# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e718665-cfda-52de-a242-986828bfe4b2
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-30
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 30.03.2017 VG.2016.00138 (VG.2017.508)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2016-00138_2017-03-30.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 30. März 2017

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2016.00138

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer
    

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin 

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  Der am […] geborene
  A.______ meldete sich am 8. September 2014 bei der IV-Stelle Glarus zum Bezug
  von Leistungen der Invalidenversicherung an. Zur Klärung seiner
  Leistungsansprüche beauftragte die IV-Stelle Glarus am 9. Juli 2015 die
  C.______GmbH, seinen Gesundheitszustand umfassend abzuklären und einen polydisziplinären
  Bericht zu erstellen. Gestützt auf diesen Bericht berechnete die IV-Stelle
  mit Vorbescheid vom 8. Juni 2016 einen Invaliditätsgrad von 27 % und
  stellte A.______ die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Dagegen
  erhob dieser am 23. Juni 2016
  Einwände. Mit Verfügung vom 23. November 2016 wies die IV-Stelle sein
  Leistungsbegehren im Sinne des Vorbescheids ab.

  
	
   

  
	
  2. 

  
	
  Mit Beschwerde vom 14.
  Dezember 2016 beantragte A.______ dem Verwaltungsgericht die Aufhebung der
  Verfügung vom 23. November 2016 und die Zusprechung von mindestens einer
  halben Invalidenrente mit Wirkung ab dem 10. September 2014.
  Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der
  Erwägungen an die IV-Stelle zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle.

  
	
   

  
	
  Die IV-Stelle schloss am
  11. Januar 2017 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a
  des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG) zur
  Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen
  erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
  Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) ist
  Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
  oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch
  eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
  verursachte und nach zumutbarer Behandlung sowie Eingliederung verbleibende
  ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
  kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

  
	
   

  
	
  2.2 Nach Art. 28 Abs. 2
  IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf
  eine Viertelsrente, bei einem solchen von mindestens 50 % auf eine halbe
  Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab mindestens
  70 % auf eine ganze Rente. Für die Bestimmung des
  Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
  Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
  und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
  bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum
  Erwerbseinkommen gesetzt, welches sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
  geworden wäre (Art. 16 ATSG).

  
	
   

  
	
  3. 

  
	
  3.1 Gemäss
  Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die
  notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte
  ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig
  und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen
  (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 

  
	
   

  
	
  3.2 Nach dem
  für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden
  Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und
  Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln,
  sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren
  bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
  sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
  verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten. Insbesondere darf es bei
  einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht
  erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
  anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
  abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). 

  
	
   

  
	
  3.3 Die Verwaltung
  als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – der Richter dürfen eine
  Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Beste­hen überzeugt
  sind. Im Sozialversicherungsrecht hat der Richter dabei seinen Ent­scheid –
  sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht – nach dem Beweisgrad der
  überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be­stimmten
  Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat viel­mehr
  jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Geschehensabläufen
  als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 7 E. 3c/aa, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  3.4 Es
  ist Aufgabe des Arztes, sämtliche Auswirkungen einer Krankheit oder eines Un­falls
  auf den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung
  zu nehmen, bezüglich welcher konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang sie
  arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage
  für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
  Person im Hinblick auf ihre persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden
  können (BGE 125 V 256 E. 4). 

  
	
   

  
	
  3.5 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen
  Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen
  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
  Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
  untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen
  nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinanderset­zung mit den
  Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen
  Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen des medizinischen
  Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie
  prüfend nachvollziehen kann, sowie ob der Experte nicht auszuräumende Unsicherheiten
  und Unklarheiten, welche ihm die Beantwortung der Fragen erschweren, gegebenenfalls
  deutlich macht. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
  weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten
  oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  3.6 Dennoch
  hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
  vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
  Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des
  Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten,
  welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach
  Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu
  schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle
  Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
  Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.
  1.3.4). 

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die von den
  Medas-Gutachtern gestellten Diagnosen unvollständig bzw. unrichtig seien,
  namentlich hätte ihn ein italienisch sprechender Psychiater begutachten
  müssen. Das Verwaltungsgericht solle daher sein funktionelles
  Leistungsvermögen gutachterlich abklären lassen. Hinsichtlich des funktionellen
  Leistungsvermögens habe der Arbeitsversuch aufgezeigt, dass er in seiner angestammten
  Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig sei; er könne nur noch leichte und
  wechselseitige Verweisungstätigkeiten mit einer Effizienzeinbusse von
  mindestens 30 % ausführen. Bei der Berechnung des Invalideneinkommens
  habe die Beschwerdegegnerin des Weiteren nicht berücksichtigt, dass er sein
  Leistungspotential nicht wie eine gesunde Person verwerten könne, da bei ihm
  persönliche Umstände vorlägen, die die Verwertung seines noch vorhandenen
  funktionellen Leistungsvermögens einschränken würden. Ihm sei daher mindestens
  eine halbe Invalidenrente zuzusprechen.

  
	
   

  
	
  4.2 Die Beschwerdegegnerin führt aus, dass sie sämtliche
  ihr obliegenden Abklärungspflichten sorgfalts- und pflichtgemäss wahrgenommen
  habe, indem sie beweistaugliche medizinische Berichte eingeholt, konsultiert
  und gewichtet habe. Sie habe sich mit dem Beweisgrad der überwiegenden
  Wahrscheinlichkeit ein umfassendes Bild über die gesundheitliche Situation
  des Beschwerdeführers gebildet. Dabei habe sie festgestellt, dass sämtliche
  Einschränkungen des Beschwerdeführers in die versicherungsmedizinische
  Einschätzung eingeflossen seien und eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit
  von 70 % vorliege.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  Es gilt folglich den
  Invaliditätsgrad festzustellen, wobei Ausgangspunkt zu dessen Ermittlung die
  Frage bildet, ob und in welchem Ausmass der Beschwerdeführer aufgrund seiner
  gesundheitlichen Beeinträchtigungen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
  ist. Dabei ist insbesondere zu überprüfen, ob sich die Beschwerdegegnerin zu
  Recht auf die Gutachten der C.______GmbH stützte.

  
	
   

  
	
  5.1

  
	
  5.1.1 Dr. med. D.______, FMH Kardiologie/Innere Medizin,
  hielt in seinem kardiologischen Teilgutachten fest, dass aus rein
  kardiologischer Sicht beim Beschwerdeführer seit dem Rehabilitationsaufenthalt
  eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Dieser habe die aortokonorare
  Bypassoperation nach der diagnostizierten koronaren Dreigefässerkrankung in
  rein kardiologischer Hinsicht gut verkraftet.

  
	
   

  
	
  5.1.2 Die Diagnose von Dr. D.______ stimmt mit den im
  Recht liegenden medizinischen Berichten überein, namentlich wird im Bericht
  der Reha E.______ vom 15. Dezember 2015 festgehalten, dass sich beim
  Beschwerdeführer am 8. Dezember 2015 eine fast normale kardiopulmonale
  Belastbarkeit (91 %) ohne Ischämie, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris
  oder asymptomatische EKG-Veränderungen gezeigt habe. Konkrete Hinweise, dass
  der Beschwerdeführer die Bypassoperation in rein kardiologischer Hinsicht
  nicht gut verkraftet hat, finden sich in den vorliegenden Unterlagen nicht. 

  
	
   

  
	
  5.2 

  
	
  5.2.1 Dr. med. F.______, FMH Rheumatologie, stellte in
  seinem rheumatologischen Teilgutachten vom 27. August 2015 mehrere Diagnosen
  mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Zervikoradikuläres Reizsyndrom C7
  links bei dokumentierter zervikaler Diskushernie C6/7 linksbetont,
  frakturaktive Osteoporose, Wirbelsäulenfehlform mit grobbogiger
  zervikothorakaler lumbaler Skoliose, Lateralissation des Wirbelsäulenlotes um
  2 cm nach rechts und beidseits klinisch relevante Einschränkungen der
  Hüftrotationen rechts mehr als links. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
  hätten hingegen die Sternotomie im Rahmen der Bypassoperation im Mai 2014 und
  die Karpaltunneloperation.

  
	
   

  
	
  Aufgrund seiner
  Beschwerden sei der Beschwerdeführer als Montagearbeiter in einer
  Metallfabrik nur noch bedingt zu höchstens 50 % arbeitsfähig. Die
  restliche Arbeitsfähigkeit sollte dabei in halben Arbeitstagen erfolgen; in
  diesem Falle sei nicht unbedingt zusätzlich mit einer Leistungseinschränkung
  zu rechnen. Er könne seine Arbeitsfähigkeit besser nutzen, wenn er sich eine
  Verweistätigkeit suche, die seinen Bewegungsapparat nicht so sehr belaste.
  Bei einer solchen Verweistätigkeit seien repetitive Torsions- und
  Schwenkbewegungen mit dem Rumpf und dem Oberkörper sowie monotone vorgebeugte
  kniende oder kauernde Tätigkeiten zu vermeiden. Überkopftätigkeiten seien
  maximal eine halbe Stunde am Stück und höchstens einmal im Halbtag zu
  empfehlen. Heben und Tragen von Lasten bis Lendenhöhe seien ihm maximal 20
  kg, in Brusthöhe maximal 30 kg möglich. Die Exposition für physikalische
  Vibrations-, Schlag- oder Rüttelbewegungen sei nicht zu empfehlen. Das
  Arbeiten auf behelfsmässigen Arbeitsflächen (gemeint sind Gerüste, Leitern
  oder Podeste) sei möglich, wenn auch nicht andauernd zu empfehlen. Das Gehen
  in unebenem Gelände sei möglichst zu vermeiden. Tätigkeiten mit der oberen
  Extremität seien leicht bis kurzfristig mittelschwer zu gestalten (optimal
  ebenfalls unterhalb der Elevationsebene). Tätigkeiten mit der unteren Extremität
  seien ebenfalls leicht bis kurzfristig mittelschwer zu gestalten. Sitzende
  Positionen seien ohne weitere Limite zumutbar (günstig wäre hier ebenfalls
  die Möglichkeit für individuelle Wechselpositionen). Dasselbe gelte auch für
  stehende Arbeiten. Das geschulterte Tragen von Lasten (Anhängetasche,
  Rucksäcke oder ähnliches) sollte das "übliche Mass nicht
  überschreiten". Für das berufliche Führen von Motorfahrzeugen und/oder
  Bedienen von schweren Maschinen und Geräten sei bis zur Behandlung des
  zervikoradikulärem Reizsyndroms C7 links bedingt eine Einschränkung zu
  nennen. 

  
	
   

  
	
  Bei einer solchen
  Verweistätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 80 % arbeitsfähig. Dabei
  sei betreffend das Zeitpensum keine Einschränkung notwendig (Arbeiten zu
  8 Stunden an 5 Tagen der Woche möglich), sondern lediglich eine 20%ige
  Einschränkung der Leistungsfähigkeit in Kauf zu nehmen, bedingt durch einen
  vermehrten Pausenbedarf und/oder ein verlangsamtes Arbeitstempo. Zusätzliche
  Pausen seien zur Sicherstellung/Ermöglichung von Lockerungs-, Dehnungs- und
  Gymnastikübungen zuzugestehen; ein verlangsamtes Arbeitstempo könnte aufgrund
  der Einhaltung ergonomischer Empfehlungen resultieren.

  
	
   

  
	
  5.2.2 Dr. F.______
  setzte sich mit den Diagnosen in den übrigen im Recht liegenden Berichten
  auseinander. Dabei stellte er richtigerweise fest, dass im Zeitpunkt der Untersuchung
  beim Beschwerdeführer keine bestehenden rheumatologischen Leiden diagnostiziert
  waren. Das diagnostizierte rezidivierende Reiz- und Ausfallsyndrom C7 rechts
  mit Diskushernie rechts sei gemäss Aussage des Beschwerdeführers nämlich mit
  infiltrativen Massnahmen erfolgreich behandelt worden. Dr. D.______
  setzte sich auch mit den beklagten Beschwerden des Beschwerdeführers
  auseinander und ordnete die Nackenschmerzen mit Ausstrahlung links in den Arm
  und gegen Strahlen der linken Hand dem zervikoradikulärem Reizsyndrom C7
  links zu. Dabei zeigte er auch überzeugend auf, dass dieses Reizsyndrom und
  damit die Nackenschmerzen mit infiltrativen Massnahmen erfolgreich behandelbar
  sind. Ebenso untersuchte Dr. D.______ den Beschwerdeführer systematisch
  und umfassend. Gestützt auf
  diese Untersuchungen stellte er als erster Arzt fest, dass der
  Beschwerdeführer an einer frakturaktiven Osteoporose, an einer Wirbelsäulenfehlform
  und beidseitig an klinisch relevanten Einschränkungen der Hüftrotationen
  leidet. Die sinterungsaktiven Frakturen könnten dabei einen "referred
  pain" und Schmerzausweitungen in den ventralen, sprich sternalen
  thorakalen Bereich mit sich ziehen.

  
	
   

  
	
  Die Diagnosen von
  Dr. D.______ stimmen mit den übrigen im Recht liegenden Berichten
  überein. So stellten PD Dr. Dr. G.______, Kardiologie und Innere
  Medizin,  und H.______, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, in ihrem
  Gutachtem fest, dass der Beschwerdeführer an einem radikulärem Reizsyndrom
  C6/C7 leide. Sie führten auch an, dass im Laufe des stationären Aufenthalts
  in der Reha E.______ die Schmerzen im Brustbereich zurückgegangen seien und
  der Beschwerdeführer wieder ein gutes Mass an körperlicher Aktivität
  aufnehmen habe können.

  
	
   

  
	
  Gestützt auf seine
  Untersuchungen schätzte Dr. D.______ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
  als Montagearbeiter in einer Metallfabrik nachvollziehbar auf 50 % und
  bei der oben umschriebenen Verweistätigkeit (E. II/5.2.1) auf 80 % ein,
  da der Beschwerdeführer einen vermehrten Pausenbedarf und/oder ein verlangsamtes
  Arbeitstempo benötige. In der umschriebenen Verweistätigkeit wird dabei seine
  Arbeitsfähigkeit zutreffend als höher eingeschätzt, da er gewisse für sein Bewegungsapparat
  belastende Tätigkeiten nicht ausüben muss. 

  
	
   

  
	
  5.3

  
	
  5.3.1 Dr. med. I.______, Psychiatrie und Psychotherapie
  FMH und zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, und
  Dr. med. J.______ stellten in ihrem Teilgutachten Psychiatrie vom
  28. September 2015 mehrere Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
  Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) und
  Verdacht auf eine somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9).
  Der Beschwerdeführer könne daher nur einfache Routinearbeiten ausüben, die
  kein übermässiges Konzentrationsvermögen erforderten und in deren Rahmen der
  Beschwerdeführer die Möglichkeit habe, kurze Pausen zu machen. Die bisherige
  Arbeitstätigkeit als Hilfsarbeiter sei zwar grundsätzlich zumutbar; es sei
  aber von einer um 10 % allgemein geminderten Leistungsfähigkeit und
  einer um 20 % geminderten zeitlichen Leistungsfähigkeit (= verbleibende
  Leistungsfähigkeit von 6 Stunden pro Tag) auszugehen, woraus sich in
  psychiatrischer Hinsicht eine Arbeitsfähigkeit von 70 % ergebe.

  
	
   

  
	
  5.3.2 Dr. I.______ und Dr. J.______ setzten sich
  ausführlich mit den Vorakten und den geklagten Beschwerden des
  Beschwerdeführers auseinander. Ebenso untersuchten sie den Beschwerdeführer
  umfassend und schätzen seinen Zustand anhand unterschiedlicher Beurteilungsskalen
  ein, beispielsweise verwendeten sie die Hamilton Rating Scale for Depression
  (HAMD), die Montgomery Asberger Depression Scale (MADRS) sowie den
  Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ) nach Löwe et al. Dabei zeigten sie
  einleuchtend auf, dass seine Ängste und depressiven Symptome wie verminderter
  Selbstwert, Tagesmüdigkeit, leichte Erschöpfbarkeit und Grübeln auf den
  erlittenen Myokardinfarkt und das anhaltende Schmerzerlebnis zurückzuführen
  seien. Vor dem Myokardinfarkt habe der Beschwerdeführer nämlich gemäss
  eigenen Aussagen nicht unter psychiatrischen Beschwerden gelitten. Eine
  rezidivierende depressive Störung könne daher ausgeschlossen werden; es sei
  von einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion auszugehen. 

  
	
   

  
	
  Dr. I.______ und Dr.
  J.______ wiesen auch daraufhin, dass die ICD-10 bei Anpassungsstörungen zwar
  grundsätzlich eine Maximaldauer von sechs Monaten vorsehe, klinisch gebe es
  aber sehr häufig weitaus längere anhaltende Anpassungsstörungen, v.a. dann
  wenn die Belastung fortbestehe. Diese notwendige Relativierung der Maximaldauer
  gemäss ICD-10 erscheint nachvollziehbar. Aus diesem Grund kann beim Beschwerdeführer
  auch eine Anpassungsstörung vorliegen, insbesondere wenn man berücksichtigt,
  dass er unter einem anhaltendem Schmerzerlebnis, welches er auf die Folgen
  der Herzoperation zurückführt, leidet. Daran ändern auch die Ausführungen von
  Dr. med. K.______, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, nichts. Seine
  Ausführungen behandeln die Thematik der sechsmonatigen Maximaldauer nicht
  eingehend. So zeigt er beispielsweise nicht auf, inwiefern die Relativierung
  der Maximaldauer im konkreten Fall nicht richtig sein könne. 

  
	
   

  
	
  Die diagnostizierte
  Anpassungsstörung stimmt auch mit den übrigen im Recht liegenden Berichten
  überein. So stellten beispielsweise auch PD Dr. Dr. G.______ und
  H.______ in ihrem Bericht vom 15. Dezember 2015 fest, dass keine psychische
  Störungen in der bisherigen Lebensgeschichte benannt seien. Sie führten auch
  aus, dass der Beschwerdeführer bei Aufnahme der stationären Behandlung (12.
  November 2015) unter depressiven Stimmungen gelitten habe, diese depressive
  Episode im Zeitpunkt der Entlassung aus der stationären Behandlung am 8.
  Dezember 2015 aber remittiert sei. Ebenso wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer
  bei Aufnahme in den stationären Aufenthalt über Angsterleben bezüglich
  körperlicher Belastungsfähigkeit seit dem Myokardinfarkt gesprochen habe.
  Auch Dr. K.______ geht bei seinen Ausführungen nicht davon aus, dass der Beschwerdeführer
  vor dem Infarkt unter psychiatrischen Beschwerden gelitten habe.

  
	
   

  
	
  Dr. I.______ und
  Dr. J.______ konnten auch einleuchtend darlegen, dass der Beschwerdeführer
  seine Schmerzen, Ängste und depressiven Symptome auf die Folgen der
  Herzoperation zurückführe, obwohl alle medizinischen Berichte festhalten
  würden, dass er die aortokonorare Bypassoperation nach der diagnostizierten koronaren
  Dreigefässerkrankung in rein kardiologischer Hinsicht gut verkraftet habe
  (vgl. E. II/5.1). Sie vermuteten auch richtig, dass sich beim
  Beschwerdeführer somatoforme Komponenten für das Schmerzempfinden finden
  werden. So fand Dr. D.______ in seinem Gutachten vom 27. August 2015
  mögliche somatische Korrelate für diese Schmerzen. Seines Erachtens könnten
  die frakturaktiven Frakturen nämlich einen "reffered pain" und
  Schmerzausweitungen in den ventralen, sprich sternalen thorakalen Bereich mit
  sich ziehen. Da diese somatoforme Komponenten die Schmerzen des
  Beschwerdeführers aber nicht hinreichend erklären können, kann Dr. I.______
  und Dr. J.______ auch darin gefolgt werden, dass sie beim Beschwerdeführer
  Verdacht auf eine somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9),
  diagnostizierten.

  
	
   

  
	
  Im Übrigen stellten Dr.
  G.______ und H.______ in ihrem Bericht vom 15. Dezember 2015 fest, dass
  beim Beschwerdeführer ein ausgesprochenes Angstgefühl bei Belastung und die
  Sorge, die Herzerkrankung könne erneut Beschwerden machen, vorlägen. Ebenso
  habe sich der Beschwerdeführer bei ihnen über ein unangenehmes Gefühl im
  Brustbereich beklagt. Dies lässt sich mit den Aussagen des psychiatrischen
  Teilgutachtens vereinbaren.

  
	
   

  
	
  5.3.3 In der Beschwerdeschrift vom 14. Dezember 2016 macht
  der Beschwerdeführer geltend, dass er von einem […] sprechenden Psychiater
  hätte begutachtet werden müssen, der zudem mit der […] Kultur vertraut sei.
  Nur ein solcher Psychiater hätte erkennen können, dass er an einer
  mittelschweren bis schweren Depression leide.

  
	
   

  
	
  Dem Beschwerdeführer ist
  insofern zuzustimmen, dass der Verständigung zwischen dem begutachtenden
  Psychiater und der zu begutachtenden Person besonderes Gewicht zukommt. Aus
  diesem Grund kann bei einer psychiatrischen Abklärung allenfalls eine
  Übersetzungshilfe geboten sein (vgl. dazu BGer-Urteil 9C_53/2009 vom 29. Mai
  2009 E. 4.4). Ein Psychiater, der die Muttersprache spricht, ist für die
  Verständigung aber nicht erforderlich. Daneben legt der Beschwerdeführer auch
  nicht dar, dass bzw. inwiefern bei der psychiatrischen Begutachtung
  falsch übersetzt worden sei. 

  
	
   

  
	
  Ein Psychiater muss auch
  nicht zwingend mit der Kultur des Versicherten vertraut sein, entscheidend
  ist, dass der Psychiater respektive Gutachter über die entsprechende
  Fachausbildung verfügt. Verwaltung und Gerichte müssen sich nämlich auf seine
  Fachkenntnisse verlassen können (BGer-Urteil 9C_53/2009 vom 29. Mai 2009 E.
  4.2). Ebenso kann ein invalidisierender Gesundheitsschaden nur angenommen
  werden, wenn das klinische Beschwerdebild nicht aus Beeinträchtigungen
  besteht, welche von belastenden psychosozialen oder soziokulturellen Faktoren
  herrühren; es muss sich vielmehr auf psychiatrisch davon zu unterscheidende Befunde
  beziehen (BGer-Urteil I 164/06 vom 27. April 2007 E. 3.2). Für
  die Diagnose einer Depression ist es daher nicht entscheidend, ob in der […] Kultur
  dem Herzen ("[…]") eine besonders wichtige Rolle zukommt und […]
  besonders unter einem Myokardinfarkt leiden. Entscheidend ist, ob es beim
  Beschwerdeführer konkrete Hinweise auf eine Depression gibt. Dies verneint
  das Medas-Gutachten mit überzeugender Begründung. 

  
	
   

  
	
  5.4

  
	
  5.4.1 Die Ergebnisse der drei oben genannten
  Teilgutachten wurden in das Gutachten vom 2. November 2015 aufgenommen und
  miteinander in Bezug gesetzt. Zusätzlich wurde eine chronische obstruktive
  Lungenkrankheit festgestellt, die zwar gewisse Auswirkungen auf die
  Arbeitsfähigkeit habe könne, doch anscheinend vom Beschwerdeführer gut
  toleriert wird. Nach der Auflistung aller Diagnosen wurden diese gesamtheitlich
  gewürdigt. Widersprüchliche Ergebnisse oder konkrete Indizien, die gegen die
  Zuverlässigkeit der Gutachten sprechen würden, sind dabei nicht zu erkennen,
  wovon auch RAD-Arzt Dr. med. L.______, Facharzt FMH für Rheumatologie,
  Facharzt FMH und UEMS für Physikalische Medizin und Rehabilitation, ausgeht.

  
	
   

  
	
  Es kann somit den
  Ergebnissen der Medas-Gutachten gefolgt werden. Zutreffend gehen die
  Gutachter zudem davon aus, dass für die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
  Tätigkeit die festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 30 % in
  psychologischer Sicht und die festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 20 %
  in rheumatologischer Sicht nicht kumuliert werden dürfen. So hat der
  Beschwerdeführer aufgrund psychologischer und rheumatologischer
  Einschränkungen einen vermehrten Pausenbedarf und ist daher insgesamt in
  zeitlicher Hinsicht um 20 % eingeschränkt. Daneben ist seine
  Leistungsfähigkeit nur in psychischer Hinsicht um 10 % eingeschränkt.

  
	
   

  
	
  5.4.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner
  Beschwerdeschrift sinngemäss geltend, dass der gescheiterte Arbeitsversuch
  nach dem Rehabilitationsaufenthalt aufgezeigt habe, dass er in Bezug auf die
  tatsächlich ausgeführte angestammte Tätigkeit dauerhaft nicht mehr
  arbeitsfähig sei. Dies sei auch der Grund gewesen, weshalb sein damaliger Arbeitgeber
  das Arbeitsverhältnis aufgelöst habe. 

  
	
   

  
	
  Ob dem Beschwerdeführer
  tatsächlich aufgrund seines gesundheitlichen Zustands gekündigt wurde, kann
  gestützt auf die vorliegenden Akten nicht zweifelsfrei festgestellt werden.
  Einerseits behauptet Dr. K.______, dass der Arbeitgeber ihm mitgeteilt habe,
  der Beschwerdeführer sei am 1. September 2014 zu 50 % arbeitsfähig gewesen,
  habe aber im Lauf der Wochen und Monaten immer weniger geleistet. Andererseits
  hält das Schreiben der M.______AG vom 26. Februar 2015 fest, dass dem
  Beschwerdeführer aufgrund von Umstrukturierungen im Betrieb auf den
  30. April 2015 gekündigt worden sei. 

  
	
   

  
	
  Letztlich kann aber
  offengelassen werden, weshalb dem Beschwerdeführer gekündigt worden ist. Auch
  wenn ihm aufgrund seines Zustands oder Verhaltens gekündigt worden wäre,
  hiesse dies nicht, dass er seine angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben
  konnte oder kann. Für diese Tatsachenfeststellung sind nämlich alle
  verfügbaren Unterlagen zu berücksichtigen, dabei kommt Gutachten von externen
  Spezialisten volle Beweiskraft zu, wenn keine konkreten Indizien gegen ihre
  Zuverlässigkeit sprechen (vgl. E. II/3.6). Inwiefern die Aussagen von
  Dr. K.______ Zweifel an der Zuverlässigkeit der Gutachten der
  C.______GmbH wecken sollen, ist nicht ersichtlich. So sind die Aussagen des
  früheren Arbeitsgebers zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers eher
  vage, wurden durch medizinische Untersuchungen relativiert
  (Anpassungsstörung) und beziehen sich letztlich auf eine schwierige
  Zeitperiode für den Beschwerdeführer und enthalten keine Prognosen für die Zukunft.
  

  
	
   

  
	
  5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin
  kein Recht verletzte, indem sie ihren Entscheid auf die Gutachten der
  C.______GmbH stützte. Demgemäss durfte sie mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer in der
  angestammten Tätigkeit als Monatagearbeiter ab dem 1. September 2014 zu
  50 % eingeschränkt ist und ihm eine adaptierte Tätigkeit, wie sie im
  rheumatologischen Gutachten umschrieben ist (vgl. E. II/5.2.1), ab
  dem 1. September 2014 zu 70 % zumutbar ist.

  
	
   

  
	
  6. 

  
	
  6.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
  Erwerbseinkommen, das der Beschwerdeführer nach Eintritt des
  invalidisierenden Gesundheitsschadens und nach Durchführung der medizinischen
  Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare
  Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
  gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er keinen
  Gesundheitsschaden erlitten hätte. Dabei wird vorliegend die Einkommensvergleichsmethode
  angewendet (Art. 28a IVG i.V.m. Art. 16 ATSG; vgl. Meyer/Reichmuth, S. 315
  ff.).

  
	
   

  
	
  6.2.1 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist
  entscheidend, was der Versicherte im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem
  Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich
  verdient hätte (BGer-Urteil 9C_128/2014 vom 20. März 2014 E. 2.1).
  Dabei wird in der Regel beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und
  der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es
  empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
  fortgesetzt worden wäre. Hat der Versicherte aber ein unterdurchschnittliches
  Einkommen im Vergleich zum branchenüblichen Tabellenlohn der periodisch herausgegebenen
  Lohnstrukturerhebungen vom Bundesamt für Statistik (LSE) erzielt, ist sein
  Einkommen unter Berücksichtigung des Erheblichkeitsgrenzwerts von 5 %
  gegenüber dem branchenüblichen Einkommen zu parallelisieren (BGE 135 V 297
  E. 6.1.2). Damit ist nicht vom bisherigen Einkommen auszugehen, sondern
  von 95 % des branchenüblichen Tabellenlohns der LSE.

  
	
   

  
	
  6.2.2 Für
  die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen
  Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt
  sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der kumulativ
  besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass
  sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll
  ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als
  angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich
  erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes
  Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach
  Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich
  zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf
  Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer
  Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären.
  Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne der LSE herangezogen
  (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

  
	
   

  
	
  6.2.3 Wird
  das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten
  ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Praxisgemäss
  können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter,
  Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
  Beschäftigungsgrad einen Abzug von dem nach den Tabellenlöhnen der LSE zu
  ermittelnden Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass
  die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge
  eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
  unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann
  (BGE 134 V 322 E. 5.2, mit Hinweis). Ein Abzug soll aber
  nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte
  dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser
  Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
  allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten
  kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in
  Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
  Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens
  25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen
  BGE 126 V 75). Die Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ist eine Ermessensfrage
  (BGer-Urteil 9C_746/2010 vom 28. Januar 2011 E. 3.2). Dem Verwaltungsgericht
  kommt zwar bei der Prüfung des angefochtenen Entscheids volle Kognition zu
  (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 N. 96),
  es darf aber nicht ohne Not sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz
  setzen (BGer-Urteil 8C_546/2011 vom 14. November 2011 E. 4.3).

  
	
   

  
	
  6.3

  
	
  6.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der
  Bestimmung des Valideneinkommens auf die Lohnangaben der M.______AG vom Jahre
  2014 und stellte ein Einkommen in der angestammten Tätigkeit von Fr. 60'126.-
  fest. Dieses Einkommen ist tiefer als der durchschnittlichen Lohn für Männer
  in allen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors mit Kompetenzniveau 1. Nach
  der Tabelle TA 1 der LSE betrug das über alle Branchen ermittelte
  durchschnittliche Monatseinkommen für auf Kompetenzniveau 1 tätige Männer
  nämlich Fr. 5'312.- bzw. jährlich Fr. 63'744.-. Umgerechnet auf
  eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2014 von 41,7 Stunden ergibt
  sich ein Tabellenlohn von Fr. 66'453.12. Die Beschwerdegegnerin
  parallelisierte daher zu Recht das Einkommen des Beschwerdeführers zu dessen
  Gunsten und erhöhte es, abzüglich des Erheblichkeitsgrenzwerts von 5 %, auf
  Fr. 63'130.46.

  
	
   

  
	
  6.3.2 Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens stützte
  sich die Beschwerdegegnerin ebenfalls auf den durchschnittlichen Lohn für
  Männer in allen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors mit Kompetenzniveau 1
  von Fr. 66'453.12 (vgl. dazu BGer-Urteil 8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016 E
  5.2). Da der Beschwerdeführer aber in einer adaptierten Tätigkeit nur zu
  70 % arbeitsfähig ist, reduzierte es den Tabellenlohn um 30% auf Fr.
  46'517.18. Einen Abzug vom Tabellenlohn hielt die Beschwerdegegnerin dabei
  nicht für angebracht, da die Gutachter sämtliche Leiden des Beschwerdeführers
  umfassend gewürdigt hätten und sämtliche Einschränkungen des
  Beschwerdeführers in die Gutachten miteigeflossen seien.

  
	
   

  
	
  6.4

  
	
  6.4.1 Diesen Ausführungen der Beschwerdegegnerin kann der
  Beschwerdeführer nicht folgen. Seines Erachtens habe er durch seine
  Beeinträchtigungen schlechtere Chancen sein Lohnpotential auf dem
  ausgeglichenen Arbeitsmarkts zu verwerten, insbesondere weil er nur noch
  leichte Verweisungstätigkeiten ausführen könne, lange vom konkreten
  Arbeitsmarkt abwesend gewesen sei und er ein älterer Mann mit Migrationshintergrund
  und schlechten Deutschkenntnissen sei.

  
	
   

  
	
  Gemäss den medizinischen
  Gutachten kann der Beschwerdeführer weiterhin zu 50 % als Hilfsarbeiter
  in der Metallbranche tätig sein. In einer adaptierten Tätigkeit ist er hingegen
  zu 70 % arbeitsfähig, sofern er keine repetitive Torsions- und
  Schwenkbewegungen mit dem Rumpf und dem Oberkörper sowie monotone vorgebeugte
  kniende oder kauernde Tätigkeiten ausüben muss und die Tätigkeiten nur leicht
  bis kurzfristig mittelschwer sind. Seine (Rest-)Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
  Tätigkeit ist aufgrund der vielen Einschränkungen nur mit einem unterdurchschnittlichen
  Einkommen verwertbar; es scheint daher sachgerecht, einen Abzug vom
  Tabellenlohn von 5 bis maximal 10 % vorzunehmen. 

  
	
   

  
	
  Der Beschwerdeführer war
  auch längere Zeit vom Arbeitsmarkt abwesend, stand im Zeitpunkt der
  angefochtenen Verfügung mit 58 Jahren nur noch 7 Jahre vor seiner
  Pensionierung und kann auch nur noch Teilzeit angestellt werden. Dies rechtfertigt
  aber keinen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn. So ist bei Männern auf der
  untersten Stufe der beruflichen Stellung, die nur Teilzeit arbeiten können,
  grundsätzlich kein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen (vgl. BGer-Urteil
  8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.3.2). Das Alter der Person, deren
  Deutschkenntnisse, ein allfälliger Migrationshintergrund oder spezifische Fachkenntnisse
  sind bei der Anstellung von Hilfsarbeitern sodann nicht wesentlich. Dies
  zeigt sich auch darin, dass der Beschwerdeführer nach Beendigung seiner
  Arbeit bei der N.______AG im Jahr 2013 eine Anstellung bei der M.______AG
  fand.

  
	
   

  
	
  6.4.2 Schliesslich stellt sich die Frage, ob der
  Beschwerdeführer wirtschaftlich seine Resterwerbsfähigkeit überhaupt
  verwerten kann. Dies ist ihm selbst in Anbetracht seines Alters noch möglich.
  Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen stehen ihm verschiedene
  Hilfsarbeitertätigkeiten offen. Solche Tätigkeiten werden auf dem hypothetischen,
  ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl.
  dazu BGer-Urteil I 376/05 vom 5. August 2005 E. 4.2).

  
	
   

  
	
  6.4.3 Wenn von einem leidensbedingten Abzug von 10 %
  ausgegangen wird, reduziert sich das massgebliche Invalideneinkommen von Fr.
  46'517.18 um 10 % auf Fr. 41'865.47. Verglichen mit dem
  Valideneinkommen von Fr. 63'130.46 ergibt sich damit eine Lohneinbusse von
  Fr. 21'264.99 und ein Invaliditätsgrad von (aufgerundet) 34 %. Auch
  unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn von 10 % liegt der
  Invaliditätsgrad somit unter 40 %, weshalb der Beschwerdeführer keinen
  Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

  
	
   

  
	
  Demgemäss ist die
  Beschwerde abzuweisen.

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) i.V.m.
  Art. 69 Abs. 1bis IVG hat die Partei, welche im Beschwerdeverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Entsprechend dem Ausgang des
  Verfahrens sind die Gerichtskosten von pauschal Fr. 600.- dem Beschwerdeführer
  aufzuerlegen und mit dem von ihm bereits geleisteten Kostenvorschuss in
  gleicher Höhe zu verrechnen. Eine Parteientschädigung ist ihm nicht
  zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m.
  Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit
    dem von ihm bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Eine Parteientschädigung wird
    nicht zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]