# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e0f475b-e449-5966-8247-77c3db51ad77
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.08.2017 IV 2015/140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-140_2017-08-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/140

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 14.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2017
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären 
Gerichtsgutachtens bejaht. Gestützt auf die vorwiegend durch 
psychiatrische Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit ist ein 
Rentenanspruch gegeben (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. August 2017, IV 2015/140).

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2017

Entscheid vom 14. August 2017

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin

Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2015/140            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

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Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 12. März 2004 bei der IV-Stelle zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 1), nachdem ihm das Arbeitsverhältnis als Chauffeur per 31. 

Oktober 2003 gekündigt worden war (IV-act. 10-1, 10-4). Im Rahmen der 

vertrauensärztlichen Untersuchung der Krankentaggeldversicherung vom 5. November 

2003 diagnostizierte Dr. med. B.___, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, ein 

chronifizierendes lumbospondylogenes Syndrom links und sensomotorisches 

radikuläres Ausfallsyndrom L3 links, einen Status nach Weichteilverletzung 

Ellbogenbereich rechts 1997 (Arbeitsunfall), eine Urolithiasis (ED 2002) sowie 

anamnestisch Doppelnieren links. Er schätzte die Restarbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten auf 50% (IV-act. 8-21, 8-23). Im Austrittsbericht der Klinik Valens über die 

Hospitalisation des Versicherten vom 6. bis 27. Januar 2004 diagnostizierten die Ärzte 

in psychiatrischer Hinsicht zusätzlich eine Anpassungsstörung mit Angst und 

depressiver Reaktion gemischt. Nach einer Arbeitsfähigkeit von 0% bis 1. Februar 

2004, befanden sie den Versicherten ab 1. März 2004 in adaptierten Tätigkeiten zu 

100% arbeitsfähig (IV-act. 8-5). Dagegen attestierte der Hausarzt im Bericht vom 18. 

März 2004 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 8-4). Die IV-Stelle erteilte in der 

Folge den Auftrag zur bidisziplinären Begutachtung des Versicherten (IV-act. 13 f.).

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A.b  Am 15. Juli 2005 teilte der Versicherte der IV-Stelle am Schalter mit, dass er seine 

Anmeldung für berufliche Massnahmen und Invalidenrente zurücknehmen wolle, da er 

seit dem 1. März 2004 wieder zu 100% arbeitsfähig sei und sich seit 1. Juli 2005 mit 

einer C.___ selbständig gemacht habe (IV-act. 21). Im Verlaufsbericht vom 15. Juli 2005 

stellte sein Hausarzt Dr. med. D.___ eine Verbesserung der Beschwerden fest. Seit 

seinem letzten Bericht von März 2004 seien diese etwas abgeflacht, verschwunden 

seien sie aber noch nicht ganz. Eine leichte rückenschonende Arbeit in adaptierter 

Tätigkeit könne er ganztags bewältigen. Er sei somit ab 1. März 2005 wieder 

arbeitsfähig (IV-act. 23). Mit Rückzugserklärung vom 21. Juli 2005 zog der Versicherte 

seine Anmeldung zurück, worauf die IV-Stelle das Leistungsbegehren als 

gegenstandslos abschrieb (IV-act. 28 f.). Ab 1. Januar 2007 arbeitete der Versicherte 

als Betriebsmitarbeiter Logistik mit einem 100%-Pensum für die Post (IV-act. 48).

A.c  Nach einem Heckauffahrunfall am 31. August 2011 mit Diagnose einer HWS-

Distorsion Grad III mit motorischer Abschwächung C4-C8 (Fremdakten: Arztzeugnis 

UVG vom 22. September 2011) meldete sich der Versicherte am 14. März 2012 erneut 

bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen/Rente) an (IV-act. 37). 

Am 11. Januar 2012 hatte er im Rahmen der Suva-Abklärungen an einem ambulanten 

Assessment in der Rehaklinik Bellikon teilgenommen. Dabei hatten die 

Abklärungspersonen die erlittene Verletzung als leicht eingestuft und waren davon 

ausgegangen, dass keine bleibenden Schäden zu erwarten seien. Anlässlich der 

psychosomatischen Abklärung in der Rehaklinik vom 24. Januar 2012 hatten die Ärzte 

eine leichte depressive Episode festgestellt (IV-act. 95-11 f.).

A.d  Mit Eingliederungsplan vom 7./11. September 2012 vereinbarten der Versicherte 

und die IV-Eingliederungsverantwortliche als Massnahmen u.a. eine aktive Mitarbeit bei 

langsamer Steigerung der Präsenz und Arbeitsfähigkeit von der aktuellen 

Leistungsfähigkeit von 30% und einer Präsenz von 50% (IV-act. 56). Die IV-Stelle teilte 

dem Versicherten mit Schreiben vom 12. September 2012 mit, sie gewähre ihm 

Beratung und Unterstützung beim Erhalt seines Arbeitsplatzes durch die 

Eingliederungsberatung (IV-act. 55).

A.e  Vom 4. bis 22. März 2013 war der Versicherte in der Klinik Valens hospitalisiert. Die 

Klinik-Ärzte diagnostizierten eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.11) mit 

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einem deutlichen somatischen Syndrom und vielen Insuffizienzgefühlen auf Grundlage 

des chronischen Schmerzsyndroms nach Unfallereignis vom 08/11, ein 

zervikospondylogenes Syndrom, ein lumbospondylogenes Syndrom sowie chronischen 

Kopfschmerz. Der Versicherte sei weiterhin zu 30% leistungsfähig bei einer 50%igen 

Präsenz (IV-act. 73 ff.).

A.f  Per 31. August 2013 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem 

Versicherten (IV-act. 95-24). Gegenüber der Eingliederungsverantwortlichen gab er an, 

auch an Integrationsmassnahmen nicht mitwirken zu können. Die 

Eingliederungsverantwortliche schloss daher die beruflichen Massnahmen ab (vgl. 

Stellungnahme vom 23. Oktober 2013, IV-act. 83-3, 83-5). Die IV-Stelle verneinte durch 

Mitteilung vom 5. November 2013 einen Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen 

(IV-act. 88).

A.g  Die Suva, welche Taggelder leistete und für die Heilkosten des Unfalls 

aufgekommen war, stellte die Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 20. Februar 

2014 per 31. März 2014 ein. Diese Verfügung bestätigte sie mit Einspracheentscheid 

vom 24. Februar 2015 (Fremdakten). Dagegen erhob der Versicherte Beschwerde ans 

Versicherungsgericht (UV 2015/18).

A.h  Im Arztbericht vom 27. März 2014 attestierten die Ärzte des psychiatrischen 

Ambulatoriums eine Arbeitsfähigkeit adaptiert von 50%, vorzugsweise halbtags (IV-act. 

96).

A.i   Am 27. August und 17. September 2014 wurde der Versicherte polydisziplinär 

begutachtet. Im PMEDA-Gutachten (Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen) vom 

10. Dezember 2014 attestierten die Gutachter dem Versicherten in angepassten 

Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 100%, nämlich 9 Stunden, Pensum 100%. Eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei nicht hinreichend belegt und habe auch zuvor 

nicht bestanden. Die Vorberichte hätten sich „weitgehend“ von dem subjektiven 

Beschwerdevortrag leiten lassen, da objektive behinderungsrelevante Störungsbefunde 

auch aktenkundig nicht belegt worden seien (IV-act. 110-40, 100-40ff.). RAD-Ärztin Dr. 

med. E.___ hielt mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2014 fest, dass auf das 

Gutachten abgestützt werden könne (IV-act. 112).

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A.j   Mit Vorbescheid vom 16. Februar 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenantrags in Aussicht (IV-act. 117).

A.k  Dagegen liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Ehrenzeller am 24. 

März 2015 Einwand erheben und die Zusprache einer mindestens halben 

Invalidenrente beantragen (IV-act. 118).

A.l   Mit Stellungnahme vom 14. April 2015 kam RAD-Ärztin Dr. E.___ zum Schluss, es 

könne auch unter Berücksichtigung der Argumente im Einwandschreiben weiterhin auf 

das Gutachten abgestützt werden (IV-act. 122).

A.m Mit Verfügung vom 15. April 2015 wies die IV-Stelle den Antrag des Versicherten 

auf Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0% ab (IV-act. 123).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 6. Mai 2015 

mit dem Antrag auf deren Aufhebung und Zusprache mindestens einer halben 

Invalidenrente ab August 2012. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die 

Sache im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung machte der Rechtsvertreter 

geltend, das PMEDA-Gutachten baue auf rein äusserlichen, von der subjektiven 

Einschätzung des Gutachters abhängigen Beobachtungen auf. Auch erwähne es den 

Unfall des Beschwerdeführers von 1997 praktisch nicht, obgleich jener die Begründung 

dafür liefere, dass die Kraftminderung rechts erklärbar sei. Es liege daher zweifellos 

keine Diskrepanz beim Beschwerdeführer vor, sondern im Gutachten. Auffallend sei 

zudem, dass das Gutachten die spinale Enge respektive die engen Foramina 

grundsätzlich anerkenne, aber anders beurteile als im Jahr 2012. Es dürfe nicht einfach 

auf die statistische Heilungsquote abgestellt werden, weil dies der 

Einzelfallgerechtigkeit widerspreche. Der Beschwerdeführer leide an grossen 

Konzentrationsstörungen und sei in seinem täglichen Umfeld eingeschränkt. Daher sei 

zwingend noch mindestens eine neuropsychologische Abklärung durchzuführen. Dazu 

komme, dass der Beschwerdeführer regelmässig starke Medikamente gegen die 

Schmerzen einnehmen müsse, welche vor allem dann entstünden, wenn er sich 

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konzentrieren und anstrengen sollte. Dies führe dann zu den üblichen Verspannungen 

im Nackenbereich und aufsteigenden Kopfschmerzen sowie auch Schwindel, 

Erbrechen und Sehstörungen. Insgesamt sei der Sachverhalt wegen fehlender 

neuropsychologischer Begutachtung nicht vollständig abgeklärt und die 

Schlussfolgerungen seien unhaltbar (act. G 1).

B.b  Am 20. Mai 2015 bewilligte der Abteilungspräsident das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. G 4).

B.c  Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin 

mit Verweis auf die Stellungnahme des RAD vom 14. April 2015 die 

Beschwerdeabweisung (act. G 5).

B.d  Mit Replik vom 24. September 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Er machte im Weiteren geltend, dass auf Grund von evident 

unterschiedlichen Beurteilungen eines MRI unabdingbar ein Obergutachten in Auftrag 

zu geben sei. Zudem gestehe auch das Gutachten zu, dass eine depressive Störung 

nicht nur bestanden habe, sondern im Prinzip auch bestehe, diese aber wegen bzw. 

dank der Medikation als remittiert anzusehen sei. Dies bedeute jedoch eine 

Abhängigkeit von starken Medikamenten, was das Gutachten zugestanden habe, und 

damit auch eine erhebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit und der 

Konzentration (act. G 9).

B.e  Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 

11).

C.  

C.a Am 27. Juni 2016 beschliesst das Gericht, bei der asim Begutachtung, 

Universitätsspital Basel, ein polydisziplinäres (allgemeininternistisches/orthopädisches/ 

neurologisches/psychiatrisches) Obergutachten einzuholen (act. G 13). Nachdem die 

Parteien zur Einholung der in Aussicht genommenen Begutachtung keine 

grundsätzlichen Einwände erheben (vgl. act. G 14), erteilt die Abteilungsvizepräsidentin 

dem asim mit Schreiben vom 20. Juli 2016 den Begutachtungsauftrag (act. G 15).

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C.b Vom 24. bis 26. Oktober 2016 wird der Beschwerdeführer ambulant durch die 

Gutachter des asim begutachtet. Gestützt auf diese Untersuchungen kommen die 

Experten im Gutachten vom 1. März 2017 zum Schluss, dass der Versicherte auf Grund 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und auf 

Grund einer neurotischen Entwicklung im Rahmen einer einschneidenden sozialen 

Situation von Januar 2012 bis Januar 2013 zu 50% und seither noch zu 20% 

arbeitsfähig sei. Aus rein somatischer Sicht sei in einer angepassten Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 60% zumutbar, die auf Grund der psychiatrischen Problematik 

nicht umsetzbar sei (act. G 19 S. 11ff.) 

C.c Mit Eingabe vom 28. März 2017 führt der Beschwerdeführer aus, dass das 

gerichtlich angeordnete Gutachten in jeder Hinsicht beweiskräftig sei und deshalb 

vollumfänglich auf die Berentungsfrage Anwendung finden müsse (act. G 21).

C.d In der Eingabe vom 3. April 2017 hält die Beschwerdegegnerin mit Bezug auf die 

Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 30. März 2017 an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest 

(act. G 25, 25.1).

C.e Mit Schreiben vom 28. April 2017 nimmt der Beschwerdeführer zur Eingabe der 

Beschwerdegegnerin Stellung und macht geltend, dass das asim-Gutachten als 

Gerichtsgutachten höher zu werten sei als das PMEDA-Gutachten aus dem 

Verwaltungsverfahren (act. G 29).

Erwägungen

1.   

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

1.1  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

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und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf 

eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente.

1.3  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des streitigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so 

lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 

Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Bezüglich Gerichtsgutachten hat die 

Rechtsprechung ausgeführt, das Gericht weiche "nicht ohne zwingende Gründe" von 

den Einschätzungen der medizinischen Experten ab. Auch der Europäische Gerichtshof 

für Menschenrechte hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem Gericht 

ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise hohes 

Gewicht zu (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweisen).

2.   

2.1  Zu klären ist vorweg die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.

2.2  Die asim-Gutachter diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine neurotische Entwicklung im 

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Rahmen einer einschneidenden sozialen Situation (ICD-10 F48.9), ein chronisches 

zervikovertebrales und zervikocephales Schmerzsyndrom (M47.12, M51.1), ein 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M47.16 und M51.3) und multifaktoriellen 

Schwindel (ICD-10 R42; act. G 19 S. 11). Im Rahmen der orthopädischen 

Begutachtung habe der Beschwerdeführer angegeben, dass sich die 

Beschwerdesymptomatik in den letzten zwei Jahren verschlechtert habe. Er sei schnell 

kraftlos und schwitze. Weiterhin würden die Schmerzen im unteren Rücken und linken 

Bein schneller auftreten und sie seien stärker vorhanden. Der Schwindel sei 

unverändert vorhanden, allerdings habe er früher öfter erbrochen, was heute nur noch 

selten vorkomme (act. G 19.2 S. 2). Aus interdisziplinärer Sicht beurteilten die 

Mediziner aktuell ein HWS-Distorsionstrauma QTF Grad II ohne Hinweise auf MTBI 

(Schädelhirntrauma). Bleibende strukturelle Schäden seien auf Grund des Unfalls nicht 

entstanden und die Chronifizierung sei mit der HWS-Distorsion nicht zu erklären, 

sondern nur als Ausdruck der komplexen psychiatrischen Problematik (Vorgeschichte). 

Ein Teil der aktuell beklagten somatischen Beschwerden könne aus orthopädischer 

Sicht erklärt werden, insbesondere das chronische zervikovertebrale und 

zervikocephale Schmerzsyndrom bei möglichem intermittierendem Reizsyndrom C6 

rechts bei bildgebend progredienten degenerativen Veränderungen der HWS und 

möglicher Nervenwurzelaffektion C6 beidseits und möglicher Kompression C7 links 

(MRI der Wirbelsäule vom 28.10.2016) sowie das chronische lumbovertebrale 

Schmerzsyndrom bei klinisch-neurologisch residuellem sensomotorischem 

Ausfallsyndrom L3-L4. Die frühere gutachterliche Einschätzung der PMEDA hinsichtlich 

einer vollen Arbeitsfähigkeit für jede Tätigkeit sei aus orthopädisch/neurologischer 

Sicht nicht zu stützen. Zumindest im bisherigen Tätigkeitsbereich als G.___ dürften 

Belastungen auftreten, welche die Belastbarkeit des Beschwerdeführers übersteigen 

würden (act. G 19 S. 12f.). Für eine angepasste Tätigkeit ging der orthopädische 

Gutachter Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädie, Manuelle Medizin/Chirotherapie 

und Akupunktur, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, von einer leichten 

Einschränkung (qualitative Limiten, quantitativ Arbeitsfähigkeit von 60%) aus. Es falle 

jedoch rein somatisch auch eine erhebliche Diskrepanz zwischen den beklagten 

Einschränkungen und den objektivierbaren Befunden auf. Die spontane Beweglichkeit 

sei wenig bis gar nicht eingeschränkt, deutlich abhängig von der innerlichen Spannung. 

Die Beschwerdeangabe sei wenig spezifisch. Es sei hier neben den organischen 

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Schmerzursachen von einer gravierenden Schmerzfehlverarbeitung auf dem 

Hintergrund der komplexen psychiatrischen Vorgeschichte auszugehen (act. G 19 S. 

13).

2.3  In Bezug auf die psychiatrische Untersuchung führte Dr. med. I.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, der Beschwerdeführer hadere mit dem 

Schicksal. Er habe Schuldgefühle, weil er das Gefühl habe, immer alle unterstützt zu 

haben und jetzt nicht mehr für die eigene Familie sorgen zu können. Die behandelnde 

Psychiaterin sei zwar als Person wichtig für ihn. Es lasse sich jedoch herausspüren, 

dass ein Zugang zum Konzept der Depression für ihn schwierig zu sein scheine. Er 

bleibe im Konzept der somatischen Ursache der Schmerzen durch den HWS-Unfall 

von 2011 verhaftet (act. G 19.1 S. 9). Der Gutachter hielt fest, dass der 

Beschwerdeführer eine depressive Symptomatik mittelgradigen Ausmasses gezeigt 

habe. Sowohl im BDI wie auch in der Erhebung des psychopathologischen Befundes 

nach AMDP seien depressive Symptome gefunden worden. Die depressive Affektlage 

lasse sich durch die traurig wirkende Mimik und die eingeschränkte Psychomotorik 

objektivieren. Als weiteres Kernsymptom gab er eine ausgeprägte Anhedonie an. 

Zudem sei der Antrieb vermindert. Der Beschwerdeführer zeige Schuldgefühle, eine 

Reduktion des Selbstvertrauens, wiederkehrende Gedanken an den Tod und teilweise 

suizidale Gedanken. Das Denk- und Konzentrationsvermögen sei subjektiv 

beeinträchtigt und auch in der Untersuchung beobachtbar im Zeitverlauf 

eingeschränkt. Er sei psychomotorisch gehemmt und habe Ein- und 

Durchschlafstörungen. Das Erscheinungsbild der Depression sei stark durch die 

neurotische Fehlentwicklung des Beschwerdeführers mitgeprägt. Diese sei u.a. im 

psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Bellikon 2012 herausgearbeitet worden. 

Die Aspekte der Migration von 1989 und die schwierige Rolle im Familiensystem als 

ältestes Kind nach dem Tod des Vaters seien differenziert beschrieben worden. Die 

behandelnde Psychiaterin spreche auch von einer auf die verlorene Rolle in der Familie 

und das somatische Krankheitskonzept fixierte, rigide und starre 

Bewältigungsstrategie. Im Rahmen der Untersuchung habe die Belastung durch diese 

Aspekte bestätigt werden können. Der Beschwerdeführer habe sich affektiv deutlich 

belastet gezeigt, als er über den Verlust des Vaters und seine eigene neue Rolle in der 

Familie gesprochen habe. Er habe seine damaligen beruflichen Wünsche, nämlich 

Lehrer zu werden, aufgeben müssen. Durch die Migration 1989 und die Ansprüche der 

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Familie habe er sich emotional weiter von der Familie distanziert, sei ihr aber weiterhin 

loyal verpflichtet gewesen. Sein Dasein sei durch die Funktion des Ernährers zweier 

Familien, seiner eigenen und der Herkunftsfamilie geprägt gewesen. Weiter sei deutlich 

geworden, dass er nur sehr schambesetzt über den beruflich eingeschränkten Erfolg 

des jüngsten Sohnes berichtet habe. Das Nichterfüllen der Ernährer- und Versorgerrolle 

sei für ihn hoch ambivalent besetzt. Er habe Schuld- und Schamgefühle (act. G 19.1 S. 

14f.). Die Diagnose einer rezidivierenden Störung lasse sich auf Grund der Akten 

begründen. 1998 hätten zwar keine Hinweise für psychische Fehlentwicklungen 

vorgelegen. Nach 2002 sei jedoch sowohl eine Anpassungsstörung mit Angst und 

Depression gemischt wie auch eine leichte depressive Episode und später 2013 eine 

mittelschwere depressive Episode diagnostiziert worden. Die Persönlichkeitsaspekte 

liessen sich nicht als Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Das Ausmass der sozialen 

Beziehungsprobleme sei zu wenig stark ausgeprägt. Ohne Depression scheine er in der 

Beziehungsgestaltung gut kompensiert zu sein. Schliesslich würden sich die 

neurotischen Aspekte darin zeigen, dass er unter Belastung zu sozialem Rückzug neige 

und die Scham und Schuldaspekte teilweise unabhängig von der depressiven 

Symptomatik in der Beziehungsgestaltung und in der Aktivierung eigener Ressourcen 

relevant würden. Die neurotische Entwicklung führe zu einer Einschränkung der 

Funktionen von Temperament und Persönlichkeit. Durch das dauernde Zurückstellen 

eigener Bedürfnisse und die damit verbundene Gewissenhaftigkeit könne es unter 

Belastung zu dysfunktionalen Bewältigungsmustern kommen. Durch die depressive 

Symptomatik sei die Funktion der psychischen Energie und des Antriebs reduziert. 

Zudem habe sich in der Untersuchung nach etwas über einer Stunde eine Reduktion 

der Aufmerksamkeit und der Konzentration beobachten lassen (act. G 19.1 S. 15f.).

2.4  Die neurologische Gutachterin Dr. med. J.___, Fachärztin für Neurologie, 

zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, hielt fest, dass die Schwindelsymptomatik 

beim Beschwerdeführer multifaktoriell bedingt zu sein scheine. Es würden sich daraus 

Einschränkungen in der Form ergeben, dass dem Beschwerdeführer keine Tätigkeiten 

mit erhöhter Sturz- und Absturzgefahr, z.B. das Arbeiten in grossen Höhen, das 

Klettern und Steigen auf Leitern und Gerüste zugemutet werden könne (act. G 19.3 S. 

19). Zudem sei es im Zuge des Unfalls vom 31. August 2011 zu keiner 

vorübergehenden oder bleibenden Schädigung neuraler Strukturen gekommen. Aus 

neurologischer Sicht habe weder eine Contusio spinalis, noch eine neurologisch 

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begründbare und eine auf das HWS-Distorsionstrauma 2011 zurückzuführende 

Verschlechterung des durch den Arbeitsunfall 1998 bestehenden Vorzustandes im 

Bereich des rechten Arms bestanden (act. G 19.3 S. 24). Basierend auf den 

Konsistenzkriterien nach Widder und in Zusammenschau aus Aktenlage, den Angaben 

des Beschwerdeführers und den objektivierbaren klinisch-neurologischen 

Untersuchungsbefunden haben sich gemäss der Neurologin keine Hinweise für 

relevante Inkonsistenzen oder für eine etwaige Aggravation oder gar Simulation 

ergeben. So hätten sich keine Diskrepanzen zwischen der Beschwerdeschilderung und 

den objektivierbaren körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers gezeigt 

(act. G 19.3 S. 25). Aus isoliert neurologischer Sicht ging die Gutachterin grundsätzlich 

von einer ganztägigen Arbeit mit anzunehmender Leistungseinschränkung von 20% 

aus. Der erhöhte Pausenbedarf gelte sowohl in der bisherigen als auch in einer optimal 

leidensadaptierten Tätigkeit. Dies begründe sich darin, da die bisherige Tätigkeit als 

K.___ weitgehend einer leidensadaptierten Tätigkeit entspreche (act. G 19.3 S. 27).

2.5  Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung durch lic. phil. M.___, 

Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, zertifizierter neuropsychologischer 

Gutachter SIM, konnte ein affektiver Kontakt nur bedingt hergestellt werden. Die 

Leistungsbereitschaft sei gegeben, doch habe sich eine reduzierte Ausdauer gezeigt 

und der Beschwerdeführer habe sich auch nicht zu einer aktiveren Mitarbeit motivieren 

lassen. Die allgemeine Aufmerksamkeit sei gegeben und die Ablenkbarkeit nicht erhöht 

gewesen. Die Belastbarkeit über die gesamte Untersuchungsdauer (Anamnese 13:00 - 

14.45 / Testung 14:45 - 16:15) sei ausreichend gewesen, auch wenn sich in der zweiten 

Hälfte eine leicht erhöhte Ermüdung bemerkbar gemacht habe (act. G 19.4 S. 7). 

Hinsichtlich der Validität der neuropsychologischen Befunde hielt der Gutachter fest, 

dass das Antwortverhalten im durchgeführten angewandten 

Beschwerdevalidierungstest (DMT) und im expliziten Beschwerdevalidierungstest 

(TBFN) grenzwertig sei. Leichte Auffälligkeiten hätten sich bei den 

Verhaltensbeobachtungen gezeigt, indem bei der Testung die Ausdauer reduziert sei 

und der Beschwerdeführer sich kaum zu einer aktiveren Mitarbeit habe motivieren 

lassen. Die Testbefunde seien eingeschränkt konsistent mit der eigenanamnestisch 

beschriebenen Alltags- und Berufsfunktionalität. Auf Grund der testpsychologisch 

objektivierten Defizite wäre nicht zu erwarten gewesen, dass der Beschwerdeführer 

seinen Alltag noch weitgehend selber meistere, die Betreuung seines Enkels 

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übernehme oder noch selber Auto fahre. Diese Verhaltensauffälligkeiten und 

Diskrepanzen seien wahrscheinlich im Rahmen der psychiatrischen Symptomatik zu 

erklären (Slick-Kriterium D). Gemäss den Wertungskriterien nach Slick et al. (1999) sei 

die Validität der neuropsychologischen Befunde nicht zweifelsfrei gegeben. Bei 

verneintem Kriterium D seien die Auffälligkeiten nicht als eine bewusste Aggravation zu 

werten, doch liege wahrscheinlich eine krankheitsbedingte unbewusste 

Symptomverdeutlichung vor (act. G 19.4 S. 12). Der Gutachter schätzte, dass der 

Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig sei. Bei einer 

Arbeitspräsenz von 70% (5 ¾ Stunden pro Tag an 5 Tagen pro Woche) könne er eine 

Arbeitsleistung von 50% (bezogen auf ein Vollpensum von 100%) erbringen (act. G 

19.4 S. 13).

2.6  Interdisziplinär kamen die Gutachter zum Schluss, dass die in der 

neuropsychologischen Testung objektivierten kognitiven Einschränkungen mit der 

depressiven Symptomatik und im Rahmen der Schmerzstörung erklärbar, jedoch nicht 

Folge einer Schädigung des Gehirns und auch nicht direkt Unfallfolge seien (act. G 

19.1 S. 15f.). Die Gutachter gingen insgesamt davon aus, dass beim Beschwerdeführer 

in der angestammten Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Dies auf Grund 

der dabei vorkommenden Belastungen mit Tragen von Lasten teilweise über 25kg 

(anamnestisch auch bis 40kg) und über längere Strecken, was somatisch nicht möglich 

sei (Zervikalsyndrom bei möglichem intermittierendem Reizsyndrom C6 rechts). 

Bezüglich adaptierter Tätigkeiten kamen die Gutachter zum Schluss, dass im Verlauf 

von Januar 2012 bis Januar 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 50% gegeben gewesen sei, 

danach sei dem Beschwerdeführer bis heute durchgehend auf Grund der 

psychiatrischen Einschränkung eine Arbeitsfähigkeit von ca. 20% zu attestieren. Die 

rein somatisch zumutbare Arbeitsfähigkeit von 60% in einer angepassten Tätigkeit sei 

auf Grund der psychiatrischen Diagnosen nicht umsetzbar (act. G 19 S. 16f.).

3.   

3.1  Gegen die asim-Beurteilung bringt RAD-Ärztin Dr. F.___ vor, dass das 

psychiatrische Gutachten einige widersprüchliche klinische Befunde im 

neuropsychologischen Gutachten nicht beachte bzw. sich nicht damit 

auseinandersetze. So seien das erste und zweite Kernsymptom „depressive 

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Affektlage“ und relevante „Antriebsstörung“ bei der kritischen Symptomprüfung nicht 

nachvollziehbar. Einerseits werde festgehalten, dass bei regelrechtem 

psychomotorischem Antrieb und mentalem Arbeitstempo die Arbeitsweise gut geplant 

und strukturiert und die Fehlerkontrolle unauffällig sei. Der Beschwerdeführer wirke 

diskret dysphorisch, ansonsten affektiv ausgeglichen (act. G 19.4 S. 7). Andererseits 

werde diskrepant dazu aufgeführt, dass die eingeschränkte Psychomotorik die 

depressive Affektlage objektiviere (act. G 19.1 S. 14). Zudem ignoriere das Gutachten 

auch die übereinstimmende Feststellung bezüglich der unauffälligen Ermüdbarkeit (vgl. 

act. G 19.4 S. 7, 19.1 S. 3 unten; act. G 25). Dazu ist festzuhalten, dass die 

Ermüdbarkeit des Beschwerdeführers tatsächlich relativ unauffällig war. So stand der 

Beschwerdeführer im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung zwar erst nach 70 

Minuten erstmals auf. Danach aber habe er immer häufiger den Dolmetscher 

angeschaut und eine Übersetzung verlangt. Er habe in dieser Phase auch in der 

Konzentration beeinträchtigt gewirkt (act. G 19.1 S. 10), was die Problematik mit der 

Konzentrationsfähigkeit stützt. Schliesslich beschrieb der psychiatrische Gutachter den 

Beschwerdeführer als eingeschränkt schwingungsfähig wirkend; zudem wirke die 

Mimik traurig. Der Beschwerdeführer habe selber geschildert, eigentlich die ganze Zeit 

traurig zu sein, immer wieder ans Sterben und teilweise auch an Suizid zu denken. 

Zudem weine er mehr als früher und habe von Scham berichtet, wenn es öffentlich 

passiere (act. G 19.1 S. 11f.). Gemäss Dr. F.___ ist die attestierte „ausgeprägte 

Anhedonie“, ein weiteres Kernsymptom einer relevanten depressiven Störung, 

ebenfalls widerlegt, da sowohl im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung als auch 

gegenüber dem neuropsychologischen Gutachter angegeben werde, dass der Appetit 

normal sei, die sexuelle Appetenz auch in Zusammenhang mit den Antidepressiva 

gebracht werde, Interesse an den Menschen bestehe, Freudeempfinden an den 

Kindern noch möglich und der soziale Rückzug nicht ausgeprägt sei bei Kontakten mit 

Fussballkollegen, täglichen Spaziergängen sowie jährlichen Heimaturlauben (act. G 

25.1 Ziff. 2). Hierzu hält das Gutachten etwas relativierender fest, dass sich der 

Beschwerdeführer an nichts habe erinnern können, worüber er sich freuen könnte. Er 

könne Dinge nicht mehr so geniessen wie früher, zwar könne er sich schon noch ein 

bisschen über die Kinder und Enkel freuen, aber es sei schwierig, das Leben so zu 

akzeptieren. Dass die Libido völlig aufgehoben sei, bleibt zudem ein Aspekt der 

Anhedonie, auch wenn dies - nur möglicherweise - in Zusammenhang mit dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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Escitalopram stehen könnte (act. G 19.1 S. 12). Zudem führte der asim-Gutachter 

konkret aus, dass es dem Beschwerdeführer weiterhin gelinge, „minimale“ soziale 

Kontakte auch zu Kollegen aufrecht zu erhalten. Die privaten Einschränkungen seien 

aber mit dem Leistungsniveau, das der Beschwerdeführer im RAV-Programm N.___ 

sowie auch bei der Tätigkeit, die er 2013 im geschützten Rahmen beim letzten 

Arbeitgeber habe erreichen können, vereinbar (act. G 19.1 S. 17). Sodann bemängelt 

die RAD-Ärztin am Gutachten, dass die klinische Befundung bezüglich Depression und 

Persönlichkeit nicht einer Beschwerdevalidierung unterzogen, sondern lediglich mit 

einem (rein subjektiven) Selbstbeurteilungs-Fragebogen ergänzt worden sei (act. G 

25.1 Ziff. 3). Dem ist entgegenzuhalten, dass sich der psychiatrische Gutachter gestützt 

auf die psychometrischen Testungen nach dem Beck Depressionsinventar und unter 

Berücksichtigung der im Rahmen der Laboruntersuchungen nachgewiesenen 

Medikamenteneinnahme von Escitalopram und Venlafaxin ausführlich mit den 

Resultaten auseinandergesetzt hat (vgl. act. G 19.1 S. 13). Ebenso stützte er sich auf 

das AMDP-System, welches den psychopathologischen Befund mittels Elementen der 

Fremdbeurteilung erhebt (vgl. act. G 19.1 S 11). Im Rahmen der eingehenden 

Konsistenzprüfung hielt der Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer durchgehend in 

den Arztberichten und der eigenen Untersuchung eine Neigung gezeigt habe, 

depressive Symptome zu dissimulieren und Schmerzaspekte zu verdeutlichen. Diese 

Aspekte hätten sich auch in der neuropsychologischen Untersuchung finden lassen. 

Sie würden sich mit dem Krankheitskonzept des Beschwerdeführers weitgehend 

erklären lassen. In den Berichten seien keine Hinweise für Simulation zu finden. Die 

Hinweise auf Aggravation bezögen sich auf die Handlungsebene und würden somit 

einer Verdeutlichung entsprechen. Es würden sich in den Akten keine Hinweise 

ergeben, dass dem Beschwerdeführer auf dieser Ebene bewusstseinsnahe Motive 

unterstellt werden könnten. Es sei somit aus medizinischer Sicht am 

wahrscheinlichsten, dass eine Verdeutlichung vorliege. Die behandelnde Psychiaterin 

Dr. O.___ sehe auf Grund der Gesamtsituation keine Hinweise dafür, dass das aktuell 

rigide Bewältigungsmuster vom Beschwerdeführer überwunden werden könnte. Auch 

habe in der eigenen Untersuchung bei der Fokussierung auf psychische Problematiken 

kein Verhalten mit demonstrativem Schmerzgebaren gefunden werden können, wie es 

im PMEDA-Gutachten dauernd beschrieben worden sei. Zudem habe der 

Beschwerdeführer im Untersuch nach 70 Minuten um ein Glas Wasser zur Einnahme 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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eines Dafalgan gebeten. Im Gesamtkontext habe das Demonstrieren dieser Schmerzen 

situationsadäquat und weder ostentativ noch theatralisch gewirkt. Der Bericht über das 

Beschäftigungsprogramm über knapp sechs Monate im Jahr 2014 habe ausserdem 

einen motivierten, sozialkompetenten und sorgfältigen Mann mit stark eingeschränkter 

Durchhaltefähigkeit beschrieben, der faktisch kaum eine Leistung habe bringen können 

(act. G 19.1 S. 17). Schliesslich ist gemäss Dr. F.___ die asim-Beurteilung der 

„psychodynamischen Aspekte“ nicht nachvollziehbar, welche zu einer relevanten 

neurotischen Entwicklung geführt hätten, die nur eine rigide Abwehr, einen 

dysfunktionalen Umgang mit Schmerz ermögliche. Dies, weil der Beschwerdeführer 

bereits bewiesen habe, genau diese Ressourcen aufbringen zu können, als ihm nach 

zweieinhalbjähriger Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen (beginnend 2/03) und 

anschliessenden Minimaleinkünften bis 1/07 eine neue 100%-Anstellung als Chauffeur 

möglich gewesen sei (act. G 25.1 Ziff. 4). Entgegen dieser Beurteilung anerkannte Dr. 

I.___ jedoch die Ressourcen des Beschwerdeführers dahingehend, als er 1998 nach 

dem schweren Arbeitsunfall die Arbeit wieder habe aufnehmen können, auch die 

Diskushernie 2002 bis 2004 nicht zu einer andauernden Arbeitsunfähigkeit geführt habe 

und er in einer neuen Stelle habe reüssieren können. Hier sei ein gewisser Stolz 

mitgeschwungen, da er der beste in seiner Abteilung gewesen sei. Das wiederum 

erweise sich als Belastungsfaktor, weil die Schamaspekte bei verringerter 

Leistungsfähigkeit, wie der Beschwerdeführer sie aktuell verspüre, dazu führen 

könnten, dass er sich weniger zutraue als möglich sein könnte (act. G 19.1 S. 16). Allein 

deshalb darauf zu schliessen, dass der Beschwerdeführer auch ein drittes Mal diese 

Ressourcen aufbringen könnte, ist nicht belegt. Sodann vermögen auch die weiteren 

von der RAD-Ärztin aufgeführten sogenannten „Fehler“ im asim-Gutachten nicht zu 

überzeugen, nahmen die Gutachter doch ausführlich Stellung zu ihrer von der PMEDA-

Beurteilung abweichenden Einschätzung. Insgesamt ist damit die Beweistauglichkeit 

des asim-Gutachtens nicht in Frage zu stellen. Nachdem es in sich schlüssig und 

nachvollziehbar ist, es die medizinischen Vorakten berücksichtigt und sich damit 

ausführlich auseinandersetzt, kann darauf abgestellt werden.

4.   

Gestützt auf das vorliegend unstrittige Arztzeugnis von Dr. D.___ zu Handen der 

Unfallversicherung war der Beschwerdeführer in Folge des Unfalls vom 31. August 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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2011 bis zum 13. September 2011 zu 100% und ab 14. September 2011 bis Januar 

2012 zu 50% arbeitsunfähig (Fremdakten: Unfallschein UVG, Akten-Nr. 43). Gemäss 

den asim-Gutachtern bestand sodann beim Beschwerdeführer im Verlauf von Januar 

2012 bis Januar 2013 eine 50%ige und ab Februar 2013 eine 80%ige 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 19 S. 17). Auf Grund eines Valideneinkommens im Jahr 2012 

von Fr. 62‘206.-- (vgl. IV-act. 48-4), das im Vergleich zum durchschnittlichen 

Jahreseinkommen von Hilfsarbeitern von Fr. 65‘177.-- (Tabelle TA1, vgl. Anhang 2 der 

IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015) leicht unterdurchschnittlich 

ist, kann vorliegend ein Prozentvergleich erfolgen. Die Frage, ob sich zudem ein Abzug 

für leidensangepasste Tätigkeiten rechtfertigt, kann hier zudem offen gelassen werden, 

da selbst ein gegebenenfalls höchstens zu rechtfertigender Abzug von 10% keine 

Änderung des Rentenanspruchs ergäbe. Somit hat der Beschwerdeführer für die Zeit 

vom 1. September 2012 bis 30. April 2013 Anspruch auf eine halbe Rente (IV-Grad von 

50% bzw. bei einem Leidensabzug von 10% max. 55%) und ausgehend von einer für 

leidensangepasste Tätigkeiten bestehenden 20%igen Arbeitsfähigkeit bzw. einem IV-

Grad von mind. 80% ab 1. Mai 2013 (vgl. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) Anspruch auf eine ganze Rente.

5.   

5.1  In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 15. April 2015 aufzuheben 

und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2012 bis 30. April 2013 eine 

halbe Rente und ab 1. Mai 2013 eine ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung). Auf Grund der Einholung eines Gerichtsgutachtens und des 

damit verbundenen Zusatzaufwands erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- in 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- 

aufzuerlegen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.3  Die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 18'515.40 (act. G 24) hat die 

Beschwerdegegnerin zu tragen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2).

5.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint wegen des im Zusammenhang mit dem Gerichtsgutachten 

verbundenen Mehraufwands eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei diesem Ausgang erübrigt sich 

die Festlegung einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 15. April 2015 aufgehoben 

und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2012 bis 30. April 2013 eine 

halbe Rente und ab 1. Mai 2013 eine ganze Rente zugesprochen. Die Sache wird zur 

Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.--.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 18'515.40 zu 

bezahlen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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4.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2017
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären Gerichtsgutachtens bejaht. Gestützt auf die vorwiegend durch psychiatrische Beschwerden begründete Arbeitsunfähigkeit ist ein Rentenanspruch gegeben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2017, IV 2015/140).

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