# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26f79a0e-3034-5ef2-9d88-4b2ff2fe3e8b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.09.2015 725 15 13 (725 2015 13)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-13_2015-09-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. September 2015 (725 15 13) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Unfallversicherung hat den Anspruch der Versicherten auf weitere Leistungen man-

gels Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den noch geklagten Beschwerden 

zu Recht verneint 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, 
Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 A.____ wurde am 9. Dezember 2002 als Fussgängerin von einem Lieferwagen an-
gefahren. Sie zog sich hierbei eine Commotio cerebri, ein stumpfes Thoraxtrauma rechts, eine 
Beckenringfraktur mit Sakrum links, ein Acetabulum, eine Sitzbeinfraktur, einen Strecksehnen-
ausriss der Strecksehne Dig IV links, eine Rissquetschwunde (RQW) am Kopf und an der Stirn 
sowie Prellungen an der linken Hand, am Thorax rechts und am Becken links zu. Die Zürich 
Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Zürich) erbrachte als zuständige Unfallversiche-

 

 
 
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rung zunächst die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder). Am 2. September 
2008 verfügte sie mangels natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs die Leistungs-
einstellung ab dem 1. Oktober 2007. An diesem Ergebnis hielt die Zürich auch auf Einsprache 
der Versicherten hin mit Entscheid vom 6. August 2009 fest. Die dagegen durch die Versicher-
te, vertreten durch Advokat Roman Felix, erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 21. April 
2010 dahingehend gut, als es den Einspracheentscheid vom 6. August 2009 aufhob und die 
Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Zürich zurückwies. 
 
A.2 Die Zürich beauftragte in der Folge die B.____ mit der Erstellung eines polydiszipli-
nären (neuropsychiatrisch, neurologisch und orthopädisch) Gutachtens, welches am 19. Sep-
tember 2012 erstattet wurde. Gestützt auf dessen Ergebnisse, wonach zwischen den noch gel-
tend gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 9. Dezember 2002 kein natürlicher Kausal-
zusammenhang mehr bestehe, stellte die Zürich ihre Leistungen mit Verfügung vom 22. März 
2013 per 19. September 2012 ein. Daran hielt sie auch auf Einsprache der Versicherten hin mit 
Entscheid vom 24. November 2014 fest.  
 
B. Hiergegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, welche die Versicherte, weiter-
hin vertreten durch Advokat Felix, am 12. Januar 2015 beim Kantonsgericht erhob. Sie stellte 
das Rechtsbegehren, dass der Einspracheentscheid vom 24. November 2014 aufzuheben und 
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter 
o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde zunächst in formeller Hinsicht geltend gemacht, dass 
die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör verletzt habe, indem sie der B.____ ihre im 
Rahmen des Einspracheverfahrens erhobenen Einwände gegen das Gutachten vom 
19. September 2012 nicht unterbreitet habe. Die Angaben der B.____ im Ergänzungsbericht 
vom 5. Dezember 2013 seien daher materiell ungenügend. Im Weiteren wurde im Wesentlichen 
beanstandet, dass die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die unfallbedingten kognitiven Ein-
schränkungen den Wegfall der natürlichen Kausalität nicht nachgewiesen habe. Zudem sei kei-
ne neuropsychologische Expertise durchgeführt worden. Schliesslich seien dem Gutachten der 
B.____ keine Ausführungen in Bezug auf die in Fehlstellung verheilte Sitzbeinfraktur zu ent-
nehmen. Gesamthaft seien die Feststellungen der B.____ mangelhaft, weshalb darauf nicht 
abgestellt werden könne.  
 
C. Die Zürich reichte am 26. Februar 2015 ihre Beschwerdeantwort ein und beantragte 
unter Hinweis auf die Ausführungen im Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Die formellen Voraussetzungen zur Beschwerdeanhebung sind vorliegend gegeben. Auf 
die Beschwerde kann eingetreten werden. 
 
2. Das Kantonsgericht hat in seinem Urteil vom 21. April 2010 in Erwägung 2 die gesetzli-
chen Grundlagen für den Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallver-
sicherung (UVG) vom 20. März 1981 (Heilbehandlung [Art. 10], Taggeld [Art. 16], Endzustand 

 

 
 
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[Art. 19 Abs. 1 Satz 1 e contrario]), die Grundsätze über den für einen Leistungsanspruch der 
obligatorischen Unfallversicherung erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden sowie den Wegfall unfallbe-
dingter Ursachen eines Gesundheitsschadens dargelegt. Ebenso äusserte sich das Kantonsge-
richt in Erwägung 3 zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz 
von Amtes wegen (Art. 43 Abs. 1 bzw. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) und zu dem im Sozialversi-
cherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Da-
rauf wird verwiesen.  
 
3.1 In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs, weil die Beschwerdegegnerin die B.____ nach Eingang der Einsprache aufgefordert habe, 
diverse Fragen zu beantworten, ohne dass ihre eigenen - in der Einsprache aufgeworfenen Ar-
gumente - der Begutachtungsstelle vorgelegt worden seien. Die Beschwerdegegnerin wider-
spricht diesen Ausführungen und hält fest, dass sie der Beschwerdeführerin sowohl nach der 
Zustellung des Gutachtens als auch nach Eingang der ergänzenden Ausführungen der Gutach-
ter am 13. Dezember 2013 die Möglichkeit geboten habe, sich zu äussern und eigene Ergän-
zungsfragen zu stellen. Die Mitwirkungsrechte seien damit gewahrt worden.  
 
3.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 und Art. 42 
ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einer-
seits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht 
beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu 
gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Ent-
scheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu neh-
men, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Be-
weise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses 
geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als 
Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem 
Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 I 279 E. 2.3, 135 II 
286 E. 5.1, 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Im vorliegenden Fall ersuchte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit 
Schreiben vom 11. Oktober 2012, sich zum Gutachten der B.____ zu äussern. Am 21. Januar 
2013 kam diese der Aufforderung nach und monierte, dass die Ärzteschaft der B.____ keine 
neuropsychologische Abklärung vorgenommen habe und zudem in ihrer Beurteilung lediglich 
von einer leichten Commotio cerebri ausgegangen sei. Diese Einwände unterbreitete die Be-
schwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheverfahrens der B.____, welche am 5. Dezember 
2013 dazu Stellung nahm. Hierzu äusserte sich die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben 
vom 4. April 2014. Damit konnte sie sich zu sämtlichen Ausführungen der B.____ vernehmen 
lassen. Unter diesen Umständen liegt aber keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Selbst 
wenn eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu bejahen wäre, wäre eine solche als geheilt zu 
betrachten, denn das Kantonsgericht verfügt gemäss § 57 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 
über eine uneingeschränkte Kognition in UVG-Verfahren.  

 

 
 
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4.1 Der medizinische Sachverhalt stellt sich vorliegend wie folgt dar: 
 
4.2.1 Die Beschwerdeführerin wurde am 9. Dezember 2002 als Fussgängerin von einem 
Lieferwagen angefahren. Die Erstbehandlung fand vom 9. bis 30. Dezember 2002 im Spital 
C.____ statt. Gemäss Austrittsbericht vom 24./28. Januar 2003 erlitt die Beschwerdeführerin 
beim Unfall eine Commotio cerebri, ein stumpfes Thoraxtrauma rechts, eine Beckenringfraktur 
mit Sakrum links, eine Acetabulumfraktur, eine Sitzbeinfraktur und einen Ausriss der Streck-
sehne Dig IV links. Weiter wurde als Befund eine RQW am Kopf und an der Stirn, Prellungen 
der linken Hand, des Thorax rechts und des Beckens links aufgeführt. Die Versicherte habe 
eine Amnesie für das Geschehene gehabt. Danach habe sie ein Glasgow Coma Score von 15 
(unauffällig) aufgewiesen. Sie sei voraussichtlich bis 30. Dezember 2002 100% arbeitsunfähig. 
 
4.2.2 Vom 30. Dezember 2002 bis 24. Januar 2003 war die Beschwerdeführerin in der 
Klinik D.____ hospitalisiert. Im Bericht vom 27. Januar 2003 sind folgende Diagnosen zu ent-
nehmen, welche allesamt auf den Unfall vom 9. Dezember 2002 zurückzuführen seien: (1) Be-
ckenringfraktur links mit extraforaminaler undislozierter Sakrumfraktur links, Acetabulumfraktur 
(ventraler Pfeiler ohne Dislokation in der Sagittalebene ausserhalb der Belastungszone), Frak-
tur des Tuber ischiadicum links; (2) stumpfes Thoraxtrauma rechts; (3) Commotio cerebri, RQW 
parietal rechts und frontal links; (4) ossärer Ausriss der Strecksehne Dig IV links mit intraartiku-
lärer Beteiligung. In der Beurteilung wurde festgehalten, dass sich der Rehabilitationsverlauf 
insgesamt komplikationslos gestalte und die physikalischen-therapeutischen Massnahmen von 
der Versicherten problemlos toleriert würden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis zum 10. Febru-
ar 2003 100% und müsse nachfolgend durch den Hausarzt weiter beurteilt werden.  
 
4.2.3 Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin, überwies die Beschwerdeführerin am 
10. Juni 2003 der Klinik F.____, wobei er darauf hinwies, dass sie an anhaltenden Handlungs-
planungs- und Frischgedächtnisstörungen bei Status nach Commotio cerebri mit mehrstündiger 
retrograder Amnesie und bei Status nach komplizierter Beckenringfraktur leide. Am 5. Septem-
ber 2003 unterzog sich die Beschwerdeführerin einer neuropsychologischen Untersuchung in 
der Klinik F.____. In der Beurteilung wurde festgehalten, dass die aktuellen Befunde als leichte 
neuropsychologische Minderfunktionen zu bezeichnen seien. Weiter seien die Störungen der 
Antizipation und in der Handlungsplanung zu bestätigen. Relevante mnestische Probleme seien 
hingegen nicht anzunehmen. Dass die Befunde im Kern einen organischen Ursprung hätten, sei 
sehr wahrscheinlich. Ob diese alleine durch den Unfall oder im Rahmen eines durch den Unfall 
dekompensierten, relevanten Vorzustand zu erklären seien, könne nicht entschieden werden. 
Es sei durchaus plausibel, dass psychoreaktive Faktoren ungünstig interagieren und zur Ar-
beitsunfähigkeit beitragen würden. Wie es sich diesbezüglich im konkreten Fall verhalte, sei von 
der behandelnden Psychiaterin in Erfahrung zu bringen. 
 
4.2.4 Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie, diagnostizierte am 12. Februar 2004 ein posttrau-
matisches Psychosyndrom in der Form einer teils submanisch, teils ängstlich-apathischen de-
pressiven Reaktion. Die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Altenpfle-
gerin zu 80% eingeschränkt.  
 

 

 
 
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4.2.5 Die bei Prof. Dr. med. H.____, FMH Neurologie, am 19. Februar 2004 durchgeführte 
EEG- und bei der I.____ am 25. Februar 2004 veranlasste MRI-Untersuchung ergaben ge-
samthaft unauffällige und normale Befunde.  
 
4.2.6 Die Beschwerdegegnerin liess die Beschwerdeführerin beim J.____ polydisziplinär 
untersuchen. Im Gutachten vom 22. September 2006 wurden in der Gesamtbeurteilung folgen-
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt: (1) Status nach Beckenringfrak-
tur links am 9. Dezember 2002 (unfallkausal) mit/bei: in Fehlstellung konsolidierter Fraktur des 
Tuber ischiadicum, extraforaminaler undislozierter Sacrumfraktur, Acetabulumfraktur ohne 
Dislokation und (2) lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links (unfallfremd) mit/bei mässiger 
linkskonvexer Torsionsskoliose der Lendenwirbelsäule (LWS), schwerer Osteochondrose, 
Spondylarthrose und Spondylose L5/S1 sowie leichter Osteochondrose L4/5. Zusammenfas-
send wurde festgehalten, dass nach dem Unfall und den verschiedenen Spitalaufenthalten le-
diglich Symptome in Form lumbaler Schmerzen mit Ausstrahlungen in das linke Bein bis in den 
Grosszehenbereich sowie Beschwerden in der linken Leistenregion verblieben seien. Die aktu-
elle orthopädisch-chirurgische und die rheumatologisch-gutachterliche Abklärung würden zur 
Diagnose eines lumbospondylogenen Syndroms links führen, welche unfallfremd sei. Hinzutrete 
jedoch als Spätfolge der Beckenringfraktur eine muskuläre Dysbalance, welche der in Fehlstel-
lung verheilten Sitzbeinfraktur zuzuordnen sei. Unter Berücksichtigung dieser die Arbeitsfähig-
keit beeinflussenden Diagnosen sei die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 
als Pflegeassistentin zu 30% eingeschränkt, wobei diese Arbeitsunfähigkeit zur Hälfte auf den 
Unfall vom 9. Dezember 2002 zurückgeführt werden müsse. Nicht zumutbar seien Arbeiten mit 
länger andauernder Verrichtung in Vorneigung des Rumpfes oder solche mit repetitivem Heben 
von Lasten über 8 kg, einzeln 15 kg. Die Wiedereingliederung der Versicherten in die Arbeits-
welt sei vertretbar. Sie sollte jedoch abgestuft erfolgen. Längerfristig, d.h. in 12 und mehr Mona-
ten, könne von einer 100% Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.  
 
Am 20. November 2006 führte das J.____ aus, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall 
bis 27. März 2003 zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. Danach habe sich die Arbeitsfähigkeit 
bis zur Untersuchung am 12. Juli 2006 kontinuierlich auf 70% gesteigert.  
 
In ihrem Schreiben vom 7. August 2007 hielten die Gutachter fest, dass die gedeckte Schädel-
Hirnverletzung des Grades I gemäss aller traumatologischer Erfahrung innert weniger Tage 
folgenlos ausheile und nicht geeignet sei, bleibende Störungen der Hirnleistungsfunktion her-
vorzurufen. Die bei der Versicherten im September 2003 in einer neuropsychologischen Testun-
tersuchung festgestellte erhöhte Fehlerquote in der selektiven und geteilten Aufmerksamkeit 
sowie die verminderte Simultankapazität seien im Lichte der bestehenden leichten depressiven 
Episode zu sehen und definitiv unfallfremd. Daher sei es nicht erforderlich gewesen, eine er-
neute neuropsychologische Testung vorzunehmen. Ein neurologisches Teilgutachten sei ange-
sichts fehlender entsprechender Symptome ohnehin unnötig.  
 
4.2.7 Die IV-Stelle beauftragte die K.____, die Beschwerdeführerin interdisziplinär zu begut-
achten. Am 26. August 2008 diagnostizierten die Ärzte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) 
ein chronisches rezidivierendes zervikobrachiales Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.1) mit/bei: 
Diskushernie HWK4/5 und HWK5/6 mit Kompression des Myelons auf Höhe HWK4/5 und neu-

 

 
 
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roforaminaler Einengung der Wurzel C7 beidseits links grösser als rechts (MRI 11/2006) und 
anamnestisch intermittierende radikuläre Reizsymptomatik C7 links, klinisch-neurologisch keine 
radikuläre sensomotorische Ausfälle; (2) ein chronisch rezidivierendes lumboradikuläres 
Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.86) mit/bei: radiologisch schwerer Osteochondrose, Spondylar-
throse und Spondylose L5/S1 und leichter Osteochondrose L4/5, anamnestisch Verdacht auf 
intermittierendes radikuläres Reizsyndrom S1 links, klinisch-neurologisch keine radikulären 
sensomotorischen Ausfälle; (3) leichte bis mittelschwere neuropsychische Störung bei Status 
nach Commotio cerebri sowie RQW parietal rechts und frontal links bei Verkehrsunfall am 
9. Dezember 2002. In der Gesamtbeurteilung wurde festgehalten, dass aktuell ein lumbospon-
dylogenes bis chronisch rezidivierendes lumboradikuläres Schmerzsyndorm feststellbar sei. 
Diese Schmerzen würden im rheumatologischen Gutachten als lumbospondylogenes Syndrom 
gedeutet, was zumindest als möglich, jedoch nicht gesichert gelten könne. Es bestehe hier un-
ter anderem aufgrund der teilweise diffusen Angaben der Beschwerdeführerin eine gewisse 
Unsicherheit. Daneben finde sich ein chronisch rezidivierendes zervikobrachiales Schmerzsyn-
drom linksbetont. Hier würden radiologisch Diskushernien auf Höhe HWK4/5 und HWK5/6 vor-
handen sein, aktuell jedoch ohne fassbare radikuläre sensomotorische Ausfälle. Trotzdem 
müsse aufgrund der Erheblichkeit der radiologischen Befunde und einer gewissen Korrelation 
der Beschwerden mit diesen Befunden davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdefüh-
rerin für körperlich schwere Arbeiten nicht mehr arbeitsfähig sei. Neu sei vorliegend im Gegen-
satz zum Gutachten des J.____ die Zervikalsymptomatik. Dass diese mit dem Unfall vom 
9. Dezember 2002 im Zusammenhang stehe, sei unwahrscheinlich. Aktuell könne zudem keine 
psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert mehr gestellt werden. Körperlich mittelschwere 
Arbeiten, zu welchen auch die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten als Pflegehilfe und als Spitexmit-
arbeiterin im Haushaltsbereich zu rechnen seien, könne die Beschwerdeführerin noch zu 50% 
ausführen. In anderen Berufen sei jede körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit möglich. 
Theoretisch wäre für eine körperlich sehr leichte Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit aus so-
matischer Sicht denkbar. Einschränkend komme hier jedoch die neuropsychologische Funkti-
onseinbusse hinzu, so dass gesamthaft eine 50%ige Arbeitsfähigkeit resultiere.  
 
Am 10. November 2008 führte die K.____ auf Rückfrage der IV-Stelle aus, dass sie in der neu-
ropsychologischen Untersuchung zur Beurteilung gekommen sei, dass eine leichte bis mittel-
schwere neuropsychische Störung bei Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit Commotio cerebri 
am 9. Dezember 2002 vorliege. Es liege in der Natur dieser Störungen, dass sie hochgradig mit 
Schmerzen im Bereich des Nackens und des Kopfes interagieren und durch diese verstärkt 
würden. Allerdings sei betreffend die Arbeitsfähigkeit für eine Verweistätigkeit eine Korrektur 
vorzunehmen. Es sei genauer zu differenzieren zwischen einer kognitiv anspruchsvollen und 
einer wenig anspruchsvollen Tätigkeit. Während die Beschwerdeführerin für erstere zu 50% 
arbeitsfähig sei, sei für eine kognitiv einfache, klar strukturierte und überschaubare Tätigkeit, 
körperlich sehr leichter Natur, eine Arbeitsfähigkeit von 70% denkbar. Hier sei eine gewisse 
additive Wirkung zwischen der somatischen Einschränkung, den kognitiven Einbussen (mit dar-
aus resultierender verminderter Fähigkeit, mit den somatischen Beschwerden adäquat umge-
hen zu können) sowie den Schmerzen anzunehmen.  
 
4.3.1 Die Beschwerdegegnerin liess die Beschwerdeführerin in Nachachtung des Urteils des 
Kantonsgerichts vom 21. April 2010 durch die B.____ begutachten. In deren Gutachten vom 

 

 
 
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19. September 2012 und dessen Ergänzungen vom 5. Dezember 2013 wurden ein Status nach 
Unfall am 9. Dezember 2002 mit im Verlauf folgenlos ausgeheilter Commotio cerebri, Becken-
ringfraktur mit extraforaminaler undislozierter Sakrumfraktur links, Acetabulumfraktur des vent-
ralen Pfeilers ohne Dislokation in der Sagittalebene ausserhalb der Hauptbelastungszone links, 
Sitzbeinfraktur links, ossärem Ausriss der Strecksehne Endphalanx des Dig IV links und stump-
fem Thoraxtrauma rechts diagnostiziert. Aus orthopädischer Sicht wurde zusammenfassend 
ausgeführt, dass die Beckenringfraktur bezüglich allfälliger bleibender Gesundheitsschäden die 
wichtigste Verletzung darstelle. Die Fraktur sei bereits am 18. Dezember 2002 mittels CT genau 
beschrieben worden. Es habe sich um eine Stückfraktur des unteren Schambeinastes gehan-
delt, welche konservativ behandelt worden sei. Im aktuell angefertigten Röntgenbild seien ledig-
lich noch die leichten Verformungen der unteren Schambeinastfraktur sichtbar. Diese hätten 
klinisch bzw. in Bezug auf die Beschwerden keinerlei Relevanz und die aktuell sehr diffusen 
Restbeschwerden könnten damit nicht erklärt werden. Es bestünden zudem aktuell weder kli-
nisch noch radiologisch Zeichen einer sekundären Coxarthrosenentwicklung. Auch die in den 
Akten wiederholt erwähnte Gangbildstörung sei nicht mehr erkennbar. Der Strecksehnenriss im 
Bereich der Endphalanx Dig IV sei initial nach dem Unfall sofort erkannt und korrekt behandelt 
worden. Aktuell habe sich höchstens eine sehr schwache Arthrose in diesem Bereich entwi-
ckelt. Die Beschwerdeführerin nehme heute Antirheumatika ein, welche sie offenbar vor dem 
Unfall nicht eingenommen habe. Somit sei davon auszugehen, dass das noch bestehende 
komplexe Schmerzsyndrom nicht primär posttraumatischer Natur, sondern wahrscheinlich mit 
deutlichem Intervall zum Unfall aufgetreten sei. In Bezug auf die momentan geklagten Schulter-
Arm-Schmerzen fehle es mangels entsprechender Angaben in den Akten kurz nach dem Unfall 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit an der natürlichen Kausalität zu diesem. Zusammenfas-
send bestehe aus orthopädischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch unfall-
bedingte Verletzungen bzw. durch daraus resultierende geringfügige Veränderungen am Bewe-
gungsapparat. In neurologischer Hinsicht sei erwähnenswert, dass aufgrund der aktuellen 
anamnestischen Erhebungen durch den neurologischen Experten ständige Schmerzen an der 
linken Körperseite angegeben würden, welche nicht in dieser Form in den Akten dokumentiert 
seien. Des Weiteren leide die Beschwerdeführerin an linksbetonten Kopfschmerzen, welche 
bereits vor dem Unfall bestanden hätten. Die aktuelle klinisch-neurologische Untersuchung sei 
völlig normal und es bestünden weder Hinweise für radikuläre Läsionen im Bereich der oberen 
oder unteren Wirbelsäule noch für ein epileptisches Geschehen. Soweit die Beschwerdeführerin 
angebe, durch Konzentrationsstörungen geplagt zu sein, könne dies durch die an den Untersu-
chungen beteiligten Experten nicht bestätigt werden. Festzuhalten sei, dass die Beschwerde-
führerin beim Unfall eine Commotio cerebri erlitten habe. Da aufgrund der Akten keine Hinweise 
auf eine beim Unfall erlittene schwerwiegende zerebrale Verletzung im Sinne einer Contusio 
cerebri bestehen würden, sei die gestörte Konzentrationsfähigkeit am ehesten im Rahmen der 
Schmerzen zu interpretieren, welche durch die rheumatoide Arthritis hervorgerufen würden. In 
Bezug auf die psychische Situation sei zu erwähnen, dass im unmittelbaren posttraumatischen 
Verlauf psychische Probleme nicht aufgezeigt worden seien. Insofern sei erstaunlich, dass rund 
vier Monate nach dem Unfall eine psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung eingeleitet 
worden sei. Eine medikamentöse Therapie sei jedoch nicht erwogen worden. Es sei unklar, wie 
lange die Therapie durchführt worden sei. Aus der verfügbaren Dokumentation gehe nicht her-
vor, ob die psychiatrische Behandlung nach der Kündigung der Stelle (gemäss den Akten im 
Juni 2005), als die Beschwerdeführerin gemäss ihren aktuellen Angaben in eine Depression 

 

 
 
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„gestürzt“ sei, weitergeführt worden sei. Ein besonderer Mangel der Dokumentation bestehe 
ferner darin, dass einerseits über die psychosoziale Situation der Beschwerdeführerin zum 
Zeitpunkt des Unfalls keine Aussagen gemacht worden seien. Andererseits fänden sich auch 
keine Angaben zur prätraumatischen Persönlichkeitsstruktur.  
 
Zusammenfassend müsse festgehalten werden, dass die beim Unfall von 9. Dezember 2002 
erlittenen Verletzungen inzwischen folgenlos ausgeheilt seien. Dies betreffe insbesondere die 
Commotio cerebri und die orthopädischen Verletzungen, namentlich die Beckenringfraktur mit 
extraforaminaler undislozierter Sakrumfrakur links, die Acetabulumfraktur des ventralen Pfeilers 
ohne Dislokation in der Sagittalebene ausserhalb der Hauptbelastungszone links und die Sitz-
beinfraktur links. Es resultiere aufgrund des ossären Ausrisses der Strecksehne eine leichte 
Arthrose mit einem aktiven Extensionsdefizit von 25%, doch resultiere daraus keine messbare 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf die psychischen Beschwerden müsse seit 
Jahren eine unfallkausale psychische Störung ausgeschlossen werden. Die subjektiven Anga-
ben betreffend die kognitiven Beeinträchtigungen könnten daher nicht auf einer psychischen 
Störung basieren. Somit liessen sich als Folge des Unfalls vom 9. Dezember 2012 keine Ar-
beitsunfähigkeit und keine dauernden erheblichen körperlichen, geistigen und gesundheitlichen 
Störungen erhärten.  
 
4.3.2 Im Rahmen des Einspracheverfahrens hielt die B.____ am 5. Dezember 2013 unter 
anderem fest, weshalb im Rahmen ihrer Begutachtung keine neuropsychologische Begutach-
tung durchgeführt worden sei. Die zeitnahen Berichte hätten eine Commotio cerebri genannt, 
welche nicht zu hirntraumatisch bedingten kognitiven Beschwerden führe. Aus diesem Grund 
sei die Frage betreffend die natürliche Kausalität zwischen den geltend gemachten kognitiven 
Störungen und dem Unfall zu verneinen. Ein fehlender Kausalzusammenhang ergebe sich an-
hand der Tatsache, dass kognitive Beschwerden mit Latenz aufgetreten seien. Erst im Bericht 
des Hausarztes Dr. E.____ vom 10. Juni 2003 würden solche Beschwerden in Form von Hand-
lungsplanstörungen erwähnt. Da eine solche Störung nach einer Commotio cerebri nicht zu 
erwarten sei, sei bewusst auf eine neuropsychologische Testung verzichtet worden. Selbst 
wenn eine solche durchgeführt worden wäre, hätte dies nicht zu einer anderen Interpretation 
geführt und der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 9.  Dezember 2002 
und den neuropsychologischen Beschwerden hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
bejaht werden können. Sodann verneinte die B.____ die Frage, ob die Tatsache, dass die Ärz-
teschaft des Spitals C.____ in ihrer ersten ärztlichen Stellungnahme bei der Beschwerdeführe-
rin eine Amnesie für das Geschehene festgestellt hätten, etwas an der Qualifikation des Schä-
delhirntraums und an der Kausalitätsbeurteilung ändern würde. Betreffend den im B.____ vom 
19. September 2012 erwähnten Widerspruch im neuropsychologischen Gutachten der F.____ 
vom 5. September 2003, wonach festgehalten werde, dass die Beschwerdeführerin einerseits 
eine anterograde Amnesie von 30 Minuten und andererseits bereits am Unfallort wieder zu sich 
gekommen sei, wurde ausgeführt, dass in den echtzeitlichen Dokumenten kein anterograde 
Amnesie von 30 Minuten erwähnt werde. In Bezug auf die Nichterwähnung der Fraktur des Tu-
ber ischiadicums im Gutachten führte die B.____ schliesslich aus, dass diese im Gutachten als 
unterer Schambeinbruch bezeichnet werde. Dieser sei stabil verheilt und die Verformung habe 
auf die Funktionalität sowie die Beschwerden keinen Einfluss.  
 

 

 
 
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5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 
24. November 2014 auf die Ausführungen im Gutachten der B.____ vom 19. September 2012 
und dessen Ergänzungen vom 5. Dezember 2013. In der Folge stellte sie ihre Leistungen per 
19. September 2012 ein, da der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den noch geklag-
ten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 9. Dezember 2002 nicht mehr gegeben sei. Die-
se Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie oben unter Erwägung 2 unter 
Hinweis auf das Urteil des Kantonsgerichts vom 21. April 2010 ausgeführt, ist den im Rahmen 
des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, wel-
che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Ak-
ten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-
gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinwei-
sen). Solche Zweifel an der Verwertbarkeit des Gutachtens und dessen Ergänzungen liegen im 
vorliegenden Fall nicht vor. Vielmehr erfüllen diese Unterlagen die rechtsprechungsgemässen 
Anforderungen, welche an beweistaugliche medizinische Berichte gestellt werden: Das Gutach-
ten der B.____ und dessen Ergänzungen sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen 
auf eingehenden Untersuchungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden, sind in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthalte-
nen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Es ist da-
her nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid darauf abstellte. 
 
5.2.1 Daran ändern die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts. Soweit sie moniert, 
das Kantonsgericht habe im Urteil vom 21. April 2010 verbindlich festgehalten, das gemäss den 
Berichten der Klinik F.____ vom 5. September 2003 und dem Gutachten der K.____ vom 
26. August 2008 die neuropsychologischen Defizite unfallkausal seien, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Die Aussage des Kantonsgerichts ist viel mehr dahingehend zu verstehen, dass im 
Zeitpunkt der Untersuchung in der Klinik F.____ ein neuropsychologisches Defizit vorhanden 
war, dessen Ursache noch geklärt werden musste. 9 Monate nach dem Unfall hielt die untersu-
chende Ärzteschaft nämlich fest, dass die Ausfälle einen organischen Kern hätten und nicht 
entschieden werden könne, ob sie alleine durch den Unfall oder im Rahmen eines durch diesen 
dekompensierten latenten Vorzustand zu erklären seien. Da die Austrittsberichte des Spitals 
C.____ vom 24./28. Januar 2003 und der Klinik D.____ vom 27. Januar 2003 keine Hinweise 
für eine organische Ursache der neuropsychologischen Defizite enthielten und auch die bei 
Prof. H.____ am 19. Februar 2004 durchgeführte EEG- und bei der I.____ am 25. Februar 2004 
veranlasste MRI-Untersuchung unauffällige und normale Befunde ergaben, konnte den Anga-
ben im Bericht der Klinik F.____ betreffend organische Ursache der neuropsychologischen De-
fizite letztlich nicht gefolgt werden. Hingegen bestanden weiterhin Unklarheiten in Bezug auf 
den ebenfalls erwähnten dekompensierten latenten Vorzustand. In diesem Zusammenhang war 
dem Kantonsgericht nicht bekannt, wann und ob dieser ohnehin akut geworden wäre (status 
quo sine). Diese Zweifel konnte auch das Gutachten der K.____ vom 26. August 2008 nicht 
beheben, nahm es doch keine Stellung zum Kausalzusammenhang zwischen den neuropsy-
chologischen Beeinträchtigungen und dem Unfall. Ob diese in einem natürlichen Kausalzu-
sammenhang zum Unfall zu beurteilen waren, konnte das Kantonsgericht damit aufgrund der 

 

 
 
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vorhandenen medizinischen Berichte nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, 
weshalb es die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung zurückwies. 
 
5.2.2 Dieser Aufforderung kam die Beschwerdegegnerin nach und die offenen Fragen 
werden nunmehr durch das Gutachten der B.____ nachvollziehbar beantwortet. Die Gutachter 
weisen zutreffend darauf hin, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 9. Dezember 2002 
eine leichte Commotio cerebri erlitten hat (vgl. Austrittsbericht des Spitals C.____ vom 24./28. 
Januar 2003). Vor diesem Hintergrund schlossen sie zu Recht bleibende somatische, kognitive 
und psychische Beschwerde aus. Sie berücksichtigten, dass die Beschwerdeführerin an einer 
„Amnesie für das Geschehene“ gelitten habe. Diese betrachteten sie aber als ein häufig refe-
riertes Phänomen nach Unfällen, selbst wenn keine Kopfbeteiligung stattgefunden habe. Diese 
Aussagen stimmen mit den echtzeitlichen Dokumenten überein, welche bei der Beschwerdefüh-
rerin keine Symptome einer Hirntraumatisierung dokumentieren. Die von der Ärzteschaft im 
Spital C.____ im Anschluss an den Unfall durchgeführte 24-stündige Commotioüberwachung 
hat denn auch ein adäquates neurologisches Erscheinungsbild ergeben und der Glasgow 
Coma Score wies einen normalen Wert von 15 auf. Dadurch wird sowohl die Aussage von 
Dr. E.____, welcher ein halbes Jahr nach dem Unfall einen Status nach Commotio cerebri mit 
mehrstündiger retrograder Amnesie erwähnt (vgl. Bericht vom 5. Juni 2003) als auch jene im 
neuropsychologischen Bericht der Klinik F.____ vom 5. September 2003 widerlegt, welcher 
eine anterograde Amnesie (Bewusstseinsbeeinträchtigung) von 30 Minuten dokumentiert. Die 
Gutachter der B.____ bezeichneten diese medizinischen Angaben zu Recht als widersprüch-
lich, was auch durch weitere echtzeitliche Unterlagen bestätigt wird. So ist dem Bericht der Po-
lizei Basel-Landschaft zum Verkehrsunfall vom 9. Dezember 2002, Seite 4, unter anderem zu 
entnehmen, die Beschwerdeführerin habe sich an die Tatsache erinnert, dass sie am Boden 
gelegen und von Menschen betreut worden sei. Zudem habe sie angegeben, dass die Polizei 
und die Sanität gekommen seien (vgl. Aktennotiz vom 9. Februar 2004, act. K 22). Diese Erklä-
rungen weisen darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nicht an einer 30-minütigen anterogra-
den Amnesie gelitten haben kann, ist doch davon auszugehen, dass die Polizei und die aus 
L._____ kommende Sanität weniger als 30 Minuten brauchten, um am Unfallort einzutreffen. 
Zudem belegen auch sie das objektiv festgestellte Fehlen einer hirnorganischen Schädigung 
und den normale Glasgow Coma Score von 15 nach dem Unfall. Damit ist das Vorgehen der 
Gutachter, welche auf eine neuropsychologische Untersuchung der Beschwerdeführerin ver-
zichteten, nicht zu beanstanden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die noch geklagten 
neuropsychologischen Defizite mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf den Unfall vom 
9. Dezember 2002 zurückzuführen sind. Diese lassen sich auch nicht durch die übrigen geklag-
ten Beschwerden dem Unfall zuordnen. Soweit im Gutachten der K.____ vom 10. November 
2008 darauf hingewiesen wird, dass die festgestellte leichte bis mittelschwere neuropsychische 
Störung hochgradig mit Schmerzen im Bereich des Nackens und des Kopfes interagieren und 
durch diese verstärkt würden, steht fest, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall keine ent-
sprechenden Verletzungen im Nackenbereich erlitten hat. Diese wurden erst im Jahre 2006 
geltend gemacht und objektiviert und sind daher nicht dem Unfall zuzuordnen.  
 
5.2.3 Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter, dass die Gutachter der B.____ sich nicht 
zur in Fehlstellung verheilten Sitzbeinfraktur äussern würden. In ihrem ergänzenden Bericht 
vom 5. Dezember 2013 würden sie behaupten, dass die Fehlstellung keinen Einfluss auf die 

 

 
 
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Funktionalität habe. Auch diesbezüglich würden sie sich in Widerspruch zu den verbindlichen 
Angaben des Gerichts im Urteil vom 21. April 2010 stellen und ihre Einschätzung sei daher 
nicht verlässlich. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zunächst ist darauf hinzuwei-
sen, dass das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 21. April 2010 die Vorinstanz aufgefordert 
hat, die Frage zu klären, ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer 
muskulären Dysbalance in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Indem die Beschwerdegegne-
rin ein Gutachten bei der B.____ eingeholt und diese die Frage beurteilt hat, ist sie diesem As-
pekt grundsätzlich nachgekommen. Im Gutachten der B.____ wird denn auch auf Seite 41 er-
wähnt, dass die Beckenringfraktur die wichtigste Verletzung bezüglich allfälliger in Betracht zu 
ziehender bleibender gesundheitlicher Schäden sei. Es handle sich um eine Stückfraktur des 
unteren Schambeinastes, eine acetabulumnahe Fraktur des oberen Schambeinastes ohne si-
cheren intraartikulären Ausläufer und eine vertikale Sacrumfraktur. Im aktuell angefertigten 
Röntgenbild seien lediglich noch die leichten Verformungen der unteren Schambeinastfraktur 
sichtbar, welche klinisch bzw. bezüglich der diffusen Beschwerden keinen Einfluss hätten. Eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe aus orthopädischer Sicht nicht. Diese Ausführun-
gen sind überzeugend, weshalb sich das Gutachten nicht als mangelhaft erweist. Zudem ste-
hen diese Befunde nicht im Widerspruch zu den Ausführungen im J.____-Gutachten vom 
22. September 2006, das im Zusammenhang mit der Schambeinastfraktur eine muskuläre Dys-
balance erwähnte. Die Gutachter des J.____ attestierten der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt 
der Untersuchung aufgrund dieser Verletzung eine 15% Arbeitsunfähigkeit. Sie gingen jedoch 
davon aus, dass innert 12 Monaten eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden sollte, was nun-
mehr im Gutachten der B.____ bestätigt wird. 
 
5.3 Zusammenfassend gelangt das Kantonsgericht gestützt auf diese Beweiswürdigung 
zum Ergebnis, dass der medizinische Sachverhalt nunmehr genügend abgeklärt ist. Die medi-
zinischen Unterlagen machen deutlich, dass die Unfallkausalität zwischen dem Unfallereignis 
vom 9. Dezember 2002 und den heute noch geltend gemachten Beschwerden unter Berück-
sichtigung des Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist. Die blos-
se Möglichkeit der Unfallkausalität genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches der 
Beschwerdegegnerin nicht (BGE 119 V 338 E. 1). Damit erweist sich der Einspracheentscheid, 
wonach die Beschwerdeführerin spätestens ab dem Zeitpunkt des Gutachtens der B.____ am 
19. September 2012 keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat, als 
rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.  
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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