# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba993b1a-e6ad-576c-941a-ae287a959b85
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.08.2023 A-3787/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3787-2023_2023-08-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3787/2023 

 

 
 

  Z w i s c h e n e n t s c h e i d  v o m   

1 5 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Alexander Misic (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiber Joel Günthardt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Gesuchsteller, 

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Technische  

Hochschule Zürich (ETH Zürich),  

vertreten durch Prof. Dr. Lorenz Hurni, Prorektor Studium, 

c/o Studienadministration, HG F 15,  

Rämistrasse 101, 8092 Zürich,   

vertreten durch  

Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt LL.M., 

und/oder Lucina Herzog, Rechtsanwältin LL.M.,  

Walder Wyss AG,  

Seefeldstrasse 123, Postfach, 8034 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,   

 

ETH-Beschwerdekommission,  

Effingerstrasse 6a, Postfach, 3001 Bern,    

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Ausstandsbegehren. 

A-3787/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Urteil A-1190/2021 vom 14. März 2023 wies das Bundesverwaltungs-

gericht, handelnd durch Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), Richterin 

Christine Ackermann und Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, die Be-

schwerde von A._______ ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.  

Dieses Urteil wurde von A._______ am 3. Mai 2023 mit Beschwerde in öf-

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten 

(Verfahrens-Nr. 2C_248/2023; derzeit noch pendent). 

B.  

Mit Verfügung vom 16. Dezember 2021 sprach die ETH Zürich gegen 

A._______ einen Verweis aus.  

C.  

Mit Entscheid vom 20. April 2023 wies die ETH-Beschwerdekommission 

die dagegen erhobene Beschwerde von A._______ ab. 

D.  

Mit Beschwerde vom 31. Mai 2023 gelangte A._______ an das Bundesver-

waltungsgericht (Verfahren A-3131/2023). Er beantragt, der disziplinari-

sche Entscheid sei aufzuheben; allenfalls sei eine Rückweisung an die Vo-

rinstanz zur Neubeurteilung anzuordnen.  

E.  

Mit Eingabe vom 30. Juni 2023 verlangt A._______ (nachfolgend: Gesuch-

steller) den Ausstand von Richter Jürg Marcel Tiefenthal sowie der Richte-

rinnen Christine Ackermann und Claudia Pasqualetto Péquignot.  

F.  

Im Rahmen des hierauf neu eröffneten Ausstandsverfahrens A-3787/2023 

fordert der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 14. Juli 2023 Richter Jürg 

Marcel Tiefenthal sowie die Richterinnen Christine Ackermann und Claudia 

Pasqualetto Péquignot auf, zu den vorgebrachten Ausstandsgründen Stel-

lung zu nehmen. 

Mit Schreiben vom 17., 18. und 20. Juli 2023 äussern sie sich zum Aus-

standbegehren und beantragen dessen Abweisung. 

A-3787/2023 

Seite 3 

Auf die detaillierten Vorbringen des Gesuchstellers und die Stellungnah-

men der von ihm abgelehnten Gerichtspersonen wird in den Erwägungen 

näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Entscheide der 

ETH-Beschwerdekommission sind beim Bundesverwaltungsgericht an-

fechtbar (Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Eidgenössisch Tech-

nischen Hochschulen vom 4. Oktober 1991 [ETH-Gesetz, SR 414.110] 

i.V.m. Art. 33 Bst. f VGG). Da zudem kein Ausnahmegrund vorliegt (Art. 32 

VGG), ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

im Hauptverfahren A-3131/2023 voraussichtlich zuständig. Entsprechen-

des gilt somit für den Entscheid über das vorliegende Ausstandsbegehren. 

Nach Art. 38 VGG gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BGG, 

SR 173.110) über den Ausstand im Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht sinngemäss. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über 

Ausstandsbegehren grundsätzlich und auch im vorliegenden Verfahren in 

der Besetzung von drei Richterinnen und Richter (vgl. Zwischenentscheid 

des BVGer A-1821/2022 vom 26. Juli 2022 E. 1.3). 

Nach dem Gesagten ist auf das form- und fristgerecht eingereichte Aus-

standsbegehren vom 30. Juni 2023 einzutreten. Soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren nach dem VwVG (Art. 37 

VGG). 

2.  

2.1 Jede Person hat nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK An-

spruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, unvoreinge-

nommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Um-

stände entschieden wird. Der Gesetzgeber hat diesen Anspruch in Art. 34 

BGG für die Verfahren vor Bundesgericht und – entsprechend Art. 38 VGG 

– vor Bundesverwaltungsgericht konkretisiert. Demnach treten 

A-3787/2023 

Seite 4 

Richterinnen und Richter sowie Gerichtsschreiberinnen und Gerichts-

schreiber (Gerichtspersonen) in den Ausstand, wenn sie an der Sache ein 

persönliches Interesse haben (Bst. a), in einer anderen Stellung in der glei-

chen Sache tätig waren (Bst. b), mit Verfahrensbeteiligten in einer Ehe, 

eingetragenen Partnerschaft oder dauernden Lebensgemeinschaft leben 

(Bst. c), mit diesen verwandt oder verschwägert sind (Bst. d) oder aus an-

deren Gründen (Bst. e) befangen sein könnten. Die Bestimmungen von Art. 

34 Abs. 1 Bst. b und e BGG, wonach in den Ausstand zu treten hat, wer 

bereits in der gleichen Sache tätig war bzw. wer aus anderen Gründen be-

fangen sein könnte, haben die Funktion eines Auffangtatbestandes. 

Zur Ablehnung einer Gerichtsperson muss nicht deren tatsächliche Befan-

genheit nachgewiesen werden. Der Anschein der Befangenheit genügt. Ein 

solcher Anschein besteht, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Be-

trachtungsweise geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit der Rich-

terin bzw. des Richters zu erwecken. Solche Umstände können namentlich 

in einem bestimmten Verhalten der Gerichtsperson begründet sein. Auf das 

bloss subjektive Empfinden einer Partei kann bei der entsprechenden Be-

urteilung allerdings nicht abgestellt werden. Das Misstrauen in die Unvor-

eingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begründet erschei-

nen. Insgesamt muss gewährleistet sein, dass der Prozess aus Sicht aller 

Beteiligten als offen erscheint (BGE 139 I 121 E. 5.1, BGE 138 I 1 E. 2.2, 

BGE 136 I 207 E. 3.1, je m.H.). 

2.2 Der Anschein der Befangenheit kann durch unterschiedlichste Um-

stände und Gegebenheiten erweckt werden. Dazu können nach der Recht-

sprechung insbesondere vor oder während eines Prozesses abgegebene 

Äusserungen eines Richters zählen, die den Schluss zulassen, dass sich 

dieser bereits eine feste Meinung über den Ausgang des Verfahrens gebil-

det hat (BGE 137 I 227 E. 2.1 und BGE 134 I 238 E. 2.1). 

2.3  

2.3.1 Eine gewisse Besorgnis der Voreingenommenheit und damit Miss-

trauen in das Gericht kann bei den Parteien auch dann entstehen, wenn 

einzelne Gerichtspersonen in einem früheren Verfahren mit der konkreten 

Streitsache schon einmal befasst waren. In einem solchen Fall sogenann-

ter Vorbefassung stellt sich grundsätzlich die Frage, ob sich eine Gerichts-

person durch ihre Mitwirkung an früheren Entscheidungen in einzelnen 

Punkten bereits in einem Mass festgelegt hat, das sie nicht mehr als un-

voreingenommen und dementsprechend das Verfahren nicht mehr als 

A-3787/2023 

Seite 5 

offen erscheinen lässt (BGE 140 I 326 E. 5.1; Zwischenentscheid des 

BVGer A-1184/2019 vom 23. April 2019 E. 2.3).  

2.3.2 Nach Art. 34 Abs. 2 BGG stellt jedoch die Mitwirkung an einem frühe-

ren Verfahren für sich allein keinen Ausstandsgrund dar. Dies gilt auch für 

Fälle, in welchen das Gericht aufgrund eines Rückweisungsentscheids des 

Bundesgerichts über ein Verfahren ein zweites Mal zu befinden hat. Es wird 

angenommen und erwartet, dass die Gerichtspersonen die Streitsache ob-

jektiv und unparteiisch behandeln und so die erforderliche Offenheit des 

Verfahrens gewährleistet ist. Allein der Umstand, dass sich ein vorgesehe-

ner Spruchkörper bereits mit der Sache befasst hat, führt mithin nicht dazu, 

dass die beteiligten Gerichtspersonen unter dem Anschein der Befangen-

heit stehen. Hierfür müssten weitere konkrete für die Befangenheit spre-

chende Gesichtspunkte hinzutreten (statt vieler: BGE 142 III 732 E. 4.2.2 

und BGE 131 I 113 E. 3.6).  

2.3.3 Richterliche Verfahrensfehler oder auch ein möglicherweise falscher 

materieller Entscheid können nur ausnahmsweise die Unabhängigkeit bzw. 

die Unbefangenheit einer Gerichtsperson in Frage stellen. Dabei müssen 

objektiv gerechtfertigte Gründe zur Annahme bestehen, dass sich in 

Rechtsfehlern gleichzeitig eine Haltung manifestiert, die auf fehlender Dis-

tanz und Neutralität beruht. Die Annahme einer Befangenheit ist nur ge-

rechtfertigt, wenn besonders krasse Fehler oder wiederholte Irrtümer vor-

liegen, welche eine schwere Verletzung der richterlichen Pflichten darstel-

len und die auf eine Absicht der Benachteiligung einer Prozesspartei 

schliessen lassen (BGE 125 I 119 E. 3e m.H.; Urteile des BGer 

4A_208/2018 vom 22. August 2018 E. 2 und 1B_203/2018 vom 18. Juni 

2018 E. 2.1; vgl. auch Urteil des BVGer A-2142/2016 vom 9. September 

2016 E. 6.4.2 m.H.; vgl. ferner BGE 141 IV 178 E. 3.2.3). 

2.3.4 Zur Beantwortung der Frage, ob eine Gerichtsperson in einem kon-

kreten Fall vorbefasst ist, sind mehrere Kriterien zu beachten: Entschei-

dend ist in erster Linie, ob das Verfahren trotz deren nachgewiesenen bzw. 

offenkundigen Vorbefassung bezüglich des konkreten Sachverhalts und 

der konkreten Rechtsfragen als nach wie vor offen und nicht vorbestimmt 

erscheint (Offenheit des Verfahrensausgangs). Dabei spielen wiederum 

der Umfang des Entscheidungsspielraums bei der Beurteilung der sich in 

den verschiedenen Verfahrensabschnitten stellenden Rechtsfragen sowie 

die Bedeutung der Entscheidungen auf den Fortgang des Verfahrens eine 

Rolle. Weitere Elemente sind, unter welchen tatsächlichen und verfahrens-

rechtlichen Umständen sich die betroffene Amtsperson im früheren 

A-3787/2023 

Seite 6 

Zeitpunkt mit der Sache befasste bzw. sich später befassen wird sowie 

welche Fragen in den beiden Verfahrensabschnitten zu entscheiden sind 

und inwiefern sie sich ähnlich sind oder miteinander zusammenhängen 

(vgl. BGE 140 I 326 E. 5.1; Zwischenentscheid des BVGer A-1184/2019 

vom 23. April 2019 E. 2.3.3). 

3.  

3.1 Der Gesuchsteller begründet den Ausstand von Richter Jürg Marcel 

Tiefenthal sowie der Richterinnen Christine Ackermann und Claudia Pas-

qualetto Péquignot im Wesentlichen damit, dass dieses Richterkollegium 

im Urteil des BVGer A-1190/2021 vom 14. März 2023 das Gegenteil von 

den aktenkundigen Sachverhalten behauptet habe, in willkürlicher Weise 

vorgelegte Beweismittel nicht gewürdigt und das rechtliche Gehör verwei-

gert habe. Diese Rügen seien Gegenstand einer beim Bundesgericht ein-

gereichten Beschwerde (Verfahren 2C_248/2023). Das genannte Richter-

kollegium sei deshalb in der Sache vorbefasst, indem es die Würdigung für 

das Urteil wesentlicher Sachverhalte vorweggenommen habe. 

3.2 Richter Jürg Marcel Tiefenthal nimmt mit Schreiben vom 20. Juli 2023 

zum Ausstandsbegehren Stellung. Er beantragt dessen Abweisung und 

führt zur Begründung aus, dass keiner der gesetzlichen Ausstandsgründe 

erfüllt sei. Die Mitwirkung in einem früheren Verfahren des Bundesverwal-

tungsgerichts bilde für sich allein keinen Ausstandsgrund. Er erachte sich 

als weiterhin unbefangen und unvoreingenommen. 

3.3 Ebenso nimmt Richterin Christine Ackermann mit Schreiben vom 

18. Juli 2023 Stellung. Sie beantragt die Abweisung des Gesuchs und führt 

aus, dass die Mitwirkung in einem früheren Verfahren für sich allein keinen 

Ausstandsgrund bilde; eine Ausnahme davon sei ihres Erachtens nicht ge-

rechtfertigt. Ferner liege kein Ausstandsgrund gemäss Art. 34 Abs. 1 BGG 

i.V.m. Art. 38 VGG vor. 

3.4 Mit Schreiben vom 17. Juli 2023 nimmt sodann Richterin Claudia Pas-

qualetto Péquignot zum Ausstandsgesuch Stellung. Soweit der Gesuch-

steller die Befangenheit des gesamten Spruchkörpers geltend mache, weil 

dieses bereits im ihn betreffenden Urteil A-1190/2021 mitgewirkt habe, und 

in diesem Sinne eine Fehlerhaftigkeit des Urteils rüge, sei darauf hinzuwei-

sen, dass rechtsprechungsgemäss das Unterlaufen von Fehlern für sich 

allein genommen noch keinen Ausstand zu begründen vermöge. Sodann 

bilde die Mitwirkung in einem früheren Verfahren vor Bundesverwaltungs-

A-3787/2023 

Seite 7 

gericht für sich alleine keinen Ausstandsgrund. Die Unterzeichnende sieht 

auch keine subjektiven Ausstandsgründe als erfüllt. Sie verweist, dass am 

Bundesverwaltungsgericht die Bestellung der Richterbank nach strengen, 

klaren und öffentlich zugänglichen Regeln erfolge. 

3.5 Vorab ist anzumerken, dass sich ein Ausstandsbegehren nicht gegen 

ein Richterkollegium richten kann (vgl. Urteil des BGer 5A_386/2018 vom 

15. Mai 2018 E. 3 m.H.). Es ist daher als drei separate Ausstandsbegehren 

gegen Richter Jürg Marcel Tiefenthal sowie die Richterinnen Christine 

Ackermann und Claudia Pasqualetto Péquignot entgegenzunehmen. 

Nach dem bereits Gesagten vermögen Verfahrensmassnahmen eines 

Richters als solche, seien sie richtig oder falsch, praxisgemäss im Allge-

meinen keinen objektiven Verdacht der Befangenheit des Richters zu erre-

gen, der sie verfügt hat. Dasselbe gilt für einen allenfalls materiell falschen 

Entscheid (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Soweit der Gesuchsteller daher vorbringt, 

dass die genannten Gerichtspersonen das Gegenteil von den aktenkundi-

gen Sachverhalten behauptet hätten, willkürlich Beweise gewürdigt bzw. 

das rechtliche Gehör verletzt hätten, lässt sich darin kein Ausstandsgrund 

erblicken. Es ist jedenfalls weder substantiiert dargetan noch ersichtlich, 

dass eine wiederholte schwere Verletzung richterlicher Pflichten vorliegt. 

Sodann lässt sich im Umstand, dass die genannten Gerichtspersonen u.a. 

bereits im Verfahren A-1190/2021 mitgewirkt haben, kein Ausstandsgrund 

erblicken (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Daran vermag auch nichts zu ändern, dass 

der Gesuchsteller mit der Würdigung des Sachverhalts bzw. der angebo-

tenen Beweise nicht einverstanden ist. Insgesamt vermag der Gesuchstel-

ler nicht aufzuzeigen, inwiefern sich Richter Jürg Marcel Tiefenthal sowie 

Richterinnen Christine Ackermann und Claudia Pasqualetto Péquignot im 

Verfahren A-1190/2021 in einer Art festgelegt haben, dass sie einer unvor-

eingenommenen Beurteilung der Sach- und Rechtslage im Hauptverfahren 

A-3131/2023 nicht mehr zugänglich sein sollen. 

4.  

Das Ausstandsgesuch erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.  

Ausgangsgemäss hat der unterliegende Gesuchsteller die Kosten für das 

vorliegende Ausstandsverfahren zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese 

sind auf Fr. 500.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 1 und Abs. 4bis Bst. a VwVG 

i.V.m. Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

A-3787/2023 

Seite 8 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der unterliegende Gesuchsteller hat keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE 

e contrario). Ebenso wenig haben die Vorinstanz oder die Beschwerdegeg-

nerin einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

A-3787/2023 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Ausstandsbegehren wird abgewiesen. 

2.  

Die Kosten für den vorliegenden Zwischenentscheid von Fr. 500.– werden 

dem Gesuchsteller auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Zwischenentscheids der Gerichtskasse 

zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit 

separater Post. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Zwischenentscheid geht an den Gesuchsteller, die 

Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Alexander Misic Joel Günthardt 

 

  

A-3787/2023 

Seite 10 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: