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**Case Identifier:** e1651dc3-82b6-55f6-81e4-15ece4fc6f0f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.07.2021 200 2021 283
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-283_2021-07-16.pdf

## Full Text

200 21 283 IV
JAP/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juli 2021

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), ge-
lernter ..., meldete sich im Juni 2006 wegen Kniebeschwerden rechts bei der 
Invalidenversicherung (IV) zur Berufsberatung bzw. Umschulung in eine 
neue Tätigkeit an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 2). Die IVB sprach dem Versicherten eine Wiederquali-
fizierung zum ... für die …branche mit …-Kenntnissen (vgl. AB 28, 46/3) zu. 
Nach Abschluss der Massnahme arbeitete der Versicherte ab dem 29. Sep-
tember 2008 als … bei der C.________ AG (AB 48), woraufhin die IVB mit 
Verfügung vom 27. März 2009 (AB 52) die berufliche Eingliederung ab-
schloss.

Im Oktober 2018 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Kniebe-
schwerden im Zusammenhang mit einem Unfall vom 3. Februar 2018 erneut 
zum Leistungsbezug an (AB 60, siehe auch AB 59.71). Die IVB traf Ab-
klärungen, holte die Unfallakten der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) ein (vgl. etwa AB 59.1-59.71, 70.1-70.81, 78.1-78.31, 80.1 f.), 
veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung (Expertise vom 24. Januar 
2020 [AB 133.1], AB 133.2-133.7), wies das Leistungsgesuch soweit beruf-
liche Massnahmen betreffend mit Mitteilung vom 18. Februar 2019 (AB 87) 
ab und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3. März 2020 (AB 138) 
die Abweisung seines Rentengesuchs in Aussicht. Nach Einwand des Ver-
sicherten (AB 143, 146), Rückfragen an die Gutachterstelle (AB 150) und er-
neutem Vorbescheidverfahren (AB 152, 156) verneinte die IVB mit Verfü-
gung vom 9. März 2021 (AB 159) bei einem IV-Grad von 30 % einen Ren-
tenanspruch.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 19. April 2021 Beschwerde und stellte fol-
gende Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 3

1. Die Verfügung vom 9. März 2021 sei vollumfänglich aufzuheben.
2. Dem Beschwerdeführer sei eine ganze Invalidenrente zuzuspre-

chen.
3. Dem Beschwerdeführer seien berufliche Massnahmen zu ge-

währen.
4. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere 

medizinische Abklärungen zu initiieren.
5. Dem Beschwerdeführer sei für das Beschwerdeverfahren die voll-

umfängliche unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung des un-
terzeichnenden Rechtsanwalts als unentgeltlichen Rechtsbeistand 
zu gewähren.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer-
degegnerin.

Mit Eingabe vom 20. Mai 2021 teilte der Beschwerdeführer – nach entspre-
chender Anfrage mit prozessleitender Verfügung vom 21. April 2021 – mit, 
dass er über eine Gesundheitsrechtsschutzversicherung verfüge, welche für 
das vorliegende Beschwerdeverfahren Kostengutsprache erteilt habe. Ent-
sprechend ziehe er das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2021 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Mai 2021 wurde das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ 
als amtlicher Anwalt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-

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waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 
(Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – vor-
behältlich E. 1.2 hiernach – einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. März 2021 (AB 159). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. Soweit der Beschwerdeführer 
zudem die Gewährung von beruflichen Massnahmen beantragt (vgl. Be-
schwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 3), hat die Beschwerdegegnerin hierü-
ber mit der angefochtenen Verfügung nicht befunden, weshalb diesbezüglich 
mangels Anfechtungsgegenstand nicht auf die Beschwerde einzutreten ist 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus 
drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teil-
weise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit 
(BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich 
zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 
herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarkt-
lage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist 
den Akten im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im interdisziplinären Gutachten der D.________ AG (nachfolgend: 
MEDAS) vom 24. Januar 2020 (AB 133.1 [Interdisziplinäre Gesamtbeurtei-
lung]) stellten die Dres. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, und med. pract. G.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, sowie lic. phil. H.________, Fachpsycho-
loge Neuropsychologie FSP, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine leichte neuropsychologische Störung bei unterdurchschnittli-
cher Intelligenz im Sinne einer Lernbehinderung, eine kombinierte Persön-
lichkeitsstörung mit emotional-instabilen, impulsiven, selbstunsicheren und 
abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.0), Aufbrauchveränderungen des rechten 
Kniegelenks mit Reizzustand, Bewegungseinschränkung und vorderer Kni-
einstabilität und Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäule bei geringen 
Aufbrauchveränderungen, nachgewiesener Diskushernie L5/S1 links und 
sensiblem Nervenwurzelreiz. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit wurden eine primäre Adipositas permagna (BMI ca. 47), eine 
koronare (und hypertensive?) Herzkrankheit bei Status nach transluminaler 
Dilatation (2019), eine Schlafapnoe, aktuell unter Maskenbehandlung 
(2019), ein Asthma bronchiale, eine Dysurie/Inkontinenz, rezidivierende 
Harnwegsinfekte bei Status nach Urethraverletzung und multiplen Eingriffen 
bis 2017 sowie ein Status nach Urolithiasis und Steinextraktion 2010 festge-
halten (AB 133.1/4 Ziff. 4.2). 

Aus internistischer Sicht sei der massiv übergewichtige Beschwerdeführer 
mit einem BMI von 47 zurzeit mehr im Sinne eines erhöhten Erkrankungsri-
sikos (Herzkreislauf) belastet, jedoch nicht arbeitsunfähig. Aus orthopädi-
scher Sicht bestehe eine durch das Übergewicht akzentuierte, bereits mehr-
fach operierte und aktuell nur noch durch einen Gelenksersatz angehbare 
Kniegelenksarthrose rechts. Dieser Gelenksersatz könne aber nur nach ei-
ner Gewichtsreduktion (eventuell mittels eines Magenbypasses) durchge-
führt werden. Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Bereich sei aus orthopädi-
schen Gründen durch eine Reduktion des medizinisch zumutbaren Pensums 

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eingeschränkt. Aus psychiatrischer bzw. neuropsychologischer Sicht be-
stehe einerseits eine angeborene, sich weitgehend homogen auswirkende 
Lernbehinderung, andererseits eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, 
welche im Rahmen der belastenden Biographie des Beschwerdeführers 
nachvollziehbar werde. Dadurch werde die Leistungsfähigkeit – in Anbe-
tracht der nicht durchgehend gegebenen Leistungsbereitschaft – qualitativ 
gering- bis mittelgradig eingeschränkt, unabhängig von der allfälligen Stei-
gerbarkeit des zeitlichen Pensums nach einem Gelenksersatz. Der bisherige 
(letzte) Arbeitsplatz sei in dieser Hinsicht (schon vom Arbeitgeber vorgängig) 
optimal angepasst gewesen, nämlich ausserhalb der normalen Produktions-
kette, mit geringem Leistungsdruck und verständnisvoller Umgebung 
(AB 133.1/3 f. Ziff. 4.1). 

Aus orthopädischer Sicht habe die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
spätestens seit dem 18. Januar 2019 aufgrund der mittels MRI dokumentier-
ten ausgeprägten Verschleissveränderungen am rechten Kniegelenk 30 % 
betragen. Zusätzlich bestehe eine leichte Einschränkung um den Faktor 0.7 
aufgrund der Lernbehinderung und der momentan ausgeprägten Relevanz 
der Persönlichkeitsstörung durch die kognitiven Defizite. Die Gesamt-Ar-
beitsunfähigkeit (gemeint wohl: Arbeitsfähigkeit) betrage demnach 21 %. In 
einer aus orthopädischen Sicht angepassten Tätigkeit ohne Gehen und Ste-
hen länger als drei Stunden sei die Arbeitsfähigkeit qualitativ um 30 % eige-
schränkt, entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 70 % (AB 133.1/5 
Ziff. 4.7 f.). 

3.1.2 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt in 
der Stellungnahme vom 22. März 2020 (AB 146/18-20) fest, im Gutachten 
fehlten eine neurologische Würdigung und eine Berücksichtigung der ganz 
erheblichen Einschränkungen durch die urologische Problematik. Der im 
Gutachten erwähnten nicht durchgehend ausreichenden Anstrengungsbe-
reitschaft werde entschieden entgegengetreten, suggeriere dies doch eine 
Aggravation des Beschwerdeführers. Eine Integration in einem wohlwollen-
den Umfeld sei möglich, soweit es sich um einen geschützten Arbeitsplatz 
handle. Solche Bedingungen hätten am bisherigen Arbeitsplatz nicht ge-
herrscht. Nahezu wöchentlich habe durch den Hausarzt und den behandeln-

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den Psychiater infolge subjektiv als verheerend erlebten Kränkungen am Ar-
beitsplatz interveniert werden müssen, wodurch ein Suizid oder Schlimme-
res habe verhindert werden können. Die vom Internisten verneinte Auswir-
kung der Adipositas per magna auf die Arbeitsfähigkeit erscheine, insbeson-
dere in Kombination mit der orthopädischen Problematik, fragwürdig. Betref-
fend die anamnestisch übernommene Diagnose einer koronaren Herzkrank-
heit wies Dr. med. I.________ darauf hin, dass eine solche gestützt auf eine 
Koronarografie habe ausgeschlossen werden können. Das internistische 
Gutachten sei diesbezüglich unpräzise. Bei der auf dem orthopädischen Ge-
biet attestierten Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit 
werde nicht berücksichtigt, dass auch am linken Knie eine nachgewiesene 
fortschreitende Knorpelschädigung retropatellar bestehe. Zudem sei auf die 
Wirbelsäulen-orthopädischen und auf das aktenkundige hintere Tarsaltun-
nelsyndrom rechts nicht hinreichend eingegangen worden. Die orthopädi-
sche Begutachtung habe unter einer ausgebauten Schmerzmedikation statt-
gefunden und die Wiederaufnahme einer Tätigkeit würde den Beschwerde-
führer in einen Medikamenten-Überkonsum treiben. Die urologische Proble-
matik sei nur ganz am Rande gestreift worden. Der Beschwerdeführer sei 
trotz nunmehr sechs urologischen Eingriffen inkontinent und leide an rezidi-
vierenden Harnwegsinfekten sowie einer penibel bedingten Dysurie. Durch 
häufig notwendige Toilettengänge sei die Arbeitsfähigkeit unabhängig vom 
Arbeitsplatz ganz sicher zusätzlich zu den im Gutachten aufgeführten Punk-
ten eingeschränkt. Schliesslich sei nicht verständlich, warum die (im Zweig 
der Arbeitslosenversicherung) erfolgte „Arbeitsmarkt-Fähigkeitsabklärung“ 
derart zum Gutachten kontrastiere.

3.1.3 Im Bericht vom 23. März 2020 (AB 146/16 f.) diagnostizierte Dr. med. 
J.________, Facharzt für Neurologie, ein radikuläres Reiz- und senso-moto-
risches Ausfallsyndrom S1 links mit medio-linkslateraler Diskushernie L5/S1 
links (MRI LWS vom 16. Juli 2019) und periradikulärer Infiltration S1 links am 
18. September 2019, eine massive epidurale Lipomatose mit deutlicher Ein-
engung des Spinalkanals auf Höhe LWK 2/3, LWK 3/4 und LWK 4/5 und 
auch LWK 5/SWK 1 (MRI LWS vom 16. Juli 2019), eine Adipositas per ma-
gna, wahrscheinlich teilweise medikamentös mitinduziert bei psychiatrischen 
Therapeutika, und eine psychiatrische Problematik. Er habe den Beschwer-
deführer zuletzt im September 2019 gesehen. Dieser sei erheblich limitiert, 

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wobei längeres Sitzen zu einer erneuten radikulären Reizsymptomatik bzw. 
längeres Stehen und Gehen zu einer spinalen Claudicatio führen würden. 

3.1.4 Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt in der Stellungnahme vom 26. März 2020 (AB 146/21 f.) fest, die gut-
achterlichen Schlussfolgerungen betreffend die Arbeitsfähigkeit seien nicht 
nachvollziehbar. Seines Erachtens hätten die Diagnose einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung im Sinne einer schwerwiegenden psychiatrischen 
Störung wie auch die objektivierten Defizite in den Bereichen Aufmerksam-
keit und Antrieb sowie den Exekutivfunktionen bzw. die Lernbehinderung 
sehr erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Zusätzlich sei von ei-
ner rezidivierenden depressiven Störung, mit Episoden teilweise bis schwe-
ren Grades, auszugehen (ICD-10 F33.0-2); dies ebenfalls mit klarem Krank-
heitswert. Weiter bestünden neben den psychiatrischen Mehrfachdiagnosen 
sehr erhebliche somatische Komorbiditäten zu den psychiatrischen Erkran-
kungen. Dabei sei auf die arbeitsmarktliche Abklärung zu verweisen, wo von 
lediglich einem sehr kleinen Arbeitspensum von circa 20 % in einer ange-
passten Tätigkeit ausgegangen worden sei. Diese Einschätzung sei aus 
psychiatrischer Sicht nachvollziehbar. Die festgestellten Befunde und Dia-
gnosen der psychiatrischen und neuropsychologischen Begutachtung seien 
– abgesehen von der nicht berücksichtigten Diagnose der rezidivierenden 
depressiven Störung und der Komorbidität – zwar nachvollziehbar und kon-
sistent, jedoch hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht 
genügend gewichtet. Der Beschwerdeführer dürfte im ersten Arbeitsmarkt 
kaum vermittelbar sein bzw. nur eine sehr begrenzte, inkonsistente und nicht 
durchgehend verwertbare Arbeitsfähigkeit haben. Eine angepasste Tätigkeit 
respektive eine Beschäftigung im geschützten Rahmen dürfte in Teilzeit 
möglich sein.

3.1.5 In der Stellungnahme vom 5. November 2020 (AB 150) hielten die 
MEDAS-Gutachter fest, aus rein orthopädischer Sicht bestehe in einer opti-
mal adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die vom behan-
delnden Neurologen postulierten massivsten Einschränkungen des Achsen-
organes seien nicht durch entsprechende Befunde hinterlegt. Die gutachter-
liche Einschätzung stütze sich demgegenüber neben den Akten insbeson-
dere auf die körperliche Untersuchung. Eine funktionelle Einschränkung 

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durch ein Tarsaltunnelsyndrom habe im Gutachten nicht festgestellt werden 
können. Trotz der bestehenden Einschränkungen sei eine leichte, überwie-
gend sitzende Tätigkeit in einem 100 %-Pensum zumutbar (AB 150/3 
Ziff. 2.2). Im psychiatrischen Teilgutachten sei die komorbide Wechselwir-
kung zwischen den psychischen und somatischen Gesundheitsschäden 
berücksichtigt worden. Ebenso seien die Stimmungstiefs und suizidale Zu-
spitzungen in die diagnostische Einschätzung miteinbezogen worden, dies 
jedoch im Rahmen der emotionalen Instabilität und nicht als eigenständige 
depressive Störung. Zudem seien im psychiatrischen Gutachten die Grund-
lagen für die Einschätzung der Arbeitsmarktfähigkeit diskutiert worden. Ins-
gesamt bestünden keine neuen psychiatrischen Aspekte (AB 150/4 f. 
Ziff. 2.3). Der neuropsychologische Sachverständige hielt fest, entgegen den 
unzutreffenden Aussagen des behandelnden Hausarztes bzw. des Rechts-
anwaltes des Beschwerdeführers seien die Leistungsvalidierungsverfahren 
im Rahmen des Gutachtens auffällig gewesen, weshalb die Annahme einer 
Verdeutlichungstendenz objektiv begründet und keinesfalls absurd sei. Ag-
gravation werde dem Beschwerdeführer nicht unterstellt. Die weiteren An-
nahmen des Hausarztes zum Vorliegen von Aggravation seien spekulativer 
Natur (AB 150/5 f. Ziff. 2.4).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor-
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung 

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volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 
V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 
E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte 
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 
denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 
Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin-
gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3, 2017 IV 
Nr. 49 S. 148 E. 5.5).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 9. März 2021 (AB 159) in medizinischer Hinsicht auf das interdiszi-
plinäre MEDAS-Gutachten vom 24. Januar 2020 (AB 133.1 [Gesamtbeurtei-
lung]) sowie die gutachterliche Stellungnahme vom 5. November 2020 
(AB 150). Sowohl das Gutachten als auch die ergänzende gutachterliche 
Stellungnahme erfüllen die vorerwähnten Anforderungen der Rechtspre-
chung an eine beweiskräftige versicherungsmedizinische Expertise (vgl. 
E. 3.2 hiervor), weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt. Die darin enthal-
tenen Ausführungen und Feststellungen beruhen auf eingehenden fachärzt-
lichen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berück-
sichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Gestützt dar-
auf haben die Gutachter die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend 
und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand 
sowie zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nachvollzieh-
bar und überzeugend dargestellt. Die Ergebnisse der vertieften neuropsy-
chologischen Untersuchung (vgl. dazu AB 133.3) wurden sodann im psych-
iatrischen Teilgutachten (vgl. AB 133.5/17 und 19 sowie 21 f.) und ebenfalls 

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im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung (vgl. AB 133.1/3 ff.) in-
tegrierend gewürdigt (vgl. dazu Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
13. November 2018, 8C_584/2018, E. 4.1.1.2, mit Hinweis auf BGE 140 V 
193 E. 3.2 S. 195; vgl. auch SVR 2017 IV Nr. 75 S. 231 E. 4.1.1). Angesichts 
der ausgewiesenen hohen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 
Tätigkeit und mit Blick auf die auch hinsichtlich der durch BGE 141 V 281 
normierten Beweisthemen überzeugenden gutachterlichen Folgenabschät-
zung (vgl. AB 133.5/20 ff. Ziff. 7 f.) besteht vorliegend kein Anlass von der 
psychiatrischen Einschätzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig-
keit abzuweichen (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3 S. 369). 

3.3.2 Der Beschwerdeführer rügt vorab bezüglich der gutachterlichen Stel-
lungnahme vom 5. November 2020 (AB 150), die Beschwerdegegnerin hätte 
diese im Rahmen des Vorbescheidverfahrens überhaupt nicht einholen dür-
fen. Diese Auffassung ist unzutreffend. Der Versicherungsträger ist berech-
tigt, bei Bedarf nach Vorliegen des versicherungsexternen Gutachtens Er-
läuterungs- oder Ergänzungsfragen an die Sachverständigen zu stellen; das-
selbe Recht steht auch der versicherten Person zu (statt vieler: BGE 136 V 
113 E. 5.4 S. 116; MASSIMO ALIOTTA, in: FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 
2020, Art. 44 N. 51 mit Hinweisen). Vorliegend gaben erst die mit der ergän-
zenden Einwandbegründung vom 19. Mai 2020 (AB 146) neu eingereichten 
Stellungnahmen der behandelnden Ärzte hierzu Anlass und das Vorgehen 
der Beschwerdeführer ist insbesondere auch mit Blick auf die geltende Un-
tersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) in keiner Weise zu beanstanden. 
Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang 
vorgebrachte Rechtsprechung zielt sodann an der Sache vorbei, zumal sie 
den Ausstand von Sachverständigen im Hinblick auf eine erneute bzw. Ver-
laufsbegutachtung betrifft (vgl. den zitierten Entscheid des BGer vom 
14. September 2009, 9C_273/2009, E. 3.4), während hier bloss eine ergän-
zende gutachterliche Stellungnahme zu neu eingereichten medizinischen 
Unterlagen im Rahmen derselben Expertise zu beurteilen ist. Dies ist 
gemäss dem vom Beschwerdeführer zitierten Bundesgerichtsentscheid 
überdies selbst bei einer gutachterlichen Vorbefassung zulässig, soweit der 
Gutachter andere Fragen zu beantworten oder sein erstes Gutachten ledig-
lich zu erklären, zu erläutern oder zu ergänzen hat (BGer 9C_273/2009, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 13

E. 3.4 in fine). Soweit zudem im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung der 
erneute Beizug derselben, mit dem Fall bereits vertrauten Vorgutachtern 
sachgerecht und dem Aufschlusswert des Gutachtens dienlich ist (BGE 147 
V 79 E. 7.4.4 S. 84; Entscheid des BGer vom 8C_665/2015 vom 21. Januar 
2016, E. 4.2), hat dies für die hier in Frage stehende Konstellation umso 
mehr zu gelten. Im Übrigen sind aus den medizinischen Akten keine 
Ausstandsgründe ersichtlich und wurden vom Beschwerdeführer auch nicht 
(sinngemäss) vorgebracht.

3.3.3 Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, dass das MEDAS-Gut-
achten vom 24. Januar 2020 (AB 133.1) nicht alle relevanten Fachrichtun-
gen abdecke, da zusätzlich eine neurologische sowie eine urologische Be-
gutachtung erforderlich gewesen wären (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 4). Recht-
sprechungsgemäss kommt den Gutachtern betreffend den Umfang der gut-
achterlichen Abklärungen sowohl für die Wahl der Untersuchungsmethoden 
wie auch für den Beizug weiterer Experten ein weiter Ermessenspielraum zu 
(Entscheid des BGer vom 7. September 2018, 9C_216/2018, E. 3.5 mit Hin-
weisen), ist es doch grundsätzlich Sache der Gutachter zu entscheiden, ob 
und welche Abklärungen sowie Untersuchungen für eine umfassende Exper-
tise notwendig sind (Entscheid des BGer vom 24. November 2020, 
9C_593/2020, E. 4.1.1). Vorliegend waren den Gutachtern die von Dr. med. 
J.________ in den Berichten 13. Februar 2019 (AB 90) und vom 4. Septem-
ber 2019 (AB 117) erhobenen Befunde und die gestützt auf bildgebenden 
Abklärungen gestellten neurologischen Diagnosen bekannt (vgl. AB 133.4/5, 
133.2/6, siehe auch AB 150/1 Ziff. 1.2). Nach Lage der medizinischen Akten 
fanden im Nachgang zu den neurologischen Abklärungen im Jahr 2019 keine 
weitergehenden neurologischen Untersuchungen respektive Behandlungen 
statt. Dr. med. J.________ beschränkte sich denn auch in seiner Stellung-
nahme vom 23. März 2020 (AB 146/16 f.) auf eine Wiederholung der vor-
mals gestellten Diagnosen sowie den allgemeinen Hinweis, dass der Be-
schwerdeführer aufgrund massiver Pathologien auf Höhe der Wirbelsäule 
massiv eingeschränkt sei. 

Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen des orthopädischen Teilgutach-
tens, welches insbesondere in Kenntnis der bildgebenden Befunde erfolgte 
(vgl. AB 133.4/3), klinisch umfassend untersucht, namentlich im Bereich der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 14

Wirbelsäule (vgl. AB 133.4/9 ff. Ziff. 4.3), und der orthopädische Sachver-
stände diagnostizierte Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäule, unter an-
derem mit nachgewiesener Diskushernie L5/S1 (AB 133.4/11 Ziff. 6.1.2). 
Hierbei ist in Erinnerung zu rufen, dass bei Gesundheitsschäden im Bereich 
der Wirbelsäule die klinische Untersuchung die wichtigste und feinste Prü-
fung darstellt (Entscheid des BGer vom 12. Mai 2020, 8C_839/2019, E. 3.2.1 
mit Hinweisen). Sodann ist nicht ersichtlich, inwieweit das anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung beschriebene, lediglich initiale Zittern der 
Hände im Zusammenhang mit einem ängstlich-angespannten Verhalten des 
Beschwerdeführers zu Beginn der Exploration (vgl. AB 133.5/13 Ziff. 4.1 und 
S. 15 oben) weiterer Untersuchungen bedürft hätte. Ebenso hat das bei der 
neuropsychologischen Untersuchung beschriebe Zittern des rechten Armes 
die Bleistiftführung beim Zeichnen und Schreiben nicht beeinflusst 
(AB 133.3/10 Ziff. 4.1), sodass keine Auswirkung auf die funktionelle Leis-
tungsfähigkeit ersichtlich ist. Wenn die Gutachter vor diesem Hintergrund auf 
eine (zusätzliche) neurologische Untersuchung verzichteten (vgl. dazu auch 
AB 150/3 Ziff. 2.2) lag dies in ihrem Ermessen und ist nicht zu beanstanden.

Die Dysurie bzw. Inkontinenzproblematik wurde im MEDAS-Gutachten als 
Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gelistet (AB 133.1/4 
Ziff. 4.2.2.5). Im Rahmen des allgemeininternistischen Teilgutachtens wurde 
der Beschwerdeführer zu der Dysurie/Inkontinenz befragt, wobei er unter an-
derem angab, Einlagen zu tragen (vgl. AB 133.2/7 Ziff. 3.2), und die sich dar-
aus ergebenden, vor allem arbeitsplatzbezogenen Einschränkungen disku-
tiert (AB 133.2/13 Ziff. 6.2, vgl. auch AB 150/2 Ziff. 2.1). Eine unzureichende 
Berücksichtigung der urologischen Problematik aus internistischer Sicht ist 
auch unter Berücksichtigung der von Dr. med. I.________ genannten wie-
derholten operativen Eingriffen (vgl. AB 146/18 ff. Ziff. I und V), nicht ersicht-
lich, womit gleichzeitig der implizite Verzicht auf eine zusätzliche urologische 
Begutachtung ebenfalls nicht zu beanstanden ist. 

3.3.4 Was der Beschwerdeführer sodann – im Wesentlichen unter Bezug-
nahme auf die abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte, 
Dres. med. I.________, J.________ und K.________ – weiter gegen das 
MEDAS-Gutachten bzw. die einzelnen Teilgutachten vorbringt (vgl. Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 15

schwerde S. 6 ff. Ziff. 5), vermag keine konkreten Zweifel an deren Vollstän-
digkeit und Schlüssigkeit zu wecken. So ergeben sich aus den Berichten re-
spektive Stellungnahmen von Dr. med. J.________ vom 23. März 2020 
(AB 146/16 f.), von Dr. med. I.________ vom 22. März 2020 (AB146/18-20) 
und von Dr. med. K.________ vom 26. März 2020 (AB 146/21 f.) keine wich-
tigen neuen Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un-
zureichend gewürdigt geblieben wären (vgl. E. 3.2 hiervor), worauf auch die 
Ärztin vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), med. pract. L.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, in der Stellungnahme vom 27. Fe-
bruar 2021 (AB 158/4) zutreffend hinwies. Die von den behandelnden Ärz-
ten, gestützt auf denselben medizinischen Sachverhalt, attestierte und vom 
MEDAS-Gutachten abweichende Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit ist unter diesen Umständen nicht geeignet, die versicherungsex-
terne Expertise in Frage zu stellen (vgl. E. 3.2 hiervor). 

3.3.4.1 Die vom Hausarzt als unzutreffend kritisierte (vgl. AB 146/18 Ziff. II) 
anlässlich der neuropsychologischen Abklärung beschriebene einge-
schränkte Anstrengungsbereitschaft im Sinne einer Verdeutlichungstendenz 
(AB 133.3/16 Ziff. 6 und S. 18 f. Ziff. 7.3) wurde vom neuropsychologischen 
Sachverständigen umfassend und überzeugend begründet und zudem ge-
stützt auf eine standardisierte Leistungsvalidierung beschrieben (vgl. 
AB 133.3/14). Die neuropsychologischen Befunde und Ausführungen wur-
den sodann im Rahmen des psychiatrischen Teilgutachtens (erneut) diffe-
renziert gewürdigt, wobei entgegen der Unterstellung von Dr. med. 
I.________ (vgl. dazu AB 150/5 f. Ziff. 2.4) gerade keine Aggravation oder 
Tendenz zur demonstrativen Symptompräsentation festgehalten wurde (vgl. 
AB 133.5/21 f. Ziff. 21). Wenn der psychiatrische Sachverständige daher die 
neuropsychologisch erstellte teilweise reduzierte Anstrengungsbereitschaft 
im Rahmen der integrierenden psychiatrischen Würdigung (vgl. dazu bereits 
E. 3.3.1 hiervor) mitberücksichtigte, überzeugt dies.

3.3.4.2 Der Kritik des behandelnden Psychiaters Dr. med. K.________ in der 
Stellungnahme vom 26. März 2020 (AB 21 f.), betreffend die gutachterliche 
Diagnostik sowie die angeblich unzureichende Berücksichtigung von Komor-
biditäten, kann nicht gefolgt werden. Denn das psychiatrische Teilgutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 16

kann nicht bereits deshalb verworfen werden, weil der behandelnde Psych-
iater gestützt auf denselben medizinischen Sachverhalt zu einer (abweichen-
den) diagnostischen Beurteilung der beklagten Beschwerden gelangt (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Invalidenversicherungsrechtlich kommt es zudem regelmäs-
sig nicht auf die (genaue) Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkun-
gen eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (statt vieler: Entscheid des 
BGer vom 28. Mai 2019, 9C_867/2018, E. 5.2.1). Diese sind vom Experten 
entsprechend zu plausibilisieren (BGE 140 V 290 E. 3.3.2 S. 297). In diesem 
Zusammenhang leitete der psychiatrische Sachverständige med. pract. 
G.________ die von ihm gestellten Diagnosen einlässlich und überzeugend 
begründet her, wobei er insbesondere auch auf die vom behandelnden 
Psychiater beschriebene depressive Symptomatik einging (vgl. 
AB 133.5/15 ff. Ziff. 6). Med. pract. G.________ führte dazu in der ergänzen-
den Stellungnahme vom 5. November 2020 (AB 150/4 Ziff. 2.3) weiter aus, 
dass die berichteten Stimmungstiefs und die suizidalen Zuspitzungen von 
ihm im Rahmen der emotionalen Instabilität und nicht als eigenständige de-
pressive Störung gewertet worden seien. Auf die psychiatrischen und soma-
tischen Komorbiditäten ging med. pract. G.________ einerseits bei der Dis-
kussion derer Wechselwirkung (AB 133.5/20) und andererseits bei der ver-
sicherungsmedizinischen Begründung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatri-
scher Sicht ein (AB 133.5/20 ff. Ziff. 7 f.) und sie wurden auch im Rahmen 
der Konsensbeurteilung bei der Begründung der Gesamtarbeitsunfähigkeit 
abermals berücksichtigt (vgl. AB 133.1/6 Ziff. 4.9). Eine unzureichende gut-
achterliche Würdigung der Komorbiditäten ist damit nicht ersichtlich. Im Üb-
rigen weist die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe 
Variabilität auf und trägt unausweichlich Ermessenszüge. Die psychiatrische 
Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer 
einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-
psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte – wie hier – lege artis vorgegangen ist (vgl. Entscheid des 
BGer vom 23. Mai 2019, 9C_851/2018, E. 4.2.2 mit Hinweisen; SVR 2018 
IV Nr. 77 S. 255 E. 6.3). 

3.3.4.3 Im internistischen Teilgutachten wurde keine Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 133.2/12 Ziff. 6.1). Dr. med. 
E.________ attestierte in der Folge eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 17

(AB 133.2/14 f. Ziff. 8), wobei er namentlich der massiven Adipositas aktuell 
keinen eigenständigen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beimass 
(AB 133.2/13 Ziff. 7.1). Dies ist überzeugend, vermag doch Adipositas 
gemäss der Rechtsprechung grundsätzlich keine zu Rentenleistungen be-
rechtigende Invalidität zu bewirken (vgl. Entscheide des BGer vom 10. März 
2021, 9C_506/2020, E. 5.3.2, und vom 13. August 2015, 8C_903/2014, E. 
4.3 mit Hinweisen). Soweit Dr. med. E.________ trotzdem festhielt, dass 
sich mit Blick auf die gemäss Angaben des Beschwerdeführers bevorste-
hende Magenbypass-Operation die Frage stelle, ob durch diese die Arbeits-
fähigkeit verbessert werden könnte, bezog sich dies auf die – hier nicht ge-
genständliche (vgl. E. 1.2 hiervor) – arbeitsmarktliche (Wieder-)Eingliede-
rung und erscheint nicht widersprüchlich (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. 5). Denn 
es liegt auf der Hand, dass eine (deutliche) Gewichtsreduktion bei einer mas-
siven Adipositas regelmässig mit einer Zunahme der körperlichen Leistungs-
fähigkeit einhergeht, was sich wiederum positiv auf die zur Verfügung ste-
henden Arbeitsstellen auswirken kann, selbst wenn bereits zuvor eine er-
werblich verwertbare vollständige Arbeitsfähigkeit vorgelegen haben könnte.

3.3.4.4 Im Rahmen der orthopädischen Begutachtung wurde neben dem 
rechten, vom Beschwerdeführer als einzigem schmerzhaft bezeichneten 
(vgl. AB 133.4/6 Ziff. 3.2), Kniegelenk auch das linke Kniegelenk untersucht. 
Dabei beschrieb es Dr. med. F.________ als stabil, frei beweglich und ohne 
Zeichen einer Meniskus- oder Kniescheibenerkrankung sowie ohne intraar-
tikulär nachweisbare Ergussbildung (AB 133.4/10). Einen tatsächlichen funk-
tionellen Ausfall stellte der Gutachter nicht fest. Ebenso fanden eine Unter-
suchung der Sprunggelenke und der Füsse sowie eine kursorische Überprü-
fung des Nervensystems mit im Wesentlichen unauffälligen Befunden statt 
(vgl. AB 133.4/11). Dem orthopädischen Sachverständigen war das von 
Dr. med. J.________ im Bericht vom 13. Februar 2019 (AB 90) diagnosti-
zierte Tarsaltunnelsyndrom rechts bekannt (vgl. AB 133.4/5). Hierzu legte er 
in der ergänzenden Stellungnahme dar, dass diesbezüglich bei einer bisher 
fehlenden Behandlung und ohne festgestellte funktionelle Einschränkungen 
in der körperlichen Untersuchung keine Verminderung der Arbeitsfähigkeit 
resultiere. Dies überzeugt, abgesehen davon war eine vertiefte Auseinan-
dersetzung mit dem Bericht des Dr. med. J.________ nicht erforderlich, zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 18

mal sich insgesamt ein vollständiges und schlüssig ermitteltes Bild des Ge-
sundheitszustandes ergab (vgl. Entscheid des BGer vom 10. Juni 2020, 
9C_256/2020, E. 3.2.2). Schliesslich ist zwischen dem orthopädischen Zu-
mutbarkeitsprofil in einer angepassten Tätigkeit mit nicht mehr als drei Stun-
den Gehen oder Stehen (vgl. AB 133.1/5 Ziff. 4.8) und den vom behandeln-
den Neurologen geäusserten Einschränkungen hinsichtlich längeres Sitzen 
bzw. längeres Stehen und Gehen (vgl. AB 146/16) kein Widerspruch ersicht-
lich, da eine wechselbelastende Tätigkeit diese Anforderungen erfüllt.

3.3.5 Schliesslich vermögen auch die Ergebnisse der (im Zweig der Ar-
beitslosenversicherung getätigten) Arbeitsmarktlichen Massnahme (AMM) 
„Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit“ beim von der N.________ Stiftung … 
betriebenen O.________ im Bericht vom 3. November (recte: Dezember) 
2019 (AB 130) keine konkreten Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung 
der medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu wecken. Denn 
einerseits vermochte der Beschwerdeführer zumindest am Anfang der Ab-
klärungsmassnahme in den den körperlichen Einschränkungen grundsätz-
lich angepassten Tätigkeiten ein Vollzeitpensum zu leisten und andererseits 
orientierte sich die im Verlauf der Abklärungsmassnahme vorgenommenen 
Reduktionen des Pensums auf 50 % bzw. 25 % offenbar an der – vom be-
weiskräftigen psychiatrischen Teilgutachten abweichenden (vgl. dazu 
E. 3.3.4.2 hiervor) – Einschätzung des behandelnden Psychiaters (vgl. 
AB 130/3). Die Schlussfolgerungen der Abklärungsstelle hinsichtlich der Ar-
beitsmarktfähigkeit betreffen zudem den im vorliegenden Kontext nicht 
massgebenden reellen Arbeitsmarkt (vgl. AB 130/3) und dabei fällt auf, dass 
die Vermittlungsfähigkeit gemäss Art. 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 
25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die In-
solvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) lediglich für ein kleines Pensum 
von 20 % bestätigt wurde, obschon die Frage der Vermittlungsfähigkeit 
grundsätzlich unabhängig vom (unter Berücksichtigung der Behinderung) 
zumutbaren Arbeitspensum zu beurteilen wäre. Die Invalidenversicherung 
und die Arbeitslosenversicherung sind ferner nicht komplementäre Versiche-
rungszweige, sodass aus einer allfälligen Vermittlungsunfähigkeit nicht auf 
eine anspruchsbegründende Invalidität geschlossen werden könnte, gleich 
wie der Bezug einer ganzen Invalidenrente die Vermittlungsfähigkeit nicht 
grundsätzlich ausschliesst (vgl. Entscheid des BGer vom 23. Juni 2020, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 19

8C_237/2020, E. 4.2 mit Hinweisen). Die Frage nach den medizinisch-theo-
retisch noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen ist denn auch 
nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung (vgl. 
dazu BGE 140 V 190 E. 3.3.2 S. 297) in erster Linie durch die Ärzte und nicht 
durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobe-
nen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl. etwa Entscheid des 
BGer vom 8. Januar 2019, 8C_334/2018, E. 4.2.1). Die Ergebnisse der ar-
beitsmarktlichen Abklärung war den Gutachtern bekannt (vgl. AB 133.1/3 
Ziff. 4.1, 133.2/3 Ziff. 1.3 drittes Lemma, 133.2/6, 133.5/18 f., 133.7) und sie 
gingen insbesondere bei der Diskussion der Belastungsfaktoren und Res-
sourcen auf die im Abklärungsbericht beschriebenen Einschränkungen ein 
(vgl. AB 133.1/5 Ziff. 4.5). Dass sie sich dabei nicht explizit auf den Ab-
klärungsbericht bezogen, vermag den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens 
nicht zu schmälern, da eine dahingehende, vertiefte Auseinandersetzung mit 
dem Abklärungsbericht im Ermessen der Gutachter stand (vgl. auch 
AB 150/3 Ziff. 2.1) und nicht erforderlich war, zumal sich insgesamt ein 
vollständig und schlüssig ermitteltes Bild des Gesundheitszustandes und der 
zumutbaren Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit ergibt (vgl. dazu BGer 
9C_256/2020, E. 3.2.2). 

3.4 Gestützt auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten vom 24. Januar 
2020 (AB 133.1), einschliesslich der ergänzenden gutachterlichen Stellung-
nahme vom 5. November 2020 (AB 150), ist der Beschwerdeführer in der 
angestammten Tätigkeit als ... spätestens ab dem 18. Januar 2019 noch im 
Umfang von 21 % arbeitsfähig (AB 133.1/5 Ziff. 4.7). In einer dem orthopä-
dischen Zumutbarkeitsprofil angepassten Tätigkeit besteht bei einer voll-
schichtig zumutbaren Präsenz (vgl. AB 133.4/14 f. Ziff. 8) eine um 30 % ver-
minderte Leistungsfähigkeit, mithin insgesamt eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
(AB 133.1/5 Ziff. 4.8). Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine 
entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten, sodass die Beschwerdegeg-
nerin darauf verzichten durfte. Ebenso wenig bedarf es eines beschwerde-
weise (S. 17 Ziff. 11) beantragten Gerichtsgutachtens. Dies verstösst nicht 
gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und auch nicht 
gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bundesverfas-
sung [BV; SR 101]) und das Gebot eines fairen Verfahrens (Art. 9 BV i.V.m. 
Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 20

SR 0.101]; antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 
V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

4. 

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 
(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-
den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 
129 V 222). Ausgehend von der Anmeldung zum Leistungsbezug im Oktober 
2018 (vgl. AB 60/10) und unter alleiniger Berücksichtigung der Karenzfrist 
gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG fällt der frühestmögliche Rentenbeginn auf April 
2019. Ob mit Blick auf die gutachterlichen Ausführungen zum Verlauf der 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. AB 133.1/5 Ziff. 4.7, 
133.4/14 Ziff. 8) das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; siehe zu den ver-
schiedenen Funktionen dieser Fristen: BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.) be-
reits zu diesem Zeitpunkt oder erst im Januar 2020 erfüllt war, kann offen 
bleiben, zumal unabhängig vom jeweiligen Berechnungszeitpunkt kein ren-
tenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. 

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 
Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 
SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls 
verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche 
Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau bezif-
fern, ist auf statistische Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzu-
stellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 21

Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls re-
levanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-
son konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BfS) herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Wird auf Tabellenlöhne abge-
stellt, sind grundsätzlich immer die im Zeitpunkt des angefochtenen Verwal-
tungsaktes aktuellsten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 
E. 2.3 S. 297; Entscheid des BGer vom 27. November 2019, 8C_64/2019, 
E. 6.2.1).

4.2.3 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Ver-
gleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitneh-
mern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem 
Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruf-
lichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschrän-
kung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen 
ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu 
beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Ar-
beitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich 
in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 
doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 
V 16 E. 4.1 S. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 22

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin stellte betreffend das Valideneinkommen 
auf ein lohnstatistisches Einkommen von Fr. 68'336.-- als Produktionsmitar-
beiter in einem Vollzeitpensum ab; das Vorliegen einer Frühinvalidität 
(Art. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]) verneinte sie (AB 159/2). Der Beschwerdefüh-
rer wendet dagegen ein, es liege eine Frühinvalidität vor, da er aus gesund-
heitlichen Gründen keine adäquate Erstausbildung habe absolvieren respek-
tive die erworbenen Fähigkeiten nie auf dem Arbeitsmarkt habe umsetzen 
können (Beschwerde S. 18 f. Ziff. 12). 

Der Beschwerdeführer ist gelernter ... (AB 61/2), wobei die Tätigkeit im Rah-
men der Ausbildung gemäss Angaben der Ausbildungsstätte nicht ange-
passt worden sei und der Lehrlingslohn der erbrachten Leistung entsprochen 
habe (AB 13/1 f. Ziff. 7 und 13). Im Anschluss an die Lehre absolvierte der 
Beschwerdeführer – mit Unterstützung der Beschwerdegegnerin im Rahmen 
der erstmaligen Anmeldung zum Leistungsbezug (vgl. AB 28) – eine 16-mo-
natige Wiederqualifizierung mit Fachausweis zum … für die …branche mit 
…-Kenntnissen (AB 46/3). In der Endphase der Wiederqualifizierung habe 
der Beschwerdeführer beim vormaligen Lehrbetrieb, der M.________ AG in 
…, als ... ein Praktikum absolviert. Dort seien die Qualität seiner geleisteten 
Arbeiten und sein Verhalten positiv beurteilt worden. Trotzdem habe aus per-
sonellen Gründen keine Anstellung für ihn resultiert. Jedoch erhielt der Be-
schwerdeführer nach Abschluss der Wiederqualifizierung per 29. September 
2008 eine Festanstellung bei der C.________ AG in … als … in der Abteilung 
… im Bereich … (vgl. AB 48 f.), wo seine erarbeiteten Fähigkeiten und 
Kenntnisse auch positiv beurteilt und geschätzt würden (AB 46/2). Dieses 
Arbeitsverhältnis dauerte bis Januar 2016 (AB 74/2). Danach arbeitete der 
Beschwerdeführer ab Mai 2017 bis im Mai 2019 bei der M.________ AG als 
…/... in einem Vollzeitpensum bei einem Leistungslohn von Fr. 4'900.--. Das 
Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin im Zuge einer Umstrukturie-
rung des Unternehmens gekündigt (AB 59.71 Ziff. 3, 74/2 [mit unzutreffender 
Jahresangabe], 83/2, 98/2 Ziff. 2.1 f., 2.7 und 2.10). Der Beschwerdeführer 
vermochte mit Blick auf die erfolgreich absolvierte berufliche Erstausbildung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 23

mit Fachausweis, die anschliessende Weiterbildung sowie die daran an-
knüpfende Erwerbsbiographie seine erlernten, klar zureichenden Berufs-
kenntnisse (vgl. Entscheid des BGer vom 3. März 2020, 8C_725/2019, E. 7 
in Bezug auf eine Ausbildung mit Eidgenössischen Berufsattest) auf dem Ar-
beitsmarkt offensichtlich wirtschaftlich umzusetzen und dabei ein ausbil-
dungs- sowie leistungsadäquates Erwerbseinkommen zu erzielen. Eine 
Frühinvalidität im Sinne von Art. 26 Abs. 1 IVV (vgl. dazu auch Rz. 3035 ff. 
des vom Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV] herausgegebenen 
Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 
[KSIH]) liegt damit eindeutig nicht vor. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens kann im vorliegenden Fall nicht 
auf das zuletzt als …/... bei der M.________ AG erzielte Erwerbseinkommen 
abgestellt werden. Denn dem Beschwerdeführer wurde zwar ab April 2018 
aufgrund eines Unfalls eine fortwährende Arbeitsunfähigkeit in variierender 
Höhe attestiert (AB 98/4 Ziff. 2.14), jedoch verlor er diese letzte Anstellung 
nicht aus gesundheitlichen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen im Rah-
men einer betrieblichen Umstrukturierung der vormaligen Arbeitgeberin 
(AB 83/2, 98/2 Ziff. 2.2). Es ist deshalb für das Valideneinkommen auf die 
LSE-Tabellenlöhne abzustellen (vgl. E. 4.2.1). Dabei kann – mit Blick auf die 
Eventualausführungen des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 20 
Ziff. 12) – in dem für ihn günstigsten Fall, anstelle auf den Totalwert und das 
Kompetenzniveau 1 (vgl. dazu AB 159/2), auf das Kompetenzniveau 2 im 
Sektor 2 Produktion von monatlich Fr. 5'947.-- (BfS, LSE 2018, Monatlicher 
Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweig, Kompetenzniveau und Ge-
schlecht, TA1_tirage_skill_level, Sektor 2 Produktion, Kompetenzniveau 2, 
Männer) abgestellt werden. Hochgerechnet auf ein Jahr, indexiert auf das 
Jahr 2019 (vgl. BfS, Nominallohnindex, Männer, 2016-2020, T1.1.15, Sektor 
2 Produktion: 101.2 [2018] bzw. 101.9 [2019]) und angepasst an die 
wöchentliche Normalarbeitszeit 41.3 Stunden (BfS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen, Sektor II) ergibt sich ein Valideneinkom-
men von Fr. 74'193.-- (Fr. 5'947.-- x 12 / 101.2 x 101.9 / 40 x 41.3).

4.3.2 Für das Invalideneinkommen ist angesichts der fehlenden Erwerbs-
tätigkeit des Beschwerdeführers unbestrittenermassen auf den diesfalls pra-
xisgemäss anwendbaren Totalwert der allgemeinen LSE-Tabelle TA1 für 

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Männer (Entscheid des BGer vom 15. Juli 2020, 8C_111/2020, E. 7.3.1) im 
Kompetenzniveau 1 abzustellen, entsprechend monatlich Fr. 5'417.-- (BfS, 
LSE 2018, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, 
Kompetenzniveau und Geschlecht, privater Sektor, TA1_tirage_skill_level, 
Total, Kompetenzniveau 1, Männer). Hochgerechnet auf ein Jahr, indexiert 
auf das Jahr 2019 (vgl. BfS, Nominallohnindex, Männer, 2016-2020, T1.1.15, 
Total: 101.5 [2018] bzw. 102.4 [2019]) und angepasst an die wöchentliche 
Normalarbeitszeit 41.7 Stunden (BfS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, Total) sowie angepasst an das medizinisch-theoretisch 
zumutbare Pensum von 70 % (vgl. E. 3.4 hiervor) beträgt das Invalidenein-
kommen Fr. 47’857.-- (Fr. 5'947.-- x 12 / 101.2 x 101.9 / 40 x 41.3 x 0.7).

Für einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu E. 4.2.2 hiervor) besteht vor-
liegend – anders als vom Beschwerdeführer vertreten (vgl. Beschwerde 
S. 19 f. Ziff. 12) – kein Raum. Ein solcher ist insbesondere angesichts des 
offen formulierten Zumutbarkeitsprofils (vgl. vgl. AB 133.1/5 Ziff. 4.8) und der 
vollschichtig umsetzbaren Teilzeitarbeitsfähigkeit (vgl. Entscheid des BGer 
vom 12. Februar 2019, 8C_190/2019, E. 4) nicht angezeigt. Weitere Gründe, 
die einen Abzug zu rechtfertigen vermöchten, sind ebenso wenig ersichtlich. 
So ist mit Blick auf die vorhandene berufliche Ausbildung (vgl. Entscheid des 
BGer vom 10. September 2019, 8C_314/2019, E. 6.2) und eine allfällig er-
forderliche verstärkte Rücksichtnahme vonseiten Vorgesetzter und Arbeits-
kollegen (Entscheid des BGer vom 11. April 2019, 9C_233/2018, E. 3.1) kein 
Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt. Schliesslich sind Umstände wie na-
mentlich Alter oder Dienstjahre nicht zu beachten, da sie als invaliditäts-
fremde Gesichtspunkte auch bei der Festsetzung des – ebenfalls statistisch 
erhobenen – Valideneinkommens gleichermassen zu berücksichtigen wären 
(Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Damit hat es 
beim Invalideneinkommen von Fr. 47'857.-- sein Bewenden.

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert im 
für den Beschwerdeführer günstigsten Fall ein rentenausschliessender (vgl. 
E. 2.2 hiervor) Invaliditätsgrad von rund 35 % (35.49 %; zur Rundungspraxis 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Wäre der Einkommensvergleich 
aufgrund des frühestmöglichen Rentenbeginns im Jahr 2020 statt 2019 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2021, IV/21/283, Seite 25

durchzuführen (vgl. dazu E. 4.1 hiervor), ändert sich dadurch im Ergebnis 
nichts.

4.4 Nach dem Dargelegten erfolgte die Abweisung des Leistungsge-
suchs mit der angefochtenen Verfügung vom 9. März 2021 (AB 159) zu 
Recht. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Strei-
tigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Die 
Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezahlung aufer-
legt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen.

5.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  

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- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.