# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53525fb2-baa5-57e0-b264-f42ea9c90c18
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2024 725 23 197/05
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-197-05_2024-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Januar 2024 (725 23 197 / 05) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kausalzusammenhang 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Christina Mar-
kiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Gaël Jenoure, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 HOTELA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Rue de la Gare 18, 
Case Postale 1251, 1820 Montreux 1, Beschwerdegegnerin, vertre-
ten durch Lorenz Fivian, Rechtsanwalt, ELSIG & FIVIAN Rechtsan-
wälte, Freiburgstrasse 25, Postfach 73, 3280 Murten 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1998 geborene A.____ absolvierte bei der B.____ eine Ausbildung zum Koch und 
war dadurch bei der HOTELA Versicherungen AG (HOTELA) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er sich am 3. Oktober 2021 beim 

 
 
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Bouldern das rechte Knie verletzte. Gemäss Schadenmeldung vom 28. Dezember 2021 kam es 
zu einer "Verdrehung des Knies und Überlastung des hinteren Oberschenkelmuskels nach Ein-
hängen des Fusses in der Wand". Seine Schwester, welche Ärztin ist und vor Ort war, untersuchte 
das Knie gleich nach dem Vorfall und riet zu einer konservativen Therapie. Als sich jedoch keine 
Besserung einstellte, empfahl sie ihrem Bruder am 24. November 2021, sich bei seinem Haus-
arzt, Dr. med. C.____, zu melden (Bericht vom 18. September 2022). Die Konsultation fand 
schliesslich am 20. Dezember 2021 statt. Dr. C.____ stellte bei der klinischen Untersuchung eine 
volle Beweglichkeit des rechten Knies ohne Erguss oder Hämatom fest. Die am 22. Dezember 
2021 durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) war unauffällig. Dr. C.____ verordnete 
bei diagnostizierter Gonalgie (Knieschmerzen) rechts nach Rotationstrauma beim Klettern Phy-
siotherapie. Am 4. April 2022 schloss Dr. C.____ die Behandlung ab (Arztbericht vom 4. April 
2022). Eine Arbeitsunfähigkeit bestand zu keiner Zeit. 
 
Mit Verfügung vom 29. September 2022 lehnte die HOTELA ihre Leistungspflicht gestützt auf die 
Beurteilung ihres beratenden Arztes, Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie, ab. Eine 
objektivierbare Verletzung liege gemäss MRT vom 22. Dezember 2021 nicht vor und die medizi-
nischen Behandlungen ab dem 20. Dezember 2021 seien nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit kausal auf das Ereignis vom 3. Oktober 2021 zurückzuführen. Mit Einsprache vom 26. Ok-
tober 2022 verlangte A.____ die Aufhebung der Verfügung vom 29. September 2022 sowie die 
Übernahme der angefallenen Behandlungskosten von Fr. 1'467.15. Mit Entscheid vom 16. Mai 
2023 wies die HOTELA die Einsprache ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Gaël Jenoure, mit Eingabe vom 21. 
Juni 2023 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte, 
der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver-
pflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 6. September 2023 beantragte die HOTELA, vertreten durch 
Rechtsanwalt Lorenz Fivian, die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin bestreite 
nicht, dass es sich beim Ereignis vom 3. Oktober 2021 um einen Unfall gehandelt habe. Hingegen 
halte sie daran fest, dass der Versicherte sich dabei keine behandlungsbedürften Verletzungen 
zugezogen habe. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetztes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in E.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-

 
 
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Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 21. Juni 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Vorliegend ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht abge-
lehnt hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.  
 
2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere 
Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück 
zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache. Der äussere Faktor ist unge-
wöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen über-
schreitet (BGE 142 V 219 E. 4.3.1). Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann 
auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grund-
satz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aus-
senwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "pro-
grammwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn 
die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, 
um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen ver-
sucht (Urteile des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2 und vom 15. Januar 
2009, 8C_749/2008, E. 3.2). Einwirkungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in 
aller Regel nicht als Ursache einer Gesundheitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1). Ausschlag-
gebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 
menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 72 E. 4.3.1; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesge-
richts vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2). 
 
Viele sportliche Betätigungen sind mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden, weshalb hier 
das Merkmal der Ungewöhnlichkeit oft in Frage steht. Dieses ist bei Sportverletzungen ohne be-
sonderes Vorkommnis zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2). Treten Schmerzen bei "normalen" 
Bewegungsabläufen auf, ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu verneinen. Die äussere Ein-
wirkung muss den Bewegungsablauf programmwidrig beeinflussen. Von einer Programmwidrig-
keit kann nur gesprochen werden, wenn der Bewegungsablauf – nach einem objektiven Massstab 
– nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich 

 
 
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ist, nicht aber wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des 
betreffenden Sports fällt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 8C_835/2013, E. 5.1, 
SVR 2014, UV Nr. 21). Die Anforderung, wonach das Geschehen nicht dem üblichen Bewegungs-
muster der entsprechenden Sportart entsprechen darf, damit es als ungewöhnlich betrachtet wer-
den kann, ist wiederholt als zu streng kritisiert worden. Die Programmwidrigkeit kann beispiels-
weise durch andere Mitspieler (durch Schubsen, Anrempeln, Bodycheck), durch andere äussere 
Umstände (Ausrutschen auf glitschigem Untergrund, Stolpern über einen Absatz, Abheben auf 
einem Buckel beim Skifahren) oder reflexartige Abwehrbewegungen verursacht worden sein. 
 
2.3 Die Vorinstanz hat die Frage, ob der Vorfall vom 3. Oktober 2021, welcher sich beim 
Bouldern zugetragen hat, einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt oder nicht, weder in der 
Verfügung vom 29. September 2022 noch im Einspracheentscheid vom 16. Mai 2023 beurteilt. 
In ihrer Vernehmlassung vom 6. September 2023 erklärt die Beschwerdegegnerin hingegen, dass 
sie nicht bestreite, dass sich ein Unfallereignis im Rechtssinne ereignet habe. Wie es sich damit 
verhält, muss vorliegend nicht abschliessend beurteilt werden, da – wie sich zeigen wird – im 
Ergebnis die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet werden kann, die Behandlungskosten zu 
übernehmen, selbst wenn der Unfallbegriff erfüllt wäre (E. 7.2).  
 
3.1 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nämlich nur dann, wenn die Ge-
sundheitsbeschwerden die natürliche und adäquate Folge des Unfallereignisses sind. Ursachen 
im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden-
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs-
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach 
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahr-
scheinlichste würdigt (Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2016, 8C_307/2016, E. 5.3 mit 
Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6). Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang über-
haupt jemals gegeben war, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für 
einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des status quo sine vel ante 
(Zustand ohne oder vor Unfall) die Unfallversicherung. Allerdings tragen die Parteien im Sozial-
versicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit 
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach-
verhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich 
erweist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalenSozialversicherungs-
prozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachver-
halt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre-
chen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2016, 8C_263/2016, E. 4.2 mit vielen Hinwei-
sen).  
 

 
 
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3.2 Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä-
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des einge-
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als be-
günstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). 
 
4. Unbestritten ist, dass der Versicherte am 3. Oktober 2021 sein rechtes Knie beim Boul-
dern verdreht hat. Streitig ist hingegen, ob die Behandlungen ab 20. Dezember 2021 mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit der Knieverletzung stehen. Die Beschwer-
degegnerin verneint dies unter Hinweis auf ihren beratenden Arzt, wonach eine allfällige Läsion 
im Zeitpunkt der Behandlungsaufnahme bei Dr. C.____ schon abgeheilt gewesen wäre. 
 
5.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen sodann nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungs-
gericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Entscheiden gestützt auf 
versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem 
Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

 
 
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der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 
135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht 
kein gravierendes Knietrauma erlitten hat. So führte der Versicherte im Fragebogen zur Ergän-
zung der Schadenmeldung am 8. Juli 2022 aus, dass nach dem Ereignis weder ein Hämatom 
noch eine Schwellung am Knie aufgetreten seien. Dipl. med. F.____, welche in der Boulderhalle 
anwesend war, sprach von einem plötzlich einschiessenden Schmerz nach leichter Rotation des 
rechten Knies. Aufgrund des klinischen Untersuchungsbefundes riet sie zur konservativen The-
rapie mit lokalen Massnahmen wie Kühlen, Hochlagern und Schonung des Gelenkes. Eine not-
fallmässige weitere Beurteilung sei nicht erforderlich. Auch eine sofortige bildgebende Untersu-
chung hielt sie nicht für geboten. Als sich jedoch im Verlauf keine Besserung einstellte, riet sie 
ihrem Bruder am 24. November 2021, also rund eineinhalb Monate nach dem Ereignis, sich bei 
seinem Hausarzt zur weiteren ärztlichen Behandlung zu melden (Bericht vom 18. September 
2022). Klinisch stellte Dr. C.____ anlässlich der Untersuchung am 20. Dezember 2022 eine volle 
Beweglichkeit des rechten Knies ohne Erguss oder Hämatom fest und diagnostizierte eine Go-
nalgie nach Rotationstrauma beim Klettern und verordnete Physiotherapie. Die von ihm angeord-
nete MRT-Untersuchung vom 22. Dezember 2021 ergab einen unauffälligen Befund, indem we-
der eine Kniebinnenläsion noch ein Erguss festgestellt wurden. Namentlich zeigte sich auch kein 
Knorpeldefekt und die Kreuzbänder und der Meniskus waren intakt (Bericht imamed vom 22. De-
zember 2021). Am 4. April 2022 schloss Dr. C.____ die Behandlung ab. 
 
Die Unfallversicherung legte das Dossier ihrem beratenden Arzt vor. Dr. D.____ kam mit Stel-
lungnahme vom 16. Juli 2022 zum Schluss, dass gemäss den MRT-Bildern keine unfallbedingte 
Verletzung vorliege, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausal-
zusammenhang mit dem Ereignis vom 3. Oktober 2021 stehe. 
 
6.2 Weitere medizinische Einschätzungen liegen nicht vor. Aufgrund der vorhandenen Be-
richte und der bildgebenden Befunde kann zwar eine folgenschwere Verletzung ausgeschlossen 
werden. Gemäss der Erstbeurteilung durch dipl. med. F.____ ist hingegen davon auszugehen, 
dass die Verdrehung des Knies einen Beschwerdeschub auslöste. Der Beschwerdeführer war in 
der Lage, seiner Tätigkeit als Koch zu 100 % nachzugehen, was vermuten lässt, dass die 
Schmerzen sich in einem erträglichen Rahmen hielten. Ganz verschwanden sie jedoch offenbar 
nicht und eine Konsultation beim Hausarzt drängte sich auf. 
 
7.1 In Bezug auf die Beurteilung der natürlichen Kausalität zwischen Ereignis und Behand-
lung beim Hausarzt ist vorliegend zu beachten, dass die Unfallmeldung erst am 28. Dezember 
2021 und damit fast drei Monate nach dem Ereignis vom 3. Oktober 2021 erfolgte. Ferner fand 
zwischen dem 3. Oktober 2021 und dem 20. Dezember 2021 keine ärztliche Behandlung statt, 
es fehlt somit an einer Dokumentation über den Beschwerdeverlauf. Es ist darum auch denkbar, 
dass eine sonstige Überlastung oder Drehbewegung des Knies beim Sport oder bei der Arbeit 
zur Konsultation am 20. Dezember 2021 führten. Mit Blick auf die unauffälligen MRT-Bilder vom 
22. Dezember 2021 und die – bei einer Unfallverletzung des Knies – atypisch lange Zeitspanne 

 
 
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zwischen dem Ereignis mit der Ersteinschätzung durch die Schwester des Beschwerdeführers 
und der Konsultation beim Hausarzt zur weiteren Diagnostik ist ein natürlicher Kausalzusammen-
hang zwischen den Kniebeschwerden ab 20. Dezember 2021 und dem Verdrehen des Knies am 
3. Oktober 2021 zwar durchaus möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich. Von zusätzli-
chen medizinischen Abklärungen ist vorliegend auch kein anderes Ergebnis zu erwarten, da kli-
nisch und bildgebend im Wesentlichen ein unauffälliger Verlauf ohne verletzungsbedingtem Be-
fund dokumentiert ist. So lassen sich die Kniebeschwerden weder mit einem Hämatom noch einer 
Schwellung direkt nach dem Vorfall noch später mittels der MRT-Bilder erklären. Insofern ist es 
im gegebenen Fall letztlich unerheblich, dass Dr. D.____ in seinem Bericht vom 16. Juli 2022 die 
Erstuntersuchung am 3. Oktober 2021 durch die Schwester des Beschwerdeführers übersah und 
von einer Erstkonsultation im Dezember 2021 ausging. Seine Annahme, dass ein natürlicher Zu-
sammenhang zwischen den Behandlungen ab 20. Dezember 2021 und dem Ereignis vom 3. 
Oktober 2021 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hergestellt wer-
den kann, ist auch in Berücksichtigung der Erstbehandlung unmittelbar nach dem Ereignis be-
rechtigt. Insofern kann in antizipierter Beweiswürdigung auf versicherungsexterne fachärztliche 
Abklärungen verzichtet werden. 
 
7.2 Bei der Frage, ob wie hier überhaupt ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 
dem Ereignis vom 3. Oktober 2021 und den Behandlungen ab Dezember 2021 vorliegt und ge-
gebenenfalls Anspruch auf Leistungen besteht, ist nicht die Unfallversicherung, sondern die ver-
sicherte Person beweisbelastet (E. 3.1). Da der natürliche Kausalzusammenhang nicht mit dem 
notwendigen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann, trägt der 
Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit. Im Ergebnis ist es somit nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht abgelehnt hat. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens ist es folglich nicht entscheidend, ob das Ereignis vom 3. Oktober 2021 den Unfallbegriff 
erfüllt. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Das das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.