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**Case Identifier:** af56aa65-976f-5166-9097-4ad3160f8f67
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2016 200 2014 385
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-385_2016-04-07.pdf

## Full Text

200 14 385 BV
KNB/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

AXA Stiftung berufliche Vorsorge, Winterthur
c/o AXA Leben AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 300, 
8401 Winterthur
Klägerin

gegen

Pensionskasse des Bundes PUBLICA
Eigerstrasse 57, Postfach, 3000 Bern 23
Beklagte

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beigeladene

betreffend Klage vom 25. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2016, BV/14/385, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1978 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beigeladene) studierte 
… an der D.________ (Abschluss …. Akten der Invalidenversicherung, act. 
III 2, 6 S. 2). Vom 1. April 2005 bis 30. April 2010 und vom 1. bis 31. Juli 
2010 war sie als … für das E.________ tätig (vgl. Arbeitsvertrag: Akten der 
Versicherten, act. IIIA 2; act. III 46 S. 2, 47 S. 5) und dadurch für die beruf-
liche Vorsorge bei der Pensionskasse des Bundes (PUBLICA bzw. Beklag-
te) versichert (Akten der PUBLICA, act. II 1-4). Vom 1. März bis 31. Okto-
ber 2011 war sie für den … als … mit einem Pensum von 80 % tätig (act. III 
5 S. 2 ff., 9 S. 2, 11 S. 4) und dadurch für die berufliche Vorsorge bei der 
AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur (AXA bzw. Klägerin), versi-
chert (vgl. Akten der AXA, act. I 4 f.).

B.

Die Versicherte meldete sich im August 2011 bei der IV-Stelle Bern (IVB) 
zum Bezug von Leistungen an (act. III 2). Nach Einholung von Berichten 
des behandelnden Psychiaters (act. III 15 S. 2 ff., 19, 39), der Akten der 
Taggeldversicherung zusammen mit dem psychiatrischen Gutachten von 
Dr. med. F.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
15. Juni 2012 (act. III 25.1-25.3, 34.2) sowie der Stellungnahmen des Re-
gionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. III 37 S. 3, 48 S. 3) verfügte die 
IVB – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – am 1. November 2013 
und am 2. Dezember 2013 eine ganze Rente ab dem 1. Juni 2012 (act. III 
69, 72). Die hiergegen erhobene Beschwerde, worin die Versicherte bean-
tragte, es sei ihr eine ganze Rente ab einem früheren Zeitpunkt auszurich-
ten, da die Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität geführt habe, bereits am 
20. März 2009 eingetreten sei, wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern mit Urteil vom 2. April 2014 abgewiesen (IV/2013/1091; act. III 84).

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C.

Mit Schreiben vom 3. Dezember 2013 zuhanden der Versicherten lehnte 
die AXA eine Leistungspflicht aus beruflicher Vorsorge ab mit der Begrün-
dung, der Gesundheitsschaden habe bereits vor Eintritt in ihre Versiche-
rung bestanden. Eine Person habe Anspruch auf Invalidenleistungen, wenn 
diese bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität ge-
führt habe, versichert sei. Die Voraussetzung für Leistungen aus der Versi-
cherung bei der AXA sei nicht gegeben (act. I 4). Am 18. Dezember 2013 
bejahte die AXA die Ausrichtung von Vorleistungen im Anschluss an das 
Krankentaggeld rückwirkend ab dem 7. Juni 2013 auf provisorischer Basis 
gemäss der obligatorischen Versicherung (act. I 5). Nach Anfrage der AXA 
(act. I 6) verneinte die PUBLICA ihre Leistungspflicht (act. I 7).

D.

Am 25. April 2014 erhob die AXA betreffend Leistungen aus beruflicher 
Vorsorge für die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Klage gegen die PUBLICA. Sie beantragt, es sei festzustellen, dass die 
Beklagte im rubrizierten Invaliditätsfall leistungspflichtig sei. Die Beklagte 
sei zu verpflichten, der Klägerin die bis zur Klageeinreichung ausgerichte-
ten Vorleistungen im Betrag von Fr. 13‘091.35 zurückzuerstatten.

Mit Klageantwort vom 20. Mai 2014 beantragte die PUBLICA die Abwei-
sung der Klage.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Juli 2014 wurde die Versicherte 
zum Verfahren beigeladen.

Mit Stellungnahme vom 20. August 2014 hielt die Beigeladene, vertreten 
durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, von B.________, fest, da die 
Unterbrechungsgründe im IVG und im BVG nicht identisch seien, überlasse 
sie die Feststellung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung dem Ge-
richt. Die Beigeladene möchte lediglich sicherstellen, dass das Gericht 
sämtliche Sachverhaltselemente kenne. Namentlich sei die Beigeladene 

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vor ihrer Erkrankung beim E.________ stets voll arbeits- und leistungsfähig 
gewesen.

In den Stellungnahmen vom 4. Dezember 2014 und vom 8. Januar 2015 
hielten die Klägerin und die Beklagte an ihrem Begehren fest. In der Folge 
verzichteten sie auf Schlussbemerkungen. Die Beigeladene reichte am 
14. April 2015 eine Stellungnahme ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 25. April 2014 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die beruf-
liche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21] und 
Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 [GSOG; 
BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische 
Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die 
versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlge-
richtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber 
oder die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 BVG Nr. 17 
S. 62 Erw. 2.3). Die Beklagte hat Sitz in …; damit ist das angerufene Ge-
richt zur Behandlung der Klage örtlich zuständig. Auch die übrigen Pro-
zessvoraussetzungen sind erfüllt (Legitimation der Parteien; formgerechte 
Klage [Art. 32 VRPG]). Auf die Klage ist einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen sind die Leistungspflicht der Beklagten ge-
genüber der Beigeladenen aus beruflicher Vorsorge dem Grundsatz nach 
(vgl. BGE 129 V 450 E. 3.2 und 3.5 S. 453-455) und die Rückerstattung der 
von der Klägerin vorgenommenen Vorleistungen in der Höhe von 

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Fr. 13‘091.35 durch die Beklagte. In diesem Zusammenhang ist insbeson-
dere umstritten, ob die für Entstehung des Leistungsanspruchs in der beruf-
lichen Vorsorge relevante Arbeitsunfähigkeit bereits in der Zeit eintrat, als 
die Beigeladene für das bei der Beklagten angeschlossene Unternehmen 
tätig war und seither nicht mehr unterbrochen wurde.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, rasches 
und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 26 
Erw. 3.1 mit Hinweisen, Art. 92 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 BVV 2). Aus 
der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invaliden-
versicherung und demjenigen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt 
sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen 
Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist 
(BGE 120 V 106 E. 3c S. 108).

2.2

2.2.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrück-
lich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie 
die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-
Stelle gebunden, wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar erweist 
(BGE 138 V 125 E. 3.3 S. 130, 129 V 150 E. 2.5 S. 156; SVR 2011 BVG 

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Nr. 12 S. 46 E. 5.1). Die Vorsorgeeinrichtung ist dann nicht an den Ent-
scheid der IV-Stelle gebunden, wenn sie erst im Nachhinein dessen zwei-
fellose Unrichtigkeit erkennt (BGE 138 V 409 E. 3.2 S. 415). Für den Be-
reich der obligatorischen beruflichen Vorsorge ist die Bindungswirkung po-
sitivrechtlich ausdrücklich verankert, indem sich der Leistungsanspruch auf 
eine Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge an den sach-
bezüglichen Voraussetzungen des IVG orientiert (Art. 23 lit. a BVG; 
BGE 132 V 1 E. 3.2 S. 4). 

2.2.2 Für die Beurteilung der Frage, ob sich die Invaliditätsbemessung der 
Invalidenversicherung als offensichtlich unhaltbar erweist, muss auf die 
Aktenlage, wie sie sich den Organen der Invalidenversicherung bei Verfü-
gungserlass präsentierte, abgestellt werden (BGE 126 V 308 E. 2a S. 311).

2.3 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifika-
tion sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens im 
Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. Erfolgt 
dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine Bin-
dungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). 

2.4 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

2.4.1 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-

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sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68).

2.4.2 Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die 
Haftung mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, 
wenn eine in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Per-
son ihre Arbeitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. 
Der Anspruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem 
Fall nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber 
derjenigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisieren-
den Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275).

2.5 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine Einbusse an funktionellem Leis-
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen 
(BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss mindestens 20 % betragen (SVR 
2015 BVG Nr. 29 S. 109 E. 6.2). Ob eine Person trotz Lohnzahlung 
tatsächlich erheblich arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Ar-
beitsverhältnisses – im Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – 
ihre übliche oder aber nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte 
Leistung erbrachte, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. 
Rechtsprechungsgemäss ist erforderlich, dass sich die behauptete Arbeits-
unfähigkeit im Arbeitsverhältnis, das über die Vorsorgepflicht den Versiche-
rungsschutz begründet, konkret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa 
durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar 
Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fal-
lende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen beson-
derer Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage 
tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sin-
ne, dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung 
verpflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber 
eben doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht 
gezogen werden (SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 
E. 2.2). 

Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber 
aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizi-

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nisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in 
der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich 
nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel 
ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im 
Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer 
(überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echt-
zeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss 
mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht 
durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und speku-
lative Überlegungen ersetzt werden (SVR 2014 BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

Auch im Rahmen des Art. 23 BVG ist zu berücksichtigen, dass arbeitsun-
fähig nicht nur ist, wer gesundheitsbedingt die bisherige Tätigkeit nicht 
mehr oder nur noch beschränkt ausüben kann, sondern auch eine Person, 
welcher die weitere Verrichtung ihrer Berufsarbeit nur unter der Gefahr, 
ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, möglich ist (SVR 2014 BVG 
Nr. 36 S. 137 E. 6.1).

2.6 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2015 BVG Nr. 29 S. 109 E. 6.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b). 

Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass 
die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache 
zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig 
war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des kon-
kreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesund-
heitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 

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Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurtei-
lung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 
Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa 
die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person 
über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 
Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen 
werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. Mit Bezug auf die Dauer der 
den zeitlichen Konnex unterbrechenden Arbeitsfähigkeit kann die Regel 
von Art. 88a Abs. 1 IVV als Richtschnur gelten. Nach dieser Bestimmung 
ist eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in 
jedem Fall zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung 
drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Be-
stand während mindestens drei Monaten wieder volle Arbeitsfähigkeit und 
erschien gestützt darauf eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbs-
fähigkeit als objektiv wahrscheinlich, stellt dies ein gewichtiges Indiz für 
eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs dar. Anders verhält es 
sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allen-
falls auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder 
massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine 
dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 
3.2.1 S. 22; SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur 
möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob 
eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist 
somit auch im Lichte von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu 
beurteilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 E. 5.3).

Während für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a 
BVG die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Be-
ruf massgeblich ist, beurteilt sich der zeitliche Zusammenhang zur später 
eingetretenen Invalidität nach der Arbeitsunfähigkeit resp. Arbeitsfähigkeit 
in einer der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten zumutbaren 
Tätigkeit. Eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs ist jedoch 
nur gegeben, wenn die betroffene Person in einer solchen Tätigkeit min-

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destens zu 80 % arbeitsfähig ist und ihr dies bezogen auf die angestammte 
Tätigkeit die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens erlaubt 
(BGE 134 V 20 E. 5.3 S. 27; SVR 2014 BVG Nr. 1 S. 3 E. 4.1).

3.

3.1 Vorliegend wurden der Vorbescheid der IV-Stelle Bern (IVB) vom 
18. Juni 2013 (act. III 52) und die Verfügungen der IVB vom 1. November 
2013 (act. III 69 S. 2) und vom 2. Dezember 2013 (act. III 72) der Klägerin 
zugestellt. Im Übrigen erhob sie am 26. Juni 2013 gegen den Vorbescheid 
Einwände und beanstandete den Beginn der Arbeitsunfähigkeit per 8. Juni 
2011 (act. III 53). Damit hatte sie Kenntnis, dass die IVB der Versicherten 
ab dem 1. Juni 2012 eine ganze Invalidenrente in Aussicht gestellt bzw. 
zugesprochen hatte (act. III 72 S. 1), so dass eine Bindungswirkung betref-
fend die IV-Einschätzung besteht. Wie die Klägerin zutreffend vorbringt 
(Eingabe vom 8. Januar 2015 S. 2 Ziff. 2), erfolgte zwar keine Beiladung 
zum IV-Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Urteil 
vom 2. April 2014; VGE IV/2013/1091; act. III 84), d.h. sie wurde in das 
erstinstanzliche Gerichtsverfahren nicht einbezogen. Dies ändert jedoch 
vorliegend nichts an der Bindungswirkung, denn das Verwaltungsgericht 
hat den damaligen Antrag der Beigeladenen, den Beginn der Arbeitsun-
fähigkeit auf den 20. März 2009 zu terminieren, abgewiesen (vgl. act. III 84 
S. 6) und damit die Festsetzung des Beginns der Wartezeit per 8. Juni 
2011 durch die IVB bestätigt (act. III 84 S. 10). Der Klägerin ist somit die IV-
Einschätzung bezüglich des Beginns der Wartezeit per 8. Juni 2011 entge-
gen zu halten, wenn sich diese nicht als offensichtlich unhaltbar erweist, 
was nachfolgend zu prüfen ist.

3.2 Die Klägerin bringt vor, der enge zeitliche Zusammenhang sei nicht 
unterbrochen worden. Bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit am 20. März 2009 
habe das Vorsorgeverhältnis bei der Beklagten bestanden; die Beigeladene 
sei bis zum 30. April 2010 ununterbrochen arbeitsunfähig gewesen, denn 
die Tätigkeiten beim H.________ und beim G.________ seien als Arbeits-
versuche zu werten. Die Beigeladene vertrat in der Eingabe vom 14. April 
2015 ebenfalls die Auffassung, die Anstellungen beim H.________ und 

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beim G.________ seien als Arbeitsversuche und nicht als nachhaltige Wie-
derherstellung der Arbeitsfähigkeit zu werten, denn es sei ihr seit ihrer psy-
chischen Dekompensation beim E.________ nicht mehr gelungen, den 
normalen beruflichen Belastungen als … Stand zu halten, obwohl sie vor-
her voll arbeits- und leistungsfähig gewesen sei. Die Beklagte wiederum 
geht davon aus, dass sich der Gesundheitszustand im Januar 2011 ver-
bessert habe und es der Beigeladenen möglich gewesen sei, eine Stelle zu 
suchen und zu finden. Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen der am 
20. März 2009 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der festgestellten Inva-
lidität sei deshalb unterbrochen worden. 

Laut VGE IV/2013/1091, E. 3.4, erfüllt das Gutachten von Dr. med. 
F.________ die Voraussetzungen der Rechtsprechung (vgl. E. 3.3.2 hier-
vor), die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und ausführlich begrün-
det, weshalb das Gutachten vollen Beweis erbringt (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). Es wurde in VGE IV/2013/1091, E. 3.4, – gestützt auf 
dieses psychiatrische Gutachten sowie die Angaben des behandelnden 
Psychiaters Dr. med. I.________ – festgehalten, die Anstellung beim 
H.________ habe vom 1. Juli bis 21. August 2010 gedauert, wobei die Bei-
geladene bereits ab dem 7. Juli 2010 zu 100% arbeitsunfähig geworden 
sei. Der Gesundheitszustand habe sich ab Januar 2011 wieder verbessert, 
denn gemäss Angaben des behandelnden Psychiaters sei die ambulante 
psychiatrische Behandlung bis Dezember 2010 erfolgt. Die Beigeladene 
habe sich – nach einer resigniert-depressiven Phase – wieder auffangen 
können und habe eine neue Stelle gesucht. Erst Ende Mai 2011, d.h. drei 
Monate nach dem Stellenantritt bei der G.________, habe sie sich wieder 
in ambulante psychiatrische Behandlung begeben. In der Folge habe der 
behandelnde Psychiater ab dem 8. Juni 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 
100 % attestiert, welche, wie der Gutachter Dr. med. F.________ bestätigt 
habe, weiterhin bestehe. Es sei somit davon auszugehen, dass sich die 
gesundheitliche Situation der Beigeladenen vor Antritt der Anstellung bei 
der G.________ im März 2011 verbessert hatte, spätestens für die Zeit von 
März 2011 bis Ende Mai 2011 sei denn auch von einer vollen Arbeitsfähig-
keit auszugehen. Es wurde in der Folge festgestellt, dass aus invalidenver-
sicherungsrechtlicher Sicht die Arbeitsunfähigkeit länger als 30 Tage unter-

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brochen gewesen sei und erst seit dem 8. Juni 2011 eine ununterbrochene 
Arbeitsunfähigkeit vorliege (act. III 84 S. 9 f.). 

3.3 Unbestritten ist die sachliche Konnexität: Gestützt auf das beweis-
kräftige Gutachten von Dr. med. F.________ vom 15. Juni 2012 ist von 
einer chronischen Bulimie (ICD-10:F50.2), einer emotional-instabilen Per-
sönlichkeit (ICD-10:F60.31) mit zwanghaft-perfektionistischen Zügen und 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert, im Sinne 
von Dekompensationen der Persönlichkeitsstörung auszugehen (ICD-
10:F33.4; act. III 34.2 S. 6, 9). Weiter besteht eine 100 %ige Arbeits- und 
Erwerbsunfähigkeit in der angestammten und einer anderen Tätigkeit. Der 
Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, ist der Gleiche 
wie derjenige, auf welchem die Erwerbsunfähigkeit (vgl. act. III 69, 72) be-
ruht. Insoweit ist die Einschätzung des IV-Verfahrens nicht offensichtlich 
unhaltbar.

Bezüglich der umstrittenen zeitlichen Konnexität ist gestützt auf das be-
weiskräftige psychiatrische Gutachten (act. II 34.2) sowie auf die Berichte 
des behandelnden Psychiaters (act. III 15, 25.3 S. 4) davon auszugehen, 
dass sich die gesundheitliche Situation im Januar 2011 wieder gebessert 
hatte. Die Beigeladene suchte ab Januar 2011 eine Stelle, war bei der Ar-
beitslosenkasse gemeldet und vermittlungsfähig (vgl. act. III 13 S. 3). Sie 
arbeitete sodann von März bis Ende Mai 2011 für G.________ zu 80 %, 
wobei sie vollumfänglich arbeitsfähig war (vgl. act. III 25.3 S. 4). In Anleh-
nung an Art. 88a IVV genügt praxisgemäss bereits eine während mindes-
tens dreier Monate erstellte volle Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten 
Tätigkeiten, um den zeitlichen Zusammenhang zu unterbrechen, wenn im 
Anschluss daran eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit als 
objektiv wahrscheinlich erschien (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22 f., mit Hin-
weisen). Die Beigeladene war hier während längerer Zeit (über drei Mona-
te) wieder voll arbeitsfähig. Was die Klägerin hiergegen vorbringt, über-
zeugt nicht und führt auch nicht dazu, dass sich die Einschätzung im IV-
Verfahren offensichtlich unhaltbar erweist. Es ist nicht von einem Arbeits-
versuch auszugehen, denn die Beigeladene konnte sich bis Ende 2010 
stabilisieren und brach die psychiatrische Behandlung ab (act. II 34.2 S. 7).

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=kein+Arbeitsversuch%2C+berufliche+Vorsorge%2C+zeitlicher+Unterbruch&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-20%3Ade&number_of_ranks=0#page20

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2016, BV/14/385, Seite 13

Der Entscheid der Invalidenversicherung über den Beginn des Wartejahres 
per 8. Juni 2011 ist zusammenfassend nicht offensichtlich unhaltbar, so-
dass auch der Eintritt der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsun-
fähigkeit auf dieses Datum zu terminieren ist, er mithin in die Zeit während 
des Vorsorgeverhältnisses mit der Klägerin fällt. Nach dem Gesagten ist 
die Klage abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.

4.2 Die obsiegende und nicht anwaltlich vertretene Beklagte hat als 
Sozialversicherungsträgerin nach allgemeinem sozialversicherungsrechtli-
chem Prozessgrundsatz keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(BGE 126 V 143).

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Kläge-
rin der Beigeladenen die Parteikosten zu ersetzen (Art. 109 Abs. 1 VRPG). 
Im Falle der Vertretung durch eine gemeinnützig tätige Rechtsberatungs-
stelle im Sinne der Rechtsprechung (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der 
Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- und 
bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertretung auf Fr. 80.-- festgelegt.

Mit Blick auf die angemessene Kostennote vom 4. August 2015 von 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, von B.________, ist die Parteien-
tschädigung auf Fr. 1‘175.55 (Honorar Fr. 1‘046.50 [8.05 Stunden à Fr. 
130.--], zuzüglich Auslagen von Fr. 42.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 87.05) 
festzulegen und von der unterliegenden Klägerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2016, BV/14/385, Seite 14

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Klägerin hat der Beigeladenen die Parteikosten, gerichtlich be-
stimmt auf Fr. 1‘175.55 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
-  AXA Stiftung berufliche Vorsorge, Winterthur
- Pensionskasse des Bundes PUBLICA
-  B.________ z.H. der Beigeladenen
- Bundesamt für Sozialversicherungen

zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.