# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** deed7685-4fbf-5fa1-95f9-31842a3c289a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.10.2018 IV 2016/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-87_2018-10-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2019

Entscheiddatum: 04.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.10.2018
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft 
bejaht. Vorliegend bildet die Alkoholabhängigkeit zusammen mit den 
weiteren Diagnosen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden, der zu 
einer Invalidenrente berechtigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 4. Oktober 2018, IV 2016/87).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz),

Marie Löhrer und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Geschäftsnr.  

IV 2016/87

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Leo Sigg, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 

4, Postfach, 4601 Olten 1 Fächer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 11. März 2014 bei der IV-Stelle wegen ADS, Borderline 

Persönlichkeitsstörung, manisch-depressiven Episoden und Sucht zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1). Sie war von September 2012 bis März 2013 in der 

Tagesklinik B.___, von März bis 21. Oktober 2013 in der Psychiatrischen Klinik C.___ 

(Sucht-Station) und vom 21. Oktober 2013 bis 28. Januar 2014 im Zentrum für 

Suchttherapie und Rehabilitation D.___ behandelt worden (IV-act. 15, 24). Vom 28. 

Januar bis 5. April 2014 erfolgte wiederum ein stationärer Aufenthalt und im Anschluss 

daran bis Anfang Mai 2014 eine ambulante Behandlung in der Klinik C.___. Die 

behandelnden Ärzte diagnostizierten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung: 

Borderline-Typ (F60.31), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (F33.1), psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: 

Abhängigkeitssyndrom (F10.2) sowie eine einfache Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung (F90.0; Bericht vom 18. Juni 2014, IV-act. 20).

A.b  Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle hielt dafür, dass bei einer 

allfälligen späteren medizinischen Abklärung im Zusammenhang mit der Rentenprüfung 

eine genaue Objektivierung des relevanten Gesundheitsschadens notwendig sei. 

Aktuell könne gestützt auf die Angaben der Behandler bis auf Weiteres nicht von einer 

verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt ausgegangen werden 

(Zusammenfassende Beurteilung vom 15. August 2014, IV-act. 25-4).

A.c  Durch Mitteilung vom 18. Juli 2014 wurde die Versicherte informiert, dass auf 

Grund ihres Gesundheitszustands zurzeit keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien (IV-act. 23).

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A.d  Seit 4. August 2014 liess sich die Versicherte in der psychiatrischen Tagesklinik 

E.___ teilstationär behandeln. Im IV-Arztbericht vom 14. November 2014 wurde ihr ab 

Mitte Dezember 2014 im geschützten Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von 4 Stunden / 

Tag attestiert (IV-act. 34-4).

A.e  Am 12. Mai 2015 wurde die Versicherte im Rahmen der Rentenprüfung durch Dr. 

med. F.___, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, begutachtet. Im Gutachten vom 15. 

Mai 2015 befand dieser, dass die Versicherte seit dem Bezug der eigenen Wohnung im 

März 2015 in adaptierten Tätigkeiten zu 40% arbeitsfähig sei (IV-act. 46-21).

A.f  RAD-Arzt Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt 

aus versicherungsmedizinischer Sicht fest, dass die Diagnosen 

„Persönlichkeitsproblematik“ und „Alkoholabhängigkeit“ als nicht IV-relevante 

Gesundheitsschäden zu werten seien. Ferner führe der Gutachter aus, dass es sich bei 

der Suchterkrankung um eine „sekundäre Sucht“ handle. Für eine adaptierte Tätigkeit 

bestätige der Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 40% seit März 2015, bei 

ausgeschöpften Behandlungsmöglichkeiten. Aus medizinisch-theoretisch 

psychiatrischer Sicht sei die Auferlegung einer Schadenminderungspflicht/

Mitwirkungspflicht nicht zweckmässig (IV-act. 47).

A.g  Der Rechtsdienst der IV-Stelle kam in der Stellungnahme vom 10. Juli 2015 zum 

Schluss, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe (IV-act. 49). Mit 

Vorbescheid vom 5. August 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten deshalb eine 

Rentenabweisung gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0% in Aussicht (IV-act. 52).

A.h  Gegen diesen liess die Versicherte durch die procap Einwand erheben. Sie machte 

geltend, das Gutachten von Dr. Gut weiche in den Diagnosen von jenen der Klinik 

C.___ ab, sei widersprüchlich und in sich nicht nachvollziehbar. Somit könne es nicht 

genügen, um versicherungsmedizinisch darauf abzustellen (IV-act. 58).

A.i RAD-Arzt Dr. G.___ nahm dazu am 1. Februar 2016 Stellung. Er hielt daran fest, 

dass auf das Gutachten von Dr. Gut abzustellen sei und aus medizinischer Sicht 

weiterhin die 40%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert gelte (IV-act. 60).

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A.j Der Rechtsdienst der IV-Stelle hielt am 8. Februar 2016 fest, dass ein 

invalidisierender Gesundheitsschaden auch in Anbetracht der verschiedenen 

Aktivitäten der Versicherten, welche auf erhebliche Ressourcen deuten würden, zu 

verneinen sei (IV-act. 61).

A.k  Mit Verfügung vom 10. Februar 2016 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

gemäss ihrem Vorbescheid ab (IV-act. 62).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung lässt die Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. L. Sigg, 

procap, am 11. März 2016 Beschwerde erheben. Sie beantragt die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer Invalidenrente. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Zudem beantragt sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung; alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung macht der Rechtsvertreter 

im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin würde nicht darlegen, weshalb die 

vorliegenden Diagnosen, welche der Gutachter als die Arbeitsfähigkeit mindernd 

aufgeführt habe, nicht invalidisierend sein sollten. Die Beschwerdegegnerin masse sich 

viel mehr an, ohne vertiefte Auseinandersetzung mit den Ausführungen im Gutachten, 

das medizinische Gutachten und die Befunde selbst zu interpretieren und den Schluss 

zu ziehen, ein invalidisierender Gesundheitsschaden sei zu verneinen. Dies obwohl der 

RAD auf Grund des vorliegenden Gesundheitsschadens von einer Arbeitsunfähigkeit 

von 60% ausgehe (act. G 1).

B.b  Mit Schreiben vom 30. März 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin unter 

Verzicht auf eine Beschwerdeantwort die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

B.c  Mit Begleitschreiben vom 12. April 2016 stellt die Beschwerdeführerin dem Gericht 

den Austrittsbericht der Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums E.___ vom 31. 

Dezember 2015 zu. Darin berichten die behandelnden Ärzte über die Behandlung vom 

21. September bis 24. Dezember 2015 und attestieren eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 10. Januar 2016 (act. G 5, 5.3).

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B.d  Am 13. April 2016 bewilligt das Versicherungsgericht das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege für das vorliegende Verfahren (act. G 6).

B.e  In der Stellungnahme vom 26. April 2016 verweist der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin auf die Zusammenfassung der Beschwerdegegnerin vom 18. März 

2016. Darin werde darauf hingewiesen, dass das in den Unterlagen beschriebene 

Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin auf erhebliche vorhandene Ressourcen 

hindeute, weshalb es vertretbar sei, von der medizinisch-theoretischen 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung abzuweichen. Vorliegend seien die Ressourcen der 

Beschwerdeführerin jedoch nie konkret ermittelt worden. Vielmehr stütze sich die 

Beschwerdegegnerin auf subjektive Angaben der Beschwerdeführerin, welche sie 

andernorts nicht berücksichtigt habe bzw. in Abrede stelle. Somit seien die tatsächlich 

vorhandenen Ressourcen nicht belegt (act. G 10).

Erwägungen

1. 

1.1  Vorliegend ist ein allfälliger Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente streitig.

1.2  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

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die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a mit Hinweisen).

1.4  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.5  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2. 

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2.1  Vorab stellt sich die Frage, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt 

worden ist bzw. ob der strittige Rentenanspruch gestützt auf das Gutachten von Dr. 

F.___ vom 15. Mai 2015 (IV-act. 46) beurteilt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass 

es vor Erlass von BGE 143 V 409 erging. Dieser Umstand macht das Gutachten nicht 

einfach unbeachtlich, sondern es kann nach der Rechtsprechung weiterhin Grundlage 

der Rentenprüfung sein, sofern es eine schlüssige Beurteilung im Lichte der nunmehr 

massgeblichen Indikatoren (Schweregrad: Ausprägung der diagnoserelevanten 

Befunde und Symptome, Behandlungserfolg oder- resistenz, Komorbidität, Komplex 

der Persönlichkeit und sozialer Kontext; Konsistenz: Einschränkung des 

Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen und Inanspruchnahme von 

therapeutischen Optionen) erlaubt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2018, 

8C_33/2017, E 5.1 und 5.2.2, vgl. auch: BGE 141 V 309 E. 8).

2.2  Dr. F.___ diagnostizierte gestützt auf Anamnese, psychiatrische Skalen, 

psychologische und neuropsychologische Testung mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, remittiert (ICD-10: F33.4), 

Angst mit körperlichen Symptomen (ICD-10: F41.2), eine Persönlichkeitsproblematik 

(ICD-10: Z 73) sowie Alkoholabhängigkeit, Teilabstinenz (ICD-10: F10.0). Als Diagnosen 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er Migräne mit Aura (ICD-10: G43.1), 

Spannungskopfschmerz (ICD-10: G44.2), mehrfache Substanzabhängigkeit, zurzeit 

Abstinenz (ICD-10: F11.7), sowie anamnestisch eine ADHS im Kindesalter (ICD-10: 

F90.0) fest. Die Beschwerdeführerin habe bei für psychiatrische Erkrankungen positiver 

Familienanamnese in beiden Herkunftsfamilien und belasteten 

Entwicklungsbedingungen (Alkoholismus des Vaters, Trennung der Eltern im zwölften 

Lebensjahr der Beschwerdeführerin) sehr früh ein abhängiges Konsumverhalten für 

Alkohol, Cannabis und Opiate entwickelt. Die Abhängigkeitserkrankung sei dabei als 

„sekundäre Sucht“ im Sinne der einschlägigen Terminologie zu bezeichnen. Im Zuge 

erheblicher psychosozialer Belastungen habe die Beschwerdeführerin vorübergehend 

ein schwer ausgeprägtes depressives Syndrom entwickelt, welches sich unter langer 

stationärer und ambulanter Therapie in den nun beschriebenen Bereich gebessert 

habe. Vollständige Abstinenz habe die Beschwerdeführerin übereinstimmend mit den 

Berichten in der medizinischen Aktenlage nicht erreichen können. Die gutachterliche 

Beurteilung erscheine dadurch nicht beeinträchtigt. Weiter führte der Gutachter zur 

Diagnose der bisherigen Behandler einer Persönlichkeitsstörung aus, dass die nach 

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ICD geforderten Kriterien einer solchen im eigentlichen Sinne nur unvollständig erfüllt 

seien. Die Diagnose einer Angst mit körperlichen Symptomen sowie die Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung, remittiert, würden auf Grund der etwa 

übereinstimmenden Angaben in der medizinischen Aktenlage sowie der aktuell 

erhobenen anamnestischen und klinischen Daten gestellt. Dabei seien die nach ICD 

geforderten Kriterien jeweils erfüllt (IV-act. 46-15f.). Sodann führte er bei der 

Beschwerdeführerin eine Prüfung der Kriterien nach ICF (Internationale Klassifikation 

der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) durch. Gestützt auf eine 

nachvollziehbare Darstellung der Funktionseinschränkungen gab er an, die 

Gesamtbeeinträchtigung über alle Bereiche sei mittelgradig. Hinsichtlich der 

Darstellung der Funktionseinschränkungen und Ressourcen kam Dr. F.___ zum 

Schluss, die Auswirkung der vorhandenen Störungen und Einschränkungen unter 

Berücksichtigung beeinträchtigender und stützender Umweltfaktoren auf die Ebene 

von Teilhabe und Partizipation in der Arbeit wie im ausserberuflichen Alltag sei 

mittelgradig. Auf Seiten vorhandener Ressourcen kann der Gutachter nur die 

fördernden Faktoren seitens des soziotherapeutischen Umfeldes nennen. Es fehlten die 

prämorbide Bildung, der Verlauf der Erwerbstätigkeit bis zur Erkrankung, die 

persönlichen Besserungserwartungen, die Bedeutung beruflicher Tätigkeit über den 

reinen wirtschaftlichen Erwerb hinaus, ein ausreichendes Krankheitsverständnis, 

ausreichende Bewältigungsstrategien und ausreichend fördernde Faktoren seitens des 

familiären und gesellschaftlichen Umfeldes. Auf Seiten der Ausnahmekriterien 

(hemmende Kriterien) seien die psychiatrische und somatische Komorbidität, ein 

mehrjähriger Verlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik, 

unbefriedigende Behandlungsergebnisse, die gescheiterte Rehabilitation, der teilweise 

eingetretene Verlust der sozialen Integration, ein ausgewiesener sozialer Rückzug in 

zahlreichen Lebenslagen, der Rückzug aus dem Erwerbsleben und das Scheitern einer 

konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz 

kooperativer Haltung der versicherten Person. Gestützt darauf könne nicht von einer 

ausreichenden Fähigkeit zur Überwindung eines relevanten Teils der Beschwerden 

durch zumutbare Willensanspannung ausgegangen werden (IV-act. 46-17ff.). 

Schliesslich hätten sich an keiner Stelle der Exploration relevante Zweifel an der 

Plausibilität der vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden und Einschränkungen 

ergeben (IV-act. 46-19). Mit Blick auf die stationären und ambulanten Therapien der 

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Beschwerdeführerin kommt Dr. F.___ zum Schluss, dass die medizinischen 

Behandlungsmöglichkeiten als ausgeschöpft zu bezeichnen seien. Eine relevante 

Verbesserung der vorab beschriebenen und diskutierten Gesundheitsstörung mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei prinzipiell möglich, 

wenngleich nicht „mit Wahrscheinlichkeit“ zu erwarten.

2.3  Eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf bzw. der bisher ausgeübten Tätigkeit 

als Servicekraft in der Gastronomie verneinte der Gutachter, da die Exposition 

gegenüber dem Alkohol konsumierenden Milieu im Bereich Gastronomie eine relevante 

Gefährdung der Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre Suchterkrankung darstelle. 

Relevant wirke sich auch ihre Angst in sozialen Situationen aus. Die mehrfach 

wöchentlich auftretenden depressiven Stimmungseinbrüche würden sich in qualitativer 

und quantitativer Hinsicht auswirken. Demgegenüber könne die Beschwerdeführerin 

Tätigkeiten mit einfacher Aufgabenstellung, ohne Kundenkontakt, ohne 

Gruppeneinordnung, mit Gelegenheit zu eher freier Zeiteinteilung, wechselnden 

Arbeitszeiten und der Möglichkeit zu unüblichen Pausen verrichten. Angepasste 

Tätigkeiten seien täglich zu vier Stunden mit einer Leistungsfähigkeit von 75% 

zumutbar bzw. insgesamt schätze er die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 

seit März 2015 auf 40% (IV-act. 46-21).

2.4  Dr. F.___ sah hinsichtlich seiner Beurteilung eine mit den in der Aktenlage 

aufgeführten diagnostischen Einschätzungen weitgehende Übereinstimmung. Auch 

hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung verwies er auf das Arztzeugnis der 

ambulanten Psychiatrie E.___ vom 14. November 2014, worin der Beschwerdeführerin 

im geschützten Rahmen in adaptierten Tätigkeiten eine ca. 4-stündige Arbeit pro Tag 

als zumutbar attestiert wurde (IV-act. 46-19). Damit befindet sich seine Einschätzung 

einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten auf dem freien 

Arbeitsmarkt folglich im Einklang. Schliesslich hält auch Dr. G.___ dafür, dass aus den 

Beurteilungen der Ärzte der Psychiatrischen Klinik C.___ und ihrer Diagnosen einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, einer 

emotional instabilen Persönlichkeitsstörung, einer einfachen Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung und einer Verhaltensstörung durch Alkohol aus 

versicherungsmedizinischer Sicht keine höhere medizinisch-theoretische 

Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit als in seiner Stellungnahme vom 28. 

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Mai 2015 festgehalten - worin er den Gutachter zitierte -, zu erwarten wäre (IV-act. 

60-2). Somit ergeben sich aus medizinischer Sicht keine Anhaltspunkte, die gegen den 

Beweiswert des vorliegenden Gutachtens sprechen.

2.5  Bei der Würdigung des Gutachtens fällt ausserdem ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. 

Insbesondere verschaffte sich Dr. F.___ ein Bild über die Ressourcen der 

Beschwerdeführerin. Die medizinischen Vorakten wurden sodann verwertet und die 

von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Es 

bestehen keine Anhaltspunkte dafür und solche ergeben sich namentlich auch nicht 

aus der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. G.___, dass objektiv wesentliche Tatsachen 

nicht berücksichtigt worden wären. Gestützt auf die nachvollziehbaren Ausführungen 

von Dr. F.___ wurden die nach der neuen Rechtsprechung zwingend zu prüfenden 

Indikatoren somit nachvollziehbar beurteilt und beantwortet. Es besteht somit kein 

Anlass, von der bescheinigten 60%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten abzuweichen.

2.6  Hinsichtlich des Arbeitsunfähigkeitsbeginns, den Dr. F.___ auf den Zeitpunkt seit 

Beendigung des Arbeitsverhältnisses (27. Mai 2012, vgl. IV-act. 13-1) festsetzte, 

konkretisierte Dr. G.___, es sei vielmehr von September 2012 auszugehen, weil sich die 

Beschwerdeführerin von September 2012 bis März 2013 in der Tagesklinik im 

Psychiatriezentrum B.___ befunden habe (IV-act. 47). Mit Blick auf die verspätete IV-

Anmeldung (vgl. Art. 29 Abs.1 IVG) kann jedoch offen bleiben, ob bei der 

Beschwerdeführerin für die angestammte Tätigkeit bereits ab 27. Mai 2012 oder ab 

September 2012 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. Was den 

Beginn der 40%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten anbelangt, kann 

mit Dr. F.___ näherungsweise auf den Zeitpunkt des Bezugs der eigenen Wohnung im 

März 2015 abgestellt werden (IV-act. 46-21).

3. 

3.1  Zu prüfen ist im Folgenden, ob das Abweichen der Beschwerdegegnerin von der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachters zulässig war. Dabei ist zu berücksichtigen, 

dass von der Arbeitsfähigkeitsschätzung eines nachvollziehbaren, mit einer 

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Indikatorenprüfung durchgeführten Gutachtens nach neuer Rechtsprechung 

grundsätzlich kein Abweichen allein aus rechtlicher Sicht mehr in Frage kommt (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2017, 8C_260/2017, E. 4.2.5).

3.2  Die Beschwerdegegnerin führt aus, es liege gestützt auf die anlässlich der 

Begutachtung festgestellten objektiven Befunde kein invalidisierender 

Gesundheitsschaden vor. So deutet sie die Angaben der Beschwerdeführerin - sie lebe 

allein in einer Dreizimmerwohnung, habe praktisch jedes Wochenende ein bis zwei 

Kinder zu Besuch, treffe sich tagsüber immer wieder mit ihrer Tochter, unternehme 

häufiger einen Spaziergang von ein bis zwei Stunden, gehe täglich in die Stadt 

einkaufen und gehe als Hobby dem Stricken, Malen, kreativem Handwerk, der 

Fotografie sowie täglicher Gartenarbeit nach - als Vorhandensein von erheblichen 

Ressourcen, was wiederum gegen einen erheblichen Leidensdruck spreche (vgl. IV-act. 

61-2). Dagegen übersieht sie hinsichtlich der sozialen Anamnese, dass die 

Beschwerdeführerin erst seit kurzem wieder eine eigene Wohnung bewohnt, sie zuvor 

bei ihren Eltern lebte und das Sorgerecht für ihre beiden Söhne den jeweiligen Vätern 

zugesprochen wurde (vgl. IV-act. 46-4, 46-6f.). Zudem weist Dr. F.___ ausführlich auf 

die fehlenden Ressourcen und die hemmenden Kriterien hin, welche es der 

Beschwerdeführerin kaum möglich machen, auf Grund ihrer psychischen Beschwerden 

langfristig einer Arbeit mit einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 40% nachzugehen.

3.3  Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung begründen Alkoholismus wie 

auch Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit für sich allein keine Invalidität im 

Sinne des Gesetzes. Eine Suchtkrankheit wird invalidenversicherungsrechtlich erst 

relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein 

körperlicher, geistiger oder psychischer Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder 

wenn die Suchtkrankheit selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (sog. sekundäre 

Suchterkrankung; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2013, 9C_701/2012, E. 

2 mit Hinweisen, BGE 124 V 268 E. 3c). Der psychiatrische Gutachter Dr. F.___ ist bei 

der Beschwerdeführerin nachvollziehbar - wie oben ausgeführt - von einer sekundären 

Suchterkrankung im Sinne der einschlägigen Terminologie ausgegangen (IV-act. 46-16, 

vgl. auch Erwägung 2.2). Selbst wenn die Diagnose einer Alkoholabhängigkeit somit für 

sich alleine nicht immer eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag, ergibt sich unter 

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Berücksichtigung des übrigen Gesundheitszustands insgesamt vorliegend dennoch 

eine. So musste die Beschwerdeführerin trotz der vorangehenden Remission der 

depressiven Störung erneut vom 21. September 2015 bis 24. Dezember 2015 zur 

Behandlung ins Psychiatrische Zentrum E.___, wo ihr von den Ärzten bis 10. Januar 

2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Gemäss dem Austrittsbericht 

war die ambulante Behandlung auf Grund der rezidivierenden depressiven Störung, mit 

einer gegenwärtig mittelgradigen Episode (ICD-10: F33.1), notwendig geworden (act. G 

5.3). Dass es sich gestützt auf die Ausführungen von Dr. F.___ vorliegend bei der 

Abhängigkeitserkrankung der Beschwerdeführerin um eine sekundäre Sucht handelt 

(vgl. Erwägung 2.2), welche sich infolge der Persönlichkeitsproblematik und der 

belastenden Entwicklungsbedingungen bzw. der depressiven Störung entwickelt hatte, 

wurde denn auch von RAD-Arzt Dr. G.___ nicht bezweifelt.

3.4  Die Beschwerdegegnerin führte in der Stellungnahme vom 10. Juli 2015 aus, dass 

die Diagnose der Persönlichkeitsproblematik (ICD-10: Z73) als solche gemäss 

Bundesgericht nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens 

falle (IV-act. 49). Diagnosen nach ICD-10 von Z00 bis Z99 beschreiben Faktoren, die 

den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme von 

Gesundheitsdiensten führen. Die Diagnose ICD-10 Z73 beinhaltet Probleme mit Bezug 

auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung inklusive Akzentuierung von 

Persönlichkeitszügen, Ausgebranntsein (Burn-out), körperliche und psychische 

Belastung o.n.A., Mangel an Entspannung oder Freizeit, sozialer Rollenkonflikt, 

anderenorts nicht klassifiziert, Stress, andernorts nicht klassifiziert, unzulängliche 

soziale Fähigkeiten, anderenorts nicht klassifiziert (H. DILLING/ W. MOMBOUR, M.H. 

SCHMIDT (Hrsg.), Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 

V (F) Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. Bern 2015, S. 414). Dass die Diagnose 

Persönlichkeitsproblematik im von der Beschwerdegegnerin zitierten 

Bundesgerichtsentscheid (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2009, 

8C_570/2008, E. 4.2.5) allein zu keiner Invalidität geführt hat, ist jedoch damit zu 

begründen, dass jene Versicherte - im Gegensatz zur Beschwerdeführerin - keine 

weiteren invalidisierenden Gesundheitsschäden vorwies. Demgegenüber ging Dr. F.___ 

von einer rezidivierenden depressiven Störung aus, die zwar im Zeitpunkt der 

Begutachtung remittiert war, was für den Psychiater aber trotzdem unter 

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Berücksichtigung der gesamthaft gestellten Diagnosen - wie oben ausgeführt schlüssig 

- zu einer Arbeitsunfähigkeit von 60% führte.

4. 

4.1  Damit ist der Invaliditätsgrad auf Grund obiger Arbeitsunfähigkeiten und 

insbesondere ab März 2015 auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 40% für 

leidensadaptierte Tätigkeiten zu prüfen.

4.2  Die Beschwerdegegnerin nahm bei der Invaliditätsgradberechnung einen 

Prozentvergleich vor, nachdem die Beschwerdeführerin bis zur Fremdplatzierung ihrer 

Kinder im Jahr 2012 als Aushilfsserviceangestellte in einem Teilpensum tätig war, 

seither jedoch als Vollerwerbstätige einzustufen ist (vgl. IV-act. 49-1). Da vorliegend 

bereits allfällige leidensbedingten Einschränkungen der Beschwerdeführerin in der 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung des Gutachtens ausreichend berücksichtigt sind, kann 

auf die Vornahme eines sog. Leidensabzugs verzichtet werden (vgl. dazu BGE 126 V 78 

E. 5a/bb). Somit resultiert angesichts einer Arbeitsunfähigkeit von 100% im Zeitpunkt 

des frühestmöglichen Rentenbeginns (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) ab 1. Oktober 2014 ein 

Anspruch auf eine ganze Rente und infolge der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ab 1. 

Juni 2015 unter Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 60% ein Anspruch auf 

eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVG).

5. 

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die Verfügung vom 10. 

Februar 2016 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 

eine ganze Rente und ab 1. Juni 2015 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Die Sache 

ist im Sinne der Erwägungen zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

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5.3  Dem Ergebnis entsprechend hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Mit Blick auf die eingeschränkte 

Fragestellung erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3‘000.-- (einschliesslich 

Mehrwertsteuer und Barauslagen) angemessen. Damit erübrigt sich die Festsetzung 

einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. G 

6).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 10. Februar 

2016 aufgehoben und der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2014 eine ganze Rente 

und ab 1. Juni 2015 eine Dreiviertelsrente zugesprochen. Die Sache wird zur 

Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.10.2018
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft bejaht. Vorliegend bildet die Alkoholabhängigkeit zusammen mit den weiteren Diagnosen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden, der zu einer Invalidenrente berechtigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Oktober 2018, IV 2016/87).

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