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**Case Identifier:** dd19aa31-3896-567e-b5b1-79e4a22445b7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.08.2021 810 21 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-124_2021-08-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 18. August 2021 (810 21 124) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung / 

Sozialhilfeabhängigkeit 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Hans Furer, Daniel Ivanov, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Giulia Kiefer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, 
 
B.____, Beschwerdeführerin, 
 
beide vertreten durch Stefan Galligani, Rechtsanwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Nichtverlängerung der Auf-

enthaltsbewilligung (RRB Nr. 603 vom 4. Mai 2021) 
 
 
 

A. Der kosovarische Staatsangehörige A.____, geboren 1977, kam 1992 im Rahmen des 
Familiennachzuges in die Schweiz und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Am 21. August 

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1998 heiratete er in seinem Heimatstaat die kosovarische Staatsangehörige B.____, geborene 
C.____, geboren 1975. Am 3. Oktober 1998 kam B.____ in die Schweiz und erhielt eine 
Aufenthaltsbewilligung. Ihren gemeinsamen Söhnen, D.____, geboren 2000, und E.____, ge-
boren 2001, wurde eine Niederlassungsbewilligung erteilt. 
 
B. A.____ und B.____ bezogen vom 16. Januar 2001 bis 31. Mai 2006 Sozialhilfe in der 
Höhe von Fr. 137'315.55. Infolge ihrer fortbestehenden Sozialhilfeabhängigkeit sprach das Amt 
für Migration Basel-Landschaft (AfM; heute: Amt für Migration und Bürgerrecht [AFMB]) am 
3. November 2005 gegenüber A.____ und B.____ eine ausländerrechtliche Verwarnung aus. 
 
C. Vom 23. August 2007 bis 30. September 2007 bezogen A.____ und B.____ erneut 
Sozialhilfe in der Höhe von Fr. 4'092.20. 
 
D. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2008 verweigerte das AFMB B.____ die Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung aufgrund der noch nicht seit zwei Jahren dauernden Einstellung des 
Sozialhilfebezugs. 
 
E. Seit dem 1. April 2010 beziehen A.____ und B.____ wieder Sozialhilfe. 
 
F. B.____ wurde am 16. November 2011 aufgrund der weiterbestehenden Sozialhilfe-
abhängigkeit und des Bezugs von mittlerweile rund Fr. 140'000.-- durch das AFMB ermahnt und 
zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit aufgefordert. 
 
G. Wegen Pflichtverletzungen verfügte die Sozialhilfebehörde der Gemeinde F.____  
(Sozialhilfebehörde) gegenüber A.____ und B.____ am 29. August 2016 eine vorübergehende 
Kürzung der finanziellen Unterstützung im Rahmen des Grundbedarfs um 20 %. Zudem drohte 
die Sozialhilfebehörde im Falle fehlender Arbeitsbemühungen und fehlenden Bezugs einer 
günstigeren Wohnung die Reduktion des Grundbedarfs um 30 % oder eine Herabsetzung auf 
die Nothilfe an. A.____ wurde mit Verfügungen vom 27. Juli 2017 sowie vom 2. Juli 2018 durch 
die Sozialhilfebehörde verwarnt. Weiter wurde ihm die Reduktion der finanziellen Unterstützung 
im Rahmen des Grundbedarfs um 30 % oder eine Herabsetzung auf die Nothilfe angedroht, 
sollte er sich nicht um eine Arbeitsstelle bemühen. 
 
H. A.____ und B.____ reichten zwischen November 2011 und November 2018 mehrere 
erfolglose Gesuche zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) ein. Das letzte 
Rentengesuch von B.____ vom 26. November 2018 wurde mittels Verfügung der Sozialversi-
cherungsanstalt Basel-Landschaft (SVA BL) vom 2. Juni 2020 abgelehnt. A.____ reichte eben-
falls am 26. November 2018 ein neues Rentengesuch ein und erhob gegen den ablehnenden 
IV-Vorbescheid Einsprache. 
 
I. Die Sozialhilfebehörde verfügte am 1. April 2019 für A.____ die Teilnahme an einer 
Beschäftigung. Zwei Wochen nach seinem Arbeitsbeginn verunfallte er und wurde zu 100 % 
arbeitsunfähig geschrieben. 
 

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J. Am 28. Januar 2020 sowie am 6. August 2020 gewährte das AFMB A.____ und 
B.____ das rechtliche Gehör im Hinblick auf einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. 
der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Beide reichten am 12. März 2020, am 
21. August 2020 sowie am 9. Oktober 2020, jeweils nachfolgend vertreten durch Stefan Galli- 
gani, Rechtsanwalt, Stellungnahmen ein. 
 
K. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2020 entzog das AFMB A.____ die Niederlassungs-
bewilligung und verweigerte die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von B.____. Dagegen 
reichten beide am 4. Januar 2021 Beschwerde beim Regierungsrat Basel-Landschaft (Re-
gierungsrat) ein und beantragten die Aufhebung der Verfügung vom 14. Dezember 2020, die 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von B.____ sowie die unentgeltliche Rechtspflege 
unter o/e-Kostenfolge. 
 
L. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss Nr. 2021-603 vom 4. Mai 2021 
ab und entschied, dass die Beschwerdeführenden die Schweiz bis spätestens 31. August 2021 
zu verlassen hätten. Weiter wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung abgewiesen und den Beschwerdeführenden wurden Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 500.-- auferlegt. 
 
M. Mit Eingabe vom 17. Mai 2021 erhoben A.____ und B.____ Beschwerde an das 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantons-
gericht). Sie beantragen die Aufhebung der Verfügung vom 4. Mai 2021 (Ziff. 1), die Verlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung für die Beschwerdeführerin beziehungsweise der Nieder-
lassungsbewilligung des Beschwerdeführers, eventualiter die Anordnung einer Rückstufung 
beim Beschwerdeführer, eventualiter die Verpflichtung der Parteien zum Abschluss einer Inte- 
grationsvereinbarung (Ziff. 2) sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Ver-
beiständung mit dem unterzeichneten Anwalt (Ziff. 3) unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(Ziff. 4). In formeller Hinsicht beantragten die Beschwerdeführenden die Befragung des 
Beschwerdeführers sowie von D.____ und E.____. 
 
N. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung vom 1. Juni 2021 die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 
O. Mit Verfügung vom 2. Juni 2021 wurden sämtliche Beweisanträge der Beschwerde-
führenden vorerst abgewiesen und der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Weiter 
wurde verfügt, dass über das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung 
zusammen mit der Hauptsache entschieden werde. 
 
P. Mit Eingabe vom 29. Juni 2021 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden 
seine Honorarnote sowie das Fähigkeitszeugnis von D.____ ein. Der Notenausweis von E.____ 
wurde mit Eingabe vom 5. Juli 2021 eingereicht. 
 
Q. Mit Eingabe vom 19. Juli 2021 reichten die Beschwerdeführenden ihre Mitteilung an die 
Sozialhilfebehörde vom 12. Juli 2021 ein, wonach D.____ und E.____ per August 2021 je eine 

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Arbeitsstelle gefunden hätten und A.____ und B.____ ab dem 1. September 2021 den Sozial-
hilfebezug somit beenden würden. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des 
Regierungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da 
weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschluss-
tatbestand vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden 
Angelegenheit gegeben. Die Beschwerdeführenden sind vom angefochtenen Entscheid berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen 
Voraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier 
nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
2. Der Beschwerdegegner stellt im Rahmen seiner Vernehmlassung den Antrag, die Bei-
lage 7 der Beschwerde, d.h. den englischsprachigen Bericht Swiss Cooperation Strategy 
Kosovo 2017 - 2020, aus dem Recht zu weisen, da dieser nicht in einer Amtssprache verfasst 
sei. Nach § 57 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 ist 
die Amtssprache Deutsch. Alle Behörden und Amtsstellen von Kanton und Gemeinden nehmen 
jedoch auch Eingaben in einer anderen Amtssprache des Bundes entgegen (vgl. § 57 Abs. 2 
KV). Nach der grammatikalischen Auslegung der besagten Bestimmung sind Eingaben folglich 
in einer Amtssprache zu verfassen, was jedoch nicht für Beilagen gilt. Der besagte Bericht 
wurde als Beilage eingereicht und ist überdies nur auf Englisch abrufbar. Demzufolge ist der 
Antrag des Beschwerdegegners abzuweisen und die Beilage 7 der Beschwerde in den Akten zu 
behalten. 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und der Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin sowie die damit verbundenen Wegweisungen aus der Schweiz zu Recht 
erfolgten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-
tegration [AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale 
Behörde entscheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschrif-
ten und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Erteilung von Bewilli-

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gungen. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthalts- oder Niederlassungs-
bewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG oder 
völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; BGE 133 I 185 E. 2.3; 
MARC SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrations-
recht, 5. Auflage, Zürich 2019, N 1 ff. zu Art. 3 AIG; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht [Ausländerrecht], 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und dem 
Kosovo keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche den Beschwerdeführenden 
einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Weiter ist festzustellen, dass die Beschwerdeführenden infolge der Volljährigkeit ihrer 
beiden Söhne, dem fehlenden Abhängigkeitsverhältnis, der Möglichkeit der gemeinsamen Ehe-
führung in ihrer Heimat als auch – wie im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung (E. 6.5.1) 
aufzuzeigen wird – der mangelnden bzw. ungenügenden Integration aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 
1950 sowie aus dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens keinen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz ableiten können, was 
von den Beschwerdeführenden zu Recht nicht geltend gemacht wurde. 
 
3.4 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrer Inhaberin resp. 
ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf An-
wesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem prinzipiell gesetzlichen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser Anspruch gilt indes nicht 
absolut. So kann die Niederlassungsbewilligung entzogen werden, wenn die Voraussetzungen 
nach Art. 63 AIG gegeben sind und die Massnahme verhältnismässig ist. 
 
3.5 Nach Art. 33 Abs. 3 AIG ist die Aufenthaltsbewilligung befristet und kann verlängert 
werden, wenn keine Widerrufsgründe gemäss Art. 62 AIG vorliegen. Neben der Befristung der 
Aufenthaltsbewilligung für Drittstaatsangehörige zeigt sich die vorläufige Natur dieser Bewil-
ligung auch darin, dass die Schwelle für einen Widerruf niedrig angesetzt ist (vgl. TAMARA 
NÜSSLE, in: Caroni/Gächter/Turnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Aus-
länder, Stämpflis Handkommentar, Bern 2010 [Handkommentar AuG], N 5 zu Art. 33 AuG). 
 
4.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen wer-
den, wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen 
hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Demgegenüber reicht 
für den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG die blosse Sozial-
hilfeabhängigkeit des Ausländers aus. 
 
4.2 Die Vorinstanz erwog, dass die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG widerrufen werden könne. Die Beschwerdeführenden seien 
– von kleinen Unterbrüchen abgesehen – seit bald 20 Jahren und während den letzten 

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11 Jahren ununterbrochen auf Sozialhilfe angewiesen gewesen. Bis Ende März 2021 habe sich 
der Betrag der Sozialhilfeleistungen auf Fr. 463'200.-- belaufen. Die Kriterien für einen dauer-
haften und erheblichen Sozialhilfebezug im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
seien folglich erfüllt. Sodann sei es unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführenden in 
Zukunft eine Arbeit aufnehmen, für ihren Lebensunterhalt selbständig aufkommen und sich von 
der Sozialhilfe ablösen würden, da sie bereits länger sozialhilfeabhängig als erwerbstätig seien. 
Obschon alle Gesuche für eine Invalidenrente abgewiesen worden seien, würden sich die 
Beschwerdeführenden nach wie vor als arbeitsunfähig sehen. Gestützt auf die Abklärungen der 
SVA BL wäre es den Beschwerdeführenden jedoch möglich gewesen, eine geeignete Arbeit 
anzunehmen und selbst für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Sodann würden die 
Beschwerdeführenden bei Erreichen des AHV-Alters für ihren Lebensunterhalt lebenslang und 
zu erheblichen Teilen auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein, wodurch sie im Einklang mit 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die öffentliche Hand weiterhin in erheblichem Mass 
belasten würden. Schliesslich sei die Bereitschaft der Söhne der Beschwerdeführenden, für den 
Lebensunterhalt ihrer Eltern aufzukommen, rein moralisch und rechtlich nicht durchsetzbar, da 
es an der Voraussetzung der "günstigen Verhältnisse" der Verwandtenunterstützungspflicht 
nach Art. 328 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 
fehle. 
 
4.3 Die Beschwerdeführenden wenden demgegenüber ein, ein wichtiges Kriterium bei der 
Beurteilung des Widerrufs der entsprechenden Bewilligung sei die Zukunftsprognose. Entschei-
dend sei, dass sie sich ab dem 1. September 2021 von der Sozialhilfe lösen würden. Wie sie 
das tun würden, könne den staatlichen Behörden egal sein. Ihre Söhne seien bereit, sie zu 
finanzieren und würden alles unternehmen, um den Beschwerdeführer beruflich zu integrieren, 
indem sie "ihre beruflichen Beziehungen walten lassen" würden. Weiter sei mittelfristig eine 
Anstellung des Beschwerdeführers realistisch, was sich auf die Sozialhilfeabhängigkeit der 
Beschwerdeführenden auswirken würde. 
 
4.4.1 Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit nach Art. 63 
Abs. 1 lit. c AIG erfüllt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfe-
abhängigkeit besteht, blosse finanzielle Bedenken genügen hingegen nicht. Neben den bis-
herigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung 
auf längere Sicht abzuwägen (Urteil des Bundesgerichts 2C_1115/2018 vom 31. Oktober 2019 
E. 4.1 mit Hinweisen). Dabei ist der Tatbestand als erfüllt anzusehen, wenn eine Person hohe 
Unterstützungsleistungen erhalten hat und wegen ihres Verhaltens nicht damit gerechnet 
werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen wird (SILVIA HUNZIKER, 
in: Handkommentar AuG, N 21 zu Art. 63 AuG). Inwiefern die Sozialhilfeabhängigkeit im kon-
kreten Fall auf ein Selbstverschulden der Beschwerdeführenden zurückzuführen ist, spielt ein-
zig bzw. erst im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit der ausländerrechtlichen Mass-
nahme eine Rolle (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_291/2019 vom 8. August 2019 E. 4.1). 
 
4.4.2 Für die Beurteilung der Erheblichkeit des Sozialhilfebezugs ist die Gesamtsumme der 
bisher entstandenen Sozialhilfeleistungen massgebend. Hinsichtlich der Höhe des Bezugs kann 
ein Sozialhilfebezug bereits ab einem Betrag von Fr. 50'000.-- als erheblich gelten (Urteile des 

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Bundesgerichts 2C_813/2019 vom 5. Februar 2020 E. 2.3; 2C_263/2016 vom 10. November 
2016 E. 3.3.1; 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). Gemäss den unbestrittenen Feststel-
lungen der Vorinstanz haben die Beschwerdeführenden vom 16. Januar 2001 bis 31. Mai 2006, 
vom 23. August 2007 bis 30. September 2007 sowie seit dem 1. April 2010 insgesamt 
Fr. 463'200.-- (Stand: März 2021) bezogen und werden derzeit mit Fr. 2'306.-- pro Monat unter-
stützt. Damit ist festzustellen, dass der bisher erfolgte Sozialhilfebezug der Beschwerde-
führenden zweifellos als erheblich zu bezeichnen ist, was von den Beschwerdeführenden 
grundsätzlich auch nicht bestritten wird. 
 
4.4.3 Hinsichtlich der Erfüllung des Kriteriums der Dauerhaftigkeit ist gemäss der Recht-
sprechung des Bundesgerichts nicht die gegenwärtige Sozialhilfeabhängigkeit entscheidend, 
sondern die Zeitspanne, in welcher diese rückblickend andauerte, sowie die Prognose, ob auch 
für die weitere Zukunft Unterstützung geleistet werden muss (Urteil des Bundesgerichts 
2C_795/2008 vom 25. Februar 2009 E. 4.3). Von einer Dauerhaftigkeit ist auszugehen, wenn 
die Bezüge der Sozialhilfe mindestens zwei Jahre gedauert haben (Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. April 2018 [810 17 276] 
E. 5.3.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3.1; 
2C_1085/2015 vom 23. Mai 2016 E. 4.3; 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). Massgebend 
ist allerdings auch eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen Situation in 
Berücksichtigung der Einkommensaussichten sämtlicher Familienmitglieder, wobei Ehegatten 
im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen als wirtschaftliche Einheit zu betrachten sind (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4.4.4 Vorliegend ist in Anbetracht der seit 2001 über längere Zeiträume bzw. seit 2010 un-
unterbrochen bestehenden Sozialhilfeabhängigkeit das retrospektive Element der Dauer-
haftigkeit unbestrittenermassen erfüllt. Ferner ist angesichts ihrer fehlenden Ausbildung und der 
langen Absenz vom Arbeitsmarkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführenden auch künftig unterstützungsbedürftig bleiben werden. Selbst 
wenn die Beschwerdeführenden eine neue Anstellung finden würden, ist aufgrund ihrer fehlen-
den Erwerbstätigkeit seit mehr als 20 Jahren sowie der daraus resultierenden fehlenden Bei-
träge in die Sozialversicherungen und in die berufliche Vorsorge davon auszugehen, dass sie 
für ihren Lebensunterhalt in erheblichem Mass auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein 
werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_1018/2016 vom 22. Mai 2017 E. 6.2; 2C_562/2016 
vom 14. Dezember 2016 E. 3.1.2). Obschon Ergänzungsleistungen keine Sozialhilfe im enge-
ren Sinn darstellen, gehen diese als beitragsunabhängige Sonderleistungen zu Lasten der 
Öffentlichkeit. So vermag der Einwand der Beschwerdeführenden, ihre Söhne würden sie ab 
dem 1. September 2021 finanziell unterstützen, um die Sozialhilfe einstellen zu können, die 
Prognose nicht abzuändern. Einerseits bezifferten die Beschwerdeführenden in keiner Weise 
die Einkommen ihrer Söhne. Andererseits lassen die von den Beschwerdeführenden ein-
gereichten Fähigkeitszeugnisse der Söhne darauf schliessen, dass die Söhne in naher Zukunft 
nicht ein derart hohes Einkommen generieren werden, dass es sich um günstige Verhältnisse 
im Sinne von Art. 328 Abs. 1 ZGB handelt. Ferner wird weder geltend gemacht noch belegt, 
dass die Söhne Vermögen besitzen. Ferner erscheint eine finanzielle Unterstützung durch die 
Söhne insofern fraglich, als diese mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens bei eigenen famili-

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ären (finanziellen) Verpflichtungen dahinfallen würde. Selbst wenn die Söhne die Beschwerde-
führenden in der Schweiz finanziell unterstützen würden, wären schliesslich – wie vorgehend 
erörtert – spätestens mit Erreichen des AHV-Alters der Beschwerdeführenden Leistungen 
zulasten der öffentlichen Hand nicht mehr ausgeschlossen. Überdies erfolgt die freiwillige finan-
zielle Unterstützung durch Kinder an ihre Eltern nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 
wenn überhaupt, lediglich auf Zusehen hin und ist rechtlich nicht durchsetzbar, wodurch die 
Sozialhilfeabhängigkeit der Eltern nicht nachhaltig vermieden werden kann (Urteile des 
Bundesgerichts 2C_900/2014 vom 16. Juli 2015 E. 2.4.4 mit Hinweisen; 2C_1160/2013 vom 
11. Juli 2014 E. 5.5). Schliesslich vermag auch das Vorbringen der Beschwerdeführenden, ihre 
Söhne würden alles unternehmen, um den Beschwerdeführer beruflich zu integrieren, nicht zu 
überzeugen. So vermögen die Beschwerdeführenden nicht nachvollziehbar darzulegen, in-
wiefern eine berufliche Integration des Beschwerdeführers erfolgen würde und mit Blick auf 
seine fehlende Ausbildung sowie langjähriger Arbeitsmarktabsenz "mittelfristig eine Neuanstel-
lung des Beschwerdeführers realistisch" sein soll. Schliesslich bilden die Beschwerdeführenden 
nach wie vor eine wirtschaftliche Einheit, weshalb eine berufliche Integration der Beschwerde-
führerin, verbunden mit einer Reduktion oder einem Wegfallen der Sozialhilfeabhängigkeit, 
selbst im Falle einer Arbeitsaufnahme durch den Beschwerdeführer nicht garantiert wäre. Im 
Ergebnis vermögen die Beschwerdeführenden nicht darzulegen, dass sie in naher oder ferner 
Zukunft aus eigener Kraft dauerhaft für sich werden sorgen können. Mit Blick auf die vor-
stehende Erwägung und den Umstand, dass die Unterstützungsbereitschaft der Söhne bereits 
aus deren Mitteilung vom 4. Januar 2021 hervorgeht und nicht in Frage gestellt wird, kann von 
einer Befragung von D.____ und E.____ abgesehen werden. Der diesbezügliche Beweisantrag 
der Beschwerdeführenden wird abgewiesen.  
 
4.4.5 Nach dem Gesagten bejahte der Beschwerdegegner zu Recht das Bestehen einer 
konkreten Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit. Damit sind die 
Voraussetzungen des Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt. Da die Schwelle für 
den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung betreffend die Sozialhilfeabhängigkeit tiefer ist als für 
denjenigen der Niederlassungsbewilligung (vgl. E. 3.5 und 4.1), bejahte die Vorinstanz denn 
auch zu Recht die Voraussetzungen von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG. 
 
4.5 Weiter bejahte der Beschwerdegegner den Widerrufsgrund des schwerwiegenden 
Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG) bzw. des 
erheblichen oder wiederholenden Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung 
(Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG) in Form einer mutwilligen Schuldenwirtschaft der Beschwerde-
führenden. Ob dieser Tatbestand erfüllt ist, kann vorliegend offenbleiben, da für den Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung bzw. die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung das Vor-
liegen eines Widerrufsgrundes bereits ausreicht (vgl. KGE VV vom 8. Juli 2020 [810 16 295]; 
KGE VV vom 18. April 2018 [810 17 276]; KGE VV vom 8. November 2017 [810 17 2]). 
 
5.1 Liegen Gründe für die Beendigung des Aufenthalts von Ausländerinnen und Aus-
ländern vor, kann im Rahmen des Ermessens auf den Widerruf verzichtet werden. Dazu bedarf 
es eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgemeinen Grundsätzen pflichtgemäss und 
unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu treffen ist (vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA 

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ARQUINT HILL, in: Ausländerrecht, Rz. 8.44; BENJAMIN SCHINDLER, in: Handkommentar AuG, N 7 
zu Art. 96 AuG). Im Rahmen ihrer Ermessensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 
Abs. 1 AIG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der 
Integration zu berücksichtigen. 
 
5.2 Im angefochtenen Entscheid vom 4. Mai 2021 hat der Regierungsrat diese Kriterien 
geprüft, unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und seinen 
Entscheid nachvollziehbar begründet. Somit hat sich der Regierungsrat mit den in Frage 
stehenden Interessen auseinandergesetzt und sein Ermessen pflichtgemäss ausgeübt. Eine 
Überschreitung, Unterschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind nicht erkennbar. Es 
ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, den Be-
schwerdeführenden die Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligung ermessensweise zu 
belassen. 
 
6.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes ist Grundvoraussetzung für den Widerruf der 
Bewilligung. Der Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligung ist indes nur gerecht-
fertigt, wenn er sich gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als 
verhältnismässig erweist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; BGE 135 II 377 E. 4). Nach dem Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffent-
lichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der an-
gestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten 
auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Ver-
waltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514 ff.). Dabei sind alle Umstände des 
Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegen-
einander abzuwägen (BGE 135 II 110 E. 2.1; MARTINA CARONI, in: Handkommentar AuG, N 3 
zu Art. 51 AuG; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Ausländerrecht, Rz. 8.48). Verlangt ist 
insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung 
bzw. Belassung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei 
Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 
135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind beim Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit 
insbesondere die Hintergründe, warum eine Person sozialhilfeabhängig wurde und somit das 
Verschulden der ausländischen Person in den Entscheid miteinzubeziehen und zu würdigen 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3.2), aber auch der Grad 
ihrer Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person 
und seiner Familie drohenden Nachteile sind zu beachten (BGE 139 131 E. 2.3.1 mit Hin-
weisen). 
 
6.2 Ausgangspunkt der vorzunehmenden Interessenabwägung ist das Interesse der 
Öffentlichkeit, Ausländer und Ausländerinnen, welche dauerhaft und in erheblichem Masse auf 
Sozialhilfe angewiesen sind und dadurch die öffentliche Hand stark beanspruchen bzw. 
belasten, wegzuweisen. Die Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführenden hält bereits seit 
Jahren an und sie bezogen in erheblichem Mass Sozialhilfegelder. Es besteht somit ein bedeu-
tendes öffentliches Interesse an deren Wegweisung. 
 

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6.3 Es kann festgehalten werden, dass der Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthalts-
bewilligung der Durchsetzung der öffentlichen Interessen dient. Namentlich ist sie eine geeig-
nete Massnahme, um einen weiteren Sozialhilfebezug und die damit verbundene Belastung des 
Fiskus zu verhindern. Ferner ist keine mildere Massnahme ersichtlich, zumal die Beschwerde-
führenden aufgrund ihrer Sozialhilfeabhängigkeit mehrmals ausländerrechtlich verwarnt wurden 
(3. November 2005, 16. November 2011, 29. August 2016, 27. Juli 2017 und 2. Juli 2018) und 
der Beschwerdeführerin aus demselben Grund die Niederlassungsbewilligung verweigert wurde 
(16. Oktober 2008). Beides hat die Beschwerdeführenden nicht dazu bringen können, sich von 
der Sozialhilfe zu lösen. Eine Integrationsvereinbarung als mildere Massnahme wäre höchstens 
beim Beschwerdeführer möglich und es ist nicht erkennbar, inwiefern eine solche – im Gegen-
satz zu bereits erfolglosen ausländerrechtlichen Verwarnungen als grundsätzlich stärkere 
Eingriffe – etwas an der Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführenden ändern würde. Vor 
diesem Hintergrund erweisen sich auch die Eventualanträge der Beschwerdeführenden, es sei 
beim Beschwerdeführer eine Rückstufung anzuordnen und es seien die Beschwerdeführenden 
zum Abschluss einer Integrationsvereinbarung zu verpflichten, als unbehilflich. 
 
6.4.1 Zu prüfen ist, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden 
Falles die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligung 
die privaten Interessen der Beschwerdeführenden am Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
6.4.2 Als privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz machen die Beschwerde-
führenden sinngemäss ihr enges Verhältnis zu den hier lebenden Söhnen geltend. Ferner sei 
die schwierige wirtschaftliche Lage in ihrer Heimat für sie – entgegen der Ausführung der 
Vorinstanz – sehr wohl einschneidend, da sie keine Ersparnisse hätten. Weiter gebe es in ihrer 
Heimat kein funktionierendes Wohnungssystem und sie würden dort wegen ihren fehlenden 
Ersparnissen wahrscheinlich obdachlos. Schliesslich seien sie infolge ihrer Erkrankungen auf 
medizinische Behandlungen angewiesen, welche im Kosovo aufgrund fehlender finanzieller 
Mittel sowie des staatlichen Gesundheitssystems nicht gewährleistet seien. 
 
6.4.3 Den Beschwerdeführenden ist vorzuhalten, dass sie es trotz wiederholter Auffor-
derungen durch die Sozialhilfebehörde und ausländerrechtlicher Verwarnungen während 
Jahren unterlassen haben, sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Die Argumentation der 
Beschwerdeführenden, sie seien infolge ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht 
arbeitsfähig, vermag nicht zu überzeugen. So wurden bisher sämtliche IV-Gesuche der 
Beschwerdeführenden abgelehnt. Gestützt auf die Verfügung der SVA BL vom 16. Oktober 
2012 ist der Beschwerdeführer seit dem 6. Januar 2011 für jede Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. 
Der Verfügung der SVA BL vom 18. März 2013 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerde-
führerin seit dem 20. Januar 2009 eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit zumutbar sei. 
Gemäss Anfrage bei der SVA BL führten auch die letzten IV-Gesuche der Beschwerde-
führenden vom November 2018 zu keinem anderen Ergebnis, wobei der Beschwerdeführer 
gegen den ablehnenden IV-Vorbescheid Einwand erhoben hat (vgl. Auskunft SVA BL an das 
Kantonsgericht vom 27. Juli 2021). Obschon das IV-Verfahren des Beschwerdeführers somit 
noch hängig ist, ist mit Blick auf die Vorgeschichte nicht damit zu rechnen, dass er eine IV-
Rente erhalten wird. Daran vermögen auch die mit der Beschwerde eingereichten Arztberichte 

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nichts zu ändern, da diese lediglich gesundheitliche Einschränkungen, aber keine Arbeits-
unfähigkeit des Beschwerdeführers aufzeigen. Aus diesen Gründen sind von einer Aussage von 
Dr. G.____ keine neuen und entscheidwesentlichen Erkenntnisse zur Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführenden zu erwarten, welche die Einschätzungen der IV-Stelle widerlegen 
könnten. Der diesbezügliche Beweisantrag der Beschwerdeführenden wird demzufolge abge-
wiesen. Schliesslich lassen sich der von den Beschwerdeführenden eingereichten inter-
disziplinären Gesamtbeurteilung von Dr. H.____, FMH Rheumatologie und Dr. I.____, FMH 
Psychiatrie, vom 20. Februar 2020 keine arbeitsrelevanten Diagnosen der Beschwerdeführerin 
entnehmen. Vielmehr wird eine gesamtmedizinische 100%ige Arbeitsfähigkeit für sämtliche 
altersentsprechende und mittelschwere Frauentätigkeiten statuiert. Dabei fällt insbesondere die 
Schilderung des Rheumatologen auf, wonach sich die Beschwerdeführerin bei der Begut-
achtung mit schwerstem Hinken vorgestellt habe und er sie nach der Untersuchung zufälliger-
weise mit völlig normalem Gangbild wahrgenommen habe. Vor diesem Hintergrund und mit 
Blick auf die durchgehend negativen IV-Entscheide erübrigt sich der Beizug der gesamten 
IV-Akten der Beschwerdeführerin, zumal sich daraus keine anderen Schlussfolgerungen ziehen 
liessen. Demzufolge wird der Antrag der Beschwerdeführenden, es seien die gesamten 
IV-Akten der Beschwerdeführerin von Amtes wegen beizuziehen, abgewiesen. Die Be-
schwerdeführenden legen keine Belege ins Recht, die darauf schliessen liessen, dass sie sich 
immerhin (rechtzeitig) darum bemüht hätten, sich nachweislich aus- oder weiterzubilden oder 
eine Arbeitsstelle zu finden, die ihnen erlaubt hätte, zumindest zu einem Teil für ihren Lebens-
unterhalt aufzukommen. Trotz konstanten Abweisungen ihrer IV-Gesuche legen sie nicht dar, 
inwiefern sie in naher Zukunft beabsichtigen, intensiv eine Arbeitsstelle zu suchen. Vielmehr 
führen sie in ihrer Beschwerde aus, dass die Behandlung ihrer gesundheitlichen Probleme der-
zeit im Vordergrund stehe. Es ist folglich keine Motivation der Beschwerdeführenden erkennbar, 
trotz ihres noch nicht fortgeschrittenen Alters zu arbeiten. Vielmehr erwecken sie den Eindruck, 
als wollten sie nichts unversucht lassen, um nicht arbeiten zu müssen. Im Ergebnis ist fest-
zustellen, dass die Beschwerdeführenden bei Weitem nicht alles Zumutbare unternommen 
haben, um auf dem Arbeitsmarkt den eigenen Unterhalt möglichst autonom zu bestreiten und 
sich zumindest teilweise von der Sozialhilfe lösen zu können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
2C_288/2020 vom 18. August 2020 E. 5.5.1; 2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 4.5.2, je-
weils mit Hinweisen). Die Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführenden muss somit 
spätestens seit den ersten ablehnenden IV-Verfügungen als selbstverschuldet gelten. 
 
6.5 Zu prüfen ist schliesslich, ob sich der Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthalts-
bewilligung unter den weiteren Aspekten als verhältnismässig erweist. 
 
6.5.1 Unter dem Aspekt der Integration der Beschwerdeführenden ist zu beachten, dass der 
Beschwerdeführer im Jahr 1992 und die Beschwerdeführerin im Jahr 1998 in die Schweiz 
einreisten und sie folglich seit 23 bzw. 29 Jahren hier leben. Der lange Aufenthalt spricht grund-
sätzlich für ein beachtliches Interesse am Verbleib. Allerdings ist vorliegend nicht zu übersehen, 
dass ihre Integration ihre Aufenthaltsdauer in keiner Art und Weise widerspiegelt, wodurch die 
Aufenthaltsdauer zu relativieren ist. So spricht insbesondere die Beschwerdeführerin kaum 
Deutsch (vgl. Interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 20. Februar 2020, S. 3). Im Rahmen der 
Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs vom 12. März 2020 gaben die Beschwerdeführenden 

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zudem an, keine freundschaftlichen Beziehungen in der Schweiz zu pflegen und (sehr) zurück-
gezogen zu leben. In beruflicher Hinsicht vermochten der Beschwerdeführer seit 2010 und die 
Beschwerdeführerin seit 2008 nicht mehr Fuss zu fassen. Es sind folglich keine ernsthaften 
Integrationsbemühungen erkennbar. Die lange Aufenthaltsdauer wird zusätzlich durch das 
strafrechtlich relevante Verhalten des Beschwerdeführers relativiert. So wurde er zwischen dem 
8. Mai 2007 und 26. März 2015 mit fünf Strafbefehlen wegen Strassenverkehrsdelikten zu 
Bussen von gesamthaft Fr. 1'060.-- verurteilt. Aus den Betreibungsregisterauszügen geht 
zudem hervor, dass die Beschwerdeführenden trotz beinahe ununterbrochenem Sozialhilfe-
bezug in der Höhe von Fr. 463'200.-- über Jahre Schulden namentlich bei der Krankenkasse 
und Ärzten auflaufen liessen. Eine nennenswerte Verbindung zur Schweiz besteht einzig in 
ihrer Beziehung zu den hier lebenden volljährigen Söhnen und der in der Schweiz lebenden 
Familie des Beschwerdeführers. Gesamthaft ist somit festzuhalten, dass sich die Beschwerde-
führenden – insbesondere unter Berücksichtigung ihrer langen Aufenthaltsdauer – weder in 
sozialer noch in wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht integriert haben. 
 
6.5.2 Hinsichtlich der den Beschwerdeführenden und ihrer Familie drohenden Nachteile gilt 
es festzustellen, dass die Verbindung zwischen ihnen und ihren volljährigen Kindern sowie den 
Familienmitgliedern des Beschwerdeführers aus dem Ausland gelebt werden kann. Mit gegen-
seitigen Besuchen und den heutigen elektronischen Kommunikationsmitteln kann der Kontakt 
somit auch im Falle einer Wegweisung aufrechterhalten werden. Betreffend die finanziellen 
Verhältnisse der Beschwerdeführenden in ihrer Heimat ist festzuhalten, dass ihre Söhne sie 
künftig finanziell unterstützen wollen, wie sie dies mit der Mitteilung vom 12. Juli 2021 an die 
Sozialhilfebehörde vorbrachten. Dies ist ohne Einschränkung auch möglich, wenn die 
Beschwerdeführenden im Kosovo leben, zumal die Kaufkraft dort massiv höher ist (vgl. die vom 
Bundesamt für Statistik [BFS] veröffentlichten Preisniveauindizes im internationalen Vergleich 
für das Jahr 2019). Bezüglich der gesundheitlichen Verfassung der Beschwerdeführenden ist 
anzumerken, dass Gesundheitsbeschwerden nach konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung eine Wegweisung erst dann als unverhältnismässig erscheinen lassen, wenn eine 
ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung im Heimatstaat eine drastische und lebens-
bedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich ziehen würde (Urteile des 
Bundesgerichts 2C_418/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4.6.4; 2C_721/2014 vom 15. Januar 
2015 E. 3.2, jeweils mit Hinweisen). Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozial-
versicherungswesen in einem anderen Staat mit demjenigen in der Schweiz nicht vergleichbar 
ist und die hiesige medizinische Betreuung einem höheren Standard entspricht, kann nicht die 
Unzumutbarkeit der Rückreise zur Folge haben (BGE 128 11 200 E. 5.3; Urteile des Bundes-
gerichts 2C_418/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4.6.4; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 
E. 3.3.2). Sofern die Beschwerdeführenden vorbringen, gesundheitliche Behandlungen für ihre 
Erkrankungen seien im Kosovo in staatsorganisatorischer Hinsicht nicht gewährleistet, ist 
darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich alle registrierten Bewohner Kosovos sowie Rückkehrer 
aus dem Ausland Zugang zum dortigen Gesundheitssystem haben (Bericht des Staats-
sekretariats für Migration, Sektion Analysen, Focus Kosovo, Medizinische Grundversorgung, 
vom 9. März 2017 [Bericht SEM Grundversorgung] Ziff. 7 S. 28; Ziff. 7.3 S. 30). Soweit die Not-
wendigkeit einer psychiatrischen Behandlung der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird, ist 
eine solche im Kosovo gewährleistet (Urteile des Bundesgerichts 2C_925/2011 vom 22. Juni 

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2012 E. 5.3; 2D_56/2010 vom 26. Mai 2011, E. 4.3; vgl. Bericht des Staatssekretariats für 
Migration, Sektion Analysen, Focus Kosovo, Behandlungsangebote bei psychischen Erkran-
kungen, vom 25. Oktober 2016 [Bericht SEM Psychiatrie]). Schliesslich kann auch eine von den 
Beschwerdeführenden vorgebrachte allfällige Operation der Supraspinatussehne des 
Beschwerdeführers im Kosovo durchgeführt werden, zumal keine Hinweise dafür bestehen, 
dass er einer Behandlung bedarf, die er nur in der Schweiz erhalten kann (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2A.188/2002 vom 2. Mai 2002 E. 2.1; Bericht SEM Grundversorgung, Ziff. 4.1.1 
S. 17). Zu zahlende gesundheitliche Behandlungen oder Prämien für staatliche oder private 
Krankenversicherungen könnten (zumindest teilweise) entweder die Institution des 
"Co-financing" und Co-payment" (vgl. Bericht SEM Grundversorgung Ziff. 8.2 S. 31) oder die 
Söhne der Beschwerdeführenden übernehmen, wie sie dies auch bei einem Verbleib der 
Beschwerdeführenden in der Schweiz zugestanden haben. Mit Blick auf die vorstehend zitierten 
behördlichen Berichte (Bericht SEM Grundversorgung und Bericht SEM Psychiatrie) zeigt sich, 
dass weder die finanzielle Situation der Beschwerdeführenden noch die medizinische Ver-
sorgung im Kosovo gegen eine Rückkehr sprechen. Es ist nicht ersichtlich und wird zudem von 
den Beschwerdeführenden nicht aufgezeigt, welche anderen Erkenntnisse aus dem Amts-
bericht betreffend das staatliche Gesundheitswesen hervorgehen könnten. Aus diesen Gründen 
wird der Beweisantrag der Beschwerdeführenden, es sei der Amtsbericht betreffend das staat-
liche Gesundheitswesen einzuholen, abgewiesen. 
 
6.5.3 Eine Rückkehr in ihre Heimat würde die Beschwerdeführenden angesichts ihres langen 
Aufenthalts in der Schweiz zweifellos schwer treffen. Der Beschwerdeführer lebt seit seinen 
Jugendjahren und die Beschwerdeführerin seit ihren jungen Erwachsenenjahren hier. Da die 
Beschwerdeführenden ihre Kinder- und immerhin die Beschwerdeführerin ihre gesamten 
Jugendjahre in ihrer Heimat verbracht haben, ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass sie 
offenkundig mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut und der Landessprache mächtig sind. 
Weiter leben im Kosovo eine Schwester und ein Bruder des Beschwerdeführers sowie die 
gesamte Familie der Beschwerdeführerin, welche ihnen bei der Rückkehr und Wiederein-
gliederung zur Seite stehen können. Obschon sich die Beschwerdeführenden seit 23- bzw. 29 
Jahren in der Schweiz aufhalten, haben sie kaum eine Verbundenheit zur Schweiz aufgebaut. 
Die Beschwerdeführenden bringen auch nichts vor, was dies widerlegen könnte. Wie in den 
vorgehenden Erwägungen erläutert, müssen ihre Sozialhilfeabhängigkeit als selbstverschuldet 
und ihre soziale und wirtschaftliche Integration als nicht gelungen angesehen werden. Hinzu 
tritt, dass es den Beschwerdeführenden zumutbar ist, die wenigen Kontakte zu den hier 
lebenden Familienmitgliedern mittels moderner Kommunikationsmittel zu pflegen und sie zu 
besuchen. Dass die Beschwerdeführenden nach wie vor mit ihrer Heimat verbunden sind und 
nie den Kontakt zum Kosovo abgebrochen haben, ergibt sich weiter daraus, dass sie dort 
regelmässig ihre Ferien verbrachten und eine Pflichtverletzung zulasten der Sozialhilfebehörde 
begingen, indem sie dort die zulässige Feriendauer von zwei Wochen überschritten haben 
(vgl. Verfügung Sozialhilfebehörde vom 29. August 2016). Unter diesen Gesichtspunkten 
erscheint eine Rückkehr in den Kosovo für die Beschwerdeführenden als zumutbar. 
 
6.5.4 Im Übrigen ist anzumerken, dass sich die Situation der Beschwerdeführenden dem 
Kantonsgericht nicht als persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG präsentiert. 

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Die Beschwerdeführenden werden durch den Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthalts-
bewilligung nicht ungleich härter getroffen, als andere Ausländerinnen und Ausländer in der-
selben Lage (vgl. BGE 130 II 39, E. 3). Die Vorinstanz durfte einen schwerwiegenden persön-
lichen Härtefall demnach ohne Rechtsverletzung verneinen, was von den Beschwerde-
führenden auch nicht geltend gemacht wurde. 
 
6.5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die öffentlichen Interessen an der Be-
endigung des Aufenthalts der Beschwerdeführenden in der Schweiz deren private Interessen 
an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. Unter Berücksichtigung des Gesagten erweisen 
sich der Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligung sowie die damit verbundenen 
Wegweisungen als verhältnismässig. Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen. 
 
7.1 Die Beschwerdeführenden beantragen mit der Beschwerde die Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung und Verbeiständung. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf 
ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweis-
massnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich 
als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen wird einer Partei der kosten-
lose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte 
notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO; vgl. auch Art. 29 Abs. 3 BV; BGE 128 I 225 E. 2.3 mit 
Hinweisen). Als aussichtslos sind im Sinne von § 23 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 und Art. 29 Abs. 3 BV Prozessbegehren anzu-
sehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als 
aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten 
oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die 
nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess 
entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr 
nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (KGE VV vom 
18. Juni 2020 [810 19 218] E. 9.2; BGE 142 III 138 E. 5.1; BGE 139 III 475 E. 2.2). Die vor-
stehenden Erwägungen zeigen namentlich aufgrund der – trotz der von der SVA BL fest-
gestellten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführenden – langandauernden mutwilligen Sozial-
hilfeabhängigkeit sowie der offensichtlich fehlenden Integration in sozialer und wirtschaftlicher 
Hinsicht, dass der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein konnte und somit als 
aussichtslos anzusehen ist. Das entsprechende Gesuch ist daher abzuweisen. 
 
7.2 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss 
§ 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden gemäss § 20 Abs. 3 VPO 
in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'500.-- den Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wett-
zuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
  

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Beschwerdeführenden haben die Schweiz bis spätestens 30 Tage 

nach Rechtskraft dieses Entscheides zu verlassen. 
 

 3. Das Gesuch der Beschwerdeführenden um unentgeltliche Prozessfüh-
rung und Verbeiständung wird abgewiesen. 

   
 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr 1’500.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt. 
   
 5. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.