# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bbccacf-f042-54f4-9631-916e96348891
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 12.06.2024 VBE.2024.19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-19_2024-06-12.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.19 / db / GM 
Art. 91 

 

Urteil vom 12. Juni 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Peterhans  

Oberrichterin Gössi  

Gerichtsschreiber Bächli          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____   

vertreten durch lic. iur. Arthur Schilter, Rechtsanwalt, Herrengasse 3, 

Postfach 17, 6431 Schwyz    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
   

Beigeladene   REVOR Sammelstiftung, Gutenbergstrasse 48, 3011 Bern      

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 17. November 2023) 
 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1993 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 6. Juni 2016 

wegen Kniebeschwerden bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von 

Leistungen (berufliche Massnahmen, Rente) der eidgenössischen Invali-

denversicherung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin erteilte dem Beschwer-

deführer in der Folge, nachdem er in Eigenleistung die Berufsmaturität 

nachgeholt hatte, am 28. August 2019 Kostengutsprache für eine erst-

malige berufliche Ausbildung. Diese wurde aus gesundheitlichen Gründen 

vorzeitig per 31. Mai 2022 abgebrochen. Die Beschwerdegegnerin tätigte 

in der Folge medizinische und berufliche Abklärungen und liess den 

Beschwerdeführer auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes 

(RAD) begutachten (Gutachten der Neuroinstitut St. Gallen GmbH [IME] 

vom 9. Mai 2023). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die 

Beschwerdeführerin das Rentenbegehren mit Verfügung vom 

17. November 2023 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 17. November 2023 erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 29. Dezember 2023 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 
17. November 2023 sei aufzuheben und es sei ein interdisziplinäres 
Gerichtsgutachten durchzuführen, eventualiter sei die Sache zur 
weiteren Abklärung zurückzuweisen. 

 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 15. März 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin unter Beilage einer Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. B._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 4. März 

2024, die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 22. März 2024 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers zum Verfahren 

beigeladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, worauf diese 

mit Eingabe vom 11. April 2024 verzichtete. 

 

2.4. 

Mit Replik vom 8. April 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

gestellten Anträgen fest und reichte weitere Unterlagen zu den Akten. 

 - 3 - 

 

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 24. April 2024 teilte der Beschwerdeführer mit, er sei 

wegen Beschwerden im rechten Knie seit spätestens 15. April 2024 für jede 

Tätigkeit arbeitsunfähig. 

 

2.6. 

Mit Eingabe vom 7. Juni 2024 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert 

einen weiteren Bericht zu den Akten. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 17. November 2023 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 160) zu Recht abgewiesen hat. 

 

2. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

17. November 2023 in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das 

psychiatrisch-orthopädische IME-Gutachten vom 9. Mai 2023 (VB 151). 

Darin wurden die nachfolgenden Diagnosen mit und ohne Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit gestellt (VB 151.1 S. 6 f.): 

 

"ICD-10 F32.4 
Remittierte depressive Episode 
 
ICD-10 R52 
Chronische Schmerzen bei Störung des Stürz- und 
Bewegungsapparates 
 
ICD-10 Z73.1 
Persönlichkeitsakzentuierung mit leistungsorientiert-zwanghaften 
Anteilen 
 
ICD-10: D48.1 
Belastungs- und Bewegungseinschränkung im Bereich des linken 
Kniegelenks  
(…). 
 
ICD-10: S92.3 
Belastungseinschränkung des linken Fusses  
(…). 
 
ICD-10: M77.0 
Status nach im Mai 2021 gestellter Erstdiagnose einer Epikondylitis 
humeri ulnaris links; ggw. klinisch ohne Funktionseinschränkung. 
 
ICD-10: M35.0 
Belastungsabhängig vermehrtes cervicocephales Schmerzsyndrom 
ohne Radikulopathie bei Status nach im Jahre 2012 erlittenem 

 - 4 - 

 

 

Akzelerations- / Dezelerationstrauma der HWS im Rahmen eines 
seitlichen PW-Aufpralls; ggw. ohne Funktionseinschränkung." 

 

In der bidisziplinären Konsensbeurteilung hielten die Gutachter zudem fest, 

der Beschwerdeführer sei aufgrund der klinischen und bildtechnischen 

Befunde in der biomechanischen Funktion seines linken Kniegelenks und 

des linken Fusses limitiert mit einer daraus unweigerlich erwachsenden 

Einschränkung der Steh- und Gehfähigkeit (VB 151.1 S. 8). Aus ortho-

pädischer Sicht könne der Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit seit spätestens dem 7. Dezember 2015 nicht mehr wettbewerbs-

fähig ausüben. Die Arbeitsfähigkeit angestammt betrage somit 0 % 

(VB 151.1 S. 11). Für eine adaptierte Tätigkeit liege auf ein volles Pensum 

eine quantitativ unlimitierte Arbeitsfähigkeit von 100 % vor. Aus rein 

psychiatrischer Sicht liege beim Beschwerdeführer zum Untersuchungs-

zeitpunkt kein psychiatrisches Leiden von Krankheitswert vor. Aus 

psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in zuletzt ausgeführter und 

angestammter Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, wobei es im Verlauf 

während der psychologischen Behandlung von Juni 2022 bis Februar 2023 

zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit gekommen sein könnte, 

deren Höhe aufgrund des Fehlens echtzeitlicher Befunde nicht valide 

bestimmt werden könne. Die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit sei dabei hauptsächlich orthopädisch determiniert, wobei 

psychiatrisch allfällig eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bestanden 

habe (VB 151.1 S. 12). 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur-

teilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-

gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.1.2. 

Die von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-

geholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund einge-

hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_737/2019 vom 

19. Juli 2020 E. 5.1.4 mit Verweis auf BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). 

 

 - 5 - 

 

 

3.2. 

Das IME-Gutachten vom 9. Mai 2023 (VB 151) wird den von der 

Rechtsprechung formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige medi-

zinische Stellungnahme (vgl. E. 3.1.1, hiervor) gerecht. Das Gutachten ist 

in Kenntnis der Vorakten erstellt (vgl. VB 151.2 S. 9; 151.3 S. 26 ff.), gibt 

die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers ausführlich wieder 

(vgl. VB 151.2 S. 10 ff.; 151.3 S. 6 ff.), beruht auf allseitigen Unter-

suchungen der beteiligten Fachdisziplinen (vgl. VB 151.2 S. 28 ff.; 151.3 

S. 14 ff.) und die Gutachter setzten sich im Anschluss an die Herleitung der 

Diagnosen eingehend mit den subjektiven Beschwerdeangaben bzw. den 

medizinischen Akten auseinander (VB 151.1 S. 8 ff; 151.2 S. 53 ff.; 151.3 

S. 19 ff.). Das Gutachten ist in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation nachvollziehbar, womit 

dieses grundsätzlich geeignet ist, den Beweis für den anspruchserheb-

lichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen (vgl. E. 3.1.1. hiervor). 

 

3.3. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, das Gutachten sei 

widersprüchlich, indem weitere Abklärungen zu Fuss und Knie empfohlen 

würden, was den klar gezogenen Schlüssen widerspreche und zeige, dass 

die Sache auch gemäss Gutachten nicht genügend abgeklärt sei (vgl. 

Beschwerde S. 4). Ein bidisziplinäres Gutachten genüge für die Ab-

klärungen nicht, da eine offensichtliche Fatigue Problematik vorliege und 

ein Verdacht auf eine Neuralgie bestehe. Die Disziplinen Innere Medizin 

sowie Neurologie hätten in die Begutachtung miteinbezogen werden 

müssen (vgl. Beschwerde S. 5). Die Beschwerdegegnerin habe sein 

rechtliches Gehör verletzt, indem sie ohne Begründung nur eine bidis-

ziplinäre anstatt eine zuerst vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung 

in Auftrag gegeben habe (vgl. Beschwerde S. 7). Zudem befänden sich 

wichtige Berichte nicht in den Akten und hätten den Gutachtern somit nicht 

vorgelegen, wodurch die Aktenlage anlässlich der Begutachtung unvoll-

ständig gewesen sei (vgl. Beschwerde S. 5 ff.).  

 

3.4. 

3.4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt zum einen vor, es würden in den Akten 

relevante Unterlagen zu den Fussbeschwerden fehlen. So fänden sich 

keine Berichte zur aktenanamnestisch vorhandenen dislozierten Grund-

phalanx Fraktur V links Osteosynthese 07/2009. Zudem sei ein erneuter 

Motorradunfall mit schwerer Fussverletzung 2021 nicht berücksichtigt und 

auch das Ergebnis des MRI vom 17. Mai 2023 nicht abgewartet worden 

(Beschwerde S. 4 ff.).  

 

Aus den Akten ist kein Motorradunfall im Jahr 2021 ersichtlich und der 

Beschwerdeführer reicht auch keine entsprechenden Unterlagen ein. Der 

einzige Unfall im Jahr 2021 ist ausweislich der Akten ein Sturz beim Spielen 

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mit dem Hund am 21. August 2021, bei welchem der Beschwerdeführer ein 

axiales Stauchungstrauma erlitten und sich dabei eine mehrfragmentäre, 

minimal dislozierte Fraktur Phalanx distalis Dig I Fuss links zugezogen hat 

(vgl. VB 126 S. 10). Bei Gesundheitsschäden im Bereich der Orthopädie ist 

bei den Bewegungsprüfungen die Brauchbarkeit eines Gelenks, die 

praktische Leistungsfähigkeit bzw. die Behinderung im täglichen Leben 

ausschlaggebend (Urteil des Bundesgerichts 9C_93/2019 vom 10. April 

2019 E. 4.1.2.). Die Füsse des Beschwerdeführers wurden durch den 

Gutachter Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, untersucht und die daraus resultierenden Belastungsein-

schränkungen des linken Fusses in seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

umfassend gewürdigt. Es waren während der Untersuchung ausser einer 

lateral verlaufenden, sechs Zentimeter messenden, eingezogenen und auf 

dem Untergrund verhafteten Operationsnarbe sowie einem Druckschmerz 

Interdigital 4/5 linksseitig, welcher ein Indiz auf ein Mortonneurom sei, keine 

Beschwerden ersichtlich (vgl. VB 151.2 S. 44). Dr. med. C._____ würdigte 

die Beschwerden des linken Fusses ausführlich, berücksichtigte diese bei 

der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und begründete die Einschränkung des 

Beschwerdeführers sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit, indem er ausführte, für eine fussadaptierte Tätigkeit würde eine 

quantitativ unlimitierte Arbeitsfähigkeit von 100% bestehen (vgl. VB 151.2 

S. 59 ff.). Die nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung von 

Dr. med. C._____ kann in allen Punkten nachvollzogen werden. Somit 

erübrigen sich weitere Abklärungen dazu. 

 

3.4.2. 

Der Beschwerde lässt sich weiter entnehmen, dass die Akten zum 

Autounfall von 2012 mit HWS-Distorsion in den IV-Akten fehlen würden. 

Deshalb habe auch die im Röntgenbericht vom 21. Dezember 2012 

gestellte Diagnose einer medianen Diskusprotrusion/kleine Hernie C6/7 

sowie die im Röntgenbericht vom 19. Oktober 2012 gestellte Diagnose 

einer kongenitalen Anomalie mit unvollständigem dorsalen Bogenschluss 

C1 keinen Eingang in die Akten gefunden (Beschwerde S. 6). Bei 

Gesundheitsschäden an der Wirbelsäule stellt die klinische Untersuchung 

(Inspektion) die wichtigste und feinste Prüfung dar (Urteile des Bundes-

gerichts 9C_234/2021 vom 13. August 2021 E. 3.2; 8C_839/2019 vom 

12. Mai 2020 E. 3.2.1). Dr. med. C._____ hat die Wirbelsäule des 

Beschwerdeführers im Rahmen seiner Begutachtung vom 24. April 2024 

ausführlich untersucht. Dabei habe sich auf Höhe C5/th8 ein linksbetonter 

paravertebraler sowie teils subscapular lokalisierter Druckschmerz gezeigt. 

Sowohl in Verriegelung als auch in Entriegelung habe sich jedoch ein freies 

Bewegungsspiel der Halswirbelsäule ohne Bewegungsschmerz gezeigt. 

Es hätten sich keine Hinweise auf eine dysfunktionale Störung im Bereich 

der Halswirbelsäule ergeben (vgl. VB 151.2 S. 30 ff.). Dr. med. C._____ hat 

den Unfall aus dem Jahr 2012 mit HWS-Distorsion in seiner ausführlichen 

und sorgfältigen Untersuchung in die Beurteilung miteinbezogen und ist 

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dabei zum Schluss gekommen, es liege auch unter Berücksichtigung des 

im Jahre 2012 erlittenen Akzeleratons- / Dezelerationstrauma im Rahmen 

eines seitlichen PW-Aufpralls keine Funktionseinschränkung vor (VB 151.1 

S. 7). Somit lässt sich auch aus einer anderen Diagnose direkt nach dem 

Unfall und den zusätzlich eingereichten Berichten, welche zeitnah zum 

Unfall verfasst wurden (vgl. Beschwerdebeilagen [BB] 12 – 16) im Zeitpunkt 

der ausführlichen medizinischen Untersuchung keine Einschränkung ab-

leiten, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann. 

 

3.4.3. 

Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Akten zur Behandlung 

des Riesenzelltumors von 2015 bis 2017 seien lückenhaft (vgl. Beschwerde 

S. 6). Er reichte mehrere Berichte aus den Jahren 2016 bis 2018 zu den 

Akten (BB 17 – 27). Was er aus diesen nicht aktuellen Berichten ableiten 

möchte, erschliesst sich aus seiner Beschwerde nicht. Dr. med. C._____ 

war im Rahmen seiner Begutachtung bekannt, dass beim 

Beschwerdeführer in diesem Zeitraum entsprechende Einschränkungen 

vorhanden waren, welche er auch in seiner Abklärung berücksichtigte (vgl. 

VB 151.2 S. 53 ff.). Er ging zudem auch von einer Arbeitsunfähigkeit in der 

bisherigen Tätigkeit aufgrund des Tumors aus (VB 151.2 S. 62). Zur 

Klärung der Situation zum Zeitpunkt des Gutachtens liess 

Dr. med. C._____ am 3. Mai 2023 ein MRI des linken Knies durchführen. 

Dabei ergab sich ein Ganglion in der Fossa poplitea (vgl. VB 151.2 S. 47), 

welches der Gutachter im Rahmen seiner Diagnostik ebenfalls in die 

Beurteilung miteinbezog (vgl. VB 151.2 S. 51). Zudem hat er beide Knie 

ausgiebig untersucht, wobei linksseitig ein lateral auslösbarer 

Druckschmerz angegeben wurde, jedoch weder eine Ergussbildung noch 

eine Kapselschwellung nachweisbar war (VB 151.2 S. 42). Obwohl 

Dr. med. C._____ im Rahmen der Empfehlungen weitere Abklärungen 

vorschlug, ist nicht ersichtlich, inwiefern diese einen Einfluss auf die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers haben sollten (vgl. 

VB 151.2 S. 57). Dr. med. C._____ geht im Zeitpunkt der Untersuchung 

davon aus, dass der Beschwerdeführer nur noch Tätigkeiten ohne Belas-

tung des linken Knies durchführen kann (vgl. VB 151.2 S. 59). Die 

Kniebeschwerden wurden durch den Gutachter ausführlich gewürdigt und 

in seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen. Der Beschwerde-

führer kann mit seinen neu eingereichten Unterlagen keine Zweifel an der 

Schlüssigkeit des Gutachtens begründen, weshalb die Beurteilung durch 

Dr. med. C._____ in Bezug auf das linke Knie ebenfalls als rechtsgenüglich 

angesehen werden kann. 

 

3.4.4. 

Der Beschwerdeführer reicht zudem noch Berichte zu einer Operation einer 

Nasenbeinfraktur nach einem Sturz vom Juli 2020 (BB 28-29) sowie zu 

Ellbogenbeschwerden im Rahmen einer Epidondylitis humeri Ulnaris links 

(BB 30) zu den Akten, ohne jedoch weiter zu begründen, inwiefern daraus 

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eine Einschränkung resultieren würde. Die Ellbogenbeschwerden wurden 

durch Dr. med. C._____ im Rahmen seiner Untersuchung beurteilt und als 

gegenwärtig ohne Funktionseinschränkung und ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bewertet (vgl. VB 151.2 S. 52), wobei er rückwirkend eine 

befristete kurzzeitige Reduktion der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Ellbogen-

beschwerden anerkannte (vgl. VB 151.2 S. 63). Aus den Berichten zur 

Operation der Nasenbeinfraktur ist lediglich eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit zwischen dem 13. und 24. Juli 2020 ersichtlich (vgl. BB 29 

S. 2). Dass danach noch weitere Einschränkungen vorhanden gewesen 

wären, bringt der Beschwerdeführer nicht vor und lässt sich den Akten auch 

nicht entnehmen. Somit können durch diese Berichte ebenfalls keine 

Zweifel an der Beurteilung durch Dr. med. C._____ begründet werden. 

 

 

3.4.5. 

Mit Eingabe vom 8. April 2024 reichte der Beschwerdeführer weitere 

Berichte zu den Akten. Diese sind nach der Verfügung vom 17. November 

2023 (VB 160) entstandenen und beziehen sich mit Ausnahme des 

Berichts von Dr. med. D._____, Facharzt für Radiologie, vom 

22. Dezember 2023 nicht auf den sachverhaltlich relevanten Zeitraum bis 

zur Verfügung vom 17. November 2023 (VB 160) (vgl. BGE 144 I 11 E.4.3 

S. 14; 130 V 445 E. 1.2 S 446; 129 V 167 E.1 S. 169), wobei dieser Bericht 

von einer unveränderten Situation im Vergleich zum MRI vom 3. Mai 2023 

ausgeht (vgl. Bericht Dr. med. D._____, Facharzt für Radiologie vom 

22. Dezember 2023). Eine Veränderung der gesundheitlichen Situation 

nach dem Zeitpunkt der Begutachtung bis zur angefochtenen Verfügung 

vom 17. November 2023 wird in diesem Bericht jedoch nicht vorgebracht. 

Zum Zeitraum zwischen der Begutachtung vom 9. Mai 2023 und der 

Verfügung vom 17. November 2023 äussert sich zudem noch ein (rück-

wirkend ausgestelltes) ärztliches Zeugnis vom 19. Dezember 2023, 

welches ohne Begründung eine Arbeitsunfähigkeit von 100% ab dem 

2. November 2023 attestiert. Diese Berichte begründen keine objektive 

Veränderung der gesundheitlichen Situation, wodurch sich weitere 

Abklärungen erübrigen. 

 

3.4.6. 

Die am 24. April 2024 eingereichte Stellungnahme, wonach neu auch noch 

eine symptomatische Plica suprapatellaris im rechten Knie vorliege und der 

Beschwerdeführer seit 15. April 2024 für jede Tätigkeit arbeitsunfähig sei, 

vermag daran nichts zu ändern, da sie verfahrensmässig nach dem 

Endzeitpunkt des sachverhaltlich relevanten Geschehens verfasst wurden 

und sich nicht auf einen Zeitpunkt vor der Verfügung bezieht (vgl. E. 3.4.5 

hiervor). Das eingereichte Arbeitsunfähigkeitszeugnis (Beilage zur Eingabe 

vom 24. April 2024) enthält zudem weder Diagnosen noch eine funktionelle 

Einschränkung und nimmt auch keinen Bezug auf die Beurteilung der 

Begutachtung. Eine Verschlechterung im Zeitraum zwischen der Begut-

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achtung und dem Verfügungszeitpunkt wird dadurch nicht begründet. 

Tatsachen, welche eine Veränderung des Sachverhaltes seit dem Erlass 

des strittigen Entscheids geltend machen, sollen im Normalfall Gegenstand 

einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 138 E. 4.3.1.). Eine 

allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung vom 17. November 2023 (VB 160) wäre gege-

benenfalls im Rahmen einer Neuanmeldung geltend zu machen. 

 

3.4.7. 

Die mit Eingabe vom 7. Juni 2024 eingereichte medizinische Stellung-

nahme von Dr. med. E._____ sowie Prof. Dr. med. F._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 23. April 2024 ist, soweit sie sich auf die Verschlechterung des rechten 

Knies bezieht, im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu berücksich-

tigen (vgl. E. 3.4.6 hiervor). Soweit die medizinische Stellungnahme sich 

auf die seit langem bestehende Einschränkung des linken Knies bezieht, 

wurde diese von Dr. med. C._____ in seiner Begutachtung vom 25. April 

2023 bereits ausführlich gewürdigt, indem er davon ausging, dem 

Beschwerdeführer sei nur noch eine Tätigkeit ohne Belastung des linken 

Knies zumutbar (vgl. E. 3.4.3 hiervor). Eine Verschlechterung im Vergleich 

zur Begutachtung wird mit der neu eingereichten Stellungnahme nicht 

geltend gemacht. 

 

3.4.8. 

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, der psychiatrische Gutachter hätte 

das Vorhandensein einer Fatigue nicht beurteilen dürfen, da er dazu 

fachlich nicht kompetent sei und er diese nicht ohne nachvollziehbare 

Begründung hätte verneinen dürfen (vgl. Beschwerde S. 7 f.). Den Akten 

ist keine medizinische Stellungnahme zu entnehmen, in welcher eine 

Fatigue diagnostiziert worden wäre. Folglich lagen auch keine Gründe für 

Dr. med. G._____ vor, welcher neben dem Facharzttitel für Psychiatrie und 

Psychotherapie auch über einen solchen für Neurologie verfügt, sich weiter 

mit einer nicht vorliegenden Diagnose auseinanderzusetzen. 

 

3.4.9. 

Auch RAD-Arzt Dr. med. B._____ führte in seiner im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens eingeholten Stellungnahme vom 4. März 2024, in 

welcher er sich ausführlich mit den vom Beschwerdeführer bis dahin neu 

eingereichten medizinischen Berichten auseinandersetzte, aus, es sei 

weder ein neuer medizinischer Sachverhalt geltend gemacht worden, noch 

würden die diversen Beilagen neue oder bislang unerkannte Tatsachen 

vermitteln, welche nur geringe Zweifel an der Suffizienz des Gutachtens 

erwecken könnten (VB 171 S. 5). 

 

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3.4.10. 

Insgesamt begründen somit die vom Beschwerdeführer im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens eingereichten Unterlagen sowie dessen Vorbringen 

keine Zweifel an der Schlüssigkeit der IME-Begutachtung vom 9. Mai 2023 

(VB 151), weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Beurteilung aus medizini-

scher Sicht zu Recht darauf abgestützt hat.  

 

3.5. 

3.5.1. 

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es wäre, wie zu Beginn 

vorgesehen, auch eine Begutachtung in der Fachrichtung Allgemeine 

Innere Medizin sowie zusätzlich in der Fachrichtung Neurologie erforderlich 

gewesen. Indem eine Abklärung auch im Fachbereich Allgemeine Innere 

Medizin zuerst mit der Mitteilung vom 14. Oktober 2022 angekündigt 

worden sei, überraschenderweise plötzlich aber mit Mitteilung vom 

13. Februar 2023 doch nicht mehr für nötig befunden worden sei, verletze 

die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör. Diese Vorgehensweise sei 

mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar (vgl. Beschwerde S. 5, 

7 f.). 

 

3.5.2. 

Gemäss Art. 72bis IVV haben Gutachten mit zwei Fachdisziplinen bei einer 

Gutachterstelle zu erfolgen, mit der das BSV eine Vereinbarung getroffen 

hat, wobei die Vergabe der Aufträge nach dem Zufallsprinzip erfolgt. In 

einem ersten Schritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person mit, dass 

eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der 

vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie 

die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem 

Stadium kann die versicherte Person (nicht personenbezogene) materielle 

Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art oder 

Umfang der Begutachtung vorbringen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_150/2022 vom 7. November 2022 E. 5.2 mit Verweis auf BGE 139 

V 349). Zudem liegt es im Rahmen der Möglichkeiten einer Gutachten-

stelle, in Rücksprache mit der IV-Stelle allenfalls weitere Disziplinen vor-

zuschlagen, wenn sie die Disziplinenwahl des RAD nach pflichtgemässer 

Würdigung für versicherungsmedizinisch nicht vertretbar hielte (vgl. BGE 

139 V 349 E. 3.3 S. 352 f.) 

 

3.5.3. 

Dem Beschwerdeführer wurde mit Mitteilung vom 14. Oktober 2022 

mitgeteilt, dass die Beschwerdegegnerin eine umfassende medizinische 

Untersuchung in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiat-

rie sowie Rheumatologie/Orthopädie als notwendig erachte (VB 134). 

Aufgrund einer erneuten Sichtung der medizinischen Unterlagen wurden in 

der Folge nur noch die Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie emp-

fohlen (vgl. Protokoll S. 4). Dies wurde dem Beschwerdeführer mit 

 - 11 - 

 

 

Mitteilung vom 13. Februar 2023 mitgeteilt (VB 145). Es wäre dem 

Beschwerdeführer freigestanden, den Verzicht auf die Fachdisziplin 

Allgemeine Innere Medizin bereits in diesem Zeitpunkt zu rügen, was er 

jedoch nicht getan hat. Indem er in der Beschwerde nun vorbringt, die 

Beschwerdegegnerin habe sein rechtliches Gehör verletzt, ist das 

Vorbringen im Hinblick auf das Verfahren (vgl. E. 3.5.2 hiervor) verspätet. 

Insbesondere wurde sein rechtliches Gehör auch deshalb nicht verletzt, 

weil ihm dies am 13. Februar 2023 mitgeteilt wurde. Prof. Dr. med. G._____ 

ist zudem als Facharzt für Neurologie fachlich kompetent, eine 

neurologische Störung wie eine Fatigue oder eine Neuralgie (vgl. 

Beschwerde S. 5, 7 f.) zu erkennen. Es wäre ihm daher ohne weiteres 

möglich gewesen, der Beschwerdegegnerin weitere Fachdisziplinen vor-

zuschlagen, wären weitere Abklärungen in den genannten Fachgebieten 

aus seiner Sicht notwendig gewesen. Weitere Gründe, ausser der Verdacht 

auf das Vorliegen einer Fatigue bzw. Neuralgie, welche für die Not-

wendigkeit einer Begutachtung in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere 

Medizin bzw. Neurologie sprechen, bringt der Beschwerdeführer nicht vor, 

womit sich Weiterungen dazu erübrigen (vgl. auch E. 3.4.7. hiervor). 

 

3.6. 

Der medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als 

vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen oder ein Gerichts-

gutachten (vgl. Rechtsbegehren) in antizipierter Beweiswürdigung zu 

verzichten ist, da von diesen keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind 

(vgl. BGE 144 V 136 E. 6.5 S. 368 mit Hinweisen). 

 

4. 

Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung 

wird vom rechtskundig vertretenen Beschwerdeführer nach Lage der Akten 

zu Recht nicht beanstandet, so dass sich diesbezügliche Weiterungen 

erübrigen und die vorliegend angefochtene Verfügung vom 17. November 

2023 (VB 160) damit zusammenfassend zu bestätigen ist. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrens-

ausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

 - 12 - 

 

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als 

Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu.  

 

 
    

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. 

Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. 

Januar (Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 
 

 - 13 - 

 

 

   

Aarau, 12. Juni 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Bächli