# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2785ec0f-13c2-569d-b3a2-183c7e6aa59d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-13
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 13.05.2024 BK 2023 450
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-450_2024-05-13.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 450

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 13. Mai 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

C.________
v.d. Rechtsanwalt D.________

Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung, 
Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Oberland vom 16. Oktober 2023 (O 22 7892)

2

Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 16. Oktober 2023 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft 
Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das gegen A.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter) geführte Strafverfahren wegen fahrlässiger einfacher Körperverlet-
zung und Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01; 
einfache Verletzung der Verkehrsregeln) ein. Dagegen erhob der Straf- und Zivil-
kläger C.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsan-
walt D.________, am 30. Oktober 2023 Beschwerde. Er beantragte unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 
Staatsanwaltschaft anzuweisen, das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverlet-
zung fortzuführen. Die Generalstaatsanwaltschaft stellte mit Stellungnahme vom 
17. November 2023 den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen und die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der Be-
schuldigte, verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, reichte am 13. Dezember 
2023 eine Stellungnahme ein. 

2.

2.1 Einstellungsverfügungen können von den Parteien innert 10 Tagen bei der Be-
schwerdeinstanz angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 393 ff. der 
Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). 

2.2 Zur Beschwerde legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interes-
se an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Partei ist namentlich die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 Bst. b 
StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, 
sich am Strafverfahren im Straf- oder Zivilpunkt zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 
StPO). Als geschädigt gilt diejenige Person, die durch die Straftat in ihren Rechten 
unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 StPO). Unmittelbar verletzt ist nach herr-
schender Auffassung, wer der Träger des durch die verletzte Strafnorm geschütz-
ten Rechtsguts ist, d.h. wer unter den Schutzbereich der verletzten Strafnorm fällt 
(BGE 138 IV 258 E. 2.2 f., 129 IV 95 E. 3.1).

Der Beschwerdeführer beantragt die gesamthafte Aufhebung der Einstellungsver-
fügung der Staatsanwaltschaft vom 16. Oktober 2023. Soweit er die Aufhebung der 
Einstellung des Strafverfahrens wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung ver-
langt, ist er als geschädigte Person und konstituierter Straf- und Zivilkläger von der 
Einstellung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und 
somit zur Beschwerdeführung legitimiert. Insoweit ist auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten. Von Art. 90 Abs. 1 SVG ist der reibungslose 
Ablauf der Fortbewegung auf öffentlichen Strassen, d. h. ausschliesslich ein öffent-
liches Interesse unmittelbar geschützt. Individualinteressen wie Leib und Leben 
oder das Eigentum bzw. Vermögen werden nur mittelbar geschützt. Bei bloss abs-
trakten Gefährdungsdelikten – wie Art. 90 Abs. 1 SVG – gibt es keine Geschädig-
ten im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO. Hat ein Kollisionsbeteiligter eine Körperver-

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letzung erlitten, so ergibt sich die Geschädigtenstellung nicht aus den strafrechtli-
chen Bestimmungen des SVG, sondern aus Art. 125 StGB (vgl. BGE 141 IV 454 
E. 2.3.2, 138 IV 258 E. 3.1.2; MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 88 zu Art. 115 StPO; LIE-
BER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 3b 
zu Art. 115 StPO; RIKLIN, in: Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 115 
StPO; BOLL, in: Handkommentar Strassenverkehrsrecht, 2022, N. 2131 zu Art. 90 
SVG). Soweit der Beschwerdeführer auch die Aufhebung der Einstellung des Straf-
verfahrens wegen Widerhandlung gegen Art. 90 Abs. 1 SVG verlangt, ist hierauf 
mangels unmittelbarer Geschädigtenstellung des Beschwerdeführers und damit 
mangels Beschwerdelegitimation nicht einzutreten. 

3.

3.1 Am 13. Mai 2022, ca. 15:55 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in 
E.________ (Örtlichkeit) ein Verkehrsunfall, bei welchem der Beschwerdeführer als 
Lenker eines E-Bikes stürzte und sich u.a. einen Knochenbruch im Bereich der 
Hüftgelenkpfanne zuzog. Dem Anzeigerapport der Kantonspolizei Bern vom 5. Au-
gust 2022 lässt sich hinsichtlich des Unfallhergangs entnehmen, dass der Beschul-
digte mit seinem Lieferwagen mit Anhänger auf der Hauptstrasse von E.________ 
(Örtlichkeit) Richtung F.________ (Örtlichkeit) gefahren sei. Zur gleichen Zeit sei 
der Beschwerdeführer mit seinem Leichtmotorfahrrad in gleicher Richtung auf dem 
Radstreifen gefahren. Als der Beschuldigte am Beschwerdeführer vorbeigefahren 
sei, sei dieser aus ungeklärten Gründen zu Fall gekommen. Umstritten ist, ob der 
Beschuldigte den Sturz des Beschwerdeführers verursacht hat, indem er diesen mit 
seinem Lieferwagen mit Anhänger überholte. 

Der Beschwerdeführer wurde am 14. März 2022 als Auskunftsperson polizeilich 
einvernommen. Er gab an, dass er mit seinem E-Bike auf der Hauptstrasse von 
E.________ (Örtlichkeit) Richtung F.________ (Örtlichkeit) mit ca. 20 km/h auf dem 
Fahrradstreifen gefahren sei. Von hinten sei ein Lieferwagen mit Anhänger ge-
kommen und habe begonnen, ihn zu überholen. Während des Überholens sei der 
Lenker des Lieferwagens wieder nach rechts gegen den Fahrradstreifen gefahren. 
In der Folge habe die Seite des Anhängers seine Lenkstange touchiert. Durch die-
se Kollision sei er zu Fall gekommen. Er sei sich sicher, dass der Anhänger ihn 
touchiert habe. Er sei nicht einfach so gestürzt. 

Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Mai 2023 gab der Be-
schwerdeführer als beschuldigte Person – gegen ihn war ein Verfahren wegen 
Führens eines motorlosen Fahrzeuges in fahrunfähigem Zustand und einfacher 
Verletzung der Verkehrsregeln durch Nichtbeherrschen eines Fahrrades eröffnet 
worden –, Opfer und Privatkläger zu Protokoll, er sei bei der ersten Einvernahme 
schwer verletzt im Spital gewesen und es sei ihm nicht alles in den Sinn gekom-
men. Ergänzend führte er an, er habe den Lieferwagen mit dem Anhänger in sei-
nem Rückspiegel kommen sehen. Das Zugfahrzeug sei auch noch auf dem gelben 
Fahrradstreifen gefahren. Es sei an ihm vorbeigefahren. Er gehe davon aus, dass 
der Beschuldigte wieder nach rechts gelenkt habe und irgendwo im hinteren Teil 
habe ihn der Anhänger erwischt. Er sei hinter dem Anhänger «durchgeflogen» und 

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pxg5dhmjpxax3boj2f6mjsgu

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dann auf den Kopf und anschliessend auf die Hüfte gefallen. Wo der Anhänger ihn 
erwischt habe resp. welcher Teil des Fahrrades vom Anhänger erwischt worden 
sei, wisse er nicht. Es sei alles sehr schnell gegangen. Das Zugfahrzeug sei schon 
auf dem gelben Streifen gewesen und der Anhänger wahrscheinlich noch mehr 
nach rechts. Dass er vom Anhänger erwischt worden sei, habe er daran gemerkt, 
dass es ihm den Lenker verdreht habe und er dann geflogen sei. Auf die erneute 
Frage im weiteren Verlauf der Einvernahme, wo am Anhänger sein Fahrrad erwi-
scht worden sei, antwortete er: «Es kann sein am Anhänger, Pedal, der Huft. Es ging so 
schnell, nur Hundertstelsekunden…». Auf den Vorhalt, wonach der Unfalldienst nicht ha-
be sagen können, ob es zu einer Kollusion oder Berührung gekommen sei, gab er 
an: «Wahrscheinlich weil man keine Spuren gesehen hat. Wenn ich an Huft oder Pedal erwischt 
wurde, dann sieht man keine Spuren. Aber auf jeden Fall hat es «gchlepft» und er hat mich touchiert. 
Er war ganz nahe an mir dran». Auf die Frage des Verteidigers, ob er am Unfalltag Medi-
kamente eingenommen habe, erklärte er, das Psychopharmaka Citalopram einge-
nommen zu haben. Der Arzt habe ihm nichts bezüglich des Fahrens unter dem Ein-
fluss dieses Medikamentes gesagt. 

Der Beschuldigte sagte anlässlich der polizeilichen Einvernahme am Unfalltag 
(13. Mai 2022) aus, dass er, als er mit dem Lieferwagen auf der Hauptstrasse von 
E.________ (Örtlichkeit) Richtung F.________ (Örtlichkeit) gefahren sei, ein Fahr-
rad auf dem Radweg gesehen habe. Er sei etwas nach links gefahren, um dieses 
zu überholen. Er sei geradeausgefahren, als er einen lauten Knall gehört habe. Da 
habe er gesehen, dass der Fahrradfahrer gestürzt sei. Er habe dann sofort ge-
bremst, sei ausgestiegen und habe eine Person, die auch angehalten habe, gebe-
ten, den Unfall zu melden. Dies, weil er selbst nicht so gut Deutsch spreche. 

An der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Mai 2023 bestätigte der Be-
schuldigte seine bereits gemachten Aussagen. Auf die Frage, wie er den Unfall 
bemerkt habe, führte er aus, dass er «normal» am Fahren gewesen sei. Er sei 
ganz links gewesen. Dann habe er etwas gehört, habe in den Spiegel geschaut 
und das Fahrrad am Boden gesehen. Er habe das Fahrrad vor dem Überholmanö-
ver gesehen. Er sei sich sicher, dass er den Fahrradfahrer nicht mit dem Anhänger 
touchiert habe, da er viel Abstand gemacht habe und geradeaus gefahren sei. Auf 
den Vorhalt des Fotos Nr. 4 der Dokumentation des Unfalldienstes (UD) der Kan-
tonspolizei Bern und die Frage, wie es dazu komme, dass das Fahrzeug hier auf 
der anderen Strassenseite sei, antwortete der Beschuldigte, dass die Polizei ge-
sagt habe, das Auto müsse weg. Der Kollege habe es dann weggefahren. 

Am 4. Mai 2023 wurde der Mitfahrer des Beschuldigten G.________ als Zeuge 
staatsanwaltschaftlich einvernommen. Er sagte aus, dass ihm der Vorfall vom 
13. Mai 2022 nichts sage. Er könne nur sagen, dass er in der Mitte gesessen sei. 
Er habe nicht gut in die Spiegel gesehen und diese auch nicht beachtet. 

Der zweite Mitfahrer des Beschuldigten H.________ konnte nicht einvernommen 
werden. Polizeiliche Abklärungen haben ergeben, dass dieser seit Oktober 2022 
nicht mehr in I.________ (Örtlichkeit) wohnhaft ist. Er wurde von der Einwohner-
gemeinde I.________ (Örtlichkeit) per 31. Dezember 2022 nach unbekannt abge-
meldet (vgl. die Mitteilung der Kantonspolizei Bern vom 19. April 2023). 

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Aus der Dokumentation des Unfalldienstes der Kantonspolizei Bern vom 26. Sep-
tember 2022 geht hervor, dass nicht gesagt werden könne, auf welcher Höhe sich 
der Anhängerzug des Beschuldigten während des Sturzes des Beschwerdeführers 
befunden habe. Ob ein Kontakt zwischen den beiden erfolgt sei, könne aufgrund 
der fehlenden Spuren nicht gesagt werden. Aufgrund der fehlenden Kontaktspuren 
könne keine Aussage betreffend den Unfallhergang und die Schuldfrage gemacht 
werden. Eine technische Ursache können ausgeschlossen werden. 

Im Anzeigerapport der Kantonspolizei Bern vom 5. August 2022 wurde als 
Schlussbemerkung Folgendes festgehalten: «An der Unfallstelle ist die Hauptstrasse mit ei-
nem Radstreifen ausgeführt. Wären B1 [Beschuldigter] und B2 [Beschwerdeführer] korrekt auf 
ihrer dafür vorgesehenen Verkehrsfläche gefahren, hätte es zu keiner Kollision kommen sollen. Auf-
grund der Aussagen wie auch des Spurenbildes kann nicht beurteilt werden, wie und ob es zu einer 
Berührung zwischen dem Anhänger von B1 und dem B2 kam. So ist nicht auszuschliessen, dass B1 
mit einem ungenügenden Abstand an B2 vorbeifuhr, auch nicht, dass B2 ungenügend rechts auf dem 
Radstreifen fuhr. Ebenfalls ist nicht auszuschliessen, dass B2 lediglich aufgrund eines Fahrfehlers 
stürzte, da der UD nicht abschliessend beurteilen kann, ob es zu einer Berührung zwischen dem An-
hänger von B1 und B2 kam. Am Anhänger von B1 waren keine Beschädigungen auszumachen, wel-
che eine Berührung mit dem Fahrrad B2 zugesichert hätten …». 

Am 16. Oktober 2023 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen den 
Beschwerdeführer wegen Führens eines motorlosen Fahrzeugs in nicht fahrfähi-
gem Zustand und einfacher Verletzung von Verkehrsregeln durch Nichtbeherr-
schen des Fahrzeugs ein. Die Staatsanwaltschaft erwog, gemäss dem Abschluss-
bericht des Instituts für Rechtsmedizin könne aus forensisch-toxikologischer Sicht 
keine Aussage betreffend die Fahrfähigkeit des Beschwerdeführers gemacht wer-
den. Da der Beschwerdeführer das Medikament Citalopram ärztlich verschrieben 
eingenommen habe und sonst keine Anhaltspunkte vorlägen, dass er in einem 
nicht fahrfähigen Zustand gewesen sei, sei der Tatbestand des Führens eines mo-
torlosen Fahrzeugs in nicht fahrfähigem Zustand nicht erfüllt. Die Ursache des 
Sturzes des Beschwerdeführers habe nach der durchgeführten Untersuchung nicht 
geklärt werden können. Denkbar sei, dass der Beschwerdeführer sein Fahrzeug zu 
wenig beherrscht habe und deshalb gestürzt sei. Genügende Belastungstatsachen 
dafür würden jedoch nicht vorliegen. 

3.2 Die vorliegend angefochtene Einstellungsverfügung betreffend den Beschuldigten 
begründete die Staatsanwaltschaft wie folgt: 
Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Privatkläger auf der Hauptstrasse E.________ (Örtlich-
keit) mit seinem Fahrrad stürzte und sich dadurch einen Knochenbruch im Bereich der Hüftgelenks-
pfanne zuzog. 

Fraglich ist, ob der Beschuldigte den Sturz verschuldete, indem dieser den Privatkläger mit seinem 
Lieferwagen mit Anhänger überholte. Nach Aussagen des Privatklägers habe ihn der Anhänger des 
Lieferwagens beim Überholen touchiert. Der Privatkläger erlitt bei seinem Sturz erhebliche Verletzun-
gen und wurde in das Inselspital eingeliefert, wo auch am Tag nach dem Unfall die erste Einvernahme 
des Privatklägers stattfand. Ob sich der Privatkläger tatsächlich an den Unfall zu erinnern vermochte, 
ist unter diesen Umständen zweifelhaft. Insbesondere die Äusserung: «Ich bin mir sicher, dass der 
Anhänger mich touchierte, ich bin nicht einfach so gestürzt», lässt vielmehr darauf schliessen, dass 
der Privatkläger für sich eine Erklärung zu finden suchte und den Unfallhergang für sich rekonstruier-

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te. Auch aus den Aussagen des Privatklägers vom 04.05.2023 lässt sich entnehmen, dass der Privat-
kläger sich stark mit der Rekonstruktion des Unfallhergangs beschäftigt hatte, konnte er doch in Zah-
len angeben, wie schnell er gefahren sei, ebenso die Breite des Lenkers seines Fahrrades. Gemäss 
UD überholte der Anhängerzug das Fahrrad nach der Fahrbahnverengung der Bushaltestelle. Wie 
anhand der Fotodokumentation ersichtlich, befindet sich die Unfallstelle kurz nach der Bushaltestelle, 
bei welcher auf der Fahrbahn kein Radstreifen markiert ist. Die Unfallendlage des Fahrrades befindet 
sich wenig - etwas mehr als 3 Streifen der unterbrochenen Linie - nach dem Wiederbeginn des mar-
kierten Radstreifens. Unter diesen Umständen bestehen grosse Zweifel daran, dass der Privatkläger 
tatsächlich im Rückspiegel erkennen konnte, wie das Zugfahrzeug vor dem Überholen auf dem Rad-
streifen fuhr, was ebenfalls darauf hinweist, dass die Aussagen des Privatklägers nicht tatsächlich Er-
lebtes wiedergeben, sondern vielmehr einer nachträglichen Rekonstruktion des vom Privatkläger 
vermuteten Unfallhergangs entsprechen. Nichts Anderes geht schliesslich auch aus der Antwort des 
Privatklägers auf die Frage, woran er gemerkt habe, dass er vom Anhänger erwischt worden sei, her-
vor, weil es ihm den Lenker verdreht habe. Gesamthaft gesehen stellen deshalb die Aussagen des 
Privatklägers keine genügenden Belastungstatsachen dafür dar, dass der Anhängerzug das Fahrrad 
des Privatklägers tatsächlich touchiert hätte. 

Der Beschuldigte bestreitet einen Kontakt zwischen den Fahrzeugen. Der Zeuge konnte keine sach-
dienlichen Angaben zum Unfallhergang machen. Als objektives Beweismittel liegt schliesslich noch 
der Bericht des UD der Kantonspolizei Bern vor. Der UD konnte nicht feststellen, ob es zu einer 
Berührung zwischen dem Anhänger des Beschuldigten und dem Privatkläger bzw. dessen Fahrrad 
kam. Dem Beschuldigten kann somit nicht hinreichend nachgewiesen werden, dass er beim Überhol-
manöver mit einem zu geringen Abstand am Privatkläger vorbeigefahren ist. 

Das von Rechtsanwalt D.________ mit Eingabe vom 06.07.2023 beantragte verkehrstechnische Gut-
achten des Dynamic Test Centers würde keine neuen rechtserheblichen Erkenntnisse liefern, welche 
nicht bereits dem Bericht des UD entnommen werden können. Das Gutachten bei der Arbeitsgruppe 
für Unfallmechanik über das Unfallgeschehen ist unerheblich. Es ist offenkundig, dass sollte es zu ei-
nem Kontakt zwischen dem Anhänger und dem Ellbogen des Privatklägers gekommen sein, ein Sturz 
eine schlüssige Folge ist. 

Zusammengefasst liegen damit keine genügenden Belastungstatsachen dafür vor, dass der Beschul-
digte den Sturz des Privatklägers und damit die Verletzungen des Privatklägers verursacht hätte. Wei-
ter liegen auch keine genügenden Belastungstatsachen dafür vor, dass der Beschuldigte eine Ver-
kehrsregel missachtet hätte. Das Verfahren wird deshalb eingestellt.

3.3 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Begründung der Einstellung basiere 
auf einer falschen Sachverhaltsannahme. Es treffe nicht zu, dass sich die Unfall-
stelle kurz nach der Bushaltestelle befinde, wo noch kein Radstreifen markiert sei. 
Sowohl er wie auch der Beschuldigte und der Bericht des Unfalldienstes zeigten 
auf, dass die Kollision nach dem Wiederbeginn des Radstreifens stattgefunden ha-
be. Er sei angefahren worden, als er auf dem Radstreifen gefahren sei. Der Be-
schuldigte habe Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 40 Abs. 3 der Verkehrsregelverord-
nung (VRV; SR 741.11) verletzt. Er habe ihn mit einem ungenügenden seitlichen 
Abstand überholt und auf dem Radstreifen behindert. Er (der Beschwerdeführer) 
sei aufgrund der Missachtung dieser Verkehrsregeln verletzt worden. Des Weiteren 
habe die Staatsanwaltschaft den Grundsatz in dubio pro duriore verletzt. Aus dem 
Nichtvorhandensein von objektiven Beweismitteln dürfe nicht auf Beweislosigkeit 
geschlossen werden. Vielmehr sei aus seinen Aussagen und denjenigen des Be-

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schuldigten sowie dem Bericht des Unfalldienstes, dem Kollisionsort, der Endlage 
des Fahrrades und der Art und Weise seines Sturzes die Schlussfolgerung zu zie-
hen und ein Strafbefehl zu erlassen. Die Aussage des Beschuldigten, wonach ihn 
die Polizei aufgefordert habe, das Fahrzeug wegzufahren, stelle seine Glaubwür-
digkeit in Frage. Die Polizei werde ihn kaum aufgefordert haben, das Fahrzeug zu 
verstellen, ohne vorher die Spuren zu sichern. Eine Konfrontation mit dem anwe-
senden Polizisten würde dies klären. Auch wenn man den Aussagen des Beschul-
digten folgen würde, wonach er geradeaus der Mittellinie entlanggefahren sei, wür-
de eine Expertise aufzeigen, dass diese Fehleinschätzung des Beschuldigten ihm 
(dem Beschwerdeführer) zum Verhängnis geworden sei. Wenn das Zugfahrzeug 
nach einer Verengung der Mittellinie folge, so gelte dies eben gerade noch nicht für 
den Anhänger. Dieser ziehe erst später nach. Der Beschuldigte habe das Manöver 
zu früh begonnen oder zu wenig ausgeholt. Der Bericht des Unfalldienstes vermö-
ge zwar keine Kollisionsspuren nachzuweisen, aber die Fotos würden die Kollision 
auf dem Radstreifen gut aufzeigen und den Beschuldigten belasten. Im Gegensatz 
zum Beschuldigten habe er glaubhafte Aussagen gemacht. Er habe schon im Spi-
tal angegeben, dass der Beschuldigte zu früh eingebogen, das Fahrzeug mit dem 
Lenker in Berührung gekommen und er deswegen gestürzt sei. Später habe er ein-
zig präzisiert, dass es ihm den Lenker nach rechts verdreht habe und er danach 
unmittelbar nach links gefallen sei. Seine Schilderung, wonach er nach der 
Berührung unmittelbar nach links auf die Fahrbahn geworfen worden sei, sei logi-
sche Folge des Touchierens durch das Fahrzeug des Beschuldigten. Es gebe kei-
nen alternativen Grund für einen derartigen Unfall. Ein Radfahrer falle nicht einfach 
so nach links auf die Strasse hinaus. Gestützt auf die vorliegenden Beweismittel 
könne kein anderer Schluss gezogen werden, als dass sich der Sachverhalt und 
der Vorwurf gegenüber dem Beschuldigten genauso präsentiere, wie er (der Be-
schwerdeführer) ihn stets geschildert habe. Der Beschuldigte habe seine Sorgfalts-
pflicht als Fahrer des Lieferwagens verletzt, indem er ihn mit ungenügendem seitli-
chen Abstand überholt und seinen Radstreifen befahren habe, es dadurch zum 
Kontakt mit ihm gekommen und er deswegen links auf die Fahrbahn gefallen sei 
und sich verletzt habe. Er habe sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig 
gemacht und sei mit Strafbefehl zu verurteilen. Sofern diese Ansicht nicht geteilt 
werde, müssten zumindest noch die beantragten Beweismittel abgenommen 
und/oder Anklage erhoben werden. Es müsste noch die Einvernahme der Polizis-
ten stattfinden, um die Aussagen des Beschuldigten im Zusammenhang mit dem 
Verstellen des Fahrzeugs zu prüfen. Weiter müsste eine Expertise beim Dynamic 
Test Center eingeholt werden, welche nach Vermessen der Unfallstelle, des Fahr-
zeuges und Anhängerzugs des Beschuldigten sowie seines Fahrrades die Platz-
verhältnisse beim Überholen anhand einer Expertise darlege. Der Beschuldigte ha-
be ausgesagt, dass er geradeaus der Mittellinie entlanggefahren sei. Damit könne 
der seitliche Abstand wie auch das Befahren des Radstreifens nachvollzogen wer-
den.

3.4 Die Generalstaatsanwaltschaft hält in der oberinstanzlichen Stellungnahme fest, 
der genaue Ort der Kollisionsstelle könne anhand der vorliegenden Unterlagen 
nicht eruiert werden, da sich sowohl das Fahrzeug des Beschuldigten als auch das 
E-Bike des Beschwerdeführers beim Eintreffen des Unfalldienstes bereits in verän-

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derter Position befunden hätten. Gestützt auf den Polizeibericht und die Aussagen 
der Beteiligten (Erstaussagen des Beschuldigten und des Beschwerdeführers) sei 
aber eher davon auszugehen, dass die Kollision in einem Bereich stattgefunden 
habe, wo der Fahrradstreifen schon wieder markiert gewesen sei. Dies ändere aber 
nichts am Beweisschluss, wonach keine genügenden Belastungstatsachen vorlä-
gen. Auch wenn der Beschwerdeführer auf dem Radstreifen gefahren sei, sei damit 
nicht gesagt, dass er vom Beschuldigten touchiert worden und deshalb gestürzt 
sei. Keine der Erstaussagen des Beschuldigten und des Beschwerdeführers sei 
glaubhafter als die andere. Objektive Beweismittel, welche für die eine oder andere 
Version sprächen, lägen nicht vor. Das vom Beschwerdeführer beantragte ver-
kehrstechnische Gutachten des Dynamic Test Centers würde keine neuen rechts-
erheblichen Erkenntnisse liefern, welche nicht bereits dem Bericht des Unfalldiens-
tes entnommen werden könnten. Das Gutachten bei der Arbeitsgruppe für Unfall-
mechanik über das Unfallgeschehen sei unerheblich. Es lägen keine genügenden 
Belastungstatsachen dafür vor, dass der Beschuldigte den Sturz des Beschwerde-
führers und damit die Verletzungen verursacht habe. Gleichermassen lägen keine 
genügenden Belastungstatsachen dafür vor, dass der Beschuldigte eine Verkehrs-
regel missachtet habe. 

3.5 Der Beschuldigte führt in der oberinstanzlichen Stellungnahme aus, die von der 
Staatanwaltschaft gemachten Sachverhaltsfeststellungen stünden im Einklang mit 
den Sachverhaltserhebungen der Kantonspolizei und den örtlichen Gegebenheiten. 
Aus der Fotodokumentation gehe hervor, dass die Markierung des Fahrradstreifens 
erst kurz vor der Unfallstelle beginne. Somit sei die Schlussfolgerung, dass grosse 
Zweifel daran bestünden, dass der Beschwerdeführer tatsächlich im Rückspiegel 
habe erkennen können, wie das Zugfahrzeug vor dem Überholen auf dem Rad-
streifen gefahren sei, nicht zu beanstanden. Die Staatsanwaltschaft habe nicht be-
treffend die eigentliche Unfallstelle, sondern in Bezug auf die kurz davor befindliche 
Bushaltestelle ausgeführt, dass dort noch kein Radstreifen markiert sei. Auch dies 
sei korrekt. Der Beschwerdeführer verkenne, dass es eindeutige Sachverhaltsfest-
stellungen gebe, die gegen eine Kollision zwischen Fahrrad und Anhänger 
sprächen. So habe die Staatsanwaltschaft die Aussagen der Beteiligten eingehend 
gewürdigt und klar aufgezeigt, weshalb nicht einfach auf die Aussagen des Be-
schwerdeführers, welche im Wesentlichen nichts anderes als eine gemutmasste 
Konstruktion des Unfallhergangs darstellten, abgestützt werden könne. Es sei zu-
dem unbestritten, dass seitens der Kantonspolizei keinerlei Kontaktspuren hätten 
festgestellt werden können. Damit sei mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu er-
warten, dass das Gericht im Falle einer Anklageerhebung eine andere Beweiswür-
digung machen würde als diejenige der Staatsanwaltschaft.

4.

4.1 Gemäss Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung 
des Strafverfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfer-
tigt. Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens hat sich nach dem Grund-
satz «in dubio pro duriore» zu richten. Dieser ergibt sich aus dem Legalitätsprinzip 
und verlangt, dass das Verfahren im Zweifel seinen Fortgang nimmt. Als prakti-
scher Richtwert kann gelten, dass – sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl 

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nicht in Frage kommt – Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung 
wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso wahr-
scheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei schwe-
ren Delikten, eine Anklageerhebung auf (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1, 138 IV 86 
E. 4.1.1; je mit Hinweisen). Dies bedeutet mit anderen Worten nichts anderes, als 
dass einzustellen ist, wenn ein Freispruch wahrscheinlicher ist als ein Schuld-
spruch. Der Staatsanwaltschaft steht in diesem Zusammenhang ein erheblicher 
Ermessensspielraum zu. Bei der Prüfung der Frage, ob nach der Aktenlage ein 
Freispruch zu erwarten ist, darf und muss die Staatsanwaltschaft die Beweise wür-
digen (vgl. statt vieler: Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 22 383 
vom 26. April 2023 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_952/2020 vom 8. Februar 2020 E. 2.1.1). Bei zweifelhafter Beweis- oder 
Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtli-
chen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung zuständige 
Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Jedoch müssen Sachverhalts-
feststellungen in Berücksichtigung des Grundsatzes «in dubio pro duriore» auch 
bei Einstellungen zulässig sein, soweit gewisse Tatsachen «klar» beziehungsweise 
«zweifelsfrei» feststehen, so dass im Fall einer Anklage mit grosser Wahrschein-
lichkeit keine abweichende Würdigung zu erwarten ist. Den Staatsanwaltschaften 
ist es mithin nur bei unklarer Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdi-
gung vorzugreifen (BGE 143 IV 241 E. 2.3.2; vgl. ferner das Urteil des Bundesge-
richts 6B_1254/2020 vom 20. Januar 2021, in welchem das Bundesgericht implizit 
bestätigt hat, dass auch bei einem «Vier-Augen-Delikt» bzw. einem Delikt ohne 
Zeugen eine Einstellung möglich ist und die Staatsanwaltschaft sich mit der Be-
weislage auseinandersetzen darf).

4.2 Stehen sich gegensätzliche Aussagen gegenüber («Aussage gegen Aussage»-
Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder 
weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem Grundsatz «in dubio pro duriore» in 
der Regel Anklage zu erheben. Dies gilt insbesondere, wenn typische «Vier-Augen-
Delikt» zu beurteilen sind, bei denen oftmals keine objektiven Beweise vorliegen. 
Auf eine Anklageerhebung kann verzichtet werden, wenn der Strafkläger ein wider-
sprüchliches Aussageverhalten offenbarte und seine Aussagen daher wenig glaub-
haft sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände aus 
anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (BGE 143 IV 241 
E. 2.2.2 mit zahlreichen Hinweisen).

4.3 Der fahrlässigen einfachen Körperverletzung macht sich nach Art. 125 Abs. 1 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) strafbar, wer fahrlässig ei-
nen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Fahrlässig begeht ein 
Verbrechen oder Vergehen, wer die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger 
Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 
die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den 
Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 
Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung setzt mithin 
voraus, dass der Täter den Erfolg durch die Verletzung einer Sorgfaltspflicht verur-
sacht hat. Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt 
sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften 

10

(BGE 148 IV 39 E. 2.3.3, 145 IV 154 E. 2.1, 143 IV 138 E. 2.1; je mit Hinweisen). 
Im Strassenverkehr richtet sich der Umfang der zu beachtenden Sorgfalt nach den 
Bestimmungen des SVG und den dazugehörigen Verordnungen (BGE 129 IV 282 
E. 2.2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_239/2022 vom 22. März 2023 E. 6.2.3 mit 
Hinweisen; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 6B_500/2023 vom 20. No-
vember 2023 E. 2.3.4). Art. 34 Abs. 4 SVG schreibt vor, dass gegenüber allen 
Strassenbenützern ausreichender Abstand zu wahren ist, namentlich beim Kreuzen 
und Überholen sowie beim Neben- und Hintereinanderfahren. Gemäss Art. 40 
Abs. 3 VRV dürfen Führer anderer Fahrzeuge auf dem mit einer unterbrochenen 
Linie abgegrenzten Radstreifen fahren, sofern sie den Fahrradverkehr dadurch 
nicht behindern.

4.4 Die Einstellung des Strafverfahrens wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung 
ist rechtens. Zur Begründung kann vorab auf die einlässlichen Ausführungen in der 
angefochtenen Verfügung sowie diejenigen der Generalstaatsanwaltschaft in der 
oberinstanzlichen Stellungnahme verwiesen werden (vgl. E. 3.2 und 3.4 hiervor). 
Die Beschwerdekammer in Strafsachen schliesst sich diesen an. Was der Be-
schwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nichts an der Rechtmässigkeit der an-
gefochtenen Verfügung zu ändern. Es liegt keine unrichtige Sachverhaltsfeststel-
lung durch die Staatsanwaltschaft vor. Deren Feststellungen stehen vielmehr im 
Einklang mit den Sachverhaltserhebungen der Kantonspolizei Bern sowie den örtli-
chen Gegebenheiten. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft auf S. 3 f. der an-
gefochtenen Verfügung betreffend die fehlende Markierung beziehen sich offen-
sichtlich nicht auf die eigentliche Unfallstelle - der genaue Ort der Unfallstelle kann 
anhand der vorliegenden Unterlagen nicht eruiert werden, da sich sowohl das 
Fahrzeug des Beschuldigten als auch das E-Bike des Beschwerdeführers beim 
Eintreffen des Unfalldienstes bereits in veränderter Position befunden haben –, 
sondern auf die in diesem Satz vor dem Komma erwähnte Bushaltestelle, was ge-
stützt auf die vorliegende Fotodokumentation des Unfalldienstes der Kantonspolizei 
Bern vom 26. September 2022 korrekt ist. Mit der Generalstaatsanwaltschaft, dem 
Beschuldigten und dem Beschwerdeführer ist gestützt auf den Anzeigerapport der 
Kantonspolizei Bern vom 5. August 2022, die Fotodokumentation des Unfalldiens-
tes vom 26. September 2022 sowie die Erstaussagen des Beschuldigten und des 
Beschwerdeführers davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wohl eher in 
einem Bereich der Hauptstrasse gestürzt ist, wo der Fahrradstreifen schon wieder 
markiert war (das E-Bike des Beschwerdeführers liegt gemäss der Fotodokumenta-
tion des Unfalldienstes Anfangs des vierten markierten Fahrradstreifens, d.h. relativ 
zu Beginn der wieder begonnenen Fahrradstreifenmarkierung). Der Umstand, dass 
die Unfallstelle offenbar eher im Bereich der kurz zuvor wieder begonnenen Fahr-
radstreifenmarkierung liegt, ändert indes nichts daran, dass vorliegend keine genü-
genden Belastungstatsachen vorliegen, welche eine Verurteilung des Beschuldig-
ten wahrscheinlicher oder gleich wahrscheinlich erscheinen lassen wie ein Frei-
spruch. 

Die Aussagen des Beschwerdeführers und des Beschuldigten stehen sich diame-
tral entgegen. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschuldigte habe ihn mit 
einem ungenügenden seitlichen Abstand überholt, weshalb ihn dessen Fahrzeug 
(Lieferwagen mit Anhänger) touchiert habe und er aufgrund dessen gestürzt sei 

11

und sich verletzt habe. Der Beschuldigte stellt demgegenüber in Abrede, den Be-
schwerdeführer zu knapp überholt zu haben und mit diesem kollidiert zu sein. Aus-
sagekräftige Aussagen von unabhängigen Drittpersonen liegen nicht vor. Der als 
Zeuge befragte Mitfahrer des Beschuldigten, G.________, konnte keine sachdienli-
chen Angaben machen. Der zweite Mitfahrer des Beschuldigten, H.________, 
konnte aufgrund unbekannten Aufenthalts nicht einvernommen werden. Als objek-
tives Beweismittel liegt die Dokumentation des Unfalldienstes der Kantonspolizei 
Bern vom 26. September 2022 vor. Gemäss dieser konnten keine Kontaktspuren – 
weder am E-Bike des Beschwerdeführers noch am Lieferwagen oder Anhänger 
des Beschuldigten, insbesondere auch nicht an dessen rechten Rückspiegel oder 
an den rechten Seitenläden – festgestellt werden. Das einzige vorliegende objekti-
ve Beweismittel vermag somit die Version des Beschwerdeführers nicht zu bekräf-
tigen. Inwiefern die Fotos des Unfalldienstes den Beschuldigten belasten sollen 
(vgl. N. 24 der Beschwerde), ist nicht nachvollziehbar und wird auch nicht weiter 
begründet. Allein der Umstand, dass aus der Fotodokumentation ersichtlich ist, 
dass der Beschwerdeführer mutmasslich eher in einem Strassenbereich gestürzt 
ist, in welchem der Fahrradstreifen wieder markiert ist, spricht nicht ohne weiteres 
dafür, dass er vom Beschuldigten touchiert worden und deshalb gestürzt ist. Der 
Beschuldigte sagte anlässlich seiner Einvernahmen vom 13. Mai 2022 und 4. Mai 
2023 aus, er habe das Fahrrad vor sich gesehen, sei nach links ausgeschwenkt 
und normal weitergefahren. Als das Fahrrad in der Mitte des Anhängers gewesen 
sei, habe er etwas gehört und gesehen, dass das Fahrrad am Boden gewesen sei. 
Diese Aussagen zum Überholmanöver erscheinen insgesamt grundsätzlich in sich 
stimmig. Soweit der Beschwerdeführer die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Be-
schuldigten in Abrede stellt, da dieser ausgesagt habe, ein Kollege habe das Fahr-
zeug auf Geheiss der Polizei auf die andere Strassenseite gefahren, kann ihm nicht 
gefolgt werden. Wie von der Generalstaatsanwaltschaft in der oberinstanzlichen 
Stellungnahme zu Recht angeführt wurde, befand sich der Lieferwagen gemäss 
Anzeigerapport der Kantonspolizei Bern vom 5. August 2022 (S. 5) nicht mehr in 
der Unfallendposition. Ob der Lieferwagen noch auf der rechten Strassenseite ge-
standen hatte und dann später vom Kollegen nach links verschoben wurde oder ob 
er bereits links gestanden hatte, als die Polizisten kamen, geht aus dem Bericht 
nicht vor. Eine Spurensicherung direkt an der Unfallstelle war damit aber so oder 
anders nicht mehr möglich, womit denkbar ist, dass die Polizisten den Beschuldig-
ten bzw. dessen Kollegen aufgefordert haben, das Fahrzeug auf die andere Stras-
senseite zu stellen, damit der Verkehr nicht weiter behindert wird. Angesichts des-
sen und da die Aussagen des Beschwerdeführers allein nicht als hinreichendes 
Anklagefundament genügen, erübrigt es sich, dieser Frage durch Befragung der 
Polizisten weiter nachzugehen. Ohnehin scheint fraglich, ob sich die Polizisten 
nach Ablauf von zwei Jahren noch an dieses Detail zu erinnern vermöchten. 

Die Aussagen des Beschwerdeführers weisen gewisse Widersprüchlichkeiten auf. 
Sie sind nicht in sämtlichen Punkten durchwegs zuverlässig und überzeugend. So 
fällt auf, dass der Beschwerdeführer anlässlich der ersten Einvernahme vom 
14. Mai 2022 (ein Tag nach dem Ereignis) gegenüber der Polizei ausgesagt hat, 
dass der Beschuldigte mit der Seite seines Anhängers seine Lenkstange touchiert 
habe, wodurch er zu Fall gekommen sei. Aus der Dokumentation des Unfalldiens-

12

tes der Kantonspolizei Bern vom 26. September 2022 (S. 2) ergibt sich demge-
genüber, dass sich die Ladekante des Anhängers des Beschuldigten unterhalb des 
fraglichen Lenkerendes des E-Bikes des Beschwerdeführers befunden haben 
musste (vgl. anschaulich die Fotos Nr. 15-18), was ein direktes Touchieren der 
Lenkstange durch den Anhänger als wenig einleuchtend erscheinen lässt. An der 
staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Mai 2023 relativierte der Beschwer-
deführer seine diesbezüglichen Aussagen in Kenntnis der Dokumentation des Un-
falldienstes und machte neu geltend, nicht zu wissen, wo am Fahrrad ihn der An-
hänger erwischt habe (Z. 93 f. des Protokolls). Später an der Einvernahme ergänz-
te er, dass es sein könne, dass der Anhänger sein Fahrrad am Pedal oder ihn an 
der Huft erwischt habe (Z. 114, 172 des Protokolls). Der Beschwerdeführer ver-
mochte somit nicht klar aufzuzeigen, wo er vom Fahrzeug des Beschuldigten resp. 
dessen Anhänger touchiert worden sein soll. Insbesondere bei einem Touchieren 
der Hüfte wäre zudem ein Sturz eher nach rechts zu erwarten. Auch der Umstand, 
dass der Beschwerdeführer an der Einvernahme vom 4. Mai 2023 neu geltend 
machte, dass er in seinem Rückspiegel gesehen habe, wie der Beschuldige mit 
seinem Fahrzeug auf dem Fahrradstreifen gefahren sei (Z. 85 f. des Protokolls), 
mutet seltsam an. Zumal die Markierung des Fahrradstreifens erst kurz vor der 
mutmasslichen Unfallstelle wieder beginnt (von der Polizei angetroffene, veränder-
te Lage des E-Bikes: nach etwas mehr als drei Streifen des wiederbegonnenen 
Fahrradstreifens), bestehen grosse Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer im 
Rückspiegel tatsächlich erkennen konnte, wie das Fahrzeug des Beschuldigten vor 
dem Überholen auf dem Fahrradstreifen gefahren war. Dies deutet darauf hin, dass 
der Beschwerdeführer nicht tatsächlich Erlebtes wiedergab, sondern einzig ver-
suchte, den Unfallhergang nachträglich entsprechend seinen Vermutungen zu re-
konstruieren. Auch weitere Aussagen des Beschwerdeführers deuten hierauf hin 
(vgl. das Protokoll der polizeilichen Einvernahme vom 14. Mai 2022: «Ich bin mir si-
cher, dass der Anhänger mich touchierte, ich bin nicht einfach so gestürzt»; Z. 88, 94 f., 114 des 
Protokolls der delegierten Einvernahme vom 4. Mai 2023: «Ich gehe davon aus, dass er 
wieder nach rechts gelenkt hat und irgendwo im hinteren Teil hat mich der Anhänger «verwütscht»»; 
«Das Zugfahrzeug war schon auf dem gelben Streifen und der Anhänger wahrscheinlich noch mehr 
nach rechts», «Es kann sein am Anhänger, Pedal, der Huft»; kursive Hervorhebung beige-
fügt). Schliesslich sind auch seine Aussagen, dass er davon ausgehe, dass der 
Beschuldigte während des Überholens bereits wieder nach rechts gedreht habe re-
sp. dass das Zugfahrzeug schon auf dem gelben Streifen und der Anhänger wahr-
scheinlich noch mehr rechts gewesen sei (vgl. Z. 88, 94 f. des Protokolls der 
staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Mai 2023), nicht kongruent. Wenn 
das Zugfahrzeug bereits wieder nach rechts gefahren sein soll, ist nicht davon aus-
zugehen, dass sich der Anhänger noch weiter rechts befand. 

Die Aussagen des Beschwerdeführers erweisen sich gestützt auf das Ausgeführte 
als einziges Anklagefundament als zu wenig tragfähig. Auch aus der (nicht genauer 
bekannten) Endlage des E-Bikes des Beschwerdeführers sowie der Art und Weise 
seines Sturzes kann nichts den Beschuldigten hinreichend Belastendes abgeleitet 
werden. Ein Sturz nach links hat entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
nicht unweigerlich die Annahme zur Folge, dass dieser durch den Anhänger des 
Fahrzeuges des Beschuldigten touchiert worden ist. Es sind auch andere alternati-

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ve Gründe denkbar (vgl. S. 5 des Anzeigerapports der Kantonspolizei Bern vom 5. 
August 2022, wonach nicht auszuschliessen sei, dass der Beschwerdeführer un-
genügend rechts auf dem Radstreifen fuhr resp. lediglich aufgrund eines Fahrfeh-
lers stürzte). Soweit der Beschwerdeführer zusätzliche Beweise erhoben haben 
will, ist insoweit auf die zutreffenden Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der 
angefochtenen Verfügung sowie der Generalstaatsanwaltschaft in der oberinstanz-
lichen Stellungnahme zu verweisen (vgl. E. 3.2 und 3.4 hiervor; vgl. auch bereits 
die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. September 2023 betreffend die Ab-
weisung der Beweisanträge). Zumal weder der genaue Unfallort ermittelt werden 
konnte noch klar ist, wo und mit welchem Winkel der Beschuldigte den Beschwer-
deführer effektiv überholte und wo genau sich der Beschwerdeführer zu diesem 
Zeitpunkt befand, ist nicht davon auszugehen, dass es möglich sein wird festzustel-
len, welche Platzverhältnisse beim Überholmanöver tatsächlich herrschten. Zudem 
kann bereits der Dokumentation des Unfalldienstes der Kantonspolizei Bern vom 
26. September 2022 entnommen werden, dass kein Kontakt zwischen dem Be-
schwerdeführer und dem Beschuldigten nachgewiesen werden konnte. Von einem 
verkehrstechnischen Gutachten des Dynamic Test Center sind deshalb keine neu-
en rechtserheblichen Erkenntnisse zu erwarten, womit auf dessen Einholung ver-
zichtet werden kann (Art. 139 Abs. 2 StPO). Dasselbe gilt betreffend den Antrag 
auf Einholung eines Gutachtens bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) 
über das Unfallgeschehen. Es ist offenkundig, sollte es zu einem Kontakt zwischen 
dem Anhänger des Beschuldigten und dem Beschwerdeführer resp. dessen E-Bike 
gekommen sein, ein Sturz des Beschwerdeführers eine schlüssige Folge ist. Als 
Ursache für diesen Sturz sind indes auch andere Versionen denkbar (insbesondere 
ein Fahrfehler des Beschwerdeführers). Die Einholung eines unfallmechanischen 
Gutachtens ist demnach ebenfalls nicht zielführend. 

4.5 Zusammengefasst hat die Staatsanwaltschaft demnach richtigerweise geschluss-
folgert, dass bei der vorliegenden Sach-/Beweislage keine zureichenden Anhalts-
punkte für eine durch den Beschuldigten begangene Sorgfaltspflichtverletzung, 
insbesondere durch ein Überholmanöver mit zu geringem Abstand, vorliegen. Der 
Grundsatz «in dubio pro duriore» wurde damit nicht verletzt. Eine Verurteilung des 
Beschuldigten allein gestützt auf die – nicht durchwegs schlüssigen – Aussagen 
des Beschwerdeführers erscheint von vornherein als sehr unwahrscheinlich. Es 
sind auch keine weiteren konkret zu erhebenden Beweismittel erkennbar, die das 
Resultat im gegenteiligen Sinn beeinflussen könnten. Damit ist es nicht zu bean-
standen, dass die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen den Beschuldigten 
wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung eingestellt hat (Art. 319 Abs. 1 
Bst. a StPO). Die Beschwerde ist unbegründet und daher abzuweisen, soweit dar-
auf einzutreten ist. 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 2'000.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Zufolge seines Unterliegens hat er keinen Anspruch auf ei-
ne Entschädigung. Der Beschuldigte hat keine förmlichen Anträge gestellt und auf 
die Geltendmachung einer Parteientschädigung ausdrücklich verzichtet (vgl. WEH-
RENBERG/FRANK, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 

14

3. Aufl. 2023, N. 31b zu Art. 429 StPO; JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Straf-
prozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 12 zu Art. 429 StPO; GRIES-
SER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 8 
zu Art. 429 StPO; Urteil des Bundesgerichts 6B_472/2012 vom 13. November 2012 
E. 2.4, wonach auf den Entschädigungsanspruch verzichtet werden kann). Auch 
diesem ist demnach keine Entschädigung zu sprechen. 

15

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 2'000.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Es wird keine Entschädigung gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwalt D.________

(per Einschreiben)
- dem Beschuldigten, v.d. Rechtsanwalt B.________ (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland, Staatsanwältin J.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- dem Migrationsdienst des Kantons Bern, Kundenzentrum, Ostermundigenstrasse 

99B, 3006 Bern (per B-Post)
- dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern, Schermenweg 5, 

Postfach, 3001 Bern (Ref. 27.732.971; per B-Post)

Bern, 13. Mai 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber
i.V. Gerichtsschreiberin Lienhard

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.