# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2da6d10-9acd-590f-a40e-425bf72f6ea2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.02.2024 100 2020 339
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-339_2024-02-21.pdf

## Full Text

100.2020.339U
HAM/TST/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Februar 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häusler 
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Swisscom (Schweiz) AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Konzernrechtsdienst, 3050 Bern 
Swisscom
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Langnau
Bauverwaltung, Alleestrasse 8, Postfach 566, 3550 Langnau im Emmental

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.339U, 
Seite 2

betreffend Bauvorhaben Mobilfunkanlage (Entscheid der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 5. August 2020; 
BVD 110/2020/16)

Prozessgeschichte:

A.

Die Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: Swisscom) stellte am 27. Mai 
2019 ein Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf der Parzelle 
Langnau im Emmental Gbbl. Nr. 1________, die sich in der Arbeitszone 1 
befindet. Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines Antennenmasts auf 
dem Flachdach eines Busdepots, an dem drei konventionelle 
Multibandantennen (Frequenzbänder 700 bis 900 Megahertz [MHz] und 1,4 
bis 2,6 Gigahertz [GHz]) sowie drei adaptive Antennen (Frequenzband 
3,6 GHz) angebracht und letztere gemäss dem neuen Mobilfunkstandard 5G 
(New Radio) betrieben werden sollen. Daneben sind weitere bauliche 
Veränderungen geplant (Geländer beim Antennenmast sowie Aufstiegsleiter 
und Technikschrank an bzw. vor der Fassade des Busdepots). Mit 
Gesamtentscheid vom 29. Januar 2020 bewilligte die Einwohnergemeinde 
(EG) Langnau das Bauvorhaben. Gleichzeitig wies sie die von A.________ 
mit weiteren Personen eingereichte Kollektiveinsprache ab und bestätigte 
gestützt auf den Fachbericht Immissionsschutz vom 4. Juli 2019 des 
kantonalen Amts für Wirtschaft (AWI) sowie dessen Stellungnahme vom 
7. November 2019, dass die Grenzwerte der Verordnung vom 23. Dezember 
1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) 
eingehalten seien.

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B.

Gegen den kommunalen Gesamtentscheid vom 29. Januar 2020 reichte 
A.________ am 19. Februar 2020 bei der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD) Beschwerde ein, welche die BVD mit Entscheid vom 
5. August 2020 abwies.

C.

Dagegen hat A.________ am 3. September 2020 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben. Er beantragt im Hauptbegehren, der angefochtene 
Entscheid der BVD vom 5. August 2020 sowie die Baubewilligung vom 
29. Januar 2020 seien aufzuheben. Im Eventualbegehren verlangt er, die 
Baubewilligung sei mit der Auflage zu ergänzen, dass die neuen Sendean-
tennen nicht als adaptive Antennen im Sinn von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 
NISV betrieben werden dürfen.

Die Swisscom beantragt mit Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2020, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auch die BVD 
schliesst mit Vernehmlassung vom 24. September 2020 auf Beschwerdeab-
weisung. Die EG Langnau verzichtet mit Schreiben vom 9. September 2020 
auf das Stellen von Anträgen.

In der Folge haben sich A.________ und die Swisscom mit Eingaben vom 
2. November bzw. 2. Dezember 2020 erneut geäussert. Am 4. und 14. Ja-
nuar 2021 hat A.________ zudem zwei weitere Stellungnahmen eingereicht, 
wozu die Swisscom mit Eingabe vom 11. Februar 2021 Stellung bezogen 
hat.

Am 2. März 2021 hat der damalige Instruktionsrichter den Verfahrensbetei-
ligten mitgeteilt, dass das Verwaltungsgericht die rechtliche Beurteilbarkeit 
und grundsätzliche Zulässigkeit von Mobilfunkantennen für 5G-Funkdienste 
im unterdessen ergangenen Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 bejaht habe. 
Da dieses Urteil vor Bundesgericht angefochten worden sei (Verfahren 
1C_100/2021), sei das Beschwerdeverfahren – sofern an der Beschwerde 
festgehalten werde – bis zum Vorliegen des Bundesgerichtsurteils einzustel-

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len. A.________ hat mit Eingabe vom 8. März 2021 an seiner Beschwerde 
festgehalten und einer Verfahrenseinstellung zugestimmt. Daraufhin hat der 
Instruktionsrichter das Beschwerdeverfahren am 30. März 2021 entspre-
chend sistiert, nachdem auch die übrigen Verfahrensbeteiligten keine Ein-
wände dagegen vorgebracht hatten.

Am 14. Februar 2023 wies das Bundesgericht in einem Leiturteil die gegen 
das verwaltungsgerichtliche Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 erhobene 
Beschwerde ab (1C_100/2021). Am 23. März 2023 hat der (neu eingesetzte) 
Instruktionsrichter das Verfahren wieder aufgenommen und Gelegenheit zur 
Stellungnahme gegeben. A.________ und die Swisscom haben mit 
Eingaben vom 14. April bzw. 23. März (richtig wohl: Mai) 2023 an ihren 
Begehren festgehalten. Am 12. Juni 2023 hat sich A.________ erneut 
schriftlich geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen. Er wohnt innerhalb des Einspracheperimeters von 747,4 m (vgl. 
Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 30.4.2019, 
Revision 1.32 [nachfolgend: Standortdatenblatt] Ziff. 6 S. 5, Vorakten Ge-
meinde pag 5.03) und ist daher durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt. Zudem hat er ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist deshalb unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach 
einzutreten.

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1.2 Der Beschwerdeführer verlangt im Hauptantrag, es sei sowohl der 
Entscheid der BVD vom 5. August 2020 als auch der Gesamtentscheid der 
EG Langnau vom 29. Januar 2020 aufzuheben (vorne Bst. C). Anfechtungs-
objekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bildet jedoch nur der Ent-
scheid der BVD; dieser ist an die Stelle des Gesamtentscheids der 
EG Langnau getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; statt vieler 
BVR 2018 S. 528 E. 3.3). Soweit der Beschwerdeführer auch die Aufhebung 
des Letzteren verlangt, ist auf die Beschwerde folglich nicht einzutreten (vgl. 
BVR 2022 S. 515 E. 1.7, 2010 S. 411 E. 1.4; Ruth Herzog, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26, 
Art. 84 N. 19).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Umstritten ist im Wesentlichen die Installation der geplanten adapti-
ven Antennen und deren Betrieb gemäss dem neusten Mobilfunkstandard 
5G (New Radio). Adaptive Antennen bestehen aus mehreren separat an-
steuerbaren Elementarantennen (Subarrays) und sind durch gezieltes Über-
lagern der einzelnen von diesen Elementarantennen ausgesendeten elektro-
magnetischen Wellen in der Lage, ihr Strahlungsmuster automatisch, d.h. 
ohne Veränderung der Montagerichtung, in kurzen zeitlichen Abständen an-
zupassen. Im Unterschied zu konventionellen Antennen, die mit einer im 
Wesentlichen konstanten räumlichen Strahlungsverteilung senden, können 
sie die Strahlung insbesondere in bestimmte Richtungen fokussieren bzw. in 
Form von sog. «Beams» aussenden (sog «Beamforming»). Dies ermöglicht 
es ihnen, die abgegebene Leistung in Richtung der Nutzerinnen und Nutzer 
zu lenken und die Strahlung in diejenigen Richtungen zu reduzieren, wo sich 
keine aktiv kommunizierenden Endgeräte befinden. Aufgrund ihrer geringe-
ren Streuverluste lässt sich durch den Einsatz von adaptiven Antennen die 
durchschnittliche Strahlungsexposition in einer Funkzelle (bei gleicher Da-
tenübertragungsrate) insgesamt verringern (Erläuterungen des Bundesamts 
für Umwelt [BAFU] vom 23.2.2021 zu adaptiven Antennen und deren Beur-

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teilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung [nachfolgend: Erläuterungen BAFU adaptive Antennen] Ziff. 1 
S. 2, Ziff. 4 S. 5 ff. und Ziff. 6 S. 15 ff., einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Fach-
informationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»; Hugo 
Lehmann, Adaptive Antennen für 5G, in Bulletin Electrosuisse 6/2020 
S. 39 ff., 40 f.).

2.2 Der Bundesrat hat am 17. April 2019 im Hinblick auf die Einführung 
der adaptiven Antennen die Definition des massgebenden Betriebszustands 
von Mobilfunkbasisstationen in Anhang 1 Ziff. 63 NISV angepasst (Inkraft-
treten am 1.6.2019; AS 2019 1491). Dabei verankerte er den Grundsatz, 
dass die Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme von 
adaptiven Antennen bei der Festlegung des massgebenden Betriebszu-
stands zu berücksichtigen ist. Die konkrete Ausgestaltung wurde damals be-
wusst zugunsten einer Regelung auf Stufe Vollzugshilfe offengelassen (Er-
läuterungen des BAFU vom 17.4.2019 zur Änderung der NISV, S. 8, einseh-
bar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und 
Licht/Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das BAFU hat in der 
Folge am 23. Februar 2021 – und damit während des Verfahrens vor Ver-
waltungsgericht – den Nachtrag «Adaptive Antennen» zur Vollzugsempfeh-
lung zur NISV des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; 
heute: BAFU) «Basisstationen Mobilfunk- und WLL» aus dem Jahr 2002 pu-
bliziert (nachfolgend: Vollzugsempfehlung für Mobilfunkbasisstationen bzw. 
Nachtrag vom 23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung, beide einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/
Fachinformationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). 
In diesem Nachtrag hat es den genannten Grundsatz dahingehend konkre-
tisiert, dass ein Korrekturfaktor für die maximale ERP (effective radiated 
power, dt. äquivalente Strahlungsleistung) angewendet werden darf, wenn 
die Sendeantennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung ausge-
stattet werden (Ziff. 3.1 S. 7). Verschiedene Elemente dieser Definition wur-
den vom Bundesrat in der Zwischenzeit in Anhang 1 Ziff. 63 NISV auf Ver-
ordnungsstufe verankert (Inkrafttreten am 1.1.2022; AS 2021 901; weitere 
hier nicht anwendbare Vollzugsanpassungen erfolgten mit Änderungen der 

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Art. 11a f. und 19b NISV vom 29.9.2023, in Kraft seit 1.11.2023; AS 2023 
583).

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Eingabe vom 23. März (richtig 
wohl: Mai) 2023 (act. 28) darauf hingewiesen, dass sie das Baugesuch für 
das hier umstrittene Vorhaben noch vor der Publikation des Nachtrags vom 
23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung eingereicht habe. Da zu diesem 
Zeitpunkt noch keine Regelung für den Korrekturfaktor bestanden habe, 
habe sie damals einen solchen auch nicht beantragt. Daraus schliesst sie zu 
Recht, dass die umstrittene Baubewilligung den Betrieb adaptiver Antennen 
unter Anwendung eines Korrekturfaktors nicht mitumfasst. Ob ein solcher 
zulässig wäre, bildet mithin nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 
(vgl. VGE 2020/27 vom 6.1.2021 E. 4.8 [ergangen noch vor Erlass des Nach-
trags vom 23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung, bestätigt durch 
BGer 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 3.7 und 1C_100/2021 vom 14.2.2023 
E. 6.3.2 a.E.]). Zu beurteilen ist demnach ausschliesslich die Errichtung der 
Mobilfunkanlage und der Betrieb der Antennen aufgrund der «worst case»-
Beurteilung, d.h. ohne Anwendung eines Korrekturfaktors.

3.

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Vorinstanz die Grenzwertkonfor-
mität der geplanten Mobilfunkanlage zu Recht bestätigt hat.

3.1 Mit Schreiben vom 17. April 2019 und 31. Januar 2020 hatte das 
BAFU den Kantonen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 bzw. Art. 14 Abs. 2 NISV 
empfohlen, adaptive Antennen in der Übergangsphase bis zum Erscheinen 
des Nachtrags vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung vorüberge-
hend im Rahmen einer sog. «worst case»-Beurteilung zu bewilligen. Dies 
bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen nach dem 
maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und 
basierend auf (umhüllenden) Antennendiagrammen zu beurteilen ist, die für 
jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichti-
gen. Die adaptiven Antennen werden mit anderen Worten so betrachtet, als 
ob die maximale Sendeleistung gleichzeitig in alle möglichen Senderichtun-

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gen abgestrahlt würde, was nicht der Realität entspricht (Nachtrag vom 
23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung Ziff. 1 S. 5, Ziff. 2 S. 6, Ziff. 3.2 S. 7 f.; 
Erläuterungen BAFU adaptive Antennen Ziff. 5.4 S. 12). 

3.2 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, es sei unzulässig, adaptive 
Antennen wie konventionelle im «worst case»-Szenario zu beurteilen, wenn 
klar sei, dass diese adaptiv betrieben würden. Vielmehr dürften adaptive An-
tennen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn sie als solche beurteilt 
und bewilligt worden seien. Die «worst case»-Beurteilung ignoriere hingegen 
deren besondere Eigenschaften und widerspreche damit dem Grundsatz, 
wonach bei adaptiven Antennen die Variabilität der Senderichtungen und der 
Antennendiagramme zu berücksichtigen sei. Sie biete nur ungenügenden 
Schutz und könne die Einhaltung der Grenzwerte nicht gewährleisten. Die 
Vorinstanz habe das umstrittene Vorhaben deshalb zu Unrecht gestützt auf 
eine «worst case»-Betrachtung beurteilt (Beschwerde Rz. 15 ff.). Sodann 
gebe es keine anerkannte Messmethode, um die Einhaltung der Grenzwerte 
mittels Abnahme- bzw. Kontrollmessungen nachträglich zu überprüfen. Mit 
der von der Vorinstanz erwähnten Methode würden lediglich die Synchroni-
sationskanäle (nicht aber die Datenkanäle) gemessen, wobei unklar sei, wie 
das Messresultat auf den Beurteilungswert hochzurechnen sei. Der Be-
schwerdeführer legt dazu einen Prüfbericht einer Mobilfunkanlage in Aeschi 
bei Spiez vom April 2020 (Beilage zur Eingabe vom 2.11.2020, act. 7A) so-
wie einen Bauentscheid der Stadt Zürich vom November 2020 vor (Beilage 
zur Eingabe vom 14.1.2021, act. 14A). Aus diesen Unterlagen gehe hervor, 
dass zuverlässige Messungen unmöglich seien. Er verlangt daher die Ein-
holung eines Amtsberichts oder eines unabhängigen Gutachtens zur Frage, 
ob bei adaptiven Antennen bereits zuverlässige Abnahmemessungen durch-
geführt werden können. Weiter sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, 
Messprotokolle anderer Mobilfunkanlagen mit adaptiven Antennen vorzule-
gen (Beschwerde Rz. 35 ff., Eingabe vom 2.11.2020 [act. 7] S. 1 f., Eingabe 
vom 4.1.2021 [act. 12] S. 3, Eingabe vom 14.1.2021 [act. 14] S. 1 f.).

3.3 Das Verwaltungsgericht hat in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 
(E. 4.5) erwogen, dass mit der «worst case»-Beurteilung der innerhalb des 
bewilligten Betriebs aus Sicht des Immissionsschutzes ungünstigste Fall be-
trachtet werde. Es treffe deshalb nicht zu, dass die besondere Abstrahlcha-

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rakteristik der adaptiven Antennen ignoriert würde. Vielmehr werde dieser 
mit der «worst case»-Beurteilung gerade in der Weise Rechnung getragen, 
dass von den stärksten Strahlungsimmissionen auszugehen sei, die unter 
Anwendung des «Beamforming» mit der bewilligten äquivalenten Strah-
lungsleistung und Hauptsenderichtung möglich seien. Damit sei auch ohne 
Weiteres sichergestellt, dass nur Anlagen bewilligt würden, die die geltenden 
Grenzwerte voraussichtlich jederzeit einhalten (und nicht etwa nur im 
6-Minuten-Mittel wie unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors; vgl. dazu 
Hugo Lehmann, a.a.O., S. 41 sowie Erläuterungen des BAFU vom 
17.12.2021 zur Änderung der NISV, Ziff. 4.4 S. 8, einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/ 
Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das Verwaltungsgericht 
befand, es leuchte unter diesen Umständen nicht ein, inwiefern die «worst 
case»-Beurteilung den Vorgaben von Anhang 1 Ziff. 63 NISV (in der 
Fassung vom 1.6.2019) bzw. dem Grundsatz der Berücksichtigung der Va-
riabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme widersprechen 
sollte.

3.4 Das Bundesgericht hat diesen Schluss unterdessen in verschiedenen 
Urteilen bestätigt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.2 f. und insb. 
E. 6.3.2, 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 4.3, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 
E. 3.5, 1C_235/2022 vom 24.11.2023 E. 5.1). Es hat namentlich darauf hin-
gewiesen, dass bei der «worst case»-Beurteilung der Effizienzgewinn der 
neuen Technologie dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu Gute 
komme, womit sichergestellt sei, dass die von der Strahlung einer Mobilfunk-
anlage betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite bleibe und die Lang-
zeitbelastung in jedem Fall tief gehalten werde. Folglich besteht für das Ver-
waltungsgericht kein Anlass, die Rechtmässigkeit dieses Vorgehens in 
Frage zu stellen. Abgesehen davon hat die kantonale Fachbehörde die von 
der Beschwerdegegnerin eingereichten Antennendiagramme kontrolliert und 
für korrekt befunden (vgl. Stellungnahme zur Baubeschwerde vom 
23.3.2020 S. 2, Vorakten BVD pag. 30). Entgegen der unbelegten Behaup-
tung des Beschwerdeführers, die Antennendiagramme stellten nicht den 
«worst case» dar (Beschwerde Rz. 21, 24 f.), ist kein Grund ersichtlich, um 
von dieser Fachbeurteilung abzuweichen (zum Beweiswert von Fachberich-
ten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hinwei-

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sen; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 38). 

3.5 Somit hat die Vorinstanz kein Recht verletzt, indem sie die Einhaltung 
der Grenzwerte gestützt auf die eingereichten Unterlagen im Rahmen einer 
«worst case»-Betrachtung bejaht hat. Das Bundesgericht hat festgehalten, 
dass es sich bei den erwähnten Schreiben des BAFU (vorne E. 3.1) um Voll-
zugsempfehlungen im Sinn von Art. 12 Abs. 2 NISV handelt 
(BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 3.5, 1C_45/2022 vom 9.10.2023 
E. 4.3 a.E.). Dem Beschwerdeführer kann deshalb auch nicht gefolgt wer-
den, wenn er vorbringt, die «NISV-Änderung für adaptive Antennen nicht zur 
Anwendung» zu bringen, bedürfe einer gesetzlichen «Übergangsregelung», 
die hier aber fehle (Beschwerde Rz. 18).

3.6 Die Rüge, es gebe keine Messmethode bzw. Messempfehlung, hat 
die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verworfen (vgl. E. 3). Eine offizi-
elle Messempfehlung für 5G-Basisstationen und adaptive Antennen stehe 
zwar noch nicht zur Verfügung. Das Eidgenössische Institut für Metrologie 
(METAS) habe jedoch bereits eine Messmethode für die Strahlung von 5G-
Basisstationen und adaptive Antennen bis 6 GHz erarbeitet und am 18. Feb-
ruar 2020 veröffentlicht. Dort werde unter anderem eine frequenzselektive 
Messmethode vorgeschlagen, die bereits mit heute verfügbaren Geräten 
durchführbar und auch vom BAFU anerkannt sei. Darauf könnten sich Mess-
firmen bei Abnahmemessungen stützen, zumindest solange im Handel noch 
keine serienmässig produzierten Geräte für code-selektive Messungen von 
5G-Signalen verfügbar seien bzw. bis das METAS und BAFU eine offizielle 
Messempfehlung für 5G-Basisstationen und adaptive Antennen herausge-
geben hätten. Die Rüge, es gebe keine Messmethode, sei deshalb unbe-
gründet. – Diesen Ausführungen kann ohne Weiteres zugestimmt werden: 
Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, hat das METAS den techni-
schen Bericht «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenz-
bereich bis zu 6 GHz» am 18. Februar 2020 (Version 2.1) publiziert, ein-
schliesslich eines Nachtrags vom 15. Juni 2020. Die dort vorgeschlagene 
Messmethode wurde in den Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugs-
empfehlung aufgenommen (Ziff. 5 S. 14), womit unterdessen auch eine 
publizierte Messempfehlung des BAFU besteht. Das Verwaltungsgericht hat 

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sich in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 bereits zu dieser Messmethode 
geäussert und gelangte zum Schluss, dass es mit ihr gemäss den Angaben 
des BAFU und des METAS möglich sei, die Einhaltung der Grenzwerte zu-
verlässig zu überprüfen, da der nachträglich hochgerechnete Wert (Beurtei-
lungswert) die tatsächliche Belastung überschätze (E. 5.4 ff.). Auch diesen 
Standpunkt hat das Bundesgericht in mehreren Urteilen gestützt 
(BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 8, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 5 
und 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 5), wobei es sich insbesondere in 
BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 (E. 8.3 ff.) auch detailliert mit den 
technischen Einwänden des Beschwerdeführers befasst hat. Aus dem 
eingereichten Prüfbericht sowie dem erwähnten Bauentscheid vermag der 
Beschwerdeführer sodann von vornherein nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten, da sich diese zur Messmethode des METAS nicht äussern. Es 
besteht daher auch im vorliegenden Verfahren kein Anlass, diese 
Messmethode in Frage zu stellen, weshalb sich das Einholen des 
beantragten Amtsberichts/Gutachtens bzw. von Messprotokollen der 
Beschwerdegegnerin erübrigt. Die entsprechenden Anträge (Beschwerde 
Rz. 38 f.) werden folglich abgewiesen.

4.

Der Beschwerdeführer ist weiter der Auffassung, die bewilligte Mobilfunkan-
lage gefährde die menschliche Gesundheit, weil die Anlagegrenzwerte der 
NISV für Mobilfunkbasisstationen das Vorsorgeprinzip verletzten. 

4.1 Für den Schutz der Gesundheit vor nichtionisierender Strahlung, die 
beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat die NISV 
erlassen. Diese sieht zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten ther-
mischen Wirkungen Immissionsgrenzwerte vor, die von der Internationalen 
Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) über-
nommen wurden und überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen 
aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV; BGE 126 II 399 E. 3b). Zur Konkreti-
sierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umwelt-
schutzgesetz, USG; SR 814.01; vgl. auch Art. 74 Abs. 2 Satz 1 der Bundes-

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verfassung [BV; SR 101]) setzte der Bundesrat ausserdem Anlagegrenz-
werte für Mobilfunkbasisstationen fest, die strenger als die Immissionsgrenz-
werte sind, im Unterschied zu diesen aber lediglich an den Orten mit 
empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten werden müssen (Art. 4 Abs. 1 
i.V.m. Anhang 1 Ziff. 65 NISV). Mit deren Festsetzung hat der Bundesrat im 
Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine 
Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. BGE 128 II 378 E. 6.2.2; 
BGer 1C_627/2019 vom 6.10.2020 E. 3.1, 1C_576/2016 vom 27.10.2017, in 
URP 2018 S. 713 E. 3.5.1; zum Ganzen BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 
E. 5.3.2). Die entsprechende internationale Forschung sowie die technische 
Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der in der 
NISV geregelten Grenzwerte zu beantragen, ist in erster Linie Sache der 
zuständigen Fachbehörden und nicht der Gerichte (BGer 1C_100/2021 vom 
14.2.2023 E. 5.3.3 m.w.H.). 

4.2 Der Beschwerdeführer verweist auf eine Reihe von Studien und geht 
gestützt darauf davon aus, dass gefestigte wissenschaftliche Erkenntnisse 
zu schädlichen nicht-thermischen Wirkungen der Strahlung von Mobilfunk-
antennen vorlägen, die in den gegenwärtigen Anlagegrenzwerten ungenü-
gend berücksichtigt würden. So werde in verschiedenen Studien die Bedeu-
tung des oxidativen Stresses hervorgehoben. Von adaptiven Antennen gehe 
darüber hinaus eine besondere Gesundheitsgefährdung aus, die auf die 
«Pulsationen» zurückzuführen sei. Weiter habe der wissenschaftliche Dienst 
des EU-Parlaments in einem Briefing vom Februar 2020 festgestellt, dass 
die Grenzwerte keinen genügenden Schutz vor biologischen Schäden mehr 
gewährleisten könnten. Schliesslich habe eine Richterin des Berufungsge-
richts Turin in einem Urteil aus dem Jahr 2019 anerkannt, dass die Benut-
zung des Mobiltelefons ein Akustikusneurinom (gutartiger Tumor des Hör- 
und Gleichgewichtsnervs) verursacht habe (Beschwerde Rz. 48 ff.). 

4.3 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 ausführlich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand 
über die Gesundheitsrisiken der Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen und ins-
besondere auch im Zusammenhang mit adaptiven Antennen auseinander-
gesetzt. Dabei erwog es, dass die Anlagegrenzwerte – in denen im Gegen-
satz zu den Immissionsgrenzwerten das Vorsorgeprinzip zum Ausdruck 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.339U, 
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komme – nicht direkt auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen Bezug 
nähmen, sondern nach Massgabe der technischen und betrieblichen Mög-
lichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt worden seien, um 
das Risiko schädlicher Wirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und 
noch nicht absehbar sind, möglichst gering zu halten. Auch wenn dabei auf 
wissenschaftliche Gewissheit verzichtet werde, folge daraus nicht, dass le-
diglich vorläufige wissenschaftliche oder erfahrungsbasierte Befunde den 
Massstab für die Bestimmung der konkreten Höhe des Anlagegrenzwerts 
bildeten (E. 5.3.2). Gestützt auf die Untersuchungen der Beratenden Exper-
tengruppe NIS (BERENIS) und der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strah-
lung» sowie die Ausführungen des BAFU gelangte das Bundesgericht in der 
Folge unter Berücksichtigung verschiedener Studien zum Schluss, dass die 
geltenden Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip genügten. Es bestünden keine 
Hinweise auf eine wissenschaftlich nachgewiesene oder auf Erfahrung be-
ruhende Gefährdung oder Belästigung, die eine Anpassung der Grenzwerte 
aufgrund der neuen Funktionsweise der adaptiven Antennen notwendig ma-
chen würde (E. 5.4 ff.). Diesen Befund hat das Bundesgericht seither wie-
derholt bestätigt (vgl. etwa BGer 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 5.1 ff., 
1C_296/2022 vom 7.6.2023 E. 2.2 f., 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6.1 ff., 
1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 7.4 f., 1C_251/2022 vom 13.10.2023 
E. 6.2 f.).

4.4 Weder die vom Beschwerdeführer zitierten Studien und Berichte 
noch die gerügte «fehlende Unabhängigkeit von Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftlern, welche den Bundesrat beraten» (Beschwerde Rz. 61; 
siehe dazu auch E. 4.5 hiernach), sind geeignet, diese Rechtsprechung in 
Frage zu stellen: Das Bundesgericht hat sich in BGer 1C_101/2021 vom 
13. Juli 2023 mit den beiden von ihm erwähnten Tierstudien («NTP-Studie» 
und «Ramazzini-Studie» [vgl. Beschwerdebeilage {BB} 6 sowie Beilage 7 
zur Baubeschwerde vom 19.2.2020, Vorakten BVD nach pag. 16]) bereits 
auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass diese keine direkten 
Schlüsse auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlung beim Men-
schen im Zusammenhang mit der Mobiltelefonie zuliessen (E. 6.2). In 
BGer 1C_693/2021 vom 3. Mai 2023 hat es weiter erwogen, dass das Brie-
fing des wissenschaftlichen Dienstes des EU-Parlaments vom Februar 2020 
(BB 10) keinem wissenschaftlichen Konsens entspreche (E. 5.4). In 

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BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 hat es sodann keine genügenden 
Hinweise auf negative gesundheitliche Auswirkungen der vom Beschwerde-
führer als gefährlich bezeichneten Pulsation erkannt (E. 5.6). Hinsichtlich 
des oxidativen Stresses gelangte es in BGer 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 
(E. 5.1.4) ferner zur Auffassung, dass vertiefende Studien erforderlich seien, 
sich momentan eine Anpassung der Grenzwerte aber nicht aufdränge. In 
Bezug auf die vom Beschwerdeführer zitierte «Studie Kuster» aus dem Jahr 
2018 (Neufeld/Kuster, «Systematic Derivation of Safety Limits for Time-
Varying 5G Radiofrequency Exposure based on Analytical Models and Ther-
mal Dose» [BB 7]) hat das Verwaltungsgericht in VGE 2020/27 vom 6. Ja-
nuar 2021 (bestätigt durch BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023) ausserdem 
bereits darauf hingewiesen, dass sich diese mit Strahlung in höheren Fre-
quenzbereichen befasse, als sie in der Schweiz für Mobilfunkanwendungen 
zur Verfügung stünden, und daher nicht direkt einschlägig sei (E. 7.5). Auf 
diese Entscheide kann hier verwiesen werden.

4.5 Bei dieser Ausgangslage gibt es keine Hinweise darauf, dass die gel-
tenden Anlagegrenzwerte für Anlagen wie die geplante Mobilfunkbasissta-
tion das Vorsorgeprinzip verletzen bzw. die Gesundheit nur ungenügend 
schützen würden. Daran vermag auch das genannte Urteil des Berufungs-
gerichts Turin von 2019 (vgl. Beilagen 8 und 9 zur Baubeschwerde vom 
19.2.2020 [Vorakten BVD nach pag. 16]) nichts zu ändern, da sich dieses 
auf die Strahlung von Mobiltelefonen und nicht auf diejenige von Mobilfunk-
basisstation bezieht (vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14.2. 2023 E. 5.6.3). 
Soweit der Beschwerdeführer die Unabhängigkeit von Mitgliedern der 
BERENIS und der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» mit der Be-
hauptung in Zweifel zieht, dass die gesundheitsschädigenden Auswirkungen 
der Mobilfunkstrahlung in den von ihnen mitverfassten Berichten «herunter-
gespielt» bzw. in unzulässiger Weise relativiert würden (Beschwerde Rz. 55, 
60 ff.), bringt er dafür keine schlüssigen Argumente vor. Das Bundesgericht 
hat im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Unabhängigkeit der in der 
BERENIS vertretenen Expertinnen und Experten sichergestellt werde, indem 
das BAFU regelmässig die Offenlegung allfälliger Interessenkonflikte 
einfordere (BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6.2, 1C_375/2020 vom 
5.5.2021 E. 3.4.2). Es sind daher keine überzeugenden Hinweise ersichtlich, 
wonach die von den Bundesbehörden eingesetzten Arbeitsgruppen ihrer 

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Aufgabe nicht korrekt oder ungenügend nachgekommen wären (vgl. auch 
VGE 2020/27 vom 6.1.2021 E. 7.6).

4.6 Demnach erweist sich die Rüge, das Bauvorhaben verstosse gegen 
den Gesundheitsschutz und verletze das Vorsorgeprinzip, als unbegründet.

5.

Der Beschwerdeführer bezweifelt überdies, dass die Beschwerdegegnerin 
über ein genügendes Qualitätssicherungssystem (QS-System) verfügt.

5.1 Zur Begründung macht er geltend, entgegen der Vorinstanz treffe 
nicht zu, dass ein auf konventionelle Antennen ausgelegtes QS-System 
auch adaptive Antennen kontrollieren könne. Dazu müsste das QS-System 
zwingend die Änderungen der Senderichtungen erfassen bzw. die «Preco-
dings» (vordefinierte Antennendiagramme) kontrollieren können. Der 
Beschwerdeführer beantragt zudem, dass die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten sei, das Audit und die Bewertung der aktuellen ISO-Zertifizierung 
ihres QS-Systems einzureichen (Beschwerde Rz. 29 ff.).

5.2 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 unterdessen ebenfalls eingehend mit der Tauglichkeit 
des QS-Systems der Beschwerdegegnerin zur Kontrolle von adaptiven An-
tennen auseinandergesetzt, wobei es die entsprechenden Erwägungen des 
Verwaltungsgerichts in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 (E. 6) gestützt hat. 
Das Bundesgericht führte dabei insbesondere aus, dass es bisher keinen 
Anlass gehabt habe, die Tauglichkeit des QS-Systems der Beschwerdegeg-
nerin grundsätzlich zu verneinen (E. 9.4); die herkömmlichen QS-Systeme 
genügten laut dem BAFU, um den bewilligungskonformen Betrieb von adap-
tiven Antennen zu kontrollieren, die aufgrund einer «worst case»-
Betrachtung beurteilt worden seien (E. 9.5.3). Auch diesen Schluss hat es in 
der Zwischenzeit mehrfach bestätigt (statt vieler BGer 1C_153/2022 vom 
11.4.2023 E. 8, 1C_694/2021 vom 3.5.2023 E. 6.1 f., 1C_527/2021 vom 
13.7.2023 E. 7, 1C_251/2022 vom 13.10.2023 E. 4).

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5.3 Im Licht dieser Rechtsprechung erweist sich die Kritik des Beschwer-
deführers am QS-System der Beschwerdegegnerin als unbegründet. Entge-
gen dem Beschwerdeführer gibt es keine Hinweise, wonach das QS-System 
die Richtungsabhängigkeit der Strahlung bzw. die «Precodings» nicht aus-
reichend berücksichtigen würde (vgl. BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 
E. 4.3 f.). Unter diesen Umständen kann auf das Einfordern weiterer Belege 
bzw. des Audits zur aktuellen Zertifizierung in antizipierter Beweiswürdigung 
verzichtet werden, weshalb die entsprechenden Anträge abgewiesen wer-
den (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 144 II 427 
E. 3.1.3; BVR 2021 S. 285 E. 3.3.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.).

6.

6.1 Zusammengefasst ist nicht ersichtlich, inwiefern der Entscheid der 
Vorinstanz Recht verletzt haben sollte. Da insbesondere auch der vorgese-
hene Einsatz der «Beamforming»-Technologie mit den Vorgaben der NISV 
vereinbar ist, gibt es zudem keine Grundlage, um die Baubewilligung – wie 
vom Beschwerdeführer in seinem Eventualbegehren gefordert – mit einer 
Auflage zu ergänzen, wonach die neuen Sendeantennen nicht als adaptive 
Antennen im Sinn von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV betrieben werden dür-
fen. Überdies hat die Bauherrschaft gemäss Art. 2 BauG grundsätzlich An-
spruch auf eine unbelastete Bau- bzw. Nutzungsbewilligung (Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 2 N. 1, Art. 38-
39 N. 15a Bst. a). Folglich ist die Beschwerde sowohl im Haupt- als auch im 
Eventualbegehren abzuweisen, soweit auf sie überhaupt einzutreten ist. 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerde-
führer die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Langnau
- Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern, Abteilung

Immissionsschutz

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.