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**Case Identifier:** aea1254a-6851-5aaf-9e70-a6007cdb0792
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2012 sowie
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2012
**Docket/Reference:** DB.2014.220
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2014_220_pq.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.220 
1 ST.2014.277 

Entscheid 

29. Mai 2015 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Walter Balsiger, Steuerrichter Anton Tobler, Steuerrichter  
Michael Ochsner und Gerichtsschreiberin Vivienne Blunschi 

In Sachen 

A   A G ,    

vertreten durch Wenger Plattner,  
Goldbach-Center, Seestrasse 39, 8700 Küsnacht,  

gegen 

Beschwerdeführerin/
Rekurrentin,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2012 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2012 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Die  am  19.  März  2010  gegründete,  in  Urdorf  domizilierte  A  AG  (nachfol-

gend die Pflichtige) bezweckt laut Handelsregistereintrag die Beratung, das Consulting, 

die  Vermittlung  und  das  Portfoliomanagement  betreffend  Immobilien  sowie  Kauf  und 

Verkauf  von  Immobilien;  ferner  die  Entwicklung,  Realisierung  und  das  Management 

von Immobilienprojekten. Ihren Ertrag erwirtschaftet sie vorab aus der Zusammenarbeit 

mit der B AG, welche ebenfalls im Baubereich tätig und im Kanton Aargau domiziliert 

ist.  In  der  Jahresrechnung für  das Geschäftsjahr  1.1.  -  31.12.2012  wies  die  Pflichtige 

einen Gewinn von Fr. 84'454.- und ein Kapital von Fr. 356'571.- aus. Im Veranlagungs- 

bzw.  Einschätzungsverfahren  der  entsprechenden  Steuerperiode  untersuchte  der 

Steuerkommissär  diverse  Aufwandpositionen  und  forderte  er  dabei  auch  Unterlagen 

wie  Kontoblätter  und  Belege  ein;  schwergewichtig  ging  es  dabei  um  einen  Projekter-

folgsanteil  im  Betrag  von  Fr. 720'000.-,  welchen  die  Pflichtige  der  C AG  auf  deren 

Rechnung hin überwiesen hatte. Die letztere Gesellschaft hat ihren Sitz im Kanton Zug 

und hält sämtliche Aktien der Pflichtigen; ihre Aktien werden zu 100% von D gehalten, 

der damit indirekt auch die Pflichtige beherrscht.  

Gestützt auf das Untersuchungsergebnis hielt der Steuerkommissär dafür, die 

geschäftsmässige  Begründetheit  der  vorerwähnten  Zahlung  der  Pflichtigen  an  ihre 

Muttergesellschaft  sei  nicht  nachgewiesen.  Mit  Veranlagungsverfügung  und  Einschät-

zungsentscheid  vom  26.  August  2014  rechnete  er  den  entsprechend  verbuchten Ge-

schäftsaufwand  in  der  vollen  Höhe  von  Fr. 720'000.-  auf  und  nahm  er  zudem  noch 

kleinere  Korrekturen  im  Zusammenhang  mit  nicht  verbuchten  Privatanteilen  des 

Hauptaktionärs D im Betrag von Fr. 8'200.- vor. Dergestalt ergaben sich die folgenden 

Steuerfaktoren: 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2012            Direkte Bundessteuer     Staats- und Gemeindesteuern 

Steuerbarer Reingewinn 

Steuersatz 

Eigenkapital per 31.7.2009 

Steuerbares Kapital  

Steuersatz 

Fr. 

812'600.- 

8.5%   

391'000.- 

 Fr.  

812'600.- 

8% 

391'000.- 

0.75‰ . 

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B.  Die  hiergegen  am  24.  September  2014  erhobenen  Einsprachen,  mit  wel-

chen die Pflichtige die vollumfängliche Abzugsfähigkeit des aufgerechneten Dritthono-

rars  verfechten  liess,  wies  das  kantonale  Steueramt  mit  Entscheiden  vom  10.  Okto-

ber 2014 ab. 

C.  Mit  Beschwerde  und  Rekurs  vom  12.  November  2014  liess  die  Pflichtige 

beantragen,  sie  mit  einem  steuerbaren  Reingewinn  von  Fr.  92'600.-,  eventuell 

Fr. 509'300.-  und  subeventuell  Fr.  759'300.-  zu  veranlagen  bzw.  einzuschätzen.  Mit 

ausführlicher  Begründung  wurde  im  Hauptantrag  verfochten,  dass  das  aufgerechnete 

Dritthonorar in der Höhe von Fr. 720'000.- geschäftsmässig begründet sei; andernfalls 

sei die Aufrechnung um den Betrag von Fr. 250'000.- zu reduzieren, weil die C AG die 

Zahlung in diesem Umfang nicht erfolgswirksam verbucht habe und im Übrigen dürfe in 

jedem  Fall  die  im  Honorar  enthaltene  Mehrwertsteuer  von  Fr. 53'333.35  nicht  aufge-

rechnet werden. In formeller Hinsicht wurde zudem die Durchführung einer mündlichen 

Hauptverhandlung beantragt. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Vernehmlassung  vom  12.  Dezem-

ber 2014  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössische  Steuerverwaltung 

(EStV) liess sich nicht vernehmen.  

Im Rahmen eines 2. Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Eingaben vom 

29. Januar 2015 (Replik) bzw. 10. Februar 2015 (Duplik) an ihren Anträgen fest. 

Auf  die  Ausführungen  der  Parteien  in  den  verschiedenen  Rechtsschriften  ist  

– soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Das  Verfahren  vor  dem  Steuerrekursgericht  ist  grundsätzlich  schriftlich; 

es ergibt sich weder aus der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) noch aus der 

Europäischen  Menschenrechtskonvention  vom  4. November  1950  (EMRK)  ein  An-

spruch  auf  eine  mündliche  Verhandlung  bzw.  persönliche  Anhörung  im  Rechtsmittel-

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verfahren (VGr, 5. März 2014, SB.2013.105 + SB.2013.106, E. 5.4). So räumt der An-

spruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) keinen grundsätzlichen Anspruch auf 

eine  mündliche  Anhörung  ein  (BGr, 27. September  2013,  2C_104/2013,  E. 2, 

www.bger.ch; BGE 134 I 140 E. 5.3). Dasselbe gilt für das Recht auf ein faires Verfah-

ren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK; diese Garantie findet nach ständiger Rechtsprechung 

des Bundesgerichts und der europäischen Organe auf Steuerverfahren ohnehin keine 

Anwendung (BGr, 1. Juni 2010, 2C_24/2010, E. 3.2, www.bger.ch). 

b) Soweit die Pflichtige ihr formelles Begehren um Durchführung einer mündli-

chen Hauptverhandlung auf Art. 142 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die direkte Bun-

dessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 148 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) stützt, geben diese beiden Bestimmungen dem Rekursgericht wohl 

die  Möglichkeit  auf  Anordnung  einer  mündlichen  Verhandlung,  nicht  aber  der  Pflichti-

gen den Anspruch auf Durchführung einer solchen.  

c) Vorliegend besteht für das Rekursgericht kein Anlass für die Durchführung 

einer  mündlichen  Verhandlung,  so  dass  das  entsprechende  formelle  Begehren  abzu-

weisen ist.  

2. a) Der steuerbare Reingewinn einer juristischen Person setzt sich gemäss 

Art. 58 Abs. 1 DBG bzw. § 64 Abs. 1 StG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrech-

nung unter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahrs (lit. a bzw. Ziff. 1) sowie 

aus  allen  vor  Berechnung  des  Saldos  der  Erfolgsrechnung  ausgeschiedenen  Teilen 

des  Geschäftsergebnisses,  die  nicht  zur  Deckung  von  geschäftsmässig  begründetem 

Aufwand  verwendet  werden  (lit.  b  bzw.  Ziff.  2).  Zu  letzterem  gehören  insbesondere 

offene  und  verdeckte  Gewinnausschüttungen  und  geschäftsmässig  nicht  begründete 

Zuwendungen an Dritte (Art. 58 Abs. 1 lit. b al. 5 DBG, § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. e StG). 

b)  Geschäftsmässig  unbegründeter  Aufwand  liegt  vor,  wenn  dieser  keine 

Grundlage  in  der  geschäftlichen  Aktivität  findet,  d.h.  wenn  ein  sachlicher  Zusammen-

hang  zwischen  Aufwendung  und  Geschäftsbetrieb  fehlt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meu-

ter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009,  Art. 58 N 74 DBG, und Kommentar zum 

harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  3.  A.,  2013,  §  64  N  162  StG).  Verdeckte  Ge-

winnausschüttungen im Besonderen sind in Erfolgsrechnung und Bilanz  nicht als Ge-

winn ausgewiesene Leistungen einer Gesellschaft, mit denen sie ihren Aktionären oder 

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diesen  nahestehenden Personen  bewusst geldwerte Vorteile zuwendet,  die sie unbe-

teiligten Dritten nicht einräumen würde (RB 1982 Nr. 72, mit Hinweisen; Markus Reich, 

Verdeckte  Vorteilszuwendungen  zwischen  verbundenen  Unternehmen,  ASA  54,  

621 f.). Die Einräumung geldwerter Leistungen kann nicht nur in Form physischer Ver-

mögenszuwendungen an die Aktionäre erfolgen. Vielmehr bildet jede Leistung der Ge-

sellschaft  ohne  entsprechende  Gegenleistung,  die  nicht  im  geschäftlichen  Interesse, 

sondern  im  Interesse  der  Aktionäre  erbracht  wird,  eine  Gewinnausschüttung  (Reich, 

ASA,  54,  635  und  639,  auch  zum  Folgenden).  Als  Empfänger  einer  verdeckten  Ge-

winnausschüttung  kommen  nicht  nur  die  Anteilsinhaber,  sondern  auch  diesen  nahe-

stehende  Personen  in  Betracht  (VGr,  27. Januar  1987,  SB 51/1986,  mit  Hinweis  auf 

BGr, 17. September 1976, ASA 45, 595). Eine Hauptform verdeckter Gewinnausschüt-

tungen  besteht  darin,  dass  die  Gesellschaft  übersetzte  Gewinnungs-  und  Anschaf-

fungskosten  aufwendet  und  so  eine  überhöhte  Belastung  eines  Erfolgs-  oder  Be-

standskontos bewirkt (Reich, ASA 54, 613 ff.).  

Ob eine Vorteilszuwendung zwischen Gesellschaften, die von denselben Akti-

onären  beherrscht  werden,  geschäftsmässig  begründet  war,  ist  ausschliesslich  vom 

Standpunkt  der  steuerpflichtigen  juristischen  Person  aus  zu  beurteilen,  nicht  vom 

Standpunkt  des  Konzerns  aus,  dem  sie  angehört.  Massgebend  ist  nach  anerkannter 

schweizerischer  Auffassung  das  so  genannte  "at  arm's  length"-Prinzip  (RB 1985 

Nr. 42, mit Verweisungen). 

c) Ist streitig, ob einer Leistung der steuerpflichtigen Gesellschaft eine Gegen-

leistung  des  Aktionärs  bzw.  der  verbundenen  Gesellschaft  gegenübersteht,  trägt  die 

Gesellschaft  die  Beweislast  für  das  Vorhandensein  einer  solchen  Gegenleistung  

(VGr,  14. Juli  1999  =  StE 1999  B 72.14.2  Nr. 23;  Martin  Zweifel,  Die  Sachverhaltser-

mittlung  im  Steuerveranlagungsverfahren,  1989,  S. 111  f.,  auch  zum  Folgenden).  Ist 

umstritten,  ob  zwischen  den  gegenseitigen  Leistungen  ein  offensichtliches  Missver-

hältnis  bestehe und ob deshalb  auf  eine  verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen 

werden  dürfe,  hat  die  Steuerbehörde  durch  ihre  Untersuchungen  den  steuerbegründ-

enden Umstand des offensichtlichen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegen-

leistung  aufzuzeigen,  mithin  darzutun,  dass  eine  Leistung  der  Gesellschaft ganz  oder 

teilweise  nicht  geschäftsmässig  begründet  sein  kann  (vgl.  StE 1990  B 24.4. Nr. 25). 

Darauf obliegt dem Steuerpflichtigen wiederum der Nachweis, dass trotz Missverhältnis 

zwischen  Leistung  und  Gegenleistung  keine  verdeckte  Gewinnausschüttung  anzu-

nehmen ist (vgl. StRK II, 26. Mai 1999, 2 ST.1999.194). 

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Der den Steuerpflichtigen obliegende Beweis einer angemessenen Gegenleis-

tung  setzt  eine  spätestens  vor  Rekursgericht  zu  gebende  substanziierte  Sachdarstel-

lung  voraus  (RB 1987  Nr. 35,  mit  Hinweisen,  auch  zum  Folgenden).  Substanziiert  ist 

die  Sachdarstellung  dann,  wenn  aus  ihr  die  vorgetragenen  tatsächlichen  Behauptun-

gen in der Weise detailliert hervorgehen, dass bereits gestützt auf diese Vorbringen –

aber unter Vorbehalt einer Beweiserhebung – eine zweifelsfreie rechtliche Beurteilung 

des behaupteten Sachverhalts möglich ist (vgl. VGr, 15. Dezember 1989, SB 89/0050). 

Fehlt es an einer in diesem Sinn genügenden Substanziierung – welche im Beweisver-

fahren nicht nachgeholt werden kann (RB 1980 Nr. 69) –, hat das Rekursgericht keine 

Untersuchung  zu  führen,  um  sich  die  erforderlichen  Grundlagen  zu  beschaffen 

(RB 1975 Nr. 64), und hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit der Wirkung, dass 

der  Nachweis  der  mangelhaft  behaupteten  Tatsachen  zuungunsten  des  hierfür  be-

weisbelasteten Steuerpflichtigen als gescheitert zu betrachten ist. Für die von ihm ver-

fochtene,  hinreichend  substanziierte  Sachverhaltsschilderung  hat  er  sodann  von  sich 

aus  zum  Beweis  geeignete  Unterlagen  einzureichen oder  diese  wenigstens unter ge-

nauer Bezeichnung anzubieten (vgl. RB 1975 Nr. 55). 

3.  a)  Ausgelöst  wurde  die  steueramtliche  Untersuchung  im  Zusammenhang 

mit  der  hier  strittigen  Gewinnaufrechnung  durch  den  Umstand,  dass  die  Pflichtige  in 

ihrer  Jahresrechnung  2012  über  das  Ertragskonto  "6550  Fremdarbeiten"  einen  erklä-

rungsbedürftigen Negativbetrag von Fr. 666'772.60 verbucht hatte.  

b) Diese Untersuchung förderte Folgendes zu Tage: 

aa) Der Pflichtigen wurde am 28. Februar 2012 von der C AG ein Betrag von 

Fr. 720'000.- (Fr. 666'666.65 zuzüglich MWST von Fr. 53'333.35) für deren "Anteil am 

Projekterfolg gemäss  Vertrag"  für  die  Projekte "Zürich Wipkingen,  ……strasse"  sowie 

"Knonau, ……..weg" in Rechnung gestellt. Verbucht hat sie den entsprechenden Zah-

lungsausgang im Betrag von Fr. 666'666.65 (ohne MWST) am 8. März 2012 mit nega-

tivem Vorzeichen über das besagte Ertragskonto "6550 Fremdarbeiten". Weiter zeigte 

sich, dass die Pflichtige ihrerseits am 28. Februar 2012 der B AG einen "Anteil am Pro-

jekterfolg gemäss Vertrag" für die besagten Projekte in der Höhe von Fr. 800'000.- (Fr. 

740'740.75  zuzüglich  Mehrwertsteuer  von  Fr. 59'259.25)  in  Rechnung  gestellt  hatte. 

Verbucht hat sie den entsprechenden Zahlungseingang ebenfalls per 8. März 2012 auf 

dem Ertragskonto "6000 Betriebsertrag". 

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Zu  diesen  beiden  gegenläufigen  Geldflüssen  (Ertrag  bzw.  Minusertrag)  liess 

die  Pflichtige  erklären,  sowohl  sie  wie  auch  die  C  AG  hätten  an  Projekten  der  B  AG 

einen Gewinnanteil zugute gehabt; gesamthaft habe dieser Fr. 800'000.- betragen. Der 

Einfachheit halber habe sie (die Pflichtige) der B AG den Gesamtbetrag in Rechnung 

gestellt und danach der C AG den dieser zustehenden Anteil von Fr. 720'000.- vergütet 

(vgl.  Auflageantwort  vom  5.  Mail  2014  mit  den  Kontoauszügen  6000  und  6050  samt 

Rechnungsbelegen im Anhang). 

bb) Auf telefonisches Nachfragen des Steuerkommissärs hin liess die Pflichti-

ge mit Schreiben vom 17. Juli 2014 einen zwischen ihr und der B AG abgeschlossenen 

"Kooperationsvertrag" einreichen; dieser datiert vom 29. März 2010 und ist nicht unter-

zeichnet.  Darauf  Bezug  nehmend  liess  sie  sodann  ausführen,  dass  die  in  Frage  ste-

henden Projekte per 2007 gestartet worden seien. Weil die Pflichtige erst im März 2010 

gegründet worden sei, seien also schon zuvor erhebliche Vorleistungen erbracht wor-

den.  Im  Kooperationsvertrag  sei  geregelt,  dass  der  Pflichtigen  10%  der  Leistungen 

zustünden, welche von der B AG geleistet würden. Die Differenz zwischen der Belas-

tung der Pflichtigen an die  B AG (also Fr. 800'000.-) und der Rechnung der C AG an 

die Pflichtige (also Fr. 720'000.-) entspreche genau den vertraglich abgemachten 10%.  

cc) Gestützt auf diese wenig transparente Sachlage setzte der Steuerkommis-

sär die Untersuchung mit folgenden Bemerkungen fort (vgl. Mahnung zur Auflageerfül-

lung  vom  21.  Juli  2014):  Der  vorgelegte  Kooperationsvertrag  beziehe  sich  einzig  auf 

die Beziehung  der  Pflichtigen mit der  B  AG,  nicht  jedoch  auf  diejenige mit  der  C  AG, 

womit die geschäftsmässige Begründetheit des der Letzteren ausgerichteten Projekter-

folgsanteils  von  Fr. 720'000.-  nicht  erstellt  sei.  Es  bleibe  folglich  anhand  von  beweis-

kräftigen  Belegen  aufzuzeigen,  dass  die  C  AG  pro  2012  tatsächlich  Leistungen  zu-

gunsten  der  Pflichtigen  erbracht  habe,  welche  im  Drittvergleich  ein  entsprechendes 

Honorar  rechtfertigten.  Im  Übrigen  sei  die  behaupte  Aufteilung  90%  zu  10%  gemäss 

Kooperationsvertrag wohl eher umgekehrt. 

dd) Die  Pflichtige  liess  in  der  Folge  mit  Eingabe  vom  21.  August  2014  auch 

einen  zwischen  ihr  und  der  C  AG  abgeschlossenen  Kooperationsvertrag  einreichen; 

dieser Vertrag zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft datiert vom 2. April 2010 und 

ist  auf  beiden  Seiten  von  D  unterzeichnet.  In  Ziff.  4  dieses  Vertrags  ist  festgehalten, 

dass  der  Pflichtigen  bei  "gesellschaftsübergreifenden  Mandaten"  lediglich  eine  Auf-

wandentschädigung von 10% zustehe; 90% der verrechneten Erfolgsbeteiligung seien 

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der C AG abzugeben. Auf diese Regelung Bezug nehmend liess die Pflichtige ausfüh-

ren, dass die Leistungen für das in Frage stehende Projekt "früher, und nicht durch die 

Pflichtige"  erbracht  worden  seien.  Die Arbeiten  der  Pflichtigen  hätten  sich  auf  wenige 

Schlussarbeiten  beschränkt,  wie  Garantieabnahmen,  Handwerkerlisten  etc.;  mit  10% 

des  Gewinnanteils  seien  diese  mehr  als  gut  abgegolten  worden.  Die  im  März  2010 

gegründete Pflichtige habe für einen Einmannbetrieb in den ersten drei Geschäftsjah-

ren stolze Zahlen präsentiert; ein noch besseres Ergebnis hätte sie aus Arbeitsleistun-

gen gar nicht erzielen können. Bei der Weiterleitung des 90%igen Projekterfolgs durch 

die  C  AG  handle  es  sich  um  eine  vertragliche  Vereinbarung  und  nicht  etwa  um  eine 

Gewinnverschiebung  in  einen  anderen  Kanton.  Die  C  AG  habe  diesen  Ertrag  denn 

auch ordentlich deklariert und versteuert.  

ee) Der Steuerkommissär vertrat in der Veranlagungsverfügung bzw. im Ein-

schätzungsentscheid  den  Standpunkt,  dass  mit  den  vorgelegten  Kooperationsverträ-

gen und den abgegebenen Behauptungen betreffend die 90%-Erfolgsbeteiligung der C 

AG die geschäftsmässige Begründetheit der Zahlung über Fr. 720'000.- in keiner Wei-

se  nachgewiesen  worden  sei.  In  der  gegebenen  Konstellation  (Leistungsaustausch 

zwischen  Tochter-  und  Muttergesellschaft)  seien  für  den  Nachweis,  dass  Leistungen 

bzw.  Abgeltungsgeldflüsse  einem  objektiven  Drittvergleich  standhielten,  Detailbelege 

erforderlich, welche das genaue Ausmass sowie die Art der erbrachten Tätigkeiten im 

Einzelnen erkennen liessen; zu denken sei etwa an Arbeitsrapporte, E-Mails und der-

gleichen.  Wieso  die  C  AG  gemäss  Kooperationsvertrag  mit  der  Pflichtigen  90%  des 

Projekterfolgs erhalten sollte, sei unerfindlich, zumal in Ziff. 1 des Vertrags angegeben 

werde,  dass  diese  an  Investments  beteiligt  sei,  welche  mit  einem  geringen  Stunden-

aufwand erbracht werden könnten. Der Kooperationsvertrag halte folglich einem Dritt-

vergleich nicht stand. Die C AG sei sodann nur unwesentlich bzw. knapp drei Monate 

vor der Pflichtigen gegründet worden, womit wenig glaubhaft sei, dass mit der Weiter-

leitung  der  Fr.  720'000.-  bereits  von  der  C  AG  erbrachte  Leistungen  abgegolten  wor-

den seien.  

ff) Mit der Einsprache liess die Pflichtige (neben einem nunmehr unterzeichne-

ten Kooperationsvertrag mit der B AG) als einziges zusätzliches Beweismittel die Jah-

resrechnung  2012 der C AG einreichen und ansonsten zum Sachverhalt folgende er-

gänzende Ausführungen machen:  

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Im Jahr 2006 hätten D und E eine Zusammenarbeit im Baubereich vereinbart. 

Der  Erstere  sei  seit  2007  Geschäftsführer  der  B  AG  und  der  Letztere  Verwaltungsrat 

und Hauptaktionär der F AG, Wallisellen, gewesen. Gemäss Vereinbarung hätte D mit 

50% an der B AG beteiligt werden sollen. Vor diesem Hintergrund habe Letzterer ge-

gen Ende 2009 die C AG gegründet, um in diese die zu erwerbenden Teile der B AG 

einzubringen und über diese kleinere Vermittlungs- und Sondergeschäfte abzuwickeln. 

Ausserdem  habe  er  beabsichtigt,  die  Mittel  der  C  AG  in  Liegenschaften  und  weitere 

Beteiligungen  zu  investieren,  die  C  AG  also  als  Beteiligungs-  und  Immobiliengesell-

schaft auszugestalten. Kurz nach Gründung der C AG habe E mitgeteilt, dass die Be-

teiligung von D an der B AG nicht mehr erwünscht sei, die laufenden Projekte jedoch 

weiterhin geteilt werden sollten und D deshalb eine eigene operative Gesellschaft zur 

Abwicklung der gemeinsamen Projekte gründen solle. Das Arbeitsverhältnis zwischen 

der B AG und D sei alsdann per Ende März 2010 aufgelöst worden. Im gleichen Monat 

habe  D  in  der  Folge  (als  operativ  tätige  Gesellschaft  im  Bereich  Beratung,  Planung, 

Realisierung sowie Kauf und Verkauf von Immobilien) die Pflichtige gegründet, an wel-

cher die C AG sämtliche Anteile halte. D habe absichtlich eine Tochtergesellschaft der 

C  AG  zur  Abwicklung  der  gemeinsamen  Projekte  mit  der  B  AG  gegründet,  weil  eine 

gewisse  Nähe  der  beteiligten  Gesellschaften  im  Auftritt  gegen  Aussen  beabsichtigt 

gewesen sei; dies zeige sich in der Namensgebung "B". Die C AG sei demgegenüber 

für  andere  Geschäfte,  die  Risikoübernahme  sowie  das  Halten  der  Beteiligungen  be-

stimmt gewesen.  

Die  laufenden  Arbeiten  der  B  AG  (insbesondere  im  Zusammenhang  mit  der 

Erfüllung  von Totalunternehmer-Mandaten)  seien  per  1.  März  2010  auf Mandatsbasis 

an die Pflichtige übertragen worden. Im entsprechenden Kooperationsvertrag zwischen 

der  B  AG  und  der  Pflichtigen  sei  in  Ziff.  3.1.2  eine  hälftige  Abrechnung  abgemacht 

worden; insbesondere Kostenunterschreitungserfolge bzw. sogenannte "Erfolgsbeteili-

gungen",  welche  gemäss  den  Verträgen  mit  den  jeweiligen  Investoren  der  B  AG  zu-

stünden, hätten also zu 50% an die Pflichtige abgegeben werden müssen. Für Projek-

te, welche in den Jahren 2006 bis 2010 und somit über eine Zeitspanne von 5 Jahren 

abgewickelt worden seien, habe sich im Jahr 2012 eine solche Zahlung von der B AG 

an die Pflichtige von Fr. 800'000.- ergeben.  

Wie  erwähnt  sei  die  C  AG  als  Beteiligungs-  und  Liegenschaftengesellschaft 

ausgestaltet,  was  auch  ein  Blick  in  deren  Jahresrechnung  2012  bestätige.  Inhaltlich 

bestehe deren Hauptaufgabe neben dem Halten eines Liegenschaftenportfolios in der 

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strategischen Leitung der Gruppengesellschaften und der Risikoübernahme. Nebenbei 

übe sie im Rahmen von "Aufträgen mit geringem Zeitaufwand"  auch eine untergeord-

nete operative Tätigkeit aus, weshalb sie steuerlich im Kanton Zug nicht als Holdingge-

sellschaft  qualifiziere.  Die  Pflichtige  sei  demgegenüber  als  Tochtergesellschaft  aus-

schliesslich  operativ  tätig  und  treffe  keine  Projektentscheidungen.  Sie  übernehme 

keine Verantwortung bzw. kein Geschäftsrisiko für Projekte mit Erfolgsbeteiligung; das 

Risiko liege immer bei der C AG. Aufgrund dieser gruppeninternen Organisation sei am 

2.  April  2010  der  Kooperationsvertrag  zwischen  der  Pflichtigen  und  der  C  AG  unter-

zeichnet  worden.  In  diesem  werde  in  Ziff.  1  wohl  erwähnt,  dass  die  Geschäfte  der  C 

AG mit geringem Zeitaufwand erbracht werden könnten. Es sei jedoch zu berücksichti-

gen,  dass  die  C  AG  das  "gesamte  Unternehmerrisiko  (strategischer  und  finanzieller 

Natur)" für diese Projekte mit Erfolgsbeteiligung trage, weswegen nicht nur die hohen 

Erträge, sondern auch das Verlustrisiko bezüglich der Abgeltung berücksichtigt werden 

müsse.  Die  Pflichtige  erbringe  für  diese  Projekte  nur  untergeordnete  administrative 

Tätigkeiten  (wie  das  Erstellen  von  Projektabrechnungen),  weswegen  ihr  Anteil  von 

10%  an  der  Erfolgsbeteiligung  von  Fr. 800'000.-  im  Sinn  der  Aufwandentschädigung 

nach Ziff. 4 des Kooperationsvertrags gut bemessen sei.  

Fragen lasse sich allenfalls, ob es sinnvoller gewesen wäre, wenn der Koope-

rationsvertrag mit der B AG von der Muttergesellschaft C AG statt von der Pflichtigen 

abgeschlossen worden wäre. Jedoch sei der gemeinsame Auftritt gegenüber Investo-

ren  von  der  B  AG  und der  Pflichtigen  namensbedingt  beabsichtigt gewesen,  weshalb 

man an der gewählten Variante festgehalten habe, wonach die Pflichtige die Erfolgsbe-

teiligung  von  der  B  AG  vereinnahme  und  zu  90%  an  die  risikotragende  Muttergesell-

schaft weiterleite. Dem Ertrag der C AG stehe damit also nicht grosser stundenmässi-

ger  Aufwand 

gegenüber, 

sondern 

hauptsächlich 

die  Übernahme 

des 

Unternehmerrisikos. Die Zahlung der Pflichtigen an die Muttergesellschaft C AG quali-

fiziere  demnach  nicht  als  Entschädigung  einer  bezogenen  Leistung  in  Form  einer  Ar-

beitsleistung, 

sondern 

als 

Entschädigung 

für 

die  Übernahme 

des  

finanziellen  und  strategischen  Unternehmerrisikos.  Aus  diesem  Grund  spiele  die  

steuerbehördlich  erwähnte  kurze  Frist  zwischen  der  Gründung  der  C  AG  und  der 

Pflichtigen gar keine Rolle. Insgesamt stelle damit die streitbetroffene Weiterleitung der 

Fr. 720'000.-  an  die  Muttergesellschaft  C  AG  geschäftsmässig  begründeten  Aufwand 

dar.  

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gg) Die Einsprachebehörde würdigte all diese Vorbringen in der Folge dahin-

gehend, dass sich der faktische Zweck der C AG auf die Abschöpfung von Gewinn der 

Pflichtigen beschränke; schleierhaft sei dabei, wieso sie gemäss der vorgelegten Jah-

resrechnung 2012 keine entsprechende Erfolgsbeteiligung verbucht habe. Unbestritte-

nermassen trete gegenüber Dritten stets und ausschliesslich die Pflichtige auf, weshalb 

davon  auszugehen  sei,  dass  im  Rahmen  der  Mandate  bzw.  Auftragsverhältnisse  pri-

mär  diese  Verantwortliche  und  Haftungsverpflichtete  sei.  Konkrete  Vertragsgestaltun-

gen  mit  Dritten,  welche  auf  eine  vollumfängliche  Risikoabwälzung  an  die  

Muttergesellschaft  C  AG  schliessen  liessen,  seien  nicht  vorgelegt  worden.  Die  Sach-

darstellung  betreffend  die  angebliche  Risikoverteilung  erscheine  insgesamt  als  reine 

Schutzbehauptung.  Dies  folge  auch  daraus,  dass  gemäss  Kooperationsvertrag  der 

Pflichtigen  mit  der  B  AG  die  jeweiligen  Verträge  im  Namen  und  auf  Rechnung  der 

Pflichtigen  abgeschlossen  würden und die  C  AG  darin nirgends erwähnt werde.  Dem 

Kooperationsvertrag der Pflichtigen mit der C AG lasse sich ebenfalls nichts im Hinblick 

auf die geltend gemachte Risikoabwälzung bzw. Aufgabenteilung entnehmen. Die Risi-

kotragung entspreche im Übrigen auch nicht dem Zweck der C AG gemäss Handelsre-

gistereintrag.  Die  Jahresrechnung  der  C  AG  lasse  sodann  erkennen,  dass  diese  (mit 

Ausnahme von ausserkantonaler Liegenschaftenbewirtschaftung) keinerlei substantiel-

len Leistungen erbringe. Die verbuchten Raumkosten liessen es dabei als fraglich er-

scheinen, ob sich die tatsächliche Verwaltung und damit der Sitz der Gesellschaft tat-

sächlich im Kanton Zug und nicht vielmehr am Wohnsitz des Alleinaktionärs in Zürich 

befinde.  Schliesslich  sei  festzuhalten,  dass  das  von  der  Pflichtigen  verfochtene  Ge-

schäftsmodell dazu führte, dass jeglicher Gewinn operativer Gesellschaften rasch und 

mühelos in steuergünstige Gefilde im In- und Ausland verschoben werden könnte.  

hh)  Beschwerde-  und  rekursweise  lässt  die  Pflichtige  im  Wesentlichen  die 

Sachverhaltsschilderung  der  vorgängigen  Einsprachen  wiederholen  und  Folgendes 

ergänzen: Die Einsprachebehörde gehe zu Unrecht davon aus, dass die C AG nur den 

Gewinn der Pflichtigen abschöpfe, weil sie sich nur auf schriftliche Dokumente abstütze 

und  die  tatsächlichen  Verhältnisse  basierend  auf  mündlichen  Vereinbarungen  unbe-

rücksichtigt lasse bzw. den Sachverhalt insoweit ungenau abgeklärt habe. Dass die C 

AG Garantien für die Tochtergesellschaft eingehen und die Risikotragung übernehmen 

könne,  werde  vom  statutarischen  Zweck  gedeckt.  Die  Pflichtige  und  die  C  AG  seien 

sich von  Anfang  an  darin  einig  gewesen,  dass  die  Letztere für  die  Risikotragung  ver-

antwortlich  sei,  auch  wenn  dies  schriftlich  nirgends  festgehalten  werde;  zum  diesbe-

züglichen Beweis würden D und E als Zeugen angeboten. In Ziff. 1 und 2 des Koopera-

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tionsvertrags  sei  sodann festgelegt,  dass  die  C AG für  die  Projekte mit Erfolgsbeteili-

gung verantwortlich sei und die Pflichtige risikoarme Geschäfte abwickle. Eine Erfolgs-

beteiligung impliziere stets auch eine Risikoübernahme. Diese Risikoübernahme könne 

sodann ohne weiteres in mündlichen Vereinbarungen geregelt werden. Sie werde zu-

dem auch in der Jahresrechnung der C AG abgebildet: In dieser sei nämlich von den 

Fr. 720'000.- ein Anteil von Fr. 250'000.- nicht als Ertrag verbucht worden, was einem 

Viertel  der  latenten  Risikopositionen  entspreche,  welche  gemäss  interner  Auflistung 

der C AG den Betrag von Fr. 987'000.- erreichten.  

Eine  Gewinnverschiebungsabsicht  bestehe  im  Übrigen  nicht,  weil  im  folgen-

den Sinn alle Formen der sogenannten funktionsadäquaten Substanz erfüllt seien: 

- Lokale  formale  Substanz  bzw.  adäquate  Büroräumlichkeiten  mit  Arbeitsplät-

zen und Infrastruktur: Die C AG verfüge bei der F AG zwar nicht über fixe Bü-

roräumlichkeiten, könne jedoch – im Sinn eines "shared office space" – einen 

Arbeitsplatz  inklusive  Infrastruktur  nach  Bedarf  in  Anspruch  nehmen.  D  halte 

sich  rund  einmal  wöchentlich  in  diesen  Büroräumlichkeiten  auf,  wie  dies  aus 

einer  Aufstellung  bezüglich  ausgeführter  Arbeiten  für  die  C  AG  hervorgehe. 

Angesichts dieser geringen Anwesenheitszeiten und des nicht exklusiven Bü-

roarbeitsplatzes rechtfertige sich der tiefe Mietzins von Fr. 150.- pro Monat.  

- Personelle  Substanz:  D  als  einziger  Verwaltungsrat  und  geschäftsführendes 

Organ  beziehe  einen  aufwandunabhängigen  Lohn  aus  der  C  AG. 

Überschlagsmässig erreichten seine Leistungen für die C AG einen Wert von 

Fr. 112'000.-, was seinen Lohn deutlich übersteige.  

-  Finanzielle  Substanz:  Die  C  AG  weise  per  Ende  2012  ein  gesundes  Eigen- 

und  Fremdfinanzierungsverhältnis  auf;  ohne  Hypothek  betrage  der  Fremdfi-

nanzierungsgrad rund 30%, was auf eine stabile Eigenfinanzierung hindeute. 

Aus alledem ergebe sich, dass keine Gewinnverschiebungsabsichten bestan-

den hätten, sondern die C AG für die Risikotragung verantwortlich gewesen sei. 

4. a) Auszugehen ist zunächst davon, dass die Pflichtige mit der B AG im Im-

mobilienbereich  zusammenarbeitet.  Die  beiden  Gesellschaften  haben  unter  dem  Na-

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men "B Immobilien" denn auch einen gemeinsamen Internetauftritt, in welchem sie ihre 

Dienstleistungen  (wie:  Suche  von  Grundstücken,  Entwicklung  und  Realisierung  von 

Immobilienprojekten,  Immobilienhandel,  Bauherrentreuhand  und  Bauherrenvertretung, 

Portfoliomanagement  etc.)  präsentieren.  In  dieser  Internetpräsentation  werden  unter 

"Portrait" die beiden Gesellschaften auf gleicher Stufe mit ihren Verwaltungsratspräsi-

denten E und D vorgestellt. Zu diesem gemeinsamen Aussenauftritt passt der Koope-

rationsvertrag  zwischen  der  Pflichtigen  und  der  B  AG,  datierend  vom  29.  März  2010. 

Die  ersten  Vertragsziffern  regeln  die  Zusammenarbeit  und  die  Aufgaben  der  beiden 

Gesellschaften, wobei für Details auf (nicht aktenkundige) separate Verträge verwiesen 

wird. In Ziff. 3.1 des Kooperationsvertrags ist die Honorierung der Pflichtigen geregelt, 

bestehend  aus  einer  (eher  komplexen)  Grundberechnung  (Ziff.  3.1.1)  und  einer  Er-

folgsbeteiligung  (Ziff.  3.1.2).  Betreffend  Erfolgsbeteiligung  wird  dabei  festgehalten, 

dass  die  Realisierung  von  Bauprojekten  mittels  separaten Totalunternehmerverträgen 

mit Kostendach zwischen der B AG, der Pflichtigen und der G (= Baugenossenschaft) 

geregelt  werde.  Der  Kostendachunterschreitungserfolg  gehe  alsdann  im  Umfang  von 

60%  an  die  G  und zu 40%  an  die  B  AG;  die Letztere  teile  ihren Anteil  hälftig mit  der 

Pflichtigen, welche also mit 20% am Projekterfolg beteiligt sei.  

Vor diesem Hintergrund hat also die Pflichtige der B AG am 28. Februar 2012 

unter  Bezugnahme  auf  zwei  konkrete  Projekte  (Zürich  Wipkingen,  ……strasse,  und 

Knonau,  …..weg)  Rechnung 

gestellt 

über 

pauschal 

Fr. 

800'000.-  

(Fr.  740'740.75  +  8%  MWST  von  Fr.  59'259.25)  für  ihren  Anteil  am  diesbezüglichen 

Projekterfolg.  Den  Nettoertrag  (ohne  MWST)  hat  sie  alsdann  am  8.  März  2012  

dem Konto "6000 Betriebsertrag" gutgeschrieben. Insoweit 

ist  der  Sachverhalt  un-

bestritten  und  auch  ohne  weiteres  nachvollziehbar:  Zwei  Gesellschaften  arbeiten  im 

Immobilienbereich zusammen und teilen sich nach Projektende (im Sinn von Ziff. 3.1.2 

des Kooperationsvertrags) die vereinbarte Erfolgsbeteiligung. 

b) Die Pflichtige hat nun aber von den vereinnahmten Fr. 800'000.- einen An-

teil  von  Fr.  720'000.-  ihrer  im  Kanton  Zug  domizilierten  Muttergesellschaft  C  AG  wei-

tergeleitet. Wenn eine Gesellschaft eine vertragsgemäss erarbeitete Erfolgsbeteiligung 

im Umfang von 90% an eine nahestehende Gesellschaft weiterleitet, ist dies stark er-

klärungsbedürftig. Den steuerlichen Beweislastregeln folgend hat die Pflichtige folglich 

nachzuweisen,  dass  die  sich  massiv  auf  ihren  Jahresgewinn  auswirkende  Weiterlei-

tung geschäftsmässig begründet ist. Diesen Nachweis konnte sie nicht erbringen: 

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aa)  Gemäss  Rechnung der  C  AG  vom  28.  Februar  2012  umfasst  der  Betrag 

von Fr. 720'000.- den Anteil, welchen diese am Erfolg betreffend die beiden Projekte in 

Zürich-Wipkingen und Knonau "gemäss Vertrag" zugute hat. Als einzigen Vertrag ein-

gereicht hat die Pflichtige den mit der C AG per 2. April 2010 abgeschlossenen Koope-

rationsvertrag.  Unterzeichnet  wurde  dieser  zwischen  Mutter-  und  Tochtergesellschaft 

abgeschlossene Vertrag auf beiden Seiten von D. In diesem Vertrag wird in einer Prä-

ambel  (Ziff.  0)  festgehalten,  dass  der  Vertrag  die  Zusammenarbeit  und  die  Kerntätig-

keiten der beiden Gesellschaften regle und festlege, wie im Zusammenhang mit "mög-

licherweise  überschneidenden  Geschäftsfällen"  abgerechnet  werde.  Was  die 

Kerntätigkeiten der C AG betrifft, wird alsdann in Ziff. 1 angeführt, dass sich diese an 

Investments verschiedenster Art beteiligen könne; zudem würden insbesondere Kom-

missionsgeschäfte resp.  Geschäfte mit  Erfolgsbeteiligung  über  die  C AG  abgewickelt. 

Das Merkmal letzterer Geschäfte bestehe darin, dass sie mit einem geringen Stunden-

aufwand  erbracht  werden  könnten.  Betreffend  Kerntätigkeiten  der  Pflichtigen  wird  in 

Ziff.  2  festgehalten,  dass  diese  Geschäfte  abwickle,  welche  über  verkaufte  Stunden 

abgerechnet  würden;  dies  seien  insbesondere  Beratungsmandate  und  Bauherrenver-

tretungsmandate.  In Ziff.  3  ist  schliesslich  vermerkt,  es bestehe die  Möglichkeit,  dass 

Mandate  einen  gesellschaftsübergreifenden  Charakter  hätten;  dieser  Geschäftsfall 

liege vor, wenn ergänzend zu einem nach Stunden resp. Aufwand honorierten Mandat 

mit  dem  Auftraggeber  eine  zusätzliche  Erfolgsbeteiligung  vereinbart  sei.  Schliesslich 

lautet Ziff. 4 im Wortlaut wie folgt: 

"Gesellschaftsübergreifende  Mandate  werden entsprechend  der  erbrach-

ten  Kerntätigkeit  verrechnet.  Beispiel:  Eine  pauschal  erbrachte Bauher-

renvertretungsleistung wird aus der A AG (= die Pflichtige) erbracht und 

entsprechend  von  der  A  AG  verrechnet.  Eine  allenfalls  zusätzlich  ver-

einbarte Erfolgsbeteiligung – welche letztlich erst ein gesellschaftsüber-

greifendes  Mandat  ausmacht  –  wird  dieser  Kerntätigkeit  entsprechend 

von der C AG verrechnet. Es ist dabei nicht auszuschliessen, dass aus 

praktischen Überlegungen und der Einfachheit halber (einheitlicher Auf-

tritt nach aussen) ein Gesamtmandat von der A AG formuliert wird. Falls 

die  Erfolgsbeteiligung  Wirksamkeit  erlangt,  wird  diese  zwar  von  der  A 

AG  nach  aussen  verrechnet,  im  Innenverhältnis  steht  der  A  AG  jedoch 

lediglich  eine  Aufwandentschädigung  von  10%  des  gesamten  Re-

chungsbetrages zu. 90% der verrechneten Erfolgsbeteiligung sind der C 

AG abzugeben." 

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bb)  Vertragliche  Abmachungen  zwischen  verbundenen  Gesellschaften,  bei 

welchen sich eine natürliche Person (hier D) auf beiden Seiten verantwortlich zeichnet, 

sind nicht per se unzulässig. Entscheidend ist unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten 

letztlich, ob ein dergestalt vereinbarter Leistungsaustausch einem Drittvergleich stand-

hält. Davon kann in Bezug auf den vorgelegten Kooperationsvertrag keine Rede sein: 

Klar  formuliert  ist  in  diesem  Vertrag  nach  dem  Gesagten  einzig,  dass  die 

Pflichtige bei "gesellschaftsübergreifenden Mandaten, welche mit Erfolgsbeteiligungen 

verbunden  sind",  90%  der  jeweiligen  Erfolgsbeteiligung  der  C  AG  abzugeben  hat. 

Selbstredend  würde  im  Drittvergleich  eine  gewinnorientierte  Gesellschaft,  welche  ge-

stützt auf ihren ordentlichen Geschäftsgang (hier = die Zusammenarbeit mit der B AG 

im  Immobilienbereich)  Erfolgsbeteiligungen  von  mehreren  hunderttausend  Franken 

erzielen  kann,  niemals  auf  die  Idee  kommen,  90%  davon  einer  anderer  Gesellschaft 

abzugeben;  es  sei  denn,  diese  andere  Gesellschaft  würde  einer  solchen  Aufteilung 

entsprechende gewichtige Leistungen erbringen. Vorliegend ist indes gestützt auf den 

Kooperationsvertrag  nicht  erwiesen,  dass  die  C  AG  überhaupt  Leistungen  zugunsten 

der Pflichtigen erbringt. Ist in diesem Vertrag davon die Rede, dass die C AG sich an 

Investments  beteiligen  kann  oder  dass  über  die  C  AG  "Geschäfte  mit  Erfolgsbeteili-

gung" abgewickelt werden können, so folgt daraus nicht, dass die C AG in diesem Zu-

sammenhang Leistungen erbringt, mit welchen sie sich eine 90%ige Erfolgsbeteiligung 

verdient. Hinzu kommt, dass gerade zu den "Geschäften mit Erfolgsbeteiligung" noch 

bemerkt wird, diese könnten "mit geringem Stundenaufwand" erbracht werden. Welche 

Leistungen hinter diesem "geringen Stundenaufwand" stehen und wieso diese gemäss 

Vertrag  eine  90%-Beteiligung  rechtfertigen  könnten,  bleibt  das  Geheimnis  der  Ver-

tragsparteien. 

cc)  Als  Zwischenergebnis  steht  damit  fest,  dass  sich  dem  vorgelegten  allge-

meinen  Kooperationsvertrag  nicht  entnehmen  lässt,  welche  Leistungen  die  C  AG  all-

gemein  für  die  Pflichtige  erbringt,  geschweige  denn,  welches  ihre  Leistungen  im  Zu-

sammenhang  mit  den  hier  betroffenen  Projekten  in  Zürich-Wipkingen  und  Knonau  

waren. Klar ist lediglich, dass allfällige Leistungen der C AG nur geringen Stundenauf-

wand hätten verursachen können. Dies widerspiegelt sich denn auch in deren Jahres-

rechnung:  

Der gesamte Geschäftsaufwand der C AG betrug per 2012 Fr. 112'595.75 und 

betrifft  grossmehrheitlich  Steueraufwand.  Der  Anteil  an  Personalkosten  beläuft  sich 

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lediglich auf Fr. 20'400.- (= offenbar das Verwaltungsratshonorar von D). Die gesamten 

Raumkosten  erreichen  mit  Fr.  1'800.-  p.a.  (=  Fr.  150.-  pro  Monat)  einen  Betrag,  für 

welchen man in der einschlägigen zuger Gemeinde allenfalls einen Autoabstellplatz im 

Freien mieten kann; dazu passen die Jahreskosten für Telefon/Porti/Fax von Fr. 37.50. 

Von  adäquaten  Büroräumlichkeiten  mit  Arbeitsplätzen  und  Infrastruktur,  welche  nach 

Bedarf in Anspruch genommen werden können, kann bei solchen Verhältnissen nicht 

die Rede sein. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die C AG per 2012 im Kanton Zug 

gar  nicht  aktiv  war  und  jedenfalls  keine  sich  in  üblichem  Geschäftsaufwand  (vgl.  den 

diesbezüglichen  Aufwand  der  Pflichtigen  in  ihrer  Jahresrechnung)  niederschlagende 

Leistungen  erbracht  hat,  sondern  dort  lediglich  über  ein  Briefkastendomizil  verfügte. 

Der  von  der  C  AG  verbuchte  Geschäftsaufwand  hält  einem  Drittvergleich  also  dann 

stand, wenn man ihn mit den Kosten vergleicht, welche einer Gesellschaft üblicherwei-

se für das Führen eines Briefkastendomizils in einer steuergünstigen Gemeinde anfal-

len.  

dd)  Dass  sich  die geschäftsmässige  Begründetheit  der  streitigen  Zahlung  an 

die  C  AG  mit  dem  Kooperationsvertrag  nicht  nachweisen  lässt,  hat  denn  auch  die 

Pflichtige  eingesehen,  indem  sie  im  Rechtsmittelverfahren  neu  geltend  machte,  die 

streitige  Zahlung  an  ihre  Muttergesellschaft  qualifiziere  nicht  als  Entschädigung  für 

bezogene  Leistungen  in  Form  von  Arbeitsleistungen,  sondern  als  Entschädigung  für 

die  Übernahme  des  finanziellen  und  strategischen  Unternehmerrisikos,  wobei  Letzte-

res  schriftlich nirgends festgehalten, jedoch  von der  Pflichtigen und der  C  AG gewollt 

gewesen sei.  

Auf die in letzterem Zusammenhang angebotene Zeugeneinvernahme ist aus 

den folgenden Gründen ohne weiteres zu verzichten: Wenn die Risikotragung die Ge-

genleistung für die schriftlich vereinbarte 90%-Erfolgsbeteiligung sein soll, ist zunächst 

nicht  nachvollziehbar,  wieso  dies  im  Kooperationsvertrag  nicht  ebenfalls  festgehalten 

worden ist, sondern von den Vertragsparteien nur mündlich vereinbart worden sein soll 

(letztlich also von D mit sich selber); dass in einem schriftlichen Vertrag nur die Geld-

leistung, nicht aber die Gegenleistung festgelegt wird, ist völlig realitätsfremd. Gäbe es 

eine solche Vereinbarung, wäre sodann erneut ein Drittvergleich anzustellen. "At arm's 

length" betrachtet ist aber wiederum nicht nachvollziehbar, wieso die Pflichtige als ge-

winnorientierte  Gesellschaft,  welche  gestützt  auf  ihren  ordentlichen  Geschäftsgang 

offenkundig  sehr  hohe  Erfolgsbeteiligungen  erzielen  kann,  90%  dieser  Erfolgsbeteili-

gung  einer  Drittgesellschaft  für  die  Risikotragung  überlassen  sollte.  Dabei  hat  die 

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Pflichtige nicht einmal dargelegt, welches Risiko ihr denn die C AG abgenommen ha-

ben soll. Soweit sie beschwerde- und rekursweise eine Liste mit dem Titel "Zusammen-

fassung  der  latenten  Risikopositionen  2012,  anteilsmässig  C  AG"  einreichte,  kann  ihr 

diese nicht weiterhelfen. Aufgelistet werden in dieser Liste zahlreiche Einzelpositionen 

(wie  z.B.  "Allgemeine  Mängelrisiken  2-jährige  Garantieabnahme  Fr. 30'000.-"  oder 

"Nachträge  Entsorgung  Altlasten  Fr.  8'000.-"),  welche  verschiedenste  Bauprojekte 

betreffen und insgesamt knapp 1 Mio. Fr. erreichen, und hinsichtlich welcher gemäss 

Angabe der Pflichtigen eine Eintretenswahrscheinlichkeit von 25 - 30% bestehen soll. 

Allerdings  erreichen  die  Positionen,  welche  die  hier  in  Frage  stehenden  Projekte  in 

Zürich-Wipkingen  und  Knonau  betreffen,  lediglich  einen  Betrag  von  237'000.-,  womit 

mit dem besagten Risikofaktor ein Risikobetrag von rund Fr. 60'000.- verbleibt. Ob ein 

solches Risiko tatsächlich besteht, ist allerdings fraglich, ist doch grundsätzlich davon 

auszugehen,  dass  eine  vereinbarte  Erfolgsbeteiligung  wegen  Kostenunterschreitung 

erst ausbezahlt wird, wenn die Kosten definitiv feststehen. Selbst wenn dem so wäre, 

so  wäre  im  Rahmen  eines  Drittvergleichs  davon  auszugehen,  dass  die Pflichtige  von 

der  vereinnahmten  Erfolgsbeteiligung  von  Fr. 800'000.-  ganz  einfach  den  besagten 

Risikobetrag von Fr. 60'000.- zurückgestellt hätte (Passivierung einer entsprechenden 

Rückstellung, welche bei Nichteintreten des Risikofalls später erfolgswirksam aufgelöst 

werden könnte). Niemals würde sie unter solchen Umständen indes auf die Idee kom-

men, dieses weniger als 10% der Einnahmen betragende Risiko einer (nicht naheste-

henden)  Drittgesellschaft  zu  übertragen  und  dieser  dafür  90%  der  Einnahmen  ab-

zugeben.  

ee)  Die Abgabe  von  90%  der  vereinnahmten  Erfolgsbeteiligung  an  die C  AG 

erklärt  sich  nach  alledem  nur  mit  dem  Nahestehendenverhältnis  und  der  offensichtli-

chen Absicht, Gewinn von der im Kanton Zürich domizilierten Pflichtigen zur im steuer-

günstigeren im Kanton Zug domizilierten Muttergesellschaft zu verschieben. Damit fehlt 

der Weiterleitung der Erfolgsbeteiligung an die C AG die geschäftsmässige Begründet-

heit und ist diese folglich von der Steuerbehörde zu Recht aufgerechnet worden.  

5.  a)  Im  Eventualantrag  macht  die  Pflichtige  unter  Bezugnahme  auf  die  vor-

stehend  bereits  erwähnte  Liste  mit  den  Risikopositionen  geltend,  die  C  AG  habe  die 

streitbetroffene  Zahlung  von  Fr.  666'666.65  (Fr.  720'000.-  exkl.  MWST)  nicht  vollum-

fänglich  als  Ertrag,  sondern  im  Umfang  von  Fr.  250'000.-  unter  "Vorauszahlungen 

Kunden"  im  Sinn  einer  Rückstellung  verbucht.  Unter  dem  Titel  von  geschäftsmässig 

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nicht  begründetem  Aufwand  könne  eine  verdeckte  Gewinnausschüttung  nicht  höher 

sein,  als  der  effektiv  verbuchte  Ertrag  aus  dieser  Transaktion,  ansonsten  begründet 

werden  müsste,  inwiefern  die  verbuchten  Erträge  zu  gering  ausgefallen  sein  sollten. 

Mithin könne nur ein Betrag von Fr. 416'666.- aufgerechnet werden.  

b) Zu beurteilen ist der von der Pflichtige über das Konto 6550 Fremdarbeiten 

erfolgswirksam verbuchte Aufwand in der Höhe von Fr. 666'666.65 (ohne MWST), wel-

cher  eine  Zahlung  an  die  Muttergesellschaft  C  AG  betrifft  und  nach  dem  vorstehend 

Gesagten geschäftsmässig nicht begründet ist. Wie immer diese Zahlung ertragsseitig 

bei der C AG verbucht worden ist, interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Mass-

gebend ist allein, dass das Gewinnergebnis der Pflichtigen zu Unrecht um diesen Be-

trag geschmälert worden ist, was es steuerlich zu korrigieren gilt.  

6. a) Ebenfalls eventualiter lässt die Pflichtige dafür halten, dass von der strit-

tigen Zahlung über Fr. 720'000.- an die Muttergesellschaft jedenfalls der darin enthal-

tene Mehrwertsteueranteil  von Fr. 53'333.35  nicht aufgerechnet werden könne, denn 

dieser sei nicht erfolgswirksam über das Konto "1170 Debitor MWST Dienstleistungen" 

verbucht worden. Allgemein könne die an den Rechnungssteller bezahlte MWST, wel-

che  wiederum  als  Vorsteuer  zurückgefordert  werde,  nicht  als  nicht  geschäftsmässig 

begründeter Aufwand qualifiziert werden. Die MWST von Fr. 53'333.35 sei an die C AG 

bezahlt  worden,  welche  diesen  Betrag  gemäss  MWST-Abrechnung  Q2/2012  an  die 

ESTV  abgeliefert  habe; die  Pflichtige habe  diesen Betrag  in ihrer  MWST-Abrechnung 

Q2/2012  als  Vorsteuer  zurückgefordert.  Wenn  die  Steuerbehörde  von  einer  Gewinn-

ausschüttung an die Muttergesellschaft inklusive Mehrwertsteuer ausgehe, widerspre-

che  dies  der  Tatsache,  dass  Gewinnausschüttungen  im  Sinn  der  MWST  als  Nicht-

Entgelte gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. f des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom 

12. Juni 2009 (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG) qualifizierten. 

b) Die Vorinstanz hält dem in der Beschwerde- und Rekursantwort entgegen, 

dass  aus  steuerlicher  Sicht  von  der  C  AG  keine  Leistungen  erbracht  worden  seien, 

weshalb von einer ungerechtfertigten und damit gegenstandslosen Vorsteuerforderung 

auszugehen  sei,  welche  die  EStV  nicht  rückerstatten  würde  und  damit  kein  werthalti-

ges Guthaben darstelle.  

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c) Erwiesen ist zunächst, dass die C AG der Pflichtigen am 28. Februar 2012 

Rechnung  über  Fr.  720'000.-  gestellt  hat  (Fr.  666'666.65  zuzüglich  Fr. 53'333.45 

MWST)  und  die  Pflichtige  ihrer  Muttergesellschaft  diesen  Gesamtbetrag  am  8. 

März 2012  gemäss  Hinweis  auf  der  Rechnung  in  der  Folge  auch  überwiesen  

hat. Den Nettobetrag hat sie, wie vorstehend erwähnt, am 8. März 2012 erfolgswirksam 

über  das  Konto  "6550  Fremdarbeiten"  verbucht,  womit  noch  der  Frage  nachzugehen 

ist,  wie  sich  der  bezahlte  Mehrwertsteueranteil  auf  ihre  Jahresrechnung  2012  ausge-

wirkt hat. Wiederum interessiert in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht, wie die 

C  AG  diesen  Geschäftsvorfall  verbucht  hat  bzw.  ob  sie  die  Fr.  53'333.45  zu  Unrecht 

der  EStV  abgeliefert  hat  (vgl.  die  diesbezügliche  Abrechnung),  weil  sie  in  Tat  und 

Wahrheit gar keine mehrwertsteuerpflichtige Leistungen erbracht hat. Massgebend ist 

wiederum die buchhalterische Behandlung des Geschäftsvorfalls bei der Pflichtigen: 

Gemäss  Buchhaltung  hat  die  Pflichtige  den  Mehrwertsteueranteil  der  Rech-

nung ihrer Muttergesellschaft (= Fr. 53'333.35) im Konto "1170 Debitor MWST Dienst-

leistungen" mit dem Betreff "8% von Fr. 666'666.65" eingebucht; Gegenkonto der Bu-

chung  ist  das  Konto  "1020"  (gemäss  Jahresrechnung  =  Guthaben  auf  einem 

Bankkonto  bei  der  Aargauer  Kantonalbank).  Tatsächlich  erfolgte  damit  keine  erfolgs-

wirksame  Aufwandbuchung,  sondern  ein  Aktiventausch,  indem  der  Abgang  der 

Fr. 53'333.35  auf  dem  Bankkonto  (zur  Zahlung  an  die  C  AG)  durch  eine  (Vorsteuer-) 

Forderung gegenüber der EStV ersetzt worden ist. Wenn nun – wie die Vorinstanz da-

für  hält  –  diese  aktivierte  Forderung  nicht  werthaltig  war,  so  hätte  sich  dies  erst  er-

folgswirksam ausgewirkt, wenn sie abgeschrieben worden wäre. Dies hat die Pflichtige 

indes nicht getan; vielmehr hat sie nach eigenen Angaben die Forderung im Rahmen 

der  Mehrwertsteuerabrechnung  für  das  Quartal  II  (1.4. - 30.6.2010)  mit  entsprechen-

den Mehrwertsteuerschulden verrechnet und damit die Forderung realisiert (vgl. diese 

Abrechnung,  in  welcher  allerdings  ein  Vorsteuerabzug  von  Fr. 52'124.85  aufgeführt 

ist).  Unter  dem  Strich  bedeutet  dies,  dass  der  fragliche  Mehrwertsteueranteil  aus  der 

Rechnung  der  C  AG  letztlich  zulasten  der  ESTV  ging,  welche  von  der  C AG  jedoch 

ebendiesen Anteil wiederum überwiesen erhalten hat; für die ESTV resultiert dergestalt 

ein Nullsummenspiel  ohne  Korrekturbedarf.  Bei  der  Pflichtigen  wirkten  sich diese  Bu-

chungen  demzufolge  nicht  auf  den  Gewinn  aus;  letztlich  hat  sie  einfach  ihre  Mehr-

wertsteuerschulden  mit  einem  Umweg  über  die  Muttergesellschaft  beglichen.  Damit 

kann aber insoweit auch keine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen und ist damit 

der entsprechenden steuerbehördlichen Aufrechnung der Boden entzogen.  

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d)  Mit  ihren  Eventualanträgen  dringt  die  Pflichtige  mithin  insoweit  durch,  als 

sich von der streitbetroffenen Zahlung von Fr. 720'000.- an die C AG allein das Netto-

betreffnis  von  Fr.  666'666.35  (ohne  Mehrwertsteueranteil  von  Fr.  53'333.35)  als  ge-

schäftsmässig nicht begründet erweist (verdeckte Gewinnausschüttung). Die steuerba-

ren  Gewinne  sind  entsprechend  zu  reduzieren  bzw.  neu  gemäss  Subeventualantrag 

auf Fr. 759'300.- festzulegen.  

7. Nach alledem sind die Beschwerde und der Rekurs teilweise gutzuheissen.  

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Parteien anteilsmässig 

aufzuerlegen (Art. 144  Abs. 1  und  Abs. 5 DBG; §§ 150b  und 151 Abs. 1  StG).  Partei-

entschädigungen sind nicht zuzusprechen. 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde  wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin wird für die 

direkte Bundessteuer, Steuerperiode 1.1. - 31.12.2012, mit einem steuerbaren Ge-

winn von Fr. 759'300.- (Steuersatz 8,5%) veranlagt. 

Das steuerlich massgebende Eigenkapital der Steuerperiode 1.1. - 31.12.2012 be-

trägt Fr. 391'000.- (Art. 131 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrentin  wird  für  die  Staats-  und 

Gemeindesteuern,  Steuerperiode  1.1.  -  31.12.2012,  mit  einem  steuerbaren  Rein-

gewinn von Fr. 759'300.- (Gewinnsteuersatz  8%) und einem steuerbaren Eigenka-

pital von Fr. 391'000.- (Kapitalsteuersatz  0.75‰) eingeschätzt. 

[…] 

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