# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fac0152-d400-5422-b9f2-af307de9007b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.07.2020 S 2019 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-63_2020-07-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 63

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis/Audétat
Aktuar Ott

URTEIL

vom 14. Juli 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. Mit Verfügung vom 25. Juni 2013 sprach die IV-Stelle des Kantons X._____ 

A._____ infolge eines dialysebedürftigen Nierenleidens bei Status nach 

Nierentransplantation bei einem Invaliditätsgrad von 60 % ab dem 1. März 

2013 eine Dreiviertelsrente zu. Der Invaliditätsbemessung wurde infolge 

der Qualifikation als vollzeitlich erwerbstätige Versicherte die allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs zugrunde gelegt. 

2. Im Mai 2015 wurde durch die zwischenzeitlich zuständige IV-Stelle des 

Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) ein Rentenrevisionsverfah-

ren eingeleitet. A._____ machte im Revisionsfragebogen vom 18. Mai 2015 

einen gleichgebliebenen Gesundheitszustand geltend. In dem am 9. Juni 

2015 bei IV-Stelle eingegangenen Verlaufsbericht von Dr. med. B._____, 

Facharzt für Nephrologie, wurde der stationäre gesundheitliche Zustand 

bestätigt und ausgewiesen, dass weiterhin Bedarf für eine dreimal pro Wo-

che durchzuführende Dialyse bestehe. Zudem wurde darauf hingewiesen, 

dass A._____ auf der Warteliste für eine Nierentransplantation stehe, wo-

bei für die Zeit danach mit einer sich normalisierenden bzw. höheren Ar-

beitsfähigkeit gerechnet werden könne. Nach weiteren Abklärungen, auch 

im Hinblick auf das vormals ausgeübte Teilarbeitspensum in der Gastrono-

mie, teilte die IV-Stelle A._____ mit Mitteilungen vom 15. Oktober und 

25. November 2015 mit, dass keine Änderungen im Hinblick auf den Inva-

liditätsgrad festgestellt worden seien, womit weiterhin ein Anspruch auf die 

bisherige (Dreiviertels-)Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 60 % 

bestehe. Diesem Entscheid lag wiederum die allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs zugrunde.

3. Im März 2017 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein, wobei 

A._____ im Revisionsfragebogen, welcher bei der IV-Stelle am 13. März 

2017 einging, wiederum einen stationären Gesundheitszustand geltend 

machte. Dies wurde im Verlaufsbericht vom 30. März 2017 der neu behan-

delnden Fachärztin für Nephrologie, Dr. med. C._____, bestätigt. Zudem 

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wurde darin hinsichtlich der Prognose festgehalten, dass bis zum Erhalt 

einer Transplantniere mit dem Status quo gerechnet werden müsse. Als 

Einschränkungen im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit wurden weiterhin der 

zeitliche Aufwand infolge der regelmässigen Hämodialysebehandlungen 

(dreimal pro Woche à vier Stunden) sowie die im Anschluss an diese Be-

handlung auftretende vermehrte Müdigkeit und Leistungsintoleranz ge-

nannt. Dem Verlaufsbericht beigelegt wurden die Austrittsberichte über die 

Hospitalisationen von A._____ im Spital D._____ seit dem Jahre 2013. Mit 

Mitteilung vom 17. Mai 2017 teilte die IV-Stelle A._____ mit, dass keine 

Änderungen im Hinblick auf den Invaliditätsgrad festgestellt worden seien, 

womit weiterhin ein Anspruch auf die bisherige (Dreiviertels-)Invalidenrente 

bei einem Invaliditätsgrad von 60 % bestehe. Diesem Entscheid lag aber-

mals die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zugrunde.

4. Am 27. September 2017 gebar A._____ nach zwei Fehlgeburten Anfang 

2016 und 2017 ein Kind in der 29. Schwangerschaftswoche. Am 2. Februar 

2018 wurde eine Kinderrente zur (Dreiviertels-)Invalidenrente von A._____ 

zugesprochen. Im September 2018 leitete die IV-Stelle wiederum ein Revi-

sionsverfahren ein und liess A._____ den Revisionsfragebogen beantwor-

ten. Ausserdem holte sie einen Verlaufsbericht bei Dr. med. C._____ ein, 

welche am 20. September bzw. 3. Oktober 2018 bei der IV-Stelle eingin-

gen. Dem Verlaufsbericht lagen weitere ärztliche Berichte bei.

5. Seit Dezember 2017 lebte A._____ von ihrem Ehemann getrennt. Mit Ent-

scheid vom 4. Mai 2018 genehmigte das zuständige Regionalgericht die 

gerichtliche Trennungsvereinbarung. Mangels Leistungsfähigkeit des Ehe-

mannes wurde auf die Festlegung eines Betreuungsunterhalts zu Gunsten 

von A._____ verzichtet. Für den gemeinsamen Sohn wurde ab 1. Juni 2018 

ein Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 150.-- zzgl. gesetzlicher Kinderzulage 

und ab 1. Oktober 2018 ein Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 500.-- zzgl. ge-

setzlicher Kinderzulage festgesetzt.

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6. Am 17. Januar 2019 erfolgte eine Haushaltsabklärung bei A._____, welche 

zu diesem Zeitpunkt und seit der Trennung am 22. Dezember 2017 wieder 

bei ihren Eltern wohnte. Im Haushalt wurde eine Einschränkung von 16 % 

festgestellt. Hinsichtlich des Erwerbsstatus von A._____ wurde im Ab-

klärungsbericht unter anderem festgehalten, dass A._____ mehrmals er-

wähnt habe, dass sie auch ohne gesundheitliche Einschränkungen mit ei-

nem Kleinkind keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, 

sofern dies aus finanziellen Gründen möglich sei. Ein Wiedereinstieg ins 

Erwerbsleben käme für sie in Frage, wenn ihr Sohn zehn- oder elfjährig sei. 

Ferner erhalte A._____ von ihrer Familie grosse Unterstützung, insbeson-

dere in der Kinderbetreuung. Die Abklärungsperson liess offen, inwieweit 

man sich innerhalb der Familie auch finanziell unterstütze und ob dies auch 

im Gesundheitsfall gleichermassen der Fall wäre. Eine zumindest teilweise 

finanzielle Unterstützung der Familie wurde aber durchaus als möglich er-

achtet. 

Gleichentags füllte A._____ das Formular "Bestätigung der Erwerbstätig-

keit bei Gesundheit" aus. Darin deklarierte sie, dass sie ohne Gesundheits-

schaden ab dem 27. September 2017 zu 0 % erwerbstätig wäre. Bei der 

Begründung/Bemerkung äusserte sich wie folgt: "Ich möchte einfach 100 

(%) Mutter sein".

7. Mit Vorbescheid vom 25. Februar 2019 stellte die IV-Stelle die Einstellung 

der Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgen-

den Monats in Aussicht. Zur Begründung wurde auf das im September 

2018 – infolge der Geburt des Sohnes im September 2017 – eingeleitete 

Revisionsverfahren hingewiesen. Dabei sei festgestellt worden, dass sich 

die gesundheitliche Situation nicht wesentlich verändert habe. Anlässlich 

der Haushaltsabklärung vom 17. Januar 2019 habe A._____ erklärt, dass 

sie heute ohne gesundheitliche Beschwerden keiner ausserhäuslichen Er-

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werbstätigkeit nachgehen würde. Sie wäre – wenn immer möglich – Haus-

frau und Mutter. In Anwendung der spezifischen Methode liege der Invali-

ditätsgrad bei 16 %. Angesprochen auf die finanzielle Situation habe 

A._____ mitgeteilt, dass sie maximal zwei Tage pro Woche zu arbeiten be-

reit wäre, falls eine finanzielle Notwendigkeit bestünde. In Anwendung der 

gemischten Methode resultiere ebenfalls ein rentenausschliessender (ge-

wichteter) Invaliditätsgrad von 33.6 % bei einem Anteil Erwerb von 40 % 

und Haushalt von 60 %.

8. Die IV-Stelle verfügte am 11. April 2019 wie vorbeschieden und hob die 

A._____ mit Verfügung vom 25. Juni 2013 zugesprochene Dreiviertels-

rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats 

auf. Die Begründung entsprach derjenigen des Vorbescheides. Per 31. Mai 

2019 wurde die Rentenauszahlung eingestellt.

9. Am 24. Mai 2019 erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde gegen die Ver-

fügung vom 11. April 2019. Darin beantragte sie deren Aufhebung und dass 

ihr die bisherige Dreiviertelsrente weiterhin ausgerichtet werde; dies unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der IV-Stelle. Zudem ersuchte 

sie um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Zur Begrün-

dung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die strittige Aufhebung der 

Rente EMRK-widrig sei, weil vorliegend lediglich die Geburt eines Kindes 

und die damit einhergehende (teilweise, hypothetische) Aufgabe der Er-

werbstätigkeit die Grundlage für den Statuswechsel (von vollerwerbstätig 

zu teilerwerbstätig mit anerkanntem Aufgabenbereich) mit dem entspre-

chenden Wechsel der Methode zur Bestimmung des Invaliditätsgrades zur 

revisionsweisen Aufhebung der Invalidenrente geführt habe. Gemäss bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung sei in solchen Fällen auf die Aufhebung 

der Invalidenrente allein infolge des Wechsel der Invaliditätsbemessungs-

methode von vollerwerbstätig zu teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich zu 

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verzichten. Aber selbst wenn ein Statuswechsel berücksichtigt werden 

dürfte, bestünde weiterhin der Anspruch auf eine Teilrente. So bestehe le-

diglich eine Arbeitsfähigkeit von 20 %, der Anteil von Erwerb und Haushalt 

müsste infolge der Notwendigkeit eines Arbeitspensums von mindestens 

50 % aus finanziellen Gründen im Verhältnis von 50 zu 50 % gewichtet wer-

den und auch der (gewichtete) Teilinvaliditätsgrad im Bereich Haushalt be-

trage 21.25 % anstelle der von der IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-

gung festgehaltenen 16 %. Minimal bestünde in Anwendung der gemisch-

ten Methode ein Gesamtinvaliditätsgrad von 42.75 %, woraus weiterhin ein 

Rentenanspruch resultiere.

10. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nahm am 28. Juni 2019 

zur Beschwerde Stellung. Sie beantragte die kostenpflichtige Abweisung 

der Beschwerde und verwies zur Begründung primär auf die angefochtene 

Verfügung vom 11. April 2019. Zudem stellte sie sich auf den Standpunkt, 

dass die von der Beschwerdeführerin zitierte bundesgerichtliche Recht-

sprechung betreffend die EMRK-Widrigkeit infolge der per 1. Januar 2018 

geänderten Berechnungsweise für die gemischte Methode (siehe dazu 

Art. 27bis Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; 

SR 831.201]; in Kraft seit 1. Januar 2018) nicht mehr relevant sei. Ab dem 

1. Januar 2018 gelte ein solcher Statuswechsel einer versicherten Person 

wieder als zulässiger Revisionsgrund. Zudem argumentierte die Beschwer-

degegnerin dahingehend, dass die Beschwerdeführerin als (hypothetisch 

im Gesundheitsfall) nichterwerbstätige Person zu qualifizieren wäre, weil 

sie namentlich anlässlich der Haushaltsabklärung vom 17. Januar 2019 

mündlich und schriftlich bekannt gegeben habe, dass sie ohne gesundheit-

liche Beeinträchtigung nicht erwerbstätig wäre und sie einfach 100 % Mut-

ter sein möchte, weshalb sie als Nichterwerbstätige einzustufen sei. Damit 

sei ausschliesslich die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs an-

zuwenden, womit die in der Verfügung vom 11. April 2019 alternativ ange-

wendete Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode mit einer 

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Gewichtung des Erwerbsbereichs von 40 % weder korrekt noch erforder-

lich gewesen sei. Soweit die Beschwerdeführerin die Ausübung eines min-

destens 50%igen Arbeitspensums (im Gesundheitsfalle) aus einer finanzi-

ellen Notwendigkeit heraus geltend mache, sei dazu festzuhalten, dass die 

finanzielle Notwendigkeit nur eines unter vielen Kriterien für die Frage der 

hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle darstelle. Der be-

schwerdeführerischen Argumentation könne nicht gefolgt werden. Dies ins-

besondere aufgrund des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin anläss-

lich der Haushaltsabklärung unmissverständlich ausgesagt habe, dass sie 

ohne die gesundheitlichen Einschränkungen nicht erwerbstätig wäre, son-

dern 100 % Mutter sein möchte. Demensprechend sei trotz der finanziellen 

Notwendigkeit, eine (Teil-)Erwerbstätigkeit auszuüben, überwiegend wahr-

scheinlich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde 

nicht erwerbstätig wäre. Die Beschwerdegegnerin führte ausserdem aus, 

dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) weder die 

Rechtmässigkeit der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs an 

sich noch die Zulässigkeit eines (rein familiär bedingten) Wechsels von der 

allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs für (Vollzeiterwerbs-

tätige) zur spezifischen Methode des Bestätigungsvergleichs für Nichter-

werbstätige im Lichte der EMRK beurteilt habe, womit durchaus die Mei-

nung vertreten werden könne, dass das fragliche Urteil Di Trizio gegen die 

Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) in der vorliegenden Konstellation 

mit einem familiär bedingten Wechsel zur spezifischen Methode des Betäti-

gungsvergleichs auch im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2017 keine Re-

levanz gehabt habe. Schliesslich wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, 

dass selbst wenn die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 

(höhere) Einschränkung im Haushalt zutreffen würde, sich in Anwendung 

der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs offensichtlich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad ergäbe.

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11. Am 20. Mai 2020 äusserte sich die Beschwerdeführerin zur Vernehmlas-

sung der Beschwerdegegnerin vom 28. Juni 2019. Darin bekräftigte sie na-

mentlich, dass sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 

maximal zwei Tagen nachgehen würde. Denn zu Recht würde das Sozial-

amt und die Gesellschaft eine zumutbare Beteiligung zur Deckung ihres 

Lebensunterhaltes erwarten, auch wenn ihr Sohn noch klein sei und wegen 

einer verzögerten Entwicklung einen erhöhten Betreuungsaufwand und 

Therapien benötige.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, die an-

gefochtene Verfügung vom 11. April 2019 sowie die weiteren Akten, wird, 

sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 11. April 2019. Eine solche Anordnung, die 

laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der 

verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden als das örtlich und sachlich zuständige Versicherungsge-

richt angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle Verfügungs-

adressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen Verfügung 

unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung. Sie ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem 

frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 

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und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 

somit einzutreten.

2. Vorliegend ist umstritten, ob der Beschwerdeführerin über den 31. Mai 

2019 hinaus eine Invalidenrente zusteht. Die Aufhebung der mit Verfügung 

vom 25. Juni 2013 zugesprochenen Dreiviertelsrente setzt einen Rückkom-

menstitel, namentlich einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG, 

voraus. 

2.1. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-

bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 

hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 

(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, 

die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu be-

einflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Än-

derung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn 

sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge-

sundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine andere Art der 

Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (siehe BGE 144 I 103 

E.2.1, 130 V 343 E.3.5; Urteil des Bundesgerichts 9C_297/2016 vom 

7. April 2017 E.2.1, nicht publ. in: BGE 143 V 77, aber in: SVR 2017 IV 

Nr. 51 S. 152; MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-

setz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 

Rz. 21 ff.). Demgegenüber ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung ei-

nes im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtli-

chen Kontext unbeachtlich (siehe BGE 141 V 9 E.2.3 m.H.; MEYER/REICH-

MUTH, a.a.O., Art. 30-31 Rz. 51 ff.). 

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2.2. Gemäss BGE 143 I 50 und 143 I 60 war im Zeitpunkt der Geburt des Soh-

nes der Beschwerdeführerin auf eine revisionsweise Aufhebung oder Her-

absetzung einer Invalidenrente zu verzichten, sofern allein familiäre 

Gründe für einen Statuswechsel von vollerwerbstätig zu teilerwerbstätig 

(mit Aufgabenbereich) verantwortlich waren (siehe BGE 144 I 21 E.4.2, 144 

I 103 E.4.2, 143 I 50 E.4.1 f. und 143 I 60 E.3.3.4). Laut BGE 144 I 28 

gelten das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 

(EGMR) Di Trizio gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) und 

die im Anschluss dazu ergangene Rechtsprechung des Bundesgerichts 

ausschliesslich bei Anwendung der gemischten Methode der Invaliditäts-

bemessung und somit nicht bei der spezifischen Methode des Betätigungs-

vergleichs. Der Verlust einer Invalidenrente zufolge familiär bedingten Sta-

tuswechsels hin zur Nichterwerbstätigkeit und daraus resultierender An-

wendbarkeit der spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung ist nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit Art. 14 i.V.m. Art. 8 der Konven-

tion zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 

SR 0.101) vereinbar (siehe BGE 144 I 28 E.4.4 ff.). Die Geburt des Sohnes 

der Beschwerdeführerin im September 2017 konnte somit gemäss der vor-

stehend erwähnten Rechtsprechung in jedem Fall bis Ende Dezember 

2017 keinen rechtlich relevanten Revisionsgrund darstellen, sofern die Be-

schwerdeführerin im Gesundheitsfall als teilerwerbstätig zu qualifizieren 

wäre. Ein Statuswechsel zur Nichterwerbstätigkeit zeitigte hingegen keine 

entsprechende Sperrwirkung. Somit ist vorliegend vorgängig die Status-

frage der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall für den massgebenden 

Zeitpunkt zu klären.

3. Während die Beschwerdeführerin sich auf den Standpunkt stellt, dass sie 

(hypothetisch im Gesundheitsfall) nach der Geburt ihres Sohnes als Teiler-

werbstätige mit Aufgabenbereich zu qualifizieren gewesen wäre, geht die 

Beschwerdegegnerin davon aus, dass aufgrund der Verhältnisse, wie sie 

sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, die Be-

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schwerdeführerin im Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich nicht er-

werbstätig wäre und somit die spezifische Methode des Betätigungsver-

gleichs anwendbar sei. Dies leitet sie namentlich aus dem Umstand ab, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärung vom 

17. Januar 2019 mündlich und schriftlich kundgegeben habe, dass sie 

ohne die gesundheitlichen Einschränkungen nicht erwerbstätig wäre, weil 

sie einfach 100 % Mutter sei möchte. Aufgrund dieser unmissverständli-

chen Aussage sei trotz der finanziellen Notwendigkeit zur Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-

hen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde nicht erwerbstätig wäre. 

Zudem sei die finanzielle Notwendigkeit für die Ausübung einer Erwerbs-

tätigkeit nur ein Umstand unter vielen, um die Frage nach der hypotheti-

schen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle zu beantworten.

3.1. Die Beschwerdegegnerin weist zu Recht darauf hin, dass sich die Methode 

der Invaliditätsbemessung im (hypothetischen) Gesundheitsfall praxis-

gemäss danach richtet, welche Tätigkeit die versicherte Person im Zeit-

punkt der massgebenden Rentenverfügung ausüben würde, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre. Die für die Methodenwahl entscheidende Status-

frage (vollzeitliche, teilzeitliche Erwerbstätigkeit oder Nichterwerbstätigkeit 

bzw. Tätigkeit in anerkanntem Aufgabenbereich) beurteilt sich danach, was 

die versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, 

wenn keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestünden. Entschei-

dend ist also nicht, welches Ausmass an Erwerbstätigkeit im Gesundheits-

fall zumutbar wäre, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbs-

tätig wäre. Insbesondere bei im Haushalt tätigen Versicherten sind die per-

sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse sowie allfäl-

lige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, 

die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei-

gungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Ver-

hältnisse wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung entwi-

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ckelt haben und die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall aus-

geübten (Teil-)Erwerbstätigkeit hat überwiegend wahrscheinlich zu sein. 

Die zwangsläufig hypothetischen Beurteilungen (des Geschehensablau-

fes), die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Per-

son berücksichtigen, sind wesensgemäss keiner direkten Beweisführung 

zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien sowie allenfalls 

Schlussfolgerung auf Basis der allgemeinen Lebenserfahrung abgeleitet 

werden. Dabei kann auch auf die Beweisregel hingewiesen werden, wo-

nach Aussagen der ersten Stunde in der Regel beweistauglicher sind als 

spätere Aussagen, welche von nachträglichen Überlegungen versiche-

rungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (siehe BGE 144 

I 28 E.2.3 f., 141 V 15 E.3.1 f. und 137 V 334 E.3.2; Urteile des Bundesge-

richts 9C_161/2019 vom 28. Juni 2019 E.5.2 f. und 5.4.3, 8C_145/2018 

vom 8. August 2018 E.5.1, 9C_671/2017 vom 12. Juli 2018 E.3.3.1 und 

9C_92/2018 vom 12. April 2018 E.2.1 m.H.a. BGE 133 V 504 E.3.3).

3.2. Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 17. Januar 2019 füllte die Be-

schwerdeführerin sogleich und somit ohne eine längere Bedenkfrist das 

Formular "Bestätigung der Erwerbstätigkeit bei Gesundheit" aus. Darin de-

klarierte sie, dass sie ohne Gesundheitsschaden ab dem 27. September 

2017 zu 0 % erwerbstätig wäre. Unter "Begründung/Bemerkung" äusserte 

sie sich wie folgt: "Ich möchte einfach 100 (%) Mutter sein". Im Haushalts-

abklärungsbericht, datiert auf den 23. Januar 2019 bzw. 5. Februar 2019, 

hielt die Abklärungsperson im Zusammenhang mit dem Status der Be-

schwerdeführerin im Gesundheitsfall insbesondere fest, dass die Be-

schwerdeführerin heute ohne Behinderung keine Erwerbstätigkeit ausüben 

würde. Zusätzlich wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin sich 

dahingehend geäussert habe, dass sie – wenn immer möglich – Mutter und 

Hausfrau wäre und sich um ihren Sohn kümmern würde. Angesprochen auf 

die finanzielle Situation in Anbetracht der Einkommenssituation im Gesund-

heitsfalle (Fr. 500.-- pro Monat Kinderunterhalt zzgl. gesetzlicher Kinderzu-

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lage) antwortete die Beschwerdeführerin, dass sie maximal zwei Tage pro 

Woche zu arbeiten bereit wäre, falls eine finanzielle Notwendigkeit 

bestünde. Unter "Erläuterung und Begründung zur zeitlichen Aufteilung" 

hielt die Abklärungsperson wiederum fest, dass die Beschwerdeführerin 

zum heutigen Zeitpunkt ohne gesundheitliche Einschränkungen keiner 

ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen würde und Mutter und Hausfrau 

wäre; dies allerdings unter dem Vorbehalt, dass dies aus finanziellen Grün-

den möglich wäre. Zudem wurde angemerkt, dass die Frage nach der fi-

nanziellen Sicherung des Lebensbedarfs von der Beschwerdeführerin nicht 

abschliessend habe beantwortet werden können. Möglicherweise ginge die 

Beschwerdeführerin bei Gesundheit wegen finanzieller Notwendigkeit einer 

Teilerwerbstätigkeit nach. Inwieweit die Familie eine finanzielle Unterstüt-

zung leisten oder eine möglicherweise bereits bestehende Unterstützung 

ausbauen würde, sei unklar. 

Zur Einschränkung im Haushalt wurde auf die dialysepflichtige Nierener-

krankung hingewiesen, wobei die Dialyse dreimal pro Woche ab dem Mit-

tag stattfände und die Beschwerdeführerin erheblich Schwäche, so dass 

sie auch am Folgetag noch Erholungszeit benötige. Während dieser Zeit 

sei sie vor allem in der Kinderbetreuung und der Zubereitung von Mahlzei-

ten für ihren Sohn eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin wohne bei ihren 

Eltern, wobei der Haushalt grösstenteils von der (teilerwerbstätigen) Mutter 

erledigt werde. Unter "Stellungnahme zu den Bemerkungen und Angaben 

der/des Versicherten sowie persönliche Beobachtungen und Beurteilungen 

von unterschiedlichen Angaben von Patient/in, Ärztin/Arzt und Dritten" hielt 

die Abklärungsklärungsperson neben den äusseren Umständen der Haus-

haltsabklärung hinsichtlich der Statusqualifikation der Beschwerdeführerin 

fest, dass diese mehrmals erwähnt habe, auch ohne gesundheitliche Ein-

schränkungen mit einem Kleinkind keiner ausserhäuslichen Erwerbstätig-

keit nachzugehen. Ein Wiedereinstieg ins Erwerbsleben käme für sie 

frühestens in Frage, wenn ihr Sohn zehn- bzw. elfjährig sei. Die Beschwer-

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deführerin erhalte von ihrer Familie grosse Unterstützung, vor allem in der 

Kinderbetreuung. Inwieweit innerhalb der Familie auch eine finanzielle Un-

terstützung erhältlich sei bzw. ob diese auch im Gesundheitsfall in gleichem 

Rahmen stattfände, konnte durch die Abklärungsperson nicht abschlies-

send beurteilt werden. Eine zumindest teilweise finanzielle Unterstützung 

durch die Familie erachtete die Abklärungsperson aber als möglich.

3.3. Die – prinzipiell mit einer erhöhten Beweiskraft zu würdigende – Aussagen 

der ersten Stunde anlässlich der Haushaltsabklärung vom 17. Januar 2019 

sind nicht derart eindeutig, wie es die Beschwerdegegnerin darzustellen 

versucht. Ihrer Ansicht nach hat sich die Beschwerdeführerin dazumal un-

missverständlich dahingehend geäussert, dass sie im Gesundheitsfall nich-

terwerbstätig wäre und sich als Mutter und Hausfrau (ausschliesslich) um 

ihren Sohn kümmern würde. Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführerin 

anlässlich der Haushaltsabklärung sowohl mündlich als auch schriftlich 

kundgegeben hat, dass sie im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig wäre, weil 

sie sich (vorerst) um ihren Sohn kümmern möchte. Auf Nachfrage zur fi-

nanziellen Situation gab die Beschwerdeführerin indes an, dass sie maxi-

mal zwei Tage pro Woche zu arbeiten bereit wäre, falls eine finanzielle Not-

wendigkeit bestünde. Dementsprechend hielt die Abklärungsperson in ei-

ner Anmerkung fest, dass die Beschwerdeführerin bei Gesundheit wegen 

finanzieller Notwendigkeit möglicherweise doch einer Teilerwerbstätigkeit 

nachginge. Überdies gab die Beschwerdeführerin auch an anderer Stelle 

an, ohne gesundheitliche Einschränkung – sofern dies aus finanziellen 

Gründen möglich sei – keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachzu-

gehen. Die Abklärungsperson hielt zwar in diesem Zusammenhang fest, 

dass eine finanzielle Unterstützung der Familie möglich erscheine. Doch 

wies sie zugleich darauf hin, dass nicht abschliessend beurteilt werden 

könnte, ob innerhalb der Familie auch eine finanzielle Unterstützung oder 

Hilfe erfolge und ob dies auch im Gesundheitsfalle im gleichen Rahmen 

stattfände. Der von der Beschwerdeführerin geäusserte Wunsch, einfach 

- 15 -

Mutter sein zu wollen, hält denn auch vor einer realistischen Betrachtungs-

weise der finanziellen Realität – wie hernach in der nachfolgenden Erwä-

gung 3.4 noch dargelegt wird – nicht Stand. Festzuhalten ist also, dass die 

Beschwerdeführerin hinsichtlich der gewünschten Nichterwerbstätigkeit im 

Gesundheitsfall bereits anlässlich der Haushaltsabklärung (auf Nachfrage 

hin) eindeutig den Vorbehalt anbrachte, im Falle einer finanziellen Notwen-

digkeit einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen.

3.4. Die Beschwerdegegnerin leitet den Status der Beschwerdeführerin als 

Nichterwerbstätige zudem aus dem Umstand ab, dass entgegen der be-

schwerdeführerischen Vorbringen auch eine finanzielle Notwendigkeit, wel-

che ausgewiesen sei, nichts daran zu ändern vermöge. Denn die finanzielle 

Notwendigkeit sei nur einer von vielen Umständen, gestützt auf welche die 

Frage nach der hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall zu be-

antworten sei.

Der Beschwerdegegnerin kann, wie in der vorstehenden Erwägung 3.1 be-

reits dargelegt, zwar zugestimmt werden, dass für die Beantwortung der 

Statusfrage im Gesundheitsfall verschiedene Aspekte zu berücksichtigen 

sind und beispielsweise nicht einzig auf eine finanzielle Notwendigkeit für 

die hypothetische Ausübung einer Erwerbstätigkeit abgestellt werden kann. 

Zu den relevanten Umständen gehören neben den erwerblichen Verhält-

nissen auch das Vorhandensein von Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 

für Kinder bzw. die familiären Verhältnisse. Weitere Schlüsse können sich 

unter Umständen aus den beruflichen Fähigkeiten, der Ausbildung sowie 

den persönlichen Neigungen und Begabungen ergeben. Dazu lässt sich 

auch die bisherige Erwerbskarriere zählen. Die in jedem Fall hypothetische 

Frage nach dem (Erwerbs-)Status einer versicherten Person – unter 

Berücksichtigung der sich bis zum Verfügungserlass verwirklichten Gege-

benheiten – ist also aufgrund einer umfassenden Betrachtungsweise zu be-

urteilen. Soweit die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass die Be-

- 16 -

schwerdeführerin im Gesundheitsfall zur Existenzsicherung nicht zwingend 

(teil-)erwerbstätig sein müsste, weil sie öffentliche Sozialhilfe beziehen 

könnte, erweist sich eine solche Begründung als stossend und nur schwer 

nachvollziehbar. Denn dazu ist zu erwähnen, dass bei zumutbarer Teilzei-

terwerbsfähigkeit (im Gesundheitsfall) die Beschwerdeführerin seitens der 

Sozialhilfebehörde zumindest entsprechende Sanktionen zu gewärtigen 

hätte, sofern sie sich grundlos gegen die Aufnahme einer ihr zumutbaren 

(Teilzeit-)Arbeit stellen würde, wenn nicht gar überhaupt ein (weiterer) An-

spruch auf öffentliche Sozialhilfe in Frage stehen könnte (vgl. dazu 

BGE 139 I 218 E.3.1 ff. und 130 I 71 E.4.1 ff. sowie das Urteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] U 18 63 vom 8. Januar 

2019 E.3.2.2 ff. m.H.a. U 16 20 vom 9. September 2016 E.4c und 5a). 

Mit ihrer Argumentation verkennt die Beschwerdegegnerin auch, dass der 

seit Ende Dezember 2017 getrennt lebenden Beschwerdeführerin mangels 

finanzieller Leistungsfähigkeit des Ehemannes im Eheschutzentscheid 

vom 4. Mai 2018 kein Betreuungsunterhalt bzw. kein (persönlicher) Unter-

haltsbetrag zugesprochen wurde, sondern der Ehemann (nur) zur Leistung 

eines Kinderunterhaltsbeitrages von Fr. 150 ab 1. Juni 2018 bzw. Fr. 500.-- 

ab dem 1. Oktober 2018, jeweils zzgl. der gesetzlichen Kinderzulage, ver-

pflichtet wurde (siehe dazu IV-act. 57 S. 7). 

Nach ihrer Trennung lebte die Beschwerdeführerin bei ihren Eltern (siehe 

IV-act. 57 S. 4 und IV-act. 63 S. 7) und bezog infolge der mit Verfügung 

vom 11. April 2019 per 31. Mai 2019 aufgehobenen Invalidenrente ab dem 

1. Juni 2019 öffentliche Unterstützung von der (neuen) Wohngemeinde 

(siehe Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 3). Im entsprechenden Ge-

meindevorstandsbeschluss vom 27. Mai 2019 wird festgehalten, dass die 

Beschwerdeführerin vorübergehend und unter Leistung einer Kostenbetei-

ligung bei ihren Eltern lebe. Weil der Wohnraum mit einem Kleinkind aber 

zu klein sei, sei sie auf Wohnungssuche in der Umgebung. Auch wenn der 

- 17 -

genannte Gemeindevorstandsbeschluss erst nach der angefochtenen Ver-

fügung gefällt wurde, beziehen sich die vorstehend erwähnten Wohn-

umstände (auch) auf den Zeitpunkt vor Verfügungserlass und können inso-

fern berücksichtigt werden. 

Dementsprechend ergibt sich für die Beschwerdeführerin eine hypotheti-

sche familiäre Situation im Gesundheitsfall als alleinerziehende Mutter, die 

infolge begrenzter Platzverhältnisse bei ihren Eltern auf der Suche nach 

einer eigenen Wohnung wäre bzw. eine eigene Wohnung hätte und die ne-

ben den bescheidenen Kinderunterhaltsbeiträgen keine weitere finanzielle 

Unterstützung bei ihrem Ehemann erhältlich machen könnte. Diese Um-

stände sprechen in der vorliegenden Konstellation für eine Teilerwerbs-

tätigkeit der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall. 

Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin gemäss den vorliegenden Ak-

ten infolge ihrer Nierenerkrankung zwar keine Ausbildung abschliessen 

konnte, doch arbeitete sie nachweislich seit September 2004 bis Ende Mai 

2010 sowie wieder ab Juni 2011 bis (mindestens) Mai 2013 als Hilfsköchin 

in der Gastronomie (siehe dazu IV-act. 1 S. 24 f., 37, 46 ff. und 70 sowie 

IV-act. 37). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass im April 2004 

eine erfolgreiche Nierentransplantation stattgefunden hatte und es erst im 

späteren Verlauf zu einem chronischen Transplantatversagen kam. Seit 

März 2012 ist wieder eine Hämodialysebehandlung notwendig (siehe IV-

act. 1 S. 39 f. und IV-act. 53 S. 13). Während ihrer Erwerbstätigkeit erwirt-

schaftete sie gemäss IK-Auszug in den Jahren 2005 bis 2009 sozialversi-

cherungspflichtige Einkommen von etwa Fr. 20'000 bis Fr. 30'000.-- (siehe 

dazu IV-act. 1 S. 25 und 58 f.). Im Zeitraum vom August 2009 bis Novem-

ber 2014 war die Beschwerdeführerin in erster Ehe verheiratet (siehe IV-

act. 7). Insofern führt die Aufstellung gemäss IK-Auszug im Haushaltsab-

klärungsbericht (siehe IV-act. 63 S. 2), welche nur die Jahre 2013 bis 2015 

betreffen, die tatsächlichen Gegebenheiten in erwerblicher Hinsicht nur un-

- 18 -

vollständig und verkürzt auf. Daher spricht der Umstand, dass die Be-

schwerdeführerin (bis zur teilweisen Berentung im Juni 2013) im Zeitraum 

von Januar bis Mai 2013 bei ihrem langjährigen Arbeitgeber nur ein Ein-

kommen von knapp Fr. 1'000.-- erwirtschaftet hat und im erwähnten Zeit-

raum neben dem vom Ehegatten hinzugesplitteten Einkommen nur noch 

Einkommen aus Arbeitslosenentschädigung ausgewiesen sind (siehe dazu 

IV-act. 49), nicht dafür, dass sie im Gesundheitsfall bei ansonsten unver-

änderten Verhältnissen überhaupt keiner Erwerbstätigkeit trotz bestehen-

der finanzieller Notwendigkeit nachgehen würde. Zudem geht aus den Ak-

ten hervor, dass die Beschwerdeführerin bis längstens Dezember 2015 

noch Anspruch auf Leistungen der Taggeldversicherung hatte (siehe IV-

act. 28 und IV-act. 31 S. 5).

3.5. In Würdigung dieser gesamten Sachlage ist entgegen des beschwerdegeg-

nerischen Standpunktes davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

im Gesundheitsfall und bei ansonsten unveränderten Verhältnissen nach 

der Geburt ihres Sohnes überwiegend wahrscheinlich neben der Betreu-

ung ihres Sohnes auch einer – allenfalls auch nur geringfügigen – teilzeitli-

chen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Die Begründung der Beschwer-

degegnerin, wonach die Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt überwie-

gend wahrscheinlich nichterwerbstätig wäre, deutet den von der Beschwer-

deführerin anlässlich der Haushaltsabklärung zwar tatsächlich geäusserten 

Wunsch, sich vollzeitlich der Kinderbetreuung zu widmen, zu einseitig und 

lässt die weiteren vorstehend erwähnten Aspekte weitgehend ausser Be-

tracht. Insbesondere verknüpfte die Beschwerdeführerin diese Aussage 

von vornherein mit einem Vorbehalt, im Falle einer finanziellen Notwendig-

keit im Umfang von maximal zwei Tagen zu arbeiten. Dass dies im Ge-

sundheitsfall zwingend ausgewiesen wäre, ergibt sich – wie dargelegt – 

bereits bei einer realistischen Betrachtungsweise der hypothetischen Le-

bensumstände, welche für die Ausübung einer Teilerwerbstätigkeit spre-

chen. Damit ist entgegen der beschwerdegegnerischen Ansicht für die In-

- 19 -

validitätsbemessung der Beschwerdeführerin ab der Geburt ihres Sohnes 

am 27. September 2017 nicht die spezifische Methode des Betätigungsver-

gleichs, sondern die gemischte Methode für Teilzeiterwerbstätige anzu-

wenden.

4.1. Aufgrund des in den vorangegangenen Erwägungen dargelegten Ergeb-

nisses bezüglich des erwerblichen Status der Beschwerdeführerin als hy-

pothetisch überwiegend wahrscheinlich Teilzeiterwerbstätige (mit aner-

kanntem Aufgabenbereich) wird die in der vorstehenden Erwägung 2.2 dar-

gelegte bundesgerichtliche Rechtsprechung relevant, wonach ein rein fa-

miliär bedingter Statuswechsel von vollerwerbstätig zu teilerwerbstätig si-

cher bis Ende Dezember 2017 kein zu berücksichtigender Revisionsgrund 

im Sinne von Art. 17 ATSG darstellte. 

4.2. In der angefochtenen Verfügung vom 11. April 2019 geht die Beschwerde-

gegnerin bei Annahme einer hypothetischen Teilerwerbstätigkeit (Gewich-

tung Erwerb: 40 %; Gewichtung Aufgabenbereich: 60 %) implizit davon 

aus, dass seit dem Inkrafttreten des revidierten Art. 27bis der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) per 1. Januar 2018 ein 

rein familiär bedingter Statuswechsel wieder ein zu berücksichtigender Re-

visionsgrund darstellen könne (siehe dazu auch die Argumentation der Be-

schwerdegegnerin in VGU S 18 107 vom 29. Januar 2020 E.3.2). Bei einer 

Einschränkung im Erwerbsanteil von 60 % und einer solchen im Aufgaben-

bereich von 16 % ergebe sich ein gewichteter, rentenausschliessender Ge-

samtinvaliditätsgrad von 33.6 %. Zudem erachtet die Beschwerdegegnerin 

die von der Beschwerdeführerin angeführte Di Trizio-Rechtsprechung be-

treffend einen Statuswechsel zur Teilerwerbstätigkeit seit dem 1. Januar 

2018 infolge der auf diesen Zeitpunkt hin geänderten gemischten Methode 

als nicht mehr anwendbar. Ab dem erwähnten Zeitpunkt gelte der Wechsel 

des Status einer versicherten Person wieder als zulässiger Revisions-

grund.

- 20 -

4.3. Mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 18 107 vom 

29. Januar 2020 entschied das streitberufene Gericht, dass im Rahmen ei-

ner erstmaligen rückwirkenden Rentenzusprache die vor dem 1. Januar 

2018 erfolgte Geburt eines Kindes mit entsprechenden Betreuungsaufga-

ben kein zu berücksichtigender Revisionsgrund darstellt und die Beschwer-

degegnerin somit zu keiner Herabsetzung der für den vorherigen Zeitraum 

(als Vollerwerbstätige in Anwendung der allgemeinen Methode des Ein-

kommensvergleichs) zugesprochenen ganzen Invalidenrente in Anwen-

dung der (neuen, ab 1. Januar 2018 in Kraft stehenden) gemischten Me-

thode auf eine Viertelsrente berechtigt ist (siehe VGU S 18 107 vom 29. Ja-

nuar 2020 E.3.4 und 4). Weil gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

auch rückwirkend abgestufte und/oder befristete Rentenzusprachen den 

Vorgaben der Revision gemäss Art. 17 ATSG unterliegen, sind die in VGU 

S 18 107 gemachten Überlegungen auch auf den vorliegenden Fall anzu-

wenden. Gemäss vorstehenden Erwägungen 3.3 ff. steht für das Gericht 

fest, dass die Beschwerdeführerin nach der Geburt ihres Sohnes im Ge-

sundheitsfall überwiegend wahrscheinlich als hypothetisch teilerwerbstätig 

mit anerkanntem Aufgabenbereich zu qualifizieren ist. Damit kommt eine 

Berücksichtigung des Statuswechsels bzw. der Wechsel der Bemessungs-

methode von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs für Vol-

lerwerbstätige (siehe dazu IV-act. 1 S. 6 und 28 f.) zur gemischten Methode 

für teilzeitlich erwerbstätige Personen mit Aufgabenbereich bis Ende 2017 

infolge der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Nachachtung des Ur-

teils des EGMR Di Trizio gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 

(7186/09) nicht in Frage. Für den Zeitpunkt ab dem 1. Januar 2018, als der 

revidierte Art. 27bis IVV (Kodifizierung der neuen gemischten Methode) in 

Kraft trat, ergibt sich vorliegend ebenfalls keine zu berücksichtigende revi-

sionsrechtlich bedeutsame Änderungen in den tatsächlichen Verhältnis-

sen, da der Sohn der Beschwerdeführerin bereits am 27. September 2017 

geboren ist und für die Beurteilung eines zu Rechtsfolgen führenden Sach-

- 21 -

verhalts nach allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen diejeni-

gen (materiellen) Rechtssätze anzuwenden sind, welche in jenem Zeit-

punkt Geltung hatten. Zudem regeln die Übergangsbestimmungen zu dem 

per 1. Januar 2018 revidierten Art. 27bis IVV die vorliegend zu beurteilende, 

sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin auswirkende, Konstellation 

nicht. Weder Absatz 1 noch Absatz 2 der Übergangsbestimmungen zur Än-

derung vom 1. Dezember 2017 der IVV ist für die vorliegend zu beurtei-

lende Konstellation einschlägig. Denn die am 25. Juni 2013 zugesprochene 

Dreiviertelsrente wurde in Anwendung der allgemeinen Methode des Ein-

kommensvergleichs (siehe dazu IV-act. 1 S. 6 und 28 f.) und nicht in An-

wendung der (alten) gemischten Methode gewährt, womit sie nicht gestützt 

auf Absatz 1 der Übergangsbestimmungen in Revision gezogen werden 

könnte. Offensichtlich ist auch Absatz 2 der Übergangsbestimmungen nicht 

auf die vorliegend zu beurteilende Konstellation anwendbar. Wenn die Be-

schwerdegegnerin im per 1. Januar 2018 revidierten Art. 27bis IVV implizit 

einen (eigenständigen) Revisionsgrund bzw. einen Grund für die Herabset-

zung der ganzen Invalidenrente bereits für vor dem 1. Januar 2018 einge-

tretene (anspruchserhebliche) Sachverhaltsänderungen erblickt, würde sie 

im Ergebnis zu Ungunsten der Beschwerdeführerin eine erst später in Kraft 

getretene normative Regelung auf einen sich bereits in der Vergangenheit 

effektiv verwirklichten Sachverhalt anwenden. Dies stünde indes im Wider-

spruch zum erwähnten, allgemeinen intertemporalen Grundsatz. Überdies 

bestünde dafür auch keine spezifische intertemporale Regelung gestützt 

auf die Übergangsbestimmungen zur Änderung der IVV vom 1. Dezember 

2017 (siehe zum Ganzen VGU S 18 107 vom 29. Januar 2020 E.3.4 und 4 

m.H.a. Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Bern 200 19 174 IV 

vom 24. April 2019 E.3).

4.4. Dass in gesundheitlicher oder erwerblicher Hinsicht eine andere wesentli-

che Veränderung mit anspruchsrelevanten Auswirkungen stattgefunden 

hätte, wird von der Beschwerdegegnerin weder geltend gemacht noch er-

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gibt sich eine solche aus den vorliegenden Akten (siehe dazu insbesondere 

IV-act. 53 S. 1, IV-act. 63 S. 1 sowie IV-act. 66 S. 7 und 9). Vielmehr hält 

die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung selbst fest, dass 

sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin nicht wesentlich 

verändert habe (siehe IV-act. 65 S. 2). Damit ist bis zum Erlass der Verfü-

gung am 11. April 2019 auch kein anderer Revisionsgrund im Sinne von 

Art. 17 ATSG ersichtlich.

5. Bei diesem Ergebnis ist die angefochtene Verfügung vom 11. April 2019 

antragsgemäss aufzuheben. Die Beschwerdeführerin hat über den 31. Mai 

2019 hinaus unverändert einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente sowie 

auf die dazugehörige Kinderrente. Damit erübrigt es sich auch, auf die wei-

teren Rügen der Beschwerdeführerin einzugehen.

6. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abwei-

chung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantona-

len Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1ꞌ000.-- festgelegt. Infolge des Ausgangs des Beschwer-

deverfahrens, sind die Gerichtskosten von Fr. 700.-- der Beschwerdegeg-

nerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Beschwerdeführerin ist 

im vorliegenden Verfahren nicht (anwaltlich) vertreten, womit sie keinen An-

spruch auf Ersatz von Parteikosten hat. Das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege wird gegenstandslos.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

11. April 2019 aufgehoben. A._____ hat über den 31. Mai 2019 hinaus An-

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spruch auf die bisher ausgerichtete Dreiviertelsrente der Invalidenversiche-

rung sowie die dazugehörige Kinderrente.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]