# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c1b81d4-f116-5b15-b339-0df09c1d89da
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 09.10.2020 101 2020 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2020-33_2020-10-09.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2020 33
101 2020 135 

Urteil vom 9. Oktober 2020

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Sandra Wohlhauser, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, 
vertreten durch Rechtsanwalt Roger Lerf

gegen

B.________, Berufungsbeklagte und  Anschlussberufungsklägerin, 
vertreten durch Rechtsanwalt Patrik Gruber

Gegenstand Ehescheidung (Nachehelicher Unterhalt, güterrechtliche Auseinander-
setzung)

Berufung vom 3. Februar 2020 gegen den Entscheid des Zivilgerichts 
des Sensebezirks vom 12. Dezember 2019

Anschlussberufung vom 27. April 2020

Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 13. März 2020

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1956, und B.________, geb. 1961, heirateten 1993. Ihrer Ehe entsprossen 
die Söhne C.________, geb. 1995, und D.________, geb. 1997.

Die Parteien trennten sich per 1. Juli 2012. Mit Entscheid des Präsidenten des Zivilgerichts des 
Sensebezirks (nachfolgend: der Präsident) vom 16. Januar 2014 wurde die von den Parteien am 
5. Dezember 2013 abgeschlossene Vereinbarung betreffend Eheschutzmassnahmen genehmigt.

B. Am 10. Oktober 2016 reichte A.________ die Scheidungsklage ein.

Daraufhin stellte B.________ am 13. Januar 2017 ein Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen, welches mit Entscheid des Präsidenten vom 26. Januar 2017 abgewiesen wurde.

Die Parteien tätigten zahlreiche Eingaben und es fanden mehrere Verhandlungen statt (26. Januar 
2017, 17. April 2018 und 19. September 2019). 

Am 12. Dezember 2019 entschied das Zivilgericht des Sensebezirks das Folgende:

1. Die im 1993 vor dem Zivilstandsamt E.________ geschlossen Ehe der Parteien wird durch 
Scheidung aufgelöst (Art. 114 ZGB).

2. A.________ wird verpflichtet, B.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘400.00 
bis und mit Dezember 2021 und ab 1. Januar 2022 von CHF 1‘035.00 bis und mit Januar 2025 zu 
bezahlen.

Dieser Unterhaltsbeitrag ist jeweils am Ersten jeden Monats zahlbar und ab Fälligkeit zu 5% 
verzinslich.

Er wird überdies der Teuerung angepasst und zu diesem Zweck an den Landesindex der Konsu-
mentenpreise des BFS gebunden. Die Anpassung erfolgt jeweils im Januar jeden Jahres aufgrund 
des Indexstandes des Monats November des Vorjahres. Die Anpassung erfolgt nur in dem Rahmen 
als auch das Einkommen von A.________ der Teuerung angepasst wird, wofür dieser 
beweispflichtig ist.

3. Die güterrechtliche Auseinandersetzung wird wie folgt vorgenommen:

3.1 A.________ übernimmt unter Übernahme der darauf lastenden Schuld den hälftigen Miteigen-
tumsanteil von B.________ an der Liegenschaft Art. fff GB G.________ und wird damit 
Alleineigentümer der Liegenschaft.

3.2 A.________ wird verpflichtet, B.________ eine aktuelle Bestätigung der UBS AG vorzulegen, 
wonach sie aus der Solidarhaft der bestehenden Hypothekarverträge zu Lasten der ehelichen 
Liegenschaft in G.________ entlassen wird.

3.3 A.________ wird verpflichtet, B.________ die für die Liegenschaft Art. fff GB G.________ 
benutzte Hypothek, lastend auf der Liegenschaft H.________, im Betrag von CHF 89‘850.00 
innerhalb von 30 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils zu erstatten

3.4 A.________ wird verpflichtet, den Vorbezug von B.________ von CHF 20‘000.00 an deren 
Pensionskasse, die I.________ spätestens beim Eintrag des Eigentumsübergangs gemäss 
Ziffer 3.1 zurückzuerstatten.

3.5 Die Erhebung der Grundstückgewinnsteuer wird gemäss Art. 43 lit. b. DStG aufgeschoben.

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3.6 Die Grundbuchbeamte des Sensebezirks wird angewiesen, den Eigentumsübergang gemäss 
Ziff. 3.1 hievor nach Rechtskraft [d]es Scheidungsurteils im Grundbuch einzutragen. Die Kosten 
und Gebühren des Eigentumsüberganges werden dem Übernehmer auferlegt.

3.7 A.________ wird verpflichtet, B.________ einen güterrechtlichen Ausgleichsbetrag von 
CHF 177‘582.90 zu bezahlen. Von diesem Betrag sind CHF 96‘067.40 auf ein Säule 3A-Konto 
oder an die Pensionskasse von B.________ zu überweisen.

3.8 Im Übrigen wird festgestellt, dass sich die Parteien über die Aufteilung des Hausrates per Saldo 
aller Ansprüche geeinigt haben.

4. Die während der Ehe gehäuften Austrittsleistungen der Parteien werden hälftig geteilt.

Die J.________, wird angewiesen, vom Vorsorgekonto von A.________ (SV-Nr. kkk) den Betrag von 
CHF 491‘792.55) auf das Vorsorgekonto von B.________ (Anschluss Nr. lll/Versicherten Nr. mmm) 
bei der I.________ zu überweisen. Der Betrag von CHF 491‘792.55 ist ab dem 11. Oktober 2016 in 
der vom Reglement bestimmten Höhe oder in der nach den Vorschriften des BVG bestimmten Höhe 
zu verzinsen.

5. Die übrigen Rechtsbegehren werden abgewiesen.

6. Die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten von CHF 8‘000.00 (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) 
werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und unter Berücksichtigung der geleisteten Kostenvor-
schüsse entsprechend bezogen.

Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 3. Februar 2020 Berufung. Er stellt folgende 
Rechtsbegehren:

1. Der Entscheid des Gerichts des Sensebezirks BGSEN vom 12. Dezember 2019 sei aufzuheben. 

2. Die im 1993 vor dem Zivilstandsamt in E.________ geschlossene Ehe sei gestützt auf Art. 114 ZGB 
gerichtlich zu scheiden. 

3. Es sei festzustellen, dass keine nachehelichen Unterhaltspflichten nach Art. 125 ZGB bestehen.

4. Die Ehegatten seien güterrechtlich wie folgt auseinander zu setzen:

a. Der hälftige Miteigentumsanteil der Ehefrau an der Liegenschaft in G.________ Gbbl. Nr. fff sei 
dem Ehemann zu übertragen, wobei eine Ausgleichszahlung an die Ehefrau in der Höhe von 
CHF 28'075.00 festzulegen ist. Das Grundbuchamt des Sensebezirks sei anzuweisen, 
A.________ als Alleineigentümer des Grundstücks Nr. fff in der Gemeinde G.________ 
einzutragen. Zudem sei der Ehemann zu verpflichten, den Hypothekarbetrag von 
CHF 89'850.00 auf der Wohnung H.________ abzulösen und N.________ die Darlehensschuld 
von CHF 17'000.00 zurück zu bezahlen. 

b. Das nachehelich geäufnete Guthaben der Säule 3a-Konten sei hälftig zu teilen und die 
O.________ sei anzuweisen, den Betrag von CHF 79'055.50 auf ein von der Ehefrau zu 
bezeichnendes Konto zu überweisen.

c. Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau als Ausgleich der Post- und Bankkonti einen 
Betrag von CHF 6'653.35 innert 30 Tagen seit Rechtskraft des Ehescheidungsurteils zu 
bezahlen.

d. Soweit weitergehend sei festzustellen, dass die Ehegatten güterrechtlich auseinander gesetzt 
sind. 

5. Die während der Ehe geäufneten Freizügigkeitsguthaben der Ehegatten seien per 1. Januar 2017 je 
hälftig zu teilen und die Pensionskasse J.________ sei anzuweisen vom Vorsorgekonto des 

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Ehemannes (SV-Nr.:kkk), den Betrag von CHF 471'514.55 auf das Vorsorgekonto der Ehefrau (SV-
Nr.: mmm) bei der I.________ zu überweisen.

6. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien vollumfänglich der Ehefrau zur Bezahlung aufzuerlegen 
und die diesbezüglichen Parteikosten seien wettzuschlagen. 

7. Die oberinstanzlichen Gerichtskosten seien vollumfänglich der Ehefrau zur Bezahlung aufzuerlegen 
und der Ehefrau seien die Anwaltskosten des Ehemannes für das Verfahren vor Kantonsgericht des 
Kantons Freiburg auf richterliche Bestimmung hin aufzuerlegen.

Am 13. März 2020 reichte B.________ ein Gesuch um Abänderung der vorsorglichen 
Massnahmen ein. Sie beantragt, dass A.________ zu verpflichten sei, ihr rückwirkend ab dem 
1. März 2019 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2'560.- sowie eine provisio ad litem 
von CHF 5'000.- für das Abänderungsverfahren zu bezahlen. Alles unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge. 

Mit Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 27. April 2020 schloss B.________, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge, auf Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei. Sie 
beantragt namentlich, dass A.________ zu verpflichten sei, ihr einen monatlichen Unterhalts-
beitrag von CHF 2'950.- bis und mit Dezember 2021 und alsdann von CHF 1'970.- bis und mit 
Januar 2025 zu bezahlen. Der hälftige Miteigentumsanteil von B.________ an der Liegenschaft 
Art. fff GB G.________ sei auf A.________ zu übertragen. A.________ sei weiter zu verpflichten, 
innerhalb von 30 Tagen seit Rechtskraft den Hypothekarbetrag von CHF 89'850.- lastend auf der 
Liegenschaft H.________ abzulösen, den Vorbezug von B.________ im Betrag von CHF 20'000.- 
an deren Pensionskasse P.________ zurückzuerstatten sowie B.________ innerhalb von 
30 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsurteils einen güterrechtlichen Ausgleichsbetrag von 
CHF 275'295.50 zu bezahlen. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien vollumfänglich dem 
Berufungskläger aufzuerlegen.

Am 12. Mai 2020 reichte A.________ seine Antwort zum Gesuch um vorsorgliche Massnahmen 
ein und beantragt dessen vollumfängliche Abweisung. Mit Eingabe vom 25. Juni 2020 schloss er 
sodann auf Abweisung der Anschlussberufung.

B.________ reichte am 3. Juli 2020 eine spontane Stellungnahme ein.

A.________ reichte auf Aufforderung hin am 28. August 2020 eine weitere Eingabe ein, wozu 
B.________ am 9. September 2020 Stellung nahm.

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung anfechtbar sind namentlich erstinstanzliche Endentscheide, sofern der Streit-
wert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 Abs. 1 
Bst. a und Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch die Rechtsbegehren bestimmt. 

Angesichts der strittigen Forderungen ist die Streitwertgrenze von CHF 10'000.- für die Berufung 
sowie diejenige von CHF 30'000.- für eine Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht (Art. 51 
und 74 BGG) offensichtlich erreicht.

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1.2. Die Berufungsfrist beträgt 30 Tage seit Zustellung des begründeten Entscheides (Art. 311 
Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde dem Berufungskläger am 3. Januar 2020 zuge-
stellt. Die am Montag, 3. Februar 2020, eingereichte Berufung erfolgte fristgerecht. 

1.3. Die Anschlussberufung vom 27. April 2020 erfolgte unter Berücksichtigung des Fristenstill-
standes ebenfalls fristgerecht, d.h. innert 30 Tagen seit Zustellung der Berufung am 27. Februar 
2020 (Art. 312 Abs. 2 i.V.m. Art. 313 Abs. 1 ZPO; Art. 145 Abs. 1 Bst. a ZPO i.V.m. Art. 1 der 
Verordnung vom 20. März 2020 über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren 
zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19) [SR 
173.110.4]).

1.4. Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Begründen 
im Sinn der genannten Vorschrift bedeutet aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als 
fehlerhaft erachtet wird. Dieser Anforderung genügt der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich 
auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere 
Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kriti-
siert. Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Berufungsinstanz 
mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen 
die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen 
seine Kritik beruht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Rechtsbegehren sind im Lichte der Begründung 
auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2 mit Hinweisen).

Zunächst ist festzuhalten, dass das Rechtsbegehren 2 (gerichtliche Scheidung der Ehe) des Beru-
fungsklägers mit Ziffer 1 des Urteilsdispositivs übereinstimmt. Es ist daher davon auszugehen, 
dass dieser Teil des Urteils nicht angefochten ist. Ebenso verhält es sich mit dem Rechtsbegehren 
3bis der Anschlussberufung, welches der Ziffer 2 Abs. 2 und 3 des Urteilsdispositivs entspricht.

Weiter enthält die Berufung in Bezug auf die güterrechtliche Auseinandersetzung keine 
Begründung betreffend das Vorlegen einer aktuellen Bestätigung der UBS AG, die Ablösung der 
Hypothek von CHF 89'850.-, die Rückerstattung des Vorbezugs von CHF 20'000.-, die Grund-
stückgewinnsteuer, die Eintragung des Eigentumsübergangs nach Rechtskraft des Scheidungs-
urteils im Grundbuch sowie die Kosten und Gebühren des Eigentumsübergangs. Auch die 
Anschlussberufung enthält diesbezüglich keine Begründung. Es ist somit davon auszugehen, dass 
Ziffern 3.1 – 3.6 sowie 3.8 nicht angefochten sind, sondern lediglich die Höhe und die Modalitäten 
des Ausgleichsbetrags in Ziffer 3.7 des Urteilsdispositivs. 

Ferner enthält die Berufung weder betreffend den Betrag noch die Zinsen in Rechtsbegehren 5 
(Vorsorgeausgleich) eine nachvollziehbare Begründung, womit nicht darauf einzutreten ist. Soweit 
weitergehend enthält die Berufung zumindest teilweise eine Begründung und es ist (teilweise) 
darauf einzutreten.

Der in Rechtsbegehren 3 der Anschlussberufung bezifferte Unterhaltsbeitrag stimmt hingegen 
nicht mit der Begründung überein. Angesichts der klar nachvollziehbaren Berechnung in der 
Begründung ist jedoch davon auszugehen, dass ein Unterhaltsbeitrag von CHF 2'710.- bis und mit 
Dezember 2021 und alsdann von CHF 1'315.- bis und mit Januar 2025 gefordert wird (vgl. auch 
spontane Stellungnahme vom 3. Juli 2020). Im Übrigen enthält die Anschlussberufung eine 
Begründung und es ist darauf einzutreten.

1.5. Mit der Berufung können sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Für die güterrechtliche 

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Auseinandersetzung und den nachehelichen Unterhalt gilt der Verhandlungsgrundsatz. Im Übrigen 
stellt das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 277 Abs. 1 und 3 ZPO).

1.6. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Bst. a) und trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Bst. b). Praxisgemäss 
ist zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu unterscheiden. Echte Noven 
sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstin-
stanzlichen Verfahrens entstanden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zu-
lässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind 
Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstan-
den waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als 
sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen 
Verfahren hätten vorgebracht werden können. Im Falle unechter Noven hat der Beschwerdeführer 
namentlich die Gründe detailliert darzulegen, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht 
schon vor erster Instanz hat vorbringen können (BGE 143 III 42 E. 4.1 mit Hinweisen).

Bei der Behauptung des Berufungsklägers, die Berufungsbeklagte habe heimlich Geld gespart, 
handelt es sich um eine neue Tatsache. Der Berufungskläger legt nicht dar, inwiefern die 
Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO diesbezüglich erfüllt sind. Im Übrigen kommt er mit 
seiner pauschalen Behauptung ohnehin seiner Substantiierungspflicht nicht nach und er zeigt auch 
nicht auf, welchen Einfluss diese Behauptung auf das Urteil haben soll. Diese wäre damit sowieso 
unbeachtlich.

Weiter könnte sich die Frage stellen, ob bei den Auslagen des Berufungsklägers in der Haupt-
sache zu berücksichtigen ist, dass gemäss seiner Antwort zum Gesuch um vorsorgliche Mass-
nahmen vom 12. Mai 2020 C.________ seit Februar 2020 nicht mehr bei ihm wohnt. Allerdings hat 
er diese Tatsache nicht ohne Verzug vorgebracht. So kann davon ausgegangen werden, dass er 
bei Einreichung der Berufung Anfang Februar 2020 bereits davon Kenntnis hatte, dass sein Sohn 
nicht mehr bei ihm wohnt bzw. im Laufe des Monats ausziehen wird. Etwas anderes wird von ihm 
nicht geltend gemacht. Dies ist daher nicht zu berücksichtigen. 

1.7. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. Da sich die zur Entscheidung nötigen Informationen in den 
Akten befinden, wird auf eine Verhandlung verzichtet.

2.

Strittig ist zunächst der nacheheliche Unterhalt. 

2.1.

2.1.1. Der Berufungskläger beanstandet die von der Vorinstanz gewählte Berechnungsmethode 
der Existenzminimumsberechnung mit Überschussverteilung. Er macht geltend, dass nach einer 8-
jährigen Trennung keine Überschussverteilung mehr zur Anwendung kommen könne, wenn gleich-
zeitig keine Sparquote beim Ehemann ausgeschieden und ebenso wenig seine alleinige finanzielle 
Unterstützung der Söhne (Erwachsenenunterhalt) berücksichtigt werde. Es müsse auf die 
Lebenshaltung während der Trennung und nicht auf den ehelichen Standard abgestellt werden. 
Ausserdem sei spätestens bei seiner Pensionierung die Überschussverteilung nicht mehr anzu-
wenden.

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Die Berufungsbeklagte ist hingegen der Ansicht, dass die Vorinstanz die korrekte Berechnungs-
methode gewählt hat. 

2.1.2. Unbestritten ist, dass eine lebensprägende Ehe vorliegt und die Parteien seit dem 1. Juli 
2012 getrennt leben. Bei einer lebensprägenden Ehe ist für die Ermittlung des gebührenden Unter-
halts auf den während der Ehe gelebten Standard abzustellen. Die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung lässt von diesem Grundsatz insofern eine Ausnahme zu, als zwischen der Trennung und 
dem Entscheid über den Scheidungspunkt rund zehn Jahre verstrichen sind. Für diesen Ausnah-
mefall ist die Berücksichtigung des während der Trennungszeit gelebten Standards vorgesehen 
(BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1; 132 III 598 E. 9.3; 130 III 537 E. 2; 129 III 7 E. 3.1.1 mit Hinweisen). 
Eine Trennungszeit von 7 ½ Jahren genügt hingegen nicht (Urteil BGer 5A_43/2016 vom 30. 
Januar 2017 E. 3.5).

Das Gesetz schreibt keine bestimmten Methoden für die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen vor. 
Der jeweilige Bedarf ist grundsätzlich konkret, das heisst, anhand der tatsächlich getätigten 
Ausgaben zu ermitteln. Indessen hat das Bundesgericht präzisiert, dass die Methode der Existenz-
minimumsberechnung mit (allfälliger) Überschussverteilung (auch zweistufige Methode genannt) 
jedenfalls dann zulässige Ergebnisse gestatte, wenn die Ehegatten - gegebenenfalls trotz guter 
finanzieller Verhältnisse - nichts angespart haben oder aber die bisherige Sparquote durch die 
trennungsbedingten Mehrkosten aufgebraucht wird. Der Unterhaltsschuldner, der eine Sparquote 
behauptet, trägt hiefür die Behauptungs- und Beweislast. Dass der Sachrichter den Sachverhalt 
von Amtes wegen festzustellen (Art. 277 Abs. 3 ZPO) oder gegebenenfalls zu erforschen hat 
(Art. 296 ZPO), enthebt den Unterhaltsschuldner zwar von der subjektiven Beweislast oder 
Beweisführungslast, ändert aber nichts an seiner Mitwirkungspflicht, aufgrund derer die Sparquote 
behauptet, beziffert und soweit möglich belegt werden muss (BGE 140 III 485 E. 3.3 mit 
Hinweisen). 

2.1.3. Vorliegend trennten sich die Parteien per 1. Juli 2012 und der Scheidungspunkt erwuchs 
am 28. April 2020 in Rechtskraft. Die Trennung dauerte damit weniger als zehn Jahre. Zudem 
genügt es den Begründungsanforderungen nicht, wenn der Berufungskläger auf seine vor erster 
Instanz getätigten Eingaben verweist bzw. einfach seine Berechnung dem angefochtenen 
Entscheid entgegensetzt.  

Weiter legt der Berufungskläger nicht substantiiert dar, inwiefern eine Sparquote bestehen soll 
oder wie hoch diese sein soll. Auch ist nicht ersichtlich, warum die zweistufige Methode nicht zur 
Anwendung kommen dürfte, nur weil der Berufungskläger für den Unterhalt der mittlerweile voll-
jährigen Söhne aufgekommen ist bzw. angeblich weiterhin aufkommt, oder warum nach seiner 
Pensionierung eine andere Berechnungsmethode anzuwenden wäre. Die von der Vorinstanz 
gewählte Berechnungsmethode ist demnach nicht zu beanstanden. Festzuhalten ist schliesslich, 
dass keine der Parteien fordert, es sei mit aktuelleren Zahlen als 2016 zu rechnen.

2.2.

2.2.1. Der Berufungskläger fordert sodann, dass der Berufungsbeklagten ein hypothetisches Ein-
kommen anzurechnen sei. Diese habe die Pflicht, möglichst massvoll zu arbeiten. Andernfalls 
müsse sie nachweisen, dass ihr dies nicht möglich sei. Diesen Nachweis habe sie nicht erbracht. 
Sie wolle schlicht nicht mehr arbeiten, was nicht geschützt werden könne. 

Die Berufungsbeklagte führt hierzu aus, dass der Berufungskläger bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren präzise hätte aufzeigen müssen, welche Erwerbstätigkeit ihr tatsächlich möglich ist und 

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welches Einkommen sie damit erzielen könne. Dies habe er unterlassen, weshalb auf seine 
pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid nicht weiter einzugehen sei.

2.2.2. Die materiellrechtliche Anspruchsgrundlage der Unterhaltsklage ist Art. 125 ZGB. Dessen 
erster Absatz lautet wie folgt: Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm 
gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, so 
hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten. Aus der zitierten Bestimmung folgt, 
dass der nacheheliche Unterhalt - neben weiteren Tatbestandselementen - insbesondere die 
fehlende Eigenversorgungskapazität desjenigen Ehegatten voraussetzt, der vom andern Unterhalt 
fordert. Entsprechend obliegt es nach der allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB im 
Scheidungsprozess der auf Unterhalt klagenden Partei, die Tatsachen schlüssig zu behaupten, 
aus denen sich ergibt, dass es ihr weder möglich noch zuzumuten ist, für ihren gebührenden 
Unterhalt (einschliesslich einer angemessenen Altersvorsorge) selbst aufzukommen (Urteil BGer 
5A_749/2016 vom 11. Mai 2017 E. 5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil BGer 5A_538/2019 vom 1. Juli 
2020 E. 3.3 mit Hinweisen).

Nach der Rechtsprechung, die das Bundesgericht für alle Matrimonialsachen entwickelt hat, darf 
der Richter bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen von einem hypothetischen Einkommen 
ausgehen, soweit der unterhaltsberechtigte (wie auch der unterhaltspflichtige) Ehegatte bei ihm 
zuzumutender Anstrengung mehr verdienen könnte, als er effektiv verdient. Wo die reale Möglich-
keit einer Einkommenssteigerung fehlt, muss sie aber ausser Betracht bleiben. Die Zumutbarkeit 
und die Möglichkeit, ein Einkommen zu erzielen, sind zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt 
sein müssen. Welche Tätigkeit aufzunehmen als zumutbar erscheint, ist eine Rechtsfrage. Ob die 
als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist, 
bildet hingegen eine Tatfrage, die durch entsprechende Feststellungen oder durch die allgemeine 
Lebenserfahrung beantwortet wird. Auch im letzteren Fall müssen aber die Tatsachen als vorhan-
den festgestellt sein, die eine Anwendung von Erfahrungssätzen überhaupt erst ermöglichen 
(Urteil BGer 5A_201/2016 vom 22. März 2017 E. 4 mit Hinweisen).  

Ob einem Ehegatten zuzumuten ist, zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes nach der Scheidung 
seiner Ehe einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, beurteilt sich nach den Umständen des konkreten 
Einzelfalls namentlich mit Rücksicht auf sein Alter, seine Gesundheit, seine Ausbildung und seine 
persönlichen Fähigkeiten sowie mit Blick auf die Arbeitsmarktlage. Was das Kriterium des 
Lebensalters anbelangt, kann einem Ehegatten, der während einer langjährigen Ehe keiner 
Erwerbstätigkeit nachging und im Zeitpunkt der Trennung das 45. Altersjahr erreicht hat, die 
Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet werden. Diese Alterslimite ist jedoch 
nicht als starre Regel anzusehen. Es handelt sich vielmehr um eine Vermutung, die durch andere, 
für die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit sprechende Anhaltspunkte umgestossen werden 
kann. Die Tendenz geht zudem dahin, die Alterslimite auf 50 Jahre anzuheben. Abzustellen ist 
praxisgemäss auf den Zeitpunkt der definitiven Trennung, es sei denn, der Unterhalt fordernde 
Ehegatte dürfe nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass er sich (noch) nicht um ein eigenes 
Erwerbseinkommen habe bemühen müssen. Von entscheidender Bedeutung ist ausserdem, ob 
ein beruflicher (Wieder-) Einstieg nach einem jahrelangen Erwerbsunterbruch oder bloss die 
Ausdehnung einer bereits ausgeübten Erwerbstätigkeit auf dem Spiel steht. Soweit es bloss um 
den Ausbau einer bestehenden Erwerbstätigkeit geht, erweist sich das Alter im entscheidenden 
Zeitpunkt als von weit geringerer Bedeutung (Urteile BGer 5A_201/2016 vom 22. März 2017 
E. 8.1; 5A_538/2019 vom 1. Juli 2020 E. 3.1; je mit Hinweisen).

Kantonsgericht KG
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2.2.3. Es läge demnach an der Berufungsbeklagten darzulegen, dass es ihr weder möglich noch 
zuzumuten ist, für ihren gebührenden Unterhalt selbst aufzukommen (z.B. Gesundheit, Alter, 
Ausbildung, Arbeitsmarkt). Im Trennungszeitpunkt war sie 51 Jahre alt und hatte bereits seit 
mehreren Jahren wieder eine Teilzeiterwerbstätigkeit aufgenommen. Kinderbetreuungsaufgaben 
hat sie seit der Trennung keine mehr. Aus dem angefochtenen Entscheid geht zudem hervor, dass 
der Berufungskläger bereits im erstinstanzlichen Verfahren die Anrechnung eines hypothetischen 
Einkommens verlangt hatte. Im Rahmen der Eheschutzmassnahmen hatte der Berufungskläger 
darüber hinaus lediglich die Beiträge, die Franchise und den Selbstbehalt für die Krankenkasse 
sowie die Versicherungen und die Steuern für den von der Berufungsbeklagten benützten 
Personenwagen zu bezahlen. Weiter erhielt sie von ihrer Mutter eine monatliche Zahlung von 
CHF 500.-, während der Berufungskläger die Hypothekarzinsen für die Wohnung der Mutter 
übernahm (act. 19, 10 2013 621). Ihr Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen und 
Zusprache eines monatlichen Unterhaltsbeitrages von CHF 2'265.- wurde mit Entscheid vom 
26. Januar 2017 abgewiesen (act. 21 und 27). Die Berufungsbeklagte konnte sich damit nicht 
darauf verlassen, dass sie sich nicht um ihr eigenes Erwerbseinkommen kümmern musste. Es ist 
daher kein Grund ersichtlich, warum es ihr nicht zumutbar sein soll, ein Vollzeitpensum aufzu-
nehmen. Weiter hat sie im erstinstanzlichen Verfahren lediglich eine Bestätigung ihrer Arbeit-
geberin eingereicht, wonach sie ihr Pensum nicht erhöhen könne (act. 39/2). Dies mag jedoch 
nicht zu beweisen, dass es ihr nicht möglich wäre, eine andere Stelle in einem Vollzeitpensum zu 
finden. Ebenso wenig, dass sie gemäss den Feststellungen der Vorinstanz in ihrem angestammten 
Beruf als Coiffeuse kaum mehr eine Anstellung finden dürfte. Gemäss eigenen Aussagen hat sie 
keine Suchbemühungen unternommen, um eine Vollzeitstelle zu finden, da sie nicht im Sinn hat, 
ihr Pensum zu erhöhen (vgl. act. 17/3, 50/7). Nach dem Prinzip des clean break hat sie jedoch 
soweit möglich selber für ihren Unterhalt aufzukommen. Sie behauptet denn auch gar nicht, dass 
es ihr nicht möglich wäre, eine neue Anstellung in einem Vollzeitpensum zu finden. Da die Beru-
fungsbeklagte gemäss den Feststellungen der Vorinstanz bei einem 80%-Pensum ein monatliches 
Nettoeinkommen von rund CHF 3'680.- erzielt, ist davon auszugehen, dass sie bei einem 100%-
Pensum ein Nettoeinkommen von CHF 4'600.- pro Monat erzielen könnte. Hierzu ist ihr eine 
angemessene Übergangsfrist von 6 Monaten zu gewähren. Demnach ist ihr bis zum 30. April 2021 
ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 3'680.- und ab dem 1. Mai 2021 von CHF 4'600.- 
anzurechnen. 

2.3.

2.3.1. Der Berufungskläger rügt weiter, dass sein Einkommen nicht richtig festgestellt worden sei. 
Es sei nicht von einem Lohn von CHF 15'763.-, sondern von CHF 12'000.- auszugehen. Er habe 
im Jahr 2011 vom Arbeitgeber Aktienoptionen und erhebliche Bonuszahlungen erhalten. Diese 
Spezialzahlungen seien nicht zum Durchschnittslohn hinzuzurechnen, da es einmalige Leistungen 
gewesen seien. 

Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Ausführungen relevant sein sollen. Die Vorinstanz  ist nicht 
vom im Jahr 2011 erzielten Einkommen ausgegangen. Vielmehr führte sie aus, dass bei Einleitung 
des Scheidungsverfahrens im Oktober 2016 das Jahreseinkommen des Klägers noch 
CHF 112'633.- betragen habe, monatlich somit nach Abzug der Ausbildungszulagen, inkl. 
13. Monatslohn, rund CHF 8'717.-. 

2.3.2. In ihrer Anschlussberufung bringt die Berufungsbeklagte sodann vor, dass es sich bei den 
CHF 112'633.- um das Jahreseinkommen 2017 und nicht 2016 handle. Dem Lohnausweis 2016 
könne ein Nettoeinkommen von CHF 111'606.-, d.h. CHF 9'300.50 pro Monat, entnommen 

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werden. Darin inbegriffen seien die Ausbildungszulagen für D.________ von CHF 365.70. Für 
C.________ habe der Berufungskläger nur bis Juli 2016 Ausbildungszulagen (CHF 290.-) erhalten. 
Sein Einkommen ohne Ausbildungszulagen habe damit CHF 8'790.- betragen.

Der Berufungskläger erzielte im Jahr 2016 ein Nettoeinkommen von CHF 111'606.- (act. 20/19). 
Davon abzuziehen sind die Ausbildungszulagen von CHF 365.70 bzw. CHF 290.- pro Monat, 
wobei letztere nur bis Juli 2016 ausgerichtet wurden (act. 2/5). Das Nettoeinkommen des Beru-
fungsklägers belief sich demnach auf rund CHF 8'770.- pro Monat ((CHF 111'606.- – [CHF 290.- x 
7] – [CHF 365.70 x 12]) / 12). Bis zu seiner Pensionierung ist somit von diesem Einkommen aus-
zugehen.

2.3.3. Der Berufungskläger ist ferner der Ansicht, dass auch die Einkommensannahmen nach 
seiner Pensionierung falsch seien. Ab 2021 bezahle er als Rentner keine BVG-Beiträge mehr. Wie 
die erste Instanz zum Schluss komme, dass bis Dezember 2025 noch CHF 127'512.- einbezahlt 
werden, sei nicht klar.

Die Berufungsbeklagte bringt diesbezüglich zu Recht vor, dass aus dem angefochtenen Entscheid 
klar hervorgeht, dass die Vorinstanz lediglich berechnet hat, was der Berufungskläger und sein 
Arbeitgeber noch bis zu seiner Pensionierung Ende Dezember 2021 in seine Pensionskasse 
einbezahlen werden. Beim Umstand, dass die Vorinstanz in einem Satz von Ende Dezember 2025 
anstatt Ende Dezember 2021 spricht, handelt es sich offensichtlich um ein Versehen, welches – 
soweit ersichtlich – keinen Einfluss auf die Berechnung hatte. Der Berufungskläger setzt sich denn 
auch nicht mit der vorgenommenen Berechnung auseinander, weshalb diese nicht zu bean-
standen ist. Ab seiner Pensionierung ist demnach von einem Einkommen von rund CHF 5'990.- 
pro Monat auszugehen.

2.4.

2.4.1. Betreffend seine Auslagen rügt der Berufungskläger zunächst, dass ihm bei der Bedarfs-
berechnung der Volljährigenunterhalt für die beiden Söhne gestrichen wurde. Die Berufungs-
beklagte müsste ebenfalls nach ihren Möglichkeiten für den Unterhalt der beiden Söhne aufkom-
men. 

Die Berufungsbeklagte bestreitet, dass ihr die Leistung von Volljährigenunterhalt zumutbar sei. Die 
Söhne hätten jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen.

Einerseits ist zu beachten, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Ehegatten-
unterhalt dem Volljährigenunterhalt vorgeht (Urteil BGer 5A_457/2018 vom 11. Februar 2020 
E. 4.2 ff., zur Publikation vorgesehen). Andererseits sind die beiden volljährigen Söhne nicht Partei 
des vorliegenden Verfahrens. Es liegt daher an ihnen, allfällige Unterhaltsansprüche gegen ihren 
Vater und/oder ihre Mutter auf dem Rechtsweg geltend zu machen (Urteil BGer 5A_360/2019 vom 
30. März 2020 E. 3.3). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz keinen Volljährigen-
unterhalt berücksichtigt hat.

2.4.2. Der Berufungskläger beanstandet weiter, dass seine Wohnkosten um die Hälfte gekürzt 
wurden, weil er mit seinen Söhnen zusammenwohne. Es sei entweder der Volljährigenunterhalt zu 
berücksichtigen oder die Söhne ganz aus der Rechnung zu nehmen. Immerhin könnten sie von 
einem Tag auf den anderen von Zuhause wegziehen. Bei einer Ehescheidung dürften Wohn-
kostenbeiträge von volljährigen Kindern nicht als sichere Einnahmen berücksichtigt werden. 

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Die Berufungsbeklagte macht hingegen geltend, dass der Grundbedarf des Berufungsklägers auf 
CHF 850.- zu reduzieren sei, da der Berufungskläger mit seinen erwachsenen und wirtschaftlich 
selbständigen Söhnen zusammen lebe. Die von ihm geschuldeten Hypothekarzinse hätten im Jahr 
2016 CHF 1'905.- für drei Monate betragen. Dies ergebe CHF 635.- pro Monat, woran sich die 
erwachsenen und wirtschaftlich selbständigen Söhne mit je 25% beteiligen könnten. Die Wohn-
kosten des Berufungsklägers würden damit CHF 318.- betragen. Die Amortisation sei nicht zu 
berücksichtigen. Sollten die Söhne später nicht mehr bei ihm wohnen, könne dies im Abände-
rungsverfahren geltend gemacht werden. 

Da davon auszugehen ist, dass der Berufungskläger mit seinen beiden Söhnen zusammenlebt 
(vgl. vorstehend E. 1.6), ist nicht zu beanstanden, dass die Wohnkosten um die Hälfte gekürzt 
wurden. Im Übrigen ist der Berufungskläger auf das Abänderungsverfahren zu verweisen, soweit 
er geltend macht, dass seine Söhne allenfalls später ausziehen werden (vgl. Art. 129 Abs. 1 ZGB). 
Die Vorinstanz hat allerdings bei den Wohnkosten auch die Amortisation berücksichtigt. Da diese 
nicht dem Unterhalt, sondern der Vermögensbildung dient, ist sie jedoch nicht in die Bedarfs-
berechnung aufzunehmen (BGE 127 III 289 E. 2a mit Hinweisen; Urteil BGer 5C.70/2004 E. 3.3.3). 
Die Berufungsbeklagte hat hingegen ausser Acht gelassen, dass zwei Hypotheken bestehen, 
wobei gemäss der Vorinstanz bei der ersten Hypothek von der für die Zeit vom 1. Juli 2016 bis 
30. September 2016 geschuldeten Zinsen von CHF 1'890.80 und bei der zweiten Hypothek von 
831.90 für drei Monate ausgegangen werden kann. Die Wohnkosten belaufen sich demnach exkl. 
Amortisation auf CHF 455.- ([CHF 1'890.80 + CHF 831.90] / 3 / 2; vgl. act. 2/6).

Weiter sehen die Richtlinien vom 1. Juli 2009 der Schweizerischen Konferenz der Betreibungs- 
und Konkursbeamten unter dem Titel kostensenkende Wohn-/Lebensgemeinschaft vor, dass der 
Ehegatten-Grundbetrag einzusetzen und dieser in der Regel (aber maximal) auf die Hälfte herab-
zusetzen ist, wenn Partner des in einer kinderlosen, kostensenkenden Wohn-/Lebensgemeinschaft 
lebenden Schuldners ebenfalls über Einkommen verfügen. Voraussetzung einer Gleichstellung mit 
der Ehe ist auf jeden Fall, dass die Hausgemeinschaft partnerschaftlicher Natur ist. Nur bei einer 
solchen ist nämlich anzunehmen, dass beide Personen - im Verhältnis ihrer wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit bzw. zu gleichen Teilen - nicht nur an die Wohnkosten, sondern etwa auch an 
die Aufwendungen für Nahrung oder Kulturelles beitragen, und ist es deshalb gerechtfertigt, bei 
der Festlegung des Grundbedarfs die Gemeinschaft als Ganzes zu behandeln und vom entspre-
chenden Pauschalbetrag auszugehen. Lebt der Schuldner mit einer anderen Person im gemein-
samen Haushalt, namentlich mit einem erwachsenen Kind, kann nicht der hälftige Ehepaaransatz 
als Grundbetrag eingesetzt werden, sondern darf die betreffende Tatsache einzig bei den 
Wohnkosten und gegebenenfalls durch einen kleinen Abzug beim Grundbetrag für einen allein-
stehenden Schuldner berücksichtigt werden (BGE 132 III 483 E. 4.2 f. mit Hinweisen). Es ist daher 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beim Berufungskläger einen Grundbetrag von 
CHF 1'100.- berücksichtigt hat. Dieser ist nicht auf CHF 850.- zu reduzieren.

Zusammenfassend belaufen sich die Auslagen des Berufungsklägers auf rund CHF 3'630.- 
(Grundbetrag: CHF 1'100.-, Anteil Hypothekarzins: CHF 455.-, Anteil Nebenkosten (geschätzt): 
CHF 250.-, Krankenkasse: CHF 487.95, Hausrat- /Privathaftpflicht: CHF 40.-, Arbeitsweg: 
CHF 125.-, auswärtiges Essen: CHF 220.-, Steuern (geschätzt): CHF 950.-). 

2.5.

2.5.1. Der Berufungskläger bringt schliesslich vor, dass ein allfälliger Unterhalt auf den Zeitpunkt 
seiner Pensionierung befristet sein müsse, da die Berufungsbeklagte spätestens dann ihre 

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Leistungsfähigkeit erreicht und die Scheidungsnachteile überwunden habe. Man dürfe nicht 
vergessen, dass sie aus seiner Pensionskasse einen Betrag von knapp unter einer halben Million 
CHF erhalten werde und deshalb eine gute Pensionskassenrente haben werde. 

2.5.2. Wie lange ein Ehegatte dem andern einen angemessenen Beitrag an seinen Unterhalt 
zahlen muss, entscheidet der Richter insbesondere anhand der Beurteilungskriterien, die in 
Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgezählt sind, insbesondere das Einkommen und 
Vermögen der Ehegatten (Ziff. 5) sowie die Anwartschaften aus der eidgenössischen Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und aus der beruflichen oder einer anderen privaten oder staatlichen 
Vorsorge einschliesslich des voraussichtlichen Ergebnisses der Teilung der Austrittsleistungen 
(Ziff. 8). In der Praxis wird der nacheheliche Unterhalt meist zugesprochen, bis der Leistungs-
pflichtige das Rentenalter erreicht. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, einen Ehegatten auf 
unbestimmte Zeit zu nachehelichem Unterhalt zu verurteilen, namentlich wenn sich die finanzielle 
Situation des Unterhaltsgläubigers voraussichtlich nicht verbessern wird und die Mittel des 
Unterhaltsschuldners es erlauben (Urteil BGer 5A_125/2019 vom 9. September 2019 E. 6.3.1 mit 
Hinweisen).

2.5.3. Es ist nicht ersichtlich, warum die Berufungsbeklagte spätestens bei der Pensionierung des 
Berufungsklägers die Scheidungsnachteile überwunden haben soll. Der Umstand, dass sie eine 
BVG-Rente erhalten wird, wirkt sich erst ab dem Zeitpunkt ihrer eigenen Pensionierung und nicht 
bereits anlässlich seiner Pensionierung aus. Entsprechend hat die Vorinstanz denn auch den 
Unterhaltsanspruch auf den Zeitpunkt der Pensionierung der Berufungsbeklagten im Januar 2025 
befristet. Die Berufung ist somit diesbezüglich abzuweisen.

2.6. Zusammenfassend verfügt die Berufungsbeklagte bis zum 30. April 2021 über ein 
monatliches Nettoeinkommen von 3'680.- bei – unbestritten gebliebenen – Auslagen von 
CHF 3'560.-. Ihr Überschuss beträgt demnach CHF 120.- pro Monat. Ab dem 1. Mai 2021 erhöht 
sich ihr Einkommen auf CHF 4'600.- und ihr Überschuss demnach auf CHF 1'040.- pro Monat.

Der Berufungskläger erzielt hingegen bis zu seiner Pensionierung Ende Dezember 2021 ein 
monatliches Nettoeinkommen von CHF 8'770.- und danach von CHF 5'990.-. Seine Auslagen 
belaufen sich auf CHF 3'630.- pro Monat. Es resultiert somit bis Ende Dezember 2021 ein 
monatlicher Überschuss von CHF 5'140.- und danach von CHF 2'360.-.

Der vom Berufungskläger an die Berufungsbeklagte zu leistende monatliche Unterhaltsbeitrag ist 
demnach bis zum 30. April 2021 auf CHF 2'510.- (([CHF 120.- + CHF 5'140.-] / 2) – CHF 120.-), ab 
dem 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 auf CHF 2'050.- (([CHF 1'040.- + CHF 5'140.-] / 2) – 
CHF 1'040.-) und vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Januar 2025 auf CHF 660.- (([CHF 1'040.- + 
CHF 2'360.-] / 2) – CHF 1'040.-) festzusetzen. 

2.7. Nach Art. 126 Abs. 1 ZGB bestimmt das Gericht den Beginn der Beitragspflicht. Das Ge-
setz äussert sich nicht zum Zeitpunkt der ersten Zahlung des Beitrages gestützt auf Art. 125 ZGB. 
Grundsätzlich beginnt die Beitragspflicht im Zeitpunkt des Eintritts der formellen Rechtskraft des 
Scheidungsurteils. Im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens kann das Sachgericht dem Pflich-
tigen rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der Teilrechtskraft (im Scheidungspunkt) eine 
nacheheliche Unterhaltspflicht auferlegen, und zwar unabhängig von der Frage, ob für die Zeit 
nach Eintritt der Teilrechtskraft schon gestützt auf einen Massnahmeentscheid eine Unterhalts-
pflicht besteht (BGE 142 III 193 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil BGer 5A_956/2015 vom 
7. September 2016 E. 7.2). 

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Vorliegend führte die Vorinstanz aus, dass die Zahlungspflicht auf den Zeitpunkt des Scheidungs-
urteils festzulegen ist. Der Scheidungspunkt erwuchs am 28. April 2020 in Rechtskraft. Die 
Beitragspflicht beginnt somit am 1. Mai 2020. 

3.

Strittig ist auch die güterrechtliche Auseinandersetzung.

3.1.

3.1.1. Der Berufungskläger macht zunächst geltend, dass die von ihm in die eheliche Liegen-
schaft investierten CHF 40'000.- als Eigengut anzurechnen seien. Bei Einzahlung dieses Betrags 
seien die Parteien erst neun Monate verheiratet gewesen. Er hätte in dieser Zeit CHF 4'444.- pro 
Monat sparen müssen, um diesen Betrag zu erreichen, und dies bei einem monatlichen Netto-
einkommen von CHF 7'400.- und unbestrittenermassen getätigten Aktienkäufe. Wie sich das 
rechnen liesse, sei schleierhaft.

Die Berufungsbeklagte ist hingegen der Ansicht, dass er nicht bewiesen habe, tatsächlich über ein 
voreheliches Sparguthaben von CHF 40'000.- verfügt zu haben. 

3.1.2. Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass der Berufungskläger behauptete, 
CHF 34'874.- aus dem Erlös von vorehelich erworbenen Aktien an die Liegenschaft beigesteuert 
zu haben. Weiter brachte er vor, es sei erwiesen, dass er bei der Eheschliessung über Eigengut in 
der in die Liegenschaft investierten Höhe von CHF 40'000.- verfügt habe, da er während der 
kurzen Ehedauer nicht so viel habe sparen können. 

Die Vorinstanz führte hierzu insbesondere aus, dass keine Belege vorliegen, wonach er tatsächlich 
diesen Erlös durch den Verkauf der Aktien erzielt hätte und dieser in die Liegenschaft investiert 
worden wäre. Im Zeitpunkt der Heirat habe er ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 9'156.20 
inkl. 13. Monatslohn erzielt. Der Hauskauf habe neun Monate nach der Heirat stattgefunden. Die 
Ehe sei zu diesem Zeitpunkt kinderlos gewesen. Bis zum Hauskauf habe er ein Einkommen von 
CHF 82'410.- erzielt. Nach Abzug der CHF 40'000.- und ohne Berücksichtigung des damaligen 
Einkommens der Berufungsbeklagten verblieben den Parteien monatlich noch CHF 4'712.-. Es sei 
folglich nicht ausgeschlossen, dass die CHF 40'000.- Eigenmittel aus diesem Einkommen finan-
ziert wurden. Da der Berufungskläger den Beweis nicht erbrachte, dass es sich dabei um Eigengut 
handelte, bilden die CHF 40'000.- Errungenschaft.

Der Berufungskläger legt nicht dar, inwiefern diese Erwägungen falsch sein sollten. Er stellt ledig-
lich seine eigenen Behauptungen gegenüber, ohne zu beweisen, dass er über ein voreheliches 
Sparguthaben von CHF 40'000.- verfügt hat. Zudem geht aus den Lohnabrechnungen hervor, dass 
der Kaufpreis für die Aktien jeweils direkt vom Lohn abgezogen wurde (act. 66/5). Die Vorinstanz 
hat den Nettolohn nach Bezahlung der Aktien berechnet. Der angefochtene Entscheid ist daher 
diesbezüglich nicht zu beanstanden.

3.2.

3.2.1. Der Berufungskläger bringt weiter vor, es sei willkürlich, dass die Vorinstanz mit Stichtag 
10. Oktober 2016 ein tatsächlich nicht vorhandenes Guthaben von CHF 60'000.- aus gebuchten 
Darlehen gegenüber der Mutter der Berufungsbeklagten in die Errungenschaftsrechnung hinein-
nimmt. Es gebe keinen Grund daran zu zweifeln, dass dies gar kein richtiges Darlehen sei. Die 
Deklaration in der Steuererklärung belege noch nicht dessen effektiven Bestand. Vielmehr könne 

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diese vielschichtige Gründe haben. Das Gericht habe zu Unrecht auf die Einvernahme des Zeugen 
Q.________ vom Treuhandbüro R.________ verzichtet. Dieser hätte ausführen können, wie es zu 
dieser Position gekommen sei. Aufgrund dessen Ratschlags sei dieser Betrag als Buchwert 
aufgeführt worden, was denn auch zu den monatlichen Überweisungen von N.________ an die 
Berufungsbeklagte geführt habe. Auch stimme es nicht, dass nach dem Tod des Vaters der 
Berufungsbeklagten je CHF 50'000.- von der Mutter und CHF 50'000.- vom Bruder in die Wohnung 
in H.________ geflossen seien. Auch hierzu könne der Treuhänder Angaben machen, vor allem 
dass der Bruder nichts einbezahlt habe. Nach Zahlung des Kaufpreises sei eine Hypothek von 
CHF 60'000.- für Renovationen aufgenommen wurden. Das sei genau der Betrag, der aus 
steuerlichen Überlegungen als Darlehen an die Mutter der Ehefrau ausgewiesen worden sei. 

3.2.2. Bereits die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass auch nicht liquide Vermögenswerte 
zu teilen sind. Die Ausführungen des Berufungsklägers sind im Übrigen widersprüchlich. So be-
hauptet er einerseits, dass das Darlehen nicht existiere, andererseits soll es zu monatlichen 
Zahlungen an die Berufungsbeklagte geführt haben. Auch ist nicht nachvollziehbar, inwiefern es 
steuerlich vorteilhaft sein soll, ein nicht existentes Darlehen als Guthaben in die Steuererklärung 
aufzunehmen, insbesondere wenn dieser Betrag als Hypothek aufgenommen wurde und daher 
Schuldzinsen abgezogen werden können. Mit der pauschalen Behauptung, dass dies vielschich-
tige Gründe haben könne, kommt der Berufungskläger seiner Substantiierungspflicht nicht nach. 
Auch legt er nicht dar, welchen Einfluss es auf die güterrechtliche Auseinandersetzung haben soll, 
ob die Schwiegermutter und der Bruder zusätzlich je CHF 50'000.- in die Liegenschaft in 
H.________ investiert haben. Es besteht damit kein Anlass zur Einvernahme des Treuhänders.

3.3.

3.3.1. Weiter bringt der Berufungskläger vor, dass es falsch sei, den Wert der 3. Säule voll in die 
Errungenschaftsberechnung miteinzubeziehen. Vielmehr seien die vorehelich eingebrachten 
Beträge analog der Pensionskassenguthaben bis zur Teilung aufzuzinsen. Nicht zu berück-
sichtigen sei das vor der Ehescheidung bereits ausbezahlte Kapital. Ausserdem seien die latenten 
Steuern zu berechnen und abzuziehen.

3.3.2. Wie die Vorinstanz bereits ausführte, fallen die Guthaben der Säule 3a nicht unter Art. 197 
Abs. 2 Ziff. 3 ZGB, sondern sind wie jeder andere Vermögenswert je nach Herkunft der ent-
sprechenden Mittel der entsprechenden Gütermasse zuzuordnen (BGE 137 III 337 E. 2.1.1). Der 
Berufungskläger setzt sich nicht damit auseinander. Weiter sieht Art. 197 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB vor, 
dass die Errungenschaft auch die Erträge des Eigengutes umfasst. Es besteht damit kein Grund, 
das voreheliche Guthaben aufzuzinsen. 

Ferner werden nach der gesetzlichen Regelung Errungenschaft und Eigengut jedes Ehegatten 
nach ihrem Bestand im Zeitpunkt der Auflösung des Güterstandes ausgeschieden (Art. 207 Abs. 1 
ZGB). Als Zeitpunkt der Auflösung des Güterstandes gilt bei Scheidung der Ehe der Tag, an dem 
das Begehren eingereicht worden ist (Art. 204 Abs. 2 ZGB). Massgebend für die Bewertung ist 
hingegen der Zeitpunkt der Auseinandersetzung (vgl. Art. 214 Abs. 1 ZGB). Die für den Bestand 
und für die Bewertung massgebenden Zeitpunkte sind klar zu unterscheiden. Zwischen der 
Einreichung des Scheidungsbegehrens und der güterrechtlichen Auseinandersetzung eingetretene 
Wertveränderungen sind damit zu berücksichtigen. Grundsätzlich ausgeschlossen ist hingegen, 
dass Veränderungen der Vermögensmassen in ihrem Bestand nach der Auflösung des Güter-
standes die güterrechtliche Auseinandersetzung noch beeinflussen können. Nach der Auflösung 
des Güterstandes entsteht - und zwar auf der Aktiv- und der Passivseite - keine Errungenschaft 

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mehr, die unter den Ehegatten zu teilen wäre, und nach diesem Zeitpunkt veräusserte Vermögens-
werte bleiben - und zwar zum Wert im Zeitpunkt der Veräusserung - weiterhin für die güterrecht-
liche Auseinandersetzung massgebend (BGE 136 III 209 E. 5.2; 135 III 241 E. 4.1 mit Hinweisen). 
Der Verbrauch, der Verlust, aber auch die Verwaltungskosten und neuen Schulden fallen grund-
sätzlich einzig zu Lasten des Eigentümers (Urteil BGer 5C.229/2002 vom 7. Februar 2003 E. 3.1.1 
mit Hinweis). Die Vorinstanz hat damit zu Recht auch das bereits ausbezahlte Kapital berück-
sichtigt, zumal der Berufungskläger nicht behauptet, dass dies vor Einreichung des Scheidungs-
begehrens geschehen sei.

Schliesslich äussert sich die Vorinstanz nicht zu den latenten Steuern (vgl. Urteil BGer 
5A_673/2007 vom 24. April 2008 E. 3.6.3). Der Berufungskläger legt in seiner Berufung allerdings 
nicht dar, inwiefern die Voraussetzungen zur Berücksichtigung der Steuern gegeben sind und mit 
welchen Steuerbeträgen zu rechnen ist. Es ist daher nicht darauf einzutreten.

3.4.

3.4.1. Die Berufungsbeklagte macht ihrerseits in ihrer Anschlussberufung geltend, dass die Vor-
instanz in Bezug auf die Liegenschaft den Erneuerungsfonds vergessen habe. Gemäss der Immo-
bilienbewertung betrage dieser CHF 20'000.-. Der Verkehrswert sei somit um diesen Betrag zu 
erhöhen. 

3.4.2. Zunächst ist festzuhalten, dass der Erneuerungsfonds nur für die Grundstücke im Miteigen-
tum besteht, an welchen die Parteien nur 1/9 Anteil haben (act. 75/2). Der Erneuerungsfonds steht 
darüber hinaus nicht im Eigentum der Parteien, sondern der Gemeinschaft (Art. 712l Abs. 1 ZGB). 
Aus der Immobilienbewertung vom 18. Dezember 2018 geht sodann hervor, dass dem Schätzer 
der Erneuerungsfonds durchaus bekannt war. Es ist somit davon auszugehen, dass er dies ange-
messen berücksichtigt hat. Den Verkehrswert der Liegenschaft schätzte er auf CHF 581'000.-. Die 
Berufungsbeklagte vermag nicht aufzuzeigen, dass dies falsch wäre.  

3.5.

3.5.1. Die Berufungsbeklagte führt weiter aus, dass sie entgegen der Feststellung der Vorinstanz 
das Barvermögen des Berufungsklägers nicht anerkannt habe. Der Stand von zwei Konti bei der 
UBS und der BEKB sei nicht bekannt. Er habe von seiner ehemaligen Arbeitgeberin eine namhafte 
Abgangsentschädigung erhalten, welche er sofort nach Erhalt auf verschiedene Konti aufgeteilt 
habe. Er weigere sich bis heute, über dessen Verbleib Auskunft zu geben. Diese sei daher zu 
berücksichtigen.

Auf Aufforderung hin führt der Berufungskläger hierzu aus, dass in der Abgangsentschädigung von 
CHF 188'325.15 sechs nicht ausbezahlte Monatslöhne enthalten gewesen seien. Für diese Zeit 
habe die Arbeitslosenversicherung das Leistungsbegehren abgelehnt. Für weitere vier Monate sei 
die Differenz von 80% ALV-Taggelder zum 100% Lohn vergütet worden. Damit seien CHF 70'000.- 
von dieser Auszahlung als Löhne qualifiziert worden und nicht als Kapitalentschädigung. Von den 
verbleibenden CHF 118'325.15 seien CHF 30'000.- als Steuerbetrag auf diesem einmaligen 
Kapitalertrag und CHF 40'000.- für den gesamten Unterhalt für die Söhne, insbesondere die 
Schulausbildung von C.________ (2012/2013) und D.________ (2014/2015) verwendet worden. 
Per Ende Oktober 2012 habe der Kontostand des betreffenden Kontos ca. CHF 50'000.- betragen. 
Dieser Betrag sei über die Jahre ordentlich verbraucht worden. 

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Die Berufungsbeklagte entgegnet, dass die Arbeitslosenkasse lediglich 3 Monate und 9 Tage 
anrechnete, was einem Betrag von CHF 46'095.40 entspreche. Die Verfügung der Arbeitslosen-
kasse sei nicht unterschrieben und es sei auch nicht bekannt, ob der Berufungskläger nicht ein 
Rechtsmittel erhoben habe. Weiter gehe aus der Steuerklärung nicht hervor, dass CHF 30'000.- 
für die Besteuerung der einmaligen Kapitalabfindung verwendet wurden. Vielmehr habe er im Jahr 
2012 ein um CHF 105'000.- höheres Einkommen erzielt als im Vorjahr. Die behaupteten 
CHF 40'000.- für den Unterhalt der Söhne, insbesondere die Schulausbildung seien nicht belegt. 
Ebenfalls nicht belegt sei der behauptete "ordentliche Verbrauch" von CHF 50'000.-, zumal der 
Berufungskläger in den Jahren ab 2012 weiterhin über ein gutes und genügendes Einkommen 
verfügte.

3.5.2. Wer eine güterrechtliche Beteiligungsforderung geltend macht, hat zu beweisen, dass die 
von ihm behaupteten Vermögenswerte im Zeitpunkt der Auflösung des Güterstandes vorhanden 
gewesen sind. Dieselbe Beweislastverteilung gilt für behauptete Zuwendungen und Vermögens-
entäusserungen. Wer die Hinzurechnung nach Art. 208 ZGB geltend macht, hat nicht nur nachzu-
weisen, dass dem andern Ehegatten der entsprechende Vermögenswert zu einem bestimmten 
Zeitpunkt gehört hat, sondern auch, was damit geschehen ist. Eine Beweislastumkehr findet in 
eherechtlichen Bestimmungen keine Grundlage. Zwar sieht Art. 170 ZGB eine umfassende, 
gegenseitige Auskunftspflicht der Ehegatten in wirtschaftlichen Belangen vor. Allerdings ist kein 
Ehegatte verpflichtet, alle Belege aufzubewahren, um in einem späteren Rechtsstreit lückenlos 
Auskunft über deren Verbleib geben zu können. Er ist aber nicht berechtigt, mit seinem Wissen 
und mit vorhandenen Belegen im Streitfall zurückzuhalten. Kommt ein Ehegatte seiner 
Auskunftspflicht nicht freiwillig nach, so kann der andere neben der Auflösung des Güterstandes 
(Art. 185 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB) beim Richter die Durchsetzung des Auskunftsanspruchs verlangen. 
Eine Auskunftsverweigerung kann der Richter schliesslich auch bei der Beweiswürdigung 
berücksichtigen. Das bedeutet aber nicht, dass sie zu einer Umkehr der Beweislast führt. Die 
Auskunftsverweigerung kann nur zur Folge haben, dass das Gericht die Überzeugung gewinnt, die 
Behauptungen des die Auskunft verweigernden Ehegatten seien ganz oder teilweise falsch 
beziehungsweise dass es den Angaben des andern Ehegatten glaubt (vgl. auch Art. 164 ZPO; 
BGE 118 II 27 E. 2 ff.; 140 III 264 E. 2.3; Urteile BGer 5A_51/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; 
5A_662/2008 vom 6. Februar 2009 E. 2.1; je mit Hinweisen). Im Übrigen ist kein Ehegatte 
verpflichtet, Errungenschaft zu bilden. Jeder Ehegatte ist auch grundsätzlich berechtigt, ersparte 
Errungenschaft zu verbrauchen, solange er dadurch nicht seine Pflicht verletzt, an den Unterhalt 
der Familie beizutragen. Eine schlechte Verwaltung oder ein übermässiger Verbrauch von 
Errungenschaft bedeutet für sich allein keine Vermögensentäusserung im Sinne von Art. 208 ZGB 
(BGE 118 II 27 E. 4b; Urteil BGer 5C.66/2002 vom 15. Mai 2003 E. 2.4.2, nicht publ. in BGE 129 III 
481).

3.5.3. Der Verfügung vom 14. Februar 2013 der Arbeitslosenversicherung kann entnommen 
werden, dass von der Abgangsentschädigung der Betrag, welcher CHF 126'000.- übersteigt, dem 
Berufungskläger als Lohn angerechnet wurde. Er hatte daher erst ab Mitte März 2013 Anspruch 
auf eine Arbeitslosenentschädigung (act. 101/44). Dies entsprach der Rechtslage (vgl. Urteil BGer 
8C_233/2012 vom 5. Juni 2012 E. 3.1 mit Hinweisen). Im Übrigen verlangt das Bundesrecht in 
Bezug auf sozialversicherungsrechtliche Verfügungen keine generelle Unterschriftspflicht (Urteil 
BGer 8C_434/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 2.2 mit Hinweisen). Es kann somit davon ausge-
gangen werden, dass dem Berufungskläger die Abgangsentschädigung bis auf den Betrag von 
CHF 126'000.- als Lohn angerechnet und bis zum 13. März 2013 keine Arbeitslosenentschädigung 
bezahlt wurde.

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Weiter kann der Steuererklärung für das Jahr 2012 entnommen werden, dass schon nur für die 
Kantons- und die direkte Bundessteuer rund CHF 30'000.- höhere Steuern im Vergleich zum Jahr 
2011 angefallen sind (act. 103/48, 49). Die Berufungsbeklagte legt nicht substantiiert dar, inwiefern 
das höhere Einkommen nicht die Abgangsentschädigung enthalten soll, die ihm am 4. Oktober 
2012 ausbezahlt wurde (act. 91/2). 

Es verbleiben damit rund CHF 90'000.-, von welchen der Berufungskläger CHF 40'000.- für den 
Unterhalt der Kinder und CHF 50'000.- als ordentlicher Verbrauch verwendet haben will. Für seine 
Behauptungen legt er zwar keine Belege vor, obwohl dies von ihm verlangt wurde. Allerdings darf 
dies nicht zu einer Beweislastumkehrung führen. Auch wenn er in den Jahren ab 2012 weiterhin 
über ein gutes und genügendes Einkommen verfügte, geht aus dem angefochtenen Entscheid 
hervor, dass sich sein Einkommen per Ende September 2012 um rund CHF 7'000.- pro Monat, 
d.h. CHF 84'000.- pro Jahr, reduziert hat. Dabei handelt es sich um eine beträchtliche Einkom-
menseinbusse. Der Berufungskläger hatte auch nicht zu Gunsten der Berufungsbeklagten zu 
sparen. Es ist damit nachvollziehbar, dass der Berufungskläger die CHF 90'000.- bis im Oktober 
2016 für seinen Unterhalt und denjenigen der Kinder verbraucht hat. 

Die Berufungsbeklagte hat damit nicht bewiesen, was mit der Abgangsentschädigung geschah. 
Diese ist somit nicht zu berücksichtigen.

3.6.

3.6.1. Die Berufungsbeklagte bringt zudem vor, dass gemäss der Vorinstanz das Darlehen im 
Betrag von CHF 17'000.- ein Darlehen von ihrer Mutter an sie darstelle. Die Darlehensschuld sei 
ihr daher vollständig anzurechnen und nicht beiden Ehegatten je zur Hälfte. Der hälftige Betrag sei 
ihr jedoch als Guthaben gutzuschreiben, wie auch beim Berufungskläger. Dies führe dazu, dass 
der Berufungskläger mit der Überweisung des güterrechtlichen Ausgleichsbetrags seinen Anteil 
tilge und sie fortan alleine gegenüber ihrer Mutter für den gesamten Betrag in der Schuld stehe. 

3.6.2. Zwar erwähnt die Vorinstanz in E. 6.2, dass es sich bei den CHF 17'000.- um ein Darlehen 
an die Berufungsbeklagte handelt. Allerdings führte sie weiter aus, dass dieser Betrag bereits im 
Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung berücksichtigt worden sei. Diesbezüglich führte 
sie in E. 4.5 aus, dass die Parteien das Darlehen gemeinsam aufnahmen, und brachte es in der 
Folge je Hälftig zum Abzug. Die Berufungsbeklagte setzt sich nicht damit auseinander. Vielmehr 
bestätigen ihre Ausführungen, dass beide Parteien für das Darlehen haften. Das von ihr 
gewünschte Vorgehen würde ausserdem höchstens die interne Schuld des Berufungsklägers ihr 
gegenüber tilgen, nicht aber gegenüber ihrer Mutter. So würde die Schuldübernahme einen 
Vertrag mit der Mutter voraussetzen (Art. 176 Abs. 1 OR). Die Berufungsbeklagte legt nicht dar, 
dass ein solcher vorliegt. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Darlehen je 
hälftig angerechnet hat.

3.7.

3.7.1. Schliesslich macht die Berufungsbeklagte geltend, dass es unzulässig sei, einen Teil der 
güterrechtlichen Ausgleichsforderung als Guthaben der 3. Säule zuzusprechen. Damit sei Art. 215 
Abs. 1 ZGB verletzt worden. 

3.7.2. Der Anteil eines Ehegatten am Vorschlag besteht nur in einer Geldforderung, welche 
grundsätzlich durch eine Geldleistung zu erfüllen ist. Es besteht kein Anspruch auf eine Sach-
leistung (BGE 137 III 337 E. 3.2.3; 100 II 71 E. 2.b). Weiter ist festzuhalten, dass der Berufungs-

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kläger bereits das 64. Altersjahr erreicht hat. Sollte er nicht in der Lage sein, die Vorschlags-
beteiligung der Berufungsbeklagten zu erfüllen, kann er gemäss Art. 3 Abs. 1 BVV3 selber die 
Ausrichtung der Altersleistungen der Säule 3a verlangen und damit die Forderung der Berufungs-
beklagten erfüllen (Urteil BGer 5C.271/2005 vom 23. März 2006 E. 8.2 f.). Die Vorinstanz durfte 
demnach den Berufungskläger nicht dazu verpflichten, vom Ausgleichsbetrag von CHF 177'582.90 
CHF 96'067.40 auf ein Säule 3a -Konto oder an die Pensionskasse der Berufungsbeklagten zu 
überweisen. 

3.8. Zusammenfassend ist die Berufung betreffend die güterrechtliche Auseinandersetzung 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, während die Anschlussberufung teilweise gutzuheissen 
ist. Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten einen güterrechtlichen Ausgleichsbetrag von 
CHF 177'582.90 zu bezahlen, ohne dass davon CHF 96'067.40 auf ein Säule 3a -Konto oder an 
die Pensionskasse der Berufungsbeklagten zu überweisen wäre.

4.

4.1. Die Berufungsbeklagte stellte sodann mit Eingabe vom 13. März 2020 ein Gesuch um 
Abänderung der mit Entscheid des Präsidenten vom 16. Januar 2014 angeordneten vorsorglichen 
Massnahmen. Sie beantragt, dass der Berufungskläger zu verpflichten sei, ihr rückwirkend ab dem 
1. März 2019 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2'560.- sowie eine provisio ad litem 
von CHF 5'000.- für das Abänderungsverfahren zu bezahlen. 

Der Berufungskläger schloss mit Gesuchsantwort vom 12. Mai 2020 auf vollumfängliche Abwei-
sung des Gesuchs.

4.2.

4.2.1. Gemäss Art. 276 ZPO dauern Massnahmen, die das Eheschutzgericht angeordnet hat, (im 
Scheidungsverfahren) weiter. Für die Aufhebung oder die Änderung ist das Scheidungsgericht 
zuständig (Abs. 2). Das Gericht kann vorsorgliche Massnahmen auch dann anordnen, wenn die 
Ehe aufgelöst ist, das Verfahren über die Scheidungsfolgen aber andauert (Abs. 3). Ist bereits ein 
Berufungsverfahren hängig, ist das Berufungsgericht zuständig, um über das Gesuch um 
vorsorgliche Massnahmen bzw. die Abänderung der Eheschutzmassnahmen zu entscheiden. Es 
handelt sich um eine Ausnahme vom Grundsatz des doppelten Instanzenzuges (BGE 143 III 140 
E. 1.2 mit Hinweisen). Die Zuständigkeit ist damit gegeben.

4.2.2. Eine Abänderung vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren setzt eine Verände-
rung der Verhältnisse voraus (Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 179 Abs. 1 ZGB). Verlangt ist dabei 
eine wesentliche und dauernde Veränderung (BGE 141 III 376 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Ob eine 
wesentliche Veränderung vorliegt, ist unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles zu 
beurteilen, indem die Situation vor und nach der Veränderung der Verhältnisse verglichen wird. 
Der Vergleich von Prozenten des Einkommens kann ein hilfreiches Indiz sei, welches aber den 
Richter nicht von einer Analyse des konkreten Einzelfalles befreit. Die Veränderung muss im 
Übrigen dauernd, d.h. von einer unbeschränkten Dauer sein (Urteile BGer 5A_138/2015 vom 
1. April 2015 E. 4.1.2; 5A_93/2011 vom 13. September 2011 E. 6.1 mit Hinweisen). 

Der Abänderungsentscheid wirkt grundsätzlich nur für die Zukunft, d.h. ab Eintritt seiner formellen 
Rechtskraft, doch kann die Änderung auf den Zeitpunkt der Einreichung des entsprechenden 
Gesuches zurückbezogen werden. Vorbehalten bleibt eine weitergehende Rückwirkung aus ganz 
besonderen Gründen, zum Beispiel wegen unbekannten Aufenthalts oder Landesabwesenheit des 

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Unterhaltspflichtigen, treuwidrigen Verhaltens einer Partei, schwerer Krankheit des Berechtigten, 
usw. (BGE 111 II 103 E. 4; Urteil BGer 5A_597/2013 vom 4. März 2014 E. 3.1).

4.2.3. Vorliegend macht die Berufungsbeklagte keine Gründe geltend, welche es ausnahmsweise 
rechtfertigen würden, die Unterhaltsbeiträge rückwirkend abzuändern. Diese könnten daher 
frühestens ab Mitte März 2020 abgeändert werden. Da der nacheheliche Unterhalt ab dem 1. Mai 
2020 geschuldet ist, würde die Abänderung lediglich für 1.5 Monate gelten. Aufgrund der kurzen 
Dauer, für welche eine Abänderung höchstens in Betracht kommt, rechtfertigt es sich von vorne-
herein nicht, eine solche vorzunehmen. Das Gesuch ist damit abzuweisen. 

4.3. Offenbleiben kann schliesslich, ob die Berufungsbeklagte für das Abänderungsverfahren 
Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss hätte. Da sie im Abänderungsverfahren vollständig 
unterliegt, hätte sie diesen ohnehin zurückzuerstatten bzw. an ihre Gegenforderung anrechnen zu 
lassen. Sie macht auch keine Gründe geltend, welche eine Rückerstattung als unbillig erscheinen 
lassen würden (vgl. Urteil BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020 E. 6.3 mit Hinweisen, zur 
Publikation vorgesehen). 

5. 

5.1. Keine der beiden Parteien hat vollständig obsiegt. Es rechtfertigt sich somit, die Gerichts-
kosten je hälftig zu teilen und die Parteikosten wettzuschlagen (vgl. Art. 106 Abs. 2 und Art. 107 
Abs. 1 Bst. c ZPO).

Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 7'100.- festgelegt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 JR) 
und von den geleisteten Vorschüssen bezogen. Die Berufungsbeklagte hat dem Berufungskläger 
CHF 450.- zu erstatten. 

5.2. Die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden den Parteien je zur Hälfte 
auferlegt und es wurden keine Parteientschädigungen gesprochen. Da der Entscheid nur wenig 
korrigiert wurde und auch mit dem vorliegenden Urteil keine der Parteien vollständig obsiegt hat, 
rechtfertigt sich eine andere Auferlegung nicht (Art. 318 Abs. 3 ZPO).

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

II. Die Anschlussberufung wird teilweise gutgeheissen.

III. Ziffer 2 und 3.7 des Entscheids des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 12. Dezember 2019 
werden abgeändert. Sie lauten neu wie folgt:

2. A.________ wird verpflichtet, B.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 2'510.- ab dem 1. Mai 2020 bis 30. April 2021, von CHF 2'050.- vom 1. Mai 2021 
bis zum 31. Dezember 2021 und von CHF 660.- vom 1. Januar 2022 bis zum 
31. Januar 2025 zu bezahlen.
Dieser Unterhaltsbeitrag ist jeweils am Ersten jeden Monats zahlbar und ab Fälligkeit 
zu 5% verzinslich.

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Er wird überdies der Teuerung angepasst und zu diesem Zweck an den Landesindex 
der Konsumentenpreise des BFS gebunden. Die Anpassung erfolgt jeweils im Januar 
jeden Jahres aufgrund des Indexstandes des Monats November des Vorjahres. Die 
Anpassung erfolgt nur in dem Rahmen als auch das Einkommen von A.________ der 
Teuerung angepasst wird, wofür dieser beweispflichtig ist.

3.7 A.________ wird verpflichtet, B.________ einen güterrechtlichen Ausgleichsbetrag 
von CHF 177‘582.90 zu bezahlen. 

Des Weiteren wird der Entscheid des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 12. Dezember 
2019 bestätigt.

IV. Das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen wird abgewiesen.

V. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 7'100.- festgesetzt und A.________ und 
B.________ je hälftig auferlegt. Sie werden von den geleisteten Vorschüssen bezogen. 
B.________ hat A.________ CHF 450.- zu erstatten.

VI. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

VII. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 9. Oktober 2020/sig

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: