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**Case Identifier:** 8fb3609a-e90f-56c9-830d-e07d9ab14d94
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2025 200 2024 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-37_2025-12-01.pdf

## Full Text

IV 200 2024 37 und
IV 200 2024 555 und
IV 200 2024 755 (3)
FRC/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 24. November 2023, 13. Juni 2024 und 9. Ok-
tober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

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Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bezog unter anderem seit Mai 1991 eine ganze Rente der Invalidenversi-
cherung, welche die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mehr-
mals revisionsweise bestätigte. Nach einer weiteren Revision im Oktober 
2016 verfügte die IVB am 7. bzw. 15. Juni 2018 (act. II 179, 180) die Her-
absetzung der ganzen Rente auf eine halbe Rente. In der Folge hob das 
von der Versicherten angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit 
Urteil vom 7. Mai 2019 (IV 200 2018 516 und 517 [act. II 225]) diese Verfü-
gungen auf und wies die Sache an die Verwaltung zurück zum weiteren 
Vorgehen im Sinne der Erwägungen. In der Begründung wurde das Fol-
gende ausgeführt: Bei einer Restarbeitsfähigkeit von fünf Stunden an fünf 
Tagen pro Woche mit einer Leistungsminderung von 10 % (E. 4.2, 4.2.2) 
ergebe der Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad per 2017 von 
56 %, was zu einer halben Invalidenrente berechtigen würde (E. 5.2.3). 
Nach Bezug einer Rente seit 27 Jahren (E. 6.2) ergebe die Abklärung, dass 
trotz wiedergewonnener Arbeitsfähigkeit vorgängig befähigende berufliche 
Massnahmen notwendig (E. 6.1) und die Bedingungen für die unmittelbare 
Anrechenbarkeit eines Invalideneinkommens im Revisionsfall nicht gege-
ben sowie die gebotenen Eingliederungsmassnahmen an die Hand zu 
nehmen seien; anschliessend sei über die revisionsweise Herabsetzung 
des Rentenanspruchs neu zu verfügen (E. 6.4). Das Urteil blieb unange-
fochten und die Versicherte bezog ab 1. August 2018 weiterhin eine ganze 
Rente (vgl. Verfügung vom 19. Juli 2019 [act. II 234] bzw. Verfügung vom 
28. November 2019 [Korrektur wegen Kinderrente; act. II 255]).

Nachdem weitere medizinische Berichte eingereicht bzw. eingeholt wurden 
(act. II 240 f., 248, 256, 260, 280, 287, 296), veranlasste die IVB – nach 
Konsultation des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 314) – eine 
polydisziplinäre Begutachtung (act. II 318) durch die C.________ (MEDAS-
Gutachten vom 8. November 2022 [act. II 383.1; zudem act. II 383.2-
383.10]). Es wurden weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingereicht 
(act. II 388, 413/7) und der RAD konsultiert (act. II 405, 415). Am 14. Juni 

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2023 (act. II 418) forderte die IVB die Versicherte betreffend die beruflichen 
Massnahmen zur Schadenminderung auf. Gegen den Vorbescheid vom 
26. Juli 2023 (act. II 425), mit welchem die IVB in Aussicht stellte, die beruf-
lichen Massnahmen würden wegen mangelnder Mitwirkung nicht durchge-
führt, erhob die Versicherte Einwand (act. II 428). Nachdem die Versicherte 
am 7. August 2023 (act. II 430) bestätigt hatte, sie sei bereit, an den Ein-
gliederungsmassnahmen teilzunehmen, gewährte die IVB mit Mitteilungen 
vom 1. September 2023 (act. II 432) und 4. September 2023 (act. II 435) 
eine berufliche Abklärung mit Leistungsaufbau vom 11. September 2023 
bis 10. Januar 2024 in der Stiftung D.________ (...) samt Übernahme der 
Fahrkosten. Die IVB forderte die Versicherte am 22. September 2023 
(act. II 439) erneut zur Schadenminderung auf, woraufhin die Versicherte 
am 2. Oktober 2023 (act. II 440) mitteilte, sie könne aufgrund gesundheitli-
cher Probleme keine feinmotorischen Tätigkeiten erledigen. Gegen den 
Vorbescheid vom 13. Oktober 2023 (act. II 445), mit welchem die IVB die 
Einstellung der beruflichen Massnahmen in Aussicht gestellt hatte 
(act. II 445), erhob die Versicherte Einwand (act. II 447). Nach Konsultation 
des RAD (act. II 450) verfügte die IVB am 24. November 2023 (act. II 453) 
wie in Aussicht gestellt.

B.

Mit Vorbescheid vom 9. April 2024 (act. II 468) stellte die IVB bei einem 
Invaliditätsgrad von 56 % (ab 11. Oktober 2023) bzw. von 60 % (ab 1. Ja-
nuar 2024) die Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine Drei-
viertelsrente in Aussicht. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. Mai 2024 
(act. II 473) Einwand. Nach Konsultation des RAD (act. II 476) verfügte die 
IVB am 13. Juni 2024 (act. II 477) die Herabsetzung auf eine Dreiviertels-
rente per 1. August 2024.

Mit Rückerstattungsverfügung vom 9. Oktober 2024 (act. II 487) forderte 
die IVB von der Versicherten Fr. 2'775.-- zurück. Dies ausgehend von der 
Verfügung vom 13. Juni 2024, aufgrund der ab August 2024 Anspruch auf 
60 % einer ganzen Invalidenrente von monatlich Fr. 1'388.-- bestehe. 

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C.

Am 12. Januar 2024 erhob die Versicherte, wie bereits seit Jahren in IV-
Verfahren vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde (Verfahren IV 200 2024 
37). Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung vom 24. November 2023, da die Beschwerdegegnerin die Eingliede-
rungsmassnahmen zu Unrecht eingestellt habe und von einer Verletzung 
der Schadenminderungspflicht ausgegangen sei.

Am 25. Januar 2024 reichte die Versicherte einen Bericht des behandeln-
den Psychiaters vom 20. Januar 2024 (Beschwerdeakten [act. I] 9) ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2024 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde vom 12. Januar 2024.

Am 11. Februar 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Kostennote ein 
und machte weitere materielle Ausführungen. Am 26. Februar 2024 reichte 
sie weitere medizinische Berichte ein (act. I 11 f.).

Mit Eingabe vom 22. August 2024 erhob die Beschwerdeführerin eine wei-
tere Beschwerde (Verfahren IV 200 2024 555). Sie beantragt, die Verfü-
gung vom 13. Juni 2024, mit welcher die ganze Rente per 1. August 2024 
auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt worden sei, sei aufzuheben. 

Am 26. August 2024 reichte die Beschwerdeführerin Beilagen und ein Ver-
zeichnis ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. September 2024 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde vom 22. August 2024.

Am 19. September 2024 reichte die Beschwerdeführerin in den Verfahren  
IV 200 2024 37 und IV 200 2024 555 weitere medizinische Berichte ein 
(act. I 13-15).

Im Verfahren IV 200 2024 555 stellte das Gericht mit prozessleitender Ver-
fügung vom 10. Oktober 2024 fest, dass die Rechtsvertreterin innert ange-
setzter Frist keine Kostennote oder ein Fristverlängerungsgesuch einge-

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reicht habe. Eine allfällige Parteientschädigung werde folglich pauschal 
festgesetzt.

Am 11. Oktober 2024 äusserte sich die Beschwerdeführerin nochmals ma-
teriell.

Am 11. November 2024 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen 
die am 9. Oktober 2024 verfügte Rückforderung von Fr. 2'775.-- (Verfahren 
IV 200 2024 755). Sie beantragt sinngemäss, die Rückforderungsverfügung 
sei ersatzlos aufzuheben und, es seien die Verfahren IV 200 2024 37, IV 
200 2024 555 und IV 200 2024 755 zu vereinigen.

Am 27. Dezember 2024 und 17. Januar 2025 reichte die Beschwerdeführe-
rin weitere medizinische Berichte ein (act. I 16 ff.).

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. März 2025 wurden die Verfahren 
IV 200 2024 37, IV 200 2024 555 und IV 200 2024 755 vereinigt.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2025 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, die Beschwerde vom 11. November 2024 sei teilweise gutzuheissen. 
Zudem reichte sie eine Stellungnahme der Ausgleichskasse des Kantons 
Bern (AKB) vom 21. Mai 2025 (act. II 502) ein.

Am 30. Mai 2025 äusserte sich die Beschwerdeführerin erneut materiell 
und reichte eine Kostennote ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
den einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die Verfügung vom 24. November 2023 
(act. II 453), mit welcher weitere berufliche Massnahmen abgelehnt wur-
den, die Verfügung vom 13. Juni 2024 (act. II 477), mit welcher die Be-
schwerdegegnerin ab 1. August 2024 die bisherige ganze Rente auf eine 
Dreiviertelsrente herabsetzte, und die Rückerstattungsverfügung vom 
9. Oktober 2024 (act. II 487). Streitig und zu prüfen ist der Abschluss der 
beruflichen Massnahmen, der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
bzw. die Rentenherabsetzung und eine Rückerstattung von zu viel bezahl-
ten Rentenbetreffnissen für den Zeitraum vom 1. August bis 31. Oktober 
2024 von Fr. 2'775.--.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Die vorliegend angefochtenen Verfügungen vom 24. November 2023 
(act. II 453), 13. Juni 2024 (act. II 477) und 9. Oktober 2024 (act. II 487) 
datieren nach dem 1. Januar 2022; indessen hat die Beschwerdeführerin 
am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr zurückgelegt, weshalb das bis 
31. Dezember 2021 geltende Recht (fortan aArt.) weiterhin zur Anwendung 
gelangt (vgl. Rz. 9104 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversiche-
rung [KSIR] sowie Rz. 2002 des Kreisschreibens des BSV zu den Überg-
angsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB 
WE IV]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 
E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 
E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

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2.3.1 Die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit richtet sich gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG ausschliesslich nach den gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen, was auch im Revisionsfall (aArt. 17 Abs. 1 ATSG in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung) gilt. Nicht gesundheitlich beding-
te Eingliederungshindernisse haben daher bei der Invaliditätsbemessung 
auch im Revisionszusammenhang ausser Acht zu bleiben. Daher geht die 
ständige Rechtsprechung vom Regelfall aus, der darin besteht, dass eine 
medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf 
dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist. Diese Rechtsprechung 
entspricht dem Grundsatz "Eingliederung statt Rente", wonach grundsätz-
lich keine Invalidenrente zugesprochen oder weiterhin ausgerichtet werden 
darf, solange und sobald eine Eingliederung einen rentenanspruchserhebli-
chen Erfolg verspricht (SVR 2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 
IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.2). 

2.3.2 Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGer) ist 
jedoch bei Personen, deren Rente revisions- oder wiedererwägungsweise 
herabgesetzt oder aufgehoben werden soll und die während mindestens 
fünfzehn Jahren eine Rente bezogen oder das 55. Altersjahr zurückgelegt 
haben, trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungsfähigkeit vor-
derhand weiterhin eine Rente auszurichten, bis mit Hilfe medizinisch-
rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoreti-
sche Leistungspotential ausgeschöpft werden kann, weil in jedem Einzelfall 
feststehen muss, dass die (wiedergewonnene) Erwerbsfähigkeit auf dem 
aus geglichenen Arbeitsmarkt (erneut) verwertbar ist. Eine unmittelbare 
Anrechenbarkeit des auf der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit 
beruhenden (höheren) Invalideneinkommens ist dann zu verneinen, wenn 
Eingliederungsmassnahmen entweder aus medizinischer oder aus beruf-
lich-erwerblicher Sicht unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung des 
(potentiellen) funktionellen Leistungsvermögens sind (BGE 145 V 209 
E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 120, 
8C_680/2018 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 IV 
Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 
E. 3.3). 

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2.3.3 Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhe-
bung setzt Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähig-
keit voraus; fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungs-
massnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchgeführt werden müsste (SVR 2019 IV Nr. 3 S. 6, 8C_145/2018 E. 7).

2.4 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen und vorliegend übergangsrechtlich weiterhin massgebenden 
Fassung [vgl. E. 2.1, zudem E. 6.1 hiernach]) besteht der Anspruch auf 
eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjeni-
ge auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine 
halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein sol-
cher auf eine Viertelsrente.

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht hielt das Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern in IV 200 2018 516/517 (act. II 225) fest, gestützt auf das rheumatolo-
gisch-psychiatrische Gutachten der Dres. med. E.________, Facharzt für 
Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, sowie F.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sei der Beschwerdeführerin 
bei einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ab 1. September 2017 
eine angepasste Tätigkeit von täglich fünf Stunden an fünf Tagen pro Wo-
che mit eine Leistungsminderung von 10 % zumutbar (E. 4.2, 4.2.2).

3.2 Seither ist den Akten – soweit entscheidwesentlich – das Folgende 
zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 21. August 2019 (act. II 256/6) diagnostizierte 
Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, einen Verdacht auf beginnende idiopathi-
sche Frozen shoulder linke Schulter adominant, Tendinopathie der Supra-
spinatussehne rechte Schulter dominant, Dekompression N. medianus und 
N. ulnaris am Ellenbogen rechts am 15. Mai 2006 bei Karpaltunnelsyndrom 
Grad I-II und Kompressionssyndrom N. ulnaris am Ellbogen Grad I. 

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Im Bericht vom 5. November 2019 (act. II 256/2) hielt er fest, die MRI-
Untersuchung zeige eine deutlich verdickte Kapsel, ansonsten eine Tendi-
nopathie der Supra- und Infraspinatussehne und AC-Gelenksarthrose. Die 
kraniale Subscapularissehne zeige eine Signalstörung, wahrscheinlich Ar-
tefakt.

3.2.2 Im Bericht vom 5. August 2020 (act. II 280/7 ff.) hielt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Angiologie, 
fest, es lägen keine Hinweise auf eine hämodynamisch relevante periphere 
arterielle Verschlusskrankheit beider Beine vor. Die unauffälligen Befunde 
des oberflächlichen sowie tiefen Venensystems beider Beine würden eine 
venöse Insuffizienz als Ursache für die Unterschenkelödeme beidseits aus-
schliessen. Es bestehe ein Verdacht auf eine chronifizierte Tendinitis der 
Extensoren oder eine ältere Marschfraktur. Aus angiologischer Sicht 
bestünden keine therapeutischen Konsequenzen ausser einer Empfehlung 
für Stützstrümpfe.

3.2.3 Im Bericht vom 29. Dezember 2020 (act. II 287/2 ff.) diagnostizierte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere depressive Episode, oh-
ne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) und eine generalisierte Angst-
störung (ICD-10: F41.1). Er hielt fest, der Gesundheitszustand sei stationär. 
Die Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsunfähig. Es finde eine medi-
kamentöse Behandlung und alle zwei Wochen eine Gesprächstherapie 
statt.

3.2.4 Im Bericht vom 3. Juni 2021 (act. II 296/2 ff.) diagnostizierte 
Dr. med. J.________, Facharzt für Neurochirurgie, eine belastungsabhän-
gige beidseitige linksbetonte Lumbalgie bei Mikroinstabilität L4/5 und 
L5/S1, eine bewegungsabhängige linksbetonte Zervikalgie und starke be-
wegungsabhängige linksseitige Schulterschmerzen. Gemäss MRI der LWS 
und HWS vom 17. Mai 2021 seien eine mittelgradige Osteochondrose C5/6 
und eine Fazettengelenksarthrose L5/S1 links, geringer rechts, ersichtlich. 
Es sei eine Infiltration vorgesehen (vgl. dazu act. II 296/1).

3.2.5 Im Bericht vom 17. März 2022 (act. II 336) hielt der behandelnde 
Psychiater Dr. med. I.________ fest, der Gesundheitszustand sei stationär; 

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eine Therapie finde alle drei Wochen statt. Eine Arbeitsfähigkeit bestehe 
weiterhin nicht.

3.2.6 Dem MEDAS-Gutachten vom 8. November 2022 (act. Il 383.1) und 
den Teilgutachten (act. II 383.3-8) ist das Folgende zu entnehmen: 

Im rheumatologischen Teilgutachten vom 25. Juli 2022 (act. II 383.6) hielt 
Dr. med. K.________, Fachärztin für Rheumatologie, fest, während der 
Exploration habe kein ersichtlicher Leidensdruck oder Positionswechsel 
bestanden (act. II 383.6/16). Es gäbe keine Hinweise für das Vorliegen 
einer entzündlichen rheumatischen Systemerkrankung (act. II 383.6/21) 
und die Beschwerdeführerin sei aus rheumatologischer Sicht zu 100 % 
arbeitsfähig (act. II 383.6/25). 

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 25. Juli 2022 (act. II 383.7) diagnos-
tizierte dipl. Arzt L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) und eine Panikstörung (episodisch, par-
oxysmale Angst; ICD-10: F41.0; act. II 383.7/55). Zum jetzigen Leiden be-
fragt, habe die Beschwerdeführerin nicht angeben können, wie häufig die 
Ängste auftreten würden (act. II 383.7/36). Sie habe etwa alle zwei bis drei 
Wochen eine ambulante psychiatrische Behandlung (act. II 383.7/46). Zu 
den Befunden hielt der Gutachter im Wesentlichen fest, es sei keine de-
pressive Herabgestimmtheit zu beobachten oder zu explorieren gewesen 
(act. II 383.7/49). Die Beschwerdeführerin habe vordergründig angeführt, 
für eine Arbeitstätigkeit motiviert zu sein. Gemäss Laboruntersuchung 
nehme sie die Psychopharmaka nicht regelmässig ein (act. II 383.7/50). 
Die Testpsychologie spreche gegen eine Depression (act. II 383.7/51). Es 
habe sich gezeigt, dass psychosoziale und versicherungspsychiatrisch 
nicht zu berücksichtigende Faktoren eine Rolle spielten. Es hätten sich 
zudem gewisse Inkonsistenzen ergeben (act. II 383.7/54). Aktuell könne 
keine floride Depression festgestellt werden; die Herabgestimmtheit und 
Belastung gehe nicht über eine Dysthymie hinaus (act. II 383.7/56). Im 
Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung habe eine negative Ant-
wortverzerrung durch die Beschwerdeführerin bestanden, sodass kein gül-
tiges Testprofil habe erhalten werden können (act. II 383.7/56). Zur Arbeits-
fähigkeit hielt der Gutachter fest, der Beschwerdeführerin sei eine ange-

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passte Tätigkeit zu fünf Stunden pro Tag ohne Einschränkung zumutbar 
(act. II 383.7/62). Es ergäben sich keine Veränderungen zum Vorgutachten 
von 2017 (act. II 383.7/63). 

In der EFL vom 27. Juli 2022 (act. II 383.10/11 ff.) wurde festgehalten, es 
seien eine erhebliche Symptomausweitung und Selbstlimitierung sowie 
Inkonsistenz festzustellen (act. II 383.10/13, 383.10/18 f.). Es werde eine 
Arbeitssuche im Rahmen einer leichten Tätigkeit empfohlen 
(act. II 383.10/14). 

Im orthopädischen Teilgutachten vom 28. Juli 2022 (act. II 383.8) diagnos-
tizierte Dr. med. M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit ein chronisches zervicocephales und -brachiales Schmerzsyn-
drom (ICD-10: M53.81), ein dorsolumbales Schmerzsyndrom (ICD-10: 
M54.85) und eine partielle Schultersteife links (ICD-10: M25.61). Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er Fussbeschwerden 
links (ICD-10: M25.57). Zu den Aktivitäten des täglichen Lebens hielt der 
Gutachter fest, die Beschwerdeführerin koche gerne und sie wasche, die 
Wäsche könne sie aber nicht aufhängen, sie könne indes abstauben; den 
Rest der Hausarbeiten (Einkaufen, Staubsaugen und Böden aufnehmen, 
Fenster putzen, Bügeln, Betten machen, Bad und Küche putzen) erledige 
der Ehemann oder die Schwester (act. II 383.6/15 f.). Zu den Freizeitakti-
vitäten habe die Beschwerdeführerin angegeben, sie mache gern und viel 
.... Soziale Kontakte habe sie nur zur Familie (act. II 383.8/16). Die Be-
schwerdeführerin könne sich keine konstante berufliche Tätigkeit vorstel-
len, da sie sehr schwankende Befindlichkeiten habe und die Schmerzen 
mehr oder weniger stark ausgeprägt seien (act. II 383.8/21). Der Gutachter 
hielt fest, Aggravation oder Simulation schienen nicht vorhanden zu sein, 
eine Verdeutlichungstendenz sei nicht auszuschliessen (act. II 383.8/23), 
die Beschwerdeführerin scheine resigniert, es sei wenig Motivation erkenn-
bar und die Therapieadhärenz sowie die Compliance seien eingeschränkt 
(act. II 383.8/27). Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass die bisherige 
Tätigkeit im ... nicht mehr zumutbar sei (act. II 383.8/28). In einer ange-
passten Tätigkeit bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60-
70 % (Arbeitsfähigkeit von 30-40 % [act. II 383.8/30]). Es bestünden keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 13 -

wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustandes seit der Begut-
achtung von 2017, lediglich eine deutlich andere Einschätzung (act. II 
383.8/31). 

Im neuropsychologischen Teilgutachten vom 12. August 2022 
(act. II 383.3) hielt M.Sc. N.________, Neuropsychologin FSP, fest, die 
Beschwerdeführerin habe keine Zukunftsvorstellungen (act. II 383.3/9). Es 
bestünden keine klinischen Hinweise für Aufmerksamkeitsstörungen 
(act. II 383.3/10). Die aktuelle Untersuchung ergebe ein deutlich überlager-
tes Bild. Die formalen Leistungen der Beschwerdeführerin seien stark 
schwankend, nicht nachvollziehbar und stünden in keinem Verhältnis zur 
Kranken- bzw. Unfallgeschichte, den Beobachtungen und dem klinischen 
Eindruck im Gespräch. Die Beschwerdeführerin präsentiere sich verbittert 
klagend und in den Testleistungen demonstrativ beschwerdeüberzeichnet. 
Auf der Befundebene ergäben sich Inkonsistenzen. Obschon die Be-
schwerdeführerin insgesamt eine regelrechte Lernleistung abbilde, gebe 
die flache Lernkurve, aber insbesondere der Anstieg im zeitlich verzögerten 
Abruf gegenüber dem letzten Lerndurchgang ebenfalls Hinweise auf eine 
mangelnde Anstrengungsbereitschaft (act. II 383.3/12). Belegbar seien 
negative Antwortverzerrungen und es seien substanzielle Zweifel an der 
Gültigkeit der gelieferten Beschwerdeschilderung begründet. Auf der 
Grundlage der eigenen Befunderhebung könne keine positive Aussage 
darüber erfolgen, ob eine krankheitsbezogene Funktionsstörung vorliege. 
(act. II 383.3/13). Aufgrund invalider Befundlage und auffälliger Beschwer-
devalidierung könne auf neuropsychologischem Fachgebiet keine Aussage 
zur Arbeitsfähigkeit erfolgen (act. II 383.3/17). 

Im neurologischen Teilgutachten vom 29. August 2022 (act. II 383.4) stellte 
Dr. med. O.________, Facharzt für Neurologie, keine Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 383.4/33). Die Beschwerdeführerin 
sei in allen Lebenssituationen stark eingeschränkt, wobei sich die Ein-
schränkungen neurologisch nicht erklären liessen (act. II 383.4/32). Es be-
stehe keine sichere Einschränkung der Arbeitszeit, die Beschwerdeführerin 
sei in der zuletzt ausgeübten und in einer angepassten Arbeit voll arbeits-
fähig (act. II 383.4/38 ff.). Seit der Beurteilung vom 13. Juni 2017 habe sich 
die Situation aus neurologischer Sicht nicht geändert (act. II 383.4/40). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 14 -

Im internistischen Teilgutachten vom 24. Oktober 2022 (act. II 383.5) stellte 
Prof. Dr. med. P.________, Facharzt für Neurologie, keine Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 383.5/18). Die Beschwerdefüh-
rerin gehe jeden Tag ausser Haus einen Kaffee trinken. Nachmittags ma-
che sie ... (act. II 383.5/12). Sie gebe an, Therapien würden ihr nichts brin-
gen, sie wolle einfach ihre Ruhe und nichts machen (act. II 383.5/13). 
Während der gesamten Exploration habe die Beschwerdeführerin keinen 
Leidensdruck gezeigt, es sei ihr möglich gewesen, ohne schmerzbedingten 
Positionswechsel zu sitzen (act. II 383.5/14). Aus internistischer Sicht be-
stehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. II 383.5/20). Seit der 
Beurteilung vom 13. Juni 2017 habe sich die Situation nicht geändert (act. 
II 383.4/22). 

In der Konsensbeurteilung vom 8. November 2022 (act. Il 383.1) diagnosti-
zierten die MEDAS-Gutachter mit Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit das 
Folgende (act. II 383.1/14):

• Chronisches zervicocephales und -brachiales Schmerzsyndrom (ICD-
10: M53.81)
(…)

• Dorsolumbales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.85)
(…)

• Partielle Schultersteife links (ICD-10: M25.61)
(…)

• Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.40)
• Panikstörung (episodisch, paroxysmale Angst; ICD-10: F41.0).

Sie hielten fest, im Vordergrund stünden die orthopädischen und psychia-
trischen Diagnosen, welche in ihrer Gesamtheit die Arbeitsfähigkeit beein-
trächtigten (act. II 383.1/15). In der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwer-
deführerin in orthopädischer und psychiatrischer Hinsicht zu 100 % arbeits-
unfähig. In einer Verweistätigkeit sei die Beschwerdeführerin in orthopädi-
scher Hinsicht zu 60-70 % und in psychiatrischer Hinsicht zu 50 % arbeits-
unfähig. In internistischer, rheumatologischer und neurologischer Hinsicht 
bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsunfähigkeits-Bemessungen 
stünden im Einklang mit der EFL (act. II 383.1/18). In psychiatrischer Hin-
sicht ergebe sich keine Veränderung zum Vorgutachten von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 15 -

Dr. med. F.________ vom 13. Juni 2017. Grundsätzlich hätten sich in or-
thopädischer Hinsicht keine wesentlichen Veränderungen des Gesund-
heitszustandes ergeben, lediglich falle die Einschätzung deutlich anders 
aus. Bezüglich der Wegefähigkeit dürfte die Beschwerdeführerin zur Aufsu-
chung des Arbeitsplatzes nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen 
sein. Mit dem eigenen Fahrzeug dürften Arbeitsstellen im Umkreis von 5-10 
Kilometer durchaus erreichbar sein. In orthopädischer Hinsicht bestünden 
keine spezifischen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit. Ob eine 
Hospitalisation eine wesentliche Veränderung im Sinne einer Besserung 
der Wege- und Arbeitsfähigkeit erbringen würde, müsse offenbleiben. Zu-
mindest könnte eine Stabilisierung des psychischen Zustands auf dem ge-
genwärtigen Niveau erreicht werden (act. II 383.1/20).

3.2.7 Im Bericht vom 5. Dezember 2022 (act. II 390) hielt der Neurochir-
urg Dr. med. J.________ fest, im Vordergrund stünden zurzeit Beschwer-
den in der LWS, welche durch eine Mikroinstabilität L3/4 gut erklärt seien. 
Die subjektive Beschwerden passten zu den objektiven Befunden. Es sei 
eine Infiltration auf der Höhe L4/4 vorgesehen (vgl. auch act. II 398/3 f.).

3.2.8 Am 21. Dezember 2022 nahm Dr. med. Q.________, Fachärztin für 
Handchirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates, operativ eine A1-Ringbanddekompression Dig I links 
vor (act. II 409).

3.2.9 Im Bericht vom 14. Februar 2023 (act. II 398/1 f.) hielt Dr. med. 
J.________ fest, im Bereich des Rückens sei es zu einer relativen Stabili-
sierung der Beschwerden gekommen. Es werde eine Fortführung der Phy-
siotherapie empfohlen, was die Beschwerdeführerin jedoch vermeiden 
möchte. Bezüglich der Adipositas empfehle er eine endokrinologische Ab-
klärung.

3.2.10 In der Aktennotiz vom 5. Juni 2023 (act. II 416) hielt Dr. med. 
R.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, RAD, fest, telefonisch habe die Handchirurgin 
Dr. med. Q.________ angegeben, der Abschluss nach der Operation vom 
21. Dezember 2022 habe am 27. Januar 2023 stattgefunden. Ein für Fe-
bruar 2023 vereinbarter Termin habe die Beschwerdeführerin nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 16 -

wahrgenommen. Anfang Mai 2023 sei sie mit anderen Beschwerden vor-
stellig geworden, wobei keine Therapie erforderlich gewesen sei. Es sei 
nach der Operation längstens bis 27. Januar 2023 eine Arbeitsunfähigkeit 
für jegliche Arbeit von 100 % zu attestieren.

3.2.11 Im Bericht vom 26. Juni 2023 (act. II 460/12 ff.) hielt Dr. med. 
S.________, Fachärztin für Endokrinologie-Diabetologie, fest, bei stabiler 
Klinik finde eine Verlaufskontrolle der Schilddrüse in einem Jahr statt. Die 
Beschwerdeführerin sei bereit, zur Ernährungsberatung zu gehen. 

3.2.12 Im Bericht vom 16. September 2023 (act. II 440/3 f.) diagnostizierte 
Dr. med. Q.________ eine Epicondylitis humeri radialis ulnaris rechts und 
eine beginnende Rhizarthrose rechts. Eine aktuelle Infiltration sei wegen 
einer Panikattacke nicht möglich gewesen. Die Beschwerdeführerin erhalte 
deshalb eine Ergotherapieverordnung. Es seien keine weiteren Termine 
vereinbart, aber die Beschwerdeführerin sei ab 14. September 2023 für drei 
Wochen 100 % arbeitsunfähig. 

3.2.13 Im Bericht vom 8. November 2023 (act. II 451/2) zuhanden der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hielt der behandelnde Psychiater 
Dr. med. I.________ fest, die Beschwerdeführerin habe aus physischen 
Gründen (Schulterschmerzen) nicht an den beruflichen Massnahmen teil-
nehmen können. Aktuell könne sie aufgrund der psychischen und physi-
schen Gesundheit nicht arbeiten.

3.2.14 In der RAD-Stellungnahme vom 8. November 2023 (act. II 450) hielt 
Dr. med. T.________ fest, die chronischen Schmerzen seien bereits im 
MEDAS-Gutachten mitberücksichtigt worden. Es zeigten sich deutliche 
Hinweise auf Aggravation und auffälliges Verhalten im Zusammenhang mit 
den beruflichen Massnahmen. Auf das MEDAS-Gutachten könne weiterhin 
abgestellt werden. 

Am 7. Juni 2024 (act. II 476) hielt er fest, aufgrund der neu eingereichten 
Berichte bestünden keine Hinweise auf eine relevante zeitübergreifende 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. 

3.2.15 In der Aktennotiz vom 28. August 2024 (act. II 481; Gerichtsakten 
VGE IV 200 2024 555) führte Dr. med. R.________, RAD, aus, die Stel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 17 -

lungnahmen von Dr. T.________ vom 8. November 2023 und 7. Juni 2024 
seien aus fachorthopädischer Sicht und versicherungsmedizinisch korrekt.

3.3

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). Eine von anderen mit der 
versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-
anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.4 Das MEDAS-Gutachten vom 8. November 2022 (act. II 383.1), ein-
schliesslich der Teilgutachten (act. II 383.3-8) sowie der EFL 
(act II 383.10/11 ff.), erfüllt die beweisrechtlichen Anforderungen an medi-
zinische Berichte (E. 3.3.1) und erbringt vollen Beweis. Die Experten setz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 18 -

ten sich mit den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführe-
rin einlässlich auseinander (act. II 383.1/13, 383.3/8, 383.4/20, 383.5/8, 
383.7/42, 383.8/10) und die Ausführungen sowie die Feststellungen sind in 
Kenntnis der Vorakten getroffen worden. Die Experten haben die medizini-
schen Befunde (act. II 383.3/4 ff., 383.4/29 f., 383.5/15 f., 383.6/16 f., 
383.7/47 ff., 383.8/18 ff.) und die Diagnosen (act. II 383.1/14, 383.3/15, 
383.4/33, 383.5/18, 383.6/25, 383.7/55, 383.8/23 f.) nachvollziehbar darge-
legt. Die zu ziehenden Schlussfolgerungen sind einleuchtend begründet 
(act. II 383.1/18 f., 383.3/17 f., 383.4/37 f., 383.5/21, 383.6/21, 383.7/60 ff., 
383.8/28 ff.). Die Beurteilung der Experten, es lägen in psychiatrischer und 
orthopädischer Hinsicht im Vergleich zum rheumatologisch-psychiatrischen 
Gutachten der Dres. med. E.________ und F.________ vom 31. August 
(act. II 137.1; vgl. auch VGE IV 200 2018 516 E. 3.2.3) bzw. vom 4. Okto-
ber 2017 (act. II 147; vgl. auch VGE IV 200 2018 516 E. 3.2.4) keine we-
sentlichen Veränderungen vor, überzeugt. Damit ist (weiterhin) von einer 
Arbeitsfähigkeit von fünf Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche mit 
einer Leistungsminderung von 10 % gemäss den Vorgutachten auszuge-
hen (vgl. auch VGE IV 200 2018 516 [act. II 225] E. 4.2, 4.2.2). Der hiervon 
– bei gleichem medizinischem Sachverhalt – abweichenden Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter (act. II 383.1/18) kommt 
dagegen vorliegend keine massgebende Bedeutung zu. Konkrete Indizien, 
die gegen die Schlüssigkeit der Expertise – in welcher das Fehlen einer 
wesentlichen Veränderung festgestellt wurde – sprächen (vgl. E. 3.3.2 hier-
vor), liegen nicht vor, weshalb darauf abzustellen ist.

3.5 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, überzeugt nicht. Soweit sie 
geltend macht, es sei eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
eingetreten, da der behandelnde Psychiater eine Zunahme der chronischen 
Depression festgestellt habe (Beschwerde vom 12. Januar 2024, S. 2), ist 
festzuhalten, dass Dr. med. I.________ bereits im Bericht vom 29. Dezem-
ber 2020 (act. II 287/2 ff.) eine schwere depressive Episode diagnostiziert 
hatte, wobei alle zwei Wochen eine ambulante Behandlung erfolgte sowie – 
gemäss Bericht vom 17. März 2022 (act. II 336) – bei stationärem Gesund-
heitszustand dann alle drei Wochen. Gemäss der Rechtsprechung stellt 
indessen eine bloss alle zwei Wochen stattfindende ambulante Psychothe-
rapie grundsätzlich keine konsequente Depressionstherapie dar (Urteil des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 19 -

BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.2.2 mit Hinweisen). Im psychia-
trischen Teilgutachten vom 25. Juli 2022 (act. II 383.7) konnte der Experte 
keine depressive Herabgestimmtheit beobachten und stellte fest, dass die 
Psychopharmaka nicht regelmässig eingenommen werden und auch die 
Testpsychologie gegen eine Depression spreche. In den Berichten vom 
8. November 2023 (act. II 451/2) und vom 20. Januar 2024 (act. II 463/3 f.), 
begründete der behandelnde Psychiater Dr. med. I.________ die Diagnose 
einer schweren depressiven Episode mit den seit mehreren Jahren beste-
henden Beschwerden, ohne dass eine dauerhafte Besserung eingetreten 
wäre. Es liegen jedoch keine Hinweise vor, dass sich die Befunde ver-
schlimmert hätten, zudem erfolgt die Behandlung weiterhin mit einer Fre-
quenz von bloss einmal alle zwei Wochen. Hinzugekommen sind jedoch – 
IV-fremde – psychosoziale Gründe (ehelicher Konflikt; act. II 463/4). Damit 
sind die Berichte nicht geeignet, das schlüssige MEDAS-Gutachten vom 8. 
November 2022 (act. II 383.1) in psychiatrischer Hinsicht in Zweifel zu zie-
hen.

Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, sie sei bei repetitiven manuellen 
Tätigkeiten auch künftig eingeschränkt und in der Vergangenheit habe eine 
Einschränkung bestanden, die sich auf den Alltag stark ausgewirkt habe 
(Eingabe vom 11. Oktober 2024, S. 2). Soweit sich die Beschwerdeführerin 
auf den Bericht der Handchirurgin Dr. med. Q.________ vom 16. Septem-
ber 2023 (act. II 440/3 f.) bezieht, attestierte diese lediglich ab dem 14. 
September 2023 für drei Wochen eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Für 
die Behandlung der Epicondylitis humeri radialis und ulnaris rechts sowie 
der beginnenden Rizarthrose rechts hatte die Beschwerdeführerin denn 
auch therapeutische Möglichkeiten, wobei die behandelnde Handchirurgin 
aufgrund einer Panikattacke der Beschwerdeführerin keine Infiltration 
durchführen konnte. Es wurden Ergotherapieverordnungen ausgestellt (vgl. 
act. II 460/3, 460/6); weitere Termine wurden nicht vereinbart (act. II 440/4). 
Die Beschwerdeführerin annullierte zudem einen Termin vom 19. Oktober 
2023 (act. II 452/4). Gemäss Bericht von Dr. med. U.________, Facharzt 
für Handchirurgie, vom 2. Februar 2024 (act. II 473/14) waren die Be-
schwerden aufgrund der Epikondylitis denn auch abgeklungen. Die Beurtei-
lung des RAD, es liege keine anhaltende Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes und keine zeitübergreifende Beeinträchtigung der Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 20 -

fähigkeit vor (act. II 450/8, 476/2, 481), ist nachvollziehbar und überzeugt. 
Den RAD-Ärzten lagen denn auch für die Beurteilung sämtliche medizini-
schen Berichte vor, auf eine (weitere) persönliche Untersuchung der Be-
schwerdeführerin konnten sie daher verzichten (vgl. SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). 

Sodann sind die von der Beschwerdeführerin eingereichten, nach dem Er-
lass der Verfügung vom 24. November 2023 bzw. vom 13. Juni 2024 da-
tierten Berichte (OP-Bericht vom 28. August 2024 [act. I 13], Bericht von 
Dr. med. U.________ vom 12. September 2024 [act. I 14], 20. Dezember 
2024 [act. I 17] und 25. Dezember 2024 [act. I 19]) hier nicht mehr zu 
berücksichtigen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 
S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2022 UV Nr. 46 S. 183, 
8C_655/2021 E. 6.3.1).

3.6 Zusammenfassend hat die Verwaltung den medizinischen Sachver-
halt hinreichend abgeklärt. Weitergehende Erhebungen sind nicht ange-
zeigt (in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 8. November 
2022 (act. II 383.1) und die nachfolgenden Beurteilungen des RAD 
(act. II 450, 476, 481) besteht im Vergleich zum der Verfügung vom 7. bzw. 
15. Juni 2018 (act. II 179, 180) bzw. VGE IV 200 2018 516/517 (act. II 225) 
zugrundeliegenden medizinischen Sachverhalt keine revisionsrechtlich 
massgebende Veränderung. Der Beschwerdeführerin ist folglich (weiterhin) 
eine angepasste Tätigkeit während fünf Stunden pro Tag an fünf Tagen pro 
Woche (d.h. 25 Stunden pro Woche), mit einer Leistungsminderung von 
10 %, zumutbar, was auch für die beruflichen Massnahmen galt (vgl. E. 4 
hiernach). Weiter ist auf dieser Basis ein Einkommensvergleich vorzuneh-
men (vgl. E. 5 hiernach)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 21 -

4.

4.1 Unter Berücksichtigung von VGE IV 200 2018 516 E. 6.4 
(act. II 225), wonach vor einer allfälligen Rentenanpassung vorgängig be-
fähigende berufliche Massnahmen an die Hand zu nehmen waren, gewähr-
te die Beschwerdegegnerin eine berufliche Abklärung mit Leistungsaufbau 
vom 11. September 2023 bis 10. Januar 2024 und damit zusammenhän-
gende Fahrkosten vom Wohnort bis zur Durchführungsstelle der Stiftung 
D.________ (act. II 432, 435). Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist, ob 
die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfügung vom 24. November 2023 
(act. II 453) wegen Verletzung der Schadenminderung durch die Be-
schwerdeführerin die beruflichen Massnahmen abgebrochen und weitere 
abgelehnt hat.

4.2 Den MEDAS-Teilgutachten ist zu entnehmen, dass sich die Be-
schwerdeführerin lediglich vordergründig als motiviert für eine Arbeitstätig-
keit erachtete (act. II 383.7/42, 383.7/50). Vielmehr ging sie davon aus, sie 
könne aufgrund stark einschränkender Schmerzen und psychischer Pro-
bleme nicht arbeiten (act. II 383.4/24) und schätzte sich subjektiv nicht als 
arbeitsfähig ein (vgl. act. II 441, 443/2). Die Beschwerdegegnerin verwies 
denn auch mehrmals auf die Schadenminderungspflicht (act. II 418, 424) 
und holte eine ausdrückliche Bestätigung der Beschwerdeführerin ein, wo-
nach diese ihrer Mitwirkungspflicht nachkommen und regelmässig an den 
beruflichen Massnahmen teilnehmen werde (act. II 426, 427, 430). Erst 
danach gewährte die Beschwerdegegnerin berufliche Massnahmen 
(act. II 432, 435; vgl. auch act. II 437/2 ff.). Die Beschwerdeführerin trat 
zwar wie geplant am 11. September 2023 mit einem Pensum von zwei 
Stunden pro Tag in die berufliche Massnahme ein (act. II 444/3), gab in-
dessen bereits zu Beginn zu erkennen, für die beruflichen Massnahmen in 
der Stiftung D.________ wenig motiviert zu sein, äusserte sie sich doch 
beim Eintrittsgespräch sehr skeptisch gegenüber der Massnahme 
(act. II 444/3). Bereits am 14. September 2023 (act. II 438/2) reichte sie ein 
ärztliches Zeugnis ein, wonach sie für drei Wochen zu 100 % arbeitsun-
fähig sei. Am 22. September 2023 wies die Beschwerdegegnerin die Be-
schwerdeführerin erneut auf die Schadenminderungspflicht hin (act. II 439). 
Nachdem der Hausarzt der Beschwerdeführerin bis zum 5. Oktober 2023 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 22 -

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestierte (act. II 438/2, 440/3, 440/6), 
ersuchte sie ihn um eine weitere Verlängerung, welche jedoch nicht erfolg-
te (act. II 461/14, 461/30). Auch wenn die Beschwerdeführerin in der Folge 
nochmals vom 9. bis 10. Oktober 2023 in der Stiftung D.________ erschien 
(act. II 444/3), erscheint der von ihr behauptete Eingliederungswille nicht 
glaubhaft, sondern ist nach dem Gesagten vielmehr erstellt, dass eine rele-
vante länger dauernde Verschlechterung des Gesundheitszustandes (vgl. 
act. II 450/8, 476/2, 481) und/oder andere entschuldbare Gründe nicht be-
legt sind. Die beruflichen Massnahmen waren somit mangels eines Einglie-
derungswillens der Beschwerdeführerin nicht umsetzbar. Entgegen der 
Beschwerde vom 12. Januar 2024 (S. 2) liegen in den Akten keine Hinwei-
se vor (vgl. act. II 443/3 f.), dass die Beschwerdeführerin die beruflichen 
Massnahmen wieder aufzunehmen gedachte. Dem Vorbringen (Beschwer-
de vom 12. Januar 2024, S. 2), es wären besser geeignete Tätigkeiten in 
einer anderen Eingliederungsstätte durchzuführen gewesen, kann ebenfalls 
nicht gefolgt werden. 

4.3 Nach dem Dargelegten erfüllte die Beschwerdeführerin die Scha-
denminderungspflicht nicht und die Beschwerdegegnerin beendete zu 
Recht die beruflichen Massnahmen und lehnte weitere ab. Die Verfügung 
vom 24. November 2023 (act. II 453) ist nicht zu beanstanden und die Be-
schwerde (IV 200 2024 37) ist abzuweisen.

5.

Nach Abbruch der beruflichen Massnahmen am 11. Oktober 2023 ist in der 
Folge gestützt auf die Akten (bezüglich Arbeitsfähigkeit und Zumutbar-
keitsprofil) zu entscheiden und die erwerblichen Einschränkungen sowie 
der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 23 -

kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 62, 
9C_63/2018 E. 4.4.2). Wird im Rahmen der Invaliditätsbemessung auf Ta-
bellenlöhne abgestellt, so sind die aktuellsten statistischen Daten beizuzie-
hen. Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeit-
punkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten (BGE 150 V 67 
E. 4.2 S. 70). Bezüglich der Anpassung an die Lohnentwicklung ist nach 
Geschlechtern zu differenzieren, d.h. es ist auf den Lohnindex für Frauen 
oder Männer abzustellen (BGE 129 V 408; SVR 2019 IV Nr. 88 S. 296, 
8C_72/2019 E. 4.1).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). 

5.2.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen auf der 
Grundlage des Lohns der Beschwerdeführerin als ... für das Jahr 1993 von 
Fr. 46'920.-- (Fr. 3'910.-- [act. II 1.1/57] x 12; vgl. VGE IV 200 2018 516 
E. 5.2.1). Indexiert auf das Jahr 2023 (Tabelle T1.93, Nominallohnindex 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 24 -

1993-2024, Frauen, Total, 1993: 100; 2023: 142.2) resultiert ein Validen-
einkommen von Fr. 66'720.25 (Fr. 46'920.-- / 100 x 142.2).

5.3

5.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) her-
angezogen werden. Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. 
Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensver-
gleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) aus-
zugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, priva-
ter Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung der standardisierten Brut-
tolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert 
(Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 297). 

5.3.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 
das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-
zen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV 
Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 25 -

5.3.3 Die Beschwerdeführerin hat keine den Beschwerden angepasste 
Anstellung, das Invalideneinkommen ist deshalb gestützt auf die LSE 2022 
(publiziert am 29. Mai 2024), Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher 
Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Privater Sektor, Total, 
Frauen, Kompetenzniveau 1, zu ermitteln. Bei monatlich Fr. 4'367.--, ange-
passt an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit (nach Wirtschaftsab-
teilungen, Total, 2023, 41.7 Stunden), aufgerechnet auf ein Jahr und inde-
xiert auf das Jahr 2023 (Tabelle T1.93, Nominallohnindex 1993-2024, 
Frauen, Total, 2022: 139.7; 2023: 142.2) sowie unter Berücksichtigung der 
zumutbaren Arbeitszeit von 25 Stunden pro Woche, mit einer Leistungs-
minderung von 10 %, resultiert ein hypothetisches Invalideneinkommen von 
Fr. 30'004.75 (Fr. 4'367.-- / 40 x 12 x 25 / 139.7 x 142.2 x 0.9).

Die Beschwerdegegnerin bringt vor (Beschwerdeantwort vom 16. Septem-
ber 2024, S. 2 Rz. 6 f.), es könnte eine reformatio in peius angedroht wer-
den, denn es wäre eigentlich kein Pauschalabzug von 10 % gemäss 
Art. 26bis Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung (IVV; SR 831.201; geltend ab 1. Januar 2024) zu berücksich-
tigen. Obschon hier einzig altes Recht anzuwenden ist (vgl. E. 2.1 hiervor), 
ist ein zusätzlicher Leidensabzug von 10 % nicht zu beanstanden, auch 
wenn dies mit Blick auf die persönlichen und beruflichen Umstände des 
konkreten Einzelfalles (vgl. E. 5.3.2 hiervor) grosszügig erscheint, so ist in 
das Ermessen der Verwaltung nicht einzugreifen. Damit ergibt sich ein hy-
pothetisches Invalideneinkommen von Fr. 27'004.30 (Fr. 30'004.75 x 0.9).

5.4 Bei der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 
Fr. 66'720.25 und des Invalideneinkommens von Fr. 27'004.30 resultiert 
eine Einbusse von Fr. 39'715.95 und damit ein Invaliditätsgrad von gerun-
det 60 % ([Fr. 66'720.25 ./. Fr. 27'004.30] / Fr. 66'720.25 x 100 = 59.52 %). 
Damit hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. 
E. 2.4 hiervor).

5.5 Die angefochtene Verfügung vom 13. Juni 2024 (act. II 477) ist so-
mit nicht zu beanstanden und die Beschwerde (IV 200 2024 555) ist abzu-
weisen.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 26 -

Schliesslich ist bezüglich der Beschwerde vom 11. November 2024 (IV 200 
2024 755) gegen die Verfügung vom 9. Oktober 2024 (act. II 487), mit wel-
cher die Beschwerdegegnerin Fr. 2'775.-- zurückforderte, das Folgende 
erstellt:

6.1 Mit Blick auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV, wonach eine Herabsetzung 
der Rente frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Ver-
fügung folgenden Monats erfolgt, ist das Vorgehen der Beschwerdegegne-
rin, mit Verfügungsdatum vom 13. Juni 2024 werde die Rente per 1. August 
2024 herabgesetzt, korrekt. Dem beschwerdeweisen Vorbringen (Be-
schwerde vom 11. November 2024, S. 1), die Rente hätte unter Berück-
sichtigung der Gerichtsferien erst per Ende August 2024 aufgehoben wer-
den dürfen, kann nicht gefolgt werden.

6.2 Die Beschwerdeführerin rügt demgegenüber zu Recht, dass der 
Besitzstand nicht berücksichtigt worden sei (Beschwerde vom 11. Novem-
ber 2024, S. 1). Die Beschwerdeführerin (geb. 1966) war am 1. Januar 
2022 bereits über 55 Jahre alt, somit bleibt sie im bisherigen Recht (E. 2.1; 
vgl. auch Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2025 S. 2 Rz. 6). Nach dem bis 
zum 31. Dezember 2021 geltenden Recht bedeutet eine wesentliche Ände-
rung einen Wechsel zu einer niedrigeren oder höheren Rentenstufe (Kreis-
schreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen 
Rentensystem [KS ÜB WE IV], Rz. 2006). Entgegen der angefochtenen 
Verfügung vom 9. Oktober 2024 (act. II 487), wonach eine Rente bei einem 
Anspruch von 60 % einer ganzen Rente in der Höhe von Fr. 1'388.-- zuge-
sprochen wurde, hat die Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 
60 % ab 1. August 2024 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (E. 5.4 und 6.1 
hiervor). Damit sind die Höhe der Rente und die Rückforderung neu zu 
berechnen (vgl. auch Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2025, S. 2 Rz. 6 
und Stellungnahme der AKB vom 21. Mai 2025 [act. II 502]).

6.3 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde (IV 200 2024 755) ist die 
Verfügung vom 9. Oktober 2024 (act. II 487) betreffend die Höhe der Rente 
und die Rückforderung aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen, damit sie diese neu berechnet und danach ver-
fügt. Soweit den Zeitpunkt der Rentenherabsetzung betreffend ist die Be-
schwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 27 -

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Beschwerdeführerin unterliegt in den Verfahren IV 200 2024 37 und IV 
200 2024 555 vollumfänglich, während sie im Verfahren IV 200 2024 755 
lediglich hinsichtlich der Rentenhöhe bzw. der Neuberechnung der Rücker-
stattungsforderung obsiegt. Ihr gesamthaftes Obsiegen ist damit als sehr 
gering zu werten und beläuft sich auf rund 10 % des gesamten Verfahrens, 
weshalb die unterliegende Beschwerdegegnerin von den Verfahrenskos-
ten, gerichtlich bestimmt auf total Fr. 1'200.--, Fr. 100.-- zu tragen hat 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Die restlichen Verfahrens-
kosten von Fr. 1'100.-- werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auf-
erlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'600.-- entnommen. 
Vom geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1’600.-- ist der Beschwerdefüh-
rerin die Restanz von Fr. 500.-- nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
zurückzuerstatten.

7.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 13, P 71/00 
E. 4.1). Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Praxisgemäss 
ist dem Gericht bei der Festsetzung der Parteientschädigung ein weiter 
Ermessensspielraum einzuräumen. Im Rahmen seines Ermessens hat das 
Gericht für die Bestimmung der Höhe des Anwaltshonorars die Wichtigkeit 
und Schwierigkeit der Streitsache, den Umfang der Arbeitsleistung und den 
Zeitaufwand des Anwalts zu berücksichtigen (BGE 114 V 83 E. 4b S. 87; 
SVR 2019 IV Nr. 17 S. 51, 9C_321/2018 E. 6.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

- 28 -

Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, war bzw. ist vom TT. MM bis TT. MM 
20JJ und vom TT. MM 20JJ bis TT. MM 20JJ mit einem Berufsausübungs-
verbot belegt (Entscheide der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern 
... und ...; vgl. auch Anwaltsregister des Kantons Bern [<https://...>]). 

Im Beschwerdeverfahren IV 200 2024 755, in welchem die Beschwerdefüh-
rerin teilweise obsiegt, erhob die Rechtsvertreterin am 11. November 2024 
Beschwerde und reichte zudem am 30. Mai 2025 eine weitere Eingabe ein. 
Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ machte in der Kostennote vom 30. Mai 
2025 allein für die Beschwerdesache IV 200 2024 755 (betreffend Rücker-
stattungsverfügung vom 9. Oktober 2024) ein Honorar von Fr. 2'550.-- 
(10.2 Stunden à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 78.50 und MWST 
von Fr. 121.90 (8.1 % von Fr. 2'628.50 [richtig: Fr. 212.90]), total 
Fr. 2'750.40 geltend, was hinsichtlich der sich hier stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen sowie im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen zu hoch 
ist. Denn die Rechtsvertreterin vertritt die Beschwerdeführerin seit Jahren 
und reichte bereits in den Verfahren IV 200 2024 37 und IV 200 2024 555 
Beschwerden ein, weshalb sie Aktenkenntnis hatte. Zudem nahm sie – mit 
Blick auf die Aufstellung im Aufwand betreffend Beschwerde vom 11. No-
vember 2024 gegen die Rückforderungsverfügung vom 9. Oktober 2024 – 
weitere Abklärungen zu den Verfahren IV 200 2024 37 und IV 200 2024 
555 vor (Korrespondenz mit behandelnden Ärzten der Beschwerdeführerin) 
und äusserte sich am 11. November 2024 sowie 30. Mai 2025 teilweise zu 
diesen Verfahren, in denen sie jedoch unterliegt und folglich auch keinen 
Entschädigungsanspruch hat. Damit ist vorliegend die Entschädigung zu 
kürzen und ermessensweise auf pauschal Fr. 500.-- (inkl, Auslagen und 
MWST) festzusetzen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin zu ersetzen.

7.3 In den Beschwerdeverfahren IV 200 2024 37 und IV 200 2024 555 
hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

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1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde (IV 200 2024 755) wird die 
Verfügung vom 9. Oktober 2024 aufgehoben und die Sache wird an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen zur Neuberechnung der 
Rente und der Rückforderung im Sinne der Erwägungen und ansch-
liessender neuen Verfügung.

2. Die Beschwerden (IV 200 2024 37 und IV 200 2024 555) gegen die 
Verfügungen vom 24. November 2023 und 13. Juni 2024 werden ab-
gewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden im Umfang von   
Fr. 100.-- der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt und im 
Umfang von Fr. 1'100.-- der Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufer-
legt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'600.-- entnom-
men. Die Restanz von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin nach 
Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und 
MWST), zu ersetzen. Im Übrigen wird keine Parteientschädigung zu-
gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dezember 2025, IV 200 2024 37

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5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerde-

führerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.