# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b670212e-94d3-52e5-84a2-da26a54f370b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 26.04.2021 I/1-2020/134 und 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2020-134-und-135_2021-04-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2020/134 und 135

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 08.04.2022

Entscheiddatum: 26.04.2021

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 26. April 2021
Art. 29 Abs. 1 und 2 StG (sGS 811.1), Art. 17 Abs. 1 DBG (SR 642.11). 
Mitarbeiter mit einem Geschäftsfahrzeug müssen in der Steuererklärung den 
Naturalwert der Kosten für die Fahrt zwischen Wohn- und Arbeitsort als 
übriges Einkommen deklarieren. In den Kilometeransätzen sind auch 
Versicherungs-, Amortisations-, Vignetten-, Park- und Verbrauchskosten 
eingerechnet. Da der Steuerpflichtige 25 % dieser Kosten gemäss 
Arbeitsvertrag selbst zu tragen hat, ist der geldwerte Vorteil für den 
Arbeitsweg mit dem Geschäftsauto mit reduzierten Kilometeransätzen zu 
berechnen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 26. April 2021, I/
1-2020/134, 135).

Präsident Urs Gmünder, Richter Markus Frei und Richterin Barbara Steinbacher, a.o. 

Gerichtsschreiberin Nadia Fiechter

X und Y, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Eigerstrasse 

65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2018) und direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2018)

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Sachverhalt:

A.- Das Ehepaar X und Y wohnt mit ihren vier Kindern in A. Die Ehefrau arbeitet als D, 

und der Ehegatte ist als Verkaufsleiter bei der Z mit Sitz in B/TI tätig. Das 

Unternehmen, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), hat in C/TI 

Büroräume. In der Steuererklärung 2018 deklarierte er Fahrkosten für den Arbeitsweg 

mit dem privaten Motorfahrzeug an 42 Tagen von Fr. 11'250.–. Die 

Veranlagungsbehörde erfasste bei den übrigen Einkünften (Ziffer 6.3 der 

Steuererklärung) einen Betrag von Fr. 11'250.– als geldwerten Vorteil aufgrund der 

Benützung des Geschäftsautos für den Arbeitsweg. Sie hielt fest, im Gegenzug könne 

ein Fahrkostenabzug bis zum Maximalbetrag, dem Preis eines Generalabonnements 

der SBB (2. Klasse für Erwachsene), geltend gemacht werden. X und Y wurden am 

12. Februar 2020 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 53'800.– sowie ohne steuerbares Vermögen und für die direkte 

Bundessteuer 2018 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 49'900.– veranlagt.

Gegen die Veranlagungen erhoben die Steuerpflichtigen am 26. Februar 2020 jeweils 

Einsprache und machten geltend, X fahre einmal wöchentlich mit dem Geschäftswagen 

oder privaten Fahrzeug zum Büro in C. Die entsprechenden Fahrkosten (Benzin) müsse 

er selber bezahlen. Welches Fahrzeug er für diese Fahrten benütze, hänge jeweils von 

den aktuellen Gegebenheiten, namentlich den Wetterverhältnissen, dem Zustand des 

Wagens, den Serviceterminen, der Anordnung der Kindersitze etc., ab. Sie reichten 

dazu Bestätigungen der Arbeitgeberin ein. Das Kantonale Steueramt wies die 

Einsprachen mit Entscheiden vom 9. Juni 2020 ab.

B.- Gegen die Einspracheentscheide vom 9. Juni 2020 erhoben X und Y am 1. Juli 

2020 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. 

Gallen (VRK). Mit den beiden Rechtsmitteln sollte erreicht werden, dass auf die 

Aufrechnung übriger Einkünfte von Fr. 11'250.– verzichtet und die Veranlagungen 

entsprechend korrigiert werden. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung 

vom 16. September 2020, Rekurs und Beschwerde seien abzuweisen. Die Eheleute 

äusserten sich dazu mit Eingabe vom 14. November 2020 nochmals.

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Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde 

verzichtet. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in 

den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 und der direkten Bundessteuer 2018. Hierbei handelt es sich 

um verschiedene Steuern, welche verschiedenen Gemeinwesen zufliessen und welche 

Gegenstand getrennter Veranlagungen und Verfahren sind. Dies bedeutet, dass zwei 

Entscheide zu fällen sind, die in einem einzigen Dokument enthalten sein können – der 

eine für die Kantons- und Gemeindesteuern und der andere für die direkte 

Bundessteuer – mit getrennten Begründungen, wobei Verweisungen zulässig sind, und 

eigenen Rechtssprüchen (Dispositiven) oder zumindest einem Rechtsspruch, der die 

beiden Steuern ausdrücklich auseinanderhält (BGE 130 II 509 E. 8.3 = Pra 94 [2005] 

Nr. 114). Dementsprechend werden der Rekurs und die Beschwerde in einem einzigen 

Dokument behandelt und die Steuern im gemeinsamen Rechtsspruch 

auseinandergehalten. Spätere höchstrichterliche Differenzierungen bezüglich Form und 

Inhalt von Entscheiden (BGE 135 II 260 E. 1.3.1 und 142 II 293 E. 1.2) haben an der 

Zulässigkeit dieser Vorgehensweise nichts geändert.

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum 

Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der 

Rekurs und die Beschwerde vom 1. Juli 2020 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie 

erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 

Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der 

Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h 

Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.

3.- Anders als im Einspracheverfahren ist der Berufskostenabzug für die notwendigen 

Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte von Fr. 3'860.– bei den Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 (Art. 39 Abs. 1 lit. a StG) und von Fr. 3'000.– bei der direkten 

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Bundessteuer 2018 (Art. 26 Abs. 1 DBG) nicht mehr angefochten; dabei hat es sein 

Bewenden. Zu keiner Zeit bestritten war, dass die Kosten für die Fahrten zwischen 

Wohnort und Büro aufgrund der beachtlichen Entfernung grundsätzlich abzugsfähig 

sind.

4.- Der Rekurs und die Beschwerde richten sich ausschliesslich gegen die Aufrechnung 

übriger Einkünfte im Betrag von Fr. 11'250.–. Die Steuerbehörde erwog, dass die 

Arbeitgeberin dem Steuerpflichtigen ein Geschäftsfahrzeug für private und 

geschäftliche Fahrten zur Verfügung gestellt habe. Namentlich sei das 

Geschäftsfahrzeug für die Fahrten vom Wohnort zum Büro ins Tessin verfügbar 

gewesen. Diese geldwerte Leistung sei bei den übrigen Einkünften aufzurechnen. Die 

Steuerpflichtigen halten dem entgegen, dass der Ehemann die Kosten für die 

wöchentlichen Fahrten zum Arbeitsort im Tessin selber getragen habe; mithin komme 

ihnen aufgrund der wöchentlichen Fahrten mit dem Geschäftsfahrzeug ins Tessin kein 

finanzieller Vorteil zu, weshalb von der Aufrechnung übriger Einkünfte über Fr. 11'250.– 

abzusehen sei.

a) Der Steuerpflichtige ist gemäss Arbeitsvertrag als Verkaufsleiter für östliche EU-

Länder tätig (act. 8/I/1.7). In der Zwischenzeit habe sich das Arbeitsgebiet auf weitere 

europäische Länder (Schweiz, Deutschland, Österreich, Niederlande etc.) ausgeweitet 

(act. 1). Unbestritten ist, dass dem Ehemann in der Steuerperiode 2018 ein 

Geschäftsfahrzeug zur Verfügung stand, namentlich für Dienstreisen im In- und 

Ausland (act. 8/I/1.11); er durfte dieses aber auch privat nutzen. Im Arbeitsvertrag 

wurde dazu vereinbart, dass er 25 % der Kosten für die Jahresversicherung, die 

Motorfahrzeugsteuer, die Autobahnvignette, die Wartung und die Instandhaltung, die 

Autoreparaturen und die Selbstbehalte für jeden einzelnen Unfall zu bezahlen habe. 

Zusätzlich habe er für die private Benutzung jeweils einen Betrag zu bezahlen (act. 8/I/

1.7). Für die Ermittlung dieses Betrags ging die Arbeitgeberin so vor, dass sie zunächst 

den Kaufpreis des (geleasten) Fahrzeugs (rund Fr. 32'620.–) mit dem geltenden 

Mehrwertsteuersatz multiplizierte und das Ergebnis (Fr. 2'511.98) nochmals mit dem 

geltenden Mehrwertsteuersatz multiplizierte. Dies ergab für das Jahr 2018 einen Betrag 

von Fr. 193.42 (7,7 % von Fr. 2'511.98). Zusammen mit den allgemeinen Kosten von 

Fr. 1'008.85 und den vollumfänglich in Rechnung gestellten Kosten für die Behebung 

eines Karosserieschadens von Fr. 928.98 – wobei auch auf diese Beträge die 

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Mehrwertsteuer von 7,7 % zugeschlagen wurde –, ergab dies einen Gesamtbetrag von 

Fr. 2'279.96, der dem Steuerpflichtigen in Rechnung gestellt wurde (act. 8/I/1.21).

Im Weiteren steht fest, dass der Ehemann in der Steuerperiode 2018 insgesamt 42-mal 

zur Arbeitsstätte im Tessin (C) gefahren ist. Die restliche Zeit arbeitete er zu Hause oder 

war er auf Geschäftsreisen. Im Unterschied zu den Fahrten im Aussendienst musste er 

im Zusammenhang mit den Fahrten ins Tessin für die Benzinkosten selbst aufkommen. 

Im Lohnausweis 2018 des Steuerpflichtigen (act. 8/I/1.19) hat die Arbeitgeberin weder 

das Feld "F" (unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort) noch die 

Ziffer 13 (Spesenvergütungen) angekreuzt.

b) Gemäss Art. 29 Abs. 1 StG unterliegen der Einkommenssteuer alle wiederkehrenden 

und einmaligen Einkünfte. Als Einkommen gelten auch Naturalbezüge jeder Art, 

insbesondere freie Verpflegung und Unterkunft sowie der Wert selbstverbrauchter 

Erzeugnisse und Waren des eigenen Betriebs (Abs. 2). Kann der Arbeitnehmer ein 

Geschäftsfahrzeug unentgeltlich auch privat benützen, handelt es sich um eine 

Naturalleistung, welche als Gehaltsnebenleistung anzurechnen ist (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, II. Teil N 92). Dasselbe gilt für die 

direkte Bundessteuer, wo andere geldwerte Vorteile, wie z.B. die Fahrkosten für 

Arbeitnehmer mit einem Geschäftsfahrzeug, ebenfalls zu den steuerbaren Einkünften 

gehören (Art. 17 Abs. 1 DBG; Locher, Kommentar DBG, 1. Aufl. 2019, Art. 17 DBG 

N 50). Zu unterscheiden ist zwischen dem Privatanteil für das Geschäftsfahrzeug und 

der Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort. Im ersten Fall übernimmt die 

Arbeitgeberin sämtliche Kosten und der Arbeitnehmer nur die Benzinkosten für 

grössere Privatfahrten am Wochenende oder in den Ferien. Zu deklarieren ist hier ein 

monatlicher Betrag von 0,8 % des Kaufpreises (samt sämtlicher Sonderausstattungen, 

aber ohne Mehrwertsteuer), mindestens aber Fr. 150.– pro Monat. Bei 

Leasingfahrzeugen treten anstelle des Kaufpreises der im Leasingvertrag festgehaltene 

Barkaufpreis des Fahrzeugs (ohne Mehrwertsteuer) oder der im Leasingvertrag 

angegebene Objektpreis (ohne Mehrwertsteuer; Entscheid der VRK vom 

22. September 2009, in: St. Galler Steuerentscheide [SGE] 2009 Nr. 22; Wegleitung der 

Eidgenössischen Steuerverwaltung zum Ausfüllen des Lohnausweises, N 21 ff.; Locher, 

a.a.O., Art. 17 DBG N 48). Diese Pauschalberechnung beruht auf dem häufigsten 

Geschäftswagenmodell, bei welchem der Arbeitnehmer keine oder nur geringfügige 

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Leistungen (z.B. Übernahme der Benzinkosten) zu erbringen hat (E. Bosshard/S. Mösli, 

Der neue Lohnausweis, Schriftenreihe Finanz-, Rechts- und Steuerpraxis, Band 12, 

2007, S. 48). Im zweiten Fall (Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort) gilt, dass 

Mitarbeiter mit einem Geschäftsfahrzeug in der Steuererklärung den Naturalwert der 

Kosten für die Fahrt zwischen Wohn- und Arbeitsort als übriges Einkommen 

deklarieren müssen. Dementsprechend hat die EStV Richtlinien erlassen, die vom 

kantonalen Steueramt übernommen wurden (vgl. EStV-Mitteilung 002-D-2016-d vom 

15. Juli 2016 samt Beilage sowie kantonales Steuerbuch [StB] 39 Nr. 3 Ziff. 4). Mit Blick 

auf die Obergrenze des Fahrkostenabzugs (Art. 39 Abs. 1 lit. a StG und Art. 26 Abs. 1 

lit. a DBG von Fr. 3'860.– (Kanton und Gemeinden 2018) und Fr. 3'000.– (Bund 2018) 

muss zur Gleichbehandlung von Arbeitnehmern, denen für den Arbeitsweg ein 

Geschäftsfahrzeug zur Verfügung steht, gegenüber den übrigen Arbeitnehmern, die 

diese Kosten selbst tragen müssen, der Naturalwert der Fahrten für den Arbeitsweg 

aufgerechnet werden. Hiervon kann der Arbeitnehmer den begrenzten 

Fahrkostenabzug geltend machen (Locher, a.a.O., Art. 26 DBG N 23).

c) Die Veranlagungsbehörde sah zu Recht davon ab, dem Ehemann einen sich aus 

dem Lohnausweis nicht ergebenden Privatanteil für das Geschäftsfahrzeug 

aufzurechnen. Sie berücksichtigte, dass im Lohnausweis keine unentgeltliche 

Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort bestätigt wurde, bei den 

Spesenvergütungen ebenfalls nichts eingetragen war und dem Ehemann ein 

"Eigenanteil" für das Geschäftsfahrzeug von Fr. 2'279.96 belastet wurde. Das 

Geschäftsfahrzeug habe deshalb für die Fahrten ins Tessin zur Verfügung gestanden 

und die Aufrechnung der übrigen Einkünfte sei zu Recht erfolgt (act. 8/I/1.1 und 1.3). Es 

ist davon auszugehen, dass die Arbeitgeberin den Lohnausweis nicht korrekt ausgefüllt 

hat. Daraus darf den Steuerpflichtigen weder ein Vor- noch ein Nachteil erwachsen. Auf 

der anderen Seite ist es aber auch nicht so, dass der Ehemann beträchtliche Ausgaben 

im Zusammenhang mit der privaten Nutzung des Geschäftswagens hatte, was eine 

Aufrechnung nicht rechtfertigen würde. Gegen die Aufrechnung des geldwerten 

Vorteils, der sich für die Steuerpflichtigen daraus ergibt, dass der Ehemann ein 

Geschäftsauto für die dem Privatbereich zuzuordnenden Fahrten vom Wohnort zum 

Büro in C benutzen durfte, ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Es stellt sich aber die 

Frage, ob die Aufrechnung im konkreten Fall auch betragsmässig korrekt ist.

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d) Im Rahmen der Steuerdeklaration hat der Ehemann die Strecke zwischen dem Büro 

in C und dem Wohnort in A mit 268 km beziffert. Von dieser Länge ist in diesem 

Verfahren auszugehen. Namentlich liegt sie im Bereich der von Google Maps 

vorgeschlagenen Routen, welche zwischen 242 und 343 km liegen; denn massgebend 

ist die zweckmässigste Route (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum 

DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 26 DGB N 124). Es ist unbestritten, dass er im Steuerjahr 2018 

42-mal von A nach C und wieder zurückgefahren ist (act. 8/I/1.9). Die jährliche 

Gesamtstrecke beläuft sich damit auf 22'512 km. Gemäss dem abgestuften Tarif 

beträgt der Kilometeransatz bei den Kantons- und Gemeindesteuern 50 Rappen (vgl. 

Wegleitung zur Steuererklärung 2018; Tabelle StB 39 Nr. 3 Ziff. 2.6) und bei der 

direkten Bundessteuer, die keine Abstufung der Kilometeransätze je nach Fahrleistung 

kennt, 70 Rappen (Anhang 2 zur Berufskostenverordnung, SR 642.118.1). In diesen 

Kilometeransätzen sind auch Versicherungs-, Amortisations-, Vignetten-, Park- und 

Verbrauchskosten eingerechnet (BGer 2C_630 und 631/2012 vom 20. Februar 2013 

E. 2.2; Locher, a.a.O., Art. 26 N 18). Gemäss Arbeitsvertrag hat der Ehemann 25 % 

dieser Kosten zu bezahlen. Wenn die übrigen Einkünfte in einem solchen Fall mit den 

gleichen Ansätzen wie bei einem Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeberin den Aufwand für 

das Geschäftsfahrzeug vollumfänglich übernimmt, berechnet werden, führt dies zu 

einer Ungleichbehandlung desjenigen Steuerpflichtigen, der einen Teil der 

Aufwandkosten für das Geschäftsfahrzeug übernehmen muss. Letztlich wird damit 

auch das Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verletzt 

(vgl. Art. 127 Abs. 2 BV). Die Steuerpflichtigen müssen nach Massgabe der ihnen 

zustehenden Mittel gleichmässig belastet werden. Dementsprechend hat sich die 

Steuerbelastung nach den den Steuerpflichtigen zur Verfügung stehenden 

Wirtschaftsgütern und den persönlichen Verhältnissen zu richten. Sämtliche Faktoren, 

welche die Leistungsfähigkeit erhöhen, sind genauso zu berücksichtigen wie alle 

Umstände, welche sie verringern; es sei denn, der Gesetzgeber sieht eine Ausnahme 

vor (Vallender, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 127 BV N 23 und 25 mit 

Hinweis unter anderem auf BGE 140 II 157 E. 1). Dass der Ehemann einen Teil der 

Aufwandkosten für das Geschäftsfahrzeug bezahlen muss, mindert die wirtschaftliche 

Leistungsfähigkeit. Dem ist in der Weise Rechnung zu tragen, dass die Anzahl 

Arbeitstage und die Anzahl Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsstätte nicht mit den 

vollen Kilometeransätzen von 50 (Kantons- und Gemeindesteuern) und 70 Rappen 

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(direkte Bundessteuer) zu multiplizieren sind, sondern mit reduzierten Ansätzen. Da der 

Ehemann einen Viertel der Aufwandkosten für das Geschäftsfahrzeug bezahlen muss, 

erscheint es naheliegend und sachgerecht, die Kilometeransätze um einen Viertel zu 

kürzen, was Kilometeransätze für die Kantons- und Gemeindesteuern von 37,5 Rappen 

und für die direkte Bundessteuer von 52,5 Rappen ergibt. Daraus resultieren als übrige 

Einkünfte geldwerte Vorteile für den Arbeitsweg mit dem Geschäftsfahrzeug von 

Fr. 8'442.– (Kantons- und Gemeindesteuern 2018 [22'512 km multipliziert mit 37,5 

Rappen/km]) und Fr. 11'818.– (direkte Bundessteuer 2018 [22'512 km multipliziert mit 

52,5 Rappen/km]). Die übrigen Einkünfte sind bei den Kantons- und Gemeindesteuern 

2018 mit Fr. 8'442.– und damit tiefer zu veranlagen. Bei der direkten Bundessteuer liegt 

der geldwerte Vorteil demgegenüber über dem höchstens anzurechnenden Betrag von 

Fr. 11'250.–, weshalb es beim Letzteren sein Bewenden hat.

e) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs teilweise gutzuheissen und die 

Beschwerde abzuweisen ist. Unter Ziffer 6.3 "Übrige Einkünfte" sind bei den Kantons- 

und Gemeindesteuern 2018 ein geldwerter Vorteil für den Arbeitsweg mit dem 

Geschäftswagen von Fr. 8'442.– (statt Fr. 11'250.–) aufzurechnen. Bei der direkten 

Bundessteuer 2018 bleibt es demgegenüber beim geldwerten Vorteil von Fr. 11'250.–, 

weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Der Einspracheentscheid vom 9. Juni 2020 

hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 2018 ist aufzuheben. Im Vergleich zur 

vorinstanzlichen Veranlagung fällt das Total der Einkünfte zufolge weniger übriger 

Einkünfte geringer aus. Dies hat auch Auswirkungen auf andere Positionen der 

Veranlagung (wie z.B. den Abzug für Krankheits- und Unfallkosten). Die Angelegenheit 

ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, und zwar zu neuer Veranlagung des 

steuerbaren Einkommens hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 2018 im 

Sinn der Erwägungen.

5.- Die Steuerpflichtigen dringen mit ihren Begehren im Rekursverfahren teilweise und 

im Beschwerdeverfahren nicht durch. Im Rekursverfahren sind die amtlichen Kosten, 

eine Entscheidgebühr von Fr. 600.–, somit anteilsmässig zu verlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP, Art. 144 Abs. 1 DBG, Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). 

Zu berücksichtigen ist, dass die übrigen Einkünfte bei den Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 um rund 25 % tiefer zu veranlagen sind, als dies die Vorinstanz 

getan hat. Unter diesen Umständen erscheint es angemessen, den Steuerpflichtigen 

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drei Viertel der amtlichen Kosten aufzuerlegen. Der restliche Viertel ist vom Staat zu 

tragen. Der Kostenvorschuss von Fr. 600.– ist mit dem Kostenanteil der 

Steuerpflichtigen von Fr. 450.– zu verrechnen und im Restbetrag von Fr. 150.– 

zurückzuerstatten. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.– sind zufolge 

Abweisung der Beschwerde demgegenüber von den Steuerpflichtigen zu bezahlen (Art. 

95 Abs. 1 VRP, Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG). Der Kostenvorschuss von Fr. 600.– ist 

damit zu verrechnen.

Entscheid:

1.

Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 9. Juni 2020 

(Kantons- und Gemeindesteuern 2018) aufgehoben. Die Angelegenheit wird zu neuer 

Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuern 2018 im Sinn der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.

Die Steuerpflichtigen haben die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 600.– 

(Entscheidgebühr) zu drei Vierteln zu bezahlen. Der Staat trägt den restlichen Viertel. 

Der Kostenvorschuss von Fr. 600.– wird mit dem Kostenanteil der Steuerpflichtigen 

von Fr. 450.– verrechnet und im Restbetrag von Fr. 150.– zurückerstattet.

4.

Die Steuerpflichtigen haben die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

Fr. 600.– zu bezahlen, unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

 

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