# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5797301d-638e-5604-8170-e0aeb5907174
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-13
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 13.01.2022 VG.2021.00063 (VG.2022.1103)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2021-00063_2022-01-13.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 13. Januar 2022

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  Besetzung: Gerichtspräsident
  MLaw Colin Braun, Verwaltungsrichterin Sally Leuzinger, Verwaltungsrichter
  Patrik Noser und Gerichtsschreiberin MLaw Leonora Muji

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2021.00063

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch lic.
    iur. Ivo Baumann, Rechtsanwalt

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
    (Suva)

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  UVG-Leistungen

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  Der am […] geborene A.______ war
  als arbeitslose Person obligatorisch bei der Schweizerischen
  Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
  Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. Mai 2014 fiel ihm eine
  etwa 20 kg schwere Plastikkiste auf das linke Knie. Dies führte zu einem
  Horizontalriss des lateralen Meniskushinterhorns und einer Teilruptur des
  vorderen Kreuzbands. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen für die
  Folgen dieses Nichtberufsunfalls. Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 verneinte
  sie einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Am 5. Oktober 2017 meldete
  A.______ einen Rückfall. Nach Vornahme der ärztlichen Abschlussuntersuchung
  teilte ihm die Suva am 13. Juni 2019 mit, sie werde die Heilkosten-
  und Taggeldleistungen per 30. Juni 2019 einstellen. In der Folge
  verneinte sie mit Verfügung vom
  4. Juli 2019 einen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine
  Integritätsentschädigung und beantwortete die von ihm dagegen erhobene
  Einsprache am 9. März 2020 abschlägig. Das Verwaltungsgericht wies die
  von A.______ dagegen erhobene Beschwerde am 1. Oktober 2020 (Verfahren
  VG.2020.00048) ab. 

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Am
  6. Oktober 2020 erfolgte eine arthroskopische mediale Teilmeniskektomie am
  Hinterhorn des linken Knies. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2020 lehnte die
  Suva ihre Leistungspflicht ab. A.______ erhob am 26. Januar 2021
  Einsprache gegen die leistungsabweisende Verfügung, welche die Suva am 18.
  Juni 2021 abwies.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  A.______ gelangte in der
  Folge mit Beschwerde vom 23. August 2021 ans Verwaltungsgericht und
  beantragte, die Verfügung vom 14. Dezember 2020 sowie der Einspracheentscheid
  vom 18. Juni 2021 seien aufzuheben. Ihm seien die gesetzlichen Leistungen
  auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Suva für weitere
  medizinische Abklärungen zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten der Suva. Die Suva schloss am 23. September
  2021 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist gemäss
  Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März
  1981 (UVG) i.V.m. Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
  des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) i.V.m. Art. 1
  des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom
  3. Mai 2009 (EG UVG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde
  zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf
  die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat die Beschwerdegegnerin
  bei Unfällen und Berufskrankheiten den bei ihr obligatorisch Versicherten die
  gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Gemäss Art. 4 ATSG ist ein Unfall die
  plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen
  äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der
  körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge
  hat. Erleidet ein Versicherter einen Unfall, hat er nach Art. 10
  Abs. 1 UVG Anspruch auf Übernahme der Kosten der zweckmässigen Behandlung
  der Unfallfolgen.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt
  zunächst voraus, dass zwischen dem versicherten Unfallereignis und dem
  eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im
  Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren
  Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in
  der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
  werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
  Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
  unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, dass das
  schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder
  geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit
  anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
  gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und
  einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht,
  ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der
  Richter im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
  Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
  Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines
  Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht
  (BGE 129 V 177 E. 3.1,
  117 V 359 E. 4a). Es ist daher unerlässlich, dass
  die geklagten Beschwerden nicht lediglich den von der versicherten Person
  subjektiv umschriebenen Leiden entsprechen, sondern medizinisch einer
  fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und
  diese Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem
  ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis steht
  (BGE 119 V 335 E. 2b f.). Entscheidend ist dabei die
  Würdigung der in den Akten liegenden medizinischen Berichte, wobei der Richter bei der Beurteilung des natürlichen
  Kausalzusammenhangs nicht ohne zwingenden Grund von der Einschätzung der medizinischen
  Experten abweicht (BGE 118 V 286 E. 1b).

  
	
   

  
	
  2.3 Die
  Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt im Weiteren voraus, dass zwischen
  dem Unfall und der dadurch verursachten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit
  ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ein Ereignis hat dann als adäquate
  Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge
  und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg
  von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs
  also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint
  (BGE 117 V 359 E. 5a). Die Adäquanz spielt im Bereich organisch objektiv
  ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate
  weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (Alexandra Rumo-Jungo/André
  P. Holzer, in Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung
  des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
  Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. A., Zürich/Basel/Genf 2012,
  S. 58 f.).

  
	
   

  
	
  2.4 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die
  Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV) werden die
  Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Ein
  Rückfall liegt vor, wenn eine scheinbar geheilte Schädigung erneut eine ärztliche
  Behandlung erforderlich macht und gegebenenfalls sogar eine
  Arbeitsunfähigkeit verursacht. Als Spätfolge gilt, wenn eine scheinbar
  geheilte Verletzung im Verlauf der Zeit zu einem oftmals völlig anders gearteten
  Krankheitsbild führt, das eine ärztliche Behandlung erforderlich macht und
  möglicherweise die Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt
  (Schweizerischer Versicherungsverband SSV, Wegleitung zur obligatorischen
  Unfallversicherung UVG, 4. A., Zürich 2017, S. 34). Rückfälle und
  Spätfolgen können eine Leistungspflicht des Unfallversicherers aber auch nur
  dann auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der
  seinerzeit unfallbedingten Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater
  Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c). 

  
	
   

  
	
  Bei der
  Geltendmachung eines Rückfalls oder einer Spätfolge trägt der Leistungsansprecher
  hinsichtlich der Tatsachen, von denen das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs
  zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall abhängt, die Beweislast. Nur
  wenn die Tatsachengrundlage, auf welcher die Unfallkausalität beruht, mit
  überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht
  des Unfallversicherers. Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu
  Lasten des Versicherten aus, der aus dem unbewiesen gebliebenen Kausalzusammenhang
  als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten wollte (vgl. etwa
  BGer-Urteil 8C_66/2008 vom 4. Juli 2008 E. 3.1).

  
	
   

  
	
  2.5

  
	
  2.5.1 Es ist
  Aufgabe des Arztes, sämtliche Auswirkungen einer Krankheit oder eines Unfalls
  auf den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung
  zu nehmen, bezüglich welcher konkreter Tätigkeiten und in welchem Umfang sie
  arbeitsunfähig bzw. in ihrer körperlichen und geistigen Integrität
  beeinträchtigt ist. Nach dem für das gesamte Verwaltungs- und
  Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Grundsatz der freien
  Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die
  Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie
  umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet
  dies, dass der Richter alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
  stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
  Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten.

  
	
   

  
	
  2.5.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines
  Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten
  Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben
  worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
  der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
  oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines
  ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines
  Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
  gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten
  (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). 

  
	
   

  
	
  2.5.3 Den Berichten versicherungsinterner Ärzte
  und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen
  werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in
  sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
  sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte
  Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt
  nicht schon auf mangelnde Objektivität oder Befangenheit schliessen. Es
  bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
  Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im
  Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
  Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters
  oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen
  (BGE 122 V 157 E. 1c).

  
	
   

  
	
  2.5.4 Da sich alle behandelnden Ärztinnen und
  Ärzte (auch Spezialärzte) in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren
  haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden
  Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung
  des Gesundheitszustands und erfüllen deshalb kaum je die materiellen
  Anforderungen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen wird im Streitfall eine
  direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden
  Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum in Frage kommen. Diese Berichte sind
  daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
  und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und
  Ärzte wecken. Im Verfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von
  Sozialversicherungsleistungen besteht sodann kein förmlicher Anspruch auf
  eine versicherungsexterne Begutachtung. Soll ein Versicherungsfall ohne
  Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind jedoch an die
  Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
  Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen
  ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
  (BGE 135 V 465 E. 4.4).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Operation
  vom 6. Oktober 2020 sowie deren Folgen stünden in einem natürlichen und
  adäquaten Zusammenhang zum Unfallereignis vom 5. Mai 2014. Im MRI des linken
  Knies vom 11. Juni 2020 sei eine Rissbildung schräg durch das mediale
  Meniskushinterhorn sichtbar gewesen. Diese Läsion sei bereits anlässlich der
  bildgebenden Untersuchung kurz nach dem Unfallereignis festgestellt worden.
  Wenn Dr. med. B.______, Leiter im Bereich Knie-Chirurgie in
  der Klinik C.______AG, diesen eindeutigen Befund anlässlich seiner Operation
  nicht habe finden können, sei dies einem unzureichenden operativen Vorgehen
  zuzuschreiben. Auffällig sei, dass Dr. med. D.______, Orthopädische
  Chirurgie FMH und Sportmedizin SGSM, diesen Befund sechs Jahre später
  gefunden und erfolgreich operiert habe. Sodann habe sich die bildgebende
  Diagnostik bis 2020 nicht verändert, weshalb mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass die im Jahr 2020 operierte
  Meniskusläsion dem Unfallereignis vom 5. Mai 2014 zuzuschreiben sei. 

  
	
   

  
	
  3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den
  Standpunkt, dass die mediale Meniskusläsion mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 5.
  Mai 2014 stehe, sondern auf verschleissbedingte Veränderungen des medialen
  Kniekompartiments zurückzuführen sei. Sodann habe entgegen der Behauptung des
  Beschwerdeführers die MRI-Untersuchung vom 13. Mai 2014 lediglich eine
  intramurale degenerative Veränderung im Hinterhorn des medialen Meniskus ohne
  Läsionszeichen und diejenige vom 30. Juni 2014 einen unveränderten
  medialen Meniskus gezeigt. Ferner sei intraoperativ ein stabiler und intakter
  medialer Meniskus festgestellt worden. Der Einwand des Beschwerdeführers,
  wonach Dr. B.______ eine mediale Meniskusläsion wegen eines
  unzureichenden operativen Vorgehens nicht habe finden können, vermöge nicht
  zu überzeugen. So erscheine es äusserst unglaubwürdig, dass eine
  Meniskusläsion gleich bei drei Operationen durch drei verschiedene Fachärzte
  übersehen worden sei.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 In der
  MRI-Untersuchung des linken Knies vom 13. Mai 2014 beurteilte
  Dr. med. E.______, Facharzt Radiologie, eine intramurale
  degenerative Veränderung im Hinterhorn des medialen Meniskus ohne
  Läsionszeichen. Med. pract. F.______, Oberarzt Chirurgie,
  berichtete anlässlich der Operation vom 19. Mai 2014, der Meniskus
  medialis sei glattbegrenzt und stabil. Eine Chondropathie medial sei nicht
  feststellbar. Dr. E.______ führte am 30. Juni 2014 aus, der mediale
  Meniskus zeige sich unverändert.

  
	
   

  
	
  4.2
  PD Dr. med. G.______, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, spezialisiert
  auf Hüft- und Kniechirurgie, überwies den Beschwerdeführer für eine
  MRI-Unter-suchung an PD Dr. med. H.______, Facharzt
  Radiologie. Dieser diagnostizierte am 30. Oktober 2014 eine teils
  vertikale und teils horizontale, die Unterfläche erreichende Läsion im
  Hinterhorn des medialen Meniskus. Am 21. November 2014 führte
  Dr. G.______ eine Kniearthroskopie links durch. Dabei seien die
  Knorpelbeläge femoral und tibial des medialen Kompartiments intakt und eine
  Innenmeniskusläsion könne nicht identifiziert werden.

  
	
   

  
	
  4.3 Dr. med. I.______,
  Oberarzt Radiologie des Spitals J.______, diagnostizierte am
  6. Oktober 2017 einen Transversalriss im Hinterhorn des Meniskus
  medialis sowie einen Transversalriss im Vorderhorn des lateralen Meniskus.

  
	
   

  
	
  4.4 Am 31. Oktober
  2018 nahm Dr. B.______ eine Re-Arthroskopie vor, welche eine
  Chondropathie im Stadium I bis II der Knorpelflächen ergab. Der mediale
  Meniskus im linken Knie sei hingegen intakt und stabil verankert.

  
	
   

  
	
  4.5 Dr. med.
  K.______, Facharzt Radiologie, führte am 11. Juni 2020 eine
  MRI-Untersuchung durch. Im Vergleich zur Voruntersuchung vom
  13. September 2018 sei die Darstellung des Risses Grad III im
  Hinterhorn des medialen Meniskus wie auch des Einrisses im Vorderhorn des
  lateralen Meniskus nach der lateralen Teilmeniskektomie unverändert.
  Signifikante degenerative Veränderungen seien nicht ersichtlich.

  
	
   

  
	
  4.6 Dr. D.______ bemerkte am 13. Juli 2020, dass
  die dokumentierte Rissbildung des medialen Meniskushinterhorns bereits im MRI
  vom 30. Oktober 2014 zu sehen gewesen und bei heute klinischen Symptomen
  sowie bei persistierender unveränderter Meniskusläsion als Folge des Unfalls
  vom 5. Mai 2014 zu werten sei. Anlässlich
  der Operation vom 6. Oktober 2020 hielt er fest, der mediale Meniskus weise
  entsprechend dem MRI eine Unterflächenruptur sowie eine Chondropathie
  Grad 2 tibial und Grad 1 femoral auf.

  
	
   

  
	
  4.7

  
	
  4.7.1 Kreisarzt Dr. med. L.______, Facharzt für
  Orthopädie, folgerte am 25. November 2020, die geltend gemachten
  Beschwerden am linken Knie seien überwiegend wahrscheinlich auf das
  Unfallereignis vom 5. Mai 2014 zurückzuführen. Allerdings sei seit dem
  letzten Behandlungsabschluss keine unfallbedingte objektivierbare
  Verschlimmerung eingetreten, die einer Behandlung bedürfe. Ferner treffe die
  MR-morphologische Beurteilung vom 11. Juni 2020 nicht zu. Der Riss
  Grad III am medialen Meniskushinterhorn sei nicht bereits bei der
  Voruntersuchung vom 13. September 2018 erkennbar gewesen, da in der
  nachfolgenden Operation am 13. Oktober 2018 (recte: 31. Oktober
  2018) der mediale Meniskus als völlig intakt und stabil beschrieben werde.
  Daher sei die Unterflächenruptur des medialen Meniskus, welche am
  6. Oktober 2020 operiert worden sei, nicht mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen, da unfallbedingt keine
  strukturellen Traumafolgen am medialen Meniskus aufgetreten seien.

  
	
   

  
	
  4.7.2 Dr. L.______ führte am 11. Dezember 2020 ergänzend
  aus, in den am 19. Mai 2014 bzw. am 21. November 2014
  erfolgten Operationen sei der Knorpel im Bereich des medialen Kompartiments
  als unauffällig und ohne verschleissbedingte Knorpelveränderungen beurteilt
  worden. Sodann sei am 31. Oktober 2018, viereinhalb Jahre nach dem
  Unfallereignis, intraoperativ ein völlig intakter und stabil verankerter
  medialer Meniskus und eine verschleissbedingte Knorpelveränderung im Sinne
  einer Chondropathie im Stadium I bis II bei bildmorphologisch sieben Monate
  zuvor am 23. März 2018 beschriebener Chondrokalzinose diagnostiziert
  worden. Bei einer Chondrokalzinose handle es sich um eine krankhafte, hier
  intraartikuläre Ablagerung von Calcium-Pyrophosphat-Dihydrat-Kristallen.
  Diese könne minimal ausgeprägt sein, jedoch auch zu einer degenerativen
  Arthropathie führen. Der Schaden, der am 6. Oktober 2020 operiert worden
  sei, sei daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall
  zurückzuführen, sondern adressiere vorwiegend unfallfremde,
  verschleissbedingte Veränderungen. 

  
	
   

  
	
  4.8 Dr. D.______ äusserte sich am 20. Januar 2021
  dahingehend, dass die am 6. Oktober 2020 operierte mediale
  Meniskusläsion mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 5. Mai 2014
  zurückzuführen sei. Vor dem Unfall habe der Beschwerdeführer keine
  Beschwerden verspürt. Nach der Behebung der medialen Meniskusläsion seien die
  Schmerzen vollständig verschwunden und somit auf diese Läsion zurückzuführen.
  Zu erwähnen sei sodann, dass in der kreisärztlichen Stellungnahme vom
  10. Dezember 2020 im Bericht des Röntgens vom 26. März 2019 das
  rechte Knie und nicht das betroffene und verletzte linke Knie beurteilt
  worden sei. Im MRI Knie links vom 11. Juni 2020 sei eine ganz klar sichtbare,
  zur Unterfläche ziehende Rissbildung schräg durch das mediale
  Meniskushinterhorn vorhanden gewesen. Überdies sei die in der Beurteilung
  durch Dr. L.______ erwähnte SPECT-CT nicht die ideale Untersuchung zur
  Beurteilung einer Meniskusläsion. Eine Meniskusläsion könne besser in einer
  MRI-Untersuchung beurteilt werden.

  
	
   

  
	
  4.9 Am 1. Februar 2021 hielt Dr. L.______ fest, dass
  sich die Chondrokalzinose entgegen seiner Stellungnahme vom 10. Dezember 2020
  nicht im betroffenen linken Kniegelenk, sondern im rechten Kniegelenk
  entwickelt habe. Die von Dr. D.______ im MRI des linken Knies vom
  11. Juni 2020 festgehaltene, sichtbare und zur Unterfläche ziehende
  Rissbildung des medialen Meniskushinterhorns werde nicht in Abrede gestellt.
  Vielmehr werde die radiologische Beurteilung im entsprechenden Befundbericht
  kritisch hinterfragt, da der Hinterhornriss des medialen Meniskus als
  vorbestehend erkennbar beschrieben werde. Dies obschon intraoperativ wiederholt
  zeitnah nach dem Unfallereignis und viereinhalb Jahre nach dem Unfallereignis
  im Rahmen der Arthroskopie am 31. Oktober 2018 explizit kein
  Hinterhorneinriss des medialen Meniskus festgestellt worden sei. 

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Das Verwaltungsgericht äusserte sich in seinem
  Urteil vom 1. Oktober 2020 (Verfahren VG.2020.00048) zu den bildgebenden Befunden betreffend die mediale
  Meniskushinterhornläsion. Es hielt unter anderem fest, bereits im MRI
  vom 30. Oktober 2014 sei eine mediale Meniskushinterhornläsion sichtbar
  gewesen, welche am 6. Oktober 2017 durch den radiologischen Befund des
  Spitals J.______ bestätigt worden sei. Diese bildgebenden Befunde seien
  sodann in der kreisärztlichen Beurteilung berücksichtigt und mit der
  SPECT-CT-Untersuchung vom 23. März 2018 und dem MRI vom 26. März
  2019 verglichen worden, worin die Darstellung des linken Kniegelenks
  weitgehend unauffällig gewesen sei. Kreisarzt Dr. med. M.______,
  Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, habe überdies auf die
  Arthroskopie vom 31. Oktober 2018 hingewiesen, anlässlich welcher der
  mediale Meniskus völlig intakt und stabil verankert gewesen sei. Es leuchte
  deshalb ein, wenn Dr. M.______ keinen plausiblen medizinischen Grund für
  die Schmerzen im linken Knie des Beschwerdeführers erkenne (vgl. E.
  II/6.1.2). Das Verwaltungsgericht mass in der Folge den kreisärztlichen
  Berichten einen höheren Beweiswert zu als den Ausführungen des behandelnden
  Arztes Dr. D.______. Weiter ist ergänzend festzuhalten, dass die
  MRI-Untersuchung des Spitals N.______ vom 13. Mai 2014 eine
  intramurale degenerative Veränderung im Hinterhorn des medialen Meniskus ohne
  Läsionszeichen ergab. Überdies war gestützt auf den MRI-Befund vom
  30. Juni 2014 eine Veränderung des medialen Meniskus nicht erkennbar.

  
	
   

  
	
  5.2 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die
  mediale Meniskusläsion sei bereits den MRI-Berichten vom 13. Mai 2014
  und vom 30. Oktober 2014 zu entnehmen, verkennt er, dass die bildgebende
  Untersuchung vom 13. Mai 2014 ausdrücklich keine Läsion des medialen Meniskus
  dokumentiert. Ebenfalls geht aus der MRI-Untersuchung vom 30. Juni 2014
  keine Läsion des medialen Meniskus hervor, weshalb entgegen den Ausführungen
  des Beschwerdeführers kurz nach dem Unfallereignis keine eindeutigen Befunde
  zu dessen geklagten Beschwerden vorlagen. Sodann ergeben die weiteren
  bildgebenden Untersuchungen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
  Wahrscheinlichkeit, dass der am 11. Juni
  2020 festgehaltene Riss des medialen Meniskushinterhorns auf das
  Unfallereignis vom 5. Mai 2014 zurückzuführen ist. Dies insbesondere vor
  dem Hintergrund, dass der damalige behandelnde Arzt
  Dr. med. O.______, Facharzt für Anästhesiologie und
  Interventionelle Schmerztherapie, schilderte, es könne nicht beurteilt
  werden, ob die bildmorphologisch festgestellten Transversalrisse im medialen
  Hinterhorn bzw. im lateralen Vorderhorn erst im Jahr 2017 erfolgten oder
  bereits früher bestanden hätten.

  
	
   

  
	
  5.3
  Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Beurteilung der
  medizinischen Situation vollumfänglich auf die Ausführungen des Kreisarztes
  Dr. L.______ vom 25. November 2020, vom 10. Dezember 2020 und
  vom 1. Februar 2021. Sie geht davon aus, dass die mediale Meniskusläsion
  überwiegend wahrscheinlich nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem
  Unfallereignis vom 5. Mai 2014 steht, sondern verschleissbedingte
  Veränderungen des medialen Kniekompartiments adressiert. Dies erscheint
  plausibel, da sich Dr. L.______ eingehend mit den vorhandenen Berichten
  der behandelnden Ärzte und Kreisärzte sowie mit
  den entsprechenden Bildgebungen auseinandersetzt. Insbesondere weist er in
  nachvollziehbarer Weise darauf hin, dass ein medialer Meniskushinterhornriss
  intraoperativ zeitnah am 19. Mai 2014 und am 21. November 2014
  sowie viereinhalb Jahre nach dem Unfallereignis im Rahmen der Arthroskopie
  vom 31. Oktober 2018 nicht habe bestätigt werden können. 

  
	
   

  
	
  Zwar
  ergeben sich bildmorphologisch (vgl. E. II/5.1) sowie intraoperativ teilweise
  unterschiedliche Befunde. Die unterschiedliche Befundsituation von MRI
  und Arthroskopie ist jedoch darauf zurückzuführen, dass die Arthroskopie
  gegenüber dem MRI durch direkten Einblick in die intraartikulären Strukturen
  in vielen Fällen eine nochmals feinere diagnostische Differenzierung zulässt
  (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
  UV.2020/28 vom 19. April 2021 E. 3.3.1, mit Hinweisen). Folglich
  wecken die MRI, die einen Transversalriss des medialen Meniskushinterhorns
  attestieren, keine Zweifel an den durch drei verschiedene Ärzte
  arthroskopisch erhobenen Befunden, worin operativ keine Läsion im medialen
  Meniskushinterhorn ermittelt werden konnte. Im Ergebnis stellte Kreisarzt
  Dr. L.______ somit nachvollziehbar und schlüssig auf die Erkenntnisse
  aus den Operationsberichten ab. Ferner weist er zutreffend darauf hin, dass in
  der Operation vom 31. Oktober 2018 beginnende degenerative Veränderungen
  im Bereich des medialen Kniekompartiments bei völlig intaktem medialem
  Meniskus erkennbar waren. Anlässlich der Operation vom 6. Oktober 2020
  bestätigte Dr. D.______ eine Chondropathie Grad 2 tibial und Grad 1
  femoral im medialen Kniekompartiment. Im Vergleich hierzu zeigte sich in der
  Operation vom 19. Mai 2014 keine Chondropathie medial. Eine solche geht
  auch aus der Operation vom 21. November 2014 nicht hervor. Damit ist
  festzuhalten, dass intraoperativ am 19. Mai 2014 sowie am 21. November
  2014 der Knorpel im Bereich des medialen Kompartiments als unauffällig und
  ohne verschleissbedingte Knorpelveränderungen beurteilt wurde. Mit der
  Beschwerdegegnerin ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerden des
  Beschwerdeführers am medialen Meniskus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
  auf verschleissbedingten Veränderungen beruhen, die sich im Verlauf
  entwickelt haben. 

  
	
   

  
	
  5.4 Schliesslich kann der Beschwerdeführer aus dem
  Sprechstundenbericht von Dr. D.______ vom 20. Januar 2021 nichts zu
  seinen Gunsten ableiten. Abgesehen davon, dass der behandelnde Arzt wegen
  seiner auftragsrechtlichen Vertrauensstellung seine Berichte eher zu Gunsten
  seines Patienten formuliert, setzte er sich weder mit den Befunden aus den
  erfolgten Operationen, noch mit der kreisärztlichen Beurteilung hinreichend
  auseinander. Er benennt keine Aspekte, die in der kreisärztlichen Beurteilung
  unberücksichtigt geblieben wären. Demgegenüber nahm Kreisarzt Dr. L.______
  zu den Ausführungen von Dr. D.______ vom 10. Dezember 2020
  ergänzend Stellung und stellte die im MRI vom 11. Juni 2020 festgehaltene
  Rissbildung des medialen Meniskus nicht in Abrede. Allerdings äusserte er
  sich kritisch zur diesbezüglichen radiologischen Beurteilung, zumal
  intraoperativ zeitnah nach dem Unfallereignis und viereinhalb Jahre nach dem
  Unfallereignis kein Hinterhornriss des medialen Meniskus habe festgestellt
  werden können. Sodann stellte lediglich Dr. D.______ die
  Unfallkausalität der aktuellen Beschwerden fest. Dies ohne nachvollziehbar zu
  begründen, inwiefern der mediale Meniskushinterhornriss auf das
  Unfallereignis vom 5. Mai 2014 zurückzuführen wäre. Seine Feststellung,
  wonach der mediale Meniskushinterhornriss durch den Unfall vom 5. Mai
  2014 verursacht worden sei, weil der Beschwerdeführer vor diesem Zeitpunkt
  keinerlei Beschwerden am linken Knie gehabt habe, vermag keinen
  Kausalzusammenhang zwischen den beklagten Beschwerden und dem Unfallereignis
  zu begründen. Den natürlichen Kausalzusammenhang allein mit dieser
  Argumentation zu bejahen, liefe im Ergebnis auf die Beweisformel „post hoc
  ergo propter hoc“ hinaus, wonach eine gesundheitliche Schädigung bereits
  deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem
  aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Eine
  solche Beweiswürdigung erweist sich als unzureichend (vgl. BGer-Urteil
  8C_355/2018 vom 29. Juni 2018 E. 3.2). Der Bericht von
  Dr. D.______ vermag somit insgesamt keine Zweifel an der kreisärztlichen
  Einschätzung hervorzurufen. Allein die Tatsache, dass der behandelnde Arzt zu
  einem abweichenden Resultat gelangt, begründet zumindest noch keine Zweifel
  an der Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Feststellungen. Da von weiteren
  medizinischen Abklärungen zudem keine entscheidwesentlichen neuen Tatsachen
  zu erwarten sind, kann im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung auf
  weitere medizinische Abklärungen verzichtet werden (vgl. BGer-Urteil
  8C_701/2018 vom 28. Februar 2019 E. 4.1).

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  Zusammenfassend ergibt sich, dass die vom
  Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 5. Mai 2014 zurückzuführen
  sind. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Die Gerichtskosten sind von
  Gesetzes wegen auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 1 Abs. 1 UVG
  i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG e contrario). Bei diesem
  Verfahrensausgang ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung
  zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g
  ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die Gerichtskosten werden auf die Staatskasse
    genommen.

    
	
    3.

    	
    Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]