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**Case Identifier:** f8429f5d-0688-50c0-b5dd-6a151dd0e8c2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.02.2025 IV 2024/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-50_2025-02-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.03.2025

Entscheiddatum: 10.02.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2025
Art. 28 IVG. Beweiskräftiges polydisziplinäres MGSG-Gutachten. 
Einkommensvergleich für den gesamten entscheidrelevanten Zeitraum nach 
bis 31. Dezember 2020 in Kraft stehenden Bestimmungen. Kein 
Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2025, IV 
2024/50).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/18 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 10. Februar 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Karin  
Kobelt  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/50 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,  

Engelgasse 214, 9053 Teufen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/50 
 

 

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Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich im März 2019 unter Hinweis auf ein 

lumboradikuläres Syndrom S1 links, eine arterielle Hypertonie sowie eine Adipositas bei der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1-6). Sie war seit 15. April 

1998 bei B.___ (nachfolgend: Arbeitgeberin) angestellt, zuletzt als Mitarbeiterin Abpacklinie Charcuterie 

in einem Pensum von 70 % (IV-act. 8-1) und seit 15. Februar 2018 nach einem Bandscheibenvorfall 

L5/S1 in unterschiedlichem Grad arbeitsunfähig (Fremdakten der IV act. 1-12 und -22). Vom 1. 

November bis 1. Dezember 2018 befand sich die Versicherte zur stationären Rehabilitation in den 

Kliniken Valens (IV-act. 13-11 bis -20). 

A.b Vom 18. bis 22. Februar 2019 absolvierte die Versicherte einen Arbeitsversuch bei der 

Arbeitgeberin (IV-act. 13-1 und 14-2). 

A.c Am 24. April 2019 unterzog sich die Versicherte bei PD Dr. med. C.___, Fachärztin für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Chefärztin 

Wirbelsäulenzentrum D.___, einer mikroskopisch assistierten Sequesterektomie und Dekompression 

L5/S1 links (IV-act. 31). 

A.d Mit Mitteilung vom 18. Dezember 2019 sprach die IV-Stelle der Versicherten Arbeitsvermittlung 

zu (IV-act. 41; für den Eingliederungsplan Arbeitsvermittlung vgl. IV-act. 39). Per 31. Dezember 2019 

löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten mangels Einsatzmöglichkeiten in 

adaptierten Tätigkeiten auf (IV-act. 43).  

A.e Am 6. Januar 2020 fanden in der Gastroenterologie E.___ eine Ösophagogastroduodenoskopie 

und eine Ileokoloskopie statt, welche eine chronisch intermittierende Dyspepsie zu Tage förderte. Laut 

dem zuständigen Facharzt konnte das von der Versicherten gegen die Schmerzen eingenommene 

Opiat einen Einfluss auf die gastroenterologische Symptomatik haben. Zusätzlich diagnostizierte er 

einen Antrumpolyp, einen Kolonpolyp, vereinzelte Sigmadivertikel und einen Analprolaps leichteren 

Grades (IV-act. 73-36 und -38). 

A.f Über die Arbeitslosenversicherung (ALV) startete die Versicherte am 7. Januar 2020 ein 

Einsatzprogramm im F.___ (IV-act. 54-1), welches sie zuerst mit 50%igem und dann mit 40%igem 

Pensum absolvierte (IV-act. 60-7). Aufgrund des während der Corona-Pandemie angeordneten 

Lockdowns musste das F.___ vorübergehend schliessen und das Einsatzprogramm wurde im März 

2019 abgebrochen (IV-act. 54-4 und 60-10). Am 5. Januar 2021 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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dass sie keinen Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen habe, da sie sich nicht der Lage fühle, 

an weiteren Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 62). 

A.g Am 27. April 2021 füllte die Versicherte den Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend 

Erwerbstätigkeit / Haushalt aus (IV-act. 66). 

A.h Vom 3. bis 26. Mai 2021 war die Versicherte zur stationären interdisziplinären multimodalen 

Schmerztherapie IMST im Kantonsspital St. Gallen (KSSG; IV-act. 78; vgl. auch IV-act. 97 für einen 

späteren Refresher vom 15. bis 16. Dezember 2021). Am 7. Oktober 2021 fand in der Klinik für 

Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie, KSSG, eine psychologische Abklärung der Versicherten statt 

(IV-act. 121). 

A.i Die Versicherte unterzog sich am 13. Juni 2022 in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin- 

und Transplantationschirurgie am KSSG bei einem BMI von 41.5 kg/m2 einer laparoskopischen 

proximalen Magenbypass-Operation (IV-act. 109 und 110; für die Nachkontrollen sechs Monate, ein 

Jahr und 18 Monate postoperativ vgl. IV-act. 144, 165 und 186). 

A.j Am 20. Juni 2023 konsultierte die Versicherte wegen verdächtigen, wandernden 

Gelenksschmerzen die Rheumatologie G.___ (IV-act. 166). Am 22. Juni 2023 fanden in diesem 

Zusammenhang in der Klinik H.___ diverse Röntgenuntersuchungen (Orthoradiographie beidseits, 

Halswirbelsäule [HWS], Thorax, Lendenwirbelsäule [LWS] und Hand beidseits) statt (IV-act. 167). In 

der Radiologie I.___ wurden am 5. Juli 2023 eine Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchung 

der HWS und der Brustwirbelsäule (BWS; IV-act. 168-1 f.) und am 6. Juli 2023 der LWS und des 

Iliosakralgelenks (ISG) durchgeführt (IV-act. 168-3 f.). 

A.k Am 10. Oktober 2023 erstattete die MGSG, Medizinisches Gutachtenzentrum Region St. Gallen 

GmbH, Rorschach (nachfolgend: das MGSG), zuhanden der IV-Stelle ein polydisziplinäres 

orthopädisch-psychiatrisch-neurologisch-internistisches Gutachten (IV-act. 173). Die Gutachter 

diagnostizierten darin als Leiden mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit eine 

Cervicobrachialgie, eine Lumboischialgie, ein lumoradikuläres Reiz- und sensibles Ausfallsyndrom S1 

links, ein cervicospondylogenes Schmerzsyndrom sowie eine leichte bis mittelgradige depressive 

Episode (IV-act. 173-25 f.; für die Detaildiagnosen vgl. dieselben Aktoren). Sie bescheinigten der 

Versicherten für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % und für eine 

Verweistätigkeit eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 173-27). 

A.l Der Regionale Ärztliche Dienst Ostschweiz (RAD) befand am 1. Dezember 2023, das 

polydisziplinäre Gutachten des MGSG sei ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar. Es könne darauf 

abgestellt werden (IV-act. 175).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/18 

A.m Die IV-Stelle erliess am 6. Dezember 2023 einen einen Rentenanspruch verneinenden 

Vorbescheid. Darin errechnete sie mittels gemischter Methode (70 % Erwerb, 30 % Haushalt) einen 

Invaliditätsgrad von 25 % (IV-act. 178). 

A.n Dagegen wandte die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Ehrenzeller, Teufen, 

am 25. Januar 2024 unter Einreichung diverser Berichte behandelnder Ärztinnen und Ärzte ein und 

beantragte die Zusprache einer mindestens halben Invalidenrente ab September 2018, eventualiter die 

Durchführung einer neuen polydisziplinären Begutachtung. Unter anderem wurde die Anwendung der 

gemischten Methode moniert (IV-act. 183). 

A.o Der RAD notierte am 6. Februar 2024, aus den mit dem Einwand vorgelegten medizinischen 

Unterlagen gehe keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zum Gutachten 

hervor. Die neu diagnostizierte Knochendichteminderung ohne Frakturen bedinge keine 

Arbeitsunfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten (IV-act. 188). 

A.p Am 8. Februar 2024 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens. Sie 

errechnete mittels reinen Einkommensvergleichs für die Zeit bis 31. Dezember 2023 einen 

Invaliditätsgrad von 35.74 % und ab 1. Januar 2024 einen solchen von 38 % (IV-act. 191).   

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 8. Februar 2024 reichte die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Ehrenzeller, am 8. März 2024 

Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ein. Es wurde beantragt, die Verfügung 

vom 8. Februar 2024 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei mit Wirkung spätestens ab 

September 2019 mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei eine neue 

polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G1). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde (act. G4). 

B.c Die am 26. April 2024 angesetzte Frist zur Einreichung einer Replik verstrich unbenutzt (vgl. act. 

G5). 

B.d Am 25. November 2024 forderte das Versicherungsgericht die Tonbandaufnahmen der 

Begutachtungsgespräche bei der Beschwerdegegnerin an (act. G9). 

B.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 

soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Erwägungen 

1.  

Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 

1.1 Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der IV verschiedene Änderungen 

des Bundesgesetzes über die IV (IVG; SR 831.20) und der Verordnung über die IV (IVV; SR 831.201) 

in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei 

der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben 

(BGE 144 V 213 E. 4.3.1). Vorliegend besteht ein allfälliger Rentenanspruch bei ab Februar 2018 

attestierter Arbeitsunfähigkeit und im März 2019 erfolgter Anmeldung bei der IV frühestens ab 

September 2019 (sechsmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ab der Anmeldung; weitere 

Voraussetzung: Bestehen des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Demnach sind die 

Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die angefochtene 

Verfügung vom 8. Februar 2024 einen hypothetisch noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen 

Rentenanspruch zum Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 

Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9101). Die Bestimmungen werden nachfolgend in dieser Fassung 

zitiert. 

1.2 Einen Anspruch auf eine Rente der IV haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt definiert. Der Invaliditätsgrad ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen kann (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 

ATSG). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.3 Um den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 

Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. 

der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). 

1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Die Rechtsprechung hat es als mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar erachtet, in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne 

zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachpersonen ab. Weiter darf es den von 

Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der 

Rechtsprechung genügenden Gutachten externer Spezialärzte vollen Beweiswert zuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis 

versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann sodann nicht abgestellt werden und es sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. Was schliesslich die Berichte von behandelnden Ärzten anbelangt, so sind 

diese zwar nicht von vornherein ohne Beweiswert, doch ist bei ihnen der Erfahrungstatsache Rechnung 

zu tragen, dass behandelnde Ärzte wegen ihrer auftragsrechtlichen Stellung mitunter im Zweifelsfall 

eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 469 ff. E. 4.4 und 4.6; 125 V 351). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). 

2.  

2.1 Um den Invaliditätsgrad festlegen zu können, muss der medizinische Sachverhalt hinlänglich 

abgeklärt sein resp. die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die Beschwerdegegnerin stützt ihren 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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rentenablehnenden Entscheid in medizinischer Hinsicht insbesondere auf das Gutachten der MGSG 

vom 10. Oktober 2023, welches der Beschwerdeführerin für die Zeit von April bis Juni 2019 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit sowie ab Juli 2019 in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30 % und 

in adaptierten Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 75 % bescheinigt (IV-act. 173-27). Da die Parteien 

einig darin gehen, dass die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit bei der Arbeitgeberin 

höchstens noch in kleinem Pensum ausüben könnte und dies angesichts der Rückenbeschwerden mit 

der medizinischen Aktenlage korreliert (vgl. beispielsweise bereits den Austrittsbericht der Kliniken 

Valens vom 30. November 2018 in IV-act. 13-11 f.), beschränkt sich die nachfolgende Würdigung des 

MGSG-Gutachtens auf die Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten. Die Beschwerdeführerin erachtet 

die Arbeitsfähigkeitsschätzung für solche Tätigkeiten als zu hoch. Zu prüfen ist nachfolgend vorab, ob 

dem MGSG-Gutachten materiell-rechtlich gefolgt werden kann oder ob konkrete Indizien gegen dessen 

Zuverlässigkeit sprechen (vgl. vorstehende E. 1.4). 

2.2 Die Gutachter diagnostizierten als Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Folgenden:  

- „Cervicobrachialgie links bei osteodiscaler Einengung des Foramen invertebrale C5/6 links mit 

Bedrängung der Nervenwurzel C6 links 

- Lumboischialgie links bei Diskusprotrusion L3/4 mit Kontakt zur Nervenwurzel L3 links, 

Diskusprotrusion L4/5 mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 beidseits, Diskusprotrusion L5/S 1 

mit Kompression der Nervenwurzel S1 links bei St. n. mikroskopisch assistierter 

Sequestrektomie und Dekompression L5/S1 links 04/2019 

- Lumboradikuläres Reiz- und sensibles Ausfall-Syndrom S 1 links bei Diskushernie L5/S1 mit 

Kompression der Nervenwurzel S1 links und Status nach mikroskopisch assistierter 

Sequesterektomie und Dekompression L5/S1 links am 24.04.2019 

- Cervicospondylogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläres Ausfallsyndrom 

- Leichte bis mittelgradige depressive Episode, ICD-Nr. F32.0, F32.1 bei Zustand nach 

Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion“ (IV-act. 173-25 f.). 

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien die orthopädische Diagnose von Senk-/ Spreizfüssen (IV-

act. 173-14), die internistischen Diagnosen eines Status nach laparaskopischer proximaler 

Magenbypassoperation 2022 sowie einer eingestellten arteriellen Hypertonie (IV-act. 173-43, für 

weitere Diagnosen vgl. dasselbe Aktorum), die neurologische Diagnose eines diskreten 

demyelisierenden Karpaltunnelsyndroms beidseits (IV-act. 173-63) sowie die psychiatrische Diagnose 

einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (IV-act. 173-96). Die 

Gutachter erhoben die Diagnosen unter Berücksichtigung der medizinischen Vorakten, der eigenen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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klinischen Untersuchungen sowie der Resultate der vom Neurologen der Neuropraxis J.___ zusätzlich 

durchgeführten Elektroneuro- und Myographien (ENMG) vom 13. Juli 2023 (vgl. IV-act. 173-67 f.), 

welche ein diskretes Karpaltunnelsyndrom beidseits sowie chronisch-neurogene Schädigungszeichen 

in der S1-versorgten Muskulatur links und keinen Nachweis neurogener Schädigungszeichen in der C6-

versorgten Muskulatur links sowie der L4/5 versorgten Muskulatur links aufzeigten (IV-act. 173-60). Die 

aus den Befunden resultierenden Funktionseinschränkungen respektive die Gesamtarbeitsunfähigkeit 

beschrieben die Gutachter folgendermassen: „Körperlich mittelschwere Tätigkeiten, primär sitzend oder 

stehend, mit häufig inklinierten, reklinierten und rotierten Körperhaltungen, können nicht mehr 

vollumfänglich zugemutet werden. Aus neurologischer Sicht ist eine schwere körperliche Arbeit und das 

Heben/Tragen von Lasten vollumfänglich nicht mehr zumutbar, da eine Zunahme der Schmerzen 

provoziert werden kann. Zu empfehlen sind wechselbelastende Tätigkeiten mit leichter 

Gewichtsbelastung. Aufgrund der leichten bis mittelgradigen depressiven Episode bei Zustand nach 

Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion erscheinen die emotionale Belastbarkeit, die 

Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die geistige Flexibilität und 

Umstellungsfähigkeit, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die Widerstands- und 

Durchhaltefähigkeit, die Motivation, die Interessen, der Antrieb sowie die Dauerbelastbarkeit leicht bis 

mittelgradig beeinträchtigt.“ (IV-act. 173-25 und -26 f.). Die Experten attestierten der 

Beschwerdeführerin für adaptierte Tätigkeiten ab September 2018 bei voller Stundenpräsenz eine 

25%ige Einschränkung (Arbeitsfähigkeit von 75 %). Als adaptiert bezeichneten sie ab diesem Zeitpunkt 

körperlich sehr leichte Tätigkeiten, abwechselnd sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, 

reklinierte und rotierte Körperhaltungen. Im März 2023 kämen zusätzlich psychische Adaptionskriterien 

in Form von fehlender emotionaler Belastung, fehlender Stressbelastung, fehlendem Erfordernis an 

geistiger Flexibilität, fehlender Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit und fehlender 

überdurchschnittlicher Dauerbelastung hinzu (IV-act. 173-27).  

2.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt in der Beschwerde zusammengefasst gegen 

die Beweistauglichkeit des Gutachtens vor, dieses habe zwar die von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden anerkannt, diese dann aber nur ungenügend berücksichtigt (act. G1 Rz. III/4, 

5 und 7). Die Arbeitsfähigkeit sei viel zu hoch eingeschätzt worden (Rz. III/7) und den anerkannten 

Schmerzen und berechtigten Therapiemassnahmen sei mit der lediglich 25%igen Einschränkung zu 

wenig Rechnung getragen worden. Die geringe Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar und werde 

nicht begründet. Auch der Umstand, dass für eine Arbeitstätigkeit die Medikamenteneinnahme erhöht 

werden müsste, werde nicht berücksichtigt (Rz. III/8).  

2.4  

2.4.1 Die Beschwerdeführerin beklagte anlässlich der orthopädischen Begutachtung 

Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in sämtliche Finger links inklusive Kribbeln des gesamten linken 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Arms sowie lumbale Schmerzen mit Fortsetzung in die Kleinzehe links inklusive Taubheit dorsal am 

Ober- und Unterschenkel (IV-act. 173-12 f.). Dem neurologischen Gutachter gegenüber schilderte sie 

ebenfalls die Schmerzen am unteren Rücken mit Ausstrahlung zur linken Ferse. Längeres Sitzen 

verstärke die Beschwerden, so dass sie nach etwa 30-45 Minuten aufstehen müsse. Die Gehstrecke 

sei nicht eingeschränkt, nach etwa einer Stunde würden die Schmerzen aber zunehmen und der 

Rücken fühle sich „wie blockiert“ an. Auch längeres Liegen führe zu einer Schmerzzunahme, weshalb 

sie Mühe mit dem Einschlafen habe und nachts nach etwa zwei Stunden aufgrund der Schmerzen 

erwache. Am linken Bein bestehe ein permanentes Taubheitsgefühl sowie ein Brennen an der Ferse. 

Sodann schilderte sie die Schmerzen am Nacken und in der Schulterregion, welche unabhängig von 

Belastung ständig vorhanden seien. Intermittierend käme es zu einer Ausstrahlung in den linken Arm 

bis zum ersten bis dritten Finger der linken Hand (IV-act. 173-55). Allgemein-internistische 

Beschwerden beklagte die Beschwerdeführerin keine (IV-act. 173-38). Dem Psychiater erklärte sie, sich 

aufgrund der anhaltenden Schmerzen im Rücken und nach Magenbypass-Operation in schlechtem 

Gesundheitszustand zu befinden (IV-act. 173-79 f.).  

2.4.2 Es sind keine von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden ersichtlich, welchen 

mit dem vorstehend in E. 2.2 wiedergegebenen Belastungsprofil und der berücksichtigten 

Leistungseinschränkung nicht Rechnung getragen worden wäre. Vielmehr haben sämtliche von der 

Beschwerdeführerin geklagten Leiden sowie die Resultate der klinischen Untersuchungen und der 

ENMG Eingang in die Zumutbarkeitsschätzung gefunden. Inwiefern die ständig vorhandenen 

Beschwerden und Einschränkungen durch die Ausstrahlungen in die linken beiden Extremitäten von 

den Gutachtern vernachlässigt worden sein sollen (vgl. Vorbringen in act. G1 Rz. III/8 dritter Absatz) ist 

nicht nachvollziehbar. Der neurologische Gutachter konnte die von früheren behandelnden Ärztinnen 

und Ärzten gestellte Diagnose eines lumboradikulären Reiz- und sensiblen Ausfall-Syndroms links, 

welches auf die S1-Wurzel bezogen werden könne, ohne motorische Defizite, bestätigen. Die 

elektrophysiologische Untersuchung habe entsprechende chronisch-neurogene Schädigungszeichen 

in der S1-versorgten Muskulatur nachgewiesen. Als morphologisches Korrelat habe sich in der initialen 

MRT-Untersuchung eine Diskushernie mit rezessaler Kompression der S1-Wurzel links gezeigt. Auch 

in den postoperativen MRT-Bildgebungen habe sich eine persistierende Kompression des 

prärezessalen Anteils der Nervenwurzel S1 links gefunden, zuletzt dargestellt im MRT der LWS vom 

Juli 2023. Deshalb konnte er die Diagnose eines radikulären Reiz- und sensiblen Ausfallsyndroms S1 

links stellen. Bezüglich der Beschwerden im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in den linken Arm 

fanden sich in der gutachterlichen klinisch-neurologischen Untersuchung keine motorischen Defizite bei 

seitengleich erhaltenen Muskeleigenreflexen. Die elektrophysiologische Untersuchung zeigte in der C6- 

und C5-versorgten Muskulatur keine neurogenen Schädigungszeichen. Im MRI der HWS vom Juli 2023 

zeigte sich eine Diskusprotrusion in Höhe C5/6 mit mässiger Bedrängung der foraminal 

durchgetretenen Nervenwurzel C6 links. Auf neurologischem Fachgebiet ging der neurologische 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Gutachter diesbezüglich von einem cervico-spondylogenen Schmerzsyndrom aus ohne radikuläres 

Ausfallsyndrom. Gegen eine relevante Schädigung der C6-Wurzel spreche ihm zufolge insbesondere 

die nicht rein auf das C6-Dermatom begrenzte Sensibilitätsstörung, der gut auslösbare 

Bizepssehnenreflex, die fehlenden Paresen sowie das unauffällige EMG aus der C5-versorgten 

Muskulatur. Elektrophysiologisch zeige sich sodann ein diskretes Karpaltunnelsyndrom beidseits mit 

lediglich grenzwertig reduzierter sensibler Nervenleitgeschwindigkeit. Dieser Befund könne die 

intermittierenden Dysästhesien im „MedianusVersorgungsgebiet“ beider Hände mit der geschilderten 

Einschlafneigung erklären (IV-act. 173-62). Auch der orthopädische Gutachter berücksichtigte die 

Cervicobrachialgie links bei osteodiscaler Einengung des Foramen invertebrale C5/6 links mit 

Bedrängung der Nervenwurzel C6 links sowie die Lumboischialgie links bei Diskusprotrusion L3/4 mit 

Kontakt zur Nervenwurzel L3 links, Diskusprotrusion L4/5 mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 

beidseits, Diskusprotrusion L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzel S1 links bei Status nach 

mikroskopisch assistierter Sequestrektomie und Dekompression L5/S1 links im April 2019 (IV-act. 173-

13). Da rechtsprechungsgemäss in Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss 

ergebenden Beweisschwierigkeiten die subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die 

Begründung einer (teilweisen) Invalidität allein nicht genügen können (Urteil des Bundesgerichts vom 

4. Januar 2022, 9C_470/2021, E. 4.2.2 mit Hinweis), ist es nicht zu beanstanden, dass die Gutachter 

sich bei der Festlegung der quantitativen und der qualitativen Arbeitsfähigkeit auf die bildgebenden, 

klinischen und elektrophysiologischen Untersuchungsbefunde stützten und nicht nur auf die 

Schmerzangaben der Beschwerdeführerin. Entscheidend kann nämlich alleine die objektivierbare 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Sinne des konkreten, für die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

massgebenden Zustandes sein.  

2.4.3 Die Beschwerdeführerin erklärte den drei somatisch untersuchenden Gutachtern am 13. Juli 

respektive 30. August 2023, dass sie sich vorstellen könnte, in einer körperlich leichten 

wechselbelastenden Tätigkeit zu arbeiten, sofern sie eine solche Tätigkeit finden würde (IV-act. 173-

10, -41 und -58; verifiziert mittels Abhörens der Tonbandaufnahmen). Gegenüber dem psychiatrischen 

Gutachter erklärte sie demgegenüber am 27. September 2023, dass sie sich aufgrund der körperlichen 

Beschwerden nicht vorstellen könne, zu arbeiten (IV-act. 173-86 sowie Minute 57:32 der 

psychiatrischen Begutachtung). Die medizinische Aktenlage stellt sich hinsichtlich Angaben zur 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin folgendermassen dar: Nach dem Rehabilitationsaufenthalt 

in Valens wurde der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 3. bis 30. Dezember 2018 eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert, welche anschliessend in angepasster Tätigkeit als um monatlich 10 % 

steigerbar eingeschätzt wurde (IV-act. 13-16). PD Dr. C.___ erklärte am 16. Juli 2019 während der 

Rekonvaleszenzzeit von der Rückenoperation vom 24. April 2019, unter der Voraussetzung, dass die 

Beschwerdeführerin einen weniger belastenden Arbeitsplatz, wenn möglich mit Wechselbelastung und 

nicht in kalten oder feuchten Räumlichkeiten hätte, sei die Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit günstig 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/50 
 

 

11/18 

(IV-act. 24-2). Laut Austrittsbericht vom 7. Juni 2021 nach der stationären IMST im KSSG wurde eine 

Arbeitsunfähigkeit lediglich für den Aufenthalt und einige Tage darüber bis 30. Mai 2021 attestiert (IV-

act. 78-7). Der behandelnde Hausarzt Dr. med. K.___, I.___, erklärte am 17. Dezember 2022 und 31. 

März 2023, dass die Beschwerdeführerin wechselbelastende, leichte körperliche Tätigkeiten ohne Kälte 

und ohne zu langes Stehen während anfänglich zwei bis vier Stunden mit einer 50%igen 

Leistungseinschränkung ausüben könnte (vgl. IV-act. 135-1 ff. und 141-1 ff.). Er äusserte sich damit 

nur zur Einstiegsarbeitsfähigkeit. Insgesamt liegt damit keine von der Beurteilung der MGSG-Gutachter 

(vgl. vorstehende E. 2.2) abweichende medizinische längerfristige Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin bei den Akten. Insoweit der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin darauf 

hinweist, die Beschwerdeführerin habe den Tatbeweis erbracht, dass es ihr nicht möglich wäre, in einem 

Pensum von über 40, 50 % auch nur anwesend zu sein, zumal ein Arbeitsversuch in einem Restaurant 

der Arbeitgeberin und auch das Einsatzprogramm im F.___ dies gezeigt hätten (act. G1 Rz. III/6), kann 

ihm nicht gefolgt werden. Die Tätigkeit im Restaurant erwies sich als ungeeignet, da die 

Beschwerdeführerin regelmässig Gewichte von ca. 10 Kilogramm hätte heben und tragen müssen (IV-

act. 60-3). Dem F.___ wurde die Beschwerdeführerin nicht von der Beschwerdegegnerin, sondern von 

der ALV zugewiesen. Darüber hinaus ist dieses Einsatzprogramm genau in eine Phase gefallen, in 

welcher die Beschwerdeführerin aufgrund von Magen- und Darmbeschwerden die 

Schmerzmitteleinnahme stark verringern musste (IV-act. 60-6 oben), was bereits alleine die geltend 

gemachte Schmerzzunahme zu erklären vermöchte. Gemäss den Notizen der 

Eingliederungsverantwortlichen der Beschwerdegegnerin handelte es sich bei der von der 

Beschwerdeführerin dort ausgeübten Tätigkeit sodann um eine leichte, sitzende Arbeit mit der 

jederzeitigen Möglichkeit, aufzustehen resp. sich zu bewegen (IV-act. 60-10 letzter Absatz und -11 

Mitte). Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit entspricht jedoch nicht einer wechselbelastenden Tätigkeit, 

wie sie sich zeigen müsste, um dem von den Gutachtern formulierten Adaptionsprofil zu entsprechen. 

Sodann war den MGSG-Gutachtern der Arbeitseinsatz der Beschwerdeführerin im F.___ bekannt und 

wurde in ihre Beurteilung einbezogen (vgl. den in sämtlichen Teilgutachten wiedergegebenen 

medizinischen Sachverhalt [IV-act. 173-4, -20, -50 und -72]). 

2.4.4 Der von der Beschwerdeführerin gegenüber dem psychiatrischen und dem neurologischen 

Teilgutachter geschilderte Tagesablauf ist sodann mit der von den Gutachtern festgestellten 

Arbeitsfähigkeit von 75 % in adaptierten Tätigkeiten vereinbar (Angaben gegenüber dem 

psychiatrischen Gutachter: „Sie würde zwischen 06:00 und 07:00 Uhr aufstehen, duschen, Kaffee 

zubereiten und die Medikamente einnehmen. Gegen 09:00 Uhr würde sie infolge der Schmerzen meist 

1 bis 2 Stunden liegen. Danach würde sie etwa eine halbe Stunde laufen und sich eine Kleinigkeit zum 

Essen zubereiten, jedoch nicht kochen. Danach treffe sie Vorbereitungen für das Abendessen. 

Nachmittags würde sie Kaffee trinken, in der Wohnung sitzen und treffe sich eventuell mit der Freundin. 

Daneben habe die Explorandin eventuell Therapien, wie Physiotherapie und Schmerztherapien und sei 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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dann 2 bis 3 Stunden unterwegs. Dann würde sie das Abendessen kochen und gegen 17:30/18:00 Uhr 

essen, wenn der Ehemann von der Arbeit komme. Nach dem Abendessen würde sie sich mit dem 

Ehemann unterhalten und nur wenig fernsehen. Sie gehe gegen 22:00 Uhr zu Bett. Den Haushalt 

verrichte sie in Etappen. Des Weiteren würde sie vormittags oder nachmittags Kleinigkeiten einkaufen. 

Grössere Einkäufe würden vom Ehemann oder dem Sohn getätigt.“ [IV-act. 173-85]; laut 

Tonbandaufnahme ergänzte die Beschwerdeführerin, dass sie das Abendessen koche, sofern es ihr 

gut gehe [bei Minute 62:50 der psychiatrischen Begutachtung]. Gegenüber dem neurologischen 

Gutachter präzisierte sie, dass sie das Abendessen in Etappen vorbereite [IV-act. 173-57] sowie ab 

Minute 36:06 der neurologischen Begutachtung; gegenüber dem internistischen Gutachter erklärte sie 

zusätzlich, diesen Sommer mit dem Flugzeug nach L.___ gereist zu sein [ab Minute 18:15 der 

allgemeinen internistischen Begutachtung]). Im Vergleich zu dem von der Beschwerdeführerin am 16. 

Oktober 2019 anlässlich einer Besprechung mit unter anderem der ALV und der Beschwerdegegnerin 

geschilderten Tagesablauf scheint entgegen dem Empfinden der Beschwerdeführerin zumindest eine 

Verbesserung im Umgang mit ihren Beeinträchtigungen eingetreten zu sein, zumal sie damals angab, 

dass der Haushalt grösstenteils von den Kindern und dem Ehemann verrichtet werde; die Wäsche, die 

Reinigung und auch das Kochen (IV-act. 60-5 f., insbesondere letzter Absatz des Eintrags vom 16. 

Oktober 2019). Jedenfalls ist eine körperlich sehr leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit dem den 

Gutachtern geschilderten Tagesablauf – wie gesagt – durchaus vereinbar, zumal zusätzlich zum 

Adaptionsprofil eine 25%ige Leistungseinschränkung Berücksichtigung gefunden hat. Im Übrigen ist 

bezüglich Arbeitsfähigkeitsschätzung zu beachten, dass die medizinische Folgenabschätzung 

notgedrungen eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. September 2024, 8C_100/2024, E. 7.1 mit Hinweisen). Es bestehen keinerlei 

Anhaltspunkte dafür, dass die Experten mit ihrer somatischen Arbeitsfähigkeitsschätzung dieses 

Ermessen überschritten hätten, vielmehr erscheinen ihre Einschätzungen durchaus vernünftig und 

nachvollziehbar. Soweit vorgebracht wird, dass das Gutachten auf der Fehlüberlegung beruhe, dass 

sich das von der Beschwerdeführerin als möglich erklärte Sitzen von 40 Minuten und Stehen von einer 

Stunde nicht beliebig wiederholen lasse, sondern damit die Leistungsfähigkeit für einen Tag 

ausgeschöpft sei (act. G1 Rz. III/7), ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin ja auch 

ausserhalb einer Erwerbstätigkeit Sitzen und Stehen muss. Einzig die liegende Körperposition fällt je 

nach räumlichen Voraussetzungen bei einem Arbeitgebenden weg, diesem Umstand ist aber mit der 

25%igen Leistungsminderung und dem eingeschränkten Adaptionsprofil Rechnung getragen. Darüber 

hinaus gibt die Beschwerdeführerin auch für längeres Liegen eine Beschwerdeverstärkung an (vgl. z.B. 

IV-act. 173-22 und -55).  

2.4.5 Auch die psychiatrischerseits gezogene gutachterliche Schlussfolgerung, dass die diagnostizierte 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren für die Beschwerdeführerin 

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bleibe, kann angesichts der Ausführungen im 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/18 

psychiatrischen Teilgutachten nachvollzogen werden, zumal bei der Beschwerdeführerin keine 

schwerwiegenden Befunde erhoben und diverse Ressourcen identifiziert werden konnten (IV-act. 173-

93). Im Übrigen steht die Beschwerdeführerin auch in keiner psychiatrischen Behandlung. Die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den psychiatrischen Facharzt beruht auf einer einleuchtenden 

Konsistenz- resp. Plausibilitäts- und Ressourcenprüfung (IV-act. 173-93 bis 95). Daraus ergibt sich 

schlüssig, dass die Beschwerdeführerin überwiegend wahrscheinlich trotz der psychischen 

Beeinträchtigungen über Ressourcen verfügt, die es ihr in Anlehnung an Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG 

ermöglichen sollten, in relevantem Ausmass einer geeigneten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Eine 

eingehende Indikatorenprüfung erweist sich in der vorliegenden Konstellation, in welcher selbst unter 

Berücksichtigung der psychiatrischerseits attestierten Einschränkungen kein Rentenanspruch resultiert 

(vgl. nachfolgende E. 4), als obsolet.  

2.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gutachten vom 10. Oktober 2023 die 

rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwaltungsexternes 

Gutachten erfüllt. Es erging unter Beachtung der vollständigen medizinischen Vorgeschichte und nach 

vertiefenden persönlichen Befragungen in den Fachrichtungen Allgemeine innere Medizin, Orthopädie, 

Neurologie und Psychiatrie, in Auseinandersetzung mit den anlässlich dieser Explorationen erhobenen 

Untersuchungsbefunden (vgl. vorstehende E. 2.2 und 2.4) und in Würdigung der veranlassten 

Zusatzuntersuchungen (Laboruntersuch und ENMG; IV-act. 173-12 und -59 f.). Es ist festzustellen, 

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine konkreten Zweifel an der Zuverlässigkeit des 

MGSG-Gutachtens zu erwecken vermochte. Auch konnte er nicht aufzeigen und ist nicht ersichtlich, 

inwiefern das MGSG-Gutachten den praxisgemässen Anforderungen an eine Expertise nicht genüge 

oder nicht lege artis erstellt worden sei. Entgegen der Ansicht des beschwerdeführerischen 

Rechtsvertreters ist insgesamt und damit auch bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten auf das MGSG-Gutachten abzustellen. Es ist hinlänglich erstellt, dass die 

Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch während des gesamten entscheidrelevanten Zeitraums ab 

Ablauf der Karenzfrist im September 2019 (vgl. vorstehende E. 1.1) bis zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung am 8. Februar 2024 (BGE 130 V 73 ff. E. 2.3 und E. 3.2.4; BGE 130 V 66 E. 2 und 3) mit 

Ausnahme von drei Monaten postoperativer Erholung als zu 75 % arbeitsfähig in adaptierten Tätigkeiten 

zu qualifizieren ist. Weitere medizinische Abklärungen und damit auch die eventualiter beantragte 

Begutachtung (act. G1) sind damit nicht angezeigt (zur sogenannten antizipierten Beweiswürdigung vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 10. Januar 2022, 8C_657/2021, E. 5.4).  

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin scheint ihren Angaben anlässlich der Begutachtung zufolge 

(Tonbandaufnahmen der neurologischen, der internistischen und der orthopädischen Begutachtung) 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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davon auszugehen, dass die ihr attestierte medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit nicht 

verwertbar sein könnte. 

3.2 Für die Verwertung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit ist der hypothetisch ausgeglichene Arbeitsmarkt 

massgebend (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung handelt es sich dabei um einen 

theoretischen und abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung 

von demjenigen der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein 

bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits 

bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

offenhält und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Es kann daher nicht leichthin 

angenommen werden, die verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. Nach diesen 

Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 

Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag 

oder nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4; BGE 110 V 276 E. 

4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b).  

3.3 Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide 

Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern darauf, ob sie 

die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze 

dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI-Praxis 6/1998 S. 291). Hilfsarbeiten werden 

auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 29. Juni 2018, 9C_862/2017, E. 3.3.3 mit Hinweis). Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen 

Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von 

einer Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur 

in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, 

oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich 

wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint 

(siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2012, 8C_869/2011, E. 4.3.5 mit 

Hinweisen). 

3.4 Das der Beschwerdeführerin bescheinigte Adaptionsprofil (körperlich sehr leicht, abwechselnd 

sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, ohne emotionale 

Belastung, ohne Stressbelastung, ohne Erfordernis an geistiger Flexibilität, ohne Anforderung an die 

Konzentrationsfähigkeit und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung; IV-act. 173-27) führt nicht zu 

einer Unverwertbarkeit der attestierten Restarbeitsfähigkeit. Auf dem hypothetisch ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt stehen ihr eine Vielzahl von möglichen Arbeitsstellen offen. Zu denken ist etwa an einfache 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Überwachungs-, Sortier-, Kontroll- und Konfektionierungsarbeiten, Montage von Kleinteilen oder 

Verpackung verschiedener Produkte, welche körperlich sehr leicht sind, wechselbelastend ausgeführt 

und flexibel kurz unterbrochen werden können. 

4.  

4.1 Nun gilt es, basierend auf der nach dem Gesagten massgeblichen 75%igen Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten den Invaliditätsgrad festzulegen. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ist 

zwischen den Parteien nicht mehr umstritten, dass die Beschwerdeführerin während des 

entscheidrelevanten Zeitraums (vgl. soeben E. 2.5) als voll erwerbstätig zu gelten hat und der 

Invaliditätsgrad folglich für den gesamten vorliegend relevanten Zeitraum anhand eines 

Einkommensvergleichs (vgl. vorstehend E. 1.2) und nicht nach der gemischten Methode festzulegen 

ist. Dies ist aufgrund der Akten nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Damit erübrigt sich jedoch 

die von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung per 1. Januar 2024 vorgenommene 

Neuberechnung, da der gesamte Rentenanspruch nach den bis 31. Dezember 2021 geltenden 

Bestimmungen zu prüfen ist (vgl. vorstehende E. 1.1). Folglich ist auf die von Rechtsanwalt Ehrenzeller 

vorgebrachte Kritik am neben dem Pauschalabzug ab 1. Januar 2024 nicht gewährten leidensbedingten 

Abzug nicht weiter einzugehen (vgl. Vorbringen in act. G1 Rz. III/10). Da der hypothetische 

Rentenbeginn frühestens im September 2019 liegen kann (vgl. vorstehende E. 1.1), sind die dem 

Einkommensvergleich im Folgenden zugrunde zu legenden Vergleichseinkommen für dieses Jahr zu 

bestimmen. 

4.2 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 

beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte. Für die 

Bestimmung des Valideneinkommens wird grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 125 V 

58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 

8C_196/2013, E. 3.1). Es sind keinerlei Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin 

im Gesundheitsfall nicht weiterhin für die Arbeitgeberin tätig gewesen wäre. Sie erzielte bei ihrer letzten 

Tätigkeit für die Arbeitgeberin im Jahr 2018 ein Einkommen von monatlich Fr. 3'093.-- zzgl. 13. 

Monatslohn, jährlich Fr. 40'209.-- in ihrem 70%igem Arbeitspensum (IV-act. 8-5 und -10), was 

Fr. 57'441.45 in einem 100%igen Pensum entspricht (Fr. 40'209 / 0.70 x 1.00). Nominallohnindexiert 

resultiert für das Jahr 2019 ein Einkommen von Fr. 57'994.60 (Fr. 57'441.45 : 135 x 136.3;. 

Nominallohnindex für Frauen 2018: 135; 2019: 136.3 gemäss Bundesamt für Statistik, Tabelle T 1.93, 

Nominalolohnindex 1993 - 2023, Total Frauen). Das Valideneinkommen ist demnach auf dieser Höhe 

festzulegen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.3 Die Beschwerdeführerin war nach der Entlassung durch die Arbeitgeberin per 31. Dezember 2019 

– mit Ausnahme eines Arbeitsversuchs bei der Arbeitgeberin sowie des Einsatzprogramms im F.___ 

(vgl. vorstehend Sachverhalt A.b, A.d und A.f ) – nicht mehr arbeitstätig (vgl. beispielsweise IV-act. 173-

84). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist deshalb mit der Beschwerdegegnerin vom 

statistischen Durchschnittseinkommen von weiblichen Hilfsarbeiterinnen (Lohnstrukturerhebung LSE) 

auszugehen. Dieses betrug im Jahr 2019 Fr. 55'222.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2022). Folglich ist unter Berücksichtigung der 25%igen 

Arbeitsunfähigkeit von einem vorläufigen Invalideneinkommen von Fr. 41'416.50 (Fr. 55'222.-- x 0.75) 

auszugehen. Zu prüfen gilt es im Folgenden den von der Beschwerdegegnerin gewährten und von der 

Beschwerdeführerin als zu tief erachteten Abzug vom Tabellenlohn (IV-act. 191 und act. G1 Rz. III/10). 

4.3.1 Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % gekürzt werden, um 

dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen 

Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 

S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit einem 

unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um 

einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 146 V 16 E. 4.1). Bestehen über das ärztlich 

beschriebene Beschäftigungspensum hinaus zusätzliche Einschränkungen, wie beispielsweise ein 

vermindertes Rendement pro Zeiteinheit wegen verlangsamter Arbeitsweise oder ein Bedarf nach 

ausserordentlichen Pausen oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer besonderen Natur nach nicht 

ohne weiteres mit den Anforderungen vereinbar, wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen 

Abläufen ergeben, kann dies bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs vom statistischen 

Tabellenlohn berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, 

E. 5.3.1).  

4.3.2 Den medizinischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin wurde von den Gutachtern durch 

eine Rendement-Reduktion und das definierte Adaptionsprofil Rechnung getragen (vgl. vorstehende E. 

2.2). Die Beschwerdegegnerin anerkannte im Rahmen der angefochtenen Verfügung zusätzlich einen 

Tabellenlohnabzug von 10 % aufgrund der Adaptionskriterien (vgl. IV-act. 191-2). Da die 

Rechtsprechung insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen gewährt, wenn eine 

versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit 

eingeschränkt ist (BGE 146 V 16 E. 4.1), ist dies angesichts des doch durch mehrere Faktoren (nur 

körperlich sehr leichte Tätigkeiten, Abwechslung in der Körperposition, Ausschluss gewisser häufiger 

Körperhaltungen) eingeschränkten Adaptionsprofils nachvollziehbar. Eine teilzeitbedingte 

Lohneinbusse ist statistisch nicht ausgewiesen (vgl. BFS, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 

Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater und öffentlicher Sektor zusammen 

[T18], Frauen, Jahre 2018 und 2020, wonach das auf 100 % hochgerechnete Einkommen einer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Tätigkeit im Umfang von 75  bis 89 % dasjenige eines Vollpensums übersteigt; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. April 2020, 9C_782/2019, E. 3.2) und weitere abzugsrelevante Aspekte sind 

weder ersichtlich noch werden sie geltend gemacht (vgl. Vorbringen in act. G1 Rz. III/10). Darüber 

hinaus darf das Gericht bei der Überprüfung des Tabellenlohnabzugs, der eine Schätzung darstellt, 

sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 

81 E. 6). Vorliegend kann nicht gesagt werden, dass die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen bei der 

Festlegung eines 10%igen Abzugs vom Tabellenlohn rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, womit die 

Gewährung eines höheren Abzugs ausgeschlossen ist. Es ist folglich von einem tabellarischen 

Invalideneinkommen von Fr. 37’274.85 auszugehen (Fr. 41'416.50 x 0.90).  

4.4 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von aufgerundet 

36 % ([Fr. 57'994.60 - Fr. 37'274.85] / Fr. 57'994.60 x 100) keinen Anspruch auf eine Rente.  

5.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 8. Februar 2024 nicht zu beanstanden und 

die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die 

Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-

- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der 

vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens 

entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet. 

3.  

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 10.02.2025
	Art. 28 IVG. Beweiskräftiges polydisziplinäres MGSG-Gutachten. Einkommensvergleich für den gesamten entscheidrelevanten Zeitraum nach bis 31. Dezember 2020 in Kraft stehenden Bestimmungen. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Februar 2025, IV 2024/50).

		2026-01-28T04:43:39+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen