# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da4b326e-1537-5715-8102-41163f6f7f8f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.11.2025 VR1 2025 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-45_2025-11-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 18. November 2025
mitgeteilt am 21. November 2025

Referenz VR1 25 45

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Merlo, Aktuarin

Parteien A.________ AG
Beschwerdeführerin

gegen

Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität 
Graubünden
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beschwerdegegner

B.________ AG
Beigeladene

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Am 17. März 2025 schrieb das Hochbauamt Graubünden (HBA) im offenen 
Verfahren im Staatsvertragsbereich die Beschaffung von 73 Sonnenstoren 
(Baukostenplannummer [BKP] 228.3, Markisen) für das Zivilschutz-
Ausbildungszentrum C.________ in D.________ im Kantonsamtsblatt und auf der 
Ausschreibungsplattform www.simap.ch öffentlich aus. 

B. Innert der Eingabefrist reichten zwei Anbieter ihre Angebote ein. Anlässlich 
der Offertöffnung am 30. April 2025 ergab sich folgendes Bild:

Anbieterin: Offertsumme (netto): 

1. B.________ AG CHF 171'367.05

2. A.________ AG CHF  88'268.70

C. Am 14. Mai 2025 führte das HBA mit Vertretern der A.________ AG und der 
B.________ AG je ein Gespräch durch, anlässlich welchem Unklarheiten betreffend 
die Eigenschaften der offerierten Produkte geklärt werden sollten. Nach 
vorgenommener Offertprüfung kamen das HBA sowie die beauftragten externen 
Bauleiter (Archobau AG) zum Schluss, dass das von der A.________ AG offerierte 
Produkt nicht den technischen Spezifikationen gemäss Ausschreibung entspreche. 
Das Angebot der B.________ AG erzielte im Rahmen der Auswertung 45.0 Punkte. 

D. Mit Verfügung vom 19. Mai 2025 vergab das Departement für Infrastruktur, 
Energie und Mobilität (DIEM) den Auftrag an die B.________ AG. Diesen Entscheid 
teilte das HBA am 21. Mai 2025 den Anbietern mit. In der Mitteilung an die 
A.________ AG wurde zusätzlich ausgeführt, dass mit dem offerierten Produkt 
HELLA, Basis-Markise BM03, die Windwiderstandsklasse 4 (bis 60 km/h) nicht 
erfüllt werde. Aus diesem Grunde weiche das Angebot wesentlich von den 
verbindlichen Anforderungen der Ausschreibung ab und werde ausgeschlossen. 

E. Gegen den Ausschluss und die Vergabe erhob die A.________ AG 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 27. Mai 2025 (Datum Poststempel) 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden. 

F. Am 28. Mai 2025 teilte der Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin mit, 
dass ihre Eingabe vom 27. Mai 2025 den gesetzlichen Anforderungen an eine 
Beschwerde nicht genüge und forderte sie zur Verbesserung auf. Die 
Beschwerdeführerin kam dieser Aufforderung fristgerecht nach und stellt im 
vorliegenden Verfahren folgende Anträge: 

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1. Der Zuschlagsentscheid vom 19. Mai 2025 sei aufzuheben. 

2. Die Angelegenheit sei zur erneuten Prüfung an die Vergabestelle 
zurückzuweisen. 

3. Eventualiter sei der Zuschlag an die A.________ AG zu erteilen. 

4. Es seien keine Verfahrenskosten zulasten der Beschwerdeführerin zu 
erheben.  

Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, der Ausschluss sei nicht haltbar. 
Das offerierte Produkt erfülle die technischen Anforderungen gemäss 
Ausschreibung, indem die Windwiderstandsklasse 4 realisiert werden könne. 
Zudem verstosse die Vergabe gegen das Wirtschaftlichkeitsprinzip, da ihr Angebot 
deutlich günstiger als dasjenige der Zuschlagsempfängerin sei. 

G. Mit Verfügung vom 11. Juni 2025 wurde die B.________ AG (nachfolgend: 
Beigeladene) zum Verfahren beigeladen. Sie liess sich innert der angesetzten Frist 
nicht vernehmen. 

H. Das DIEM (nachfolgend: Beschwerdegegner) reichte seine Vernehmlassung 
am 7. Juli 2025 (Datum Poststempel) ein. Es beantragt die Abweisung der 
Beschwerde unter gesetzlicher Kostenfolge. Der Beschwerdegegner führt aus, das 
betroffene Gebäude werde Minergie-A/P-Eco zertifiziert. Der Sonnenschutz stelle 
einen wichtigen Faktor dar, damit ein Gebäude nicht aufheize und somit die 
Minergie-Zielwerte eingehalten werden können. Damit die Storen ihre Funktion 
durchgehend erfüllen würden – auch bei starken Windböen –, sei die 
Windwiderstandsklasse 4 erforderlich. Der Beschwerdegegner legt sodann 
ausführlich sowohl dar, warum das Produkt der Beschwerdeführerin die 
Anforderungen gemäss Windwiderstandsklasse 4 nicht erfülle, als auch, weshalb 
das Produkt der Zuschlagsempfängerin den gestellten Vorgaben entspreche. Der 
Beschwerdegegner verlangte sodann die Edition eines Videos, welches die Tests 
des angebotenen Produkts dokumentiere, welche die Zuschlagsempfängerin mit 
der E.________ durchgeführt habe. 

I. Mit Verfügung vom 10. Juli 2025 wurde die Beigeladene aufgefordert, dem 
Gericht den Datenträger enthaltend Videos betreffend Tests zur Prüfung der 
Windwiderstandsklasse 4 des von ihr offerierten Produkts einzureichen. Die 
Beigeladene kam innert First dieser Aufforderung nach. Der Datenträger wurde dem 
Beschwerdegegner zur Kenntnisnahme zugestellt. 

J. Die Beschwerdeführerin reichte ihre Replik am 31. Juli 2025 (Datum 
Poststempel) ein. Sie hält an ihrer Auffassung fest. 

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K. Die Duplik des Beschwerdegegners ging am 13. August 2025 ein. Auch er 
hält an seiner Argumentation fest. 

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Vergabe untersteht unbestrittenermassen dem öffentlichen 
Beschaffungsrecht. Es kommen somit die seit dem Beitritt des Kantons Graubünden 
per 1. Oktober 2022 revidierten Normen der IVöB vom 15. November 2019 
(BR 803.710) zur Anwendung. 

1.2. Gemäss Art. 53 Abs. 1 lit. e und lit. h IVöB sind der Zuschlag und der 
Ausschluss aus dem Verfahren durch Beschwerde anfechtbar. Zuständig für die 
Beurteilung von Submissionsbeschwerden ist das kantonale Obergericht (vgl. 
Art. 52 Abs. 1 IVöB). Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
bildet die Verfügung, mit welcher zum einen der Zuschlag der vorliegenden 
Bauleistungen an die Beigeladene und zum anderen der Verfahrensausschluss der 
Beschwerdeführerin erfolgt ist. Es liegt deshalb ein taugliches Anfechtungsobjekt 
vor und das Obergericht ist sachlich und örtlich zuständig. 

1.3. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 
hat (vgl. Art. 50 VRG [BR 370.100] i.V.m. Art. 55 IVöB). Die Legitimation ist 
gegeben, wenn die unterlegene Bewerberin als Beschwerdeführerin eine reelle 
Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechtsmittels mit dem eigenen Angebot zum 
Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer 
Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in welchem sie ein neues Angebot 
wird einreichen können; ob das zutrifft, ist aufgrund der Begehren und Rügen der 
Beschwerdeführerin zu beurteilen (zum Ganzen: BGE 141 II 14 E. 4 m.w.H.). Im 
vorliegenden Verfahren sind zwei Angebote eingegangen, wobei dasjenige der 
Beschwerdeführerin vom Verfahren ausgeschlossen wurde. Die 
Beschwerdeführerin hat ihre Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis 
angeboten als die Zuschlagsempfängerin. Bei einer Gewichtung des Preiskriteriums 
von 40 % gemäss Ausschreibungsunterlagen (act. C.1.2 S. 4) hätte sie somit eine 
reelle Chance, mit ihrem Angebot zum Zug zu kommen, wenn sie mit ihrer 
Beschwerde obsiegen würde. Sie hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der 
Anfechtung der Ausschlussverfügung. Auf die im Übrigen frist- und – nach erfolgter 
Nachbesserung – formgerecht erhobene Beschwerde (vgl. Art. 56 Abs. 1 IVöB 
sowie Art 38 Abs. 1 VRG i.V.m. Art. 55 IVöB) ist somit einzutreten. 

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2.1. Umstritten und zu prüfen ist der Ausschluss der Beschwerdeführerin vom 
Vergabeverfahren wegen Nichterfüllung der technischen Spezifikationen. Die 
Beschwerdeführerin führt aus, dass aktuell kein Hersteller bekannt sei, der für 
seilgeführte Senkrechtmarkisen ein offiziell im Windkanal geprüftes Zertifikat für die 
Windwiderstandsklasse 4 nach EN 13561 (Anmerkung des Gerichts: Europäische 
Norm) anbiete. Beide Anbieterinnen hätten dementsprechend die jeweilige Offerte 
ohne offiziellen EN-Zertifikatsnachweis, aber mit internen Herstellerangaben oder 
technischen Merkblättern, eingereicht. Obwohl somit beide Anbieterinnen die 
gleiche Nachweissituation zur Windklasse 4 vorgelegt hätten, sei das eigene 
Produkt ausgeschlossen worden, was nicht haltbar sei. Die Prüfresultate bezüglich 
des von ihr offerierten Produkts HELLA BM03 entsprächen den Vorgaben gemäss 
SIA/VSR-Merkblatt weitgehend. Entscheidend sei zudem, dass die F.________ AG 
bestätigt habe, dass bei entsprechenden baulichen Anpassungen die 
Windwiderstandsklasse 4 realisiert werden könne. Die Beschwerdeführerin kommt 
zum Schluss, dass das von ihr angebotene Produkt die verbindlichen 
Qualitätsanforderungen erfülle und von der Ausschreibung nicht abweiche. Zudem 
sei das von ihr offerierte Produkt deutlich günstiger als dasjenige von der 
Zuschlagsempfängerin, weshalb die Vergabe gegen das Wirtschaftlichkeitsprinzip 
verstosse.

2.2. Der Beschwerdegegner hält dem entgegen, die SIA-Norm 342 enthalte 
Einsatzempfehlungen. Aufgrund der Windsituation in der D.________ habe sich der 
Beschwerdegegner entschieden, für das anzubietende Produkt in Anlehnung an die 
für Raffstoren, Rollläden und Fensterläden geltenden Empfehlungen gemäss SIA-
Norm die Windwiderstandsklasse 4 vorauszusetzen. Der Windgrenzwert für das von 
der Beschwerdeführerin offerierte Produkt und für die vorgesehene Ausführungsart 
sei 6 m/s, was umgerechnet einem Wert von 21 km/h entspreche und somit die 
Anforderungen gemäss Windwiderstandsklasse 4 (16.7 m/s, 60 km/h) nicht erfülle. 
Die Beschwerdeführerin sei im Rahmen des Vergabegesprächs angefragt worden, 
ob es einen unabhängigen Prüfbericht gäbe, welcher die Erfüllung der 
Windwiderstandsklasse 4 darlegen würde; diesen Nachweis habe sie jedoch nicht 
erbringen können. Soweit die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer E-Mail vom 
15. Mai 2025 und am Gespräch ausgeführt habe, die angebotene 
Senkrechtmarkise könne für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die 
Windwiderstandsklasse 4 angepasst werden, sei dies aufgrund der Grundsätze der 
Gleichbehandlung und der Unveränderbarkeit des Angebots nicht zulässig. Im 
Ergebnis erfülle das von der Beschwerdeführerin offerierte Produkt die in der 
Ausschreibung gestellten technischen Anforderungen nicht. Die Offerte sei zu 

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Recht vom Verfahren ausgeschlossen worden. Im Übrigen erfülle das von der 
Zuschlagsempfängerin offerierte Produkt die technischen Spezifikationen. 

3.1. Der Auftraggeber bezeichnet gemäss Art. 30 Abs. 1 IVöB in der 
Ausschreibung oder in den Ausschreibungsunterlagen die erforderlichen 
technischen Spezifikationen (Satz 1). Diese legen die Merkmale des 
Beschaffungsgegenstandes wie Funktion, Leistung, Qualität, Sicherheit und 
Abmessungen oder Produktionsverfahren fest und regeln die Anforderungen an 
Kennzeichnung und Verpackung (Satz 2). Die technischen Spezifikationen sind Teil 
der Leistungsbeschreibung und spezifizieren detailliert, welche Anforderungen der 
Beschaffungsgegenstand erfüllen muss (OECHSLIN/LOCHER, in: Trüeb [Hrsg.], 
Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 30 N 7). Bei 
der Definition des Beschaffungsgegenstandes hat die Auftraggeberin innerhalb der 
gesetzlichen Rahmenbedingungen einen breiten Ermessensspielraum (sog. 
vergaberechtliche Definitionsfreiheit; OECHSLIN/LOCHER, a.a.O., Art. 30 N 13; 
BEYELER, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, 2012, Rz. 2011). Die 
technischen Spezifikationen sind Minimal- bzw. Mussanforderungen absoluter 
Natur (OECHSLIN/LOCHER, a.a.O., Art. 30 N 7). Bei Nichterfüllung derselben kann der 
Auftraggeber einen Anbieter von einem Verfahren ausschliessen, sofern sich der 
Ausschluss nicht als unverhältnismässig und überspitzt formalistisch erweist (vgl. 
Art. 44 Abs. 1 lit. a IVöB; OECHSLIN/LOCHER, a.a.O., Art. 30 N 8; LOCHER, in: Trüeb 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 44 
N 12). Ein sofortiger Ausschluss kann dann unverhältnismässig sein, wenn die 
Offerte einzelne Unklarheiten oder lediglich geringfügige Unvollständigkeiten 
aufweist. Vorausgesetzt ist, dass die Nachreichung der fehlenden Dokumente oder 
Angaben keine Änderung des Preis-Leistungs-Verhältnisses der Offerte nach sich 
zieht (zum Ganzen: OECHSLIN/LOCHER, a.a.O., Art. 30 N 10; vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 2C_346/2013 vom 20. Januar 2014 E. 3.3. m.w.H.).

3.2. Der Beschwerdegegner stützte sich bei der Ausarbeitung der technischen 
Spezifikationen für die Markisen auf folgende Einsatzempfehlungen bezüglich 
Windeinwirkung gemäss SIA-Norm 342 (Sonnen- und Wetterschutzanlagen, 
act. C.1.10 S. 14): 

B.1.2. Markisen
Tabelle 6 Windwiderstandsklassen 

Windwiderstandsklassen 0 1 2 3
Windgeschwindigkeit <7,8 m/s

< 28 km/h
7,8 m/s
28 km/h

10,6 m/s
38 km/h

13,3 m/s
48 km/h

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B.1.1. Raffstoren, Rollläden und Fensterläden
Tabelle 5 Windwiderstandsklassen nach SN EN 13659+A1

Windwiderstandsklassen 1 2 3 4 5 6
Windgeschwindigkeit 9,0 m/s 

32,5 km/h
10,7 m/s
38,5 km/h

12,8 m/s
46,0 km/h

16,7 m/s
60,0 km/h

21,0 m/s
76,0 km/h

25,6 m/s
92,0 km/h

3.3. In der Ausschreibung vom 17. März 2025 wurden folgende technische 
Spezifikationen angegeben (act. C.1.1 S. 1): 

▪ Sunlux 6016 mit Textilgewebe, Windwiderstandsklasse 4 oder 
gleichwertige Produkte 

▪ Drahtseile in Chromstahl inkl. Stahlkonsolen

3.4. Im Leistungsverzeichnis in den Ausschreibungsunterlagen finden sich zum 
Beschaffungsgegenstand folgende (detailliertere) Ausführungen (act. C.1.2): 

NPK-Kapitel 347 Sonnen- und Wetterschutzanlagen 

530 Senkrechtsmarkisen
R .900 zBsp. SUNLUX 6016 mit Textilgewebe. Ausführung gemäss 

technischem Datenblatt: Verstärkte Ausführung. Minimum 
Windwiderstandsklasse 4.
oder gleichwertige Produkte.
Inkl. Lieferung, Montage Vor- und Nebenarbeiten.

R .910 Senkrechtmarkisen inkl. Motorantrieb und Stecker für bauseitigen 
Anschluss. 
Senkrechtmarkise inkl. Führungsseil aus Chromstahl

R .920 Fallstange aus Leichtmetall mit Beschwerung. Farblos eloxiert.
R .930 Bespannung: Polyester/Modacryl-Fasern 230-375 g/m2. Luft- und 

lichtdurchlässig, hohe Reissfestigkeit, hohe Wärmeabschirmung.
Vertikal vernäht und aussen gesäumt ab Höhe > 200 cm inkl 1 
horizontal eingenähtem Sperrstab / Höhe > 300 cm inkl. 2 
horizontal, eingenähten Sperrstäben.
z.B. Twilight Comfort 262 830 Steel oder gleichwertig.

3.5. Mit der dargelegten Umschreibung des Beschaffungsgegenstandes hat die 
Vergabebehörde im Rahmen der ihr zustehenden vergaberechtlichen 
Definitionsfreiheit die technischen Spezifikationen festgelegt. Dass sie dabei für die 
Markisen in Abweichung von den Empfehlungen der SIA-Norm 342, welche für 
Markisen nur die Windwiderstandsklassen 0 – 3 kennt (act. C.1.10 S. 14), die 
Windwiderstandsklasse 4 festgelegt hat, ist nicht zu beanstanden. Bei den SIA-
Normen handelt es sich um ein privates Regelwerk, welchem keine allgemeine 
Verbindlichkeit zukommt und nur für diejenigen gilt, die sich ihm unterwerfen (vgl. 
BGE 117 IV 165 E. 2c). Aus dem gleichen Grund kann die Beschwerdeführerin 
auch aus der Tatsache, dass kein EN-Zertifikatsnachweis gemäss Vorgaben für die 
zu beschaffenden Sonnenstoren vorhanden ist, nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Ohnehin hätte die Beschwerdeführerin Beanstandungen gegen die Ausschreibung 
und somit gegen die Umschreibung des Beschaffungsgegenstandes schon früher 

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geltend machen müssen (Art. 53 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 IVöB; ZOBL, in: Trüeb 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 53 
N 7). In der Folge ist somit zu prüfen, ob das von der Beschwerdeführerin 
angebotene Produkt die durch die Vergabebehörde vorgesehenen technischen 
Spezifikationen erfüllt. 

4.1. Die Beschwerdeführerin gab in ihrem Angebot (act. C.1.5) im 
Leistungsverzeichnis zum NPK-Kapitel 347, R-Position 530.950, folgende Angaben 
zum offerierten Produkt an: 

Marke, Typ: HELLA, Basis-Markise BM03
Markisentuch: Dessin Acryl 
Motor: ME Elektromotor elero

Das dazugehörige Typenblatt der F.________ AG (act. B.14) enthält keine 
Angaben zur Windfestigkeit. 

4.2. In den Akten befindet sich sodann der Auszug aus der Bedienungsanleitung 
der HELLA Schacht Markise BM03 seilgeführt (Ausgabe März 2022, act. C.1.11 
S. 5) mit folgenden Daten (welche mit den Angaben in der aktualisierten Ausgabe 
vom September 2023 übereinstimmen, vgl. die vollständige Version unter 
<https://www.hella.info/pdf/viewer.html?file=https://www.hella.info/media/9902/do 
wnload/DE-H-BA-BM03.pdf?v=1&language=de&category=Bedienungsanleitungen 
> [besucht am: 17. November 2025]): 

Windwiderstandsklasse: Klasse 0*
*)… Es wird die Windklasse 0 nach EN 13561 angegeben, da das Normprüfverfahren 
keinen Rückschluss auf den Windwiderstand unter tatsächlicher Windbelastung zulässt. 
Die Schacht-Markisen sind je nach Ausführung und Einbau bis zu den empfohlenen 
maximalen Windgrenzwerten – siehe Kapitel „Verwendungszweck“ – einsetzbar.

Verwendungszweck: Sonnenschutz, Wärmeschutz, Sichtschutz, Blendschutz; 
Windgrenzwertempfehlungen für HELLA Senkrecht-Markisen: 

Ausführung Schacht-Markise
[bft] [m/s]

Seil-/Stabführung direkt (Standardabstand) an Fassade 4-5 6-8
Seil-/Stabführung an Fassade Abstand 30 - 100 cm 4 6
Seil-/Stabführung an Polygonal-Fassade 4 6
Seil-/Stabführung in der Leibung 4-5 6-8

4.3. Nach der Offertöffnung gelangte die Vergabestelle an die 
Beschwerdeführerin, weil noch technische Unklarheiten zum angebotenen Produkt 
bestanden (vgl. Art. 38 Abs. 2 IVöB). In einer E-Mail vom 12. Mai 2025 (act. C.1.12 
S. 5) bat sie die Beschwerdeführerin – zur Vorbereitung des Vergabegesprächs 
vom 14. Mai 2025 – um Einreichung von Dokumenten, welche die einwandfreie 
Funktionsfähigkeit der Storen unter starken Windbelastungen 

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(Windwiderstandsklasse 4) nachweisen würden. Die Beschwerdeführerin leitete in 
der Folge der Vergabestelle zwei E-Mails vom 8. Mai 2025 bzw. 13. Mai 2025 (vgl. 
act. B.11 hinten) von H.________, Leiter Objektvertrieb der F.________ AG, weiter. 
In der ersten E-Mail bestätigte er ʺfür unsere Ausstellmarkisen, die 
Windwiderstandsklasse 4 (16.7 m/s bzw. 60 km/h)ʺ. Er fügte allerdings auch den 
Hinweis hinzu, dass man Ausstellmarkisen gemäss SIA/VSR ab 13.3 m/s bzw. 
48 km/h hochfahren sollte. In der zweiten E-Mail gab H.________ an, dass die 
F.________ AG ihre eigenen Produkte im eigenen Windkanal prüfen würde. 
Zusätzlich seien die Produkte beim G.________ geprüft worden und die Ergebnisse 
würden in etwa mit der SIA/VSR-Vorgabe übereinstimmen. In einer weiteren E-Mail 
vom 15. Mai 2025 (act. B.11 S. 1) führte die Beschwerdeführerin sodann unter 
anderem aus, ̋ die von uns angebotene Senkrechtmarkise BM03 mit Seilausführung 
kann für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die 
Windwiderstandsfähigkeit entsprechend optimiert werdenʺ.  

4.4. Gemäss Ausschreibung und Ausschreibungsunterlagen war eine Markise 
anzubieten, welche die Windwiderstandsklasse 4 erfüllt. Dies bedeutet, dass die 
Markisen Windstärken von 16.7 m/s bzw. 60.0 km/h standhalten müssen (vgl. SIA-
Norm 342, Anhang B, Tabelle 5, mit Hinweis auf die europäische Norm SN EN 
13659+A1, act. C.1.10 S. 14). Die Beschwerdeführerin hat das Produkt HELLA, 
Basis-Markise BM03, offeriert. Aus der dazugehörigen Bedienungsanleitung (siehe 
Erw. 4.2) ergibt sich eindeutig, dass diese Basis-Markise in der für das vorliegende 
Projekt relevanten Seil-/Stabausführung an der Fassade mit einem Abstand von 30 
– 100 cm bis zu einer maximalen Windgrenze von 6 m/s bzw. 21.6 km/h eingesetzt 
werden darf. Die Windwiderstandsklasse 4 wird somit bei Weitem nicht erfüllt. 
Entsprechend ist der Beschwerdegegner aufgrund dieses wesentlichen Mangels zu 
Recht zum Schluss gekommen, dass die Markisen der Beschwerdeführerin die 
technischen Spezifikationen nicht erfüllen. Daran vermögen auch die nach der 
Offertöffnung auf Nachfrage hin durch die Beschwerdeführerin eingereichten E-
Mails nichts zu ändern. In beiden E-Mails wird auf die Vorgaben der SIA-Norm 
Bezug genommen, ohne zu berücksichtigen, dass die vorliegende Ausschreibung 
von dieser abweicht bzw. strengere Anforderungen an die 
Windwiderstandsfähigkeit der Markisen stellt. Dass die Ergebnisse der Prüfungen 
durch die F.________ AG in etwa mit der SIA-Norm übereinstimmen würden, 
genügt den vorliegenden Anforderungen nicht. Auch der Hinweis darauf, dass man 
die Ausstellmarkisen ab 13.3 m/s bzw. 48 km/h hochfahren sollte, deutet darauf hin, 
dass die Markisen im Ergebnis "lediglich" der Windwiderstandsklasse 3 oder tiefer 
entsprechen (vgl. SIA-Norm 342, Anhang B, Tabelle 6, act. C.1.10 S. 14). 

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4.5. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin nachträglich selbst darauf 
hingewiesen hat, dass die offerierten Markisen für Anwendungen mit erhöhten 
Anforderungen an die Windwiderstandsfähigkeit optimiert werden können. Dies 
wäre aber gleichbedeutend mit einer Anpassung des Angebots, zumal sich in der 
Offerte keine Hinweise auf eine optimierte bzw. verstärkte Ausführung finden, 
sondern eindeutig die "Grundversion" der Markise aufgeführt ist. Eine solche 
Anpassung ist jedoch nicht zulässig, da sie eine Änderung des Preis-Leistungs-
Verhältnisses der Offerte nach sich ziehen würde. Dies wird auch durch die 
Beschwerdeführerin bestätigt, indem sie ausführt, dass eine solche (verstärkte) 
Lösung einen Mehrpreis nach sich ziehen würde (act. A.1 S. 2). Die 
Beschwerdeführerin bleibt im Übrigen auch mit der vorgeschlagenen Optimierung 
den Nachweis schuldig, dass diese die Windwiderstandsklasse 4 erfüllen würde. 
Vor diesem Hintergrund ist der Ausschluss der Beschwerdeführerin aus dem 
Vergabeverfahren nicht zu beanstanden.

4.6. Nach dem Gesagten braucht die Rechtmässigkeit der Zuschlagsverfügung 
nicht weiter geprüft zu werden. Hinzuzufügen bleibt nur noch, dass die Beigeladene 
von Beginn weg in ihrer Offerte die verstärkte Ausführung ihrer Markisen 
(I.________; vgl. act. C.1.14 S. 2, Verstärkte Ausführung II) angegeben hat 
(act. C.1.4 S. 1), und dass sie nachweisen konnte, dass diese die 
Windwiderstandsklasse 4 erfüllen (act. C.1.13 und 2.1). 

5.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner die 
Beschwerdeführerin zu Recht mangels Erfüllung der technischen Spezifikationen 
gemäss Ausschreibung vom Verfahren ausgeschlossen hat. Die Beschwerde ist 
abzuweisen. 

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Staatsgebühr ist 
angesichts der Höhe des Offertbetrags von gerundet CHF 88'000.00, der mittleren 
Komplexität der sich stellenden Rechtsfragen und unter Bezugnahme auf die 
bisherige Gerichtspraxis (vgl. etwa Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden U 23 54 vom 24. Oktober 2023, U 22 82 vom 11. Januar 2023, 
U 22 80 vom 15.  Dezember 2022) auf CHF 2'000.00 festzusetzen. 

6.2 Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 
Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegen. Davon abzuweichen besteht im vorliegenden Fall kein Anlass. Die 
Beigeladene ist nicht anwaltlich vertreten und sie macht weder geltend noch ist 

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ersichtlich, dass ihr durch den Rechtsstreit notwendige Kosten verursacht wurden 
(vgl. Art. 78 Abs. 1 VRG). 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 2’000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 306.00

Total CHF 2’306.00

gehen zulasten der A.________ AG.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]