# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 241c7be1-6ecf-5329-8b7b-02750a6ff2ce
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.03.2010 A-515/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-515-2007_2010-03-26.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-515/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Daniel de Vries Reilingh (Vorsitz), 
Richter Pascal Mollard, Richter Markus Metz, 
Gerichtsschreiber Keita Mutombo.

E._______ & Co., ... Management, ...,
vertreten durch ...,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 
Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Eigerstrasse 65, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Umsatzabgabe.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-515/2007

Sachverhalt:

A.
Die  E._______  &  Co.,  ...  Management  (hiernach:  Gesellschaft  oder 
Beschwerdeführerin) war eine seit dem 12. Juni 1997 im Handelsregis-
ter des Kantons ... eingetragene Kollektivgesellschaft. Die Gesellschaft 
wurde mit Datum vom 14. Dezember 2007 aus dem Register gelöscht, 
was  am  ...  amtlich  publiziert  wurde.  Laut  Handelsregisterauszug 
verfolgte  die  Gesellschaft  folgenden  Zweck:  "...  Management, 
Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Analysen".

B.
Nach einer von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) durch-
geführten Revision und verschiedenen Korrespondenzen zwischen der 
Gesellschaft  und der ESTV verfügte diese am 7. Mai 2004, dass die 
Gesellschaft seit dem Zeitpunkt der Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit 
Effektenhändlerin  im  Sinn  von Art. 13  Abs. 3  Bst. b  Ziff. 2  des  Bun-
desgesetzes  vom  27. Juni  1973  über  die  Stempelabgaben  (StG, 
SR 641.10) (Vermittlerin)  sei  und  eine  Umsatzabgabe  von 
Fr. 91'092.40 für die Zeit vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2000 
(recte: 31. Dezember  2002)  schulde,  zuzüglich  Verzugszins  von 5 % 
auf den jeweiligen Fälligkeiten ab 1. Mai 1998.

Die dagegen erhobene Einsprache vom 9. Juni 2004 der Gesellschaft 
wies die ESTV mit Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2006 ab.

C.
Mit Eingabe vom 19. Januar 2007 liess die Gesellschaft Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht  einreichen und beantragen,  der  Ein-
spracheentscheid  der  ESTV vom 8. Dezember  2006 sei  aufzuheben 
und es sei festzustellen, dass sie nicht als Effektenhändlerin im Sinn 
von Art. 13 Abs. 3 Bst. b Ziff. 2 StG betrachtet werden könne. Eventua-
liter sei sie mit einer Umsatzabgabe von Fr. 0.-- zu veranlagen. Sub-
eventualiter  sei  festzustellen,  dass  sie  lediglich  für  das  Jahr  1998, 
nicht  aber  für  die  Jahre  1999-2002  als  Effektenhändlerin  betrachtet 
werden könne, weshalb die noch zu entrichtende Umsatzabgabe auf 
Fr. 44'067.85  zuzüglich  Verzugszins  von  5 %  ab  1. Mai  1988  (recte 
wohl: 1. Mai 1998) bis zur Bezahlung der Abgabeforderung zu entrich-
ten (recte wohl: zu reduzieren) sei. Die Beschwerdeführerin beantragte 
des  Weiteren  die  Anordnung eines  zweiten  Schriftenwechsels  sowie 
die  Erteilung  der  aufschiebende  Wirkung  –  alles  unter  Kosten-  und 

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Entschädigungsfolge zu Lasten der ESTV.

Die Beschwerdeführerin  begründete ihren Hauptantrag insbesondere 
damit,  dass die Vermittlung steuerbarer Urkunden nicht als wesentli-
cher  Teil  ihrer  Tätigkeit  betrachtet  werden  könne. Sie  habe  lediglich 
Anlagevorschläge zusammengestellt  und zwecks weiterer Prüfung an 
die  X._______  oder  die  Y._______,  zwei  ausländische  Le-
bensversicherungsgesellschaften  mit  Sitz  auf  den  Britischen  Inseln, 
weitergeleitet.  Vorschläge  zur  Änderung  der  Anlagestrategie  seien 
häufig  auch  von  ihren  Kunden  gekommen.  Diese  Vorschläge  seien 
dann  von  den  vorgenannten  Versicherungsgesellschaften  nochmals 
geprüft, indessen nicht immer umgesetzt worden.

Zur Begründung des Eventualantrags machte die Beschwerdeführerin 
geltend,  dass  es  sich  bei  der  Kundin  B._______  (...)  um  eine 
abgabebefreite  Anlegerin  im  Sinn  von  Art. 17a  Abs. 1  Bst. e  StG 
handle. Ausserdem hielt sie sinngemäss dafür, ein Teil der Geschäfte 
sei als Rückgabe von Urkunden zur Tilgung zu verstehen, die gemäss 
Art. 14 Abs. 1 Bst. e StG von der Umsatzabgabe ausgenommen sei. 
Die ESTV habe der Umsatzabgabe sodann mitunter  Titel  unterstellt, 
die  nach  Art. 14  Abs. 1  Bst. g  StG  (Handel  mit  Geldmarktpapieren) 
von der Abgabe ausgenommen seien.

Den Subeventualantrag begründete die Beschwerdeführerin schliess-
lich damit, dass ihre Beratungstätigkeit während den Jahren 1999 bis 
2002 "einen Mindestgrad an Gewerbsmässigkeit" nicht erreicht habe, 
da die Umsätze in diesen Jahren massiv "geschrumpft" seien.

D.
In  Ihrer  Vernehmlassung  vom  16. April  2007  schloss  die  ESTV  auf 
kostenfällige Abweisung der  Beschwerde und bestätigte ihre bisheri-
gen Ausführungen.

Auf die weiteren Eingaben und Vorbringen der Parteien wird – soweit 
entscheidwesentlich – in den Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt  nach Art. 31 des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR 173.32)  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine 
solche liegt nicht vor und die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinn von 
Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurtei-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2 Die  Beschwerdeführerin  verlangt  in  prozessualer  Hinsicht  die 
Durchführung  eines  zweiten  Schriftenwechsels  (oben  Bst. C).  Ein 
zweiter Schriftenwechsel ist nicht grundsätzlich unzulässig, wenn auch 
praxisgemäss gewöhnlich  die  Ausnahme (Entscheid  der  Eidgenössi-
schen Steuerrekurskommission [SRK] vom 9. Februar 2006, veröffent-
licht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 70.57 E. 1d/aa). 
Gemäss Art. 57 Abs. 2 VwVG kann die Beschwerdeinstanz die Partei-
en auf jeder Stufe des Verfahrens zu einem weiteren Schriftenwechsel 
einladen oder eine mündliche Verhandlung mit ihnen anberaumen. Ein 
weiterer Schriftenwechsel ist namentlich dann geboten, wenn die Ver-
nehmlassung  der  Vorinstanz  mit  Bezug  auf  die  angefochtene  Verfü-
gung  neue,  erhebliche  Vorbringen  tatsächlicher  oder  rechtlicher  Art 
enthält (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 12. November 1998, ver-
öffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 68 S. 652 
E. 1a, vom 27. April 1994, veröffentlicht in ASA 66 S. 158 E. 2). Dies 
ist  vorliegend  offensichtlich  nicht  der  Fall  und  wurde  von  der  Be-
schwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Die Sache ist  spruch-
reif; ein weiterer Schriftenwechsel drängt sich daher für das Bundes-
verwaltungsgericht, welches das Recht ohnehin von Amtes wegen an-
zuwenden hat (BGE 119 V 349; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechts-
pflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 212), nicht auf. 

1.3 Die  Beschwerdeführerin  beantragt  sodann  die  Zuerkennung  der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Wie sie jedoch in ihrer Be-
schwerdeschrift  selbst  erkennt,  kommt  der  Beschwerde  gestützt  auf 
Art. 55 Abs. 1 VwVG bereits von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-
kung zu. Auf diesen Antrag ist deshalb mangels Rechtsschutzinteresse 
nicht weiter einzugehen. Im Übrigen ist auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten.

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2.
2.1  Nach Art. 1 Abs. 1 Bst. b StG erhebt  der Bund Stempelabgaben 
auf dem Umsatz bestimmter Urkunden (Umsatzabgabe). Gegenstand 
der  Abgabe  ist  die  entgeltliche  Übertragung  von  Eigentum  an 
steuerbaren Urkunden, sofern eine der Vertragsparteien oder einer der 
Vermittler inländischer Effektenhändler ist (Art. 13 Abs. 1 StG).

2.1.1 Was unter  den  Begriff  der  steuerbaren  Urkunden  fällt,  wird  in 
Art. 13 Abs. 2 StG umschrieben. Darunter fallen namentlich die von ei-
nem Inländer ausgegebenen Obligationen,  Aktien,  Stammanteile von 
Gesellschaften  mit  beschränkter  Haftung,  Anteilscheine  von  Genos-
senschaften,  Partizipationsscheine  sowie  die  von  einem  Ausländer 
ausgegebenen  Urkunden,  welche  in  ihrer  wirtschaftlichen  Funktion 
den genannten Titeln gleichstehen (Art. 13 Abs. 2 StG).

Die Umsatzabgabe ist eine Rechtsverkehrs- bzw. Rechtsübertragungs-
steuer (vgl. XAVIER OBERSON, in: Oberson/Hinny [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz über die Stempelabgaben, Zürich etc. 2006 [hiernach: 
Kommentar Stempelabgaben], N 34 zu Art. 1 StG; CONRAD STOCKAR, in: 
Zweifel/Athanas/Bauer-Balmelli  [Hrsg.],  Kommentar  zum  schweizeri-
schen Steuerrecht. Bd. II/3, Bundesgesetz über die Stempelabgaben, 
Basel  2006 [hiernach: Kommentar Stempelabgaben II],  N 3 zu Art. 1 
StG). Steuerobjekt ist nicht etwa die Urkunde (bzw. das Wertpapier) an 
sich, sondern das materielle Rechtsverhältnis, das diese repräsentiert 
(vgl.  OBERSON,  in: Kommentar Stempelabgaben, a.a.O., N 29 zu Art. 1 
StG).

2.1.2 Als Effektenhändler gelten laut Art. 13 Abs. 3 StG: (i) die Banken 
und die bankähnlichen Finanzgesellschaften im Sinn des Bankenge-
setzes vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0) sowie die Schwei-
zerische Nationalbank (Bst. a); (ii) die nicht unter Buchstabe a fallen-
den inländischen natürlichen und juristischen Personen und Personen-
gesellschaften,  inländischen  Anstalten  und  Zweigniederlassungen 
ausländischer  Unternehmen,  deren  Tätigkeit  ausschliesslich  oder  zu 
einem wesentlichen Teil  darin  besteht,  (1)  für  Dritte  den Handel  mit 
steuerbaren Urkunden zu betreiben (Händler) oder (2) als Anlagebera-
ter  oder  Vermögensverwalter  Kauf  und  Verkauf  von steuerbaren  Ur-
kunden zu vermitteln (Vermittler) (Bst. b). Daneben sind den Effekten-
händlern  juristische  Personen  des  privaten  und  öffentlichen  Rechts 
gleichgestellt (Art. 13 Abs. 3 Bst. d bis f StG).

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2.2 Die Abgabeforderung entsteht mit dem Abschluss des Geschäfts. 
Bei bedingten oder ein Wahlrecht einräumenden Geschäften entsteht 
die Abgabeforderung mit der Erfüllung des Geschäfts (Art. 15 StG). Es 
ist Sache des Effektenhändlers, die auf dem Entgelt der übertragenen 
Urkunde berechnete Abgabe (1,5 Promille für inländische und 3 Pro-
mille für ausländische Urkunden) zu leisten (Art. 16 Abs. 1 und Art. 17 
Abs. 1 StG). Der Effektenhändler schuldet gemäss Art. 17 Abs. 2 StG 
(je) eine halbe Abgabe: (i) wenn er vermittelt: für jede Vertragspartei, 
die sich weder als registrierter Effektenhändler noch als von der Abga-
be befreiter Anleger ausweist (Bst. a); (ii)  wenn er Vertragspartei  ist: 
für sich selbst und die Gegenpartei, die sich weder als registrierter Ef-
fektenhändler  noch  als  von  der  Abgabe  befreiter  Anleger  ausweist 
(Bst. b).

Mithin weist dieses System folgende charakteristische Elemente auf: 
Zum einen ist die Umsatzabgabe zu je einer Hälfte für jede Vertrags-
partei geschuldet. Zum anderen hängt die Abgabepflicht für die jeweili-
ge Hälfte von der Rolle ab, welche der Abgabepflichtige in der einzel-
nen Transaktion spielt  sowie von der Eigenschaft des jeweiligen Ver-
käufers und Käufers (vgl. JEAN-FRÉDÉRIC MARAIA, in: Kommentar Stempel-
abgaben, a.a.O.,  N 27 ff. zu Art. 17 StG, auch zum Folgenden). Was 
den Abgabepflichtigen anbelangt, kann dieser entweder als Vermittler 
oder  als  Vertragspartei  auftreten. Handelt  er  als  Vermittler,  schuldet 
der Effektenhändler für sich selber keine halbe Abgabe; als Vertrags-
partei hingegen schon.

Ein Effektenhändler gilt gemäss Art. 17 Abs. 3 StG als Vermittler, wenn 
er:  (i)  mit  seinem Auftraggeber  zu den Originalbedingungen des mit 
der  Gegenpartei  abgeschlossenen  Geschäfts  abrechnet  (Bst. a);  (ii) 
lediglich Gelegenheit zum Geschäftsabschluss nachweist (Bst. b); (iii) 
die Urkunden am Tag ihres Erwerbs weiterveräussert (Bst. c).

2.3 Dem  formalen  Charakter  der  Stempelabgaben  entsprechend  ist 
die  rechtliche  Gestaltung  des  zu  beurteilenden  Geschäfts  massge-
bend und nicht  dessen wirtschaftlicher Zweck (Urteil  des Bundesge-
richts vom 26. November 1993, veröffentlicht in ASA 63 S. 65 ff. E. 3a; 
Urteil  des  Bundesgerichts  2C_349/2008  vom  14. November  2008 
E. 2.4;  vgl.  auch  die  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-
6020/2007 vom 11. Mai 2009 E. 3.2, A-1592/2006 vom 15. April 2009 
E. 4.4.3). Deshalb hat sich der Steuerpflichtige nach ständiger Praxis 
auf  die  von  ihm vorgenommene  formelle  Gestaltung  seiner  Rechts-

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beziehungen behaften zu lassen. Es kann somit keine Rolle spielen, 
ob er eine steuerlich günstigere Gestaltung hätte vornehmen können 
(Urteile  des  Bundesgerichts  vom  25. August  1998,  veröffentlicht  in 
ASA  67  S. 757  E. 3c,  vom  28. Juni  1996,  veröffentlicht  in  ASA  65 
S. 674 E. 2d/bb; Urteil  des Bundesgerichts 2A.420/2000 vom 11. No-
vember 2001 E. 3c; Entscheid der SRK 2000-109 vom 27. März 2002 
E. 3d/cc; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1665/2006 
vom 13. Juli 2009 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen).

3.
3.1 Im vorliegenden Fall  ist  angesichts des Hauptantrags streitig,  ob 
die Beschwerdeführerin der Umsatzabgabe unterliegt. Diese ist näm-
lich der Ansicht, die Vermittlung steuerbarer Urkunden könne nicht als 
wesentlicher Teil ihrer Tätigkeit betrachtet werden. Vielmehr stelle sie 
lediglich  Anlagevorschläge  zusammen  und  leite  diese  dann  zwecks 
weiterer Prüfung weiter.

3.1.1 Nach Art. 13 Abs. 3 Bst. b Ziff. 2 StG sind Effektenhändler inlän-
dische natürliche und juristische Personen und Personengesellschaf-
ten,  inländische  Anstalten  und  Zweigniederlassungen  ausländischer 
Unternehmen, deren Tätigkeit ausschliesslich oder zu einem wesentli-
chen  Teil  darin  besteht,  als  Anlageberater  oder  Vermögensverwalter 
Kauf und Verkauf von steuerbaren Urkunden zu vermitteln (Vermittler). 
Der Begriff der "Vermittlung" ist im Stempelsteuergesetz aber nicht nä-
her definiert.

Diesem Gesetz liegt ein weiter Begriff der Vermittlung zu Grunde: Ver-
mittler  ist,  wer  am Abschluss  eines  Wertpapiergeschäfts  kausal  mit-
wirkt,  d.h. wer den tatsächlichen Erfolg des Austauschs der überein-
stimmenden Willenserklärungen wissentlich verursacht oder mitverur-
sacht. Nicht notwendig ist,  dass der Vermittler am Vertragsabschluss 
teilnimmt, dass er die eine oder andere Vertragspartei berät oder dass 
er  einer  Vertragspartei  unaufgefordert  Offerten  unterbreitet  (MAJA 
BAUER-BALMELLI/HANS-PETER HOCHREUTENER/MARKUS KÜPFER [Hrsg.], Die Pra-
xis  der  Bundessteuern,  II. Teil:  Stempelabgaben  und  Verrechnungs-
steuer,  Bd. 1,  Basel  [Loseblattwerk],  letzter  Nachtrag [hiernach: Pra-
xis],  Nr. 3 zu Art. 13 Abs. 1 und 2 StG, Ziff. 2 [Vermittlerbegriff]; vgl. 
bereits zum [alten] Bundesgesetz vom 4. Oktober 1917 über die Stem-
pelabgaben [BS 6 101, aStG]: PAUL AMSTUTZ/ERNST WYSS, Das Eidgenös-
sische  Stempelsteuerrecht,  Zürich  1930,  N 8  zu  Art. 33  aStG).  Ein 
kausaler Beitrag des Effektenhändlers liegt vor, wenn seine Interven-

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tion insofern einen Beitrag zum Geschäftsabschluss bezweckt, als er 
eine Willensübereinstimmung der an der Transaktion beteiligten Perso-
nen wissentlich verursacht  oder mitverursacht  (Urteil  des Bundesge-
richts vom 4. März 1985, veröffentlicht in ASA 54 S. 599 E. 1b). Dies 
bedeutet, dass der Effektenhändler sich in eine Transaktion einschal-
tet, was zu deren Gelingen beiträgt. Dabei wird jedoch nicht vorausge-
setzt, dass sein Beitrag in dem Sinn entscheidend war, dass das Ge-
schäft  ohne  seinen  Einsatz  (überhaupt)  nicht  zustande  gekommen 
wäre. Vielmehr kann eine kausale Wirkung selbst dann gegeben sein, 
wenn der Effektenhändler sich kurz vor dem Geschäftsabschluss zu-
rückgezogen hat und beim Abschluss nicht beteiligt war (vgl. AMSTUTZ/-
WYSS, a.a.O., N 8 zu Art. 33 aStG) oder wenn sein Name in keinem der 
den Geschäftsabschluss betreffenden Dokumente aufgeführt ist (siehe 
namentlich BAUER-BALMELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER, Praxis, a.a.O., Nr. 6 zu 
Art. 13  Abs. 1  und  2  StG,  Ziff. 2  [Vermittlerbegriff];  FILIPPO LURÀ,  in: 
Kommentar Stempelabgaben, a.a.O., N 74 zu Art. 13 StG).

Der Umstand, ob der Effektenhändler die Vermittlung als Kommissio-
när,  Agent,  Makler  oder  Beauftragter  ausübte,  ist  unerheblich  (Urteil 
des Bundesgerichts vom 4. März 1985, veröffentlicht in ASA 54 S. 599 
E. 1b).  Ausschlaggebend  ist,  ob  der  Effektenhändler  bei  wirtschaftli-
cher  Betrachtung  als  Vermittler  wirkte  (BAUER-BALMELLI/HOCHREUTENER/-
KÜPFER,  Praxis,  a.a.O.,  Nr. 2  zu Art. Art. 13 Abs. 1 und 2 StG,  Ziff. 2 
[Vermittlerbegriff]). Dabei ist nicht vorausgesetzt, dass beispielsweise 
typische Elemente eines Mäklervertrags erfüllt sind; vielmehr sind die 
gesamten  Umstände  der  Transaktion  zu  berücksichtigen  (BAUER-BAL-
MELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER,  Praxis, a.a.O., Nr. 7 zu Art. 13 Abs. 1 und 2 
StG,  Ziff. 2  [Vermittlerbegriff];  LURÀ,  in:  Kommentar  Stempelabgaben, 
a.a.O., N 75 zu Art. 13 StG).

Beschränkt  sich  aber  die Tätigkeit  des professionnellen  Anlagebera-
ters  auf  eine reine Beratertätigkeit,  d.h. weist  dieser lediglich unver-
bindlich  auf  die  Möglichkeiten  von  Käufen  und  Verkäufen  hin,  ohne 
sich  dabei  direkt  an  den  entsprechenden  Geschäftsabschlüssen  zu 
beteiligen, kann darin kein kausaler Beitrag zum Umsatz steuerbarer 
Urkunden  liegen  (BAUER-BALMELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER,  Praxis,  a.a.O., 
Nr. 19 zu Art. 13 Abs. 1 und 2 StG, Ziff. 2 [Vermittlerbegriff];  LURÀ, in: 
Kommentar Stempelabgaben, a.a.O., N 80 zu Art. 13 StG).

3.1.2 Im hier zu beurteilenden Fall wirkte die Beschwerdeführerin so-
wohl  wesentlich als  auch kausal  an den betreffenden Wertpapierge-

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schäften mit: Sie unterbreitete aufgrund von Vollmachten Investitions-
entscheide,  die  konkrete  Käufe  und  Verkäufe  von  Wertpapieren  zur 
Folge hatten. Auch wenn diese "Anlagevorschläge"  oder "Ersuchen", 
wie  sie  von  der  Beschwerdeführerin  bezeichnet  werden,  von  der 
X._______  oder  der  Y._______  nochmals  geprüft  wurden  und  es 
vorkam,  dass  die  "Anlagevorschläge"  der  Beschwerdeführerin  nicht 
umgesetzt  wurden,  so  wirkte  sie  dennoch  wesentlich  am Abschluss 
der betreffenden Wertpapiergeschäfte mit. Denn gerade aufgrund ihrer 
"Anlagevorschläge"  oder "Empfehlungen" wurden die Käufe und Ver-
käufe der Wertpapiere ausgeführt. Die Tatsache, dass es im freien Be-
lieben der Kunden stand, u.U. solche "Vorschläge" ohne Begründung 
abzuweisen, ändert  nichts am kausalen Zusammenhang der Vermitt-
lertätigkeit der Beschwerdeführerin mit den ausgeführten Wertpapier-
geschäften.

3.1.3 Die Beschwerdeführerin ist  der Ansicht,  dass der Gesetzgeber 
lediglich die Vermögensverwalter, die sich als professionelle Vermittler 
betätigen,  der  Abgabenpflicht  habe  unterstellen  wollen.  Sie  selber 
habe sich nicht ausschliesslich und auch nicht zu einem wesentlichen 
Teil damit befasst, für Dritte den Handel mit steuerbaren Urkunden zu 
betreiben. Sie habe auch kein zusätzliches Personal angestellt, und ihr 
Geschäftsführer  sei  lediglich  nebenberuflich  für  sie  tätig  gewesen. 
Ähnlich begründet die Beschwerdeführerin auch ihren Subeventualan-
trag.

Effektenhändler im Sinn von Art. 13 Abs. 3 Bst. b Ziff. 2 StG ist,  wer 
die  Vermittlung  von  steuerbaren  Urkunden  gewerbsmässig  betreibt. 
Gewerbsmässig  handelt  insbesondere,  wer  sich  mit  der  Vermittlung 
von Wertpapiergeschäften befasst in der Absicht, sich aus dieser Tä-
tigkeit  eine Quelle  dauernden Erwerbs zu verschaffen (vgl.  AMSTUTZ/-
WYSS, a.a.O., N 7 zu Art. 33 aStG). Dabei kommt es weder auf die An-
zahl oder den Wert der vermittelten Geschäfte, den dafür aufgebrach-
ten Aufwand (an Material,  Zeit  oder Personal),  den erzielten Umsatz 
oder Gewinn, noch auf deren prozentualen Anteil  am Gesamtumsatz 
oder  Gesamtgewinn  des  Vermittlers  an. Weiter  spielt  es  auch  keine 
Rolle, dass die Beschwerdeführerin ihr Honorar unabhängig davon er-
hielt,  ob  die  erteilten  "Anlagevorschläge"  befolgt  wurden  oder  nicht. 
Entscheidend ist in diesem Zusammenhang einzig der Umstand, dass 
die  Beschwerdeführerin  Wertpapiergeschäfte  vermittelte  mit  der  Ab-
sicht, sich einen dauernden Erwerb zu verschaffen, womit sie als Ef-
fektenhändlerin  im Sinn des Stempelsteuergesetzes gilt. Die Vermitt-

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lung steuerbarer Urkunden bildete dabei einen wesentlichen Teil ihrer 
Tätigkeit,  auch wenn der  Geschäftsführer  nur  nebenberuflich  für  die 
Beschwerdeführerin tätig war.

Die  Beschwerdeführerin  dringt  somit  weder  mit  ihrem  Hauptantrag 
noch mit ihrem Subeventualantrag durch. Damit erübrigt es sich auch, 
gemäss  dem  Antrag  der  Beschwerdeführerin  bei  der  ESTV  einen 
Amtsbericht  zur Frage,  "ob eine Praxis  bestehe,  nach der sämtliche 
Anbieter von Anlageberatungsleistungen der Umsatzabgabe unterstellt 
werden,  auch  wenn  die  durch  diese  Beratungen  mittelbar  erzielten 
Handelsumsätze im Ausland" gering sind, einzuholen. Der diesbezügli-
che Beweisantrag ist deshalb abzuweisen.

3.1.4 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, es wider-
spreche dem Rechtsgleichheitsgebot, wenn die ESTV sie der Umsatz-
abgabepflicht  unterstelle,  im Wissen,  dass  zahlreiche weitere  Markt-
teilnehmer, die jedoch nicht der Umsatzabgabepflicht unterstellt seien, 
kausale  Kaufs-  bzw. Verkaufsempfehlungen  abgeben  würden.  Wollte 
die ESTV eine solche umfassende Praxis durchsetzen, so müsste sie 
beispielsweise auch Kaufempfehlungen in der Tagespresse als Gegen-
stand der Umsatzabgabe ins Auge fassen. Eine weitere Verletzung des 
Rechtsgleichheitsgebots  erblickt  die  Beschwerdeführerin  sodann  im 
Umstand,  dass  bei  der  ESTV keine  Bereitschaft  bestehe,  sämtliche 
Anbieter  von  Anlageberatungen  der  Umsatzabgabe  zu  unterstellen, 
wenn die durch diese Beratung beim ausländischen Anleger ausgelös-
ten  Kaufs-  bzw. Verkaufsentscheide  zu  einem  im  Ausland  erzielten 
jährlichen Handelsvolumen von markant unter Fr. 10'000'000.-- führen.

Die Vorinstanz hat zu diesem Punkt in der Vernehmlassung festgehal-
ten, die zum Vermittlerbegriff publizierte Praxis habe nach wie vor Gül-
tigkeit. Sie wies weiter darauf hin, dass es sich bei der Umsatzabgabe 
um  eine  Selbstveranlagungssteuer  handle,  womit  die  Erhebung  der 
Steuer eine korrekte Erfüllung der Verfahrenspflichten durch die Steu-
erpflichtigen voraussetze.

3.1.5 Nach dem Grundsatz  von Art. 8  Abs. 1  der  Bundesverfassung 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV, 
SR 101) ist das Recht von den Behörden auf alle gleichliegenden Fälle 
gleich  anzuwenden  (ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER,  Schweizerisches 
Bundesstaatsrecht,  6. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2005,  Rz. 765). Dabei 
ist Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach 

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Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln (BGE 132 I 157 
E. 4). Die Wirtschaftsfreiheit (Art. 94 Abs. 1 BV) gebietet darüber hin-
aus, dass Differenzierungen zwischen direkten Konkurrenten wettbe-
werbsneutral auszugestalten sind (HÄFELIN/HALLER, a.a.O., Rz. 693).

Wer auf  Grund des Stempelsteuergesetzes abgabepflichtig  wird,  hat 
sich  unaufgefordert  bei  der  ESTV anzumelden (Art. 34  Abs. 1  StG). 
Bei den Stempelabgaben gilt die "taxation spontanée", d.h. das Selbst-
veranlagungsprinzip.  Der  Abgabepflichtige  hat  somit  die  Abgabefor-
derung selbst  festzusetzen und die seiner Ansicht  nach geschuldete 
Abgabe  unter  Beifügung  einer  Abrechnung  in  Form  eines  Deklara-
tionsformulars  fristgerecht  einzubezahlen.  Entsprechend  bestimmt 
Art. 34 Abs. 2 StG, dass der Abgabepflichtige der ESTV bei Fälligkeit 
der Abgabe (s. dazu Art. 11, 20 und 26 StG) unaufgefordert die vorge-
schriebene Abrechnung mit den Belegen einzureichen und gleichzeitig 
die Abgabe zu entrichten habe (vgl. STOCKAR, in: Kommentar Stempel-
abgaben II, a.a.O., N 8 zu Art. 34 StG).

Gestützt auf das Selbstveranlagungsprinzip darf die ESTV vom Abga-
bepflichtigen ferner erwarten, dass er seine Pflichten kennt und korrekt 
einhält. Selbst wenn die ESTV dessen Betrieb während längerer Zeit 
nicht an Ort und Stelle geprüft hat, kann der Abgabepflichtige in der 
Folge nicht geltend machen, der Fiskus habe sein (unkorrektes oder 
fehlerhaftes) Verhalten stillschweigend geduldet (Urteil des Bundesge-
richts vom 1. November 1979, veröffentlicht in ASA 48 S. 430 E. 3).

Da sich gestützt auf das besagte Prinzip ohnehin alle abgabepflichti-
gen Marktteilnehmer unaufgefordert  bei der ESTV zu melden haben, 
kann  in  diesem  Zusammenhang  von  ungleicher  Rechtsbehandlung 
keine Rede sein. Dass die Unterstellungspflicht bei ausschliesslich im 
Ausland durchgeführten Wertschriftengeschäften für im Ausland wohn-
hafte Kunden für die ESTV u.U. schwieriger zu überprüfen ist, ändert 
nichts an der Abgabepflicht und stellt auch keine ungleiche Rechtsbe-
handlung dar. Das Gleiche gilt bei geringen Handelsvolumen. Von ei-
ner gesetzeswidrigen Praxis kann damit nicht gesprochen werden.

3.2 Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, dass es sich bei 
der  Kundin  B._______  um  eine  als  Einrichtung  der  beruflichen 
Vorsorge gemäss Art. 17a Abs. 1 Bst. e StG abgabebefreite Anlegerin 
handle.

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3.2.1 Nach Art. 17a Abs. 1 Bst. e  StG sind ausländische Einrichtun-
gen der beruflichen Vorsorge von der Umsatzabgabe befreit. Als aus-
ländische  Einrichtungen  der  beruflichen  Vorsorge  gelten  Einrichtun-
gen:
"a. die der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge dienen;
b. deren Mittel dauernd und ausschliesslich für die berufliche Vorsorge 
bestimmt sind; und
c.  die  einer  der  Bundesaufsicht  vergleichbaren  Aufsicht  unterstellt 
sind." (Art. 17a Abs. 3 StG).
Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (MARAIA, in: Kom-
mentar Stempelabgaben, a.a.O., N 28 zu Art. 17a StG).

Wie  soeben  dargelegt  ist  der  Begriff  "Einrichtungen  der  beruflichen 
Vorsorge" im Gesetz umschrieben (s. Art. 17a Abs. 3 StG). Es muss 
sich  um  eine  ausländische  Einrichtung  handeln,  die  gleichgeartete 
Aufgabenstellungen erfüllt sowie einer der schweizerischen vergleich-
baren  Aufsicht  genügt  (Botschaft  des  Bundesrates  vom  2. Oktober 
2000 für ein Bundesgesetz über neue dringliche Massnahmen im Be-
reich der Umsatzabgabe, BBl 2000 5835, 5849).

3.2.2 Die  ausländische  Vorsorgeeinrichtung  muss  grundsätzlich  die 
Risiken  Alter  (Langlebigkeit),  Tod  und  Invalidität  abdecken.  Ob  die 
Leistungen dem Vorsorgenehmer in Renten- oder Kapitalform ausge-
richtet  werden  und  ob eine  versicherungsmässige Absicherung aller 
drei  biometrischen  Risiken  besteht,  ist  nicht  ausschlaggebend  (vgl. 
Richtlinie  2003/41/EG des  europäischen  Parlaments  und  des  Rates 
vom 3. Juni  2003  über  die  Tätigkeiten  und  die  Beaufsichtigung  von 
Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge, Amtsblatt der Europäi-
schen Union vom 23. September 2003, L 235/10 ff; siehe auch MARTIN 
STEINER/PETER LANG, in: Kommentar Stempelabgaben II, a.a.O., N 17 zu 
Art. 17a StG).

Diese Vorgaben sind hier nicht erfüllt: die B._______ hat die Sicherung 
der Autofinanzierung zum Zweck, womit keines der drei oben genann-
ten Risiken auch nur im entferntesten Sinn abgedeckt ist. Auch wenn 
die Benützung eines Autos in einem Land wie ... Voraussetzung für die 
Erzielung  von  Erwerbseinkommen  bildet,  wie  dies  die  Be-
schwerdeführerin behauptet, so kann dennoch keine Rede davon sein, 
dass mit  der Sicherung der Finanzierung dieses (Verbrauchs-)Gutes, 
ein Zweck der beruflichen Vorsorge, wie Alter, Tod und Invalidität ver-
folgt wird.

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Da die B._______ demnach nicht  als  Einrichtung qualifiziert  werden 
kann,  die  der  Alters-,  Hinterbliebenen-  und  Invalidenvorsorge  dient, 
erübrigt  es  sich  weiter  zu  untersuchen,  ob  ihre  Mittel  dauernd  und 
ausschliesslich für die berufliche Vorsorge bestimmt sind.

3.3 Die Beschwerdeführerin  macht des Weiteren geltend, ein Teil der 
Geschäfte sei als Rückgabe von Urkunden zur Tilgung zu verstehen, 
die gemäss Art. 14 Abs. 1 Bst. e StG von der Umsatzabgabe ausge-
nommen ist. 

3.3.1 Nach Art. 14 Abs. 1 Bst. e StG ist die Rückgabe von Urkunden 
zur Tilgung von der Abgabe ausgenommen. Bei Anteilen an Anlage-
fonds liegt eine Rückgabe zur Tilgung nur dann vor, wenn die Rückga-
be beim Fonds zur entsprechenden Reduktion des im Umlauf befindli-
chen  Bestands  führt  (BAUER-BALMELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER,  Praxis, 
a.a.O.,  Nr. 1  zu  Art. 14  Abs. 1  Bst. e  StG;  PIERRE-MARIE GLAUSER,  in: 
Kommentar Stempelabgaben, a.a.O., N 30 zu Art. 14 StG). Um bei der 
Rückgabe  der  Urkunden  über  einen  Vermittler  –  wie  auch  im 
vorliegenden Fall  –  sicherzustellen,  dass effektiv  eine Rückgabe zur 
Tilgung stattfindet, ist die Anwendung von Art. 14 Abs. 1 Bst. e StG nur 
unter genau festgelegten Bedingungen zuzulassen. Die ESTV verlangt 
diesbezüglich,  dass  der  Vermittler  die  Urkunden  dem  Fonds  zu 
denselben  Bedingungen  übergeben  muss,  zu  denen  er  diese  zuvor 
vom Inhaber erhalten hat; die Rückgabe muss ferner innert kurzer Zeit 
erfolgen,  damit  der  Fonds  die  Tilgung  vornehmen  kann  (BAUER-
BALMELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER,  Praxis,  a.a.O.,  Nr. 6  zu  Art. 14  Abs. 1 
Bst. e StG;  GLAUSER, in: Kommentar Stempelabgaben, a.a.O., N 30 zu 
Art. 14  StG,  jeweils  mit  weiteren  Hinweisen).  In  formeller  Hinsicht 
müssen  die  betreffenden  Bankabrechnungsbelege  einen  Vermerk 
tragen,  der  klar  darauf  hinweist,  dass  das  Geschäft  zwecks  Tilgung 
erfolgte bzw. als Rücknahme abgerechnet  wurde (wie beispielsweise 
"Rücknahme zur Tilgung") (BAUER-BALMELLI/HOCHREUTENER/KÜPFER, Praxis, 
a.a.O.,  Nr. 6  zu  Art. 14  Abs. 1  Bst. e  StG;  GLAUSER,  in:  Kommentar 
Stempelabgaben,  a.a.O.,  N 30  zu  Art. 14  StG,  jeweils  mit  weiteren 
Hinweisen).  Die  Praxis  der  ESTV  lässt  es  aber  bei  Anlagefonds-
anteilen für eine steuerfreie Behandlung genügen, wenn ein konkreter 
Auftrag  eines  Kunden  zur  Rückzahlung  und  Tilgung  des  Anteils 
nachgewiesen  werden  kann  und  eine  schriftliche  Bestätigung  der 
Fondsleitung oder  des  Vermittlers  vorliegt,  dass  die  Rücknahme zur 
Reduktion des in Umlauf befindenden Bestands führte (BAUER-BALMELLI/-

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HOCHREUTENER/KÜPFER, Praxis, a.a.O., Nr. 2 zu Art. 14 Abs. 1 Bst. e StG). 
Was die Lehre gegen die  Praxis  der  ESTV vorbringt,  indem sie na-
mentlich verlangt,  dass die "formellen Anforderungen der Verwaltung 
aufgeweicht  werden"  (GLAUSER,  in:  Kommentar  Stempelabgaben, 
a.a.O., N 30 zu Art. 14 StG), ist nicht stichhaltig. Dies zumal es doch 
im Fall der Rückgabe zur Tilgung gerade von Anteilen an ausländische 
Anlagefonds  darum  geht,  sicherzustellen,  dass  die  Rückgabe  beim 
Fonds auch tatsächlich zur Reduktion des Bestands führt. Wie bereits 
"aus  den  Umständen  eindeutig  erkennbar"  (GLAUSER,  in:  Kommentar 
Stempelabgaben,  a.a.O.,  N 30  zu  Art. 14  StG)  sein  soll,  dass  die 
Rückkäufe  im  Hinblick  auf  eine  Tilgung  folgten,  ist  gerade  bei  Aus-
landsgeschäften nur  schwer  nachvollziehbar. Die von der  ESTV ver-
langten Formvorschriften, die sich u.U. (bereits) mit einer schriftlichen 
Bestätigung der Fondsleitung oder des Vermittlers begnügen, erweisen 
sich als sachgerecht.

3.3.2 Vorliegend  sind  diese  formellen  Bedingungen,  deren  Erfüllung 
der  Beschwerdeführerin  durchaus haben zugemutet  werden können, 
indes nicht erfüllt, wie dies die ESTV im angefochtenen Entscheid (s. 
dort E. 3c) zutreffend ausführte. Die von der Beschwerdeführerin bei-
gebrachte  generelle  Bestätigung,  die sich  im Übrigen nicht  auf  eine 
spezifische Transaktion bezieht, genügen den erwähnten Anforderun-
gen (E. 3.3.1) in keiner Weise.

3.4 Die Beschwerdeführerin hält schliesslich dafür, bei der Z._______ 
Fund Ltd. handle es sich um einen auf den Bahamas domizilierten und 
gehandelten Geldmarktfonds. Die ESTV habe auch diese Titel der Um-
satzabgabe unterstellt, obschon diese nach Art. 14 Abs. 1 Bst. g StG 
(Handel mit Geldmarktpapieren) von der Abgabe ausgenommen seien.

3.4.1 Nach  Art. 14  Abs. 1  Bst. g  StG  ist  der  Handel  mit  in-  und 
ausländischen  Geldmarktpapieren  von  der  Abgabe  ausgenommen. 
Gemäss  Art. 4  Abs. 5  StG  sind  Geldmarktpapiere  Obligationen  mit 
einer festen Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten.

3.4.2 Die  Beschwerdeführerin  behauptet  nicht,  bei  den  Titeln  der 
Z._______ Fund Ltd. handle  es  sich um Geldmarktpapiere; sie  sagt 
einzig, es handle sich dabei um einen Geldmarktfonds – was von der 
ESTV auch nicht bestritten wird. Weshalb der Handel mit Anteilen an 
Geldmarktfonds gestützt  auf  Art. 14 Abs. 1  Bst. g  StG,  der  wie 
gesehen einzig den Handel mit Geldmarktpapieren betrifft (vgl. soeben 
E. 3.4.1),  von der  Umsatzabgabe  ausgenommen sein  soll,  geht  aus 

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der Beschwerdeschrift nicht hervor. Auch in ihrer Stellungnahme vom 
24. März 2004 an die ESTV (vgl. act. 18) bezeichnet die Beschwerde-
führerin den Z._______ Fund als Geldmarktfondsanteil  und nicht als 
Geldmarktpapier.  Die  Beilagen  weisen  auch  allesamt  auf  einen 
Anlagefondsanteil  und  nicht  auf  ein  Geldmarktpapier  im  Sinn  von 
Art. 4 Abs. 5 StG hin. Damit kann der Handel mit Titeln der Z._______ 
Fund Ltd. keinen ausgenommenen Umsatz darstellen.

4.
Nach dem Gesagten hat die ESTV die Beschwerdeführerin zu Recht 
der Umsatzabgabe unterstellt. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, 
soweit  darauf einzutreten ist  (vgl. oben E. 1.3). Die Verfahrenskosten 
vor dem Bundesverwaltungsgericht, welche auf Fr. 4'000.-- festgesetzt 
werden, sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 
VwVG) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 
verrechnen. Eine Parteientschädigung an die  Beschwerdeführerin  ist 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 4'000.-- verrechnet. 

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel de Vries Reilingh Keita Mutombo

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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