# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23a8de91-e386-5e62-865f-ac265a7684d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2010 C-5567/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5567-2007_2010-10-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5567/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richter Ronald Flury, 
Gerichtsschreiberin Barbara Kummer

X._______,
ohne Zustelldomizil in der Schweiz,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Revision Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5567/2007

Sachverhalt:

A.

A.a Der am 1. August 1956 geborene, verheiratete X._______ (nach-
folgend: Beschwerdeführer), serbischer Staatsangehöriger, kam 1989 
als  Saisonnier  in  die  Schweiz  und  arbeitete  bis  1992  als  Bauhand-
langer in einem Kleinbetrieb im Kanton Y._______. Laut dem Bericht 
seines damaligen Hausarztes Dr. A._______ litt der Beschwerdeführer 
an  einem  malignen  Schwannom  (bösartiger  Tumor)  mit 
rhabdomyoblastischer  Differenzierung  (lokalisierte  Organschwellung) 
an der  linken Halsseite,  welches ihm am 18. Mai  1992 im Kantons-
spital Y._______ operativ entfernt wurde. Die perkutane Radiotherapie 
erfolgte  im  Kantonsspital  Z._______.  Der  Hausarzt  diagnostizierte 
zudem  ein  panvertebrales  Syndrom  sowie  eine  depressive  Ent-
wicklung (IV-Akt. 8). In der Folge war der Beschwerdeführer nicht mehr 
erwerbstätig. 

Am  20.  Juli  1993  reichte  der  Beschwerdeführer  bei  der  eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV)  ein  Gesuch um Gewährung 
von beruflichen Massnahmen sowie  um Ausrichtung einer  Invaliden-
rente ein (IV-Akt. 2).

In  der  Folge  beauftragte  die  IV-Stelle  des  Kantons  Y._______die 
medizinische  Abklärungsstelle  (MEDAS)  Zentralschweiz,  den  Be-
schwerdeführer medizinisch zu begutachten (IV-Akt. 14). 

Mit Verfügung vom 7. September 1995 (IV-Akt. 25) sprach die IV-Stelle 
des  Kantons  Y._______  dem Beschwerdeführer  –  hauptsächlich  ge-
stützt auf das Gutachten der MEDAS vom 19. Januar 1995 (IV-Akt. 16) 
– eine befristete halbe Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Mai 1993 bis 
31. Dezember  1994  zu.  Eine  gegen  diese  Verfügung  erhobene  Be-
schwerde hiess das Obergericht des Kantons Y._______ mit Entscheid 
vom 14. Dezember 1995 insoweit teilweise gut, als dem Beschwerde-
führer bis Ende Januar 1995 eine halbe Invalidenrente zugesprochen 
wurde. Der Antrag des Beschwerdeführers, ihm sei eine volle IV-Rente 
auszurichten, wurde abgewiesen. Das Obergericht erachtete den Be-
schwerdeführer vom 6. Januar 1995 an als zu 100 % arbeitsfähig (IV-
Akt. 37). 

Seite 2

C-5567/2007

A.b Mit  Anmeldeformular  vom  10.  März  1999  meldete  sich  der  in-
zwischen  in  seine  Heimat  zurückgekehrte  Beschwerdeführer beim 
serbischen Versicherungsträger zum Bezug einer schweizerischen IV-
Rente  an  (IV-Akt  47). Dieser  übermittelte  das  Anmeldeformular  am 
24. Januar  2003  an  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA 
(nachfolgend: Vorinstanz; IV-Akt. 48). 

Am 6. August 2003 bestätigte die Vorinstanz den Erhalt des Anmelde-
formulars und forderte den Beschwerdeführer auf, den Fragebogen für 
den Versicherten sowie alle sich in seinem Besitz befindenden Unter -
lagen  einzureichen  (IV-Akt.  60).  Mit  Schreiben  vom  10. September 
2003 (Eingang am 16. September  2003) kam der  Beschwerdeführer 
dieser Aufforderung nach. Gleichzeitig ersuchte er die Vorinstanz um 
Zusprechung einer (ganzen oder halben) IV-Rente, einer Zusatzrente 
für die Ehefrau sowie einer Kinderrente für die Kinder N._______ und 
S._______ (IV-Akt. 57 und 58). 

Mit  Schreiben vom 20. Juni  2003 bat  die  Vorinstanz den serbischen 
Versicherungsträger  um  Zustellung  diverser  Angaben  und  ärztlicher 
Unterlagen  (IV-Akt.  55).  Der  serbische  Versicherungsträger  über-
mittelte mit Schreiben vom 17. Juli 2003 folgenden Bericht:

- Arztbericht  von  Dr. B._______  vom 10.  Februar  2000,  im  Auftrag 
des serbischen Versicherungsträgers (Invalidenkommission zweiter 
Instanz; IV-Akt. 75).

Gleichzeitig  wies der  serbische Versicherungsträger darauf  hin,  dass 
der  Beschwerdeführer  keine  Beschäftigungszeiten  in  Serbien  und 
Montenegro zurückgelegt habe (IV-Akt. 56). 

A.c Die  Vorinstanz  legte  das  Dossier  zur  Beurteilung  der 
medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen  dem ärztlichen  Dienst  für 
Versicherte  im  Ausland  vor. Dr. C._______  stellte  in  seinem Bericht 
vom 7. November  2003  – hauptsächlich  gestützt  auf  das  Gutachten 
der  MEDAS  vom  19. Januar  1995  sowie  den  Arztbericht  von  Dr. 
B._______ vom 10. Februar 2000 – als Diagnosen einen Zustand nach 
Operation eines Schwannoms an der linken Halsseite sowie ein anxio-
depressives  Syndrom  mittleren  Grades.  Seiner  Ansicht  nach  recht -
fertigte  die  Chronifizierung  des  depressiven  Zustandes  die  Zu-
sprechung einer halben Rente (IV-Akt. 77). 

Seite 3

C-5567/2007

Mit  Schreiben  vom  18.  November  2003  teilte  die  Vorinstanz  dem 
serbischen Versicherungsträger  mit,  dass  aufgrund der  vorliegenden 
Unterlagen  noch  kein  Entscheid  gefällt  werden  könne,  weshalb  sie 
den serbischen Versicherungsträger aufforderte, einen Verlaufsbericht 
über  den  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  sowie  ein  im 
Arztbericht von Dr. B._______ erwähntes Gutachten einzureichen (IV-
Akt. 81).

In  der  Folge  übermittelte  der  serbische  Versicherungsträger  die 
folgenden medizinischen Unterlagen: 

- Verlaufsbericht von Dr. D._______, Chirurg, vom 8. April  2004 (IV-
Akt. 98);

- Arztbericht von Dr. E._______, Neuropsychiater, vom 8. Dezember 
1998,  im  Auftrag  des  serbischen  Versicherungsträgers  (Invaliden-
kommission erster Instanz; IV-Akt. 73). 

Diese vom serbischen Versicherungsträger  eingereichten Unterlagen 
wurden wiederum dem ärztlichen Dienst zugestellt. Dr. C._______ er-
achtete  es  in  seinem Bericht  vom 28.  Juli  2004  – gestützt  auf  den 
Arztbericht  von  Dr.  E._______  sowie  den  Arztbericht  von  Dr. 
D._______  – als verwirrend, dass die beiden Gutachter von einer In-
validität  von 80 % bzw. 60 % ausgingen,  da  dies  in  einem Missver-
hältnis zur psychischen Verfassung und der gestellten Diagnose stehe 
("Etat subdépressif avec trouble pseudoneurasthénique polymorphe"). 
Im  Weiteren  hielt  er  grundsätzlich  an  seiner  Einschätzung  vom 
7. November 2003 fest (IV-Akt. 87). 

B.
Mit  Verfügung  vom 14.  Dezember  2004  sprach  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer  mit  Wirkung  ab  dem  1.  Januar  2001  eine  halbe 
Teilrente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  aufgrund  lang-
dauernder Krankheit  im Betrage von Fr. 93.– bis zum 31. Dezember 
2002, von Fr. 95.– bis  zum 31. Dezember 2004 und von Fr. 97.– ab 
dem 1. Januar 2005, sowie eine Kinderrente (entsprechend 40 % der 
Rente des Vaters) für  den am 19. September 1991 geborenen Sohn 
S._______ zu (IV-Akt. 91).

C.
Kurz  nachdem  die  genannte  Rentenverfügung  in  Rechtskraft  er-
wachsen war, liess der Beschwerdeführer am 21. Februar 2005 (Ein-

Seite 4

C-5567/2007

gang  bei  der  Vorinstanz:  3.  März  2005)  sinngemäss  ein  Revisions-
gesuch stellen mit dem Antrag auf Zusprechung einer ganzen Rente 
(vgl. IV-Akt. 94) und in der Folge verschiedene ärztliche Berichte zur 
Stützung seines Antrages nachreichen (IV-Akt. 97 sowie IV-Akt. 99 bis 
111 [Übersetzungen IV-Akt. 112 bis 117]).

Mit  Verfügung  vom  13.  Oktober  2005  wies  die  Vorinstanz  das 
Revisionsgesuch ab mit der Begründung, der Antragsteller habe nach 
wie vor Anspruch auf eine halbe Rente (aber nicht mehr),  denn auf-
grund der neu eingereichten Unterlagen sei festgestellt worden, dass 
er  weiterhin  eine  dem Gesundheitszustand  angepasste  Tätigkeit  mit 
einem Erwerbseinkommen ausüben könne, dank welchem er mehr als 
40 % desjenigen Einkommens mit  einer  Tätigkeit  ohne Invalidität  er-
zielen  könnte  (IV-Akt.  121). Der  Entscheid  erfolgte  gestützt  auf  den 
Bericht des regionalen ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD Rhone) 
vom 19. September 2005 (IV-Akt. 119), welchem das Dossier zur Be-
urteilung  der  medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen  vorgelegt 
worden war. 

Diese Verfügung trat ebenfalls unangefochten in Rechtskraft.

D.
Mit  Schreiben  vom  31.  August  2006  (Eingang  bei  der  Vorinstanz: 
14. September  2006)  ersuchte  der  Beschwerdeführer  die  Vorinstanz 
erneut  um eine  Rentenrevision  wegen angeblicher  Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes sowie  eine Zusatzrente  sowohl  für  seine 
Ehegattin  als  auch  für  seinen  am  13. April  1982  geborenen  Sohn 
N._______ (IV-Akt. 131).

E.
Mit  Schreiben vom 2. Oktober 2006 verlangte die Vorinstanz lücken-
lose Schulbestätigungen für den Sohn N._______ und beschied dem 
Antragsteller im Übrigen, dass seine Gattin keinen Anspruch auf eine 
Zusatzrente  haben  könne,  da  sie  weder  in  der  Schweiz  gearbeitet 
habe noch ein ganzes Jahr während der Arbeit ihres Ehegatten in der 
Schweiz gelebt habe (IV-Akt. 132). 

Mit  Verfügung vom 28. Februar 2007 sprach die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Januar 2001 eine Kinderrente 
für  seinen  volljährigen Sohn N._______ im Betrage von Fr. 37.– bis 
zum 31. Dezember 2002, Fr. 38.– bis zum 31. Dezember 2004, Fr. 39.– 
bis zum 31. Dezember 2006 und Fr. 40.– ab dem 1. Januar 2007 zu, 

Seite 5

C-5567/2007

was jeweils betragsmässig 40 % der Teilrente des Beschwerdeführers 
entsprach (IV-Akt. 141). 

Gegen  diese  Verfügung  erhob  N._______  am  13.  März  2007  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss 
die  Änderung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die  Erhöhung  der 
Kinderrente  (IV-Akt.  143).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wies  die 
Beschwerde mit (Einzelrichter-)Urteil C-2003/2007 vom 26. Juni 2009 
ab.

F.
Mit Schreiben vom 3. November 2006 leitete die Vorinstanz durch die  
Zustellung  eines  vom Antragsteller  auszufüllenden  Fragebogens  ein 
Rentenrevisionsverfahren ein (IV-Akt. 133). 

Auf Aufforderung der Vorinstanz hin, reichte der Beschwerdeführer mit 
Schreiben  vom  5.  Februar  2007  (IV-Akt.  137)  die  zwei  folgenden 
medizinischen Berichte ein:

- Bericht  von Dr. F._______,  Spezialist  für  Arbeitsmedizin,  vom 26. 
Januar 2007 (IV-Akt. 139);

- Facharztbericht  von  Dr.  G._______,  Neuropsychiater,  vom 
17. Januar 2007 (IV-Akt. 139).

Die Vorinstanz legte diese Berichte dem RAD Rhone zur Beurteilung 
vor, worauf Dr. H._______ mit Stellungnahme vom 10. Mai 2007 (IV-
Akt.  146)  einen  Status  nach  bösartiger  Tumoroperation  mit 
rhabdomyoblastischer  Differenzierung  und  einen  Status  nach 
Strahlentherapie  (C 47)  sowie  ein  chronisches  cervico-  und 
lumbospondylogenes  Syndrom  bei  degenerativen  Veränderungen 
(M54.2)  (M54.5)  diagnostizierte.  Dr.  H._______  hielt  abschliessend 
fest,  der  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  sei  seit  der 
letzten  IV-Rentenrevision  unverändert,  weshalb  auch  der  zu-
gesprochene IV-Rentengrad unverändert bleibe. 

Darauf  stellte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit  Vorbescheid 
vom 16. Mai  2007  in  Aussicht,  es  bestünde  weiterhin  Anspruch  auf 
eine  halbe  Rente  (IV-Akt.  147),  wogegen  der  Beschwerdeführer  am 
5. Juni  2007 fristgerecht  Einwand erhob (IV-Akt  151) und zwei  neue 
ärztliche Atteste nachreichte:

Seite 6

C-5567/2007

- einen  Arztbericht  von  Dr.  G._______  (Neuropsychiater)  vom  13. 
Juni 2007 (IV-Akt. 156);

- einen Arztbericht von Dr. G._______vom 6. Juni 2007 (IV-Akt. 154). 

Die Vorinstanz leitete diese beiden ärztlichen Atteste dem RAD Rhone 
weiter, welcher mit Stellungnahme vom 25. Juli 2007 an der bisherigen 
Beurteilung festhielt (IV-Akt. 159).

G.
Mit Verfügung vom 3. August 2007 wies die Vorinstanz das Revisions-
gesuch ab mit  der Begründung, der Antragsteller habe nach wie vor 
Anspruch auf eine halbe Rente, denn aufgrund der neu eingereichten 
Unterlagen  sei  festgestellt  worden,  dass  er  weiterhin  eine  dem 
Gesundheitszustand  angepasste  Tätigkeit  mit  einem  Er-
werbseinkommen  ausüben  könne,  dank  welchem er  mehr  als  40 % 
desjenigen  Einkommens  mit  einer  Tätigkeit  ohne  Invalidität  erzielen 
könnte. Ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich ausgeübt werde, sei 
unerheblich.  Sie  habe  von  den  Einwänden  des  Beschwerdeführers 
vom  5.  Juni  2007  Kenntnis  genommen  und  sei  zum  Schluss  ge-
kommen, dass diese an der Richtigkeit  des Vorbescheides nichts zu 
ändern  vermöchten.  Die  neuen  Unterlagen  (Arztberichte  von  Dr. 
G._______ vom 13. Juni 2007 und 6. Juni 2007) seien dem ärztlichen 
Dienst  unterbreitet  worden.  Dieser  bestätige  seine  vorgängige 
Stellungnahme. 

H.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 22. August 2007 (Eingang) 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Er  beantragt  sinn-
gemäss  die  Änderung  der  angefochtenen  Verfügung  der  Vorinstanz 
und  die  Zusprechung  einer  ganzen  Invalidenrente.  Zusätzlich  be-
antragt er eine Begutachtung seines Gesundheitszustandes in Serbien 
oder  in  der  Schweiz.  Zur  Begründung  bringt  er  sinngemäss  vor,  er 
verstehe  nicht,  weshalb  ihm  nicht  eine  ganze  Rente  zugesprochen 
werde, obschon ihm Dr. G._______ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
attestierte. Er unterziehe sich jederzeit einer ärztlichen Untersuchung 
durch den ärztlichen Dienst der Vorinstanz. Sein Gesundheitszustand 
habe sich in der letzten Zeit wesentlich verschlechtert, weshalb er auf 
keinen Fall irgendwelche Arbeit  verrichten oder irgendwelchen Tätig-
keiten nachgehen könne. 

Seite 7

C-5567/2007

I.
Mit Schreiben vom 29. August 2007 wies der im damaligen Zeitpunkt 
zuständige Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf Art. 11b des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021) hin, welcher die Bezeichnung eines Zu-
stelldomizils in der Schweiz vorschreibt , worauf der Beschwerdeführer 
mit Schreiben vom 19. September 2007 die Adresse von I._______ in 
R._______ als Zustelladresse angab.

J.
Mit Vernehmlassung vom 18. Januar 2008 schliesst die Vorinstanz auf 
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ver-
fügung. In der Begründung beruft sich die Vorinstanz auf den Grund-
satz der freien Beweiswürdigung, wonach u.a. ärztliche Beurteilungen 
der  freien  Würdigung  durch  die  Organe  der  schweizerischen  In-
validenversicherung und im Beschwerdefall durch die schweizerischen 
Gerichte unterlägen, ohne dass eine Bindung an die Beurteilung aus-
ländischer  Versicherungsträger,  Krankenkassen,  anderer  Behörden 
und Ärzte bestehe. Weiter bringt die Vorinstanz vor, in medizinischer 
Sicht  lägen  keine  neuen  Sachverhaltselemente  vor,  welche  eine  er-
neute  Beurteilung des RAD Rhone erforderten,  weshalb  sie  auf  die 
dem  Abklärungsverfahren  zugrundeliegenden  regionalärztlichen  Be-
richte (IV-Akt. 159 und 119) verweise. Darin gelange der beurteilende 
RAD-Arzt  zur  Schlussfolgerung,  dass  der  Gesundheitszustand  des 
Beschwerdeführers keine Änderung erfahren habe, weshalb es bei der 
bisherigen Einschätzung einer 50-prozentigen Invalidität bleibe. Da der 
RAD  Rhone  im  Rahmen  einer  sorgfältigen  Beurteilung  die  vor-
liegenden medizinischen Unterlagen für eine zuverlässige Beurteilung 
als  genügend  erachtet  habe,  sei  von  der  in  der  Beschwerde  be-
antragten Ergänzung durch eine zusätzliche Begutachtung abzusehen.

K.
Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
8. Februar  2008 erhielt  der  Beschwerdeführer  Gelegenheit,  eine Re-
plik  zur  Vernehmlassung  der  Vorinstanz  einzureichen.  Gleichzeitig 
wurde  er  aufgefordert,  einen  Kostenvorschuss  von  Fr. 300.– in  der 
Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. 

Gegen  diese  Zwischenverfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  am 
3. März 2008 beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten. Darin beantragt er die Änderung der angefochtenen 

Seite 8

C-5567/2007

Verfügung  der  Vorinstanz  und  die  Zusprechung  einer  ganzen  In-
validenrente. Zudem stellt  er  den Antrag,  die Vorinstanz habe ihn in 
der  Schweiz  ärztlich  begutachten  zu  lassen.  Gleichzeitig  reichte  er 
neue  medizinische  Unterlagen  ein.  Aus  diesen  Unterlagen  gehe 
hervor, dass er 100 % arbeitsunfähig sei. 

Mit  Urteil  vom  26.  März  2008  trat  das  Bundesgericht  auf  die  Be-
schwerde nicht ein mit der Begründung, die Beschwerde genüge den 
inhaltlichen Mindestanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nicht, 
fänden sich darin doch lediglich Ausführungen zur Sache selbst, ohne 
indessen  auch  nur  ansatzweise  darzutun,  inwieweit  das  Bundesver-
waltungsgericht mit der Verfügung vom 8. Februar 2008 eine Rechts-
verletzung begangen haben könnte. 

L.
Mit Verfügung vom 21. Mai 2008 erwog das Bundesverwaltungsgericht, 
der  Eingabe  des  Beschwerdeführers  vom  3. März  2008  könne 
materiell  entnommen werden,  dass  er  sich  zur  Vernehmlassung  der 
Vorinstanz vom 18. Januar 2008 äussere, weshalb unter diesen Um-
ständen  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  verfügungsgemäss  als 
fristgerecht eingereichte Replik entgegenzunehmen sei. Das Bundes-
verwaltungsgericht sandte daher die Replik vom 3. März 2008 mitsamt 
der  Gerichtsakten  an  die  Vorinstanz  und  lud  diese  ein,  eine  Duplik 
einzureichen.

M.
Mit Duplik vom 3. Juni 2008 hält die Vorinstanz an ihren Anträgen auf 
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ver-
fügung fest. Entgegen der Erwähnung in der Replik vom 3. März 2008 
lägen ihr keine neuen ärztlichen Unterlagen vor, weshalb sie auf ihre 
Ausführungen  in  der  Vernehmlassung  sowie  auf  die  der  Vernehm-
lassung  zugrundeliegenden  regionalärztlichen  Stellungnahmen  ver-
weise. 

N.
Mit Verfügung vom 17. Juni 2008 schloss der im damaligen Zeitpunkt 
zuständige  Instruktionsrichter  den  Schriftenwechsel  ab.  Weitere 
Instruktionsmassnahmen blieben vorbehalten.

O.
Mit  Verfügung  vom  5. August  2009  erwog  die  neu  zuständige 

Seite 9

C-5567/2007

Instruktionsrichterin,  dass in  der Replik  des Beschwerdeführers vom 
3. März 2008 als Anlage drei ärztliche Berichte erwähnt wurden, indes 
aufgrund  der  dem  Bundesverwaltungsgericht  vorliegenden  Akten 
davon  auszugehen  sei,  dass  diese  dem  Bundesverwaltungsgericht 
nicht unterbreitet wurden. Der Beschwerdeführer wurde daher ersucht, 
dem Bundesverwaltungsgericht die in seiner Replik vom 3. März 2008 
erwähnten drei Arztberichte einzureichen. 

Der  Beschwerdeführer  kam  der  Aufforderung  des  Bundesver-
waltungsgerichts mit Schreiben vom 29. August 2009 nach und reichte 
die folgenden ärztlichen Berichte ein:

- Schlussberichte des RAD Rhone vom 19. September 2005 (IV-Akt. 
119) und vom 25. Juli 2007 (IV-Akt. 159);

- drei  nicht  übersetzte Arztberichte im Original,  je vom 25. Februar 
2008 (inklusive einem Diagramm auf Milimeterpapier);

- einen Bericht von Dr. D._______ vom 8./16. April 2004. 

Diese  ärztlichen  Berichte  wurden  mit  Verfügung  des  Bundesver-
waltungsgerichts vom 22. September 2009 der Vorinstanz zugestellt, 
welche  diese  dem  RAD  Rhone  zur  Beurteilung  unterbreitete.  Auf 
Grund  der  Sprachkenntnisse  von Dr. J._______  verzichtete  die  Vor-
instanz  auf  die  Übersetzung  der  drei  Arztberichte  vom 25.  Februar 
2008. Dr. J._______ hielt  in  ihrer  Stellungnahme vom 14. Dezember 
2009 an der Beurteilung vom 25. Juli 2007 fest.

Nach  einmaliger  Fristerstreckung  reichte  die  Vorinstanz  am 
18. Dezember  2009  eine  Stellungnahme  zu  den  erhaltenen 
medizinischen  Unterlagen  ein.  Darin  beantragt  sie  erneut  die  Ab-
weisung  der  Beschwerde  sowie  die  Bestätigung  der  angefochtenen 
Verfügung. 

P.
Mit  Verfügung  vom  5.  Januar  2010  stellte  das  Bundesverwaltungs-
gericht  dem Beschwerdeführer die  Stellungnahme der Vorinstanz in-
klusive  der  Stellungnahme  des  RAD  Rhone  sowie  der  Anfrage  an 
Dr. J._______ zu. Gleichzeitig lud sie den Beschwerdeführer ein, eine 
allfällige Stellungnahme dazu bis 27. Januar 2010 einzureichen.

Seite 10

C-5567/2007

Am  16.  März  2010  reichte  der  Beschwerdeführer  beim  Bundesver-
waltungsgericht  ein  Fristerstreckungsgesuch  ein.  Er  habe  die  Ver-
fügung des Bundesverwaltungsgerichts  vom 5. Januar  2010 erst  am 
10. März 2010 erhalten. 

Mit Verfügung vom 19. März 2010 wies das Bundesverwaltungsgericht 
das  Fristerstreckungsgesuch  wegen  Verspätung  ab.  Dem  Be-
schwerdeführer sei indessen unbenommen, eine Stellungnahme zum 
Schreiben  der  Vorinstanz  einzureichen,  da  das  Bundesverwaltungs-
gericht gemäss Art. 32 Abs. 2 VwVG verspätete Parteivorbringen, die 
ausschlaggebend erscheinen, trotz Verspätung berücksichtigen könne.

Mit Schreiben vom 19. März (Eingang: 25. März) 2010 reichte der Be-
schwerdeführer  eine  Stellungnahme  zum  Schreiben  der  Vorinstanz 
vom 18. Dezember 2009 ein. Darin beantragt er sinngemäss weiterhin 
die  Gutheissung  der  Beschwerde  und  Änderung  der  angefochtenen 
Verfügung.

Die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 19. März 2010 wurde 
der Vorinstanz mit Verfügung vom 1. April 2010 zur Kenntnis gebracht.

Q.
Mit Schreiben vom 30. März 2010 (Eingang: 13. April 2010) beantragte 
der Beschwerdeführer, alle Schriftstücke bzw. Gerichtsakten seien ihm 
künftig an seine Wohnsitzadresse in Serbien zuzustellen. 

Mit Verfügung vom 27. April 2010 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
dem Beschwerdeführer auf diplomatischem bzw. konsularischem Weg 
mit,  dass  die  Schweiz  mit  Serbien  kein  entsprechendes  Abkommen 
abgeschlossen habe, welches eine direkte postalische Zustellung von 
Gerichtsakten  vorsehe.  Das  Bundesverwaltungsgericht  forderte  den 
Beschwerdeführer daher gleichzeitig dazu auf, innerhalb von 30 Tagen 
nach Empfang der Verfügung eine neue Zustelladresse in der Schweiz 
zu  bezeichnen,  ansonsten  künftige  Anordnungen  und  Entscheide  in 
der  vorliegenden  Sache  durch  Publikation  im  Bundesblatt  eröffnet 
würden.

Der  Beschwerdeführer  kam  dieser  Aufforderung  innerhalb  der  dazu 
angesetzten Frist nicht nach. 

Seite 11

C-5567/2007

R.
Auf  die  dargelegten  und  weitere  Vorbringen  wird,  soweit  sie  rechts-
erheblich sind, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20)  beurteilt  das 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland 
gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland.  Eine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das 
IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwer-
delegitimiert ist. Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht 
(Art. 60 Abs. 1 ATSG, Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) einge -
reicht wurde, ist auf sie einzutreten.

1.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet. Vorliegend ist der Vorsitz im Beschwerdeverfahren auf die Ab-
teilung II übergegangen, unter Einbezug eines weiteren Richters der-
selben Abteilung.

Seite 12

C-5567/2007

2.
Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundesrecht 
einschliesslich  der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  des  Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine 
kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

3.
Nach dem Zerfall  der  Föderativen Volksrepublik  Jugoslawien blieben 
zunächst  die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwi-
schen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen 
Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR  0.831. 
109.818.1; im Folgenden: Abkommen) für alle Staatsangehörigen des 
ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 
V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit gewis-
sen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowe-
nien, Mazedonien), nicht aber mit Serbien, neue Abkommen über So-
ziale  Sicherheit  abgeschlossen. Für  den Antragsteller  als  serbischer 
Staatsangehöriger findet demnach weiterhin das schweizerisch-jugos-
lawische Abkommen Anwendung. Nach Art. 2 des im Zeitpunkt des Er-
lasses  der  streitigen  Verfügung  vom  3.  August  2007  anwendbaren 
Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ih-
ren Rechten und Pflichten aus den in Art.  1 des Abkommens genann-
ten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundesgesetz-
gebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit 
nichts anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich der Vor-
aussetzungen des Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente 
sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 des 
Abkommens  aufgestellten  Grundsatz  der  Gleichstellung  abweichen, 
finden sich weder im Abkommen selbst noch in anderen, auf Serbien 
anwendbaren völkerrechtlichen Vereinbarungen.

Nach dem Gesagten bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung nach dem 
schweizerischen Recht, insbesondere dem IVG, der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), des 
ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 2002 
(ATSV, SR 830.11).

4.

Seite 13

C-5567/2007

4.1 Bei der Beurteilung einer Streitsache ist in der Regel auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 3. August 
2007) eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweis). Tatsachen,  die jenen Sachverhalt  seither  verändert  haben, 
sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung 
sein (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen).

4.2 Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechts-
sätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Für das 
vorliegende Verfahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft ge-
tretene  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts  anwendbar.  Die  darin  enthaltenen  Formulierungen 
der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der 
Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der 
Rechtsprechung  dazu  entwickelten  Begriffen  in  der  Invalidenver-
sicherung.  Demzufolge  haben  die  diesbezüglich  von  der  Recht-
sprechung  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des 
ATSG weiterhin Geltung (vgl. BGE 130 V 343 E. 2 – 3.6). 

4.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist auf die 
Fassung  gemäss  den  am  1.  Januar  2004  in  Kraft  getretenen 
Änderungen  (4.  IV-Revision)  abzustellen.  Hingegen  sind  Be-
stimmungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV und der ATSV vom 28. September 2007 (AS 2007 5129 bzw. AS 
2007  5155),  die  nach  dem  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  in 
Kraft  getreten sind, nicht anwendbar. Damit sind die durch die 5. IV-
Revision  eingeführten  und  am  1. Januar 2008  in  Kraft  getretenen 
Änderungen  (AS 2007  5129,  5155)  nicht  zu  berücksichtigen.  Im 
Folgenden  werden  deshalb  die  ab  1. Januar 2004  bis  Ende  2007 
gültigen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert  (AS 2003 3837, 
3859).

5.

5.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen IV hat, wer invalid 
im Sinne des Gesetzes ist  und als versicherte Person  –  kumulativ  – 
bei  Eintritt  der  Invalidität  bereits  während  mindestens  eines  vollen 
Jahres  Beiträge  an  die  schweizerische  Sozialversicherung  (Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung) geleistet  hat  (gesetzliche 
Mindestbeitragsdauer; vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der hier anwendbaren, 
bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). Letztere Bedingung ist 

Seite 14

C-5567/2007

beim Beschwerdeführer erfüllt,  übte er doch von 1989 bis 1992 eine 
Erwerbstätigkeit in der Schweiz aus und war während dieser Zeit der 
obligatorischen  Sozialversicherung  unterstellt  und  dementsprechend 
beitragspflichtig  (vgl.  Art. 1b  IVG  i.V.m.  Art. 1a  Abs. 2  des  Bundes-
gesetzes  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  vom 
20. Dezember 1946 [AHVG, SR 831.10]).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  infolge  von  Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 4 
Abs. 1  IVG).  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust  der Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht 
kommenden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art. 7  ATSG).  Arbeitsun-
fähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen 
oder psychischen Gesundheit  bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit,  im bisherigen Beruf  oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit  zu 
leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenver-
sicherungsrechtlich  nicht  als  relevant  gelten  Einschränkungen  der 
Erwerbsfähigkeit,  welche die versicherte Person bei  Aufbietung allen 
guten Willens,  die  verbleibende Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  ab-
wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im 
gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der 
Schadenminderungspflicht  ist  ein  dauernd  in  seiner  Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkter Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit im 
angestammten  oder  einem  anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu 
suchen und anzunehmen, soweit sie noch möglich und zumutbar er-
scheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 2a). Diese Arbeits-
möglichkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen zu lassen,  wobei  es 
unerheblich ist,  ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet 
oder nicht.

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  haben  Versicherte  bei  einem  IV-Grad  von 
mindestens  70 %  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente,  bei  mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe 
Rente sowie bei mindestens zu 40 % auf eine Viertelsrente. Gemäss 

Seite 15

C-5567/2007

Art.  28  Abs. 1ter IVG (in  der  bis  zum 31. Dezember  2007  gültig  ge-
wesenen  Fassung)  werden  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von 
weniger  als  50 % entsprechen,  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  ab  1.  Juni 
2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige  von 
Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, welche Anspruch auf 
Viertelsrenten  haben,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben.  Auf  den  Beschwerde-
führer trifft diese Ausnahme somit nicht zu.

5.2 Um den IV-Grad bemessen zu können, sind Verwaltung und Ge-
richt auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und andere Fachleute 
zur  Verfügung  zu  stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2). Verwaltung und 
Gericht haben die medizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung wie alle anderen Beweismittel  ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  insbesondere  für  das  Gericht,  dass  es  alle 
Beweismittel,  unabhängig,  von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat,  ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung  des  streitigen Rechtsanspruches  gestatten. 
Ein  erhöhter  Beweiswert  kann Gutachten zukommen,  welche für  die 
streitigen  Belange  umfassend  sind,  auf  allseitigen  Untersuchungen 
beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden  und  in  der  Darlegung  der 
Zusammenhänge sowie  der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation 
einleuchtend sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c mit 
Hinweisen).

Sozialversicherungsverfahren und -prozess sind vom Untersuchungs-
grundsatz beherrscht. Demnach haben die Verwaltung und das Gericht 
von  Amtes  wegen  für  die  richtige  und  vollständige  Abklärung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  zu  sorgen.  Der  Grundsatz  gilt  indes 
nicht  uneingeschränkt; er  findet  zum einen sein  Korrelat  in  den Mit -
wirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 

Seite 16

C-5567/2007

157  E. 1a,  je  mit  Hinweisen).  Zum  andern  umfasst  die  behördliche 
bzw.  richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von 
einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur 
auf  den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegen-
stand) erheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder  anders  zu entscheiden ist  (vgl.  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungs-
rechtspflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen 
haben Behörden und Gerichte zusätzliche Abklärungen vorzunehmen 
oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder 
anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis).

Sodann  hat  das  Gericht  sein  Urteil,  sofern  das  Gesetz  nichts  Ab-
weichendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat 
vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  er  von  allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl.  
BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

6.
Ändert sich  der  IV-Grad  einer  Rentenbezügerin  oder  eines  Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder auf -
gehoben  (Art.  17  Abs.  1  ATSG).  Das  Institut  der  Revision  von  In-
validenrenten  wurde  vom  Gesetzgeber  in  Weiterführung  der  ent-
sprechenden  bisherigen  Regelungen  in  Art.  17  Abs.  1  ATSG  auf-
genommen. Die zu Art. 41  Abs. 1 IVG (in  der  bis  Ende 2002 gültig 
gewesenen  Fassung)  entwickelte  Rechtsprechung  ist  daher  grund-
sätzlich weiterhin anwendbar (BGE 130 V 343 E. 3.5.4).

6.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen,  die  geeignet  ist,  den IV-Grad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine IV-Rente  ist  demgemäss 
nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des  Gesundheits-
zustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes 
erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5, BGE 117 V 198 E. 
3b mit Hinweisen). Dagegen stellt nach ständiger Rechtsprechung die 
bloss  unterschiedliche  Beurteilung  der  Auswirkungen  eines  im 

Seite 17

C-5567/2007

Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die 
Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen keinen  Revisionsgrund  im 
Sinne von Art.  17  Abs. 1  ATSG dar  (Urteil  BGer  9C_552/2007  vom 
17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2 [I 574/02]; AHI 
2002 S. 65 E. 2 [I  82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 E. 2b mit  Hin -
weisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

6.2 Ob eine  unter  revisionsrechtlichen  Gesichtspunkten  erhebliche 
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sach-
verhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person er-
öffneten  rechtskräftigen  Verfügung,  welche  auf  einer  materiellen 
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä-
rung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommensver-
gleichs  (bei  Anhaltspunkten  für  eine  Änderung  in  den  erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur 
Zeit  der  streitigen  Revisionsverfügung  bzw.  des  Einspracheent-
scheides  (BGE  130  V  343  E.  3.5).  Erfolgte  zwischenzeitlich  eine 
Überprüfung des Rentenanspruchs, die zu einer blossen Bestätigung 
der  bisherigen  Rentenverfügung  führte,  kommt  einem  solchen  Ent-
scheid  keine  Bedeutung  zu;  der  Überprüfungszeitraum wird  nur  be-
grenzt durch einen Entscheid, der auf  einer materiellen Prüfung des 
Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung,  auf 
einer  entsprechenden  Beweiswürdigung  und  gegebenenfalls  einer 
korrekten  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  beruht  (BGE 
133 V 108 E. 5.4). Vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wieder-
erwägung und zur prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).

6.3 Auf  Gesuch  des  Beschwerdeführers  hin  wurde  diesem mit  Ver-
fügung  vom 14.  Dezember  2004  eine  halbe  Rente  mit  Wirkung  ab 
1. Januar  2001  zugesprochen.  Gemäss  Aktenlage  untersuchte  die 
Vorinstanz in diesem Gesuchsverfahren den Sachverhalt eingehend – 
indem  medizinische  Unterlagen  bei  den  serbischen  Behörden  ein-
geholt wurden (Arztbericht von Dr. E._______ vom 8. Dezember 1998, 
Arztbericht von Dr. B._______ vom 10. Februar 2000, Verlaufsbericht 
von Dr. D._______ vom 8. April  2004) – und würdigte anschliessend 
die  Ergebnisse  zusammen  mit  dem medizinischen  Dienst  (Stellung-
nahmen von Dr. C._______vom 7. November 2003 und 28. Juli 2004). 
Zudem wurde ein Einkommensvergleich durchgeführt (IV-Akt. 92). Es 
handelt  sich demzufolge bei der Verfügung vom 14. Dezember 2004 
um eine abgeschlossene materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit 

Seite 18

C-5567/2007

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung, welche 
den Referenzzeitpunkt begründet.

Die  auf  das  erste  Revisionsgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
21. Februar  2005 hin  erfolgte  Überprüfung des Rentenanspruchs im 
Oktober 2005, welche die Rentenverfügung vom 14. Dezember 2004 
bestätigte, ist  nach dem oben Ausgeführten für die Bestimmung des 
Referenzzeitpunkts unbeachtlich. 

6.4 Im  vorliegenden  Verfahren  ist  demnach  zu  prüfen,  ob  sich  der 
Gesundheitszustand und die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers 
seit der rentenzusprechenden Verfügung vom 14. Dezember 2004 bis 
zum 3. August 2007 massgeblich verändert haben.

7.
Mit Verfügung vom 14. Dezember 2004 sprach die IV-Stelle dem Be-
schwerdeführer mit  Wirkung ab dem 1. Januar 2001 eine halbe Teil-
rente der schweizerischen Invalidenversicherung zu. Grundlage für die 
medizinische Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerde-
führers im Zeitpunkt der Verfügung bildeten folgende Unterlagen: 

- Gutachten der MEDAS vom 19. Januar 1995: Im Gutachten wurden 
unter  dem Titel  "Diagnosen  ohne  wesentliche  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert" folgende Diagnosen fest-
gehalten: "Leichtgradiges tendomyotisches Zervikothorakalsyndrom 
linksbetont  bei  Fehlhaltung  mit  muskularer  Dysbalance  und 
funktioneller  Überlagerung;  Status  nach  Exzision  eines  malignen 
Schwannoms mit  rhabdomyoblastischer  Differenzierung  aus  linker 
Nackenseite;  Status  nach  perkutaner  Radiotherapie  des  Halses 
dorsal links mit 6000 cGy; Nikotinabusus (4py)". Die psychiatrische 
Untersuchung  ergab  die  Diagnose  "aggravierte  Restbeschwerden 
nach  Schwannom-Entfernung.  Möglicherweise  Rentenbegehrlich-
keit". Das Gutachten der MEDAS erwähnte zudem einen Arztbericht 
von  Dr.  K._______,  Rheumatologe,  vom  9.  Februar  1994,  in 
welchem dieser festhielt, beim Versicherten bestehe anamnestisch 
ein  diskretes  zerviko-vertebrales  und  zerviko-zephales  sowie 
oberes  thorako-vertebrales  und  thorako-spondylogenes  Syndrom 
links  (vgl.  Gutachten,  S.  4  unten).  Sämtliche  bisher  ausgeübte 
Tätigkeiten seien dem Versicherten voll  zumutbar (Arbeitsfähigkeit 
100%). Die MEDAS erachtete den Beschwerdeführer indessen für 
körperliche Schwerarbeit aufgrund der körperlichen Konstitution als 
eher nicht geeignet.

Seite 19

C-5567/2007

- Dr.  B._______  (im  Auftrag  des  serbischen  Versicherungsträgers; 
Invalidenkommission  zweiter  Instanz),  diagnostizierte  in  seinem 
Gutachten  vom  10.  Februar  2000  einen  Zustand  nach  Tumor-
operation  an  der  linken  Halsseite  ohne  Prozessdisemination  und 
ohne lokale Rezidive und Metastasen, den Zustand nach erfolgter 
Strahlentherapie  sowie  neurotische  subdepressive  Beschwerden. 
Der Versicherte klage über Schmerzen in der Halswirbelsäule sowie 
im Kreuz,  ermüde rasch und fühle sich völlig leistungsunfähig. Er 
sei nicht mehr in der Lage, seinen Beruf als ungelernter Bauarbeiter  
vollzeitig auszuüben. Tätigkeiten ohne körperliche Belastung, ohne 
Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sowie Tätigkeiten nicht an 
hochexponierten Stellen könne er indessen vollzeitig verrichten. Die 
Invalidität betrage 60 % (IV-Akt 75).

- Bericht von Dr. C._______, IV-Stellenarzt, vom 7. November 2003: 
Dr. C._______ stützte sich insbesondere auf den Arztbericht von Dr. 
B._______ sowie das Gutachten der MEDAS vom 19. Januar 1995. 
Der  Versicherte  klage  über  laterocervicale  Schmerzen,  über 
Rückenschmerzen  und  Müdigkeit.  Dr.  C._______  bestätigte  als 
Diagnosen einen Status nach Operation eines Schwannoms an der 
linken  Halsseite  sowie  ein  anxio-depressives  Syndrom  mittleren 
Grades.  Werde  berücksichtigt,  dass  sich  die  psychische  Beein-
trächtigung nach der Rückkehr nach Jugoslawien entwickelt  habe, 
eine absichtliche Verstärkung der Symptomatik nicht wahrscheinlich 
sei und die Chronifizierung des depressiven Zustandes seiner An-
sicht  nach  die  Zusprechung  einer  halben  Rente  rechtfertige,  sei 
eine Wiedereingliederung kaum in Betracht zu ziehen (IV-Akt. 77). 

- Dr.  E._______,  Neuropsychiater,  stellte  im  Arztbericht  vom 
8. Dezember  1998  (im  Auftrag  des  serbischen  Versicherungs-
trägers; Invalidenkommission erster Instanz; IV-Akt. 73) die selben 
Diagnosen wie später Dr. B._______ im Gutachten vom 10. Februar 
2000. Auch er kam zum Schluss, die Invalidität betrage 60 %. 

- Dr. D._______, Chirurg, im Auftrag des serbischen Versicherungs-
trägers, diagnostizierte in seinem Verlaufsbericht vom 8. April 2004 
einen  Zustand  nach  Tumoroperation  mit  rhabdomyoblastischer 
Differenzierung, den Zustand nach erfolgter Strahlentherapie sowie 
eine arterielle Hypertension. Weiter attestierte er dem Beschwerde-
führer  einen  subdepressiven  psychischen  Zustand  sowie  eine 

Seite 20

C-5567/2007

polymorphe pseudoneurasthenische Störung. Die Invalidität betrage 
80 % (IV-Akt 98).

- Dr. C._______, IV-Stellenarzt,  erachtete es in seinem Bericht vom 
28. Juli  2004  –  gestützt  auf  den  Arztbericht  von  Dr.  E._______ 
sowie den Arztbericht von Dr. D._______ – als verwirrend, dass die 
beiden  Gutachter  von  einer  Invalidität  von  80 %  bzw. 60 %  aus-
gingen, da dies in einem Missverhältnis zur psychischen Verfassung 
und der gestellten Diagnose stehe ("Etat subdépressif avec trouble 
pseudoneurasthénique polymorphe"). Im Weiteren hielt er an seiner 
bisherigen Einschätzung fest (IV-Akt. 87). 

7.1 Mit  Verfügung  vom  3.  August  2007  wies  die  Vorinstanz  das 
Revisionsgesuch des Beschwerdeführers vom 31. August 2006 ab. Die 
Akten enthalten – soweit den hier zu prüfenden Zeitraum betreffend – 
namentlich folgende relevante Arztberichte: 

- Schlussbericht von Dr. H._______, RAD Rhone, vom 19. September 
2005  (IV-Akt.  119),  welcher  das  Dossier  nach  dem  ersten 
Revisionsgesuch des Beschwerdeführers vom 21. Februar 2005 zur 
Beurteilung  der  medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen  vor-
gelegt worden war. Dr. H._______ berücksichtigte in ihrem Bericht 
die  vom  Beschwerdeführer  mit  seinem  ersten  Revisionsgesuch 
eingereichten ärztlichen Unterlagen (IV-Akt. 97 sowie IV-Akt. 99 bis 
111  [Übersetzungen  IV-Akt.  112  bis  117]).  Dr.  H._______ 
diagnostizierte  im  erwähnten  Bericht  einen  Zustand  nach  Tumor-
operation im Halsbereich links ohne Prozessdisimination und ohne 
lokale Rezidiv und Metastasen sowie einen Zustand nach erfolgter 
Strahlentherapie. Weiter hielt Dr. H._______ fest, der Beschwerde-
führer sei anxiodepressiv. Zusätzlich leide er an Rückenschmerzen, 
arterieller  Hypertonie  sowie  Hyperlipidemie  und  werde 
medikamentös  behandelt.  Der  medizinische  Zustand  habe  sich 
insgesamt nicht geändert.

- Bericht  von Dr. F._______,  Spezialist  für  Arbeitsmedizin,  vom 26. 
Januar 2007 (IV-Akt  139): Der  Patient  leide seit  1992 unter  Kopf-
schmerzen,  Schwindel,  Ohnmacht,  Müdigkeit,  Kraftlosigkeit  sowie 
Herzrasen. Weiter  habe er  Schmerzen in der  Lenden-  und in  der 
Nackenpartie sowie in den Arm- und Beingelenken. Dr. F._______ 
stellte  folgende Diagnosen: "CT. Post  Schvanoma malignum regio 
nushae post iradiationem, Cephalea symp. Atrophio corgex cerebri, 
Sy.  vertiginosum,  Polidiscopathia  vert-lumbalis  spondylosis  vert 

Seite 21

C-5567/2007

lumbalis,  Bronchitis  chr."  Weiter  attestierte  er  dem Patienten eine 
arterielle Hypertension sowie eine anxio-depressive Störung.

- Facharztbericht  von  Dr.  G._______,  Neuropsychiater,  vom 
17. Januar 2007 (IV-Akt. 139): Der Patient sei 100 % arbeitsunfähig. 
Dr. G._______ stellte folgende Diagnosen: "St. post op. Schwanoma 
malignum regio nushae post iradiationem. Cephalea symp. Atrophio 
cortex  cerebri:  Sy  vertiginosum.  Disordo  anxiosa  et  depresiva 
mixtus.  Syndrome  lombaire  chronique  douloureux:  polyarthralgia 
reumatica.hta.lumboischialgia L sin."

- Schlussbericht von Dr. H._______, RAD Rhone, vom 10. Mai 2007 
(IV-Akt  146):  Dr.  H._______  diagnostizierte  neben  einem  Status 
nach  Operation  eines  bösartigen  Tumors  und  Strahlentherapie 
(C47) ein chronisches cervico- und lumbospondylogenes Syndrom 
bei  degenerativen  Veränderungen  (M54.2  und  M54.5).  Der 
Gesundheitszustand  sei  seit  der  letzten  IV-Rentenrevision  unver-
ändert. 

- Facharztbericht von Dr. G._______, Neuropsychiater, vom 13. Juni 
2007 (IV-Akt 156): Dr. G._______ stellte die selben Diagnosen wie 
im  Bericht  vom  17.  Januar  2007.  Die  Arbeitsunfähigkeit  betrage 
100 %. 

- Arztbericht von Dr. G._______ vom 6. Juni 2007 (IV-Akt 154): Der 
Versicherte leide unter arterieller Hypertension und Hyperlipidämie 
sowie einem Zustand nach Operation eines bösartigen Tumors in 
der Nackenregion. Der Versicherte sei arbeitsunfähig. 

- Schlussbericht von Dr. H._______, RAD Rhone, vom 25. Juli 2007 
(IV-Akt  159):  Dr.  H._______  stellte  dieselben  Diagnosen  wie  im 
Schlussbericht vom 10. Mai 2007 und hielt an ihrer Beurteilung fest.

7.2 Die Arztberichte dokumentieren, dass die Diagnosen "Status nach 
Tumoroperation  im  Halsbereich  links  ohne  Prozessdisimination  und 
ohne  lokale  Rezidiv  und  Metastasen"  und  "Status  nach  erfolgter 
Strahlentherapie"  identisch  blieben.  Hinsichtlich  der  psychischen 
Leiden  des  Beschwerdeführers  wird  dem  Beschwerdeführer  wie 
bereits  zum  Zeitpunkt  der  Verfügung  vom  14.  Dezember  2004  ein 
anxio-depressives Syndrom attestiert. Den seit diesem Zeitpunkt ver-
fassten Berichten ist  keine Verschlechterung der  Depression zu ent-
nehmen. Was das Rückenleiden betrifft, so wurden Rückenschmerzen 

Seite 22

C-5567/2007

ebenfalls bereits im Bericht von Dr. C._______ vom 7. November 2003 
sowie  im  Bericht  von  Dr. B._______  vom 10. Februar  2000  und  im 
Gutachten  der  MEDAS  vom  Januar  1995  (vgl.  Gutachten,  ins-
besondere Arztbericht von Dr. K._______, S. 4 unten sowie rheumato-
logisches  Konsilium,  S.  10)  erwähnt,  welche  der  IV-Stellenarzt 
Dr. C._______  in  seinem  Bericht  vom  7. November  2003  berück-
sichtigte. Es ist demnach als überwiegend wahrscheinlich anzusehen, 
dass  sich  das  Rückenleiden  des  Beschwerdeführers  – in  Überein-
stimmung  mit  der  Beurteilung  durch  den  IV-ärztlichen  Dienst  – seit 
2004 nicht wesentlich verschlechtert hat und weiterhin der status quo 
besteht.

Die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten 
Verweisungstätigkeit  veranschlagt  die  Vorinstanz  –  gestützt  auf  die 
RAD-Ärzte  – unverändert  auf  mehr  als  40 %,  während  dagegen 
einzelne Berichte der  behandelnden Ärzte  im Heimatstaat  von einer 
generellen  (keine  Unterscheidung  nach  angestammter  Tätigkeit  und 
leidensangepasster  Verweisungstätigkeit)  100-prozentigen  Arbeitsun-
fähigkeit ausgehen. Soweit der Beschwerdeführer rügt, es sei bei der 
Beurteilung seines Gesundheitszustandes bzw. seiner Arbeitsfähigkeit 
letztlich  auf  die  Schlussfolgerungen  seiner  serbischen  Ärzte  abzu-
stellen,  so  kann  dieser  Auffassung  nicht  gefolgt  werden.  Die 
serbischen Ärzte begründen nicht, inwiefern sich der Zustand des Be-
schwerdeführers  verschlechtert  hätte,  sondern  wiederholen  bereits 
bekannte Diagnosen. Zu beachten ist indessen, dass die bloss unter -
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen un-
verändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit 
keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG darstellt (vgl. 
E. 6.1). Zudem ist praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu 
tragen, wonach Berichte der behandelnden Haus- wie auch Fachärzte 
unter Vorbehalt  von deren auftragsrechtlicher Stellung zum Patienten 
zu würdigen sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Massgebend ist aber 
letztlich,  dass  die  Beurteilung  der  RAD-Ärzte  in  Kenntnis  der 
gesamten Akten ergangen sind. Die gesamtmedizinische Beurteilung 
des Gesundheitszustandes ist einleuchtend und nachvollziehbar. Es ist 
daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf die Beurteilung 
des RAD Rhone abgestellt hat.

7.3 Wie bereits  dargelegt  wurde,  ist  für  die Beurteilung,  ob sich der 
Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  massgeblich  ver-
schlechtert  hat,  der  Sachverhalt  im  Zeitpunkt  der  Verfügung  vom 

Seite 23

C-5567/2007

14. Dezember  2004  mit  demjenigen  zur  Zeit  des  Einspracheent-
scheides vom 3. August 2007 zu vergleichen (vgl. E. 6.2). Die im vor -
liegenden  Verfahren  verspätet  eingereichte  Stellungnahme  des  Be-
schwerdeführers vom 19. März 2010 ist daher nur zu berücksichtigen, 
wenn  sie  den  Schluss  auf  eine  Verschlechterung  des  Gesundheits-
zustands vom 14. Dezember 2004 bis 3. August 2007 erlaubt und sich 
damit  als  ausschlaggebend  für  den  Entscheid  des  Bundesver-
waltungsgerichts erweist (vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  beruft  sich  in  seiner  Stellungnahme  vom 
19. März  2010  auf  den  Arztbericht  von  Dr.  D._______  vom  8. April 
2004, welcher ihm eine 80-prozentige Invalidität attestierte. Da dieser 
Arztbericht  vor  der  rentenzusprechenden  Verfügung  vom 
14. Dezember 2004 erging und für diese auch berücksichtigt wurde, ist 
er  für  die  Beurteilung  einer  Verschlechterung  des  Gesundheits-
zustandes des Beschwerdeführers seit  dem 14. Dezember  2004 un-
beachtlich. Der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 19. März 
2010 kommt daher keine entscheidwesentliche Bedeutung zu.

Da  das  Sozialversicherungsgericht  bei  der  Beurteilung  einer  Streit-
sache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum  Zeitpunkt  des  Erlasses  der 
streitigen Verfügung (hier: 3. August 2007) eingetretenen Sachverhalt 
abstellt und Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 
Gegenstand einer neuen Verfügung sein sollen, sind auch die mit der 
Replik eingereichten Arztzeugnisse vom 25. Februar 2008 unbeacht-
lich. Selbst wenn darauf abgestellt würde, bestätigten sie lediglich die 
bereits  zum  Zeitpunkt  der  Verfügung  vom  14.  Dezember  2004  be-
kannten Diagnosen.

7.4 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung bzw. das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an 
diesem  feststehenden  Ergebnis  nichts  mehr  ändern,  so  ist  auf  die 
Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (BGE 122 II 464 E. 4a mit 
Hinweisen;  vgl.  auch  UELI KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der 
Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz.  450;  PATRICK L. 
KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.], 
Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 12 N 29).

Das Bundesverwaltungsgericht  erachtet  den rechtserheblichen Sach-
verhalt  als  schlüssig  ermittelt. Für  eine  von den vorliegenden Akten 

Seite 24

C-5567/2007

abweichende  Ansicht,  wonach  der  Gesundheitszustand  des  Be-
schwerdeführers  weiterer  Abklärungen  bedarf,  bestehen  keine  hin-
reichenden Anhaltspunkte. Auf die vom Beschwerdeführer beantragte 
Begutachtung ist daher in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten. 

8.
Insgesamt  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  deshalb  zum 
Schluss,  dass  gemäss  dem  im  Sozialversicherungsrecht  massgeb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 
353 E. 5b) zwischen dem 14. Dezember 2004 und dem 3. August 2007 
keine rentenrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands des 
Beschwerdeführers  eingetreten  ist.  Demnach  ist  der  angefochtene 
Entscheid der Vorinstanz vom 3. August 2007 zu bestätigen und die 
Beschwerde abzuweisen. 

9.
Gemäss Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Juli 
2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten 
um  die  Bewilligung  oder  Verweigerung  von  IV-Leistungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Die  Verfahrenskosten  sind 
grundsätzlich der unterliegenden Partei  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). 

9.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand und  unabhängig  vom Streitwert  im Rahmen von Fr. 200.– bis 
Fr. 1'000.– festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Ver-
fahren sind die Verfahrenskosten auf Fr. 300.–  festzusetzen und dem 
Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen.

9.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG).  Als  Bundesbehörde  hat  die  Vorinstanz  jedoch  keinen  An-
spruch auf  Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3  des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dem Beschwerdeführer steht  als unterliegende Partei  kein Anspruch 
auf Parteientschädigung zu. 

Seite 25

C-5567/2007

10.
Da der Beschwerdeführer trotz entsprechender Aufforderung innerhalb 
der dazu angesetzten Frist keine neue Zustelladresse in der Schweiz 
bezeichnet  hat,  hat  die  Eröffnung dieses Urteils  androhungsgemäss 
auf dem Ediktalweg zu erfolgen (Art. 36 Bst. b VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.– verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Ediktalweg; Notifikation im Bundesblatt);
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]);
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Vera Marantelli Barbara Kummer

Seite 26

C-5567/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 27