# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef5cc1d0-166f-5339-8e45-dcaac7af821f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LZ250023-O2
**Docket/Reference:** LZ250023-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LZ250023-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ250023-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Urteil vom 23. Juni 2025

A._____, 

Beklagter und Berufungskläger

in Sachen

gegen

B._____, 

Klägerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

sowie

1.

2.

3.

C._____, 

D._____, 

E._____, 

Verfahrensbeteiligte

1, 2, 3 vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge B._____

betreffend Kinderbelange (vorsorgliche Massnahmen)

- 2 -

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 

Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, vom 24. April 2025 

(FK250055-L)

- 3 -

Rechtsbegehren:

der Klägerin (Urk. 1 S. 5, sinngemäss):

1.

2.

3.

Die  Kinder  C._____,  geboren  tt.mm.2018,  D._____,  geboren 
tt.mm.2021, und E._____ geboren tt.mm.2024, seien für die Dauer 
des Verfahrens unter die Obhut der Klägerin zu stellen. 

Es sei der Verzicht auf Erlass eines Besuchsrechts für drei Monate 
ab  Einleitung  des  vorliegenden  Verfahrens  gemäss  Ziff.  3  des 
Rechtsbegehrens in der Hauptsache vorsorglich anzuordnen.

Eventualiter, sollte aufgrund der Dringlichkeit der Situation der vor-
sorgliche Erlass nicht möglich sein, sei der Verzicht superproviso-
risch anzuordnen.

des Beklagten (Prot. I S. 4 ff., sinngemäss):

Es  seien  die  Kinder  C._____,  geboren  tt.mm.2018,  D._____,  geboren 
tt.mm.2021, und E._____, geboren tt.mm.2024, für die Dauer des Ver-
fahrens unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen.

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 
Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, vom 24. April 2025:
(Urk. 2 S. 18 = Urk. 6/13 S. 2 f. = Urk. 6/19 S. 18)

1.

Die  Obhut  für  die  Kinder  C._____,  geboren  tt.mm.2018,  D._____,  geboren 

tt.mm.2021, und E._____, geboren tt.mm.2024, wird für die Dauer des Haupt-

verfahrens der Mutter zugeteilt. 

2.

Es  wird  bis  15.  Juli  2025  einstweilen  von  einer  Regelung  des  persönlichen 

Verkehrs des Vaters mit den Kindern abgesehen.

3.

Nach Vorliegen des per 28. Mai 2025 zu erstattenden Abklärungsberichts des 

Sozialzentrums  F._____  sollen  die  Parteien  zu  einer  weiteren  Verhandlung 

betreffend vorsorgliche Massnahmen vorgeladen werden. 

4.

Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird zusammen mit der Haupt-

sache entschieden.

- 4 -

5.

(Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung)

6.

(Rechtsmittel:  Berufung,  Frist:  10  Tage,  Hinweis  kein  Fristenstillstand,  Hin-

weis sofortige Vollstreckbarkeit)

Berufungsanträge:

des Berufungsklägers und Beklagten (Urk. 1 S. 2):

"1. Aufhebung der Verfügung FK250055-L vom 24.04.2025 wegen:

o Verletzung des Ultima-Ratio-Prinzips (BGE 138 III 377),

o Willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV, BGE 138 I 305),

o Verfahrensfehlern (Art. 29 BV, Art. 6 EMRK).

2.

Anordnung  eines  stufenweisen  Kontaktaufbaus  unter  fachlicher 
Begleitung (gemäss Art. 273 Abs. 2 ZGB), da:

o Die Kinder laut Verwaltungsgericht keiner akuten Gefähr-

dung ausgesetzt sind (VB.2025.00215),

o Die entwicklungspsychologischen Risiken des Kontaktab-

bruchs erwiesen sind (SGKJP-Leitlinien 2023).

3.

Kostenentscheid zu meinen Gunsten (Art. 106 ZPO), da die Vor-
instanz rechtswidrig entschieden hat."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.

Die Klägerin und der Beklagte sind die nicht miteinander verheirateten Eltern 

der Kinder C._____, geboren am tt.mm.2018, D._____, geboren am tt.mm.2021, 

und E._____, geboren am tt.mm.2024. Am 17. Januar 2025 erstattete der Kinder-

arzt von C._____, Dr. med. G._____, eine Gefährdungsmeldung an die KESB der 

Stadt Zürich, woraufhin diese am 28. Januar 2025 dem Sozialzentrum F._____ ei-

nen Abklärungsbericht in Auftrag gab (Urk. 6/5/5; Urk. 6/5/8).

2.

Am 4. März 2025 erstattete auch das Kinderspital Zürich eine Gefährdungs-

meldung an die KESB, nachdem C._____, über Kopfschmerzen am Hinterkopf kla-

gend, am 2. März 2025 von der Klägerin auf die Notfallstation gebracht worden war 

(Urk. 6/5/22). 

- 5 -

3. Mit Gewaltschutzverfügung der Stadtpolizei Zürich vom 4. März 2025 wurde 

gegen den Beklagten bis und mit 18. März 2025 die Wegweisung aus der Woh-

nung,  ein  Betretverbot  sowie  ein  Kontaktverbot  gegenüber  der  Klägerin  und  den 

drei Kindern angeordnet (Urk. 6/5/17). Mit Entscheid des Zwangsmassnahmenge-

richts am Bezirksgericht Zürich vom 13. März 2025 wurden die Schutzmassnahmen 

auf Antrag der Klägerin bis am 18. Juni 2025 verlängert. Nach Einsprache des Be-

klagten wurden die Schutzmassnahmen gegenüber den Kindern lediglich bis zum 

5. Mai 2025 verlängert; gegenüber der Klägerin blieb es bei der Verlängerung bis 

zum 18. Juni 2025. Die dagegen erhobene Beschwerde der Klägerin wurde vom 

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 28. April 2025 abgewiesen 

(Urk. 4/3).

4.

Im Rahmen des gleichzeitig gegen den Beklagten geführten Strafverfahrens 

betreffend häusliche Gewalt gegenüber der Klägerin und den Kindern ordnete das 

Zwangsmassnahmengericht  mit  Verfügung  vom  6.  März  2025  ein  Rayonverbot 

rund um den Wohnort / Tagesschule / Kinderkrippe / Kindertagesstätten der Ge-

schädigten sowie um den Arbeitsort der Klägerin an. Weiter wurde ein Kontaktver-

bot gegenüber der Klägerin und den Kindern C._____ und D._____ angeordnet, 

während der Antrag auf Anordnung eines Kontaktverbotes zur Tochter E._____ ab-

gewiesen  wurde.  Diese  Ersatzmassnahmen  gelten  einstweilen  bis  zum  6. Juni 

2025, längstens aber bis zum Abschluss des Vorverfahrens (Urk. 6/12/3).

5. Mit Eingabe vom 11. April 2025 machten die Klägerin und die Kinder die vor-

liegende Klage betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange beim Bezirksgericht 

Zürich anhängig (Urk. 6/1) und stellten die eingangs aufgeführten Anträge. Die Par-

teien wurden auf den 24. April 2025 zur Verhandlung betreffend vorsorgliche Mass-

nahmen  vorgeladen  (Urk.  6/4).  Der  angefochtene  Entscheid  wurde  den  Parteien 

anlässlich  der  Verhandlung  mündlich  eröffnet  und  in  unbegründeter  Fassung 

schriftlich übergeben (Prot. I S. 27 f.; Urk. 5/13). Die begründete Fassung (Urk. 2 = 

Urk. 5/19) wurde den Parteien am 20. Mai 2025 zugestellt (Urk. 5/23/1–2).

6. Mit Eingabe vom 26. Mai 2025 erhob der Beklagte dagegen Berufung mit den 

oben  aufgeführten  Anträgen  (Urk. 1).  Mit  Präsidialverfügung  vom  28.  Mai  2025 

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wurde das Gesuch des Beklagten um Aufschub der Vollstreckbarkeit der Disposi-

tivziffer 2 der vorinstanzlichen Verfügung abgewiesen (Urk. 5).

7.

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 5/1–23). Da sich die Be-

rufung – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich unbe-

gründet erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 312 

Abs. 1 ZPO). 

8.

Auf die Ausführungen des Beklagten ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, 

als sich dies für die Entscheidfindung als notwendig erweist (vgl. BGE 143 III 65 

E. 5.2).

II. Prozessuale Vorbemerkungen

1.

Der Beklagte wirft der vorinstanzlichen Richterin Parteilichkeit vor und macht 

geltend,  sie  habe  durch  diverse  Handlungen  den  Anschein  der  Befangenheit  er-

weckt (Urk. 1 S. 16–23). Sofern er damit ein Ausstandsgesuch stellen möchte, hat 

er dies bei der Vorinstanz zu tun (Art. 49 Abs. 1 ZPO); die Kammer ist hierfür nicht 

zuständig.

2.

Der Beklagte beantragt mit seiner Berufung die Aufhebung der vorinstanzli-

chen Verfügung, gleichzeitig stellt er jedoch lediglich einen Antrag um Anordnung 

eines stufenweisen Kontaktaufbaus. Auch aus seiner Begründung ergibt sich kein 

Antrag um Anordnung einer alternierenden Obhut. Es ist daher unklar, ob sich seine 

Berufung auch gegen Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheids richtet. Auf 

die  von  der  Vorinstanz  aufgeführten  Gründe,  welche  nebst  der  fraglichen  Erzie-

hungsfähigkeit  gegen  eine  alternierende  Obhut  sprechen  würden  (Urk.  2 

E. III. 1.3.4, S. 12), geht der Beklagte in seiner Berufungsschrift nicht ein, womit er 

seiner Rüge- und Begründungspflicht nicht ausreichend nachkommt (dazu sogleich 

E. II. 3). Auf eine Berufung gegen Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheids 

wäre daher nicht einzutreten.

3. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die  Berufungsinstanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und 

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Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/ 2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). Die Berufung ist 

schriftlich  und  begründet  einzureichen  (Art. 311  Abs.  1  ZPO).  Zu  dieser  Begrün-

dungsanforderung gehört, dass in der Berufungsschrift hinreichend genau aufge-

zeigt wird, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten 

als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das 

setzt  (im  Sinne  einer  von  Amtes  wegen  zu  prüfenden  Eintretensvoraussetzung) 

voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die 

er  anficht,  sich  argumentativ  mit  diesen  auseinandersetzt  und  mittels  genügend 

präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-

gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen 

Aktenstellen  sich  der  geltend  gemachte  Berufungsgrund  ergeben  soll.  Die  pau-

schale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genü-

gen  nicht  (vgl.  BGE  141  III  569  E. 2.3.3;  BGE 138  III  374  E. 4.3.1;  BGer 

5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzli-

chen  Begründungsanforderungen  entsprechenden  Weise  beanstandet  wird, 

braucht  von  der  Rechtsmittelinstanz  nicht  überprüft  zu  werden;  diese  hat  sich  – 

abgesehen  von  offensichtlichen  Mängeln  – grundsätzlich  auf  die  Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht 

gegen  den  erstinstanzlichen  Entscheid  erhoben  werden  (vgl.  BGE  142  III  413 

E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). Diese Grund-

sätze  gelten  auch  im  Bereich  der  unbeschränkten  Untersuchungsmaxime  (BGer 

5A_800/2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1). 

Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten statuiert Art. 296 Abs. 1 

und  Abs.  3  ZPO  den  umfassenden  Untersuchungsgrundsatz  sowie  den  Offizial-

grundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes we-

gen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. Neue Tatsachen 

und Beweismittel diesbezüglich können auch im Berufungsverfahren unbeschränkt 

vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1bis ZPO).

Betreffend die summarische Natur des Massnahmeverfahrens und des damit ein-

hergehenden Erfordernisses der blossen Glaubhaftmachung der tatsächlichen Ge-

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gebenheiten (sog. Beweisstrengebeschränkung) sowie der Beweismittelbeschrän-

kung  kann  auf  die  zutreffend  Ausführungen  der  Vorinstanz  verweisen  werden 

(Urk. 2 E. II. 2 f.). Ergänzend ist hervorzuheben, dass es im summarischen Verfah-

ren darum geht, möglichst rasch eine kindswohlgerechte Regelung zu treffen. Es 

steht  nicht  eine  definitive  und  dauerhafte  Lösung  der  Kinderbelange  im  Vorder-

grund, weshalb langwierige Abklärungen durch Gutachten nur mit gebührender Zu-

rückhaltung angeordnet werden sollen, wenn besondere Umstände vorliegen, auf-

grund derer das Gericht an die Grenzen seiner Beurteilungsfähigkeit stösst, wobei 

dem Gericht diesbezüglich ein gewisses Ermessen zukommt (OGer ZH LZ220010 

vom 9. Oktober 2023 E. II. 4.3).

III. Beurteilung der Berufung

1.

Vorinstanzlicher Entscheid

1.1. Die Vorinstanz erwog, die Klägerin lege in sehr konkreter, anschaulicher und 

detaillierter Weise dar, wie die Kinder in den vergangenen Jahren physischer und 

psychischer Gewalt des Beklagten ausgesetzt gewesen seien. Die Gewaltvorfälle 

sollten allem voran C._____ und D._____ unmittelbar betroffen haben, in mittelba-

rer Weise jedoch auch die nunmehr einjährige Tochter E._____, Zeugin der Vorfälle 

geworden sei. Die Klägerin habe ebenfalls physische und psychische Gewalt durch 

den Beklagten erfahren. Physische Gewalt gegenüber den Kindern solle sich ge-

mäss der glaubhaften Darstellung der Klägerin mitunter durch Packen, Schubsen, 

Stossen, Würgen, gegen die Wand Drücken, sich auf die Kinder Setzen und die 

Kinder durch die Wohnung Schleifen manifestiert haben, psychische Gewalt durch 

Anschreien,  Beschimpfungen,  Beleidigungen,  Drohungen,  Herabsetzungen  und 

Verbringen der Kinder ins Badezimmer. Die sichtbaren Folgen der physischen Ge-

walt seien durch Fotografien dokumentiert. Am Körper und im Gesicht von C._____, 

D._____ und der Klägerin seien Hämatome, Rötungen und Druckstellen zu erken-

nen. Der Beklagte schliesse denn auch nicht aus, dass einzelne dieser Spuren auf 

sein Verhalten zurückzuführen seien. Da er aber nicht wisse, wann oder in welchem 

Kontext die Bilder aufgenommen worden seien, seien gewisse Spuren möglicher-

weise  auf  ausserhäusliche  Vorfälle,  etwa  in  der  Schule,  zurückzuführen.  Selbst 

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wenn dies der Fall wäre, würde es allerdings nichts daran ändern, dass ein Teil der 

körperlichen Spuren an den Kindern durch den Beklagten verursacht worden sei 

(Urk. 2 E. III. 1.3.1).

1.2.

Im Kinderspital Zürich sei am 2. März 2025 anlässlich einer notfallmässigen 

Untersuchung von C._____ ein auffälliges Hämatom am Gesäss festgestellt wor-

den. Nach Darstellung der Klägerin soll der Beklagte an diesem Tag wütend ge-

worden sein und C._____ gegen das Sofa geworfen haben, woraufhin dieser den 

Hinterkopf angestossen habe. Das Kinderspital sei aufgrund der Schilderungen der 

Klägerin und des auffälligen Hämatoms am Gesäss von C._____ von einer körper-

lichen Misshandlung ausgegangen und habe am 4. März 2025 eine Gefährdungs-

meldung an die KESB erstattet. Zwar habe der Beklagte anlässlich der Verhand-

lung vom 24. April 2025 zutreffenderweise zu bedenken gegeben, dass im Kinder-

spital  ein  Hämatom  am  Gesäss  von  C._____,  aber  nichts  an  seinem  Kopf  habe 

festgestellt  werden  können;  er  habe  jedoch  eingeräumt,  C._____  an  jenem  Tag 

"wohl etwas ruppiger" auf das Sofa gesetzt bzw. ihn – wenn überhaupt – aus einer 

kurzen Distanz von ca. 20-40 cm auf das Sofa geworfen zu haben, wobei er davon 

ausgehe, dass C._____ sich dabei gestossen habe. Nicht nur das Kinderspital Zü-

rich, auch der Kinderarzt von C._____, Dr. med. G._____, habe eine Gefährdungs-

meldung  zuhanden  der  KESB  erstattet.  Er  habe  am  17.  Januar  2025  physische 

Übergriffe  des  Beklagten  gegenüber  C._____  gemeldet.  Zuvor  habe  am  5.  Juni 

2024 ein Elterngespräch stattgefunden. Im November 2024 habe der Arzt ein Ein-

zelgespräch mit dem Beklagten angeboten, welches dieser jedoch nicht angenom-

men  habe.  Die  glaubhafte  Darstellung  der  Klägerin  werde  somit  nicht  nur  durch 

Fotografien untermauert, sondern auch durch die unabhängig voneinander erstat-

teten Gefährdungsmeldungen von Ärzten (Urk. 2 E. III. 1.3.1). 

1.3. Nebst den sichtbaren Folgen physischer Gewalt sollen sich bei C._____ über-

dies bereits Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Nach Darstellung der Klägerin leide 

C._____ an selektivem Mutismus, und von der Schule sei eine entwicklungspädia-

trische  Abklärung  empfohlen  worden,  wie  auch  dem  Schreiben  der  Tagesschule 

"H._____"  vom  8.  April  2025  entnommen  werden  könne.  Die  Klägerin  lasse  des 

Weiteren ausführen, dass C._____ nachts wiederholt einnässe, nicht einschlafen 

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könne, seine Milchzähne bis zum Zahnfleisch heruntergeknirscht habe und an häu-

figen Albträumen leide. C._____ besuche seit Herbst 2024 eine Einzeltherapie, wo-

bei die  Therapeutin bei C._____ eine ausgeprägte Selbstwertstörung festgestellt 

habe.  Auch  D._____  leide  nach  Darstellung  der  Klägerin  unter  Albträumen  und 

zeige  darüber  hinaus  ein  regressives  Verhalten.  Diese  Verhaltensauffälligkeiten 

seien glaubhaft dargelegt worden, weshalb davon auszugehen sei. Ob die Gewalt-

erfahrungen damit in einem ursächlichen Zusammenhang stünden, könne jedoch 

nicht beurteilt werden, wenngleich es notorisch sei, dass Gewalt gegenüber Kin-

dern  ihre  Entwicklung  und  Gesundheit  erheblich  gefährden  könne  (Urk.  2  E.  III. 

1.3.2). 

1.4. Der  Beklagte  stelle  zwar  nicht  grundsätzlich  in  Abrede,  dass  es  von  seiner 

Seite zu häuslicher Gewalt gegenüber den Kindern und der Klägerin gekommen 

sei.  Seine  teilweisen  Eingeständnisse  seien  jedoch  sehr  zurückhaltend  und  vor-

sichtig formuliert. Dass er nicht wisse, woher Rötungen am Hals und Hämatome 

am Körper seiner Kinder stammten, sei nicht glaubhaft; darüber gewundert habe er 

sich jedenfalls nicht. Soweit er das von der Klägerin dargestellte Ausmass und die 

Folgen der Gewalt erheblich zu relativieren versuche, vermöge ihm dies nicht zu-

letzt  auch  angesichts  der  eingereichten  Fotografien,  aber  auch  der  alarmierten 

Ärzte,  höchstens  ansatzweise  zu  gelingen.  Seine  Ausführungen  liessen  die  Dar-

stellung  der  Kindsmutter  jedenfalls  nicht  als  unglaubhaft  erscheinen  (Urk.  2 

E. III. 1.3.3).  Die  Tatsache,  dass  der  Beklagte  derzeit  einen  Kurs  zur  Impulskon-

trolle beim "I._____" besuche, sei gewiss ein Schritt in die richtige Richtung, zeige 

seine Handlungsbereitschaft und könnte sogar als Zeichen einer beginnenden Pro-

blemeinsicht gedeutet werden. Seine Ausführungen liessen jedoch eine ernsthafte, 

allem voran auch affektive Auseinandersetzung damit, wie es seinen Kindern in der 

Vergangenheit ergangen sei und was ihre Bedürfnisse seien, vermissen. Ein Be-

dauern über seinen Umgang mit den Kindern habe der Beklagte nicht zum Aus-

druck gebracht (Urk. 2 E. III. 1.3.4).

1.5. Das  Vorliegen  häuslicher  Gewalt  sei  auch  im  Gewaltschutzverfahren  als 

glaubhaft erachtet worden, andernfalls keine Gewaltschutzmassnahmen angeord-

net worden wären. Die Gewaltschutzmassnahmen hätten zu einer Beruhigung der 

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Situation geführt. Nicht nur sei es zuhause ruhiger geworden, den glaubhaften Aus-

führungen der Klägerin zufolge solle es insbesondere auch bei C._____ bereits zu 

gewissen positiven Veränderungen gekommen sein. Dies werde durch die Schule 

von  C._____  bestätigt.  Seit  dem  Kontaktabbruch  zum  Beklagten  solle  der  sonst 

zurückhaltende C._____ laut Schreiben seiner Tagesschule einen entspannteren 

Eindruck machen; er wirke ausgelassener, sei offener und zugänglicher. Soweit der 

Beklagte  den  Wert  dieses  Schreibens  in  Frage  stelle,  sei  zu  beachten,  dass  die 

Schulleiterin und die Klassenlehrerin laut glaubhafter Darstellung der Klägerin pro-

aktiv und unabhängig voneinander auch telefonisch von Verbesserungen berichtet 

hätten.  Darüber  hinaus  solle  es  seit  dem  Kontaktabbruch  zum  Beklagten  auch 

D._____ besser gehen. Die Kinder müssten nun zur Ruhe kommen, das Erlebte 

soweit möglich zu verarbeiten versuchen und sich wieder stabilisieren. Womöglich 

sei dem Beklagten nicht bewusst, dass es angesichts der erlebten Gewalterfahrun-

gen hierfür länger als nur eines Tages oder einer Woche bedürfe. Sein Einwand 

lasse vermuten, dass er die Bedürfnisse der Kinder verkenne und sie seinen eige-

nen Bedürfnissen hintenanstelle. Jede weitere psychische Belastung und erst recht 

eine Retraumatisierung der Kinder sei zu vermeiden. Es liege in ihrem Interesse 

und diene ihrem Wohl, vorerst keinen Kontakt zum Beklagten zu haben, der ihnen 

in der Vergangenheit seelisch und körperlich nicht gutgetan habe. Das Interesse 

der Kinder überwiege dabei das Interesse des Beklagten, seine Kinder zu sehen 

(Urk. 2 E. III. 2.3.2). 

1.6. Eine solche Massnahme zum Schutz der Kinder müsse indes verhältnismäs-

sig sein, weshalb sie in zeitlicher Hinsicht einstweilen zu beschränken sei. Dabei 

sei Folgendes zu beachten: Ende Mai 2025 sollte der Abklärungsbericht des Sozi-

alzentrums  F._____  erstattet  werden.  Es  sei  abzuwarten,  welche  Empfehlungen 

die abklärenden Fachpersonen hinsichtlich der Anordnung allfälliger Kindesschutz-

massnahmen machen würden. Sollten die Errichtung einer Beistandschaft und ein 

(vorerst) begleitetes Besuchsrecht des Kindsvaters empfohlen werden, bedürfte die 

Aufgleisung  dieser  Massnahmen  einer  gewissen  Vorlaufzeit.  So  oder  anders 

müsse die Wiederaufnahme des persönlichen Verkehrs zwischen den Kindern und 

dem Beklagten behutsam angegangen werden. Ein Besuchsrecht wäre geordnet 

und schrittweise aufzugleisen. Aufgrund der gesamten Umstände sowie vor dem 

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Hintergrund, dass die Kinder den Beklagten seit dem 4. März 2025 nicht mehr ge-

sehen hätten, erscheine es vorliegend als noch verhältnismässig und damit als an-

gemessen, bis zum 15. Juli 2025 von einer Regelung des persönlichen Verkehrs 

des Beklagten mit den Kindern abzusehen. Bis dahin werde der Abklärungsbericht 

des  Sozialzentrums  F._____  vorliegen  und  allfällige  Anträge  betreffend  Kindes-

schutzmassnahmen würden bekannt sein. Dabei werde es anzustreben sein, noch 

im Juni 2025 zu einer weiteren Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen 

vorzuladen (Urk. 2 E. III. 2.3.3).

2.

Rechtliches

Was  die  rechtlichen  Voraussetzungen  bezüglich  des  persönlichen  Verkehrs  und 

dessen Einschränkung anbelangt, kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf 

die  zutreffenden  Ausführungen  der  Vorinstanz  verwiesen  werden  (Urk.  2 

E. III. 2.1.1 f.). Ergänzend ist festzuhalten, dass unbestritten ist, dass Eltern, denen 

die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegen-

seitig einen landes- und völkerrechtlich verbrieften (Grundrechts-)Anspruch auf an-

gemessenen persönlichen Verkehr haben, der ihnen um ihrer Persönlichkeit willen 

zusteht (vgl. Art. 273 Abs. 1 ZGB, Art. 13 BV, Art. 9 Abs. 3 UN-KRK sowie Art. 8 

EMRK). Der regelmässige und für das Kind gedeihliche Kontakt zu beiden Eltern-

teilen stellt ein wichtiges Element in der Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung 

eines Kindes dar, weshalb das Recht auf persönlichen Verkehr in erster Linie den 

Interessen  des  Kindes  dient.  Der  persönliche  Verkehr  soll  es  dem  Kind  ermögli-

chen, zu beiden Elternteilen persönliche Beziehungen zu pflegen. In einem Span-

nungsverhältnis hierzu kann allerdings der in der Bundesverfassung stipulierte An-

spruch von Kindern und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit 

und  auf  Förderung  ihrer  Entwicklung  stehen  (vgl. Art.  11  BV).  Unter  Umständen 

kann  sich  der  persönliche  Verkehr  negativ  auf  das  Wohl  des  Kindes  auswirken. 

Wird ein Kind in seinem sozialen Nahraum durch den zum persönlichen Verkehr 

berechtigten Elternteil durch unmittelbar oder mittelbar erlebte Gewalt traumatisiert, 

so kann der persönliche Verkehr schädlichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung 

zeitigen  und  allenfalls  eine  schwerwiegende  Kindeswohlgefährdung  darstellen 

(Herzig/Steinbach,  Das  im  sozialen  Nahraum  traumatisierte  Kind,  in: FamPra.ch 

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2/2019  S.  499  ff.,  S.  499  f.,  m.w.H.).  Bei  begründetem  Verdacht  auf  (häusliche) 

Gewalt gegen das Kind oder den anderen Elternteil kann daher das Besuchsrecht 

mindestens bis zur Klärung des Verdachts sistiert werden. In diesem Zusammen-

hang gilt es nämlich, eine erneute Traumatisierung des Kindes unbedingt zu ver-

meiden, weshalb in der Regel auch kein begleitetes Besuchsrecht gewährt werden 

soll, solange die konkrete Gefahr der Gewaltausübung gegen das Kind oder den 

obhutsberechtigten Elternteil besteht (Herzig/Steinbach, a.a.O., S. 523, m.w.H.).

3.

Vorbringen des Beklagten und Würdigung

3.1. Gehörsverletzung / Fragepflicht

3.1.1. Der Beklagte macht geltend, er sei weder über die medizinischen Untersu-

chungen noch über die darauf folgende Strafanzeige informiert worden, womit ihm 

jegliche Möglichkeit genommen worden sei, sich zur Sache zu äussern, Aktenein-

sicht zu nehmen oder ein Gegengutachten zu beantragen (Urk. 1 S. 13 f.). Zudem 

sei er bewusst ohne Rechtsvertretung erschienen, in der Absicht, die familiäre Si-

tuation nicht weiter zu eskalieren und einen Raum für eine sachliche Auseinander-

setzung zu schaffen. Umso mehr hätte die Vorinstanz ihrer Fürsorgepflicht gegen-

über einer rechtsunkundigen Partei Rechnung tragen müssen (Urk. 1 S. 26).

3.1.2. Der Beklagte erhielt anlässlich der Verhandlung vom 24. April 2025 Gele-

genheit, sich zu sämtlichen Vorbringen der Klägerin und den von ihr eingereichten 

Beweismittel zu äussern. Er wurde von der Vorderrichterin eingehend befragt (vgl. 

Prot. I S. 3 ff.). Zudem hätte er jederzeit Akteneinsicht verlangen oder Gegenbe-

weismittel offerieren können. Eine Gehörsverletzung oder Verletzung der richterli-

chen Fragepflicht (Art. 56 ZPO) durch die Vorinstanz ist nicht ersichtlich.

3.2. Kinderanhörung

3.2.1. Weiter rügt der Beklagte einen schwerwiegenden Verfahrensfehler, indem 

keine Kinderanhörung durchgeführt worden sei (Urk. 1 S. 1, S. 9 und S. 25 f.).

3.2.2. Gemäss Art. 298 Abs. 1 ZPO wird das Kind durch das Gericht oder durch 

eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört, sofern sein 

- 14 -

Alter oder andere wichtige Gründe nicht dagegen sprechen. Grundsätzlich sind Kin-

der praxisgemäss ab sechs Jahren einmal im Verfahren (einschliesslich Instanzen-

zug) anzuhören (BGE 146 III 203 E. 3.3.2, m.w.H.). Unter "anderen wichtigen Grün-

den" sind unter anderem die Gesundheit und Entwicklung des Kindes, die Weige-

rung des Kindes, die Unzumutbarkeit wegen Drucks eines Elternteils oder beider 

Eltern zu verstehen (vgl. OFK ZPO-Schwander, Art. 298 N 6). Auf eine Kinderan-

hörung kann ausserdem gestützt auf eine sog. unechte antizipierte Beweiswürdi-

gung verzichtet werden, wenn allfällige Ergebnisse einer solchen mit Blick auf die 

Feststellung der konkret rechtserheblichen Tatsachen von vornherein objektiv un-

tauglich bzw. irrelevant erscheinen (BGE 146 III 203 E. 3.3.2, m.w.H.). 

3.2.3. Vorliegend  käme  einzig  eine  Anhörung  des  sechsjährigen  C._____  in 

Frage, die anderen Kinder sind noch zu klein. Allerdings ist eine solche im jetzigen 

Verfahrensstadium nicht angezeigt. So geht es vorerst lediglich um eine vorüber-

gehende  Aussetzung  des  Besuchsrechts,  bis  der  Abklärungsbericht  vorliegt.  Für 

die Aussetzung ist entscheidend, ob die Kinder durch das Kontaktrecht zum Be-

klagten  gefährdet  werden.  Dabei  ist  nicht  entscheidend,  ob  das  Kind  selbst  den 

Wunsch hat, den betreffend Elternteil zu sehen oder nicht. Die Vorinstanz konnte 

daher auf eine Anhörung von C._____ verzichten.

3.3. Kindeswohlgefährdung

3.3.1. Der Beklagte moniert, es sei keine konkrete Kindeswohlgefährdung festge-

stellt worden; im Gegenteil habe das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit 

Urteil vom 28. April 2025 festgehalten, dass die Kinder keiner akuten Gefährdung 

ausgesetzt seien (Urk. 1 S. 1–5). Die Vorinstanz habe ungeprüft die pauschale Be-

hauptung  der  Klägerin  übernommen,  dass  er  das  Kind  "auf  das  Sofa  geworfen" 

habe, ohne seine entlastende Einlassung zu erwähnen oder zu würdigen (Urk. 1 

S. 16).  Ausserdem  widerlege  der  Bericht  des  Kinderspitals  die  zentrale  Gefähr-

dungsannahme (Anschuldigung eines Schädelhirntraumas). Es seien keine Auffäl-

ligkeiten  am  Kopf  festgestellt,  keine  neurologischen  Symptome  beschrieben  und 

keine akute Behandlungsnotwendigkeit erhoben worden. Das einzig dokumentierte 

Hämatom am Gesäss sei klein, gelblich und mindestens 24 Stunden alt, also nicht 

akut gewesen. Trotz seiner entlastenden Tragweite bleibe dieser Befund vollstän-

- 15 -

dig unerwähnt. Die Erzählung der Klägerin werde in der Verfügung unkritisch über-

nommen, obwohl sie im klaren Widerspruch zur objektivierten ärztlichen Einschät-

zung stehe. Der Bericht halte unmissverständlich fest, dass keine akute Verletzung 

vom  2.  März  2025  habe  festgestellt  werden  können.  Am  Tag  der  Untersuchung 

habe  die  Klägerin  ihre  Darstellung  sodann  geändert,  nachdem  ein  Schädelhirn-

trauma ausgeschlossen worden sei. Neu solle C._____ gesagt haben, er – der Be-

klagte – habe ihn am 28. Februar 2025 auf das Gesäss geschlagen, woraufhin das 

gelbliche Hämatom als zentraler Belastungspunkt herangezogen worden sei, trotz 

fehlender Verbindung zum Vorfall vom 2. März 2025 und ohne neue Beweise. Die 

plötzliche Fokussierung auf ein altes Hämatom entbehre jeder medizinischer Plau-

sibilität und diene offensichtlich der nachträglichen Konstruktion eines belastenden 

Narrativs. Die vorinstanzliche Verfügung erwecke den Eindruck einer akuten ärzt-

lich bestätigten Gefährdung, verweise jedoch auf keine medizinisch verifizierte Ver-

letzung. Die erwähnten Gefährdungsmeldungen beruhten ausschliesslich auf den 

Schilderungen  der  Klägerin  und  nicht  auf  objektiven  Befunden.  Dennoch  werde 

eine akute Gefährdung suggeriert, was einer bewussten Dramatisierung ohne ob-

jektive Grundlage und einer sachlich nicht gerechtfertigten Vorverurteilung gleich-

komme. Die unkritische Übernahme von parteilichen Behauptungen ohne eigene 

Prüfung widerspreche der Begründungspflicht sowie dem Untersuchungsgrundsatz 

(Urk. 1 S. 13, S. 16 f. und S. 25). 

3.3.2. Wie bereits in der Verfügung vom 28. Mai 2025 festgehalten wurde (Urk. 5 

E. 3.3), ist das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. April 

2025 für das Zivilgericht nicht bindend. Entsprechend bedarf es entgegen der An-

sicht des Beklagten auch keiner neuen tatsächlichen Grundlagen (Urk. 1 S. 17), 

denn es geht nicht um die  Abänderung  des  Verwaltungsgerichtsentscheids. Das 

Zivilgericht prüft selbst und ohne Bindung an andere Entscheide, ob die Vorausset-

zungen von Art. 274 Abs. 2 ZGB vorliegen.

Sodann hat die Vorinstanz die Aussagen des Beklagten zum Vorfall mit dem Sofa 

und den Bericht des Kinderspitals vom 2. März 2025 sehr wohl beachtet und ge-

würdigt. Sie führte aus, dass der Beklagte anlässlich der Verhandlung zutreffender-

weise zu bedenken gegeben habe, dass im Kinderspital ein Hämatom am Gesäss 

- 16 -

von  C._____,  aber  nichts  an  seinem  Kopf  habe  festgestellt  werden  können.  Der 

Beklagte habe jedoch eingeräumt, C._____ an jenem Tag "wohl etwas ruppiger" 

auf das Sofa gesetzt bzw. ihn – wenn überhaupt – aus einer kurzen Distanz von 

ca.  20-40  cm  auf  das  Sofa  geworfen  zu  haben,  wobei  er  davon  ausgehe,  dass 

C._____ sich dabei gestossen habe (Urk. 2 E. III. 1.3.1, S. 10).

Mit seiner diesbezüglichen Kritik verkennt der Beklagte, dass nicht erforderlich ist, 

dass eine Gewaltanwendung seinerseits gegenüber den Kindern medizinisch be-

wiesen sein muss, um von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen. Wie ausge-

führt wurde (oben E. III. 2), genügen begründete Verdachtsmomente. Solche Ver-

dachtsmomente ergeben sich – wie die Vorinstanz zu Recht ausführte – vorliegend 

nebst dem Bericht des Kinderspitals auch aus der Gefährdungsmeldung des Kin-

derarztes  von  C._____  vom  17.  Januar  2025  (Urk.  6/5/5)  –  zu  welcher  sich  der 

Beklagte in seiner Berufung überhaupt nicht äussert – und insbesondere auch aus 

dem  teilweisen  Eingeständnis  des  Beklagten  selbst.  Dass  er  anlässlich  der  Ver-

handlung vom 24. April 2025 ausgeführt habe, nicht auszuschliesse, dass einzelne 

Spuren, wie sie auf den vorgelegten Fotografien zu erkennen seien, auf ein Verhal-

ten seinerseits zurückzuführen seien, und dass wenn es zu grenzwertigem körper-

lichem Einwirken gekommen sei, dann keinesfalls regelmässig und nie mit der Ab-

sicht, dem Kind zu schaden (Urk. 2 E. III. 1.2.), bestreitet der Beklagte in seiner 

Berufung nicht. Vor allem setzt er sich aber nicht mit den vorinstanzlichen Erwä-

gungen auseinander, wonach nicht glaubhaft sei, dass er nicht wisse, woher die 

Rötungen am Hals und die Hämatome am Körper seiner Kinder stammten, zumal 

er sich darüber nicht gewundert habe (Urk. 2 E. III. 1.3.3). Weiter äussert sich der 

Beklagte nicht zur vorinstanzlichen Feststellung, dass auch die Klägerin physische 

und psychische Gewalt durch den Beklagten erfahren habe (Urk. 2 E. III. 1.3.1). 

Auch das Miterleben von Gewalt als Zeuge ist dem Kindeswohl abträglich. Eben so 

wenig  äussert  er  sich  zu  den  eingereichten  Fotografien  (Urk.  6/3/4/1–13,  16–17; 

Urk. 6/3/7). Entgegen seiner Ansicht wurde daher nicht einzig das gelbliche Häma-

tom von C._____ an seinem Gesäss als zentraler Belastungspunkt herangezogen. 

Dass es sodann seit der anfangs März 2025 erfolgten Wegweisung zu keinen wei-

teren Vorfällen mehr gekommen ist, ist offenkundig auf das verhängte Kontaktver-

- 17 -

bot zurückzuführen. Daraus kann der Beklagte nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

Unbegründet ist ferner sein Einwand, die Vorinstanz habe seine persönliche Ent-

wicklung nicht gewürdigt (Urk. 1 S. 9 f. und S. 20). Die Vorinstanz hielt vielmehr 

fest, dass die Tatsache, dass der Beklagte derzeit einen Kurs zur Impulskontrolle 

beim "I._____" besuche, gewiss ein Schritt in die richtige Richtung sei, seine Hand-

lungsbereitschaft zeige und sogar als Zeichen einer beginnenden Problemeinsicht 

gedeutet werden könnte. Sie hielt jedoch auch fest, dass seine Ausführungen eine 

ernsthafte,  allem  voran  auch  affektive  Auseinandersetzung  damit,  wie  es  seinen 

Kindern in der Vergangenheit ergangen sei und was ihre Bedürfnisse seien, ver-

missen lasse. Ein Bedauern über seinen Umgang mit den Kindern habe der Be-

klagte nicht zum Ausdruck gebracht (Urk. 2 E. III. 1.3.4, S. 12). Auf diese Erwägun-

gen geht der Beklagte in seiner Berufung nicht ein. Vielmehr bestätigen die Aus-

führungen des Beklagten in der Berufungsschrift die Feststellungen der Vorinstanz. 

So führt er einerseits aus, anlässlich der Verhandlung eingeräumt zu haben, dass 

er  an  sich  arbeiten  wolle,  emotionale  Überforderung  erkannt  und  eigene  Verhal-

tensweisen reflektiert zu haben (Urk. 1 S. 20), andererseits bestreitet er das Vorlie-

gen einer Kindeswohlgefährdung, spricht von einer bewusste Dramatisierung ohne 

objektive Grundlagen und verweist auf das Urteil des Verwaltungsgerichts, wonach 

die  Gewaltvorwürfe  als  nicht  besonders  gravierend  bezeichnet  werden  könnten 

(Urk. 1 S. 3 und S. 17).

Unter  Berücksichtigung  des  Beweismasses  der  Glaubhaftmachung  (siehe  dazu 

Urk. 2 E. II. 2), reichen die aufgezeigten begründeten Verdachtsmomente, um eine 

Kindswohlgefährdung zu bejahen. Ein Abklärungsbericht wurde zudem bereits in 

Auftrag  gegeben  und  die  Vorinstanz  stellte  in  Aussicht,  nach  dessen  Vorliegen 

schnellstmöglich zu einer weiteren Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnah-

men vorzuladen. Weitere Sachverhaltsabklärungen musste die Vorinstanz in die-

sem Verfahrensstadium nicht vornehmen, womit auch keine Verletzung des Unter-

suchungsgrundsatzes vorliegt.

Entgegen der Ansicht des Beklagten (Urk. 1 S. 18 f.) begründete die Vorinstanz 

auch  die  Kindeswohlgefährdung  von  E._____  ausreichend.  Sie  führte  aus,  dass 

diese von der Gewalt mittelbar betroffen worden sei, indem sie Zeugin der Vorfälle 

- 18 -

geworden sei (Urk. 2 E. III. 1.3.1). Dies ist nicht zu beanstanden und auch der im 

Strafverfahren  ergangene  Entscheid  des  Zwangsmassnahmengerichts  am  Be-

zirksgericht Zürich vom 6. März 2025, mit welchem gegenüber E._____ kein Kon-

taktverbot angeordnet wurde, ändert daran nichts. Zum einen wurde die unterlas-

sene  Anordnung  mit  der  fehlenden  Kollusionsgefahr  aufgrund  des  Alters  von 

E._____ begründet (Urk. 5/12/3), zum anderen ist das Zivilgericht an diesen Ent-

scheid nicht gebunden und prüft selbst, ob eine Kindeswohlgefährdung im Sinne 

von Art. 274 Abs. 2 ZGB vorliegt. Dies ist in Übereinstimmung mit der Vor-instanz 

zu  bejahen.  Gemäss  Untersuchungen  werden  insbesondere  jüngere  Kinder  im 

Säuglings- und Kleinkindalter durch wiederholte interpersonelle Gewalt im sozialen 

Nahraum schwer geschädigt und können in der Folge komplexe Traumafolgestö-

rungen ausbilden (Herzig/Steinbach, a.a.O., S. 509, m.w.H.).

Soweit der Beklagte ferner moniert, es sei nicht festgestellt worden, dass die psy-

chischen Auffälligkeiten der Kinder auf sein Verhalten zurückzuführen seien (Urk. 1 

S. 14), ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz eine solche Feststellung nicht 

getroffen hat. Vielmehr führte sie – zutreffend – aus, dass nicht beurteilt werden 

könne, ob die Gewalterfahrungen mit den psychischen Auffälligkeiten in einem ur-

sächlichen  Zusammenhang  stünden,  wenngleich  notorisch  sei,  dass  Gewalt  ge-

genüber  Kindern  ihre  Entwicklung  und  Gesundheit  erheblich  gefährden  könne 

(Urk. 2 E. III. 1.3.2). 

Im Ergebnis kam die Vorinstanz damit zu Recht zum Schluss, dass glaubhaft ist, 

dass  die  Kinder  in  der  Vergangenheit  physischer  und  psychischer  Gewalt  durch 

den Beklagten ausgesetzt waren und ihr Wohl daher gefährdet ist. Daran vermögen 

auch seine Ausführungen zu seinem Engagement und seiner Interessenswahrung 

(Urk. 1 S. 14 f.) nichts zu ändern. Im Übrigen hielt die Vorinstanz auch nicht fest, 

dass der Beklagte kein Interesse an den Kindern zeige oder kaum betreut habe, 

sondern sie gab diesbezüglich einzig den Standpunkt der Klägerin wieder (Urk. 2 

E.  III.  1.2.1).  Soweit  der  Beklagte  zudem  rügt,  die  Vorinstanz  unterstelle  ihm  zu 

Unrecht eine fehlende Kooperationsbereitschaft im Zusammenhang mit dem Kin-

derarzt (Urk. 1 S. 14 und S. 18), kann dem nicht gefolgt werden. Dr. med. G._____ 

hielt in der Gefährdungsmeldung vom 17. Januar 2025 fest, dass keine Reaktion 

- 19 -

seitens des Beklagten zum Angebot für ein Einzelgespräch im November 2024 er-

folgt sei (Urk. 5/5/5). Es gibt keine Gründe, um an dessen Angaben zu zweifeln. 

Selbst wenn es sich dabei um ein Missverständnis gehandelt haben sollte und der 

Beklagte davon ausgegangen wäre, dass noch ein Termin vereinbart würde (Urk. 1 

S.  14),  ist  dies  vorliegend  nicht  entscheidrelevant.  Weitere  Ausführungen  hierzu 

können demnach unterbleiben.

3.4. Verhältnismässigkeitsprinzip

3.4.1. Der Beklagte macht eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips gel-

tend. Ein Kontaktverbot dürfe nur als ultima-ratio angeordnet werden. Ein begleite-

tes Besuchsrecht als mildere Massnahme sei von der Vorinstanz nicht einmal ge-

prüft worden, obschon er diesen Wunsch mehrfach geäussert habe (Urk. 1 S. 1–4, 

S. 14, S. 19 f. und S. 25 f.). Die Vorinstanz verkenne, dass gerade das Kontaktver-

bot zu einer erheblichen Kindeswohlgefährdung führe. Verschiedenste Studien be-

legten den signifikanten Zusammenhang zwischen elterlicher Trennung und psy-

chischen Gesundheitsstörungen. Ferner sei das Argument "zur Ruhe kommen" ge-

mäss dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte rechtlich untragbar. Die-

ses könne daher nicht als zulässige Begründung für die fortgesetzte Aussetzung 

des  väterlichen  Kontakts  herangezogen  werden  (Urk. 1  S.  4,  S.  6–8  und  S. 15). 

Das  Kontaktverbot  verletze  die  Kinderrechte  und  staatlichen  Schutzpflichten  ge-

mäss der UNO-Kinderrechtskonvention sowie das Rechte auf Menschenwürde und 

Achtung des Familienlebens (Urk. 1 S. 11). Die Vorinstanz habe bei ihrer Beurtei-

lung  die  Bedeutung  einer  intakten  Eltern-Kind-Bindung  überhaupt  nicht  einbezo-

gen.  Dies  sei  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ein  zwingender  Be-

standteil  jeder  sorgfältigen  Kindeswohlprognose.  Die  Unterlassung  dieser  Abwä-

gung stelle einen schweren Verfahrensfehler dar (Urk. 1 S. 21). Überdies sei auch 

die Dauer des Kontaktverbots viel zu lange. Gemäss gefestigter Rechtsprechung 

des Verwaltungsgerichts stelle bereits ein dreimonatiges vollständiges Kontaktver-

bot einen schwerwiegenden Eingriff dar. Das Bundesgericht halte in BGE 142 III 

360 fest, dass ein Kontaktverbot gegenüber Kleinkindern in der Regel auf zwei Mo-

nate zu begrenzen sei (Urk. 1 S. 6 f., S. 10 und S. 17 f.). Zudem genüge die Stel-

lungnahme der Schule weder den formellen noch materiellen Anforderungen an ein 

- 20 -

zulässiges Beweismittel im familienrechtlichen Verfahren und sei mangels Objekti-

vität, Fachautorität und Beweistauglichkeit auszuschliessen (Urk. 1 S. 24).

3.4.2. Es trifft zwar zu, dass sich die Vorinstanz nicht ausdrücklich zu einem be-

gleiteten Besuchsrecht äusserte. Sie erwog jedoch, dass die Kinder zur Ruhe kom-

men müssten, um sich wieder zu stabilisieren, was angesichts der erlebten Gewalt 

mehr als nur eines Tages oder einer Woche bedürfe, und jede weitere psychische 

Belastung und erst recht eine Retraumatisierung zur vermeiden sei. Entsprechend 

hielt die Vorinstanz ein begleitets Besuchsrecht für nicht ausreichend, um eine wei-

tere Kindeswohlgefährdung zu verhindern (Urk. 2 E. III. 2.3.2). Entgegen der An-

sicht des Beklagten ist das "Zur-Ruhe-Kommen" bei konkretem Verdacht auf Ge-

walterfahrungen ein legitimes Argument, um das Kontaktrecht zumindest vorüber-

gehend einzuschränken, denn eine Retraumatisierung gilt es in jedem Fall zu ver-

hindern (oben E. III. 2). Solange die Situation nicht geklärt ist, ist im Zweifelsfall der 

Sicherheit der Kinder Vorrang zu geben. Der Beklagte verkennt mit seiner Kritik, 

dass die Sistierung des Besuchsrechts einstweilen lediglich für die Dauer der Ab-

klärung erfolgt und es sich nicht um einen endgültigen Entzug des Besuchsrechts 

handelt.  Seine  Berufung  auf  die  zitierten  Studien  zu  Trennungskindern  (Urk.  1 

S. 7 f.) geht daher an der Sache vorbei. 

Sodann gibt es für die Dauer der Aussetzung des Besuchsrechts gemäss Art. 274 

Abs. 2 ZGB keine absoluten Grenzen, sondern es ist im Einzelfall zu beurteilen, 

was notwendig und angemessen ist. Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 

zu Kontaktverboten im Rahmen des Gewaltschutzgesetztes ist für das Zivilgericht 

nicht bindend. Der vom Beklagten zitierte BGE 142 III 360 betrifft sodann ein Ver-

fahren  betreffend  internationale  Schiedsgerichtsbarkeit  und  ist  daher  nicht  ein-

schlägig. Die Vorinstanz hat einstweilen bis zum 19. Juli 2025 von der Regelung 

des  Besuchsrechts  abgesehen,  unter  der  Annahme,  dass  bis  dahin  der  Abklä-

rungsbericht des Sozialzentrums F._____ vorliegen wird, und in Aussicht gestellt, 

im Juni 2025 zu einer weitere Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen 

vorzuladen. Dies ist nicht zu beanstanden, mithin erweist sich die Anordnung der 

Vor-instanz – entgegen der Ansicht des Beklagten – als verhältnismässig.

- 21 -

Was sodann seine Kritik am Schreiben der Tagesschule von C._____ vom 8. April 

2025  (Urk. 4/5)  anbelangt  (Urk.  1  S.  23  f.),  ist  zwar  nicht  auszuschliessen,  dass 

dieses Schreiben auf Anfrage der Klägerin oder deren Rechtsvertreterin verfasst 

wurde. Dies stellt jedoch keinen Grund dar, um an den Ausführungen der Schule 

zu zweifeln. Ebenso liegt keine Kompetenzüberschreitung vor, da die Schule befugt 

ist, Auskünfte über das Verhalten ihrer Schülerinnen und Schüler zu erteilen. Lehr-

kräfte verfügen über eine fundierte pädagogische Ausbildung, welche sie befähigt, 

derartige Einschätzungen fachgerecht vorzunehmen.

3.5. Verletzung der Grosselternrechte

3.5.1. Der Beklagte rügt, das Kontaktverbot erstrecke sich faktisch auch auf die 

Grosseltern  väterlicherseits,  welche  eine  konstante,  verlässliche  und  stabilisie-

rende  Bezugspersonenrolle  für  alle  drei  Kinder  innegehabt  hätten.  Gemäss 

Art. 274a Abs. 1 ZGB sei auch den Grosseltern der persönliche Verkehr zu gewäh-

ren. Die Klägerin habe trotz mehrfachen Anfragen der Grosseltern einen Kontakt 

verweigert.  Dieser  abrupte  Abbruch  der  Beziehung  gefährde  das  Kindeswohl 

(Urk. 1 S. 11–13)

3.5.2. Gemäss Art. 274a Abs. 1 ZGB kann der Anspruch auf persönlichen Verkehr 

auch  anderen  Personen,  insbesondere  Verwandten,  eingeräumt  werden,  wenn 

ausserordentliche Umstände vorliegen und dieser dem Wohl des Kindes dient. Ent-

sprechend obläge es den Grosseltern, einen entsprechenden Antrag selbst zu stel-

len.  Eine  Gefährdung  des  Kindeswohls  durch  den  vorübergehend  ausgesetzten 

Kontakt zu den Grosseltern ist nicht ersichtlich und vermag das bestehende Kon-

taktverbot zum Beklagten nicht aufzuheben.

3.6. Ergebnis

Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung des Beklagten als offensichtlich un-

begründet, weshalb sie abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid zu bestäti-

gen ist.

- 22 -

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Entscheid über 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehalten (Urk. 2 Dis-

positivziffer 4); diesbezüglich sind keine weiteren Vorkehrungen zu treffen.

2.

Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 5 

Abs. 1, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG auf Fr. 1'500.– festzu-

setzen.  Die  Gerichtskosten  sind  ausgangsgemäss  dem  Beklagten  aufzuerlegen 

(Art. 106  Abs. 1  ZPO).  Parteientschädigungen  sind  im  Berufungsverfahren  keine 

zuzusprechen, dem Beklagten infolge seines Unterliegens, der Klägerin sowie den 

Verfahrensbeteiligten mangels relevanter Umtriebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 und Art. 106 

Abs. 1 ZPO).

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen und die Verfügung des Einzelgerichts im sum-

marischen  Verfahren  am  Bezirksgericht  Zürich,  3.  Abteilung,  vom  24.  April 

2025 wird bestätigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklag-

ten auferlegt.

4.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin und die Verfahrensbe-

teiligten  je  unter  Beilage  der  Doppel  bzw.  Kopien  von  Urk. 1,  Urk.  3  und 

Urk. 4/2–5, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenutztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

- 23 -

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies  ist  ein  Endentscheid  im  Sinne  von  Art.  90  BGG  sowie  ein  Entscheid  über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 23. Juni 2025

versandt am:
lm

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr