# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57aa3c36-1237-550b-a2da-6b112006f6d8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.02.2025 LF240114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF240114_2025-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LF240114-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber M.A. HSG M. Toscanelli

Urteil vom 27. Februar 2025

in Sachen

A._____, 
Gesuchsteller und Berufungskläger

betreffend Kraftloserklärung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach 
vom 8. November 2024 (ES240040)

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Rechtsbegehren:
(act. 6/1–2 sinngemäss)

Es sei der Papier-Inhaberschuldbrief für Fr. 500'000.– lastend an 
1. Pfandstelle auf den Grundstücken in der Stadt B._____ Grundbuch 
Blätter 1, 2, 3, je Stockwerkeigentum, C._____-strasse 4 & 5, für kraft-
los zu erklären.

Urteil des Einzelgerichts:
(act. 7)

1. Das Gesuch wird abgewiesen.

2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.– und dem Gesuchsteller 

auferlegt.

[3. Mitteilung / 4. Rechtsmittel: Berufung, 10 Tage]

Berufungsanträge:
(act. 2 sinngemäss)

Es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und der Papier-Inhaber-
schuldbrief für Fr. 500'000.– lastend an 1. Pfandstelle auf den Grund-
stücken in der Stadt B._____ Grundbuch Blätter 1, 2, 3, je Stockwerkei-
gentum, C._____-strasse 4 & 5, für kraftlos zu erklären.

Erwägungen:

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.1. Mit Gesuch vom 19. Juli 2024 (Poststempel vom 18. Juli 2024; act. 6/1) er-

suchte der Gesuchsteller und Berufungskläger (fortan: Berufungskläger) um Kraft-

loserklärung eines Papier-Inhaberschuldbriefs über Fr. 500'000.– lastend auf den 

Grundstücken Grundbuch Blätter 1, 2 und 3 der Stadt B._____ (fortan: Schuld-

brief) beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Bülach (fortan: Vorinstanz).

1.2. Mit Verfügung vom 12. August 2024 setzte die Vorinstanz dem Berufungs-

kläger Frist an, um sein Gesuch im Sinne der Erwägungen zu ergänzen, nament-

lich das Gesuch zu begründen, sich zu den Umständen des Verlusts des Schuld-

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briefs sowie zur Rückgabe desselben zu äussern und einen Bericht der Bank 

D._____ AG nachzureichen (act. 6/3). Mit Eingabe vom 27. August 2024 (Post-

stempel vom 2. September 2024; act. 6/5) äusserte sich der Berufungskläger er-

neut und reichte weitere Unterlagen ein. 

1.3. Mit Urteil vom 8. November 2024 wies die Vorinstanz das Gesuch ab und 

auferlegte die Entscheidgebühr von Fr. 400.– dem Berufungskläger (act. 3 = 

act. 6/7 = act. 7 [Aktenexemplar]).

1.4. Dagegen erhob der Berufungskläger mit Eingabe vom 21. November 2024 

(Datum Poststempel; act. 2) Berufung mit dem sinngemässen Antrag, das ange-

fochtene Urteil sei aufzuheben und der in Frage stehende Schuldbrief sei für kraft-

los zu erklären. Seine Berufung richtete er fälschlicherweise an die Vorinstanz, 

welche die Sendung unverzüglich an die Kammer weiterleitete (act. 5).

1.5. Den ihm mit Verfügung vom 29. November 2024 (act. 9) auferlegten Kos-

tenvorschuss von Fr. 1'800.– leistete der Berufungskläger fristgerecht (act. 11; 

vgl. act. 10).

1.6. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1–8). Das Beru-

fungsverfahren erweist sich als spruchreif.

2. Prozessuales

2.1. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen erstinstanzlichen 

Endentscheid in vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Dagegen ist die Beru-

fung nur zulässig, wenn der Streitwert mindestens Fr. 10'000.– beträgt (Art. 308 

Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Aufgrund des Werts des Schuldbriefs, dessen Kraft-

loserklärung verlangt wird, d.h. Fr. 500'000.– (act. 4/4 S. 1), ist von einem Streit-

wert in dieser Höhe auszugehen, womit sich die Berufung als zulässig erweist.

2.2. Die Berufungsfrist beträgt, da es sich um ein summarisches Verfahren han-

delt (Art. 249 lit. d Ziff. 10 ZPO), 10 Tage ab Zustellung des begründeten Ent-

scheids resp. der nachträglich ausgefertigten Begründung (Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

Die Berufung vom 21. November 2024 wurde innert vorgenannter Frist und unter 

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Einhaltung der Formvorschriften bei der Vorinstanz eingereicht. Eine innert Frist 

zuhanden der Vorinstanz anstatt der Rechtsmittelinstanz der Post übergebene 

Eingabe ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als rechtzeitig entge-

genzunehmen (BGE 140 III 636 E. 3.7). Entsprechend erweist sich die Berufung 

als rechtzeitig. Der Berufungskläger ist durch den angefochtenen Entscheid be-

schwert und somit zur Erhebung der Berufung legitimiert. Es ist daher auf die Be-

rufung einzutreten.

2.3. Mit der Berufung können sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch 

die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 

ZPO); zu Letzterer zählt ebenso die unrichtige Anwendung des pflichtgemässen 

Ermessens. Die Berufung erhebende Partei trifft eine Begründungslast. Sie hat 

substantiiert vorzutragen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid un-

richtig ist und wie er geändert werden soll (vgl. BGer 4A_418/2017 vom 8. Januar 

2018 E. 2.3 und 5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). Blosse Verweise 

auf die Vorakten oder Wiederholungen des bereits vor der ersten Instanz Vorge-

tragenen genügen den gesetzlichen Anforderungen an eine hinreichende Begrün-

dung ebenso wenig wie allgemeine Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. an 

den erstinstanzlichen Erwägungen (BSK ZPO-SPÜHLER, 4. Aufl. 2024, Art. 311 

N 15; ZK ZPO-REETZ, 4. Aufl. 2025, Art. 311 N 36 f.; BGE 138 III 374 [= Pra 102 

(2013) Nr. 4] E. 4.3.1).

2.4.  Die Berufungsinstanz prüft sämtliche hinreichend substantiierten Mängel 

in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht frei und uneingeschränkt (BGE 138 III 374 

E. 4.3.1). Sie ist dabei weder an die Argumente der Parteien noch an die Begrün-

dung des vorinstanzlichen Entscheids gebunden, sondern wendet das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1). Die volle Kognition 

der Berufungsinstanz bedeutet allerdings nicht, dass diese von sich aus alle sich 

stellenden Fragen zu untersuchen hat, wenn die Berufung erhebende Partei diese 

vor der Berufungsinstanz nicht (mehr) vorträgt. Vielmehr darf sich die Berufungs-

instanz – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – auf die Beurteilung der in der 

schriftlichen Berufungsbegründung (und gegebenenfalls in der Berufungsantwort) 

erhobenen Beanstandungen beschränken (BGE 142 III 413 E. 2.2.4).

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2.5.

2.5.1. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Berufungsverfahren nur unter 

den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zu berücksichtigen. Grundsätzlich 

sind alle Tatsachen und Beweismittel in erster Instanz vorzubringen und der Pro-

zess ist vor dem erstinstanzlichen Gericht abschliessend zu führen. Das Beru-

fungsverfahren dient insbesondere nicht der Vervollständigung des vorinstanzli-

chen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen 

Entscheids (BGE 142 III 413 E. 2.2.2).

2.5.2. Im Berufungsverfahren reichte der Berufungskläger teilweise neue Beilagen 

ein. Dies betrifft folgende Beilagen:

 Zwei Schreiben der Bank D._____ AG vom 31. Juli 2023 betreffend 
Retournierung des streitgegenständlichen Inhaberschuldbriefs an den 
Berufungskläger und Aufhebung eines Darlehens (act. 4/1);

 Ausdruck eines E-Mails von E._____ der Kantonspolizei Zürich vom 
13. Juli 2024 (act. 4/2), welches der Vorinstanz noch ohne Kopfzeile 
eingereicht worden war (act. 6/6/5);

 Schreiben der F._____ Versicherungs-Gesellschaft AG vom 9. Juli 
2024 betreffend Teilabrechnung Ereignis vom 4. Mai 2024 / Einbruch 
(act. 4/3);

 Bericht des Grundbuchamts G._____ vom 19. November 2024 über 
den streitgegenständlichen Schuldbrief (act. 4/4); in den Vorakten noch 
mit Stand vom 31. Mai 2024 (act. 6/2).

2.5.3. Grundsätzlich wären Noven im Berufungsverfahren nur unter den zuvor er-

wähnten einschränkenden Bedingungen von Art. 317 ZPO zulässig. Da es sich 

bei der Kraftloserklärung eines Schuldbriefs aber um einen Entscheid der freiwilli-

gen Gerichtsbarkeit handelt, erwächst dieser nicht in materielle Rechtskraft 

(Art. 256 Abs. 2 ZPO). Angesichts dessen könnte der Berufungskläger sogleich 

ein neues Gesuch um Kraftloserklärung mitsamt den neuen Beilagen einreichen. 

Aus prozessökonomischen Gründen und da keine Gegenpartei vorhanden ist, de-

ren Interessen zu beachten wären, sind die eingereichten Dokumente und damit 

verknüpften neuen Behauptungen im Berufungsverfahren daher ausnahmsweise 

zu berücksichtigen (vgl. die entsprechende Kammerpraxis: OGer ZH PF230048 

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vom 16. Oktober 2023 E. 6.4; OGer ZH LF210081 vom 11. Juli 2022 E. 5c; OGer 

ZH LF190073 vom 11. November 2019 E. 2.3.1).

3. Materielles

3.1. Ein Papier-Schuldbrief darf im Grundbuch nicht gelöscht werden, bevor der 

Pfandtitel entkräftet oder durch ein Gericht für kraftlos erklärt worden ist (Art. 855 

ZGB). Ist ein Pfandtitel abhanden gekommen oder ohne Tilgungsabsicht vernich-

tet worden, so kann der Gläubiger verlangen, dass das Gericht den Pfandtitel für 

kraftlos erklärt und der Schuldner zur Zahlung verpflichtet wird oder für die noch 

nicht fällige Forderung ein neuer Titel ausgefertigt wird (Art. 865 Abs. 1 ZGB). In 

gleicher Weise kann der Schuldner die Kraftloserklärung verlangen, wenn ein ab-

bezahlter Titel vermisst wird (Art. 865 Abs. 3 ZGB). Letztere Bestimmung kommt 

allerdings nur dann zur Anwendung, wenn der Schuldbriefschuldner zugleich 

Schuldbriefgläubiger (geworden) ist (ZK ZGB-STEINAUER, 2. Aufl. 2015, Art. 865 

N 13). Um in den Genuss des Verfahrens nach Art. 865 Abs. 1 ZGB zu kommen, 

ist somit vorausgesetzt, dass (a) die Berechtigung am Schuldbrief, (b) der frühere 

Besitz und (c) der Verlust des Schuldbriefs glaubhaft gemacht werden (ZK ZGB-

STEINAUER, Art. 865 N 15). Glaubhaft machen bedeutet, dass aufgrund objektiver 

Kriterien – in aller Regel Urkunden – eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die be-

haupteten Tatsachen bzw. den behaupteten Sachverhalt spricht, selbst wenn aus 

Sicht des Gerichts noch die Möglichkeit der Nichtverwirklichung der Tatsache be-

steht (vgl. KUKO ZPO-BAUMGARTNER, 3. Aufl. 2021, Vorbemerkungen zu 

Art. 150–193 N 12).

3.2.

3.2.1. Die Vorinstanz kam in Bezug auf die Berechtigung und den früheren Besitz 

zum Schluss, dass die Eingabe des Berufungsklägers vom 19. Juli 2024 (act. 6/1) 

mit Ergänzung vom 27. August 2024 (act. 6/5) den genannten Anforderungen 

nicht genüge. So sei unklar geblieben, wo sich der Schuldbrief zum Zeitpunkt des 

Verlusts befunden habe, da der Berufungskläger nicht belegt habe, dass der 

Schuldbrief an ihn retourniert worden sei. Es fehle insbesondere an einem Bericht 

der Bank D._____ AG, in welchem diese bestätige, dass der fragliche Schuldbrief 

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an den Berufungskläger retourniert und die Schuld getilgt worden sei. Unklar sei 

damit, ob sich der Schuldbrief vor dem geltend gemachten Diebstahl beim Beru-

fungskläger befunden habe und ob dieser Gläubiger des Schuldbriefs geworden 

sei (act. 7 E. 3).

3.2.2. Der Berufungskläger macht geltend, nunmehr die Bestätigung einzurei-

chen, wonach die Hypothekarschuld vollumfänglich beglichen worden und der 

Schuldbrief durch das Grundbuchamt an ihn übergeben worden sei (act. 2 S. 1). 

3.2.3. Gemäss Bericht des Grundbuchamts G._____ vom 19. November 2024 

ging der Schuldbrief zuletzt am 2. August 2018 beim Grundbuchamt ein und 

wurde am 17. August 2018 unverändert an die Einsenderin Bank D._____ AG re-

tourniert (act. 4/4 S. 1). Die Bank D._____ AG hielt gemäss – erstmals im Beru-

fungsverfahren eingereichtem – Schreiben an den Berufungskläger vom 31. Juli 

2023 fest, dass seine Hypothek per 31. Juli 2023 zurückbezahlt worden sei. Aus 

diesem Grund würden dem Berufungskläger der streitgegenständliche Schuldbrief 

und ein weiterer Schuldbrief retourniert (act. 4/1 S. 1).

3.2.4. Mit den eingereichten Beilagen ist glaubhaft gemacht, dass der Berufungs-

kläger per 25. August 2023 (Datum, an welchem der Empfang des Schreibens 

vom 31. Juli 2023 quittiert wurde) in den Besitz des streitgegenständlichen 

Schuldbriefs gelangte. Da es sich um einen Papier-Inhaberschuldbrief handelte, 

genügte die Übergabe des Pfandtitels zur Übertragung der Schuldbriefforderung 

an den Berufungskläger (Art. 864 Abs. 1 ZGB). Entsprechend ist damit auch der 

Übergang der Gläubigerstellung, d.h. die Berechtigung am Titel, glaubhaft ge-

macht.

3.3.

3.3.1. In Bezug auf die Umstände des Verlusts des Schuldbriefs kam die 

Vorinstanz zum Schluss, dass diese unklar geblieben seien. So habe der Beru-

fungskläger in Bezug auf einen Verlust des Schuldbriefs bei einem Einbruch kei-

nen Polizeirapport, sondern ein undatiertes Dokument eingereicht, in welchem 

festgehalten werde, dass die Versicherung sich eigenständig bei der Polizei we-

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gen des Einbruchs melden werde und ohne neue Erkenntnisse seitens der Polizei 

keine Weiterungen vorgenommen würden. Dem undatierten Dokument lasse sich 

weder entnehmen, ob es sich um ein E-Mail handle (da kein Datum, Versender 

und Empfänger ersichtlich seien), noch, um welchen Einbruch es gehe. Es seien 

im Dokument weder das Datum, noch der Ort des Einbruchs, noch ein allfälliges 

Diebesgut erfasst (act. 7 E. 3).

3.3.2. Der Berufungskläger führt dazu aus, dass die erhaltenen Schuldbriefe in 

einem Tresor in einem geschlossenen Büro in seinen Räumlichkeiten aufbewahrt 

worden seien. Bei einem Einbruch vom 4. Mai 2024 sei unter anderem dieses 

Büro aufgebrochen und der besagte Tresor mitsamt Inhalt (Bargeld, Schuldbriefe) 

entwendet worden. Es werde nochmals das E-Mail der Kantonspolizei beigelegt, 

welches bestätige, dass er kein Protokoll des Einbruchs erhalten habe. Der Dieb-

stahl sei jedoch von der Kantonspolizei aufgenommen und protokolliert worden 

und auch eine Dame der Spurensicherung sei hinzugezogen worden. Eine wei-

tere Beilage belege, dass die Versicherung die nötigen Informationen von der 

Kantonspolizei erhalten habe und der Diebstahl versicherungstechnisch bearbei-

tet worden sei (act. 2 S. 1). 

3.3.3. Das E-Mail von E._____ des Sicherheitspolizeilichen Einsatzdienstes der 

Kantonspolizei Zürich an die Vizepräsidentin des Berufungsklägers wurde der 

Vorinstanz nur als Text (ohne Kopfzeile) eingereicht (act. 6/6/5). Aus der nunmehr 

im Berufungsverfahren eingereichten Version dieses E-Mails ergeben sich Absen-

der und Empfänger und das Datum vom 13. Juli 2024 (act. 4/2). Allerdings ergibt 

sich aus dem E-Mail – wie bereits die Vorinstanz festhielt – nur, dass von der Poli-

zei ohne neue Erkenntnisse keine Weiterungen vorgenommen würden und sich 

die Versicherung eigenständig bei der Polizei wegen des Einbruchs melden 

würde. Dass bzw. wann der Berufungskläger bei der Kantonspolizei die Zustel-

lung eines Polizeirapports verlangt hätte, behauptet er weder, noch lässt sich dies 

dem eingereichten E-Mail entnehmen. Es ist aber ohne Weiteres davon auszuge-

hen, dass ein solcher Polizeirapport existiert und dem Berufungskläger als Ge-

schädigten auf Anfrage ausgehändigt werden würde. 

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3.3.4. Auch aus dem neu eingereichten Schreiben der F._____ Versicherungs-

Gesellschaft AG an den Berufungskläger vom 9. Juli 2024 lässt sich nur entneh-

men, dass die Versicherung aus einem Einbruchereignis vom 4. Mai 2024 

Fr. 5'000.– für "Geldwerte gemäss Police", Fr. 2'097.15 für "H._____ AG provisori-

sche Reparaturen" und Fr. 300.– für "Aufräumarbeiten Pauschal" abzüglich eines 

Selbstbehalts von Fr. 200.– vergütete (act. 4/3). Der streitgegenständliche 

Schuldbrief wird darin mit keinem Wort erwähnt.

3.3.5. Eine Fristansetzung zur Einreichung weiterer Beilagen im Sinne der Aus-

übung der richterlichen Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO fällt im vorliegenden Fall 

ausser Betracht. Die richterliche Fragepflicht darf nämlich nicht dazu dienen, pro-

zessuale Nachlässigkeiten einer Partei auszugleichen (BGE 146 III 413 [= Pra 

111 (2022) Nr. 5] E. 4.2 m.w.H.). Eine solche Nachlässigkeit liegt hier vor: So er-

gab sich bereits aus dem Formular, welches der Berufungskläger für sein erstin-

stanzliches Gesuch verwendete, dass als Beilagen unter anderem "Belege zum 

Verlust des Papiers (z.B. Polizeirapport)" einzureichen wären (act. 6/1 S. 2). Dem 

Berufungskläger wurde sodann durch die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. Au-

gust 2024 eine Frist angesetzt, um sein Gesuch zu begründen und – nebst weite-

ren Ergänzungen – entsprechende Beilagen wie beispielsweise einen Polizeirap-

port einzureichen (act. 6/3 S. 2). Zuletzt ergibt sich aus dem angefochtenen Ent-

scheid deutlich, dass und weshalb die eingereichten Unterlagen nicht genügten 

(vgl. dazu obenstehende E. 3.3.1). Es wäre dem Berufungskläger daher ohne 

Weiteres möglich gewesen, sein Gesuch im Verlauf des Verfahrens ausreichend 

zu dokumentieren. Da er dies nicht tat, ist dieses Versäumnis auch nicht über die 

Ausübung der richterlichen Fragepflicht auszugleichen. 

3.3.6. Zusammengefasst genügen die eingereichten Unterlagen nicht, um den 

Verlust des streitgegenständlichen Schuldbriefs glaubhaft zu machen, da sich die 

Behauptungen des Berufungsklägers damit nicht objektivieren lassen. Im Ergeb-

nis ist die vorinstanzliche Gesuchsabweisung nicht zu beanstanden und die Beru-

fung folglich abzuweisen. 

3.4. Mit Blick auf ein allfälliges neues Gesuch des Berufungsklägers, welches 

mit vollständiger Begründung und unter Beilage aller Unterlagen bei der 

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Vorinstanz einzureichen wäre, ist darauf hinzuweisen, dass die naheliegendste 

Möglichkeit zur Glaubhaftmachung des Verlusts des Schuldbriefs die Einreichung 

des entsprechenden Polizeirapports wäre. Falls der Polizeirapport nicht erhältlich 

gemacht werden könnte, stünde es dem Berufungskläger frei, andere geeignete 

Beweismittel anzurufen, da im Verfahren um Kraftloserklärung eines Schuldbriefs 

grundsätzlich keine Beweismittelbeschränkung gilt (Art. 254 Abs. 2 lit. c i.V.m. 

Art. 255 lit. b ZPO). 

4. Fazit

Die Berufung ist abzuweisen und das angefochtene Urteil zu bestätigen.

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Ausgangsgemäss wird der Berufungskläger für das zweitinstanzliche Beru-

fungsverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Streitwert des Beru-

fungsverfahrens beträgt Fr. 500'000.– (vgl. E. 2.1).

5.2. Bei Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, wozu das Verfahren 

um Kraftloserklärung eines Schuldbriefs gehört, gibt § 8 Abs. 4 GebV OG einen 

Gebührenrahmen für die Entscheidgebühr von Fr. 100.– bis Fr. 7'000.– vor. Ge-

stützt auf § 12 Abs. 1 i.V.m. § 2 lit. a, c und d sowie den genannten § 8 Abs. 4 

GebV OG erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 1'800.– angemessen. Diese ist 

mit dem vom Berufungskläger geleisteten Vorschuss in gleicher Höhe zu verrech-

nen.

5.3. Eine Parteientschädigung ist dem Berufungskläger aufgrund seines Unter-

liegens nicht zuzusprechen.

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Einzelgerichts des Bezirksge-

richts Bülach vom 8. November 2024 wird bestätigt.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'800.– festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt.

Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden mit dem vom 

Berufungskläger geleisteten Vorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

3. Dem Berufungskläger wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger sowie an das Bezirksgericht 

Bülach, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 500'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

M.A. HSG M. Toscanelli
versandt am: