# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b461e1b3-77d5-59c8-9787-d53bed037dcb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.10.2018 IV 2016/30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-30_2018-10-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/30

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2019

Entscheiddatum: 30.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 30.10.2018
Art. 53 Abs. 2 ATSG; Art. 17 ATSG, Herabsetzung einer ganzen auf eine halbe 
Rente: Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte in Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes sowie in falscher Anwendung der damals 
gültigen Bestimmungen. Zudem sind die erwerblichen 
Revisionsvoraussetzungen nach Art. 17 ATSG erfüllt, da der 
Beschwerdeführer ab 2012 markant höhere Einkommen erzielte. Auf das 
bidisziplinäre Gutachten ist abzustellen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. Oktober 2018, IV 
2016/30).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz),

Marie Löhrer und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/30

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber,

Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente (Wiedererwägung)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 5. Februar 2001 erneut bei der Invalidenversicherung (IV) 

zum Leistungsbezug an und beantragte berufliche Massnahmen (Berufsberatung, 

Umschulung) mit Hinweis auf Rücken- sowie Schulter- und Halsbeschwerden (IV-act. 

52). Vorgängig war ein erstes Gesuch um berufliche Mass-nahmen vom 27. September 

1994 (Eingang bei der IV-Stelle, IV-act. 2) wegen Wirbelsäulenproblemen abgewiesen 

worden, da der Versicherte angemessen eingegliedert sei (Verfügung vom 28. 

November 1995; IV-act. 16). Aufgrund eines erneuten Gesuchs vom 29. April 1999 (IV-

act. 17) wurde eine erste berufliche Abklärung in der Informatikabteilung des B.___ 

durchgeführt, die ergeben hatte, dass der Versicherte momentan psychisch nicht in der 

Lage sei, eine weiterführende berufliche Massnahme zu absolvieren (Schlussbericht 

vom 16. Februar 2000, IV-act. 43-2 f.). In der Folge war der Versicherte durch Dr.med. 

C.___ psychiatrisch begutachtet worden (Gutachten vom 7. Juni 2000, IV-act. 45). Der 

Gutachter hatte eine psychische Überlagerung von körperlichen Beschwerden aus dem 

rheumatischen Formenkreis (ICD-10: F54) bei Störung der Persönlichkeitsentwicklung 

mit schizoiden und depressiven Zügen (ICD-10: F60.8) sowie eine Polytoxikomanie mit 

Cannabisabusus und anamnestisch auch Heroin- und Kokainabusus (ICD-20: F19.2) 

diagnostiziert. Er hatte festgehalten, kurzfristig könne der Versicherte als arbeitsfähig 

bezeichnet werden. Die jeweilige Arbeitsfähigkeit sei ohne Konstanz und langfristig 

gefährdet. Geschätzt betrage die Arbeitsfähigkeit durchschnittlich etwa 50%. 

Berufliche Massnahmen ohne vorgängige oder mindestens begleitende (stationäre) 

psychotherapeutischen Massnahmen seien zum Scheitern verurteilt. Die IV-Stelle hatte 

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das Gesuch vom 29. April 1999 schliesslich ebenfalls abgewiesen, da sich der 

Versicherte einer zumutbaren Abklärungsmassnahme (psychiatrische Behandlung) 

widersetze (Verfügung vom 4. Dezember 2000; IV-act. 50).

A.b  Nach einer erneuten beruflichen Abklärung im B.___ vom 3. September bis 31. 

Oktober 2001, die wegen zu vieler Absenzen nicht vollständig erfolgreich verlief 

(Verfügung vom 19. Juli 2001, IV-act. 70; Zwischenbericht Berufsberatung vom 16. 

November 2001, IV-act. 81), erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für Kurse zum 

Erwerb des SIZ-Anwenderdiploms vom 1. November 2001 bis 4. Mai 2002 (Verfügung 

vom 12. Dezember 2001, IV-act. 87). Diese Ausbildung wurde am 12. Februar 2002 

abgebrochen, da wegen zahlreichen Absenzen (zuletzt wegen einer Nierenkolik) der 

Rückstand nicht mehr aufzuholen sei bzw. weil Defizite in fachlichen, sozialen und 

persönlichen Kompetenzen bestünden (Schlussbericht B.___ vom 6. März 2002, IV-act. 

95).

A.c  Die Sozialpsychiatrische Beratungsstelle D.___ berichtete über eine einmalige 

Konsultation am 13. März 2002, es bestünden der Verdacht auf eine 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8), eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) bei 

zahlreichen sozialen Problemen sowie ein Rückenleiden. Es wurde ausgeführt, 

angesichts der fehlenden Tagesstruktur und der zahlreichen psychosozialen Probleme, 

die wahrscheinlich in engem Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstörung stünden, 

aber ihrerseits auch zu einer zusätzlichen Anpassungsstörung führten, sei eine 

stationäre Psychotherapie geeignet. Zur Zeit dürfte der Versicherte angesichts seiner 

psychischen Verfassung und den zahlreichen sozialen Problemen, wobei eines das 

andere negativ beeinflusse, nicht eingliederungs- und arbeitsfähig sein (Arztbericht 

vom 23. Mai 2002, IV-act. 101).

A.d  Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Vorbescheid vom 26. Juli 2002, 

IV-act. 108) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 4. Oktober 2002 

mit Wirkung ab 1. April 2000 eine ganze Rente zu (IV-act. 113).

A.e  Im Fragebogen zur Revision gab der Versicherte am 26. Juli 2007 an, sein 

Gesundheitszustand sei unverändert. Teilweise bzw. gelegentlich übe er bei der O.___ 

eine Erwerbstätigkeit aus und erziele dabei ein monatliches Einkommen von ca. Fr. 

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400.-- (IV-act. 114). Dr.med. E.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, bezeichnete 

im Bericht vom 27. August 2007 Gesundheitszustand und Invalidität als unverändert 

(IV-act. 118-1 ff.). Mit Mitteilung vom 22. Januar 2008 eröffnete die IV-Stelle dem 

Versicherten, er habe weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (IV-act. 126).

A.f  Im Fragebogen zur Revision vom 9. Februar 2011 (Eingang bei der IV-Stelle) 

erklärte der Versicherte wiederum, sein Gesundheitszustand sei gleich geblieben (IV-

act. 151). Dr. E.___ teilte im Arztbericht vom 26. Februar 2011 mit, er habe den 

Versicherte sehr sporadisch und seit dem 28. Juli 2010 nicht mehr gesehen (IV-act. 

154). Die Arbeitgeberin gab an, das seit November 2006 bestandene Arbeitsverhältnis 

sei per 31. Dezember 2010 aufgelöst worden, da der Versicherte nicht mehr erschienen 

sei (IV-act. 159-1). Der Versicherte erklärte am 31. August 2011 (Posteingang IV-Stelle), 

er arbeite seit 1. Februar 2011 zu einem Pensum von 20% bei der F.___ (IV-act. 161). 

Diese führte im Bericht vom 12. Oktober 2011 aus, es handle sich um einen 

stundenweisen, von Woche zu Woche unterschiedlichen Einsatz im Bereich 

Datenbankpflege/Bilddatenaufbereitung (IV-act. 167).

A.g  Die IV-Stelle liess den Versicherten rheumatologisch und psychiatrisch 

begutachten (Gutachten vom 24. Januar 2012; Dr.med. G.___, Facharzt für 

Rheumatologie und Innere Medizin, Dr.med. H.___, Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, Untersuchungen 28. November 2011; IV-act. 179). Die Gutachter diagnostizierten 

als Erkrankungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom  bei/mit Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform 

(Hohl-Rundrücken, Sakralisation LWK5), Facettensymptomatik lumbal bei 

Spondylarthrosen der unteren LWS, muskulärer Dysbalance bei Fehlstatik und 

Dekonditionierung sowie myelofaszialem Triggerpunkstsyndrom gluteal, ein 

cervikothorakospondylogenes Syndrom beidseits bei/mit Wirbelsäulenfehlhaltung und -

fehlform sowie Fehlstatik und muskulärer Dysbalance sowie eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, emotional instabilen und schizoiden Anteilen 

(ICD-10: F60.8). Aus rheumatologischer Sicht erscheine eine wirbelsäulenadaptierte 

körperlich eher leicht belastende Tätigkeit in Wechselpositionen ohne schweres Heben 

und Tragen von Lasten sowie ohne wirbelsäulenbelastende Haltungsmonotonien 

medizinisch-theoretisch in einem 100%-igem Pensum zumutbar, wobei der 

Wiedereinstieg allmählich erfolgen sollte, beginnend mit einem etwa 60%-igem 

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Pensum. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Heizungsmonteur, die bereits 1999 nicht 

mehr als zumutbar erschienen sei, sei auch derzeit nicht mehr zumutbar (IV-act. 

176-21, 23). Die Persönlichkeitsstörung sei mit einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit 

vereinbar (IV-act. 176-23; IV-act. 175-10 ff.). Aus bidisziplinärer Perspektive resultiere 

demnach spätestens ab Datum der gutachterlichen Untersuchung eine Arbeitsfähigkeit 

von 50% bedingt durch die psychiatrische Diagnose, wobei sich diese rein 

psychiatrische Einschätzung auch retrospektiv bis zum Vorgutachten Dr C.___ 

vertreten lasse. Auch seitens des Bewegungsapparates erscheine eine rückwirkende 

Beurteilung vertretbar (IV-act. 176-23).

A.h  RAD-Ärztin Dr.med. I.___, Fachärztin für Allgemeine Medizin, nahm am 1. Februar 

und 19. März 2012 Stellung, auf das Gutachten könne vollumfänglich abgestellt 

werden. Der damalige Rentenentscheid (Verfügung vom 4. Oktober 2002, IV-act. 113) 

sei trotz instabilen Gesundheitszustandes und ohne genauere Überprüfung des 

medizinischen Sachverhalts gefällt worden (IV-act. 177, 181).

A.i Die IV-Stelle sprach dem Versicherten mit Mitteilung vom 30. Juli 2012 

Arbeitsvermittlung zu (IV-act. 193). Die Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall 

am 30. Mai 2012 (richtig: 2014) ab. Der Versicherte habe in der Zwischenzeit immer 

wieder temporäre Einsätze leisten können, jedoch sei es nicht gelungen, einen 

Arbeitgeber zu finden, welcher ihn für ein Pensum von 50% einstellte. Aufgrund dessen 

seien berufliche Massnahmen nicht angezeigt (IV-act. 209-12). Am 27. Februar 2015 

erliess die IV-Stelle die Mitteilung, trotz ihrer Bemühungen und Unterstützung sei es 

nicht gelungen, den Ver¬sicherten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die beruflichen 

Massnahmen würden somit abgeschlossen (IV-act. 211).

A.j Mit Vorbescheid vom 14. September 2015 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen wiedererwägungsweisen Aufhebung der 

Verfügung vom 4. Oktober 2002 und zur Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente 

auf eine halbe Rente (IV-act. 223). Mit Eingabe vom 8. Oktober 2015 (Posteingang bei 

der IV-Stelle) liess der Versicherte dagegen Einwand erheben (IV-act. 228). Mit Eingabe 

vom 27. November 2015 liess er im Wesentlichen geltend machen, das Kriterium der 

zweifellosen Unrichtigkeit des Entscheides (vom 4. Oktober 2002) sei nicht erfüllt (IV-

act. 235). Der Rechtsdienst der IV-Stelle nahm am 4. Dezember 2015 Stellung, es liege 

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auf jeden Fall ein erwerblicher Revisionsgrund vor. Seit 2013 erziele der Versicherte 

jährliche Erwerbseinkommen in der Grössenordnung von Fr. 30'000.--. Der Arztbericht 

der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle D.___ vom 23. Mai 2002 sei nicht schlüssig. 

Weil sich die Rentenverfügung darauf abgestützt habe, sei sie zweifellos unrichtig, 

ohne dass feststehen müsse, dass sie auch im Ergebnis falsch gewesen sei. Zudem sei 

der Untersuchungsgrundsatz verletzt worden. Auch dies bedeute eine zweifellose 

(zumindest formelle) Unrichtigkeit der Rentenverfügung (IV-act. 238).

A.k  Mit Verfügung vom 23. Dezember 2015 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 4. 

Oktober 2002 wiedererwägungsweise auf, setzte die bisherige ganze Rente mit dem 

ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf eine halbe Rente 

herab und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Im Rahmen 

der aktuellen Rentenrevision sei festgestellt worden, dass die Zusprache einer ganzen 

Rente ab 1. April 2000 zu Unrecht erfolgt sei. Die aktuellen fachärztlichen Abklärungen 

hätten ergeben, dass seit der Begutachtung von Dr. C.___ vom 7. August 2000 aus 

gesamtmedizinischer Sicht in adaptierten Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50% 

bestehe. Unter teilweiser Wiedergabe der Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 4. 

Dezember 2015 führte sie aus, die rentenzusprechende Verfügung sei zweifellos 

unrichtig. Aufgrund der Tatsache, dass der Versicherte seit 2013 Einkommen zu 

erzielen vermöge, welche der zugemuteten Arbeitsfähigkeit entsprächen, liege auch ein 

erwerblicher Revisionsgrund vor (IV-act. 243).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 23. Dezember 2015 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwältin lic.iur. B. Surber, am 1. Februar 2016 Beschwerde erheben und 

beantragen, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen. Dem 

Rentenentscheid seien einerseits berufliche Massnahmen vorausgegangen, die keinen 

Erfolg gehabt hätten, dies u.a. auch deshalb, weil der Beschwerdeführer immer wieder 

krankheitsbedingt abwesend gewesen sei. Auch habe aufgrund des Gutachtens von 

Dr. C.___ beim Beschwerdeführer kaum von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden können, da seine Fähigkeit, zu arbeiten, ohne Konstanz gewesen 

sei. Nach Abbruch der beruflichen Massnahme sei es offensichtlich zu einer weiteren 

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Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen, welche schliesslich die 

Zuweisung an die Sozialpsychiatrische Beratungsstelle D.___ notwendig gemacht 

hätte. Diese sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ausgegangen. Es könne daher 

nicht davon ausgegangen werden, dass der Entscheid, es bestehe Anspruch auf eine 

ganze Rente, zweifellos unrichtig gewesen sei, auch wenn man heute zum Ergebnis 

gelange, das Warten auf den Abschluss einer stationären Therapie wäre der richtigere 

Entscheid gewesen. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer in den letzten 

Jahren in der Lage gewesen sei, ein gewisses Einkommen zu erzielen, könne nicht die 

zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung abgeleitet werden. Er sei mit 

Blick auf eine Festanstellung immer wieder vertröstet worden und es könne nicht 

davon ausgegangen werden, dass er effektiv im Umfang von 50% in den Arbeitsmarkt 

eingegliedert sei (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 9. März 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Der erwerbliche Sachverhalt habe sich seit der 

ursprünglichen Verfügung erheblich verändert. Selbst wenn kein 

Wiedererwägungsgrund vorliege, könne die ganze IV-Rente mittels Revision auf eine 

halbe IV-Rente herabgesetzt werden. Aus dem Umstand, dass die Eingliederung bei 

ihm nicht zum Ziel geführt habe, könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen 

Gunsten ableiten. So halte Dr. C.___ im Gutachten fest, der Beschwerdeführer sei 

während der Untersuchung nicht kooperativ gewesen. Demnach hätten auch IV-fremde 

Motivationsmängel dazu geführt, dass er die Eingliederung nicht erfolgreich habe 

abschliessen können. Gemäss Gutachten von Dr. C.___ sei der Beschwerdeführer zu 

50% arbeitsfähig. Dem Gutachten lasse sich nicht entnehmen, dass diese 

Arbeitsfähigkeit nicht verwertbar sei. Im Arztbericht der sozialpsychiatrischen 

Beratungsstelle D.___ werde lediglich der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung 

sowie eine Anpassungsstörung diagnostiziert und daraus eine volle Arbeitsunfähigkeit 

abgeleitet. Zudem enthalte der Arztbericht der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle 

eine erheblich vom Gutachten von Dr. C.___ abweichende 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung. Weil sich die ursprüngliche Verfügung auf den nicht 

schlüssigen Arztbericht der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle abstütze, sei sie 

zweifellos unrichtig. Es hätten damals zwingend weitere Abklärungen durchgeführt 

werden müssen. Diese Verletzung des Unter¬suchungsgrundsatzes bedeute eine 

zweifellose (zumindest formelle) Unrichtigkeit der Rentenverfügung. Demnach sei ein 

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Wiedererwägungsgrund gegeben. Gemäss dem schlüssigen Gutachten von Dr. G.___ 

stehe fest, dass der Beschwerdeführer auch aktuell in einer rückenadaptierten Tätigkeit 

zu 50% arbeitsfähig sei. Demnach sei die Rente zu Recht herabgesetzt worden (act. G 

6).

B.c  Am 14. Oktober 2016 lässt der Beschwerdeführer Lohnabrechnungen der Firma 

J.___ einreichen. Er macht geltend, er sei aktuell wieder arbeitsunfähig. Die kurze 

Phase, in welcher er regelmässig gearbeitet habe, wobei das Pensum durchschnittlich 

unter dem gemäss der Beschwerdegegnerin zumutbaren Arbeitspensum von 50% 

gelegen habe, habe zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Bereits im September 

habe er nur noch eine sehr bescheidene Arbeitsleistung erbringen können (act. G 23).

B.d  Das Versicherungsgericht bewilligt am 17. Oktober 2016 die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung; 

act. G 24).

B.e  Mit Replik vom 7. November 2016 macht der Beschwerdeführer ergänzend zur 

Beschwerde und mit Verweis auf die Eingabe vom 14. Oktober 2016 geltend, dass er 

versucht habe, seine von der Beschwerdegegnerin attestierte Restarbeitsfähigkeit zu 

verwerten. Bereits nach kurzer Zeit habe er wieder massiv Schmerzen v.a. im Rücken 

verspürt, sich in ärztliche Behandlung (Dr.med. K.___) begeben und die Arbeitstätigkeit 

wieder aufgeben müssen. Wie immer wieder in der Vergangenheit sei er nicht in der 

Lage gewesen, seine Arbeitsfähigkeit über längere Zeit hinweg zu verwerten. Es sei 

davon auszugehen, dass sich physische und psychische Beeinträchtigungen 

gegenseitig negativ beeinflussten. Sein Zustandsbild entspreche jenem, welches auch 

durch die Ärzte vor der Rentenzusprache gezeichnet worden sei und zur Annahme 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Es sei zu Unrecht von einem Grund für 

eine Wiedererwägung ausgegangen worden (act. G 25).

B.f  Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 27).

B.g  Mit Schreiben vom 13. November 2017 informiert die Beschwerdegegnerin über 

die provisorische Abmeldung des Beschwerdeführers nach Spanien (act. G 28; 28.1, 

28.2).

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Erwägungen

1. 

Mit der angefochtenen Verfügung setzte die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze 

Rente des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente herab.

1.1  Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell 

rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese 

zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. 

Eine solche Wiedererwägung setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der 

Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In 

diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund 

falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der 

massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Gleiches gilt bei einer klaren 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen 

fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt 

durchgeführt wurden. Hingegen scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus, 

soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- 

und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen 

Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. August 2018, 8C_717/2017, E. 3.2, mit Verweis auf BGE 141 V 

414 f. E. 5.2 und weitere Urteile). Es ist gemäss Bundesgericht zulässig, die 

Wiedererwägung bei gegebenen Voraussetzungen für die Zukunft ("ex nunc et pro 

futuro"), nicht aber für die Vergangenheit vorzunehmen (Urteil vom 23. Februar 2018 

8C_456/2017, E. 3.2, BGE 110 V 295; KIESER, Kommentar ATSG, 3. Aufl., Zürich 2015, 

Art. 53 Rz 67)).

1.2  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder 

ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente nur dann im Sinne 

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von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Einkommensverbesserung jährlich mehr als 

1500 Franken beträgt (Art. 31 IVG). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer 

anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines 

Gesuchs um Erhöhung der Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von 

Amtes wegen die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 

des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 

E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Bei 

gegebenem Revisionsgrund ist der Rentenanspruch gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; Urteil vom 

5. Dezember 2012, 9C_427/2012, E. 3.4).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

2. 

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2.1  Die Zusprache der ganzen Invalidenrente vom 4. Oktober 2002 (IV-act. 113) 

erfolgte gestützt auf einen Arztbericht der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle D.___ 

vom 23. Mai 2002. Die (zweite) am 1. November 2001 begonnene berufliche 

Massnahme im B.___ hatte am 12. Februar 2002 infolge von Defiziten in den Bereichen 

der fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen (hohe Ausfallzeit infolge 

Krankheit, mangelnde Berufsmotivation und dadurch ungenügende Arbeitsleistungen, 

unklare Berufsfindung) abgebrochen werden müssen. Der Beschwerdeführer hatte 

während dieser Zeit insgesamt 30 Tage krankheitsbedingt gefehlt und war zwei Tage 

unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben (Schlussbericht B.___ vom 6. März 2002 IV-act. 

95). Die psychiatrische Diagnostik der Sozialpsychiatrischen Klinik D.___ lautete 

"Verdacht auf Persönlichkeits¬störung (ICD-F60.8) sowie Anpassungsstörung (ICD-10: 

F43.23) bei zahlreichen sozialen Problemen". Der Beschwerdeführer sei bisher 

erstmalig in der genannten Beratungsstelle gewesen. Angesichts der fehlenden 

Tagesstruktur und der zahlreichen psychosozialen Probleme, die wahrscheinlich in 

engem Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstörung stünden, aber ihrerseits auch zu 

einer zusätzlichen Anpassungsstörung führten, dürfte eine stationäre Psychotherapie, 

wahrscheinlich auch eine Psychopharmakotherapie, die geeignete Massnahme sein. 

Zur Zeit dürfte der Beschwerdeführer angesichts seiner psychischen Verfassung und 

der zahlreichen sozialen Probleme, wobei eines das andere negativ beeinflusse, nicht 

eingliederungs- und arbeitsfähig sein (IV-act. 101).

2.2  Die Einschätzung der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle beruhte auf einer 

einmaligen Konsultation, welche hinsichtlich der Persönlichkeitsstörung lediglich das 

Erheben einer Verdachtsdiagnose ermöglichte. Nähere Ausführungen, welche 

invalidenversicherungsrelevanten Einschränkungen bestanden und über den Einfluss 

der offenbar gewichtigen psychosozialen Belastungsfaktoren sind dem Bericht nicht zu 

entnehmen. Die Gewährung einer ganzen Rente erfolgte somit vorwiegend, weil sich 

der Beschwerdeführer nicht im Stande zeigte, dauerhaft einer Erwerbstätigkeit bzw. 

einer beruflichen Massnahme nachgehen zu können. Leistungen der IV setzten schon 

vor Inkrafttreten des ATSG eine dauernde oder während längerer Zeit bestehende 

Beeinträchtigung der Erwerbsmöglichkeiten (BGE 130 V 347 E. 3.3; Art. 4 Abs. 1 aIVG, 

Stand 1. Januar 1999) voraus. Dem Beschwerdeführer wurde jedoch die fehlende 

Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit ausdrücklich "zur Zeit" attestiert, solange die 

aktuellen psychosozialen Probleme und die schlechte Verfassung andauerten bzw. bis 

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eine stationäre Therapie erfolgreich durchgeführt worden sei (vgl. IV-act. 101-2). Die 

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle bezeichnete den Gesundheitszustand 

ausdrücklich als besserungsfähig. Damit fehlte es an einer dauerhaften 

gesundheitlichen Beeinträchtigung. Aus diesen Gründen erfolgte die Zusprache der 

ganzen IV-Rente mit Verfügung vom 4. Oktober 2002 in Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes ohne ausreichende medizinische Abklärung sowie in 

fehlerhafter Rechtsanwendung und damit nach der Rechtsprechung offensichtlich zu 

Unrecht (E. 1.1). Die Voraussetzungen einer Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 

ATSG sind erfüllt.

3.

Gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) erzielte der Beschwerdeführer im 

Jahr 2001 ein Erwerbseinkommen von Fr. 16'974.-- (Temporärstellen L.___ AG und 

M.___), 2002 Fr. 986.-- (N.___ AG), 2003 Fr. 766.-- (N.___ AG), 2004 Fr. 2'936.-- (N.___ 

AG), 2006 Fr. 2'629.-- (O.___ GmbH), 2007 Fr. 19'418.-- (O.___ GmbH), 2008 Fr. 

17'522.-- (O.___ AG), 2009 Fr. 14'983.-- (O.___ GmbH), 2010 Fr. 19'697.-- (O.___), 2011 

Fr. 17'667.-- (F.___), 2012 Fr. 23'853.-- (F.___, P.___ AG), 2013 Fr. 30'911.-- (Q.___ AG, 

P.___ AG) und 2014 Fr. 30'670.-- (P.___ AG, Q.___ AG). Der Beschwerdeführer erzielte 

somit ab dem Jahr 2007 und ab 2013 markant höhere Erwerbseinkommen als in den 

Jahren zuvor. Der Grenzwert gemäss Art. 31 ATSG von Fr. 1'500.-- ist klar und 

dauerhaft überschritten. Damit ist zusätzlich zu einem Wiedererwägungsgrund ein 

erwerblicher Grund für eine Anpassung nach Art. 17 ATSG gegeben.

4. 

Die Beschwerdegegnerin hat – wohl mit Blick auf den Herabsetzungsgrund der 

Revision – die Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV auf den ersten Tag des zweiten 

Monats nach Zustellung der Verfügung herabgesetzt. Gleichzeitig hat sie die Verfügung 

vom 4. Oktober 2002 wiedererwägungsweise aufgehoben, ohne deren Weitergeltung 

bis zu ihrer Aufhebung ausdrücklich anzuordnen. Damit würde zwar rückwirkend die 

Rechtsgrundlage für die Ausrichtung der ganzen Rente entfallen. Durch Auslegung ist 

wohl von einer Weitergeltung der als unrichtig aufgehobenen Verfügung bis zum 

Zeitpunkt ihrer Aufhebung auszugehen. Die wiedererwägungsweise Wiederherstellung 

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des rechtmässigen Zustandes erst auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats 

(bzw. auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung folgenden Monats) entspricht 

denn auch der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil vom 23. Februar 

2018, 8C_456/2017, E. 3.2).

5. 

Zu befinden bleibt, ob das bidisziplinäre Gutachten vom 24. Januar 2012 (IV-act. 176) 

eine ausreichende medizinische Grundlage für die Festlegung des Rentenanspruchs  

bildet.

5.1  Soweit der rheumatologische Gutachter zum Schluss kommt, aufgrund des 

chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndroms und des 

cervikothorakospondylogenen Syndroms beidseits sei der Beschwerdeführer in der 

Tätigkeit als Heizungsmonteur nicht mehr, in einer wirbelsäulenadaptierten, körperlich 

eher leicht belastenden Tätigkeit jedoch aus medizinisch-theoretischer Sicht zu 100 % 

arbeitsfähig (IV-act. 176-21, 23), erscheint dies nachvollziehbar und schlüssig.

5.2  Der psychiatrische Gutachter führte aus, der Beschwerdeführer sei ausschliesslich 

auf die Situation fixiert gewesen, dass man ihm in der Klinik Valens gesagt habe, dass 

er im Alter von 50 Jahren gelähmt sein werde. Er habe Angst vor einer ungünstigen 

Bewegung. Er habe auch aus Angst vor der bevorstehenden Lähmung keine Beziehung 

eingehen wollen, auf Sport und eine regelmässige Arbeit verzichtet. Überhaupt habe er 

die vergangenen 12 Jahre nur noch vegetiert, in Erwartung der bevorstehenden 

Lähmung. Inwiefern diese Aussagen valide seien, oder ob diese aktuell nur als Gründe 

für eine weitere Berentung vorgeschoben würden, lasse sich nicht wirklich beurteilen. 

Die Diagnose einer hypochondrischen Störung könne nicht an einer einzelnen Sitzung 

abschliessend gestellt werden. Vieles spreche auch für das Vorliegen einer 

somatoformen Schmerzstörung. Bei beiden Diagnosen sei jedoch von einer 

zumutbaren Willensanstrengung zur Überwindung der Beschwerden auszugehen, 

welche die Arbeitsfähigkeit nicht oder nur in geringem Masse zu beeinträchtigen in der 

Lage seien. Zudem bestehe keine affektive Beteiligung von ausreichender Schwere. 

Die aktuell aufgewühlte Stimmung sei dem Umstand zuzuschreiben, dass die 

jahrelange Diagnose "Lähmung" nun in Frage gestellt worden sei. Deshalb sei die 

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ebenfalls vorbestehende Diagnose einer Anpassungsstörung übernommen worden, 

welche jedoch aufgrund der jahrelangen Dauer nun eigentlich als Dysthymie 

interpretiert werden müsse. Dabei bestünden auch Phasen von vergleichsweise 

normalen affektiven Zuständen; eine durchgehend depressive Verstimmung werde 

weder berichtet noch könne sie den Akten entnommen werden. Dass der Versicherte 

schon immer soziale Probleme gehabt habe (insbesondere finanzieller Art), müsste 

eigentlich als IV-fremder Faktor aus dem psychosozialen Feld gewertet und dürfe nicht 

erschwerend der affektiven Störung beigemessen werden. Es bleibe deshalb 

unverständlich, warum dies in der Beurteilung der Sozialpsychiatrischen 

Beratungsstelle D.___ als so krankheitsbestimmend eingestuft worden sei. Als einzige 

wirklich arbeitseinschränkende und IV-relevante Tatsache verbleibe die 

Persönlichkeitsstörung, welche auch in der diesmaligen Untersuchung nachvollziehbar 

gewesen sei. In den Akten werde die schwierige Integration glaubhaft nachvollziehbar 

dargestellt und auch das Vorgutachten von Dr. C.___ sei bezüglich Nachvollziehbarkeit 

der dort geschilderten Persönlichkeitsmerkmale schlüssig. Aus gutachterlicher Sicht 

werde der Beurteilung von Dr. C.___ gefolgt, die nach wie vor Gültigkeit habe. Die 

Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers sei mit einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit 

vereinbar (IV-act. 175-11 f.). Aus psychiatrischer Sicht gebe es keine Einschränkungen 

bezüglich Arbeitsplatzgestaltung (IV-act. 175-12). Eine begleitende ambulante 

Psychotherapie sei notwendig, damit der Beschwerdeführer die Chancen auf ein 

erfolgreiches Leben erkenne, trotz bestehender körperlicher Beeinträchtigungen (IV-

act. 175-12).

5.3  Ein strukturiertes Beweisverfahren im Sinne von BGE 141 V 281 wurde für 

psychische Leiden erst mit dem nach der Begutachtung ergangenen BGE 143 V 418 

grundsätzlich erforderlich. Gemäss altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten 

verlieren nicht per se ihren Beweiswert. In sinngemässer Anwendung auf die 

materiellbeweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu 

prüfen, ob die administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – 

gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige 

Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 

309 E. 8; Urteil des Bundesgerichts vom 13. April 2016, 9C_168/2015, E. 2.2.3). Das 

psychiatrische Gutachten thematisiert vorliegend den geringen funktionellen 

Schweregrad der affektiven Komponente und grenzt deren Auswirkungen (Fixiertheit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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auf die befürchtete Lähmung) von denjenigen der Persönlichkeitsstörung ab. Zu den 

durch diese bewirkten Einschränkungen nimmt es zwar nicht explizit Stellung. Dem 

Vorgutachten von Dr. C.___ ist diesbezüglich zu entnehmen, der Beschwerdeführer sei 

(bei der Untersuchung) nicht in der Lage (gewesen), kooperativ zu sein. Er wolle sich 

offensichtlich nicht mit der eigenen Realität konfrontieren, sei frustrationsintolerant und 

alloakkusativ (IV-act. 45-6). Der Schlussbericht des B.___ vom 6. März 2002 hielt fest, 

die gezeigten Arbeitsleistungen würden für eine Ausbildung im Informatikbereich nicht 

genügen. Das Sozialverhalten des Beschwerdeführers sei als kritisch zu taxieren. Über 

kurz oder lang gerate er immer wieder und mit praktisch allen Personen in für ihn 

existentielle Konfliktsituationen. Diese gehe er dann sehr "kämpferisch" an. Im Hinblick 

auf die Eingliederung in einen bestehenden Arbeitsmarkt sei die Sozialkompetenz 

defizitär (IV-act. 95-2). Im Bereich der Selbstkompetenzen weise der Beschwerdeführer 

etliche Defizite auf. Äussere Einflussfaktoren (Finanzen, Wohnsituation, Möbel, 

Körperschmuck usw.) seien derart stark gewesen, dass er nur wenig Energie für seine 

eigentliche Ausbildung zur Verfügung gehabt habe. Im Lernbereich habe er dadurch 

sehr unselbständig und nicht bei der Sache gewirkt. Im zwischenmenschlichen Bereich 

sei eine grosse Tension spürbar gewesen, was einen gestressten oder gar  gehetzten 

Eindruck hinterlassen habe (IV-act. 95-2 f.). Im Zwischenbericht vom 13. November 

2001 wurde die Lern- und Arbeitstechnik des Beschwerdeführers als wenig strukturiert 

bezeichnet. Die Arbeitsorganisation sei stark von seinem "Lustprinzip" geprägt. Darauf 

angesprochen sei er in der Lage gewesen, seine ursprünglich geplanten Aufgaben 

wieder aufzunehmen und weiterzuverfolgen (IV-act. 78-3). Die Ausführungen des B.___, 

welche dem psychiatrischen Gutachter bekannt waren (IV-act. 175-5), beschreiben 

plastisch die Einschränkungen des Beschwerdeführers. Auch wenn diese nicht im 

Gutachten aufgeführt oder kommentiert sind, ergänzen sie dieses und lassen die vom 

psychiatrischen Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit als plausibel erscheinen. Dass 

die von den Gutachtern geschätzte Arbeitsfähigkeit nicht nur vorübergehend 

verwertbar ist, zeigen die im IK aufgeführten Einkommen, wenngleich diese auch aus 

verschiedentlichen temporären Einsätzen stammen (IV-act. 215, E. 3). Auch auf das 

psychiatrische Teilgutachten kann daher abgestellt werden.

6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Für den Einkommensvergleich ist vorliegend der Zeitpunkt der rentenherabsetzenden 

Verfügung aus dem Jahr 2015 massgebend, da aufgrund des gegebenen 

Wiedererwägungs- bzw. Revisionsgrundes der Einkommensvergleich neu 

vorzunehmen ist. Der Beschwerdeführer arbeitete in seinem angestammten Beruf als 

Monteur zuletzt vom 1. März 1998 bis 30. September 1999 bei der Filtrox AG (IV-act. 

21 und 196-5). Dort hätte er im Jahr 1999 ein Einkommen von 13 x Fr. 4'900.-- = Fr. 

63'700.-- erzielt (Angaben Arbeitgeberin vom 26. Mai 1999, IV-act. 21-2; 

Taggeldberechnung, IV-act. 31). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

(Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung 2014, T39, Indices Männer 1999: 

1835, 2015: 2226, vgl. Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe 2018, Bern 2018, 

Anhang 2) beträgt das Jahreseinkommen Fr. 77'273.--. Es ist davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden seine erlernte Tätigkeit fortgesetzt 

und weiterhin ein entsprechendes Einkommen erworben hätte, weshalb dieser 

Jahresverdienst dem Valideneinkommen entspricht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren Verweisen). Für die Bemessung 

des Invalideneinkommens ist vom Tabellenlohnwert gemäss Lohnstrukturerhebung/

Lohnentwicklung 2015,, Kompetenzniveau 1, Männer, auszugehen. Dieser beträgt Fr. 

66'633.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV 2018, a.a.O.). Gründe für einen 

Tabellenlohnabzug ergeben sich nicht, nachdem die Auswirkungen der 

Persönlichkeitsstörung umfassend in der psychiatrischen Arbeitsfähigkeitsschätzung 

enthalten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 

4.1.1). Basierend auf der Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten von 50% ergibt sich 

somit ein Invaliditätsgrad von gerundet 57%([Fr. 77'273.-- - {50% x Fr. 66'633.--}]: Fr. 

77'273.--) . Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe IV-Rente erweist sich somit als 

korrekt.

7. 

7.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

7.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

7.3  Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote 

eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- angemessen. 

Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). 

Somit hat der Staat der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 

2‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

7.4  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 

600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.10.2018
	Art. 53 Abs. 2 ATSG; Art. 17 ATSG, Herabsetzung einer ganzen auf eine halbe Rente: Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie in falscher Anwendung der damals gültigen Bestimmungen. Zudem sind die erwerblichen Revisionsvoraussetzungen nach Art. 17 ATSG erfüllt, da der Beschwerdeführer ab 2012 markant höhere Einkommen erzielte. Auf das bidisziplinäre Gutachten ist abzustellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. Oktober 2018, IV 2016/30).

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