# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eeae663-e3a4-56b8-852c-61ccec01cdbe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.05.2016 D-913/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-913-2014_2016-05-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-913/2014/was 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  M a i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 

Richterin Barbara Balmelli, 

Richter Hans Schürch, 

Gerichtsschreiberin Constance Leisinger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,   

vertreten durch Ozan Polatli, Advokatur Gysin + Roth,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisung);  

Verfügung des BFM vom 21. Januar 2014 / N (…). 

 

 

 

D-913/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A. Der Beschwerdeführer – syrischer Staatsbürger kurdischer Ethnie – ver-

liess eigenen Angaben gemäss am 16. Juli 2010 den Heimatstaat zusam-

men mit seinem Bruder (B._______; N […]; D[…]) und gelangte am 21. Au-

gust 2010 in die Schweiz, wo er am 24. August 2010 um Asyl nachsuchte. 

Am 8. September 2010 wurde er summarisch zu seiner Person, dem Rei-

seweg und seinen Asylgründen (BzP) befragt; am 11. Oktober 2010 wurde 

er einlässlich zu seinen Asylgründen angehört.  

Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen geltend, er sei etwa fünf Monate vor seiner Ausreise aus dem 

Heimatstaat Sympathisant der syrisch-kurdischen Partei PYD (Partiya Ye-

kitîya Demokrat; Demokratische Einheitspartei) geworden, vorher sei dies 

nicht möglich gewesen, weil er noch minderjährig gewesen sei. Er habe in 

der familieneigenen Druckerei gearbeitet, welche von seinem Bruder 

B._______ und dem Cousin C._______ geführt worden sei. Am 25. Mai 

2010 habe er zusammen mit seinem Bruder B._______ an einer Sitzung 

der PYD teilgenommen. Anlässlich dieser sei sein Bruder B._______ da-

rum gebeten worden, ein Flugblatt für die Partei zu vervielfältigen. In die-

sem sei es unter anderem um die geplante Enteignung von Ländereien der 

kurdischen Bevölkerung gegangen. Aufgrund der grossen Auftragslage in 

der Druckerei seien sie jedoch beide nicht dazugekommen, die Kopien so-

fort zu machen. Sein Bruder B._______ habe ihn am darauffolgenden Tag 

mit dem Vervielfältigen beauftragt, da dieser anderweitig zu tun gehabt 

habe. Er habe daraufhin etwa 50 Kopien gemacht, den Auftrag aber nicht 

beenden können, da er zu viel zu tun gehabt habe. Auch am Vormittag des 

27. Mai 2010 hätten sie keine Zeit gefunden, den Auftrag abzuschliessen. 

Am Mittag desselben Tages hätten die Sicherheitsbehörden die Druckerei 

durchsucht und die besagten Parteipapiere beschlagnahmt. Er und sein 

Bruder B._______ seien zu dieser Zeit nicht in der Druckerei sondern bei 

der Schwester in D._______ zum Mittagessen gewesen. Jedoch habe sich 

der Cousin C._______ in der Druckerei aufgehalten und sei in der Folge 

verhaftet worden. Die Sicherheitskräfte hätten anschliessend sein Eltern-

haus durchsucht. Im Zuge der Durchsuchung sei im Zimmer seines Bru-

ders B._______ eine Harddisk konfisziert worden, auf der Fotos und Infor-

mationen zu kurdischen Veranstaltungen gespeichert gewesen seien. Da 

er und der Bruder B._______ nicht zu Hause gewesen seien, habe man an 

ihrer Stelle den Vater verhaftet. Über diese Ereignisse seien sie durch ei-

nen Onkel informiert worden, als sie sich noch bei der Schwester aufge-

halten hätten. Auf Anraten dieses Onkels hätten sie sich umgehend nach 

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E._______ zu einem Freund der Familie begeben und sich dort bis zur 

Ausreise versteckt gehalten. Der Cousin C._______ sei bis zum 25. August 

2010 in Haft gewesen; sein Vater sei während 15 Tagen inhaftiert gewesen 

und auch gefoltert worden. Die Behörden hätten noch bis zu der im Juli 

erfolgten Ausreise mehrfach zu Hause nach ihm und seinem Bruder 

B._______ gesucht. Im Juni 2010 sei sodann eines der Felder der Familie 

in Brand gesteckt worden.  

Im Rahmen weiterer Eingaben im vorinstanzlichen Verfahren datierend 

vom 13. Januar 2011, 12. Juli 2011, 28. Februar 2012, 14. August 2012, 

4. Oktober 2012 und 25. Juni 2013 führte der Beschwerdeführer zur Be-

gründung seines Asylgesuches ergänzend aus, sein Cousin F._______, 

bei welchem es sich auch um den Mann seiner Schwester handle, habe 

für die PYD gearbeitet und sei am 3. November 2010 verhaftet worden. 

Sodann seien sein Vater und sein Bruder G._______ am 26. Juni 2011 ver-

haftet und der Bruder an seiner Stelle in den Militärdienst rekrutiert worden. 

Er befinde sich seit Anfang September 2012 im Militäreinsatz in 

H._______. Der Vater werde in Syrien aufgrund seiner Flucht und der sei-

nes Bruders von den Behörden unter Druck gesetzt. Er arbeite in einer 

öffentlich rechtlichen Anstalt und erhalte seit zwei Monaten keinen Lohn 

mehr. Die syrischen Behörden würden ihn, den Beschwerdeführer, über-

dies suchen, weil er seiner Militärdienstpflicht nicht nachgekommen sei. 

Zudem sei der Cousin I._______ bei dem Versuch, aus dem Militärdienst 

zu desertieren, getötet worden. Ein weiterer seiner Brüder, J._______, sei 

ebenfalls geflüchtet und lebe inzwischen als Flüchtling im Irak. Er selbst 

sei in der Schweiz zwischenzeitlich exilpolitisch tätig und Mitglied der PYD 

Schweiz. 

Zum Beweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer eine Kopie sei-

ner Identitätskarte, eine Kopie seines Führerausweises, einen Zivilregister-

auszug, den Geburtsschein sowie eine Kopie des Auszuges aus dem Fa-

milienregister ein. Zur Untermauerung seines Vorbringens reichte der Be-

schwerdeführer auszugsweise Kopien aus seinem Militärbüchlein, die Ko-

pie einer Zuteilung zum Reservedienst seinen Bruder B._______ betref-

fend, die Kopie des UNHCR Flüchtlingsausweises für K._______ seinen 

Bruder J._______ betreffend, die Kopie eines Dokuments der Polizeistelle 

L._______, bei welchem es sich um einen ihn betreffenden „Haftbefehl“ 

vom 9. Juli 2011 handeln soll, ein Foto, welches anlässlich einer Newroz-

Feier der PYD in Syrien im 2009 entstanden sein soll, Internetberichte aus 

dem Jahre 2010 über die Inhaftierung seines Schwagers, sowie einen In-

ternetbericht über die Tötung seines Cousins I._______ vom Februar 2012 

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ein. Soweit seine exilpolitische Tätigkeit in der Schweiz betreffend wurden 

sodann Fotoaufnahmen und Internetberichte eingereicht, welche den Be-

schwerdeführer bei der Teilnahme an verschiedenen Demonstrationen in 

der Schweiz zeigen sollen. Eingereicht wurde sodann auch ein Beitrittsfor-

mular der PYD-Partei Schweiz. 

B.  

Am 8. Dezember 2010 ersuchte die Vorinstanz die Schweizerische Vertre-

tung in Damaskus um Abklärungen zur Person des Beschwerdeführers. 

Am 5. Januar 2011 übermittelte diese das Ergebnis ihrer Abklärungen, wo-

nach der Beschwerdeführer Bürger Syriens sei, einen syrischen Pass ha-

ben könne, nicht von den syrischen Behörden gesucht werde und betref-

fend seine Person bei den Migrationsbehörden keine Bewegung registriert 

worden sei.  

C.  

Am 17. Juli 2013 wurde dem Beschwerdeführer das Abklärungsergebnis 

der Schweizerischen Botschaft zur Kenntnis gebracht und ihm Frist zur 

Stellungnahme gesetzt.  

D.  

Am 31. Juli 2013 nahm der Beschwerdeführer zum Abklärungsergebnis 

Stellung. 

E.  

Mit Verfügung vom 21. Januar 2014 – eröffnet am 22. Januar 2014 – wies 

die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete 

dessen Wegweisung an. Mit gleichem Entscheid wurde der Vollzug der 

Wegweisung aufgrund der in Syrien herrschenden Lage als unzumutbar 

erachtet und der Beschwerdeführer vorläufig in der Schweiz aufgenom-

men. 

F.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer – handelnd durch 

seinen Rechtsvertreter – mit Eingabe vom 21. Februar 2014 beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde. Beantragt wurde die Aufhebung der Dis-

positivziffern 1 - 3 der angefochtenen Verfügung sowie die Asylgewährung. 

In formeller Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG (SR 

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172.021) i.V.m. Art. 110a AsylG (SR 142.31) und um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses sowie um Ansetzung einer Frist zur Einrei-

chung weiterer Beweismittel.  

G.  

Am 28. Februar 2014 wurde der Eingang der Beschwerde bestätigt. 

H.  

Mit Verfügung vom 6. März 2014 stellte die zuständige Instruktionsrichterin 

fest, dass der Beschwerdeführer den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten könne, verschob den Entscheid über das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung auf 

einen späteren Zeitpunkt, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und setzte dem Beschwerdeführer Frist zum Nachweis seiner 

Mittellosigkeit und zur Einreichung der in Aussicht gestellten Beweismittel. 

I.  

Mit Eingabe vom 7. April 2014 reichte der Beschwerdeführer weitere Be-

weismittel zu den Akten, namentlich eine Mitgliedschaftsbestätigung der 

PYD Syrien sowie ein Schreiben der Lokaldirektion der Provinz al-Hasaka 

betreffend die Schliessung der familieneigenen Druckerei.  

J.  

Am 9. April 2014 wurde die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlas-

sung eingeladen.  

K.  

Mit Vernehmlassung vom 6. Mai 2014 hielt die Vorinstanz an ihren Erwä-

gungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.  

L.  

Mit Eingabe vom 10. Juni 2014 nahm der Beschwerdeführer zur  

vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung.  

M.  

Mit Eingabe vom 19. Juni 2014 reichte der Beschwerdeführer die bereits 

im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Kopie eines ihn betreffenden 

Dokuments der Polizeistelle L._______ vom 9. Juni 2011 zu den Akten und 

führte aus, dieses Dokument stelle einen Haftbefehl dar, aus welchem Her-

vorgehe, dass er von den syrischen Behörden gesucht werde, weil er dem 

Militärdienst ferngeblieben sei. Zudem wurde auf das bereits eingereichte 

Militärbüchlein hingewiesen. 

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Seite 6 

N.  

Mit Eingabe vom 2. April 2015 wurde auf einen Entscheid des BVGer zur 

Frage der Wehrdienstverweigerung und die dem Beschwerdeführer im Hei-

matstaat drohende Haftstrafe verwiesen.  

O.  

Am 3. August 2015 wurde ein Schreiben in Kopie eingereicht, bei welchem 

es sich um ein "Erinnerungsschreiben" der syrischen Behörden zum "Auf-

gebot" in den Militärdienst handeln soll. Die Einreichung des Originals 

wurde in Aussicht gestellt.  

P.  

Mit Eingabe vom 27. August 2015 wurde das in Aussicht gestellte Original 

des besagten "Erinnerungsschreibens" sowie zwei Länderberichte der 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH), namentlich ein Bericht vom 

30. Juli 2014 betreffend die Rekrutierung durch die syrische Armee und ein 

solcher vom 28. März 2015 betreffend die Mobilisierung der syrischen Ar-

mee eingereicht. Ersucht wurde allenfalls um Rückweisung an die Vo-

rinstanz zum neuen Entscheid, dies vor dem Hintergrund des neuen "Auf-

gebots", welches zum Zeitpunkt der vorinstanzlichen Verfügung noch nicht 

habe berücksichtigt werden können. 

Q.  

Mit Eingabe vom 30. September 2015 wurde ein Dokument zu den Akten 

gereicht, bei welchem es sich um das syrische Militärdienstbuch des Be-

schwerdeführers im Original handeln soll. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

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Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

1.4 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des 

Vollzuges der Wegweisung nach Syrien in der Schweiz vorläufig aufge-

nommen. Entsprechend der Beschwerdeanträge beschränkt sich die Prü-

fung auf die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung so-

wie die durch die Vorinstanz angeordnete Wegweisung.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als 

ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Le-

bens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psy-

chischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

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Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

3.3 Glaubhaft ist das Vorbringen grundsätzlich dann, wenn es genügend 

substantiiert, in sich schlüssig und plausibel ist; es darf sich nicht in vagen 

Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich 

sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder 

der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die ge-

suchstellende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbeson-

dere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tat-

sachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens 

Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangeln-

des Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. 

Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – 

ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Ein-

wände und Zweifel am Vorbringen der asylsuchenden Person. Entschei-

dend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung die Gründe, die für die 

Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, 

überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustel-

len (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1 S. 142 f.; BVGE 2012/5 E. 2.2 S. 43 f.; BVGE 

2010/57 E. 2.3 S. 826 f.). 

4.  

4.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führte die Vorinstanz im 

Wesentlichen aus, dass sich die Vorbringen des Beschwerdeführers in Be-

zug auf seine fluchtbegründenden Umstände als unglaubhaft erweisen 

würden. So habe der Beschwerdeführer nur kurze, stereotype Ausführun-

gen bezüglich seiner Beweggründe für sein Parteiengagement machen 

können. Auch erstaune seine Unkenntnis darüber, wie man Mitglied der 

Partei werden könne. Es könne zudem davon ausgegangen werden, dass 

eine Person, welche an Sitzungen der PYD teilnehme, sich bereits in deren 

Vertrauenskreis befinde, mit weiterführenden Parteiaktivitäten betraut 

würde, als lediglich mit dem einmaligen Kopieren von Flugblättern oder der 

Diskussion mit Jugendlichen über die Partei. Was den vorgebrachten Auf-

trag zur Vervielfältigung des Parteidokuments anbelange, sei angesichts 

der Brisanz des Dokumentes nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerde-

führer die gefertigten Kopien nicht versteckt habe. Widersprüchlich seien 

auch die vom Beschwerdeführer geschilderten Umstände, unter denen er 

von der behördlichen Durchsuchung und der Suche nach ihm und seinem 

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Bruder B._______ erfahren haben wolle. Zudem seien die im Verfahren 

angekündigten Dokumente aus der Druckerei bezeichnenderweise nie ein-

gereicht worden. Festzustellen sei auch, dass der Beschwerdeführer ge-

mäss der Schweizerischen Vertretung in Damaskus in Syrien von keiner 

Behörde gesucht werde. Soweit der Beschwerdeführer die Verlässlichkeit 

dieses Berichts sowie der Auskunftsperson bemängle, würde dies am Ab-

klärungsergebnis und den Zweifeln an dessen Wahrheitsgehalt nichts än-

dern. Auch dass dem Beschwerdeführer nach seiner Ausreise verschie-

dene behördliche Dokumente ausgestellt worden seien, spreche gegen 

eine Suche nach ihm. 

Aufgrund der Unglaubhaftigkeit der Aussagen in Bezug auf die fluchtbe-

gründenden Umstände sei der angeblichen Reflexverfolgung von Famili-

enmitgliedern im Heimatstaat von vornherein die Grundlage entzogen. Es 

könne auch ausgeschlossen werden, dass dieses angeblich erneute Inte-

resse der Behörden mit einem Aufgebot zum Militärdienst im Zusammen-

hang stehe, habe er diese Furcht doch erst später geltend gemacht. Der 

Beschwerdeführer habe seine Furcht vor dem Militärdienst sodann weder 

an der Befragung noch anlässlich seiner Anhörung vorgebracht, sondern 

erstmals in der Eingabe vom 28. Februar 2012. Entsprechend sei davon 

auszugehen, dass er zum Zeitpunkt seiner Ausreise nicht zum Militärdienst 

aufgeboten gewesen sei. Auch sei ein Aufgebot nach der erfolgten Aus-

reise wenig wahrscheinlich; bezeichnenderweise habe der Beschwerde-

führer bisher keinen schriftlichen Marschbefehl eingereicht. Der einge-

reichte Polizeirapport vom 9. Juni 2011, aus welchem sich ergebe, dass 

die Eltern des Beschwerdeführers gegenüber der Polizei angegeben hät-

ten, dass sich ihr Sohn zu Studienzwecken im Ausland aufhalte, weise Un-

gereimtheiten auf. Insbesondere handle es sich um ein internes Polizeido-

kument, weshalb fraglich sei, wie der Beschwerdeführer in dessen Besitz 

gekommen sei. Weiter sei nicht nachvollziehbar, wieso der Beschwerde-

führer bereits acht Monate bevor er in der Schweiz den Militärdienst gel-

tend gemacht habe, von den Behörden gesucht worden sein soll. Nicht 

nachvollziehbar sei auch, wieso sein Vater erst am 26. Juni 2011 verhaftet 

worden sei. Das aus dem Polizeirapport ersichtliche Vorgehen der Behör-

den sei zudem erfahrungswidrig und entspreche nicht dem amtlichen 

Dienstweg bei der Suche nach Dienstpflichtigen. Die Kopie nur der ersten 

Seiten des Militärbüchleins, in welchem nur die Personalien verzeichnet 

seien, verfüge bezüglich eines Dienstaufgebotes über keinerlei Informati-

onswert. Vielmehr stütze die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die 

nachfolgenden Seiten, aus denen nähere Informationen ersichtlich seien, 

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nicht einreiche, die Zweifel an der Dienstpflicht. Zudem seien solche Be-

weismittel im Heimatstaat des Beschwerdeführers leicht beschaffbar. 

Sodann stelle die Verhaftung eines Cousins im Heimatsaat und die Tötung 

eines anderen Cousins bei einem Desertionsversuch, sowie die Flucht ei-

nes Bruders (nach) K. (Land)_____ keine gezielt gegen den Beschwerde-

führer gerichtete Verfolgung dar. Es bestünden überdies keine Anhalts-

punkte dafür, dass der Beschwerdeführer aufgrund dieser Ereignisse im 

Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat eine begründete Furcht vor Ver-

folgung haben müsse.  

Bezüglich der exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers sei ge-

stützt auf die eingereichten Beweismittel festzustellen, dass dieser sich 

durch die Teilnahme an regimekritischen Kundgebungen und deren bildli-

chen Dokumentation nicht wesentlich von der grossen Masse unter-

scheide. Auch das eingereichte Anmeldeformular für die PYD Schweiz, 

welches noch nicht einmal seine Mitgliedschaft bestätige, sage nichts über 

das Ausmass seiner exilpolitischen Betätigungen aus. So sei er zwar an-

lässlich der Demonstrationen optisch als Regimegegner in Erscheinung 

getreten, habe aber keine hervorstechende Rolle eingenommen. 

4.2 Dem hielt der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im We-

sentlichen entgegen, normalerweise seien Dokumente der Partei, welche 

sie in der familieneigenen Druckerei vervielfältigt hätten, nach dem Druck 

sofort abgeholt und verteilt worden. Im besagten Fall sei dies aber nicht 

wie üblich geschehen. Es habe in der Druckerei weder einen Keller noch 

einen Estrich gegeben, wo man die Dokumente hätte verstecken können. 

So habe er die Dokumente in der Not mit einem Buch abdecken müssen. 

Er habe jeden Tag damit gerechnet, dass die Dokumente abgeholt würden, 

was aber nicht geschehen sei. Die Botschaftsabklärung sei – wie in der 

Eingabe vom 31. Juli 2013 bereits ausgeführt – aus dem Recht zu weisen. 

Bei den von ihm auf Verlangen der Vorinstanz eingereichten Zivilstands-

dokumenten handle es sich nicht um politisch brisante Dokumente, wes-

halb er diese durch Entrichtung einer Gebühr ohne Probleme im Heimat-

staat habe einholen können. Über eine behördliche Suche seien lediglich 

die Grenzwachen, Strafverfolgungsbehörden und die Polizei informiert. 

Aus der Einholung dieser Dokumente könnten daher keine Rückschlüsse 

auf die Glaubhaftigkeit seines Vorbringens gemacht werden.  

Zur fortwährenden behördlichen Suche nach ihm auch nach der erfolgten 

Ausreise und der Reflexverfolgung seiner Angehörigen sei festzuhalten, 

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dass es bekannt sei, dass man in seinem Heimatstaat Regimegegner sys-

tematisch verfolge und foltere. Ebenso sei bekannt, dass die Flucht ins 

Ausland eine Reflexverfolgung begründe. Er halte überdies daran fest, 

zum Militärdienst aufgeboten worden zu sein. Die behördliche Schliessung 

der Druckerei werde sodann durch die eingereichte Bestätigung der Lokal-

direktion des Umweltministeriums der Provinz al-Hasaka vom 23. März 

2014 bestätigt.  

4.3 Die Vorinstanz hielt den Ausführungen in der Vernehmlassung vom 

6. Mai 2015 im Wesentlichen entgegen, der Beschwerdeführer habe bis 

anhin explizit angegeben, er sei kein Mitglied sondern nur Sympathisant 

der PYD gewesen und habe im Rahmen der Anhörung nicht anzugeben 

vermocht, wie man Mitglied der Partei werden könne. Die vom Rechtsver-

treter nunmehr geltend gemachte angeblich bereits im Heimatstaat bestan-

dene Parteimitgliedschaft sei mithin nachgeschoben und unglaubhaft, und 

dem eingereichten Bestätigungsschreiben der PYD komme ein geringer 

Beweiswert zu. Auch das Vorbringen in der Rechtsmittelschrift, wonach der 

Beschwerdeführer regelmässig Flugblätter vervielfältigt habe, stehe in Wi-

derspruch zu den Aussagen des Beschwerdeführers, der im Rahmen der 

Anhörung vorgetragen habe, nur einmal Flugblätter vervielfältigt zu haben. 

Sofern nunmehr auf Beschwerdeeben geltend gemacht werde, der Be-

schwerdeführer sei zum Reservedienst aufgeboten worden, sei dies wider-

sprüchlich, da er im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht habe, für 

den Grunddienst aufgeboten worden zu sein. Es sei jedoch zwischen Mili-

tärdienst und Reservedienst klar zu unterscheiden. Schliesslich vermöge 

auch das eingereichte Dokument bezüglich der Druckerei den asylrechtlich 

relevanten Sachverhalt nicht glaubhaft zu machen. 

4.4 In seiner Replik führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, er 

habe seine Mitgliedschaft bei der PYD mit dem Bestätigungsschreiben klar 

nachgewiesen. Die PYD Syrien rufe die PYD Schweiz jeweils vor der Be-

stätigung an und versichere sich, dass sich die Person weiterhin für die 

Partei engagiere. Zum Zeitpunkt der Anhörung sei er achtzehn Jahre alt 

gewesen und habe den Unterschied zwischen Sympathisant und Mitglied 

nicht gekannt. Das Wort Sympathisant habe er vor dem Erlass der vor-

instanzlichen Verfügung gar nicht gekannt. Vermutlich habe ihn der Dol-

metscher, der Sorani und nicht Kurmanci gesprochen habe, falsch verstan-

den. Dass er die Mitgliedschaft erst jetzt nachweise, könne ihm nicht vor-

geworfen werden, habe ihn doch die Vorinstanz auch nicht schon im Rah-

men der Anhörung mit den Unglaubhaftigkeitselementen konfrontiert. Erst 

als er in der angefochtenen Verfügung von diesen erfahren habe, habe er 

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sich um Beweismittel bemüht. Er sei zum Zeitpunkt seiner Flucht aus Sy-

rien erst achtzehn Jahre alt gewesen, weshalb er nicht so oft Flugblätter 

gedruckt und verteilt habe, wie sein Bruder. Schliesslich müsse in Syrien 

jeder Volljährige ins Militär einrücken, ausser bei schweren Erkrankungen. 

Entgegen den irrtümlichen Angaben in der Beschwerdeschrift handle es 

sich um ein normales Militäraufgebot. Das Aufgebot zur Reserveeinheit be-

treffe seinen Bruder, bei dem ebenfalls eine Beschwerde am Bundesver-

waltungsgericht hängig sei. Es habe hier seitens der Rechtsvertretung eine 

Verwechslung stattgefunden. Er habe Syrien illegal verlassen. Die Behör-

den, die davon ausgegangen seien, dass er noch im Land sei, hätten ihn 

aufgeboten. Weil er diesem Aufgebot keine Folge geleistet habe, drohe ihm 

nun eine unverhältnismässig hohe Strafe.  

5.  

Vorliegend ist die vorinstanzliche Verfügung zunächst insoweit zu bestäti-

gen, als das Vorbringen des Beschwerdeführers zu den fluchtbegründen-

den Umständen im Heimatstaat als unglaubhaft zu erachten ist.  

5.1 Schon hinsichtlich des vom Beschwerdeführer geltend gemachten po-

litischen Engagements für die PYD im Heimatstaat ist in Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz festzustellen, dass das Vorbringen Ungereimtheiten 

ausweist. So sind die Angaben des Beschwerdeführers über seine persön-

liche Motivation, die PYD zu unterstützen sowie zu seinem konkreten En-

gagement für die Partei nicht substanziiert und vermögen nicht den Ein-

druck zu vermitteln, dass es sich beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 

der Ausreise um eine politisch engagierte Person gehandelt hat (vgl. vo-

rinstanzliche Akten act. A 1 S. 7; A 22 S. 115 ff.). Zutreffend weist die Vo-

rinstanz auch auf die widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers 

hin, soweit sie die Frage betreffen, ob er im Heimatstaat Mitglied der PYD 

gewesen sei oder lediglich Sympathisant. So führte er anlässlich der An-

hörung explizit aus, er sei im Heimatstaat etwa fünf Monate vor seiner Aus-

reise Sympathisant der Partei geworden (vgl. act. A 1 S. 7, A 22 S. 9, F. 84, 

F 87), demgegenüber machte er auf Beschwerdeebene geltend, er sei be-

reits im Heimatstaat Parteimitglied gewesen und reichte in diesem Zusam-

menhang ein Bestätigungsschreiben der PYD Syrien vom 4. April 2014 ein, 

in welchem seine Mitgliedschaft ab dem 15. März 2010 bestätigt wird (vgl. 

Beschwerdedossier act. 5, Beilage 1). Diesen relevanten Widerspruch, auf 

den die Vorinstanz in der Vernehmlassung zutreffend verwiesen hat (Be-

schwerdedossier act. 8), vermochte der Beschwerdeführer im folgenden 

Schriftenwechsel nicht plausibel aufzulösen, sondern hielt dem lediglich 

entgegen, dass er angesichts seines noch jungen Alters den Unterschied 

D-913/2014 

Seite 13 

zwischen einer Mitgliedschaft und blosser Sympathie nicht kenne. Dieses 

Vorbringen ist vor dem Hintergrund seiner expliziten Ausführungen im Rah-

men der vorinstanzlichen Anhörung (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 

F. 95) jedoch nicht glaubhaft und als Schutzbehauptung zu bewerten. Auch 

ein Übersetzungsfehler seitens des Dolmetschers, wie vom Beschwerde-

führer geltend gemacht (vgl. Beschwerdedossier act. A 12 S. 2), kann vor-

liegend ausgeschlossen werden, denn es ergeben sich aus den Befra-

gungsprotokollen keine Verständigungsschwierigkeiten mit diesem. Der 

Beschwerdeführer bestätigte denn auch zu Beginn der Befragung und der 

einlässlichen Anhörung jeweils, dass er den Dolmetscher gut verstehe (vgl. 

vorinstanzliche Akten act. A 1 S. 2 und A 22 F 1) und machte im weiteren 

Verlauf keine gegenteiligen Anmerkungen. Die Befragungsprotokolle be-

stätigte er sodann nach einer entsprechenden Rückübersetzung unter-

schriftlich als richtig und vollständig (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 1 

S. 10; A 22 S. 16). Als tatsachenwidrig erweist sich in diesem Zusammen-

hang die Behauptung auf Beschwerdeebene, dass die Vorinstanz einen 

Sorani-sprechenden Dolmetscher aufgeboten habe und keinen Kurdisch-

Kumanci Sprechenden (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 1 S. 10; A 22 

S. 16). Aufgrund dieser Erwägungen kommt dem erst auf Beschwerde-

ebene eingereichten Bestätigungsschreiben der Partei zur Mitgliedschaft 

des Beschwerdeführers seit März 2010 kaum Beweiswert zu, zumal die 

Bestätigung offenbar kurz nach der abweisenden vorinstanzlichen Verfü-

gung ausgestellt wurde. Der Argumentation des Beschwerdeführers auf 

Beschwerdeebene, wonach er die Beschaffung dieses Beweismittels erst 

für nötig befunden habe, nachdem er mit der vorinstanzlichen Verfügung 

konfrontiert gewesen sei, kann nicht gefolgt werden, wurde der Beschwer-

deführer doch wiederholt auf seine Mitwirkungspflicht aufmerksam ge-

macht und ist sein Engagement für die Partei ein zentrales Element seiner 

Asylbegründung.  

5.2 Gewichtige Zweifel bestehen sodann hinsichtlich der geltend gemach-

ten Ereignisse im Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer bzw. sei-

nem Bruder in Auftrag genommenen Vervielfältigung von Parteiunterlagen. 

So machte der Beschwerdeführer in der Anhörung zunächst geltend, er 

habe nur dieses besagte Mal am 26. Mai 2010 Unterlagen für die Partei 

vervielfältigt nachdem sein Bruder ihm den Auftrag hierzu erteilt habe, da 

dieser aus Zeitgründen selbst nicht zum Vervielfältigen gekommen sei (vgl. 

vorinstanzliche Akten A 22 F. 65, F 115 ff.). Auf Beschwerdeebene wurde 

demgegenüber ausgeführt, der Beschwerdeführer habe als Mitglied der 

Partei regelmässig für diese Flugblätter vervielfältigt (vgl. Beschwerdedos-

sier act. 1 S. 7). Nachdem die Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlassung 

D-913/2014 

Seite 14 

zutreffend auf diesen Widerspruch hingewiesen hat (vgl. Beschwerdedos-

sier act. 8), relativierte der Beschwerdeführer im Rahmen der Replik sein 

Vorbringen erneut und führte aus, er habe aufgrund seines Alters noch 

nicht so viele "Flugblätter gedruckt und verteilt wie sein Bruder B._______" 

(vgl. Beschwerdedossier act. 12 S. 2).  

Zutreffend verweist die Vorinstanz sodann darauf, dass die vom Beschwer-

deführer beschriebenen Umstände, wie er mit dem in Rede stehenden Auf-

trag umgegangen sein will, ebenfalls nicht glaubhaft erscheinen. So ver-

mochte er bereits nicht nachvollziehbar zu erklären, warum er den Auftrag 

am 26. Mai 2010 nicht zu Ende geführt hat, obwohl er nach eigenen Anga-

ben mit diesem bereits begonnen und 50 Kopien gefertigt haben will. Sein 

Vorbringen, er sei aufgrund der grossen Auftragslage und wegen der lau-

fenden Schulprüfungen nicht dazugekommen, ist angesichts der Brisanz 

des Auftrags und der Möglichkeit, in der familieneigenen Druckerei auch 

ausserhalb der Geschäftszeiten, Dokumente zu vervielfältigen nicht 

schlüssig. Als wesentlich zu erachten ist sodann die Unkenntnis des Be-

schwerdeführers in Bezug auf die Anzahl der von ihm zu fertigenden Ko-

pien. Es widerspricht der Logik des Handelns, dass der Beschwerdeführer 

von seinem Bruder mit dem Kopieren beauftragt worden sein soll, ohne 

deren gewünschte Anzahl zu wissen. Seine rechtfertigenden Ausführun-

gen, dies sei geheim gehalten worden (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 

F. 75), kann daher nur als Schutzbehauptung gewertet werden. 

Unlogisch erscheint sodann die Aussage des Beschwerdeführers, dass er 

die Unterlagen ohne grössere Sicherheitsvorkehrungen in ein Regal der 

Druckerei gelegt haben wolle (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 F. 65). 

Sein Vorbringen auf Beschwerdeebene, dass die Druckerei weder über ei-

nen Estrich noch über einen Keller verfügt habe (vgl. Beschwerdedossier 

act. 1 S. 7), ändert daran nichts, denn es ist anzunehmen, dass in einer 

Druckerei, an welche eine Buchhandlung bzw. Papeterie angeschlossen 

sind, Möglichkeiten bestehen, die Unterlagen zu verstecken. Es sei in die-

sem Zusammenhang daran erinnert, dass der Beschwerdeführer selbst 

geltend gemacht hat, aufgrund des Auffindens dieser in seiner Wahrneh-

mung brisanten Unterlagen eine mehrjährige Haftstrafe befürchten zu müs-

sen. Er hat diesen Unterlagen mithin ein grosses Gefahrenpotential zuge-

messen. Soweit er auf Beschwerdeebene vorbringt, er habe jederzeit mit 

der Abholung der Flugblätter gerechnet (vgl. Beschwerdedossier act. 1 

S. 7), sind diese Ausführungen insofern nicht kongruent, als sie den Aus-

sagen des Beschwerdeführers im erstinstanzlichen Verfahren entgegen-

D-913/2014 

Seite 15 

stehen, wonach der Auftrag zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung der Un-

terlagen gerade noch nicht ausgeführt worden war (vgl. vorinstanzliche Ak-

ten act. A 22 F 65). Festzustellen ist sodann, dass der Beschwerdeführer 

im laufenden Verfahren keine entsprechenden Unterlagen eingereicht hat, 

die er bzw. sein Bruder B._______ von der Partei zum Vervielfältigen er-

halten hatte, obwohl anzunehmen ist, dass entsprechende Exemplare in 

der Parteizentrale vorhanden sind und der Beschwerdeführer mit der Partei 

in seinem Heimatstaat Kontakt zur Bestätigung seiner Mitgliedschaft auf-

genommen hat. 

5.3 Auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den Umständen 

der behördlichen Durchsuchung und der anschliessenden Suche nach ihm 

und seinem Bruder sind in wesentlichen Aspekten widersprüchlich. 

5.3.1 So gab der Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung zunächst 

an, sein Vater habe anscheinend erfolglos versucht, seinen Bruder 

B._______ über die Suche zu informieren, und nachdem er ihn nicht habe 

erreichen können, Kontakt zu einem Onkel väterlicherseits aufgenommen, 

damit dieser sie informiere (vgl. vorinstanzliche Akten A 22 F 65). Auf 

Nachfrage, wann der Vater versucht habe, den Bruder zu erreichen, korri-

gierte der Beschwerdeführer seine Aussage und führte aus, sein Vater 

habe wahrscheinlich nicht versucht, den Bruder zu erreichen, da er an die-

sem Tag von den Behörden mitgenommen worden sei (vgl. vorinstanzliche 

Akten act. A 22 F 71). Auf Vorhalt hin vermochte der Beschwerdeführer die-

sen Widerspruch nicht plausibel zu lösen, sondern führte nochmals wider-

sprüchlich aus, es sei seine Schwester gewesen, die versucht habe, den 

Bruder zu erreichen (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 F 72). Auch in der 

Beschwerde wird bezeichnenderweise nicht auf diesen Widerspruch ein-

gegangen, sondern lediglich die zweite Version der Abläufe noch einmal 

wiederholt (vgl. Beschwerdedossier act. 1 S. 7 f.). 

5.3.2 Der Beschwerdeführer bejahte im Rahmen der Anhörung sodann die 

Frage, ob seine Schwester, bei welcher er und sein Bruder B._______ sich 

zum Zeitpunkt der behördlichen Durchsuchung aufgehalten haben wollen, 

über einen Telefonanschluss verfüge und konkretisierte, dass diese auch 

ein Handy besitze (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 F. 100). Auf den an-

schliessenden Einwand des Sachbearbeiters, dass es näher gelegen 

hätte, diese Schwester via Telefon zu informieren, als den Onkel, welcher 

wiederum die Nachricht in der Folge persönlich überbracht habe, korri-

gierte der Beschwerdeführer seine Aussage und führte aus, seine Schwes-

ter habe kein Telefon, nicht einmal ein Handy (vorinstanzliche Akten 

D-913/2014 

Seite 16 

act. A 22 F 101, F 102). Auch dieser Widerspruch wurde vom Beschwer-

deführer weder im vorinstanzlichen noch im Beschwerdeverfahren aufge-

löst.  

5.3.3 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Familie sowie sein 

einflussreicher Onkel väterlicherseits habe vergeblich versucht, zu verhin-

dern, dass er und der Bruder aufgrund dieses Vorfalls hätten ausreisen 

müssen (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 22 F 66.). Der Beschwerdeführer 

konnte jedoch auch auf Nachfrage hin keine konkreten Ausführungen dar-

über machen, in welcher Form die entsprechenden Versuche vorgenom-

men wurden und woran diese letztlich scheiterten (vgl. vorinstanzliche Ak-

ten act. A 22 F 103 ff.).  

5.3.4 Nur rudimentär nehmen sich insgesamt auch die Aussagen des Be-

schwerdeführers zu dem an seiner Stelle angeblich verhafteten Cousin 

C._______ aus. Dieser war nach Angaben des Beschwerdeführers Mitin-

haber der Druckerei und nicht in die politische Tätigkeit involviert. Obwohl 

besagter Cousin den Beschwerdeführer und seinen Bruder sofort den Be-

hörden verraten haben soll, war er angeblich für mehrere Monate bis zum 

25. August 2010 inhaftiert, was nicht plausibel erscheint. Der Beschwerde-

führer machte sodann weder im vorinstanzlichen Verfahren noch auf Be-

schwerdeebene hinsichtlich des Schicksals seines Cousins nähere Anga-

ben. Vielmehr reichte er im Beschwerdeverfahren lediglich eine Bestäti-

gung der Lokaldirektion des Umweltministeriums der Provinz al-Hasaka 

ein, wonach die familieneigene Druckerei zum 6. Mai 2011 geschlossen 

worden sei. Zutreffend hielt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang fest, 

dass die Schliessung ausweislich der eingereichten Übersetzung auf eige-

nen Wunsch der Inhaber erfolgte und keine Anhaltspunkte dafür erkennbar 

sind, dass die Schliessung im Zusammenhang mit der angeblichen Be-

schlagnahmung von Parteiunterlagen steht.  

5.4 Nachdem sich die von Beschwerdeführer geltend gemachten fluchtbe-

gründenden Umstände als unglaubhaft erweisen, kann auch nicht von ei-

ner fortwährenden Suche nach dem Beschwerdeführer aus diesem Grund 

ausgegangen werden. Zutreffend hält die Vorinstanz sodann fest, dass auf-

grund der Unglaubhaftigkeit der Aussagen in Bezug auf die fluchtbegrün-

denden Umstände der angeblichen Verfolgung von Familienmitgliedern im 

Heimatstaat, namentlich der geltend gemachten Inhaftierung seines Vaters 

und seines Cousins von vornherein die Grundlage entzogen ist. 

D-913/2014 

Seite 17 

5.5 Die Vorinstanz hat sodann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu-

treffend ausgeführt, dass die geltend gemachte zwischenzeitlich erfolgte 

Verhaftung des Cousins I._______ sowie die Tötung eines anderen Cous-

ins bei dem Versuch, vom Militärdienst zu desertieren, keine gezielt gegen 

den Beschwerdeführer gerichtete Verfolgung darstellen. Gleiches hat für 

das Vorbringen des Beschwerdeführers zu gelten, wonach einer seiner 

Brüder (nach) K. (Land)_____ geflohen sei. Insbesondere ergibt sich aus 

dem Vorbringen des Beschwerdeführers kein konkreter Anhaltspunkt für 

eine dem Beschwerdeführer im Heimatstaat drohenden Reflexverfolgung 

im Sinne von Art. 3 AsylG. 

5.6 Zusammenfassend kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine erlittene 

asylrechtlich relevante Verfolgung im Heimatstaat glaubhaft zu machen.  

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer machte im Verfahren im Weiteren geltend, er 

sei militärdienstpflichtig und habe sich dieser Militärdienstpflicht entzogen, 

weshalb ihm im Heimatstaat eine unverhältnismässige Bestrafung drohe. 

Er weist sodann generell auf die erhebliche Veränderung der politischen 

und menschenrechtlichen Lage im Heimatstaat seit seiner im Juli 2010 er-

folgten Ausreise hin. 

6.2 Bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft interessiert in erster Linie 

die im Zeitpunkt der Ausreise der asylsuchenden Person bestehende Ver-

folgungssituation. Nach Lehre und Praxis wird jedoch dann auf die Gefähr-

dungslage im Moment des Asylentscheides abgestellt, wenn sich die Lage 

im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid massgeblich zuguns-

ten oder zulasten der asylsuchenden Person verändert hat (vgl. BVGE 

2015/3 E. 6.1). 

6.3 Festzustellen ist zunächst, dass sich allein gestützt auf die seit März 

2011 andauernden kriegerischen Ereignisse im Heimatstaat des Be-

schwerdeführers nicht auf dessen konkrete und flüchtlingsrechtlich rele-

vante Gefährdung schliessen lässt. Der herrschenden Situation im Heimat-

staat wurde jedoch durch die Vorinstanz im Rahmen der Prüfung beste-

hender Wegweisungsvollzugshindernisse Rechnung getragen, indem der 

Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 

vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde.  

7.  

D-913/2014 

Seite 18 

7.1 Die Ausführungen des Beschwerdeführers, er sei seiner im Heimat-

staat bestehenden Militärdienstpflicht nicht nachgekommen und aufgrund 

dessen als Flüchtling anzuerkennen, sind jedoch unter dem Aspekt des 

Vorliegens von Nachfluchtgründen zu prüfen. Angesichts der nachfolgen-

den Erwägungen kann an dieser Stelle offenbleiben, ob es sich um subjek-

tive oder objektive Nachfluchtgründe handeln würde. 

7.1.1 Gemäss Art. 3 Abs. 3 AsylG sind keine Flüchtlinge Personen, die we-

gen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen aus-

gesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt 

zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30). 

7.1.2 Hinsichtlich der intertemporalen Anwendung von Art. 3 Abs. 3 AsylG 

gilt, dass auf die Rechtslage zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung 

abzustellen ist (vgl. BVGE 2013/20 E. 3.2.7). Daraus ergibt sich, dass das 

SEM in seinen seit dem 29. September 2012 ergangenen Verfügungen das 

neue Recht anzuwenden hat. Im vorliegenden Fall wurde das vom Be-

schwerdeführer am 24. August 2010 eingereichte Asylgesuch durch das 

SEM mit Verfügung vom 21. Januar 2014 entschieden, weshalb Art. 3 

Abs. 3 AsylG im vorliegenden Fall zur Anwendung gelangt.  

7.1.3 Eine Wehrdienstverweigerung oder Desertion vermag im Sinne von 

Art. 3 Abs. 3 AsylG für sich nicht allein, sondern nur verbunden mit einer 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zu 

begründen. Mit anderen Worten muss die betroffene Person aus den in 

diesem Gesetzesartikel genannten Gründen (Rasse, Religion, Nationalität, 

Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politische An-

schauungen) wegen ihrer Wehrdienstverweigerung oder Desertion eine 

Behandlung zu gewärtigen haben, die ernsthaften Nachteilen gemäss 

Art. 3 Abs. 2 AsylG gleichkommt. 

7.2 Vorweg ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 

seiner Ausreise aus dem Heimatstaat im Juli 2010 nach eigenen Angaben 

noch keinen Militärdienst geleistet hatte und zu einem solchen auch noch 

nicht aufgeboten wurde. Auch ausweislich des erst am 30. September 

2015 eingereichten Militärdienstbüchleins hatte er seinen ordentlichen Mi-

litärdienst vor seiner im Juli 2010 erfolgten Ausreise noch nicht absolviert. 

Aus den Einträgen im Militärdienstbüchlein ergibt sich, dass ihm dieses am 

31. März 2010 ausgestellt wurde; am 6. April 2010 wurde er ärztlich unter-

D-913/2014 

Seite 19 

sucht. Der Beschwerdeführer hatte entsprechend des von ihm angegebe-

nen Geburtsdatums auch erst am 18. März 2010 sein Diensttauglichkeits-

alter erreicht. Festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer sein Militär-

büchlein erst in einem sehr späten Stadium des Verfahrens und ohne nä-

here Begründung dieses Umstands eingereicht hat. Ob es authentisch ist, 

kann aber letztlich aus den nachfolgenden Gründen offen bleiben.  

7.3 Der Beschwerdeführer machte im vorinstanzlichen Verfahren erstmals 

in der Eingabe vom 28. Februar 2012 ohne dezidiertere Angaben geltend, 

im Heimatstaat Militärdienst leisten zu müssen (vgl. Beschwerdedossier 

act. 32).  

7.3.1 Mit Eingabe vom 14. August 2012 führte er schliesslich aus, aufgrund 

des ausstehenden Militärdienstes von den syrischen Behörden gesucht zu 

werden und reichte in diesem Zusammenhang die Kopie eines Schrift-

stücks ein, welches am 9. Juli 2011 von der Polizeidienststelle L._______ 

ausgestellt worden sein soll (vgl. Beschwerdedossier act. 35, Beweismit-

telcouvert: Beweismittel 9). Aus dem eingereichten Schriftstück soll sich 

ergeben, dass nach dem Beschwerdeführer an besagtem Datum vergeb-

lich durch die Polizei gesucht worden sei, dies wegen des ausstehenden 

Militärdienstes. Die Authentizität dieses Schriftstücks ist jedoch stark zu 

bezweifeln. Zum einen weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass es 

nicht plausibel ist, wie der Beschwerdeführer in den Besitz dieses Papiers 

kommen konnte, handelt es sich dabei doch um ein internes behördliches 

Dokument, welches nicht zur Weitergabe an Aussenstehende vorgesehen 

ist. Hinzukommt, dass dieses Schriftstück lediglich in sehr schlechter Kopie 

eingereicht wurde und dessen Stempelabdruck unlesbar ist. Sodann ist 

auch unplausibel, warum der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Ver-

fahren erst mehr als ein Jahr später diese erfolgte behördliche Suche bei 

den Schweizer Asylbehörden geltend machte, handelt es sich doch um ei-

nen wesentlichen Aspekt seiner Asylbegründung. Die Suche des Be-

schwerdeführers stützt sich sodann offenbar auf den Umstand, dass er zu 

diesem Zeitpunkt seiner bestehenden Militärdienstpflicht nicht nachgekom-

men ist. Bezeichnenderweise wurde ein entsprechendes Aufgebot, wel-

ches auch in Abwesenheit des Aufgebotenen anderen Familienmitgliedern 

ausgehändigt worden wäre, aber nicht eingereicht.   

7.3.2 Erst auf Beschwerdeebene wurde sodann mit Eingabe vom 3. Au-

gust 2015 ein Dokument zu den Akten gereicht, welches vom 5. Februar 

2015 datiert und von der Aushebungssektion M._______ ausgestellt wor-

den sein soll. In diesem wird der Beschwerdeführer aufgefordert, ab dem 

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Seite 20 

25. Februar 2015 seiner Wehrdienstpflicht nachzukommen. Aber auch be-

treffend dieses Dokument ist die Beweistauglichkeit stark in Zweifel zu zie-

hen. Der Beschwerdeführer stammt aus dem Distrikt al-Malikiya. Dieser 

Distrikt gehört seit Ende des Jahres 2012 nicht mehr zum kontrollierten 

Gebiet der syrischen Behörden. Es ist daher mehr als fraglich, ob in al-

Malikiya zu diesem Zeitpunkt seitens der Sicherheitskräfte des syrischen 

Regimes überhaupt noch derartige Rekrutierungsmassnahmen für die 

staatliche Armee durchgeführt wurden (vgl. dazu BVGE 2015/3 E. 6.7.5.3 

sowie das länderspezifische Referenzurteil D-5779/2013 vom 25. Februar 

2015 E. 5.9.3). Der Beschwerdeführer führt denn auch in keiner Weise de-

zidiert aus, wie er beziehungsweise seine Familie überhaupt in den Besitz 

dieses Dokuments gelangt ist (vgl. Beschwerdedossier act. 16 S. 1). Zwei-

fel an der Authentizität des in Rede stehenden Beweismittels ergeben sich 

aber auch dahingehend, als das Dokument zwar originale handschriftliche 

Eintragungen aufweist, es aber offensichtlich auf der Basis eines kopierten 

Formulars angefertigt wurde. 

7.3.3 Eine weiterführende Auseinandersetzung zur Beweistauglichkeit der 

eingereichten Dokumente kann aus den nachfolgenden Gründen unterblei-

ben. So stammt der Beschwerdeführer wie bereits ausgeführt aus dem Dis-

trikt al-Malikiya in der Provinz al-Hasaka, welche seit Ende 2012 unter der 

Kontrolle der kurdischen Kräfte steht. Auch wenn die Syrische Arabische 

Armee (SAA) nach Erkenntnissen des Gerichts angesichts schwindender 

Truppenstärke ihre Bemühungen zum Einzug von Militärdienstpflichtigen 

und Reservisten im Verlauf des Bürgerkriegs im Land tatsächlich verstärkt 

hat, gilt dies weniger für die Gebiete im Norden Syriens, welche durch die 

kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG kontrolliert werden. Gemäss 

der Herkunftsländeranalyse Lifos der Schwedischen Migrationsbehörde 

scheint es, als würde sich die syrische Regierung seit der de facto Kontrolle 

von Teilen der Provinz al-Hasaka durch die YPG weniger ernsthaft darum 

bemühen, die Wehrpflicht in diesen Gebieten durchzusetzen (vgl. Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts D-4576/2014 vom 17. September 2015 

E. 5.5 mit weiteren Hinweisen zur Quellenlage). Es ist daher aktuell nicht 

absehbar, ob der Beschwerdeführer überhaupt je praktisch für einen Ein-

satz in der Syrisch Arabischen Armee mobilisiert würde.  

7.3.4 Aber auch wenn man im vorliegenden Fall von der Nichtbefolgung 

eines Aufgebots der syrischen Armee zum Militärdienst durch den Be-

schwerdeführer ausgehen würde, könnte nicht davon ausgegangen wer-

den, dass der Beschwerdeführer aus diesem Grund im Falle einer Rück-

kehr eine politisch motivierte Bestrafung und Behandlung zu gewärtigen 

D-913/2014 

Seite 21 

hätte, die einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung im Sinne von 

Art. 3 AsylG gleichkommen würde. Es ist nämlich – gestützt auf die voran-

gegangenen Ausführungen – nicht davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer zum Zeitpunkt seiner Ausreise den syrischen Behörden als 

Regimegegner bekannt war. Aufgrund des bisher Gesagten erübrigt sich 

auch die Rückweisung an die Vorinstanz zur erneuten Prüfung, weshalb 

auch dieser Antrag abzuweisen ist. 

8.  

8.1 Soweit der Beschwerdeführer sodann geltend macht, er habe sich in 

der Schweiz exilpolitisch engagiert, hat die Vorinstanz dieses Vorbringen 

zutreffend unter dem Aspekt des Vorliegens subjektiver Nachfluchtgründe 

geprüft und die Flüchtlingseigenschaft verneint.   

8.2 Asylsuchende, die subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von exilpoliti-

schen Aktivitäten geltend machen, haben begründete Furcht vor künftiger 

Verfolgung, wenn der Heimat- oder Herkunftsstaat mit erheblicher Wahr-

scheinlichkeit von ihren Aktivitäten im Ausland erfahren hat und sie deshalb 

bei einer Rückkehr in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgen würde 

(vgl. BVGE 2009/29 E. 5.1; BVGE 2009/28 E. 7.1 mit weiteren Hinweisen). 

Die Anforderungen an den Nachweis einer begründeten Furcht bleiben da-

bei grundsätzlich massgeblich. Wesentlich ist, ob die heimatlichen Behör-

den das Verhalten des Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und 

dieser deswegen bei einer Rückkehr eine Verfolgung im Sinn von Art. 3 

AsylG befürchten muss. 

8.3 Das BVGer hat sich im Koordinationsentscheid D-3839/2013 vom 

28. Oktober 2015 (publiziert als Referenzurteil) eingehend mit der Frage 

der Anforderungen an den Grad des Exponierens im Zusammenhang mit 

exilpolitischen Tätigkeiten syrischer Staatsangehöriger auseinanderge-

setzt. Es gelangte zu dem Schluss, dass es vor dem Hintergrund der aktu-

ell in Syrien herrschenden Situation als unwahrscheinlich zu erachten ist, 

dass die syrischen Geheimdienste noch über die logistischen Ressourcen 

und Möglichkeiten verfügen, um sämtliche regimekritischen exilpolitischen 

Tätigkeiten syrischer Staatsangehöriger oder staatenloser Kurden syri-

scher Herkunft im Ausland systematisch zu überwachen. Vielmehr wird da-

von ausgegangen, dass sich die syrischen Geheimdienste angesichts des 

Überlebenskampfs des Regimes primär auf die Situation im Heimatland 

konzentrieren und der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Ausland bei einer 

selektiven und gezielten Überwachung der im Ausland lebenden Opposi-

tion liegt (vgl. a.a.O. E. 6.3.5 S. 18). Die Annahme, dass eine Person die 

D-913/2014 

Seite 22 

Aufmerksamkeit der syrischen Geheimdienste in einer Weise auf sich ge-

zogen hat, die auf eine begründete Furcht vor Verfolgung wegen exilpoliti-

scher Tätigkeiten schliessen lässt, rechtfertigt sich deshalb nur, wenn diese 

sich in besonderem Mass exponiert. Dies ist dann anzunehmen, wenn die 

betroffene Person aufgrund ihrer Persönlichkeit, der Form des Auftritts und 

aufgrund des Inhalts der in der Öffentlichkeit abgegebenen Erklärungen 

den Eindruck erweckt, sie werde aus Sicht des syrischen Regimes als po-

tentielle Bedrohung wahrgenommen. 

8.4 Der Beschwerdeführer hat eigenen Angaben gemäss am (…) 2010, 

(…) 2011, (…) 2011 und (…) 2011 an Demonstrationen in der Schweiz teil-

genommen (vgl. vorinstanzliche Akten act. A 27/1; A 30/2). Zu den einzel-

nen Veranstaltungen führt er aus, anlässlich der Demonstration vom (…) 

2011 sei in N._______ der (…) gedacht worden. Die Demonstration vom 

(…) 2011 in O._______ habe sodann dem (…) gegolten (vgl. vorinstanzli-

che Akten act. A 30/2). Am (…) 2011 habe in O._______ eine Protestaktion 

mit anschliessendem Protestmarsch stattgefunden. Zur Demonstration 

vom (…) 2010 wurden keine näheren Angaben getätigt (vgl. vorinstanzli-

che Akten act. A27/1). Der Beschwerdeführer hat im Zusammenhang mit 

den erwähnten Demonstrationen Fotoaufnahmen und Internetberichte ein-

gereicht. Eingereicht wurde sodann auch eine CD mit Videoaufnahmen, 

welche anlässlich der Demonstration vom (…) 2011 in O._______ aufge-

nommen worden sein soll.  

8.5 Aus dem eingereichten Bild- und Filmmaterial lässt sich nicht schlies-

sen, dass der Beschwerdeführer einer Kategorie von Personen zuzurech-

nen ist, die wegen ihrer exilpolitischen Tätigkeiten oder der Funktionen in-

nerhalb der exilpolitischen Organisation, als ernsthafte und potentiell ge-

fährliche Regimegegner die Aufmerksamkeit der syrischen Geheimdienste 

auf sich gezogen haben könnten. Insbesondere hat er sich – soweit sich 

dem eingereichten Bild- und Filmmaterial und seinen diesbezüglichen Aus-

führungen zu entnehmen ist – anlässlich dieser Veranstaltungen in keiner 

Weise exponiert, auch nicht als Redner; dies im Gegensatz zu anderen 

Demonstrationsteilnehmern. Mit der geltend gemachten Teilnahme an den 

genannten vier Demonstrationen im Jahr 2010 und 2011 übersteigt sein 

exilpolitisches Engagement – so es sich dabei überhaupt um ein solches 

handelt – die Schwelle der massentypischen Erscheinungsformen exilpoli-

tischen Protests syrischer Staatsangehöriger mithin klarerweise nicht. Ab-

gesehen davon hat der Beschwerdeführer auch anderweitig weder belegt 

noch glaubhaft gemacht, dass er innerhalb der PYD oder einer anderen 

exilpolitisch tätigen Organisationen oder Partei eine exponierte Kaderstelle 

D-913/2014 

Seite 23 

inne hat oder regelmässig an exilpolitischen Veranstaltungen oder Kund-

gebungen teilnimmt. Deshalb ist es nicht wahrscheinlich, dass er seitens 

des syrischen Regimes ein besonderes Interesse an seiner Person ge-

weckt hat (vgl. D-3839/2013 E. 6.4.2).  

8.6 Sodann ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – keine Verfolgung im Heimatstaat 

glaubhaft machen konnte. Auch die vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte familiäre Situation führt vorliegend zu keiner anderen Einschät-

zung. Insbesondere kann aus dem politischen Engagement zweier Brüder, 

welche sich bereits seit dem Jahr 2002 und 2006 in der Schweiz aufhalten, 

nicht auf eine potentiell als regimefeindlich eingestufte Familie geschlos-

sen werden, zumal der Beschwerdeführer im Verfahren keine näheren An-

gaben über das politische Engagement der beiden Brüder machen konnte 

(vgl. vorinstanzliche Akten act. 22 F 53). Zwar brachte er vor, sein Vater sei 

im Jahre 2004 für etwa zwei Tage inhaftiert worden, nachdem einer der in 

der Schweiz lebenden Brüder die (…Bundesbehörde) gestürmt hatte (vgl. 

vorinstanzliche Akten act. A 22 F. 55). Weitere Probleme machte der Be-

schwerdeführer jedoch nicht geltend. Vielmehr führte er anlässlich der BZP 

aus, dass gegen ihn keine Strafuntersuchungen eingeleitet worden seien, 

er keine Festnahmen oder sonstige Schwierigkeiten mit Behörden habe 

(vgl. vorinstanzliche Akten act. A 1 S. 7). Es ergeben sich mithin keine kon-

kreten Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer oder andere Familien-

mitglieder bis zur erfolgten Ausreise als Regimegegner aufgefallen oder 

behandelt worden sind. Auch aus dem weiteren Vorbringen des Beschwer-

deführers im Zusammenhang mit Ereignissen nach seiner Ausreise, wel-

che zwei seiner Cousins und die Flucht einer seiner Brüder in den 

K._______ betreffen, kann nicht auf die Sensibilisierung der syrischen Be-

hörden in Bezug auf den Beschwerdeführer und eine allfällige Regimegeg-

nerschaft geschlossen werden. 

8.7 Aufgrund der Aktenlage ist daher gesamthaft der Schluss zu ziehen, 

dass der Beschwerdeführer nicht der Kategorie von Personen zuzurech-

nen ist, die wegen ihrer exilpolitischen Tätigkeiten oder der Funktionen, die 

sie in exilpolitischen Organisationen innehaben, als ernsthafte und poten-

tiell gefährliche Regimegegner die Aufmerksamkeit der syrischen Geheim-

dienste auf sich gezogen haben könnten. Es kann auch nicht davon aus-

gegangen werden, dass er innerhalb der exilpolitischen Szene eine be-

deutsame Rolle einnimmt, aufgrund derer er als engagierter und exponier-

D-913/2014 

Seite 24 

ter Regimegegner aufgefallen sein könnte. Deshalb ist es nicht wahr-

scheinlich, dass seitens des syrischen Regimes ein besonderes Interesse 

an seiner Person bestehen könnte. 

8.8 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt daher, dass sich 

der Beschwerdeführer nicht auf das Vorliegen subjektiver Nachflucht-

gründe wegen exilpolitischer Tätigkeit berufen kann. 

9.  

Somit ergibt sich, dass insgesamt keine asylrechtlich relevanten Verfol-

gungsgründe ersichtlich sind, weshalb die Vorinstanz zu Recht die Flücht-

lingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch ab-

gelehnt hat.  

10.  

10.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf 

nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 

ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 

der Familie (Art. 44 AsylG). 

10.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

10.3 Da der Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom 

21. Januar 2014 wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in der 

Schweiz vorläufig aufgenommen wurde, erübrigen sich praxisgemäss Aus-

führungen zur Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges.  

Es bleibt anzumerken, dass sich aus den angestellten Erwägungen nicht 

der Schluss ergibt, der Beschwerdeführer sei zum heutigen Zeitpunkt an-

gesichts der jüngsten Entwicklungen der Situation in Syrien in seinem Hei-

matstaat nicht gefährdet. Indessen ist eine solche Gefährdungslage im 

Falle des Beschwerdeführers ausschliesslich auf die allgemeine in Syrien 

herrschende Bürgerkriegssituation zurückzuführen, welche durch die Vo-

rinstanz gestützt auf Art. 83 Abs. 4 des Ausländergesetzes (AuG, 

SR 142.20) im Rahmen der Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen 

Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung berücksichtigt wurde. 

11.  

Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass der – einzig in den 

D-913/2014 

Seite 25 

Punkten 1 – 3 des Dispositivs angefochtene – Asylentscheid Bundesrecht 

nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollstän-

dig feststellt (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

12.  

12.1 Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). 

12.2 Der Beschwerdeführer hat mit Beschwerde vom 21. Februar 2014 um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

VwVG und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im 

Sinne von Art. 110a AsylG ersucht. Mit Verfügung vom 6. März 2014 wurde 

festgestellt, dass seine Mittellosigkeit – welche unter anderem Vorausset-

zung für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist – nicht belegt 

sei und er wurde zum Nachweis seiner Mittellosigkeit innert angesetzter 

Frist aufgefordert. Dieser Aufforderung ist der Beschwerdeführer nicht 

nachgekommen, weshalb seine Bedürftigkeit nicht belegt ist und das ent-

sprechende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-

zuweisen ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

  

D-913/2014 

Seite 26 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Beiordnung einer unentgeltlichen Rechts-

vertretung im Sinne von Art. 110a AsylG werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Constance Leisinger 

 

 

Versand: