# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cafba70-2ddf-572d-b172-e53dc59e3037
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 27.02.2024 S 2023 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2023-13_2024-02-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 23 13

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser

RichterIn von Salis und Righetti

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 27. Februar 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 

Beschwerdegegnerin

und

B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Brunner, 

Beigeladener

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. B._____, Jahrgang 1983, war bei der C._____ AG angestellt und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch 

gegen Unfälle versichert, als er am 22. Januar 2022 beim Skifahren 

stürzte. Gemäss Unfallmeldung vom 22. März 2022 zog er sich dabei eine 

Verdrehung/Verstauchung des linken Knies zu. Die Erstbehandlung 

erfolgte am Unfalltag im Spital D._____, wo dipl. med. E._____ die 

Diagnose einer Kniekontusion links stellte. Seinem Bericht vom 22. Januar 

2022 ist in anamnestischer Hinsicht was folgt zu entnehmen: 

"Notfallmässige Selbstvorstellung aufgrund St.n. Skisturz auf das linke 

Knie und die linke Stirn. Der Patient berichtet aufgrund von schlechten 

Sichtverhältnissen über eine Bodenwelle gestürzt zu sein. Er sei vornüber 

auf das linke Knie und die Stirn gestürzt. Beide Skier haben sich aus der 

Bindung gelöst und er habe einen Helm getragen. Aktuell gibt er lokale 

Ruheschmerzen über der linken Patella an. Bewusstseinsverlust, 

Amnesie, Übelkeit und Erbrechen werden verneint." Zum Lokalstatus der 

linken Stirn hielt er was folgt fest: "Oberflächliche 5 mm grosse RQW 

(Rissquetschwunde; Anmerkung des Gerichts)." Den Lokalstatus des 

linken Knies beschrieb er sodann wie folgt: "Schürfwunde präpatellär. 

Minimer Erguss. Patellaanpressschmerz. Keine Druckdolenzen über der 

proximale[n] Fibula, mediale oder laterale Gelenkspalt. Keine 

Bewegungseinschränkungen. Kein Hinweis auf Kniebinnenläsionen in der 

klinischen Untersuchung." Sodann hielt er fest, in der röntgenologischen 

Untersuchung vom 22. Januar 2022 fänden sich keine Hinweise auf eine 

Fraktur oder einen Erguss (vgl. auch den entsprechenden Bericht von PD 

Dr. med. F._____, Facharzt für Radiologie, vom 24. Januar 2022, wonach 

sich in der röntgenologischen Untersuchung vom 22. Januar 2022 kein 

Anhalt für eine Fraktur oder eine Luxation gefunden habe; kein 

Gelenkerguss).

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2. Am 10. März 2022 wurde eine MRI-Untersuchung des linken Knies 

durchgeführt. In anamnestischer Hinsicht hielt PD Dr. med. F._____ in 

seinem Bericht vom 10. März 2022 eine Kniekontusion links am 

22. Januar 2022 sowie persistierende Schmerzen frontomedial fest. Den 

MRI-Befund beurteilte er sodann wie folgt: "Horizontaler Riss des 

Hinterhorns des medialen Meniskus mit Reizzustand am medialen 

Kniegelenkspalt. Keine Knorpelpathologie. Busitis praepatellaris mit 

fokalem Defekt der präpatellaren Platte, die von der Patella etwas 

abgehoben ist." 

3. In seinem Bericht vom 19. April 2022 (Untersuchungsdatum: 1. April 2022) 

diagnostizierte Dr. med. G._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Status nach 

Kniedistorsion vom 22. Januar 2022 mit symptomatischer medialer 

Meniskusläsion des Hinterhorns. Gestützt auf Anamnese, Befund sowie 

MRI des linken Knies vom 10. März 2022 empfahl Dr. med. G._____ die 

Durchführung eines operativen Eingriffs.  

4. Am 3. Mai 2022 unterzog sich B._____ einer Operation am linken Knie 

(arthroskopische mediale und laterale Teilmeniscectomie Knie links sowie 

Plica-Resektion). Im Operationsbericht diagnostizierte Dr. med. H._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, eine ausgedehnte mediale Meniscus-

Hinterhornläsion Kniegelenk links, eine Läsion des lateralen Meniscus-

Vorderhorns und eine vernarbte Plica mediopatellaris. 

5. Am 14. Juli 2022 holte die Suva bei B._____ telefonisch weitere Angaben 

zum Sachverhalt betreffend Ereignis vom 22. Januar 2022 und zum 

Symptomverlauf ein.

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6. In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 10. August 2022 kam 

Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, zum Schluss, dass der Unfall 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinen zusätzlichen 

intraartikulären strukturellen Läsionen, welche objektivierbar sind, geführt 

habe, jedoch zu einer kontusionsbedingten Bursitis präpatellaris. Der 

Schaden, welcher am 3. Mai 2022 operiert worden sei, sei nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen. 

Prellungsfolgen spielten nach MR-morphologischem Ausschluss 

unfallbedingter struktureller Traumafolgen linkes Knie am 10. März 2022 

spätestens zum Zeitpunkt der klinischen Untersuchung vom 1. April 2022 

mit inspektorisch unauffälligem Befund ohne Druckdolenz im Bereich der 

Patella und der Bursa präpatellaris bei freiem Bewegungsumfang und 

stabilem Bandapparat im Beschwerdebild mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr, wobei der Einfluss der Operation 

ausser Acht zu lassen sei.

7. Mit Verfügung vom 12. August 2022 stellte die Suva die 

Versicherungsleitungen (Taggeld und Heilkosten) per 22. April 2022 ein, 

da der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 22. Januar 2022 

eingestellt hätte, gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 1. April 

2022 erreicht gewesen sei. 

8. Hiergegen erhob B._____ mit Datum vom 15. September 2022 

Einsprache mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und es seien ihm auch nach dem 22. April 2022 noch 

Versicherungsleistungen für Heilungskosten, namentlich die Operation 

vom 3. Mai 2022, sowie Taggelder im Zusammenhang mit seiner 

Knieverletzung zu erbringen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

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9. Auch die A._____ erhob mit Datum vom 15. September 2022 Einsprache 

gegen die Verfügung der Suva vom 12. August 2022, wobei sie die 

Aufhebung derselben bezüglich der Heilkosten und des Taggeldes 

beantragte. Am 12. Oktober 2022 reichte sie sodann eine 

Einsprachebegründung nach.

10. Mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2023 wies die Suva die 

Einsprachen ab. In ihrer Begründung hielt sie zusammenfassend fest, sie 

habe ihre Leistungen zu Recht eingestellt, da zwischen den 

Kniebeschwerden und dem Unfall vom 22. Januar 2022 über den 22. April 

2022 hinaus kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 

bestehe. Bei dieser Sach- und Rechtslage sei die angefochtene Verfügung 

nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Einsprache erweise sich als 

unbegründet und sei abzuweisen. 

11. Hiergegen erhob die A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

14. Februar 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Dabei beantragte sie die Aufhebung des 

Einspracheentscheids sowie die Verpflichtung der Suva zur Übernahme 

der Heilungskosten und Taggeldleistungen im Zusammenhang mit dem 

Ereignis vom 22. Januar 2022. Zudem reichte sie neben einem 

Verlaufsbericht von Dr. med. H._____ vom 22. September 2022 ein 

Telefonprotokoll des Vertrauensarztes Dr. med. J._____ vom 8. Februar 

2023, ein Ärztliches Zeugnis sowie einen Bericht von Dr. med. K._____, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 9. und 10. Februar 2023 ein.

12. Mit Schreiben vom 16. Februar 2023 lud die vormalige Instruktionsrichterin 

B._____ (nachfolgend: Beigeladener) zur Teilnahme am vorliegenden 

Verfahren ein. Dieser hielt in seiner Eingabe vom 2. März 2023 fest, er 

teile die nachvollziehbare Beschwerdebegründung der 

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Beschwerdeführerin in jeder Hinsicht und erachte dieses Rechtsmittel 

somit als gerechtfertigt.  

13. In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. März 2023 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 13. Januar 2023. Dabei 

reichte sie eine weitere versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. 

med. I._____ vom 15. März 2023 ein.

14. Mit Replik vom 24. April 2023 vertiefte die Beschwerdeführerin ihre 

bisherigen Standpunkte und wiederholte den Antrag auf Einholung eines 

unabhängigen Gutachtens.

15. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 5. Mai 2023 auf 

die Einreichung einer umfassenden Duplik, erneuerte ihren Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde und verwies nochmals auf die echtzeitliche 

Unfallschilderung durch den Beigeladenen sowie die auf der Notfallstation 

im Spital D._____ erhobenen Befunde.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2023. Ein solcher Entscheid 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

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desjenigen Kantons angefochten werden, in dem die versicherte Person 

oder die Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat. Zur Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit ist bei 

Leistungsstreitigkeiten der Wohnsitz der Beschwerde führenden 

Drittperson nur dann von Belang, wenn ein solcher der versicherten 

Person nicht besteht (KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 58 Rz. 18 und 21 m.w.H.). Der versicherte 

Beigeladene hat Wohnsitz im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als 

Krankentaggeldversicherer nach KVG ist die Beschwerdeführerin vom 

angefochtenen Einspracheentscheid berührt und sie weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG), da 

der Einspracheentscheid unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht 

begründet (vgl. BGE 134 V 153 E.5.3.1; vgl. auch KIESER, a.a.O., Art. 59 

Rz. 56). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 22. Januar 

2022 (Sturz beim Skifahren) zu Recht per 22. April 2022 eingestellt hat 

oder ob sie verpflichtet gewesen wäre, diese Leistungen (Taggeld und 

Heilkosten) über den 22. April 2022 hinaus zu erbringen. Dabei gilt es 

vorab festzuhalten, dass sich der gerichtliche Überprüfungszeitraum 

grundsätzlich auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der 

angefochtenen Verfügung bzw. des angefochtenen Einspracheentscheids 

verwirklicht hat, beschränkt. Spätere Berichte und Dokumente sind jedoch 

in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im 

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Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene 

Situation erlauben (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 

26. Juli 2022 E.3.2.1, 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E.4.1 

m.w.H.). Dies trifft vorliegend sowohl auf das Telefonprotokoll des 

Vertrauensarztes Dr. med. J._____ vom 8. Februar 2023 (vgl. 

beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 11), das Ärztliche Zeugnis und den 

Bericht von Dr. med. K._____ vom 9. und 10. Februar 2023 (vgl. Bf-act. 13 

und 5) sowie auf die Beurteilung des versicherungsinternen Arztes Dr. 

med. I._____ vom 15. März 2023 (vgl. Beilage 2 der Beschwerdegegnerin 

zu ihrer Vernehmlassung) zu, weshalb diese Berichte und Dokumente zu 

berücksichtigen sind.

3. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Zudem hat 

er Anspruch auf ein Taggeld, wenn er infolge eines Unfalles voll oder 

teilweise arbeitsunfähig ist (Art. 16 Abs. 1 UVG). Als Unfall gilt die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 6 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG). 

Dass das Ereignis vom 22. Januar 2022 (Sturz beim Skifahren) als Unfall 

i.S.v. Art. 6 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist, ist vorliegend 

unbestritten. Umstritten ist demgegenüber das Erreichen des Status quo 

sine per 22. April 2022 (vgl. dazu nachstehende Erwägungen 3.1 f.).

3.1. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt unter anderem einen 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und 

eingetretenem Schaden voraus. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

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Entsprechend ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 

die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 147 V 161 E.3.2, 142 V 435 E.1, 129 V 

177 E.3.1).

3.2. Hat ein Unfallversicherer die Unfallkausalität bejaht und Leistungen 

erbracht, entfällt seine Leistungspflicht erst, wenn der gesundheitliche 

Schaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der "krankhafte" Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 

aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 

allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

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leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 

nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Dabei muss 

nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative 

Veränderungen sind, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, ob diese also dahingefallen sind. Ebenso 

wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass 

kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person 

nun bei voller Gesundheit sei (vgl. BGE 146 V 51 E.5.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.3.2, 8C_840/2019 vom 

14. Februar 2020 E.3.2, 8C_17/2017 vom 4. April 2017 E.2.2, 

8C_570/2014 vom 9. März 2015 E.6.2).

4.1. Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 ATSG). Das Gericht hat den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative 

und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 

abzuklären und festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch 

das Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine 

förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte 

Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

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Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 

8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 

2020 E.1.3).

4.2.1. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 

V 157 E.1c; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 

26. Juli 2022 E.3.2.1, 9C_528/2021 vom 11. Februar 2022 E.4.1). 

4.2.2. Gemäss Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

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versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 125 V 351 E.3b/ee; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.2.2).

4.2.3. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.3 m.w.H.). Dabei geht es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte 

ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2, 

8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3, 8C_780/2016 vom 24. März 2017 

E.6.1, je m.w.H.).

4.2.4. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, 

ist schliesslich zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster 

Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren 

Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig 

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gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je 

in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen 

nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch 

die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_301/2021 vom 

23. Juni 2021 E.5.2.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2, 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3, 8C_907/2009 vom 12. Februar 

2010 E.1.1).

5. Vorliegend gelangte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung 

des versicherungsinternen Arztes Dr. med. I._____ vom 10. August 2022 

zum Schluss, dass zwischen den Kniebeschwerden und dem Unfall vom 

22. Januar 2022 über den 22. April 2022 hinaus kein überwiegend 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestand bzw. dass der Status 

quo sine, d.h. der Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 

Verlauf des krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte, per 1. April 2022 erreicht war (vgl. Bg-act. 55 S. 6 ff. und 

Bg-act. 35 S. 2). Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Beurteilung von Dr. med. I._____ 

abgestellt hat oder ob Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

dieser Beurteilung bestehen.

5.1. In seiner Beurteilung vom 10. August 2022 hielt der versicherungsinterne 

Arzt Dr. med. I._____ fest, der Unfall habe mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu keinen zusätzlichen intraartikulären strukturellen 

Läsionen, welche objektivierbar sind, geführt, jedoch zu einer 

kontusionsbedingten Bursitis präpatellaris. Nach MR-morphologischem 

Ausschluss unfallbedingter struktureller Traumafolgen linkes Knie am 

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10. März 2022 spielten Prellungsfolgen spätestens zum Zeitpunkt der 

klinischen Untersuchung am 1. April 2022 mit inspektorisch unauffälligem 

Befund ohne Druckdolenz im Bereich der Patella und der Bursa 

präpatellaris bei freiem Bewegungsumfang und stabilem Bandapparat im 

Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr, 

wobei der Einfluss der Operation ausser Acht zu lassen sei (vgl. Bg-act. 34 

S. 7). Sodann führte er mehrere Gründe an, welche gegen eine 

traumatisch verursachte Innenmeniskuszerrung im Zusammenhang mit 

dem Unfallereignis vom 22. Januar 2022 sprächen (vgl. Bg-act. 34 

S. 3 ff.): 

5.1.1. "Bereits am Unfalltag klinisch explizit Ausschluss einer Kniebinnenläsion 

bei freier Kniebeweglichkeit und stabilem Bandapparat.

Bei einer traumatischen Innenmeniskusläsion ist medizinisch von einer 

fulminanten, klinischen Symptomatik auszugehen mit schmerzbedingter 

Einschränkung der Kniegelenksbeweglichkeit mit Streckdefizit, 

Ergussbildung, Blockierungen, endgradigen Schmerzen, möglicherweise 

auch weitere Zeichen einer allfällig kausal stattgehabten 

Gewalteinwirkung, wie zum Beispiel Hämatom, Prell- oder 

Quetschmarken, Schürfungen oder Platzwunden. Dem Gegenüber hier 

sowohl am Unfalltag als auch neun Wochen später im Rahmen der 

fachärztlichen Verlaufskontrolle am 1. April 2022 klinisch explizit 

Ausschluss einer Einschränkung der Kniegelenksbeweglichkeit. Zudem 

am Unfalltag Ausschluss einer Kniebinnenläsion links mit lediglich 

Schürfwunde präpatellar mit Patellaanpresschmerz bei medizinisch 

nachvollziehbarer Diagnose einer Prellung."

5.1.2. "Der Schilderung des Ablaufs ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen, 

hat dieser doch, um eine insbesondere isolierte Meniskusverletzung 

bewirken zu können, [eine] biomechanisch definierte Komponente, wie 

knöcherne und/oder ligamentäre Begleitverletzungen, zu enthalten.

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Hier weder klinisch noch im MRI Hinweise auf knöcherne oder ligamentäre 

Begleitverletzungen. Das im MRI erkennbare kleine Knochenödem an der 

Innenseite des Tibiaplateaus in Kombination mit einem unverletzten 

medialen Seitenband spricht bildmorphologisch eher für eine beginnende 

Dekompensation des Knorpels, auch wenn im entsprechenden 

Befundbericht eine Knorpelpathologie ausgeschlossen wird. Hier zeigt 

sich im vorliegenden MRI [...] eine Abflachung der Signalanhebung des 

Knorpels im Bereich des Knochenödems an der äusseren Kante des 

medialen Tibiaplateaus. Zudem [...] zusätzlich erkennbare, kleine 

subchondrale Zystenbildung als Hinweis auf einen verschleissbedingten 

Vorzustand.

Als wesentliche Voraussetzung für die Rissbereitschaft eines Meniskus 

werden einerseits eine Vorschädigung des Meniskus, andererseits auch 

das Auftreten von Scher- und Zugkräften, Kombination von maximaler 

Beugung, gleichzeitiger Drehung des Kniegelenks mit nachfolgender 

Streckung ohne Schlussrotation gefordert. [...] Ein Beispiel ist das 

Abdrehen des Oberkörpers über den im Skischuh fixierten Unterschenkel 

ohne Möglichkeit, bei anliegendem Ski der Drehbewegung zu folgen. Der 

als Drehsturz bezeichnete Ablauf gilt als Mechanismus, der eine auf das 

Kniegelenk einwirkende Gewalt begründen könnte, die ausschliesslich die 

Menisken und nicht die Begleitstrukturen trifft. 

Hier dagegen kein erfolgter Drehsturz beim Skifahren, sondern eine 

direkte Kontusion auf das linke Knie. Eine Kniedistorsion, wie im 

fachärztlichen Verlaufsbericht vom 1. April 2022 [recte: 19. April 2022 

{Untersuchungsdatum: 1. April 2022}, vgl. Bg-act. 9 S. 2] festgehalten, hat 

sich laut Angaben des Versicherten und den anamnestischen Angaben im 

medizinischen Untersuchungsbericht am Unfalltag nachweislich nicht 

ereignet. Der Skisturz hat nach Auslösen der Skibindung zu einem 

direkten Anpralltrauma der linken Kniescheibe geführt, bestätigt durch die 

- 16 -

am Unfalltag klinisch dokumentierte präpatellare Schürfwunde mit 

Patellaanpressschmerz bei subjektiver Wahrnehmung einer Prellung."

5.1.3. "[...] Entgegen der MR-morphologischen Beurteilung vom 10. März 2022 

handelt es sich hier [...] nicht um einen traumatischen Riss des medialen 

Meniskushinterhorns, sondern um eine in der vorliegenden Bildgebung 

deutlich erkennbare horizontale Texturstörung des 

Innenmeniskushinterhornes [...] im Sinne eines typisch fortgeschrittenen, 

mukoid-degenerativ veränderten Meniskusgewebes."

5.1.4. "Bei der Diskussion eines unfallbedingten Kausalzusammenhanges 

verlangt auch die Dynamik des klinischen Verlaufes Beachtung. Ein 

Beschwerdemaximum zeitnah zum angeschuldigten Geschehen mit der 

weiteren Abnahme wird in der versicherungsmedizinischen Literatur, im 

Gegensatz zu einem "Crescendo", einem traumatischen Geschehen 

zugeordnet. [...] Hier jedoch vom Versicherten geschilderte 

Beschwerdesymptomatik im Sinne eines Crescendo-Verlaufes bei immer 

stärker auftretenden Schmerzen im Verlauf bei initialer Behandlung."

5.2. Diese vorgenannte Beurteilung ergänzte und vertiefte der 

versicherungsinterne Arzt Dr. med. I._____ in seiner Beurteilung vom 

15. März 2023 (vgl. Beilage 2 der Beschwerdegegnerin zu ihrer 

Vernehmlassung). Dabei berücksichtigte er die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde sowie die neu eingereichten 

Berichte, wobei er zum Schluss gelangte, der vorliegenden medizinischen 

Aktenlage seien keine neuen, wegweisenden Berichte und/oder Befunde 

zu entnehmen. 

6.1. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts erscheinen die 

Beurteilungen von Dr. med. I._____ vom 10. August 2022 und 15. März 

2023, wonach der Unfall vom 22. Januar 2022 lediglich zu einer 

- 17 -

kontusionsbedingten Bursitis präpatellaris geführt habe, als schlüssig, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei. Sie wurden in 

Kenntnis und unter Würdigung sämtlicher Akten abgegeben (vgl. Bg-

act. 34 S. 1 f., Bg-act. 27, 30 und 34 S. 7 sowie S. 1 und 3 der Beilage 2 

der Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung), wobei der Umstand, 

dass es sich um reine Aktenbeurteilungen handelt, deren Beweiskraft nicht 

entgegensteht. So ergeben die im Recht liegenden Akten ein vollständiges 

Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status, welche Daten 

zudem unbestritten sind. Bei den Beurteilungen von Dr. med. I._____ ging 

es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts, womit die direkte ärztliche 

Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Darüber 

hinaus vermögen die beschwerdeführerischen Vorbringen – wie in den 

nachstehenden Erwägungen 6.2.1 ff. dargelegt – keine auch nur geringen 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von 

Dr. med. I._____ zu wecken. Vor diesem Hintergrund kann auf die von der 

Beschwerdeführerin beantragte Einholung eines unabhängigen 

Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (zur 

antizipierten Beweiswürdigung: BGE 141 I 60 E.3.3 m.w.H.).

6.2.1. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Beschwerde sinngemäss fest, die 

Beschwerdegegnerin bzw. Dr. med. I._____ lasse ausser Acht, dass beim 

Sturz am 22. Januar 2022 die Sicherungen beider Ski-Bindungen 
ausgelöst worden seien und sich der Beigeladene trotz Helm eine 5 mm 

oberflächliche Rissquetschwunde an der Stirn sowie eine Schürfwunde 

präpatellär links mit minimem Erguss im linken Kniegelenk zugezogen 

habe. Es sei von einem heftigen Sturz bzw. einer heftigen Kniekontusion 

bei gleichzeitiger Kniedistorsion auszugehen. Letzteres ergibt sich 

allerdings weder aus dem Bericht des Spitals D._____ vom 22. Januar 

2022 (Erstbehandlung; vgl. Bg-act. 8 S. 2) noch aus dem Bericht von PD 

- 18 -

Dr. med. F._____ vom 10. März 2022 (MRI-Untersuchung; vgl. Bg-act. 7) 

noch aus der Unfallschilderung des Beigeladenen vom 14. Juli 2022 (vgl. 

Bg-act. 26). In anamnestischer Hinsicht wurde im Bericht des Spitals 

D._____ vom 22. Januar 2022 festgehalten, der Beigeladene habe sich 

aufgrund eines Skisturzes auf das linke Knie und die linke Stirn 

notfallmässig selbst vorgestellt. Er habe berichtet, aufgrund von 

schlechten Sichtverhältnissen über eine Bodenwelle gestürzt zu sein. Er 

sei vornüber auf das linke Knie und die Stirn gestürzt. Beide Skier hätten 

sich aus der Bindung gelöst und er habe einen Helm getragen (vgl. Bg-

act. 8 S. 2). Dasselbe schilderte der Beigeladene anlässlich eines 

Telefonats mit der Beschwerdegegnerin am 14. Juli 2022 (vgl. Bg-act. 26, 

"Sturz direkt auf das linke Knie"; vgl. Bf-act. 11). Eine Kniedistorsion wurde 

weder in den genannten Berichten noch vom Beschwerdeführer erwähnt; 

stattdessen wurde eine Kniekontusion links diagnostiziert (vgl. Bg-act. 8 

S. 2 sowie Bg-act. 7). Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn der 

versicherungsinterne Arzt Dr. med. I._____ in seiner Beurteilung vom 

15. März 2023 zum Schluss gelangte, dass sich insbesondere unter 

Berücksichtigung der echtzeitlich medizinisch festgehaltenen Befunde und 

Diagnosen, den persönlichen Angaben des Beigeladenen und den MR-

morphologischen Befunden vom 10. März 2022 eine unfallbedingte 

Distorsion des linken Kniegelenks nicht mit dem notwendigen Grad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit beweisen lasse (vgl. S. 2 der Beilage 2 

der Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung). Der Umstand, dass 

Dr. med. G._____ in seinem Bericht vom 19. April 2022 einen Status nach 

Kniedistorsion vom 22. Januar 2022 diagnostizierte, vermag hieran nichts 

zu ändern, zumal er seine Diagnose nicht näher begründete und sich 

weder mit dem genauen Unfallhergang noch mit den in den früheren 

Arztberichten erwähnten Kniekontusion links auseinandersetzte (vgl. Bg-

act. 9 S. 2; vgl. auch Bg-act. 34 S. 4 [Stellungnahme von Dr. med. I._____ 

zum Bericht von Dr. med. G._____]; vgl. auch das Ärztliche Zeugnis und 

- 19 -

den Bericht von Dr. med. K._____ vom 9. und 10. Februar 2023, worin 

eine Kniekontusion links erwähnt wird [Bf-act. 13 und 5]). Sodann weckt 

auch der Umstand, dass sich Dr. med. I._____ nicht explizit zum Vorliegen 

der 5 mm grossen oberflächlichen Rissquetschwunde an der Stirn und der 

Schürfwunde präpatellär links mit minimen Erguss im linken Kniegelenk 

geäussert hat bzw. haben soll, keine auch nur geringen Zweifel an dessen 

Beurteilung, zumal nicht ersichtlich ist und von der Beschwerdeführerin 

auch nicht dargelegt wird, inwiefern die genannten Befunde angesichts der 

beim Beigeladenen vorliegenden freien Kniegelenksbeweglichkeit 

entscheidrelevant sein sollten (vgl. die entsprechenden Ausführungen von 

Dr. med. I._____ zur klinischen Symptomatik [Bg-act. 34 S. 3] sowie 

vorstehende Erwägung 5.1.1). 

6.2.2. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin 

bzw. Dr. med. I._____ habe die Brückensymptomatik (durchgängige 

Beschwerdesymptomatik mit Belastungsschmerzen seit dem Unfall in 

diversen Situationen des beruflichen Alltags), die klinischen Befunde der 

Schürfung und des minimen Gelenksergusses sowie das 

Knochenmarksödem nicht gewürdigt bzw. nicht in die Beurteilung 

aufgenommen, kann ihr ebenfalls nicht entsprochen werden. So äusserte 

sich Dr. med. I._____ in seiner Beurteilung vom 10. August 2022 explizit 

zur vom Beigeladenen geschilderten Beschwerdesymptomatik im Sinne 

eines Crescendo-Verlaufes bei immer stärker auftretenden Schmerzen im 

Verlauf (vgl. dazu Bg-act. 26 [Telefonat des Beigeladenen mit der 

Beschwerdegegnerin vom 14. Juli 2022]), wobei er darin einen weiteren 

Grund, der gegen eine traumatisch verursachte 

Innenmeniskuszerreissung im Zusammenhang mit dem notierten 

Unfallereignis spreche, sah (vgl. Bg-act. 34 S. 6; vgl. auch S. 2 der 

Beilage 2 der Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung). Sodann 

trug er auch der präpatellaren Schürfwunde Rechnung (vgl. Bg-act. 34 

- 20 -

S. 3) und äusserte sich insofern zum Vorliegen des minimen 

Gelenksergusses, als er zum Schluss gelangte, dass bei einer allenfalls 

traumatisch bedingten Zerreissung, hier komplex nicht nur des Innen-, 

sondern auch des nachfolgend intraoperativ beschriebenen 

Aussenmeniskus, welche beide operativ teilreseziert worden seien, 

medizinisch am Unfalltag eine zumindest schmerzhaft eingeschränkte 

Kniegelenksbeweglichkeit zu erwarten gewesen wäre mit einer deutlichen 

intraartikulären Ergussbildung [...] (vgl. S. 3 der Beilage 2 der 

Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung; Hervorhebung durch das 

Gericht). Hinsichtlich des Knochenmarködems hielt Dr. med. I._____ 

sodann fest, dass dieses in Kombination mit einem unverletzten medialen 

Seitenband bildmorphologisch eher für eine beginnende Dekompensation 

des Knorpels spreche, auch wenn im entsprechenden Befundbericht eine 

Knorpelpathologie ausgeschlossen werde. Im vorliegenden MRI zeige 

sich eine Abflachung der Signalanhebung des Knorpels im Bereich des 

Knochenödems an der äusseren Kante des medialen Tibiaplateaus. 

Zudem liege eine zusätzlich erkennbare, kleine subchondrale 

Zystenbildung als Hinweis auf einen verschleissbedingten Vorzustand vor 

(vgl. Bg-act. 34 S. 3 f.; vgl. auch S. 2 f. der Beilage 2 der 

Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung). Inwiefern diese 

Erklärung nicht widerspruchsfrei sein sollte, legt die Beschwerdeführerin 

nicht dar. Stattdessen hält sie in ihrer Beschwerde selber fest, das MRI 

zeige degenerative Befunde, welche sie mit der früheren sportlichen 

Aktivität des Beigeladenen als Fussballer in Verbindung bringt (vgl. 

Beschwerde S. 3).  

6.2.3. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die behandelnden Ärzte 

Dres. med. G._____ und H._____ erachteten die Meniskusläsion als 

unfallkausal. Dem gilt es entgegenzuhalten, dass sich diese in ihren 

Berichten nicht mit der Frage der Unfallkausalität auseinandersetzten. 

- 21 -

Deren blosse, nicht näher begründete Feststellung, wonach sich der 

Beigeladene durch den Skiunfall am 22. Januar 2022 eine Meniskusläsion 

zugezogen habe, vermag somit keine auch nur geringen Zweifel an der 

Feststellung des versicherungsinternen Arztes Dr. med. I._____ zu 

wecken (vgl. Bg-act. 9 S. 2 und Bg-act. 2; vgl. auch Bf-act. 10 [einfaches 

Arztzeugnis im Anhang]). 

6.2.4. Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf ein Telefonprotokoll des 

Vertrauensarztes Dr. med. J._____ vom 8. Februar 2023 (vgl. Bf-act. 11) 

sodann geltend macht, dass vor dem Unfall keine Beschwerden am Knie 

beklagt bzw. behandelt worden seien (vgl. auch das Ärztliche Zeugnis und 

den Bericht von Dr. med. K._____ vom 9. und 10. Februar 2023 [Bf-act. 13 

und 5]), läuft dies auf die blosse Formel "post hoc ergo propter hoc" 

hinaus, welche für den rechtsgenüglichen Nachweis eines 

Kausalzusammenhangs nicht ausreicht bzw. die Feststellung von Dr. med. 

I._____ nicht in Zweifel zu ziehen vermag (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_474/2022 vom 29. März 2023 E.5.2.3, 8C_495/2021 vom 16. März 

2022 E.4.3).

7. Im Ergebnis ist die Einstellung der Leistungen per 22. April 2022 somit 

nicht zu beanstanden. Da es keinen Hinweis auf ein nach dem Unfall vom 

22. Januar 2022 eingetretenes initiales Ereignis gibt (vgl. Bg-act. 26 und 

Bf-act. 11), erübrigt sich die Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 

Abs. 2 UVG (vgl. BGE 146 V 51 E.9.2). Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 13. Januar 2023 erweist sich als rechtens, 

weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

8.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die 

Sonderbestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen 

- 22 -

keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind 

unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 

der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in 

casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens 

(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren sind daher keine Kosten zu erheben.

8.2. Der obsiegenden, mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(vgl. Art. 61 lit. g ATSG; vgl. KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 219). 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]