# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d46418e-d037-55cf-a6b6-26fded745e25
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2025 E-5470/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5470-2025_2025-11-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5470/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber,    

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Mag. iur. Fernando Arévalo Menchaca, 

HEKS Rechtsschutz (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat – Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 15. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5470/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 27. Februar 2025 zusammen mit seiner 

Mutter und seinen minderjährigen Geschwistern (N […]) sowie seiner voll-

jährigen Schwester (N […]) in der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 28. November 2024 bereits in Griechen-

land um Asyl nachgesucht hatte. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 10. März 2025 um Rückübernahme des Be-

schwerdeführers. 

D.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

24. März 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass der Be-

schwerdeführer in Griechenland am 13. Januar 2025 als Flüchtling aner-

kannt worden sei und über eine bis am 12. Januar 2028 gültige Aufent-

haltsbewilligung verfüge. 

E.  

Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. April 

2025 schriftlich das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichteintretens-

entscheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31), ei-

ner Wegweisung nach Griechenland sowie zum medizinischen Sachver-

halt. 

F.  

Mit Schreiben seiner zugewiesenen Rechtsvertretung vom 15. April 2025 

reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme ein (SEM-Akten 

[…][A]19). Dabei machte er im Wesentlichen geltend, dass er sich zusam-

men mit seiner Familie im Flüchtlingscamp Lesbos aufgehalten habe. Die 

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Seite 3 

Zustände dort seien sehr schlecht und unhygienisch gewesen. Auch habe 

er in einem Zelt mit zwei anderen Familien gelebt und nur einmal am Tag 

etwas zum Essen bekommen. Im Flüchtlingscamp habe es keine Hilfsor-

ganisationen gegeben. Nur einmal im Monat sei eine Hilfsorganisation ge-

kommen und habe Decken und Hygieneartikel verteilt. Von den griechi-

schen Behörden habe er keinerlei Unterstützung erhalten. Er und seine 

Familie seien von seiner in der Türkei lebenden Schwester sowie seinen in 

Frankreich wohnenden Tanten finanziell unterstützt worden. Bei einer 

Rückkehr nach Griechenland würde er keinen Platz und keine Unterkunft 

haben. Er und seine Mutter müssten für den Lebensunterhalt der ganzen 

Familie aufkommen, aber ohne Griechisch-Kenntnisse würden sie keine 

Arbeit finden. Zudem gebe es in Griechenland keine Möglichkeit, in die 

Schule zu gehen. Von Anfang habe er und seine Familie in die Schweiz 

kommen wollen, da sie hier die Möglichkeit hätten, die Schule zu besu-

chen. Er habe zwar acht Jahre lang eine Koranschule besucht, er könne 

aber nicht lesen. In Afghanistan habe er als (…) und als (…) gearbeitet. 

G.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 17. Juni 2025 (A22) befragte das SEM den Beschwerdeführer – im 

Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu seinem Aufenthalt in 

Griechenland und gewährte ihm das rechtliche Gehör zur voraussichtli-

chen Wegweisung dorthin. Dabei brachte der Beschwerdeführer im We-

sentlichen vor, dass er und seine Familie in die Schweiz gekommen seien, 

da seine Schwestern krank seien. Er könne nicht nach Griechenland zu-

rückkehren, weil er die Sprache nicht kenne und sich nirgendwo ausken-

nen würde. Dort gebe es keine Ärzte, die ihm und seiner Familie helfen 

würden. Auch habe er keine griechische Steuernummer. Während seines 

Aufenthaltes in der Türkei habe er in einem (…) ausgeholfen. Es sei von 

Anfang an seine Absicht gewesen, in die Schweiz zu kommen. 

Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer seinen griechischen Auf-

enthaltstitel, seinen griechischen Flüchtlingspass, diverse griechische Un-

terlagen und seine Tazkira ein. 

H.  

Am 1. Juli und 8. Juli 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen Pfle-

gedienst und ersuchte um Einsicht in medizinische Unterlagen des Be-

schwerdeführers sowie um Auskunft betreffend allfällige ausstehende Arzt-

termine. 

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Seite 4 

I.  

Der zuständige Pflegedienst stellte am 1. Juli und 9. Juli 2025 die medizi-

nischen Unterlagen des Beschwerdeführers – Verlaufsblatt der medizini-

schen Betreuung – dem SEM zu und informierte darüber, dass keine wei-

teren Arzttermine ausstehend seien. 

J.  

Am 11. Juli 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfügungsent-

wurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an den Beschwerde-

führer zur Stellungnahme. Eine solche reichte diese gleichentags ein. 

K.  

Mit Verfügung vom 15. Juli 2025 trat das SEM in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-

rers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 

Vollzug an. 

L.  

Mit Eingabe vom 22. Juli 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen den 

Nichteintretensentscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei vollständig aufzuheben und die 

Vorinstanz sei anzuweisen, seine vorläufige Aufnahme zu verfügen. Even-

tualiter sei die angefochtene Verfügung vollständig aufzuheben und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen und diese sei anzuweisen, bei den griechischen Behörden 

eine schriftliche individuelle Garantieerklärung einzuholen, wonach diese 

ihm eine adäquate medizinische Versorgung sowie eine nahtlose Unter-

bringung in einer adäquaten Unterkunft sicherstellen werden. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. Zudem seien die Dossier N (...) N (...) und N (...) zu koordinieren. 

Als Beweismittel lagen der Beschwerde unter anderem ein Schreiben von 

Hilfsorganisationen vom 8. Juli 2025 bei. 

M.  

Die Instruktionsrichterin verfügte am 5. August 2025, dass das vorliegende 

Beschwerdeverfahren mit demjenigen der Mutter und der minderjährigen 

Geschwister (E-5467/2025) sowie jenem der volljährigen Schwester (E-

5468/2025) koordiniert behandelt werde. Gleichzeitig verzichtete sie auf 

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Seite 5 

die Erhebung eines Kostenvorschusses und lud die Vorinstanz zur Einrei-

chung einer Vernehmlassung ein. 

N.  

Die Vorinstanz reichte mit Eingabe vom 2. September 2025 eine Vernehm-

lassung ein, woraufhin der Beschwerdeführer am 22. September 2025 

replizierte. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 

31-33 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 1.3 Ge-

sagten – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Der Beschwerdeführer beantragt in seinem Rechtsmittel zwar die voll-

ständige Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Begründung be-

schränkt sich aber auf den Wegweisungsvollzug und die Frage, ob die Ver-

fügung mangels eingehender Einzelfallprüfung insoweit zu kassieren sei. 

Weder das Nichteintreten auf das Asylgesuch noch die Anordnung der 

Wegweisung wird in der Beschwerde erwähnt. Der Nichteintretensent-

scheid und die Wegweisung (Dispositivziffern 1 und 2 der angefochtenen 

Verfügung) sind somit unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

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Seite 6 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

4.  

Der in der Rechtsmitteleingabe gestellte Rückweisungsantrag ist unbe-

gründet. Es ist festzuhalten, dass die Vorinstanz entgegen den pauschalen 

Ausführungen des Beschwerdeführers den Sachverhalt vollständig und 

richtig festgestellt hat. Insbesondere hat sie bereits anlässlich der schriftli-

chen Gewährung des rechtlichen Gehörs konkrete und detaillierte Fragen 

zum Aufenthalt in Griechenland gestellt (A17) und die relevanten Um-

stände auch anlässlich des persönlichen Gesprächs nochmals thematisiert 

(A22). Anschliessend hat sich das SEM mit den Angaben des Beschwer-

deführers rechtsgenüglich auseinandergesetzt und diese hinreichend ge-

würdigt.  Dass der Beschwerdeführer die Beweiswürdigung des SEM nicht 

teilt, stellt keine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung 

dar. Auch sonst ergeben sich aus den Akten keine Rückweisungsgründe, 

weshalb der Antrag abzuweisen ist. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führt zur Begründung der angefochtenen Verfügung im 

Wesentlichen folgendes aus: 

5.1.1 Gemäss der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung sei 

der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort 

Schutzstatus erhalten hätten, grundsätzlich zulässig. Griechenland sei 

überdies an die Richtlinie 2011/95/EU des europäischen Parlaments und 

des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) gebunden, 

welche die Ansprüche von Personen mit internationalem Schutzstatus 

regle. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im 

Falle einer Rückkehr nach Griechenland mit beachtlicher Wahrscheinlich-

keit einer Art. 3 EMRK- oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]-widrigen Behandlung 

oder einer existentiellen Notlage ausgesetzt wäre. 

5.1.2 Sodann sei gemäss der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtspre-

chung der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland grundsätzlich auch 

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zumutbar. Dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, die Legalvermu-

tung von Art. 83 Abs. 5 AIG (SR 142.20) umzustossen. Insbesondere habe 

er trotz zumutbarer Möglichkeiten keine ausreichenden Schritte unternom-

men, um in Griechenland eine Lebensgrundlage aufzubauen. Es sei für ihn 

zumutbar, nach einer Rückkehr nach Griechenland, sich um die vorhande-

nen Unterstützungsangebote – unter anderem die Beantragung eines in 

Griechenland garantierten Mindesteinkommens (EEE) und der Sozialver-

sicherungsnummer (AMKA-Nummer) zwecks Zugangs zur Gesundheits-

versorgung ausserhalb von ohnehin gewährter Behandlung in Notsituatio-

nen – zu bemühen und einen Sprachkurs zu besuchen sowie eine Arbeits-

stelle zu suchen. Insbesondere sei er kurz nach Erhalt seines Reisepasses 

ausgereist. Zudem stehe ihm in Griechenland das Projekt HELIOS+ zur 

Verfügung, welches die Integration von Personen mit Schutzstatus in die 

griechische Gesellschaft durch die Förderung einer unabhängigen Lebens-

führung, insbesondere durch Unterstützung für autonomes Wohnen, 

Sprachunterricht, Integrationskurse und vor allem beschäftigungsbezo-

gene Aktivitäten zur Unterstützung des Zugangs zum Arbeitsmarkt inklu-

sive zertifizierter Berufsausbildung zum Gegenstand habe. Weiter sei der 

Beschwerdeführer während seiner Reise von Afghanistan bis nach Grie-

chenland von Verwandten finanziell unterstützt worden und es könne da-

von ausgegangen werden, dass er auch bei einer Rückkehr auf deren Un-

terstützung zählen könne. 

5.1.3 Im Weiteren seien die vorgebrachten körperlichen und psychischen 

Gesundheitsbeschwerden des Beschwerdeführers in Griechenland behan-

delbar und nicht derart gravierend, dass sie einer Wegweisung entgegen-

stehen würden. 

5.2 In ihrer Rechtsmitteleingabe bringt der Beschwerdeführer im Wesentli-

chen vor, dass er aufgrund zahlreicher Berichte bei einem Vollzug der Weg-

weisung nach Griechenland weder eine Unterkunft noch Aussicht auf eine 

Arbeitsstelle habe. Er sei von Sozialleistungen ausgeschlossen und auf 

sich allein gestellt. Zudem sei für ihn ohne jegliche griechischen Sprach-

kenntnisse die Arbeitssuche nicht möglich gewesen. Demnach führe eine 

Prüfung sämtlicher Umstände offensichtlich zum Schluss, der Vollzug der 

Wegweisung nach Griechenland verletze vorliegend Art. 3 EMRK und sei 

somit unzulässig sowie unzumutbar. 

5.3 Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen aus, 

dass entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung der Be-

schwerdeführer bei einer Rückkehr nach Griechenland nicht einem 

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ernsthaften Risiko einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung 

ausgesetzt sei. Er habe keine Anstrengungen unternommen, in Griechen-

land eine nachhaltige Existenzgrundlage zu schaffen, sondern habe von 

Anfang an das Ziel gehabt, in die Schweiz weiterzureisen. Der mit Be-

schwerde eingereichte Brief von Hilfsorganisationen vom 8. Juli 2025 sei 

mangels konkreter Rückschlüsse zur individuellen Situation des Beschwer-

deführers nicht geeignet, um eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK 

zu begründen. 

5.4 Replikweise wendet der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein, der 

griechische Staat sei nicht in der Lage, die gesetzlich vorgeschriebene 

Hilfe zu gewährleisten und die Unterstützung von Drittpersonen reiche 

nicht aus, um in Griechenland als anerkannte Flüchtlinge zu leben. 

Schliesslich gebe es in Griechenland ohne die Hilfe Dritter, die jederzeit 

wegfallen könne, keine Möglichkeit zur Integration. 

6.  

6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshin-

dernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 

Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, 

sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls 

wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.2  

6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK) einer Weiter-

reise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder 

einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

6.2.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland sich in Beachtung der völker- und landesrechtlichen 

Bestimmungen als zulässig erweist. Bei Griechenland handelt es sich ge-

mäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG um einen sicheren Drittstaat, in welchem 

der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 1 

AsylG findet. Das Land ist sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK und 

der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

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(SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen grundsätzlich nach. In Griechenland ist gemäss bundesver-

waltungsgerichtlicher Rechtsprechung – trotz schwerer Lebensbedingun-

gen und beschwerlicher Alltagsbewältigung – nicht von einer Situation aus-

zugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und 

erniedrigende Behandlung im Sinn einer Verletzung von Art. 3 EMRK dro-

hen würde (vgl. einlässlich die Referenzurteile E-3427/2021, E-3431/2021 

E. 11.2 und E. 7, D-559/2020 vom 13. Februar 2020 E. 8.2 und 9.1, je 

m.w.H., bestätigt durch das Referenzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 

11. September 2025 E. 8.1). Die pauschalen Ausführungen in der Be-

schwerde und Replik, es bestehe in Griechenland die reale Gefahr, dass 

der Beschwerdeführer dort gravierenden Menschenrechtsverletzungen 

ausgesetzt wäre, sowie die hierzu angeführten Quellen das eingereichte 

Schreiben von 14 griechischen Nichtregierungsorganisationen vom 8. Juli 

2025 begründen keine Verletzung von Art. 3 EMRK und vermögen damit 

die obgenannte Regelvermutung nicht umzustossen, zumal die genannten 

Berichte und Schreiben allgemeinen Charakter aufweisen und kein direkter 

Zusammenhang zur individuellen Situation des Beschwerdeführers be-

steht. 

6.3  

6.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; 

SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung nach Grie-

chenland in der Regel zumutbar ist. Die betroffene Person hat die Möglich-

keit, die Legalvermutung der Zumutbarkeit umzustossen. Dazu hat sie je-

doch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechen-

land aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder 

gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Re-

ferenzurteil D-2590/2025 E. 8.3). 

6.3.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass der Be-

schwerdeführer die oben umschriebene Legalvermutung nicht umzustos-

sen und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun vermag, dass er im Falle 

einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten 

würde (vgl. E. 5.1.2 und E. 5.1.3). Er hat trotzt zumutbarer Möglichkeiten 

keine ausreichenden Schritte unternommen, um in Griechenland eine Le-

bensgrundlage aufzubauen. Insbesondere hat er sich entgegen seinen 

Ausführungen auf Beschwerdestufe nicht ansatzweise um eine Integration 

in Griechenland bemüht, sondern ist gemäss eigenen Angaben am 

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Seite 10 

26. Februar 2025, nur etwa eineinhalb Monat nach dem Erhalt des Schutz-

status ausgereist (A22 F11). Auch hatte er nie die Absicht, sich in Griechen-

land integrieren zu wollen, zumal er von Anfang an in die Schweiz reisen 

wollte (ebd. F41). Schliesslich steht auch der physische und psychische 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ([…], […], […], […], […], […], 

[…], […], A27) einem Vollzug der Wegweisung nach Griechenland nicht 

entgegen. Eine allfällig notwendige medizinische Behandlung steht ihm 

grundsätzlich auch in Griechenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich 

Referenzurteil D-2590/2025 E. 9.7). 

6.4 Nachdem der Beschwerdeführer die genannten Vermutungen nicht 

umzustossen vermag, besteht auch kein Raum zur Einholung individueller 

Garantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung des Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach 

Griechenland (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-5814/2022 vom 17. Au-

gust 2023 E. 9.4). Der entsprechende Antrag ist abzuweisen. 

6.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 

24. März 2025 der Rückübernahme des Beschwerdeführers explizit zuge-

stimmt haben und er über eine bis zum 12. Januar 2028 gültige Aufent-

haltsbewilligung verfügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerde-

führer obliegt, nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-

zuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

6.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

8.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-

weist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos. 

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da die Be-

schwerde ex ante betrachtet nicht als aussichtslos einzuschätzen war und 

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Seite 11 

aufgrund der Akten von der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerde-

führers auszugehen ist, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen und es sind 

keine Verfahrenskosten zu erheben. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

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