# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9447844d-4d4f-54ea-9ed3-c1379734a835
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.01.2018 S 2017 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-62_2018-01-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 62

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 16. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Simon Näscher,

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

- 2 -

1. A._____ reiste im November 1998 in die Schweiz ein, wo er zunächst 

rund drei Jahre im Gartenbau und anschliessend einige Jahre als Hilfs-

gipser arbeitete. Seit Mai 2011 war er bei der B._____ GmbH als Gipser 

angestellt. Am 29. April 2013 stürzte A._____ zu Hause auf die linke 

Schulter. In der Folge wurden Rupturen der Subscapularis- und der Su-

praspinatussehne sowie eine leichte Subluxation der langen Bizepssehne 

diagnostiziert. Am 21. August 2013 wurden diese Verletzungen am Kan-

tonsspital Graubünden operativ versorgt. Die Arbeit nahm A._____ nach 

dem Unfallereignis vom 29. April 2013 nicht mehr auf. Per 31. Januar 

2014 wurde A._____ die Arbeitsstelle bei der B._____ GmbH gekündigt, 

nachdem diese zahlungsunfähig geworden war.

2. Am 31. Mai 2014 meldete sich A._____ infolge Schulterbeschwerden bei 

der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Be-

zug von Leistungen an.

3. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2015 sprach die für den Unfall zustän-

dige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) A._____ für die 

verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 29. April 2013 

mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 eine Invalidenrente aufgrund eines 

Invaliditätsgrads von 33 % zu. Die gegen die Verfügung vom 16. Dezem-

ber 2015 erhobene Einsprache vom 21. Januar 2016 mit Ergänzungen 

vom 12. April und 29. Juli 2016 wies die SUVA mit Einspracheentscheid 

vom 8. Februar 2017 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil S 17 46 vom 

16. Januar 2018 ab.

4. Nach einer beruflichen Abklärung bei der K._____ vom 15. Dezember 

2014 bis 27. März 2015 sowie nach Absolvierung eines Arbeitstrainings 

wiederum bei der K._____ vom 28. März 2015 bis 30. September 2015 

stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 14. Februar 2017 in Aussicht, 

dass aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrads von 

- 3 -

32.51 % kein Rentenanspruch bestehe und das Leistungsbegehren von 

A._____ abgewiesen werde.

5. Mit Verfügung vom 27. März 2017 bestätigte die IV-Stelle den Vorbe-

scheid vom 14. Februar 2017 und wies das Leistungsbegehren von 

A._____ ab. Begründend führte die IV-Stelle aus, dass A._____ seit dem 

20. August 2013 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei und dass die 

SUVA seit dem 1. Januar 2016 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 33 % 

eine Rente gewähre. Die Invalidität werde in der Invalidenversicherung 

und in der obligatorischen Unfallversicherung nach gleichen Regeln be-

messen, weshalb in der Invalidenversicherung für den gleichen Gesund-

heitsschaden grundsätzlich kein anderer Invaliditätsgrad angenommen 

werden dürfe. Da reine Unfallfolgen vorlägen, schliesse sie sich dem In-

validitätsgrad der SUVA an. Aus ärztlicher Sicht sei A._____ die ange-

stammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Hingegen könne er in einer lei-

densangepassten Tätigkeit, mithin in einer körperlich leichten Arbeit im 

Wechselrhythmus ohne vollen Gebrauch der linken Schulter oder des lin-

ken Arms, zu 100 % arbeiten. Aus einem Valideneinkommen als Gipser 

von Fr. 84'092.-- und Invalideneinkommen von Fr. 56'756.-- resultiere ein 

rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32.51 %.

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Mai 

2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit folgenden Anträgen:

"1. Die Verfügung vom 27. März 2017 sei aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer spätestens ab dem 1. Januar 2016 mindestens 
eine Viertelsinvalidenrente auszurichten.

3. Eventualiter sei mindestens ein orthopädisch-chirurgisches, neurologisches 
und kardiologisches Gutachten einzuholen.

4. Infolge Mittellosigkeit des Beschwerdeführers sei ihm für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltli-
che Verbeiständung mit dem Unterzeichnenden als Rechtsanwalt zu ge-
währen.

- 4 -

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin, resp. infolge der zu gewährenden unentgeltlichen Rechtspflege zulasten 
des Staates."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass 

nicht auf den von der SUVA ermittelten Invaliditätsgrad abgestellt werden 

könne, weil nicht nur reine Unfallfolgen vorlägen. Weder die von Dr. med. 

C._____ im Bericht vom 20. Juni 2016 festgestellte, nicht korrekte Zen-

trierung im Glenoid mit Ausweitung des Gelenkspalts noch die im MRI-

Bericht vom 13. Juni 2016 neu zur Voruntersuchung vom 15. Oktober 

2014 angesprochene zunehmende Degeneration des Labrums anterior 

superior nach posterior seien im kreisärztlichen Abschlussbericht vom 

17. November 2014 erwähnt. Inwieweit die festgestellte Auffälligkeit sowie 

die zunehmende Degeneration eine Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit 

des Beschwerdeführers hätten, sei nicht klar und mittels eines orthopä-

disch-chirurgischen Gutachtens abzuklären. Weil sich der beschwerde-

führerische Gesundheitszustand seit der Abschlussuntersuchung durch 

den Kreisarzt vom 17. November 2014 verschlechtert habe, hätte die IV-

Stelle mindestens für die Festlegung der aktuellen und zukünftigen Ar-

beitsfähigkeit nicht auf die Darlegungen im Abschlussbericht abstellen 

dürfen. Zudem seien im vorliegenden Verfahren auch die krankheitsbe-

dingten Beschwerden an der rechten Schulter zu berücksichtigen. Auch 

diesbezüglich seien weitere medizinische Abklärungen zu tätigen. Des 

Weiteren habe der Beschwerdeführer am 30. Januar 2017 einen Sturz auf 

die rechte Schulter erlitten, wodurch sich die Funktionseinschränkung der 

rechten Schulter erhöht und die Arthrose am AC-Gelenk zugenommen 

habe. Welchen Einfluss dieses Ereignis auf die beschwerdeführerische 

Arbeitsfähigkeit habe, müsse durch ein orthopädisch-chirurgisches und 

neurologisches Gutachten abgeklärt werden. Schliesslich seien im März 

2017 auch noch Herzprobleme aufgetreten, wobei er sich deswegen am 

3. April 2017 notfallmässig ins Kantonsspital Graubünden habe begeben 

müssen. Die entsprechenden Resultate der kardiologischen Untersu-

chungen lägen noch nicht vor, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht 

- 5 -

gesagt werden könne, ob und inwiefern sich diese Herzprobleme auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkten. Weil seit dem 

kreisärztlichen Abschlussbericht vom 17. November 2014 eine wesentli-

che Verschlechterung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustands 

eingetreten sei, könne für die Festlegung der Einschränkung der Arbeits-

fähigkeit auf gewisse DAP-Blätter nicht mehr abgestellt werden. Für die 

Ermittlung des Invalideneinkommens müssten mindestens zwei neue 

DAP-Erfassungsblätter beigezogen werden. 

7. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend Beschwerdegegne-

rin) schloss in ihrer Vernehmlassung vom 31. Mai 2017 auf Abweisung 

der Beschwerde. Begründend führte die Beschwerdegegnerin aus, dass 

davon auszugehen sei, dass bezüglich der Schulterbeschwerden links 

und rechts bis mindestens zum neuen Unfall am 30. Januar 2017 nur Un-

fallfolgen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen und dass auf-

grund dieser gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine adaptierte Tätig-

keit zu 100 % zumutbar sei. Die linke Schulter betreffend könne vollstän-

dig auf den Einspracheentscheid der SUVA vom 8. Februar 2017 verwie-

sen werden. Die rechte Schulter betreffend ergebe sich aus den Ab-

klärungen der Schulthess Klinik im Sommer 2016, dass es aktuell noch 

recht gut gehe. Die SUVA habe den vorliegenden Fall in medizinischer 

Hinsicht und bezüglich der Arbeitsfähigkeit gründlich abgeklärt und die 

Schlussfolgerungen seien aus rechtlicher Sicht einleuchtend. Der von der 

SUVA festgelegte Invaliditätsgrad von 33 % sei, sofern der Einspra-

cheentscheid der SUVA rechtskräftig werde, auch in der Invalidenversi-

cherung festzustellen, da hier nur unfallbedingte Leiden mit Wirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten vorlägen, zumindest was 

den hier relevanten Zeitraum bis zum Verfügungszeitpunkt betreffe. Die 

geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustands seit dem 

neuerlichen Unfall vom 30. Januar 2017 sowie die Herzprobleme hätten 

zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 27. März 2017 noch kei-

ne drei Monate angedauert, weshalb eine Änderung des Rentenan-

- 6 -

spruchs bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht habe eintreten 

können.

8. Am 29. Juni 2017 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen Anträ-

gen fest. Dabei machte er insbesondere noch geltend, dass er am 

27. September 2016 ein zusätzliches leichtes Distorsionstrauma der lin-

ken Schulter erlitten habe, wodurch sowohl die Schulterbeschwerden als 

auch die funktionelle Einschränkung der Schulter zugenommen hätten. 

Die Beschwerdegegnerin habe diese Verschlechterung respektive die 

daraus resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht beachtet. 

Die entsprechenden Auswirkungen müssten mittels eines entsprechen-

den Gutachtens geprüft werden.

9. Am 25. Juli 2017 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren An-

trägen fest und reichte zusätzlich noch Lohnabrechnung des Beschwer-

deführers der D._____ der Monate Mai und Juni 2017 ein. Ergänzend zu 

den Ausführungen in der Vernehmlassung führte sie noch aus, dass die 

beschwerdeführerischen Vorbringen betreffend Verschlechterung des 

Gesundheitszustands bereits ab September 2016 irritierend seien, weil 

der Beschwerdeführer diese Verschlechterung in der Beschwerde noch 

nicht erwähnt habe. Daraus sei zu schliessen, dass das leichte Distorsi-

onstrauma vom 27. September 2016 beim Beschwerdeführer nicht zu ei-

ner erheblichen Verschlechterung der Beschwerden geführt habe. Es sei 

weiterhin von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkei-

ten auszugehen, zumal es dem Beschwerdeführer offenbar in den Mona-

ten Mai und Juni 2017 möglich gewesen sei, einer Tätigkeit nachzugehen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

in der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2017 sowie auf die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-

wägungen eingegangen.

- 7 -

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. März 2017, mit welcher die-

se den Rentenanspruch des Beschwerdeführers aufgrund eines renten-

ausschliessenden Invaliditätsgrads von 32.51 % abgewiesen hat, stellt 

demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zustän-

digkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 des Bundesge-

setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der angefochtenen Verfü-

gung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das Leis-

tungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen und dessen 

Rentenanspruch aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrads 

von 32.51 % verneint hat. Strittig ist dabei insbesondere die beschwerde-

führerische Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und damit ver-

bunden die Höhe des beschwerdeführerischen Invalideneinkommens. 

Ebenfalls strittig und nachstehend zu prüfen ist die Frage, ob die Be-

schwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht in ausreichendem Masse nach-

gekommen ist. Zur Beurteilung der sich stellenden Fragen ist dabei recht-

sprechungsgemäss der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfü-

gung vom 27. März 2017 verwirklichte Sachverhalt massgebend (vgl. 

BGE 129 V 1 E.1.2), wobei es zu berücksichtigen gilt, dass eine Ver-

schlechterung der Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verord-

- 8 -

nung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zu berücksichti-

gen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert 

hat. Dementsprechend sind aber für das vorliegende verwaltungsgericht-

liche Beschwerdeverfahren weder das vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Ereignis vom 30. Januar 2017 mit einem Sturz auf die rechte 

Schulter beziehungsweise die daraus resultierende erhöhte Funktionsein-

schränkung der rechten Schulter sowie die verstärkte Arthrose am AC-

Gelenk (vgl. den MRI-Bericht vom 6. März 2017 [Akten des Beschwerde-

führers {Bf-act.} 5]) noch die geltend gemachten, aber nicht belegten 

Herzprobleme, welche gemäss Aussage des Beschwerdeführers im März 

2017 erstmals aufgetreten seien, von Relevanz. Denn sowohl die geltend 

gemachte Verschlechterung an der rechten Schulter infolge des Sturzes 

vom 30. Januar 2017 als auch die angeblich im März 2017 erstmals auf-

getretenen Herzprobleme konnten im Zeitpunkt des Erlasses der ange-

fochtenen Verfügung vom 27. März 2017 − wie die Beschwerdegegnerin 

in deren Vernehmlassung vom 31. Mai 2017 zu Recht ausführt − noch 

keine drei Monate angedauert haben, weshalb eine Änderung des Ren-

tenanspruchs bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht eintreten 

konnte (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Anzumerken bleibt diesbezüglich, dass 

sich der Beschwerdeführer zur Geltendmachung von Leistungsan-

sprüchen nach Ablauf der entsprechenden Frist erneut bei der Invaliden-

versicherung zum Leistungsbezug anmelden könnte.

3. In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es sodann festzuhalten, dass im vorlie-

genden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren S 17 62 betref-

fend IV-Rente auch die Akten des ebenfalls den Beschwerdeführer betref-

fenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens S 17 46 betref-

fend Versicherungsleistungen nach UVG von Amtes wegen beigezogen 

wurden. 

4. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

- 9 -

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche die Folge von Ge-

burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Die 

Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-

spruchs erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 

Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 

ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-

handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-

mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbs-

einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wä-

re (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in 

der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens-

vergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein rentenbegrün-

dender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre Er-

werbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-

derherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

- 10 -

rente und bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu 

(Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen 

und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärzt-

lichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behan-

delnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverstän-

dige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht dar-

in, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − seine Ent-

wicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachge-

rechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven 

Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu 

stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die Verwal-

tung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgeab-

schätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die 

Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende Beurtei-

lungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, 

d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell 

wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. 

BGE 140 V 193 E.3.2 m.w.H.).

c) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

- 11 -

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a 

m.w.H.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-

achten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c m.w.H.). Dennoch hat 

es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Be-

richte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen 

(vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a m.w.H.). Den 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von exter-

nen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 

bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von 

Hausärzten darf und soll der Richter auch der Erfahrungstatsache Rech-

nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-

- 12 -

che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 

3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsin-

terner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-

ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be-

fragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, 

lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 

Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-

lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. 

zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c m.w.H.). Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

5. a) Die Beschwerdegegnerin begründet die Abweisung des beschwerdefüh-

rerischen Leistungsbegehrens in der angefochtenen Verfügung vom 

27. März 2017 damit, dass die Invalidität in der Invalidenversicherung und 

in der obligatorischen Unfallversicherung nach gleichen Regeln bemes-

sen werde, weshalb in der Invalidenversicherung für den gleichen Ge-

sundheitsschaden grundsätzlich kein anderer Invaliditätsgrad angenom-

men werden dürfe. Weil vorliegend reine Unfallfolgen vorlägen, könne sie 

sich dem von der SUVA berechneten Invaliditätsgrad von 33 % ansch-

liessen. Vor diesem Hintergrund ist nachstehend zu prüfen, ob die Be-

schwerdegegnerin den von der SUVA ermittelten, rentenausschliessen-

den Invaliditätsgrad von 33 % zu Recht übernommen und gestützt darauf 

das beschwerdeführerische Leistungsbegehren abgewiesen hat.

- 13 -

b) Grundsätzlich gilt für die verschiedenen Sozialversicherungszweige der-

selbe Invaliditätsbegriff (Art. 8 ATSG) und die Bemessung des Invali-

ditätsgrads erfolgt nach derselben Methode (Art. 16 ATSG). Bei gleichem 

Gesundheitsschaden soll die Invaliditätsbemessung in der Invalidenversi-

cherung, der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärversi-

cherung denselben Invaliditätsgrad ergeben (BGE 133 V 549 E.6.1). Die 

daraus abgeleitete Koordination der Invaliditätsbemessung in diesen So-

zialversicherungszweigen verfolgt das Ziel, unterschiedliche Festlegun-

gen des Invaliditätsgrades zu vermeiden, was der Rechtssicherheit dient 

und damit sowohl im Interesse der Versicherer als auch der betroffenen 

Bürger liegt (BGE 131 V 120 E.3.3.3). Diese Koordination der Invaliditäts-

bemessung geht aber nicht so weit, dass seitens der Invalidenversiche-

rung eine absolute Bindung an die Entscheide des Unfallversicherers be-

stehen würde (BGE 133 V 549 E.6). Die IV-Stellen müssen die Invali-

ditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstständig vornehmen (BGE 

133 V 549 E.6.1). Dabei müssen sie eine allfällige bereits abgeschlosse-

ne Invaliditätsfestlegung durch den Unfallversicherer mitberücksichtigen 

und dürfen von dieser nur abweichen, wenn triftige Gründe vorliegen (Ur-

teil des Bundesgerichtes 8C_441/2013 vom 3. März 2014 E.6.2; KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2015, Art. 16 

Rz. 99 ff.). Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Voraussetzungen 

für eine Rente in der Unfallversicherung und in der Invalidenversicherung 

− trotz des grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffs − verschieden sind. 

Insbesondere berücksichtigt die Invaliditätsschätzung der Unfallversiche-

rung lediglich die natürlich und adäquat kausalen gesundheitlichen und 

erwerblichen Unfallfolgen. Demgegenüber berücksichtigt die Invaliden-

versicherung alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen und damit auch 

krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwicklungen, für welche 

der Unfall keine adäquate kausale Ursache darstellt (BGE 133 V 549 

E.6.2 m.w.H.). Von einem von Seiten der Unfallversicherung rechtskräftig 

festgelegten Invaliditätsgrad darf und soll die IV-Stelle somit dann abwei-

chen, wenn nebst den vom Unfallversicherer berücksichtigten unfallkau-

- 14 -

salen Beschwerden weitere, krankheitsbedingte Leiden eine invalidisie-

rende Wirkung haben, oder wenn es sonstige triftige Gründe gibt (Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_517/2007 vom 16. September 2008 E.4.1; Urtei-

le des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubündens [VGU] S 16 27 

vom 8. Februar 2017 E.5b, S 14 81 vom 17. März 2015 E.2b, S 14 116 

vom 6. Januar 2015 E.2b, S 14 69 vom 2. September 2014 E.2b). Dem-

entsprechend ist nachstehend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht auf den von der SUVA berechneten Invaliditätsgrad von 33 % ab-

gestellt hat oder ob vorliegend nebst den von der SUVA berücksichtigten 

unfallkausalen Beschwerden noch weitere sich auf die beschwerdeführe-

rische Arbeitsfähigkeit auswirkende Leiden bestehen, welche ein Abwei-

chen von dem von Seiten der SUVA festgelegten Invaliditätsgrad rechtfer-

tigen.

6. a) Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, dass die von Dr. med. 

C._____ in ihrem Bericht vom 20. Juni 2016 genannte Auffälligkeit, mithin 

die nicht korrekte Zentrierung im Glenoid mit Ausweitung des Gelenkspal-

tes vor allem zentral und dorsal, im Bericht von Dr. med. E._____ vom 23. 

Oktober 2014 nicht erwähnt werde. Weil der Kreisarzt Dr. med. F._____ 

in seinem Abschlussbericht vom 17. November 2014 als letzten Bericht 

denjenigen von Dr. med. E._____ vom 23. Oktober 2014 in seine Beurtei-

lung einbezogen habe, figuriere dieses Phänomen nicht darin. Zudem 

werde im MRI-Bericht der linken Schulter vom 13. Juni 2016 neu zur Vor-

untersuchung vom 15. Oktober 2014 eine zunehmende Degeneration des 

Labrums anterior superior nach posterior erwähnt. In der Voruntersu-

chung vom 15. Oktober 2014 seien keine degenerativen Veränderungen 

festgestellt worden. Auch diese Degeneration sei im kreisärztlichen Ab-

schlussbericht vom 17. November 2014 nicht aufgeführt. Bei der Degene-

ration handle es sich um eine Verschlechterung des unfallbedingten Ge-

sundheitszustands. Um festzustellen, ob die erwähnte Auffälligkeit sowie 

die zunehmende Degeneration des Labrums anterior superior nach poste-

rior eine Auswirkung auf die beschwerdeführerische Arbeitsfähigkeit hät-

- 15 -

ten, sei mindestens ein orthopädisch-chirurgisches Gutachten einzuholen. 

Der rechtserhebliche Sachverhalt sei nicht genügend abgeklärt respektive 

unrichtig festgestellt worden. Der beschwerdeführerische Gesundheitszu-

stand habe sich seit der Abschlussuntersuchung durch den Kreisarzt vom 

17. November 2014 verschlechtert, weshalb die IV-Stelle für die Festle-

gung der aktuellen und zukünftigen Arbeitsfähigkeit nicht auf die Darle-

gungen im Abschlussbericht abstellen dürfe. Zudem seien im vorliegen-

den Verfahren auch die krankheitsbedingten Beschwerden an der rechten 

Schulter zu berücksichtigen, welche von der SUVA im Einspracheent-

scheid vom 8. Februar 2017 als nicht unfallkausal qualifiziert und damit 

nicht berücksichtigt worden seien. Gestützt auf den MRI-Bericht der rech-

ten Schulter vom 16. Juni 2016 habe Dr. med. C._____ im Bericht vom 

20. Juni 2016 ausgeführt, dass die Beschwerden der rechten Schulter ei-

ne deutliche Einschränkung der Lebensqualität sowie der Funktion zur 

Folge hätten. Angaben zur Höhe der Einschränkungen seien keine ge-

macht worden. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Be-

schwerdeführers könne aufgrund dieser Darlegungen nicht ausgeschlos-

sen werden, weshalb die IV-Stelle zur genaueren Abklärung der Schulter-

beschwerden rechts noch weitere medizinische Abklärungen hätte tätigen 

und mindestens ein orthopädisch-chirurgisches Gutachten hätte einholen 

müssen, was sie nicht getan habe. Auch diesbezüglich sei der Sachver-

halt ungenügend abgeklärt.

b) Dem hält die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen entgegen, dass be-

züglich der Beschwerden an der linken Schulter sowie an der rechten 

Schulter bis mindestens zum neuen Ereignis vom 30. Januar 2017 nur 

Unfallfolgen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen und dass 

aufgrund dieser gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine adaptierte 

Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Betreffend der linken Schulter könne 

vollständig auf den Einspracheentscheid der SUVA vom 8. Februar 2017 

verwiesen werden, während sich betreffend der rechten Schulter aus den 

- 16 -

Abklärungen der Schulthess Klinik im Sommer 2016 ergebe, dass es ak-

tuell noch recht gut gehe.

c) Wie nachstehend dargelegt, vermag sich das streitberufene Gericht der 

beschwerdegegnerischen Auffassung in Bezug auf die Beschwerden an 

der linken Schulter sowie an der rechten Schulter bis zum geltend ge-

machten Ereignis vom 30. Januar 2017 vollumfänglich anzuschliessen. 

Dr. med. F._____, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Trau-

matologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 17. November 2014 aus, dass auch nach 

geeigneter Rehabilitation eine Restsymptomatologie bei einer Dysbalance 

im Bereich der linken Schulter infolge Re-Läsion im Bereich der Supra-

spinatussehne zurückgeblieben sei und stellte, nachdem diese Situation 

chirurgisch nicht weiter verbessert werden könne, einen Endzustand fest 

(vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [IV-act.] 52 S. 6). Bereits Dr. med. 

E._____, leitender Arzt des Kantonsspitals Graubünden, Facharzt FMH 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

hielt im Bericht vom 23. Oktober 2014 fest, dass leider keine chirurgische 

Möglichkeit bestehe, die Situation an der Schulter noch weiter zu optimie-

ren, um der hohen Belastung als Gipser und Maler gerecht zu werden 

(vgl. IV-act. 50 S. 3). Dabei stützte sich Dr. med. E._____ auf ein (da-

mals) aktuelles MRI der linken Schulter, wonach eine anteriore nicht ein-

geheilte Supraspinatussehne bestehe, ansonsten sich eine gute Kongru-

enz mit Stabilität der Naht ohne erneute Dehiszenz oder Ausrisse zeige. 

Die Supraspinatussehne sei deutlich stabiler fixiert im Vergleich zum prä-

operativen Befund, jedoch zeige sich eine nicht eingeheilte Situation des 

kranialen Anteils. Dr. med. E._____ wies auch auf eine beginnende De-

generation muskulär hin, welche aber im Vergleich zum präoperativen 

MRI von 2013 nahezu stationär sei. Die am 13. Juni 2016 zur Abklärung 

des Ausmasses der Ruptur in der Schulthess Klinik durchgeführte Arthro 

MRI-Untersuchung Schulter links brachte keine neuen Erkenntnisse (IV-

act. 157 S. 5). Im entsprechenden Bericht der Schulthess Klinik vom 

- 17 -

20. Juni 2016 führte Dr. med. C._____, Oberärztin, Fachärztin FMH für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

aus, dass sich am anterioren Anteil der Supraspinatussehne in etwa un-

verändert zum MRI von 2014 eine Ablösung des innersten Blattes mit ei-

ner zusätzlichen Risskomponente am muskulotendinösen Übergang zei-

ge. Die Supraspinatussehne scheine mehrheitlich integriert. Die LBS sei 

stabil im Sulcus verankert. Auffällig sei jedoch in der axialen wie auch in 

der koronaren Aufnahme eine nicht korrekte Zentrierung im Glenoid mit 

Aufweitung des Gelenkspaltes vor allem zentral und dorsal; dies falle im 

Nachhinein auch auf den Röntgenbildern auf. Auch im MRI von 2014 sei 

dieses Phänomen zu beobachten (vgl. IV-act. 157 S. 3). Damit lässt sich 

− entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung − sagen, dass die 

von Dr. med. C._____ erwähnte Auffälligkeit, mithin die nicht korrekte 

Zentrierung im Glenoid mit Ausweitung des Gelenkspaltes vor allem zen-

tral und dorsal, keine Verschlechterung des Gesundheitszustands dar-

stellt, war dieses Phänomen doch − wie Dr. med. C._____ im Bericht vom 

20. Juni 2016 explizit ausführt − bereits im MRI von 2014 zu beobachten. 

Dementsprechend hatten aber auch Dr. med. E._____ und Dr. med. 

F._____ Kenntnis von diesem Phänomen, beruhten ihre Beurteilungen 

vom 23. Oktober 2014 (IV-act. 50 S. 3) beziehungsweise vom 17. No-

vember 2014 (IV-act. 52 S. 3 ff.) doch unter anderem auch auf dem MRI 

von 2014. Selbiges gilt auch für die vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte zunehmende Degeneration des Labrums anterior superior nach 

posterior. Auch diese war bereits im MRI von 2014 zu beobachten (vgl. 

Arztbericht von Dr. med. E._____ vom 23. Oktober 2014 [IV-act. 50 S. 3]), 

weshalb es sich auch dabei nicht um eine Verschlechterung des unfallbe-

dingten Gesundheitszustands handeln kann, auch wenn die geltend ge-

machte Degeneration im Bericht der kreisärztlichen Abschlussuntersu-

chung vom 17. November 2014 nicht explizit erwähnt ist. Im Übrigen äus-

sert sich Dr. med. C._____ im Bericht vom 20. Juni 2016 auch nicht zur 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers; sie hält lediglich fest, dass eine 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit als Gipser in Anbetracht der lan-

- 18 -

gen Dauer der Symptomatik sowie der Schwere der Verletzung nicht rea-

listisch zu erwarten sei (vgl. IV-act. 157 S. 4). Eine Verschlechterung der 

beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit lässt sich dem Bericht vom 

20. Juni 2016 von Dr. med. C._____ somit nicht entnehmen, zumal be-

reits Dr. med. E._____ in seinem Bericht vom 23. Oktober 2014 sinn-

gemäss ausgeführt hat, dass die mit hohen Belastungen verbundene 

Tätigkeit als Gipser nicht mehr möglich sei (vgl. IV-act. 50 S. 3). Sodann 

ergab auch die in der Schulthess Klinik vorgenommene neurologische 

Abklärung vom 14. Juli 2016 keine neuropathische Komponente der 

Schmerzgenese der linken Schulter (vgl. IV-act. 157 S. 8). Wie die Be-

schwerdegegnerin sodann richtig ausführt, wurden im anschliessenden 

Bericht der Schulthess Klinik vom 19. Juli 2016 die vom Beschwerdefüh-

rer erwähnten Auffälligkeiten, die angeblich eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands aufzeigen sollen, aber − wie gesehen − mindestens 

seit dem Jahr 2014 bestehen, nur noch insofern erwähnt, als festgehalten 

wurde, dass die Zentrierung im Glenohumeral-Gelenk nicht Folge einer 

neurologischen Pathologie sei und dies eher als muskuläre Problematik 

zu werten sei (vgl. IV-act. 157 S. 10). Dementsprechend ist aber − entge-

gen der beschwerdeführerischen Auffassung − seit der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 17. November 2014 keine sich auf die Ar-

beitsfähigkeit auswirkende Verschlechterung des beschwerdeführeri-

schen Gesundheitszustands an der linken Schulter aktenkundig. Gestützt 

wird diese Auffassung durch den Bericht des Kreisarztes Dr. med. 

F._____ vom 5. August 2016, wonach die seit der kreisärztlichen Ab-

schlussuntersuchung erfolgten weiteren Untersuchungen in der Schul-

thess Klinik keine wesentliche Verschlechterung dokumentierten (vgl. IV-

act. 160). Nach dem soeben Gesagten liegen − entgegen der beschwer-

deführerischen Auffassung − keine Anhaltspunkte für eine sich auf die Ar-

beitsfähigkeit auswirkende Verschlechterung des Gesundheitszustands 

des Beschwerdeführers an der linken Schulter seit der kreisärztlichen Ab-

schlussuntersuchung vom 17. November 2014 vor, weshalb eine solche 

denn auch zu verneinen ist. Dementsprechend hat aber die Beschwerde-

- 19 -

gegnerin bezüglich der geklagten Beschwerden an der linken Schulter zu 

Recht auf den Einspracheentscheid der SUVA vom 8. Februar 2017 ab-

gestellt.

d) Wenn der Beschwerdeführer sodann darauf hinweist, dass im vorliegen-

den verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren betreffend IV-Rente 

auch die krankheitsbedingten Beschwerden an der rechten Schulter zu 

berücksichtigen seien, ist dies grundsätzlich zwar korrekt, berücksichtigt 

die Invalidenversicherung doch − im Gegensatz zur Unfallversicherung − 

nicht nur die natürlich und adäquat kausalen gesundheitlichen und er-

werblichen Unfallfolgen, sondern sämtliche gesundheitlichen Beeinträch-

tigungen und damit auch krankhafte Vorzustände, für welche das fragli-

che Unfallereignis keine kausale Ursache darstellt (vgl. vorstehend E.5b). 

Der Beschwerdeführer macht gestützt auf den Arztbericht von Dr. med. 

C._____ vom 20. Juni 2016 (IV-act. 157 S. 3 f.), die basierend auf der Ar-

thro-MRI-Untersuchung der linken Schulter vom 13. Juni 2016 (vgl. IV-

act. 157 S. 5) zum Schluss gekommen ist, dass die Situation an der rech-

ten Schulter zwar noch nicht akut sei, allerdings auch hier eine deutliche 

Einschränkung der Lebensqualität sowie der Funktion bestehe, geltend, 

dass die Beschwerdegegnerin zur genaueren Abklärung der Schulterbe-

schwerden rechts weitere medizinisch Abklärungen hätte tätigen und 

mindestens ein orthopädisch-chirurgisches Gutachten hätte einholen 

müssen. Dieser Auffassung vermag sich das streitberufene Gericht nicht 

anzuschliessen. Im Sommer 2016 wurden in der Schulthess Klinik die 

rechte Schulter betreffend verschiedene Abklärungen vorgenommen. Ins-

besondere wurde, nachdem am 30. Mai 2016 bereits eine Röntgen- und 

Ultraschalluntersuchung der Schulter rechts erfolgte, am 13. Juni 2016 

eine Arthro-MRI-Untersuchung der rechten Schulter durchgeführt, welche 

im Wesentlichen eine deutliche Ausdünnung der kranialen SSC-Sehne 

mit Zystenbildung am Tuberculum minus, eine artikularseitig rupturierte 

anteriore SSP-Sehne, eine erhaltene muskuläre Qualität ohne Atrophie 

sowie eine geringe AC-Gelenksarthrose ohne relevante Aktivierung zeigte 

- 20 -

(vgl. IV-act. 157 S. 3). Dr. med. C._____ kam gestützt auf die Arthro-MRI-

Untersuchung der linken Schulter vom 13. Juni 2016 im Arztbericht vom 

20. Juni 2016 − wie gesehen − zum Schluss, dass die Situation an der 

rechten Schulter zwar noch nicht akut sei, allerdings auch hier eine deutli-

che Einschränkung der Lebensqualität sowie der Funktion bestehe (vgl. 

IV-act. 157 S. 4). In einem weiteren Arztbericht der Schulthess Klinik vom 

14. Juli 2016 wurde betreffend die rechte Schulter sodann − wie bereits 

im vorstehend erwähnten Bericht vom 20. Juni 2016 − eine intervallnahe 

SSP- und SSC-Läsion mit Bizepstendinopathie diagnostiziert, allerdings 

ohne weitere Ausführungen zur rechten Schulter zu machen (vgl. IV-

act. 157 S. 6 ff.). Im Bericht der Schulthess Klinik vom 19. Juli 2016 wurde 

sodann festgehalten, dass der Beschwerdeführer momentan keine weite-

ren Eingriffe an der rechten Schulter wünsche, dass diese aber wahr-

scheinlich früher oder später eine Operation benötige. Aktuell gehe es 

aber noch recht gut (vgl. IV-act. 157 S. 10 f.). Vor diesem Hintergrund 

sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich in den Akten nir-

gends Ausführungen zu einer allfälligen Einschränkung der beschwerde-

führerischen Arbeitsfähigkeit aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden 

an der rechten Schulter finden, bestand für die Beschwerdegegnerin im 

damaligen Zeitpunkt keine Veranlassung für weitere medizinische Ab-

klärungen hinsichtlich der rechten Schulter. Dementsprechend ist − ob-

schon es zutreffen mag, dass der Beschwerdeführer infolge der akten-

kundigen Beschwerden an der beim Unfallereignis vom 29. April 2013 

verletzten linken Schulter möglicherweise die rechte Schulter mehr belas-

tet − nicht davon auszugehen, dass die gesundheitlichen Beschwerden 

an der rechten Schulter den Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit 

einschränken. Jedenfalls lassen sich den medizinischen Akten − wie ge-

sehen − keine diesbezüglichen Informationen entnehmen, weshalb es 

denn auch nicht zu beanstanden ist, wenn die Beschwerdegegnerin ohne 

weitere medizinische Abklärungen und ohne Einholung eines orthopä-

disch-chirurgischen Gutachtens zum Schluss gelangt, dass dem Be-

- 21 -

schwerdeführer auch unter Berücksichtigung der Schulterbeschwerden 

rechts eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist.

7. a) In seiner Replik vom 29. Juni 2017 macht der Beschwerdeführer sodann 

gestützt auf den Verlaufsbericht seines Hausarztes Dr. med. G._____ 

vom 11. Juni 2016 (recte: 11. Juni 2017) erstmals geltend, dass er am 

27. September 2016 ein leichtes Distorsionstrauma der linken Schulter er-

litten habe, wodurch sowohl die Beschwerden als auch die funktionelle 

Einschränkung dieser Schulter zugenommen hätten. Nach diesem leich-

ten Distorsionstrauma habe er erst recht die rechte obere Extremität noch 

vermehrt beansprucht, wodurch auch die Beschwerden und die funktio-

nelle Einschränkung der rechten Schulter zugenommen hätten. Eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands sei dadurch ausgewiesen und 

habe im Zeitpunkt des Verfügungserlasses bereits mehr als drei Monate 

angedauert. Weder der Bericht der Schulthess Klinik vom 19. Juli 2016 

noch der Bericht des Kreisarztes Dr. med. F._____ vom 5. August 2016 

berücksichtigten die Auswirkungen des Unfalls vom 27. September 2016, 

weshalb für die Beurteilung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit min-

destens ab dem 27. September 2016 nicht auf diese Berichte abgestellt 

werden könne. Die Auswirkungen des am 27. September 2016 erlittenen 

Distorsionstraumas der linken Schulter auf die beschwerdeführerische 

Arbeitsfähigkeit müssten anhand einer orthopädisch-chirurgischen Ab-

klärung beziehungsweise mittels eines entsprechenden Gutachtens ge-

prüft werden.

b) Zutreffend ist, dass der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. 

G._____, Facharzt FMH für Innere Medizin, in dessen Verlaufsbericht 

vom 11. Juni 2017 ausgeführt hat, dass der Beschwerdeführer am 

27. September 2016 ein zusätzliches leichtes Distorsionstrauma der lin-

ken Schulter erlitten habe, worauf sowohl Beschwerden als auch die funk-

tionellen Einschränkungen wieder zugenommen hätten. Aufgrund der ge-

zwungenermassen Schonung der linken Schulter sei die rechte Extremität 

- 22 -

vermehrt beansprucht worden, worauf es auch hier aufgrund einer wahr-

scheinlich auch berufsbedingten Vorschädigung zu erheblichen Be-

schwerden gekommen sei (vgl. Bf-act. 9). Wie die Beschwerdegegnerin in 

ihrer Duplik vom 25. Juli 2017 indes zu Recht ausführt, erscheint die vom 

Beschwerdeführer gestützt auf den Bericht des Hausarzt Dr. med. 

G._____ vom 11. Juni 2017 replicando geltend gemachte Verschlechte-

rung des Gesundheitszustands wenig glaubhaft. Denn der Beschwerde-

führer hat diese Verschlechterung erstmals in der Replik vom 29. Juni 

2017 geltend gemacht, während er in seiner Beschwerde vom 3. Mai 

2017 noch kein Wort über das angeblich am 27. September 2016 erlittene 

leichte Distorsionstrauma der linken Schulter verloren hat. Zudem finden 

sich in den übrigen Akten (mit Ausnahme des erwähnten Verlaufsberich-

tes des Hausarztes Dr. med. G._____ vom 11. Juni 2017) auch keine 

Hinweise auf ein angeblich am 27. September 2016 erlittenes leichtes 

Distorsionstrauma. Schliesslich hat der Beschwerdeführer auch im paral-

lel laufenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren S 17 46 be-

treffend Versicherungsleistungen nach UVG das angeblich leichte Distor-

sionstrauma der linken Schulter vom 27. September 2016 mit keinem 

Wort thematisiert. Das beschwerdeführerische Verhalten lässt die Vermu-

tung aufkommen, dass das angebliche leichte Distorsionstrauma vom 

27. September 2016 − entgegen den Ausführungen des Hausarztes 

Dr. med. G._____ in dessen Verlaufsbericht vom 11. Juni 2017 − nicht zu 

einer erheblichen Verschlechterung der Beschwerden geführt hat. Dies 

zumal Dr. med. G._____ im Arztbericht vom 30. September 2015 (IV-

act. 135) trotz sofort auftretender Schmerzen bei bereits kleineren Bewe-

gungen im Schultergelenk davon ausgegangen ist, dass adaptierte, die 

Schulter nicht belastende Tätigkeiten vollständig möglich seien. Inwiefern 

dies aufgrund des angeblich am 27. September 2016 erlittenen zusätzli-

chen leichten Distorsionstraumas der linken Schulter nicht mehr möglich 

sein soll, wird vom Beschwerdeführer weder dargelegt noch ist solches 

ersichtlich. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung der Tat-

sache, dass das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärzten − wie vor-

- 23 -

stehend bereits ausgeführt (vgl. E.4c) − der Erfahrungstatsache Rech-

nung tragen darf und soll, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-

tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen, ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 

dass auch in Berücksichtigung des angeblich am 27. September 2016 er-

littenen zusätzlichen leichten Distorsionstraumas der linken Schulter wei-

terhin eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vor-

liegt. Eine Verschlechterung des beschwerdeführerischen Gesundheits-

zustands ist damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewie-

sen. 

8. Nach dem vorstehend Gesagten ist die Beschwerdegegnerin bezüglich 

der Beschwerden an der linken Schulter sowie an der rechten Schulter bis 

mindestens zum geltend gemachten Ereignis vom 30. Januar 2017 zu 

Recht davon ausgegangen, dass eine adaptierte Tätigkeit trotz der akten-

kundigen gesundheitlichen Beschwerden nach wie vor zu 100 % zumut-

bar sei. Daran vermag das angeblich am 27. September 2016 erlittene 

zusätzliche leichte Distorsionstrauma der linken Schulter nichts zu än-

dern, ist doch aufgrund des beschwerdeführerischen Verhaltens sowie 

der Aktenlagen nicht davon auszugehen, dass dieses zu einer erhebli-

chen Verschlechterung der Beschwerden geführt hat. Das geltend ge-

machte neuerliche Ereignis vom 30. Januar 2017 mit einem Sturz auf die 

rechte Schulter beziehungsweise die daraus resultierende erhöhte Funk-

tionseinschränkung der rechten Schulter sowie die verstärkte Arthrose am 

AC-Gelenk sowie auch die angeblich im März 2017 erstmals aufgetrete-

nen, aber nicht belegten Herzprobleme sind für das vorliegende Verfah-

ren − wie gesehen − nicht von Relevanz, weil sowohl die geltend gemach-

te Verschlechterung an der rechten Schulter infolge des Sturzes vom 

30. Januar 2017 als auch die angeblich im März 2017 erstmals aufgetre-

tenen Herzprobleme im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü-

gung vom 27. März 2017 noch keine drei Monate angedauert haben 

konnten, weshalb eine Änderung des Rentenanspruchs bis zum Zeitpunkt 

- 24 -

des Verfügungserlasses nicht eintreten konnte (vgl. vorstehend E.2). 

Folglich ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen, dass 

der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit (körperlich 

leichte Arbeiten im Wechselrhythmus ohne vollen Gebrauch der linken 

Schulter und des linken Arms) zu 100 % arbeitsfähig ist. Vor diesem Hin-

tergrund und weil der medizinische Sachverhalt ausreichend abgeklärt ist, 

besteht − entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung − denn auch 

kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen. Insbesondere kann auf 

die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines orthopädisch-

chirurgischen, neurologischen und kardiologischen Gutachtens in antizi-

pierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 

124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d) verzichtet werden, weil davon keine neu-

en Erkenntnisse zu erwarten sind, welche mit dem erforderlichen Be-

weismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu einem anderen Er-

gebnis führen würden. 

9. a) In Bezug auf die Berechnung des Invaliditätsgrads wendet der Beschwer-

deführer ein, dass für die Festlegung der beschwerdeführerischen Er-

werbsfähigkeit auf gewisse DAP-Blätter (insbesondere auf die Tätigkeit 

als Hilfsarbeiter bei der Firma H._____ AG und bei der Firma I._____ AG) 

nicht mehr abgestellt werden könne, weil sich der unfallbedingte Gesund-

heitszustand seit der kreisärztlichen Abschlussbeurteilung vom 17. No-

vember 2014 an beiden Schultern verschlechtert habe. Beide Hilfsarbei-

ten erforderten das ständige Einsetzen beider Hände, wobei die Arme 

dauernd in Bewegung seien, wodurch auch die rechte Schulter bean-

sprucht werde. Die erwähnten Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer 

nicht mehr zumutbar, weshalb für die Ermittlung des Invalideneinkom-

mens mindestens zwei neue DAP-Erfassungsblätter beigezogen werden 

müssten.

b) Dazu ist zunächst festzuhalten, dass aus den Akten nirgends eine fakti-

sche Einhändigkeit hervorgeht. Wohl besteht als Folge des Unfallereig-

- 25 -

nisses vom 29. April 2013 sowie des angeblich am 27. September 2016 

erlittenen zusätzlichen leichten Distorsionstraumas eine erhebliche Ein-

schränkung der linken Schulter. Zudem wird im Arztbericht der Schulthess 

Klinik vom 20. Juni 2016 auch festgehalten, dass in Bezug auf die rechte 

Schulter eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität sowie der 

Funktion bestehe (vgl. IV-act. 157 S. 4). Woraus sich aber − wie vom Be-

schwerdeführer geltend gemacht − eine Einhändigkeit ergeben sollte und 

inwiefern das Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. F._____ vom 17. Novem-

ber 2014 keine Gültigkeit mehr haben sollte, wird vom Beschwerdeführer 

nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Dementsprechend kann aber 

auf die von der Beschwerdegegnerin herangezogenen und von der SUVA 

geführten Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) 

ohne Weiteres abgestellt werden, zumal die Bemessung des Invaliditäts-

grads anhand von Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplät-

zen auch im Bereich der Invalidenversicherung zulässig ist (vgl. MEY-

ER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a Rz. 82 ff; 

Urteil des Bundesgerichtes 8C_72/2008 vom 26. Juni 2008 E.5.2). Zudem 

entsprechen die von der SUVA berücksichtigten fünf DAP-Blätter der 

kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 17. November 2014 und 

berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer leichte Arbeiten mit maxi-

maler Hebe- und Traglast von 5 - 10 kg bis auf Gürtelhöhe beziehungs-

weise 2 - 5 kg bis maximal auf Brusthöhe ohne Gewichtsbelastung über 

Brusthöhe und ohne Arbeiten auf Leitern sowie Tätigkeiten, bei denen Vi-

brationen oder Schläge auf die linke Schulter fortgeleitet werden (vgl. IV-

act. 52 S. 6), zumutbar sind. Sodann wurden auch die weiteren formellen 

Vorgaben in Bezug auf die Anwendung von DAP-Blättern eingehalten 

(BGE 129 V 472 E.4.2.2). Die Unterlagen der SUVA beinhalten Angaben 

zur Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, zum Höchst- und Tiefstlohn 

sowie zum Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinde-

- 26 -

rungsprofil entsprechenden Gruppe (vgl. Bg-act. 197). Folglich durfte die 

SUVA und damit auch die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des 

Invalideneinkommens die DAP-Zahlen heranziehen (vgl. IV-act. 167 

S. 13). Stellt man das auf diese Weise ermittelte Invalideneinkommen von 

Fr. 56'756.-- dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 84'092.-- ge-

genüber, ergibt sich ein Einkommensverlust von Fr. 27'336.--, was umge-

rechnet einem gerundeten Invaliditätsgrad von 33 % entspricht. Dement-

sprechend erweist sich aber das beschwerdeführerische Rechtsbegeh-

ren, wonach dem Beschwerdeführer spätestens ab dem 1. Januar 2016 

mindestens eine Viertelsrente auszurichten sei, als unbegründet (vgl. 

Art. 28 Abs. 2 IVG).

c) Nur am Rande sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass sich der be-

schwerdeführerische Invaliditätsgrad − wie nachstehend dargestellt − 

nicht verändern würde, wenn das Invalideneinkommen statt mittels Lohn-

angaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) gestützt auf 

die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik berechnet würde. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2014 hat sich 

der monatliche Bruttolohn (Zentralwert bei einer wöchentlichen Arbeitszeit 

von 40 Stunden) für Tätigkeiten auf dem Kompetenzniveau 1 (niedrigstes 

Lohnniveau) im privaten Sektor bei Männern im Jahr 2014 auf Fr. 5'312.-- 

belaufen. Auf der Basis der üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 

41.7 Wochenstunden und bei der 100%igen Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers ergibt dies in Berücksichtigung der Lohnentwicklung des 

Jahres 2015 von 0.8 % sowie eines sehr grosszügig bemessenen Lei-

densabzugs von 15 % im Jahr 2016 ein Invalideneinkommen von 

Fr. 56'937.-- (= Fr. 5'312.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.008 x 0.85). Stellt man 

dieses Invalideneinkommen von Fr. 56'937.-- dem unbestrittenen Vali-

deneinkommen von Fr. 84'092.-- gegenüber, resultiert ein Einkommens-

verlust von Fr. 27'155.--, was umgerechnet einem Invaliditätsgrad von 

32.29 % beziehungsweise einem gerundeten Invaliditätsgrad von unver-

ändert 33 % entspricht. Selbst wenn das beschwerdeführerische Invali-

- 27 -

deneinkommen somit statt mittels Lohnangaben aus der Dokumentation 

von Arbeitsplätzen nach der LSE 2014 berechnet würde, ergäbe sich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad. Auch unter diesem Aspekt erweist 

sich die angefochtene Verfügung vom 27. März 2017 somit als rechtens, 

was zur Bestätigung derselben und zur Abweisung der dagegen erhobe-

nen Beschwerde führt. 

10. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht − abweichend von Art. 61 lit. a ATSG − 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- fest-

gelegt. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.-- als ange-

messen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten 

im Sinne von Art. 73 VRG grundsätzlich zulasten des unterliegenden Be-

schwerdeführers. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen An-

spruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

11. Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer die beantragte unentgeltliche 

Rechtspflege (Prozessführung und Rechtsverbeiständung) zu gewähren 

ist.

a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgelt-

liche Rechtspflege explizit. Laut diesen Bestimmungen sind die Voraus-

setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, 

wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und 

- 28 -

die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin geboten er-

scheint (BGE 125 V 201 E.4a m.w.H.). Bedürftig im Sinne von Art. 61 lit. f 

ATSG ist eine Partei, die zur Leistung der Parteikosten die Mittel zur De-

ckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie angreifen müsste. Da-

bei liegt die Grenze der Bedürftigkeit höher als diejenige des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums (SVR 2007 AHV Nr. 7 S. 20). Aussichtslos 

ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die 

Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hinge-

gen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich 

Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder je-

ne nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die 

über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 

Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 

eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein deshalb an-

strengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4, 129 I 129 

E.2.3.1, 122 I 267 E.2b; KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 173 ff.). Ob im Einzel-

fall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer 

vorläufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussichten, wobei die 

Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend sind 

(BGE 138 III 217 E.2.2.4).

b) Vorliegend erscheint der Rechtsstreit weder offensichtlich mutwillig noch 

von vornherein als aussichtslos. Auch ist die Vertretung durch einen An-

walt notwendig oder doch zumindest geboten, zumal es sich beim Be-

schwerdeführer um einen juristischen Laien handelt. Schliesslich ist auf-

grund des eingereichten Gesuchformulars und den beigelegten Unterla-

gen auch die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ausgewiesen. Aus den 

eingereichten Unterlagen ergeben sich monatliche Ausgaben von insge-

samt Fr. 6'011.80 (= Grundbetrag für Ehepaare [inkl. Zuschlag von 20 %] 

von Fr. 2'040.-- + Mietzins von Fr. 1'500.-- + Krankenkassenprämien Be-

schwerdeführer, Ehefrau und Sohn von Fr. 861.25 + Berufsauslagen von 

Fr. 300.-- + Rückzahlung an Tochter von Fr. 600.-- + Leasingraten von 

- 29 -

Fr. 710.55). Das monatliche Einkommen in Form der SUVA-Rente des 

Beschwerdeführers von Fr. 2'093.70, einer Rente aus einer Lebensversi-

cherung von Fr. 264.-- und den Beiträgen der Tochter von Fr. 700.-- pro 

Monat beläuft sich auf total Fr. 3'057.70. Weil es sich bei der Tätigkeit, 

welche der Beschwerdeführer bei der D._____ ab dem 4. Mai 2017 aus-

führte, um einen blossen Arbeitsversuch handelte und nicht davon auszu-

gehen ist, dass der Beschwerdeführer diese Tätigkeit im Zeitpunkt der Ur-

teilsfällung nach wie vor ausübte (zumal lediglich entsprechende Lohnab-

rechnungen der Monate Mai und Juni 2017 bei den Akten liegen), ist das 

entsprechende Einkommen in der vorliegenden Berechnung nicht zu 

berücksichtigen. Die Gegenüberstellung des monatlichen Einkommens 

von total Fr. 3'057.70 mit dem Aufwand für den notwendigen Lebensun-

terhalt (prozessualen Zwangsbedarf) von total Fr. 6'011.80 ergibt ein Ein-

kommensmanko von monatlich Fr. 2'954.10. Selbst wenn die nicht be-

legsmässig nachgewiesenen Ausgabenpositionen (Berufsauslagen von 

Fr. 300.--, Rückzahlung an Tochter von Fr. 600.--, Leasingraten von 

Fr. 710.55) nicht berücksichtigt würden, bestünde nach wie vor ein monat-

liches Einkommensmanko von Fr. 1'343.55. Dementsprechend verfügt 

der Beschwerdeführer nicht über die Finanzmittel, um seinen Rechtsver-

treter binnen angemessener Frist zu bezahlen. Seine Bedürftigkeit ist so-

mit ausgewiesen. Damit sind die Voraussetzungen für die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, womit dem beschwerdeführerischen 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der un-

entgeltlichen Verbeiständung durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Simon Nä-

scher stattzugeben ist. Demzufolge gehen die Gerichtskosten von Fr. 

700.-- zulasten der Gerichtskasse. Dasselbe gilt für die Anwaltskosten, 

sofern sich diese als notwendig und angemessen erweisen.

c) Rechtsanwalt lic. iur. HSG Simon Näscher hat mit Honorarnote vom 

7. August 2017 Kosten von gesamthaft Fr. 3'385.80, bestehend aus ei-

nem Honorar von Fr. 3'060.-- (= 12.75 Arbeitsstunden à Fr. 240.--), Bar-

auslagen von Fr. 75.-- sowie 8 % MWST von Fr. 3'135.-- (= Fr. 250.80) 

- 30 -

geltend gemacht. Weil der Rechtsanwalt des Beschwerdeführers im vor-

liegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren S 17 62 betref-

fend IV-Rente mit wenigen Abweichungen dasselbe wie bereits im verwal-

tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren S 17 46 betreffend Versiche-

rungsleistungen nach UVG geltend gemacht hat, erscheint der geltend 

gemachte Aufwand als zu hoch. Zudem gilt es zu beachten, dass ein un-

entgeltlicher Rechtsbeistand im Kanton Graubünden gemäss Art. 5 Abs. 1 

der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältin-

nen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) lediglich ein Honorar von 

Fr. 200.-- pro Stunde beanspruchen kann. Vor diesem Hintergrund erach-

tet das Gericht eine aussergerichtliche Entschädigung von gesamthaft 

Fr. 2'000.-- (inkl. MWST) als angemessen. In diesem Umfang ist der un-

entgeltliche Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur. 

HSG Simon Näscher, folglich durch die Gerichtskasse zu entschädigen.

d) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse des Beschwer-

deführers gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlas-

sene und die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden 

die Kosten von Fr. 700.-- zulasten von A._____ von der Gerichtskasse 

übernommen.

b) A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. HSG Simon Näscher 

ein Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die 

Gerichtskasse mit Fr. 2'000.-- (inkl. MWST) entschädigt.

- 31 -

c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]