# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be1aa0aa-5979-5540-bd2e-e810852205a5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.05.2021 LF210011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF210011_2021-05-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF210011-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth 

Beschluss vom 21. Mai 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____und / oder Rechtsanwältin MLaw 

X2._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Y._____ 

 

betreffend Testamentseröffnung 
 
 im Nachlass von C._____, geboren tt. Juni 1931, von D._____ [Ortschaft], 

gestorben tt.mm 2021, wohnhaft gewesen E._____-strasse 1, … F._____ [Ort-

schaft] 

 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Erbschaftssachen des Bezirksge-

richtes Zürich vom 20. Januar 2021 (EL210011) 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. Am 1. Januar 2021 verstarb C._____ mit letztem Wohnsitz in Zürich 

(act. 3). Unterm 4. Januar 2021 reichte das Notariat Unterstrass ein Testament 

des Erblassers vom 20. April 2013 verschlossen zur Eröffnung ein (act. 1). Mit Ur-

teil vom 20. Januar 2021 hielt die Vorinstanz fest, dass der Erblasser als einzige 

gesetzliche Erbin seine Schwester B._____ hinterlassen und diese sowie A._____ 

in seinem Testament zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt habe. Sie liess den 

Beteiligten je eine Fotokopie des Testaments zukommen und stellte ihnen auf 

Verlangen eine Erbbescheinigung in Aussicht, sofern B._____ gegen die Mitbe-

rechtigung von A._____ keine Einsprache erheben würde (act. 11).  

 2. Hiergegen erhob A._____ (fortan Berufungskläger) rechtzeitig Beru-

fung und beantragt, er sei als alleiniger gesetzlicher Erbe zu betrachten und 

B._____ sei als eingesetzte Erbin zu bezeichnen. Entsprechend sei ihnen ein 

Erbschein auszustellen, sofern er als gesetzlicher Erbe gegen die Mitberechti-

gung der eingesetzten Erbin keine Einsprache erhebe (act. 12). Der ihm mit Ver-

fügung vom 9. Februar 2021 auferlegte Kostenvorschuss von Fr. 1'600.– leistete 

der Berufungskläger innert Frist (act. 16 und 21).  

 3. Mit Eingabe vom 6. Mai 2021 zog der Berufungskläger seine Berufung 

zurück (act. 25). Das Verfahren ist entsprechend abzuschreiben. Den Parteien ist 

auf schriftliches Verlangen eine Erbbescheinigung auszustellen.  

  

- 3 - 

 Mit dem Rückzug wird die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Ent-

schädigungsfolge rechtskräftig (Dispositiv-Ziffern 5 und 6 des angefochtenen Ent-

scheides). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten des Rechtsmittelverfahrens 

dem Berufungskläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Eingabe der Beru-

fungsbeklagten vom 12. Februar 2021 (act. 18) erfolgte unaufgefordert und be-

deutete für die Berufungsbeklagte keinen erheblichen Aufwand. Hierfür ist ihr 

deshalb keine Entschädigung zuzusprechen.  

 Gestützt auf §§ 2, 4 Abs. 1-2, 8 Abs. 1 und 10 i.V.m. § 12 GebV ist die Ge-

richtsgebühr auf Fr. 800.– festzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt. 

Für die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens wird der vom Berufungs-

kläger geleistete Vorschuss von Fr. 1'600.– herangezogen; der Überschuss 

wird dem Berufungskläger zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen 

Verrechnungsanspruchs. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge von act. 12 und 25, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Ak-

ten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 4 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 564'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des 
Begehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision 
beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Bohli Roth 
 
versandt am: 
25. Mai 2021 
 
 

	Beschluss vom 21. Mai 2021
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Berufungskläger auferlegt.
	Für die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens wird der vom Berufungskläger geleistete Vorschuss von Fr. 1'600.– herangezogen; der Überschuss wird dem Berufungskläger zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen Verrechnungsanspruchs.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage von act. 12 und 25, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...