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**Case Identifier:** b8a5c920-097c-5c6f-a75d-606a0ca9f064
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.12.2010 IV 2009/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-56_2010-12-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/56

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2020

Entscheiddatum: 09.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 09.12.2010
Art. 28 IVG. Der somatisch-orthopädische Teil des Gutachtens lässt keine 
abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit zu. Es ist nicht 
ersichtlich, dass der Gutachter sich bei seiner Beurteilung auf eine 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht hat stützen 
können. Rückweisung zu weiteren Abklärungen. Anstelle der gemischten 
Methode ist der Invaliditätsgrad anhand eines reinen Einkommensvergleich 
zu ermitteln. Es kann davon ausgegangen werden, dass die bisher ca. 90% 
erwerbstätige Beschwerdeführerin heute zu 100% erwerbstätig wäre 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. 
Dezember 2010, IV 2009/56).

Abteilungspräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Matthias Burri

Entscheid vom 9. Dezember 2010

in Sachen

J.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Evelyne Angehrn, Oberer Graben 44,

9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a J.___, Jahrgang 1962, meldete sich im 11. Mai 2006 zum Bezug von IV-Leistungen 

an (IV-act. 1). Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. A.___, Facharzt für Innere 

Medizin, Uzwil, stellte am 28. Mai 2006 auf Anfrage der IV-Stelle der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: breitbasige Diskushernie L5/S1 mit 

Hemilaminektomie S1 und Revision L5/S1 und S1/2 links am 19. Mai 2005, Nervus 

peroneus-Parese, depressive Entwicklung mit Anpassungsstörung sowie arterielle 

Hypertonie. Der Zustand habe sich trotz operativer Sanierung in keiner Weise 

gebessert, sondern eher verschlechtert. Für die Versicherte sei es zum jetzigen 

Zeitpunkt nicht möglich zu arbeiten, auch nicht in einem geschützten Rahmen bzw. in 

einer adaptierten Tätigkeit (IV-act. 11). Mit Bericht vom 28. Juni 2006 hielt Dr. med. 

B.___, Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychiatrie C.___, fest, dass bei der 

Versicherten aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

bestehe (IV-act. 16). Dr. med. D.___, Facharzt für Neurochirurgie, der die Versicherte im 

Mai 2005 am Rücken operiert hatte (Ausräumung Diskushernie L5/S1 links), attestierte 

der Versicherten mit Bericht vom 24. Oktober 2006 aufgrund einer rezidivierenden 

Lumbalischialgie links sowie einer vollständig irreversiblen Fussheberlähmung links ab 

Mai 2005 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 26).

A.b In der Folge liess die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen tätigen. Am 

13. Februar 2007 wurde die Versicherte von Dr. med. E.___ psychiatrisch (Bericht vom 

28. Februar 2007) und am 14. Februar 2007 von Dr. med. F.___, Facharzt 

orthopädische Chirurgie, somatisch-orthopädisch untersucht und begutachtet. Im 

bidisziplinärem Gutachten vom 1. März 2007 stellte Dr. F.___ folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: spondylogene und teilweise diskogene links-

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foraminale Enge L5/S1 mit mässiger L5-Nervenwurzelkompression links foraminal bei 

degenerierter Bandscheibe L5/S1 mit kleiner mediolinksseitiger Protrusion bei Status 

nach operativer Revision 05/05 mit persistierender Fussheberschwäche links. In ihrer 

bisherigen Tätigkeit als Zimmermädchen und Hauswartin sei die Versicherte aufgrund 

ihres somatischen Leidens bei voller Stundenpräsenz zu 40% arbeitsfähig. Im 

psychiatrischen Teil des bidisziplinären Gutachtens wurde der Versicherten eine volle 

Arbeitsfähigkeit attestiert. In einer adaptierten Tätigkeit könne der Versicherten aus 

somatischer Sicht bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von ca. 75% 

zugemutet werden (IV-act. 34, 38-1/2).

A.c Am 16. November 2007 führte die SVA eine Abklärung im Haushalt durch. Im 

Abklärungsbericht vom 10. Januar 2008 wurde festgehalten, die Versicherte wäre ihren 

Tätigkeiten als Zimmermädchen und Hauswartin ohne Behinderung weiterhin im 

Umfang von insgesamt 90% nachgegangen. Anhand der gemischten Methode wurde 

ein Invaliditätsgrad von 30.6% ermittelt (IV-act. 49, 50-2/2).

A.d Mit Schreiben vom 25. Januar 2008 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass 

Arbeitsvermittlungsbemühungen aufgrund der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 75% 

nicht mehr angezeigt seien und daher abgeschlossen würden (IV-act. 51). Gleichzeitig 

stellte die IV-Stelle der Versicherten am 25. Januar 2008 die Abweisung des 

Rentenbegehrens in Aussicht. Beim ermittelten Invaliditätsgrad von 30.6 % bestehe 

kein Anspruch auf eine Rente (IV-act 52, 53).

A.e Am 26. März 2008 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie mit der 

beabsichtigten Abweisung des Leistungsbegehrens nicht einverstanden sei. Die von 

Dr. F.___ festgestellte Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 75% sei nicht 

zutreffend. Sie werde daher eine zweite, unabhängige ärztliche Meinung einholen. Die 

entsprechenden Abklärungen würden in der Schulthess-Klinik in Zürich stattfinden (IV-

act. 59-1/3). Am 24. April 2008 liess die Versicherte der IV-Stelle den Bericht von Dr. 

med. G.___, Wirbelsäulenzentrum der Schulthess-Klinik, zukommen. Diese kam zum 

Schluss, dass ihr eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht vollständig möglich sei. 

Rein aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht sei unter Berücksichtigung der vorhandenen 

Informationen eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit bei leichter, wechselbelastender Tätigkeit 

durchaus möglich (IV-act. 61-2/3). Im Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. 

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H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. Mai 2008 hielt dieser fest, 

dass die Versicherte aus psychiatrischer Sicht für jegliche Tätigkeit zu 70% 

arbeitsunfähig sei (IV-act. 62). Schliesslich liess sich die Versicherte von PD Dr. med. 

I.___, Fachharzt Neurologie, neurologisch untersuchen und begutachten. Im Bericht 

vom 16. Juni 2008 stellte dieser folgende Diagnosen: hochgradige axonale Neuropathie 

des Nervus peroneus links, St. n. Diskushernienoperation mit Hemilaminektomie S1 

und Revision L5/S1 und S1/S2 links. Die Versicherte leide einerseits an einer 

hochgradigen Parese der vom Nervus peroneus versorgten Muskulatur am linken Bein. 

Zusätzlich liege eine Ausfallsymptomatik der L5- und S1-Wurzel vor, wenn auch in 

deutlich geringerem Ausmass als die Peroneusparese. Die Neuropathie des Nervus 

peroneus habe sich bereits in der letzten Untersuchung vom August 2005 dargestellt. 

Die Ursache sei jedoch letzten Endes unklar geblieben. Eine Stellungnahme zur 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten erstattete Dr. I.___ jedoch nicht (IV-act. 63).

A.f  Nach Würdigung der medizinischen Akten kam der RAD am 22. Juli 2008 zum 

Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit der Versicherten aufgrund des Berichts von Dr. 

G.___ (Schulthess-Klinik) auf 70% reduziert werden könne (IV-act. 64). Mit Verfügung 

vom 13. Januar 2009 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten ab. 

Bei einem IV-Grad von 34,65% bestehe kein Anspruch auf eine Rente (act. G 1.1.2).

B.   

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 13. Februar 2009, die am 

27. Februar 2009 ergänzt worden ist. Die Vertreterin der Beschwerdeführerin beantragt 

die Aufhebung der Verfügung vom 13. Januar 2009. Der Beschwerdeführerin sei eine 

ganze, allenfalls eine Dreiviertels- oder eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur umfassenden Abklärung und Festsetzung der IV-Rente an die 

IV-Stelle zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 4, 1). Über 

die massgebende Diagnose sowie die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit bestehe 

aufgrund der Akten keine Klarheit. Die Diagnose von Dr. F.___ bestätige weitgehend die 

Diagnose von Dr. A.___ in Bezug auf das körperliche Leiden. Gleichwohl attestiere Dr. 

F.___ eine Arbeitsfähigkeit von 60% bzw. 75% in einer leidensangepassten Tätigkeit. 

Demgegenüber seien sowohl Dr. A.___ als auch Dr. D.___ zum Schluss gekommen, 

dass die Beschwerdeführerin 100% arbeitsunfähig sei. Auch Dr. med. K.___ habe der 

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Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Untersuchung vom 1. Mai 2006 

betreffend Taggeldleistungen der SWICA lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von 50% 

attestiert. Ein Bericht dieser Untersuchung befinde sich jedoch nicht in den Akten. Die 

unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Dr. F.___ 

beziehe sich auf einen Bericht des Neurologen Dr. I.___ von 2005, welcher festgestellt 

habe, dass bei der Beschwerdeführerin eine komplexe Neuropathie vorliegen könnte 

und daher eine ungünstige Prognose gestellt werden müsse. Soweit ersichtlich sei 

dieser Umstand jedoch in der Diagnose und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch 

Dr. F.___ nicht berücksichtigt worden. Im Arztbericht von Dr. G.___ sei ausdrücklich 

darauf hingewiesen worden, dass eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne 

neurologische Abklärung nicht vollständig möglich sei. Die in der Folge veranlasste 

neurologische Untersuchung bei Dr. I.___ habe ergeben, dass neben den Folgen der 

Bandscheibenoperation eine erhebliche axonale Neuropathie des Nervus peroneus 

vorliege. Wie weit sich diese Diagnose zusätzlich auf die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin auswirke sei unklar. Dr. I.___ habe sich diesbezüglich nicht 

geäussert. Es sei jedoch zu vermuten, dass die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin erheblich tiefer angesetzt werden müsse (act. G 4, Ziff. IV/2). Eine 

unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich des Weiteren aus den 

vorliegenden psychiatrischen Arztberichten. Dr. E.___ habe im März 2007 nach einer 

einmaligen Exploration nur eine Anpassungsstörung mit Stimmungsschwankungen, 

Ängsten, Sorgen und Anspannungen (ICD-10:F 43.23) diagnostiziert. Demgegenüber 

sei der behandelnde Psychiater Dr. H.___ zum Schluss gekommen, dass bei der 

Beschwerdeführerin eine mittel- bis schwergradige depressive Störung mit 

somatischen Symptomen (ICD-10:F32.11, F32.2) auf dem Boden einer anankastischen 

Persönlichkeit vorliege. Hinzu komme eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4). Die Diskrepanz der Diagnosen entspreche der unterschiedlichen Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit. Dr. E.___ gehe davon aus, dass die Beschwerdeführerin aus 

psychiatrischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Dr. H.___ komme nach einer 

Behandlungsdauer von zwei Jahren hingegen zum Schluss, dass eine 70%-ige 

Arbeitsunfähigkeit vorliege bzw. lediglich eine Tätigkeit in geschütztem Rahmen in 

Frage komme. Der Bericht von Dr. H.___ sei – entgegen der Auffassung des RAD – bei 

der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen. Eine Nichtberücksichtigung 

widerspreche dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz, 

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wonach die Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (act. G 4, Ziff. IV/3). Was den Beginn 

des Rentenanspruchs betreffe, so seien auch die vor der Anmeldung liegenden Zeiten 

von Arbeitunsfähigkeit zu berücksichtigen. Die Anmeldung zum Leistungsbezug sei im 

Mai 2006 erfolgt. Dr. A.___und Dr. D.___ hätten der Beschwerdeführerin seit der 

Operation im Mai 2005 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert. Das geforderte 

Wartejahr habe die Beschwerdeführerin damit im Mai 2006 erfüllt. Daher sei zu prüfen, 

ob der IV-Grad ab Mai 2006 auf 100% festzulegen wäre und ob zu einem späteren 

Zeitpunkt überhaupt eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit eingetreten sei (act. G 4, 

Ziff. IV/4).

B.b Sodann sei beim Einkommensvergleich von einer 100%-igen Erwerbstätigkeit 

auszugehen. Der Arbeitsanfall bei beiden Arbeitsstellen sei unregelmässig gewesen. Im 

Hotel L.___ sei die Beschwerdeführerin zwischen 65% und 70%, bei der Arbeitgeberin 

M.___ zwischen 25% und 30% tätig gewesen. Der gesamte Arbeitsanfall entspreche 

nahezu einem 100% Pensum. Da die Kinder der Beschwerdeführerin mittlerweile 

erwachsen seien, sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im heutigen 

Zeitpunkt zu 100% erwerbstätig wäre. Weiter dürfe bei der Bestimmung des 

zumutbaren erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten 

ausgegangen werden. Die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei auch im 

Rahmen einer leichten Tätigkeit beeinträchtigt, sodass eine zumutbare Tätigkeit nur in 

eingeschränkter Form möglich sei. Sie müsse in temperierten Räumen abwechselnd 

sitzend und stehend arbeiten können, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische 

speziell gebückte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg 

gehoben oder getragen werden müssten. Eine solche Tätigkeit gebe es auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt praktisch nicht oder nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers. Das Finden einer 

entsprechenden Arbeitsstelle erscheine daher von vornherein als ausgeschlossen. Ein 

Leidensabzug von 10% sei unter den gegebenen Umständen zu tief. Es sei mit einem 

Leidensabzug von 25% zu rechnen (act. G 4, Ziff. 5).

C.   

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C.a Am 30. April 2009 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde. Sie machte im Wesentlichen geltend, die von Dr. I.___ mit Bericht vom 

19. Mai 2008 diagnostizierte Neuropathie sei bereits im August 2005 festgestellt und im 

bidisziplinären Gutachten bei der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt worden. Die neurologische Befundlage habe sich seither kaum geändert, 

sodass keine zusätzlichen Abklärungen erforderlich seien, zumal sich die Ätiologie der 

Neuropathie laut Dr. I.___ wohl nicht mehr klären lasse. Auch der Bericht der 

Schulthess-Klinik vom 17. April 2008, wonach die Beschwerdeführerin aus 

wirbelsäulenchirurgischer Sicht für leichte wechselbelastende Tätigkeiten zu 70% 

arbeitsfähig sei, vermöge die Beurteilung von Dr. F.___ nicht in Frage zu stellen. Die im 

Bericht der Schulthess-Klinik aufgeführten Befunde und Diagnosen stimmten im 

Wesentlichen mit denjenigen von Dr. F.___ überein (act. G 6, Ziff. 4.2 f.). Sodann 

vermöge der psychiatrische Bericht von Dr. H.___ vom 4. Mai 2008 nicht zu 

überzeugen. Für die von Dr. E.___ abweichenden Diagnosen von Dr. H.___ sei kein 

psychopathologischer Befund als Erklärung gestellt worden. Zudem habe sich Dr. 

H.___ nicht mit dem Teilgutachten vom 28. Februar 2007 auseinandergesetzt. Er habe 

die Beschwerdeführerin bereits seit Behandlungsbeginn (20. Juni 2006) als 70% 

arbeitsunfähig gesehen. Von einer Verschlechterung des psychischen Zustands seit 

der psychiatrischen Begutachtung im Februar 2007 sei somit nicht auszugehen. 

Unbeachtlich sei zudem, dass Dr. H.___ die Beschwerdeführerin bereits über zwei 

Jahre behandle.

C.b Sodann würden die Einkommensverhältnisse vor Eintritt des 

Gesundheitsschadens, wie sie im IK-Auszug abgebildet seien, kein repräsentatives Bild 

über das Einkommen ergeben, das die Beschwerdeführerin ohne Invalidität erzielen 

könnte. Dementsprechend seien Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom 

selben Tabellenlohn zu berechnen. Ein Abzug vom Tabellenlohn von mehr als 10% sei 

nicht gerechtfertigt. Unter Annahme einer 100%-igen Erwerbstätigkeit im 

Gesundheitsfall würde der Invaliditätsgrad 32.5% betragen. Gehe man davon aus, dass 

die Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit zu 90% erwerbstätig und zu 10% im 

Haushalt tätig wäre, liege der Gesamtinvaliditätsgrad gemäss der gemischten Methode 

bei rund 24%. Der Rentenanspruch sei daher zu Recht abgewiesen worden (act. G 6, 

Ziff. 5 ff.).

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C.c Mit Replik vom 20. Mai 2009 liess die Beschwerdeführerin ergänzend ausführen, 

dass der Fragebogen über die Haupttätigkeit der Beschwerdeführerin als 

Zimmermädchen im Hotel L.___ (zwischen 65% und 70%) bei der Begutachtung von 

Dr. F.___ noch nicht vorgelegen sei und dementsprechend nicht habe berücksichtigt 

werden können. Die Tätigkeit als Zimmermädchen habe Arbeiten in der Wäscherei und 

das Putzen der Zimmer umfasst. Bei diesen Tätigkeiten müsse von einer höheren als 

der von Dr. F.___ festgestellten Arbeitsunfähigkeit von 60% ausgegangen werden. 

Sodann fehle es im psychiatrischen Teil des bidisziplinären Gutachtens an einer 

fundierten Begründung für die von Dr. H.___ abweichende Diagnose. Ebenfalls sei die 

von Dr. H.___ festgestellte Verschlechterung und Intensivierung der Symptome bei der 

Beschwerdeführerin unberücksichtigt geblieben (act. G 8).

C.d Am 28. Mai 2009 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik und verwies 

auf ihre Beschwerdeantwort (act. G 10).

Erwägungen:

1.  

1.1  Die Beschwerdeführerin beantragt in diesem Verfahren einzig Rentenleistungen. 

Streitig ist daher zunächst ein Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne 

Eingliederungsmassnahmen ein solcher Anspruch in Frage steht, so gehörte zum 

Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin 

zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe. Zu prüfen ist insbesondere, ob 

die medizinische Aktenlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs der 

Beschwerdeführerin ausreichend ist.

1.2  Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

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angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den 

materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 

Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging am 

19. Januar 2009, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der 

revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher 

und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche 

noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals 

geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-

Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, Erw. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die 

seit 1. Januar 2008 geltenden Bestimmungen wiedergegeben.

1.3  Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Die Invalidität gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der 

konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht 

geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 IVG: Es ist darauf abzustellen, in welchem 

Mass die betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als 

Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche 

Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische 

Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die so 

genannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil 

erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen 

"gemischten" Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 

Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen. Ist bei einer Person, die nur zum Teil 

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erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs 

ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich erwerbstätig wäre, so ist die Invalidität 

ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 IVV).

1.4  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

1.5  Das Versicherungsgericht hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass es alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander sich widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 

und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a).

2.  

2.1  In medizinischer Hinsicht ist umstritten, ob das bidisziplinäre Gutachten vom 

1. März 2007 eine taugliche Grundlage zur Beurteilung der der Beschwerdeführerin 

verbleibenden Arbeitsfähigkeit darstellt. Die Vertreterin der Beschwerdeführerin macht 

diesbezüglich im Wesentlichen geltend, der psychiatrische Teil des Gutachtens sei 

bis 

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unvollständig, da es sich nicht bzw. nur unzureichend mit der Beurteilung des 

behandelnden Psychiaters auseinandersetze. Betreffend die somatischen Leiden sei 

eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich. Dem 

neurologischen Bericht von Dr. I.___ könne nicht entnommen werden, inwiefern sich 

die Diagnose der axonalen Neuropathie zusätzlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke.

2.2   Die Diagnose betreffend die somatisch-orthopädischen Beschwerden mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ist im Wesentlichen nicht umstritten. Die 

Beschwerdeführerin stellt jedoch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr. F.___ in 

Frage. Dieser hat die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihren bisherigen 

Tätigkeiten als Zimmermädchen und Hauswartin auf 40% geschätzt. In einer 

adaptierten Tätigkeit stellte er eine Arbeitsfähigkeit von ca. 75% fest. Demgegenüber 

kamen die behandelnden Ärzte Dr. A.___ und Dr. D.___ zum Schluss, die 

Beschwerdeführerin sei in jeglicher Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Im somatisch-

orthopädischen Teil des bidisziplinären Gutachtens stützt Dr. F.___ seine Beurteilung 

auf die Vorakten, auf die eigene persönliche Befragung der Beschwerdeführerin und 

die eigenen Untersuchungen am 14. Februar 2007. Die lumbalen Schmerzen und die 

abnormen orthopädischen Untersuchungsbefunde der LWS könnten grösstenteils 

durch die im MRI nachgewiesene persistierende Nervenwurzelkompression L5 links 

erklärt werden. Die von Dr. D.___ durchgeführte Operation sei insuffizient gewesen. 

Körperlich schwere Tätigkeiten in kalter und feuchter Umgebung, die mit häufigen 

unphysiologischen, speziell gebeugten Körperhaltungen verbunden seien und bei 

denen regelmässig Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen werden müssten 

und die vorwiegend sitzend oder stehend durchgeführt werden müssten, seien nicht 

mehr vollumfänglich zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich 

betrage daher nur noch 40%. Demgegenüber könne der Beschwerdeführerin in 

körperlich leichten Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend 

und stehend durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei regelmässig 

unphysiologische, speziell gebückte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände 

über 10 kg gehoben oder getragen werden müssten, eine Arbeitsfähigkeit von ca. 75% 

zugemutet werden (IV-act. 34-6/8 f.). Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass Dr. 

F.___ in seiner Begutachtung nicht Stellung genommen habe zu der von den 

behandelnden Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100%. Diesbezüglich ist 

festzuhalten, dass weder Dr. A.___ noch Dr. D.___ in ihren Berichten substantiiert 

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dargelegt haben, aus welchen Gründen der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin zu einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit führen sollte bzw. in 

welchen Bereichen sie im Erwerbsleben eingeschränkt sei (IV-act. 11, 26). Dr. D.___ 

notierte in seinem sehr knappen Bericht bei der Frage nach dem Vorliegen einer 

reduzierten Leistungsfähigkeit "Spätere Beantwortung". Die Frage nach dem Vorliegen 

einer bleibenden Einschränkung von mind. 20% beantwortete er mit "?". Dies lässt 

darauf schliessen, dass er den Gesundheitszustand als noch nicht stationär 

betrachtete und nur eine vorläufige Einschätzung abgeben wollte, die als Grundlage für 

die Bemessung der rentenspezifischen Invalidität von vornherein nicht geeignet ist. 

Dementsprechend war Dr. F.___ eine Stellungnahme zu den Einschätzungen der 

behandelnden Ärzte kaum möglich. Zudem ist auch der Erfahrungstatsache Rechnung 

zu tragen, dass Hausärzte mitunter wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung 

im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Im Hinblick auf einen möglichen 

Ziel- und Interessenkonflikt (Behandlung versus Begutachtung) gilt dies auch für 

Spezialärzte (vgl. EVG-Urteil vom 5. April 2004, I 814/03, Erw. 2.4.2). Ebenso wenig ist 

die Rüge begründet, dass die Arbeitsfähigkeit erheblich tiefer ausfallen müsse, da die 

Beschwerdeführerin überwiegend als Zimmermädchen tätig gewesen sei. Einerseits 

war Dr. F.___ die Tätigkeit als Zimmermädchen bekannt (IV-act. 34-1/8). Andererseits 

sind die Verrichtungen im Tätigkeitsbereich eines Zimmermädchens und einer 

Hausabwartin bezüglich der körperlichen Belastungen durchaus vergleichbar.

Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, die neurologische Problematik – die 

axonale Neuropathie des Nervus peroneus – sei bei der Begutachtung unberücksichtigt 

geblieben. Dr. G.___ habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit ohne neurologische Abklärungen nicht vollständig möglich sei. Aus rein 

wirbelsäulenchirurgischer Sicht erachte sie eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit zumutbar (IV-act. 61-2/3). Offensichtlich hatte Dr. G.___ beim 

Untersuch vom 16. April 2008 keine Kenntnis davon, dass die Beschwerdeführerin 

bereits 2005 neurologisch untersucht worden war. Dr. F.___ erwähnte im 

bidisziplinären Gutachten, dass Dr. I.___ bei einem Untersuch im Jahr 2005 Hinweise 

auf eine komplexe Neuropathie, die über eine L5/S1 Radikulopathie hinausgehe, 

gefunden habe (IV-act 34-5/8). Der entsprechende Bericht von Dr. I.___ aus dem Jahr 

2005 befindet sich jedoch nicht in den Akten. Sodann ist dem bidisziplinären 

Gutachten nicht zu entnehmen, dass Dr. F.___ sich bei seiner Beurteilung der 

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Arbeitsfähigkeit auf eine neurologische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abstützen 

konnte. Für eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheint es 

vorliegend jedoch unumgänglich, dass die Frage der Arbeitsfähigkeit auch aus 

neurologischer Sicht beurteilt wird. Eine neurologische Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit, lässt jedoch auch der Bericht von Dr. I.___ vom 19. Juni 2008 

vermissen (IV-act. 63-2/2). Des Weiteren ist nicht auszuschliessen, dass sich die 

neurologische Problematik seit der Begutachtung im Jahr 2007 verschlechtert hat. Im 

Bericht vom 19. Juni 2008 diagnostizierte Dr. I.___ explizit eine erhebliche axonale 

Neuropathie des Nervus peroneus. Im bidisziplinären Gutachten hielt Dr. F.___ 

hingegen lediglich fest, dass Dr. I.___ Hinweise auf eine komplexe Neuropathie 

gefunden habe bzw. dass eine komplexe Neuropathie vorliegen könnte (IV-act. 34-2/8, 

43-5/8). Im Weiteren wäre auch der (fehlende) Bericht der durch die 

Krankentaggeldversicherung SWICA veranlassten Untersuchung vom 1. Mai 2006 bei 

Dr. med. A. K.___ von Interesse. Immerhin schätzte dieser – nicht in einem 

Auftragsverhältnis zur Beschwerdeführerin stehende Arzt – die Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit auf lediglich 50% und somit erheblich tiefer ein (IV-act. 20). 

Zudem könnte dieser Bericht Aufschluss über den Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit seit der Operation geben. Hierzu hat sich Dr. F.___ im 

bisziplinären Gutachten nämlich nicht geäussert. Die Rügen der Beschwerdeführerin 

sind somit zumindest dahingehend begründet, dass der somatisch-orthopädische Teil 

des Gutachtens mangels Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht 

keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zulässt und der medizinische 

Sachverhalt somit ungenügend abgeklärt ist.

2.3  Hinsichtlich des psychiatrischen Teils des bidisziplinären Gutachtens stellt die 

Beschwerdeführerin die Diagnose und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Frage. Dr. 

E.___ kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin an einer Anpassungsstörung mit 

Ängsten, depressiven Verstimmungen, Sorgen und Anspannungen (ICD-10: F 43.23) 

leide. Diese Diagnose sei für die Arbeitsfähigkeit nicht relevant und aus psychiatrischer 

Sicht sei die Beschwerdeführerin sowohl im angestammten Beruf, als auch in einer 

adaptierten Tätigkeit 100% arbeitsfähig (IV-act. 33-6/7 f.). Demgegenüber hielt Dr. 

H.___ in seinem Bericht vom 4. Mai 2008 fest, dass die Beschwerdeführerin unter einer 

mittel- bis schwergradigen depressiven Störung mit somatischen Symptomen (ICD-10: 

F 32.11, F 32.2) auf dem Boden einer anakastischen Persönlichkeit (ICD-10: F 60.5) 

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leide. Dazu bestehe aufgrund der somatischen Leiden eine andauernde somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F 45.5). Die Beschwerdeführerin sei sowohl in ihrer 

angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit zu 70% arbeitsunfähig. Es käme 

bei ihr lediglich noch eine Tätigkeit in einem geschützten Rahmen in Frage (IV-act. 

62-2/2). Die Beschwerdeführerin befindet sich seit dem 20. Juni 2006 bei Dr. H.___ in 

Behandlung. Vom 12. Oktober 2005 bis 3. März 2006 war sie bei Dr. B.___ in 

Behandlung. Im Bericht an die IV-Stelle vom 28. Juni 2006 diagnostizierte dieser eine 

Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung von anderen Gefühlen (ICD-10: F 43.23). Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 16). Dr. 

E.___ führte im Gutachten aus, dass er sich der Ansicht von Dr. H.___, welcher bereits 

im Zeitpunkt der Begutachtung eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert 

und der Beschwerdeführerin eine 70%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, nicht 

anschliessen könne. Die Beschwerdeführerin habe während der Exploration nur leichte 

affektive Schwankungen, Unsicherheit, leicht reduzierte emotionale Belastbarkeit, 

Nervosität und Existenzängste aufgewiesen. Ihre kognitiven Fähigkeiten, das formale 

und inhaltliche Denken, Antrieb und Motorik seien jedoch unauffällig gewesen (IV-act. 

33-7/7). Dr. E.___ stützt seine Beurteilung auf sämtliche Vorakten, auf die eigene 

persönliche Befragung der Beschwerdeführerin und die eigenen psychiatrischen 

Untersuchungen vom 13. Februar 2007. Der psychiatrische Teil des polydisziplinären 

Gutachtens erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemässen Kriterien der 

Beweistauglichkeit. Es ist für die strittigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 

Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der 

Vorakten abgegeben worden. Zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und 

beinhalten begründete Schlussfolgerungen. Die Diagnose und 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung stimmen im Wesentlichen mit jener von Dr. B.___ 

überein. Schliesslich setzt sich das Gutachten auch mit den abweichenden 

Einschätzungen des behandelnden Psychiaters in Bezug auf die Diagnose und auf die 

Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

auseinander. Insgesamt sind keine Gründe ersichtlich, weshalb nicht auf dieses 

Gutachten abgestellt werden sollte. Daran vermag auch der von der 

Beschwerdeführerin eingereichte Bericht von Dr. H.___ vom 4. Mai 2008 nichts zu 

ändern. Dr. H.___ macht eine Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend, 

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schätzt die Arbeitsunfähigkeit seit 2006 jedoch unverändert auf 70% ein. Die 

psychische Störung zeige eine ständige Verschlechterung. Trotz der durchgeführten 

Therapie sei es zur Intensivierung der Symptome gekommen. Dr. H.___ hat es 

unterlassen, die Verschlechterung substantiiert darzulegen und zu begründen. Zudem 

setzt er sich nicht mit dem Gutachten auseinander. Gleichwohl geht er nach wie vor 

von einer 70%-igen Arbeitsunfähigkeit aus. Dieser Arztbericht ist somit im Hinblick auf 

die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht nur ungenügend begründet, sondern auch 

widersprüchlich. Hätte die geltend gemachte Verschlechterung relevanten Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit, müsste wohl auch eine tiefere Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

resultieren. Eine massgebende Verschlechterung des Gesundheitszustands der 

Beschwerdeführerin seit der Begutachtung durch Dr. E.___ lässt sich jedenfalls nicht 

nachweisen. Im Weiteren ist die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung (ICD-10: F 60.5) fraglich. Dieses Leiden ist dadurch gekennzeichnet, 

dass sich für geklagte körperliche Symptome trotz adäquater medizinischer 

(Diffenrential-) Diagnostik keine eindeutigen körperlichen Ursachen finden lassen. Ihre 

Diagnose setzt im Einzelnen voraus, dass die vorherrschende Beschwerde ein 

andauernder, schwerer und quälender Schmerz ist, der durch einen physiologischen 

Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann. Der 

Schmerz tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen 

auf. Diese sollten schwerwiegend genug sein, um als entscheidende ursächliche 

Einflüsse zu gelten. Die Folge ist gewöhnlich eine beträchtliche persönliche oder 

medizinische Betreuung oder Zuwendung. Nach dieser Definition sind also 

psychosoziale Probleme oder emotionale Konflikte als entscheidende 

Krankheitsursache zu betrachten, damit die Diagnose einer somatoformen 

Schmerzstörung gestellt werden kann (BGE 130 V 399, Erw. 6.1 m. H.). Vorliegend 

besteht indessen ein organisches Substrat. Die Schmerzen der Beschwerdeführerin 

lassen sich aufgrund des lumbalen Leidens, offenbar mit Nervenwurzelkompression L5/

S1, bzw. der axonalen Neuropathie erklären. Ein nicht erklärbares Schmerzerleben ist 

den Akten nicht zu entnehmen. Eine somatoforme Schmerzstörung ist daher nicht 

plausibel. Den Beweiswert des psychiatrischen Teils des Gutachtens vermag der 

Bericht von Dr. H.___ jedenfalls nicht zu erschüttern. Eine medizinische Administrativ- 

oder Gerichtsexpertise ist nicht stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 

Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen 

festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv 

feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 

geblieben sind und sich eignen, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 18. April 2006, I 783/05, Erw. 2.2; vgl. auch Urteil vom 

27. November 2006, I 663/05, Erw. 2.2.2 und Urteil vom 2. August 2006, U 58/06, Erw. 

2.2 in fine). Objektiv feststellbare Gesichtspunkte, welche im Gutachten 

unberücksichtigt geblieben wären, bringt der Bericht von Dr. H.___ nicht ans 

Tageslicht. Aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann zudem nicht per 

se davon ausgegangen werden, dass der behandelnde Psychiater die Arbeitsfähigkeit 

besser oder genauer einschätzen kann als ein unabhängiger Gutachter. Auch das 

immer wieder vorgebrachte Argument, die Begutachtung sei nur eine 

Momentaufnahme, während behandelnde Ärzte ihre Patienten über einen längeren 

Zeitraum beobachten könnten und sie und ihre Krankheit deshalb besser 

einzuschätzen vermöchten, ist nicht stichhaltig, denn der unabhängige 

Sachverständige verfügt über jene Unterlagen, die ihm die Krankengeschichte und 

damit das vom behandelnden Arzt gesammelte Wissen über den Patienten und dessen 

Krankheit vermitteln. Darauf kann er bei der Begutachtung aufbauen, so dass seine 

Abklärung keineswegs nur die behauptete Momentaufnahme ist (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2007/154 vom 17. Oktober 2007, Erw. 

4.b). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr. 

H.___ als eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen Sachverhalts zu verstehen ist 

und nicht zu überzeugen vermag. Demgegenüber kann auf die im bidisziplinären 

Gutachten festgehaltene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 

abgestellt werden.

2.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weitere Abklärungen betreffend die 

somatischen Leiden der Beschwerdeführerin angezeigt erscheinen. Bezüglich der 

psychischen Beschwerden ist der Sachverhalt hingegen ausreichend abgeklärt. Aus 

psychiatrischer Sicht ist somit von einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

auszugehen.

3.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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3.1  Die Beschwerdegegnerin hat die Invalidität der Beschwerdeführerin anhand der 

gemischten Methode mit einer Aufteilung in 90% Erwerbstätigkeit und 10% 

Haushaltstätigkeit berechnet (IV-act. 65-2/3). Die Beschwerdeführerin macht geltend, 

dass sie im Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig wäre. Der Invaliditätsgrad sei daher 

anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu ermitteln.

3.2  Die Beschwerdeführerin arbeitete seit 1997 als Zimmermädchen im Hotel L.___. 

Gemäss Angaben der Arbeitgeberin betrug die Arbeitszeit im Durchschnitt ca. 110 

Stunden pro Monat, was bei einer 42 Stundenwoche einem Pensum von ca. 65% 

entspricht (IV-act. 45). Zusätzlich nahm sie 2002 die Stelle als Hausabwartin bei der 

Arbeitgeberin M.___ an. Das Arbeitspensum belief sich auf ca. 25% bzw. 10.5 Stunden 

pro Woche (IV-act. 14-4/6). Im Haushaltsbericht vom 16. November 2007 wurde 

vermerkt, ohne Behinderung hätte die Beschwerdeführerin im gleichen Umfang von 

insgesamt 90% weitergearbeitet. Im Beschwerdeverfahren liess diese allerdings 

geltend machen, dass sie im Gesundheitsfall 100% erwerbstätig wäre. Vorliegend 

erscheint es plausibel, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall 100% 

erwerbstätig wäre. Als sie ihre Erwerbstätigkeit im Jahr 2002 ausdehnte, waren die 

beiden jüngeren ihrer drei Kinder 11 und 13 Jahre alt (IV-act. 49-3/9). Heute hat die 

Beschwerdeführerin gegenüber ihren Kindern keine Betreuungspflichten mehr zu 

erfüllen. Selbst nach Auftreten der lumbalen Schmerzen im September 2003 bis zur 

Operation im Mai 2005 erfolgte keine Reduktion des Gesamtarbeitspensums. Es ist 

davon auszugehen, dass es dem Lebensplan des Ehepaars entsprach, die 

Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin mit zunehmendem Alter der Kinder 

sukzessive auszudehnen. Aufgrund der bisher ausgeübten Tätigkeiten – die 

nachvollziehbar mit einem unregelmässigen Arbeitsanfall verbunden sind – muss die 

Beschwerdeführerin zumindest zeitweise zu 100% erwerbstätig gewesen sein. Die 

Bereitschaft, eine Vollzeittätigkeit auszuüben, kann daher ohne Weiteres bejaht 

werden, zumal es sich – wenn überhaupt – lediglich noch um eine marginale 

Ausdehnung gehandelt hätte. Demgegenüber sind keine objektiven Umstände 

ersichtlich, die gegen die Ausdehnung der Erwerbstätigkeit sprechen. Es ist somit mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall vollzeitlich erwerbstätig wäre. Daher ist der Invaliditätsgrad der 

Beschwerdeführerin anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu ermitteln.

4.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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Zusammengefasst ist damit festzuhalten, dass der somatische Teil des Gutachtens 

vom 1. März 2007 keine taugliche Grundlage zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin darstellt bzw. keine abschliessende Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit zulässt. Entgegen ihrer Auffassung kann hierfür jedoch auch nicht auf 

die Einschätzung der behandelnden Ärzte abgestellt werden. Entsprechend sind 

weitere medizinische Abklärungen angezeigt. Die Sache ist hierfür an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sie wird eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

aus neurologischer Sicht veranlassen müssen. Zudem ist der Bericht von Dr. K.___ 

beizuziehen und zu würdigen. Ebenfalls wird der Verlauf der Arbeitsfähigkeit zu 

untersuchen sein. Demgegenüber ist der psychiatrische Teil des bidisziplinären 

Gutachtens nicht zu beanstanden, sodass– nicht aktenkundige Veränderungen bis zum 

in zeitlicher Hinsicht neu massgebenden Datum der neu zu erlassenden Verfügung 

vorbehalten – auf die dortigen Feststellungen abgestellt werden kann. Sodann wäre 

eine Neuberechnung des Invaliditätsgrads anhand eines reinen Einkommensvergleichs 

vorzunehmen.

Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, auf die weiteren Vorbringen der 

Beschwerdeführerin einzugehen.

5.  

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die angefochtene 

Verfügung vom 13. Januar 2009 ist aufzuheben, und die Sache ist zur weiteren 

Abklärung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sowie zur neuen Verfügung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 600.-- 

erscheint vorliegend als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt 

praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 235 Erw. 6.2). Die Beschwerdegegnerin 

hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Dementsprechend 

ist der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückzuerstatten.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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5.3  Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung 

der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 

GerG entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

13. Januar 2009 aufgehoben, und die Streitsache wird zur weiteren Abklärung und zu 

anschliessender neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.12.2010
	Art. 28 IVG. Der somatisch-orthopädische Teil des Gutachtens lässt keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit zu. Es ist nicht ersichtlich, dass der Gutachter sich bei seiner Beurteilung auf eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht hat stützen können. Rückweisung zu weiteren Abklärungen. Anstelle der gemischten Methode ist der Invaliditätsgrad anhand eines reinen Einkommensvergleich zu ermitteln. Es kann davon ausgegangen werden, dass die bisher ca. 90% erwerbstätige Beschwerdeführerin heute zu 100% erwerbstätig wäre (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Dezember 2010, IV 2009/56).

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		2025-07-19T13:09:10+0200
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