# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 367bc5c6-2ae7-55d3-aec0-925febdd88cc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.12.2014 200 2014 917
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-917_2014-12-11.pdf

## Full Text

200 14 917 IV
KNB/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. August 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich am 12. Juli 2011 unter Hinweis auf eine Depression bei 
der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungs-
bezug an (vgl. Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Diese erteilte Kos-
tengutsprache für ein Arbeitstraining in der Abklärungsstelle B.________, 
mit nachfolgendem externem Praktikum (vgl. AB 23, 28, 36). Zudem traf sie 
erwerbliche bzw. medizinische Abklärungen, insbesondere liess sie den 
Versicherten psychiatrisch begutachten (vgl. AB 41, 50.1). In der Folge 
stellte sie ihm mit Vorbescheid vom 21. März 2014 (AB 63) mangels eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens die Abweisung des Leistungsge-
suchs hinsichtlich der Invalidenrente in Aussicht. Nach Einwand des Versi-
cherten (AB 64) und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD; vgl. AB 69) verneinte die IVB entsprechend dem Vorbescheid mit 
Verfügung vom 28. August 2014 (AB 70) einen Rentenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 26. September 2014 erhob der Versicherte Beschwerde 
und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und ihm sei eine Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache 
zur weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. November 2014 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. August 2014 
(AB 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). 

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2007 IV 
Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicher-
ten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeits-
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. 
Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 
136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, führte im Bericht vom 26. November 2011 (AB 20) als Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Depression sowie ein 
leichtes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom auf. Er gab hauptsächlich an, 
der Beschwerdeführer habe sich wegen vermehrter Tagesmüdigkeit, An-
triebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, verminderter Leistungsfähigkeit 
sowie einer Schlafstörung gemeldet. Die Abklärungen hätten ein leichtes 
Schlafapnoe-Syndrom ergeben, wobei keine CPAP-Therapie (Continuous 
Positive Airway Pressure) indiziert gewesen sei. Im Verlaufe hätten die 
depressiven Symptome trotz antidepressiver Medikation zugenommen, 
weshalb die Überweisung an med. pract. D.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, erfolgt sei, der die fachärztliche Behandlung ab 
16. Juli 2010 übernommen habe. Ab 8. Februar 2010 attestierte Dr. med. 
C.________ eine vollständige (vgl. AB 20/2 Ziff. 1.6), ab 24. Februar eine 
50%ige, ab 2. April 2010 eine 30%ige, ab 7. Juni 2010 eine uneinge-
schränkte sowie vom 15. Juni bis 16. Juli 2010 wiederum eine 30%ige Ar-
beitsunfähigkeit (vgl. AB 5/5-10).

3.1.2 Vom 20. September bis 3. November 2010 war der Beschwerdefüh-
rer in der Klinik E.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 22. No-
vember 2010 (AB 17) wurde als Diagnose nebst dem anamnestisch leich-
ten Schlafapnoe-Syndrom eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: 
F32.1) vermerkt. Die Ärzte und Therapeuten führten aus, der Beschwerde-
führer sei in einem mittelschweren depressiven Zustand mit ausgeprägter 
Erschöpfungssymptomatik eingetreten und habe in stabiler psychischer 
Verfassung wieder entlassen werden können. Sie bescheinigten (wohl ab 
Eintritt) bis zum 14. November 2010 eine vollständige und bis zum 28. No-
vember 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 

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3.1.3 Med. pract. D.________ attestierte gegenüber der Arbeitgeberin 
des Beschwerdeführers ab 25. August 2010 für vier Wochen eine 30%ige, 
ab 28. November 2010 für vier Wochen eine 50%ige sowie von 11. Januar 
bis 22. Februar 2011 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. AB 5/6-10). Im 
Bericht vom 26. Oktober 2011 (AB 17) diagnostizierte er im Wesentlichen 
eine seit Ende 2009 bestehende mittelgradige depressive Episode (ICD-10: 
F32.1), bei aktuell gebessertem Zustand. Er erklärte, im Vordergrund stehe 
subjektiv eine Konzentrations- und Gedächtnisstörung, jedoch sei gegenü-
ber dem Behandlungsbeginn eine deutliche Besserung eingetreten. Die 
Prognose sei günstig und ab 1. Januar 2012 könne mit einer Wiederauf-
nahme der Tätigkeit im Umfang von 50 % bis 100 % gerechnet werden.

Am 18. Juni 2012 berichtete der Psychiater über einen leicht verbesserten 
Zustand bei unveränderter Diagnose (vgl. AB 30). 

3.1.4 Im Rahmen der Sprechstunde vom 6. November 2012 führte der 
RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, aus, mit Blick auf den Austrittsbericht der Klinik E.________ 
(AB 17) werde der Zusammenhang zwischen der Erschöpfungsdepression 
und der beruflich-familiären Situation bzw. Überforderung deutlich. Zur 
Ausscheidung invalidenversicherungsfremder Faktoren bei der Beurteilung 
des Gesundheitsschadens und der definitiven Leistungseinschränkung 
empfahl er eine neutrale psychiatrische Begutachtung. Im Übrigen sei eine 
neuropsychologische Untersuchung durch lic. phil. G.________, Fachpsy-
chologin für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP, ohne Befund ge-
blieben (vgl. AB 39/4, 40; IV-Protokoll [in den Verfahrensakten] S. 7 f., Ein-
träge vom 6. September und 29. Oktober 2012).

3.1.5 Am 26. Februar und 8. März 2013 wurde der Beschwerdeführer von 
Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
begutachtet. In seiner Expertise vom 9. März 2013 (AB 50.1) diagnostizier-
te dieser eine gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode einer rezidivie-
renden depressiven Störung (ICD-10: F33.0-1; vgl. AB 50.1/8 lit. A Ziff. 4). 
Der Gutachter erklärte, eine berufliche Überforderung bzw. eine chronische 
Störung des Gleichgewichts beruflicher/ausserberuflicher Aktivitäten bzw. 
technisch rationaler/emotionaler Bedürfniswahrnehmung und -befriedigung 
habe im Jahr 2010 zu einer erschöpfungsdepressiven Dekompensation 

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geführt. Dabei habe es sich nicht um eine erste depressive Krise, sondern 
um ein Rezidiv gehandelt, der Beschwerdeführer habe bereits in den Jah-
ren 2001 und 2002 wegen einer Erschöpfungsdepression im Zusammen-
hang mit einem beruflichen Fiasko während mehreren Monaten mit Antide-
pressiva behandelt werden müssen (vgl. AB 50.1/8 lit. B). Es liege eine 
krankhafte depressive Vulnerabilität vor, die sich mindestens teilweise bio-
graphisch erklären lasse. Man könne allenfalls von einer neurotischen Ent-
wicklung, nicht aber von einer Persönlichkeitsstörung sprechen. Es bestün-
den keine Anhaltspunkte für Aggravation oder Simulation und es seien kei-
ne invaliditätsfremden Faktoren bekannt. Er empfehle einen Einstieg zu 
60 % in einem dem bisherigen ähnlichen Berufsfeld. Die weitere Steigerung 
sollte von der Einschätzung des behandelnden Psychiaters bzw. des Pati-
enten abhängig gemacht werden; je nach Verlauf sei in etwa zwei Jahren 
eine Verlaufsbegutachtung zu empfehlen (vgl. AB 40.1/9 f. lit. B). Eine me-
dizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe ab 8. Februar 2010 und 
habe nach der Hospitalisation Ende 2010 bis zur Begutachtung durch-
schnittlich im Umfang von zirka 50 % angehalten (vgl. AB 50.1/10 f. lit. C 
Ziff. 6 f.). Sowohl für die angestammte als auch eine Verweisungstätigkeit 
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei uneingeschränkter Leistungs-
fähigkeit (vgl. AB 50.1/10 f. lit. C Ziff. 2.5 und 10-15).

Anlässlich eines Telefonats vom 22. April 2013 wurde Dr. med. 
H.________ seitens der Beschwerdegegnerin auf die Diskrepanz in seiner 
Beurteilung aufmerksam gemacht, wonach er einerseits einen beruflichen 
Wiedereinstieg mit einem Pensum von 60 % empfehle und andererseits 
eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiere. Gemäss 
der entsprechenden Aktennotiz (AB 52) korrigierte der Gutachter seine 
Expertise dahingehend, dass momentan eine zeitliche Belastbarkeit von 
50 % bestehe.

3.1.6 Dr. med. F.________ erachtete das Gutachten anlässlich der 
Sprechstunde vom 26. Juli 2013 als schlüssig und nachvollziehbar. Er gab 
an, die psychische Krankheit sei von langer Dauer, mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit und bestehe trotz fachärztlicher Therapien weiterhin (vgl. 
AB 60).

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3.1.7 Mit Zuschrift vom 23. Mai 2014 (AB 67) schloss sich med. pract. 
D.________ der Einschätzung von Dr. med. H.________ an und betrachte-
te seinen Patienten im angestammten Beruf höchstens für 50 % arbeits-
fähig. Auch das Arbeitstraining in der Abklärungsstelle B.________ habe 
eine Leistungsobergrenze von 50 % gezeigt. Er beurteile die Prognose 
inzwischen nicht mehr als günstig, da die Beschwerden bereits vier Jahre 
persistierten. Die Beschwerdegegnerin führe die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers auf soziokulturelle Umstände und nicht auf eine psychia-
trische oder medizinische Störung zurück. Es sei unverständlich, dass sie 
die Schlussfolgerungen von Dr. med. H.________ für falsch halte, sein 
Gutachten aber gleichzeitig als Grundlage für die Verfügung heranziehe. Er 
frage sich, ob eine verlässliche Verfügung auf einem fehlerhaften Gutach-
ten basieren könne und ob diesfalls nicht eine erneute Begutachtung erfol-
gen müsse.

3.1.8 In seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2014 (AB 69) monierte Dr. 
med. F.________, dass die Verwaltung ihre versicherungsrechtliche Beur-
teilung auf seine frühere Stellungnahme vom 6. November 2012 (AB 40) 
abstütze und jene vom 26. Juli 2013 (AB 60) unberücksichtigt lasse. Sozio-
kulturelle Umstände stünden nicht zur Diskussion. Die Kritik von med. 
pract. D.________ sei verständlich, es stelle sich die Frage, ob demnach 
nicht eine Oberbegutachtung angezeigt wäre. Aufgrund weiterbestehender 
reduzierter Belastbarkeit bzw. depressiver Vulnerabilität begründe die de-
pressive Restsymptomatik versicherungsmedizinisch nach wie vor nach-
vollziehbar die Minderung der Arbeitsfähigkeit um 50 %.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender 
und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: 
Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der 
Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson 
zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie 
aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die 
ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung 
der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196; SVR 2014 IV Nr. 34 S. 123 ff.).

3.3 Relevante somatische Beschwerden bestehen keine. Aus pneumo-
logischer Sicht wurde lediglich ein leichtes obstruktives Schlafapnoe-
Syndrom diagnostiziert (vgl. AB 20/7 f.), das ohne weiteres therapierbar 
wäre bzw. ist (vgl. MATTHYS/SEEGER, Klinische Pneumologie, 4. Aufl. 2008, 
S. 619 f. Ziff. 14.4.5), vorliegend bestand hierfür aber keine Indikation (vgl. 
AB 20/2 Ziff. 1.4). Zudem ist ein Schlafapnoe-Syndrom mit diesem Schwe-
regrad prinzipiell nicht geeignet, die erwerbliche Leistungsfähigkeit in er-
heblicher Weise zu beeinträchtigen, resultiert daraus doch lediglich im Sin-
ne einer Monotonie-Intoleranz eine Einschlafneigung bei geringer psycho-
physiologischer Beanspruchung, beispielsweise beim Fernsehen oder Le-

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sen (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 1908; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bun-
desgericht] vom 1. Mai 2006, I 854/05, E. 3.2). 

Damit beschränken sich die im vorliegenden Kontext wesentlichen Beein-
trächtigungen auf die psychiatrische Fachdisziplin. Die Beschwerdegegne-
rin stütze sich in der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2014 
(AB 70) diesbezüglich auf die Erkenntnisse aus der psychiatrischen Begut-
achtung durch Dr. med. H.________, anerkannte dessen diagnostische 
Einordnung der Beschwerden und erklärte explizit, dass auf die Einschät-
zung des Gutachters abgestellt werden könne. Damit mass sie der Experti-
se vom 9. März 2013 (AB 50.1) – unbesehen der abweichenden rechtlichen 
Würdigung – vollen Beweiswert bei. Diese Schlussfolgerung ist grundsätz-
lich nicht zu beanstanden, zumal der anfängliche Widerspruch bezüglich 
der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit ausgeräumt wurde (vgl. 
AB 52) und keine divergierenden ärztlichen Berichte vorliegen, die geeignet 
wären, den Beweiswert des schlüssigen Administrativgutachtens zu er-
schüttern. Die gutachterliche Einschätzung korreliert vielmehr mit den Ein-
schätzungen sowohl des behandelnden med. pract. D.________ (vgl. 
AB 67) als auch mit jener des RAD-Arztes Dr. med. F.________ (AB 60, 
69). Weitere medizinische Sachverhaltserhebungen sind damit nicht erfor-
derlich (sog. antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

Demnach ist in tatsächlicher Hinsicht nach dem massgebenden Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 
S. 221) jedenfalls erstellt, dass keine Persönlichkeitsstörung vorliegt 
(vgl. AB 50.1/9 lit. B) und der Beschwerdeführer einzig an einer leicht- bis 
mittelgradigen Episode einer depressiven Störung (ICD-10: F33.0 bzw. 
F33.1) leidet (vgl. AB 50.1// lit. A Ziff. 4), welche nicht als unklares Be-
schwerdebild im Sinne der Rechtsprechung zu qualifizieren ist (vgl. SVR 
2014 IV Nr. 12 S. 48 f. E. 3.2 und 4.2.3). Indes ist es – auch bei Depressio-
nen – keineswegs allein Sache der Arztperson, abschliessend und verbind-
lich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer im 
Sozialversicherungsrecht anerkannten – d.h. trotz zumutbarer Willensan-
strengung nicht überwindbaren – Arbeitsunfähigkeit führt, zumal zwischen 
ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit keine Korrelation be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 11

steht und die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe 
Variabilität aufweist sowie unausweichlich Ermessenzüge trägt (vgl. 
E. 3.2.2 hievor; BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195; SVR 2014 Nr. 34 S. 124 
E. 3.1). Es ist deshalb nachfolgend im Rahmen einer rechtlichen Würdi-
gung zu beurteilen, welche Arbeitsleistungen dem Beschwerdeführer noch 
zugemutet werden können.

4.

4.1 Im Rahmen der juristischen Beurteilung der noch zumutbaren Ar-
beitsleistung ist zu beachten, dass es zur Annahme einer Invalidität in je-
dem Fall ein medizinisches Substrat braucht, das (fach)ärztlicherseits 
schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das 
bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchti-
gungen, welche von den belastenden soziokulturellen und psychosozialen 
Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unter-
scheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven 
Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im 
fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen 
Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen Be-
lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte 
psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen 
werden kann. Wo der Gutachter dagegen im Wesentlichen nur Befunde 
erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre 
hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invali-
disierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Ist dagegen eine 
psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der Frage 
zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter thera-
peutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten (eventuell in einem ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 12

schützten Rahmen) und einem Erwerb nachzugehen (SVR 2012 IV Nr. 52 
S. 189 E. 3.2, Nr. 22 S. 96 E. 2.5.1; vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299).

4.2 Eine leichte depressive Episode allein ist rechtsprechungsgemäss 
grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 
Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG) zu begründen, zumal bei einem derartigen 
Gesundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, dass die versi-
cherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbs-
fähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungs-
fähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (vgl. Entscheide des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Januar 2010, 9C_260/2009, E. 2.3 u. vom 4. April 
2007, I 251/06, E. 3.3.1). Zudem liegt selbst bei einer depressiven Episode 
mittleren Grades definitionsgemäss ein vorübergehendes Leiden vor, womit 
es an der zur Begründung eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten 
Gesundheitsschadens nötigen Dauerhaftigkeit mangelt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 26. Januar 2007, I 510/06, E. 6.3). 

Eine rezidivierende depressive Störung (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 
[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel 
V [F], Klinisch diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 176 ff.) unterschei-
det sich von einer depressiven Episode hauptsächlich hinsichtlich ihrer 
Dauer, nicht aber bezüglich der Schwere der Erkrankung (vgl. Entscheid 
des BGer vom 14. August 2013, 9C_917/2012, E. 3.2). Dass eine depres-
sive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven 
Störung diagnostiziert wurde, ändert aber nichts daran, dass diesbezüglich 
rechtsprechungsgemäss ebenso wenig ein von depressiven Verstim-
mungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne 
eines verselbständigten Gesundheitsschadens vorliegt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 26. Juni 2014, 8C_104/2014, E. 3.3.4). 

4.3 Dr. med. H.________ gab an, es seien keine invaliditätsfremden 
Faktoren bekannt, gleichzeitig räumte er aber ein, die krankhafte depressi-
ve Vulnerabilität lasse sich mindestens teilweise biographisch erklären (vgl. 
AB 50.1/9 lit. B). Dr. med. F.________ wies anlässlich der Sprechstunde 
vom 6. November 2012 (vgl. AB 40) noch auf die beruflich-familiäre Situati-
on bzw. Überforderung des Beschwerdeführers hin und erachtete zur Aus-
scheidung invaliditätsfremder Faktoren eine psychiatrische Begutachtung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 13

für angezeigt; in seiner späteren Stellungnahme vom 17. Juni 2014 (AB 69) 
vertrat er aber die Auffassung, dass soziokulturelle Umstände nicht zur 
Diskussion stünden. Auch der behandelnde med. pract. D.________ führte 
die Arbeitsunfähigkeit offenbar nicht auf soziokulturelle Umstände zurück 
(vgl. AB 67). 

Aus den Akten ergeben sich jedoch zahlreiche Hinweise auf psychosoziale 
Belastungs- bzw. Einflussfaktoren: So bestand noch im Jahr 2010 aus ei-
nem früheren Konkurs eine Verschuldung (vgl. AB 17/10, 50.1/5 lit. A 
Ziff. 2). Anlässlich der stationären Behandlung in der Klinik E.________ 
setzte der Beschwerdeführer sich zum Ziel, als Ehemann und Vater Ver-
antwortung zu übernehmen und einen «Ehe-Abend» einzuführen (vgl. 
AB 17/7 f.), was auf bisherige diesbezügliche Defizite hindeutet. Im Mai 
2011 erlebte er eine «grosse Krise» im Zusammenhang mit einem Konflikt 
mit seiner Ehefrau, worauf er einen Abschiedsbrief verfasste und in suizida-
ler Absicht in den Wald ging (vgl. AB 50.1/6 lit. A Ziff. 2). Das Verhältnis zu 
seinem Sohn beschrieb er im Jahr 2010 als «eher schwierig» (AB 17/11) 
und im Jahr 2013 brach dieser die Berufslehre ab (vgl. AB 50.1/5 lit. A 
Ziff. 2). Der Kontakt des Beschwerdeführers zu seinen Eltern soll «eher 
distanziert» sein (vgl. AB 17/11) – seine Mutter soll sich trotz seiner Bitte 
geweigert haben, mit ihm gelegentlich telefonischen Kontakt zu pflegen 
(vgl. AB 50.1/4 lit. A Ziff. 2) und die Schwiegermutter diene «fast» als Mut-
terersatz (vgl. AB 17/11). Seitens der ehemaligen Arbeitgeberin wurde 
nebst gesundheitlichen Problemen (vgl. AB 8, 11) eine Reorganisation im 
Geschäftsbereich als Grund für die einvernehmliche Auflösung des Ar-
beitsverhältnisses genannt (vgl. AB 11/1 Ziff. 2.2), wobei betriebliche Um-
strukturierungen, die den Beschwerdeführer übermässig belastet hätten, im 
Rahmen der Exploration nicht zur Sprache kamen (vgl. AB 50.1/6 lit. A 
Ziff. 2). Dr. med. H.________ ging unter anderem von einer beruflichen 
Überforderung aus und beschrieb den Beschwerdeführer als eine Persön-
lichkeit mit akzentuierten, auf Leistung ausgerichteten Zügen. Es bestehe 
eine reaktive ausgeprägte Leistungsorientiertheit sowie eine Fokussierung 
auf die Arbeit (vgl. AB 50.1/8 f. lit. B).

4.4 Bei dieser Ausgangslage kann unter Berücksichtigung der höch-
strichterlichen Kasuistik (vgl. E. 4.1 f. hievor) aus rechtlicher Sicht nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 14

unbesehen der aktenkundigen psychosozialen Belastungssituationen auf 
die rein gutachterliche Arbeitsunfähigkeitsschätzung abgestellt werden, 
wenngleich diese aus rein medizinischer Sicht durchaus zutreffen und mit 
den Erkenntnissen aus dem Arbeitstraining in der Abklärungsstelle 
B.________ (vgl. AB 31/4) bzw. dem begleiteten externen Praktikum (vgl. 
AB 48/3) übereinstimmen mag. Die medizinisch unter eine leicht- bis mittel-
schwere Episode einer depressiven Störung subsumierten Beeinträchti-
gungen – bei ausdrücklichem gutachterlichem Ausschluss einer Persön-
lichkeitsstörung – werden offensichtlich durch die erwähnten ausgeprägten 
psychosozialen Faktoren bestimmt und stellen damit hier rechtsprechungs-
gemäss keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheid-
bare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten Gesund-
heitsschadens dar. Anders verhielte es sich bei einer chronifizierten mittel-
gradigen Depression mit wiederholten schweren Episoden (vgl. Entscheid 
des BGer vom 27. Mai 2014, 8C_242/2014, E. 5.3), welche hier jedoch 
nicht vorliegt. 

Damit sprach die Beschwerdegegnerin den psychischen Beschwerden zu 
Recht die invalidisierende Wirkung ab, womit die angefochtene Verfügung 
vom 28. August 2014 (AB 70) nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erho-
bene Beschwerde vom 26. September 2014 erweist sich als unbegründet 
und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Dez. 2014, IV/14/917, Seite 15

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.