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**Case Identifier:** f03e5fe8-ca99-5cb7-b3f8-6b80baf1957c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.07.2019 725 19 86/170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-86-170_2019-07-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Juli 2019 (725 19 86 / 170) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Leistungseinstellung mangels adäquatem Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und den 

noch geltend gemachten Beschwerden erfolgte zu Recht.  

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit 
Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Monica Armesto, Advo-
katin, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenversicherung, Wuhrmattstrasse 19 - 23, 4103 Bott-
mingen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____ war ab 1. Dezember 2001 bei der (ihr gehörenden) B.____ GmbH als Kosmetike-
rin tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft 
(National) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Ge-
mäss Schadenmeldung UVG vom 1. Oktober 2003 erlitt A.____ bei einem Autounfall vom 
25. September 2003 eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS). Die National und nach erfolgter 

 

 
 
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Fusion die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft (Helvetia) anerkannten ihre Leis-
tungspflicht (Taggelder/Heilbehandlung), wobei sie von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % - 100 
% bzw. ab Sommer 2014 von 90 % - 100 % ausgingen. Mit Verfügung vom 3. November 2017 
stellte die Helvetia ihre Leistungen ein. Begründend hielt sie fest, dass der adäquate Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall vom 25. September 2003 und den noch geklagten Beschwer-
den zu verneinen sei. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Helvetia mit Entscheid vom 6. 
Februar 2019 ab, wobei sie im Wesentlichen festhielt, dass bereits der natürliche Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall vom 25. September 2003 und den noch geklagten Beschwerden 
zu verneinen sei. 
 
B. Hiergegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, welche die Versicherte, vertreten 
durch Advokatin Monica Armesto, am 11. März 2019 beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht), einreichte. Sie beantragte, dass der Einspracheentscheid vom 
6. Februar 2019 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihr mit Wirkung ab 
dem 1. September 2018 eine Invalidenrente nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % 
auszurichten. Weiter sei ihr eine Integritätsentschädigung nach Massgabe einer Integritätsein-
busse von 15 % zuzusprechen. Unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 
vorgebracht, dass die Beschwerdegegnerin während 16 ½ Jahren die Versicherungsleistungen 
ausgerichtet habe. Wenn sie diese nunmehr mit der Argumentation, die natürliche Kausalität sei 
nicht gegeben, ablehne, so sei dies nicht nur ein Verstoss gegen Treu und Glauben, sondern 
stelle ein "venire contra factum proprium" dar. Die Beschwerdegegnerin habe im Jahr 2011 ein 
Gutachten bei Dr. med. C.____, FMH Neurologie, veranlasst. Seinem Gutachten vom 2. Septem-
ber 2011 sei zu entnehmen, dass ein Teil der diversen vorgebrachten subjektiven Beschwerden 
in einem natürlichen Kausalzusammenhang von über 50 % mit dem Unfall vom 25. September 
2003 stünde. Da dieses Gutachten beweistauglich sei, könne darauf abgestellt werden. Sie habe 
deshalb ab 1. September 2017 entsprechend der von Dr. C.____ attestierten Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit Anspruch auf eine 50%ige Rente. Zudem stünde ihr eine Integritätsentschä-
digung aufgrund eines Integritätsschadens von 15 % zu. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Mai 2018 beantragte die Helvetia die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in D.____ weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-

 

 
 
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richts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-
prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungs-
gericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde der Versicherten vom 11. April 2018 ist demnach einzutreten. 
 
1.2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die Best-
immungen von Art. 10 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 UVG, welche die Ansprüche auf Heilbehandlung 
und auf eine Invalidenrente regeln. Laut der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG 
werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser re-
vidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt 
ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden 
Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Be-
zug genommen wird. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin über den 31. August 2017 hinaus 
Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin (Rente/Integritätsentschädigung) hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - 

 

 
 
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im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3.1 Eine weitere Voraussetzung für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bildet das 
Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheit-
lichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
3.3.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Anders verhält es sich bei natür-
lich unfallkausalen, aber organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden. Hier 
bedarf es einer besonderen Adäquanzprüfung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf 
auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Gemäss 
der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 
133) werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft, während 
nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS) sowie 
Schädel-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwi-
schen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 
E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen wird erst dann 
gesprochen, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt 
werden (für viele: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahl-
reichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müssen wissenschaftlich anerkannt sein 
(BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). Alleine die grundsätzliche Geeignetheit eines Ereignisses, zu 
einer Verletzung zu führen, reicht nicht, um diese als organisch objektiv ausgewiesen zu betrach-
ten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.5.1). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

 

 
 
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erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsscha-
dens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 

 
4.1 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt nicht 
uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. BGE 122 V 
158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungs-
prozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Be-
weislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebe-
nen Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in der Sozialver-
sicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisregel greift Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf dem Weg 
der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b; MEYER-
BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
4.2 Die rechtsanwendende Behörde ist zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürli-
cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - regelmässig auf Unterlagen angewiesen, 
die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat diese me-
dizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ei-
nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

 

 
 
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auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 
160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach al-
leine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen 
Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind 
aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfol-
gerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische Ak-
ten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. In der Folge werden indessen 
lediglich entscheidrelevante Arztberichte und Gutachten wiedergegeben. Dabei ist zunächst auf 
die Ausführungen des Spitals E.____ hinzuweisen, wohin sich die Beschwerdeführerin nach dem 
Unfall vom 25. September 2003 begab. In dessen Bericht vom 2. Oktober 2003 wurden ein 
Schleudertrauma nach Autounfall, ein Verdacht auf Hemisymptomatik rechts und ein Status nach 
Treppensturz 1995 mit anschliessenden Problemen an der HWS und der Lendenwirbelsäule 
(LWS) diagnostiziert. Die Versicherte habe gegen 6 Uhr 20 einen Autounfall mit Frontalzusam-
menstoss erlitten. Akut hätten kein Schwindel, kein Kopfschmerz und keine Amnesie bestanden. 
Bei Übernahme sei sie vital stabil gewesen und habe Schmerzen im Becken und HWS-Bereich 
angegeben. Bei einem Glasgow Coma Scale von 15 sei die Erstversorgung mit einer stiff-neck 
Halskrause erfolgt. Eine neurologische Symptomatik sei bei der Aufnahme nicht zu erheben ge-
wesen. Gegen 10 Uhr 30 habe die Versicherte über progredienten Kopfschmerz holocephal ohne 
Vernichtungsschmerz, aber mit Kribbelparästhesien im rechten Arm berichtet. Bei der daraufhin 
erfolgten neurologischen Untersuchung sei eine deutliche Kraftminderung, aber keine feinmoto-
rische Einschränkung an der oberen und der unteren Extremität rechts im Vergleich zu links fest-
gestellt worden. Zudem seien der Visus ohne pathologischen Befund, die Pupillen beidseits iso-
kor und die Pupillenreaktion direkt und indirekt prompt und angemessen gewesen. Die Augen-
motilität und die Konvergenzreaktion seien ohne pathologischen Befund. Die Motorik habe wegen 
der stiff-neck Halskrause nicht getestet werden können. Weiter wurde unter Hinweis auf einen im 
Jahr 1995 erlittenen Unfall, bei welchem die Beschwerdeführer einen Treppensturz ohne Fraktur 

 

 
 
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erlitten habe, ausgeführt, dass sie seither an rezidivierende LWS- und HWS-Problemen mit un-
beständigen Kribbelparästhesien am rechten Bein leide. Muskuläre Schwächen seien aber nicht 
bekannt.  
 
5.2 Weiter ist insbesondere auf das neurologische Gutachten von Dr. C.____ hinzuweisen, 
welches dieser im Auftrag der National erstellte. Am 2. September 2011 diagnostizierte der Gut-
achter (1) einen Status nach Autounfall im Sinne einer Frontalkollision am 25. September 2003 
mit (1.1) anhaltendem posttraumatischem Cervicalsyndrom (mit muskuloskelettalen Befunden, 
ohne relevantes bildgebendes Korrelat, bei vorbestehender Prädisposition zu Cervicalgien resp. 
bei Akzentuierung eines vorbestehenden Cervicalsyndroms im Sinne einer richtungweisenden 
Verschlimmerung, mit passagerer Akzentuierung einer vorbestehenden Migräne, mit cervicogen 
resp. vertebrogen getriggerten Kopfschmerzen in Hinterhaupt- und Vertexregion), (1.2) chronic 
daily headache (ausgelöst durch chronisches Cervicalsyndrom [vertebragen getriggerte Cepha-
lea], begünstigt durch die vorbestehende Migräne mit möglichem sekundärem medication over-
use headache), (1.3) myofascialem Syndrom bei beidseitiger anteriorer Kiefergelenks-Diskus-
subluxation (für die Arbeitsfähigkeit unbedeutend), (1.4) geringen vestibulären Dysfunktionen (ge-
legentlicher Schwankschwindel mit Drehanteil, otoneurologisch links vestibulärer Funktionsstö-
rung, Status nach Contusio labyrinthi möglich, Symptomatik schlecht dokumentiert, aktuell kli-
nisch keine Korrelate nachweisbar, versicherungsmedizinisch unbedeutend) und (1.5) Verdacht 
auf sekundär erworbene Analgetikaabhängigkeit. Weiter leide die Versicherte an (2) rezidivieren-
den Sturzereignissen respektive Synkopen bei offener Differenzialdiagnose mit (2.1) trop attacks 
oder kryptogenetischen Stürzen (maladie des genoux bleus, am ehesten zutreffend, möglich bis 
wahrscheinlich), (2.2) rein psychogenen Anfällen im Sinne einer dissoziierten Störung bei auffäl-
liger Persönlichkeitsstruktur (möglich bis wahrscheinlich), (2.3) Hirnstammanfällen bei pontinem 
Cavernom mit Hämosiderineinlagerungen (möglich); (2.4) Mischpathogenese von 2.1 und 2.2, 
(2.5) epileptischen Anfällen vom tonischen oder atonischen Typ (sehr unwahrscheinlich), (2.6) 
Migränesynkopen (sehr unwahrscheinlich, da keine Vor- oder Begleitsymptome) und (2.7) kar-
dial-rhythmogenen Ursachen (kardiologisch weitgehendst ausgeschlossen). Weiter nannte Dr. 
C.____ (3) einen Status nach Unfallereignis vom 8. Januar 1999 mit thorakolumbaler Kontusion 
mit sekundärer Schmerzausdehnung im Sinne eines Panvertebralsyndroms, phasenweise mit 
dominantem Cervicalsyndrom, mit passagerer Akzentuierung einer vorbestehenden Migräne und 
eines vorbestehenden Cervicalsyndroms sowie (4) einen Verdacht auf Persönlichkeits-Normab-
weichung, mit Neigung zu Symptomausweitung (zumindest passager nach Treppensturz 1999), 
mit hohem Verdacht auf depressive Symptomatik, mit externem Verdacht auf dissoziative Stö-
rung (Stürze), somatoforme Schmerzstörung nicht ausgeschlossen (bei Bedarf durch Psychiater 
zu beurteilen), (5) Migräne, zum Teil mit Aura (vorbestehend, durch Unfallereignis passager ak-
zentuiert), (6) Cavernom pontin links mit Hämosiderineinlagerungen (Status nach Mikroblutun-
gen/eventuell mit Hirnstammanfällen), (7) Carpaltunnelsyndrom (neu, unfallfremd), und (8) wei-
tere Diagnosen: Status nach Hysterektomie, Status nach Blasenraffung, Oestrogenmangelsyn-
drom (korrigiert) und Status nach diversen Verletzungen im Rahmen der Stürze. In Bezug auf die 
Frage, ob zwischen den gestellten Diagnosen und dem Unfall ein natürlicher Kausalzusammen-
hang bestehe, führte Dr. C.____ im Wesentlichen aus, dass man als teilobjektives Korrelat für die 
subjektiv beklagten chronischen Nacken-, Schulter- und Kopfschmerzen mit belastungsabhängi-
gen Beschwerdezunahmen im Rahmen der klinischen Untersuchung sogenannte muskuloske-

 

 
 
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lettale Befunde, also muskuläre Verspannungen und Verhärtungen in ganz bestimmten musku-
lären Strukturen fände. Bildgebend konnte wohl eine geringfügige Instabilität in den mittleren Cer-
vicalsegmenten dargestellt werden. Solche Mikroinstabilitäten liessen sich aber auch bei vielen 
gesunden Menschen finden und genügten im hier vorliegenden Fall nach Versagen der Facet-
teninfiltration nicht, um eine unfallbedingte Genese zu postulieren. Damit habe bildgebend eine 
eigentliche strukturelle Läsion (z. B. im Sinne einer Fraktur oder Bandläsion oder einer stärkeren 
Instabilität), nicht nachgewiesen werden können. Aus rein medizinischer Sicht sei es aber zwei-
felsohne falsch, die Objektivierung von subjektiven Beschwerden auf sogenannte "strukturelle 
Pathologien" (und ev. noch labormässige Resultate) respektive bildgebend nachgewiesene 
Schäden zu reduzieren, wie das in letzter Zeit öfters in versicherungsmedizinischen, besonders 
in versicherungsjuristischen Elaboraten, Berichten und Entscheiden zu lesen sei. Dies entspre-
che einer Verkennung der medizinischen Realität. Einer Vielzahl von rein organisch oder domi-
nant organisch bedingten Erkrankungen werde man mit einer solchen Interpretationsweise nicht 
oder nicht genügend gerecht. So können beispielsweise eine Gesichtsneuralgie, eine Migräne 
oder ein sonstiger Nerven- oder Organschmerz aus rein medizinischer Sicht einzig und alleine 
aufgrund seines Charakters und seiner Präsentation sehr typisch für eine organische Erkrankung 
sein, obwohl ein bildgebendes resp. ein strukturelles Korrelat fehle. Das gelte auch für gewisse 
weichteilrheumatische Beschwerden, unter anderem auch für schmerzhafte muskuläre Verspan-
nungen, sofern sie in genügender Weise reproduzierbar seien. Ob sich solche Beschwerden auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirken respektive versicherungsmedizinisch relevant seien, hänge von 
deren Ausprägung und deren direkte Interaktion mit dem Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes 
(und ev. der Lebensqualität) ab. Dr. C.____ kam zusammenfassend zum Schluss, dass ein Teil 
der diversen vorgebrachten subjektiven Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammen-
hang von über 50 % mit dem Unfall vom 25. September 2003 stünden. 

6. In der Prüfungsabfolge wäre zunächst die natürliche Kausalität der noch bestehenden 
Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. September 2003 zu untersuchen. Die 
Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang kann nach der Rechtsprechung in jenen Fäl-
len jedoch offengelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erforder-
liche adäquate Kausalzusammenhang ohnehin verneint werden muss, was vorliegend – wie 
nachfolgend aufgezeigt wird – der Fall ist (SVR 1995 U 23 S 68 E. 3c; ebenso: Urteil des Bun-
desgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2). Deswegen kann auf weitergehende Ausfüh-
rungen in Bezug auf die natürliche Kausalität verzichtet werden. Unter diesen Umständen erübrigt 
es sich auch zur Frage Stellung zu nehmen, ob das Verhalten der Beschwerdegegnerin, welche 
die natürliche Kausalität verneinte, als “venire contra factum proprium“ zu qualifizieren sei, wie 
dies in der Beschwerde moniert wird. Es kann aber mit der Beschwerdeführerin festgestellt wer-
den, dass aufgrund der überzeugenden und umfassenden sowie sämtlichen Vorgaben des Bun-
desgerichts an ein beweistaugliches medizinisches Gutachten (vgl. oben E. 4.2 vorstehend) ent-
sprechenden Beurteilungen von Dr. C.____ vom 2. September 2011 der natürliche Kausalzusam-
menhang eher zu bejahen wäre.  

7.1 Aufgrund der Angaben in Erwägung 5.1 f. steht unbestritten fest, dass die Beschwerde-
führerin beim Unfall vom 25. November 2003 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat, ohne 
dass bildgebend eine eigentliche strukturelle Läsion nachgewiesen werden konnte. Da in der 
Folge das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vorgelegen hat (diffuse Kopf-

 

 
 
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schmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbar-
keit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 
119 V 338 E. 1), ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin - nachdem der Endzu-
stand nunmehr unbestritten per 31. August 2017 eingetreten ist - die Adäquanz nach Massgabe 
der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. die nachfol-
gende E. 7.2 f.) Grundsätze geprüft hat.  

7.2 In BGE 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht ausführlich mit der bisherigen Praxis 
zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der HWS oder 
Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden (so genannte Schleu-
dertrauma-Praxis nach BGE 117 V 359 ff.) befasst. Dabei hat es entschieden, dass am Erforder-
nis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit solchen Verletzungen festzuhalten sei 
(E. 7-9). Auch bestehe keine Veranlassung, die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prü-
fung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig von der 
Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurtei-
lung zu ändern (E. 10.1). Demnach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
im Einzelfall nach wie vor zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die 
Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine ge-
wisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung 
dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Ge-
schehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen ander-
seits und schliesslich dem dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 
der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen 
aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 
sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung ein-
zubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, 
ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen wer-
den (E. 10.1 mit Hinweisen). 
 
7.3 Im Übrigen hat das Bundesgericht jedoch die bisherige Schleudertrauma-Praxis im ge-
nannten Urteil BGE 134 V 109 ff. in mehrfacher Hinsicht präzisiert. So hat es die Anforderungen 
an den Nachweis einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleu-
dertrauma-Praxis rechtfertigt, erhöht (E. 9) und die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modi-
fiziert (E. 10.2 und 10.3). Dies betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer 
der ärztlichen Behandlung", das nur dann vorliegt, wenn nach dem Unfall eine fortgesetzt spezi-
fische und für die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fall-
abschluss notwendig gewesen war (E. 10.2.3). Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums "Dau-
erbeschwerden" vorausgesetzt, dass diese erheblich sind, was aufgrund glaubhaft geltend ge-
machter Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebensall-
tag erfährt, zu beurteilen ist (E. 10.2.4). Hinsichtlich des Kriteriums "Grad und Dauer der Arbeits-
unfähigkeit" schliesslich ist nicht die Dauer an sich, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit 

 

 
 
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als solche massgeblich, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen un-
ternimmt (E. 10.2.7). Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bisherigen adä-
quanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a, 117 V 369 E. 4b) in BGE 134 V 109 wie folgt 
neu gefasst (E. 10.3): 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengung. 
 
8.1 Im Rahmen der erforderlichen besonderen Adäquanzprüfung ist zunächst auf die Frage 
der Unfallschwere einzugehen. Massgebend für deren Beurteilung ist der augenfällige Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. bb), 
nicht jedoch die Folgen des Unfalles oder die Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallge-
schehen zugeordnet werden können. Derartigen dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzu-
ordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt 
etwa für die – ein eigenes Kriterium bildenden – Verletzungen, welche sich die versicherte Person 
zuzieht, aber auch für – unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände 
oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende – äussere Umstände, wie eine allfällige 
Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere 
Personen nach sich zieht. Dieser Grundsatz gilt sowohl in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung 
bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 27 E. 5.3.1) als auch bei 
Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2008, 
8C_536/2007, E. 6.1). 
 
8.2 In Bezug auf die Schwere des Unfallereignisses steht zu Recht unbestritten fest, dass 
es sich vorliegend um einen eigentlichen mittelschweren Unfall handelt. Damit die Adäquanz be-
jaht werden könnte, müsste von den in die Beurteilung einzubeziehenden Adäquanzkriterien so-
mit entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise vorliegen oder mindestens drei er-
füllt sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtes vom 1. April 2019, 8C_45/2019, E. 4.2 mit Hinweisen). 
 

8.3.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalles ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfin-
dens bzw. des Angstgefühls der versicherten Person (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Ja-
nuar 2008, U 56/07, E. 6.1). Der vorliegend zu beurteilende Unfall war objektiv betrachtet und 
unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jeder mittelschwere Unfall eine gewisse Bedeutung 
hat, weder von besonderer Eindrücklichkeit noch liegen besonders dramatische Begleitumstände 
vor. Damit ist dieses Kriterium nicht erfüllt.  
 
8.3.2 Auch das Kriterium Schwere und besondere Art der erlittenen Verletzung (BGE 134 V 
109 E. 10.2.2) kann entgegen der Versicherten nicht als erfüllt gelten, genügt doch die Diagnose 

 

 
 
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einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verlet-
zung) für sich allein nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Es bedarf hierzu einer besonderen 
Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, wel-
che das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 134 V 109 E. 10.2 mit Hinweisen). Diese 
können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den 
dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, E. 5.3, U 339/06; RKUV 
2003 Nr. U 489 S. 357, E. 4.3, U 193/01 mit Hinweisen). Auch erhebliche Verletzungen, welche 
sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS 
oder dem Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein. Die Be-
schwerdeführerin begründet ihren Standpunkt, wonach dieses Kriterium erfüllt sei, insbesondere 
unter Hinweis auf die Tatsache, dass sie sich nach dem Unfall in Spitalpflege habe begeben 
müssen. Dabei übersieht sie jedoch, dass sie beim Unfall weder Frakturen noch andere schwer-
wiegende Verletzungen erlitten hat. Zudem nahm die Beschwerdeführerin aufgrund der vorlie-
genden echtzeitlichen Unterlagen beim Unfall auch keine ausgewöhnliche Körperhaltung ein, 
weshalb auch dieses Kriterium als nicht erfüllt zu betrachten ist.  
 
8.3.3 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung ist wesentlich, ob nach dem Unfall eine 
fortgesetzte spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallab-
schluss notwendig war (BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Dieses Kriterium ist nicht allein nach einem 
zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Be-
handlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustands resp. 
der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit ei-
ner gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztli-
che Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen, 
die nur der Erhaltung des Zustandes dienen und ärztliche Verlaufskontrollen sowie eine medika-
mentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 11. Juli 2007, U 365/05, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Aus dem bei Dr. C.____ 
dokumentierten Beschwerdeverlauf geht hervor, dass die Beschwerdeführerin Physiotherapie, 
Ergotherapie und zuletzt Osteopathie verordnet bekam. Diese Massnahmen sind aber nach der 
geltenden Praxis des Bundesgerichts nicht als belastende Therapien zu bezeichnen. Es ist zwar 
nicht von der Hand zu weisen, dass die Beschwerdeführerin durch die zahlreichen Therapien 
belastet war. Dennoch handelt es sich dabei in Hinblick auf die geltende Rechtsprechung des 
Bundesgerichts nicht um ausserordentliche Belastungen, weshalb das Kriterium der fortgesetzt 
spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung letztlich nicht erfüllt ist. 
 

8.3.4 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert 
hätte (BGE 134 V 109 E. 10.2.5) kann vorliegend ebenfalls nicht gesprochen werden. 
 
8.3.5 Näher zu betrachten ist das Kriterium "erhebliche Beschwerden" (BGE 134 V 109 
E. 10.2.4). Die Beschwerdeführerin stellt sich - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegne-
rin – auf den Standpunkt, dass dieses Kriterium erfüllt sei. Dabei ist zu beachten, dass die Be-
schwerdeführerin ein ausgeprägtes Cervicalsyndrom hat. Daneben litt sie aber auch an Be-
schwerden, welche unbestrittenermassen nicht in Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. Sep-

 

 
 
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tember 2003 gebracht werden können. Zu benennen ist dabei einerseits die Kopfschmerzproble-
matik mit Migräne, welche bereits vor dem Unfall bestand (vgl. Gutachten Dr. C.____ Ziff. 7.3.1 
S. 29 unten). Ebenso können die unklaren Stürze und Synkopen nicht auf den Unfall zurückge-
führte werden. Schliesslich sind selbst in Bezug auf das Cervicalsyndrom unfallfremde Faktoren 
zu nennen. Dr. C.____ erwähnt in seinem Gutachten, dass die Beschwerdeführerin bereits im 
Jahr 1999 nach einem Treppensturz während längerer Zeit an Nacken- und Schulterbeschwer-
den gelitten habe und arbeitsunfähig gewesen sei, weshalb er von einem relevanten unfallfrem-
den Faktor von 40 % - 60 % ausgegangen war. Damit steht fest, dass die von der Beschwerde-
führerin geklagten Beschwerden nicht überwiegend auf den Unfall vom 25. September 2003 zu-
rückzuführenden sind. Deshalb ist auch das Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht erfüllt.  
 
8.3.6 Zu bejahen ist die erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 
(BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Die Beschwerdeführerin war seit dem Unfall immer in einem hohen 
Ausmass arbeitsunfähig geschrieben (80 % - 100 %). Die Beschwerdegegnerin richtete ihr denn 
auch bis zur Einstellung der vorübergehenden Leistungen Ende August 2017 das Taggeld ent-
sprechend der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit aus. Zwar bemühte sich die Beschwerde-
führerin nicht, die von Dr. C.____ attestierte Restarbeitsfähigkeit in eine Verweistätigkeit umzu-
setzen. Aber sie arbeitete seit dem Unfall immer im Rahmen der festgestellten Arbeitsfähigkeit in 
ihrer angestammten Arbeit als Kosmetikerin. Gesamthaft kann das Kriterium deshalb ohne wei-
teres als erfüllt bezeichnet werden.  
 
8.3.7 Ob die Beschwerdeführerin einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Kompli-
kationen ausweist, muss vorliegend nicht abschliessend geklärt werden. Neben der erheblichen 
Arbeitsunfähigkeit wären lediglich zwei der relevanten Kriterien gegeben, was für eine Bejahung 
der adäquaten Unfallkausalität bei einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich nicht genügt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2013, 8C_747/2012, E. 5.4.4). Fraglich wäre da-
bei insbesondere, ob das Kriterium unter Berücksichtigung der von Dr. C.____ erwähnten Anal-
getikaabhängigkeit als erfüllt zu bezeichnen wäre. Das Bundesgericht hat nämlich festgestellt, 
dass eine iatrogen verursachte Schmerzmittelabhängigkeit als besonderer Grund genannte wer-
den könne, welcher die Heilung beinträchtigen könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. 
Juni 2009, 8C_116/2009, E. 4.5). Dr. C.____ diagnostizierte lediglich einen Verdacht auf eine 
sekundär erworbene Analgetikaabhängigkeit. Ob diese Verdachtsdiagnose einen besonderen 
Grund darstellt, welcher ursächlich für einen schwierigen Heilungsverlauf war (vgl. Urteile des 
Bundegerichts vom 16. Mai 2008/, 8C_252/2007, E. 7.6 und 8C_57/2008, E. 9.6.1), kann offen-
bleiben. Selbst wenn diese Frage zu bejahen wäre, wären letztlich - wie bereits erwähnt - lediglich 
zwei Kriterien erfüllt. 
 
9. Zusammenfassend kann daher nur ein bzw. maximal zwei Kriterien als erfüllt gelten, was 
bei einem Unfall im eigentlich mittleren Bereich zur Bejahung der Adäquanz nicht genügt (SVR 
2010 UV Nr. 25 S. 100, vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5). Fehlt es an einem adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem am 25. September 2003 erlittenen Unfall und den über den 
31. August 2017 hinaus geklagten Beschwerden, entfällt eine weitergehende Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin. Die gegen den Einspracheentscheid vom 6. Februar 2019 erhobene Be-
schwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

 

 
 
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10. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. Da die Beschwerdeführerin unterliegende Partei ist, hat sie keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. b ATSG g contrario).  
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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