# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbecf983-1c29-5326-8032-f92e709f67ae
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2021 I 2020 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-50_2021-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 50

Entscheid vom 14. Januar 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,
D.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________, geb. 14. Juli 1976, Mutter von vier zwischenzeitlich erwach-
senen Kindern (Jg. 1995, 1997, 1999, 2000), reiste im September 1994 von … 
zu ihrem … Jahre älteren Ehemann in die Schweiz ein. Ab November 2003 ar-
beitete sie in einem vollen Pensum als hauswirtschaftliche Angestellte im 
A.________, B.________. Ab 16. Januar 2009 war sie infolge Rückenschmerzen 
zu 50% arbeitsunfähig. Die Arbeitgeberin meldete C.________ am 16. Februar 
2009 zur Früherfassung bei der IV-Stelle Schwyz (Vi-act. 1). Am 26. März 2009 
meldete sie sich zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Vi-
act. 6). Mit Mitteilung vom 29. Juli 2009 wurde ein Anspruch auf Arbeitsvermitt-
lung bejaht (Vi-act. 21). Das Arbeitsverhältnis beim A.________ endete infolge 
Kündigung durch die Arbeitgeberin am 30. September 2009 (Vi-act. 33-1/3). Mit 
Verfügung vom 11. Mai 2010 wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen und 
ein Anspruch auf weitere Leistungen der Invalidenversicherung wurde verneint 
(Vi-act. 39). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.  

B. Ab Juni 2010 arbeitete C.________ in einem Teilzeitpensum als Reini-
gungsmitarbeiterin im Hotel W.________, X.________. Am 7. November 2013 
wurde sie infolge voller Arbeitsunfähigkeit seit September 2013 erneut zur 
Früherfassung bei der IV-Stelle Schwyz gemeldet (Vi-act. 44). Die Anmeldung 
bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Leistungen erfolgte am 7. Januar 
2014 (Vi-act. 50). In der Folge wurden für den Zeitraum vom 15. Juli 2014 bis 
zum 14. Januar 2015 Integrationsmassnahmen vereinbart (Arbeitseinsatz bei der 
… mit steigendem Arbeitspensum, Vi-act. 80), dieser Arbeitseinsatz wurde be-
reits am 24. Juli 2014 wieder abgebrochen (Vi-act. 94-3/5) und es wurde ein Ein-
satz beim …, für den Zeitraum vom 17. November 2014 bis zum 16. August 2015 
vereinbart (Vi-act. 97, 110). Während den Integrationsmassnahmen wurden 
C.________ Taggelder ausgerichtet (Vi-act. 96, 104, 105, 106, 107, 116, 117). 

C. Nach Einholung eines polydisziplinären Gutachtens bei der Medas 
AC.________ (dat. 11.5.2016, Vi-act. 134) hielt die IV-Stelle Schwyz mit Vorbe-
scheid vom 7. Juli 2016 fest, dass ausgehend von einem IV-Grad von 30% kein 
Anspruch auf eine Rentenleistung bestehe (Vi-act. 136). C.________ liess gegen 
die vorgesehene Verfügung Einwände erheben (Vi-act. 138, 139, 142) und in-
formierte die IV am 27. Oktober 2017 über eine weitere stationäre Behandlung in 
der Psychiatrischen Klinik Zugersee (Vi-act. 143). In der Folge veranlasste die IV 
eine weitere polydisziplinäre Begutachtung (Vi-act. 152) und C.________ liess 
am 4. August 2017 umfassende Ergänzungsfragen stellen (Vi-act. 155).  

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D. Nach Vorliegen des polydisziplinären Gutachtens der Medas AD.________ 
vom 18. Januar 2018 (Vi-act. 161) erliess die IV-Stelle Schwyz am 18. Juli 2018 
den Vorbescheid, wonach befristet für den Zeitraum vom 1. August 2015 bis zum 
31. Oktober 2017 Anspruch auf eine halbe Rente bestehe, ab November 2017 
bestehe ein IV-Grad von 29% weshalb ab diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch 
entfalle (Vi-act. 164-1/5 f.). Am 8. August 2018 liess C.________ Einwand erhe-
ben gegen den Vorbescheid (Vi-act. 167), wobei sie u.a. rügte, dass ihre im Vor-
feld der Begutachtung gestellten Ergänzungsfragen nur teilweise beantwortet 
worden seien. 

Nach weiteren Abklärungen erkannte die IV-Stelle Schwyz mit Verfügung vom   
7. Mai 2020 (Bf-act. 2) einen Anspruch auf eine halbe IV-Rente für den Zeitraum 
ab dem 1. August 2015 und es wurden entsprechende Nachzahlungen angeord-
net. Für den Zeitraum ab 1. November 2017 verneinte die IV ausgehend von ei-
nem IV-Grad von 28% den Anspruch auf eine Rente.

E. Gegen diese Verfügung lässt C.________ mit Eingabe vom 26. Mai 2020 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgemäss Beschwerde erheben 
mit folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung vom 7. Mai 2020 sei aufzuheben. 
2.1 Die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdeführerin ab dem 1.8.2015 

eine unbefristete ganze Rente zu bezahlen. 
2.2 Eventualiter sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten zu erstellen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin gestützt 
darauf ab dem 1.8.2015 eine unbefristete ganze Rente zu bezahlen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWSt.) zulasten der 
Beschwerdegegnerin, eventualiter zulasten des Staates. 

F. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 10. Juli 2020 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführe-
rin. Mit Replik vom 15. Juli 2020 lässt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 
festhalten. Mit Duplik vom 20. August 2020 hält auch die Vorinstanz an ihren An-
trägen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1). Die Invalidität 
kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG; SR 831.20). Erwerbsun-

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fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 
die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wäre sie nicht in-
valid geworden (Art. 16 ATSG).

2.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im 
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenen-
falls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe 
ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-

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beitsfähig ist (vgl. BGE 140 V 193 Erw. 3.1 und 3.2). Hinsichtlich des Beweiswer-
tes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange um-
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 Erw. 3a). 

2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von ex-
ternen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; Urteil BGer 
9C_278/2016 vom 22.7.2016 Erw. 3.2.2). Zweck eines interdisziplinären Gutach-
tens ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und 
die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu bringen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.1 m.H.). Die Frage, ob ein Gutachten be-
weiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise 
die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten 
verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten oder der Gesamtbeurteilung 
der Beweiswert abgesprochen wird. Daher darf bei einem polydisziplinären Gut-
achten auf beweiskräftige Teilgutachten abgestellt werden, die mit der - ohne 
Konsensbesprechung erfolgten - interdisziplinären Gesamtwürdigung im Haupt-
gutachten nicht übereinstimmen (BGE 143 V 124 Erw. 2.2.4). 

2.3. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen (vgl. da-
zu Urteil BGer 8C_130/2017 vom 30.11.2017) definiert zudem das für somato-
forme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren systematisierte Indikato-
ren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfakto-
ren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - er-
lauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 
V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1). Sämtliche psychische Erkrankungen sind mithin 
grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen (BGE 141 V 
281 und BGE 143 V 418). 

Zu ergänzen ist folgendes: Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von 
einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder 
auch gar nicht geeignet ist. Die Frage der Notwendigkeit in diesem Sinne 

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beurteilt sich nach dem konkreten Beweisbedarf. Sie fehlt ganz allgemein in 
Fällen, die sich durch die Erhebung prägnanter Befunde und übereinstimmende 
fachärztliche Einschätzungen hinsichtlich Diagnose und funktioneller 
Auswirkungen im Rahmen beweiswertiger Arztberichte und Gutachten 
auszeichnen. Was die Befunde angeht, ist etwa an Störungsbilder wie 
Schizophrenie, Zwangs-, Ess- und Panikstörungen zu denken, die sich aufgrund 
klinischer psychiatrischer Untersuchung bezüglich ihrer Überprüf- und 
Objektivierbarkeit mit somatischen Erkrankungen vergleichen lassen. 
Andererseits bleibt ein strukturiertes Beweisverfahren dort entbehrlich, wo im 
Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in 
nachvollziehbarer begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen 
Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation 
oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. 
BGE 143 V 418 Erw. 7.1 S. 428 f. mit Hinweisen).  

Wenn die rechtsanwendende Behörde wie im vorliegenden Fall der im polydiszi-
plinären Gutachten erfolgten Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit folgt, ist eben-
falls keine Indikatorenprüfung durchzuführen. Diese dient der Validierung einer 
im Rahmen einer psychiatrischen Diagnose attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine 
grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte kann auch aus einer 
Indikatorenprüfung nicht resultieren (Urteile BGer 8C_629/2019 vom 8.11.2019 
Erw. 4.2.4; 8C_270/2019 vom 5.9.2019, Erw. 4.2.3). 

2.4 Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, 
ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs-
medizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforde-
rungen (Erw. 2.1 und 2.2 vorstehend), ist es beweiskräftig und die darin formu-
lierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon los-
gelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Be-
weisverfahrens soll nicht stattfinden (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.3; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.5 m.H.).

3. Streitig und zu beurteilen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 
1. August 2015.

Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung auf das AD.________ Gut-
achten vom 18. Januar 2018 abgestellt. Die Gutachter gingen ab dem Beurtei-
lungszeitpunkt (November/Dezember 2017) von einer Arbeitsfähigkeit von 70% 
in einer angepassten Arbeit (und von 50% für eine Tätigkeit als Reinigungskraft/ 
Zimmermädchen in einem Hotel) aus. Für den Zeitraum davor gingen die Gut-
achter gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten davon aus, dass ab 

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dem 9. September 2013 durchgehend eine (teilweise) Arbeitsunfähigkeit vorlag, 
diese habe ab 1. Oktober 2014 50% betragen. Da die Versicherte vom 15. Juli 
2014 bis zum 16. August 2015 Taggelder der IV bezogen hat, besteht gemäss 
Vorinstanz ab 1. August 2015 ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Die zwi-
schenzeitlich eingetretene volle Arbeitsunfähigkeit (Aufenthalt in der psychiatri-
schen Klinik, 3.11.2016 - 18.1.2017) führe zu keiner Rentenerhöhung, da eine 
solche frühestens nach drei Monaten (d.h. per 1.2.2017) hätte erfolgen können.  
Die ab dem November 2017 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 30% in einer an-
gepassten Tätigkeit ergebe einen IV-Grad von 28%, weshalb ab November 2017 
kein Rentenanspruch mehr bestehe. 

Gemäss der Beschwerdeführerin besteht seit dem 1. August 2015 Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente. Die Beschwerdeführer rügt vorab das Abstellen auf 
das AD.________ Gutachten bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. 

4. Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und ihrer Arbeitsfähig-
keit ergibt sich aus den Akten was folgt: 

4.1 Im Rahmen der ersten Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen im März 
2009 standen Rückenschmerzen im Vordergrund (vgl. Diagnose Dr.med. 
E.________ im Bericht vom 4.5.2009, IV-act. 15: lumbospondylogenes Schmerz-
syndrom mit aktivierter Spondylarthrose L3/4 und L4/5, Diskopathie L5/S1).

Der Hausarzt der Versicherten, Dr.med. Y.________, Brunnen, stellte in seinem 
Bericht vom 18. Mai 2009 zu Handen der IV zudem die Diagnose einer depressi-
ven Episode, mittelschwer (ICD 10: F32.1) mit Elementen einer posttraumati-
schen Belastungsstörung ohne das Vollbild einer PTSD (IV-act. 17-2/11). Seit 
2009 sei die Versicherte beim SPD Goldau in Gesprächstherapie. Dr.med. 
Y.________ wies sinngemäss auch auf eine erhebliche psychosoziale Belas-
tungssituation hin (Ehemann arbeitslos, bezieht Teilrente, keine oder wenig Mit-
hilfe im Haushalt, Doppelbelastung als Familienfrau und Erwerbstätige, Vi-act. 
17-3/11, vgl. auch KV-act. 3-20/21). 

4.2 Im Auftrag der Taggeldversicherung wurde die Versicherte am 15. Sep-
tember 2009 durch Dr.med. F.________, Facharzt für Innere Medizin und Fach-
arzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, untersucht. In seinem Bericht 
vom 27. Oktober 2009 (KV-act. 3-2/21 ff.) stellte er die Diagnose von chronisch-
unspezifischen Rücken- und linksseitigen Beinschmerzen sowie einer Spondylar-
throse L3/4 und L4/5 ("klinisch irrelevant", KV-act. 3-6/21). In der Beurteilung 
führte Dr.med. F.________ aus, die Versicherte habe offenbar auf die Summe all 
ihrer Belastungen (Beruf, Familie, Haushalt) mit Rücken- und Beinschmerzen re-
agiert, welche therapieunzugänglich seien. Die anlässlich der interventionellen 

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Schmerzdiagnostik und -therapie ermittelten Resultate würden kein für das ge-
klagte Beschwerdebild ursächliches Substrat ergeben. Von weiteren medizini-
schen Massnahmen sei dringendst abzuraten. Eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit könne aus somatischer Sicht nicht attestiert 
werden. 

4.3 Im Auftrag der Taggeldversicherung wurde die Versicherte am 22. Oktober 
2009 durch Dr.med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
untersucht. In seinem Konsilium vom 23. Oktober 2009 (KV-act. 3-8/21 ff.) stellte 
Dr.med. G.________ die Diagnose einer weitgehend abgeklungenen kombinier-
ten Erkrankung aus dem Formenkreis der neurotischen, Belastungs- und soma-
toformen Störungen, welche sich aktuell noch in Form einer längeren depressi-
ven Reaktion (ICD-10: F43.21), einer somatoformen autonomen Funktions-
störung des oberen Gastrointestinaltraktes (ICD-10: F45.31) sowie einer gering 
ausgeprägten Neurasthenie (ICD-10: F48.0) ausdrücke. Der Störung würden Rü-
ckenschmerzen bedingte Schwierigkeiten am Arbeitsplatz mit anschliessender 
Kündigung bei jahrelanger psychosozialer Belastungssituation zu Grunde liegen. 
Der psychischen Störung komme aktuell keine die Arbeitsfähigkeit einschrän-
kende Wirkung zu. 

4.4 In der Folge wurde ein Rentenanspruch mit Verfügung vom 11. Mai 2010 
verneint und die Versicherte arbeitete ab Juni 2010 als Reinigungsmitarbeiterin in 
einem Hotel. Ab 9. September 2013 wurde wieder eine volle Arbeitsunfähigkeit 
attestiert und die Versicherte meldete sich am 7. Januar 2014 erneut zum Bezug 
von IV-Leistungen an. 

4.5 Mit Arztbericht vom 20. Februar 2014 des SPD Goldau (Dr.med. 
H.________ und Therapeutin Z.________) wurden die Diagnosen einer mittel-
gradigen depressiven Episode (ICD-10: F.32.1) sowie einer Panikstörung (episo-
disch paroxysmale Angst, ICD-10: F41) gestellt. Zur Anamnese wird ausgeführt, 
dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten im August 2012 
verschlechtert habe, weshalb die Versicherte vom 29. August 2012 bis zum 29. 
November 2012 in der Psychiatrischen Klinik Zugersee stationär behandelt wor-
den sei. Nach dem Klinikaustritt habe die Versicherte ihre Tätigkeit im Hotel 
W.________ uneingeschränkt wieder aufnehmen können. Ab August 2013 hät-
ten sich die Panikattacken und die depressiven Störungen wieder gehäuft, was 
wieder zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Es fände eine ambulante 
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung inkl. Psychopharmakatherapie 
statt. Die Versicherte würde zudem durch die psychiatrische Spitex und einer 
Haushaltshilfe unterstützt (Vi-act. 64). 

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4.6 Dr.med. Y.________ hielt in seinem Bericht vom 24. März 2014 zu Handen 
der IV zum Verlauf fest, dass die Versicherte wegen psychischen Problemen 
nach wie vor in ambulanter Behandlung beim SPD Goldau sei. In letzter Zeit sei 
es offenbar wieder schlechter gegangen. Es bestehe nach wie vor ein mehr oder 
weniger ausgeprägter Rückenschmerz mit Ausstrahlung ins linke Bein. Ein re-
gelmässiges Krafttraining wäre wünschenswert. Die Arbeitsunfähigkeit ergebe 
sich hauptsächlich aufgrund der psychischen Probleme (Vi-act. 74).

4.7  Vom 13. Mai bis zum 1. Juli 2014 war die Versicherte auf Zuweisung des 
SPD ein zweites Mal in der Psychiatrischen Klinik Zugersee hospitalisiert. Es 
wurden wiederum eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere 
Episode sowie eine Panikstörung diagnostiziert. Ziel der stationären Behandlung 
waren einerseits ein Expositionstraining zur Bewältigung der Panikstörung, die 
Erarbeitung von Strategien im Umgang mit der Müdigkeit und der Ein- und 
Durchschlafstörungen und andererseits die Klärung der Arbeitssituation. 
Während des Klinikaufenthaltes habe eine Teilremission der depressiven Sym-
ptomatik und eine deutliche Reduktion der Panikattacken erreicht werden können 
(Vi-act. 125-2/7). 

4.8 Gemäss Eingliederungsvereinbarung zur Integrationsmassnahme vom 23. 
Juni 2014 (Vi-act. 80) wurde für die Zeit nach dem Klinikaustritt ein Arbeitseinsatz 
bei … mit steigendem Arbeitspensum (50% - 100%) vom 15. Juli 2014 bis zum 
14. Januar 2015 beschlossen (Vi-act. 80). Dieser Arbeitsversuch wurde am 24. 
Juli 2014 wieder abgebrochen (Vi-act. 94-3/5) und es wurde ein Einsatz beim …, 
für den Zeitraum vom 17. November 2014 bis zum 16. Mai 2015 vereinbart (Vi-
act. 97, 110). Dieser Arbeitsversuch wurde - trotz verschiedener krankheitsbe-
dingter Ausfälle - bis zum 16. August 2016 verlängert (Vi-act. 110).  

Im Schlussbericht des … vom 7. August 2015 wurde ausgeführt, dass die Prä-
senzzeit von anfänglich zwei Halbtagen auf fünf Halbtage habe gesteigert wer-
den können. Es seien 23 krankheitsbedingte Absenzen registriert worden. Die 
Versicherte habe je nach Verfassung mehrere Kurzpausen benötigt. Während 
der Arbeitszeit habe ein Nachlassen des Arbeitstempos und der Konzentrations-
fähigkeit beobachtet werden können. Der Arbeitsplatz sei den Bedürfnissen der 
Versicherten angepasst worden. Die Arbeitsqualität wurde als gut und das Ver-
halten als selbständig, kooperativ und mehrheitlich interessiert qualifiziert, das 
Arbeitstempo allerdings als zu gering eingestuft (die Stundenleistung während 
der Präsenzzeit an vier Tagen pro Woche - aufgeteilt auf drei Halbtage und einen 
ganzen Tag - wurde auf 30% geschätzt). Ob dies die reelle Leistungsobergrenze 
der Versicherten darstelle, könne nicht beurteilt werden (Vi-act. 120). 

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4.9 Im Verlaufsbericht vom 30. August 2015 beschrieb Dr.med. Y.________ 
längere Episoden mit verstärkten lumbalen Beschwerden, objektivierbare neuro-
logische Defizite hätten aber nicht festgestellt werden können. Ein MRI-Befund 
vom August 2015 beschreibe einen stationären Verlauf. Diverse weitere diagnos-
tische Abklärungen hätten keine objektiven Befunde ergeben. Psychiatrisch wer-
de die Versicherte weiterhin vom SPD Goldau betreut (Vi-act. 122-1/5 f.). 

4.10 Im Verlaufsbericht des SPD (Dr.med. I.________ und Psychotherapeutin 
AA.________) vom 15. Oktober 2015 (Vi-act. 123) wird die Eingliederungsmass-
nahme infolge ungenügender Belastbarkeit der Versicherten als gescheitert beur-
teilt. Der Gesundheitszustand der Versicherten stagniere. In der freien Wirtschaft 
bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Es würden weiterhin zwei bis drei Mal pro 
Monat therapeutische Einzelgespräche stattfinden, an zwei Vormittagen pro Wo-
che besuche die Versicherte die Tagesstätte des SPD. Die medikamentöse Be-
handlung werde weitergeführt. 

4.11 Anlässlich von vier Terminen im Februar und März 2016 wurde die Versi-
cherte von Gutachtern der Medas AC.________ (unter Beizug eines Psychiaters, 
eines Rheumatologen und einer Neuropsychologin) polydisziplinär untersucht. Im 
Gutachten vom 11. Mai 2016 gelangten Dr.med. J.________ (Facharzt für Innere 
Medizin & Endokrinologie) und Dr.med. K.________ (Facharzt für Rheumatolo-
gie) unter Berücksichtigung des psychiatrischen und des neuropsychologischen 
Teilgutachtens zu folgenden Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Ar-
beitsfähigkeit (Vi-act. 134-21/49):

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.1), bei
- Dysthymia (ICD-10 F34.1)
- Verdacht auf Symptomenausweitung und Selbstlimitierung, bei 

- objektiv nicht integrierbarem sensoriellem Halbseitensyndrom links
- Status nach rezidivierender depressiver Störung, gegenwärtig weitgehend 

remittiert (ICD-10 F33.4)

Chronische linksseitige Lumboischialgien, bei
- ausgeprägten Spondylarthropathien zwischen dem 3. und 4. und dem 4. und 

5. Lendenwirbel, magnetresonanztomographisch seit 10/2008 stationär
- bilateraler Spondylose zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel, ohne 

Spondylolisthesis

In Bezug auf Diagnosen ohne wesentliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
wurden insbesondere eine Adipositas (BMI 32.6) sowie Zervikothorakalgien er-
wähnt (Vi-act. 134-21/49). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Reinigungshilfe 
in einer Jugendherberge und als Zimmermädchen wurde die Arbeitsfähigkeit auf 
70% geschätzt, wobei die psychiatrischen Befunde leicht mehr als die rheumato-
logischen limitierend wirkten (Vi-act. 134-22/49). Für körperlich leichtere Tätigkei-

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ten in Wechselposition sowie für Haushalttätigkeiten wurde eine volle Arbeits-
fähigkeit attestiert. 

Der psychiatrische Gutachter (Dr.med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie) wies in seiner Beurteilung (Vi-act. 134-31/49 f.) auf verschiede-
ne Belastungsfaktoren hin, welche die Versicherte vulnerabel machen würden 
(schwere Kindheit, Verheiratung durch Vater mit einem 20 Jahre älteren Mann, 
Ehemann IV-Renter und aktuell kurz vor dem Pensionsalter stehend). Ausge-
hend von der konkreten Situation, in welcher die Versicherte stecke (insbesonde-
re Zusammenleben mit kurz vor der Pensionierung stehendem IV-Renter) wirkten 
sich die körperlichen Beeinträchtigungen (Schmerzen), welche man ihr nicht ab-
sprechen könne, fatal aus. Sie würden in ihrer Bedeutung (wohl unbewusst) stark 
überbewertet. Die seelischen Belastungsfaktoren verstärkten den Schmerz und 
diesem Mechanismus komme ein Krankheitswert zu. Die effektiven seelischen 
Leiden im engeren Sinne genügten aber nicht für die Begründung einer Arbeits-
unfähigkeit in einem höheren Prozentsatz als 30%. Die Versicherte sei sicher 
herabgestimmt und ihr eigenes Krankheitskonzept werde ein Berufseinstieg er-
schweren, der ganzen Entwicklung liege aber kein seelisches Leiden zu Grunde, 
welches einen Rentenanspruch zu begründen vermöchte. Der IV-fremde sozio-
kulturelle Hintergrund, die Biografie, die Verarbeitung der ganzen Entwicklung 
und die ausgeprägte Vulnerabilität würden zum aktuellen Zustandsbild führen. 
Die Versicherte gestalte ihren Freiraum jedoch aktiv, habe Unterstützung durch 
die Familie optimal organisiert und sie schildere einen abwechslungsreichen, le-
bendigen Alltag.  

In therapeutischer Hinsicht sah Dr.med. L.________ kein Optimierungspotenzial. 
Die Versicherte werde ambulant und tagesklinisch bereits intensiv betreut.

Der rheumatologische Gutachter (Dr.med. M.________, Facharzt für Rheumato-
logie) beschreibt in seiner Beurteilung einen stationären Verlauf der degenerati-
ven Veränderungen seit der ersten MRI-Abklärung 2008. Zwischen den ana-
mnestischen Angaben mit progredienter Entwicklung und den kernspintomogra-
phischen Verlaufsuntersuchungen bestehe eine deutliche Inkonsistenz. Es liege 
keine Konsistenz zwischen der Anlageanomalie und den subjektiven Angaben 
mit Bezug auf Bewegungs- und Positionsabhängigkeit vor. Auch passe die Mo-
notonie der Symptomatik mit persistierenden Ruheschmerzen nicht zu den nach-
gewiesenen ossären und diskalen degenerativen Veränderungen. Im Weiteren 
führte Dr.med. M.________ aus: 

Die hohe Schmerzintensität (…), das Überwiegen von Nachtschmerzen, die 
positive Beantwortung sämtlicher Suggestivfragen, die begleitenden Parästhesien, 
die Halbseitensymptomatik, links mit erhöhter Irritabilität der muskulären 
Palpationsempfindlichkeit und vermehrt vorkommenden tender points links, die 

12

stark positiven Waddell-Zeichen im Stehen, das schmerzorientierte Verhalten 
während der körperlichen Untersuchung sprechen für ein abnormes 
Schmerzgebaren und für eine Symptomausweitung. Die Angaben zur 
Beanspruchung von Fremdhilfe bei Haushalttätigkeiten passen zu einer 
Selbstlimitierung und zu einem übertriebenen Schonverhalten. 

Zur Arbeitsfähigkeit führt Dr.med. M.________ aus, diese sei auch in der ange-
stammten Tätigkeit als Zimmermädchen und als Reinigungsmitarbeiterin unein-
geschränkt gegeben, sofern eine Dispensierung von besonders rückenbelasten-
den Arbeitsbelastungen möglich sei (d.h. die Tätigkeit muss wechselbelastend 
sein und Gewichte über 10 kg sollten nicht häufig gehoben werden müssen). 

Die neuropsychologische Untersuchung ergab eine alters- und ausbildungs-
adäquate kognitive Leistungsfähigkeit (Vi-act. 134-47/49). 

4.12 Der RAD-Arzt Dr.med. N.________ hielt mit Stellungnahme vom 22. Juni 
2016 fest, das Gutachten sei einigermassen nachvollziehbar, wobei man sich 
überlegen könne, ob die leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% bei 
dieser Schmerzstörung in Kombination mit einer Dysthymie und wenig dramati-
schen degenerativen Veränderungen der LWS überhaupt zu akzeptieren sei (Vi-
act. 135-5/5).

4.13 Nach Vorliegen des MEDAS-Gutachtens und Erhalt des Vorbescheides 
war die Versicherte vom 3. November 2016 bis zum 18. Januar 2017 erneut in 
der Psychiatrischen Klinik Zugersee hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 25. Ja-
nuar 2017 wird neben einer Panikstörung neu eine rezidivierend depressive 
Störung gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen diagnosti-
ziert (Vi-act. 145). Die Versicherte habe im Verlauf psychotische Symptome be-
schrieben, weshalb die Diagnose angepasst worden sei. Eine Änderung der Me-
dikation habe die Halluzinationen aber nicht gänzlich abklingen lassen. Die Sym-
ptomatik habe sich leichtgradig verbessert. Bei Austritt habe die Versicherte wei-
terhin an depressiver Stimmung, reduziertem Antrieb und leichten Halluzinatio-
nen gelitten. Die Stimmung sei etwas aufgehellt. Für die Zeit der Hospitalisation 
wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. 

4.14 Der RAD-Arzt Dr.med. N.________ hielt mit Stellungnahme vom 3. April 
2017 fest, seit der Begutachtung durch die MEDAS AC.________ sei zwischen-
zeitlich mehr als ein Jahr vergangen. Die Einschätzung des Schweregrades der 
Erkrankung durch die MEDAS-Gutachter divergiere erheblich von der Einschät-
zung der PK Zugersee. Seines Erachtens sei der Schweregrad der Erkrankung 
schwierig abzuschätzen, da die Versicherte aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruk-
tur zu dramatisierenden Beschreibungen ihrer Krankheitssymptome neige. Ob 
eine Verschlechterung vorliege oder bloss eine andere Beurteilung des gleichen 

13

Sachverhalts könne aus den Akten nicht definiert werden. Die Situation müsse 
deshalb neu abgeklärt und eventuell eine psychiatrische Zweitbegutachtung ver-
anlasst werden (Vi-act. 148-6/6). 

4.15 Mit Verlaufsbericht des SPD vom 21. April 2017 (Vi-act. 149) führen 
Dr.med. O.________ und die Psychotherapeutin AA.________ aus, dass sich die 
gesundheitliche Situation im Oktober 2016 verschlechtert habe, weshalb mit der 
Patientin eine stationäre Behandlung in der PK Zugersee vereinbart worden sei. 
Während der Behandlung in der Klinik habe die Versicherte erstmals psychoti-
sche Symptome geschildert. In den Einzeltherapien habe die Versicherte immer 
wieder psychosoziale Belastungsfaktoren (Schulden, finanzielle Schwierigkeiten, 
Sorgen um die Kinder) geschildert. Auch habe sie über somatische Beschwerden 
geklagt. Der Gesundheitszustand wurde im Verlauf als stagnierend beschrieben. 
Zur Frage nach der Arbeitsunfähigkeit wurde festgehalten, man habe im Be-
richtszeitraum eine solche nicht bescheinigt. Die medizinisch-theoretische Ar-
beitsfähigkeit bleibe weiterhin unklar.  

4.16 Der Hausarzt Dr.med. Y.________ hielt mit Verlaufsbericht vom 30. April 
2017 (Vi-act. 150) fest, es lägen keine neuen Diagnosen vor. Auch in Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit habe sich seit dem letzten Bericht nichts verändert. 

4.17.1 Im November und Dezember 2017 wurde die Versicherte an fünf Termi-
nen durch Gutachter der Medas AD.________ AG, …, neurologisch (Dr.med. 
P.________, Facharzt für Neurologie), rheumatologisch (Dr.med. Q.________, 
Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Rheumatologie), neuropsycholo-
gisch (Mag. AB.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie) und psychia-
trisch (med.pract. R.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) un-
tersucht (unter Fallführung von Dr.med. S.________, Fachärztin für Innere Medi-
zin). 

Die involvierten Fachärzte gelangten im Rahmen der interdisziplinären Beurtei-
lung im Gutachten vom 18. Januar 2018 zu folgenden Diagnosen (Vi-act. 161-
35/131):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Chronisches lumbales Schmerzsyndrom mit betonter Ausstrahlung in das 

linke Bein mit/bei
- Bildgebend (MRI LWS): Keine Neurokompression, Spondylarthrosen 

L3/4 und L4/5
- Muskuläre Insuffizienz
- Elektrophysiologisch (…): Kein Hinweis auf radikuläre Problematik

- Restless legs Syndrom mit/bei
- Möglicherweise bei leichter, rein sensibler Polyneuropathie

14

- Andere symptomatische Genese nicht ausgeschlossen
- Undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F54.1)
- Symptomverdeutlichung
- Aktenanamnestisch bekannt rezidivierende depressive Störung, nicht näher 

bezeichnet (ICD-10 F33.9), gegenwärtig weiter in Remission befindlich
- nicht quantifizierbare neuropsychologische Störung 

Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden neben Adipo-
sitas und Nikotinabusus insbesondere eine Dysthymia (ICD-10 F34.1) sowie ein 
Zustand nach Panikstörung aufgeführt (Vi-act. 161-35/131 f.). 

Die Arbeitsunfähigkeit wurde aus interdisziplinärer Sicht in der angestammten 
Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin auf 50% und in einer Verweistätigkeit auf 
70% geschätzt. In Bezug auf die Einschränkungen wurde auf das neurologische 
und psychiatrische Teilgutachten verwiesen (Vi-act. 161-45/131). Zum Verlauf 
der Arbeitsunfähigkeit wurde ausgeführt (Vi-act. 161-37/131), eine retrospektive 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei problematisch. Aufgrund der aktuell erhobe-
nen Befunde sei aber die vom RAD am 1. April 2014 geschätzte Arbeitsunfähig-
keit von 50% plausibel. Als nachvollziehbar wurde auch die von der PKO anfangs 
2017 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit qualifiziert. Als nicht plausibel wurde 
demgegenüber die vom SPD mit Verlaufsbericht vom 21. April 2014 attestierte 
volle Arbeitsunfähigkeit qualifiziert. Bei einer mittelgradigen depressiven Episode 
bleibe üblicherweise eine Restarbeitsfähigkeit erhalten. Nicht plausibel sei die im 
Medas-Gutachten vom 11. Mai 2016 geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 30%, da 
eine mittelgradige depressive Episode üblicherweise einer höhergradigen Ar-
beitsunfähigkeit (50%) entspreche. 

Zur Frage nach der Konsistenz (Diskrepanzen zwischen den geschilderten Sym-
ptomen und dem gezeigten Verhalten auch im Vergleich zur Aktenlage und den 
Alltagsaktivitäten) wurde festgehalten, dass zwischen der Aktenlage und den hier 
erhobenen Anamnesen und Befunden keine wesentlichen Diskrepanzen erkenn-
bar seien. Hinsichtlich der angegebenen Beschwerden sei von einer leichten Ag-
gravation auszugehen (Vi-act. 161-44/131). 

4.17.2 Der neurologische Gutachter führt aus, dass erstmals eine leichte rein 
sensible Polyneuropathie nachzuweisen sei. Rein klinisch ergebe sich zudem ein 
Restless-legs Syndrom bei ganz typischer Beschwerdesymptomatik. In wieweit 
dies durch die angenommene depressive Problematik verstärkt und unterhalten 
werde, werde sich erst im Verlauf zeigen. Die chronischen lumboradikulären 
Schmerzen würden sich im geltend gemachten Ausmass nicht objektivieren las-
sen, eine supportive Physiotherapie sei dennoch indiziert. Bezüglich des Rest-
less-legs Syndroms würden gute Therapieoptionen bestehen. In Bezug auf die 
Arbeitsfähigkeit führte Dr.med. P.________ aus, die bisherige Tätigkeit als Zim-

15

mermädchen bzw. Angestellte in einem Hotel sei aus neurologischer Sicht um 
50% eingeschränkt, wobei sich eine Reduktion um 20% für körperlich schwere 
Tätigkeiten aufgrund der lumboradikulären Schmerzen ergebe und um 30% in-
folge des Restless legs Syndroms mit eingeschränktem Schlaf und Tagesmüdig-
keit, diese Einschränkung sei therapeutisch jedoch angehbar. In einer angepass-
ten Tätigkeit, das heisst ohne schwere körperliche Arbeit und mit Wechselbelas-
tung bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 30% aufgrund des Restless-legs Syn-
droms. Auf die Frage nach den Ressourcen der Versicherten hielt Dr.med. 
P.________ fest, die Versicherte erscheine intelligent, spreche gut deutsch und 
sei vielfältig interessiert, infolgedessen sei auch die Basis für das Erreichen einer 
gewissen Leistungsfähigkeit gegeben (Vi-act. 161-72/131 ff.).

4.17.3 Der rheumatologische Gutachter beschreibt eine Bewegungseinschrän-
kung im LWS-Segment sowie eine muskuläre Insuffizienz. Weitere Befunde (ins-
besondere rheumatologische Erkrankungen) konnten nicht festgestellt werden. 
Es hätten sich Hinweise für eine Aggravation gefunden. Die Arbeitsfähigkeit 
schätzte Dr.med. Q.________ auch in Bezug auf die Tätigkeit im A.________ als 
Mitarbeiterin in der Reinigung auf 100%. Mittelschwere und schwere körperliche 
Tätigkeiten mit regelässigem Heben von Gewichten über 10 kg seien jedoch 
nicht zumutbar (Vi-act. 161-87/131 ff.). 

4.17.4 Im neuropsychologischen Gutachten führen lic.phil. T.________ und Mag. 
AB.________ in der Beurteilung aus, aufgrund der Verhaltensbeobachtung und 
der Testergebnisse bestehe eine neuropsychologische Störung, erklärbar im 
Rahmen der psychiatrischen und neurologischen Symptomatik sowie wahr-
scheinlich überlagert durch eine unbewusste Symptomverdeutlichung. Deshalb 
könne das Ausmass der neuropsychologischen Störung nicht quantifiziert wer-
den. Unter dem Titel "Validität und Konsistenz der neuropsychologischen Befun-
de" erörtern die neuropsychologischen Gutachter, dass das Antwortverhalten in 
den durchgeführten Beschwerdevalidierungstests auffällig gewesen sei. Die 
Testbefunde seien eingeschränkt konsistent mit der eigenanamnestisch be-
schriebenen Alltagsfunktionalität. Auf Grund der Befunde wäre nicht zu erwarten, 
dass die Selbständigkeit im Alltag weitgehend gegeben sei, dass die Versicherte 
das Administrative und Finanzielle selber regle oder dass sie noch selber Auto 
fahre. Aufgrund der verminderten Belastbarkeit sei nur eine verkürzte Testbatte-
rie durchgeführt worden, was die Validität der Befunde einschränke. Die festge-
stellten Inkonsistenzen und Verhaltensauffälligkeiten seien wahrscheinlich er-
klärbar im Rahmen einer krankheitswertigen psychiatrischen Störung sowie der 
neurologischen Symptomatik. Aufgrund dessen müsse nicht von einer bewussten 
Aggravation ausgegangen werden, wohl aber von einer unbewussten Symptom-

16

verdeutlichung. Das testpsychologisch objektivierte Profil widerspiegle wahr-
scheinlich nicht das effektive Leistungsvermögen der Explorandin. In Bezug auf 
die Frage nach der Arbeitsfähigkeit führen die neuropsychologischen Gutachter 
entsprechend aus, das Vorliegen einer neuropsychologischen Störung sei zwar 
möglich, doch könne eine solche nicht quantifiziert werden und deren Validität sei 
nicht sicher gegeben. Die Arbeitsfähigkeit könne deshalb nicht beurteilt werden 
(Vi-act. 161-104/131 ff.). 

4.17.5 Der psychiatrische Teilgutachter med.pract. R.________ führt in seiner 
Beurteilung aus (Vi-act. 161-127/131 ff.): 

Bei der heutigen Untersuchung und Exploration stellte sich eine Versicherte vor, 
die doch eher wenig Auffälligkeiten im Psychostatus zeigte. Die von der 
Versicherten gemachten Angaben zu ihren Symptomen wirkten wie "auswendig 
gelernt", wie aus einem Lehrbuch, als würde sie eine Liste von Symptomen 
auswendiggelernt aufsagen (…). Vor diesem Hintergrund kann das Testergebnis 
(…), das einen Hinweis auf das Bestehen einer leichten depressiven Störung 
zeigte, nur eingeschränkt verwertet werden. 
(…)
Es ergab sich eine Diskrepanz, da die Versicherte angab, unter tränenlosen 
Weinens", eben nicht mehr weinen zu können, dies jedoch während der 
Exploration einmalig tat (…), ebenso erschien das Tagesprofil diskrepant, da die 
Versicherte erzählte, dass sie selbständig ein Auto chauffieren würde, an einen 
See, an den Waldrand, weil ihr dies gut tue, wenn sie dort sei, dass sie Kontakt 
auch ausserfamiliär (Kollege, Schwester, Bruder) pflege, ihre Emails "checke" und 
"bei Facebook aktiv nicht mehr bei Instagram" sei. 
Bei der heutigen Untersuchung und Exploration erschien allenfalls eine diskrete 
depressive Symptomatik im Vordergrund zu stehen. 
Hier bleibt vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte der Versicherte 
nachvollziehbar, dass sich bei ihr eine Dysthymia, wie im MEDAS-Gutachten vom 
11.05.2016 diagnostiziert, entwickelt hat. Warum diese jedoch wie in dem 
bezeichneten MEDAS-Gutachten angegeben, "wesentliche Einschränkung der 
zumutbaren Arbeitsfähigkeit" beinhalten sollte, bleibt etwas offen. (…).
Es bleibt weiter vorstellbar, dass, wie der Aktenlage zu entnehmen ist und auch 
entsprechend der Definition der Dysthymie, diese von weiteren, anderen 
depressiven Episoden überlagert wurde, die sich hieraus entwickelt haben. (…).  
Eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine sonst geartete 
Traumafolgestörung liess sich nicht explorieren, (…). 
Heute liess sich allenfalls eine leichte depressive Störung feststellen. Eine schwere 
depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen, 
wie im Austrittsbericht der Klinik Zugersee vom 26.01.2017 angeführt, konnte 
heute nicht festgestellt werden. Die in dem bezeichneten Bericht zur Grundlage 
genommene Symptomatik für die bezeichnete Diagnose, stellte sich heute auch 
etwas anders dar, so dass die Diagnose "mit psychotischen Symptomen" doch zu 
hinterfragen sei. 
Die von der Versicherten angegebenen Halluzinationen, "Stimmenhören und eine 
Kakosmie" liessen sich doch als Pseudo-Halluzinationen mit erhaltener 

17

Realitätskontrolle darstellen. (…). Es darf noch angemerkt werden, dass 
Wahrnehmungsstörungen ohne inhaltliche Denkstörungen, die heute nicht bei der 
Versicherten bestanden, eher selten sind. 
Insgesamt wirkte die Darstellung der Versicherten eher etwas 
konversionsneurotisch. 
Inwieweit welche, mit welcher Ausprägung, welcher Stärke vorbestehenden 
depressiven Einbrüche bestanden haben, konnte nicht mehr im eigentlichen 
engeren Sinne bei der Exploration geklärt werden, erschliesst sich abschliessend 
auch nicht aus der Aktenlage. 
So soll heute nicht die Diagnose einer Panikstörung (…) gestellt werden. 
Zum einen beschreibt die Versicherte zwar sämtliche zur Diagnosestellung 
notwendigen Symptome, wirkte jedoch heute in der Darstellung eher wenig 
nachvollziehbar und einfühlbar. Zudem soll die Diagnose einer Angst- oder 
Panikstörung, entsprechend ICD-10, sofern auch eine depressive Störung besteht, 
nicht gestellt werden, da unter diesen Umständen die Panikattacken 
wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression sind. 
(…).
Für die Diagnosestellung einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), wie im MEDAS-Gutachten vom 
11.05.2016 getan, wurden nicht die entsprechenden Diagnose-Kriterien 
abschliessend erfüllt, so dass die Diagnosen einer undifferenzierten 
Somatisierungsstörung gestellt werden soll. Möglicherweise ist im Verlauf eine 
leichte Besserung eingetreten, die sich auch im Absenken der 
Behandlungsfrequenz durch die Versicherte, da es andere Dinge zu erledigen gibt, 
ausdrücken dürfte. 
(…).
Deutlich wurde bei der heutigen Untersuchung und Exploration, dass vielfältige 
psychosoziale Belastungsfaktoren bestehen. (…). 
Vielleicht lässt sich hieraus auch eine gewisse Therapieresistenz ableiten und 
erklären. Da bei der Versicherten es so erscheint, dass ihre Vorstellungen 
überwiegend von persönlicher Krankheitsüberzeugung, Lebensentwürfen, 
Zielsetzungen, welche auch durch psychosoziale und soziokulturelle 
Überlegungen, auch hinsichtlich Zukunftsperspektiven vorbewusst bis bewusst 
geprägt werden können, zu bestehen scheint. Hieraus resultiert ein teilweise auch 
appellativ vorgebrachtes Schon- und Vermeidungsverhalten, die Einnahme eines 
sogenannten Krankenrollenverhaltens. Hieraus dürfte sich eine geringe 
Veränderungsbereitschaft und allfällige Therapieresistenz ableiten und erklären 
lassen. 
Die bei der Versicherten bei der heutigen Untersuchung und Exploration 
feststellbaren Diagnosen auf psychiatrischem Fachgebiet zogen nur eine geringe 
Einschränkung der Leistungs-, Belastungsfähigkeit und damit ihrer Arbeitsfähigkeit 
nach sich. 
(…). In Zukunft könnte beim Auftreten neuerlicher oder schwererer depressiver 
Einbrüche vorübergehend wieder eine höhere Arbeitsunfähigkeit bestehen. Vor 
dem Hintergrund der zu stellenden Diagnosen lässt sich jedoch keine ausgeprägte, 
abschliessende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, insbesondere nicht in 
rentenbegründendem Ausmass auf Dauer ableiten. 

18

Auf die Frage nach allfälligen Hinweisen für eine Aggravation oder Simulation 
hielt der psychiatrische Gutachter fest, es bestehe ein Hang zur Aggravation und 
die Darstellung der Symptomatik erscheine eher wenig nachvollziehbar und we-
nig einfühlbar. Die Arbeitsfähigkeit schätzte der psychiatrische Gutachter aus rein 
psychiatrischer Sicht auf 80% für alle dem körperlichen Belastungsprofil ange-
passten Tätigkeiten. 

4.17.6 Der RAD-Arzt Dr.med. N.________ hielt mit Stellungnahme vom 14. Juni 
2018 fest, das AD.________-Gutachten sei nachvollziehbar, wobei die aus neu-
rologischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit an der oberen Grenze des Ermes-
sensspielraums liege, d.h. eher versichertenfreundlich sei (Vi-act. 162-8/8). 

Nach Vorliegen der Einwendungen der Versicherten gegen das Gutachten hielt 
der RAD-Arzt Dr.med. N.________ mit Stellungnahme vom 16. August 2018 fest, 
diese seien vorwiegend juristischer Art. Gegen Zusatzfragen habe er nichts ein-
zuwenden. Ein Auftrag für die Erstellung eines neuen Gutachtens sei allerdings 
nicht indiziert (Vi-act. 168-9/9). 

4.17.7 Am 22. November 2018 liess die Versicherte der Vorinstanz mitteilen, 
dass sie erneut in die psychiatrische Klinik eingetreten sei (Vi-act. 172). 

Gemäss Austrittsbericht der Klinik Zugersee (triaplus) vom 17. Dezember 2018, 
wurde die Versicherte vom 15. November 2018 bis zum 13. Dezember 2018 sta-
tionär behandelt (Vi-act. 180). Der Eintritt erfolgte per FU-Zuweisung durch 
Dr.med. H.________, … infolge zunehmend depressiver Symptomatik mit psy-
chotischem Erleben in Form von imperativen Stimmen. Neben der antidepressi-
ven Medikation sei zusätzlich ein Neuroleptikum verordnet worden, was zu einer 
Regression der psychotischen Symptomatik und zu einer psychischen Stabilisie-
rung geführt habe. Ein Kontroll-MRI sei unauffällig ausgefallen. Belastungserpro-
bungen seien komplikationslos verlaufen. Im Bericht wird des Weiteren auf ver-
schiedene psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen (finanzielle Sorgen, 
Arbeitslosigkeit, Streit mit Ehemann, Schulden eines Sohnes). Der Austritt sei in 
deutlich psychisch stabilerem Zustand in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. 

4.18 Mit Schreiben vom 15. Oktober 2019 nahm Prof.Dr.med. U.________, Ärzt-
licher Leiter AD.________ AG, zu Ergänzungsfragen der Versicherten Stellung 
(Vi-act. 182; nachdem von Seiten der IV-Stelle neunmal um Beantwortung dieser 
Fragen ersucht worden war). 

Dabei hielt er in Bezug auf mögliche neuropsychologische Störungen fest, solche 
würden wohl vorliegen, sie liessen sich aufgrund des suboptimalen Leistungs-
verhaltens jedoch nicht quantifizieren. 

19

In Bezug auf Ausführungen zum Bildungsniveau führte er aus, es sei eine Frage 
der Interpretation, ob man acht Jahre Schulzeit als niedriges Bildungsniveau be-
zeichne oder nicht. 

Zur Frage der Therapieadhärenz führte er aus, in Ziff. 5.1.8 des Gutachtens wür-
de versehentlich nur auf die körperlich orientierten Therapien Bezug genommen. 
Diesbezüglich seien im Zeitpunkt der Begutachtung keine Therapien durchge-
führt worden. Zudem äusserte er sich zu weiteren - zuweilen auf eine juristische 
Interpretation ausgerichtete - Ergänzungsfragen der Beschwerdeführerin.  

4.19 Der RAD-Arzt Dr.med. N.________ wies mit Stellungnahme vom 29. Okto-
ber 2019 darauf hin, dass die Medas AD.________ trotz der Bitte von Seiten der 
IV-Stelle nicht zum neuen Arztbericht der Psychiatrischen Klinik Zugersee Stel-
lung genommen habe (Vi-act. 183-10/11 f.). Bei der Versicherten liege die Pro-
blematik einer rezidivierenden depressiven Störung vor. Gemäss Medas 
AD.________ werde davon ausgegangen, dass solche "Schübe" jeweils mit 
psychiatrischer Behandlung wieder in Remission gebracht werden könnten. Er 
gewinne weiter den Eindruck, dass die depressiven Dekompensationen im Zu-
sammenhang mit dem IV-Verfahren stehen könnten. Es stelle sich die Frage, ob 
auch die Dekompensation vom November/Dezember 2018 in der Zwischenzeit 
wieder remittiert sei. Diesbezüglich kommt Dr.med. N.________ zum Schluss, 
dass weitere Abklärungen notwendig seien. Die Akten müssten aktualisiert wer-
den und es müssten neue Arztzeugnisse von allen Therapeuten eingeholt wer-
den. Anschliessend werde er ein psychiatrisches Konsilium veranlassen. 

4.20 Dr.med. Y.________ führte in der Folge auf Anfrage der IV mit Bericht vom 
5. Januar 2019 (recte: 2020) zum Verlauf seit April 2017 aus, neu bestünde die 
Verdachtsdiagnose eines passageren Cluster Headaches 05/2018 und eines 
Restless-legs Syndromes. Diese neuen Diagnosen seien für die Arbeitsfähigkeit 
irrelevant. Zur Arbeitsfähigkeit hält er fest, aus seiner Sicht hätte sich seit dem 
Medas-Gutachten von 2016 keine Änderung ergeben. Dies gelte insbesondere 
für rheumatologisch-orthopädische Diagnosen. Leichte körperliche Arbeiten in 
Wechselposition ohne Heben und Tragen von Gewichten von über 10 kg könne 
die Patientin im Umfang von 60-70% ausüben. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 
aus psychiatrischer Sicht verweist Dr.med. Y.________ auf die Therapeuten der 
triaplus. 

4.21 Mit Verlaufsbericht der Ambulanten Psychiatrie (triaplus) vom 8. Januar 
2020 zu Handen der IV führen der Psychiater Dr.med. V.________ und die Psy-
chotherapeutin AA.________ zum Verlauf seit der letzten Berichterstattung 
(Frühjahr 2017) aus (Vi-act. 184-1/2 f.). 

20

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 67 Einzelsitzungen mit der zuständigen 
Therapeutin statt und fünf weitere Einzelgespräche im Rahmen des Besuchs der 
Tagesstätte. Vier gemeinsame Untersuchungen wurden mit einem Kaderarzt 
durchgeführt. Die Patientin nahm an 87 halben Tagen am Programm unserer 
Tagesstätte teil. Sie arbeitete zwei halbe Tage im IST-Programm der BSZ.
Es wurde eine Helferkonferenz durchgeführt. (…). In den Einzeltherapien berichtet 
die Patientin immer wieder über psychosoziale Belastungsfaktoren (Schulden, 
finanzielle Schwierigkeiten und familiäre Probleme) die ihren psychischen Zustand 
entscheidend mitbeeinflussten. Auch somatische Beschwerden seien Faktoren, die 
sie belasten. Unseren Empfehlungen, hinsichtlich der somatischen Beschwerden 
ihren Hausarzt aufzusuchen, kam die Patientin erst im November 2019 nach. 
In der gemeinsamen psychotherapeutisch / ärztlichen Untersuchung vom 
16.12.2019 beschrieb die Versicherte aktuell einen Erschöpfungszustand, sie sei 
fast zusammengebrochen, Schwierigkeiten mit Konzentration und Vergessen, Ein- 
und Durchschlafschwierigkeiten (Albträume), Stimmungsschwankungen, teilweise 
Zittern. Morgentief, Appetitlosigkeit, ständige Übelkeit erlebe sie ebenfalls. Sie 
beschreibt sich als gefühlslos, weint im Gespräch fast durchgehend. Keine 
Suizidalität. 
Insgesamt ergeben sich deutliche Hinweise, dass die Patientin ihre Symptomatik 
aggraviert. 
Aktuell unterstütze sie eine Freundin, die eine Pension habe. Aktuell werde ab 
Januar ein Arbeitsvertrag 10% im Winter und 20% im Sommer ausgearbeitet. 

Im Weiteren wird auf ein Gespräch vom 3. Dezember 2019 zwischen der Leiterin 
der Tagesstätte und der behandelnden Therapeutin über den Verlauf der Be-
handlung im fraglichen Zeitraum hingewiesen. Zum Ergebnis wird festgehalten, 
dass die psychischen Schwierigkeiten der Patientin vorrangig psychosozial be-
dingt seien. 
Zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit wird im Verlaufsbericht festgehalten, es wer-
de für den Berichtszeitraum keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Die medizi-
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit bleibe weiterhin unklar. 

4.22  Nach Vorliegen der Verlaufsberichte hielt der RAD-Arzt Dr.med. 
N.________ mit Stellungnahme vom 16. März 2020 fest, es bestehe kein Grund, 
nicht auf das AD.________-Gutachten abzustellen. Auch von Seiten der triaplus 
werde von einer Aggravation ausgegangen und der Hausarzt schätze die Ar-
beitsfähigkeit der Versicherten praktisch gleich ein wie die AD.________-
Gutachter (Vi-act. 186-10/10). 

5.1 Aus den dargelegten medizinischen Akten ergibt sich, dass die Versicherte 
zwei Mal umfassend gutachterlich abgeklärt worden ist. Auch wenn die zwei 
Gutachten inhaltlich nicht vollständig übereinstimmen, so sind sie in Bezug auf 
die Schlussfolgerungen doch weitgehend deckungsgleich. In somatischer Hin-
sicht werden gewisse degenerative Veränderungen beschrieben, jedoch keine 
schwerwiegenden Einschränkungen. Die im Rahmen der zweiten Begutachtung 

21

neu gestellte Diagnose eines Restless-legs Syndromes wird als behandelbar 
qualifiziert, im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit jedoch als zusätzli-
che Einschränkung berücksichtigt. In beiden Gutachten werden Inkonsistenzen 
und Symptomverdeutlichungen beschrieben. Insbesondere haben beide psychia-
trischen Gutachter Diskrepanzen zwischen den geschilderten Symptomen und 
der geschilderten Lebensgestaltung (Aktivitäten) festgestellt. Auch wird in beiden 
Gutachten auf verschiedene psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen. 
Sinngemäss übereinstimmend gehen die beiden psychiatrischen Teilgutachter 
davon aus, dass die psychosoziale Situation sowie die persönlichen Vorstellun-
gen der Versicherten das Beschwerdebild aufrechterhalten und prägen. In Bezug 
auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ergibt sich zwischen den beiden Gut-
achten eine Diskrepanz, welche im Wesentlichen auf die im zweiten Gutachten 
berücksichtigte neu gestellte Diagnose eines Restless-legs Syndromes zurück zu 
führen ist. 
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im AD.________-Gutachten stimmt des 
Weiteren auch mit der Einschätzung des Hausarztes der Versicherten sowie den 
behandelnden Fachärzten und Therapeuten der Ambulanten Psychiatrie 
(triaplus) überein. Der Hausarzt geht von einer Arbeitsfähigkeit von 60-70% in ei-
ner körperlich angepassten Tätigkeit aus, die Therapeuten der Ambulanten 
Psychiatrie vermögen keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren 
und es wird sowohl aggravierendes Verhalten vermutet als auch - wiederum 
übereinstimmend mit den psychiatrischen Gutachtern - auf die das Krankheitsbild 
prägenden und unterhaltenden psychosozialen Faktoren hingewiesen. 

Das AD-Gutachten beruht auf umfassenden fachärztlichen Untersuchungen. 
Dass bestimmte geklagte Beschwerden nicht berücksichtigt wurden, ist nicht er-
sichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. Das Gutachten erging im Übrigen 
in Kenntnis der Anamnese und ist nachvollziehbar und begründet, zumal es mit 
den Einschätzungen der behandelnden Ärzte der Ambulanten Psychiatrie 
(triaplus) und des Hausarztes übereinstimmt. 

5.2 Die von der Beschwerdeführerin zu Recht gerügte Verzögerung der Be-
antwortung ihrer Ergänzungsfragen durch die Gutachterstelle AD.________ AG, 
vermag am Beweiswert des Gutachtens nichts zu ändern. Es besteht keine ge-
setzliche Grundlage dafür, dass ein Gutachten allein infolge Verzögerung bei der 
Beantwortung von Ergänzungsfragen seine Beweiskraft verlieren würde. Auch 
die Bestimmung von Art. 72bis IVV lässt einen solchen Schluss nicht zu. Die Be-
stimmung sieht vor, dass polydisziplinäre Gutachten nach dem Zufallsprinzip an 
Gutachterstellen vergeben werden, mit welchen das Bundesamt eine Vereinba-
rung hat. Diese Vorgabe wurde vorliegend unstreitig eingehalten. Die Vereinba-
rung zwischen der Gutachterstelle und dem Bundesamt für Sozialversicherung 

22

betreffend die Durchführung von polydisziplinären Gutachten gemäss Art. 72bis 
IVV sieht vor, dass die Frist zur Erstellung eines Gutachtens 130 Tage (ab Ein-
gang der Akten bei der Gutachterstelle) beträgt. Als Rechtsfolge für Verzögerun-
gen wird der Ausschluss von der Vergabe vorgesehen, solange bis sich die An-
zahl der in Verzug geratenen Gutachten wieder in einer Toleranzgrenze (18%) 
bewegt (vgl. Mustervereinbarung, einsehbar unter: www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/ 
sozialversicherungen/iv/grundlagengesetze/organisation-iv/medizinische-gutachten-iv.html). Die 
vorliegende Verzögerung kann insofern von Bedeutung sein, als dass durch zwi-
schenzeitliche Veränderungen des Gesundheitszustandes die Aussagekraft des 
Gutachtens eingeschränkt oder gar aufgehoben wird. In casu verhält es sich so, 
dass nach Erlass des Gutachtens erneut eine stationäre Behandlung in der 
Psychiatrischen Klinik Zugersee veranlasst worden war. Der RAD-Arzt Dr.med. 
N.________ verlangte in der Folge deshalb zu Recht eine Aktualisierung der 
medizinischen Akten. Nach Vorliegen der aktuellen Berichte von Hausarzt sowie 
behandelnden Therapeuten und Fachärzten der Ambulanten Psychiatrie 
(triaplus) hat Dr.med. N.________ dann nachvollziehbar und korrekt den Schluss 
gezogen, dass weiterhin auf das AD-Gutachten abgestellt werden kann. Eine re-
levante anhaltende Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem Erlass des 
AD-Gutachtens ist aus den aktuellen Verlaufsberichten der behandelnden Ärzte 
und Therapeuten nicht erkennbar.  

5.3 Dass im AD.________-Gutachten zu Unrecht festgehalten werde, es liege 
(trotz Schulbesuchs während nur 8 Jahren und fehlender Berufsausbildung) kein 
niedriges Bildungsniveau vor, vermag ebenfalls nichts am Beweiswert des Gut-
achtens zu ändern. Die Einschätzung des Bildungsniveaus ist letztlich auch sub-
jektiv geprägt und ohne wesentliche Relevanz für die medizinische Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit. Entscheidend ist, dass der Versicherten von verschiedener 
Seite (Ärzte, Arbeitgeber) eine schnelle Auffassungsgabe, Intelligenz und sehr 
gute Deutschkenntnisse attestiert wurden. Die Vorinstanz verweist vernehmlas-
send zu Recht auch auf die Aussage der Versicherten, wonach sie Klassenbeste 
gewesen sei und die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung aufgefallene 
lehrbuchmässige Aufzählung verschiedener Diagnosekriterien (zum Ganzen: Vi-
act. 3-3/5, 4-1/2, 26-1/3 f., 47-4/6, 56-6/6, 134-17/49, 134-27/49 f., 161-26/131, 
161-74/131, 161-96/131, 161-124/131).

Dass das AD.________-Gutachten in Bezug auf die Frage der Therapieadhärenz 
einen Widerspruch beinhaltet, ändert ebenfalls nichts an dessen Beweiskraft. Im 
Rahmen des interdisziplinären Gutachtens wird auf S. 41 zu den Ressourcen 
festgehalten, dass zur Zeit keine Therapien durchgeführt würden, da diese die 
Beschwerden eher verstärkten. Auf S. 22 des interdisziplinären Gutachtens wird 

http://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/%20sozialversicherungen/iv/grundlagengesetze/organisation-iv/medizinische-gutachten-iv.html
http://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/%20sozialversicherungen/iv/grundlagengesetze/organisation-iv/medizinische-gutachten-iv.html

23

hingegen korrekt festgehalten, dass aktuell eine Psychotherapie durchgeführt 
werde. Verschiedene physikalische Therapien seien durchgeführt worden, hätten 
jedoch keine positiven Wirkungen gezeigt. Der dargestellte Widerspruch ergibt 
sich gemäss der Stellungnahme von Prof.Dr.med. U.________ daraus, dass auf 
S. 41 des Gutachtens versehentlich nur die körperlich orientierten Therapien 
berücksichtigt würden (vgl. Vi-act. 182-2/5). Entscheidend ist vorliegend, dass im 
psychiatrischen Teilgutachten die die psychische Erkrankung betreffenden The-
rapien umfassend berücksichtigt werden (Vi-act. 161-122/131). Die von Seiten 
des psychiatrischen Gutachters attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
von 20% wurde im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
einkalkuliert. 

5.4.1 Wie bereits erwähnt, rügt die Versicherte auch die Nichtbeantwortung ver-
schiedener von ihr gestellten Fragen. Dadurch werde das rechtliche Gehör ver-
letzt. 

Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör und dem daraus abgeleiteten Recht, 
sich zum Beweisergebnis zu äussern, ergibt sich für die versicherte Person auch 
das Recht Erläuterungs- und Ergänzungsfragen an medizinische Gutachter zu 
stellen (vgl. BGE 136 V 113). Daraus ergibt sich jedoch kein Anspruch darauf, 
dass die Versicherung allfällige Fragen der versicherten Person unbesehen ihrer 
Quantität und Qualität den Gutachtern vorzulegen hat. Ziel der Mitwirkungsmög-
lichkeit ist eine einzelfalladäquate Fragestellung, welche zur Qualität des 
Gutachtens wesentlich beitragen kann. Von der Beantwortung von 
Ergänzungsfragen durch den Experten kann somit abgesehen werden, wenn 
davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteile BGer 9C_634/2015 v. 
15.3.2016 Erw. 4.1; 8C_386/2014 v. 6.10.2014 Erw. 4.3). Dementsprechend 
ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör auch nicht, dass die 
Experten Ergänzungsfragen zu beantworten haben, welchen keine 
Entscheidrelevanz zukommt, welche nicht in ihre Fachkompetenz fallen (z.B. 
juristisch geprägte Fragen) oder deren Beantwortung sich aus ihren vorhandenen 
Beurteilungen des Gesundheitszustandes ohne weiteres ergeben. 

5.4.2 Als nicht beantwortete Ergänzungsfrage verweist die Beschwerdeführerin 
zunächst auf ihrer Frage nach Ergebnissen der Fremdanamnese und ob sich ei-
ne von den Gutachtern angenommene Verbesserung des Gesundheitszustandes 
damit vereinbaren lasse. Beschwerdeweise wendet die Versicherte ein, Wider-
sprüche zwischen Fremdanamnesen und gutachterlicher Beurteilung würden die 
Beweiskraft des Gutachtens schmälern. 

24

Praxisgemäss ist im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung die klinische 
Untersuchung in Kenntnis der Anamnese entscheidend. Eine Fremdanamnese 
und (schriftliche oder mündliche) Auskünfte der behandelnden Arztpersonen sind 
häufig wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Anfragen beim 
behandelnden Arzt oder bei der behandelnden Ärztin sind u.a. wertvoll, wenn sie 
erweiterte Auskünfte über Persönlichkeit und Compliance der zu explorierenden 
versicherten Person erwarten lassen. Die Notwendigkeit der Einholung solcher 
Fremdanamnesen ist in erster Linie eine Frage des medizinischen Ermessens 
(Urteile BGer 9C_292/2018 v. 15.1.2018 Erw. 5.2.2.1; 9C_115/2018 vom 27. Juni 
2018 Erw. 6.2.2 und 8C_602/2017 vom 1. 3.2018 Erw. 4.4). Auch aus den 
Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der 
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in 
dieser Hinsicht nichts anderes (Urteil BGer 9C_292/2018 v. 15.1.2018 Erw. 
5.2.2.1 m.H. auf SZS 2016 S. 435 ff.).

In casu standen den Gutachtern verschiedene, auch aktuelle Verlaufsberichte 
der behandelnden Ärzte und Therapeuten zur Verfügung. Diese wurden im 
Rahmen der Beurteilung auch berücksichtigt. Es ist nicht ersichtlich und wird 
auch nicht dargelegt, dass weitere fremdanamnestische Auskünfte für die 
Begutachtung neue und relevante Erkenntnisse gebracht hätten. 

5.4.3 Die Frage nach einer Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit infolge reduzierter 
Belastbarkeit, reduziertem Arbeitstempo, erhöhtem Pausenbedarf und/oder quali-
tativer Einbusse der Arbeitsfähigkeit wird im Gutachten nicht ausdrücklich beant-
wortet. Die Arbeitsunfähigkeit wird im Gutachten jedoch im Rahmen einer inter-
disziplinären Gesamtbeurteilung umfassend eingeschätzt. Die festgestellte Ein-
schränkung von insgesamt 30% resultiert aus psychischen und neurologisch be-
dingten Einschränkungen. Dass dabei verschiedene einschränkende Anteile 
nicht konkret auseinander dividiert und ziffernmässig bemessen werden, stellt 
weder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar, noch ist darin 
eine Einschränkung der Beweiskraft des Gutachtens zu erblicken. Im Übrigen 
beantwortet Prof. Dr.med. U.________ in seiner Ergänzung vom 15. Oktober 
2019 die Frage, indem er festhält, dass eine reduzierte Belastbarkeit bestehe 
(kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg), und ausführt, dass die durch 
das Restless-legs Syndrom verursachten Schlafschwierigkeiten und die psychia-
trischen Befunde eine reduzierte Belastbarkeit und damit verbunden ein reduzier-
tes Arbeitstempo bewirkten (Vi-act. 182-4/5). Die reduzierte Arbeitsfähigkeit er-
gibt sich mithin gerade aus diesen Einschränkungen. 

5.4.4 Die Frage nach der Realisierbarkeit der Arbeitsfähigkeit nach langer Abwe-
senheit vom Arbeitsmarkt ist eine Rechtsfrage. Praxisgemäss ist es nicht 

25

Aufgabe der Arztperson, sich zu den erwerblichen Auswirkungen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, namentlich zu den aufgrund von 
Anforderungs- und Belastungsprofil in Betracht fallenden Stellen, oder zur 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu äussern (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195 
f.; Urteil BGer 8C_30/2020 v. 6.5.2020 Erw. 4.2). Die Frage der Realisierbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit stellt sich im Zusammenhang mit der Bemessung des 
Invalideneinkommens. Dabei ist allerdings nicht massgebend, ob eine invalide 
Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 
sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen 
könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen 
bestünde (ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 Erw. 3.1; 
110 V 273 Erw. 4b S. 276; Urteil BGer 8C_464/2019 v. 28.11. 2019 Erw. 5.4). Es 
ist mithin jeweils im Rahmen der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen 
zu prüfen, ob der ausgeglichene Arbeitsmarkt Tätigkeiten beinhaltet, welche dem 
von den Gutachtern festgestellten Anforderungs- und Belastungsprofil der 
Versicherten Rechnung tragen. 

5.4.5 Die Frage, ob IV-fremde psycho-soziale oder soziokulturelle Umstände zur 
Entwicklung eines eigenständigen, invalidisierenden Gesundheitsschadens ge-
führt haben, wird im psychiatrischen Gutachten sinngemäss beantwortet, indem 
eine entsprechende Diagnose nicht gestellt wird und auf vielfältige psychosoziale 
Belastungsfaktoren zwar hingewiesen wird, diese jedoch als versicherungsmedi-
zinisch nicht relevant bezeichnet werden. Im psychiatrischen Gutachten wird al-
lerdings vermutet, dass sich aus diesen Belastungsfaktoren eine gewisse Thera-
pieresistenz ableiten und erklären lasse (Vi-act. 161-129/131). Prof. Dr.med. 
U.________ führt in seinen Ergänzungen vom 15. Oktober 2019 in dem Sinne 
nochmals klar aus, dass psychosoziale oder soziokulturelle Umstände nicht zur 
Entwicklung eines eigenständigen Gesundheitsschadens geführt hätten (Vi-act. 
182-4/5). 

5.4.6 Der zwar als Frage formulierte, aber sinngemäss als rechtliche Information 
oder Belehrung an die Gutachter zu qualifizierende Hinweis, wonach Angst-
störungen nicht zu den patho-genetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be-
schwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehörten, musste 
von den Gutachtern nicht beantwortet werden, nachdem von diesen keine Angst-
störung diagnostiziert worden war, zumal es sich auch um eine bloss vermeintli-
che Frage handelte.  

5.4.7 Die Frage, ob die bisherige psychiatrische Behandlung lege artis erfolgt ist, 
wird im Gutachten auf S. 43 bejaht und damit auch beantwortet (Vi-act. 161-

26

43/131). Im psychiatrischen Teilgutachten wird festgehalten, dass psychophar-
makotherapeutisch noch allfällige Therapieoptionen vorliegen würden, "sofern 
benötigt" (Vi-act. 161-130/131). Aus dem psychiatrischen Teilgutachten ergibt 
sich aber auch, dass nur von sehr geringen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
ausgegangen wird und es wird zudem die Problematik der Therapieresistenz 
erörtert (Vi-act. 161-129/131). Auch in Bezug auf die Frage, ob die bisherige The-
rapie lege artis erfolgt ist, kann somit nicht von einer Verletzung des rechtlichen 
Gehörs gesprochen werden und das Gutachten ist diesbezüglich nicht lücken-
haft. 

5.4.8 Die Frage, weshalb die Arbeitsfähigkeit trotz beruflichen Massnahmen (Ar-
beitsversuch) nicht habe gesteigert werden können, wird im Gutachten beantwor-
tet (persönliche Krankheitsüberzeugung, Lebensentwürfe, psychosoziale Um-
stände, appellatives Schon- und Vermeidungsverhalten usw., vgl. Vi-act. 161-
129/131 f.). Dass mehr als zwei Jahre vor der AD.________-Begutachtung ein 
Eingliederungsversuch beim Verein … durchgeführt worden ist, war den Gutach-
tern bekannt (Vi-act. 161-25/131, 161-69/131, 161-85/131, 161-97/131, 161-
121/131). 

5.4.9 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat sich der psychiatrische 
Teilgutachter auch mit den Diagnosen und Einschätzungen der behandelnden 
Therapeuten und Fachärzten auseinander gesetzt (vgl. Vi-act. 161-128/131 f.). 
Der psychiatrische Teilgutachter hat im Übrigen eine Arbeitsunfähigkeit im Um-
fang von 20% aufgrund psychischer Einschränkungen anerkannt, während die 
behandelnden Ärzte und Therapeuten im Verlaufsbericht vom 8. Januar 2020 
festgehalten haben, es könne keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden (Vi-
act. 184-1/2 f.). Zu Gunsten der Versicherten wurde auf die Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit im Gutachten abgestellt und damit auch eine Einschränkung aus 
psychiatrischer Sicht berücksichtigt.   

5.5 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bildet auch die Beurteilung 
des RAD-Arztes vom 29. Oktober 2019 (Vi-act.  183-10/11 f.) keine Grundlage 
dafür, nicht auf das AD.________-Gutachten abzustellen. Der RAD-Arzt kritisiert 
darin zu Recht, dass unklar sei, welche festgestellten neuropsychologischen De-
fizite einem medizinischen Korrelat entsprechen würden. Aus diesem Grund er-
achtete er das Gutachten zunächst auch als nicht nachvollziehbar und er ver-
langte infolge der zwischenzeitlich erneuten psychiatrischen Hospitalisation die 
Einholung aktueller Berichte. Nachdem die aktuellen Berichte im Ergebnis 
grundsätzlich mit der Einschätzung der AD.________-Gutachter übereinstimm-
ten, hielt der RAD-Arzt dann fest, auf das AD.________-Gutachten könne abge-

27

stellt werden, was nicht als widersprüchlich qualifiziert werden kann und an der 
Beweiskraft des Gutachtens nichts zu ändern vermag. 

Es ist im Übrigen darauf hinzuweisen, dass neuropsychologische Tests keine 
rein objektive Leistungsmessung darstellen, sondern sie hängen massgeblich 
von der Kooperationsbereitschaft und der Motivation der Exploranden ab (vgl. 
Germann, Die gerichtlichen Vorgaben an polydisziplinäre Gutachten bei Schleu-
dertrauma, SZS 2009 S. 386 f. m.H.). Aus diesem Grund wird denn im neuropsy-
chologischen Teilgutachten unter Hinweis auf Symptomverdeutlichung und Auf-
fälligkeiten im Antwortverhalten auch eine Validität der Testergebnisse verneint.  

5.6 Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, der RAD-Arzt gehe zu Unrecht 
von aggravatorischem Verhalten der Versicherten aus, ergibt sich daraus nichts, 
was gegen die Beweiskraft des AD.________-Gutachtens sprechen würde. Die 
Rechtsprechung verneint eine versicherte Gesundheitsschädigung insoweit, als 
die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung 
beruht (vgl. BGE 141 V 281 Erw. 2.2.1; Urteile BGer 8C_378/2018 v. 30.11.2018 
Erw. 6.2; 8C_604/2017 v. 15.3.2018 Erw. 6.1 m.H.). Im AD.________-Gutachten 
werden zwar verschiedentlich Verdeutlichungstendenzen und Inkonsistenzen be-
schrieben, dennoch wurde eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anerkannt 
und begründet. Die Vorinstanz weist denn vernehmlassend zu Recht darauf hin, 
dass aus den Hinweisen auf aggravatorisches Verhalten nicht der Schluss gezo-
gen worden sei, es liege überhaupt keine nachweisbare Symptomatik vor. Weite-
re Ausführungen zur Frage der Aggravation erübrigen sich daher. 

5.7 Es ist unbestritten und wird durch die Vorinstanz bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit auch berücksichtigt, dass die Versicherte in den letzten acht Jah-
ren viermal in der Psychiatrischen Klinik Zugersee stationär behandelt worden 
ist. Die bis zur Begutachtung erfolgten Hospitalisationen wurden auch von den 
Gutachtern berücksichtigt und die nach der Begutachtung erfolgte vierte Hospita-
lisation wurde in den aktuellen Verlaufsberichten der behandelnden Ärzte und 
Therapeuten berücksichtigt. Die stationären Aufenthalte sprechen für sich allein 
nicht gegen eine Arbeitsfähigkeit. Es fällt zudem auf, dass die stationären Auf-
enthalte - abgesehen vom ersten Aufenthalt - mit Ereignissen im Zusammenhang 
mit dem IV-Verfahren korrelieren. Der zweite Aufenthalt in der PKO erfolgte im 
Anschluss an die zweite Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen, der dritte 
Aufenthalt erfolgte, nach Vorliegen des ersten MEDAS-Gutachtens und der vierte 
Aufenthalt erfolgte nach Vorliegen des Vorbescheides vom 18. Juli 2018. Die 
Vermutung des RAD-Arztes Dr.med. N.________, wonach die depressiven De-
kompensationen im Zusammenhang mit dem IV-Verfahren stehen könnten, ist 
von daher nachvollziehbar. Daraus lässt sich jedoch - auch in Berücksichtigung 

28

des in den medizinischen Akten verschiedentlich beschriebenen inkonsistenten 
und verdeutlichenden Verhaltens - für sich allein auf keine langandauernde Ar-
beitsunfähigkeit schliessen.

5.8 Insgesamt liegen mithin keine konkreten Indizien vor, welche gegen die 
Beweiskraft des AD.________-Gutachtens sprechen würden. Es ist mithin nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
auf die Ergebnisse dieses Gutachtens abgestellt hat. Diese Schlussfolgerung be-
zieht sich auch auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum zwi-
schen dem 1. August 2015 und 31. Oktober 2017, während welchem ein An-
spruch auf eine halbe IV-Rente bejaht wird. Im AD.________-Gutachten wird für 
den Zeitraum ab Abschluss der Integrationsmassnahmen (und damit ab Einstel-
lung der Taggeldleistungen) bis zum Zeitpunkt der Begutachtung im Novem-
ber/Dezember 2017 zu Gunsten der Versicherten und in Berücksichtigung der 
Einschätzungen der behandelnden Ärzte und Therapeuten von einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von 50% (und kurzzeitig von 100%) ausgegangen, wo-
bei im Gutachten festgehalten wird, dass gutachterliche Befunde für die Vergan-
genheit fehlten und deshalb retrospektiv auf die vorhandenen medizinischen Ak-
ten abgestellt werde. Daraus kann allerdings keine Anspruchsberechtigung für 
den Zeitraum ab der Begutachtung abgeleitet werden. Zudem kann daraus auch 
nicht der Schluss gezogen werden, die Gutachter gingen von einer Verbesserung 
des Gesundheitszustandes ab November 2017 aus.   

6.1 Umstritten sind im Weiteren die Bemessung des Validen- und des Invali-
deneinkommens. 

In der angefochtenen Verfügung geht die Vorinstanz von einem Valideneinkom-
men von Fr. 53'550 per 2017 aus. Dabei stellt sie auf das Einkommen ab, welche 
die Versicherte bei der letzten Arbeitstätigkeit als Hotelangestell-
te/Zimmermädchen im Hotel W.________ bei einer vollen Erwerbstätigkeit erzielt 
hätte (Stundenlohn von Fr. 26.25 ab 1.1.2012 bei 42.5 Arbeitsstunden pro Wo-
che und 48 Arbeitswochen pro Jahr gemäss Angaben der ehemaligen Arbeitge-
berin vom 30.1.2014, Vi-act. 56-2/6).

6.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet die dargelegte Bemessung des Vali-
deneinkommens. Ohne Gesundheitsschaden hätte sie sich nicht derart lange mit 
einem unterdurchschnittlichen Einkommen zufrieden gegeben. Sie sei schon seit 
Januar 2009 gesundheitlich angeschlagen. Es dürfe daher nicht einfach auf den 
letzten erzielten Lohn abgestellt werden. Entweder sei deshalb eine Parallelisie-
rung der Vergleichseinkommen durchzuführen, wodurch ein IV-Grad von 40% 
resultiere, oder es sei das 2009 als Zimmermädchen erzielte Einkommen von Fr. 

29

4'200 x 13 auf das Jahr 2017 hochzurechnen, was ein Valideneinkommen von 
Fr. 55'825 ergebe; im Vergleich mit dem Invalideneinkommen von Fr. 32'595.29 
(unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15%) resultiere so-
mit ein IV-Grad von 42%.  

6.3 Die Vorinstanz wendet ein, die Anmeldung der Versicherten vom 16. Fe-
bruar 2009 habe zwar zur Gewährung der Arbeitsvermittlung geführt, ansonsten 
sei aber eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ermittelt wor-
den. Die Versicherte selber habe bei der zweiten Anmeldung zum Bezug von IV-
Leistungen den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den 9.9.2013 festgelegt (IV-
act. 44). Im Übrigen habe das 2007 bzw. 2008 erzielte Einkommen Fr. 44'659 
bzw. Fr. 43'784 betragen, hochgerechnet per 2015 ergäbe sich ein Validenein-
kommen von Fr. 46'521. Der Vergleich mit dem ermittelten und in der angefoch-
tenen Verfügung berücksichtigten Einkommen von Fr. 53'550 bei einer Vollzeit-
tätigkeit im Hotel W.________ falle zu Gunsten der Versicherten aus. Sofern auf 
Tabellenlöhne abzustellen sei, sei das Durchschnittseinkommen im Gastgewerbe 
heranzuziehen, da die Versicherte nur immer im Gastgewerbe (Zimmermädchen, 
Reinigung u.ä.) gearbeitet habe (vgl. auch IV-act. 33). Diese Tabellenlöhne wür-
den für das Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 48'149 ergeben (bei 42.4 h/Wo, 
2673/2686). Auch aus einer Parallelisierung der Vergleichseinkommen würde im 
Übrigen kein IV-Grad von mindestens 40% resultieren.  

6.4 Für die Ermittlung des Einkommens, das die Versicherte ohne Invalidität 
erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des 
frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Re-
gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens-
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, 
dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre 
(BGE 134 V 322 Erw. 4.1). Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit erstellt sein (vgl. BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 224; Urteile BGer 
8C_488/2018 vom 13.3.2019 Erw. 3.2; 8C_220/2018 vom 14.11.2018 Erw. 5.1). 
Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe 
Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, 
beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich 
unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der 
Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem 
bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der 
Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte 

30

zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei 
beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese 
Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des 
Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv 
erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine 
entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 
Erw. 3.1; BGE 134 V 322 Erw. 4.1 m.H.). Praxisgemäss ist dabei nur in dem Um-
fange zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung den Erheblich-
keitsgrenzwert von 5% übersteigt (vgl. Meyer/ Reichmuth, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum IVG, 3.A., Art. 28a N 127 mit Verweis auf BGE 134 V 322 
Erw. 4). 

6.5 Die Versicherte hat an ihrer Arbeitsstelle im A.________ bei einer vollen 
Arbeitstätigkeit 2007 ein Einkommen von Fr. 44'659 und 2008 ein Einkommen 
von Fr. 43'784 erzielt (vgl. IK-Auszug, Vi-act. 68). Gemäss Arbeitgeberbestäti-
gung vom 17. April 2009 würde sie im Gesundheitsfall bei voller Arbeitstätigkeit 
(42 h/Woche) ein Jahreseinkommen von Fr. 44'200 erzielen (und nicht    13 x Fr. 
4'200 = Fr. 54'600 wie sie geltend macht; Vi-act. 14-3/12). Ausgehend von dem 
im A.________ 2007 - mithin vor ihrer Erkrankung - erzielten Einkommen, wel-
ches das höchste von der Versicherten während ihrer Erwerbstätigkeit erzielte 
Einkommen ist, und in Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung per 2015 
(2007: 118.5; 2015: 129.1) würde ein Valideneinkommen von Fr. 48'654 resultie-
ren, mithin ein Einkommen, welches unter demjenigen liegt, welches die Vorin-
stanz angenommen hat. 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist auch keine Parallelisierung der 
Vergleichseinkommen infolge unterdurchschnittlicher Entlöhnung vorzunehmen. 
Ein Abweichen vom Regelfall, wonach das Valideneinkommen grundsätzlich 
anhand des zuletzt verdienten Lohnes zu bestimmen ist, kommt erst dann in 
Frage, wenn - unter anderem - der tatsächlich erzielte Verdienst deutlich unter 
dem branchenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt (Urteil BGer 9C_315/2020 v. 
22.9.2020 Erw. 4.2 m.H. auf BGE 135 V 297 Erw. 6.1.1). Massgeblich als 
Vergleichsgrösse ist mithin das branchenspezifische Durchschnittseinkommen. 
Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit immer als 
Zimmermädchen oder als Reinigungsmitarbeiterin in Gastgewerbebetrieben 
gearbeitet. Das branchenspezifische Durchschnittseinkommen im Bereich Gas-
gewerbe/Beherbergung liegt gemäs LSE 2014 für Frauen im Anforderungsniveau 
1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) bei Fr. 3'767/Mt. 
bzw. bei einer statistisch durchschnittlichen Arbeitszeit in der Branche Gastge-
werbe/Gastronomie von 42.4 h/Woche (Zahlen einsehbar unter 

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www.bfs.admin.ch → Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit → Arbeitszeit → 
Normalarbeitsstunden gemäss der Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit) bei 
Fr. 47'916 im Jahr bzw. unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung per 
2015 bei Fr. 48'103. Das berücksichtigte Valideneinkommen von Fr. 53'550 
ausgehend von einer vollen Erwerbstätigkeit im Hotel W.________ liegt mithin 
über dem branchenspezifischen Durchschnittslohn, weshalb auch keine 
Parallelisierung der Vergleichseinkommen zur Anwendung kommt. 

Nicht geltend gemacht aber zu erwägen wäre einzig, ob die (gestützt auf Lohn-
angaben von 2014) erfolgte Schätzung des Valideneinkommens an die Nominal-
lohnentwicklung per 2015 anzupassen ist. Dies ergäbt ein leicht höheres hypo-
thetisches Valideneinkommen von Fr. 53'758 (2014: 128.6; 2015: 129.1). 

7.1 Die Versicherte übt seit vielen Jahren keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Die 
Vorinstanz hat das Invalideneinkommen mithin korrekt gestützt auf statistische 
Werte (Lohnstrukturerhebung, LSE) ermittelt. Gemäss LSE 2014 TA1 beläuft 
sich der Zentralwert für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen im priva-
ten Sektor auf Fr. 4'300 im Monat. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchent-
liche Arbeitszeit von 41.7 h/Woche (vgl. Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit 
2014, Total, einsehbar unter www.bfs.admin.ch) und die eingetretene allgemeine 
Nominallohnentwicklung per 2015 sowie hochgerechnet auf ein Jahr ergibt sich 
ein Durchschnittslohn von Fr. 54'002. Unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähig-
keit im Umfang von 70% ergibt dies ein hypothetisches Invalideneinkommen von 
Fr. 37'802 und einen nicht rentenbegründenden IV-Grad von 29.7%. 

7.2 Die Versicherte macht geltend, im Rahmen der Bemessung des Invaliden-
einkommens sei ein leidensbedingter Abzug von 15% zu berücksichtigen. Aus 
dem Gutachten ergebe sich, dass eine reduzierte Belastbarkeit, eine einge-
schränkte Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und ein reduziertes Arbeitstempo vor-
lägen. Dadurch würde die Restarbeitsfähigkeit von 70% zusätzlich einge-
schränkt. 

Die Vorinstanz wendet ein, es bestehe kein Anspruch auf einen leidensbedingten 
Abzug. Die psychiatrisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei Folge 
der attestierten Einschränkung der Leistungs- und Belastungsfähigkeit. Die inte-
grale Reduktion um 20% (recte: 30%) sei nur mit der reduzierten Belastbarkeit 
sowie dem reduzierten Arbeitstempo überhaupt zu erklären. Ein zusätzlicher Lei-
densabzug würde zu einer doppelten Berücksichtigung dieser Einschränkungen 
führen. 

7.3 Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 

http://www.bfs.admin.ch

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und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe 
haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die 
verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll 
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im 
Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 
% nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen 
Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im 
Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit 
eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 Erw. 5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass 
allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene 
gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des 
leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung 
desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 Erw. 4.1 m.H.). 

7.4 Im AD.________-Gutachten wird der Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 
70% für körperlich eher leichte, wechselbelastende Tätigkeiten attestiert; die Ein-
schränkung wird im Wesentlichen mit dem Vorliegen einer erhöhten Tagesmü-
digkeit infolge des Restless-legs Syndromes sowie leichter psychischer Schwie-
rigkeiten begründet. Die mit einer erhöhten Tagesmüdigkeit einhergehenden Ein-
schränkungen werden mithin im Rahmen der Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 
30% berücksichtigt und sie können nicht zusätzlich im Rahmen eines prozentua-
len Abzuges vom Tabellenlohn angerechnet werden. Weitere Umstände, welche 
einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen würden, werden nicht geltend ge-
macht und sind auch nicht ersichtlich. Im Übrigen würde auch die Berücksichti-
gung eines leidensbedingten Abzuges im Umfang von 10% keinen Rentenan-
spruch begründen. Das Invalideneinkommen würde dabei Fr. 34'022 betragen 
und der IV-Grad läge bei 37%. 

Keine konkreten Einwendungen bringt die Versicherte im Übrigen in Bezug auf 
die im Rahmen der Ergänzungsfragen an die AD.________-Gutachter aufgewor-
fene Problematik der Realisierbarkeit der Restarbeitsfähigkeit vor. Es kann dies-
bezüglich angemerkt werden, dass die bestehende Arbeitsfähigkeit im Umfang 
von 70% für körperlich vorwiegend leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ein 
weites Spektrum an Hilfsarbeiten offen hält, welche keine Ausbildung erfordern. 
In Frage kommen einfache Kontroll- und Überwachungstätigkeiten in Industrie 
und Gewerbe, einfache Maschinenbedienungsfunktionen, sowie Hilfsarbeiten wie 
Montage-, Sortierungs-, Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktionsbetrie-
ben oder auch leichte Reinigungsarbeiten. Das Alter der Versicherten spricht kla-

33

rerweise nicht gegen eine Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit. Eine lange Abwe-
senheit vom Arbeitsmarkt ändert zudem grundsätzlich nichts an der Verwertbar-
keit der Arbeitsfähigkeit. Gestützt auf den Grundsatz der Schadenminderungs-
pflicht ist eine medizinische attestierte Restarbeitsfähigkeit jederzeit verwertbar 
(vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 28a Rz 148 m.H.). 

8. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-
halb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfah-
renskosten der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt 
ausser Betracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin aufer-
legt. Sie hat einen Kostenvorschuss in gleiche Höhe bezahlt, so dass die 
Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

Schwyz, 14. Januar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Januar 2021