# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61182537-0d38-5094-912a-db89a14fb9aa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 02.10.2014 U 2014 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2014-50_2014-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 14 50

Verwaltungsrichter Stecher als Einzelrichter

und Decurtins als Aktuar ad hoc 

URTEIL
vom 2. Oktober 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend unentgeltliche Rechtspflege (Rückerstattung)

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1. Mit Verfügung vom 18. Mai 2004 wurde A._____ in einem Eheschei-

dungsverfahren vor dem Bezirksgericht B._____ die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt. Nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens 

am 11. August 2004 übernahm der Kanton Graubünden die Gerichts- und 

Anwaltskosten in Höhe von Fr. 2‘645.10.

2. Im Jahre 2008 nahm das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden 

(APZ) erstmals eine Überprüfung der Einkommens- und Vermögensver-

hältnisse von A._____ vor, sah von der Rückerstattung der im Rahmen 

der unentgeltlichen Rechtspflege bevorschussten Kosten mangels positi-

ver Veränderung der finanziellen Lage jedoch vorerst ab.

3. Mit Schreiben vom 16. April 2014 forderte die Steuerverwaltung des Kan-

tons Graubünden A._____ auf, seine wirtschaftlichen Verhältnisse darzu-

legen, woraufhin dieser aber weder die angeforderten Unterlagen noch 

eine Stellungnahme einreichte.

4. Mit Einschreiben vom 12. Mai 2014 wurde A._____ seitens der Steuer-

verwaltung abermals angehalten, die geforderten Unterlagen zur Offenle-

gung seiner finanziellen Situation einzureichen. Dabei wurde er darauf 

hingewiesen, dass bei nicht rechtzeitiger Einreichung der geforderten Un-

terlagen von einer Verbesserung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse 

ausgegangen und die Rückzahlung der bevorschussten Kosten verfügt 

werde.

5. Da sich A._____ auch hierauf nicht vernehmen liess, verpflichtete ihn die 

Steuerverwaltung mit Verfügung vom 3. Juni 2014 zur Rückzahlung des 

bevorschussten Betrages von insgesamt Fr. 2‘645.10 in monatlichen Ra-

ten à Fr. 400.--. Bei Nichteinhaltung der Ratenzahlungstermine würde der 

gesamte Forderungsbetrag fällig werden und es würden Verzugszinsen 

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belastet. Zudem würden bei verspäteter Zahlung Inkassogebühren für die 

zweite Mahnung von Fr. 30.--, für das Betreibungsbegehren von Fr. 50.-- 

und für das Rechtsöffnungsbegehren – je nach Aufwand – von Fr. 80.-- 

bis Fr. 200.-- erhoben.

6. Gegen diese Rückerstattungsverfügung erhob A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer) am 30. Juni 2014 Einsprache an die Steuerverwaltung. 

Er weise die Forderung zurück, da diese aus dem Jahre 2004 stamme 

und im Mai 2012, als er eine Insolvenzerklärung eingereicht habe, nicht 

eingereicht worden und demzufolge nicht im Kollokationsplan aufgeführt 

sei.

7. Am 2. Juli 2014 leitete die Steuerverwaltung die Eingabe des Beschwer-

deführers zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden weiter.

8. In ihrer Vernehmlassung vom 26. August 2014 beantragte die Steuerver-

waltung die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Dabei legte sie die 

durchgeführte Notbedarfsberechnung dar und hielt der Argumentation des 

Beschwerdeführers entgegen, dass der Rückforderungsanspruch erst mit 

der Verbesserung der finanziellen Situation resp. mit der Verfügung der 

Rückerstattung entstehe und deshalb im Rahmen des Privatkonkurses im 

Mai 2012 – weil dannzumal noch nicht bestehend – nicht habe angemel-

det werden müssen.

9. In seiner Replik vom 4. September 2014 vertiefte der Beschwerdeführer 

seinen Standpunkt, wonach die Steuerverwaltung ihre Forderung im Kon-

kursverfahren hätte eingeben müssen. Zudem sei er entgegen der Fest-

stellung der Steuerverwaltung nicht zu neuem Vermögen gekommen. Mit 

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Schreiben vom 10. September 2014 verzichtete die Steuerverwaltung auf 

die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 77 Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide 

betreffend Rückerstattung von erlassenen Kosten innert 30 Tagen seit 

Mitteilung beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefoch-

ten werden. Dass die vorliegende Beschwerde entgegen der Rechtsmit-

telbelehrung auf der angefochtenen Verfügung zunächst bei der Steuer-

verwaltung eingereicht wurde, schadet nicht, da diese die Eingabe ge-

stützt auf Art. 4 Abs. 3 VRG innert Frist zuständigkeitshalber an das Ver-

waltungsgericht weitergeleitet hat. Das Verwaltungsgericht entscheidet 

gemäss Art. 43 Abs. 3 VRG in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der 

Streitwert Fr. 5‘000.-- nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vor-

geschrieben ist. Im vorliegenden Fall beläuft sich die Rückerstattungsfor-

derung auf insgesamt Fr. 2‘645.10, womit der Streitwert unter Fr. 5‘000.-- 

liegt. Da zudem keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist, ist die Zu-

ständigkeit des Einzelrichters gegeben.

b) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Rückerstat-

tungsverfügung der Steuerverwaltung vom 3. Juni 2014. Streitig und zu 

prüfen ist, ob die Rückerstattung des bevorschussten Betrages von 

Fr. 2‘645.10 zu Recht verfügt worden ist.

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2. Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft (BV; SR 101) statuiert einen verfassungsrechtlichen Anspruch ei-

nerseits auf unentgeltliche Prozessführung und andererseits auf unent-

geltliche Verbeiständung. Ersterer betrifft die Befreiung von den Kosten 

für das Tätigwerden der Behörden und Gerichte, während letzterer auch 

dem Unbemittelten einen Rechtsbeistand garantiert. Wird die unentgeltli-

che Rechtspflege gewährt, hat dies aber keine definitive Übernahme der 

Kosten durch den Staat zur Folge. Gelangt die bedürftige Partei im Laufe 

des Verfahrens oder aufgrund des Prozessausgangs in den Besitz aus-

reichender Mittel, kann ihr die unentgeltliche Rechtspflege verweigert 

oder wieder entzogen werden. Im Rahmen der unentgeltlichen Rechts-

pflege ausbezahlte Beträge können ferner selbst nach Erledigung des 

Prozesses zurückverlangt werden, wenn sich die wirtschaftliche Situation 

des Begünstigten ausreichend verbessert hat (vgl. MEICHSSNER, Das 

Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Diss. Ba-

sel 2008, S. 175 f.; BGE 122 I 322 E.2c). Art. 123 Abs. 2 der Schweizeri-

schen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) resp. Art. 77 Abs. 1 VRG hal-

ten denn auch fest, dass eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege 

gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der 

Lage ist.

Materielle Voraussetzung der Rückzahlung ist dabei eine wesentliche 

Verbesserung der finanziellen Verhältnisse, welche es dem einstig Mittel-

losen erlaubt, die vom Staat vorläufig übernommenen Kosten zurückzu-

zahlen, ohne dass sein Lebensunterhalt gefährdet würde. Zur Ermittlung 

der verbesserten finanziellen Situation sind dieselben Grundsätze wie bei 

der Beurteilung eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege heranzu-

ziehen (vgl. MEICHSSNER, a.a.O., S. 176 f.; Urteile des Verwaltungsge-

richts des Kantons Graubünden [VGU] U 12 96 vom 15. Januar 2013 E.2 

und U 11 12 vom 18. November 2011 E.3). Demnach gilt es nachfolgend 

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zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Rückerstattung der bevor-

schussten Kosten angesichts seiner aktuellen Einkommens- und Vermö-

gensverhältnisse zumutbar ist.

3. a) Für die Frage der Rechtmässigkeit der im vorliegenden Fall verfügten 

Rückerstattung ist vorab zu prüfen, ob der Rückerstattungsanspruch der 

Steuerverwaltung überhaupt noch besteht oder ob dieser durch Ver-

jährung (vgl. sogleich Erwägung 3b) oder infolge Nichtgeltendmachung im 

Privatkonkursverfahren (vgl. sogleich Erwägung 3c) untergegangen ist.

b) Im Gegensatz zum Zivilprozess, wo der Richter die Verjährung nicht von 

Amtes wegen, sondern nur auf Einrede hin berücksichtigen darf (Art. 142 

des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zi-

vilgesetzbuches [Obligationenrecht, OR; SR 220]), ist die Verjährung im 

öffentlichen Recht nach ständiger Rechtsprechung und Lehre nämlich von 

Amtes wegen zu berücksichtigen, sofern das Gemeinwesen – wie vorlie-

gendenfalls die Steuerverwaltung – Gläubiger einer Forderung ist (vgl. 

BGE 133 II 366 E.3.3; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 785 f.). Deshalb schadet es nicht, 

dass der Beschwerdeführer den Eintritt der Verjährung vorliegend nicht 

geltend gemacht hat.

Der Rückerstattungsanspruch des Kantons verjährt in zehn Jahren nach 

Rechtskraft des Entscheids (Art. 77 Abs. 1 VRG; Art. 123 Abs. 2 ZPO). 

Die Verjährungsfrist begann im vorliegenden Fall demnach nicht mit der 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege am 18. Mai 2004, sondern 

erst mit Rechtskraft des Entscheids im Ehescheidungsverfahren am 

11. August 2004 zu laufen. Da zur Unterbrechung dieser Frist der Erlass 

einer Verfügung notwendig wäre (vgl. dazu VGU U 11 78 vom 13. De-

zember 2011 E.6b), wurde sie namentlich durch die vom APZ vorgenom-

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menen Abklärungen betreffend die Einkommens- und Vermögensverhält-

nisse des Beschwerdeführers im Jahre 2008 nicht unterbrochen. Folglich 

lief die Verjährungsfrist bis zum 11. August 2014 (vgl. dazu beschwerde-

gegnerische Beilage [Bg-act.] 3), weshalb der Rückforderungsanspruch 

zum Zeitpunkt der Rückerstattungsverfügung am 3. Juni 2014 noch nicht 

verjährt war.

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass der Rückerstattungsanspruch 

der Steuerverwaltung nicht mehr bestehe, da im Rahmen seines Privat-

konkurses im Jahre 2012 keine Rückerstattungsforderung eingereicht 

worden sei und die Forderung deshalb auch nicht im Kollokationsplan er-

scheine. Was den Ablauf eines Privatkonkurses betrifft, ist den Aus-

führungen des Beschwerdeführers in seiner Replik (vgl. Replik vom 

4. September 2014 S.1) grundsätzlich zuzustimmen: Die Gläubiger eines 

konkursiten Schuldners haben ihre Forderungen im Rahmen des öffentli-

chen Schuldenrufes samt Beweismitteln innert eines Monats nach dessen 

Publikation einzugeben (Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 des Bundesgesetzes über 

Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]). Entgegen seiner Auf-

fassung führt eine Nichtanmeldung jedoch nicht dazu, dass ein säumiger 

Schuldner (recte: Gläubiger) „selber Schuld“ ist und seine Forderung nicht 

mehr ohne weiteres verlangen kann. Solche Forderungen können sehr 

wohl noch geltend gemacht werden, wobei die Geltendmachung aber in-

sofern eingeschränkt ist, als die Forderung unverzinslich ist und der 

Schuldner bei einer erneuten Betreibung die Einrede des fehlenden neu-

en Vermögens erheben kann (Art. 267 SchKG; vgl. dazu. M. STAEHELIN, 

in: A. STAEHELIN/BAUER/D. STAEHELIN [Hrsg.], Kommentar zum SchKG III, 

Art. 221 – 352, Basel 1998, Art. 267 Rz. 6).

Der Beschwerdeführer verkennt aber mit seiner Argumentation, dass eine 

Forderung nur eine Konkursforderung sein kann, wenn sie zur Zeit der 

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Konkurseröffnung bereits bestanden hat, d.h. wenn zu diesem Zeitpunkt 

sowohl Rechtsgrund als auch Entstehungsgrund der Forderung bereits 

vorhanden waren (vgl. AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetrei-

bungs- und Konkursrechts, 7. Aufl., Bern 2003, § 42 Rz. 12 f. sowie 

M. STAEHELIN, a.a.O., Art. 267 Rz. 2). Während der Rechtsgrund – näm-

lich Art. 77 Abs.1 VRG resp. Art. 123 Abs. 1 ZPO – selbstredend bereits 

gegeben war, hat der Entstehungsgrund – eine Verbesserung der Ein-

kommens- oder Vermögensverhältnisse, welche dem Beschwerdeführer 

die Rückerstattung der Prozesskosten erlaubt hätte – nicht vorgelegen. 

Dies ergibt sich offenkundig gerade aus der Tatsache, dass der Be-

schwerdeführer zum damaligen Zeitpunkt Privatkonkurs angemeldet hatte 

(vgl. dazu auch die Vernehmlassung vom 26. August 2014 Ziff. 8). Wenn 

man umgekehrt argumentieren würde, dass die Fälligkeit der Nachzah-

lungsforderung bis zum Zeitpunkt der Verwirklichung der Nachzahlungs-

fähigkeit aufgeschoben sei (vgl. BÜHLER, in: HAUSHEER/WALTER [Hrsg.], 

Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band I 

Art. 1 – 149 ZPO, Bern 2012, Art. 123 Rz. 3) und die Forderung zum Zeit-

punkt des Schuldenrufs deshalb schon bestanden habe, weil die Konkur-

seröffnung gemäss Art. 208 Abs. 1 SchKG die Fälligkeit sämtlicher 

Schuldverpflichtungen des Schuldners bewirke, so würde dies nicht nur 

dem Wortlaut von Art. 77 Abs. 1 VRG resp. Art. 123 Abs.1 ZPO, sondern 

auch dem Sinn und Zweck der Instituts der unentgeltlichen Rechtspflege 

widersprechen. Durch die von Gesetzes wegen eintretende Fälligkeit der 

Rückerstattungsforderung würden die bestehenden, sich in der Anmel-

dung des Privatkonkurses manifestierenden finanziellen Probleme näm-

lich zusätzlich verschärfen. Zudem ist festzuhalten, dass die Nachzah-

lungspflicht nicht automatisch mit dem neuen Vermögen entsteht, son-

dern erst, wenn sie ausdrücklich angeordnet resp. verfügt wird (vgl. 

MEICHSSNER, a.a.O., S. 177). Eine derartige Verfügung war bis zum Zeit-

punkt des Privatkonkurses im Jahre 2012 – namentlich nicht nach den er-

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folgten Abklärungen des APZ betreffend die Einkommens- und Vermö-

gensverhältnisse des Beschwerdeführers im Jahre 2008 – nicht ergan-

gen. Im Zeitpunkt des Schuldenrufs hatte deshalb noch keine Rückerstat-

tungsforderung der Steuerverwaltung bestanden, weshalb eine solche 

auch nicht angemeldet werden konnte und musste.

4. a) Nachdem soeben dargelegt wurde, dass der Rückerstattungsanspruch 

der Steuerverwaltung nach wie vor besteht, bleibt im Folgenden zu 

klären, ob diese mit der angefochtenen Verfügung zu Recht eine Rücker-

stattung verfügt hat. Dabei ist vorab festzuhalten, dass das Vorgehen der 

Steuerverwaltung entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 

zu beanstanden ist. Zunächst hat sie den Beschwerdeführer mit Schrei-

ben vom 16. April 2014 unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht aufge-

fordert, seine finanzielle Situation anhand eines beigelegten Formulars of-

fenzulegen und ihm zugleich in Aussicht gestellt, dass bei nicht rechtzeiti-

ger Einreichung der geforderten Unterlagen von einer Verbesserung sei-

ner wirtschaftlichen Verhältnisse ausgegangen und die Rückzahlung der 

bevorschussten Kosten verfügt werde (vgl. Bg-act. 5). Nach verstrichener 

Einreichungsfrist räumte sie ihm am 12. Mai 2014 erneut die Möglichkeit 

ein, zur erwähnten Rückforderung Stellung zu nehmen (vgl. Bg-act. 6). Da 

sich der Beschwerdeführer auf diese Schreiben hin nicht vernehmen liess 

und damit seiner Mitwirkungspflicht (vgl. BÜHLER, a.a.O., Art. 123 Rz. 38) 

nicht nachkam, ist es nicht zu beanstanden, dass sich die Steuerverwal-

tung zur Evaluation der wirtschaftlichen Verhältnisse auf die definitive 

Veranlagungsverfügung der Kantons- und Gemeindesteuer 2012 resp. 

auf eine hypothetische Bedarfsberechnung abgestützt hat (vgl. dazu so-

gleich Erwägung 4c). Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer auch im 

Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens lediglich eine Kontolis-

te einreicht und keinen hinreichend tiefen Einblick in seine finanzielle Si-

tuation gewährt (vgl. beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 4).

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b) Soweit der Beschwerdeführer moniert, dass die Steuerverwaltung selbst 

und nicht etwa eine höhere Gerichtsinstanz von ihm detaillierte Auskünfte 

über seine finanziellen Verhältnisse verlangt habe, ist festzuhalten, dass 

die Steuerverwaltung seit dem 1. Januar 2011 (wie vorher das APZ) über 

die Verpflichtung zur Rückerstattung im Sinne von Art. 77 Abs. 2 VRG zu 

entscheiden hat (vgl. Anhang 1 Ziffer 4 A./f der Regierungs- und Verwal-

tungsorganisationsverordnung [RVOV; BR 170.310]. Damit ist die Steuer-

verwaltung auch zur Erhebung der dafür notwendigen Daten befugt, wo-

bei die betroffene Person zur Mitwirkung verpflichtet ist (vgl. BÜHLER, 

a.a.O., Art. 123 Rz. 38).

c) Auch bei der materiellen Beurteilung ist die Steuerverwaltung korrekt vor-

gegangen. Die zur Verfügung einer Rückerstattung vorausgesetzte Ver-

besserung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers hat sie – 

da gemäss Steuerveranlagung Kantons- und Gemeindesteuer 2012 kein 

steuerbares Vermögen vorliegt – zu Recht anhand einer Notbedarfsbe-

rechnung auf der Grundlage des betreibungsrechtlichen Existenzmini-

mums nach Art. 93 SchKG festgestellt (vgl. die zutreffenden Ausführun-

gen der Steuerverwaltung in der Vernehmlassung vom 26. August 2014 

S. 4 f.). Demnach stehen einem monatlichen Bedarf von Fr. 5‘313.-- Ein-

künfte von monatlich netto CHF 6‘185.-- gegenüber, woraus ein monatli-

cher Überschuss von Fr. 872.-- resultiert. Der Beschwerdeführer macht in 

seiner Replik zwar geltend, dass er über kein neues Vermögen verfüge, 

doch bleibt seine Bestreitung des Überschussbetrages von Fr. 872.-- mit 

dem eingereichten Betreibungsauszug und der Kontoübersicht (vgl. Bf-

act. 3 und 4) zu wenig substantiiert. Der Kritik des Beschwerdeführers, 

wonach die Steuerverwaltung nach ihrem Gutdünken und „ohne Rück-

sicht auf den Schuldner über alle Regeln hinweg“ Forderungen stelle und 

durchsetze, ist ausserdem zu entgegnen, dass er sowohl im Verwal-

tungsverfahren als auch im Rahmen des vorliegenden Beschwerdever-

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fahrens mehrere Möglichkeiten zur Darlegung seiner finanziellen Verhält-

nisse und zur Stellungnahme unbenutzt verstreichen lassen hat.

d) Angesichts des monatlichen Überschusses von Fr. 872.-- ist dem Be-

schwerdeführer die Rückerstattung der bevorschussten Prozesskosten 

zum jetzigen Zeitpunkt zuzumuten, weshalb die verfügte ratenweise 

Rückerstattung gerechtfertigt ist. Die angefochtene Verfügung erweist 

sich somit als rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten gestützt auf Art. 73 

Abs. 1 VRG zu Lasten des Beschwerdeführers. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung wird der Steuerverwaltung nicht zugesprochen, da diese 

lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 

VRG).

Demnach erkennt der Einzelrichter

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 248.--

zusammen Fr. 748.--

gehen zu Lasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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4. [Mitteilungen]