# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53b03488-e582-59fd-9957-06922b438f2d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.07.2008 E-4736/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4736-2008_2008-07-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4736/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi, 
Gerichtsschreiberin Contessina Theis.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
zur Zeit im Transitbereich des Flughafens Zürich-Kloten,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
11. Juli 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4736/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 1. Mai 2008 
seine Heimat Nigeria  per Schiff  verliess und,  mit  dem Flugzeug von 
Spanien herkommend, am 25. Juni 2008 in die Schweiz einreiste, wo 
er am 26. Juni 2008 am Flughafen Zürich um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer einen ghanaischen Reisepass und einen 
italienischen "Permesso di soggiorno per stranieri", beide lautend auf 
den  Namen  B._______,  sowie  zwei  Ausweise  des  Movement  for 
Emancipation  of  Niger  Delta  (MEND),  lautend  auf  A._______ 
einreichte,

dass der Fachdienst Grenzkontrolle /  Ausweisprüfung der Flughafen-
Spezialabteilung der Kantonspolizei Zürich diese Dokumente als Total-
fälschung bezeichnete,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  vom 
26. Juni  2008 die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig  verweigerte  und 
ihm für die Dauer des Asylverfahrens für längstens 60 Tage den Tran-
sitbereich des Flughafens Zürich-Kloten als Aufenthaltsort zuwies,

dass dem Beschwerdeführer mit Vollmacht vom 30. Juni 2008 eine Mit-
arbeitende  der  Zentralstelle  MNA  (Mineurs  non  accompagnés)  des 
Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich als Vertrete-
rin beigeordnet wurde,

dass der Beschwerdeführer am 30. Juni 2008 von der Flughafenpolizei 
Zürich-Kloten zu seinen Personalien und zum Reiseweg befragt wurde 
und er dabei eine Ausgabe der Zeitung "Saturday Punch" vom 12. April 
2008 zu den Akten reichte,

dass das Bundesamt den Beschwerdeführer am 10. Juli 2008 zu sei-
nen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich dieser Anhörungen zur Begrün-
dung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  dass  er 
Freiheitskämpfer und Mitglied des MEND sei und dass er  anlässlich 
einer Auseinandersetzung zwischen dem MEND und der Marine, bei 
welcher  ein  Angehöriger  der  Marine  erschossen  worden  sei,  am  8. 
Februar 2008 verhaftet worden sei,

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dass ihm am 10. April 2008 mit Hilfe eines Wärters die Flucht aus dem 
Gefängnis gelungen und er am 12. April 2008 von den nigerianischen 
Behörden zur Fahndung ausgeschrieben worden sei,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 11. Juli 2008 – eröffnet am 12. Juli 2008 – ablehnte und die Weg-
weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es seinen Entscheid damit  begründete, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers  hielten  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
nicht stand, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,

dass das BFM im vorliegenden Fall zum Schluss kam, der Beschwer-
deführer habe aufgrund unsubstantiierter, widersprüchlicher und nicht 
nachvollziehbarer Angaben seine Vorbringen nicht  glaubhaft  machen 
können,

dass davon ausgegangen werden müsse, dass sich der Beschwerde-
führer sein Wissen punktuell angeeignet habe, da durch eine gute In-
ternetrecherche viele Erkenntnisse gewonnen werden könnten und der 
Beschwerdeführer, solange er frei erzählen könne, einiges zu erzählen 
wisse,  seine  Antworten  auf  präzise  Fragen  bezüglich  persönlich 
Erlebtem jedoch kurz und einsilbig seien,

dass  die  eingereichten Beweismittel  (Zeitungsausschnitt  und Mitglie-
derausweise des MEND) keinen Beweiswert hätten,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  seinem  Schulbesuch 
nicht stimmen könnten, da er angegeben habe, 1991 geboren zu sein 
und 1994 als Dreijähriger die erste Primarklasse besucht zu haben,

dass vielmehr davon ausgegangen werde, dass der Beschwerdeführer 
die erste Primarklasse im Alter von fünf, sechs oder sieben Jahren be-
sucht habe und somit sicher vor 1990 geboren sei,

dass sich der Beschwerdeführer zudem sehr gewählt ausdrücke, einen 
gebildeten Eindruck hinterlasse und ein Verhalten und Auftreten zeige, 
das nicht demjenigen eines Minderjährigen entspreche,

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dass er sodann keinerlei Identitätspapiere zu den Akten gereicht habe, 

dass deshalb davon ausgegangen werde, dass der Beschwerdeführer 
volljährig sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juli 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zuerkennung 
der  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Gewährung  des  Asyls  sowie  die 
Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit 
des Vollzugs der Wegweisung und die vorläufige Aufnahme beantrag-
te,

dass der Beschwerdeführer in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Ge-
währung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege,  um  Bestellung  eines 
Anwaltes  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  ersuchte  und  eventualiter  die  Wiederherstellung 
der  aufschiebenden  Wirkung  und  die  Anweisung  der  zuständigen 
Behörde,  die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  seines 
Heimatstaates sowie jegliche Datenweitergabe an diesen zu unterlas-
sen,  beantragte  und  darum  ersuchte,  im  Fall  bereits  erfolgter 
Datenweitergabe hierüber informiert zu werden,

dass die Beschwerde in Englisch eingereicht wurde,

dass die Sozial-,  Rechts-  und Rückkehrberatung des Roten Kreuzes 
des Kantons Zürich in einem der Beschwerde beigelegten Schreiben 
das Bundesverwaltungsgericht  darum bat,  die  Beschwerde anzuneh-
men und von Amtes wegen zu übersetzen,

dass  gemäss  konstanter  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  bei 
einer  verständlichen  Beschwerde  in  englischer  Sprache  von  einer 
Übersetzung abgesehen werden kann,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen Bezug genommen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Juli  2008 per Faxkopien und 
die eingereichten Beweismittel am 18. Juli 2008 im Original beim Bun-
desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung - einzutreten ist (Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 108 Abs. 2 AsylG),

dass das BFM in seiner  Verfügung die aufschiebende Wirkung nicht 
entzogen  hat,  weshalb  der  Antrag  auf  deren  Wiederherstellung 
gegenstandslos ist,

dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  es  seien  Daten  an  den 
Heimatstaat  weitergegeben  worden,  womit  auch  der  Antrag  auf 
entsprechende  Information  des  Beschwerdeführers  gegenstandslos 
ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a AsylG vorliegend auf einen Schriftenwech-
sel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  auf  Gesuch  hin  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-

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kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht und - 
nach  Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsge-
richts - mit zutreffender Begründung als unglaubhaft bezeichnet hat,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass insbesondere die Ausführungen des Beschwerdeführers zu sei-
ner angeblichen Flucht aus dem Militärgefängnis nicht zu überzeugen 
vermögen, da es seltsam anmutet, dass ein ihm nicht bekannter Be-
wacher  ihm  unter  Riskierung  seiner  eigenen  Sicherheit  zur  Freiheit 
verhilft,

dass auch die Angaben zu den angeblichen Umständen der Reise von 
Nigeria  in  die  Schweiz  von  stereotypen  Schilderungen  geprägt 
scheinen und nicht glaubhaft werden,

dass der die Fluchtgeschichte des Beschwerdeführers beschreibende 
Zeitungsartikel,  welcher  mit  der  Ausgabe  der  Zeitung  "Saturday 
Punch" vom 12. April 2008 eingereicht wurde und auf welchen sich der 
Beschwerdeführer bezieht, offensichtliche Unterschiede zum Rest der 
eingereichten Zeitung aufweist,

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dass insbesondere  auffällt,  dass einerseits  der  Text in  einem fehler-
haften  Englisch  verfasst  ist  und  er  andrerseits  schief  in  die  Seite 
hineinversetzt  ist,  wobei  zudem aus dem Artikel  auch der  Verfasser 
oder die Verfasserin nicht hervorgeht,

dass  der  Zeitungsartikel  weiter  auffallende  Ähnlichkeit  mit  dem 
wortreichen  Sprachstil  des  Beschwerdeführers  aufweist,  sämtliche 
Details  seiner  Personalien  wie  auch  seiner  Fluchtgeschichte 
wiedergibt  -  was  vom  restlichen  Berichterstattungsstil  der  Zeitung 
markant abweicht - und damit insgesamt einen gänzlich konstruierten 
Eindruck hinterlässt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  deshalb  dem eingereichten  Zei-
tungsartikel keinen ausschlaggebenden Beweiswert zumisst,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  hauptsächlich  auf 
Übersetzungsschwierigkeiten  hinweist,  ansonsten  an  der 
Glaubhaftigkeit  seiner  Ausführungen  und  an  seiner  Minderjährigkeit 
festhält  und  zum  Beweis  seiner  Angaben  auf  den  eingereichten 
Zeitungsartikel verweist,

dass dies jedoch aufgrund der obigen Ausführungen an der Einschät-
zung  der  Unglaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  nichts  zu  ändern  ver-
mag,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  geltend  macht,  er  sei  von  den 
Befragern eingeschüchtert gewesen und er habe vergeblich versucht, 
bei der Rückübersetzung Korrekturen anzubringen,

dass diese Vorbringen in den Akten keinerlei Stütze finden, nachdem 
weder  die  bei  der  Anhörung  anwesende  Vertreterin  des 
Beschwerdeführers  noch  die  Hilfswerkvertretung  entsprechende 
Anmerkungen gemacht haben,

dass  es dem Beschwerdeführer somit  insgesamt nicht  gelungen ist, 
die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu 
machen, weshalb das Bundesamt sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt 
hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-

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willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge von seiner Mut-
ter  finanziell  unterstützt  wurde  und  somit  über  ein  familiäres  Bezie-

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hungsnetz in Nigeria verfügt (vgl. Befragungsprotokoll  der Flughafen-
polizei, S. 3 ff.),

dass insbesondere nicht von der Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-
rers  ausgegangen  wird  und  auch  diesbezüglich  die  entsprechenden 
Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  obliegen  würde,  die  behauptete 
Minderjährigkeit zumindest glaubhaft zu machen (vgl. EMARK 2001 Nr. 
23 E. 6 S. 186 f.), was ihm aber nicht gelingt,

dass  er  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  im  Beschwerdeverfahren 
nichts  entgegenzusetzen  vermag,  und  dass  namentlich  seine 
Angaben, angeblich könne er keine echten Identitätspapiere vorlegen, 
da  diese  von  den  Behörden  beschlagnahmt  worden  seien  (vgl. 
Protokoll  Flughafen  S. 7;  Protokoll  BFM-Anhörung  S. 2),  angesichts 
der  nicht  glaubhaft  gewordenen  Fluchtgründe  einer  glaubhaften 
Grundlage ebenfalls entbehren,

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses und der Antrag auf vorsorgliche Massnahmen im Zusammenhang 

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mit  einer  Datenweitergabe  an  den  Heimatstaat  durch  den  direkten 
Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos werden,

dass eine Partei,  die  nicht  über die erforderlichen Mittel  verfügt,  auf 
Antrag hin von der Bezahlung von Verfahrenskosten befreit  wird, so-
fern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass eine Beschwerde dann als  aussichtslos gilt,  wenn die Gewinn-
aussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und des-
halb kaum als ernsthaft  bezeichnet  werden können (vgl. BGE 125 II 
265 E. 4b S. 275),

dass  aufgrund  der  voranstehenden  Erwägungen  die  Beschwerdebe-
gehren als aussichtslos erscheinen, womit es an den materiellen Vor-
aussetzungen  zur  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung fehlt,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
deshalb abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen,

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben;  durch  Vermittlung  der 
Flughafenpolizei Zürich-Kloten; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Dienst Flughafenverfahren, m(per Kurier, in Kopie; vorab 
per Telefax)

- das (...) (per Telefax)
- die  Flughafenpolizei  Zürich-Kloten,  mit  der  Bitte,  dem 

Beschwerdeführer  das  Urteil  im  Original  zusammen  mit  dem 
Einzahlungsschein  gegen  beigelegte  Empfangsbestätigung 
auszuhändigen,  ihm  das  Urteil,  soweit  notwendig,  zu  übersetzen 
und  die  Empfangsbestätigung  dem  Bundesverwaltungsgericht  zu 
retournieren it  den  Originalbeweisunterlagen  (Zeitung  Saturday 
Punch  vom  12.  April  2008;  2  MEND-Ausweise)  aus  den  Akten 
N_______ (vorab per Telefax)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Contessina Theis

Versand:

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