# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffc6f9df-f771-52cc-ac27-66a8e9c940e9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2014 200 2013 309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-309_2014-02-12.pdf

## Full Text

200 13 309 UV
FUR/SAW/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Stirnimann, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt D.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. März 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2014, UV/13/309, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
am 1. Oktober 2009 während der Arbeit umfiel und am rechten Fuss einen 
Mehrfachbruch erlitt (vgl. Schadenmeldung UVG vom 2. Oktober 2009; 
Akten der SUVA [AB] 1). Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen. 

Am 30. Mai 2010 meldete sich der Versicherte zudem bei der Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (AB 40). Nachdem die entspre-
chenden Eingliederungsmassnahmen wegen Schmerzen am rechten Fuss 
abgebrochen wurden (AB 130), wies die IV-Stelle des Kantons Bern (IVB) 
am 14. März 2011 das Gesuch um berufliche Massnahmen ab (AB 138). 
Gestützt darauf teilte die SUVA dem Versicherten am 31. März 2011 die 
Einstellung der Taggeldleistungen per 30. April 2011 und die gleichzeitige 
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (IV-Rente) mit (AB 149). 
Am 6. Mai 2011 verfügte sie sodann bei einem ermittelten Invaliditätsgrad 
(IV-Grad) von 14% eine Rente ab dem 1. Mai 2011 sowie eine auf einer 
Integritätsbusse von 5% basierende Integritätsentschädigung in der Höhe 
von Fr. 6'300.-- (AB 155). Die dagegen erhobene Einsprache vom 7. Juni 
2011 (AB 161) wies die SUVA mit Entscheid vom 12. August 2011 (AB 
168) ab. Zwischenzeitlich verfügte auch die IVB und verneinte bei einem 
ermittelten IV-Grad von 10% einen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. Verfü-
gung vom 23. Juni 2011, AB 165).

B.

Im November 2011 unterzog sich der Versicherte einer Metallentfernung 
am rechten Fuss (AB 187), weshalb die SUVA einen Rückfall eröffnete und 
erneut Taggelder ausrichtete (AB 174). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2014, UV/13/309, Seite 3

Wiederum prüfte die IV den Anspruch auf berufliche Massnahmen und wies 
diesen mit Mitteilung vom 20. April 2012 ab, da die medizinischen Ab-
klärungen noch nicht abgeschlossen seien (AB 224).

Nach Einholung diverser medizinischer Abklärungen und insbesondere 
gestützt auf die Stellungnahmen der SUVA-Kreisärzte (AB 247 und 276) 
stellte die SUVA mit Verfügung vom 5. November 2012 (AB 291) die 
Taggeldleistungen per 23. September 2012 ein. Die Einsprache vom 6. 
Dezember 2012 (AB 296), welche am 16. Januar 2013 ausführlich begrün-
det wurde (AB 299), wies sie mit Entscheid vom 13. März 2013 (AB 303) 
ab.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 19. April 2013 Beschwerde und beantragte die kostenfälli-
ge Aufhebung des Einspracheentscheides vom 13. März 2013 sowie die 
Ausrichtung weiterer Leistungen, insbesondere von Taggeldleistungen bis 
mindestens Mitte Januar 2013.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2013 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Zudem reichte sie am 28. Juni 2013 
einen weiteren Arztbericht ein, welcher mit prozessleitender Verfügung vom 
1. Juli 2013 dem Beschwerdeführer zur Stellungnahme unterbreitet wurde.

Am 26. August 2013 verzichtete der Beschwerdeführer auf Schlussbemer-
kungen.

Erwägungen:

1.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2014, UV/13/309, Seite 4

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 13. März 2013 
(AB 303), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung der Tag-
geldleistungen per 23. September 2012 bestätigte. Streitig und zu prüfen ist 
demnach der Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggeldleistungen der 
Unfallversicherung über den 23. September 2012 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-

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wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der IV abgeschlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) 
nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 
werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 
vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf 
eine IV-Rente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 
137 V 199 E. 2.1 S. 201).

Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.3 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-
sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 

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auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen.

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 1. Oktober 2009 (AB 1) einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat 
(vgl. E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten 
sind. 

Bestritten ist hingegen der Zeitpunkt des Fallabschlusses und dabei insbe-
sondere, ob bezüglich der Schmerz- und Psychoproblematik ebenfalls per 
23. September 2012 von stabilen Verhältnissen auszugehen war (Be-
schwerde Art. 3 S. 4). Aus den massgeblichen medizinischen Akten geht 
insbesondere Folgendes hervor: 

3.1.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, und die Psychologin lic. phil. L.________, berichteten am 30. Juni 
2011 (AB 236) von einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F: 32.0) mit 
Problemen in Verbindung mit der Berufstätigkeit resp. mit der Arbeitslosig-
keit (IDC-10 Z: 56) sowie von einem Verdacht auf eine Somatisierungs-
störung (ICD-10 F: 45.0, S. 1). Zum Psychostatus führten sie aus, es 
bestünden keine Hinweise auf Befürchtungen, Zwänge, Wahn und/oder 
Sinnestäuschungsphänomene oder auf Ich-Störungen. Der Beschwerde-
führer sei deprimiert, innerlich unruhig und habe Anhedonie sowie eine 
leicht reduzierte Antriebs- und Lustlosigkeit. Die Affektmodulation sei leicht 

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reduziert im unteren Pol. Zudem liege eine ausgeprägte Einschlafstörung 
vor und ein leichter sozialer Rückzug. Eine psychiatrisch-psychothera-
peutische Behandlung sei indiziert (S. 2).

3.1.2 Der Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 17. Mai 2012 (AB 238) 
ein prolongiertes Schmerzsyndrom am rechten Fuss nach einer Osteosyn-
these. Bezüglich der von ihm bis anhin attestierten 100%-igen Arbeitsun-
fähigkeit (vgl. AB 211 und 244) hielt er fest, diese beziehe sich auf die an-
gestammte Arbeitsstelle, bei welcher der Beschwerdeführer oft auf Leitern 
steigen musste. Sie habe aber keinen Zusammenhang mit der Erwerbs-
fähigkeit. 

3.1.3 Am 13. Juni 2012 (AB 247) hielt der SUVA-Kreisarzt Dr. med. 
G.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, in seinem Bericht fest, es bestünde ein persis-
tierendes Schmerzsyndrom im Sinne von belastungsabhängigen Schmer-
zen bei einem Status nach einer Chopartluxationafraktur rechts (S. 8). Im 
Weiteren führte er aus, zum Zeitpunkt der Untersuchung habe keine 
Schwellung im Bereich Rückfuss/Mittelfuss rechts vorgelegen und der tro-
phische Zustand beider Füsse sei korrekt gewesen. Im Bereich des rechten 
Fusses von oberhalb des oberen Sprunggelenks bis zum Ansatz der Zehen 
medial und lateral läge eine diffuse Berührungsschmerzhaftigkeit vor (S. 5). 
Zudem habe der Beschwerdeführer angesprochen auf den Effekt der Me-
tallentfernung angegeben, dass alles gleich geblieben sei, er insbesondere 
beim Gehen und Stehen Schmerzen haben und diese im Sitzen deutlich 
kleiner seien (S. 4). Unter Verweis auf die vor der Entfernung des Osteo-
synthesematerials erfolgten kreisärztlichen Untersuchungen vom 31. Mai 
2010 (AB 36) sowie vom 22. Oktober 2010 (AB 86) kam Dr. med. 
G.________ zum Schluss, dass von einem stabilisierten Zustand auszuge-
hen sei und das seinerzeit Ende Mai 2010 formulierte Zumutbarkeitsprofil, 
wonach dem Beschwerdeführer ein ganztägiger Einsatz für weitgehend 
sitzende Tätigkeiten zumutbar sei, seine Gültigkeit behalte. Die Integrität-
seinbusse habe nicht zugenommen (S. 8). 

3.1.4 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie 
FMH, nahm am 12. September 2012 (AB 276) nochmals zum Gesund-

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heitszustand des Beschwerdeführers Stellung und bestätigte, dass ein sta-
bilisierter Zustand erreicht sei, sich das Zumutbarkeitsprofil nicht verändert 
habe und die eingeleitete Schmerztherapie unfallbedingt erforderlich sei.

3.1.5 Im Bericht der Sprechstunde Fusschirurgie, Spital I.________, vom 
28. Dezember 2012 (AB 298) diagnostizierte PD Dr. med. J.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, hauptsächlich neuropathische Schmerzen sowie eine 
posttraumatische Arthrose. Laut Dr. med. J.________ bestünden aus or-
thopädischer Sicht aktuell keine Therapie-Optionen mehr. Zudem seien die 
objektivierbaren posttraumatischen Arthrosen hinreichend auf ihr schmer-
zauslösendes Potential getestet worden und seien nicht für das neuropa-
thische Schmerzbild ursächlich. Im Weiteren attestierte er eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit.

3.1.6 Der Schmerztherapeut Dr. med. K.________, Facharzt für Anästhe-
siologie FMH, nannte im Bericht vom 14. Januar 2013 (AB 300) als Dia-
gnose chronische Mittelfussschmerzen rechts mit posttraumatischer Ar-
throse und verwies insbesondere auf die ohne Erfolg durchgeführten drei 
Infiltrationen, auf den erfolglosen medikamentösen Therapieversuch mit 
Lyrica sowie auf die negative Ketaminaustestung (S. 1). Aus seiner Sicht 
blieben kaum noch Optionen, mit welchen die Beschwerden sinnvoll 
schmerztherapeutisch anzugehen seien (S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 13. März 2013 (AB 303) massgeblich auf den ausführli-
chen Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 13. Juni 
2012 (AB 247) sowie auf die Stellungnahme des SUVA-Kreisarztes Dr. 
med. H.________ vom 12. September 2012 (AB 276) gestützt. Diese Be-
richte erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 
3.2 hiervor), weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 345 E. 
3b/bb S. 353). Auf diese Berichte ist somit abzustellen.

3.3.1 Hinsichtlich der Frage des Fallabschlusses (vgl. E. 2.2 hiervor) legte 
der SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________ in schlüssiger und nachvollzieh-
barer Weise sowie beruhend auf den eigenen Abklärungen und in Kenntnis 

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der Vorakten dar, dass der Gesundheitszustand auch nach der Metallent-
fernung absolut unverändert ist und ein stabilisierter Zustand vorliegt (AB 
247 S. 7 f.). Dies bestätigte am 12. September 2012 denn auch der SUVA-
Kreisarzt Dr. med. H.________, welcher die Aktenlage explizit nochmals 
aufgrund der weitergehenden Schmerztherapie prüfte (AB 276). Insbeson-
dere angesichts der Angaben des Beschwerdeführers (AB 247 S. 4), wo-
nach im Sitzen deutlich weniger Schmerzen vorhanden seien, kamen die 
SUVA-Kreisärzte denn auch einleuchtend zum Schluss, dass ein ganztägi-
ger Einsatz für weitgehend sitzende Tätigkeiten zumutbar ist. Diese Beur-
teilungen entsprechen ebenfalls dem Bericht vom 28. Dezember 2012 (AB 
298) von PD Dr. med. J.________, welcher aus orthopädischer Sicht keine 
Therapie-Optionen mehr vorschlagen konnte und auch dem Bericht von Dr. 
med. K.________ vom 14. Januar 2013 (AB 300), wonach die Schmerzthe-
rapie eingestellt werden musste, da weder die Infiltrationen noch der medi-
kamentöse Therapieversuch oder die Ketaminaustestung erfolgreich wa-
ren. 

3.3.2 Aus der Aktenlage ersichtlich (AB 238 Ziffer 3 lit. a, 243, 247 und 
298), unbestritten (vgl. Beschwerde Art. 2 S. 4) und nicht zu beanstanden 
ist der eingetretene stabile Zustand bezüglich der Fussproblematik. Soweit 
der Beschwerdeführer jedoch geltend macht (Beschwerde Art. 3 S. 4 f.), 
die Schmerz- wie auch die psychische Problematik seien völlig ausser Acht 
gelassen worden, trifft dies nicht zu. 

In Bezug auf die Schmerzproblematik ist vorab festzuhalten, dass die Be-
schwerdegegnerin den Bericht vom 12. September 2012 des SUVA-
Kreisarztes Dr. med. H.________ (AB 276) explizit wegen der weiterge-
henden Schmerztherapie einholte und somit auch diese Problematik ein-
gehend untersuchen liess. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass weder 
der Hausarzt (AB 238) noch die SUVA-Kreisärzte (AB 247 und 276) oder 
der Schmerztherapeut (AB 300) eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit auf-
grund der Schmerzproblematik attestierten. Im Gegenteil hielt der Hausarzt 
ausdrücklich fest, die bescheinigte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit beziehe 
sich nur auf die angestammte Tätigkeit (AB 238). Nicht abzustellen ist 
diesbezüglich auf das Attest von PD Dr. med. J.________ vom 28. Dezem-
ber 2012 (AB 298), in welchem er eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit postu-

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lierte. Dies weil er die 100%-ige Arbeitsunfähigkeit medizinisch nicht nach-
vollziehbar begründete oder belegte und zudem diese Beurteilung in kei-
nem anderen Arztbericht Rückhalt findet. Schliesslich muss in Anbetracht 
der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss ergebenden Beweis-
schwierigkeiten im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungs-
prüfung verlangt werden, dass die subjektiven Schmerzangaben durch da-
mit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend 
erklärbar sind (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Solche Ausführungen be-
stehen jedoch nicht. Sowohl PD Dr. med. J.________ (AB 298) wie auch 
Dr. med. F.________ (AB 300) haben die Schmerzproblematik eingehend 
untersucht und konnten keine schlüssigen Befunde feststellen. Überdies 
bezeichnete der SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________ die Schmerzanga-
ben als diffus (AB 247 Ziffer 4 S. 4). Somit haben die angegebenen 
Schmerzen weder einen Einfluss auf den eingetretenen stabilisierten Zu-
stand noch auf das Zumutbarkeitsprofil, weshalb die schlüssigen Beurtei-
lungen der SUVA-Kreisärzte durch diese nicht tangiert werden. Entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde Art. 2 S. 4) ist folglich 
auch unerheblich, dass der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.________ die 
Schmerztherapie als unfallbedingt einstufte (AB 276), diese bis Mitte Janu-
ar 2013 weitergeführt (AB 300) und von der Beschwerdegegnerin bezahlt 
wurde. 

Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, völlig unabgeklärt sei 
die Frage, ob er nicht auch noch aus psychischen, unfallbedingten Grün-
den nach wie vor ganz oder teilweise arbeitsunfähig sei (Beschwerde Art. 3 
S. 4). Angesichts der Diagnosen, welche Dr. med. E.________ und lic. phil. 
L.________ im Bericht vom 30. Juni 2011 (AB 236) nannten, ist nicht von 
einem invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden auszugehen, 
weshalb auch dieser Einwand nichts am Ergebnis ändert. Denn nach der 
Rechtsprechung vermag eine leichte depressive Episode grundsätzlich 
keine leistungsspezifische Invalidität zu begründen. Vielmehr ist davon 
auszugehen, dass die versicherte Person die daraus resultierenden Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens 
überwinden kann (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Januar 
2010, 9C_260/2009 E. 2.3). Überdies ist bei Fällen, in welchen psychoso-
ziale Einflüsse das Bild prägen – wie vorliegend – bei der Annahme einer 

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rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Entscheid des 
BGer vom 16. September 2013, 9C_285/2013, E.2.1.2). Im Weiteren ist 
auch bezüglich der vermuteten Somatisierungsstörung (ICD-10 F: 45.0) auf 
die Rechtsprechung zu verweisen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 
und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 
(BGE 138 V 218 E. 6 S. 221). Da lediglich ein Verdacht auf eine 
Somatisierungsstörung diagnostiziert wurde, kann auch diesbezüglich kein 
invalidisierender Gesundheitsschaden angenommen werden. Schliesslich 
ist darauf hinzuweisen, dass selbst wenn ein invalidisierender 
Gesundheitsschaden anzunehmen wäre, sich das Ergebnis mangels 
Kausalität zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 
1. Oktober 2009 nicht ändern würde. Denn je grösser der zeitliche Abstand 
zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeits-
beweis des natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (RKUV 1997 U 
275 S. 191 E. 1c). Der Beschwerdeführer unterliess vorliegend Ausführun-
gen zum natürlichen Kausalzusammenhang und wies einen solchen denn 
auch nicht nach. Folglich tangiert ebenfalls die psychische Problematik die 
schlüssige Beurteilung der SUVA-Kreisärzte nicht. 

Demzufolge ist erwiesen, dass im Zeitpunkt der Taggeldleistungseinstel-
lung von keiner namhaften Besserung des unfallbedingten Gesundheitszu-
standes mehr ausgegangen werden konnte (E. 2.2 hiervor) und ein stabili-
sierter Zustand eingetreten ist. Der Fallabschluss per 23. September 2012 
ist somit nicht zu beanstanden.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2014, UV/13/309, Seite 13

Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 13. März 2013 (AB 303) als rechtmässig. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist unbegründet und abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt D.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2014, UV/13/309, Seite 14

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.