# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69000e7d-1fc0-5d60-9358-87f916b77bfa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2025 E-6588/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6588-2025_2025-10-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6588/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Richter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla,  

Gerichtsschreiber Daniel Merkli. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch MLaw Vera Leimgruber, Rechtsanwältin, 

Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA), (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 30. Juli 2025. 

 

 

 

E-6588/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer 

Ethnie aus dem Distrikt Jaffna (Nordprovinz), suchte am 20. Juni 2023 in 

der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Anlässlich der Erstbefragung vom 17. Oktober 2023 und der ergänzenden 

Anhörung vom 24. Oktober 2023 machte der Beschwerdeführer zur Be-

gründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend, dass ein Onkel 

mütterlicherseits (ms) bei den LTTE und dort bei der Einheit «Black Tigers» 

tätig gewesen sei. Im Jahr 2009 sei er gefallen. Auch sein Vater habe die 

LTTE unterstützt. Als er ein Kind gewesen sei, sei er mehrere Male zum 

Camp Achtelu mitgenommen worden. Er sei früher Chef eines Lesezirkels 

gewesen, über den die LTTE ihre Propaganda gemacht habe. Deshalb 

würden sie als «Tigerfamilie» gelten. Seit seiner Kindheit habe er sich in 

einer karitativen Jugendorganisation namens B._______ (bzw. C._______ 

für Kinder) engagiert. Zudem habe er oft an Demonstrationen teilgenom-

men.  

Am 1. Januar 2020 hätten ihn rund zehn Personen in Uniformen und mit 

Helmen auf Motorrädern an seinem Arbeitsplatz aufgesucht und hätten 

nach ihm gefragt.  Er sei auf den Boden geworfen und geschlagen worden. 

Er habe die Personen nicht verstanden, da er Singhalesisch gesprochen 

habe. Einer habe jedoch laut in Tamilisch gesagt, dass seine Familie eine 

«Tigerfamilie» sei. Er habe beteuert, unschuldig zu sein. Später seien die 

Soldaten wieder gegangen. Er habe geblutet und sei im Spital versorgt 

worden. Seinen Eltern habe er von dem Vorfall nichts erzählt. Aus Angst 

sei er anschliessend nicht mehr zur Arbeit gegangen.  

Am (…) Februar 2021 sei er bei einer Strassenkontrolle von Soldaten ge-

waltsam zu einer Leibesvisite aufgefordert worden, wobei man seinen Füh-

rerschein beschädigt habe, was er einen Tag später auf der Polizeiwache 

gemeldet habe. Ein Jahr später, am (…) Juli 2022, sei er bei einer Militär-

kontrolle erneut einer Leibesvisitation unterzogen und dabei nackt gefilmt 

und misshandelt worden. Nach diesem Vorfall habe er sich operativ behan-

deln lassen, sei jedoch nicht ausgereist.  

Am 22. Mai 2023 habe eine Protestkundgebung gegen den Bau eines bud-

dhistischen Tempels stattgefunden, an der auch zwei Parlamentarier na-

mens Sritharan und Kajenthiran, teilgenommen hätten. Die Demonstration 

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Seite 3 

sei eigentlich gegen das Militär gerichtet gewesen, weil das Militär auf dem 

Grundstück eines Tamilen ohne dessen Erlaubnis einen buddhistischen 

Tempel erbaut habe. Viele ehemalige LTTE-Mitglieder seien anwesend ge-

wesen. Ein Militärjeep sei gekommen, Soldaten hätten Demonstrierende 

geschlagen und auch die Parlamentarier seien über den Boden gezogen 

worden. Diese und zahlreiche Demonstranten seien zum Posten mitge-

nommen worden. Aufgrund Schmerzen nach der Operation habe er selber 

an dieser Demonstration gar nicht teilgenommen. Die Sicherheitsbehörden 

hätten aber wohl gewusst, dass er mit der Demonstration zu tun gehabt 

habe. Er sei deshalb von dort geflohen. Er sei nicht mehr nach Hause ge-

gangen, sondern habe sich bei einem Kollegen in seinem Dorf versteckt. 

Er habe seine Familie darüber informiert, dass er nicht nach Hause kom-

men würde und sich dazu entschieden, die Heimat zu verlassen. Er sei 

nach D._______ gereist und am 31. Mai 2023 mit einem gefälschten Pass 

nach E._______ geflogen und danach durch ihm unbekannte Länder in die 

Schweiz gereist. 

Sein Schwager habe ihm am 16. Februar 2025 mitgeteilt, dass er von 

Nachbarn angeblich erfahren habe, dass das Militär vor seinem Haus ge-

standen und es beobachtet habe. Am 14. Januar 2025 sei sein Schwager 

in der Nähe des Tempels auf dem Motorrad angehalten und befragt wor-

den. Einmal sei in einem Laden, wo er früher gearbeitet habe, nach ihm 

gefragt worden. An das Datum könne er sich aber nicht erinnern, es sei 

jedoch im Jahr 2023 nach der ersten Anhörung beim SEM geschehen.  

C.  

Zum Nachweis seiner Asylvorbringen reichte der Beschwerdeführer meh-

rere Dokumente und Fotos ein (u.a. zwei Arztberichte aus Sri Lanka, datiert 

auf den (…) 2023 und den (…) 2023 [Diagnose: Perianal Abszess, BM 2 

und BM 3], Bilder zum Vorfall vom (…) Juli 2022 [BM 4], Polizeibericht vom 

26. Februar 2021 zum Vorfall vom (…) Februar 2021 [BM 5], aus dem In-

ternet heruntergeladenes Foto der Demonstration vom 23. Mai 2023 [BM 

8], älteres Foto, auf welchem er mit einem Parlamentarier namens Sritaran 

und dessen Personalassistent abgebildet sei, USB-Stick [eingereicht am 

20. Februar 2025, BM 10] mit mehreren Videos, welche die Vorfälle vom 

25. Februar 2021, 29. Oktober 2023, 14. Januar 2025 und vom 6. Februar 

2025 zeigen sollen, USB-Stick [eingereicht am 19. Oktober 2023] mit Vi-

deo, welches den Vorfall vom 15.  Juli 2022 zeigen soll). Im Weiteren wur-

den mehrere medizinische Unterlagen des Stadtspitals Zürich zu den Ak-

ten eingereicht (fünf Arztberichte/Informationsblätter zu der geplanten Ope-

ration am 26. März 2025, ambulanter Bericht vom 4. Februar 2025, 

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Seite 4 

Operationsbericht vom 26. März 2025, Sprechstundenbericht und ärztli-

cher Bericht vom 1. Juli 2025). 

D.  

Mit Verfügung vom 30. Juli 2025 wies das SEM das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers vom 20. Juni 2025 ab und ordnete die Wegweisung und 

deren Vollzug an. 

E.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 29. August 2025 erhob der Be-

schwerdeführer gegen diesen Entscheid Beschwerde. Es wurde die Auf-

hebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingsei-

genschaft und die Asylgewährung beantragt. Eventualiter sei er in der 

Schweiz vorläufig aufzunehmen. Subeventualiter sei die Sache zur rechts-

genüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf das 

Erheben eines Kostenvorschusses und um Beiordnung der Unterzeichnen-

den als unentgeltliche Rechtsbeiständin ersucht. Das Bundesverwaltungs-

gericht bestätigte hiernach auf Anfrage den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

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Seite 5 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Beschwerde ist 

Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 

Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

Die Beschwerde ist im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zu-

stimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin zu behan-

deln, weil sie sich im Ergebnis als offensichtlich unbegründet erweist (Art. 

111 Bst. e AsylG). Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde 

verzichtet (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

4.  

4.1 Das SEM stufte die Asylvorbringen des Beschwerdeführers sowohl als 

nicht glaubhaft als auch nicht asylrelevant ein.  

4.1.1 Die Schilderung der Asylvorbringen seien teils wenig plausibel, zu 

wenig begründet beziehungsweise oberflächlich und repetitiv ausgefallen.  

4.1.2 Bereits grundsätzlich sei wenig plausibel, weshalb der Beschwerde-

führer ab Januar 2020 – über zehn Jahre nach Ende des Bürgerkrieges in 

Sri Lanka – plötzlich und erstmalig in den Fokus der sri-lankischen Sicher-

heitskräfte hätten geraten sollen. Zwar habe er angegeben, sein Onkel sei 

LTTE-Kämpfer gewesen und sein Vater habe die LTTE einst unterstützt, 

weshalb seine Familie als Tigerfamilie bezeichnet worden sei. Ein konkre-

tes, nachvollziehbares Interesse der Behörden an seiner Person so viele 

Jahre nach Ende des Krieges und der Zerschlagung der LTTE habe er je-

doch weder überzeugend darlegen können noch sei ein solches aus den 

Akten ersichtlich. Sein Onkel sei bereits im Jahr 2009 gefallen (Akte […]-

14/11, nachfolgend A14 F52-53). Hinsichtlich seines Vaters habe er ledig-

lich pauschal, stereotyp und ohne weitere Substantiierung angegeben, 

sein Vater sei «berühmt» gewesen und er sei mehrmals in seiner Kindheit 

zum Militärcamp mitgenommen worden (Akte […]-35/18, nachfolgend A35 

F37,42, 56, 57). Von irgendwelchen Schwierigkeiten seines Vaters, kon-

kreten Vorfällen oder Massnahmen des Staates gegen ihn in den letzten 

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Seite 6 

Jahren habe er jedoch nicht berichtet. Soweit der Beschwerdeführer zu-

dem allgemein darauf verweise, seit seiner Kindheit Mitglied in der Jugend-

organisation B._______ gewesen zu sein, in diesem Zusammenhang an 

verschiedenen Demonstrationen teilgenommen und sich mit Parlamentari-

ern fotografiert zu haben (A14 F48-51; A35 F18-23), sei  nicht ersichtlich, 

weshalb dies ein sicherheitsrelevantes Interesse der Behörden an seiner 

Person geweckt haben sollte, liege doch der Hauptzweck der Organisation 

primär in der Unterstützung armer und benachteiligter Menschen, insbe-

sondere durch Verteilung von Lebensmitteln. Hinzu komme, dass gemäss 

seinen eigenen Angaben die meisten jungen Leute in seinem Dorf Mitglie-

der dieser Jugendorganisation seien (A35 F71). Insgesamt fehlten kon-

krete und objektivierbare Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund seines familiären Hintergrundes oder eigener niederschwelliger 

humanitärer Aktivitäten in relevanter Weise von staatlicher Repression 

hätte bedroht werden sollen. 

4.1.3 Im Weiteren liessen sich aus den Schilderungen zum Vorfall vom 

1. Januar 2020 hinsichtlich der mutmasslichen Angreifer nur wenige kon-

krete Informationen entnehmen, welche den Schluss zulassen würden, 

dass der Beschwerdeführer tatsächlich von Soldaten geschlagen und ge-

treten worden sei. Der Anlass dieses angeblichen unvermittelten Übergriffs 

sei abgesehen von einem vagen Hinweis auf die familiäre Vergangenheit 

gänzlich unklar. Auch sonstige Massnahmen im Nachgang zu diesem Vor-

fall deuteten nicht auf einen staatlich durchgeführten und politisch motivier-

ten Einsatz hin. Die Angabe, dass der Beschwerdeführer seinen Eltern 

nicht erzählt habe, was ihm zugestossen sei, erscheine ebenfalls äussert 

unrealistisch. Ausserdem habe der Beschwerdeführer den Vorfall vom (…) 

Februar 2021 widersprüchlich geschildert. So habe er im Rahmen der ers-

ten Anhörung angegeben, sich bei einer polizeilichen Kontrolle mit dem 

Motorrad einer Leibesvisitation vor Ort widersetzt zu haben und in der 

Folge mit Waffen bedroht und geschlagen worden zu sein, wobei sein Füh-

rerschein zu Bruch gegangen sei (A14 F55, F56). Davon abweichend habe 

der Beschwerdeführer anlässlich der ergänzenden Anhörung geltend ge-

macht, bei einer ersten Kontrolle habe man ihn weiterfahren lassen, um ihn 

danach verfolgt, erneut gestoppt und einer Leibesvisitation unterzogen zu 

haben (A35 F25). An dieser Einschätzung vermöge der eingereichte Poli-

zeibericht vom 26. Februar 2021 (vgl. BM 6), worin lediglich festgehalten 

werde, dass er seinen Führerschein verloren habe, mangels hinreichenden 

Sachzusammenhangs nichts zu ändern.  

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4.1.4 Zudem seien die Ausführungen zum Vorfall vom (…) Juli 2022 trotz 

entsprechenden Aufforderungen zur Konkretisierung auffallend repetitiv 

und oberflächlich ausgefallen. So fehlten Angaben zum Verhalten der mut-

masslichen Täter, zur eigenen Reaktion des Beschwerdeführers oder zur 

Umgebung des Geschehens. Auch wiesen die Schilderungen des Be-

schwerdeführers Widersprüchlichkeiten auf. So machte der Beschwerde-

führer abweichend von der Aussage im Rahmen der Erstbefragung, wo-

nach er von den Soldaten in ein Haus neben dem Kontrollposten gebracht 

worden sei (A14 F57 S. 9), anlässlich der ergänzenden Anhörung geltend, 

man habe ihn in die «Büsche geführt» (A35 F86, F89). Auch das einge-

reichte Video und die Fotos zu diesem angeblichen Vorfall vom (…) Juli 

2022 (vgl. BM 4, BM 11) würden an dieser Einschätzung nichts ändern, 

seien doch die Aufnahmen nicht unabhängig überprüfbar und auch nicht 

mit konkreten Orts- oder Zeitangaben versehen. Sie könnten somit zu je-

dem beliebigen Zeitpunkt und in einem völlig anderen Zusammenhang auf-

genommen worden sein.  

4.1.5 Auch die Schilderung des Vorfalles vom 25. Januar 2023 sei, obwohl 

es sich um ein einschneidendes Erlebnis gehandelt haben sollte, auffallend 

knapp und oberflächlich ausgefallen. Insgesamt sei es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen, glaubhaft zu schildern, dass die von ihm behaupte-

ten Verletzungen tatsächlich im Rahmen des geschilderten Vorfalles und 

infolge dieser Misshandlung zugefügt worden seien. Der blosse Umstand, 

dass bei ihm möglicherweise seit dem Frühjahr 2023 eine Analfistel vorge-

legen habe, vermöge für sich allein die Glaubhaftigkeit des von ihm ge-

schilderten Vorfalls vom 25. Januar 2023 nicht zu stützen. 

4.1.6 Auch der geltend gemachte letzte Vorfall vor der Ausreise, welcher 

angeblich der Grund für die Ausreise des Beschwerdeführers gewesen sei, 

sei nicht glaubhaft. So habe er anlässlich der ergänzenden Anhörung gel-

tend gemacht, es sei ihm gelungen, von der Protestkundgebung vom 

22. Mai 2023 zu fliehen, nachdem er im Rahmen der Anhörung noch an-

gegeben habe, selbst an dem Protest gar nicht teilgenommen zu haben 

(A14 F61–63).  Im Weiteren habe er im Rahmen der Anhörung ausdrück-

lich auf eine paramilitärische Gruppe, die mit den Sicherheitskräften kolla-

boriere, hingewiesen, deren Mitglieder ihn töten wollten, wie er gerüchte-

weise erfahren habe (A14 F62, F63). In der ergänzenden Anhörung sei 

diese massive Bedrohungslage gänzlich unerwähnt geblieben. Vielmehr 

habe er dort erklärt, dass Polizei und Militär an der Demonstration einge-

schritten seien (A35; F40-46) und bekannt sei, dass er mit der Demonstra-

tion zu tun gehabt habe, und er deshalb befürchtete, getötet zu werden. 

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Seite 8 

Abgesehen davon sei die Beschreibung der Kundgebung und der dortigen 

Erlebnisse in grobem Masse unsubstantiiert, verallgemeinernd, auswei-

chend und fast ohne persönlichen Erlebnisbezug ausgefallen. Eine kon-

krete Bedrohungssituation nach der Demonstration und vor seiner Aus-

reise habe er nicht objektivierbar machen können. Es sei vielmehr davon 

auszugehen, dass es sich bei den diesbezüglichen Ausführungen um eine 

konstruierte Gefährdungssituation handle. Dem von ihm eingereichten 

Foto und dem Bericht, welche der Beschwerdeführer auf dem Internet her-

untergeladen habe (vgl. BM 8), seien ohne Beweiswert. 

4.1.7 Schliesslich könne die geltend gemachte Suche nach ihm nach sei-

ner Ausreise aus Sri Lanka nicht geglaubt werden. Da bereits die zuvor 

geschilderte Gefährdungslage nicht als glaubhaft beurteilt werden könne, 

erschienen auch die angeblichen behördlichen Nachforschungen als zwei-

felhaft. An dieser Einschätzung würden auch die eingereichten Videos der 

Überwachungskamera (vgl. BM 10) nichts zu ändern vermögen. Diese lies-

sen sich in ihrer Authentizität nicht verifizieren und könnten ohne Weiteres 

gestellt worden sein, weshalb ihnen keinerlei Beweiswert beizumessen sei.  

4.2 Insgesamt habe der Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen kön-

nen, vor seiner Ausreise flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmass-

nahmen ausgesetzt gewesen zu sein.  

Bei dieser Ausgangslage gelte es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im 

Falle der Rückkehr nach Sri Lanka allenfalls dennoch begründete Furcht 

vor künftigen Verfolgungsmassnahmen im Sinne von Art. 3 AsylG habe. 

Gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung sei diese Prü-

fung anhand von Risikofaktoren vorzunehmen (Referenzurteil des BVGer 

vom 15. Juli 2016, E-1866/2015 E.8, E9). Wie erwähnt, hätten allfällige, im 

Zeitpunkt der Ausreise bestehende Risikofaktoren kein Verfolgungsinte-

resse seitens der sri-lankischen Behörden auszulösen vermocht. Es sei 

aufgrund der Aktenlage nicht ersichtlich, weshalb er bei einer Rückkehr 

nach Sri Lanka nunmehr plötzlich in den Fokus der Behörden geraten und 

in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt werden sollte.  

4.3 Auch die aktuelle politische Situation mit der Wahl von Anura Kumara 

Dissanayake am 24. September 2024 zum neuen Präsidenten vermöge 

diese Einschätzung nicht umzustossen. Es gebe bis zum jetzigen Zeitpunkt 

keinen Anlass zu Annahme, dass ganze Volks- oder Berufsgruppen nach 

der Wahl des Präsidenten Dissanayake kollektiv einer Verfolgungsgefahr 

ausgesetzt wären. Auch nach der Wahl des neuen Präsidenten 

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Seite 9 

Wickremesinghe könne keine derartige Tendenz festgestellt werden. Den 

Akten seien auch keine Hinweise auf eine relevante Verschärfung der per-

sönlichen Situation des Beschwerdeführers zu entnehmen.  

4.4 Somit bestehe kein Anlass zur Annahme, dass der Beschwerdeführer 

bei einer Rückkehr nach Sri Lanka in absehbarer Zukunft flüchtlingsrecht-

lich relevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein werde. 

5.  

5.1 In der Beschwerde wird vorab allgemein auf die Anhörungssituation 

und das Aussageverhalten des Beschwerdeführers hingewiesen. Im Rah-

men der Anhörung vom 17. Oktober 2023 sei er dazu aufgefordert worden, 

aufzuzählen, «was ungefähr geschehen sei», und jeweils unterbrochen 

worden, wenn er etwas habe ausführen sollen. Anlässlich der ergänzenden 

Anhörung vom 20. Februar 2025 sei er zweimal dazu aufgefordert worden, 

nochmals über den bereits geschilderten Vorfall vom 15. Juli 2022 zu be-

richten, obwohl er bereits mehrfach über den Vorfall berichtet gehabt habe. 

Er habe seine Vorbringen detailliert und emotional geschildert. 

5.2 Im Weiteren wird in der Beschwerde auf die einzelnen geltend gemach-

ten Ereignisse und deren Beurteilung durch die Vorinstanz Bezug genom-

men.  

5.2.1 So habe sich der Beschwerdeführer einfach nicht getraut, seinen El-

tern die Wahrheit über den Vorfall vom 1. Januar 2020 (behördliche Behel-

ligung im Geschäft) zu sagen, weil er befürchtet habe, dass diese zur Po-

lizei gehen und ihm dadurch noch mehr Probleme bereiten würde. Statt-

dessen habe er ihr erzählt, dass er aufgrund von Problemen beziehungs-

weise einer Schlägerei mit Mitarbeitern nicht mehr dort arbeiten wolle.   

5.2.2 Entgegen der Auffassung des SEM enthalte die Schilderung des Vor-

falles vom 25. Februar 2021 (Leibesvisitation und Gewaltanwendung bei 

polizeilicher Kontrolle) keine Widersprüche. Aus der Aussage anlässlich 

der Anhörung, wonach zunächst alles in Ordnung gewesen sei und er erst 

kurz danach gebeten worden sei, anzuhalten, gehe nicht klar hervor, ob er 

dazwischen weitergefahren sei. 

5.2.3 Der Beschwerdeführer habe den Vorfall vom 15. Juli 2022 entgegen 

der Auffassung in der Beschwerde nicht repetitiv, sondern substantiiert, le-

bendig und auch emotional geschildert. Es könne ihm nicht vorgeworfen 

werden, dass er bei dreimaliger Aufforderung, das Erlebte zu schildern, 

«kaum neue oder variierende Detailangaben gemacht habe». Es gelinge 

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Seite 10 

dem Beschwerdeführer, überzeugend zu erklären, weshalb er nach dem 

Vorfall freigelassen worden sei. Für die Angreifer wäre es nämlich proble-

matischer gewesen, ihn zu töten. 

5.2.4 Hinsichtlich des Vorwurfs in der angefochtenen Verfügung, wonach 

der Beschwerdeführer den Vorfall vom 25. Januar 2023 in seinem Kern 

detailarm geschildert habe, sei festzuhalten, dass es verständlich sei, dass 

er aufgrund seiner sichtlichen emotionalen Belastung nicht in der Lage ge-

wesen sei, den ihn belastenden Vorfall besonders ausführlich zu schildern.  

5.2.5 Die Vorinstanz habe fälschlicherweise behauptet, dass er sich an-

lässlich der Anhörung vom 17. Oktober 2023 widersprochen habe, indem 

er geltend gemacht habe, es sei ihm gelungen, von der Protestkundgebung 

vom 22. Mai 2023 zu fliehen, nachdem er im Rahmen der Anhörung noch 

angegeben habe, selbst an dem Protest nicht teilgenommen zu haben. 

Vielmehr habe er nur an der Kundgebung teilgenommen, welche er anläss-

lich der ergänzenden Anhörung beschrieben habe, sich indessen in den 

hinteren Reihen des Demonstrationsumzugs aufgehalten, um beim Vertei-

len von Essen und Getränken zu helfen.  

5.2.6 Schliesslich spreche die Vorinstanz den eingereichten Beweismitteln 

pauschal jeglichen Beweiswert ab. Auch seien seine medizinischen Be-

schwerden durch medizinische Berichte belegt und es erstaune, dass die 

Vorinstanz dies ohne nähere Begründung als unglaubhaft qualifiziert habe.  

6.  

6.1 Das Gericht kommt nach Prüfung der Akten zu der Erkenntnis, dass die 

vorinstanzliche Einschätzung hinsichtlich der fehlenden Glaubhaftigkeit der 

Asylvorbringen des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden ist.   

6.1.1 Vorab ist bezüglich der Hinweise in der Beschwerde auf die Anhö-

rungssituation und das Aussageverhalten des Beschwerdeführers festzu-

halten, dass sich aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte dafür er-

geben, dass die Befragungsweise der befragenden Person Anlass zur Kri-

tik gegeben hätte. Es ist insbesondere nicht ersichtlich, inwiefern die in der 

Beschwerde geltend gemachte Tatsache, wonach der Beschwerdeführer 

im Rahmen der ergänzenden Anhörung zweimal dazu aufgefordert worden 

sei, nochmals über den bereits geschilderten Vorfall vom 15. Juli 2022 zu 

berichten, obwohl er bereits mehrfach über den Vorfall berichtet gehabt 

habe, zu kritisieren wäre. Vielmehr legen entsprechende Nachfragen nahe, 

dass die bisherigen Ausführungen des Befragten unzureichend 

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Seite 11 

erschienen, weshalb ihm im Rahmen einer erneuten Nachfrage die Mög-

lichkeit zur Vertiefung eingeräumt wurde. Auch wird in der Beschwerde 

nicht klar begründet, inwiefern der Sachverhalt nicht vollständig festgestellt 

worden sein sollte. Der diesbezügliche Subeventualantrag um Rückwei-

sung der Sache zur vollständigen Sachverhaltsabklärung ist abzuweisen. 

6.1.2 Es ist dem Beschwerdeführer nicht gelungen, plausibel darzutun, 

weshalb er ab Januar 2020 – über zehn Jahre nach Ende des Bürgerkrie-

ges in Sri Lanka – plötzlich und erstmalig in den Fokus der sri-lankischen 

Sicherheitskräfte hätten geraten sollen. Es kann diesbezüglich zur Vermei-

dung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen Ausführungen der Vo-

rinstanz verwiesen werden, welche in der Beschwerde mit blossen Gegen-

behauptungen und einer überzeichnet erscheinenden Darstellung des po-

litischen Hintergrunds des Beschwerdeführers nicht in Frage gestellt wer-

den. Im Weiteren ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die Angabe, sei-

nen Eltern nichts von dem Vorfall vom 1. Januar 2000 erzählt zu haben, 

unrealistisch erscheint. Der Erklärungsversuch in der Beschwerde, wonach 

er befürchtet habe, dass diese zur Polizei gehen und ihm dadurch noch 

mehr Probleme bereiten würden, vermag nicht zu überzeugen.  

6.1.3 Die Angaben hinsichtlich des geltend gemachten Vorfalls vom 

25. Februar 2021 sind widersprüchlich ausgefallen. So hat die Vorinstanz 

zutreffend darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der 

ergänzenden Anhörung erstmals davon gesprochen habe, bei einer ersten 

Kontrolle habe man ihn weiterfahren lassen, um ihn danach verfolgt, erneut 

gestoppt und einer Leibesvisitation unterzogen zu haben (A35 F25). Hier-

bei handelt es sich um einen wesentlichen Widerspruch, der mit der Erklä-

rung in der Beschwerde, wonach sich aus der Aussage, es sei zunächst 

alles in Ordnung gewesen und er sei erst kurz danach dazu aufgefordert 

sei, anzuhalten, nicht klar hervorgehe, ob er dazwischen weitergefahren 

sei, nicht plausibel erklärt werden kann.  

6.1.4 Zudem sind die Ausführungen zu den Vorfällen vom 15. Juli 2022 und 

vom 25. Januar 2023, wie von der Vorinstanz zutreffend ausgeführt, trotz 

entsprechenden Aufforderungen zur Konkretisierung auffallend repetitiv 

und oberflächlich ausgefallen. An dieser Einschätzung vermögen die un-

behelflichen Erklärungsversuche in der Beschwerde, wonach der Be-

schwerdeführer seine Vorbringen sehr emotional geschildert habe (Wei-

nen, gebrochene Stimme) und ihm nicht vorgeworfen werden könne, dass 

er bei mehrmaliger Aufforderung, das Erlebte zu schildern, kaum neue De-

tailangaben gemacht habe, nichts zu ändern. Es kann auf die 

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Seite 12 

diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Gerade 

bei einschneidenden und damit gemeinhin gut in der Erinnerung verhaften-

den Erlebnissen darf erwartet werden, dass diese nachvollziehbar und 

substanziiert berichtet werden können. Auch die Schilderung der Vor-

kommnisse, die angeblich zur Ausreise geführt hätten, weist Widersprüche 

auf. So hat er anlässlich der ergänzenden Anhörung geltend gemacht, es 

sei ihm gelungen, von der Protestkundgebung vom 22. Mai 2023 zu flie-

hen, nachdem er im Rahmen der Anhörung noch angegeben hatte, selbst 

an dem Protest nicht teilgenommen zu haben (A14 F61–63). Dieser Wider-

spruch kann mit der Erklärung in der Beschwerde, wonach er sich angeb-

lich in den hinteren Reihen des Demonstrationsumzugs aufgehalten habe, 

um beim Verteilen von Essen zu helfen, nicht beseitigt werden.  

6.1.5 Schliesslich ist festzuhalten, dass das SEM entgegen der Auffassung 

in der Beschwerde hinreichend begründet hat, weshalb der Beweiswert der 

eingereichten Beweismittel als gering einzustufen ist (vgl. Urteil E.4.1.7). 

Ebenso hat es hinreichend und zutreffend ausgeführt, aus welchen Grün-

den es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, glaubhaft zu schildern, 

dass die von ihm behaupteten Verletzungen im Analbereich tatsächlich im 

Rahmen des geschilderten Vorfalles und infolge dieser Misshandlung zu-

gefügt worden seien (vgl. Urteil E.4.1.5). 

6.2 Vor dem Hintergrund der unglaubhaften Ausreisegründe des Be-

schwerdeführers beziehungsweise dessen fehlender begründeter Furcht 

vor künftiger Verfolgung im Zeitpunkt der Ausreise ist auch nicht von einem 

Risikoprofil im Sinne des Referenzurteils des Bundesverwaltungsgerichts         

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 auszugehen (vgl. E. 8.4.4 und 8.4.5). 

Wie das SEM zutreffend festhielt, vermag auch die aktuelle politische Situ-

ation mit der Wahl von Anura Kumara Dissanayake am 24. September 

2024 zum neuen Präsidenten diese Einschätzung nicht umzustossen. Es 

gibt keinen Anlass zu Annahme, dass ganze Volks- oder Berufsgruppen 

nach der Wahl des Präsidenten Dissanayake kollektiv einer Verfolgungs-

gefahr ausgesetzt wären. Auch nach der Wahl des neuen Präsidenten 

Wickremesinghe kann keine derartige Tendenz festgestellt werden.  

7.  

Das SEM hat somit zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt. 

E-6588/2025 

Seite 13 

8.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. 

Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. 

BVGE 2009/50 E. 9). Die Wegweisung wurde zu Recht angeordnet. 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG). 

9.2 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völkerrecht-

liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegen-

stehen. 

Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, ist das 

flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG auf ihn nicht anwendbar. Die Zulässigkeit 

des Vollzugs beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- 

und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Über-

einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 

0.105]; Art. 3 EMRK). 

Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegwei-

sungsvollzug – auch mit Blick auf die in der Beschwerde zitierten Berichte 

– nicht als unzulässig erscheinen (BVGE 2011/24 E. 10.4). Auch der Euro-

päische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat wiederholt festge-

stellt, dass nicht generell davon auszugehen sei, Rückkehrern drohe in Sri 

Lanka eine unmenschliche Behandlung. Eine Risikoeinschätzung müsse 

im Einzelfall vorgenommen werden (Urteil des EGMR R.J. gegen Frank-

reich vom 19. September 2013, 10466/11, Ziff. 37).  

In casu ergeben sich weder aus den Beschwerdeausführungen noch aus 

den Akten konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer für 

den Fall einer Ausschaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit einer nach EMRK oder FoK verbotenen Strafe oder 

E-6588/2025 

Seite 14 

Behandlung ausgesetzt wäre. So weist er auch kein Profil auf, das auf die 

Gefahr hindeutet, zukünftig staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausge-

setzt zu sein. Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, nach denen der Be-

schwerdeführer Massnahmen zu befürchten hätte, die – wenn überhaupt – 

über einen sogenannten background check (Befragung und Überprüfung 

von Tätigkeiten im In- und Ausland) hinausgingen oder dass ihm persönlich 

im Falle einer Rückkehr eine Gefährdung drohen würde. 

9.3 Nach Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf 

Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 

Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und den 

LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen. Aktuell herrscht in Sri Lanka we-

der Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt; dies gilt auch angesichts 

der dortigen aktuellen Ereignisse (vgl. statt vieler: Urteile des BVGer E-

730/2020 vom 31. Mai 2023 E. 7.3.2 und D-3616/2020 vom 17. März 2023 

E. 10.3.3, je m.w.H.). Mit Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 hat 

das Bundesverwaltungsgericht seine bisherige Rechtsprechung (vgl. 

BVGE 2011/24) und die gegenwärtige Praxis des SEM bestätigt, wonach 

der Wegweisungsvollzug in die Ost- und Nordprovinz grundsätzlich zumut-

bar ist, was gemäss Urteil D-3619/2016 vom 16. Oktober 2017 (als Refe-

renzurteil publiziert) auch für das Vanni-Gebiet gilt.  

Der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass sich Sri Lanka derzeit 

zwar in einer angespannten wirtschaftlichen Situation befindet. Diese 

Schwierigkeiten betreffen indessen die gesamte sri-lankische Bevölkerung 

und vermögen angesichts des Ausgeführten nicht zur Annahme zu führen, 

der Beschwerdeführer werde nach der Rückkehr in eine existenzielle Not-

lage geraten. 

Das SEM hielt bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest, 

dass der Beschwerdeführer ursprünglich aus dem Distrikt F._______ 

stamme und vor der Ausreise in der G._______ gelebt habe. Der Wegwei-

sungsvollzug in die Nordprovinz sei zumutbar, wenn das Vorliegen der in-

dividuellen Zumutbarkeitskriterien bejaht werden könne. Der Beschwerde-

führer verfüge im Heimatstaat über ein tragfähiges Beziehungsnetz und 

berufliche Erfahrungen. Auch seien keine medizinischen Umstände er-

kennbar, die der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzug entgegenstünden. 

Gemäss Operationsbericht vom 26. März 2025 sei die operative 

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Seite 15 

Behandlung des perianalen Abszesses/Analfistel erfolgreich erfolgt und es 

sei keine weitere Behandlung notwendig. Allfällige psychische Probleme 

seien auch im Heimatstaat behandelbar. Es lägen keine Vollzugshinder-

nisse vor. Diese Ansicht erweist sich auch aus Sicht des Gerichts als zu-

treffend. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

9.5 Die Vorinstanz hat den Vollzug demnach zu Recht als zulässig, zumut-

bar und möglich erachtet. Damit fällt die Anordnung der vorläufigen Auf-

nahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 AsylG und Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb die Gesuche um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung abzuweisen sind. 

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6588/2025 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Daniel Merkli 

 

 

Versand: