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**Case Identifier:** 59af820d-2acd-534f-802f-0f990977c612
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2014 IV 2013/620/637
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-620-637_2014-06-20.pdf

## Full Text

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Fall-Nr.: IV 2013/620/637

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.06.2020

Entscheiddatum: 20.06.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2014
IV 2013/620: Art. 17 Abs. 1 IVG. Anspruch auf Umschulung mit Blick auf die 
Schadenminderungspflicht der Versicherten verneint. IV 2013/637: Art. 37 
Abs. 4 ATSG. Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im 
Verwaltungsverfahren mangels Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung 
verneint. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
20. Juni 2014, IV 2013/620/637). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_559/2014.

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2014

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 20. Juni 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

berufliche Massnahmen / unentgeltliche Rechtsverbeiständung im 

Verwaltungsverfahren

Sachverhalt:

A.   

A.a  A.___ wurde am 28. Februar 2010 von ihrem behandelnden Arzt, Dr. med. B.___, 

Facharzt Allgemeine Medizin FMH zur Früherfassung bei der IV-Stelle des Kantons St. 

Gallen angemeldet (IV-act. 1). Am 10. März 2010 teilte diese der Versicherten mit, dass 

sie eine IV-Anmeldung für nötig erachte (IV-act. 4). Daraufhin meldete sich die 

Versicherte am 15. März 2010 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an 

und beantragte berufliche Massnahmen (IV-act. 5).

A.b  Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom 25. März 2010 mit dem IV-

internen Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) nannte Dr. B.___ die Diagnosen Morbus 

Scheuermann mit Hyperkyphose sowie Persönlichkeitsstörung und führte aus, die 

angestammte Tätigkeit als Landwirtin im Bio-Landbau sei im Hinblick auf die 

Rückenbeschwerden zu schwer. In einer körperlich adaptierten Tätigkeit sei eine 

Eingliederungsfähigkeit anzunehmen (IV-act. 38-1 ff.; Gesprächsprotokoll unterzeichnet 

am 26. Juni 2010). Dr. med. C.___, Facharzt Innere Medizin und Rheumatologie FMH, 

Spital D.___, nannte im Bericht vom 25. April 2010 als Diagnosen unspezifische 

Rückenschmerzen und eine leichte kyphotische Fehlhaltung der BWS. Die Versicherte 

sei in der angestammten Tätigkeit zu 70% arbeitsfähig; Bücken sowie das Tragen von 

Lasten über 10kg sollten vermieden werden (IV-act. 27). Im Arztbericht vom 1. Juni 

2010 gab med. pract. E.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH an, die 

Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), bestehend seit ca. 2006. Es bestehe aufgrund 

der depressiven Störung eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 31).

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A.c  Im Bericht vom 9. Juni 2010 über den stationären Aufenthalt der Versicherten in 

der Klinik Valens vom 28. April bis 22. Mai 2010 diagnostizierten die behandelnden 

Ärzte ein zerviko-thorakales spondylogenes Syndrom sowie einen Verdacht auf 

polyvalenten Substanzgebrauch und führten aus, aus somatischer Sicht sei mittelfristig 

von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit 

auszugehen (IV-act. 38-5 ff.).

A.d  Am 16. Juli 2010 wurde die Versicherte von Dr. med. F.___, Facharzt Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH psychiatrisch untersucht. Im entsprechenden Gutachten vom 

30. Juli 2010 führte der Psychiater aus, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

bestünden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis 

mittelgradige depressive Episode, bestehend seit etwa Mitte Mai 2009 (ICD-10 F.

33.0/33.1), sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen und 

histrionischen Anteilen (ICD-10 Z.73.1), differenzialdiagnostisch: kombinierte 

Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und histrionischen Zügen vom 

impulsiven Typus (ICD-10 F61). Es sei von einer ca. 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit sowie in adaptierten Tätigkeiten, welche keine besonderen 

Anforderungen an Ausdauer, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit emotionale 

Belastbarkeit sowie Stress- und Frustrationstoleranz stellten, auszugehen (IV-act. 43).

A.e  Mit Schreiben vom 13. Oktober 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, sie 

habe Anspruch auf Berufsberatung und Abklärung der beruflichen 

Eingliederungsmöglichkeiten (IV-act. 55).

B.    

B.a  Dr. med. G.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH führte im Arztbericht 

vom 27. Juni 2011 aus, bei der Versicherten bestehe ein schweres zerviko-

thorakovertebrales und spondylogenes Syndrom. Körperlich anstrengende Arbeit, wie 

auf dem Bauernhof, sei ihr nicht mehr zuzumuten, da das Rezidiv sonst unvermeidlich 

sei. Mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne gerechnet werden, jedoch nicht in 

der beruflichen Tätigkeit als Landwirtin. Eine Umschulung sei dringend (IV-act. 87-1 ff.).

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B.b  Am 21. Juli 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es sei eine berufliche 

Abklärung notwendig. Diese werde vom 1. Juli bis 30. September 2011 von H.___ 

durchgeführt (IV-act. 93; vgl. auch die Verfügung IV-Taggeld vom 5. August 2011, IV-

act. 96). Im Abklärungsbericht vom 20. Mai 2012 führte H.___ aus, die Versicherte habe 

während des Abklärungspraktikums auf dem Hof gearbeitet und bei verschiedenen 

Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen mitgeholfen. Sie habe zuerst in einem 50%-

Pensum gearbeitet und zuletzt auf 100% gesteigert, mit häufigen Therapie- und 

Arztterminen (IV-act. 98).

B.c  Im Juni 2012 informierte die Versicherte die IV-Stelle, sie habe einen 

Ausbildungsplatz zur Sozialbegleiterin, und reichte die entsprechenden Unterlagen (vgl. 

IV-act. 100 ff.) ein. Sie führte aus, sie habe die Arbeitsstelle bereits im April 2012 

angetreten und die schulische Ausbildung beginne im August 2012 (IV-act. 99). Die 

Versicherte hatte im Rahmen dieser Ausbildung bereits mit ihrem Partner zusammen 

ein Pflegekind aufgenommen (vgl. den entsprechenden Arbeitsvertrag für begleitete 

Pflegeeltern mit dem Verein I.___, IV-act. 101).

B.d  In den Verlaufsberichten vom 24. und 27. September 2012 attestierten Dres. G.___ 

und B.___ der Versicherten einen verbesserten Gesundheitszustand bei unveränderter 

Diagnose (IV-act. 109 f.).

B.e  In einer ergänzenden Stellungnahme zum Abklärungsbericht vom 20. Mai 2012 

führte H.___ am 28. Dezember 2012 aus, entgegen dem Bericht habe sie die 

Versicherte nicht als zu 100% arbeitsfähig in der Landwirtschaft eingestuft. Sie habe 

deutlich auf die körperlichen Probleme bei anstrengenden Arbeiten hingewiesen und 

auch nur von Mithilfe gesprochen (IV-act. 123).

B.f   Im Dezember 2012 wurde die Versicherte im Auftrag des RAD (vgl. IV-act. 112) 

durch die Medizinische Gutachtenzentrum St. Gallen GmbH (MGSG) orthopädisch und 

psychiatrisch begutachtet. Im entsprechenden bidisziplinären Gutachten vom 16. 

Januar 2013 diagnostizierten die Gutachter Dr. med. J.___, Facharzt Psychiatrie und 

Psychotherapie, und Dr. med. K.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates  FMH, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine rezidivierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Episoden, 

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bestehend seit etwa Mitte 2009, gegenwärtig remittiert, seit Januar 2012 (ICD-10 

F33.1, F33.4). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein 

belastungsabhängiges thorako-vertebrales Syndrom, belastungsabhängige 

Hüftschmerzen rechts, Nikotinabusus, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional 

instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10 F45.4), Störungen durch Alkohol, gegenwärtig geringer Alkoholkonsum (ICD-10 

F10.00), sowie Störungen durch multiplen Substanzgebrauch psychotroper 

Substanzen, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F19.20). Die Arbeitsfähigkeit gesamthaft 

sei als Landwirtin bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums seit Januar 2012 

auf 80% festzulegen, da die körperlich anstrengende Tätigkeit bei der muskulär nicht 

sehr gut entwickelten Versicherten zu rezidivierenden Wirbelsäulenschmerzen führe. 

Körperlich leichte Tätigkeiten, welche nicht mit repetitiven Wirbelsäulenbewegungen 

und monotonen Körperhaltungen verbunden seien sowie Arbeiten ohne erhöhte 

emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität 

sowie ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung seien der Versicherten seit 

mindestens Januar 2012 zu 100% zuzumuten; es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. 

Von Mitte 2009 bis Ende 2011 sei eine Arbeitsunfähigkeit von 40% anzunehmen, 

nachdem bei rezidivierender depressiver Störung mit mittelgradigen depressiven 

Episoden u.a. die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, die 

Anpassungsfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit beeinträchtigt gewesen seien. 

Nachdem sich das psychische Zustandsbild in den letzten Jahren zunehmend 

gebessert habe und seit mindestens Januar 2012 keine psychische Störung mit 

Krankheitswert zu erheben sei und sich auch die Persönlichkeitsdefizite sowie die 

Suchtproblematik gebessert hätten, entspreche das von der Versicherten angestrebte 

Berufsziel einer adaptierten Tätigkeit (IV-act. 128, insb. 128-27 ff.).

B.g  Nachdem der RAD in einer internen Stellungnahme vom 15. Februar 2013 

festgehalten hatte, dass eine überwiegend wahrscheinlich nachhaltige berufliche 

Eingliederung im angestrebten sozialen Beruf derzeit nicht attestiert werden könne (IV-

act. 131), stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 3. Juni 2013 in 

Aussicht, das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abzulehnen. Dies 

begründete sie insbesondere damit, dass die Versicherte eine Ausbildung als 

Landwirtin absolviert habe, obwohl diese Tätigkeit gemäss Gutachten aufgrund ihrer 

körperlichen Konstitution nicht geeignet gewesen sei. Eine Umschulung zur 

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Sozialbegleiterin werde darüber hinaus aus medizinischer Sicht nicht unterstützt (IV-

act. 143)

B.h  Im Bericht vom 16. Juli 2013 führte med. pract. E.___ aus, aus psychiatrischer 

Sicht habe die Versicherte durch die Umschulung zur Sozialbegleiterin deutlich 

profitiert. Die psychische Entwicklung sei seit Ausbildungsbeginn als ausgesprochen 

günstig zu bezeichnen (IV-act. 148-50).

B.i   Gegen den Vorbescheid erhob der damalige Rechtsvertreter der Versicherten, 

Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Gallen, am 19. Juli 2013 Einwand und 

machte insbesondere geltend, es sei unzutreffend, dass die Versicherte bei Lehrbeginn 

für eine landwirtschaftliche Tätigkeit ungeeignet gewesen sei. Auch sei im Gutachten 

explizit festgehalten worden, dass das Berufsziel einer adaptierten Tätigkeit 

entspreche. Der Rechtsvertreter ersuchte zudem um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren (IV-act. 145).

B.j   In einer internen Stellungnahme vom 4. Oktober 2013 führte der RAD aus, 

aufgrund des bisher erfolgreichen Ausbildungsverlaufs mit zunehmender psychischer 

Stabilisierung könne aus fachpsychiatrischer Sicht damit gerechnet werden, dass die 

Versicherte im sozialen Beruf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit nachhaltig werde erbringen 

können (IV-act. 150).

B.k  Am 8. November verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens mit 

der Begründung, dass aus medizinischer Sicht eine Umschulung zur Sozialbegleiterin 

zwar nun möglich, ein Umschulungsanspruch jedoch weiterhin nicht ausgewiesen sei, 

da die 20%ige Einschränkung in der Tätigkeit als Landwirtin aufgrund des nicht zu 

beachtenden, IV-fremden Faktors der körperlichen Konstitution der Versicherten 

bestehe. Dieser IV-fremde Faktor könne nicht beachtet werden (IV-act. 151).

B.l   Mit Verfügung vom 28. November 2013 wies die IV-Stelle das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren mangels sachlicher 

Gebotenheit sowie gegebener Aussichtslosigkeit ab (IV-act. 155).

C.    

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C.a  Gegen die Verfügung vom 8. November 2013 erhob die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber, St. Gallen, am 11. 

Dezember 2013 Beschwerde und beantragte, es seien der Versicherten berufliche 

Massnahmen, insbesondere eine Umschulung zur Sozialbegleiterin, zu gewähren. 

Eventualiter sei die Streitsache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Schliesslich sei der Versicherten die 

unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und ihr als Rechtsvertreterin die 

Unterzeichnende zu bestellen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 

der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte sie an, während der ganzen 

Ausbildung zur Landwirtin von 2005 bis 2008 seien keine Anzeichen vorhanden 

gewesen, dass die Beschwerdeführerin diese Tätigkeit später nicht würde ausüben 

können. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die konstitutionelle Veranlagung einer 

Tätigkeit als Landwirtin nicht entgegen gestanden habe, sondern die 

Beschwerdeführerin aufgrund der im Jahre 2009 aufgetretenen Rückenbeschwerden in 

der Tätigkeit als Landwirtin heute zumindest 20% eingeschränkt sei (act. IV 2013/620 

G 1).

C.b  Mit Eingabe vom 16. Dezember 2013 erhob die Rechtsvertreterin Beschwerde 

gegen die Verfügung vom 28. November 2013 betreffend unentgeltliche 

Verbeiständung im Vorbescheidverfahren und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei 

zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für das Vorbescheidverfahren die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren und deren vormaligen 

Rechtsvertreter, Rechtsanwalt R. Hochreutener, mit Fr. 1'909.45 zu entschädigen. 

Ausserdem sei der Beschwerdeführerin für das Gerichtsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege zu gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. IV 2013/637 

G 1).

C.c  Am 17. November und 17. Dezember 2013 bewilligte das Gericht die beiden 

Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege in den Gerichtsverfahren IV 2013/620 und IV 

2013/637 (act. IV 2013/620+637 G 2).

C.d  Mit Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie machte insbesondere 

geltend, wie die Rechtsvertreterin zu Recht ausführe, sei die gutachterliche 

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Einschätzung, dass die Beschwerdeführerin einzig wegen ihrer etwas unterentwickelten 

Muskulatur als Bäuerin zu 20% arbeitsunfähig sei, aufgrund der Tatsache, dass diese 

die Ausbildung als Landwirtin erfolgreich habe abschliessen können, nicht 

nachvollziehbar. Da es keine Hinweise gebe, dass sich der körperliche 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Lehrabschlussprüfung im August 

2008 verschlechtert habe, sei aktuell von einer vollen Arbeitsfähigkeit in ihrem erlernten 

Beruf auszugehen. Somit bestehe kein Anspruch auf eine Umschulung (act. IV 

2013/620 G 4).

C.e  Mit Schreiben gleichen Datums beantragte die Beschwerdegegnerin unter Verzicht 

auf eine Beschwerdeantwort die Abweisung der Beschwerde im Verfahren IV 2013/637 

(act. IV 2013/637 G 4).

C.f   Mit Replik vom 28. Februar 2014 hielt die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest und bestätigte im Wesentlichen ihren 

Standpunkt (act. 2013/620 G 7). Mit Stellungnahme gleichen Datums hielt die 

Rechtsvertreterin darüber hinaus an ihren Anträgen im Verfahren IV 2013/637 fest (act. 

2013/637 G 6).

C.g  Die Beschwerdegegnerin verzichtete im Verfahren IV 2013/620 auf die Einreichung 

einer Duplik (vgl. act. 2013/620 G 9).

C.h  Das Versicherungsgericht vereinigte am 10. April 2014 das Verfahren IV 2013/620 

betreffend berufliche Massnahmen und das Verfahren IV 2013/637 betreffend 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren.

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien sind der Anspruch auf berufliche Massnahmen (Verfügung vom 

8. November 2013) sowie der Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im 

Verwaltungsverfahren (Verfügung vom 28. November 2013) umstritten.

2.     

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Zunächst ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen bzw. 

auf Kostengutsprache für eine Umschulung zu prüfen.  

2.1   Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbs­

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 

zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf 

die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 IVG). Die 

Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem aus Massnahmen beruflicher Art, 

welche Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, 

Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe umfassen (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

2.2   Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine 

neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge der Invalidität notwendig ist und 

dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert 

werden kann. Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die 

Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die 

notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig 

gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige 

Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln (BGE 124 V 109 f. E. 2a). Die Umschulung hat die 

versicherte Person in die Lage zu versetzen, eine solche Erwerbstätigkeit auszuüben 

(BGE 122 V 79 E. 3b/bb). Invalid im Sinne des Art. 17 Abs. 1 IVG ist eine versicherte 

Person, die wegen der Art und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens in 

den bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen 

stehenden noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit 

dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet; dabei bemisst sich die 

Erwerbseinbusse an dem vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten 

Erwerbseinkommen (vgl. m.w.H. Ulrich Meyer, Die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. Zürich 2010, S. 191). Der Umschulungsanspruch 

setzt vor allem voraus, dass die in Aussicht genommene Massnahme 

eingliederungswirksam ist, was bedeutet, dass sie zu einer Verbesserung der 

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Erwerbsfähigkeit beiträgt oder vor weiterer Beeinträchtigung eines noch vorhandenen 

Teils der Erwerbsfähigkeit schützt (vgl. Meyer, a.a.O., S. 200 f.). Bei ausgebildeten 

Personen bemisst sich die Erwerbseinbusse durch Vergleich des Einkommens, das sie 

in dem vor der Invalidität ausgeübten Beruf erzielen konnten, mit dem Einkommen, das 

sie mit Invalidität dort noch erzielen können.

3.    

3.1   Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung vom 8. 

November 2013 (IV-act. 151) auf den Standpunkt, dass ein Umschulungsanspruch 

nicht ausgewiesen sei, da die 20%ige Einschränkung in der Tätigkeit als Landwirtin 

nicht aufgrund gesundheitsbedingter Einflüsse, sondern aufgrund der körperlichen 

Konstitution der Versicherten bestehe. Diese stelle einen IV-fremden Faktor dar, 

welcher nicht beachtet werden könne. Die Beschwerdeführerin sei für die Ausbildung 

zur Landwirtin nicht geeignet gewesen.

3.2   Wie die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin geltend machte – und im 

Beschwerdeverfahren schliesslich auch von der Beschwerdegegnerin vertreten wurde 

(vgl. act. IV 2013/620 G 4 S. 4), – ist es aufgrund der vorliegenden Akten nicht als 

nachvollziehbar zu erachten, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten 

landwirtschaftlichen Tätigkeit seit jeher zu 20% arbeitsunfähig gewesen sein soll bzw. 

bereits von Vornherein davon ausgegangen werden musste, dass sie diese Tätigkeit 

später aus gesundheitlichen Gründen nicht mit vollem Pensum würde ausüben können. 

Aufgrund der eingereichten Berichte ist vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass in der Ausbildungszeit von 2005 bis 2008 keine durch 

Rückenbeschwerden verursachten Einschränkungen bestanden hatten. So führte Dr. 

med. L.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, welcher die Beschwerdeführerin 

im Zeitraum 2001 bis 2012 hausärztlich betreut hatte, im Bericht vom 13. Juli 2013 aus, 

diese sei in jener Zeit einzig im Jahr 2004 eine kurze Zeit wegen Rückenschmerzen in 

Behandlung gewesen. Damals habe ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

bestanden, welches mit NSAR und physikalischer Therapie habe behoben werden 

können. Es habe damals eine soziale Belastungssituation bei depressivem 

Zustandsbild reaktiv wegen Arbeitsplatz- und Wohnungsproblematik bestanden. Aus 

medizinischen Gründen habe zu keinem Zeitpunkt eine Kontraindikation der Lehre als 

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Landwirtin bestanden. Der Beruf der Landwirtin sei nie in Frage gestellt worden, schon 

gar nicht wegen körperlicher Beschwerden (IV-act. 145-39). Dass im fraglichen 

Zeitraum keine Rückenprobleme bestanden hatten, wird darüber hinaus in den Akten 

von verschiedenen Stellen bestätigt. Weder waren Rückenbeschwerden im Rahmen 

der Jugendberatung der Sozialen Dienste M.___, welche die Beschwerdeführerin von 

2002 bis zum Abschluss ihrer Ausbildung im Jahr 2008 unterstützt hatten, thematisiert 

worden, noch waren solche während der landwirtschaftlichen Praktika bemerkt worden 

(vgl. die entsprechenden Berichte vom 12., 13. und 17. Juli 2013, IV-act. 145-39 ff.). Es 

ist damit vorliegend als belegt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin nicht bereits 

von Vornherein eine für sie aus gesundheitlicher Sicht ungeeignete Ausbildung 

absolvierte.

4.     

4.1   Im Beschwerdeverfahren verneinte die Beschwerdegegnerin einen 

Umschulungsanspruch sodann mit der (neuen) Begründung, es sei aktuell von einer 

vollen Arbeitsfähigkeit im erlernten landwirtschaftlichen Beruf auszugehen, da es keine 

Hinweise gebe, dass sich der körperliche Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

seit der Lehrabschlussprüfung im August 2008 verschlechtert habe und sie einzig eine 

physiologische Kyphose der BWS mit ossärem Normalbefund ohne Fehlstellungen 

aufweise (vgl. act. IV 2013/620 G 4 S. 4).

4.2   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung 

und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes bzw. der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen. Es hat demnach zu prüfen, ob die vorliegenden 

Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

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Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

4.3   Dr. K.___ führte im orthopädischen Teilgutachten vom 16. Januar 2013 aus, bei 

der Beschwerdeführerin bestünden ein belastungsabhängiges thorako-vertebrales

Syndrom sowie belastungsabhängige Hüftschmerzen rechts. Der Orthopäde erhob im 

Wesentlichen folgende Befunde: Physiologische Kyphose der Brustwirbelsäule, aktiv 

redressierbar, indolente Inklination und Reklination der BWS, keine Druckdolenz der 

Processi spinosi, kein paravertebraler Muskelhartspann beidseits palpabel. Die 

Röntgenuntersuchung der BWS ap/seitlich vom 12. Dezember 2012 habe einen ossär 

unauffälligen Befund ohne Fehlstellung ergeben. Dr. K.___ führte aus, die körperliche 

Untersuchung der Brustwirbelsäule sei normal, ebenso wie der radiologische Befund 

und der Befund des MRI der HWS und BWS vom Mai 2010. Die von der Klinik Valens 

angegebene "multisegmentale Funktionsstörung der BWS mit Fehlhaltung der 

Wirbelsäule und muskulärer Dysbalance respektive Haltungsinsuffizienz und 

Hyperlaxizität" könne nicht bestätigt werden, zumal sich die aktuelle Untersuchung als 

absolut unauffällig erwiesen habe. Eine Fehlhaltung der Wirbelsäule sei radiologisch 

nicht dokumentiert, eine Haltungsinsuffizienz liege auch jetzt nicht vor, ebenso wenig 

eine Hyperlaxizität. Weiter sei fraglich, wie eine "ungenügende Körperwahrnehmung" 

definiert werde. Auch die klinische Untersuchung der Hüfte sei unauffällig gewesen. 

Zusammenfassend könne der Beschwerdeführerin, die nicht sehr muskulös gebaut sei, 

bei körperlich schweren Arbeiten, die teilweise von einer Bäuerin trotz aller 

Mechanisierung und Hilfsmittel in diesem Beruf verlangt würden, eine gewisse 

Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei ungenügender muskulärer 

Entwicklung attestiert werden. Die gutachterliche Einschätzung entspreche ungefähr 

derjenigen des Rheumatologen Dr. C.___. Vorübergehend könne eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit, wie von der Klinik Valens attestiert, bei Exazerbation der 

Beschwerden nachvollzogen werden. Aufgrund der vorliegenden Befunde entbehre 

eine volle Arbeitsunfähigkeit als Bäuerin, wie von Dr. B.___ attestiert worden sei, 

jeglicher Grundlage. Als orthopädische Massnahmen empfahl der Gutachter eine 

medizinische Trainingstherapie zur Kräftigung der paravertebralen Muskulatur sowie 

anschliessend eine weitere Stabilisierung derselben in einem Fitnesscenter (IV-act. 

128-4 ff.).

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4.4   Insgesamt erscheinen die objektiven Schlussfolgerungen des orthopädischen 

Gutachters vor dem Hintergrund der vorliegenden Aktenlage nachvollziehbar. Die 

medizinischen Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Hinweise darauf, dass 

wesentliche Elemente unberücksichtigt geblieben wären, liegen nicht vor. Wie bereits 

die Röntgenuntersuchung der HWS und BWS im Januar 2010 durch Dr. C.___ (vgl. IV-

act. 36-2) und die MRI-Untersuchung im Mai 2010 in der Klinik Valens (vgl. IV-act. 38-6) 

ergab auch die von Dr. K.___ durchgeführte bildgebende Untersuchung einen 

unauffälligen Befund. Der Gutachter sah die Beschwerdeführerin denn auch einzig 

aufgrund ihrer ungenügenden muskulären Entwicklung in der körperlichen 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt und empfahl entsprechend eine Trainingstherapie zur 

Kräftigung. Weitere orthopädische Massnahmen oder weiterführende Abklärungen 

empfahl der Gutachter darüber hinaus nicht. Die gutachterliche Einschätzung, dass die 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Bäuerin aufgrund ihrer nicht sehr 

muskulösen Statur begrenzt ist, erscheint grundsätzlich nachvollziehbar. Diesbezüglich 

gilt es jedoch zu beachten, dass eine versicherte Person alles ihr Zumutbare selbst 

vorzukehren hat, um die Folgen ihrer solcher konstitutionellen Unzulänglichkeiten 

bestmöglich zu mildern, bevor sie Leistungen verlangt. Dieses Gebot der 

Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden 

Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von einer versicherten 

Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der 

gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zumutbar sind. 

Einem Leistungsansprecher sind Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch 

in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten 

hätte (vgl. BGE 120 V 373 E. 6b; 117 V 278 E. 2b; BGE 113 V 28 E 4a, mit Hinweisen 

auf Lehre und Rechtsprechung). Vorliegend führte H.___ im Bericht vom 28. Dezember 

2012 aus, die Beschwerdeführerin habe insbesondere bei anstrengenden Arbeiten, wie 

Lasten heben und Arbeiten mit grösseren Maschinen, körperliche Probleme. So sei es 

ihr beispielsweise nicht möglich, eine Maschine ohne Servolenkung zu bedienen, 

Futtersäcke von 30kg zu tragen oder mit dem Motormäher zu mähen (vgl. IV-act. 

145-45 f.). Mit Blick auf die ihr obliegende Schadenminderungspflicht erscheint es der 

Beschwerdeführerin durchaus zumutbar, ihren Arbeitsplatz ihren Bedürfnissen 

entsprechend einzurichten, bei anstrengender Arbeit vermehrte Pausen einzulegen und 

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die entsprechenden Maschinen und Geräte (konkret ist zum Beispiel an Maschinen mit 

Servolenkung und Transportgeräte wie Schubkarren etc. zu denken) anzuschaffen, um 

auf diese Weise ihre muskulären Defizite und die dadurch eingeschränkte 

Leistungsfähigkeit zu kompensieren. Auch die von Dr. K.___ empfohlene 

Trainingstherapie zur Kräftigung der Muskulatur erscheint der Beschwerdeführerin 

ohne Weiteres zumutbar.

4.5   Zusammenfassend ist aufgrund der Tatsache, dass die subjektiven Beschwerden 

der Beschwerdeführerin weder bildgebend noch klinisch objektiviert werden konnten, 

davon auszugehen, dass die Rückenbeschwerden die Arbeitsfähigkeit im erlernten 

landwirtschaftlichen Beruf jeweils nur vorübergehend einschränkten (so z.B. während 

des Klinikaufenthaltes in Valens vom 28. April bis 22. Mai 2010, IV-act. 38-5 ff.), und die 

Beschwerdeführerin darüber hinaus nie während längerer Zeit in einem eine 20%ige 

Einschränkung erreichenden Ausmass arbeitsunfähig war. Vielmehr ist vor dem 

Hintergrund der nicht objektivierbaren Rückenbeschwerden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, wie im Gutachten 

ausgeführt, lediglich aufgrund ihrer ungenügend entwickelten Muskulatur als Bäuerin 

nur über eine begrenzte Leistungsfähigkeit verfügt. Da ihr die weitgehende 

Kompensation dieser Einschränkung schadenmindernd zumutbar ist, ist ein 

Umschulungsanspruch zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin hat das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen zu Recht abgelehnt.

4.6   Im Sinne eines obiter dictum ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin 

im Gutachten vom 16. Januar 2013 für den Zeitraum von Mitte 2009 bis Dezember 

2011 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-act. 128-30). Entsprechend 

wird die Beschwerdegegnerin einen möglichen Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. September 2010 (sechs Monate nach erfolgter 

IV-Anmeldung im März 2010, vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG; wobei das Wartejahr zu jenem 

Zeitpunkt bereits erfüllt gewesen sein dürfte) bis März 2012 (drei Monate nach 

Verbesserung des Gesundheitszustands, vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) zu prüfen haben.

5.     

Zu prüfen bleibt die Frage der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im 

Verwaltungsverfahren.

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5.1   Gemäss Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV; SR 101) hat jede Person, die 

nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und deren Rechtsbegehren nicht 

aussichtslos erscheint, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege. Falls es zur Wahrung 

ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Beim Anspruch gemäss Art. 29 Abs. 3 BV handelt es sich um einen 

"eigentlichen Pfeiler des Rechtsstaates" (BGE 132 I 214 E. 8.2).

5.2   Der gesuchstellenden Person wird im Sozialversicherungsverfahren ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern (Art. 37 Abs. 

4 ATSG). Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung sind (in Analogie zum gerichtlichen Verfahren) die finanzielle 

Bedürftigkeit, die fehlende Aussichtslosigkeit und die Erforderlichkeit der Vertretung 

(vgl. BBl 1999 4595). Den höheren Anforderungen im Verwaltungsverfahren soll 

insofern Rechnung getragen werden, als die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend 

zu prüfen ist. Dabei wird auf die Schwierigkeit des Falles und auf die Verfahrensphase 

abgestellt (BBl 1999 4595; vgl. auch BGE 132 V 201; Urteil des Bundesgerichts vom 

12. März 2009, 9C_816/2008, E. 4.1). Als Beispiel für die Notwendigkeit der 

unentgeltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren nennt die 

sozialversicherungsrechtliche Literatur u.a., dass zu einem Gutachten Stellung zu 

beziehen und die Erforderlichkeit von Ergänzungsfragen zu prüfen sei oder dass 

komplexe sachverhaltliche oder rechtliche Fragen aufträten (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Auflage, 2009, Rz 23 zu Art. 37).

5.3   Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 28. 

November 2013 insbesondere die Erforderlichkeit der Vertretung in Abrede. Sie stellte 

sich auf den Standpunkt, der RAD habe am 4. Oktober 2013 zu den Einwänden 

ausführlich Stellung genommen. Diese Einwände stellten keine besonders schwierigen 

Rechtsfragen dar, weshalb die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung zu 

verneinen sei. Zudem gelte der Grundsatz der Subsidiarität anwaltlicher Vertretung. Es 

sei nicht dargetan worden, dass eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, 

Fürsorgestellen oder andere Fachleute sozialer Institutionen nicht in Betracht 

gekommen wäre (IV-act. 155). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin machte 

hingegen geltend, im Vorbescheidverfahren hätten sich rechtliche und tatsächliche 

Schwierigkeiten gestellt, denen die Beschwerdeführerin nicht gewachsen gewesen sei. 

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Es hätten komplexe Fragen zum Umschulungsanspruch abgehandelt und neue 

Beweismittel beschafft werden müssen. Sodann habe die Beschwerdegegnerin ihre 

Auffassung bezüglich der Geeignetheit der Umschulung zur Sozialarbeiterin gestützt 

auf den Einwand des vormaligen Rechtsvertreters geändert. Der Sachverhalt sei somit 

sogar für die Beschwerdegegnerin nicht einfach und eindeutig gewesen (act. IV 

2013/637 G 1, Ziff. 29 ff.).

5.4   Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Argumentation der Beschwerdegegnerin, 

die Beschwerdeführerin hätte sich zur Wahrung ihrer Interessen an eine Fürsorgestelle 

oder andere Fachleute einer sozialen Institution wenden können, nicht zu folgen ist. 

Wie im Entscheid IV 2013/237 des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

6. September 2013 (bestätigt durch das Urteil des Bundesgerichts 9C_692/2013) 

ausführlich dargelegt, besteht keine Schadenminderungspflicht, die es jeder 

gesuchstellenden Person aufträgt, vor Inanspruchnahme der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung zunächst sämtliche möglichen unentgeltlichen 

Rechtsberatungen auszuschöpfen, zumal fraglich ist, ob entsprechende rechtskundige 

Beratungen, geschweige denn rechtskundige Vertretungen, die den Beizug einer 

anwaltlichen Vertretung entbehrlich machen würden, überhaupt voraussetzungslos und 

jeder Person kostenlos zur Verfügung stehen. Schon gar nicht geht es an, der 

gesuchstellenden Person bezüglich einer hypothetischen Beratungsmöglichkeit die 

Beweislast aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 

9C_878/2012, E. 3.6.2).

5.5   Der damalige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin stellte das Gesuch um 

unentgeltliche Verbeiständung im Einwand vom 19. Juli 2013 gegen den Vorbescheid 

vom 3. Juni 2013, mit welchem die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die 

Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte (IV-act. 143). Im Einwand 

brachte der ehemalige Rechtsvertreter gestützt auf verschiedene 

Bestätigungsschreiben und Stellungnahmen vor, es sei unzutreffend, dass die 

Beschwerdeführerin bei Lehrbeginn für eine landwirtschaftliche Tätigkeit ungeeignet 

gewesen sei. Auch sei das angestrebte Berufsziel entgegen der Beschwerdegegnerin 

aus medizinischer Sicht nicht ungeeignet (IV-act. 145). Dies hätte die 

Beschwerdeführerin vorliegend ohne Weiteres selbst geltend machen können. Auch die 

Einreichung der entsprechenden Unterlagen wäre ihr zumutbar gewesen, zumal sie 

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sich aktiv am Verfahren beteiligte und wiederholt selbst Einsicht in die Akten verlangte 

(vgl. IV-act. 116, 129). Der Verfahrensgegenstand war bereits im Verwaltungsverfahren 

auf die Prüfung des Umschulungsanspruchs beschränkt, weshalb im Weiteren auch 

nicht von einem überdurchschnittlich komplexen Sachverhalt auszugehen ist. Den 

Komplexitätsgrad erhöhende Umstände, die zu einer anderen Beurteilung Anlass 

geben könnten, sind entgegen der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

vorliegend nicht ersichtlich. Da sich somit insgesamt im Verwaltungsverfahren keine 

schwierigen rechtlichen oder tatsächlichen Fragen im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung stellten, ist von einem "normalen Durchschnittsfall" im Sachgebiet der 

Invalidenversicherung auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 

2009, 9C_315/2009, E. 2.1). Entgegen der Argumentation der Rechtsvertreterin (vgl. 

act. IV 2013/637 G 6) lässt sich denn auch aus dem Umstand, dass der 

Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege 

bewilligt wurde, angesichts der höheren Anforderungen für die Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren nichts ableiten. Mit 

Beschwerdeerhebung wurde die Beschwerdeführerin in ein stark formalisiertes 

gerichtliches Streitverfahren involviert, in dem eine anwaltliche Vertretung ohne 

Weiteres als notwendig zu qualifizieren ist (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2013, AHV-H 2013/2).

5.6   Nachdem insgesamt keine aussergewöhnlichen Verhältnisse vorliegen, hat die 

Beschwerdegegnerin mit Blick auf die strengen Anforderungen an die Notwendigkeit 

einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren das Gesuch um unentgeltliche 

Verbeiständung zu Recht abgelehnt. Die Prüfung der weiteren Voraussetzungen 

erübrigt sich damit.

6.     

6.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Verfahren betreffend berufliche 

Massnahmen (IV 2013/620) abzuweisen. Die Beschwerde gegen die Verfügung 

betreffend unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren (IV 2013/637) 

ist ebenfalls abzuweisen.

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6.2   Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtspflege am 17. Dezember 

2013 bewilligt (act. IV 2013/620+637 G 2). Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es 

gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung verpflichtet werden (Art. 99 Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 123 Abs. 1 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272]).

6.3   Das Beschwerdeverfahren ist bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint im Verfahren IV 2013/620 als 

angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist die Gerichtsgebühr in der 

Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der 

Bezahlung zu befreien. Im Beschwerdeverfahren IV 2013/637 betreffend unentgeltliche 

Verbeiständung im Verwaltungsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 

lit. a ATSG). Die Kostenregelung von Art. 69 Abs. 1  IVG findet keine Anwendung (vgl. 

den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2012, IV 2010/270, E. 6.4).

6.4   Der Staat hat zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin zu bezahlen. Die Parteientschädigung wird 

vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit IV 2013/620 erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit hat der Staat die Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin im Verfahren IV 2013/620 pauschal (BGE 125 V 201) mit Fr. 

2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Im 

Verfahren IV 2013/637 erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- angemessen. Diese ist wiederum um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit hat der Staat die Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin im Verfahren IV 2013/637 pauschal mit Fr. 1'200.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

bis

bis

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    Im Verfahren IV 2013/620 wird die Beschwerde abgewiesen.

2.    Im Verfahren IV 2013/637 wird die Beschwerde abgewiesen.

3.    Im Verfahren IV 2013/620 wird die Beschwerdeführerin im Sinne der Erwägungen 

von der Bezahlung der Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

4.    Im Verfahren IV 2013/637 werden keine Gerichtskosten erhoben.

5.    Im Verfahren IV 2013/620 hat der Staat die Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- 

(einschliesslich Bar-auslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.    Im Verfahren IV 2013/637 hat der Staat hat die Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin mit Fr. 1'200.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2014
	IV 2013/620: Art. 17 Abs. 1 IVG. Anspruch auf Umschulung mit Blick auf die Schadenminderungspflicht der Versicherten verneint. IV 2013/637: Art. 37 Abs. 4 ATSG. Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren mangels Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung verneint. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2014, IV 2013/620/637). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_559/2014.

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