# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7beee30e-4477-5e3f-ab44-e92d3033156e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-10
**Language:** de
**Title:** Bern Steuerrekurskommission 10.01.2023 100 2021 381
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2021-381_2023-01-10.pdf

## Full Text

100 21 381   200 21 268 
100 21 382   200 21 269
100 21 383   200 21 270 
100 21 384   200 21 271
Gemeinde: F.________
ZPV-Nr.: ________
Eröffnung: 12.1.2023 RNA/OSC/cbi

STEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN

Sitzung vom 10. Januar 2023

Es wirken mit: die hauptamtliche Richterin Nanzer, die Fachrichterin Glauser und der Fachrich-
ter Mauerhofer sowie Schmidlin als Gerichtsschreiber

In der Rekurs- und Beschwerdesache 

von

A.________ und B.________

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

betreffend die kantonalen Steuern und die direkte Bundessteuer 2015 bis 2018

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hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:

A. A.________ (nachfolgend: Rekurrent) ist als Softwareentwickler tätig. Zu diesem Zweck 
betreibt er einerseits ein Einzelunternehmen (nachfolgend: C.________ Firma), welches im 

Handel mit Software und EDV-Artikeln tätig ist; andererseits ist er einziger Gesellschafter der 

D.________ Software AG. Die D.________ Software AG bezweckt die Entwicklung und Herstel-

lung von sowie den Handel mit Software. Die Ehefrau des Rekurrenten, B.________ (nachfol-

gend: Rekurrentin; zusammen: Rekurrenten), arbeitet als H.________. Nachdem die Steuer-

verwaltung des Kantons Bern, Region ________ (nachfolgend: Steuerverwaltung), dem Rekur-

renten mit E-Mail vom 8. Januar 2020 eine Prüfung der Buchhaltung der C.________ Firma und 

der D.________ Software AG betreffend die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 angekündigt hatte, 

wurde diese infolge diverser Verschiebungen offensichtlich am 9. und 10. Oktober 2020 durch-

geführt (vgl. Akten der Steuerverwaltung, pag. 357; vgl. aber auf Protokollen für Buchprüfungen 

NP enthaltenes Datum vom 17.8.2020, pag. 429).

B. Nach einem ausführlichen und nur schwer nachzuvollziehenden E-Mail-Austausch, der 
teilweise die D.________ Software AG, teilweise die C.________ Firma bzw. die private Veran-

lagung der Rekurrenten betraf, wurden die Rekurrenten mit Verfügungen vom 18. März 2021 für 

die Steuerjahre 2015 bis 2018 veranlagt. Hiergegen erhob der Rekurrent mit Schreiben vom 16. 

bzw. 18. April 2021 Einsprachen. Mit Schreiben vom 27. Mai 2021 stellte die Steuerverwaltung 

in Aussicht, die Einsprachen teilweise gutzuheissen. Nachdem die Rekurrenten hierzu Gegen-

bemerkungen einreichten, hiess die Steuerverwaltung die Einsprachen mit Entscheiden vom 

2. September 2021 teilweise gut. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf die Aus-

führungen in ihren Schreiben vom 27. Mai 2021 und 9. Juli 2021.

C. Gegen die Einspracheentscheide der Steuerverwaltung vom 2. September 2021 haben 
die Rekurrenten mit Schreiben vom 2. Oktober 2021 Rekurse und Beschwerden an die Steuer-

rekurskommission des Kantons Bern (nachfolgend: Steuerrekurskommission) erhoben. Die Re-

kurrenten machen sinngemäss geltend, dass die Einspracheentscheide pro 2015 bis 2018 di-

verse Fehler enthielten. So sei es nicht zutreffend, dass die Rekurrentin in Bezug auf die Kir-

chensteuer auch in der Gemeinde M.________ steuerpflichtig sei, zumal sie dort weder ein Sa-

lär noch eine Firma habe. Die Kirchensteuer sei zu 100 % der Gemeinde F.________ zuzuwei-

sen. Weiter beantragen die Rekurrenten eine Anpassung der Begründungstexte. Sodann sei 

das durch den Erbgang von E.________ sel. in das Eigentum des Rekurrenten übergegangene 

Grundstück N.________ (Kanton Solothurn) Gbbl. Nr. 1.________ als Vermögenswert zu 

berücksichtigen und die Kosten für den Unterhalt dieses Grundstücks (Benzin und Öle, sonsti-

ger Aufwand etc.) im Umfang von CHF 200.-- pro Steuerjahr (ab Steuerjahr 2016) als Aufwand 

zu berücksichtigen. Ferner seien die Verpflegungskosten in der D.________ Software AG im 

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Betrag einer Pauschale von CHF 3'600.-- pro Steuerjahr zum Abzug zugelassen worden. Diese 

Pauschale werde deshalb auch für die C.________ Firma beantragt. Schliesslich wird bean-

tragt, dass ein Aufwand im Zusammenhang mit dem Rückkauf einer Mehrwertsteuerschuld aus 

dem Jahr 1998 bei der C.________ Firma zum Abzug zugelassen werde. 

D. Am 14. Februar 2022 hat sich die Steuerverwaltung vernehmen lassen. Sie beantragt die 
Abweisung der Rekurse und Beschwerden. Zur Sache führt sie aus, dass die Zugehörigkeit der 

Rekurrenten zu einer Landeskirche unbestritten sei. Ebenso sei unbestritten, dass sich der 

Wohnsitz der Rekurrenten in der Gemeinde F.________ befinde und sie in der Gemeinde 

M.________ zwei Grundstücke besässen. Aufgrund dessen, dass sich Grundstücke in der Ge-

meinde M.________ im Gesamteigentum der Rekurrenten befinde, ergebe sich dort auch für 

die Rekurrentin ein Spezialsteuerdomizil. Es sei somit korrekt, dass ein Teil der Kirchensteuer 

der Gemeinde M.________ zugewiesen werde. Die einfache Steuer des Einkommens werde im 

Verhältnis des Reineinkommens und die einfache Steuer des Vermögens im Verhältnis nach 

Lage der Aktiven der Gemeindebesteuerung auf F.________ und M.________ aufgeteilt. Erst 

danach erfolge eine Splittung auf die beiden Ehegatten im Verhältnis von 50:50. Es sei damit 

nicht massgebend, dass nur der Rekurrent Inhaber der C.________ Firma mit Geschäftsbetrieb 

in der Gemeinde M.________ sei. Erheblich sei nur, ob betreffend beide Ehegatten in mehreren 

Gemeinden Anknüpfungspunkte vorlägen. Aufgrund der Faktorenaddition bei Ehegatten würden 

Einkünfte und Vermögen zusammengerechnet. Eine pauschale Zuweisung von 50:50 sei daher 

gerechtfertigt. In Bezug auf die Vorbringen der Rekurrenten betreffend das Grundstück in 

N.________/SO wird ausgeführt, was folgt: Die Rekurrenten hätten in ihrer Steuererklärung 

lediglich zwei ausserkantonale Grundstücke deklariert (L.________/SO Gbbl. Nr. 2.________ 

und N.________/SO Gbbl. Nr. 3.________). Mit Schreiben vom 26. Juni 2018 habe die Amts-

schreiberei G.________ der Steuerverwaltung mitgeteilt, dass der Rekurrent am Nachlass von 

E.________ sel. (Grundstücke N.________/SO Gbbl. Nr. 4.________ und 1.________) im Um-

fang einer Quote von ¼ partizipiere. Entsprechend habe die Steuerverwaltung den Rekurrenten 

mit Schreiben vom 27. Mai 2021 mitgeteilt, dass für die Steuerjahre 2016 und 2017 ein Vermö-

gens- und Einkommensanteil im Umfang der Erbquote aufgerechnet werde. Bei der Aufrech-

nung sei allerdings der Katasterwert des Grundstücks N.________/SO Gbbl. Nr. 1.________ 

(CHF 3'190.--) vergessen gegangen. Da das Vermögen aber auch nach Berücksichtigung die-

ses Grundstücks weniger als CHF 97'000.-- betrage, würde dies zu keinen anderen Steuerfol-

gen führen, zumal die Vermögenssteuer nicht erhoben werde. Im Steuerjahr 2018 seien die 

Grundstücke N.________ Gbbl. Nr. 4.________ und 1.________ sodann im Rahmen der Erb-

teilung in das Alleineigentum des Rekurrenten übergegangen. Da aber auf dem Grundstück 

N.________/SO Gbbl. Nr. 4.________ ein Nutzniessungsrecht zu Gunsten der Mutter des Re-

kurrenten errichtet worden sei, sei dieses ab 2018 zu 100 % bei dieser zu besteuern. Deshalb 

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beträfe eine allfällige Aufrechnung pro 2018 lediglich das Grundstück N.________/SO Gb-

bl. Nr. 1.________ und da dieses nicht überbaut sei, ergebe sich lediglich eine Korrektur der 

Vermögenssteuer. Da das Vermögen aber auch im Steuerjahr 2018 weniger als CHF 97'000.-- 

betrage, hätte eine Korrektur keinen Einfluss auf die Besteuerung. Betreffend den Aufwand für 

Öle, Benzin etc. verweist die Steuerverwaltung auf die Beweislastverteilung und führt aus, dass 

die Rekurrenten keine entsprechenden Aufwände geltend gemacht hätten. Zu den geltend ge-

machten Verpflegungspauschalen wird ausgeführt, dass im Steuerjahr 2015 in der Buchhaltung 

der C.________ Firma keine Spesen verbucht seien. Darüber hinaus könnten Pauschalspesen 

ohnehin nur bei Vorliegen eines genehmigten Spesenreglements berücksichtigt werden. Zudem 

handle es sich bei der Geltendmachung von (Pauschal-)Spesen um steuermindernde Tatsa-

chen, weshalb diese durch die Rekurrenten nachzuweisen seien, was diese aber nicht rechts-

genüglich getan hätten. Sodann beziehe sich die beantragte Berichtigung der Begründungstex-

te offensichtlich auf die Veranlagungsverfügungen vom 18. März 2021 und nicht auf die ange-

fochtenen Einspracheentscheide. Dies könne aber offengelassen werden, zumal ohnehin nur 

das Dispositiv in Rechtskraft erwachse.

E. Zu den Steuerjahren 2015, 2016 und 2018 haben die Rekurrenten mit Schreiben vom 
29. März 2022 Stellung genommen. Zur Ausscheidung der Kirchensteuer bringen die Rekurren-

ten vor, dass der Umsatz der C.________ Firma zu 50 % in F.________ und zu 50 % in der 

Gemeinde M.________ erzielt werde; das Einkommen der Rekurrentin dagegen zu 100 % in 

F.________, was die Steuerverwaltung in ihrer Berechnung nicht berücksichtigte. Die Faktore-

naddition werde im Gesetz nicht erwähnt und könne den Rekurrenten daher nicht entgegenge-

halten werden. Zudem sollten die Aktiven in die Schulden eingerechnet werden. Betreffend die 

Begründungstexte ziehen die Rekurrenten Rekurse und Beschwerden zurück.

F. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:

1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Einkommens- und Vermö-
gensveranlagung können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw. Beschwerde an-

gefochten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 

Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; 

SR 642.11] i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten 

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Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb sachlich und ört-

lich zuständig. Die Rekurrenten sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht 

vollständig durchgedrungen. Sie sind daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 

Abs. 2 StG und Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 

23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und fristge-

recht eingereichte Eingabe ist deshalb einzutreten.

Die Beurteilung der Streitsache fällt an sich in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 70 Abs. 4 

Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]), die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse recht-

fertigen aber eine Überweisung an die Kammer (Art. 70 Abs. 5 GSOG).

2. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Steuerrekurskommission im Rekurs- und Be-
schwerdeverfahren eine umfassende Kognition zukommt (Art. 198 Abs. 2 StG; Art. 142 Abs. 4 

DBG). Die der Steuerrekurskommission eingereichten Akten präsentieren sich als besonders 

unübersichtlich. Die diversen E-Mail-Konversationen mit direkt eingefügten Kommentaren der 

Steuerverwaltung und der Rekurrenten sind scheinbar nicht geordnet bzw. ist eine solche Ord-

nung nicht erkennbar. Es ist kaum möglich nachzuvollziehen, welche zunächst vorgenomme-

nen Aufrechnungen die Steuerverwaltung mit welcher Begründung zurückgezogen hat. Es 

scheint so, dass die Steuerverwaltung gerade in Bezug auf die selbständige Erwerbstätigkeit 

des Rekurrenten nicht sämtliche massgebenden Unterlagen der Steuerrekurskommission 

übermittelt hat. Dies ergibt sich aus den Buchprüfungsprotokollen, in denen jeweils auf angeb-

lich eingereichte Unterlagen verwiesen wird, welche indes nicht in den der Steuerrekurskom-

mission übermittelten Akten enthalten sind (vgl. bspw. Abrechnungen der Swisscom [pag. 1152, 

E. 3.2.1 hiernach], sämtliche Belege zum geltend gemachten Personalaufwand [pag. 1150 f.]). 

Vielmehr scheint die Steuerverwaltung nur auszugsweise Akten eingereicht zu haben, welche 

zumindest teilweise die im Rekurs- und Beschwerdeverfahren (noch) strittigen Punkte betreffen. 

Anhand der Unterlagen kann das Vorgehen der Steuerverwaltung im Veranlagungs- und Ein-

spracheverfahren nicht abschliessend nachvollzogen werden. Grundsätzlich ist damit eine um-

fassende Prüfung der Einspracheentscheide durch die Steuerrekurskommission ausgeschlos-

sen. Eine solche kann indes offenbleiben. Gestützt auf die von den Rekurrenten in den vorlie-

genden Verfahren eingereichten Unterlagen sowie die Buchprüfungsprotokolle der Steuerver-

waltung erachtet es die Steuerrekurskommission als fraglich, ob die Voraussetzungen der 

selbständigen Erwerbstätigkeit beim Rekurrenten überhaupt erfüllt sind. Aus diesem Grund 

werden die Akten ohnehin zur erneuten Durchführung des Einspracheverfahrens an die Steuer-

verwaltung zurückzuweisen sein. Entsprechend erweist es sich als gerechtfertigt, zunächst dar-

zulegen, weshalb die Erfüllung der Voraussetzungen der selbständigen Erwerbstätigkeit beim 

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Rekurrenten fraglich ist und diesbezüglich noch Abklärungsbedarf besteht. Demgegenüber erü-

brigen sich angesichts dessen Ausführungen zu den strittigen Punkten betreffend die 

C.________ Firma. Da die Erwägungen betreffend die vermeintliche selbständige Erwerbstätig-

keit des Rekurrenten, welche zur Rückweisung der vorliegenden Angelegenheit an die Steuer-

verwaltung führen, sämtliche vorliegend strittigen Steuerjahre gleichermassen betreffen und 

sich auch dieselben Rechtsfragen stellen, erweist es sich weiter als gerechtfertigt, die Verfahren 

Nr. 100 21 381 bzw. 100 21 268, 100 21 382 bzw. 100 21 269, 100 21 383 bzw. 200 21 270 

und 100 21 384 bzw. 200 21 271 zu vereinigen (Art. 17 Abs. 1 VRPG).

3. Der Büchersachverständige der Steuerrekurskommission hat die Buchhaltungen pro 2015 
bis 2018 der C.________ Firma einer Prüfung unterzogen (vgl. Bericht des Büchersachverstän-

digen vom 4.11.2022), wobei er sich insbesondere auch auf das in den Buchprüfungsprotokol-

len der Steuerverwaltung pro 2015 bis 2018 Ausgeführte abgestützt hat. Die Ergebnisse dieser 

Prüfung hat der Büchersachverständige im Expertenbericht vom 4. November 2022 (nachfol-

gend: Expertenbericht) festgehalten. Nachfolgend ist auf die dabei gewonnenen Erkenntnisse 

näher einzugehen.

3.1 Allgemeines zur Buchhaltung der C.________ Firma

Grundsätzlich kann im Rahmen der Veranlagung nur dann auf die Buchhaltung eines Unter-

nehmens abgestellt werden, wenn diese in formeller und in materieller Hinsicht ordnungs-

gemäss geführt ist (Zweifel/Hunziker in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-

desgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 4. Aufl., 2022, N. 17 f. zu Art. 115 DBG). Die 

Prüfung des Büchersachverständigen hat (wie bereits die Buchprüfung der Steuerverwaltung, 

vgl. pag. 1147) ergeben, dass die Buchhaltung der C.________ Firma pro 2015 bis 2018 nicht 

ordnungsgemäss geführt worden ist. Diesbezüglich ist vollumfänglich auf den Expertenbericht 

zu verweisen (vgl. insbesondere Ziff. 2.1 und 2.2 des Expertenberichts). Die Steuerverwaltung 

hat nichtsdestotrotz auf diese Buchhaltungen abgestellt. Inwiefern sich dies als zulässig erweist, 

kann angesichts des nachfolgend Ausgeführten offenbleiben. Wie dargelegt, fehlen der Steuer-

rekurskommission für eine umfassende Prüfung der Einspracheentscheide im Zusammenhang 

mit der C.________ Firma diverse Belege. Offensichtlich haben die Rekurrenten aber gewisse 

Belege, welche nun nicht in den Akten der Steuerverwaltung sind, in den Veranlagungs- bzw. 

Einspracheverfahren eingereicht (vgl. E. 2 hiervor). Zur Darlegung, weshalb die Erfüllung der 

Voraussetzungen einer selbständigen Erwerbstätigkeit beim Rekurrenten vorliegend fraglich ist, 

wird nachfolgend auf diejenigen Zahlen abgestellt, von denen die Steuerverwaltung in den Ein-

spracheentscheiden ausgegangen ist.

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3.2 Massgebliche Erträge

Die C.________ Firma weist in den Steuerjahren 2015 bis 2018 folgende Umsätze aus (pag. 

379-380, 576, 753, 997). Die Steuerverwaltung hat diese Erträge in den Einspracheentscheiden 

berücksichtigt.

Nachfolgend sind diese angeblich erzielten Umsätze – soweit dies aufgrund der Akten möglich 

ist – im Einzelnen zu prüfen.

3.2.1 Hotline

Die Umsätze, die die C.________ Firma mit ihrer Hotline erzielt haben will, seien gemäss Steu-

erverwaltung aufgrund der Abrechnungen der Swisscom nachvollziehbar (pag. 1152). Diese 

Unterlagen finden sich nicht in den Akten. Es ist aber aufgrund der Formulierung in den Buch-

prüfungsprotokollen davon auszugehen, dass diese der Steuerverwaltung eingereicht worden 

sind.

3.2.2 Warenverkauf

Bezüglich Warenverkauf liegen hingegen keine Rechnungen vor. Die Steuerverwaltung habe 

den angegebenen erzielten Ertrag anhand der Zahlungseingänge auf dem Postkonto nachvoll-

zogen (vgl. pag. 424).

Der Vollständigkeit halber ist von Seiten der Steuerrekurskommission festzuhalten, dass der 

Erlös aus Warenverkauf einen Einkauf in der entsprechenden Verkaufsperiode oder einen ent-

sprechenden Lagerbestand aus der Vorperiode bedingt. Aus den Akten geht weder das eine 

noch das andere hervor: In den Steuerperioden 2016 bis 2018 handelte es sich beim unter Kon-

to-Nr. 4200 (Material- und Wareneinkauf) verbuchten Aufwand jeweils um Eigenlohn 

(vgl. pag. 1151). Dieser wurde von der Steuerverwaltung denn auch zu Recht aufgerechnet. 

Das Vorgehen des Rekurrenten, Eigenlohn als Materialaufwand zu verbuchen, erscheint bereits 

mehr als fragwürdig. Einerseits kann der Inhaber eines Einzelunternehmens keinen Lohn be-

CHF Anteil CHF Anteil CHF Anteil CHF Anteil

Warenverkauf 23'982 28% 11'043 11% 5'709 7% 20'918 23%
Hotline 7'141 8% 7'276 7% 7'166 8% 13'067 14%
Dienstleistungserlös 54'309 64% 80'764 82% 73'294 85% 56'554 62%
Total Ertrag 85'432 100% 99'084 100% 86'169 100% 90'540 100%

2015 2016 2017 2018

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ziehen, andererseits wäre Personalaufwand als solcher zu verbuchen gewesen. Es stellt sich 

die Frage, ob der Rekurrent zu verschleiern versucht hat, dass offensichtlich keine Warenein-

käufe stattgefunden haben. Aus den Akten geht jedenfalls nicht hervor, wie die für den Waren-

verkauf erforderlichen Waren ursprünglich eingekauft worden sind.

3.2.3 Dienstleistungserlös

Besonders fragwürdig erscheinen vorliegend die jeweils als Dienstleistungserlöse bezeichneten 

Umsätze (Konto-Nr. 3400; vgl. pag. 361, 867, 658, 1138). Diese stellen mit Abstand den gröss-

ten Anteil an den in den Steuerjahren 2015 bis 2018 erzielten Erträgen dar (im Durchschnitt 

rund 73 %). Augenfällig ist, dass der einzige Kunde dieser Dienstleistungen die D.________ 

Software AG war und dass keinerlei Rechnungen vorliegen, was von den Rekurrenten auch 

nicht bestritten wird. Zwar hat die Steuerverwaltung dies erkannt und selber festgestellt, dass je 

nach Finanzbedarf der D.________ Software AG ein Betrag an die C.________ Firma überwie-

sen werde (pag. 1152). Den in diesem Zusammenhang von der C.________ Firma erzielten 

Ertrag scheint die Steuerverwaltung jedoch weitgehend als solchen anerkannt zu haben. Dieses 

Vorgehen erweist sich offensichtlich als falsch: Aufgrund dessen, dass keinerlei Rechnungen 

vorliegen und die Zahlungen der D.________ Software AG jeweils an deren wirtschaftliche La-

ge angepasst worden zu sein scheinen, ist nämlich derart eindeutig, dass den Zahlungen zu 

keinem Zeitpunkt eine rechtserhebliche Gegenleistung gegenüberstand. Eine geschäftsmässige 

Begründetheit dieser Zahlungen bei der D.________ Software AG ist nicht ersichtlich und wird 

durch die Rekurrenten auch nicht belegt. Vielmehr stellen die Zahlungen Gewinnverschiebun-

gen dar, welche jeweils nur deshalb erfolgt sind, weil der Rekurrent alleiniger Aktionär der 

D.________ Software AG ist. Auf diese Art konnte der Rekurrent die Gewinne aus der 

D.________ Software AG in die verlustbringende C.________ Firma verschieben. Die Zahlun-

gen sind mithin im Beteiligungsverhältnis begründet und als geldwerte Leistungen zu qualifizie-

ren. Die in den Steuerjahren 2015 bis 2018 aus "Dienstleistungen" erzielten Umsätze können 

folglich nicht akzeptiert werden.

3.2.4 Aus diesem Grund reduzieren sich die in den Steuerjahren 2015 bis 2018 zu berücksich-
tigen Erträge wie folgt:

3.3 Von der Steuerverwaltung akzeptierter Aufwand

CHF Anteil CHF Anteil CHF Anteil CHF Anteil

Warenverkauf 23'982 77% 11'043 60% 5'709 44% 20'918 62%
Hotline 7'141 23% 7'276 40% 7'166 56% 13'067 38%
Total Ertrag 31'123 100% 18'319 100% 12'875 100% 33'986 100%

2015 2016 2017 2018

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Diesen zu berücksichtigenden Erträgen ist der von der Steuerverwaltung akzeptierte Aufwand 

der C.________ Firma gegenüberzustellen.

3.3.1 Personalaufwand

3.3.2 Mietaufwand

Aufgrund eines angeblich bei der Steuerverwaltung eingereichten Mietvertrags ist die Steuer-

verwaltung betreffend den Mietaufwand offensichtlich von einem Pauschalbetrag von jährlich 

CHF 2'500.-- ausgegangen (vgl. pag. 1150). Auch diesbezüglich fehlen Belege in den Akten.

3.3.3 Finanzaufwand (pag. 1148)

Bankzinsen und -spesen von CHF 174.-- (2015), CHF 611.-- (2016), CHF 124.-- (2017) und 

CHF 174.-- (2018); vgl. pag. 1135.

3.4 Gegenüberstellung Aufwand und Ertrag

Werden die von der Steuerverwaltung akzeptierten Aufwände diesen Beträgen gegenüberge-

stellt, ergeben sich für die Steuerperioden 2015 bis 2018 die folgenden erheblichen Verluste:

3.5 Als selbständig erwerbstätig gelten Personen, die durch den Einsatz von Arbeitsleistung 
und Kapital in frei gewählter Organisation auf eigenes Risiko anhaltend, planmässig und nach 

aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnehmen. Von der sog. Liebhaberei oder einem 

Hobby grenzt sich die selbständige Erwerbstätigkeit dadurch ab, dass sie auf Erzielung eines 

2015 2016 2017 2018
CHF CHF CHF CHF

Löhne BK 41’769 41’444 41’644 41’688
5070 AHV, IV, ALV Personal 9’896 7’617 8’196 9’814
5073 Unfallversicherung 1’795 617 570 566
BVG Personal 4’338 6’522 3’942 3’927
Total Personalaufwand 57’798 56’200 54’351 55’996

2015 2016 2017 2018
CHF CHF CHF CHF

Total Ertrag 31'123 18'319 12'875 33'985
Total Personalaufwand -57'798 -56'200 -54'351 -55'996
Mietaufwand -2'500 -2'500 -2'500 -2'500
Bankzinsen und -spesen -174 -611 -124 -174
Verlust -29'349 -40'992 -44'100 -24'684

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Erwerbseinkommens ausgerichtet ist. Diese sog. Gewinnstrebigkeit weist ein subjektives und 

ein objektives Moment auf: Zum einen muss die Absicht, Gewinn zu erzielen, gegeben sein; 

zum anderen muss aber auch die Tätigkeit zur nachhaltigen Gewinnerzielung geeignet sein. 

Andernfalls stellen die damit verbundenen Vermögensabgänge Einkommensverwendung und 

keinen abzugsfähigen Aufwand bzw. Geschäftskosten im Sinne von Art. 25 und 27 Abs. 1 DBG 

dar (BGer 2C_679/2020 vom 19.11.2021, E. 2.1, m.w.H.).

3.6 Angesichts der vorliegend dargestellten wiederholt eingetretenen erheblichen Verluste, 
die sich ohne Berücksichtigung der offensichtlich ohne Rechtsgrund erfolgten Gewinnverschie-

bung zwischen der D.________ Software AG und der C.________ Firma ergeben, ist es frag-

lich, ob die Voraussetzungen der Gewinnstrebigkeit in Bezug auf die selbständige Erwerbstätig-

keit des Rekurrenten in der C.________ Firma als erfüllt betrachtet werden können. Dies gilt 

umso mehr, als aus den Akten hervorgeht, dass sich die Zahlen auch im Steuerjahr 2014 prak-

tisch identisch präsentieren. Soweit ersichtlich, war die Frage, ob die Tätigkeit der C.________ 

Firma als selbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert oder ob es sich hierbei nicht vielmehr um 

Liebhaberei handelt, weder im Veranlagungsverfahren noch im Einspracheverfahren themati-

siert worden. Es ist nicht Sache der Steuerrekurskommission, diesbezüglich eine erstmalige 

abschliessende Abklärung vorzunehmen. Es würde nach Auffassung der Steuerrekurskommis-

sion zudem den Anspruch der Rekurrenten auf rechtliches Gehör verletzen, wenn diese hiermit 

erstmals im Rekurs- und Beschwerdeverfahren konfrontiert werden. Sodann kann die Steuerre-

kurskommission aufgrund dessen, dass nicht sämtliche massgebenden Unterlagen vorliegen, 

keine abschliessende Prüfung vornehmen. Die Akten sind deshalb an die Steuerverwaltung zur 

erneuten Prüfung des Sachverhalts betreffend die Steuerperioden 2015 bis 2018 unter Berück-

sichtigung der voranstehenden Erwägungen zurückzuweisen. Die Steuerverwaltung wird na-

mentlich umfassend zu prüfen haben, ob die Tätigkeit des Rekurrenten in der C.________ Fir-

ma unter den hiervor dargelegten Umständen noch als selbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert 

werden kann oder ob nicht vielmehr eine sog. Liebhaberei im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung vorliegt. 

4. Wie bereits festgehalten, erübrigt es sich nach Auffassung der Steuerrekurskommission 
unter diesen Umständen, die vorliegend strittigen Punkte in Bezug auf die selbständige Er-

werbstätigkeit des Rekurrenten zu prüfen. Allerdings ist noch anzumerken, was folgt: Die Steu-

erverwaltung hat auch bei der D.________ Software AG betreffend die Steuerperioden 2015 bis 

2018 eine Bücherprüfung vorgenommen. Nebst diverser anderer Feststellungen und Korrektu-

ren hat sie insbesondere die folgenden geldwerten Leistungen aufgerechnet:

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Hierbei handelte es sich insbesondere um Lebensmittelkosten sowie Kosten für Übernachtun-

gen. Die Steuerverwaltung hat die Aufrechnung bei der D.________ Software AG vorgenom-

men, da sie die Kosten im entsprechenden Umfang als Privatanteil eingestuft hat (vgl. Einspra-

cheentscheid betreffend die D.________ Software AG vom 20.8.2021, Akten der Steuerverwal-

tung im Rekurs- und Beschwerdeverfahren Nr. 100 21 385 - 388, pag. 417). Dieser Qualifikation 

ist nichts entgegenzusetzen (vgl. die Ausführungen in den RKE 100 21 385 - 388 vom 

10.1.2023, E. 4.3). Was aber nicht einleuchtet, ist, weshalb die Steuerverwaltung diese bei der 

D.________ Software AG als geldwerten Leistungen aufgerechneten Kosten bei der 

C.________ Firma als Erträge berücksichtigt hat. Aufgrund der Einstufung der fraglichen Leis-

tungen als private Lebenshaltungskosten wären diese nämlich richtigerweise direkt bei den Re-

kurrenten als Einkommen zu berücksichtigen. Angesichts dessen, dass die selbständige Er-

werbstätigkeit als solche nicht akzeptiert werden kann, sind diese geldwerten Leistungen ohne-

hin als übriges Einkommen und nicht als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu 

berücksichtigen.

5. In Bezug auf die strittigen Punkte, welche die private Veranlagung der Rekurrenten be-
trifft, rechtfertigen sich schliesslich die nachfolgenden Bemerkungen:

5.1 Rekurs- und beschwerdeweise wird betreffend sämtliche vorliegend zu prüfenden Steuer-
jahre gleichermassen angeführt, dass die Rekurrentin lediglich in der Gemeinde F.________ 

erwerbstätig gewesen sei. Sinngemäss wird in diesem Zusammenhang vorgebracht, dass be-

treffend die Rekurrentin in der Gemeinde M.________ deshalb kein Anknüpfungspunkt beste-

he, weshalb die Kirchensteuer zu 100 % in der Gemeinde F.________ zu erheben sei. Die 

Steuerverwaltung hat die von ihr vorgenommene Berechnung und Ausscheidung der Kirchen-

steuer in der Vernehmlassung vom 14. Februar 2022 dargelegt. Insbesondere führt sie aus, 

dass die Rekurrentin sehr wohl über einen steuerrechtlichen Anknüpfungspunkt in der Gemein-

de M.________ (Gesamteigentum an den beiden Grundstücken M.________ Gbbl. Nr. 

5.________ und 6.________) verfügt. Die Ausführungen der Steuerverwaltung erweisen sich 

als zutreffend und in Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, weshalb vollumfänglich darauf 

verwiesen werden kann. Die Rekurrenten verzichten darauf, sich mit den Ausführungen der 

Steuerverwaltung rechtsgenüglich auseinanderzusetzen. Einerseits beschränken sie sich auf 

Ausführungen dazu, dass die Rekurrentin ihr Erwerbseinkommen einzig in der Gemeinde 

F.________ erziele. Mit dem Vorbringen der Steuerverwaltung, betreffend die Rekurrentin be-

stehe aufgrund des Gesamteigentums an den Grundstücken ein Anknüpfungspunkt in der Ge-

2015 2016 2017 2018
CHF CHF CHF CHF

Geldwerte Leistungen 43’579 23’180 23’763 36’071

- 12 -

meinde M.________, setzen sie sich nicht auseinander. Sodann verkennen sie, dass die Fakto-

renaddition bei Ehegatten sehr wohl gesetzlich vorgesehen ist (vgl. Art. 10 Abs. 1 StG). Den 

Rekurrenten gelingt es damit nicht, rechtsgenüglich darzulegen, inwieweit sich das Vorgehen 

der Steuerverwaltung als rechtswidrig erweist.

5.2 Weiter bringen die Rekurrenten sinngemäss vor, dass das aus dem Nachlass des 
E.________ sel. in das Eigentum des Rekurrenten übergegangene Grundstück in der Gemein-

de N.________/SO (Gbbl. Nr. 1.________) und der damit zusammenhängende Unterhalt zu 

Unrecht nicht in den Veranlagungen pro 2016 bis 2018 berücksichtigt worden seien.   

5.2.1 Die Steuerverwaltung konkretisiert den diesbezüglichen, von den Rekurrenten höchst 
lückenhaft und kaum nachvollziehbaren dargelegten Sachverhalt in der Vernehmlassung vom 

14. Februar 2022 wie folgt: die Rekurrenten hätten in der Steuererklärung pro 2016 zwei aus-

serkantonale Grundstücke deklariert. So einerseits ein Waldstück in der Gemeinde 

L.________/SO (Gbbl. Nr. 2.________) und andererseits ein Waldstück in der Gemeinde 

N.________/SO (Gbbl. Nr. 3.________). Mit Brief vom 26. Juni 2018 sei die Steuerverwaltung 

durch die Amtsschreiberei G.________ informiert worden, dass der Rekurrent zu ¼ an der Erb-

schaft von E.________ sel. (verstorben am 23.8.2016) partizipiere. Zur Erbmasse gehörten 

offensichtlich insbesondere zwei Grundstücke in der Gemeinde N.________/SO: einerseits ein 

Grundstück mit Einfamilienhaus (Gbbl. Nr. 4.________) und andererseits Landwirtschaftsland 

(Gbbl. Nr. 1.________). Die Steuerverwaltung habe in den Veranlagungen pro 2016 und 2017 

deshalb den Anteil des Rekurrenten am Grundstück Gbbl. Nr. 4.________ berücksichtigt. Das 

Grundstück Gbbl. Nr. 1.________ sei bei der Veranlagung hingegen versehentlich nicht 

berücksichtigt worden. Da das Vermögen der Rekurrenten auch mit Berücksichtigung dieses 

Grundstücks weniger als CHF 97'000.-- betrage, könne mangels Erhebens einer Vermögens-

steuer (Art. 65 Abs. 3 StG) auf eine entsprechende Korrektur verzichtet werden.

5.2.2 In Bezug auf das Steuerjahr 2016 stehen die Ausführungen der Steuerverwaltung in der 
Vernehmlassung im Widerspruch zum Inhalt der Einspracheentscheide pro 2016: So geht aus 

diesen nämlich überhaupt nicht hervor, dass die Steuerverwaltung den Anteil des Rekurrenten 

an der Erbengemeinschaft E.________ sel. im Einkommen und Vermögen der Rekurrenten 

berücksichtigt hat (vgl. pag. 743 f.). Im Gegensatz zu den Veranlagungen pro 2017 und (wohl 

fälschlicherweise) 2018 fehlt eine entsprechende Ziff. 8.3 (vgl. pag. 986, 988, 989, 1234, 1236 

und 1237). Entgegen ihren Ausführungen scheint die Steuerverwaltung den Anteil des Rekur-

renten an der Erbengemeinschaft pro 2016 nicht nur unvollständig, sondern offensichtlich gar 

nicht berücksichtigt zu haben. Dies wird die Steuerverwaltung im Rahmen der erneuten Über-

prüfung nachzuholen haben.

- 13 -

5.2.3 Wie bereits erwähnt, hat die Steuerverwaltung den Anteil des Rekurrenten am Nachlass 
des E.________ sel. in den Einspracheentscheiden pro 2017 berücksichtigt (vgl. Ziff. 8.3, pag. 

986 u. 988 f.). Die Rekurrenten legen nicht rechtsgenüglich dar, inwieweit sich das diesbezügli-

che Vorgehen der Steuerverwaltung als widerrechtlich erweist. Da der Rekurrent in der Steuer-

periode 2017 lediglich am Nachlass partizipiert hat und nicht Eigentümer der Grundstücke Gbbl. 

Nr. 4.________ und 1.________ war, erweist sich das Vorgehen der Steuerverwaltung, ledig-

lich den Anteil des Rekurrenten am Nachlass zu erfassen, als zutreffend. Dass bei der Berech-

nung des Anteils das Grundstück Gbbl. Nr. 1.________ nicht berücksichtigt worden ist, hat – 

wie die Steuerverwaltung zu Recht ausführt – in Bezug auf das Vermögen keine Konsequen-

zen, zumal das Vermögen der Rekurrenten pro 2017 weniger als CHF 97'000.-- beträgt.

5.2.4 Auch in Bezug auf das Steuerjahr 2018 hat die Steuerverwaltung den Anteil des Rekur-
renten am Nachlass im Einspracheentscheid berücksichtigt. Dieses Vorgehen leuchtet nach 

Auffassung der Steuerrekurskommission nicht ein. So führt die Steuerverwaltung zwar zu Recht 

aus, dass der Mutter des Rekurrenten ein vollumfängliches Nutzniessungsrecht am Grundstück 

Gbbl. Nr. 4.________ eingeräumt worden ist (vgl. pag. 929). Ebenso hält sie richtigerweise fest, 

dass dies zur ausschliesslichen Besteuerung bei der Nutzniessungsnehmerin führt (Art. 11 

StG). Weshalb die Steuerverwaltung im Steuerjahr 2018 trotzdem den Anteil des Rekurrenten 

am Nachlass berücksichtigt hat (analog zur Steuerperiode 2017; einkommensseitig im Betrag 

von CHF -665.-- [pag. 1234 und 1237] und vermögensseitig im Betrag von CHF -92'975.-- 

[pag. 1236]) und keine Differenzierung vorgenommen hat, kann angesichts dessen nicht nach-

vollzogen werden. Auch hier wird die Steuerverwaltung eine erneute Prüfung der Sachlage vor-

zunehmen und ihr Vorgehen entsprechen zu korrigieren haben.

5.3 Zum geltend gemachten Liegenschaftsunterhalt betreffend das Grundstück 
N.________/SO Gbbl. Nr. 1.________ (CHF 200.-- für Benzin, Öle und sonstiger Unterhalt) ist 

festzuhalten, was folgt: Die Rekurrenten reichen in diesem Zusammenhang für die massgeben-

den drei Steuerjahre 2016 bis 2018 Auszüge eines Kontos 4300 ("Unterhalt von Gebäuden / 

Installationen") ein (vgl. Beilagen zu den Schreiben vom 29.3.2022 bzw. 31.3.2022 bzw. 

27.3.2022). Es ist nicht klar, woher diese Kontoauszüge stammen und was die Rekurrenten 

damit zu belegen suchen. So oder anders genügen die Kontoauszüge den Anforderungen an 

den Nachweis von geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten offensichtlich nicht. An-

derweitige rechtsgenügliche Belege sind sodann keine ersichtlich. Die Rekurrenten legen zu-

dem nicht dar, inwiefern der geltend gemachte Unterhalt von jährlich CHF 200.-- über den von 

der Steuerverwaltung gewährten Pauschalabzug hinausgeht. Die Steuerverwaltung hat die 

pauschal geltend gemachten Unterhaltskosten von CHF 200.-- zu Recht nicht zum Abzug zuge-

lassen.

- 14 -

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass fraglich erscheint, ob die Tätigkeit der 
C.________ Firma die Voraussetzungen der selbständigen Erwerbstätigkeit in einem steuer-

rechtlichen Sinne erfüllt. Die C.________ Firma hat in den Steuerjahren 2014 bis 2018 wieder-

holt massive Verluste verzeichnet. Diese Verluste hat der Rekurrent durch Gewinnverschiebun-

gen von der D.________ Software AG in die C.________ Firma zu kaschieren versucht. Ob-

wohl die Rekurrenten die geschäftsmässige Begründetheit dieser angeblichen "Dienstleistun-

gen" seitens der C.________ Firma zugunsten der D.________ Software AG zu keinem Zeit-

punkt nachgewiesen haben, hat die Steuerverwaltung die Zahlungen der D.________ Software 

AG an die C.________ Firma akzeptiert. Insofern hat sie soweit ersichtlich auch nie geprüft, ob 

die Tätigkeit des Rekurrenten in der C.________ Firma als selbständige Erwerbstätigkeit aner-

kannt werden kann. Aufgrund des Anspruchs der Rekurrenten auf rechtliches Gehör und dem 

Umstand, dass der Steuerrekurskommission nicht sämtliche massgebenden Unterlagen vorlie-

gen, sind die Akten an die Steuerverwaltung zur erneuten Durchführung des Einspracheverfah-

rens im Sinne der voranstehenden Erwägungen zurückzuweisen. Die Steuerverwaltung wird 

sodann zu prüfen haben, ob das Vorgehen des Rekurrenten in diesem Zusammenhang (exem-

plarisch hervorzuheben sind die Verbuchung von Eigenlohn im Konto Materialaufwand sowie 

das Verschieben von Gewinnen aus der D.________ Software AG in die C.________ Firma) 

allenfalls die Voraussetzungen der versuchten Steuerhinterziehung erfüllt. In Bezug auf die pri-

vate Veranlagung der Rekurrenten wird die Steuerverwaltung die Berücksichtigung der Grunds-

tücke in N.________/SO Gbbl. Nr. 4.________ und 1.________ betreffend die Steuerjahre 

2016 und 2018 erneut zu prüfen haben. Im Übrigen erweisen sich die Vorbringen der Rekurren-

ten im vorliegenden Verfahren als unbegründet.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Rekurrenten keine Verfahrenskosten zu 
tragen (Art. 144 Abs. 1 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG). 

8. Weil die Rekurrenten im vorliegenden Verfahren nicht vertreten sind und weil keine not-
wendigen und verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, werden keine Parteikosten ge-

sprochen (Art. 200 Abs. 4 StG sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021]).

9. Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des geltenden Verfahrensrechts des 
Kantons Bern als Zwischenentscheide. Sie können unter den Voraussetzungen von Art. 74 

Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 und 4 VRPG mit dem in der Hauptsache offenstehenden 

Rechtsmittel, hier mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, selbst-

ständig angefochten werden (statt vieler VGE 100 2019 131/132 vom 18.7.2019).

- 15 -

Aus diesen Gründen wird erkannt:

1. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die Kantons- und Gemein-

desteuern pro 2015 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des 

Einspracheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

2. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die direkte Bundessteuer 

pro 2015 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des Einspra-

cheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

3. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die Kantons- und Gemein-

desteuern pro 2016 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des 

Einspracheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

4. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die direkte Bundessteuer 

pro 2016 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des Einspra-

cheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

5. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die Kantons- und Gemein-

desteuern pro 2017 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des 

Einspracheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

6. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die direkte Bundessteuer 

pro 2017 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des Einspra-

cheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

7. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die Kantons- und Gemein-

desteuern pro 2018 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des 

Einspracheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

8. Der Einspracheentscheid vom 2. September 2021 betreffend die direkte Bundessteuer 

pro 2018 wird aufgehoben. Die Akten werden zur erneuten Durchführung des Einspra-

cheverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgesandt.

9. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

10. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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11. Gegen den Entscheid betreffend die kantonalen Steuern kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden. Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechts-
schrift am letzten Tag der Frist einer schweizerischen Poststelle übergeben wird. Die Be-

schwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung einzureichen. Sie muss von der beschwer-
deführenden Person selbst oder von einem zur Prozessführung vor bernischen Gerichten 

ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechts-

schrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und die Begründung zu enthalten. Der 
angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Gegen den Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden (Art. 145 DBG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 BStV). 
Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechtsschrift am letzten Tag der Frist einer schweizeri-

schen Poststelle übergeben wird. Die Beschwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung 
einzureichen. Sie muss von der beschwerdeführenden Person selbst oder von einem zur 

Prozessführung vor bernischen Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet 

sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und 
die Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Wird beim Verwaltungsgericht für die kantonalen Steuern und die direkte Bundes-
steuer Beschwerde erhoben, können diese, soweit den gleichen Gegenstand betref-
fend, in einer gemeinsamen Rechtsschrift eingereicht werden. Sie hat insbesondere 
die jeweiligen Rechtsbegehren sowie die Begründungen zu enthalten.

12. Zu eröffnen an:

▪ A.________ und B.________ 

▪ Steuerverwaltung des Kantons Bern

▪ Eidgenössische Steuerverwaltung

▪ Gemeinde F.________

▪ Gemeinde M.________

IM NAMEN DER STEUERREKURSKOMMISSION
DES KANTONS BERN

Die Richterin Der Gerichtsschreiber

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Nanzer Schmidlin