# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91f55fd6-487a-5d57-baec-f49d6e0c7c06
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.09.2020 810 20 191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-191_2020-09-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 23. September 2020 (810 20 191) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Straf- und Massnahmenvollzug 
 
 
Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug 
 
 
 
Besetzung Vorsitzender Stefan Schulthess, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, 

Markus Clausen, Hans Furer, Markus Mattle, Gerichtsschreiber 
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, 
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Verweigerung der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug 

(RRB Nr. 989 vom 22. Juli 2020) 
 
 
 
 
A. Das Strafgericht Basel-Landschaft verurteilte den rumänischen Staatsbürger A.____ 
(geb. 27. Juni 1977) mit Urteil vom 17. Januar 2020 rechtskräftig wegen gewerbsmässigen 
Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung sowie wegen mehrfachen, teilweise versuchten 
Hausfriedensbruchs zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren. Ausserdem ordnete 

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es eine Landesverweisung von 12 Jahren an. Mit Vollzugsbefehl vom 13. Februar 2020 ordnete 
das Amt für Justizvollzug (AJV) den Vollzug der Freiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt 
(JVA) Thorberg an, wo sich A.____ bereits im Rahmen des vorzeitigen Strafvollzugs befunden 
hatte. Unter Anrechnung der Untersuchungshaft und des vorzeitigen Strafvollzugs fällt das or-
dentliche Vollzugsende auf den 18. Juli 2021, zwei Drittel seiner Strafe waren dementspre-
chend am 18. Juli 2020 verbüsst. 
 
B. Im Hinblick auf die Prüfung der bedingten Entlassung nach zwei Dritteln der Strafe holte 
das AJV bei der JVA Thorberg einen Vollzugsbericht ein und hörte A.____ an. Mit Verfügung 
vom 9. Juni 2020 verweigerte das Amt die bedingte Entlassung unter Berufung auf die ungüns-
tige Legalprognose. 
 
C. Dagegen erhob A.____ am 16. Juni 2020 beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, ihn bedingt aus dem Strafvollzug zu 
entlassen. 
 
D. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 989 vom 22. Juli 2020 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde kostenpflichtig ab. Der Regierungsrat erwog im Wesentlichen, A.____ sei in diversen 
Ländern mehrheitlich wegen Eigentumsdelikten vorbestraft und er sei teilweise zu mehrjährigen 
Haftstrafen verurteilt worden. Unbeirrt durch die zahlreichen Verurteilungen in den letzten 
zwanzig Jahren habe er stets weiter delinquiert. Als auf Einbruchsdelikte spezialisierter Krimi-
naltourist ohne Ausbildung und Arbeitsstelle sei er stark rückfallgefährdet. Trotz der oberflächli-
chen Reuebekundungen mangle es ihm an Einsicht. Das einwandfreie Vollzugsverhalten ver-
möge daran legalprognostisch nichts zu ändern. Der soziale Empfangsraum nach der Entlas-
sung bleibe aufgrund der vagen und nicht überprüfbaren Angaben unklar, er böte aber nicht die 
erforderliche Stabilität und Verlässlichkeit. Aufgrund der Landesverweisung sei es faktisch un-
möglich, im Falle einer bedingten Entlassung mittels sachgerechter Weisungen oder Bewäh-
rungshilfe auf ihn einzuwirken. Die Legalprognose falle bei einer Vollverbüssung der Strafe po-
tentiell besser aus, weswegen die Verweigerung der bedingten Entlassung zum Schutze mögli-
cher weiterer Opfer geeignet und notwendig sei. 
 
E. A.____ wandte sich mit einer in rumänischer Sprache verfassten handschriftlichen Ein-
gabe vom 27. Juli 2020 an das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
(Kantonsgericht). Dieses wies ihn mit Schreiben vom 28. Juli 2020 darauf hin, dass das Gericht 
nur in einer Amtssprache des Bundes verfasste Eingaben entgegennimmt und im Falle einer 
Beschwerdeerhebung eine Kopie des angefochtenen Entscheids beizulegen sei. Mit auf 
Deutsch abgefasster Eingabe vom 1. August 2020 erklärte A.____, mit seiner Eingabe vom 
27. Juli 2020 den (diesmal beigelegten) Entscheid des Regierungsrats vom Nr. 989 vom 22. Juli 
2020 angefochten zu haben. Wie sich aus der vom Gericht eingeholten amtlichen Übersetzung 
ergibt, stellt A.____ in seiner Beschwerde vom 27. Juli 2020 sinngemäss den Antrag, der Re-
gierungsratsbeschluss sei aufzuheben und er sei bedingt aus dem Strafvollzug zu entlassen. 
Vorstrafen im Ausland würden keinen Grund für die Ablehnung der Entlassung darstellen. Er 
kenne andere Straftäter mit Vorstrafen, die bedingt entlassen worden seien. Er wolle ein Reha-
bilitationsprogramm absolvieren. Wenn er einen Arbeitsplatz und finanzielle Unterstützung er-

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halte, werde er in Zukunft keine Taten mehr begehen. Er sei ohnehin zu Unrecht verurteilt wor-
den. Er werde auch nicht mehr in die Schweiz zurückkehren. In der Eingabe vom 1. August 
2020 rügt er weiter, dass ihm der angefochtene Entscheid nicht in einer rumänischen Überset-
zung ausgehändigt worden sei. Auch das vom Gericht zu fällende Urteil sei ihm auf Rumänisch 
zuzustellen. 
 
F. Der Regierungsrat verzichtet mit Eingabe vom 18. August 2020 auf eine schriftliche Ver-
nehmlassung. 
 
G. Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 2. September 2020 für das vorliegen-
de Verfahren die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. 
 
H. An der heutigen Parteiverhandlung erläutert das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
mit Hilfe einer Dolmetscherin den angefochtenen Entscheid und die aufgeworfenen Rechtsfra-
gen. Anschliessend wird der Beschwerdeführer befragt. Der Beschwerdeführer hält im Partei-
vortrag an seinem Antrag auf Entlassung fest. Der Beschwerdegegner beantragt die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 steht gegen Entscheide des Regierungsrats die verwal-
tungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht offen. Die innert der Beschwerdefrist (§ 48 
VPO) eingereichte und verbesserte Beschwerde ist formgültig erhoben worden, sodass auf die 
Beschwerde eingetreten werden kann. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c 
VPO). 
 
3. Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, dass ihm der angefochtene Entscheid 
nicht zusammen mit einer rumänischen Übersetzung zugestellt worden ist. Nachdem er an der 
heutigen Verhandlung angibt, Analphabet zu sein, erschliesst sich von Vornherein nicht, inwie-
fern ihm eine schriftliche Übersetzung für die Wahrnehmung seiner Rechte von Nutzen gewe-
sen sein könnte. Ohnehin besteht kein Anspruch des fremdsprachigen Betroffenen auf Erläute-
rung und Übersetzung einer Entlassungsverfügung in seine Muttersprache. Ein solcher An-
spruch ergibt sich nach der Rechtsprechung weder aus Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 noch aus Art. 6 der Konventi-
on zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 (vgl. 
BGE 118 Ia 462 E. 3a mit Hinweis auf BGE 115 Ia 64 E. 6b). Der Anspruch auf unentgeltlichen 
Dolmetscher nach Art. 6 Ziff. 3 lit. e EMRK steht nur einem Angeklagten zu. Im vorliegenden 

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Verfahren ist der Beschwerdeführer aber nicht Angeklagter in einem Strafverfahren, sondern es 
handelt sich um ein Verwaltungsverfahren, in welchem diese Garantie nicht gilt. Ebenso wenig 
liegt ein Anwendungsfall von Art. 5 EMRK vor, da der fragliche Entscheid nicht den Freiheits-
entzug oder die Festnahme, sondern eine Entlassung betrifft (Urteil des BGer 6B_587/2010 
vom 13. Januar 2011 E. 1.3.2). Vorliegend konnte der Beschwerdeführer nach eigenen Anga-
ben - und wie die auf Deutsch verfasste Eingabe vom 1. August 2020 beweist - auf die Hilfe von 
Mitgefangenen zählen, um das Verfahrensthema zu erfassen und seine Rechte geltend zu ma-
chen. Zudem könnte ihm inskünftig im Falle von sprachlichen Schwierigkeiten der Sozialdienst 
der Strafanstalt behilflich sein. Das Kantonsgericht hat ihm an der heutigen Verhandlung den 
angefochtenen Entscheid in den Grundzügen mit Hilfe einer Dolmetscherin erläutert. Seine (von 
einem Mitgefangenen verfasste) Eingabe vom 27. Juli 2020 hat das Gericht amtlich übersetzen 
lassen. Sie wird in den vorliegenden Entscheid miteinbezogen. Weiter konnte sich der Be-
schwerdeführer an der mündlichen Parteiverhandlung direkt in seiner Muttersprache an das 
Gericht wenden, womit den mangelnden Sprachkenntnissen des Beschwerdeführers genügend 
Rechnung getragen ist. 
 
4. Strittig ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer nach Verbüssung von zwei Dritteln der 
Strafe bedingt aus dem Strafvollzug zu entlassen ist. 
 
4.1 Gemäss Art. 86 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. De-
zember 1937 ist der Gefangene nach Verbüssung von zwei Dritteln der Strafe bedingt zu ent-
lassen, wenn es das Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde 
weitere Verbrechen oder Vergehen begehen. Die zuständige Behörde hat von Amtes wegen zu 
prüfen, ob der Gefangene bedingt entlassen werden kann. Dabei hat sie diesen anzuhören und 
einen Bericht der Anstaltsleitung einzuholen (Art. 86 Abs. 2 StGB). Die bedingte Entlassung 
stellt die Regel und die Verweigerung die Ausnahme dar. In dieser Stufe soll der Entlassene 
den Umgang mit der Freiheit erlernen, was nur in Freiheit möglich ist. Diesem rein spezialprä-
ventiven Zweck stehen die Schutzbedürfnisse der Allgemeinheit gegenüber, welchen umso hö-
heres Gewicht beizumessen ist, je hochwertiger die gefährdeten Rechtsgüter sind. Die Progno-
se über das künftige Wohlverhalten ist in einer Gesamtwürdigung zu erstellen, welche nebst 
dem Vorleben, der Persönlichkeit und dem Verhalten des Täters während des Strafvollzugs vor 
allem dessen neuere Einstellung zu seinen Taten, seine allfällige Besserung und die nach der 
Entlassung zu erwartenden Lebensverhältnisse berücksichtigt (CORNELIA KOLLER, in: Niggli/
Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 86 Rz. 12; 
BGE 133 IV 201 E. 2.3; BGE 125 IV 113 E. 2a; je mit Hinweisen). Im Sinne einer Differenzial-
prognose sind die Vorzüge und Nachteile der Vollverbüssung der Strafe denjenigen einer Aus-
setzung des Strafrests gegenüberzustellen. Die Strafvollzugsbehörden haben insbesondere zu 
prüfen, ob die Gefährlichkeit des Täters bei einer Vollverbüssung der Strafe abnehmen, gleich-
bleiben oder zunehmen wird (ANDREA BAECHTOLD/JONAS WEBER/UELI HOSTETTLER, Strafvoll-
zug, 3. Aufl., Bern 2016, S. 272; Urteil des Bundesgerichts 6B_215/2017 vom 19. Juli 2017 
E. 2.4; BGE 124 IV 193 E. 5b/bb). 
 
4.2 Der Schluss von den erhobenen Tatsachen auf das künftige Verhalten liegt im pflicht-
gemässen Ermessen der Entlassungsbehörde (BGE 133 IV 201 E. 2.3; BGE 104 IV 281 E. 2). 

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Eine Ermessensüberschreitung kann etwa darin liegen, auf eine Gesamtwürdigung aller für die 
Prognose relevanten Umstände zu verzichten und die günstige Legalprognose allein gestützt 
auf das Bedenken weckende Vorleben der vom Freiheitsentzug betroffenen Person zu vernei-
nen (BGE 133 IV 201 E. 3.2). Aus dem gleichen Grund darf eine bedingte Entlassung auch 
nicht einzig aufgrund einzelner günstiger Faktoren - etwa dem Wohlverhalten des Täters im 
Strafvollzug - bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefahr neuer Rechtsbrü-
che sprechen (KOLLER, a.a.O. Art. 86 Rz. 12; Urteil des BGer 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 
E. 5.3, Urteil des BGer 6B_331/2010 vom 12. Juli 2010 E. 3.3.5). 
 
5. Der Beschwerdeführer hat zwei Drittel seiner Strafe verbüsst, womit die formelle Vo-
raussetzung von Art. 86 Abs. 1 StGB erfüllt ist. Sodann steht sein Vollzugsverhalten auch nach 
Ansicht der Vorinstanz einer bedingten Entlassung nicht entgegen. Der Entscheid über die be-
dingte Entlassung hängt damit einzig davon ab, ob dem Beschwerdeführer eine günstige Prog-
nose im Sinn von Art. 86 Abs. 1 StGB gestellt werden kann. 
 
6.1.1 Die Praxis orientiert sich bei ihrer Einschätzung der Rückfallgefahr in erster Linie an der 
Frage der Vorstrafen (GÜNTER STRATENWERTH/FELIX BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, All-
gemeiner Teil II, 3. Aufl., Bern 2020, Rz. 83 m.w.H.). Das Vorleben des Verurteilten ist vorab 
unter diesem Gesichtspunkt zu prüfen, wobei entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
auch die in ausländischen Strafregistern verzeichnete Straffälligkeit von Relevanz ist. Nach dem 
Wissensstand der Kriminologie ist diesbezüglich namentlich entscheidend, wie häufig und in 
welchen zeitlichen Abständen bereits Straftaten begangen wurden und welcher Lebenszeitraum 
des Verurteilten durch Kriminalität geprägt war, wobei als Faustregel gilt, dass die Gefahr der 
Begehung weiterer Straftaten umso höher ist, je mehr Delikte in der Vergangenheit begangen 
wurden und je kürzer die Abstände zwischen den einzelnen Straftaten waren (WOLFGANG 
WOHLERS, in: Wohlers/Godenzi/Schlegel [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkom-
mentar, 4. Aufl., Bern 2020, Art. 86 Rz. 6). 
 
6.1.2 Aus den bei den Akten liegenden Strafregisterauszügen geht hervor, dass der Be-
schwerdeführer in Rumänien im Jahr 1997 (bereits damals als Wiederholungstäter) und erneut 
im Jahr 2001 wegen Sexualdelikten zu Freiheitsstrafen von 6 Jahren resp. 4 Jahren und 6 Mo-
naten verurteilt wurde. Nach der Entlassung aus dem rumänischen Strafvollzug folgten zwei 
Verurteilungen zu mehrmonatigen unbedingten Haftstrafen in Frankreich wegen mehrfachen 
Diebstahls und Hehlerei (2007 und 2008). In der Folge verlegte der Beschwerdeführer seine 
Tätigkeit nach Italien, wo er im Herbst 2008 zwei Mal wegen mittäterschaftlich begangener 
Diebstähle (einmal davon zusätzlich wegen Hehlerei), im April 2009 wegen Missachtung von 
Auflagen sowie im November 2009 wegen Widerstands gegen Beamte bestraft wurde. In den 
Tatzeitraum 2008 und 2009 fallen auch spätere italienische Strafurteile wegen Diebstahls (No-
vember 2011: Freiheitsstrafe 2 Jahre, 2013 zur Bewährung ausgesetzt; 2014 wurde aus den 
früheren Verurteilungen eine Gesamtstrafe von 4 Jahren und 2 Monaten gebildet und der be-
dingte Vollzug widerrufen) und wegen rechtswidriger Einreise (Juni 2015: Freiheitsstrafe 1 Jahr, 
umgewandelt in 5 Jahre Landesverweisung). Für den Zeitraum zwischen Oktober 2009 und 
März 2010 finden sich im deutschen Strafregister je zwei Verurteilungen wegen (zum Teil quali-
fizierten) Diebstahls und Erschleichens einer Leistung. Im Februar 2011 verhängte das Landes-

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gericht Wiener Neustadt sodann eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren für qualifizierten Diebstahl, 
wobei diese Strafe zwischen September 2012 bis zur bedingten Entlassung im August 2015 
rechtshilfeweise in Rumänien vollstreckt wurde. In den Jahren 2015 und 2016 delinquierte der 
Beschwerdeführer einmal mehr in Deutschland, wo er drei Mal hauptsächlich wegen Diebstäh-
len verurteilt wurde. Es resultierten Freiheitsstrafen von 16 Monaten (Gesamtstrafe) und 7 Mo-
naten. Am 30. April 2018 wurde der Beschwerdeführer aus dem Strafvollzug in Deutschland 
entlassen. Am 29. Mai 2018, d.h. nur einen Monat später, begann er in der Schweiz mit der 
Serie von 21 Einbrüchen, die letztlich zur derzeit verbüssten Strafe führte. Dazu kommt ein 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt vom 18. Juli 2018 wegen geringfü-
gigen Diebstahls und Hausfriedensbruchs (Freiheitsstrafe von 10 Tagen und Busse). 
 
6.1.3 Mit Blick auf die vorerwähnte Legalbiographie des Beschwerdeführers lässt sich festhal-
ten, dass er sein Erwachsenenleben grösstenteils entweder in Strafanstalten oder auf Ein-
bruchstouren in ganz Europa verbracht hat. Es lässt sich kein signifikanter deliktfreier Zeitraum 
eruieren. Die seit Jahren andauernde Delinquenz im Bereich der Eigentumsdelikte - mit mehr-
facher einschlägiger Rückfälligkeit - zeichnet ein legalprognostisch äusserst ungünstiges Bild. 
Diese Einschätzung teilte auch das Strafgericht, das von einem eigentlichen "Berufskriminellen" 
sprach, der sich trotz nachweisbar mindestens 8 ½ Jahren Strafvollzug seit dem Jahr 2000 
nicht von der weiteren Begehung derartiger Delikte habe abhalten lassen (Urteil des Strafge-
richts vom 17. Januar 2020 [300 19 144] E. II.2.2). Unbeeindruckt durch die zahlreichen Verur-
teilungen und den Vollzug teils mehrjähriger Freiheitsstrafen delinquierte der Beschwerdeführer 
jeweils kurz nach der Entlassung unbeirrt weiter, was von Unbelehrbarkeit und fehlender Ein-
sicht zeugt. Die Gefahr, dass der Beschwerdeführer nach seiner bedingten Entlassung aber-
mals straffällig werden könnte, muss mit der Vorinstanz als ausgesprochen hoch eingestuft 
werden. 
 
6.2 Eine innere Abkehr von der bisherigen Delinquenz ist nicht im Ansatz erkennbar. Ge-
stützt auf die Akten und den an der heutigen Parteiverhandlung gewonnenen persönlichen Ein-
druck des Gerichts können dem Beschwerdeführer wohl von Vornherein nur eingeschränkte 
Fähigkeiten zur Selbstreflexion attestiert werden. Im Vollzugsbericht der JVA Thorberg vom 
11. Mai 2020 ist davon die Rede, dass der Beschwerdeführer sich in Zukunft bemühen wolle, 
nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. In der Anhörung durch das AJV gab er eben-
falls zu Protokoll, dass er seine Taten bereue und nicht mehr kriminell sein wolle, was er heute 
vor den Schranken wiederholt. Damit verfolgt er augenscheinlich das Ziel, vorzeitig entlassen 
zu werden. Dass es sich bei diesen Beteuerungen um mehr als blosse Lippenbekenntnisse 
handeln könnte, ist jedoch nicht ersichtlich. Den Tatbeweis für eine aufrichtige Reue hat er je-
denfalls nicht erbracht, hat er doch den Opfern seiner Straftaten keine Wiedergutmachungszah-
lungen zukommen lassen oder sich auch nur um eine persönliche Entschuldigung bemüht. In 
der Beschwerdeschrift fordert er vom Schweizer Staat finanzielle Unterstützung, damit er in 
Zukunft keine Taten begehen werde. Damit bringt er unterschwellig zum Ausdruck, dass er es 
offenbar als legitim erachtet, bei einem Ausbleiben von Unterstützungsleistungen Dritter seinen 
Lebensunterhalt mittels Eigentumsdelikten zu bestreiten. Wenn er in der Beschwerde weiter 
vorbringt, er sei zu Unrecht verurteilt worden für Taten, für welche "sie" (wohl gemeint: das 
Strafgericht) keine Beweise gehabt hätten, zeigt er ebenfalls keine Einsicht in das Unrecht sei-

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ner Taten. In dieses Bild passt, dass der Beschwerdeführer an der heutigen Befragung entge-
gen dem entsprechenden Registereintrag behauptet, in Österreich wegen eines einzigen Ein-
bruchs zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden zu sein, und entgegen der eindeutigen 
Aktenlage und seiner eigenen Aussage in der Anhörung durch das AJV bestreitet, je in Frank-
reich verurteilt worden zu sein. Fehlende Einsicht in das Unrecht der Taten und ausbleibende 
Reue sind gewichtige Indikatoren für eine negative Legalprognose (vgl. ROLAND M. SCHNEIDER/
ROY GARRÉ, in: Basler Kommentar, a.a.O., Art. 42 Rz. 73 ff.). Soweit sich der Beschwerdeführer 
darüber beklagt, dass das Strafgericht keine bedingte Strafe ausgesprochen hat, hätte er die-
sen Einwand im Strafverfahren vorbringen müssen. Immerhin ist anzumerken, dass das Gericht 
im Urteil ausführt, dass im Falle des Beschwerdeführers auch bei einem tieferen Strafmass nur 
eine unbedingte Freiheitsstrafe in Frage gekommen wäre (vgl. Urteil des Strafgerichts vom 
17. Januar 2020 [300 19 144] E. II.2.3). 
 
6.3 Eine Therapie hat der Beschwerdeführer nicht besucht. Eine anderweitige Auseinander-
setzung mit seinen Taten hat gemäss dem Vollzugsbericht mangels Sprachkenntnissen nicht 
stattgefunden. In dieser Hinsicht ist festzuhalten, dass die unverkennbar vorhandenen sprachli-
chen Schwierigkeiten den Beschwerdeführer immerhin nicht davon abgehalten haben, sich Hilfe 
zu suchen und das vorliegende Verfahren zu führen. Im Gegensatz zu seinen hier gezeigten 
Anstrengungen hat er im Rahmen des Vollzugs keine Anstalten getroffen, die Sprachschwierig-
keiten zu überwinden und sich dort mit den deliktsrelevanten Faktoren auseinanderzusetzen. 
Sein in der Beschwerde geäussertes Interesse an der Teilnahme an einem Rehabilitationspro-
gramm erscheint unaufrichtig: Obwohl er im April 2019 ein Gesuch um Verlegung vom Bezirks-
gefängnis Arlesheim in die JVA Thorberg mit dem Wunsch nach Weiterbildung begründet hat, 
zeigte er in der Folge kein Interesse an der Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung oder 
an anderweitigen der persönlichen Entwicklung förderlichen Programmen. Den für ihn zuständi-
gen Sozialarbeiter hat er kaum kontaktiert. Eine intrinsische Motivation für die Deliktsarbeit lässt 
sich aus seinem dokumentierten Verhalten im Vollzug jedenfalls nicht herleiten. Dass der Be-
schwerdeführer im Vollzug nicht negativ aufgefallen ist, beweist im Übrigen keinen Wandel zum 
Besseren. Allein aus einem guten Verhalten im Vollzugsalltag lässt sich keine prognoserelevan-
te Veränderung in Bezug auf seine Rückfallgefährdung ableiten (BGE 103 Ib 27 E. 1; Urteil des 
BGer 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.3). Denn gerade chronische Rückfalltäter können sich 
im straff reglementierten Alltag der Strafanstalt problemlos zurechtfinden, ohne dass damit das 
Geringste über ihre Fähigkeit gesagt wäre, Lebensschwierigkeiten in der Freiheit zu bewältigen 
(STRATENWERTH/BOMMER, a.a.O., Rz. 81). 
 
6.4 Prognostisch negativ zu Buche schlägt auch die vom Beschwerdeführer an den Tag 
gelegte Externalisierung der Verantwortung für seine Delinquenz. So schiebt er in der heutigen 
Befragung die Schuld an seiner kriminellen Karriere auf sein Elternhaus, wo sich die Eltern als 
Alkoholiker nicht um ihre Kinder gekümmert hätten, weshalb er in Waisenhäusern aufgewach-
sen sei. Eine Schule habe er nie besucht. Er sieht sich als hilfloses Opfer seiner Biographie und 
der widrigen Lebensumstände in Rumänien, welche ihn in die Kriminalität gezwungen hätten. Er 
habe seinen Lebensunterhalt mangels legaler Erwerbsmöglichkeiten mit Diebstählen bestreiten 
müssen. Er habe nicht früher mit Einbrüchen aufgehört, weil ihn der Tod seines Sohnes wäh-
rend seines Gefängnisaufenthalts in Deutschland aus der Bahn geworfen und zu einem über-

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mässigen Alkoholkonsum geführt habe. Mit diesen Vorbringen entzieht sich der Beschwerde-
führer seiner persönlichen Verantwortung. Wenn er seine Delinquenz damit rechtfertigt, über 
kein Geld verfügt zu haben, so muss diese Begründung angesichts seiner finanziellen Situation 
und wirtschaftlichen Perspektiven als risikoerhöhend gewertet werden, wie der vorinstanzliche 
Entscheid zutreffend herausstreicht. 
 
6.5 Der Beschwerdeführer wurde verurteilt für 21 Einbrüche innerhalb von sechs Wochen 
mit einem Deliktsbetrag von gesamthaft rund Fr. 18'000.--, wobei er einen Gesamtsachschaden 
von ca. Fr. 36'300.-- anrichtete. Da es sich in den meisten Fällen um Einbrüche in Gartenhäus-
chen handelte, bewegen sich die einzelnen Taten oftmals eher im Bagatellbereich. Der Delikts-
betrag wurde vom Strafgericht als im Bereich des gewerbsmässigen Diebstahls nicht speziell 
grosse Summe qualifiziert. Dennoch offenbaren die Häufigkeit und Planmässigkeit der inner-
halb eines kurzen Deliktszeitraums verübten Delikte, der nicht unerhebliche angerichtete Sach-
schaden - der zudem häufig in keiner Relation zum Beutegut stand - und der Umstand, dass 
der Beschwerdeführer zusammen mit weiteren Tatbeteiligten delinquierte, eine grosse kriminel-
le Energie (so auch das Urteil des Strafgerichts vom 17. Januar 2020 [300 19 144] E. II.2.1). 
Dass der Beschwerdeführer hier und in früheren Urteilen für mittäterschaftlich begangene Delik-
te verurteilt wurde, ist ein Indiz dafür, dass er im kriminellen Milieu vernetzt ist, was seiner Le-
galprognose zusätzlich abträglich ist. 
 
6.6 Die nach der Entlassung zu erwartenden Lebensumstände sind im vorliegenden Fall 
kaum zu eruieren, da der des Landes verwiesene Beschwerdeführer nach einer allfälligen Ent-
lassung in sein Heimatland zurückkehren wird. Bei als Kriminaltouristen in die Schweiz einge-
reisten Ausländern ist die legalprognostische Beurteilung zudem mit einer besonderen Unsi-
cherheit belastet. Die Prognose muss sich zwangsläufig einzig auf die Angaben des Betroffe-
nen stützen, welche vorliegend ausgesprochen spärlich, vage und teilweise in sich widersprüch-
lich ausfallen. Auf das Ausland bezogene Zukunftspläne können kaum überprüft werden, wes-
halb dem Gericht letztlich nur die Möglichkeit einer Plausibilitätsprüfung bleibt (vgl. KOLLER, 
a.a.O., Art. 86 Rz. 11). Die fehlende Überprüfbarkeit fällt zwar grundsätzlich nicht negativ ins 
Gewicht, bei der Gesamtwürdigung darf diesem Prognosekriterium umgekehrt allerdings auch 
keine allzu grosse Bedeutung beigemessen werden. Der Beschwerdeführer gibt heute auf die 
gerichtliche Frage nach seinen Zukunftsplänen an, er wisse nicht genau, was er nach der Aus-
reise nach Rumänien tun werde. Er habe vor, bei seinen Eltern zu wohnen und mit Tieren zu 
arbeiten. Weiter wollte oder konnte er vor Gericht seine Pläne nicht konkretisieren. Der geäus-
serte Arbeitswille steht im Widerspruch zu seinen - allerdings im Gesamtkontext ohnehin nicht 
nachvollziehbaren - Ausführungen in der Beschwerdeschrift, wonach er in seinem Heimatland 
eine Invalidenrente erhalte, weil er arbeitsunfähig sei. Gestützt auf seine Äusserungen ist mit 
der Vorinstanz festzuhalten, dass nicht von einem stabilen sozialen Empfangsraum oder einem 
Umfeld mit deliktprotektivem Charakter in Rumänien ausgegangen werden kann. Zudem hegt 
der Beschwerdeführer keine konkreten Zukunftspläne, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten 
will. Seine blosse Bekundung, in Zukunft straffrei bei seinen Eltern leben zu wollen, kann ange-
sichts des Vorlebens und der gezeigten Uneinsichtigkeit für eine positive Prognose nicht genü-
gen (vgl. KOLLER, a.a.O., Art. 86 Rz. 11). Insgesamt kann der Vorinstanz darin beigepflichtet 

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werden, dass dem Beschwerdeführer (auch) hinsichtlich der voraussichtlichen Lebensverhält-
nisse eine ungünstige Legalprognose gestellt werden muss. 
 
7.1 Die vorgängig abgehandelten Prognosekriterien sprechen für eine gesamthaft ausge-
prägte Rückfallgefahr. Es ist mit grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen, der Beschwerdefüh-
rer werde nach einer allfälligen Entlassung weitere Verbrechen und Vergehen im Bereich von 
Eigentumsdelikten begehen. Von ihm geht eine für die Gesellschaft nicht hinnehmbare Gefähr-
dung aus, auch wenn die vorliegend bedrohten Rechtsgüter des Eigentums und des Haus-
rechts weniger hochwertig sind als etwa Leib und Leben und insofern durchaus ein gewisses 
Rückfallrisiko in Kauf genommen werden kann. Da das Risiko weiterer Straftaten durch die 
Vollverbüssung der Freiheitsstrafe jedoch nicht beseitigt, sondern nur auf einen späteren Zeit-
punkt verschoben wird, ist im Sinne einer Gesamtbilanz zu ermitteln, bei welcher Form des wei-
teren Vorgehens dieses Risiko voraussichtlich das geringere ist. Im Sinne einer Differenzial-
prognose sind die Vor- und Nachteile der Vollverbüssung der Strafe denjenigen einer Ausset-
zung eines Strafrestes gegenüber zu stellen (BGE 124 IV 193 E. 4a und E. 5b/bb; Urteil des 
BGer 6B_32/2019 vom 28. Februar 2019 E. 2.2). 
 
7.2 Von einem weiteren Vollzug der Strafe ist im vorliegenden Fall keine massgebliche Re-
duktion des Rückfallrisikos zu erwarten, da sich der Beschwerdeführer wie vorstehend ausge-
führt bereits von früheren Strafen nicht beeindrucken liess und kein Interesse an einer Delikt-
aufarbeitung zeigt, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass sich daran etwas ändert. Immer-
hin erlaubt ihm die durch die Vollverbüssung verbleibende Zeit in der Schweiz, seine Zukunft 
ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Druck zu planen und Vorbereitungen im Hinblick auf die 
endgültige Entlassung zu treffen. Das zusätzlich verdiente Arbeitsentgelt verhilft ihm zu einem 
höheren Startkapital in Rumänien, was sich gerade in seinem Fall (vgl. oben E. 6.2) deliktsprä-
ventiv auswirken könnte. Nicht zu vernachlässigen ist schliesslich auch der Umstand, dass die 
Vollverbüssung der Strafe die Allgemeinheit für die Dauer des Strafrestes vor weiteren Delikten 
schützt. Nachteilig wirkt sich eine verweigerte bedingte Entlassung grundsätzlich insofern aus, 
als dass dem Straftäter die Möglichkeit genommen wird, sich schrittweise und mit behördlicher 
Begleitung an das Leben in Freiheit zu gewöhnen. Die mit der bedingten Entlassung verfolgte 
Wiedereingliederung des Rechtsbrechers ist nicht Selbstzweck, sondern auch ein Mittel, um die 
Allgemeinheit vor neuen Straftaten zu schützen (BGE 124 IV 193 E. 3). Der Entlassene soll den 
Umgang mit der Freiheit erlernen, was nur in Freiheit möglich ist (BGE 133 IV 201 E. 2.2; BGE 
125 IV 113 E. 2a). Im Falle des Beschwerdeführers kann dieser spezialpräventive Zweck aller-
dings nicht erreicht werden: Der Beschwerdeführer wird infolge der vom Strafgericht ausge-
sprochenen Landesverweisung das Land gezwungenermassen verlassen und die Vollzugsbe-
hörde kann deshalb im Falle einer bedingten Entlassung der Rückfallgefahr nicht mit den In-
strumenten der Bewährungshilfe und Weisungen (Art. 87 Abs. 2 StGB) entgegenwirken. Der 
bedingte Straferlass verliert seine Präventivfunktion, wenn der Täter die Rückversetzung de 
facto nicht mehr ernstlich zu befürchten hat (STRATENWERTH/BOMMER, a.a.O., Rz. 90; BGE 105 
IV 167 E. 2; Urteil des BGer 6B_119/2018 vom 22. Mai 2018 E. 4.5 m.w.H.). 
 
7.3 Fällt die Legalprognose im Rahmen der Differenzialprognose doppelt negativ aus, ist die 
bedingte Entlassung nicht vorzugswürdig (KOLLER, a.a.O., Art. 86 Rz. 16). Der Vorinstanz ist 

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darin beizupflichten, dass die Legalprognose des Beschwerdeführers im Falle einer Vollverbüs-
sung der Strafe zumindest potenziell besser ausfällt. Bei uneinsichtigen ausländischen Berufs-
einbrechern wie dem Beschwerdeführer ergibt eine bedingte Entlassung keinen Sinn. Selbst 
wenn nicht zu erwarten ist, dass sich die Legalprognose signifikant weiter verbessere, kann 
unter Berücksichtigung der Bewährungsaussicht und ausgehend von den möglichen Straftaten 
sowie den betroffenen Rechtsgütern dem Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit Vorrang einge-
räumt werden (Urteil des BGer 6B_208/2018 vom 6. April 2018 E. 1.3; Urteil des BGer 
6B_229/2017 vom 20. April 2017 E. 3.5.3). Somit fällt auch die Differenzialprognose zu Unguns-
ten des Beschwerdeführers aus. 
 
8. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine Ungleichbehandlung, wenn er ausführt, er 
habe im schweizerischen Strafvollzug "schlimmere" Täter kennengelernt, die im Gegensatz zu 
ihm bedingt entlassen worden seien. Die bedingte Entlassung stellt nach der gesetzgeberi-
schen Konzeption die Regel und deren Verweigerung die Ausnahme dar (vgl. oben E. 4.1; BGE 
133 IV 201 E. 2.2). Dem Grundsatz nach sollen auch schwere und rückfällige Straftäter in ihren 
Genuss kommen. Es existiert aber kein Automatismus oder Schematismus. Der Entscheid über 
die bedingte Entlassung beruht im Einzelfall immer auf einer Gesamtwürdigung im Sinne einer 
Invidividualprognose. Diese fällt beim Beschwerdeführer wie aufgezeigt prononciert negativ 
aus. Wenn anderen Straftätern mit einer besseren Rückfallprognose die bedingte Entlassung 
gewährt wurde, liegt darin keine Ungleichbehandlung. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf und 
es erscheint auch äusserst unwahrscheinlich, dass das AJV routinemässig Straftätern mit ver-
gleichbarem Rückfallrisiko und gleich negativer Differenzialprognose die bedingte Entlassung 
bewilligt. 
 
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass angesichts der eindeutigen Schlechtprognose 
die materiellen Voraussetzungen nach Art. 86 Abs. 1 StGB für eine bedingte Entlassung des 
Beschwerdeführers nicht erfüllt sind. Die Vorinstanz hat die wesentlichen Gesichtspunkte in 
ihrem Entscheid berücksichtigt und im Rahmen ihres Ermessens sorgfältig und korrekt gewich-
tet. Sie war nicht verpflichtet, ihren Entscheid auf Rumänisch übersetzen zu lassen. Der ange-
fochtene Entscheid ist dementsprechend nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzu-
weisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Verfahrenskosten in 
der Höhe von insgesamt Fr. 2'200.-- sind demzufolge dem unterliegenden Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrens-
kosten zu Lasten der Gerichtskasse. Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewie-
sen, dass er zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage 
ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsge-
setz, GOG] vom 22. Februar 2001). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (§ 21 
VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 27. Oktober 2020 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 6B_1243/2020) erhoben.