# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 410f76cc-d973-525d-a637-a710848acbd1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.06.2024 C-2623/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2623-2022_2024-06-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2623/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Philipp Egli (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein,  

Richterin Selin Elmiger-Necipoglu, 

Gerichtsschreiberin Andrea Meier. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Spanien),  

vertreten durch Abelardo Vazquez Conde, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Neuanmeldung,  

Verfügung vom 25. April 2022. 

 

 

 

C-2623/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (Beschwerdeführer), geboren am (…) 1964, spanischer 

Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Spanien, war – mit Unterbrüchen – von 

Mai 1982 bis Juni 2007 als Maurer in der Schweiz erwerbstätig und leistete 

Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (Akten der Vorinstanz [IVSTA-act.] 7). 

A.b Am 22. Juli 2020 meldete sich der Beschwerdeführer erstmals zum 

Bezug einer Invalidenrente an. Er beschied, seine selbständige Tätigkeit 

als Maurer in Spanien am 19. Oktober 2018 aufgegeben zu haben und seit 

diesem Tag vollständig arbeitsunfähig zu sein (IVSTA-act. 1 Seiten 2, 7). 

Er leide an einer chronischen ischämischen Kardiomyopathie, Stents seien 

ihm implantiert worden (IVSTA-act. 13 Seite 1). Als weitere Leiden führte 

der Arztbericht vom 4. August 2020 (Formular E 213; IVSTA-act. 4 Seite 2) 

eine Tendinopathie der linken Schulter mit einer Einschränkung von weni-

ger als 50 % und Ischiasbeschwerden rechts auf. 

A.c In Würdigung der medizinischen Akten attestierte Dr. med. B._______, 

FMH Allgemeine Medizin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), dem 

Beschwerdeführer im angestammten Beruf als Maurer eine Arbeitsunfähig-

keit von 70 % seit dem 24. September 2018, in leidensadaptierten Tätig-

keiten bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 17. März 2021, IV-

STA-act. 37).  

A.d Gestützt auf den Bericht von Dr. B._______ vom 17. März 2021 wies 

die Vorinstanz – nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens – das 

Rentengesuch mit Verfügung vom 12. Juli 2021 ab. Sie führte aus, bei ei-

ner vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit resultiere 

aus dem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 12 %, der nicht 

rentenbegründend sei (IVSTA-act. 44). Diese Verfügung erwuchs unange-

fochten in Rechtskraft.  

B.  

B.a Am 13. Dezember 2021 meldete sich der Beschwerdeführer wiederum 

zum Rentenbezug an (IVSTA-act. 52) und legte einen radiologischen Be-

richt der Lendenwirbelsäule des Universitätsklinikums C._______ (Spa-

nien) vom 2. November 2021 ins Recht (IVSTA-act. 51 sowie deutsche 

Übersetzung in BVGer-act. 17). 

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Seite 3 

B.b Dr. med. D._______, praktizierender Arzt Allgemeinmedizin des RAD, 

befand in seinem Bericht vom 8. Februar 2022, der radiologische Bericht 

vom 2. November 2021 zeige keine Verschlechterung des Gesundheitszu-

standes seit der Abweisung des Rentengesuchs am 12. Juli 2021 (IVSTA-

act. 56). 

B.c In ihrem Vorbescheid vom 14. Februar 2022 stellte die Vorinstanz in 

Aussicht, sie werde nicht auf die Neuanmeldung eintreten, da der Be-

schwerdeführer keine rentenerhebliche Verschlechterung des Gesund-

heitszustandes glaubhaft machen könne (IVSTA-act. 57). Der Beschwer-

deführer reichte keine Stellungnahme zum Vorbescheid ein.  

B.d Mit Verfügung vom 25. April 2022 trat die Vorinstanz nicht auf die Neu-

anmeldung ein (IVSTA-act. 60). 

C.  

C.a Gegen die Verfügung vom 25. April 2022 erhob der Beschwerdeführer, 

vertreten durch Abelardo Vazquez Conde, Anwalt in E._______ (Spanien), 

am 3. Juni 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean-

tragte die Zusprache einer Invalidenrente in «angemessener und gerechter 

Höhe» (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1). Mit der Be-

schwerde reichte der Beschwerdeführer einen medizinischen Bericht (In-

forme Medico) von Dr. med. F._______, Spezialist für Körperverletzungen, 

E._______ (Spanien), vom 22. Juni 2021 ein (BVGer-act. 1 Beilage 3 so-

wie deutsche Übersetzung in BVGer-act. 17). 

C.b In ihrer Vernehmlassung vom 15. August 2022 schloss die Vorinstanz 

auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne 

und legte eine Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. D._______ vom 4. Au-

gust 2022 vor, die sich zum medizinischen Bericht von Dr. F._______ äus-

sert (BVGer-act. 6). 

C.c Mit Replik vom 1. September 2022 und Duplik vom 23. September 

2022 hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (BVGer-act. 10 und 13). 

C.d Der Instruktionsrichter schloss den Schriftenwechsel mit Instruktions-

verfügung vom 4. Oktober 2022 (BVGer-act. 14). 

  

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Die IVSTA gehört als 

Behörde nach Art. 33 VGG zu den Vorinstanzen des Bundesverwaltungs-

gerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Eine das Sach-

gebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das 

Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der angefochtenen Verfü-

gung zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt, 

ist direkter Adressat der angefochtenen Verfügung und mit der Aufhebung 

der bestehenden Rente der Invalidenversicherung formell und materiell be-

schwert. Er kann sich auf ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung berufen (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Die Verfügung vom 25. April 2022 wurde dem Beschwerdeführer am 

4. Mai 2022 zugestellt (BVGer-act. 3) und die Beschwerde am 3. Juni 2022 

einem spanischen Gericht zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts 

übergeben (BVGer-act. 1). Somit ist die 30-tägige Beschwerdefrist einge-

halten (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 50 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 81 der Ver-

ordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

[SR 0.831.109.268.1]). Da die Beschwerde im Übrigen formgerecht einge-

reicht (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und der Gerichtskostenvorschuss fristgerecht 

bezahlt wurde (Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis und 2 IVG), ist 

auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

2.1 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 25. April 2022, mit der die Vorinstanz nicht auf die Neuan-

meldung zum Leistungsbezug eingetreten ist (IVSTA-act. 60). 

2.2 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger und wohnt in 

Spanien. Es liegt ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU 

vor (vgl. dazu BGE 145 V 231 E. 7.1; 143 V 354 E. 4; 143 V 81 E. 8.1). 

Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 

0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung 

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der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbeson-

dere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen 

(EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 

0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die 

durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen eines An-

spruchs auf eine Invalidenrente der Eidgenössischen Invalidenversiche-

rung richtet sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Ko-

ordinierungsvorschriften allein nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 

V 253 E. 2.4; Urteile des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4 und 

8C_111/2020 vom 15. Juli 2020 E. 2). 

2.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 

V 210 E. 4.3.1). 

2.4 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; BGE 137 V 71 

E. 5.2). 

2.5 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 25. April 2022) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 130 V 138 E. 2.1). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer verlangt, ihm sei eine Invalidenrente in einer 

«angemessenen und gerechten» Höhe zuzusprechen (BVGer-act. 1). Die 

Vorinstanz beantragt, auf diesen Antrag nicht einzutreten (BVGer-act. 6). 

3.2 Der Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprechung einer Invaliden-

rente geht über den Streitgegenstand hinaus. In der angefochtenen Verfü-

gung vom 25. April 2022 (IVSTA-act. 60) trat die Vorinstanz nicht auf die 

Neuanmeldung vom 13. Dezember 2021 (IVSTA-act. 52) ein, weshalb im 

vorliegenden Verfahren nur darüber zu entscheiden ist, ob die Vorinstanz 

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zu Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten ist. Die materielle Beur-

teilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers bildet dagegen nicht 

Streitgegenstand dieses Verfahrens. Folglich ist auf den Antrag auf Zuspre-

chung einer Rente nicht einzutreten (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; Urteil des 

BGer 9C_51/2023 vom 11. April 2023 E. 1; je mit Hinweisen).  

4. Hingegen ist zu prüfen, ob die Vorinstanz mit Verfügung vom 25. April 

2022 (IVSTA-act. 60) zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 13. De-

zember 2021 eingetreten ist. 

4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei-

gert, so wird eine Neuanmeldung materiell nur geprüft, wenn die versi-

cherte Person glaubhaft macht, die tatsächlichen Verhältnisse hätten sich 

seit der letzten rechtskräftigen Entscheidung in einem für den Rentenan-

spruch erheblichen Mass verändert. Damit soll verhindert werden, dass 

sich die IV-Stellen immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be-

gründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Leis-

tungsgesuchen befassen muss (Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV [SR 

831.201]; BGE 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteil des BGer 9C_9/2022 

vom 8. März 2022 E. 4.2). Gelingt der versicherten Person die Glaubhaft-

machung nicht, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Ist die an-

spruchserhebliche Änderung hingegen glaubhaft gemacht, ist die Verwal-

tung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in 

tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9 

E. 2.3). Die Verwaltung hat demnach in analoger Weise wie bei einem Re-

visionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen (BGE 141 V 585 E. 5.3 in fine; 

vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_557/2022 vom 4. August 2023 

E. 4.1). 

4.2 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte An-

forderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht 

nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 148 V 397 E. 3.3) erstellt sein. 

Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser-

heblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, 

auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei einge-

hender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen las-

sen (BGE 148 V 427 E. 3.2, 144 V 427 E. 3.3). Weder eine im Vergleich zu 

früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit 

noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend ge-

machten Leidens genügt für sich allein, um auf einen veränderten 

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Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte 

Befundlage (Urteil 8C_557/2022 E. 4.2 m.w.H.). Die Verwaltung verfügt bei 

der Beurteilung der Eintretensvoraussetzung nach Art. 87 IVV über einen 

gewissen Spielraum. So wird sie namentlich berücksichtigen, ob die 

frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt und an die 

Glaubhaftmachung dementsprechend mehr oder weniger hohe Anforde-

rungen stellen (Urteil des BGer 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2 mit 

Hinweis auf BGE 109 V 108 E. 2b; vgl. auch BGE 149 V 177 E. 4.3.2). 

4.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es in erster Linie Sa-

che der versicherten Person selbst, substanzielle Anhaltspunkte für eine 

allfällige neue Prüfung des Leistungsanspruches darzulegen. In diesem 

Verfahrensstadium gilt demnach der Untersuchungsgrundsatz nicht. Viel-

mehr wird der versicherten Person für das Eintreten auf eine Neuanmel-

dung eine Behauptungs- und Beweisführungslast auferlegt (BGE 130 V 64 

E. 5.2.5; Urteile des BGer 9C_238/2023 vom 24. Mai 2023 E. 3.2 und 

8C_30/2017 vom 17. März 2017 E. 4.1). Es sind dabei alleine die im Ver-

waltungsverfahren eingereichten medizinischen Unterlagen zu prüfen (Ur-

teil des BGer 8C_264/2012 vom 4. Juli 2012 E. 2). Arztberichte, die erst im 

Beschwerdeverfahren aufgelegt werden, sind bei der Beurteilung der 

Frage, ob die Verwaltung auf die Neuanmeldung hätte eintreten müssen, 

grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil 

des BGer 8C_247/2023 vom 8. September 2023 E. 3.2; je mit Hinweisen).  

4.4 Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnis-

sen beurteilt sich im vorliegenden Fall durch Vergleich des Sachverhalts, 

wie er im Zeitpunkt der rechtskräftigen Verneinung eines Rentenanspruchs 

bestanden hat (12. Juli 2021), mit demjenigen zur Zeit der angefochtenen 

Verfügung (25. April 2022) (BGE 134 V 131 E. 3; Urteil des BGer 

8C_177/2018 vom 3. August 2018 E. 3.5).  

4.5  

4.5.1 Mit der Neuanmeldung vom 13. Dezember 2021 legte der Beschwer-

deführer den Radiologiebefund vom 2. November 2021 (IVSTA-act. 51 so-

wie deutsche Übersetzung in BVGer-act. 17) neu ins Recht. Die übrigen 

Berichte, insbesondere der ausführliche ärztliche Bericht vom 9. Oktober 

2020 (Formular E 213) des G._______ (Spanien) (IVSTA-act. 23 und 49 

sowie die deutsche Übersetzung in BVGer-act. 17) und der medizinische 

Bericht aus C._______ (Spanien) vom 25. Februar 2021 (IVSTA-act. 33 

und 50 sowie die deutsche Übersetzung in BVGer-act. 17) lagen der 

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Vorinstanz bereits bei der Beurteilung der Rentenanmeldung vom 22. Juli 

2020 vor (vgl. hierzu auch den Bericht des RAD-Arztes vom 17. März 2021, 

IVSTA-act. 37).  

Zu prüfen ist deshalb, ob der Beschwerdeführer mit dem Radiologiebefund 

vom 2. November 2021 glaubhaft machen kann, der Grad seiner Invalidität 

habe sich zwischen dem 12. Juli 2021 (Datum der den Rentenanspruch 

verneinenden Verfügung, IVSTA-act. 44) und dem 25. April 2022 (Datum 

der Nichteintretensverfügung, IVSTA-act. 60) in einer für den Anspruch er-

heblichen Weise geändert (E. 2.5). 

4.5.2 Grundlage für die Abweisung des Rentenbegehrens vom 22. Juli 

2020 war der Aktenbericht des RAD-Arztes Dr. B._______ vom 17 März 

2021. In Würdigung der bei den Akten liegenden Arztberichten stellte er 

folgende Hauptdiagnosen: Periarthropathie der linken Schulter (ICD 

M75.1), ein chronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom (ICD 

M47.8) mit degenerativen Veränderungen und intermittierender Ischialgie 

laut Diagnose vom 1. April 2016, eine chronische ischämische Herzkrank-

heit (ICD I25) bei Status nach Angioplastie und Einsatz von Stents am 

24. September 2018. Als Nebendiagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-

fähigkeit führte Dr. B._______ Bluthochdruck (ICD I10) auf. Demgegen-

über hätten Varikozelen und eine Dyslipidämie keine Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit. Dr. B._______ kam zum Schluss, der Beschwerdeführer 

sei aufgrund dieser Diagnosen in seiner angestammten Tätigkeit als Mau-

rer seit dem 24. September 2018 zu 70 % arbeitsunfähig, eine leidensan-

gepasste Tätigkeit könne er aber zu 100 % ausüben (IVSTA-act. 37). 

4.5.3 Im Röntgenbericht des Universitätsklinikums C._______ (Spanien) 

vom 2. November 2021 (IVSTA-act. 51 sowie deutsche Übersetzung in 

BVGer-act. 17) wurden eine gemischte Stenose des Lumbalkanals L4-L5 

mit mässigem Ausmass sekundär zu einer posterioren Bandscheiben-

protrusion und posteriorer degenerativer Veränderungen bei einem Patien-

ten mit konstitutioneller Neigung zu einem engen lumbalen Kanal, ein 

posterozentraler Bandscheibenvorfall L5-S1 und eine diskrete Spondylar-

throse mit Veränderungen an L2-S1 festgestellt. 

4.5.4 Die im Röntgenbericht vom 2. November 2021 beschriebenen 

Rückenprobleme (E. 4.5.3) sind nicht neu. Gemäss dem Bericht des 

H._______ (Spanien) vom 17. Juni 2020 wurde bereits am 1. April 2016 

ein lumbales und thorakales Syndrom mit Schmerzausstrahlung diagnos-

tiziert (IVSTA-act. 14 Seite 2 sowie deutsche Übersetzung in BVGer-

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Seite 9 

act. 17), und im medizinischen Bericht aus C._______ (Spanien) vom 

25. Februar 2021 (IVSTA-act. 33 und 50 sowie deutsche Übersetzung in 

BVGer-act. 17) wurden degenerative Veränderungen an der Lendenwirbel-

säule festgehalten. Der RAD-Arzt Dr. B._______ führte in seiner Stellung-

nahme vom 17. März 2021 ein lumbospondylogenes Syndrom als Haupt-

diagnose auf (IVSTA-act. 37 Seite 1; vgl. E. 4.5.2). Der RAD-Arzt Dr. 

D._______ bestätigte denn auch bei seiner Würdigung des Röntgenbe-

richts vom 2. November 2021, beim Beschwerdeführer bestehe eine mäs-

sige lumbale Kanalstenose L4-L5 und ein Bandscheibenvorfall L5-S1 mit 

punktuellem Kontakt zu den Nervenwurzeln S1. Dies erkläre die intermit-

tierend auftretenden Lumboischialgien. Diese Beschwerden seien jedoch 

nicht neu und beim Profil einer Verweistätigkeit berücksichtigt worden. Dr. 

D._______ kommt deshalb zum Schluss, der Röntgenbericht zeige keine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes, eine leichte Verweistätigkeit 

sei dem Beschwerdeführer weiterhin in einem Pensum von 100 % zuzu-

muten (IVSTA-act. 56). 

4.5.5 Mit dem Röntgenbericht vom 2. November 2021 (E. 4.5.3) gelingt es 

dem Beschwerdeführer deshalb nicht, glaubhaft zu machen, sein Gesund-

heitszustand habe sich im massgeblichen Vergleichszeitraum vom 12. Juli 

2021 (rentenverneinende Verfügung) bis 25. April 2022 (Datum der Nicht-

eintretensverfügung) in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise 

geändert (E. 4.1 und 4.2). Da bei einer Neuanmeldung die Behauptungs- 

und Beweisführungslast beim Beschwerdeführer liegt (E. 4.3), war nicht die 

Vorinstanz in der Pflicht, medizinische Abklärungen bis hin zur vom Be-

schwerdeführer geforderten Begutachtung in der Schweiz zu veranlassen. 

Vielmehr wäre es am Beschwerdeführer gelegen, die behauptete Ver-

schlechterung seines Gesundheitszustandes mittels weiterer Arztberichte 

glaubhaft zu machen. Erst wenn der Beschwerdeführer eine Verschlechte-

rung des Gesundheitszustandes hätte glaubhaft machen können und die 

Vorinstanz folglich auf die Neuanmeldung eingetreten wäre, hätte die  

Vorinstanz den Sachverhalt gemäss dem Untersuchungsgrundsatz abklä-

ren müssen. Indem es dem Beschwerdeführer aber nicht gelingt, eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes in einer für den Rentenanspruch 

erheblichen Weise glaubhaft zu machen, ist die Vorinstanz zu Recht nicht 

auf seine Neuanmeldung vom 13. Dezember 2021 eingetreten. 

4.6  

4.6.1 Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer dem Gericht einen 

medizinischen Bericht von Dr. F._______ (Spanien), vom 22. Juni 2021 ein 

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Seite 10 

(BVGer-act. 1 Beilage 3 sowie deutsche Übersetzung in BVGer-act. 17). 

Hierzu führte der Beschwerdeführer aus, Dr. F._______ habe den medizi-

nischen Bericht nach persönlicher Untersuchung des Beschwerdeführers 

erstellt. Der Bericht enthalte eine komplette Aufstellung der Diagnosen so-

wie eine begründete Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit (BVGer-act. 1 

Seite 4). Die Vorinstanz bringt vor, es sei derjenige Sachverhalt massge-

blich, der sich der Verwaltung bei Verfügungserlass geboten habe, weshalb 

im Gerichtsverfahren keine neuen Beweismittel beigebracht werden könn-

ten (BVGer-act. 6 Seiten 2 unten und 3 oben). 

4.6.2 Der Argumentation der Vorinstanz ist zuzustimmen. Für die gerichtli-

che Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist gemäss der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung die Aktenlage im Zeitpunkt der Verfügung 

massgebend (E. 4.3). Der erst im Gerichtsverfahren vorgelegte medizini-

sche Bericht von Dr. F._______ ist deshalb vorliegend nicht in die Überprü-

fung der Nichteintretensverfügung einzubeziehen. Dies gilt selbst dann, 

wenn aus dem Bericht Rückschlüsse auf den Verfügungszeitpunkt gezo-

gen werden könnten (vgl. Urteil des BGer 8C_481/2020 vom 15. Dezem-

ber 2020 E. 4.1.3).  

4.7 Der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass der Beschwerde-

führer zu Recht nicht behauptet, die Verfügung vom 12. Juli 2021 (IVSTA-

act. 44) müsse in (prozessuale) Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder in 

Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen werden.  

4.7.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfü-

gungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die 

versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erheb-

liche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibrin-

gung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision). Neue 

Tatsachen und Beweismittel in diesem Sinne sind innert 90 Tagen nach 

ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine 

absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des 

Einspracheentscheids zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG in Ver-

bindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1 ff. mit Hinweisen). 

Leidet eine Verfügung an einem Mangel, ist dieser in erster Linie im 

Rechtsmittelverfahren zu beseitigen. Einwendungen, die die betroffene 

Person bei der ihr zumutbaren Sorgfalt bereits im ordentlichen Verfahren 

hätte erheben können, sind im Revisionsverfahren grundsätzlich nicht 

mehr zu hören (BGE 138 II 386 E. 5.1; Urteil des BGer 8C_198/2023 vom 

16. Oktober 2023 E. 5.2.2 mit weiteren Hinweisen).  

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4.7.2 Im vorliegenden Fall liegen keine neuen Tatsachen oder Beweismittel 

vor, die der Beschwerdeführer im früheren Verfahren nicht hätte beibringen 

können. Der medizinische Bericht von Dr. F._______ datiert vom 22. Juni 

2021 (BVGer-act. 1 Beilage 3 sowie deutsche Übersetzung in BVGer-

act. 17), die den Rentenanspruch verneinende Verfügung der Vorinstanz 

erging am 12. Juli 2021 (IVSTA-act. 44). Aufgrund des Fristenstillstandes 

von 15. Juli bis 15. Augst 2021 (Art. 38 Abs. 4 Bst. b ATSG) hätte der Be-

schwerdeführer bis Mitte September 2021 Zeit gehabt, die Verfügung mit 

dem ordentlichen Rechtsmittel der Beschwerde anzufechten und dabei 

den medizinischen Bericht von Dr. F._______ vom 22. Juni 2021 sowie den 

nicht bei den Akten der Vorinstanz liegenden, aber vom Beschwerdeführer 

in der Beschwerde (BVGer-act. 1 Seite 3) und in der Replik (BVGer-act. 10 

Seiten 1 und 2) erwähnten Bericht der Hausärztin Dr. I._______ vom 

21. Juni 2021, ins Recht zu legen. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, 

dass es dem Beschwerdeführer – trotz hinreichender Sorgfalt – nicht mög-

lich und nicht zumutbar gewesen wäre, gegen die Verfügung vom 12. Juli 

2021 (IVSTA-act. 44) Beschwerde zu erheben und die Berichte von Dr. 

F._______ und Dr. I._______ im Beschwerdeverfahren beizubringen. Ent-

sprechend kann die Verfügung vom 12. Juli 2021 nicht gestützt auf die er-

wähnten ärztlichen Berichte in Revision gezogen werden. 

4.7.3 Der Versicherungsträger kann überdies gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG 

auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide wieder-

erwägungsweise zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und 

wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Allerdings liegt der 

Entscheid über die Vornahme einer Wiedererwägung im Ermessen der  

Vorinstanz. Die Vorinstanz kann vom Gericht nicht verhalten werden, eine 

Wiedererwägung durchzuführen (BGE 147 V 213 E. 6.2.2 in fine; Urteil des 

BGer 9C_372/2023 vom 16. November 2023 E. 7.2). 

4.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht 

glaubhaft machen kann, sein Gesundheitszustand habe sich seit Erlass 

der rentenverneinenden Verfügung vom 12. Juli 2021 in rentenrelevantem 

Ausmass verschlechtert. Die Vorinstanz ist somit zu Recht nicht auf die 

Neuanmeldung vom 13. Dezember 2021 eingetreten. Die Beschwerde ist 

– soweit darauf einzutreten ist – abzuweisen und die angefochtene Verfü-

gung vom 25. April 2022 zu bestätigen. 

  

C-2623/2022 

Seite 12 

5.  

5.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfanges 

und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf 

Fr. 800.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 69 Abs. 1bis IVG sowie 

Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Sie sind vom unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und aus dem geleisteten Kostenvorschuss zu ent-

nehmen. 

5.2 Weder der anwaltlich vertretene unterliegende Beschwerdeführer noch 

die obsiegende Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

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Seite 13 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie werden aus dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- 

entnommen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

Philipp Egli Andrea Meier 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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