# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aae19be-6cc2-52a5-ba23-a8925f2b3b87
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.11.2011 B 2010/195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-195_2011-11-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/195

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 17.11.2011

Entscheiddatum: 17.11.2011

Urteil Verwaltungsgericht, 17.11.2011
Bau- und Planungsrecht, Bauen ausserhalb Bauzone, Art. 22 Abs. 2 lit. a und 
Art. 16a Abs. 1 RPG (SR 700), Art. 20 Abs. 2 BauG (sGS 731.1), Art. 34 Abs. 4 
und 5 RPV (SR 700.1). Ein Schafstall dient im konkreten Fall der 
Freizeitlandwirtschaft und ist deshalb in der Landwirtschaftszone nicht 
zonenkonform (Verwaltungsgericht, B 2010/195).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer,

lic. iur. A. Rufener; Ersatzrichter Dr. W. Engeler; Gerichtsschreiberin lic. iur. R. 

Haltinner-Schillig

_______________

 

In Sachen

Karl Heinz Jung, Matonstrasse 5a, 7310 Bad Ragaz,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Werner Ritter, Bahnhofstrasse 24, Postfach 142, 

9443 Widnau,

gegen

 

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Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

R. S., 7310 Bad Ragaz

Beschwerdegegner,

und

 

Politische Gemeinde Bad Ragaz, vertreten durch den Gemeinderat, 7310 Bad Ragaz,

Beschwerdebeteiligte,

 

betreffend

Baugesuch (Neubau Schafstall)

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Karl Heinz Jung betreibt zusammen mit seiner Ehefrau in Bad Ragaz Schafhaltung. 

Nach den Feststellungen der Vorinstanz beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche, die 

dafür zur Verfügung steht, 6,22 ha. Gemäss Betriebsblatt waren am 1. Januar 2010 

folgende Tiere vorhanden: 51 weibliche über ein Jahr alte Schafe, 2 über ein Jahr alte 

Widder und 36 unter einem Jahr alte Jungtiere. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung 

des Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 gab Karl Heinz Jung zu Protokoll, 

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der Tierbestand bestehe zur Zeit aus 60 Mutterschafen, zwei Widdern und 43 

Lämmern.

Zur Unterbringung der Schafe steht Karl Heinz Jung und seiner Ehefrau gemäss 

Beschwerdeschrift vom 17. Dezember 2010 ein eigener Schafstall auf dem Grundstück 

Nr. 27 zur Sommernutzung zur Verfügung. Im Winter werden die Tiere in zwei kleineren, 

älteren Ställen auf den Grundstücken Nrn. 1642 und 885 untergebracht, die im 

Eigentum der politischen Gemeinde Bad Ragaz stehen und die eine Fläche von 

insgesamt 30 a aufweisen (Nr. 1642, Bidems, 7 a, Nr. 885, Bidems, 23 a). Ebenfalls 

gemäss Angaben in der Beschwerdeschrift vom 17. Dezember 2010 bewirtschaftet 

Karl Heinz Jung diese Grundstücke aufgrund mündlicher Pachtverträge, und die 

politische Gemeinde Bad Ragaz plant, die beiden Ställe abzubrechen, so dass sie nicht 

mehr zur Verfügung stehen werden. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung des 

Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 gab Karl Heinz Jung zu Protokoll, einer 

der beiden Ställe sei bereits abgebrochen worden, weshalb er zur Unterbringung der 

Tiere Iglus aufgestellt habe.

R. S. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 00 in Bad Ragaz, welches der Zone W1b 

zugeteilt ist, sowie des Grundstücks Nr. 0000. Die Parzelle Nr. 00 grenzt an die im 

Eigentum von Karl Heinz Jung stehende Parzelle Nr. 880 an, auf der ein Schafstall 

erstellt werden soll.

B./ Am 24. November 2008 reichte Karl Heinz Jung ein Baugesuch für einen "Stall/

Einstellraum" (11,5 x 9,5 m) auf dem Grundstück Nr. 880 ein, das gemäss Zonenplan 

der Politischen Gemeinde Bad Ragaz vom 9. April 2001 in der Landwirtschaftszone 

liegt. Geplant ist, den Stall etwas erhöht in rund 50 m Luftlinie vom Gebäude auf dem 

Grundstück Nr. 99 zu erstellen. Nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid 

soll das Vorhaben die beiden von der politischen Gemeinde Bad Ragaz gepachteten 

Ställe ersetzen und eine Betriebsaufstockung auf 80 Schafe (13,6 Grossvieheinheiten, 

abgekürzt GVE) ermöglichen. Gemäss Beschwerdeergänzung vom 17. Dezember 2010 

(D.1.) ist demgegenüber ein Stall für rund 67 Mutterschafe geplant.Karl Heinz Jung und 

seine Ehefrau rechnen mit Baukosten von rund Fr. 155'000.--.

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Während der Auflagefrist erhob R. S., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Köppel, 

Sargans, Einsprache gegen das Baugesuch und beantragte, es sei abzuweisen. Er 

machte geltend, das Vorhaben sei nicht zonenkonform und die Voraussetzungen zur 

Erteilung einer Ausnahmebewilligung seien nicht erfüllt. Zudem wäre mit übermässigen 

Immissionen zu rechnen. Am 13. Mai 2009 verweigerte das Amt für Raumentwicklung 

und Geoinformation (AREG) die Zustimmung zur Baubewilligung. Es hielt fest, es liege 

Freizeitlandwirtschaft vor und der Betrieb werde voraussichtlich längerfristig keinen 

Bestand haben. In der Folge, am 8. Juli 2009, wies der Gemeinderat Bad Ragaz das 

Baugesuch ab und hiess die öffentlichrechtliche Einsprache von R. S. gut (Ziff. 1 und 

2). Sodann erklärte er die Pläne und die Verfügung des AREG vom 13. Mai 2009 zum 

integrierenden Bestandteil seines Entscheids (Ziff. 4). In Bezug auf die privatrechtliche 

Einsprache wurde R. S. eine Frist von 14 Tagen gesetzt, um ein Verfahren auf dem 

Zivilweg einzuleiten (Ziff. 3). Weiter wurde der Bauherrschaft eine Entscheidgebühr von 

Fr. 750.-- auferlegt (Ziff. 5).

C./ Am 15. Juli 2009 erhob Karl Heinz Jung, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D. P., 

Sargans, gegen die Verfügung des Gemeinderates Bad Ragaz vom 8. Juli 2009 Rekurs 

beim Baudepartement. Er beantragte, Ziff. 1, 2, 4 und 5 der angefochtenen Verfügung 

sowie die Teilverfügung des AREG vom 13. Mai 2009 seien aufzuheben und die 

öffentlich-rechtliche Einsprache von R. S. sei abzuweisen. Sodann sei das 

Bauvorhaben unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz zu 

bewilligen. Das AREG nahm am 29. Oktober 2009 Stellung und beantragte, der Rekurs 

sei abzuweisen. Nachdem das Baudepartement am 30. November 2009 einen 

Augenschein durchgeführt hatte, wurde das Landwirtschaftliche Zentrum St. Gallen, 

Flawil, (LZSG) beauftragt, einen Amtsbericht bezüglich der Frage zu erstellen, inwieweit 

sich aus den vom Rekurrenten am 25. Januar 2010 zusätzlich eingereichten Akten, so 

die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009, und die Betriebsanalyse von Thomas 

Eggenberger-Joss, Landwirtschaftliche Buchhaltung und Beratung, Grabs, vom 

19. Januar 2010 (Bericht Eggenberger) samt Betriebsvoranschlag, eine neue rechtliche 

Qualifikation des Betriebs ergebe. Gemäss Amtsbericht vom 4. Februar 2010 

(Amtsbericht LZSG) liegt Freizeitlandwirtschaft vor. Am 6. April und am 3. Mai 2010 

setzte sich das LZSG zudem mit den vom Rekurrenten zwischenzeitlich vorgebrachten 

Argumenten auseinander, insbesondere mit einem Bericht des Schweizerischen 

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Bauernverbandes, Treuhand und Schätzungen, vom 21. April 2010 (Bericht SBV) und 

hielt an seinen Ausführungen im Amtsbericht vom 4. Februar 2010 fest.

Am 12. August 2010 wies das Baudepartement den Rekurs von Karl Heinz Jung ab. 

Der Entscheid wird damit begründet, der geplante Schafstall sei insbesondere zufolge 

fehlender Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung und Unsicherheit bezüglich der 

Betriebsnachfolge in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Zudem liege kein 

Ausnahmetatbestand im Sinn von Art. 24 ff. des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) vor.

D./ Am 26. August 2010 erhob Karl Heinz Jung, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 

Werner Ritter, Widnau, gegen den Entscheid des Baudepartements vom 12. August 

2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte folgende Rechtsbegehren:

"1. Der Rekursentscheid Nr. 46/2010 des Baudepartements des Kantons St. Gallen 

vom 12. August 2010 im Baubewilligungsverfahren betreffend Neubau Schafstall, 

Grundstück Nr. 880, Bidems, 7310 Bad Ragaz, sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Dispositiv Ziffer 1, 2, 4 und 5 des Bau- und Einspracheentscheids Nr. 62/2009 des 

Gemeinderats Bad Ragaz vom 08. Juli 2009 und Dispositiv Ziffer 1 und 2 der 

raumplanungsrechtlichen Teilverfügung des Amts für Raumentwicklung und 

Geoinformation (AREG) vom 13. Mai 2009 seien vollumfänglich aufzuheben.

3. Die öffentlich-rechtliche Einsprache des Beschwerdegegners R. S. sei vollumfänglich 

kostenpflichtig abzuweisen.

4. Die kantonale Genehmigung gemäss RPG Art. 25 Abs. 2 sowie die Baubewilligung 

für das Bauvorhaben gemäss dem Baugesuch vom 24. November 2008 für den 

Neubau eines Schafstalls auf dem Grundstück Nr. 880, Bidems, 7310 Bad Ragaz, 

seien uneingeschränkt zu erteilen.

5. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des 

Verwaltungsgerichts an die Vorinstanzen 3 oder 1 und 2 zurückzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Kantons St. Gallen."

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Nachdem die Beschwerde am 17. Dezember 2010 innert erstreckter Frist begründet 

worden war, nahm das Baudepartement am 4. Januar 2011 Stellung und beantragte, 

die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. Januar 2011 teilte der Gemeinderat Bad Ragaz 

mit, er verzichte darauf, sich vernehmen zu lassen. R. S., wiederum vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. Marcel Köppel, Sargans, äusserte sich am 4. März 2011 zur 

Beschwerde und beantragte, sie sei abzuweisen. Am 20. Mai 2011 reichte Karl Heinz 

Jung eine Replik ein.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Der Beschwerdeführer beantragt unter Berufung auf Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK), es sei eine öffentliche 

Verhandlung durchzuführen.

2.1. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person ein Recht darauf, dass u.a. über 

Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen von 

einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem 

fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird. 

Streitigkeiten, welche das Recht betreffen, zonenkonform auf einem eigenen 

Grundstück zu bauen, haben zivilrechtlichen Charakter (M. Villiger, Handbuch der 

Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., Zürich 1999, Rz. 380). Strittig ist im 

vorliegenden Fall, ob der geplante Schafstall in der Landwirtschaftszone zonenkonform 

ist. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

mündliche Verhandlung hat.

Art. 6 Ziff. 1 EMRK verlangt nicht nur Partei-, sondern auch Publikumsöffentlichkeit 

(Villiger, a.a.O., Rz. 440 mit Hinweisen). Wenn von Publikumsöffentlichkeit die Rede ist, 

geht es um die sogenannte demokratische Komponente des Öffentlichkeitsprinzips. 

Sie soll der Allgemeinheit eine gewisse Kontrolle der richterlichen Tätigkeit ermöglichen 

(S. Giacomini, Förderungsobliegenheit der Gerichte in Bezug auf die 

Publikumsöffentlichkeit nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK, in: SJZ 99[2003] S. 492 mit 

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Hinweisen). Eine öffentliche Urteilsberatung verlangt Art. 6 Ziff. 1 EMRK indessen nicht 

(Villiger, a.a.O., Rz. 440 mit Hinweisen; G. Steinmann, St. Galler Kommentar zu Art. 30 

BV, Rz. 32; Rhinow/Koller/Kiss, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht 

des Bundes, Basel/Frankfurt 1996, Rz. 395). Dem Grundsatz der öffentlichen 

Urteilsverkündung wird Genüge getan, wenn das Urteil den Parteien schriftlich 

zugestellt wird und vom Publikum auf der Gerichtskanzlei eingesehen werden kann 

oder es sich eine Kopie davon erstellen lassen kann (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1007 mit 

Hinweisen).

2.2. Das Verwaltungsgericht hat am 17. November 2011 eine öffentliche Verhandlung 

durchgeführt und diese Verhandlung im Internet (www.gerichte.sg.ch) angekündigt. 

Sodann wird das Urteil des Verwaltungsgerichts im Internet publiziert. Damit ist dem 

Grundsatz der Öffentlichkeit des Verfahrens Rechnung getragen.

3. Der Beschwerdeführer beantragt, es seien ein Augenschein und Parteibefragungen 

durchzuführen, Zeugen einzuvernehmen, Amtsauskünfte einzuholen und Expertisen zu 

erstellen.

Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig 

angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht 

erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache 

Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).

Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aufgrund der Akten 

und der öffentlichen Verhandlung, weshalb auf die Abnahme der beantragten Beweise 

verzichtet werden kann.

4. Streitig ist einzig, ob das Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone zonenkonform ist 

oder ob es der Hobby-Landwirt-schaft des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau 

dient.

4.1. Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG setzt die Erteilung einer Baubewilligung voraus, dass 

die Bauten und Anlagen dem Zweck der jeweiligen Nutzungszone entsprechen. In der 

Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 16a Abs. 1 RPG, in Vollzug seit dem 

http://www.gerichte.sg.ch/

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1. September 2000 (AS 2000 2042, 2046), Bauten und Anlagen, die zur 

landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig 

sind (vgl. auch Art. 20 Abs. 2 des Baugesetzes, sGS 731.1).

Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die nach den Massstäben vernünftiger 

bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur 

landwirtschaftlichen (bodenabhängigen) Produktion (neu auch Aufbereitung, Lagerung 

und Verkauf) in der gewählten Sparte unmittelbar benötigt werden. Die Praxis verlangt 

dabei eine "gesamthafte Betrachtung" (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes 

Umweltschutzrecht, 5. Aufl., Bern 2008, S. 176 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 279). 

Ökonomiegebäude sind nach Art. 34 Abs. 1 erster Satzteil der 

Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) zonenkonform, wenn sie der 

bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen. Für die Beurteilung der Zonenkonformität 

ist nach dieser Vorschrift somit nicht das "Produktemodell", sondern das 

"Produktionsmodell" massgebend. Zonenkonform sind Bauten und Anlagen für die 

Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung. Ist die 

betriebliche Notwendigkeit für ein Ökonomiegebäude gegeben, so ist eine gewisse 

Betriebsreserve zonenkonform, wenn ein erhöhter Bedarf absehbar ist (vgl. B. Heer, St. 

Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 404 mit Hinweis).

Nach Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder 

Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder 

Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 

(lit. b) und der Betrieb voraussichtlich länger bestehen kann (lit. c). Lenkender Massstab 

der in Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV verankerten Interessenabwägung bilden namentlich die 

Ziele und Grundsätze der Raumplanung gemäss Art. 1 und 3 RPG. Mit 

raumplanerischen Massnahmen sollen unter anderem die natürlichen 

Lebensgrundlagen geschützt, das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in den 

einzelnen Landesteilen gefördert und die ausreichende Versorgungsbasis des Landes 

gesichert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Landschaft geschont wird, dass 

die Landwirtschaft über genügende Flächen geeigneten Kulturlandes verfügt und dass 

naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben. Diesen Zielsetzungen 

dient auch die Sicherung der Existenzfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe (BGE vom 

22. Januar 2003 1A.154/2002, in: ZBl 2/2004 S. 110 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 270 

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E. 4b/bb). Mit der Vorgabe, dass der Betrieb voraussichtlich länger bestehen kann, soll 

sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone keine unnötigen neuen Bauten 

und Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer Zeit wieder leer stehen (Hänni, 

a.a.O., S. 177 mit Hinweis).

4.2. Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft gelten nach Art. 34 Abs. 5 RPV 

ausdrücklich als nicht zonenkonform.

4.2.1. Freizeitlandwirtschaft ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Unbestimmte 

Rechtsbegriffe sind dadurch gekennzeichnet, dass die Umschreibung des Tatbestands 

unbestimmt ist. Die nähere Bestimmung eines unbestimmten Rechtsbegriffs wird als 

Rechtsfrage angesehen. Das in der Kognition grundsätzlich auf die Rechtskontrolle 

beschränkte Verwaltungsgericht ist somit befugt, die Konkretisierung durch die 

Vorinstanz frei zu überprüfen. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts darf einer 

vertretbaren Auslegung eines unbestimmten Begriffs durch die Verwaltung bzw. durch 

die Vorinstanz die Anerkennung indessen nicht versagt werden (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 724 und 725 mit 

Hinweisen).

4.2.2. Bei der Beurteilung, ob es sich um einen Betrieb von zonenwidriger 

Freizeitlandwirtschaft oder einen zonenkonformen landwirtschaftlichen Haupt- oder 

Nebenerwerbsbetrieb handelt, ist auf den jeweiligen Einzelfall abzustellen. In der 

Botschaft zu einer Teilrevision des RPG vom 2. Dezember 2005, die auch 

Erleichterungen für die hobbymässige Tierhaltung in der Landwirtschaftszone 

beinhaltet, wird festgehalten, als hobbymässig seien Tierhaltungen anzusehen, welche 

nicht auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet seien, sondern durch 

die Eigentümerinnen und Eigentümer der Tiere aus Liebhaberei ausgeübt würden und 

der Freizeitgestaltung dienten (vgl. BBl 2005/7114). Indizien für das Vorliegen eines 

Freizeitlandwirtschaftsbetriebs sind etwa die fehlende Gewinn- und Ertragsorientierung, 

das Nichterreichen einer gewissen Mindestgrösse oder der marginale Arbeitsbedarf auf 

dem Betrieb. Auf die Setzung starrer Grenzwerte wurde indessen bewusst verzichtet. 

Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sinn von Art. 16a RPG unterscheidet sich 

von der Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen dauernden, auf 

Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Kapital und Arbeitskraft 

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in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang (BGE 1A.64/2006 vom 7. November 2006 

mit Hinweis auf BGE 1A.256/2005 vom 20. März 2006 und Bundesamt für 

Raumentwicklung "Pferd und Raumplanung", Bern 2003, S. 9).

Die Existenzfähigkeit des Betriebs ist aufgrund der aktuellen Betriebsstruktur zu prüfen. 

Beabsichtigte Erweiterungen können nur insofern berücksichtigt werden, als sie 

hinreichend gesichert sind. Die vage Möglichkeit oder der blosse subjektive Wille zu 

einer längerfristigen Existenz reichen nicht aus, um die Anforderungen von Art. 34 Abs. 

4 lit. c RPV zu erfüllen. Vielmehr muss sich aus den Einkommensverhältnissen ergeben, 

dass mit der landwirtschaftlichen Nebentätigkeit ein namhafter Beitrag an den 

Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird. Ein Beitrag von rund einem 

Drittel wird vom Bundesamt für Raumentwicklung bei Vorhaben, die keine 

bedeutenden räumlichen Auswirkungen haben, als sachgerecht bezeichnet (BGE 

1C_8/2010 vom 29. September 2010 mit Hinweis auf BGE 1A.64/2006 vom 

7. November 2006). Auch lässt die Ausrichtung von Direktzahlungen nicht automatisch 

auf das Vorliegen eines landwirtschaftlichen Betriebs im Sinn von Art. 16a RPG 

schliessen. Das RPG stellt auf andere Kriterien ab. Der Anspruch auf Direktzahlungen 

sagt weder etwas darüber aus, ob der Betrieb längerfristig bestehen kann, noch dass 

ein dauernder, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteter und organisierter Einsatz von 

Kapital und Arbeit in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang geleistet wird (VerwGE 

vom 16. März 2011 i.S. M.H., in: www.gerichte.sg.ch mit Hinweis auf BGE 1C_8/2010 

vom 29. September 2010 und BGE 1A.184/2006 vom 15. Februar 2007, je mit 

Hinweisen). Zu berücksichtigen ist auch, dass Bewirtschafter oder Bewirtschafterinnen, 

die vor dem 1. Januar des Beitragsjahrs das 65. Altersjahr erreicht haben, keine 

Direktzahlungen mehr erhalten (Art. 19 Abs. 1 der Direktzahlungsverordnung, SR 

910.13, abgekürzt DZV; vgl. auch BGE 1A.54/2006 vom 7. November 2006 E. 5.2). 

Fehlt es an der Wirtschaftlichkeit des zu beurteilenden Betriebs und damit an einer 

wesentlichen Voraussetzung für eine Baubewilligung in der Landwirtschaftszone, ist es 

auch nicht relevant, ob es sich um einen Betrieb im Sinn der 

Landwirtschaftsgesetzgebung handelt (VerwGE vom 16. März 2011 i.S. M.H., in: 

www.gerichte.sg.ch mit Hinweis auf BGE 1A.64/2006 vom 7. November 2006).

Im Kanton St. Gallen setzt die Anerkennung als landwirtschaftlicher Nebenerwerb 

abgesehen von der längerfristigen Existenzfähigkeit des Betriebs eine Ertrags- und 

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Gewinnorientierung in dem Sinn voraus, als das im Betrieb erwirtschaftete steuerbare 

landwirtschaftliche Einkommen im Durchschnitt der letzten drei Jahre 10 % des Soll-

Einkommens, mindestens aber Fr. 10'000.-- betragen muss. Als Soll-Einkommen wird 

jenes Einkommen definiert, das erforderlich ist, um die laufenden Ausgaben für Betrieb 

und Familie zu decken, die Zins- und Amortisationszahlungen zu tätigen, die 

notwendigen Reserven für künftige Investitionen zu bilden und die notwendige 

Liquidität sicherzustellen (Art. 8 Abs. 2 der Strukturverbesserungsverordnung, 

SR 913.1, abgekürzt SVV).

4.2.3. In einem Urteil vom 29. September 2010 (1C_8/2010) hat das Bundesgericht 

entschieden, die im Streit liegende Umzäunung diene der Freizeitlandwirtschaft. Nach 

den Sachverhaltsfeststellungen, die dem Urteil zugrunde liegen, betreibt der 

Beschwerdegegner neben seiner vollberuflichen Tätigkeit als Lagerist Obstbau, wofür 

ihm 3'300 m  Eigenland und 3'100 m  Pachtland zur Verfügung stehen. Bei einem 

Arbeitsaufwand von 1188 Stunden je Jahr erwirtschaftet er mit dem Obstbau ein 

jährliches Einkommen von rund Fr. 10'755.--. Das Bundesgericht verneinte die 

Zonenkonformität des Vorhabens und hielt fest, es obliege dem Baugesuchsteller, die 

Bewilligungsfähigkeit seines Projekts zu belegen und im Rahmen seiner 

Mitwirkungspflichten aussagekräftige und nachvollziehbare Betriebsdaten zu liefern.

In einem Urteil vom 7. November 2006 (1A.64/2006) qualifizierte das Bundesgericht 

eine Haltung von Damhirschen im Kanton St. Gallen (2 Stiere, 30 Muttertiere mit 

dazugehörigen Jungtieren) auf 4,5 ha Wies- und Weideland, mit der ein monatliches 

Einkommen von bestenfalls Fr. 1'360.-- erzielt wird, als Freizeitlandwirtschaft. Es führte 

aus, auch wenn zur Zeit ein Einkommen generiert würde, das als gewinnorientiert zu 

bezeichnen wäre, wäre noch nicht belegt, dass der Betrieb im Sinn von Art. 34 Abs. 4 

lit. c RPV voraussichtlich länger bestehen könnte.

In einem Urteil vom 17. Juli 2003 (vgl. ZBl 3/2005, S. 158 ff.) hat das Bundesgericht 

festgestellt, der Ausschluss der Hobby-Landwirtschaft entspreche dem Sinn der 

verfassungsmässigen Ordnung und es bestehe kein Anlass, Art. 34 Abs. 5 RPV nicht 

anzuwenden. Zur Begründung wird Bezug auf BGE 112 Ib 404 E. 3 genommen und 

festgehalten, die damals interessierende kommunale Bestimmung habe zwischen 

ertragsorientierter (bzw. mindestens kostendeckender) und rein hobbymässiger 

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Landwirtschaft unterschieden. Diese Unterscheidung diene dem an Bedeutung 

gewinnenden Interesse, die eigentliche Landwirtschaft vor der Konkurrenzierung durch 

andere Formen der Bodennutzung zu schützen, die nicht auf ertragsorientierte oder 

wenigstens kostendeckende Ausübung angewiesen seien und sich daher im Verhältnis 

zum Ertrag höheren Aufwand leisten könnten. Es gehe nach wie vor darum, der 

Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes zu sichern, was nur mit 

einer konsequenten Trennung von Bau- und Nichtbauland erreicht werden könne. Das 

Bundesgericht hat einen durchschnittlichen Zuchtbestand von 20 Kaninchen, 18 

Geflügel, 18 Tauben und 6 Landschildkröten, der um 3-5 Schweine und zwei Ziegen 

vergrössert werden sollte, als hobbymässig eingestuft. Es hat festgehalten, die Art und 

die Anzahl der dauernd gehaltenen bzw. gezüchteten Tiere spreche eher für einen 

Kleinstgewerbebetrieb. Ob die Beschwerdeführer in der heutigen Situation einen 

Gewinn oder einen Verlust erzielen würden, sei weniger entscheidend. Einzelne 

defizitäre Betriebsjahre würden an einer vorhandenen Gewinnorientierung kaum etwas 

ändern. Massgebend sei, dass das Einkommen der Beschwerdeführer aus ihrer 

Zuchttätigkeit in Zukunft bestenfalls ein kleines Nebeneinkommen darstelle.

Am 28. Juni 2000 (1A.266/1999) hat das Bundesgericht das Bewirtschaften von 

Obstbäumen, Beeren, Gemüse und Kräutern und das Halten von Kaninchen auf einem 

7'200 m  grossen Grundstück ebenfalls als Freizeitlandwirtschaft qualifiziert, wobei der 

Beschwerdeführer plante, eine Wertschöpfung von bis zu Fr. 7'000.-- zu 

erwirtschaften. Es hat ausgeführt, die Argumentation des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Freiburg, wonach einer Tätigkeit nur "landwirtschaftlicher Stellenwert" 

zukomme, wenn damit ein ins Gewicht fallendes Einkommen erzielt werde, sei unter 

den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden.

4.3. Im angefochtenen Entscheid wird argumentiert, der Betrieb des 

Beschwerdeführers und seiner Ehefrau erfordere gemäss Stichtagsmeldung vom 1. 

Mai 2007 eine Standardarbeitskraft (SAK)von 0,478 (vgl. BGE 137 II 182 ff.) und erfülle 

die Voraussetzungen für den Bezug von Direktzahlungen (vgl. Art. 18 DZV), was ein 

Indiz dafür sei, dass ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb vorliege. Die zur 

Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche sei mit 6,22 ha indessen nur wenig 

grösser als diejenige, die BGE 1A.64/2006 zugrunde liege (4,5 ha), und bilde zudem 

keine zusammenhängende Fläche. Gemäss Amtsbericht LZSG leiste die 

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Landwirtschaft zudem keinen namhaften Beitrag zur Existenzsicherung der 

Bewirtschafterfamilie. Der Betrieb könnte ohne Investitionen aus dem Privatvermögen 

des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau nicht überleben. Weil nach kantonaler 

Praxis auf das steuerbare Einkommen abgestellt werde, müsse sich der 

Beschwerdeführer zudem vom Steueramt bewilligte hohe Abschreibungen anrechnen 

lassen. Demzufolge liege Freizeitlandwirtschaft vor. Sodann sei das Vorhaben nicht 

zonenkonform, weil die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV nicht erfüllt seien. Der 

längerfristige Bestand des Betriebs sei nicht gesichert, weil mit der geplanten 

Betriebsaufstockung gemäss Amtsbericht LZSG kein zusätzlicher Ertrag erwirtschaftet 

werden könne und weil keine Nachfolgeregelung vorliege.

4.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die landwirtschaftliche Nutzfläche von 

6,22 ha, die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liege, sei in der Zwischenzeit 

grösser geworden. Zusammen mit seiner Ehefrau bewirtschafte er nun eine Fläche von 

6,73 ha, was sich aus dem Formular "Koordinierte Landwirtschafliche 

Betriebsdatenerhebung, Beitragsjahr 2010" ergebe. Diese Fläche werde zudem in 

Kürze um 29,74 a (GB-Nrn. 524, 2073, 836) erweitert.

Dem angefochtenen Entscheid liegt die Flächenberechnung im Amtsbericht LZSG für 

das Jahr 2010 zugrunde. Diesem Bericht kann entnommen werden, im Jahr 2011 

werde sich die landwirtschaftliche Nutzfläche von 6,22 ha um rund 30 a auf 6,56 ha 

erhöhen, weil die Grundstücke Nrn. 524, 2073 und 836 dazu gepachtet werden 

könnten. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Vergrösserung der 

landwirtschaftlichen Nutzfläche ist zum einen auf diesen Umstandzurückzuführen, zum 

andern, soweit ersichtlich, darauf, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers am 7. Juni 

2010 mit der Grand Resort Bad Ragaz AG einen Pachtvertrag betreffend das 

Grundstück Nr. 595, Malez, mit einer Fläche von 58 Aren abgeschlossen hat, der erst 

im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ins Recht gelegt worden ist. Zu beachten ist in 

diesem Zusammenhang, dass das Grundstück Nr. 595, das in der 

Betriebsdatenerhebung verzeichnet ist, im Bereich des Golfplatzes liegt und dass 

Flächen innerhalb von Golfplätzen gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. e der Landwirtschaftlichen 

Begriffsverordnung (SR 910.91) nicht als landwirtschaftliche Nutzflächen gelten, 

weshalb es im Amtsbericht LZSG als landwirtschaftliche Produktionsgrundlage nicht 

anerkannt worden ist. In Betracht fällt in diesem Zusammenhang auch, dass die 

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Grundstücke Nrn. 1642 und 885 mit einer Gesamtfläche von rund 30 Aren, die sich im 

Eigentum der Beschwerdebeteiligten befinden, dem Beschwerdeführer und seiner 

Ehefrau längerfristig wohl nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Abgesehen davon, 

dass der Beschwerdeführer selber geltend macht, die Beschwerdebeteiligte 

beabsichtige, die beiden sich dort befindenden Ställe abzubrechen bzw. ein Stall sei 

bereits abgebrochen worden, ist nach den unbestritten gebliebenen Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid geplant, die beiden Grundstücke einzuzonen. Somit ist nicht 

davon auszugehen, dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau werde die Nutzfläche 

von rund 30 azwecks Schafzucht längerfristig zur Verfügung stehen. Der 

Beschwerdeführer hat anlässlich der öffentlichen Verhandlung des Verwaltungsgerichts 

vom 17. November 2011 zwar geltend gemacht, er könne zusätzlichen Boden pachten. 

Er hat aber darauf verzichtet, diese Behauptung zu konkretisieren. Die vage 

Möglichkeit, dass sich die Bewirtschaftungsfläche für Schafhaltung vergrössern 

könnte, muss deshalb unberücksichtigt bleiben. In Betracht fällt weiter, dass die 

Behauptung des Beschwerdeführers, die Nutzung der heute zugepachteten Fläche sei 

durchdie Vorschriften des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht 

(SR 221.213.2, abgekürzt LPG) langfristig gesichert, nicht zutrifft. Das LPG gilt nicht für 

kleine landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und unter 25 Aren (Art. 2 Abs. 1 

lit. b LPG) und der Beschwerdeführer bewirtschaftet mehrere Grundstücke, für die das 

LPG demzufolge nicht gilt und die nicht in seinem Eigentum stehen: Nr. 512 22 a, Nr. 

516 10 a, Nr. 885 23 a, Nr. 1642 7 a, Nr. 2044 7 a, Nr. 524 8 a, Nr. 2073 9,6 a, Nr. 836 

12,14 a. Nicht von Belang ist demgegenüber, dass der Beschwerdeführer und seine 

Ehefrau keine zusammenhängende Fläche bewirtschaften. Zusammenfassend ergibt 

sich somit, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dem Beschwerdeführer und 

seiner Ehefrau stehe zwecks Schafhaltung längerfristigeine landwirtschaftliche 

Nutzfläche von wesentlich mehr als 6,22 ha zur Verfügung. Wie gross die Fläche genau 

ist, kann indessen offenbleiben. Wie noch zu zeigen sein wird, ist aufgrund der 

Betriebsstruktur als Ganzes ohnehin nicht von einem landwirtschaftlichen 

Nebenerwerbsbetrieb auszugehen. Zu bedenken ist immerhin, dass sich der Betrieb 

des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau gemäss den zwei von AGRIDEA 

(Schweizerische Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen 

Raums) erstellten Betriebsvoranschlägen für das Jahr 2011 (Betvor Zukunft Stallbau 

und Betvor Zukunft Stallbau Bio), die im Rahmen des 

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Beschwerdeverfahrenseingereicht worden sind, in der Bergzone 2 befindet. Nach den 

Weisungen und Erläuterungen des Bundesamtes für Landwirtschaft zur SVV (vgl. 

www.blw.admin.ch) gelten für die Bergzone 2 für Raufutter verzehrende Tiere 0,80 ha 

als langfristig gesicherte Richtfläche pro GVE. Bei 13,6 GVE entspricht dies einer 

Fläche von 10,88 ha. Diese Richtfläche ist wesentlich grösser als die Fläche, die dem 

Beschwerdeführer und seiner Ehefrau nach eigenen Angaben zur Verfügung steht.

4.3.2. Der Beschwerdeführer beruft sich darauf, die Analyse der Finanzkennzahlen des 

Schafzuchtbetriebs ergebe, dass ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb 

vorliege. Es sei erwiesen, dass er und seine Ehefrau in wirtschaftlich bedeutsamem 

Umfang einen dauernden, auf Wirtschaftlichkeit gerichteten und organisierten Einsatz 

von Kapital und Arbeit leisten würden und dass sie bereits heute und voraussichtlich 

auch in Zukunft in der Lage seien, ein Einkommen von mehr als Fr. 10'000.-- je Jahr zu 

erzielen. Er begründet dies damit, der Amtsbericht LZSG sei in verschiedener Hinsicht 

fehlerhaft. Die Berichtigung der falschen Zahlen im Amtsbericht LZSG bzw. die 

Berücksichtigung der korrekten Betriebskennzahlen ergebe, dass nach der 

Aufstockung mit einem Gewinn aus Schafhaltung von Fr. 33'666.60 gerechnet werden 

könne. Aufgrund der nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 16. März 2011 (B 

2010/193) zwecks Beurteilung der Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe 

massgebenden Kriterien sei nicht auf das steuerbare Einkommen, sondern auf die 

betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie auf die nach betriebswirtschaftlichen 

Grundsätzen geführte Buchhaltung abzustellen. Eine betriebswirtschaftlich korrekte 

Analyse der Schafhaltung zeige zudem, dass sie bereits heute einen Ertrag abwerfe 

und auch einen Ertrag abwerfen werde, wenn der Stall gebaut sei. Der 

Beschwerdeführer beruft sich auf die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009, den 

Bericht Eggenberger samt Betriebsvoranschlag, den Bericht SBV und die 

Betriebsvoranschläge für das Jahr 2011 Betvor ZukunftStallbau und Betvor Zukunft 

Stallbau Bio. Die von der AGRIDEA erstellten nicht unterzeichneten Dokumente tragen 

das Datum vom 15. Oktober 2010. Danach kann im "Erntejahr 2011" mit einem 

landwirtschaftlichen Einkommen von Fr. 13'102.-- (Betvor Zukunft Stallbau) bzw. mit 

einem solchen von 13'461.-- (Betvor Zukunft Stallbau Bio) gerechnet werden.

4.3.2.1. Zur Klärung der Frage, ob es sich beim Betrieb des Beschwerdeführers und 

seiner Ehefrau um Freizeitlandwirtschaft handelt oder ob ein landwirtschaftlicher 

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Nebenerwerbsbetrieb vorliegt, hat die Vorinstanz auch bezüglich der Wirtschaftlichkeit 

umfangreiche Abklärungen getroffen. Dazu gehört, dass sie dem LZSG den Bericht 

Eggenberger, den der Beschwerdeführer mit seiner Stellungnahme vom 25. Januar 

2010 eingereicht hatte, übermittelt und um einen Amtsbericht ersucht hat. Gemäss 

Amtsbericht LZSG vom 4. Februar 2010 ergeben die Berechnungen und 

Beschreibungen, dass Hobby-Landwirtschaft vorliegt. Nachdem das LZSG am 6. April 

2010 zu neuen Argumenten des Beschwerdeführers vom 22. März 2010 Stellung 

genommen hatte, reichte er am 22. April 2010 u.a. den Bericht SBV ein, mit welchem 

der Standpunkt vertreten wird, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau würden einen 

landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb führen. Auch zu diesem Bericht äusserte 

sich das LZSG und hielt am 3. Mai 2010 an seinen Ausführungen vom 4. Februar 2010 

fest.

4.3.2.2. Bezüglich der Frage, ob die Schafzucht einen namhaften Beitrag an den 

Existenzbedarf des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau leistet, beruht der 

angefochtene Entscheid im Wesentlichen auf den Ausführungen und Feststellungen im 

Amtsbericht LZSG.

Der Amtsbericht LZSG basiert auf folgender Ausgangslage: landwirtschaftliche 

Nutzfläche: 6,22 (2010) bzw. 6,56 ha (2011) aufgeteilt in sehr kleine Flächen, die nur mit 

viel Aufwand bewirtschaftet werden können; Gebäude: eigener Schafstall zur 

Sommernutzung, zwei kleinere gepachtete Gebäude; Grundfutterproduktion, 

Tierhaltung: gemäss Angaben der Tierhalter kann Futter für 80 Schafe (13,6 GVE) 

produziert werden; Arbeitskräfte: wenig zeitgebundene Arbeit, die in der Freizeit und 

während der Ferien erledigt werden kann. Der Tierhalter ist mit Leidenschaft 

Schafzüchter und hat sich deshalb frühzeitig pensionieren lassen. Wirtschaftlichkeit: 

aufgrund der Jahresabschlüsse für die Jahre 2007, 2008 und 2009 legt der Gutachter 

tabellarisch dar, dass die Einkommen aus Landwirtschaft in diesen Jahren zwar eine 

Grössenordnung aufweisen, die die betrieblichen Aufwendungen zu decken vermögen, 

dass es aber nicht möglich war, einen Gewinn zu generieren. Sodann stellt der 

Gutachter fest, dass die Überlebensfähigkeit der Schafzucht dadurch sichergestellt 

worden sei, dass in den Jahren 2007, 2008 und 2009 insgesamt Fr. 203'023.-- aus 

dem Privatvermögen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau überwiesen worden 

seien und dass dieser Betrag um Fr. 34'863.-- höher liege als der Privatverbrauch von 

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Fr. 168'160.--, der in dieser Periode getätigt worden sei. Sodann setzt sich der 

Amtsbericht LZSG mit der geplanten Betriebsaufstockung (Ökonomiegebäude für Fr. 

155'000.--), Vergrösserung der Schafherde auf 80 Tiere bzw. um 6,12 GVE (von 7,48 

GVE im Jahr 2009 auf 13,6 GVE) auseinander. Nach den Berechnungen des Gutachters 

haben der Beschwerdeführer und seine Ehefrau in den Jahren 2007, 2008 und 2009 im 

Durchschnitt Fr. 1'976.- je GVE erzielt. Mit der geplanten Betriebsaufstockung bzw. mit 

der Erhöhung von 7,48 GVE auf 13,6 GVE ist mit einem zusätzlichen Ertrag von Fr. 

12'093.-- zu rechnen (6,12 GVE x Fr. 1'976.--). Der Ertrag aus GVE erhöht sich somit 

auf Fr. 26'873.--.Sodann kann mit zusätzlichen Direktzahlungen von Fr. 7'737.-- 

gerechnet werden. Diese haben im Jahr 2007 Fr. 14'680.-- betragen, im Jahr 2008 Fr. 

14'244.-- und im Jahr 2009 Fr. 16'377.--. Die jährlichen Kosten für die Investitionen in 

den Bau des Schafstalls im Betrag von Fr. 155'000.--belaufen sich auf Fr. 15'608.-- 

(Abschreibung über 15 Jahre: 10'333.--, Unterhalt, Reparaturen, allgemeine Kosten: 

Fr. 1'555.--, Zins-kosten Fr. 3'720.-- [60 % von 4 %]), und die Bewirtschaftung 

zusätzlicher Flächen verursacht einen Aufwand von Fr. 2'000.--. Sodann ist mit 

zusätzlichen Direktkosten (Kraftfutter, Sömmerungs- bzw. Futtergeld) von Fr. 3'592.-- 

und zusätzlichen Pachtzinsen von Fr. 140.-- zu rechnen. Nach dieser Kalkulation 

bewirken die Aufstockung von 7,48 GVEauf 13,6 GVE und der Bau des Stallesnicht, 

dass ein Gewinn erzielt werden kann bzw. es ist nicht möglich, damit einen namhaften 

Beitrag an die Lebenshaltungskosten des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau zu 

erwirtschaften.

4.3.2.3. Wie ausgeführt, beruht das Gutachten LZSG auf der Annahme, es sei dem 

Beschwerdeführer möglich, die Schafherde von 7,48 GVE im Jahr 2009 auf 13,6 GVE 

zu vergrössern. Dadurch kann er mit einem zusätzlichen Ertrag im Betrag von 

Fr. 12'093.-- rechnen (6,12 GVE x Fr. 1'976.--) und die Direktzahlungen erhöhen sich 

um Fr. 7'737.-- (6,12 GVE x Fr. 1'080.--). Auch die vom Beschwerdeführer 

eingereichten Betriebsvoranschläge Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft 

Stallbau Bio gehen von der Annahme aus, der Beschwerdeführer stocke seinen 

Schafbestand auf 13,6 GVE auf. Berechnungsgrundlage dieser Einheit sind gemäss 

Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio 80 Mutterschafe (inkl. 

Jungtiere bis 1-jährig) zu einem GVE-Faktor von 0,17 (S. 3). Gemäss 

Beschwerdeergänzung vom 17. Dezember 2010 (D.1.) plant der Beschwerdeführer 

aber einen Stall für rund 67 Schafe. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung des 

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Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 hat der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zudem ausgeführt, der Beschwerdeführer halte heute 60 

Mutterschafe mit Lämmern und plane einen Stall für 67 Schafe, wogegen der 

Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben hat, es sei ihm möglich, 80 Mutterschafe mit 

Lämmern zu halten. Somit ist zumindest zu bezweifeln, ob die Investitionen von 

Fr. 155'000.--, die im Zusammenhang mit dem geplanten Stall getätigt werden sollen, 

tatsächlich mit einer Betriebsaufstockung um 6,12 GVE auf 13,6 GVE verbunden sind 

oder ob die Betriebsaufstockung in kleinerem Ausmass erfolgen würde, was zur Folge 

hätte, dass weniger Einnahmen generiert werden könnten. Auch diese Frage kann 

indessen offen bleiben, weil ohnehin nicht von einem landwirtschaftlichen 

Nebenerwerbsbetrieb auszugehen ist.

4.3.2.4. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Tatsache, dass in den Jahren 2007, 

2008 und 2009 aus der Schafzucht kein steuerbares Einkommen erzielt worden sei, sei 

einzig auf hohe, vom Kantonalen Steueramt akzeptierte Abschreibungen 

zurückzuführen. Es sei demzufolge nicht sachgerecht, auf die Höhe des steuerbaren 

Einkommens aus Landwirtschaft als Kriterium dafür abzustellen, ob ein Betrieb als 

Freizeitlandwirtschaft oder als landwirtschaftlicher Nebenerwerb zu qualifizieren sei.

Der Amtsbericht LZSG, der zum Ergebnis kommt, das landwirtschaftliche Einkommen 

aus Schafzucht habe in den Jahren 2007, 2008 und 2009 nur die betrieblichen 

Aufwendungen zu decken vermocht und der Betrieb sei auf namhafte Zuschüsse aus 

dem Privatvermögen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau angewiesen gewesen, 

geht von Abschreibungen von Fr. 8'486.-- (2007), Fr. 18'679.-- (2008) und Fr. 9'295.-- 

(2009) aus. 2007: Maschinen Fr. 3'119.-- (Abschreibungsquote: 18,2 %), Auto 1'000.-- 

(Abschreibungsquote: 10 %),Gebäude Fr. 4'368.-- (Abschreibungsquote: 5,0 %), 2008: 

Maschinen Fr. 10'700.-- (Abschreibungsquote: 54,7 %), Auto Fr. 3'000.-- 

(Abschreibungsquote: 33,3 %), Gebäude Fr. 4'979.-- (Abschreibungsquote: 6 %)und 

2009: Maschinen Fr. 3'115.-- (Abschreibungsquote: 35,1 %), Auto Fr. 1'500.-- 

(Abschreibungsquote: 25,0 %), Gebäude Fr. 4'680.-- (Abschreibungsquote: 6,0 %). In 

diesem Zusammenhang wird festgehalten, die Abschreibungen für Maschinen seien 

etwas höher als branchenüblich, die Summe der Abschreibungen sei aber angesichts 

der Betriebsentwicklung angemessen und nicht überhöht.

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Wie ausgeführt, muss sich aus den Einkommensverhältnissen ergeben, dass mit der 

landwirtschaftlichen Tätigkeit in den letzten drei Jahren im Durchschnitt ein namhafter 

Beitrag an den Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird. Unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2007, 2008 und 2009 aus der Schafzucht 

kein steuerbares Einkommen erzielt hat. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz 

kann aus dieser Tatsache aber nicht grundsätzlich geschlossen werden, aus der 

landwirtschaftlichen Tätigkeit resultiere kein ins Gewicht fallender Beitrag an den 

Lebensunterhalt der Familie des Beschwerdeführers. Es handelt sich lediglich um ein 

Indiz dafür, dass das aus Landwirtschaft erzielte Einkommen nicht bedeutend war. Weil 

ein steuerbares Einkommen in einer bestimmten Grössenordnung aus Landwirtschaft 

nicht zwingend ausgewiesen werden muss, muss sich der Beschwerdeführer eine 

durch betriebswirtschaftlich nicht erforderliche Abschreibungen erzielte 

Steueroptimierung somit nicht anrechnen lassen. An dieser Beurteilung ändert nichts, 

dassArt. 22 Abs. 1 DZV bezüglich der Begrenzung von Direktzahlungen und Art. 7 

Abs. 3 SVV bezüglich der Begrenzung der Investitionshilfe das steuerbare Einkommen 

nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (SR 642.11) als massgebend 

erklären. Voraussetzung ist allerdings, dass der Beschwerdeführer den Nachweis 

erbringt, dass es ihm trotz fehlendem steuerbarem Einkommen aus Landwirtschaft 

während drei aufeinanderfolgenden Jahren möglich war, einen namhaften Beitrag an 

seinen Lebensunterhalt und an denjenigen seiner Familie zu erzielen.

4.3.2.5. Der Beschwerdeführer bemängelt die Wirtschaftlichkeitsberechnung im 

Amtsbericht LZSG insofern, als er geltend macht, wenn die Abschreibungen nach 

betriebswirtschaftlichen und nicht nach steuerrechtlichen Grundsätzen vorgenommen 

worden wären, hätte das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen in den 

Jahren 2007, 2008 und 2009 Fr. 10'163.07 betragen. Unter Verweis auf den Bericht 

SBV vertritt er den Standpunkt, demzu-folge hätte der Amtsbericht LZSG nicht zur 

Grundlage des angefochtenen Entscheids gemacht werden dürfen und es sei von 

einem landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb auszugehen.

Im Bericht SBV wird vorab festgestellt, der Amtsbericht LZSG sei hinsichtlich 

Beurteilung und Ergebnis korrekt. Allerdings seien die Jahresabschlüsse 2007, 2008 

und 2009 geprüft und beurteilt worden, ungeachtet dessen, dass die Buchhaltung 

zwecks Optimierung der Steuern erstellt worden sei. Im Bericht SBV werden bezüglich 

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der Abschreibungen in den Jahresabschlüssen der Jahre 2007, 2008 und 2009, wie sie 

vom Beschwerdeführer eingereicht worden sind, "Anpassungen" vorgenommen, die 

dazu führen, dass ein "mögliches landwirtschaftliches Einkommen" von Fr. 6'738.75 

(2007), Fr. 14'505.-- (2008) und Fr. 9'2245.45 (2009), im Durchschnitt somit ein 

Einkommen von Fr. 10'163.07 erzielt worden ist, weshalb der SBV die Ansicht vertritt, 

der Beschwerdeführer und seine Ehefrau würden einen landwirtschaftlichen 

Nebenerwerbsbetrieb führen. Was die Abschreibungen anbetrifft, wird im Bericht SBV 

von Normwerten von 10 % für Maschinen und Auto bzw. 3 % für das 

Ökonomiegebäude ausgegangen. Es fehlen aber Angaben darüber, auf welcher 

Grundlage diese Normwerte basieren - der Normwert 3 % für Ökonomiegebäude 

entspricht demjenigen im Merkblatt ESTV - und ob sie betriebswirtschaftlich betrachtet 

gerechtfertigt sind. Offen ist sodann, warum der im Jahr 2007 im Konto 500 "Arbeit 

durch Dritte" verbuchte Aufwand von Fr. 2'910.-- verringert worden ist, mit dem 

Ergebnis, dass sich das mögliche landwirtschaftliche Einkommen umFr. 2'400.-- 

erhöht. Unklar ist weiter, warum der SBV annimmt, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 

sei jeweils eine Kürzung der Direktzahlungen im Betrag von Fr. 1'175.--, Fr. 1'170.-- 

und Fr. 170.-- erfolgt und diese sei jeweils geeignet, ein landwirtschaftliches 

Einkommen in dieser Höhe zu generieren. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich, warum 

im Jahr 2009 aus Konto 502 LV "Heizöl für Wohnhaus (Abgrenzung)" ein mögliches 

zusätzliches Einkommen aus Landwirtschaft von Fr. 3'622.60 resultieren soll, zumal 

das Konto 502 "Unterhalt Maschinen" betrifft.

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Beschwerdeführer mit dem Bericht SBV 

den Nachweis nicht zu erbringen vermag, er habe in den Jahren 2007, 2008 und 2009 

im Durchschnitt mindestens ein Einkommen aus Landwirtschaft von Fr. 10'000.-- 

erzielt.

4.3.2.6. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf die Betriebsvoranschläge Betvor 

Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio, die er im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens eingereicht hat. Seiner Meinung nach ergibt sich daraus, dass 

die auf den Erkenntnissen des Amtsberichts LZSG beruhenden Feststellungen im 

angefochtenen Entscheid unzutreffend sind bzw. dass von einem landwirtschaftlichen 

Nebenerwerbsbetrieb auszugehen ist, weil es nach dem Bau des Stalls und erfolgter 

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Betriebsaufstockung möglich sei, ein landwirtschaftliches Einkommen zwischen Fr. 

13'102.-- und Fr. 13'461.-- zu erwirtschaften.

Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer insofern neue Fakten ins Spiel bringt, 

als er offenbar in Erwägung zieht, die Schafzucht in Zukunft möglicherweise nach den 

Kriterien des biologischen Landbaus zu betreiben, wird mit den beiden 

Produktionsplanungen im Jahr 2011 - nach dem Bau des Stalles und der 

Betriebsaufstockung - ein mögliches landwirtschaftliches Einkommen errechnet, das 

als gewinnorientiert zu bezeichnen wäre. Zur heute bestehenden Ertrags- und 

Gewinnorientierung der Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau werden 

demgegenüber keine Aussagen gemacht bzw. es wird nicht geltend gemacht, die 

diesbezüglichen Erkenntnisse im Amtsbericht LZSG seien unzutreffend. 

Unberücksichtigt bleibt insbesondere, dass aus der Schafzucht in den Jahren 2007, 

2008 und 2009 kein Gewinn erzielt werden konnte und dass der Betrieb ohne die 

Überweisung von rund Fr. 200'000.-- aus dem Privatvermögen des Beschwerdeführers 

und seiner Ehefrau seinen Verpflichtungen nicht hätte nachkommen können.

In Betracht fällt weiter, dass das von der AGRIDEA, Lindau, entwickelte und vertriebene 

EDV-Programm "AGRIDEA Betvor Version 8.8" die Grundlage der von AGRIDEA 

errechneten Produktionsplanungen ist. Unbestritten geblieben ist, dass die Daten und 

Zahlen dem Handbuch "Deckungsbeiträge Ausgabe 2009 von der AGRIDEA, Lindau" 

entnommen worden sind. Das Inhaltsverzeichnis dieses Handbuchs ist mit dem 

Hinweis versehen, dass die ausgeführten Berechnungen lediglich Beispielsrechnungen 

und ausschliesslich unter den aufgeführten Bedingungen gültig seien. Sowohl nach 

dem Handbuch als auch nach den beiden ins Recht gelegten Betriebsvoranschlägen 

beträgt beispielsweiseder Deckungsbeitrag je Einheit Mutterschaf Fr. 133.--, was bei 

80 Mutterschafen einen Betrag von Fr. 10'640.-- ergibt (vgl. S. 10 und S. 17 Betvor 

Zukunft Stallbau sowie S. 11 und S. 18 Betvor Zukunft Stallbau Bio). Der 

Deckungsbeitrag wird aufgrund einer Vielzahl standardisierter Kriterien ermittelt, die in 

tabellarischer Form vorgegeben sind (S. 10 Betvor Zukunft Stallbau und S. 11 Betvor 

Zukunft Stallbau Bio). Es kann aber nichtnachvollzogen werden, warum der 

Deckungsbeitrag je Einheit Mutterschaft Fr. 133.-- beträgt. So wird offenbar von 56 

Mastlämmern à 42 kg Lebendgewicht (LG) von 80 Mutterschafen (S. 3 Betvor Zukunft 

Stallbau und Betvor Stallbau Bio) ausgegangen. Offen ist indessen, warum daraus ein 

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Betrag von Fr. 274.-- resultiert (Menge 56 x Preis 4,9 = Betrag Fr. 274). Sodann basiert 

die Berechnung dieses Deckungsbeitrags auf der theoretischen Annahme, je Jahr 

werdeeine Menge von 0,017 Widder zum Preis von Fr. 155.-- verkauft, was Einnahmen 

imBetrag von Fr. 3.-- ergibt. Was die Kosten anbetrifft, sind sowohl nach dem 

Handbuch als auch nach den Betriebsvoranschlägen beispielsweise 60 kg Milchfutter 

erforderlich und das Kilo kostet Fr. 1.03, weshalb das Milchfutter insgesamt mit Fr. 

62.-- zu Buche schlägt. Sodann werden 25 kg Lämmermastfutter zu einem Preis von 

Fr. 1.03 benötigt, was einen Betrag von insgesamt Fr. 26.-- ergibt.

Die beiden Produktionsplanungen beruhen somit nicht auf fallbezogenen, sondern auf 

standardisierten Annahmen, die zum Teil weder aussagekräftig noch nachvollziehbar 

sind und dieerheblich von der Wirklichkeit abweichen können. Sie sind deshalb nicht 

geeignet, die auf konkreten Berechnungen basierende Erkenntnis des Amtsberichts 

LZSG zu entkräften, wonach die Wirtschaftlichkeit der Schafzucht mit der geplanten 

Betriebsaufstockung und dem geplanten Schafstall nicht gesteigert werden kann.

4.3.2.7. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, allein der Verkauf von zusätzlich 

produzierten Schlachtlämmern führe zu Mehreinnahmen von Fr. 14'250.--. Entgegen 

der Annahme im Amtsbericht LZSG könne für Lämmer schon heute ein Preis von Fr. 

190.-- erzielt werden. Nach der Betriebsaufstockung sei es möglich, nicht höchstens 

45, sondern 100 bis 120 Lämmer je Saison aufzuziehen und zu verkaufen. Sodann 

könnten die zusätzlichen Schlachtlämmer wegen der rationelleren Betriebsführung 

ohne Mehrkosten produziert werden. Die im Amtsbericht LZSG angewendete Methode 

der linearen Extrapolation trage dem Rationalisierungseffekt der Investition keine 

Rechnung.

Angesichts des Strukturwandels in der Landwirtschaft und der unter Druck stehenden 

Einkünfte rechtfertigt es sich, Betriebsvoranschlägen vorsichtige Annahmen zugrunde 

zu legen (VerwGE vom 19. August 2009 i.S. X.Y., B 2008/192, in: www.gerichte. sg.ch). 

In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass Preisschwankungenim 

Lämmermarkt branchenüblich sind,wie auch aus der Stellungnahme des LZSG vom 

6. April 2010 hervorgeht. Gemäss Auskunft der Genossenschaft Metzgermeister St. 

Gallen und Umgebung vom 8. September 2011 war es in den letzten Jahren zwar 

möglich, im Handel je Schlachtlamm einen Betrag im Bereich von Fr. 180.-- und 

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Fr. 220.-- zu erzielen. Zur Zeit ist der Markt aber eher rückläufig, weshalb jedenfalls 

nicht damit gerechnet werden kann, dass die Preise ansteigen. Weil sich der Preis, der 

im Einzelfall für ein Schlachtlamm gelöst werden kann, nach Angebot und Nachfrage 

richtet, ist sodann nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführer in Zukunft 

regelmässig mit einem Preis in der Grössenordnung von Fr. 190.-- je Schlachtlamm 

rechnen kann. Der Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger, den der 

Beschwerdeführer am 25. Januar 2010 eingereicht hat, geht denn auch von ganz 

anderen Annahmen aus. In der Rubrik "Preis f. Lamm/Schafe (Verkauf)" werden Fr. 

165.-- bzw. Fr. 150.-- vermerkt. Um Preisschwankungen Rechnung zu tragen, wird im 

Amtsbericht LZSG auf die Verkaufserlöse der Jahre 2007, 2008 und 2009 gemäss der 

jeweiligen Betriebsbuchhaltung abgestellt (2007: Fr. 10'058.--, 2008: Fr. 17'571.--, 

2009: Fr. 11'886.--) bzw. auf den durchschnitt-lichen Preis, der während dieser 

Zeitspanne je Schlachtlamm erzielt worden ist. Er beträgt Fr. 1'976.- je GVE. Dieses 

Vorgehen, das nach der geplanten Betriebsaufstockung zu einem Mehrertrag von Fr. 

12'093.-- führt (Erhöhung von 7.48 GVE [2009]) auf 13.6 GVE), ist realistisch und somit 

nicht zu beanstanden.

Auch was die Zahl der Mastlämmer anbetrifft, die der Be-schwerdeführer und seine 

Ehefrau nach dem Bau des Stalles (im Durchschnitt) je Jahr auf den Markt bringen 

können, gehen die Meinungen auseinander. Der Beschwerdeführerverzichtet aber 

darauf, zu begründen, warum es ihm und seiner Ehefrau dannzumalmöglich sein soll, 

100 bis 120 Schlachtlämmer je Jahr aufzuziehen und zum Verkauf anzubieten. Wie 

ausgeführt, nehmen Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio, soweit 

ersichtlich, an,es würden in Zukunft 56 Mastlämmer je Jahr in den Verkauf gelangen. 

Demgegenüber geht der Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger unter der 

Rubrik "Abgehende Schafe" davon aus, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien 

heute in der Lage, 46 Schlachtlämmer je Jahr zu produzieren und nachdem Bau des 

Stalls sei es ihnen möglich, je Jahr 74 Mastlämmer zum Verkauf anzubieten. Gemäss 

Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger entspricht dies einer Aufstockung von 

heute 8,33 GVE auf 13,6 GVE. Die Aufstockung des Tierbestandes auf 13,6 GVE liegt 

auch den Berechnungen im Amtsbericht LZSG zugrunde. Es ergibt sich somit, dass die 

Experten von einer weit geringeren Produktion von Schlachtlämmern je Jahr ausgehen 

als der Beschwerdeführer. Die Behauptung, nach erfolgtem Stallbau würden 100 bis 

120 Schlachtlämmerje Jahr zum Verkauf angeboten, erscheint deshalb unrealistisch.

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Der Amtsbericht LZSG geht sodann mit Recht davon aus, die direkten Kosten für die 

Tierhaltung seien von der Anzahl Tiere abhängig. Im Durchschnitt der Jahre 2007, 2008 

und 2009 betrugen sie Fr. 587.-- je GVE, was vom Beschwerdeführer nicht in Frage 

gestellt wird. Weil sich der Bestand der Schafe um 6.12 GVE erhöhen soll, sind 

zusätzliche Kosten von Fr. 3'592.-- errechnet worden. In der Rubrik "Direktkosten 

Tierhaltung" im Amtsbericht LZSG sind neben diversen Tierhaltungskosten Kraftfutter 

und Sömmerungsgelder bzw. Futtergelder enthalten. Der Beschwerdeführer begründet 

nicht näher, und es ist auch nicht ersichtlich, warum und in welchem Umfang sich die 

Kosten für die Tierhaltung nach Vergrösserung des Tierbestandes und nach dem Bau 

des Stalls in einer Weise verringern sollten, die sich in positivem Sinn entscheidend auf 

das Betriebsergebnis auswirkt.

4.3.2.8. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, im angefochtenen Entscheid und 

im Amtsbericht LZSG werde von einer viel zu kurzen Abschreibungsdauer für das 

Stallgebäude ausgegangen. Es sei abwegig und damit willkürlich, die 

Abschreibungsdauer vom Pensionsalter der Ehefrau des Beschwerdeführers abhängig 

zu machen, zumal es möglich sei, im Verlauf von 13 Jahren für eine Nachfolgeregelung 

zu sorgen, auch dann, wenn kein Sohn der Familie den Betrieb übernehmen wolle. 

Hinzu komme, dass die Schafzucht seit 40 Jahren betrieben werde. Der 

Beschwerdeführer beruft sich weiter auf das Merkblatt der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung über Abschreibungen auf dem Anlagevermögen land- und 

forstwirtschaftlicher Betriebe (Merkblatt ESTV, www.estv.admin. ch) und macht 

geltend, es sei nicht gerechtfertigt, den Schafstall entsprechend einem Schweine- oder 

Geflügelstall abzuschreiben, weil er aufgrund seiner Zweckbestimmung der Abnützung 

eines Ökonomiegebäudes und nicht derjenigen eines Schweine- oder Geflügelstalls 

unterliege.Ein Schafstall am vorgesehenen Standort - 500 m ü.M. - werde nur während 

rund 120 Tagen je Jahr mit Tieren belegt. In der übrigen Zeit würden sich diese in der 

Regel auf der Weide aufhalten. Sodann stellt sich der Beschwerdeführer auf den 

Standpunkt, es sei abwegig und unverhältnismässig, für das Eigenkapital von Fr. 

155'000.--, das der Beschwerdeführer für den Schafstall zu investieren gedenke, einen 

Zins von 4 % zu veranschlagen.

Die Vorinstanz geht davon aus, beim Schafstall, den der Beschwerdeführer bauen will, 

handle es sich um eine Leichtbaute gemäss Merkblatt ESTV, worunter auch 

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Schweineställe und Geflügelhallen fallen. Für derartige Gebäude gilt gemäss Ziff. 2.5. 

des Merkblatts ESTV ohne besonderen Nachweis ein Abschreibungshöchstsatz von 5 

%. Für Ökonomiegebäude beträgt der Höchstsatz demgegenüber 3 %. Dem 

Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass ein Schafstall, wie er ihn plant, bezüglich 

Nutzungsintensität einem Schweinestall oder einer Geflügelhalle nicht gleichgesetzt 

werden kann. Die Schafe halten sich während des Verlaufs eines Jahres meistens im 

Freien auf. Während dieser Zeit wird das Gebäude nicht zur Unterbringung von Tieren 

genutzt und hat den Charakter eines Ökonomiegebäudes. Im Gegensatz zur 

Auffassung der Vorinstanz ist es deshalb gerechtfertigt, im Sinn des Merkblatts ESTV 

von einem Abschreibungssatz von 3 % auszugehen, was zur Folge hat, dass die 

Abschreibungsdauer 33 Jahre beträgt. Daraus resultiert eine jährliche Abschreibung im 

Betrag von Fr. 4'650.-- und nicht eine solche von Fr. 10'333.-- wie in der 

Investitionsrechnung des Amtsberichts LZSG veranschlagt.

Die Vorinstanz vertritt aber den Standpunkt, es sei betriebswirtschaftlich sinnvoll, die 

Kosten des Schafstalls von Fr. 155'000.-- bis ins Jahr 2023 bis auf einen geschätzten 

Restwert von Fr. 20'000.-- abzuschreiben, was einer Nutzungsdauer von 13 Jahren 

und einer Abschreibung von Fr. 10'384.-- je Jahr entspreche. Sie begründet dies damit, 

während der Beschwerdeführer bereits pensioniert sei, werde seine Ehefrau das 

Pensionsalter im Jahr 2023 erreichen und es bestehe keine Nachfolgeregelung. Keiner 

der drei Söhne des Ehepaars habe die Absicht bekundet, die Schafzucht übernehmen 

zu wollen. Sodann werde mit einer Erklärung, Hanspeter Mader, Bad Ragaz, werde die 

Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau dereinst in seinen Betrieb 

integrieren, der Nachweis nicht erbracht, dass der Betrieb längerfristig Bestand haben 

könne.

Zutreffend ist, dassdie Ehefrau des Beschwerdeführers, Jahrgang 1958, im Jahr 2023 

das 65. Altersjahr erreicht. Demzufolge wird sie dannzumal keinen Anspruch auf 

Direktzahlungen mehr haben(vgl. Ziff. 4.2.2. hievor), weshalb eine namhafte 

Einnahmequelle wegfällt. Auch wenn keine konkrete Nachfolgeregelung feststeht und 

davon auszugehen ist, dass die Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau 

ab diesem Zeitpunkt unter neuer Leitung weitergeführt oder in einen anderen Betrieb 

integriert wird, ist es aber nicht gerechtfertigt, die Abschreibung des Schafstalls auf 

diesen Zeitpunkt hin auszurichten.

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Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Abschreibungskosten für den Schafstall 

je Jahr mit Fr. 4'650.-- zu veranschlagen sind. Dies hat zwar zur Folge, dass sich die 

jährlichen Kosten für den Schafstall gegenüber der Investitionsrechnung im 

Amtsbericht LZSG um Fr. 5'683.-- verringern und Fr. 9'925.--betragen. Damit ist der 

Nachweis aber nicht erbracht, der Beschwerdeführer sei in der Lage, die Schafzucht in 

dem Sinn ertrags- und gewinnorientiert zu betreiben, dass er nach dem Bau des 

Schafstalls im Durchschnitt von drei Jahren wenigstens ein Einkommen von Fr. 

10'000.-- erziele. Nach den Berechnungen im Amtsbericht LZSG stehen dem nach der 

Betriebsaufstockung erzielten Ertrag von Fr. 20'640.-- (Ertrag GVE: Fr. 12'903.--, 

Direktzahlungen: Fr. 7'737.--) neu Kosten von Fr. 15'657.-- 

(Gebäudeinvestitionskosten: Fr. 9'925.--, Direktkosten: Fr. 3'592.--, 

Flächenbewirtschaftung: Fr. 2'000.--, Pachtzins: Fr. 140.--) gegenüber. Hinzu kommt, 

dass sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital, das in die Schafhaltung investiert 

wird, zu verzinsen ist. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz und des 

Beschwerdeführers trifft es aber nicht zu, dass das Eigenkapital von Fr. 155'000.--, das 

der Beschwerdeführer für den Bau des Schafstalls aufzuwenden gedenkt, nach dem 

Amtsbericht LZSG mit 4 % zu verzinsen ist. Dort sind Zinskosten von Fr. 3'720.-- bzw. 

60 % von 4 % von Fr. 155'000.-- veranschlagt worden. Mit einem Zins von gut 2 % 

müsste der Beschwerdeführer auch rechnen, wenn der Stall mit Fremdkapital finanziert 

werden sollte.

4.3.2.9. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 

20. Mai 1998 i.S. W.K. gegen M. F.-V. Damals hatte das Bundesgericht die 

Zonenkonformität eines Milchschafstalls (10 x 18,5 m) für 50 Mutterschafe im Kanton 

St. Gallen zu beurteilen. Es führte aus, an der Tatsache, dass die Schafhaltung 

ertragsorientiert und auf die Erzielung eines Nebenerwerbs ausgerichtet sei, ändere 

nichts, dass der Ertrag wohl nicht genüge, um den Arbeitsaufwand zu decken, wenn 

dieser marktgerecht entlöhnt werden müsste. Es begründete dies damit, schon der 

Umfang der Herde wie auch die arbeitsintensive Haltung eines erheblichen Teils der 

Schafe zur Milchproduktion würden den Rahmen eines reinen Freizeitbetriebs bei 

weitem sprengen. Sodann diene die im Kanton St. Gallen weitverbreitete 

Wanderweidewirtschaft mit kleinen Schafherden der Landschaftspflege und liege daher 

im öffentlichen Interesse. Es wäre deshalb verfehlt, diese traditionelle 

Bewirtschaftungsform durch eine allzu stark auf Rentabilitätsgesichtspunkte 

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abstellende Betrachtungsweise als blosse Freizeitgestaltung einzustufen und die 

erforderlichen Stallbauten als zonenfremd von der regulären Nutzung der 

Landwirtschaftszone auszuschliessen (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 1998 i.S. 

W.K. gegen M. F.-V.).

Im Gegensatz zur Schafhaltung, die das Bundesgericht im Jahr 1998 zu beurteilen 

hatte, betreiben der Beschwerdeführer und seine Ehefrau keine Schafmilchproduktion, 

weshalb der Arbeitsaufwand wesentlich geringer und zudem kaum zeitgebunden ist. 

Sodann behauptet der Beschwerdeführer nicht, er und seine Ehefrau würden 

Wanderweidewirtschaft betreiben. Daran ändert nichts, dass sie auch Restflächen 

bewirtschaften, die sich an verschiedenen Standorten befinden. In Betracht fällt weiter, 

dass in der Zwischenzeit Art. 16a RPG und die dazugehörigen 

Ausführungsbestimmungen in der RPV in Vollzug getreten sind. Die rechtliche 

Regelung, wonach Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft nicht 

zonenkonform sind (Art. 34 Abs. 5 RPV) galt zum Zeitpunkt, als das Urteil gefällt wurde, 

noch nicht. Weil zum einen eine andere Sachlage vorlag und zum anderen die 

Rechtsgrundlage eine andere war, kann sich der Beschwerdeführer nicht mit Erfolg auf 

das Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 1998 berufen.

4.3.2.10. Aus dem Gesagten folgt, dass nicht damit gerechnet werden, dass mit der 

Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrauein namhafter Beitrag an den 

Existenzbedarf der Familie geleistet wird bzw. dass es möglich ist,in einem Zeitraum 

von drei Jahren einen durchschnittlichen Betriebsgewinn von Fr. 10'000.-- zu erzielen. 

Somit liegt kein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb vor. Vielmehr betreiben der 

Beschwerdeführer und seine Ehefrau Freizeitlandwirtschaft. Bei dieser Sachlage kann 

grundsätzlich offen bleiben, ob die Betriebsnachfolge gewährleistet ist bzw. ob die 

Schafzucht unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Rentabilität voraussichtlich 

länger bestehen kann. In Betracht fällt aber, dass das Bundesgericht eine 

Absichtserklärung, wonach die 19-jährige Tochter eines Tierhalters bestrebt sei, den 

Generationenwechsel sicherzustellen, bzw. ein Landwirt bereit sei, das Anwesen in 

Pacht zu nehmen oder einen Kauf ins Auge zu fassen, nicht genügt, um den Nachweis 

einer längerfristigen Existenzfähigkeit zu erbringen (BGE 1A.64/2006 vom 7. November 

2006 E. 5.2). Vorliegend befasst sich in erster Linie der heute 67 Jahre alte 

Beschwerdeführer mit der Schafzucht, auch wenn seine Ehefrau mit Jahrgang 1958, 

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die beim Busbetrieb der Schweizerischen Post arbeitet (vgl. Betvor Zukunft Stallbau 

und Betvor Zukunft Stallbau Bio, je S. 1) "offiziell" Bewirtschafterin ist. 

Dementsprechend arbeitet sie nach den Ausführungen in der Rekursbegründung vom 

31. August 2009 im Betrieb lediglich mit und der Beschwerdeführer verfügt gemäss 

eigenen Angaben, die er anlässlich der öffentlichen Verhandlung vom 17. November 

2011 gemacht hat, über das für Schafhaltung erforderliche Fachwissen. Fraglich ist 

somit, ob die Ehefrau des Beschwerdeführers überhaupt in der Lage wäre, die 

Betriebsnachfolge zu gewährleisten.Sodann mag es zwar zutreffen, dass die drei 

Söhne des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau Interesse an der Schafzucht zeigen, 

konkrete Hinweise darauf bestehen aber nicht. Weiter besteht offenbar die Möglichkeit, 

dass die Schafzucht dereinst in den Nachbarbetrieb von Hanspeter Mader integriert 

werden könnte. Abgesehen davon, dass der Betrieb des Beschwerdeführersin diesem 

Fall nicht weiterbestehen würde, handelt es sich hierbei aber lediglich um eine nicht 

näher konkretisierte Option.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, 

die Anforderungen an einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb seien nicht 

erfüllt. Somit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. Bei dieser Sachlage 

kann offen bleiben, ob der Einwand des Beschwerdegegners, wonach nach dem Bau 

des Schafstalls mit übermässigen Immissionen in der angrenzenden Wohnzone zu 

rechnen wäre, begründet ist.

5.1. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 des 

Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird 

angerechnet.

Ausseramtliche Kosten sind dem im Beschwerdeverfahren unterlegenen 

Beschwerdeführer nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis 

VRP).

5.2. Der Beschwerdegegner stellt das Begehren, er sei ausseramtlich zu entschädigen. 

Sein Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Folglich ist die Entschädigung 

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nach Ermessen festzusetzen. Das Gericht erachtet eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- 

(inkl. Barauslagen, zuzüglich MWSt) für das Beschwerdeverfahren als angemessen (Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 

963.75).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- bezahlt der 

Beschwerdeführer. Der Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird angerechnet.

3./ Der Beschwerdeführer hat den Beschwerdegegner mit Fr. 3'000.-- (inkl. 

Barauslagen, zuzüglich MWSt) ausseramtlich zu ent-schädigen.

 

V.          R.           W.

 

Der Vizepräsident:                   Die Gerichtsschreiberin:

 

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt Dr. Werner Ritter, 9443 Widnau)

-   die Vorinstanz

-   den Beschwerdegegner (durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Köppel, 7320 Sargans)

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-   die Beschwerdebeteiligte

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil Verwaltungsgericht, 17.11.2011
	Bau- und Planungsrecht, Bauen ausserhalb Bauzone, Art. 22 Abs. 2 lit. a und Art. 16a Abs. 1 RPG (SR 700), Art. 20 Abs. 2 BauG (sGS 731.1), Art. 34 Abs. 4 und 5 RPV (SR 700.1). Ein Schafstall dient im konkreten Fall der Freizeitlandwirtschaft und ist deshalb in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform (Verwaltungsgericht, B 2010/195).

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