# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb9071d8-3c0e-5f9c-a2ec-240de0561186
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.02.2014 RE140003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE140003_2014-02-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RE140003-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. A.H. Müller und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 5. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Eheschutz (Kostenfolgen) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 6. Januar 2014 
(EE130403-L) 
 
 

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Erwägungen: 

1. a) Am 1. November 2013 stellte der Gesuchsteller beim Bezirksge-

richt Zürich (Vorinstanz) ein Gesuch um Anordnung von Eheschutzmassnahmen 

(Urk. 1); die Parteien wurden daraufhin zur Verhandlung auf den 21. Januar 2014 

vorgeladen (Urk. 3). Am 19. Dezember 2013 zog der Gesuchsteller sein Gesuch 

zurück, da sich die Parteien aussergerichtlich geeinigt hätten (Urk. 4). Mit Verfü-

gung vom 6. Januar 2014 schrieb die Vorinstanz das Verfahren ab; die Gerichts-

kosten von Fr. 400.-- wurden dem Gesuchsteller auferlegt und der Gesuchsgeg-

nerin wurde keine Parteientschädigung zugesprochen (Urk. 5 = Urk. 7). 

b) Hiergegen hat der Gesuchsteller am 27. Januar 2014 fristgerecht (vgl. 

Urk. 2) Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 6): 

"Ich fordere eine Kürzung der Entscheidgebühr um mindestens 200Fr oder 
aber eine gänzliche Aufhebung, was ich sehr begrüsse." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerde-

antwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Der Gesuchsteller hat seine Eingabe als "Einsprache" bezeichnet 

(Urk. 6). Zulässiges Rechtsmittel gegen die vorinstanzliche Kostenregelung ist die 

Beschwerde (Art. 110 ZPO), wie dies die Vorinstanz korrekt belehrt hat (Urk. 7 Di-

spositiv-Ziffer 7). Die Rechtsmitteleingabe des Gesuchstellers ist daher als Be-

schwerde entgegenzunehmen. 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Dabei gilt das Rügeprinzip, d.h. in der Beschwerde muss im Ein-

zelnen dargelegt werden, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein 

soll (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-

schen Zivilprozessordnung, 2.A. 2013, N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, BE-Kom-

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mentar, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO); was nicht gerügt wird, hat grundsätzlich Be-

stand. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind 

im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3. a) Der Gesuchsteller beanstandet einzig die Höhe der Gerichtsge-

bühr. Er begründet dies damit, dass seine persönliche finanzielle Situation derzeit 

schlecht sei (Urk. 7). 

b) Die Vorinstanz hat die Höhe der von ihr festgesetzten Gerichtsgebühr 

nicht ausdrücklich begründet (Urk. 7 S. 2). Wie sogleich zu zeigen sein wird, war 

dies angesichts der bescheidenen Höhe auch entbehrlich. 

c) Die von der Vorinstanz festgesetzte Entscheidgebühr (Art. 95 Abs. 2 

lit. b ZPO) ist nach der Gerichtsgebührenverordnung des Obergerichts (GebV 

OG; LS 211.11) festzusetzen (Art. 96 ZPO). Nach dieser beträgt die Gebühr in 

nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten in der Regel Fr. 300.-- bis Fr. 13'000.-- 

(§ 5 GebV OG). Für ein (durchgeführtes) Eheschutzverfahren kann diese Gebühr 

bis auf die Hälfte herabgesetzt werden, womit sich ein Rahmen von Fr. 150.-- bis 

zu Fr. 13'000.-- ergibt (§ 6 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit § 6 Abs. 1 und § 5 GebV 

OG). Innerhalb dieses Rahmens ist die Gebühr nach dem tatsächlichen Streitinte-

resse, dem Zeitaufwand des Gerichts und der Schwierigkeit des Falles zu bemes-

sen (§ 5 GebV OG). In der Praxis der erstinstanzlichen Zürcher Gerichte werden 

dabei für Eheschutzverfahren in einfachen Fällen (keine komplexen Problemstel-

lungen, kein erheblicher Aufwand des Gerichts) Entscheidgebühren von mindes-

tens Fr. 2'000.-- bis Fr. 3'000.-- veranschlagt. Bei einem Rückzug kann diese Ge-

bühr sodann bis auf die Hälfte herabgesetzt werden (§ 10 Abs. 1 GebV OG).  

d) Vorliegend ist der Rückzug zwar noch vor der Hauptverhandlung er-

folgt. Die Vorinstanz hatte aber doch schon Aufwand getätigt, so mussten das 

Verfahren angelegt, die Vorladungen versandt und der Endentscheid erlassen 

werden. Die von der Vorinstanz hierfür festgesetzte Entscheidgebühr von 

Fr. 400.-- erscheint damit angesichts des vorstehend dargelegten Rahmens kei-

nesfalls als zu hoch.  

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e) Ob eine kostenpflichtige Partei die von ihr zu tragenden Gerichtskosten 

tatsächlich bezahlen kann oder nicht, ist kein Kriterium für die Festsetzung der 

Entscheidgebühr. Ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 117 ff. ZPO) 

wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht gestellt und kann nach Abschluss des 

Verfahrens nicht mehr gestellt werden. 

f) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde des Gesuchstellers 

als unbegründet, und sie ist demgemäss abzuweisen. 

4. Bloss ergänzend ist der Gesuchsteller darauf hinzuweisen, dass er bei 

der Gerichtskasse grundsätzlich ein Gesuch um Ratenzahlung oder Stundung 

stellen kann. Die Anforderungen für den doch relativ geringen Betrag dürften al-

lerdings eher hoch sein. 

5. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 400.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 und 

§ 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 100.– festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem unterliegenden Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Der Gesuchsteller hat kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ge-

stellt (Urk. 6). Ein solches wäre ohnehin zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwer-

de (vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen gewesen (Art. 117 lit. b ZPO). 

d) Für das Beschwerdeverfahren hat der Gesuchsteller zufolge des Unter-

liegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung; der Gesuchsgegnerin erwuchs 

kein erheblicher Aufwand. Demgemäss sind für das Beschwerdeverfahren keine 

Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.-- festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchsteller 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge einer Kopie von Urk. 6, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 400.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 5. Februar 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
se 

	Urteil vom 5. Februar 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchsteller auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 6, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...