# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af1cf594-3ecb-5e59-ad2c-f670f0c1be6c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 22.11.2018 810 18 191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-191_2018-11-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 22. November 2018 (810 18 191) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Verweigerung einer Einreisebewilligung im Rahmen des Familiennachzugs /  

“Umgehungsadoption“ 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführende, vertreten durch Niggi Dress-
ler, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 

  
  
Betreff Verweigerung einer Einreisebewilligung im Rahmen des Familiennach-

zugs (RRB Nr. 1045 vom 26. Juni 2018) 
 
 
 
 

A. Die in der Schweiz niedergelassenen kosovarischen Eheleute A.____, geboren 1960, 
und B.____, geboren 1965, adoptierten am 28. August 2015 im Kosovo einen Neffen von 
A.____, den damals 13-jährigen Kosovaren C.____, geboren 2002. C.____, vertreten durch 

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seine leiblichen Eltern D.____ und E.____, stellte am 2. September 2016 bei der Schweizeri-
schen Botschaft in Pristina ein Gesuch um Bewilligung der Einreise zum Verbleib bei seinen 
Adoptiveltern.  
 
B. Nachdem das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) A.____ und B.____, nachfol-
gend vertreten durch Niggi Dressler, Advokat, das rechtliche Gehör gewährt hatte, wies es das 
Gesuch vom 2. September 2016 mit Verfügung vom 19. April 2018 ab. Zur Begründung führte 
das AfM im Wesentlichen aus, dass es sich vorliegend um eine “Umgehungsadoption“ handle. 
Dies widerspreche Sinn und Zweck des Familiennachzugs und führe zum Erlöschen des An-
spruchs auf Familiennachzug. Im Übrigen hätten A.____ und B.____ es verpasst, das Nach-
zugsgesuch für C.____ innerhalb der gesetzlichen Frist von 12 Monaten zu stellen.  
 
C. Mit Eingabe vom 30. April 2018 erhoben A.____ und B.____ beim Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde. Sie beantragten, die Verfügung des 
AfM sei aufzuheben und der Familiennachzug bezüglich C.____ zu bewilligen. C.____ sei eine 
Einreisebewilligung zuzustellen. Alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
D. Der Regierungsrat wies die Beschwerde vom 30. April 2018 mit Entscheid vom 
26. Juni 2018 ab. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die einjährige Nach-
zugsfrist am 28. August 2016 abgelaufen sei, weshalb die Gesuchseingabe vom 
2. September 2016 verspätet erfolgt sei. Zudem sei die Adoption aus adoptionsfremden Moti-
ven erfolgt; nämlich um die Bedürfnisse der Adoptiveltern zu befriedigen und C.____ in der 
Schweiz bessere Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten zu verschaffen. Insofern handle es 
sich vorliegend um eine “Umgehungsadoption“, welche klar gegen den hiesigen Ordre public 
verstosse.  
 
E. Mit Eingabe vom 9. Juli 2018 erhoben A.____ und B.____ Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragen, der Beschluss des Regierungsrates sei aufzuheben und C.____ sei umgehend 
eine Einreisebewilligung für die Schweiz auszustellen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde 
die Durchführung einer mündlichen Verhandlung sowie die Anhörung von C.____ verlangt. Al-
les unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die einjährige 
Nachzugsfrist sei nicht abgelaufen, da C.____ bereits vor dem 2. September 2018 mehrmals 
mit Verwandten auf der Schweizerischen Botschaft gewesen sei, um eine Einreisebewilligung 
zu erlangen. Sie seien jedoch nicht angehört und weggewiesen worden. Weiter widerspreche 
die Adoption nicht dem hiesigen Ordre public. Vielmehr seien alle Voraussetzungen erfüllt und 
die Beschwerdeführenden würden C.____ seit einem Jahr finanziell unterstützen. Die Be-
schwerdeführenden hätten sich entschieden, ein Kind zu adoptieren, da sie keine eigenen Kin-
der bekommen könnten. Zudem habe C.____ in der Schweiz sehr viel bessere Zukunftschan-
cen als im Kosovo. Der Familie sei gestützt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK das Familienleben in der 
Schweiz zu gewähren.  
 

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F. Der Regierungsrat liess sich mit Eingabe vom 29. August 2018 vernehmen und 
schliesst auf Abweisung der Beschwerde, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wird haupt-
sächlich auf den angefochtenen Entscheid verwiesen. 
 
G. Mit Eingabe vom 15. Oktober 2018 ersuchten A.____ und B.____ um Durchführung 
einer mündlichen Verhandlung.  
 
H. Mit Schreiben vom 17. Oktober 2018 wurden A.____ und B.____ darauf hingewiesen, 
dass der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen worden sei und diese über die Beweisan-
träge entscheiden und allfällige notwendige Beweismassnahmen anordnen werde. 
 
I. Mit Eingabe vom 1. November 2018 reichten die Beschwerdeführenden ein Schreiben 
von C.____ ein. Darin wird beschrieben, dass C.____ seine Adoptiveltern sehr schätze und er 
von diesen unterstützt werde. Weiter habe sich C.____ seit dem Adoptionsentscheid, welcher 
ihm nicht leicht gefallen sei, von seinen biologischen Eltern und seinen Geschwistern distanziert 
und emotionale Beziehungen zu seiner Familie und seinen Freunden vermieden. Er wäre gerne 
mit seinem Adoptivvater zusammen und würde gerne seine berufliche Karriere vorantreiben. 
C.____ bemühe sich sehr um eine Berufsausbildung und Integration in der Schweiz.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Die Beschwerde-
führenden sind als Adressaten vom angefochtenen Beschluss berührt. Beide haben ein 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen 
erfüllt sind und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden.  
 
1.2 Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – als offensicht-
lich unbegründet, weshalb das Kantonsgericht im Zirkulationsverfahren entscheidet (§ 1 Abs. 4 
VPO). 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch so-
wie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Über-
prüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht im vorliegenden Fall verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob das Amt für Migration Basel-Landschaft das Fami-
liennachzugsgesuch von C.____ zu Recht abgewiesen hat. 
 

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4.1 Der ausländerrechtliche Familiennachzug ist in den Art. 42 ff. des Bundesgesetzes 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005 geregelt. Gemäss 
Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Per-
sonen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Anspruch auf Familiennachzug 
nach Art. 43 Abs. 1 AuG erlischt, wenn dieser in rechtsmissbräuchlicher Weise geltend gemacht 
wird oder Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 AuG; Botschaft vom 
8. März 2002 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, BBl 2002 3709 ff., 
insb. 3792 Ziff. 2.6; Urteil 2C_404/2014 vom 19. Juni 2014 E. 2.1). Zudem setzt der Rechtsan-
spruch auf Familiennachzug die Wahrung der gesetzlichen Fristen voraus (Art. 47 AuG). Dem 
Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die nachzuziehende Person, wie Art. 43 
Abs. 1 AuG sie umschreibt, ist folglich nicht "automatisch" zu entsprechen (BGE 136 II 78 E. 4.7 
und E. 4.8). 
 
4.2 Gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG ist der (ordentliche) Anspruch auf Familiennachzug inner-
halb von fünf Jahren geltend zu machen (Satz 1). Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb 
von zwölf Monaten nachgezogen werden (Satz 2). Massgeblicher Zeitpunkt für die Bestimmung 
des Nachzugsalters ist der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (Urteil des Bundesgerichts 
2C_1014/2014 vom 21. Januar 2016 E. 2; BGE 136 II 497 E. 3.4 und 3.5). Die Nachzugsfristen 
beginnen bei Familienangehörigen von ausländischen Personen zum Zeitpunkt der Erteilung 
der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverhältnis-
ses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG). Innert dieser Frist muss das Gesuch eingereicht werden (Art. 73 
Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Okto-
ber 2007). Die in Art. 47 AuG enthaltenen Altersbeschränkungen und Fristen für den Familien-
nachzug dienen der frühzeitigen Integration und sind auch mit der Konvention zum Schutz der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 vereinbar (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 4.2 mit Verweis auf BGE 137 I 284 
E. 2.4-2.6). 
 
4.3 Unstrittig ist, dass die Adoption von C.____ durch die Beschwerdeführenden am 
28. August 2015 erfolgte und das Gesuch um Einreise in die Schweiz zum Verbleib bei den 
Adoptiveltern am 2. September 2016 bei der Schweizerischen Botschaft in Pristina von C.____, 
vertreten durch seine leiblichen Eltern, gestellt wurde. Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung 
war C.____ 14 Jahre alt, womit die einjährige Nachzugsfrist zur Anwendung kommt (Art. 47 
Abs. 1 AuG). Diese Frist hat am 28. August 2015 zu laufen begonnen und endete am 
28. August 2016, das Gesuch vom 2. September 2016 wurde somit verspätet eingereicht. Wie 
die Vorinstanz zu Recht festhält, ist für den Zeitpunkt des Fristablaufs die Gesuchseinreichung 
massgeblich. Ob die Schweizerische Botschaft zuvor bereits kontaktiert oder aufgesucht wurde, 
ist dabei unerheblich. Die Behandlungszeit des Gesuchs beim AfM ist ebenfalls unbeachtlich 
und hat auf den Fristenlauf keinen Einfluss. Damit ist erstellt, dass das Gesuch um Familien-
nachzug verspätet eingereicht wurde und die Nachzugsfristen gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG nicht 
eingehalten wurden. Ein nachträglicher Familiennachzug gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG kommt 
vorliegend nicht in Betracht (vgl. nachstehende Erwägungen). 
 

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5.1 Unabhängig von den Nachzugsfristen in Art. 47 AuG, erlöschen die Ansprüche auf Fa-
miliennachzug gem. Art. 43 AuG, wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, na-
mentlich um Vorschriften des AuG und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung 
und den Aufenthalt zu umgehen (Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG). Eine Adoption, mit welcher die aus-
länderrechtlichen Zulassungs- und Aufenthaltsvorschriften umgangen werden sollen (sog. “Um-
gehungsadoption“), widerspricht Sinn und Zweck des Familiennachzugs und führt gemäss 
Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG zum Erlöschen des Anspruchs nach Art. 43 Abs. 1 AuG (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 2C_404/2014 vom 19. Juni 2014 E. 2.2, 2C_1115/2013 vom 11. Februar 
2014 E. 2.6). Ein missbräuchlicher Familiennachzug von Kindern aus nichtfamiliären Gründen 
liegt dann vor, wenn man aufgrund der gesamten Umstände davon ausgehen muss, dass Kin-
der in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen (d.h. zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der 
Schweiz) nachgezogen werden sollen und dabei nicht das Zusammenleben der Familienmit-
glieder im Vordergrund steht (BBl 2002 3709 ff., insb. 3794 f.). 
 
5.2 Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass C.____ zusammen mit seinen leiblichen 
Eltern und seinen Geschwistern im Kosovo aufgewachsen ist. Er stammt aus einer intakten 
Familie und guten wirtschaftlichen Verhältnissen. Inzwischen ist er 16 Jahre alt, wird in abseh-
barer Zeit seinen Schulabschluss machen und steht vor dem Eintritt ins Erwachsenenleben. 
C.____ hat sein ganzes bisheriges Leben im Kosovo verbracht und die Beschwerdeführenden 
lediglich während deren Ferienaufenthalten im Kosovo gesehen. Bei den Beschwerdeführenden 
in der Schweiz war C.____ offensichtlich noch nie, zumindest geht aus den Akten nichts Ge-
genteiliges hervor. Bei seiner Befragung in der Schweizerischen Botschaft führte C.____ aus, 
dass er keine besondere Verbindung zu den Beschwerdeführenden habe und nicht wisse, wa-
rum gerade er ausgewählt worden sei, adoptiert zu werden. Die leiblichen Eltern von C.____ 
hätten ebenfalls keinen Grund angeben können, weshalb sie ihren Sohn zur Adoption freigege-
ben hätten (vgl. Bericht der Schweizerischen Botschaft im Kosovo vom 2. September 2016). 
Aus der Adoptionsverfügung vom 28. August 2015 geht hervor, dass die Adoption zu Gunsten 
der Erziehung und Bildung des Adoptivkindes sei und dieses nach der Adoption ein besseres 
Leben führen könne.  
 
5.3 Obschon die Beschwerdeführenden C.____ finanziell unterstützten und ihn in den Feri-
en besuchten, ist eine über den Verwandtschaftsgrad hinausgehende, enge affektive Bezie-
hung weder glaubwürdig noch erstellt. Angesichts dieser Umstände ist es nicht glaubhaft, dass 
der von den Beschwerdeführenden geltend gemachte Kinderwunsch für die Adoption aus-
schlaggebend war. Die gewünschte Elternrolle spricht eher gegen die Adoption eines fast voll-
jährigen Neffen, der sein Leben altersentsprechend selbständig führen kann und voraussichtlich 
nicht mehr längere Zeit bei den Beschwerdeführenden leben würde. Aus Sicht der Herkunfts-
familie von C.____ sind zudem keine Gründe für die Notwendigkeit einer Adoption erkennbar. 
Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb sie sich nicht um C.____ kümmern könnten. Dem 
eingereichten Bericht des Zentrums für Soziale Angelegenheiten in F.____ vom 2. Juli 2015 
lässt sich vielmehr entnehmen, dass sich die biologischen Eltern von C.____ sehr für dessen 
Erziehung und Ausbildung eingesetzt hätten. Selbst aus dem Schreiben von C.____ vom 
1. November 2018 gehen keine Gründe hervor, weshalb er nicht bei seinen leiblichen Eltern 
und seinen Geschwistern bleiben kann oder möchte. Im Gegenteil entsteht auch aufgrund des 

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Briefes von C.____ der Eindruck, als ob es ihm nicht leicht fallen würde, seine Familie und sei-
ne Freunde zu verlassen. Aufgrund der vorliegenden Akten ist davon auszugehen, dass die 
Adoption aus adoptionsfremden Gründen erfolgte. Vor diesem Hintergrund kann mit der Vo-
rinstanz festgehalten werden, dass nicht die Zusammenführung der Familie in der Schweiz im 
Vordergrund steht, sondern vielmehr davon auszugehen ist, dass C.____ eine bessere Aus-
gangslage für seine Zukunft, namentlich bessere Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten, ver-
schafft werden soll. Es liegt somit eine “Umgehungsadoption“ vor, mit welcher die ausländer-
rechtlichen Zulassungs- und Aufenthaltsvorschriften umgangen werden sollen. Sie widerspricht 
Sinn und Zweck des Familiennachzugs und führt gemäss Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG zum Erlö-
schen des Anspruchs nach Art. 43 Abs. 1 AuG (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_404/2014 
vom 19. Juni 2014 E. 2.2; 2C_1115/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.6). Eine weitere Interes-
senabwägung ist hier nicht vorzunehmen, zumal die Umgehungsadoption als solche verfas-
sungs- und konventionsrechtlich keinen besonderen Schutz verdient und keine enge Beziehung 
zwischen den Beschwerdeführenden und ihrem Adoptivsohn besteht (Art. 8 EMRK; Art. 13 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999; BGE 137 I 
247 E. 5.1.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_404/2014 vom 19. Juni 2014 E. 2.2; 
2C_1115/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.6). 
 
6.1 Die Beschwerdeführenden verlangen eine mündliche Parteiverhandlung. Zum An-
spruch auf rechtliches Gehör gehört das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine 
Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern und an der Erhebung wesentli-
cher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b). Art. 29 Abs. 2 
BV statuiert jedoch kein unbedingtes Recht auf mündliche Anhörung durch das urteilende Ge-
richt und steht einer vorweggenommenen Beweiswürdigung nicht entgegen (BGE 134 I 140 
E. 5.3; 131 I 153 E. 3). Im vorliegenden Verfahren auf Verweigerung des Familiennachzugs 
sind zahlreiche Umstände objektiver Natur sowie das in der Vergangenheit liegende Verhältnis 
zwischen den Betroffenen zu berücksichtigen. Dem persönlichen Eindruck kann dabei keine 
überwiegende Bedeutung zukommen, weshalb es verfassungsrechtlich zulässig ist, aufgrund 
der Akten zu entscheiden. Im Übrigen sind Verfahren betreffend die Gewährung von Asyl, die 
Zuerkennung oder Verweigerung des Aufenthaltsrechts in einem Staatsgebiet nicht vom Begriff 
der "civil rights" erfasst und fallen damit nicht in den Anwendungsbereich von Art. 6 EMRK 
(vgl. CHRISTOPH GRABENWARTER/KATHARINA PABEL, Europäische Menschenrechtskonvention, 
6. Auflage, München 2016, S. 475 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführenden hatten sowohl in 
den vorinstanzlichen Verfahren als auch im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 
Gelegenheit, ihre Situation umfassend darzulegen, wovon sie auch Gebrauch gemacht haben. 
Aufgrund der vorliegenden Aktenlage kann davon abgesehen werden, die Beschwerdeführen-
den persönlich anzuhören, zumal nicht ersichtlich ist, dass weitere relevante Ausführungen in 
einer Anhörung hätten ermittelt werden können. Demnach erübrigt sich die Durchführung einer 
mündlichen Parteiverhandlung. 
 
6.2 Die Beschwerdeführenden verlangen zudem eine persönliche Anhörung von C.____. 
Nach Art. 12 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kin-
derrechtskonvention, KRK) sichern die Vertragsstaaten dem Kind, das fähig ist, sich eine eige-

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ne Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen es berührenden Angelegenheiten 
frei zu äussern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend 
seinem Alter und seiner Reife. Zu diesem Zweck wird dem Kind insbesondere Gelegenheit ge-
geben, in allen das Kind berührenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittel-
bar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen 
Verfahrensvorschriften gehört zu werden. Zudem verlangt Art. 12 KRK dort, wo das Verfahren 
hauptsächlich schriftlich ist, wie namentlich im ausländerrechtlichen Verfahren, nicht zwingend, 
dass das Kind persönlich angehört wird, sofern sein Gesichtspunkt angemessen, d.h. durch 
eine schriftliche Erklärung des Kindes selber oder seines Vertreters ausgedrückt werden kann 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 4.4.1 mit Hinweisen). Vorlie-
gend wurden die Interessen von C.____ einerseits durch seinen Brief vom 1. November 2018 
und andererseits durch die Beschwerdeführenden eingehend vorgebracht. Die Aktenlage und 
diese schriftlichen Eingaben ermöglichten es, sich das erforderliche Bild über die massgebli-
chen Verhältnisse für die Überprüfung des Entscheids über den Familiennachzug zu machen. 
Daher erübrigt sich eine zusätzliche Anhörung von C.____. 
 
7. Die Beschwerdeführenden führen weiter aus, dass die Bearbeitung ihres Gesuchs un-
gebührlich lange gedauert habe. Dies grenze an Rechtsverweigerung. Soweit die Beschwerde-
führenden überhaupt eine Rechtsverweigerung geltend machen, ist fraglich und wird von diesen 
nicht vorgebracht, worin ihr aktuelles praktisches Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung 
dieser Frage liegen soll (Urteil des Bundesgerichts 2C_146/2017 vom 25. Januar 2018 E. 4.2; 
BGE 137 I 296 E. 4.2). Im Übrigen ist durch die zitierte Rechtsprechung (vgl. E. 4.2) gewährleis-
tet, dass der Anspruch auf Familiennachzug nicht während des Verfahrens untergehen kann. 
 
8. Zusammengefasst erfolgte die Abweisung des Gesuchs um Familiennachzug zu 
Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten von 
Fr. 1‘400.-- den unterliegenden Beschwerdeführenden aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Beschwerdeführenden haben keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
   
 4. Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführenden vom 1. November 

2018 wird dem Beschwerdegegner zur Kenntnisnahme zugestellt. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin