# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d58aa66-0577-5619-bb87-91a1d70135cb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.05.2010 ZK1 2009 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-30_2010-05-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. Mai 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 30

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Brunner und Schlenker
Redaktion Aktuarin Mosca

In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas 
Reich, Grütlistrasse 96, 8027 Zürich, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 11. Dezember 2008, mitgeteilt am 30. 
Juni 2009, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen Y., Beklagte und 
Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, 
Obere Plessurstrasse 25, 7001 Chur, 

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y., geboren am 2. Februar 1961 in A. (ZH), und X., geboren am 2. März 
1960 in D., verehelichten sich am 6. November 1992 vor dem Zivilstandsamt D.. 
Aus der Ehe sind die gemeinsamen Söhne B., geboren am 17. März 1992, und C., 
geboren am 22. April 1994, hervorgegangen.

B. X. erlitt im Jahr 2000 einen schweren Verkehrsunfall. Seither ist er 
Tetraplegiker. Anfang 2003 trennte sich das Paar. Mit Vereinbarung vom 3. April 
2003 kamen die Ehegatten überein, dass der gemeinsame Haushalt seit dem 4. 
März 2003 aufgehoben sei. X. verblieb in der ehelichen Wohnung. Die Obhut über 
die beiden Söhne wurde der Ehefrau zugewiesen und eine Unterhaltspflicht des 
Ehemannes gegenüber der Ehefrau und den beiden Kindern in der Höhe von Fr. 
1'950.-- vereinbart.

C.  In einem von Y. am 26. August 2004 angestrengten Eheschutzverfahren 
vor dem Bezirksgerichtspräsidium Plessur wurde den Parteien eine Frist gesetzt, 
um eine einvernehmliche Lösung betreffend Zuteilung der Obhut über den Sohn 
B. zu finden. Am 21. Dezember 2004 wurde der Kinder- und Jugendpsychiatrische 
Dienst Graubünden (KJPD) beauftragt, über diese Frage ein Gutachten zu 
erstellen. Gestützt auf das Gutachten des KJPD vom 30. Mai 2005 kam es 
bezüglich der Zuteilung der Obhut über den Sohn B. zu einer Einigung. Mit 
Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 20. September 
2005, mitgeteilt am 4. Oktober 2005, wurden die beiden Söhne dementsprechend 
unter die Obhut der Mutter gestellt. Der Ehemann wurde ausserdem verpflichtet, 
rückwirkend ab 1. September 2004 monatlich im Voraus zahlbare 
Unterhaltsbeiträge von Fr. 3'016.50 (für die Kinder je Fr. 800.--, für die Ehefrau Fr. 
1'416.50) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu 
bezahlen.

D. Nachdem X. mit Vermittlungsbegehren vom 1. November 2005 die 
Scheidungsklage beim Kreisamt D. anhängig gemacht und zugleich darum 
ersucht hatte, mit der Ansetzung der Sühneverhandlung noch zuzuwarten, teilte Y. 
dem Kreisamt mit Schreiben vom 12. Dezember 2006 mit, dass beide Parteien mit 
der Scheidung einverstanden seien. Mit Überweisungsverfügung vom 19./20. 
Dezember 2006 wurde die Angelegenheit daher an das Bezirksgerichtspräsidium 
Plessur zur Weiterbehandlung überwiesen. In der Folge wurden die Parteien im 
Beisein ihrer Rechtsvertreter am 23. Januar 2007 jeweils getrennt und gemeinsam 
angehört, wobei beide ihren Scheidungswillen bestätigten. Nachdem die 

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zweimonatige Bedenkfrist gemäss Art. 111 Abs. 2 ZGB verstrichen war, ohne 
dass zwischen den Parteien eine Einigung über die Nebenfolgen erzielt werden 
konnte, wurde X. mit Verfügung vom 26. Juli 2007 Frist gesetzt, um seine Anträge 
betreffend die Nebenfolgen der Scheidung zu stellen, zu begründen und die 
Beweismittel zu nennen.

E. Mit frist- und formgerechter Eingabe vom 4. September 2007 liess X. 
folgende Rechtsbegehren stellen:

„1. Scheidungsantrag

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Elterliche Sorge und Obhut

a. Der der Ehe entsprossene Sohn B., geboren 17.03.1992, sei unter 
die alleinige elterliche Sorge und Obhut von X. zu stellen.

b. Der der Ehe entsprossene Sohn C., geboren 22.04.1994, sei unter 
die alleinige elterliche Sorge und Obhut von Y. zu stellen.

3. Besuchs- und Ferienrechte gegenüber B. und C.

X. und Y. sei jeweils gegenüber dem nicht unter ihrer elterlichen Sorge 
und Obhut stehenden Sohn ein Besuchsrecht von zwei Wochenenden 
pro Monat und vier Wochen Ferien (28 Tage) pro Jahr einzuräumen.

4. Kinderunterhalt

a. Y. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von B. einen monatlich 
pränumerando zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.-- 
zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen.

b. X. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von C. einen monatlich 
pränumerando zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.-- 
inklusive allfälliger von der SUVA für C. ausgeschütteter Zulagen zu 
bezahlen.

c. Die Unterhaltsbeiträge gemäss den vorstehenden lit. a und b seien 
praxisgemäss zu indexieren.

5. Ehegattenunterhalt

a. X. sei zu verpflichten, an Y. einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 500.-- zu bezahlen.

b. Die Unterhaltspflicht von X. gemäss vorstehenden lit. a sei per 
30.04.2010 zu befristen (Endtermin).

6. BVG/Pensionskasse

Es sei ein vollständiger Ausgleich der von den Parteien während der 
Ehe erworbenen BVG-Guthaben per Datum des Scheidungsurteils 
vorzunehmen und die entsprechenden Pensionskassen seien 
anzuweisen, den vom Gericht ermittelten Betrag auf das berechtigte 
Pensionskassenkonto zu übertragen.

7. Güterrecht 

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a. Gestützt auf Art. 205 Abs. 2 ZGB sei X. das Alleineigentum an der 
F., sowie ausschliesslichem Benutzungsrecht am Autoabstellplatz 
Nr. 108, E., 7000 D., zuzuweisen; zu diesem Zweck sei ½ 
Miteigentumsanteil an der F., bestehend aus 48/1000 
Miteigentumsanteilen an Grundstück Nr. G., 5 ½ Zimmerwohnung 
Nr. CO4 im Erdgeschoss, Ost, mit Keller Nr. CO4 im Untergeschoss 
sowie ausschliesslichem Benutzungsrecht am Autoabstellplatz Nr. 
108, alles im Grundbuch der Stadt D., von Y. auf X. zu übertragen 
und zwar gegen Entlassung von Y. aus einer allfälligen Schuldpflicht 
aus bestehenden Hypotheken im Zusammenhang mit diesem 
Grundstück und gegen richterlich festzusetzende Entschädigung 
gemäss Ziff. 7.b nachstehend.

b. Im Übrigen sei die güterechtliche Auseinandersetzung gemäss 
Gesetz vorzunehmen.

8. Kostenregelung

Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten von Y..“

F. Demgegenüber liess Y. in ihrer Eingabe vom 31. Oktober 2007 folgendes 
beantragen:

„1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Die Kinder B., geboren 17. März 1992, und C., geboren 22. April 1994, 
seien unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut der Mutter zu 
stellen.

3. Besuchs- und Ferienrecht nach Gesetz.

4. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder B., 
geboren 17. März 1992, und C., geboren 22. April 1994, einen 
monatlich pränumerando zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von je Fr. 
800.-- zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen.

5. Der Ehemann sei zu verpflichten, an die Ehefrau pränumerando einen 
monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'400.-- zu bezahlen.

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 seien zu indexieren.

7. Güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz.

8. Die während der Ehe erworbenen Pensionskassenguthaben der 
Parteien seien je hälftig zu teilen. Allenfalls sei eine Entschädigung 
gemäss Art. 124 Abs. 1 FZG (recte: ZGB) auszurichten.

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% Mwst zulasten 
der Gegenpartei.“

G. Am 16. November 2007 ersuchte der Ehemann um Abänderung der 
Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 20. September 
2005. Anlässlich der Parteibesprechung vom 6. Dezember 2007 einigten sich die 
Parteien im Beisein der Rechtsvertreter darüber, dass der Sohn B. unter die Obhut 
des Vaters zu stellen sei. Ebenfalls eine Einigung wurde hinsichtlich der Höhe der 

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vom Ehemann an die Ehefrau zu zahlenden Unterhaltsbeiträge erzielt. Mit 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 12. Dezember 2007, 
mitgeteilt am 14. Dezember 2007, wurde in Abänderung von Ziff. 2 der 
Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 20. September 
2005 der Sohn B. unter die Obhut des Vaters gestellt. Beiden Elternteilen wurden 
alternierend Wochenendbesuchsrechte von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 20.00 
Uhr gewährt. Das KJPD wurde beauftragt, Abklärungen zu tätigen, welche 
Auswirkungen die Obhutsveränderung hat und darzulegen, ob allenfalls weitere 
Massnahmen im Kindsinteresse erforderlich sind. Sodann wurde der Ehemann in 
Abänderung von Ziff. 4 der Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums 
Plessur vom 20. September 2005 verpflichtet, ab 1. Dezember 2007 monatlich im 
Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'200.-- (für den Sohn Fr. 800.--, für 
die Ehefrau Fr. 1'400.--) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher 
Kinderzulagen zu bezahlen.

H. Gestützt auf das Gutachten des KJPD vom 6. Februar 2008 wurde mit 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 7. Oktober 2008 die 
Vormundschaftsbehörde des Kreises D. damit beauftragt, für die beiden Kinder B. 
und C. eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB zu errichten, um die 
Besuchs- und Ferientage im Sinne der Verfügungen des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 12. Dezember 2007 und 7. Oktober 2008 
zu regeln.

I. Am 17. November 2008 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht 
Plessur statt. Im Nachgang an diese Hauptverhandlung ordnete das 
Bezirksgericht Plessur an, der Ehemann habe die Steuererklärung 2007 mit 
sämtlichen Beilagen einzureichen. Des Weiteren wurde die Versicherung N. 
aufgefordert, dem Gericht bekannt zu geben, welche Zahlungen bis zum 31. 
Dezember 2007 an den Ehemann erfolgt sind. Beide Rechtsvertreter liessen sich 
mit Schreiben vom 8. Januar 2009 zu den eingereichten Urkunden vernehmen.

J. Mit Urteil vom 17. November 2008/11. Dezember 2008, mitgeteilt am 30. 
Juni 2009, erkannte das Bezirksgericht Plessur:

„1. Die Ehe der Parteien wird geschieden.

a) Der gemeinsame Sohn B., geboren am 17. März 1992, wird unter 
die elterliche Obhut und Sorge des Vaters gestellt.

b) Der gemeinsame Sohn C., geboren am 22. April 1994, wird unter 
die elterliche Obhut und Sorge der Mutter gestellt.

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2. a) Beiden Elternteilen werden Wochenendbesuchsrechte von Freitag, 
18.00 Uhr, bis Sonntag, 20.00 Uhr, alternierend gewährt.
Der Sohn C. verbringt zusätzlich einmal pro Monat eine Nacht unter 
der Woche beim Vater. Der genaue Tag wird von den Eltern in 
gegenseitiger Absprache bestimmt.
Beiden Elternteilen wird je ein Ferienrecht von 4 Wochen im Jahr 
eingeräumt.
Die Ferientage sollen die Kinder alternierend bei Vater und Mutter 
verbringen.

b) Die mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 7. 
Oktober 2008 für die Kinder B. und C. angeordnete Beistandschaft 
im Sinne von Art. 308 ZGB wird beibehalten.
Der Beistand wirkt insbesondere bei der Umsetzung des Besuchs- 
und Ferienrechts unterstützend mit. Dabei koordiniert er die 
alternierenden Wochenendbesuchsrechte der Eltern von Freitag- 
bis Sonntagabend sowie die Ferien- und Feiertage in Absprache mit 
den Eltern. Weiter organisiert er die zusätzliche Übernachtung unter 
der Woche von C. bei seinem Vater einmal pro Monat, soweit sich 
die Eltern nicht einigen.

3. X. wird verpflichtet, für den Unterhalt des unter seiner elterlichen Obhut 
und Sorge lebenden Sohnes B. aufzukommen. Er erhält die IV-
Kinderrente im Betrag von Fr. 729.-- monatlich. Weiter wird er 
verpflichtet, an den Unterhalt seines Sohnes C. einen monatlich im 
Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in der Höhe der Kinderrente der 
Invalidenversicherung, mindestens aber im Umfang von Fr. 800.--, zu 
bezahlen. Die Unterhaltspflicht dauert bis zur Mündigkeit der Söhne. 
Vorbehalten bleibt ein Anspruch nach Art. 277 Abs. 2 ZGB.
Y. wird verpflichtet, allfällig an sie ausgerichtete vertragliche und 
gesetzliche Kinderzulagen für den Sohn B. X. zu überweisen. Allfällige 
Kinderzulagen für den Sohn C. verbleiben bei Y..

4. a) Der ½ Miteigentumsanteil an der F., bestehend aus 48/1000 
Miteigentumsanteilen an Grundstück Nr. G., 5 ½- Zimmerwohnung 
Nr. C04 im Erdgeschoss, Ost, mit Keller Nr. C04 im Untergeschoss 
sowie ausschliesslichem Benutzungsrecht am Autoabstellplatz Nr. 
108, alles im Grundbuch der Stadt D., wird von Y. auf X. übertragen, 
der damit Alleineigentum erhält.

Das Grundbuchamt der Stadt D. wird angewiesen, den 
vorerwähnten hälftigen Miteigentumsanteil von Y. auf X. zu 
übertragen.

Die anfallenden Kosten gehen hälftig zu Lasten von Y. und X..

X. übernimmt mit der Eigentumsübertragung die bei der 
Graubündner Kantonalbank, D., bestehenden Hypothekarschulden 
als Alleinschuldner mit alleiniger Schuld- und Zinspflicht.

b) X. wird verpflichtet, Y. per Saldo aller Ansprüche aus Güterrecht mit 
Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils Fr. 104'565.50 zu 
bezahlen. Die Parteien behalten die auf ihren Namen lautenden 
Konti und Depots. Weiter wird X. das Guthaben aus dem 
Erneuerungsfonds samt Zinsen sowie die Lebensversicherung 
zugewiesen. Sämtliche Schulden, d.h. die Schuld gegenüber der 

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SUVA und die Darlehensschuld gegenüber der Mutter der Ehefrau, 
werden von X. übernommen.

5. Es wird Vormerk genommen, dass es sich beim gemischten Fonds Nr. 
H. auf dem Depot mit der Nummer I. um Kindsvermögen handelt, 
welches beiden Kindern zu gleichen Teilen zusteht und es wird verfügt, 
dass X. keine Transaktionen ohne die Zustimmung von Y. vornehmen 
darf.

6. X. wird verpflichtet, Y. Fr. 15'000.-- als Entschädigung gemäss Art. 124 
Abs. 1 ZGB auf ihr Pensionskassenkonto bei der J. Pensionskasse, 
AHV-Nr. K., Vers.-Nr. L., zu überweisen. Darüber hinaus bestehen 
keine Ansprüche aus beruflicher Vorsorge.

7. X. wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y. ab Eintritt der Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter 
einen im Voraus zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 850.-
- zu bezahlen.
Dieser Unterhaltsbeitrag deckt den gebührenden Unterhalt von Fr. 
950.-- von Y. im Umfang von Fr. 100.-- nicht.
Y. kann innerhalb von fünf Jahren seit der Scheidung die Erhöhung der 
Rente verlangen, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse von X. 
entsprechend verbessert haben.

8. Der Unterhaltsbeitrag nach Ziffer 8. basiert auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik per Ende Oktober 
2008 von 104.6 Punkten (Basis Dezember 2005 = 100 Punkte). Er ist 
jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2010, dem 
Indexstand per Ende November des Vorjahres anzupassen, es sei 
denn, X. beweise, dass sein Einkommen nicht im gleichen Verhältnis 
angestiegen ist. Die Anpassung des Unterhaltsbeitrages erfolgt nach 
folgender Formel:

neuer UB  =   alter UB x neuer Index
104.6

Bei einer geringeren Erhöhung wird der Unterhaltsbeitrag in 
entsprechend tieferem Masse angepasst, während bei unverändertem 
Einkommen eine Anpassung entfällt.

10. Die Kosten des Bezirksgerichtes Plessur von Fr. 15'732.45 
(Gerichtsgebühren Fr. 10'000.--, Schreibgebühren Fr. 1'222.--, 
Bargebühren Fr. 510.45, Streitwertzuschlag Fr. 4'000.--) gehen je zur 
Hälfte zu Lasten von X. und Y..
Da die Ehefrau mit einer Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege 
prozessiert, werden die ihr überbundenen Kosten nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils vorläufig der Stadt D. in Rechnung gestellt.
Aufgrund des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 4’550.-- hat der 
Ehemann den Restbetrag von Fr. 3'316.20 innert 30 Tagen auf das 
PC-Konto 70-3596-3 des Bezirksgerichtes Plessur zu überweisen.

11. Der Parteivertreterin der Ehefrau wird eine Frist von 10 Tagen ab 
Mitteilung des vorliegenden Urteils gesetzt, um eine detaillierte 
Honorarnote betreffend Anwaltsaufwand (samt Einzahlungsschein) 
einzureichen und ihre diesbezüglichen Ansprüche zu beziffern. Bei 
Nichteinhaltung dieser Frist wird der Bezirksgerichtsvizepräsident den 
Aufwand nach pflichtgemässem Ermessen festsetzen.

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12. (Mitteilung)“

K. Hiergegen liess X. am 24. August 2009 Berufung an die I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts erklären, wobei er die folgenden Begehren stellte:

 A. Materielle Anträge

„1. Es seien die folgenden Dispositivziffern des angefochtenen Urteils des 
Bezirksgerichtes Plessur (Proz.-Nr. 110-2008-71) zu kassieren: Ziff. 
5b, 1. Satz, Ziff. 8, Ziff. 9 und Ziff. 10 und durch nachstehende 
Regelung zu ersetzen:

a) Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei gemäss Gesetz 
vorzunehmen.

b) Es sei davon abzusehen, der Ehefrau und Berufungsbeklagten 
einen Unterhaltsbeitrag zuzusprechen.

c) Die Kosten der Vorinstanz seien der Ehefrau und 
Berufungsbeklagten zu überbinden und sie sei zu verpflichten, den 
Ehemann und Berufungskläger für das Verfahren vor erster Instanz 
ausseramtlich mit Fr. 37'452.-- zu entschädigen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% 
Mehrwertsteuer für das Verfahren vor Kantonsgericht Graubünden zu 
Lasten der Ehefrau und Berufungsbeklagten.

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B. Neue Beweisanträge

1. Die Ehefrau und Berufungsbeklagte, eventuell die IV-Stelle des 
Kantons Graubünden, Ottostrasse 24, 7000 D., sei zu verpflichten, 
folgende Urkunden zu edieren:

▪ IV-Anmeldung der Ehefrau und Berufungsbeklagte respektive von Dr. 
med. M., D.

▪ sämtliche allfälligen IV-Akten betreffend die Ehefrau und 
Berufungsbeklagte

▪ sämtliche ärztliche Atteste betreffend die Ehefrau und 
Berufungsbeklagte der Jahre 2007 bis dato zur Arbeitsfähigkeit der 
Ehefrau und Berufungsbeklagten

▪ Lohnausweis pro 2008 betreffend die Ehefrau und Berufungsbeklagte

▪ Steuererklärung pro 2008 betreffend Ehefrau und Berufungsbeklagte

▪ sämtliche Lohnabrechnungen für die Zeit vom Januar 2009 bis dato 
betreffend die Ehefrau und Berufungsbeklagte

▪ sämtliche Abrechnungen für das Jahr 2009 betreffend allfälliger von 
der Ehefrau und Berufungsbeklagten bezogenen 
Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit einer allfälligen 
Arbeitsunfähigkeit

2. Die Ehefrau und Berufungsbeklagte, eventuell die Arbeitslosenkasse 
des Kantons Graubünden, Grabenstrasse 8, 7000 D., sei zu 
verpflichten, folgende Urkunden zu edieren:

▪ Anmeldung der Ehefrau und Berufungsbeklagten zum Bezug von 
Arbeitslosengeldern

▪ sämtliche Abrechnungen der Arbeitslosenkasse betreffend allfälliger 
Arbeitslosenentschädigungen an die Ehefrau und Berufungsbeklagte 
des Jahres 2009

▪ sämtliche Belege für Arbeitssuchbemühungen der Ehefrau für die 
Jahre 2008 und 2009 bis dato“

Am 19. Oktober 2009 liess sich Y. zu den Beweisanträgen der Gegenpartei 
vernehmen.

L. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
vom 9. März 2010 wurde Y. aufgefordert, dem Kantonsgericht von Graubünden 
bis spätestens 12. April 2010 folgende Unterlagen einzureichen:

▪ IV-Anmeldung sowie seither ergangene wesentliche IV-Akten 
(ärztliche Berichte, Haushaltsabklärung, Vorbescheid und allfällige 
Verfügungen)

▪ aktuelles Arztzeugnis mit Angaben zur Entwicklung ihrer 
Arbeitsfähigkeit seit Oktober 2008

▪ Lohnausweis 2008 

▪ sämtliche Lohnabrechnungen seit 1. Januar 2009 bis heute

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▪ allfällige Abrechnungen über direkt bezogene Versicherungsleistungen 
zufolge Arbeitsunfähigkeit seit 1. Januar 2009 bis heute.

Die übrigen Beweisanträge wurden zurzeit abgewiesen. 

Y. ist in der Folge innert erstreckter Frist den mit Beweisverfügung vom 9. März 
2010 angeordneten Editionsverpflichtungen nachgekommen.

M. Anlässlich der Berufungsverhandlung vor der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 17. Mai 2010 waren beide Parteien und deren 
Rechtsvertreter anwesend. Es wurden keine Einwände gegen die Zuständigkeit 
und Zusammensetzung des Gerichts erhoben. Zum Beweisverfahren wurden 
zunächst keine Anträge gestellt. Im Rahmen des Plädoyers liess jedoch X. 
beantragen, ein Gutachten über die Erwerbsfähigkeit von Y. zu erstellen, falls ihr 
nicht zugemutet werde, einer 100%-igen Erwerbstätigkeit nachzugehen. In 
Präzisierung der Berufungserklärung vom 24. August 2009 liess X. folgende 
Anträge stellen:

„1. Es sei Ziffer 5b, 1. Satz des vorinstanzlichen Urteils vom 17. 
November 2008/11. Dezember 2008 aufzuheben und es sei der 
Ehemann und Berufungskläger zu verpflichten, der Ehefrau und 
Berufungsbeklagten aus Güterrecht mit Eintritt der Rechtskraft den 
Betrag von Fr. 73'036.-- per Saldo aller Ansprüche aus Güterrecht zu 
bezahlen.

 2. Es seien Ziffer 8 und Ziffer 9 des vorinstanzlichen Urteils vom 17. 
November 2008/11. Dezember 2008 aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keinen nachehelichen 
Unterhalt schulden.

Eventuell sei der Ehemann und Berufungskläger zu verpflichten, an 
den Unterhalt der Ehefrau und Berufungsbeklagten einen im Voraus 
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 400.-- bis zu deren 
Eintritt ins ordentliche AHV-Alter zu bezahlen.

 3. Es seien die Kosten der Vorinstanz im Betrag von Fr. 15'732.45 
vollumfänglich der Ehefrau und Berufungsbeklagten zu überbinden 
und es sei die Ehefrau und Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem 
Ehemann und Berufungskläger für das Verfahren vor Vorinstanz eine 
Entschädigung im Betrag von Fr. 37'452.00 – eventuell eine 
Entschädigung nach Ermessen des Gerichts – zu bezahlen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Ehefrau 
und Berufungsbeklagten. Es sei demzufolge die Ehefrau und 
Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Gerichtskosten des 
Berufungsverfahrens zu tragen und dem Ehemann eine 
Entschädigung für das Berufungsverfahren von Fr. 4'400.-- (inkl. 
MWSt) – eventuell eine Entschädigung nach dem Ermessen des 
Berufungsgerichts – zu bezahlen.“

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Y. liess die kostenfällige Abweisung der Berufung beantragen. Beide 
Rechtsanwälte gaben überdies schriftliche Ausfertigungen ihrer Vorträge zu den 
Akten.

Im Rahmen der formfreien richterlichen Befragung der Parteien durch die 
Vorsitzende erklärte X., dass die Versicherung N. ihm anfänglich fälschlicherweise 
Fr. 750.-- monatlich an die Wohnkosten bezahlt habe. Gegenwärtig sei dies nicht 
mehr der Fall. Ob die N. ihm auch in Zukunft 10% des versicherten Verdienstes 
ausrichten werde, sei ihm nicht bekannt. Seitens der Versicherungen sei der Fall 
zwar abgeschlossen worden, jedoch sei er über das Ergebnis noch nicht informiert 
worden. Der volljährige Sohn B. habe eine 4-jährige Informatikerlehre begonnen 
und wohne nach wie vor bei ihm. Der Lehrlingslohn im ersten Jahr betrage 
monatlich Fr. 470.-- (netto). B. bezahle keinen Beitrag an Kost und Logis. Y. gab 
zu Protokoll, sie arbeite zu 40% beim P. als S.. Dieses Pensum könne sie 
aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme nur mit grösster Anstrengung erfüllen. 
Das IV-Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, weshalb sie darüber keine 
Auskunft erteilen könne. Eine Umschulung stehe aber nicht im Raum. Der Sohn 
C., der bei ihr wohne, besuche die 3. Realklasse. Im Sommer werde er eine 3-
jährige Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt beginnen.

Auf die Begründung der Anträge, die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie 
das Ergebnis der formfreien Befragung wird, soweit erforderlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Prozesserledigende Sachurteile der Bezirksgerichte bei Teileinigung oder 
Scheidung auf Klage können beim Kantonsgericht mit Berufung gemäss Art. 218 
ff. ZPO angefochten werden (Art. 5h EGzZGB).

Beim angefochtenen Urteil des Bezirksgerichts Plessur handelt es sich um ein 
prozesserledigendes Sachurteil in einem Scheidungsverfahren mit Teileinigung 
(Art. 112 ZGB). Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur 
Beurteilung der vorliegenden Streitsache als Berufungsinstanz ist folglich 
gegeben.

b) Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf 

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Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, 
soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). 

Die vorliegende Berufung von X. vom 24. August 2009 gegen das Urteil des 
Bezirksgerichts Plessur vom 17. November 2008/11. Dezember 2008, mitgeteilt 
am 30. Juni 2009, wurde sowohl frist- als auch formgerecht eingereicht, so dass 
darauf grundsätzlich einzutreten ist. Auf einzelne formelle Fragen wird im 
Sachzusammenhang zurückzukommen sein.

2.a)  Mit der Berufungserklärung vom 24. August 2008 hat der damalige 
Rechtsvertreter des Ehemannes - unter Beachtung des 
Begründungserfordernisses gemäss Art. 5d Abs. 2 EGzZGB - verschiedene 
Editionsbegehren gestellt. Diesen Beweisanträgen wurde, wie bereits im 
Sachverhalt dargestellt, nach Einholung der Stellungnahme der 
Berufungsbeklagten vom 19. Oktober 2009 mit Beweisverfügung vom 9. März 
2009 teilweise entsprochen. Abgewiesen wurden die Anträge des 
Berufungsklägers um Edition der Anmeldung der Berufungsbeklagten bei der 
Arbeitslosenkasse sowie um Edition der Belege für Arbeitssuchbemühungen der 
Berufungsbeklagten für die Jahre 2008 und 2009. Y. ist innert erstreckter Frist den 
mit Beweisverfügung vom 9. März 2010 angeordneten Editionsverpflichtungen 
nachgekommen. An der mündlichen Berufungsverhandlung wurde von keiner 
Seite geltend gemacht, dass einzelne der zu den Akten gegebenen Urkunden von 
vornherein unbeachtet bleiben müssten. Hingegen liess der Berufungskläger 
anlässlich des Plädoyers vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts neu 
beantragen, es sei ein Gutachten über die Erwerbsfähigkeit von Y. zu erstellen, 
falls ihr nicht zugemutet werde, einer 100%-igen Erwerbstätigkeit nachzugehen. 

b) In der oberen kantonalen Instanz können neue Tatsachen und Beweismittel 
vorgebracht werden; neue Rechtsbegehren müssen zugelassen werden, sofern 
sie durch neue Tatsachen oder Beweismittel veranlasst worden sind (Art. 138 Abs. 
1 ZGB). Dieses Novenrecht bezieht sich nicht nur auf den Scheidungspunkt, 
sondern auch auf den nachehelichen Unterhalt und das Güterrecht. Neue 
Tatsachen und Beweismittel können nach Art. 138 ZGB vorgebracht werden, 
unabhängig davon, ob es sich um echte oder unechte Noven handelt. Es können 
also auch neue Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, die bereits vor 
der ersten Instanz hätten in den Prozess eingeführt werden können (vgl. Christoph 
Leuenberger, in Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., Basel 2006, N 2 und 4 zu Art. 
138 ZGB). Das kantonale Prozessrecht regelt die Modalitäten (Christoph 
Leuenberger, in Basler Kommentar, a.a.O., N 8 zur Art. 138 ZGB; PKG 2004, Nr. 

Seite  13 — 30

1, S. 9). Gestützt auf Art. 138 ZGB in Verbindung mit Art. 5d EG zum ZGB sind vor 
der oberen kantonalen Instanz die Anträge mit der Berufungserklärung 
beziehungsweise innert der Frist für die Anschlussberufung zu stellen und kurz zu 
begründen (vgl. PKG 2004 Nr. 1). Danach können keine Anträge mehr gestellt 
werden. 

Vorliegend liess der Berufungskläger erstmals anlässlich des Plädoyers vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts beantragen, es sei ein Gutachten über die 
Erwerbsfähigkeit von Y. zu erstellen, was offensichtlich verspätet ist. Auf dieses 
Begehren kann somit nicht eingetreten werden. Abgesehen davon besteht für die 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts kein Anlass, im Sinne von Art. 226 Abs. 2 ZPO 
von Amtes wegen eine solche Expertise einzuholen, zumal mit dem vom 26. April 
2010 datierenden Arztzeugnis von Dr. med. M. und den ins Recht gelegten IV-
Akten die Erwerbsfähigkeit der Ehefrau ausreichend abklärt erscheint. 

3.a) In materieller Hinsicht liess der Berufungskläger in seiner 
Berufungserklärung vom 24. August 2009 sodann beantragen, es sei die 
güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz vorzunehmen. Erst anlässlich 
der mündlichen Verhandlung vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts erfolgte 
eine Präzisierung dieses Antrags durch den neuen Rechtsvertreter des 
Berufungsklägers, und zwar insofern, als der Berufungskläger zu verpflichten sei, 
der Berufungsbeklagten aus Güterrecht mit Eintritt der Rechtskraft den Betrag von 
Fr. 73'036.-- per Saldo aller Ansprüche aus Güterrecht zu bezahlen. Damit stellt 
sich die Frage, ob ein solches Vorgehen prozessual zulässig ist. 

b) Das Bundesgericht hat in mehreren Entscheiden klar festgehalten, dass 
Anträge auf Geldforderungen (und um eine Geldforderung handelt es sich beim 
Güterrecht, es sei denn, es werde die Zuweisung von bestimmten Gegenständen 
anbegehrt, was aber hier nicht der Fall ist) zu beziffern sind. Wird nach 
kantonalem Prozessrecht noch zugelassen, dass bei Klageeinleitung ein Antrag 
auf güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz gestellt werden kann, so 
muss eine Bezifferung spätestens an der Hauptverhandlung vor der ersten Instanz 
und selbstredend im Rechtsmittelverfahren erfolgen (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 134 III 235, 5A 766/2008 vom 9. März 2009, 5A 706/2007 vom 14. 
März 2008 und 5A 384/2007 vom 3. Oktober 2007). In konstanter Praxis hat denn 
auch das Kantonsgericht festgestellt, dass der blosse Antrag auf Vornahme der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung gemäss Gesetz ohne nähere, grundsätzlich 
zu beziffernde Umschreibung der beantragten Änderung keinen genügenden 
Berufungsantrag darstellt und dieser Mangel durch Vorbringen anlässlich der 

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zweitinstanzlichen Hauptverhandlung nicht mehr geheilt werden kann. Vielmehr 
müssen Gericht und Parteien zwecks Vermeidung von unnützem prozessualem 
Aufwand und zur Wahrung des Gehörsanspruchs vorher wissen, in welchem 
Umfang die von der Vorinstanz vorgenommene güterrechtliche 
Auseinandersetzung angefochten wird (PKG 1996 Nr. 3, PKG 1995 Nr. 15, PKG 
2006 Nr. 5). Auf eine Berufung ohne bezifferten Antrag zum Güterrecht könnte 
daher nur dann eingetreten werden, wenn sich der Wille der Berufung erhebenden 
Partei zweifelsfrei ermitteln lässt, das heisst, wenn etwa in Verbindung mit dem 
angefochtenen Urteil klar erkennbar wäre, was und wie viel der Berufungskläger 
will (vgl. zum Ganzen Beschluss der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK1 10 
17 vom 10. April 2010 E. 4 ). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Aufgrund der 
Erwägungen  der Vorinstanz zum Güterrecht war zwar wohl erkennbar, in welchen 
Punkten der Berufungskläger unterlegen ist und folglich eine Überprüfung zur 
Diskussion stehen könnte. Nicht voraussehbar war indessen, dass der 
Berufungskläger die vorinstanzliche Beurteilung teilweise anerkennen und einzig 
für einen Teil des von der O. Versicherung ausbezahlten Invaliditätskapitals eine 
andere güterrechtliche Zuordnung verlangen würde (vgl. Plädoyer RA Reich S. 4 
f.). Unter diesen Umständen erweist sich die erst an der Berufungsverhandlung 
vorgenommene Bezifferung als verspätet, weshalb auf den güterrechtlichen 
Antrag nicht eingetreten werden.

4. Mit der Berufung verlangt der Berufungskläger ferner die vollständige 
Aufhebung der Verpflichtung zur Bezahlung eines nachehelichen 
Unterhaltsbeitrages von Fr. 850.--.

a) Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den ihm gebührenden Unterhalt 
unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen, so hat 
ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 ZGB). Der 
nacheheliche Unterhalt soll insbesondere den durch die Ehescheidung 
verursachten Veränderungen Rechnung tragen. Die Bestimmung konkretisiert die 
Prinzipien des sog. "clean break" und der nachehelichen Solidarität: Einerseits hat 
jeder   Ehegatte – soweit immer möglich – für seinen Unterhalt selbst zu sorgen; 
das nacheheliche Unterhaltsrecht basiert in diesem Sinn auf dem Grundgedanken 
der Eigenversorgung der Ehegatten. Anderseits ist der eine Ehegatte zur Leistung 
von Geldbeiträgen an den andern verpflichtet, wenn dieser seine durch die Ehe 
allenfalls beeinträchtigte wirtschaftliche Selbstständigkeit nicht erreichen kann (vgl. 
dazu BGE 132 III 598 ff. [600], E. 9.1; Urteil des Bundesgerichts vom 19. Oktober 
2007, 5C.53/2007, E. 3.1, mit weiteren Hinweisen).

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Was unter dem gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen 
Altersvorsorge zu verstehen ist, bestimmen die Umstände des Einzelfalls. 
Massgebend beim Entscheid über einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag sind die 
in Art. 125 Abs. 2 ZGB aufgezählten Kriterien. So sind die Dauer der Ehe, die von 
den Parteien während der Ehe vereinbarte Aufgabenteilung, die Lebensstellung 
während der Ehe, das Alter und die Gesundheit der Ehegatten, Einkommen und 
Vermögen, Umfang und Dauer der von den Ehegatten noch zu leistenden 
Betreuung der Kinder, die berufliche Ausbildung und die Erwerbsaussichten der 
Ehegatten, der mutmassliche Aufwand für die berufliche Eingliederung 
anspruchsberechtigter Personen sowie die Anwartschaften aus AHV und 
beruflicher oder privater Vorsorge, einschliesslich des voraussichtlichen 
Ergebnisses der Teilung der Austrittsleistungen zu berücksichtigen. Die erwähnten 
Kriterien sind sowohl für die Beantwortung der Frage, ob ein Unterhaltsanspruch 
besteht, als auch zur Bestimmung von dessen Höhe und Dauer heranzuziehen. 
Aus dem Gesetzeswortlaut geht hervor, dass die Aufzählung in Art. 125 Abs. 2 
ZGB nicht abschliessender Natur ist, aber je nach Sachlage auch nicht alle der 
genannten Kriterien zu berücksichtigen sind (Thomas Sutter/Dieter Freiburghaus, 
Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 1999, N 76 f. zu Art. 125 ZGB). 
Die nacheheliche Unterhaltspflicht wird in Art. 125 ZGB offen umschrieben, so 
dass das Gericht entsprechend über einen weiten Ermessensspielraum verfügt 
(Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 ff. [141], E. 3a = Pra 2001 Nr. 148).

b) Das Bundesgericht hat in BGE 134 III 145 ff. [146] E. 4, festgehalten, dass 
im Falle einer lebensprägenden Ehe bei genügenden Mitteln grundsätzlich beide 
Parteien Anspruch auf Fortführung des in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten 
Standards haben. Vorliegend ist unbestritten, dass es sich um eine 
lebensprägende Ehe gehandelt hat. Die Parteien lebten von ihrer Heirat im 
November 1992 bis zur Trennung im März 2003 zusammen. Die Ehedauer betrug 
somit - selbst ohne Berücksichtigung der Trennungszeit – über 10 Jahre, weshalb 
die Lebensprägung, unabhängig vom Vorliegen weiterer lebensprägender 
Elemente, vermutet wird.  Kommt hinzu, dass die gelebten Umstände die Lebens-
verhältnisse der Ehegatten nachhaltig geprägt haben, war doch die Ehefrau 
hauptsächlich mit der Haushaltsführung sowie mit der Betreuung und Erziehung 
der im März 1992 und im April 1994 geborenen Söhne betraut und hat demnach 
auf eine eigene Erwerbstätigkeit weitgehend verzichtet, während der Ehemann 
erwerbstätig war und für den finanziellen Unterhalt der Familie sorgte. 

Ist nach dem Gesagten die Lebensprägung zu bejahen, so ist gemäss dem bereits 
zitierten Bundesgerichtsentscheid für die Berechnung des nachehelichen 

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Unterhalts in drei Schritten vorzugehen: Vorab ist der gebührende Unterhalt zu 
bestimmen, wofür die massgebenden Lebensverhältnisse der Parteien 
festzustellen sind. Bei lebensprägender Ehe bemisst sich der gebührende 
Unterhalt, wie bereits ausgeführt, an dem in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten 
Standard zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten, auf dessen Fortführung bei 
genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben (BGE 132 III 593 ff. [594 f.], E. 
3.2), der aber gleichzeitig auch die Obergrenze des gebührenden Unterhalts bildet 
(BGE 129 III 7 ff. [8 f.], E. 3.1.1; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2006, 
4C.43/2006, E. 2.2). Sodann ist zu prüfen, inwiefern die Ehegatten diesen 
Unterhalt je selber finanzieren können. Der Vorrang der Eigenversorgung ergibt 
sich direkt aus dem Wortlaut von Art. 125 Abs. 1 ZGB. Ist diese einem Ehegatten 
vorübergehend oder dauerhaft nicht möglich beziehungsweise zumutbar, so dass 
er auf Unterhaltsleistungen des anderen angewiesen ist, muss in einem dritten 
Schritt dessen Leistungsfähigkeit ermittelt und ein angemessener 
Unterhaltsbeitrag festgesetzt werden. Dieser beruht auf dem Prinzip der 
nachehelichen Solidarität (BGE 127 III 289 ff. [291], E. 2a/aa).

c) Zur Ermittlung des zuletzt in der Ehe gelebten Lebensstandards hat die 
Vorinstanz zu Recht auf die Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums 
Plessur vom 20. September 2005 abgestellt (kB 7). Dieser Verfügung wurde ein 
Einkommen des Ehemannes von monatlich Fr. 6'792.-- (netto) und der Ehefrau ein 
solches von Fr. 1'710.-- (netto) zugrunde gelegt. Den Ehegatten stand somit ein 
Einkommen von Fr. 8'502.-- netto pro Monat zur Verfügung. Zur Berechnung des 
Bedarfs wurden die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen 
Existenzminimums nach Art. 93 SchKG gemäss Kreisschreiben des 
Kantonsgerichts Graubünden vom 17. Januar 2001 herangezogen, erweitert 
jedoch um Steuern, Beiträge für Hausrat- und Haftpflichtversicherung und 
Fahrzeugkosten. Für die Ehegatten wurde von einem monatlichen Grundbetrag 
von Fr. 1'550.-- und für die beiden im Trennungszeitpunkt über 6, aber unter 12 
Jahre alten Söhne von einem Grundbetrag von je Fr. 350.-- ausgegangen. Die 
Familie lebte gemeinsam in einer Stockwerkeigentumseinheit in D., wofür ein 
Hypothekarzins von Fr. 1'198.-- und Nebenkosten von Fr. 448.-- aufzuwenden 
waren. Die Krankenkassenprämien beliefen sich auf Fr. 622.-- (Ehegatten je Fr. 
240.--, Kinder gemeinsam Fr. 142.--). Die Steuern wurden mit Fr. 784.-- 
veranschlagt und Fahrzeugkosten von monatlich Fr. 460.-- berücksichtigt. 
Insgesamt ist die Vorinstanz von einem Gesamtbedarf im Trennungszeitpunkt von 
Fr. 5'762.-- ausgegangen. Dementsprechend betrug der monatliche Überschuss 
Fr. 2'750.--. Die Vorinstanz erwog sodann, dass die Ehefrau daran zu einem Drittel 

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partizipierte, sodass ihr monatlich Fr. 900.-- über die Deckung ihres Bedarfes 
hinaus zur Verfügung standen. Diese Feststellung ist nicht zu beanstanden und 
wurde vom Rechtsvertreter des Berufungsklägers in seinem Plädoyer vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts (S. 14 f.) ausdrücklich als realistisch bezeichnet.

d) In Übereinstimmung mit der vom Bundesgericht postulierten dreistufigen 
Methode hat die Vorinstanz im Weiteren für die seit Herbst 2007 mit einem neuen 
Partner zusammenlebende Ehefrau einen gebührenden Unterhalt von Fr. 3'551.-- 
ermittelt. Dieser beinhaltet einen Grundbetrag von Fr. 925.--, Mietkosten von Fr. 
630.--, Stromkosten von Fr. 40.--, Krankenkassenprämien von Fr. 269.--, 
Hausratversicherungsprämien von Fr. 32.--, Fahrzeugkosten von Fr. 405.--, 
Steuern von Fr. 350.-- und ein der ehelichen Lebenshaltung entsprechender 
Freibetrag von Fr. 900.--. Seitens der Berufungsbeklagten ist diese Berechnung 
unbeanstandet geblieben. Der Berufungskläger liess dagegen an der 
Berufungsverhandlung bei verschiedenen Positionen Änderungen geltend 
machen. So hat er einerseits zugestanden, dass der Grundbetrag anhand der mit 
Wirkung auf den 1. Oktober 2009 revidierten Richtlinien für die Berechnung des 
betreibungsrechtlichen Grundbetrages festzusetzen ist. Gleichzeitig soll nach 
seiner Berechnung der  Ehefrau aber nur Fr. 850.--, d.h. die Hälfte des aktuellen 
Grundbetrages für ein Ehepaar, angerechnet werden, während er den vor 
Vorinstanz noch zugestandenen Zuschlag von Fr. 150.-- - entsprechend der 
Differenz zwischen den Grundbeträgen für einen alleinstehenden und einen 
alleinerziehenden Schuldner - nicht mehr in seine Berechnung einbezogen hat. 
Diese nicht weiter begründete Streichung ist nicht nachvollziehbar, zumal der 
Sohn C. nach wie vor bei seiner Mutter lebt und ihr weiterhin die mit dem 
Alleinerziehenden-Zuschlag abgegoltenen Auslagen anfallen. Gestützt auf die 
aktuellen betreibungsrechtlichen Richtlinien ist der Ehefrau daher ein Grundbetrag 
von Fr. 1'000.-- zuzugestehen. Dies gilt umso mehr, als der Berufungskläger auch 
für sich persönlich den Grundbetrag für einen alleinerziehenden Schuldner 
beansprucht, obwohl der bei ihm lebende Sohn B. mittlerweile volljährig geworden 
ist. In Bezug auf die Fahrzeugkosten hat der Berufungskläger sodann 
eingewendet, die vor Vorinstanz berücksichtigten Fr. 405.-- pro Monat seien zu 
hoch. Anerkannt würden monatlich Fr. 230.--. Dies sei der gleiche Betrag wie ihn 
der Berufungskläger für sich geltend macht. Dieser Argumentation kann nicht 
gefolgt werden. Die Betriebskosten für das Auto in der Höhe von monatlich Fr. 
405.-- sind (mit Ausnahme der Benzinkosten) belegt (bB 7 und 10). Der Grund, 
wieso die Fahrzeugkosten bei der Berufungsbeklagten höher ausfallen, liegt unter 
anderem darin, dass sie – im Gegensatz zum invaliden Berufungskläger – auch 

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Verkehrssteuern zu bezahlen hat. Aus den erwähnten Belegen geht sodann 
hervor, dass die Ehegatten bereits vor der Trennung über zwei Fahrzeuge 
verfügten. Die Benützung eines Fahrzeuges gehörte demnach zum ehelichen 
Standard, was auch mit deren Berücksichtigung in der Eheschutzverfügung (kB 7) 
zum Ausdruck gebracht wurde. Zudem ist die Berufungsbeklagte heute auch 
krankheitsbedingt (vgl. dazu bB 18 sowie das im Berufungsverfahren edierte 
Arztzeugnis [act. 22./1]) auf ein Fahrzeug angewiesen. Die Fahrzeugkosten sind 
daher von der Vorinstanz zu Recht im von der Ehefrau geltend gemachten 
Umfang angerechnet worden. Im Weiteren rügt der Berufungskläger, die 
Vorinstanz habe die Steuerkosten zu hoch eingeschätzt. Der Berufungskläger sei 
vor Vorinstanz von Steuerkosten der Berufungsbeklagten von monatlich Fr. 200.-- 
ausgegangen. Eigene Berechnungen mit Hilfe des Berechnungsprogramms der 
kantonalen Steuerverwaltung hätten - bei einem Nettoeinkommen von monatlich 
Fr. 3'000.-- - einen Betrag für Staats-, Gemeinde- und Bundessteuern von Fr. 
3'267.-- ergeben, was monatlich Fr. 270.-- entsprechen würde. Tatsächlich hat die 
Vorinstanz bezüglich der Steuerbelastung einfach auf die Schätzung der Ehefrau 
abgestellt (vgl. Anträge der Ehefrau vom 31. Oktober 2007 S.7), ohne dass hiefür 
ein Beweis vorgelegen hätte. Aktuell dürfte diese erheblich tiefer als die Fr. 350.-- 
pro Monat ausfallen, da sie nebst ihrem eigenen Einkommen (samt Kinderzulagen 
und persönlichem Unterhaltsbeitrag) zwar auch die Kinderalimente für den Sohn 
C. versteuern muss, dafür aber vorderhand noch von den Kinderabzügen und dem 
Verheiratetentarif profitiert. Erst nach Wegfall der Kinderalimente wird die 
Steuerbelastung zufolge des dannzumal anwendbaren Alleinstehendentarifs 
ansteigen. Nachdem praxisgemäss auf die aktuellen (und noch während mehreren 
Jahren andauernden) Verhältnisse abzustellen ist, sind die anrechenbaren 
Steuern daher auf den zugestandenen Betrag von Fr. 270.-- pro Monat zu 
reduzieren. Was den von der Vorinstanz berücksichtigten Anteil an der ehelichen 
Lebenshaltung betrifft (vgl. E. 4.c), entspricht dieser sowohl vom Grundsatz her als 
auch in Bezug auf die Berechnung anhand des vor der Trennung verfügbaren 
Einkommensüberschusses der im Nachgang zu BGE 134 III 145 entwickelten 
Praxis des Kantonsgerichts. Damit wird dem Grundsatz Rechnung getragen, dass 
der gebührende Unterhalt bei guten wirtschaftlichen Verhältnissen nicht auf das 
Existenzminimum beschränkt sein kann, sondern der Unterhaltsberechtigte als 
Folge der durch die lebensprägende Ehe erworbenen Vertrauensposition auch 
nach der Scheidung Anteil am – den verfügbaren Mitteln entsprechenden – 
höheren Lebensstandard hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2008 vom 
27. August 2008 Erw. 5.4). Die Vorinstanz hat daher, wie bereits ausgeführt (vgl. 
E. 4.c), richtigerweise den familienrechtlichen Grundbedarf um den Anteil der 

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ehelichen Lebenshaltung erweitert. Was die Vorinstanz jedoch ausser Acht 
gelassen hat, ist der Umstand, dass der Anspruch auf Fortführung der letzten 
ehelichen Lebenshaltung beiden Ehegatten gleichermassen zusteht und folglich 
auch dem Berufungskläger ein um diesen Anteil erweiterter Bedarf anzurechnen 
ist. Ebenfalls zuzugestehen sind dem Berufungskläger die seit Oktober 2009 
geltenden höheren Grundbeträge für sich und den in seinem Haushalt lebenden 
Sohn B., während die übrigen Positionen der vorinstanzlichen Bedarfsberechnung 
- abgesehen von einer geringfügigen Korrektur des Unterhaltsbeitrages für C.  - 
von keiner Seite beanstandet wurden. Der gebührende Unterhalt der Parteien 
beläuft sich demnach auf Fr. 3'546.-- beziehungsweise Fr.  6'271.-- und setzt sich 
folgendermassen zusammen:

Berufungskläger Berufungsbeklagte

Grundbetrag 1'350.00 1'000.00

Grundbetrag B. 600.00

Wohnkosten 1'198.00 630.00

Nebenkosten 448.00 40.00

Versicherungen 32.00 32.00

Krankenkasse 240.00 269.00

Krankenkasse B. 75.00

Betriebskosten Auto 230.00 405.00

Steuern 392.00 270.00

Unterhaltsbeitrag für C. 806.00

Anteil eheliche Lebenshaltung 900.00 900.00

Total 6'271.00 3'546.00

e) Was die Eigenversorgungskapazität der Berufungsbeklagten betrifft, ist die 
Vorinstanz gestützt auf eine Lohnabrechnung aus dem Jahre 2007 (bB 5) von 
einem monatlichen Nettoeinkommen der Berufungsbeklagten von rund Fr. 2'600.-- 
(exklusive Kinderzulagen, aber inklusive Anteil 13. Monatlohn) aus ihrer 40%-igen 
Erwerbstätigkeit als S. beim P. ausgegangen. Der Berufungskläger vertritt den 
Standpunkt, dass die Berufungsbeklagte ihr Einkommen steigern könne. So habe 
letztere bei der IV sowohl eine Berufsberatung als auch eine Umschulung 
beantragt. Dies beweise, dass die Berufungsbeklagte in der Lage wäre, in einer 
weniger körperlich anstrengenden Erwerbstätigkeit ein volles Pensum – oder 
zumindest ein höheres Pensum – zu erfüllen und dabei ein Einkommen von 
mindestens netto Fr. 4'500.-- zu erzielen. Falls eine Umschulung nicht möglich sei, 
werde sie in jedem Fall eine zusätzliche IV-Rente im Betrag von monatlich Fr. 

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1'000.-- erhalten. Nachdem der jüngste Sohn nun auch 16 Jahre alt geworden sei 
und eine Lehre beginnen werde, könne der Berufungsbeklagten gemäss der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine 100%-ige Erwerbstätigkeit zugemutet 
werden. Sie könne heute ein Einkommen von monatlich Fr. 5'200.-- erzielen und 
damit ihren gebührenden Bedarf vollumfänglich abdecken. 

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Zu Recht hat die Vorinstanz mit 
Rücksicht auf die ärztlich attestierte chronische Autoimmunerkrankung der 
Berufungsbeklagten (bB 4 und 18) eine Ausdehnung der Erwerbstätigkeit als 
unzumutbar erachtet. Diese Beurteilung wird durch das im Berufungsverfahren 
edierte aktuelle Arztzeugnis (act. 22./1) wie auch das seit März 2008 hängige IV-
Verfahren (act. 18./1 und 18./2) bestätigt. So führt Dr. med. M. in seinem 
Arztzeugnis vom 26. April 2010 aus, die Berufungsbeklagte leide seit dem Jahre 
2006 an einer Bindegewebserkrankung (Q.), wo Autoantikörper zu 
Bindegewebsschädigungen, chronischen Entzündung und Schmerzen führen 
würden. Die chronische Entzündung führe trotz Medikation zu einem dauernden 
Erschöpfungszustand, weshalb die Patientin knapp in der Lage sei, eine 40%ige 
Stelle in der S. des R. D. zu bewältigen. Eine Ausdehnung der Arbeitsfähigkeit sei 
voraussichtlich auf Dauer nicht möglich. Aufgrund dieses ausführlichen Attestes 
des behandelnden Rheumatologen erachtet das Kantonsgericht die bleibende 
Erwerbsunfähigkeit der Berufungsbeklagten als ausgewiesen, und zwar nicht 
bloss in ihrer angestammten Tätigkeit als S., sondern auch in allfälligen 
Verweisungstätigkeiten, liegt doch auf der Hand, dass die ärztlicherseits 
beschriebenen Beschwerden auch einer (vollzeitigen) Tätigkeit im 
kaufmännischen Bereich entgegenstehen würden. Dass eine gesundheitlich 
bedingte Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit bei lebensprägenden Ehen 
unabhängig von der Frage der Ehebedingtheit zu berücksichtigen ist, entspricht 
sodann der Praxis sowohl des Bundesgerichts (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_384/2008 vom 21. Oktober 2008 Erw. 5.2.1; Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2008 vom 27. August 2008 Erw. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5C. 
169/2006 vom 13. September 2006 Erw. 2.6) als auch des Kantonsgerichts (vgl. 
Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK1 09 3 E. 2.c vom 27. April 2009; 
Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK1 09 20 E. 6.a vom 7. September 
2009). Für die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens besteht demnach 
vorliegend kein Anlass. Noch völlig ungewiss ist schliesslich, ob und in welcher 
Höhe die Berufungsbeklagte wegen ihrer Krankheit Leistungen der IV (und 
allenfalls auch der Pensionskasse) wird beziehen können. Sollten solche 
Leistungen dereinst zusätzlich zum derzeitigen Erwerbseinkommen ausgerichtet 

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werden und sich die wirtschaftliche Situation der Berufunbeklagten dadurch 
tatsächlich erheblich und dauerhaft verbessern, wäre dem auf dem Wege einer 
Abänderung gemäss Art. 129 Abs. 1 ZGB Rechnung zu tragen. In Anbetracht 
dieser gesetzlich vorgesehenen Abänderbarkeit des Unterhaltsbeitrages besteht 
kein Grund, bereits heute die Anrechenbarkeit allfälliger IV-Leistungen zu verfügen 
beziehungsweise den Unterhaltsbeitrag einer diesbezüglichen (auflösenden) 
Bedingung zu unterstellen (vgl. dazu Gloor/Spycher, Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, Basel 2006, N. 14 ff. zu Art. 126 ZGB). Erst recht nicht in Frage 
kommt unter diesen Umständen, der Berufungsbeklagten bereits heute ein 
zusätzliches Renteneinkommen von Fr. 1'000.-- anzurechnen, wie dies der 
Berufungskläger an der Berufungsverhandlung sinngemäss ausführen liess. 

In Bezug auf das Erwerbseinkommen der Berufungsbeklagten bleibt zu ergänzen, 
dass sie gemäss den im Berufungsverfahren edierten Lohnabrechnungen (act. 
18./4) aktuell einen monatlichen Nettolohn von Fr. 2'372.30 (exklusive Spesen und 
Kinderzulagen) bezieht, so dass sie unter anteilmässiger Aufrechnung des 13. 
Monatslohnes (Fr. 212.40) auf ein Nettoeinkommen von Fr. 2'584.70 kommt. Der 
von der Vorinstanz ermittelte Betrag von Fr. 2'600.-- ist damit nicht zu 
beanstanden.

f) Beim Berufungskläger ist die Vorinstanz von einem anrechenbaren 
Einkommen von monatlich Fr. 6'000.-- ausgegangen. Dieser Betrag basiert auf 
den für das Jahr 2008 bescheinigten Renten der Invalidenversicherung und der 
SUVA in Höhe von Fr. 3'529.-- beziehungsweise Fr. 1'885.60, welche zusammen 
90% des versicherten Verdienstes entsprechen (kB 39). In Anlehnung an die 
Argumentation des klägerischen Rechtsvertreters anlässlich der vorinstanzlichen 
Hauptverhandlung, welcher allerdings irrtümlich von einer auszugleichenden 
Lohndifferenz von 8 % ausgegangen ist (vgl. kB 45 S. 20), hat die Vorinstanz 
sodann erwogen, dass die fehlenden 10 % von der Versicherung des 
Unfallgegners, der N., ausgeglichen würden, so dass der Ehemann ingesamt 
unter Einschluss der Kinderzusatzrenten ein Einkommen von rund Fr. 6'000.-- 
erziele. Anlässlich der Berufungsverhandlung vor der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts liess der Berufungskläger in Zusammenhang mit seinen 
Einkünften ausführen, er erhalte derzeit eine ganze Invalidenrente im Umfang von 
monatlich Fr. 2'016.-- (kB 41). Sodann bekomme er pro Kind monatlich Fr. 806.--, 
somit Fr. 1’612.--. Die Zusatzrente für die Berufungsbeklagte sei in der 
Zwischenzeit weggefallen. Zusätzlich habe er eine Komplementärrente der SUVA 
im Betrag von Fr. 1'885.60 zu Gute (kB 39). Schliesslich sei noch die 
Erwerbsausfallentschädigung von jährlich Fr. 5'714.-- (monatlich Fr. 476.--) 

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hinzuzuzählen, wie sie in Zusammenhang mit der güterrechtlichen Zuordnung des 
von der O. erhaltenen Invaliditätskapitals berechnet worden sei. Insgesamt 
belaufe sich das monatliche Nettoeinkommen somit auf Fr. 5'989.--. Dieser Betrag 
entspricht praktisch dem von der Vorinstanz ermittelten Einkommen. Mit Bezug 
auf die erwähnte Erwerbsausfallentschädigung ist allerdings zu berücksichtigen, 
dass zufolge des Nichteintretens auf den güterrechtlichen Berufungsantrag 
konsequenterweise auch die Anrechnung eines Renteneinkommens aus dem 
Invaliditätskapital entfallen muss, wurde letzteres von der Vorinstanz doch 
vollumfänglich als Errungenschaft qualifiziert und damit bereits bei der der Ehefrau 
zu entrichtenden güterrechtlichen Ausgleichszahlung berücksichtigt. Dies bedeutet 
jedoch nicht, dass dem Berufungskläger nur ein entsprechend reduziertes 
Einkommen anzurechnen wäre. Vielmehr ist der Vorinstanz darin beizupflichten, 
dass auch der von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners im Rahmen der 
Restschadensliquidation zu ersetzende Lohnausfall zum anrechenbaren 
Einkommen gehört, was vom Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren ja 
auch noch zugestanden wurde. Sein erst an der Berufungsverhandlung erhobener 
Einwand, dass die Entschädigung der N. Versicherung lediglich die unfall- resp. 
behinderungsbedingten Mehrkosten decke und daher nicht als relevantes 
Erwerbseinkommen zu betrachten sei, steht demnach in Widerspruch zu seinen 
eigenen Ausführungen vor Vorinstanz. Im Übrigen hat auch die Vorinstanz 
berücksichtigt, dass mit den bisherigen Leistungen der N., welche in den Jahren 
2006 und 2007 in Form von zwei Akontozahlungen in Höhe von Fr. 50'000.-- 
ausgerichtet wurden (kB 42), nicht allein der Lohnausfall ausgeglichen wurde, 
sondern darin zu einem grossen Teil auch zusätzliche Schadenspositionen 
enthalten waren. Diese hat sie dem Berufungskläger genauso wenig als 
Einkommen angerechnet wie die nachweislich von der SUVA ausgerichtete 
Hilflosenentschädigung in Höhe von monatlich Fr. 1'172.-- (kB 38). Soweit die 
Berufungsbeklagte in diesem Zusammenhang geltend macht, dass zumindest der 
von der N. bezahlte Wohnbeitrag von monatlich Fr. 750.--  hätte berücksichtigt 
werden müssen, ist ihr entgegenzuhalten, dass auch dieser Wohnbeitrag, der im 
Übrigen lediglich für das Jahr 2004 belegt ist (bB 1) und gemäss den Angaben des 
Berufungsklägers im Rahmen der richterlichen Befragung an der 
Berufungsverhandlung seit rund zwei Jahren nicht mehr ausgerichtet wird, dem 
Ersatz von Mehrkosten gedient haben muss, andernfalls gar keine Ersatzpflicht 
seitens der Haftpflichtversicherung bestanden hätte. Für die von der 
Berufungsbeklagten verlangte Aufrechnung eines Wohnbeitrages bleibt daher kein 
Raum. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist schliesslich auch kein 
Zusatzverdienst des Berufungsklägers mit dem Betrieb einer Internetbörse zu 

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berücksichtigen. Wie der Berufungskläger anlässlich der mündlichen Verhandlung 
versichert hat, kann er aus gesundheitlichen Gründen keinen Zusatztätigkeiten 
mehr nachgehen. Diese Darstellung deckt sich mit dem von der Vorinstanz 
festgestellten Beweisergebnis (vgl. Urteil S. 10 f.). Zusammenfassend ist die 
Vorinstanz daher zu Recht von einem anrechenbaren Einkommen von Fr. 6'000.-- 
ausgegangen. Anzumerken bliebt, dass das Einkommen des Berufungsklägers 
durch den Wegfall der Kinderrenten der IV keine Reduktion erfahren wird, da die 
Einbusse bei der IV – gleich wie beim Wegfall der Zusatzrente für die 
Berufungsbeklagte – vollständig durch eine Erhöhung der Komplementärrente der 
SUVA kompensiert werden wird (kB 13). Dasselbe gilt bei einer allfälligen 
Reduktion der IV-Renten im Zuge der Neuberechnung, welche nach 
rechtskräftiger Scheidung der Ehe zufolge des gesetzlich vorgesehenen 
Einkommenssplittings (Art. 29quinquies Abs. 3 AHVG) von Amtes wegen 
vorgenommen wird (kB 12). 

g) Wie bereits dargelegt, ist beim gebührenden Unterhalt des 
Berufungsklägers der Unterhaltsbeitrag für den jüngeren Sohn C. (in Höhe der für 
diesen ausgerichteten Kinderzusatzrente der IV) wie auch der Bedarf 
(Grundbetrag, Krankenkasse) für den bei ihm lebenden Sohn B. eingerechnet 
worden. Letzteres trägt der Tatsache Rechnung, dass der Berufungskläger 
gemäss vorinstanzlichem Urteil (vgl. dazu Erw. 6d) - wie übrigens von den 
Parteien übereinstimmend beantragt (vgl. kB 45 S. 2 und 5 f. sowie bB 22 S. 2) - 
unter Vorbehalt der von der Berufungsbeklagten weiterzuleitenden Kinderzulagen 
alleine für den Unterhalt des älteren Sohnes aufzukommen hat. Daran hat der 
Umstand, dass B. am 17. März 2010 mündig geworden ist, nur wenig geändert, da 
sich B. noch in beruflicher Erstausbildung befindet und nach wie vor auf 
Unterhaltsleistungen seines Vaters angewiesen ist. Einzuräumen ist, dass der 
Anspruch auf Mündigenunterhalt im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB im Streitfall 
wohl hinter dem nachehelichen Unterhalt zurückstehen müsste (vgl. Urs 
Gloor/Annette Spycher, in Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., Basel 2006, N 16 zu 
Art. 125 ZGB; Ingeborg Schwenzer, in FamKomm Scheidung, Bern 2005, N. 28 zu 
Art. 126 ZGB). Seitens der Berufungsbeklagten ist indessen unbestritten 
geblieben, dass der Unterhalt von B. grundsätzlich weiterhin vom Vater zu 
bestreiten ist und folglich sein Bedarf entsprechend zu erweitern ist. Geltend 
gemacht hat sie einzig, dass in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sei, 
dass B. während seiner Informatikerlehre bereits ein eigenes Einkommen erziele, 
mit welchem er an seinen Unterhalt beizutragen habe. Dieser Einwand erweist 
sich als berechtigt. Gemäss Art. 276 Abs. 3 ZGB sind die Eltern nämlich in dem 

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Masse von der Unterhaltspflicht befreit, als dem Kind zugemutet werden kann, den 
Unterhalt aus seinem Arbeitserwerb oder anderen Mitteln zu bestreiten. Vom 
mündigen Kind kann daher verlangt werden, dass es seinen Lohn nötigenfalls 
vollumfänglich zur Deckung seines Unterhalts einsetzt (vgl. Schwenzer, a.a.O., N. 
53 zu Art. 285). Vorliegend hat der Berufungskläger bei der Befragung durch die 
Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts zugestanden, dass der Sohn 
B. im ersten Lehrjahr monatlich Fr. 470.-- (netto) verdient. Unter Berücksichtigung 
des Umstandes, dass während der Lehrzeit erfahrungsgemäss gewisse Schul- 
und Berufskosten anfallen, welche in der vorstehenden Bedarfsberechnung nicht 
berücksichtigt sind und von B. vorab aus seinem Lehrlingslohn zu bezahlen sind, 
erscheint es dem Gericht daher als gerechtfertigt, dem Berufungskläger einen 
Betrag von Fr. 250.-- als dem Sohn zumutbarer Beitrag an Kost und Logis 
anzurechnen. Dass er gemäss seinen eigenen Angaben bis anhin auf einen 
solchen Beitrag verzichtet hat, muss sich die Berufungsbeklagte nicht 
entgegenhalten lassen. Das anrechenbare Einkommen des Berufungsklägers 
erhöht sich dementsprechend auf monatlich Fr. 6'250.--.

h) Eine Gegenüberstellung von Leistungsfähigkeit und gebührendem Unterhalt 
ergibt, dass die Berufungsbeklagte eine Unterdeckung von rund Fr. 950.-- (Fr. 
2'600.-- minus Fr. 3'546.--) aufweist, während der Berufungskläger seinen 
gebührenden Unterhalt von Fr. 6'271.-- mit dem Einkommen von Fr. 6'250.-- 
knapp decken kann. Für eine vollständige Deckung des gebührenden Unterhalts 
beider Ehegatten reichen die vorhandenen Mittel demnach – zumindest bis zum 
Wegfall der Unterhaltspflicht gegenüber den beiden Söhnen – nicht aus. Wie der 
Berufungskläger in seinem Eventualstandpunkt zu Recht geltend gemacht hat 
(vgl. Plädoyer RA Reich S. 18 f.), ist den Parteien daher gleichermassen eine 
Einschränkung in ihrer Lebenshaltung zuzumuten. Es rechtfertigt sich daher, den 
vom Berufungskläger zu leistenden nachehelichen Unterhaltsbeitrag für eine erste 
Phase auf rund Fr. 450.-- festzulegen. Damit steht beiden Parteien ein ungefähr 
gleich hoher Überschuss zur Verfügung. So kommt die Berufungsbeklagte 
zusammen mit ihrem eigenen Lohn auf ein Einkommen von Fr. 3'050.-- bei einem 
Grundbedarf (ohne Anteil eheliche Lebenshaltung) von Fr. 2'646.--, während dem 
Berufungskläger ein Einkommen von Fr. 5'800.-- bei einem Grundbedarf von Fr. 
5'371.-- (inklusive Kindesunterhalt) verbleibt. Mittelfristig wird sodann nicht bloss 
die Unterhaltspflicht für B., sondern auch jene für den heute 16-jährigen Sohn C. 
wegfallen. Wie den Aussagen der Parteien anlässlich der mündlichen 
Verhandlung entnommen werden kann, beginnt C. im August 2010 eine 3-jährige 
Lehre. Dessen Lehrabschluss wird daher voraussichtlich gerade mit demjenigen 

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seines Bruders zusammenfallen. Mit dem Wegfall der Unterhaltspflicht für die 
beiden Söhne wird sich die Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers insofern 
verbessern, als sich sein Bedarf im Umfang des Kindesunterhalts vermindert, 
während sein Einkommen – wie bereits ausgeführt – durch den Wegfall der 
Kinderrenten der IV keine Reduktion erfahren wird (vgl. Erw. 4f am Ende). Ab 
diesem Zeitpunkt wird er somit über ausreichend Mittel verfügen, um der 
Berufungsbeklagten einen zur Deckung ihres gebührenden Unterhalts 
erforderlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 950.-- bezahlen zu können, ohne dass 
sein eigener gebührender Unterhalt beeinträchtigt wird. Für eine zweite Phase ist 
der Berufungsbeklagten daher ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 950.-- zuzusprechen. 
Anzumerken bleibt, dass einer solchen Erhöhung in Anbetracht des im 
vorinstanzlichen Urteil ausdrücklich angebrachten Vorbehalts auch aus 
prozessualer Sicht nichts im Wege steht. So trifft es zwar zu, dass das 
vorinstanzliche Urteil nur vom Berufungskläger angefochten worden ist und von 
der Berufungsbeklagten keine Erhöhung des vorinstanzlich festgesetzten 
Unterhaltsbeitrages beantragt worden ist. Nachdem die Verbesserung der 
wirtschaftlichen Verhältnisse des Berufungsklägers, von welcher die Vorinstanz 
das Recht der Berufungsbeklagten auf eine Erhöhung der Rente abhängig 
gemacht hat, als Folge des Wegfalls der Unterhaltspflicht für die beiden Söhne 
aber bereits heute feststeht, würde es prozessökonomisch wenig Sinn machen, 
die Erhöhung im vorliegenden Verfahren auf den von der Vorinstanz 
zugesprochenen Unterhaltsbeitrag von Fr. 850.-- zu beschränken und die 
Berufungsbeklagte für den bereits vorinstanzlich festgestellten Fehlbetrag auf ein 
Abänderungsverfahren zu verweisen. Dazu kommt, dass der Berufungsbeklagten 
insgesamt nicht mehr zugesprochen wird, steht doch der für die zweite Phase 
angeordneten Erhöhung um monatlich Fr. 100.-- die Reduktion des 
Unterhaltsbeitrages um monatlich Fr. 400.-- während voraussichtlich rund drei 
Jahren gegenüber.  

i) Der Berufungskläger spricht sich in seinem Eventualantrag schliesslich 
dafür aus, die Unterhaltspflicht bis zu seinem Eintritt ins Pensionsalter zu 
begrenzen, zumal er dannzumal keine IV-Rente mehr beziehen, sondern eine 
AHV-Rente erhalten werde. Es sei auch zu berücksichtigen, dass seine 
Pflegebedürftigkeit aufgrund der Tetraplegie mit zunehmendem Alter grösser 
werde und er einen bedeutend höheren Notbedarf aufweisen werde, weshalb er 
gar nicht in der Lage sein werde, über das Erreichen seines AHV-Alters hinaus, 
einen nachehelichen Unterhalt zu entrichten. Die Vorinstanz hat die nacheheliche 
Unterhaltspflicht bis zum Eintritt der Berufungsbeklagten ins ordentliche AHV-Alter 

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befristet mit der Begründung, die Ehefrau habe mit gesundheitlichen Problemen 
zu kämpfen, weshalb sie nur Teilzeit arbeiten könne und es unwahrscheinlich sei, 
dass sie einer besser bezahlten Arbeit werde nachgehen können. Mit einer 
Steigerung der Eigenversorgungskapazität könne demnach nicht gerechnet 
werden. Komme hinzu, dass der Berufungskläger seine Lebenshaltung durch 
Leistung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrages in Höhe von Fr. 850.-- nicht 
wesentlich einschränken müsse, weshalb ihm eine langfristige Unterhaltpflicht bis 
zum Eintritt der Ehefrau ins ordentliche Rentenalter zugemutet werden könne. Die 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts teilt diese Ansicht, gilt es doch zu 
berücksichtigen, dass die Berufungsbeklagte aufgrund der gesundheitlichen 
Probleme ihre Eigenversorgungskapazität künftig nicht wird steigern können und 
damit auch kaum in der Lage sein wird, eine angemessene Altervorsorge 
aufzubauen. Sodann gilt es zu beachten, dass die Berufungsbeklagte lediglich 
rund ein Jahr jünger als der Berufungskläger ist und deshalb die Unterhaltspflicht 
fast gleichzeitig mit dem Erreichen seines AHV-Alters enden wird. Was die auf den 
genannten Zeitpunkt geltend gemachte Reduktion seines Renteneinkommens 
anbelangt, ist ihm entgegenzuhalten, dass mit der Ablösung der IV-Rente durch 
eine Altersrente der AHV keine Einkommenseinbusse verbunden sein wird, da die 
Altersrente gemäss Art. 33bis AHVG mindestens die Höhe der IV-Rente erreichen 
wird und ihm überdies ein lebenslänglicher Anspruch auf die Komplementärrente 
der SUVA zusteht (Art. 19 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 UVV). Mit 
Bezug auf seine Einkommenssituation ist somit kein Grund für eine Befristung 
seiner Unterhaltspflicht auf den Zeitpunkt seines Eintritts ins AHV-Alter ersichtlich. 
Im Übrigen ist der Berufungskläger darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 129 
Abs. 1 ZPO eine Herabsetzung des nachehelichen Unterhalts möglich sein wird, 
falls seine Verhältnisse sich wegen der zunehmenden Pflegebedürftigkeit im Alter 
tatsächlich erheblich und dauernd verschlechtern sollten. Einer Berücksichtigung 
dieses zusätzlichen Pflegeaufwandes bereits im heutigen Zeitpunkt steht dagegen 
bereits dessen fehlende Substanzierung entgegen. 

j) Im Resultat ist die Berufung teilweise gutzuheissen und die Ziffer 8 des 
Dispositivs des angefochtenen Urteils aufzuheben. X. ist zu verpflichten, an den 
Unterhalt von Y. ab Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Wegfall 
der Unterhaltspflicht für die beiden Söhne B. und C. einen im Voraus zahlbaren 
monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 450.-- zu bezahlen. Danach ist X. zu 
verpflichten, Y. bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche AHV-Alter einen im Voraus 
zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 950.-- zu leisten.

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5. Mit der Berufungserklärung hat X. auch die Aufhebung der von der 
Vorinstanz angeordneten Indexierung des nachehelichen Unterhaltsbeitrages 
(Ziffer 9 des Urteilsdispositivs) beantragen lassen. An der Berufungsverhandlung 
hat sich sein Rechtsvertreter zu dieser Frage allerdings nicht mehr geäussert. 
Mangels einer substanzierten und sachbezogenen Auseinandersetzung mit den 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz, die im Übrigen im Einklang mit der 
entsprechenden Praxis des Kantonsgerichts stehen, ist daher auch in diesem 
Punkt auf die Berufung nicht einzutreten. Aufgrund der Dauer des 
Berufungsverfahrens erscheint es dagegen angezeigt, die Indexklausel in Bezug 
auf den massgeblichen Indexstand und den Zeitpunkt der ersten Anpassung von 
Amtes wegen neu zu fassen. Entsprechend ist auch Ziffer 9 des Dispositivs des 
angefochtenen Urteils aufzuheben und durch die neu formulierte Indexklausel zu 
ersetzen. 

6. Nach Art. 122 ZPO wird der in einem zivilrechtlichen Verfahren 
unterliegende Teil in der Regel zur Übernahme sämtlicher Kosten des Verfahrens 
verpflichtet. Hat keine Partei vollständig obsiegt, können die Kosten 
verhältnismässig verteilt werden. Die unterliegende Partei wird zudem in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil nicht ausschliesslich zu Gunsten 
einer Partei aus, können die aussergerichtlichen Kosten nach den gleichen 
Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt werden. Diese für das erstinstanzliche 
Verfahren stipulierten Grundsätze für die Kostenverteilung gelten aufgrund des 
Verweises von Art. 223 ZPO auch im Berufungsverfahren. 

a) Die Vorinstanz hat die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens mit der 
Überlegung, dass im Scheidungspunkt sowie bezüglich der Zuteilung der 
elterlichen Sorge, des Besuchsrechts, des Vorsorgeausgleichs und des 
Kinderunterhalts weitgehend übereinstimmende Anträge vorlagen, während in 
Bezug auf den nachehelichen Unterhalt und das Güterrecht beide Parteien nur 
teilweise durchgedrungen sind, halbiert beziehungsweise wettgeschlagen (vgl. 
Urteil Erw. 11 S. 46). Dies ist nicht zu beanstanden. Die I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts hat nur eine geringfügige Korrektur des vorinstanzlichen Urteils 
vorgenommen, indem X. verpflichtet wird, an den Unterhalt von Y. ab Eintritt der 
Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Wegfall der Unterhaltspflicht für die 
beiden Söhne B. und C. einen im Voraus zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 450.-- zu bezahlen. Danach wird X. verpflichtet, Y. bis zu ihrem Eintritt ins 
ordentliche AHV-Alter einen im Voraus zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 950.-- zu leisten. Im Güterrecht bleibt es bei der von der Vorinstanz 

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festgelegten Ausgleichszahlung von Fr. 104'565.50. Somit rechtfertigt es sich 
nicht, eine Änderung in Bezug auf die vor-instanzliche Verteilung der amtlichen 
und ausseramtlichen Kosten vorzunehmen.

b) X. beantragte mit der Berufung die vollumfängliche Aufhebung seiner Pflicht 
zur Leistung von nachehelichem Unterhalt sowie die Herabsetzung seiner 
Verpflichtung zur Bezahlung von Fr. 104'565.50 aus Güterrecht auf Fr. 73'036.--. 
Dabei ist der Berufungskläger im Güterrecht vollständig und beim nachehelichen 
Unterhalt überwiegend unterlegen, indem der Unterhalt lediglich für die Dauer von 
rund drei Jahren auf Fr. 450.-- reduziert worden ist. Unter diesen Umständen 
rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens zu 1/6 Y. und zu 5/6 X. 
aufzuerlegen.

Im gleichen Verhältnis wie die Verfahrenskosten sind für das Weiterzugsverfahren 
vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts auch die Umtriebsentschädigungen 
festzulegen (vgl. Art. 223 ZPO in Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 ZPO). Die von 
Rechtsanwältin Mazzetta eingereichte Honorarnote von Fr. 4'364.80 erscheint 
dabei angesichts des vorliegend gebotenen Aufwands als angemessen. Nach 
Verrechnung der gegenseitigen Ansprüche hat X. Y. demnach mit Fr. 2'910.-- 
(inklusive Mehrwertsteuer) ausseramtlich zu entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten werden 
kann, und die Ziffern 8 und 9 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
werden aufgehoben.

2. X. wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y. ab Eintritt der Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis zum Wegfall der Unterhaltspflicht für die beiden 
Söhne B. und C. einen im Voraus zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 450.-- zu bezahlen. Danach wird X. verpflichtet, Y. bis zu ihrem 
Eintritt ins ordentliche AHV-Alter einen im Voraus zahlbaren monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 950.-- zu leisten.

3. Der Unterhaltsbeitrag nach Ziffer 2. basiert auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik per Ende April 2010 von 
104.7 Punkten (Basis Dezember 2005 = 100 Punkte). Er ist jährlich auf den 
1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2011, dem Indexstand per Ende 
November des Vorjahres anzupassen, es sei denn, X. beweise, dass sein 
Einkommen nicht im gleichen Verhältnis angestiegen ist. Die Anpassung 
des Unterhaltsbeitrages erfolgt nach folgender Formel:

neuer UB  =   alter UB x neuer Index
                              104.7

Bei einer geringeren Erhöhung wird der Unterhaltsbeitrag in entsprechend 
tieferem Masse angepasst, während bei unverändertem Einkommen eine 
Anpassung entfällt.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 6'000.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 480.--, total somit Fr. 
6'480.-- gehen zu 1/6 zu Lasten von Y. und zu 5/6 zu Lasten von X., 
welcher Y. zudem mit Fr. 2'910.-- inklusive Mehrwertsteuer ausseramtlich 
zu entschädigen hat.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 

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Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: