# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da04ddf7-33f9-582b-baeb-5aac3dace4d5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-21
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 21.12.2010 BV.2010.74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2010-74_2010-12-21.pdf

## Full Text

Entscheid vom 21. Dezember 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
1. A. AG,  
2. B.,  
3. C.,  
alle vertreten durch Rechtsanwalt Peter Niggli, 

 
Beschwerdeführer 

 
 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2010.74, BV.2010.75, BV.2010.76 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Beschwerdegegnerin mit Verfügungen vom 18. November 2010 im 
Rahmen ihrer wegen des Verdachts der Widerhandlungen gegen das Bun-
desgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken 
(Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) geführten Strafuntersuchung ver-
schiedene, anlässlich der Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten der D. 
in Z. sichergestellte Gegenstände beschlagnahmte (act. 2.1, 2.2, 2.3); 

 
- die von den Beschlagnahmen betroffenen Beschwerdeführer hiergegen am 

22. November 2010 beim Direktor der Beschwerdegegnerin Beschwerde 
einreichten, mit welcher sie u. a. die Freigabe der beschlagnahmten Ge-
genstände beantragten (act. 1); 

 
- der Direktor der Beschwerdegegnerin die Beschwerde am 26. Novem-

ber 2010 zusammen mit seiner Stellungnahme der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts weiterleitete und die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei, beantragte (act. 2); 

 
- der gemeinsame Vertreter der drei Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

15. Dezember 2010 den Rückzug der Beschwerden erklärte (act. 8); 
 

- gemäss Art. 30 lit. a SGG i.V.m. Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 ff. und 
71 BGG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 BZP die Rückzugserklärung (Abstand) den 
Rechtsstreit beendet; 

 
- das Verfahren demnach zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt von 

der Geschäftskontrolle abgeschrieben werden kann, wobei die den Ab-
stand erklärenden Beschwerdeführer als unterliegende Partei gelten und 
deshalb die Gerichtskosten zu tragen haben (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. 
Art. 66 Abs. 1 BGG); 

 
- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf Fr. 300.-- festgesetzt, 

gleichmässig den Beschwerdeführern auferlegt und mit den geleisteten 
Kostenvorschüssen verrechnet wird (Art. 3 des Reglements vom 11. Feb-
ruar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; 
SR 173.711.32); 

 
- die Bundesstrafgerichtskasse daher jedem Beschwerdeführer den verblei-

benden Anteil des vorab geleisteten Kostenvorschusses in der Höhe von je 
Fr. 1'400.-- zurückzuerstatten hat; 

- 3 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Die Verfahren BV.2010.74, BV.2010.75 und BV.2010.76 werden zufolge 

Rückzugs der Beschwerden als erledigt von der Geschäftskontrolle abge-
schrieben. 

 
2. Die Gerichtsgebühr von 300.-- wird zu gleichen Teilen den Beschwerdefüh-

rern auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Die 
Bundesstrafgerichtskasse hat den Beschwerdeführern je Fr. 1'400.-- zurück-
zuerstatten. 

 
 

Bellinzona, 21. Dezember 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Peter Niggli 
- Eidgenössische Spielbankenkommission (unter Beilage eines Doppels von 

act. 8) 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).