# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3591263b-6a97-5def-ae54-634908050d5d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 720 19 150/183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-150-183_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  1. Juli 2021 (720 19 150 / 183) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ stellte am 6. Mai 2008 ein Gesuch um Leistungen der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) mit Hinweis auf Angstzustände und starke  
Migräneanfälle mit Aurabegleitung, Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit. Am 27. April 2009 zog 
sie ihr Leistungsbegehren zurück. A.____ war zuletzt vom Juli 2008 bis Mai 2012 als Büroange-
stellte bei der B.____ AG in einem 60 %-Pensum angestellt. Am 6. Juni 2012 meldete sich A.____ 
mit Hinweis auf Sakroiliitis bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung erneut zum Leistungs-

 

 
 
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bezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse und durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) der Ver-
sicherten mit Verfügung vom 26. März 2019 eine ganze Rente vom 1. Dezember 2012 bis 31. Juli 
2013 und eine Dreiviertelsrente vom 1. August 2013 bis 30. April 2015 zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 
13. Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-versiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung teilweise 
aufzuheben und der Beschwerdeführerin über den 31. Juli 2013 hinaus eine unbefristete ganze 
Rente, eventualiter eine Dreiviertelsrente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Des Weiteren 
wurde die unentgeltliche Rechtspflege beantragt.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Mai 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Schreiben vom 9. September 2019 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege zurück.  
 
E. Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 10. Februar 2020 an ihren Rechtsbegehren 
und Ausführungen fest. 
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 16. April 2020 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische 
Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und ein bidisziplinäres 
rheumatologisch-psychiatrisches Gerichtsgutachten mit versicherungsmedizinischer Fallführung 
bei der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) einzuholen. Gleichzeitig unterbreitete das 
Gericht den Parteien den vorgesehenen Fragenkatalog. Die Beschwerdegegnerin teilte dem Kan-
tonsgericht mit Schreiben vom 29. April 2020 die vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) for-
mulierten Ergänzungsfragen mit. Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 25. Mai 2020 
fest, sie sei mit dem vorgesehenen Begutachtungsauftrag einverstanden und habe keine Ergän-
zungsfragen anzubringen. Mit Schreiben vom 2. Juni 2020 wurde der  
Gutacherauftrag an das asim erteilt und mit separatem Schreiben der Beschwerdegegnerin mit-
geteilt, dass ihre Zusatzfrage betreffend Begründung/Darstellung des Verlaufs der Arbeitsunfä-
higkeit ab 14. Dezember 2011 anhand der echtzeitlichen medizinischen Dokumente in den Fra-
genkatalog aufgenommen worden sei, aber die weiteren Zusatzfragen nach Auffassung des Ge-
richts im Fragenkatalog bzw. im Gutachtensauftrag bereits enthalten seien. 
 
G. Das von der asim erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 8. Februar 2021. In der Folge 
wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkungen der 
medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. Die Beschwerdegegnerin 
führte mit Schreiben vom 12. März 2021 aus, gemäss dem RAD könne grundsätzlich auf das 
Gutachten abgestellt werden. Auffällig sei einzig, dass das Gutachten hinsichtlich des Verlaufs 
der Arbeitsunfähigkeit widersprüchlich bezüglich der Einzelgutachten im Vergleich zum Konsens 

 

 
 
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sei. Der RAD habe daher mit Aktennotiz vom 11. März 2021 nochmals explizit den gesamtmedi-
zinischen Verlauf zusammengefasst. Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 19. April 
2021 fest, das Gutachten sei grundsätzlich schlüssig, weshalb sowohl in der angestammten als 
auch in einer angepassten Tätigkeit von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Nicht 
gefolgt werden könne dem Gutachten hingegen bezüglich der Frage, ab welchem Zeitpunkt diese 
Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Gemäss den Gutachtern solle diese bereits ab 2011 der Fall 
gewesen sein. Dies sei allerdings nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerin sei aufgrund 
früherer Abklärungen bzw. echtzeitlicher Arztberichte zum Schluss gelangt, dass der Beschwer-
deführerin bis 1. Mai 2013 keine Arbeitstätigkeit zumutbar gewesen sei. Daraufhin sei weiter ab-
zustellen. Ab diesem Zeitpunkt habe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestanden. Darin würden 
sowohl das frühere Gutachten des Begutachtungszentrums BL (BEGAZ) vom 29. September 
2015 als nun auch das asim-Gutachten vom 8. Februar 2021 übereinstimmen. Davon sei folglich 
weiterhin auszugehen, ebenso vom von der Beschwerdegegnerin von diesem Zeitpunkt an be-
rechneten Invaliditätsgrad von 60 %.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu 
Recht lediglich eine vom 1. Dezember 2012 bis 31. Juli 2013 befristete ganze IV-Rente sowie 
eine vom 1. August 2013 bis 30. April 2015 befristete Dreiviertelsrente zugesprochen hat.  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 

 

 
 
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Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – 
nicht bestritten wird.  
 

 

 
 
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5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-ge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen 
Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen 
bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, 
wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergut-
achten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Be-
urteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen 
Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

 

 
 
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konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb  mit 
weiteren Hinweisen).  
 
6. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Die IV-Stelle sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 26. März 2019 eine 
ganze Rente vom 1. Dezember 2012 bis 31. Juli 2013 und eine Dreiviertelsrente vom 1. August 
2013 bis 30. April 2015 zu. Sie stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts 
im Wesentlichen einerseits auf die Schlussfolgerungen in den Teilgutachten Endokrinologie, Psy-
chiatrie und Pneumologie des BEGAZ-Gutachtens vom 29. September 2015 und andererseits 
auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie, vom 7. August 
2017. Hingegen wurde das rheumatologische BEGAZ-Teilgutachten von Dr. med. E.____, FMH 
Rheumatologie und Innere Medizin, als nicht beweiskräftig angesehen. 
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 
16. April 2020 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass den dazumal vorliegenden me-
dizinischen Unterlagen keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme.  
 
6.3 Das Kantonsgericht führte mit Beschluss vom 16. April 2020 zur Begründung Folgendes 
aus: "Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kommt diesen Gutachten jedoch keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zu. Vorweg kann diesbezüglich festgehalten werden, dass auf die unbestrittenen Schlussfolgerungen des BEGAZ-
Gutachtens in den Disziplinen Endokrinologie und Pneumologie abgestellt werden kann. Hingegen bestehen an den 
psychiatrischen und rheumatologischen Teilgutachten des BEGAZ (erstattet von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, sowie von Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin) sowie am rheumatologi-
schen Gutachten von Dr. C.____ Zweifel, weshalb auf diese nicht abgestellt werden kann. In Bezug auf die Diagnosen 
führt Dr. C.____ im Gegensatz zum BEGAZ-Gutachten die Fibromyalgie nicht als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit an, dies obwohl er immerhin 16 von 18 Druckpunkten als positiv bezeichnet und auch ausführt, die 
peripheren, beinahe ubiquitär vorkommenden Schmerzen könnten nur auf weichteilrheumatischer Basis erklärt wer-
den. Diese unterschiedliche Bewertung erstaunt und wird von Dr. C.____ auch nicht näher erklärt. Weiter führt 
Dr. C.____ in Bezug auf das Profil einer Verweistätigkeit lediglich an, dass für eine körperlich leichte wechselbelas-
tende Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 100 % bestehe. Er unterlässt es aber, die qualitativen Bedingungen 
in Bezug auf das Leistungsprofil einer Verweistätigkeit anzugeben bzw. zu begründen, weshalb solche in Abweichung 
vom BEGAZ-Gutachten nicht bestehen. Beim Versuch von Dr. C.____, die von Dr. E.____ festgehaltene Einschrän-
kung des Rendements von 30 % für leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten zu erklären, irritiert seine Aus-
sage, eine Einschränkung von 30 % in einer mittelschweren Tätigkeit sei klar nachvollziehbar und diese würde er heute 
auch aussprechen, da er gleichzeitig selber angibt, eine mittelschwere Arbeit sei nicht mehr möglich. Er führt weiter 
aus, eine Einschränkung des Rendements von 30 % für eine leichte Tätigkeit hingegen sei nicht nachvollziehbar. Rein 

 

 
 
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didaktisch wäre es sinnvoller gewesen, hier zu schreiben, eine schwere Arbeit sei nicht möglich, eine mittelschwere 
sei zu 70 % und leichte Arbeit sei zu 100 % möglich. Er sei der Meinung, dass die begutachtende Rheumatologin dies 
so vor Augen gehabt habe. Eine solche Annahme erscheint ohne Rückfrage bei Dr. E.____ nicht gerechtfertigt. Dass 
Dr. C.____ sowohl für eine schwere wie auch für eine mittelschwere Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, für 
eine leichte Tätigkeit jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit annimmt erstaunt und wird auch nicht weiter begründet. Dr. 
E.____ führt ihrerseits aus, die von ihr festgestellte Einschränkung des Rendements um 30 % bestehe – soweit allein 
an Hand der Akten beurteilbar – seit Juli/August 2014. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 
2012 während einiger Zeit in der Schmerzklinik X.____unter anderem mit mehreren Infiltrationen behandelt wurde. Vor 
diesem Hintergrund erstaunt die Einschätzung von Dr. C.____, wonach eine volle Arbeitsfähigkeit für Büroarbeiten und 
leichte Arbeiten bereits ab 20. Dezember 2011 bis heute und auch weiterhin bestehe. Dafür fehlt ebenfalls jegliche 
Begründung. Weiter führt Dr. C.____ radiomorphologisch degenerative Veränderungen zervikal als Diagnose ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an. Im BEGAZ-Gutachten sind diese degenerativen Veränderungen als Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Auch diese Differenz wird von Dr. C.____ nicht kommentiert. In 
Bezug auf das rheumatologische Teilgutachten von Dr. E.____ sind die vom RAD-Arzt angeführten Zweifel, das Ab-
stützen der Beurteilung sei ausschliesslich auf anamnestische und subjektive Angaben der Versicherten erfolgt, zu-
mindest ansatzweise nachvollziehbar.  
 
Dr. D.____ hat in seinem psychiatrischen Teilgutachten nicht zu der im BEGAZ-Gutachten aufgeführten Diagnose einer 
Fibromyalgie Stellung genommen, obwohl diese mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurde. Er begründet 
dies damit, dass ein ausreichendes somatisches Korrelat für die geklagten Rückenschmerzen vorhanden sei. Aus 
diesem Grund könne keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert oder eine ähnliche Diagnose gestellt werden. 
In Anbetracht der Tatsache, dass nun auch Dr. C.____ eine Fibromyalgie diagnostiziert – wenn auch ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit – und er auch explizit die weichteilrheumatische Problematik für die Schmerzen verantwortlich 
macht, erscheint eine psychiatrische Beurteilung in dieser Hinsicht als notwendig."  

 
Weiter hielt das Kantonsgericht fest, dass auch die übrigen bei den Akten liegenden medizini-
schen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden würden, weshalb die Abklä-
rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht beweiskräftig seien. Daher hat das Kan-
tonsgericht in der Folge ein bidisziplinäres psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten bei der 
asim in Auftrag gegeben.  
 
7. Am 8. Februar 2021 ergeht das Gutachten der asim.  
 
7.1 Im rheumatologischen Teilgutachten gelangt Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin und 
FMH Rheumatologie, zu folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 
 1. Axiale Spondyloarthritis ohne differenziertere Zuordnung 
 2. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom und coccygeale Schmerzen 
Der Gutachter hält fest, insgesamt würden sich aus der aktuellen gutachterlichen Untersuchung 
die Diagnosen weitgehend vergleichbar formulieren zu dem, wie es früher schon gutachterlich 
beurteilt worden sei. Dr. F.____ führt in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
aus, unter der Annahme von langanhaltendem Sitzen-Müssen sei wohl eine Arbeitsfähigkeit von 
60 - 70 % anzunehmen, dies unter Berücksichtigung von Schmerzen im Sitzen coccygealer Na-
tur, lumbal-degenerativer Natur und aufgrund einer verminderden Leistungsgeschwindigkeit mit 
erhöhtem Pausenbedarf bei Schlafstörungen zufolge nächtlicher (entzündlicher und degenerati-
ver) Schmerzen. Die vorher ausgeübten Tätigkeiten als Museumsaufsicht und als Podologin 
seien nicht mehr möglich. Diese Einschätzung dürfte ab Beginn der Anstellung in der zuletzt aus-
geübten Tätigkeit Gültigkeit haben. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit betrage 
70 %. Diese Einschätzung dürfte mindestens Gültigkeit haben seit dem Stellenantritt in der zuletzt 

 

 
 
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ausgeübten Tätigkeit, mit Ausnahme attestierter kürzerer Arbeitsunfähigkeitsphasen im Rahmen 
chirurgischer Eingriffe und endokrinologischer Stoffwechseleinstellungen.  
 
7.2 Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, führt im psychiatrischen Teilgut-
achten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an:  
 1. Ausgepägte Zyklothymia  (ICD-10 F 34.0) 
 2. Aktenanamnestisch rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F 33.4) 
 3. Somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen und des unteren Verdau- 
  ungssystems (ICD-10 F 45.37) 
 
Dr. G.____ hält fest, gesamthaft sei die psychiatrische Störung der Explorandin als leicht- bis (bei 
für eine Zyklothymia definitionsgemäss symptomatisch instabilem Verlauf) fluktuierend ca. mittel-
gradig einzuschätzen. In der psychiatrischen Exploration seien ihre durch die persönlichkeitsnah 
imponierende hyperthyme Ausprägung der Störung bedingten Einschränkungen hinsichtlich in-
teraktionsassoziierter Partizipationsfähigkeiten gemäss Mini-ICF-APP (Gruppen- und Kontaktfä-
higkeit), sowie der Fähigkeit zur Einhaltung von Routinen und zur Planung und Strukturierung 
von Aufgaben, hier (im Querschnitt) etwa (leicht- bis) mittelgradig, deutlich geworden. Eine mehr 
als wenige bis einige Stunden andauernde, zielgerichtete und produktive motorisch ruhige Tätig-
keit mit Rücksichtnahme etwa auf andere Teammitglieder, die zudem ein mehr als nur geringes 
Mass an Selbstorganisiertheit erfordere, sei in einer solchen Episode schwer vorstellbar. Die 
Sorgfaltsleistung dürfte reduziert sein. Zudem sei eine nicht unerhebliche Inanspruchnahme 
durch die gastrointestinal empfundene Symptomatik und damit assoziierte "Vorbeugungsmass-
nahmen" plausibel. Insgesamt sei von einer verminderten Stresstoleranz auszugehen. In der letz-
ten Tätigkeit sei die Explorandin aus isoliert psychiatrischer Sicht zu ca. 50 % arbeitsfähig; dies 
da davon auszugehen sei, dass gerade ein Arbeitsfeld mit der Kombination von (jeweils eher 
kurzen) sozialen Kontakten, motorischer Bewegung und administrativer Tätigkeit (quasi "in 
psycho-sozialer Hinsicht wechselbelastend") bei ihrer Grundstörung weitgehend als angepasst 
gelten könne. Die affektive(n) Störung(en) wie auch die somatoforme Störung des Verdauungs-
apparates würden eine flexible Pausen- und gesamthaft vermehrte Erholungszeit erforderlich ma-
chen; diese solle auch der Stressreduzierung und der Rückfallvorbeugung bzgl. schwerer mani-
fester Episoden dienen. Betreffend den zeitlichen Verlauf führt sie aus, aufgrund der Natur der 
affektiven Störungen und unter Berücksichtigung der vorherigen medizinischen Erwerbsbiogra-
phie sei plausibel eine basale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % durchgehend seit der 
Kündigung der letzten Anstellung 2012 anzunehmen. Manifest depressive (oder auch manische 
Phasen), wie sie definitionsgemäss bei Zyklothymien vorkommen würden (und sie die Exploran-
din auch schon erlitten habe), könnten zwischenzeitlich/kurzfristiger auch eine höhere Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit bedingen. Die plastisch und detailliert geschilderte vielgestaltige soma-
toforme gastrointestinale Symptomatik habe plausibel seit Anfang 2019 zu einer weitergehenden 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um weitere 10 % ( auf aktuell 50 %) geführt. Eine Verbesse-
rung sei bei konsequenter Behandlung möglich.  
 
7.3 In der Konsensbeurteilung wird ausgeführt, die zuvor ausgeübte Tätigkeit als Aufsichts-
person im Museum könne, unter Annahme eines überwiegend stehenden und gehenden Tätig-

 

 
 
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keitsprofils, ohne Möglichkeiten, intermittierend kurz eine sitzende Position einzunehmen, als un-
günstig bewertet werden. Bezüglich der initial erlernten Tätigkeit als Podologin liege keine genaue 
Tätigkeitsbeschreibung vor. Unter der Annahme, dass die Explorandin sich bei dieser Tätigkeit 
im Sitzen wiederholt nach vorne habe bücken müssen und teils in gebückter und vornüber ge-
beugter Position habe verharren müssen, könne auch diese Tätigkeit als ungünstig angenommen 
werden. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der psychiatrischen Einschränkung sei für die zu-
letzt ausgeübte Tätigkeit im administrativen Bereich, bei der ein überwiegend sitzendes Tätig-
keitsprofil angenommen werde, eine gesamthaft 50%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Bezüg-
lich des zeitlichen Verlaufs der attestierten Arbeitsfähigkeit könne angenommen werden, dass 
seit dem Zeitpunkt der Diagnosestellung der axialen Spondyloarthritis resp. dem Auftreten der 
Beschwerden am unteren Achsenskelett Ende 2011 mit erstmaligem Nachweis einer Sakroiliitis 
im MRI der LWS vom Dezember 2011 die aktuelle Arbeitsfähigkeit von 50 % aus rheumatologi-
scher Sicht angenommen werden könne. Auch aus psychiatrischer Sicht sei seit dem Zeitpunkt 
der letzten Tätigkeit resp. der Arbeitsaufgabe der letzten Tätigkeit im November 2012 eine Ver-
schlechterung der psychischen Situation anzunehmen und seit diesem Zeitpunkt zunächst eine 
um 40 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Von Schwankungen des Ausprägungs-
grades der Störung und damit einhergehenden leichten Schwankungen der Arbeitsfähigkeit im 
Verlauf könne ausgegangen werden. Ab 2019 habe sich mit dem Hinzukommen der Diagnose 
einer somatoformen Funktionsstörung des Verdauungstraktes der Gesundheitszustand psychi-
atrisch weiter verschlechtert, so dass die Arbeitsfähigkeit seither um 50 % eingeschränkt gewe-
sen sei. Im Vergleich zu den Vorgutachten werde die Einschätzung von Dr. E.____ gestützt, wo-
nach mittelschwere körperliche Tätigkeiten der Explorandin nicht mehr möglich seien. Die Ein-
schätzung von Dr. C.____ einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätig-
keiten könne aus den im rheumatologischen Gutachten hergeleiteten Gründen nicht geteilt wer-
den, diesbezüglich würden sie mit dem Vorgutachten von Dr. E.____ übereinstimmen, dass für 
leichte Tätigkeiten, rein rheumatologisch gesehen, eine 30 - 40%ige Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit angenommen werden könne. In Abweichung zur Vorbeurteilung durch das BEGAZ 
werde aktuell zusätzlich eine psychiatrische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der in 
Abweichung zur Vorbegutachtung gestellten Diagnose einer ausgeprägten Zyklothymie und einer 
somatoformen Funktionsstörung des Verdauungstraktes gesehen.  
 
Weiter wird festgehalten, die konsensual interdisziplinär festgehaltene Arbeitsfähigkeit von 50 % 
könne von der Explorandin in allen körperlich sehr leichten bis leichten angepassten Tätigkeiten 
umgesetzt werden. Aus psychiatrischer Sicht könne die von der Explorandin zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit im Administrationsbereich einer LKW-Firma als weitgehend angepasst beurteilt werden. 
Ungünstig zu bewerten wären Anforderungen an die Sozialkompetenz, Tätigkeiten mit höherem 
kognitivem Anspruch oder hoher Stressbelastung. Der zeitliche Verlauf hinsichtlich der Arbeits-
fähigkeit entspreche im Wesentlichen dem Verlauf in Bezug auf die bisherige Tätigkeit, da die 
zuletzt von der Explorandin ausgeübte Tätigkeit am Empfang einer LKW-Firma sowohl aus rheu-
matologischer Sicht als auch aus psychiatrischer Sicht, unter der Annahme, dass die Explorandin 
die sitzende Tätigkeit bei Bedarf habe unterbrechen können, als weitgehend angepasst bewertet 
werden könne.  
 

 

 
 
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8. Wie bereits ausgeführt, ist von einem Gerichtsgutachten nur bei Vorliegen triftiger 
Gründe abzuweichen (vgl. E. 5.3 hievor).  
 
8.1 Sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin erachten das Ge-
richtsgutachten grundsätzlich als schlüssig und nachvollziehbar. Dies gilt insbesondere für die 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Januar 2019.  
 
Beide Parteien erachten jedoch den rückwirkend festgestellten Verlauf der Arbeitsfähigkeit als 
nicht zutreffend. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Stellungnahme vom 19. April 2021 aus, 
dass die festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50 % gemäss den Gutachtern bereits ab 2011 gegeben 
sein soll. Dies sei nicht nachvollziehbar. Die IV-Stelle sei aufgrund früherer Abklärungen bzw. 
echtzeitlicher Arztberichte zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführerin bis 1. Mai 2013 
keine Arbeitstätigkeit zumutbar gewesen sei. Daraufhin sei weiterhin abzustellen. Ab 1. Mai 2013 
habe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestanden; hierin würden sowohl das frühere Gutachten der 
BEGAZ als nun auch das asim-Gutachten übereinstimmen. Somit sei per 1. August 2013 von 
einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. Die IV-Stelle sei diesbezüglich zu einem Invalidi-
tätsgrad von 60 % bzw. zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente gelangt. Auch davon sei 
weiterhin auszugehen. Im Ergebnis sei der Beschwerdeführerin daher mit Wirkung ab 1. Februar 
2012 eine ganze Rente sowie ab 1. August 2013 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.  
 
Die Beschwerdegegnerin geht unter Verweis auf Stellungnahmen des RAD davon aus, dass das 
Gutachten hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit widersprüchlich bezüglich der Einzel-
gutachten im Vergleich zum Konsens sei. Sie geht davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin 
in der angestammten Tätigkeit zwischen 14. Dezember 2011 und Oktober 2012 von einer Ar-
beitsunfähigkeit von 35 %, von November 2012 bis Dezember 2018 von 40 % und ab Januar 
2019 von 50 % auszugehen sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführe-
rin nach Ablauf des Wartejahres zu 40 % arbeitsunfähig gewesen. Im Januar 2019 habe sich die 
Arbeitsfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit auf 50 % reduziert.  
 
8.2 Die Parteien gehen zu Recht davon aus, dass grundsätzlich auf das Gutachten abge-
stellt werden kann. Das Gutachten ist, was die Herleitung der aktuellen Arbeitsunfähigkeit anbe-
langt, zweifellos nicht zu beanstanden; es ist schlüssig und nachvollziehbar und die Gutachter 
haben sich mit den vorliegenden ärztlichen Berichten auseinandergesetzt und Abweichungen da-
von begründet. Auf das Gutachten ist daher abzustellen und es ist von einer 50%igen Arbeitsun-
fähigkeit auszugehen.  
 
Was den Verlauf der Arbeitsfähigkeit anbelangt, liegt in der Tat eine Diskrepanz zwischen der 
konsensualen Beurteilung und den Feststellungen in den psychiatrischen und rheumatologischen 
Teilgutachten vor. In der Konsensbeurteilung wird zunächst ausgeführt, dass unter Berücksichti-
gung der psychiatrischen Einschränkung für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit im administrativen 
Bereich eine gesamthaft 50%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren sei. Danach wird festgehalten, 
bezüglich des zeitlichen Verlaufs der attestierten Arbeitsfähigkeit könne angenommen werden, 
dass seit dem Zeitpunkt der Diagnosestellung der axialen Spondylarthritis resp. dem Auftreten 

 

 
 
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der Beschwerden am unteren Achsenskelett Ende 2011 mit erstmaligem Nachweis einer Sak-
roiliitis im MRI der LWS vom Dezember 2011 die aktuelle Arbeitsfähigkeit (AF 50 %) aus rheu-
matologischer Sicht angenommen werden könne. Auch aus psychiatrischer Sicht sei seit dem 
Zeitpunkt der Arbeitsaufgabe im November 2011 eine Verschlechterung der psychischen Situa-
tion anzunehmen und seit diesem Zeitpunkt zunächst eine um 40 % eingeschränkte Arbeitsfä-
higkeit anzunehmen. Ab 2019 habe sich mit dem Hinzukommen der Diagnose einer somatofor-
men Funktionsstörung des Verdauungstraktes der Gesundheitszustand psychiatrisch weiter ver-
schlechtert, so dass die Arbeitsfähigkeit seither um 50 % eingeschränkt gewesen sei.  
 
Diese Konsensbeurteilung widerspricht in zwei Punkten den Teilgutachten. Die konsensual fest-
gehaltene 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht ab Ende 2011 widerspricht 
dem rheumatologischen Teilgutachten insofern, als dieses seit Antritt der letzten Stelle nie eine 
Arbeitsunfähigkeit über 30 % - 40 % angibt. Es werden zudem auch keine Gründe angegeben – 
und es sind auch keine ersichtlich –, weshalb eine Addition der rheumatologischen und psychiat-
rischen Arbeitsunfähigkeit vorgenommen werden müsste. Ausserdem widerspricht die in der Kon-
sensbeurteilung angeführte Steigerung der Arbeitsunfähigkeit ab 2019 auf 50 % der zuvor ge-
troffenen Feststellung einer bereits seit Ende 2011 bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Es 
ist somit davon auszugehen, dass es sich bei der Feststellung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit 
seit 2011 aus rheumatologischer Sicht um einen Verschrieb handelt und es korrekterweise 35 % 
heissen sollte. Des Weiteren kann der Zeitpunkt der Annahme der Verschlechterung der psychi-
schen Situation im November 2012 unter Hinweis auf die Arbeitsaufgabe nicht nachvollzogen 
werden, hatte doch die Beschwerdeführerin ihren letzten Arbeitstag am 13. Dezember 2011 und 
wurde ihre Anstellung im März 2012 vom Arbeitgeber gekündigt. Die psychiatrische Gutachterin 
geht von einer basalen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % durchgehend seit der Kün-
digung der letzten Anstellung 2012 aus. 
 
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass alleine aufgrund der rheumatologisch bedingten Arbeits-
unfähigkeit von durchschnittlich 35 % ab Beginn der letzten Anstellung im Jahre 2008 kein Ren-
tenanspruch entstand, da keine durchschnittliche 40%ige Arbeitsunfähigkeit während eines Jah-
res bestand (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Erst mit der psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 
von 40 %, welche ab "Kündigung der letzten Anstellung 2012" anzunehmen sei, wurde eine ren-
tenrelevante Arbeitsunfähigkeit erreicht bzw. fing in jenem Zeitpunkt das Wartejahr an zu laufen, 
da diese Arbeitsunfähigkeit durchgehend bis Ende Dezember 2018 bestand und sich danach auf 
50 % erhöhte. Es ist nun noch der genaue Zeitpunkt des Beginns der 40%igen Arbeitsunfähigkeit 
aus psychiatrischen Gründen zu eruieren. Wie bereits festgestellt, wird dieser Zeitpunkt im psy-
chiatrischen Teilgutachten mit der "Kündigung der letzten Anstellung 2012" angegeben, in der 
Konsensbeurteilung wird als Zeitpunkt die Arbeitsaufgabe der letzten Tätigkeit im November 2012 
angegeben.  
 
Wie sich aus den Akten ergibt, hatte die Beschwerdeführerin ihren letzten Arbeitstag im Dezem-
ber 2011. In den Akten befindet sich ein Arztbericht von Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 1. Dezember 2012 zu Handen der I.____ . Darin führt sie aus, die Patientin 
sei am 9. Februar 2012 erstmals zu ihr in Behandlung gekommen und habe über Energielosigkeit, 
Zukunftsängste, Gedankenkreisen, Schlafstörungen und ein allgemeines Erschöpfungsgefühl 

 

 
 
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geklagt. Seit Mitte Dezember sei sie wegen einer Sacroiliitis krankgeschrieben und könne kaum 
längere Zeit sitzen. Im März 2012 folgte die Kündigung durch die Arbeitgeberin. Aus diesem Ab-
lauf lässt sich der Schluss ziehen, dass sich der Gesundheitszustand nach ihrem letzten Arbeits-
tag am 13. Dezember 2011 weiter verschlechterte und sie deshalb – auch in Erwartung der Kün-
digung – im Februar 2012 psychiatrische Unterstützung suchte. Es rechtfertigt sich daher die im 
psychiatrischen Teilgutachten angegebene 40 %ige Arbeitsunfähigkeit ab "Kündigung der letzten 
Anstellung 2012" auf den Februar 2012 zu terminieren. 
 
Somit ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab Februar 2012 bis Ende Dezember 2018 zu 
40 % und ab Januar 2019 zu 50 % arbeitsunfähig war.  
 
9. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der 
Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be-
stimmen. Diesbezüglich ist zu Recht unbestritten geblieben, dass zur Bestimmung des Validen-
einkommens auf die Tabelle TA17 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bun-
desamtes für Statistik und zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabelle TA1 abzu-
stellen ist. Das Valideneinkommen im Jahr 2013 (Ablauf des Wartejahres per Februar 2013) be-
trägt unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (0,7 %) und der Anpassung an die be-
triebliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden Fr. 69'941.-- (basierend auf der Tabelle 
TA17 der LSE 2012, Ziffer 42 (Bürokräfte mit Kundenkontakt), Spalte Frauen 30-49 Jahre, 
Fr. 5'552.--). Das Invalideneinkommen beträgt nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung 
von 0,7 % und die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden unter Berücksich-
tigung einer Arbeitsfähigkeit von 60 % Fr. 31'081.-- (basierend auf der LSE TA1, Privater Sektor, 
Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4'112.--). Damit resultiert ein Invaliditätsgrad von 56 %, 
womit die Beschwerdeführerin ab Februar 2013 Anspruch auf eine halbe Rente hat. 
 
Das Valideneinkommen beträgt im Jahr 2019 nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung 
(0,9 %) und die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden Fr. 75'470.-- (Tabelle 
TA17 der LSE 2018, Ziffer 42, Spalte Frauen 50+, Fr. 5'976.--). Das Invalideneinkommen beträgt 
nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung (0,9 %) und die betriebsübliche wöchentliche 
Arbeitszeit von 41,7 Stunden bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % Fr. 27'586.--. Damit resultiert ein 
Invaliditätsgrad von 63 % und folglich ab April 2019 eine Dreiviertelsrente. 
 
10.1 Nicht verständlich und nachvollziehbar ist, wie die IV-Stelle bzw. der RAD mit Bericht 
vom 16. August 2017 davon ausgehen konnte, dass die Beschwerdeführerin vom 14. Dezember 
2011 bis September 2012 zu 100 % arbeitsunfähig war. Wenn der RAD entgegen sowohl dem 
rheumatologischen Gutachten von Dr. E.____ als auch demjenigen von Dr. C.____ von einer 
100 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgeht und die IV-Stelle gestützt darauf eine ganze IV-Rente vom 
1. Dezember 2012 bis 1. Mai 2013 und danach bis 1. Februar 2015 eine Dreiviertelsrente zu-
spricht, kann dies nicht nachvollzogen werden. Hingegen ergibt sich aus den obigen Erwägun-
gen, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Februar 2013 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 
1. April 2019 auf eine Dreiviertelsrente hat. Insofern ist die Beschwerde gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 26. März 2019 aufzuheben. 
 

 

 
 
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10.2 Im Übrigen ist das Gericht der Auffassung, dass mit dem vorliegenden Urteil keine refor-
matio in peius vorliegt, auch wenn die mit Verfügung vom 26. März 2019 zugesprochenen Ren-
tenleistungen in Bezug auf den Zeitraum vom 1. Dezember 2012 bis 1. Februar 2015 aufgehoben 
bzw. reduziert werden. Da die Beschwerdeführerin ab Februar 2013 eine halbe Rente über den 
1. Februar 2015 hinaus und ab 1. April 2019 eine Dreiviertelsrente erhält, ist sie gesamthaft im 
Vergleich zur angefochtenen Verfügung wesentlich besser gestellt. Folglich ist das Verfahren 
nicht auszustellen, der Beschwerdeführerin keine reformatio in peius anzudrohen und ihr keine 
Gelegenheit zum Beschwerderückzug zu geben.  
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Ge-
stützt auf § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel in angemessenem Aus-
mass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Par-
tei die Verfahrenskosten zu tragen.  
 
11.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bun-
desgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 
in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 
durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz 
respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse 
einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanz-
lichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer er-
folge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; 
zum Ganzen: BGE 139 V 496 E. 4.4 mit Hinweisen).  

 

 
 
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11.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 16. April 2020 zum 
Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht 
möglich war. Wie vorstehend in E. 6.3 ausgeführt, kam weder der psychiatrischen noch der rheu-
matologischen Beurteilung im BEGAZ-Gutachten vom 29. September 2015 noch dem rheumato-
logischen Gutachten von Dr. C.____ vom 7. August 2017 mit Blick auf die Anforderungen an den 
Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten eine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Da auch 
die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungs-
grundlage bildeten, waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht aus-
reichend beweiskräftig. Demnach wies das Verwaltungsverfahren Untersuchungsmängel auf, die 
eine Gerichtsexpertise notwendig machten. Die Kosten des Gerichtsgutachtens, welche sich ge-
mäss der eingereichten Honorarnote vom 12. März 2021 auf Fr. 13'069.55 belaufen, sind unter 
diesen Umständen der IV-Stelle aufzuerlegen. 
 
11.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die (ganz oder teilweise) obsiegende beschwerdefüh-
rende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin (teilweise) obsie-
gende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in seiner Honorarnote vom 6. Mai 2021 für das 
vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 11,42 Stunden geltend, was in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die Bemühungen sind zu 
dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenan-
satz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Zu keinen Bemerkungen Anlass geben sodann die in der 
Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 229.--. Der Beschwerdeführerin ist folglich zu Las-
ten der IV-Stelle eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'321.45 (11,42 Stunden à Fr. 
250.-- + Auslagen von Fr. 229.-- zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die an-
gefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 26. März 
2019 aufgehoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 
1. Februar 2013 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. April 2019 auf 
eine Dreiviertelsrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 13'069.55 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 3'321.45 (inkl. Auslagen 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
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