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**Case Identifier:** 04ec65a1-6403-59b7-abff-5870f0de6622
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.09.2014 200 2013 912
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-912_2014-09-25.pdf

## Full Text

200 13 912 UV
MAW/SAW/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. September 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1980 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
absolvierte im C.________ ab dem 1. November 2012 ein Praktikum im … 
und war dadurch bei der Visana Versicherungen AG (Visana bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle so-
wie Berufskrankheiten versichert (Akten der Visana [act. II] 1).

Am 29. November 2012 geriet die Versicherte auf verschneiter Strasse 
zwischen … und … ins Schleudern und kollidierte mit einer Mauer (act. II 
1). Im Spital F.________, welches sie auf der Weiterfahrt selbständig auf-
suchte, wurde ein Status nach Auto-Selbstunfall ohne Hinweise auf körper-
liche Folgen diagnostiziert (act. II 38). Am 3. Dezember 2012 suchte die 
Versicherte ihren Hausarzt Dr. med. D.________ auf (act. II 13) und liess 
am 5. Dezember 2012 das Ereignis der Visana melden (act. II 1).

B.

Nachdem die Visana diverse medizinische Berichte eingeholt und ihr bera-
tender Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie FMH, zum Versi-
cherungsfall Stellung genommen hatte (act. II 47), verfügte sie am 21. Mai 
2013 (act. II 50) die Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. April 
2013. Zur Begründung gab sie an, der natürliche Kausalzusammenhang 
sei nicht mehr gegeben. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch 
Fürsprecher B.________, am 1. Juli 2013 Einsprache (act. II 95) und bean-
tragte die kostenfällige Aufhebung der Verfügung vom 21. Mai 2013, die 
Weiterausrichtung der ihr zustehenden Versicherungsleistungen auch nach 
dem 30. April 2013 sowie Kompensationszahlungen für die Monate Februar 
und März 2013. 

Hierauf liess die Visana bei Dr. med. E.________ ein „Aktengutachten“ 
datiert vom 10. August 2013 (act. II 122) erstellen und wies insbesondere 
gestützt darauf die Einsprache mit Entscheid vom 13. September 2013 

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(act. II 134) ab. Gleichentags orientierte sie die Versicherte mit separatem 
Schreiben darüber, dass im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 30. April 
2013 zu viel Taggeldleistungen ausgerichtet worden seien und forderte 
einen Betrag von Fr. 2'736.-- zurück (act. II 111).

C.

Am 16. Oktober 2013 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch Für-
sprecher B.________, Beschwerde. Sie beantragt die kostenfällige Aufhe-
bung des Einspracheentscheides vom 13. September 2013, die Weiteraus-
richtung der ihr zustehenden Versicherungsleistungen (Unfalltaggeld und 
Entschädigung für Zwischenverdienst) nach dem 30. April 2013 sowie die 
Ausrichtung von Kompensationszahlungen für die Monate Februar und 
März 2013. Gleichzeitig reichte sie für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren ein Gesuch um Gewährung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung von Fürsprecher B.________ als amtlicher Anwalt ein. 

Mit Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Eventualiter stellt 
sie das Begehren, der Einspracheentscheid sei grundsätzlich zu bestätigen 
und zur weiteren Abklärung für die Zeit ab dem 30. April 2013 zurückzu-
weisen. Ferner sei die Beschwerdeführerin zu verpflichten, sowohl die 
Arztzeugnisse betreffend die Arbeitsunfähigkeit als auch sämtliche Arbeits-
bemühungen für die Zeit ab dem 30. April 2013 beizubringen. Ausserdem 
habe die Beschwerdeführerin Fr. 3'240.-- zuzüglich Zins zu 5% p.A. seit 
wann rechtens zu bezahlen.

In der Replik vom 6. März 2014 resp. in der Duplik vom 7. April 2014 
bestätigten die Parteien die je gestellten Rechtsbegehren, wobei die Be-
schwerdegegnerin zudem darauf hinwies, die Beschwerdeführerin gehe 
einer bisher nicht deklarierten beruflichen Tätigkeit nach (vgl. Duplik S. 4 lit. 
e).

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 8. April 2014) 
nahm die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. April 2014 (Akten der 

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Beschwerdeführerin [act. IB] 1) u.a. zu ihren Tätigkeiten und ihrem Ver-
dienst Stellung und reichte weitere Beilagen ein (act. IB 2 ff.).

Im Rahmen der Schlussbemerkungen machte die Beschwerdegegnerin am 
28. Mai 2014 darauf aufmerksam, dass die Beschwerdeführerin durch die 
Krankenversicherung über eine Rechtsschutzversicherung verfüge. 

Nachdem die Beschwerdeführerin am 16. Juni 2014 zum Schreiben der 
Beschwerdegegnerin vom 28. Mai 2014 Stellung genommen und weitere 
Abklärungen bezüglich Deckung durch die Rechtsschutzversicherung 
getätigt hatte, zog sie am 4. Juli 2014 das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege zurück. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten 
(vgl. hierzu ergänzend E. 1.2.3 hiernach).

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1.2

1.2.1 Anfechtungsgegenstand im kantonalen Beschwerdeverfahren bildet 
allein der Einspracheentscheid. Dieser tritt an die Stelle der vorgängig er-
lassenen Verfügung, und zwar auch dann, wenn er sie bloss bestätigt 
(BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; RKUV 1998 U 308 S. 454 E. 2a). Streitge-
genstand bildet das aufgrund der Beschwerdebegehren tatsächlich ange-
fochtene Rechtsverhältnis. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind dem-
nach identisch, wenn der Einspracheentscheid insgesamt angefochten wird 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 165; SVR 2010 BVG Nr. 14 S. 56 E. 4.1).

1.2.2 Zu überprüfen und zu beurteilen sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbind-
lich – in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheides – Stel-
lung genommen hat (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 
S. 13 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung kann das verwaltungsgerichtliche 
Beschwerdeverfahren jedoch aus prozessökonomischen Gründen auf eine 
ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch den 
Einspracheentscheid bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife 
Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegen-
stand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit 
gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streit-
frage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 
V 501 E. 1.2 S. 503, 122 V 34 E. 2a S. 36; SVR 2012 IV Nr. 35 S. 137 
E. 3.1). Unter den gleichen Voraussetzungen kann das Gericht aus pro-
zessökonomischen Gründen auch den Streitgegenstand ausdehnen (BGE 
130 V 138 E. 2.1 S. 140).

1.2.3 Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Einspra-
cheentscheid vom 13. September 2013 (act. II 134), mit welchem die Leis-
tungseinstellung per 30. April 2013 bestätigt wurde. Gestützt auf die Be-
schwerde, Rechtsbegehren Ziffer 1 (S. 2), ist streitig und zu prüfen, ob die 
Beschwerdeführerin aufgrund des Ereignisses vom 29. November 2012 
über den 30. April 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversi-

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cherung hat und ob die weiterhin geklagten Beschwerden in einem natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang zum besagten Unfall stehen. 

Soweit in der Beschwerde Kompensationszahlungen geltend gemacht wer-
den (Rechtsbegehren Ziffer 2), ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwer-
degegnerin mit Verfügung vom 21. Mai 2013 (act. II 50) grundsätzlich nur 
über die künftigen Leistungen ab dem 30. April 2013 verfügte. Im Einspra-
cheentscheid vom 13. September 2013 (act. II 134) wurde sodann – ge-
stützt auf das Rechtsbegehren Ziffer 2 der Einsprache (act. II 95 S. 2) – 
einlässlich Stellung zur Berechnung und Höhe der Taggelder genommen 
(act. II 134 S. 10), wobei das diesbezügliche Resultat im Dispositiv nicht 
genannt wurde. Über die Höhe der Taggelder wurde demnach bis zum 
heutigen Zeitpunkt nie formell entschieden, weshalb das Begehren auf 
Kompensationszahlungen streng genommen ausserhalb des Anfechtungs-
objektes liegt. Da es sich bei der Ausrichtung der Kompensationszahlungen 
um eine spruchreife Rechtsfrage handelt, ein Zusammenhang mit den bis-
herigen Leistungsausrichtungen besteht und sich die Parteien im Be-
schwerdeverfahren (vgl. Beschwerde S. 13 resp. Beschwerdeantwort 
S. 16) ausgiebig bezüglich der Taggelder geäussert haben, rechtfertigt es 
sich, diese Frage in die Beurteilung mit einzubeziehen und das Anfech-
tungsobjekt resp. den Streitgegenstand diesbezüglich auszudehnen (vgl. 
E. 1.2.2 hiervor). Die Frage der Nachzahlung von Taggeldern für die Mona-
te Februar und März 2013 ist somit im vorliegenden Verfahren ebenfalls zu 
beurteilen. 

1.2.4 Nicht Streitgegenstand ist die von der Beschwerdegegnerin erst-
mals im Beschwerdeverfahren eventualiter beantragte Rückerstattung von 
Taggeldern in der Höhe von Fr. 3'240.-- (vgl. Beschwerdeantwort S. 2). 
Denn diese war weder Gegenstand der Verfügung vom 21. Mai 2013 (act. 
II 50) noch wurde darüber im Einspracheentscheid vom 13. September 
2013 (act. II 134) verfügt. Dass mit separatem Schreiben vom 13. Septem-
ber 2013 (act. II 111) Taggeldleistungen in der Höhe von Fr. 2'736.-- 
zurückgefordert wurden, ändert hieran nichts. Der Eventualantrag bezüg-
lich der Rückerstattung ist somit verfahrensmässig nicht zulässig und im 
Folgenden nicht zu beurteilen. 

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-

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te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4

2.4.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

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Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann 
somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit ap-
parativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und 
die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251).

2.4.3 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 115 
V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen und äquivalenten 
Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS) sowie Schädel-Hirntraumen auf 
eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten 
verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob 
die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine 
dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 
E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 
369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die 
Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der 
Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der 
HWS manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der 
erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 
115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Er-
geben die Abklärungen indessen, dass die versicherte Person eine der 
soeben erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die 
zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Be-
einträchtigungen (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw; BGE 119 
V 335 E. 1 S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im 
Vergleich zur psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem 
Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im 

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Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt 
gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit 
ganz in den Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 
E. 3a). Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in 
BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten 
Grundsätze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 
gemäss den in der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) 
festgelegten Kriterien, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen 
und psychischen Beschwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 
E. 5b bb S. 103).

2.4.4 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenser-
fahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon 
ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 
erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 

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zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-

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nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 
E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.5 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 13

2.6 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 29. November 2012 (act. II 1) einen Unfall im Rechtssinne erlit-
ten hat (vgl. E. 2.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen erbracht (act. II 105 ff.). Umstritten ist 
hingegen, ob die Beschwerdeführerin über die verfügte Leistungseinstel-
lung per 30. April 2013 (act. II 50) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistun-
gen der Beschwerdegegnerin hat (vgl. E. 2.5 hiervor). Dabei ist zu prüfen, 
ob die nach diesem Zeitpunkt weiterhin geklagten Beschwerden in einem 
anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang mit dem Unfall vom 29. November 2012 stehen.

3.2 Zu den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwer-
den lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Die Beschwerdeführerin war nach dem Unfall in ambulanter Be-
handlung im Spital F.________. Im entsprechenden Bericht vom 29. No-
vember 2012 (act. II 38) wurde ein Status nach Auto-Selbstunfall ohne 
Hinweise auf körperliche Folgen diagnostiziert. Zu den Befunden wurde 
festgehalten, die Patientin sei während der Untersuchung in Tränen auf-
gelöst gewesen, ansonsten jedoch allseits orientiert, in einem guten körper-
lichen Gesundheitszustand und ohne Schmerzen. Der Body-Check habe 
unauffällige Befunde ergeben und die Hals- und Brustwirbelsäule seien 
weder klopfdolent gewesen noch seien bei Bewegung Schmerzen aufgetre-
ten. Die Patientin habe einzig angegeben, eine leichte Verspannung im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 14

Schulter- und Nackenbereich zu verspüren und sich minim übel resp. un-
wohl zu fühlen (S. 1). Im Arztzeugnis vom 27. Dezember 2012 (act. II 11) 
wurde ferner eine Arbeitsunfähigkeit verneint und der Behandlungsab-
schluss per 29. November 2012 festgehalten.

3.2.2 Während der Untersuchung beim Hausarzt Dr. med. D.________ 
am 3. Dezember 2012 gab die Beschwerdeführerin Schmerzen am ganzen 
Körper, vorwiegend im Nacken- und Beckenbereich, an. Im Arztzeugnis 
vom 12. Januar 2013 (act. II 13) hielt der Hausarzt sodann als Diagnose 
ein diffuses, wahrscheinlich vorwiegend funktionelles Schmerzsyndrom fest 
und attestierte ab dem 30. November 2012 bis voraussichtlich Ende Januar 
2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Des Weiteren verwies er auf die 
am 4. Dezember 2012 durchgeführte Röntgenuntersuchung (act. II 16), bei 
welcher eine HWS-Streckhaltung, eine leichte rechtskonvexe Fehlhaltung 
und ansonsten ein Normalbefund ohne Fraktur oder Luxation festgestellt 
wurden. 

Im Bericht vom 30. April 2013 (act. II 43) stellte der Hausarzt folgende Dia-
gnosen: Diffuses, z.T. funktionelles Schmerzsyndrom (vorwiegend im Na-
cken- und Schulterbereich) sowie Konzentrationsschwierigkeiten (S. 1). 
Bezüglich des Heilungsverlaufs berichtete er insgesamt von einer Besse-
rungstendenz mit beschwerdefreien Tagen, wobei zeitweise auch tagelan-
ge Perioden mit zunehmenden Beschwerden beständen (S. 2). Insbeson-
dere teilte er mit, es sei bewusst auf eine Röntgenaufnahme des Beckens 
verzichtet worden (S. 3). Zur Arbeitsfähigkeit gab er an, leichte Haushalts-
arbeiten ohne Staubsaugen oder Tragen von schweren Lasten in einem 
Tagespensum von zwei bis drei Stunden seien zumutbar. Ab voraussicht-
lich anfangs Mai 2013 werde versucht, eine 50%-ige Arbeitsstelle zu finden 
(S. 2).

3.2.3 Mit Schreiben vom 19. Juli 2013 (act. II 98) gab die Beschwerde-
gegnerin bei Dr. med. E.________ ein Gutachten in Auftrag. Diesbezüglich 
ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. E.________ bereits vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung als beratender Arzt zum vorliegenden Versiche-
rungsfall beigezogen worden war (vgl. Stellungnahme vom 25. April 2013, 
act. II 47) und daher grundsätzlich nicht mehr hätte als unabhängiger Gut-
achter eingesetzt werden dürfen. Das „Aktengutachten“ vom 10. August 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 15

2013 (act. II 122) kann daher nicht als eigentliches Gutachten bezeichnet 
und gewertet werden, sondern stellt (lediglich) einen Bericht bzw. eine Stel-
lungnahme eines versicherungsinternen Arztes (mit entsprechendem Be-
weiswert, vgl. E. 3.3.2 und 3.4 hiernach) dar.

Im Bericht vom 10. August 2013 (act. II 122) führte Dr. med. E.________ 
keine Diagnosen auf und gab an, es beständen keine Beschwerden im 
Zusammenhang mit dem Unfall vom 29. November 2012. Zur Begründung 
verwies er auf die körperliche Untersuchung im Spital F.________, bei wel-
cher die Versicherte zwar emotional aufgewühlt und in Tränen aufgelöst 
gewesen sei, sich die Hals- und Brustwirbelsäule jedoch schmerzfrei be-
weglich, ohne Klopf- oder Druckdolenz sowie ohne Bewegungseinschrän-
kung gezeigt hätten (S. 8 Ziffer 2). Des Weiteren hielt er fest, die geltend 
gemachten Schmerzen im Sinne eines Ganzkörpersyndroms, betont im 
Nacken- und Beckenbereich, seien bildgebend nicht erklärbar, wobei er 
darauf hinwies, dass es bei der von der Versicherten geschilderten Ge-
schwindigkeit von 20-30 km/h und bei einer Beckenangurtung nicht zu Ver-
letzungen im Beckenbereich kommen könne (S. 7 Ziffer 1). Bezüglich der 
festgestellten Streckhaltung der HWS und der Skoliose fügte Dr. med. 
E.________ an, derartige Fehlhaltungen kämen in der Normalpopulation 
gehäuft vor, zumal eine unfallbedingte Skoliose nur bei schweren Destruk-
tionen der Wirbelsäule (z.B. aufgrund von Facettengelenksluxationen, 
asymmetrisch auftretende Frakturen und/oder Bandscheibenverletzungen) 
entstünde (S. 7 f. Ziffer 1). Zudem erläuterte er, die Versicherte sei wegen 
der langsamen Fahrt, des Schleuderns und des Bremsvorganges auf die 
bevorstehende Kollision gefasst gewesen, womit es automatisch reflekto-
risch zur isometrischen Anspannung der Muskulatur gekommen sei, d.h. 
die HWS sei muskulär geschient und stabilisiert gewesen (S. 6). In Bezug 
auf den Delta-v-Wert gab er ergänzend an, die kollisionsbedingte Ge-
schwindigkeit sei beim vorliegenden Unfall weit unter dem Bereich gelegen, 
der theoretisch biomechanisch Verletzungsfolgen hätte entstehen lassen 
können (S. 8). Hinsichtlich der angegebenen Konzentrationsschwächen 
machte Dr. med. E.________ darauf aufmerksam, dass diese erst nach 
mehreren Monaten angegeben worden seien und es initial nicht zu einem 
Kopfanprall gekommen sei. Er kam daher zum Schluss, die Konzentrati-
onsstörungen – als subjektiv wahrgenommene Form einer Verletzungsfolge 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 16

– liessen sich in keiner Weise organisch-strukturell begründen (S. 9 Ziffer 
6). Schliesslich vertrat Dr. med. E.________ die Meinung, dass der fluktuie-
rende Verlauf der Heilung eindeutig gegen ein unfallbedingtes anatomisch-
strukturelles Korrelat spreche und bestätigte die Auffassung des Hausarz-
tes, wonach die Ganzkörperschmerzen als funktionelles Schmerzsyndrom 
zu interpretieren seien. Die vom Hausarzt attestierte Arbeitsunfähigkeit auf 
körperlicher Basis sowie die verordnete Physiotherapie konnte er jedoch 
nicht nachvollziehen (S. 7) und gab diesbezüglich an, es müsse davon 
ausgegangen werden, dass bereits vor der Leistungseinstellung am 
30. April 2013 ein Status quo ante vel sine erreicht worden sei (S. 9). Als 
Nachtrag hielt er abschliessend fest, er sei davon ausgegangen, dass die 
Versicherte vor dem Unfall gesund gewesen sei. Daraus aber nun nach 
dem „post hoc – ergo propter hoc Prinzip“ eine überwiegend wahrscheinlich 
unfallbedingte Kausalität der Beschwerden abzuleiten, könne nicht ausrei-
chend begründet werden (S. 9).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 17

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.3.3 Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formel-
len Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn 
Leistungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 
EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den 
Entscheid ausschlaggebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinter-
ne Abklärungen zu stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c 
S. 165).

Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, 
die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Dr. med. E.________ hat sich in seiner Beurteilung vom 10. August 
2013 (act. II 122) in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den 
gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinander-
gesetzt und seine Schlussfolgerungen insbesondere auch gestützt auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 18

Röntgenuntersuchung vom 4. Dezember 2012 (act. II 16) getroffen. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen und biomechanischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand und zur Kausalität nachvollziehbar begrün-
det. Ferner ist der Bericht für die streitigen Belange umfassend, weshalb 
ihm im Rahmen einer Stellungnahme eines versicherungsinternen Arztes 
voller Beweiswert zukommt (E. 3.3.2 hiervor). Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 5 Ziffer 4) ist demnach auf die Beur-
teilung von Dr. med. E.________ vom 10. August 2013 (act. II 122) ohne 
weiteres abzustellen.

In seiner Beurteilung legt Dr. med. E.________ schlüssig und nachvoll-
ziehbar dar, dass keine Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall 
vom 29. November 2012 vorliegen und die geltend gemachten Schmerzen 
im Sinne eines Ganzkörpersyndroms, betont im Nacken- und Beckenbe-
reich, nicht bildgebend erklärt werden können (act. II 122 S. 7 Ziffer 1). Be-
züglich der Konzentrationsschwächen ergänzte er zudem, diese seien erst 
mehrere Monate nach dem Unfall angegeben worden, ohne dass initial ein 
Kopfanprall vorgefallen sei. Auch diese seien daher in keiner Weise orga-
nisch-strukturell begründet (act. II 122 S. 9 Ziffer 6). Diese Beurteilung steht 
im Einklang mit den Befunden der körperlichen Untersuchung im Spital 
F.________ vom 29. November 2012 (act. II 38) und findet ihren Rückhalt 
in der Röntgenuntersuchung vom 4. Dezember 2012 (act. II 16), bei wel-
cher neben einer HWS-Streckhaltung und einer leichten rechtskonvexen 
Fehlhaltung ansonsten ein Normalbefund ohne Fraktur oder Luxation fest-
gestellt wurde. Schliesslich diagnostizierte auch der Hausarzt in seinen 
Berichten vom 12. Januar 2013 resp. vom 30. April 2013 (act. II 13, 43) ein 
diffuses, z.T. funktionelles und damit nicht auf einem körperlichen Substrat 
basierendes Schmerzsyndrom, womit er ebenfalls die Auffassung vertritt, 
dass die geltend gemachten Beschwerden kein anatomisch-strukturelles 
Korrelat aufweisen. Des Weiteren postuliert Dr. med. E.________ eine 
100%-ige Arbeitsfähigkeit und führt plausibel und überzeugend aus, es 
müsse davon ausgegangen werden, dass bereits vor der Leistungseinstel-
lung ein Status quo ante vel sine erreicht worden sei (act. II 122 S. 9). Mit 
dem übereinstimmend wurde auch im Arztzeugnis des Spitals F.________ 
vom 27. Dezember 2012 (act. II 11) eine Arbeitsunfähigkeit verneint. Dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 19

der Hausarzt im Bericht vom 30. April 2013 (act. II 43 S. 2 Ziffer 12) bis 
anfangs Mai 2013 eine 100%-ige und anschliessend eine 50%-ige Arbeits-
unfähigkeit attestiert hat, ist nicht nachvollziehbar und vermag die Beurtei-
lung von Dr. med. E.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Dies insbesonde-
re weil der Hausarzt weder die angegebene Arbeitsunfähigkeit näher be-
gründete noch auf entsprechende medizinische Befunde hinwies. Zudem 
ist anzumerken, dass auch er anfänglich in seinem Bericht vom 12. Januar 
2013 (act. II 13) von einer relativ kurzen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen 
ist. 

3.5 Aus dem Dargelegten folgt, dass die von der Beschwerdeführerin 
geltend gemachten gesundheitlichen Einschränkungen nicht auf einer or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge beruhen. Des Weiteren ist er-
wiesen, dass – unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes 
der Beschwerdeführerin (act. II 19, 38) − die geltend gemachten somati-
schen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem 
natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 29. November 2012 
stehen. Wie Dr. med. E.________ zur Recht ausgeführt hat (act. II 122 S. 
9), ändert die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall nach 
eigenen Angaben kerngesund war (vgl. Beschwerde S. 8), nichts an die-
sem Ergebnis. Können gesundheitliche Einschränkungen doch auch 
krankheitsbedingt oder im Zusammenhang mit psychischen oder sozialen 
Problemen jederzeit auftreten. Ferner ist festzuhalten, dass die geschilder-
ten medizinischen Befunde die vom Hausarzt attestierte Arbeitsunfähigkeit 
nicht zu begründen vermögen. 

3.6 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass selbst bei 
Bestehen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen den noch 
geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis die Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin über den Fallabschluss per 30. April 2013 hinaus zu 
verneinen wäre (E. 2.5 hiervor), da diesfalls die Adäquanz – wie sogleich 
darzulegen ist – ohne weiteres zu verneinen wäre.

3.6.1 Die Kollision vom 29. November 2012 führte gemäss den subjekti-
ven Angaben der Beschwerdeführerin innert der Latenzzeit von 24 bis 72 
Stunden lediglich zu leichten Verspannungen im Schulter- und Nackenbe-
reich sowie zu einer minimen Übelkeit resp. zu Unwohlsein (act. II 38). Ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 20

Schleudertrauma wurde – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausge-
führt hat (Beschwerdeantwort S. 12 f. lit. h) − weder in einem Arztbericht 
diagnostiziert noch wiesen die behandelnden Ärzte auf diesbezüglich typi-
sche Symptome hin. Die leichten Verspannungen sowie die minim verspür-
te Übelkeit resp. das Unwohlsein genügen zudem nicht, um eine äquivalen-
te Verletzung anzunehmen. Zur Prüfung der Adäquanz ist somit die für 
psychische Fehlentwicklungen geltende Rechtsprechung heranzuziehen 
(E. 2.4.3 hiervor).

3.6.2 Bezüglich der Schwere des erlittenen Unfalles (E. 2.4.4 hiervor) 
ging die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
13. September 2013 (act. II 134 S. 8) von einem banalen und leichten Un-
fall aus. Dies ist unter Berücksichtigung der medizinischen Akten, den dar-
gelegten biomechanischen Grundsätzen sowie mit Blick auf die Rechtspre-
chung in ähnlich gelagerten Fällen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 9. Dezember 2011, 8C_730/2011, E. 6.1) nicht zu beanstan-
den. Da aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung und der unfallmedizini-
schen Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher 
Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verur-
sachen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen. 

Selbst wenn das Ereignis vom 29. November 2012 – wie die Beschwerde-
führerin geltend macht (Beschwerde S. 11 Ziffer 14) – als mittelschwerer 
Unfall einzustufen wäre, würde sich das Ergebnis nicht ändern. Denn die 
Prüfung der praxisgemäss bei diesen Unfällen zu berücksichtigenden 
adäquanzrelevanten Kriterien (E. 2.4.4 hiervor) ergibt, dass diese im 
vorliegenden Fall nicht erfüllt sind. 

So ist das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der 
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegend klarerweise nicht gege-
ben. Konnte die Beschwerdeführerin doch die Fahrt nach der Kollision 
fortsetzen und hielt es nicht für nötig, die Polizei beizuziehen oder eine 
ärztliche Betreuung am Unfallort zu beanspruchen. Des Weiteren wurde im 
Spital F.________ nur ein Status nach Auto-Selbstunfall ohne Hinweise auf 
körperliche Folgen diagnostiziert (act. II 38). Schwere Unfallfolgen lagen 
demnach nie vor, weshalb auch das Kriterium der Schwere oder besonde-
ren Art der erlittenen Verletzungen zu verneinen ist. Anhaltspunkte, welche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 21

auf eine lange Dauer der somatischen Unfallfolgen, auf körperliche Dauer-
schmerzen, auf einen schwierigen Heilungsverlauf, auf Komplikationen 
oder auf eine ärztliche Fehlbehandlung hinweisen würden, sind den Akten 
ebenfalls nicht zu entnehmen. Zeigte sich die Beschwerdeführerin doch in 
der körperlichen Untersuchung direkt nach dem Unfall schmerzfrei und gab 
lediglich eine leichte Verspannung im Schulter- und Nackenbereich sowie 
eine minime Übelkeit resp. ein Unwohlsein an (act. II 38). Schliesslich muss 
auch das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit als nicht erfüllt betrachtet werden. So hat sich gezeigt 
(E. 3.5 hiervor), dass die geschilderten medizinischen Befunde die vom 
Hausarzt attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht zu begründen vermögen. Ge-
stützt auf das Arztzeugnis des Spitals F.________ vom 27. Dezember 2012 
(act. II 38) und aufgrund der Ausführungen von Dr. med. E.________, wo-
nach ein Status quo ante vel sine bereits vor der Leistungseinstellung er-
reicht worden sei (act. II 122 S. 9), ist das Vorliegen einer langen Arbeits-
unfähigkeit nicht erwiesen. Aus dem Dargelegten folgt, dass von den sie-
ben relevanten Kriterien keines auch nur annähernd erfüllt ist.

3.7 Gestützt auf das Ausgeführte ist demnach festzuhalten, dass zwi-
schen den anhaltend geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall 
vom 29. November 2012 kein rechtsgenüglicher natürlicher resp. adäquater 
Kausalzusammenhang vorliegt. Die Leistungseinstellung per 30. April 2013 
(act. II 50) ist somit nicht zu beanstanden (E. 2.6 hiervor).

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor (Beschwerde S. 13 Ziffer 21), sie 
habe zu 20% als … und …-Praktikantin im C.________ in … gearbeitet 
und von der Arbeitslosenkasse zudem Kompensationszahlungen erhalten. 
Da ihr die Beschwerdegegnerin für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 
31. März 2013 bloss Versicherungsleistungen im Umfang von 80% des 
Praktikantenlohnes ausgerichtet habe, beantragt sie die Ausrichtung von 
Kompensationszahlungen für die Monate Februar und März 2013.

4.2 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
gegnerin Zahlungen in der Höhe von Fr. 18'412.50 ausgerichtet hat (Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 22

schwerde S. 13 Ziffer 20; act. II 105 ff.). Im Einspracheentscheid vom 
13. September 2013 (act. II 134) wurde zudem verständlich und plausibel 
die Berechnung des Taggeldanspruches dargelegt, wobei insbesondere als 
Grundlage das Nettotaggeld der Arbeitslosenkasse herangezogen wurde. 
Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin für die Zeitspanne vom 2. De-
zember 2012 bis am 30. April 2013 einen Unfalltaggeldanspruch von ins-
gesamt Fr. 14'992.50 (150 Tage à Fr. 99.95) hat. Des Weiteren ergeht aus 
den Unterlagen, dass an die Beschwerdeführerin Taggeldzahlungen in der 
Höhe von Fr. 17'728.50 ausgerichtet wurden (act. II 107 ff.). Die Berech-
nung der Taggeldleistungen wurde somit verständlich dargelegt. Die Be-
schwerdeführerin führt denn auch nicht aus, inwiefern diese nicht schlüssig 
sein soll. Gestützt auf die klare Darstellung der Taggeldauszahlungen 
(act. II 134 S. 10) ist erwiesen, dass jedenfalls kein Anspruch auf Kompen-
sationszahlungen besteht (betreffend das Rückforderungsverfahren 
vgl. E. 1.2.4 hiervor).

5. Nach dem Ausgeführten liegen bei der Beschwerdeführerin keine 
kausalen Unfallfolgen mehr vor, weshalb die Leistungseinstellung per 
30. April 2013 nicht zu beanstanden ist. Des Weiteren ist erstellt, dass für 
die massgebende Zeitspanne vom 2. Dezember 2012 bis am 30. April 2013 
kein weitergehender Anspruch auf Unfalltaggeld besteht. Der Einspra-
cheentscheid erweist sich somit als rechtens und die Beschwerde ist voll-
umfänglich abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 23

6.3 Durch den Rückzug des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
vom 4. Juli 2014 ist dieses gegenstandslos geworden und abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Fürsprecher B.________ als amtlicher Anwalt 
wird als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Visana Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/13/912, Seite 24

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.