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**Case Identifier:** a0035d73-3611-5517-bae1-ba2d154a95dc
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.12.2021 II 2021 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-106_2021-12-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 106

Entscheid vom 15. Dezember 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Covid-19; Kurzarbeitsentschädigung)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ AG betreibt an der D.________strasse in C.________ ein 
Optikfachgeschäft. Sie beschäftigt 5 Angestellte und einen Lehrling. 

Am 13. Januar 2021 beschloss der Bundesrat zur Bekämpfung der Covid-19-
Pandemie weitergehende Massnahmen. So wurden ab Montag, 18. Januar 2021 
Einkaufsläden und Märkte geschlossen und eine Home-office-Pflicht eingeführt. 
Ausgenommen waren Läden und Märkte, die Güter des täglichen Bedarfs oder 
auch medizinische Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte anbieten (vgl. Art 5e der 
Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Co-
vid-19-Epidemie [Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 818.101.26]; Ände-
rung vom 13.1.2021).

Am 18. Januar 2021 reichte die A.________ AG beim Amt für Arbeit die Voran-
meldung von Kurzarbeit für den Gesamtbetrieb ein. Von der voraussichtlich vom 
18. Januar bis 30. April 2021 dauernden Kurzarbeit mit einem erwarteten Ar-
beitsausfall von 50% seien fünf Arbeitnehmende betroffen (Vi-act. 1).

B. Nach Einholen ergänzender Informationen (Vi-act. 2, 3) erhob das Amt für 
Arbeit mit Verfügung vom 19. Februar 2021 Einspruch gegen die Auszahlung von 
Kurzarbeitsentschädigung (Vi-act. 4). Hiergegen reichte die A.________ AG am 
19. März 2021 Einsprache ein (Vi-act. 5), die mit Einspracheentscheid Nr. 200/21 
vom 13. September 2021 abgewiesen wurde (Vi-act. 8). 

C. Am 14. Oktober 2021 lässt die A.________ AG beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid Nr. 200/21 vom 13. September 2021 sei aufzuheben 
und der Beschwerdeführerin sei die Kurzarbeitsentschädigung vom 18. Januar 
2021 bis zum 28. Februar 2021 zuzusprechen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

D. Mit Vernehmlassung vom 8. November 2021 beantragt das Amt für Arbeit 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Hierzu nimmt die Beschwerde-
führerin am 24. November 2021 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz 
eingestellt ist, haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE), wenn u.a. 
der Arbeitsausfall anrechenbar ist (Art. 31 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über 

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die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 
AVIG, SR 837.0) und der Arbeitsausfall voraussichtlich vorübergehend ist und 
erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeit ihre Arbeitsplätze erhalten werden 
können (Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG). 

Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzu-
führen und unvermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG) und je Abrechnungsperi-
ode mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden ausmacht, die von den Arbeit-
nehmern des Betriebes insgesamt normalerweise geleistet werden (Art. 32 Abs. 
1 lit. b AVIG). Der Bundesrat regelt für Härtefälle die Anrechenbarkeit von Ar-
beitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind (Art. 32 
Abs. 3 AVIG). In Ausübung dieser Regelungskompetenz hat der Bundesrat in 
Art. 51 Abs.1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; 
SR 837.02) statuiert, dass Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen oder 
andere nicht vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, an-
rechenbar sind, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirtschaftlich 
tragbare Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar 
machen kann. Als behördliche Massnahmen, welche zu anrechenbaren Arbeits-
ausfällen führen, gelten beispielsweise Ein- und Ausfuhrverbote, Kontingentie-
rungen von Rohstoffen, Sperrungen von Zufahrtswegen oder Einschränkungen 
der Energieversorgung (Art. 51 Abs. 2 AVIV). 

Durch die Behörde ergriffene Massnahmen im Zusammenhang mit der Corona-
Pandemie fallen ebenfalls unter die Sonderregelung von Art. 32 Abs. 3 AVIG und 
Art. 51 AVIV. Dies gilt auch für Massnahmen, die nur einzelne Branchen betref-
fen und für Massnahmen, die von kantonalen oder kommunalen Behörden ange-
ordnet wurden (vgl. die damals gültige Weisung Nr. 2021/01 "Sonderregelung 
aufgrund der Pandemie" des Staatssekretariats für Wirtschaft, SECO, vom 
20.1.2021, S. 10 f.).

Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall insbesondere dann, wenn er durch be-
triebsorganisatorische Massnahmen wie Reinigungs-, Reparatur- oder Unter-
haltsarbeiten sowie andere übliche und wiederkehrende Betriebsunterbrechun-
gen oder durch Umstände verursacht wird, die zum normalen Betriebsrisiko des 
Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG) oder wenn er branchen-, berufs- 
oder betriebsüblich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen ver-
ursacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regel-
mässig wiederkehrende Arbeitsausfälle von der KAE ausschliessen (ARV 1997 
Nr. 12 S. 65, mit Verweisen). 

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1.2 Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe in Berück-
sichtigung des präventiven Charakters der KAE weit aus und versteht darunter 
sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt und nicht nur den 
Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebote-
nen Gütern und Dienstleistungen (Urteil BGer 8C_549/2017 vom 20.12.2017 
Erw. 3.2 m.H.; BGE 128 V 305 Erw. 3a; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, 
in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 
2016, S. 2410 Rz. 479 f.). 

Der auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführende Arbeitsausfall muss unver-
meidbar gewesen sein. Diese kumulativ erforderliche Voraussetzung ist Aus-
druck der Schadenminderungspflicht. Vom Arbeitgeber kann verlangt werden, 
dass er zumutbare Vorkehren zur Abwendung des Arbeitsausfalls trifft. Vermeid-
bar ist die Kurzarbeit jedoch nicht bereits deshalb, weil der Arbeitgeber ihr durch 
Personalentlassungen hätte vorbeugen können. Vielmehr muss sich die Annah-
me der Vermeidbarkeit des Arbeitsausfalls auf hinreichend konkrete Gründe stüt-
zen und die Verwaltung muss geeignete zumutbare Massnahmen nennen, die 
der Arbeitgeber zu ergreifen unterlassen hat (Nussbaumer, a.a.O., S. 2410 f. Rz 
480 m.H.; Pra 77 Nr. 26). 

1.3 Die KAE hat die präventive Funktion, Ganzarbeitslosigkeit, d.h. Entlassun-
gen zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten. Neben sozialen und wirtschaft-
lichen Überlegungen spielen dabei auch finanzielle Interessen der ALV mit hin-
ein, weil Ganzarbeitslose höhere Kosten verursachen. Die Erhaltung der Arbeits-
plätze liegt aber auch im Interesse des Arbeitgebers, indem der Produktionsap-
parat über die Zeit der Kurzarbeit hinweg intakt und die Stammbelegschaft erhal-
ten bleiben kann (Nussbaumer, a.a.O., S. 2401 Rz 566, BGE 123 V 234 Erw. 7a 
m.H.). 

Indessen ist nicht zu verkennen, dass die gesetzliche Regelung der KAE sich am 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert und somit nicht jede Verkürzung 
oder Einstellung der Arbeitszeit entschädigt (vgl. Art. 31-35 AVIG). Überdies ist 
zu beachten, dass das Institut der KAE - entsprechend dem aus Art. 31 BV her-
vorgehenden Grundsatz der Wettbewerbsneutralität (vgl. BGE 121 I 134 f. Erw. 
3d) - dort seine Grenzen findet, wo es zur Erhaltung nicht mehr dem Markt ent-
sprechender Betriebsstrukturen eingesetzt wird (ARV 1985 Nr. 17 S. 109; ALV-
Praxis 92/2). Auch die Bestimmungen des AVIG sind in diesem Sinne verfas-
sungskonform auszulegen (vgl. BGE 120 Ia 290 Erw. 2b; 119 V 130 Erw. 5b; 
Rhinow/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungs-
band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 24 S. 76 ff.).

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1.4 Eine Pandemie kann aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und 
der Schwere nicht als normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im 
Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Um-
ständen jeder Arbeitgeber davon betroffen sein kann. Demnach sind Arbeitsaus-
fälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die auf 
die Pandemie zurückzuführen sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AIVG 
anrechenbar. Soweit zu Beginn der Pandemie der schlichte Hinweis auf diese als 
Begründung für KAE ausreichend war, muss der Arbeitgeber jetzt jedoch glaub-
haft darlegen können, dass die in seinem Betrieb zu erwartenden Arbeitsausfälle 
auf das Auftreten der Pandemie zurückzuführen sind (Weisung SECO 2021/01 
vom 20.1.2021; Aktualisierung "Sonderregelungen aufgrund der Pandemie", Ziff. 
2.2). 

1.5 Gemäss der SECO-Weisung Aktualisierung "Sonderregelung aufgrund der 
Pandemie" entfiel mit der schrittweisen Lockerung für die betroffenen Betriebe in 
den meisten Fällen die behördliche Massnahme als Begründung eines Anspru-
ches auf KAE. Als Ausfluss der Schadenminderungspflicht waren die Unterneh-
mungen grundsätzlich gehalten, den Betrieb wieder aufzunehmen, sobald dies 
erlaubt war (vgl. Weisung Nr. 2021/01 vom 20.1.2021, S. 12). Das Kreisschrei-
ben führte aber diverse Ausnahmen auf (Weisung Nr. 2020/01 vom 20.1.2021, S. 
12 f.). So besteht grundsätzlich weiterhin ein Anspruch auf KAE, wenn ein Be-
trieb aufgrund der geltenden Massnahmen zum Gesundheitsschutz nur einen 
Teil der Arbeitnehmenden beschäftigen kann. Dann ist der Anspruch auf KAE für 
Arbeitsausfälle von Arbeitnehmenden gegeben, die nur teilweise oder nicht be-
schäftigt werden können. Sodann besteht ein Anspruch auf KAE, wenn ein Be-
trieb aus wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nur einen Teil der Arbeitnehmen-
den beschäftigen kann (etwa, weil die für die Tätigkeit notwendigen Produkte 
pandemiebedingt nicht beschafft werden können). Anzuerkennen ist ein Arbeits-
ausfall auch, wenn es objektiv unmöglich ist, die notwendigen Verhaltens- und 
Hygienemassnahmen umzusetzen und wenn ein Betrieb plausibel darlegen 
kann, dass der Verlust bei Weiterführung grösser ist als bei vorübergehender 
Schliessung. Anzuerkennen sind auch indirekte Folgen von behördlichen Mass-
nahmen, wenn etwa ein Restaurant nicht öffnen kann, da es nur über ein Ange-
bot erschlossen ist, das einem Betriebsverbot unterliegt (vgl. auch VGE II 2021 
28 vom 16.6.2021 Erw. 3.2.2). Schliesslich hat auch ein Betrieb Anspruch auf 
KAE, der plausibel darlegen kann, dass die Erfüllung behördlicher Auflagen ei-
nen wirtschaftlichen Betrieb verunmöglicht (z.B. Öffnungszeit bis 19 Uhr für Re-
staurant, das den Grossteil des Umsatzes am Abend erzielt) und der Verlust bei 
teilweiser Weiterführung grösser ist als bei vorübergehender Schliessung. Zudem 
versteht sich von selbst, dass auch während der Pandemie die allgemeinen    

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Voraussetzungen zur KAE weiterhin Geltung haben, namentlich etwa, dass bei 
Kurzarbeit, welche auf das normale Betriebsrisiko eines Arbeitgebers zurückzu-
führen ist, kein Anspruch auf Entschädigung besteht (vgl. oben Erw. 1.1 - 1.3).

1.6 Wie das Verwaltungsgericht in früheren Entscheiden bereits ausführte, stel-
len Umsatzeinbussen keine Arbeitsausfallstunden dar und sie bilden für sich al-
leine keine Grundlage für die Ausrichtung von KAE (vgl. VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 2.1 und 2.2; VGE II 2021 47 vom 13.7.2021 Erw. 3.3). Kann aber 
das Personal oder ein Teil davon aufgrund anzuerkennender Gründe (vgl. zuvor 
Erw. 1.5) nicht arbeiten, besteht ein Anspruch auf KAE (VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 3.5). Im zitierten Entscheid hat das Gericht auch festgehalten 
(Erw. 3.5.3), dass ein Anspruch auf KAE nicht per se ausgeschlossen ist, wenn 
ein Betreib zwar wiedereröffnet worden ist, jedoch zu reduzierten Öffnungszeiten. 
Dies müsse nicht in jedem Fall einen Verstoss gegen die Schadenminderungs-
pflicht darstellen. Die Reduktion der Öffnungszeiten müsse aber überwiegend 
wahrscheinlich auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen sein und es müsse 
plausibel sein, dass ein Betrieb während den gekürzten Stunden realistischer-
weise nicht wirtschaftlich geführt werden könne. Dies entspricht so auch der Wei-
sung des SECO, wonach ein Anspruch auf KAE bestehen kann, wenn ein Be-
trieb geschlossen bleibt, wenn der Verlust bei Betriebsführung grösser als bei  
vorübergehender Schliessung wäre und er dies plausibel darlegen kann (Wei-
sung Nr. 2021/01 vom 20.1.2021, S. 13).

2.1 Mit Beschluss vom 13. Januar 2021 hatte der Bundesrat die im Dezember 
2020 beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie um 
fünf Wochen verlängert; Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeit-
einrichtungen mussten bis Ende Februar 2021 geschlossen bleiben. Wegen der 
angespannten Lage (namentlich wegen viel ansteckenderen Virusvarianten) be-
schloss er zudem neue Massnahmen: Ab 18. Januar 2021 galt eine Home-
Office-Pflicht, Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs mussten schliessen 
und private Veranstaltungen und Menschenansammlungen wurden weiter einge-
schränkt (vgl. Covid-19-Verordnung besondere Lage, Änderungen vom 
13.1.2021; Medienmitteilung Bundesrat vom 13.1.2021). 

Es ist unbestritten, dass das Geschäft der Beschwerdeführerin (Optikfachge-
schäft) weder von den bestehenden noch den neu ab 18. Januar 2021 geltenden 
Massnahmen direkt betroffen war, da Läden mit medizinischen Hilfsmitteln, zu 
welchen explizit auch Brillen und Hörgeräte zählen, von den Ladenschliessungen 
nicht betroffen waren (vgl. Art. 5e Abs. 2 lit. b Covid-19-Verordnung besondere 
Lage).

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2.2 Am 18. Januar 2021 reichte die Beschwerdeführerin die Voranmeldung für 
Kurzarbeit vom 18. Januar 2021 bis 30. April 2021 ein für den Gesamtbetrieb, 
d.h. fünf Angestellte. Den voraussichtlichen Arbeitsausfall bezifferte sie auf 50% 
(Vi-act. 1). 

Am 27. Januar 2021 verlangte die Vorinstanz eine Präzisierung, inwiefern die ak-
tuellen Covid-Massnahmen und das dazugehörende Schutzkonzept zum ange-
gebenen Arbeitsausfall führen würden, welche Massnahmen seit Mai 2020 zur 
Vermeidung von Kurzarbeit ergriffen wurden und wie die Öffnungszeiten ausge-
staltet seien. Auflisten musste die Beschwerdeführerin auch die monatlichen 
Umsätze von Januar 2018 bis Dezember 2019. Des Weiteren führte die Vor-
instanz aus (Vi-act. 2):

Kundinnen und Kunden haben sich mittlerweile an die Schutzmassnahmen ge-
wöhnt. Die Pandemie begleitet die Gesellschaft bereits seit Februar 2020 und wird 
uns vermutlich noch länger beschäftigen. Ihre angebotenen Dienstleistungen de-
cken grundsätzliche Individualbedürfnisse und werden eher weniger oft verscho-
ben. Bitte beschreiben Sie, wie der Umstand eines ausserordentlichen Umstandes 
erfüllt sein soll.

Die Beschwerdeführerin reichte am 2. Februar 2021 ihr Schutzkonzept sowie die 
einverlangten Umsatzzahlen ein. Zudem beantwortete sie die Fragen wie folgt 
(Vi-act. 3):

Bei der A.________ AG ist der Umsatz nach Aussprache des Lockdowns (ab 
18.01.2021) erneut eingebrochen. In C.________ sind wir enorm von der Lauf-
kundschaft abhängig, welche durch die neuen Massnahmen des Bundes leider 
wegbleiben.

Aufgrund dessen haben wir ab 19.01.2021 die Öffnungszeiten angepasst. Aktuell 
ist unser Geschäft in C.________ von Dienstag bis Samstag jeweils von 09.00 Uhr 
bis 13.00 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten vor Covid-19 waren Montag bis Freitag 
08.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.30 Uhr, am Samstag jeweils von 
08.30 Uhr bis 16.00 Uhr.

2.3 Am 19. Februar 2021 erhob die Vorinstanz Einspruch gegen die Auszah-
lung von KAE (Vi-act. 4). Sie hielt fest, Covid-19 begleite die Bevölkerung seit 
Februar 2020; zahlreiche Branchen seien von behördlichen Massnahmen betrof-
fen. Die Optik-Branche sei jedoch nicht Ziel von behördlichen Schliessungen; die 
Dienstleistungen könnten unter Einhaltung der Hygiene-Massnahmen weiterhin 
angeboten werden. Mit der Kürzung der Öffnungszeiten komme die Beschwerde-
führerin ihrer Schadenminderungspflicht nicht nach. Es wäre zumutbar gewesen, 
die vor Lockdown geltenden Öffnungszeiten weiterzuführen. Demgegenüber ha-
be die Beschwerdeführerin diese von 50h/Wo auf 20h/Wo eingeschränkt. Dass 
damit ein Umsatz- und Arbeitsausfall eintrete, sei nicht Covid-19, sondern den 
gekürzten Öffnungszeiten geschuldet. Die Beschwerdeführerin könne daher nicht 

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nachweisen, dass sie alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen habe, um den der 
Arbeitslosenversicherung entstehenden Schaden zu vermeiden oder mindern. 
Die Kunden hätten sich sodann mehrheitlich an die veränderte Situation mit 
Schutzkonzepten gewöhnt. Die Nachfrage nach einer neuen oder neu korrigier-
ten Brille sei eher unelastisch, da in manchen Fällen auf eine Anpassung nicht 
verzichtet werden könne. Eine angepasste Brille erscheine nicht als Produkt, 
dessen Bestellung im Allgemeinen hinausgezögert werde. Hierfür spreche, dass 
im November 2020 nur wenige Optikbetriebe eine KAE-Voranmeldung einge-
reicht hätten. Schliesslich sei die Situation mit dem Covid-19-Virus mittlerweile 
'Alltag' und der daraus entstehende Arbeitsausfall könne bei einem Optikbetrieb 
deshalb nicht mehr als aussergewöhnlich bezeichnet werden. Die Situation sei 
betriebsüblich und könne jeden Betrieb der Branche gleichermassen treffen. Die 
von der Beschwerdeführerin dargelegten Gründe, namentlich die eingeschränk-
ten Öffnungszeiten stellten keine aussergewöhnlichen Umstände mehr dar. Der 
Anspruch auf KAE werde daher abgelehnt.

2.4 Gegen den Einspruch erhob die Beschwerdeführerin am 19. März 2021 
Einsprache, die sie wie folgt begründete (Vi-act. 5):

Im ersten Lockdown (16.3.2020 bis 26.4.2020) habe man einen Umsatzeinbruch 
von 50.5% gegenüber dem Vorjahr erlitten. Die Vorinstanz habe ihr KAE bewil-
ligt, welche sie ab 27. April 2020 habe verringern können. Seit Juli 2020 habe sie 
keine KAE mehr bezogen.

Im zweiten Lockdown (18.1.2021 bis 28.2.2021) habe man einen Umsatzein-
bruch von 37.9% gegenüber 2020 erlitten. Man habe KAE beantragt im guten 
Glauben, in der aussergewöhnlichen Situation erneut unterstützt zu werden. 

Es befremde, dass die Vorinstanz von Covid-19 'Alltag' spreche, wenn der Bun-
desrat einen Lockdown beschliesse. Lockdown sei nicht Alltag, sondern eine 
aussergewöhnliche, einschneidende Massnahme.

Mit dem Lockdown und dem Aufruf, zuhause zu bleiben, sei die Laufkundschaft 
komplett weggefallen. Die Beschwerdeführerin habe nur noch auf Termine gear-
beitet und der Kundschaft auch Nachmittagstermine angeboten. Das Angebot sei 
kaum wahrgenommen worden, weshalb man entschieden habe, am Nachmittag 
zu schliessen. Den Kundenbedarf habe man mit Morgenterminen zu 90% bedie-
nen können, zu 10% nachmittags.

Die Beschwerdeführerin habe nicht nur die Pflicht, sondern auch den Willen, die 
Arbeitnehmenden zu halten und nicht zu entlassen. Um Kosten zu senken, habe 
man beschlossen, nachmittags geschlossen zu halten, da dann mangels Lauf-
kundschaft weniger Einnahmen erwirtschaftet werden könnten. Man habe daher 

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mit all den zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, einen Schaden für die Ar-
beitslosenversicherung zu vermeiden.

Dies zeige sich auch darin, dass ab 1. Juli 2020 keine KAE mehr beansprucht 
worden sei und man - anders als andere Optikgeschäfte - nicht bereits ab No-
vember 2020 KAE bezogen habe.

Ein Optikbetrieb sei nicht unelastisch. Bei einem Lockdown von 1.5 Monaten hät-
ten viele Kunden, namentlich Risikopersonen, nicht wirklich dringliche Einkäufe 
verschoben. Der Lockdown habe ja auch bezweckt, den Personenfluss zu redu-
zieren. Während des Lockdowns sei ihr Angebot - von Notfällen wie kaputte Bril-
len abgesehen - elastisch. 

Der Umsatzeinbruch während des 2. Lockdowns sei nicht vermeidbar gewesen, 
da die Laufkundschaft komplett weggebrochen sei. Davon sei der Standort 
C.________ als bekanntes Ausflugsziel besonders betroffen, da die Schweizer- 
und Nichtschweizer-Touristen weggefallen seien.

Nach Eingang des Einspruchs am 20. Februar 2021 habe man wieder die norma-
len Öffnungszeiten eingeführt. Ein Umsatzvergleich der Wochen während dem 
Lockdown mit gekürzten Zeiten und Wochen mit normalen Zeiten zeige, dass die 
gekürzten Öffnungszeiten nicht einen Mehrumsatz verhindert hätten. Hingegen 
habe man Kosten senken können. Man sei der Schadenminderungspflicht nach-
gekommen. Zudem zeigten die Zahlen nach Beendigung des Lockdowns erneut 
einen Aufwärtstrend, was den Einbruch während des Lockdowns bestätige.

2.5 Im Einspracheentscheid vom 13. September 2021 hält die Vorinstanz fest 
(Vi-act. 8):

Für gewisse Branchen seien die Massnahmen ab 18. Januar 2021 einschnei-
dend gewesen. Die Optikbranche sei von den Schliessungen nicht betroffen ge-
wesen; die Dienstleistungen hätten mit Schutzkonzept angeboten werden kön-
nen.

Die Beschwerdeführerin habe einen Tag, den 18. Januar 2021, abgewartet, um 
die Entscheidung zur Kürzung der Öffnungszeiten ab 19. Januar 2021 zu treffen. 
Da habe sie gar noch nicht um einen Einbruch der Laufkundschaft wissen kön-
nen, zumal die Optikbranche von den Schliessungen nicht betroffen gewesen 
sei. 

In den Wochen vom 15. bis 28. Februar 2021 mit normalen Öffnungszeiten habe 
die Beschwerdeführerin hochgerechnet einen hypothetischen Monatsumsatz er-
zielt, den sie in fünf Monaten vor Covid-19 nicht erreicht habe.

KAE werde nicht für Umsatzeinbussen geleistet. KAE übernehme einen Teil der 
Lohnkosten für Mitarbeitende, die nicht mehr in dem Masse beschäftigt werden 

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könnten, wie dies vertraglich vorgesehen sei. Schwankungen in der Auftragslage 
seien in der Regel üblich und würden keinen anrechenbaren Arbeitsausfall be-
gründen, ausser sie seien auf ausserordentliche Umstände zurückzuführen. Sol-
che ausserordentlichen Umstände könne die Beschwerdeführerin ab dem        
18. Januar 2021 nicht plausibel und nachvollziehbar darstellen. Die Dienstleis-
tungen hätten mit Schutzkonzept angeboten werden können. Sie selber habe 
entschieden, die Öffnungszeiten massiv einzuschränken. Dies sei dahingehend 
nicht nachvollziehbar, als das zweite Halbjahr 2020 - trotz Covid-19 Einschrän-
kungen - für die Beschwerdeführerin eine aussergewöhnlich erfolgreiche Periode 
gewesen sei. Auch zeigten die Umsatzzahlen vom 15. bis 28. Februar 2021, 
dass bei üblichen Öffnungszeiten die Umsatzschwankungen nicht ausserge-
wöhnlich hoch gewesen seien. Auch habe man nicht von einem Einbruch wie im 
Frühjahr 2020 ausgehen müssen, da damals aufgrund der Informationslage die 
Angst vor Auswirkungen ihren Höhepunkt gehabt habe. Schliesslich sei aus den 
Umsatzzahlen ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin in den Wintermonaten 
generell tiefere Kundenfrequenzen aufweise, was mit der Tourismusdestination 
C.________ zusammenhängen könne. Zudem könne aus den Zahlen nach 
Lockdown kein Aufwärtstrend herausgelesen werden; damit bestehe während 
des Lockdowns auch kein Einbruch.

3.1 Vor Verwaltungsgericht bestätigt die Beschwerdeführerin, für ihr Optikge-
schäft habe während des 2. Lockdowns keine Schliessungspflicht bestanden; mit 
Schutzkonzept habe sie den Laden öffnen können. Anders als Lebensmittelläden 
hätten die Optikgeschäfte die Schliessungen indirekt durch Nachfragerückgang 
und damit Arbeitsausfall gespürt. Zum einen hätten die Leute gar nicht gewusst, 
dass Optikgeschäfte von den Schliessungen nicht betroffen waren und zum an-
dern sei wegen der bundesrätlichen Empfehlung, zu Hause zu bleiben, die Lauf-
kundschaft grossenteils entfallen. An der D.____strasse, wo ihr Geschäft lokali-
siert sei, hätten sämtliche Geschäfte geschlossen. Zusätzlich habe man mit ei-
nem Einbruch des Tourismus in C.________ rechnen müssen. Der im Januar 
und Februar 2021 erlittene Umsatzeinbruch bestätige den Arbeitsausfall der Be-
schwerdeführerin. Die Anzahl Aufträge hätten sich im Vergleich zu den Vor- und 
Nachmonaten praktisch halbiert, entsprechend auch die Arbeitszeit der Mitarbei-
tenden. Nach Zustellung des Einspruchs habe sie ihr Geschäft wieder ganztags 
geöffnet, obwohl hierzu nicht genügend Arbeit vorhanden gewesen sei.

Bei der Kundschaft habe es sich während der behördlichen Schliessung mehr-
heitlich um Notfälle (kaputte Brillen) gehandelt. Entsprechend habe man einen 
Nachfragerückgang verzeichnen müssen. Dies habe dazu geführt, dass das Per-
sonal nicht mehr im vereinbarten Pensum habe beschäftigt werden können. Dass 

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Umsatz und Aufträge eingebrochen seien, widerspiegle sich in den vorgelegten 
Zahlen. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet, die Kürzung der Öffnungszeiten beschlossen 
zu haben, ohne wissen zu können, dass der Lockdown zu einem Arbeitsausfall 
führe. Sie habe dies sehr wohl abschätzen können. Dies anhand der Erfahrun-
gen aus dem ersten Lockdown und aufgrund der vereinbarten Termine. Dass die 
Laufkundschaft unter den gegebenen Umständen entfalle, sei geradezu ge-
richtsnotorisch. Wenn sämtliche Läden und Restaurants an der D.____strasse 
geschlossen seien, bestehe für potentielle Kunden kein Grund, sich dort aufzu-
halten.

Der Einbruch der Umsatz- und Auftragszahlen stelle ein starkes Indiz für den Ar-
beitsausfall dar. Niedriger Umsatz spreche für wenig Arbeit; ein hoher Umsatz im 
Gegenzug dazu aber nicht zwingend für viel Arbeit, könne es sich doch auch um 
kostspielige Aufträge handeln.

Die Vorinstanz könne nicht einfach einen Wochenumsatz im Februar auf einen 
Monat hochrechnen und daraus auf einen hohen Umsatz schliessen. Es müssten 
die wöchentlichen Umsatzschwankungen berücksichtigt werden. 

Die Kantone E.________ und F.________ hätten den Schwesterbetrieben der 
Beschwerdeführerin KAE bewilligt und damit die aussergewöhnlichen Umstände 
anerkannt. Anders als die Vorinstanz hätten sie es abgelehnt, die Schwankung 
als übliches Betriebs- bzw. Unternehmerrisiko zu werten. Es handle sich denn 
auch nicht um natürliche Schwankungen in der Auftragslage. Vielmehr hätten die 
behördlichen Massnahmen im Januar 2021 einen starken Einfluss auf die Auf-
tragslage der Beschwerdeführerin gehabt, was für sie unvermeidbar und nicht 
auf ihr Verhalten zurückzuführen gewesen sei. 

Unzutreffend sei die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Wintermonate im-
mer umsatzschwächere Monate seien. Die Daten würden vielmehr aufzeigen, 
dass es im Sommer und Winter umsatzstarke und umsatzschwache Monate ge-
be. 

Insgesamt sei die Beschwerdeführerin daher sehr wohl von einem anrechenba-
ren Arbeitsausfall betroffen gewesen, der auf die behördlichen Massnahmen im 
Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zurückzuführen sei. 

3.2 Die Vorinstanz verweist vernehmlassend auf den Einspracheentscheid und 
ergänzt, dass die Beschwerdeführerin keine Beweise vorlege, wonach ein tiefer 
Umsatz immer wenig Arbeit bedeute und ein hoher Umsatz aber auch mit kost-
spieligen Aufträgen verbunden sein könne; es werde nicht dargelegt, weshalb 
sich die wertmässige Höhe der Aufträge ab Januar 2021 nennenswert hätte än-

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dern sollen. Soweit die Beschwerdeführerin auf Schwesterngesellschaften in an-
dern Kantonen verweise, welche KAE bewilligt erhielten, sei festzuhalten, dass 
sie auch im Kanton Schwyz zwei Schwesterngesellschaften habe, welche keine 
KAE beantragt hätten. Wenn aber der Lockdown für die Optikbranche die be-
haupteten negativen Auswirkungen gehabt hätte, sei es nicht nachvollziehbar, 
weshalb die beiden Schwesterngesellschaften ohne Kurzarbeit ausgekommen 
seien. Und wenn schliesslich die Beschwerdeführerin einen generell tieferen 
Umsatz in den Wintermonaten bestreite, so halte die Vorinstanz aufgrund der 
eingereichten Umsatzzahlen und C.________ als Sommer-Tourismusdestination 
an ihrem Schluss fest.

3.3 Mit Stellungnahme vom 24. November 2021 bestätigt die Beschwerdefüh-
rerin, für die Geschäfte in G.________ und H.________ keine KAE beantragt zu 
haben. Deren Situation sei grundlegend anders. Covid-19 habe da zu keinem 
wesentlichen Umsatzeinbruch geführt. Die Kundenstruktur sei eine gänzlich an-
dere, sie bestehe aus wenig Laufkundschaft aber vielen Stammkunden, mit wel-
chen Termine vereinbart würden. Zudem liege das Geschäft in H.________ vis à 
vis des Metzgers und in G.________ des Coop, welche beide stets geöffnet ge-
wesen seien. In C.________ sei die Situation ähnlich einem Einkaufscenter; die 
Laufkundschaft mache einen wesentlichen Teil aus. Wenn nun alle Geschäfte bis 
auf die Grundversorger geschlossen seien, entfalle die Laufkundschaft. Es sei 
gerichtsnotorisch, dass C.________ das ganze Jahr über eine grössere Zahl 
Touristen beherberge und viele Tagestouristen den Ort besuchten. Während des 
Lockdowns sei dies praktisch völlig ausgeblieben. Natürlich sei auch H.________ 
ein Touristenort, aber die Klosterkirche sei nicht geschlossen gewesen und die 
Kundenstruktur sei eine andere als in C.________. Dass für G.________ und 
H.________ keine KAE beantragt worden sei, zeige doch gerade auf, dass die 
Verantwortlichen der Beschwerdeführerin die KAE nicht unnötig beanspruchen 
wollten und redlich unterwegs seien. 

4.1 Die Betrachtung allein der Umsatzzahlen kann nicht entscheidend sein. So 
hält die Beschwerdeführerin selber fest, Umsatz und Umsatzeinbruch könne 
nicht mit Arbeit und Arbeitsausfall gleichgesetzt werden. Zum einen kann ein ein-
zelner Auftrag viel Umsatz generieren und zum andern wird - gemäss Aussage 
der Beschwerdeführerin - der Umsatz bei Zahlungseingang erhoben, was durch-
aus zeitlich versetzt zum Arbeitsaufwand erfolgen kann. Aus diesen Gründen 
dürften auch Hochrechnungen eines Wochenumsatzes nicht unproblematisch 
sein. Anderseits äussert die Vorinstanz zu Recht, die Beschwerdeführerin erkläre 
nicht, inwiefern sich der Umsatz in der Zeit des Lockdowns anders zusammen-
setze als in den Vor- und Nachmonaten. 

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Ein Blick auf den Umsatzreport Januar 2018 bis September 2021 (Bf-act. 7) 
zeigt, dass der Umsatz der Beschwerdeführerin starken monatlichen Schwan-
kungen unterworfen ist. Eine Abhängigkeit von den Jahreszeiten lässt sich nicht 
ausmachen; die monatlichen Zahlen unterscheiden sich auch zwischen den Jah-
ren erheblich. Auffallend ist, dass bereits der Monat Februar 2020 (Fr. 48'857) 
unterdurchschnittlich war, dann aber insbesondere der April 2020, der zur Gänze 
im 1. Lockdown lag, sehr tief (Fr. 19'457) ausfiel. Auffallend tief ist auch der Ja-
nuar 2021 (Fr. 44'723), wogegen der Februar 2021 (Fr. 48'079) in etwa dem Um-
satz des Vorjahres 2020 (Fr. 48'857) ohne Corona entspricht. Der in der Einspra-
che geltend gemachte Umsatzeinbruch während des zweiten Lockdowns von 
über - 37.9% im Vergleich zum Vorjahr ist auf jeden Fall nicht nachvollziehbar 
(Fr. 117'758 für 2020 zu Fr. 92'802 für 2021) und wird so in der Beschwerde auch 
nicht mehr geltend gemacht. Insgesamt kann aber nicht bestritten werden, dass 
die Umsätze der Monate Januar und Februar 2021 über alle Monate seit Januar 
2018 mit Abstand zu den tiefsten zählen. Insofern besteht durchaus eine Auffäl-
ligkeit. Zumindest theoretisch könnte diese aber auch mit den verkürzten Öff-
nungszeiten in Zusammenhang stehen.

4.2 Neben den Umsatzzahlen reichte die Beschwerdeführerin auch eine Auflis-
tung der monatlichen Aufträge für Brillen, Kontaktlinsen und Baraufträge Januar 
2020 bis September 2021 ein (Bf-act. 8). Daraus wird ersichtlich, dass sich der 
Wert pro Auftrag in allen drei Auftragsarten wesentlich unterscheidet und inner-
halb der Auftragsarten schwankt (was bestätigt, dass vom Umsatz nur bedingt 
auf den Arbeitsan- bzw. -ausfall geschlossen werden kann). Bezüglich Brillen 
kann für die Monate Januar und Februar 2021 ein Einbruch der Aufträge festge-
stellt werden. Wurden im Jahr 2020 pro Monat im Schnitt 144 Brillenaufträge er-
ledigt (ohne März und April 2020 [Lockdown] gar 161), so waren es im Januar 
2021 nur gerade 67, im Februar 104 und damit auch weit unter dem Schnitt der 
Monate März bis September 2021 (im Schnitt 158 Brillenaufträge). Der Wert der 
Aufträge ist nicht auffällig, er weist die auch sonst gegebenen Schwankungen 
auf. Auch die Kontaktlinsen-Aufträge waren im Januar (40) und Februar (50) 
2021 unterdurchschnittlich, wenn auch nicht sehr ausgeprägt (2020 im Durch-
schnitt 54 Aufträge, 2021 56 Aufträge). Wertmässig waren die Aufträge dieser 
beiden Monate hingegen überdurchschnittlich. Unterdurchschnittlich waren die 
Baraufträge. Dies jedoch nicht bloss im Januar und Februar, sondern bis und mit 
Mai 2021. Dies könnte darauf schliessen lassen, dass die Laufkundschaft über 
den Lockdown hinaus noch gering blieb und erst gegen Frühsommer wieder an-
zog. Im Total der Aufträge fallen die Monate Januar 2021 und Februar 2021 
ebenfalls auf. Monatlich gingen im Jahr 2020 im Durchschnitt 298 Aufträge ein, 
ohne Lockdown-Monate März und April 2020 deren 331. Von März bis Septem-

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ber 2021 waren es im Schnitt 327 Aufträge; im Januar 2021 konnten 186 und im 
Februar 2021 deren 229 Aufträge verbucht werden. 

Damit besteht hinsichtlich die Auftragslage durchaus eine Auffälligkeit für die vom 
zweiten Lockdown betroffenen Monate Januar und Februar 2021. 

4.3 Bleibt die Frage, ob der Umsatz- und Auftragseinbruch Ergebnis der coro-
nabedingten Massnahmen war oder doch eher den verkürzten Öffnungszeiten 
geschuldet war. 

Für einen pandemiebedingten Einbruch spricht die Darstellung der Beschwerde-
führerin, ihre Kundenstruktur in C.________ bestehe anders als in G.________ 
und H.________, wo keine KAE beantragt worden sei, wesentlich auch aus 
Laufkundschaft, welche weitgehend eingebrochen sei. Wie bereits erwähnt, 
könnte ein Anhaltspunkt hierfür sein, dass die Baraufträge über den Lockdown 
hinaus noch bis Mai 2021 tief waren, was durchaus dem Ruf 'zu Hause zu blei-
ben' geschuldet war. Nachvollziehbar ist ebenso, dass mit Personen des Kun-
denstamms Termine vereinbart werden konnten und dies auch während des 
Lockdowns. Diese dürften somit eher nicht weggefallen sein. Mit Laufkundschaft 
besteht definitionsgemäss kein Termin, weswegen diese Aufträge ohne Lauf-
kundschaft wegfallen. Nun versteht sich aber auch von selbst, dass die Lauf-
kundschaft auch wegfällt, wenn ein Geschäft geschlossen ist. Da die Beschwer-
deführerin ihre Öffnungszeiten bereits ab dem zweiten Tag des Lockdowns kürz-
te, müssen andere Hinweise herangezogen werden als die Anzahl Aufträge trotz 
Regel-Öffnungszeiten. Ein Blick auf die Google Mobility Daten ("Diese Daten 
werden von Google zur Verfügung gestellt und stammen von Benutzern, die den 
Standortverlauf auf ihren Android-Smartphones aktiviert haben. Beachten Sie, 
dass dies möglicherweise keine repräsentative Stichprobe darstellt. Es ermög-
licht jedoch einen Vergleich zwischen verschiedenen Ländern.", www.corona-
data.ch; eingesehen am 3.12.2021) zeigt, dass die Mobilität ab Januar 2021 in 
der Kategorie "Shopping und Freizeit" tiefer war als in den Monaten zuvor und ab 
18. Januar 2021 noch einmal einbrach. Das Nämliche gilt für die Kategorien 
"Bahnhöfe" und "Arbeitsplätze", wogegen die Daten in der Kategorie "Lebensmit-
teleinkauf und Apotheken" ziemlich stabil blieben und jene der Kategorie "Zuhau-
se" höher als in den Vormonaten ausfielen (www.corona-data.ch; eingesehen am 
3.12.2021). Einen Einbruch lässt sich auch den Apple-Berichten zu Mobilität-
strends entnehmen (vgl. https://covid19.apple.com/mobility; eingesehen am 
3.12.2021). Wenn gestützt auf die Daten von Google und Apple von einem Ein-
bruch der Mobilität während des zweiten Lockdowns ausgegangen werden kann, 
dann erscheint es naheliegend, dass in der D.____strasse C.________, wo nur 
wenige Geschäfte des täglichen Bedarfs situiert sind, die Laufkundschaft wegge-

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brochen ist und zwar unabhängig von den Öffnungszeiten. Auch die durch Zah-
len belegten Erfahrungen der Beschwerdeführerin während des ersten, vom 18. 
März 2020 bis zum 26. April 2020 dauernden Lockdowns stützen die Darlegun-
gen der Beschwerdeführerin. Augenoptiker durften ihre Betriebe auch während 
des ersten Lockdowns offenhalten, da sie der Bereitstellung medizinischer Hilfs-
mittel dienen (vgl. Art. 6 Abs. 3 lit. c der Covid-19-Verordnung 2 in der Fassung v. 
16.3.2020, AS 2020 783 ff.). Im Monat März 2020 resultierte für die Beschwerde-
führerin trotz offenem Geschäft ein Umsatzeinbruch von 38% im Vergleich zur 
selben Zeitperiode der beiden Vorjahre; im April 2020 belief sich der Umsatzein-
bruch im Vergleich zu den beiden Vorjahren gar auf 79%. Ausgehend von diesen 
Erfahrungen erscheint es einerseits nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführe-
rin die Ladenöffnungszeiten während des zweiten Lockdowns einschränkte. An-
dererseits bestätigen diese sehr hohen Umsatzrückgänge die Darstellung der 
Beschwerdeführerin, wonach die pandemiebedingte Schliessung praktisch sämt-
licher Läden an der D.____strasse in C.________ und der Wegfall von Lauf-
kundschaft und Touristen zu einem relevanten Arbeitsausfall führte. 

4.4 Damit aber erscheint es zusammenfassend plausibel, dass die Beschwer-
deführerin ab dem 18. Januar 2021 aufgrund der behördlich angeordneten Co-
vid-19-Massnahmen einen unvermeidbaren, anrechenbaren Arbeitsausfall erlitt 
und damit Anspruch auf KAE hat. Die Beschwerde erweist sich als begründet, so 
dass der angefochtene Einspracheentscheid Nr. 200/21 vom 13. September 
2021, mit welchem der Einspruch gegen die KAE bestätigt wurde, aufzuheben 
ist. Ob die weiteren Voraussetzungen für die Ausrichtung der KAE erfüllt (vgl. Art. 
31 AVIG) und die betroffenen Arbeitnehmenden mit der Kurzarbeit einverstanden 
sind (Art. 33 Abs. 1 lit. d AVIG), ist aus den Akten nicht ersichtlich und ist im 
Rahmen des neuen Entscheides durch das Amt für Arbeit zu prüfen. 

5.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

5.2 Nachdem die beanwaltete Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 
obsiegt, ist ihr zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen 
(Art. 61 lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die Parteientschädigung ist in Beachtung 
des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) 
vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsge-
richt in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Be-
achtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen 
und MwSt) festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid Nr. 200/21 
vom 13. September 2021 aufgehoben und die Sache zur Prüfung der wei-
teren Anspruchsvoraussetzungen und neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der beanwalteten Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 15. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 14. Januar 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II