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**Case Identifier:** 5a1b6160-0863-5f70-933e-7bb9b0b7fcf5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.05.2018 810 16 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-47_2018-05-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 16. Mai 2018 (810 16 47) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit 

 
 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Jenny Rohr 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Andreas 
Bernoulli, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 144 vom 2. Februar 2016) 
 
 
 
A. Der 1976 in Deutschland geborene und aufgewachsene tunesische Staatsangehörige 
A.____ reiste am 20. Juni 2012 zur Vorbereitung der Hochzeit mit der Schweizer Bürgerin 
B.____ in die Schweiz ein. Am 29. Juni 2012 heiratete er B.____ und erhielt in der Folge eine 
Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. 
 

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B. Im Rahmen einer Leumundsabklärung vom 4. Juni 2015 erfuhr das Amt für Migration 
des Kantons Basel-Landschaft (AfM), dass A.____ vor seiner Einreise in die Schweiz in 
Deutschland insbesondere als Jugendlicher mehrfach straffällig geworden war. Aufgrund dieser 
Straffälligkeit wurde er am 22. Mai 1995 durch das Amtsgericht Stuttgart zu einer Jugendstrafe 
von sieben Jahren (Gesamtstrafe) verurteilt. 
 
C. In der Schweiz wurde A.____ dreimal wegen Verletzung von Verkehrsregeln verurteilt. 
Am 26. März 2015 verurteilte ihn sodann das Strafgericht des Kantons Zug wegen gewerbs-
mässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen versuchten betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer 
bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen. 
Die dieser Verurteilung zugrunde liegenden Taten beging A.____ im Oktober und November 
2008. 
 
D. Am 4. August 2015 verfügte das AfM die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
von A.____ und wies ihn aus der Schweiz weg. 
 
E. Eine von A.____ und B.____, beide vertreten durch Dr. Andreas Bernoulli, Advokat in 
Basel, dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 144 vom 2. Februar 2016 ab. 
 
F. Dagegen erhoben A.____ und B.____, weiterhin vertreten durch Advokat Andreas 
Bernoulli, am 8. Februar 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragen die vollumfängliche Auf-
hebung des RRB vom 2. Februar 2016, die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und das Absehen von einer Wegweisung; alles unter o/e-Kostenfolge. 
 
G. Der Regierungsrat liess sich mit Schreiben vom 31. Mai 2016 vernehmen und bean-
tragte die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
H. Mit Verfügung vom 4. Juli 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
I. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 8. Februar 2017 wurde das Verfahren wegen 
eines bei der Staatsanwaltschaft Solothurn gegen den Beschwerdeführer hängigen Strafverfah-
rens betreffend Urkundenfälschung sistiert. 
 
J. Auf Antrag der Beschwerdeführer hin wurde die Sistierung des kantonsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahrens am 29. Januar 2018 aufgehoben und der Fall erneut zur Beurteilung an 
die Kammer überwiesen. 
 
K. Die gegen den Beschwerdeführer geführte Strafuntersuchung betreffend Urkundenfäl-
schung ist weiterhin hängig. 
 

 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Be-
schwerde eingetreten werden kann. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung des Beschwerdefüh-
rers zu Recht erfolgt sind. 
 
3.1 Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 16. Dezember 
2005). Aufgrund der am 29. Juni 2012 geschlossenen Ehe des Beschwerdeführers mit der 
Schweizer Bürgerin B.____, mit welcher er zusammenwohnt, hat dieser grundsätzlich einen 
Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Die Ansprüche nach 
Art. 42 AuG erlöschen unter anderem dann, wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen 
(Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG). Dies ist namentlich der Fall, wenn eine ausländische Person zu einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 
Abs. 1 lit. b AuG). Als "längerfristig" gilt jede Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr überschreitet 
(BGE 139 I 31 E. 2.1) und zwar unabhängig davon, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder un-
bedingt zu vollziehen ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). 
 
3.2  Das AfM machte in seiner Verfügung vom 4. August 2015 geltend, der Beschwerde-
führer habe, indem er bei seiner Anmeldung in der Schweiz seine Vorstrafe aus dem Jahr 1995 
verschwiegen habe, den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG erfüllt. Sodann habe er 
durch seine Verurteilung vom 26. März 2015 den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG 
und aufgrund der Menge an Straftaten sowie der langen Kontinuität der Straftaten  zusätzlich 
den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG erfüllt. 
 
3.3 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug vom 
26. März 2015 wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfa-

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chen versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und mehrfachen 
Hausfriedensbruchs zu einer 16-monatigen bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. 
 
3.4 Der Beschwerdeführer bestreitet zwar nicht, dass mit seiner Verurteilung zu einer län-
gerfristigen Freiheitsstrafe das Kriterium von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG formal erfüllt ist. Er ver-
neint aber das Vorliegen von Widerrufsgründen mit dem Argument, die dem Urteil zugrunde 
liegende Delinquenz liege mehrere Jahre zurück. Denn die Straftaten, zu welchen er mit Urteil 
des Strafgerichts vom 16. März 2015 verurteilt worden sei, habe er bereits im Jahr 2008 began-
gen. Demnach handle es sich um Delikte aus dem Zeitraum vor seiner Einreise in die Schweiz, 
welche aufgrund des Zeithorizonts vorliegend nicht berücksichtigt werden dürften. Die Kritik des 
Beschwerdeführers stellt im Grunde genommen die Verhältnismässigkeit der Massnahme in 
Frage. Darauf wird in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Demzufolge ist trotz des 
längeren Zeithorizonts vorliegend festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zu einer Freiheits-
strafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde. Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b 
AuG ist somit erfüllt.  
 
3.5 Ob die weiteren vom AfM angeführten Widerrufsgründe erfüllt sind, kann damit – wie 
die Vorinstanz bereits zutreffend festgestellt hat – offengelassen werden. 
 
4.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die Massnahme im konkreten Fall auch verhältnis-
mässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Interessenabwägung, welche die wesent-
lichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 E. 2.1). Da der Beschwerdefüh-
rer mit einer Schweizerin verheiratet ist und mit ihr zusammenlebt, kann er auch das Recht auf 
Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 anrufen. Somit ist 
über die landesrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung hinaus eine solche gemäss dem Kon-
ventionsrecht vorzunehmen (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 II 1 E. 2). Die konventionsrechtliche 
Verhältnismässigkeitsprüfung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG. Die Prüfung kann in 
einem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Bei der 
Prüfung sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten 
Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurn-
herr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 51 AuG 
N 3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Auslän-
derrecht, Basel 2009, Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberste-
henden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an 
deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff 
als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die 
Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeit-
raum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die 
Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und seiner Familie dro-
henden Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen; 135 II 377 E. 4.3). Unter 
anderem ist in diesem Zusammenhang auch dem Kindesinteresse Rechnung zu tragen. Einem 
Ausländer, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit 

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besonderer Zurückhaltung verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer 
Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bis-
heriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delin-
quenz besteht – überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen 
Fällen ein öffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von 
(weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 
und 2.3.2 mit Hinweisen). 
 
4.2 Demzufolge ist anhand der aufgezeigten Rechtslage zu prüfen, ob unter Berücksich-
tigung der konkreten Umstände die öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der 
Schweiz überwiegen. 
 
4.3 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpoli-
zeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundesge-
richts 2C_295/2009 E. 5.3 nicht publ. in BGE 135 II 377; BGE 129 II 215 E. 3.1). Bei schweren 
Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffent-
liches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straf-
taten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 f.). 
 
4.4 Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, dass der Beschwerdeführer wiederholt und in 
unterschiedlichem Masse sowohl gegen die deutsche als auch gegen die schweizerische 
Rechtsordnung verstossen habe. Nach der Verbüssung seiner Jugendstrafen sei der Be-
schwerdeführer deshalb auch aus Deutschland weggewiesen worden. Auch wenn die Geset-
zesverstösse des Beschwerdeführers, dessen Verurteilung vom 26. März 2015 zu 16 Monaten 
Freiheitsstrafe (bedingt) und die seither begangenen Strassenverkehrsdelikte aufgrund des 
verhängten Strafrahmens für sich alleine nicht als erheblich scheinen mögen, sei nicht zu über-
sehen, dass der Beschwerdeführer über zwei Jahrzehnte hinweg in unregelmässigen Abstän-
den delinquiert habe. Auch wenn die Jugendstrafen strafrechtlich verjährt seien, könnten sie 
ausländerrechtlich von gewisser Relevanz sein, insbesondere wenn das Verhalten über Jahre 
hinweg immer wieder zu Klagen Anlass gegeben habe und das jüngste Delikt (einfache Verlet-
zung der Verkehrsregeln) gerade einmal eineinhalb Jahre zurückliege. Im Rahmen der Interes-
senabwägung sei sodann zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer erst seit rund dreiein-
halb Jahren in der Schweiz aufhalte, weshalb nicht von gewichtigen privaten Interessen, die für 
einen Verbleib in der Schweiz sprechen würden, ausgegangen werden könne. Ausser der Ehe-
frau lebten die gesamte nahe Verwandtschaft im Ausland. Für den Beschwerdeführer spreche 
der Umstand, dass er in beruflicher bzw. wirtschaftlicher und auch soziale Hinsicht in der 
Schweiz integriert sei. Insgesamt überwiege das öffentliche Interesse an einer Wegweisung die 
privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz. 
 
4.5 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass angesichts des offensichtlichen Unter-
schieds zwischen seinen früheren Lebensverhältnissen und seinem heutigen stabilen Familien-, 
Berufs- und Sozialleben von einer günstigen Legalprognose auszugehen sei. Insbesondere 
falle ins Gewicht, dass sich das Urteil, das die zur Diskussion stehende fremdenpolizeiliche 

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Massnahme ausgelöst habe, auf delinquentes Verhalten im Oktober und November 2008 bzw. 
auf ein nun mehr als neun Jahre zurückliegendes Fehlverhalten beziehe. Seit seiner Einreise in 
die Schweiz halte er sich, abgesehen von kleineren SVG-Delikten, an die hiesige Rechtsord-
nung. Er habe seit bald zwei Jahren keinen Anlass mehr zur Klage gegeben. 
 
5.1 Am 26. März 2015 wurde der Beschwerdeführer wegen gewerbsmässigen Diebstahls, 
mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Da-
tenverarbeitungsanlage und mehrfachen Hausfriedensbruches zu einer bedingten Freiheitsstra-
fe von 16 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt. Gemäss dem 
Strafurteil betrug der massgebende Strafrahmen 91 Tagessätze Geldstrafe bis 15 Jahre Frei-
heitsstrafe. Vor diesem Hintergrund erscheint die Verurteilung zu 16 Monaten bedingt nicht als 
besonders hoch. Vielmehr bewegt sich die Verurteilung eher im unteren Bereich des Strafrah-
mens. Demnach kann von einem mittelschweren Verschulden ausgegangen werden, zumal 
auch das Strafgericht die glaubhaft gezeigte Einsicht und Reue des Beschwerdeführers sowie 
den Umstand der lange zurückliegenden Taten strafmindernd berücksichtigt hatte. Dem Be-
schwerdeführer ist zudem beizupflichten, dass es sich bei den der ausländerrechtlichen Mass-
nahme zugrundeliegenden Delikten um solche handelt, welche er im Jahr 2008, d.h. vor seiner 
Einreise, begangen hatte. Nach seiner Einreise in die Schweiz wurde der Beschwerdeführer 
sodann zwei Mal wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln und einmal wegen grober 
Verletzung der Verkehrsregeln strafrechtlich verurteilt. Zusammenfassend ergibt sich daraus 
dennoch ein öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der 
Wegweisung des Beschwerdeführers. 
 
5.2 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind die priva-
ten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau an dessen Verbleib in der Schweiz 
gegenüberzustellen. Bezüglich der persönlichen Verhältnisse und dem privaten Interesse des 
Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar erst im Alter von 34 Jah-
ren in die Schweiz eingereist ist. Allerdings hat er seine prägenden Jugendjahre nicht in seiner 
Heimat Tunesien, sondern in Deutschland verbracht. Er ist in der Schweiz sodann – wie bereits 
die Vorinstanz zutreffend anerkannt hat – in sprachlicher, beruflicher und sozialer Hinsicht sehr 
gut integriert und lebt ein intaktes Familienleben mit seiner Ehefrau, einer Schweizer Bürgerin. 
Auch pflegt er eine enge Beziehung zu der im gleichen Haushalt wohnenden vorehelichen 
Tochter seiner Ehefrau. Ferner ist zu beachten, dass seine gesamte nahe Verwandtschaft nicht 
in Tunesien, sondern in Deutschland lebt, wo der Beschwerdeführer geboren und aufgewach-
sen ist. Auch wenn der Beschwerdeführer sich in Tunesien sprachlich verständigen kann, wür-
de ihn eine Rückkehr in seine Heimat hart treffen. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass es der 
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer aktuellen persönlichen und beruflichen Umstände wohl 
kaum zumutbar ist, ihrem Ehemann nach Tunesien zu folgen. Weiter ist in Betracht zu ziehen, 
dass der Beschwerdeführer die dem Widerrufsgrund zugrundeliegenden Taten vor seiner Ein-
reise in die Schweiz und somit vor seiner Ehe begangen hat. In Anbetracht dieser Umstände ist, 
auch bei einer relativ kurzen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz, vorlie-
gend von einem sehr gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers und seiner Familie 
an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen, welches im Rahmen einer Gesamtwürdigung 
die öffentlichen Interessen an einer Wegweisung überwiegt. Demgemäss erweist sich die 

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Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung des Be-
schwerdeführers als nicht verhältnismässig. 
 
6.1 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung nach Art. 96 Abs. 2 
AuG ist eine eigenständige ausländerrechtliche Massnahme, welche das Verfahren mit einer 
weniger einschneidenden Folge als der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab-
schliesst und einen Endentscheid darstellt (Art. 90 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1; 
2A.737/2004 vom 30. März 2005 E. 2; in: Die Praxis 2006 Nr. 26 S. 184). Sollte der Beschwer-
deführer in absehbarer Zeit in relevanter Weise erneut straffällig werden und damit das durch 
das Gericht in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen, muss er trotz seinen gewichtigen privaten 
Interessen mit einer Nichtverlängerung bzw. mit einem Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung 
rechnen. Der Beschwerdeführer ist deshalb im Rahmen des vorliegenden Urteils förmlich aus-
länderrechtlich zu verwarnen. 
 
6.2 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die weiterhin hängige Strafun-
tersuchung mangels Rechtskraft im vorliegenden Verfahren unberücksichtigt geblieben ist und 
daher, im Falle einer Verurteilung, erstmals bei einer späteren Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung zu berücksichtigen wäre. 
 
6.3 Zusammenfassend ist die Beschwerde somit gutzuheissen, der Beschwerdeführer aus-
länderrechtlich zu verwarnen und das AfM anzuweisen, dem Beschwerdeführer die Aufent-
haltsbewilligung zu verlängern.  
 
7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsrechtliche Verfahren vor dem Kantonsge-
richt kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweis-
kosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen werden grundsätzlich keine Verfahrenskosten 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 und 4 VPO). Dementsprechend sind im vorliegenden Verfahren keine 
Verfahrenskosten zu erheben. 
 
7.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder  teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. In seiner Honorarnote vom 9. Februar 2018 macht der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer einen Aufwand von 35 Stunden zu Fr. 250.-- sowie Spe-
sen, Porto und Kopien in der Höhe von Fr. 300.90 geltend. Gemäss § 3 Abs. 1 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar 
Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde, je nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit 
verbundenen Verantwortung und der persönlichen und finanziellen Verhältnisse der zahlungs-

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pflichtigen oder der auftraggebenden Person. Vorliegend erscheint ein Stundenansatz von 
Fr. 250.-- als angemessen. Auch der vom Rechtsvertreter geltend gemachte Aufwand von 35 
Stunden ist in Anbetracht, dass im vorliegenden Fall zwei Gerichtsverhandlungen stattgefunden 
haben, nicht zu beanstanden. Folglich ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von insgesamt Fr. 9‘050.90 (inkl. Auslagen) zuzusprechen, welche dem Beschwerde-
gegner aufzuerlegen ist. 
 
7.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, so ist die Angelegenheit 
zu deren Neubeurteilung an den Regierungsrat zurückzuweisen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungs-

rats (RRB Nr. 144) vom 2. Februar 2016 aufgehoben und das Amt für 
Migration des Kantons Basel-Landschaft angewiesen, dem Beschwer-
deführer die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. 

   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrecht-

lich verwarnt. 
   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Beschwer-

deführern eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 9‘050.90 (inkl. 
Auslagen) auszurichten. 

   
 5. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.