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**Case Identifier:** b6f7c8de-6fb7-5592-8480-061fd68bc95e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.05.2024 720 23 386 / 103 (720 2023 386 / 103)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-386---103_2024-05-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. Mai 2024 (720 23 386 / 103) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

"Long-Covid" / Rückweisung der Angelegenheit zur Abklärung des medizinischen Sach-

verhalts mittels eines polydisziplinären Gutachtens 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dominique Flach, Ad-
vokatin, indemnis, Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1990 geborene A.____ meldete sich am 13. Oktober 2022 mit dem Hinweis, dass 
sie sich im März 2022 mit Covid-19 infiziert habe und nunmehr an "Long-Covid" leide, bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-
Landschaft klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse der Versicherten ab. Da-
bei gelangte sie zur Auffassung, dass bei A.____ ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter 
Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen sei. Alle bisherigen umfangreichen medizinischen (inkl. 

 

 
 
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psychiatrischen) Abklärungen hätten zu keiner fachärztlichen Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit geführt. Gestützt auf dieses Abklärungsergebnis lehnte die IV-Stelle - nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 9. November 2023 einen Renten-
anspruch der Versicherten ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Dominique Flach, am 
13. Dezember 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es 
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter 
o/e-Kostenfolge. 
 
C. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 6. Februar 2024 die Abweisung 
der Beschwerde, wobei sie ihren Ausführungen eine Stellungnahme von Dr. med. B.____, 
Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 20. Dezem-
ber 2023 beilegte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 13. Dezember 2023 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab 
dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität 
und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Aufgrund 
der am 13. Oktober 2022 erfolgten Geltendmachung des Leistungsanspruchs könnte ein Ren-
tenanspruch der Versicherten in Anbetracht der sechsmonatigen Wartezeit von Art. 29 Abs. 1 
IVG frühestens ab 1. April 2023 entstehen. Die Angelegenheit ist deshalb in Anwendung der ab 
1. Januar 2022 geltenden Fassungen des IVG, der IVV und des ATSG zu beurteilen.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-

 

 
 
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gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung 
im Sinne von Art. 8 Absätze 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). 
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozessualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der 
prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 % und 49 % 
wird der prozentuale Anteil anhand der in Abs. 4 wiedergegebenen Tabelle festgesetzt; er be-
trägt zwischen 47,5 % (bei einem Invaliditätsgrad von 49 %) und 25 % (bei einem Invaliditäts-
grad von 40 %). Bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 40 % besteht kein Rentenanspruch. 
 
2.4 Die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten richtet sich 
nach Art. 16 ATSG (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgra-
des das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Pro-
zentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) 
auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung 
zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

 

 
 
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arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 
am Ende, mit Hinweis).  
 
4. Bei den medizinischen Akten des vorliegenden Falles finden sich folgende relevante 
Unterlagen:  
 
4.1 In seinem Bericht vom 17. August 2022 über die ambulante, interdisziplinäre Long-
Covid-Sprechstunde vom 11. August 2022 in der Klinik C.____ diagnostizierte das involvierte 
Ärzteteam bei der Versicherten (1) ein Long-Covid-Syndrom (Erstsymptome März 2022),  
(2) eine chronische Müdigkeit (11/2016), (3) eine chronisch intermittierende Übelkeit seit 2017 
und (4) einen Eisenmangel. Zur aktuellen Anamnese wurde festgehalten, dass die Patientin im 
März 2022 Symptome eines viralen Infektes mit Husten und Krankheitsgefühl entwickelt habe. 
Es habe ein positiver Covid-19-Nachweis stattgefunden. Die Patientin sei zweimal geimpft wor-

 

 
 
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den, zuletzt im August 2021. Nach einer Latenz von etwa zehn Tagen nach dem Infekt sei es zu 
einer starken Zunahme der Müdigkeit mit Schwindel, Erschöpfungssymptomen, allgemeiner 
Schwäche, Schweregefühl in den Beinen und Brain-Fog gekommen. Eine Beeinträchtigung von 
Geschmacks- und Geruchsempfinden habe nicht vorgelegen. Vor allem die Müdigkeit habe sich 
verstärkt, nachdem diese erstmals 2016 aufgetreten sei nach Einnahme von Mephlocin wäh-
rend eines Aufenthaltes in D.____. In ihrer Beurteilung gelangten die Ärzte der Klinik C.____ 
zum Schluss, dass in Zusammenschau der Anamnese, der vorhandenen Unterlagen und des 
klinischen Befundes der Verdacht auf ein Long-Covid-Syndrom vorliegen dürfte. Man habe zu-
dem eine kardiologische Mitbeurteilung im Institut E.____ in die Wege geleitet. Die dortige um-
fangreiche Diagnostik habe keine Hinweise für eine Pathologie ergeben, ebenso habe sich kein 
Anhaltspunkt für eine endokrinologische Störung gezeigt.  
 
4.2 Im Bericht der Klinik für Neurologie des Spitals F.____ vom 21. November 2022 wur-
den folgende Diagnosen erhoben: (1) Post-Covid-19-Zustand (ICD-10: U09.9) mit/bei (1.1) In-
fektion: milder Verlauf 03/2022, (1.2) Impfungen: 2. Impfung 07/2021, (1.3) anamnestisch: Fati-
gue, Erschöpfungsgefühl, Wortfindungsstörungen, "Brain Fog" und (1.4) klinisch: kein fokales 
neurologisches Defizit sowie (2) ein chronisches Müdigkeitssyndrom (Chronic fatigue syndro-
me, ICD-10: G93.3). Die Versicherte sei durch die Hausärztin zur neurologischen Beurteilung 
bei chronischem Fatigue-Syndrom zugewiesen worden. Bei der klinisch-neurologischen Unter-
suchung seien keine Auffälligkeiten objektiviert worden. Zusammengefasst habe sich in der 
aktuellen Konsultation kein Hinweis auf eine neurologische Grunderkrankung ergeben, welche 
die Beschwerden erklären könne. Man bewerte die Symptome im Rahmen eines Post-Covid-
Zustands. Am 7. Januar 2023 berichtete die Klinik für Immunologie des Spitals F.____ über 
eine ambulante Untersuchung der Versicherten. Als Diagnosen wurden (1) ein chronisches 
Müdigkeitssyndrom und (2) ein Post-Covid-19-Zustand (ICD-10: U09.9) angegeben. Zum Aus-
schluss von somatischen Ursachen für den chronischen Erschöpfungszustand sei eine detail-
lierte laborchemische und immunserologische Diagnostik erfolgt. Dabei habe man keine ent-
zündliche Erkrankung im Sinne einer autoimmunen oder autoinflammatorischen Erkrankung 
oder einer Allergie ursächlich für die chronische Fatigue feststellen können. Am 6. Juni 2023 
schliesslich erstattete die Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik des Spitals F.____ 
Bericht über die seit Juni 2022 laufende ambulante Behandlung der Versicherten. Die behan-
delnde Oberärztin führte im Abschnitt "Aktuelle medizinische Symptomatik und Situation" aus, 
bei der Versicherten liessen sich seit einer Malariaprophylaxe mit Mefloquine während eines 
Aufenthaltes in D.____ (11/2016) eine persistierende Erschöpfungssymptomatik mit Ver-
schlechterung nach Covid-19 (03/2022) eruieren. Für das chronische Müdigkeitssyndrom (ICD-
10: G93.3) sprächen die substantielle Beeinträchtigung in der Fähigkeit, alltägliche, soziale, 
berufliche und private Angelegenheiten bzw. Aktivitäten zu absolvieren aufgrund einer persistie-
renden Erschöpfungssymptomatik seit 2016 (mitunter unerholsamer Schlaf, postexertionelle 
Malaise und kognitive Einbussen). Hinweise für eine orthostatische Dysregulation ergäben sich 
derzeit nicht eindeutig. Dazu lägen mit somatischen Stressoren (Malariaprophylaxe mit Meflo-
quine 11/2016, Covid-19 03/2022) und psychosozialen Stressoren (drohende Arbeitsunfähig-
keit, mangelnde berufliche Selbstverwirklichung) prädisponierende, aufrechterhaltende und aus-
lösende Faktoren vor. Die Kriterien des "Institute of Medicine (IOM) 2015" für das chronische 
Müdigkeitssyndrom/die myalgische Enzephalomyelitis würden hinreichend erfüllt. Bei Ver-

 

 
 
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schlechterung der Erschöpfungssymptomatik nach Covid-19 (03/2022) könne ein Post-Covid-
19-Zustand (ICD-10: U09.9) ebenfalls mitaufgeführt werden. Gestützt auf diese Einschätzungen 
listete die behandelnde Oberärztin in ihrem Bericht als Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine myalgische Enzephalomyelitis / ein chronisches Müdigkeitssyndrom (Chronic 
fatigue syndrome, ICD-10: G93.3) und einen Post-Covid-Zustand (ICD-10: U09.9) auf und im 
nachfolgenden Abschnitt "Prognose zur Arbeitsfähigkeit" wies sie darauf hin, dass diese derzeit 
bei mangelnder Datenlage zu Post-Covid-Zuständen schwierig eingeschätzt werden könne. Bei 
einer myalgischen Enzephalomyelitis / einem Chronic fatigue syndrome werde in drei Vierteln 
der Fälle eine Teilzeitarbeitsfähigkeit im Verlauf von zwei bis drei Jahren wieder erreicht, bei 
einem Viertel der Fälle bleibe es bei einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Bei der Versicherten 
schätze sie derzeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ein.  
 
4.3 Die IV-Stelle legte in der Folge die medizinischen Akten ihrem RAD-Arzt Dr. B.____ zur 
Beurteilung vor.  
 
4.3.1 In seinem Bericht vom 22. Juni 2023 hielt Dr. B.____ zusammenfassend fest, die Ver-
sicherte beklage seit einer Corona-Infektion im Jahr 2022 vor allem eine subjektive Müdigkeit. 
Es seien bereits umfassende medizinische Abklärungen erfolgt, die alle wesentlichen Fachge-
biete eingeschlossen hätten. So habe weder internistisch (Pneumologie, Immunologie) noch 
rehabilitationsmedizinisch, psychosomatisch, neurologisch und schlafmedizinisch ein massge-
bender krankhafter Befund nachgewiesen werden können. Das ambulante Therapieprogramm 
der Klinik C.____ sei bereits seit einigen Monaten abgeschlossen. Die Versicherte sei als ar-
beitslos bezeichnet worden. Der Hausarzt habe die Versicherte seit einem halben Jahr nicht 
mehr gesehen und er habe nie eine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt. Zudem bestünden psycho-
soziale, die Prognose ungünstig beeinflussende (IV-fremde) Stressoren. In der Gesamtschau 
der medizinischen Akten und Abklärungsergebnisse könne festgestellt werden, dass über die 
postulierte Post-Covid-Diagnose hinaus keine weitere relevante medizinische Diagnose gestellt 
sei und kein nachvollziehbarer krankhafter Befund mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit habe nachgewiesen werden können. Ein IV-relevanter Gesundheitsschaden sei nicht 
ausgewiesen. Was die Frage nach allfälligen weiteren medizinischen Abklärungen betreffe, sei 
zu beachten, dass bereits umfassende Ergebnisse aus zahlreichen medizinischen Fachgebie-
ten vorliegen würden. Eine Wiederholung solcher Abklärungen sei aus versicherungsmedizini-
scher Sicht weder zielführend noch indiziert. 
 
4.3.2 Im Rahmen des Einwandverfahrens verfasste Dr. B.____ am 17. Oktober 2023 eine 
weitere Stellungnahme zuhanden der Beschwerdegegnerin. Darin machte er geltend, dass alle 
bisher durchgeführten und umfangreichen medizinischen (inkl. psychiatrischen) Abklärungen zu 
keiner fachärztlichen Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Bei ei-
nem Post-Covid-Syndrom, das in hohem Masse einschränken solle, müsse sich diese Ein-
schränkung objektivieren lassen; sie dürfe nicht bloss auf subjektive Schilderungen zurückge-
hen. In diesem Sinne seien bereits zahlreiche umfassende medizinische Abklärungsergebnisse 
vorhanden. Eine relevante und durch eine gestellte medizinische Diagnose erklärte Pathologie 
liege bis heute nicht vor. Aus welchem Grund diese Abklärungen (in einer Begutachtung) wie-
derholt werden sollten, wenn sie bisher normal ausgefallen seien, sei nicht nachvollziehbar. Auf 

 

 
 
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Nachfrage der IV-Stelle, ob es einen Unterschied zwischen einem Post-Covid-Syndrom und 
einem Müdigkeitssyndrom gebe und ob es sich dabei um zwei verschiedene Diagnosen handle, 
wies Dr. B.____ in einer ergänzenden Stellungnahme vom 7. November 2023 darauf hin, dass 
es für "Post-Covid" in der ICD-10 keine eigenständige Zuordnung bzw. Codierung gebe. Das 
chronische Müdigkeitssyndrom (G93.3) sei eine der wenigen Möglichkeiten, ein durch patholo-
gische Befunde nicht begründbares (subjektives) Post-Covid-Syndrom im ICD-10 zu codieren. 
Es handle sich hier um dieselbe Krankheit/Entität. 
 
4.3.3 In seiner im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens erstatteten Stellung-
nahme vom 20. Dezember 2023 hielt Dr. B.____ fest, dass die bisherige Beurteilung auch nach 
Einsichtnahme in die Beschwerdeschrift unverändert bleibe. Neue Diagnosen, insbesondere 
psychiatrisch gestellte (z.B. nach ICD-10), würden darin nicht vorgebracht. Ferner treffe es nicht 
zu, dass sich der RAD nicht mit anderslautenden Beurteilungen der Behandler auseinanderge-
setzt habe. Er habe sämtliche ausnahmslosen Normalbefunde aller involvierter Fachdisziplinen 
dargelegt und davon abgeleitet, dass keine medizinisch zu begründende dauerhafte und we-
sentliche Funktionsbehinderung benannt werden könne. Sodann wiederholte Dr. B.____ noch-
mals seinen Standpunkt, dass in Anbetracht der Fülle der bereits getätigten Abklärungen, der 
ausnahmslosen Normalbefunde und der fehlenden wesentlichen medizinischen Diagnosen in 
sämtlichen Fachgebieten aus versicherungsmedizinischer Sicht auf erneute und wiederholende 
Abklärungen verzichtet werden dürfe. Neue Erkenntnisse seien davon nicht zu erwarten. Ange-
sichts dieser Ausgangslage dürfe und könne zudem keine Arbeitsunfähigkeit anerkannt werden, 
da sich diese ausschliesslich mit dem subjektiven Befinden der Versicherten, nicht aber mit 
nachgewiesenen Pathologien begründen liesse.  
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung bei der Beurteilung des me-
dizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Stellungnahmen von Dr. B.____ und gelangte 
dabei zum Ergebnis, dass ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden 
nicht ausgewiesen sei. Alle bisherigen umfangreichen medizinischen (inkl. psychiatrischen) Ab-
klärungen hätten zu keiner fachärztlichen Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge-
führt. Bei einem Post-Covid-Syndrom, das in hohem Masse einschränken solle, müsse sich 
diese Einschränkung objektivieren lassen und dürfe nicht bloss auf subjektive Schilderungen 
zurückgehen. Somit seien die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch nicht erfüllt.  
 
5.2 Die Beschwerdeführerin rügt ihrerseits, dass sich die IV-Stelle lediglich auf versiche-
rungsinterne Einschätzungen von Dr. B.____ stütze. Diese würden jedoch die strengen Anfor-
derungen an eine beweiskräftige versicherungsinterne Beurteilung gleich aus mehreren Grün-
den nicht erfüllen. So würden sich seine Berichte nur unzureichend mit den beklagten Be-
schwerden befassen und ebenso wenig setze er sich mit den abweichenden Einschätzungen 
behandelnder Fachärzte auseinander. Sodann handle es sich bei seinen Berichten um blosse 
Aktengutachten und letztlich auch um Einschätzungen eines fachfremden Arztes, verfüge 
Dr. B____ doch nicht über einen Facharzttitel für Psychiatrie.  
 
6.1 Soweit die IV-Stelle die Auffassung vertritt, dass alle bisherigen umfangreichen medizi-
nischen (inkl. psychiatrischen) Abklärungen zu keiner fachärztlichen Diagnose mit Auswirkung 

 

 
 
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auf die Arbeitsfähigkeit geführt hätten, kann ihr nicht gefolgt werden. In den Berichten des Spi-
tals F.____ vom 21. November 2022, 7. Januar 2023 und 6. Juni 2023 werden bei der Versi-
cherten jeweils die Diagnosen eines Post-Covid-Zustands (ICD-10: U09.9) und einer myalgi-
schen Enzephalomyelitis / eines chronischen Müdigkeitssyndroms (Chronic fatigue syndrome, 
ICD-10: G93.3) gestellt. Bei der Chronischen Müdigkeit (oder Fatigue, chronisches Erschöp-
fungssyndrom, Chronic fatigue syndrome, CFS, myalgische Enzephalomyelitis, ME, Systemic 
Exertion Intolerance Disease, SEID, abrufbar unter: https://www.usz.ch/krankheit/chronische-
muedigkeit/) handelt sich um ein häufig nicht scharf definiertes Krankheitsbild, dessen Leit-
symptom die Post-Exertional Malaise ist, bei der es sich um eine lähmende geistige und körper-
liche Erschöpfung nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung handelt. Das Chroni-
sche Müdigkeitssyndrom wird nach dem ICD-10 als neurologische Krankheit unter G93.3 ge-
führt. Die von den mit der Abklärung der Versicherten betrauten Ärzten gestellte Diagnose ist 
somit als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt. Sodann wird im vorliegenden Fall ein Er-
schöpfungszustand als Hauptsymptomatik der Chronischen Müdigkeit in allen Berichten des 
Spitals F.____ und auch in demjenigen der Klinik C.____ vom 17. August 2022 festgehalten. 
Zudem soll sich der Erschöpfungszustand, wie im letzten Bericht des Spitals F.____ vom 
6. Juni 2023 ausdrücklich ausgeführt wird, auch erheblich auf die Arbeitsfähigkeit der Versicher-
ten auswirken. Die genannten Berichte reichen nun aber nicht aus, um einen allfälligen Renten-
anspruch der Beschwerdeführerin abschliessend zu beurteilen. Hierzu bedarf es einer vertiefte-
ren fachärztlichen Abklärung des effektiven Ausmasses des aus der Chronischen Müdigkeit 
resultierenden Erschöpfungszustands und der konkreten Auswirkungen desselben auf die 
Funktions- und Leistungsfähigkeit bzw. auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten. 
 
6.2 Für das ebenfalls mehrfach diagnostizierte Post-Covid-19-Syndrom ist in Bezug auf die 
Anforderungen betreffend die medizinische Abklärung auf die Empfehlungen der Swiss Insu-
rance Medicine (SIM) für die versicherungsmedizinische Abklärung in der Schweiz bei Post-
Covid-19-Erkrankung (Version 2.0) hinzuweisen (Stand 31. Juli 2023, abrufbar unter: 
www.swiss-insurance-medicine.ch). Die SIM empfiehlt in diesen Fällen eine neuropsychologi-
sche Begutachtung. Darauf weist die Beschwerdeführerin zu Recht hin. Das Kantonsgericht 
befasste sich im Urteil vom 13. April 2023 (725 22 233) ausführlich mit der Frage der Anforde-
rungen an die Abklärung eines Post-Covid-19-Syndroms. Beurteilt werden musste ein Fall, in 
welchem der Unfallversicherer die Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit bereits anerkannt 
hatte. In Erwägung 7.1 legte das Kantonsgericht ausführlich die Abklärungserfordernisse bei 
einem Post-Covid-Syndrom dar. Es verwies dabei auch auf den Aufsatz "'Long Covid', Eine 
(vorläufige) interdisziplinäre Standortbestimmung" von PHILIPP EGLI/MATTHIAS KRADOLFER/ 
KERSTIN N. VOKINGER (erschienen in der in der Schweizerischen Zeitschrift für Sozialversiche-
rung und berufliche Vorsorge [SZS] 2021, S. 169 ff.). In Erwägung 7.2 gelangte das Kantonsge-
richt zum Schluss, dass es einer ganzheitlichen Abklärung mit einer direkten Befassung mit der 
versicherten Person bedürfe, da das Krankheitsbild Long-Covid-Syndrom (Post-Covid-
Syndrom) gerade wegen der Mischsymptomatiken schwer fassbar sei. Eine Aktenbeurteilung 
reiche dazu nicht aus (ebenso nunmehr auch das Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Januar 
2024, 720 23 14, E. 7.2 f.). 
 

 

 
 
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6.3 Im Lichte der vorstehenden beiden Erwägungen (6.2 und 6.3) bleibt festzustellen, dass 
die vorhandene medizinische Aktenlage noch keine abschliessende Beurteilung des Rentenan-
spruchs der Versicherten zulässt. Die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren 
sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medizinische Sachver-
halt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Die IV-Stelle hat über die Vergabeplattform Suisse-
Med@P eine polydisziplinäre Begutachtung der Beschwerdeführerin anzuordnen, wobei die 
Expertise die Disziplinen Allgemeine Innere Medizin/Infektiologie, Neurologie, Psychiatrie und 
Neuropsychologie zu umfassen hat. Falls die Fachärzteschaft aufgrund ihrer Untersuchungen - 
je nach (Organ-) Symptomatik - den Einbezug weiterer Fachdisziplinen (wie etwa der Pneumo-
logie) für angezeigt halten sollte, wird sie eine solche anzuordnen haben. Hernach ist eine in-
terdisziplinäre Konsensbeurteilung durchzuführen. Gestützt auf die Resultate dieser Aktener-
gänzung wird die IV-Stelle über das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin neu zu befin-
den haben. Bei diesem Ergebnis ist auf die weiteren Rügen, welche die Beschwerdeführerin 
gegen die beweisrechtliche Verwertbarkeit der Beurteilungen von Dr. B.____ erhebt (vgl. E. 5.2 
hiervor), nicht mehr einzugehen.  
 
6.4 Somit ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen 
ist, als die angefochtene Verfügung vom 9. November 2023 aufzuheben und die Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an 
die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 
 
7. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück-
weisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Entscheidung (mit noch offe-
nem Ausgang) für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädi-
gung als vollständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im 
Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1 mit Hinweisen). Dieser Grund-
satz gilt ausdrücklich auch für das kantonale Beschwerdeverfahren (Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. August 2023, 9C_379/2022, E. 4.2; BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2 mit Hinweisen). 
 
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auf-
erlegen sind. 
 
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-

 

 
 
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entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerde-
führerin machte in ihrer Honorarnote vom 16. Februar 2024 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von 9,5 Stunden geltend, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversiche-
rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun-
denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten 
Auslagen von Fr. 71.25. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘636.90 (9,5 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 71.25 und Mehr-
wertsteuer von 7,7 % auf Fr. 1'875.-- bzw. von 8,1 % auf Fr. 571.25) zu Lasten der IV-Stelle 
zuzusprechen.  
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. November 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘636.90 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer von 7,7 % auf Fr. 1'875.-- bzw. von 8,1 % auf 
Fr. 571.25) zu bezahlen. 

 

 

 
 
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