# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a87f571-7154-51d8-8b6a-4d28e373751c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-07
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 07.11.2023 Z1 2023 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2023-1_2023-11-07.pdf

## Full Text

20231009_161817_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2023 1

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter F. Horber
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber Chr. Kaufmann

Urteil vom 7. November 2023

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Klägerin und Berufungsklägerin,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beklagte und Berufungsbeklagte,

betreffend

Forderung
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, 3. Abteilung, vom 1. Dezember 2022)

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Rechtsbegehren

Klägerin und Berufungsklägerin

1. In Gutheissung der Berufung sei Ziff. 1 des Urteils A3 2021 34 vom 1. Dezember 2022 des Kantons-
gerichts Zug aufzuheben und die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
CHF 785'774.25 inkl. MWST nebst Zins zu 5 % seit 1. April 2021 zu bezahlen.

2. In Gutheissung der Berufung seien die in Ziff. 2 des Urteils A3 2021 34 vom 1. Dezember 2022 der Be-
rufungsklägerin auferlegten Gerichtskosten vollumfänglich der Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

3. In Gutheissung der Berufung sei Ziff. 3 des Urteils A3 2021 34 vom 1. Dezember 2022 des Kantons-
gerichts Zug aufzuheben und es sei der Berufungsklägerin für das vorinstanzliche Verfahren eine dem 
Ausgang des Berufungsverfahrens entsprechende Parteientschädigung zu bezahlen.

4. Eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zwecks Vornahme eines Beweisverfahrens und der 
darauffolgenden Festlegung der geschuldeten Forderungssumme zurückzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten der Berufungsbeklagten.

Beklagte und Berufungsbeklagte

1. Es sei die Klage [recte: Berufung] vollumfänglich abzuweisen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zu Lasten der Berufungsklägerin.

Sachverhalt

1. Die A.________ (nachfolgend: Klägerin) hat ihren Sitz in ________ und bezweckt ________. 
E.________ ist Präsident des Verwaltungsrats der Klägerin mit Einzelunterschrift.

Die C.________ (nachfolgend: Beklagte) hatte ihren Sitz vorerst in ________, danach ab 
Oktober 2018 in ________ und ab Januar 2020 in ________ sowie ab August 2021 in 
________. Seit Februar 2023 ist sie in ________ domiziliert. Sie bezweckt in erster Linie 
________. F.________ ist Präsident des Verwaltungsrats der Beklagten mit Kollektivunter-
schrift zu zweien.

2. Die Beklagte realisierte Bauprojekte in G.________, H.________ und I.________. Im Zu-
sammenhang mit diesen Projekten fordert die Klägerin von der Beklagten eine Vergütung für 
Planerleistungen sowie entgangenen Gewinn infolge der von der Beklagten vorzeitig erklär-
ten Vertragsbeendigung. Die Beklagte bestreitet diese Forderungen.

3.1 Nach einem erfolglosen Schlichtungsversuch vor dem Friedensrichteramt Baar (act. 1/2) 
reichte die Klägerin mit Eingabe vom 20. Juli 2021 beim Kantonsgericht Zug gegen die Be-
klagte eine Klage auf Zahlung von CHF 785'774.25 (inkl. MWST) nebst Zins zu 5 % seit 
1. April 2021 ein. Gegenstand dieser Klage waren Forderungen von CHF 421'764.00 für das 
Projekt G.________, von CHF 322'346.10 für das Projekt H.________ und von 
CHF 41'664.15 für das Projekt I.________ (= total CHF 785'774.25; act. 1).

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3.2 In der Klageantwort vom 27. September 2021 stellte die Beklagte Antrag auf kostenfällige 
Abweisung der Klage. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die Klägerin habe 
ihre Leistungspflichten aus den Planerverträgen für das Bauprojekt G.________ "zu keinem 
Zeitpunkt" erfüllt. Die Beklagte habe daher nach mehrfachen Abmahnungen die Planerver-
träge für G.________ mit E-Mail vom 13. Januar 2021 gekündigt, was die Klägerin akzeptiert 
habe. Hinsichtlich des Bauprojekts H.________ sei zwischen den Parteien kein Vertrag zu-
stande gekommen und beim Bauprojekt I.________ habe die Beklagte sämtliche von der 
Klägerin erbrachten Leistungen bereits vergütet (act. 8).

3.3 Im zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien je an ihren Rechtsbegehren fest. 

In der Replik vom 20. Januar 2022 (act. 12) änderte die Klägerin ihren Standpunkt allerdings 
insofern, als sie – ohne ihr Rechtsbegehren anzupassen – hinsichtlich der Projekte 
G.________ und H.________ neu auch entgangenen Gewinn wegen vorzeitiger Beendigung 
der Verträge durch die Beklagte geltend machte. Zugleich anerkannte sie, dass ihr die Be-
klagte aus dem "eigentlichen Bauprojekt I.________" nichts mehr schulde; bei diesem Projekt 
seien aber noch CHF 21'600.00 aus einer mündlichen "Nachtragsvereinbarung" offen (vgl. 
act. 12 Rz 66 und 68 f.). Demgegenüber stellte die Beklagte in der Duplik vom 28. März 2022 
(act. 20) neu die Behauptung auf, dass sie die Mangelhaftigkeit der klägerischen Pläne 
rechtsgenüglich gerügt habe (act. 20 Rz 31-39). Zu den in der Duplik vorgetragenen Noven 
nahm die Klägerin mit Eingabe vom 1. April 2022 Stellung, wobei sie eine rechtzeitige und in-
haltlich korrekte Mängelrüge der Beklagten bestritt (act. 22).

3.4 Mit Eingaben vom 20. und 23. September 2022 verzichteten die Parteien auf die Durch-
führung der Hauptverhandlung (act. 24 und 25).

3.5 Am 1. Dezember 2022 erliess das Kantonsgericht Zug, 3. Abteilung, folgenden Entscheid 
(act. 30; Verfahren A3 2021 34):

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 20'000.00 Entscheidgebühr

Die Gerichtskosten im Umfang von CHF 20'000.00 werden der Klägerin auferlegt 
und mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 25'000.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 5'000.00 wird der Klägerin von der Ge-
richtskasse zurückerstattet.

3. Die Klägerin hat der Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 29'032.20 zu 
bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]

4. Gegen diesen Entscheid reichte die Klägerin mit Eingabe vom 17. Januar 2023 beim Ober-
gericht des Kantons Zug innert Frist Berufung mit dem eingangs erwähnten Rechtsbegehren 
ein (act. 31). In der Berufungsantwort vom 27. Februar 2023 stellte die Beklagte ihrerseits 

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das eingangs erwähnte Rechtsbegehren (act. 35). Es wurden kein zweiter Schriftenwechsel 
und keine Berufungsverhandlung durchgeführt.

Erwägungen

1. Die zutreffenden Erwägungen des Kantonsgerichts zur Zuständigkeit der Zuger Gerichte sind 
zu Recht unbestritten geblieben, weshalb ohne Weiteres darauf verwiesen werden kann (vgl. 
act. 30 E. 1).

2. Die weiteren Erwägungen des Kantonsgerichts lassen sich wie folgt zusammenfassen:

2.1 Bezüglich des Bauprojekts G.________ seien zwischen den Parteien zwei Planerverträge 
zustande gekommen, die als Werkverträge zu qualifizieren seien. Demgegenüber sei strittig, 
ob bezüglich des Bauprojekts H.________ überhaupt ein Vertrag zustande gekommen sei. 
Zwar lägen Indizien vor, dass auch hinsichtlich dieses Bauprojekts ein Planervertrag beste-
he, doch könne die Frage des Vertragsabschlusses offenbleiben. Mangels hinreichender 
Substanziierung der von der Klägerin erbrachten Leistungen sei die Klage nämlich ohnehin 
abzuweisen (act. 30 E. 3.1-3.3).

2.2 Gemäss Art. 377 OR könne der Besteller, solange das Werk unvollendet sei, gegen Ver-
gütung der bereits geleisteten Arbeit und gegen volle Schadloshaltung des Unternehmers je-
derzeit vom Vertrag zurücktreten. Die Beklagte habe den Werkvertrag hinsichtlich des Pro-
jekts G.________ unbestrittenermassen gekündigt, weshalb sie gemäss Art. 377 OR – bei 
gegebenen Voraussetzungen – einerseits der Klägerin die bereits geleistete Arbeit zu ver-
güten und andererseits Schadenersatz im Sinne des positiven Vertragsinteresses (inkl. Er-
satz des entgangenen Gewinns) zu leisten habe, da sich der klägerische Anspruch auf 
Fertigstellung des Werks mit der Kündigung in einen Schadenersatzanspruch umwandle. Die 
Klägerin habe die Aufwendungen und Auslagen für die erbrachten Arbeiten und den Schaden 
aus den entzogenen Arbeiten nachzuweisen (act. 30 E. 4.1).

Inwieweit Tatsachen in den Rechtsschriften zu behaupten und zu beweisen seien, ergebe 
sich zum einen aus den Tatbestandsmerkmalen der aufgerufenen Norm und zum anderen 
aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Nur soweit die Gegenpartei den schlüssi-
gen Tatsachenvortrag der behauptungsbelasteten Partei bestreite, greife eine über die Be-
hauptungslast hinausgehende Substanziierungslast. Die Vorbringen seien diesfalls nicht nur 
in den Grundzügen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzule-
gen, dass darüber Beweis abgenommen oder der Gegenbeweis angetreten werden könne. 
Werde für Einzelheiten auf eine Beilage verwiesen, sei zu prüfen, ob die Gegenpartei und 
das Gericht damit die notwendigen Informationen erhielten. Es dürfe kein Interpretations-
spielraum entstehen; die Beilagen müssten vielmehr selbsterklärend sein und genau die ver-
langten oder in den Rechtsschriften bezeichneten Informationen enthalten (act. 30 E. 4.2).

2.3 Die Klägerin habe in den Rechtsschriften lediglich vorgebracht, ihre Leistungen vollständig und 
mangelfrei erbracht zu haben. Sie habe diese Leistungen aber mit keinem Wort konkretisiert. 
Nachdem die Beklagte die von der Klägerin angeblich erbrachten Leistungen bestritten habe, 
hätte es der Klägerin oblegen, die von ihr erbrachten Werkleistungen [in Einzeltatsachen] zer-

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gliedert, umfassend und klar darzulegen. Die Klägerin habe in ihrer Replik aber lediglich auf die 
als Beilagen eingereichten Pläne verwiesen, ohne diese in ihren Rechtsschriften weiter zu er-
läutern oder zu konkretisieren. Damit sei sie ihrer Substanziierungslast nicht nachgekommen. 
Es sei nicht Sache des Gerichts oder der Gegenpartei, die notwendigen Informationen aus den 
Beilagen zusammenzusuchen. Substanziierte Ausführungen zu den von ihr erbrachten Werk-
leistungen habe die Klägerin durchwegs vermissen lassen. Den von ihr geltend gemachten 
entgangenen Gewinn von 40 % habe die Klägerin sodann lediglich mit ihrer langjährigen Erfah-
rung im Bereich der Planung von Bauprojekten begründet. Welche konkreten Arbeiten ihr auf-
grund der vorzeitigen Vertragsbeendigung beim Projekt G.________ entzogen worden seien 
und weshalb von einem entgangenen Gewinn von 40 % der jeweils vereinbarten Honorarsum-
men auszugehen sei, habe die Klägerin nicht substanziiert behauptet.

Das Beweisverfahren diene nicht dazu, fehlende Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, 
sondern setze solche vielmehr voraus. Da die Klägerin den Substanziierungsanforderungen 
hinsichtlich der von ihr behaupteten Werkleistungen nicht nachgekommen sei, könne die Ab-
nahme von Beweisen (namentlich die Anordnung einer gerichtlichen Expertise über den Wert 
der von der Klägerin bereits erbrachten Arbeiten und über den entgangenen Gewinn sowie die 
Parteibefragung von E.________) unterbleiben. Folglich sei nicht bewiesen, dass die Klägerin 
die vertraglich vereinbarten Leistungen bezüglich des Projekts G.________ erbracht habe. 
Ebenso wenig sei bewiesen, dass der von ihr geltend gemachte entgangene Gewinn jeweils 
40 % der vereinbarten Honorarsummen betragen habe (act. 30 E. 4.3-4.5).

2.4 Nicht hinreichend substanziiert seien auch die klägerischen Vorbringen zum Bauprojekt 
H.________. Die Klägerin habe ausgeführt, sie habe sämtliche Leistungen korrekt und – soweit 
möglich – vollständig erbracht. Unter der Prämisse, dass bezüglich des Projekts H.________ 
überhaupt ein Planervertrag zwischen den Parteien zustande gekommen sei, würden diese 
pauschalen Ausführungen jedoch nicht ausreichen, um den Beweis für die geleisteten Arbeiten 
zu erbringen. Das Beweisverfahren könne die mangelnde Substanziierung der klägerischen 
Behauptungen nicht heilen. Sodann sei die Klägerin auch im Zusammenhang mit dem Projekt 
H.________ von einer vorzeitigen Vertragsauflösung ausgegangen. Sie habe aber mit keinem 
Wort ausgeführt, wann die Beklagte dieses Projekt "gekündigt" haben solle, und sie habe hier-
zu auch keine Beweise offeriert. Mithin habe die Klägerin bezüglich des Projekts H.________ 
weder eine vorzeitige Vertragsbeendigung noch den gestützt auf Art. 377 OR geltend gemach-
ten entgangenen Gewinn nachgewiesen. Folglich könne das von der Klägerin beantragte Gut-
achten zum Wert der geleisteten Arbeit und zum Gewinnanteil unterbleiben (act. 30 E. 4.6).

2.5 Auch zum Bauprojekt I.________ fehlten hinsichtlich der von der Klägerin behaupteten Nach-
tragsvereinbarung substanziierte Ausführungen zu Hintergründen, Umständen und Gegen-
stand dieser Vereinbarung. Es bleibe unklar, welche (von der Beklagten bestrittenen) Arbei-
ten die Klägerin im Rahmen dieser Nachtragsvereinbarung zu erbringen gehabt hätte bzw. 
erbracht habe. Die von ihr zu diesem Thema beantragte Parteibefragung von E.________ sei 
somit nicht durchzuführen, könne doch das Beweisverfahren die mangelnde Substanziierung 
nicht heilen (act. 30 E. 4.7).

3. Bevor auf die Ausführungen der Klägerin in der Berufung eingegangen wird, ist in rechtlicher 
Hinsicht Folgendes festzuhalten:

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3.1 Gemäss Art. 377 OR kann der Besteller – solange das Werk unvollendet ist – gegen Ver-
gütung der bereits geleisteten Arbeit und gegen volle Schadloshaltung des Unternehmers je-
derzeit vom Vertrag zurücktreten.

3.1.1 Die Rücktrittserklärung des Bestellers nach Art. 377 OR bewirkt die fristlose Beendigung des 
Werkvertrags. Der Vertrag wird mit Wirkung ex nunc aufgelöst, weshalb Art. 377 OR entge-
gen seinem Wortlaut ein Kündigungsrecht und nicht ein Rücktrittsrecht vorsieht. Mit der "Ab-
bestellung" entfallen namentlich die Pflicht des Unternehmers zur Fertigstellung des Werkes 
und der Anspruch auf Vergütung der gesamten Leistung; anstelle des Erfüllungsanspruches 
erhält er einen Schadenersatzanspruch. Zu ersetzen ist das positive Vertragsinteresse; der 
Unternehmer soll so gestellt werden, wie wenn der Vertrag erfüllt worden wäre. Dieses um-
fasst auch den entgangenen Gewinn (Zindel/Schott, Basler Kommentar, 7. A. 2020, Art. 307 
OR N 11 und 15; Gauch, Der Werkvertrag, 6. A. 2019, Nr. 528 und 546 f.; s. dazu auch vorne 
E. 2.2).

Art. 377 OR enthält dispositives Recht. Vorbehalten bleibt die Auflösung aus wichtigem 
Grund, auf die nicht im Voraus verzichtet werden kann. Im Übrigen können die Parteien die 
Rechtsfolgen der Vertragsauflösung ändern oder diese erleichtern, erschweren oder aussch-
liessen (Zindel/Schott, a.a.O., Art. 377 OR N 20; Gauch, a.a.O., Nr. 582 ff.).

3.1.2 Die Beweislast bezüglich der Tatsache und des Zeitpunktes der Vertragsauflösung obliegt 
derjenigen Vertragspartei, die gestützt darauf den Untergang ihrer Schuld oder den Ver-
gütungs- und Schadenersatzanspruch geltend macht. Der Unternehmer hat den Schaden 
aus den entzogenen Arbeiten sowie die Aufwendungen und Auslagen für die erbrachten 
Arbeiten nachzuweisen. Dem Besteller obliegt die Beweislast dafür, dass ein Sachverhalt 
vorliegt, der ihn zur entschädigungslosen Vertragsauflösung berechtigt (Zindel/Schott, a.a.O., 
Art. 377 OR N 22; Gauch, a.a.O., Nr. 581). Macht der Unternehmer geltend, er habe die ver-
traglichen Pflichten im Wesentlichen erfüllt, so genügt er der Substanziierungspflicht, ohne 
alle erbrachten Leistungen dartun zu müssen, sofern die vereinbarten Leistungen aus dem 
Werkvertrag ersichtlich und die angerufenen Beweismittel zum Beweis der Behauptung der 
weitgehenden Werkvollendung und der noch ausstehenden Arbeiten geeignet sind (Zindel/
Schott, a.a.O., Art. 377 OR N 23 unter Hinweis auf BGE 98 II 113 E. 4b).

3.2 Nach dem Verhandlungsgrundsatz (Art. 55 Abs. 1 ZPO) haben die Parteien diejenigen Tat-
sachen zu behaupten, auf die sie ihre Ansprüche stützen, sowie die dazugehörenden Be-
weismittel anzugeben. Eine Tatsachenbehauptung braucht nicht alle Einzelheiten zu enthal-
ten; es genügt, wenn die Tatsache in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechenden 
Weise in ihren wesentlichen Zügen oder Umrissen behauptet worden ist. Immerhin muss die 
Tatsachenbehauptung so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten möglich 
ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann. Nur wenn der Prozessgegner die Sach-
darstellung bestreitet, sind die Tatsachen in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und 
detailliert darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen werden kann.

Der Behauptungs- und Substanziierungslast ist im Prinzip in den Rechtsschriften nachzu-
kommen. Der blosse pauschale Verweis auf Beilagen genügt in aller Regel nicht. Es geht 
darum, dass nicht das Gericht und die Gegenpartei aus den Beilagen die Sachdarstellung 
zusammensuchen müssen. Es ist nicht an ihnen, Beilagen danach zu durchforsten, ob sich 
daraus etwas zu Gunsten der behauptungsbelasteten Partei ableiten lässt. Das bedeutet 

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nicht, dass es nicht ausnahmsweise zulässig sein kann, seinen Substanziierungsobliegen-
heiten durch Verweis auf eine Beilage nachzukommen. Werden Tatsachen in ihren wesent-
lichen Zügen oder Umrissen in einer Rechtsschrift behauptet und wird für Einzelheiten auf 
eine Beilage verwiesen, ist vielmehr zu prüfen, ob die Gegenpartei und das Gericht damit die 
notwendigen Informationen in einer Art erhalten, die eine Übernahme in die Rechtsschrift als 
blossen Leerlauf erscheinen lässt, oder ob der Verweis ungenügend ist, weil die nötigen In-
formationen in den Beilagen nicht eindeutig und vollständig enthalten sind oder aber daraus 
zusammengesucht werden müssten. Es genügt nicht, dass in den Beilagen die verlangten In-
formationen in irgendeiner Form vorhanden sind. Es muss auch ein problemloser Zugriff dar-
auf gewährleistet sein und es darf kein Interpretationsspielraum entstehen. Der entsprechen-
de Verweis in der Rechtsschrift muss spezifisch ein bestimmtes Aktenstück nennen und aus 
dem Verweis muss selbst klar werden, welche Teile des Aktenstücks als Parteibehauptung 
gelten sollen. Ein problemloser Zugriff ist gewährleistet, wenn eine Beilage selbsterklärend 
ist und genau die verlangten (bzw. die in der Rechtsschrift bezeichneten) Informationen 
enthält. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, kann ein Verweis nur genügen, wenn 
die Beilage in der Rechtsschrift derart konkretisiert und erläutert wird, dass die Informationen 
ohne Weiteres zugänglich werden und nicht interpretiert und zusammengesucht werden 
müssen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4A_401/2021 vom 11. Februar 2022 E. 4.3 und 
4A_196/2020 vom 16. Juli 2020 E. 4.2, je m.w.H.; s. dazu auch vorne E. 2.2).

4. Die Klägerin macht in der Berufung geltend, sie habe die von ihr erbrachten Leistungen für 
die Projekte G.________, H.________ und I.________ hinreichend behauptet und substanzi-
iert. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz treffe nicht zu.

4.1 Hinsichtlich des Bauprojekts G.________ legte die Klägerin in ihrer Klage klar dar, auf welche 
von ihr zu erbringenden Werkleistungen sich die beiden Rechnungen vom 3. April 2020 im 
Gesamtbetrag von CHF 421'764.00 bezogen haben (act. 1 Rz 8 f. i.V.m. act. 1/4 S. 11 f. 
und 14 sowie act. 1/5 S. 11 f. und 14 i.V.m. act. 1/8 f. [Phasen 1-4 zu 100 % ausgeführt, Aus-
führungsprojekt zu 90 % ausgeführt, Kanalisationseingabe zu 100 % ausgeführt]). Nachdem 
die Beklagte in der Klageantwort erklärt hatte, dass sie die Werkverträge am 13. Januar 2021 
gekündigt habe (act. 8 Rz 8.2), machte die Klägerin in der Replik für die bis zur Kündigung 
erbrachten Leistungen noch einen Betrag von CHF 175'874.10 geltend (Phasen 1-3 sowie 
Kanalisationseingabe zu 100 % ausgeführt, d.h. CHF 109'000.00 + CHF 29'300.00 
+ CHF 25'000.00 + MWST von 7,7 % = CHF 175'874.10 [vgl. act. 1/4 S. 11 f. und 14 sowie 
act. 1/5 S. 11 f. und 14]) und verwies auf die entsprechenden Beilagen (act. 12 Rz 9-11 und 
act. 12/22-30, worin auch noch erbrachte Leistungen der Phase 4 zu finden sind [Ausschrei-
bungsunterlagen; s. auch act. 12 Rz 25]).

4.2 Auch hinsichtlich des Bauprojekts H.________ legte die Klägerin in ihrer Klage klar dar, auf 
welche von ihr zu erbringenden Werkleistungen sich die Rechnung vom 30. November 2020 
im Betrag von CHF 322'346.10 bezogen hat (act. 1 Rz 11 i.V.m. act. 1/6 S. 6 i.V.m. act. 1/10 
[Phase 3 zu 100 % ausgeführt]). In der Replik ging die Klägerin dann davon aus, dass die 
Beklagte den (von dieser bestrittenen) Werkvertrag für das Projekt H.________ ebenfalls 
gekündigt habe, weshalb ihr die Beklagte für die bis zur Kündigung erbrachten Leistungen 
(Phase 3) einen Betrag von CHF 322'346.10 schulde. Auch diesbezüglich verwies sie auf 
entsprechende Beilagen (act. 12 Rz 9-11 und 63-65; act. 12/13-21).

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4.3 Der Klage und der Replik lassen sich die Werkleistungen, welche die Klägerin im Rahmen der 
Projekte G.________ und H.________ erbracht haben will, in ihren wesentlichen Umrissen hin-
reichend klar entnehmen. Die in diesem Zusammenhang eingereichten Beilagen (act. 1/4-6 
[Planerverträge und Honorarangebote G.________ sowie Honorarangebot H.________]; 
act. 1/8-10 [Rechnungen]; act. 12/13-30 [Pläne]) sind selbsterklärend und enthalten die rele-
vanten Informationen, ohne dass diese zusammengesucht werden müssen. Somit liegen – wie 
die Klägerin zutreffend vorbringt (act. 31 Rz 18-23, 48 und 55 f.) – hinreichend substanziierte 
Behauptungen zu den jeweiligen Werkleistungen vor.

4.4 Hinsichtlich der Behauptungen zur angeblichen Nachtragsvereinbarung im Zusammenhang 
mit dem Bauprojekt I.________ kann der Klägerin hingegen nicht gefolgt werden.

4.4.1 In der Berufung macht sie diesbezüglich geltend, aus ihrer Rechnung vom 7. Juli 2017 
(act. 1/12) gehe hervor, dass die Parteien im Zusammenhang mit dem Projekt I.________ 
nachträglich eine mündliche Vereinbarung über einen Pauschalbetrag von CHF 21'600.00 
(inkl. MWST) abgeschlossen hätten, welche von der Klägerin erbrachte "Architekturänderun-
gen: Anpassung Gebäudetechnik-Planung" betroffen habe. Zudem habe die Klägerin mit 
ihren Ausführungen in der Klage (act. 1 Rz 12) und der dazu eingereichten Rechnung vom 
7. Juli 2017 auch behauptet, dass die mündliche Nachtragsvereinbarung am 5. Juli 2017 ab-
geschlossen worden sei. Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen habe sie somit die von 
ihr erbrachten Leistungen und den dazugehörigen Hintergrund substanziiert dargelegt. Der 
Rechnung vom 7. Juli 2017 hätten sowohl die Vorinstanz wie auch die Beklagte die notwen-
digen und rechtserheblichen Informationen entnehmen können. Diese seien selbsterklärend 
und würden die in der Klage und der Replik enthaltenen Informationen stützen (act. 1 Rz 12 
und act. 12 Rz 66 ff.; act. 31 Rz 61).

4.4.2 Die Klägerin hat – entgegen ihrer Auffassung – weder in der Klage noch in der Replik dar-
gelegt, bezüglich welcher Arbeiten die Parteien die von ihr behauptete Nachtragsvereinba-
rung abgeschlossen haben sollen (act. 1 Rz 12; act. 12 Rz 68-71). Daran vermag auch der 
(blosse) Verweis auf die Rechnung vom 7. Juli 2017 nichts zu ändern. Dort werden zwar "Ar-
chitekturänderungen: Anpassung Gebäudetechnik-Planung" erwähnt. Die Klägerin hat aber 
weder substanziiert behauptet, um welche Arbeiten es sich dabei gehandelt habe, noch hat 
sie vorgebracht, dass diese Arbeiten auch effektiv ausgeführt worden seien. Zudem fehlen 
entsprechende Beweisanträge. Die Klägerin offerierte in diesem Zusammenhang einzig die 
Parteibefragung von E.________. Thema dieses Beweisantrags war jedoch nur die Behaup-
tung, dass zwischen den Parteien eine mündliche Nachtragsvereinbarung zustande gekom-
men sei und die Beklagte den Bestand und die Höhe der klägerischen Forderung von 
CHF 21'600.00 nie bestritten habe (act. 12 Rz 69). Zu den angeblichen Arbeiten sollte 
E.________ demnach nicht befragt werden, weshalb die Vorinstanz auf die Befragung ver-
zichten durfte. Dies gilt umso mehr, als das Gericht nicht gehalten ist, zur Klärung einer Fra-
ge Beweismittel abzunehmen, die nicht in diesem Zusammenhang angeboten wurden (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2020 vom 4. November 2020 E. 4.1.2 f. m.w.H.).

4.4.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Klägerin die von ihr behaupteten Arbeiten für das 
Bauprojekt I.________, die Gegenstand einer Nachtragsvereinbarung gewesen sein sollen, 
nicht hinreichend substanziiert hat. Folglich hat die Vorinstanz die Klage in diesem Punkt zu 
Recht abgewiesen.

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5. Hinsichtlich der Bauprojekte G.________ und H.________ macht die Klägerin für die Arbei-
ten, die bei der vorzeitigen Beendigung der Vertragsverhältnisse noch ausstehend waren, 
entgangene Gewinne im Umfang von 40 % der dafür vereinbarten Honorarsummen geltend.

5.1 Vorab ist der Klägerin insoweit zuzustimmen, als sie in der Replik die Berechnung der von ihr 
geltend gemachten entgangenen Gewinne nachvollziehbar dargelegt hat. Diese bezifferte sie 
für das Projekt G.________ auf CHF 170'683.00 (40 % der vereinbarten Honorarsummen, 
d.h. 40 % von CHF 325'361.70 + 40 % von CHF 101'345.70 [act. 12 Rz 9 i.V.m. act. 1/4 
S. 11 f. sowie act. 1/5 S. 11 f. und act. 1/6 S. 6; act. 12 Rz 21 f.]) und für das Projekt 
H.________ auf CHF 400'160.00 (40 % der geltend gemachten Honorarsumme von 
CHF 1'000'400.00 [act. 12 Rz 9-11 und act. 12/13-21]). Ihre Behauptung, wonach die ent-
gangenen Gewinne einem Anteil von 40 % an den für die entfallenen Arbeiten vereinbarten 
Honorarsummen entsprächen, hat die Klägerin hingegen nicht hinreichend substanziiert.

5.2 Den Prozentsatz von 40 % begründete die Klägerin lediglich mit ihrer langjährigen Erfahrung 
im Bereich der Planung von Bauprojekten, wobei sie diesbezüglich noch die Einholung eines 
Gutachtens beantragte (act. 12 Rz 9 und 65; act. 31 Rz 41). Dabei verkennt sie, dass das 
Beweisverfahren nicht dazu dient, fehlende Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, 
sondern solche vielmehr voraussetzt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4A_595/2021 vom 
5. Mai 2022 E. 7.3.2 und 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 E. 2.1.1.2, je m.w.H.). Im vorliegen-
den Fall wäre es der Klägerin möglich und zumutbar gewesen, den Schadenersatz konkret 
zu berechnen und diesen bspw. mit einer "buchhalterischen Gewinnrechnung" (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 4A_270/2020 vom 23. Juli 2020 E. 4 [= Pra 2021 Nr. 119]) substanziiert zu 
behaupten (vgl. Zindel/Schott, a.a.O., Art. 377 OR N 16). Die Klägerin hat dies jedoch ver-
säumt, weshalb die Vorinstanz zu Recht auf die Einholung des von ihr beantragten Gutach-
tens verzichtet hat. Im Übrigen stellt die Klägerin in der Berufung erstmals den Beweisantrag, 
E.________ in diesem Zusammenhang persönlich zu befragen (act. 31 Rz 41). Dabei han-
delt es sich um ein unzulässiges (unechtes) Novum, welches im Berufungsverfahren nicht 
mehr zu berücksichtigen ist (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Demzufolge ist die Vorinstanz zu Recht 
zum Schluss gelangt, dass die Klägerin ihre Behauptung, wonach ihr bezüglich der wegen 
der Kündigung weggefallenen Arbeiten Gewinne in Höhe von 40 % der vereinbarten Hono-
rarsummen entgangen seien, nicht hinreichend substanziiert hat. Grundsätzlich ist daher 
nicht zu beanstanden, dass sie die Klage diesbezüglich ohne Abnahme von Beweisen abge-
wiesen hat (vgl. aber hinten E. 12.1 f.).

5.3 Im Zusammenhang mit dem Bauprojekt H.________ führte die Vorinstanz zudem zutreffend 
aus, dass die Klägerin den angeblich von der Beklagten erklärten vorzeitigen Rücktritt vom 
Vertrag nicht beweisen konnte (zur Beweislast s. vorne E. 3.1.2). Entgegen ihrer Auffassung 
vermögen der Klägerin diesbezüglich auch ihre Ausführungen in der Replik (act. 12 Rz 63) 
sowie die Rechnung vom 30. November 2020 (act. 1/10) nicht zu helfen. Ihr Hinweis, dass 
aus dieser Rechnung "ungefähr" hervorgehe, wann die Beklagte vorzeitig vom Vertrag 
zurückgetreten sei, reicht offenkundig nicht aus, den von der Beklagten bestrittenen Rücktritt 
zu belegen. Somit hat die Vorinstanz bezüglich des Bauprojekts H.________ einen Anspruch 
der Klägerin auf Schadenersatz auch aus diesem Grund zu Recht verneint. 

6. Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass das Kantonsgericht die Klage bezüglich des von 
der Klägerin wegen der vorzeitigen Vertragsbeendigung geltend gemachten Schadenersatzes 

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(entgangener Gewinn) in der Höhe von 40 % der vereinbarten Honorarsummen grundsätzlich 
zu Recht abgewiesen hat (vgl. aber hinten E. 12.2). Hingegen erweist sich die Berufung in-
sofern als begründet, als die Vorinstanz hinsichtlich der für die Projekte G.________ und 
H.________ erbrachten Werkleistungen die Klage nicht wegen fehlender Substanziierung 
hätte abweisen dürfen. Vielmehr hätte sie sich mit den weiteren Vorbringen der Parteien
befassen und insbesondere beurteilen müssen, ob der Klägerin für die bis zum Rücktritt er-
brachten Leistungen noch Ansprüche zustehen. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, hätte 
die Vorinstanz zudem prüfen müssen, ob die Klägerin für das Projekt G.________ gestützt 
auf eine vertragliche Vereinbarung Schadenersatz geltend machen kann (vgl. hinten E. 12.2).

Das Kantonsgericht hat dies nicht getan, weshalb sich die Frage stellt, ob der angefochtene 
Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Eine Rückweisung 
hat allerdings die Ausnahme zu bleiben und darf nur dann erfolgen, wenn der Sachverhalt in 
wesentlichen Teilen zu vervollständigen ist, d.h. wenn die Streitsache nicht spruchreif ist und 
weitere Beweise abzunehmen sind (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und 2 ZPO; BGE 144 III 394 
E. 4.3.2.2; Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 318 ZPO N 8 und 24; Sutter-Somm/
Seiler, in: Sutter-Somm/Seiler [Hrsg.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 2021, Art. 318 ZPO N 2, 7 und 9). Diese Voraussetzungen sind nachfolgend im Einzel-
nen zu prüfen.

7. Hinsichtlich des Bauprojekts G.________ hielt die Vorinstanz zutreffend fest, dass die zwi-
schen den Parteien abgeschlossenen Planerverträge als Werkverträge zu qualifizieren sind 
und die Parteien die "Allgemeinen Vertragsbedingungen" der SIA-Norm 108 (Stand 2014; 
nachfolgend: SIA-Norm 108) übernommen haben (act. 30 E. 3 und 3.1 m.w.H.; vgl. auch 
Siegenthaler, in: Marti/Gebhardt/Siegenthaler [Hrsg.], SIA-Verträge für Architekten und Inge-
nieure, 2021, Art. 1.9 N 42 m.w.H.). Dies stellen die Parteien nicht in Abrede (act. 31 Rz 14; 
act. 35 Rz 6 und 8).

7.1 In Ziff. 1 der von den Parteien unterzeichneten "Allgemeinen Bedingungen für Planer" wird 
Folgendes festgehalten (act. 1/4 S. 2 und act. 1/5 S. 2):

Grundlagen für die Ausführung der Arbeiten sind der Rangordnung nach:

1. Der Planervertrag
2. Das Auftragsverhandlungsprotokoll
3. Die vorliegenden allgemeinen Bedingungen
4. Die allgemeinen Bedingungen für Bauarbeiten SIA Norm 108 (2014)
5. Die anwendbaren Gesetze, Verordnungen, Reglemente etc. […]

7.2 Die SIA-Norm 108 ist eine gerichtsnotorische Tatsache, die weder behauptet noch bewiesen 
werden muss, um im Prozess beachtet zu werden (vgl. Art. 151 ZPO; Urteil des Obergerichts 
Zürich NP200027 vom 18. Mai 2021 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 4A_582/2016 vom 
6. Juli 2017 E. 4.5; Gauch, a.a.O., Nr. 261). Sie enthält u.a. folgende Bestimmungen:

1.9 Verjährungs-/Rügefristen

[…]

1.9.4 Rügefristen

Seite 11/23

Mängel sind innert 60 Tagen seit Entdeckung zu rügen.

Plan- und Berechnungsmängel, die zu einem Mangel eines unbeweglichen Werks 
bzw. eines Werkteils führen, kann der Auftraggeber indessen während der ersten 
zwei Jahre nach dessen Abnahme jederzeit rügen. Den aus der verzögerten Rüge 
entstehenden Schaden trägt der Auftraggeber.

1.10 Vorzeitige Beendigung des Vertrages

1.10.1
Der Vertrag kann unabhängig von seiner rechtlichen Qualifikation (Werkvertrag oder 
Auftrag) von jeder Partei jederzeit widerrufen oder gekündigt werden (siehe Art. 404 
Abs. 1 OR).

1.10.2
Erfolgt eine solche Kündigung durch den Auftraggeber zur Unzeit, so ist der Beauftrag-
te berechtigt, nebst dem Honorar für die vertragsgemäss geleistete Arbeit einen Zu-
schlag zu fordern.

1.10.3
Der Zuschlag beträgt 10 % des Honorars für den entzogenen Auftragsteil oder mehr, 
wenn der nachgewiesene Schaden grösser ist. Eine Kündigung zur Unzeit durch den 
Auftraggeber liegt insbesondere vor, wenn der Beauftragte keinen begründeten Anlass 
zur Kündigung gegeben hat und die Kündigung hinsichtlich des Zeitpunktes und der 
von ihm getroffenen Dispositionen für ihn nachteilig ist.

1.10.4
Erfolgt die Kündigung durch den Beauftragten zur Unzeit, hat der Auftraggeber An-
spruch auf Ersatz des aus der Unzeitigkeit entstehenden Schadens gemäss Art. 404 
Abs. 2 OR.

7.3 Die beiden Planerverträge vom 8. Oktober bzw. 19. November 2019, die das Bauprojekt 
G.________ betreffen, regeln zum einen die "Planung HLS" [Heizung/Lüftung/Sanitär] für 
25 Eigentumswohnungen (act. 1/4 S. 1: "Eingabesumme Brutto" CHF 181'200.00 exkl. 
MWST) und zum anderen die "Planung HLS" für 31 Mietwohnungen (act. 1/5 S. 1; "Ein-
gabesumme Brutto" CHF 120'900.00 exkl. MWST).

In den "Honorarangeboten Planungsleistungen" wurden die jeweiligen Honorarsummen für 
"HLKS (inkl. Koordination)" und "Elektro" zu 60 % den Eigentumswohnungen und zu 40 % den 
Mietwohnungen zugewiesen (act. 1/4 S. 5-17, 11 f.; act. 1/5 S. 5-17, 11 f.). Unter dem Titel 
"Optionen" wurden zudem die Übernahme der "Fachbauleitung HLKSE" (Heizung/Lüftung/
Klima/Sanitär/Elektro) für CHF 75'000.00 (exkl. MWST) und die Realisierung der Kanalisations-
planung für CHF 25'000.00 (exkl. MWST) erwähnt (act. 1/4 S. 13 f.; act. 1/5 S. 13 f.). Die Be-
klagte bestreitet allerdings, diese Honorarangebote akzeptiert zu haben (act. 8 Rz 7.2 f.; act. 12 
Rz 18). Demgegenüber sind sich die Parteien grundsätzlich einig, dass sie zwei Verträge über 
die von der Klägerin in den Bereichen "HLKS (inkl. Koordination)", "Elektro" und "Kanalisation" 
zu erbringenden Planungsleistungen abgeschlossen haben (act. 1 Rz 7-10; act. 8 Rz 7.4; 
act. 12 Rz 19). Wiederum strittig ist jedoch die Höhe des vereinbarten Preises. Während die 
Beklagte von einem Pauschalhonorar von (gerundet) CHF 300'000.00 für sämtliche Arbeiten 
ausgeht, hält die Klägerin an den in den "Honorarangeboten Planungsleistungen" aufgeführten 
Beträgen fest (act. 8 Rz 7.5 und 8.20; act. 12 Rz 20 f.).

Seite 12/23

Den Planerverträgen vom 8. Oktober bzw. 19. November 2019 lässt sich ein pauschaler Be-
trag von gesamthaft CHF 302'100.00 (exkl. MWST) entnehmen (CHF 181'200.00 in act. 1/4 
und CHF 120'900.00 in act. 1/5). Für welche Leistungen dieser Betrag vereinbart wurde, ist 
jedoch nicht ersichtlich. Immerhin entspricht die vereinbarte Pauschale von CHF 302'100.00 
(exkl. MWST) dem Betrag, der in den "Honorarangeboten Planungsleistungen" für die Leis-
tungen "HLKS (inkl. Koordination)" für die Phasen 1-5 offeriert wurde (act. 1/4 S. 1 und 11; 
act. 1/5 S. 1 und 11). Aus den "Allgemeinen Bedingungen für Planer" geht sodann hervor, 
dass – "vorbehältlich einer andersartigen expliziten und schriftlichen Regelung" – die verein-
barten Preise als Pauschalpreise gelten (act. 1/4 S. 2; act. 1/5 S. 2). Was die Parteien 
tatsächlich vereinbart haben, lässt sich aber ohne die Abnahme von Beweisen nicht absch-
liessend beurteilen, weshalb das Kantonsgericht nach Vervollständigung des Sachverhalts 
über diese strittige Frage erneut zu entscheiden haben wird (vgl. hinten E. 12.3 f.).

8. Vom Kantonsgericht explizit offengelassen wurde auch die Frage, ob zwischen den Parteien 
hinsichtlich des Bauprojekts H.________ ein mündlicher Planervertrag zustande gekommen 
ist (vgl. vorne E. 2.1). Die Klägerin bringt in diesem Zusammenhang vor, dass sie den Ab-
schluss eines solchen Vertrags in der Replik substanziiert behauptet habe, was die Beklagte 
nur pauschal bestritten habe (act. 31 Rz 47 und 49 f.). Dieser Einwand ist berechtigt.

8.1 Die Beklagte anerkannte, dass ihr die Klägerin für das Projekt H.________ ein entsprechen-
des Angebot gemacht hatte (act. 8 Rz 11.1; act. 1/6). In der Replik führte die Klägerin sodann 
aus, die Parteien hätten an der Planersitzung vom 16. Juli 2019 vereinbart, dass hinsichtlich 
der "Planung HL" entsprechend "nur das [zu] machen [ist], was zwingend notwendig ist" 
(act. 12 Rz 63; act. 12/31), womit sie den Abschluss eines mündlichen Vertrags hinreichend 
behauptet und substanziiert hat. Im erstinstanzlichen Schriftenwechsel hat die Beklagte das 
Zustandekommen des Vertrags zwar bestritten. Sie machte aber lediglich geltend, dass die-
ses Projekt nie über eine Angebotsphase hinausgekommen sei und nicht einmal ein Honorar 
vereinbart worden sei (act. 8 Rz 6 und 11.1 f.; act. 20 Rz 108). Eine derart pauschale Bestrei-
tung genügt offenkundig nicht (vgl. BGE 144 III 519 E. 5.2.1 ff.), zumal die Beklagte nicht hin-
reichend substanziiert bestritten hat, dass die Klägerin in der Folge entsprechende Arbeiten 
für das Bauprojekt H.________ ausführte und der Beklagten auch in Rechnung stellte (vgl. 
vorne E. 4.2 f. und hinten E. 9.2.1; act. 12 Rz 10 und 63 i.V.m. act. 12/13-21 und act. 1/10). 
Mithin ist davon auszugehen, dass die Parteien auch für dieses Projekt (mündlich) einen Pla-
nervertrag abgeschlossen haben.

8.2 Ob die im "Honorarangebot Planungsleistungen" (act. 1/6 S. 4 und 6) aufgeführte SIA-Norm 
108 von den Parteien für das Projekt H.________ effektiv übernommen wurde, kann mangels 
Relevanz offenbleiben. Erstellt ist hingegen, dass die Klägerin die im Honorarangebot offe-
rierten Leistungen – d.h. Pläne hinsichtlich Elektro, Heizung/Kälte, Lüftung/Klima, Sanitär, 
Sprinkler, Fachkoordination (act. 1/6 S. 4) – zu erbringen hatte. Darauf hatten sich die Par-
teien an der Planersitzung vom 16. Juli 2019 offensichtlich geeinigt ("Planung HL" und "nur 
das machen, was zwingend notwendig ist"). Ferner ist auch der Planervertrag für das Bau-
projekt H.________ ohne Weiteres als Werkvertrag zu qualifizieren, zumal die Höhe der Ver-
gütung nicht von Vornherein festgelegt sein muss: Ist der Preis zum Voraus entweder gar 
nicht oder nur ungefähr bestimmt worden, so wird er gemäss Art. 374 OR nach Massgabe 
des Werts der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festgesetzt (vgl. Zindel/

Seite 13/23

Schott, a.a.O., Art. 363 OR N 4 f.; Urteil des Bundesgerichts 4A.261/2005 vom 9. Dezember 
2005 E. 2.1; s. auch hinten E. 9.2.1).

8.3 Unter diesen Umständen besteht hinsichtlich des Zustandekommens und des Inhalts des Ver-
trags kein Raum für eine Beweisabnahme (vgl. hinten E. 9.1), weshalb die in diesem Zusam-
menhang beantragten Befragungen von F.________, E.________, J.________, K.________ 
und L.________ unterbleiben können.

9. Die Klägerin macht in der Berufung zudem geltend, die Beklagte habe ihre Behauptungen 
hinsichtlich der erbrachten Planerleistungen nicht substanziiert bestritten.

9.1 Gegenstand des Beweises sind rechtserhebliche, streitige Tatsachen (Art. 150 Abs. 1 ZPO). 
Dies setzt entsprechende, substanziierte Tatsachenbehauptungen der behauptungs- und 
beweisführungsbelasteten Partei voraus, die von der Gegenseite hinreichend substanziiert 
bestritten werden. Andernfalls besteht – vorbehältlich Art. 153 ZPO – kein Raum für eine 
Beweisabnahme (vgl. BGE 144 III 67 E. 2.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 4A_62/2021 
vom 27. Dezember 2021 E. 4.1.4).

Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche einzelnen Behaup-
tungen des Klägers damit bestritten werden. Die Bestreitung muss ihrem Zweck entsprechend 
so konkret sein, dass die Gegenpartei weiss, welche einzelne Tatsachenbehauptung sie be-
weisen muss. Der Grad der Substanziierung einer Behauptung beeinflusst insofern den erfor-
derlichen Grad an Substanziierung einer Bestreitung. Je detaillierter einzelne Tatsachen eines 
gesamten Sachverhalts behauptet werden, desto konkreter muss die Gegenpartei erklären, 
welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, 
desto höher sind die Anforderungen an eine substanziierte Bestreitung. Diese sind zwar tiefer 
als die Anforderungen an die Substanziierung einer Behauptung; pauschale Bestreitungen rei-
chen indessen nicht aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass der Wahrheitsgehalt einer 
bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung infrage gestellt wird. Eine hinreichende 
Bestreitung lässt die behauptungsbelastete Partei erkennen, welche ihrer Behauptungen sie 
weiter zu substanziieren und schliesslich zu beweisen hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
4A_443/2017 vom 30. April 2018 E. 4.1 und 4A_281/2017 vom 22. Januar 2018 E. 4.3, je 
m.w.H.).

9.2 Wie die Klägerin zutreffend vorbringt (act. 31 Rz 29 und 51), hätte die Beklagte spätestens in 
der Duplik die hinreichend substanziierten Behauptungen der Klägerin (vgl. vorne E. 4) sub-
stanziiert bestreiten müssen.

9.2.1 Dieser Obliegenheit kam die Beklagte hinsichtlich des Bauprojekts H.________ nicht nach. Sie 
bestritt nämlich primär das Zustandekommen des Vertrags, in keiner Weise aber die klägeri-
schen Behauptungen hinsichtlich der erbrachten Arbeiten. Diesbezüglich machte sie lediglich 
pauschal und unsubstanziiert deren Mangelhaftigkeit geltend (act. 20 Rz 51 f., 55 und 108-
110). Somit gilt als unbestritten, dass die Klägerin die gemäss dem "Honorarangebot Planungs-
leistungen" bis zur Phase 3 geschuldeten und in Rechnung gestellten Arbeiten ("Projektierung"; 
act. 1/6 S. 6 und act. 1/10) im Rahmen des Bauprojekts H.________ erbracht hat. Folglich 
kann auf die diesbezüglich beantragten Befragungen von F.________ und/oder M.________, 
Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der N.________ GmbH, sowie die Ein-

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holung eines Gutachtens verzichtet werden. Abgesehen davon sind die geleisteten Arbeiten 
aufgrund der von der Klägerin mit der Replik eingereichten Urkunden (act. 12/13-21) ohnehin 
hinreichend nachgewiesen. Ferner hat die Beklagte nicht bestritten, dass die Klägerin ihr die 
Pläne abgeliefert hat (act. 12 Rz 65; act. 20 Rz 110). Mithin hat die Klägerin gestützt auf 
Art. 374 OR Anspruch auf Ersatz des Personal- und Sachaufwands, einen Zuschlag für Gene-
ralunkosten (z.B. allgemeine Geschäfts- und Verwaltungskosten) sowie einen Zuschlag für an-
gemessenen Unternehmensgewinn (vgl. vorne E. 8.2; Zindel/Schott, a.a.O., Art. 374 OR N 12). 
Unter Berücksichtigung dieser Bemessungskriterien kann das von der Klägerin geltend ge-
machte Honorar von CHF 322'346.10 (inkl. MWST) als ausgewiesen betrachtet werden; erheb-
liche Zweifel an der Richtigkeit des geltend gemachten Betrags bestehen jedenfalls nicht 
(Art. 153 Abs. 2 ZPO). Auf die mit der Ablieferung der Pläne fällig gewordene Vergütung 
(vgl. Art. 372 Abs. 1 OR) ist – wie von der Klägerin beantragt – ein Verzugszins zu 5 % ab dem 
1. April 2021 geschuldet (act. 1 Rz 14).

9.2.2 Hinsichtlich des Bauprojekts G.________ hat die Beklagte hinreichend bestritten, dass die Klä-
gerin Koordinationspläne hinsichtlich "HLKSE" (in der Phase 3 "Vorprojekt"; act. 20 Rz 5, 11 
und 14) und Kanalisationspläne (act. 20 Rz 30) erstellt bzw. eingereicht hat. Die übrigen Be-
streitungen der von der Klägerin erbrachten Leistungen sind hingegen nicht genügend sub-
stanziiert (act. 8 Rz 8.15-8.18 und 9.1-9.4), weshalb die diesbezüglich beantragten Befragun-
gen von F.________ und/oder M.________ sowie die Einholung eines Gutachtens unterbleiben 
können. Auf den Einwand der Beklagten, dass die geleisteten Arbeiten mangelhaft seien, ist 
weiter hinten (E. 10) zurückzukommen.

9.3 Die Beklagte brachte im erstinstanzlichen Verfahren noch zahlreiche weitere Bestreitungen und 
Einwendungen vor. Diese erweisen sich aus den nachfolgend dargelegten Gründen allerdings 
als irrelevant.

9.3.1 Dass ein "Kostenvoranschlag und die Erschliessungsabklärungen […] und eine entsprechende 
Planung" (act. 8 Rz 8.7; act. 20 Rz 17) gefehlt haben, kann der Klägerin nicht vorgeworfen 
werden. Derartigen Leistungen waren nicht vereinbart und somit von der Klägerin auch nicht 
geschuldet (vgl. act. 12 Rz 40). Dasselbe gilt für den Vorwurf der Beklagten, wonach die Kläge-
rin die (Fach-)Koordination nicht ausgeübt habe (act. 20 Rz 5, 11 und 14). Zudem hätte selbst 
die von der Klägerin angebotene, aber von den Parteien nicht vereinbarte Fachbauleitung 
(vgl. vorne E. 7.3) keine Fachkoordination beinhaltet (vgl. Art. 4.52 der SIA-Norm 108 [beson-
ders zu vereinbarende Leistungen: Fachkoordination gemäss Art. 9]). Eine Fachkoordination 
hatte die Klägerin vereinbarungsgemäss einzig im Rahmen der zu erstellenden Pläne zu über-
nehmen, wobei sie diese Aufgabe mit den von ihr erstellten Koordinationsplänen offenkundig 
erfüllte (vgl. act. 12/22; hinten E. 11). Schliesslich bestand keine vertragliche Pflicht der Kläge-
rin, Vorabklärungen hinsichtlich notwendiger technischer Brandschutzanlagen zu treffen oder 
gar "Pläne der Qualitätssicherungs-Verantwortlichen betreffend Brandschutz" einzureichen 
(act. 20 Rz 6; s. Art. 4.21 der SIA-Norm 108 [besonders zu vereinbarende Leistungen: Vorab-
klärung notwendiger technischer Brandschutzanlagen]). Letzteres oblag ohnehin nicht der Klä-
gerin, sondern dem Gesamtleiter der Fachkoordination (vgl. die Brandschutzrichtlinie der Ver-
einigung kantonaler Feuerversicherungen, Qualitätssicherung im Brandschutz, Ziff. 5.1.2, S. 13, 
<https://services.vkg.ch/rest/public/georg/bs/publikation/documents/BSPUB-1394520214-
2706.pdf/content>, besucht am 23. Oktober 2023). Dieser hat auch die "Prüfung des Projekts in 
Bezug auf Statik" zu veranlassen (vgl. Art. 9.3 der SIA-Norm 108, Teilphase 32: Bauprojekt). 

Seite 15/23

Daher durfte die Beklagte von der Klägerin auch nicht den Statiknachweis verlangen (act. 8 
Rz 8.12), zumal Ziff. 15 der "Allgemeinen Bedingungen für Planer" (act. 1/4 S. 3 und act. 1/5 
S. 3) lediglich vorsieht, dass das Planungsbüro den Statiknachweis in den Projektunterlagen 
abzulegen hat. Eine Pflicht zur Erstellung des Statiknachweises wird hingegen nicht statuiert.

9.3.2 Im Weiteren ist zu beachten, dass die in der Phase 5 zu erbringenden Leistungen nicht Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens sind, fordert die Klägerin hierfür doch kein Honorar (vgl. 
vorne E. 4.1). Die Einwendungen der Beklagten hinsichtlich der "Ausführungspläne HLS und 
Einlagepläne", des "Strangschemas", des "Stromlaufschemas" sowie des "Funktions- und Re-
gelbeschriebs" betreffen aber offensichtlich das in der Phase 5 geschuldete Ausführungsprojekt 
(act. 20 Rz 9, 12, 16 und 18; vgl. Art. 4.51 der SIA-Norm 108, Realisierung bzw. Ausführungs-
projekt). Die Einwendungen im Zusammenhang mit dem "Abschluss" (act. 20 Rz 13 und 16) 
beziehen sich ebenfalls auf die in der Phase 5 zu leistenden Arbeiten. Dasselbe gilt auch für 
die fehlenden Revisionspläne (act. 20 Rz 29), welche die tatsächlich gebauten Elemente do-
kumentieren und damit erst das Ausführungsprojekt bzw. den Abschluss betreffen (vgl. Art. 9.3 
der SIA-Norm 108, Teilphase 53: Inbetriebnahme, Abschluss).

9.3.3 Schliesslich hält die Beklagte der Klägerin vor, sie habe den Vertrag gebrochen, indem sie 
ohne ihre Zustimmung ein externes Büro mit der Elektroplanung beauftragt habe (act. 20 
Rz 21). Zudem habe sie nicht nach Baufortschritt abgerechnet (act. 8 Rz 8.13; act. 20 Rz 25). 
Auch aus diesen Argumenten kann die Beklagte jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sie 
legt nämlich nicht dar, welche (Schaden-)Folgen ein allfälliger Vertragsbruch der Klägerin nach 
sich gezogen haben soll, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. Ausserdem stellte die 
Klägerin erst Rechnung, nachdem sie ihre Leistungen erbracht hatte (vgl. act. 1/8 und 1/9). 
Demnach besteht kein Anlass, F.________ und/oder M.________ diesbezüglich zu befragen.

10. Die Beklagte wendet im Weiteren ein, die von der Klägerin im Zusammenhang mit dem Bau-
projekt G.________ ausgeführten Arbeiten seien mangelhaft gewesen. Sie habe daher der 
N.________ GmbH denselben Auftrag wie der Klägerin erteilen müssen (act. 8 Rz 8.3 und 
9.1; act. 20 Rz 48-53).

10.1 Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt (act. 30 E. 4.5 a.E.), ist das begonnene (Teil-)
Werk, welches infolge der vorzeitigen Vertragsbeendigung unvollendet ist, hinsichtlich der 
Mängelrechte dem vollendeten Werk gleichzustellen, weshalb Art. 367-371 OR sinngemäss 
anwendbar sind. Dass das (Teil-)Werk unvollendet ist, stellt keinen Werkmangel dar. Es kann 
jedoch deshalb mangelhaft sein, weil ihm eine Eigenschaft fehlt, die es – trotz der Nichtvoll-
endung – in diesem Stadium der Ausführung haben sollte (vgl. BGE 116 II 450 E. 2b; Urteil 
des Bundesgerichts 4A_273/2017 vom 14. März 2018 E. 3.2.2; 4A_667/2016 vom 3. April 
2017 E. 4.3.1; Gauch, a.a.O., Nr. 2433 f.).

10.2 Gemäss Art. 367 OR hat der Besteller nach Ablieferung des Werkes, sobald es nach dem 
üblichen Geschäftsgange tunlich ist, dessen Beschaffenheit zu prüfen und den Unternehmer 
von allfälligen Mängeln in Kenntnis zu setzen (Abs. 1). Jeder Teil ist berechtigt, auf seine 
Kosten eine Prüfung des Werkes durch Sachverständige und die Beurkundung des Befundes 
zu verlangen (Abs. 2). Wird das abgelieferte Werk vom Besteller ausdrücklich oder still-
schweigend genehmigt, so ist der Unternehmer gemäss Art. 370 OR von seiner Haftpflicht 
befreit, soweit es sich nicht um Mängel handelt, die bei der Abnahme und ordnungsmässigen 

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Prüfung nicht erkennbar waren oder vom Unternehmer absichtlich verschwiegen wurden 
(Abs. 1). Stillschweigende Genehmigung wird angenommen, wenn der Besteller die gesetz-
lich vorgesehene Prüfung und Anzeige unterlässt (Abs. 2). Treten die Mängel erst später zu 
Tage, so muss die Anzeige sofort nach der Entdeckung erfolgen, widrigenfalls das Werk 
auch rücksichtlich dieser Mängel als genehmigt gilt (Abs. 3).

Das infolge vorzeitiger Vertragsbeendigung unvollendete (Teil-)Werk gilt trotz fehlender Fer-
tigstellung in seinem Zustand zum Zeitpunkt der Kündigung als abgeliefert, weshalb die Prü-
fungsfrist nach Art. 367 Abs. 1 OR mit der Kündigung oder – wo eine solche erforderlich ist – 
mit der körperlichen Übertragung des unvollendeten (Teil-)Werks an den Besteller zu laufen 
beginnt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_319/2017 vom 23. November 2017 E. 2.3.1, mit 
Verweis auf BGE 130 III 362 E. 4.2; Gauch, a.a.O., Nr. 2434). Die während der Prüfungsfrist 
entdeckten Mängel sind dem Unternehmer gemäss Lehre und Rechtsprechung zu Art. 367 
Abs. 1 OR unverzüglich anzuzeigen bzw. zu rügen. Dieser dispositiven gesetzlichen Rege-
lung geht die von den Parteien übernommene SIA-Norm 108 vor. Gemäss Ziff. 1.9.4 Abs. 1 
dieser Norm sind Mängel innert 60 Tagen seit der Entdeckung zu rügen (vgl. vorne E. 7.2). 
Diese Rügefrist betrifft eigentliche Planmängel. Die längere Frist von zwei Jahren gemäss 
Ziff. 1.9.4 Abs. 2 gilt hingegen lediglich für Plan- und Berechnungsmängel, die zu einem 
Mangel eines unbeweglichen Werks bzw. Werkteils (Mangelfolgeschaden) führen (vgl. Sie-
genthaler, a.a.O., Art. 1.9 N 44 und 49). 

Die Vergütung des Bestellers wird mit der Kündigung bzw. Auflösung des Werk- bzw. Plan-
vertrags fällig, wobei das Werk bzw. der Plan im Zeitpunkt der Vertragsauflösung (und somit 
im Zeitpunkt der damit als erfolgt geltenden Ablieferung) nicht mangelfrei zu sein braucht 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_319/2017 vom 23. November 2017 E. 2.3.1; 4C.241/2003 
vom 11. November 2003 E. 5.2; Gauch, a.a.O., Nr. 1155 f. i.V.m. Nr. 528 f.).

10.3 Vorliegend ist strittig, ob die Beklagte der Klägerin die behaupteten Mängel rechtzeitig mit ei-
ner hinreichend konkreten Mängelrüge angezeigt bzw. gerügt hat (act. 20 Rz 31-39; act. 22).

Im Zusammenhang mit der Mängelrüge fallen die Behauptungs- und Beweislast (ausnahms-
weise) auseinander: So trägt die Unternehmerin die Behauptungslast dafür, dass keine recht-
zeitige, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Mängelrüge erhoben worden ist. 
Demgegenüber hat die Bestellerin die Rechtzeitigkeit und den gehörigen Inhalt der Mängel-
rüge zu beweisen. Im Weiteren hat sie auch nachzuweisen, wann sie den gerügten Mangel 
entdeckt hat (vgl. Zindel/Schott, a.a.O., Art. 367 OR N 32 f. m.w.H.; BGE 118 II 142 E. 3.a).

10.4 Die Klägerin hat im vorinstanzlichen Verfahren substanziiert behauptet, dass die Beklagte 
keine genügende Mängelrüge erhoben habe (act. 22). Die Beklagte bringt demgegenüber 
vor, die N.________ GmbH habe zahlreiche Planungsfehler in den Plänen der Klägerin fest-
gestellt, weshalb die Beklagte von dieser neue Pläne habe erstellen lassen, um einen noch 
grösseren finanziellen Schaden zu verhindern (act. 8 Rz 8.1 und 8.3 f.). Mit diesem Argument 
verkennt die Beklagte, dass der freiwillige Beizug eines privaten Sachverständigen – im Un-
terschied zum Beizug eines amtlich bzw. gerichtlich ernannten Sachverständigen gemäss 
Art. 367 Abs. 2 OR – nichts an der Dauer der Prüfungsfrist ändert. Ebenso wenig wird der 
Besteller dadurch von seiner Anzeige- bzw. Rügepflicht befreit (vgl. Gauch, a.a.O., Nr. 2125 
und 2137).

Seite 17/23

10.5 Die Mängelrüge muss sodann "sachgerecht substanziiert" sein. Eine nur allgemeine Er-
klärung, "das Werk sei mangelhaft" bzw. "das Werk entspreche nicht dem Vertrag" oder "es 
sei unbefriedigend", genügt für die Mängelrüge grundsätzlich nicht. Vielmehr hat der Bestel-
ler jeden Mangel, den er rügen will, hinreichend genau anzugeben, bei mehreren Mängeln 
also nicht nur die "Hauptmängel". Er hat die Mängel nach ihrer Erscheinungsform und gege-
benenfalls nach ihrer Lage so exakt zu bezeichnen, dass der Unternehmer erkennen kann, 
was an seinem Werk beanstandet wird. Auch muss er zum Ausdruck bringen, dass er auf-
grund der mitgeteilten Mängel das Werk nicht als vertragsgemäss anerkennen und den Un-
ternehmer haftbar machen will (vgl. Gauch, a.a.O., Nr. 2130 und 2133; Urteil des Bundesge-
richts 4A_251/2018 vom 11. September 2018 E. 3.2; 4A_231/2016 vom 12. Juli 2016 E. 2.2).

Die Beklagte macht in ihren Rechtsschriften keinen Plan- oder Berechnungsmangel geltend, 
der zu einem Mangel eines unbeweglichen Werks bzw. Werkteils (Mangelfolgeschaden) ge-
führt hat. Vielmehr behauptet sie, dass nach den Feststellungen der N.________ GmbH der 
Klägerin diverse Planungsfehler (mangelhafte Elektro-, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und 
Erdsondenplanung; Pläne nicht in der vertraglich vorgeschriebenen "CAD-Datenform" erstellt 
bzw. keine "dwg-Dateien" vorhanden; mangelhafte Ausschreibungsunterlagen in der Sub-
mission) unterlaufen seien. Diese Fehler habe die N.________ GmbH mit neu erstellten Plä-
nen beseitigen müssen. Damit ist der Beklagten indessen nicht geholfen. Zum einen war sie 
zwar nicht verpflichtet, einen privaten Sachverständigen beizuziehen (vgl. Siegenthaler, 
a.a.O., Art. 1.9 N 47); nachdem sie die N.________ GmbH beigezogen hat, muss sie sich 
aber das ihr von der N.________ GmbH übermittelte Wissen bezüglich der angeblich festge-
stellten Mängel anrechnen lassen. Zum anderen betreffen die von der Beklagten behaupte-
ten Mängel eigentliche Planmängel im Sinne von Ziff. 1.9.4 Abs. 1 der SIA-Norm 108, wes-
halb die Rügefrist 60 Tage (und nicht zwei Jahre) beträgt (vgl. vorne E. 10.2). Mithin hätte es 
der Beklagten oblegen, die ihr von der N.________ GmbH zur Kenntnis gebrachten angebli-
chen Mängel der Klägerin innert 60 Tagen anzuzeigen bzw. zu rügen.

10.6 Die Beklagte will die in ihren Rechtsschriften behaupteten Mängel mit verschiedenen Schrei-
ben gerügt haben (act. 20 Rz 31-39).

10.6.1 Die Schreiben vom 25. Mai 2020 (act. 20/2), 18. Dezember 2020 (act. 20/3 bzw. 20/18), 
8. Januar 2021 (act. 20/4 bzw. 20/17), 10. Januar 2021 (act. 20/5) und 13. Januar 2021 
(act. 20/7 und 20/8) bezeichnen die gerügten Mängel nicht hinreichend genau, weshalb die 
Voraussetzungen für eine rechtsgenügliche Mängelrüge nicht erfüllt sind (vgl. vorne E. 10.5). 
Im Übrigen betreffen das Schreiben vom 8. Januar 2021 (act. 20/4 bzw. 20/17) und die bei-
den Schreiben vom 13. Januar 2021 (act. 20/7 und 20/8) nicht das Bauprojekt G.________, 
sondern offenbar ein weiteres Bauprojekt in O.________, weshalb sie für den vorliegenden 
Fall nicht von Belang sind.

10.6.2 In dem an die Klägerin gerichteten Schreiben vom 14. April 2021 (act. 20/9) hielt die Beklag-
te unter anderem Folgendes fest:

Projekt G.________

[…]

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Sie hatten sich vertraglich verpflichtet, für uns diverse Elektro-, Heizungs-, Sanitär- und 
Lüftungsplanungen auszuführen, sowie auch die entsprechende Kanalisationsplanung.

Die Basis für alle Verträge war u.a. immer unser jeweiliger, äusserst detaillierter Baube-
schrieb. Sie haben sich jedoch nachweislich in keinem Ihrer Aufträge an diesen Baube-
schrieb gehalten. Durch ein externes HKSL und Elektro Planer Büro haben wir all Ihre 
Planungsarbeiten nachprüfen lassen (so auch die Ausschreibung, Materialauswahl und 
Pläne). Es ergaben sich zahlreiche Planungsfehler, welche uns letztlich einen erheblichen 
finanziellen Schaden beschert haben.

[…]

Der (hier nicht vollständig darlegbare) Schaden besteht u.a.

[…]

G.________: CHF 211'000.00 (3 Erdsonden pro Haus hätten voll gereicht, wir haben 
4 Erdsonden eingebaut)

[…]

Diese Punkte betreffen nur die Ausschreibungen und Ausführungen.

Weiter verlangen wir einen Teil des bereits an Sie bezahlten Honorars zurück, weil 
Sie gemäss Vertrag nicht alle Punkte erfüllt und Sie unsere Vorgaben nicht ausgeführt 
haben. So haben Sie beispielsweise die Lüftung nicht nach den Brandvorschriften ge-
plant. Auch den Einladungen für Koordinationssitzungen sind Sie nicht mehr gefolgt.

Für die nachfolgend erwähnten Bauprojekte verlangen wir jeweils eine Rückzahlung 
von:

[…]

G.________: CHF 53'000.00

[…]

Auch dieses Schreiben vermag den Anforderungen an eine hinreichende Mängelrüge nicht zu 
genügen, bleibt doch unklar, ob mit der Formulierung "3 Erdsonden pro Haus hätten voll ge-
reicht, wir haben 4 Erdsonden eingebaut" ein von der Klägerin zu verantwortender Planungs-
fehler gerügt wird. Im Weiteren ist nicht erstellt, dass der allfällige Mangel rechtzeitig – d.h. 
innert 60 Tagen seit dessen Entdeckung – gerügt wurde. Die Beklagte hat im Zusammenhang 
mit dem Fristenlauf in ihren Rechtsschriften nämlich nicht behauptet (und solches geht auch 
aus den übrigen Akten nicht hervor), ob und allenfalls wann sie die Pläne nach der Kündigung 
vom 13. Januar 2021 geprüft hat (vgl. vorne E. 10.2) bzw. wann ihr die angeblichen Mängel 
von der N.________ GmbH zur Kenntnis gebracht wurden. Hingegen steht fest, dass die Be-
klagte die angeblichen Mängel erst mit Schreiben vom 14. April 2021 gerügt hat. Wird die 60-
tägige Frist ab dem 14. April 2021 zurückgerechnet, so durfte die Beklagte spätestens am 
13. Februar 2021 von den Mängeln Kenntnis erhalten haben, damit die am 14. April 2021 er-
hobene Rüge noch rechtzeitig erfolgte. Unter den gegebenen Umständen ist dies zwar nicht 
ausgeschlossen. Die beweisbelastete Beklagte hat diesbezüglich aber keine Behauptungen 
aufgestellt und keine Beweise offeriert. Der Nachweis für die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge 
ist ihr somit nicht gelungen.

10.7 Nachdem die Beklagte die nachteiligen Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (Art. 8 ZGB), 
ist davon auszugehen, dass sie die behaupteten Mängel nicht rechtzeitig gerügt hat. Demnach 

Seite 19/23

sind ihre Mängelrechte verwirkt und das Werk gilt – selbst wenn es allfällige Mängel aufgewie-
sen haben sollte – als (stillschweigend) genehmigt (vgl. Art. 370 Abs. 2 OR; vgl. Gauch, a.a.O., 
Nr. 2148 f. und 2160 m.w.H.). Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, die von den Parteien zu 
den angeblichen Mängeln offerierten Beweise (Befragungen von E.________ und von 
F.________ und/oder M.________ sowie die Einholung eines Gutachtens) abzunehmen.

11. Hinsichtlich des Bauprojekts G.________ hat die Beklagte – wie bereits erwähnt – substanziiert 
bestritten, dass die Klägerin Koordinations- und Kanalisationspläne erstellt bzw. eingereicht hat 
(vgl. vorne E. 9.2.2). Nachdem aus den eben genannten Gründen davon auszugehen ist, dass 
allfällige Mängel als genehmigt gelten, kann jedoch ohne Weiteres auf die sich bei den Akten 
befindlichen Koordinationspläne (vgl. act. 12/22 [Titel Gewerk: Koordination HLKSE; Legende: 
Koordination Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär, Abmessungen Vorwände]) und Kanalisations-
pläne (vgl. act. 12/30) abgestellt werden. Diese erbringen den Beweis, dass die Klägerin ent-
sprechende Pläne erstellt hat. Hinsichtlich der Kanalisationspläne ist sodann auf die E-Mail 
vom 18. Dezember 2020 hinzuweisen, in welcher die Beklagte keine Einwendungen erhob. 
Vielmehr teilte sie der Klägerin mit, dass sie die klägerische "Rechnung von der Kanalisation in 
den Zahlungslauf" gegeben habe (act. 20/18), was sie wohl nicht getan hätte, wenn hinsichtlich 
der Kanalisationspläne Probleme bestanden hätten. In antizipierter Beweiswürdigung kann so-
mit auch in diesem Zusammenhang auf die Abnahme der von den Parteien offerierten Beweise 
(Befragungen von F.________, M.________ und E.________ sowie die Einholung eines Gut-
achtens) verzichtet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_279/2020 vom 23. Februar 2021 
E. 6.3 m.w.H.).

12. Nachdem feststeht, dass die Klägerin ihre Verpflichtungen aus den Planerverträgen für das 
Bauprojekt G.________ erfüllt hat, stellt sich in einem nächsten Schritt die Frage, welche 
Vergütung der Klägerin – unter Berücksichtigung der von der Beklagten am 13. Januar 2021 
ausgesprochenen Kündigung der Planerverträge – zusteht. Dass der Rücktritt bzw. die Kün-
digung gestützt auf Art. 377 OR erklärt wurde, stellt die Beklagte nicht in Abrede. Abgesehen 
davon ist ein gestützt auf Art. 366 Abs. 2 OR erklärter Vertragsrücktritt nicht erstellt. Die Be-
klagte hat insbesondere weder behauptet noch nachgewiesen, dass sie der Klägerin im Sinne 
dieser Bestimmung eine Frist zur Abhilfe angesetzt habe, weshalb darauf nicht weiter einzu-
gehen ist (vgl. Zindel/Schott, a.a.O., Art. 377 OR N 2). Im Weiteren ist zu beachten, dass die 
gestützt auf Art. 377 OR geschuldete Vergütung – entgegen der Auffassung der Beklagten 
(act. 8 Rz 8.13 f.) – fällig ist, selbst wenn die Pläne Mängel aufgewiesen hätten (vgl. vorne 
E. 10.2 a.E.), weshalb sich die von der Beklagten diesbezüglich beantragte Befragung von 
F.________ (act. 8 Rz 8.13 f.) erübrigt.

12.1 Hinsichtlich des Projekts G.________ hielt die Klägerin in der Klage fest, dass die "Phasen 1-4 
zu 100 %" und die Kanalisationsplanung ausgeführt worden seien. In der Replik machte sie 
dann nebst dem entgangenen Gewinn nur noch das Honorar für die "Phasen 1-3 zu 100 %" 
und die Kanalisationsplanung geltend (vgl. vorne E. 4.1). Sie unterliess es jedoch, die Klage in 
der Replik zu beschränken bzw. den eingeklagten Betrag entsprechend zu reduzieren (vgl. 
Art. 227 Abs. 3 ZPO). Wie sie in der Berufung zu Recht vorbringt (act. 31 Rz 31), hat das Ge-
richt daher das in der Klageschrift geltend gemachte Honorar für die erbrachten Arbeiten der 
Phase 4 (Ausschreibung) ebenfalls zu prüfen (vgl. BGE 144 III 452 E. 2). Diese Arbeiten wur-
den zeitlich vor der am 13. Januar 2021 ausgesprochenen Kündigung erbracht und sind ohne 

Seite 20/23

Weiteres ausgewiesen, zumal die Beklagte allfällige Mängel nicht (rechtzeitig) gerügt hat (vgl. 
die Pläne in act. 12/24 und vorne E. 10.6 f.).

12.2 Im Weiteren kann die Klägerin – wie bereits dargelegt – für die wegen des Rücktritts entgange-
nen Gewinne zwar keinen Zuschlag von 40 % der vereinbarten Honorarsummen beanspruchen 
(vgl. vorne E. 5.2). Art. 377 OR enthält jedoch dispositives Recht, weshalb die Parteien die 
Rechtsfolgen der Vertragsauflösung ändern können (vgl. vorne E. 3.1.1).

12.2.1 Ziff. 1.10.3 der von den Parteien übernommenen SIA-Norm 108 sieht bei einer vorzeitigen Be-
endigung des Vertrags unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschlag von 10 % des Ho-
norars für den entzogenen "Auftragsteil" vor (vgl. vorne E. 7.2). Diese Voraussetzungen sind 
vorliegend erfüllt. So erfolgte der von der Beklagten gestützt auf Art. 377 OR erklärte Rücktritt 
offenkundig zur Unzeit (vgl. Ziff. 1.10.2 der SIA-Norm 108). Zudem vermochte die Beklagte 
keine wichtigen bzw. sachlich vertretbaren Grund für die sofortige Beendigung der Planerver-
träge nachzuweisen (vgl. Ziff. 1.10.3 der SIA-Norm 108), nachdem sie die angeblichen Plan-
mängel nicht (rechtzeitig) gerügt und im Übrigen auch nicht von den ihr gestützt auf Art. 366 
Abs. 2 OR zustehenden Rechten Gebrauch gemacht hat (vgl. vorne E. 10.6 f. und E. 12; Urteil 
des Bundesgerichts 4A_270/2020 vom 23. Juli 2020 E. 4 [= Pra 2021 Nr. 119]). Dementspre-
chend ist davon auszugehen, dass die Klägerin keinen begründeten Anlass zur (sofortigen) 
Kündigung gegeben hat (Ziff. 1.10.3 der SIA-Norm 108; Siegenthaler, a.a.O., Art. 1.10 N 27 f. 
und 31). Im Übrigen reicht der Verlust des Vertrauens des Bestellers in den Unternehmer für 
sich alleine nicht aus, um einen genügenden Grund für eine Vertragskündigung durch Ersteren 
ohne Entschädigung des Letzteren zu schaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_270/2020 
vom 23. Juli 2020 E. 4 [= Pra 2021 Nr. 119]).

12.2.2 Der Zuschlag von 10 %, den die SIA-Norm 108 in Ziff. 1.10.3 für die mit der Kündigung ent-
zogenen Arbeiten vorsieht, ist im Sinne einer Konventionalstrafe – unabhängig vom Nachweis 
eines Schadens – geschuldet und mit dem jederzeitigen Kündigungsrecht vereinbar (vgl. 
BGE 109 II 462 E. 4; 110 II 380 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 4A_141/2011 vom 6. Juli 
2011 E. 2.4; Siegenthaler, a.a.O., Art. 1.10 N 34 f.).

12.3 Unklar und strittig ist hingegen die Frage, welches Honorar die Parteien vereinbart haben 
(vgl. vorne E. 7.3). Während die Klägerin auf die in ihren Offerten ("Honorarangebote Pla-
nungsleistungen") aufgeführten Beträge abstellt, macht die Beklagte geltend, die Parteien 
hätten Pauschalhonorare vereinbart, und zwar (gerundet) CHF 300'000.00 für die "HLKSE"-
Planung (exkl. MWST; act. 8 Rz 7.5 und 8.20) und CHF 15'000.00 für die Kanalisationspla-
nung (act. 20 Rz 30), wobei letztere allenfalls bereits in der Pauschale von CHF 300'000.00 
berücksichtigt seien. Zu dieser Frage hat sich die Vorinstanz nicht geäussert, da sie die Klage 
zu Unrecht mangels hinreichender Substanziierung abgewiesen hat. In diesem Zusammen-
hang ist die Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts an das Kantonsgericht zurückzu-
weisen, wobei es – wie von den Parteien beantragt – E.________ und F.________ diesbe-
züglich zu befragen haben wird (act. 8 Rz 7.1-7.6 und 8.20; act. 12 Rz 17 f.; vgl. vorne 
E. 7.3).

12.4 Im Entscheid wird das Kantonsgericht dann je nach Beweisergebnis zu differenzieren haben.

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12.4.1 Sind die von der Klägerin offerierten Beträge gemäss den "Honorarangeboten Planungsleis-
tungen" massgebend, stehen der Klägerin folgende Beträge zu (act. 1/4 und 1/5, je S. 11 f. 
und 14): 

Phasen 1-4 "HLKS": CHF 194'800.00 (exkl. MWST) bzw. CHF 209'799.60 (inkl. MWST)
Phasen 1-4 "Elektro": CHF 54'900.00 (exkl. MWST) bzw. CHF   59'127.30 (inkl. MWST)
Kanalisationsplanung: CHF 25'000.00 (exkl. MWST) bzw. CHF   26'925.00 (inkl. MWST)

Total CHF 274'700.00 (exkl. MWST) bzw. CHF 295'851.90 (inkl. MWST)

Der Zuschlag von 10 % ist sodann aufgrund des Honorars für den entzogenen "Auftragsteil" 
zu berechnen, d.h. die Beklagte schuldet der Klägerin bei dieser Konstellation 10 % von 
CHF 107'300.00 (= CHF 10'730.00; Phase 5 HLKS; exkl. MWST) und 10 % von CHF 39'200.00 
(= CHF 3'920.00; Phase 5 Elektro; exkl. MWST), was ein Total von CHF 14'650.00 ergibt. Da-
bei handelt es sich um Schadenersatz, welcher mangels eines Leistungsverhältnisses nicht der 
MWST unterliegt.

12.4.2 Wurde hingegen für die "HLKSE"-Planung (allenfalls samt Kanalisationsplanung) ein Pauschal-
honorar von (gerundet) CHF 300'000.00 vereinbart, ist diese Geldsumme auf die Phasen 1-5 
aufzuteilen, damit schliesslich der geschuldete Betrag berechnet werden kann (d.h. Phasen 1-4 
zu 100 % und Phase 5 zu 10 %).

13. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in teilweiser Gutheissung der Berufung der Kläge-
rin die Dispositiv-Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids insoweit aufzuheben ist, als die Be-
klagte im Zusammenhang mit dem Bauprojekt H.________ zu verpflichten ist, der Klägerin 
CHF 322'346.10 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. April 2021 zu bezahlen (vgl. vorne E. 9.2.1). 
Hinsichtlich der von der Klägerin im Zusammenhang mit dem Bauprojekt G.________ geltend 
gemachten Forderungen (inkl. des Zuschlags von 10 %) ist die Sache im Sinne der Erwägun-
gen an die Vorinstanz zurückzuweisen E. 7.3 und 12.3 f.). Im Übrigen ist die Berufung abzu-
weisen (vgl. vorne E. 4.4.3 und 5.2 f.) und insoweit die Abweisung der Klage zu bestätigen. 

14. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten zu befinden.

14.1 Da mit dem vorliegenden Urteil kein rein reformatorischer Entscheid gefällt und der erstin-
stanzliche Entscheid nur teilweise bestätigt wird, kommt Art. 318 Abs. 3 ZPO nicht zur An-
wendung (vgl. Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 318 ZPO N 20). Vielmehr wird das Kantons-
gericht erneut über die Verlegung der erstinstanzlichen Prozesskosten zu entscheiden haben, 
weshalb die Dispositiv-Ziff. 2 und 3 des angefochtenen Entscheids vollumfänglich aufzuheben 
sind.

14.2 Im Weiteren rechtfertigt es sich, auch die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittel-
verfahrens der Vorinstanz zu überlassen (Art. 104 Abs. 4 ZPO), und zwar aus folgenden 
Gründen:

14.2.1 Nach dem Rückweisungsentscheid hat das Kantonsgericht – unabhängig davon, welche 
Partei an das Obergericht gelangt ist – aufgrund der ursprünglichen Parteibegehren neu zu 
urteilen, weshalb der endgültige Ausgang der Streitsache offen ist. Unter diesen Umständen 

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macht es Sinn, dass die Vorinstanz im neuen Entscheid auch die Prozesskosten des Rechts-
mittelverfahrens verteilt, wobei ihr ein erhebliches Ermessen zusteht. Die Festsetzung der 
Kostenhöhe bleibt aber in jedem Fall Sache der Rechtsmittelinstanz (vgl. Sterchi, Berner 
Kommentar, 2012, Art. 104 ZPO N 16; Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 104 ZPO N 11; 
Rüegg/Rüegg, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 104 ZPO N 7).

14.2.2 Bei der Festsetzung der Entscheidgebühr sind im Rechtsmittelverfahren die für die Vorinstanz 
geltenden Ansätze und Bemessungsgrundsätze anwendbar. Bei einem Streitwert von 
CHF 785'774.25 beträgt die Entscheidgebühr CHF 25'000.00 (§ 15 Abs. 1 i.V.m. § 11 Abs. 1 
KoV OG).

14.2.3 Gemäss § 8 Abs. 1 AnwT richtet sich die Höhe der Parteientschädigung nach dem im Rechts-
mittelverfahren noch in Betracht kommenden Streitwert. Dieser beläuft sich auf CHF 785'774.25, 
womit das Grundhonorar der Rechtsanwälte CHF 28'186.60 beträgt (§ 3 Abs. 1 AnwT). Davon 
sind für das vorliegende Berufungsverfahren zwei Drittel (= CHF 18'791.10) zu berechnen. Unter 
Hinzurechnung einer Auslagenpauschale von 3 % (= CHF 563.75; § 25 Abs. 2 AnwT) und der 
MWST von 7,7 % (= CHF 1'490.30; § 25a Abs. 1 AnwT) ergibt sich somit eine Parteientschä-
digung von gerundet CHF 20'845.00.

In der Honorarnote vom 17. Oktober 2023 macht die Klägerin für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 17'956.03 geltend (inkl. Auslagenpauschale und MWST [act. 38]). 
Dieses Honorar ist angemessen und kann ohne Weiteres genehmigt werden. Die Beklagte über-
liess die Festlegung des Honorars dem Ermessen des Gerichts (act. 39), sodass ihre Parteien-
tschädigung für das Berufungsverfahren aus den oben genannten Gründen auf CHF 20'845.00 
(inkl. Auslagen und MWST) festzulegen ist.

Urteilsspruch

1.1 In teilweiser Gutheissung der Berufung wird die Dispositiv-Ziff. 1 des Entscheids des Kantons-
gerichts Zug, 3. Abteilung, vom 1. Dezember 2022 aufgehoben und die Beklagte wird ver-
pflichtet, der Klägerin CHF 322'346.10 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. April 2021 zu bezahlen.

1.2 Hinsichtlich der von der Klägerin für das Bauprojekt G.________ eingeklagten Forderungen 
wird die Sache im Sinne der Erwägungen zur Weiterführung des Verfahrens an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

1.3 Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und insoweit die Abweisung der Klage im Entscheid 
des Kantonsgerichts Zug, 3. Abteilung, vom 1. Dezember 2022 bestätigt.

2. Die Dispositiv-Ziff. 2 und 3 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug, 3. Abteilung, vom 1. De-
zember 2022 werden vollumfänglich aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung der erst-
instanzlichen Prozesskosten an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird auf CHF 25'000.00 festgesetzt. Die 
Verteilung dieser Gebühr wird dem Kantonsgericht in seinem Endentscheid überlassen.

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4. Für das Berufungsverfahren wird die Parteientschädigung der Klägerin auf CHF 17'956.03 (inkl. 
MWST) und jene der Beklagten auf CHF 20'845.00 (inkl. MWST) festgesetzt. Die Verteilung der 
Parteientschädigungen wird dem Kantonsgericht in seinem Endentscheid überlassen.

5.1 Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist – mit Ausnahme von 
Dispositiv-Ziff. 1.2 und 2 – die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. 
Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, be-
gründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel 
(vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die 
Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung. 

5.2 Gegen den Zwischenentscheid gemäss Dispositiv-Ziff. 1.2 und 2 ist die Beschwerde in Zivil-
sachen nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig, wenn er einen nicht wie-
der gutzumachenden Nachteil bewirken kann oder wenn die Gutheissung der Beschwerde so-
fort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kos-
ten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 BGG). Die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist ebenfalls innert 
30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen 
sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizeri-
schen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat in der Regel keine 
aufschiebende Wirkung.

6. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, 3. Abteilung (A3 2021 34)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber Chr. Kaufmann
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: