# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd543318-a982-5eaf-9ea2-378f12120844
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.03.2010 C-7242/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7242-2009_2010-03-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7242/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

Pensionskasse A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

B._______,
Beschwerdegegner,

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7242/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA  (nachfolgend: 
IVSTA)  B._______ (nachfolgend:  Beschwerdegegner)  mit  Verfügung 
vom 2. November 2009 eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Mai 2008 
zugesprochen hat,

dass  die  Pensionskasse  A._______  (nachfolgend:  Beschwerde-
führerin) gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 19. November 2009 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  erhoben  und  die 
Aufhebung  der  Verfügung  sowie  die  Festsetzung  des  Beginns  der 
Wartefrist auf den 5. November 2008 beziehungsweise eventualiter die 
Rückweisung der Sache zwecks weiterer Abklärung beantragt hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG 
zuständig ist,

dass  die  IVSTA eine  Vorinstanz  gemäss  Art. 33  lit. d  VGG  ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 49 Abs. 4 des Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1) ins  vorinstanzliche  Verwal-
tungsverfahren einbezogen wurde (IV-act. 39 und 45),

dass die IVSTA den Eintritt der rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit 
auf  einen  Zeitpunkt  (4. Mai  2007)  festgesetzt  hat,  in  welchem  der 
Beschwerdegegner  bei  der  Beschwerdeführerin  obligatorisch  vorsor-
geversichert war, was sich auf deren Leistungspflicht auswirkt (Art. 29 
IVG  in  Verbindung  mit  Art. 26  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
25. Juni  1982  über  die  berufliche  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40]),

dass  die  Beschwerdeführerin  demnach  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG 
beschwerdelegitimiert ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 22/05 
vom 6. Juni 2006 und Urteil des Bundesgerichts I 349/05 vom 21. April 
2006),

Seite 2

C-7242/2009

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(Art. 60  ATSG  und  Art. 52  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  und  der 
Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  sodass  auf  die  Be-
schwerde einzutreten ist,

dass  die  SVA  Sozialversicherungsanstalt  des  Kantons  St. Gallen 
(nachfolgend: IV-Stelle St. Gallen) in ihrer Stellungnahme vom 12. Ja-
nuar 2010 zu Handen der IVSTA im Wesentlichen ausführte, aufgrund 
der  vorliegenden Akten lasse sich nicht  schlüssig  ableiten,  dass  die 
Arbeitsniederlegung des Beschwerdegegners ab dem 4. Mai 2007 mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  gesundheitsbedingt  erfolgt  sei; 
ferner  seien  die  im  Gutachten  von  Dr. med.  C._______  erwähnten 
Arztberichte nicht eingeholt worden; der rechtserhebliche Sachverhalt 
bezüglich  des  Beginns  der  Arbeitsunfähigkeit  scheine  insgesamt  zu 
wenig  genau abgeklärt,  weshalb  die  angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die  Sache zur  weiteren Abklärung an die  IVSTA zurück-
zuweisen sei,

dass die IVSTA mit  Vernehmlassung vom 29. Januar 2010 beantragt 
hat, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzu-
heben  und  die  Sache  im  Sinne  der  Stellungnahme  der  IV-Stelle 
St. Gallen an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass sich der Beschwerdegegner weder zur Beschwerde vom 19. No-
vember  2009  noch  zur  Vernehmlassung  der  IVSTA vom  29. Januar 
2010 vernehmen liess,

dass  in  Übereinstimmung  mit  der  Stellungnahme  der  IV-Stelle 
St. Gallen  sowie  der  Vernehmlassung  der  IVSTA feststeht,  dass  die 
angefochtene Verfügung vom 2. November 2009 auf einem mangelhaft 
ermittelten Sachverhalt beruht,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur wei-
teren Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen 
ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), 

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2  VwVG),  so  dass  der  geleistete 

Seite 3

C-7242/2009

Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-  der  Beschwerdeführerin  auf  ein von 
ihr anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist,

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche sich nicht anwalt-
lich vertreten liess und der auch sonst keine notwendigen und verhält-
nismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind,  für  das  Beschwerdever-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht somit keine Parteientschä-
digung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 
Abs. 1 und 4  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]).

Seite 4

C-7242/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 2. November 2009 aufgehoben und die Sache 
an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie nach ergänzenden 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch 
neu verfügt.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird der bereits  geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 1'000.- 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular  Zahl-
adresse)

- den Beschwerdegegner (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

Seite 5

C-7242/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 6