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**Case Identifier:** 792162d6-74db-501d-9b15-c1accc876af4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.08.2017 725 17 187 / 235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-187---235_2017-08-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 31. August 2017 (725 17 187 / 235) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Vorübergehende Verschlimmerung einer vorbestehenden Wirbelsäulenerkrankung durch 

einen Unfall 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin i.V. Isabelle 
Salathe 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____ war seit dem 1. April 1989 bei der B.____ AG als Betriebs-
mitarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. 
Am 5. März 2015 verletzte er sich am rechten Ellbogen, an der rechten Seite des Beckens und 
insbesondere an der lumbalen Wirbelsäule, als er bei der Arbeit von einem Trittbrett rutschte 
und auf den Rücken stürzte. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heil-

 
 
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behandlung, Taggelder). Mit Verfügung vom 16. September 2015 stellte sie die Leistungen per 
20. September 2015 ein. Eine dagegen erhobene Einsprache hiess die Suva mit Einsprache-
entscheid vom 9. Mai 2015 (recte: 2017) insofern gut, als sie dem Versicherten die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 5. März 2015 über den 
20. September 2015 hinaus bis zum 29. März 2016 ausrichtete. Im Übrigen wies sie die Ein-
sprache ab.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 12. Juni 2017 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, es sei der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 9. Mai 2017 
aufzuheben und es sei diese zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die beim Unfall vom 
5. März 2015 erlittenen Verletzungen auch über den 29. März 2016 hinaus die gesetzlichen 
Leistungen zu erbringen. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zu den am 
5. März 2015 erlittenen Verletzungen und den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers zu tätigen, und es sei im Anschluss daran erneut über dessen Versicherungs-
ansprüche gegenüber der Beschwerdegegnerin zu entscheiden; alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juli 2017 schloss die Suva auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht eingereichte – Beschwerde ist folglich einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen und die 
Übernahme der Heilbehandlungskosten zu Recht per 29. März 2016 einstellte. 
 
2.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die 
Bestimmungen von Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG sowie Art. 18 Abs. 1 UVG. Laut der Übergangsbe-

 
 
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stimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die 
sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufs-
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So 
verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird.  
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung, Behandlungsbedürf-
tigkeit) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauernden) gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr 
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es 
ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 138 V 221 E. 6). 
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

 
 
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der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (vgl. Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspra-
xis [RKUV] 1994 Nr.  U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Der Beweis des Weg-
falls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ur-
sachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 
Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person 
nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Ge-
sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2).  
 
3.4  Der im Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsgrundsatz schliesst die Be-
weislast im Sinne einer Beweisführungspflicht begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungs-
prozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversiche-
rungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, S. 537 f. Rz. 2 ff., S. 548 Rz. 56). Nach der Praxis des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozial-
rechtliche Abteilungen) liegt die Beweislast bei anspruchsbegründenden Tatfragen demzufolge 
bei der Partei, welche den Anspruch geltend macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfragen liegt 
sie bei der Partei, welche sich auf das Dahinfallen des Anspruches beruft (vgl.  RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Diese Beweisregeln kommen allerdings erst dann zur Anwendung, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b, bestätigt mit 
BGE 139 V 296 E. 6.3). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinwei-
sen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 

 
 
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des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen, bestätigt mit BGE 135 V 469 E. 4.4). Stützt 
sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich auf versicherungsinterne medizini-
sche Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen 
Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 353 E. 3a/cc, BGE 135 V 465 f. E. 4.5). Die unterschiedliche Natur von Be-
handlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; 
Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b, BGE 137 V 224 E. 1.2.4) lässt nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringen-
de – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
5.1 Im vorliegenden Fall liegen für die Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes zahl-
reiche medizinische Berichte vor, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. In der Folge 
wird indessen lediglich der aktuell entscheidrelevante Bericht wiedergegeben.  
 
5.2 Der Vertrauensarzt der Suva, Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, hielt in seiner chirurgi-
schen Beurteilung vom 27. April 2017 fest, durch das Ereignis vom 5. März 2015 sei es über-

 
 
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wiegend wahrscheinlich zu einer Prellung des rechten Ellenbogens und des rechten Beckens 
mit der Folge eines Hämatoms über dem Iliosakralgelenk (ISG) rechts gekommen. Prellungen 
des Beckens und des Ellenbogens seien nach traumatologischer Erfahrung spätestens nach 4-
6 Wochen folgenlos abgeheilt. Wahrscheinlich sei ein bis anhin stummer Vorzustand einer knö-
chernen Bedrängung der Wurzel L5 rechts durch das Ereignis vom 5. März 2015 symptoma-
tisch geworden. Die knöcherne Bedrängung der Wurzel L5 sei überwiegend wahrscheinlich 
Folge einer seit der Kindheit des Versicherten bestehenden Spondylose mit milder Spondylo-
listhesis des Lendenwirbelkörpers (LWK) 5 über den Sakralwirbelkörper (SWK) 1 Grad I nach 
Meyerding und konsekutivem Bandscheibenschaden in diesem Segment. Durch das Ereignis 
vom 5. März 2015 sei es nicht überwiegend wahrscheinlich zu einer strukturellen Schädigung 
der Wirbelsäule des Versicherten gekommen. Eine unfallkausale Zunahme der Spondylolisthe-
sis sei damit nicht überwiegend wahrscheinlich. Die Versteifungsoperation im Segment LWK5 / 
SWK1 sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund von Unfallfolgen durchgeführt 
worden. Die erfolgreiche operative Dekompression der Wurzel L5 rechts hingegen habe der 
Sanierung der wahrscheinlich unfallkausal symptomatisch gewordenen vorbestehenden Einen-
gung dieser Nervenwurzel gedient. Spätestens ab dem 29. März 2016 habe der Verlauf wieder 
in den natürlichen Verlauf der erheblichen vorbestehenden Wirbelsäulenschädigung eingemün-
det.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
9. Mai 2017 auf die chirurgische Beurteilung von Dr. D.____ vom 27. April 2017. Sie entschied 
deshalb, dass in Abweichung zur angefochtenen Verfügung eine Leistungspflicht bis zum 
29. März 2016 zu bejahen sei. Ab diesem Zeitpunkt seien die noch bestehenden Beschwerden 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf das Ereignis vom 5. März 2015 zurückzu-
führen, daher sei eine Leistungspflicht zu verneinen. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn sich der angefochtene 
Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen stützt. Bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend bestehen jedoch keine Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der chirurgischen Beurteilung von Dr. D.____. Diese wurde in 
Kenntnis der Vorakten verfasst und die geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt. Sie 
vermittelt ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Versicherten, weshalb nicht 
zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin auf diese abstellte.  
 
6.2 Daran vermag auch nichts zu ändern, wenn der Beschwerdeführer in seiner Be-
schwerde vorbringt, dass er vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei. Rechtsprechungsge-
mäss ist eine solche reine "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation beweisrechtlich unzuläs-
sig (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2010, 8C_178/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinwei-
sen).  
 
6.3 Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass die Leistungspflicht des Versicher-          
ers – wenn die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sei – erst wieder entfalle, wenn der Unfall nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa-
chen beruhe. Auch dies müsse mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

 
 
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nachgewiesen werden. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalls genüge dagegen nicht. Die Beweislast liege dabei beim Unfallversiche-
rer, handle es sich doch um eine anspruchsaufhebende Tatfrage. Vorliegend müsse die Be-
schwerdegegnerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, dass der stumme Vorzu-
stand im Zeitpunkt der Leistungseinstellung im März 2016 symptomatisch geworden wäre. Eine 
Erklärung dafür lasse sich nicht finden, habe der Beschwerdeführer doch trotz des angeblich 
seit Kindheit vorhandenen Vorzustands ohne Beschwerden gelebt.  
 
Der Beschwerdeführer verkennt indessen, dass gemäss geltender bundesgerichtlicher Recht-
sprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. September 2013, 8C_217/2013, E. 3.4 mit 
weiteren Hinweisen) eine signifikante und damit dauernde Verschlimmerung einer vorbestan-
denen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule nur dann als durch einen Unfall hervorgeru-
fen angesehen werden kann, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wir-
bel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verletzungen auf Grund eines Traumas auf-
zeigt (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2007, U 530/06, E. 4.2 und Urteil des EVG 
vom 9. September 1999, U 355/98, E. 3a mit Hinweisen, in: RKUV 2000 Nr. U 262 S. 45). Me-
dizinisch ist lediglich von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen, wenn nach 
einer unfallbedingten Kontusion der Wirbelsäule eine bisher stumme, vorbestehende Spon-
dylarthrose, Spondylose oder eine andere degenerative Wirbelsäulenerkrankung symptoma-
tisch wird (HANS DEBRUNNER/ ERICH RAMSEIER, Die Begutachtung von Rückenschäden in der 
schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 52). Die zeitliche Dauer, während 
welcher eine vorbestehende Wirbelsäulenerkrankung durch einen Unfall – bei Fehlen unfallbe-
dingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule – im Sinne einer 
vorübergehenden Verschlimmerung beeinflusst wird, beträgt nach unfallmedizinischer Erfah-
rung sechs bis neun Monate, längstens jedoch ein Jahr. Es handelt sich dabei um einen unfall-
medizinisch allgemein anerkannten Verlauf vorbestehender Wirbelsäulenerkrankungen nach 
einem Unfallereignis ohne strukturelle Verletzungen der Wirbelsäule (Urteile des Bundesge-
richts vom 25. Oktober 2007, U 530/06, E. 4.2 und vom 11. Juni 2007, U 290/06, E. 4.2.1, in: 
SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2010, 8C_321/2010, 
E. 4.3). Vorliegend ist unbestritten, dass durch den Unfall keine Wirbelkörperfrakturen oder 
strukturellen Läsionen der Wirbelsäule verursacht wurden. Es ist daher davon auszugehen, 
dass spätestens nach einem Jahr – also im März 2016 – der status quo sine erreicht war. Es 
liegen denn auch keine Berichte behandelnder Ärzte vor, welche die chirurgische Beurteilung 
von Dr. D.____ vom 27. April 2017 in Frage stellen würden. Es besteht daher kein Anlass, von 
diesen allgemeinen Erfahrungstatsachen im Bereich des Unfallversicherungsrechts abzuwei-
chen. 
 
6.4 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so ist dem Eventualantrag des Beschwer-
deführers, wonach weitere medizinische Abklärungen zu den am 5. März 2015 erlittenen Verlet-
zungen des Beschwerdeführers zu tätigen seien, nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtli-
ches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht 
der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen An-
spruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa-

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

che erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeu-
gung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes 
ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel 
verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 
E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungs-
leistungen zu Recht per 29. März 2016 eingestellt hat. Die Beschwerde ist im Ergebnis abzu-
weisen.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden dem Verfahrensausgang ent-
sprechend wettgeschlagen.  
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
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