# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e16b51a3-b5e4-5a80-b3f6-fa402db7c501
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-25
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 25.09.2017 605 2016 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-172_2017-09-25.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 172

Urteil vom 25. September 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer,     

gegen

SUVA, Vorinstanz 

Gegenstand Unfallversicherung – Snowboard-Unfall, Kausalität, Rückfall

Beschwerde vom 13. Juli 2016 gegen den Einspracheentscheid vom 1. Juli 
2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1968, verheiratet, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 
1. Dezember 2012 als Leiter Verkauf Fachhandel bei der C.________ AG. Er war im Rahmen 
dieser Anstellung bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten 
versichert.

Am 31. Januar 2015 erlitt er bei einem Snowboard-Unfall eine Knieprellung, als er auf einem 
Schlepplift stürzte. Die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.

Am 31. Dezember 2015 wurde die Suva vom Arbeitgeber darüber informiert, dass die Heilung 
nicht wie gewünscht verlaufe und der Beschwerdeführer sich erneut untersuchen lasse. Die Suva 
holte in der Folge diverse Berichte ein.

Mit Verfügung vom 20. Mai 2016, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 1. Juli 2016, verneinte 
die Suva ihre Leistungspflicht für den geltend gemachten Rückfall, da der Kausalzusammenhang 
zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 31. Januar 2015 nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ am 13. Juli 2016 Beschwerde am 
Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, der Fall solle neu beurteilt werden, unter Einbezug 
seines behandelnden Arztes. Er sei seit dem Unfall vom 31. Januar 2015 nie beschwerdefrei 
gewesen.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 13. September 2016 ihren Einspracheentscheid und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde. Es sei zu Recht gestützt auf die Berichte des Kreis-
arztes entschieden worden.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 13. Juli 2016 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 1. Juli 
2016 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht wor-
den. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozial-
versicherungsgerichtshof, prüft, ob die Suva für den geltend gemachten Rückfall leistungspflichtig 
ist. 

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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2. a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhn-
lichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

b) Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kau-
salzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge-
nügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausal-
zusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht 
hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3 
mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6).

Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, 
entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und 
adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber 
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzu-
standes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kau-
salen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialver-
sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des na-
türlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht 
werden. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kau-
sale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 
2012 E. 2 mit Hinweisen).

Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem auf-
getreten ist, nicht zur Anwendung kommt (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

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Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemei-
nen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh-
ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 E. 3.2). Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden 
nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kau-
salzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 456 
E. 5c; 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen).

c) Die Versicherungsleistungen werden nach Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 
1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 
Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank-
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit 
organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild 
führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfall-
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur 
auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 
versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).

Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, 
weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leis-
tungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als 
Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die 
Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auf-
treten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Im Falle der Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten des Versicherten aus, der aus dem unbewiesen geblie-
benen natürlichen Kausalzusammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten 
wollte. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den 
durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, 
wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil BGer 8C_506/2008 vom 5. März 2009 
E. 3.1 mit Hinweisen).

d) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-
ten ihrer Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Admini-
strativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit 
nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der 

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Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen 
vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der 
Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Ver-
sicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zu-
mutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 
V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Suva für den am 15. Dezember 2015 gemelde-
ten Rückfall leistungspflichtig ist oder nicht.

a) Der Beschwerdeführer bringt vor, seit dem Unfall vom 31. Januar 2015 sei er nie be-
schwerdefrei gewesen. Bereits direkt nach dem Unfall sei ihm vom behandelnden Arzt eine Opera-
tion vorgeschlagen worden, worauf er verzichtet und versucht habe, die seit dem Unfall vorhande-
nen Beschwerden mit diversen Therapien zu behandeln. Die Beschwerden seien immer schlimmer 
geworden, weshalb ein operativer Eingriff unumgänglich sei. Der Fall sei deshalb zusammen mit 
seinem behandelnden Arzt, Dr. med. D.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, neu zu beurteilen.

b) Die Suva stützt sich für ihren Entscheid namentlich auf die beiden Stellungnahmen ihres 
Kreisarztes, Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Chirurgie. Dieser erklärte in seinem 
Kurzbericht vom 24. Februar 2016 (Suva-Akte Nr. 29), die geplante Operation stehe nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfall vom 31. Januar 2015. 
Vielmehr soll damit die vorbestehende Gonarthrose behandelt werden. Die möglicherweise 
stattgehabte fissurale Verletzung der Patella sei eine vorübergehende Verschlimmerung, die bei 
geeigneter Therapie innerhalb eines halben Jahres ausheile. Eine Unfallkausalität bestehe daher 
nicht. Der Kreisarzt erwähnte in seiner ärztlichen Beurteilung vom 17. März 2016 (Suva-Akte 
Nr. 39), in dem unmittelbar nach dem Unfall durchgeführten MRI zeigten sich degenerative 
Veränderungen im Bereich der medialen Tibiafläche bei Zustand nach Meniskektomie aus dem 
Jahre 2011 sowie ein fortgeschrittener Knorpelschaden sowohl femoral als auch tibial. Im Bereich 
der Patella bestehe eine fissurale Verletzung, die möglicherweise eine Fraktur darstellen könne. 
Auch hier bestehe eine Chondromalazie. Bis zum nächsten MRI im Dezember 2015 habe die 
mediale Gonarthrose erheblich zugenommen. Residuen der möglicherweise abgelaufenen 
fissuralen Verletzung im Bereich der Patella seien nicht mehr zu erkennen. Wegen der erheblichen 
Zunahme der arthrotischen Veränderungen des Kniegelenks sei jetzt eine Umstellungsosteotomie 
geplant. Der Unfall habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt. Falls die fissurale 
Veränderung der Patella als Unfallfolge angenommen werde, so würde diese in der Regel 
innerhalb von 6–8 Wochen ausheilen. Der Gesamtverlauf sei mit einem halben Jahr sicherlich 
grosszügig anberaumt. Eine richtungsgebende Veränderung eines vorbestehenden Leidens sei 
durch den Unfall nicht entstanden. Die schon zum Unfallzeitpunkt nachgewiesenen mediale 
Gonarthrose habe im Verlauf des letzten Jahres erheblich zugenommen. Hier seien eine 
kontinuerliche Substanzverminderung der chondralen Flächen sowie zusätzliche Geröllzysten im 
Bereich der meidalen Gelenkabschnitt nachweisbar. Der Unfall habe mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Beschleunigung der Gonarthrose geführt.

c) Der Beurteilung des Kreisarztes kann gefolgt werden. Aus dem Bericht zum MRI des 
linken Knies vom 2. Februar 2015 (Suva-Akte Nr. 6) ergab sich ein mit einer nicht dislozierten 
Fraktur der Patella im kaudalen medialen Pol vereinbarer Befund. Dargestellt wurde ferner ein aus-

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geprägter Gelenkserguss und subkutanes Ödem in den anterolateralen Weichteilen, was wahr-
scheinlich direkt posttraumatischer Natur sei. Überdies fanden sich bereits bedeutende degenera-
tive Veränderungen. So lagen ein Knorpelulkus im anterioen medialen Femurkondylus sowie Ab-
stumpfung des Innenmeniskushinterhorns und eine deutliche Chondromalazie medial Outerbridge 
Grad III mit mehreren Ödemzonen kondylar und weniger auch tibialseitig vor.

Weiter wurde im Bericht zum MRI des linken Knies vom 23. Dezember 2015 (Suva-Akte Nr. 10) 
zwar festgehalten, die lokalen Knorpelschäden hätten als Folge der Patellafraktur gegenüber der 
Voruntersuchung zugenommen. Aus der vom Radiologen festgehaltenen Beurteilung ergeben sich 
aber keine Hinweise auf einen Zusammenhang der immer noch vorliegenden Beschwerden zum 
Unfallereignis. So sei im Vergleich zur Voruntersuchung im medialen Kompartiment keine Patholo-
gie aufgetreten. Im lateralen Kompartiment bestehe ein unveränderter Status, insbesondere in Be-
zug auf die Knorpelschäden. Ein neu vorhandenes signifikantes Knochenmarksödem im hinteren 
medialen Tibiaplateu sei am ehesten von einem intraossären Ganglion verursacht. Dies weist 
darauf hin, dass sich die degenerativen Schäden weiterentwickelt haben.

Die geplante Operation steht denn auch im Zusammenhang mit diesen degenerativen Verände-
rungen, wie es dem Gesuch um Kostengutsprache vom 5. Februar 2016 (Suva-Akte Nr. 23) zu 
entnehmen ist. Darin wird als Diagnose eine Varusgonarthrose angegeben.

d) Zu keinem anderen Ergebnis führt der Bericht des behandelnden Arztes vom 14. Januar 
2016 (Suva-Akte Nr. 9). Dieser stellte die Diagnosen einer Kniedistorsion am 31. Januar 2015, 
eines Status nach Arthroskopie mit medialer Teilmeniskektomie 2011 sowie posttraumatischen 
Knorpelschäden des medialen Gelenkskompartiments bei pathologischer Varusachse. Nach dem 
Erstunfall von 2011 mit medialer Teilmeniskektomie sei der Beschwerdeführer nie vollständig be-
schwerdefrei gewesen. Seit dem erneuten Unfall von 2015 würden verstärkte Knieschmerzen vor-
liegen, aktuell auch unter Alltagsbelastungen. Unbehandelt werde sich in den nächsten Jahren 
eine mediale Kompartimensarthrose einstellen. Die Situation werde durch eine vorbestehende Va-
rusachse ungünstig beeinflusst. Es sei eine Arthroskopie mit anschliessender Valgisations-Osteo-
tomie geplant.

Aus diesem Bericht ergibt sich insbesondere, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall von 2015 
aufgrund von Residuen eines ersten Unfalls von 2011, ebenfalls das linke Knie betreffend, nie voll-
ständig beschwerdefrei gewesen war. Ebenso vorbestehend war eine Varusachse, welche die 
ganze Knieproblematik ungünstig beeinflusste. Und auch wenn der Beschwerdeführer vor dem Un-
fall beschwerdefrei gewesen wäre, würde dies nicht zu einer anderen Beurteilung führen, da die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als 
durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, eben gerade nicht genügt 
für die Begründung der Kausalität, worauf die Suva zu Recht hingewiesen hat.

Der Beschwerdeführer ist ferner darauf hinzuweisen, dass eine Kontaktaufnahme mit seinem be-
handelnden Arzt nicht notwendig war bzw. ist, weil von diesem bereits, wenn auch nur ein kurzer, 
Bericht in den Unterlagen vorhanden war. Vielmehr führen die vorhandenen Unterlagen das Ge-
richt zur Überzeugung, dass der etablierte Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu be-
trachten ist und weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts zu ändern 
vermögen (antizipierte Beweiswürdigung; KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversi-
cherung, 1999, S. 212, Rz. 450; vgl. auch BGE 134 I 140 E. 5.3). Zudem gibt es nichts daran aus-
zusetzen, dass der Kreisarzt eine reine Aktenbeurteilung vorgenommen hat, da sich in den Akten 

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namentlich zwei ausführliche MRI-Berichte befanden, wobei einer die Situation kurz nach dem Un-
fallereignis aufzeigte.

Schliesslich legt der Beschwerdeführer auch keinen Bericht vor, welcher seine Sichtweise, dass 
die nun notwendige Operation im Zusammenhang mit dem Unfall steht, belegen würde.

Insgesamt ist nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit be-
wiesen, dass die nun notwendige Operation auf das Unfallereignis von 2015 zurückzuführen ist.

4. Zusammenfassend hat damit die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht für den im Dezember 
2015 gemeldeten Rückfall verneint.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 25. September 2017/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter