# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82a02b17-cdd6-5339-84c5-8ff6fb2e1e07
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.08.2009 D-5070/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5070-2009_2009-08-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5070/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...], Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM)
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 31. Juli 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5070/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass  der  Beschwerdeführer,  der  aus  X._______  in  Rivers  State 
stammt und in Y._______ in Delta State wohnte, eigenen Angaben zu-
folge Nigeria im Januar 2008 auf dem Landweg verliess und über Ni-
ger und Alge-rien nach Marokko reiste, wo er sich von Ende Februar 
2008 bis im Oktober desselben Jahres aufhielt, 

dass er im Oktober 2008 Marokko auf dem Seeweg verliess und von 
einem unbekannten Ort aus auf dem Landweg durch unbekannte Län-
der fuhr, bis er am 7. Oktober 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo 
er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass  er  an der  summarischen  Befragung vom 15. Oktober  2008  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) [...]  und an der Direktanhö-
rung vom 27. Oktober 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend machte, er sei im Jahre 2003 Mitglied der damals 
legalen Gruppierung "Niger Delta Vigilante Movement" (NDVM) gewor-
den, welche zunächst zwischen militanten Gruppen vermittelt und sich 
für Frieden und Entwicklung im Niger-Delta eingesetzt habe, 

dass nach den Wahlen im Jahre 2007 im Rivers State ein neuer Gou-
verneur an die Macht gekommen sei, welcher die NDVM verboten, alle 
Mitglieder  zur  Fahndung  ausgeschrieben  und  mit  einer  "Joint  Task 
Force" aus Militär, Polizei und Navy bekämpft habe, 

dass das Camp der NDVM in X._______ am 10. Dezember 2008 nie-
dergebrannt worden sei, 

dass er mit einer Gruppe am 31. Dezember 2007 auf dem Weg nach 
Port Harcourt von der Polizei gestoppt worden und während vier Tagen 
mit dieser in Kämpfe verwickelt gewesen sei, 

dass  die  Polizei  dabei  einem Mitglied  der  Gruppe  in  die  Beine  ge-
schossen habe und der Beschwerdeführer diese Person in medizini-
sche Behandlung habe bringen wollen, 

dass ein anderes Gruppenmitglied den angeschossenen Mann jedoch 
aus Angst, er könne die andern verraten, erschossen habe, 

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dass die  NDVM ursprünglich  nicht  zum Töten gegründet  worden sei 
und er daraufhin beschlossen habe, aus der Gruppe auszusteigen und 
Nigeria zu verlassen, 

dass die Polizei nicht in der Lage sei, ihn vor der Gruppe zu schützen, 
die ihn umbringen wolle, weil er sie verlassen habe, 

dass er  auch von den nigerianischen Behörden bzw. der Polizei  ge-
sucht werde, weil die Gruppe beschuldigt werde, Pipelines der Regie-
rung anzuzapfen und den Treibstoff zu verkaufen, 

dass den Mitgliedern der NDVM die Todesstrafe drohe und einige, die 
zur Polizei gegangen seien, um Schutz vor der Regierung zu suchen, 
schon umgebracht worden seien, 

dass das BFM mit Verfügung vom 31. Juli 2009 – eröffnet am 4. August 
2009  –  einen  Nichteintretensentscheid  in  Anwendung  von  Art. 32 
Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
fällte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. August 2009 gegen 
diese Verfügung Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung der 
Vorinstanz sei aufzuheben, er sei als Flüchtling anzuerkennen, es sei 
ihm Asyl zu gewähren und festzustellen, dass die Rückkehr nach Nige-
ria unzulässig sei, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses beantragte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter nachfolgend aufgeführter Einschränkung – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit der Be-
schwerdeführer beantragt, es sei ihm Asyl zu gewähren,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung ei-
nes  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  ent-
scheidet (Art. 111 Bst. e AsylG) und die vorliegende Beschwerde, wie 
nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf ei-
nen  Schriftenwechsel  verzichtet  wird  und  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a AsylG),

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ [...] bzw. in den 48 Stunden nach der dies-
bezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Do-
kument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

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dass das BFM in seiner Verfügung ausführlich und sorgfältig ausführte, 
weshalb keine entschuldbaren Gründe für das Nichtbeibringen der er-
forderlichen Identitätspapiere vorlägen, 

dass es namentlich die Angaben des Beschwerdeführers zum Verbleib 
seiner Identitätskarte und zu den Reisemodalitäten zu Recht als wider-
sprüchlich  und  unsubstanziiert  bezeichnete  (er  wisse  nicht,  wo  die 
Identitätskarte sei [A1 S.4] respektive diese sei an einem unbekannten 
Datum zerstört worden bzw. sie habe sich in einer Plastikhülle befun-
den, welche kaputt gegangen sei und der Führer der Gruppe habe sie 
eingesammelt und vernichtet [A6 S. 3 Fragen 5 ff.]; keine Angaben zu 
den  Transitländern  auf  der  Reise  von  Marokko  in  die  Schweiz  [A1 
S. 6 f., A6 S. 6 Fragen 57 ff.]; keine konkreten Angaben zum Ort,  an 
dem er sich in Marokko während acht Monaten aufgehalten haben will 
[A1 S. 7, A6 S. 6 Frage 56] sowie zum Hafen, aus dem das Schiff in 
Richtung Europa ausgelaufen sein soll  [A6 S. 6 Fragen 57 ff.]; keine 
Ahnung, wieviel die Reise kostete [A1 S. 7, A6 S. 7 Fragen 62 ff.] und 
ob er die Schweizer Grenze mit dem Auto oder dem Zug passierte [A1 
S. 7], 

dass  daher  vollumfänglich  auf  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  zu 
verweisen ist, 

dass die Ausführungen in der Beschwerde, es sei für ihn aufgrund der 
Angst vor den nigerianischen Milizen und der schlechten Lebensbedin-
gungen auf der marrokanischen Marihuana-Plantage nicht vordringlich 
gewesen,  sich  den  Namen seines  Aufenthaltsortes  und  des Hafens, 
von dem das Schiff ausgelaufen sei, zu merken, offensichtlich nicht zu 
einer anderen Schussfolgerung zu führen vermögen,

dass dies auch gilt für die Erklärung in der Beschwerde, er habe keine 
Identitätskarte vorgelegt, weil er – wie Millionen andere nigerianische 
Bürgerinnen  und  Bürger  auch  –  nie  eine  besessen  habe,  sowie  für 
seine rhetorische Frage, wie man innert  48 Stunden ein Identitätsdo-
kument vorlegen können solle, das man nie gehabt habe, 

dass diese Ausführungen im Übrigen nicht zu vereinbaren sind mit der 
Aussage des Beschwerdeführers in der Direktanhörung, seine Identi-
tätskarte sei zerstört worden [A6 S. 3 Fragen 5 ff.], 

dass deshalb mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, der Beschwer-
deführer  habe ein gültiges  Reisepapier  mit  sich  geführt,  das er  den 

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Asylbehörden  bewusst  vorenthält  und  demnach  für  das  Nichteinrei-
chen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  innerhalb  der  Frist  von 
48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  keine  entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass die Beschwerde keine substanziierten Ausführungen zur Begrün-
dung des Asylgesuchs enthält und in keiner Weise dargetan wird, in-
wiefern die Erwägungen des BFM unzutreffend sein sollen,

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zur behaupteten Tätigkeit 
für die NDVM und zur geltend gemachten Verfolgung durch die nigeri-
anischen Behörden und die Polizei, zum Ausstieg aus der NDVM so-
wie zur Ausreise in der Tat widersprüchlich, realitätsfremd und unsub-
stanziiert  ausgefallen  sind  (z.B. Unfähigkeit,  detaillierte  Angaben  zu 
seinem angeblichen Engagement für die NDVM [A6 S. 8 Fragen 75 ff.] 
und zur Organisation dieser Bewegung [A6 S. 9 Fragen 92 ff.] zu ma-
chen; unglaubhafte Angaben zur Mitgliedschaft bei der NDVM und zur 
Geheimhaltung derselben: Behauptung, die Mitgliedschaft werde sogar 
vor anderen Mitgliedern der Gruppe geheim gehalten [A6 S. 10 Frage 
99] und aus Sicherheitsgründen verwende man Decknamen [A6 S. 9 
Frage 96], gleichzeitig verfügen die Mitglieder aber über eine Mitglie-
derkarte mit dem richtigen Namen des jeweiligen Inhabers, die sie bei 
Veranstaltungen vorweisen müssen [A6 S. 10 Fragen 98 f.]; unsubstan-
ziierte Angaben zur Behauptung, er werde von den nigerianischen Be-
hörden gesucht [A6 S. 10 Frage 101, A1 S. 6]), 

dass es sich bei  den Ausführungen in der Beschwerde, er  habe als 
Befehlsempfänger  die  von  seinen  Chefs  angeordneten  bewaffneten 
Einsätze  ausgeführt,  um Plattitüden  handelt,  welche  die  zutreffende 
Kritik der Vorinstanz an der mangelnden Substanziierung der Asylvor-
bringen nicht zu entkräften vermögen, 

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dass ferner die Erklärung in der Beschwerde, die Verstossung durch 
seine Familie sei nicht das Motiv seines Asylgesuchs, vorliegend nicht 
relevant ist, da die Vorinstanz zu Recht erhebliche Zweifel an diesem 
Vorbringen anbrachte, 

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten mithin 
als zutreffend erweisen,

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
keine  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 

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(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und 
keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde lediglich auf die häufi-
gen bewaffneten Auseinandersetzungen im Niger-Delta  hinweist  und 
geltend macht, es gäbe in Nigeria keinen Tag, an dem die Waffen nicht 
sprechen würden, weshalb der Wegweisungsvollzug unzulässig sei, 

dass diese unsubstanziierten pauschalen Ausführungen offensichtlich 
nichts an der Schlussfolgerung der Zulässigkeit des Wegweisungsvoll-
zugs zu ändern vermögen, 

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer jung sowie den Akten zufolge gesund ist 
und in seinem Heimatstaat nach eigenen Angaben über sechs Jahre 
die Schule besucht hat,  Reinigungsarbeiten verrichtet hat und in der 
Friedens- und Jugendarbeit tätig gewesen ist, weshalb es ihm möglich 
sein  wird,  sich  im  Falle  der  Rückkehr  eine  wirtschaftliche  Existenz-
grundlage aufzubauen,

dass  die  vorinstanzliche  Schlussfolgerung  nicht  zu  beanstanden  ist, 
aufgrund der  unglaubwürdigen  Angaben des Beschwerdeführers  zur 
Beziehung  zu  seinen  Eltern  und  zu  deren  Aufenthaltsort  sei  davon 

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auszugehen, dass diese an einem ihm bekannten Ort in Nigeria wohn-
ten, 

dass auch in der Beschwerde diesbezüglich nichts eingewendet wird 
und daher davon auszugehen ist, dass er im Heimatland über ein in-
taktes familiäres Beziehungsnetz verfügt, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu-
folge Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit dem vorliegenden Endentscheid gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] ad [...] (in Kopie)

Der Instruktionsrichter Die Gerichtsschreiberin

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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