# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4456e8b-6358-541d-8c0c-c988a9789fd8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 31.08.2021 S 2020 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-53_2021-08-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 53

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser und Audétat

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 31. August 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti, 

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____ bezog seit dem 1. April 2011 Leistungen der Arbeitslosenkasse, 

als er am 16. Juni 2011 im Rahmen einer Zwischenverdiensttätigkeit 

gemäss Schadenmeldung UVG in einem Steilhang ausrutschte und sich 

eine Prellung am rechten Ellbogen mit im MRI nachgewiesenem kleinem 

Knorpelflake zuzog (vgl. Bg-act. 8). Nach zunächst konservativer Therapie 

erfolgte am 10. August 2011 eine offene Revision und Synovektomie des 

rechten Ellbogengelenks. Aufgrund persistierender Beschwerden mit 

Ergussbildung und Infekten erfolgten zahlreiche weitere Operationen am 

rechten Ellbogen. Die SUVA erbrachte jeweils die gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung, Taggeld).

2. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2017 teilte die SUVA A._____ mit, dass 

sie die Taggeldleistungen (in Koordination mit der Invalidenversicherung) 

per 31. Dezember 2017 einstelle. Ausserdem gewährte sie ihm mit 

Verfügung vom gleichen Tag eine Integritätsentschädigung auf der Basis 

eines Integritätsschadens von 20 %.

3. Unter Bezugnahme auf das Ende der beruflichen Massnahmen der 

Invalidenversicherung per Ende Juli 2019 sprach die SUVA A._____ mit 

Verfügung vom 13. Juni 2019 bei einer Erwerbsunfähigkeit von 30 % ab 

dem 1. August 2019 eine Invalidenrente von 30 % zu. Darüber hinaus 

gewährte sie ihm eine zusätzliche Integritätsentschädigung auf der Basis 

eines Integritätsschadens von 10 % (Integritätsschaden von total 30 %). 

4. Hiergegen erhob A._____ am 25. Juni 2019 bzw. am 25. Juli 2019 

Einsprache, wobei er im Hauptbegehren die Aufhebung der Verfügung der 

SUVA vom 13. Juni 2019 und die Zusprache einer 64%igen, mindestens 

jedoch einer 50%igen Rente, sowie einer Integritätsentschädigung von 

40 % beantragte. 

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5. Mit Einspracheentscheid vom 19. März 2020 wies die SUVA die 

Einsprache ab.

6. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. Mai 

2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Dabei stellte er folgende Rechtsbegehren:

"1. Die Verfügung der Suva vom 19. März 2020 in Sachen A._____ sei 
aufzuheben und A._____ sei eine 64%-ige UVG-Rente, mindestens 
jedoch eine 50%-ige UVG-Rente, sowie eine Integritätsentschädigung von 
40 % zuzusprechen.

2. Eventualiter sei der Grad der Erwerbsfähigkeit bzw. die effektive 
Leistungsfähigkeit von A._____ durch einen unabhängigen 
Sachverständigen abklären zu lassen. 

3. Alles unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 7.7 % 
MWST) zu Lasten der Beklagten."

In seiner Begründung bemängelte der Beschwerdeführer sowohl das 

Valideneinkommen als auch das Invalideneinkommen (samt 

Arbeitsfähigkeit und Leidensabzug) sowie die Höhe der 

Integritätsentschädigung.

7. In ihrer Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 beantragte die SUVA 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 19. März 2020. 

8. Am 9. Juni 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Replik bzw. eine kurze 

Stellungnahme zur Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 ein. Auch die 

Beschwerdegegnerin reichte mit Schreiben vom 7. Juli 2020 eine kurze 

Duplik ein. 

Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 19. März 2020. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung 

Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben 

werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt 

im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist er davon überdies berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 1 der 

Verordnung vom 20. März 2020 über den Stillstand der Fristen in Zivil- und 

Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im 

Zusammenhang mit dem Coronavirus [COVID-19; SR 173.110.4]; vgl. 

auch Art. 61 ATSG). 

2. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. 

Januar 2017 die revidierten Bestimmungen des UVG und der Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft sind (Änderung 

vom 25. September 2015). Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen 

zur Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen 

für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. 

September 2015, mithin vor dem 1. Januar 2017, ereignet haben, […] nach 

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bisherigem Recht gewährt. Vorliegend ereignete sich der fragliche Unfall 

im Juni 2011, sodass diesbezüglich grundsätzlich die bis zum 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung finden. Hinsichtlich 

der für das vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben 

sich indessen mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine Änderungen 

ergeben.

3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob dem Beschwerdeführer 

zu Recht eine 30%ige Invalidenrente ab dem 1. August 2019 sowie eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von total 

30 % zugesprochen wurde. Mit Bezug auf die Invalidenrente sind dabei 

sowohl das Valideneinkommen als auch das Invalideneinkommen (samt 

Arbeitsfähigkeit und Leidensabzug) umstritten. Bei der Beurteilung der 

streitigen Fragen ist der Sachverhalt zu berücksichtigen, der sich bis zum 

Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids am 19. März 2020 

verwirklicht hat (vgl. BGE 142 V 337 E.3.2.2). Massgeblich ist dabei der 

im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 141 V 15 E.3.1, 138 V 218 E.6).

4. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn er infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid 

(Art. 8 ATSG) ist. 

4.1. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Zur Beurteilung der 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen, wobei eine Erwerbsunfähigkeit 

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zudem nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 

(Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

4.2. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der 

Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen 

(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 144 I 21 E.2.1, 

142 V 290 E.4, 141 V 15 E.3.2, 128 V 29 E.1; Urteile des Bundesgerichts 

9C_225/2019 vom 11. September 2019 E.2, 8C_567/2013 vom 

30. Dezember 2013 E.2.1).

5.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der 

Erwerbsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und das im 

Streitfall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen. Die Aufgabe des 

Arztes besteht darin, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 

Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 

Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit 

erfüllt der Arzt seine originäre Aufgabe, wofür die Verwaltung und das im 

Streitfall angerufene Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt jedoch keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr gibt er eine Einschätzung zur 

Arbeitsfähigkeit ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich 

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begründet. Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 

Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193 

E.3.2, 132 V 93 E.4, 125 V 256 E.4).

5.2.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte die Beweise grundsätzlich frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 

objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 

medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 

Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125 

V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

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Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a). 

5.2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 

externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 

und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 

und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 

(vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte 

von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter 

im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, 

4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

8C_744/2020 vom 8. März 2021 E.4.2). Sodann kommt auch den 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 125 V 

351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch bloss geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 

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135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_245/2011 vom 

25. August 2011 E.5.3).

6. Im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid gelangte die 

Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass auf die kreisärztliche 

Einschätzung der verbliebenen Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers 

abgestellt werden könne. Demzufolge sei dem Beschwerdeführer eine 

sehr leichte Tätigkeit ohne anhaltende Arbeiten in Zwangshaltungen des 

rechten Armes, ohne Notwendigkeit des kraftvollen Zupackens, ohne 

Schläge oder Vibrationen, die auf den rechten Ellbogen fortgeleitet werden 

könnten, und ohne Arbeiten auf Leitern in einem Pensum von 70 % 

zumutbar. Widersprechende Arztberichte betreffend die generelle 

Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt lägen keine bei den Akten (vgl. beschwerdegegnerische 

Akten [Bg-act.] 740 S. 10 f.). Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf die kreisärztliche Einschätzung 

abgestellt hat oder ob diese durch die übrigen medizinischen Akten in 

Zweifel gezogen wird (vgl. nachstehende Erwägungen 7.1 - 7.5.3).

7.1. Der Beschwerde-, Behandlungs- und Beurteilungsverlauf des 

Beschwerdeführers präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt: 

7.1.1. Nachdem sich der Beschwerdeführer am 16. Juni 2011 (Unfall) eine 

Prellung am rechten Ellbogen mit im MRI nachgewiesenem kleinem 

Knorpelflake zugezogen hatte (vgl. Bg-act. 8), wurde am 10. August 2011 

nach zunächst konservativer Therapie eine offene Revision und 

Synovektomie des rechten Ellbogengelenks durchgeführt (vgl. Bg-

act. 20). Aufgrund persistierender Beschwerden mit Ergussbildung und 

Infekten erfolgten zahlreiche weitere Operationen am rechten Ellbogen. 

Dr. med. B._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte in seinem Bericht vom 

20. September 2016 folgende Diagnosen (vgl. Bg-act. 544): Status nach 

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Arthroskopie Ellbogen rechts, Débridement, Lavage, bakteriologischer 

Probeentnahme vom 26. Juli 2016 bei komplexer Ellbogenpathologie Arm 

rechts nach initialem Trauma vom 16. Juni 2011 mit anamnestisch 

Entfernung eines Knorpel-/Knochenflakes im Spital J._____ und 

anschliessend mehrmals schwerwiegenden Infekten und einigen Re-

Operationen sowie deutlicher Bewegungs- und Belastungseinschränkung 

mit Hypersensibilität. Zum Verlauf hielt er fest, dass der Beschwerdeführer 

über eine leichte Verbesserung der Sensibilität über den Olecranon 

berichte und die Beweglichkeit etwas verbessert worden sei; bei 

Flexion/Extension seien die Bewegungsschmerzen im Ellbogenbereich 

jedoch unverändert diffus. Er gelangte zum Schluss, dass er chirurgisch 

keine Verbesserung (mehr) bewirken könne, weshalb er den 

Beschwerdeführer gerne in der Schmerzsprechstunde (bei Dr. med. 

C._____, Fachärztin für Anästhesiologie; Anmerkung des Gerichts) 

vorstellen würde. 

7.1.2. Am 22. März 2017 wurde beim Beschwerdeführer ein SCS-Stimulator 

implantiert, woraufhin sich die Ellbogenschmerzen rechts um ca. 40 - 50 % 

bzw. 60 % verbesserten (vgl. die Berichte von Dr. med. D._____, Facharzt 

für Neurochirurgie, vom 23. März 2017, 24. März 2017 und 12. April 2017 

[Bg-act. 606 f., 609]). Dr. med. C._____ hielt in ihrem Bericht vom 20. April 

2017 unter anderem Folgendes fest (vgl. Bg-act. 613): "Herr A._____ 

berichtet, dass er von der Stimulation einerseits im Sinne einer 

Schmerzreduktion profitiert, da der volare Bereich des Ellbogens weniger 

Schmerzen bereitet, wenn er ihn auflegt oder bewegt. Andererseits ist 

seine allgemeine Belastbarkeit gestiegen, er kann sich besser und länger 

konzentrieren, kann länger am Sozialleben teilnehmen und ist nicht jeden 

Nachmittag gegen 16.00-17.00 Uhr fix und fertig. Er berichtet, dass er 

anhaltend ca. 60 % mehr Lebensqualität resp. weniger Schmerzen hat." 

In ihrem Bericht vom 2. November 2017 hielt Dr. med. C._____ fest, dass 

sich der Beschwerdeführer im Moment relativ gut im Alltag eingefunden 

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habe mit der neuen Situation, er den Strombedarf beim SCS etwas habe 

erhöhen müssen, die Abdeckung aber immer noch gleich gut sei. 

Allerdings sei im Bereich der Schulter-Nacken-Muskulatur rechts eine 

deutlich grössere Verspannung zu verspüren, da der Patient viel aktiver 

sei, längere Zeiten am Stück unterwegs sei oder bei 

Vorstellungsgesprächen länger sitzen müsse. Hier sei sicherlich die 

weitere Betreuung mit der Physiotherapie sinnvoll. Der Beschwerdeführer 

arbeite mit Unterstützung an der beruflichen Reintegration, was ihn 

einerseits motiviere, andererseits körperlich aber auch fordere. Sie gehe 

im Moment von einem sehr positiven Verlauf aus, wobei natürlich 

festzuhalten sei, dass eine restitutio ad integrum nicht zu erwarten 

gewesen sei mit der symptomatischen Schmerzkontrolle mittels SCS. 

Trotzdem sehe sie die Integrationsmöglichkeiten des Beschwerdeführers 

sehr gut, sie möchte aber festhalten, dass eine regelmässige 

Physiotherapie sicherlich indiziert und notwendig sei, da die 

Überbelastung der rechten Seite im Rahmen der Fehlbelastung und der 

Schiene anhalten werde (vgl. Bg-act. 648).

7.1.3. Am 7. November 2017 fand eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

bei Dr. med. E._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, statt. Letzterer stellte folgende 

(unfallbezogenen) Diagnosen: Status nach Ellbogenkontusion rechts am 

16. Juni 2011 […] sowie deutlich verminderte Einsetzbarkeit Arm rechts 

mit schmerzhaft eingeschränkten Hand- und Ellbogenfunktionen rechts 

sowie Beweglichkeitslimitierung durch Oberarmschiene (vgl. Bg-act. 653 

S. 6). In seiner Beurteilung hielt er fest, dass es dem Beschwerdeführer 

im Vergleich zur Untersuchung vom Mai 2015 [recte: 2017] deutlich 

bessergehe, da der Schmerz viel besser kontrolliert werde. 

Dementsprechend seien mehr Aktivitäten mit der rechten Hand möglich, 

was zu einer vermehrten Belastung der rechten oberen Extremität geführt 

habe mit muskulärer Reaktion im Bereich des Schultergürtels rechts. 

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Aktuell böten sich keine Behandlungsmassnahmen mehr an, die den 

derzeitigen Zustand weiter verbessern könnten. Die Unfallrestfolgen seien 

dauernd und erheblich (vgl. Diagnoseliste). Die angestammte Tätigkeit sei 

dem Beschwerdeführer grundsätzlich (aber) wieder zumutbar. Dabei 

handle es sich um eine sehr leichte Tätigkeit ohne anhaltende Arbeit in 

Zwangshaltung des rechten Armes, ohne Notwendigkeit zu kraftvollem 

Zupacken, ohne Schläge oder Vibrationen, die auf den rechten Ellbogen 

fortgeleitet würden. Keine Arbeiten auf Leitern. Für diese geeignete 

Tätigkeit sei der Beschwerdeführer ganztags einsetzbar. Der 

Beschwerdeführer werde weiterhin der Bewegungsschiene im Bereich des 

rechten Armes bedürfen und weiterhin in Kontrolle von Orthopäde und 

Schmerzmediziner bleiben. Vorläufig benötige er noch eine 

Physiotherapie für drei Monate zur Auftrainierung des rechten 

Schultergürtels (vgl. Bg-act. 653 S. 6 f.). Dieser kreisärztlichen 

Beurteilung kommt nach Auffassung des streitberufenen Gerichts voller 

Beweiswert zu, zumal sie zum gegebenen Zeitpunkt für die streitigen 

Belange umfassend war, auf allseitigen Untersuchungen beruhte (vgl. Bg-

act. 653 S. 5 [Befunde]), die geklagten Beschwerden berücksichtigte (vgl. 

Bg-act. 653 S. 5 [Angaben des Versicherten]) und in Kenntnis der 

Vorakten (vgl. Bg-act. 653 S. 1 ff.) abgegeben wurde. Zudem erscheint sie 

als schlüssig, sie ist nachvollziehbar begründet, in sich widerspruchsfrei 

(vgl. Bg-act. 653 S. 6 f.) und es sprechen keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit.  

7.2.1. Am 16. November 2017 stellte sich der Beschwerdeführer erneut mit 

Beschwerden über dem rechten Ellbogen (erneute Hypersensibilität und 

Schmerzproblematik im Narbenbereich ulnarseitig mit teilweiser 

Ausleitung in das Nervus ulnaris-Dermatom am Unterarm und der Hand) 

bei Dr. med. B._____ vor. Letzterer gelangte zum Schluss, dass von 

Seiten des Gelenkes keine erneute Instabilität bestehe. Die Arthrose sei 

bekannt und nicht progredient. Die hauptsächliche 

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Beschwerdeproblematik werde eher neurogen über dem nervus ulnaris-

Bereich auf Höhe des Ellbogens interpretiert (vgl. Bg-act. 655 [Bericht vom 

16. November 2017]). Anlässlich einer Abschlussbesprechung mit dem 

Berufsberater der IV-Stelle Graubünden und der Beschwerdegegnerin 

vom 8. Dezember 2017 teilte der Beschwerdeführer sodann mit, dass es 

ihm gesundheitlich soweit gut gehe und er kürzlich noch für eine Kontrolle 

bei Dr. med. B._____ gewesen sei, welcher ebenfalls soweit zufrieden sei 

(vgl. Bg-act. 657). In der Folge nahm der Beschwerdeführer per 1. Februar 

2018 ein Arbeitstraining beim Einsatzprogramm L._____ bzw. ab dem 

1. Mai 2018 beim M._____ auf (vgl. Bg-act. 666 und 668 betreffend die 

Kostengutsprachen der IV-Stelle für die Arbeitstrainings). 

7.2.2. Im ihrem (Verlaufs-)Bericht vom 5. April 2018 hielt Dr. med. C._____ 

sodann Folgendes fest (vgl. Bg-act. 669): Im Rahmen des 

Einsatzprogrammes L._____ berichte der Beschwerdeführer, dass die 

Alltagsbelastung, vor allem die jeweilige An- und Abreise mit dem Zug, ihn 

körperlich doch mehr als erwartet belaste und somit auch mehr 

Schmerzen verursache. Er habe seine Schmerzmedikamenteneinnahme 

erhöhen müssen, um den Alltagsanforderungen stattzuhalten. Bei der 

letzten Konsultation am 16. März 2018 habe sie mit dem 

Beschwerdeführer besprochen, dass das Initialpensum von 60 % 

sicherlich im Moment nicht gesteigert werden solle. Seine Muskulatur 

brauche eine langsamere Eingewöhnungszeit und sie denke, es sei völlig 

kontraproduktiv, dass der Beschwerdeführer seine 

Medikamenteneinnahme massiv erhöhen müsse, um eine erhöhte 

Leistungsbereitschaft zu haben. Weiter habe der Beschwerdeführer im 

Rahmen einer telefonischen Rückmeldung berichtet, dass er eventuell die 

Möglichkeit erhalten werde, im Rahmen einer leitenden Funktion bei 

einem Reintegrationsprogramm mitzuarbeiten. Da eine Neuarbeit mit nicht 

nur aktiver Teilnahme und Lernen, sondern auch Verantwortung, je 

nachdem gewissen Stressmomenten und Leitungsfunktion, ein anderes 

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Anforderungsprofil an den Körper psychisch und physisch stelle, habe sie 

den Beschwerdeführer auch vor diesem Hintergrund auf 50 % 

zurückgestuft. Sie sehe im Laufe der Zeit (aber) auf jeden Fall Potenzial, 

dass das Arbeitspensum gesteigert werden könne, ob schlussendlich auf 

80 % oder 100 % bleibe sicherlich abzuwarten und auch der persönlichen 

Entscheidung des Beschwerdeführers überlassen. Hinsichtlich des 

Belastungsprofils sei (schliesslich) anzumerken, dass eine monotone 

Tätigkeit mit langen Perioden des Sitzens an einem PC-Arbeitsplatz für 

den Patienten eine muskuläre und somit schmerzhafte Belastung 

darstelle. Hier sei sicherlich auf eine Wechselbelastung zu achten, ob 

eventuell ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz einen Vorteil darstellen 

könnte, müsse mit dem Patienten direkt vor Ort - oder im Rahmen einer 

ergotherapeutischen Arbeitsplatzevaluation - besprochen und getestet 

werden. 

7.2.3. Auf Wunsch des Beschwerdeführers fand am 17. Mai 2018 eine erneute 

kreisärztliche Besprechung (ohne Untersuchung) statt. Der 

Beschwerdeführer gab an, dass unter der ganztägigen Belastung (im 

Arbeitstraining) erneut Schwellungszustände im rechten Arm mit einer 

entsprechenden Schmerzzunahme aufgetreten seien, weshalb Dr. med. 

C._____ die Arbeitsfähigkeit zu Recht auf 50 % reduziert habe mit der 

entsprechenden Reduktion der Arbeitszeit. Aktuell gehe es ihm wieder 

deutlich besser, wobei er den rechten Arm in der arbeitsfreien Zeit in 

hohem Ausmass schonen müsse. Gestützt darauf und auf den Bericht von 

Dr. med. C._____ (vom 5. April 2018) korrigierte Dr. med. E._____ die 

kreisärztliche Beurteilung vom 7. November 2017 wie folgt: "Die 
Arbeitsfähigkeit in der derzeitigen Tätigkeit wird auf 50 % reduziert. Dabei 

handelt es sich um eine rein zeitliche Reduktion. Zweite Hälfte September 

2018 (nach vorgängiger Untersuchung durch Dr. med. B._____ bzw. Dr. 

med. C._____) wird eine erneute kreisärztliche Untersuchung 

durchgeführt. Es wird sich dann zeigen, ob durch Angewöhnung eine 

- 15 -

Steigerung der Arbeitsfähigkeit zumutbar ist und wenn ja, in welchem 

Rahmen (Bg-act. 674)." Auch diese (ergänzende) kreisärztliche 

Beurteilung ist nach Auffassung des streitberufenen Gerichts voll 

beweiskräftig und es liegen keine Indizien vor, die gegen ihre 

Zuverlässigkeit sprechen. So deckt sich die zeitliche Reduktion der 

Arbeitsfähigkeit auf 50 % mit der Einschätzung der behandelnden Ärztin 

Dr. med. C._____. Zudem ging auch der Kreisarzt Dr. med. E._____ von 

einer wechselbelastenden Tätigkeit aus ("Tätigkeit ohne anhaltende Arbeit 

in Zwangshaltung des rechten Armes", vgl. vorstehende Erwägung 7.1.3).

7.3.1. Am 20. September 2018 fand eine Konsultation bei Dr. med. B._____ 

statt. Letzterer hielt fest, dass sich von Seiten der ossären Degenerationen 

nur eine sehr kleine Veränderung und Zunahme der randständigen 

Exophyten zeige. Ein Handlungsbedarf hinsichtlich des Gelenkes dränge 

sich nicht auf (vgl. Bg-act. 676). Anlässlich einer Besprechung mit dem 

Berufsberater der IV-Stelle vom 12. Oktober 2018 hielt der 

Beschwerdeführer fest, dass er gut unterwegs sei im M._____ und er per 

1. Mai 2019 eine Anstellung bekommen werde. Medizinisch sei er stabil, 

aktuell bei einem Pensum von 60 % (vgl. Bg-act. 678; vgl. auch Bg-

act. 679 S. 2 f. und 696 S. 2). Auch Dr. med. C._____ hielt in ihrem 

Verlaufsbericht vom 19. November 2018 fest, dass der Beschwerdeführer 

über einen recht stabilen Verlauf der letzten Wochen berichte. Er habe 

sein aktuell doch beträchtlich erhöhtes Arbeitspensum von ca. 60-70 % 

halten können, dies jedoch nur, da er eine Wechselbelastung ausüben und 

einen beträchtlichen Teil seiner Arbeit von zu Hause aus erledigen könne. 

Durch die Heimarbeit habe er natürlich einen optimal eingerichteten 

Arbeitsplatz, er habe auch nicht die Zusatzbelastung der langen Anreise, 

und mehr Ruhe resp. Pausen. Trotzdem habe der Beschwerdeführer die 

punktuelle Mehrbelastung durch den Umzug des Büros, die Einarbeitung 

von neuen Mitarbeitern und Reorganisation gut meistern können, er 

komme aber körperlich immer wieder an seine Limiten, wenn er den Arm 

- 16 -

zu lange oder zu konstant benutzen müsse. Sie sei weiterhin sehr 

zufrieden, wie der Beschwerdeführer die berufliche Reintegration 

bewältige, ohne im Sinne einer Überbelastung des rechten Armes mit 

nachfolgender Muskelverspannung zu dekompensieren. Trotzdem sei 

sicherlich auch in Zukunft darauf zu achten, dass das Pensum 

wahrscheinlich nicht über 70-75 % erhöht werden könne, ausser es sei ein 

Grossteil der Arbeit weiterhin von zu Hause aus zu leisten und es bestehe 

weiterhin die Möglichkeit der Physiotherapie (vgl. Bg-act. 682). 

7.3.2. Am 18. Dezember 2018 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

bei Dr. med. F._____, Facharzt für Chirurgie, speziell Allgemein-, Unfall- 

und Handchirurgie, statt (vgl. Bg-act. 686 [Bericht vom 20./21. Dezember 

2018]). Letzterer hielt in seiner Beurteilung fest, dass die berufliche 

Reintegration günstig verlaufe, die Belastbarkeit des Beschwerdeführers 

allerdings reduziert sei, sodass das Arbeitspensum bei ca. 60-70 % habe 

limitiert werden müssen, obwohl ein Grossteil der Arbeit durch Homeoffice 

geleistet werden könne. Zweimal pro Woche besuche der 

Beschwerdeführer die Physiotherapie. Unter dieser Belastungslimitierung 

unter [recte wohl: und] der Physiotherapie sei der Zustand stabil und der 

Patient schmerzkompensiert. Da die Sensibilitätsstörungen der rechten 

Hand/des rechten Armes im Verlaufe zugenommen hätten, bat er Dr. med. 

G._____ darum, den Beschwerdeführer klinisch und 

elektroneurographisch erneut zu untersuchen. Er gelangte zum Schluss, 

dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit mit einer 

zeitlichen Einschränkung zumutbar sei. Dabei sei zu beachten, dass er 

funktionell praktisch einarmig sei und Zwangshaltungen des rechten 

Armes vermieden werden sollten. Entsprechend sei eine Belastung der 

rechten Hand/des rechten Armes nicht möglich (vgl. Bg-act. 686 S. 7). 

Auch dieser kreisärztlichen Beurteilung kommt nach Auffassung des 

streitberufenen Gerichts voller Beweiswert zu, zumal sie zum gegebenen 

Zeitpunkt für die streitigen Belange umfassend war, auf allseitigen 

- 17 -

Untersuchungen beruhte (vgl. Bg-act. 686 S. 6 [Befunde]), die geklagten 

Beschwerden berücksichtigte (vgl. Bg-act. 686 S. 5 f. [Angaben des 

Versicherten]) und in Kenntnis der Vorakten (vgl. Bg-act. 686 S. 1 ff.) 

abgegeben wurde. Zudem erscheint sie als schlüssig, sie ist 

nachvollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei (vgl. Bg-act. 686 

S. 7 f.). Darüber hinaus sprechen keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit.

7.4.1. Dr. med. G._____, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 

17. April 2019 fest, dass keine Anhaltspunkte für eine 

neuropsychologische Störung insbesondere auch nicht der Fahreignung 

bestünden. An dem ausgeprägten Residualzustand mit 

zwischenzeitlichen exazerbierten Schmerzphasen bei komplexen CRPS 

am rechten Arm bestehe übereinstimmend mit den Unterlagen kein 

Zweifel. Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit taxiere er bei 

ca. 50 % (vgl. Bg-act. 695). 

7.4.2. In einer erneuten, durch die Beschwerdegegnerin veranlassten 

kreisärztlichen Beurteilung vom 7. Mai 2019 hielt Dr. med. F._____ fest, 

dass der Beschwerdeführer in einem 70%igen Pensum in einer 

Bürotätigkeit arbeite, wobei zu berücksichtigen sei, dass ein Grossteil der 

Arbeit durch Homeoffice geleistet werde. Im Vergleich zur kreisärztlichen 

Untersuchung durch Dr. med. E._____ vor ca. eineinhalb Jahren hätten 

die Beschwerden und die Sensibilitätsstörungen im rechten Arm 

zugenommen, sodass die rechte Hand lediglich noch als "Hilfshand" 

eingesetzt werden könne. Durch Dr. med. G._____ hätten am 17. April 

2019 keine Anhaltspunkte für eine neuropsychologische Störung und 

insbesondere keine Einschränkung der Fahreignung für Personenwagen 

bestätigt werden können. Die angestammte Tätigkeit sei dem 

Beschwerdeführer mit einer Einschränkung von ca. 30 % zumutbar. 

Belastungen der rechten Hand/des rechten Armes seien nicht möglich, 

Zwangshaltungen des rechten Armes sollten vermieden werden (vgl. Bg-

- 18 -

act. 699). Auch diese (ergänzende) kreisärztliche Beurteilung ist nach 

Auffassung des streitberufenen Gerichts voll beweiskräftig und es liegen 

keine Indizien vor, die gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen. Zwar taxierte 

Dr. med. G._____ die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit bei 

ca. 50 % (vgl. vorstehende Erwägung 7.4.1). Diese Einschätzung vermag 

die kreisärztliche Beurteilung indessen nicht in Zweifel zu ziehen, zumal 

Dr. med. G._____ seine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeits-

Einschätzung nicht näher begründete und neben der klinischen 

Befundung eines deutlichen Residuums nach CRPS (complex regional 

pain syndrome; Anmerkung des Gerichts) keine neurologischen Defizite 

oder neuropsychologischen Störungen feststellte (vgl. Bg-act. 695). 

7.5.1. Nach dem Gesagten ist es somit nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 13. Juni 2019 zum Schluss 

kam, dass die erwerblichen und medizinischen Abklärungen eine 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 30 % ergäben (vgl. Bg-

act. 708). Dem hielt Dr. med. C._____ in ihrer Stellungnahme vom 25. Juni 

2019 allerdings was folgt entgegen (vgl. Bg-act. 712): Die Zahl (der 

Erwerbsunfähigkeit von 30 %; Anmerkung des Gerichts) sei hinsichtlich 

der ursprünglichen Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers viel zu tief 

angesetzt, da seine angestammte Tätigkeit zu ca. 75 % aus 

Computerarbeit resp. manuell unterstützten Tätigkeiten wie das 

Hervorholen und Nachschlagen in Büchern, Führen von Notizen, 

Sitzungsvorbereitung bestanden habe. Viele dieser Tätigkeiten seien 

durch die eingeschränkte Pro- und Supination des Ellbogens massiv 

behindert, die Computerarbeit sei deutlich langsamer und immer mit einer 

Fehlhaltung im Bereich der Schulter verbunden, was natürlich zusätzlich 

ein sekundäres Problem schaffe. Ebenfalls sei zu erwähnen, dass die 

aktuelle Arbeitsfähigkeit von 70 % nicht in seinem angestammten 

Berufsumfeld sei, sondern in einem Umfeld, in welchem der 

Beschwerdeführer sich die Arbeit frei einteilen könne, regelmässig 

- 19 -

Homeoffice leiste und je nach seinen Beschwerden frei Pausen einlegen 

könne. Dies sei im Rahmen seines angestammten resp. gelernten Berufes 

sicherlich nicht gegeben und müsse hier zusätzlich berücksichtigt werden. 

Ebenfalls müsse beachtet werden, dass sich bei Erzwingung einer 

70%igen Arbeitsfähigkeit die Ausgleichsbewegungen, die der 

Beschwerdeführer aufgrund der Einschränkungen im Bereich des 

Ellbogens machen müsse, die Schulter deutlich überlastet und der 

Schulter-Nackengürtel in der Schmerzintensität ansteigen werde. Ihre 

Einschätzung betrage somit aus medizinischer Sicht hinsichtlich der 

Beweglichkeit des Ellbogens im Rahmen der angestammten Tätigkeit 

50 % im Maximum, die Arbeitsfähigkeit von 70 % in seinem aktuellen Job 

sei als nicht gleichwertiger Ersatz der ursprünglichen Tätigkeit zu werten. 

7.5.2. Wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zu Recht festhält, 

bestätigte Dr. med. C._____ in ihrer Stellungnahme vom 25. Juni 2019 

zwar eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 %. Diese Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit bezog sich allerdings auf die ursprüngliche Tätigkeit des 

Beschwerdeführers. In seinem aktuellen, leidensadaptierten Job erachtete 

ihn Dr. med. C._____ zu 70 % arbeitsfähig (vgl. vorstehende 

Erwägung 7.5.1). Dies stimmt denn auch mit der kreisärztlichen 

Beurteilung von Dr. med. F._____ vom 7. Mai 2019 überein, wonach die 

angestammte Tätigkeit (d.h. der aktuelle Job) mit einer Einschränkung von 

ca. 30 % zumutbar sei (vgl. Bg-act. 699). Dass sich diese Beurteilung nicht 

auf die ursprüngliche Tätigkeit, sondern auf den aktuellen Job des 

Beschwerdeführers bezog, ist den Ausführungen von Dr. med. F._____ zu 

entnehmen (vgl. Bg-act. 699; vgl. auch Bg-act. 674 und 686 betreffend die 

kreisärztlichen Beurteilungen vom 17. Mai 2018 und 18. Dezember 2018): 

So hielt er zum einen fest, dass der Beschwerdeführer in einem 70%igen 

Pensum in einer Bürotätigkeit arbeite, wobei zu berücksichtigen sei, dass 

ein Grossteil der Arbeit durch Homeoffice geleistet werde; zum anderen 

wies er daraufhin, dass die Sensibilitätsstörungen im rechten Arm 

- 20 -

zugenommen hätten, sodass die rechte Hand lediglich noch als 

"Hilfshand" eingesetzt werden könne bzw. dass Belastungen der rechten 

Hand/des rechten Armes nicht möglich seien und Zwangshaltungen des 

rechten Armes vermieden werden sollten. Nach dem Gesagten vermag 

somit auch die Stellungnahme von Dr. med. C._____ vom 25. Juni 2019 

keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. 

med. F._____ vom 7. Mai 2019 zu wecken. Dies gilt umso mehr, als Dr. 

med. C._____ in ihrem Verlaufsbericht vom 19. November 2018 noch 

festgehalten hatte, dass das Pensum wahrscheinlich nicht über 70-75 % 

erhöht werden könne, ausser es sei ein Grossteil der Arbeit weiterhin von 

zu Hause aus zu leisten und es bestehe weiterhin die Möglichkeit der 

Physiotherapie (vgl. Bg-act. 682), und bis zum 25. Juni 2019 keine 

signifikanten medizinischen Änderungen eingetreten waren (vgl. dazu 

auch die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. F._____ vom 30. Oktober 

2019 [Bg-act. 725 S. 2] sowie den Verlaufsbericht von Dr. med. C._____ 

vom 11. September 2019 [Konsultation vom 19. August 2019; Bg-

act. 721], wonach sich die Situation in dem beruflichen Umfeld im Alltag 

stabilisiere bzw. die Situation im Moment als stabil einzustufen sei). 

Letztlich vermag auch die Bestätigung von Dr. med. C._____ vom 12. Mai 

2020, wonach die Schmerzmedikation seit Oktober 2019 bzw. nach einer 

Belastungssteigerung am Arbeitsplatz erhöht worden sei, keine auch nur 

geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. F._____ 

vom 7. Mai 2019 zu wecken (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-

act.] 8), zumal davon auszugehen ist, dass die Belastungssteigerung über 

das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil hinausging. So ist dem 

Verlaufsbericht von Dr. med. C._____ vom 11. September 2019 

Folgendes zu entnehmen (vgl. Bg-act.  721): "Aufgrund der Aufstockung 

der Betriebszeiten ist wieder eine intensive Phase anstehend, welche er 

[der Beschwerdeführer] durch deutlich vermehrte Präsenz vor Ort 

- 21 -

abfedern muss und welche die Schmerzbelastung deutlich steigert 

[Hervorhebungen durch das Gericht]." 

7.5.3. Im Ergebnis ist es somit nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin auf die kreisärztliche Einschätzung der verbliebenen 

Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers abgestellt hat und zum Schluss 

gekommen ist, dass ihm eine sehr leichte Tätigkeit ohne anhaltende 

Arbeiten in Zwangshaltungen des rechten Armes, ohne Notwendigkeit des 

kraftvollen Zupackens, ohne Schläge oder Vibrationen, die auf den 

rechten Ellbogen fortgeleitet werden könnten, und ohne Arbeiten auf 

Leitern in einem Pensum von 70 % zumutbar sei (vgl. Bg-act. 740 S. 10); 

weitere Abklärungen zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

erübrigen sich damit und es kann in antizipierter Beweiswürdigung darauf 

verzichtet werden, da keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten 

wären (vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 E. 5.3). Aufgrund der 

kreisärztlichen Beurteilungen gilt es das erwähnte Zumutbarkeitsprofil 

allerdings dahingehend zu präzisieren, dass der Beschwerdeführer einen 

Grossteil der Tätigkeiten im Homeoffice leisten können sollte (vgl. dazu 

Bg-act. 699 und 686). 

8. Der Beschwerdeführer bestreitet nun allerdings die Verwertbarkeit der ihm 

attestierten (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 70% auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (vgl. dazu vorstehende Erwägung 4.1). Er macht geltend, 

dass die jetzige Tätigkeit optimal an seinen Gesundheitszustand 

angepasst sei; er könne seine Arbeit völlig frei und flexibel einteilen, bei 

Bedarf Pausen einlegen, viel im Homeoffice arbeiten und 

dementsprechend auch genügend Zeit für die Reinigung der Prothese 

einplanen. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt stehe jedoch eine 

solche Tätigkeit nicht zur Verfügung. 

- 22 -

8.1. Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene 

Leistungsvermögen auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 

verwerten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. 

Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und Beschaffenheit des 

Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, 

Ausbildung, beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich. Beim ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt handelt es sich um eine theoretische Grösse, so dass nicht 

leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfähigkeit 

sei unverwertbar. Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist 

anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter 

Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 

kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer 

entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen 

erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2020 vom 10. Dezember 

2020 E.6.1 m.w.H.; vgl. auch BGE 138 V 457 E.3.1 m.w.H.). 

8.2. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts stehen dem 

Beschwerdeführer - trotz seiner Einschränkungen (vgl. dazu insbesondere 

vorstehende Erwägung 7.5.3 [Zumutbarkeitsprofil]) - auf dem theoretisch 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend leidensadaptierte Tätigkeiten 

offen. Gemäss Rechtsprechung bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

sogar für Personen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind, 

genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_300/2019 vom 28. Oktober 2019 E.5.3.3 m.w.H.). 

Zudem sieht der (theoretisch) ausgeglichene Arbeitsmarkt - gerade - im 

kaufmännischen Bereich, an den vorliegend unter anderem aufgrund der 

Ergebnisse der erwerblichen und medizinischen Abklärungen beim 

- 23 -

Beschwerdeführer zu denken ist (vgl. dazu vorstehende 

Erwägungen 7.2.1 ff.), diverse Arbeitsstellen vor, welche 

grossmehrheitlich auch von zu Hause aus ausgeführt werden können, da 

sie nicht an einen bestimmten Arbeitsort gebunden sind (Urteile des 

Bundesgerichts 9C_426/2020 vom 29. April 2021 E.5.3, 9C_15/2020 vom 

10. Dezember 2020 E.6.2.3). Darüber hinaus muss beim 

Beschwerdeführer angesichts seiner erwerblichen Biographie (vgl. dazu 

nachstehende Erwägungen 11.3.1 f.) und seiner Geschäftsführertätigkeit 

beim M._____ seit Januar 2019 nicht von einem besonderen Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand im Hinblick auf eine Tätigkeit im 

kaufmännischen Bereich ausgegangen werden, wenngleich das M._____ 

eine soziale Institution ist (vgl. Bg-act. 694). Schliesslich war der 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbeginns erst 46 Jahre alt und 

damit nicht in einem fortgeschrittenen Alter, welches zusammen mit 

weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen 

könnte, dass seine Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt würde (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017 E.3.2; vgl. auch BGE 

145 V 2 E.5.3.1, 138 V 457 E.3.1). Insgesamt ist somit nicht ersichtlich, 

weshalb die dem Beschwerdeführer attestierte (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 

70% auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar sein sollte.  

9. Nachfolgend gilt es nun den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Hierfür wird - wie 

bereits in vorstehender Erwägung 4.2 dargelegt - das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte (Invalideneinkommen [vgl. 

nachstehende Erwägungen 10.1.1 - 10.3]), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

- 24 -

geworden wäre (Valideneinkommen [vgl. nachstehende Erwägungen 11.1 

- 11.3.3]). 

10.1.1. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 

sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach 

der Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die 

sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen 

seitens der SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E.5.2 m.w.H.). 

10.1.2. Soweit ersichtlich ist vorliegend unbestritten, dass für die Festsetzung des 

Invalideneinkommens auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2016 

des Bundesamtes für Statistik (LSE 2016), T17 (monatlicher Bruttolohn 

nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht), abzustellen ist, zumal 

das vom Beschwerdeführer beim M._____ erzielte Einkommen als 

Soziallohn zu qualifizieren ist (Monatslohn von CHF 2'000.-- zzgl.  1/12 

des jährlichen Lohns ohne Zulagen [13. Monatslohn] sowie monatliche 

Spesen-Pauschale von CHF 1'000.--; vgl. Bg-act. 718). Umstritten ist 

demgegenüber die Frage, welche Berufsgruppe heranzuziehen ist. So 

macht der Beschwerdeführer geltend, man könne nicht die Sparte 

Allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte heranziehen, da genau diese 

Position im gesamten Rahmen der Berufsgruppe 4 nach oben ausschlage 

und er aufgrund seiner Einschränkung gerade nicht alle allgemeinen Büro- 

- 25 -

und Sekretariatsarbeiten ausführen könne bzw. ihm nur mehr ein ganz 

normaler Bürojob zumutbar sei. Vielmehr sei auf das Mittel der 

Positionen 41 - 43 abzustützen, eventualiter auf die Position 4. 

10.1.3. Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. F._____ ist der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit (d.h. im aktuellen Job 

als Geschäftsführer beim M._____) bzw. einer sehr leichten Tätigkeit ohne 

anhaltende Arbeiten in Zwangshaltungen des rechten Armes, ohne 

Notwendigkeit des kraftvollen Zupackens, ohne Schläge oder Vibrationen, 

die auf den rechten Ellbogen fortgeleitet werden könnten, ohne Arbeiten 

auf Leitern und mit der Möglichkeit, grossteils im Homeoffice zu arbeiten 

zu 70 % arbeitsfähig (vgl. Bg-act. 699 sowie vorstehende 

Erwägungen 7.5.2 f.). Angesichts dieses Zumutbarkeitsprofils, der 

Ergebnisse der erwerblichen und medizinischen Abklärungen sowie der 

Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers (vgl. dazu nachstehende 

Erwägungen 11.3.1 f.) erscheint es angezeigt, von der Fortsetzung einer 

Tätigkeit im angestammten kaufmännischen Bereich mit einer 

Einschränkung von 30 % auszugehen bzw. auf T17 (Monatlicher 

Bruttolohn nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht), Position 41 

(Allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte), abzustellen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 E.4.1.1). Demgegenüber 

wäre es unzulässig, das arithmetische Mittel dreier Medianwerte 

heranzuziehen, wie dies der Beschwerdeführer beantragt; denn einem 

solchen Durchschnittswert kommt mit Blick auf die hier anwendbaren LSE 

keine statistisch zuverlässige Aussagekraft zu (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 E.4.1.2 m.w.H.). Zudem 

wäre es angesichts der erwerblichen Biographie des Beschwerdeführers 

(vgl. dazu nachstehende Erwägungen 11.3.1 f.) nicht angezeigt, auf 

Position 4 (Bürokräfte und verwandte Berufe) oder Position 24 

(Betriebswirtschafter/innen und vergleichbare akademische Berufe) 

abzustellen. 

- 26 -

10.2.1. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, 

dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach Ausprägung 

deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der leidensbedingte Abzug soll aber 

nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und 

darf 25 % nicht übersteigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_112/2020 vom 

13. Mai 2020 E.7.1 m.w.H.). Allfällige bereits in der Beurteilung der 

medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des 

leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 

Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_433/2020 vom 15. Oktober 2020 E.8.1 m.w.H.). Zudem können für 

einen Leidensabzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, 

die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu 

bezeichnen sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 

19. September 2019 E.6.3.2, 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E.6.5.2 

m.w.H.). Ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter) 

Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist, stellt eine Rechtsfrage dar. 

Dagegen ist die Höhe des (im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten) 

Abzugs eine Ermessensfrage (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_383/2020 vom 21. September 2020 E.4.2.1, 8C_112/2020 vom 

13. Mai 2020 E.7.2 m.w.H.).  

- 27 -

10.2.2. Vorliegend beantragt der Beschwerdeführer einen leidensbedingten 

Abzug von mindestens 20 %. Dies insbesondere deshalb, weil aufgrund 

des Zumutbarkeitsprofils die mechanische Prothese nur noch als 

Hilfshand benutzt werden könne - er sei funktional quasi einhändig - und 

keinerlei Belastungen dieser Hand möglich seien sowie Zwangshaltungen 

vermieden werden müssten. Die funktionelle Einschränkung der rechten 

Hand sei bereits ihrer besonderen Natur nach nicht ohne weiteres mit den 

Anforderungen vereinbar, wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen 

Büroabläufen ergäben, denn nebst Pausen für die regelmässige 

Reinigung seien auch Computerarbeiten nur mehr teilweise möglich. 

Demgegenüber ist die Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass keine 

Anhaltspunkte dafür bestünden, dass der Beschwerdeführer aus 

objektiver unfallbedingter Sicht seine Arbeitsfähigkeit in einer zumutbaren 

Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könnte, weshalb 

kein leidensbedingter Abzug berücksichtigt werden könne.

10.2.3. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist angesichts des 

kreisärztlich umschriebenen Zumutbarkeitsprofils (sehr leichte Tätigkeit 

ohne anhaltende Arbeiten in Zwangshaltungen des rechten Armes, ohne 

Notwendigkeit des kraftvollen Zupackens, ohne Schläge oder Vibrationen, 

die auf den rechten Ellbogen fortgeleitet werden könnten, ohne Arbeiten 

auf Leitern und mit der Möglichkeit, grossteils im Homeoffice zu arbeiten, 

in einem Pensum von 70 %) von einem genügend breiten Spektrum an 

zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen bzw. es muss nicht 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden 

Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für 

eine Anstellung als allgemeine Büro- und/oder Sekretariatskraft hätte (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 

E.4.2.2, 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 E. 5.2 m.w.H.). Die funktionelle 

- 28 -

Einschränkung des rechten Armes bzw. der rechten Hand des 

Beschwerdeführers vermag keinen Leidensabzug zu rechtfertigen. 

Gleiches gilt mit Bezug auf den vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Pausenbedarf für die regelmässige Reinigung der Prothese 

[recte: Orthese], zumal der Beschwerdeführer nicht substanziiert darlegt, 

inwiefern eine Reinigung der Orthese während der Arbeitszeit notwendig 

sein soll. Auch legt er nicht substanziiert dar, inwieweit und inwiefern ihm 

über das kreisärztlich umschriebene Zumutbarkeitsprofil hinaus 

Computerarbeiten nur mehr teilweise möglich sein sollen. 

10.3. Im Ergebnis beläuft sich das Invalideneinkommen gestützt auf die 

LSE 2016, T17, Position 41 für Männer im Alter von 30 bis 49 Jahre, 

angepasst an die betriebsübliche durchschnittliche wöchentliche 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden und aufindexiert auf das Jahr 2019 somit auf 

CHF 60'109.-- (= CHF 6'769.-- x 12 x 41.7 / 40 x 1.004 x 1.005 x 1.005 x 

0.7 [Arbeitsfähigkeit von 70 %]). 

11.1. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der 

Versicherte im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns - vorliegend 

am 1. August 2019 -  nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunder (d.h. ohne den Unfall) tatsächlich 

verdient hätte. Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich 

festzusetzen. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft, da es der empirischen Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(vgl. BGE 139 V 28 E.3.3.2 m.w.H.; vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E.2.4, 4.2 und 4.2.3, 8C_832/2019 

sowie 8C_3/2020 vom 5. Mai 2020 E.6.1, 8C_795/2019 vom 25. März 

2020 E.3.2 und 8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E.6.2.1). Zur Ermittlung des 

letzten Lohnes dienen primär die entsprechenden Angaben der 

- 29 -

Arbeitgeberin. Es kann aber auch auf die im Individuellen Konto (IK) der 

gemeldeten beitragspflichtigen Einkommen ausgewiesenen Lohnsummen 

abgestellt werden. Den Beteiligten steht allerdings der Nachweis offen, 

dass diese Beiträge nicht den tatsächlichen Einkünften entsprechen 

(FLÜCKIGER, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler 

Kommentar zum UVG, Basel 2019, Art. 18 Rz. 21 m.H.a. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_611/2007 E.5.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

9C_8/2012 vom 12. März 2012 E.2.1.2). Weist das zuletzt erzielte 

Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung 

getretene Schwankungen auf, ist auf den während einer längeren 

Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.6.3, 8C_581/2020 

und 8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 E.6.1 m.w.H.). War die versicherte 

Person vor dem Unfall arbeitslos, ist i.d.R. an denjenigen Verdienst 

anzuknüpfen, den sie zuletzt vor der Arbeitslosigkeit erzielte (FLÜCKIGER, 

a.a.O., Art. 18 Rz. 20 m.H.a. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 3/03 vom 4. September 2003 E.6.2 [mit 

Abweichung im konkreten Fall]).

11.2.1. Im angefochtenen Einspracheentscheid gelangte die 

Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass für die Ermittlung des 

Valideneinkommens weder auf das zuletzt vor der Arbeitslosigkeit bei der 

H._____ AG erzielte Einkommen, noch auf das zuvor bei der I._____ AG 

oder das im Banken- und Finanzsektor als Betriebsökonom erzielte 

Einkommen abgestellt werden könne. Stattdessen rechtfertige es sich, bei 

der Ermittlung des Valideneinkommens von statistischen 

Einkommenswerten für eine Tätigkeit mit allgemeinen Büro- und 

Sekretariatsarbeiten im privaten Sektor [recte: im privaten und öffentlichen 

Sektor] auszugehen (vgl. LSE 2016, TA17 [recte: T17], Position 41; 

Valideneinkommen von CHF 85'871.--). 

- 30 -

11.2.2. Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, dass er vor seiner 

Arbeitslosigkeit nachweislich jahrelang im Finanz- und Bankensektor 

gearbeitet und dabei ein Einkommen von mehr als CHF 120'000.-- pro 

Jahr erzielt habe. Die jahrelange fordernde Tätigkeit im erwähnten Bereich 

habe dazu geführt, dass er zeitweilen habe kürzertreten müssen und er 

deshalb in der hauseigenen Firma, der I._____ AG, mitgearbeitet habe. 

Letztere habe eng mit der H._____ AG zusammengearbeitet, weshalb er 

sich sodann entschlossen habe, in dieser Firma eine vorübergehende 

Anstellung anzunehmen. Die "Abnutzungserscheinungen" der 

vergangenen Jahre und eine teilweise Unterforderung hätten im Monat 

Oktober 2010 leider zu einem Burn-Out geführt, weshalb er sodann 

Krankentaggeldleistungen habe in Anspruch nehmen müssen. Es sei 

allerdings immer vorgesehen gewesen, nach der Erholungsphase wieder 

im erlernten sowie angestammten Beruf als Betriebsökonom tätig zu sein. 

Dies gehe aus unzähligen Verfahrensakten hervor, wobei er bereits kurz 

nach dem Unfallereignis festgehalten habe, dass es sein Ziel sei, 

inskünftig wieder als Betriebsökonom zu arbeiten. Es sei nicht einzusehen, 

weshalb er trotz einer kurzen Überbrückungspause vor dem Unfallereignis 

nach dem Unfall nicht wieder als Betriebsökonom gearbeitet hätte. 

Nach Auffassung des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich nicht, bei der 

Ermittlung des Valideneinkommens von einer Tätigkeit mit allgemeinen 

Büro- und Sekretariatsarbeiten im privaten Sektor auszugehen, zumal 

dieses Einkommen nicht einmal dem Einkommen bei der H._____ AG 

entspreche und er auch im Rahmen solcher Büroarbeiten seine 

Kenntnisse als Betriebsökonom anwenden könne. Man müsse mithin auch 

beim Heranziehen der LSE-Tabellenlöhne, TA17 [recte: T17], die 

Position 25 [recte: 24] (Betriebswirtschafter und vergleichbare 

akademische Berufe) heranziehen bzw. ein Einkommen von CHF 8'123.-

- pro Monat berücksichtigen. 

- 31 -

11.3.1. Angesichts der gesundheitlichen und erwerblichen Biographie des 

Beschwerdeführers erscheint es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass 

er ohne das Unfallereignis per 1. August 2019 wieder als Betriebsökonom 

im Finanz- und Bankensektor tätig gewesen wäre, hat er doch letztmals 

im Jahr 2004 im Finanz- und Bankensektor gearbeitet (vgl. Bg-act. 280 ff. 

[N._____ AG / Februar bis Mai 2004]). Zuvor (September 1994 bis 

Dezember 2000) und danach (September 2005 bis Mai 2010) war er 

jahrelang bei der I._____ AG, dem Geschäft seiner Familie, tätig (vgl. Bg-

act. 280 ff.). Es ist davon auszugehen, dass er dort Tätigkeiten im 

kaufmännischen Bereich ausübte (vgl. Bg-act. 87 S. 8 und 631 S. 5 f. 

["Geschäftsführung, Führung der administrativen Geschäfte, Verwaltung, 

Personalwesen, Finanzplanung, Marketing und Werbung" bzw. 

"Disponent"]). Im Juli 2010 liess er sich bei der H._____ AG als 

Aussendienstmitarbeiter anstellen, wobei er nach rund drei Monaten 

zufolge Burn-Out aussteigen musste (vgl. Bg-act. 701 S. 2 ff., 631 S. 3, 

280 S. 2 sowie vorstehende Erwägung 11.2.2). Schliesslich erhielt er ab 

April 2011 Leistungen der Arbeitslosenkasse, bevor er im Juni 2011 im 

Rahmen einer Zwischenverdiensttätigkeit im Bereich Garten- und 

Landschaftspflege verunfallte (vgl. Bg-act. 1). Dass der Beschwerdeführer 

bereits kurz nach dem Unfallereignis festgehalten hatte, er wolle inskünftig 

wieder als Betriebsökonom arbeiten, ändert nichts daran, dass es 

aufgrund seiner Erwerbsbiographie nicht überwiegend wahrscheinlich ist, 

dass er ohne das Unfallereignis per 1. August 2019 wieder als 

Betriebsökonom im Finanz- und Bankensektor tätig gewesen wäre. 

11.3.2. Unter Berücksichtigung des vorstehend Gesagten ist es somit nicht zu 

beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des 

Valideneinkommens auf die LSE 2016, T17, Position 41 (allgemeine Büro- 

und Sekretariatskräfte; Kompetenzniveau 2), Männer, Alter 30 bis 

49 Jahre abstellt. Demgegenüber ist es nicht nachvollziehbar, weshalb auf 

Position 24 (Betriebswirtschafter/innen und vergleichbare akademische 

- 32 -

Berufe; Kompetenzniveau 4) abgestellt werden sollte, wie dies der 

Beschwerdeführer beantragt. Obwohl er neben einer Lehre zum 

kaufmännischen Angestellten eine Ausbildung zum Eidg. Dipl. 

Betriebsökonomen mit Zusatzkurs Unternehmensführung beim 

Schweizerischen Institut für Unternehmerschulung (vgl. Bg-act. 87 

S. 9 bis 13 [Abschluss im Jahr 1999]) sowie angeblich eine Ausbildung 

zum Finanzplaner (vgl. Bg-act. 87 S. 9 [1999 bis 2000; nicht belegt]) 

absolviert hat, ist es nach Auffassung des streitberufenen Gerichts nicht 

überwiegend wahrscheinlich, dass er per 1. August 2019 einen 

akademischen Beruf i.S.v. Position 24 ausgeübt hätte. Ebenso wenig 

rechtfertigt es sich, auf das vom Beschwerdeführer bei der H._____ AG 

erzielte Einkommen abzustellen (vgl. dazu Bg-act. 701 S. 2 ff.), zumal er 

nach rund drei Monaten zufolge Burn-Out aussteigen musste (vgl. Bg-

act. 631 S. 3 [1. Juli 2010 bis 8. Oktober 2010], 280 S. 2 sowie 

vorstehende Erwägung 11.2.2). Hinzu kommt, dass es sich nach Angaben 

des Beschwerdeführers von vornherein nur um eine vorübergehende 

Anstellung gehandelt hat (vgl. vorstehenden Erwägung 11.2.2). 

Schliesslich rechtfertigt es sich denn auch nicht, auf das im Unfallzeitpunkt 

im Zwischenverdienst erzielte Einkommen abzustellen. 

11.3.3. Das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die LSE 2016, T17, 

Position 41 ermittelte Valideneinkommen für Männer im Alter von 30 bis 

49 Jahre beläuft sich - angepasst an die betriebsübliche durchschnittliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und aufindexiert auf das Jahr 

2019 - auf CHF 85'871.-- (= CHF 6'769.-- x 12 x 41.7 / 40 x 1.004 x 1.005 

x 1.005). Damit liegt es sogar deutlich über dem vom Beschwerdeführer in 

den Jahren 2006 - 2009 bei der I._____ AG erzielten 

Durchschnittseinkommen von rund CHF 69'500.-- (vgl. Bg-act. 280 ff.; 

bzw. aufindexiert auf das Jahr 2019 rund CHF 74'400.--), welches bei der 

Ermittlung des Valideneinkommens herangezogen werden dürfte. Auch 

vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die 

- 33 -

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

sinngemäss davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer per 

1. August 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Einkommen von 

CHF 85'871.-- verdient hätte.

Der Vollständigkeit halber sei zudem noch Folgendes festgehalten: Zwar 

erzielte der Beschwerdeführer während seiner viermonatigen Tätigkeit bei 

der N._____ AG im Jahr 2004 ein Einkommen von rund CHF 7'000.-- pro 

Monat (vgl. Bg-act. 280 S. 3); abgesehen davon, dass es nicht 

überwiegend wahrscheinlich ist, dass er ohne das Unfallereignis per 1. 

August 2019 wieder als Betriebsökonom im Finanz- und Bankensektor 

tätig gewesen wäre (vgl. dazu vorstehende Erwägung 11.3.1), ist es 

allerdings nicht ausgewiesen, dass er jahrelang im Finanz- und 

Bankensektor gearbeitet und dabei ein Einkommen von mehr als 

CHF 120'000.-- pro Jahr erzielt hätte (vgl. Bg-act. 280 ff.), wie er dies 

geltend macht. 

12. Bei einem Valideneinkommen von CHF 85'871.-- und einem 

Invalideneinkommen von CHF 60'109.-- ergibt sich somit ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 30 %. Die Beschwerdegegnerin 

hat dem Beschwerdeführer somit zu Recht eine 30%ige UVG-Rente 

zugesprochen. 

13. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer zu Recht eine 

Integritätsentschädigung in der Höhe von 30 % zugesprochen wurde.

13.1.1. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) gilt ein Integritätsschaden als 

dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens 

mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn 

- 34 -

die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).

13.1.2. Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer 

Kapitalleistung gewährt (Satz 1). Sie darf den am Unfalltag geltenden 

Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und 

wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Satz 

2). Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 

gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der 

Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der 

Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden 

Skala (vgl. BGE 124 V 29 E.1b m.w.H.) häufig vorkommende und typische 

Schäden prozentual gewichtet. 

Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die 

Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des 

Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die 

Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird 

nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 

Satz 1). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der 

Medizinischen Abteilung der SUVA herausgegebenen Tabellen zur 

Integritätsentschädigung gemäss UVG stellen Feinraster für die 

Bemessung dar. Sie sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit 

denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (vgl. BGE 124 V 29 E.1c, 116 V 156 

E.3a m.w.H.).

13.1.3. Die Feststellung des Integritätsschadens ist eine Tatfrage, die ein 

Mediziner zu beurteilen hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_734/2019 

- 35 -

vom 23. Dezember 2019 E.4.2, 8C_121/2018 vom 14. Juni 2018 E.4.1, 

8C_42/2018 vom 6. Juni 2018 E.5.1 mit Hinweisen unter anderem auf 

BGE 132 V 393 E.3.2; vgl. auch BERGER, in: FRÉSARD-

FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Unfallversicherungsgesetz, Basel 2019, Art. 25 Rz. 13, wonach die 

Bestimmung des Grades des Integritätsschadens eine primär 

medizinische Aufgabe ist, die entsprechend den Ärzten zufällt). Dabei 

beurteilt sich die Schwere des Integritätsschadens einzig nach dem 

medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; allfällige individuelle 

Besonderheiten der versicherten Person bleiben, im Gegensatz zur 

privatrechtlichen Genugtuung, unberücksichtigt (vgl. BGE 115 V 147 E.1, 

113 V 218 E.4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_812/2010 vom 2. Mai 2011 

E.6.2). 

13.2.1. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2017 gewährte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 

20 % (vgl. Bg-act. 662). In seiner Beurteilung vom 7. Mai 2019 schätzte 

der Kreisarzt Dr. med. F._____ einen zusätzlichen Integritätsschaden von 

10 %. Er hielt im Wesentlichen fest, dass bei einer völligen 

Gebrauchsunfähigkeit der oberen Extremität eine 

Integritätsentschädigung von 50 % gewährt werde. Bei vorliegenden 

Restfunktionen im Sinne einer Hilfshand werde die 

Integritätsentschädigung auf 30 % geschätzt (vgl. Bg-act. 700). Gestützt 

darauf erhöhte die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung mit 

Verfügung vom 13. Juni 2019 um 10 % (vgl. Bg-act. 708). 

13.2.2. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts erscheint die kreisärztliche 

Integritätsschadensbeurteilung von insgesamt 30 % nachvollziehbar und 

beweiskräftig. Es ist den Akten nichts zu entnehmen, was gegen diese 

Beurteilung spricht bzw. eine 40%ige Integritätsentschädigung 

- 36 -

rechtfertigen würde, wie dies der Beschwerdeführer beantragt. Der 

Kreisarzt Dr. med. F._____ untersuchte den Beschwerdeführer am 

18. Dezember 2018 persönlich, nahm seine Beurteilung am 7. Mai 2019 

auf der Grundlage der gesamten Aktenlage vor und berücksichtigte die 

geklagten Beschwerden (vgl. Bg-act. 699 f.). Es sind keine Berichte von 

anderen (behandelnden) Ärzten vorhanden, die einen höheren 

Integritätsschaden angeben; vielmehr äusserte sich nur der Kreisarzt Dr. 

med. F._____ zu dieser Thematik und dies zuverlässig und schlüssig. Im 

Rahmen des Einspracheverfahrens begründete er seine Beurteilung 

vertiefter, indem er festhielt, dass ein vollständiger Handverlust mit 40 % 

und ein vollständiger Armverlust mit 50 % Integritätsentschädigung 

abgegolten werde (vgl. Bg-act. 725; vgl. SUVA Tabelle 3 S. 7). Tatsache 

ist, dass dem Beschwerdeführer die rechte obere Extremität als Ganzes 

erhalten blieb und sie insbesondere im beruflichen Alltag auch eingesetzt 

wird, wie etwa aus den Stellungnahmen von Dr. med. C._____ vom 

25. Juni 2019 und 11. September 2019 klar hervorgeht (vgl. Bg-act. 712 

und 721). Unter Optimierung der Arbeitsabläufe und Bewegungen (inkl. 

Autofahren) und wiederholter Einlegung von Pausen beschreibt Dr. med. 

C._____ die Situation des Beschwerdeführers als stabil (vgl. Bg-act. 721). 

Die Beschwerdegegnerin hat die Integritätsentschädigung somit in 

Ausübung ihres Ermessens rechtskonform auf 30 % festgelegt. Weitere 

Abklärungen hierzu erübrigen sich und in antizipierter Beweiswürdigung 

kann darauf verzichtet werden, da keine entscheidrelevanten 

Erkenntnisse zu erwarten wären (vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 E. 

5.3). 

14. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist. 

15. Gemäss aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 82a ATSG ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen – ausser bei 

mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung – kostenlos, weshalb für 

- 37 -

das vorliegende Verfahren keine Kosten erhoben werden. Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(vgl. Art. 61 lit. g ATSG). 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]