# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7f6037b-32d3-59f3-9e59-846741d77a1e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2025 E-8902/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8902-2025_2025-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

                           
 Abteilung V 

E-8902/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer; 

Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.    

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Indonesien,   

vertreten durch lic. iur. Robert Goldmann,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 10. November 2025 / N (…). 

 

 

 

E-8902/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 9. September 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Am 1. Oktober und ergänzend am 29. Oktober 2025 wurde er zu sei-

nen Asylgründen angehört.  

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, 

er stamme aus B._______ (Westjava). Er sei homosexuell, habe seine Ho-

mosexualität im Heimatstaat verdeckt (virtuell) ausgelebt und dies auch vor 

seiner Familie (Mutter und Geschwister) verheimlicht. Er habe sich in den 

vergangenen Jahren mehrfach zu Ferienzwecken in Europa aufgehalten, 

darunter auch einige Male in der Schweiz. Im Sommer 2023 habe er wäh-

rend eines mehrwöchigen Aufenthalts in der Schweiz erstmals offen sexu-

elle Erfahrungen gemacht. Zurück im Heimatstaat habe seine Familie ihn 

gedrängt, eine Ehe mit einer Frau einzugehen. Die Eheschliessung sei für 

den Mai 2024 geplant gewesen. Er habe zunächst eingewilligt, sei dann 

jedoch im April 2024 wieder in die Schweiz gereist und habe hier eine ho-

mosexuelle Beziehung geführt. Nach Ablauf seines Visums sei er im Juli 

2024 wieder in seinen Heimatstaat und zur Familie zurückgekehrt. Über 

die geplatzte Hochzeit sei die Familie wütend gewesen. Sein Bruder habe 

ihm deshalb eine Ohrfeige verpasst. Ab September 2024 habe man wieder 

Druck auf ihn ausgeübt, zu heiraten. Von Dezember 2024 bis Februar 2025 

habe er sich erneut in der Schweiz aufgehalten und sei im März 2025 in 

die Heimat zurückgereist. Im Heimatstaat angekommen, habe er sich eine 

eigene Wohnung genommen und sei nicht in die Nähe seiner Familie zu-

rückgekehrt. Ein Nachbar habe ihn aber zufällig in der Stadt getroffen und 

die Familie habe daher von seiner Rückkehr erfahren. Seither sei er wieder 

zur Heirat gedrängt und bedroht worden. In jener Zeit habe die Familie ein 

altes Handy von ihm gefunden und dieses durch einen Nachbarn reparie-

ren lassen. Besagter Nachbar habe auf dem Datenträger des Handys unter 

anderem ein Video gefunden, das bei einem der Aufenthalte in der Schweiz 

entstanden sei und auf dem homosexuelle Handlungen zu sehen seien. 

Die Familie und der Vorsteher der muslimischen Gemeinde hätten ihn da-

raufhin bedroht, insbesondere auch damit, das Video der Polizei zu über-

geben. Da homosexuelle Handlungen in Indonesien unter dem Pornogra-

phie-Gesetz abgeurteilt werden könnten und es keinen Schutz, sondern 

vielmehr Repression gegenüber Homosexuellen gebe, habe er sich zur 

endgültigen Ausreise und Asylgesuchstellung in der Schweiz entschieden.  

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Seite 3 

Hinsichtlich der eingereichten Beweismittel wird auf die Vorakten verwie-

sen (vgl. Beweismittelverzeichnis SEM-act. 19/55).      

B.  

Am 6. November 2025 wurde der Rechtsvertretung der Entscheidentwurf 

des SEM zur Stellungnahme unterbreitet. Die Stellungnahme erfolgte am 

7. November 2025. 

C.  

Mit Verfügung vom 10. November 2025 – gleichentags eröffnet – verneinte 

die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und 

lehnte dessen Asylgesuch vom 9. September 2025 ab. Gleichzeitig ver-

fügte sie seine Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Wegwei-

sungsvollzug an. 

D.  

Der Beschwerdeführer erhob gegen diese Verfügung – handelnd durch 

den rubrizierten Rechtsvertreter – am 19. November 2025 Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, die angefochtene Verfü-

gung sei aufzuheben und ihm sei unter Anerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft Asyl zu gewähren. Eventualiter sei ihm die vorläufige Aufnahme zu 

gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur korrekten Erstellung des 

Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive des Verzichts auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

Für die eingereichten Beweismittel wird auf das Beilagenverzeichnis ver-

wiesen (vgl. Beschwerde S. 18).  

E.  

Die elektronischen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 20. No-

vember 2025 vor (Art. 109 Abs. 1 AsylG).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

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Seite 4 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

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Seite 5 

gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaub-

haftmachen von Asylvorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt 

und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. 

BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

5.  

5.1 Das SEM führte zur Begründung des angefochtenen Entscheids im 

Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe ausführlich und detailliert 

über seine Homosexualität und die diesbezüglichen Erfahrungen im Aus-

land gesprochen. Die Homosexualität sei als glaubhaft zu erachten. Je-

doch habe er nur kurz und oberflächlich über die damit verbundenen Prob-

leme im Heimatland berichtet. Viele seiner Aussagen zu zentralen Punkten 

in den Asylvorbringen seien unplausibel ausgefallen und würden der allge-

meinen Erfahrung widersprechen. Hinzu komme, dass auch Schilderungen 

zu wichtigen Begebenheiten oberflächlich ausgefallen seien. Dies betreffe 

insbesondere seine Berichte über die Absicht der Familie, ihn zu verheira-

ten und seine Erlebnisse in Bezug auf die angebliche Entdeckung seiner 

Homosexualität. Die Vorbringen seien insgesamt als unglaubhaft im Sinne 

von Art. 7 AsylG zu bewerten. 

In Bezug auf den Herkunftsstaat Indonesien sei festzustellen, dass Homo-

sexualität dort nicht unter Strafe stehe. Es bestehe kein nationales Gesetz, 

das einvernehmliche gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen zwischen 

Erwachsenen ausdrücklich kriminalisiere. Im nationalen Strafgesetzbuch 

(Kitab Undang-Undang Hukum Pidana – KUHP, Gesetz Nr. 1/2023) finde 

sich kein entsprechender Straftatbestand. Allerdings existierten nationale 

Bestimmungen zu "Pornografie", "Unzucht" oder "unzüchtigem Verhalten", 

die in der Praxis teilweise gegen LGBTIQ-Personen (lesbisch, schwul, bi-

sexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie weitere «queere» Perso-

nen) angewandt würden, obwohl sie gleichgeschlechtliche Beziehungen 

nicht ausdrücklich erfassen würden. Zudem bestünden Bestrebungen kon-

servativer Kreise, gleichgeschlechtliche Handlungen unter Strafe zu stel-

len. Dies betreffe etwa die autonome, islamisch geregelte Provinz Aceh, 

wo gemäss der Scharia strafrechtliche Sanktionen (z. B. öffentliche Aus-

peitschungen) verhängt würden. So habe Queeramnesty am 6. August 

2025 über die öffentliche Bestrafung zweier Männer in Aceh berichtet. Das 

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Seite 6 

neue Strafgesetzbuch (UU No. 1/2023), das im Dezember 2022 vom Par-

lament verabschiedet worden sei und voraussichtlich ab 2025 in Kraft trete, 

enthalte Bestimmungen zur Strafbarkeit von ausserehelichem Ge-

schlechtsverkehr und nichtehelichem Zusammenleben (cohabitation). 

Diese Regelung richte sich formal nicht explizit gegen gleichgeschlechtli-

che Beziehungen, könnte jedoch faktisch als Instrument zur gezielten Ver-

folgung von LGBTIQ-Personen dienen. Verschiedene Berichte würden zu-

dem zunehmenden gesellschaftlichen und religiösen Druck auf LGBTIQ-

Personen dokumentieren, insbesondere in Aceh, wo Überwachung, Haus-

durchsuchungen und Razzien vorkommen würden. Gleichzeitig würden 

Vertreter des Justiz- bzw. Gesetzgebungsministeriums betonen, dass 

gleichgeschlechtliches Verhalten nicht explizit in den neuen Strafbestim-

mungen aufgeführt sei. Daraus ergebe sich, dass Homosexualität in Indo-

nesien rechtlich nicht verboten, jedoch gesellschaftlich weitgehend stigma-

tisiert sei. In gewissen Regionen bestünden faktisch restriktive Regelungen 

und erhebliche Diskriminierungen, die aber nicht notwendigerweise flücht-

lingsrechtlich relevante Verfolgung darstellten.  

In Bezug auf den Beschwerdeführer sei festzustellen, dass er in Indonesien 

aufgrund seiner Homosexualität bislang weder staatliche Repression noch 

gesellschaftliche Ächtung erfahren habe. Seine diesbezüglichen Vorbrin-

gen zu Ereignissen, die sich kurz vor der Ausreise ereignet haben sollen, 

seien als unglaubhaft zu beurteilen. Weitere Vorkommnisse habe er nicht 

geltend gemacht. Ebenso bestünden keine Hinweise, dass er aufgrund sei-

ner Homosexualität behördlich angezeigt oder strafrechtlich verfolgt wor-

den sei. Auch stehe es ihm offen, sich in einem anderen Landesteil Indo-

nesiens niederzulassen, um sich allfälligen familiären Schwierigkeiten zu 

entziehen, zumal ihm dies unter Berücksichtigung seiner individuellen Si-

tuation auch zuzumuten sei.  

In der Beschwerde wird der vorinstanzlichen Einschätzung im Wesentli-

chen entgegengehalten, dass der Beschwerdeführer seine Fluchtgründe 

entgegen der Ansicht der Vorinstanz glaubhaft gemacht habe (vgl. Be-

schwerde S. 12 ff.). Auch wenn es derzeit kein landesweit gültiges Gesetz 

gebe, dass Homosexualität verbiete, gebe es dennoch zahlreiche Gesetze, 

um homosexuelle Personen zu verfolgen, wie etwa das Gesetz über Por-

nografie oder dem Verbot von unverheiratetem Zusammenleben und aus-

serehelichem Geschlechtsverkehr. Vermehrt gebe es Polizeirazzien, öf-

fentliche Demütigungen und Festnahmen unter dem Vorwand pornografi-

scher Inhalte in queeren Online-Gruppen. Auch fehlten Schutzmechanis-

men für LGBTQ-Gefangene und es herrsche Schutzlosigkeit vor Gewalt 

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und Missbrauch. Der Staat sei nicht schutzwillig und nur eingeschränkt 

schutzfähig. Binnenfluchtalternativen würden nicht existieren. Im Falle ei-

ner Anzeige gegen den Beschwerdeführer würde er mit allen staatlichen 

Mitteln, wie etwa mithilfe von Mobilfunkdaten, mit denen er landesweit ge-

ortet werden könne, verfolgt werden. Seine faktische Blindheit verunmög-

liche ihm weitgehend ein «Leben im Untergrund». Er können nicht erken-

nen, wenn Fahndungsfotos veröffentlicht würden und sich Personen auf 

ihn zu bewegen würden, um ihn zu ergreifen. Und selbst wenn ein Leben 

im Untergrund möglich sein sollte, so sei dies klar nicht zumutbar (vgl. Be-

schwerde S. 8 ff.).  

6.  

6.1 In der Beschwerde werden zudem formelle Rügen (Verletzung der Be-

gründungspflicht, des Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Ge-

hörs) erhoben. Diese sind vorab zu prüfen, da sie unter Umständen geeig-

net sein können, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewir-

ken (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-

rechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1156 m.w.H.).  

6.2 In der Beschwerde wird als Verfahrensrüge geltend gemacht, aus in-

ternen HEKS-Unterlagen gehe hervor, dass das SEM es abgelehnt habe, 

eine Videoaufnahme entgegenzunehmen, auf der homosexuelle Handlun-

gen des Beschwerdeführers zu sehen seien. Das Video sei aber relevant, 

weil sich aus diesem auf das Risikoprofil des Beschwerdeführers schlies-

sen lasse. Es habe keine systematische Ermittlung des Risikoprofils statt-

gefunden und auch keine eingehende Auseinandersetzung mit der mut-

masslichen Verletzung indonesischer Gesetze. Die starke Sehbehinderung 

des Beschwerdeführers sei ebenfalls nicht ausreichend berücksichtigt wor-

den; weder bei der Frage nach einer Aufenthaltsalternative noch dem Weg-

weisungsvollzug. Auch sei die Frage des unerträglichen psychischen 

Drucks nicht rechtsgenüglich abgeklärt worden. Es biete sich ein Rechts-

gutachten in Bezug auf die gelebte Rechtswirklichkeit in Indonesien an. 

Das SEM habe überdies die Begründungspflicht verletzte, weil es sich in 

seiner Beurteilung auf Annahmen stütze, die teilweise tatsachenwidrig und 

nicht durch das Protokoll gestützt seien. Das betreffe beispielsweise die 

Datenauswertung des kaputten Handys des Beschwerdeführers durch den 

Nachbarn, die das SEM für nicht glaubhaft halte (vgl. Beschwerde S. 5 ff.).     

6.3 Diese Verfahrensrügen erweisen sich als unbegründet. Das SEM hat 

den Beschwerdeführer zweimal eingehend zu seinen Asylgründen befragt 

und die von ihm anerbotenen Beweismittel zu den Akten genommen, 

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Seite 8 

darunter auch Screenshots von WhatsApp-Chatverläufen und solche von 

besagtem Video respektive Screenshots von Video-Dateien (SEM-act. 

19/55 ID-009 f.; 22/14 F9 ff.). Dafür, dass man sich verweigert habe, rele-

vante Beweismittel entgegenzunehmen, finden sich in den vorinstanzli-

chen Akten keine Hinweise. Das SEM hat sodann die Existenz des besag-

ten Videos nicht in Frage gestellt, sondern dessen Bekanntwerden inner-

halb der Familie und der muslimischen Gemeinschaft für nicht glaubhaft 

erachtet, weshalb es auch nicht gehalten war, ein damit verbundenes Risi-

koprofil zu beurteilen. Letzteres betrifft zudem den Aspekt der materiellen 

Würdigung. Die Sehbehinderung des Beschwerdeführers wurde im Übri-

gen durch das SEM ebenso wie dessen geltend gemachte psychische Be-

lastung in der angefochtenen Verfügung gewürdigt (vgl. SEM-act. 25/13 

Ziffer II S. 8 und Ziffer III S. 9). Eine Verletzung des Untersuchungsgrund-

satzes kann auch nicht etwa darin erblickt werden, dass das SEM – wie 

gerügt wird (vgl. Beschwerde S. 7 und 12 f.) – bezweifle, dass der Be-

schwerdeführer seine Homosexualität bereits mit acht Jahren erkannt 

habe, da das SEM nicht diese Aussage, sondern jene, dass bis zu seinem 

(…) Lebensjahr niemand in seinem Umfeld von seiner sexuellen Neigung 

gewusst haben soll (vgl. Verfügung S. 4). Das SEM ist schliesslich seiner 

Begründungspflicht in rechtsgenüglicher Weise nachgekommen, indem es 

die wesentlichen Asylvorbringen des Beschwerdeführers einer einlässli-

chen und hinreichenden Würdigung hinsichtlich der Frage der Glaubhaft-

machung und der Asylrelevanz unterzogen hat (vgl. SEM-act. 25/13 S. 4-

8).  

6.4 Eine Rückweisung des Verfahrens zwecks Neubeurteilung an die Vo-

rinstanz fällt daher nicht in Betracht, weshalb der entsprechende Antrag 

abzuweisen ist.  

6.5 Die Einholung des in der Beschwerde geforderten Rechtsgutachtens 

(vgl. Beschwerde S. 8) war im vorliegenden Verfahren sodann von vornhe-

rein nicht angezeigt, da das SEM in seiner Funktion als zuständige Be-

hörde die Asylvorbringen dahingehend prüft, ob diese glaubhaft im Sinne 

von Art. 7 AsylG gemacht und die Voraussetzungen der Flüchtlingseigen-

schaft nach Art. 3 Abs. 1 AsylG zu bejahen sind. Die formelle und inhaltliche 

Richtigkeit der vorinstanzlichen Verfügung wird (im Falle der Beschwerde-

erhebung) anschliessend durch das Bundesverwaltungsgericht überprüft. 

Bei der materiellen Beurteilung stützen sich die Schweizerischen Asylbe-

hörden allerdings eigenständig auf Primär-Länderinformationen, wie dies 

das SEM in der angefochtenen Verfügung zur Frage der Strafbarkeit von 

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Seite 9 

Homosexualität in Indonesien vorliegend in umfassender Weise gemacht 

und zum Ausdruck gebracht hat. 

7.  

7.1 Eine Prüfung der Akten ergibt sodann, dass die materiellrechtliche Ein-

schätzung des SEM, wonach der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigen-

schaft nicht erfüllt, zu bestätigen ist. Zwecks Vermeidung von Wiederho-

lungen kann daher vorab auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen 

werden (vgl. SEM-act. 25/13 Ziffer II).  

7.2 Auch das Gericht geht davon aus, dass es sich beim geschilderten 

Sachverhalt, der zur endgültigen Ausreise aus dem Heimatstaat geführt 

haben soll, um einen konstruierten handelt. Es erscheint aus den von der 

Vorinstanz dargelegten Gründen nicht glaubhaft, dass der Beschwerdefüh-

rer im Heimatstaat von seiner Familie und der muslimischen Gemeinschaft 

seines Quartiers im geschilderten Ausmass bedroht und unter Druck ge-

setzt wurde, nachdem ein Nachbar auf dem Handy des Beschwerdeführers 

zufällig ein kompromittierendes Video, den Beschwerdeführer bei gleich-

geschlechtlichen sexuellen Handlungen zeigend, gefunden und der Be-

schwerdeführer sich einer Heirat mit einer Frau verweigert haben soll (vgl. 

SEM-act. 25/13 Ziff. II S. 4 ff.).   

7.3 Das Gericht teilt sodann die dahingehende Einschätzung der Vo-

rinstanz, dass der Beschwerdeführer auch bei unterstellter Glaubhaftma-

chung der Probleme mit der Familie und der muslimischen Gemeinschaft 

in seinem Heimatort über eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative im 

Heimatstaat verfügen würde. Er kann sich in Distanz zu seiner Familie nie-

derlassen, zumal er bis zur Ausreise wirtschaftlich auf eigenen Beinen ge-

standen hat und vor seiner Ausreise auch bereits einige Zeit ein von seiner 

Familie unabhängiges Leben in einer eigenen Wohnung geführt hat. Die 

eingeschränkte Sehfähigkeit des Beschwerdeführers hat ihn im bisherigen 

Alltag offensichtlich nicht in relevanter Weise eingeschränkt (vgl. SEM-act. 

16/12 F15). Der Beschwerdeführer hat im Heimatstaat ein eigenes Ge-

schäft aufgebaut und geführt (SEM-act. 16/12 F24 ff.) und hat in den ver-

gangenen Jahren bereits selbständig gelebt, was auch seine mehrfachen 

monateweisen Aufenthalte in Europa zeigen (vgl. SEM-act. 16/12 F42). Es 

ist daher nicht davon auszugehen, dass er bei der Inanspruchnahme einer 

Aufenthaltsalternative in eine existenzbedrohende Situation geraten wird.   

7.4 Die geäusserte Befürchtung, aufgrund eines existierenden Videos we-

gen Pornographie illegitim bestraft zu werden und damit einer flüchtlings-

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Seite 10 

rechtlich relevanten staatlichen Verfolgung ausgesetzt zu sein, scheint ob-

jektiv nicht wahrscheinlich. Es wurde nicht glaubhaft gemacht, dass die Fa-

milie des Beschwerdeführers respektive ein Nachbar dieses Video erhält-

lich machen konnten und den Behörden zur Anzeige bringen werden.  

7.5  Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, steht das Ausleben der 

Homosexualität auf nationaler Ebene nicht unter Strafe (vgl. SEM-act. 

25/13 S. 6 f.) und es ist auch unter Berücksichtigung der festzustellenden 

Restriktionen im Umgang mit Homosexuellen nicht davon auszugehen, 

dass es dem Beschwerdeführer generell verwehrt wäre, seine Sexualität 

im Heimatstaat auszuleben. In seinem Heimatstaat existieren denn auch 

Communitys und entsprechende Organisationen (z. B. GAYa NUSANT-

ARA) und es sollte im möglich sein, in den urbanen und in nicht konservativ 

geprägten Regionen seine Homosexualität zu leben. Eigenen Angaben zu-

folge hat er bisher auch keine staatlichen Repressionen im Heimatstaat 

erfahren. Dass er seit seinem Coming-out seine Homosexualität in seinem 

Heimatstaat anders als in Europa lediglich im Verdeckten und virtuell aus-

gelebt hat, konnte er überdies nicht glaubhaft darlegen.  

7.6 Insgesamt ist vorliegend keine Zwangslage aus einem der in Art. 3 

Abs. 1 AsylG genannten Motiven erkennbar, die dem Beschwerdeführer 

ein menschenwürdiges Leben im Heimatstaat verunmöglichen würden, so-

dass er sich dieser nur durch Flucht hätte entziehen können. Der geschil-

derte psychische Druck, der wegen des Umstands, dass er nicht verheira-

tet sei, auf ihm laste, scheint vor dem Hintergrund der obigen Ausführun-

gen zur Glaubhaftmachung seiner familiären Probleme überzogen. Die 

weiteren Ausführungen und eingereichten Beweismittel im Beschwerde-

verfahren sind nicht geeignet, zu einer anderen Einschätzung zu führen.    

7.7 Das SEM hat daher die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 

zu Recht verneint und sein Asylgesuch abgewiesen.    

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

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Seite 11 

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

9.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

9.2.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

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Seite 12 

9.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen gelingt ihm 

das nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat 

lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 

erscheinen.  

9.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Das SEM hat mit hinreichender Begründung und zutreffend festge-

stellt, dass weder die allgemeine im Heimatstaat des Beschwerdeführers 

herrschende Situation noch individuelle Umstände gegen den Vollzug der 

Wegweisung sprechen, weshalb auf die vorinstanzlichen sowie die voran-

gegangenen Erwägungen verwiesen werden kann (vgl. SEM-act. 25/13 

S. 9 sowie vorstehende E. 7.3). Allfällige psychische Probleme, wie der in 

der Beschwerde beschriebene psychische Stress, sind zudem – wie vom 

SEM zutreffend erwogen – im Heimatstaat behandelbar, weshalb darauf 

verzichtet werden kann, einen entsprechenden psychiatrischen Bericht ab-

zuwarten 

9.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

E-8902/2025 

Seite 13 

9.4 Der Beschwerdeführer verfügt über einen nach wie vor gültigen Reise-

pass (vgl. SEM-act. 17/4), mit dem er in den Heimatstaat zurückkehren 

kann.  Der Vollzug der Wegweisung ist daher auch als möglich zu bezeich-

nen (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz demnach den Wegweisungsvoll-

zug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anord-

nung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–

4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

11.1 Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird das Gesuch um Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandlos.    

11.2 Da sich die Beschwerdebegehren als zum vornherein aussichtslos er-

wiesen haben, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 abzuweisen.  

11.3 Die Verfahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1000.– festzusetzen (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-8902/2025 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.   

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

 

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Claudia Jorns Morgenegg 

 

 

Versand: