# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0820a0e1-0003-57f7-bce5-517f81cde99e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-16
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 16.02.2024 SK 2023 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2023-90_2024-02-16.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 23 90-92

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 16. Februar 2024

Besetzung Oberrichter Knecht (Präsident i.V.), Oberrichter Horisberger, 
Oberrichterin Friederich Hörr
Gerichtsschreiberin von Teufenstein

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer 1

C.________
a.v.d. Rechtsanwalt D.________

Beschuldigter/Berufungsführer 2

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt F.________

Anschlussberufungsführerin

und

E.________

Zivilklägerin

Gegenstand gewerbsmässiger Betrug, teilweise versucht begangen, und quali-
fizierte Geldwäscherei (Beschuldigter/Berufungsführer 1)

2

gewerbsmässiger Betrug, teilweise versucht begangen, eventuell 
in Gehilfenschaft, und qualifizierte Geldwäscherei sowie Wider-
rufsverfahren (Beschuldigter/Berufungsführer 2)

Berufung gegen das Urteil des Kantonalen Wirtschaftsstrafge-
richts (Einzelgericht) vom 25. November 2022 
(WSG 22 17, 22 18 und 22 21)

3

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Kantonale Wirtschaftsstrafgericht (Einzelgericht [nachfolgend: Vorinstanz]) er-
kannte mit Urteil vom 25. November 2022 Folgendes (pag. 18 302 ff. [Hervorhe-
bungen im Original]):

I.

A.________ wird schuldig erklärt

1. des gewerbsmässigen Betrugs, teilweise versucht begangen zwischen dem 17. Febru-
ar 2021 und dem 25. Februar 2021 in G.________ und H.________ zum Nachteil von 
E.________ im Deliktsbetrag von CHF 60'400.00 und CHF 12'400.00 (Versuch) (Ziff. I.1.1 der 
Anklageschrift);

2. der qualifizierten Geldwäscherei, mehrfach begangen zwischen dem 17. Februar 2021 und 
dem 24. Februar 2021 in I.________, J.________, K.________, G.________, L.________, 
M.________ und N.________ im Deliktsbetrag von CHF 42'700.00 (Ziff. I.1.2 der Anklage-
schrift); 

und in Anwendung der Artikel
22 Abs. 1, 34, 40, 42 Abs. 1, 44 Abs. 1, 47, 49 Abs. 1, 51, 66a Abs. 1 lit. c, 146 Abs. 1 und 2, 305bis 
Ziff. 1 und 2 lit. b StGB
422, 426 Abs. 1 StPO 

verurteilt

1. zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

Die Untersuchungshaft von 34 Tagen (25. Februar 2021 bis 30. März 2021) wird im Umfang von 
34 Tagen, die Dauer der Ersatzmassnahmen (30. März 2021 bis 20. Mai 2022, 24. Juni 2022 bis 
12. August 2022 und 27. September 2022 bis 17. Oktober 2022) im Umfang von 16 Tagen an 
die Freiheitsstrafe angerechnet. 

2. zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 40.00, ausmachend total CHF 1'600.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

3. zu einer Landesverweisung von 5 Jahren. 

4. zur Bezahlung der auf ihn entfallenden Verfahrenskosten, bestehend aus

[…]

Total ausmachend CHF 20'950.00

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduzieren sich die Kosten des Gerichts um 
CHF 600.00, für A.________ um 2/3 davon, ausmachend CHF 400.00. Die reduzierten Verfah-
renskosten betragen somit CHF 20'550.00.

II.

C.________ wird schuldig erklärt

4

1. der Gehilfenschaft zum Betrug, begangen am 23. Februar 2021 in H.________ und anderswo 
zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 10'200.00 (Ziff. I.2.1 der Anklage-
schrift);

2. der Gehilfenschaft zum Betrug, begangen am 24. Februar 2021 in H.________ und anderswo 
zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 12'600.00 (Ziff. I.2.1 der Anklage-
schrift);

3. der Gehilfenschaft zum versuchten Betrug, begangen am 25. Februar 2021 in H.________ 
und anderswo zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 12'400.00 (Ziff. I.2.1 der 
Anklageschrift);

4. der qualifizierten Geldwäscherei, mehrfach begangen am 23. und 24. Februar 2021 in 
M.________, N.________, K.________ und I.________ im Deliktsbetrag von CHF 19'500.00 
(Ziff. I.2.2 der Anklageschrift);

und in Anwendung der Artikel
22 Abs. 1, 25, 34, 42 Abs. 1, 44 Abs. 1, 47, 49 Abs. 1, 51, 146 Abs. 1, 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b StGB
422, 426 Abs. 1 StPO

verurteilt

1. zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 70.00, ausmachend total CHF 12'600.00. 

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

Die Untersuchungshaft von 34 Tagen (25. Februar 2021 bis 30. März 2021) wird im Umfang von 
34 Tagessätzen an die Geldstrafe angerechnet. 

2. zur Bezahlung der auf ihn entfallenden Verfahrenskosten, bestehend aus

[…]

Total ausmachend CHF 10'950.00

Wird keine schriftliche Urteilsbegründung verlangt, reduzieren sich die Kosten des Gerichts um 
CHF 600.00, für C.________ um 1/3 davon, ausmachend CHF 200.00. Die reduzierten Verfah-
renskosten betragen somit CHF 10'750.00.

III.

1. Der C.________ mit Entscheid der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland vom 11. Februar 
2019 für eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 30 gewährte bedingte Strafvollzug wird 
nicht widerrufen (Art. 46 Abs. 2 StGB). C.________ wird aber verwarnt. 

2. Für das Widerrufsverfahren werden keine separaten Verfahrenskosten ausgeschieden. 

IV.

1. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt 
B.________ wird wie folgt bestimmt:

[…]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit CHF 20'755.85 (inkl. Auslagen und MWST).

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung von CHF 20'755.85 
zurückzuzahlen und Rechtsanwalt B.________ die Differenz von CHF 4'961.20 zwischen der 
amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

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2. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von C.________ durch Rechtsanwalt 
D.________ wird wie folgt bestimmt:

[…]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt D.________ für die amtliche Verteidigung von 
C.________ mit CHF 17'088.95 (inkl. Auslagen und MWST).

C.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung von CHF 17'088.95 
zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

V.

1. Die Zivilklage von E.________ gegen A.________ wird gutgeheissen und A.________ wird in 
Anwendung von Art. 41 OR und Art. 126 StPO verurteilt, E.________ CHF 60'400.00 zu bezah-
len, davon CHF 22'800.00 unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________. 

2. Die Zivilklage von E.________ gegen C.________ wird gutgeheissen und C.________ wird in 
Anwendung von Art. 41 OR und Art. 126 StPO verurteilt, E.________ CHF 22'800.00 zu bezah-
len, unter solidarischer Haftbarkeit mit A.________.

3. Für die Beurteilung der Zivilklagen werden keine separaten Verfahrenskosten ausgeschieden. 

VI.

Weiter wird verfügt: 

1. Folgende Gegenstände verbleiben als Beweismittel bei den Akten: 

1.1 Betreffend A.________ (Ziff. II.1.5.a der Anklageschrift):
- Mobiltelefon Samsung Galaxy A3, schwarz, inkl. 1 SIM-Karte
- Mobiltelefon Apple iPhone 6, weiss, inkl. 1 SIM-Karte
- Mobiltelefon Apple iPhone X, schwarz, inkl. 1 SIM-Karte
- Bitcoin-Wechselbeleg und Paper Wallets (Ass. Nr. 1-8)

1.2 Betreffend C.________ (Ziff. II.1.5.b der Anklageschrift):
- Mobiltelefon Samsung Galaxy A01, blau, inkl. 1 SIM-Karte

2. Das bei A.________ beschlagnahmte Bargeld wird im Betrag von CHF 1'010.95 eingezogen 
und an E.________ in Anrechnung an deren Zivilforderung herausgegeben. 

3. Das bei A.________ beschlagnahmte Bargeld wird im Betrag von CHF 4'000.00 eingezogen 
und an E.________ in Anrechnung an deren Zivilforderung herausgegeben. 

4. Das bei C.________ beschlagnahmte Bargeld in Höhe von CHF 1'000.00 wird den wirtschaftlich 
Berechtigten herausgegeben. 

5. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des von A.________ erstellten 
DNA-Profils (PCN .________) nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 16 Abs. 4 i.V.m. 
Art. 17 Abs. 1 DNA-Profil-Gesetz).

6. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des von C.________ erstellten 
DNA-Profils (PCN .________) nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e 
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-Profil-Gesetz).

7. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der von 
A.________ erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN .________) nach 
Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die 
Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

6

8. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der von 
C.________ erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN .________) nach 
Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über 
die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

[Eröffnungs- und Mitteilungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldeten Rechtsanwalt B.________ für A.________ (nachfol-
gend: Beschuldigter 1) und Rechtsanwalt D.________ für C.________ (nachfol-
gend: Beschuldigter 2) mit Schreiben vom 2. Dezember 2022 (Rechtsanwalt 
B.________ [pag. 18 319]) bzw. 7. Dezember 2022 (Rechtsanwalt D.________ 
[pag. 18 322]) fristgerecht Berufung an.

Die schriftliche Urteilsbegründung datiert vom 17. Februar 2023 (pag. 18 331 ff.).

Mit Verfügung vom 20. Februar 2023 betraute die Generalstaatsanwaltschaft des 
Kantons Bern für das Verfahren vor der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kan-
tons Bern Staatsanwalt F.________, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte 
(nachfolgend: Generalstaatsanwaltschaft), mit der Wahrnehmung der staatsanwalt-
schaftlichen Aufgaben (pag. 18 456).

Mit Eingaben vom 13. März 2023 (pag. 18 467 ff. [Rechtsanwalt D.________]) bzw. 
14. März 2023 (pag. 18 472 ff. [Rechtsanwalt B.________]) erklärten Rechtsanwalt 
D.________ und Rechtsanwalt B.________ für ihre Mandanten je form- und fristge-
recht die vollumfängliche Berufung.

Mit Schreiben vom 4. April 2023 (pag. 18 501 ff.) erklärte die Generalstaatsanwalt-
schaft Anschlussberufung zu den Berufungen der beiden Beschuldigten. Sie be-
schränkte diese in Bezug auf den Beschuldigten 1 auf die Strafzumessung sowie 
den Umfang der festgesetzten amtlichen Entschädigung sowie betreffend den Be-
schuldigten 2 auf die rechtliche Würdigung, die Strafzumessung und den Umfang 
der festgesetzten amtlichen Entschädigung.

Die Zivilklägerin E.________ (nachfolgend: Zivilklägerin) liess sich nicht zu den Be-
rufungen der Beschuldigten vernehmen (vgl. pag. 18 507). 

Mit Schreiben vom 4. Mai 2023 teilte Rechtsanwalt D.________ namens des Be-
schuldigten 2 mit, es werde kein Nichteintreten auf die Anschlussberufung der Ge-
neralstaatsanwaltschaft beantragt (pag. 18 511). Der Beschuldigte 1 und die Zivil-
klägerin liessen sich nicht zur Anschlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft 
vernehmen (vgl. pag. 18 514). 

Am 29. Juni 2023 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung vom 14. und 
15. Februar 2024 vorgeladen, wobei der Zivilklägerin das Erscheinen freigestellt 
wurde (pag. 18 524 ff.). Die Zivilklägerin erschien nicht zur Berufungsverhandlung 
(vgl. pag. 18 833). 

Mit Schreiben vom 2. Mai teilte Rechtsanwalt B.________ mit, er beende seine 
Tätigkeit als Rechtsanwalt am 9. Mai 2024 und vertrete den Beschuldigten 1 daher 
nicht mehr. Er bitte darum, diesem die schriftliche Urteilsbegründung direkt zuzu-
stellen (pag. 18 906).

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3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Im Rahmen der Berufungserklärung vom 14. März 2023 stellte Rechtsanwalt 
B.________ namens und im Auftrag des Beschuldigten 1 den Beweisantrag, es 
seien eine Kopie des Briefs von Rechtsanwalt B.________ an die Zivilklägerin vom 
9. Februar 2023 und der Original Brief der Zivilklägerin an Rechtsanwalt 
B.________ vom 15. April 2023 (recte: 15. Februar 2023) mit Kuvert zu den Akten 
zu erkennen. Weiter beantragte er, es seien der Beschuldigte 1, dessen Ehefrau 
O.________ sowie die Zivilklägerin anlässlich der Berufungsverhandlung zu befra-
gen und es sei ein Gutachten zum Wahrheitsgehalt und zur Glaubwürdigkeit der 
Aussagen des Beschuldigten 1 einzuholen (zum Ganzen pag. 18 475 ff.). 

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 4. April 2023 die Ab-
weisung der Beweisanträge des Beschuldigten 1, wonach dessen Ehefrau und die 
Zivilklägerin oberinstanzlich zu befragen seien sowie ein Glaubhaftigkeitsgutachten 
betreffend die Aussagen des Beschuldigten 1 einzuholen sei. In Bezug auf die Be-
weisanträge, wonach die erwähnten Briefe zu den Akten zu erkennen und der Be-
schuldigte 1 oberinstanzlich einzuvernehmen seien, opponierte die Generalstaats-
anwaltschaft nicht (zum Ganzen pag. 18 503 f.).

Mit Beschluss vom 16. Mai 2023 hiess die 2. Strafkammer die Beweisanträge des 
Beschuldigten 1, es seien die Briefe von Rechtsanwalt B.________ und der Zivil-
klägerin zu den Akten zu erkennen und der Beschuldigte 1 sei oberinstanzlich zu 
befragen, gut, wobei Letzteres ohnehin von Amtes wegen erfolgt wäre. Die übrigen 
Beweisanträge des Beschuldigten 1 wies die 2. Strafkammer mit gleichem Be-
schluss begründet ab (zum Ganzen pag. 18 513 ff.). 

Mit Schreiben vom 15. November 2023 informierte die Staatsanwaltschaft, in 
Deutschland hätten CHF 1'866.95 erhältlich gemacht werden können und es sei 
beabsichtigt, diesen Betrag – ohne gegenteilige Mitteilung der Parteien und das 
Einverständnis der Verfahrensleitung vorausgesetzt – an die Zivilklägerin auszu-
zahlen (pag. 18 547 f.). Ferner gingen am 8. November 2023 drei Briefe der Söhne 
des Beschuldigten 1 ein (pag. 18 538, pag. 18 539 ff. und pag. 18 542 f.), welche – 
wie das erwähnte Schreiben der Staatsanwaltschaft – zu den Akten genommen 
wurden. 

Von Amtes wegen wurden über die Beschuldigten Straf- und Betreibungsregister-
auszüge (betreffend den Beschuldigten 1: Straf- und Betreibungsregisterauszug 
datierend vom 29. Januar 2024 [pag. 18 802 f. und pag. 18 797 ff.]; betreffend den 
Beschuldigten 2: Straf- und Betreibungsregisterauszug datierend vom 29. Janu-
ar 2024 [pag. 18 804 f. und pag. 18 801]) sowie Leumundsberichte inklusive Be-
richte über die wirtschaftlichen Verhältnisse (betreffend den Beschuldigten 1: datie-
rend vom 27. Januar 2024 [pag. 18 791 ff.]; betreffend den Beschuldigten 2: datie-
rend vom 26. Januar 2024 [pag. 18 786 ff.]) eingeholt. Weiter wurde betreffend den 
Beschuldigten 1 beim Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (nachfol-
gend: ABEV), Migrationsdienst, und beim Staatssekretariat für Migration (nachfol-
gend: SEM) je ein Bericht hinsichtlich einer allfälligen Prüfung der strafrechtlichen 
Landesverweisung eingeholt (vgl. Bericht des ABEV, datierend vom 16. Novem-
ber 2023 [pag. 18 552 ff.] sowie E-Mail des SEM vom 5. Januar 2024 

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[pag. 18 760]). Mit Schreiben vom 24. Januar 2024 (pag. 18 778 f.) beantwortete 
das ABEV die modifizierten Ergänzungsfragen des Beschuldigten 1 zum Bericht 
vom 16. November 2023 (vgl. Schreiben von Rechtsanwalt B.________ vom 
16. Januar 2024 [pag. 18 770 f.] und Verfügung vom 18. Januar 2024 [pag. 18 773 
f.]). Ferner beantwortete das SEM mit E-Mail vom 29. Januar 2024 (pag. 18 785) 
die mit Schreiben vom 26. Januar 2024 gestellte Ergänzungsfrage (pag. 18 782 f.).

Anlässlich der Berufungsverhandlung wurden die Beschuldigten erneut zur Person 
und zur Sache befragt (pag. 18 835 ff. [Beschuldigter 1] und pag. 18 849 ff. [Be-
schuldigter 2]). Weiter wurden die von Rechtsanwalt B.________ eingereichten Un-
terlagen zu den Akten erkannt (pag. 18 856; Arbeitsvereinbarung zwischen der 
P.________ AG und dem Beschuldigten 1 vom 13. Februar 2024 [pag. 18 871], 
sechs Auszüge der Q.________ (Bank) betreffend «Buchungsdetail (Belastung)» 
vom 15. Februar 2023, 5. Juni 2023, 4. Juli 2023, 31. August 2023, 27. September 
2023 und 18. Dezember 2023 [pag. 18 872 ff.], Bericht aus «Human Rights Watch» 
vom 1. Februar 2010 mit dem Titel «.________» [pag. 18 878 f.] und Artikel aus 
«20 Minuten» vom 30. Mai 2023 mit dem Titel «.________» [pag. 18 880 f.]).

4. Anträge der Parteien

Rechtsanwalt B.________ beantragte für den Beschuldigten 1 anlässlich der Beru-
fungsverhandlung Folgendes (pag. 18 882 f. [Hervorhebungen im Original]): 

I Freisprüche

1. A.________ sei vom gewerbsmässigen Betrug, teilweise versucht, angeblich begangen zwi-
schen dem 17. Februar 2021 und dem 25. Februar 2021 in G.________ und H.________ zum 
Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 60'400.00 und versucht CHF 12'400.00, 
freizusprechen. 

2. A.________ sei von der qualifizierten Geldwäscherei, angeblich mehrfach begangen zwischen 
dem 17. Februar 2021 und dem 24. Februar 2021 in I.________, J.________, K.________, 
G.________, L.________, M.________ und N.________ im Deliktsbetrag von CHF 42'700.00 
freizusprechen.

II Landesverweisung

A.________ sei nicht des Landes zu verweisen.

III Kosten

Es seien die auf A.________ entfallenden Verfahrenskosten der ersten und zweiten Instanz dem 
Staat aufzuerlegen.

IV Massnahmen

1. Es seien das DNA-Profil von A.________ und die Daten seiner ED-Erfassung nach Rechtskraft 
des Urteils zu löschen.

2. Es sei über die mit Verfügung vom 25. März 2021 beschlagnahmten Sachen wie folgt zu verfü-
gen:

a) Es seien A.________ herauszugeben:

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- Mobiltelefon Apple iPhone 6, Farbe weiss, mit SIM-Karte

- Mobiltelefon Apple iPhone X, Farbe schwarz, mit SIM-Karte

b) Es seien einzuziehen und an E.________ in Anrechnung an deren Zivilforderung herauszu-
geben:

- Bargeld CHF 1'010.95 

- Bargeld CHF 4'000.00 

V Verteidigungskosten

1. Es sei die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von A.________ vor der ersten Instanz 
von CHF 25'717.05 zu bestätigen, ausgerichtet mit CHF 20'755.85.

2. Es sei die auszurichtende Entschädigung für die amtliche Verteidigung von A.________ vor der 
zweiten Instanz gemäss Kostennote auf CHF 7'999.80 festzulegen, auszurichten mit 
CHF 6'450.90.

B Antrag im Zivilpunkt

Die Klage von E.________ sei abzuweisen, eventuell auf den Zivilweg zu verweisen.

Rechtsanwalt D.________ stellte für den Beschuldigten 2 oberinstanzlich folgende 
Anträge (pag. 18 884 f. [Hervorhebungen im Original]):

I.

Herr C.________ sei freizusprechen 

von den Vorwürfen

1. der Gehilfenschaft zum Betrug, angeblich begangen am 23.2.2021 in H.________ und an-
derswo zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 10'200.00 (im Sinne von Ziffer 
II./1. des erstinstanzlichen Urteils vom 25.11.2022);

2. der Gehilfenschaft zum Betrug, angeblich begangen am 24.2.2021 in H.________ und an-
derswo zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 12'600.00 (im Sinne von Ziffer 
II./2. des erstinstanzlichen Urteils vom 25.11.2022);

3. der Gehilfenschaft zum versuchten Betrug, angeblich begangen am 25.2.2021 in H.________ 
und anderswo zum Nachteil von E.________ im Deliktsbetrag von CHF 12'400.00 (im Sinne von 
Ziffer II./3. des erstinstanzlichen Urteils vom 25.11.2022);

4. der qualifizierten Geldwäscherei, angeblich mehrfach begangen am 23.2.2021 und 24.2.2021 
in M.________, N.________, K.________ und I.________ im Deliktsbetrag von CHF 19'500.00 
(im Sinne von Ziffer II./4. des erstinstanzlichen Urteils vom 25.11.2022).

II.

Der C.________ mit Entscheid der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland vom 11.2.2022 für eine 
Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 30.00 gewährte bedingte Strafvollzug sei nicht zu wider-
rufen und das Widerrufsverfahren sei einzustellen (i.S.v. Ziffer III./1. des erstinstanzlichen Urteils 
vom 25.11.2022).

III.

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Die Zivilklage von E.________ gegen C.________ sei abzuweisen (i.S.v. Ziffer V./2. des erstinstanz-
lichen Urteils vom 25.11.2022).

IV.

1. Sämtliche entstandenen Verfahrenskosten vor erster und zweiter Instanz seien vollumfänglich 
dem Kanton Bern aufzuerlegen.

2. C.________ sei eine angemessene Entschädigung i.S.v. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. 
Art. 436 Abs. 1 StPO für sämtliche entstandenen Verteidigungskosten vor erster und zweiter 
Instanz gemäss noch einzureichender Kostennote zuzusprechen.

3. C.________ sei eine Genugtuung von CHF 6'800.00 für die Zeit in der Untersuchungshaft vom 
25.2.2021-30.3.2021 auszurichten.

4. Von den beschlagnahmten Gegenständen sei das Mobiltelefon Samsung Galaxy A01 (Farbe: 
Blau, inkl. 1 SIM-Karte) an C.________ auszuhändigen; eventualiter seien sämtliche privaten 
Fotos (insbesondere Familienfotos) und weitere persönlichen Inhalte auf dem genannten Mobil-
telefon in einer geeigneten Form an C.________ zu übermitteln (Ziff. VI./1.2 des erstinstanzli-
chen Urteils vom 25.11.2022).

5. C.________ sei das bei ihm beschlagnahmte Bargeld im Betrag von CHF 1'000.00 herauszu-
geben (Ziff. VI./2 des erstinstanzlichen Urteils vom 25.11.2022).

6. Die weiteren gerichtlichen Verfügungen seien von Amtes wegen zu erlassen.

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte oberinstanzlich was folgt (pag. 18 889 ff. 
[Hervorhebungen im Original]):

A. A.________
I.

sei schuldig zu erklären:

1. des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), mittäterschaftlich begangen an 
der H.________, in J.________, G.________, L.________ und anderswo (vermutlich 
R.________ (Land)), vom 17. Februar 2021 bis 25. Februar 2021, zum Nachteil von E.________ 
im Deliktsbetrag von insgesamt mind. CHF 72'800.00 (davon CHF 12'400.00 versucht), (gem. 
Anklage vom 18. August 2022, I., Ziff. 1.1),

2. der Geldwäscherei, begangen als schwerer Fall (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), zwischen 
dem 17. Februar 2021 bis 24. Februar 2021 in J.________, M.________, N.________, 
K.________ und I.________ und anderswo im Deliktsbetrag von mind. CHF 42'700.00 (gem. 
Anklage vom 18. August 2022, I., Ziff. 1.2)

und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, unter Gewährung des bedingten Vollzugs bei einer 
Probezeit von 4 Jahren. Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von 34 Tagen sei 
voll und die verfügten Ersatzmassnahmen anteilsmässig im Umfang von 16 Tagen an die Frei-
heitsstrafe anzurechnen.

2. zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 40.00 (total CHF 2'400.00). 

11

Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.

3. zur Bezahlung der anteilsmässigen Verfahrenskosten vor erster wie auch oberer Instanz, unter 
solidarischer Haftung für den ganzen Betrag (Art. 426 Abs. 1 StPO, Art. 418 Abs. 2 StPO).

4. die erstinstanzlich festgesetzte Entschädigung der Verteidigung von Herrn A.________ sei 
nach gerichtlichem Ermessen zu kürzen und auf maximal CHF 15'000.00 festzusetzen.

II. Verfügungen

Im Weiteren sei A.________ betreffend zu verfügen:

1. Das aus seinen Effekten beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von total CHF 502.60 (gemäss II. 
Ziff. 1.5, Bst. a, 5. Lemma, der Anklage vom 18. August 2022), sei zur Deckung der Verfahrens-
kosten zu verwenden (Art. 268 StPO).

2. Das bei der Durchsuchung des Fahrzeuges S.________, Kontrollschild: .________ beschlag-
nahmte Bargeld in der Höhe von total CHF 508.35 (gemäss II. Ziff. 1.5, Bst. a, 4. Lemma, der 
Anklage vom 18. August 2022), sei zur Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden (Art. 268 
StPO).

3. Das anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Februar 2022 an dessen Domizil an der 
T.________ (Strasse), G.________, beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von CHF 4'000.00 
(gemäss II. Ziff.1.5, Bst. a, 6. Lemma der Anklage vom 18. August 2022), sei der Privatklägerin 
zurückzugeben, eventualiter zur Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden (Art. 268 StPO).

4. Das aus den Effekten des Beschuldigten beschlagnahmte Mobiltelefon Samsung Galaxy A3, 
Farbe: Schwarz, inkl. 1 SIM-Karte, Rufnummer: .________ und .________ sei als Beweismittel 
bei den Akten zu belassen.

5. Das aus den Effekten des Beschuldigten beschlagnahmte Mobiltelefon Apple iPhone 6, Farbe: 
Weiss, inkl. 1 SIM-Karte, sei als Beweismittel bei den Akten zu belassen.

6. Das aus den Effekten des Beschuldigten beschlagnahmte Mobiltelefon Apple iPhone X, Farbe: 
Schwarz, inkl. 1 SIM-Karte, Rufnummer: .________ sei als Beweismittel bei den Akten zu belas-
sen.

7. Die anlässlich der Hausdurchsuchung vom am Domizil des Beschuldigten beschlagnahmten 
Bitcoin-Wechselbelege und Paper Wallets (Ass. Nr.1-8) seien als Beweismittel bei den Akten 
zu belassen.

8. Es sei über die geltend gemachten Zivilforderungen der Privatklägerin zu entscheiden; dies un-
ter Abzug der via das gegen u.T. geführte Verfahren W 2021 94 der geschädigten Frau 
E.________ zurücküberwiesenen CHF 1'866.95.

9. Der Beschuldigte sei für 5 Jahre des Landes zu verweisen (Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB). Von ei-
ner Ausschreibung im Schengener Informationssystem sei abzusehen. 

10. Das Gericht habe über die Aufbewahrung bzw. Löschung der erhobenen DNA-Profile sowie der 
erhobenen erkennungsdienstlichen Daten.

11. Das Honorar der amtlichen Verteidigung sei gerichtlich zu prüfen und zu bestimmen (Art. 135 
StPO) wobei dieses ausgehend von der eingereichten Kostennote nach richterlichem Ermessen 
angemessen zu kürzen sei.

12

12. Das Urteil sei dem zuständigen Migrationsamt mitzuteilen.

B. C.________

I.

sei schuldig zu erklären

1. des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), mittäterschaftlich begangen 
H.________, in J.________, G.________, L.________ und anderswo (vermutlich 
R.________(Land)), vom 23. Februar 2021 bis 25. Februar 2021, zum Nachteil von E.________ 
im Deliktsbetrag von insgesamt mind. CHF 35'200.00 (davon CHF 12'400.00 versucht (gem. 
Anklage vom 18. August 2022, I., Ziff. 2.1),

2. der Geldwäscherei, begangen als schwerer Fall (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB), zwischen 
dem 23. Februar 2021 bis 24. Februar 2021 in J.________, M.________, N.________, 
K.________ und I.________ und anderswo, im Deliktsbetrag von mind. CHF 19'500.00 (gem. 
Anklage vom 18. August 2022, I., Ziff. 2.2)

und er sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten, unter Gewährung des bedingten Vollzugs bei einer 
Probezeit von 3 Jahren. Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von 34 Tagen sei 
voll an die Freiheitsstrafe anzurechnen.

2. zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 70.00 (total CHF 2'100.00). 

Der Vollzug sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.

3. zur Bezahlung der anteilsmässigen Verfahrenskosten vor erster wie auch oberer Instanz, unter 
solidarischer Haftung für den ganzen Betrag (Art. 426 Abs. 1 StPO, Art. 418 Abs. 2 StPO).

4. Das Honorar der amtlichen Verteidigung vor erster Instanz sei gerichtlich zu prüfen und zu be-
stimmen (Art. 135 StPO) wobei dieses nach richterlichem Ermessen angemessen zu kürzen sei.

5. Es sei auf einen Widerruf der im Strafbefehl vom 11. Februar 2019 bedingt ausgesprochenen 
Geldstrafe zu verzichten. 

C. Verfügungen

Im Weiteren sei C.________ betreffend zu verfügen:

1. Das aus den Effekten von C.________ beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von total 
CHF 1'000.00 (gemäss II. Ziff. 1.5, Bst. a, 2. Lemma, der Anklage vom 18. August 2022), sei zur 
im Betrag von CHF 350.00 der Privatklägerin zu retournieren, eventualiter zur Deckung der Ver-
fahrenskosten zu verwenden (Art. 268 StPO). Der restliche Betrag im Umfang von CHF 650.00 
sei zur Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden eventualiter dem Beschuldigten zu retour-
nieren.

2. Das beschlagnahmte Mobiltelefon Samsung Galaxy A01, Farbe: Blau, inkl. 1 SIM-Karte, Ruf-
nummer: .________ sei als Beweismittel bei den Akten zu belassen.

3. Es sei über die geltend gemachten Zivilforderungen der Privatklägerin zu entscheiden; dies un-
ter Abzug der via das gegen u.T. geführte Verfahren W 2021 94 der geschädigten Frau 
E.________ zurücküberwiesenen CHF 1'866.95.

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4. Das Gericht habe über die Aufbewahrung bzw. Löschung der erhobenen DNA-Profile sowie der 
erhobenen erkennungsdienstlichen Daten.

5. Das Honorar der amtlichen Verteidigung sei gerichtlich zu prüfen und zu bestimmen (Art. 135 
StPO).

Die Zivilklägerin liess sich vor der Berufungsverhandlung mit Schreiben vom 
28. Januar 2024 dahingehend vernehmen, dass sie an ihrer Forderung festhalte, 
es ihr jedoch ein Anliegen sei, dass der Beschuldigte 1 nicht des Landes verwiesen 
werde (pag. 18 810).

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die Beschuldigten haben das Urteil der Vorinstanz beide vollumfänglich angefoch-
ten. Die Kammer hat damit das gesamte erstinstanzliche Urteil zu überprüfen. Sie 
verfügt dabei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 der Schweizerischen Strafpro-
zessordnung [StPO; SR 312.0]). Weil die Generalstaatsanwaltschaft das Urteil der 
Vorinstanz ebenfalls teilweise angefochten hat, ist die Kammer betreffend den Be-
schuldigten 1 im Sanktionenpunkt und betreffend den Beschuldigten 2 bei den 
Schuldsprüchen gemäss Ziff. II.1-3 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs sowie im 
Sanktionenpunkt nicht an das Verschlechterungsverbot nach Art. 391 Abs. 2 StPO 
gebunden. Dasselbe gilt betreffend die Festsetzung der amtlichen Entschädigung 
von Rechtsanwalt B.________ und Rechtsanwalt D.________ für ihre Bemühun-
gen im erstinstanzlichen Verfahren, die ebenfalls von der Generalstaatsanwalt-
schaft mit Anschlussberufung angefochten wurde. In Bezug auf alle übrigen zu 
überprüfenden Punkte gilt demgegenüber das Verbot der reformatio in peius, d.h., 
die Kammer darf das erstinstanzliche Urteil in diesen Punkten nicht zum Nachteil 
der Beschuldigten abändern.

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Vorbemerkungen

Die Vorinstanz hat die Rollen der Beschuldigten im Wesentlichen korrekt darge-
stellt und ihr Urteil aus Sicht der Kammer in weiten Teilen überzeugend begründet. 
Es rechtfertigt sich daher, ihre Ausführungen nachfolgend teilweise integral zu 
übernehmen und wo nötig – unter Berücksichtigung der oberinstanzlich vorge-
brachten Einwände – punktuell zu ergänzen. 

Bezüglich der Angabe der jeweiligen Fundstelle ist darauf hinzuweisen, dass die 
Verfahren gegen die Beschuldigten zunächst separat geführt wurden, weshalb die 
Paginierung bis zur Vereinigung nicht fortlaufend ist, sondern doppelt geführt wur-
de. Um die Verweisungen eindeutig zuordnen zu können, werden der Paginierung 
analog dem Vorgehen der Vorinstanz für den Beschuldigten 1 jeweils ein «T» 
(Band II) und für den Beschuldigten 2 jeweils ein «I» (Band I) vorangestellt, soweit 
auf die getrennt geführten amtlichen Akten aus dem Vorverfahren verwiesen wird.

14

7. Vorwurf gemäss Anklageschrift

Die Vorinstanz hat den äusserst umfangreichen Anklagesachverhalt wie folgt kor-
rekt zusammengefasst (S. 11 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; 
pag. 18 341 ff. [Hervorhebungen im Original]):

1.1. Betreffend A.________

1.1.1. Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs

Die Anklageschrift wirft A.________ gewerbsmässigen Betrug vor, begangen vom 17. Februar 2021 
bis 25. Februar 2021 zum Nachteil von E.________. Dies indem er gemeinsam mit weiteren, unbe-
kannt gebliebenen Mittätern unbekannten Aufenthalts sowie zumindest teilweise gemeinsam mit 
C.________ mehrfach in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern, 
E.________ durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irregeführt habe und so 
die Irrende zu einem Verhalten bestimmt habe, wodurch sich diese selbst am Vermögen geschädigt 
habe, die nachfolgend umschriebenen Taten in gleichmassgeblichem und wechselseitigem Zusam-
menwirken bei der Planung und Durchführung verübt habe, in welchen jeder der Beteiligten mit dem 
Vorgehen der anderen Mittäter zumindest konkludent einverstanden gewesen sei, das alles in der 
Absicht, durch deliktische Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kos-
ten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung dargestellt hätten. Als Teil eines gemeinsamen, bereits 
mehrfach erprobten Tatplans hätten unbekannt gebliebene Mittäter ab dem 16. Februar 2021 
E.________ aufgrund deren Vornamens sowie restlichen Telefonbucheintrags, welcher auf eine älte-
re, alleinstehende Person habe schliessen lassen, ausgesucht und angerufen. Zu Täuschungszwe-
cken hätten sie für ihre Anrufe gespoofte Nummern verwendet, um ihre wahre Identität und eigentli-
chen Absichten zu verschleiern. E.________ gegenüber hätten sie sich jeweils als Polizist oder 
Staatsanwalt ausgegeben und hätten deren schnelle Unterstützung eingefordert, um angeblich kor-
rupte Bankmitarbeiter überführen zu können und deren sich angeblich in Gefahr befindliches Vermö-
gen in Sicherheit bringen zu können. Die Privatklägerin sei in der Zeit zwischen dem 16. Februar 2021 
und dem 25. Februar 2021 insgesamt über 250 Mal angerufen worden und aufgrund angeblicher poli-
zeilicher Ermittlungen wiederholt zu einem raschen Bargeldbezug und anschliessender Übergabe an 
die Polizei gedrängt worden. Dabei sei sie zu absoluter Verschwiegenheit gegenüber Dritten aufge-
fordert worden. Der Keiler habe einerseits nicht überprüfbare falsche Tatsachen vorgespiegelt und 
andererseits ein komplexes Lügengebäude errichtet. Mittels geschickter Gesprächsführung sei es ge-
lungen, die Privatklägerin unter Druck zu setzen und sie von der Richtigkeit der Angaben zu überzeu-
gen. Im Irrtum über die Identität der Keiler, deren wahren Absichten sowie deren fehlenden Rückzah-
lungswillen habe die Privatklägerin insgesamt sieben Mal die zuvor mit den Keilern vereinbarten 
Geldbeträge ab ihren Bankkonti abgehoben und diese anschliessend zur Abholung in den Briefkasten 
gelegt oder den angeblichen Polizeimitarbeitern übergeben. A.________ habe über die Handlungen 
seiner Mittäter zumindest in den Grundzügen Bescheid gewusst, diese mitgetragen und den Taterfolg 
billigend in Kauf genommen. Seine Aufgabe habe darin bestanden, nach erfolgter Kontaktaufnahme 
zwischen den Keilern und der Privatklägerin sich jeweils zum Domizil der Privatklägerin zu begeben 
und den von ihr zuvor bereitgelegte Bargeldbetrag entgegen zu nehmen. Dabei sei A.________ je-
weils in telefonischem Kontakt mit der letztlich unbekannt gebliebenen Person namens "U.________" 
gestanden, welcher ihm konkrete Anweisungen gegeben habe. Nach Abzug eines eigenen Anteils 
habe er teilweise gemeinsam mit C.________ das Bargeld in Bitcoin-Automaten einbezahlt und die 
Paper Wallets und Keys fotografiert und an U.________ weitergeleitet. In zwei Fällen sei das Bargeld 
an unbekannt gebliebene Mittäter in Bar ausgehändigt worden. Aufgrund der gesamten Umstände sei 
es A.________ bewusst gewesen, dass für das übernommene Geld kein Rechtsanspruch und kein 

15

Rückzahlungswille bestanden habe. Der Privatklägerin sei ein Schaden in der Höhe der von ihr über-
gebenen Bargeldbeträge entstanden, wobei der Beschuldigte sich und seinen Mittätern einen Vermö-
gensvorteil im selben Umfang verschafft habe. Aus der Zeit und den Mitteln, welche die in einer 
Gruppierung zusammen geschlossene unbekannte Täterschaft und somit auch der Beschuldigte für 
die deliktische Tätigkeit aufgewendet hätten, der Regelmässigkeit der Einzelakte sowie den daraus 
jeweils angestrebten und erzielten Einkünfte ergebe sich, dass sie die deliktische Tätigkeit nach der 
Art eines Berufes ausgeübt hätten und sich im Weiteren darauf gerichtet hätten, durch deliktische 
Handlungen einen namhaften Betrag an die Lebenshaltungskosten zu erzielen (pag. WSG 18 002 ff.).

Im Einzelnen habe die unbekannte Täterschaft am 16. Februar 2021 bei E.________ angerufen und 
sich als Herr V.________ bzw. Herr W.________ von der Kantonspolizei bzw. Staatsanwaltschaft 
Bern ausgegeben. Sie hätten E.________ vorgespiegelt, dass aufgrund eines nahegelegenen Ein-
bruchs und einem bei den Tätern gefundenen Beleg ihrer Vermögensverhältnisse ihr Geld auf der 
Bank nicht mehr sicher sei. Zudem sei ihr Konto gehackt worden und man wolle ihr helfen, ihr Geld zu 
sichern. Zur Überführung der Täter müsse die Privatklägerin einen Bargeldbezug von CHF 13'600.00 
bei der Bank tätigen. Das Geld sei bei der X.________ (Bank) L.________ abgeholt worden und in 
den Briefkasten gelegt worden, von wo es von einer unbekannten Täterschaft entnommen worden sei 
(pag. WSG 18 004). 

Am 17. Februar 2021 hätten die beiden sich als Herr W.________ und Herr V.________ ausgeben-
den Personen ab 08:03 Uhr erneut bei der Privatklägerin angerufen und ihr erklärt, dass sie weitere 
CHF 10'200.00 abheben müsse, was E.________ in der Folge getan habe. Im Verlaufe des 17. Fe-
bruars 2021 sei A.________ ab 10:08 Uhr durch die unbekannt gebliebene Täterschaft auf seine Ge-
schäftsnummer der P.________ AG kontaktiert worden, wobei die künftige Kommunikation über 
WhatsApp habe erfolgen sollen. U.________ habe A.________ die Adresse und den Namen der Pri-
vatklägerin bekannt gegeben, bei welcher er eine hohe Summe Bargeld habe abholen und anschlies-
send an einen Bitcoin-Automaten habe einzahlen sollen. In der Folge sei A.________ in Absprache 
mit U.________ und in grundsätzlicher Kenntnis der mit der Tat einhergehenden Handlungen und des 
Tatplans sowie der sich aufgrund der gesamten Umstände ergebenden Kenntnis seiner eigenen Rolle 
als Abholer in einem Betrugskonstrukt zu E.________ gefahren, um dort von dieser Bargeld entgegen 
zu nehmen. Anschliessend habe er in Begleitung seines Sohnes Y.________ in zehn Tranchen CHF 
9'200.00 am Bitcoin-Automaten in Bern einbezahlt und Fotos der erhaltenen Belege der unbekannten 
Täterschaft per WhatsApp zukommen lassen. A.________ habe CHF 1'000.00 behalten können und 
habe im Journal CHF 255.70 für die Taxifahrt verbucht (pag. WSG 18 004 f.). 

Am 18. Februar 2021 sei E.________ auf die bereits geschilderte Weise zur Abhebung von 
CHF 8'600.00 bewegt worden. A.________ habe das Geld wiederum bei dieser abgeholt und um 
14:43 Uhr am Bancomat in AM.________ CHF 4'000.00 auf sein Konto einbezahlt. Um 14:57 habe 
seine Ehefrau CHF 3'500.00 am Bancomat in G.________ bezogen und im Anschluss habe sein 
Sohn, Y.________, das Geld beim Z.________ L.________ einer unbekannten Person gegeben. Der 
Beschuldigte habe zudem in Begleitung seines Sohnes AA.________ CHF 4'000.00 am Bitcoin-
Automaten in K.________ im AB.________ in vier Tranchen à CHF 1'000.00 einbezahlt. Der Be-
schuldigte habe davon CHF 1'100.00 für sich behalten können, wovon er CHF 380.00 für die Taxifahrt 
im Journal verbucht habe (pag. WSG 18 005 f.).

Am 19. Februar 2021 sei E.________ wiederum auf diese Weise zur Abhebung von CHF 8'600.00 
verleitet worden und A.________ habe das Geld wiederum bei dieser abgeholt. Anschliessend sei er 
nach K.________ gefahren, wo er im AB.________ zwei Tranchen à CHF 1'000.00 am Bitcoin-
Automaten einbezahlt und die Fotografien der Quittungen wiederum an U.________ gesendet habe. 
Später habe er an einem Bancomat der AC.________ (Bank) K.________ von dem abgeholten Bar-

16

geld CHF 2'600.00 auf sein Konto einbezahlt und noch am selben Abend habe er einen Kollegen be-
auftragt, in M.________ an einem Bitcoin-Automaten Einzahlungen zu tätigen, wozu er diesem 
CHF 1'500.00 und CHF 40.00 als Entschädigung via Twint überwiesen habe. Dieser habe die erhal-
tenen Paper Wallets und Keys via WhatsApp U.________ direkt zugestellt. Im Journal des Taxis habe 
A.________ CHF 380.00 verbucht. Am 20. Februar 2021 sei A.________ mit seinem Fahrzeug wie-
derum zum AB.________ gefahren, wo er gemeinsam mit seiner Ehefrau, O.________, vier Teilzah-
lungen à CHF 1'000.00 auf den Bitcoin-Automaten getätigt habe und im Anschluss die Quittungen 
U.________ zugestellt habe. Letztlich habe der Beschuldigte vom am 19. Februar 2021 abgeholten 
Bargeld CHF 1'100.00 für sich behalten können (pag. WSG 18 006 f.).

Am 22. Februar 2021 hätten die unbekannt gebliebenen Täter E.________ zur Abhebung von CHF 
10'200.00 bringen können. A.________ habe das Geld wieder abgeholt, obwohl ihm nach wie vor be-
kannt und bewusst gewesen sei, dass betreffend des von ihm zu übernehmenden Bargeldes weder 
ein Rechtsanspruch noch ein Rückgabewille vorhanden gewesen sei. CHF 4'500.00 habe er gemein-
sam mit seinem Kollegen, AK.________, im AB.________ in K.________ in fünf Tranchen in einen 
Bitcoin-Automaten einbezahlt. Ein Foto der Belege sei wiederum an U.________ geschickt worden. 
Weitere CHF 4'500.00 habe er am Bahnhof G.________ einer unbekannt gebliebenen Person aus-
gehändigt. Der Beschuldigte habe CHF 1'200.00 für sich behalten können, wobei er im Journal CHF 
420.00 für die Taxifahrt eingetragen habe (pag. WSG 18 007 f.).

Am 23. Februar 2021 habe die Privatklägerin, die sich nach wie vor in einem Irrtum befunden habe, 
wiederum CHF 10'200.00 abgehoben, welche A.________ gemeinsam mit C.________ abgeholt ha-
be. Mit dem Geld seien sie nach M.________ gefahren und hätten dort CHF 2'000.00 in einen Bitcoin-
Automaten einbezahlt. Danach seien sie weiter nach N.________ gefahren, wo sie zuerst in fünf 
Tranchen CHF 5'000.00 und wenig später in zwei Tranchen CHF 1'500.00 einbezahlt hätten. Ein Foto 
der Belege sei wiederum per WhatsApp an U.________ geschickt worden. Der Beschuldigte habe 
CHF 1'700.00 für sich behalten dürfen, wobei er im Journal CHF 670.00 für die Taxifahrt eingetragen 
habe und mindestens CHF 150.00 an C.________ gegeben habe (pag. WSG 18 008 f.).

Am 24. Februar 2021 habe die Privatklägerin, die sich nach wie vor in einem Irrtum befunden habe, 
wiederum CHF 12'600.00 abgehoben, welche A.________ gemeinsam mit C.________ abgeholt ha-
be. Mit dem Geld seien sie zum AB.________ nach K.________ gefahren und hätten dort in zwei 
Tranchen CHF 2'000.00 und wenig später noch einmal in zwei Tranchen CHF 2'000.00 in einen Bit-
coin-Automaten einbezahlt. Danach seien sie weiter nach I.________, wo sie zwei weitere Tranchen 
à CHF 1'000.00 und wenig später in drei Tranchen CHF 3'000.00 einbezahlt hätten. Ein Foto der Be-
lege sei wiederum per WhatsApp an U.________ geschickt worden. Der Beschuldigte habe 
CHF 1'700.00 für sich behalten dürfen, wobei er im Journal CHF 720.00 für die Taxifahrt eingetragen 
habe und mindestens CHF 200.00 an C.________ gegeben habe (pag. WSG 18 009 f.).

Schliesslich seien die Beschuldigten am 25. Februar 2021 verhaftet worden, nachdem sie bei 
E.________ geklingelt hätten und diese gestützt auf den Irrtum CHF 12'400.00 abgehoben habe 
(pag. WSG 18 010).

1.1.2. Vorwurf der qualifizierten Geldwäscherei

A.________ wird vorgeworfen, teilweise gemeinsam mit C.________ mehrfach eine Handlung vorge-
nommen zu haben, die geeignet gewesen sei, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder die 
Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er gewusst habe oder habe annehmen müs-
sen, aus Verbrechen hergerührt hätten, indem er einen Teil des unter der vorherigen Ziffer ausgeführ-
ten deliktisch übernommenen Bargelds jeweils in Bitcoin umgewandelt habe und die Belege via 
WhatsApp an seine Mittäter versendet habe. Dabei habe er als Mitglied einer gemeinsam agierenden 

17

Bande gehandelt, die sich zur fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammengefunden habe 
und dabei durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen erheblichen Gewinn erzielt habe (pag. WSG 
18 011). 

Am 17. Februar 2021 habe A.________ in Begleitung seines Sohnes in J.________ an der 
AD.________ (Strasse) vom gleichentags bei E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld in 
zehn Tranchen CHF 9'200.00 zwecks Umwandlung in Bitcoin am Bitcoin-Automaten einbezahlt. Die 
erhaltenen Wechselbelege und Paper Wallets habe er fotografiert und via WhatsApp an U.________ 
bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. A.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf 
genommen, dass der von ihm am selben Tag bei der Privatklägerin in H.________ abgeholte Bar-
geldbetrag aus einem Verbrechen gestammt habe und dass durch die vorgenannte Handlung die Er-
mittlung der Herkunft des Geldes erschwert werde bzw. nicht mehr möglich sein würde (pag. WSG 18 
011).

Am 18. Februar 2021 habe A.________ in vier Tranchen CHF 4'000.00 vom gleichentags bei 
E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld zwecks Umwandlung in Bitcoin in K.________ am 
Bitcoin-Automaten einbezahlt. Die erhaltenen Wechselbelege und Paper Wallets habe er fotografiert 
und via WhatsApp an U.________ bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. A.________ habe gewusst 
oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben Tag bei der Privatklägerin 
in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt habe und dass durch die 
vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert werde bzw. nicht mehr mög-
lich sein würde (pag. WSG 18 012).

Am 19. Februar 2021 habe A.________ in zwei Tranchen CHF 2'000.00 vom gleichentags bei 
E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld in K.________ am Bitcoin-Automaten zwecks Um-
wandlung in Bitcoin einbezahlt. Die erhaltenen Wechselbelege und Paper Wallets habe er fotografiert 
und via WhatsApp an U.________ bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. Zudem habe er seinen Kol-
legen AE.________ damit beauftragt, weitere Gelder an einem Bitcoin-Automaten in M.________ 
einzuzahlen, wozu er diesem CHF 1'500.00 überwiesen habe. AE.________ habe auf Anweisung des 
Beschuldigten die Paper Wallets und Keys fotografiert und an U.________ weitergeleitet. A.________ 
habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben Tag bei der 
Privatklägerin in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt habe und 
dass durch die vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert werde bzw. 
nicht mehr möglich sein würde (pag. WSG 18 012). 

Am 20. Februar 2021 habe A.________ in K.________ im AB.________ in vier Tranchen CHF 
4'000.00 vom am 19. Februar 2021 deliktisch bei E.________ erhältlich gemachten Geld zwecks 
Umwandlung in Bitcoin am Bitcoin-Automaten einbezahlt. Die erhaltenen Wechselbelege und Paper 
Wallets habe er fotografiert und via WhatsApp an U.________ bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. 
A.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben 
Tag bei der Privatklägerin in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt 
habe und dass durch die vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert 
werde bzw. nicht mehr möglich sein würde (pag. WSG 18 013).

Am 22. Februar 2021 habe A.________ im AB.________ in K.________ in fünf Tranchen CHF 
4'500.00 vom gleichentags bei E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld am Bitcoin-
Automaten zwecks Umwandlung in Bitcoin einbezahlt. Die erhaltenen Wechselbelege und Paper Wal-
lets habe er fotografiert und via WhatsApp an U.________ bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. 
A.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben 
Tag bei der Privatklägerin in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt 

18

habe und dass durch die vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert 
werde bzw. nicht mehr möglich sein würde (pag. WSG 18 013).

Am 23. Februar 2021 habe A.________ gemeinsam mit C.________ in neun Tranchen CHF 8'500.00 
vom gleichentags bei E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld an Bitcoin-Automaten zwecks 
Umwandlung in Bitcoin einbezahlt. Namentlich in zwei Tranchen à CHF 1'000.00 in M.________ und 
in sieben Tranchen CHF 6'500.00 in N.________. Die erhaltenen Wechselbelege und Paper Wallets 
habe er fotografiert und via WhatsApp an U.________ bzw. die unbekannten Mittäter geleitet. 
A.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben 
Tag bei der Privatklägerin in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt 
habe und dass durch die vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert 
werde bzw. nicht mehr möglich sein würde (pag. WSG 18 013 f.).

Am 24. Februar 2021 habe A.________ gemeinsam mit C.________ in elf Tranchen CHF 11'000.00 
vom gleichentags bei E.________ deliktisch erhältlich gemachten Geld am Bitcoin-Automaten zwecks 
Umwandlung in Bitcoin einbezahlt. Namentlich in vier Tranchen CHF 4'000.00 im AB.________ in 
K.________ und später in sieben Tranchen CHF 7'000.00 im AF.________ in I.________. Die erhal-
tenen Wechselbelege und Paper Wallets habe er fotografiert und via WhatsApp an U.________ bzw. 
die unbekannten Mittäter geleitet. A.________ habe gewusst 
oder zumindest bewusst in Kauf genommen, dass der von ihm am selben Tag bei der Privatklägerin 
in H.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt habe und dass durch die 
vorgenannte Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes erschwert werde bzw. nicht mehr mög-
lich sein würde (pag. WSG 18 014 f.). 

1.2. Betreffend C.________

1.2.1. Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs

Grundsätzlich kann hinsichtlich der Vorwürfe gegen C.________ auf diejenigen von A.________ ver-
wiesen werden, wobei bei C.________ lediglich die Vorfälle ab dem 23. Februar 2021 angeklagt sind.

Konkret wird C.________ vorgeworfen, vom 23. Februar 2021 bis zum 25. Februar 2021 gewerbs-
mässigen Betrug zum Nachteil von E.________ begangen zu haben, indem er gemeinsam mit weite-
ren unbekannten Mittätern unbekannten Aufenthalts und gemeinsam mit A.________ mehrfach in der 
Absicht, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern, die Privatklägerin durch Vorspiege-
lung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irregeführt habe und diese so zu einem Verhalten 
bestimmt habe, wodurch sich diese selbst am Vermögen geschädigt habe, die umschriebenen Taten 
in gleichmassgeblichem und wechselseitigem Zusammenwirken bei der Planung und Durchführung, 
mit den unbekannt gebliebenen Mittätern sowie zumindest teilweise gemeinsam mit A.________ ver-
übt habe, dies alles in der Absicht, mit den deliktischen Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen 
namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen würden (pag. 
WSG 18 015).

Als Teil eines gemeinsamen, bereits mehrfach erprobten Tatplans hätten unbekannt gebliebene Mit-
täter ab dem 16. Februar 2021 E.________ aufgrund deren altklingenden Vornamens angerufen und 
ihr wahlweise als angeblicher Polizist oder Staatsanwalt angegeben, ihre Hilfe bei der Überführung 
von angeblich korrupten Bankmitarbeitern zu benötigen. Zudem müsse sie ihr sich angeblich in Ge-
fahr befindliches Vermögen in Sicherheit bringen. E.________ sei in der Zeit vom 16. Februar 2021 
und dem 24. Februar 2021 immer wieder angerufen worden. Dabei sei sie gezielt verängstigt und mit 
Instruktionen überhäuft sowie zu absoluter Verschwiegenheit aufgefordert worden. Die Täter hätten 
so falsche Tatsachen vorgespiegelt, die nicht zu überprüfen gewesen seien. Andererseits hätten sie 
ein komplexes Lügengebäude errichtet. C.________ habe über das Vorgehen und die Handlungen 

19

von A.________ sowie den weiteren, unbekannten Mittätern zumindest in den Grundzügen Bescheid 
gewusst, habe diese billigend in Kauf genommen und trotzdem gehandelt. C.________ sei mindes-
tens indirekt in Kontakt mit den unbekannten Mittätern gewesen. Aufgrund der gesamten Umstände 
sei es ihm bewusst gewesen, dass auf das von ihm und A.________ weder ein Rechtsanspruch noch 
ein Rückzahlungswille bestanden habe. E.________ sei dadurch ein Schaden im Umfang des abge-
holten Geldbetrages entstanden, wobei sich die Täterschaft in entsprechendem Umfang einen Ver-
mögensvorteil verschafft habe. C.________ habe in der Absicht gehandelt, mindestens ein Nebener-
werbseinkommen zu erzielen und sich daraus mindestens teilweise den Lebensunterhalt zu finanzie-
ren (pag. WSG 18 015 f.).

Am 23. Februar 2021 hätten die unbekannten Täter bei E.________ angerufen und sich dieser ge-
genüber abwechselnd als Polizist oder Staatsanwalt ausgegeben und sie zur Abhebung von 
CHF 10'200.00 und späterer Übergabe an die Polizei aufgefordert, woraufhin E.________ das Geld 
bezogen habe. A.________ sei ebenfalls am 23. Februar 2021 kontaktiert und informiert worden, 
dass er das Geld von E.________ abholen solle. A.________ habe sich in Ausführung des gemein-
samen Tatplans und in Kenntnis seiner eigenen Rolle als Abholer in einem Betrugskonstrukt in Be-
gleitung von C.________ ans Domizil der Privatklägerin begeben. Während der Fahrt habe er mehr-
fach Rücksprache mit den Hintermännern genommen und ihm seien die Details zum Ablauf der Tat 
mitgeteilt worden. Die beiden seien zuerst nach M.________ gefahren, wo sie in zwei Tranchen CHF 
2'000.00 am Bitcoin-Automaten einbezahlt hätten. Anschliessend seien sie nach N.________, wo sie 
in sieben Tranchen CHF 6'500.00 einbezahlt hätten. Die erhaltenen Wechselbelege hätten sie via 
WhatsApp an U.________ gesendet. Die beiden hätten entsprechend CHF 1'700.00 für sich behalten 
dürfen, wobei A.________ im Taxijournal CHF 670.00 angegeben habe und C.________ mit mindes-
tens CHF 150.00 entschädigt worden sei (pag. WSG 18 017 f.).

Am 24. Februar 2021 sei C.________ wiederum gemeinsam mit A.________ zu E.________ gefah-
ren, nachdem diese von der unbekannten Täterschaft kontaktiert und zu einer Abholung und ansch-
liessender Übergabe von CHF 12'600.00 aufgefordert worden sei. Während der Fahrt habe 
A.________ telefonischen Kontakt mit U.________ gehabt. Obwohl C.________ und A.________ be-
kannt und bewusst gewesen sei, dass betreffend des von ihnen zu übernehmenden Bargeldes weder 
ein Rechtsanspruch noch ein Rückgabewille bestanden habe, hätten sie das Geld entgegen genom-
men und sich anschliessend entfernt. Im Anschluss seien sie in Absprache mit den unbekannten Mit-
tätern zuerst nach K.________ gefahren, wo sie in zwei Mal zwei Tranchen insgesamt CHF 4'000.00 
am Bitcoin-Automaten im AB.________ einbezahlt hätten. Im Anschluss seien sie nach I.________ 
gefahren, wo sie sieben weitere Einzahlungen zu CHF 1'000.00 getätigt hätten. Die erhaltenen Paper 
Wallets mit den Keys hätten sie fotografiert und anschliessend per WhatsApp U.________ zugestellt. 
Vom abgeholten Geld hätten sie CHF 1'600.00 für sich behalten, wobei A.________ CHF 720.00 im 
Taxijournal verbucht habe und C.________ mindestens CHF 200.00 erhalten habe (pag. WSG 18 018 
f.).

Am 25. Februar 2021 hätten sich wiederum die angeblichen Herren W.________ und V.________ bei 
E.________ gemeldet und sie aufgefordert, weitere CHF 12'400.00 zu beziehen. A.________ sei 
wiederum vom angeblichen U.________ kontaktiert und informiert worden, dass er eine grosse Sum-
me Bargeld bei E.________ abholen könne. In Ausführung des gemeinsamen Tatplans und in 
grundsätzlicher Kenntnis ihrer Rolle als Abholer in einem Betrugskonstrukt hätten A.________ und 
C.________ sich in der Absicht, eine grosse Summe Bargeld zu holen, nach H.________ begeben, 
worauf sie verhaftet worden seien. Ihnen sei bewusst gewesen, dass für das Bargeld weder ein 
Rechtsanspruch noch ein Rückgabewille bestanden habe (pag. WSG 18 019).

20

1.2.2. Vorwurf der qualifizierten Geldwäscherei

Auch beim Vorwurf der qualifizierten Geldwäscherei kann grundsätzlich auf die Ausführungen bei 
A.________ verwiesen werden. C.________ wird vorgeworfen, er habe gemeinsam mit A.________ 
mehrfach eine Handlung vorgenommen, die geeignet sei, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung 
oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er habe wissen oder annehmen 
müssen, aus Verbrechen hergerührt hätten, indem A.________ mit seinem Wissen und Einverständ-
nis einen Teil des von ihnen zuvor deliktisch übernommenen Bargelds jeweils in Bitcoin umgewandelt 
habe und die Wechselbelege und Paper Wallets inkl. Keys fotografiert und diese an seine sich in 
R.________(Land) aufhaltenden Mittäter weitergesendet habe. Die Beschuldigten hätten als Mitglie-
der einer Bande gehandelt, die sich zur fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammengefun-
den habe und dabei durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen erheblichen Gewinn erzielt habe 
(pag. WSG 18 020).

Am 23. Februar 2021 habe C.________ von den am selben Tag bei E.________ auf deliktische Wei-
se erhältlich gemachten CHF 10'200.00 gemeinsam mit A.________ insgesamt CHF 8'500.00 zwecks 
Umwandlung in Bitcoin an Bitcoin-Automaten und zwar in der Stadt M.________ am AG.________ 
(Strasse) ab 13:23 Uhr zwei Mal CHF 1'000.00, in der Stadt N.________ an der AH.________ (Stras-
se) ab 14:49 Uhr sechs Mal CHF 1'000.00 und einmal CHF 500.00. Die erhaltenen Wechselbelege 
und Paper Wallets habe A.________ anschliessend fotografiert und die Fotos mit den Keys mit Wis-
sen und im Einverständnis von C.________ via WhatsApp an die unbekannt gebliebenen Mittäter in 
die Türkei weitergeleitet. C.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genommen, 
dass der von ihm und A.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt habe 
und dass durch die umschriebene Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes sowie die Einzie-
hung dieser Vermögenswerte erheblich erschwert beziehungsweise nicht mehr möglich sein werde 
(pag. WSG 18 020 f.).

Am 24. Februar 2021 habe C.________ gemeinsam mit A.________ von den gleichentags bei 
E.________ auf deliktische Weise erhältlich gemachten CHF 12'600.00 in insgesamt elf Tranchen 
CHF 11'000.00 in Bar zwecks Umwandlung in Bitcoins an Bitcoin-Automaten einbezahlt. In 
K.________ an der BB.________ (Strasse) ab 12:06 in vier Tranchen CHF 4'000.00 und in 
I.________ im AF.________ ab 15:34 Uhr in sieben Tranchen CHF 7'000.00. Die erhaltenen Wech-
selbelege und Paper Wallets habe A.________ anschliessend fotografiert und die Fotos mit den Keys 
mit Wissen und im Einverständnis von C.________ via WhatsApp an die unbekannt gebliebenen Mit-
täter in die Türkei weitergeleitet. C.________ habe gewusst oder zumindest bewusst in Kauf genom-
men, dass der von ihm und A.________ abgeholte Bargeldbetrag aus einem Verbrechen gestammt 
habe und dass durch die umschriebene Handlung die Ermittlung der Herkunft des Geldes sowie die 
Einziehung dieser Vermögenswerte erheblich erschwert beziehungsweise nicht mehr möglich sein 
werde (pag. WSG 18 021).

8. Würdigungsvorbehalt

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung behielt sich die Vorinstanz vor, 
sämtliche angeklagten Tatvorwürfe bei beiden Beschuldigten auch unter dem Ge-
sichtspunkt der Gehilfenschaft zu würdigen (pag. 18 247).

9. Beweismittel

Die Vorinstanz hat die im erstinstanzlichen Verfahren vorhandenen Beweismittel 
zusammenfassend wiedergegeben; darauf kann verwiesen werden (S. 19 ff. der 

21

erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 18 349 ff.). Oberinstanzlich kamen als 
Beweismittel namentlich die Einvernahmen der Beschuldigten anlässlich der Beru-
fungsverhandlung (pag. 18 835 ff. und pag. 18 849 ff.), die Briefe der Söhne des 
Beschuldigten 1 (pag. 18 538, pag. 18 539 ff. und pag. 18 542 f.), das Schreiben 
der Staatsanwaltschaft vom 15. November 2023 (pag. 18 547 f.) und die von 
Rechtsanwalt B.________ eingereichten Unterlagen hinzu (Arbeitsvereinbarung 
zwischen der P.________ AG und dem Beschuldigten 1 vom 13. Februar 2024 
[pag. 18 871], sechs Auszüge der Q.________(Bank) betreffend «Buchungsdetail 
(Belastung)» vom .________ 2023, 5. Juni 2023, 4. Juli 2023, 31. August 2023, 27. 
September 2023 und 18. Dezember 2023 [pag. 18 872 ff.], Bericht aus «Human 
Rights Watch» vom 1. Februar 2010 mit dem Titel «.________» [pag. 18 878 f.] 
und Artikel aus «20 Minuten» vom 30. Mai 2023 mit dem Titel «.________» 
[pag. 18 880 f.]). Soweit sich (ergänzende) Bemerkungen zu den einzelnen Be-
weismitteln aufdrängen, erfolgen diese unmittelbar im Rahmen der nachfolgenden 
Beweiswürdigung (E. 14 unten).

10. Unbestrittener Sachverhalt

Der äussere Tatablauf, wie er in der Anklageschrift umschrieben ist und von der 
Vorinstanz zutreffend wiedergegeben wurde (nachfolgend sowie S. 59 ff. der erst-
instanzlichen Urteilsbegründung; pag. 18 389 ff. [Hervorhebungen im Original]), ist 
weitgehend unbestritten und kann mit den nachfolgend vorgenommenen Präzisie-
rungen als erstellt erachtet werden: 

1.2. Der äussere Ablauf

1.2.1. Hinsichtlich E.________

Bezüglich des Tathergangs, was die Kontaktaufnahme und die Bargeldbezüge betrifft, kann zunächst 
auf die Angaben von E.________ abgestellt werden. Es handelt sich diesbezüglich um die einzigen 
vorhandenen Angaben. Diese sind in sich grundsätzlich stimmig und glaubhaft. Zudem sind die Bar-
geldbezüge und Anrufe belegt. Demzufolge präsentiert sich der äussere Ablauf wie folgt:

Am 16. Februar 2021 wurde E.________ von einem angeblichen Herrn W.________ telefonisch kon-
taktiert und dieser erzählte ihr, dass er von einer Sonderabteilung sei, dass ihr Bankkonto angegriffen 
worden sei und sie deshalb Geld von ihrem Konto abheben müsse, um die Polizei und den Staatsan-
walt V.________ bei den Ermittlungen zu unterstützen. Auch mit dem angeblichen Staatsanwalt 
V.________ hatte E.________ telefonischen Kontakt. Aus angeblich ermittlungstechnischen Gründen 
wurde sie aufgefordert, mit niemandem über die Vorkommnisse zu sprechen. Ausserdem wurde ihr 
am Telefon die Rückzahlung des Bargelds zugesichert.

E.________ schenkte den Ausführungen der angeblichen Herren W.________ und V.________ 
Glauben und bezog am 16. Februar 2021 erstmals CHF 13'500.00 von ihrem Konto bei der 
X.________(Bank). Auf die weiteren Geldbezüge ist nachfolgend in Ziff. 0, S. 23 einzugehen. Wie 
vom Anrufer aufgefordert, merkte sie sich auch den Namen der Schaltermitarbeiterin.

Gemäss ihren Angaben wurde E.________ bereits einmal kurz vor Weihnachten 2020 telefonisch 
kontaktiert und sie ging davon aus, dass es sich um falsche Polizisten handeln würde. Letztlich ist je-
doch nicht erstellt, ob es sich bei diesem Anruf effektiv um falsche Polizisten handelte, da das Tele-
fonat sehr schnell beendet worden war. Aus ihren Aussagen geht jedoch zweifelsfrei hervor, dass 
E.________ die Betrugsmasche falscher Polizist aus der Zeitung kennt. 

22

1.2.2. Hinsichtlich A.________

A.________ ist AI.________ (Beruf) bei der P.________ AG und geniesst aufgrund seiner Tätigkeit in 
G.________ eine relative Selbständigkeit. Trotzdem ist er verpflichtet, seine Umsätze gegenüber der 
P.________ AG abzurechnen. Der Vorgesetzte bei der P.________ AG zum damaligen Zeitpunkt war 
AJ.________. Gemäss dessen Aussage führt die P.________ AG auch Kurierdienste aus. So machte 
der Beschuldigte 1 geltend, auch für vorwiegend ältere Damen einzukaufen oder Rechnungen zu zah-
len. Darauf kann abgestellt werden. 

Aus den Aussagen von A.________ und der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation geht hervor, dass 
er am 17. Februar 2021 erstmals von einer deutschen Rufnummer aus auf seinem Geschäftstelefon 
kontaktiert wurde und so den Auftrag erhielt, zu E.________ zu fahren. Auf den Inhalt dieses Ge-
sprächs wird in Ziff. III.B.1.4.1, S. 66 einzugehen sein. Jedenfalls kann an dieser Stelle bereits festge-
stellt werden, dass A.________ im Anschluss seinen Sohn mit dem angeblichen U.________ telefo-
nieren liess und dass er die ihm erteilten Aufträge ausführte. Weiter ist unbestritten, dass A.________ 
das Gespräch mit AJ.________ suchte und mit diesem die Angelegenheit besprach. Auch darauf wird 
in Ziff. III.B.1.4.1, S. 66 einzugehen sein. Aus den Akten ergibt sich jedoch nicht eindeutig, wann die-
ses Gespräch stattgefunden hat. Zweifelsfrei erstellt ist, dass es nicht unmittelbar vor oder nach der 
ersten Auftragsausführung stattfand. So gab A.________ zu Protokoll, dass er nach diesem Gespräch 
C.________ zur Seite gestellt erhalten habe und dass er bereits zuvor drei bis vier Mal bei 
E.________ gewesen sei und von dieser jeweils ein Couvert mit Bargeld entgegen genommen habe. 

Diesen zutreffenden Erwägungen ist anzufügen, dass der Beschuldigte 1 ab der 
fünften Fahrt, d.h. ab dem 23. Februar 2021 vom Beschuldigten 2 und bei der vier-
ten Fahrt am 22. Februar 2021 noch von einem Kollegen namens AK.________ 
begleitet wurde (pag. T-05 001 105 Z. 53 und pag. T-05 001 112). Ob der Beschul-
digte 1 den Kollegen AK.________ organisierte, weil AJ.________ ihm für den Fol-
getag noch keine Begleitung stellen konnte oder das Gespräch mit AJ.________ 
erst am Vorabend der fünften Fahrt stattfand (erste Fahrt des Beschuldigten 2), 
muss offenbleiben. Das Gespräch dürfte jedenfalls nicht vor der dritten Fahrt statt-
gefunden haben.

Schliesslich kann an dieser Stelle noch festgehalten werden, dass die Fahrten im Zusammenhang mit 
den Geldabholungen bei E.________ einen erheblichen Anteil am Umsatz von A.________ ausmach-
ten, was mindestens zum Teil auch der Pandemiesituation geschuldet sein dürfte. Im Taxijournal wa-
ren in der Zeitspanne vom 2. Februar 2021 bis 25. Februar 2021 bei A.________ 135 Einträge ver-
bucht, welche einen Gesamtumsatz von CHF 6'500.30 auswiesen. Davon machten alleine die sechs 
effektiv mit dem Taxi durchgeführten Fahrten im Zusammenhang mit E.________ CHF 2'795.70 aus. 
Mit anderen Worten machten 4,5% der Fahrten 43% des ausgewiesenen Umsatzes aus. Hinzu kom-
men weitere Entschädigungen, welche A.________ bei den einzelnen Abholungen für sich behalten 
konnte. Darauf wird in Ziff. III.B.1.3, S. 61 ff. einzugehen sein.

Aus den Unterlagen geht zweifelsfrei hervor, dass A.________ als AI.________(Beruf) jeweils die 
Aufgabe hatte, Geld bei E.________ abzuholen und dieses vorwiegend an Bitcoin-Automaten einzu-
zahlen und die Quittungen jeweils an die unbekannt gebliebene Täterschaft zu übermitteln. Er hatte 
sowohl mit E.________, welche, wie sie selbst bestätigte, das Couvert teilweise persönlich an 
A.________ übergab, als auch telefonisch mit der unbekannt gebliebenen Täterschaft, von welcher er 
sämtliche Instruktionen erhielt, Kontakt. Es war auch A.________, der sich zunächst von seiner Fami-
lie auf den jeweiligen Fahrten begleiten liess, bevor er dann von C.________ begleitet wurde, nach-
dem er mit seinem Chef über die Aufträge gesprochen hatte.

23

Präzisierend ist festzuhalten, dass sich auf den Quittungen jeweils der öffentliche 
und private Schlüssel des «wallets» findet. 

1.2.3. Hinsichtlich C.________

Gemäss seinen Angaben war C.________ während zwei Monaten arbeitslos. Per 1. März 2021 ver-
fügte er über eine Anstellung bei der P.________ AG, deren Geschäftsführer sein Bruder, 
AJ.________, ist. Nachdem A.________ den Kontakt mit AJ.________ gesucht und diesem geschil-
dert hatte, dass er eine Begleitung für die Fahrten benötigte, wurde mit C.________ vereinbart, dass 
dieser bereits vor seinem eigentlichen Arbeitsbeginn im März A.________ auf dessen Fahrten ab dem 
23. Februar 2021 begleiten würde.

C.________ fungierte gemäss sämtlichen übereinstimmenden Schilderungen als Begleitperson von 
A.________. Er hatte weder Kontakt mit E.________ noch mit der unbekannt gebliebenen Täter-
schaft. Er verweilte bei den Geldübergaben jeweils im Auto, zahlte aber auch selbst Geld in die Bit-
coin-Automaten ein, damit A.________ die Quittungen an den angeblichen U.________ weiterleiten 
konnte.

Diese Ausführungen sind insoweit zu präzisieren, als bestritten und somit beweis-
mässig zu klären ist, ob der Beschuldigte 2 die Zivilklägerin jemals sah. Während 
sich die Generalstaatsanwaltschaft auf den Standpunkt stellt, dass der Beschuldig-
te 2 die Zivilklägerin zumindest einmal gesehen habe, als sie das Geld gemäss ei-
genen Angaben zum Auto gebracht habe (pag. 18 865), stellt sich der Beschuldigte 
2 auf den Standpunkt, die Zivilklägerin nie gesehen und jeweils im Auto gewartet 
zu haben, als der Beschuldigte 1 am Domizil der Zivilklägerin ausgestiegen und 
das Geld bei ihr abgeholt habe (pag. 18 851 Z. 31 ff. und pag. 18 861).

1.3. Die Geldabholungen bzw. -übergaben im Einzelnen

1.3.1 16. Februar 2021

Am 16. Februar 2021 wurde E.________ von der unbekannten Täterschaft kontaktiert. Der erste An-
ruf erfolgte um ca. 10:05 Uhr. Insgesamt folgten an diesem Tag 55 weitere Anrufe, wie sich aus der 
Anrufliste ergibt. Bezüglich des Inhalts des Anrufs wird auf Ziff. III.B.1.2.1, S. 59 verwiesen. Aus den 
Bankunterlagen ergibt sich, dass E.________ um 14:24 Uhr CHF 13'500.00 von ihrem Konto bei der 
X.________(Bank) bezog. 

Die später erfolgte Geldübergabe ist nicht in der Anklageschrift erwähnt, es finden sich auch keine 
Hinweise, die auf eine Täterschaft von A.________ oder C.________ schliessen lassen würden, in 
den Akten.

1.3.2. 17. Februar 2021

E.________ begab sich am 17. Februar 2021 nach der Kontaktaufnahme ab 08:03 Uhr durch die an-
gebliche Kantonspolizei Bern aufforderungsgemäss mit einem Taxi zur X.________(Bank), wo sie um 
13:59 Uhr CHF 10'200.00 in Bar bezog.

Um ca. 14:45 Uhr holte A.________ das Couvert bei E.________ ab und fuhr im Anschluss nach 
Bern, wo er das abgeholte Geld ab 15:43 Uhr in zehn Tranchen in einen Bitcoin-Automaten einzahlte.

A.________ gab zu Protokoll, durch seinen Sohn begleitet worden zu sein, weil er selbst nicht ge-
wusst habe, wie die Einzahlung an einem Bitcoin-Automaten funktioniert. Anlässlich der Hauptver-
handlung ergänzte er, dass er seinen Sohn erst abholte, als ihm E.________ das Geld übergeben 
hatte. Dies lässt sich nicht anhand objektiver Beweismittel belegen. Anhand der vorhandenen GPS-
Daten ist keine Fahrt von H.________ nach G.________ belegt. Hingegen ist es, gemessen an der 

24

zwischen der Geldabholung und der Einzahlung am Bitcoin-Automaten verstrichenen Zeit, grundsätz-
lich denkbar, so dass darauf abzustellen ist.

Anzumerken ist, dass es vorliegend keine Rolle spielt und folglich offengelassen 
werden kann, ob der Beschuldigte 1 bereits während der Geldübergabe in 
H.________ von seinem Sohn begleitet wurde. Die Standortübersicht aus der 
rückwirkenden Teilnehmeridentifikation spricht jedoch dafür, dass der Beschuldig-
te 1 nach der Geldübergabe in H.________ zunächst wieder nach G.________ 
fuhr, um dort seinen Sohn abzuholen. So wurde dieselbe Antenne (Richtung 
G.________) mit einem Unterbruch von knapp zehn Minuten zweimal von den Mo-
biltelefonen des Beschuldigten 1 angesteuert (zum Ganzen pag. T-05 001 075, 
12:48:38 bis 14:57:28). 

Schliesslich stellt sich die Frage, welcher Betrag am Bitcoin-Automaten einbezahlt wurde. Bei einer 
Addition der vorhandenen Einzahlungsbelege kommt man zum Ergebnis, dass CHF 10'200.00 am 
Bitcoin-Automaten einbezahlt worden sind. In der Anklageschrift wird ausgeführt, dass CHF 9'200.00 
in den Bitcoin-Automaten einbezahlt wurden. Die Differenz rührt daher, dass zwei Zahlungsbelege in 
der Höhe von CHF 1'000.000 mit der Transaktions-ID .________ vorhanden sind, die lediglich elf Se-
kunden auseinanderliegen. Da eine Transaktions-ID lediglich einmal vergeben werden kann, ist nach 
Auffassung des Gerichts davon auszugehen, dass es sich bei der zweiten Quittung lediglich um ein 
Doppel handelt, womit effektiv von einem Einzahlungsbetrag von CHF 9'200.00 auszugehen ist. 

Die Quittungen übermittelte A.________ im Anschluss an die Transaktionen via WhatsApp an den 
angeblichen U.________. Für die Taxifahrt gab A.________ im Taxijournal CHF 255.70 an. Die ver-
bleibenden CHF 744.30 behielt er für sich.

Der Beschuldigte 1 erhielt somit total CHF 1'000.00, d.h. rund 10% des Gesamtbe-
trags.

1.3.3. 18. Februar 2021

Am 18. Februar 2021 wurde E.________ erstmals um 09:07 Uhr telefonisch von der unbekannt ge-
bliebenen Täterschaft kontaktiert. In der Folge bezog sie von ihrem Konto bei der AL.________ 
(Bank) CHF 8'600.00. 

A.________ holte das von E.________ bezogene Geld nach telefonischem Kontakt mit U.________ 
wiederum bei dieser ab und fuhr damit, wie er selbst ausführte, zum Z.________ J.________, wo er 
das Geld in Bar übergeben wollte. Dabei gab es jedoch ein Missverständnis: Das Geld [hätte] beim 
Z.________ L.________ [übergeben] werden sollen. Aus diesem Grund zahlte A.________ um 14:43 
Uhr CHF 4'000.00 bei der AC.________(Bank) AM.________ auf sein Konto ein. Wenige 
Minuten später wurden CHF 3'500.00 von O.________ in G.________ Bar bezogen und Y.________ 
übergeben, welcher schliesslich das Geld beim Z.________ L.________ einer unbekannten Person 
übergab, von der gemäss der Aussage von A.________ einzig eine Beschreibung hatte.

Später, d.h. ab 16:55 Uhr, tätigte beim A.________ beim AB.________ in K.________ vier Einzah-
lungen in der Höhe von gesamthaft CHF 4'000.00 in den Bitcoin-Automaten und schickte im An-
schluss ein Foto der Quittung an den angeblichen U.________. Für die Taxifahrt gab A.________ im 
Journal CHF 380.00 an. Insgesamt, d.h. nach Abzug der getätigten Überweisung und des im Journal 
verbuchten Betrags, verblieben ihm persönlich CHF 720.00.

Der Beschuldigte 1 erhielt somit wiederum total CHF 1'000.00, d.h. 11.6% des Ge-
samtbetrags.

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1.3.4 19. und 20. Februar 2021

Am 19. Februar 2021 wurde E.________ bereits ab 08:00 Uhr telefonisch kontaktiert. Dabei gelang es 
der unbekannten Täterschaft, die Privatklägerin zu einem neuerlichen Bargeldbezug in der Höhe von 
CHF 8'600.00 zu animieren. E.________ kam diesem Ansinnen nach und bezog um 14:25 Uhr bei 
der X.________(Bank) den geforderten Betrag.

Aus den GPS-Unterlagen ergibt sich, dass A.________ um ca. 15:08 Uhr bei E.________ eintraf. 
Dies, nachdem er zuvor die entsprechende Anweisung erhalten hatte, erneut bei E.________ vorbei-
zufahren und Geld abzuholen. Mit dem Bargeld begab er sich in der Folge nach K.________, wo er 
um ca. 16:41 Uhr im AB.________ zwei Einzahlungen über gesamthaft CHF 2'000.00 in den Bitcoin-
Automaten tätigte. Die erhaltenen Quittungen fotografierte A.________ wiederum und sandte das Fo-
to via WhatsApp an den angeblichen U.________. Für die Taxifahrten verbuchte A.________ im 
Journal CHF 380.00.

Um 17:06 zahlte A.________ bei der AC.________(Bank) K.________ CHF 2'600.00 auf sein Konto 
ein. Kurze Zeit später überwies er via Twint CHF 1'500.00 und CHF 40.00 an AE.________. Als 
Grund dafür gab A.________ an, dass ihm in den Sinn kam, dass sich AE.________ gerade in 
M.________ befindet und er das Geld in einen Bitcoin-Automaten hätte einzahlen können, was 
AE.________ schliesslich machte. Fraglich ist jedoch, ob dieser die dafür erhaltenen Quittungen 
selbst weiterleitete, oder ob er diese an A.________ schickte, damit dieser sie weiterleitet, wie dies 
der Beschuldigte 1 anlässlich der Hauptversammlung zu Protokoll gab.

Aufgrund der rechtlichen Würdigung der Vorinstanz (einzig die Twint-Überweisung 
an AE.________ ist angeklagt) und des bei den Schuldsprüchen des Beschuldigten 
1 zu beachtenden Verschlechterungsverbots (E. 5 oben) braucht der letztgenannte 
Punk nicht abschliessend beurteilt zu werden und kann dieser offenbleiben. 

Die beiden einzigen vom 19. Februar 2021 datierten Quittungen in den Akten weisen eine Uhrzeit von 
16:41 bzw. 16:42 Uhr aus. A.________ zahlte um 17:06 Uhr CHF 2'600.00 Bar auf sein Konto ein und 
die Twint-Überweisung erfolgte noch später. Obschon die Kantonspolizei Bern das Mobiltelefon von 
A.________ durchsuchte, befinden sich für die fraglichen Transaktionen keine Quittungen in den Ak-
ten. Das Gericht geht daher davon aus, dass A.________ die Quittungen nicht selber an den angebli-
chen U.________ weiterleitete.

Schliesslich begab sich A.________ mit seinem privaten Fahrzeug gemeinsam mit seiner Ehefrau am 
20. Februar 2021 wiederum nach K.________ zum AB.________, um dort CHF 3'500.00 von dem 
verbleibenden Geld, das aus der Abholung vom 19. Februar 2021 stammte, in vier Tranchen am Bit-
coin-Automaten einzuzahlen.

Zusammengefasst zahlte A.________ am 19. und 20. Februar 2021 somit selbst CHF 5'500.00 von 
den von E.________ erhaltenen CHF 8'600.00 am Bitcoin-Automaten ein. Weitere CHF 1'540.00 
überwies er via Twint an AE.________, welcher CHF 1'500.00 davon am Bitcoin-Automaten in 
M.________ einzahlte. Mit anderen Worten wurden am 20. Februar 2021 CHF 500.00 weniger am 
Bitcoin-Automaten einbezahlt, als dies dem Beschuldigten 1 in der Anklageschrift vorgeworfen wird. 
Die Differenz ist darauf zurückzuführen, dass die Anklageschrift bei der Transaktions-ID .________ 
von einer Einzahlung von CHF 1'000.00 ausgegangen ist, effektiv wird auf dem Beleg jedoch nur 
CHF 500.00 ausgewiesen. Die Differenz konnte A.________ also zusätzlich für sich behalten.

Von den CHF 8'600.00, die der Beschuldigte 1 am 19. Februar 2021 von der Zivil-
klägerin erhielt, konnte er insgesamt CHF 1'600.00 behalten, d.h. rund 18.6% des 
Gesamtbetrags.

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1.3.5. 22. Februar 2021

Am 22. Februar 2021 erfolgte die Kontaktaufnahme mit E.________ um 12:02 Uhr. Erneut konnte 
diese dazu gebracht werden, CHF 10'200.00 von ihrem Konto bei der X.________(Bank) zu beziehen 
und im Anschluss zwecks Weiterleitung an die vermeintliche Polizei in den Milchkasten zu legen oder 
A.________ persönlich auszuhändigen.

Aus den GPS-Unterlagen ergibt sich, dass A.________ um ca. 14:16 Uhr bei E.________ eintraf. 
Dies, nachdem er zuvor die entsprechende Anweisung via WhatsApp erhalten hatte, erneut bei 
E.________ vorbeizufahren und Geld abzuholen. Mit dem Bargeld begab er sich in der Folge nach 
K.________, wo er um ca. 15:35 Uhr im AB.________ fünf Einzahlungen über gesamthaft CHF 
4'500.00 in den Bitcoin-Automaten tätigte. Anhand des vorhandenen Fotos ist erstellt, dass ihn dabei 
wie in der Anklageschrift ausgeführt ein Kollege begleitete. Die Quittungen fotografierte 
A.________ wiederum und sandte das Foto via WhatsApp an den angeblichen U.________. 

Weiter führte A.________ anlässlich seiner Einvernahme vom 26. Februar 2021 aus, einmal in 
G.________ am Bahnhof jemandem Bargeld übergeben zu haben, ohne sich an das genaue Datum 
erinnern zu können. Von der zeitlichen Abfolge her kommt nur der 22. Februar 2021 in Frage: Bei 
sämtlichen anderen Daten können grössere Abweichungen zwischen dem abgeholten Barbetrag und 
den Überweisungen hergeleitet werden und haben Spuren in den Akten hinterlassen: Am 18. Februar 
2021 erfolgte nach der Einzahlung die Übergabe beim Z.________ in L.________, am 19. Febru-
ar 2021 überwies A.________ AE.________ CHF 1'500.00 via Twint, welcher dieser dann einzahlte 
und am 20. Februar 2021 wurde der Rest des Bargeldes vom Vortag einbezahlt. Bei den weiteren Da-
ten liegen keine aussergewöhnlichen Abweichungen vor. Welche Summe A.________ dort letztlich 
ausgehändigt hat, lässt sich nicht mehr anhand von objektiven Beweismitteln herleiten. In der Ankla-
geschrift wird der Betrag von CHF 4'500.00 genannt, was im Ergebnis, wenn man die Entschädigung 
von A.________ betrachtet, in etwa stimmen muss. Für die Taxifahrten verbuchte A.________ im 
Journal CHF 420.00.

Von den CHF 10'200.00, die der Beschuldigte 1 von der Zivilklägerin erhielt, leitete 
er CHF 9'000.00 weiter, womit er CHF 1'200.00 für sich behalten konnte, d.h. 
12.76% des Gesamtbetrags.

1.3.6. 23. Februar 2021

Die unbekannte Täterschaft nahm am 23. Februar 2021 ab 09:02 Uhr Kontakt mit E.________ auf. 
Dabei gelang es ihr erneut, diese zu einer Geldabholung in der Höhe von CHF 10'200.00 bei der 
X.________(Bank) zu verleiten.

Aus den GPS-Unterlagen und der RTI ergibt sich, dass A.________ und um ca. 11:10 Uhr bei 
E.________ eintraf. Unbestritten ist, dass ihn C.________ begleitete und sie dort wiederum Bargeld in 
Empfang nahmen.

Im Anschluss fuhr A.________ gemeinsam mit C.________ gemäss dem GPS-Tracker in südliche 
Richtung weiter, um dann um ca. 13:24 Uhr in M.________ einzutreffen. Dort tätigten sie zwei Einzah-
lungen à je CHF 1'000.00 in den Bitcoin-Automaten und fuhren anschliessend weiter nach 
N.________, wo sie ebenfalls ab 14:48 Uhr Einzahlungen in den Bitcoin-Automaten machten. Dafür 
sind acht Quittungen über gesamthaft CHF 7'500.00 in den Akten vorhanden. Allerdings ist wiederum 
eine Transaktions-ID, die Nummer .________, doppelt und die beiden Quittungen liegen nur wenige 
Sekunden auseinander, so dass von sieben Einzahlungen über gesamthaft CHF 6'500.00 auszuge-
hen ist. Gesamthaft wurden am 23. Februar 2021 somit CHF 8'500.00 in Bitcoin-Automaten einbe-
zahlt. Die Quittungen wurden im Anschluss an U.________ weitergeleitet. Im Taxijournal gab 

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A.________ für die Fahrt den Betrag von CHF 685.00 [recte: 670.00] an. Zudem bestätigten sowohl 
er als auch C.________, dass Letzterer für die Fahrt CHF 150.00 erhielt. Demzufolge konnte 
A.________ CHF 880.00 für sich behalten.

Der Beschuldigte 1 hat somit total CHF 1'700.00 erhalten, wobei er CHF 670.00 für 
die Fahrt abrechnete, CHF 150.00 als Entschädigung an den Beschuldigten 2 zahl-
te und CHF 880.00 selbst behielt. Der erhaltene Anteil von CHF 1'700.00 macht 
16.67% des Gesamtbetrags aus.

1.3.7. 24. Februar 2021

Am 24. Februar 2021 gingen die ersten Anrufe um 08:59 Uhr bei E.________ ein. Diese begab sich 
im Anschluss zur X.________(Bank), wo sie um 09:49 Uhr CHF 12'600.00 in Bar bezog.

Nachdem der angebliche U.________ A.________ über den neuerlichen Auftrag informiert hatte, hol-
te dieser wiederum C.________ ab und fuhr mit diesem zur Privatklägerin, wo sie das Geld entge-
gennahmen. Damit fuhren sie wiederum zum AB.________ nach K.________ und zahlten dort zwi-
schen 12:06 Uhr und 12:20 Uhr gesamthaft CHF 4'000.00 in vier Tranchen in den Bitcoin-Automaten 
ein. Von dort aus fuhren die beiden weiter, um in I.________ sieben weitere Tranchen zu je CHF 
1'000.00 am Bitcoin-Automaten im AF.________ einzuzahlen. Die Quittungen wurden im Anschluss 
an den angeblichen U.________ weitergeleitet.

Im Taxijournal gab A.________ für die Fahrt den Betrag von CHF 7'205.00 [recte: 720.00] an. Zudem 
bestätigten sowohl er als auch C.________, dass Letzterer für die Fahrt CHF 200.00 erhielt. Demzu-
folge konnte A.________ CHF 680.00 für sich behalten.

Der Beschuldigte 1 hat somit insgesamt CHF 1'600.00 erhalten, ausmachend rund 
12.7% des Gesamtbetrags, wovon er CHF 720.00 im Taxijournal verbuchte und 
CHF 200.00 an den Beschuldigten 2 weitergab.

1.3.8. 25. Februar 2021

Nach dem neuerlichen Geldbezug vom 24. Februar 2021 informierte die X.________(Bank) den 
Schwiegersohn von E.________ über deren Geldbezüge. Dieser schaltete die Kantonspolizei Bern 
ein, welche E.________ im Anschluss betreute.

Schliesslich wurde E.________ am 25. Februar 2021 ab 08:45 Uhr kontaktiert und die Beschuldigten 
trafen um ca. 10:53 Uhr bei ihr ein, wo sie, nachdem A.________ an der Türe geklingelt hatte, von der 
Kantonspolizei Bern angehalten wurden. Dabei hätte sie weitere CHF 12'400.00 abholen sollen.

1.3.9. Zusammenfassung

Zusammengefasst holte A.________ vom 17. Februar 2021 bis zum 24. Februar 2021 Bargeld in der 
Höhe von CHF 60'400.00 bei E.________ ab. Am .________ 2021 [recte: 25. Februar 2021] hätten 
weitere CHF 12'400.00 dazu kommen sollen. Von diesem Betrag zahlte er insgesamt CHF 42'700.00 
an Bitcoin-Automaten ein. Weiter gaben er und sein Sohn ca. CHF 8'000.00 an unbekannte Personen 
weiter. Weitere CHF 1'500.00 überwies er via Twint an einen Bekannten. Als Umsatz verbuchte 
A.________ CHF 2'795.70. Für die Dienste von AE.________ und C.________ bezahlte A.________ 
insgesamt CHF 390.00, so dass ihm letztlich CHF 4'974.30 übrigblieben. Über die Umsatzbeteiligung 
der P.________ AG war er ebenfalls an den CHF 2'795.70 mindestens indirekt beteiligt.

Nach der Berechnung der Kammer (vgl. die nachfolgende Tabelle) resultiert bei 
den obgenannten Zahlen ein Betrag von CHF 5'014.30, d.h. von CHF 40.00 mehr, 
als von der Vorinstanz berechnet:

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Abhebungen Zivilklägerin 17.-24.02.2021 CHF  60'400.00 (ohne Versuch)
./. Bitcoin-Einzahlungen/Quittungen CHF 42'700.00
./. Übergaben an unbekannte Drittpersonen CHF 8'000.00
./. Weiterleitung via Twint an AE.________ CHF 1'500.00
Bruttoergebnis CHF  8'200.00
./. Abrechnung Fahrkosten (Taxijournal Umsatz) CHF 2'795.70
./. Entschädigung AE.________ CHF 40.00
./. Entschädigung Beschuldigter 2 CHF  350.00
Nettoergebnis CHF  5'014.30 

C.________ war ab dem 23. Februar 2021 ebenfalls beteiligt. Am 23. und 24. Februar 2021 wurden 
CHF 10'200.00 und CHF 12'600.00 bei E.________ abgeholt. Am 25. Februar 2021 war die Abholung 
von weiteren CHF 12'400.00 geplant. Vom am 24. und 25. Februar 2021 abgeholten Bargeld wurden 
insgesamt CHF 19'500.00 an Bitcoin-Automaten verteilt in der ganzen Schweiz einbezahlt. 
C.________ tätigte dabei selbständig Einzahlungen von Bargeld, das ihm von A.________ aus-
gehändigt worden war. C.________ wurde gesamthaft mit CHF 350.00 entschädigt.

Insgesamt kann als erstellt betrachtet werden, dass der Beschuldigte 1 mit den 
Aufträgen rund CHF 5'000.00 (exkl. Umsatzbeteiligung) und der Beschuldigte 2 
CHF 350.00 verdienten.

11. Bestrittener Sachverhalt

Bezüglich des äusseren Ablaufs ist bestritten, ob der Beschuldigte 2 die Zivilkläge-
rin jemals sah oder nicht (vgl. hierzu auch E. 10 oben). Des Weiteren ist – wie be-
reits vor der Vorinstanz – bestritten und beweismässig zu klären, ob die Beschul-
digten wussten oder aufgrund der konkreten Umstände davon ausgehen mussten, 
mit ihren (grundsätzlich eingestandenen) Handlungen an einem Vermögensdelikt 
zum Nachteil der Zivilklägerin teilzunehmen und die Einziehung des Geldes durch 
die Einzahlungen in die Bitcoin-Automaten zu erschweren bzw. zu verunmöglichen.

12. Ergebnis der Vorinstanz

Die Vorinstanz ging in Bezug auf die Frage, ob der Beschuldigte 2 die Zivilklägerin 
jemals sah, in beweismässiger Hinsicht davon aus, dass die beiden nie aufeinan-
dergetroffen sind und mithin keinen Kontakt hatten (S. 61 der erstinstanzlichen Ur-
teilsbegründung; pag. 18 391). 

Betreffend das Wissen und Wollen der Beschuldigten gelangte die Vorinstanz beim 
Beschuldigten 1 nach Würdigung der vorhandenen Beweise zum Schluss, dieser 
habe zwar nicht alle Details des Tatplans der unbekannt gebliebenen Täterschaft 
gekannt. Jedoch habe er aufgrund der Begleitumstände, die deutlich zeigten, dass 
es sich nicht nur um einen aussergewöhnlichen Auftrag, sondern offensichtlich um 
etwas Illegales handelte, genug gewusst, um erkennen zu müssen, dass er sich an 
etwas Verbotenem beteiligte und dabei die Rolle des Geldabholers einnehme (zum 
Ganzen S. 67 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 18 398 f.). Bezüglich 
des Beschuldigten 2 hielt die Vorinstanz nach Würdigung sämtlicher Beweismittel 
zusammenfassend fest, dieser habe zwar nicht sämtliche Details des Tatgesche-

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hens gekannt, jedoch eine Vielzahl an Indizien, aufgrund derer er habe erkennen 
müssen, dass er sich an etwas Illegalem beteiligte (zum Ganzen S. 69 der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung; pag. 18 399).

13. Vorbringen der Parteien

13.1 Beschuldigter 1

Rechtsanwalt B.________ brachte für den Beschuldigten 1 gegen das vorinstanzli-
che Beweisergebnis in der Berufungsverhandlung zusammengefasst vor, der Be-
schuldigte 1 habe keine Ahnung vom Tatplan gehabt und sei verständlicherweise 
nicht misstrauisch gewesen. Für ihn habe festgestanden, dass das Geld der Zivil-
klägerin für «U.________» bestimmt gewesen sei. Schliesslich sei das Couvert je-
weils mit «U.________» beschriftet gewesen und die Zivilklägerin habe dem Be-
schuldigten 1 bei jeder Übergabe einen Gruss an «U.________» ausgerichtet. Von 
Bitcoin habe der Beschuldigte 1 keine Ahnung gehabt. Weil er seinen Auftrag 
«überpflichtbewusst» habe erledigen wollen, habe er seinen Sohn mitgenommen, 
der ihm erklärt habe, wie Bitcoin-Einzahlungen funktionierten. Nach der Einzahlung 
habe er «U.________» ein Foto der Quittung geschickt. Damit habe der Beschul-
digte 1 zweifellos nicht vorsätzlich gehandelt. Weiter habe er die Zivilklägerin nicht 
getäuscht. «U.________» habe diese in einen Irrtum versetzt, was der Beschuldig-
te 1 nicht gewusst habe. Er habe sich auch nicht am Vermögen der Zivilklägerin 
bereichern wollen, sondern habe lediglich seine Arbeit als «AI.________» ausge-
führt, wofür er mit insgesamt CHF 2'500.00 entschädigt worden sei und ein Trink-
geld erhalten habe, was nicht zur Bestreitung seines Lebensunterhalts gereicht ha-
be. Der Beschuldigte 1 habe mithin unbewusst bei der Ausführung des Tatplans 
mitgeholfen und sei «U.________s» Werkzeug gewesen, der das Geschehen im 
Hintergrund gelenkt habe. Ferner habe er nicht unsorgfältig gehandelt, sondern 
seinen Chef vielmehr gefragt, ob er die fraglichen Aufträge ausführen dürfe, was 
sein Chef bejaht und ihm gesagt habe, er müsse sich keine Sorgen machen, da 
Belege vorhanden seien. Dass es sich beim Geld der Zivilklägerin um deliktisches 
Geld handelte und er mit der Einzahlung desselben dessen Einziehung erschwere, 
habe der Beschuldigte 1 unter diesen Umständen ebenfalls nicht gewusst (zum 
Ganzen pag. 18 857 f.).

13.2 Beschuldigter 2

Rechtsanwalt D.________ brachte für den Beschuldigten 2 gegen das erstinstanz-
liche Beweisergebnis im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe ihm abstellend auf 
wenige Indizien zu Unrecht vorgeworfen, er hätte erkennen müssen, dass er sich 
an etwas Illegalem beteiligte. So sei die Vorinstanz zunächst fälschlicherweise da-
von ausgegangen, der Beschuldigte 2 hätte aufgrund der hohen Geldbeträge be-
merken sollen, dass er sich an etwas Verbotenem beteiligte. Die hohen Geldbeträ-
ge seien für den Beschuldigten 2 und die P.________ AG nichts Aussergewöhnli-
ches gewesen. Zudem habe der Beschuldigte 2 die Höhe der Beträge nicht ge-
kannt, sondern jeweils nur die Summen einbezahlt, die ihm der Beschuldigte 1 ge-
geben habe. Entgegen der Annahme der Vorinstanz habe er sodann nicht mitbe-
kommen, dass der Beschuldigte 1 instruiert worden sei, sondern lediglich gewusst, 
dass eine Person in Bitcoin investieren wolle. Investitionen in Bitcoin seien nichts 

30

Abnormales und legal. Letzteres habe sich der Beschuldigte 2 gar von einem Kol-
legen bestätigen lassen. Weiter habe der Beschuldigte 2 weder die Zivilklägerin 
gesehen noch mit dem Beschuldigten 1 über den Auftrag gesprochen. Er habe 
folglich nur gewusst, was er selber gesehen habe. Die Zahl der Anrufe, die der Be-
schuldigte 1 während der Fahrten erhalten habe, sei entgegen den Erwägungen 
der Vorinstanz in Anbetracht der Höhe der Beträge, um die es gegangen sei, nicht 
auffällig gewesen. Im Übrigen habe der Beschuldigte 2 entgegen den vorinstanzli-
chen Ausführungen nicht realisiert, dass die Einzahlungen an verschiedenen Au-
tomaten zur Umgehung der Registrierungspflicht erfolgt seien, sondern gedacht, 
sie müssten das Geld aufgrund einer Tageslimite an verschiedenen Orten einzah-
len. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass sämtliche Fahrten sauber dokumen-
tiert worden seien und der Beschuldigte 2 den Beschuldigten 1 im Rahmen seiner 
Berufstätigkeit begleitet habe, wobei er von seinem eigenen Bruder vermittelt wor-
den und nicht auffällig hoch entlohnt worden sei. Dass mit den Einzahlungen in die 
Bitcoin-Automaten etwas verschleiert werden sollte bzw. er sich dadurch an etwas 
Illegalem beteiligte, habe der Beschuldigte 2 aufgrund der anschliessend erhalte-
nen Quittungen und des Umstands, dass die Automaten jeweils kameraüberwacht 
gewesen seien, nicht erkennen können (zum Ganzen pag. 18 861 f.).

13.3 Generalstaatsanwaltschaft

Staatsanwalt F.________ wandte gegen das Beweisergebnis der Vorinstanz 
zunächst ein, der Beschuldigte 2 habe bei der Tatausführung entgegen der An-
nahme der Vorinstanz nicht nur geholfen, sondern mit dem Beschuldigten 1 zu-
sammengearbeitet. Die Hintermänner stünden in der Hierarchie zwar klar über den 
Beschuldigten, den Abholern. Die Ausführung des Plans funktioniere jedoch nur 
dank den Abholern. «U.________» habe den Beschuldigten 1 spontan, eventuell 
gar willkürlich als Abholer ausgesucht, worauf sich dieser dem Tatplan angeschlos-
sen habe. Für die Beschuldigten sei irrelevant gewesen, für wen sie arbeiteten, so-
fern der Lohn stimmte. Dass sie im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der P.________ AG 
bereits identische Aufträge ausgeführt hätten, sei unglaubhaft. Wer trotz der zahl-
reichen Indizien, dass es sich bei den Aufträgen um etwas Illegales handle, wei-
termache, der wolle die Tat ausführen. Der Beschuldigte 1 sehe sich noch heute 
als Opfer und der Beschuldigte 2 behaupte zu Unrecht, er habe sich keine Gedan-
ken über die Aufträge gemacht. Die Zivilklägerin habe ausgeführt, sie habe das 
Geld einmal selber zum Auto gebracht. Der Beschuldigte 2 habe somit gesehen, 
dass das Geld von einer betagten Frau stamme. Weiter habe er gewusst, dass der 
Beschuldigte 1 bereits mehrmals bei der Zivilklägerin gewesen sei und sie das 
Geld in Bitcoin-Automaten einzahlten. Schliesslich habe der Beschuldigte 2 die Te-
lefonate zwischen dem Beschuldigten 1 und «U.________» mitgehört. Ferner seien 
seine Anteile an der Beute stets grösser geworden und er hätte die Aufträge auch 
in Zukunft weiter ausgeführt, zumal er im fraglichen Zeitpunkt arbeitslos gewesen 
sei. Insgesamt sei der Beschuldigte 2 nicht so naiv gewesen, wie er vorgebe, und 
habe gewusst, dass er sich an etwas Illegalem beteiligte. Er habe mit dem Be-
schuldigten 1 zusammengearbeitet und dessen Sicherheitsgefühl gesteigert. Weil 
die Geldüberweisungen extrem aufwendig gewesen seien, obwohl sie deutlich ein-
facher hätten durchgeführt werden können, habe ihm – wie auch dem Beschuldig-

31

ten 1 – klar sein müssen, dass das Geld im Ausland kaum mehr einbringlich sein 
werde (zum Ganzen pag. 18 865 f.).

14. Beweiswürdigung der Kammer

14.1 Theoretische Grundlagen

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze zur Beweiswürdigung korrekt wie-
dergegeben; darauf kann verwiesen werden (S. 58 f. der erstinstanzlichen Urteils-
begründung; pag. 18 388 f.). Hervorzuheben ist, dass der Grundsatz in dubio pro 
reo gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht auf das einzelne Indiz an-
zuwenden ist und erst zum Tragen kommt, nachdem alle aus Sicht des urteilenden 
Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet worden sind, d.h. bei der 
Beurteilung des Resultats der Beweisauswertung (Urteile des Bundesgerichts 
6B_160/2022 vom 5. Oktober 2022 E. 2.3 und 2.4, 6B_699/2018 vom 7. Februar 
2019 E. 2.3.2 und 6B_360/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2.4). 

14.2 Zur Frage, ob der Beschuldigte 2 die Zivilklägerin bei einer Übergabe sah

Der Beschuldigte 2 erklärte von Anfang an konstant, er habe die Zivilklägerin nie 
gesehen (pag. I-05 001 012 Z. 163, pag. 18 851 Z. 31 ff. und pag. 18 853 Z. 37 f., 
ferner pag. I-05 001 018 Z. 35, pag. I-05 001 033 Z. 25, pag. 18 263 Z. 63 und 
pag. 18 850 Z. 42). Weiter führte er wiederholt aus, er habe jeweils im Auto gewar-
tet, als der Beschuldigte 1 ausgestiegen und ums Haus gegangen sei, um das Geld 
abzuholen (pag. I-05 001 034 Z. 69 ff. und pag. I-05 001 035 Z. 93). Der Beschul-
digte 1 bestätigte, dass der Beschuldigte 2 die Geldübergaben nie mitbekommen 
und stets im Auto gewartet habe (pag. T-05 001 026 Z. 440 und pag. 18 848 Z. 11), 
führte anlässlich der Berufungsverhandlung auf Frage, ob die Zivilklägerin jemals 
zum Auto gekommen sei, als der Beschuldigte 2 dabei gewesen sei, jedoch aus, 
das könne er nicht genau sagen (pag. 18 848 Z. 17). Die Zivilklägerin gab betref-
fend den Geldabholer zu Protokoll, es sei ein Mann in einer roten Jacke gewesen 
(pag. I-05 002 005 Z. 197). Weiter führte sie auf Frage, ob das Geld immer am 
gleichen Ort deponiert worden sei, aus, zuerst habe sie es in den Briefkasten an 
der Strasse und später auf ihren Vorschlag hin mehrmals in den Briefkasten aus 
Metall bei ihrer Haustür gelegt. Einige Mal habe sie das Geld auch direkt an der 
Haustür übergeben müssen und einmal habe sie es vorne an der Strasse dem 
Fahrer des Fahrzeugs abgegeben. Es seien zwei Personen im Fahrzeug gewesen. 
Einer davon sei derselbe Mann gewesen, der auch an der Tür geläutet habe. Die 
zweite Person sei ebenfalls männlich gewesen, mehr könne sie zu dieser aber 
nicht sagen (zum Ganzen pag. I-05 002 006 Z. 241 ff.). Y.________, ein Sohn des 
Beschuldigten 1, gab schliesslich zu Protokoll, er habe die Person, bei der sein Va-
ter das Geld abgeholt habe, selber gesehen, weil er einmal dabei gewesen sei. Er 
habe seinen Vater begleitet, weil dieser Angst bzw. keine Ahnung gehabt habe, wie 
das Ganze «gehe». Zudem sei es um Geld gegangen und sein Vater habe gewollt, 
dass er es verstehe, wenn «die Grossmutter» etwas sage (zum Ganzen pag. I-05 
004 004 Z. 133 ff.). Auf Frage, wie die Abholung erfolgt sei, führte Y.________ aus, 
sie seien an den Wohnort der Zivilklägerin gefahren, dann sei diese rausgekom-
men und habe das Couvert übergeben. Sie hätten dieses nicht geöffnet und sie ge-
fragt, ob sie mitkommen wolle, da es ihr Geld sei und ihr das Sicherheit hätte ge-

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ben können. Sie habe jedoch verneint, worauf sie mit dem Auto auftragsgemäss 
zum Bitcoin-Automaten gefahren seien (zum Ganzen pag. I-05 004 005 Z. 147 ff.).

Die Kammer erachtet es in Würdigung dieser Aussagen bzw. gestützt auf die kon-
stanten Angaben des Beschuldigten 2, die im Einklang mit den Schilderungen des 
Beschuldigten 1 sowie derjenigen von Y.________ stehen, als erstellt, dass der 
Beschuldigte 2 die Zivilklägerin nie bei einer Übergabe sah. Basierend auf den 
Aussagen der Zivilklägerin und von Y.________ ist vielmehr davon auszugehen, 
dass es letzterer war, den die Zivilklägerin sah, als sie das das Geld vorne an der 
Strasse bzw. direkt dem Fahrer im Fahrzeug übergab.

14.3 Zum Wissen und Wollen der Beschuldigten 

14.3.1 Beschuldigter 1 

Die Vorinstanz erwog zum Wissen und Wollen des Beschuldigten 1 beweiswürdi-
gend was folgt (S. 66 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 18 396 f.):

Schliesslich stellt sich die Frage, was A.________ vom Tatgeschehen wusste. 
A.________ stellte sich auf den Standpunkt, er habe geglaubt, bei einer Familienangelegenheit helfen 
zu können. Er führte bei seiner Einvernahme am 26. Februar 2021 aus, dass ein Anruf von einer 
deutschen Nummer auf die Taxinummer eingegangen sei und sein ursprünglicher Auftrag gewesen 
sei, die Tante des Anrufers abzuholen und nach J.________ zu fahren, sie müsse eine Corona-
Spritze machen lassen. Erst als er vor Ort gewesen sei, sei ihm das Couvert gegeben worden. Bei der 
Einvernahme vom 22. März 2021 ergänzte er, dass der Anrufer gefragt habe, was eine Fahrt von 
G.________ nach J.________ koste. Später habe der Anrufer gefragt, ob A.________ Bitcoin kenne. 
Er wisse jedoch nicht mehr, ob das beim ersten oder zweiten Mal gewesen sei. Der Anrufer habe ge-
sagt, dass er im Ausland sei und wegen Corona nicht in die Schweiz kommen könne.

Die Aussage, dass es sich um einen gewöhnlichen Auftrag gehandelt haben soll, wirkt nachgescho-
ben und unglaubhaft. Unmittelbar zu Beginn durfte A.________ zwar noch von einem normalen Auf-
trag ausgehen. Dies änderte sich jedoch schnell und A.________ merkte das auch selbst. So sagte er 
beispielsweise am 25. Februar 2021 selbst aus, dass sein Sohn ihm gesagt habe, dass da etwas 
nicht stimme und er deshalb mit seinem Chef gesprochen habe. Er bestätigte auch am 22. März 
2021, dass es ihm komisch vorgekommen sei und er deshalb mit dem Chef gesprochen [habe]. Aus-
serdem gab er bei derselben Einvernahme zu Protokoll, dass ihn auch verunsichert habe, dass die 
Nachrichten gelöscht wurden, bevor er sie gelesen habe. Auch am 8. Dezember 2021 bestätigte 
A.________, dass sein Sohn ihn darauf aufmerksam gemacht habe, dass es etwas Krummes sein 
könnte und er seinen Chef informieren solle. Mit anderen Worten widerlegte A.________ seine Aus-
führungen gleich selbst. Das Gericht hat keine Zweifel daran, dass ihm bewusst war, dass es sich hier 
nicht um einen gewöhnlichen Auftrag handelte. Dass er sich dessen auch schon spätestens nach der 
Aushändigung des Couverts bewusst war, belegte A.________ gleich selber, indem er seinen Sohn 
als Begleitung abholte.

Die Begleitumstände zeigen deutlich, dass es sich nicht nur um einen aussergewöhnlichen Auftrag 
handelte, sondern dass offensichtlich war, dass es sich um etwas Illegales handelte. Es seien folgen-
de Punkte genannt:

- Der Auftraggeber machte von Beginn an widersprüchliche Angaben: So gab er A.________ 
zunächst