# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 254390b2-45dc-532a-97d3-f38d55d26b29
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.06.2008 D-3526/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3526-2008_2008-06-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3526/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______, Nigeria,
alias B._______, geboren Y._______, Sudan,
vertreten durch Felicity Oliver, C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 22. Mai 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3526/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  D._______,  E._______, 
stammende  römisch-katholische  Beschwerdeführer  vom  Volksstamm 
der F._______ seinen Heimatstaat am 24. Februar 2008 verliess und 
von G._______ auf dem Seeweg über ihm unbekannte Länder am 16. 
März 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am folgenden Tag um 
Asyl nachsuchte, 

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  H._______  vom  17.  April 
2008  sowie  der  direkten  Bundesanhörung  vom  24.  April  2008  zur 
Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
seine Eltern seien bei Auseinandersetzungen im Jahre 2001 ums Le-
ben gekommen, weshalb er seinen Lebensunterhalt  selber habe be-
streiten müssen und zu diesem Zweck zunächst Lebensmittel und da-
nach - wegen der besseren Einkommensmöglichkeiten - auch Alkohol 
von D._______ nach I._______ transportiert und diesen dort verkauft 
habe,

dass er und sein Kollege deswegen am 6. Januar 2008 in I._______ 
von  der  Scharia-Polizei  verhaftet  und  wegen  Verstosses  gegen  die 
Gesetze der  Scharia  vor  Gericht  gestellt  und zu einer  drakonischen 
Strafe (Abschneiden beider Hände) verurteilt worden seien,

dass es am 17. Februar 2008 bei seinem Kollegen zur Vollstreckung 
des  Urteils  gekommen  und  dieser  zwei  Tage später  wegen  starken 
Blutverlustes den Verletzungen erlegen sei,

dass das Urteil am 22. Februar 2008 an ihm hätte vollstreckt werden 
sollen, er jedoch im Verlaufe dieses Tages den Wächter habe überwäl-
tigen und die Flucht ergreifen können,

dass er am Folgetag I._______ und danach über G._______ das Land 
verlassen habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 22. Mai 2008 - gleichentags er-
öffnet - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete, 

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass die in diesem Zusammenhang angeführten Gründe für den Nicht-
besitz von Identitätsdokumenten als sterotyp erachtet werden müssten 
und auch die Angaben zu den Reisemodalitäten realitätsfremd seien,

dass zudem Abklärungen in  Österreich ergeben hätten,  dass das in 
Österreich  vom Beschwerdeführer  eingereichte  Asylgesuch  im Beru-
fungsverfahren stehe,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass gestützt auf den Fingerabdruckvergleich, die auf diesem Finger-
abdruckvergleich basierenden Fotos des Asylsuchenden und die Ab-
klärungen in Österreich ergeben hätten, dass sich der Beschwerdefüh-
rer unter der Identität B._______, geboren Y._______, sudanesischer 
Staatsangehöriger,  seit  spätestens  28.  August  2004  in  Österreich 
aufgehalten habe,

dass der Beschwerdeführer selbst auf Vorhalt bestritten habe, jemals 
in Österreich gewesen zu sein,

dass die ohnehin substanzarmen Vorbringen jeder Grundlage entbeh-
ren würden, da sich der Beschwerdeführer nachweislich in Österreich 
aufgehalten habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  ferner  der  Name  des  aktuellen  Ober-
haupts  beziehungsweise  die  Namen  früherer  Oberhäupter  von 
D._______  nichts  gesagt  hätten  und  dieser  nicht  gewusst  habe,  in 
welcher Local Government Area sein angeblicher Wohnort liege, und 
er  zudem  falsche  Angaben  über  die  Orte  an  der  Strecke  von 
D._______  nach  I._______  gemacht  habe,  was  belege,  dass  die 
Vorbringen des Beschwerdeführers konstruiert seien,

dass der Wegweisungsvollzug nach Nigeria durchführbar sei,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Mai 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
vollumfänglich aufzuheben, es sei ihm Asyl zu gewähren, eventualiter 
sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und er sei vorläufig aufzu-
nehmen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Mai 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 
f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 

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Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

dass er dazu geltend machte, er habe ausser einem Führerschein, der 
in  den  Händen  seiner  Feinde  zurückgeblieben  sei,  keinerlei  andere 
Identitätsdokumente besessen und er könne auch keine solchen be-
schaffen respektive  die  Scharia-Leute  hätten  seine Papiere  (Führer-
ausweis und Tätigkeitsausweis)  beschlagnahmt (Protokoll  Empfangs-
zentrum S. 4; Protokoll direkte Anhörung S. 3),

dass vorab - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fehlenden Reise- 
und Identitätspapiere zu verweisen ist,

dass  überdies  nicht  geglaubt  werden  kann,  der  Beschwerdeführer 
habe in seinem Heimatland ohne jegliche Identitätspapiere und nur mit 
einem  Führerschein  gelebt,  zumal  er  nach  den  Erkenntnissen  der 
Asylbehörden ohne andere Identitätsdokumente nicht in den Besitz ei-
nes offiziellen Führerausweises gekommen wäre, den der Beschwer-
deführer den Akten zufolge legal und auf offiziellem Weg erhalten ha-
ben muss,

dass er überdies seinen Lebensunterhalt seit dem Jahre 2001 selber 
bestritten habe und seit dem Jahre 2004 für einen Händler als Trans-
porteur beschäftigt gewesen sein will, weshalb er sich den Behörden 
gegenüber  auch  aus  geschäftlichen  Gründen  hätte  ausweisen  müs-
sen,

dass der Beschwerdeführer auch unbegründet liess, wie er respektive 
seine Fluchthelfer eine Reise von Nigeria über diverse Länder und mit-
tels verschiedener Verkehrsmittel ohne Reisepapiere organisierten und 
durchführten, was die Unglaubhaftigkeit seiner Angaben über das Feh-
len der Identitätspapiere untermauert,

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dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die 
Schweiz,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  unglaubhaft  qualifizierte,  zumal  sie  offensichtlich nicht  der 
Wahrheit entsprechen, jeglicher Realität entbehren und der Beschwer-
deführer nicht in der Lage war, die geltend gemachten Erlebnisse mit 
der nötigen Substanz zu schildern,

dass  insbesondere  aufgrund  des  daktyloskopischen  Vergleichs  fest-
steht, dass sich der Beschwerdeführer während des Zeitraums, in wel-
chem sich seine Asylgründe in Nigeria angeblich abgespielt haben sol-
len,  unter  einer  anderen  Identität  in  Österreich  aufhielt,  was seinen 
Asylvorbringen jegliche Grundlage entzieht (vgl. A8 und A15),

dass  die  in  der  Beschwerdeschrift  angeführten  Einwände  betreffend 
das in Österreich durchgeführte Fingerabdruckverfahren schon daher 
nicht zu überzeugen vermögen, weil ein solches Verfahren ein erfah-
rungsgemäss ausserordentlich zuverlässiges, anerkanntes Beweismit-
tel darstellt (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 S. 122 ff., 1996 Nr. 15 S. 134),

dass lediglich der Umstand, dass der Rechtsvertreterin praktisch nur 
Berichte  betreffend mehrere  Identitäten aus  Österreich,  nicht  jedoch 
aus  anderen  Ländern  wie  beispielsweise  Deutschland  bekannt  sind, 
an  der  Sicherheit  und  Zuverlässigkeit  des  Fingerabdruckverfahrens 
keine Zweifel aufzukommen lassen vermag,

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dass  weiter  der  in  der  Beschwerdeschrift  geäusserte  Verdacht,  wo-
nach es ein Problem im österreichischen Erkennungsdienst gebe, als 
unbelegte und nicht weiter konkretisierte Schutzbehauptung zu werten 
ist,

dass ferner der pauschale Einwand, wonach das Fingerabdruckverfah-
ren eine kleine, aber trotzdem nicht unbedeutende Fehlerquote enthal-
te, nicht näher konkretisiert wird und daher als nicht stichhaltig erach-
tet werden kann,

dass  sich  bezüglich  der  Vorbringen  der  Schluss  aufdrängt,  der  Be-
schwerdeführer  habe lediglich  versucht,  seine Verfolgungsgeschichte 
in allgemein bekannte Umstände in Nigeria einzubetten, ohne je selbst 
im behaupteten Ausmass davon betroffen gewesen zu sein,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
- und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass  die  Beschwerdevorbringen  in  der  Beschwerde  insgesamt  nicht 
geeignet  sind,  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Betrach-
tungsweise zu führen, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen der Vollzug der 
Wegweisung  nach  Nigeria  in  Beachtung  der  massgeblichen  völker- 
und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, und auch keine An-
haltspunkte für eine menschrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, 
die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimatstaat  drohen  würde 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges des jungen und - 
soweit den Akten entnommen werden kann - gesunden Beschwerde-
führers, der sich gemäss eigenen Angaben seinen Lebensunterhalt als 
Chauffeur verdiente, sprechen,

dass der Beschwerdeführer zudem in Nigeria eigenen Angaben zufol-
ge über ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfügt, zumal dort 
respektive  im  J._______  die  Verwandten  seiner  verstorbenen  Eltern 
leben  (vgl.  Protokoll  Transitzentrum,  S.  3)  und  es  dem  Beschwer-
deführer sodann offensichtlich problemlos möglich war, in den Jahren 
nach dem Tod seiner Eltern (2001) eine eigene Existenzgrundlage auf-
zubauen und ihm dies auch erneut zugemutet werden kann, weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  als  zumutbar  zu  erachten  ist  (Art.  83 
Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer zwar gemäss dem durchgeführten Finger-
abdruckvergleich  in  Österreich  als  sudanesischer  Staatsangehöriger 
erfasst  wurde,  dieser  jedoch anlässlich  seines Asylverfahrens in  der 
Schweiz angab, er stamme aus Nigeria,

dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid an der nigerianischen 
Herkunft  des Beschwerdeführers keine Zweifel hegte und denn auch 
einen Wegweisungsvollzug nach Nigeria prüfte,

dass  auf  Beschwerdeebene  keine  Veranlassung  besteht,  an  der 
nigerianischen  Herkunft  des  Beschwerdeführers  zu  zweifeln,  zumal 
dieser weder im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens, in welchem 
er mit dem Ergebnis des Fingerabdruckvergleichs konfrontiert  wurde, 

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noch auf Beschwerdeebene seine angeführte nigerianische Staatsan-
gehörigkeit selber in Frage stellte,

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben,  weshalb der  Vollzug 
auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zu-
mutbar und möglich erachtet hat, weshalb die Anordnung der vorläufi-
gen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es demnach dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass die Kosten des Verfahrens in der Höhe von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 
1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (einschreiben; Beila-
gen: Vorinstanzliche Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung (per Telefax 
zu den Akten Ref.-Nr. N_______)

- K._______ (per Telefax)

Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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