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**Case Identifier:** 7ba79c8a-8aa4-5e30-95cd-a9fd34db3e0f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2025 100 2023 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-154_2025-04-07.pdf

## Full Text

100.2023.154U
STN/GRS/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Nyffenegger, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiber Grossrieder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegner 1

Einwohnergemeinde Sumiswald
Baupolizeibehörde, Lütoldstrasse 3, 3454 Sumiswald
Beschwerdegegnerin 2

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 2

betreffend Baupolizei; Benützungsverbot für Stalllüftung sowie eines Teils 
des Freilaufbereichs (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kan-
tons Bern vom 25. April 2023; BVD 120/2022/23)

Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist Eigentümer der Parzelle Sumiswald Gbbl. Nr. 1________ in 
der Kernzone K2. Dort führt er einen Landwirtschaftsbetrieb mit Milchvieh- 
und Ziegenhaltung. Das Stallgebäude Nr. 2________ auf der Parzelle wird 
durch einen Abluftventilator mit bodennahem Ausblas entlüftet. Nördlich des 
Stallgebäudes befindet sich ein Ziegenauslauf, der teilweise entlang der Pa-
rzellengrenze zum Nachbargrundstück Sumiswald Gbbl. Nr. 3________ ver-
läuft. Das Grundstück Nr. 3________ befindet sich im Eigentum von 
B.________. Im Jahr 2018 hatte sich dieser an die Bauverwaltung der Ein-
wohnergemeinde (EG) Sumiswald gewandt und insbesondere die Geruchs-
belastung durch den Landwirtschaftsbetrieb von A.________ beanstandet. 
In der Folge eröffnete die EG Sumiswald ein Baupolizei- bzw. nachträgliches 
Baubewilligungsverfahren, in dessen Rahmen sie den Sachverhalt abklärte 
und bei einem Ingenieurbüro eine Beurteilung der Geruchssituation einholte. 
Nach mehreren Verfügungen erliess sie schliesslich am 5. April 2022 ein 
Benützungsverbot für den Ausblas im Stallgebäude Nr. 2________ sowie für 
eine Teilfläche des Ziegenauslaufs. 

B.

Gegen die Benützungsverbote reichte A.________ am 5. Mai 2022 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) 
ein. Mit Entscheid vom 25. April 2023 hiess die BVD die Beschwerde inso-
weit gut, als sie die Verfügung der Gemeinde in untergeordneten Punkten 
anpasste (Fristansetzung für die beiden Benützungsverbote, Präzisierung 

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des Benützungsverbots betreffend den Ziegenauslauf, geringfügige Reduk-
tion der Verfahrenskosten). Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab.

C.

Gegen den Entscheid der BVD hat A.________ am 30. Mai 2023 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben.

B.________ beantragt mit Beschwerdeantwort vom 19. Juni 2023 die Abwei-
sung der Beschwerde. Auch die EG Sumiswald schliesst mit 
Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2023 auf Beschwerdeabweisung, ebenso 
die BVD mit Vernehmlassung vom 8. Juni 2023.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfah-
ren teilgenommen, ist als Adressat der Wiederherstellungsanordnungen 
durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 
i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

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2.1 Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Nr. 1________ in 
der Kernzone K2. Dort führt er zusammen mit seiner Frau einen Landwirt-
schaftsbetrieb und hält namentlich Milchkühe, Kälber sowie Ziegen mit Jung-
tieren. Auf der Parzelle befindet sich u.a. das Gebäude Nr. 2________, das 
als Stall für die Tiere genutzt wird. Der Stall wird durch einen Abluftventilator 
zwangsentlüftet. Dabei wird die Stallluft auf der nördlichen, gegen das 
Grundstück des Beschwerdegegners gewandten Gebäudeseite horizontal 
ausgeblasen. Dieser sog. Ausblas befindet sich rund 1,5 m über dem Boden 
und wurde ca. 2008 oder 2009 eingebaut. Nördlich des Stalles befindet sich 
zudem ein Aussenbereich, der seit spätestens 2015 als Auslauf für Ziegen 
genutzt wird. Der Ziegenauslauf schliesst unmittelbar ans Stallgebäude 
Nr. 2________ an und reicht teilweise bis an die Parzellengrenze zum Nach-
bargrundstück des Beschwerdegegners heran. Zudem wird der Freilaufbe-
reich als Zufahrt zum Stall benützt. Weder für den Ausblas noch für den Zie-
genauslauf besteht eine Baubewilligung (zum Ganzen angefochtener Ent-
scheid E. 2a und b; Verfügung der EG Sumiswald vom 5.4.2022 E. 1, Akten 
Gemeinde 4D Reg. 28).

2.2 Nachdem sich der Beschwerdegegner im Jahr 2018 bei der EG 
Sumiswald u.a. über die Geruchsbelästigung durch den Landwirtschaftsbe-
trieb des Beschwerdeführers beklagt hatte, holte die Gemeinde bei einem 
Ingenieurbüro einen Bericht zur Geruchssituation ein (Beurteilung der 
Geruchssituation in der Nachbarschaft vom 24.9.2019 [nachfolgend: 
Geruchsgutachten], Akten Gemeinde 4C Reg 25). Das Geruchsgutachten 
kam zum Schluss, dass der Landwirtschaftsbetrieb mit Sicherheit zu über-
mässigen Immissionen in der Umgebung und insbesondere auf dem Grund-
stück des Beschwerdegegners führe. In der Folge erliess die Gemeinde 
mehrere Verfügungen und ersuchte den Beschwerdeführer, sein bereits 
zuvor eingereichtes Baugesuch für die Stalllüftung (Aufsetzen eines Entlüf-
tungskanals) zu verbessern. Zudem erhielt er Gelegenheit, ein nachträgli-
ches Baugesuch für den Ziegenauslauf einzureichen. Nachdem der 
Beschwerdeführer diesen Aufforderungen nicht nachgekommen war, trat die 
Gemeinde mit Verfügung vom 10. Dezember 2021 nicht auf das Baugesuch 
betreffend das Aufsetzen eines Entlüftungskanals ein. Am 5. April 2022 er-

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liess sie sodann ein Benützungsverbot für den Ausblas. Zugleich verfügte 
sie ein Benützungsverbot für diejenige Fläche des Ziegenauslaufs, die den 
halben Mindestabstand gemäss dem Bericht Nr. 476 der Forschungsanstalt 
für Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT, neu: Forschungsanstalt 
Agroscope Reckenholz-Tänikon [ART]; nachfolgend: FAT-Bericht Nr. 476) 
unterschreitet. Die BVD hat im angefochtenen Entscheid präzisiert, dies 
bedeute, dass der Ziegenauslauf parallel zur Ostfassade des Wohnhauses 
des Beschwerdegegners einen Abstand von 12 m einhalten müsse. Im 
Übrigen hat sie die Anordnungen unter Ansetzung von Ausführungsfristen 
bestätigt (vorne Bst. B). Diese baupolizeilichen Benützungsverbote für den 
Ausblas und den Ziegenauslauf bilden Gegenstand des Verfahrens vor dem 
Verwaltungsgericht (zum Ganzen angefochtener Entscheid E. 2a ff.; Verfü-
gung der EG Sumiswald vom 5.4.2022 E. 1, Akten Gemeinde 4D Reg. 28; 
Geruchsgutachten S. 3, 30 ff.).

3.

Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs.

3.1 Wie bereits vor der Vorinstanz macht der Beschwerdeführer geltend, 
gewichtige Argumente und relevante Vorbringen seien nicht sorgfältig 
geprüft bzw. ignoriert worden. Dies stelle eine Gehörsverletzung dar 
(Beschwerde S. 6 f.).

3.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 21 ff. VRPG, Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 26 Abs. 2 der Verfas-
sung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) folgt die Pflicht der Behörden, ihre 
Verfügungen und Entscheide zu begründen (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 
Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die 
betroffenen Personen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft ge-
ben und diesen sachgerecht anfechten können. Nicht erforderlich ist, dass 
sich die Behörde in ihrer Begründung mit allen Parteistandpunkten einläss-
lich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 
(BGE 143 III 65 E. 5.2; BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2). – Die BVD hat den ange-

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fochtenen Entscheid ausführlich begründet. Insoweit ist eine Gehörsverlet-
zung zum vornherein nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer scheint denn 
auch in erster Linie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die EG 
Sumiswald zu rügen. Die Gemeinde hat in der Verfügung vom 5. April 2022 
den Sachverhalt aber ebenfalls umfassend dargelegt und insbesondere er-
läutert, weshalb sie ein Benützungsverbot für den Ausblas sowie für eine 
Teilfläche des Ziegenauslaufs als geeignet und erforderlich zur Beseitigung 
der rechtswidrigen Zustände erachtet. Zudem hat sie ausgeführt, dass sie 
die Massnahmen angesichts der gewichtigen umweltrechtlichen Interessen 
als zumutbar erachtet (insb. Ziff. 2.3 f.). Damit hat die EG Sumiswald die we-
sentlichen Überlegungen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen. Der 
Beschwerdeführer konnte die Verfügung vom 5. April 2022 sachgerecht an-
fechten, was er mit seiner Beschwerde an die BVD auch getan hat. Die Vor-
instanz hat daher zu Recht erwogen, dass keine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs durch die Gemeinde vorliegt (angefochtener Entscheid E. 2j). 

4.

In der Sache ist umstritten, ob die Vorinstanzen die Benützungsverbote für 
den Ausblas und für eine Teilfläche des Ziegenauslaufs zu Recht erlassen 
haben.

4.1 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung 
einer solchen ausgeführt, ist der rechtmässige Zustand wiederherzustellen 
(Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im 
öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauens-
grundsatz nicht verletzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 47 Abs. 6 
des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baube-
willigungsdekret, BewD; BSG 725.1]; statt vieler BVR 2020 S. 380 E. 2.1; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, 
Art. 46 N. 9 mit Hinweisen). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit fordert, 
dass die Wiederherstellungsmassnahmen geeignet und erforderlich sind, um 
das angestrebte Ziel zu erreichen. Die Massnahme hat dann zu unterbleiben, 
wenn der verfolgte Zweck auch mit einer für die betroffenen Personen weni-
ger einschneidenden und für das Gemeinwesen gleichermassen vertretba-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
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ren Massnahme erreicht werden könnte. Zudem muss sie ein vernünftiges 
Verhältnis wahren zwischen dem angestrebten Ziel und allfälligen Ein-
schränkungen für die betroffenen Personen (statt vieler BGE 147 I 372 
E. 4.2; BVR 2022 S. 515 E. 2.1). Auf den Grundsatz der Verhältnismässig-
keit kann sich auch eine im baurechtlichen Sinn bösgläubige Bauherrschaft 
berufen. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätz-
lichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der bau-
lichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässi-
gen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allen-
falls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berück-
sichtigen (statt vieler BGE 132 II 21 E. 6; BVR 2006 S. 444 E. 6.1; 
VGE 2022/303 vom 22.11.2024 E. 7.1 mit weiteren Hinweisen). Schliesslich 
kann gemäss Art. 46 Abs. 3 BauG die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands nach Ablauf von fünf Jahren, seitdem die Rechtswidrigkeit erkenn-
bar war, nur verlangt werden, wenn zwingende öffentliche Interessen es 
erfordern. Die Fünfjahresfrist gilt allerdings nicht, wenn die Wiederherstel-
lung einen bundesrechtlich geregelten Sachverhalt betrifft (Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 46 N. 11 Bst. a und c mit Hinweisen; VGE 2023/204 vom 
1.7.2024 E. 5.1).

4.2 Mit der Wiederherstellungsverfügung ist der betroffenen Person in 
der Regel Frist zur Einreichung eines Gesuchs um nachträgliche Baubewil-
ligung anzusetzen (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. b BauG; Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 46 N. 3), was hier geschehen ist (vorne Bst. A). Versäumt es die Bau-
herrschaft innert Frist ein nachträgliches Baugesuch einzureichen, so ist der 
Anspruch auf materielle Prüfung der Baurechtskonformität grundsätzlich ver-
wirkt (BVR 1992 S. 386 E. 4c). Allerdings ist selbst in Ermangelung eines 
nachträglichen Baugesuchs wenigstens summarisch zu prüfen, ob die im 
Streit liegende Baute oder Nutzung materiell rechtswidrig ist, sofern darüber 
nicht schon rechtskräftig entschieden worden ist. Denn es wäre im Allgemei-
nen unverhältnismässig, eine an sich bewilligungsfähige Baute oder Anlage 
bloss wegen Fehlens der förmlichen Baubewilligung (formelle Rechtswidrig-
keit) beseitigen zu lassen (grundlegend BVR 2000 S. 416 E. 3a; seither statt 
vieler VGE 2021/206 vom 21.9.2022 E. 5.1 [bestätigt durch 
BGer 1C_601/2022 vom 9.7.2024, in URP 2024 S. 640]; Zaugg/Ludwig, 

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a.a.O., Art. 46 N. 15a mit weiteren Hinweisen; zum Ganzen VGE 2022/303 
vom 22.11.2024 E. 7.2).

5.

Zunächst stellt sich die Frage, ob der Ausblas und der Ziegenauslauf rechts-
widrig sind.

5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, vom Ausblas und Ziegenauslauf 
gingen keine übermässigen Geruchsimmissionen aus. Das eingeholte 
Geruchsgutachten sei mangelhaft und enthalte viele Ungenauigkeiten und 
Unklarheiten. Die Beurteilung der Geruchssituation sei wegen der kleinräu-
migen und komplex überbauten Situation praktisch unmöglich und das Pro-
gnosemodell sei an seine Grenze gestossen. Auch habe die Quellenstärke 
von diffusen Quellen nicht bestimmt werden können und sei die Verwendung 
von Konventionswerten mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Schliesslich 
bestünden betriebsfremde Geruchsquellen (Beschwerde S. 3 ff.). 

5.2 Die BVD hat erwogen, der Ausblas sei bewilligungspflichtig und ohne 
Bewilligung erstellt worden. Er sei damit formell rechtswidrig (angefochtener 
Entscheid E. 2f). Dasselbe dürfte für den Ziegenauslauf gelten (angefochte-
ner Entscheid E. 2b, 3e). Gestützt auf eine summarische Beurteilung seien 
der Ausblas und der Ziegenauslauf überdies materiell rechtswidrig, da sie 
unzulässige Geruchsimmissionen auf dem Grundstück des Beschwerdegeg-
ners verursachten (angefochtener Entscheid E. 2d ff., 3d). Hinzu komme, 
dass Emissionen in der Regel durch Kamine oder Abluftkanäle über Dach 
ausgestossen werden müssten, was beim bodennahen, horizontalen Aus-
blas nicht der Fall sei (angefochtener Entscheid E. 2e f.). Auch der 
Beschwerdegegner ist der Auffassung, dass der Ausblas und der Ziegen-
auslauf zu unzulässigen Geruchsimmissionen führten (vgl. Beschwerdeant-
wort S. 6 ff.).

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5.3 Zur formellen Rechtswidrigkeit des Ausblases und des Ziegenaus-
laufs ergibt sich Folgendes:

5.3.1 Der Ausblas gehört zum Entlüftungssystem des Stallgebäudes mit 
einem Abluftventilator. Er ist in die Nordfassade eingebaut und bläst dort die 
Stallluft horizontal aus. Eine solche Vorrichtung ist ohne weiteres baubewil-
ligungspflichtig, wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat (vgl. 
Art. 1a Abs. 1 BauG; angefochtener Entscheid E. 2b). Dies wird vom Be-
schwerdeführer denn auch nicht bestritten.

5.3.2 Zur Baubewilligungspflicht des Ziegenauslaufs hat die Vorinstanz 
erwogen, ein Freilauf könne mit erheblichen Emissionen verbunden sein, 
weshalb auch hier von einer Baubewilligungspflicht auszugehen sei. Der 
Beschwerdeführer vertrete zwar die Meinung, dass keine Baubewilligung 
erforderlich sei, da es sich vorher um einen Schweineauslauf gehandelt 
habe. Dafür gebe es jedoch keine Belege (angefochtener Entscheid E. 2b). 
– Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht setzt sich der Beschwerdeführer 
mit keinem Wort mit den überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz aus-
einander. Auch bringt er nicht mehr vor, dass mit Blick auf einen allenfalls 
früher bestehenden Schweineauslauf keine Baubewilligung für den heutigen 
Ziegenauslauf nötig sei. Gründe für eine Baubewilligungsfreiheit werden 
damit nicht geltend gemacht. Solche sind auch nicht ersichtlich, zumal der 
Ziegenauslauf umweltrechtlich relevante Tatbestände betrifft (dazu hinten 
E. 5.4, insb. E. 5.4.3). Eine Ausnahme zur Baubewilligungspflicht besteht 
demnach nicht (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. c BewD).

5.3.3 Sowohl für den Ausblas als auch den Ziegenauslauf ist also von einer 
Baubewilligungspflicht auszugehen. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, 
dass keine entsprechenden Baubewilligungen vorliegen. Der unbewilligte 
Ausblas und der nicht bewilligte Ziegenauslauf erweisen sich daher als 
formell rechtswidrig.

5.4 Zur materiellen Rechtswidrigkeit des Ausblases und des Ziegenaus-
laufs ist Folgendes festzuhalten:

5.4.1 Der Beschwerdeführer hat weder für den Ausblas noch für den Zie-
genauslauf ein nachträgliches Baugesuch eingereicht (vorne E. 2.2). Die 

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Frage der Bewilligungsfähigkeit ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
daher lediglich summarisch zu prüfen (vorne E. 4.2).

5.4.2 Das Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz 
(Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) und die gestützt darauf erlassene 
Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1) 
haben zum Ziel, die Menschen vor schädlichen oder lästigen Luftverunreini-
gungen und damit auch vor erheblich störenden, übermässigen Geruchsbe-
lästigungen zu schützen (Art. 1 Abs. 1, Art. 7 Abs. 3 USG; Art. 1 
Abs. 1 LRV). Weil in Bezug auf Geruchsimmissionen aus Tierhaltungsanla-
gen keine Immissionsgrenzwerte bestehen, ist jeweils im Einzelfall und – wo 
die Vollzugsbehörde nicht über die nötige Sachkenntnis verfügt – unter Ein-
bezug von Fachbehörden zu beurteilen, ob die Geruchsimmissionen nach 
dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung (Art. 14 USG) schädlich 
oder lästig und damit übermässig sind (zum Ganzen VGE 2021/353 vom 
19.6.2023 E. 2.1 ff. mit zahlreichen Hinweisen [bestätigt durch 
BGer 1C_415/2023 vom 2.9.2024]).

5.4.3 Zur Untersuchung der Geruchsimmissionen des Landwirtschaftsbe-
triebs des Beschwerdeführers hat die Gemeinde ein Gutachten bei einem 
Ingenieurbüro in Auftrag gegeben (vorne E. 2.2). Darin wurde eine Beurtei-
lung gestützt auf die Geruchsempfehlungen des Bundes vorgenommen und 
festgehalten, dass durch die Stallabluft im Umkreis des Gebäudes des 
Beschwerdegegners teilweise bis 50 % Geruchsstunden erreicht würden, 
wobei übermässige Immissionen bereits ab mehr als 15 % Geruchsstunden 
als sehr wahrscheinlich gälten. Die Situation beim Ziegenauslauf sei eben-
falls ungünstig, zumal dieser gleichzeitig als Zufahrt zum Stall benützt werde, 
was zu grösseren Emissionen führen könne. Der Landwirtschaftsbetrieb des 
Beschwerdeführers führe in der heutigen Situation also mit Sicherheit zu 
übermässigen Immissionen in der Umgebung und insbesondere auf dem 
Grundstück des Beschwerdegegners. Im Geruchsgutachten wird daher 
empfohlen, die Abluft aus dem Stall über einen Kamin abzuführen und den 
Ziegenauslauf auf die Ostseite des Stallgebäudes zu verlegen. Sollte die 
Verlegung nicht möglich sein, sei alternativ der Boden des Auslaufs so aus-
zugestalten, dass er jederzeit einfach gereinigt werden könne, und sei der 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
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Freilauf vor jeder Benützung als Zufahrt mit Landwirtschaftsmaschinen zu 
reinigen (zum Ganzen Geruchsgutachten S. 3, 18 ff., 30 ff., insb. S. 18, 32).

5.4.4 Im Geruchsgutachten wird ausdrücklich erwähnt, dass die Beurtei-
lung der Geruchssituation insbesondere aufgrund der kleinräumigen und 
komplex überbauten Situation sowie der schwierig zu ermittelnden Quellen-
stärke von diffusen Quellen (Freiläufe, Miststock) äusserst anspruchsvoll war 
(Geruchsgutachten S. 30). Der Beschwerdeführer begnügt sich bei seiner 
Kritik damit, diese offengelegten Schwierigkeiten zu wiederholen (vgl. vorne 
E. 5.1); inwiefern die Expertin und der Experte daraus falsche Schlüsse 
gezogen haben sollen, begründet er allerdings mit keinem Wort. Solches ist 
auch nicht ersichtlich: Im sorgfältig erstellten Geruchsgutachten wurden die 
Quellenstärke und der Quellencharakter des Ausblases sowie des Ziegen-
auslaufs untersucht (S. 6 f.), eine Kaltluftmodellierung der örtlichen Verhält-
nisse erstellt (S. 8 ff.), die übergeordneten Windverhältnisse ermittelt und die 
Windrose berechnet (S. 11 ff.). Gestützt auf diese einlässliche Betrachtung 
der örtlichen Verhältnisse wurde eine Immissionsprognose erstellt (S. 14 ff.) 
und werden die entsprechenden Resultate vor dem Hintergrund der erkann-
ten Schwierigkeiten gewürdigt (S. 18 ff.). Das Gutachten hält fest, dass sich 
trotz der schwierigen Situation gewisse klare Schlussfolgerungen ziehen und 
entsprechende Empfehlungen ableiten lassen (S. 30 ff.). Das Amt für 
Umwelt und Energie (AUE) als kantonale Fachstelle hat das Geruchsgutach-
ten zudem geprüft und für vollständig, nachvollziehbar und plausibel befun-
den. Die im Gutachten vorgeschlagenen Massnahmen erachtete das AUE 
als geeignet und zielführend (Bericht AUE vom 15.6.2020, Akten Gemeinde 
4D Reg. 5, Beilage zur Verfügung der BVD vom 8.9.2020; vgl. auch ange-
fochtener Entscheid E. 2d). Das Verwaltungsgericht hat keine Veranlassung, 
von dieser fachlich abgestützten Beurteilung abzuweichen. Mit Blick auf die 
nachvollziehbaren Schlussfolgerungen im Gutachten ist daher bei summari-
scher Prüfung davon auszugehen, dass der Ausblas und der Ziegenauslauf 
zu übermässigen Geruchsimmissionen auf dem Grundstück des Beschwer-
degegners führen. 

5.4.5 Ungeachtet der konkreten Geruchsimmissionen hat die Vorinstanz 
den bodennahen Ausblas auch gestützt auf Art. 6 Abs. 2 LRV als materiell 
rechtswidrig beurteilt (angefochtener Entscheid E. 2e f.). Gemäss dieser Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
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stimmung müssen Emissionen in der Regel durch Kamine oder Abluftkanäle 
über Dach ausgestossen werden. Der streitbetroffene Ausblas befindet sich 
rund 1,5 m über dem Boden und bläst die Stallluft horizontal aus (vorne 
E. 2.1; Geruchsgutachten S. 6). Er verstösst somit grundsätzlich gegen 
Art. 6 Abs. 2 LRV; er stellt jedenfalls keine Lösung dar, die als Alternative in 
Betracht kommt (weiterführend zu solchen Ausnahmen BVR 1993 S. 218 
E. 4b). Entsprechend wird im Geruchsgutachten ein Kamin zum Abführen 
der Stallabluft gefordert (Geruchsgutachten S. 18, 28, 30). Inwiefern dabei 
die massgebenden Umstände «übersehen» worden sein sollen, legt der 
Beschwerdeführer nicht verständlich dar (vgl. Beschwerde S. 4 f.).

5.4.6 Der Beschwerdeführer beruft sich sodann auf die Mindestabstände 
gemäss dem FAT-Bericht Nr. 476 und macht geltend, diese seien nicht direkt 
anwendbar (Beschwerde S. 4). Auch hier belässt er es aber bei einem blos-
sen Hinweis auf den Bericht und zeigt nicht auf, dass und inwiefern das 
Geruchsgutachten fehlerhaft sein soll. Er scheint zudem zu übersehen, dass 
im Geruchsgutachten keine Berechnung des Mindestabstands gemäss dem 
FAT-Bericht Nr. 476 erfolgt ist. Vielmehr wurde die Beurteilung gestützt auf 
die Empfehlung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zur Beurteilung von 
Gerüchen vorgenommen (Entwurf 2015, einsehbar unter: <www.bafu.ad-
min.ch>, Rubriken «Themen», «Luft», «Fachinformationen», «Massnah-
men», «Industrie & Gewerbe», «Emissionsvorschriften»; vgl. dazu Geruchs-
gutachten S. 3, 18, 27, 30 f.; ferner Bericht AUE vom 15.6.2020, Akten 
Gemeinde 4D Reg. 5, Beilage zur Verfügung der BVD vom 8.9.2020). Die 
Vorinstanzen haben sich beim erlassenen, teilweisen Benützungsverbot für 
den Ziegenauslauf zwar wiederum am halben Mindestabstand nach dem 
FAT-Bericht Nr. 476 orientiert (vorne E. 2.2). Dies macht die Wiederherstel-
lungsanordnung aber nicht rechtsfehlerhaft, wie noch zu zeigen sein wird 
(hinten E. 6, insb. E. 6.1.2, 6.2.4).

5.4.7 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, es bestünden 
«ohne Zweifel» betriebsfremde Geruchsquellen. Zur Begründung zitiert er 
aus dem Bericht des Amtes für Berner Wirtschaft (beco; heute: Amt für Wirt-
schaft, AWI), Abteilung Immissionsschutz (seit 1. Januar 2020 gehört die 
Abteilung Immissionsschutz zum AUE) vom 24. Januar 2019 (Beschwerde 
S. 4). – Der erwähnte Bericht hält fest, dass «für eine umfassende Beurtei-

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lung auch die Liegenschaft Nr. 4________ zu beachten» sei. «Auch hier 
sollte das Mistlager einen Mindestabstand einhalten» (Akten Gemeinde 4C 
Reg. 15). Diese Formulierung bedeutet entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers nicht, dass auf der Parzelle Sumiswald 
Gbbl. Nr. 4________ betriebsfremde Geruchsimmissionen bestehen. Ge-
meint ist vielmehr, dass das Mistlager des Beschwerdeführers allenfalls auch 
gegenüber der Parzelle Nr. 4________ einen Mindestabstand einhalten 
muss (ebenso Beschwerdeantwort S. 7 Rz. 19). Auf dem Grundstück 
Nr. 4________ befindet sich nämlich ein Wohnhaus, dessen Eigentümerin 
der Gemeinde ebenfalls bereits mitgeteilt hat, dass die Liegenschaft von Ge-
ruchsimmissionen betroffen sei und die Wohnungen kaum mehr zu vermie-
ten seien (Akten Gemeinde 4C Reg. 27). Wie es sich mit einem allfälligen 
Abstand des Mistlagers des Beschwerdeführers zur Parzelle Nr. 4________ 
verhält, ist im vorliegenden Verfahren allerdings nicht Streitgegenstand (zum 
Begriff statt vieler BVR 2020 S. 59 E. 2.2 mit Hinweisen).

5.5 Der Ausblas und Ziegenauslauf erweisen sich somit als formell und 
materiell rechtswidrig. 

6.

Umstritten ist schliesslich, ob die angefochtenen Benützungsverbote für den 
Ausblas und für eine Teilfläche des Ziegenauslaufs verhältnismässig sind 
(vorne E. 4.1).

6.1 Zur Eignung der verfügten Benützungsverbote ergibt sich Folgendes:

6.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss dem Geruchsgutach-
ten gebe es keine Garantie, dass es trotz der Benützungsverbote nicht mehr 
zu übermässigen Immissionen auf dem Grundstück des Beschwerdegeg-
ners komme. Überdies halte der Beschwerdegegner u.a. Hühner, was eben-
falls zu massiven Geruchsimmissionen führe. Die verfügten Benützungsver-
bote seien daher mit erheblicher Wahrscheinlichkeit untauglich (Beschwerde 
S. 8). 

file:///C://Users/M75U/Downloads/1316.pdf

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
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6.1.2 Durch das Benützungsverbot für den Ausblas wird das punktuelle 
Ausblasen von geruchsbelasteter Stallabluft in Richtung des Grundstücks 
des Beschwerdegegners unterbunden. Auch wenn nicht ausgeschlossen 
werden kann, dass bei eingestellter mechanischer Zwangsentlüftung der 
Stall weiterhin Emissionsquelle von Gerüchen darstellt, die etwa bei einer 
Entlüftung durch Türen und Fenster austreten und auf Nachbargrundstücke 
gelangen, ist mit dem Wegfallen des punktuellen Ausblasens der Stallabluft 
in Richtung Norden eine Verbesserung der Situation für das Grundstück des 
Beschwerdegegners verbunden. Selbst wenn mit den angeordneten Mass-
nahmen Geruchsimmissionen nicht gänzlich unterbunden werden können, 
kann daraus entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 
geschlossen werden, das Benützungsverbot sei nutzlos. Auch im Gutachten 
wird festgehalten, es könne nicht garantiert werden, dass nach einer Umset-
zung der vorgeschlagenen Massnahmen – die Expertise schlägt die Erstel-
lung eines Abluftkamins und die Verlegung des Ziegenauslaufs auf die Ost-
seite des Gebäudes vor – die Geruchsbelastungen auf dem Nachbargrund-
stück überall als nicht übermässig eingestuft werden könnten (S. 32). Diese 
Formulierung zeigt, dass unter Umständen noch weitere Massnahmen nötig 
sein könnten, um einen gesetzeskonformen Zustand zu erreichen (vgl. 
bereits angefochtener Entscheid E. 2e). Anders als der Beschwerdeführer 
anzunehmen scheint, erweist sich eine Wiederherstellungsanordnung nicht 
erst dann als geeignet, wenn damit die übermässigen Immissionen vollstän-
dig behoben werden können. Vielmehr ist eine Teileignung bereits ausrei-
chend (Markus Müller, Verhältnismässigkeit, Gedanken zu einem Zauber-
würfel, 2. Aufl. 2023, S. 36; Tschannen/Müller/Kern, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 5. Aufl. 2022, N. 456; ferner VGE 2021/312 vom 18. 10.2024 
E. 8.1.5). Aus diesem Grund ist es auch unerheblich und dürfte es sogar im 
Interesse des Beschwerdeführers liegen, dass die Vorinstanzen beim 
Ziegenauslauf lediglich einen Abstand von 12 m gegenüber dem Wohnhaus 
des Beschwerdegegners verlangt haben, obschon im Geruchsgutachten die 
Verlegung des gesamten Freilaufs auf die Ostseite des Stallgebäudes vor-
geschlagen wird (vorne E. 5.4.3). Inwiefern die Hühnerhaltung des 
Beschwerdegegners der Eignung der Benützungsverbote entgegenstehen 
soll, legt der Beschwerdeführer schliesslich nicht verständlich dar und ist 
auch nicht ersichtlich. 

file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2021/312/21_312U.docx
file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2021/312/21_312U.docx

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Seite 15

6.2 Zur Erforderlichkeit ist Folgendes festzuhalten:

6.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, es bestünden mildere Varianten als 
ein Benützungsverbot für den Ausblas. So verwende er zur Geruchsreduk-
tion im Stall ein Produkt, das Ammoniak binde («biplantol Plus»). Zudem 
könne für weniger als Fr. 100.-- ein Aktivkohlefilter in die im Gebäude des 
Beschwerdegegners installierte Raumlüftung eingebaut werden, um den 
Geruch zu neutralisieren. Auch eine Reduktion des Tierbestands hätte ge-
prüft werden müssen. Beim Ziegenauslauf gebe es ebenfalls mildere Mittel 
als das teilweise Benützungsverbot. Namentlich kämen eine Verdichtung 
des Bodens, eine zeitlich begrenzte Benützung (50 Stunden im Jahr bzw. 
jeweils 8,33 Stunden pro Monat im Winterhalbjahr), ein Benützungsverbot 
nur für das Sommerhalbjahr oder eine Auflage, wonach der Boden sofort 
nach Benützung gereinigt werden müsse, infrage (Beschwerde S. 5 ff.). 

6.2.2 Die Vorinstanz hat festgehalten, bei «biplantol Plus» handle es sich 
um ein homöopathisches Produkt, dessen Wirksamkeit nicht wissenschaft-
lich erwiesen sei. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich da-
durch die übermässigen Immissionen verhindern liessen. Der Aktivkohlefilter 
in der Raumlüftungsanlage des Beschwerdegegners sodann sei eine immis-
sionsbegrenzende Massnahme. Übermässige Immissionen seien jedoch 
nicht mit Massnahmen am Immissionsort, sondern mit verschärften Emissi-
onsbegrenzungen zu verhindern. Die ebenfalls vorgeschlagene Reduktion 
des Tierbestands komme schliesslich bereits wegen Art. 6 Abs. 2 LRV nicht 
infrage, da auch die Emissionen eines reduzierten Tierbestands nicht über 
einen bodennahen Ausblas ausgestossen werden dürften (angefochtener 
Entscheid E. 2h). Mit Blick auf den Ziegenauslauf sei ebenfalls nicht nach-
vollziehbar, inwiefern die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Einschrän-
kung der Nutzungsdauer die Immissionen reduzieren sollten (angefochtener 
Entscheid E. 3d). Der Beschwerdegegner erachtet die Benützungsverbote 
ebenfalls als erforderlich und hält ergänzend fest, dass er von allfällig ge-
ruchswirksamen Massnahmen durch den Beschwerdeführer nichts merke 
und die Geruchsimmissionen unvermindert andauerten (vgl. Beschwerde-
antwort S. 8 f.). 

6.2.3 Die Vorinstanz hat einlässlich erläutert, weshalb es sich bei der Ver-
wendung von «biplantol Plus» oder eines Aktivkohlefilters sowie bei der Re-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 16

duktion des Tierbestands nicht um gleich geeignete Alternativen handelt. Mit 
diesen zutreffenden Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht 
substanziiert auseinander. Zur angeblichen Wirksamkeit von «biplantol 
Plus» verweist er einzig auf eine Beilage zu seiner Stellungnahme vom 
25. Januar 2022 an die Gemeinde. Bei dieser Beilage handelt es sich 
gemäss den Vorakten um ein E-Mail des Produktherstellers, in welchem 
dieser einräumt, dass keine Zahlen oder Studien zur Geruchsminderung bei 
konsequentem Einsatz von «biplantol Plus» vorliegen (Akten Gemeinde 4D 
Reg. 27). Daraus vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten. Mithin sind seine Vorschläge zur Geruchsreduktion weniger 
zwecktauglich als ein Benützungsverbot des Ausblases, womit sie als 
mildere Massnahmen ausser Betracht fallen (vgl. Tschannen/Müller/Kern, 
a.a.O., N. 459). 

6.2.4 Auch betreffend den Ziegenauslauf stellen die Vorschläge des 
Beschwerdeführers keine gleich geeigneten, milderen Alternativen dar: So-
weit er auf die «erfolgte Verdichtung des Bodens» hinweist, handelt es sich 
dabei um eine Massnahme, die im Zusammenhang mit der Verschmutzung 
des Bodens und nicht mit den Geruchsimissionen diskutiert worden ist (vgl. 
Aktennotiz Regierungsstatthalteramt Emmental vom 20.4.2017 S. 2 Ziff. 2 
und S. 4, Akten Gemeinde 4E Reg. 2). Betreffend die Reinigung des Aus-
laufs geht zudem bereits aus dem Geruchsgutachten hervor, dass es sich 
dabei lediglich um eine zweitrangige Lösung handelt. In erster Linie wird im 
Gutachten eine Verlegung des gesamten Ziegenauslaufs auf die Ostseite 
des Stallgebäudes vorgeschlagen, was im Ergebnis einem Benützungsver-
bot für den ganzen Ziegenauslauf gleichkommen würde (Geruchsgutachten 
S. 32; vgl. auch vorne E. 5.4.3). Bei den Vorschlägen für ein zeitlich 
beschränktes Benützungsverbot im Sommer und eine zeitliche Begrenzung 
der Nutzung auf jeweils 8,33 Stunden pro Monat im Winterhalbjahr ist die 
Wirksamkeit ebenfalls nicht ersichtlich, benützt er doch den Ziegenauslauf 
nach eigenen Angaben bereits heute nur im Winterhalbjahr während 8,33 
Stunden pro Monat (Beschwerde S. 7 f.; vgl. auch Geruchsgutachten S. 4). 

6.3 Zur Zumutbarkeit ergibt sich schliesslich Folgendes:

6.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, durch das Benützungsverbot 
der Stalllüftung würden der Stall unbenutzbar und eine Tierhaltung unmög-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 17

lich. Dieser Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit stelle ein «Berufsverbot» bzw. 
eine «Existenzvernichtung» dar. Zudem sei er vom Bauverwalter der Ge-
meinde informiert worden, dass ein Kamin für die Abluft nicht bewilligt wer-
den könne. Auch bautechnisch sei ein Kamin nicht realisierbar. Den Ziegen-
auslauf benütze er sodann nur zeitweise und das Benützungsverbot für die 
Teilfläche sei mit erheblichen baulichen Massnahmen verbunden. Schliess-
lich habe der Beschwerdegegner beim Kauf der Liegenschaft um den Betrieb 
des Beschwerdeführers gewusst (Beschwerde S. 5 ff.). 

6.3.2 Die Vorinstanz hat festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich 
bereits anlässlich eines Vermittlungsversuchs der Regierungsstatthalterin 
vom 15. März 2017 bereit erklärt, die Möglichkeit für den Einbau einer 
Dachentlüftung beim Tierstall abzuklären. In der Folge habe er am 18. Ja-
nuar 2019 eine Projektänderung in einem bereits hängigen Baubewilligungs-
verfahren eingereicht, die das Aufsetzen eines Entlüftungskanals vorgese-
hen habe. Im April 2020 habe die Gemeinde den Beschwerdeführer aufge-
fordert, die Projektpläne des Baugesuchs für das Aufsetzen eines Entlüf-
tungskanals zu überarbeiten. Diese Aufforderung habe die Gemeinde im 
März 2021 wiederholt. Da der Beschwerdeführer dieser Aufforderung nicht 
nachgekommen sei, habe die Gemeinde in ihrer Verfügung vom 24. Sep-
tember 2021 ausgeführt, sie beabsichtige, die Baubewilligung zu verweigern. 
Gleichzeitig habe die Gemeinde Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. 
Mit Verfügung vom 10. Dezember 2021 sei die Gemeinde schliesslich nicht 
auf das Baugesuch betreffend das Aufsetzen eines Entlüftungskanals einge-
treten und habe mitgeteilt, dass sie für den Gebrauch des Ausblases ein 
Benützungsverbot zu erlassen beabsichtige. Wiederum habe sie den Ver-
fahrensbeteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Daraufhin habe 
der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 25. Januar 2022 mitge-
teilt, er werde ein solches Benützungsverbot niemals akzeptieren. Mit Verfü-
gung vom 5. April 2022 habe die Gemeinde schliesslich das streitbetroffene 
Benützungsverbot erlassen. Dieser Verfahrensablauf zeige, dass der 
Beschwerdeführer genügend Zeit gehabt habe, eine rechtskonforme Situa-
tion herbeizuführen, insbesondere mit der Realisierung einer Abführung der 
Stallabluft über Dach. Damit habe er es in der Hand gehabt, einem Benüt-
zungsverbot mit weitreichenden Konsequenzen für seinen Betrieb zuvorzu-
kommen (angefochtener Entscheid E. 2g).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 18

6.3.3 Der Beschwerdeführer begnügt sich in seiner Verwaltungsgerichts-
beschwerde mit dem Wiederholen seiner bereits vor der Vorinstanz vorge-
brachten Argumente, ohne sich mit den überzeugenden Erwägungen im 
angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Zwar mag sich das Benüt-
zungsverbot für den Ausblas einschneidend auf den Landwirtschaftsbetrieb 
des Beschwerdeführers auswirken. Die BVD hat aber zu Recht darauf hin-
gewiesen, dass der Beschwerdeführer ausreichend Gelegenheit gehabt 
hätte, eine alternative Lüftung zu erstellen. Auch die Gemeinde hat in ihrer 
Stellungnahme vom 23. Juni 2023 ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 
das für den Kamin notwendige Baugesuch trotz mehrmaliger Aufforderung 
nie rechtsgenüglich eingereicht habe. Entsprechend mute die Behauptung, 
der Kamin sei nicht realisierbar, sonderbar an, da diese Frage gerade 
Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens gebildet hätte (S. 2 f., act. 6). 
Der Beschwerdeführer hat die Nachteile, die durch das Benützungsverbot 
für den Ausblas entstehen können, somit selber zu verantworten. Umstände, 
die auf eine allfällige Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers hindeuten, sind 
zudem weder geltend gemacht noch ersichtlich. Die drohenden Nachteile fal-
len daher nicht entscheidend ins Gewicht (vorne E. 4.1). Demgegenüber be-
steht ein grosses allgemeines öffentliches Interesse an der Einhaltung der 
baurechtlichen Bestimmungen (einschliesslich Umweltrecht) und an der kon-
sequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung wider-
sprechen (BGE 136 II 359 E. 6; BVR 2003 S. 97 E 3d). Dies gilt im vorlie-
genden Fall besonders, da der Betrieb des Beschwerdeführers in der Umge-
bung übermässige Geruchsimmissionen verursacht, die vom Beschwerde-
gegner nicht hingenommen werden müssen (vgl. auch angefochtener Ent-
scheid E. 2f). Das Benützungsverbot für den Ausblas ist somit zumutbar.

6.3.4 Aus denselben Gründen bestehen auch am Benützungsverbot für 
eine Teilfläche des Ziegenauslaufs gewichtige öffentliche Interessen. Von 
«erheblichen baulichen Massnahmen» im Zusammenhang mit dem Benüt-
zungsverbot kann zudem keine Rede sein (Beschwerde S. 8): In der Wie-
derherstellungsverfügung vom 5. April 2022 hat die Gemeinde lediglich 
angeordnet, der Bereich, für den das Benützungsverbot gelte, sei mit einer 
provisorischen Abschrankung aus Holz oder Metall vom übrigen Bereich 
abzutrennen (Ziff. 3.3). Diese geringfügigen baulichen Vorkehrungen zur 
Sicherung des Benützungsverbots lassen die Anordnung nicht unzumutbar 

file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-APPL/Dokumente/100/2002/21439/21421439u.doc

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 19

erscheinen (so bereits angefochtener Entscheid E. 3d). Unerheblich ist 
zudem, dass der Beschwerdeführer den Ziegenfreilauf seiner eigenen Auf-
fassung nach nur selten benützt und dass der Beschwerdegegner beim Kauf 
der Liegenschaft um den Landwirtschaftsbetrieb gewusst habe. Beides gibt 
dem Beschwerdeführer keinen Anspruch darauf, sich rechtswidrig zu verhal-
ten. 

6.4 Die Fünfjahresfrist nach Art. 46 Abs. 3 BauG steht den Benützungs-
verboten ebenfalls nicht entgegen: Selbst wenn der widerrechtliche Zustand, 
der nicht hingenommen werden muss, bereits seit mehr als fünf Jahren 
erkennbar gewesen sein sollte (vgl. vorne E. 2.1), betreffen die Geruchsim-
missionen bundesrechtlich geregelte Sachverhalte. In diesen Fällen ist die 
Fünfjahresfrist nach Art. 46 Abs. 3 BauG nicht anwendbar (vorne E. 4.1).

7.

Die Gemeinde hat in der Wiederherstellungsverfügung vom 5. April 2022 
darauf hingewiesen, dass das Benützungsverbot für den Ausblas allenfalls 
Auswirkungen auf die tierschutzgerechte Haltung der Milchkühe, Kälber und 
Ziegen mit Jungtieren habe (Verfügung der EG Sumiswald vom 5.4.2022 
E. 2.3, Akten Gemeinde 4D Reg. 28). Sie hat die Verfügung daher dem Amt 
für Veterinärwesen des Kantons Bern (AVET) mitgeteilt. Die BVD hat die 
Wiederherstellungsfrist sodann auf rund vier Monate verlängert, um dem 
Beschwerdeführer Zeit zu geben, für die im Stall untergebrachten Tiere 
nötigenfalls eine alternative Unterbringungsmöglichkeit zu organisieren 
(angefochtener Entscheid E. 2i). Auch sie hat den Entscheid dem AVET zur 
Kenntnis gebracht. Schliesslich geht der Beschwerdeführer selber davon 
aus, dass das Benützungsverbot für den Ausblas zur Unbenutzbarkeit des 
Stalles und damit zur Unmöglichkeit der Tierhaltung führe (Beschwerde S. 5; 
vorne E. 6.3.1). – Wer mit Tieren umgeht, hat nach Art. 4 Abs. 1 des Tier-
schutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (TSchG; SR 455) ihren Bedürfnis-
sen in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen. Wer Tiere hält oder 
betreut, muss ihnen soweit nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). 
Unterkünfte und Gehege sind namentlich mit Klimabereichen zu versehen 
(vgl. Art. 3 Abs. 2 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 [TSchV; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 20

SR 455.1]). In Räumen und Innengehegen muss ein den Tieren angepass-
tes Klima herrschen (Art. 11 Abs. 1 TSchV). Wird festgestellt, dass Tiere ver-
nachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden, 
so schreitet die zuständige Behörde unverzüglich ein (Art. 24 Abs. 1 TSchG). 
Im Kanton Bern vollzieht das AVET die Tierschutz- und die Hundegesetzge-
bung, sofern durch die eidgenössische oder kantonale Gesetzgebung nicht 
andere Stellen als zuständig erklärt werden (Art. 33 TSchG i.V.m. Art. 2 der 
Verordnung vom 21. Januar 2009 über den Tierschutz und die Hunde [THV; 
BSG 916.812]). Soweit ersichtlich fanden bisher keine abschliessenden 
Abklärungen zum Tierwohl bei einer Stallnutzung ohne Ausblas statt. Auch 
steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, ob und wie der Beschwerdefüh-
rer den Stall konkret weiterbenützen will. Der Beschwerdeführer hat indes-
sen noch bis zum Ablauf der Umsetzungsfrist für das Benützungsverbot des 
Ausblases Gelegenheit, einen tierschutz- und baurechtskonformen Betrieb 
des Stalles sicherzustellen. Das AVET wird eingeladen, die dereinstige Si-
tuation zu prüfen und wenn nötig die Tierschutzgesetzgebung zu vollziehen.

8.

8.1 Der rechtserhebliche Sachverhalt ist nach dem Gesagten ausrei-
chend dokumentiert. Die Behörden waren entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers nicht gehalten, weitere Abklärungen zu treffen 
(Beschwerde S. 3 ff.). Auch der beantragte Augenschein verspricht keine 
entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse; der Beweisantrag wird abge-
wiesen (zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 144 II 427 
E. 3.1.3; BVR 2021 S. 285 E. 3.3.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 18 N. 27 f.). 

8.2 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-
sen. Die vorinstanzlich angesetzten Fristen zur Umsetzung der Anordnun-
gen sind verstrichen, weshalb praxisgemäss neue festzulegen sind (Art. 46 
Abs. 2 BauG; vgl. statt vieler VGE 2020/244 vom 12.11.2021 E. 5 [bestätigt 
durch BGer 1C_771/2021 vom 12.6.2022]). Beim Ausblas hat die Vorinstanz 
eine Frist von rund vier Monaten (angefochtener Entscheid E. 2i) und beim 
Ziegenauslauf von 30 Tagen (angefochtener Entscheid E. 3g) als angemes-

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-427%3Ade&lang=de&type=show_document&zoom=
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file:///C://Users/M75U/Downloads/1394.pdf
file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2020/244/20_244U.docx
file:///T://KVG-Appl/Dokumente/100/2020/244/20_244BGer.pdf

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 21

sen erachtet. Diese Fristen werden vom Beschwerdeführer nicht bemängelt; 
dieselben Zeiträume sind daher auch den neuen Fristen zugrunde zu legen. 

9.

Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten zu tragen und dem Beschwerdegegner die Parteikosten 
zu ersetzen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die einge-
reichte Kostennote gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. a) Die Frist zur Umsetzung des Benützungsverbots betreffend den Aus-
blas wird neu auf den 15. August 2025 festgesetzt.

b) Die Frist zur Umsetzung des Benützungsverbots betreffend den Zie-
genauslauf wird neu auf den 15. Juni 2025 festgesetzt.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

4. Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner 1 für das Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 2'762.50 
(inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.04.2025, Nr. 100.2023.154U, 
Seite 22

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Beschwerdegegner 1
- Beschwerdegegnerin 2
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Emmental
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern
- Amt für Veterinärwesen des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.