# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c27d754-edd4-5d0f-904f-3b1f56385694
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.12.2018 UE180289
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE180289_2018-12-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE180289-O/U/IMH/BUT 

 

Verfügung vom 24. Dezember 2018 
 

in Sachen 

 

Baudirektion des Kantons Zürich,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
3. Statthalteramt Bezirk Dielsdorf,  
Beschwerdegegner 

 

2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügungen des Statthalteramts des 
Bezirks Dielsdorf vom 11. Oktober 2018, ST.2017.3025 
 

 

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Erwägungen: 

1. Am tt.mm.2017 (12.00 bis 24.00 Uhr) fand in Dielsdorf unter dem Titel 

"C._____" auf der … eine Party statt (mit bis maximal 4'000 Besuchern). 

Der Veranstalter war die D._____ GmbH. 

Während der Party musste der Schallpegel im Publikumsbereich gemäss Verord-

nung über den Schutz des Publikums von Veranstaltungen vor gesundheitsge-

fährdenden Schalleinwirkungen und Laserstrahlen vom 28. Februar 2007 (Schall- 

und Laserverordnung [SLV; SR 814.49]) durch den Veranstalter messtechnisch 

überwacht werden. 

Die Schallpegelüberwachung wurde von der E._____ GmbH durchgeführt. 

2.1 Nach der Veranstaltung sandte B._____, geschäftsführender Gesellschafter 

der E._____ GmbH, die Messprotokolle der Schallpegelüberwachung an die zu-

ständige Fachstelle Lärmschutz bei der Baudirektion des Kantons Zürich (vgl. 

Urk. 9/6-8). 

2.2. Mit Verfügung vom 21. Juli 2017 stellte die Baudirektion des Kantons Zürich 

fest, dass der Veranstalter den Grenzwert gemäss Art. 7 Abs. 2 i.V.m. Art. 7 

Abs. 1 lit. a SLV mehrfach überschritten habe (Urk. 9/2). Konkret wies sie darauf 

hin, dass der für die Veranstaltung bundesrechtlich zulässige Stundenpegel von 

100 dB insgesamt 25 Mal überschritten worden sei, von 18.27 bis 18.47 Uhr ge-

ring um bis zu 0.2 dB und von 21.08 bis 23.03 Uhr gering bis stark um bis zu 1.1 

dB (a.a.O., S. 2). 

2.3 Die Baudirektion hat die Verfügung unter Hinweis auf die Strafnorm nach 

Art. 61 Abs. 1 lit. a des BG über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz [USG, 

SR 814.01]) im Sinne einer Strafanzeige auch der Kantonspolizei Zürich mitgeteilt 

(a.a.O., S. 3). 

Diese (verwaltungsrechtliche) Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

- 3 - 

3.1 Die Kantonspolizei Zürich führte die Ermittlungen und befragte A._____, ge-

schäftsführender Gesellschafter der D._____ GmbH, und B._____ als beschuldig-

te Personen (ausserprotokollarisch) zur Sache (Urk. 9/1). Am 11. August 2017 

rapportierte die Kantonspolizei Zürich zuhanden des Statthalteramtes Bezirk 

Dielsdorf wegen Widerhandlung gegen das USG (a.a.O.). 

3.2 Das Statthalteramt Bezirk Dielsdorf (vorliegend: Beschwerdegegner 3, nach-

stehend: Statthalteramt) eröffnete eine Strafuntersuchung gegen A._____ und 

B._____ (vorliegend: Beschwerdegegner 1 und 2) wegen Widerhandlung gegen 

das USG. 

Mit (separaten) Strafbefehlen vom 8. Januar 2018 bestrafte das Statthalteramt die 

Beschwerdegegner 1 und 2 wegen Widerhandlung gegen Art. 11 Abs. 1 und 

Art. 12 USG; Art. 5 Abs. 2, Art. 7 Abs. 2 lit. a i.V.m. Abs. 1 lit. a SLV und Art. 61 

USG je mit einer Busse von Fr. 2'500.– (Urk. 9/9/1-2). 

3.3 Die Beschwerdegegner 1 und 2 erhoben je mit Eingabe vom 15. Januar 2018 

Einsprache gegen den Strafbefehl (Urk. 9/10-11). 

3.4 Am 5. Februar 2018 stellte das Statthalteramt das Strafverfahren gegen die 

Beschwerdegegner 1 und 2 wegen Widerhandlung gegen das USG mit separaten 

Verfügungen ein (Urk. 9/16-17). Es erwog in den jeweiligen Begründungen, auf-

grund der vorliegenden Akten und weiteren Abklärungen könne der beschuldigten 

Person ein schuldhaftes Verhalten nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden 

(a.a.O.). 

4.1 Gegen die beiden Einstellungsverfügungen gelangte die Baudirektion mit Be-

schwerde vom 11. Mai 2018 an das Obergericht des Kantons Zürich. Die Verfah-

rensleitung der hiesigen Beschwerdekammer hiess die Beschwerde mit Verfü-

gung vom 3. Oktober 2018 infolge Verletzung der richterlichen Begründungspflicht 

gut und hob die beiden Einstellungsverfügungen vom 5. Februar 2018 auf (unter 

Rückweisung der Sache im Sinne der Erwägungen) (Urk. 9/21 [Geschäfts-Nr. 

UE180152]). 

- 4 - 

4.2 Das Statthalteramt stellte das gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 geführte 

Strafverfahren hierauf mit (separaten) Verfügungen vom 11. Oktober 2018 erneut 

ein (Urk. 9/22-23 bzw. Urk. 5-6). 

4.3 Die Baudirektion (vorliegend: Beschwerdeführerin) legte gegen die beiden 

Einstellungsverfügungen mit Eingabe vom 18. Oktober 2018 wiederum Be-

schwerde ein bei der hiesigen Kammer. Darin stellt sie den Hauptantrag auf Auf-

hebung der angefochtenen Verfügungen, verbunden mit der Anweisung an das 

Statthalteramt, gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 infolge mehrfacher Über-

schreitung des Schallpegelgrenzwertes je einen Strafbefehl zu erlassen. Eventua-

liter sei das Statthalteramt anzuweisen, das Untersuchungsverfahren zur umfas-

senden Abklärung des jeweiligen Tatverdachts durchzuführen (a.a.O., S. 2). Das 

Statthalteramt verzichtete am 6. November 2018 auf eine Vernehmlassung zur 

Beschwerde, verbunden mit dem Hinweis, dass an den Einstellungsverfügungen 

festgehalten werde (Urk. 8). Die Beschwerdegegner 1 und 2 verzichteten still-

schweigend auf eine Stellungnahme zur Beschwerde (Urk. 11-12). 

4.4 Der Fall erweist sich als spruchreif. 

5.1 Die Beschwerdeführerin ist nach § 57 lit. g i.V.m. § 58 Abs. 1 und Anhang 

lit. G Ziff. 27 VOG RR (LS 172.11) für den Lärmschutz und nach Art. 1 und 12 

SLV i.V.m. Art. 13 und 36 USG auch für den Vollzug der SLV zuständig. Sie han-

delte im Rahmen der Anzeigeerstattung zweifelsohne in Wahrung der ihrem 

Schutz anvertrauten öffentlichen Interessen im Bereich Lärmschutz. Folglich ist 

sie auch zur Einreichung der Beschwerde gegen die Einstellungsverfügungen 

(wie bereits im ersten Beschwerdeverfahren) legitimiert (Art. 104 Abs. 2 StPO 

i.V.m. § 154 GOG; vgl. auch Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO, § 49 OG ZH; HAU-

SER/SCHWERI/LIEBER, Kommentar GOG, 2. Auflage, Zürich u.a. 2017, N 2 f. zu 

§ 154 GOG). Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemer-

kungen Anlass; auf die Beschwerde ist einzutreten (Art. 393 ff. StPO). 

5.2 Über die Beschwerde entscheidet die Verfahrensleitung bzw. der Präsident 

der Kammer (Art. 395 lit. a StPO). 

- 5 - 

6. Die zur Verfolgung und Beurteilung von Übertretungen zuständigen Statthalter-

ämter haben die Befugnisse der Staatsanwaltschaft (Art. 357 Abs. 1 StPO, § 89 

GOG). Das Verfahren richtet sich sinngemäss nach den Vorschriften über das 

Strafbefehlsverfahren (Art. 357 Abs. 2 StPO). Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO be-

steht der Zweck der Strafuntersuchung darin, den Sachverhalt in tatsächlicher 

und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das Vorverfahren abgeschlos-

sen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht (auch) der Übertre-

tungsstrafbehörde ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere hat sie 

diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentliches bei-

zutragen vermögen. Sie ist aber gerade im Übertretungsstrafbereich nicht ver-

pflichtet, alle erdenklichen Ermittlungshandlungen vorzunehmen. Nach Beendi-

gung des Untersuchungsverfahrens entscheidet die Behörde, ob ein Strafbefehl 

zu erlassen oder das Verfahren einzustellen ist (vgl. Art. 318 StPO). Eine Einstel-

lung erfolgt, wenn der Übertretungstatbestand nicht erfüllt ist (Art. 357 Abs. 3 

StPO). Sinngemäss anzuwenden sind die in Art. 319 StPO genannten Einstel-

lungsgründe (RIKLIN, BSK StPO, 2. Auflage, Basel 2014, N 10 zu Art. 357 StPO; 

SCHWARZENEGGER, Kommentar StPO, 2. Auflage, Zürich u.a. 2014, N 13 zu 

Art. 357 StPO). 

7.1 Das Statthalteramt begründet die Einstellung der Strafuntersuchung jeweils 

wie folgt (Urk. 5 [Unterstreichungen im Original]): Die Schall- und Laserverord-

nung (SLV, SR 814) bezwecke den Schutz des Publikums vor gesundheitsge-

fährdenden Schalleinwirkungen und Laserstrahlen. So lege Art. 7 Abs. 1 lit. a SLV 

einen Immissions-Stundenpegel von 100 dB(A) fest. Die SLV konkretisiere damit 

Art. 13 USG (Immissionsgrenzwerte). Art. 61 Abs. 1 und 2 USG stellten jedoch 

die Verletzung von Emissionsgrenzwerten (Art. 12 USG) unter Strafe. Für die Ver-

letzung von Immissionsgrenzwerten bestehe keine Strafnorm (so auch Günter 

Heine, in ZStR 128/2010, S. 87 f.). Nach dem strafrechtlichen Grundsatz "nulla 

poena sine lege stricta" sei das Verfahren gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 

daher einzustellen." 

7.2 Die Beschwerdeführerin hält zusammengefasst dagegen, Emissionen und 

Immissionen seien lediglich die Kehrseiten der gleichen Medaille. Immissionsbe-

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grenzungen seien bereits begriffsnotwendig immer auch gleichzeitig Emissions-

begrenzungen. Veranstalter von Schall- und Laserveranstaltungen und ihre Hilfs-

personen würden sich strafbar machen, wenn sie die Emissionen nicht soweit be-

grenzen, dass die Immissionen am Ort des Einwirkens nicht übermässig seien. 

Vorliegend hätten die Beschwerdegegner 1 und 2 die Schallemissionen soweit 

begrenzen müssen, dass die Schallimmissionen im Publikumsbereich an keinen 

Ort 100 dB(A) überschritten hätten. Indem sie die Begrenzung der Schallemissio-

nen lediglich ungenügend vorgenommen hätten, liege ein Verstoss gegen Art. 61 

Abs. 1 lit. a USG vor (Urk. 2 S. 10). 

8.1 Nach Art. 1 StGB "Keine Sanktion ohne Gesetz" darf eine Strafe oder Mass-

nahme nur wegen einer Tat verhängt werden, die das Gesetz ausdrücklich unter 

Strafe stellt. Art. 1 StGB statuiert das Legalitätsprinzip für das Strafrecht des Bun-

des und zwar nicht nur für das StGB, sondern auch für das Nebenstrafrecht 

(POPP/BERKEMEIER, BSK Strafrecht I, Basel 2013, 3. Auflage, N 10 zu Art. 1 

StGB). 

8.2 Tatsächlich ist mit dem Statthalteramt zu konstatieren, dass eine Überschrei-

tung der in der SLV festgelegten Grenzwerte nicht strafrechtlich sanktioniert wer-

den kann. Wie es nachfolgend aufzuzeigen gilt, mangelt es an einer gesetzlichen 

Grundlage. 

8.3 a) Nach Art. 61 Abs. 1 lit. a USG wird mit Busse bis zu Fr. 20'000. – bestraft, 

wer vorsätzlich "aufgrund dieses Gesetzes erlassene Emissionsbegrenzungen 

verletzt (Art. 12 und 34 Abs. 1)". 

Die Verhaltensvorschriften, auf die jeweils in Klammern verwiesen wird, präzisie-

ren die Strafbestimmungen von Art. 61 USG oder legen gar erst den objektiven 

Tatbestand fest. Die selbe Funktion kommt dem auf solche Vorschriften abge-

stützten Ausführungsrecht zu (ETTLER, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Zü-

rich 2004, 2. Auflage, N 9 Vorbemerkungen zu Art. 60-62 USG; s.a. N 20 Vorbe-

merkungen zu Art. 60-62 USG). 

- 7 - 

Art. 61 Abs. 1 lit. a USG führt somit nur Art. 12 USG (Emissionsbegrenzungen) 

und Art. 34 Abs. 1 USG (Massnahmen bei belasteten Böden) oder gestützt darauf 

erlassenes Ausführungsrecht als strafbewehrte Normen an. 

b) Die SLV stützt sich als Ausführungsrecht jedoch nicht auf Art. 12 (oder Art. 34 

Abs. 1) USG, sondern auf Art. 13 Abs. 1 und Art. 39 Abs. 1 USG, wie aus dem In-

gress der Verordnung selber hervorgeht. 

Art. 13 Abs. 1 USG (i.V.m. Art. 39 Abs. 1 USG) besagt, dass der Bundesrat für die 

Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen durch Verordnung Immis-

sionsgrenzwerte festlegen könne. Die SLV stellt somit einen Ausführungserlass 

dar, der Immissionsgrenzwerte im Sinne von Art. 13 USG konkretisiert. 

Da Art. 13 USG nicht in der Klammer von Art. 61 Abs. 1 lit. a USG als strafbe-

wehrte Norm angeführt ist, können auch die gestützt auf Art. 13 USG erlassenen 

Ausführungsvorschriften wie die SLV per se keine gesetzliche Grundlage für eine 

strafrechtliche Sanktionierung bilden (vgl. HEINE, in ZStrR 128/2010, Die straf-

rechtliche Verantwortlichkeit des Konzertveranstalters, S. 87/88; s.a.: SCHRADE/ 

LORETAN, Umweltschutzgesetz, a.a.O., N 4 zu Art. 12 USG e contrario; ETTLER, 

Umweltschutzgesetz, a.a.O., N 11 zu Art. 61 USG e contrario; BBl 2016 S. 499, 

Botschaft zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtioni-

sierende Strahlung und Schall [NISSG]). 

c) Dass es sich bei den in der SLV festgelegten dB(A)-Werten um Immissions- 

und nicht um Emissionsgrenzwerte handelt, geht auch aus der Verordnung selber 

hervor (vgl. Unterstreichungen): 

Art. 5 SLV schreibt vor: Wer Veranstaltungen durchführt, muss die Schallemissio-

nen so weit begrenzen, dass die von der Veranstaltung erzeugten Immissionen 

den Stundenpegel von 93 dB(A) während der gesamten Veranstaltungsdauer 

nicht übersteigen (Abs. 1). Veranstaltungen mit höheren Immissionen sind zuläs-

sig, wenn die Anforderungen nach Art. 6 oder 7 erfüllt sind (Abs. 2). 

Nach Art. 7 Abs. 1 SLV gilt: Wer Veranstaltungen mit einer Dauer von maximal 

drei Stunden und mit einem Stundenpegel zwischen 96 dB(A) und 100 dB(A) 

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durchführt, muss dafür sorgen, dass: die Schallemissionen so weit begrenzt wer-

den, dass die Immissionen den Stundenpegel von 100 dB(A) nicht übersteigen 

(lit. a); das Publikum im Eingangsbereich der Veranstaltung deutlich sichtbar auf 

den maximalen Stundenpegel von 100 dB(A) hingewiesen wird (lit. b); und die An-

forderungen nach Art. 6 lit. c Ziffer 2, d und e erfüllt werden (lit. c). 

Weiter schreibt Abs. 2 von Art. 7 SLV vor: Wer Veranstaltungen mit einer Dauer 

von mehr als drei Stunden und mit einem Stundenpegel zwischen 96 dB(A) und 

100 dB(A) durchführt, muss dafür sorgen, dass: die Anforderungen nach Absatz 1 

erfüllt sind (lit. a); der Schallpegel während der ganzen Dauer der Veranstaltung 

gemäss Anhang Ziffer 1.3 aufgezeichnet wird (lit. b); die Daten der Schallpe-

gelaufzeichnung sowie die Angaben zu Messort, Ermittlungsort und Pegeldiffe-

renz nach Anhang Ziffer 1.1 Absatz 2 30 Tage aufbewahrt und auf Verlangen der 

Vollzugsbehörde eingereicht werden (lit. c); und dem Publikum eine Ausgleichs-

zone zur Verfügung steht und im Eingangsbereich deutlich sichtbar auf diese hin-

gewiesen wird (lit. d). 

8.4 Wie die Beschwerdeführerin zutreffend einwendet, sind Emissionen und Im-

missionen Begriffspaare, die einander bedingen. Immissionsbegrenzungen sind 

immer auch Emissionsbegrenzungen. Entsprechend müssen die Emissionen be-

grenzt werden, um die Immissionsgrenzwerte zu erreichen (vgl. Art. 5 SLV bzw. 

vorstehend E. 8.3/c). Das ändert aber nichts daran, dass Art. 13 USG bzw. die 

gestützt darauf in der SLV festgeschriebenen Immissionsgrenzwerte nicht mit 

Strafe bedroht sind. Hinzu kommt, dass das Legalitätsprinzip im Sinne von Art. 1 

StGB im Rahmen der Rechtsanwendung zum Nachteil der beschuldigten Person 

keine extensive Auslegung, Analogie, Lückenfüllung o.ä. zulässt (vgl. POPP/BER-

KEMEIER, BSK Strafrecht I, a.a.O., N 31 zu Art. 1 StGB). Entsprechendes müsste 

der Gesetzgeber korrigieren, was mit dem Bundesgesetz über den Schutz vor 

Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall vom 16. Juni 2017 

(NISSG) und der dazugehörenden Verordnung (V-NISSG) offenbar bereits in die 

Wege geleitet worden ist (vgl. BBl 2017 S. 4211 ff., vgl. Art. 4 i.V.m. Art. 13 

NISSG, in Kraft voraussichtlich 2019, vgl. auch Erläuternder Bericht zum Bundes-

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gesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und 

Schall, S. 30, abrufbar unter https://www.admin.ch). 

9. Nach dem Gesagten halten die Einstellungsverfügungen vor Bundesrecht 

(Art. 357 Abs. 3 StPO und Art. 319 Abs. 1 lit.  b StPO) stand. Dies führt zu Abwei-

sung der Beschwerde. 

10.1 Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens praxisge-

mäss auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

10.2 Mangels wesentlicher Umtriebe und eines dahingehenden Antrags ist den 

Beschwerdegegnern 1 und 2 für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 436 StPO i.V.m. mit Art. 429 StPO). 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. A. Flury) 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin, per Gerichtsurkunde 
− den Beschwerdegegner 1, per Gerichtsurkunde 
− den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 2, zweifach, per Ge-

richtsurkunde 
− den Beschwerdegegner 3, gegen Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− den Beschwerdegegner 3, unter Rücksendung der beigezogenen 
Akten (Urk. 9), gegen Empfangsbestätigung 
 

- 10 - 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 
Zürich, 24. Dezember 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. L. Künzli 
 

	Verfügung vom 24. Dezember 2018
	
	Erwägungen:
	Es wird verfügt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin, per Gerichtsurkunde
	 den Beschwerdegegner 1, per Gerichtsurkunde
	 den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 2, zweifach, per Gerichtsurkunde
	 den Beschwerdegegner 3, gegen Empfangsbestätigung

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 den Beschwerdegegner 3, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 9), gegen Empfangsbestätigung

	5. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes ...