# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3aa64f6d-3e61-5b6f-a3a0-b0b1d1ca2baa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.01.2007 IV 2006/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-44_2007-01-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 25.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 25.01.2007
Art. 17 Abs. 1 ATSG: Einkommensveränderung als Revisionsgrund? Erzielt 
eine Versicherte, welche im Betrieb ihres bisherigen Arbeitgebers in einer 
leidensangepassten 50%-Stelle tätig ist, und damit ihre 
Resterwerbsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, eine im 
Wesentlichen durch Bonuszahlungen bedingte Lohnsteigerung, so ist davon 
auszugehen, dass sie eine entsprechende Lohnentwicklung auch als zu 
100% tätige Arbeitnehmerin hätte erzielen können. Bei einer Rentenrevision 
ist folglich auch das Valideneinkommen entsprechend anzupassen. Ohne 
diesbezügliche Anhaltspunkte darf in dieser speziellen Konstellation 
jedenfalls nicht von einer eigentlichen Invalidenkarriere ausgegangen 
werden [Erw. 2 f]. Wird das Invalideneinkommen nicht aufgrund von 
Tabellenlöhnen ermittelt, ist ein leidensbedingter Abzug vom 
Invalideneinkommen nicht angezeigt [Erw. 2 g] (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Januar 2007, IV 
2006/44).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug 

und Marie Löhrer; a.o. Gerichtsschreiber Bernhard Isenring

Entscheid vom 25. Januar 2007

In Sachen

L.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fredy Fässler, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rentenrevision

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Die 1955 geborene slowenische Staatsangehörige L.___ gelangte mit Anmeldung 

vom 18. Juli 2002 an die schweizerische Invalidenversicherung und ersuchte um 

Berufsberatung sowie Ausrichtung einer Invalidenrente. Zur Begründung machte sie 

geltend, sie habe zu lange Ellenknochen, was seit 1999 enorme Gelenkschmerzen und 

Entzündungen verursache (IV-act. 1). Gestützt auf zahlreiche Arztberichte 

diagnostizierte med. pract. A.___, Arzt für Allgemeinmedizin, B.___, in einem von der 

IV-Stelle angeforderten Arztbericht vom 14. Oktober 2002 chronische 

Handgelenksschmerzen rechts mit/bei: St. n. Handgelenksoperation links 5/2000; St. n. 

Diskusnaht bei Läsion des Discus ulno-carpalis rechts (Orthopädie am Spital X.___ 

10.10.2001); St. n. Neurotomie des N. Interosseus posteriore re. 6/2002; St. n. 

Ulnaverkürzungsosteotomie re. Handgelenk am 7.8.2002. Med. pract. A.___ hielt weiter 

fest, die Versicherte sei aufgrund dieser Diagnose vom 1. Januar 2000 bis 4. November 

2002 zu 80% und seit dem 5. November 2002 bis auf weiteres zu 50% arbeitsunfähig 

(IV-act. 9).

B.- Gemäss Schlussbericht der Fachmitarbeiterin Eingliederung der IV-Stelle vom 14. 

März 2003 kann die Versicherte im Betrieb ihrer bisherigen Arbeitgeberin – der C.___ 

AG (vormals Z.___ AG), einer Tochtergruppe der Y.___ – eine leidensadaptierte 

Tätigkeit verrichten, womit sie ihre Resterwerbsfähigkeit von 50% tatsächlich verwertet 

(IV-act. 14). Mit Schreiben vom 17. September 2003 teilte die IV-Stelle der 

Ostschweizerischen AHV-Ausgleichskasse für Handel und Industrie mit, es liege bei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Versicherten ab 1. Januar 2001 ein Invaliditätsgrad von 80% und ab 1. Februar 

2003 ein Invaliditätsgrad von 50% vor. Infolge verspäteter Anmeldung sei der Beginn 

der Rentenzahlung auf den 1. Juli 2001 festzulegen (IV-act. 29). Der aktuelle 

Invaliditätsgrad von 50% wurde unter Annahme eines Valideneinkommens von Fr. 

50'050.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 25'025.-- ermittelt (IV-act. 28). Am 1. 

Oktober und 3. November 2003 ergingen die entsprechenden Verfügungen an die 

Versicherte. Dabei wurde ihr mitgeteilt, dass sie ab 1. Juli 2001 eine ganze 

Invalidenrente, eine Zusatzrente für den Ehepartner und eine Kinderrente (bis 31. 

August 2002) erhalte, und ab 1. Februar 2003 eine halbe Invalidenrente und eine 

entsprechend reduzierte Zusatzrente für den Ehepartner (IV-act. 30 und 31).

C.- Im Juni 2005 führte die IV-Stelle aufgrund eines vorgemerkten Anpassungstermins 

von Amtes wegen eine Rentenrevision durch. Mit Verlaufsbericht vom 9. Juli 2005 

attestierte med. pract. A.___ der Versicherten einen stationären Gesundheitszustand 

und eine gleich bleibende Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 38). Mit Schreiben vom 20. 

Juli 2005 teilte die IV-Stelle der Ostschweizerischen AHV-Ausgleichskasse für Handel 

und Industrie mit, es liege bei der Versicherten ab sofort ein Invaliditätsgrad von 45% 

vor, was eine Rentenanpassung per 1. September 2005 erforderlich mache (IV-act. 42). 

Dabei ging die IV-Stelle von einem Valideneinkommen von Fr. 50'700.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 27'860.-- aus (IV-act. 41). Am 21. Juli 2005 erging die 

entsprechende Verfügung, mit welcher die Umwandlung der halben IV-Rente in eine IV-

Viertelsrente, wie auch die Ausrichtung einer entsprechend reduzierten Zusatzrente für 

den Ehepartner per 1. September 2005 angeordnet wurde (IV-act. 43).

D.- Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Unterstützung ihrer Arbeitgeberin 

am 5. September 2005 Einsprache mit dem Antrag, es seien die Renten weiterhin auf 

der Basis einer 50%-igen Invalidität zu entrichten. Zur Begründung wird im 

Wesentlichen vorgebracht, die Versicherte sei im selben Aufgabenbereich tätig wie vor 

dem Eintritt der Behinderung. Überdies verändere die ab Januar 2005 ausgerichtete 

Salärerhöhung von Fr. 50.-- pro Monat das Verhältnis von Invaliden- zu 

Valideneinkommen nicht, denn der Versicherten würden lediglich Fr. 25.-- auf ihr 

Bruttoeinkommen ausgerichtet. Das durch die Firma errechnete Basissalär bei 100%-

iger Arbeitsleistung betrage ab 2005 Fr. 3'950.-- pro Monat bei 13 Monatslöhnen. 

Aufgrund ihrer Behinderung erziele die Versicherte aber ein reduziertes Einkommen von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fr. 1'975.-- pro Monat bei 13 Monatslöhnen. Auch die unregelmässigen Zahlungen aus 

Mitarbeiterpartizipation und Bonus würden behinderungsbedingt um 50% reduziert. 

Insgesamt erziele die Versicherte heute kein relativ höheres Einkommen durch eine 

besser entlöhnte Tätigkeit (IV-act. 44). Mit Entscheid vom 10. Februar 2006 wies der 

Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen die Einsprache ab. 

Zwar liege aufgrund des stationären Gesundheitszustandes unbestrittenermassen kein 

medizinischer Revisionsgrund vor. Allerdings habe die Einsprecherin in ihrer 

Invalidenkarriere bis 2004 eine 11,3%-ige Einkommenssteigerung gegenüber dem bei 

der Rentenzusprechung für das Jahr 2001 mit Behinderung als zumutbar erachteten 

Erwerbseinkommen von Fr. 25'025.-- verbucht, was deutlich über der 4,1%-igen 

Erhöhung des Nominallohns in diesem Zeitraum liege. Aufgrund der Tatsache, dass 

Teilzeit arbeitende Frauen im Durchschnitt verhältnismässig besser verdienten, als 

wenn sie Vollzeit arbeiten würden, sei zu schliessen, dass die Einsprecherin als 

Gesunde keine äquivalente Einkommensentwicklung durchlaufen hätte. Damit sei ein 

wirtschaftlicher Revisionsgrund zu bejahen und die angefochtene Verfügung erweise 

sich im Ergebnis als richtig (IV-act. 51).

E.- Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde vom 10. März 2006, ergänzt 

am 1. Mai 2006, mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 10. Februar 2006 sei 

aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei weiterhin eine halbe IV-Rente 

zuzusprechen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im 

Wesentlichen vorgebracht, entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei das 

Invalideneinkommen im Vergleich zum Valideneinkommen nicht überproportional 

gestiegen. Die Vorinstanz habe es versäumt, auch die Entwicklung des 

Valideneinkommens zu betrachten, welches mit dem Invalideneinkommen der 

Beschwerdeführerin exakt Schritt halte. Es seien jedenfalls keine Gründe ersichtlich, 

von einer parallel laufenden Entwicklung des Validenlohns abzuweichen, womit das 

Vorgehen der IV-Stelle gegen den Grundsatz der Parallelität der Bemessungsfaktoren 

verstosse. Es könne nicht angehen, auf Seiten des Invalideneinkommens die 

tatsächliche Einkommensentwicklung zu berücksichtigen und dies beim 

Valideneinkommen zu unterlassen. Auch beruhe die Argumentation der Vorinstanz, 

wonach Frauen im Teilzeitpensum verhältnismässig besser entlöhnt würden als Vollzeit 

arbeitende Frauen, auf falschen Zahlen. Schliesslich sei es grundsätzlich gerechtfertigt, 

beim Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug von 5% bis 10% 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vorzunehmen, da die Beschwerdeführerin eine leidensadaptierte Tätigkeit verrichte und 

verschiedene Tätigkeiten von einer Arbeitskollegin übernommen werden müssten (act. 

G 1 und G 3).

F.- Mit Zuschrift vom 11. Mai 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde unter Hinweis auf das Vorliegen eines wirtschaftlichen 

Revisionsgrundes. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin könne nicht von einer 

parallelen Entwicklung der Vergleichseinkommen ausgegangen werden, da die 

Lohnsteigerung der Beschwerdeführerin aus ihrem reduzierten Arbeitspensums 

beträchtlich über der Nominallohnentwicklung liege. Im Weitern sei ein Leidensabzug 

vom Invalideneinkommen nicht möglich, da diesbezüglich nicht auf Tabellenlöhne 

abgestellt worden sei (act. G 5). In der Replik vom 6. Juni 2006 hält der Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin fest, es bleibe schleierhaft, wie aus der Tatsache, dass die 

Lohnsteigerung der Beschwerdeführerin seit Eintritt des Gesundheitsschadens über 

der Nominallohnentwicklung liege, geschlossen werden könne, dass sich Validen- und 

Invalideneinkommen nicht parallel entwickelt hätten. Da die Beschwerdeführerin bei 

der gleichen Arbeitgeberin, in der gleichen Tätigkeit, am gleichen Ort und unter den 

gleichen Bedingungen beschäftigt sei, wie vor Eintritt der Invalidität, lasse sich das 

ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen aufgrund der heute 

bestehenden tatsächlichen Verhältnisse haargenau beziffern. Es sei daher nicht 

nachvollziehbar, weshalb für den Einkommensvergleich im Revisionszeitpunkt das 

Valideneinkommen zum Zeitpunkt des Invaliditätseintritts bzw. das unmittelbar vor 

Invaliditätseintritt erzielte Einkommen als Bezugsgrösse bestehen bleiben soll (act. G 

7). Die Beschwerdegegnerin verzichtete sinngemäss auf die Einreichung einer Duplik 

(act. G 9).

II.

1.- Unbestritten ist, dass bei der Beschwerdeführerin seit dem 5. November 2002 eine 

50%-ige Arbeitsunfähigkeit vorliegt, und dass sie in einer leidensangepassten 50%-

Stelle bei derselben Arbeitgeberin tätig ist, bei der sie vor Eintritt der Invalidität zu 

100% angestellt war. Ebenfalls nicht bestritten wird, dass die Beschwerdeführerin 

damit ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit von 50% in zumutbarer Weise voll ausschöpft. 

Strittig ist indes die anlässlich der Rentenrevision vom Juni 2005 vorgenommene 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Berechnung des Invaliditätsgrades und hierbei insbesondere die von der Vorinstanz 

getroffene Annahme, die Beschwerdeführerin hätte als Gesunde keine äquivalente 

Einkommensentwicklung durchlaufen.

2.- a) Bei der erstmaligen Berechnung des Invaliditätsgrades ging die IV-Stelle mit 

Verfügung vom 1. Oktober 2003 (IV-act. 28) von einem Valideneinkommen von Fr. 

50'050.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 25'025.-- aus, wobei aufgrund des 

Rentenbeginns per 1. Juli 2001 (IV-act. 29) das Basissalär im Jahr 2001 berücksichtigt 

wurde. Der anlässlich der Rentenrevision im Juni 2005 durchgeführten neuerlichen 

Berechnung des Invaliditätsgrades wurde ein Valideneinkommen von Fr. 50'700.-- und 

ein Invalideneinkommen von Fr. 27'860.-- zugrunde gelegt (IV-act. 41), wobei der 

Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen im 

Einspracheentscheid vom 10. Februar 2006 (IV-act. 51) das Valideneinkommen unter 

Anpassung an die Nominallohnentwicklung mit Fr. 52'573.-- bezifferte und 

entsprechend einen IV-Grad von 47% errechnete. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin wendet sich gegen diese Berechnung und beantragt, es sei nicht 

nur auf Seiten des Invalideneinkommens, sondern auch auf Seiten des 

Valideneinkommens die tatsächliche Einkommensentwicklung zu berücksichtigen. 

Dabei beruft er sich im Wesentlichen auf den Grundsatz der Parallelität der 

Bemessungsfaktoren.

b) Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin 

für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der 

Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert, 

wobei die Änderung des Invaliditätsgrades stets eine Änderung der tatsächlichen 

Verhältnisse zum Gegenstand hat (BGE 130 V 343 Erw. 3.5.2; THOMAS LOCHER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 38 Rz. 5). Ob eine 

solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie 

er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen 

zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 368 Erw. 2 m.w.H.). Auch im 

Revisionsverfahren ist die Methode des Einkommensvergleichs zur Ermittlung des 

Invaliditätsgrades anzuwenden. Mithin ist das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsmarktlage erzielen kann bzw. könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu 

setzen zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Vergleich hat in der Regel in 

der Weise zu erfolgen, dass die beiden (hypothetischen) Erwerbseinkommen 

ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 

der Einkommensdifferenz ergibt sich der Invaliditätsgrad.

c) Unter dem Valideneinkommen ist dabei jenes Einkommen zu verstehen, welches die 

versicherte Person als Gesunde tatsächlich erzielen würde (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a, 

1961 S. 367). Da die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall regelmässig weitergeführt 

worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens in 

aller Regel der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung 

angepasste Verdienst (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. 

September 2006 i/S S. [I 447/06], Erw. 1.3.1; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2003, Rz. 11 zu Art. 16 ATSG, S. 157). Das 

Valideneinkommen wird bei Eintritt der Invalidität hypothetisch festgesetzt, wobei 

spätere Änderungen grundsätzlich nicht mehr vorzunehmen sind. Davon ist namentlich 

dann abzuweichen, wenn die Entwicklung des Invalideneinkommens – nach dem 

Grundsatz der Parallelität der Vergleichseinkommen – Rückschlüsse auf das 

Valideneinkommen zulässt (KIESER, a.a.O, Rz. 12 zu Art. 17 ATSG, S. 171). So müsste 

bei einer tatsächlich eingetretenen beruflichen Karriere in der Invalidentätigkeit eine 

gleiche Entwicklung auch bei der Validentätigkeit angenommen werden (UELI KIESER, 

Änderungen im Valideneinkommen als Revisionsgrund?, in: SCHAFFHAUSER/

SCHLAURI: Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 

1999, S. 65 f.).

d) Für die rechnerische Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Übt sie nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung eine Erwerbstätigkeit 

aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitskraft in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint im Weitern das Einkommen aus der Arbeitsleistung als 

angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der so erzielte Verdienst als 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Invalidenlohn (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. September 

2006 i/S S. [I 447/06], Erw. 1.3.2 m.w.H.).

e) Da die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten 50%-Stelle bei derselben 

Arbeitgeberin tätig ist, bei der sie als Gesunde zu 100% angestellt war, und damit ihre 

verbliebene Arbeitsfähigkeit von 50% in zumutbarer Weise voll ausschöpft, ist zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens ein Rückgriff auf Tabellenlöhne nicht erforderlich. 

Das von der Beschwerdeführerin effektiv erzielte Salär – im Jahr 2004 Fr. 27'860.-- (IV-

act. 37) – stellt vielmehr deren massgebliches Invalideneinkommen dar. Den Angaben 

der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin zufolge wird dieses Salär proportional zur 

reduzierten Arbeitszeit errechnet (act. G 3.1). Ausgangspunkt bildet mithin derjenige 

Lohn, den die Beschwerdeführerin bei 100%-iger Tätigkeit verdienen würde. Aufgrund 

der Tatsache, dass sie seit Eintritt ihrer Invalidität im gleichen Betrieb ein um 50% 

reduziertes Pensum erfüllen kann und überdies in demselben Aufgabenbereich wie vor 

Invaliditätseintritt eingesetzt wird, ergibt sich das Valideneinkommen der 

Beschwerdeführerin grundsätzlich durch eine Verdoppelung des effektiv erzielten 

Invalideneinkommens.

f) Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades ist die IV-Stelle im Jahre 2003 beim 

Invalideneinkommen von dem im Jahr 2001 erzielten Basissalär der 

Beschwerdeführerin von Fr. 25'025.-- (13 x Fr. 1'925.--) ausgegangen, und hat die 

bereits damals erzielten Bonuszahlungen ausser Acht gelassen (IV-act. 28 und 6). Auch 

beim Valideneinkommen wurden die Bonuszahlungen konsequenterweise nicht 

berücksichtigt, sondern das doppelte Invalideneinkommen, d.h. das doppelte 

Basissalär von Fr. 25'025.--, insgesamt also Fr. 50'050.--, eingesetzt (IV-act. 28). Im 

Jahr 2005 hat sich die IV-Stelle bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

demgegenüber auf das von der Beschwerdeführerin effektiv erzielte Salär von Fr. 

27'860.-- abgestützt, welches sich aus dem im Jahr 2004 erzielten Basissalär von Fr. 

25'350.-- (13 x Fr. 1950.--) und den im Jahr 2004 erzielten Bonuszahlungen von 

insgesamt Fr. 2510.-- zusammensetzt (IV-act 37, 41 und 49). Beim Valideneinkommen 

ist die IV-Stelle dann aber wieder vom reinen Basissalär– also ohne Bonuszahlungen – 

ausgegangen, und ist dabei zu einem Betrag von Fr. 50'700.-- (13 x 3900.--) gelangt 

(IV-act. 49 und 41). Die Beschwerdegegnerin hat diesen Betrag zwar auf Fr. 52'573.-- 

erhöht, allerdings nicht unter Berücksichtigung der effektiven Basislohnerhöhung und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bonuszahlungen, sondern in Anpassung an die gesamtschweizerische 

Nominallohnentwicklung (IV-act. 51). Die IV-Stelle und die Beschwerdegegnerin gingen 

damit stillschweigend davon aus, dass die Beschwerdeführerin als zu 100% tätige 

Nichtinvalide keine einzige Bonuszahlung erzielt hätte. Es bleibt zu prüfen, ob diese 

Annahme zulässig ist, und bei der Beschwerdeführerin tatsächlich von einer 

eigentlichen Invalidenkarriere ausgegangen werden muss. Nach Angaben der 

Arbeitgeberin machen Bonuszahlungen ganz generell zwischen 4% und maximal 12% 

des Jahresgehaltes aus. Der Beschwerdeführerin sei aufgrund ihrer sehr guten 

Leistungen in den letzten beiden Jahren ein Bonus im Bereich von 9% ausbezahlt 

worden (act. G 3.1). Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass die 

Beschwerdeführerin eine entsprechende Bonusauszahlung im Gesundheitsfall als zu 

100% tätige Arbeitnehmerin auch hätte erzielen können. Es ist anzunehmen, dass sie 

ihre guten, zur Bonusausrichtung und damit zur Lohnerhöhung führenden Leistungen 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch als Gesunde erbracht und damit dieselbe 

Karriere durchlaufen hätte. Dem Gericht liegen keine Anhaltspunkte vor, welche einen 

gegenteiligen Schluss zulassen würden; das von der Beschwerdegegnerin 

vorgebrachte Argument, wonach Frauen im Teilzeitpensum verhältnismässig besser 

entlöhnt würden als Vollzeit arbeitende Frauen, ist vorliegend jedenfalls nicht 

stichhaltig, da die Beschwerdeführerin dieselbe Tätigkeit ausübt, wie vor ihrer 

Behinderung – einzig in einem zeitlich reduzierten Umfang. Es ist folglich nicht davon 

auszugehen, dass sie in ihrer Teilzeitarbeit verhältnismässig besser entlöhnt wird als 

wenn sie Vollzeit arbeiten würde. Ebenfalls nicht stichhaltig ist das Argument, wonach 

die Steigerung beim Invalideneinkommen deutlich über der Nominallohnerhöhung der 

fraglichen Jahre liege und damit beim Valideneinkommen nicht berücksichtigt werden 

könne. Wie bereits erwähnt, gründet die Lohnerhöhung der Beschwerdeführerin primär 

auf ihren sehr guten Leistungen und den entsprechenden Bonus-Zahlungen. Ebenfalls 

erwähnt wurde, dass die Beschwerdeführerin dieselbe Lohnentwicklung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auch als zu 100% beschäftigte Arbeitnehmerin 

erzielt hätte; dabei kann es keine Rolle spielen, ob die konkret zu beurteilende 

Einkommenssteigerung über oder unter der Nominallohnentwicklung liegt.

g) Aufgrund des Dargelegten muss beim Validenlohn von einer gleichen Entwicklung 

wie beim Invalidenlohn ausgegangen werden. Als Valideneinkommen ist damit das 

doppelte Invalideneinkommen – also Fr. 55'720.-- – einzusetzen, womit sich bei einem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Invalideneinkommen von Fr. 27'860.-- ein Invaliditätsgrad von 50% ergibt. Da das 

Invalideneinkommen vorliegend nicht aufgrund von Tabellenlöhnen ermittelt wird, ist 

ein leidensbedingter Abzug nicht angezeigt (BGE 129 V 222 Erw. 4.4).

3.- a) Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 10. Februar 2006 ersatzlos aufzuheben. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben.

b) Hingegen hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 

Ersatz der Kosten der Prozessführung und Vertretung nach gerichtlicher Festsetzung. 

Diese Vergütung ist pauschal auf Fr. 3000.-- festzulegen, einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer (BGE 125 V 201).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 

10. Februar 2006 aufgehoben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin an die Kosten der 

Prozessführung und Vertretung pauschal mit Fr. 3'000.--.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.01.2007
	Art. 17 Abs. 1 ATSG: Einkommensveränderung als Revisionsgrund? Erzielt eine Versicherte, welche im Betrieb ihres bisherigen Arbeitgebers in einer leidensangepassten 50%-Stelle tätig ist, und damit ihre Resterwerbsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, eine im Wesentlichen durch Bonuszahlungen bedingte Lohnsteigerung, so ist davon auszugehen, dass sie eine entsprechende Lohnentwicklung auch als zu 100% tätige Arbeitnehmerin hätte erzielen können. Bei einer Rentenrevision ist folglich auch das Valideneinkommen entsprechend anzupassen. Ohne diesbezügliche Anhaltspunkte darf in dieser speziellen Konstellation jedenfalls nicht von einer eigentlichen Invalidenkarriere ausgegangen werden [Erw. 2 f]. Wird das Invalideneinkommen nicht aufgrund von Tabellenlöhnen ermittelt, ist ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen nicht angezeigt [Erw. 2 g] (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Januar 2007, IV 2006/44).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T16:43:43+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen