# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51abc01c-b2dc-5272-aa3a-62612f30c018
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.05.2016 200 2016 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-91_2016-05-02.pdf

## Full Text

200 16 91 UV
SCP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Mai 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Dezember 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1953 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist über ihre Arbeitgeberin bei der Visana Versicherungen AG 
(nachfolgend Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversi-
chert, als sie am 27. Februar 2013 zu Hause von der Heubühne fiel (Akten 
der Visana [act. II] 1). Mit Schreiben vom 20. März 2013 anerkannte die 
Visana das gemeldete Ereignis und erbrachte die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen (vgl. Akten der Versicherten [act. I] 29).

Am 25. August 2014 liess die Versicherte über ihre Arbeitgeberin einen 
Rückfall zum Ereignis vom 27. Februar 2013 melden (act. II 2). Nach Ein-
holung diverser Unterlagen und einer Stellungnahme ihres beratenden Arz-
tes verfügte die Visana am 12. November 2014, dass für den gemeldeten 
Rückfall mangels eines Kausalzusammenhangs der geltend gemachten 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zum Ereignis vom 27. Februar 2013 
kein Anspruch auf Versicherungsleistungen bestehe (act. II 30 - 33). Die 
hiergegen von der Versicherten und deren Krankenkasse erhobenen Ein-
sprachen (act. II 37 und 43) wies die Visana nach erneuter Einholung einer 
Beurteilung ihres beratenden Arztes vom 30. Januar 2015 (act. II 48) mit 
Entscheid vom 10. Februar 2015 (act. II 49 - 55) ab. Im Rahmen des von 
der Versicherten beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern anhängig ge-
machten Beschwerdeverfahrens (act. IIA 127 - 130) hob die Visana den 
Einspracheentscheid vom 10. Februar 2015 (act. II 49 - 55) wiedererwä-
gungsweise auf und stellte weitere medizinische Abklärungen in Aussicht 
(Urteil vom 7. Juli 2015, VGE UV/2015/227; act IIA 100 - 102).

B.

Zur Klärung der weiteren Leistungspflicht veranlasste die Visana in der 
Folge eine Begutachtung bei der Begutachtungsstelle B.________, (Gut-
achten vom 22. September 2015; act. IIA 172 - 191). Nach Gewährung des 
rechtlichen Gehörs (act. IIA 192 - 194) verfügte sie am 16. November 2015, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 3

die am 25. August 2014 gemeldeten Beschwerden würden nicht als Rück-
fall zum Ereignis vom 27. Februar 2013 anerkannt. Im Zusammenhang mit 
diesem Ereignis bestehe kein weiterer Anspruch auf Versicherungsleistun-
gen aus der obligatorischen Unfallversicherung (act. IIA 195 -198). Daran 
hielt die Visana auf Einsprache der Versicherten vom 6. Dezember 2015 
hin (act. IIA 201 f.) mit Entscheid vom 17. Dezember 2015 (act. IIA 203 -
 206) fest.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2. Januar 2016 Be-
schwerde. Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. Februar 2013. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2016 (Datum der Postaufga-
be) schliesst die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 4

zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. Dezem-
ber 2015 (AB 203 - 206). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 5

nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). An den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis sind umso strengere Anforderungen zu stellen, 
je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 23. September 2013, 8C_522/2013, E. 2.2). Die Beweislast für 
das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem 
neuen Beschwerdebild und dem Unfall obliegt dabei der versicherten 
Person (Entscheid des BGer vom 18. März 2014, 8C_747/2013, E. 3.2).

2.2.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 6

möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des BGer vom 26. September 2008, 8C_102/2008, 
E. 2.2). 

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 27. Februar 2013 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten (vgl. E. 2.1 hiervor) und sich dabei Rü-
ckenbeschwerden zugezogen hat (act. II 1, 5, 7). Die Beschwerdegegnerin 
hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstrit-
ten ist hingegen, ob die am 20. August 2014 festgestellten und in der Folge 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 7

erfolgreich behandelten subakuten Kompressionsfrakturen Th11 – L2 (bei 
Osteoporose; act. II 10 - 12) mit dem am 27. Februar 2013 erlittenen Unfall 
in einem ursächlichen Zusammenhang stehen und die Beschwerdegegne-
rin hierfür Versicherungsleistungen zu erbringen hat. In medizinischer Hin-
sicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen: 

3.1.1 Im Bericht des Spitals C.________, Radiologie, vom 27. Februar 
2013 (act. IIA 92) führte der Facharzt für Radiologie D.________ zum Be-
fund aus, das Becken zeige eine normale ossäre Struktur. Das Alignement 
im Hüftgelenkt beidseits sei regelrecht. Es bestünden keine ossären trau-
matischen Läsionen. Das Iliosakralgelenk (ISG) beidseits sei regelrecht. 
Die Lendenwirbelsäule (LWS) weise ebenfalls eine regelrechte ossäre 
Struktur auf. Es bestehe eine leichte Skoliose der LWS nach links. In der 
sagittalen Ebene bestünden keine Antero/Retroglisement und keine 
Höhenminderung der Wirbel. Es sei eine diffuse Osteopenie der Knochen-
struktur und eine Osteochondrose LWK 5/S1 ersichtlich. Eine Höhenminde-
rung der Wirbel liege keine vor. Die Brustwirbelsäule (BWS) weise eine 
diffuse Osteopenie auf. Eine Fraktur lasse sich nicht erkennen. Das poste-
riore Mediastinum sei regelrecht.

3.1.2 Die behandelnden Ärzte der Notfallstation des Spitals C.________ 
diagnostizierten im Bericht vom 28. Februar 2013 (act. II 6 f.) eine LWS-
Kontusion nach Sturz aus 2.5 m. Der Wert der Glasgow Coma Scale (GCS) 
betrage 15. Die Patientin sei wach, vollständig orientiert ohne Amnesie für 
das Ereignis und kreislaufstabil. Commotiosymptome würden verneint, der 
Bodycheck sei bis auf eine umschriebene Druckdolenz im Bereich der un-
teren LWS bland geblieben. Das Abdomen sei ebenfalls ohne lokale 
Druckdolenz. Die Untersuchung der Nasenostien, Mund und Gehörgänge 
seien unauffällig. Es lägen keine sensomotorischen Ausfallerscheinungen 
vor (act. II 7).

3.1.3 Im Arztzeugnis UVG vom 1. April 2013 (act. II 5) vermerkte Dr. med. 
E.________, Assistenzärztin Chirurgie im Spital C.________, als Diagnose 
eine LWS-Kontusion. Sie attestierte der Versicherten vom 27. Februar bis 
29. Februar 2013 (richtig wohl bis 29. März 2013; vgl. act. II 4) eine 100 %-
ige Arbeitsunfähigkeit und anschliessend eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit. 
Die Behandlung sei am 27. Februar 2013 abgeschlossen worden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 8

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Radiologie, führte nach durchge-
führtem Röntgen der LWS vom 4. September 2013 aus, gegenüber der 
Voruntersuchung vom 27. Februar 2013 lägen nun nachweisbare Kom-
pressionsfrakturen des LWK 1 mit keilförmiger Deformierung von 10 Grad 
und des LWK 2 mit einer keilförmigen Deformierung von 9 Grad vor. Das 
Alignement sei regelrecht. Es bestehe eine generalisierte Osteopenie 
(act. IIA 91). 

3.1.5 Nachdem die Beschwerdeführerin an das … , … , zugewiesen wur-
de, nannte Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, im Sprechstundenbericht 
vom 6. Mai 2014 (act. II 45 f.) als Diagnose ein chronisches lokales lumba-
les Schmerzsyndrom bei LWK1- und LWK2-Kompressionsfraktur bei be-
kannter Osteopenie (St. n. Sturz aus 2.5 m vom 27. Februar 2013). Wahr-
scheinlich sei die keilförmige Deformierung von LWK1/2 auf die Frakturie-
rung nach dem Unfall zurückzuführen, was zu einer langsamen Deformie-
rung der genannten Wirbelkörper geführt habe. Die Schmerzen seien auch 
in diesem Bereich auf die Fraktur oder möglicherweise auch auf eine deut-
liche Diskusdegeneration zurückzuführen (act. II 45).

3.1.6 Im Sprechstundenbericht des Spitals H.________, Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie, vom 20. August 2014 (act. II 10 f.) diagnosti-
zierte PD Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, subakute Kompressionsfrakturen 
Th11 - L2 bei Osteoporose. Die Patientin habe bereits letztes Jahr eine 
Kompressionsfraktur von L2 gehabt, die im Verlauf stabil und nie schmerz-
frei gewesen sei. In der letzten Untersuchung seien nun neue Kompressi-
onsfrakturen im kranialen Anschluss bemerkt worden. Zudem sei eine os-
teoporotische Abklärung durchgeführt worden, die die Diagnose einer kli-
nisch manifesten Osteoporose bestätigt habe. Die Beschwerden dürften 
von den noch aktiven und nicht verheilten Osteoporosefrakturen am thora-
kolumbalen Übergang herrühren. Entsprechend sei der Patientin eine Ze-
mentaugmentation dieser Wirbel vorgeschlagen worden (act. II 11).

Am 26. August 2014 führte PD Dr. med. I.________ eine Vertebroplastik 
Th10 bis L2 (Vertecem V+, bipedikulär) und eine Biopsie L1 durch und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 9

bestätigte im entsprechenden Operationsbericht die bereits in seinem 
Sprechstundenbericht gestellte Diagnose (act. II 12).

3.1.7 Auf Vorlage hin führte der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, 
Dr. med. J.________, Facharzt für Chirurgie, mit Stellungnahme vom 
4. November 2014 (act. II 13) aus, das Ereignis vom 27. Februar 2013 ha-
be mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Lendenwirbelkontusion 
mit umschriebenem Schmerzsyndrom, ohne strukturelle, traumatisch be-
dingte Veränderungen im Bereich der LWS geführt (Frakturausschluss mit-
tels Röntgenuntersuchung). Die Behandlung hätte bereits am 3. April 2013 
abgeschlossen werden können. Im weiteren Verlauf sei es zu unfallfrem-
den, osteoporosebedingten subakuten Kompressionsfrakturen thorakal 
11 – L2 gekommen. Die aktuellen Beschwerden seien daher auf die noch 
aktiven und nicht konsolidierten Osteoporose-Frakturen am thorakolumba-
len Übergang zurückzuführen. Die von PD Dr. med. I.________ vorge-
schlagene Zementaugmentation dieser Wirbel stehe daher nicht in einem 
überwiegend wahrscheinlich natürlichen Kausalzusammenhang zum Er-
eignis vom 27. Februar 2013.

3.1.8 Mit Bericht vom 25. November 2014 (act. II 34 f.) nahm der behan-
delnde Arzt, PD Dr. med. I.________, zur Angelegenheit dahingehend Stel-
lung, als bei der Versicherten der Beginn der Beschwerden klar mit einem 
unfallähnlichen Ereignis (Sturz von der Heubühne) aufgetreten sei, weitere 
akute Schmerzereignisse seien nie vorgekommen. Das gleichzeitige Vor-
liegen einer Osteoporose (oder wie im Fall der Patientin Osteopenie) 
schliesse eine traumatische Ursache der Frakturen nicht aus, insbesondere 
könne davon ausgegangen werden, dass die Patientin ohne Sturz keine 
Frakturen aufgewiesen hätte. Das Argument, im Rahmen der Erstkonsulta-
tion hätte nur eine Kontusion der LWS vorgelegen und traumatisch beding-
te Veränderungen seien ausgeschlossen worden, sei nicht statthaft, da die 
gewählte Untersuchungsmodalität (Röntgen im Liegen) nicht adäquat ge-
wesen sei und keinesfalls beweisend sei, dass keine Knochenschädigung 
durch den Unfall aufgetreten sei. Bei seit diesem Sturz persistierenden Be-
schwerden hätte die Patientin zwingend nachkontrolliert werden müssen, 
unter anderem mit einer stehenden Röntgenverlaufskontrolle, resp. 
Schnittbildgebung. Da dies nicht erfolgt sei, gehe er davon aus, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 10

initiale Diagnose einer Kontusion falsch gewesen sei. Dass die Frakturen 
erst verzögert (am 4. September 2013) radiologisch dokumentiert worden 
seien, sei keinesfalls beweisend, dass diese nicht durch den Unfall bedingt 
seien. Es handle sich ebenso wenig um einen Rückfall oder eine Spätfolge, 
da die Patientin seit dem erwähnten Sturz nie beschwerdefrei gewesen sei. 
Weiter spreche gegen eine nicht traumatische Ursache, dass im gesamten 
Achsenskelett der Patientin keine weiteren Insuffizienzfrakturen zu finden 
seien, sich keine zu erwartende Fischwirbelbildung gezeigt habe und in der 
letzten osteologischen Abklärung nur eine Osteopenie festgehalten worden 
sei (act. II 35). Zusammengefasst schätze er die erlittenen Frakturen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit als traumatisch bedingt ein, die ohne 
den Sturz vom Februar 2013 nicht aufgetreten wären (act. II 34).

3.1.9 Auf erneute Vorlage hin hielt der beratende Arzt, Dr. med. 
J.________, in der medizinischen Beurteilung vom 30. Januar 2015 
(act. II 48) fest, in seinem Bericht vom 25. November 2014 argumentiere 
Dr. med. I.________ nun, dass die Beschwerden erst nach dem Sturzer-
eignis von der Heubühne aufgetreten seien. Es werde hier auch nicht mehr 
von einer Osteoporose, sondern von einer Osteopenie gesprochen. Ferner 
werde die Erstdiagnose einer Wirbelkontusion als falsch angesehen, eben-
so wie das Unterlassen einer adäquaten Nachuntersuchung bzw. Behand-
lung. Dass die Frakturen erst am 4. September 2013 radiologisch doku-
mentiert worden seien, beweise nicht, dass diese durch das Sturzereignis 
vom 27. Februar 2013 bedingt seien. Ebenso wenig sei deren Unfallkausa-
lität bei der nachgewiesenen Osteoporose überwiegend wahrscheinlich. 
Das Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis sei ebenfalls 
kein Beweis. Dass sich der Vorzustand durch das Sturzereignis partiell 
verschlimmert habe, sei nicht auszuschliessen, jedoch nicht überwiegend 
wahrscheinlich. Die Behandlung habe bereits am 3. April 2013 abgeschlos-
sen werden können.

3.1.10 Im Sprechstundenbericht des Spitals H.________, Klinik für Osteo-
porose, vom 9. März 2015 (act. IIA 170 f.) diagnostizierten Prof. Dr. med. 
K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Pharmazeutische 
Medizin, und Dr. med. L.________, Fachärztin für Anästhesiologie, eine 
klinisch manifeste Osteoporose (Erstdiagnose 2013), subakute Kompressi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 11

onsfrakturen Th11 - L2 und eine chronische Dyspepsie (act. IIA 171). Dem 
Laborbefund könne entnommen werden, dass als Zeichen des Anspre-
chens auf die knochenanabole Therapie der Knochenturnover weiter ange-
stiegen sei (act. IIA 170).

3.1.11 In dem von der Visana in Auftrag gegebenen Gutachten der Begut-
achtungsstelle B.________ vom 22. September 2015 (act. IIA 172 - 191) 
hielten Dr. phil. M.________, Neuropsychologie FSP, und Dr. med. 
N.________ Facharzt für Orthopädische Chirurgie, die nachstehenden 
Diagnosen fest (act. IIA 178 Ziff. 6):

Diagnosen überwiegend wahrscheinlich ohne natürlichen Kausalzusam-
menhang zum Ereignis vom 27. Februar 2013

Chronisch intermittierende, vor allem belastungsabhängige thorakolumbale 
Rückenschmerzen (ICD-10 M54.85)
- Status nach Vertebroplastik BWK10-LWK2 sowie Biopsie LWK1 am 

26. August 2014 (ICD-10 Z98.8)
- Status nach Osteopenie-bedingten, über einen längeren Zeitraum kon-

sekutiv entstandenen Impressionsfrakturen von BWK11-LWK2 ohne er-
kennbare adäquate Traumata (ICD-10 M80.58)

Residuelle belastungsabhängige Rückfussschmerzen links (ICD-10 M79.67)
- Status nach konservativ behandelter, nahezu undislozierter intraarti-

kulärer Calcaneusfraktur Typ I nach Sanders (ICD-10 T93.2)
- Status nach Sturz von einer Heubühne Februar 2015 (ICD-10 W17)

Diagnosen überwiegend wahrscheinlich mit natürlichem Kausalzusam-
menhang zum Ereignis vom 27. Februar 2013

Passagere tieflumbal betonte Rückenschmerzen (ICD-10 M54.5)
- Status nach Sturz von einer Heubühne am 27. Februar 2013, klinisch 

und bildgebend direkte Kontusionsverletzung des unteren Rumpfanteils 
ohne erkennbare dauerhafte strukturelle Läsionen (ICD-10 W17/T91.0)

Zum Unfallhergang habe die Versicherte nochmals ergänzende Erläute-
rungen gemacht. Dabei sei erwähnenswert, dass sie flach auf den Rücken 
gefallen sei und zuletzt lediglich Prellmarken an beiden dorsalen Be-
ckenkämmen sichtbar gewesen seien. Dies sei insoweit von Belang, als 
durch einen derartigen Mechanismus Deck- und/oder Bodenplattenein-
brüche wenig wahrscheinlich seien, die typischerweise durch eine axiale 
Kompression oder eine forcierte Flexion aufträten. Wichtig sei auch die 
Angabe, dass die Versicherte über Schmerzen tieflumbal berichte, die sie 
mit den Händen gürtelförmig auf Höhe des lumbosakralen Übergangs an-
zeige. Die später gefundenen Deformationen der Wirbelkörper lägen aller-
dings deutlich proximal auf Höhe des thorakolumbalen Übergangs. Die 
orthopädische Untersuchung ergebe dann ebenfalls einen nahezu unauffäl-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 12

ligen Befund ohne Hinweise auf funktionell relevante Einschränkungen am 
Bewegungsapparat, namentlich nicht im Bereich des Rumpfes oder der 
Wirbelsäule. Auf den Röntgenbildern der LWS vom 27. Februar 2013 seien 
bis auf leichte Degenerationen keine wesentlichen Auffälligkeiten erkenn-
bar, namentlich keine traumatischen Veränderungen. Bei den im Herbst 
2013 und somit etwa sechs Monate später angefertigten Vergleichsauf-
nahmen seien hingegen Alterationen an den Bodenplatten der Wirbelkörper 
LWK1 und LWK2 sichtbar, zu denen später offenbar noch solche der Wir-
belkörper BWK11/12 hinzugetreten seien (act. IIA 179). Zusammen mit den 
erwähnten Angaben zum Unfallhergang und der genauen Schmerzlokalisa-
tion sprächen somit alle objektiven Fakten dafür, dass es beim Sturz vom 
27. Februar 2013 nicht zu Wirbelkörperfrakturen gekommen sei. Vielmehr 
hätten sich diese erst in den folgenden Monaten ohne traumatische Ein-
flüsse sukzessive entwickelt und seien zuletzt in fünf Segmenten erkennbar 
gewesen. Dies habe dann auch mit einer Latenz von etwa eineinhalb Jah-
ren zum Unfall vom 27. Februar 2013 zu einer Operationsindikation geführt 
(act. IIA 179 f.).

Insgesamt ergäben sich aus orthopädisch-traumatologischer Sicht keine 
Hinweise auf vorhandene strukturelle Schädigungen im Bereich des Bewe-
gungsapparates, die sich überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis 
vom 27. Februar 2013 zurückführen liessen. Die später an der thorakolum-
balen Wirbelsäule gefundenen Keildeformitäten seien überwiegend wahr-
scheinlich aufgrund der verminderten Knochendichte im Sinne von Spon-
tanfrakturen ohne dokumentierten traumatischen Einfluss zu sehen. Da 
keine objektivierbaren Residuen des Ereignisses vom 27. Februar 2013 
mehr vorlägen, böten sich diesbezüglich auch keine spezifischen Behand-
lungen mehr an (act. IIA 178). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 13

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von anderen mit 
der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung ver-
mag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört viel-
mehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial 
auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf 
welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwal-
tungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswür-
digung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich sowohl in der Verfügung vom 
16. November 2015 (act. IIA 195 - 198) wie auch im angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 17. Dezember 2015 (act. IIA 203 - 206) massgeblich 
auf das Gutachten der Begutachtungsstelle B.________ vom 22. Septem-
ber 2015 (act. IIA 172 - 191). Diese gutachterliche Beurteilung der Experten 
Dr. phil. M.________ und Dr. med. N.________ erfüllt die höchstrichterli-
chen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt damit vollen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 14

Beweis. Insbesondere basiert die umfassende Expertise auf der vollständi-
gen Aktenlage (act. IIA 189 Ziff. 1), den Erkenntnissen aus der klinischen 
Exploration (act. IIA 182 f. Ziff. 4) und den bildgebenden Untersuchungen 
(act. IIA 180 Ziff. 4.2.2). Die differenzierten Schlussfolgerungen sind nach-
vollziehbar und überzeugend, zumal auch die von PD Dr. med. I.________ 
geäusserte Auffassung (act. II 34 f.) entkräftet wurde (act. IIA 175 f. Ziff. 9).

An dieser Beurteilung vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdefüh-
rerin nichts zu ändern. Soweit sie im Zusammenhang mit der Beauftragung 
der Begutachtungsstelle B.________ mit einer versicherungsmedizinischen 
Beurteilung eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör rügen 
sollte (vgl. Beschwerde S. 3), kann ihr nicht gefolgt werden. Die Beschwer-
degegnerin hat ihr mit Schreiben vom 11. Juni 2015 (act. IIA 67 - 69) und 
somit vor Einholung des Gutachtens Gelegenheit zur Stellungnahme ein-
geräumt. Von diesem Recht hat die Beschwerdeführerin alsdann auch Ge-
brauch gemacht, indem sie in ihrer Stellungnahme vom 27. Juni 2015 
(act. IIA 71 f.) Kritik an der Frage 11 des Fragenkataloges anbrachte, wor-
aufhin die Frage entsprechend geändert wurde (act. IIA 78). Ausstands- 
und/oder Ablehnungsgründe machte sie ausdrücklich keine geltend 
(act. IIA 72). Hinzu kommt, dass nach Erstellung des Gutachtens erneut 
das rechtliche Gehör gewährt wurde (act. IIA 192) und weder im Einspra-
che- noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren konkrete gesetzliche 
Ausstands- und/oder Ablehnungsgründe gegen Dr. phil. M.________ bzw. 
Dr. med. N.________ – welche die Begutachtung durchgeführt haben – 
geltend gemacht worden sind bzw. geltend gemacht werden. Entsprechen-
de nachträgliche Rügen wären ohnehin verwirkt (vgl. BGE 132 V 93 
E. 7.4.2 S. 112). 

Die beiden Gutachter legen schlüssig und einleuchtend dar, dass es beim 
Sturz vom 27. Februar 2013 nicht zu Wirbelkörperfrakturen kam und sich 
diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vielmehr erst in den folgenden 
Monaten aufgrund der (unbestrittenermassen) verminderten Knochendichte 
im Sinne von Spontanfrakturen entwickelten (act. IIA 178 f. Ziff. 5.1 und 
175 f. Ziff. 7). Damit hat die Beschwerdegegnerin, obwohl die Beweislast 
die Beschwerdeführerin trägt, den Beweis des Ausschlusses einer Spätfol-
ge (vgl. E.  2.3 hiervor) oder zurzeit des Ereignisses nicht erkannten Unfall-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 15

folge (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 222) erbracht. Die von PD Dr. med. 
I.________ gemachten Überlegungen, auf welche die Beschwerdeführerin 
verweist (Beschwerde S. 4), vermögen die von den Gutachtern aufgrund 
der gesamten Aktenlage und der klinischen Untersuchung gemachten 
Schlussfolgerungen nicht in Zweifel zu ziehen. Der behandelnde Arzt geht 
bei seiner Einschätzung einzig aufgrund seiner anamnestischen Erhebun-
gen nach der beweisrechtlich unmassgeblichen Formel «post hoc, ergo 
propter hoc» (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 
S. 36 E. 4.2.3) im Sinne einer Prämisse davon aus, der Unfall habe zu ei-
ner Fraktur führen müssen, was die Gutachter aufgrund des flachen Rü-
ckenaufpralls mit nachvollziehbarer biomechanischer Begründung widerle-
gen (act. IIA 179 Ziff. 5.1 und act. IIA 176). Der angebliche Vorwurf, am 
Unfalltag sei die radiologische Untersuchung unsachgemäss durchgeführt 
worden (vgl. Beschwerde S. 4; act. II 35), spricht ebenfalls nicht gegen die 
Zuverlässigkeit des fachmedizinischen Gutachtens. Traumatisch bedingte 
Frakturen sind damit nicht erwiesen.

3.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leis-
tungspflicht im Zusammenhang mit den von PD Dr. med. I.________ im 
Bericht vom 20. August 2014 (act. II 11) festgestellten und behandelten 
subakuten Kompressionsfrakturen Th11 - L2 zu Recht verneint. Die gegen 
den Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2015 (act. IIA 203 - 206) er-
hobene Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2016, UV/16/91, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________ 
- Visana Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.