# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f8ec402-002b-5a5b-ac60-d13516423928
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2009 C-976/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-976-2009_2009-09-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-976/2009/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Michael Peterli, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Portugal),
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Starkl, 
Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X._______,
Vorinstanz.

Invalidenrente (Revision); Verfügung der IVSTA vom 
13. Januar 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-976/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  IV-Stelle  W._______  mit  Verfügung  vom  26.  März  1999 
A._______  (nachfolgend  Beschwerdeführerin)  eine  ganze 
Invalidenrente, eine Zusatzrente für den Ehegatten und eine Kinder-
rente für den Sohn B._______ mit Wirkung ab 1. Juli  1997 zusprach 
und den Rentenbeginn für die Kinderrente mit Verfügung vom 26. Mai 
1999 auf den 1. August 1997 korrigierte, 

dass infolge Wegzugs der Beschwerdeführerin ins Ausland neu die IV-
Stelle  für  Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vorins-
tanz) zuständig wurde und mit Verfügung vom 12. März 2004 die wei-
tere  Ausrichtung der  ganzen Invalidenrente,  der  Zusatzrente für  den 
Ehegatten und die Kinderrente bestätigte, 

dass die IVSTA am 7. September 2007 eine Revision von Amtes we-
gen  der  der  Beschwerdeführerin  gewährten  Invalidenrente  einleitete 
und mit Verfügung vom 13. Januar 2009 die Aufhebung der Rente per 
1. März 2009 mitteilte,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
16. Februar 2009 anfocht und beantragte, die Verfügung sei aufzuhe-
ben und ihr weiterhin eine ganze Rente der Invalidenversicherung aus-
zurichten,

dass sie replikweise an ihren Anträgen festhielt und den Eventualan-
trag stellte, es sei eine polydisziplinäre Abklärung in Auftrag zu geben,

dass die IVSTA mit Duplik vom 17. September 2009 unter Bezugnah-
me auf den Bericht des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle vom 14. Sep-
tember 2009 beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache im Sinne der erwähn-
ten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32)  in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  der  IVSTA zuständig  ist,  und  vorlie-
gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

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C-976/2009

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass die Beschwerde formgerecht eingereicht wurde (Art. 52 des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]),

dass gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG die  Beschwerde innert  30 Tagen 
nach Eröffnung der Verfügung einzureichen ist, wobei die Frist am Tag 
nach  der  Mitteilung  an  die  entsprechende  Partei  zu  laufen  beginnt 
(Art. 20 Abs. 1 VwVG),

dass die angefochtene Verfügung am 13. Januar 2009 per Einschrei-
ben mit Rückschein an die Adresse der Beschwerdeführerin in Spani-
en  zugestellt  wurde,  die  Vertreterin  in  der  Beschwerdeschrift  darauf 
hinwies, die Verfügung sei ihrer Mandantin frühestens am 15. Januar 
2009 zugestellt  worden,  und die Vorinstanz in  ihrer  Vernehmlassung 
zur Frage der Rechtzeitigkeit  der Einreichung der Beschwerde keine 
Stellung bezog, 

dass aufgrund der Aktenlage von der Rechtzeitigkeit der Beschwerde-
führung auszugehen und somit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass die Ärztin des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle in ihrer Stellung-
nahme vom 14. September 2009 darauf hinwies, dass sich die einge-
reichten  Arztberichte  der  Psychiater  hinsichtlich  des  Gesundheitszu-
standes der Beschwerdeführerin widersprächen und die Aktenlage hin-
sichtlich  der  somatischen  Beschwerden  (Venenthrombose  und  Lun-
genembolie  im  Juni  2009  mit  anschliessender  Antikoagulationsbe-
handlung) ungenügend sei, weshalb sich eine pluridisziplinäre Experti-
se  in  der  Schweiz  (Psychiatrie,  Rheumatologie  und  Angiologie)  als 
notwendig erweise, 

dass sich die IVSTA in ihrer Stellungnahme vom 17. September 2009 
der Beurteilung des ärztlichen Dienstes anschloss und damit sinnge-
mäss feststellte, dass die Verfügung vom 13. Januar 2009 auf einem 
mangelhaft eruierten medizinischen Sachverhalt beruhte und sich die 
Durchführung  entsprechender  medizinischer  Abklärungen  in  der 
Schweiz als notwendig erweist, 

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dass die Beschwerdeführerin in der Replik sinngemäss rügte, dass der 
medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden sei und des-
halb einen Eventualantrag auf polydisziplinäre Begutachtung stellte,

dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht kei-
ne Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem Antrag der IVSTA nicht 
entsprochen werden sollte,

dass Art 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,

dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung vom 13. Januar 2009 aufzuheben und die Sache zur Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass dabei die Eingabe vom 22. September 2009 mit zu berücksich-
tigen ist,

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde 
führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2  VwVG) und der am 16. Juli 
2009 geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 400.- zurückzuerstat-
ten ist,

dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zusprechen kann,

dass der vertretenen Beschwerdeführerin – unter Berücksichtigung der 
erst  im  Beschwerdeverfahren  gewährten  Akteneinsicht  und  des  not-
wendigen Aufwandes (Beschwerde vom 16. Februar 2009, Replik vom 
28. August 2009 und fünf Eingaben vom 30. April, 29. Juni, 29. Juli, 31. 
August und 22. September 2009) – eine Parteientschädigung von Fr. 
2'500.- auszurichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE).

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C-976/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  die  Verfügung  vom 
13. Januar 2009 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Er-
wägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der am 16. Juli 2009 ge-
leistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- wird nach Eintreten der Rechts-
kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 2'500.- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Duplik und Stell-
lungnahme des ärztlichen Dienstes [im Doppel] zur Kenntnisnahme, 
Doppel der Eingabe vom 22. September 2009 inkl. Beilage, Rück-
erstattungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

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C-976/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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