# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d9f3b66-679c-5140-9496-9bd10fd915f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.12.2011 C-2242/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2242-2010_2011-12-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­2242/2010

U r t e i l   v om   2 2 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Jean­Daniel Dubey,   
Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.

Parteien X._______,
vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
kantonalen Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführerin  (geb.  1983)  reiste  am  31. Oktober  2003  in  die 
Schweiz  ein,  wo  sie  gleichentags  ein  Asylgesuch  einreichte.  Dieses 
wurde  mit  Verfügung  des  damaligen  Bundesamts  für  Flüchtlinge  (BFF; 
heute:  BFM)  vom  17. Juni  2004  abgewiesen  und  die  Wegweisung  der 
Beschwerdeführerin aus der Schweiz angeordnet. Auf eine gegen diesen 
Entscheid  erhobene  Beschwerde  trat  die  damalige  Schweizerische 
Asylrekurskommission  (ARK)  mit  Urteil  vom  10. August  2004  zufolge 
unterlassener  Beschwerdeverbesserung  nicht  ein.  Die  der 
Beschwerdeführerin  neu bis  zum 15. Oktober  2004 angesetzte Frist  zur 
Ausreise liess sie ungenutzt verstreichen.

B. 
In  der  Nacht  vom  30. September  auf  den  1. Oktober  2005  wurde  die 
Beschwerdeführerin  in  Basel  anlässlich  einer  im  Prostitutionsmilieu 
durchgeführten Kontrolle angehalten. In der Folge wurde die Verhängung 
einer Fernhaltemassnahme geprüft.

C. 
Am 8. Dezember 2005 verheiratete sich die Beschwerdeführerin mit dem 
Schweizer Bürger Y._______ (geb. 1973), woraufhin ihr am 10. Juli 2006 
im Kanton Basel­Landschaft eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei 
ihrem Ehemann erteilt wurde. Erstmalig hatte diese Bewilligung Gültigkeit 
bis zum 7. Dezember 2006, in der Folge wurde sie bis zum 7. Dezember 
2007  verlängert.  Seit  Mai  2006  hatten  die  Ehegatten  getrennte 
Wohnsitze.

Im  Hinblick  auf  eine  eventuelle  Nichtverlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  (im  Zusammenhang  mit  einer  allfälligen 
rechtsmissbräuchlichen  Berufung  auf  eine  nur  noch  formell  bestehende 
Ehe)  und  Wegweisung  aus  der  Schweiz  unterbreitete  die  kantonale 
Migrationsbehörde  der  Beschwerdeführerin  am  16. Januar  2008 
schriftlich  Fragen  zur  ehelichen  Gemeinschaft  und  gewährte  ihr  das 
rechtliche Gehör. Zudem nahm sie weitere Abklärungen vor. 

Im Frühjahr 2008 reichte der Ehemann eine Scheidungsklage ein, welche 
er  jedoch  anlässlich  der  daraufhin  anberaumten  Gerichtsverhandlung 
vom  12. Juni  2008  (unter  Erklärung  seiner  Bereitschaft  zur 
Wiederaufnahme  der  ehelichen  Gemeinschaft)  wieder  zurückzog.  Am 
8. Juli  2008  reichte  er  (unter  Hinweis  darauf,  die  Beschwerdeführerin 

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verweigere sich einer Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens 
sowie  überhaupt  jeglicher  Kontaktaufnahme)  erneut  eine 
Scheidungsklage ein.

D. 
In  einer  Stellungnahme  vom  31. Oktober  2008  führte  die 
Beschwerdeführerin  namentlich  aus,  Opfer  häuslicher  Gewalt  seitens 
ihres  (unter  einer  psychischen  Krankheit  leidenden)  Ehemannes 
geworden zu sein, was sie dazu veranlasst habe, im Frauenhaus Zuflucht 
zu suchen. Eine Fortführung der Ehe sei ihr nicht zumutbar gewesen. Sie 
versuche  nun,  sich  von  ihrem  Ehemann  zu  lösen.  Dieser  seinerseits 
versuche mit  allen Mitteln,  sie  unter  Druck  zu  setzen,  um  die  Kontrolle 
über  sie  zu  behalten.  Eine Wiedereingliederung  in  ihrem  Herkunftsland 
würde sich – nach der Entwurzelung durch die notgedrungene Ausreise 
im  Alter  von  20  Jahren  und  aufgrund  ihrer  gescheiterten  Ehe  –  sehr 
schwierig  gestalten  bzw.  eine  Rückkehr  sei  aufgrund  der  gesamten 
Umstände  als  unzumutbar  zu  betrachten.  Sie  wäre  einer 
geschlechtsspezifischen Verfolgung ausgesetzt.

E. 
Am  10. Dezember  2008  zog  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  die 
von ihm im Juli 2008 eingereichte Scheidungsklage wiederum zurück. Mit 
Schreiben vom gleichen Tag an die kantonale Migrationsbehörde teilte er 
mit,  sie  beabsichtigten  eine  Wiederaufnahme  des  ehelichen 
Zusammenlebens,  sobald  es  ihm  gesundheitlich  besser  gehe.  Am 
30. Januar 2009 verlängerte deshalb die kantonale Migrationsbehörde die 
Aufenthaltsbewilligung  der Beschwerdeführerin  erneut, mit Gültigkeit  bis 
7. Dezember 2009.

F. 
Mit  Gesuch  vom  12. November  2009  (Eingang)  ersuchte  die 
Beschwerdeführerin  die  kantonale  Migrationsbehörde  um  weitere 
Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung.  Die  Behörde  erachtete  die 
hierfür  erforderlichen Voraussetzungen  als  erfüllt  und  unterbreitete  dem 
BFM am 23. Dezember 2009 ein Gesuch um Erteilung der Zustimmung 
zur beabsichtigten Verlängerung.

G. 
Da das BFM in Erwägung zog, die beantragte Zustimmung zu verweigern 
und die Gesuchstellerin aus der Schweiz wegzuweisen, gewährte es  ihr 
hierzu mit Schreiben vom 14. Januar 2010 das rechtliche Gehör.

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Die Beschwerdeführerin verzichtete darauf, sich vernehmen zu lassen.

H. 
Mit  Verfügung  vom  25. Februar  2010  verweigerte  die  Vorinstanz  die 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung.  Gleichzeitig 
ordnete  sie  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  an  und  räumte 
dieser eine Ausreisefrist von 8 Wochen ab Eintritt der Rechtskraft dieser 
Verfügung  ein.  Zur  Begründung  führte  das  BFM  aus,  die 
Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin habe weniger als  fünf Monate 
gedauert,  mithin  deutlich  weniger  als  die  in  Art. 50  Abs. 1  Bst. a  des 
Ausländergesetzes  vom  16. Dezember  2005  (AuG,  SR  142.20) 
vorausgesetzten drei Jahre. Auch wichtige persönliche Gründe  im Sinne 
von  Art.  50  Abs. 1  Bst. b  AuG,  welche  einen  weiteren  Aufenthalt  der 
Beschwerdeführerin  in  der  Schweiz  erforderlich  machen  würden,  lägen 
nicht  vor.  Hinsichtlich  des  von  ihr  gegen  ihren  Ehemann  erhobenen 
Vorwurfs  der  Ausübung  häuslicher  Gewalt  würden  keinerlei  diese 
belegende  bzw.  dokumentierende  Beweismittel  im  Sinne  von  Art. 77 
Abs. 6 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt 
und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201)  – wie  beispielsweise 
Polizeirapporte,  Strafanzeigen  bzw.  strafrechtliche  Verurteilungen  oder 
dergleichen –  vorliegen.  Einzig  eine  Bestätigung  des  Frauenhauses 
Basel­Stadt  liege  vor.  Zwar  bestünden  Hinweise,  dass  der  Ehemann 
psychisch  krank  sei  und  allenfalls  gewalttätige  Energien  habe.  Ohne 
amtliche  Beweismittel  könne  das  Ausmass  und  die  Intensität  der 
behaupteten  ehelichen  Gewalt  jedoch  nicht  beurteilt  werden.  Andere 
ehespezifische Elemente, welche geeignet wären, die Anforderungen an 
die  private  Interessenlage  entscheidend  herabzusetzen,  seien  nicht 
ersichtlich; deshalb rechtfertige sich bei der Beurteilung der Frage, ob der 
Beschwerdeführerin  zuzumuten  sei,  ihren  Aufenthalt  in  der  Schweiz 
aufzugeben  und  anderswo  (namentlich  in  ihrer  Heimat)  zu  leben,  ein 
strenger  Massstab.  Eine  Wiederaufnahme  der  ehelichen  Gemeinschaft 
stehe  nicht  (hinreichend)  konkret  fest;  im Gegenteil  habe  der  Ehemann 
mehrmals  Scheidungsbegehren  eingereicht  (diese  in  der  Folge  jedoch 
jeweils  wieder  zurückgezogen).  In  sozialer  Hinsicht  erweise  sich  ihre 
Integration nicht als aussergewöhnlich; sie habe jedenfalls nicht zu einer 
Verwurzelung  hierzulande  geführt,  welche  eine  Rückkehr  in  ihren 
Herkunftsstaat  unzumutbar  machen  würde.  In  wirtschaftlicher  Hinsicht 
könne aufgrund der bezogenen – in erster Linie aufgrund der Verletzung 
von Mitwirkungspflichten eingestellten – Sozialhilfeleistungen, der offenen 
Betreibungsverfahren und der Erwerbssituation nicht  von einer erfolgten 
Integration  ausgegangen  werden.  Es  lägen  somit  keine  wichtigen 

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persönlichen Gründe  im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG vor. Auch würde 
die  Verweigerung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  nicht  zu  einer  besonderen  Härte  im  Sinne  von 
Art. 31 VZAE führen. Die Beschwerdeführerin sei im Alter von 20 Jahren 
in  die  Schweiz  eingereist  und  lebe  mithin  erst  seit  6  Jahren  und  4 
Monaten  hier.  Den  grössten  Teil  ihres  Lebens,  einschliesslich  der 
prägenden Jugendjahre, habe sie in ihrem Herkunftsland verbracht. Dem 
Wegweisungsvollzug  schliesslich  würden  keine  Hindernisse 
entgegenstehen.

I. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  6. April  2010  hat  die  Beschwerdeführerin 
beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung 
erhoben mit  den Anträgen,  diese  sei  aufzuheben und der Verlängerung 
ihrer  Aufenthaltsbewilligung  die  Zustimmung  zu  erteilen.  In 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersuchte  sie  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung. Zur Begründung bringt 
sie  zunächst  vor,  die  Vorinstanz  habe  mit  ihrer  schematischen 
Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  die  Begründungspflicht  und 
mithin  den  durch  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101) 
garantierten  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  rechtliches  Gehör 
verletzt.  Im Wesentlichen macht sie weiter geltend, die Vorinstanz habe 
die  konkreten  Umstände  bzw.  ihre  persönlichen  Verhältnisse  zu  wenig 
gewürdigt  und  zu  Unrecht  das  Vorliegen  eines  wichtigen  persönlichen 
Grundes nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG verneint. Ihr an einer 
schweren  psychischen  Krankheit  leidender  Ehemann  habe  sich  ihr 
gegenüber gewalttätig  verhalten. Aus diesem Grund sei  sie  im Frühjahr 
2006 gezwungen gewesen,  im Frauenhaus in Basel Zuflucht zu suchen. 
Die  Wiederaufnahme  des  ehelichen  Zusammenlebens  sei  aufgrund 
seines  labilen  Gesundheitszustands  stets  ungewiss  geblieben.  Der 
Vorwurf  der  häuslichen  Gewalt  werde  vom  Ehemann  nicht  bestritten. 
Dass  sie  in  der  Vergangenheit  von  ihm  misshandelt  und  massiv  unter 
Druck  gesetzt  worden  sei,  sei  zudem  aktenkundig.  Auf  eine 
Anzeigeerstattung  bei  der  Polizei  habe  sie  aus  Angst  vor  weiteren 
Gewaltausbrüchen seitens ihres Ehemannes verzichtet. Eine Fortführung 
der  ehelichen  Gemeinschaft  sei  unter  diesen  Umständen  unzumutbar 
gewesen. Angesichts dessen, dass der Ehemann selbst den Vorwurf der 
häuslichen  Gewalt  anerkannt  habe,  erscheine  es  willkürlich,  dass  die 
Vorinstanz  darüber  hinaus  die  Beibringung  amtlicher  Beweismittel  wie 
Polizeirapporte  und  strafrechtliche  Verurteilungen  verlange.  Im  Übrigen 

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lägen eine Bestätigung des Frauenhauses und ein ausführlicher Bericht 
der Frauenhaus­Beratungsstelle Basel vor. Weiter erweise sich auch ihre 
soziale Wiedereingliederung  in  ihrem Herkunftsland  als  stark  gefährdet. 
Sie  sei  vor  ihrer  Ausreise  von  ihrem  Bruder  und  dessen  Bekannten 
vergewaltigt  worden  und  müsse  bei  einer  Rückkehr  weitere 
Misshandlungen gewärtigen.  Zudem verfüge  sie  im Herkunftsstaat  nicht 
über Familienangehörige und habe eine gescheiterte Ehe hinter sich, was 
dazu  führe,  dass  sie  sozial  nicht  wiedereingegliedert  werden  könne. 
Schliesslich  sei  gemäss  den  Kriterien  von  Art. 31  VZAE  auch  vom 
Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles auszugehen. 
Die  Vorinstanz  nehme  zu  Unrecht  an,  die  Beschwerdeführerin  sei 
hierzulande  sozial  und  wirtschaftlich  nicht  integriert.  Mit  ihrer 
Teilzeiterwerbstätigkeit  erziele  sie  ein  Einkommen,  welches  ihr  die 
Bestreitung  ihrer  Lebenshaltungskosten  erlaube.  Während  ihrer 
Anwesenheit in der Schweiz habe sie sich zudem stets wohl verhalten. 

J. 
Mit Verfügung vom 6. Mai 2010 hiess das Bundesverwaltungsgericht das 
Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und Verbeiständung gut.

K. 
In ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2010 spricht sich die Vorinstanz für 
die Abweisung der Beschwerde aus, wobei sie die äusserst kurze Dauer 
der Ehegemeinschaft hervorhebt.

L. 
Mit  Replik  vom  16. August  2010  hält  die  Beschwerdeführerin  an  den 
gestellten Anträgen und deren Begründung fest.  Insbesondere bringt sie 
erneut  vor,  die  Vorinstanz  habe  die  Umstände  des  kurzen 
Zusammenlebens  –  insbesondere  die  Gewalttätigkeit  des  Ehemannes, 
welche eine Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens bis heute 
verunmöglicht  habe  –,  nicht  hinreichend  gewürdigt  und  in  der  Folge  zu 
Unrecht einen wichtigen persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 2 
AuG verneint. 

M. 
Auf  Aufforderung  des  Bundesverwaltungsgerichts  hin  reichte  die 
Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2011 weitere,  aktuelle 
Beweismittel  (insbesondere  betreffend  ihre  finanziellen  Verhältnisse 

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sowie  ein  gegen  sie  wegen  Tätlichkeiten  ergangener  Strafbefehl  der 
Staatsanwaltschaft Basel­Stadt vom 2. März 2011) zu den Akten.

N. 
Der weitere Inhalt der vorinstanzlichen und der beigezogenen kantonalen 
Akten  wird  –  soweit  rechtserheblich  –  in  den  Erwägungen 
Berücksichtigung finden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  nach  Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 
aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen 
des  BFM,  welche  sowohl  die  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw. 
Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  als  auch  die  Wegweisung 
betreffen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig,  soweit 
nicht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  an  das 
Bundesgericht  offen  steht  (vgl.  Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  und  4  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Gesetz  nichts 
anderes bestimmt.

1.3. Als  Adressatin  der  Verfügung  ist  die  Beschwerdeführerin  zu  deren 
Anfechtung  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  frist­  und 
formgerechte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 

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Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2, BVGE 2007/41 E. 2).

3. 
In  formeller  Hinsicht  rügt  die  Beschwerdeführerin  insbesondere  eine 
Verletzung  ihres  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör.  Sie  macht  geltend 
(vgl.  Beschwerdeschrift  S. 9),  mit  der  schematischen  Begründung  ihrer 
Verfügung  habe  die  Vorinstanz  die  Begründungspflicht,  mithin  den 
Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin, verletzt.

3.1.  Gemäss  Art.  35  Abs.  1  VwVG  sind  die  Behörden  verpflichtet, 
schriftliche  Verfügungen  zu  begründen.  Die  Begründungspflicht  ist 
Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 
2  BV.  Sie  soll  verhindern,  dass  die  Behörden  sich  von  unsachlichen 
Motiven  leiten  lassen,  und  es  der  betroffenen  Person  ermöglichen,  die 
Verfügung  gegebenenfalls  sachgerecht  anzufechten.  Eine  sachgerechte 
Anfechtung  ist  nur  möglich,  wenn  sich  sowohl  die  Partei  wie  auch  die 
Rechtsmittelinstanz über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen 
können.  In  diesem  Sinn  müssen  wenigstens  kurz  die  Überlegungen 
genannt werden,  von denen sich die Behörde hat  leiten  lassen und auf 
welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 
sich  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen  Behauptung  und  jedem 
rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf 
die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken.  Die 
Anforderungen  an  die  Begründung  sind  umso  höher,  je  weiter  der 
Entscheidungsspielraum der  entscheidenden Behörde und  je  komplexer 
die Sach­ und Rechtslage ist (vgl. BVGE 2007/27 E. 5.5.2 und BGE 133 I 
270  E. 3.1  S. 277  je  mit  Hinweisen,  sowie  FELIX  UHLMANN/ALEXANDRA 
SCHWANK,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger  [Hrsg.], 
Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, N 17 ff. zu Art. 35; ebenso LORENZ 
KNEUBÜHLER,  in:  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin  Schindler 
[Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 4 ff. zu Art. 35 VwVG). 

3.2.  Die  Vorinstanz  hat  in  der  angefochtenen  Verfügung  die  für  ihren 
Entscheid  massgeblichen  Überlegungen  auf  nachvollziehbare  Weise 
dargelegt  und  die wesentlichen Aspekte  des Einzelfalls,  soweit  sie  sich 

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aus  den Akten  erschliessen  liessen,  konzis,  aber  vollständig  gewürdigt. 
Offenkundig  war  der  Beschwerdeführerin  denn  auch  eine  sachgerechte 
Anfechtung  – gestützt  auf  diese  Begründung –  ohne  weiteres  möglich. 
Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich damit als unbegründet.

4. 
Am  1. Januar  2008  traten  die  neuen  gesetzlichen  Bestimmungen  des 
AuG und seine Ausführungsbestimmungen  in Kraft – unter anderem die 
VZAE. In Verfahren, die vor diesem Zeitpunkt anhängig gemacht wurden, 
bleibt  nach  der  übergangsrechtlichen  Ordnung  des  AuG  das  alte 
materielle Recht anwendbar, wobei es ohne Belang ist, ob das Verfahren 
auf  Gesuch  hin  –  so  explizit  Art.  126  Abs.  1  AuG  –  oder  von  Amtes 
wegen eröffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2).

Der  Beschwerdeführerin  ist  zwar  noch  unter  der  Geltung  des 
Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung 
der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  erstmalig  eine  Aufenthaltsbewilligung 
erteilt  worden;  da  sie  jedoch  mit  am  12. November  2009  bei  der 
kantonalen  Migrationsbehörde  eingegangenen  Gesuch  die  weitere 
Verlängerung  dieser  Bewilligung  beantragt  hat,  ist  im  vorliegenden 
Verfahren neues Recht anwendbar.

5. 
Gemäss  Art.  40  AuG  sind  die  Kantone  zuständig  für  die  Erteilung  und 
Verlängerung  von  Bewilligungen.  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die 
Zustimmung durch das BFM. Dessen Zustimmungserfordernis ergibt sich 
im vorliegenden Fall aus Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE. 
Letztgenannte Bestimmung wird präzisiert durch die Weisungen des BFM 
im  Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30. September  2011 
(www.bfm.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche  Grundlagen  >  Weisungen 
und  Kreisschreiben  >  I.  Ausländerbereich  >  1  Verfahren  und 
Zuständigkeiten).  Sie  sehen  in  Ziffer  1.3.1.4  Bst. e  vor,  dass  die 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach  der  Auflösung  der 
ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder  ausländischen 
Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod  dem  BFM  zur  Zustimmung  zu 
unterbreiten ist, falls die betroffene ausländische Person nicht aus einem 
Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt.

6. 

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6.1.  Gemäss  Art.  42  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von 
Schweizerinnen  und  Schweizern,  wenn  sie  mit  diesen 
zusammenwohnen,  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  sowie  – nach  einem  ordnungsgemässen  und 
ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  –  Anspruch  auf  Erteilung 
einer  Niederlassungsbewilligung  (Art.  42  Abs.  3  AuG).  Nach  Auflösung 
der  Ehe  oder  Familiengemeinschaft  –  mitgemeint  ist  auch  die  eheliche 
Gemeinschaft – besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung  (u.a.  nach  Art. 42  Abs. 1  AuG)  weiter,  wenn  die 
Ehegemeinschaft  mindestens  drei  Jahre  bestanden  hat  und  eine 
erfolgreiche Integration besteht (vgl. Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG) oder wenn 
wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz 
erforderlich machen (vgl. Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG). 

6.2. Der Begriff der Ehegemeinschaft  im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a 
AuG ist nicht  identisch mit demjenigen der Ehe. Während diese lediglich 
formell  bestehen kann,  setzt Erstere grundsätzlich das Zusammenleben 
voraus  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_565/2009  vom  18. Februar 
2010  E. 2.1.1,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1992/2010  vom 
31. Mai  2011  E. 5.1).  Vom  Erfordernis  des  Zusammenwohnens  kann 
jedoch  gemäss  Art. 49  AuG  abgesehen  werden,  wenn  für  getrennte 
Wohnorte  wichtige  Gründe  geltend  gemacht  werden  und  die  Familien­ 
bzw.  Ehegemeinschaft  weiter  besteht.  Als  wichtige  Gründe  können 
insbesondere  berufliche  Verpflichtungen  oder  eine  vorübergehende 
Trennung  wegen  erheblicher  familiärer  Probleme  gelten  (vgl.  Art.  76 
VZAE;  Hervorhebung  nicht  im  Original).  Erhebliche  familiäre  Probleme 
sind beispielsweise dann gegeben, wenn ein vorübergehender Aufenthalt 
in  einem Frauenhaus  erfolgt  oder wenn ein Ehegatte  zeitweise  aus  der 
gemeinsamen  Wohnung  weggewiesen  wird  (vgl.  ESTER  S. AMSTUTZ  in: 
Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  Stämpflis  Handkommentar  zum 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 20 
und 25 zu Art. 49; MARC SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER 
BOLZLI, Migrationsrecht, 2. Aufl., Zürich 2009, N 3 zu Art. 49 AuG). Eine 
(relevante) Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG liegt 
vor,  solange  die  eheliche  Beziehung  tatsächlich  gelebt  wird  und  ein 
gegenseitiger Ehewille besteht (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; vgl. 
auch  AMSTUTZ,  a.a.O.,  N 29  zu  Art. 49).  Wann  eine  eheliche 
Gemeinschaft  als  definitiv  aufgelöst  zu  gelten  hat,  ist  im  Einzelfall 
aufgrund sämtlicher Umstände zu bestimmen, wobei im Wesentlichen auf 
die  Dauer  der  nach  aussen  wahrnehmbaren  ehelichen 
Wohngemeinschaft  abzustellen  ist  (vgl.  BGE  137  II  345 E. 3.1.2  S. 347 

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mit weiterem Hinweis,  vgl.  auch Urteil  2C_431/2011  vom 10. November 
2011 E. 3 sowie MARC SPESCHA, a.a.O., N 3 zu Art. 49).

7. 
Die  Vorinstanz  hält  in  der  angefochtenen  Verfügung  fest,  die 
Ehegemeinschaft  der  Beschwerdeführerin  habe  lediglich  5  Monate  und 
damit deutlich weniger als die in Art. 50 Abs. 1 Bst. a erster Halbsatz AuG 
vorausgesetzten  drei  Jahre  bestanden.  Die  Beschwerdeführerin  hat  die 
Verfügung in diesem Punkt nicht beanstandet. Offenkundig geht auch sie 
– zu  Recht –  davon  aus,  diese  Bestimmung  komme  als 
Anspruchsgrundlage  für  eine  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung 
nicht in Frage.

Der Vollständigkeit halber ist Folgendes festzuhalten: Die Aufnahme des 
Getrenntlebens  durch  die Ehegatten  erfolgte  per Anfang Mai  2006  (vgl. 
die  entsprechenden  – seitens  der  Beschwerdeführerin  unbestritten 
gebliebenen –  Angaben  des  Ehemannes  [Aktennotiz  der  kantonalen 
Migrationsbehörde  vom  14. Dezember  2006]  und  seiner  Eltern 
[Bestätigung  vom  13. Juli  2008]).  Seither  ist  es  nicht  zu  einer 
Wiederaufnahme  des  Zusammenlebens  gekommen.  Zwar  ist  in  den 
Akten gelegentlich davon die Rede; konkrete Hinweise, dass eine solche 
jemals  tatsächlich  und  ernsthaft  in  Aussicht  genommen  worden  wäre, 
enthalten  sie  jedoch  nicht.  Vorliegend  kann  demnach  aufgrund  der 
Umstände  von  einer  vorübergehenden  Trennung  keine  Rede  sein, 
weshalb nach dem Dargelegten (vgl. E. 6.2 in fine) Art. 49 AuG nicht zur 
Anwendung  kommen  kann.  Die  Beschwerdeführerin  selbst  beruft  sich 
denn auch zu Recht nicht auf diese Bestimmung.

Bei dieser Sachlage kann die Frage nach der  (erfolgreichen)  Integration 
der  Beschwerdeführerin  (nach  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  zweiter  Halbsatz 
AuG) im vorliegenden Zusammenhang offen bleiben.

8. 
Gemäss  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  besteht  –  unabhängig  von  der 
bisherigen Dauer der Familien­ bzw. Ehegemeinschaft – auch dann der 
Anspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn 
wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz 
erforderlich machen. Solche Gründe können namentlich – so explizit Art. 
50  Abs.  2  AuG  –  vorliegen,  wenn  der  betreffende  Ehegatte  Opfer 
ehelicher  Gewalt  wurde  und  seine  soziale  Wiedereingliederung  im 
Herkunftsland stark gefährdet erscheint.

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Bei  der  Anwendung  von  Art.  50  Abs. 1  Bst. b  AuG  geht  es  darum, 
Härtefälle  bei  der  Bewilligungsverlängerung  nach  der  Auflösung  der 
ehelichen  Gemeinschaft  zu  vermeiden.  Massgeblich  ist,  wie  sich  die 
Verpflichtung  der  ausländischen  Person,  nach  der  Ehe  die  Schweiz  zu 
verlassen,  auf  ihre  persönliche  Situation  auswirkt  bzw.  ob  sie  für  die 
betroffene  Person  aufgrund  der  konkreten  Umstände  einen  Härtefall 
darstellt. Ein weiterer Verbleib in der Schweiz kann sich nach dem Gesetz 
und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung etwa dann als erforderlich 
erweisen,  wenn  die  ausländische  Person  mit  abgeleitetem 
Aufenthaltsrecht  Opfer  ehelicher  Gewalt  geworden  ist  oder  wenn 
aufgrund  der  gescheiterten  Ehe  die  familiäre  und  soziale 
Wiedereingliederung  im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Sowohl 
die  eheliche  Gewalt  als  auch  die  starke  Gefährdung  der  sozialen 
Wiedereingliederung  im Herkunftsland  können  ihrem Ausmass  und  den 
Gesamtumständen  entsprechend  bei  der  Beurteilung  je  für  sich  allein 
bereits  einen  wichtigen  persönlichen  Grund  darstellen;  beide 
Bedingungen müssen somit nicht kumulativ erfüllt sein (BGE 136 II 1 E. 
5.3  S. 3 ff.).  Ein  weiterer  Anwendungsfall  eines  wichtigen  persönlichen 
Grundes kann sich beispielsweise ergeben, wenn der Ehegatte, von dem 
sich  die  Aufenthaltsberechtigung  ableitet,  verstirbt  (vgl.  BGE  137  II  1 
E. 3 f. S. ). Ebenso ist den Interessen gemeinsamer Kinder Rechnung zu 
tragen,  falls  eine  enge  Beziehung  zu  ihnen  besteht  und  sie  in  der 
Schweiz  gut  integriert  sind,  und  stets  sind  auch  die  Umstände,  die  zur 
Auflösung der Ehe geführt haben, zu berücksichtigen. Steht fest, dass die 
im Familiennachzug  zugelassene Person  durch  das Zusammenleben  in 
ihrer  Persönlichkeit  ernstlich  gefährdet  ist  und  ihr  eine  Fortführung  der 
ehelichen Beziehung nicht  länger zugemutet werden kann,  ist dies beim 
Entscheid  besonders  in  Rechnung  zu  stellen  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8. März 
2002,  BBl  2002  3754  Ziff. 1.3.7.6,  sowie  bspw.  Urteile  des 
Bundesgerichts  2C_647/2010  vom  10. Februar  2011  E.  3.4  und 
2C_635/2009  vom  26. März  2010  E. 5.3.1).  Ein  wichtiger  persönlicher 
Grund  kann  sich  aber  auch  aus  anderen Umständen  oder Aspekten  im 
In­  oder  Herkunftsland  der  betroffenen  Person  ergeben.  Die  in  Art.  31 
Abs. 1 VZAE erwähnten Gesichtspunkte können bei der Beurteilung eine 
Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grundsätzlich noch keinen 
Härtefall zu begründen vermögen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2 f. S. 349 f. 
mit  weiterem  Hinweis).  Es  handelt  sich  hierbei  um  den  Grad  der 
Integration,  die  Respektierung  der  Rechtsordnung,  die 
Familienverhältnisse,  die  finanziellen  Verhältnisse,  die  Dauer  der 
Anwesenheit  in  der  Schweiz  und  der  Gesundheitszustand.  Hat  der 

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Aufenthalt  in  der  Schweiz  nur  kürzere  Zeit  gedauert  und  wurden  keine 
engen  Beziehungen  zur  Schweiz  geknüpft,  lässt  sich  ein  Anspruch  auf 
weiteren  Verbleib  nicht  begründen,  wenn  die  erneute  Integration  im 
Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt  (vgl. zum Ganzen BGE 
137  II  1  E.  4.1  S. 7  sowie  BGE  137  II  345  E. 3.2.1 ff.  S. 348 ff.  je  mit 
Hinweisen  sowie  bspw.  Urteile  des  Bundesgerichts  2C_236/2011  vom 
2. September 2011 E. 2.1 f. und 2C_150/2011 vom 5. Juli 2011 E. 2.3).

9. 

9.1. Die  Beschwerdeführerin  bringt  vor,  Opfer  ehelicher  Gewalt  seitens 
ihres  an  einer  schweren  psychischen  Krankheit  leidenden  Ehemannes 
geworden zu sein. Sie macht damit  in erster Linie  spezifische, auf  ihrer 
Ehe  beruhende  Gründe  geltend,  welche  ihr  einen  Anspruch  auf 
Verlängerung  ihrer Aufenthaltsbewilligung gestützt  auf  die  vorerwähnten 
Bestimmungen verleihen würden.

9.1.1. Nicht jede Form häuslicher bzw. ehelicher Gewalt vermag nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 
Bst. b  und Abs. 2  AuG  zu  begründen.  Im  vorliegenden  Zusammenhang 
muss sie vielmehr eine bestimmte  Intensität aufweisen: Sie muss derart 
intensiv sein, dass die physische oder psychische Integrität des Opfers im 
Falle der Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft bzw. durch das 
Zusammenleben  schwer  beeinträchtigt  würde.  Zumindest  muss  erstellt 
sein,  dass  von  der  betroffenen  ausländischen  Person  nicht  verlangt 
werden  kann,  mit  dem  Ehepartner  zusammen  zu  bleiben  (vgl. 
insbesondere Urteile des Bundesgerichts 2C_155/2011 vom 7. Juli 2011 
E. 4.3,  2C_35/2011  vom  24. Mai  2011  E. 2.2,  2C_590/2010  vom 
29. November  2010  E.  2.5.3  und  2C_122/2010  vom  4. Oktober  2010 
E. 2.3.1 sowie BGE 136 II 1 E. 5.3 S. 4). Gelegentliches Anschreien bzw. 
verbale  Konflikte  in  ehelichen  Krisensituationen  sowie  eine  einzige 
Ohrfeige begründen danach prinzipiell noch keine derartige Situation (vgl. 
erwähntes Urteil des Bundesgerichts 2C_155/2011 E. 4.3 mit Verweis auf 
BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 ff. sowie zahlreichen weiteren Hinweisen). Je nach 
Intensität kann jedoch auch ein einziger Vorfall genügen (vgl. erwähntes 
Urteil  2C_590/2010  E. 2.5.2,  welches  als  Beispiel  einen  Mordversuch 
erwähnt).  In zeitlicher Hinsicht kann sich  im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 
Bst. b  und  Abs. 2  AuG  die  Ausübung  von  Gewalt  eines  Ehepartners 
gegen  den  anderen  lediglich  solange  als  relevant  erweisen,  als  bei  der 
Gewaltanwendung oder unmittelbar davor noch ein Aufenthaltsanspruch 
nach  Art. 42  oder  Art. 43  AuG  gegeben  war,  die  Ehegatten  also  noch 

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zusammenlebten  oder  ein  wichtiger  Grund  nach  Art. 49  AuG  für  das 
Getrenntleben  bestand.  Wird  ein  Ehegatte  dagegen  erst  nachträglich – 
mithin  nach  Aufnahme  des Getrenntlebens  ohne wichtigen Grund  nach 
Art. 49  AuG  –  Opfer  von  Gewalt  durch  den  anderen,  kommt  ein 
Wiederaufleben des Aufenthaltsanspruchs nach Art. 42 oder Art. 43 AuG 
nicht in Betracht (vgl. erwähntes Urteil 2C_590/2010 E. 2.5.3).

Wird das Vorliegen ehelicher Gewalt geltend gemacht, sind die Behörden 
befugt,  entsprechende  Nach­  bzw.  Hinweise  wie  Arztzeugnisse, 
Polizeirapporte oder Strafanzeigen zu verlangen (vgl. Art. 77 Abs. 5 und 6 
VZAE sowie  insbesondere Urteil  des Bundesgerichts 2C_803/2010 vom 
14. Juni 2011 E. 2.3.2).

9.1.2.  Die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  zur  von  ihr  angeblich 
erlittenen  ehelichen  Gewalt  erweisen  sich  als  äusserst  vage.  Erwähnt 
werden  Misshandlungen  sowie,  dass  sie  "massiv  unter  Druck  gesetzt" 
worden  sei  (vgl. Beschwerde S. 7). Es  unterbleiben  jedoch  sowohl  eine 
Konkretisierung  dieser  pauschalen  Vorwürfe  als  auch  eine  zeitliche 
Situierung  angeblicher  Vorkommnisse.  Die  Beschwerdeführerin 
beschränkt sich auf die Ausführung, der Vorwurf der ehelichen Gewalt sei 
seitens ihres Ehemannes nicht bestritten worden. Dies ändert jedoch zum 
einen an der Unsubstantiiertheit  ihrer Vorbringen nichts und erweist sich 
zum anderen ohnedies nur als zum Teil  zutreffend: Es  finden sich zwar 
Aktenstücke,  in  welchen  sich  der  Ehemann  zu  seiner  (langjährigen) 
psychischen Erkrankung äussert;  verschiedentlich  spricht  er  zudem von 
"aggressivem Verhalten"  seinerseits  der  Beschwerdeführerin  gegenüber 
(vgl.  bspw.  Aktennotiz  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom 
14. Dezember  2006,  E­Mail  des  Ehemannes  vom  3. Dezember  2009), 
doch  ist  gestützt  darauf  kein  Schluss  auf  die  konkrete  Natur,  Intensität 
und  den  Zeitpunkt  solchen  Verhaltens  möglich.  Ein  einzelner  Hinweis 
darauf  findet  sich  in  einer  Erklärung  seiner  Eltern,  wonach  er  die 
Beschwerdeführerin  im  Juli  2006  im  Rahmen  einer 
Meinungsverschiedenheit  zwischen  den  Ehegatten  einmal  "geschubst" 
habe  (vgl.  Bestätigung  der Eltern  betreffend Getrenntleben  vom 13. Juli 
2008). Mit diesem Vorfall erweist sich die Schwelle zur ehelichen Gewalt 
im Sinne der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung  vor  dem Hintergrund 
des  Dargelegten  jedoch  nicht  als  überschritten.  Weitere  konkrete 
Hinweise auf tatsächliche Vorkommnisse bzw. Übergriffe des Ehemannes 
gegen die Beschwerdeführerin liegen nicht vor.

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Einschlägige  Belege,  wie  sie  Art. 77  Abs. 6  VZAE  beispielhaft  aufzählt, 
finden  sich  keine  bei  den  Akten.  Ein  Schreiben  der  Frauenhaus­
Beratungsstelle  der  Stiftung  Frauenhaus  beider  Basel  zuhanden  der 
Polizei  vom  8. Juli  2006  (mit  dem  Betreff  "Anzeige  erstatten  gegen 
Y._______  wegen  häuslicher  Gewalt")  enthält  die  Angaben,  die 
Beschwerdeführerin  werde  seit  Juni  2006  "begleitet",  sie  sei  an  jenem 
Tag  "notfallmässig"  bei  ihnen gewesen und es werde  ihr  ab  jenem Tag 
ein  Platz  im  Frauenhaus  freigehalten.  Im  Übrigen  besteht  es  in  einer 
Wiedergabe  von  Vorwürfen  der  Beschwerdeführerin  gegen  ihren 
Ehemann:  Er  bedrohe  sie  nachts,  würge  sie  oder  zwinge  sie  zum 
Geschlechtsverkehr.  Dieses  Schreiben  hat  die  Polizei  offenbar  nie 
erreicht:  Das  Dossier  enthält  keine  Polizeiakten  und  die 
Beschwerdeführerin  selbst  gibt  an  (vgl.  Beschwerde  S. 7),  auf  eine 
Anzeigeerstattung  verzichtet  zu  haben.  Offenbar  wurde  es  erst  im 
Rahmen  des  ersten  Scheidungsverfahrens  dem  Zivilgericht  eingereicht. 
Die  dem  Ehemann  so  zur  Kenntnis  gebrachten  Vorwürfe  wurden  von 
diesem  vehement  bestritten  (vgl.  [zweite]  Scheidungsklage  vom  8. Juli 
2008, E­Mail  an  das  kantonale Migrationsamt  vom 29. Juli  2008).  Einer 
Bestätigung  des  Frauenhauses  Basel­Stadt  vom  31. März  bzw. 
21. August 2008  ist nichts weiter  zu entnehmen als eine Bescheinigung 
ihres Aufenthalts vom 8. August bis 20. September 2006 (mit dem wenig 
aussagekräftigen  Hinweis  "wegen  häuslicher  Gewalt").  Auch  nach  dem 
Eintritt  ins  Frauenhaus  hat  sie  keinen  Arzt  aufgesucht,  um  ihn  wegen 
allfälliger  physischer  Verletzungen  zu  konsultieren  und  über  konkrete 
Vorfälle  sowie  ihr  Befinden  zu  sprechen  (vgl.  diesbezüglich  das  bereits 
erwähnte  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_35/2011  E. 2.2  zweiter 
Abschnitt).  Auch  hat  die  Beschwerdeführerin  weder  eine  Massnahme 
nach  § 26a  des  Polizeigesetzes  vom  28. November  1996  (SGS 
[Systematische  Gesetzessammlung]  700)  oder  nach  Art. 28b  des 
Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR 
210)  noch  eine  Eheschutzmassnahme  (vgl.  Art. 175 ff.  ZGB)  beantragt 
(vgl.  demgegenüber  den  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C­1992/2010  vom  31. Mai  2011  zugrundeliegenden  Fall  [vgl.  insb. 
Sachverhalt sowie E. 5.4]).

Damit  liegen  keinerlei  objektive  Anhaltspunkte  hinsichtlich  der  von  der 
Beschwerdeführerin  behaupteten  ehelichen Gewalt  vor.  Auch wenn  der 
Ehemann  selbst  gelegentliches,  aggressives  Verhalten  der 
Beschwerdeführerin  gegenüber  nicht  in  Abrede  gestellt  hat,  lassen  die 
Akten nicht den Schluss zu, es sei in der ehelichen Beziehung tatsächlich 
(physische bzw. psychische) Gewalt ausgeübt worden, geschweige denn 

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in  der  im  vorliegenden  Kontext  gemäss  Rechtsprechung  verlangten 
Intensität.

9.1.3.  Zudem  zeigt  sich,  dass  selbst  allenfalls  ausgeübte  Gewalt  im 
vorliegenden  Zusammenhang  aufgrund  der  zeitlichen  Abfolge  der 
Ereignisse keine Berücksichtigung finden könnte.

Der  Auszug  der  Beschwerdeführerin  aus  der  ehelichen Wohnung  fand, 
wie erwähnt, unbestrittenermassen Ende April 2006 statt, wobei sie sich 
zunächst  für  ein  paar Wochen  bei  den  Eltern  des  Ehemannes  aufhielt, 
bevor  sie  –  offenbar  Mitte  Juli  2006  –  auch  dort  definitiv  auszog  (vgl. 
erwähnte  Bestätigung  der  Eltern  betreffend  Getrenntleben  vom  13. Juli 
2008  sowie auch  [zweite] Scheidungsklage des Ehemannes  vom 8. Juli 
2008).  Das  erwähnte  Schreiben  der  Frauenhaus­Beratungsstelle  vom 
8. Juli  2006,  welches  überhaupt  den  ersten  Hinweis  auf  (angebliche) 
eheliche  Gewalt  enthält,  erlaubt  zugleich  eine  zeitliche  Situierung  von 
deren  Ausübung:  Es  wird  dort  angegeben,  die  Beschwerdeführerin  sei 
am  selben  Tag  "notfallmässig"  bei  ihnen  gewesen  und  werde  seit  Juni 
2006 von ihnen "begleitet".

Nachweislich  erfolgte  sodann  die  erste  Kontaktaufnahme  der 
Beschwerdeführerin  mit  dem  Frauenhaus  (im  Juni  2006)  zu  einem 
Zeitpunkt,  als  sie  bereits  aus  der  ehelichen Wohnung  ausgezogen war. 
Es  besteht  keinerlei  früherer  Hinweis  auf  ein  angebliches  gewalttätiges 
Verhalten  seitens  des  Ehemannes  und  darauf,  dass  die  Auflösung  der 
Ehegemeinschaft  mit  ehelicher  Gewalt  im  Zusammenhang  stehen 
könnte. Auch anfangs des Jahres 2008 gab die Beschwerdeführerin als 
Grund  für  die  Trennung  die  Krankheit  ihres  Ehemannes  an  (vgl. 
rechtliches Gehör vom 16. Januar 2008). Auch die  in den Eingaben der 
Beschwerdeführerin  bezeichnenderweise  vollkommen  ausgebliebene 
zeitliche  Situierung  der  angeblichen  Gewaltausübung  erweist  sich  in 
diesem Zusammenhang als bezeichnend. Aufgrund dieser Umstände  ist 
davon  auszugehen,  dass  – sollte  es  in  der  Beziehung  zwischen  der 
Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann überhaupt je zur Ausübung von 
Gewalt  gekommen  sein  –  diese  höchstens  nach  bereits  erfolgter 
Auflösung  der Ehegemeinschaft  stattgefunden haben könnte  (und damit 
für  diese  nicht  ursächlich  gewesen  wäre  [vgl.  dazu  E. 9.2.2]).  Solcher 
nachträglicher Gewalt könnte nach dem Dargelegten (vgl. E. 9.1.1 in fine) 
im vorliegenden Zusammenhang keine Bedeutung zukommen.

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9.1.4. Zusammenfassend  kann  nicht  davon  ausgegangen werden,  dass 
es seitens des Ehemannes der Beschwerdeführerin gegenüber zu nach 
Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG (in zeitlicher Hinsicht sowie in Bezug 
auf die Intensität) relevanter ehelicher Gewalt gekommen ist. 

9.2. Zu untersuchen ist im Folgenden, welche Bedeutung im vorliegenden 
Zusammenhang der psychischen Erkrankung des Ehemannes als solcher 
zukommt.

9.2.1.  Es  erweist  sich  als  angezeigt,  zunächst  auf  die  Umstände  zum 
Zeitpunkt des Eheschlusses und auf den zeitlichen Ablauf der relevanten 
Ereignisse einzugehen:

Die  Beschwerdeführerin  hielt  sich  nach  Abschluss  des  Asylverfahrens 
bzw.  dem  Ablauf  der  (auf  den  15. Oktober  2004  angesetzten) 
Ausreisefrist noch immer (mithin rechtswidrig; vgl. E. 11.1) in der Schweiz 
auf, als ihr späterer Ehemann und sie sich im September 2005 in Basel in 
einer  Diskothek  kennenlernten  (vgl.  Stellungnahme  der 
Beschwerdeführerin  vom  31. Oktober  2008).  Ende  September  2005 
wurde sie im dortigen Prostitutionsmilieu angehalten und in der Folge die 
Verhängung einer Fernhaltemassnahme gegen sie geprüft  (vgl. Rapport 
der  Kantonspolizei  Basel­Stadt  vom  6. Oktober  2005).  Wenige  Tage 
später  wurden  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  Zivilstandsamt, 
anschliessend  vom  zukünftigen  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  ihre 
Heiratsabsichten  mitgeteilt  (vgl.  Aktenbericht  der  kantonalen 
Migrationsbehörde  vom  20. Oktober  2005).  Bereits  Ende  April  2006 
nahmen  die  Ehegatten  unbestrittenermassen  das  Getrenntleben  auf, 
wobei  sich  die  Beschwerdeführerin  –  wie  erwähnt  –  zunächst  bei  den 
Eltern  des  Ehemannes  aufhielt  und  ein  paar Wochen  später  auch  dort 
definitiv  auszog.  Im  Juni  2006  wandte  sie  sich  erstmals  an  das 
Frauenhaus, eine  "notfallmässige" Betreuung  fand am 8. Juli 2006 statt; 
zu einem Aufenthalt dort  (angeblich  "wegen häuslicher Gewalt") kam es 
schliesslich vom 8. August bis zum 20. September 2006  (vgl. Schreiben 
vom  8. Juli  2006  sowie  Bestätigungen  vom  31. März  bzw.  21. August 
2008).  Es  war  jedoch  der  Ehemann,  welcher  offenbar  zu  Beginn  des 
Jahres  2007  ein  Eheschutzverfahren  einleitete  (vgl.  rechtliches  Gehör 
vom 16. Januar 2008, wo eine entsprechende Verfügung des Zivilgerichts 
Basel­Stadt  vom  15. März  2007  Erwähnung  findet).  Im  Frühjahr  2008 
sowie  (nach erfolgtem Rückzug anlässlich der daraufhin durchgeführten 
Verhandlung;  vgl.  Verfügung  des  Bezirksgerichts  Liestal  vom  12. Juni 
2008) erneut am 8. Juli 2008 reichte er eine Scheidungsklage ein (wobei 

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er auch diese zweite Klage in der Folge wieder zurückzog [vgl. Schreiben 
vom 10. Dezember 2008]). In einer E­Mail­Nachricht vom 29. Juli 2008 an 
die  kantonale  Migrationsbehörde  gab  er  an,  die  Eheschliessung  im 
Dezember 2005 sei zum Zwecke des Erhalts einer Aufenthaltsbewilligung 
erfolgt.  Zu  einer  Wiederaufnahme  des  Zusammenlebens  kam  es  nie, 
wobei der Ehemann mehrfach entsprechende Bereitschaft und Hoffnung 
seinerseits  zum  Ausdruck  brachte  (vgl.  bspw.  Schreiben  vom 
10. Dezember  2008  an  das  Bezirksgericht  und  die  kantonale 
Migrationsbehörde, E­Mail vom 3. Dezember 2009).

Fest  steht  zudem,  dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  zum 
Zeitpunkt der Heirat im Dezember 2005 bereits seit längerem unter einer 
psychischen  Krankheit  litt.  Seinen  eigenen  Angaben  zufolge  befand  er 
sich deswegen seit dem Jahre 2003  in psychiatrischer Behandlung  (vgl. 
Aktennotiz der  kantonalen Migrationsbehörde vom 14. Dezember 2006). 
Das  ihm  in diesem Zusammenhang offenbar verschriebene Medikament 
(Seroquel [vgl. E­Mail vom 3. Dezember 2009]) wird zur Behandlung von 
Schizophrenie  und  depressiven  respektive  (diesfalls  zeitlich  begrenzt) 
manischen Episoden bei bipolaren Störungen eingesetzt. 

9.2.2.  Wie  erwähnt  (vgl.  E. 9.1.3)  gab  die  Beschwerdeführerin  noch 
anfangs  des  Jahres  2008  an,  die  Krankheit  des  Ehemannes  habe  die 
Ursache  für  die  Trennung  dargestellt  (vgl.  rechtliches  Gehör  vom 
16. Januar  2008).  In  den  Akten  findet  sich  die  auf  Anfrage  der 
Migrationsbehörde erteilte Behördenauskunft, schon kurz nach der Heirat 
habe  sich  herausgestellt,  dass  die  Ehe  nicht  funktioniere  (vgl. 
Aktenbericht  vom  15. Dezember  2006),  was  ebenfalls  eher  auf 
grundlegende  Schwierigkeiten  im  ehelichen  Zusammenleben  denn  auf 
Gewaltausübung eines Ehepartners schliessen lässt.

Zwar  hat  die  Beschwerdeführerin  gegenüber  der  kantonalen 
Migrationsbehörde geltend gemacht, von der psychischen Krankheit ihres 
Ehemannes zum Zeitpunkt des Eheschlusses keine Kenntnis gehabt zu 
haben  (vgl.  Stellungnahme  vom  31. Oktober  2008  S. 3).  Dies  erscheint 
jedoch  nicht  plausibel,  zumal  er  aufgrund  dieser  Gesundheitsstörung 
ohne Erwerbstätigkeit bzw. arbeitsunfähig war und infolgedessen seitens 
der  Invalidenversicherung  eine  Rente  erhielt.  Dies  war  der 
Beschwerdeführerin bekannt (vgl. Stellungnahme S. 2). Sodann mussten 
ihr  auch die Schwierigkeiten,  die  sich aller Wahrscheinlichkeit  nach aus 
einer solchen Verbindung bzw.  im ehelichen Zusammenleben mit einem 
psychisch kranken Ehemann ergeben würden, von Beginn weg bewusst 

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sein.  In  der  nachmaligen  Entwicklung  ihrer  Ehegemeinschaft  hat  sich 
insofern  höchstens  ein  von  Beginn  weg  voraussehbares  "Risiko" 
realisiert.  Ist die Beschwerdeführerin mit dem Abschluss der Ehe dieses 
"Risiko" jedoch bewusst eingegangen, rechtfertigt sich ihre Privilegierung 
in der Form einer Zuerkennung eines Anspruchs auf Verlängerung  ihrer 
Aufenthaltsbewilligung nicht.

9.3.  Vor  dem  Hintergrund  der  obigen  Ausführungen  (rechtswidriger 
Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz zum Zeitpunkt, als sie 
ihren Ehemann kennenlernte, äusserst kurze Bekanntschaftszeit vor der 
Eheschliessung,  Krankheit  des  Ehemannes,  welche  der 
Beschwerdeführerin  bekannt  gewesen  sein  musste,  Auflösung  der 
Ehegemeinschaft  bereits  wenige  Monate  später,  ohne  dass  zu  diesem 
Zeitpunkt von ehelicher Gewalt die Rede gewesen wäre) ergibt sich, dass 
die  ehespezifischen Umstände  keinen wichtigen  persönlichen Grund  im 
Sinne  von  Art. 50  Abs. 1  Bst. b  AuG  zu  begründen  vermögen,  welcher 
den weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz gebieten 
würde.

10. 
Hinsichtlich  der  Frage,  ob  sich  vorliegend  ein  wichtiger  persönlicher 
Grund aufgrund einer als ernsthaft  gefährdet  zu betrachtenden sozialen 
Wiedereingliederung  der  Beschwerdeführerin  im  Herkunftsland  ergibt 
(vgl.  Art. 50  Abs. 2  AuG  sowie  auch  Art. 31  Abs. 1  Bst. g  VZAE),  ist 
Folgendes festzuhalten:

10.1. Die Beschwerdeführerin  ist  im Alter von 20 Jahren  in die Schweiz 
eingereist und weilt damit seit insgesamt acht Jahren hier (vgl. dazu auch 
E. 11.1).  Sie  ist  in  Addis  Abeba  geboren  und  aufgewachsen,  hat  dort 
während 12 Jahren die Schulen besucht (8 Jahre Primarschule, 4 Jahre 
Sekundarschule)  und bis  zu  ihrer Ausreise  am 29. Oktober  2003 gelebt 
(vgl.  Anhörungsprotokolle  vom  4. November  2003,  S. 1,  sowie  vom 
13. Januar 2004, S. 2 f.). Die prägenden Kinder­ und Jugendjahre hat sie 
somit  durchwegs  in  ihrem  Herkunftsland  verbracht.  Zudem  ist  davon 
auszugehen, dass ihre Eltern (ihre Angaben im Asylverfahren, wonach es 
sich  um  Pflegeeltern  handle,  wurden  als  unglaubhaft  beurteilt  [vgl. 
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2004 E. 3]), zumindest aber ihr Bruder 
(geb. 1982) und ihre jüngere Schwester (geb. 1987) nach wie vor in Addis 
Abeba leben (vgl. Beschwerdeschrift S. 9).

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10.2.  Die  Beschwerdeführerin  hat  es  unterlassen,  die  sie  bei  einer 
Rückkehr  in  ihr  Herkunftsland  erwartende  Situation  (namentlich  die 
angeblichen  Schwierigkeiten  aufgrund  ihrer  gescheiterten  Ehe)  zu 
konkretisieren.  Ihre  diesbezüglichen  Vorbringen  erweisen  sich  als 
unsubstantiiert  und äusserst  vage  (vgl. Beschwerde S. 9 am Ende). Sie 
beschränkt  sich  im  Wesentlichen  darauf,  ihre  bereits  im  Asylverfahren 
vorgebrachten Behauptungen hinsichtlich angeblicher  (von  ihrem Bruder 
und  dessen  Bekannten  verübten)  Vergewaltigungen,  deren  sie  Opfer 
geworden  sei,  sowie  der  im  Falle  einer  Rückkehr  befürchteten 
Repressalien  (vgl.  Beschwerdeschrift  S. 6 f.  und  9)  zu  wiederholen.  Mit 
diesen  Behauptungen  hat  sich  die  Vorinstanz  bereits  im  Rahmen  des 
Asylverfahrens  auseinandergesetzt:  Ihre  Aussagen  wurden  dabei 
durchwegs  als  unglaubhaft  beurteilt  (vgl.  Verfügung  des  BFM  vom 
17. Juni 2004 E. 1 – 3). Die in ihren Eingaben nun lediglich wiederholten 
Behauptungen  sind  nicht  geeignet,  das  Gericht  zu  einer  anderen 
Einschätzung kommen zu lassen. Ohnedies ist davon auszugehen, dass 
sie  zumindest  den  Kontakt  mit  Mutter  und  Schwester,  zu  denen  sie 
anscheinend  ein  gutes  Verhältnis  pflegte,  wieder  aufnehmen  kann. 
Dasselbe  gilt  hinsichtlich  ehemaliger  Kollegen  aus  Schulzeiten.  Diese 
familiären  und  sonstigen  sozialen  Kontakte  dürften  ihr  die 
Wiedereingliederung wesentlich erleichtern.

10.3.  Ganz  allgemein  ist  festzuhalten,  dass  in  Äthiopien  regionale 
Unterschiede  und  insbesondere  ein  grosses  Stadt­Land­Gefälle 
herrschen.  Die  in  ländlichen  Regionen  dominierenden  patriarchalen, 
rigiden  sozialen  Normen  sind  in  den  Städten  weit  weniger  stark 
ausgeprägt  und  alleine  lebende  Frauen  verfügen  daher  über  mehr 
persönliche  Freiheiten;  auch  erwerbstätige  Frauen  werden  in  Städten 
gesellschaftlich  besser  akzeptiert.  Die  äthiopische  Verfassung  sieht 
gleichen Schutz und gleiche Rechte für Frauen und Männer vor und zur 
Verbesserung  der  Situation  der  aufgrund  der  überlieferten  Normen  und 
Strukturen  traditionell  benachteiligten  Frauen  wurden  in  den  letzten 
Jahren  zahlreiche  Gesetzesbestimmungen  erlassen  sowie  Institutionen 
und Programme  zur  Implementierung  ins  Leben  gerufen  (vgl.  (vgl.  zum 
Ganzen U.S. Department of State, 2010 Human Rights Reports: Ethiopia, 
www.state.gov/documents/organization/160121.pdf,  S. 41 ff.,  sowie  UN 
Habitat, Ethiopia: Addis Ababa Urban Profile, 2008, S. 14 f., online unter: 
www.unhabitat.org  >  Countries  >  Publications  [beide  aufgerufen  am 
14. November  2011]).  Nachdem  in  der  Beschwerdeschrift,  wie  bereits 
erwähnt, keine substantiierten Vorbringen gemacht werden, die plausibel 
erscheinen liessen, dass sich die konkreten Lebensumstände für die (erst 

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28­jährige,  kinderlose  und  sich  in  guter  physischer  Verfassung 
befindende [vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. c und f VZAE]) Beschwerdeführerin – 
trotz  der  dargelegten  günstigen  gesetzlichen  Rahmenbedingungen – 
tatsächlich  schwierig  darstellen  würden,  ist  sodann  nicht  davon 
auszugehen,  dass  ihre  soziale Wiedereingliederung  in Addis Abeba mit 
erheblichen  Schwierigkeiten  verbunden  wäre  –  zumal  ihr  die  in  der 
Schweiz  erworbenen  Deutschkenntnisse  nebst  ihrer  soliden,  vor  Ort 
genossenen Schulbildung auf dem dortigen Arbeitsmarkt zugutekommen 
dürften.

10.4.  Die  soziale  Wiedereingliederung  der  Beschwerdeführerin  im 
Herkunftsland  erscheint  damit  nicht  als  ernsthaft  in  Frage  gestellt, 
weshalb  auch  insofern  das  Vorliegen  eines  wichtigen  persönlichen 
Grundes im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG zu verneinen 
ist.

11. 
Schliesslich stellt sich die Frage, ob sich ein wichtiger persönlicher Grund 
aufgrund  anderer  Aspekte  oder  Umstände  im  Inland  oder  im 
Herkunftsland der Beschwerdeführerin ergibt.

Die  Beschwerdeführerin  beruft  sich  in  diesem  Kontext  in  erster  Linie 
darauf, dass sie sowohl wirtschaftlich wie sozial integriert sei und sich seit 
ihrer Einreise in die Schweiz wohl verhalten habe (Beschwerde S. 5 f.).

11.1.  Die  Beschwerdeführerin  hält  sich  seit  Ende  Oktober  2003 
hierzulande auf. Ihr Verbleib in der Schweiz ab 16. Oktober 2004 bis zur 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs 
im  Juli  2006  (wie  erwähnt  hatte  sie  sich  im Dezember  2005 mit  einem 
Schweizer  Bürger  verheiratet)  ist  als  rechtswidriger  Aufenthalt  (vgl. 
Art. 115 Abs. 1 Bst. b AuG) zu qualifizieren (vgl. E. 9.2.1). Die Dauer ihrer 
– nach  Art. 31  Abs. 1  Bst. e  VZAE  einzig  relevanten  –  rechtmässigen 
Anwesenheit in der Schweiz beläuft sich daher auf etwas mehr als sechs 
Jahre,  was  an  sich  noch  keine  ausserordentlich  lange  Zeitspanne 
darstellt.

11.2. Bezüglich der gesellschaftlichen Integration der Beschwerdeführerin 
kann  den  Akten  wenig  entnommen  werden.  Auf  einen  besonderen 
Bekannten­  bzw.  Freundeskreis,  nennenswerte  Teilnahme  am 
gesellschaftlichen Leben, Engagement in sozialer Hinsicht oder ähnliches 
kann  nicht  geschlossen werden.  Jedoch  ist  sie  immerhin  seit  längerem 

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festes  Mitglied  in  einem  Sport­  bzw.  Fitnessclub  in  Basel  (vgl. 
Beschwerde  S. 5  sowie mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2011  eingereichte 
Kontoauszüge).  Lediglich  beschränkte  Schlüsse  sind  auch  hinsichtlich 
ihrer  Sprachkenntnisse  möglich.  Dass  sie  während  der  Dauer  ihrer 
Anwesenheit  irgendwelche  Sprachkurse  besucht  hätte  (abgesehen  von 
einem  solchen  bereits  während  des  Asylverfahrens  [vgl. 
Anhörungsprotokoll  vom  13. Januar  2004  S. 6]),  kann  den  Akten  nicht 
entnommen werden.  Aufgrund  ihrer  Kenntnisse  der  deutschen  Sprache 
war es ihr immerhin möglich, ab 1. Oktober 2006 – augenscheinlich ohne 
weitere Probleme bzw. Kommunikationsschwierigkeiten –  in einem Café 
(bei  der  Z._______  AG  in  Reinach  [BL])  als  Kellnerin  tätig  zu  sein.  Es 
kann  somit  davon  ausgegangen  werden,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin  verständlich  machen  kann  und  ihre 
Sprachkenntnisse in etwa dem sozio­ökonomischen Umfeld entsprechen, 
in welchem  sie  sich  bewegt  (vgl.  diesbezüglich  insbesondere Urteil  des 
Bundesgerichts 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2  [betreffend 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG; vgl. diesbezüglich E. 11.4]).  In wirtschaftlicher 
Hinsicht  ist der Beschwerdeführerin zugute zu halten, dass sie während 
des weit  überwiegenden Teils  ihrer  (rechtmässigen) Anwesenheit  in der 
Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Bei der Z._______ AG, 
bei  welcher  sie  von  1. Oktober  2006  bis  31. Oktober  2008  tätig  war, 
wurde sie als Arbeitnehmerin offenbar geschätzt (vgl. Arbeitszeugnis vom 
31. Oktober  2008).  Ab  November  2008  war  sie  ohne  Erwerbstätigkeit 
(vgl.  Abrechnungen  der  Arbeitslosenkasse  Baselland  vom  November 
2008 bis August 2009 [Beschwerdebeilage 15]), weshalb sie von Januar 
bis  Juli  2009 von der Sozialhilfebehörde mit Leistungen  im Umfang von 
knapp  CHF 9'000.­  unterstützt  wurde  (vgl.  Führungsbericht  vom 
23. November  2009).  Seit  20. Juli  2009  hat  sie  eine  (unbefristete) 
Teilzeitstelle  mit  einem  50%­Pensum  als  "Site  Assistant"  bei  einer 
Tankstelle  inne  (vgl.  Arbeitsvertrag  vom  22./26. Juni  2009),  womit  sie 
derzeit  ein  monatliches  Nettoeinkommen  von  durchschnittlich  knapp 
CHF 2'600.­  erzielt  (vgl.  die  aktuellsten  Angaben  und  Belege  gemäss 
Eingabe  vom  7. Oktober  2011).  Bemühungen,  sich  über  Aus­  oder 
Weiterbildungen  bzw.  allenfalls  ein  stärkeres  berufliches  Engagement 
bessere  Einkommensmöglichkeiten  zu  erschliessen,  sind  aufgrund  der 
Akten  keine  zu  erkennen  (vgl.  Art. 31  Abs. 1  Bst. d  VZAE).  Doch  reicht 
das  erzielte  Einkommen  (den Angaben  der  Beschwerdeführerin  zufolge 
[vgl.  Aktennotiz  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  22. Dezember 
2009  sowie  Eingabe  vom  7. Oktober  2011])  offenbar  aus,  um  ihren 
Lebensbedarf  zu  decken. Dafür  spricht,  dass  die  Forderungen  (in  einer 
Höhe von insgesamt knapp CHF 5'400.­), derentwegen im Zeitraum vom 

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1. Januar  2007  bis  Dezember  2009  Betreibungen  gegen  sie  eingeleitet 
worden waren, offenbar bis Dezember 2009 getilgt wurden (vgl. Auszug 
aus  dem  Betreibungsregister  des  Betreibungsamts  Arlesheim  vom 
9. Dezember  2009  [Beschwerdebeilage  17])  und  keine  seither 
eingeleiteten  Betreibungsverfahren  aktenkundig  sind.  Zurzeit  erscheint 
daher ihre wirtschaftliche Selbsterhaltungsfähigkeit gewährleistet.

11.3. Hinsichtlich des Kriteriums der Beachtung der Rechtsordnung (vgl. 
Art. 31 Abs. 1 Bst. b VZAE) ist den Akten Folgendes zu entnehmen:

Die  Beschwerdeführerin  wurde  unlängst  (vgl.  Strafbefehl  der 
Staatsanwaltschaft  Basel­Stadt  vom  2. März  2011)  wegen  Tätlichkeiten 
zu einer Busse von CHF 500.­ verurteilt. Dem von ihr auf entsprechende 
Aufforderung  des  Bundesverwaltungsgerichts  hin  beigebrachten 
Strafbefehl zufolge hat sie aus einem nichtigen Anlass in einem Geschäft 
auf  eine  Sicherheitsangestellte  eingeschlagen  und  diese  dabei  unter 
anderem im Gesicht getroffen. Als Folge dieser Tätlichkeit erlitt das Opfer 
eine Schwellung sowie eine kleine Platzwunde. 

Weiter  ist  der  Beschwerdeführerin  ein  rechtswidriger  Aufenthalt 
hierzulande  von  weit  über  einem  Jahr  (ab  16. Oktober  2004  bis  zur 
Erteilung  der  Aufenthaltsbewilligung  im  Zuge  der  Eheschliessung) 
anzulasten (vgl. E. 11.1). Dass es insofern nicht zu einer strafrechtlichen 
Verurteilung gekommen ist, ist im vorliegenden Kontext unerheblich.

Schliesslich brachte die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem 
Vollzug der  im Oktober 2004 angeordneten Wegweisung mehrfach zum 
Ausdruck, nicht bereit zu sein, freiwillig aus der Schweiz auszureisen, und 
verletzte ihr nach Art. 8 Abs. 1 und 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31)  im Rahmen des Asyl­ bzw. Wegweisungsverfahrens 
obliegende  Mitwirkungspflichten  (vgl.  Bericht  über  das 
Heimreisegespräch  vom  2. September  2004,  Schreiben  der  kantonalen 
Migrationsbehörde an das BFM vom 19. August 2005). Die Ausrichtung 
von  Sozialhilfeleistungen  (ab  Januar  2009)  wurde  per  Ende  Juli  2009 
(entgegen  der  etwas  anderen  Darstellung  der  Beschwerdeführerin 
[Beschwerde  S. 5])  ebenfalls  aufgrund  einer  Verletzung  von 
Mitwirkungspflichten  sowie  der  – pflichtwidrig –  nicht  erfolgten 
Offenlegung  gewisser  Einkünfte  eingestellt  (vgl.  Verfügung  der 
Sozialhilfebehörde Münchenstein vom 11. August 2009). 

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Demzufolge kann von einer durchgehenden Respektierung der hiesigen 
Rechtsordnung  seitens  der  Beschwerdeführerin  nicht  die  Rede  sein, 
wobei  immerhin  festzuhalten  ist, dass sich nicht sämtliche Verstösse als 
eine gleich erhebliche Missachtung der Rechtsordnung darstellen.

11.4. Zusammenfassend  ist der Beschwerdeführerin somit eine gewisse 
Integrationsleistung  zugute  zu  halten  und  von  einer  soweit  gelungenen 
Eingliederung auszugehen. Dies kann auch für den wirtschaftlichen bzw. 
beruflichen  Bereich  gelten  (vgl.  diesbezüglich  die  –  im  Zusammenhang 
mit Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ergangenen – Urteile  des Bundesgerichts 
2C_427/2011  vom  26. Oktober  2011  E. 5.3  und  2C_430/2011  vom 
11. Oktober  2011  E. 4.2  je  mit  Hinweis  auf  bereits  erwähntes  Urteil 
2C_839/2010 E. 7.1).

Im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG sind an den Grad der 
Eingliederung  der  betroffenen  Person  jedoch  höhere  Anforderungen  zu 
stellen als im Anwendungsbereich von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG, welcher 
neben  der  dreijährigen  Ehegemeinschaft  eine  "erfolgreiche  Integration" 
verlangt  (vgl.  insbesondere 2C_635/2009  vom 26. März 2010 E. 5.3;  im 
zugrundeliegenden Fall hatte das Bundesgericht die Integration des – im 
Unterschied  zum  vorliegenden  Fall  –  weder  strafrechtlich  verurteilten 
noch  je  von  der  Sozialhilfe  unterstützten  Beschwerdeführers  als  für  die 
Annahme  eines  wichtigen  persönlichen  Grundes  nicht  ausreichend 
betrachtet).

Es erweist sich mithin, dass auch die übrigen Aspekte bzw. die weiteren 
Umstände des vorliegenden Falles keinen wichtigen persönlichen Grund 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG zu begründen vermögen. Insbesondere ist 
dazu  auch  die  bisherige  Integration  der  Beschwerdeführerin  nicht 
geeignet.

12. 
Im  Ergebnis  besitzt  die  Beschwerdeführerin  somit  weder  gestützt  auf 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG (dreijährige Ehegemeinschaft und erfolgreiche 
Integration)  noch  gestützt  auf  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  (wichtige 
persönliche  Gründe)  einen  Anspruch  auf  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung.  Dafür,  dass  die  Vorinstanz  innerhalb  des 
Beurteilungsspielraums  der  Art.  18  –  30  AuG  einen  fehlerhaften 
Ermessensentscheid  getroffen  haben  könnte,  bestehen  keine 
Anhaltspunkte;  insbesondere  wäre  in  diesem  Rahmen  auch  keine 
Härtefallregelung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG in Betracht gekommen 

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(vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­6133/2008  vom  15. Juli 
2011  E. 8).  Dass  die  Vorinstanz  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  verweigert  hat,  kann  daher  nicht  beanstandet 
werden.

13. 
Als gesetzliche Folge der nicht mehr verlängerten Aufenthaltsbewilligung 
hat  die  Beschwerdeführerin  die  Schweiz  zu  verlassen  (Art. 64  Abs. 1 
Bst. c  AuG).  Es  bleibt  zu  prüfen,  ob Hinderungsgründe  für  den  Vollzug 
der Wegweisung anzunehmen sind (vgl. Art. 83 Abs. 2 – 4 AuG) und das 
BFM gestützt hierauf die vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen.

Die  Möglichkeit  und  Zulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  stehen  im 
vorliegenden  Fall  ausser  Frage.  Zu  prüfen  bleibt  demnach,  ob  die 
zwangsweise  Rückkehr  für  die  Beschwerdeführerin  eine  konkrete 
Gefährdung mit sich brächte und damit nicht zumutbar wäre. 

Der  Wegweisungsvollzug  kann  für  die  betroffene  Person  unzumutbar 
sein,  wenn  sie  in  ihrem  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  Situationen  wie 
Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage 
ausgesetzt  wäre.  Wirtschaftliche  Schwierigkeiten,  von  welchen  die 
ansässige Bevölkerung regelmässig betroffen ist, wie Wohnungsnot oder 
ein  schwieriger  Arbeitsmarkt,  vermögen  jedoch  keine  konkrete 
Gefährdung  zu  begründen.  Dagegen  ist  der  Vollzug  der  Wegweisung 
nicht  zumutbar,  wenn  dieser  für  die  ausländische  Person 
höchstwahrscheinlich  zu  einer  existenziellen  Bedrohung  führen  würde, 
beispielsweise  dann,  wenn  sie  sich  nach  ihrer  Rückkehr  mit  völliger 
Armut, Hunger, Invalidität oder Tod konfrontiert sähe (vgl. zur Publikation 
bestimmtes  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  E­6220/2006 
vom 27. Oktober 2011 E. 11.1).

Die Beschwerdeführerin hat vorliegend  (von den  im Zusammenhang mit 
dem  nachehelichen  Härtefall  bereits  geprüften  Vorbringen  abgesehen 
[vgl.  E. 10.6  sowie  BGE 137  II  345  E. 3.3.2  S. 351 f.  und  Urteile 
2C_316/2011  vom  17. Oktober  2011  E. 4.2  und  2C_236/2011  vom 
2. September  2011  E. 2.2  mit  Hinweisen])  nichts  angeführt,  was  gegen 
die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sprechen  würde,  und  die 
vorliegenden Akten  lassen nicht darauf schliessen, dass der Vollzug der 
Wegweisung  sie  in  eine  existenzbedrohende  Situation  führen  könnte. 
Dass  die  Beschwerdeführerin  in  Äthiopien  andere  wirtschaftliche  und 
soziale Bedingungen als in der Schweiz antreffen wird, ist, wie dargelegt, 

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nicht ausschlaggebend. Der Vollzug der Wegweisung  ist  somit auch als 
zumutbar zu erachten.

14. 
Aus  diesen  Darlegungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung  als 
rechtsmässig  zu bestätigen  ist  (vgl. Art.  49 VwVG). Die Beschwerde  ist 
demzufolge abzuweisen.

15. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  würde  die  Beschwerdeführerin 
grundsätzlich  kostenpflichtig  (vgl.  Art.  63  Abs. 1  Satz  1  VwVG  in 
Verbindung mit Art.  1,  2 und 3 Bst. b  des Reglements  vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Da  ihr  mit 
Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Mai 2010 die 
unentgeltliche  Rechtspflege  gewährt  wurde,  ist  sie  jedoch  von  der 
Bezahlung von Verfahrenskosten zu befreien (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG).

Das Gericht setzt die Parteientschädigung und die Entschädigung für die 
amtlich  bestellten  Anwältinnen  und  Anwälte  auf  Grund  der  Kostennote 
fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Eine solche wurde mit Datum vom 7. Oktober 
2011  eingereicht.  Die  Rechtsvertreterin  weist  darin  einen  Zeitaufwand 
von insgesamt 16.5 Stunden aus. In Berücksichtigung des Umfanges und 
der  Notwendigkeit  der  Eingaben,  der  Schwierigkeit  der  Streitsache  in 
rechtlicher  und  tatsächlicher  Hinsicht  sowie  der  aktenkundigen 
Bemühungen  ist  das  Honorar  der  amtlichen  Rechtsbeiständin  nach 
Massgabe  der  einschlägigen  Bestimmungen  auf  CHF 3'168.­  (inkl. 
Auslagen  und  Mehrwertsteuer),  entsprechend  einem  Zeitaufwand  von 
13.5 Stunden à Fr. 200.­, festzusetzen (vgl. Art. 65 Abs. 2 und 3 VwVG in 
Verbindung mit Art. 9, 10, 12 und 14 VGKE). Die Zugrundelegung eines 
geringeren  Zeitaufwands  als  der  in  der  Kostennote  ausgewiesene 
rechtfertigt  sich  insbesondere  angesichts  des  Umstands,  dass  die 
Rechtsvertreterin  im  Zusammenhang  mit  der  Erstellung  der 
Beschwerdeschrift  auf  die  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs  dem 
kantonalen  Migrationsamt  eingereichte  Stellungnahme  vom  31. Oktober 
2008  zurückgreifen  konnte.  Die  Entschädigung  für  die  unentgeltliche 
Rechtsbeiständin  ist  von  der  Beschwerdeführerin  zurückzuerstatten, 
sollte  sie  später  zu  hinreichenden  Mitteln  gelangen  (Art.  65  Abs.  4 
VwVG).

(Dispositiv S. 27)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der Beschwerdeführerin  ist  für das 
Rechtsmittelverfahren aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar  von 
CHF 3'168.­ (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] retour)
– das  Amt  für  Migration  des  Kantons  Basel­Landschaft  (Ref­Nr.  […]; 

Akten retour)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Viviane Eggenberger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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