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**Case Identifier:** 0dee4be1-ceb0-5665-9fb5-27365dea6efa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.07.2013 720 11 347 (720 2011 347)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-11-347_2013-07-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juli 2013 (720 11 347) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rentenrevision, Gerichtsgutachten 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Michael Guex, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Sebastian Laubscher, 
Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ war vom 12. Februar 1997 bis 22. Juli 2003 als Aushilfs-
verkäuferin bei der Genossenschaft B.____, angestellt. Am 28. September 2002 meldete sie 
sich unter Hinweis auf einen seelischen und körperlichen Erschöpfungszustand bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. In der Folge klärte die IV-
Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhält-
nisse ab und ermittelte bei der Versicherten einen IV-Grad von 50%. Gestützt auf dieses Abklä-
rungsergebnis sprach sie A.____ mit Verfügung vom 3. November 2004 ab 1. Juli 2002 eine 
halbe Rente zu. Daran hielt sie auf Einsprache der Versicherten hin mit Entscheid vom 10. März 

 
 
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2005 fest. Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft 
(Kantonsgericht) mit Urteil vom 28. September 2005 in dem Sinne gut, als es den angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 10. März 2005 aufhob und die Angelegenheit zur weiteren Abklä-
rung des medizinischen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückwies. Nach ergänzender psychi-
atrischer Begutachtung und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle 
A.____ mit Verfügung vom 3. November 2006 rückwirkend ab 1. November 2004 eine ganze 
Rente zu. Die hiergegen beim Kantonsgericht erhobene Beschwerde, mit welcher sinngemäss 
eine in zeitlicher Hinsicht frühere Erhöhung der Rente beantragt wurde, zog die Versicherte am 
11. Mai 2007 zurück. 
 
B. Am 18. Oktober 2006 forderte die IV-Stelle A.____ auf, so rasch wie möglich eine kon-
sequente psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung mit medikamentöser Unterstützung, 
primär eine stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, durchzuführen. Anläss-
lich der im Februar 2008 eingeleiteten Rentenrevision stellte die IV-Stelle fest, dass die Versi-
cherte ihrer Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei, worauf sie die laufende 
ganze Rente nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 16. Juli 2008 
per 1. September 2008 auf eine halbe Rente herabsetzte. Die gegen diesen Entscheid erhobe-
ne Beschwerde wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 10. Juli 2009 ab, soweit es darauf ein-
trat. 
 
C. Im Januar 2010 führte die IV-Stelle wiederum eine Revision der Rente durch. Nach 
Abklärung der medizinischen Verhältnisse, teilte sie A.____ mit Schreiben vom 26. Mai 2010 
mit, dass sie bei einem IV-Grad von 51% Anspruch auf die bisherige Rente habe. 
 
D. Nach Erhalt des Berichts der Klinik C.____vom 8. Juni 2011 leitete die IV-Stelle am 
23. Juni 2011 erneut eine Revision der Rente ein, führte medizinische Abklärungen durch und 
teilte der Versicherten am 12. August 2011 mit, dass bei einem unveränderten IV-Grad von 
51% weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente bestehe. Auf Intervention der Versicherten hin 
erliess die IV-Stelle am 12. September 2011 eine Verfügung. 
 
E. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Sebastian Laubscher am 30. Sep-
tember 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, in Aufhebung der Verfügung 
12. September 2011 sei ihr eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter seien weitere Abklä-
rungen durchzuführen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie 
die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Laubscher als Rechtsvertreter. 
Die Beschwerde begründete sie im Wesentlichen damit, dass die Verfügung auf unzureichen-
den medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
F. Mit Verfügung vom 26. Oktober 2011 wurde der Beschwerdeführerin für das vorliegen-
de Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Ad-
vokat Laubscher als Rechtsvertreter bewilligt. 
 
G. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Januar 2012 schloss die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. 

 
 
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H. Anlässlich der Urteilsberatung vom 19. April 2012 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
denen medizinischen Akten nicht möglich ist. Es hielt fest, dass die dem Entscheid zugrunde 
liegenden Berichte von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. März 
2010 und von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher 
Dienst (RAD) beider Basel, vom 6. September 2011 keine überzeugenden Beurteilungen des 
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten enthalten und ihnen deshalb 
keine ausschlaggebende Beweiskraft zukommen würde. In der Folge stellte es den Fall aus und 
ordnete ein psychiatrisches Gutachten an. 
 
I. Am 29. Juni 2012 beauftragte das Kantonsgericht Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, mit der Begutachtung der Versicherten. Das Gutachten wurde am 13. April 
2013 erstattet. 
 
J. Mit Eingaben vom 17. April 2013 und 25. April 2013 nahmen die Parteien zum Gutach-
ten sowie zu den Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch Stel-
lung, wobei sie an ihren Anträgen festhielten. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. November 
2012 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. 
 

 
 
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3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu-
setzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustan-
des, der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich bleibenden Gesundheitszustandes 
(BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen) oder der Grundlagen für die Wahl der Invaliditätsbemes-
sungsmethode (BGE 117 V 199 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2011, 
9C_223/2011, E. 3.1) revidierbar. Bei den Renten der Invalidenversicherung ist grundsätzlich 
jede Änderung des Sachverhalts, die zu einer Über- oder Unterschreitung eines Schwellen-
schwertes (vgl. Art. 28 Abs, 2 IVG) führt, als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 545 f. E.6 und 
7; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 200 E. 4b; 
SVR 2004 IV Nr. 17 S. 53). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir-
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeits-
fähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
dar (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.1 mit Hinweis). 
 
3.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3).  
 
3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. November 
2006 rückwirkend ab 1. November 2004 eine ganze Rente zugesprochen. Da die Versicherte 
ihrer Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen ist, setzte die IV-Stelle die laufende 
ganze Rente in Anwendung von Art. 21 Abs. 4 ATSG mit Verfügung vom 16. Juli 2008 per 
1. September 2008 auf eine halbe Rente herab. Im Juni 2011 leitete die IV-Stelle von Amtes 
wegen eine Überprüfung des Rentenanspruchs der Versicherten ein, nahm weitere Abklärun-
gen vor und teilte ihr mit Verfügung vom 12. September 2011 mit, dass sie bei einem unverän-
derten IV-Grad von 51% weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente habe. Demnach beurteilt sich 
die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisi-
onsweise Herabsetzung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des 
Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 3. November 2006 
bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
12. September 2011. 
 
4. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einher-
gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versicherten tatsächlich, wie von der IV-Stelle gel-
tend gemacht, seit der Rentenzusprache in einer anspruchserheblichen Weise verbessert hat. 
 

 
 
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5.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit 
überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa 
BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies-
bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 
1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) bleibt folglich weitestgehend an-
wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-
weise noch verrichtet werden können (Ulrich Meyer-Blaser, Zur Prozentgenauigkeit in der Inva-
liditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozial-
versicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(EVG, heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

 
 
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achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstel-
lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils 
mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversiche-
rung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung 
(Urteile des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 
 
5.5 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperli-
che Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungs-
fähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend 
objektiv bestimmt (BGE 102 V 165; AHI-Praxis 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch 
BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 
 
5.6 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-
Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan-
ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen die folgenden medizi-
nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
6.1 In ihrer Rentenverfügung vom 3. November 2006 stützte sich die IV-Stelle bei der Beur-
teilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das Gutachten von 
Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. August 2006. Demnach wurde 
eine histrionische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4) diagnostiziert. Mit dem Auftreten der 
phobisch anmutenden Angstproblematik hätten die bisher knapp kompensierten Mechanismen, 
die die psychische Stabilität der Explorandin einigermassen aufrechterhielten, versagt. So wie 
sich die Explorandin präsentiere, sei sie keinem besonnenen Arbeitgeber auch nur in einer Teil-
zeitarbeit zumutbar. 
 
6.2 Im Rahmen der im Januar 2010 eingeleiteten Revisionsverfahren stellte der behandeln-
de Arzt Dr. D.____ im Bericht vom 26. März 2010 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10 F43.25), 
eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) und differenzialdiagnostisch einen Verdacht auf eine Panik-

 
 
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störung (ICD-10 F41.0) sowie auf eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Stö-
rung (ICD-10 F33.4) fest. Aktuell würden von der Versicherten starke Stimmungsschwankun-
gen, Lust-, Kraft- und Energielosigkeit angegeben, welche auch Ursache für den weiteren 
Rückzug aus sozialen Beziehungen sei. Sie fühle sich im Dauerstress durch die Übernahme 
von Verantwortung gegenüber ihrer Familie, besonders gegenüber der betagten Mutter. Die 
Vorstellung, der Mutter könnte während ihrer Abwesenheit etwas passieren, löse Panikattacken 
aus. Ausserdem habe sie ein schlechtes Gewissen gegenüber dem jüngsten Sohn, der unter 
den Auswirkungen ihrer Krankheit besonders zu leiden gehabt habe. Es bestünden eine ver-
minderte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, Konzentrationsprobleme und möglicherweise 
Panikattacken. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin sie die Versicherte zwischen 
40% und 60% in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Symptomatik der Patientin sei wech-
selhaft und unterliege starken Schwankungen. Über längere Sicht sollte aber eine Arbeitsfähig-
keit von 50% erreichbar sein. 
 
6.3 Nach dem Bericht der Klinik C.____ vom 8. Juni 2011 war die Versicherte vom 4. April 
2011 bis 26. Mai 2011 in dieser Klinik in stationärer Behandlung. Diagnostiziert wurden eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1/F33.11), 
differenzialdiagnostisch eine rezidivierende kurze depressive Störung (ICD-10 F38.10), ein Ver-
dacht auf eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) und perfektionistische und abhängige Persönlich-
keitszüge (ICD-10 F48.9). In somatischer Hinsicht bestünden eine Adipositas per magna, ein 
Verdacht auf eine chronisch venöse Insuffizienz bei intermittierenden Unterschenkelödemen, 
ein Nikotinabusus und ein Status nach einer Cholezystektomie 1988. Die Versicherte sei in ei-
nem agitiert logorrhoeischen Zustand mit Angabe von starken Stimmungsschwankungen und 
Antriebsmangel in die Klinik eingetreten. Sie habe grosse Schuldgefühle und Selbstentwertun-
gen in Bezug auf ihre Arbeitsunfähigkeit, auch zu Hause, aufgrund der unberechenbaren Pani-
kattacken und Energielosigkeit geäussert. Die Versicherte habe sich rasch und gut in der Klinik 
eingelebt und insgesamt eine erfreuliche Entwicklung gezeigt. Nach einer stufenweisen Rein-
tegration in der Hausarbeit, die bisher die Familie übernommen habe, sowie weiterer Stabilisie-
rung sei längerfristig eine 50%ige Arbeitsfähigkeit eventuell möglich. 
 
6.4 Am 16. August 2011 hielt Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik 
C.____, im Wesentlichen fest, dass die Versicherte zum Zeitpunkt des Austritts aus der Klinik 
vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Eine Arbeitsfähigkeit von 50% sei in der Zukunft even-
tuell erreichbar. Ob dies möglich ist, werde der weitere Verlauf zeigen. 
 
6.5 Nachdem das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 19. April 2012 zur Auf-
fassung gelangte, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die 
vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich sei, beauftragte es Dr. F.____ mit einer psy-
chiatrischen Begutachtung. Am 13. April 2013 diagnostizierte dieser mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine rezidivierend depressive Störung, zum Untersuchungszeitpunkt leicht- bis 
mittelgradig ausgeprägt (ICD-10 F33/F33.10) und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) vor dem 
Hintergrund einer histrionischen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4). In psychiatrisch-
geistiger Hinsicht sei die Versicherte aufgrund der festgestellten affektiven, kognitiven, formal-
gedanklichen, psychomotorischen und vegetativen Beeinträchtigungen in ihrer psychophysi-

 
 
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schen Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Auf psychiatrisch-körperlicher Ebene bestünde 
eine Störung der Vitalgefühle, die sich leistungsmindernd auswirke. In Bezug auf die soziale 
Kommunikationsfähigkeit fände sich eine deutliche Irritier- und Kränkbarkeit, eine geringe Frust-
rationstoleranz und ein geringes Durchhaltevermögen mit entsprechendem Konfliktpotential auf 
der Beziehungsebene. Aus psychiatrischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand der Versi-
cherten seit der Vorbegutachtung durch Dr. G.____ im Jahr 2006 weder einschneidend noch 
nachhaltig verändert. Vielmehr sei eine weitere Chronifizierung des schon damals festgestellten 
Störungsbildes eingetreten. Demnach sei aus psychiatrischer Sicht unter den Bedingungen der 
freien Wirtschaft keine Arbeitsfähigkeit erreicht worden. Die Versicherte sei einem potentiellen 
Arbeitgeber nach wie vor nicht zumutbar. Eine willentliche Beeinflussbarkeit der bestehenden 
Symptomatik sei hochgradig eingeschränkt und eine kurzfristige Verbesserung der ängstlich-
depressiven Störung und vor allem der tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung sei aus psychiatri-
scher Sicht nicht zu erwarten. Die etablierte Behandlung diene der Verhinderung einer weiteren 
Verschlechterung im Sinne zunehmender Regression. Die Prognose sei aus psychiatrischer 
Sicht mittlerweile als sehr ungünstig zu beurteilen. 
 
7.1 Wie oben (vgl. E. 5.3 hiervor) ausgeführt, ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-
pertin oder des Experten begründet sind. Das Gutachten von Dr. F.____ vom 13. April 2013 
beruht auf eingehenden Untersuchungen der Versicherten und berücksichtigt die übrigen bei 
den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem ging der Gutachter auf die Beschwerden 
der Versicherten ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über deren Gesundheitszustand. Es 
wird deutlich, dass die Versicherte zum Untersuchungszeitpunkt mit Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit eine leicht- bis mittelgradig ausgeprägte rezidivierend depressive Störung und eine Pa-
nikstörung vor dem Hintergrund einer histrionischen Persönlichkeitsstörung aufweist und sich 
ihr Gesundheitszustand im Vergleich zur Vorbegutachtung durch Dr. G.____ im Jahr 2006 we-
der einschneidend noch nachhaltig verbessert hat. Unter Berücksichtigung dieser Ausführungen 
ist auch die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet und es 
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ei-
nem potentiellen Arbeitgeber nach wie vor nicht zumutbar ist und eine verwertbare Arbeitsfä-
higkeit deshalb zu verneinen ist. Somit ist die Beurteilung im Gutachten von Dr. F.____ sowohl 
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezoge-
nen Schlussfolgerungen überzeugend und sie stimmt mit den Einschätzungen der Ärzte der 
Klinik C.____ vom 8. Juni 2011 und 16. August 2011 insofern überein, als sie der Versicherten 
im Zeitpunkt der Untersuchung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten. Insgesamt lässt 
das Gutachten von Dr. F.____ vom 13. April 2013 eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der Versicherten zu. 
 
7.2 Daran vermag die Kritik der IV-Stelle am Gutachten von Dr. F.____ nichts zu ändern. 
Soweit sie unter Hinweis auf den Bericht des RAD-Arztes Dr. E.____ einwendet, die Einschät-
zung des behandelnden Psychiaters Dr. D.____ sei überzeugender als das Gutachten von 

 
 
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Dr. F.____, kann ihr nicht gefolgt werden. Zunächst ist festzustellen, dass der Bericht von 
Dr. D.____ vom 26. März 2010 keine hinreichenden Angaben enthält in Bezug auf die Frage, ob 
und inwiefern sich seit der ursprünglichen Rentenzusprechung eine nachhaltige Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit der Versicherten eingestellt haben soll. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, 
dass seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine revisionsrechtlich nicht relevante bloss unter-
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge-
sundheitszustandes darstellt. Weiter ist - entgegen der Ansicht der IV-Stelle - seine Einschät-
zung, wonach für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
40% bis 60% bestünde, resp. dass eine solche über längere Zeit von 50% erreichbar sein sollte 
weder ausreichend bestimmt noch klar. Dies gilt umso mehr, als Dr. D.____ darauf hinweist, 
dass die beklagte Symptomatik der Versicherten wechselhaft sei, starken Schwankungen unter-
liege und es schwierig sei, einen festen zeitlichen Rahmen zu benennen. Ausserdem enthält 
der Bericht von Dr. D.____ keine Angaben über die Frage der Verwertbarkeit der Arbeitsfähig-
keit. Aus diesem Grund kann mit Blick auf den Hinweis von Dr. G.____, wonach die Explorandin 
keinem besonnenen Arbeitgeber zumutbar sei, nicht mit genügender Sicherheit gesagt werden, 
die attestierte Restarbeitsfähigkeit wäre auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch tatsächlich 
verwertbar. Insgesamt vermag die Beurteilung von Dr. D.____ vom 26. März 2010 diejenige von 
Dr. F.____ im Gutachten vom 13. April 2013 nicht in Zweifel zu ziehen.  
 
8. Werden die beiden Sachverhalte, welche im Jahr 2006 zu einer ganzen Rente und im 
Jahr 2011 zur Herabsetzung auf eine halbe Rente geführt haben, verglichen, so erweist sich, 
dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der ursprünglichen Rentenzu-
sprechung nicht massgeblich verbessert hat. Damit sind aber die Voraussetzungen der Revisi-
on von Art. 17 Abs. 1 ATSG (vgl. E. 3.1 hiervor) nicht erfüllt. Demnach ist in Gutheissung der 
Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 12. September 2011, mit welcher der Beschwer-
deführerin eine halbe Rente zugesprochen wurde, aufzuheben und es ist festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV mit Wirkung ab 1. Juni 2011 
Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 
 
9.1 Die Kosten der Begutachtung durch Dr. F.____ in der Höhe von Fr. 4'500.-- sind der IV-
Stelle aufzuerlegen (vgl. BGE 137 V 210, E. 4.4.2). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Auf-
grund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah-
renskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten erhoben werden. 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin hat in seinen Honorarnoten vom 8. März 2012 und 12. Juni 2013 für das vorliegende Ver-
fahren einen Zeitaufwand von insgesamt 16,5 Stunden und Auslagen von Fr. 685.-- geltend 
gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen als angemessen erweist. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 5'194.80 (16,5 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 685.-- zuzüglich 
8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und es wird festgestellt, dass die 
Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2011 Anspruch auf eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 4'500.-- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 5'194.80 (inkl. Auslagen und 8% 
MwSt.) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht