise über Schmerzen am linken Bein, das 

Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen ist jedoch zu verneinen. Nach initial starken 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/27

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Schmerzen (vgl. Suva-act. 40) berichtete Dr. E.___ am 30. November 2012 über 

rückläufige Schmerzen unter zunehmender Vollbelastung des linken Beins und eine 

schmerzfreie Bewegung im Kniegelenk (Suva-act. 49). In der Folge kam es zu einer 

schwankenden Schmerzintensität, dies teilweise auch operationsbedingt (Suva-act. 51, 

55, 76, 85). Der behandelnde Arzt des KSSG hielt sodann am 24. Juli 2013 

anamnestisch einen sehr guten Allgemeinzustand fest (Suva-act. 121). Am 27. August 

2013 berichtete der behandelnde Arzt des KSSG über leichtgradige 

Bewegungsschmerzen unter physiotherapeutischer Beübung, am 21. November 2013 

über Schmerzen bei grösserer Belastung (Suva-act. 131). Den folgenden ärztlichen 

Berichten sind nur noch diskrete bzw. residuelle Schmerzen zu entnehmen (Suva-act. 

208, 246, 255). Am 4. Dezember 2014 hielt der behandelnde Arzt des KSSG 

schmerzhafte Einschränkungen beim normalen Gehen und beim Treppensteigen fest, 

wobei es in diesen Bewegungsumfängen zu einer ausgeprägten Überlastung im 

Bereich des arthrotisch veränderten Kniegelenks komme (Suva-act. 256). Aufgrund 

zunehmender Schmerzen im Knie links (vgl. Suva-act. 277) wurde sodann am 12. März 

2015 die patellofemorale Prothese implantiert (Suva-act. 296). Am 4. Mai 2015 hielten 

die behandelnden Ärzte des Spitals K.___ schliesslich fest, die Schmerzen bzw. 

Beschwerden, die der Beschwerdeführer vor dem Einsetzen der Knieprothese gehabt 

habe, seien vollständig regredient. Er sei mit dem Verlauf sehr zufrieden (Suva-act. 

307). Auch den folgenden ärztlichen Berichten lassen sich keine wesentlichen 

somatischen Schmerzen mehr entnehmen (vgl. Suva-act. 317, 345).

5.4.5 Es bestehen keine Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte.

5.4.6 Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Dr. M.___ beurteilte, der Heilverlauf habe sich 

kompliziert gestaltet (Suva-act. 342-11). Nach den Operationen kurz nach dem Unfall 

(vgl. Suva-act. 3, 11 f., 28, 39, 340) wurde am 21. Januar 2013 eine partielle 

Metallentfernung (Entfernung des Fixateurs externe) am Unterschenkel links 

durchgeführt (Suva-act. 60 f.). Aufgrund persistierender Schmerzen und fehlender 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/27

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Konsolidation des Bruchs im Unterschenkel musste sich der Beschwerdeführer am 10. 

April 2013 einer Spongiosa-Entnahme am linken Beckenkamm, einer Dekortikation und 

einer Spongiosa-Anlagerung der hypothrophen Pseudarthrose der Tibia links, einer 

Osteosynthese der Tibia links sowie einer Metallentfernung der Tibia links unterziehen 

(Suva-act. 80, 82). Im Mai 2013 kam es zu einem Bluterguss im Operationsgebiet, 

welcher jedoch zu keinen weiteren Problemen führte (vgl. Suva-act. 85, bzgl. der 

vorübergehenden Infektion an einer Pineintrittsstelle im Dezember 2012 vgl. Suva-act. 

52). Da es zu einem Plattenbruch im Bereich des linken Femurs kam, wurde dem 

Beschwerdeführer am 25. Juni 2013 unter anderem erneut ein Fixateur externe 

angelegt (Suva-act. 115). Dieser konnte am 10. Juli 2013 jedoch wieder entfernt 

werden. Gleichentags erfolgten weitere operative Eingriffe, unter anderem eine OSME 

im Bereich der Fibula links und eine Oberschenkel-Reosteosynthese links (Suva-act. 

118). Nach diesen initialen Komplikationen bzw. Verzögerungen im Heilverlauf 

konsolidierte die Fraktur am Unterschenkel vollständig und das Osteosynthesematerial 

konnte am 25. Februar 2014 entfernt werden (Suva-act. 176). Am 24. November 2014 

erfolgte die OSME am Femur links (Suva-act. 253). In der Folge war der Heilverlauf 

regelrecht, bis am 12. März 2015 die Implantation der patellofemoralen Prothese 

notwendig wurde (Suva-act. 296). Danach sind bis zum Fallabschluss keine 

Auffälligkeiten mehr bekannt. Das Kriterium ist insgesamt zwar als erfüllt zu betrachten, 

jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise.

5.4.7 Der Beschwerdeführer war initial sowie in den Phasen der Rekonvaleszenz nach 

den operativen Eingriffen jeweils aus somatischen Gründen zu 100% arbeitsunfähig 

(vgl. Suva-act. 28, 44, 60 f., 82). Ab dem 25. Februar 2013 arbeitete der 

Beschwerdeführer bereits versuchsweise wieder zwei Mal pro Woche für rund zwei bis 

drei Stunden als Informatiker bei seiner damaligen Arbeitgeberin (Suva-act. 65, 69). Dr. 

E.___ befand am 19. Juni 2013, der Beschwerdeführer sei aus orthopädischer Sicht als 

Informatiker bei Bürotätigkeit wieder zu 100% arbeitsfähig (Suva-act. 117). Aufgrund 

der OSME vom 10. Juli 2013 kam es jedoch zu einer erneuten 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit bis 21. August 2013 (Suva-act. 119). Der Beschwerdeführer 

arbeitete danach wieder stundenweise als Informatiker (vgl. u.a. Suva-act. 134, 159). 

Die Beschwerdegegnerin legte die Arbeitsfähigkeit am 16. Januar 2014 auf 25% fest 

(Suva-act. 169). Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit war jedoch vor allem auf 

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, mithin organisch nicht 

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objektivierbare Beschwerden, zurückzuführen (vgl. Suva-act. 134, 138, 142, 151, 154, 

167). Dies ergibt sich auch aus dem Bericht der Klinik P.___ vom 3. März 2014 (Suva-

act. 181-3). Nachfolgend attestierte Arbeitsunfähigkeiten bezogen sich - von 

postoperativen Zeiten der Rekonvaleszenz abgesehen - ebenfalls auf vorliegend nicht 

zu berücksichtigende neuropsychologische und psychiatrische Einschränkungen (vgl. 

Suva-act. 177, 180, 205, 211). Die behandelnden Ärzte der Klinik H.___ befanden am 

30. Mai 2014, der Beschwerdeführer könne seine Tätigkeit als Informatiker aus rein 

orthopädischer Sicht gut durchführen (Suva-act. 210). Da der Beschwerdeführer seine 

Arbeitsfähigkeit nicht wie von seiner Arbeitgeberin gefordert auf 80% steigern konnte 

(vgl. Suva-act. 186), wurde das Arbeitsverhältnis per 30. November 2014 aufgelöst 

(Suva-act. 218, 225, 230). Nach einem Aufenthalt in der Rehaklinik I.___ (Suva-act. 

225), trat er am 1. Januar 2015 eine neue Stelle als Informatiker zu einem Pensum von 

50% an (Suva-act. 258). Auch diese Einschränkung war jedoch nicht auf organisch 

objektivierbare Beschwerden zurückführbar. Abgesehen von einer Arbeitsunfähigkeit 

von 100% nach der Implantierung der patellofemoralen Prothese links vom 12. März 

bis 12. April 2015 (Suva-act. 296) ergibt sich aus den Akten keine somatisch bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr. Am 31. März bzw. 18. Mai 2016 erachteten 

Dr. M.___ und med. pract. N.___ den Beschwerdeführer aus neurologischer bzw. 

orthopädischer Sicht als zu 100% arbeitsfähig in der angestammten sowie einer 

adaptierten Tätigkeit (Suva-act. 342, 351). Sie äusserten sich nicht retrospektiv zur 

Arbeitsfähigkeit, aus den vorherigen Ausführungen ergibt sich jedoch, dass der 

Beschwerdeführer abgesehen von vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten allenfalls 

bereits seit August 2013, jedenfalls aber seit Anfang 2014, also rund eineinhalb Jahre 

nach dem Unfall, aus somatischer Sicht nicht mehr relevant in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt war. Das Kriterium ist damit zu verneinen.

5.4.8 Da somit zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, keines jedoch in 

besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall vom 7. September 2012 und den geklagten organisch nicht objektivierbaren 

Beschwerden zu verneinen.

6.  

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/27

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Damit sind bei der Festlegung des Invaliditätsgrades und der Integritätsentschädigung 

nur die von med. pract. N.___ erhobenen Restbeschwerden mit diskreter 

Bewegungseinschränkung des Kniegelenks links und des OSG links relevant (vgl. 

Suva-act. 351-6). Diesbezüglich kann auf die Verfügung vom 9. September 2016 bzw. 

den Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 verwiesen werden. Der betreffend diese 

Beschwerden von der Beschwerdegegnerin errechnete Invaliditätsgrad von rund 3% 

und die Integritätseinbusse von 30% (vgl. Suva-act. 366, 395) wurde vom 

Beschwerdeführer im Übrigen nicht bestritten. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

und eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen fallen mangels 

weiterer unfallkausaler Beschwerden ausser Betracht.

7.  

7.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheide vom 28. Juni 2017 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.

7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2019
	Art. 18 UVG. Art. 24 f. UVG. Adäquanz zwischen den organisch nicht objektivierbaren Beschwerden und dem Unfall nach der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133) verneint. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch gewisse unfallkausale organische Beschwerden vor, der Beschwerdeführer war aber voll arbeitsfähig. Kein Rentenanspruch, kein Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung als zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. August 2019, UV 2017/59). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_627/2019.

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