# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e88f7528-187b-5afb-b6ba-0cad7392c0a0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.11.2018 B 2018/155 und B 2018/156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-155-und-B-201_2018-11-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/155 und B 2018/156

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.11.2018

Entscheiddatum: 16.11.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.11.2018
Steuerrecht; Art. 82 Abs. 1 StG, Art. 24 Abs. 1 lit. a StHG, Art. 58 Abs. 1 
DBG.Der Beschwerdegegner konnte den Hauptbeweis der buchführenden 
Beschwerdeführerin erschüttern, indem er Umstände darzutun vermochte, 
die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit eines 
Fahrzeugaufwands und von Barzahlungen ins Ausland aufkommen lassen. 
Damit lag es an der Beschwerdeführerin, den Gegenbeweis zu erbringen; 
ihre Ausführungen vermochten die Zweifel jedoch nicht zu entkräften 
(Verwaltungsgericht, B 2018/155 und B 2018/156).Die gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 8. Januar 
2019 abgewiesen (Verfahren 2C_1113/2018).

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Blanc Gähwiler

 

Verfahrensbeteiligte

A.__ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas von Albertini, Englischviertelstrasse 7, 

Postfach 231, 8030 Zürich,

gegen

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Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

 

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

 

Gegenstand

Kantonssteuern sowie direkte Bundessteuer (Veranlagung aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31.12.2014)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

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A. Die A.__ AG mit Sitz in M.__ ist seit dem 20. Januar 2011 im Handelsregister des 

Kantons St. Gallen eingetragen. Die Gesellschaft bezweckt die Durchführung von 

Beratungsprojekten im Lebensmittelbereich im In- und Ausland, im speziellen Markt-

Analysen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Bereichen der 

Versorgungsforschung, Qualitätsentwicklung und Systemsteuerung. Einziges Mitglied 

des Verwaltungsrats ist X.__.

B. Die A.__ AG wies im Jahresabschluss per 31. Dezember 2014 einen Gewinn von 

CHF 12'684 aus. In der Steuererklärung 2014 verrechnete sie diesen mit den Verlusten 

der Geschäftsjahre 2012 und 2013 von insgesamt CHF 42'134 und deklarierte einen 

steuerbaren Reingewinn von CHF -29'450 und ein steuerbares Eigenkapital von 

CHF 129'967. Mit Schreiben vom 18. Februar, 3. März und 11. Mai 2016 forderte die 

Veranlagungsbehörde zusätzliche Belege und Informationen an; am 2. März und 

21. Juni 2016 reichte die A.__ AG weitere Unterlagen ein. Mit Schreiben vom 18. Juli 

2016 unterbreitete die Veranlagungsbehörde der A.__ AG einen Veranlagungsvorschlag 

für das Geschäftsjahr 2014. Nachdem diese dazu Stellung genommen hatte, veranlagte 

die Steuerbehörde die A.__ AG für das Jahr 2014 mit Verfügungen vom 26. Juli 2016 

unter Aufrechnung eines Betrags von insgesamt CHF 48'178 und unter 

Berücksichtigung einer Steuerrückstellung von CHF 3'300 mit einem steuerbaren 

Reingewinn von CHF 15'428 und einem steuerbaren Eigenkapital von CHF 126'666 für 

die Kantonssteuern sowie mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 15'428 für die 

direkte Bundessteuer. Zur Begründung führte sie unter anderem aus, die 

Abschreibungen und Verluste des Kontos Fahrzeuge seien nicht geschäftsmässig 

begründet und die Barzahlungen ins Ausland seien ungenügend nachgewiesen. Das 

kantonale Steueramt wies die von der Steuerpflichtigen gegen diese Veranlagungen 

erhobene Einsprache mit Entscheid vom 11. Mai 2017 ab. Dagegen erhob die A.__ AG 

Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission, welche mit Entscheid 

vom 29. Mai 2018 die Rechtsmittel ebenfalls abwies.

C. Die A.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 29. Mai 2018 mit Eingabe ihres 

Rechtsvertreters vom 26. Juni 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie 

beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid 

aufzuheben und die Pflichtige für die Kantonssteuern mit einem steuerbaren 

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Reingewinn von CHF 0 (Verlust CHF 32'750 statt Gewinn von CHF 15'400) und einem 

steuerbaren Kapital von CHF 129'000 (gemäss Bilanz anstelle von CHF 126'000) sowie 

für die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 0 (Verlust 

CHF 32'750 statt Gewinn von CHF 15'400) zu veranlagen.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2018 die Abweisung der 

Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen im angefochtenen 

Entscheid. Das kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) verzichtete am 7. August 

2018 ausdrücklich und die die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(Beschwerdebeteiligte) stillschweigend auf eine Vernehmlassung.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit wesentlich, 

in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. […]

2. […]

3. Streitig ist, ob der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin zu Recht einerseits 

den geltend gemachten Fahrzeugaufwand von CHF 10'378 (nachfolgend E. 3.2) und 

andererseits die verbuchten Barzahlungen ins Ausland von insgesamt CHF 37'800 

(nachfolgend E. 3.3) mangels Nachweises der geschäftsmässigen Begründetheit dem 

Reingewinn 2014 zurechnete.

3.1. Gemäss Art. 82 Abs. 1 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn aus dem Saldo 

der Erfolgsrechnung und allen vor Berechnung dieses Saldos ausgeschiedenen Teilen 

des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem 

Aufwand verwendet werden, wie insbesondere Kosten für die Anschaffung, Herstellung 

oder Wertvermehrung von Gegenständen des Anlagevermögens, geschäftsmässig 

nicht begründete Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen, Einlagen 

in die Reserven, Einzahlungen auf das Eigenkapital aus Mitteln der juristischen Person, 

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offene und verdeckte Gewinnausschüttungen sowie Gewinnvorwegnahmen und 

geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen an Dritte, zusammen. Die 

Regelungen entsprechen den Vorgaben von Art. 24 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes 

über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, 

abgekürzt: StHG) und decken sich mit Art. 58 Abs. 1 DBG.

Geschäftsmässig begründet und damit steuerlich absetzbar sind Kosten, wenn sie aus 

unternehmungswirtschaftlicher Sicht vertretbar erscheinen. Praxisgemäss sind 

Aufwendungen dann geschäftsmässig begründet, wenn sie mit dem erzielten Erwerb 

unternehmungswirtschaftlich in einem unmittelbaren und direkten (organischen) 

Zusammenhang stehen. Somit muss alles, was nach kaufmännischer Auffassung in 

guten Treuen zum Kreis der Unkosten gerechnet werden kann, steuerlich als 

geschäftsmässig begründet anerkannt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein 

Betrieb auch ohne den infrage stehenden Aufwand ausgekommen wäre und ob dieser 

Aufwand im Sinne einer rationellen und gewinnorientierten Betriebsführung 

zweckmässig war (BGer 2C_942/2017 vom 1. Februar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).

Im Bereich der geldwerten Leistungen gilt die Grundregel, dass die Steuerbehörde die 

Beweislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen trägt, die steuerpflichtige 

Person dagegen diejenige für all das, was die Steuer aufhebt oder mindert. Der 

Behörde obliegt insbesondere der Nachweis dafür, dass die Gesellschaft eine Leistung 

erbracht hat und dieser keine oder keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. 

Hat die Behörde ein solches Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung 

dargetan, so ist es Sache der steuerpflichtigen Person, die damit begründete 

Vermutung zu entkräften. Gelingt ihr das nicht, trägt sie die Folgen der Beweislosigkeit 

(BGer 2C_644/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2). Bei einer buchführenden 

Steuerpflichtigen gilt der Massgeblichkeitsgrundsatz. Die Steuerpflichtige erbringt den 

Beweis für grundsätzlich steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige 

Begründetheit von Ausgaben usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf 

einer ordnungsgemässen Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 85 zu Art. 123 DBG). Nach dem 

Belegprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die einzelnen 

Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 OR). Der Beleg 

muss den Belegtext, den Buchungsbetrag, den Aussteller des Belegs und das 

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Ausstellungsdatum enthalten (Brülisauer/Mühlemann, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 

Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, N 37 zu 

Art. 58). Als Buchungsbelege gelten schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in 

elektronischer oder vergleichbarer Form, die notwendig sind, um den einer Buchung 

zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt nachvollziehen zu können (Art. 

957a Abs. 3 OR). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der buchführenden 

steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände darzutun vermag, die 

Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen Aufwendungen 

aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen Person, diese Zweifel 

auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG). In 

Bezug auf die Beweislast hat das Bundesgericht festgehalten, dass bei einem von der 

steuerpflichtigen Gesellschaft erfolgswirksam verbuchten Aufwandposten es 

grundsätzlich an dieser liegt, den Nachweis zu erbringen, dass diese Erfolgsminderung 

geschäftsmässig begründet ist. Leitet die steuerpflichtige Person aus einem 

internationalen Verhältnis zudem etwas zu ihren Gunsten ab, treffen sie auch erhöhte 

Beweisanforderungen und Auskunftspflichten. In besonderem Masse gilt dies, falls der 

Vertragspartner in einem Staat ansässig ist, dessen Recht die Bildung fiktiver Sitze 

juristischer Personen erfahrungsgemäss begünstigt. Bei Zahlungen ins Ausland ist 

somit nicht nur der Empfänger zu nennen, sondern es sind die gesamten Umstände 

darzulegen, die im konkreten Fall zu deren Ausrichtung geführt haben. Es sind die 

Verträge der jeweiligen Grundgeschäfte vorzuweisen sowie allfällige schriftliche 

Provisionsvereinbarungen, ferner die lückenlos dokumentierte Korrespondenz mit den 

Zahlungsempfängern und den allenfalls involvierten Banken (BGer 2C_942/2017 vom 

1. Februar 2018 E. 3.3 mit Hinweisen; VerwGE B 2015/52, 53 vom 24. November 2016 

E. 3.4, B 2014/212, 213 vom 27. April 2016 E. 2.4, B 2014/67, 68 vom 25. August 2015 

E. 3.4.4, je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

3.2. Die Beschwerdeführerin übernahm gemäss eigenen Angaben per 1. Januar 2014 

einen Opel Insignia zum Buchwert von CHF 24'600 von der X.__ + Partner Treuhand 

AG (vgl. act. 9/7/3/5). Am 4. Dezember 2014 stellte die B.__ AG der X.__ + Partner 

Treuhand AG eine Rechnung für einen Neuwagen zum Nettopreis von CHF 45'969 aus, 

wobei der Altwagen im Wert von CHF 15'969 zum Eintausch gelangte (vgl. 

act. 9/7/7/2). In der Buchhaltung wies die Beschwerdeführerin einen Verlust aus dem 

Autoverkauf von CHF 9'814 und eine Rundungsabschreibung von CHF 564, insgesamt 

http://www.gerichte.sg.ch

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somit CHF 10'378, aus (vgl. act. 9/7/1), wobei gemäss Beschwerdeschrift im Betrag 

von CHF 9'814 die Mehrwertsteuer auf dem Eintauschwert von CHF 1'183 enthalten 

sei (vgl. act. 1 S. 15).

Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass die von der Vorinstanz vorgebrachten 

Argumente, wonach sämtliche Verbuchungen per 31. Dezember 2014 erfolgt seien, 

kein Kaufvertrag für die Übernahme des Altwagens per 1. Januar 2014 vorliege, die 

Rechnung für den Kauf des Neuwagens auf die X.__ + Partner Treuhand AG laute und 

auf die Beschwerdeführerin kein Fahrzeug eingelöst gewesen sei, zuträfen (vgl. act. 1 

S. 16). Diese von der Vorinstanz aufgeführten Umstände sind durchaus geeignet, 

berechtigte Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit des verbuchten 

Fahrzeugaufwands aufkommen zu lassen, weshalb es an der Beschwerdeführerin ist, 

diese Zweifel auszuräumen. Die Übertragung des Fahrzeugs von der X.__ + Partner 

Treuhand AG auf die Beschwerdeführerin wird damit begründet, der Alleinaktionär der 

Beschwerdeführerin habe auf Jahresbeginn 2014 seinen Rücktritt bei der X.__ + 

Partner Treuhand AG, bei welcher er CEO und Verwaltungsratsmitglied mit 

Einzelunterschrift war, erklärt, weshalb das Fahrzeug auf die Beschwerdeführerin 

übertragen worden sei (vgl. act. 1 S. 17).

Diese Argumentation vermag die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit 

nicht zu entkräften. Selbst wenn ein Auto als Geschäftsfahrzeug von einer Gesellschaft 

auf eine andere übertragen wird, ist zu berücksichtigen, dass Aufwendungen, welche 

die Gesellschaft einzig für den privaten Lebensaufwand des Aktionärs bzw. 

Anteilsinhabers oder einer ihm nahestehenden Person erbringt, nicht als 

Geschäftsaufwand verbucht werden können (vgl. BGer 2C_795/2015, 2C_796/2015 

vom 3. Mai 2016 E. 2.2). Unabhängig davon, ob eine Rechtspflicht besteht, 

Geschäftsvorfälle per dato ihres Vorgangs verbuchen zu müssen, werden die Zweifel 

dadurch bekräftigt, dass das Datum des Buchungsbelegs nicht mit der Verbuchung in 

der Buchhaltung übereinstimmt. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner den 

verbuchten Aufwand für "Unterhalt und Reparatur Fahrzeuge" von CHF 1'673 zum 

Abzug zuliess, kann die Beschwerdeführerin die Zweifel an der geschäftsmässigen 

Begründetheit ebenfalls nicht aus dem Weg räumen, denn augenscheinlich verfügt die 

Beschwerdeführerin über weitere Fahrzeuge. Jedenfalls ist nicht dargetan, dass die 

unter diesem Posten verbuchten Kosten für das im Streit liegende Fahrzeug 

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aufgewendet wurden. An den berechtigten Zweifeln ändert letztlich nichts, dass die 

Beschwerdeführerin gemäss ihrer Darstellung auf dem Eintauschwert die 

Mehrwertsteuer abgerechnet habe. Insbesondere geht dies weder aus der 

eingereichten Einschätzungsmitteilung der Beschwerdebeteiligten vom 16. Januar 

2018 (act. 3) noch aus der Neuwagen-Rechnung vom 4. Dezember 2014 (act. 9/7/7/2) 

hervor. Die Rechnung lässt überdies vielmehr den Schluss zu, dass im Betrag von 

CHF 15'969 die Mehrwertsteuer bereits enthalten war, ist doch im Totalbetrag des 

Neuwagens von CHF 45'969 und im Aufpreis von CHF 30'000 bereits die 

Mehrwertsteuer enthalten. Die Aufrechnung des verbuchten Fahrzeugaufwands von 

CHF 10'378 beim steuerbaren Reingewinn der Beschwerdeführerin für die 

Steuerperiode 2014 ist daher nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist in diesem 

Punkt entsprechend abzuweisen.

3.3. Die Beschwerdeführerin verbuchte in der Steuerperiode 2014 Arbeiten durch Dritte 

in der Höhe von CHF 37'800 als Aufwand (vgl. act. 9/7/3/7). Der Beschwerdegegner 

anerkannte diese Zahlungen mangels geschäftsmässiger Begründetheit nicht an mit 

der Begründung, dass kein schriftlicher Beratungsvertrag abgeschlossen worden sei, 

bei Zahlungen ins Ausland besonders strenge Beweiserfordernisse zu beachten seien, 

die Entschädigungen an Y.__ jeweils in Barausrichtungen erfolgt seien, die von diesem 

ausgestellten Rechnungen eine UID-Nummer enthalte, die nicht existiere, und die 

Quittungen teilweise von Drittpersonen ausgestellt bzw. unterzeichnet worden seien.

Wie der Beschwerdegegner zu Recht festhielt, sind – entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin – bei Zahlungen ins Ausland durchaus erhöhte 

Beweisanforderungen zu beachten (vgl. vorstehende E. 3.1 am Ende). Unbestritten ist, 

dass mit Y.__ kein schriftlicher Beratungsvertrag abgeschlossen worden war. Soweit 

der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer geltend macht, die diesbezüglichen 

Ausführungen der Vorinstanz auf Seite 9 des angefochtenen Entscheids würden seine 

berufliche Reputation in geradezu ehrverletzender Weise beschädigen, ist zu 

bemerken, dass er in der Einsprache vom 13. September 2016 selbst darauf hinwies, 

es seien keine weiteren Verträge bzw. "schriftlichen Vereinbarungen" abgeschlossen 

worden (vgl. act. 9/7/12 S. 9). Zwar existieren drei – jedoch nicht unterzeichnete – 

Rechnungskopien von Y.__ aus O.__ (Rechnung vom 31. März 2014 über EUR 14'000, 

Rechnung vom 30. Juni 2014 über EUR 10'000, Rechnung vom 30. September 2014 

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über EUR 7'500; act. 9/7/7/1). Auffällig ist dabei, dass die jeweiligen Beträge jeweils vor 

Rechnungsstellung bei der Beschwerdeführerin (mit einem Wechselkurs von CHF 1.20) 

verbucht wurden. Weiter stimmt auf der handschriftlichen Quittung vom 7. Februar 

2014 das "Gebucht"-Datum (10. April 2014) nicht mit dem Datum auf dem Kontoblatt 

überein (vgl. act. 9/7/8). Die Vorinstanz erkannte ausserdem zu Recht, dass die 

Quittungen von verschiedenen Personen unterzeichnet wurden, wobei die Unterschrift 

des Empfängers Z.__ vom 5. Mai 2014 nicht identisch mit der Unterschrift auf dem 

Bankbeleg vom 9. September 2014 ist, welche gemäss Vermerk ebenfalls von Z.__ 

stamme. Nicht nachvollziehbar und im Geschäftsverkehr unüblich ist zudem, dass ein 

Nachbar der Beschwerdeführerin Zahlungen für einen Geschäftspartner der 

Gesellschaft entgegennimmt, selbst wenn dieser den Kontakt vermittelt haben sollte. 

Auch wenn sich dieser Personenkreis gegenüber der Beschwerdeführerin 

ordnungsgemäss über die Bevollmächtigung ausgewiesen hat, werden die Zweifel an 

der geschäftsmässigen Begründetheit der Zahlungen dadurch bekräftigt, dass dieser 

Personenkreis wiederum keine Quittung über die Auslieferung des Geldbetrags an Y.__ 

unterzeichnen liess. Auch wenn eine falsche UID-Nummer auf den Rechnungen für sich 

alleine noch keine berechtigten Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit der 

Aufwendungen belegen, führt dieser Umstand schliesslich in Übereinstimmung mit den 

vorinstanzlichen Ausführungen (vgl. act. 2 E. 4c/bb) – auf welche anstelle von 

Wiederholungen verwiesen werden kann – vielmehr dazu, dass die Zweifel an der 

Echtheit der Rechnungen und damit auch der geschäftlichen Begründetheit der 

Zahlungen ins Ausland nicht ausgeräumt werden können. Nicht massgebend ist in 

diesem Zusammenhang im Übrigen, ob zwischen der Beschwerdeführerin und Y.__ ein 

Näheverhältnis bestand. Entsprechend ist die Beschwerde auch diesbezüglich 

abzuweisen.

3.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdegegner den Hauptbeweis der 

buchführenden Beschwerdeführerin erschüttern konnte, indem er Umstände darzutun 

vermochte, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit des 

Fahrzeugaufwands von CHF 10'378 und der Barzahlungen ins Ausland von insgesamt 

CHF 37'800 aufkommen lassen. Damit liegt es an der Beschwerdeführerin, den 

Gegenbeweis zu erbringen. Ihre Ausführungen vermögen die Zweifel jedoch nicht zu 

entkräften. Entsprechend ist die Beschwerde sowohl hinsichtlich der Kantonssteuern 

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als auch der direkten Bundessteuer aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2014 abzuweisen.

4. […]

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/155 und B 2018/156 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde betreffend Kantonssteuern aufgrund des Rechnungsabschlusses 

per 31. Dezember 2014 (B 2018/155) wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2014 (B 2018/156) wird abgewiesen.

4. Die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von CHF 1‘500 (Kantonssteuern) 

und von CHF 1‘000 (direkte Bundessteuer) bezahlt die Beschwerdeführerin unter 

Verrechnung mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt CHF 2‘500.

5. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident                   Die Gerichtsschreiberin

Eugster                                             Blanc Gähwiler

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		2025-07-19T05:28:44+0200
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