# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99636496-5e92-5152-bb91-6030e618ce70
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.03.2015 PS150030
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS150030_2015-03-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS150030-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiberin 

Dr. M. Isler 

Beschluss vom 10. März 2015 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  

Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte,  

 

betreffend Pfändung 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zell-Turbenthal) 

 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 26. Ja-
nuar 2015 (CB140043) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. In der Betreibung Nr. ... gegen den Beschwerdeführer vollzog das Betrei-

bungsamt Zell-Turbenthal am 8. September 2014 die Einkommenspfändung (act. 

6/1). Die Pfändungsurkunde wurde dem Beschwerdeführer am 8. Oktober 2014 

zugestellt (act. 2/2-3 = act. 6/4). Mit Schreiben vom 24. Oktober 2014 wies das 

Betreibungsamt den Beschwerdeführer darauf hin, dass er bis anhin keine aktuel-

len Belege zur Berechnung seines Existenzminimums eingereicht habe. Sobald er 

dieser Obliegenheit nachgekommen sei, würde sein Existenzminimum neu be-

rechnet (act. 6/3). Mit Eingabe vom 29. Oktober 2014 erhob der Beschwerdefüh-

rer gegen die Pfändungsurkunde Beschwerde an das Bezirksgericht Winterthur 

als untere kantonale Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter (act. 1). Dieses 

wies die Beschwerde mit Beschluss vom 26. Januar 2015 ab (act. 11 = act. 14 

Dispositivziffer 1). 

2. Dagegen richtet sich die vom Beschwerdeführer rechtzeitig eingereichte Be-

schwerde an die Kammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über die Betrei-

bungsämter (act. 15, act. 12). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen 

(act. 1-12). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlas-

sung der Vorinstanz wurde abgesehen (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG 

SchKG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. Art. 322 und 324 ZPO). Die Sache ist spruchreif. 

3.1 Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. So-

weit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das 

Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; BSK SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 2. Aufl., 

Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwerdeverfahren gemäss 

§§ 17 und 18 EG SchKG nach §§ 80 f. und 83 f. GOG. Danach ist der Sachver-

halt von Amtes wegen zu untersuchen und es sind die Bestimmungen der ZPO 

sinngemäss anwendbar (§ 83 Abs. 3 GOG). Für den Weiterzug an das Oberge-

richt gelten insbesondere die Bestimmungen über die Beschwerde gemäss 

Art. 319 ff. ZPO (§ 84 GOG). 

- 3 - 

3.2 Art. 321 Abs. 1 ZPO statuiert, dass die Beschwerde bei der Rechtsmitte-

linstanz schriftlich und begründet einzureichen ist. Das bedeutet, dass die Be-

schwerde Anträge enthalten muss, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang 

der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird. Im Rahmen der Begründung ist 

darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzliche Entscheid leidet. Der Be-

schwerdeführer hat sich mit anderen Worten mit dem angefochtenen Entscheid 

auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzeigen, aus welchen Gründen er 

falsch ist (ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 2. Aufl., Art. 321 N 14 f.). Bei Parteien 

ohne anwaltliche Vertretung wird an die Begründungslast ein weniger strenger 

Massstab angelegt. Bei fehlender Auseinandersetzung bzw. Begründung ist je-

doch ohne weiteres auf die Beschwerde nicht einzutreten (ZR 110 Nr. 80; OGer 

ZH PS110192 vom 21. Februar 2012 Erw. 5.1). 

3.3 Die Rechtsmitteleingabe des Beschwerdeführers deckt sich vom Wortlaut 

her über weite Strecken mit der bereits der Vorinstanz eingereichten Beschwer-

deschrift vom 29. Oktober 2014 (act. 1). Der Beschwerdeführer bringt – ohne auf 

die diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen einzugehen – lediglich erneut 

vor, dass es aktenwidrig, rechtswidrig, willkürlich und unverhältnismässig sei, ge-

gen seine völlig unbeteiligte Ehefrau vorzugehen, da er der alleinige Schuldner 

sei (act. 15 S. 1 sowie act. 1, je erste drei bzw. vier Absätze).  

 Die Vorinstanz hat korrekt erläutert, dass die Ehefrau nur insofern im Pfän-

dungsverfahren Berücksichtigung findet, als dem Schuldner der monatliche 

Grundbetrag für Ehegatten (Fr. 1'700.–) angerechnet wird, wobei anschliessend 

sein Anteil am Existenzminimum im Verhältnis der von ihm resp. seiner Ehefrau 

erzielten Einkünfte berechnet wird (act. 14 S. 3). Der dem Beschwerdeführer an-

rechenbare Existenzminimumanteil beläuft sich somit – wie in der Pfändungsur-

kunde zu Recht dargestellt – auf Fr. 1'031.85 (von insgesamt Fr. 1'700.–), da er 

auch die höheren Einkünfte erzielt als seine Ehefrau. Offenbar ist der Beschwer-

deführer mit diesem Resultat nicht einverstanden. Er zeigt jedoch nicht auf, inwie-

fern der Vorinstanz bzw. dem Betreibungsamt bei der Berechnung ein Fehler un-

terlaufen wäre. Es fehlt vielmehr gänzlich an einer Auseinandersetzung mit den 

vorinstanzlichen Erwägungen.  

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3.4 Dasselbe gilt für den Hinweis der Vorinstanz, dass er dem Betreibungsamt 

jederzeit Zahlungsnachweise einreichen und dadurch eine Neuberechnung seines 

Existenzminimums erwirken könne (act. 14 S. 4 f.). Auch diesbezüglich versäumt 

es der Beschwerdeführer, irgendwelche Unterlagen zur Darlegung seiner effekti-

ven Auslagen beizubringen und beschränkt sich auf die wiederholte Aussage, es 

seien max. Fr. 823.– pro Monat pfändbar. Soweit er im hiesigen Verfahren neu 

beantragt, Beweise für direkt bezahlte Rechnungen an die Gemeinde Zell sowie 

an das Gemeinde- und kantonale Steueramt seien durch das Obergericht beizu-

ziehen (act. 15 S. 1), ist er (erneut) darauf aufmerksam zu machen, dass es dem 

Schuldner obliegt, dem Betreibungsamt Unterlagen vorzulegen, die tatsächlich 

wahrgenommene Zahlungsverpflichtungen belegen (BSK SchKG I-VONDER 

MÜHLL, 2. Aufl., Art. 93 N 25). 

3.5 Neu beantragt der Beschwerdeführer einen Ausstand des Betreibungsbeam-

ten D._____ (act. 15 S. 2). Die Frage, ob vor oberer kantonaler Aufsichtsbehörde 

Noven zulässig sind, entscheidet sich nach kantonalem Verfahrensrecht (BSK 

SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 2. Aufl., Art. 20a N 40). Im Kanton Zürich wird in § 84 

GOG auf Art. 319 ff. ZPO (Beschwerde) verwiesen. Nach Art. 326 ZPO sind dem-

nach im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren Noven nicht zulässig (vgl. OGer 

ZH PS110019 vom 21. Februar 2011 E. 3.4; OGer ZH PS120049 vom 2. April 

2012 E. 2). Soweit der Beschwerdeführer ein neues Begehren stellt, ist dies folg-

lich nicht zu berücksichtigen. 

3.6 Gesamthaft betrachtet tut der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern der Vor-

instanz seiner Auffassung nach eine unrichtige Rechtsanwendung oder Feststel-

lung des Sachverhalts vorzuwerfen wäre (Art. 310 ZPO). Seine Begründung, die 

sich über weite Teile in der Wiederholung der erstinstanzlichen Beschwerde er-

schöpft, genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht. Daher ist auf die Be-

schwerde nicht einzutreten. Würde darauf eingetreten, wäre die Beschwerde aus 

den gleichen Gründen abzuweisen. 

4. Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen sind keine Kosten zu erheben (Art. 20a Abs. 2 

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Ziff. 5 SchKG). Gemäss Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG sind keine Parteientschädi-

gungen zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage einer Kopie von act. 15) und – unter Beilage der erstinstanzlichen 

Akten – an das Bezirksgericht Winterthur sowie an das Betreibungsamt Zell-

Turbenthal, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Dr. M. Isler 
 
versandt am: 
11. März 2015 

	Beschluss vom 10. März 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 15) und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Winterthur sowie an das Betreibungsamt Zell-Turbenthal, je gegen Empfa...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...