# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3153fc56-da2f-5f5b-8e58-4bdf2588cbac
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.10.2023 725 23 118 / 234 ()
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-118---234_2023-10-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Oktober 2023 (725 23 118 / 234) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallbegriff, Bemessung der Invalidität 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Urs Helfenfinger, 
Rechtsanwalt, Löwenplatz 5, 4222 Zwingen 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1974 geborene A.____ war vom 16. Februar 2016 bis 31. Mai 2019 im Spital 
B.____ als Lagerungspfleger angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der SWICA Gesund-
heitsorganisation (SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 
versichert. Am 6. Februar 2018 verletzte sich A.____ bei der Arbeit die rechte Schulter. Die 
SWICA anerkannte für die Folgen dieses Ereignisses ihre Leistungspflicht und erbrachte die 
gesetzlichen Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung). Nachdem sie den rechtserheblichen 

 

 
 
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Sachverhalt abgeklärt und ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten bei der Academy of 
Swiss Insurance Medicine (asim; Gutachten vom 9. Dezember 2021) eingeholt hatte, stellte sie 
die Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 26. Juli 2022 per 31. Dezember 2021 ein. Be-
gründend hielt sie fest, dass hinsichtlich der Schulterbeschwerden der medizinische Endzu-
stand erreicht sei und zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Beschwerden des 
Versicherten kein adäquater Kausalzusammenhang bestünde. Gleichzeitig verneinte sie einen 
Anspruch auf eine Rente und auf eine Integritätsentschädigung. Die hiergegen erhobene Ein-
sprache wies die SWICA ab (Einsprachentscheid vom 15. März 2023). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Urs Helfenfinger, am 
2. Mai 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei ihm rückwirkend ab Gesuchstellung 
resp. ab Dezember 2021 eine Invalidenrente von mindestens 50 % auszurichten. Es sei ihm 
rückwirkend ab Gesuchstellung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens bei der Inva-
lidenversicherung (IV) eine Übergangsrente auszurichten. Die Rentenbetreffnisse seien jeweils 
zu 5 % zu verzinsen. Es sei ihm eine angemessene Integritätsentschädigung von mindestens 
20 % zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm für das vorliegende Verfahren die unent-
geltliche Rechtspflege mit Rechtsanwalt Daniel Urs Helfenfinger zu bewilligen sei. 
 
C. Mit Verfügung vom 4. Mai 2023 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende Ver-
fahren die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Daniel Urs Helfenfinger als Rechts-
vertreter bewilligt. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 14. Juni 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 2. Mai 2023 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Versicherten. Massgebend ist 
dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 15. März 2023 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche 
Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Versicherung erbringt 
ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Ab-
nützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen 
von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnen-
risse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Ausserdem erbringt die 
Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbe-
handlung zugefügt werden (Abs. 3). Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person An-
spruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist sie infolge des Unfalls zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet 
die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen 
oder geistigen Integrität, hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene In-
tegritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenan-
spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
Für diese Leistungen hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. 
 
3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde im 
Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) zu befinden hat. Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan-
spruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1). 
 
3.3 Ursachen im Sinn des adäquaten Kausalzusammenhangs sind diejenigen Ereignisse, 
die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeig-

 

 
 
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net sind, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolges 
also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint. Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 
E. 3.2 f.). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicher-
ten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adä-
quate Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Pra-
xis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 30 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv 
ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 
Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt 
(BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Stehen hingegen psychische Unfallfolgeschäden 
zur Beurteilung, so hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach ist für die Beja-
hung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall erforderlich, dass dem Unfall eine 
massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist bzw. ernsthaft ins Gewicht fällt 
(BGE 115 V 133 E. 7). 
 
3.4 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlos-
sen sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu 
verstehen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederher-
stellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere Heil-
behandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3). Trifft dies 
nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger 
Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzu-
schliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Prüfung der Adäquanz, d.h. der Fallabschluss, ist bei An-
wendung der Praxis gemäss BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der 
Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1, 
144 V 354 E. 4.2). Ob der Fallabschluss rechtzeitig erfolgt ist, kann erst geprüft werden, wenn 
der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. September 2015, 8C_170/2015, E. 4.2). 
 
3.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – 
ist die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen 
angewiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht hat diese Unterlagen nach 
dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere 
darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, 

 

 
 
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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsicht-
lich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Schliesslich bleibt da-
rauf hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozi-
alversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c 
ATSG) beherrscht sind. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richti-
ge und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
4.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer am 6. Februar 
2018 eine anspruchsbegründende Verletzung zuzog. Streitig ist, ob das Ereignis als Unfall im 
Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist.  
 
4.2 Als Unfall gilt laut Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge 
hat. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Ge-
genstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 
E. 4.1.1). Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er – nach ei-
nem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Le-
bensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1). Das Merkmal des ungewöhnli-
chen äusseren Faktors kann auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe-
wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich 
dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 
Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1). Dies 
trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Ab-
wehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (Urteile des Bundesgerichts vom 10. April 
2014, 8C_783/2013, E. 4.2 und vom 15. Januar 2009, 8C_749/2008, E. 3.2). Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ursache einer Gesund-
heitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1). Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Fak-
tor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.1; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 
8C_24/2022, E. 3.2). 
 
4.3 Zum Ablauf des Ereignisses vom 6. Februar 2018 wurde in der Unfallmeldung vom 
12. Februar 2018 (act. 94) angegeben, der Beschwerdeführer habe einen Patienten platzieren 
wollen, wobei er ihn nach unten habe ziehen müssen. Aufgrund der Anti-Rutsch-Matte sei dafür 
ein hoher Kraftaufwand notwendig gewesen. Beim dritten Mal ziehen habe der Beschwerdefüh-
rer einen Schmerz in der Schulter verspürt. Diese Schilderung des Schadenhergangs ist unbe-

 

 
 
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stritten und deckt sich mit den ergänzenden Angaben des Beschwerdeführers vom 22. Februar 
2018 (act. 9) und jenen im Abklärungsbericht der Kundenbesucherin vom 28. Februar 2018 
(act. 8). 
 
4.4 In ihrer Verfügung vom 26. Juli 2022 qualifizierte die Beschwerdegegnerin das Ereignis 
noch als höchstens mittelschweren Unfall. Im Einspracheentscheid vom 15. März 2023 hielt sie 
– jedoch ohne weitere Begründung – fest, dass der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG nicht 
erfüllt sei. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Un-
fallkriterien, namentlich auch die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, zu bejahen seien, 
weshalb von einem Unfall auszugehen sei. 
 
4.5 Der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht beigepflichtet werden. Zwar erach-
tete die Rechtsprechung den für den Unfallbegriff vorausgesetzten ungewöhnlichen äusseren 
Faktor bisweilen als erfüllt, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausseror-
dentlicher Kraftaufwand zu einer Schädigung führte (BGE 116 V 136 E. 3b). Dies galt nament-
lich dann, wenn zu diesem Kraftaufwand besondere, sinnfällige Umstände hinzutraten, wie etwa 
beim Klavierbauer, welcher einen 500 kg schweren wegrollenden Flügel aufhalten musste, 
nachdem er ihn zusammen mit einem Mitarbeiter von zwei Böcken heruntergehoben hatte 
(RKUV 1991 Nr. U 122 S. 143 E. 3c), beim Versicherten, welcher eine schwere Schachtröhre 
halten wollte, die auf der nassen, leicht geneigten Unterlage ins Rutschen geraten war und eine 
Telefonleitung zu beschädigen drohte, und dabei selbst ausglitt (RKUV 1993 Nr. U 162 S. 53), 
oder bei der Krankenschwester, die einen schwergewichtigen Patienten beim Transfer vom Bett 
in den Rollstuhl vor dem unvermuteten Sturz bewahrte (RKUV 1994 Nr. U 185 S. 79; vgl. auch 
RKUV 1994 Nr. U 180 S. 37; RKUV 1991 Nr. K 855 S. 15). Hingegen erachtete das Eidgenös-
sische Versicherungsgericht (EVG; heute Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen) das 
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit beim Umlagern eines 100 -120 kg schweren Patienten 
durch einen Hilfspfleger allein als nicht erfüllt (BGE 116 V 136 E. 3). Dass im vorliegenden Fall 
besondere sinnfällige Umstände zur Kraftanstrengung hinzugekommen wären, ist nicht ersicht-
lich. Mit Blick auf die berufliche Gewöhnung und Erfahrung des Beschwerdeführers kann das 
Lagern des 80 - 90 kg schweren Patienten (act. 8) auch nicht als ausserordentlicher Kraftauf-
wand qualifiziert werden, welcher den Unfallbegriff zu begründen vermöchte. Zu beachten ist, 
dass das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nach der Definition des Unfalls nicht auf die 
Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber bezieht, weshalb auch nicht auf 
Grund der diagnostizierten Schulterverletzung auf ein Unfallereignis im Rechtssinne geschlos-
sen werden kann. Hinweise dafür, dass am 6. Februar 2018 sonst etwas Ungewöhnliches resp. 
eine Programmwidrigkeit vorgefallen wäre, sind nicht dargetan. Im Gegenteil ergibt sich das 
Fehlen einer Programmwidrigkeit bereits aus den Angaben des Beschwerdeführers selbst, wo-
nach die Schmerzen erst beim dritten Versuch, den Patienten zu platzieren, eingetreten seien. 
Die Kriterien des Unfallbegriffs im Sinne von Art. 4 ATSG sind demnach nicht erfüllt. 
 
5.1 Streitig ist, ob die psychischen Beschwerden in einem adäquaten Kausalzusammen-
hang zum Ereignis vom 6. Februar 2018 stehen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dies, da 
sie aufgrund von Art. 6 Abs. 2 UVG leistungspflichtig sei.  
 

 

 
 
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5.2.1 Der Beschwerdegegnerin ist darin beizupflichten, dass psychische Beschwerden nicht 
unter die in Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführten Körperschädigungen fallen. Entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers kann daher nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe 
auch für die psychischen Gesundheitsfolgen einzustehen, welche aus dem Ereignis nach Art. 6 
Abs. 2 lit. f UVG resultieren. 
 
5.2.2 Selbst wenn das Prüfschema gemäss BGE 115 V 139 (Psycho-Praxis) herangezogen 
würde, wäre der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. Februar 2018 
und den psychischen Beschwerden ohne weiteres zu verneinen. Wie unter Erwägung 3.4 hier-
vor ausgeführt, ist die Prüfung der Adäquanz in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der 
Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1, 
144 V 354 E. 4.2). Vorliegend ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung im 
Gutachten der asim vom 9. Dezember 2021 (act. 345) davon aus, dass von therapeutischen 
Massnahmen keine weitere Verbesserung der persistierenden Restbeschwerden an der rech-
ten Schulter zu erwarten und von einer bleibenden Minderbelastbarkeit auszugehen sei. Diese 
Beurteilung und die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der Taggeldleistungen 
und Heilbehandlungskosten per 31. Dezember 2021 bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht 
nicht. Die Prüfung der Adäquanz zwischen dem Ereignis vom 6. Februar 2018 und der ausge-
wiesenen psychischen Gesundheitsstörung ist demnach auf diesen Zeitpunkt vorzunehmen 
(vgl. E. 3.4 hiervor). 
 
5.2.3 Gemäss der in BGE 115 V 133 begründeten und seither bestätigten Rechtsprechung 
werden die Unfälle ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf in drei Gruppen eingeteilt, 
nämlich in banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich 
den dazwischenliegenden mittleren Bereich (BGE 115 V 133 E. 6). Bei banalen Unfällen wie 
zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei 
leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adä-
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der 
Regel ohne weiteres verneint werden, da aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber 
auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden kann, dass 
ein banaler bzw. leichter Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesund-
heitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 E. 6a). Bei schweren Unfällen dagegen ist der 
adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit 
in der Regel zu bejahen, im mittleren Bereich ist für die Beantwortung der Frage, ob zwischen 
einem Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 
besteht auf weitere unfallbezogene Beurteilungskriterien abzustellen (BGE 115 V 133 E. 6b und 
6c/aa).  
 
5.2.4 Das Ereignis vom 6. Februar 2018, wonach sich der Beschwerdeführer anlässlich sei-
ner beruflichen Tätigkeit als Lagerungspfleger beim wiederholten Ziehen eines Patienten an der 
Schulter verletzte, ist ohne Weiteres als banal oder höchstens leicht im Sinne der angeführten 
Rechtsprechung zu qualifizieren. Es war folglich nicht geeignet, eine psychische Gesundheits-
schädigung nach sich zu ziehen. Damit bedarf es keiner weiteren Prüfung von Zusatzkriterien. 

 

 
 
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Es besteht demnach kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 
6. Februar 2018 und den diagnostizierten psychischen Beschwerden, weshalb diese bei der 
Festsetzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ausser Betracht fallen. 
 
6.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, in welchem Umfang der Beschwerdeführer 
arbeitsfähig ist. Hierzu sind die nachfolgenden medizinischen Gutachten von Bedeutung: 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin veranlasste bei der asim ein internistisch-orthopädisch-
psychiatrisches Gutachten, welches am 9. Dezember 2021 erstattet wurde. In orthopädischer 
Hinsicht diagnostizierte Prof. Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit persistierende Schulter-
schmerzen rechts (ICD-10 M25.51). Die vom Versicherten beklagten belastungsabhängigen 
Beschwerden würden einem Bizepssehnentendodesenschmerz entsprechen, wie er im klini-
schen Alltag nach Bizepssehnentendodesen immer wieder beobachtet werden könne. Es sei 
von einer bleibenden Minderbelastbarkeit der rechten Schulter auszugehen. Diese sei aber mit 
kleineren Gewichtsbelastungen einsetzbar. Der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den be-
handelnden Arzt Dr. med. D.____ FMH Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, im Bericht vom 9. April 2021 könne zugestimmt werden. Die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagerungspfleger sowie schwere und mittelschwere Arbeiten, 
die oberhalb der Horizontalen und mit dem rechten Arm ausgeübt werden müssten, seien dem 
Versicherten dauerhaft nicht mehr möglich. Dasselbe gelte für Tätigkeiten auf absturzgefährde-
ten Positionen, oder für solche mit Vibrations-, Zug- oder Stossbelastungen mit dem rechten 
Arm. Bei körperfernen Tätigkeiten sollte eine Gewichtsbelastung von 2 kg nicht überschritten 
werden. Dem Versicherten seien aber aus somatischer Sicht körperlich leichte Arbeiten ganz-
tags zumutbar, sofern sie die vorgenannten Einschränkungen berücksichtigen würden. Aus so-
matischer Sicht bestünden keine krankheitsbedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. 
Weiter hielt der Gutachter fest, dass aufgrund der aktuellen aktiven Schultergelenkbeweglich-
keit mit Flexion und Abduktion von 160° kein entschädigungspflichtiger Integrationsschaden 
festzustellen sei. Es sei möglich, dass sich degenerativen Veränderungen am Schultergelenk 
als Folge der Rotatorenmanschettenschädigung entwickeln könnten. Eine solche Verschlechte-
rung sei denkbar, könne aktuell jedoch nicht vorhergesagt werden. Es sei deshalb zu empfeh-
len, den Integritätsschaden in einem späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen. 
 
6.3 Die Invalidenversicherung beauftragte PD Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie und Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, mit ei-
ner bidisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers. Am 31. Oktober 2022 diagnostizierte 
Dr. F.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Periarthropathia humeroscapularis 
rechts. Dem Beschwerdeführer sei die erheblich schulterbelastende Tätigkeit als Lagerungs-
pfleger nicht mehr zumutbar. Es würden nur noch leichte Arbeiten in Frage kommen, wobei er 
mit dem rechten Arm nicht dauernd auf oder über Schulterhöhe arbeiten könne. Zudem könne 
er den rechten Arm körperfern nicht mehr mit Gewichten über 2 kg belasten. Körpernah sei eine 
Belastung bis 7,5 kg erlaubt, wobei es günstig wäre, wenn er diese Gewichtslimite nicht repetitiv 
erreichen müsste. Weiter könne der Beschwerdeführer keine Arbeiten auf Leitern oder Gerüs-
ten ausüben, da die Haltefunktion des rechten Arms vermindert sei. Zudem seien Vibrations-, 

 

 
 
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Zug- oder Stossbelastungen mit dem rechten Arm zu vermeiden. Die vom Versicherten ange-
gebenen Beschwerden seien nachvollziehbar; bei mehrfachen Schulteroperationen würden 
relativ oft Beschwerden persistieren. Bezogen auf ein Ganztagespensum bestünde entgegen 
der Auffassung von Prof. Dr. C.____ auch bei leichten Tätigkeiten ein erhöhter Pausenbedarf 
von 20 %. Dieser sei notwendig, um die Restarbeitsfähigkeit von 80 % zu erreichen. Damit wür-
den die chronische Schmerzsituation und vor allem auch die Schonung berücksichtigt. Das "or-
thopädische Denken", wonach bei "geflickten" Sehnen ein Zustand bestünde, wie wenn nie et-
was gewesen wäre, entspreche nicht der Realität. 
 
6.4 Die Beschwerdegegnerin ging im Einspracheentscheid vom 15. März 2023 gestützt auf 
die Beurteilung von Prof. Dr. C.____ davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer angepass-
ten Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufweise. Dabei setzte sie sich jedoch 
weder im Einspracheentscheid vom 15. März 2023 noch in ihrer Vernehmlassung vom 14. Juli 
2023 mit der abweichenden Beurteilung von Dr. F.____ auseinander, welcher beim Beschwer-
deführer nach kritischer Würdigung des Gutachtens von Prof. Dr. C.____ auch in einer ange-
passten leichten Verweistätigkeit beschwerdebedingt ein erhöhter Pausenbedarf von 20 % at-
testierte. Zwar haben die IV-Stellen und die Unfallversicherer die Invaliditätsbemessung in je-
dem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen (BGE 126 V 288). Dies bedeutet aber nicht, 
dass das Gutachten von Dr. F.____ im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren von vornherein 
unbeachtlich wäre. Dies gilt vorliegend umso mehr, als das somatische Leiden des Beschwer-
deführers auf das Ereignis vom 6. Februar 2018 zurückzuführen sind und die Expertise von 
Dr. F.____ sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der 
daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugt. Im Vergleich dazu ist das insgesamt neun 
Seiten umfassende orthopädische Gutachten von Prof. Dr. C.____ vom 9. Dezember 2021 eher 
kurz und zudem oberflächlich begründet. Namentlich fallen die Anamnese und die Befunderhe-
bung weniger detailliert aus, als im Gutachten von Dr. F.____, welcher die hier interessierende 
rechte Schulter des Beschwerdeführers vollständig untersuchte. Er vermerkte, dass die Testung 
schmerzbedingt sehr vorsichtig habe erfolgen müssen (vgl. S. 72 des Gutachtens). 
Prof. Dr. C.____ hielt hingegen fest, die Rotatorenmanschettentests könnten aufgrund der Be-
schwerdeangaben des Versicherten nicht sicher beurteilt werden (vgl. S. 5 des Gutachtens). 
Dies spricht gegen eine vollständige Erfassung des Befunds, was konkrete Zweifel an der Beur-
teilung von Prof. Dr. C.____ aufkommen lässt. Auch die Beurteilung der Leistungsfähigkeit fällt 
im Gutachten von Dr. F.____ differenzierter aus als in jenem von Prof. Dr. C.____. Dieser 
schloss sich im Wesentlichen der bloss rudimentär formulierten – explizit nicht abschliessenden 
– Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. D.____ vom 9. April 2021 (act. 299) an, wonach 
der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit aufwei-
se. Demgegenüber vermittelt Dr. F.____ mit seiner detailliert begründeten Beurteilung ein 
nachvollziehbares Bild über die beim Beschwerdeführer vorliegenden somatischen Beschwer-
den und der daraus resultierenden Arbeitsfähigkeit. Seine Beurteilung, wonach beim Be-
schwerdeführer aufgrund der chronischen Schmerzen auch bei einer leichten Tätigkeit ein er-
höhter Pausenbedarf von 20 % zu berücksichtigen sei, überzeugt auch mit Blick auf den Ab-
schlussbericht der von der Arbeitslosenversicherung veranlassten Standortbestimmung "Fokus" 
vom 16. August 2022 (Beschwerdebeilage 10). Demnach sei der Beschwerdeführer auch in 
einer angepassten beruflichen Tätigkeit schmerzbedingt in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gewesen. Bei dieser Sachlage ist seine überzeugende Beurteilung der Leistungsfähigkeit auch 
für die Belange der Unfallversicherung massgebend. Demnach kann in antizipierter Beweiswür-
digung (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) davon ausgegangen werden, dass 
der Versicherte zufolge eines erhöhten Pausenbedarfs auch in einer angepassten Verweistätig-
keit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % aufweist. 
 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen. Massgebend sind dabei die rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des 
Einspracheentscheids (BGE 143 V 295 E. 4.1.2). Für die Bemessung der Invalidität von er-
werbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 18 Abs. 2 UVG). Danach ist der 
Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (lnvalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 
104 V 136 E. 2a und b). 
 
7.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Um-
stände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich 
verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach 
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt 
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich 
der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der 
realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 E. 4.1; 129 V 222 
E. 4.3.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 19. September 2017, 9C_413/2017, 
E. 3.2.1 mit Hinweisen). Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder län-
gere Zeit dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch 
die berufliche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise 
vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend hö-
heres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären (BGE 145 V 141 E. 5.2.1). Lässt sich 
aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierba-
re Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, darf auf statistische Werte wie die Tabellen-
löhne (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu zurückgegriffen werden, sofern dabei die für die 
Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren mitberücksichtigt 
werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 5. November 2019, 
8C_595/201, E. 6.2). Die Wahl der massgeblichen Tabellenposition soll möglichst den überwie-
gend wahrscheinlichen Verlauf der Einkommensentwicklung ohne Gesundheitsschaden abbil-
den. Dabei ist das Valideneinkommen nicht eine vergangene, sondern eine hypothetische 

 

 
 
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Grösse (Urteile des Bundesgerichts vom 30. Dezember 2013, 8C_567/2013, E. 4.5; und vom 
16. Mai 2007, I 505/06, E. 2.3 mit Hinweis).   
 
7.2.2 Im Einspracheentscheid vom 15. März 2023 stellte sich die Beschwerdegegnerin auf 
den Standpunkt, dass für die Bemessung des Valideneinkommens die LSE massgebend seien, 
da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht mehr beim Spital B.____ 
angestellt gewesen sei. Diesem Vorgehen kann nicht beigepflichtet werden. Entgegen der An-
nahme der Beschwerdegegnerin ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht von Be-
deutung, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (noch) in einem Ar-
beitsverhältnis stand. Entscheidend ist, was er im massgebenden Zeitpunkt des frühestmögli-
chen Rentenbeginns (hier: 1. Januar 2022 [Einstellung der Taggeldleistungen und der Hei-
lungskosten per 31. Dezember 2021]) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit ohne Gesundheitsschaden tatsächlich verdient hätte. Dabei ist in der Regel am zuletzt 
erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn 
anzuknüpfen. Vorliegend löste die ehemalige Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis aufgrund der 
unfallbedingten Gesundheitsschädigung des Beschwerdeführers auf (vgl. IV-act. 38). Anders 
als in dem von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang zitierten Urteil des Bundes-
gerichts vom 2. August 2018, 8C_551/2017, ist vorliegend – mangels greifbarer Anhaltspunkte 
für eine anderslautende Einschätzung – mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführer ohne unfallbedingte Beeinträchtigung die bisherige Tätigkeit 
weitergeführt hätte. Unter diesen Umständen ist für die Bestimmung des Valideneinkommens – 
sofern es sich hinreichend genau beziffern lässt – der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädi-
gung erzielte Verdienst massgebend. Der Beschwerdeführer war seit dem 16. Februar 2016 im 
Spital B.____ angestellt, wobei ein monatlicher Grundlohn von Fr. 5'390.55 und ein 13. Monats-
gehalt vereinbart war. Zusätzlich bestand Anspruch auf monatliche Lohnzulagen (Sonntags- 
und Nachtdienst). Aus den Angaben im Fragebogen für Arbeitgebende (IV-act. 13) ergibt sich, 
dass die Lohnzulagen seit der Anstellung – wenn auch in leicht unterschiedlicher Höhe – mo-
natlich und damit regelmässig anfielen, weshalb über längere Sicht nicht von einem stark 
schwankenden Einkommen gesprochen werden kann. Bei dieser Sachlage lässt sich der letzte 
vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte Verdienst aufgrund eines jährlichen Durch-
schnittseinkommens mit hinreichender Genauigkeit beziffern. Dass sich das hypothetische Vali-
deneinkommen aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse hinreichend genau beziffern lässt, 
scheint auch die Beschwerdegegnerin nicht in Frage zu stellen, nimmt sie doch im angefochte-
nen Einsprecheentscheid selbst eine entsprechende Vergleichsrechnung vor. Bei dieser Sach-
lage kann jedenfalls nicht gesagt werden, die Zahlen der LSE würden den überwiegend wahr-
scheinlichen Verlauf der Einkommensentwicklung ohne Gesundheitsschaden besser abbilden. 
Gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK; IV-act. 11) erzielte der Beschwerdefüh-
rer im Jahr 2017 ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von Fr. 72'562.--. Davon ist bei der 
Bemessung des Valideneinkommens auszugehen. Unter Berücksichtigung der Nominallohn-
entwicklung im Gesundheitswesen von 0,6 % (2018), 0,4 % (2019), 1,7 % (2020), -0,1 % (2021) 
und 0,9% (2022; Bundesamt für Statistik [BfS] T1.15) resultiert im Jahr 2022 (frühestmöglicher 
Rentenbeginn) ein Jahreseinkommen von Fr. 75'130.90 (Fr. 72'562.-- x 0.6 % x 0,4 % x 1,7% x 
-0,1 % x 0,9 %). Konkrete Anhaltspunkte für eine Weiterausbildung oder einen beruflichen Auf-
stieg des Beschwerdeführers ergeben sich weder aus den Akten noch sind sie substantiiert 

 

 
 
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dargetan. Der Beschwerdeführer vermag somit keine konkreten Anstrengungen für seine be-
hauptete Validenkarriere nachzuweisen. 
 
7.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
sind für die Bemessung des Invalideneinkommen die Tabellenlöhne heranzuziehen 
(BGE 143 V 295 E. 2.2). Die Rechtsprechung wendet dabei in der Regel die Monatslöhne ge-
mäss LSE-Tabelle TA1_tirage_skill_level, Zeile "Total Privater Sektor", an. Nur ausnahmsweise 
hat das Bundesgericht bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem 
Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage 
kommt, auf das statistische Durchschnittseinkommen einzelner Branchen abgestellt, wenn dies 
als sachgerecht erschien, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der ver-
bleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 
2007, 9C_237/2007, E. 5.1). 
 
7.3.2 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin innerhalb 
der TA1_tirage_skill_level der LSE 2018 vom "Total Privater Sektor" der Männerlöhne im Kom-
petenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) und somit von ei-
nem Monatslohn von Fr. 5'417.-- aus und ermittelte gestützt darauf einen massgebenden Inva-
lidenlohn von Fr. 68'441.10. Zu beachten ist, dass rechtsprechungsgemäss die im Zeitpunkt des 
Einspracheentscheids aktuellsten statistischen Daten zu verwenden sind (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. November 2023, 8C_235/2023, E. 5.1). Da der Einspracheentscheid vom 
15. März 2023 datiert und die LSE 2020 bereits am 23. August 2022 veröffentlicht wurde, hätte 
die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des Invalideneinkommens demnach auf die 
LSE 2020 abstellen müssen. Wird das Invalideneinkommen aufgrund der LSE 2020 
TA1_tirage_skill_level, Total Privater Sektor, Männer, ermittelt, beträgt der Monatsverdienst im 
Kompetenzniveau 1 Fr. 5'261.--. Angepasst an die Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden 
(vgl. Bundesamt für Statistik, T 03.02.03) [Total Wirtschaftszeige 1-96]) und an die Lohnent-
wicklung bis 2022 (vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex, Total Wirtschaftszweige      
1-96, T1.15) resultiert bei einem zumutbaren Pensum von 80 % ein Jahreseinkommen von 
Fr. 53'019.70 (12 x Fr. 5'261.-- : 40 x 41,7 x 80 % x -0,2 % [2021] x 0,9 % [2022]). 
 
7.3.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten ermittelt, 
ist der so erhobene Ausgangswert gemäss Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3; 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

124 V 321 E. 3b/aa) und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene 
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll 
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen 
(BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt 
insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person 
selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit einge-
schränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene 
gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding-
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh-
ren (BGE 148 V 174 E. 6.3; 146 V 16 E. 4.1). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine 
Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende 
richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, 
ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im 
Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht 
zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vor-
instanz eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten 
abstützen können, die eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen 
lassen (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005, U 420/04, 
E. 2.3). 
 
7.3.4 Die Beschwerdegegnerin nahm im angefochtenen Einspracheentscheid bei der Be-
messung des Invalideneinkommens keinen Abzug vom Tabellenlohn vor. Demgegenüber er-
achtet der Beschwerdeführer einen solchen aufgrund von Art. 26bis Abs. 3 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV) sowie der gesundheitlichen Einschrän-
kungen und des erhöhten Pausenbedarfs als angezeigt. Der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers kann nicht beigepflichtet werden. Entgegen seiner Auffassung findet der neurechtliche 
Art. 26bis Abs. 3 IVV im Unfallversicherungsrecht keine Anwendung. Der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer nur noch körperlich leichte Tätigkeiten ausführen kann, bietet unter den vor-
liegenden Umständen ebenfalls keinen Anlass für einen Leidensabzug. Der zugrunde gelegte 
Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1 umfasst bereits eine Vielzahl an leichten und mittel-
schweren Tätigkeiten (Urteile des Bundesgerichts vom 9. November 2022, 8C_350/2022, 
E. 6.2.3 und vom 15. Juli 2020, 8C_151/2020, E. 6.2 mit Hinweis). Die leidensbedingten Ein-
schränkungen wurden schon mit dem Belastungsprofil berücksichtigt und dürfen nicht nochmals 
– als abzugsrelevant – herangezogen werden (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweis). Andere 
Gründe, die für einen leidensbedingten Abzug sprechen, sind nicht ersichtlich. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers liegen keine Einschränkungen vor, die mit jenen einer fakti-
schen Einarmigkeit zu vergleichen sind. Folglich ist aufgrund der vorliegenden Sachlage ein 
leidensbedingter Abzug nicht in Betracht zu ziehen. Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt hat und es besteht kein An-
lass, in ihr Ermessen korrigierend einzugreifen. 
 

 

 
 
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7.4 Stellt man im Einkommensvergleich das Invalideneinkommen von Fr. 53'019.70 dem 
oben (vgl. E. 7.3.2 hiervor) ermittelten Valideneinkommen von Fr. 75'130.90 (vgl. E. 7.2.2) ge-
genüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 22'111.20, was einen Invaliditäts-
grad von gerundet von 29 % ergibt (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121). Da dieser Wert 
die gesetzliche Erheblichkeitsgrenze von 10 % (Art. 18 Abs. 1 UVG) übersteigt, hat der Be-
schwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 2022 (frühestmöglicher Rentenbeginn) Anspruch auf 
eine auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 29 % basierende Invalidenrente der Beschwerde-
gegnerin. Da die IV in diesem Zeitpunkt keine Eingliederungsmassnahmen (mehr) durchführte, 
besteht kein Anspruch auf eine Übergangsrente i.S.v. Art. 19 Abs. 3 UVG i.V.m. Art. 30 Abs. 1 
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982. 
 
8.1 Zu prüfen bleibt die Integritätsentschädigung. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die ver-
sicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen In-
tegrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er vo-
raussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er 
ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird 
die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der 
Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbe-
trag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt 
der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV 
Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritäts-
entschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmäs-
sig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 218 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 
E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. 
 
8.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrags des versicherten Ver-
diensts (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschä-
den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die-
sem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi-
nischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 
ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 
3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a mit Hinweis).  
 
8.3 Bei der Bestimmung des Schweregrads einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztli-
che Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der 
aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen 
gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem 
medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung 

 

 
 
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der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des 
Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
8.4 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Integritätsentschädigung. Sie stützte sich dabei auf die entsprechende Beurteilung im asim-
Gutachten vom 9. Dezember 2021, wonach aufgrund der aktuellen aktiven Schultergelenkbe-
weglichkeit kein entschädigungspflichtiger Integrationsschaden festzustellen sei. Damit ist die 
Verneinung der Integritätsentschädigung durch die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar und 
begründet. Anhaltspunkte, welche gegen die Richtigkeit der Schätzungsgrundlage sprechen, 
liegen nicht vor. Bei dieser Sachlage durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswür-
digung und ohne den Untersuchungsgrundsatz zu verletzen auf weitere Abklärungen hierzu 
verzichten. Dies gilt umso mehr, als keine anderslautenden medizinischen Unterlagen bei den 
Akten liegen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass die Beurteilung des Integritäts-
schadens fehlerhaft sei, ist ihm entgegenzuhalten, dass seine Rüge nicht substantiiert ist und 
seine eigene Einschätzung in den vorliegenden medizinischen Unterlagen keine Stütze findet, 
weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist. 
 
9. Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der angefochtene 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 15. März 2023 insoweit abzuändern, als 
festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 2022 Anspruch auf eine 
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 29 % hat. Die rückwirkend nachzuzah-
lenden Leistungen sind gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG zu verzinsen. Im Übrigen ist die Be-
schwerde abzuweisen. 
 
10.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist 
das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Ein-
zelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht vor, kann das Gericht ei-
ner Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das UVG 
keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwillig noch leichtsinnig verhalten 
haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen. In Würdigung der vorstehend geschilderten Umstände ist es ex aequo et 
bono angemessen, dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen, welche zwei Drittel des zu berücksichtigenden Aufwands 
entspricht. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 11. Juli 
2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 24,5 Stunden zu einem 
Stundenansatz von Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 152.40 geltend gemacht. Darin enthalten 
ist auch ein Aufwand von 4,5 Stunden für die Teilnahme an der Urteilsberatung vom 12. Okto-
ber 2023. Da die Teilnahme an der Urteilsberatung fakultativ ist und ein Fernbleiben keinerlei 
Rechtsnachteile nach sich zieht, wird der Aufwand dafür praxisgemäss nicht entschädigt. Der 
geltend gemachten Bemühungen sind folglich um 4,5 Stunden und die Auslagen um Fr. 44.-- zu 

 

 
 
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kürzen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschä-
digen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 
2003). Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'667.80 ([20 Stunden x Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 108.40] x 2/3; inkl. 7,7 % Mehrwert-
steuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Im Übrigen sind die ausserordentli-
chen Kosten wettzuschlagen. 
 
10.3.1 Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. Mai 2023 für das vorliegende Verfah-
ren die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Daniel Urs Helfenfinger als Rechtsver-
treter bewilligt wurde, ist dieser für den von der obigen Parteientschädigung nicht erfassten An-
teil des geltend gemachten Aufwands und der ausgewiesenen Auslagen aus der Gerichtskasse 
zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro 
Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'474.90 ([20 Stunden x Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 108.40] x 1/3; inkl. 7,7 % Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3.2 In Bezug auf das aus der Gerichtskasse ausgerichtete Honorar des Rechtsvertreters 
wird der Beschwerdeführer ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in 
der Lage ist. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 15. März 2023 
insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer 
mit Wirkung ab 1. Januar 2022 Anspruch auf eine Invalidenrente 
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 29 % hat. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3'667.80 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers überdies ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 1'474.90 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Gegen diesen Entscheid hat A.____ am 10. Mai 2024 Beschwerde beim Bundesgericht erho-
ben (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_274/2024) 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht