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**Case Identifier:** 2c163410-d32c-5bb3-8e4c-c196f2be9306
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2025 200 2024 772
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-772_2025-05-07.pdf

## Full Text

IV 200 2024 772 
FUE/FRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2025

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2025, IV 200 2024 772

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Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Leistungsansprecherin bzw. Beschwerde-
führerin) ist … Staatsangehörige und verfügt über einen … (Akten der Eid-
genössischen Invalidenversicherung [IV; act. II] 1 S. 1 ff., 3). Am 1. Mai 
2014 zog sie von … in die Schweiz und war von 2014 bis 2016 Hausfrau 
und arbeitete ab dem 1. Januar 2017 als Selbständigerwerbende im Be-
reich … (act. II 17 S. 2, 60). Im Monat August 2020 war sie bei der 
C.________ mit einem 60 %-Pensum angestellt (act. II 26 S. 1 f.). 

Am 27. Mai 2021 meldete sich die Leistungsansprecherin bei der IV zum 
Leistungsbezug an (act. II 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) tätigte erwerbliche und medizinische Erhebungen und holte beim 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine Stellungnahme (act. II 18) ein. Mit 
Vorbescheid vom 9. September 2021 (act. II 19) stellte sie die Abweisung 
des Begehrens um IV-Leistungen mangels eines invalidisierenden Ge-
sundheitsschadens in Aussicht. Hiergegen erhob die Leistungsanspreche-
rin Einwand (act. II 20, 22), woraufhin die IVB nach Rücksprache mit dem 
RAD (act. II 24) weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen durch-
führte. Mit Mitteilung vom 3. März 2023 (act. II 49) verneinte sie einen An-
spruch auf berufliche Massnahmen. Auf Empfehlung des RAD (act. II 72) 
holte sie bei Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, ein 
Gutachten vom 12. August 2024 (act. II 109.1) ein. Mit Vorbescheid vom 
21. August 2024 (act. II 111) stellte die IVB die Abweisung des Rentenbe-
gehrens in Aussicht mit der Begründung, die versicherungsmässigen Vor-
aussetzungen für die Ausrichtung einer IV-Rente seien nicht erfüllt. Nach 
erhobenem Einwand (act. II 122, 127) verfügte die IVB am 18. Oktober 
2024 (act. II 128) dem Vorbescheid entsprechend. 

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B.

Hiergegen erhob die Leistungsansprecherin, wie im Vorbescheidverfahren 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 19. November 
2024 Beschwerde mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung vom 18. Oktober 2024 sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

ab wann rechtens und bis auf Weiteres mindestens eine halbe Invali-
denrente auszurichten.

3. Ev. zu Ziff. 2: Die Angelegenheit sei zur Vornahme weiterer Abklärun-
gen, namentlich zur Bemessung des Invaliditätsgrades, und neuer Ver-
fügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Gleichzeitig stellte die Leistungsansprecherin ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege, unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtli-
cher Anwalt.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 17. Januar 2025 reichte die Beschwerdeführerin im Zu-
sammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege die Tren-
nungsvereinbarung des Regionalgerichts Bern-Mittelland samt Genehmi-
gung vom 10. Januar 2025 (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 10 f.) ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. Oktober 2024 
(act. II 128). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und in diesem Zusammenhang die Erfüllung der versicherungsmässigen 
Voraussetzungen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 147 V 
156 E. 7.2.1 S. 159, 146 V 364 E. 7.1 S. 371). Die angefochtene Verfügung 
datiert vom 18. Oktober 2024 (act. II 128), womit sie nach dem Inkrafttreten 

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der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegen der frühest-
mögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs (mit 
Blick auf die Anmeldung vom 27. Mai 2021 [act. II 1] und die halbjährige 
Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG) vor dem 1. Januar 2022. Damit ge-
langt das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht (fortan aArt.) zur Anwen-
dung (vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversi-
cherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 
E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 
E. 4.4.2 S. 228]).

2.2 Versichert nach Massgabe des IVG sind unter anderem natürliche 
Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und natürliche Personen, die in der 
Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1b IVG i.V.m. Art. 1a Abs. 1 
lit. a und b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]).

2.3 Nach den allgemeinen versicherungsmässigen Voraussetzungen 
(Art. 4 ff. IVG) sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 
Abs. 3 IVG (betreffend die besonderen Voraussetzungen des Anspruchs 
auf berufliche Massnahmen) nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben und sofern 
sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Bei-
träge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der 
Schweiz aufgehalten haben (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 IVG). 

2.4 Der Anspruch auf eine ordentliche Rente setzt unter anderem 
voraus, dass die versicherte Person bei Eintritt der Invalidität während min-
destens drei Jahren Beiträge geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG).  

2.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-

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beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.6 Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderli-
che Art und Schwere erreicht hat. Im Falle einer Rente gilt die Invalidität in 
dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem die Voraussetzungen nach Art. 28 
Abs. 1 IVG erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_510/2020 vom 
2. November 2020 E. 2.2). 

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn 
sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres oh-
ne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin die versicherungsmässi-
gen Voraussetzungen (vgl. E. 2.3 ff. hiervor) erfüllt. Den medizinischen 
Akten lässt sich hierzu im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Die Beschwerdeführerin wurde vom 13. Juni bis 12. Juli 2000 in der 
Fachklink für Psychiatrie und Psychotherapie der E.________ stationär 
behandelt. Die Ärztinnen diagnostizierten im Bericht vom 15. August 2000 
(act. II 110 S. 4 ff.) eine Exazerbation einer schizophrenen Psychose (ICD-
10: F20.0). Die Beschwerdeführerin sei von Angehörigen in die Klinik ge-
bracht worden (S. 4). Zum Befund im Aufnahmezeitpunkt legten die Ärztin-
nen dar, die Beschwerdeführerin sei wach, fast mutistisch, teile sich kaum 
mit, starre die Untersucherin an, wirke rat- und hilflos. Sie sei ausgespro-
chen ambivalent und ambitendent, antworte auf die meisten Fragen nicht. 
Fremdanamnestisch bestünden Ängste, Schlafstörungen, Beziehungs- und 
Verfolgungserleben. Sie hätten die Beschwerdeführerin medikamentös mit 
Olanzapin und Lorazepam behandelt. Schon nach wenigen Tagen sei es 
zu einer deutlichen Entaktualisierung der produktiven Symptomatik und 
einer affektiven und stimmungsmässig besseren Regulierung gekommen 
(S. 5). Am 12. Juli 2000 hätten sie die Beschwerdeführerin in die ambulante 
Weiterbehandlung entlassen können (S. 6). 

Vom 2. bis am 12. Dezember 2004 wurde die Beschwerdeführerin in der-
selben Fachklink erneut teilstationär behandelt. Die Ärzte diagnostizierten 
im Bericht vom 30. März 2005 (act. II 45 S. 20 f.) eine paranoide Psychose 
(ICD-10: F20.0). Anamnestisch fühle sich die Beschwerdeführerin zuneh-
mend labiler, ängstlicher und hilfloser, habe vermehrt Angst, nach draussen 
zu gehen. Sie sei auch zunehmend arbeitsunfähig, habe ihre Arbeit zuletzt 
oft nur zwei Stunden täglich absolvieren können (S. 20). Zum Verlauf führ-
ten die Ärzte aus, nach der Erhöhung der verbleibenden Quetiapin-Dosis 
und regelmässiger Lorazepamansetzung sei es zu einer partiellen Stabili-
sierung gekommen. Die Beschwerdeführerin habe über eine Frequenzmin-
derung der psychosenahen Wahrnehmungsveränderungen berichtet. Zu-
dem sei es zu einer diskreten Stimmungsverbesserung bei weiter gegebe-
ner verminderter Belastbarkeit und vermehrter Irritabilität gekommen 
(S. 21). 

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3.1.2 Die Beschwerdeführerin war vom 11. Oktober bis 15. November 
2011 in stationärer und vom 15. November bis 21. Dezember 2011 in teil-
stationärer Behandlung im F.________ GmbH Fachkrankenhaus für Psych-
iatrie, Psychotherapie und Neurologie. Die Ärzte diagnostizierten im Bericht 
vom 28. Februar 2012 (act. II 110 S. 1 ff.) eine paranoide Schizophrenie 
(ICD-10: F20.0) und eine Obstipation (ICD-10: K59.0). Die Beschwerdefüh-
rerin sei aufgrund einer psychischen Destabilisierung mit zunehmenden 
Ängsten, Anspannung und Schlafstörungen überwiesen worden. Seit dem 
frühen Erwachsenenalter sei eine schizophrene Psychose bekannt, die 
zuletzt unter einer Medikation mit Quetiapin über einige Jahre stabil verlau-
fen sei. Unter hoher familiärer sowie beruflicher Belastung und einer Teil-
nahme an einer "atemtherapeutischen Ausbildung" mit Selbsterfahrungs-
charakter sei es in den letzten Tagen zu einer Überforderungssituation und 
veränderten Wahrnehmungen in Form von erhöhter Ängstlichkeit und Unsi-
cherheit gekommen (S. 1). Fremdanamnestisch wurde ausgeführt, die Be-
schwerdeführerin sei wesensverändert, spreche anders, vergleiche sich mit 
religiösen Figuren und habe einer Freundin berichtet "Todesangst" zu ha-
ben. Auf der geschützten Station sei eine Dosissteigerung der Medikation 
mit Quetiapin sowie eine vorübergehende Medikation mit Lorazepam er-
folgt. Hierunter sei es zu einer Verbesserung der Psychopathologie mit 
Reduktion der Ängstlichkeit, der formalgedanklichen Zerfahrenheit sowie 
klarer Distanzierung von Suizidalität gekommen (S. 2). Auf der offenen Sta-
tion habe die Beschwerdeführerin zunehmend an den multimodalen Thera-
pieangeboten teilnehmen können. Gemeinsam mit dem Ehemann und der 
Schwester seien mehrere ausführliche Beratungsgespräche hinsichtlich der 
Diagnose sowie der Notwendigkeit einer dauernden antipsychotischen Me-
dikation geführt worden (S. 3). 

3.1.3 Der behandelnde dipl. Arzt G.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 28. Juli 2021 (act. II 14) 
anamnestisch eine paranoide Schizophrenie multiple Episoden, gegenwär-
tig vollremittiert (ICD-10: F20.05), Erstdiagnose (ED) 1995. Im zweiten Stu-
dienjahr 1995 habe die Beschwerdeführerin einen ersten akut psychoti-
schen Zustand erlitten und sei drei Monate hospitalisiert und mit Truxal 
behandelt worden (S. 3 Ziff. 2.1). Sie arbeite als …. Im Jahr 2020 habe sich 
gezeigt, dass eine quantitative Arbeitsbelastung über vier Stunden pro Tag 

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sowie eine qualitative mit Stress punkto Leistungserwartungen und körper-
licher Belastung zu Unruhe mit Ängsten, Schlafstörungen und Verstärkung 
des familiären Stresses führe. Für eine 50%ige Erwerbstätigkeit bestehe 
eine gute Prognose (S. 4 Ziff. 2.5 ff.). Aufgrund ihrer Erkrankung mit ent-
sprechender Vulnerabilität habe die um 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit 
schon in früheren Jahren bestanden (S. 6 Ziff. 4). 

3.1.4 Die Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, legte im "Ausführlicher ärztlicher Bericht" vom 27. Juni 
2022 (act. II 45) dar, im Jahr 2011 sei es zu einem Psychoseschub mit ei-
ner Hospitalisation von mehreren Wochen und mehrmonatiger kompletter 
Arbeitsunfähigkeit gekommen. Seither sei die Beschwerdeführerin 
selbständig mit ca. 40%iger Arbeitsfähigkeit und einem angepassten Ar-
beitsplatz für genügend Abschirmung. Eine hochprozentige Arbeit sei we-
gen drohender Überlastung, die Krankheitsschübe ausgelöst hätte, nie 
möglich gewesen (S. 4). Rückblickend sei klar, dass immer eine Teilinvali-
dität bestanden habe und es sei auch bei optimistischer Einschätzung 
höchstens ein gleichbleibender weiterer Verlauf zu erwarten, nicht aber 
eine Verbesserung der psychischen Erkrankung (S. 11). 

3.1.5 Im Verlaufsbericht vom 27. April 2023 (act. II 56) führte der Psychia-
ter dipl. Arzt G.________ aus, der Gesundheitszustand sei stationär. Es 
habe sich eine Änderung in der Diagnose ergeben. Zu diagnostizieren sei 
eine paranoide Schizophrenie, unvollständige Remission mit belastungs-
abhängiger Ermüdbarkeit und Konzentrationsbeeinträchtigung (ICD-10: 
F20.04, S. 2 Ziff. 1 ff.). Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit 
vielen Jahren (S. 3 Ziff. 10). 

Im Verlaufsbericht vom 6. Februar 2024 (act. II 86) berichtete der Psychia-
ter dipl. Arzt G.________, der Gesundheitszustand sei stationär. Es habe 
sich eine Änderung in der Diagnose ergeben. Zu diagnostizieren sei eine 
negative Affektivität bei Persönlichkeitsstörung (ICD-11: 6D11.0), eine so-
matische Belastungsstörung, mittlerer Schweregrad mit überwiegend Er-
schöpfung und Schmerzen bei Insomnie (ICD-10: F45.1) sowie anamnes-
tisch eine paranoide Schizophrenie, differentialdiagnostisch (DD) vorüber-
gehende psychotische Störungen unter akuten Belastungen (ICD-10: 
F23.11). Unterschiedliche Stressoren führten bei der Beschwerdeführerin 

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zu Schlafstörungen mit nachfolgender Konzentrationsschwäche, Reizbar-
keit, Ermüdbarkeit, Ängsten, depressiver Stimmung und Kopfschmerzen 
(S. 2 Ziff. 1 ff.). Wie seit vielen Jahren zeige die Beschwerdeführerin auch 
aktuell keine Fähigkeit, eine verwertbare Arbeitsleistung von über 50 % zu 
erbringen. Versuche wie kürzlich, quantitativ darüber hinaus zu arbeiten, 
führten zu Erschöpfungszuständen mit gänzlicher Arbeitsunfähigkeit. Die 
Arbeitsunfähigkeit betrage 50 % seit Jahren (S. 3 Ziff. 9 ff.). 

3.1.6 Dr. med. D.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 12. August 2024 (act. II 109.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0), ED 1995, DD rezidivierende 
Depression mit psychotischen Symptomen, DD Persönlichkeitsstörung. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege ein Raynaud-Syndrom vor 
(S. 27 ff. Ziff. 6). Auch wenn nicht alle Arztberichte frei von Widersprüchen 
und Mängeln seien, sei die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie mit 
phasenhaftem Verlauf gesichert. Bis zum Jahr 2011 würden Positivsym-
ptome beschrieben. Ab dieser Zeit zeigten sich nun zunehmend Nega-
tivsymptome mit schlechterem Ansprechen auf Neuroleptika, sowie eine 
erhöhte Vulnerabilität mit verstärkter Anfälligkeit unter psychosozialen Kri-
sen mit erheblichen psychischen Symptomen zu reagieren. In diesem Sin-
ne benötige die Beschwerdeführerin ausreichend Erholungszeit, um 50 % 
arbeitsfähig zu bleiben (S. 36 Ziff. 7.1). Die Arbeitsfähigkeit in der bisheri-
gen Tätigkeit betrage zurzeit höchstens vier Stunden pro Tag, was einem 
Pensum von 50 % entspreche (S. 39 Ziff. 8). Auf die Frage hin, seit wann 
im Falle eines anhaltenden Gesundheitsschadens aufgrund der Aktenlage 
eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % oder mehr vorgelegen habe, 
legte die Gutachterin dar, eine solche könne seit 2014 nachvollzogen wer-
den (S. 41 Ziff. 9).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
wider sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.3

3.3.1 Gestützt auf die Akten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 1995 im Alter von 22 Jahren während des Studiums für … in … einen 
ersten psychotischen Schub erlitt und deshalb drei Monate lang stationär 
u.a. psychopharmakologisch behandelt wurde (act. II 14 S. 3 Ziff. 2.1, 
109.1 S. 10 Ziff. 3.2.2, 110 S. 4). Im Rahmen ihres Studiums erhielt sie ein 
Stipendium und reiste 1999 nach …, wo sie vom 13. Juni bis 12. Juli 2000 
wegen einer Exazerbation der schizophrenen Psychose in stationärer Be-
handlung war und anschliessend ambulant psychiatrisch und psychophar-
makologisch weiterbehandelt wurde (act. II 110 S. 4, 6). Vom 2. bis 20. De-
zember 2004 war sie in teilstationärer tagesklinischer Behandlung (act. II 
45 S. 20, 109.1 S. 10). Im Mai 2005 heiratete sie und wurde im Oktober 
2005 Mutter eines Sohnes (act. II 2 S. 1 f.). Vom 11. Oktober bis 15. No-
vember 2011 war sie erneut in stationärer und vom 15. November bis 
21. Dezember 2011 wiederum in teilstationärer Behandlung (act. II 110 
S. 1 f.). Nach dem Umzug in die Schweiz am 1. Mai 2014 wurde die Be-
schwerdeführerin zunächst durch Dr. med. I.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie und Praktische Ärztin, und ab September 
2018 durch den Psychiater dipl. Arzt G.________ psychiatrisch und psy-
chopharmakologisch weiterbehandelt (act. II 14, 109.1 S. 11 Ziff. 3.2.2). 

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3.3.2 Gemäss der nachvollziehbaren und überzeugenden Beurteilung der 
Gutachterin Dr. med. J.________ besteht eine – aufgrund der paranoiden 
Schizophrenie resultierende – Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % seit 
2014 (act. II 109.1 S. 41 Ziff. 9). Die Gutachterin geht somit davon aus, 
dass die Beschwerdeführerin bereits bei ihrer Einreise in die Schweiz im 
Mai 2014 zu mindestens 20 % arbeitsunfähig war. Was die Prozentangabe 
(mindestens 20 %) anbelangt, war diese offenkundig der Fragestellung 
geschuldet und bedeutet gerade nicht, dass eine mindestens 40%ige Ar-
beits- bzw. Erwerbsunfähigkeit widerlegt wäre (Beschwerde S. 6 Ziff. 2e). 
Die Gutachterin hat ferner schlüssig dargelegt, dass vor 2011 von den Be-
handlern Positivsymptome beschrieben wurden und sich ab 2011 zuneh-
mend Negativsymptome mit schlechterem Ansprechen auf Neuroleptika 
zeigten. Überdies liegt eine erhöhte Vulnerabilität vor mit verstärkter Anfäl-
ligkeit unter psychosozialen Krisen mit erheblichen psychischen Sympto-
men zu reagieren. Deshalb benötigt die Beschwerdeführerin ausreichend 
Erholungszeit, um ein 50 %-Pensum leisten zu können (act. II 109.1 S. 36 
Ziff. 7.1). Die gutachterliche Beurteilung, wonach die Beschwerdeführerin 
bereits seit ihrer Einreise in die Schweiz in erheblichem Ausmass arbeits-
unfähig ist, deckt sich zudem mit jener der behandelnden Ärzte. Die 
Hausärztin Dr. med. H.________ ging im "Ausführlicher Ärztlicher Bericht" 
vom 27. Juni 2022 von einer ca. 40%igen Arbeitsfähigkeit (bzw. einer 
60%igen Arbeitsunfähigkeit) seit dem Psychoseschub im Jahr 2011 aus 
(act. II 45 S. 4), mithin bereits vor der Einreise in die Schweiz. Diese zeitli-
che Angabe, wonach 2011 der Beginn der durchgehenden hohen Arbeits-
unfähigkeit darstellte, fügt sich stimmig in die gutachterliche Beurteilung 
ein, dass sich seit 2011 zunehmend Negativsymptome zeigten mit schlech-
terem Ansprechen auf Neuroleptika sowie eine erhöhte Vulnerabilität und 
dem Bedarf an ausreichend Erholungszeit. Des Weiteren gab der behan-
delnde Psychiater dipl. Arzt G.________ in den Berichten vom 28. Juli 
2021, vom 27. April 2023 und vom 6. Februar 2024 an, die Arbeitsunfähig-
keit betrage 50 % seit (vielen) Jahren (act. II 14 S. 6 Ziff. 4, 56 S. 3 Ziff. 10, 
86 S. 3 Ziff. 11). Entgegen der Darstellung in der Beschwerde (S. 5 Ziff. 2b) 
sind den medizinischen Akten damit sehr wohl konkrete Anhaltspunkte auf 
eine durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit seit Einreise in 
die Schweiz und ohne wesentlichen Unterbruch zu entnehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2025, IV 200 2024 772

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Nach dem Dargelegten gingen die behandelnden Ärzte retrospektiv somit 
davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit 2011 in anspruchsrelevanter 
Weise beeinträchtigt gewesen, was sich ohne Weiteres mit der Beurteilung 
der Gutachterin vereinbaren lässt und auch mit der Erwerbsbiografie der 
Beschwerdeführerin deckt (vgl. E. 3.4 hiernach), weshalb darauf abzustel-
len ist. Weil die Beschwerdeführerin demnach überwiegend wahrscheinlich 
bereits bei ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2014 einen entsprechen-
den, anspruchsrelevanten Gesundheitsschaden aufwies, sind die versiche-
rungsmässigen Voraussetzungen für eine ordentliche Rente nicht erfüllt. 
Demzufolge ist die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 2024 
(act. II 128) nicht zu beanstanden. Doch selbst wenn die medizinischen 
Unterlagen diesen Schluss entgegen dem soeben Dargelegten nicht zu-
liessen, änderte sich am Ergebnis nichts (vgl. E. 3.4 hiernach). 

3.4 In erwerblicher Hinsicht ist festzustellen, dass die Beschwerdeführe-
rin seit ihrer Einreise in die Schweiz (1. Mai 2014) bis Ende 2016 als Haus-
frau tätig war bzw. keiner Erwerbstätigkeit nachging (act. II 17 S. 2, 60). Ab 
1. Januar 2017 war die Beschwerdeführerin – abgesehen von der einmona-
tigen Anstellung zu 60 % bei der C.________ im August 2020 (act. II 26 S. 
1 f.) – durchgehend als Selbständigerwerbende tätig. Gemäss dem Auszug 
aus dem Individuellen Konto (IK) erzielte sie in den Jahren 2017 bis 2019 
weniger als Fr. 10'000.-- pro Jahr (act. II 60, 63.1-7). Die Erzielung dieser 
geringen Einkommen steht der Annahme eines hohen Pensums entgegen 
bzw. lässt sich gut vereinbaren mit dem Bericht der Dr. med. H.________ 
vom 27. Juni 2022, wonach die Beschwerdeführerin seit dem Psychose-
schub von 2011 mit einem Pensum von ca. 40 % in einem angepassten 
Arbeitsplatz mit genügend Abschirmung selbständig erwerbstätig sei (act. II 
45 S. 4; vgl. auch die Einschätzung von dipl. Arzt G.________ vom 6. Fe-
bruar 2024, wonach seit vielen Jahren keine über 50 % hinausgehende, 
verwertbare Arbeitsleistung bestehe [act. II 86 S. 3 Ziff. 9]). Ab 2021 arbei-
tete sie zudem in geringem Umfang (ca. 6 Stunden pro Woche) als … in 
einer … bzw. in einem … (act. II 67 ff., 109.1 S. 17 Ziff. 3.2.6). Mithin hat 
die Beschwerdeführerin seit ihrer Einreise in die Schweiz nie eine länger-
dauernde hochpensige Arbeitstätigkeit innegehabt. Die bloss einmonatige 
Anstellung bei der C.________ im August 2020 (act. II 26 S. 1 f.) – das 
Arbeitsverhältnis wurde auf Wunsch der Beschwerdeführerin während der 

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Probezeit aufgelöst (act. II 26 S. 1 ff., 109.1 S. 18 Ziff. 3.2.6) – ist mit Blick 
auf die medizinische Aktenlage, namentlich die Einschätzung des behan-
delnden Psychiaters dipl. Arzt G.________ vom 28. Juli 2021, lediglich als 
Arbeitsversuch zu werten (act. II 14 S. 4 Ziff. 2.7). Somit ist nicht erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin längerdauernd zu 60 % oder mehr arbeits-
fähig war. Andererseits liegen auch keine (durchgehenden) Arbeitsunfähig-
keitszeugnisse in den Akten, was jedoch dadurch zu erklären ist, dass die 
Beschwerdeführerin im hier massgebenden Zeitraum vorwiegend als 
Selbständigerwerbende tätig war. Es ist daher nicht davon auszugehen, 
dass weitere diesbezügliche Abklärungen zusätzliche entscheidrelevante 
Erkenntnisse erwarten lassen. Somit läge – selbst wenn gestützt auf die 
medizinischen Akten nicht bereits von einer bei Einreise in die Schweiz 
bestehenden Invalidität ausgegangen würde (E. 3.3.2 hiervor) – Beweislo-
sigkeit hinsichtlich des Eintritts des leistungsspezifischen Invaliditätsfalles 
vor. Die Beweislast, dass der leistungsspezifische Invaliditätsfall erst nach 
dreijähriger Beitragszahlung eingetreten ist, liegt bei der Beschwerdeführe-
rin (Urteil des BGer 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 5). Sie hat die 
Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, was auch aus diesem Grund zur 
Verneinung der versicherungsmässigen Voraussetzungen führt. 

Zusammengefasst hat die Beschwerdegegnerin die Erfüllung der versiche-
rungsmässigen Voraussetzungen so oder anders zu Recht verneint. 

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 
2024 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzu-
weisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-

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hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens – vorbehältlich der Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 5.3 hiernach) – der Beschwerde-
führerin zur Bezahlung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG). 

5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).  

5.3.2 Da die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick auf die doku-
mentierten finanziellen Verhältnisse (act. I 3 ff., 11) ausgewiesen ist, das 
Verfahren nicht zum vornherein als aussichtslos erschien und die anwaltli-
che Verbeiständung geboten ist, sind die Voraussetzungen für die Erteilung 
des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege erfüllt. Das entsprechende Ge-
such der Beschwerdeführerin ist somit gutzuheissen und es ist ihr Rechts-
anwalt B.________ als amtlicher Anwalt beizuordnen. 

5.4 Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt 
B.________. Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestell-
ten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich 
nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar 
gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der 
Festsetzung des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streit-
sache und die Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen 
und Mehrwertsteuer (MWST) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die 

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Aufwendungen für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechts-
pflege sind nach den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 
42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die 
Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 
168.711) beträgt der Stundenansatz Fr. 200.--. 

Mit Kostennote vom 17. Januar 2025 macht Rechtsanwalt B.________ ein 
Honorar von Fr. 2'992.50 (11.0833 à Fr. 270.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 74.20 und MWST von Fr. 248.40 geltend, was nicht zu beanstanden ist. 
Demnach wird der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 3'315.10 festge-
setzt. Davon ist Rechtsanwalt B.________ ein amtliches Honorar von 
Fr. 2'216.70 (11.0833 à Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 74.20 und 
MWST von Fr. 185.60, total eine Entschädigung von Fr. 2'476.50 auszu-
richten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin 
gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht von 
Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

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5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'315.10 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'476.50 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO. 

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.