# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dde30201-da11-56cd-9d81-7a89efebb20a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.04.2024 810 2023 217 (810 23 217)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-217_2024-04-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 24. April 2024 (810 23 217) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Übriges Verwaltungsrecht  

 

 

Voraussetzungen für die Berichtigung einer rechtskräftigen amtlichen Vermessung 

durch den Geometer 

 
 

Besetzung Vorsitzender Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kan-
tonsrichter, Hans Furer, Daniel Häring, Stefan Schulthess,  
Gerichtsschreiber Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____,  
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 

 Einwohnergemeinde C.____, Beigeladene 
 
D.____ und E.____, Beigeladene 

  
 
 

Betreff Behebung von Widersprüchen der amtlichen Vermessung  
(RRB Nr. 1173 vom 5. September 2023) 

 

  

Seite 2  

 

A. A.____ ist Eigentümer der Liegenschaftsparzelle F.____ des Grundbuchs C.____, in 

welcher er zusammen mit seiner Ehefrau B.____ in der Einwohnergemeinde C.____ (Beigela-

dene) wohnt. Die Parzelle von A.____ grenzt direkt an die Parzelle G.____ des Grundbuchs 

C.____, deren Eigentümer D.____ und E.____ (Beigeladene) sind. Mit E-Mail vom 27. Oktober 

2020 gelangte die Ehefrau von A.____ erstmals an das Amt für Geoinformation des Kantons 

Basel-Landschaft (AGI) und ersuchte den Kantonsgeometer um Beantwortung diverser Fragen 

betreffend die vorgenannten Liegenschaftsparzellen F.____ und G.____. In der Folge kontak-

tierte B.____ das AGI diverse Male (und zwar am 2., 3., 7., 13. und 16. November 2020 sowie 

am 4. und 12. Dezember 2020) und ersuchte um Beantwortung von weiteren Fragen sowie um 

Herausgabe von Plänen in Bezug auf die Liegenschaftsgrenze zwischen den beiden Parzellen. 

Am 6. November 2020 führte das AGI auf der Liegenschaftsparzelle F.____ einen Augenschein 

durch. Mit E-Mail vom 21. Dezember 2020 erläuterte der Kantonsgeometer B.____ diverse 

fachspezifische Fragen und führte zudem aus, dass das AGI keine Möglichkeit habe, eine Mas-

snahme von Amtes wegen ohne den übereinstimmenden Willen der betroffenen  

Grundeigentümer durchzuführen.  

 

B. Am 1. Februar 2021 reichte Dr. H.____ dem AGI ein Rechtsgutachten ein und kam zu-

sammengefasst zum Schluss, dass Liegenschaften als horizontale Flächen erfasst würden, 

wohingegen die vertikale Ausdehnung nicht Teil der amtlichen Vermessung sei. Der Geometer 

könne nur bei einer Ersterhebung oder einer Erneuerung der Vermessung über das gesamte 

Gemeindegebiet von Amtes wegen tätig werden. ʺVon Amtes wegenʺ könne überdies nicht be-

deuten, dass der Nachführungsgeometer selber bestimme, wo Grenzen neu verlaufen sollen 

oder dass eine Darstellung nach den Vorstellungen einer privaten Eigentümerschaft umgesetzt 

werde. Eigentümer hätten den Grenzverlauf einvernehmlich zu bestimmen. Sollte keine Eini-

gung gefunden werden, stehe den involvierten Parteien die Grundbuchberichtigungsklage ge-

mäss Art. 975 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 zur Ver-

fügung.  

 

C. Am 15. März 2021 und 26. April 2021 wandte sich A.____ an das Bundesamt für  

Landestopografie (swisstopo). Mit den Schreiben vom 6. April 2021 und 11. Mai 2021 teilte 

Dr. I.____, Direktor des swisstopo, A.____ mit, dass in der Schweiz jeweils der entsprechende 

Kanton für die Durchführung der amtlichen Vermessung zuständig sei. Der Bund respektive die 

Fachstelle Vermessungsdirektion swisstopo übe die Oberaufsicht über die amtliche Vermes-

sung aus und könne nur aktiv werden, wenn sie Unregelmässigkeiten beim Ablauf der amtli-

chen Vermessung entdecke. Dr. I.____ kam nach der Begutachtung der ihm zugesandten Ak-

ten zum Schluss, dass die Aussagen des Kantonsgeometers sowie das Rechtsgutachten von 

Dr. H.____ korrekt seien. Es bestehe deshalb keine Veranlassung, weitere Handlungen vorzu-

nehmen oder zu veranlassen. 

 

D. Mit Schreiben vom 7. Januar 2022 und 18. Februar 2022 gelangte A.____, vertreten 

durch seine Ehefrau, an das AGI und beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu-

sammengefasst (1) die Bereinigung seiner Parzelle F.____ zufolge einer fehlerhaften amtlichen 

Vermessung und Planzeichnung sowie die Wiederherstellung seines Eigentums, (2) die voll-

Seite 3  

ständige Aushändigung der Dokumentation der amtlichen Vermessung (sämtliche Unterlagen 

mit historischen Plänen und den Mutationen seit der Entstehung der Liegenschaft im Jahre 

1800 bis zur Gegenwart), um die direkt durch die Liegenschaft verlaufenden Parzellenverläufe 

mit den heutigen Grenzpunkten nachvollziehen und rekonstruieren zu können sowie (3) die Be-

antwortung seiner Fragen durch den Kantonsgeometer. Im Falle der Verweigerung seiner An-

träge sei ihm schliesslich eine beschwerdefähige Verfügung zu eröffnen. 

 

E. Mit Verfügung vom 4. März 2022 trat das AGI auf das Begehren von A.____ um Bereini-

gung seiner Parzelle bzw. Wiederherstellung seines Eigentums unter Mitwirkung der Nach-

bareigentümer nicht ein und wies die übrigen Begehren ab. Zur Begründung führte es im We-

sentlichen aus, dass es ein rechtsverbindliches Vermessungswerk auf einseitiges Gesuch hin 

nicht abändern könne.  

 

F. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch seine Ehefrau, mit Eingabe vom 

18. März 2022 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungs-

rat). Mit Schreiben vom 23. März 2022 teilte der Regierungsrat A.____ mit, dass der Umfang 

des Akteneinsichtsrechts auf diejenigen Akten beschränkt sei, die der Behörde als Grundlage 

für deren Entscheidung dienten. Mit Verfügung vom 13. Juni 2022 wurde das Verfahren sistiert, 

da in der gleichen Sache beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost (ZKG BL Ost) eine 

Grundbuchberichtigungsklage hängig gemacht wurde. Am 23. Juni 2022 teilte A.____ dem Re-

gierungsrat mit, dass die Grundbuchberichtigungsklage mit Urteil des ZKG BL Ost vom 21. Juni 

2022 abgewiesen worden sei. Mit Eingabe vom 15. August 2022 wurde eine ergänzte Be-

schwerdebegründung eingereicht. A.____ ist im Wesentlichen der Ansicht, dass die amtliche 

Vermessung betreffend den Grenzverlauf zwischen seiner und der benachbarten Parzelle feh-

lerhaft sei. Zudem wirft er dem AGI Rechtsverzögerung vor.  

 

G. Mit Entscheid vom 5. September 2023 (RRB) wies der Regierungsrat die Beschwerde 

von A.____ ab, soweit er darauf eintrat. Zur Begründung führte er unter Verweisung auf das 

rechtskräftige Urteil des ZKG BL Ost vom 21. Juni 2022 im Wesentlichen aus, dass die Eintra-

gung des Grenzverlaufs zwischen der Parzelle F.____ und der Parzelle G.____ im Grundbuch 

C.____ richtig erfolgt sei und dass kein von Amtes wegen zu behebender Widerspruch zwi-

schen den Plänen und der Wirklichkeit bestehe. 

 

H. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, nach wie vor vertreten durch seine Ehefrau 

B.____, mit Eingabe vom 17. September 2023 beziehungsweise ergänzter Beschwerdebegrün-

dung vom 20. Oktober 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Ver-

fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt im Wesentlichen die Aufhebung 

des angefochtenen RRB sowie die Anweisung des AGI, seine Parzelle unter Miteinbezug seiner 

Nachbareigentümer zu bereinigen. Die Begründung seiner Anträge stimmt in den entscheidre-

levanten Punkten im Wesentlichen mit den vor dem Regierungsrat vorgebrachten Argumenten 

überein. Auf die übrigen zahlreichen Rechtsbegehren und Verfahrensanträge sowie auf die wei-

teren Ausführungen wird direkt in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

Seite 4  

I. Mit Schreiben vom 18. Dezember 2023 lässt sich die beigeladene Einwohnergemeinde 

C.____ vernehmen und teilt mit, dass sich aus ihrer Sicht keine neuen Erkenntnisse ergeben 

würden.  

 

J. Ebenfalls mit Eingabe vom 18. Dezember 2023 lassen sich die beigeladenen D.____ 

und E.____ unter Verweisung auf ihre bereits vor dem Regierungsrat eingereichten Stellung-

nahmen vernehmen. Auf die weiteren Ausführungen und eingereichten Unterlagen wird soweit 

erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

K. Mit Eingabe vom 19. Januar 2024 lässt sich die Vorinstanz vernehmen und beantragt 

die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Auf die weiteren Aus-

führungen und eigereichten Unterlagen wird soweit erforderlich in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen.  

 

L. Mit Verfügung vom 29. Januar 2024 wird der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-

sen. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-

ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-

rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 

ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 

vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-

recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben. Der Beschwerdeführer als direk-

ter Verfahrensbeteiligter ist vom angefochtenen Beschluss berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen Aufhebung (§ 47 Abs. 1 VPO).  

 

1.2 Mit seiner Beschwerde vom 17. September 2023 stellt der Beschwerdeführer insge-

samt 13 Rechtbegehren. Mit der Beschwerdebegründung vom 20. Oktober 2023 passt er das 

Rechtsbegehren 10 an. Zu prüfen ist, ob auf alle Begehren des Beschwerdeführers eingetreten 

werden kann. In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege – dazu gehört das Beschwerde-

verfahren vor dem Kantonsgericht – ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand 

der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (Urteil des Kantonsgerichts, Abtei-

lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 19. Januar 2022 [810 21 233] E. 1.2). 

Streitgegenstand kann nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war 

oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositionsmaxime zwischen den Partei-

en noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren bzw. den Beschwerdeanträgen 

ergibt (BGE 136 II 462 E. 4.2). Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde 

nicht entschieden hat und über die sie nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz – abge-

sehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – nicht beurteilen, da sie sonst in die funkti-

onelle Zuständigkeit der Vorinstanz oder anderer Behörden eingreifen würde. Ein Antrag, der 

über das hinausgeht, was von den Vorinstanzen entschieden wurde, oder der mit dem Gegen-

Seite 5  

stand der angefochtenen Verfügung nichts zu tun hat, ist unzulässig (KGE VV vom 18. März 

2015 [810 14 186] E. 1.3). Zudem können gemäss § 6 Abs. 1 VPO die Parteien die Anträge, die 

sie im vorinstanzlichen Verfahren zur Sache gestellt haben, zwar einschränken, nicht aber aus-

dehnen oder inhaltlich verändern. Dadurch soll verhindert werden, dass im verwaltungsgericht-

lichen Verfahren der Streitgegenstand gemäss vorinstanzlichem Verfahren erweitert wird  

(KGE VV vom 14. Dezember 2022 [810 22 44] E. 1.2.2; KGE VV vom 10. Juni 2020 [810 19 

286] E. 2.2). 

 

1.3 Im Verfahren vor dem Regierungsrat beantragte der Beschwerdeführer die Aufhebung 

der Verfügung des AGI vom 4. März 2022. Gegenstand dieser Verfügung waren die Bereini-

gung einer fehlerhaften amtlichen Vermessung der Parzelle F.____ des Beschwerdeführers 

bzw. die beantragte Wiederherstellung seines Eigentums unter Mitwirkung der Nachbareigen-

tümer der Parzellen G.____ (Ehegatten D.____ und E.____), Parzelle J.____ (Gemeinde 

C.____) und Parzelle K.____ (Kanton Basel-Landschaft) sowie die Herausgabe diverser Unter-

lagen an den Beschwerdeführer und die Beantwortung von Fragen durch das AGI. 

 

1.4 Im vorliegenden Verfahren beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des ange-

fochtenen RRB sowie die Anweisung des AGI, seine Parzelle F.____ unter Einbezug der Nach-

bareigentümer der Parzellen G.____ (Ehegatten D.____ und E.____) und Parzelle J.____ (Ge-

meinde C.____) zu bereinigen (Rechtsbegehren 1 und 2). Weiter beantragt er die Neusetzung 

diverser Grenzzeichen, die Neuvermessung und Kennzeichnung von Nebenbauten, Trottoir und 

übrigen befestigten Flächen im Situationsplan sowie die Anweisung an das Grundbuchamt 

(GBA), die Grundbucheinträge seiner Parzelle und der Nachbarparzellen zu berichtigen 

(Rechtsbegehren 3 bis 11). Schliesslich begehrt der Beschwerdeführer die vorsorgliche Anwei-

sung des AGI, keine Mutationen in Bezug auf seine Parzelle vorzunehmen (Rechtsbegehren 

12). Alles unter o/e Kostenfolge zu Lasten des AGI (Rechtsbegehren 13). 

 

1.5 Die Rechtsbegehren 1 und 2 haben die Bereinigung der Parzelle F.____ des Be-

schwerdeführers unter Einbezug der Nachbareigentümer zum Gegenstand. Diese beantragte 

Parzellenbereinigung war auch Gegenstand vor dem Regierungsrat bzw. vor dem AGI, sodass 

auf diese Begehren einzutreten ist. Dagegen werden die Rechtsbegehren 3 bis 11 erstmals vor 

Kantonsgericht gestellt und waren nicht Gegenstand der vorinstanzlichen Verfahren. Bei den in 

den Rechtsbegehren 3 bis 11 enthaltenen Anträgen handelt es sich deshalb um neue, inhaltlich 

andere Begehren als im vorinstanzlichen Verfahren. Sie gehen damit über den Streitgegen-

stand des Beschwerdeverfahrens hinaus, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Im 

Übrigen ist die Beschwerde zu begründen (§ 5 VPO). Auf nicht begründete Rechtsbegehren tritt 

das Kantonsgericht nicht ein (KGE VV vom 2. November 2022 [810 21 331] E. 1.3; KGE VV 

vom 19. Oktober 2022 [810 21 265] E. 1.2; KGE VV vom 2. November 2021 [810 21 21] 

E. 5.3.2). Das Rechtsbegehren 12 wurde bereits vor der Vorinstanz gestellt, welche darauf nicht 

eingetreten ist, weshalb sich diesbezüglich vorliegend ohnehin nur die Frage stellen kann, ob 

dieses Nichteintreten zurecht erfolgt ist. Die Beschwerdebegründung befasst sich indes nicht 

mit der vorsorglichen Anweisung des AGI, keine Mutationen in Bezug auf die Parzelle vorzu-

nehmen, so dass auf das Rechtsbegehren 12 der Beschwerde mangels Begründung nicht ein-

Seite 6  

getreten werden kann. Auf das Rechtsbegehren betreffend die Kosten- und Entschädigungsfol-

ge (Nr. 13) ist schliesslich einzutreten.  

 

1.6 Da die übrigen formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist 

nach dem hiervor unter der Erwägung 1.5 Gesagten auf die Rechtsbegehren 1, 2 sowie 13 und 

damit teilweise auf die Beschwerde einzutreten.  

 

2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 

VPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 

Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-

den. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen verwehrt (§ 45 

Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 

 

3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Rechtmässigkeit des angefochtenen RRB.  

 

4.1 Das AGI führte in seinem Entscheid aus, dass die Vermessung der Gemeinde C.____ 

erstmals in den Jahren 1906 bis 1911 erfolgt sei. Im Jahre 1988 sei die amtliche Vermessung 

digitalisiert worden, wobei die Grenzziehung des Grundstücks F.____ dabei nicht verändert 

worden sei. Die Daten der Neuvermessung seien 1988 öffentlich aufgelegt worden und es seien 

keine Beschwerden eingegangen. Die Angaben in den aufgelegten Unterlagen seien damit 

rechtskräftig geworden und würden als Urkunden mit erhöhter Beweiskraft gelten. In den Jah-

ren 2008 bis 2011 sei das Vermessungswerk der Gemeinde C.____ letztmals erneuert worden. 

Das erneuerte Vermessungslos sei 2010 öffentlich aufgelegt worden, wobei wiederum keine 

Beschwerden zum Grundstück F.____ des Grundbuchs C.____ eingegangen seien. Überdies 

gehöre es nicht zu den Aufgaben des AGI, ein rechtsverbindliches Vermessungswerk auf Ge-

such hin abzuändern. Das AGI habe nicht die Kompetenz, den Grenzverlauf neu festzusetzen. 

Zudem seien A.____ sämtliche ersuchten Unterlagen, insbesondere der Handriss der getätigten 

Feldaufnahmen, ausgehändigt worden. Schliesslich habe das AGI gegenüber A.____ keine 

Auskunftspflicht, weshalb die Beantwortung der gestellten Fragen nicht Gegenstand einer Ver-

fügung sein könne. 

 

4.2 Der Regierungsrat führt im Wesentlichen aus, dass das rechtskräftige Urteil des ZKG BL 

Ost vom 21. Juni 2022 im Hinblick auf die sich stellenden zivilrechtlichen Fragen für die Verwal-

tungsbehörden Bindungswirkung habe, da keine schwerwiegenden Mängel ersichtlich seien. 

Ein rechtsgültiger Grundbuchplan könne bezüglich der Grundbuchgrenze nur dann von Amtes 

wegen geändert werden, wenn Widersprüche zwischen den Plänen und der Wirklichkeit be-

stünden, wobei für die Grenze der amtlichen Vermessung der zweidimensionale Zustand auf 

der Ebene der Erdoberfläche massgebend sei. Unter Verweisung auf das Urteil des ZKG BL 

Ost vom 21. Juni 2022, mit welchem die Grundbuchberichtigungsklage von A.____ abgewiesen 

wurde, kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass die Eintragung des Grenzverlaufs zwi-

schen der Parzelle F.____ und der Parzelle G.____ im Grundbuch C.____ richtig erfolgt sei und 

dass kein von Amtes wegen zu behebender Widerspruch zwischen den Plänen und der Wirk-

lichkeit bestehe. Bei dieser Ausgangslage sei es nicht die Aufgabe des AGI, ein rechtsverbindli-

Seite 7  

ches und widerspruchsfreies Vermessungswerk auf Gesuch hin abzuändern, weshalb sich die 

angefochtene Verfügung als rechtmässig erweise.  

 

4.3 Der Beschwerdeführer lässt dagegen zusammengefasst ausführen, dass er im Juni 

2020 festgestellt habe, dass seine Grenzen beidseitig westlich und östlich direkt durch seine 

Liegenschaft verliefen, weshalb offensichtlich eine fehlerhafte amtliche Vermessung vorliege. 

Die Erklärung, dass die Pläne nur zweidimensional gezeichnet würden, sei unrichtig, da sich 

das Eigentum nach dem ZGB nicht nur horizontal, sondern auch vertikal ausdehne. Er macht 

weiter geltend, dass der Handriss aus dem Jahr 1909, welcher als Basis für das Grundbuch 

diente, widerrechtlich erstellt worden und überdies nicht unterzeichnet worden sei. Die Grenz-

punkte seien heimlich als Grenze eingesetzt worden und entsprächen nicht der Realität. Diese 

Widersprüche zwischen den Plänen und der Wirklichkeit bestünden seit geraumer Zeit und je-

der Nachführungsgeometer habe Bescheid gewusst. Deshalb seien diese Widersprüche von 

Amtes wegen zu beheben. Der Beschwerdeführer führt zudem aus, dass er die Liegenschafts-

geschichte mithilfe von Fertigungsprotokollen, Brandlagerbüchern und Einschätzungsprotokol-

len vom Staatsarchiv und vom GBA bis ins Jahr 1891 zurückverfolgt habe, um nachzuvollzie-

hen, warum die Parzellengrenze direkt durch seine Liegenschaft verlaufe. Vermutlich habe der 

ehemalige Eigentümer der Nachbarliegenschaft im Zuge des Umbaus des heutigen Wohnhau-

ses die Grenzpunkte auf der Strassen- und Bachseite heimlich positioniert. Danach habe er den 

Grenzverlauf mit der fiktiven Brandmauer im Plan einzeichnen lassen, die bis heute bestehe. 

Aus alten Einschätzungsprotokollen der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (GBV) 

vom 7. Januar 1952 und vom 28. November 1963 gehe hervor, dass im Erdgeschoss seines 

Gebäudes, welches heute von den Nachbarn benutzt werde, noch nichts abgetrennt worden 

sei. Vermutlich seien in der Zeit danach zwei unbefugte Durchbrüche durch die Brandmauern 

im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss geschlagen worden. Die fiktive Brandmauer ver-

laufe gleichermassen direkt durch das ganze Gebäude beziehungsweise durch die Räume, 

obwohl diese entlang der echten Brandmauer erschlossen seien. Dadurch gehörten ihm nur 

zwei ganze Räume seines Wohnhauses. Die Liegenschaft sei unter diesen Umständen unver-

käuflich, da sie durch die fiktive Brandmauer auf zwei Parzellen liege.  

 

5.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die  

Vorinstanz seine Verfahrensanträge – namentlich die beantragten Anweisungen an das GBA, 

an die BGV und an die Gemeinde C.____ zur Herausgabe diverser Unterlagen und Durchfüh-

rung eines Augenscheins – abgewiesen habe. Zudem macht er eine ungenügende Abklärung 

des Sachverhalts geltend. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst 

zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, 

ob die Gewährung des rechtlichen Gehörs im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen 

Streitentscheidung von Bedeutung ist bzw. ob die Behörde zu einer Änderung ihres Entschei-

des veranlasst wird oder nicht (BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Diese Rüge ist deshalb 

angesichts der formellen Natur des Gehörsanspruchs vor den weiteren Vorbringen zu behan-

deln (BGE 137 I 195 E. 2.2). Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 dient einerseits der 

Seite 8  

Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Er-

lass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift.  

 

5.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht all jene Befugnisse, 

welche einer Partei einzuräumen sind, damit diese ihren Standpunkt wirksam und sachbezogen 

zur Geltung bringen kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die 

Vorbringen des vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft 

und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunk-

ten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Viel-

mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begrün-

dung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Re-

chenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen 

kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 143 III 65 E. 5.2 

m.w.H.; BGE 126 I 97 E. 2b). Das kantonale Recht enthält keine weitergehenden Garantien 

(vgl. § 9 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft [KV] vom 17. Mai 1984 und § 13 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft [VwVG BL] vom 13. Juni 1988).  

 

5.3 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid sehr wohl mit den Verfahrensan-

trägen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Dabei kam sie zum Schluss, diese abzu-

weisen, da der rechtserhebliche Sachverhalt aus den vorhandenen Akten hinreichend hervor-

gehe. Diese Feststellung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Es ist vielmehr in grundsätz-

licher Hinsicht festzuhalten, dass sich die Abklärungspflicht rechtsprechungsgemäss auf den 

entscheidwesentlichen Sachverhalt bezieht. Die umfangreichen Verfahrensakten enthalten eine 

ausführliche Dokumentation zur Parzelle F.____ des Beschwerdeführers. Ausserdem hat das 

GBA dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. April 2022 mitgeteilt, dass ihm alle beim 

Grundbuchamt vorhandenen Akten und Belege zugestellt worden seien. Zudem führt der Be-

schwerdeführer in seiner Beschwerde an die Vorinstanz vom 18. März 2022 selber aus, die 

Gemeinde C.____ habe ihm mitgeteilt, über keine weiteren Unterlagen zu verfügen. Es ist 

schliesslich darauf hinzuweisen, dass in der vorliegenden Angelegenheit bereits Augenscheine 

durch den Kantonsgeometer und das ZKG BL Ost stattgefunden haben. Die sich vorliegend 

stellenden entscheidrelevanten Rechtsfragen, lassen sich – wie nachfolgend zu zeigen sein 

wird – aufgrund der von der Vorinstanz vorgenommenen Sachverhaltsabklärungen auf jeden 

Fall ohne weiteres beantworten. Im Übrigen hat sich die Vorinstanz mit den relevanten Aspek-

ten befasst und die Gründe für ihren Entscheid in ausreichender und nachvollziehbarer Weise 

im Sinne der hiervor dargelegten Rechtsprechung aufgezeigt, weshalb der angefochtene Ent-

scheid die formellen Voraussetzungen an die Begründungsanforderungen ohne weiteres erfüllt.  

 

5.4 Der Beschwerdeführer rügt weiter eine falsche Sachverhaltsfeststellung. Er begründet 

diese damit, dass das AGI nicht wie von der Vorinstanz fälschlicherweise festgehalten, innert 

acht Wochen über seinen Antrag entschieden habe, sondern vielmehr zwischen dem Augen-

schein am 6. November 2020 und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. März 2022 

untätig geblieben sei. Dieser Ansicht und Ausführungen des Beschwerdeführers kann nicht ge-

Seite 9  

folgt werden. Er gelangte erstmals mit Mail vom 27. Oktober 2020 an das AGI. Es folgten weite-

re Mails, und zwar am 2., 3., 7., 13. und 16. November 2020 sowie am 4. und 12. Dezember 

2020. Nachdem das AGI am 6. November 2020 einen Augenschein durchgeführt hatte, erläu-

terte es dem Beschwerdeführer mit mehreren Mails (vgl. Mails vom 16. November, 4. Dezem-

ber, 12. Dezember und 21. Dezember 2020) diverse fachspezifische Fragen und wies ihn ins-

besondere darauf hin, dass es keine Grenzbereinigung von Amtes wegen durchführen könne. 

Sodann holte das AGI das Rechtsgutachten von Dr. H.____ vom 1. Februar 2021 ein und stellte 

es dem Beschwerdeführer zusammen mit weiteren fachlichen Erläuterungen mit Mail vom 

13. Februar 2021 zu. Mit Mail vom 26. April 2021 verwies das AGI auf das vom Beschwerdefüh-

rer bei swisstopo eingereichte Gesuch und hielt weiter fest, dass dessen Bericht abgewartet 

werden müsse. Konkrete Anträge sowie den Erlass einer anfechtbaren Verfügung beantragte 

der Beschwerdeführer beim AGI am 7. Januar 2022 bzw. am 18. Februar 2022. Die entspre-

chende Verfügung des AGI erfolgte am 4. März 2022. Nach dem Gesagten steht fest, dass das 

AGI stets zeitnah auf die Anfragen und Anträge des Beschwerdeführers reagiert hat, weshalb 

von einer Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung keine Rede sein kann.  

 

5.5 Es ist deshalb zusammengefasst festzuhalten, dass sich sowohl die Rüge der Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs als auch jene der ungenügenden Sachverhaltsabklärung als un-

begründet erweisen.  

 

6.1 Es ist weiter zu prüfen, ob das AGI zu Recht nicht auf das Gesuch des Beschwerde-

führers um Bereinigung der fehlerhaften amtlichen Vermessung seiner Parzelle beziehungswei-

se um Wiederherstellung seines Eigentums unter Mitwirkung der Eigentümer der Nachbarpar-

zellen eingetreten ist.  

 

6.2 Gemäss Art. 14a der Verordnung über die amtliche Vermessung (VAV) vom 

18. November 1992 werden Widersprüche zwischen den Daten der amtlichen Vermessung und 

den Verhältnissen im Gelände oder zwischen dem Plan für das Grundbuch und anderen Plänen 

der amtlichen Vermessung unter Berücksichtigung von Artikel 668 Absatz 2 ZGB von Amtes 

wegen behoben. Art. 668 Abs. 1 ZGB regelt, dass die Grenzen durch die Grundbuchpläne und 

durch die Abgrenzungen auf dem Grundstück selbst angegeben werden. Widersprechen sich 

die bestehenden Grundbuchpläne und die Abgrenzungen, so wird nach Art. 668 Abs. 2 ZGB die 

Richtigkeit der Grundbuchpläne vermutet. Nach der Behebung von Widersprüchen nach 

Art. 14a VAV, bei denen Grundeigentümer in ihren dinglichen Rechten berührt sind, wird nach 

Art. 28 Abs. 1 VAV eine öffentliche Auflage mit Einspracheverfahren durchgeführt (Art. 28  

Abs. 1 VAV). Nach Abschluss der öffentlichen Auflage und nach erstinstanzlicher Erledigung 

der Einsprachen genehmigt die zuständige kantonale Behörde nach Art. 29 Abs. 1 VAV den 

Plan für das Grundbuch. Mit der Genehmigung erlangt das Vermessungswerk die Beweiskraft 

einer öffentlichen Urkunde (Art. 29 Abs. 2 VAV i.V.m. § 173 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-

führung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] vom 16. November 2006). Nach dem Willen des Bun-

desverordnungsgebers soll Art. 14a i.V.m. Art. 28 Abs. 1 VAV das Beheben von Widersprüchen 

zwischen Plänen und Wirklichkeit von Amtes wegen und somit auch ohne das Einverständnis 

der Grundeigentümer ermöglichen (MEINRAD HUSER, Schweizerisches Vermessungsrecht, 

3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Rz. 866). Die Rechte der Grundeigentümer werden dabei 

Seite 10  

dadurch gewahrt, dass diese im Rahmen der öffentlichen Auflage Einsprache erheben können. 

Das Bundesgericht hat bestätigt, dass ein Vorgehen nach Art. 14a i.V.m. Art. 28 und 29 VAV 

mit dem Verfassungsrecht im Einklang steht (vgl. Erläuterungen des Bundesamtes für Lande-

stopographie swisstopo zur Änderung der Verordnung über die amtliche Vermessung vom Juli 

2023, Ziff. 2.13 m.w.H.). 

 

6.3 Eine Berichtigung nach Art. 14a VAV kommt auch dann in Betracht, wenn Nachbarei-

gentümer einer Grenzberichtigung zustimmen (HUSER, a.a.O., Rz. 865). Diese Möglichkeit der 

Berichtigung, wenn alle betroffenen Grundeigentümer zustimmen, steht auch im Einklang mit 

Art. 13 Abs. 1 VAV i.V.m. § 8 Abs. 1 der kantonalen Verordnung über die amtliche Vermessung 

(KVAV) vom 12. Juni 2012, wonach die Grenzfeststellung in der Regel an Ort und Stelle, unter 

Einbezug der betroffenen Grundeigentümer erfolgt. Dementsprechend wies das AGI in seiner 

Verfügung vom 4. März 2022 darauf hin, dass es an einer einvernehmlichen Grenzbereinigung 

mitwirken würde. Dagegen ist eine Behebung von Widersprüchen nach Art. 14a VAV zwischen 

Plänen und Verhältnissen im Gelände bei Uneinigkeit der Nachbareigentümer auf Gesuch eines 

Grundeigentümers nicht vorgesehen. Diesfalls muss vielmehr der Zivilrichter auf Grundbuchbe-

richtigungsklage hin entscheiden (HUSER, a.a.O., Rz. 865). Das Gesagte ergibt sich auch aus 

dem Rechtsgutachten von Dr. H.____ vom 1. Februar 2021, indem dort festgehalten wird, dass 

der Nachführungsgeometer nicht selbst bestimmen könne, wo Grenzen neu verlaufen sollen, 

oder wie Konflikte zwischen verschiedenen Grenzdarstellungen zu lösen seien, oder dass eine 

Darstellung nach den Vorstellungen einer privaten Eigentümerschaft umgesetzt werde. Die Ei-

gentümer hätten den Grenzverlauf einvernehmlich zu bestimmen. Der Geometer sei dabei ähn-

lich wie der Notar die staatliche Stelle, die den Willen der angrenzenden Grundeigentümer auf-

nehme und hoheitlich festsetze. Falls keine Einigung gefunden werden könne, stehe der einen 

oder anderen Partei die Grundbuchberichtigungsklage nach Art. 975 ZGB offen. Entsprechend 

erachtete sich das AGI nicht als zuständig beziehungsweise verweigerte mit Verweis auf das 

rechtsverbindliche Vermessungswerk bzw. die fehlende Zustimmung der Nachbareigentümer 

ein Vorgehen von Amtes wegen und trat auf das Gesuch des Beschwerdeführers nicht ein. 

 

6.4 Eine Berichtigung nach Art. 14a VAV setzt im Übrigen überhaupt das Bestehen eines 

Widerspruchs zwischen den Daten der amtlichen Vermessung und den Verhältnissen im Ge-

lände voraus. Somit müsste in casu der Grundbuchplan nicht mit den tatsächlichen Verhältnis-

sen im Gelände übereinstimmen. Diese Frage hat das ZKG BL Ost allerdings mit rechtskräfti-

gem Urteil vom 21. Juni 2022 auf Grundbuchberichtigungsklage des Beschwerdeführers hin 

beantwortet. Das ZKG BL Ost stellte fest, dass die Eintragung des Grenzverlaufs zwischen 

Parzelle F.____ und Parzelle G.____ korrekt erfolgt, seit über 100 Jahren nicht verändert wor-

den und damit rechtsverbindlich sei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Eintrag des Grenzver-

laufs zwischen den beiden Parzellen ungerechtfertigt erfolgt sein solle. Daraus folgerte das 

ZKG BL Ost, dass kein ungerechtfertigter Eintrag des Grenzverlaufs zwischen der Parzelle des 

Beschwerdeführers und der Nachbarparzelle der Ehegatten D.____ und E.____ und somit auch 

kein Widerspruch zwischen den Daten der amtlichen Vermessung und den Verhältnissen im 

Gelände vorliege. Entsprechend wies es die Grundbuchberichtigungsklage des Beschwerdefüh-

rers ab.  

 

Seite 11  

6.5 Stellen sich in einem Prozess Vorfragen aus einem andern Rechtsgebiet, deren Beur-

teilung in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Behörde fällt, steht dem Richter unter Vor-

behalt einer abweichenden gesetzlichen Regelung die Befugnis zu deren selbständiger Prüfung 

zu, solange die zuständige Behörde darüber noch nicht entschieden hat. Liegt jedoch ein 

rechtskräftiger Entscheid der zuständigen Behörde vor, ist der Richter grundsätzlich daran ge-

bunden, ansonsten er sich in unzulässiger Weise in einen fremden Zuständigkeitsbereich ein-

mischen würde (BGE 108 II 456 E. 2). Im Falle eines rechtskräftigen Zivilurteils muss die Ver-

waltungsbehörde immerhin prüfen, ob das Zivilurteil nicht an schwerwiegenden Mängeln leidet 

(PIERRE TSCHANNEN / MARKUS MÜLLER / MARKUS KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auf-

lage, Bern 2022, S. 141 m.w.H.).  

 

6.6.1 Die Prüfung des rechtskräftigen Urteils des ZKG BL Ost vom 21. Juni 2022 ergibt, dass 

dieses an keinen solchen schwerwiegenden Mängeln leidet. Das Urteil ist vielmehr schlüssig, 

ausführlich begründet und kommt nachvollziehbar und eindeutig zum Schluss, dass die Eintra-

gung des Grenzverlaufs zwischen Parzelle F.____ und Parzelle G.____ korrekt erfolgte, seit 

über 100 Jahren nicht verändert wurde und damit rechtsverbindlich ist. Auf die entsprechenden 

Erwägungen des ZKG BL Ost kann deshalb vollumfänglich und vorbehaltslos verwiesen wer-

den. Auch im vorliegenden Verfahren sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche auf eine feh-

lerhafte amtliche Vermessung respektive auf Widersprüche zwischen den Plänen und der Wirk-

lichkeit im Sinne von Art. 14a VAV hindeuten würden. In diesem Zusammenhang weist auch 

das Kantonsgericht nochmals darauf hin, dass die Liegenschaft des Beschwerdeführers im 

Grundbuch als horizontale Fläche erfasst ist und lediglich die Ebene des Erdgeschosses abge-

bildet wird. Für die den Grundbuchplänen zugrundeliegende amtliche Vermessung ist m.a.W. 

der zweidimensionale Zustand auf der Ebene der Erdoberfläche massgebend. Die vertikale 

Ausdehnung ist dagegen nicht Teil der amtlichen Vermessung, sondern wird grundsätzlich mit 

den entsprechenden Dienstbarkeiten geregelt. Für die vorliegende Konstellation ist aber – wie 

bereits vom Kantonsgeometer an der Verhandlung vor dem ZKG BL Ost dargelegt – zu beach-

ten, dass es im Jahr 1909 noch kein in Kraft getretenes ZGB und damit auch keine Dienstbar-

keiten gab. Aus all diesen Gründen ist der Umstand, dass sich die Brandmauer in den oberen 

Stockwerken von der Grenze im Erdgeschoss abweichend darstellt, für die amtliche Vermes-

sung und den rechtskräftigen Grundbuchplan ohne Belang respektive können darin gar nicht 

erfasst und abgebildet werden. 

 

6.6.2 In Bezug auf den für die amtliche Vermessung und den Grundbuchplan massgebenden 

Grenzverlauf zwischen den Parzellen F.____ und G.____ zeigt sich mit Blick auf die Pläne aus 

dem Jahr 1909, dass dieser bereits damals in derselben Form bestanden hat. Seither ist dieser 

Grenzverlauf nicht mehr verändert worden und bis ins Jahr 2020 weder vom Beschwerdeführer 

noch von den Eigentümern der Nachbarliegenschaft in Frage gestellt worden. Zudem fand im 

Jahr 1988 die Digitalisierung der amtlichen Vermessung und 2011 die Erneuerung derselben 

statt. Beide Male kam es bei unverändertem Grenzverlauf zwischen den Parzellen F.____ und 

G.____ zu einer Planauflage, ohne dass es Beanstandungen der Voreigentümer der Parzelle 

F.____ beziehungsweise des Beschwerdeführers gab. Schliesslich durchlief die Parzelle des 

Beschwerdeführers mehrere Mutationen im Zuge derer sowohl den Voreigentümern als auch 

dem Beschwerdeführer wiederum die entsprechenden Mutationspläne vorlagen, ohne dass es 

Seite 12  

zu Beanstandungen gekommen war. Somit steht nachweislich fest, dass der im Grundbuch 

abgebildete Grenzverlauf zwischen den Parzellen F.____ und G.____ seit dem Handriss aus 

dem Jahr 1909 bis heute nicht verändert worden ist. Zum gleichen Ergebnis wie das AGI und 

der Kantonsgeometer kam im Übrigen auch das Bundesamt für Landestopografie (vgl. die 

Schreiben des swisstopo vom 6. April 2021 und 11. Mai 2021).  

 

6.6.3 Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers kommt das ZKG BL Ost zudem 

nachvollziehbar zum Schluss, dass auf dem Originalhandriss keine ausradierte Linie ersichtlich 

ist, die einen anderen Grenzverlauf gezeigt hätte. Auch die Behauptung des Beschwerdefüh-

rers, die Grenzsteine seien in betrügerischer Absicht vom Rechtsvorgänger der Ehegatten 

D.____ und E.____ versetzt worden, wurde vom Gericht verworfen, da diese Behauptung nicht 

näher belegt werden konnte. Dem ist zuzustimmen und zu ergänzen, dass das Urteil des ZKG 

BL Ost darüber hinaus vielmehr aufzeigt, dass der Kantonsgeometer die ins Mauerwerk einge-

setzten Grenzbolzen überprüft und für korrekt befunden hat. Damit sind die behaupteten unbe-

fugten Mauerdurchbrüche in der Vergangenheit offensichtlich als unbewiesen anzusehen. 

Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus seiner Behauptung, er sei an der Verhand-

lung vor dem ZKG BL Ost vom 25. Mai 2022 vom Gerichtspräsidenten unfreiwillig zu einem 

Vergleich verleitet worden, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da diese einerseits nicht ansatz-

weise belegt ist und andererseits nicht im Nachhinein zum Gegenstand eines verwaltungsge-

richtlichen Verfahrens gemacht werden kann.  

 

6.7 Es ist zusammengefasst festzuhalten, dass das rechtskräftige Urteil des ZKG BL Ost 

vom 21. Juni 2022 nicht an schwerwiegenden Mängeln leidet. Damit ist das Kantonsgericht im 

vorliegenden Verfahren insofern an den Entscheid des ZKG BL Ost gebunden, als dieses darin 

auf Grundbuchklage hin zivilrechtlich zum Ergebnis kommt, dass kein ungerechtfertigter Eintrag 

des Grenzverlaufs zwischen der Parzelle des Beschwerdeführers und der Nachbarparzelle der 

Ehegatten D.____ und E.____ und somit auch kein Widerspruch zwischen den Daten der amtli-

chen Vermessung in den Grundbuchplänen und den Verhältnissen im Gelände vorliegt. Für das 

vorliegende Verfahren bedeutet dies, dass in Bezug auf die Grenzziehung zwischen den Par-

zellen F.____ und G.____ kein Widerspruch zwischen den Plänen und der Wirklichkeit vorliegt, 

welcher gemäss Art. 14a VAV von Amtes wegen zu beheben wäre. Es fällt mit anderen Worten 

ausgedrückt nicht in die Zuständigkeit des AGI, ein rechtsverbindliches und widerspruchfreies 

Vermessungswerk auf einseitiges Gesuch hin zu bereinigen. Das AGI ist deshalb zu Recht 

nicht auf das Begehren um Bereinigung der Parzelle bzw. Wiederherstellung des Eigentums 

unter Mitwirkung der Nachbareigentümer eingetreten – bzw. hat die übrigen Begehren abge-

wiesen – womit sich die angefochtene Verfügung vom 4. März 2022 sowie der angefochtene 

RRB als rechtmässig erweisen und die materiellen Rechtsbegehren 1 und 2 des Beschwerde-

führers abzuweisen sind. Bei diesem Verfahrensausgang sowie nach dem hiervor Gesagten 

erübrigen sich die vom Beschwerdeführer beantragten Verfahrenshandlungen, sofern diese 

nicht ohnehin zufolge Erledigung abzuschreiben sind, womit auch die Verfahrensanträge und 

somit die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.  

 

7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren so-

Seite 13  

wie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 

Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 1'500.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen 

(§ 21 VPO).  

  

Seite 14  

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.  

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet. 

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 

 

 

 

 

Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 16. November 2024 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-

fahrensnummer 1C_664/2024) erhoben.