# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93fd331b-dbb7-5826-9d1d-9831d9e4547a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.08.2018 200 2018 366
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-366_2018-08-29.pdf

## Full Text

200 18 366 ALV
FUR/REL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 29. August 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

beco Berner Wirtschaft
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 5. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Aug. 2018, ALV/18/366, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1976 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
arbeitete seit Mai 2015 als selbstständige … in der eigenen Einzelfirma und 
meldete sich nach Abschluss eines Projektes im Juni 2017 am 25. Oktober 
2017 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsver-
mittlung an (Dossier RAV-Region … [act. II] 16 - 17). Zudem stellte sie am 
26. Oktober 2017 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 25. Okto-
ber 2017 (Dossier Arbeitslosenkasse [act. IIA] 5 - 8).

Auf Ersuchen der Arbeitslosenkasse prüfte das beco Berner Wirtschaft 
(beco bzw. Beschwerdegegner), Arbeitsvermittlung, die Vermittlungsfähig-
keit der Versicherten. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (act. II 58 -
 62 und act. II 65 - 66) verneinte das beco am 13. Dezember 2017 die 
Vermittlungsfähigkeit und die Anspruchsberechtigung der Versicherten 
(act. II 78 - 82). Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 15. Ja-
nuar 2018 (Dossier Rechtdienst [act. IIB] 5) und Ergänzung vom 17. Januar 
2018 (act. IIB 2 - 3) Einsprache. In teilweiser Gutheissung (Ziff. 1) bejahte 
das beco mit Entscheid vom 5. April 2018 (act. IIB 12 - 15) die Vermitt-
lungsfähigkeit und die Anspruchsberechtigung im Umfang von 100 % ab 
dem 12. Januar 2018 (sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen, wel-
che von der Arbeitslosenkasse geprüft würden, erfüllt seien [Ziff. 3]), ver-
neinte aber weiterhin die Vermittlungsfähigkeit und die Anspruchsberechti-
gung vom 25. Oktober 2017 bis zum 11. Januar 2018 (Ziff. 2). 

B.

Mit Eingabe vom 11. Mai 2018 und Ergänzung vom 22. Mai 2018 erhob die 
Versicherte – vertreten durch Rechtsanwalt B.________ – Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Sie beantragt die Aufhebung 
der Ziffern 1 und 2 des angefochtenen Einspracheentscheides vom 13. De-
zember 2017 (AB 12 - 15) und die Feststellung, dass ihre Vermittlungs-
fähigkeit und die Anspruchsberechtigung im Umfang von 100 % ab dem 

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25. Oktober 2017 beständen, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzun-
gen, welche von der Arbeitslosenkasse geprüft würden, erfüllt seien.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2018 schliesst der Beschwerdegegner 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 5. April 2018 
(act. IIB 12 - 15). Streitig und zu prüfen ist die Vermittlungsfähigkeit und 

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damit die Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 
25. Oktober 2017 bis zum 11. Januar 2018.

1.3 Bei der zur Diskussion stehenden Anspruchsberechtigung während 
rund zweieinhalb Monaten liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.–, weshalb 
die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer ganz oder teil-
weise arbeitslos ist, einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat, in der 
Schweiz wohnt, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder das 
Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, 
die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist, 
vermittlungsfähig ist und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 8 Abs. 1 AVIG).

2.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f 
AVIG). Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist eine arbeitslose Person vermitt-
lungsfähig, wenn sie bereit, berechtigt und in der Lage ist, eine zumutbare 
Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur 
Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im ob-
jektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft ent-
sprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeits-
zeit einzusetzen. Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Begriff der 
Vermittlungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die ver-
sicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare 
Arbeit (im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums; vgl. 
Art. 5 AVIV) anzunehmen, oder nicht (BGE 143 V 168 E. 2 S. 170, 136 V 
95 E. 5.1 S. 97).

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2.3 Vermittlungsunfähigkeit liegt unter anderem vor, wenn eine versi-
cherte Person nicht bereit oder in der Lage ist, eine Arbeitnehmertätigkeit 
auszuüben, weil sie eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hat 
oder aufzunehmen gedenkt, sofern sie dadurch nicht mehr als Arbeitneh-
merin vermittelt werden kann bzw. ihre Arbeitskraft in dieser Eigenschaft 
nicht so einsetzen kann oder will, wie dies ein Arbeitgeber normalerweise 
verlangt (BGE 112 V 326 E. 1a S. 327; ARV 1996/97 S. 200 E. 1). Übt eine 
versicherte Person während ihrer Arbeitslosigkeit eine selbstständige Er-
werbstätigkeit aus, ist die Vermittlungsfähigkeit nur solange gegeben, als 
die selbstständige Erwerbstätigkeit ausserhalb der normalen Arbeitszeit 
ausgeübt werden kann (ARV 2009 S. 341 E. 4.1).

2.4 Mit den in den Art. 71a - Art. 71d AVIG geregelten Leistungen wird 
der Statuswechsel vom Unselbstständigerwerbenden zum Selbstständi-
gerwerbenden gefördert. Dem Zweck des Instruments entsprechend kann 
nur die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit gefördert werden, 
welche die Arbeitslosigkeit des Gesuchstellers voraussichtlich ganz been-
det (vgl. ARV 2001 Nr. 9 S. 90 E. 1b, 2000 Nr. 37 S. 200 E. 3c). 

2.4.1 Eine versicherte Person, die nach Abschluss der Planungsphase 
gemäss Art. 71a - Art. 71d AVIG definitiv eine selbständige Erwerbstätigkeit 
aufgenommen hat und sich aufgrund des schlechten Geschäftsgangs wie-
der teilweise dem Arbeitsmarkt als arbeitnehmende Person zur Verfügung 
stellen will, hat keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (ALE) und 
somit auch nicht auf arbeitsmarktliche Massnahmen. Es ist nicht Sache der 
Arbeitslosenversicherung, Personen, die eine selbstständige Erwerbstätig-
keit aufgenommen haben und damit zeitlich nicht ausgelastet sind oder 
einen geringen Verdienst erzielen, weiterhin ALE auszurichten. Erst bei 
einem definitiven Abbruch der selbstständigen Erwerbstätigkeit kann ein 
Anspruch auf Leistungen geltend gemacht werden (Rz. B268 der AVIG-
Praxis Arbeitslosenentschädigung [ALE] des Staatssekretariates für Wirt-
schaft seco; abrufbar unter <www.arbeit.swiss>, Rubrik: Arbeitgeber/Publi-
kationen/Kreisschreiben/ AVIG-Praxis]; zur Verbindlichkeit von Verwal-
tungsweisungen für das Gericht vgl. BGE 141 V 365 E. 2.4 S. 368). Versi-
cherte Personen, die zur Förderung der selbstständigen Erwerbstätigkeit 
bereits einmal von der Arbeitslosenversicherung unterstützt wurden und 

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sich wieder arbeitslos melden sowie erneut Leistungen beziehen möchten, 
können auf dem Gebiet des unterstützten Projekts keinen Zwischenver-
dienst erzielen und muss diese Tätigkeit definitiv aufgeben (Rz. K74 der 
AVIG-Praxis Arbeitsmarktliche Massnahmen [AMM] des seco, ebenfalls 
abrufbar unter <www.arbeit.swiss>).

2.4.2 Eine auf Dauer ausgerichtete selbstständige Erwerbstätigkeit 
schliesst die Vermittlungsfähigkeit nicht grundsätzlich aus, wobei zu prüfen 
ist, in welchem Umfang diese Tätigkeit den anrechenbaren Arbeitsausfall 
vermindert. Dabei ist unerheblich, ob diese auf Dauer ausgerichtete selbst-
ständige Erwerbstätigkeit bereits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit besteht 
oder aber erst in deren Verlauf aufgenommen oder ausgedehnt wird 
(Rz. B238 AVIG-Praxis ALE). Die versicherte Person muss sich jedoch 
festlegen, in welchem Umfang und zu welchen Tageszeiten sie die auf 
Dauer ausgerichtete selbstständige Erwerbstätigkeit (noch) ausüben möch-
te, damit sich der anrechenbare Arbeitsausfall bestimmen lässt. Versicherte 
gelten als vermittlungsunfähig, wenn sie einerseits auf die Ausübung ihrer 
selbstständigen Erwerbstätigkeit beharren und andererseits die Zeiten, in 
denen sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, nicht festlegen wollen 
(Rz. B241 AVIG-Praxis ALE).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin ab dem Datum ihrer An-
meldung am 25. Oktober 2017 vermittlungsfähig und damit anspruchsbe-
rechtigt war. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin in 
der Zeitspanne vom 9. Februar 2015 bis zum 30. April 2015 besondere 
Taggelder nach Art. 71a - Art. 71d AVIG zur Förderung der selbstständigen 
Erwerbstätigkeit (Planungsphase) bezogen hat (vgl. act. II 61 - 62). Danach 
war sie – gemäss eigenen Angaben – vom 1. Mai 2015 bis am 25. Oktober 
2017 selbstständig in ihrer Firma im Bereich … tätig (vgl. act. IIA 5 - 8 und 
act. IIA 11).

3.2 Die Beschwerdeführerin hat nach Bezug der besonderen Taggelder 
am 1. Mai 2015 eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen und 
sich bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) als Selbstständiger-

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werbende angemeldet (act. IIA 11). Vorliegend ist deshalb nicht umstritten, 
dass damit ihre damalige Arbeitslosigkeit beendet und sie nicht mehr an-
spruchsberechtigt war. Auch nicht bestritten ist, dass die Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug nach Aufnahme der Selbstständigkeit auf vier Jahre 
verlängert wurde (vgl. Art. 71d Abs. 2 AVIG) und bei der erneuten Anmel-
dung am 25. Oktober 2017 noch lief. Die Beschwerdeführerin wäre deshalb 
zu diesem Zeitpunkt somit nur, aber immerhin dann anspruchsberechtigt, 
wenn sie ihre selbstständige Erwerbstätigkeit definitiv beendet hätte 
(E. 2.4.1 vorstehend). 

3.3 Zu untersuchen ist deshalb, ob die Beschwerdeführerin ihre selbst-
ständige Erwerbstätigkeit definitiv aufgegeben hat (vgl. E. 2.4.1 vorste-
hend). Zwar hat die Beschwerdeführerin sowohl beim Antrag auf Arbeitslo-
senentschädigung (act. IIA 8) wie auch in der Stellungnahme im Rahmen 
des ihr gewährten rechtlichen Gehörs (act. II 65 - 66) angegeben, dass sie 
ihre Selbstständigkeit aufzugeben gedenke. Gleichzeitig hielt sie jedoch 
fest, dass sie nach wie vor auch auf der Suche nach Projekten sei, in wel-
cher sie als Selbstständigerwerbende tätig sein könne. Sie erhoffe sich 
damit eine Erhöhung der Chancen zur Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit 
(act. IIA 21 - 23). Erst am 12. Januar 2018 – und damit nach dem Erlass 
der Verfügung vom 13. Dezember 2017 (act. II 78 - 82) – hat die Be-
schwerdeführerin den entscheidenden Schritt getan und die AKB gebeten, 
ihre selbstständige Tätigkeit rückwirkend per 31. Oktober 2017 vollständig 
zu beenden (vgl. act. IIB 9). Richtigerweise hat der Beschwerdegegner in 
der Folge die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin für die Zeit 
nach dem 12. Januar 2018 bejaht und die Einsprache vom 15. bzw. 17. Ja-
nuar 2018 (act. IIB 5 und act. IIB 2 - 3) teilweise gutgeheissen (act. IIB 12 -
 15). Davor aber kann nicht von einer definitiven Aufgabe der selbstständi-
gen Tätigkeit ausgegangen werden (vgl. E. 2.4.1 vorstehend).

3.4 Sowohl aus der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung (act. II 16), wie 
auch aus dem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (act. IIA 8) geht klar 
hervor, dass die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit in einem 100 %-
Pensum bzw. ein Vollzeitstelle suchte und in diesem Umfang dem Arbeits-
markt zur Verfügung stehen wollte. Doch selbst wenn die Beschwerdefüh-
rerin daneben ihre Selbstständigkeit noch teilzeitlich hätte weiterführen 

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wollen, hätte sie sich zur Bestimmung des anrechenbaren Arbeitsausfalls 
festlegen müssen, in welchem Umfang und an welchen Tagen sie die ihre 
auf Dauer ausgerichtete selbstständige Erwerbstätigkeit auszuüben geden-
ke (vgl. E. 2.4.2 vorstehend). Auf die entsprechende Frage, an welchen 
Tagen und zu welchen Zeiten sie seit der Anmeldung mit der Ausübung 
ihrer selbstständigen Tätigkeit beschäftigt sei (act. II 60), wich die Be-
schwerdeführerin im Antwortmail vom 1. Dezember 2017 jedoch aus und 
beantwortete diese Frage nicht (act. II 66). Auch im „Fragebogen Deklarati-
on der Selbstständigkeit oder in der eigenen Firma beschäftigt“ wollte bzw. 
konnte sie sich auf keine klaren Zeiten festlegen und liess die entspre-
chenden Zeilen leer. Sie gab an, dass die Kundenaufträge unregelmässig 
kommen könnten und dass es keine geregelten Arbeitszeiten gebe 
(act. IIA 22). Damit hat sich die Beschwerdeführerin nicht festlegen wollen, 
zu welchen Zeiten sie für eine unselbstständige Arbeit zur Verfügung ste-
hen würde, und damit auf der Ausübung ihrer selbstständigen Erwerbs-
tätigkeit beharrt. Sie galt auch aus diesem Grund bis zur definitiven Aufga-
be der Selbstständigkeit am 11. Januar 2018 (vgl. E. 3.3 vorstehend) als 
vermittlungsunfähig (E. 2.4.2 vorstehend). 

3.5 Dass die Beschwerdeführerin schliesslich bereits seit Juni 2017 bis 
zur Anmeldung beim RAV zahlreiche Arbeitsbemühungen getätigt hat 
(act. II 98 - 99, 100 - 101, 108 - 109, 115 - 117, 120 - 121), erweist sich 
zwar als sehr vorbildlich, ändert jedoch nichts am Ausgang des Verfahrens, 
versuchte sie doch vor und insbesondere während der hier interessieren-
den Zeit nach der Anmeldung weiterhin Aufträge im Rahmen ihrer Selbst-
ständigkeit zu akquirieren (vgl. act. IIA 23). 

3.6 Zusammenfassend war die Beschwerdeführerin bei ihrer Anmel-
dung zur Arbeitsvermittlung ab dem 25. Oktober 2017 (act. II 16 - 17) nicht 
vermittlungsfähig und somit auch nicht anspruchsberechtigt. Erst mit der 
definitiven Aufgabe der Selbstständigkeit und der damit einhergehenden 
Abmeldung bei der AKB am 12. Januar 2018 (act. IIB 9) ist die Vermitt-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit ihre Anspruchsberechti-
gung zu bejahen, sofern die weiteren Anspruchsvoraussetzungen – welche 
durch die Arbeitslosenkasse zu prüfen sind – erfüllt sind.

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4.

Nach dem Dargelegten hat der Beschwerdegegner die Vermittlungsfähig-
keit der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 25. Oktober 2017 bis zum 
11. Januar 2018 zu Recht verneint und der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 5. April 2018 (act. IIB 12 - 15) ist nicht zu beanstanden. Die 
Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Aug. 2018, ALV/18/366, Seite 10

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.