# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa792f31-b5d2-59f9-a76d-59c84dc87376
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 29.04.2015 110 2014 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2014-135_2015-04-29.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 110/2014/135 Bern, 29. April 2015

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________

Frau C.________
Beschwerdeführerin 2

Herrn D.________
Beschwerdeführer 3

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

F.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Stadt Langenthal, Jurastrasse 22, 4901 Langenthal

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Stadt Langenthal vom 
27. Oktober 2014 (Baugesuch Nr. 018A-2010; Fassadenverkleidung, Dacheindeckung, 
Autounterstand)

2

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. Februar 2010 bei der Stadt Langenthal ein 

Baugesuch ein für den Abbruch des bestehenden Gebäudes auf der Parzelle Langenthal 

Gbbl.-Nr. I.________ und den Neubau eines Wohnhauses mit einem Autounterstand. Die 

Parzelle ist der Wohnzone W2/B zugeordnet, liegt im Quartiererhaltungsgebiet Nr. 13 

„Moosrain“ und gehört gemäss Bauinventar zur Baugruppe L. Die Stadt Langenthal erteilte 

die Baubewilligung, die vom Rechtsvorgänger der Beschwerdeführerin 2 und vom 

Beschwerdeführer 3 angefochten wurde. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 

Kantons Bern (BVE) hiess die Beschwerde teilweise gut: Mit Entscheid vom 23. Januar 

2012 erteilte sie dem Bauvorhaben betreffend die Fassadenfarbe und -verkleidung des 

Wohngebäudes sowie betreffend den Autounterstand den Bauabschlag. Für das 

Wohngebäude und die Erstellung eines ungedeckten Autoabstellplatzes anstelle des 

Autounterstandes erteilte die BVE eine Teilbaubewilligung (BDE 110/10/167). Das 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern bestätigte diesen Entscheid am 28. November 2012 

(VGE 100.2012.56). Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 9. Juli 2013 auf eine dagegen 

gerichtet Beschwerde nicht ein, mit der Begründung, es handle sich um einen nicht 

anfechtbaren Zwischenentscheid: Die erteilte Teilbaubewilligung könne vom Bundesgericht 

nur zusammen mit der zweiten Teilbaubewilligung beurteilt werden und erwachse daher 

nicht in Rechtskraft (BGE 1C_47/2013). 

2. Am 15. Januar 2014 reichte die Beschwerdegegnerin bei der Stadt Langenthal das 

Baugesuch für die noch nicht bewilligten Teile des Vorhabens ein, nämlich für das 

Anbringen der Fassadenverkleidung und der Dacheindeckung sowie das Erstellen eines 

Autounterstandes. Die Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 erhoben Einsprache. Am 24. Juni 

2014 reichte die Beschwerdegegnerin eine Projektänderung betreffend die Fassadenfarbe 

ein. Sie reagierte damit auf die Stellungnahme der Bau- und Planungskommission der 

Stadt Langenthal (BPK). Mit Entscheid vom 27. Oktober 2014 erteilte die Stadt Langenthal 

die Teilbaubewilligung für das Anbringen der Fassadenverkleidung und der 

Dacheindeckung sowie für das Erstellen des Autounterstanden. Die Einsprachen wies sie 

ab. Diesen Entscheid fochten die Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 innert Frist bei der BVE 

an. Beschwerdeführer 1 beantragt den Bauabschlag, evtl. die Bewilligung mit anderer 

Fassadenfarbe. Die Beschwerdeführenden 2 und 3 beantragen ebenfalls den 

Bauabschlag, evtl. die Rückweisung an die Vorinstanz. 

3

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den 

Schriftenwechsel durch und holte einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege 

der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum 

Bericht der OLK vom 2. Februar 2015 zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen.

4. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der OLK wird, soweit für den Entscheid 

wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann 

er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide 

können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen 

den Gesamtentscheid zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die 

Einsprecher im Rahmen ihrer Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde 

(Art. 10 KoG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 BauG). 

b) In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2014 bestreitet die 

Beschwerdegegnerin die Legitimation der Erbengemeinschaft von H.________. Die 

Beschwerdeführerin 2 hat als alleinige Grundeigentümerin von Langenthal Gbbl.-Nr. 

J.________ und als Rechtsnachfolgerin ihres verstorbenen Ehemannes zulässigerweise 

Einsprache erhoben. Sie ist zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Beschwerdebefugnis 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191).
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).

4

der Beschwerdeführer 1 und 3 wird nicht bestritten. Auf die form- und fristgerecht 

eingereichten Beschwerden ist einzutreten.

c) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht 

sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses 

hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. 

Sowohl für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und 

eine allfällige vorzeitige Beendigung gelten somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime 

sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des 

Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.4 Anfechtungsobjekt in diesem 

Verfahren ist die Baubewilligung der Stadt Langenthal vom 27. Oktober 2014. Der 

Streitgegenstand ist somit von vorneherein auf deren Inhalte beschränkt, nämlich die 

Fassadenfarbe und -verkleidung des Wohnhauses sowie das Erstellen des 

Autounterstandes. Nicht zum Streitgegenstand dieses Verfahrens gehören diejenigen 

Elemente des Bauvorhabens, die mit Teilentscheid der BVE vom 23. Januar 2012 bewilligt 

wurden: Das sind das Wohnhaus mit Ausnahme der Fassadenfarbe und der 

Fassadenverkleidung sowie der Boden des Autounterstandes. Die Bewilligung für diese 

Elemente des Bauvorhabens ist zwar nicht in Rechtskraft erwachsen (BGE 1C_47/2013), 

aber über sie wurde mit VGE vom 28. November 2012 kantonal letztinstanzlich 

entschieden. 

Anders als die Beschwerdeführenden 2 und 3 meinen, können sie in diesem Verfahren 

keine Rügen mehr gegen die kantonal bereits letztinstanzlich beurteilten Teile des 

Vorhabens vorbringen. Insbesondere betrifft diese Abgrenzung die Frage der 

"Fassadengestaltung": Einzig Fassadenfarbe und Fassadenverkleidung können 

Streitgegenstand dieses Verfahrens sein; über andere Aspekte der Fassadengestaltung, 

wie z.B. die Fenster, wurde im vorhergehenden Verfahren kantonal letztinstanzlich 

entschieden, und sie wurden bewilligt. Die Fenster können somit nicht Gegenstand dieses 

Verfahrens sein, eine Projektänderung wurde ja nicht eingereicht. Anders ist dies bei der 

Materialisierung und Farbe des Daches: Zwar wurde das Dach mit Teilentscheid der BVE 

vom 23. Januar 2012 auch bewilligt; offengelassen wurde aber, ob eine Anpassung auf 

unterer Gestaltungsebene (Farbe, Material) aufgrund der im nachfolgenden Teilbaugesuch 

zu definierenden Fassadenverkleidung und Fassadenfarbe notwendig sein werde. 

4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8.

5

Tatsächlich wurde die Farbe des Daches angepasst, so dass dieser Aspekt wieder 

mögliches Anfechtungsobjekt im aktuellen Verfahren ist. 

d) Die Beschwerdegegnerin schliesslich macht geltend, die von den 

Beschwerdeführenden 2 und 3 vorgebrachten Rügen sprengten z.T. den Rahmen ihrer 

Einsprachen: Aus diesem Grund dürfe auf ihre Rügen betreffend die Materialisierung und 

Farbe der Fassade, den Sockel, den Dachvorsprung und den Waldabstand nicht 

eingetreten werden. Beim Waldabstand geht dieser Einwand von vorneherein fehl, da es 

dabei um den Vollzug von Bundesrecht geht.5 Im Übrigen genügt in der Praxis auch bei 

Rügen, die die Verletzung kantonalen Rechts betreffen, dass der Themenbereich in der 

Einsprache angesprochen wurde.6 Unter Ziff. 4 ihrer Einsprache vom 27. Februar 2014 

rügen die Beschwerdeführenden 2 und 3 die mangelnde Übereinstimmung des Vorhabens, 

insbesondere auch der Dacheindeckung des Wohnhauses, mit den massgebenden 

Gestaltungsvorschriften. Damit ist der Themenbereich Ästhetik in der Einsprache 

angesprochen und auf entsprechende Rügen in der Beschwerde ist einzutreten. Zudem 

wird die Gestaltung des Wohnhauses auch von Beschwerdeführer 1 gerügt und ist daher in 

diesem Verfahren zu überprüfen, soweit sie mit dem Autounterstand sowie der 

Fassadenfarbe und -Verkleidung zu tun hat. 

2. Vereinbarkeit mit den Festlegungen zur Quartiererhaltung

a) Das Bauvorhaben befindet sich im obersten Teil der im Bauinventar der Stadt 

Langenthal aufgeführten Baugruppe L „Moosrain“. Das heute noch bestehende Gebäude 

auf der Parzelle Langenthal Gbbl. Nr. I.________ ist weder als schützenswert noch als 

erhaltenswert eingestuft. Die Stadt Langenthal hat auf der Grundlage der Baugruppe L das 

Schutzgebiet "Moosrain/Melchnaustrasse" ausgeschieden, wobei sie sich bei der 

Umschreibung der Strukturmerkmale am Bauinventar orientiert hat. Das 

Verwaltungsgericht ist in seinem Entscheid vom 28. November 2012 (VGE Nr. 2012.56) 

zum Schluss gekommen, ein allfälliger Schutz nach Artikel 10b BauG gehe nicht weiter als 

der Schutz nach kommunalem Recht. Die hier noch zur Diskussion stehenden Teile des 

5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig; Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 40-
41, N. 9a.
6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O.

6

Bauvorhabens sind daher ausschliesslich auf ihre Vereinbarkeit mit den kommunalen 

Schutzvorschriften zu überprüfen. 

b) Auf kommunaler Ebene kommen die Bestimmungen über die Zone für 

Quartiererhaltung zur Anwendung. Gemäss Art. 53 GBR7 ist die Quartiererhaltung eine die 

Bauzone überlagernde Festlegung und umfasst Gruppen von Einzelbauten mit speziellen 

Qualitäten, deren Eigenart wesentlich zum Wohnwert der Quartiere beiträgt und die 

deshalb in ihrem Charakter erhalten werden sollen. Art. 54 GBR bestimmt, dass sich alle 

baulichen Vorkehren innerhalb dieser Gebiete bestmöglich in die bestehende Bau- und 

Quartierstruktur einordnen müssen. Die im Anhang IV beschriebenen Strukturmerkmale 

werden als massgeblich erklärt und müssen beachtet werden. Als solche gelten das 

Gebäudevolumen (Dachform, Ausrichtung, Materialisierung), die Gebäudestellung (im 

Grundstück und in der Topografie), der Garten und die Bepflanzung, das Verhältnis zum 

Strassenraum sowie besondere Merkmale. Demgemäss zeichnet sich das Gebiet Nr. 13 

„Moosrain / Melchnaustrasse“ aus durch Einfamilienhäuser mit massivem Sockelgeschoss 

und hölzernem Oberbau unter Satteldächern (Chalets). Der First verläuft hauptsächlich 

quer zum Hang. Die ähnlich ausgerichteten Hauptbaukörper verleihen der Gruppe eine 

bemerkenswerte Kompaktheit. Als besonderes Merkmal wird aufgeführt, dass es sich um 

schlichte, baumeisterlich geprägte Heimatstilbauten aus der Zwischen- und Nachkriegszeit 

handelt. Der Aussenraum wird als einzigartige, von Büschen, Gärten, kleinen 

Nebenbauten, Fusswegen, Hecken, Brunnen und Mauern durchsetzte Anlage beschrieben. 

Zu prüfen ist, ob die hier zu beurteilende Teile des Vorhabens, nämlich der Autounterstand, 

die Fassadenfarbe und die Fassadenverkleidung mit diesen Vorgaben übereinstimmen.

3. Autounterstand

a) Vorgesehen ist, einen offenen Autounterstand aus Sichtbeton zu erstellen. Dessen 

Dach, eine Betonplatte, schliesst direkt an die nordseitige Hauswand an. Einzig die 

Rückwand des Autounterstandes gegen den Wald hin besteht aus einer Mauer; im Übrigen 

stützt sich das Dach auf einen rechteckigen Pfeiler ab. Anders als im ersten, nicht 

bewilligten Projekt ragt der Autounterstand nicht in den Vorgarten hinein, sondern endet 

auf der Flucht der Fassade des Hauptbaus. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid 

7 Baureglement der Stadt Langenthal vom 30.11.2003 (GBR).

7

zum Schluss gekommen, die im ersten Baubewilligungsverfahren insbesondere von der 

OLK angebrachte Kritik am Autounterstand (Durchschneiden des Vorlandes, optische 

Abtrennung von Langenthal Gbbl.-Nr. J.________) sei nun berücksichtigt. Die 

Quartierstruktur werde nicht beeinträchtigt und die Vorgaben der kommunalen 

Quartiererhaltungsvorschriften seien damit erfüllt. Auch der von der Vorinstanz eingeholte 

Fachbericht der Denkmalpflege vom 24. Februar 2014 kam zum Schluss, durch den 

Autounterstand seien weder ortsbild- noch denkmalpflegerische Belange betroffen. 

b) Dagegen sind die Beschwerdeführenden 2 und 3 der Ansicht, das Flachdach des 

Autounterstandes stehe im Widerspruch zu den massgeblichen 

Quartiererhaltungsvorschriften, weil diese Satteldächer vorschreiben. Ein Flachdach aus 

Beton widerspreche der speziellen Qualität des Chaletstils. Um eine architektonische 

Einheit mit dem Wohngebäude zu erreichen, müsse der Autounterstand mit einem 

Satteldach mit gleichem Neigungswinkel wie beim Hauptbau gedeckt werden. Auch 

entspreche die offene Betonstruktur des Unterstandes weder dem Chaletstil noch dem 

monolithischen Gedanken, der beim Hauptbau leitend sei. Sodann verletze der Sichtbeton 

eine weitere Qualität des Quartiers, nämlich die hölzernen Oberbauten. Der Unterstand sei 

deshalb zumindest mit Holz zu verschalen. 

c) Die Beschwerdeführenden gehen somit davon aus, dass der Autounterstand 

entweder historisierend im Chaletstil oder dann - modern - als geschlossene, monolitische 

Miniaturausgabe des Hauptbaus ausgestaltet sein müsse, jedenfalls aber ein Satteldach 

haben müsse. Sie verkennen damit, dass eine gute Einordnung in den Baubestand nach 

heutigem Verständnis nicht durch Stilkopie zu bewerkstelligen ist, und dass für einen 

Autounterstand nicht die gleichen gestalterischen Leitlinien gelten können, wie für ein 

Wohnhaus. Die OLK hat bereits in ihrem Bericht vom 25. Februar 20118 dargelegt, dass 

die im fraglichen Gebiet bestehenden Autounterstände nie als geschlossene Gebäude, 

sondern als offene Unterstände auf Stützen ausgestaltet und daher räumlich nur minimal 

wirksam seien. Dadurch bleibe der die Siedlung auszeichnende, durchgrünte Charakter 

erhalten. Auch hat der Augenschein im vorausgehenden Beschwerdeverfahren gezeigt, 

dass die bestehenden Autounterstände und Garagen durchwegs Flachdächer oder flache 

Pultdächer aufweisen.9 Vor diesem Hintergrund kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, 

8 Akten BDE 110/10/167, p 54
9 Akten BDE 110/10/167 p 92, 96, 97und 98

8

dass der Autounterstand in der überarbeiteten Fassung mit den massgebenden 

Gestaltungsvorschriften im Einklang steht. Dies bestätigt die OLK in ihrem Bericht vom 2. 

Februar 2015: Beim Autounterstand handle es sich um eine einfache, unauffällige 

Konstruktion, die gut zum Hauptbaukörper passe und die Qualitäten des Vorgartenbereichs 

nicht beeinträchtige. Diese Beurteilung der OLK überzeugt. Eine geschlossene, 

holzverschalte Konstruktion mit Satteldach würde dagegen optisch wesentlich mehr ins 

Gewicht fallen und den Unterschied zwischen Haupt- und Nebenbauten verwischen. Der 

offene, auf die wesentlichen Betonelemente reduzierte Autounterstand verträgt sich viel 

besser mit den noch bestehenden, schlichten Heimatstilbauten der Zwischenkriegszeit und 

dem einzigartigen, durchgrünten und nur mit kleinen Nebenanlagen bestückten 

Aussenraum. Die entsprechenden Rügen sind abzuweisen. 

4. Fassadenfarbe und -verkleidung, Dachfarbe

a) Vorgesehen ist, das Wohnhaus mit einer horizontalen Wechselfalzschalung aus Holz 

zu verkleiden und diese mit Leinöl grau zu lasieren. Das Dach soll mit anthrazitfarbenen 

Eternitplatten gedeckt werden. Fassade und Dach sind im gleichen, hellen Grauton 

gehalten (RAL 7038), ebenso die äusseren Abschlüsse d.h. Storen, Fenster und Türen. 

Die einheitliche Farbgestaltung wurde im vorinstanzlichen Baubewilligungsverfahren durch 

die BPK verlangt: Damit soll der monolithische Charakter des Baukörpers, der u.a. aus 

dem Wegfallen des Vordaches resultiert, unterstrichen werden. Mit dieser Anpassung 

erachtete die Baubewilligungsbehörde die Anforderungen der 

Quartiererhaltungsvorschriften als erfüllt. Auch die von der Vorinstanz eingeholten 

Fachberichte der Denkmalpflege vom 24. Februar und vom 21. Juli 2014 kommen zum 

Schluss, durch die gewählte Gestaltung von Dach und Fassaden seien weder ortsbild- 

noch denkmalpflegerische Belange betroffen. 

Schliesslich führt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid aus, es entspreche ihrer 

langjährigen Praxis, im Gebiet Moosrain, nicht nur Chaletbauten der Kriegs- und 

Nachkriegsjahre zuzulassen, sondern auch zeitgemässe und architektonisch moderne 

Bauten. Daher verlange sie nicht zwingend ein Sockelgeschoss. In ihrer 

Beschwerdeantwort weist sie darauf hin, die besondere Quartierstruktur ergäbe sich vor 

allem und in erster Linie aus den ähnlichen Gebäudevolumen, der ähnlichen Ausrichtung 

der Hauptbaukörper und der besonderen Umgebungsgestaltung. Neubauten brauchten 

9

nicht mit der bestehenden Bebauung identisch zu sein, sondern es genüge, wenn sie 

gewisse Strukturmerkmale aufnähmen.

b) Beschwerdeführer 1 ist dagegen der Auffassung, der einheitliche Farbton und der 

fehlende Sockel widersprächen den massgebenden Strukturmerkmalen. Die monolithische 

Gesamtwirkung sei mit dem Chaletstil nicht zu vereinbaren. Dabei geht der 

Beschwerdeführer 1 offensichtlich davon aus, dass die Holzfassade mit Deckfarbe 

gestrichen werden soll, was aber nicht der Fall ist: Vorgesehen ist eine Lasur mit Leinöl, 

die die Holzstruktur durchschimmern lässt. Auch die Beschwerdeführenden 2 und 3 sehen 

durch Fassadenfarbe und -verkleidung die massgebenden Quartiererhaltungsvorschriften 

verletzt. Insbesondere fehle ein Sockelgeschoss; als Strukturmerkmal gemäss 

Quartiererhaltungsvorschriften müsse ein das gesamte Erdgeschoss umfassendes, 

gemauertes Sockelgeschoss angesehen werden. Das Bauprojekt habe mit massivem 

Sockelgeschoss und hölzernem Oberbau im Heimatstil der Zwischen- und Nachkriegszeit 

erstellt zu werden. Dazu gehöre eine entsprechende Farbgebung, ein Dachvorsprung 

sowie entsprechend proportionierte Fenster mit Läden. Schliesslich bringen die 

Beschwerdeführenden 2 und 3 in ihren Schlussbemerkungen vor, der Bericht der OLK vom 

2. Februar 2015 sei widersprüchlich: In ihrem früheren Berichten sei die OLK zum Schluss 

gekommen, dass die Qualität der Baugruppe Moosrain stetig entwertet werde; dennoch 

befinde die OLK nun, dass sich das Bauvorhaben gut einfüge. Die OLK gebe dem 

zeitgenössischen Bauen den Vorrang gegenüber dem Schutz der historischen Gebäude. 

c) Beim Wohnhaus ist Streitgegenstand dieses Verfahrens ausschliesslich die 

Fassadenverkleidung und die Fassadenfarbe sowie - weil sie angepasst wurde - die Farbe 

der Dacheindeckung. Nicht mehr zu beurteilen sind die Fenster, die Storen bzw. Läden 

oder der Dachvorsprung. Sie sind in der vorliegenden Form kantonal letztinstanzlich 

beurteilt worden. Ebenso ist die Konstruktion als solche - Backsteinwände mit 

Dämmschicht, Hinterlüftung und Verkleidung - kantonal letztinstanzlich beurteilt worden 

und damit nicht mehr Streitgegenstand dieses Verfahrens. Vor diesem Hintergrund ist die 

Bemerkung in VGE 2012.56 zu lesen: "Im Übrigen kann zumindest eine "Sockelwirkung" 

gegebenenfalls auch noch mit der noch nicht bewilligten Fassadengestaltung erzeugt 

werden". Die Frage kann einzig noch sein, ob allenfalls mit der Verkleidung - durch einen 

Struktur- oder Farbwechsel - ein Sockel bzw. eine Geschossteilung angedeutet werden 

soll. 

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d) Nach Art. 53 GBR umfasst die Zone für Quartiererhaltung Gruppen von Einzelbauten 

mit speziellen Qualitäten, deren Eigenart wesentlich zum Wohnwert der Quartiere beiträgt 

und die deshalb in ihrem Charakter erhalten werden sollen. Nach Art. 54 GBR müssen sich 

bauliche Vorkehren in diesen Gebieten bestmöglich in die bestehende Bau- und 

Quartierstruktur einordnen. Die zu beachtenden und massgeblichen Strukturmerkmale sind 

im Anhang IV beschrieben. In Anhang IV werden für das Gebiet Nr. 13, Moosrain, 

Aussagen zu "Gebäudevolumen" (Dachform, Ausrichtung, Materialisierung), 

"Gebäudestellung" (im Grundstück, in der Topographie), "Garten/Bepflanzung", "Verhältnis 

zum Strassenraum" und zu "besonderen Merkmalen" gemacht. Dabei handelt es sich um 

eine Beschreibung der bestehenden Einfamilienhäuser aus der Zwischenkriegszeit und 

ihrer Qualitäten. 

Anzustreben ist also die bestmögliche Einordnung von Neubauten unter Beachtung der 

massgeblichen Strukturmerkmale des historischen Bestandes. Nach diesen Vorschriften ist 

nicht zwingend, dass Neubauten sämtliche massgeblichen Strukturmerkmale selbst 

aufweisen, wie dies die Beschwerdeführenden 2 und 3 verlangen. Die 

Quartiererhaltungsvorschriften Moosrain verlangen keine Kopien, sondern lassen Raum für 

Neubauten in zeitgenössischer Formensprache. Die Frage ist, wie weit dabei Kontraste 

zum Bestehenden möglich sind, ohne dass die verlangte bestmögliche Einordnung aufs 

Spiel gesetzt wird. In dieser Frage besteht offensichtlich Spielraum, der unter 

Berücksichtigung der Fachmeinungen ausgefüllt werden muss. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass es um die Auslegung kommunaler Vorschriften geht und daher 

dieser Beurteilungsspielraum in erster Linie der Vorinstanz zukommt. 

e) Die OLK hat sich in ihrem Bericht vom 2. Februar 2015 zu Fassadenverkleidung 

sowie zur Farbe geäussert. Sie kommt zum Schluss, es handle sich um zeitgemässe, 

unauffällige, zweckmässige Lösungen. Die graue Farbe unterstreiche die angestrebte 

Zurückhaltung in der Erscheinung. Punkto Quartiererhaltungsvorschriften führt die OLK 

aus, die wesentlichen Strukturmerkmale (architektonische Haltung, Setzung auf dem 

Grundstück, Volumetrie, Gebäudestellung, Firstrichtung) seien eingehalten und stünden in 

diesem Verfahren auch nicht mehr zur Diskussion. Fassaden- und Dachgestaltung 

bezeichnet die OLK als untergeordnete Strukturmerkmale: Der Verzicht auf den 

Dachvorsprung, die Farbgebung und die Materialisierung bedeuteten eine Abweichung von 

den charakteristischen Merkmalen der bestehenden Gebäude, betonten aber die 

architektonische Einheit und seien so im Strassenbild besser akzeptierbar als irgendwie 

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vorgetäuschte Blendelemente. Es äussere sich ein einheitlicher, zeitgemässer 

Gestaltungswille, der in seiner von Sparsamkeit geprägten Grundhaltung den Charakter 

der Baugruppe reflektiere. Mit der horizontalen Holzverschalung und mit der in die 

natürlichen Eigenschaften des Holzes sichtbar belassenden, in der Tonalität warmen 

grauen Lasur würden Bezüge zum Kontext geschaffen und die Einordnung zusätzlich 

verbessert. Die Ausbildung eines Sockelgeschosses hätte in der Bauzeit der bestehenden 

Bauten seine Berechtigung gehabt, heute sei das aber weder in konstruktiver noch 

gestalterischer Hinsicht notwendig. Aus dem Fehlen eines Sockelgeschosses könne nicht 

hergeleitet werden, dass sich der Neubau nicht in die bestehende Bau- und 

Quartierstruktur einordne. Auch die Dacheindeckung mit den im Fassadenton gehaltenen 

Faserzementplatten führe zu einer stimmigen Gestaltung des Neubaus und sei in Bezug 

auf seine Einordnung nicht kritisch. Auch wenn der Neubau eigenständig und zeitgemäss 

gestaltet sei und keine Kopie der bestehenden Bauten darstelle, ergebe sich insgesamt 

eine gute Gesamtwirkung.

f) Diese Beurteilung durch die OLK stützt somit den Entscheid der Vorinstanz 

vollumfänglich. Es ist gerade die eindeutig moderne Gestaltung des Baukörpers, die zu 

seiner guten Einordnung in den Bestand beiträgt. Die Übernahme einiger wesentlicher 

Strukturmerkmale genügt; die Übernahme sämtlicher untergeordneter Strukturelemente 

oder sogar Stilzitate sind unerwünscht. Insbesondere ist ein eigentliches Sockelgeschoss 

nicht zwingend: Die BPK hat dargelegt, dass beim Wohnhaus der "monolithische Gedanke" 

im Vordergrund steht. Die Architektur soll wie aus einem Guss wirken: Sie hat deshalb klar 

definierte Umrisse ohne Vorsprünge und ist mit einer einheitlichen "modernen" Farbe 

überzogen. Würde man nun das Erdgeschoss als Geschoss nach aussen sichtbar 

machen, z.B. durch einen Wechsel in der Farbe oder in der Verschalung, stünde das dem 

architektonischen Grundkonzept entgegen und vertrüge sich auch nicht mit den 

Fensteröffnungen. Mit der nun horizontalen Verschalung und der rund 30 cm hohen 

verschalungsfreien Zone am Übergang zum Gelände wurde die Einpassung des 

Baukörpers ins Geländer wesentlich verbessert und eine gewisse Sockelwirkung erreicht. 

Eine weitergehende Anpassung ist unnötig. Schliesslich entspricht es der Praxis der 

Vorinstanz, im Gebiet Moosrain, nicht nur Chaletbauten der Kriegs- und Nachkriegsjahre 

zuzulassen, sondern auch zeitgemässe und architektonisch moderne Bauten.

g) Der Bericht der OLK vom 2. Februar 2015 steht auch nicht im Widerspruch zu den 

früheren OLK-Berichten. Zwar hat die OLK bereits in ihrem Bericht vom 29. Oktober 2001 

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die Entwertung der Baugruppe Moosrain durch konzeptlose bauliche Eingriffe festgestellt. 

In ihrem Bericht vom 25. Februar 201110 hält die OLK gar fest, die ursprünglichen 

Qualitäten der Baugruppe seien weitgehend verschwunden. Die Hauptursache liegt laut 

OLK in der völlig anderen Volumetrie mehrerer Neubauten. Dem hier zu beurteilenden 

Bauvorhaben bescheinigt aber die OLK die gute Einordnung in das bestehende Gefüge: 

Das projektierte Gebäude sei zwar höher als das bestehende, aber nur geringfügig grösser 

als die benachbarten Gebäude. Stellung, Dachform und der First blieben unverändert 

gegenüber dem Bestehenden. Die Fassadengestaltung sei schlicht und lasse gerade 

dadurch einen Bezug zu den einfachen historischen Gebäuden erkennen. Somit füge sich 

das Bauvorhaben in die bestehende oberste Reihe ein. Aus den Berichten der OLK folgt 

also, dass die Baugruppe zwar durch früher bewilligte bauliche Eingriffe entwertet wurde, 

dass aber das hier zu beurteilende Bauvorhaben nicht zur weiteren Entwertung beiträgt, 

sondern im Gegenteil zu einer – soweit noch möglich – guten Gesamtwirkung beiträgt. Das 

Bauvorhaben steht somit im Einklang mit den Festlegungen der Stadt Langenthal zur 

Quartiererhaltung, gerade weil seine Formensprache und Farbgebung einheitlich und 

zeitgemäss ist. Somit ergibt sich, dass die entsprechenden Rügen der 

Beschwerdeführenden abzuweisen sind. 

4. Waldabstand

a) Gegenstand der angefochtenen Baubewilligung ist der Autounterstand. Der 

Autounterstand hält eine minimale Distanz von 5 Metern gegenüber der Waldgrenze ein. 

Daher ist eine Ausnahmebewilligung nach Art. 26 KWaG für das Unterschreiten des 

Waldabstandes nach Art. 25 Abs. 1 KWaG11 nötig. Die Vorinstanz kam in ihrem Entscheid 

zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die Ausnahmebewilligung gegeben seien: Sie 

stützt sich dabei auf den Amtsbericht des KAWA vom 6. Februar 2014. Das KAWA kam 

zum Schluss, die Walderhaltung sei gewährleistet, die Waldfunktionen zwar tangiert, aber 

kaum entscheidend beeinträchtigt. Es beantragte, dass die Ausnahmebewilligung erteilt 

wird. Die Baubewilligungsbehörde hielt fest, dass die bestehende Bebauung auch einen 

teils stark verkürzten Waldabstand aufweise und dass die Parzelle ohne Unterschreitung 

des Waldabstandes kaum überbaubar wäre. 

10 Akten BDE 110/10/167 p 54
11 Kantonales Waldgesetz vom 5. Mai 1997 (KWaG; BSG 921.11)

13

b) Die Beschwerdeführenden 2 und 3 rügen die erteilte Ausnahmebewilligung. Nach 

ihrem Dafürhalten beeinträchtigt die Unterschreitung des Waldabstandes in diesem Fall 

den Wald. Zudem genüge ein rein wirtschaftliches Interesse (Überbaubarkeit) nicht zur 

Begründung einer Ausnahme. 

c) Die Frage des Waldabstandes war bereits Gegenstand des ersten 

Teilbaubewilligungsverfahrens. In Bezug auf den Hauptbaukörper ist sie daher kantonal 

abschliessend beurteilt worden. In diesem Verfahren steht einzig noch der Waldabstand 

zum Autounterstand zur Diskussion, weil der Autounterstand im ersten Verfahren nicht 

bewilligt wurde. Materiell wurde aber auch diese Frage im ersten Verfahren geprüft und der 

entscheidende Sachverhalt d.h. die Position des Autounterstandes hat sich nicht geändert. 

Das Verwaltungsgericht kam in seinem Entscheid Nr. 2012.56 zum Schluss, die BVE habe 

die besonderen Verhältnisse für eine Ausnahme vom Waldabstand zu Recht bejaht. Zum 

gleichen Ergebnis gelangte das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das sich im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 1C_47/2013 ausführlich 

zur Frage des Waldabstandes geäussert hat, obwohl das Bundesgericht auf die 

Beschwerde letztlich nicht eingetreten ist. Gemäss BAFU-Bericht vom 21. März 2013 

verstösst die kantonale Beurteilung im konkreten Fall nicht gegen die bundesrechtlichen 

Bestimmungen. Es ist kein Grund ersichtlich, warum sich an dieser Beurteilung inzwischen 

etwas geändert haben sollte; der Sachverhalt ist derselbe geblieben. Bei dieser 

Ausgangslage ist die Beschwerde der Beschwerdeführenden 2 und 3 auch in diesem 

Punkt abzuweisen. 

4. Zusammenfassung und Kosten

a) Somit ergibt sich, dass die Beschwerden abzuweisen sind, soweit auf sie eingetreten 

werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. 

Sie haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Verfahrenskosten 

im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für besondere 

Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 

werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'200.- pro 

Beschwerde (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 

14

GebV12). Die Kosten der OLK (Fr. 500.- gemäss Rechnung vom 2. Februar 2015) werden 

gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten im 

Beschwerdeverfahren betragen somit insgesamt Fr. 2'900.-. Sie werden dem 

Beschwerdeführer 1 sowie den Beschwerdeführenden 2 und 3 je zur Hälfte auferlegt. 

b) Die Beschwerdeführenden haben zudem der Beschwerdegegnerin die Parteikosten 

zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Beschwerdegegnerin ist mehrwertsteuerpflichtig13 

und kann somit die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer 

eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. Ihr fällt daher betreffend 

Mehrwertsteuer kein Aufwand an und eine Abgeltung der Mehrwertsteuer käme einer mit 

Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren Überentschädigung gleich. 

Nach neuer Praxis des Verwaltungsgerichts ist deshalb die in der Kostennote des 

Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin aufgeführte Mehrwerteuer bei der Bestimmung 

des Parteikostenersatzes nicht zu berücksichtigen.14 Im Übrigen gibt die Kostennote des 

Anwaltes der Beschwerdegegnerin zu keinen Bemerkungen Anlass. Der Beschwerdeführer 

1 sowie die Beschwerdeführenden 2 und 3 haben der Beschwerdegegnerin somit die 

Parteikosten von insgesamt Fr. 5'075.70 je zur Hälfte zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 

Gesamtentscheid der Stadt Langenthal vom 27. Oktober 2014 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'900.- werden je zur Hälfte, ausmachend Fr. 1'450.-, 

dem Beschwerdeführer 1 sowie den Beschwerdeführenden 2 und 3 zur Bezahlung 

auferlegt. Die Beschwerdeführenden 2 und 3 haften für ihren Anteil solidarisch. 

12 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)
13 Siehe Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>
14 BVR 2014 S. 484 E. 6

15

Separate Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 

erwachsen ist.

3. Die Parteikosten im Betrag von Fr. 5'075.70 werden je zur Hälfte, ausmachend 

Fr. 2'537.85 dem Beschwerdeführer 1 sowie den Beschwerdeführenden 2 und 3 zur 

Bezahlung auferlegt. Die Beschwerdeführenden 2 und 3 haften für ihren Anteil 

solidarisch.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt B.________, mit Gerichtsurkunde

- Herrn Rechtsanwalt E.________, mit Gerichtsurkunde

- Herrn Rechtsanwalt G.________, mit Gerichtsurkunde

- Baubewilligungsbehörde der Stadt Langenthal, mit Gerichtsurkunde

- Regierungsstatthalteramt Emmental-Oberaargau, zur Kenntnis, A-Post

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), zH. OLK-Gruppe Emmental-

Oberaargau, zur Kenntnis, per Kurier 

- Amt für Wald (KAWA), Waldabteilung 6, Burgdorf-Oberaargau, zur Kenntnis, A-Post

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer,

Regierungspräsidentin