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**Case Identifier:** 92c2df70-1fc6-562e-b437-6d81f70a6cad
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-15-16_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin A___ 

 
vertreten durch: RA AA___  
 

 
Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , Neue Steig 15, Postfach, 

9102 Herisau 
 

 
Gegenstand Leistungen der IV 
 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 16. Februar 2016  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, 
Dr. F. Windisch 
Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer 
 
 

Verfahren Nr. O3V 15 16 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) der Beschwerdeführerin: 

 1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zu weiteren 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 2. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 

sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine mindestens eine halbe Invalidenrente 

zu gewähren. 

 3. Subeventualiter sei eine polydisziplinäre Abklärung durchführen zu lassen, worauf neu 

zu entscheiden ist.  

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin.  

 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Die am XX.XX.1956 geborene A___ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) meldete sich im 

September 2013 aufgrund von Rückenbeschwerden bei der Ausgleichskasse und IV-Stelle 

Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Vorinstanz) zum Leistungsbezug an (IV-act. 2).  

 

B. Die Beschwerdeführerin war zuletzt in einem Vollzeitpensum als Serviceangestellte tätig 

gewesen (IV-act. 19). Das Arbeitsverhältnis wurde, nachdem die Beschwerdeführerin 

letztmals am 1. Mai 2013 tatsächlich gearbeitet hatte und danach krankgeschrieben wurde, 

per Ende Oktober 2013 durch die Arbeitgeberin gekündigt.  

 

C. Die Beschwerdeführerin wurde infolge ihrer anhaltenden Rückenbeschwerden im 

September 2013 von Dr. B___ operiert (Spondylodese LW5/SW1 bei Lyse L5 mit PLIF-

Cage-Anlage im Spital Heiden, vgl. IV-act. 14). Beim Assessmentgespräch am 

7. November 2013 bekundete die Beschwerdeführerin grosses Interesse an einer 

beruflichen Eingliederung, da sie sehr gerne wieder arbeiten gehen würde (IV-act. 21). In 

der Folge erteilte die Vorinstanz eine Kostengutsprache für ein Aufbautraining in der 

Dreischiibe, Herisau, um die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Beschwerdeführerin, die 

keine Ausbildung absolviert hat, abzuklären (IV-act. 37). Am 22. Mai 2014 veranlasste Dr. 

Seite 3 

C___ vom RAD zur vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts eine 

monodisziplinäre orthopädische Begutachtung der Beschwerdeführerin (IV-act. 68), welche 

am 20. Juni 2014 durch Dr. D___ erfolgte (IV-act. 82). Dr. D___ gelangte darin - entgegen 

der Auffassung der die Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte, insbesondere Dr. B___, 

welcher der Beschwerdeführerin eine 50% Arbeitsfähigkeit attestierte - zum Schluss, der 

Beschwerdeführerin sei vollzeitig ein 90%-iges Leistungspensum in adaptierter Tätigkeit 

zumutbar.  

 

D. Am 1. Dezember 2014 schloss die Vorinstanz die Arbeitsvermittlung erfolglos ab, da die 

Beschwerdeführerin in keinem Arbeitsbereich eine Präsenzzeit von mehr als 50% erreichen 

konnte (IV-act. 90 und 91). Namentlich gestützt auf die Ergebnisse des Gutachtens und die 

Einschätzung von Dr. C___ vom RAD (IV-act. 86) teilte die Vorinstanz der 

Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 5. Januar 2015 (IV-act. 93) mit, dass sie bei 

einem Invaliditätsgrad von 13% keinen Rentenanspruch habe. An dieser Einschätzung hielt 

die Vorinstanz auch auf den daraufhin erhobenen Einwand der Beschwerdeführerin mit 

Verfügung vom 14. April 2015 fest (IV-act. 102). 

 

E. Gegen diese Verfügung richtet sich die von der Beschwerdeführerin am 15. Mai 2015 

erhobene Beschwerde ans Obergericht (act. 1), mit welcher sie die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und weitere Abklärungen, eventualiter die Zusprache einer 

halben Invalidenrente beantragte. Mit Vernehmlassung vom 29. Juni 2015 (act. 6) verlangte 

die Vorinstanz Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 22. Juli 2015 (IV-act. 9) hielt die 

Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein. Die 

Vorinstanz verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. Am 16. Februar 2016 wurde die 

Sache in der dritten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien abschliessend 

beraten und darüber entschieden. Das Urteil wird hiermit mit schriftlicher Begründung 

eröffnet. 

 

F. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie die 

Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

  

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Erwägungen 

 

1. Formelles 

 

Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. 

Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes 

(JG, bGS 145.31) beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Die 

örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der 

Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. 

b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRPG, bGS 143.1]). 

 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

 

 

2. Materielles 

 

2.1.  

a. Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung setzt voraus, dass die 

versicherte Person invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Als Invalidität gilt 

gemäss Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG die durch einen körperlichen oder 

geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 

verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

 

b. Der engere Begriff der Arbeitsunfähigkeit ist in Art. 6 ATSG umschrieben. Danach ist 

Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf 

oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Während der Arzt die Arbeitsunfähigkeit 

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einer Person einschätzt, obliegt es dem Versicherungsträger, gestützt auf die ärztlichen 

Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit die Erwerbsunfähigkeit festzulegen, welche sich nicht 

mehr nur auf eine konkrete Tätigkeit bezieht, sondern auf den offeneren Fächer der in 

Frage kommenden Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Bezug nimmt (vgl. 

dazu KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N 47 zu Art. 6). In 

diesem Sinn kann eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit in Erwerbsunfähigkeit münden, 

welche sich unter Umständen mit der Arbeitsunfähigkeit decken kann, aber nicht zwingend 

muss. Ausgangspunkt für die Feststellung der Erwerbsunfähigkeit einer Person bildet aber 

in der Regel die ärztlich eingeschätzte Arbeitsunfähigkeit: 

 

c. Bei der Beurteilung der Arbeits- und somit letztlich auch der Erwerbsunfähigkeit stützt 

sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, welche von 

ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 

zugemutet werden können. Die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens 

setzt grundsätzlich eine fachärztliche, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten 

Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (Urteil des Bundesgerichts 

9C_687/2013 vom 24. Juni 2014, E. 3.1.1 m.w.H.; BGE 130 V 396, E. 6). 

 

d. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 

worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (Urteil 

des Bundesgerichts 9C_610/2015 vom 29. Oktober 2015, E. 3.1, m.w.H.). Den im Rahmen 

des Verwaltungsverfahrens eingeholten Berichten von externen Spezialärzten ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

dagegen sprechen (Urteil des Bundesgerichts 9C_432/2014 vom 10. Dezember 2014, E. 

3.2.1, m.w.H.). Es ist notwendig, dass die sachverständige Person nicht auszuräumende 

Unsicherheiten und Unklarheiten, welche ihr die Beantwortung der Fragen erschweren oder 

verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (vgl. KIESER, a.a.O., N 56 zu Art. 44, 

m.w.H.).  

 
 

  

Seite 6 

2.2.  

Die Beschwerdeführerin rügt vorweg, die Begutachtung (Gutachten von Dr. D___ vom 20. 

Juni 2014, IV-act. 82) sei bei einem Orthopäden anstatt bei einem Wirbelsäulenspezialisten 

bzw. Neurochirurgen erfolgt, was angesichts der zu beurteilenden Rückenbeschwerden der 

Beschwerdeführerin eine falsche Gutachterwahl gewesen sei.  

 

a. Dieser Auffassung kann so nicht zugestimmt werden. So ist ein Facharzt für Orthopädie, 

welche sich mit der Entstehung, Erkennung, Verhütung und Behandlung angeborener oder 

erworbener Störungen und Anomalien in Form oder Funktion des Stütz- und 

Bewegungsapparats befasst (vgl. 

https://www.pschyrembel.de/#q=Orthop%C3%A4die&d=kw_4398 

668&f=&v=doc), nicht zum Vornherein offensichtlich ungeeignet, Rückenbeschwerden zu 

beurteilen. Dass als Gutachter zur Beurteilung von Rückenbeschwerden allenfalls auch 

Fachpersonen aus einem anderen medizinischen Gebiet in Frage kommen, spielt daher 

keine Rolle, zumindest, solange keine zusätzlichen stichhaltigen Gründe vorgebracht 

werden, weshalb der vom Versicherungsträger gewählte Gutachter konkret nicht in Frage 

kommen soll. Die Beschwerdeführerin nennt, ausser dass sie die Fachkompetenz eines 

Orthopäden zur Beurteilung von Rückenbeschwerden in genereller Weise in Frage stellt, 

keine weiteren Gründe, weshalb es Dr. D___ an der im konkreten Fall erforderlichen 

Kompetenz zur Begutachtung der Beschwerdeführerin fehlen soll. Jene pauschale 

Behauptung genügt nicht, um dem Gutachten zum Vornherein jeglichen Beweiswert 

abzusprechen. Ob allenfalls andere Gründe bestehen, die die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung in Frage stellen, ist nachfolgend anhand der von der 

Rechtsprechung entwickelten Kriterien (vgl. E. 2.1. vorstehend) näher zu prüfen. 

 

b. Dr. D___ beurteilte auf S. 19 des Gutachtens unter Ziff. 7.3 die Beschwerden und 

Befunde wie folgt: „Das Ausmass der lumbalen Schmerzen und der dadurch subjektiv 

empfundenen Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit als auch der 

demonstrierten abnormen Untersuchungsbefunde der LWS kontrastiert mit dem 

unauffälligen CT-Befund der LWS. Die Beschwerden können höchstens teilweise im 

Rahmen eines «Failed back surgery-Syndroms» interpretiert werden. Bei radiologisch 

fehlender neutraler Kompression kann auch die Ausstrahlung der Schmerzen in beide 

Kniegelenke nicht objektiviert werden.“ Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

beträgt gemäss Dr. D___ spätestens ab April 2014 bei voller Stundenpräsenz eines 

normalen Pensums 50% (S. 20 Gutachten, Ziff. 8.1). Leidensadaptierte Tätigkeiten, d.h. 

„körperlich leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt 

werden können, ohne dass dabei häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte 

Körperhaltungen eingenommen werden müssen, bei denen nicht regelmässig Gewichte 

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vom Boden über 7,5 kg, über Kopfhöhe über 7,5 kg, horizontal über 12,5 kg gehoben 

werden müssen und keine Gewichte vorne über 12,5 kg sowie in der rechten und linken 

Hand über 10 kg getragen werden müssen“ (S. 20 Gutachten, Ziff. 8.2), können der 

Beschwerdeführerin gemäss seiner Einschätzung seit April 2014 bei voller Stundenpräsenz 

zu 90% zugemutet werden. Diese Einschätzung von Dr. D___ weicht von derjenigen der 

behandelnden Ärzte ab, was dem Gutachter nicht entgangen ist, weist er doch in Ziff. 7.6 

auf S. 19 des Gutachtens drauf hin, „aufgrund der vorliegenden Befunde kann weder die 

100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit noch die 50%ige in adaptierter Tätigkeit 

übernommen werden, die der Neurochirurg Dr. B___ attestierte.“ 

 

c. Wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-)Arztes und Begutachtungsauftrag des medizinischen Experten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_325/2015 vom 21. Juli 2015, E. 4.4) ist es nicht geboten, eine 

gutachterliche Einschätzung ohne weiteres in Frage zu stellen, nur weil die behandelnden 

Ärzte zu anders lautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_344/2012 vom 24. Oktober 2012, E. 4.6, m.w.H.). Vielmehr ist in Bezug auf Berichte 

von Hausärzten bzw. behandelnden Ärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 

dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 

Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351, E. 3b/cc; BGE 

135 V 465, E. 4.5). Allerdings hat sich der Gutachter mit abweichenden Einschätzungen der 

behandelnden Fachärzte auseinanderzusetzen und gegebenenfalls überzeugend zu 

begründen, weshalb er von deren Einschätzung abweicht.  

 

d. Dr. D___ stützte seine gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (90% 

leistungsfähig in adaptierter Tätigkeit im Rahmen eines Vollzeitpensums) im Wesentlichen 

auf die aktuellen Befunde (IV-act. 82, S. 19, Ziff. 7.3) sowie namentlich auf die Ergebnisse 

der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend: EFL; vgl. IV-act. 82, S. 19, 

Ziff. 7.6; EFL: IV-act. 82, S. 21 ff.). Die Abweichung von der Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

durch Dr. B___ begründete Dr. D___ wie folgt: „Wie die Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit zeigte, ist eben auch eine höhere Gewichtsbelastung als 5 kg, wie Dr. 

B___ festhielt, möglich und derartige Einschränkungen ohne EFL sind spekulativ“ (IV-act. 

82, S. 19, Ziff. 7.6). Tatsächlich hatte Dr. B___ im ausführlichen Arztbericht vom 18. 

Dezember 2013 noch angegeben, die Beschwerdeführerin könne „bei reduzierter 

Hubbelastung (max. 5 kg), wechselnder Belastung im Stehen, Gehen, Sitzen, Liegen, aber 

keine Arbeiten über Schulterhöhe, keine Arbeiten in Reklination, in starrer Körperhaltung 

oder kalter rsp. zügiger Umgebung wahrscheinlich ab 01.02.2014 zu 50% in 

behinderungsangepasster Tätigkeit beschäftigt werden“ (IV-act. 40, S. 4). Im späteren 

Arztbericht vom 21. März 2014 (IV-act. 58, S. 1 bis 3) nannte Dr. B___ keine 

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Gewichtslimiten mehr, sondern erklärte zusammenfassend lediglich, die 

Beschwerdeführerin sei nicht mehr 100% arbeitsfähig („Die Patientin […] hat zwar eine 

gewisse Besserung ihrer Beinschmerzen erfahren, hat aber nach wie vor 

Rückenschmerzen und kann nicht mehr 100% alle Tätigkeiten durchführen.“; „100% 

arbeitsfähig ist sie meiner Meinung nach aber nicht.“). Weiter hinten im Fragebogen zu 

diesem Arztbericht (IV-act. 58, S. 4 ff.) hielt Dr. B___ fest, die Beschwerdeführerin könne 4 

Stunden pro Tag eine angepasste Tätigkeit verrichten (IV-act. 58, S. 9, Ziff. 11.6), was der 

bereits früher eingeschätzten rund 50%-igen Arbeitsfähigkeit (vgl. Arztbericht vom 18. 

Dezember 2013, IV-act. 40) entsprechen würde. Als „Einsatzbeschränkungen“ der noch 

möglichen leichten Tätigkeiten (IV-act. 58, S. 8, Ziff. 9) kreuzte er an: Keine Kälte; kein 

häufiges Bücken, Heben und Tragen von Lasten; kein Klettern oder Steigen; keine 

Nachtschicht; keine Absturzgefahr. Erforderlich sei eine Tätigkeit im Sitzen, in 

geschlossenen Räumen, nur mit zusätzlichen (betriebsunüblichen) Pausen, mit 

wechselnder Körperhaltung, abwechselnd im Gehen/Stehen/Sitzen und ohne besonderen 

Zeitdruck (IV-act. 58, S. 8, Ziff. 10). Da sich Dr. B___ in der ausführlicheren 

Zusammenfassung auf S. 1 bis 3 des Berichts aber gerade nicht prozentgenau zum Grad 

der Arbeitsunfähigkeit äusserte, ist fraglich, ob er mit der im Fragebogen erfolgten Angabe 

von zumutbaren 4 Stunden Arbeitszeit pro Tag tatsächlich einen Arbeitsunfähigkeitsgrad 

von 50% attestieren wollte oder nicht. Immerhin heisst es unter Ziff. 8 (IV-act. 58, S. 2): „Im 

Vergleich zur Voruntersuchung […] ist der Zustand gebessert“, was dagegen sprechen 

würde. 

 

e. Gemäss EFL ist der Beschwerdeführerin das Heben von Gewichten von über 7.5 kg und 

das Tragen vorne von Gewichten über 12.5 kg nicht mehr zumutbar (IV-act. 82, S. 27). 

Insgesamt wurde eine Diskrepanz zwischen dem Ausmass der angegebenen 

Einschränkungen im Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit und den 

beobachteten funktionellen Fähigkeiten festgestellt (Selbsteinschätzung erheblich zu tief, 

IV-act. 82, S. 28). Unter „Schätzung der Belastbarkeit“ wird ein Gewicht von 7.5 kg beim 

Heben vom Boden zur Taillen-Höhe und beim Heben von der Taillen- zur Kopfhöhe 

allerdings lediglich „selten“ für zumutbar gehalten; das entsprechende Heben eines 

Gewichts von 5 kg wird als „manchmal“ zumutbar bezeichnet (IV-act. 82, S. 25). 

Ausserdem gab die Beschwerdeführerin beim Heben von 7.5 kg vom Boden zu Taillenhöhe 

Schmerzen an; sie hatte sich aber nach den Feststellungen in der EFL eine gute 

Hebetechnik angeeignet (IV-act. 21, S. 29). Berücksichtigt man diese in der EFL 

festgehaltenen Beobachtungen, wird dadurch die Beschreibung der adaptierten Tätigkeit 

durch Dr. B___ nicht grundsätzlich in Frage gestellt und kann somit auch nicht als rein 

spekulativ bezeichnet werden, wie Dr. D___ anführt. Die Beschreibung der adaptierten 

Tätigkeit durch Dr. B___ erfolgte allerdings tatsächlich weniger detailliert als im Gutachten. 

Seite 9 

Angesichts der doch erheblichen Abweichung der der Beschwerdeführerin schliesslich 

durch den Gutachter attestierten Arbeitsfähigkeit von der durch Dr. B___ zunächst 

geschätzten Arbeitsfähigkeit und der allein gestützt auf ein Aktenstudium nicht 

auszuräumenden Unklarheit, ob er an dieser Einschätzung auch im späteren Gutachten 

vom März 2015 festhalten wollte oder nicht, wäre es durchaus zu begrüssen gewesen, Dr. 

D___ hätte seine abweichende Meinung, beispielweise auch durch klärende Rückfragen 

bei Dr. B___ und einer detaillierteren Stellungnahme dazu, ausführlicher begründet. 

Ungeachtet dessen genügt aber auch dieser Kritikpunkt nicht, um die Einschätzung von Dr. 

D___ deswegen als Ganzes in Frage zu stellen: Eine vom Gutachter abweichende 

Beurteilung würde sich lediglich dann aufdrängen, wenn der behandelnde Arzt wichtige - 

und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennt, die im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_892/2014 vom 23. April 2015, E. 4.3). Dr. B___ nennt in seinen 

Arztberichten keine derartigen Aspekte, die Dr. D___ in seiner eigenen Beurteilung zu 

Unrecht nicht miteinbezogen hätte. 

 

f. Medizinische Gutachten - genauso wie auch die Arbeitsfähigkeitseinschätzung durch die 

behandelnden Ärzte - beruhen letztlich meist auf ärztlichem Ermessen. Insbesondere bei 

der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit verfügt der Gutachter bzw. der behandelnde Arzt über 

einen beträchtlichen Ermessensspielraum (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_955/2012 

vom 13. Februar 2013, E. 3.3.4). Dass im vorliegenden Fall der Gutachter die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin abweichend vom behandelnden Arzt einschätzt, 

bildet daher keinen Grund, das Gutachten deshalb in Frage zu stellen, solange dieses in 

sich schlüssig erscheint und auch sämtliche übrigen von der Rechtsprechung geforderten 

Anforderungen an ein Gutachten erfüllt sind.  

 

 

2.3.  

Die Beschwerdeführerin rügt zudem, sie sei seit November 2014 auch in psychischer 

Hinsicht angeschlagen. Zu Unrecht seien die psychischen Beschwerden von der Vorinstanz 

nicht abgeklärt worden.  

 

a. Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung am 14. April 2015 waren der 

Vorinstanz keine psychischen Probleme der Beschwerdeführerin bekannt. Erst nach 

Verfügungserlass, nämlich am 8. Mai 2015, teilte die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin der Vorinstanz mit, dass die Beschwerdeführerin aufgrund einer 

schweren depressiven Episode in die psychiatrische Klinik eingewiesen worden sei (IV-act. 

106) und legte ein Schreiben des psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden bei. 

Seite 10 

Gemäss diesem Schreiben befand sich die Beschwerdeführerin bereits seit 15. April 2015 

in ambulanter Behandlung im Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden und trat 

schliesslich am 1. Mai 2015 eine stationäre Behandlung einer schweren Depression an. Die 

Beschwerdeführerin ersuchte die Vorinstanz, die abweisende Rentenverfügung in 

Wiedererwägung zu ziehen und die medizinische Situation auch in psychischer Hinsicht zu 

evaluieren. Die Vorinstanz nahm in der Folge jedoch keine Wiedererwägung vor, sondern 

teilte der Beschwerdeführerin mit, sie nehme das Schreiben als Wiederanmeldung an (IV-

act. 107).  

 

b. Das Vorgehen der Vorinstanz, nicht auf die bereits erlassene abweisende 

Rentenverfügung vom 14. April 2015 zurückzukommen, kann in keiner Weise beanstandet 

werden, zumal im damaligen Zeitpunkt noch keine Unterlagen vorlagen, die eine 

psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin schon vor Verfügungserlass belegt hätten. 

Ein Rechtsanspruch auf Vornahme einer Wiedererwägung bestand jedenfalls nicht (vgl. 

dazu auch KIESER, a.a.O., N 61 und 77 zu Art. 53). Der Entscheid über die Vornahme einer 

Wiedererwägung ist vielmehr in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (KIESER, 

a.a.O., N 61 zu Art. 53). Beim vorliegend gegebenen Sachverhalt kann der Vorinstanz 

weder eine Überschreitung noch ein Missbrauch des Ermessens vorgeworfen werden.  

 

c. Ob die im vorliegenden Verfahren eingereichten zusätzlichen Arztberichte etwas an 

diesen Überlegungen ändern, kann letztlich offengelassen werden: Eine Wiedererwägung 

durch die Vorinstanz ist inzwischen von Gesetzes wegen ausgeschlossen. Sobald gegen 

eine Verfügung Beschwerde erhoben wird, ist eine Wiedererwägung durch den 

Versicherungsträger (sog. Wiedererwägung pendente lite) nur noch möglich bis zu dem 

Zeitpunkt, in dem der Versicherungsträger im Beschwerdeverfahren die Vernehmlassung 

einreicht (Art. 53 Abs. 3 ATSG). Die Vorinstanz hat im vorliegenden Verfahren am 29. Juni 

2015 mit ihrer Vernehmlassung zur Beschwerde Stellung genommen. Selbst wenn sie es 

inzwischen aufgrund der von der Beschwerdeführerin erst mit der Replik eingereichten 

zusätzlichen Unterlagen betreffend den psychischen Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin als angezeigt erachten würde (wozu sich die Vorinstanz allerdings 

nicht geäussert hat), fehlte ihr seit dem Einreichen der Vernehmlassung die Möglichkeit, die 

angefochtene Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen. Offensichtlich ausgeschlossen sind 

zudem sowohl eine Revision der Verfügung im Sinne von Art. 17 ATSG als auch eine 

Revision der Verfügung im Sinne von Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG, da die rentenabweisende 

Verfügung vom 14. April 2015 weiterhin nicht in formeller Rechtskraft erwachsen ist (vgl. 

KIESER, a.a.O., N 4 zu Art. 17, N 2 ff. zu Art. 53).  

 

Seite 11 

Zu prüfen bleibt aber, ob das urteilende Gericht mittels der von der Beschwerdeführerin 

verlangten Rückweisung der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen dafür zu sorgen hat, 

dass ergänzende Abklärungen mit Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin getroffen werden, bevor über ihren Leistungsanspruch entschieden 

wird. 

 
d. Das Obergericht hat im vorliegenden Verfahren unter Mitwirkung der Parteien die für 

den Entscheid erheblichen Tatsachen festzustellen; es erhebt die notwendigen Beweise 

und ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_279/2015 vom 27. August 

2015, E. 1.2.1, m.w.H.). Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das 

Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der 

Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. 

Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall 

Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (Urteil des Bundesgerichts 

9C_540/2015 vom 15. Oktober 2015, E. 3.1, m.w.H.). Diese Regel gilt indes nicht in Bezug 

auf Umstände, die mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und 

die geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids zu 

beeinflussen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_101/2007 vom 12. Juni 2007, E. 3.1, 

m.w.H.). Gerichtliche Abklärungsmassnahmen bzw. je nach Zweckmässigkeit alternativ die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiteren Abklärungen (vgl. KIESER, a.a.O, N 

101 zu Art. 61) sind unter anderem dann angezeigt, wenn die Verwaltung zwar ihrer 

Abklärungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, im Rahmen des Gerichtsverfahrens 

aber neue medizinische Unterlagen zu den Akten gelangen, die eine weitere Abklärung 

erforderlich machen (vgl. dazu auch ZÜND/PFIFFNER-RAUBER, Gesetz über das 

Sozialversicherungsgericht, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 8 zu § 23). Aufgrund des 

Untersuchungsgrundsatzes sind neue Vorbringen tatsächlicher Art vom Gericht zu 

berücksichtigen, und zwar unabhängig davon, ob die beschwerdeführende Partei bereits 

vorher in der Lage gewesen wäre, diese vorzubringen (vgl. ZÜND/PFIFFNER-RAUBER, N 18 

zu § 18).  

 

e. Mit Replik vom 22. Juli 2015 reichte die Beschwerdeführerin ein Schreiben des 

Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. E___, vom 19. Mai 2015 ein (act. 10.10), in 

welchem dieser berichtete, die Beschwerdeführerin habe sich am 17. März 2015 bei ihm 

gemeldet wegen Beschwerden, die er einer Depression zuordnen musste; gleichentags sei 

mit einer medikamentösen Therapie gegen Depression begonnen worden. Aus diesem 

Schreiben geht erstmals klar hervor, dass die Beschwerdeführerin sich schon vor Erlass 

Seite 12 

der angefochtenen Verfügung infolge psychischer Probleme in ärztliche Behandlung 

begeben hatte. In dem der Replik ebenfalls beigelegten Schreiben des Psychiatrischen 

Zentrums Appenzell Ausserrhoden vom 19. Juni 2015 (act. 10.11) werden bei der 

Beschwerdeführerin eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome sowie 

Probleme bei schwerer körperlicher Misshandlung in der Kindheit diagnostiziert. Gemäss 

Arztbericht vom 20. Juli 2015 wird der Beschwerdeführerin aufgrund dieser Diagnosen eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% in behinderungsangepasster Tätigkeit attestiert (IV-act. 10.12, 

Ziff. 1.8), mit grundsätzlich positiver Prognose.  

 

f. Dass es sich bei der zunächst durch den Hausarzt diagnostizierten und behandelten 

Depression um eine schwerwiegende psychische Gesundheitsstörung handelte, ist schon 

allein daran erkennbar, dass relativ kurz darauf eine zunächst ambulante und dann 

stationäre Einweisung in die psychiatrische Klinik erfolgte. Dort erfolgte dann die genauere 

Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome einerseits 

und von psychischen Problemen bei schwerer körperlicher Misshandlung in der Kindheit 

andererseits. Angesichts dieses Sachverhaltsablaufs ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin schon vor bzw. im 

Verfügungszeitpunkt an gravierenden psychischen Beeinträchtigungen litt, welche die 

Vorinstanz nur deshalb nicht in der Verfügung über den Leistungsanspruch 

mitberücksichtigt hat, weil es ihr - unverschuldet - an entsprechender Kenntnis darüber 

mangelte. Heute ist dieser Sachverhalt jedoch, insbesondere aufgrund der von der 

Beschwerdeführerin mit der Replik eingereichten Arztberichte, hinreichend belegt. Daher 

kann bei heutiger Kenntnis des Sachverhalts nicht einfach übergangen werden, dass die 

Beschwerdeführerin schon im Verfügungszeitpunkt unter psychischen Beeinträchtigungen 

litt. Für die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin und 

damit letztlich auch einem allfälligen Leistungsanspruch gegenüber der Vorinstanz ist daher 

auch der psychische Gesundheitszustand mitzuberücksichtigen. Die angefochtene 

Verfügung ist daher aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, den Sachverhalt auch in 

psychischer Hinsicht rechtsgenüglich abzuklären, bevor über den allfälligen 

Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfügt wird. 

 
g. Insoweit die Vorinstanz in der Vernehmlassung davon ausgeht, es handle sich lediglich 

um eine depressive Episode, die als reaktive Störung auf die Rentenabweisung zu 

betrachten sei, weshalb darin keine invalidisierende psychische Beeinträchtigung erblickt 

werden könne, kann dem nicht zugestimmt werden. Selbst wenn gewisse psychosoziale 

Faktoren einen Einfluss auf den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

haben sollten, so lässt es allein der Schweregrad der inzwischen diagnostizierten 

psychischen Beeinträchtigung nicht zu, ohne nähere medizinische Abklärungen davon 

Seite 13 

auszugehen, es handle sich bei der psychischen Störung einzig um eine Reaktion auf den 

negativen IV-Entscheid, welcher ärztlicher Behandlung zugänglich sei. Da der 

rechtserhebliche Sachverhalt jedoch erst im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens bekannt 

wurde, mag zwar die Argumentation der Vorinstanz in der Vernehmlassung aus damaliger 

Sicht noch nachvollziehbar sein, ist aber inzwischen überholt. Erst nachdem ergänzende 

Sachverhaltsabklärungen in psychiatrischer Hinsicht erfolgt sind, wird die Vorinstanz in der 

Lage sein, gestützt darauf erneut abschliessend zu beurteilen, inwieweit die psychische 

Gesundheitsbeeinträchtigung für die Beurteilung des Leistungsbegehrens der 

Beschwerdeführerin mitzuberücksichtigen sein wird.  

 
 

2.4.  

Im vorliegenden Fall kann die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

überdies nicht ohne Berücksichtigung der Ergebnisse der von der Beschwerdeführerin 

absolvierten beruflichen Massnahmen beurteilt werden: 

 

a. Für die Bemessung der Invalidität ist letztlich nicht die Arbeitsfähigkeit, sondern die 

Erwerbsfähigkeit einer Person massgebend (vgl. oben, E. 2.1). So nimmt bei der 

Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Aufgabe des Arztes ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 

beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter 

Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt 

darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, 

wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung 

der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 

Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die 

Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus 

ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_850/2013 vom 12. Juni 2014, E. 3.2). Diese ärztliche Einschätzung ist eine wichtige 

Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung 

der versicherten Person noch zugemutet werden kann (vgl. BGE 141 V 281, E. 5.2.1). 

Nach ständiger Rechtsprechung ist für die Evaluation von konkret geeigneten, 

leidensangepassten Tätigkeiten die Verwaltung zuständig, die dazu allenfalls 

Fachpersonen wie Berufsberater beizuziehen hat, und nicht der Arzt, dem in erster Linie die 

Bestimmung der körperlich-funktionellen Belastbarkeitsgrenzen obliegt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013, E. 3.2.1, mit Verweis auf BGE 107 V 

17, E. 2.b).  

Seite 14 

 

b. Die Beschwerdeführerin nahm am 13. Januar 2014 bei der Dreischiibe in Herisau ein 

Aufbautraining mit der vorgesehenen 4-stündigen Präsenz pro Arbeitstag auf, wirkte dabei 

von Beginn weg „interessiert und motiviert“ (IV-act. 48) und erledigte die zugewiesenen 

Arbeiten zuverlässig, pflichtbewusst und mit Ausdauer (IV-act. 50). Sie erreichte eine 

Arbeitsleistung von ca. 40% bei einem 50% Pensum (IV-act. 54). Eine Erhöhung der 

Arbeitszeit auf 5 Stunden pro Tag sowie ein Arbeitsversuch im 1. Arbeitsmarkt erwiesen 

sich offenbar als nicht erfolgsversprechend (IV-act. 60), während die Arbeitseinstellung und 

der Einsatz der Beschwerdeführerin weiterhin klar als positiv bewertet wurden. Das 

Aufbautraining wurde daher mit der ursprünglichen Arbeitszeit von 4 Stunden pro Tag 

weitergeführt (IV-act. 72, 78, 80). Aus dem Schlussbericht vom 12. November 2014 (IV-act. 

88) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin unter folgenden Rahmenbedingungen eine 

konstante, jedoch eingeschränkte Arbeitsleistung erbringen konnte: max. 50% Pensum; 

Möglichkeit, Arbeiten abwechslungsweise in stehender und sitzender Position zu erledigen; 

den verschiedenen Arbeitspositionen angepasste Infrastruktur; Möglichkeit zu kurzen 

Bewegungspausen. Aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen und den damit 

verbundenen Rahmenbedingungen wurde die Möglichkeit einer Reintegration in den 

allgemeinen Arbeitsmarkt als unwahrscheinlich angesehen.  

 

c. Die Vorinstanz hat sich in keiner Weise mit diesen klaren Einschätzungen durch die 

Fachpersonen, die die Beschwerdeführerin während der absolvierten beruflichen 

Massnahmen betreut haben, auseinandergesetzt. Arbeits- resp. Erwerbsunfähigkeit ist in 

allen Fällen das Resultat der - einem objektivierten Massstab folgenden - Beurteilung, ob 

die versicherte Person trotz des ärztlich diagnostizierten Leidens einer angepassten Arbeit 

zumutbarerweise ganz oder teilweise nachgehen kann (vgl. dazu auch BGE 141 V 281, E. 

3.7.3). Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergeben sich 

nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im 

Rechtssinne. Im Fall der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz die Arbeitsvermittlung 

schliesslich mangels Erfolg abgeschlossen (IV-act. 91), während aus dem IV-

Schlussbericht (IV-act. 88) hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin die an sie gestellten 

Anforderungen durchwegs erfüllt oder sogar übertroffen hatte und ihr überdies generell 

Zuverlässigkeit, Motivation, Sorgfalt, eine rasche Auffassungsgabe und ein engagiertes 

Bemühen attestiert wurden. Eine solche, trotz optimaler Kooperation misslungene 

Eingliederung kann im Rahmen einer gesamthaften, die jeweiligen Umstände des 

Einzelfalles berücksichtigenden Prüfung bedeutsam sein (vgl. dazu auch BGE 141 V 281, 

E. 4.3.1.2) und darf daher nicht einfach völlig ausser Acht gelassen werden.  

 

Seite 15 

d.  Zwischen Medizinern und Berufsberatern der Invalidenversicherung ist eine enge, sich 

gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich. Die Aufgabe des Arztes ist primär 

darauf beschränkt, zu sagen, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. 

geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist, wobei es als selbstverständlich 

gilt, dass sich der Arzt vor allem zu jenen Funktionen äussert, welche für die nach seiner 

Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person 

wesentlich sind (so etwa, ob der Versicherte sitzend oder stehend, im Freien oder in 

geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob er Lasten heben und tragen kann, ob er 

komplexe oder nur einfache Arbeitsabläufe erfassen kann, usw.). Welche konkreten 

beruflichen Tätigkeiten auf Grund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der 

übrigen Fähigkeiten des Versicherten in Frage kommen, ist dagegen zur Hauptsache 

Aufgabe des Berufsberaters der Invalidenversicherung (BGE 107 V 17, E. 2b) oder kann 

durch tatsächlich ausgeübte Tätigkeiten belegt sein (Urteil des Bundesgerichts 

8C_119/2008 vom 22. September 2008, E. 6.2, m.w.H.).  

 

e. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung zu Unrecht nicht mit den Einschätzungen der Fachpersonen berufliche 

Eingliederung, welche die Beschwerdeführerin während dem 10-monatigen Arbeitstraining 

betreut haben, auseinandergesetzt hat. Unter den gegebenen Umständen kann bei der 

Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit der Beschwerdeführerin die (bisher) gescheiterte 

berufliche Eingliederung aber nicht völlig ausser Acht gelassen werden. Allenfalls sind 

diesbezüglich auch Rückfragen bei Dr. D___ notwendig, insoweit die Vorinstanz zum 

Schluss gelangen sollte, dass nicht erklärbare Widersprüche vorhanden sind zwischen 

seiner medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und den 

tatsächlichen Feststellungen der die Beschwerdeführerin während der beruflichen 

Massnahmen betreuenden Fachpersonen. Erst unter Mitberücksichtigung auch der 

Einschätzungen der Fachpersonen berufliche Eingliederung kann in einer 

Gesamtwürdigung der Umstände abschliessend beurteilt werden, ob bzw. inwieweit es der 

Beschwerdeführerin unter Annahme des in der Invalidenversicherung massgeblichen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkts zumutbar wäre, die medizinisch festgestellte Arbeitsfähigkeit 

im ersten Arbeitsmarkt umzusetzen.  

 

Überdies ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor ausdrücklich Interesse 

an Wiedereingliederungsmassnahmen bekundet. Im Rahmen der neu vorzunehmenden 

Beurteilung des Leistungsanspruchs wird die Vorinstanz daher auch erneut zu prüfen 

haben, ob der Beschwerdeführerin geeignete Unterstützung angeboten werden kann.  

 
 

Seite 16 

2.5.  

a. Insoweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der von der Vorinstanz vorgenommene 

Einkommensvergleich sei falsch, braucht darauf im vorliegenden Verfahren nicht im 

Einzelnen eingegangen zu werden, da die Vorinstanz nach den erfolgten notwendigen 

Abklärungen ohnehin einen neuen Einkommensvergleich unter Berücksichtigung der 

zusätzlichen Sachverhaltserkenntnisse vorzunehmen haben wird.  

 

b. Immerhin sei aber bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die pauschale 

Begründung der Vorinstanz, weshalb bei der Beschwerdeführerin zum Vornherein kein 

Leidensabzug zu berücksichtigen sei (vgl. Vernehmlassung: „Angesichts dessen, dass das 

Anforderungsniveau 4 der statistischen Löhne eine Vielzahl von körperlich leichten Arbeiten 

enthält, ist die Berücksichtigung eines Leidensabzugs nicht notwendig“), nicht überzeugt. 

Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts wird bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens mittels der LSE-Tabellen vom Medianwert ausgegangen (BGE 124 V 

323, E. 3b/aa, m.w.H.). Dieser Medianwert stellt einen statistischen Zentralwert dar. Im 

konkreten Einzelfall ist unter Umständen in diesem rein rechnerisch festgelegten 

Medianwert tatsächlich nicht genügend berücksichtigt, dass eine Person ihre 

Arbeitsfähigkeit aus bestimmten Gründen nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten 

kann, so dass sie im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern lohnmässig 

benachteiligt ist. Solche Gründe können in persönlichen und beruflichen Merkmalen liegen, 

wie etwa dem Umstand, dass eine Person selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten 

behindert ist, aber namentlich auch Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad können Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015, E. 4.1, m.w.H.). 

Solchen Erschwernissen wird durch einen Abzug von maximal 25% des Medianwerts des 

herangezogenen Tabellenlohnes Rechnung getragen. Der Abzug soll aber nicht 

automatisch erfolgen, sondern ist unter Würdigung der gesamten Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_437/2015 vom 30. November 2015, E. 2.2, m.w.H.).  

 

c. Die Wahl des niedrigsten Anforderungsniveaus im Fall der Beschwerdeführerin schliesst 

einen Abzug vom Tabellenlohn, der auf dem rein rechnerisch festgelegten Medianwert für 

dieses Anforderungsniveau basiert, daher jedenfalls nicht zum Vornherein aus, wie die 

Vorinstanz in der Vernehmlassung schreibt. Auch im Fall der Beschwerdeführerin wird sich 

die Vorinstanz daher im Einzelnen mit in Frage kommenden Abzugsgründen 

auseinanderzusetzen haben. Im vorliegenden Verfahren kann offengelassen werden, ob 

die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Gründe tatsächlich einen Abzug vom 

Tabellenlohn rechtfertigen oder nicht. Bei der Beurteilung, ob ein Leidenabzug 

Seite 17 

gerechtfertigt ist oder nicht, wird zudem auch zu beachten sein, dass allfällige bereits in der 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges 

einfliessen dürfen, weil dies zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes 

führen würde (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015, E. 4.1.1, 

m.w.H.). Es wird Sache der Vorinstanz sein, bei der erneuten Prüfung des 

Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin im Einzelnen zu prüfen, ob im Fall der 

Beschwerdeführerin ein Leidensabzug - und falls ja, in welchem Umfang - angezeigt ist.  

 

  

Seite 18 

3. Kosten und Entschädigung 

 

 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung 

oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. Weil die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen 

rechtsprechungsgemäss als Obsiegen gilt (anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 

9C_874/2014 vom 2. September 2015, E. 5; BGE 137 V 57, E. 2.1), sind dem 

Verfahrensausgang entsprechend bei der obsiegenden Beschwerdeführerin keine Kosten 

zu erheben (vgl. auch Art. 19 Abs. 3 e contrario i.V.m. Art. 53 Abs. 1 VRPG).  

 

 Der Invalidenversicherung werden grundsätzlich keine Verfahrenskosten auferlegt und 

keine Parteientschädigungen zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG e contrario, KIESER, a.a.O., 

N 58 und 199 f. zu Art. 61; vgl. Art. 22 Abs. 1 VRPG).  

 

 Die IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden hat der Beschwerdeführerin dem Verfahrensausgang 

entsprechend eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 61 lit. g ATSG), womit sich die 

der Beschwerdeführerin gewährte unentgeltliche Verbeiständung erübrigt. Im vorliegenden 

Fall erscheint eine Entschädigung von pauschal Fr. 3‘000.-- (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.  

  

Seite 19 

Demnach erkennt das Obergericht: 

 
1. In Gutheissung der Beschwerde von A___ wird die angefochtene Verfügung vom 14. April 

2014 betreffend Invalidenrente aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen und anschliessender Neuverfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. Die Gerichtskasse wird angewiesen, der 

Beschwerdeführerin den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zurückzuerstatten.  
 
 
3.  Die IV-Stelle wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3‘000.-- (inklusiv Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
 
4. Rechtsmittel:  Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit dessen Zustellung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) geführt 
werden. Die Beschwerdeschrift ist zu unterzeichnen und dreifach einzureichen. Der 
angefochtene Entscheid mitsamt Zustellcouvert ist beizulegen. Die Beschwerdeschrift hat 
die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Die Beweismittel sind zu bezeichnen 
und, soweit die Beschwerdeführerin diese in Händen hat, beizulegen. 

 
 
5. Zustellung an die Beschwerdeführerin über deren Anwältin, die Vorinstanz, das Bundesamt 

für Sozialversicherungen sowie nach Rechtskraft an die Gerichtskasse (im Dispositiv). 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Annika Mauerhofer 

 
 
 
 
 
versandt am: 14.04.16