# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c04d9a0-4a3c-5699-a276-de3d23eba9a4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 08.02.2021 605 2020 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2020-28_2021-02-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2020 28
605 2020 29

Urteil vom 8. Februar 2021

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richterinnen: Dominique Gross, 

Susanne Fankhauser 
Gerichtsschreiber: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch nach erneuter Anmeldung)

Beschwerde vom 8. Februar 2020 gegen die Verfügung vom 15. Januar 
2020 (605 2020 28)

Gesuch vom 8. Februar 2020 um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung (605 2020 29)

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Sachverhalt

A. Der 1967 geborene A.________ hat im Jahr 1986 das Fähigkeitszeugnis als Forstwart 
erworben und war anschliessend zunächst als Forstwart, später insbesondere im Bereich 
Gartenbau beziehungsweise als Landschaftsgärtner tätig. Am 26. November 2010 meldete er sich 
unter Hinweis auf Gelenkbeschwerden nach verschiedenen Unfällen bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an und beantragte berufliche Massnahmen. Die 
IV-Stelle des Kantons Freiburg holte die Akten der Unfallversicherung (Suva) sowie Berichte der 
behandelnden Ärzte ein und tätigte erwerbliche Abklärungen. Ab 4. Juli 2011 übernahm sie die 
Kosten für eine Umschulung zum Lastwagenfahrer bei der B.________ AG sowie die Kosten im 
Hinblick auf die Lastwagenprüfung. Mit Verfügung vom 18. März 2014 verneinte sie den Anspruch 
auf eine Invalidenrente mit der Begründung, die Tätigkeit als Landschaftsgärtner und die aktuell 
ausgeübte Tätigkeit bei der B.________ AG seien zwar nicht mehr zumutbar, als Lastwagenchauf-
feur – ohne häufiges Aus- und Beladen von Waren – könnte er aber ganztags arbeiten und würde 
keine Erwerbseinbusse erleiden. Die Verfügung blieb unangefochten.

Mit Datum vom 5. Juli 2015 meldete sich A.________ erneut bei der IV zum Leistungsbezug an 
und machte zunehmende Knieschmerzen, Schulter- und Ellbogenprobleme sowie eine reaktiv 
depressive Verstimmung geltend. Da der Versicherte einen weiteren Unfall erlitten hatte, zog die 
IV-Stelle wiederum die Akten der Suva bei. Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung der Suva 
und die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) stellte die IV-Stelle fest, dass 
die Tätigkeit als Lastwagenchauffeur nicht mehr zumutbar sei und ermittelte einen Invaliditätsgrad 
von 16%. Mit Verfügung vom 29. März 2016 wies sie das Leistungsbegehren ab. Die Verfügung 
blieb unangefochten.

Ab 26. Januar 2017 war A.________ arbeitsunfähig, worauf er sich am 22. August 2017 wiederum 
bei der IV zum Leistungsbezug anmeldete. Die IV-Stelle holte die Akten der Krankentaggeldversi-
cherung ein und nahm insbesondere berufliche Abklärungen vor. Am 31. Januar bzw. 19. Juni 
2018 erteilte sie Kostengutsprache für einen Arbeitsversuch vom 5. Februar bis 2. September 
2018 bei der C.________ AG. Ab 3. September 2018 erfolgte ein Arbeitstraining in der 
D.________ in E.________, das bis am 28. Februar 2019 dauerte. Mit Eingabe vom 12. Oktober 
2018 ersuchte der Versicherte um "dringende medizinische Abklärung", da ihm die Arbeit zwar gut 
gefalle, die repetitiven Tätigkeiten aber starke Schmerzen verursachten, und er Klarheit haben 
möchte, auf welche Stelle er sich aufgrund der Einschränkungen noch bewerben könne. In der 
Folge holte die IV-Stelle einen Bericht des behandelnden Orthopäden vom 14. November 2018 
und eine Stellungnahme des RAD vom 4. Dezember 2018 ein. Die D.________ erstattete am 
28. Februar 2019 ihren Schlussbericht; der Eingliederungsberater der IV-Stelle schloss die Arbeits-
vermittlung am 25. März 2019 mit dem Vermerk ab, die Suche nach einer angepassten Stelle erfol-
ge nun mit Unterstützung des regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) und der Rentenent-
scheid sollte dringlich vorgenommen werden. Nach Eingang des Formularberichts des Hausarztes 
vom 26. Mai 2019 und weiterer Akten (namentlich der Suva) holte die IV-Stelle erneut eine RAD-
Stellungnahme (vom 31. Juli 2019) ein.

Mit Vorbescheid vom 22. November 2019 stellte sie dem Versicherten die Abweisung seines Leis-
tungsbegehrens in Aussicht. Dieser erhob mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 Einwand und sein 
Hausarzt reichte am 31. Dezember 2019 eine Stellungnahme ein, worauf die IV-Stelle erneut eine 

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RAD-Stellungnahme einholte. Mit Verfügung vom 15. Januar 2020 wies sie das Leistungsbegeh-
ren von A.________ ab. 

B. Am 8. Februar 2020 (Poststempel) erhebt A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht 
Freiburg und beantragt, es ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung eine Invalidenrente 
zuzusprechen und es sei das Valideneinkommen als Forstwart zu berücksichtigen. Eventualiter sei 
der medizinische Sachverhalt angemessen abzuklären, bevor ein neuer Rentenentscheid erlassen 
werde. Weiter ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von Verfah-
renskosten).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2020 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzu-
weisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen.

Am 27. Juni 2020 reicht der Beschwerdeführer einen an seinen Hausarzt gerichteten Bericht des 
Spitals F.________ ein. Die Vorinstanz nimmt dazu am 6. August 2020 unter Beilage einer Beur-
teilung des RAD vom 8. Juli 2020 Stellung und hält an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwer-
de fest.

Die als BVG-Versicherer zum Verfahren beigeladene Zurich Schweiz (Sammelstiftung Vita) 
verzichtet mit Eingabe vom 17. August 2020 auf eine Stellungnahme.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung notwendig, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 8. Februar 2020 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 15. Januar 2020 
wurde frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz einge-
reicht. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass das Kantonsgericht, 
I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von 
Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 
831.20) zur Anwendung kommt, die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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2.2. Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 
Erwerbsfähigkeit, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 
oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 
invalid sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsren-
te, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und 
bei mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

2.3. Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine 
neue Anmeldung nur geprüft, wenn damit glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidi-
tät in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 und Abs. 3 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

Ist die anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das 
neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu 
prüfen (SVR 2014 IV Nr. 33 [8C_746/2013] E. 2); sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71). Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren 
hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und 
hernach zu beschliessen (vgl. Urteil BGer 8C_467/2019 vom 3. September 2019 E. 3.2).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit 
Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beein-
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes 
revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte 
Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesse-
rung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. 
Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).

2.4. Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung und – im 
Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen 
Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 
die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begrün-
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).

2.5. Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig 
oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zu 
entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem 
Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 
V 465; 122 V 157 E. 1d). Die Stellungnahmen des RAD sind als versicherungsinterne Berichte zu 
würdigen (Urteile BGer 9C_159/2016 vom 2. November 2016 E. 2.2 f.; 8C_197/2014 vom 3. Okto-

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ber 2014 E. 4). Reine Aktenbeurteilungen des RAD können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest-
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versi-
cherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 
E. 5.1; 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit 
Hinweisen).

Zwar obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden 
funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin, nicht den Fachleuten 
der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Mit Blick auf die rechtsprechungsgemäss enge, sich 
gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft und der Berufsberatung ist 
jedoch einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die 
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen. Steht eine medizinische Einschätzung der 
Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie sie 
während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz 
der versicherten Person effektiv realisiert wurde und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute 
objektiv realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen 
und ist das Einholen einer klärenden medizinischen Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar 
(Urteile des Bundesgerichts 8C_661/2019 vom 23. Januar 2020 E. 4.2 und 8C_48/2018 vom 
27. Juni 2018 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2).

3.

Zu prüfen ist vorliegend, ob seit der leistungsabweisenden Verfügung vom 29. März 2016 bis zum 
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Januar 2020 eine revisionsrechtlich erhebliche 
Veränderung eingetreten ist und der Beschwerdeführer nunmehr Anspruch auf eine Invalidenrente 
hat.

3.1. Für ihre Verfügung vom 29. März 2016 hatte sich die IV-Stelle in medizinischer Hinsicht auf 
die Stellungnahme des RAD-Arztes med. pract. G.________ vom 2. November 2015 gestützt, 
welcher unter Hinweis auf die Stellungnahme der Kreisärztin der Suva, Dr. med. H.________, 
FMH Innere Medizin, vom 7. Oktober 2015 und deren Bericht über die Abschlussuntersuchung 
vom 30. Juli 2015 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes als glaubhaft gemacht erach-
tete. Der Versicherte könne nunmehr auch leichte Arbeiten als Lastwagenchauffeur nicht mehr 
ausüben, insbesondere weil das mehrfache Ein- und Aussteigen in die respektive aus der Kabine 
aufgrund der Knie- und Armläsionen nicht mehr angepasst sei. Hinsichtlich der allgemeinen funk-
tionellen Einschränkungen wird auf den Untersuchungsbericht der Kreisärztin vom 30. Juli 2015 
verwiesen.

Im erwähnten Abschlussbericht nahm die Kreisärztin zu den Auswirkungen verschiedener Scha-
denereignisse Stellung, wobei drei ältere das linke Knie (Ereignisse vom 16. Dezember 1988, 
21. März 1994, 16. November 2012) und eines den Ellbogen rechts (Ereignis vom 1. Dezember 
2009) betrafen. Das letzte Ereignis vom 12. Februar 2015 schliesslich betraf insbesondere den 
Ellbogen rechts und die Schulter rechts. Die Kreisärztin stellte folgende Diagnosen: (1) Gonarthro-
se links, Status nach Partialruptur des hinteren Kreuzbandes und medialen Meniskus 1988, Status 
nach Kniearthroskopie, Teilmeniskektomie medial 1988 und 1994; (2) Status nach partieller media-
ler Epikondylektomie und Transposition des Cubitalnervs Ellbogen rechts (dominant) 23.3.2013 bei 
posttraumatischer Neuropathie nach Sturz am 4.12.2009; (3) Status nach Kniearthroskopie und 
medialer Hinterhorn-Teilmeniskektomie rechts 2009 (Suva-fremd). Zum möglichen Leistungsprofil 

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hielt sie fest, bezüglich des rechten Ellbogens sei eine ganztägige Arbeit ohne repetitive Umwend-
bewegungen, ohne Schlag- und Vibrationsbelastungen und ohne regelmässiges Heben und 
Tragen von Gewichten über 20 kg zumutbar. Bezüglich des linken Knies sei eine wechselbelasten-
de Tätigkeit zu empfehlen, ohne repetitive Gewichtsbelastungen über 20 kg, ohne Arbeiten auf 
Leitern, Gerüsten, Gehen in unebenem Gelände, Kauern, Knien und häufiges Treppensteigen. 
Auch sollten Zwangshaltungen für das linke Bein vermieden werden. Unter diesen Bedingungen 
wäre eine ganztägige Tätigkeit zumutbar. Die aktuelle Tätigkeit als Materialaufbereiter und Chauf-
feur entspreche diesem Zumutbarkeitsprofil nicht. Dazu hielt sie am 7. Oktober 2015 ergänzend 
respektive präzisierend fest, die Tätigkeit als Lastwagenchauffeur sei nicht ideal, weil die Beinfrei-
heit nicht gewährleistet sei, zudem sei häufiges Ein- und Aussteigen problematisch. 

3.2. Den im Neuanmeldungsverfahren eingegangen medizinischen Berichten lässt sich Folgen-
des entnehmen:

Dr. I.________, FMH für Orthopädie, führte im Formularbericht an die IV-Stelle vom 14. November 
2018 aus, der Patient sei am 17. Mai 2017 an der rechten Schulter operiert worden. Bei vorhan-
denen Knorpelschäden am Glenoid zeige sich heute eine Schulter mit belastungsabhängigen 
Restbeschwerden, was zu einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit führe. In einer "mässig schwieri-
gen", wie der aktuell ausgeübten Tätigkeit (Montagen mit Anheben von Gewichten bis 5 kg, teils 
sitzend teils stehend, repetitive Tätigkeit) bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%, wobei täglich 
4.5 Stunden zumutbar seien. In einer idealen Tätigkeit ohne repetitive Momente, ohne jegliche 
Belastung (2 kg pro Stück), wäre der Patient möglicherweise mehr als 50% arbeitsfähig. Unter 
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit werden leichte Kniebeschwerden links bei 
Zustand nach Arthroskopie im April 2017 aufgeführt. Aktuell sei die Behandlung abgeschlossen. 
Aus einem Bericht des Orthopäden vom 28. August 2017 geht hervor, dass der Beschwerdeführer 
seit dem 17. Mai 2017 bis zur nächsten Kontrolle Anfang September 100% arbeitsunfähig sei. In 
einem an den Hausarzt gerichteten Verlaufsbericht vom 11. Dezember 2017 erwähnte der Ortho-
päde, dass aus seiner Sicht der Patient in angepasster Tätigkeit 100% arbeitsfähig wäre.

Der RAD-Arzt Dr. J.________, FMH Innere Medizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on, hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 4. Dezember 2018 fest, auf die informative Beurteilung 
des Orthopäden (vom 14. November 2018) könne abgestellt werden. Das Leistungsprofil 
beschrieb er wie folgt: kein Heben über 5 kg, repetitiv sei max. 2 kg möglich, kein Überkopfarbei-
ten, kein unebenes Gelände, Treppensteigen auf ein alltägliches Mass begrenzt, keine kniende 
Tätigkeit, feinmotorische Tätigkeit mit den Händen sei möglich. Eine solche angepasste Tätigkeit 
könnte zu 50% ausgeübt werden, eventuell sei eine Steigerung auf 60 bis 70% möglich, was aber 
nicht sicher sei.

Das vom RAD definierte Leistungsprofil wird im Schlussbericht der D.________ betreffend das 
vom 3. September 2018 bis 28. Februar 2019 dauernde Arbeitstraining bei den Rahmenbedingun-
gen aufgeführt. Mit einem Arbeitspensum von 50% sei der Beschwerdeführer in der leichten indus-
triellen Produktion vielseitig einsetzbar. Er zeige sich interessiert an den verschiedenen Tätigkeiten 
in der Montage. Die Qualität entspreche den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes. Aufgrund 
seiner körperlichen Einschränkungen benötige er bei einem Arbeitspensum von vier Stunden alle 
60 Minuten eine zusätzliche Erholungspause von fünf bis zehn Minuten. Dies verursache eine 
Leistungsverminderung. Gemäss dem Beschwerdeführer gelange er nach vier Stunden Präsenz-
zeit an seine körperlichen Grenzen und müsse sich am Nachmittag zu Hause erholen.

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Der Hausarzt Dr. K.________, FMH Innere Medizin, bezeichnete im Formularbericht vom 26. Mai 
2019 den Gesundheitszustand als stationär bis leicht verschlechtert. Die chronischen Schmerzen 
im Bereich rechte Schulter / Ellbogen würden den Patienten weiterhin behindern. Nach kurzer 
Mehrbelastung und z.B. Überkopfarbeiten komme es immer wieder zu einer deutlichen Schmerz-
zunahme. Der Patient könne während vier Stunden pro Tag eine angepasste Tätigkeit ausüben. 
Ein Gutachten hinsichtlich Wiedereingliederungsmöglichkeiten erachte er als sehr sinnvoll. 

Die RAD-Ärztin Dr. L.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, nahm am 31. Juli 
2019 eine Aktenbeurteilung vor. Ab dem 17. August 2018 (gemeint ist vermutlich 2017) sei eine 
sehr leichte Tätigkeit ohne Überkopfarbeit unter Einhaltung der anderen funktionellen Einschrän-
kungen ganztags mit einer Leistungseinschränkung von 20% im Rahmen von noch bestehenden 
Beschwerden zumutbar. Sechs Monate nach der Schulteroperation, ab 17. November 2018 (richtig 
wohl 2017), sei eine leichte Tätigkeit unter Einhaltung der anderen funktionellen Einschränkungen 
bis auf Bauchnabelhöhe rechts sicher möglich und über Bauchnabelniveau bis Schulterhöhe im 
sehr leichten Bereich zumutbar. Ein Jahr postoperativ sei das beidseitige körpernahe Heben oder 
Tragen von Gewichten bis zu 15 kg bis auf Bauchnabelhöhe wieder zumutbar und Tätigkeiten mit 
links im leichten bis sehr leichten Bereich bis auf Schulterhöhe. Zu unterlassen seien Überkopfar-
beiten sowie stossende und schiebende Tätigkeiten (rechts). Wie der Operateur aufgrund seiner 
Befunde zur Ende 2018 abgegebenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gekommen sei, auf die sich 
der RAD abgestützt habe, sei aus rehabilitativer und medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar. Bei 
verschiedenen Tätigkeiten, die der Versicherte im Arbeitstraining ausgeführt habe, sei gegen das 
seit 2011 bestehende Verbot des repetitiven Handeinsatzes mit Wendebewegungen verstossen 
worden, was natürlich keine Steigerung des Pensums erlaubt habe. Bei einer angepassten Tätig-
keit unter Berücksichtigung aller funktionellen Einschränkungen (z.B. Kontrolltätigkeit mit der 
Möglichkeit des Positionswechsels, Bedienen bzw. Fahren von Maschinen mittels Joysticks) sei 
immer ein 100%-Pensum ohne Leistungseinschränkung zumutbar gewesen.

In seiner im Vorbescheidverfahren eingereichten Stellungnahme vom 31. Dezember 2019 machte 
Dr. K.________ geltend, die im RAD-Bericht zitierte Aussage von Dr. I.________, wonach der 
Beschwerdeführer in angepasster Tätigkeit 100% arbeitsfähig sei, beziehe sich lediglich auf die 
Schulter- und Knieschmerzen und nicht auf die chronische Epicondylitis des rechten Ellbogens, die 
nebst den Schulterschmerzen eines der Hauptprobleme darstelle. Das Zumutbarkeitsprofil und die 
Arbeitsfähigkeit von 50% sei im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen festgelegt worden. Die 
Aussage von Frau Dr. L.________, es sei immer ein Arbeitspensum von 100% zumutbar gewesen, 
widerspreche diesen Einschätzungen sowie den vorliegenden medizinischen Berichten.

Die RAD-Ärztin hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. Januar 2020 an ihrer Beurteilung fest. Die 
chronische Epicondylitis sei von ihr und – da das Ellbogengelenk ebenso ins Fachgebiet des 
Orthopäden falle – auch von Dr. I.________ berücksichtigt worden. Auf die Einschätzungen des 
(für seine allzu empathischen dauerhaften Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bekannten) Haus-
arztes könne nicht abgestellt werden. 

3.3. Der Beschwerdeführer hat bereits kurz nach Beginn des Arbeitstrainings den dringenden 
Wunsch geäussert, es seien medizinische Abklärungen zur Ermittlung seines Leistungsvermögens 
vorzunehmen, da ihm die Arbeit zwar gut gefalle, die repetitiven Tätigkeiten aber starke Schmer-
zen verursachten. Auch der Hausarzt hat das Einholen eines medizinischen Gutachtens empfoh-
len. Davon hat die IV-Stelle abgesehen und stattdessen Berichte der behandelnden Ärzte und des 
RAD-Arztes Dr. J.________ eingeholt. Letzterer hat offenbar keine umfassende Beurteilung der 
Akten vorgenommen und die bereits früher attestierten Einschränkungen nicht berücksichtigt, 

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womit das für den Arbeitsversuch vorgegebene Leistungsprofil nicht auf die tatsächlich bestehen-
den Einschränkungen angepasst war. Dass die Eingliederungsbemühungen vor diesem Hinter-
grund nicht erfolgreich sein konnten, ist ohne Weiteres nachvollziehbar und hat nicht der 
Beschwerdeführer zu vertreten, zumal er sich stets motiviert zeigte. Angesichts der teilweise seit 
vielen Jahren bestehenden und den nun neu hinzugekommenen multiplen Beschwerden des 
Beschwerdeführers sowie den wenig aussagekräftigen medizinischen Akten wäre sodann zumin-
dest eine rheumatologische Untersuchung durch den RAD mit einer umfassenden Beurteilung 
erforderlich gewesen. Eine reine Aktenbeurteilung durch die RAD-Ärztin Dr. L.________, die nicht 
nur von denjenigen der behandelnden Ärzte, sondern auch von derjenigen des RAD-Arztes 
Dr. J.________ abweicht, genügt für eine rechtskonforme Beurteilung nicht. 

3.4. Damit erweist sich der medizinische Sachverhalt als unzureichend abgeklärt, weshalb nicht 
beurteilt werden kann, ob seit der letzten leistungsabweisenden Verfügung vom 29. März 2016 
eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist und nunmehr ein 
Rentenanspruch besteht. In Aufhebung der angefochtenen Verfügung ist daher die Sache an die 
IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie ein rheumatologisches Gutachten einhole und anschliessend 
den Rentenanspruch erneut beurteile. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer hingegen darin, dass bei der Ermittlung des 
Valideneinkommens von seinem gelernten Beruf als Forstwart auszugehen sei. So gab er beim 
Erstgespräch im Rahmen der Frühintervention am 22. Dezember 2010 an, er sei bis 1994 als 
Forstwart in verschiedenen Unternehmen tätig gewesen. Anschliessend habe er vorwiegend im 
Gartenbau gearbeitet und sei nebenamtlich als Gemeindeförster tätig gewesen. Er würde heute als 
Forstwart arbeiten, habe aber seit 1994 keine entsprechende Stelle gefunden. Wie die IV-Stelle 
zutreffend feststellte, hat der Beschwerdeführer seinen gelernten Beruf nicht aus gesundheitlichen, 
sondern aus arbeitsmarktlichen Gründen nicht mehr respektive nur noch nebenamtlich ausgeübt. 
Dass die IV-Stelle – wie bereits in ihren früheren Verfahren – die Tätigkeit als Landschaftsgärtner 
als angestammte Tätigkeit betrachtete und dem Valideneinkommen zugrunde legte, ist demnach 
nicht zu beanstanden (vgl. BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).

4.

Für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten gilt eine Rückweisung der Sache zu erneuter 
Abklärung als vollständiges Obsiegen (vgl. BGE 137 V 210 E. 7.1; 132 V 215 E. 6; Urteil BGer 
8C_897/2017 vom 14. Mai 2018 E. 4.1). Demnach gehen die Verfahrenskosten von CHF 800.- zu 
Lasten der unterliegenden IV-Stelle. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Verfahren 605 
2020 29) ist als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde  (605 2020 28) wird gutgeheissen und die Verfügung der Invalidenversiche-
rungsstelle des Kantons Freiburg vom 15. Januar 2020 aufgehoben.

Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Invalidenversicherungs-
stelle des Kantons Freiburg zurückgewiesen.

II. Die Verfahrenskosten von CHF 800.- gehen zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg.

III. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (605 2020 29) wird als gegen-
standslos vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 8. Februar 2021/sfa

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: