# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4b47a19-7dbe-50db-88bd-afb03a182113
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2010 E-6783/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6783-2008_2010-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6783/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Kurt Gysi (Vorsitz), 
Richterin Gabriela Freihofer, 
Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Barbara Balmelli.

A._______, Irak, 
alias B._______, Iran,
alias C._______, Iran,
vertreten durch Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Rechtsanwalt, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM
vom 29. September 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6783/2008

Sachverhalt:

A.
Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer den Iran im 
Juli  2003 und gelangte  am 30. Juli  2003 in  die  Schweiz,  wo er  am 
folgenden Tag unter der Identität C._______ um Asyl nachsuchte. Am 
6.  August  2003  wurde  der  Beschwerdeführer  in  der  Empfangsstelle 
Kreuzlingen  befragt.  Dabei  machte  er  vorweg  geltend,  er  sei 
minderjährig. Weiter führte er aus, seine Mutter und sein Bruder hätten 
in  D._______  islamische  und  politische  Bücher  sowie  politische 
Flugblätter  und  Artikel  gedruckt.  Seine  Aufgabe  sei  es  gewesen, 
jeweils Bücher an fünf  Personen weiterzuverteilen. Im Juni/Juli  2003 
habe er einige Bücher an E._______ übergeben. Bei seiner Rückkehr 
in  D._______ hätten ihm seine Mutter  und sein Bruder vorgeworfen, 
sie verraten zu haben. Er hätte bemerken müssen, dass er anlässlich 
der Bücherübergabe von Polizisten beobachtet worden sei. Nach zwei 
Stunden habe er  D._______ verlassen. Als  er  wieder  zurückgekehrt 
sei,  habe  er  mehrere  Polizeiautos  vor  D._______  bemerkt.  Er  habe 
sich  in  Gefahr  gefühlt  und  sich  zu  einem Onkel  begeben.  Da  sein 
Onkel keinen Kontakt zur D._______ habe herstellen können, habe er 
ihm geraten, den Iran zu verlassen.

B.
Am 7. August 2003 führte das Spital F._______ im Auftrag des BFM 
eine Knochenaltersanalyse des Beschwerdeführers durch. Die Unter-
suchung  ergab  ein  Knochenalter  von  19  Jahren  (plus/minus  vier 
Monate).

C.
Das BFM gewährte  dem Beschwerdeführer  am 8. August  2003  das 
rechtliche Gehör zum Ergebnis der Knochenaltersanalyse. Dabei gab 
der  Beschwerdeführer  zu  Protokoll,  er  habe  aus  Angst  in  den  Iran 
zurückgeschickt zu werden, sein Geburtsdatum falsch angegeben. Er 
sei am (...) geboren. Sodann hätte er im April 2003 in den Militärdienst 
einrücken  müssen.  Seine  Familie  habe  indes  nicht  genügend  Geld 
gehabt, um ihn von der Dienstpflicht freizukaufen.

D.
Mit Verfügung vom 13. August 2003 trat das damalige Bundesamt für 
Flüchtlinge  (BFF, heute  Teil  des  BFM)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht ein, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz 

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und ordnete deren Vollzug an. Einer allfälligen Beschwerde entzog es 
die  aufschiebende  Wirkung.  Mangels  Anfechtung  erwuchs  die  Ver-
fügung des BFF in Rechtskraft. In der Folge verliess der Beschwerde-
führer die Schweiz nicht.

E.
Im Zusammenhang mit einem im Jahre 2004 vom Beschwerdeführer 
eingeleiteten  Eheverkündverfahren  beim  G._______  reichte  der 
Beschwerdeführer  verschiedene  Dokumente  ein.  Aus  den 
eingereichten Registerauszügen sowie der Identitätskarte ergab sich, 
dass die tatsächliche Identität des Beschwerdeführers auf A._______, 
lautet und er irakischer Staatsangehöriger ist.

F.
Am 6. Dezember 2004  heiratete der Beschwerdeführer die italienische 
Staatsangehörige  H._______,  welche  in  der  Schweiz  über  eine 
Niederlassungsbewilligung  C verfügt.  Am 22. Dezember  2004 stellte 
die  Ehefrau  für  ihren  Ehemann  ein  Gesuch  um  Familiennachzug, 
welches das I._______ mit Verfügung vom 23. Februar 2005 ablehnte. 
Die  dagegen  eingereichte  Beschwerde  wies  das  J._______  am  2. 
November 2005 ab.

G.
Der  Beschwerdeführer  wurde  am  24.  März  2005  Vater  der  Tochter 
K._______.

H.
Am 24. April 2006 ersuchte der Beschwerdeführer um Erteilung einer 
Jahresaufenthaltsbewilligung. Das I._______ trat am 24. Mai 2006 auf 
das  Gesuch  nicht  ein.  In  der  Folge  wurde  der  Beschwerdeführer 
mehrfach erfolglos zur Ausreise aus der Schweiz aufgefordert.

I.
Am 13. Juli 2006 erliess das I._______ eine Ausgrenzungsverfügung 
gemäss  Art.  13e  des  Bundesgesetzes  vom  26. März  1931  über 
Aufenthalt  und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121). Die 
dagegen vom Beschwerdeführer  eingereichte Beschwerde hiess das 
L._______ mit Entscheid vom 27. Juli   2006 gut. Das Bundesgericht 
hiess die vom BFM wiederum dagegen eingereichte Beschwerde mit 
Urteil  vom  23.  Januar  2007  gut  und  bestätigte  die  Verfügung  des 
I._______ vom 13. Juli 2006.

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J.
Mit  Eingabe  vom 25.  Oktober  2006  ersuchte  der  Beschwerdeführer 
durch  seinen  Rechtsvertreter  beim  BFM  um  Wiedererwägung  des 
Entscheids vom 13. August 2003 und um vorläufige Aufnahme in der 
Schweiz. Zur Begründung führte er an, gemäss der aktuell geltenden 
Praxis werde die Wegweisung in den kurdischen Teil des Iraks nicht 
vollzogen.  Aufgrund  der  Herkunft  des  Beschwerdeführers  bestehe 
keine innerstaatliche Ausweichmöglichkeit. 

K.
Am 15. Januar 2007 führte das BFM mit dem Beschwerdeführer eine 
Herkunftsanalyse durch. Dabei gelangte der Gutachter zum Schluss, 
dass es sich beim Beschwerdeführer aufgrund seiner geographischen 
Kenntnisse  und  seines  sozio-ethnischen  Hintergrundes  definitiv  um 
eine  M._______  sprechende  Person  aus  dem  Nordirak  handle,  die 
längere Zeit im Iran gelebt habe. 

L.
Mit  Urteil  vom  6.  Februar  2007  wurde  der  Beschwerdeführer  von 
seiner Ehefrau H._______ geschieden.

M.
Mit  Schreiben  vom 16.  Februar  2007  teilte  der  Rechtsvertreter  des 
Beschwerdeführers mit,  sein Mandant beabsichtige die Schweiz frei-
willig zu verlassen. 

N.
Am 23. Februar 2007 zog der Beschwerdeführer  bei  der N._______ 
sein  Asylgesuch  zurück  und  meldete  sich  für  das 
Rückkehrhilfprogramm Irak an. 

O.
Am  26.  Februar  2006  teilte  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerde-
führers  mit,  dieser  wolle  von einer  Ausreise  in  den  Heimatstaat  ab-
sehen und den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz abwarten. 
Mit  Schreiben vom 27. Februar  2007 teilte  der  Rechtsvertreter  dem 
BFM mit, der Beschwerdeführer stehe unter erheblichem psychischen 
Druck  und  sei  deshalb  in  Bezug  auf  das  Asylverfahren  nicht 
urteilsfähig gewesen.

P.
Mit Schreiben vom 9. März 2007 forderte das BFM den Rechtsver treter 

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des Beschwerdeführers auf, darzutun, inwiefern sein Mandant urteils-
unfähig  sei  beziehungsweise  gewesen  sei,  als  er  das  Asylgesuch 
zurückgezogen habe. Innert der angesetzten Frist ging beim Bundes-
verwaltungsgericht  am  16.  März  2007  ein  ärztliches  Zeugnis  von 
Dr. med.  O._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie 
FMH, vom 16. März 2007 ein. Darin diagnostizierte der Arzt beim Be-
schwerdeführer  das  Vorliegen  einer  Posttraumatischen  Belastungs-
störung mit einer mittelgradigen depressiven Reaktion.

Q.
Am  7.  Juli  2007  hörte  das  BFM  den  Beschwerdeführer  zu  seinen 
Asylgründen an. Im Wesentlichen machte er dabei  geltend,  er  sei  in 
P._______  bei  Q._______  (Provinz  Dohuk,  Irak)  geboren.  Im  Jahre 
1988 sei  er mit  seiner Familie in  den Iran geflüchtet. Nach dreizehn 
Jahren seien sie in den Irak zurückgekehrt und hätten in R._______, in 
einer  provisorischen  Unterkunft  für  Rückkehrer  gelebt.  Im  Sommer 
2001  sei  er  mit  S._______,  einem Cousin  väterlicherseits,  mit  dem 
Auto  im  Nordirak  unterwegs  gewesen.  Unter  anderem  hätten  sie 
T._______,  einen  Cousin  seines  Vaters,  und  dessen  Familie  in 
U._______ besucht. Eines Nachmittags, als er sich mit S._______ im 
Freien  aufgehalten  habe,  hätten  sie  in  der  nahe  gelegenen  Burg, 
welche von mehreren mit ihnen verwandten Familien bewohnt werde, 
zwei  Explosionen  sowie  Schüsse gehört.  Umgehend hätten sie  sich 
zur Burg begeben. Dort hätten sie feststellen müssen, dass Verwandte 
seines Vaters mütterlicherseits die Familie von T._______ angegriffen 
habe. Als  V._______,  ein Sohn von T._______, gesehen habe, dass 
sein Vater bei den Streitereien schwer verletzt worden sei, sei dieser 
auf  das  Dach  gestiegen  und  habe  eine  Handgranate  in  den  Hof 
geworfen.  Es  habe  zwei  Tote  und  rund  15  Verletzte  gegeben. 
Zusammen  mit  S._______  habe  er,  der  Beschwerdeführer,  den  am 
Kopf und im Gesicht schwer verletzten T._______ ins Spital gebracht. 
Dort  sei  S._______  verhaftet  worden.  Er  selbst  habe  sich  einer 
Festnahme  entziehen  können.  Umgehend  habe  er  sich  zu  seinem 
Vater begeben und diesem mitgeteilt,  T._______ sei  getötet  worden. 
Mit  dieser - wie sich später herausgestellt  habe - falschen Mitteilung 
habe er einen grossen Fehler begangen. Sein Vater sowie die übrigen 
Anwesenden hätten zur Kalaschnikov gegriffen und sich auf den Weg 
nach  U._______  begeben,  um  Blutrache  zu  üben.  Auf  dem  Weg 
dorthin  seien  seine  Verwandten  indes  von  den  nordirakischen 
Sicherheitskräften angehalten worden. In  der  Folge habe er  sich  an 
verschiedenen  Orten  im Iran  aufgehalten,  bis  er  wieder  in  den  Irak 

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zurückgekehrt  sei.  Von  einem  Onkel  habe  er  erfahren,  dass  die 
Verwandten  des  Onkels  mütterlicherseits  nun  an  ihm  Blutrache 
nehmen wollten. Er sei deshalb zunächst mit Hilfe seines Vaters und 
eines Onkels in die Türkei und danach allein weiter nach Griechenland 
gereist.  Dort  sei  er  während  über  einem  Monat  wegen  illegalen 
Aufenthalts inhaftiert worden. Nach seiner Freilassung sei er von zwei 
Männern der Gegenpartei aufgespürt und mit einer Flasche am Kopf 
verletzt worden. Bei einer Rückkehr in den Irak würden ihn einerseits  
die irakischen Sicherheitsbehörden verhaften, andererseits drohe ihm 
Blutrache. Wegen seiner seinerzeitig falschen Meldung betreffend den 
Tod von T._______ wünsche sein Vater keinen Kontakt mehr mit ihm. 
Schliesslich könne er die Schweiz nicht verlassen, weil seine Tochter 
hier lebe.

R.
Nach  Durchsicht  der  Akten  des  vom  Beschwerdeführer  in  seinem 
Asylverfahren erwähnten Cousins V._______, gewährte das BFM dem 
Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  zu  den  aus  dem  bei-
gezogenen  Dossier  gewonnenen  Erkenntnissen.  Innert  der  an-
gesetzten Frist antwortete dieser am 25. Juni 2007.

S.
Mit Verfügung vom 29. September 2008 stellte das BFM fest, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das 
Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz und ordnete deren Vollzug an.

T.
Mit Eingabe vom 27. Oktober 2008 an das Bundesverwaltungsgericht 
beantragt  der  Beschwerdeführer  durch  seinen  Rechtsvertreter,  die 
Verfügung des BFM sei aufzuheben und es sei ihm Asyl zu gewähren. 
Eventualiter  sei  er  vorläufig  aufzunehmen.  Der  Beschwerde  sei  die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege  mit  dem  Unterzeichneten  als  Rechtsvertreter  zu  ge-
währen.

U.
Mit Zwischenverfügung vom 11. November 2008 trat der Instruktions-
richter  auf  das  Gesuch  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung nicht ein, lehnte die Gesuche um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 

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172.021) ab und setzte Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in 
der  Höhe  von  Fr. 600.-. Diesen  bezahlte  der  Beschwerdeführer  am 
18. November 2008 fristgerecht.

V.
Mit  Schreiben vom 19. November  2008 gab der  Beschwerdeführer - 
jeweils in Kopie - drei  Schreiben der Amtsvormundschaft  W._______ 
vom 19. November, 12. Januar 2007 2008, 2. August 2006 sowie ein 
Urteil  des  Kantonsgerichts  vom 5.  Juni  2007  betreffend  die  Neben-
folgen  der  Ehescheidung  sowie  die  Niederlassungsbewilligung  C 
seiner Tochter zu den Akten.

W.
Das BFM beantragt in der Vernehmlassung vom 27. November 2008 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Am  2.  Dezember  2008  stellte  der 
Instruktionsrichter  die  Vernehmlassung  dem  Beschwerdeführer  zur 
Kenntnisnahme ohne Replikrecht zu.

X.
Auf  telefonische  Veranlassung  des  Instruktionsrichters  reichte  die 
Amtsvormundschaft  X._______  einen  Bericht   vom  25.  Juni  2010 
betreffend  der  Wahrnehmung  des  Besuchsrechts  des  Beschwerde-
führers zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG).  Das 
Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 
VGG und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. 
Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 
liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist  daher zuständig für 
die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf 
dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am Verfahren vor  der  Vorinstanz teil -
genommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, 
hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 
einzutreten (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  
3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.  
4.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch ab, da die Vorbringen des Be-
schwerdeführers den Anforderungen an das Glaubhaftmachen gemäss 
Art. 7 AsylG nicht standhalten würden. Zur Begründung führte die Vor-
instanz  aus,  der  Beschwerdeführer  habe  im  Jahre  2003  ein  erstes 
Asylverfahren durchlaufen,  in  welchem er  sich  als  iranischer  Staats-
angehöriger ausgegeben und andere Vorbringen als im vorliegenden 
Verfahren  geltend  gemacht  habe. Erfahrungsgemäss  würden  jedoch 

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tatsächlich verfolgte Personen den massgeblichen Sachverhalt bei der 
ersten sich bietenden Gelegenheit geltend machen, zumal sie keinen 
Anlass  hätten,  Asylvorbringen  zu  erfinden,  wenn  sie  eigene  valable 
Asylgründe hätten. Hinzu  komme,  dass  der  Beschwerdeführer  seine 
irakische  Identität  erst  im  Zusammenhang  mit  der  Verheiratung  mit 
einer in der Schweiz niedergelassenen Italienerin offen gelegt und das 
zweite  Gesuch  mit  der  vorliegenden  Begründung  erst  gestellt  habe, 
nachdem die kantonalen Behörden die Erteilung einer ausländerrecht-
lichen Aufenthaltsbewilligung abgelehnt hätten.

Weiter  führte  die  Vorinstanz  aus,  aus  den  beigezogenen  Akten  des 
Cousins V._______ sei ersichtlich, dass es am 6. September 2001 in 
U._______ zu einer Familienfehde mit zwei Toten und mehreren Ver-
letzten gekommen sei. Indes würden jegliche Anhaltspunkte oder Be-
weismittel dafür fehlen, dass der Beschwerdeführer in direkter Weise 
mit  den  Geschehnissen  oder  der  Fehde  in  Zusammenhang  stehe. 
Entsprechend habe sich er auch anlässlich der Bundesanhörung ge-
äussert. Vorliegend werde die Existenz einer Familienfehde nicht be-
stritten. Jedoch sei nicht  nachvollziehbar, inwiefern der Beschwerde-
führer durch die Blutrache gefährdet sein soll, zumal es mit Sicherheit  
näher stehende und in den Vorfall direkt verwickelte Familienmitglieder 
gebe,  die  im Irak verblieben seien. Was sodann die angeführte  Ver-
folgung  durch  Verwandte  in  Griechenland  anbelange,  so  sei  dieses 
Vorbringen wenig plausibel. Namentlich stehe der  geltend gemachte 
Aufwand  nicht  im  Verhältnis  zum  blossen  Zusammenschlagen  des 
Beschwerdeführers,  wenn  an  ihm  tatsächlich  Blutrache  hätte  verübt 
werden  sollen.  Überdies  fehle  diesem  Vorbringen  auch  die  innere 
Logik. Da der Beschwerdeführer indes jeglichen Einbezug in den Vor-
fall verneine, sei nicht einsehbar,  weshalb sich seine Verwandtschaft 
nebst dem Haupttäter gerade auf ihn fixieren sollte, nachdem er an-
lässlich der  Tat gar nicht  anwesend gewesen sei. Ferner  mache der 
Beschwerdeführer  geltend,  auch  die  nordirakischen  Sicherheits-
behörden würden ihn inhaftieren wollen. Dies sei indes insofern reali -
tätsfremd,  als  der  Beschwerdeführer  laut  seinen  Angaben  an  den 
Auseinandersetzungen gar nicht beteiligt gewesen sei. Darüber hinaus 
sei  den  Akten  des  Cousins  zu  entnehmen,  dass  die  nordirakischen 
Behörden  gegen  diejenigen  Personen,  bei  denen  sie  von  einem 
Verschulden  ausgegangen  seien,  Gerichtsverfahren  durchgeführt 
hätten - selbst in deren Abwesenheit. Der Beschwerdeführer fungiere 
indes  nicht  unter  diesen  Personen.  Im  Übrigen  habe  er  auch  kein 
Beweismittel  eingereicht.  Aus  diesen  Gründen  seien  seine 

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Befürchtungen, sowohl vor einer Blutrache durch die Verwandten als 
auch vor einer Inhaftierung durch die Behörden, nicht glaubhaft.

Schliesslich  stellte  das  BFM  noch  fest,  dass  sich  der  Beschwerde-
führer  im  Verlaufe  des  Verfahrens  zu  wesentlichen  Punkten  unter-
schiedlich  geäussert  habe.  Insbesondere  habe  er  unvereinbare  An-
gaben zu seinen Aufenthalten nach dem 6. September 2001 gemacht. 
Einerseits habe er angegeben, nach dem Vorfall in den Iran gegangen 
und  Anfang  2002,  im  Winter,  in  den  Irak  zurückgekehrt  zu  sein.  
Andererseits habe er zu Protokoll gegeben, er sei Anfang 2002 in den 
Iran gegangen und bis zum Sommer 2002 dort geblieben. Angesichts 
dessen, dass die Modalitäten einer illegalen Reise zwischen dem Iran 
und Irak im Winter sehr beschwerlich und einprägsam seien, sei nicht 
einzusehen, wie der Beschwerdeführer den Zeitpunkt seiner Rückkehr 
innerhalb  derselben  Anhörung  unterschiedlich  angeben  könne. 
Überdies  habe  sich  der  Beschwerdeführer  auch  unterschiedlich  zu 
seinen Aufenthaltsorten im Irak geäussert. Gemäss der ersten Version 
habe  er  sich  mit  seinen  Eltern  und  Geschwistern  in  einem  Zelt  in  
R._______ aufgehalten. Laut den späteren Angaben seien die Eltern 
kurz  nach  dem  Vorfall  vom  6. September  2001  nach  X._______ 
gezogen,  und  er  habe  sich  nach  der  Rückkehr  aus  dem  Iran  in 
Z._______ versteckt. Auch die Angaben zur Weiterreise in die Schweiz 
würden nicht der kalendarischen Realität entsprechen. 

Abschliessend stellte die Vorinstanz fest, dass sich der Beschwerde-
führer am 15. September 2001 in Dohuk einen Nationalitätennachweis 
habe ausstellen lassen. Dazu führte sie aus,  wäre der  Beschwerde-
führer aufgrund des Vorfalles vom 6. September 2001 tatsächlich der 
geltend  gemachten  Verfolgungssituation  ausgesetzt  gewesen  und 
bereits in den Iran ausgereist, wäre weder davon auszugehen, dass er 
es  zu  diesem Zeitpunkt  für  nötig  erachtet  hätte,  sich  einen  solchen 
Ausweis  ausstellen  zu  lassen,  noch  dass  er  das  damit  verbundene 
Risiko einer Festnahme auf sich genommen hätte. Diese Unstimmig-
keit habe der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm gewährten recht-
lichen Gehörs nicht aufzulösen vermögen.

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird ausgeführt, im Zeitpunkt der Ein-
reichung des ersten Asylverfahrens sei  der Beschwerdeführer knapp 
18 Jahre alt und deshalb unerfahren gewesen und habe sich deshalb 
auf  Anraten  seines  Bruders  zu  falschen  Angaben  verleiten  lassen. 
Diese  Vorgehensweise  habe  er  nachträglich  bereut  und  die  „ganze 

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Geschichte auch richtig gestellt“. Weiter verkenne das BFM vorliegend 
die soziokulturellen Verhältnisse im Irak. Es treffe zwar zu,  dass der 
Beschwerdeführer nicht direkt am Tötungsdelikt beteiligt gewesen sei, 
aber er  sei  umgehend zum Tatort  geeilt  und habe sich insoweit  ein-
gemischt,  als er Verletzte ins Spital  transportiert  habe. Dass der Be-
schwerdeführer  sodann  in  Griechenland  von seinen  Verfolgern  nicht 
getötet  worden  sei,  sei  ausschliesslich  auf  den  Umstand  zurückzu-
führen,  dass  die  übrigen  Besucher  ihn  aus  dem Lokal  in  Sicherheit 
gebracht hätten. Sodann sei Tatsache, dass der Beschwerdeführer im 
Herbst 2001 in den Iran gegangen und im darauf folgenden Winter in 
den Irak zurückgekehrt sei. Er sei in R._______ stationiert  gewesen. 
Dann sei er mit seinen Eltern nach X._______ gezogen, wo er sich nur 
sehr kurz aufgehalten habe. Im Übrigen würden diese Vorkommnisse 
über  sechs  Jahre  zurückliegen,  mithin  könne  sich  der 
Beschwerdeführer  nicht  genau  erinnern,  was  ihm  deshalb  nicht 
angelastet werden dürfe. 

4.3 In  der  Rechtsmitteleingabe  hält  der  Beschwerdeführer  an  der 
Glaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  fest  und  verweist  zur  Klärung  des 
ihm vom BFM vorgehaltenen unglaubwürdigen Aussageverhaltens auf 
sein im Zeitpunkt der Einreise jugendliches Alter. Diesem Erklärungs-
versuch  ist  entgegenzuhalten,  dass  für  eine  tatsächlich  verfolgte 
Person unabhängig von ihrem Alter in keiner Weise eine Veranlassung 
besteht, unter einer falschen Identität ein Asylgesuch einzuleiten und 
nicht zugetragene Asylvorbringen geltend zu machen. Insoweit vermag 
der  Beschwerdeführer  aus  dem Hinweis  auf  sein  jugendliches Alter, 
seine Unerfahrenheit und den schlechten Rat seines Bruders die vom 
BFM geäusserten Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht 
auszuräumen. Sodann ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Berück-
sichtigung  der  soziokulturellen  Verhältnisse  vorliegend  dazu  führen 
würden, dass von einem Zusammenhang zwischen dem Beschwerde-
führer  und  den  Geschehnissen  beziehungsweise  der  Familienfehde 
ausgegangen werden könnte. Im Übrigen unterlässt der Beschwerde-
führer  diesbezüglich jegliche klärende Ausführungen. Im Weitern hat 
das BFM zu Recht festgestellt, dass aufgrund der beigezogenen Akten 
des Cousins V._______ weder Anhaltspunkte noch Beweismittel dafür 
vorliegen  würden,  dass  der  Beschwerdeführer  tatsächlich  Opfer  der 
geltend gemachten Familienfehde ist. Dementsprechend hat  der  Be-
schwerdeführer auch bis heute keine Beweismittel beigebracht, welche 
die  von ihm geltend  gemachten  Vorbringen  belegen  würden. Ferner 
vermag er mit dem Wiederholen seiner Aussagen im Zusammenhang 

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mit  dem  angeblichen  Überfall  in  Griechenland  die  vom  BFM  ge-
äusserten diesbezüglichen Zweifel nicht auszuräumen. Vielmehr ist mit 
der Vorinstanz nochmals festzuhalten, dass es in keiner Weise nach-
vollziehbar ist,  dass zwei Verwandte, die am Beschwerdeführer Blut-
rache  nehmen  wollen,  diesem  vom  Irak  über  die  Türkei  nach 
Griechenland  folgen,  um  ihn  dort  lediglich  mit  einer  Flasche  zu 
schlagen. Ein solches Verhalten ist schlichtweg als nicht plausibel zu 
bewerten und daher nicht glaubhaft. Was die zeitlich widersprüchlichen 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  Wiedereinreise  in  den 
Iran und die Rückkehr in den Irak anbelangt, so vermag er diese Un-
stimmigkeit  mit  dem  Hinweis,  dass  zwischenzeitlich  mehrere  Jahre 
vergangen seien, nicht aufzulösen. Eine illegale Reise vom Iran in den 
Irak  ist  sowohl  im Winter  als  auch  im Sommer  beschwerlich,  mithin 
würde sie in jedem Fall ein einprägendes und somit nicht leicht ver-
gessliches Ereignis für den Betroffenen darstellen. 

Im Weiteren sind noch Verhaltensweisen des Beschwerdeführers an-
zuführen, die offensichtlich gegen die Glaubhaftigkeit  seiner Asylvor-
bringen,  aber  auch  gegen  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit 
sprechen. So hat der Beschwerdeführer seine irakische Identität erst 
im Rahmen des Eheschliessungsverfahrens offen gelegt. Ferner hat er 
sich am 6. Juni 2005 in Genf einen neuen irakischen Reisepass aus-
stellen  lassen  und  sich  damit  freiwillig  unter  den  Schutz  seines 
Heimatstaates  gestellt.  Weiter  hat  er  die  als  „Wiedererwägungs-
gesuch“  bezeichnete,  und  vom BFM in  der  Folge  als  zweites  Asyl-
gesuch entgegengenommene, Eingabe erst eingereicht, nachdem das 
Familiennachzugsgesuch sowie das Gesuch um Erteilung einer  Auf-
enthaltsbewilligung von den kantonalen Behörden abgelehnt wurden. 
Schliesslich  hat  der  Beschwerdeführer  am  23.  Februar  2007  nach 
einer  von  ihm  gewünschten  Vorsprache  beim  N._______  sein 
Asylgesuch zurückgezogen, mit der Begründung, er wolle so rasch als 
möglich in den Irak zurückkehren. Dabei hat er freiwillig die Formulare 
für  das  Rückführungsprogramm  ausgefüllt.  Dieses  Verhalten  lässt 
offensichtlich darauf schliessen, dass sich der Beschwerdeführer von 
seinem Heimatstaat nicht im Sinne von Art. 3 AsylG verfolgt fühlt. 

Schliesslich vermag der Beschwerdeführer mit  dem blossen Wieder-
holen  seiner  Asylvorbringen  und  dem  Festhalten  an  deren  Glaub-
haftigkeit  in der Rechtsmitteleingabe nicht substanziiert  darzutun, in-
wiefern das BFM im Einzelnen zu Unrecht  auf Unglaubhaftigkeit  ge-
schlossen hat. Um diesbezüglich Wiederholungen zu vermeiden, kann 

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vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden.

4.4  Zusammenfassend ist  festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
keine Gründe nach Art. 3 AsylG glaubhaft  machen oder nachweisen 
konnte. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf 
die  weiteren Ausführungen in  den Eingaben einzugehen,  da sie  am 
Schluss  auf  Unglaubhaftigkeit  nichts  zu  ändern  vermögen. Die  Vor-
instanz  hat  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  demnach  zu 
Rechts abgelehnt.

5.  
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Die  Wegweisung  wird  hingegen  nicht  verfügt,  wenn  eine  asyl -
suchende Person im Besitze einer gültigen Aufenthalts- oder Nieder-
lassungsbewilligung  ist  (vgl.  Art.  32  a  der  Asylverordnung 1  vom 
11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). 

5.3 Ferner  wird  die  Wegweisung  nicht  verfügt,  wenn  eine  asyl -
suchende  Person  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  Aufenthalts-
bewilligung hat und ein entsprechendes Gesuch bei der zuständigen 
kantonalen Ausländerbehörde hängig ist. Ist diesbezüglich ein grund-
sätzlicher Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu be-
jahen,  fällt  die  Beurteilung  des  geltend  gemachten  Anspruchs  und 
damit auch der Entscheid über die Wegweisung in die Zuständigkeit 
der fremdenpolizeilichen Behörden. Hat die asylsuchende Person die 
zuständige  ausländerrechtliche  Behörde  mit  einem  Gesuch  um  Er-
teilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  befasst,  hat  das  BFM nach  Ab-
lehnung  des  Asylgesuchs  keine  Wegweisung  zu  verfügen  be-
ziehungsweise  das  Bundesverwaltungsgericht  eine  vom  BFM  an-
geordnete Wegweisung aufzuheben, sofern die Asylbehörde gestützt 
auf  eine vorfrageweise Prüfung zum Schluss gelangt,  dass die asyl-
suchende  Person  grundsätzlich  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
Aufenthaltsbewilligung im oben umschriebenen Sinne hat. Hat die im 
ausländerrechtlichen Verfahren zuständige Behörde über das Gesuch 
um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung jedoch bereits rechtskräftig 
entschieden und dabei das Bestehen eines Anspruchs verneint, haben 
sich  die  Asylbehörden  bei  der  Prüfung  der  Zulässigkeit  des  Weg-

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weisungsvollzugs nicht mehr mit Art. 8 der Konvention zum Schutz der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, 
SR  0.101.)  zu  befassen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]   2001 Nr. 21 E. 8d, 
9 - 11, 12b und c sowie 14a). 

5.4 Vorliegend  hat  das  I._______  im  Rahmen  des  Gesuchs  um 
Familiennachzug  der  damaligen  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  in 
erster  Instanz  die  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  verweigert. 
Die  dagegen  eingereichte  Beschwerde  hat  das  J._______  mit 
Departementsverfügung  vom  2. November  2005  abgewiesen.  Im 
Entscheid hat sich das Departement auch ausführlich mit Art. 8 EMRK 
auseinandergesetzt. Auf ein zweites Gesuch des Beschwerdeführers 
um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  ist  die  zuständigen 
kantonale Behörde sodann am 24. Mai 2006 nicht eingetreten. Damit 
hat  die  zuständige  kantonale  Behörde  bereits  zweimal  rechtskräftig 
über  ein  Gesuch  um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  für  den 
Beschwerdeführer  entschieden.  Demzufolge  hat  sich  das 
Bundesverwaltungsgericht  bei  der  nachfolgenden  Prüfung  der 
Zulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung nicht mehr mit Art. 8 EMRK 
zu befassen. 

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme  von  Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148).

6.2 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  ent -
gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

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So darf  keine Person  in  irgendeiner  Form zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter  und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art.  3  EMRK darf  niemand der 
Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Be-
handlung unterworfen werden.

6.3 Die  Vorinstanz  wies  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art.  5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements 
im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr 
des Beschwerdeführers in den Irak ist demnach unter dem Aspekt von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer Ausschaffung in den Irak dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete 
Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft  machen, dass ihm im 
Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EGMR,  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien, 
Urteil  vom 28. Februar  2008, Beschwerde Nr. 37201/06,  §§ 124-127, 
mit  weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechts-
situation  im  Irak  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeit -
punkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Im Weiteren vermag 
der  Beschwerdeführer,  wie  bereits  vorstehend  dargelegt,  bei  der 

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Prüfung  der  Zulässigkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  unter  dem 
Aspekt von Art. 8 EMRK nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da die 
zuständigen  kantonalen  Behörden  bereits  zweimal  einen  Anspruch 
des  Beschwerdeführers  auf  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung 
rechtskräftig  verneint  haben.  Insoweit  erübrigt  es  sich  auf  die  ent-
sprechenden  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  einzugehen. 
Einzig  ist  noch  darauf  hinzuweisen,  dass  bereits  im  Zeitpunkt  der 
Ehescheidung  das  väterliche  Besuchsrecht  des  Beschwerdeführers 
geregelt wurde, für den Fall,  dass er sich nicht mehr in der Schweiz 
aufhält. Demnach erweist sich der Vollzug der Wegweisung sowohl im 
Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen als zu-
lässig.

6.4
6.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

6.4.2 Das Bundesverwaltungsgericht  geht  gemäss konstanter  Praxis 
davon aus,  dass in  den drei  kurdischen Provinzen Dohuk,  Erbil  und 
Sulaymaniya  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrscht  und  die 
dortige  politische  Lage  nicht  dermassen  angespannt  ist,  dass  eine 
Rückführung  dorthin  generell  als  unzumutbar  betrachtet  werden 
müsste (Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2008/5 E. 7.5.8 S. 72). Zusammenfassend wird im erwähnten 
Urteil  festgehalten, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in 
der Regel  für  alleinstehende, gesunde und junge kurdische Männer, 
die  ursprünglich  aus  einer  der  drei  kurdischen  Provinzen  stammen 
oder eine längere Zeit dort  gelebt haben und dort nach wie vor über 
ein soziales Netz (Familie, Verwandtschaft oder Bekanntenkreis) oder 
Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist, während für alleinstehende 
Frauen und für Familien mit Kindern, sowie für Kranke und Betagte bei  
der  Feststellung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  grosse 
Zurückhaltung angebracht ist (a.a.O.). 

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6.4.3 Die  Sicherheitssituation  in  den  drei  kurdischen  Provinzen  hat 
sich  seit  Publikation  des  erwähnten  Urteils  im  Frühling  2008  nicht 
wesentlich verändert. In der überwiegenden Mehrheit der Berichte von 
Regierungs-  und  Nichtregierungsorganisationen  sowie  des  UN-
Sicherheitsrats wird eine insgesamt stabile Situation beschrieben (vgl. 
dazu UK Home Office, Country of Origin Information Report: Kurdistan 
Regional Government Area of Iraq, 16. September 2009, S. 32 ff.). Die 
Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) bezeichnet die Sicherheitslage 
im  Nordirak  als  "vergleichsweise  friedlich  und  stabil"  (Michael 
Kirschner,  SFH,  Irak,  Update:  Aktuelle  Entwicklungen,  14.  August 
2008, Ziff. 3.1, S. 9). Auch das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars 
der Vereinten Nationen (UNHCR) bestätigt in einem aktuellen Bericht 
von Juli 2010 die relativ stabile Sicherheitslage in den drei kurdischen 
Provinzen (vgl. Unhcr, Note on the Continued Applicability of the April  
2009  UNHCR  Eligibility  Guidelines  for  Assessing  the  International 
Protection Needs of  Iraqi Asylum-Seekers,  Juli  2010,  S. 2). Die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  betreffend  die  allgemeine  Sicher-
heitslage im Nordirak vermögen demnach nicht zu überzeugen. 

6.4.4 In  der  Rechtsmitteleingabe  macht  der  Beschwerdeführer 
geltend, er könne nicht in den Irak zurückkehren, weil er dort über kein 
Beziehungsnetz verfüge. Insbesondere sei sein Vater, aber auch seine 
ganze Verwandtschaft, gegen ihn.

Der alleinstehende und - soweit aktenkundig - gesunde Beschwerde-
führer stammt ursprünglich aus Dohuk (Provinz Dohuk). Im Jahre 1988 
flüchtete er zusammen mit seiner Familie in den Iran. Nach 13 Jahren 
(2001) kehrte er mit seiner Familie in den Irak zurück und verbrachte 
dort - mit Unterbrüchen - einige Zeit bis zur Ausreise in die Schweiz.  
Wie vorstehend dargelegt, bestehen erhebliche Zweifel an der geltend 
gemachten  Betroffenheit  des  Beschwerdeführers  von  der  Familien-
fehde und insoweit auch am fehlenden Beziehungsnetz. Diese Zweifel 
werden vorliegend dadurch bestärkt,  dass der Beschwerdeführer ge-
mäss  seinen  eigenen  Angaben  von  seinem Vater  und  einem Onkel 
väterlicherseits  nach  dem  angeblichen  Vorfall  im  Sommer  2001  bei 
seiner Ausreise in die Türkei begleitet wurde (vgl. A22, S. 2). Sodann 
war  ihm ein  Cousin  väterlicherseits  bei  der  Beschaffung  der  Unter-
lagen für die Eheschliessung hier in der Schweiz behilflich (vgl. A22, S. 
15). Schliesslich  ist  nicht  ausser  Acht  zu  lassen,  dass die  Familien-
fehde lediglich mit einem engen Kreis der Verwandtschaft väterlicher -
seits des Beschwerdeführers bestehen soll. Vor diesem Hintergrund ist 

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entgegen der  vom Beschwerdeführer  vertretenen Ansicht  von einem 
bestehenden Beziehungsnetz in  seiner  Herkunftsregion auszugehen, 
auf  welches  er  bei  einer  Rückkehr  zurückgreifen  kann.  Angesichts 
seines  Alters  sowie  seiner  in  der  Schweiz  gewonnenen  Berufs-
erfahrungen als  Küchengehilfe ist  davon auszugehen,  dass  sich der 
Beschwerdeführer  in  seiner  Heimat  auch  in  den  Arbeitsmarkt 
integrieren  kann. Blosse soziale  und wirtschaftliche  Schwierigkeiten, 
von  denen  die  ansässige  Bevölkerung  im Allgemeinen  betroffen ist, 
genügen grundsätzlich nicht, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 
Abs.  4  AuG  darzustellen  (vgl.  die  weiterhin  zutreffende  Praxis  in 
EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1. S. 215). Schliesslich steht  es dem Be-
schwerdeführer offen und ist ihm zuzumuten, sich an einem anderen 
als  seinem  bisherigen  Wohnort  niederzulassen  und  eine  neue 
Existenz aufzubauen.

6.4.5 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  keine  Anhaltspunkte 
vorliegen,  die auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers 
im Irak schliessen lassen. Damit ist  der Vollzug der Wegweisung als 
zumutbar zu erachten. 

6.5 Es obliegt  dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Ver-
tretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen gültigen 
Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG),  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 
Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt  ist  die  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Wegweisung zu be-
stätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zu-
mutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art. 83 Abs. 1-4 
AuG).  Der  Vollständigkeit  halber  ist  noch  darauf  hinzuweisen,  dass 
gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG der zuständige Kanton mit Zustimmung 
des Bundesamts eine Aufenthaltsbewilligung erteilen kann, wenn die 
betroffene Person sich seit Einreichung des Asylgesuches mindestens 
fünf  Jahre  in  der  Schweiz  aufhält,  ihr  Aufenthaltsort  den  Behörden 
immer  bekannt  war  und  wegen der  fortgeschrittenen  Integration  ein 
schwerwiegender  persönlicher  Härtefall  vorliegt.  Es  steht  dem  Be-
schwerdeführer  nach  Abschluss  des  vorliegenden  Beschwerde-
verfahrens frei, sich insoweit an die zuständige kantonale Behörde zu 
wenden.

Seite 18

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8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.- (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG, Art. 1-3 des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer  aufzuerlegen  und  und  mit  dem  am  18.  November  2008  in 
gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und das I._______.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Kurt Gysi Barbara Balmelli

Versand: 

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