# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 011babe9-46d7-5fec-88c8-3812dbda44b3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.08.2014 S 2014 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-10_2014-08-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 10

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Gross

URTEIL
vom 26. August 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war als Biking-Guide und Masseur auf einem Schiff tätig und 

über die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Berufs- und 

Nichtberufsunfälle versichert. Am 25. April 2012 verletzte er sich, als er 

beim Verlassen des Schiffes über die Gangway – welche mit Rädern 

versehen war und schwankte – um an Land zu gehen mit dem linken 

Fuss um-/einknickte. Der erstbehandelnde Arzt diagnostizierte eine 

Distorsion (Prellung/Quet-schung) des oberen Sprunggelenkes (OSG); 

radiologisch wurde aber keine Fraktur (Bruch) festgestellt. Nach 

anhaltenden Schmerzen wurden weitere Abklärungen vorgenommen, 

wobei eine MRT-Untersuchung (Magnet-Resonanz-Tomographie) eine 

Osteochondrosis dissecans Stadium II im Bereich der lateralen 

Talusschulter ergab. Am 19. September 2013 erfolgte operativ eine 

Arthroskopie am OSG links, danach eine AMIC (Autologe Matrixinduzierte 

Chondrogenese) Behandlungs-Prozedur mit Wachstumsfaktoren und 

Chondrogide, Knorpelkürettage, Mikrofrakturierung, Synovektomie und 

Infiltration mit Carbostesin/Morphium durchgeführt. Mit 

Untersuchungsbericht vom 7. Oktober 2013 erklärte der Kreisarzt Dr. 

med. B._____, der Endzustand am linken Fuss sei erreicht. Die 

Restfolgen seien nicht erheblich, weshalb keine Integritätsentschädigung 

geschuldet sei. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (Biking-

Guide/Masseur) wurde ab dem 10. Oktober 2013 auf 50 % und ab 1. 

November 2013 wiederum auf 100 % (volle Arbeitsfähigkeit) geschätzt. 

2. Mit Verfügung vom 9. Oktober 2013 stellte die SUVA die Heilkosten und 

die Taggeldleistungen per 31. Oktober 2013 ein. Mit Einspracheentscheid 

vom 23. Dezember 2013 bestätigte die SUVA die ergangene 

Einstellungsverfügung.

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3. Dagegen erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführer) am 20. Januar 

2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den sinngemässen Anträgen auf Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids und Weiterausrichtung der Versicherungsleistungen 

(Heilkosten/ Taggeld), wobei noch ein Abklärungsbericht vom 20. 

November 2013 von Dr. med. C._____ über eine MRT-Untersuchung des 

linken OSG vom 18. November 2013 eingereicht wurde. Zur Begründung 

brachte der Beschwerdeführer vor, dass die SUVA keine Belastungstests 

gemacht habe, wie sich die Belastung bei normaler Arbeit als Masseur 

auf das lädierte Gelenk auswirke. Es sei keine Rehabilitation oder 

Beratung erfolgt. Insbesondere sei er durch die SUVA beim beruflichen 

Wiedereinstieg weder unterstützt noch gefördert worden. Wegen des 

Unfalls habe er seinen Arbeitsplatz verloren. Ab dem 4. November 2013 

sei er wieder als Masseur/ Biking-Guide in einer Vollzeitstelle (100 %) auf 

einem Kreuzfahrtschiff beschäftigt gewesen; habe aber einen Rückfall mit 

starken Schmerzen und Ödemen erlitten und sei daher erneut bis zum 31. 

Dezember 2013 (komplett) arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1. Januar 

2014 sei er neu zu 50 % als Masseur angestellt; eine Vollzeitstelle wäre 

ihm derzeit aber nicht möglich bzw. nicht zumutbar.

4. Mit Eingabe vom 31. Januar 2014 beantragte die SUVA (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) dem Gericht zwecks Abklärung der medizinischen 

Sachlage sowie im Hinblick auf eine allfällige Wiedererwägung gestützt 

auf Art. 53 Abs. 3 ATSG einerseits die Edition der MRT-Untersuchungs-

bilder des linken OSG vom 18. November 2013 durch den 

Beschwerdeführer bzw. Dr. med. C._____ sowie andererseits eine neue 

Fristansetzung durch das Gericht für die Einreichung der Beschwerdeant-

wort, nach Vorliegen der bildgebenden Unterlagen sowie Durchführung 

der erforderlichen medizinischen Abklärungen.

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5. Mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 12. Februar 2014 wurden die 

aus Händen des Beschwerdeführers edierte CD (Compact Disc) 

betreffend die MRT-Untersuchung des linken OSG vom 18. November 

2013 samt Begleitschreiben des Beschwerdeführers vom 5. Februar 2014 

und eingereichter Beilagen an die Beschwerdegegnerin weitergeleitet, 

unter Ansetzung einer Mitteilungsfrist bis zum 5. März 2014, ob der 

angefochtene Entscheid in Wiedererwägung gezogen oder eine 

Fortsetzung des Beschwerdeverfahrens beantragt werde.

6. Mit Schreiben vom 5. März 2014 teilte die Beschwerdegegnerin dem 

Gericht mit, dass sie den angefochtenen Einspracheentscheid vom 23. 

Dezember 2013 nicht in Wiedererwägung ziehe und die Fortsetzung des 

Verfahrens beantrage, wobei noch die Eingabefrist zur 

Beschwerdeantwort zu benennen sei.

7. Mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 6. März 2014 wurde der 

Beschwerdegegnerin eine neue Frist zur Einreichung der 

Beschwerdeantwort (bis zum 27. März 2014) gesetzt.

8. Mit Beschwerdeantwort vom 26. März 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten sei. Der Antrag auf Nichteintreten wurde damit begründet, 

dass die Eingabe des Beschwerdeführers nicht den Anforderungen an 

eine Beschwerde genüge. Falls dennoch darauf eingetreten werde, sei 

sie abzuweisen. Zur Begründung machte die Beschwerdegegnerin 

geltend, dass das Ergebnis der Untersuchung des Kreisarztes Dr. med. 

B._____ vom 7. Oktober 2013 mit den vorausgehenden ärztlichen 

Berichten vereinbar sei. Gemäss orthopädischer Beurteilung des SUVA-

Arztes Dr. med. D._____ vom 25. Februar 2014 sei der Fallabschluss per 

31. Oktober 2013 korrekt und ab dann dem Beschwerdeführer zu Recht 

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wieder eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Bildgebend hätten 

sich keine wesentlichen Auffälligkeiten am linken Rückfuss ergeben. Es 

bestünde kein objektivierbares, unfallkausales organisches Korrelat, 

welches die Beschwerden erklären könnte. Laut Dr. med. D._____ seien 

die nach dem 31. Oktober 2013 geklagten Beschwerden nicht 

überwiegend wahrscheinlich unfallkausal; seiner Beurteilung komme 

voller Beweiswert zu. Belastungstests bezüglich des linken Fusses 

erübrigten sich, nachdem keine objektivierbaren physischen Unfallfolgen 

vorlägen. Die berufliche Wiedereingliederung gehöre nicht zu den 

Aufgaben der Beschwerdegegnerin.

9. In seiner Replik ergänzte der Beschwerdeführer noch, dass die 

Belastungsfähigkeit des linken Fusses für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids der Beschwerdegegnerin 

nicht erreicht worden sei. Eine Begutachtung in einer Klinik ca. 4 Wochen 

davor habe ihm eine stationäre Rehabilitation empfohlen, was im 

Widerspruch zu den Untersuchungen der Beschwerdegegnerin stehe. Die 

Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung sei durchaus auch 

Aufgabe der Beschwerdegegnerin. Der volle Einstieg ins Berufsleben sei 

misslungen, worauf er eine Arbeitsstelle als Masseur mit 23 Stunden pro 

Woche gesucht habe. Seit dem 1. Januar 2014 sei er im Wellnessbereich 

eines Erlebnisbades tätig. Durch die seither geringere Belastung des 

linken Sprunggelenkes und der Muskulatur sei langsam eine 

Stabilisierung des Gesundheitszustandes und eine Anpassung an die 

Alltagsbelastungen erfolgt. Gelegentlich würden aber immer noch leichte 

Schmerzen auftreten.

10. In der Duplik entgegnete die Beschwerdegegnerin, dass der 

Beschwerdeführer aus der Empfehlung für die Absolvierung einer 

stationären Rehabilitation nichts zu seinen Gunsten herleiten könne. Die 

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berufliche Wiedereingliederung sei Aufgabe der Invalidenversicherung. 

Entsprechende Eingliederungsmassnahmen seien aber ohnehin nicht 

nötig, weil der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig und deshalb selbst 

eingliederungsfähig sei. Diese Schlussfolgerung bzw. Beurteilung ergebe 

sich aus den mit der Replik vom Beschwerdeführer eingereichten 

Arbeitsverträgen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. In formeller Hinsicht gilt es zuerst das Rechtsgenügen der eingereichten 

Beschwerdeschrift vom 20. Januar 2014 zu prüfen und zu entscheiden. 

Laut Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) muss die Beschwerde eine 

gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine 

kurze Begründung enthalten. Genügt sie diesen Anforderungen nicht, so 

setzt das Versicherungsgericht der Beschwerde führenden Person eine 

angemessene Frist  zur Verbesserung und verbindet damit die Androhung, 

dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. Nach ständiger 

Rechtsprechung ist dabei zwischen Rechtsunkundigen (sog. Laien) und 

rechtskundigen Personen (z.B. Anwälten) zu unterscheiden. Bei 

Erstgenannten darf die Messlatte für die Erfüllung der in Art. 61 lit. b 

ATSG genannten Formvorschriften nicht allzu hoch angelegt werden, weil 

Laien sonst der Rechtsmittelweg gegen einen missliebigen und von ihnen 

als ungerecht empfundenen behördlichen Entscheid zum Voraus 

erheblich erschwert wenn nicht sogar gänzlich verunmöglicht würde (vgl. 

BGE 134 V 162 E.4.1 und E.5.1, 117 Ia 126 E.5a; Urteile des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 09 44/45 vom 7. 

Juli 2009 E.3a/b, S 13 63 vom 2. Juli 2013 E.2a-e, U 09 17 vom 29. April 

2009 E.1, A 07 3 vom 8. Juni 2007 E.1 sowie R 07 26 vom 15. Juni 2007 

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E.1). Vorliegend handelt es sich beim Beschwerdeführer offensichtlich um 

einen juristischen Laien und die Eingabe ist in Deutsch, also einer 

Amtssprache, abgefasst. Weiter sind der Beschwerdewille und die nicht in 

einem separaten Rechtsbegehren formulierten Anträge aus den unter 

dem Titel Sachverhalt angeführten Begründungen leicht erkennbar und 

nachvollziehbar, weshalb auf die Beschwerde eingetreten wird; zumal die 

Beschwerde auch fristgerecht nach Art. 60 ATSG (d.h. innert 30 Tagen 

seit Zustellung des strittigen Entscheids vom 23. Dezember 2013) 

eingereicht worden ist.

2. a) In materieller Hinsicht ist strittig geblieben und somit zu prüfen, ob der 

Beschwerdeführer auch über das bemängelte (Einstell-) Datum vom 31. 

Oktober 2013 hinaus Anspruch auf Versicherungsleistungen durch die 

Beschwerdegegnerin gehabt hätte bzw. die Fortsetzung entsprechender 

Leistungen seit dem 1. November 2013 anhand des medizinisch 

festgestellten Gesundheitszustands und der daraus wirtschaftlich 

verwertbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu Recht 

verweigert wurde. 

b) Gemäss Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässigste 

Behandlung der Unfallfolgen, so auf die ambulante Behandlung durch den 

Arzt (lit.a), die vom Arzt verordneten Arzneimittel und Analysen (lit.b), die 

Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung 

eines Spitals (lit.c), die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (lit.d) 

und auf die der Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände (lit.e). Weiter 

besteht nach Art. 16 Abs. 1 UVG ein Anspruch auf Taggeld, falls der 

Versicherte infolge Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig ist. Der 

Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er 

erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 

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Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 

UVG). Zum Beginn und Ende des Anspruchs auf eine Invalidenrente wird 

in Art. 19 Abs. 1 UVG bestimmt: Der Rentenanspruch entsteht, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlungen 

und die Taggeldleistungen dahin. Die Lehre und die Gerichtspraxis haben 

sich ebenfalls schon ausführlich zu den Pflichtleistungen und 

Kostenvergütungen nach Heilbehandlungen gestützt auf Art. 10 UVG (vgl. 

ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich u.a. 2012, S. 99 ff. mit 

zahlreichen Hinweisen auf die Lehre), zum Anspruch auf 

Taggeldleistungen nach einem Unfall laut Art. 16 UVG (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 123 ff.) sowie zum Beginn und Ende eines 

Leistungsanspruchs gemäss Art. 19 UVG (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

S. 143 ff.) geäussert. Zum zeitlichen Umfang des Behandlungsanspruchs 

wurde vermerkt, dass ein Anspruch auf Heilbehandlung so lange bestehe, 

als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlungen eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands des Leistungsempfängers erwartet 

werden dürfe (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 101). Zum Begriff der 

„Arbeitsunfähigkeit“ wurde klargestellt, dass darunter falle, wer wegen 

eines Gesundheitsschadens seine bisherige Arbeitstätigkeit nicht mehr, 

bloss noch in beschränktem Mass oder nur unter der Gefahr, den 

Schaden noch zu vergrössern, ausüben könne. Massgebend sei dabei 

die aufgrund ärztlicher Feststellungen ermittelte tatsächliche Unfähigkeit, 

am angestammten Arbeitsplatz nutzbringend tätig zu sein und nicht etwa 

die rein medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit. Das Gericht sei zwar 

an die ärztliche Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht gebunden; es 

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sollte indessen auch nicht ohne triftige Gründe davon abweichen (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 124). Zur Fortsetzung von Leistungen auf 

medizinische Behandlungen wurde festgehalten, dass solche Ansprüche 

dann nicht mehr bestünden, wenn mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit von einer Behandlung keine Besserung des 

Gesundheitszustands mehr zu erwarten sei (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

S. 145). Ausgangspunkt für die Beurteilung der hier allein 

interessierenden Frage nach einem fortgesetzten Leistungsanspruch aus 

UVG müssen deshalb die konkret vorhandenen ärztlichen Berichte und 

Befunde sein (vgl. E.2d, hiernach).

c) Zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten sei noch erwähnt, 

dass es zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 

Leistungsansprüche verlässlicher medizinischer 

Entscheidungsgrundlagen bedarf. Wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind, ist in BGE 125 V 351 E.3 S. 352 ff. festgelegt. Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichts ist danach entscheidend, ob dieser 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1). Ferner ist der im 

Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit massgebend. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Die 

Richter haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Ereignisabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 

(BGE 125 V 193 E.2).   

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d) Im konkreten Fall sind dazu folgende ärztlichen Atteste und Beurteilungen 

aktenkundig und für die Streitentscheidung von Bedeutung:

 Aus dem Bericht vom 10. Mai 2013 des Kreisarztes Dr. med. E._____, 
Facharzt für Chirurgie FMH, geht rund ein Jahr nach dem 
Unfallereignis bzw. knapp ¼ Jahr nach der operativen Behandlung 
hervor, dass sich in der Zwischenzeit insgesamt ein recht gutes 
Zustandsbild mit völlig reizlosem Sprunggelenk eingestellt hat. Es 
besteht noch eine leichtgradige Muskelatrophie im Bereich des linken 
Unterschenkels und eine leicht eingeschränkte 
Sprunggelenksbeweglichkeit. Das Gelenk ist klinisch stabil. Im 
Hinblick auf den Behandlungsabschluss wird eine 2-3-wöchige 
intensive stationäre Behandlung zur Verbesserung der Propriozeption 
und zur Elimination eines residuellen Schonverhaltens empfohlen. Es 
wird davon ausgegangen, dass nach dieser Intensivkur die volle 
Arbeitsfähigkeit des Patienten wieder gegeben ist und sodann der 
Fallabschluss vorgesehen ist (Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act. 
171]).

 Im Bericht vom 24. Juni 2013 hält Prof. Dr. med. F._____, Facharzt für 
Orthopädie und Unfallchirurgie, fest, dass sich bei der klinischen 
Untersuchung des linken OSG eine gerade Rückfussachse zeigt. 
ROM OSG Dorsalextension/Plantarflexion: 20°-0°-15°, ca. 5° Flexions-
differenz, USG Inversion/Eversion: 5/5-5/5. Keine vermehrte 
Schublade, Bandapparat medial/lateral stabil. Kein Druckschmerz 
über dem medialen/lateralen Malleolus, Periphere Durchblutung, 
Motorik und Sensibilität intakt. Periphere Pulse in loco typico tastbar. 
Es wird dem Patienten die Fortführung des konservativen Prozederes 
empfohlen. Hier soll der Schwerpunkt v.a. auf einer Wiederherstellung 
des vollen Bewegungsumfanges des Sprunggelenkes liegen. 
Ausserdem sollen aktive Bewegungsübungen im Sinne von 
Aquajogging, Kraulschwimmen und Fahrradfahren erfolgen  (Bg-act. 
217). Im zweiten Bericht vom 4. September 2013 hält derselbe Arzt 
noch zusätzlich fest, dass sich (nach Fremd-MRT linkes OSG) eine 
sehr schöne Rekonstruktion im Bereich des lateralen Herdes zeigt. In 
den fettunterdrückten Schichten findet sich ein lediglich noch 
geringgradig umschriebendes Ödem. Kein Erguss. Komplette 
Auffüllung des Defektes. Normaler Heilverlauf. Er (Arzt) empfiehlt 
weiter Belastungsaufbau, Fahrradfahren und selbständige 
Dehnübungen (Bg-act. 258).

 Dem ersten Zwischenbericht vom 5. Juli 2013 von Dr. med. G._____ 
ist zu entnehmen, dass sich die Sprunggelenksbeweglichkeit links 
zwischenzeitlich normalisiert hat und keine Beschwerden mehr 

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bestehen. Die am 2. Juli 2013 durchgeführte MRT 
Kontrolluntersuchung des linken Sprunggelenkes zeigt eine fast 
vollständige Abheilung der ehemaligen Osteochondrosis dissecans. 
Auf Grund der Beschwerdefreiheit hat sich der Patient entschlossen, 
seine Arbeit ab dem 21. Juli 2013 wieder aufzunehmen. Weitere 
therapeutische Massnahmen kommen nicht in Frage, da sich der 
Patient ab diesem Zeitpunkt im Ausland betätigen werde (Bg-act. 
223). Im zweiten Zwischenbericht vom 22. Juli 2013 ergänzt derselbe 
Arzt noch, dass sich der Patient erneut wegen einer 
Überlastungsreaktion (Umzugsbedingt) am linken Sprunggelenk 
gemeldet hat. Die Beweglichkeit des linken Sprunggelenkes erscheint 
unverändert gut bei ausreichender Zehenmotorik. Es bestehen noch 
Abrollbeschwerden bei mangelndem Zehenspitzenstand. Zur 
Weiterbehandlung ist die Physiotherapie fortzusetzen. Bezugnehmend 
auf den ersten Zwischenbericht muss jetzt davon ausgegangen 
werden, dass bis auf weiteres Arbeitsunfähigkeit besteht. 
Voraussichtlich ist der Patient wieder ab dem 6. August 2013 
arbeitsfähig (Bg-act. 222).

 Im Abklärungsbericht vom 22. August 2013 der Unfallklinik wird 
folgender Befund beim Patienten erhoben: In der klinischen 
Untersuchung zeigt sich ein Druckschmerz über dem ventro-lateralen 
Talus, leichter Druckschmerz im Narbenbereich lateral, dezente 
Schwellung, Beweglichkeit OSG und USG frei, Extension/Flexion 50-
0-20 Grad OSG beidseits. Hyposensensibilität lateraler Fussrand links 
(anamnestisch postoperativ), Knie frei beweglich, kein Erguss, 
Seitenbänder stabil. Vordere und hintere Schublade nicht auslösbar, 
Hüfte rechts ebenfalls frei beweglich, kein Stauchungsschmerz, 
leichter Druckschmerz proximal des Trochanter major. Unter dem Titel 
„Röntgen OSG beidseits in 2 Ebenen und Knie links in 2 Ebenen und 
Patella tangential vom 21.08.2013“ wird festgehalten: Regelrechte 
Artikulation, kein Hinweis für Fraktur oder Dislokation, kein Hinweis für 
Ossifikationsstörungen. Zum Prozedere wird vermerkt: In 
Zusammenschau der vorhandenen Befunde und aufgrund der 
anhaltenden Beschwerdesymptomatik und der bisher noch nicht 
eingetretenen Arbeitsfähigkeit ist die Indikation zur Intensivierung der 
Physiotherapie gegeben und daher die Durchführung einer stationären 
BGSW für sinnvoll zu halten. Bis dahin verbleibt der Patient weiter 
arbeitsunfähig. Eine Minderung der Erwerbsfähigkeit in 
rentenberechtigendem Ausmass ist im jetzigen Zeitpunkt nicht sicher 
auszuschliessen (Bg-act. 272).  

 Im Abklärungsbericht vom 7. Oktober 2013 des Kreisarztes Dr. med. 
B._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie, ist der aktenmässige 

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Verlauf seit dem Unfall aufgeführt und in Ziff. 4 (Befunde) festgehalten: 
"23-jähriger Versicherter in gutem und unauffälligem 
Allgemeinzustand. Im Stehen physiologische Beinachsen. 
Kniekonturen beidseits unauffällig, schlanke Fesseln, keine 
Schwellung von Knöchel oder Fussregion links. Symmetrische 
Hautfarbe. Im Zweibeinstand unauffällige Fusskonfiguration. 
Paraachillärgruben erhalten. Physiologische Rückfussachse. Keine 
Muskelatrophien. Das Gangbild im Untersuchungszimmer ist hinkfrei, 
symmetrische Schrittlänge, unauffälliger Abrollmechanismus. Zehen- 
und Fersengang problemlos. Einbeinstand links ohne vermehrte 
Muskelaktivität. Einbeiniges Hüpfen links gut durchführbar. Bei der 
Untersuchung im Liegen nicht überwärmte, ergussfreie Knöchelregion. 
Leicht verdickte OSG-Kapsel links. Reizlose Narben nach diversen 
Stichinzisionen. Symmetrische Trophik der Füsse. Beidseits 
unauffällige Fussbeschwielung ohne Seitendifferenz mit leicht 
vermehrter Beschwielung unter der Metatarsaleköpfchen II bis IV 
beidseits. Leicht Druckdolenz ventral des Malleolus medialis auf Höhe 
des Ligamentum fibulotalare anterius. Bei der Stabilitätsprüfung lässt 
sich im Bereich des oberen Sprunggelenks keine relevante Instabilität 
nachweisen (OSG Dorsal-/Plantarflexion rechts 20-0-60°, links 20-0-
60°; leichter Innenrotationsdrift links)". In der Beurteilung führt Dr. 
med. B._____ aus, dass die Untersuchung 5 Monate nach der letzten 
kreisärztlichen Beurteilung erfolgt. Durch die nochmalige intensive 
Physiotherapie kann die Belastbarkeit verbessert werden und 
zumindest klinisch eine erfassbare Fehlbelastung eliminiert werden. 
Bei dieser erfreulichen Situation ist jetzt der Endzustand gegeben, 
eine weitere Verbesserung ist nicht möglich. Die vormalige Tätigkeit ist 
dem Versicherten weiterhin voll zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit wird 
wie folgt festgelegt: "50 % arbeitsfähig ab 10. Oktober 2013, volle 
Arbeitsfähigkeit ab 1. November 2013. Aktuell liegen nicht erhebliche 
Restfolgen vor mit leicht verdickter Gelenkskapsel im Bereich des 
linken OSG und einer minim eingeschränkten Beweglichkeit. Da diese 
Restfolgen nicht erheblich sind, wird keine IE 
(Integritätsentschädigung) geschuldet" (Bg-act. 276). 

 Im Abklärungsbericht vom 20. November 2013 von Dr. med. C._____, 
Facharzt für diagnostische Radiologie, welcher der Beschwerdeführer 
zusammen mit der Beschwerde einreicht, wird was folgt festgehalten: 
"Leider wiederholte Bewegungsartefakte. Insgesamt reguläre 
Artikulationsverhältnisse im OSG und USG. Geringe kortikale 
Irregularität im Bereich der lateralen Talusschulter dorsal; das typische 
Bild einer Osteochondrosis dissecans ergibt sich nicht mehr. Auch 
kein Hinweis für signifikantes Ödem. Allerdings zeigen sich im 
gesamten Untersuchungsgebiet kleinfleckige ossäre Ödemzonen, 
bevorzugt den Calcaneus, die anterioren Anteile des Talus, geringer 

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auch die distale Tibis betreffend sowie vereinzelt innerhalb der 
Fusswurzelknochen gelegen. Der Fussenbandapparat imponiert 
intakt. Reguläre Sehnenstrukturen" (vgl. Beilagen des 
Beschwerdeführers). 

 Aus der orthopädischen (und aktuellsten) Beurteilung vom 25. Februar 
2014 von Dr. med. D._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
FMH, SUVA Versicherungsmedizin, geht - in Kenntnis der Anamnese 
bzw. der gesamten Krankengeschichte des Beschwerdeführers (Bg-
act. 332 S. 2-9) – noch hervor, dass die am 2. Oktober 2013 
angefertigten konventionellen Röntgenaufnahmen – ebenso wie das 
am 18. November 2013 angefertigte Kernspintomogramm des linken 
Rückfusses – keine wesentliche Auffälligkeit der Gelenkfläche des 
Sprungbeins zeigen (Bg-act. 332 S.10). Auf den zur Diskussion 
stehenden Fall bezogen, ist über den gesamten dokumentierten 
Zeitraum durch keinen fachärztlich erhobenen klinischen Befund ein 
Verdacht auf das Vorliegen eines komplexen regionalen 
Schmerzsyndroms zu begründen. Vor diesem Hintergrund ist der 
kernspintomographische Befund ohne Relevanz für die 
Differenzialdiagnose eines CRPS (Complex regional pain syndrom). 
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hat zu keinem Zeitpunkt ein 
(solches) komplexes regionales Schmerzsyndrom bestanden. Die 
darüber hinaus beklagten Beschwerden (Chronisch rekurrierende 
multifokale Osteomyelitis [CROM]) sind in keinen unfallkausalen 
Zusammenhang zu stellen. Unter „Spezieller Fallbetrachtung“ wird 
abschliessend vermerkt: "Bis zu dem mit Verfügung vom 9. Oktober 
2013 vorgenommenen administrativen Fallabschluss zeigten 
sämtliche ab Mai 2013 bis zur kreisärztlichen Untersuchung im 
Oktober dokumentierten fachärztlichen Untersuchungen – bei Prof. 
F._____/Dres. G._____ und B._____ – einen nahezu unauffälligen, 
seitengleich altersentsprechenden klinischen Befund. Kreisärztlich 
konnte mit Untersuchung vom 7. Oktober 2013 gezeigt werden, dass 
beide unteren Extremitäten und beide Füsse in gleicher Weise 
beansprucht und belastet werden. Eine relevante schmerzbedingte 
Entlastung ist somit ausgeschlossen. Auch anlässlich der 
Nachuntersuchung vom 8. November 2013 – einen Monat später – 
wird von Dr. med. H._____ kein wesentlich pathologischer klinischer 
Befund erhoben, der nachvollziehbar mit den vom Versicherten 
beklagten Beschwerden korreliert. Der von Dr. med. C._____ 
fachradiologisch dargelegte Befund eines Kernspintomogramms vom 
18. November 2013 beschreibt einerseits einen guten 
Behandlungserfolg der anerkannten Unfallfolge einer Osteochondrosis 
dissecans des Sprungbeins. In Synopsis mit den klinischen Befunden 
ist somit ein erfreuliches Ergebnis mit weitestgehender 
Wiederherstellung der Gelenkfunktionalität erreicht. Die Genese der 

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andererseits beschriebenen „Multifokale[n] kleinere[n] ossäre[n] 
Ödemzonen“ wird von Dr. med. C._____ differentialdiagnostisch mit 
einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) und einer 
chronisch rekurrierenden mulitfokalen Osteomyelitis (CROM) 
diskutiert. Ein CRPS ist auszuschliessen, eine CROM möglich und 
geeignet, die beklagten Beschwerden zu erklären. Eine 
Unfallkausalität dieser systemischen Erkrankung ist nicht gegeben" 
(Bg-act. 332 S. 11).
Zusammenfassend ist eine überwiegend wahrscheinliche 
Unfallkausalität der nach dem 31. Oktober 2013 beklagten 
Beschwerden nicht nachvollziehbar gegeben. Zur Beantwortung der 
ihm konkret gestellten Fragen äusserte sich Dr. med. D._____ sodann 
noch wie folgt: "Der Fallabschluss per 31. Oktober 2013 ist aus 
medizinischer Sicht korrekt. Ab diesem Zeitpunkt liegt unfallbedingt 
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf vor. Eine 
namhafte Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes 
am linken Fuss ist ab dem 31. Oktober 2013 von weiteren 
medizinischen bzw. therapeutischen Massnahmen nicht mehr zu 
erwarten" (Bg-act. 332 S.12).

e) In Würdigung der soeben erwähnten Arzt-, Facharzt- und Klinikberichte ist 

das Verwaltungsgericht zur Überzeugung gelangt, dass die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Schlussfolgerungen im 

Abklärungsbericht des Kreisarztes Dr. med. B._____ vom 7. Oktober 

2013 und in der orthopädischen Beurteilung von Dr. med. D._____ vom 

25. Februar 2014 abgestellt hat, weil diese überzeugend, umfassend, 

schlüssig und in sich widerspruchsfrei ausgefallen sind und letztlich ein 

klares Bild über den aktuellen Gesundheitszustand sowie die wieder voll 

wirtschaftlich verwertbare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 

1. November 2013 ergeben haben. Darin wurde jeweils einleuchtend und 

medizinisch zuverlässig dargetan, dass die Fussgelenksschmerzen links 

seit dem Unfallereignis am 25. April 2012 mittlerweile – nach 18 Monaten 

Operations-, Therapie- und Genesungszeit – nunmehr fast vollständig 

verheilt sind und der Fallabschluss sowie die Einstellung von weiteren 

Versicherungsleistungen aus UVG (Heilungskosten/Taggelder) zu Recht 

von der Beschwerdegegnerin per 31. Oktober 2013 erfolgten. Dieser 

Einschätzung stehen keine gewichtigen, gänzlich anderslautenden Arzt- 

- 15 -

oder Klinikbeurteilungen gegenüber. Es trifft zwar zu, dass die Unfallklinik  

im Abklärungsbericht vom 22. August 2013 den Beschwerdeführer noch 

nicht für arbeitsfähig einstufte und eine Intensivierung der Physiotherapie 

für indiziert und daher eine stationäre Rehabilitation für sinnvoll erachtete. 

Diese Beurteilung vermag jedoch noch kein Abweichen vom 1 ½ Monate 

später erstellten Bericht von Dr. med. B._____ zu rechtfertigen, welcher 

den Endzustand des normalen Heilungsverlaufs per 31. Oktober 2013 als 

erreicht bezeichnete, eine weitere Verbesserung des jetzigen 

Gesundheitszustands ausschloss und deshalb wieder auf eine volle 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 1. November 2013 erkannte. 

Dem ist umso mehr beizupflichten, als selbst im fraglichen Klinikbericht 

gesagt wurde, dass die Absolvierung einer intensiven stationären 

Physiotherapie (BGSW) für sinnvoll erachtet werde, um so die 

(volle/bisherige) Arbeitsfähigkeit wieder erlangen zu können. (Nur) bis 

dahin verbleibe der Patient weiter arbeitsunfähig. Der Zeitraum von 

August bis Oktober 2013 konnte daher zielführend genutzt und dadurch 

sehr wohl eine deutliche Verbesserung des Allgemeinzustands beim 

Beschwerdeführer erzielt werden. Diese Sachdarstellung wird noch 

ausdrücklich durch die (aktuellste) orthopädische Beurteilung von Dr. 

med. D._____ vom 25. Februar 2014 bestätigt, indem dieser 

zusammenfassend klar festhielt, eine überwiegend wahrscheinliche 

Unfallkausalität der nach dem 31. Oktober 2013 beklagten Beschwerden 

sei nicht nachvollziehbar. Ab diesem Zeitpunkt liege unfallbedingt wieder 

eine volle Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf vor, zumal eine 

namhafte Verbesserung des Zustands am linken Fuss ab dem 31. 

Oktober 2013 - weder durch medizinische noch therapeutische 

Massnahmen – nicht mehr zu erwarten sei. Daran vermag auch der vom 

Beschwerdeführer zusammen mit der Beschwerde eingereichte 

Arztbericht von Dr. med. C._____ vom 20. November 2013 über die MRT-

Untersuchung vom 18. November 2013 nichts zu ändern. Die darin 

- 16 -

enthaltenen Diagnosen bzw. Beschwerdebilder (CRPS/CROM) wurden 

vom Facharzt und Orthopäden Dr. med. D._____ minutiös untersucht und 

bezüglich der Unfallkausalität als nicht relevant eingestuft. Seine 

Gesamtbeurteilung ist nachvollziehbar, konzise und schlüssig; zudem 

wurde sie in Kenntnis der gesamten vorhandenen medizinischen Akten 

(inkl. der bildgebenden MRT-Unterlagen) abgegeben. Dr. med. D._____ 

kam dabei zum Schluss, dass aus den Röntgenaufnahmen (MRT) keine 

wesentlichen Auffälligkeiten der Gelenksfläche des Sprungbeins 

erkennbar seien. Somit bestehe auch kein objektivierbares unfallkausales 

organisches Substrat, welches die geklagten Beschwerden erklären 

könnte (vgl. dazu: Urteil des Bundesgerichts 8C_889/2008 vom 9. April 

2009 E.3.3.2.2 mit weiteren Hinweisen). Der Facharzt Dr. med. D._____ 

hat sich auch mit dem Abklärungsbericht von Dr. med. C._____ vertieft 

und gründlich auseinandergesetzt. Er ist danach stets noch zum Schluss 

gelangt, dass keine überwiegende Wahrscheinlichkeit der Unfallkausalität 

(d.h. zwischen dem Fussfehltritt am 25. April 2012 und den ab dem 31. 

Oktober 2013 immer noch geklagten Beschwerden) bejaht werden könne. 

Das Gericht teilt daher im Ergebnis die im angefochtenen Entscheid vom 

23. Dezember 2013 aufgeführte Schlussfolgerung, wonach dem 

Abklärungsbericht des Kreisarztes Dr. med. B._____ volle Beweiskraft 

zukomme (vgl. S. 5 Ziff. 3a). Dasselbe gilt in Bezug auf die bereits in der 

Beschwerdeantwort vom 26. März 2014 gemachte Feststellung, wonach 

der Inhalt der orthopädischen Beurteilung von Dr. med. D._____ korrekt 

und überzeugend sei (S. 5 Ziff. 6.2). Dem kann sich das Gericht 

uneingeschränkt anschliessen. 

f) Soweit der Beschwerdeführer moniert, dass die Beschwerdegegnerin 

keine Belastungstests bezüglich des (lädierten/geschwächten) linken 

Fussgelenks durchgeführt habe, erweist sich dieser Einwand als 

unbegründet. Solche Tests sind nämlich nicht erforderlich bzw. unnötig, 

- 17 -

falls sich schon aus den medizinischen Akten glaubhaft ergibt, dass keine 

objektivierbaren organischen Unfallfolgen vorliegen, welche die geklagten 

Beschwerden erklären könnten. Dieser Nachweis erbrachte Dr. med. 

D._____ im Bericht vom 25. Februar 2014 einwandfrei, weshalb auf die 

Durchführung zusätzlicher Belastungstests durch die 

Beschwerdegegnerin zu Recht verzichtet wurde.

g) Der Beschwerdeführer bringt für seinen Standpunkt weiter vor, dass die 

berufliche Wiedereingliederung Sache der Beschwerdegegnerin und nicht 

diejenige der Invalidenversicherung sei. Diesem Einwand der 

ungenügenden Betreuung für berufliche 

Wiedereingliederungsmassnahmen kann nicht gefolgt werden. Richtig ist, 

dass nur die ärztliche Heilbehandlung von Unfallfolgen im Grundsatz ins 

Gebiet der Unfallversicherung gehört. Dagegen gehören stabile bzw. 

relativ stabilisierte Gesundheitsdefekte - die als Spätfolgen von Unfällen 

auftreten - zu den medizinischen Eingliederungsmassnahmen nach Art. 

12 IVG (vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICH-MUTH, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich u.a. 2014, S. 134 ff.). Diese 

Bestimmung bezweckt, die Aufgabenbereiche der Invalidenversicherung 

einerseits und der Unfallversicherung andererseits gegeneinander 

abzugrenzen. Im Gegensatz zu den Vorschriften im UVG legt Art. 12 IVG 

fest, der Versicherte habe Anspruch auf Massnahmen, „die nicht auf die 

Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die berufliche 

Eingliederung gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit dauernd 

und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu 

bewahren“ (vgl. BGE 98 V 35 E.3a). Es ist daher die Aufgabe der 

Invalidenversicherung und nicht der Beschwerdegegnerin für berufliche 

Eingliederungsmassnahmen zu sorgen, falls kein enger sachlicher und 

zeitlicher Zusammenhang mit der primären Unfallbehandlung besteht. Ein 

- 18 -

enger sachlicher Zusammenhang liegt dann vor, wenn die medizinische 

Vorkehr mit der Unfallbehandlung einen einheitlichen Komplex bildet. 

Eine Massnahme, die schon während der Unfallbehandlung als 

voraussichtlich notwendig erkennbar war, stellt also keine 

Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung dar. Der zeitliche 

Konnex mit der Unfallbehandlung ist als ununterbrochen zu betrachten, 

wenn der Defekt ohne Behandlung während längerer Zeit stabil war und 

der Versicherte im Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit tätig 

sein konnte (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 101/102). Vorliegend 

besteht eine enge Beziehung zwischen dem Fehltrittunfall vom 25. April 

2012 und den nachfolgenden Therapien und Massnahmen durch die 

Beschwerdegegnerin höchstens bis zum 31. Oktober 2013 (vgl. Bg-act. 

222, hiervor; zweiter Zwischenbericht von Dr. med. G._____, worin von 

einer Arbeitsfähigkeit seit dem 6. August 2013 die Rede ist). Danach war 

es dem Beschwerdeführer nachweislich aus eigener Kraft möglich, im 

Rahmen der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit erneut eine Arbeitsstelle 

zu finden. Die mit der Replik eingereichten Dokumente bzw. 

Arbeitsverträge lassen darüber keine Zweifel offen. Der Vorwurf der 

ungenügenden Betreuung durch die Beschwerdegegnerin betreffend 

berufliche Wiedereingliederung erweist sich vorliegend aber noch aus 

einem anderen Grund als ungerechtfertigt. Der Beschwerdeführer hat sich 

nämlich selbst hinsichtlich der ärztlichen wie therapeutischen 

Rehabilitationsmassnahmen im Verlaufe der Zeit vermehrt unkooperativ 

und renitent gezeigt. Ein entsprechendes Fehlverhalten ist sowohl der 

Rückmeldung des in Deutschland gelegenen Reha-Zentrums (vgl. Bg-act. 

135 und 143) als auch der Tatsache zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer einen zuvor vereinbarten Aufenthalt in einer Reha-

Klinik in der Schweiz unentschuldigt nicht angetreten hat (Bg-act. 189 und 

191). Im Übrigen ist der Hinweis der Beschwerdegegnerin berechtigt und 

zutreffend, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit 

- 19 -

(Masseur/Biking-Guide) seit Herbst 2013 wieder voll arbeits- und 

einsatzfähig ist, womit er beruflich eingegliedert war und somit keiner 

Eingliederungsmassnahmen mehr bedurfte (vgl. dazu erneut die mit der 

Replik eingereichten Arbeitsverträge vom 5. November 2013 [Anstellung 

bei A-Rosa Reederei/Flussschiff GmbH als Mitarbeiter Biking & Massage] 

und 19. Dezember 2013 [Anstellung als Wellnessmasseur]).  

h) Schliesslich macht der Beschwerdeführer noch geltend, die 

Beschwerdegegnerin schulde ihm zudem eine angemessene 

Integritätsentschädigung für die nach dem Unfall veranlassten 

Massnahmen und Therapien, welche ihn in seiner Lebensqualität 

bleibend einschränkten. Auch dieser Einwand des Beschwerdeführers 

erweist sich als unbegründet. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG in Verbindung mit 

Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 

832.202) hat eine versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung, wenn sie durch einen Unfall eine dauernde 

beträchtliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Integrität erleidet. Wie dem bereits erwähnten Abklärungsbericht des 

Kreisarztes Dr. med. B._____ vom 7. Oktober 2013 zu entnehmen ist, 

attestierte der genannte Kreisarzt dem Beschwerdeführer keine 

erheblichen unfallbedingten Restfolgen; sondern es liege bloss eine leicht 

verdickte Gelenkskapsel im Bereich des linken OSG mit minim 

eingeschränkter Beweglichkeit vor (Bg-act. 276 in fine). In Anbetracht 

dieser geringfügigen Beeinträchtigungen sei auch keine 

Integritätsentschädigung geschuldet. Diese plausible Einschätzung bedarf 

keiner weiteren Erläuterungen durch das Gericht; zumal auch keine 

anderslautenden ärztlichen Einschätzungen aktenkundig sind. 

 

3. a) Der angefochtene Entscheid vom 23. Dezember 2013 erweist sich somit 

in jeder Beziehung als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur 

- 20 -

Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 20. Januar 2014 

führt. An der Einstellung der Versicherungsleistungen aus UVG per 31. 

Oktober 2013 gibt es weder formell noch materiell etwas auszusetzen.   

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Eine 

aussergerichtliche Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin nicht zu, 

da sie eine öffentlich-rechtliche Aufgabe wahrnimmt, was eine separate 

Parteientschädigung ausschliesst (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g 

ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

 

4. [Mitteilungen]