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**Case Identifier:** d4b1b09e-e325-5390-911b-c3fceaa670b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.04.2024 720 23 379 / 89 (720 2023 379 / 89)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-379---89_2024-04-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 18. April 2024 (720 23 379 / 89) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Verwaltungsgutachten schlüssig. Eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhält-
nisse seit dessen Erlass ist nicht dargetan. Haushaltbericht ebenfalls schlüssig. Keine 
Überstrapazierung der Mitwirkungspflicht der im gleichen Haushalt lebenden Tochter. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1976 geborene A.____ verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Zu-
letzt war sie bis Ende Dezember 2019 im Rahmen eines 60%-Pensums als Raumpflegerin im 
B.____ angestellt. Darüber hinaus hat sie einmal pro Woche ebenfalls in C.____ in der Raum-
pflege gearbeitet. Am 25. März 2019 meldete sie sich unter Hinweis auf eine starke Allergie auf 

 

 
 
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Reinigungsmittel und ein Ekzem ein erstes Mal bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse, namentlich nach 
Einholung der Berichte der behandelnden Ärzte, lehnte die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 15. Juli 2019 das 
Leistungsbegehren der Versicherten mit der Begründung ab, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit 
als Reinigungsmitarbeiterin ohne einen Kontakt mit Desinfektionsmitteln gemäss den medizini-
schen Unterlagen weiterhin zumutbar sei. Eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit sei deshalb 
nicht ausgewiesen. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. 
 
B. Mit einem zweiten Gesuch vom 4. Dezember 2019 meldete sich die Versicherte unter 
Hinweis auf grosse Schmerzen an den Ellenbogen, am Rücken und Nacken sowie unter Hinweis 
auf eine Neurodermitis aufgrund allergischer Reaktionen erneut bei der IV zum Leistungsbezug 
an. Die IV-Stelle holte in der Folge wiederum die medizinischen Verlaufsberichte der behandeln-
den Ärztinnen und Ärzte sowie einen Haushaltbericht vom 13. August 2021 ein und veranlasste 
schliesslich eine polydisziplinäre Begutachtung beim D.____. Gestützt auf die entsprechenden 
Abklärungsergebnisse des D.____ sprach sie der Versicherten nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren mit Verfügung vom 2. November 2023 eine befristete Dreiviertelrente der IV im 
Zeitraum vom 1. März bis 30. November 2020 zu. In Anwendung der gemischten Methode ermit-
telte sie dabei mit einem Erwerbsanteil von 64% und einem Haushaltanteil von 36% bis Ende 
August 2020 einen IV-Grad von 64% und ab 1. September 2020 einen solchen von 17%.  
 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 5. Dezem-
ber 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung für die Zeit ab 1. Dezember 2020 eine IV-Rente nach den gesetzlichen Bestimmungen 
zu erbringen, mindestens aber eine Viertelrente. Eventualiter seien weitere medizinische Abklä-
rungen betreffend die Zeit ab Dezember 2020 durchzuführen und es sei anschliessend erneut 
über den Rentenanspruch ab 1. Dezember 2020 zu entscheiden. Zur Begründung liess sie im 
Wesentlichen vorbringen, dass sich ihr Gesundheitszustand in den eineinhalb Jahren zwischen 
der Exploration durch das D.____ und dem Erlass der angefochtenen IV-Verfügung gemäss den 
Berichten der behandelnden Ärzteschaft sowohl in Bezug auf die Schmerzsymptomatik als auch 
in Bezug auf die depressive Symptomatik deutlich verschlechtert habe. Indem die IV-Stelle über 
diese Entwicklung hinweggegangen sei, habe sie ihre Untersuchungspflicht verletzt. Die Ein-
schätzung des regional-ärztlichen Dienstes (RAD), wonach eine Verschlechterung der psychiat-
rischen Symptomatik nicht objektiviert sei, erweise sich schon deshalb als nicht stichhaltig, weil 
der beurteilende RAD-Arzt kein psychiatrischer Facharzt sei. Ferner sei auch der Haushaltbericht, 
in welchem der Versicherten keinerlei Einschränkung im Haushalt attestiert worden sei, ohne 
Beweiswert. Es sei nicht nachvollziehbar, dass keine Einschränkung im Haushalt bestehe, gleich-
zeitig aber eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungs-
kraft. Unter dem Titel der Schadenminderung könne die Mithilfe des Partners der erwachsenen 
Tochter alleine schon deshalb nicht berücksichtigt werden, weil er bereits seit zwei Jahren aus 
dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen sei. Ausserdem würde der Haushaltbericht die Ergeb-
nisse im Gutachten des D.____ nicht berücksichtigen, da dieses Gutachten im Zeitpunkt der 
Haushaltsabklärung noch nicht vorgelegen habe. 

 

 
 
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D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 18. Januar 2024 auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 5. De-
zember 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrecht-
lichen Grundsätzen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden 
Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft 
dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der 
Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen 
des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Inva-
lidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf grundsätzlich jedoch das seit diesem 
Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen, vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil 
des Bundesgerichts vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Weil in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 466 E. 1), sind im vorliegen-
den Fall für die Beurteilung des Rentenanspruchs der Versicherten im Nachgang zu deren Leis-
tungsgesuch vom 4. Dezember 2019 die Bestimmungen des IVG in der noch bis Ende 2021 
geltenden Fassung anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweis). Sie werden im Folgenden 
jeweils in dieser Version wiedergegeben und angewendet.  
 
2.1 Ein Rentenanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 
9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 

 

 
 
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der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme insbesondere einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeein-
trächtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

 

 
 
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und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 141 V 15 E. 3.2). Bei 
nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. im Haushalt) tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet werden kann, wird für die 
Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse 
sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; 
Art. 28a Abs. 2 IVG).  
 
3.3 Bei versicherten Personen, die nur teilweise erwerbstätig sind, wird für den Anteil ihrer 
Erwerbstätigkeit die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga-
benbereich tätig, so wird die Invalidität für den Aufgabenbereich nach Art. 28a Abs. 2 IVG festge-
legt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufga-
benbereich festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu 
bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzuneh-
men, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden aller-
dings ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen 
für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis IVV in der bis Ende 2017 geltenden Fassung).  
 
3.4 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (AS 2017 7581 f.), wurde für Teilerwerbs-
tätige, die sich zusätzlich im Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert. Dieses 
sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das 
Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus ihrem Teilzeitpensum abgestellt, sondern 
das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird 
(Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV in der ab 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung). Die so berechnete 
prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads gewichtet, 
den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (lit. c). 
 
3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht er-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 
V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 
Bei im Haushalt tätigen Versicherten sind für die Beantwortung dieser Frage die persönlichen, 
familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreu-
ungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung so-
wie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der jeweiligen Verfügung 
entwickelt haben (BGE 137 V 338 E. 3.2). 
 
4.1  Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 

 

 
 
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Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsfähig oder arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 
105 V 156 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche andere  Erwerbstätigkeit 
als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausge-
glichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-
barerweise noch verrichtet werden kann (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge-
statten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten 
den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hin-
sichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht zu 
den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschät-
zungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu er-
fassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungs-
trägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Recht-
sprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4).  
 
4.4  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 

 

 
 
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Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
5.1 Zu prüfen sind Bestand und Höhe des Anspruchs auf die der Versicherten mit Verfügung 
der IV-Stelle vom 2. November 2023 zugesprochene Invalidenrente. In medizinischer Hinsicht 
stützte sich die IV-Stelle dabei auf das polydisziplinäre Gutachten des D.____ vom 24. März 2022. 
In diesem Verwaltungsgutachten mit allgemein-medizinischer, neurologischer, rheumatologi-
scher und psychiatrischer Beteiligung werden aus gesamtmedizinischer Sicht mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit ein Status nach diskreter Partialläsion der gemeinsamen Extensorensehnen am 
Epikondylus humeri radialis rechts im Sinne einer persistierenden leichten Epikondylitis humeri 
radialis rechts, ein Behçet-Syndrom, eine bekannte toxische Dermatitis durch Anwendung von 
Desinfektionsmitteln sowie ein Asthma bronchiale, aktuell unter Basisbehandlung klinisch befund-
frei, diagnostiziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Schmerzfehlverarbei-
tung bzw. eine Symptomausweitung, ein chronisches multilokuläres, fibromyalgiformes 
Schmerzsyndrom, ein bekanntes Hämorrhoidalleiden, ein Status nach Helicobacter pylori-asso-
ziierter Gastritis gemäss Panendoskopie im September 2020 bei Status nach anschliessender 
Eradikationsbehandlung, ferner eine Rhinokonjunktivitis allergica bei Typ I-Sensibilisierung auf 
Baumpollen, eine gemischte Hyperlipidämie sowie eine latente Hyperthyreose. Aus rheumatolo-
gischer Sicht bestehe bei der Explorandin ein somatisch nicht adäquat abstützbares multilokulä-
res fibromyalgieformes Schmerzsyndrom und seit 2020/2021 ein Behçet-Syndrom primär mit Be-
teiligung von oralen und genitalen Ulzerationen. Aus neurologischer Sicht seien die kognitiven 
Fähigkeiten erhalten. Motorische Einschränkungen lägen keine vor. In sensibler Hinsicht bestehe 
ein generalisierter Schmerz mit unterschiedlicher Ausprägung in maximaler Intensität. Der sub-
jektiv hohe Behinderungsgrad und die Krankheitsüberzeugung seien negative Kontextfaktoren. 
Aus psychiatrischer Sicht verfüge die Versicherte über Ressourcen. In ihren Alltagsfähigkeiten 
und in der Arbeitsfähigkeit werde sie durch keine namhafte psychische Störung beeinträchtigt. 
Sie habe einen Tagesablauf mit sozialen Kontakten und verfüge über ein gutes Hilfssystem. We-
der ihre Mobilität noch die Verkehrsfähigkeit würden durch eine psychische Störung einge-
schränkt. In der gutachterlichen Untersuchung imponiere eine psychisch nicht wesentlich beein-
trächtigte Explorandin. Aus allgemeininternistischer Sicht habe die Versicherte nach der Schule 
keine Ausbildung absolviert und sei in der Folge bei verschiedenen Arbeitgebern als Reinigungs-
angestellte tätig gewesen, wobei sie diese Arbeit aufgrund einer Allergie auf Reinigungsmittel 
habe sistieren müssen. Es bestünden gute soziale Kontakte zur Tochter, zu einer Freundin und 
zum Verlobten der Tochter. Auch unternehme die Explorandin regelmässig Spaziergänge. Eine 

 

 
 
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angespannte finanzielle Situation mit Abhängigkeit vom regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
RAV und von den Alimenten des Ehemannes sowie die vorliegenden Ganzkörperschmerzen 
stellten Belastungsfaktoren dar. So habe die Versicherte berichtet, aufgrund ihrer Beschwerden 
im Haushalt keine Arbeiten mehr ausführen zu können. Diese würden durch ihre Mitbewohner 
erledigt. Dies könne einen Hinweis auf einen sekundären Krankheitsgewinn darstellen. Die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei der Versicherten aufgrund der erhobenen Al-
lergie auf Reinigungsmittel nicht mehr zumutbar. Für eine optimal angepasste Tätigkeit bestehe 
aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 80%. Als optimal 
angepasst gelte eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeit unter 
Wechselbelastung. Monotone berufliche Tätigkeiten mit langem Sitzen oder langem Stehen, mit 
stereotypen Rotationsbewegungen des Achsenskeletts, Arbeiten in anhaltender Oberkörpervor-
neige- oder –rückhalteposition oder Arbeiten verbunden mit Staub, Kälte oder toxischen Substan-
zen wie Desinfektionsmitteln, seien zu vermeiden. Nach vorangehend nicht dokumentierter län-
ger andauernder höhergradiger Arbeitsunfähigkeit könne die aktuelle Arbeitsfähigkeit ab Septem-
ber 2020 angenommen werden. 
 
5.2 Das zitierte Verwaltungsgutachten des D.____ erfüllt die rechtsprechungsgemäss erfor-
derlichen Kriterien an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage. Die Begutachtung 
der medizinischen Experten des D.____ weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist 
– wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (oben, Erwägung 4.2) – für die streitigen Belange 
umfassend. Deren Gutachten vom 24. März 2022 berücksichtigt namentlich alle geklagten Be-
schwerden der Versicherten, ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden und 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der mittler-
weile persistierenden Gesundheitssituation der Versicherten ein. Das Gutachten weist in sich 
keine Widersprüche auf und setzt sich schliesslich auch mit den bei den Akten liegenden medizi-
nischen Berichten der behandelnden Ärztinnen und Ärzte auseinander. Das Ergebnis der gut-
achterlichen Einschätzung durch das D.____ ist bei dieser Aktenlage inhaltlich deshalb haltbar. 
Auch wenn insbesondere das psychiatrische Teilgutachten des D.____ in Bezug auf die Erhe-
bung der funktionellen Einschränkungen nur oberflächlich ausgefallen ist, indem es vorab stark 
auf die Problematik der Aggravation fokussiert, zieht sich eine inkonsistente Symptomverdeutli-
chung und die Krankheits- sowie die Behindertenüberzeugung der Versicherten letztlich auch 
durch die somatischen Teilgutachten. Die Darlegungen der Gutachter vermögen bei dieser Aus-
gangslage grundsätzlich zu überzeugen, wenn sie zum Ergebnis kommen, dass der Versicherten 
mangels anderweitig dokumentierter Arbeitsunfähigkeit seit September 2020 für eine körperlich 
leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Verweistätigkeit unter Wechselbelastung und 
ohne Exposition mit Kälte oder Staub sowie ohne Kontakt mit Desinfektionsmitteln eine Restar-
beitsfähigkeit von 80% verblieben ist.  
 
5.3 Die Beschwerdeführerin beanstandet diese Explorationsergebnisse im Gutachten des 
D.____ grundsätzlich nicht. Unter Hinweis auf diverse Arztberichte bringt sie einzig vor, dass sich 
ihr Gesundheitszustand in der Zeit zwischen der Exploration durch das D.____ und der ange-
fochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 2. November 2023 verschlechtert habe.  
 

 

 
 
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5.3.1 Sie verweist zunächst auf den Bericht des E.____ vom 1. November 2021, wonach sie 
zuletzt zunehmende Aphten beklagt habe (IV-Dok 127, S. 10). Dieser Bericht war den D.____-
Gutachtern im Zeitpunkt ihrer Exploration allerdings bereits bekannt. Er wird im D.____-Gutach-
ten erwähnt und umfassend gewürdigt (a.a.O., S. 22). Für die Frage einer seit der Exploration 
durch das D.____ allenfalls eingetretenen Verschlechterung ist dieser Bericht daher unbeachtlich. 
Ausserdem geht aus dem Gutachten des D.____ hervor, dass bei zunehmenden oralen und auch 
perianalen Aphten eine ab November 2021 veränderte Medikation mittels Otezla mittlerweile im 
Gegenteil zu einer Abnahme der Beschwerden geführt hat (a.a.O., S. 72 f.). Bei dieser Ausgangs-
lage ist keine Verschlechterung der auf den Morbus Behçet zurückzuführenden Symptomatik dar-
getan. 
 
5.3.2 Im Weiteren verweist die Beschwerdeführerin auf den Bericht des F.____ vom 17. April 
2023. Darin wird ausgeführt, dass die Versicherte bei bekanntem Morbus Behçet zur weiteren 
Betreuung erstmalig am 17. April 2023 in der Sprechstunde erschienen sei. Die durch die Kolle-
gen am E.____ im Jahr 2020 erhobene Diagnose sei klinisch sowie anamnestisch zu bestätigen. 
Ausserdem leide die Versicherte bereits seit Jahren an einem generalisierten linksbetonten 
Schmerzsyndrom. Klinisch hätten sich hingegen keine Hinweise auf allfällige Arthritiden finden 
lassen. Die myofaszialen Schmerzen vorwiegend im Nacken-Schulter-Bereich hätten bisher gut 
auf eine detonisierende Physiotherapie reagiert. Eine entsprechende Wiederaufnahme der Be-
handlung sei geplant und werde dringend empfohlen. Eine nächste Verlaufskontrolle sei in zwei 
Monaten vorgesehen (IV-Dok 127, S. 4 f). Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen 
Auffassung wird in diesem Bericht keine objektive Verschlechterung ihres Gesundheitszustands 
erwähnt. Laboranalytisch haben sich im Gegenteil gerade keine wegweisenden Befunde erge-
ben. Ebenso wenig finden sich in diesem Bericht ein Vermerk oder sonstige Anhaltspunkte, wo-
nach die Versicherte subjektiv eine Verschlechterung beklagt hätte. Mitte des Jahres 2021 hatte 
sie vielmehr noch von einem symptomarmen Verlauf berichtet und sich unter der Therapie mittels 
Colchicin zufrieden gezeigt (IV-Dok 80). Mit Blick auf den Umstand, dass eine ab November 2021 
veränderte Medikation mittels Otezla mittlerweile ebenfalls zu einer Abnahme Beschwerden ge-
führt hat (IV-Dok 101, S. S. 72 f.), ist eine Verschlechterung im Zusammenhang mit der Sympto-
matik des Morbus Behçet wie soeben dargelegt nicht ausgewiesen (oben, Erwägung 5.3.1 a. E.). 
Nichts anderes gilt im Hinblick auf das gemäss den Behandlern des F.____ seit Jahren unverän-
dert bestehende Schmerzsyndrom. 
 
5.3.3 Schliesslich verweist die Beschwerdeführerin auf den ebenfalls bereits im Rahmen des 
Vorbescheidverfahrens eingereichten Bericht von Dr. G.____, FMH Allgemeine und Innere Me-
dizin, vom 26. April 2023. In diesem Bericht führt der behandelnde Arzt aus, dass die Versicherte 
an einer rheumatischen Erkrankung leide, welche hinsichtlich des Schweregrads durch das 
D.____ nur ungenügend gewürdigt worden sei. Ferner habe sich der Gesundheitszustand seit 
der Begutachtung durch das D.____ verschlechtert. Einerseits sei eine Progredienz der 
Schmerzsymptomatik festzustellen, andererseits habe sich unter anderem bedingt durch diverse 
Todesfälle in der Familie im Erdbebengebiet der Türkei auch die depressive Symptomatik deutlich 
verschlechtert. Aufgrund des andauernden Zustandes sei weiterhin von einer höhergradigen Ar-
beitsunfähigkeit auszugehen. Eine erneute medizinische Begutachtung ergebe frühestens in zwei 

 

 
 
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Jahren wieder Sinn, da bis dahin voraussichtlich keine relevante Verbesserung des Gesundheits-
zustandes zu erwarten sei (IV-Dok 127, S. 2 f.). In diesem Bericht wird zwar eine Verschlechte-
rung geltend gemacht, indem von einer Progredienz der Schmerzsymptomatik und von einer Ver-
schlechterung der depressiven Symptomatik die Rede ist. Eine Anamnese oder eine klinische 
Untersuchung, welche die entsprechende Entwicklung objektivieren und nachvollziehbar erschei-
nen liesse, fehlt jedoch gänzlich. Wie der RAD in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2023 
überzeugend festgehalten hat (Einzelbeilage zur Vernehmlassung der IV-Stelle vom 18. Januar 
2024), wäre eine depressive Symptomatik aufgrund von Todesfällen von Familienmitgliedern als 
eine vorübergehende Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis zu werten, welches nicht zu 
einem dauerhaften und erheblichen psychiatrischen Gesundheitsschaden führen kann. In dieser 
Hinsicht spricht namentlich die bisher fehlende fachpsychiatrische Behandlung gegen eine we-
sentliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes der Versicherten (Urteil des 
Bundesgerichts vom 29. April 2013, 9C_667/2913, E. 4.3.2). Diese fehlenden Hinweise auf eine 
dauerhafte psychiatrische Verschlechterung wurden von Dr. H.____ in seiner Eigenschaft als 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie bestätigt. Entgegen den Vorbringen der Beschwer-
deführerin fehlt es mithin auch nicht an einer fachlichen Legitimation der Beurteilung durch den 
RAD. Gegen eine Progredienz der Schmerzsymptomatik in rheumatologischer Hinsicht spricht 
schliesslich eine fehlende Dosissteigerung der entsprechenden Schmerzmedikation sowie die im 
Zusammenhang mit dem Morbus Behçet an dieser Stelle bereits erwogene Tatsache, dass eine 
ab November 2021 veränderte Medikation mittels Otezla zu einer Abnahme der entsprechenden 
Beschwerden geführt hat (oben, Erwägung 5.3.1 a. E.).  
 
5.3.4 Zusammenfassend enthalten die bereits im Vorbescheidverfahren aufgelegten Berichte, 
auf welche die Beschwerdeführerin auch nunmehr referenziert, lediglich die bekannten medizini-
schen Fakten betreffend das Behçet-Syndrom und ein bereits seit Jahren vorbestehendes multi-
lokuläres fibromyalgieformes Schmerzsyndrom, welches infolge erheblicher funktioneller Überla-
gerung somatisch jedoch nicht adäquat erklärt werden kann. Hinweise auf eine wesentliche Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes seit der durch das D.____ erhobenen Explorationser-
gebnisse sind derweil keine auszumachen. 
 
6.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet im Übrigen die von der IV-Stelle gestützt auf den 
Haushaltabklärungsbericht vom 13. August 2021 (IV-Dok 81) ermittelte, fehlende Einschränkung 
im Haushalt. Sie lässt im Wesentlichen vorbringen, es sei nicht nachvollziehbar, dass keine Ein-
schränkung im Haushalt bestehe, gleichzeitig aber eine Arbeitsunfähigkeit von 100% in der an-
gestammten Tätigkeit als Reinigungskraft. Unter dem Titel der Schadenminderung könne die Mit-
hilfe des Partners der erwachsenen Tochter alleine schon deshalb nicht berücksichtigt werden, 
weil er bereits seit zwei Jahren aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen sei. Ausserdem 
würde der Haushaltbericht die Ergebnisse im Gutachten des D.____ nicht berücksichtigen, da 
dieses Gutachten im Zeitpunkt der Haushaltsabklärung noch nicht vorgelegen habe. 
 
6.2 Analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 
351 E. 3a) sind für den Beweiswert eines Berichts über die Abklärung im Haushalt einer versi-
cherten Person verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Wesentlich ist, dass der Bericht von 

 

 
 
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einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält-
nissen sowie von den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Behinderungen besitzt. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, 
wobei allenfalls divergierende Meinungen im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss 
plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen aus-
fallen sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all 
dies zu, kommt dem Abklärungsbericht volle Beweiskraft zu (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 
129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des EVG I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. 
auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und BGE 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammen-
hang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die 
im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zur Art und zum Umfang der Behinderung im Haus-
halt massgebend, sondern sie gelten analog auch für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der 
den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von Versicherten im Gesundheitsfall be-
trifft (Urteil des EVG I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu 
den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu 
äussern hat, bedarf es, soweit bei der versicherten Person keine psychiatrischen Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdi-
gen Angaben der versicherten Person selbst, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden 
stehen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2018, 9C_671/2017, E. 4.2 mit Hinweisen). Ins-
besondere ist nicht erforderlich, dass sich neben der Abklärungsperson auch die behandelnden 
oder begutachtenden Ärztinnen und Ärzte zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung un-
ter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit äussern müssen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. 
April 2020, 8C_185/2020, E. 4.2.2 mit Hinweis). Schliesslich darf in Bezug auf die Haushaltab-
klärungsberichte nicht ohne Grund von den Angaben der versicherten Person abgewichen wer-
den (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Hintergrund bildet der Umstand, dass die fachlich 
hierfür primär zuständige Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Be-
schwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, 
E. 5.2 mit Hinweisen; BGE 128 V 93 E. 4). Das Gericht greift, sofern der Bericht formal korrekt 
erstellt worden ist, in das Ermessen der Abklärungsperson deshalb nur dann ein, wenn klar fest-
stellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der von ihr erhobenen Ab-
klärungsresultate vorliegen.  
 
6.3 Bei der Bemessung der Einschränkung im Haushaltbereich ist ausschlaggebend, wie 
sich der Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich konkret auswirkt, was grundsätzlich durch die 
Abklärung an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV) zu erheben ist. Die Abklärung erstreckt 
sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangehörigen, welche 
im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist und weitergeht als die ohne 
Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.1 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung ist vom Grundsatz auszugehen, dass einer Leistungsansprecherin oder einem Leis-
tungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die 
eine vernünftige Person in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn sie keinerlei Entschädigung 
zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltens-
weisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen 

 

 
 
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Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung ihrer 
Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse 
Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie 
in erster Linie ihre Arbeit einteilen und im üblichen Umfang vorab die Mithilfe von Familienange-
hörigen in Anspruch nehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, 
E. 5.3).  
 
7.1 Die entsprechende Abklärung wurde am 9. August 2021 vor Ort in Anwesenheit der Ver-
sicherten sowie auch deren Tochter von einer qualifizierten Fachperson der IV-Stelle vorgenom-
men. Auch wenn das massgebende Gutachten des D.____ zu jenem Zeitpunkt noch nicht vorge-
legen hat, geht aus dem Haushaltbericht hervor, dass der Abklärungsperson die medizinischen 
Diagnosen und die daraus resultierenden Einschränkungen grundsätzlich bekannt waren. Na-
mentlich hatte die Abklärungsperson Kenntnis von den bisherigen medizinischen Akten und es 
war ihr auch bewusst, dass Dr. G.____ die Versicherte seit Oktober 2020 im Umfang von 80% 
arbeitsunfähig geschrieben hatte. Damit erfolgte die Abklärung vor Ort aber unter dem Blickwinkel 
einer gar deutlich höheren Arbeitsunfähigkeit als sie nunmehr durch das D.____-Gutachten im 
Umfang von lediglich 20% massgebend ist (oben, Erwägung 5.2). Die fehlende Kenntnis betref-
fend die Begutachtungsergebnisse des D.____ können sich demnach keinesfalls negativ auf die 
Ergebnisse der Abklärung vor Ort ausgewirkt haben. Ebenfalls wurde die Versicherte zu den ein-
zelnen Verrichtungen im Haushalt angehört. Die Versicherte äusserte sich detailliert zu den ihr 
noch möglichen Verrichtungen in den einzelnen Haushaltsbereichen sowie auch zur Mithilfe ihrer 
Familienangehörigen noch vor und nach dem Eintritt ihrer gesundheitlichen Einschränkungen. 
Die formalen Anforderungen an die Haushaltabklärung und an den entsprechenden Bericht vom 
13. August 2021 sind damit zweifellos erfüllt.  
 
7.2. Auch inhaltlich ist dieser Bericht nachvollziehbar ausgefallen. Die daraus resultierenden 
Schlussfolgerungen überzeugen. Ungereimtheiten oder allfällige Widersprüche liegen keine vor. 
Weder hat die Beschwerdeführerin geltend gemacht noch ergeben sich entsprechende Hinweise 
aus den Akten, dass ihre Aussagen unvollständig oder gar falsch protokolliert worden wären. Als 
nicht stichhaltig erweist sich der Einwand der Versicherten, wonach eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit im Reinigungsdienst mit einer fehlenden Einschränkung im Haushalt unvereinbar sei. 
Unter der Voraussetzung, dass der Kontakt mit Desinfektionsmitteln vermieden werden kann, 
verbleibt dem massgebenden Gutachten des D.____ zufolge nämlich noch immer eine 80%-ige 
Restarbeitsfähigkeit. Unter das entsprechende Profil leichter bis intermittierend mittelschwerer 
und wechselbelastender Tätigkeiten fallen dabei nicht nur Reinigungsarbeiten im engeren Sinne, 
sondern auch alle sonstigen Haushaltsarbeiten. Reinigungsarbeiten namentlich mit einem Staub-
sauger, wie er notorisch bei der Haushaltspflege anfällt, sind der Versicherten somit ebenso un-
eingeschränkt zumutbar wie das Kochen, das Betreuen der Haustiere, der Einkauf samt weiterer 
Besorgungen sowie die Wäsche und die Kleiderpflege. Es ist in diesem Zusammenhang ausser-
dem in Erinnerung zu rufen, dass eine rasche Erschöpfbarkeit im Haushaltsbereich, in dem die 
versicherte Person ihre Zeit und die anfallenden Arbeiten frei einteilen und jederzeit Pausen ein-
legen kann, geringere Auswirkungen als bei der Erwerbstätigkeit zeitigt. Damit aber ist auch im 
konkreten Fall nicht ersichtlich, inwiefern sich selbst unter der Annahme von Wechselwirkungen 
zwischen Erwerb und Aufgabenbereich im Haushalt weitgehende Einschränkungen ergeben 

 

 
 
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könnten (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2021, 9C_55/2021, E. 4.2). Auch der Einwand, 
dass hinsichtlich der übrigen Arbeiten, welche die Versicherte gegebenenfalls nicht mehr auszu-
führen in der Lage ist (körperlich schwere Arbeiten sowie Putzarbeiten mit Desinfektionsmittel), 
die im Haushaltbericht angerechnete Mitwirkung ihrer Tochter über das zulässige Normalmass 
hinausgehe und damit ihre eigene Schadenminderungspflicht überstrapaziere, erweist sich als 
unberechtigt. Von der im gleichen Haushalt wohnenden Tochter der Versicherten kann erwartet 
werden, dass sie ihren Haushalt grundsätzlich selbst besorgt und sich anteilsmässig auch an der 
gemeinsamen Haushaltsarbeit beteiligt. Diese Aufgaben bedingen in zeitlicher Hinsicht keinen 
übermässigen Einsatz eines im gleichen Haushalt lebenden Familienangehörigen. Eine unübli-
che Aufgaben- und Rollenverteilung kann darin jedenfalls nicht erkannt werden. Unter diesen 
Voraussetzungen ist das Ergebnis des Haushaltberichts, demzufolge mit Blick auf eine zusätzli-
che Mithilfe der Tochter der Versicherten letztlich keine Einschränkung im haushalterischen Be-
reich resultiert, nachvollziehbar und schlüssig ausgefallen. Daran ändert auch nichts, dass der 
Schwiegersohn mittlerweile aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen ist. 
 

8. Das Gericht hat bei dieser Ausgangslage keinen Anlass, die für den Rentenanspruch mas-
sgebenden, im Übrigen aber unbestritten gebliebenen Bemessungsparameter (oben, Erwägung 
3.2 ff.; vgl. Verfügung der IV-Stelle vom 2. November 2023) näher zu überprüfen. Die Rechtsan-
wendung gehört zwar zur Richterpflicht. Gleichwohl verlangt das Rügeprinzip, dass die Parteien 
bezüglich der geltend gemachten Sach- und Rechtslage jene Einwendungen zu erheben haben, 
die nicht augenfällig sind oder die sich nicht unmittelbar aus den Sachverhaltsfeststellungen der 
Gegenpartei ergeben (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 
214 f.). Zusätzliche Abklärungen sind jedenfalls nur vorzunehmen und von den Verfahrensbetei-
ligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen sind nur zu überprüfen, wenn hierzu aufgrund der Partei-
vorbringen hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 54 E. 4). Ein solcher Anlass ist hier nicht 
ersichtlich. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 2. November 2023 ist deshalb nicht zu 
beanstanden, so dass die Beschwerde im Ergebnis abzuweisen ist.  
 
9. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. 
Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden 
ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kosten-
rahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die 
Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
Eine Parteientschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht ausgerichtet.  
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 
 
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 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— werden der Beschwer-
deführerin auferlegt. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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