# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be8e27c9-9324-5a04-b4c9-6ddf24bdb15d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.09.2010 UV 2010/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-50_2010-09-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 24.09.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 24.09.2010
Art. 6, 10 und 16 UVG: Adäquater Kausalzusammenhang der HWS-Distorsion 
von der Beschwerdegegnerin zu Recht verneint worden. (Umsetzung BGE 
8C_146/2010 vom 9. Juni 2010) (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 24. September 2010, UV 2010/50).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 24. September 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jörg Frei, c/o asg advocati, Pestalozzistrasse 2, 

9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 4003 Basel,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Advokat Dr. Matthias Schnyder, Augustinergasse 5, Postfach 1112, 

4001 Basel,

betreffend

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Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

B.___, geboren 1953, war seit November 2004 als Verkäuferin im Aussendienst mit 

einem Pensum von 80% bei der Firma A.___ angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft (National) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert (UV-act. 242, 248 und 282f.). Am 24. Januar 2005 

erlitt sie eine Distorsion der Halswirbelsäule, als die nachfolgende Fahrzeuglenkerin auf 

das Heck ihres still stehenden Personenwagens auffuhr (UV-act. 282f. und 240). Mit 

Verfügung vom 7. Januar 2008 stellte die Unfallversicherung die 

Versicherungsleistungen mangels adäquaten Kausalzusammenhangs ab 1. Dezember 

2007 ein, nachdem sie dies mit Schreiben vom 28. November 2007 an den 

Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. J. Frei, St. Gallen, angekündigt 

hatte (UV-act. 43ff.). Die dagegen erhobene Einsprache vom 6. Februar 2008 (UV-act. 

34-42) wies die National mit Entscheid vom 18. Juli 2008 ab (UV-act. 14ff.).

B.       

Die Beschwerde vom 15. September 2008, die die Versicherte gegen den 

Einspracheentscheid vom 18. Juli 2008 erheben liess, hiess das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 13. Januar 2010 gut, weil der Zeitpunkt für 

die Adäquanzprüfung noch nicht erreicht (gewesen) sei. Es hob den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin auf und wies die Sache an diese zurück 

zur Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen an die Beschwerdeführerin (Verfahren UV 

2008/99).

C.       

Die National liess durch ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. M. Schneider, Basel, 

gegen diesen Entscheid am 11. Februar 2010 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten beim Bundesgericht erheben und die Aufhebung des Entscheids 

sowie die Bestätigung ihres Einspracheentscheids vom 18. Juli 2008 beantragen. Mit 

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Urteil 8C_146/2010 vom 9. Juni 2010 hiess das Bundesgericht die Beschwerde 

teilweise gut und hob den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 13. Januar 2010 auf. Die Sache wurde an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit 

sie im Sinn der Erwägungen über die Beschwerde neu entscheide. Im Übrigen wurde 

die Beschwerde abgewiesen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Ausgehend von Erwägung 4, besonders Erwägung 4.3, des 

Bundesgerichtsentscheids vom 9. Juni 2010 ist durch das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen zu prüfen, ob zwischen dem Unfall vom 24. Juni 2005 und den über 

den 30. November 2007 hinaus andauernden Gesundheitsbeeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin ein adäquater Kausalzusammenhang besteht und ob demnach die 

Voraussetzungen für die Prüfung des Anspruchs auf eine allfällige Invalidenrente und/

oder eine Integritätsentschädigung gegeben sind. Nicht mehr streitig ist dem 

gegenüber die natürliche Kausalität dieser Gesundheitsbeeinträchtigungen sowie die 

Tatsache, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Folgen des Unfalls 

nachgewiesen sind, die die Beschwerden zu erklären vermöchten (Erwägung 3 des 

Bundesgerichtsurteils 8C_146/2010 vom 9. Juni 2010).

1.2    Die Beschwerdegegnerin hatte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sowie über die 

Voraussetzung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem 

Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf die Dauer der 

Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung sowie die einschlägige 

Gerichtspraxis zu den Schleudertraumen der Halswirbelsäule und die spezielle 

Adäquanzprüfung in solchen Fällen (Erwägungen B.3ff.). Darauf kann weiterhin 

verwiesen werden (wie bereits im aufgehobenen Entscheid UV 2008/99 vom 13. Januar 

2010 [E. 2.1] sowie durch das Bundesgericht im umzusetzenden Urteil 8C_146/2010 

vom 9. Juni 2010 [E. 2]).

2.         

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2.1    Laut Zeugnis der Hausärztin, Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für Allgemein­

medizin und Innere Medizin, vom 5. April 2005 erfolgte die Erstbehandlung der 

Beschwerdeführerin noch am Unfalltag (UV-act. 240). Dabei klagte sie über Übelkeit 

und Unwohlsein. Erbrechen und Bewusstlosigkeit wurden verneint, die Halswirbelsäule 

(HWS) war nicht eingeschränkt. Die Hausärztin diagnostizierte eine HWS-Distorsion. 

Die radiologischen Untersuchungen zeigten hochgradig degenerative Wirbelkörper-

Veränderungen C4-C7 mit Spangenbildung (vgl. genannten Bericht von Dr. C.___ [UV-

act. 240], Bericht über die vertebro-spinale Kernspintomographie vom 8. März 2005 

[UV-act. 239] sowie Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 10. März 2005 [UV-act. 237f.]). Gemäss den Ausführungen im 

Dokumentationsbogen für die Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vom 5. April 2005 (UV-act. 235f. nachfolgend als 

Dokumentationsbogen bezeichnet) traten Schwindel, Kopf- und Nackenschmerzen am 

27. Januar 2005 bzw. drei Tage nach dem Unfall auf, die Nackenschmerzen strahlten 

(später) auch in den rechten Arm aus. - Damit ist die erforderliche Diagnose "HWS-

Distorsion" gestellt worden, die Voraussetzung ist für die Anwendung der auf solche 

Verletzungen zugeschnittenen Rechtsprechung (sogenannte Schleudertrauma-Praxis, 

BGE 134 V 109 und BGE 117 V 359). Die zweite Voraussetzung, das Offenbar-Werden 

der zum sogenannten typischen Beschwerdebild dieser Verletzung gehörenden 

Symptome (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Schlafstörungen, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen usw., vgl. BGE 117 

V 359 E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) innert der massgeblichen 

Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden ist ebenfalls erfüllt, wenn auch nur knapp. 

Die mit Urteil vom 30. Januar 2007 präzisierte Rechtsprechung verlangt innerhalb 

dieser Zeit mindestens HWS- oder Nackenbeschwerden (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 

E. 5 [U 215/05]; An dieser Rechtsprechung ist laut Urteil des Bundesgerichts 

8C_574/2009 vom 9. Dezember 2009 [E. 5.3.1 mit Hinweisen] auch nach der jüngsten 

Präzisierung der Schleudertrauma-Praxis [BGE 134 V 109] festzuhalten.). 

Nackenschmerzen waren bei der Beschwerdeführerin laut Dokumentationsbogen (UV-

act. 235f.) nach drei Tagen und damit am äussersten Ende der maximalen Latenzzeit 

von 72 Stunden aufgetreten. Im Zeitpunkt der Einstellung der Versicherungsleistungen 

(Ende November 2007) wurden laut interdisziplinärem Gutachten des Instituts für 

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Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen (IIMB), Zürich, vom 24. Oktober 2007, 

unfallbedingt ein Status nach HWS-Beschleunigungstrauma mit chronischem 

zervikokephalem Syndrom, mit chronischen posttraumatischen Kopfschmerzen, 

Aggravation durch Schmerzmittelüberkonsum, leichten schmerzinterferenten, 

kognitiven Funktionsstörungen und Persönlichkeitsänderung bei chronischem 

Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.80) diagnostiziert und diverse unfallfremde Leiden 

festgehalten, darunter Osteochondrosen sowie beidseits Uncovertebralarthrosen C5/6 

jeweils mit flachbogig medialer Diskushernie sowie eine mediale Diskushernie Th5/6 

ohne Myelonkompression (UV-act. 151-208 besonders 164). Damit waren auch im 

Einstellungszeitpunkt mehrere Elemente des typischen Beschwerdebilds gegeben und 

diesbezüglich die Voraussetzungen für die Adäquanzprüfung nach der 

Schleudertrauma-Praxis erfüllt.

2.2    Die Beschwerdegegnerin hatte im Einspracheentscheid vom 18. Juli 2008 die 

Frage aufgeworfen, ob es bei der Beschwerdeführerin schon bald nach dem Unfall zu 

einer psychischen Überlagerung gekommen sei (Erwägungen B.10 S. 13). In 

Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesgerichts (vgl. Urteil 8C_43/2010 vom 

8. Juni 2010 E. 6) hat sie diese Frage jedoch offen gelassen und die Adäquanz 

zugunsten der Versicherten nach der Schleudertrauma-Praxis geprüft. Neben 

psychischen Komponenten litt die Beschwerdeführerin vom Unfall bis zur Einstellung 

der Leistungen durch die Beschwerdegegnerin immer auch unter somatischen 

Beschwerden (wie Kopf- und Nackenschmerzen; zeitweise Schwindel, 

Lähmungserscheinungen sowie Konzentrationsstörungen), die wie die psychischen 

Beeinträchtigungen zum typischen Beschwerdebild nach HWS-Distorsionen zu zählen 

sind. Ist, wie nachfolgend darzustellen sein wird, die Adäquanz nach der 

Schleudertrauma-Praxis zu verneinen, wäre sie nach der sogenannten Psychopraxis 

(nach BGE 115 V 133) ebenfalls nicht gegeben, da letztere lediglich die physischen 

Unfallfolgen berücksichtigt und damit für die Beschwerdeführerin strenger wäre. Die 

Frage nach der allfälligen psychischen Überlagerung braucht deshalb auch hier nicht 

beantwortet zu werden.

2.3    Die Beschwerdeführerin erlitt die HWS-Distorsion beim Auffahren der 

nachfolgenden Fahrzeuglenkerin auf ihren stehenden Personenwagen (UV-act. 282f.). 

Solche Heckauffahrunfälle werden nach ständiger Rechtsprechung den mittelschweren 

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Ereignissen im Grenzbereich zu den leichten zugeordnet (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86 

[U 339/06] E. 5.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 [U 380/04] E. 5.1.2 mit Hinweisen; aus 

jüngerer Zeit: Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2009 vom 14. April 2010 E. 6.2). 

Anhaltspunkte, wonach der Unfall, den die Beschwerdeführerin am 24. Januar 2005 

erlitt, anders einzuordnen wäre, finden sich keine in den Akten. Die Tatsache, dass der 

Personenwagen der Beschwerdeführerin beim Unfall Totalschaden erlitt, ist einzig vom 

Verhältnis seines Verkehrswerts im Unfallzeitpunkt zu den mutmasslichen 

Reparaturkosten abhängig und hat keinen Einfluss auf die Einordnung des 

Unfallereignisses, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt hat. - Damit die 

Adäquanz bejaht werden könnte, müssten bei dieser Unfallschwere entweder ein 

Adäquanzkriterium in besonders ausgeprägter Weise oder in gehäufter Weise mehrere 

Kriterien erfüllt sein (mindestens vier gemäss Urteil des Bundesgerichts 8C_421/2009 

vom 2. Oktober 2009 E. 5, besonders E. 5.8 mit Hinweisen).

2.4      

2.4.1           Von den Adäquanzkriterien gemäss BGE 134 V 109 (E. 10.3 S. 130 bzw. 

Auflistung in Erwägung B.11 des Einspracheentscheids) werden in der Beschwerde 

diejenigen der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen, der 

erheblichen Beschwerden sowie der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung als erfüllt geltend gemacht; die ersten beiden in auffälliger Weise. Die 

Erfüllung dieser drei Adäquanzkriterien ist nachstehend (E. 2.4.2 bis 2.4.4) im Detail zu 

prüfen. Für die Erfüllung der andern vier Adäquanzkriterien (besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzungen, ärztliche Fehlbehandlung sowie schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen) ergeben sich aus den Akten keine 

Hinweise, weshalb nicht näher darauf einzugehen ist.

2.4.2           Die Beschwerdeführerin war vom Unfalltag (24. Januar 2005) bis zum 

13. Februar 2005 100%, vom 14. Februar bis 6. März 2005 50% und ab 7. März 2005 

75% arbeitsunfähig (Zeugnis Dr. C.___ UV-act. 240 und Dokumentationsbogen für die 

Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma UV-act. 235f.). 

Nachdem das bisherige Arbeitsverhältnis per 31. März 2006 aufgelöst worden war (UV-

act. 141; der Unfall hatte sich noch in der Probe- bzw. Einarbeitungszeit der 

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Beschwerdeführerin ereignet), konnte sie die verbleibende Arbeitsfähigkeit zunächst 

nicht mehr umsetzen. Ab Behandlungsbeginn am 30. Mai 2006 attestierte Dr. med. 

D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der Beschwerdeführerin wiederum 

volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 222). Am 5. Januar 2007 berichtete er der 

Unfallversicherung von einer mässigen Stimmungsaufhellung und Stabilisierung des 

Zustandsbilds, einer Steigerung des Arbeitspensums auf drei Stunden täglich und einer 

Senkung der Schmerzmitteldosis bei leichtem Rückgang der 

Spannungskopfschmerzen (UV-act. 212f.). Die Beschwerdeführerin konnte ihre 

wiedererlangte Teilarbeitsfähigkeit durch stundenweisen Einsatz im Kosmetiksalon 

ihrer Tochter umsetzen (UV-act. 213). Im Gutachten des IIMB vom 24. Oktober 2007 

wurde der Beschwerdeführerin eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 

40% attestiert und die Begutachtenden beurteilten die Tätigkeit im Kosmetiksalon mit 

der Möglichkeit häufiger Positionswechsel als angepasst (UV-act. 171f.). Wird allein die 

Arbeitsunfähigkeit in ihrer Haupttätigkeit als Kosmetikerin (bzw. Kosmetikberaterin) 

beurteilt, ist das Adäquanzkriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen erfüllt, dies jedoch nicht in ausgeprägter Weise (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_488/2009 vom 30. Oktober 2009 E. 5.2.2, wo eine 

durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von rund 30% als vergleichsweise geringe 

Beeinträchtigung bezeichnet und das entsprechende Adäquanzkriterium höchstens als 

in einfacher Weise erfüllt beurteilt wurde, sowie 8C_427/2009 vom 29. Oktober 2009 

E. 4.7, wo ebenfalls das Adäquanzkriterium Arbeitsunfähigkeit als nicht besonders 

ausgeprägt erfüllt eingeschätzt wurde).

Den Nebenerwerb als Hauswartin, der im Unfallversicherungsverfahren erst mit der 

Beschwerde ans Versicherungsgericht aktenkundig wurde, übte die 

Beschwerdeführerin trotz Unfallfolgen und trotz Umzugs an eine andere Wohnadresse 

offenbar während der ganzen Zeit nach dem Unfall aus. Sie lässt dazu jedoch geltend 

machen, sie werde in der Hauswartstätigkeit - besonders seit dem Unfallereignis - 

durch ihren Ehemann unterstützt (Replik [act. G 11] S. 5). Wie es sich mit dem Umfang 

der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit verhält, braucht durch das Versicherungsgericht 

nicht näher geprüft zu werden. Sie ist jedenfalls nicht geeignet die Erfüllung des 

Adäquanzkriteriums Arbeitsunfähigkeit aufzuheben (oder gar als besonders ausgeprägt 

qualifizieren zu können). Das Adäquanzkriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit 

trotz ausgewiesener Anstrengungen bleibt somit in nicht ausgeprägter Weise erfüllt.

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2.4.3           Für die Erfüllung des Adäquanzkriteriums erhebliche Beschwerden können 

nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen 

Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden massgebend sein. Die Erheblichkeit 

beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche 

die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (vgl. BGE 134 V 

109 E. 10.2.4 S. 128 und Urteil des Bundesgerichts 8C_172/2009 vom 21. Juli 2009 

E. 5.3.3). Die Beschwerdeführerin klagte während der fraglichen Zeit (vom 24. Januar 

2005 bis 30. November 2007) glaubhaft über - zum Teil migräniform überlagerte - 

Spannungskopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schulter-Arm-Handschmerzen sowie 

über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen (vgl. besonders medizinische 

Unterlagen [UV-act. 240-151]), die ihren Lebensalltag nachhaltig beeinflussten. Sie 

ertrug Belastungs- und Stresssituationen kaum mehr und zog sich sozial zurück (vgl. 

UV-act. 218-221 und 181-208). Im Zusammenhang mit den Beschwerden nicht zu 

berücksichtigen ist die dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit, da diese im eigenen 

(vorstehend diskutierten) Adäquanzkriterium einbezogen wurde. Das 

Adäquanzkriterium erhebliche Beschwerden ist vorliegend in einfacher Weise erfüllt 

(vgl. auch M. Fuchs / M. Hüsler, Überblick über die Leistungspraxis - ein 

Erfahrungsbericht, in: R. Schaffhauser / U. Kieser (Hrsg.) Unfall und Unfallversicherung, 

Entwicklungen - Würdigungen - Aussichten, St. Gallen 2009, S. 91ff., besonders 

S. 157ff. zusammengefasste Rechtsprechung zum Adäquanzkriterium erhebliche 

Beschwerden).

2.4.4           Die ärztliche Behandlung der Beschwerdeführerin kann nicht als fortgesetzt 

spezifisch und sie belastend im Sinn der Rechtsprechung beurteilt werden (BGE 134 V 

109 E. 10.2.3 S. 128 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2009 vom 9. November 

2009 E. 4.3 mit Hinweisen). Gemäss Urteil des Bundesgerichts 8C_970/2008 vom 

30. April 2009 E. 5.4 ist das Kriterium objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des 

subjektiven Empfindens der versicherten Person. Weder die Kontrollen bei der 

Hausärztin Dr. C.___ noch die angewandten Manualtherapien und Massagen stellen 

eine spezifische und die Versicherte speziell belastende ärztliche Behandlung im Sinn 

des Kriteriums dar (Urteil 8C_724/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 4.2.2). Einzig die 

psychiatrische bzw. psychotherapeutische Behandlung durch Dr. D.___ ist im 

Zusammenhang mit diesem Adäquanzkriterium zu prüfen. Die Beschwerdeführerin 

wurde (nach einer - hier nicht zu berücksichtigenden - Evaluation am 9. Januar 2006) 

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ab 30. Mai 2006 vom Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie behandelt, wobei die 

Abstände zwischen den einzelnen Konsultationen (ausser zu deren Beginn) ca. drei 

Wochen betrugen, im Sommer 2006 zwei Monate durch die Revisionsoperation des 

Magenbands unterbrochen wurden und bald zu einer Stabilisierung des Zustandsbilds 

sowie einer mässigen Stimmungsaufhellung führten (vgl. UV-act. 218-221, 212f. und 

210f.). Diese Behandlung kann nicht als speziell belastend bezeichnet werden. Das 

Adäquanzkriterium ärztliche Behandlung ist demnach nicht erfüllt. - Selbst wenn es 

(aufgrund der psychiatrisch / psychotherapeutischen Behandlung) als erfüllt beurteilt 

würde, wäre dies höchstens in einfacher Form der Fall.

2.4.5           Von den Adäquanzkriterien sind somit höchstens dasjenige der erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen sowie dasjenige der erheblichen 

Beschwerden erfüllt, beide aber nicht in ausgeprägter Weise. Gleiches gilt - bei 

allfälliger Bejahung - für das Kriterium der ärztlichen Behandlung. Das genügt nach der 

zitierten Rechtsprechung nicht zur Bejahung der Adäquanz (BGE 134 V 109 E. 10.1 

S. 126f. und Urteil des Bundesgerichts 8C_421/2009 vom 2. Oktober 2009 E. 5, 

besonders E. 5.8 mit Hinweisen).

2.5    Da der adäquate Kausalzusammenhang der über Ende November 2007 hinaus 

bestehenden Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin zum Unfall vom 

24. Januar 2005 verneint werden muss, hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht ab 1. Dezember 2007 zu Recht abgelehnt. Bei dieser 

Ausgangssituation fehlt eine wesentliche Voraussetzung für einen allfälligen Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente und/oder eine 

Integritätsentschädigung. Die weiteren Voraussetzungen der Erwerbseinbusse (für die 

Invalidenrente) bzw. der Integritätseinbusse (für die Integritätsentschädigung) müssen 

daher nicht geprüft werden und die diesbezüglichen Ansprüche wurden zu Recht 

verneint.

3.         

3.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

3.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

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3.3 Der Beschwerdeführerin war am 1. April 2009 für das kantonale Verfahren die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt worden. Wenn es ihre wirtschaftlichen 

Verhältnisse gestatten, kann sie allerdings zur Nachzahlung der Auslagen für die 

Vertretung und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 

Abs. 1 des st. gallischen Zivilprozessgesetzes [ZPG], systematische 

Gesetzessammlung des Kantons St. Gallen [sGS] 961.2, in Verbindung mit Art. 99 

Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP], 

sGS 951.1). Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, 

für die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin aufzukommen. Dabei ist 

zu berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, 

sGS 963.70). In der Verwaltungsrechtspflege wird das Honorar vom Gericht pauschal 

festgesetzt, wobei der Rahmen vor Versicherungsgericht in der Regel Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 12'000.-- beträgt (Art. 22 Abs. 1 lit. b der st. gallischen Honorarverordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Vorliegend scheint, wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, ein Betrag von Fr. 3'200.-- (80% von Fr. 4'000.--; inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des Prozesses angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 3'200.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.09.2010
	Art. 6, 10 und 16 UVG: Adäquater Kausalzusammenhang der HWS-Distorsion von der Beschwerdegegnerin zu Recht verneint worden. (Umsetzung BGE 8C_146/2010 vom 9. Juni 2010) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. September 2010, UV 2010/50).

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