# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a46683d9-2e80-517a-9336-4c2da8ed5494
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 29.04.2021 R 2021 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2021-28_2021-04-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 21 28

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 29. April 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

B._____, 

C._____, 

D._____,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg,

Beschwerdeführer

gegen

E._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Janett,

Beschwerdegegner

und

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Gemeinde F._____, 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Corina Caluori,

Beschwerdegegnerin

betreffend Baueinsprache (Kostenentscheid)

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I. Sachverhalt:

Mit Urteil 1C_416/2019 vom 2. Februar 2021 hiess das Bundesgericht die 

von A._____ und Mitbeteiligten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Graubünden R 18 63 vom 7. Mai 2019 erhobene Beschwerde 

gut. Das Bundesgericht hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts und 

damit auch die von der Baukommission der Gemeinde F._____ am 7. Fe-

bruar 2018 erteilte Baubewilligung auf. Zur Neuverlegung der Kosten für 

die Verfahren vor den kantonalen Behörden wurde die Angelegenheit an 

das Verwaltungsgericht zurückgewiesen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben und Anweisungen des Bun-

desgerichtes für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. 

Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1643). Nachdem die Beschwerde-

führer vor dem Bundesgericht vollständig obsiegt haben, sind sie im 

Einspracheverfahren vor dem Gemeindevorstand und im Beschwerde-

verfahren vor dem Verwaltungsgericht so zu stellen, als wären sie mit 

ihrer gemeinsam erhobenen Einsprache resp. Beschwerde durchge-

drungen. Im Einspracheverfahren hat der Gemeindevorstand keine 

Kosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. Eine 

Parteientschädigung haben die Einsprecher im Übrigen nicht bean-

tragt. Demnach bleiben die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das 

Einspracheverfahren unverändert; eine gerichtliche Anordnung dies-

bezüglich erübrigt sich. Hingegen sind die vom Verwaltungsgericht den 

(damals noch sechs) Beschwerdeführern auferlegten Gerichtskosten 

von CHF 5'036.00 (inkl. Kanzleiauslagen) für das Beschwerdeverfah-

ren R 18 63 neu je zur Hälfte dem Beschwerdegegner und der Be-

schwerdegegnerin zu überbinden. Diese haben überdies gestützt auf 

Art. 78 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) den Beschwerdeführern eine Parteientschädigung aus-

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zurichten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer macht in der Ho-

norarnote vom 12. Dezember 2018 eine Entschädigung von CHF 

6'725.19 geltend (zusammengesetzt aus einem Honorar von 24.25 h à 

CHF 250.00, Kleinspesenpauschale von 3 % des Honorars und 7.7 % 

MWST auf das Ganze). Den Stundenaufwand hält das Gericht für an-

gemessen. Dass lediglich vier der im verwaltungsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahren noch sechs Beschwerdeführer (erfolgreich) Be-

schwerde an das Bundesgericht erhoben haben, ändert an der Ange-

messenheit des Honorars nichts. Da aber keine Honorarvereinbarung 

miteingereicht wurde, ist der Stundenansatz gemäss verwaltungsge-

richtlicher Praxis (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden R 17 86 vom 17. April 2018 E.5.2 und U 16 92 vom 25. 

Oktober 2017 E.13b) auf CHF 240.00 zu reduzieren. Die Beschwerde-

gegner haben die Beschwerdeführer demnach je zur Hälfte mit total 

CHF 6'456.20 (24.25 h à CHF 240.00, zzgl. 3 % Spesen und 7.7 % 

MWST) zu entschädigen.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren R 18 63 von CHF 

5'036.00 werden je zur Hälfte der Gemeinde F._____ und E._____ aufer-

legt.

2. Die Gemeinde F._____ und E._____ haben je zur Hälfte A._____, 

B._____, C._____ und D._____ mit CHF 6'456.20 für das Verfahren R 18 

63 aussergerichtlich zu entschädigen.

3. Für dieses Urteil werden keine Gerichtskosten erhoben. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]