# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0d99501-7c6f-5790-a89a-1e1c27f49ce4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.11.2017 BVGE 2017 VI/11
**Docket/Reference:** BVGE-2017-VI-11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-VI-11_2017-11-15

## Full Text

Asylwiderruf | Aberkennung der (derivativen) Flüchtlingseigenschaft.
Widerruf des Asyls bei Heimatreisen. Keine Unterscheidung zwischen originärer und derivativer Flüchtlingseigenschaft.
			

			

				Art. 51 Abs. 1, Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG. Art. 1 Abschn. C
Ziff. 1 FK.
			

			

				1.      Eine Heimatreise
bedeutet grundsätzlich eine freiwillige Unterschutzstellung im Sinne von Art. 1 Abschn. C
Ziff. 1 FK. Für den Widerruf des Asyls muss der Flüchtling aber erstens freiwillig in
Kontakt mit seinem Heimatland getreten sein, zweitens muss er beabsichtigt haben, von seinem Heimatland
Schutz in Anspruch zu nehmen, und drittens muss ihm dieser Schutz auch tatsächlich gewährt
worden sein (E. 4.1â¿¿4.3).
			

			

				2.      Weil die schweizerische
Asylpraxis lediglich im Hinblick auf die Entstehung des Flüchtlingsstatus zwischen originärer
und derivativer Flüchtlingseigenschaft unterscheidet, nicht jedoch bezüglich Rechtsstellung,
kommen die allgemeinen Voraussetzungen für den Asylwiderruf auch bei Personen mit derivativem Flüchtlingsstatus
zum Tragen. Lediglich bei der Prüfung der effektiven Schutzgewährung kann dem Umstand
Rechnung getragen werden, dass eine Person den Flüchtlingsstatus derivativ erworben hat (E. 4.4).
			

			

2018-09-26T12:23:14Z