# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19cee175-dfaa-5b6c-a443-e2aef79aa0ce
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.05.2010 E-2321/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2321-2010_2010-05-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2321/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

A._______, Afghanistan,
vertreten durch lic. iur. D. Del Duca, Rechtsanwalt, 
Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende Aargau, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 30. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2321/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  afghanischer  Staatsangehöriger  mit 
letztem  Wohnsitz  in  B._______,  eigenen  Angaben  zufolge  seinen 
Heimatstaat zu Beginn des Jahres 2009 verliess,

dass er über die Türkei, Griechenland, Mazedonien und Serbien nach 
Ungarn gereist sei, wo er ein Asylgesuch eingereicht habe,

dass  er  nach gut  fünf  Monaten weitergereist  und am 20. Dezember 
2009 in der Schweiz angekommen sei,

dass der Beschwerdeführer am 21. Dezember 2009 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl  nachsuchte,  und das 
BFM dort  am 24. Dezember  2009  seine  Personalien  erhob  und  ihn 
summarisch zum Reiseweg sowie den Gründen für das Verlassen des 
Heimatstaates befragte (Vorakten, act. A1/12),

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, er habe 
in  Afghanistan  für  Präsident  Karzai  gearbeitet  und  sei  seitens  An-
gehöriger  der  Al-Qaida  bedroht  worden  für  den  Fall,  dass  er  ihnen 
nicht Zutritt zum Präsidentenpalast verschaffe,

dass er nun auch seitens seines Arbeitgebers bedroht sei, nachdem er 
ohne  Erklärung  und  mit  seinem  internen  Wissen  über  längere  Zeit 
seinem Arbeitsplatz ferngeblieben sei,

dass  das  in  Ungarn  eingeleitete  Asylverfahren  in  zweiter  Instanz 
hängig gewesen sei, als er Ungarn verlassen habe,

dass in Ungarn niemand einen positiven Entscheid erhalte, und man 
ihm gesagt habe, es sei besser, wenn er in die Schweiz gehe,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im EVZ im 
Hinblick  auf  eine  allfällige  Zuständigkeit  Ungarns  oder  eventuell 
Griechenlands für die Durchführung des Asylverfahrens das rechtliche 
Gehör gewährt wurde,

dass er angab, nach Ungarn könne er nicht zurück, weil man ihn dort 
nicht  verstanden habe,  man nicht  frei  reden könne und die  Hygiene 
schlecht sei,

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dass es in Griechenland zu viele Flüchtlinge gebe,

dass das BFM die ungarischen Behörden am 5. Februar 2010 gestützt 
auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates 
vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 
Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  (Dublin-II-VO),  um  Wiederaufnahme  des  Beschwerde-
führers ersuchte, 

dass die ungarischen Behörden mit Schreiben vom 17. Februar 2010 
ihre Zuständigkeit  gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO an-
erkannten,

dass das BFM mit  Verfügung vom 30. März 2010 – eröffnet  am 31. 
März 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes 
vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch des Be-
schwerdeführers  nicht  eintrat,  seine  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
nach Ungarn verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  anlässlich  der  Kurzbefragung  angegeben,  in 
Ungarn ein  Asylgesuch gestellt  zu haben und das Land wieder  ver-
lassen zu haben, bevor der letztinstanzliche Entscheid ergangen sei,

dass ferner ein Eurodac-Treffer vom 3. Juli 2009 in Ungarn vorliege, 

dass gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR  0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom  17. 
Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft, 
der  Republik  Island  und  dem  Königreich  Norwegen  über  die  Um-
setzung,  Anwendung  und  Entwicklung  des  Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates  für  die  Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in 
Norwegen  gestellten  Asylantrags  (SR  0.360.598.1),  Ungarn  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig  sei  und am 17. Februar 
2010 einer Überstellung des Gesuchstellers zugestimmt habe,

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dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens 17. August 2010 zu erfolgen habe,

dass die im Rahmen des rechtlichen Gehörs gemachten Einwände des 
Beschwerdeführers  nicht  gegen  eine  Wegweisung  nach  Ungarn 
sprechen würden,

dass dieser mit Eingabe vom 8. April 2010 gegen die BFM-Verfügung 
beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  liess  und 
beantragte, diese sei aufzuheben und das BFM sei anzuweisen, von 
seinem Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen,

dass  er  in  formeller  Hinsicht  beantragte,  der  Beschwerde  sei  auf-
schiebende  Wirkung einzuräumen und  es  sei  ihm die  unentgeltliche 
Verfahrensführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren,

dass er im Wesentlichen ausführte, er sei in Ungarn beziehungsweise 
Griechenland von einer Kettenabschiebung bedroht und die prekären 
Aufnahmebedingungen in Griechenland würden die Gefahr einer un-
menschlichen Behandlung bergen,

dass der Sozialdienst  des Kantons Aargau mit  Eingabe vom 8. April 
2010 die Fürsorgeabhängigkeit des Beschwerdeführers bestätigte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Telefax vom 9. April 2010 den 
Vollzug der Wegweisung im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme 
aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG)  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil-
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

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rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  sich  ein  Entscheid  über  den  Antrag  auf  Einräumung  der  auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde gemäss Art. 107a AsylG ange-
sichts des vorliegenden Entscheides in der Sache erübrigt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

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dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staats-
vertraglichen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach 
den Kriterien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat,

dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG im Weiteren voraussetzt,  dass der 
staatsvertraglich zuständige Staat  einer Übernahme der  asylsuchen-
den Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV1),

dass,  sobald  ein  Asylantrag  erstmals  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt 
wurde, das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates 
eingeleitet wird (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der 
in Kapitel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge anzuwenden sind 
sowie von der Situation, die zum Zeitpunkt besteht, in dem der Asyl-
bewerber erstmals seinen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, auszu-
gehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO),

dass sich den Akten entnehmen lässt, dass der Beschwerdeführer von 
Serbien  her  kommend  nach  Ungarn,  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen  Gemeinschaft,  einreiste,  wo  er  am  2.  Juli  2009  ein 
Asylgesuch  stellte  und  am  Tag  darauf  daktyloskopisch  registriert 
wurde (vgl. act. A1/12 S. 9, A14/5, A16/1),

dass das BFM die zuständigen ungarischen Behörden am 5. Februar 
2010  gestützt  auf  die  einschlägigen  Bestimmungen  um  Wiederauf-
nahme  des  Beschwerdeführers  ersuchte  und  diese  am  17.  Februar 
2010  der  Wiederaufnahme  zustimmten,  wobei  sie  ergänzend  aus-
führten, dies geschehe nicht gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-
II-VO, sondern in Anwendung von Buchstabe c dieser Bestimmung, da 
das Asylverfahren des Beschwerdeführers noch hängig sei,

dass keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt des BFM gemäss 
Art. 3  Abs. 2  Dublin-II-VO  nahegelegt  hätten,  da  Ungarn  unter 
anderem Signatarstaat  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-

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heiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 10. Dezem-
ber  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder 
erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,   0.105)  ist  und  keine 
konkreten Hinweise dafür  bestehen,  Ungarn würde sich nicht  an die 
daraus resultierenden Verpflichtungen halten,

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  an  dieser  Einschätzung 
nichts zu ändern vermögen,

dass  der  Vollständigkeit  halber  festgehalten  werden  kann,  dass  das 
Vorbringen, es sei davon auszugehen, dass das Asylgesuch in Ungarn 
nicht mehr abschliessend geprüft werde, jeder Grundlage entbehrt, zu-
mal  die  ungarischen  Behörden  in  ihrem  Wiederaufnahmebescheid 
ausdrücklich festhielten, das Verfahren sei noch hängig,

dass  auf  sämtliche  Vorbringen,  die  sich  auf  eine  Wegweisung  nach 
Griechenland  beziehen,  nicht  einzugehen  ist,  weil  der  Beschwerde-
führer  nicht  nach Griechenland,  sondern  nach Ungarn  weggewiesen 
wird,

dass keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, die Umstände in Bezug auf 
die Aufnahmebedingungen in Ungarn seien relevant hinsichtlich Art. 3 
EMRK,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der 
Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs (Art. 83 Abs. 2 
und 3 AuG regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regel-
folge)  des  Nichteintretensentscheides  ist  (vgl. Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts [BVGE] D-645/2010 vom 1. März 2010 E. 8.1),

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dass  demnach  auf  die  Frage  einer  drohenden  Verletzung  des  Non-
Refoulement-Gebots  beziehungsweise  der  Möglichkeit  des  Vollzugs 
der Wegweisung an dieser Stelle nicht mehr einzugehen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 AuG stellt, sondern ebenfalls vor der Prüfung 
des Nichteintretens im Rahmen des Selbsteintrittsrechts (vgl. BVGE D-
645/2010  vom  1.  März  2010  E.  8.2),  welches  wie  vorstehend  aus-
geführt, nicht zur Anwendung gelangt,

dass das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung nach Ungarn zu 
Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  grundsätzlich  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu behandeln und abzuweisen ist, da 
sich  die  Beschwerde  als  aussichtslos  im  Sinne  dieser  Bestimmung 
erwies,

dass  aus  demselben  Grunde  auch  das  Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG abzuweisen 
ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

Versand: 

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