# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1b61f21-34b0-53b1-acdb-139457c2af9e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.06.2020 UV 2018/68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-68_2020-06-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/68

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 29.09.2020

Entscheiddatum: 24.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2020
Art. 6 UVG: Unstreitiges Vorliegen einer traumatisch bedingten Zerrung des 
medialen Seitenbandes und Distorsion des VKB sowie verschiedener 
degenerativ bedingter Gesundheitsschäden; Verneinung eines traumatisch 
bedingten Knorpelschadens anhand verschiedener Beurteilungskriterien 
(Unfallmechanismus, klinische Symtomatik, angewandte 
Operationsmethode, Diskussion eines ausgedehnten Knochenmarksödem); 
Prüfung des Leistungseinstellungsdatums in Bezug auf eine vorübergehende 
Verschlimmerung eines Vorzustandes oder in Bezug auf eine neue 
vorübergehende Gesundheitsschädigung. Nachweis des Dahinfallens jeder 
kausalen Bedeutung des Unfalls für die über den 
Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehenden Kniebeschwerden 
erbracht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
24. Juni 2020, UV 2018/68).

Entscheid vom 24. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Marie-Theres Rüegg 

Haltinner und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2018/68

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Trockenbauer bei der Firma B.___ tätig 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 18. Dezember 2017 

meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Unfall des Versicherten vom 21. November 

2017. Dieser sei bei der Arbeit in eine Vertiefung im Boden getreten, habe sich dabei 

das Knie verdreht und sei beim Aufstehen hinter die Mulde gestürzt (Suva-act. 1). Am 

4. Januar 2018 schilderte der Versicherte gegenüber der Suva, er habe am 21. 

November 2017 auf einer Baustelle, auf welcher gerade die Bodenheizungsrohre 

isoliert worden seien, eine Sanitätseinrichtung montiert. Die Isolierung sei nicht fest und 

könne sich drehen. Als er auf eine solche gestanden sei, habe sich diese gedreht und 

er sei mit dem Bein zwischen zwei Rohre gefallen, habe das Gleichgewicht verloren 

und sei zu Boden gefallen. Beim Sturz habe er sich das rechte Knie verdreht und 

umgehend Schmerzen gehabt (Suva-act. 5).

A.a. 

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Eine Erstbehandlung hatte am 27. November 2017 in der Zentralen 

Notfallaufnahme (ZNA) des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) 

stattgefunden. Laut Untersuchungsbericht hatte der Versicherte dem behandelnden 

Arzt geschildert, er habe sich am 20. oder 21. November 2017 das Knie verdreht, habe 

seither Schmerzen, die nie weggegangen seien, sei heute in eine kleine Mulde getreten 

und habe sich dabei erneut das rechte Knie verdreht. Der behandelnde Arzt hatte die 

Diagnosen Kniedistorsion am 20. oder 21. November 2017 rechts, Re-Distorsion am 

27. November 2017 und aktuell: Verdacht auf Innenmeniskusläsion rechts gestellt 

(Suva-act. 14). Am 12. Dezember 2017 war der Versicherte durch Dr. med. C.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Orthopädie D.___, untersucht worden, der ebenfalls den Verdacht auf eine mediale 

Meniskusruptur Knie rechts sowie einen Status nach Kniedistorsion rechts am 21. und 

27. November 2017 diagnostiziert und zur weiteren Abklärung eine MRI-Untersuchung 

als angezeigt erachtete (Suva-act. 15). Dr. C.___ hatte dem Versicherten ausserdem ab 

11. Dezember 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Suva-act. 20, 22). 

Die am 14. Dezember 2017 durch Dr. med. E.___, Fachärztin für Radiologie, Radiologie 

F.___, durchgeführte MRI-Untersuchung hatte unter anderem eine subchondrale 

Delamination mit einem ca. 15 x 8 mm messenden chondralen Ulkus der 

posteromedialen Zirkumferenz des medialen Femurkondylus und einer ausgedehnten 

perifokalen Osteodystrophiezone, deutlich diskreter des hiermit artikulierenden 

medialen Tibiaplateaus, hervorgebracht (Suva-act. 13). Am 18. Dezember 2017 hatte 

der Versicherte erneut Dr. C.___ konsultiert, der basierend auf dem MRI-

Untersuchungsergebnis eine traumatisch bedingte Osteodystrophie medialer Kondylus 

Knie rechts nach zweimaliger Kniedistorsion am 21. und 27. November 2017 

diagnostiziert und das Hauptproblem in der Osteodystrophie gesehen hatte (Suva-act. 

21).

A.b. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2018 sicherte die Suva dem Versicherten die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 8).

A.c. 

Am 19. Januar 2018 bestätigte Suva-Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine 

überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Kniegelenksbeschwerden rechts. In 

der Bildgebung stelle sich ein ausgeprägtes Knochenödem der medialen Femurkondyle 

A.d. 

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dar, welches für den geschilderten Hergang und eine erhebliche Gewalteinwirkung 

nach Distorsion spreche (Suva-act. 23).

In der Folge fanden regelmässige Konsultationen des Versicherten bei Dr. C.___ 

statt (Suva-act. 26, 33, 38), der weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigte 

(Suva-act. 31 f., 35).

A.e. 

Am 20. März 2018 erfolgte eine weitere MRI-Untersuchung des rechten Knies 

durch Dr. med. H.___, Facharzt für Radiologie FMH, Radiologie F.___, der ein im 

Verlauf weitgehend resorbiertes, vormals ausgedehntes Knochenmarksödem am 

medialen Femurkondylus feststellte (Suva-act. 40). Basierend auf dem MRI-

Untersuchungsergebnis stellte Dr. C.___ anlässlich einer Untersuchung des 

Versicherten vom 23. März 2018 fest, dass sich die Osteodystrophie glücklicherweise 

zurückgebildet habe und das Hauptproblem nun in der traumatisch aktivierten 

Gonarthrose bestehe. Er diagnostizierte eine aktivierte traumatisierte mediale 

Gonarthrose rechts sowie einen Status nach traumatisch bedingter Osteodystrophie 

medialer Kondylus Knie rechts nach zweimaliger Distorsion (Suva-act. 41).

A.f. 

Auch Suva-Kreisarzt Dr. G.___ stellte am 12. April 2018 fest, dass aufgrund der 

letzten klinischen und kernspintomographischen Untersuchung festzustellen sei, dass 

sich das Ödem/die Osteodystrophie der Femurkondyle medial weitgehend 

zurückgebildet habe. Es bestehe ein weitgehend stabiler Zustand nach der Aktivierung 

der unfallunabhängig vorbestehenden Gonarthrose. Es sei durch das Unfallereignis zu 

keiner richtungsgebenden strukturellen Veränderung gekommen. Der Status quo sine 

trete spätestens vier Monate nach dem Unfallereignis ein. Der Versicherte sei auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt in einer knieschonenden Tätigkeit ab 23. März 2018 zu 50% 

und ab 15. April 2018 zu 100 % arbeitsfähig (Suva-act. 43). Gestützt auf diese 

kreisärztliche Beurteilung teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 16. April 

2018 die Einstellung ihrer Leistungen per 30. April 2018 mit (Suva-act. 44).

A.g. 

Am 23. April 2018 wurde der Versicherte abermals durch Dr. C.___ untersucht, der 

nun im Untersuchungsbericht die Diagnose einer aktivierten traumatisch bedingten 

medialen Gonarthrose Knie rechts festhielt (Suva-act. 48).

A.h. 

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Am 17. April 2018 erhob der Versicherte bei der Suva gegen die Verfügung vom 16. 

April 2018 mündlich Einsprache (Suva-act. 50, vgl. auch Suva-act. 51).

A.i. 

In einem Untersuchungsbericht vom 15. Mai 2018 über eine Konsultation vom 4. 

Mai 2018 erneuerte Dr. C.___ die Diagnose einer aktivierten traumatisierten medialen 

Gonarthrose rechts sowie einen Status nach traumatisch bedingter Osteodystrophie 

medialer Kondylus Knie rechts nach zweimaliger Distorsion am 21. und 27. November 

2017. Der Versicherte werde für eine Operation angemeldet (Suva-act. 57). Die Klinik 

I.___hatte der Suva am 7. Mai 2018 ein Kostengutsprachegesuch für einen stationären 

Aufenthalt des Versicherten zur Einsetzung einer medialen Teilprothese Knie rechts 

eingereicht (Suva-act. 55).

A.j. 

In einem Schreiben an die Suva vom 22. Mai 2018 hielt Dr. C.___ die Diagnosen 

einer aktivierten posttraumatischen Gonarthrose Knie rechts sowie einer 

Osteodystrophie medialer Femurkondylus rechts fest und erklärte, dass aus 

orthopädischer Sicht davon auszugehen sei, dass der Unfall zu einer 

richtungsweisenden Änderung des Zustandes geführt habe. Aus seiner Sicht sei von 

einer unfallbedingten Problematik auszugehen (Suva-act. 66).

A.k. 

Am 29. Mai 2018 nahm Dr. C.___ beim Versicherten eine Implantation einer 

Knieteilprothese unikondylär medial rechts vor (Suva-act. 70, vgl. auch Suva-act. 75).

A.l. 

In einer Kurzbeurteilung vom 30. Mai 2018 hielt Suva-Kreisarzt Dr. G.___ auch 

angesichts des Berichts von Dr. C.___ vom 22. Mai 2018 (Suva-act. 66) an der 

Terminierung des Status quo sine fest (Suva-act. 68).

A.m. 

Am selben Tag reichte Dr. C.___ der Suva eine Stellungnahme zur Ablehnung der 

Kostenübernahme ein, worin er ausführte, dass sich intraoperativ der im MRI vom 

Dezember 2017 geäusserte Befund der Delamination am medialen Femurkondylus 

bestätigt habe und daher aus seiner Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

zutreffe, dass der Schaden unfallbedingt gewesen sei. Dazu passe auch die 

Vorgeschichte des Versicherten, der bislang bzw. bis zum Unfall noch keine 

Knieschmerzen gehabt habe (Suva-act. 67). Dr. G.___ hielt darauf in einer 

Kurzbeurteilung vom 31. Mai 2018 fest, dass auch aufgrund dieser Stellungnahme 

keine andere versicherungsmedizinische Beurteilung des Sachverhalts möglich sei. Die 

A.n. 

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B.

Mit Einspracheentscheid vom 17. August 2018 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten vom 17. April 2018 gegen die Verfügung vom 16. April 2018 ab (Suva-act. 

93).

C.  

Tatsache, dass Dr. C.___ bereits jetzt eine Implantation einer monokondylären 

Endoprothese vorgenommen habe, zeige, dass es sich um das Krankheitsbild einer 

vorbestehenden fortgeschrittenen medialen femorotibialen Gonarthrose gehandelt 

habe (Suva-act. 69).

Dr. C.___ bescheinigte dem Versicherten weiterhin eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 83).

A.o. 

Am 2. Juli 2018 ersuchte die Suva Dr. G.___ um eine umfassende 

versicherungsmedizinische Beurteilung (Suva-act. 86). Diese erging am 12. Juli 2018 

(Suva-act. 89).

A.p. 

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. K. Gemperli, St. Gallen, mit 

Eingabe vom 19. September 2018 Beschwerde mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 

Leistungen über den 30. April 2018 hinaus auszurichten, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.a. 

Am 2. November 2018 legte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen 

Bericht von Dr. med. J.___, Facharzt Orthopädie K.___, vom 3. Oktober 2018 vor, 

welcher den Beschwerdeführer am 19. September 2018 im Sinne einer Zweitmeinung 

untersucht hatte (act. G 5, G 5.1.1).

C.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 9. November 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids (act. G 7).

C.c. 

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Erwägungen

1.  

Am 14. November 2018 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme zum 

Konsultationsbericht von Dr. J.___ vom 3. Oktober 2018 ein (Suva-act. 8).

C.d. 

Mit Replik vom 3. April 2019 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert am Beschwerdeantrag fest (act. G 16). Mit der Replik reichte er einen 

Bericht von Dr. med. L.___, Arzt Orthopädie Untere Extremitäten, Klinik M.___, vom 23. 

Oktober 2018 ein, wo der Beschwerdeführer am selben Tag untersucht worden war 

(act. G 16.1.2).

C.e. 

Mit Schreiben vom 26. April 2019 unterbreitete der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers einen Bericht von Dr. med. N.___, Arzt Orthopädie Untere 

Extremitäten, Klinik M.___ vom 4. April 2019, welcher den Beschwerdeführer am selben 

Tag untersucht hatte (act. G 18.1.1).

C.f. 

Mit Duplik vom 23. Mai 2019 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 20). Mit der Duplik reichte sie unter 

anderem eine von Dr. med. O.___, Facharzt Chirurgie und Unfallchirurgie, Abteilung 

Versicherungsmedizin der Suva, am 1. Mai 2019 erstellte chirurgische Beurteilung ein 

(act. G 20.1).

C.g. 

Mit Schreiben vom 8. Juli 2019 brachte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers vor, dass die mit der Duplik eingereichte umfangreiche chirurgische 

Beurteilung von Dr. O.___ zeige, dass selbst die Beschwerdegegnerin den 

medizinischen Sachverhalt nicht als hinreichend geklärt betrachtet habe. Die von der 

Beschwerdegegnerin erst während des gerichtlichen Verfahrens zu Prozesszwecken 

erstellte chirurgische Beurteilung geniesse nicht dieselbe Beweiskraft, wie sie einem 

Bericht versicherungsinterner Ärzte vor Verfügungserlass zukommen könne (act. G 22). 

Im Weiteren reichte der Rechtsvertreter eine Honorarnote vom 25. Juni 2019 über 

insgesamt Fr. 7'280.50 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein (act. G 22.1).

C.h. 

Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

1.1. 

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Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein 

Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 

832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Art. 10 UVG). Angesichts dieser gesetzlichen Bestimmungen bildet die Unfallkausalität 

Anspruchsvoraussetzung für Heilkosten- und Taggeldleistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen, 117 V 376 

E. 3a; André Nabold in: Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 

UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Bern 2018, N 48 ff. zu Art. 6 UVG; 

BSK UVG-Irene Hofer, Basel 2019, N 63 ff. zu Art. 6 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/ 

André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen 

und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht 

gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 135 V 465 E. 4.6, 125 V 351 E. 3a/cc; UVG Kommentar-

Nabold, a.a.O., N 53 und 59 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 und 74 zu 

Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Bei physischen Unfallfolgen hat 

indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

Anerkennt der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall, so entfällt 

diese erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache der 

fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 

1.2. 

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fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 4; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. Bern 2014, § 70 N 58 f.). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (BGE 117 V 264 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 

6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Dabei 

muss nicht der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen 

ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein 

Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist 

nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, 

als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 

mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 29. April 2008, 8C_465/2007, 

E. 3.1 mit Hinweisen, 18. Dezember 2003, U 258/02, und 31. August 2001, U 285/00).

Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2) 

schliesst sodann die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. 

Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 

S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Wird also auf dem Wege der Beweiserhebung der Wegfall 

des Kausalzusammenhangs nicht wenigstens mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt, so hat dieser als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten 

des Unfallversicherers auswirkt (BGE 129 V 177 E. 3.1, 117 V 360 E. 4a, je mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 119 Nr. U 86 S. 50; Locher/Gächter, 

a.a.O., § 70 N. 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4).

1.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

1.4. 

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2.

Vorliegend steht unstreitig fest, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für 

das Unfallereignis vom 21. November 2017 ursprünglich anerkannt und für 

ausgewiesene Arbeitsunfähigkeiten und durchgeführte Heilbehandlungen Taggeld- 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 

352 E. 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, beweistauglich (BGE 125 V 353 f. E. 3, 135 V 469 f.). Soll ein 

Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 

werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4, 122 V 162 f. E. 1d). Die Erfahrungstatsache, dass 

behandelnde Ärzte und Ärztinnen aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung im 

Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen, steht in 

denjenigen Fällen nicht im Vordergrund, in denen ein Arzt oder eine Ärztin einen 

Patienten oder eine Patientin nicht als Hausarzt oder Hausärztin, sondern als Facharzt 

bzw. Fachärztin behandelte. Im Übrigen sind Anhaltspunkte, welche die medizinischen 

Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen 

lassen, zu beachten, auch wenn sie von behandelnden Ärzten oder Ärztinnen stammen 

(vgl. BGE 135 V 470 E. 4.5 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Februar 2010, 

8C_907/2009, E. 1.1). Ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend 

von Kreisarzt Dr. G.___ und von Dr. O.___ erstellt wurden, sind schliesslich nicht an 

sich unzuverlässig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 

um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 

geht (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1; Urteil des 

EVG vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2).

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bzw. Heilkostenleistungen gewährt hat. Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob die 

Beschwerdegegnerin den Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des 

Unfalls vom 21. November 2017 für die über die Leistungseinstellung per 30. April 2018 

hinaus bestehende - zu einer Arbeitsunfähigkeit und insbesondere am 29. Mai 2018 zu 

einer operativen Behandlung führende - Kniegelenksproblematik rechts (Suva-act. 70) 

mit den vorliegenden medizinischen Akten mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erbracht hat.

3.  

Für die Annahme unfallkausaler somatischer (Rest-)Folgen werden grundsätzlich 

eine unfallallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion 

als objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die 

reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 

Patienten bzw. der Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv 

ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn 

die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden 

Abklärungen (wie Röntgen, MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 

232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 

8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen).

3.1. 

Ein massgebender Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden bzw. die 

Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet insbesondere auch der 

gesundheitliche Zustand einer versicherten Person vor Geschehen des Unfalls. Ist es 

durch dieses zu keinen neuen unfallbedingten strukturellen Schäden gekommen, trifft 

es aber auf einen vorgeschädigten Körper, kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung höchstens als vorübergehende oder richtungsgebende 

Verschlimmerung des Vorzustandes in Betracht. Von einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung spricht die Rechtsprechung, wenn medizinischerseits feststeht, dass 

weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht werden können 

(UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 54 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 71 zu 

Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 54). Die lediglich vorübergehende 

unfallbedingte Verschlimmerung eines Vorzustandes basiert auf dem Wissen, dass es 

im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die Unfallfolgen bzw. deren Anteil an 

einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie konkret 

beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle Verletzung der Gelenke oder Knochen 

sichtbar gemacht werden können. Dennoch wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten 

Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden Wirkung des Ereignisses (Unfall) 

auf den Körper ausgegangen und werden die in der Folge aufgetretenen bzw. 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/29

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ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten Zeitraum - trotz ihres möglichen 

Fortdauerns - aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache nicht mehr dem Unfall 

angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des 

Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem 

Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. nachfolgende Erwägung 6; vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 9. Januar 

2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; Urteil des 

EVG vom 14. März 2000, U 266/99, E. 1; vgl. auch UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 

57 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 72 zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55 f.). Als Beispiel dafür gelten insbesondere auch Distorsionen. Durch eine 

Distorsion kann ein zuvor stummer degenerativer Vorzustand aktiviert werden. Bei einer 

Distorsionsverletzung, die nicht von einer strukturellen Läsion begleitet ist, kann es sich 

zudem um eine Weichteilverletzung handeln, die anhand klinischer Befunde - wie 

Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, 

Muskelverhärtungen - objektiviert wird (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, S. 412; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 

Berlin/Boston 2017, S. 420; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 441). 

Der Unfallversicherer übernimmt die Leistungen bis zur Heilung dieser spezifischen 

Distorsionsfolgen, d.h. bis zum Status quo ante (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Am 14. Dezember 2017 wurde beim Beschwerdeführer durch Dr. E.___ eine MRI-

Untersuchung des rechten Kniegelenks durchgeführt, bei welcher folgende Befunde 

erhoben wurden: Eine subchondrale Delamination mit ca. 15 x 8 mm messendem 

chondralen Ulkus der posteromedialen Zirkumferenz des medialen Femurkondylus; 

eine ausgedehnte perifokale Osteodystrophie des medialen Femurkondylus, diskreter 

des medialen Tibiaplateaus und der Patella; ein narbig verheilter Defekt in der medialen 

Patellafacette; eine Chondropathie Grad I-II femoro-patellar; eine Meniskopathie Grad 

II-III des subluxierten Innenmeniskushinterhorns bis zur Pars intermedia und eine 

Meniskopathie Grad I-II der restlichen Anteile des Meniskusgewebes; eine hochgradige 

Zerrung des vorderen Kreuzbandes (nachfolgend: VKB) und des medialen 

Seitenbandes (nachfolgend: LCM) am Ursprung, ein Ganglion (DD: Hämatom) im 

Bereich der Popliteussehne; ein ausgedehnter Kniegelenkserguss mit Reizsynovialitis 

und Entzündung des Hoffa-Fettkörpers; eine Insertions-Tendinitis der Sehne des 

Musculus biceps femoris; eine Bursitis präpatellaris (DD: in Organisation befindliches 

Hämatom); ansonsten weitestgehend normaler posttraumatischer MRI-Befund des 

rechten Kniegelenks insbesondere keine dislozierte Fraktur, kein Hämarthros und keine 

transmurale Ligament- und oder Sehnenruptur (Suva-act. 13). Im Verlaufs-MRI, 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/29

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4.  

durchgeführt am 20. März 2018 durch Dr. H.___, zeigte sich das vormals ausgedehnte 

Knochenmarksödem am medialen Femurkondylus weitgehend resorbiert, jedoch eine 

unveränderte fokale deutliche Chondropathie am medialen Femurkondylus (Grad IV, 

bis auf den Knochen reichend), eine unveränderte mediale Meniskopathie mit 

Hinterhorneinriss ansatznah sowie eine unveränderte leichte mukoide 

Aussenmeniskusdegeneration. In den anderen Gelenkflächen sei eine unveränderte 

allenfalls leichte Chondropathie (Grad I - II) sichtbar (Suva-act. 40; vgl. Suva-act. 89, S. 

2). Am 29. Mai 2018 nahm Dr. C.___ beim Beschwerdeführer eine Implantation einer 

Knieteilprothese unikondylär medial rechts vor (Suva-act. 70, vgl. auch Suva-act. 75). 

Der in der Kernspintomographie vom 14. Dezember 2017 erhobene Befund einer 

Delamination am medialen Femurkondylus konnte von Dr. C.___ intraoperativ bestätigt 

werden (act. G 1.1.3, S. 2, Suva-act. 89, S. 6), hingegen hielt er in seiner 

Stellungnahme vom 14. September 2018 (act. G 1.1.3, S. 3) fest, dass ein gleichzeitig 

bestehender Knorpelschaden an der Patellarückfläche von ihm nicht gefunden worden 

sei (act.G 1.1.3, S. 3). Im Operationsbericht vom 29. Mai 2018 beschreibt er jedoch 

einen etwas aufgerauten tibialen Knorpel (Suva-act. 70).

Laut Dr. O.___ passen die radiologisch erhobenen Zerrungen des LCM und des 

VKB zur beschriebenen Distorsion (Verdrehung). Es sei überwiegend wahrscheinlich, 

dass die Ereignisse vom 21. und 27. November 2017 zu einer Kniegelenksdistorsion 

mit einer Zerrung des LCM und des VKB geführt hätten (act. G 20.1, S. 7 f.).

4.1. 

Hinsichtlich der sich beim Beschwerdeführer darstellenden Veränderungen des 

Innenmeniskus sind sich die Ärzte einig, dass diese degenerativer Natur sind. Laut 

Feststellung von Dr. G.___ in der Beurteilung vom 12. Juli 2018 (Suva-act. 89, S. 7) sind 

sie als arthroseassoziierte Schädigung anzusehen. Die degenerative Veränderung einer 

Meniskusläsion im Laufe einer Arthroseerkrankung wird auch in der medizinischen 

Literatur beschrieben (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 1056 ff.,1068; Pschyrembel, 

a.a.O., S. 1146; Roche Lexikon, a.a.O., S. 1204; Leitlinien der Orthopädie, Hrsg. von 

der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem 

Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 141, 145). Dr. 

O.___ führt in seiner chirurgischen Beurteilung aus, dass eine Subluxation des 

Innenmeniskus - besser als Protrusion bezeichnet - Zeichen eines chronischen 

Schadens des Innenmeniskus sei. Eine Meniskopathie stelle ebenfalls eine chronische 

Erkrankung dar; sie entstehe über Jahre hinweg (act. G 20.1, S. 7). Auch Dr. C.___ 

schrieb im Untersuchungsbericht vom 28. Dezember 2017 (Suva-act. 21) angesichts 

des MRI-Untersuchungsergebnisses vom 14. Dezember 2017 sowie in der Anamnese 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/29

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des Berichts an die Suva vom 22. Mai 2018 (Suva-act. 66) von einer Degeneration des 

medialen Meniskus und im Operationsbericht vom 29. Mai 2018 (Suva-act. 70) von 

einem degenerativ leicht veränderten medialen Meniskus.

Das Ganglion sowie die Insertionstendinitis werden von Dr. O.___ - wie auch in den 

medizinischen Nachschlagewerken (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 630, 1782; Debrunner, 

a.a.O., S. 1088, 1107; Roche Lexikon, a.a.O., S. 668 f., 1807 f.) - als chronische, d.h. 

langsam sich entwickelnde, Gesundheitsschäden (Gewebsumwandlung bzw. Folge 

einer Fehl- und/oder Überbelastung) beschrieben (act. G 20.1, S. 7) und werden im 

Übrigen auch von Dr. C.___ nicht als Unfallläsion diskutiert.

4.3. 

 4.4. 

Bei einer Chondropathie bzw. - bei entsprechendem Schweregrad - bei einer 

Gonarthrose (Chondropathie Grad IV) handelt es sich im Regelfall um eine degenerative 

Erkrankung, die als unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär, d.h. als 

Spätfolge einer primären Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, 

auftritt. Doch können Knorpelschäden auch im Rahmen eines Unfalls entstehen (vgl. 

Debrunner, a.a.O., S. 580, 1047 ff.; Pschyrembel, a.a.O., S. 329; Roche Lexikon, a.a.O., 

S. 326).

4.4.1. 

Dass die beim Beschwerdeführer am 14. Dezember 2017 radiologisch 

erhobenen Chondropathien I-II femoropatellar im Bereich der medialen Patellafacette 

und des femoralen Trochlea-Sulcus (Suva-act. 13) degenerativer Natur sind, scheint 

offensichtlich keiner der Ärzte anzuzweifeln. Eine traumatische Entstehung wird 

jedenfalls nirgends erörtert. (vgl. unter anderem Suva-act. 21, 70). Im MRI-

Untersuchungsbericht vom 20. März 2018 schrieb Dr. H.___ sowieso nur von einer 

allenfalls - und damit nicht gesicherten - leichten Chondropathie in den anderen 

Gelenken (Suva-act. 40) und Dr. C.___ vermochte - wie bereits erwähnt - am 29. Mai 

2018 intraoperativ an der Patellarückfläche keinen Knorpelschaden zu finden, sondern 

lediglich einen etwas aufgerauten tibialen Knorpel (vgl. Suva-act. 70, act. G 1.1.3, S. 3).

4.4.2. 

Hinsichtlich Genese unterschiedlich beurteilt und als Unfallfolge diskutiert wird 

hingegen von den Ärzten der radiologisch gesichtete (Suva-act. 13, 40) und in der 

Operation vom 29. Mai 2018 (Suva-act. 70) bestätigte Knorpelschaden am medialen 

Femurkondylus (Grad IV; "bis auf den Knochen reichend" [vgl. Suva-act. 40 f.]) mit 

begleitender Osteodystrophie. Im MRI-Untersuchungsbericht vom 14. Dezember 2017 

(Suva-act. 13) wurde, wie bereits erwähnt, eine subchondrale Delamination mit einem 

ca. 15 x 8 mm messenden chondralen Ulcus der posteromedialen Zirkumferenz des 

4.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/29

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medialen Femurkondylus umschrieben. Laut Dr. G.___ wird der Begriff Delamination 

normalerweise im Zusammenhang mit der Beschreibung degenerativ bedingter 

Knorpelschäden bei Verschleissprozessen im Sinne einer Gonarthrose verwendet. Er 

bezeichne das Ablösen von Knorpelbestandteilen oder Knorpelschichten wie beim 

klassischen Verlauf einer Gonarthrose. Bei traumatisch bedingten 

Knorpeldelaminationen komme es dagegen zu fokal begrenzten Knorpelschäden 

zumeist in der Hauptbelastungszone der Gelenkbewegung, ähnlich eines Schlaglochs 

in einer vielbefahrenden Strasse. Es fänden sich dann in typischer Weise 

Abscherungen von Knorpel-Knochen-Flakes, die aus der stehenden Knorpelschulter 

unter der Gewalteinwirkung herausgebrochen würden, und nicht eine schichtweise 

Ablösung. Während Dr. G.___ davon ausgeht, dass es sich bei der vorliegenden 

Delamination um das Krankheitsbild einer vorbestehenden fortgeschrittenen medialen 

femorotibialen Gonarthrose gehandelt habe (Suva-act. 86, 89, S. 7) und auch Dr. O.___ 

zum Schluss gelangt, dass eine Knorpelschädigung im Bereich des rechten 

Kniegelenks nicht mit dem Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zufolge der 

inkriminierten Ereignisse vom 21. und 27. November 2017 eingetreten sei (act. G 20.1, 

S. 9, 16), stellt sich Dr. C.___ in seiner Stellungnahme vom 14. September 2018 auf den 

Standpunkt, die Gonarthrose am medialen Femurkondylus sei traumatisch bedingt 

gewesen. Beim MRI vom 14. Dezember 2017 sei hier eindeutig ein scharf 

umschriebener Knorpelschaden mit begleitender Osteodystrophie vorhanden gewesen 

(act. G 1.1.3, S. 4). Hinsichtlich Genese gleich beurteilt wird der Knorpelschaden von 

Dr. J.___ im Konsultationsbericht vom 3. Oktober 2018. Bezüglich der MRI-Bildgebung 

Knie rechts vom 14. Dezember 2017 spricht dieser von einem frischen traumatischen 

Knorpelschaden in der Hauptbelastungszone des medialen Femurkondylus und von 

einem deutlichen perifokalen Knochenödem im Sinne eines posttraumatischen Bone 

bruise mit kleinen intratrabekulären Frakturen. Aus seiner Sicht habe der 

Beschwerdeführer am 21. November 2017 unfallbedingt einen traumatischen 

Knorpelschaden im Bereich des medialen Femurkondylus erlitten (act. G 5.1.1). Auch 

Dr. L.___ geht in seinem Konsultationsbericht vom 23. Oktober 2018 davon aus, dass 

der Unfall vom 21. November 2017 und die Operation vom 29. Mai 2018 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit Auslöser der Beschwerden gewesen seien. Drei 

Wochen nach dem Unfall habe eine MRI-Untersuchung einen grossen abgesplitterten 

Knorpelflake gezeigt, der gut zum Beschwerdebild und zum Entstehungsmechanismus 

des Unfalls passe (act. G 16.1.2). Zur Kausalität äussert sich schliesslich auch Dr. 

N.___ im Konsultationsbericht vom 4. April 2019. Aus heutiger Sicht sei ein Trauma des 

rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers mit dem MRI vom 14. Dezember 2017 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/29

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5.  

plausibel. Es zeige sich ein subkutanes als auch ein Knochenmarksödem und eine 

frisch anmutende Abschilferung des Knorpels (act. G 18.1.1).

Betreffend Entstehung des Knorpelschadens am medialen Femurkondylus steht 

mithin der Beurteilung der versicherungsinternen Fachpersonen eine 

übereinstimmende, gegenteilige Beurteilung von verschiedenen Fachärzten gegenüber. 

Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermögen jedoch deren erläuternde und 

begründende Ausführungen zum Vorliegen einer ihrer Auffassung nach traumatischen 

Knorpelschädigung weder zu genügen noch zu überzeugen und damit auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung von Dr. G.___ und Dr. O.___ zu 

begründen. Die beiden versicherungsinternen Fachärzte beleuchten demgegenüber in 

ihren Beurteilungen einlässlich und nachvollziehbar relevante Aspekte und 

entscheidende Beurteilungskomponenten im Rahmen einer Kausalitätsbeurteilung, 

welche insgesamt gegen eine überwiegend wahrscheinlich traumatisch bedingte 

Knorpelschädigung im Bereich des medialen Femurkondylus sprechen. Zudem weist 

Dr. O.___ auf Widersprüchlichkeiten zwischen den Untersuchungsberichten von Dr. 

C.___ und dessen Stellungnahme vom 14. September 2018 (act. G 1.1.3) hin.

5.1. 

 5.2. 

In überzeugender Weise analysiert Dr. O.___ zunächst den Unfallmechanismus 

bzw. die Art und Weise der Krafteinwirkung auf das Knie sowie die echtzeitlich 

erhobenen Befunde. Dies in dem Sinne, als nach unfallmedizinischer Erfahrung 

bestimmte Unfallgeschehen physiologisch geeignet seien, zur fraglichen 

Gesundheitsstörung zu führen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 17. Mai 2016, 

8C_100/2016, E. 5 mit Hinweis; Urteil des EVG vom 30. November 2004, U 161/04, E. 

3.1) und dass bei einer erheblichen strukturellen Schädigung, wie dem vorliegend zu 

beurteilenden Knorpelschaden am medialen Femurkondylus, eine entsprechende 

klinische Symptomatik imponiere bzw. zu erwarten sei.

5.2.1. 

In Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur können laut Dr. O.___ 

Kontusionen, d.h. Anpralltraumen, sowie Scherkräfte einen Knorpelschaden 

verursachen (act. G 20.1, S. 8; Debrunner, a.a.O., S. 1049; Pschyrembel, a.a.O., S. 

1085; https://orthinform.de/lexikon/knorpelverletzungen; https://pyramide.ch/de/

gelenk-und-sportchirur gie/knieoperationen/knorpelschaden/; https://klinik-am-ring.de/

orthopaedie/im-focus/kniegelenk-knorpelschaeden/, beide abgerufen am 12. Mai 

2020), wobei bei beiden Krafteinwirkungen nur eine grosse bzw. erhebliche 

5.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/29

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Krafteinwirkung einen Substanzdefekt des Knorpels verursachen könne. Diese 

Feststellung leuchtet insofern ein, als strukturelle Verletzungen im Regelfall nur als 

Folge einer erheblichen Krafteinwirkung auftreten und erfahrungsgemäss aus leichteren 

Krafteinwirkungen - wenn überhaupt - nur Weichteilverletzungen resultieren (vgl. dazu 

Debrunner, a.a.O., S. 412). Voraussetzung für das Auftreten einer erheblichen 

Scherkraft ist gemäss Dr. O.___ eine Luxation oder Subluxation des betroffenen 

Gelenks mit einer Zerreissung des Bandapparates. Alternativ zur direkten Kontusion 

wäre sodann eine in gebeugter Stellung des Kniegelenks eintretende 

Knorpelschädigung am medialen Femurkondylus bei einer massiven Stauchung 

möglich. Um einen traumatischen Knorpelschaden zu verursachen, werde eine Energie, 

die bei einem Sturz aus vier Metern Höhe auftrete, benötigt. Laut überzeugender 

Beurteilung von Dr. O.___ kann im vorliegenden Fall nicht von einer erheblichen 

Krafteinwirkung ausgegangen werden. In den zeitnahen Schilderungen der Ereignisse 

vom 21. und 27. November 2017 wird insbesondere ein Verdrehen des Kniegelenks, 

am 27. November 2017 verbunden mit einem Fehltritt in eine kleine Mulde, 

beschrieben. In der Schadenmeldung UVG vom 18. Dezember 2017 wird - entgegen 

der Feststellung von Dr. O.___ (act. G 20.1, S. 5) - zusätzlich - ein Sturz und im 

Untersuchungsbericht von Dr. C.___ vom 19. Dezember 2017 ein Aufschlagen mit dem 

Knie angegeben (Suva-act. 1, 5, 14 f.). Eine bedeutsame Krafteinwirkung wie sie für 

eine unfallbedingte Knorpelschädigung erforderlich wäre, ist damit aber nicht 

ausgewiesen.

In Bezug auf den Zusammenhang, dass bei einer erheblichen strukturellen 

Schädigung eine entsprechende klinische Symptomatik imponiere bzw. zu erwarten 

sei, stellt Dr. O.___ zutreffend fest, dass in den vorliegenden echtzeitlichen Akten keine 

solche dokumentiert sei. Der erstbehandelnde Arzt in der ZNA des KSSG, Dr. med. 

P.___, erhob am 27. November 2017 (Suva-act. 14) als Befunde lediglich eine 

Druckdolenz über dem medialen Gelenkspalt sowie eine Beugehemmung rechts, 

jedoch keine klinischen Befunde, welche auf eine bedeutsame Verletzung hingewiesen 

hätten, wie eine Prellmarke, einen Bluterguss, eine Schürfung oder eine Schwellung 

(vgl. Erwägung 3.2). Dr. P.___ stellte die Verdachtsdiagnose einer Innenmeniskusläsion 

rechts (Suva-act. 14 f.). Am 12. Dezember 2017 wurde der Beschwerdeführer von Dr. 

C.___ untersucht. Dieser verneinte namentlich eine sichtbare Schwellung oder 

Ergussbildung und stellte einen indolenten Streckapparat fest. Der Bandapparat medial 

war druckdolent, aber stabil. Allerdings erhob auch Dr. C.___ eine Druckdolenz über 

dem medialen Gelenksspalt sowie ein positives Meniskuszeichen und ebenfalls die 

Verdachtsdiagnose einer medialen Meniskusruptur (Suva-act. 15). Eine 

5.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/29

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Arbeitsunfähigkeit - im Regelfall ebenfalls eine Begleiterscheinung schwerwiegender 

Verletzungen - wurde hingegen erst ab dem 11. Dezember 2017 von Dr. C.___ 

bescheinigt (Suva-act. 1, 20, 22). Angesichts der vorgenannten Sachlage stellt Dr. 

O.___ zutreffend fest, dass rund drei Wochen nach dem Unfall vom 21. November 2017 

eine gegenüber dem Erstbefund unveränderte, eher blande Symptomatik am rechten 

Kniegelenk des Beschwerdeführers bestanden habe. Auch Dr. C.___ habe keine 

Zeichen einer erheblichen Traumatisierung des rechten Kniegelenks dokumentiert. Ein 

Unterschied bestehe lediglich darin, dass Dr. P.___ eine Streckhemmung erhoben 

habe, während Dr. C.___ eine Beugehemmung festgestellt habe (act. G 20.1, S. 6). In 

überzeugender Weise zieht Dr. O.___ den Schluss, dass - wäre wie von Dr. C.___ in 

seiner Stellungnahme vom 14. September 2018 postuliert (act. G 1.1.3) - ein 

ausgedehnter, frischer traumatischer Knorpelschaden des medialen Femurkondylus am 

21. oder am 27. November 2017 entstanden, zu erwarten wäre, dass Zeichen einer 

erheblichen Gewalteinwirkung auf das rechte Kniegelenk, zumindest auch eine 

Schwellung und ein Kniegelenkserguss, dokumentiert wären. Dr. O.___ erläutert weiter, 

dass ein bis auf die Knochen reichender Knorpeldefekt mit der Ausbildung eines 

blutigen Kniegelenksergusses verbunden sei. Ein Knorpelschaden infolge einer 

bedeutsamen, direkten Kontusion sieht er sodann insofern als unwahrscheinlich an, als 

die Läsion des Knorpels am medialen Femurkondylus gemäss MRI-Bildgebung vom 

14. Dezember 2017 weit dorsal und an der medialen Begrenzung des Kondylus 

gelegen sei, dieser Bereich jedoch einer direkten Kontusion von ventral, aber auch von 

medial, kaum ohne die Einwirkung einer sehr grossen Gewalt zugänglich sei (act. G 

20.1, S. 8). Auch eine grosse schädigende Gewalteinwirkung auf das Kniegelenk in 

Form einer Subluxation oder Luxation sah Dr. O.___ schliesslich nachvollziehbar als 

nicht gegeben an, weil keine Zerreissung des Bandapparates des rechten Kniegelenks 

dokumentiert sei. Im Gegenteil würden stabile Bandverhältnisse genannt (act. G 20.1, 

S. 6). In der MRI-Bildgebung zeigten sich zwar Zerrungen des medialen 

Seitenbandapparates sowie des VKB. Laut Dr. O.___ und in Übereinstimmung mit der 

medizinischen Literatur passen diese jedoch ohne Weiteres zum angegebenen 

Hergang einer Distorsion und zum klinischen Befund einer Druckdolenz über diesen 

Bändern. Eine relevante Schwellung oder Ergussbildung sei dabei nicht zu erwarten 

(vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S.1090 ff., 1096; Pschyrembel, a.a.O., S. 1085).

 5.3. 

Der Standpunkt von Dr. C.___ in der Stellungnahme vom 14. September 2018 - 

der Knorpelschaden am medialen Femurkondylus sei nicht vorbestehend gewesen, 

sondern durch den Unfall entstanden (act. G 1.1.3) - erschliesst sich, wie von der 

5.3.1. 

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Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 9. November 2018 (act. G 7) 

zutreffend analysiert, nicht ohne Zweifel aus den von ihm in den früheren 

Untersuchungsberichten gestellten Diagnosen. Dies wirft die Frage auf, ob Dr. C.___ 

immer von einem traumatisch bedingten Knorpelschaden ausgegangen ist.

In seinen Untersuchungsberichten vom 9. April 2018 (Suva-act. 41) und 15. Mai 

2018 (Suva-act. 57) ist die Diagnose einer aktivierten traumatisierten medialen 

Gonarthrose festgehalten, wodurch an sich eine vorübergehend verschlimmerte 

Gonarthrose und kein traumatisch verursachter Knorpelschaden beschrieben wird. 

Diese Diagnose bezeichnet Dr. C.___ in seiner Stellungnahme vom 14. September 

2018 jedoch als falsch (act. G 1.1.3, S. 2. f.). Er habe "aktivierte traumatisch bedingte 

mediale Gonarthrose" diktiert und nicht bemerkt, dass das Schreibbüro das nicht 

richtig übernommen habe. Der gleiche Fehler finde sich leider auch in den 

Untersuchungsberichten vom 15. und 22. Mai 2018 (Suva-act. 57, 66). In 

Übereinstimmung mit dieser Begründung steht zumindest im Untersuchungsbericht 

vom 25. April 2018 (Suva-act. 48) die Diagnose "aktivierte traumatisch bedingte 

mediale Gonarthrose Knie rechts". Die Rechtfertigung - bei der Diagnose einer 

aktivierten traumatisierten medialen Gonarthrose handle es sich um eine irrtümliche 

Fehldiagnose - ist jedoch insgesamt nicht glaubhaft. Im ersten Untersuchungsbericht 

vom 28. Dezember 2017 nach Vorliegen des MRI-Untersuchungsergebnisses (Suva-

act. 21) stellte Dr. C.___ die Diagnose einer traumatisch bedingten Osteodystrophie 

medialer Kondylus rechts nach zweimaliger Kniedistorsion 21. und 27. November 2017. 

Die Diagnose bezeichnet also die Osteodystrophie (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 

5.5) als traumatisch bedingt und nicht die im MRI-Untersuchungsbericht vom 14. 

Dezember 2017 erhobene Delamination am medialen Femurkondylus (Suva-act. 13). 

Den Knorpelschaden erwähnte Dr. C.___ weder in der Diagnose noch in der 

Beurteilung; er gab ihn lediglich in der Wiederholung des radiologischen Befundes vom 

14. Dezember 2017 wieder. Mit der Beschwerdegegnerin ist sodann festzuhalten, dass 

eine traumatisch bedingte Gonarthrose erstmals und einzig im Untersuchungsbericht 

vom 25. April 2018 (Suva-act. 48) und damit nach Erlass der Einstellungsverfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 16. April 2018 (Suva-act. 44) genannt wurde. Die 

Feststellung von Dr. C.___ in der Stellungnahme vom 14. September 2018 (act. G 1.1.3, 

S. 2), aktiviert und traumatisiert bedeute das Gleiche bzw. sei ein Pleonasmus, was 

beweise, dass die Diagnose aktivierte traumatisierte mediale Gonarthrose so nicht 

habe diktiert werden können, widerlegt Dr. O.___ in überzeugender Weise. Sie finde in 

der wissenschaftlichen Literatur keine Bestätigung. Eine Arthrose könne klinisch stumm 

sein (keine Beschwerden machen), aktiviert werden - was einem entzündlich 

5.3.2. 

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imponierenden Zustand mit Schwellung, Ergussbildung, Schmerzen und evtl. auch 

Überwärmung entspreche, wobei die Ursache einer solchen Aktivierung zumeist unklar 

bleibe, aber (selten) auch durch ein Trauma erfolgen könne, und sich auch als klinisch 

manifeste, dekompensierte Arthrose mit Dauerschmerzen manifestiere. Die Aktivierung 

einer Arthrose erfolge nur selten durch ein Trauma (act. G 20.1, S. 14). Der Begriff 

aktiviert bzw. aktiv bedeutet in wirksame Form versetzt bzw. wirksam (Roche Lexikon, 

a.a.O., S. 40, vgl. auch S. 134). Er bezieht sich damit offensichtlich auf die Gonarthrose 

und beschreibt den von Dr. O.___ aufgezeigten Prozess, dass eine bisher stumme, 

vorbestehende Gonarthrose symptomatisch geworden ist. Dies kann zwar die Folge 

eines Traumas sein, womit eine traumatisierte Gonarthrose, vorliegen würde, doch 

lässt sich damit höchstens eine vorübergehende Verschlimmerung vereinbaren (vgl. 

nachfolgende Erwägung 6). Eine aktivierte traumatisierte mediale Gonarthrose ist damit 

eine einleuchtende und passende Diagnose und es erscheint wenig überzeugend, 

wenn Dr. C.___ diese nachträglich neu definiert und anstelle einer traumatisierten 

Gonarthrose plötzlich von einer traumatisch bedingten Gonarthrose spricht. Im Übrigen 

ist zu bemerken, dass im Untersuchungsbericht von Dr. C.___ vom 9. April 2018 nicht 

nur als Diagnose eine aktivierte traumatisierte mediale Gonarthrose festgehalten wird, 

sondern auch in der Beurteilung erklärt wird, dass das Hauptproblem in der 

traumatisch aktivierten medialen Gonarthrose bestehe (Suva-act. 41). Insbesondere 

auch seine Begründung, bei der Umsetzung seines diktierten Untersuchungsberichts 

im Schreibbüro habe sich ein Fehler ereignet, vermag damit nicht zu überzeugen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einschätzung von Dr. C.___ in der 

Stellungnahme vom 14. September 2018 (act. G 1.1.3) im Widerspruch zu seiner 

vorherigen Einschätzung der sich kernspintomographisch darstellenden 

Knorpelschädigung steht, weshalb sein nachträglicher Standpunkt nicht geeignet ist, 

Zweifel an der Beurteilung der versicherungsinternen Ärzte zu begründen.

5.3.3. 

Einen bedeutsamen Hinweis, dass es sich im vorliegenden Fall nicht um einen 

traumatischen Befund, sondern um einen vorbestehenden degenerativen 

Arthrosezustand im rechten Kniegelenk gehandelt hat, sehen Dr. G.___ und Dr. O.___ 

auch in der von Dr. C.___ am 29. Mai 2018 angewandten Operationsmethode. Dr. 

C.___ nahm beim Versicherten eine Implantation einer Knieteilprothese unikondylär 

medial rechts vor (Suva-act. 70, vgl. auch Suva-act. 75). Dr. G.___ argumentiert jedoch, 

dass unter Berücksichtigung des relativ jungen Alters des Beschwerdeführers bei einer 

traumatisch bedingten Knorpelschädigung nicht die totalendoprothetische Versorgung 

des Kniegelenks, sondern eine andere operative Therapiemassnahme, wie zum 

Beispiel eine Mikrofrakturierung, eine Abrasionsarthroplastik, eine 

5.4. 

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Knochenknorpeltransplantation oder eine Refixierung eines traumatisch bedingten 

Knorpelflakes, indiziert gewesen wäre (Suva-act. 89, S. 6). Dr. C.___ widerspricht Dr. 

G.___ in seiner Stellungnahme vom 14. September 2018 (act. G 1.1.3, S. 3) und erklärt 

sein Vorgehen. Die Tatsache, dass direkt eine prothetische Versorgung habe erfolgen 

müssen, sei nicht beweisend für eine vorbestehende Arthrose. Grund dafür sei 

vielmehr, dass die von Dr. G.___ erwähnten alternativen Operationsmethoden beim 

Beschwerdeführer nicht in Frage gekommen seien. Eine Abrasionsarthroplastik werde 

heute nicht mehr durchgeführt und würde eher als obsolet gelten. Mikrofrakturierungen 

seien nur bei jüngeren, leichtgewichtigen Patienten sinnvoll und erfolgsversprechend. 

Eine Refixation eines Flakes könne nur dann erfolgen, wenn effektiv noch ein solches 

zu finden und dieses auch genügend kräftig sei, was sehr oft nicht der Fall sei, da es 

beim Gehen zermalmt werde, was innert kurzer Zeit möglich sei, z.B. wie beim 

Beschwerdeführer im Zeitraum vom Unfall vom 27. November 2017 bis zur MRI-

Untersuchung vom 14. Dezember 2017. Mit der Beschwerdegegnerin (vgl. 

Beschwerdeantwort vom 9. November 2018 [act. G 7]) ist festzuhalten, dass die 

Einwände von Dr. C.___ nicht überzeugen und damit den Standpunkt von Dr. G.___ 

nicht zu widerlegen vermögen. Zwar hat beim Beschwerdeführer nur eine 

Teilprothesenversorgung stattgefunden, doch dürfte eine Prothesenversorgung die 

einschneidenste Operationsmethode sein, weil damit ein künstlicher Ersatz eines 

Körperteils vorgenommen wird. Mit der Abrasionsplastik und der Mikrofrakturierung 

wird demgegenüber eine Ersatzknorpelbildung induziert bzw. die Bildung von 

faserknorpeligem Reparaturgewebe angeregt (Pschyrembel, a.a.O., S. 7, 1155). Dass 

Abrasionsplastiken nicht mehr durchgeführt würden, wird von Dr. C.___ weder belegt 

noch begründet. Immerhin findet die fragliche Operationsmethode - auch wenn sie 

offensichtlich nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll ist - in der neuesten 

Auflage des medizinischen Nachschlagewerks Pschyrembel (a.a.O., S. 7) Erwähnung. 

Im Übrigen hält auch Dr. J.___ im Konsultationsbericht vom 3. Oktober 2018 fest, dass 

unklar bleibe, weshalb beim Beschwerdeführer mit dem Knorpelschaden femoral, 

einem gut erhaltenen Knorpel tibial sowie intaktem Innenmeniskus die Indikation zur 

teilprothetischen Versorgung gestellt worden sei (act. G 5.1.1). Unbegründet lässt Dr. 

C.___ schliesslich seinen Einwand gegen Mikrofrakturierungen. Wenn er die Refixation 

eines Flakes wegen Fehlens eines solchen ausschloss, lässt sich daraus - wie von der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 9. November 2018 (act. G 7) 

überzeugend bemerkt - folgern, dass man es mit einem verschleissbedingten und 

keinem traumatisch bedingten Erscheinungsbild zu tun hatte und Dr. C.___ offenbar 

den von Dr. L.___ der MRI-Bildgebung vom 14. Dezember 2017 entnommenen grossen 

abgesplitterten Knorpelflake (vgl. Untersuchungsbericht vom 23. Oktober 2018 [act. G 

16.1.2]) intraoperativ nicht feststellen konnte. Damit übereinstimmend beschreibt Dr. 

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N.___ - wie von Dr. O.___ festgestellt (act. G 20.1, S. 10) - in seinem 

Konsultationsbericht vom 4. April 2019 einen Knorpelschaden an der dorso-medialen 

Femurkondyle, jedoch keinen Flake, und zudem einen tangential abgeschilferten 

Knorpelschaden, was laut Definition von Dr. G.___ (Suva-act. 89, S. 6 f.) einem 

degenerativen Knorpelschaden gleichkommt (vgl. act. G 18.1.1). Wäre ein grosses 

Knorpelstück tangential bei den Ereignissen vom 21. oder 27. November 2017 vom 

medialen Femurkondylus abgeschert worden, wäre laut Dr. O.___ direkt ein blutiger 

Kniegelenkserguss entstanden. Denn der Defekt reiche bis auf den Knochen. Aus 

dieser Schicht hätte es geblutet (act. G 20.1, S. 10). Nachdem sich erstmals in der 

MRI-Bildgebung vom 14. Dezember 2017 ein Knochenmarksödem objektivieren liess 

(Suva-act. 13), die zeitnah erhobenen klinischen Befunde jedoch keine Hinweise auf ein 

solches ergeben hatten (vgl. Erwägung 5.2.3), und der vorliegende Knorpelschaden 

unbestrittenermassen bis auf den Knochen ging (vgl. Suva-act. 40 f., 89, S. 6), ist 

folglich auch vor diesem Hintergrund ein traumatischer Knorpelschaden 

unwahrscheinlicher als ein vorbestehender. Die Zermalmung eines Flakes bis zur MRI-

Untersuchung vom 14. Dezember 2017 ist laut überzeugender Beurteilung von Dr. 

O.___ (act. G 20.1, S. 9 f.) allenfalls (nur) möglich, damit jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich. Weshalb Dr. C.___ schliesslich keine Knochenknorpeltransplantation 

durchgeführt hat, lässt er - wie von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 9. November 2018 festgestellt (act. G 7) - offen. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von Dr. C.___ am 29. Mai 2018 

durchgeführte Knieteilprothese unikondylär medial rechts ein weiterer bedeutsamer 

Hinweis gegen einen traumatisch bedingten Knorpelschaden darstellt. Die obigen 

Erwägungen lassen es in ihrer Gesamtheit wahrscheinlicher erscheinen, dass die 

Operationsmassnahme von Dr. C.___ auf eine vorbestehende degenerative 

Gonarthrose ausgerichtet gewesen war.

 5.5. 

Diskutiert wird schliesslich in den medizinischen Akten die in der MRI-

Bildgebung vom 14. Dezember 2017 (Suva-act. 13) zur Darstellung gelangende 

ausgedehnte perifokale Osteodystrophie bzw. das ausgedehnte Knochenmarksödem 

(vgl. dazu Suva-act. 40). Laut Dr. G.___ und Dr. O.___ können sich solche 

Veränderungen infolge eines ausgeprägten Knorpelschadens bei Arthrose oder als 

Folge einer Traumatisierung ausbilden (Suva-act. 89, S. 5; act. G 20.1, S. 11 f.). 

Insofern wird in den medizinischen Akten nachvollziehbar die Frage erörtert, ob sich 

aus dem vorliegenden Knochenmarksödem Hinweise für einen vorbestehenden 

degenerativen oder für einen traumatisch bedingten Knorpelschaden am medialen 

5.5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/29

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Femurkondylus ergeben. Während Dr. G.___ das Knochenmarksödem am medialen 

Femurkondylus offenbar als Distorsionsverletzung betrachtet, jedoch von einer 

reversiblen Unfallfolge und von einer vorübergehenden, zeitlich limitierten Aktivierung 

eines degenerativen Vorzustandes im rechten Kniegelenk spricht (Suva-act. 89, S. 5, 

7), hält Dr. O.___ einen traumainduzierten Kniegelenkserguss für unwahrscheinlich (act. 

G 20.1, insbesondere S. 13). Dr. C.___ sieht demgegenüber die Osteodystrophie als 

Begleiterscheinung eines unfallbedingten Knorpelschadens (act. G 1.1.3, S. 4).

Die Beurteilung von Dr. C.___ in der Stellungnahme vom 14. September 2018 

(act. G 1.1.3) gründet einzig darauf, dass er die Knorpelschädigung als traumatisch 

bedingt betrachtet. Erläuterungen, welche konkret die Osteodystrophie betreffen, 

lassen sich seiner Stellungnahme keine entnehmen. Dr. O.___ äussert sich zu dem - 

von Dr. G.___ angenommenen - häufig als Bone bruise bezeichneten 

Knochenmarksödem zufolge eines Traumas. Es gebe dabei Veränderungen, die nach 

einem Trauma auf ein typisches Verletzungsmuster hinweisen würden. Sie würden als 

"footprint" dieser Verletzungsmuster bezeichnet. Typisch sei beispielsweise ein 

Knochenmarksödem des lateralen Femurkondylus und des latero-dorsalen 

Tibiaplateaus bei VKB-Ruptur oder auch ein Knochenmarksödem des lateralen 

Femurkondylus und der medialen Patellafacette als Hinweis auf eine stattgehabte 

Patellaluxation. Die im vorliegenden Fall dokumentierte Verteilung der Signalstörungen 

im medialen Femurkondylus, im medialen Tibiaplateau und in der Patella würden 

jedoch nicht zu einem typischen Verletzungsmuster, vor allem nicht zur Zerrung des 

VKB und des medialen Kollateralbandes passen. Im vorliegenden Fall sei die 

Signalstörung im Bereich des medialen Femurkondylus sehr ausgedehnt. Das sei - 

ohne eine Fraktur - für ein Knochenmarksödem als Folge eines Traumas ungewöhnlich, 

schliesse selbstverständlich aber ein Trauma als Ursache nicht aus. Da klinische 

Zeichen einer schweren Kontusion des medialen Femurkondylus zeitnah zu den 

Ereignissen vom 21. und 27. November 2017 fehlen würden, erscheine eine Kontusion 

nicht als überwiegend wahrscheinliche Ursache der Signalveränderung im medialen 

Femurkondylus. Weil im vorliegenden Fall der Kniegelenkserguss und die Synovialitis 

erstmals in den MRI-Bildern vom 14. Dezember 2017 dokumentiert worden seien und 

zuvor ein Kniegelenkserguss ausgeschlossen werde, sei es unwahrscheinlich, dass der 

Reizzustand des Kniegelenks Folge der Unfälle vom 21. und 27. November 2017 sei. 

Denn ein traumainduzierter Kniegelenkserguss entstehe spätestens innerhalb weniger 

Tage (und nicht Wochen). Wäre ein grosses Knorpelstück tangential bei den 

Ereignissen vom 21. oder 27. November 2017 vom medialen Femurkondylus 

abgeschert worden, so wäre ein blutiger Kniegelenkserguss direkt entstanden. Denn 

5.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/29

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der Defekt reiche bis auf den Knochen. Aus dieser Schicht hätte es geblutet (act. G 

20.1, S. 10 ff.). Auch wenn der Kniegelenkserguss einer Aktivierung einer 

vorbestehenden Arthrose entsprechen würde, wäre der deutlich verzögerte Beginn erst 

zwei bis drei Wochen später äusserst ungewöhnlich. Der Befund in der Serie 4 der 

MRI-Bildgebung entspreche sodann nicht einem traumatischen Knorpelschaden. Die 

Veränderung betreffe eindeutig den Knochen (act. G 20.1, S. 13).

Die Ausführungen von Dr. O.___, dass Knochenmarksödeme nicht zu 

Bänderzerrungen passen, erscheinen schlüssig und überzeugend. Dass die für ein 

Knochenmarksödem im Bereich des medialen Femurkondylus vorausgesetzte schwere 

Kontusion nicht als nachgewiesen betrachtet werden kann, wurde bereits in den 

Erwägungen 5.2.3 f. dargelegt, weshalb ein daraus entstandenes traumatisches 

Knochenmarksödem - wie von Dr. O.___ festgestellt - nicht erklärbar erscheint. 

Ebenfalls ausgeführt wurde, dass zeitnah zu den Distorsionen klinisch weder eine 

Schwellung noch ein Erguss erhoben werden konnte. Auch deshalb erscheint die 

Schlussfolgerung von Dr. O.___, es liege im vorliegenden Fall kein traumatisch 

bedingtes Knochenmarksödem vor - auch nicht im Sinne einer traumatisch bedingten 

Aktivierung einer vorbestehenden Arthrose -, einleuchtend. So haben laut 

medizinischer Literatur schwere Knieverletzungen, wie Knochen- und 

Knorpelverletzungen, in der Regel auch massive Symptome zur Folge und sind durch 

Blutungen ins Gelenk hinein gekennzeichnet. Ein Hämarthros (= Blut im Gelenk), 

welches im MRI-Untersuchungsbericht vom 14. Dezember 2017 explizit verneint wurde 

(Suva-act. 13), bildet sich rasch nach dem Unfall zurück (vgl. Debrunner, a.a.O., S.

1096). Dr. O.___ stellt sich gegen die von Dr. J.___ im Konsultationsbericht vom 3. 

Oktober 2018 beschriebenen frischen Einblutungen und kleinen Frakturlinien, welche 

für ein frisches traumatisches Geschehen sprechen würden (act. G 5.1.1). Er hält 

überzeugend fest, dass sich diese Einschätzung der MRI-Bilder nicht mit dem Inhalt 

der radiologischen Berichte von Dr. E.___ vom 14. Dezember 2017 (Suva-act. 13) und 

Dr. H.___ vom 20. März 2018 (Suva-act. 40) decke. Laut Dr. O.___ entstehen Frakturen 

von Knochenbälkchen im medialen Femurkondylus bei einer direkt auf den Knorpel und 

den darunterliegenden Knochen einwirkenden Gewalt. Im vorliegenden Fall würden 

jedoch weder die Hergangsschilderung noch der zeitnah erhobene klinische Befund zu 

einer solchen schädigenden Gewalt passen, die mindestens einem Sturz aus vier 

Metern Höhe entsprechen müsste. Frakturen würden regelhaft zu einem knöchernen 

Heilungsvorgang führen. Die Knochenbruchheilung wäre mit den MRI-Bildern vom 20. 

März 2018 dargestellt worden. Dr. H.___ beschreibe jedoch keine solche Reaktion des 

Knochens und eine unveränderte Chondropathie der medialen Femurkondyle vom 

5.5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/29

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Grad IV (act. G 20.1, S. 9). Zu ergänzen ist, dass im MRI-Untersuchungsbericht von Dr. 

E.___ weder Frakturlinien Erwähnung gefunden haben noch explizit von frischen 

Einblutungen gesprochen worden ist.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die ausführliche und nachvollziehbar 

begründete Beurteilung von Dr. O.___ mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit darauf schliessen lässt, dass letztlich auch mit Blick auf die am 14. 

Dezember 2017 radiologisch erhobene Osteodystrophie im Bereich des medialen 

Femurkondylus nicht von einem traumatisch bedingten Knorpelschaden auszugehen 

ist. Selbst wenn jedoch der Beurteilung von Dr. G.___ folgend von einem 

Kniegelenkserguss im Sinne einer traumatisch bedingten Aktivierung einer 

vorbestehenden Arthrose ausgegangen würde, könnte nur von einer vorübergehenden 

Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes ausgegangen werden und wäre 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über den Leistungseinstellungszeitpunkt 

hinaus ebenfalls nicht zu begründen (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 6).

5.5.4. 

Den Konsultationsberichten von Dr. J.___ vom 3. Oktober 2018 (act. G 5.1.1), Dr. 

L.___ vom 23. Oktober 2018 (act. G 16.1.2) und Dr. N.___ vom 4. April 2019 (act. G 

18.1.1) sind sodann keine weiteren Aspekte und Begründungen zu entnehmen, welche 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen traumatisch 

bedingten Knorpelschaden im Bereich des medialen Femurkondylus begründen 

könnten. Dr. N.___ stellt einzig fest, dass aus aktueller Sicht ein Trauma des rechten 

Kniegelenks mit dem ersten MRI plausibel sei. Dass sich diese Schlussfolgerung allein 

aus dem Knochenmarksödem nicht ziehen lässt und eine frisch anmutende 

Abschilferung nicht belegt ist, wurde in Erwägung 5.4 dargelegt. Dr. J.___ und Dr. L.___ 

beschränken sich in ihren Berichten eigentlich nur auf die blosse Feststellung einer 

Unfallkausalität des fraglichen Knorpelschadens, ohne diese jedoch anhand objektiver 

Gesichtspunkte substantiiert und hinreichend klärend zu begründen. Die alleinige 

Feststellung, eine Unfallkausalität passe gut zur Anamnese, wonach der 

Beschwerdeführer vor dem Unfall absolut beschwerdefrei gewesen sei (act. G 5.1.1, G 

16.1.2), reicht nicht aus, um von einer natürlich unfallkausalen Knorpelschädigung 

auszugehen. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein eines Beweises 

bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (vgl. zur beweisrechtlich untauglichen Formel "post hoc ergo 

propter hoc" z. B. in Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

Bern 1989, S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit 

weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/29

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6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine auch nur geringen Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als 

massgeblich erachteten versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. G.___ vom 

12. Juli 2018 (Suva-act. 89) und Dr. O.___ vom 1. Mai 2019 (act. G 20.1) bestehen. 

Beweismässige Weiterungen erübrigen sich. Bei diesem Beweisergebnis kann mithin 

auf deren Beurteilung abgestellt werden, der in der MRI-Bildgebung vom 14. Dezember 

2017 (Suva-act. 13) und 20. März 2018 (Suva-act. 40) sowie intraoperativ am 29. Mai 

2018 (Suva-act. 70) erhobene Knorpelschaden am medialen Femurkondylus rechts sei 

nicht überwiegend wahrscheinlich durch die Unfälle vom 21. oder 27. November 2017 

verursacht worden, sondern habe bereits als degenerativer Gesundheitsschaden 

vorbestanden. Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass im vorliegenden Fall 

weder von einem neuen unfallbedingten strukturellen Schaden noch von einer 

richtungsgebenden Verschlimmerung des Vorzustandes auszugehen ist (vgl. dazu 

Erwägungen 4.1 f.).

5.7. 

Demnach bleibt die Leistungseinstellung in Bezug auf eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustandes oder in Bezug auf eine neue vorübergehende 

Gesundheitsschädigung zu prüfen (vgl. Erwägung 4.3). Die Beschwerdegegnerin hat für 

eine durch die Distorsionstraumen vom 21. oder 27. November 2017 erlittene 

vorübergehende Gesundheitsschädigung ihre Leistungspflicht anerkannt. Wie bereits 

erwähnt, ist als überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen zu betrachten, dass die 

beim Beschwerdeführer am 14. Dezember 2017 radiologisch objektivierten Zerrungen 

des LCM und des VKB traumatisch verursacht worden sind. Auch zeigte das rechte 

Kniegelenk in der MRI-Untersuchung ein Knochenmarksödem bzw. eine 

Osteodystrophie. Ausserdem spricht insbesondere Dr. G.___ von einer 

vorübergehenden, zeitlich limitierten Aktivierung der Gonarthrose. Die Aktivierung einer 

Arthrose findet zwar laut Dr. O.___ nur selten durch ein Trauma statt. Ein von einer 

Arthrose betroffenes Gelenk könne traumatisiert werden, ohne dass dadurch eine 

Aktivierung der Arthrose erfolge. Dennoch erklärt er weiter, dass sich die Aktivierung 

häufig wieder zurückbilden würde und sogar wieder asymptomatische Zustände 

erlangt werden könnten; wahrscheinlich sei es durch die Ereignisse zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung des wohl bis anhin asymptomatischen 

Vorzustandes gekommen.

6.1. 

Es ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass Weichteilverletzungen wie 

Distorsionen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit verbundenen 

Beschwerden gänzlich zurückbilden (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 412, 1096 f.). Diese 

6.2. 

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medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises 

berücksichtigt werden (Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 58 f.). Dies hat insbesondere für 

den Nachweis des Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen zu gelten, bei dem es 

sich um einen hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit 

Erfahrungswerten bestimmten lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, 

E. 2.2). Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf 

medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine 

Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich 

eben also solche präsentieren.

Dr. G.___ und Dr. O.___ gehen in ihren Beurteilungen von einer Heilung des 

Knochenmarksödems und der aktivierten vorbestehenden Gonarthrose spätestens im 

Zeitpunkt der zweiten MRI-Untersuchung vom 20. März 2018, d.h. rund vier Monate 

nach den Unfällen, aus (Suva-act. 89, S. 7; act. G 20.1). Nachdem Dr. G.___ jedoch in 

seiner Beurteilung vom 12. April 2018 eine stufenweise Erhöhung der Arbeitsfähigkeit 

festgehalten hatte - 50% ab 23. März 2018 und 100% ab 15. April 2018 (Suva-act. 43) 

- stellte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 30. April 2018 ein (Suva-act. 44). 

Unbestritten eingetreten ist bis zum Leistungseinstellungszeitpunkt eine Heilung der 

Seitenbandzerrungen. So wurden im MRI-Untersuchungsbericht vom 20. März 2018 

hinsichtlich der Bänderzerrrungen keine Befunde mehr erhoben, sondern es wurde nur 

noch von intakten Bändern gesprochen (Suva-act. 40).

6.3. 

Die Beschwerdegegnerin verweist in der Beschwerdeantwort vom 9. November 

2018 (act. G 7) auf den Reintegrationsleitfaden Unfall des Schweizer 

Versicherungsverbandes (nachfolgend: Reintegrationsleitfaden), wonach bei 

Kniedistorsionen mit einer Behandlungsdauer von höchstens 24 Wochen gerechnet 

werden müsse (Kapitel 08B, lit. b, S. 14). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

wendet in der Replik vom 3. April 2019 (act. G16) berechtigterweise ein, dass es sich 

bei den Heilungsfristen des Reintegrationsleitfadens um Standardfristen handle. Ein 

solcher Leitfaden vermag allenfalls Richtwerte zu liefern, deren strikte Verbindlichkeit 

dem zu beurteilenden Einzelfall indes nicht genügen kann. Weist der 

Gesundheitszustand einer versicherten Person im Einzelfall auf eine frühere Genesung 

oder eine längere Heilungsdauer hin, gibt es keinen Grund, die Versicherungsleistung 

bereits früher einzustellen oder einen weiterdauernden Anspruch auf 

Versicherungsleistungen zu verneinen. Im vorliegenden Fall gingen die 

versicherungsinternen Ärzte bzw. die Beschwerdegegnerin von einer gegenüber dem 

Richtwert im Reintegrationsfaden kürzeren Heilungsdauer aus. In den vorliegenden 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/29

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7.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

Akten finden sich denn auch Hinweise, welche den entsprechend festgelegten Status 

quo sine vel ante als korrekt erscheinen lassen.

Hinsichtlich des Knochenmarksödems des medialen Femurkondylus stellt Dr. 

G.___ zutreffend fest, dass dieses im MRI-Untersuchungsbericht vom 20. März 2018 

als weitgehend resorbiert beschrieben worden sei. Laut Untersuchungsbericht von Dr. 

C.___ vom 9. April 2018 bestand damals nur noch ein kleines Restareal am medialen 

Kondylus (Suva-act.41). Dr. G.___ weist zudem richtig darauf hin, dass anlässlich einer 

Untersuchung vom 23. April 2018 durch Dr. C.___ eine weitgehende 

Beschwerdefreiheit bezüglich des rechten Kniegelenks bestand. Der Beschwerdeführer 

nahm zwar zu diesem Zeitpunkt Schmerzmittel wegen Rückenproblemen ein (Suva-act. 

48) und klagte anlässlich der Untersuchung vom 4. Mai 2018 durch Dr. C.___ wieder 

über dauernde Schmerzen (Suva-act. 57). Doch ist zu beachten, dass die Heilung eines 

traumatisch bedingt symptomatisch gewordenen degenerativen Vorzustandes 

kontinuierlich erfolgt und eine zeitlich genaue Erfassung der Heilung bzw. eine exakte 

Differenzierung zwischen überwiegend wahrscheinlich unfallbedingten und 

unfallfremden Aspekten nicht möglich ist, zumal die Aktivierung an sich nie wirklich 

sichtbar gewesen sein muss. Anders stellt sich die Sachlage bei einem 

Knochenmarksödem dar, dessen Rückbildung radiologisch erfasst werden kann. 

Insgesamt darf mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon 

ausgegangen werden, dass gleichzeitig mit der Rückbildung des Knochenmarksödems 

der Aktivierung der Arthrose keine gesonderte Bedeutung mehr zukam und auch 

diesbezüglich der Status quo sine vel ante erreicht war.

6.5. 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. August 2018, mit welchem die 

Beschwerdegegnerin für die Knieproblematik rechts ihre Leistungen per 30. April 2018 

eingestellt und eine weitergehende Leistungspflicht abgelehnt hat, ist folglich nicht zu 

beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hält demzufolge in der Duplik vom 23. Mai 

2019 (act. G 20) richtig fest, dass die nach Eintritt des Status quo sine vel ante 

durchgeführte Operation vom 29. Mai 2018 mit Implantation einer Knieteilprothese 

rechts (Suva-act. 70) keine Unfallfolgen adressierte, weshalb die Beschwerdegegnerin 

in Bezug auf diesen operativen Eingriff nicht leistungspflichtig ist. Dies unabhängig 

davon, ob es sich dabei allenfalls um eine Fehlbehandlung gehandelt hat. Die Berufung 

des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers auf Art. 6 Abs. 3 UVG (Leistungspflicht 

bei Schädigungen bei der Heilbehandlung) ist damit wirkungslos.

6.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/29

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sind keine zu erheben (Art.61 lit. a ATSG). Entsprechend dem Verfahrensausgang hat 

der Beschwerdeführer auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2020
	Art. 6 UVG: Unstreitiges Vorliegen einer traumatisch bedingten Zerrung des medialen Seitenbandes und Distorsion des VKB sowie verschiedener degenerativ bedingter Gesundheitsschäden; Verneinung eines traumatisch bedingten Knorpelschadens anhand verschiedener Beurteilungskriterien (Unfallmechanismus, klinische Symtomatik, angewandte Operationsmethode, Diskussion eines ausgedehnten Knochenmarksödem); Prüfung des Leistungseinstellungsdatums in Bezug auf eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes oder in Bezug auf eine neue vorübergehende Gesundheitsschädigung. Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung des Unfalls für die über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehenden Kniebeschwerden erbracht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2020, UV 2018/68).

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		2025-07-19T03:47:02+0200
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