# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38cef5ef-e033-5cb1-b717-49de613e6870
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2018 200 2018 180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-180_2018-06-19.pdf

## Full Text

200 18 180 UV
SCP/TOZ/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2018

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. Januar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
über ihre Arbeitgeberin bei der Visana Versicherungen AG (Visana resp. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als sie gemäss Scha-
denmeldung am 1. März 2017 bei einem Ausweichmanöver mit dem Fahr-
rad das rechte Knie verletzt haben soll (Antwortbeilagen der Visana [AB] 1). 
Eine am 10. Mai 2017 formlos erfolgte Ablehnung ihrer Leistungspflicht (AB 
22 f.) bestätigte die Visana mit Verfügung vom 22. Mai 2017 (AB 29 bis 31) 
mit der Begründung, dass weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine un-
fallähnliche Körperschädigung vorliege. Daran hielt sie auf Einsprache hin 
(AB 34) mit Entscheid vom 26. Januar 2018 (AB 69 bis 72) fest.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 28. Februar 2018 Beschwerde. Sie 
beantragt die Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes und die 
Ausrichtung der gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen für die Folgen 
des Ereignisses vom 1. März 2017. Weiter ersucht sie um Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. März 2018 wies der Instruktions-
richter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, 
soweit darauf einzutreten war, ab. 

Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2018 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Von der Möglichkeit, eine Stellungnahme zum Aktenbericht des beratenden 
Arztes der Beschwerdegegnerin, Dr. med. B.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie, vom 3. April 2018 einzureichen, machte die Be-
schwerdeführerin keinen Gebrauch (vgl. prozessleitende Verfügungen vom 
12. April und 17. Mai 2018).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 26. Januar 
2018 (AB 69 bis 72). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetz-
lichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 1. März 2017.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 

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(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; 
SR 832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich 
vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus-
gebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

Es wird ein Ereignis vom 1. März 2017 geltend gemacht (AB 1), womit auf 
den vorliegenden Fall die seit dem 1. Januar 2017 gültige Rechtslage zur 
Anwendung gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objek-
tiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhn-
lichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im 
Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslö-
sung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall 
setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhn-
lich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 
V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhn-
lichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern 
nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit 
ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwarte-
te Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 

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Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79).

2.2.2 Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo der Ge-
sundheitsschaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine plötz-
liche schädigende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte Zuord-
nung zum exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der Rechtsprechung 
insbesondere dann, wenn die Gesundheitsschädigung erfahrungsgemäss 
auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von vorbestandenen 
degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines durchaus 
normalen Geschehensablaufs auftreten kann. In solchen Fällen muss die 
unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Um-
ständen gesetzt worden sein. Somit wird eine Einwirkung ohne offensichtli-
che Schadensneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen 
Ereignisses zum ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es bedarf - neben den 
üblichen auf den Körper einwirkenden Kräften - eines schadensspezifi-
schen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.2 und 4.3.2.1 S. 80).

2.2.3 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Pro-
grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 
dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.3 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 6

(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

Das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähn-
lichen Körperschädigung hängt nicht vom Vorliegen eines äusseren Ereig-
nisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körper-
schädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine un-
fallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer über-
nommen werden muss. Dieser kann sich aus der Leistungspflicht befreien, 
wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung 
oder Krankheit zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 2008 zur Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 2008 5411 
[Ziff. 2.1.2] und 5425 [zu Art. 6 Abs. 2]; Zusatzbotschaft vom 19. September 
2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 
2014 7922 [Ziff. 2.2] und 7934 [zu Art. 6 Abs. 2]).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 
193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob das Ereignis vom 1. März 2017 als Unfall im 
Sinne der Legaldefinition von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist und in diesem 
Zusammenhang insbesondere, ob das Merkmal des ungewöhnlichen äus-
seren Faktors gegeben ist (vgl. E. 2.2 hiervor). 

3.2 Der Ereignishergang vom 1. März 2017 ist zwischen den Parteien 
unbestritten und ergibt sich aus der Schadenmeldung vom 3. März 2017 
(AB 1 Ziff. 6) wie folgt: „Beim Einmünden auf die … Strasse sah ich einen 
von links kommenden Radfahrer spät. Eine Kollision konnten wir um 
Haaresbreite vermeiden. Bei dem Ausweichmanöver habe ich einen 

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Schmerz im rechten Knie gespürt, der nicht mehr weggegangen ist. Wir 
haben beide angehalten, uns kurz unterhalten und sind dann weiter gefah-
ren.“ Am 27. März 2017 gab die Beschwerdeführerin in einem ent-
sprechenden Fragebogen der Beschwerdegegnerin das Folgende an (AB 
14 f. Ziff. 1): „Ich wollte aus einer kleinen Strasse in die … Strasse einmün-
den. Auf dieser kam unvermittelt ein Velofahrer mit hohem Tempo gefah-
ren. Um ihm auszuweichen (Bremsen hätte nicht mehr gereicht) riss ich 
den Lenker meines Velos rasch herum. Dabei spürte ich einen 
stechenden Schmerz im Knie. Einem Zusammenstoss konnten wir entge-
hen. Nach kurzer Vergewisserung, dass beide wohlauf sind, fuhren wir wei-
ter. Leider liess der Schmerz in meinem Knie nicht nach, so dass ich am 
nächsten Tag meinen Hausarzt konsultierte.“ 

3.3 Das Kriterium der Ungewöhnlichkeit dient dazu, eine Abgrenzung 
des Unfalls von Ereignissen zu ermöglichen, die im Rahmen des Alltäg-
lichen eintreten. Massgebend ist mithin, ob das Ereignis das im jeweiligen 
Lebensbereich Alltägliche oder Übliche überschreitet (UELI KIESER, Kom-
mentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 4 N. 34; vgl. E. 2.1.1 hiervor). Beim 
Ausweichmanöver vom 1. März 2017 hat sich objektiv nichts Programm-
widriges ereignet. Die Beschwerdeführerin konnte auf das unerwartete Auf-
tauchen eines anderen Fahrradfahrers unvermittelt reagieren und mit dem 
Ausweichmanöver eine Kollision vermeiden. Sie konnte die Situation recht-
zeitig erkennen und den Bewegungsablauf den Verhältnissen anpassen, 
indem sie die Lenkstange abrupt nach rechts zog. Ein eigentlicher Zusam-
menstoss oder ein Stürzen hat nicht stattgefunden. Es verhält sich somit 
ähnlich wie beim Autofahrer, der eine Vollbremsung einleiten muss, um 
eine Kollision zu vermeiden, wobei das starke und völlig unerwartete Ab-
bremsen bei Autofahrten nicht aussergewöhnlich ist. In solchen Situatio-
nen, in welchen der Bewegungsablauf möglicherweise stark intensiviert 
wird, ist nichts Ungewöhnliches zu erblicken, wenn nichts Besonderes, wie 
zum Beispiel ein Zusammenstoss, hinzutritt (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 25. März 2004, U 131/03, E. 3.3 f.; vgl. ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
4. Aufl. 2012, S. 50). Der Vorfall vom 1. März 2017 wird auch nicht dadurch 
zu einem aussergewöhnlichen Ereignis, weil der andere Fahrradfahrer un-
erwartet aufgetaucht war bzw. von der Beschwerdeführerin erst spät wahr-

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genommen wurde und das Ausweichmanöver abrupt durchgeführt werden 
musste. Die Plötzlichkeit der Einwirkung des äusseren Faktors ist ein 
selbstständiges Begriffselement der Unfalldefinition, weshalb nicht argu-
mentiert werden kann, offenkundige Plötzlichkeit spreche für die Unge-
wöhnlichkeit des äusseren Faktors (BGer U 131/03, E. 3.3). Nicht stichhal-
tig ist schliesslich der Hinweis in der Beschwerde (S. 5 f. Ziff. 11 f.), dass 
der medizinische Befund die Ungewöhnlichkeit des Vorfalls belege. Der 
fehlende Nachweis eines Unfalles kann unter den gegebenen Umständen 
nicht durch medizinische Feststellungen („posttraumatisch“) ersetzt wer-
den. Ob das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit vorliegt, ist eine 
Rechtsfrage, welche der Versicherungsträger und im Beschwerdefall das 
Gericht zu beantworten haben (BGer U 131/03, E. 3.3). 

3.4 Nach dem Gesagten ist beim Zweirad- bzw. Fahrradfahren weder 
ein Ausweichmanöver noch die damit einhergehende Gewichtsverlagerung 
etwas Aussergewöhnliches. Es gehört vielmehr zum programmgemässen 
Ablauf einer am Strassenverkehr mit einem Fahrrad teilnehmenden Per-
son, dass der Körper bei Bewegungsänderungen, wie insbesondere bei 
abrupten Bremsungen oder Ausweichmanövern, physikalischen Kräften 
ausgesetzt wird. In solchen Situationen ist nichts Ungewöhnliches zu erbli-
cken, wenn - wie bereits dargelegt - nichts Besonderes hinzutritt. Im Übri-
gen hat die Beschwerdeführerin im Fragebogen der Beschwerdegegnerin 
vom 27. März 2017 selbst eingeräumt, dass sich der Ablauf wie gewohnt 
und unter normalen Umständen zugetragen habe (AB 14 Ziff. 2). Aufgrund 
der allein massgeblichen objektiven Umstände stellt sich das Ereignis vom 
1. März 2017 - wie die Beschwerdegegnerin zutreffend dargelegt hat (vgl. 
Beschwerdeantwort, S. 7 f. Ziff. III.B.3 f.) - als ein normaler und alltäglicher 
Vorfall im Strassenverkehr dar und ist somit mangels eines ungewöhn-
lichen äusseren Faktors nicht als Unfall im Sinne der Legaldefinition von 
Art. 4 ATSG zu qualifizieren. 

4.

4.1 Zu prüfen bleibt, ob unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschä-
digungen eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht. 

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4.1.1 Die bildgebende Untersuchung (mittels MRI) des rechten Knies vom 
6. März 2017 (AB 2) zeigte unter anderem einen bis auf den Knochen 
reichenden Knorpeldefekt, ein subkortikales Knochenmarksödem, keinen 
relevanten Knorpelschaden im medialen und lateralen Kniegelenkskompar-
timent, intakte Kreuz- und Kollateralbänder, eine normale Konfiguration und 
Signalintensität des medialen und lateralen Meniskus ohne Einriss, einen 
grossvolumigen Gelenkserguss, keine Bakerzyste sowie eine normale Ab-
bildung der Quadrizepssehne und des Ligamentum patellae (AB 2 S. 1). 
Hierzu hielt der zuständige Radiologe Dr. med. C.________ Grad IV - 
Knorpeldefekte im inferioren Aspekt der Patella sowie am medialen femora-
len Gleitlager fest. Die ausgesprengten Knorpelfragmente lägen anterior 
des Ansatzes des vorderen Kreuzbandes an der Eminentia intercondylaris 
(AB 2 S. 2).

4.1.2 Im Operationsbericht vom 13. März 2017 (AB 6) berichtete Dr. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, über die am 10. März 
2017 am rechten Knie durchgeführte Arthroskopie (mit „Teilmeniskektomie 
medial rechts, Entfernen der Gelenksmäuse, Flakedebridement Trochlea 
und retro-patellär rechts Mikrofrakturierung Trochlea“). Als Diagnose hielt 
er einen posttraumatischen osteochondralen Schaden Grad IV der Troch-
lea und retro-patellär am rechten Knie mit Hämathros und intraartikulären 
chondralen Gelenkskörpern fest. 

In der korrigierten - der Beschwerdegegnerin im September 2017 übermit-
telten (vgl. AB 77 lit. a) - Version des Operationsberichts (AB 7) führte Dr. 
med. D.________ als zusätzliche Diagnose einen kleinen Radiärriss des 
medialen Meniskus im Hinterhornbereich rechts auf. 

Stellung nehmend zum Operationsbericht führte Dr. med. D.________ am 
20. Februar 2018 aus, während der Arthroskopie habe sich ein deutlicher 
Bluterguss im Gelenk vorgefunden. Dieser Bluterguss komme von der 
osteochondralen Läsion her und nicht vom kleinen Radiärriss am medialen 
Meniskus Hinterhorn. Die Meniskusläsion liege nicht in der durchbluteten 
Meniskuszone und sei deshalb für den Bluterguss nicht verantwortlich. Der 
Bluterguss stamme vom lädierten Knochen, retro-patellär und im Trochlea-
bereich, her. Das Verletzungsmuster der osteochondralen Schäden retro-
patellär und im femoralen Gleitlager sei eindeutig Trauma bedingt. Sie er-

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klärten auch die Streckhemmung und das Schonhinken, welche seit dem 
Unfall vorhanden seien. Vor dem Unfallereignis sei die Beschwerdeführerin 
völlig beschwerdefrei gewesen. Wären diese massiven Knorpelschäden 
„als degenerativ bedingt" zu bezeichnen, hätte die Beschwerdeführerin 
bereits vor dem Unfall Probleme am rechten Knie gehabt (AB 74). 

4.1.3 In der - von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des vorliegenden 
Verfahrens eingeholten - Aktenbeurteilung vom 3. April 2018 (AB 76 bis 78) 
hielt Dr. med. B.________ fest, dass die von Dr. med. D.________ im Ope-
rationsbericht gestellte Diagnose in sich widersprüchlich sei, da eine osteo-
chondrale Schädigung sowohl knöcherne als auch knorpelige Anteile bein-
halte. Die gefundenen intraartikulären Gelenkskörper würden wiederum als 
chondral und somit rein knorpelig beschrieben, was darauf schliessen las-
se, dass sie kein knöchernes Gewebe enthielten. Dazu passe auch, dass 
Dr. med. D.________ in der Rubrik „Technisches Vorgehen" festgehalten 
habe, dass in der zentralen Trochlea „ein grosser Knorpeldefekt mit freilie-
gendem Knochen“ bestehe. Hinweise auf eine makroskopisch sichtbare 
Schädigung des Knochens selbst liessen sich seinen Ausführungen hinge-
gen nicht entnehmen. Erst intraoperativ sei zur Stimulation des Knorpel-
wachstums die Oberfläche des Knochens aufgebrochen worden (Mikrofrak-
turierung), was einerseits einer rein iatrogen durchgeführten Handlung ent-
spreche, andererseits aber auch belege, dass der Knochen zuvor noch 
intakt gewesen sei, da er ansonsten nicht hätte frakturiert werden müssen 
(AB 76). 

Des Weiteren führte Dr. med. B.________ aus, dass die MRI-Bilder vom 6. 
Februar 2017 (recte: 6. März 2017; AB 2) sowohl am medialen Anteil der 
Trochlea femoris als auch firstnahe an der Patella ausgebrochene Knorpe-
lareale erkennen liessen. Der darunter liegende Knochen zeige jedoch nur 
fokale ödematöse Veränderungen, ohne dass irgendein Hinweis auf eine 
darüber hinausgehende Läsion bestehe. Insbesondere könne eine Fraktur, 
welche der Listendiagnose „Knochenbruch" entsprechen würde, ausge-
schlossen werden. Begleitet werde das Ganze von einem grossen Gelenk-
serguss, welcher MR-tomographisch weitgehend klar sei und jedenfalls 
keine relevanten korpuskulären Anteile enthalte. Diese Einschätzung finde 
sich in fast identischer Weise im Bericht des Radiologen Dr. med. 

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C.________ vom 6. März 2017 (AB 2), welcher „Grad IV - Knorpeldefekte 
im inferioren Aspekt der Patella sowie am medialen femoralen Gleitlager" 
beschreibe und zudem die Lage der „ausgesprengten Knorpelfragmente" 
genauer eingrenze. Auch er erwähne ein subkortikales Knochenmarksö-
dem, wie es begleitend für Knorpelschäden typisch sei, nicht aber eine 
darüber hinaus gehende Läsion des Knochens selbst bzw. eine Fraktur (AB 
76). Die Argumentation von Dr. med. D.________ im Bericht vom 20. Fe-
bruar 2018 (AB 74), dass der intraoperativ gefundene Hämathros ein Be-
weis für eine knöcherne Läsion sei, sei nicht stichhaltig. Ein Hämathros 
beschreibe typischerweise ein mit fast reinem Blut gefülltes Gelenk, in wel-
chem zusätzlich nur noch wenig Erguss Platz finde. Dies könne bei der 
Beschwerdeführerin unter Verweis auf die obigen Erläuterungen zum MRI-
Bild nahezu ausgeschlossen werden.

Unklar seien die Angaben von Dr. med. D.________ auch im Hinblick auf 
eine allfällige Meniskusschädigung. So habe dieser in der zeitnah erstellten 
Version des Operationsberichts, welcher von der Beschwerdeführerin am 
18. Mai 2017 per Mail an die Beschwerdegegnerin zugestellt worden sei, 
„medial und lateral je ein intaktes Kompartiment mit intakten Menisken" 
beschrieben, bei der Operation dann aber festgehalten, dass eine „Teilme-
niskektomie" durchgeführt worden sei. Welchen Meniskus er dabei rese-
ziert und weshalb er dies überhaupt gemacht habe, nachdem beide Menis-
ken zuvor als intakt bezeichnet worden seien, könne sich Dr. med. 
B.________ nicht erklären. Welche neuen medizinischen Informationen Dr. 
med. D.________ dann veranlasst hätten, der Beschwerdegegnerin im 
September 2017 von sich aus eine korrigierte Version des Operationsbe-
richts zu schicken, in welchem zusätzlich ein minimaler Radiärriss im Hin-
terhornbereich des medialen Meniskus festgehalten worden sei, könne 
wohl ebenfalls nur von Dr. med. D.________ selbst beantwortet werden. 
Unabhängig davon könne aber festgehalten werden, dass eine allfällige 
Meniskusläsion in der von Dr. med. D.________ beschriebenen minimalen 
Art, welche zudem auch im oben erwähnten MRI-Bild in keiner Weise 
sichtbar gewesen sei, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mechanisch 
völlig belanglos gewesen sei. Insbesondere habe sie zu keinem Zeitpunkt 
einen Grund für einen arthroskopischen Eingriff oder eine sonstige Form 
von Behandlung dargestellt. Auch seien kleine randständige Einrisse am 

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Meniskus in der Alterskategorie der Beschwerdeführerin durchaus nicht 
selten, würden aber meist nur zufällig im Rahmen der Behandlung ander-
weitiger Pathologien entdeckt, da sie fast immer vollkommen symptomlos 
blieben. Rein aufgrund der radiären Verlaufsrichtung darauf zu schliessen, 
sie seien traumatischer Natur, sei nicht plausibel. Aufgrund der vorliegen-
den Konstellation sei vielmehr überwiegend wahrscheinlich, dass die er-
wähnten Einrisse am Meniskus durch Abnützung oder Erkrankung entstan-
den seien (AB 77).

Zusammenfassend stellten die zwei ausgebrochenen Knorpelstücke an der 
Trochlea femoris und an der Patellarückfläche den konkreten und auch gut 
nachvollziehbaren Grund für die Behandlung ab dem 2. März 2017 dar. Da 
es sich dabei aber um eine rein chondrale Verletzung ohne erkennbare 
ossäre Beteiligung handle, liege keine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 
UVG vor (AB 77).

Was schliesslich den - im korrigierten und der Beschwerdegegnerin im 
September 2017 übermittelten Operationsbericht erwähnten - minimalen 
randständigen Riss am Hinterhorn des medialen Meniskus angehe, handle 
es sich dabei rein formal zwar um eine Listendiagnose, jedoch sei es rät-
selhaft, aufgrund welcher neuen Informationen sie erst mit einer Latenz von 
etwa sechs Monaten erstmals erwähnt werde, nachdem im ursprünglichen 
Operationsbericht beide Menisken als intakt bezeichnet worden seien. 
Auch seien im zeitnah angefertigten MRI-Bild keine Hinweise auf eine Me-
niskusläsion zu finden gewesen. Somit sei mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auszuschliessen, dass eine derart geringe Läsion, wie sie im revi-
dierten Operationsbericht festgehalten werde, überhaupt zu Beschwerden 
geführt hätte. In jedem Fall habe sie in keinem der zeitnah erstellten Be-
richte einen konkreten Grund für die Durchführung einer Behandlung dar-
gestellt (AB 77).

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, 
sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 
S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. 
Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung 
wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV 
Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet 
erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

4.3 Die Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Beschwerdegegne-
rin, Dr. med. B.________, vom 3. April 2018 (AB 76 bis 78) erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.2.1 f. hiervor). Dass es 
sich dabei um einen Aktenbericht handelt, ist nicht zu beanstanden, erge-
ben die Akten doch ein vollständiges Bild über den rechtserheblichen me-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 14

dizinischen Sachverhalt, womit sich der Spezialist aufgrund der Unterlagen 
ein gesamthaft lückenloses Bild machen konnte (vgl. RKUV 2006 U 578 
S. 175 E. 3.4). Dr. med. B.________ hat sich in seiner Beurteilung - wie 
nachfolgend dargelegt wird - eingehend mit den Ausführungen von Dr. 
med. D.________ in den Berichten von März resp. September 2017 (AB 6 
f.) und vom 20. Februar 2018 (AB 74) auseinandergesetzt und seine 
Schlussfolgerungen insbesondere auch auf die bildgebende Untersuchung 
vom 6. März 2017 (AB 2) gestützt. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind einlässlich und überzeugend 
begründet, weshalb darauf abzustellen ist. Dass sich die Beschwerdeführe-
rin dazu nicht mehr geäussert hat, vermag daran nichts zu ändern. 

4.3.1 Dr. med. B.________ hat unter Bezugnahme auf die bildgebend 
erhobenen Befunde vom 6. März 2017 (AB 2), welche im Übrigen von Dr. 
med. D.________ nicht explizit in Frage gestellt wurden, nachvollziehbar 
und überzeugend begründet, dass es sich bei den zwei ausgebrochenen 
Knorpelstücken an der Trochlea femoris und an der Patellarückfläche um 
rein chondrale Verletzungen ohne erkennbare ossäre Beteiligung handelt 
(AB 76 f.). Einleuchtend hat Dr. med. B.________ weiter dargelegt, dass 
auch dem Operationsbericht von Dr. med. D.________ von März resp. 
September 2017 (AB 6 f.) keine Hinweise auf eine Schädigung am Kno-
chen resp. eine Fraktur zu entnehmen sind. Damit überzeugt seine 
Schlussfolgerung, dass es zu keinem „Knochenbruch“ im Sinne der unter 
Art. 6 Abs. 2 lit. a UVG aufgeführten Listenverletzung gekommen ist bzw. 
die beschriebenen chondralen Schäden nicht unter eine der abschliessend 
aufgezählten Listenverletzungen fallen (AB 76 f.; vgl. dazu auch ALFRED 
MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 1989, S. 203). 
Bei dieser Sachlage ist unerheblich und nicht zu prüfen, ob der von der 
Beschwerdeführerin geschilderte Ereignisablauf überhaupt geeignet gewe-
sen war, die erwähnten Knorpelschäden zu verursachen (vgl. dazu AB 77 
lit. b und E. 2.3 hiervor). 

Hieran vermögen die Einwendungen der Beschwerdeführerin nichts zu 
ändern. Zunächst hat Dr. med. B.________ in Bezug auf die Bezeichnung 
des Operateurs „mit freiliegendem Knochen“ (vgl. Beschwerde, S. 6 Ziff. 
15) nachvollziehbar erläutert, dass die gefundenen intraartikulären Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 15

lenkskörper kein knöchernes Gewebe enthalten hatten, mithin keine Schä-
digung des Knochens vorgelegen hatte (AB 76). Sodann lässt sich auch 
aus der Bezeichnung „Mikrofrakturierung“ im Operationsbericht (vgl. Be-
schwerde, S. 6 Ziff. 15) nicht auf eine Listenverletzung schliessen, denn - 
wie Dr. med. B.________ in seinem Aktenbericht einleuchtend dargelegt 
hat (AB 76) - wurde diese Mikrofrakturierung erst intraoperativ zur Anre-
gung des Knorpelwachstums durchgeführt. 

4.3.2 Gegen die Annahme, dass das Ereignis vom 1. März 2017 (AB 1 
Ziff. 6) zu einer Meniskusschädigung am rechten Knie geführt hat, spricht 
zunächst die Bildgebung. So wurde in den fünf Tagen nach dem Gesche-
hen erstellten MRI-Aufnahmen bezüglich der Menisken ein normaler Be-
fund erhoben (AB 2 S. 1). Gleiches ergibt sich auch aus dem ursprüng-
lichen Operationsbericht vom 13. März 2017 (AB 6), worin beide Menisken 
als intakt bezeichnet wurden. Erst in der korrigierten Version des Opera-
tionsberichts von September 2017 (AB 7) wurde erstmals ein kleiner Ra-
diärriss im Hinterhornbereich des medialen Meniskus erwähnt. Damit ist 
aufgrund der echtzeitlichen medizinischen Angaben eine durch das Ge-
schehen vom 1. März 2017 verursachte Meniskusschädigung am rechten 
Knie nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt. 

Soweit im zweiten Operationsbericht von September 2017 (AB 7) eine Me-
niskusläsion für gegeben erachtet wurde, hat Dr. med. B.________ unter 
Bezugnahme auf die bildgebend und intraoperativ erhobenen Befunde so-
wie die Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 20. Februar 2018 
(AB 74) einleuchtend und überzeugend dargelegt, dass dieser Befund nicht 
traumatischer, sondern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerati-
ver Natur ist (AB 77 f.). 

Daran vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. 
Wenn in den medizinischen Akten von einem " posttraumatisch verursach-
ten" Leiden die Rede ist (vgl. Beschwerde, S. 6 Ziff. 12), sind darunter nicht 
zwingend unfallkausale, sondern eben erst nach dem Unfall entstandene 
Beschwerden zu verstehen. Der Begriff "posttraumatisch" wird im 
medizinischen Spachgebrauch zwar häufig gleichbedeutend mit 
"unfallkausal" verwendet. Nach üblichem, allgemein geläufigem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 16

Sprachverständnis wird der Ausdruck "post" oft aber doch auch mit der 
zeitlichen Abfolge - unter Ausschluss des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung - in Verbindung gebracht (Entscheid des BGer vom 2. Mai 2018, 
8C_856/2017, E. 5.3). Soweit Dr. med. D.________ in seiner 
Stellungnahme vom 20. Februar 2018 (AB 74) argumentiert, vor dem Unfall 
habe Beschwerdefreiheit bestanden, handelt es sich dabei um einen 
beweisrechtlich nicht zulässigen "post hoc ergo, propter hoc" - Schluss (im 
Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls"; BGE 119 V 335 E. 
2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Demzufolge und 
aufgrund des Umstandes, dass sich der Operateur in keiner Weise mit den 
bildgebend erhobenen Befunden vom 6. März 2017 (AB 2) 
auseinandergesetzt und keinen Grund für die Korrektur des 
Operationsberichts vom 13. März 2017 (AB 6) genannt hat, vermögen 
seine Berichte keine Zweifel an der Aktenbeurteilung von Dr. med. 
B.________ vom 3. April 2018 (AB 76 bis 78) zu begründen.

Damit besteht auch unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigun-
gen keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. 

5.

Nach dem Dargelegten ist das Ereignis vom 1. März 2017 weder als Unfall 
im Rechtssinne zu qualifizieren, noch liegt eine unfallähnliche Körperschä-
digung vor. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht somit zu 
Recht verneint. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Januar 
2018 (AB 69 bis 72) ist nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, UV/18/180, Seite 17

schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Die obsiegende 
Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach allgemei-
nem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.