# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10f7fb1a-c640-5645-af30-0b194a45d386
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.03.2013 UV 2011/100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-100_2013-03-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/100

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.09.2019

Entscheiddatum: 12.03.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 12.03.2013
Art. 6 UVG: Vom Bundesgericht mit Urteil vom 5. Dezember 2011 (Proz. 
8C_476/2011) angeordnetes polydisziplinäres Gerichtsgutachten ist 
beweiskräftig und legt dar, dass der Treppensturz keine richtunggebende 
Verschlimmerung eines massiven Vorzustands verursacht hat. Der 
natürliche Kausalzusammenhang für die anhaltenden Rückenschmerzen ist 
rund ein Jahr nach dem Unfall nicht mehr gegeben; die anhaltenden 
Beschwerden sind mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur noch auf den 
Vorzustand zurückzuführen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St.Gallen vom 12. März 2013, UV 2011/100). Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 8C_320/2013.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 12. März 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini, Gotthardstrasse 21, Postfach 

1959, 8027 Zürich,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Postfach, 8085 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a Mit Entscheid vom 9. Mai 2011 hatte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen im Verfahren UV 2010/71 die Beschwerde von A.___ gegen den 

Einspracheentscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft vom 15. Juli 2010 

abgewiesen und - wie zuvor die Unfallversicherung - eine weitere Leistungspflicht für 

die Folgen des Unfalls vom 8. November 2007 über November 2008 hinaus verneint.

A.b Die gegen das kantonale Urteil erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit 

Urteil vom 5. Dezember 2011 (Proz. 8C_476/2011) teilweise gut. Es wies die Sache an 

das kantonale Gericht als Vorinstanz zurück, damit es nach erfolgter Abklärung im Sinn 

der Erwägungen über die Beschwerde neu entscheide. Das Bundesgericht ordnete 

dazu eine polydisziplinäre Begutachtung durch neutrale, bisher nicht mit der Sache 

befasste Fachärzte an. Insbesondere seien die Fragen zu klären, ob das Sturzereignis 

vom 8. November 2007 allenfalls eine richtunggebende Aktivierung des erheblichen 

degenerativen Vorzustands zumindest teilkausal mitverursacht habe oder ob - und falls 

ja, per wann - derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des 

krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwischenzeitlich wieder erreicht 

worden sei. Die Gutachter würden sich - bis zum gegebenenfalls bestimmten Zeitpunkt 

des Erreichens des Status quo sine - auch zu Verlauf und Ausmass der unfallbedingten 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu äussern haben (E. 7.4). - 

Entgegen der Beurteilung des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen im 

Entscheid vom 9. Mai 2011 hatte das Bundesgericht in seinem Urteil (vom 5. Dezember 

2011) zur Würdigung der medizinischen Grundlagen festgehalten, das Aktengutachten 

von Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 6. April 2010 (UV-act. 

zM36), sei nicht schlüssig und könne nicht als Grundlage für die abschliessende 

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Beurteilung der fraglichen weiteren Unfallkausalität dienen (E. 7.2.3 f.). Demgegenüber 

könne dem Gutachten von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 

1. Oktober 2009 (UV-act. zM34) nicht die Beweiskraft abgesprochen werden, weil 

dieser von einem "komplett" beschwerdefreien, stummen Vorzustand ausgegangen sei 

und dabei zwei Episoden von lumbalen Beschwerden mit vollen Arbeitsunfähigkeiten 

von jeweils weniger als einer Woche unbeachtet gelassen habe (E. 7.2, besonders 

E. 7.2.2). Von weiteren medizinischen Abklärungen seien sehr wohl noch neue 

Erkenntnisse zu erwarten (E. 7.3).

B. 

B.a Aufgrund der Vorgaben des Bundesgerichts und nachdem die Parteien zur 

vorgeschlagenen Begutachtungsstelle sowie den Fragen an die begutachtenden 

Personen Stellung genommen hatten (act. G 2 ff.), wurde am 22. Februar 2012 die 

MEDAS Zentralschweiz mit der polydisziplinären Begutachtung der 

Beschwerdeführerin beauftragt (act. G 7). Da in der MEDAS Zentralschweiz kein 

spezialisierter Wirbelsäulenorthopäde zur Verfügung stand, der (wie ursprünglich 

gewünscht) auch die Federführung übernehmen konnte, wurde der Auftrag von dieser 

Begutachtungsstelle zurückgegeben (act. G 11).

B.b Nachdem die Parteien mit der Beauftragung der Academy of Swiss Insurance 

Medicine (asim) am Universitätsspital Basel mit der Begutachtung einverstanden 

waren, erfolgte diese am 23. Mai 2012 (act. G 15). Für die Untersuchungen wurden 

unter Federführung von med. pract. D.___, Oberarzt asim Begutachtung, Arbeits­

medizin FMH, University Professional of Advanced Studies Insurance Medicine, 

arbeitsmedizinische Zusammenhangsbegutachtung (D), der selbst die internistische 

Untersuchung vornahm, Prof. Dr. med. E.___, Orthopädie FMH, ehemaliger Chefarzt 

der orthopädischen Klinik Z.___, und Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, sowie Dr. med. G.___, Oberarzt Neurologie FMH, eingesetzt (act. G 16 ff., G 20).

B.c Das asim-Gutachten vom 3. Dezember 2012 ging am 6. Dezember 2012 beim 

Versicherungsgericht ein (act. G 25 f.) und wurde den Parteien am 11. Dezember 2012 

zur allfälligen Stellungnahme zugestellt (act. G 27). Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin wies am 28. Dezember 2012 darauf hin, dass sich aufgrund der 

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Übersetzungen der ärztlichen Fragen an seine Mandantin und Rückübersetzung ihrer 

Antworten Ungereimtheiten im Sachverhalt ergeben hätten. Weiter sei die abweichende 

Meinung von Dr.  C.___ in seinem Gutachten vom 1. Oktober 2009 (UV-act. zM34) nicht 

genügend gewürdigt worden, weshalb diese Differenz durch zusätzliche Fragen an 

Prof. E.___ oder in einer anderen geeigneten Weise zu klären sei (act. G 29). Auf diese 

Vorbringen wird in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 4. Januar 2013 auf eine 

Stellungnahme zum asim-Gutachten (act. G 30). Am 14. Januar 2013 wurde den 

Parteien die jeweils gegnerische Stellungnahme zugestellt (act. G 31).

B.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen näher eingegangen.

Erwägungen:

1.

1.1  Zu beurteilen bleibt die Unfallkausalität der über November 2008 hinaus anhaltend 

geklagten Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin und gestützt darauf 

das allfällige Andauern der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.

1.2  Bevor diese Fragen beurteilt werden können, sind das asim-Gutachten vom 

3. Dezember 2012 und die entsprechenden Teilgutachten und dadurch im Ergebnis die 

gesamte medizinische Aktenlage zu würdigen. Wie teilweise bereits im ersten 

Entscheid des Versicherungsgerichts zur Sache (vom 9. Mai 2011, Proz. UV 2010/71, 

E. 1.3) ausgeführt, ist für den Beweiswert eines ärztlichen Berichts entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

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in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1 und BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Grundsätzlich sind 

im Sozialversicherungsrecht die Beweise frei zu würdigen (vgl. Thomas Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 450 f. Rz 37 ff.; Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar [Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts; {ATSG; SR 830.1}], 2. Aufl. Zürich 2009, N 33 zu 

Art. 43). Für Gerichtsgutachten gilt jedoch, dass von der Einschätzung des 

medizinischen Experten nur abgewichen werden kann, wenn dafür zwingende Gründe 

vorliegen (vgl. BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa; Kieser, a.a.O., N 35 zu Art. 43; Jean-Maurice 

Frésard / Margit Moser-Szeless, L'assurance-accidents obligatoire, S. 1026 Rz 689, in: 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Hrsg. Ulrich 

Meyer, 2. Aufl. Basel 2007). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die 

Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes 

Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. 

Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten den Richtenden als triftig genug 

erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass 

sie die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt halten, sei es, dass sie 

ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 

Schlussfolgerungen ziehen (BGE 125 V 353 E. 3b/aa).

2.

Gewürdigt werden zunächst die drei Teilgutachten - das orthopädische von Prof. E.___, 

das neurologische von Dr. G.___ sowie das psychiatrische von Dr. F.___ - 

anschliessend die internistischen Erhebungen von Dr. D.___, die Zusammenführung der 

verschiedenen Erkenntnisse durch den fallführenden Arzt und abschliessend die 

Gesamtbeurteilung aufgrund des asim-Gutachtens.

2.1 

2.1.1 Prof. E.___ diagnostizierte im orthopädischen Fachgutachten vom 10. August 

2012, gestützt auf die Untersuchung vom 4. Juli 2012 (Beilage 4 zum Hauptgutachten 

vom 3. Dezember 2012; Kernaussagen auf dessen S. 9 ff. wiedergegeben) ein 

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chronisches lumbovertebrales linksbetontes Schmerzsyndrom bei schwerer erosiver 

Osteochondrose L3/4 mit Spondylose, Spondylarthrose, Retrolisthesis, segmentaler 

translatorischer Instabilität und beginnendem Drehgleiten; bei fortgeschrittener 

Osteochondrose und Spondylarthrose L4/5 mit fixer Retrolisthesis; bei mässiger 

Osteochondrose und Spondylose L1/2 und Th12/L1; bei Lordoseverlust der 

Lendenwirbelsäule (LWS) und bei struktureller linkskonvexer Lumbalskoliose sowie 

Diskusprotrusionen L3/4 und L4/5 mit diskreter neurologischer Symptomatik gemäss 

neurologischem Fachgutachten; beide Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Als orthopädische Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

erhob er eine anlagebedingte Dysplasie des LWK5 mit Verkürzung des ap-

Durchmessers, umgekehrter Keilform und asymetrischer Orientierung der 

Facettengelenke L4/5 (facet tropism) sowie eine beidseitige Spondylolyse L5 und 

Spondylolisthesis L5/S1 Grad I. Der Orthopäde klärte in der Folge verschiedene 

Begriffe und stützte sich dabei auf einschlägige medizinische

Fachliteratur (Ziff. 4.1 S. 8 ff. sowie Ziff. 5 S. 19 f. des orthopädischen Teilgutachtens). 

In der Fallanalyse (Ziff. 4.2 S. 12 f. des orthopädischen Teilgutachtens) stellte Prof. 

E.___ ausführlich den Vorzustand der Explorandin mit der angeborenen Dysplasie des 

5. Lendenwirbels einerseits und der schweren Degeneration der Segmente L4/5 und 

L3/4 sowie der geringeren Degeneration der Segmente L1/2 und Th12/L1 dar, 

bezeichnete die Ileosakralgelenke (ISG) als unauffällig und beschrieb die beiden kurzen 

Schmerzepisoden vom 1. April 2003 und vom 23. März 2004 (vgl. UV-act. zM33). Er 

führte das Sturzereignis vom 8. November 2007 als axialen Sturz aufs Gesäss an und 

wies auf die Tatsache hin, dass in der Folge laut den Berichten verschiedener Ärzte 

lokalisatorisch wechselnde Beschwerden im Gesäss, über dem ISG, im Kreuz, über 

dem Sakrum und auf der Rückseite der Oberschenkel berichtet worden seien. 

Sensibilitätsstörungen und Schwäche seien am 30. November 2007 vom Hausarzt, 

Dr. med. G.___, Allgemeinmedizin FMH, im rechten Bein dokumentiert worden (vgl. UV-

act. M4). Am 19. März 2008 habe Dr. med. H.___, Wirbelsäulenchirurgie FMH, 

festgehalten (vgl. UV-act. M10): "Die Patientin leidet an einem chronischen 

lumbospondylogenen Schmerzsyndrom mit möglicher intermittierender Radikulopathie 

L5, evtl. auch L4 rechts …" Die Schmerzklagen während des Rehabilitationsaufenthalts 

in der Klinik Valens vom 30. September 2008 bis 23. Oktober 2008 hätten sich auf die 

Stelle über dem Sakrum beschränkt. Der vorzeitige Austritt wegen Schmerzen unter 

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der Physiotherapie sei im Bericht der Klinik Valens (vgl. UV-act. M22) nicht erwähnt 

worden. Auf der Notfallstation des Kantonsspitals St. Gallen, welche die Explorandin 

am 25. Oktober 2008 aufgesucht habe, seien eine akute Exazerbation einer 

Lumboischialgie links mit neuem sensomotorischem Ausfallsyndrom S1 links, eine 

Kokzygodynie und ein ISG-Schmerzsyndrom links diagnostiziert worden (vgl. UV-act. 

M24). Weiter verwies Prof. E.___ auf die unterschiedlichen Schilderungen des Verlaufs 

der Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Explorandin den verschiedenen 

Begutachtenden gegenüber (unterschiedliche Gewichtung der Auswirkungen des 

Rehabilitationsaufenthalts in der Klinik Valens und damit zusammenhängend 

unterschiedlicher Verlauf der Schmerzentwicklung; Beschwerden und vor allem 

Ausfallerscheinungen seit dem Unfall ausschliesslich am linken, nie am rechten Bein).

2.1.2 In seiner eigenen Beurteilung (Ziff. 4.3 S. 13 ff. des orthopädischen 

Teilgutachtens) hielt Prof. E.___ zunächst Diagnosen fest, die aus den weiteren 

Betrachtungen herausgenommen werden könnten (lit. A und B von Ziff. 4.3). Er führte 

aus, die schwere Degeneration der Lendenwirbelsegmente L4/5 und L3/4 hätte mit 

Sicherheit viele Jahre vorbestanden. Auch die mässige Osteochondrose L1/2 und 

Th12/L1 sei schon alt (lit. C von Ziff. 4.3). In den bildgebenden Untersuchungen vom 

November 2007 könne eine strukturelle Verletzung der LWS und der ISG durch das 

Sturzereignis vom 8. November 2007 ausgeschlossen werden. Auch habe sich im 

seitherigen Verlauf bis zu den letzten Aufnahmen im Januar 2012 im relevanten 

Abschnitt L3-L5 keine objektivierbare anatomische Verschlechterung gezeigt. Die 

geringe radiologische Progredienz der Degeneration im Segment L1/2 und Th12/L1 sei 

in Ausmass und Geschwindigkeit auf das normale inhärente Fortschreiten einer 

Bandscheibendegeneration beschränkt, ohne erkennbare Beschleunigung durch das 

Ereignis vom 8. November 2007. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei also durch 

dieses Ereignis keine richtunggebende organische Verschlechterung des Vorzustands 

eingetreten. Die Translationsverschieblichkeit im Segment L3/4 sei auf den 

Funktionsaufnahmen vom 10. April 2008, also fünf Monate nach dem Sturzereignis, 

noch nicht erkennbar. Sie habe sich erst auf den Aufnahmen vom 27. Februar 2009 als 

beginnende leichte Translationsverschieblichkeit gezeigt, die sich bis zu den 

Aufnahmen vom 8. März 2012 noch verdeutlicht habe. Auch hier liege die inhärente 

langsame Progression der Bandscheibendegeneration vor und es bestehe kein 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. November 2007 (lit. D von Ziff. 4.3). In lit. E 

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(von Ziff. 4.3) führte Prof. E.___ ausführlich aus, die vorgebrachten Beschwerden 

könnten aus orthopädischer Sicht in Art und Lokalisation und ihrem wechselhaften 

Charakter auf die objektivierten anatomischen degenerativen Veränderungen an der 

LWS zurückgeführt werden. Weiter erklärte der Orthopäde, die beiden 

Kreuzschmerzepisoden von 2003 (mit rechtsseitigen Kreuzschmerzen) und von 2004 

(mit einer Beinausstrahlung auf der linken Seite), die beide ohne erinnerliches Trauma 

oder besonderes Vorkommnis spontan oder bei alltäglichen Verrichtungen aufgetreten 

seien, seien typisch in der Entwicklungsgeschichte der lumbalen 

Wirbelsäulendegeneration (lit. F von Ziff. 4.3). Typisch bei der Vielzahl der in casu 

degenerierenden anatomischen Strukturen sei auch die unterschiedliche Symptomatik 

und Seitenbetroffenheit und dass die beiden Kreuzschmerzepisoden von 

beschwerdefreien Intervallen gefolgt gewesen seien. Der Treppensturz aufs Gesäss 

stelle eine axiale Stauchung dar und sei biomechanisch nicht geeignet, eine strukturelle 

Gewebeläsion (mit Ausnahme einer in casu ausgeschlossenen Impressionsfraktur bei 

einer Osteoporose) auszulösen: Bandscheibengewebe sei viel höher druckresistent 

und eine Band- oder Kapselverletzung sei bei diesem Mechanismus, der ohne 

Dehnungskomponente einhergehe, nicht möglich. Es bleibe also die blosse Prellung 

von Facettengelenken, ISG, allenfalls auch von Spondylophyten. In einer degenerierten 

Wirbelsäule, in der schon ohne äussere Einwirkung spontan Schmerzschübe 

aufgetreten seien, könne auch ein solcher Mechanismus einen früher aktiven, zuletzt 

stummen Vorzustand (re)aktivieren, ohne ihn zu verursachen und ohne eine 

richtunggebende Verschlimmerung auszulösen. Laut lit. G von Ziff. 4.3 habe sich bei 

der notfallmässigen Untersuchung am 25. Oktober 2008 ein neues sensomotorisches 

Ausfallsyndrom links bei exazerbierter Lumboischialgie gezeigt, das die Patientin den 

neurochirurgischen Ärzten des Kantonsspitals St. Gallen gegenüber auf eine intensive 

Übung am Fitnessgerät zurückgeführt habe. Nach dem Treppensturz 2007 hingegen 

hätte gemäss Dr. G.___ und Dr. H.___ eine Radikulopathie rechts vorgelegen. Dass 

eine kollektive Seitenverwechslung unwahrscheinlich sei, gehe daraus hervor, dass 

Prof. Dr. med. I.___, die Explorandin persönlich zweimal vor dem Aufenthalt in Valens 

untersucht hätte und für ihn das Ausfallsyndrom links ausdrücklich neu gewesen sei. 

Auf der rechten Seite habe hingegen am 25. Oktober 2008 keine Radikulopathie mehr 

bestanden und sei auch heute nicht mehr vorhanden. Prof. E.___ zog daraus das Fazit, 

im Oktober 2008 sei es im Gefolge einer physiotherapeutischen Übung ohne 

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Unfallereignis neu zur Reaktivierung eines schon 2004 einmal dokumentierten 

Beschwerdebildes eines degenerativen Lendenwirbelleidens gekommen, das nun ohne 

weiteres Intervall angehalten habe. Aus der Zusammenschau der vorstehenden Punkte 

kam der Gutachter in lit. H (von Ziff. 4.3) zum Schluss, dass das Unfallereignis vom 

8. November 2007 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lediglich einen Vorzustand 

aktiviert habe, keine strukturelle objektivierbare Verletzung hervorgerufen und zu keiner 

richtunggebenden Verschlimmerung des degenerativen, wesensmässig prinzipiell 

progredienten degenerativen Wirbelsäulenleidens geführt habe. Spätestens im Oktober 

2008 sei der Zustand quo sine erreicht gewesen. Diese Einschätzung führte er nicht auf 

die rechtsübliche Annahme zurück, dass die Folgen einer nicht strukturellen 

Wirbelkontusion nach längstens 12 Monaten abgeklungen seien, sondern auf die 

Tatsache, dass damals die physiotherapeutische Übung ein (alt-) neues 

Beschwerdebild hervorzurufen vermocht habe, das ausschliesslich auf das 

degenerative Grundleiden zurückzuführen gewesen sei. Die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit und weitere Behandlungsmassnahmen seien nach Oktober 2008 

unfallfremd und deshalb nicht durch das asim-Gutachten zu beurteilen (lit. I f. von 

Ziff. 4.3).

2.1.3 In Ziff. 4.4 S. 16 ff. des orthopädischen Fachgutachtens diskutierte Prof. E.___ 

frühere Beurteilungen. Das Gutachten von Dr. C.___ vom 1. Oktober 2009 (UV-act. 

zM34) übersehe die Tatsache, dass sich ab Ende Oktober 2008 andere, seit dem Unfall 

nicht manifestierte Beschwerden bemerkbar gemacht hätten (beschrieben in lit. G von 

Ziff. 4.3). Auch die beschwerdeträchtige Translationsverschieblichkeit im Segment 

L3/4, die sich erst auf den Funktionsaufnahmen vom 27. Februar 2009 erstmals (als 

leicht) gezeigt habe (lit. D von Ziff. 4.3), werde von Dr. C.___ nicht als Spontanverlauf 

des Grundleidens dargestellt, sondern ohne weitere Begründung als Folge des Unfalls 

gesehen. Vorliegend habe auch die fixierte Kyphosefehlstellung der LWS 

(Lordoseverlust bzw. vollständige Entlordosierung oberhalb L5) das Risiko erhöht, 

unfallunabhängige Beschwerden zu verursachen, was von Dr. C.___ ebenfalls nicht 

thematisiert worden sei. Dr. C.___ habe die eher unwahrscheinliche Beschwerdefreiheit 

der Explorandin bis ins hohe Alter ohne Begründung als überwiegend wahrscheinlich 

dargestellt und ebenso die anderen Beeinträchtigungen auf den Unfall zurückgeführt, 

was seiner Meinung nach nicht zutreffe. - Dr. J.___ habe im Aktengutachten vom 

6. April 2010 (UV-act. zM36) zu Recht festgestellt, dass es sich bei der akuten Lumbo-

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Ischialgie links am Ende des Aufenthalts in Valens 2008 um ein neues Geschehen 

gehandelt habe. Das präsentierte Beschwerdebild habe der Neurochirurg als rein 

psychogen interpretiert, wozu ihm als fachfremd eine Bewertung der Stichhaltigkeit der 

Argumentation nicht zustehe. Abweichend von der Interpretation durch Dr. J.___ 

beurteile er fachbezogen aus orthopädisch-wirbelchirurgischer Sicht das neue 

Beschwerdebild als organisch grundsätzlich mit dem somatischen 

Degenerationsprozess ohne Mitwirkung des Treppensturzes vom Jahr zuvor erklärt. Er 

komme damit zur Bewertung, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt der Zustand quo 

sine erreicht gewesen sei. Hierfür sei es unbeachtlich, ob an der Schwere der damals 

und heute präsentierten Beeinträchtigung eine Aggravation mitbeteiligt gewesen sei. - 

Die Aussagen zur Kausalitätsfrage von Dr. med. K.___, FMH Allgemeinmedizin, vom 

17. April 2009 (UV-act. M30) seien genau gleich wie diejenigen im Gutachten von 

Dr. C.___, weshalb darauf verwiesen werden könne. Zum Bericht von Dr. K.___ vom 

11. Mai 2009 (UV-act. zM32) stimmt Prof. E.___ mit der Einschätzung überein, dass der 

Unfall für die Auslösung der Beschwerden verantwortlich gewesen sei. Hingegen könne 

ihre Persistenz bis 2009 nicht mit "post hoc ergo propter hoc" begründet werden. Die 

Ausführungen des Allgemeinpraktikers zu einer allfälligen somatoformen Störung 

kommentiere er als fachfremd nicht. - Dr. med. L.___, FMH orthopädische Chirurgie, 

habe die Explorandin in erster Linie zur Diagnosesicherung und zur Darstellung der 

Therapiemöglichkeiten untersucht (Konsiliarbericht vom 10. Juli 2008; UV-act. M18). Er 

habe die Beschwerden auf die degenerativen Veränderungen zurückgeführt und 

angenommen, dass diese durch das Sturzereignis traumatisiert worden seien, welches 

damit Ursache der aktuellen Beschwerden sei. Zu jenem Zeitpunkt sei die Frage nach 

einem Zustand quo sine noch gar nicht gestellt und von Dr. L.___ damit auch nicht 

beantwortet worden.

2.1.4 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hält in seiner Stellungnahme vom 

28. Dezember 2012 zum orthopädischen Fachgutachten fest, der behandelnde Arzt 

habe am 30. November 2007 (UV-act. M4) fälschlicherweise Sensibilitätsstörungen und 

eine Schwäche im rechten Bein beschrieben, ein entsprechendes Korrekturschreiben 

finde sich auch in den Akten. Ein solches Korrekturschreiben ist jedoch in den Akten, 

die dem Gericht zur Verfügung stehen, nicht zu finden. Vielmehr lässt die 

Beschwerdeführerin selbst in der Beschwerde ans Bundesgericht vom 14. Juni 2011 

geltend machen, Ende November 2007 seien zudem noch Sensibilitätsstörungen im 

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rechten Bein aufgetreten (Sachverhalt Ziff. 2, S. 5). Die unfallnahen Akten wiesen 

radiologisch unter anderem eine "hochgradige ossäre Einengung des Neuroforamens 

LWK 4/5 mit Verdacht auf Nervenwurzelreizung L4 rechts" aus (UV-act. M1 f.). Im 

Bericht vom 14. Februar 2008 hielten die Neurochirurgen des Kantonsspitals St. Gallen 

unter systembezogener Befund fest: "(…) Es besteht ein ausgeprägter Druckschmerz in 

Projektion auf beide ISG rechts mehr als links. Im rechten oberen Bereich des ISG hat 

die Patientin zusätzlich einen muskulären Schmerztriggerpunkt." (UV-act. M7). 

Aufgrund dieser Beschreibungen durch verschiedene Ärzte, ist es unwahrscheinlich, 

dass Dr. G.___ im Überweisungsschreiben vom 30. November 2007 eine 

Seitenverwechslung unterlief. Prof. E.___ setzte sich ebenfalls ausdrücklich mit der 

Frage auseinander (Ziff. 4.3 lit. G des orthopädischen Fachgutachtens), ob es zur 

"kollektiven Seitenverwechslung" gekommen sei, verneinte diese aber als 

unwahrscheinlich. - Bezüglich Ziff. 4.3 lit. G des orthopädischen Fachgutachtens weist 

der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin darauf hin, nicht Prof. I.___ habe die 

Beschwerdeführerin vor dem Aufenthalt in der Klinik Valens persönlich untersucht, 

sondern Dr. M.___. Die entsprechenden Berichte vom 7. Dezember 2007 und 

14. Februar 2008 (UV-act. M6 f.) waren offenbar von Dr. med. N.___ geschrieben bzw. 

diktiert (Kürzel X.___ bzw. Y.___ neben dem jeweiligen Datum), jedoch beide von Prof. 

I.___ und Dr. N.___ unterzeichnet worden. Dr. med. M.___, Assistenzarzt, zeichnete erst 

für die Berichte der Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen ab 10. November 2008 

verantwortlich oder mitverantwortlich (UV-act. M23 ff., M29). Es mag zutreffen, dass 

Prof. I.___ die Beschwerdeführerin nie persönlich untersucht hatte. Als Leiter der 

Neurochirurgie hat er jedoch die Berichte von Dr. N.___ und fast alle von Dr. M.___ 

mitunterzeichnet und denjenigen von Assistenzarzt Dr. med. O.___ vom 19. März 2009 

(ohne eigene Aktennummer, zwischen UV-act. M29 und M30 eingeordnet) visiert. Für 

die Argumentation von Prof. E.___ ist wesentlich, dass an der Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen vor und nach dem Aufenthalt in der Klinik Valens 

Untersuchungen der Beschwerdeführerin durch die Neurochirurgen vorgenommen 

worden waren und dass diese Ärzte ab dem 25. Oktober 2008 neue Befunde erhoben 

und neben der vorbekannten Kokzygodynie und einem ausgeprägten ISG-

Schmerzsyndrom links eine akute Exazerbation einer Lumboischialgie links mit neuem 

sensomotorischem Ausfallsyndrom S1 links beschrieben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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2.1.5 In der Stellungnahme vom 28. Dezember 2012 zum orthopädischen 

Fachgutachten führt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin insbesondere aus, 

zwischen dem Gutachten von Dr. C.___ (vom 1. Oktober 2009; UV-act. zM34) und dem 

orthopädischen Fachgutachten von Prof. E.___ (S. 17 Mitte) bestehe eine Diskrepanz. 

Diese sei möglicherweise durch eine Zusatzabklärung bzw. Ergänzungsfrage an Prof. 

E.___ aufzulösen. Wie bereits in vorstehender E. 2.1.3 ausgeführt, führte der 

Gerichtsgutachter nicht nur an, Dr. C.___ schliesse zu Unrecht von einer allgemeinen 

Möglichkeit ("kann") auf die überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität. Vielmehr 

zählte Prof. E.___ zunächst auf, was Dr. C.___ bei seiner Beurteilung alles übersehen 

habe und begründete in mehreren Punkten, weshalb die Unfallkausalität der über Ende 

Oktober 2008 anhaltenden Beschwerden nicht als überwiegend wahrscheinlich 

eingestuft werden könne. Seine Beurteilung ist für diesen streitigen Belang umfassend, 

beruht auf allseitigen Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. 

Sie ist in Kenntnis der Vorakten und der anderen Teilgutachten sowie der Anamnese 

abgegeben worden. Die orthopädisch-wirbelchirurgischen Zusammenhänge werden 

einleuchtend dargelegt und die medizinische Situation ebenso beurteilt. Die 

Schlussfolgerungen von Prof. E.___ bezüglich abweichender Beurteilung durch 

Dr. C.___ sind begründet und nachvollziehbar. Das Gericht erkennt in den 

Ausführungen von Prof. E.___ keine offenen Fragen, Lücken oder Ungereimtheiten, die 

durch Nachfrage beim Gerichtsgutachter oder in anderer Weise zu klären wären. Das 

Gerichtsgutachten war laut ausdrücklichem Auftrag des Bundesgerichts (in E. 7.4 des 

Urteils vom 5. Dezember 2011 [Proz. 8C_476/2011]) in Auftrag gegeben worden, um 

als Obergutachten die bestehenden Diskrepanzen zwischen den zuvor erstellten 

Gutachten, besonders denjenigen von Dr. C.___ und Dr. J.___, aufzulösen. Wie noch im 

Detail darzulegen sein wird erfüllt das asim-Gutachten diesen Zweck und es bleibt 

insbesondere keine Diskrepanz aufgrund der Stellungnahme von Prof. E.___ zum 

Gutachten von Dr. C.___. Der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin auf 

Präzisierung der Ausführungen von Prof. E.___ und Stellungnahme zum Gutachten von 

Dr. C.___ wird daher abgewiesen.

2.1.6 Wie die vorstehend (E. 2.1.5) gewürdigte Diskussion des Gutachtens von 

Dr. C.___ erfüllt das orthopädische Fachgutachten insgesamt die Voraussetzungen der 

Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer Beurteilungen. Prof. E.___ hält sich 

bei seiner Beurteilung an die ausgewiesenen und dokumentierten Fakten, begründet 

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seinen Standpunkt einlässlich und nimmt strikt nur zu orthopädisch-

wirbelchirurgischen Gegebenheiten und Beurteilungen Stellung. Auf das im Auftrag des 

Gerichts erstellte orthopädische Fachgutachten kann vollumfänglich abgestellt werden.

2.2 

2.2.1 Das neurologische Fachgutachten von Dr. G.___ vom 26. Juni 2012 

(Untersuchung und Gutachten; Beilage 3 zum Hauptgutachten vom 3. Dezember 2012; 

Kernaussagen auf dessen S. 20 ff. wiedergegeben) erhob als neurologische Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schmerzen im Sakral- und 

Sakrokokzygealbereich, prädominant linksseitig, unklarer Ätiologie (ICD-10 M54.88); 

ein Reizsyndrom und sensibel defizitäres Ausfallsyndrom L5 links (ICD-10 M54.16); ein 

intermittierend schmerzhaftes, partielles S1-Syndrom links (ICD-10 M54.17); eine 

Spondylarthrose und Spondylose L3 bis L5, mit rezessaler Einengung der Radix L5 

beidseits (ICD-10 M47.9) sowie eine Osteochondrose LWK3 bis LWK5 (ICD-10 

M42.96). Als übrige Diagnosen listet der Neurologe eine Anterolisthesis L5/S1, Grad I 

(ICD-10 M43.17), eine arterielle Hypertonie sowie ein episodisches allergisches Asthma 

bronchiale auf Tierhaare und Pollenstaub auf.

2.2.2 In seiner Beurteilung hielt der Neurologe fest, Dr. G.___ habe anlässlich der 

Erstkonsultation nach dem Treppensturz eine starke Dolenz der unteren LWS und des 

Kokzygealbereichs, eine deutlich eingeschränkte LWS-Flexion, jedoch normale 

sensomotorische Funktionen der Beine gefunden (vgl. UV-act. M1). An der 

Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen hätten Dr. N.___ und Prof. I.___ etwa 

einen Monat nach dem Unfall "ausgeprägte Schmerzen in Projektion auf das ISG 

beidseits" jedoch keine objektiven sensomotorischen Defizite sowie seitengleiche 

Reflexe der unteren Extremitäten konstatiert (vgl. UV-act. M6). Auch anlässlich der 

konsiliarischen Untersuchung habe Dr. H.___ neben den Schmerzen keine 

neurologischen Defizite festgestellt (vgl. UV-act. M9 ff.). Im Austrittsbericht der 

Rehabilitationsklinik Valens sei ein Punkt über dem Sakrum erwähnt, von welchem die 

Schmerzen hätten reproduziert werden können. Daneben hätten auch Schmerzen im 

thorakolumbalen Übergang mit Ausstrahlung in die ISG-Region beidseits provoziert 

werden können. Die Sensibilität in beiden Beinen sei als insgesamt vermindert 

angegeben worden, rechts schlechter als links, keinem Dermatom zuordenbar, wobei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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die Reflexe der Beine "seitengleich abgeschwächt auslösbar" gewesen und "sämtliche 

Krafttests der unteren Extremitäten schmerzbedingt M3-M4" beurteilt worden seien 

(vgl. UV-act. M22). Nachdem es während einer intensiven Übung an einem Fitnessgerät 

in Valens zu "plötzlich einschiessenden Schmerzen im lumbosakralen 

Übergangsbereich gekommen" sei, habe die Explorandin notfallmässig die 

Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen aufgesucht. Dem Arztbericht von Dr. M.___ 

und Prof. I.___ sei zu entnehmen, dass die Explorandin bei Belastung ein vermindertes 

Gefühl im linken Bein verspürt habe sowie persistierende Schmerzen gluteal beidseitig 

mit Ausstrahlung in den linken Fuss, "vor allem dem Dermatom S1 folgend". Es habe 

sich ein massiv druckdolentes ISG links gefunden sowie ein reduzierter 

Zehenspitzenstand links, eine Grosszehen-Heberparese links (M4-), Fussheberparese 

links (M4), Fusssenkerparese links (M4) sowie eine Parese des M. bizeps femoris links 

(M4), des Quadrizeps links (M3-4) und eine linksseitige Psoasparese (M4), bei jedoch 

seitengleichen Reflexen der unteren Extremität. Die Sensibilitätstestung sei abgesehen 

von einer perianalen Sensibilitätsreduzierung (S1 bis S4 links) bei normalem 

Sphinktertonus unauffällig gewesen. Die Diagnose einer akuten Exazerbation einer 

Lumboischialgie links mit neuem sensomotorischem Ausfallsyndrom S1 links sowie 

einer Kokzygodynie und einem linksseitigen ISG-Schmerzsyndrom sei gestellt worden 

(vgl. UV-act. M24). Dazu fügte der neurologische Gutachter an, dass dieser 

neurologische Befund über ein sensomotorisches Ausfallsyndrom S1 hinausgehe, 

würden doch Muskeln der Myotome L2 bis S2 als paretisch angegeben, was wiederum 

bei seitengleichen Reflexen und weitgehend normaler Sensibilitätsprüfung (abgesehen 

von einer linksseitig angegebenen Hypästhesie perianal) schwer nachvollziehbar sei 

und, in Anbetracht des normalen Reflexbildes, schlecht mit einer simultanen Läsion 

multipler Nervenwurzeln zu vereinbaren wäre. Retrospektiv mache es eher den 

Anschein, dass es sich bei der dokumentierten Beinschwäche um eine 

schmerzbedingte verminderte Kraftentwicklung im linken Bein gehandelt hätte, als um 

eine läsionsbedingte neurogene Parese. - Dr. G.___ hielt fest, dass die Explorandin 

aktuell über andere Beschwerden berichte, als in den früheren Berichten bis zum 

Austritt aus der Klinik Valens (vgl. UV-act. M1 ff.). Lumbale Rückenschmerzen und 

Sensibilitätsstörungen am rechten Bein, wo sich auch keine sensomotorischen Defizite 

gefunden hätten, würden nicht mehr berichtet. Aktuell finde man ein sensibles Reiz- 

und Ausfallsyndrom im Bereich L5 links, jedoch ohne Reflexverlust und ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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begleitendes motorisches Defizit. Sensibilitätsstörungen im linken Bein seien auch von 

Dr. M.___ und von Dr. K.___ berichtet worden (vgl. UV-act. M24 ff.), wobei es sich in 

beiden Fällen um ein Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom im S1-Dermatom 

gehandelt habe. Die von der Explorandin aktuell geschilderten intermittierenden 

Schmerzen in der linken Wade könnten allenfalls als Reizung der Wurzeln S1 und 

eventuell S2 links interpretiert werden.

2.2.3 Zu den Kausalitätsfragen führte Dr. G.___ unter anderem aus, die Frage nach 

dem schicksalshaften Verlauf des degenerativen Wirbelsäulenleidens und nach allfällig 

richtunggebender Verschlechterung betreffe in erster Linie das orthopädische Fach und 

werde dort abgehandelt. Aus neurologischer Sicht sei nicht zu entscheiden, ob der 

Status quo sine erreicht sei. Der Status quo ante sei jedenfalls auch zum jetzigen 

Zeitpunkt nicht erreicht und werde im Rahmen der degenerativen Veränderungen auch 

kaum wieder erreicht werden. Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit führte er weiter aus, die 

medizinische Ausgangslage erlaube aus neurologischer Sicht keine 

Schlussfolgerungen darüber, ob die Wahrscheinlichkeit, dass das Unfallereignis als 

teilkausal anzusehen sei, höher oder tiefer zu gewichten wäre als die 

Wahrscheinlichkeit, dass sich die vorbestehenden degenerativen Veränderungen auch 

ohne Unfallereignis in Richtung des Jetzt-Zustands hin entwickelt hätten. In diesem 

Zusammenhang müssten die betreffenden Wahrscheinlichkeiten als gleich gross 

angesehen werden. Die Kausalitätsbeurteilung habe jedoch letztlich, wie erwähnt, 

gemäss der orthopädischen Facheinschätzung als der für das Beschwerdebild 

massgeblichen Fachdisziplin zu erfolgen.

2.2.4 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin rügt in seiner Stellungnahme vom 

28. Dezember 2012 zum asim-Gutachten die Erwähnung des rechten Beins durch 

Dr. G.___ lediglich im Zusammenhang mit dem orthopädischen Fachgutachten als 

fehlerhaft (vgl. vorstehende E. 2.1.4). Dr. G.___ hielt zu diesem Thema in seiner 

Beurteilung fest (Ziff. 4 S. 10 letztes Drittel des neurologischen Teilgutachtens): "(…) 

Während die Lokalisation der Hauptschmerzen in den verschiedenen Berichten 

weitgehend übereinstimmend mit dem Sakrokokzygealbereich und Sakroiliakalbereich 

mit deutlicher Linksbetonung angegeben wird, herrscht in den verschiedenen 

Arztberichten und den Ergebnissen der jetzigen Untersuchung weniger 

Übereinstimmung, was die Lokalisation und Ausdehnung der ausstrahlenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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Schmerzen betrifft. Aus der Gesamtschau von Aktenstudium und Angaben der 

Explorandin bekommt man jedoch den Eindruck, dass es sich um bilateral 

pseudoradikulär in die dorsalen Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen handelt, initial 

vorwiegend rechtsseitig und im späteren Verlauf mit deutlicher Linksdominanz. (…)".

2.2.5 Das neurologische Fachgutachten von Dr. G.___ ist für die streitigen Belange 

umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen und berücksichtigt auch die 

geklagten Beschwerden. Es ist in eingehender Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese

abgegeben worden und leuchtet in der Darlegung der neurologischen 

Zusammenhänge und in ihrer Beurteilung ein. Auch der Neurologe beschränkte sich 

klar auf sein Fachgebiet und verwies darüber hinaus auf die weiteren Teilgutachten, 

besonders das orthopädische. Soweit Dr. G.___ in seinem Fachgebiet 

Schlussfolgerungen ziehen konnte, sind diese begründet und nachvollziehbar. Auf das 

neurologische Teilgutachten kann daher ebenfalls abgestellt werden.

2.3 

2.3.1 Dr. F.___ hielt im psychiatrischen Fachgutachten vom 12. Juli 2012, gestützt auf 

die psychiatrische Untersuchung vom 2. Juli 2012, fest (Beilage 2 zum Hauptgutachten 

vom 3. Dezember 2012; Kernaussagen auf dessen S. 25 ff. wiedergegeben), dass die 

Beschwerdeführerin bisher noch nie in psychiatrischer Behandlung gewesen und auch 

nie einschlägig abgeklärt worden sei. Als Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit erhob die Psychiaterin eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41); ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit Probleme mit den ökonomischen Verhältnissen (ICD-10: Z59). Sie hielt 

in der Beurteilung fest, dass der Aufenthalt in der Klinik Valens von der 

Beschwerdeführerin als sehr einschneidend empfunden worden sei. Einerseits habe sie 

das Gefühl, dass sie dort "noch kränker" gemacht worden sei, andererseits sei die 

Tatsache, dass sie beim Austritt 50% arbeitsfähig geschrieben worden sei, für sie völlig 

inakzeptabel gewesen. Das habe auch dazu geführt, dass die Zürich die Zahlungen 

zunächst reduziert und darauf ganz eingestellt habe. Während das orthopädische 

Fachgutachten die Zunahme der Schmerzen während der Rehabilitation in der Klinik 

Valens durch das degenerative Leiden an der Wirbelsäule erkläre, sei die Explorandin 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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fest davon überzeugt, dass diese Verschlechterung nur im Zusammenhang mit dem 

Unfall habe stehen können, da die Wirbelsäule seit dem Unfall nicht "verheilt" sei. Diese 

unterschiedlichen Krankheitskonzepte würden dazu führen, dass die Explorandin sich 

grundsätzlich ungerecht behandelt und nicht verstanden fühle, was eine Fixierung auf 

die Schmerzen begünstige. Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung, die direkt auf 

den Unfall zurückzuführen gewesen wäre, hätten sich nicht ergeben. Die 

Schmerzverarbeitungsstörung habe sich aus den - laut Fachgutachten von Prof. E.___ 

nicht mehr unfallkausalen - Beschwerden nach Oktober 2008 entwickelt und könne als 

sekundär entwickelte Störung demnach auch nicht unfallkausal sein.

2.3.2 Das Fachgutachten von Dr. F.___ ist für die streitigen Belange umfassend, beruht 

auf allseitigen Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Es ist 

in Kenntnis der nicht psychiatrischen Vorakten (andere psychiatrische Berichte

lagen, wie ausgeführt, nicht vor) und der anderen Teilgutachten sowie der Anamnese 

abgegeben worden. Die psychiatrischen Zusammenhänge werden einleuchtend 

dargelegt und die medizinische Situation ebenso beurteilt. Die Schlussfolgerungen von 

Dr. F.___ sind begründet und nachvollziehbar.

2.4  Med. pract. D.___ erhob anlässlich der internistischen Untersuchung vom 4. Juli 

2012 keine pathologischen Befunde. Die durchgeführten Laboruntersuchungen 

erbrachten keine kontrollbedürftigen Parameter (asim-Gutachten S. 9, S. 30; Beilage 1).

2.5 

2.5.1 Am 9. August 2012 fand die Konsensbesprechung mit den beteiligten Gutachtern 

und der Gutachterin statt. Anlässlich derselben wurden die Schlussfolgerungen des 

Gesamtgutachtens wie folgt zusammengefasst (vgl. asim-Gutachten S. 5): "Die 

Explorandin erlitt beim Unfall vom 8. November 2007 eine axiale Stauchung der 

Wirbelsäule mit Prellung von Facettengelenken, jedoch keine nachweisbare strukturelle 

Schädigung der Wirbelsäule. Unfallkausale Restfolgen dieses Unfalls bestehen aktuell 

nicht mehr. Der Unfall hat zu einer vorübergehenden Beschwerdeauslösung geführt, 

jedoch nicht zu einer richtunggebenden Verschlimmerung. Spätestens ab Oktober 

2008 war ein Status quo sine erreicht, die aktuell bestehenden Beschwerden sind 

unfallfremd. Massgebend ist hier die orthopädische Beurteilung, wir verweisen für die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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Details auf das entsprechende Fachgutachten." Diese Schlussfolgerungen wurden in 

anderer Form auch in der Gesamtbeurteilung des asim-Gutachtens wiedergegeben 

(S. 29 ff.). Dabei wurde insbesondere festgehalten, dass die aktuell persistierenden 

Beschwerden der Explorandin sowohl von neurologischer als auch von orthopädischer 

Seite her nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Sturzereignis vom 

8. November 2007 zurückgeführt werden könnten. Die Fragen des 

Versicherungsgerichts wurden dahingehend beantwortet, es könne nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit postuliert werden, dass das Sturzereignis zu einer 

richtunggebenden Aktivierung des degenerativen Vorzustands geführt habe, dies 

weder kausal noch teilkausal. Der Status quo sine sei zwischenzeitlich mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder erreicht worden, dies spätestens ab Ende 

Oktober 2008. Für die detaillierte Begründung dieser Schlussfolgerung werde auf 

Kapitel 4.3 (S. 13 ff.) des orthopädischen Fachgutachtens verwiesen. Die Arbeitsun­

fähigkeit der Explorandin sei ab November 2008 nicht mehr unfallkausal zu begründen. 

Für die Zeit davor könne aus heutiger Sicht auf die ausgestellten ärztlichen 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse abgestellt werden. Die Datenlage in den Akten erlaube 

nicht eine retrospektive seriöse andersartige Beurteilung, etwa zwischen den einzelnen 

diagnostischen und therapeutischen Massnahmen.

2.5.2 Soweit die Beschwerdeführerin Diskrepanzen im Sachverhalt wegen 

Übersetzungsschwierigkeiten geltend machen lässt, haben sich diese in den 

Schlussfolgerungen des Gesamtgutachtens nicht ausgewirkt. Es kann daher darauf 

verzichtet werden, im Detail darauf einzugehen. Die einzige wesentliche sprachliche 

Diskrepanz betreffend anfänglicher Sensibilitätsstörungen am rechten Bein ist in 

vorstehender E. 2.1.4 zum orthopädischen Fachgutachten umfassend abgehandelt 

worden. Diese Ausführungen gelten auch für das Gesamtgutachten.

2.5.3 Wie die drei Fachgutachten geniesst auch das Gesamtgutachten volle 

Beweiskraft: Es ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 

Untersuchungen der befassten Gutachter und der Gutachterin und berücksichtigt die 

geklagten Beschwerden. Es ist in eingehender Kenntnis der Vorakten sowie der 

Anamnese abgegeben worden. Die medizinischen Zusammenhänge werden 

einleuchtend dargelegt und die medizinische Situation ebenso beurteilt. Die 

Erkenntnisse der verschiedenen Untersuchungen und der drei Fachgutachten wurden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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zusammengetragen und zwischen dem Fallführer und den beteiligten Fachgutachtern 

sowie der Fachgutachterin besprochen. Die dabei gezogenen Schlussfolgerungen sind 

begründet und nachvollziehbar.

3.

Aufgrund des beweiskräftigen asim-Gutachtens vom 3. Dezember 2012 (act. G 25), das 

auch die vom Bundesgericht festgestellten Mängel der bis dahin erfolgten 

medizinischen Abklärungen behebt, ist erwiesen, dass die anhaltenden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Sturzereignis vom 8. November 2007 zurückzuführen sind. 

Da keinerlei Verschlimmerung (weder kausal noch teilkausal) ihres 

unbestrittenermassen vorhandenen Vorzustandes stattfand und sich ab Ende Oktober 

2008 nur noch dieser auswirkte, verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 

6. Mai 2009 und Einspracheentscheid vom 15. Juli 2010 eine weitere Leistungspflicht 

über November 2008 hinaus zu Recht. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 

14. September 2010 ist abzuweisen.

4.

4.1  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.2  Die im Gerichtsverfahren angefallenen Kosten des asim-Gutachtens im Umfang 

von Fr. 17'341.50 (Rechnung des Universitätsspitals Basel vom 28. Dezember 2012 für 

das Gutachten der Kategorie E inklusive Diagnostik und Dolmetscher [act. G 28]) sind 

durch die Beschwerdegegnerin zu tragen. Denn die polydisziplinäre Begutachtung und 

die entsprechenden Kosten wurden durch die bis dahin unvollständigen und teilweise

widersprüchlichen medizinischen Akten verursacht. Mit Blick auf die 

Untersuchungspflicht der Verwaltung ist dieser Mangel dem Risikobereich der 

Unfallversicherung zuzuschreiben (vgl. Kieser, a.a.O., N 12 ff. zu Art. 45, mit Hinweisen 

auf die Rechtsprechung).

4.3  Der Beschwerdeführerin war im Rahmen des ersten Verfahrens vor 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (Proz. UV 2010/71) am 15. Oktober 2010 

die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt worden (act. G 7 des Dossiers UV 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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2010/71). Jene Bewilligung war rechtskräftig geworden und behält ihre Wirksamkeit 

auch für das vorliegende Verfahren. Wie damals ausgeführt (E. 4.2 des Urteils vom 

9. Mai 2011), kann die Beschwerdeführerin, wenn es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse 

gestatten, zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet 

werden (Art. 117 ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. 

Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, [VRP; sGS 951.1]). 

Zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung ist der Staat zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin aufzukommen, wobei dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. 

Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70; Honorarverordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen spricht in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren gestützt auf 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung 

zwischen Fr. 3'500.-- und Fr. 4'500.-- zu. Das vorliegende Verfahren beschränkt sich 

auf die Umsetzung des Bundesgerichtsurteils vom 5. Dezember 2011 (Proz. 

8C_476/2011) und ist damit hinsichtlich des Vertretungsaufwands weniger umfangreich 

als durchschnittlich unfallversicherungsrechtliche Prozesse. Da aufgrund des 

Verfahrensablaufs mit anfänglichem Wechsel der Gutachterstelle mehrere 

Stellungnahmen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nötig waren, rechtfertigt 

es sich, in Würdigung aller Umstände die Parteientschädigung vorliegend auf 

Fr. 2'400.-- (80% von Fr. 3'000.-- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die im Gerichtsverfahren angefallenen Kosten des asim-Gutachtens von 

Fr. 17'341.50 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

4. Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'400.--

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.03.2013
	Art. 6 UVG: Vom Bundesgericht mit Urteil vom 5. Dezember 2011 (Proz. 8C_476/2011) angeordnetes polydisziplinäres Gerichtsgutachten ist beweiskräftig und legt dar, dass der Treppensturz keine richtunggebende Verschlimmerung eines massiven Vorzustands verursacht hat. Der natürliche Kausalzusammenhang für die anhaltenden Rückenschmerzen ist rund ein Jahr nach dem Unfall nicht mehr gegeben; die anhaltenden Beschwerden sind mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur noch auf den Vorzustand zurückzuführen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 12. März 2013, UV 2011/100). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2013.

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