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**Case Identifier:** 04ebc053-d32e-546c-a124-1c627be3b4b7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.03.2015 200 2014 923
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-923_2015-03-06.pdf

## Full Text

200 14 923 IV
KOJ/ZID/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. März 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer  
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. September 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2015, IV/14/923, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) erlitt am 7. Mai 2009 einen Autounfall (Akten der IV-Stelle 
Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 
33.1/9). Im Januar 2010 meldete er sich unter Hinweis auf seither beste-
hende Beschwerden im Nackenbereich und an der Wirbelsäule bei der 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (AB 2). Die IVB nahm in 
der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen vor (AB 4 ff.). Am 
25. Oktober 2010 erlitt der Versicherte einen zweiten Autounfall (AB 23.4). 
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte aufgrund 
beider Unfälle Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten; 
AB 33.1/55, 33.1/113 ff., 33.1/216) und leistete Kostengutsprache 
(AB 33.1/198) für eine Arbeitsplatzabklärung (AB 28). Nach einer SUVA-
kreisärztlichen Untersuchung vom 1. November 2011 (vgl. E. 3.1.7 hier-
nach), einer stationären Abklärung im Spital M.________ vom 7. November 
bis 6. Dezember 2011 (vgl. E. 3.1.8 hiernach) sowie einer psychiatrischen 
Begutachtung (Gutachten vom 11. Oktober 2012; vgl. E. 3.1.9 hiernach) 
verfügte die SUVA am 12. März 2013 die Einstellung der Leistungen per 
17. März 2013, da die noch geklagten Beschwerden nicht adäquat kausal 
zu den Unfällen vom 7. Mai 2009 und vom 25. Oktober 2010 seien (AB 35). 
Dies wurde durch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern nach Durch-
führung des Einsprache- und Beschwerdeverfahrens mit unangefochten 
gebliebenem Urteil vom 13. Januar 2014, UV/2013/482, bestätigt (AB 42).

B.

Mit Vorbescheid vom 15. Mai 2014 stellte die IVB die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens in Aussicht (AB 46). Auf Einwand hin (AB 47) verfügte sie 
am 9. September 2014 wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt, dies mit der 
Begründung, die diagnostizierten Befunde als solche bewirkten noch keine 
lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeits-

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fähigkeit und die entsprechenden Folgen seien mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar (AB 52).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 30. September 2014 Beschwerde. Er beantragte, unter Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sei die Sache zur Bemessung des Invaliditäts-
grades an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, er leide 
an chronischen Schmerzen der HWS und latenten Schmerzen in der Len-
de, dies aufgrund degenerativer, schon vor den Verkehrsunfällen beste-
henden Veränderungen. Es bestehe somit eine objektivierbare, nämlich 
radiologisch nachgewiesene organische Grundlage des Beschwerdebildes. 
Die seit 2009 andauernde, wechselgradige Erwerbsunfähigkeit sei ausge-
wiesen. Es liege somit ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf 
mit unveränderter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung der 
somatischen wie auch psychischen Komponenten vor. Entsprechend liege 
eine psychische Komorbidität vor. So habe er bei seinem bisherigen Ar-
beitgeber die auf ihn zugeschnitten gewesene leichte Tätigkeit bei einem 
reduzierten Lohn nur in einem Pensum von 50% bewältigen können. Mit 
der Kündigung per 31. Juli 2014 (vgl. Akten des Beschwerdeführers, Be-
schwerdebeilage [BB] 14) sei eine neue depressive Episode ausgelöst 
worden; dies sei entsprechend abzuklären.

Unter Verzicht auf eine Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegeg-
nerin am 29. Oktober 2014 die Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss reichten die SUVA am 5. November 2014 die Unfall-
akten und Fürsprecher B.________ am 3. Dezember 2014 seine Kostenno-
te ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. September 2014 
(AB 52). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 
tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 

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fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-
ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354). Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende 
Gerichtspraxis ist weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend 
(SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die 
rechtliche Natur des Kriterienkataloges – auf medizinwissenschaftlich un-
haltbaren Annahmen (SVR 2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5; vgl. BGE 139 
V 547 E. 3.2.1 ff. S. 550).

Aus Gründen der Rechtssicherheit ist es geboten, sämtliche pathogene-
tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweis-

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bare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen 
Anforderungen zu unterstellen (BGE 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 
4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283). Die zu den somatoformen Schmerz-
störungen entwickelten Grundsätze sind deshalb unter anderem analog 
anwendbar auf spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen ohne 
organisch nachweisbare Funktionsausfälle (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550, 
137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.6.2 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). 

2.6.3 In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll das Gericht im 
Übrigen auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3b cc S. 353). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden 
Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht 
für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrau-
ensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst be-
dingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht {BGer}] vom 20. März 2006, 
I 655/05, E. 5.4).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.1.1 Die Fachärzte des Spitals N.________ diagnostizierten im Bericht 
vom 27. Februar 2009 (AB 15.5) chronische Zervikalgien bei einer leichten 
Segmentdegeneration C5/6 mit schwerer Bandscheibendegeneration C6/7, 
jedoch ohne Neurokompression. Nach Ausschluss einer Neurokompressi-
on sowie klinisch lokalisiertem Schmerzsyndrom im zerviko-thorakalen 
Übergang ohne Ausstrahlung in die Arme empfehle sich vorerst kein opera-
tives Vorgehen, sondern eine Schmerztherapie zur besseren Einstellung 
der oralen Analgetika sowie gegebenenfalls eine Triggerpunkt-Infiltration.

3.1.2 Die Fachärzte des Spitals N.________ diagnostizierten im Bericht 
vom 31. Juli 2009 (AB 4/12 f.) ein beidseitiges cervikothorakales Schmerz-
syndrom mit/bei leichtem Discusbulging C6/7 ohne Neurokompression, 
altersmässig wenig gelbem Knochenmark in der HWS unklarer Ätiologie, 
differentialdiagnostisch möglicher tiefcervikaler Facettengelenksproblematik 
nach fraglichem Trauma vor zehn Jahren, aktuell vor allem myofascialer 
Symptomatik, eine arterielle Hypertonie und unklare symmetrische Bein-
schmerzen nach Ruhepausen nach Anstrengung. Nach achtmaliger Trig-
gerpunkt-Infiltration im Schulter-Nackenbereich kombiniert mit aktivierender 
Physiotherapie hätten sich die Nackenbeschwerden deutlich gebessert. 
Leider habe sich die Symptomatik wegen eines Auffahrunfalles am 7. Mai 
2009 vorübergehend verschlechtert. Seither beständen auch vermehrte 
occipitale Kopfschmerzen und eine erstmalige Infiltration nach dem Unfall 
habe zu einer Schmerzverstärkung geführt. Wegen der Zunahme der Kopf-
schmerzen wolle der Beschwerdeführer vorerst keine weiteren Termine 
mehr wahrnehmen.

3.1.3 Die Fachärzte des Spitals N.________ stellten im Bericht vom 
7. Dezember 2009 (AB 4/16) fest, dass degenerative Veränderungen vor-
bestehend seien und aktuell die Schmerzen nach dem Unfall vom 7. Mai 
2009 zunähmen. Der Vergleich mit Voraufnahmen vom 12. Januar 2009 
zeige deutlich degenerative Veränderungen über das normale Mass hin-

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ausgehend, jedoch ohne wesentliche Befundänderung und keine Spinalka-
nalstenose oder Listhesis.

3.1.4 Anlässlich einer ambulanten neurologisch-neurochirurgischen Un-
tersuchung vom 16. Februar 2010 führten Prof. Dr. med. C.________, 
Facharzt für Neurologie FMH, und die Assistenzärztin Dr. med. 
D.________ des Spitals N.________ im Bericht vom 2. März 2010 
(AB 17.2) aus, dass der Beschwerdeführer sich mit chronischen Kopf- und 
Nackenschmerzen bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen vorstelle 
und über subjektiv verstärkte Symptomatik seit einem Auffahrunfall im Mai 
2009 klage. Degenerative Wirbelsäulenveränderungen seien radiologisch 
vorbekannt gewesen, es habe sich aber im Vergleich zur Bildgebung vom 
Januar 2009 keine Zunahme der degenerativen Veränderungen gezeigt. 
Eine radikuläre Symptomatik könne klinisch ausgeschlossen werden. Die 
vom Beschwerdeführer geschilderten Schmerzen erfüllten die Kriterien für 
chronische Spannungskopfschmerzen; inwiefern die degenerativen Verän-
derungen der HWS die Schmerzen auslösten oder verstärkten, müsse of-
fen gelassen werden. Möglicherweise seien die degenerativen Verände-
rungen durch das Trauma aktiviert und destabilisiert worden. Die Diagnose 
lautete chronische Kopf- und Nackenschmerzen bei ausgeprägten, dege-
nerativen HWS-Veränderungen. Aufgrund der verminderten Belastbarkeit 
seien kurze, jedoch eventuell tägliche Arbeitseinsätze empfohlen.

3.1.5 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, und Dr. med. F.________ 
von der Notfallstation des Spitals O.________ untersuchten den Be-
schwerdeführer nach seinem Unfall vom 25. Oktober 2010 und erstellten 
Röntgenbilder. Im Bericht vom 26. Oktober 2010 (AB 23.3) hielten sie fest, 
dass die Beweglichkeit der HWS zwar schmerzbedingt stark eingeschränkt 
sei, jedoch keine Hinweise auf frische ossäre Läsionen oder auf Pneumo-
thorax beständen. Sie diagnostizierten eine erneute HWS-Distorsion mit/bei 
bekanntem beidseitigem cervikothorakalen Schmerzsyndrom mit leichtem 
Discusbulging C6/7 ohne Neurokompression und hielten die Verdachtsdia-
gnose auf tiefencervikale Facettengelenksproblematik nach fraglichem 
Trauma vor zehn Jahren fest. Der Beschwerdeführer werde in gutem All-
gemeinzustand nach Hause entlassen.

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3.1.6 Anlässlich eines Indikationsgesprächs vor multimodaler Schmerz-
therapie diagnostizierte Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH und Oberarzt des Spitals M.________, im Bericht vom 
27. Oktober 2011 (AB 33.1/228 ff.) eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychologischen Anteilen (ICD-10: F45.41) und eine mit-
telgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1). Es sei eine stationäre mul-
timodale Schmerzbehandlung während drei bis vier Wochen indiziert.

3.1.7 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt im 
Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 1. November 2011 
(AB 33.1/236 ff.) fest, dass von einer weiteren Behandlung in Anbetracht 
des bisherigen Verlaufs keine wesentliche Besserung zu erwarten sei 
(AB 33.1/244). Den angegebenen Beschwerden fehle ein organisches 
Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen Veränderung, so dass 
diese Beschwerden als organisch nicht hinreichend nachweisbar zu werten 
seien. Über die psychische Symptomatik informiere der Bericht der Ärzte 
der Schmerzsprechstunde des Spitals N.________ (vgl. E. 3.1.6 hiervor) 
und als unfallfremd zu werten sei die geltend gemachte Schwäche an der 
unteren Extremität links, welche von diversen Untersuchern als am ehesten 
funktionell gewertet worden sei (AB 33.1/245).

3.1.8 Nach einer stationären Abklärung und Behandlung vom 7. Novem-
ber bis zum 6. Dezember 2011 diagnostizierten Dr. med. I.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, und Dr. med. J.________ 
des Spitals M.________ im Austrittsbericht vom 8. Dezember 2011 (AB 
33.1/255 ff.) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psycho-
logischen Anteilen (ICD-10: F45.41) MMTS, eine mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10: F32.1) und eine leichte Niereninsuffizienz wahrscheinlich 
im Zusammenhang mit chronischer NSAR-Einnahme. Nach einer Phase 
100%iger Arbeitsunfähigkeit nach dem Unfall vom 7. Mai 2009 habe der 
Beschwerdeführer ab September 2009 die Arbeit in einem Pensum von ca. 
20% wieder aufgenommen und ab Mitte 2010 auf 60% erhöht. Nach etwas 
mehr als einem Monat Arbeitspause nach dem Unfall vom 25. Oktober 
2010 habe der Beschwerdeführer ab Dezember 2010 wieder zu ca. 25 % 

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zu arbeiten begonnen und dieses Pensum seither halten können (AB 
33.1/258).

3.1.9 Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten vom 11. Oktober 2012 
(AB 33.1/305 ff.) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine remittierte de-
pressive mittelgradige Episode (ICD-10: F32.1; AB 33.1/331). Bereits vor 
den beiden vorliegend relevanten Autounfällen dürfte eine chronische 
Schmerzerkrankung vorgelegen haben, die jedoch weniger symptomatisch 
verlaufen und nicht zu einer schwerwiegenden Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit geführt haben dürfte. Diese vorbestehende Schmerzerkrankung 
dürfte sich nun nach den beiden Autounfällen verschlechtert und leicht mo-
difiziert lokalisiert haben. Trotz intensiver und aufwändiger Behandlung 
leide der Beschwerdeführer weiterhin unter Beschwerden und die Arbeits-
fähigkeit betrage 50%. Aufgrund der damaligen psychopathologischen Be-
schreibungen mit Störungen der Konzentration, der Antriebsstörung, der 
affektiven Komponenten (depressive Stimmungslage, Affektinkontinenz), 
den Schlafproblemen und auch des sozialen Rückzuges könne der damals 
im Spital M.________ gestellten Diagnose einer mittelgradigen depressiven 
Episode (vgl. E. 3.1.8 hiervor) rückwirkend zugestimmt werden 
(AB 33.1/328). Vom Verlauf her sei davon auszugehen, dass sich das de-
pressive Bild in der Zwischenzeit unter der Behandlung mit einer antide-
pressiven Medikation und der begleitenden Betreuung durch einen Psycho-
logen aufgehellt haben dürfte. In der Exploration seien weder Antriebspro-
bleme noch eine depressive Stimmungslage festzustellen, auch nicht die 
damals beschriebene Affektinkontinenz. Auch wirke der Beschwerdeführer 
nicht niedergeschlagen. Von einem sozialen Rückzug sei nicht mehr aus-
zugehen, wie er ihn für die Zeit des Sommers und Herbst 2011 beschrie-
ben habe. Aktuell sei keine Störung des depressiven Formenkreises mehr 
erkennbar. Weiterhin zentral aber seien die Schmerzen und hier insbeson-
dere die Nackenschmerzen, welche in den Hinterkopf und die beiden 
Schultern ausstrahlten. Aufgrund der Klinik sei nicht von einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) auszugehen, weil der Be-
schwerdeführer die Kernkriterien (andauernder, schwerer und quälender 

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Schmerz) nicht erfülle (AB 33.1/330). In Anbetracht der Aufhellung der de-
pressiven Befunde sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von 
80% realistisch, allerdings unter der Voraussetzung, dass die tägliche Ar-
beit von sieben Stunden bzw. 35 Wochenstunden auf zehn Halbtage zu je 
dreieinhalb Stunden auf die Woche verteilt werde. Über Mittag solle eine 
grössere Pause von zweieinhalb Stunden möglich sein. Zudem solle die 
Steigerung schrittweise über die nächsten Monate erfolgen, so dass auf 
Anfang 2013 oder im Frühjahr 2013 die 80% realisiert werden könnten. Es 
sei von einem stabilen Zustand auszugehen, wesentliche Verbesserungen 
seien im Sinne des überwiegend Wahrscheinlichen nicht zu erwarten 
(AB 33.1/332 f.).

3.1.10 Auf Anfrage hin führte der Hausarzt Dr. med. L.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, gegenüber dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers am 12. Juni 2014 aus, nach einer Arbeitsleistung von 
vier bis fünf Stunden komme es regelmässig zum Wiederauftreten von 
Symptomen wie Kopfschmerzen, Seh- und Konzentrationsstörungen sowie 
massiver Müdigkeit. Dies zwinge den Beschwerdeführer dazu, nach der 
Rückkehr nach Hause schlafen zu gehen; eine Form von Weiterarbeit sei 
nicht mehr möglich, entsprechende Versuche seien gescheitert. Nach Mei-
nung des Hausarztes sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über 50% 
jetzt und in Zukunft nicht mehr möglich (BB 11). Mit Zeugnissen vom 
17. Juli und 22. September 2014 attestierte der Hausarzt eine volle Ar-
beitsunfähigkeit vom 17. bis 31. Juli 2014 und vom 1. September bis 
31. Oktober 2014 (BB 15).

3.2

3.2.1 Bereits im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren UV/13/482 
(E. 3.3 S. 15) wurde namentlich dem psychiatrischen Gutachten von 
Dr. med. K.________ vom 11. Oktober 2012 (vgl. E 3.1.9 hiervor) volle 
Beweiskraft (vgl. E. 2.6.1 hiervor) zugesprochen. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge leuchten ein und die ge-
zogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sind nachvollzieh-
bar begründet (vgl. E. 2.6 hiervor). Der psychiatrische Gutachter (vgl. 
E. 3.1.9 hiervor) diagnostizierte in Übereinstimmung mit den weiteren be-
handelnden Fachärzten (vgl. E. 3.1.6 ff. hiervor) eine chronische Schmerz-

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störung mit somatischen und psychischen Faktoren. Gemäss den zeitnah 
an den Unfallereignissen erstellten Berichten waren – bei vorbestehenden 
degenerativen Veränderungen an der HWS (vgl. E. 3.1.1 hiervor) – keine 
Hinweise für frische strukturelle Veränderungen der HWS feststellbar (vgl. 
E. 3.1.3 ff. hiervor).

3.2.2 Auch im vorliegenden Verfahren ist auf das beweiskräftige Gutach-
ten von Dr. med. K.________ vom 11. Oktober 2012 (vgl. E 3.1.9 hiervor) 
abzustellen (vgl. E. 3.2 hiervor). Es überzeugt hinsichtlich Diagnosen, Be-
funderhebung und Beurteilung. Angesichts der fehlenden invalidenversi-
cherungsrechtlichen Massgeblichkeit der attestierten Störung (vgl. E. 3.4 
nachfolgend) ist die vom Beschwerdeführer an der Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit durch den Gutachter geübte Kritik von vornherein unbeachtlich. 
Soweit der Beschwerdeführer die gutachterliche Beurteilung anhand eines 
Berichts seines Hausarztes vom 12. Juni 2014, worin eine Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit über 50% als nicht möglich bezeichnet wird (vgl. E. 3.1.10 
hiervor), in Zweifel zu ziehen versucht (vgl. Beschwerde, S. S. 5 oben), 
kann dem nicht gefolgt werden. Die Einschätzung des Hausarztes basiert 
mehr auf Schilderungen des Beschwerdeführers denn auf eigenen Unter-
suchungen. Der Hausarzt vermag auch keine neuen Aspekte zu benennen, 
die dem Gutachter nicht schon bekannt gewesen wären (vgl. E. 2.6.2 hier-
vor) und bei der anderslautenden Einschätzung des Hausarztes ist 
schliesslich der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. E. 2.6.3 hiervor).

3.3 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde-
führer schon vor den Verkehrsunfällen vom Mai 2009 bzw. Oktober 2010 
an degenerativen Veränderungen der HWS litt und deshalb in ärztlicher 
Behandlung war (vgl. E. 3.1.1 hiervor). Aufgrund dessen geht der Be-
schwerdeführer (Beschwerde, S. 3 Ziff. 2) von einer organischen Grundla-
ge für seine Beschwerden, mithin von einer organischen Schädigung, wel-
che sich durch die beiden Unfälle verschlimmert habe, aus. Das Verwal-
tungsgericht hat indessen bereits im VGE UV/13/482, E. 3.3.2 S. 16, 
E. 4.1.2 S. 19 und E. 4.2.2 S. 23, festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
zwar an Auswirkungen der vorbestehenden degenerativen Veränderungen 
litt, diese aber nicht besonders gravierend waren, keine Arbeitsunfähigkeit 

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zur Folge hatten (vgl. AB 7.3/3) und durch die Unfälle auch nicht ver-
schlimmert worden sind (vgl. auch E. 3.1.3 ff. hiervor). Die vorbestehenden 
Gesundheitsschäden waren und sind nicht invalidisierend. Es bestehen 
keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas geändert hätte.

3.4 Im VGE UV/13/482 wurde der adäquate Kausalzusammenhang der 
bestehenden Beschwerden mit den beiden Verkehrsunfällen vom Mai 2009 
bzw. Oktober 2010 nach Massgabe der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 
V 109) verneint. Es wurde auch festgehalten, dass hinsichtlich der geklag-
ten Beschwerden im HWS- und Nackenbereich keine nachweisbaren orga-
nischen Gesundheitsschäden vorliegen, die auf die beiden Unfälle zurück-
zuführen sind (E. 3.3.2 S. 16 unten). Ausgehend von zwar vorbestehenden, 
nicht aber invalidisierenden Gesundheitsschäden (vgl. E. 3.3 hiervor) las-
sen sich die seit den Unfällen konstant geklagten Beschwerden und insbe-
sondere die aufgrund dessen attestierte Arbeitsunfähigkeit mit den unver-
ändert gebliebenen somatischen Befunden nicht hinreichend erklären. Ob 
die aus den Unfällen resultierenden Gesundheitsschäden invalidisierend 
sind, ist somit nach der Schmerzrechtsprechung zu prüfen (vgl. E. 2.3 hier-
vor). Danach besteht bei HWS-Beschwerden, die ätiologisch nicht mit den 
objektivierten organischen Befunden zu erklären sind, eine Leistungspflicht 
der IV nur, wenn die sog. Foerster-Kriterien (vgl. E. 2.3 hiervor) erfüllt sind 
und die Beschwerden deshalb als mit zumutbarer Willensanstrengung nicht 
überwindbar gelten.

3.4.1 Eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprä-
gung und Dauer ist vorliegend nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdefüh-
rer in der Beschwerde, S. 5 f. Ziff. 4, auf das Gutachten von Dr. med. 
K.________ (vgl. E. 3.1.9 hiervor) verweist, stellte dieser fest, dass die 
(neben der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychologi-
schen Anteilen) diagnostizierte depressive mittelgradige Störung remittiert 
ist und keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat. Wenn der Be-
schwerdeführer in diesem Zusammenhang auf die erfolgte Kündigung sei-
nes Arbeitsverhältnisses hinweist, welche eine neue depressive Episode 
ausgelöst habe, kann er daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ablei-
ten, wäre doch eine allfällige durch die Kündigung ausgelöste depressive 
Episode offensichtlich reaktiver Natur und damit ebenfalls nicht invalidisie-

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rend (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invaliden-
versicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 35 N. 73). Es besteht mithin insgesamt 
keine relevante psychische Komorbidität.

3.4.2 Auch die weiteren massgeblichen Kriterien sind vorliegend nicht 
oder nicht in einem Ausmass erfüllt, um von einem invalidisierenden Ge-
sundheitsschaden ausgehen zu können. Was zunächst die chronischen 
körperlichen Begleiterkrankungen anbelangt, müssen solche nach bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung ein erhebliches Ausmass aufweisen, um als 
relevantes Zusatzkriterium Berücksichtigung zu finden (Entscheid des BGer 
vom 7. Januar 2009, 8C_348/2008, E. 4.2). Dies trifft vorliegend nicht zu, 
ist doch schon unter E. 3.3 hiervor festgehalten worden, dass die vorbeste-
henden degenerativen Veränderungen nicht invalidisierend wirken. Darüber 
hinaus liegt eine Schmerzproblematik vor, für die es an hinlänglich objekti-
vierbaren organischen Ursachen fehlt und derentwegen eine Schmerz-
störung diagnostiziert wurde. Damit entfällt der Aspekt chronischer körperli-
cher Begleiterkrankungen. Gleiches gilt hinsichtlich des mehrjährigen, 
chronifizierten Krankheitsverlaufs. Ein solches Krankheitsgeschehen mit 
weitgehend unveränderter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbil-
dung lässt sich zwar mit Bezug auf die Schmerzproblematik nicht von der 
Hand weisen; dieser Verlauf ist jedoch für Somatisierungsstörungen dia-
gnosespezifisch und daher nicht ausschlaggebend (Entscheid des BGer 
vom 16. Dezember 2008, 8C_195/2008, E. 7.3). Mit Blick auf das psychia-
trische Gutachten ist sodann die soziale Integration nicht verloren gegan-
gen (AB 33.1/319: Sie hätten zu Hause wieder häufiger Besuch, auch treffe 
er wieder vermehrt Kollegen) und es ist schliesslich angesichts der weiter-
zuführenden, aber zeitlich zu intensivierenden und medikamentös anzu-
passenden psychiatrisch-psychosomatischen Begleitung nicht von einer 
gescheiterten Behandlung auszugehen (vgl. auch AB 33.1/333).

3.4.3 Die im psychiatrischen Gutachten (vgl. E. 3.1.9 hiervor) vorgenom-
mene ärztliche Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 80% bzw. einer 
Einschränkung von 20% kann somit aus invalidenversicherungsrechtlicher 
Sicht nicht übernommen werden. Die remittierte mittelgradige depressive 
Episode und die chronische Schmerzstörung stellen nach dem Dargelegten 
keine rechtserheblichen (invalidisierenden) Gesundheitsschäden dar. Somit 

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fehlt es vorliegend an einer Grundvoraussetzung für einen Anspruch auf 
Leistungen der IV.

3.5 Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. September 2014 
(AB 52), mit welcher ein invalidisierender Gesundheitsschaden verneint 
wurde, ist nach dem Ausgeführten nicht zu beanstanden. Damit hat der 
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Leistungen der IV. Die dagegen 
erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festge-
setzt, dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt und dem geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.