# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3499d0cc-7bea-5fa4-bf91-0b537d155e11
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.06.2008 UV 2007/124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-124_2008-06-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/124

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 03.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2008
Art. 6 UVG. Prüfung der Frage des Kausalzusammenhangs zwischen 
Knieschmerzen, welche der Unfallversicherung im Jahr 2007 gemeldet 
wurden, und einem Unfall im Jahr 1976 sowie Abklärung der 
Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2008, UV 
2007/124).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 3. Juni 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1945 geborene S.___ erlitt am 1. Juni 1967 während des Militärdienstes einen 

Unfall, indem er beim Transport einer Munitionskiste stolperte und nach vorne stürzte 

(MV-act. 2). Er zog sich dabei einen Meniskuskantenabriss am rechten Kniegelenk 

sowie eine Risswunde und eine Kontusion am rechten Ringfinger zu (MV-act. 5, 6). Am 

3. Oktober 1967 wurde im Kantonsspital Uznach eine Meniskektomie rechts 

durchgeführt (MV-act. 13). Im Rahmen von Nachuntersuchungen im Februar und Mai 

1970 wurde neben einer Kreuzbandinsuffizienz mit weicher vorderer Schublade eine 

beginnende Arthrose festgestellt (MV-act. 38, 39). Die Militärversicherung erbrachte für 

den Unfall vom 1. Juni 1967 die gesetzlichen Leistungen (MV-act. 46).

A.b   Im Februar 2003 meldete sich der gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

versicherte S.___ aufgrund zunehmender Schmerzen in beiden Knien bei der Suva 

(Suva-act. 4). Am 26. August 2003 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. 

med. A.___ statt. Im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht (Suva-act. 25) führte 

Dr. A.___ aus, der Versicherte leide einerseits an Beschwerden im Sinn eines 

Panvertebralsyndroms bei Wirbelsäulenfehlstatik und degenerativen 

Wirbelsäulenveränderungen sowie radiologisch densitometrisch und histologisch 

bestätigter Osteoporose (vgl. dazu Suva-act. 1, 2, 3, 30). Diese Beschwerden ständen 

nicht mit einem bei der Suva versicherten Unfall in Zusammenhang. Des weiteren 

bestehe eindrucksmässig eine Gonarthrose beidseits. Rechtsseitig gehe die 

Gonarthrose auf einen bei der Militärversicherung versicherten Unfall aus dem Jahr 

1967 zurück. Röntgenbilder ständen nicht zur Verfügung. Was das linke Knie 

anbelange, habe der Versicherte laut eigenen Angaben im Jahr 1973 einen 

Nichtbetriebsunfall mit Aussenmeniskusläsion und Seitenbandläsion erlitten, die im 

Spital Uznach operativ behandelt worden seien. Falls die Suva damals für diesen Unfall 

und die operative Behandlung aufgekommen sei, müsse die linksseitige Gonarthrose 

zumindest teilweise damit in Zusammenhang gebracht werden, was die Zuständigkeit 

der Suva zur Folge hätte (Suva-act. 25). Abklärungen der Suva beim Spital Uznach 

ergaben, dass beim Versicherten am 11. Dezember 1998 eine Arthroskopie am linken 

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Knie sowie eine Teilresektion des lateralen Meniskus vorgenommen worden waren 

(Suva-act. 31, 32). Am 6. November 2003 berichtete Dr. A.___, dass der 

Nichtbetriebsunfall im Jahr 1976 stattgefunden habe; die Suva sei damals 

kostenpflichtig gewesen. Die Übernahme des Rückfalls bezüglich des linken Knies 

gehe demzufolge in Ordnung (Suva-act. 33). Am 6. Juli 2004 fand im Spital Wetzikon 

auf Zuweisung von Dr. A.___ eine radiologische Untersuchung des linken Kniegelenks 

des Versicherten statt, die eine beginnende Gonarthrose sowie eine beginnende 

Retropatellararthrose, jedoch keine Anhaltspunkte für frische traumatische ossäre 

Läsionen zeigte (Suva-act. 49). Gestützt auf das Untersuchungsergebnis führte Dr. 

A.___ im Bericht vom 12. Juli 2004 aus, dass die leichte Pangonarthrose noch keinen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründe. Wenn man allerdings eine 

längerfristige Verschlimmerung infolge Progredienz der degenerativen Veränderungen 

mitberücksichtige, könne der Integritätsschaden entsprechend einer knapp mässig 

ausgeprägten Pangonarthrose nach der Suva-Feinrastertabelle 5.2 (Integritätsschaden 

bei Arthrosen) auf 10% geschätzt werden. Die Behandlung könne, was das linke 

Kniegelenk anbelange, unter Wahrung des Rückfallmelderechts abgeschlossen werden 

(Suva-act. 50). Mit Verfügung vom 14. Juli 2004 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung für einen Integritätsschaden von 10% zu (Suva-act. 52).

A.c    Am 13. April 2007 meldete der Versicherte erneut Schmerzen im linken Knie 

(Suva-act. 59), deretwegen er bereits am 8. März 2007 in der Rosenklinik am See, 

Rapperswil, von Dr. med. B.___, Orthopädische Chirurgie FMH, untersucht worden war 

(Suva-act. 60). Am 31. Mai 2007 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. 

C.___ statt (Suva-act. 64). Nach Eingang eines neurologischen Untersuchungsberichts 

von D.___, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Juli 

2007 (Suva-act. 67), erstattete der Kreisarzt am 31. Juli 2007 nochmals einen kurzen 

Bericht, in dem er darlegte, das linke Kniegelenk werde letztendlich nicht ursächlich für 

die bestehende Schmerzsymptomatik gesehen, weshalb für die Suva aktuell keine 

weitere Leistungspflicht bestehe (Suva-act. 69).

A.d   Mit Verfügung vom 15. August 2007 stellte die Suva die Versicherungsleistungen 

für die Folgen des Unfalls vom 24. Juli 1976 per 15. August 2007 ein. Die neurologische 

Untersuchung vom 24. Juli 2007 gehe zu Lasten der Krankenkasse. Auf Grund der 

vorliegenden medizinischen Unterlagen seien die aktuellen Beschwerden nicht mehr 

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unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur. Der Zustand, wie er sich auch 

ohne den Unfall vom 26. April 1976 eingestellt hätte (Status quo sine) sei erreicht 

(Suva-act. 71).

B.        

B.a   Am 20. August 2007 gab der Versicherte eine Einsprache gegen die Verfügung 

vom 15. August 2007 zu Protokoll (Suva-act. 73). Gleichentags erhob auch die Helsana 

als Krankenversicherer des Versicherten vorsorglich Einsprache (Suva-act. 74), zog 

diese jedoch nach Einsicht in die Akten am 18. September 2007 wieder zurück (Suva-

act. 76).

B.b Mit Entscheid vom 14. November 2007 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-

act. 80).

C.        

C.a   Gegen diesen Entscheid erhob S.___ am 4. November 2007 bei der Suva erneut 

Einsprache (recte: Beschwerde). Die Suva leitete die Eingabe am 17. Dezember 

zuständigkeitshalber an das kantonale Versicherungsgericht weiter (vgl. Art. 30 und 

Art. 58 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2008 beantragte die Suva Abweisung 

der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

C.c   Mit Replik vom 15. Februar 2008 äusserte sich der Beschwerdeführer zur 

Beschwerdeantwort. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer 

Duplik.

Erwägungen:

1.         

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1.1    Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per 15. 

August 2007 einen Kausalzusammenhang zwischen den ihr vom Beschwerdeführer am 

13. April 2007 gemeldeten Schmerzen im linken Knie und dem Unfallereignis im Jahr 

1976 verneint und ihre Leistungen eingestellt hat oder ob sie dem Beschwerdeführer 

über dieses Datum hinaus Versicherungsleistungen zu erbringen hat.

1.2    Die Beschwerdegegnerin macht in formeller Hinsicht geltend, die 

Beschwerdeschrift des Beschwerdeführers genüge den Eintretensvoraussetzungen von 

Art. 61 lit. b ATSG nicht. Es fehle eine korrekte Auseinandersetzung mit den 

Erwägungen des Einspracheentscheids, weshalb das Gericht von Amtes wegen zu 

prüfen habe, ob auf die Beschwerde überhaupt eingetreten werden könne.

Gemäss Art. 61 lit. b ATSG muss die Beschwerde eine gedrängte Darstellung des 

Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Die formellen 

Anforderungen an eine Beschwerde sind grundsätzlich gering (Kieser, ATSG-

Kommentar, Art. 61 Rz 37) und können in Bezug auf die Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 4. November 2007 als erfüllt betrachtet werden. Mit der 

Beschwerde wird ausdrücklich der Einspracheentscheid vom 14. November 2007 

angefochten, in dem der Sachverhalt ausführlich dargestellt ist. Sinngemäss darf damit 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seinerseits von diesem 

Sachverhalt ausgeht. In Bezug auf das Rechtsbegehren wird vorausgesetzt, dass der 

Wille der Beschwerde führenden Partei erkennbar wird, die sie betreffende Rechtslage 

zu ändern. Das Rechtsbegehren muss nicht ausdrücklich formuliert sein, sondern kann 

auch der Begründung entnommen werden (Kieser, a.a.O., Art. 61 Rz 39). Der 

vorliegenden Beschwerde ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf 

seine gesundheitlichen Probleme mit dem linken Knie weitere Versicherungsleistungen 

der Beschwerdegegnerin verlangt (vgl. Ziff. 1 der Beschwerde). Zudem ergibt sich aus 

der Beschwerde, dass der Beschwerdeführer die Kausalität zwischen den fraglichen 

Beschwerden am linken Knie und dem Unfall im Jahr 1976 nach wie vor als gegeben 

erachtet (vgl. Ziff. 4 der Beschwerde; Kieser, a.a.O., Art. 61 Rz 40). Unter diesen 

Umständen kann auf die Beschwerde, soweit sie die Beschwerden im linken Knie 

betrifft, eingetreten werden. Nicht Gegenstand des angefochtenen 

Einspracheentscheids und damit auch nicht Streitgegenstand des vorliegenden 

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Verfahrens bilden allfällige Beschwerden im rechten Knie. Diese würden unstreitig zu 

Lasten der Militärversicherung gehen.

2.         

2.1    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zutreffend dar. Gleiches 

gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltende 

Voraussetzung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis 

und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im weiteren voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2; BGE 125 V 461 E. 5a mit 

Hinweisen). Vorliegend steht fest, dass die Beschwerdegegnerin mit der Ausrichtung 

von Leistungen ursprünglich die Unfallkausalität, das heisst sowohl den natürlichen wie 

den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 26. April 1976 

und den nachfolgenden Beschwerden im linken Kniegelenk anerkannt hat. Mit der 

Einstellung der Leistungspflicht per 15. August 2007 für die im April 2007 erneut 

gemeldeten Beschwerden im linken Knie erachtet sie diese als nicht mehr kausal zum 

Unfallgeschehen bzw. die kausale Bedeutung als dahingefallen. Bei der Prüfung des 

Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es für das Fortbestehen 

des natürlichen Kausalzusammenhangs, dass der Unfall für die gesundheitliche 

Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Die einmal anerkannte Leistungspflicht 

des Unfallversicherers entfällt erst, wenn der Unfall in keiner Weise mehr die natürliche 

oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 

noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Das Dahinfallen der 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender 

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Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast beim Unfallversicherer 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b).

2.2    Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Experten begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung 

grundsätzlich auch Gutachten folgen, welche die Suva im Administrativverfahren 

einholt, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc; RKUV 2000 Nr. U 377 S. 186 E. 4a).

2.3    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).

3.         

3.1    Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer im Rahmen 

einer radiologischen Untersuchung im Spital Wetzikon am 6. Juli 2004 eine leichte 

Gonarthrose im Bereich des linken Kniegelenks mit degenerativen Veränderungen in 

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allen Kompartimenten erhoben wurde (Suva-act. 49). Die Gonarthrose wurde von 

Kreisarzt Dr. A.___ als Folge einer beim Unfall im Jahr 1976 erlittenen Aussenmeniskus- 

und Seitenbandläsion links eingestuft (Suva-act. 47, 50). Dr. A.___ schätzte den 

Integritätsschaden unter Berücksichtigung einer längerfristigen Verschlimmerung 

infolge Progredienz der degenerativen Veränderungen auf 10% (Suva-act. 50, 51). Mit 

Verfügung vom 14. Juli 2004 wurde dem Beschwerdeführer eine entsprechende 

Integritätsentschädigung zugesprochen (Suva-act. 52). Streitig im vorliegenden 

Prozess ist, ob die vom Beschwerdeführer am 13. April 2007 gemeldeten Schmerzen 

im linken Knie auch über den 15. August 2007 hinaus noch auf das Unfallereignis im 

Jahr 1976 zurückzuführen sind. Laut Angaben des Beschwerdeführers tritt der fragliche 

Schmerz meist in Ruhe beim Sitzen oder nachts im Liegen auf und hat den Charakter 

eines stromartig plötzlich einschiessenden Schmerzes. Dieser könne sich bis zu 20 Mal 

repetitiv in kurzer Zeit wiederholen und reiche ungefähr von der Mitte der 

Oberschenkelinnenseite ausstrahlend bis zum Unterschenkel, lokalisiere sich aber 

verstärkt an der Innenseite des linken Kniegelenks. Daneben bestehe im linken 

Kniegelenk ein belastungsabhängiger Schmerz, der bereits seit längerer Zeit ungefähr 

im gleichen Ausmass vorhanden sei (Suva-act. 64).

3.2     Dr. B.___ hielt im Bericht vom 14. März 2007 fest, der Beschwerdeführer sei von 

Seiten seines linken Kniegelenks trotz seiner Vorgeschichte (Status nach offener 

lateraler Meniskektomie nach Knietrauma links 1976) bis Ende 2006 weitgehend 

beschwerdefrei gewesen. Seit einem Sturz im Januar 2006 auf das Gesäss, gefolgt von 

einer zunehmenden Schwellung im linken Knie, klage er über belastungsabhängige 

Schmerzen. Klinisch zeige der Beschwerdeführer ein hinkfreies Gangbild. Das linke 

Kniegelenk weise einen diskreten Erguss auf. Die Motilität sei unwesentlich 

eingeschränkt. Die Gelenkspalten seien druckempfindlich. Lateral zeige sich zusätzlich 

ein Rotationsschmerz. Radiologisch sei der laterale Gelenkspalt etwas verschmälert. In 

beiden Kompartimenten erkenne man Meniskusverkalkungen. Bei der 

Einbeinaufnahme unter Belastung in 10° Flexion komme es lateral zu einer deutlichen 

Gelenkspaltverschmälerung. In dieser Projektion zeige sich ein grosser Osteophyt am 

lateralen Femurcondylus. Die aktuelle Schmerzsymptomatik im linken Knie interpretiere 

er als aktivierte posttraumatische Valgusgonarthrose bei Chondrocalzinose bei Zustand 

nach lateraler Meniskektomie nach einem Unfall im Jahr 1976. Die Indikation für eine 

arthroskopische Gelenktoilette sei im Augenblick relativ. Es sei ein abwartendes 

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Vorgehen zu empfehlen. Zur Entlastung des lateralen Gelenkkompartiments sei ein 

konservativer Therapieversuch mit einem MBT-Schuh gestartet worden. Sollte sich die 

Situation nicht beruhigen, wäre eine arthroskopische Gelenktoilette zu empfehlen 

(Suva-act. 60). Der Kreisarzt Dr. C.___ hielt in seinem Untersuchungsbericht vom 31. 

Mai 2007 fest, ab Januar 2007 habe sich eine Schmerzsymptomatik im linken Bein 

entwickelt, die von ihrer Art und Weise am ehesten mit einem radikulären Symptom zu 

vereinbaren sei, auch wenn lokal eine Auslösbarkeit des Schmerzes bestehe, die er 

nicht erklären könne. Die neu aufgetretene und nach Feststellung einer lumbalen 

Bandscheibenhernie nachgewiesene Schmerzsymptomatik am linken Bein könne er 

nicht mit der röntgenologisch nachweisbaren Gonarthrose im lateralen Kompartiment 

femorotibial in Übereinstimmung bringen. Bezüglich dieser empfehle er wie Dr. B.___ 

ein eher zuwartendes Vorgehen. Die neu und separat von den langjährig bestehenden 

Schmerzen am Kniegelenk aufgetretene Symptomatik sollte zu Lasten der 

Krankenversicherung neurologisch abgeklärt werden (Suva-act. 64). Am 24. Juli 2007 

führte D.___ eine neurologische Untersuchung durch. Sie diagnostizierte unter anderem 

einen Zustand nach Aussenband- und Meniskusoperation linkes Knie 1973 sowie einer 

anamnestisch depressiven Episode und stellte die Verdachtsdiagnose einer 

somatoformen Schmerzstörung. Die vom Beschwerdeführer beschriebene 

neuropathisch anmutende Kausalgie im Bereich der Knieinnenseite mit 

elektrisierenden, Sekunden anhaltenden heftigsten Schmerzen entspreche keiner 

radikulären Ausfallsymptomatik. Motorisch zeige sich aktuell kein Defizit. Darüber 

hinaus klage der Beschwerdeführer über eine anhaltende Schmerzsymptomatik am 

ganzen Körper mit multiplen, wiederholt auftretenden und wechselnden körperlichen 

Symptomen. Der Verlauf dieser Störung habe bereits im jungen Erwachsenenalter 

begonnen und sei chronisch fluktuierend verlaufen. Die Beschwerden hätten bislang 

nicht allein durch einen physiologischen Prozess erklärt werden könne, sodass 

zusätzlich von einer chronischen somatoformen Schmerzstörung mit einer depressiven 

Entwicklung auszugehen sei (Suva-act. 67). Aus dieser Beurteilung schloss Dr. C.___ 

am 31. Juli 2007, dass die neurologische Untersuchung keine eindeutige Zuordnung 

der neuropathisch anmutenden Schmerzsymptomatik erbracht und zur 

Verdachtsdiagnose einer somatoformen Schmerzstörung geführt habe. Da das linke 

Knie nicht ursächlich für die bestehende Schmerzsymptomatik gesehen worden sei, 

bestehe für die Suva in diesem Fall keine weitere Leistungspflicht mehr (Suva-act. 69).

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3.3    In Bezug auf den Bericht von Dr. B.___ ist zunächst festzuhalten, dass seine 

Aussagen betreffend Ursächlichkeit und Therapiemassnahmen - abgesehen vom 

Hinweis auf einen schmerzfreien Zeitraum - insgesamt auf einen kausalen 

Zusammenhang zwischen der fraglichen Schmerzsymptomatik und der Gonarthrose im 

Bereich des linken Kniegelenks hinweisen. Insbesondere deutet aber auch der von ihm 

neu erhobene grosse Osteophyt als fehllaufender Versuch des Körpers, die 

Auflagefläche eines arthrotischen Gelenks zu verbreitern und damit den Auflagedruck 

zu mindern (http://de.wikipedia.org/wiki/Osteophyt), auf eine Veränderung des Verlaufs 

der Gonarthrose im Bereich des linken Kniegelenks hin (vgl. auch Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2002, S. 58, 583, 587, 853). 

Demgegenüber erachtet Dr. C.___ die neu geklagten Schmerzen als offensichtlich nicht 

arthrotisch bedingt, sondern mit einem radikulären Symptom vereinbar. Grundsätzlich 

läge damit eine Tatsache vor, die gegen eine Unfallkausalität sprechen würde. Die 

neurologische Untersuchung ergab dann normale Befunde, womit die Frage nach der 

Ursache der neu geklagten Schmerzen offen bleibt. Da die neurologische 

Untersuchung im Zeitpunkt der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. C.___ noch 

ausstehend war, enthält der kreisärztliche Untersuchungsbericht in Bezug auf die neue 

Schmerzsymptomatik keine weitergehenden Erkenntnisse. Im übrigen verneint Dr. 

C.___ in seiner Beurteilung nicht, dass von Seiten der Gonarthrose keine 

Schmerzfreiheit besteht. Offenbar besteht auch nach wie vor der belastungsabhängige 

Schmerz am linken Kniegelenk, für den Dr. C.___ die Gonarthrose als Ursache nicht in 

Frage stellt. Ob sich diesbezüglich inzwischen eine arthroskopische Gelenktoilette 

aufdrängt (vgl. Suva-act. 60), ist offen. D.___ hält im Übrigen fest, dass die 

Schmerzsymptomatik keiner radikulären Ausfallssymptomatik entspreche. Weder die 

Schmerzen noch die sensiblen Ausfallerscheinungen seien hiermit vereinbar. Die von 

ihr gestellte Verdachtsdiagnose einer somatoformen Schmerzstörung mit einer 

anamnestisch depressiven Entwicklung bezieht sich sodann nicht auf die neue 

Schmerzsymptomatik, sondern auf die darüber hinaus geklagte anhaltende 

Schmerzsymptomatik am ganzen Körper, deren Verlauf bereits im jungen 

Erwachsenenalter des Beschwerdeführers begonnen habe und chronisch fluktuierend 

verlaufen sei. Insofern überzeugt schliesslich wiederum die Kurzbeurteilung von Dr. 

C.___ nicht, der die neuropathisch anmutende Schmerzsymptomatik mit der 

vorgenannten Verdachtsdiagnose in Zusammenhang bringt. Soweit die 

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Beschwerdegegnerin geltend machen will, hinsichtlich der linksseitigen 

Kniegelenkbeschwerden sei der Status quo sine eingetreten bzw. der Zustand, wie er 

sich ohne den Unfall vom 26. April 1976 eingestellt hätte (vgl. Suva-act. 71), ist 

festzuhalten, dass sich diese Schlussfolgerung den medizinischen Akten nicht 

entnehmen lässt.

3.4    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Akten keine 

hinreichende Klarheit darüber besteht, ob die (Teil-)Kausalität zwischen den am 13. 

April 2007 gemeldeten Schmerzen im linken Knie und dem Unfallereignis von 1976 per 

15. August 2007 (Datum der Leistungseinstellung) tatsächlich mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit dahingefallen ist. Die medizinischen Akten genügen für den Beweis 

eines vollständigen Dahinfallens der Unfallkausalität nicht. Die Streitsache ist daher an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine neue umfassende 

medizinische Begutachtung - zweckmässigerweise bei externen Sachverständigen - 

veranlasse, mit der die Frage zu beantworten ist, ob über den 15. August 2007 hinaus 

Ursachen des Unfalls von 1976 die aktuelle Schmerzsymptomatik im linken Knie 

bewirken.

4.         

Bezüglich des im neurologischen Untersuchungsbericht von D.___ diagnostizierten 

psychischen Beschwerdebilds (Suva-act. 67: Verdacht auf somatoforme 

Schmerzstörung, anamnestisch depressive Episode), kann vorweg genommen werden, 

dass die entsprechenden Ausführungen in keiner Weise für eine natürliche Kausalität 

zwischen diesem Gesundheitsschaden und dem Unfallereignis im Jahr 1976 sprechen. 

In Übereinstimmung mit den Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid ist 

im Übrigen aber ohnehin festzustellen, dass die Adäquanz nicht gegeben wäre 

(Erwägung Ziff. 3).

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 14. November 2007 teilweise gutzuheissen und die 

Streitsache zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen über die 

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Kausalität der Beschwerden am linken Knie an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Der 

Beschwerdeführer hat praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(BGE 123 V 290 E. 10).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 

14. November 2007 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

medizinischer Abklärungen und anschliessender neuer Verfügung über den 

Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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		2025-07-19T15:39:05+0200
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