# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e03feb8c-f319-5170-bcbd-2974cf67c1fa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.10.2014 725 2014 186 / 252 (725 14 186 / 252)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-186---252_2014-10-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom  23. Oktober 2014 (725 14 186 / 252) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Überschneidung von unfallkausalen und unfallunabhängigen Beschwerdebildern; An-
wendungsbereich von Art. 36 Abs. 1 UVG; Rückweisung an Vorinstanz zur weiteren Ab-
klärung des Sachverhalts 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Thomas Hunkeler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen (4.86957.13.1) 
 
 
 
A.1 Der am 16. April 1960 geborene A.____ leidet seit Geburt an einer kongenitalen Atre-
sie der rechten Hand. Am 4. August 2013 stürzte A.____ mit dem Fahrrad und zog sich eine 
mehrfache Schlüsselbeinfraktur links zu. Vom 4. bis 7. August 2013 befand sich der Versicherte 
deshalb in stationärer Behandlung im Spital B.____, wo er am 5. August 2013 operiert wurde 
(Plattenosteosynthese). Zum Zeitpunkt des Unfalls war A.____ arbeitslos und folglich bei der 

 

 
 
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Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfäl-
len versichert. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, 
Taggeld) 
 
A.2 Am 20. Februar 2014 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Gemäss dem 
Bericht von Kreisarzt Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, sei der Endzustand noch nicht erreicht. Der Versicherte sei indessen 
aufgrund der erhobenen Befunde und unter Berücksichtigung der erlittenen Unfallfolgen in der 
angestammten Tätigkeit als Informatiker zu 100 % arbeitsfähig. Gestützt auf diesen Bericht ver-
fügte die SUVA am 24. Februar 2014 die Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 17. März 
2014. 
 
A.3 Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 3. März 2014 wies die SUVA 
mit Entscheid vom 20. Mai 2014 ab. Zur Begründung stützte sie sich dabei im Wesentlichen auf 
einen weiteren im Rahmen des Einspracheverfahrens eingeholten Bericht von Dr. C.____ vom 
8. Mai 2014, worin dieser an seinen Einschätzungen festhielt, dass dem Versicherten aufgrund 
der klinischen Befunde in der angestammten Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine 
Arbeitsfähigkeit von 100 % zu attestieren sei. Weiter wurde ausgeführt, dass es sich beim Feh-
len der rechten Hand nicht um eine Unfallfolge handle, weshalb dies für die Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen sei.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Nikolaus 
Tamm, am 20. Juni 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und die SUVA sei anzuweisen, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesonde-
re Taggelder über den 16. März 2014 hinaus (nach)zuzahlen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 20. August 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-

 

 
 
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entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die SUVA über den 16. März 2014 hinaus für die Folgen 
des Unfalls vom 4. August 2013 aufzukommen hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach 
Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit 
der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der 
ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausal-
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ist nach der Recht-
sprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des einge-
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als be-
günstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). 
 
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-

 

 
 
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türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b mit Hinweisen). 
 
2.4 Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen so-
wie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädi-
gung nur teilweise Folge eine Unfalles ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung 
des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das Zusammenwir-
ken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Bot-
schaft des Bundesrates zum UVG vom 18. August 1976, BBl 1976 III S. 175 und 197). Ihre An-
wendung setzt indes voraus, dass der Unfall und die unfallfremden Ursachen einen bestimmten 
Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Haben demgegenüber teils unfallbedingte, 
teils unfallfremde Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht – so etwa, 
wenn der Unfall und ein nicht versichertes Ereignis verschiedene Körperteile betreffen, sodass 
sich die Krankheitsbilder nicht überschneiden – kommt die Anwendung von Art. 36 Abs. 1 UVG 
nicht in Frage. In diesem Fall sind die Folgen des versicherten Unfalles für sich allein zu bewer-
ten (BGE 113 V 58 mit Hinweisen). Für den Unfallversicherer besteht deshalb auch gestützt auf 
Art. 36 Abs. 1 UVG keine Leistungspflicht für vorbestandene oder nach dem Unfall aufgetretene 
Krankheiten, auf die der Unfall keinerlei Einfluss auszuüben vermochte (Urteil des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. Februar 2003, U 287/02, und S. vom 22. Oktober 
2002, U 227/01). Art. 36 Abs. 1 UVG regelt demnach das Vorgehen, wenn sich unfallbedingte 
und unfallfremde Ursachen konkurrenzieren. Danach ist die Beurteilung von unfallbedingten 
Ursachen ohne Berücksichtigung der gegebenen unfallfremden Beschwerden zulässig, wenn 
sich diese beiden Krankheitsbilder nicht gegenseitig beeinflussen. Nichts anderes kann gelten, 
wenn im Zeitpunkt des zu beurteilenden Unfallereignisses bereits Vorzustände vorliegen, wel-
che auf einen vorangegangenen Unfall zurückzuführen sind. Die Folgen des neuen versicherten 
Ereignisses können für sich alleine geprüft werden, sofern sich diese nicht mit den Krankheits-
bildern des unfallbedingten Vorzustandes überschneiden.  
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

 

 
 
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gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 
3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungs-
gericht demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in solchen Fäl-
len jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei 
auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit jener ärztlichen Feststel-
lungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts, I. sozial-
rechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). In Bezug auf Be-
richte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 
3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 
(Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, 
I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anders-
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichen-
de Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärzt-
licher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung un-
erkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4. Zur Beurteilung der umstrittenen Frage sind die folgenden medizinischen Berichte zu 
berücksichtigen: 
 
4.1 Gemäss dem Operationsbericht von Dr. med. E.____, Oberarzt Traumatologie, und 
Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
des Spitals B.____ vom 5. August 2013 habe sich der Versicherte am 4. August 2013 beim 
Sturz vom Fahrrad eine dislozierte mehrfragmentäre Claviculaschaftfraktur links zugezogen. Bei 
der Operation vom 5. August 2013 sei eine offene Reposition und Plattenosteosynthese Clavi-
cula links mittels 3.5mm 9-Loch Reko-LCP-Platte durchgeführt worden. 
 

 

 
 
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4.2 Dem Bericht von PD Dr. med. G.____, FMH Allgemeinchirurgie und Traumatologie, 
des Spitals B.____ vom 23. September 2013 kann entnommen werden, dass der Patient vor 
allem über dem AC-Gelenk noch Schmerzen verspüre. Die Beweglichkeit in der Schulter sei 
aber bereits praktisch symmetrisch. Die Stellungsverhältnisse seien radiologisch unverändert 
und eine ossäre Heilung könne noch nicht dokumentiert werden. Der Versicherte berichte über 
Schmerzen im linken Handgelenk, vor allem bei Belastung, weshalb noch eine Röntgenabklä-
rung veranlasst worden sei. Diese habe indessen jedoch keinen Frakturnachweis oder sonsti-
gen Befund ergeben. 
 
4.3 In der Besprechung mit der SUVA vom 25. September 2013 gab der Beschwerdeführer 
als Folge des Unfalls Kniebeschwerden an. Am 17. September 2013 wurde in der Klinik für Ra-
diologie und Nuklearmedizin des Spitals B.____ ein MRI des rechten Kniegelenks durchgeführt. 
Im MRI-Bericht werden im Vergleich zu einer Voruntersuchung vom 15. Mai 2013 bekannte 
Knorpelfissuren an der medialen retropatellären Gelenkfacette erwähnt, aber keine neue Knie-
binnenläsion.  
 
4.4 Den ärztlichen Berichten von Dr. G.____ vom 24. Oktober 2013 und 11. Dezember 
2013 zufolge habe der Versicherte deutliche lokale Beschwerden, wechselnd, in Form von Ver-
spannungen und Schmerzen im Frakturbereich und im Bereich des AC-Gelenks sowie musku-
läre Verspannungen im Halsbereich. Gesamthaft mache er kleine Fortschritte. Die Beweglich-
keit sei noch nicht frei. Der Verlauf sei aufgrund der lokalen Beschwerden etwas mühsam, ge-
samthaft jedoch nicht ungewöhnlich. 
 
4.5 Gemäss dem kreisärztlichen Bericht von Dr. C.____ vom 20. Februar 2014, zeige der 
Versicherte objektiv eine reizlose Narbe im Bereich der linken Clavicula und eine bereits entwi-
ckelte aktive und passive Beweglichkeit der linken Schulter. Subjektiv seien noch Verhärtungen 
der Clavicula links und Schmerzzustände vorhanden. Ein Endzustand im Bereich der linken 
Clavicula sei noch nicht erreicht. Laut Angaben des Versicherten sei eine Metallentfernung in 
circa einem Jahr geplant. Unter Berücksichtigung der erlittenen Unfallfolgen sei der Versicherte 
in der angestammten Tätigkeit als Informatiker indessen zu 100 % arbeitsfähig. Wechselbelas-
tende und mittelschwere Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten seien dem Versicherten auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt ganztägig zumutbar. Aufgrund der beschriebenen Verhärtungs- und 
Schmerzzustände der linken Clavicula, seien im Arbeitsalltag regelmässige Pausen einzulegen. 
 
4.6 Der Stellungnahme von Dr. G.____ vom 8. April 2014 kann entnommen werden, dass 
der Beschwerdeführer immer noch deutliche lokale Beschwerden habe, einerseits eher etwas 
lateral von der Platte ausgehend über die Pektoralismuskulatur auf den Oberarm ausstrahlend. 
Andererseits zeige er heute ein eindeutig schmerzhaftes und druckdolentes AC-Gelenk. Die 
Beschwerden, die der Versicherte äussere, seien aus der Sicht von Dr. G.____ absolut plausi-
bel. Es sei nicht selten, dass nach Osteosynthesen, bedingt durch die Platten, Weichteilirritatio-
nen auftreten würden und sich eine symptomatische AC-Gelenkarthrose entwickle. Ein Patient 
mit beidseitig ansonsten gesunden oberen Extremitäten könne dies möglicherweise noch bes-
ser kompensieren, beim Beschwerdeführer sei dies aber aufgrund der Atresie der rechten Hand 
nicht möglich. Der Versicherte könne die durch die Claviculafraktur entstandenen Beschwerden 

 

 
 
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mit der rechten Seite nicht genügend auffangen. Er sei aktuell nicht arbeitsfähig. Auch leichte 
Tätigkeiten seien im Moment nicht möglich, da es sofort zu einer schmerzhaften Dekompensa-
tion der isolierten linken oberen Extremität komme. Der kreisärztliche Bericht von Dr. C.____ sei 
nicht schlüssig. Zum einen könne die Atresie der rechten Hand zur Beurteilung des Heilungs-
verlaufs, der Wertigkeit der Restbeschwerden und deren Auswirkungen auf den Funktionszu-
stand sowie der Leistungsfähigkeit nicht einfach ausser Betracht gelassen werden. Das Ganze 
sei voneinander nicht zu trennen. Zum anderen habe sich im aktuellen radiologischen Verlauf 
gezeigt, dass es durch eine Überlastung des AC-Gelenks zu einer Arthrose gekommen sei, 
welche ebenfalls zu erheblichen Beschwerden führe. Gesamthaft kommt Dr. G.____ zum 
Schluss, dass mit einer vollen Reintegration des Versicherten in den Arbeitsprozess gerechnet 
werden könne, dies jedoch noch Zeit und die Unterstützung der SUVA benötige.  
 
4.7 Gemäss der Stellungnahme von Dr. C.____ vom 8. Mai 2014 habe der Versicherte im 
Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung eine gute Beweglichkeit im Bereich der linken Schul-
ter und des linken Handgelenkes gezeigt. Die linke Hand zeige darüber hinaus einen unauffälli-
gen Faustschluss, unauffälliges Fingerspreizen und eine korrekte Rotationsstellung der Finger 
der linken Hand. Zudem seien keine Schwellungen im Bereich der linken Hand zu sehen. Be-
züglich die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. C.____ an seiner Einschätzung fest, dass der Versicherte 
als Informatiker im angestammten Bereich zu 100 % arbeitsfähig sei. Der Versicherte zeige 
eine gute aktive und passive Beweglichkeit der linken Schulter. Die Atresie der rechten Hand 
dürfe bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt werden, da es sich beim 
Fehlen der rechten Hand nicht um eine Unfallfolge handle. Die Arthrose im AC-Gelenk sei kein 
neu aufgetretener Befund, sie sei bereits bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 
20. Februar 2014 ersichtlich gewesen. Es müsse deshalb keine neue Beurteilung erfolgen.  
 
5. Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf den kreisärztlichen Bericht von Dr. C.____ 
davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Informatiker seit 
dem 17. März 2014 wieder zu 100 % arbeitsfähig sei. Art. 36 UVG könne vorliegend nicht zur 
Anwendung kommen, da es im konkreten Fall um Einwirkungen gehe, die einander nicht beein-
flussende Schäden verursacht hätten. Auch wenn die Unfallfolgen den Beschwerdeführer auf-
grund der fehlenden rechten Hand stärker treffen würden als andere Patienten, könne dies nicht 
berücksichtigt werden, da die Atresie keine Unfallfolge sei. Die Leistungen seien demnach nicht 
verfrüht eingestellt worden. Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, dass die Ein-
schätzungen von Dr. C.____ in medizinischer Hinsicht nicht haltbar seien und daher vielmehr 
auf die Ausführungen von Dr. G.____ abzustellen sei, welcher mit überzeugender Begründung 
zu deutlich abweichenden Einschätzungen komme. Die Vorinstanz hätte übersehen, dass die 
Auswirkungen der vorbestehenden kongenitalen Atresie der rechten Hand bzw. deren Wech-
selwirkung mit den direkten Unfallfolgen nicht nur medizinisch, sondern gemäss Art 36 Abs. 1 
UVG auch unfallversicherungsrechtlich nicht ausgeblendet werden dürften. Ausserdem habe 
der Befund einer Arthrose im AC-Gelenk erst in der Sprechstunde vom 7. April 2014 radiolo-
gisch objektiviert werden können. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, dass die Vo-
rinstanz den beruflichen Werdegang des Versicherten und die angestammte Tätigkeit, die mit 
„Informatiker“ verkürzt und damit irreführend wiedergegeben wird, offensichtlich falsch ein-
schätze. 

 

 
 
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6.1 Zunächst ist vorliegend zu prüfen, ob bei der Beurteilung des Gesundheitszustands 
und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers allein auf den mit der 
Schlüsselbeinfraktur eingetretenen Gesundheitsschaden abzustellen ist oder ob die Atresie der 
rechten Hand im Sinne der Auffassung des Beschwerdeführers ebenfalls mitberücksichtigt wer-
den muss. 
 
6.2 Zu Recht unbestritten ist, dass es sich bei der Atresie der rechten Hand nicht um eine 
Folge des Unfalls, sondern um ein Geburtsgebrechen handelt. Klarerweise liegt auch kein klas-
sischer Fall einer Prädisposition vor, da nicht ein vorbestehender Zustand durch das Unfaller-
eignis verschlimmert wurde. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden insbesondere die Taggelder 
nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Wie oben 
ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), findet Art. 36 UVG jedoch nur in jenen Fällen Anwendung, in 
welchen sich unfallkausale und unfallunabhängige Beschwerdebilder überschneiden. Dagegen 
ist Art. 36 UVG nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende 
Schäden (trennbare Gesundheitsschäden) verursacht haben, so etwa, wenn der Unfall und das 
nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbil-
der nicht überschneiden (BGE 113 V 58 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend jedoch gerade nicht 
der Fall. Die Frage, ob das Kriterium der Trennbarkeit erfüllt ist, ist nicht nur auf den Gesund-
heitsschaden selbst zu beziehen, sondern auch auf dessen Auswirkungen. Es kann nicht, wie 
von der Beschwerdegegnerin vorliegend angenommen, auf eine isolierte medizinische Trenn-
barkeit von verschiedenen Körperteilen ankommen. Solch eine Betrachtungsweise würde bei-
spielsweise dazu führen, dass bei ursächlich verschiedenen Schädigungen von mehreren Fin-
gern die Handfunktion und die Greiffunktion unbeachtet blieben (da es sich bei den jeweiligen 
Fingern um medizinisch klar trennbare Körperteile handelt) obwohl sich gerade in diesen Funk-
tionen eine Überschneidung der Beschwerdebilder manifestieren und eine Einschränkung in der 
Arbeitsfähigkeit ergeben würde. Die Gesundheitsschädigung ist folglich nicht isoliert, sondern 
unter Würdigung der zusammenhängenden Funktionen zwischen den verschiedenen Körpertei-
len zu beurteilen. Dies deckt sich auch mit der Regelung der Invaliditätsbeurteilung bei paarigen 
Organen, wie bei den Augen (vgl. PETER OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallver-
sicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 128 f.). Der behandelnde Arzt Dr. G.____ führt im Bericht 
vom 8. April 2014 in plausibler und einleuchtender Art aus, dass es dem Beschwerdeführer als 
direkte Folge der Atresie der rechten Hand nicht möglich sei, die mit dem Schlüsselbeinbruch 
verbunden Beschwerden teilweise zu kompensieren, wie dies beidhändige Patienten könnten. 
Aufgrund der vorbestehenden Atresie sei der Beschwerdeführer seit jeher gezwungen gewe-
sen, alle manuellen Tätigkeiten mit der linken Extremität auszuführen. Das Unfallereignis und 
die damit verbundene Verletzung der linken oberen Extremität hätten nun zu einer Dekompen-
sation dieser Situation geführt. Nach dem von Dr. G.____ Vorgebrachten kann nicht davon 
ausgegangen werden, dass es sich bei den Armen bzw. den Händen in der vorliegenden Kons-
tellation um zwei medizinisch und funktional komplett trennbare Körperteile handelt. Geht man 
bei der Beurteilung der Trennbarkeit des Gesundheitsschadens richtigerweise von den Auswir-
kungen des Gesundheitsschadens unter Berücksichtigung des Zusammenspiels der Organ-
funktionen aus, so ist es einleuchtend, dass die aus dem Unfallereignis resultierende Claviculaf-
raktur durch die vorbestehende Atresie negativ beeinflusst wird und sich die beiden Beschwer-

 

 
 
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debilder folglich überschneiden. Der kreisärztliche Bericht von Dr. C.____, welcher diesem As-
pekt keine Beachtung schenkt und das Unfallereignis isoliert betrachtet, vermag diesbezüglich 
entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht zu überzeugen und wird von Dr. G.____ in 
seinen Ausführungen zu Recht in Zweifel gezogen. Der Gesundheitsschaden und damit einher-
gehend die Arbeitsfähigkeit sind daher gesamthaft zu würdigen. Art. 36 Abs. 1 UVG ist folglich 
als anwendbar zu erachten. Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdegegnerin auch nicht 
gefolgt werden, wenn sie sich bei der Einschätzung der Dauer der Arbeitsunfähigkeit bei Vorlie-
gen eines Schlüsselbeinbruchs auf allgemeine Erfahrungswerte abstützt. Der vorliegende Fall 
ist gerade nicht als Normalfall eines Schlüsselbeinbruchs zu behandeln, sondern unter Berück-
sichtigung der besonderen Umstände zu werten.   
 
6.3 Weiter beschreibt Dr. G.____ in der Stellungnahme vom 8. April 2014 erstmals den 
Befund einer Arthrose des linken AC-Gelenks. Die Frage, ob aufgrund dieses radiologischen 
Befundes einer Arthrose im AC-Gelenk von einer neuen Situation auszugehen sei, wird von  
Dr. C.____ in seinem Bericht vom 8. Mai 2014 verneint. Zur Begründung führt er dabei aus, 
dass es sich beim Befund der Arthrose im AC-Gelenk nicht um einen neu aufgetretenen Befund 
handle. Sie sei bereits bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 20. Februar 2014 ersichtlich 
gewesen, weshalb keine neue Situation vorliege und dementsprechend auch keine neue Beur-
teilung erforderlich sei. Diese Ausführungen des Kreisarztes sind nicht stichhaltig. Im kreisärztli-
chen Bericht vom 20. Februar 2014 lassen sich keinerlei Hinweise auf einen entsprechenden 
Befund finden, was von Dr. G.____ in seinem Bericht unter Hinweis auf bisher fehlende radiolo-
gische Befunde auch erklärt wird.  
 
6.4 Bei Beurteilungen durch versicherungsinterne Ärzte genügen bereits geringste Zweifel, 
um ihre Verbindlichkeit aufzuheben. Hinzu kommt, dass ein medizinischer Aktenbericht als Ent-
scheidungsgrundlage lediglich zulässig ist, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamne-
se, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_653/2009, E. 5.2 mit Hinweis). Dies ist vorliegend 
nicht der Fall. Der behandelnde Arzt Dr. G.____ führt in seinem Bericht vom 8. April 2014 in 
glaubhafter und schlüssiger Weise aus, dass einerseits die Auswirkung der vorbestehenden 
Atresie sowie andererseits die Arthrose im linken AC-Gelenk im kreisärztlichen Bericht zu wenig 
berücksichtigt wurden. Damit bestehen begründete Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung, 
weshalb ihr nicht gefolgt werden kann. Auf die von Dr. G.____ geschlussfolgerte volle Arbeits-
unfähigkeit kann jedoch, unter Berücksichtigung seiner Stellung als behandelnder Arzt des Be-
schwerdeführers (vgl. E. 3.2 hiervor) und mangels begründeter Auseinandersetzung mit der 
konkreten Tätigkeit des Versicherten, auch nicht gefolgt werden. Zusammenfassend ist somit 
festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt weiterer Abklärungen bedarf. 
 
7. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass die Beschwerdegegnerin sei-
nen beruflichen Werdegang und seine angestammte Tätigkeit, welche mit „Informatiker“ ver-
kürzt und damit irreführend wiedergegeben werde, offensichtlich falsch eingeschätzt habe und 
verweist insoweit auf seinen Lebenslauf und eine Beschreibung der angestammten Tätigkeit. In 
der Vernehmlassung vom 20. August 2014 bringt die Beschwerdegegnerin dagegen vor, prak-
tisch alle vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeiten hätten mit Computern zu tun gehabt, 

 

 
 
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weshalb sich deren Arbeitsweisen nicht deutlich voneinander unterscheiden würden. Zudem 
habe der Beschwerdeführer selber in seiner Tätigkeitsaufzählung unter anderem Informatiker 
sowie Informatikverantwortlicher aufgeführt. Aus diesem Grund sei es durchaus legitim, ihn als 
Informatiker zu bezeichnen. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Zwar kann ange-
nommen werden, dass praktisch alle bisherigen Tätigkeiten des Beschwerdeführers, und insbe-
sondere die zuletzt ausgeübten, mit Computer zu tun hatten. Dies rechtfertigt jedoch keine Qua-
lifikation als Informatiker. Die Informatik ist ein sehr breites Berufsfeld, welches die unterschied-
lichsten Tätigkeiten umfasst. Der Begriff Informatiker findet daher ohne Zusatz auch keine ein-
heitliche Verwendung. Die verschiedenen Tätigkeiten können von reinen Schreibtischtätigkeiten 
(Applikationsentwickler oder Wirtschaftsinformatiker) zu physischen Tätigkeiten (im Bereich des 
Supports von Computeranlagen oder bei Systemtechnikern) reichen (vgl. 
www.berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?id=7671 und www.berufe-lexikon.de/berufsbild-beruf-
informatiker.htm). Daraus können sich unterschiedliche Folgen hinsichtlich des Belastungspro-
fils ergeben. Der Kreisarzt ist bei seiner Beurteilung offenbar in Unkenntnis der verschiedenen, 
vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeiten von einem Informatikberuf im Sinne einer rei-
nen Schreibtischtätigkeit ausgegangen. Ob dieses Belastungsprofil auch auf andere Tätigkeiten 
im Informatikbereich und namentlich auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers 
passt, kann aufgrund der vorliegenden Akten nicht beurteilt werden, da die Sachverhaltsabklä-
rungen diesbezüglich unvollständig sind. Daraus folgt, dass die SUVA den rechtlich relevanten 
Sachverhalt auch bezüglich der beruflichen Situation des Beschwerdeführers ungenügend ab-
geklärt hat.   
 
8. Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur weiteren Abklärung an die 
Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat für medizinische Abklärungen vielmehr 
im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren 
anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder 
wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. 
BGE 137 V 263 ff. E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin vorliegend sowohl in Bezug auf den 
medizinischen Sachverhalt als auch betreffend der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers 
nicht alle notwendigen Abklärungen vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen 
Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rück-
weisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung des Bun-
desgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefochte-
nen Einspracheentscheids vom 20. Mai 2014 zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen. Diese hat den Beschwerdeführer insbesondere in Bezug auf den erlittenen 
Gesundheitsschaden und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unter Einbezug der kon-
genitalen Atresie der rechten Hand sowie in Bezug auf die Arthrose im linken AC-Gelenk von 
einer unabhängigen Ärzteschaft untersuchen zu lassen. Die Beschwerdegegnerin hat zudem 
die berufliche Situation und die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers näher abzuklä-
ren. Dabei wird der Beschwerdeführer auch aufzufordern sein, die behaupteten Tätigkeiten mit-
tels Arbeitszeugnissen zu belegen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die 
Beschwerdegegnerin über die Ansprüche des Beschwerdeführers neu zu verfügen haben. Die 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 

 

 
 
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9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozes-
ses bemessen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist unter Obsiegen im Streit um eine 
Leistung in der Sozialversicherung nicht nur das materielle Obsiegen in dem Sinne zu verste-
hen, dass die Beschwerde führende Person die beantragte Leistung erhält. Vielmehr genügt für 
den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in 
dem Sinne, dass der Beschwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und der Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und 
neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben 
(ZAK 1987, S. 266 ff.). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache weiteren Abklä-
rung im Sinne der Erwägungen an die SUVA zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung auszurichten. In seiner Honorarnote vom 11. September 2014 
hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 14.42 Stunden und Ausla-
gen in Höhe von Fr. 44.40 geltend gemacht, was angemessen ist. Bei einem praxisgemässen 
Stundenansatz von Fr. 250.-- hat die SUVA dem Beschwerdeführer demnach eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3‘941.35 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 20. Mai 2014 aufgehoben und die Angelegenheit zu 
weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3‘941.35 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu entrichten.