# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e35b46de-5161-54e9-863e-2e4a58f48dce
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-16
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 16.10.2025 VBE.2025.55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-55_2025-10-16.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2025.55 / ss / nl 
Art. 133 

 

 

Urteil vom 16. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichter Kathriner  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Franz Hollinger, Rechtsanwalt, 

Stapferstrasse 28, Postfach, 5201 Brugg AG  

 

  
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

  

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG allgemein; Hilflosenentschädigung 

(Verfügung vom 30. Dezember 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1973 geborene Beschwerdeführer meldete sich, nachdem seine in den 

Jahren 2015 und 2019 unter Angabe von Schulterbeschwerden gestellten 

Gesuche um Leistungen (berufliche Integration / Rente) der Eidgenössi-

schen Invalidenversicherung (IV) von der Beschwerdegegnerin jeweils 

nach entsprechenden Abklärungen mit in der Folge in Rechtskraft erwach-

senen Verfügungen abgewiesen worden waren, am 9. Juni 2023 unter An-

gabe von Fussbeschwerden links infolge eines Diabetes mellitus erneut 

zum Leistungsbezug (berufliche Integration / Rente) an. Am 28. Juni 2023 

stellte er zudem ein Gesuch um eine Hilflosenentschädigung. Während der 

im Zusammenhang mit diesen beiden Leistungsbegehren durchgeführten 

medizinischen Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin wurde dem 

Beschwerdeführer im November 2023 der linke Unterschenkel amputiert. 

Die Beschwerdegegnerin sprach ihm daraufhin wiederholt Hilfsmittel 

(Adaptiv-Rollstuhl, Unterschenkelprothese) zu; sein Rentenbegehren wies 

sie mit Verfügung vom 13. Juni 2024 ab. 

 

1.2. 

Hinsichtlich der Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädigung liess 

die Beschwerdegegnerin im September 2024 durch eine ihrer Fachspezia-

listinnen eine Abklärung beim Beschwerdeführer zu Hause durchführen. 

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und Rücksprache mit der zu-

ständigen Fachspezialistin des Abklärungsdiensts sowie Einholung einer 

Stellungnahme der ehemals behandelnden Physiotherapeuten der Kli-

nik C._____ verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 30. De-

zember 2024 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Hilflo-

senentschädigung. 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Februar 2025 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Anträge: 

 

"1. Die angefochtene Verfügung vom 30. Dezember 2024 sei aufzuheben. 
 
 2. Der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Hilflosenentschädigung sei 

gutzuheissen. 
 
 3. Die Sache sei zur Festsetzung des Grades an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. 
 
 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

 - 3 - 

 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2025 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Hilflosenentschädigung mit der Begründung, dieser sei gemäss 

ihren Abklärungen in keiner der alltäglichen Lebensverrichtungen auf eine 

regelmässige und erhebliche Dritthilfe angewiesen. Auch sei lediglich ein 

Bedarf an lebenspraktischer Begleitung von fünf Minuten wöchentlich aus-

gewiesen, womit die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen der Re-

gelmässigkeit, der Dauer und der Intensität an Begleitung (zwei Stunden 

wöchentlich über eine Zeitspanne von drei Monaten) nicht erfüllt seien (Ver-

nehmlassungsbeilage [VB] 324). Der Beschwerdeführer stellt sich demge-

genüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, er benötige bei den alltägli-

chen Lebensverrichtungen "An-/Auskleiden", "Aufstehen, Absitzen/Ablie-

gen", "Körperpflege" und "Fortbewegung" sehr wohl regelmässig und in er-

heblicher Weise die Hilfe Dritter, weshalb ihm eine Hilflosenentschädigung 

zuzusprechen sei (Beschwerde, Ziff. II. 2. ff.). 

 

1.2. 

Streitig ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be-

schwerdeführers auf eine Hilflosenentschädigung mit Verfügung vom 

30. Dezember 2024 (VB 324) zu Recht verneint hat. Dass der Beschwer-

deführer keiner lebenspraktischen Begleitung bedarf, ist – nach Lage der 

Akten zu Recht – unbestritten. Zu prüfen ist indes, ob und gegebenenfalls 

inwiefern er aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei den 

massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen der Hilfe Dritter bedarf. 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz 

(Art. 13 ATSG), die hilflos sind, haben gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG Anspruch 

auf eine Hilflosenentschädigung. Als hilflos gilt gemäss Art. 9 ATSG eine 

Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-

bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-

chung bedarf. Gemäss Art. 42 Abs. 3 IVG gilt als hilflos auch eine Person, 

welche zu Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit 

dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist. 

 

 - 4 - 

 

 

2.1.2. 

Es gilt zu unterscheiden zwischen schwerer, mittelschwerer und leichter 

Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Die Hilflosigkeit gilt gemäss Art. 37 

Abs. 3 IVV als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von 

Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmäs-

sig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a), einer 

dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch das Ge-

brechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf 

(lit. c; sog. "Sonderfall"), wegen einer schweren Sinnesschädigung oder ei-

nes schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässigen und er-

heblichen Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann 

(lit. d) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung (Art. 38 IVV) angewie-

sen ist (lit. e). Die Voraussetzungen für eine mittelschwere oder gar 

schwere Hilflosigkeit sind entsprechend höher (vgl. Art. 37 Abs. 2 bzw. 

1 IVV). 

 

2.1.3. 

Zur Beurteilung der Hilflosigkeit sind praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a 

S. 90 mit Hinweis) die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen 

massgebend: 

- Ankleiden, Ausziehen 

- Aufstehen, Absitzen, Abliegen 

- Essen 

- Körperpflege 

- Verrichtung der Notdurft 

- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme 

 

Für das Vorliegen der Hilflosigkeit in einer Lebensverrichtung, welche meh-

rere Teilfunktionen umfasst, genügt dabei, dass die versicherte Person bei 

einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf direkte 

oder indirekte Hilfe angewiesen ist (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Es stellt einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts dar, 

dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungs-

pflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der 

gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwar-

ten hätte. In diesem Sinne hat die versicherte Person das ihr Zumutbare zu 

unternehmen, um die Kosten, welche mittels Sozialversicherungsleistun-

gen zu vergüten sind, möglichst tief zu halten; dabei bestehen bei einer 

hohen Inanspruchnahme von Leistungen entsprechend hohe Anforderun-

gen an die versicherte Person hinsichtlich der Schadenminderungspflicht 

(BGE 140 V 267 vom 22. Mai 2014 E. 5.2.1. S. 274). Die Schadenminde-

rungspflicht betrifft in gewissem Ausmass auch die Familienangehörigen 

der versicherten Person (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f.). 

 - 5 - 

 

 

2.2.2. 

Hinsichtlich der Hilflosigkeit ist die versicherte Person im Sinne der Scha-

denminderungspflicht verpflichtet, geeignete und zumutbare Massnahmen 

zu treffen, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen 

(z. B. der Behinderung angepasste Kleidung wie Schuhe mit Klettver-

schluss für einarmige Personen, Hilfsmittel, Hilfsvorrichtungen). Unterlässt 

sie dies, so kann die entsprechende Hilfe bei der Bemessung der Hilflosig-

keit nicht berücksichtigt werden (ZAK 1989 S. 213, 1986 S. 481). Es ist 

somit möglich, dass ein Hilfsmittel eine Hilflosigkeit ausschliesst (Rz. 10001 

des Kreisschreibens des BSV über Hilflosigkeit [KSH], Stand 1. Januar 

2024; zur Verbindlichkeit von Verwaltungsweisungen vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 8C_66/2024 vom 7. August 2024 E. 2.2). Die versicherte Per-

son ist insbesondere gehalten, in ihrer Wohnung alle möglichen und zumut-

baren Umstellungen vorzunehmen, um die verbleibende Selbständigkeit 

bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen (z. B. Stützgriffe im Bad) 

oder sich einer zumutbaren Heilbehandlung zu unterziehen, sofern diese 

geeignet ist, die Eigenständigkeit so zu verbessern, dass die Hilflosenent-

schädigung herabgesetzt oder aufgehoben werden kann (vgl. sinngemäss 

Urteile des Bundesgerichts 9C_671/2016 vom 20. März 2017; 

9C_418/2010 vom 29. August 2011). Bei medizinischen Massnahmen ist 

kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 325 und S. 327). Insbe-

sondere sind nur medizinische Massnahmen zumutbar, die ein vernachläs-

sigbares Risiko («Routineoperation», kein erhöhtes Narkoserisiko usw.) 

beinhalten. Nicht von Bedeutung ist, ob die IV die Kosten der medizinischen 

Massnahmen übernimmt (Rz. 10003 KSH). 

 

2.3. 

Nach der Rechtsprechung ist bei der Bearbeitung der Grundlagen für die 

Bemessung der Hilflosigkeit eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit 

zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich. Die Ärztin oder der Arzt hat an-

zugeben, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geis-

tigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Versicherungs-

träger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen vornehmen (BGE 130 

V 61 E. 6.1.1 S. 61 f.). Auf einen voll beweiskräftigen Abklärungsbericht ist 

zu erkennen, wenn als Berichterstatterin eine qualifizierte Person wirkt, 

welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus 

den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beein-

trächtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physi-

sche oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltäg-

liche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinische Fachper-

son nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der 

Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-

nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss 

schliesslich plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen all-

täglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbeständlichen Erfordernissen 

der dauernden persönlichen Überwachung und der Pflege sein. Das 

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Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrund-

lage im umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung 

tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vor-

liegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompe-

tente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Be-

schwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 62 f.). 

 

3. 

3.1. 

Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 30. Dezember 2024 (VB 324) 

gründet auf den Beurteilungen der Fachspezialistin von deren Abklärungs-

dienst. Im Bericht vom 30. September 2024 bezüglich der Abklärung vom 

24. September 2024 beim Beschwerdeführer zu Hause ging diese betref-

fend dessen Gesundheitszustand – in Übereinstimmung mit dem Bericht 

der Klinik C._____ vom 27. Juni 2024 (VB 305) – davon aus, dass ein dia-

betisches Fusssyndrom im IWGDF Stadium III bei Diabetes mellitus und 

Status einerseits nach Unterschenkelamputation am 26. November 2023 

und andererseits nach Bursitis am Tibiastumpf (Erstdiagnose am 28. Mai 

2024) bestehe (VB 314 S. 1). Die Fachspezialistin gelangte zum Schluss, 

dass der Beschwerdeführer, der mit seiner Freundin zusammenlebe, in kei-

ner der massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen auf eine regel-

mässige und erhebliche Dritthilfe angewiesen sei (VB 314 S. 2 ff.). Wäh-

rend der Beschwerdeführer anlässlich der Abklärung angab, in den Berei-

chen "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" und "Essen" keine Dritthilfe zu benöti-

gen (vgl. VB 314 S. 3), machte er in den übrigen Bereichen zwar (zumin-

dest implizit; vgl. seine Ausführungen zur Fortbewegung in VB 314 S. 4) 

einen Bedarf an Dritthilfe geltend, dieser wurde aber von der Fachspezia-

listin jeweils als nicht nachvollziehbar erachtet oder unter Verweis auf die 

Schadenminderungspflicht des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2. hiervor) 

bzw. die dessen Freundin zumutbaren Hilfeleistungen nicht als anspruchs-

relevant anerkannt (vgl. VB 314 S. 2 ff.). Gestützt auf diese Beurteilung 

stellte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid 

vom 3. Oktober 2024 die Abweisung des Gesuchs um eine Hilflosenent-

schädigung in Aussicht (VB 316). 

 

Nach vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen Einwänden (VB 317) er-

suchte die Beschwerdegegnerin die Fachspezialistin um eine entspre-

chende Stellungnahme (VB 318). Diese bat daraufhin die früheren Physio-

therapeuten des Beschwerdeführers mit E-Mail vom 10. Dezember 2024 

um Beantwortung verschiedener Fragen und Zustellung der den Beschwer-

deführer betreffenden Assessmentberichte. Nachdem der Fachverantwort-

liche (u.a.) für Physiotherapie der Klinik C._____, Herr H._____, diesem 

Ersuchen mit E-Mail vom 11. Dezember 2024 nachgekommen war (vgl. 

VB 322), hielt die Fachspezialistin in ihrer gleichentags verfassten Stellung-

nahme vollumfänglich an ihrer Beurteilung im Bericht vom 30. September 

2024 fest (vgl. VB 321). 

 - 7 - 

 

 

 

3.2. 

Die Abklärungsperson kannte die medizinischen Diagnosen und die daraus 

herrührenden fachärztlich festgestellten Einschränkungen des Beschwer-

deführers (vgl. VB 314 S. 1 sowie etwa VB 305 S. 1; 287 S. 2 f.; 282). Sie 

berücksichtigte dessen Angaben hinreichend (VB 314 S. 1 ff.). Sodann sind 

ihre Ausführungen hinsichtlich des (fehlenden) Dritthilfebedarfs in den ein-

zelnen relevanten alltäglichen Lebensverrichtungen und ihre Einschätzung 

betreffend einen allfälligen Bedarf an Behandlungspflege, persönlicher 

Überwachung und Dritthilfe für die Pflege gesellschaftlicher Kontakt aus-

führlich und plausibel begründet (VB 314 S. 2 ff.). Zu den Einwänden im 

Vorbescheidverfahren (VB 317) nahm sie ausführlich und begründet Stel-

lung (vgl. VB 321 S. 2 ff.). Dem Abklärungsbericht vom 30. September 

2024, inklusive der ergänzenden Beurteilung nach den Einwänden des Be-

schwerdeführers, kommt somit grundsätzlich Beweiswert zu (vgl. E. 2.3. 

hiervor). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des umstrittenen Dritthilfebedarfs bei den alltäglichen Lebens-

verrichtungen "An-/Auskleiden", "Aufstehen/Absitzen/Abliegen", "Körper-

pflege" und "Fortbewegung" (Beschwerde, Ziff. II. 1. ff.) ist Folgendes fest-

zuhalten: 

 

4.2. 

4.2.1. 

Der Beschwerdeführer gab anlässlich der Abklärung vom 24. September 

2024 hinsichtlich des Bereichs "An-/Auskleiden" an, die Oberbekleidung 

und Unterwäsche sowie kurze Hosen selbstständig anziehen zu können. 

Lediglich bei langen Hosen sei er auf Unterstützung angewiesen. Auf die 

Frage der Fachspezialistin, ob er Trainerhose anziehen könne, sagte er 

aus, er wisse es nicht. Er würde das Haus aber sicher nicht mit solchen 

verlassen. Die Fachspezialistin hielt unter Verweis auf die Schadenminde-

rungspflicht bzw. darauf, dass es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, an-

gepasste Hosen zu tragen sowie Hilfsmittel zu benützen, fest, dass keine 

Dritthilfe berücksichtigt werden könne (VB 314 S. 2 f.). Betreffend die Ein-

wendung des Beschwerdeführers, dass nicht die Enge der Hosen das 

Problem sei, sondern die durch die Prothese eingeschränkte Beweglichkeit 

(VB 317 S. 1), hielt die Fachspezialistin in ihrer Stellungnahme fest, dass 

die eingeschränkte Beweglichkeit mit der Prothese zwar nachvollziehbar 

sei, aus medizinischer Sicht jedoch kein Grund bestehe, weshalb dem Be-

schwerdeführer das selbstständige An- und Auskleiden nicht möglich sein 

sollte, was die Klinik C._____ bestätige (VB 321 S. 2).   

 - 8 - 

 

 

4.2.2. 

Dass die Fachspezialistin (implizit) zum Schluss gelangte, dass es dem Be-

schwerdeführer im Rahmen der Schadenminderungspflicht (vgl. E. 2.2. 

hiervor) zumutbar sei, Trainer- oder anderen leicht anziehbaren Hosen zu 

tragen, ist nachvollziehbar (zu denken ist generell an Hosen aus elasti-

schem Stoff) und findet eine Stütze in der Stellungnahme von 

Herrn H._____ vom 11. Dezember 2024, gemäss welcher gar "[g]rundsätz-

lich alle die […] aufgeführten Aktivitäten", hier insbesondere das selbststän-

dige An- und Ausziehen einer (gewöhnlichen) Hose (vgl. VB 322 S. 2), "für 

eine Unterschenkelamputierte Person, mit korrekt angepasster Prothese 

[was beim Beschwerdeführer der Fall ist: vgl. VB 282 S. 4] möglich sein" 

sollten (VB 322 S. 1). Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers 

(Beschwerde, Ziff. II. 2.) schmälert die Tatsache, dass es sich bei 

Herrn H._____ nicht um einen medizinischen Fachmann, sondern "nur" um 

den Fachverantwortlichen (u.a.) für Physiotherapie der Klinik C._____ han-

delt, in der der Beschwerdeführer damals physiotherapeutisch behandelt 

worden war, den Wert bzw. die Zuverlässigkeit von dessen Aussagen nicht. 

Zwar trifft es zu, dass die Beurteilung von Herrn H._____ allgemein gehal-

ten ist ("[g]rundsätzlich", "sollten", "für eine Unterschenkelamputierte Per-

son") und sich nicht explizit auf die konkrete Situation des Beschwerdefüh-

rers bezieht (vgl. Beschwerde, S. 3). Diesbezüglich ist jedoch anzumerken, 

dass schon die Fachpersonen der Rehaklinik G._____ in ihrem Austritts-

bericht vom 22. Dezember 2023 festgehalten hatten, dass der Beschwer-

deführer "[i]n den basalen ADLs [= Aktivitäten des täglichen Lebens, wie 

etwa das An- und Ausziehen von Kleidung] sowie den Transfers […] kom-

plett selbstständig" sei (VB 282 S. 4). Zudem gab der Beschwerdeführer 

anlässlich der Abklärung bei sich zu Hause einerseits an, dass seine Part-

nerin eine 100%igen Arbeitstätigkeit als Reinigungsfachfrau ausübe, sowie 

andererseits, dass er morgens jeweils zwischen ca. 9 bis 10 Uhr aufstehe 

(VB 314 S. 2). Es liegt daher nahe, dass die Partnerin des Beschwerdefüh-

rers das Haus verlässt, bevor dieser aufsteht. Gleichzeitig ist zu bezweifeln, 

dass der Beschwerdeführer den ganzen Tag über keine bzw. stets (auch 

im Winter) bloss eine kurze Hose trägt, insbesondere wenn er mit seinem 

Kollegen am Nachmittag regelmässig einen Kaffee trinken geht (vgl. ebd.). 

Dass er in der Beschwerde geltend macht, dass seine Partnerin nur im 

Pensum von 60 % arbeite (Beschwerde, Ziff. II. 3.), widerspricht seiner an-

lässlich der Abklärung diesbezüglich gemachten Angabe, wobei der Aus-

sage der ersten Stunde nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grund-

sätzlich ein erhöhter Beweiswert zukommt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_762/2016 vom 18. Januar 2017 E. 5.3.2. mit Verweis u.a. auf BGE 121 

V 45 E. 2a S. 47). 

 

Letztlich wäre ein Bedarf an regelmässiger und erheblicher Dritthilfe im Be-

reich "An-/Auskleiden" aber ohnehin irrelevant, da – wie nachfolgend auf-

zuzeigen ist (E. 4.3 bis 4.5. hiernach) – selbst bei dessen Bejahung kein 

Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestünde (vgl. E. 2.1.2. hiervor). 

 - 9 - 

 

 

 

4.3. 

4.3.1. 

Bezüglich des Bereichs der Positionswechsel ("Aufstehen/Absitzen/Ablie-

gen") gab der Beschwerdeführer anlässlich der Abklärung vom 24. Sep-

tember 2024 an, diese selbstständig ausführen zu können (VB 314 S. 3). 

Dies bestätigte er grundsätzlich im Einwandschreiben vom 8. November 

2024, gab aber neu an, er scheitere noch daran, selbstständig ins Bett zu 

steigen und wieder aufzustehen. Seine Partnerin helfe ihm dabei (VB 317 

S. 1). Dazu merkte die Fachspezialistin in ihrer späteren Stellungnahme 

an, dass die Partnerin des Beschwerdeführers nach dessen Angaben an-

lässlich der Abklärung bereits aus dem Haus sei, wenn der Beschwerde-

führer aufstehe. Auch seitens der Klinik C._____ würden keine Gründe ge-

sehen, die gegen ein selbstständiges Aufstehen aus dem und Abliegen ins 

Bett sprächen. Zudem habe der Beschwerdeführer im Assessment am 

18. Januar und 25. August [recte: 28. Mai] 2024 (vgl. VB 322 S. 2 ff.) selbst 

angegeben, mit der Prothese in der Lage zu sein, stehend mit Benützung 

der Gehilfen einen Gegenstand vom Boden aufzuheben, was eine gewisse 

Beweglichkeit zeige. Deshalb sei die Aussage, dass es ihm nicht möglich 

sei, vom Bett aufzustehen oder darin abzuliegen, nicht nachvollziehbar 

(VB 321 S. 2). 

 

4.3.2. 

Zu Recht wies die Fachspezialistin (implizit) auf die gesteigerte Beweiskraft 

von Aussagen der ersten Stunde hin (VB 317 S. 2; vgl. E. 4.2.2. hiervor), 

wonach der Beschwerdeführer sämtliche Positionswechsel selbstständig 

durchführen könne (vgl. VB 314 S. 3). Wie bereits beim Ankleiden (vgl. 

E. 4.2.2. hiervor) ist zudem – wie die Fachspezialistin zutreffend ausgeführt 

hat – anzunehmen, dass die Partnerin des Beschwerdeführers, welche ihm 

angeblich beim Aufstehen am Morgen helfen sollte, in dem Zeitpunkt be-

reits bei der Arbeit sein dürfte. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Be-

schwerdeführer nach eigenen Angaben selbstständig Autofahren kann 

(VB 314 S. 2 und 4), woraus zu schliessen ist, dass er auch selbstständig 

ins Auto ein- bzw. daraus aussteigen kann. Auch konnte der Beschwerde-

führer bei der Abklärung problemlos an den Tisch sitzen bzw. (mit Abstüt-

zen) davon aufstehen (vgl. die Angaben der Fachspezialistin im Abklä-

rungsbericht zum Bereich "Notdurft" in VB 314 S. 4). Unter diesen Umstän-

den ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer nicht auch 

selbstständig aus dem Bett oder ins Bett steigen können sollte – dies ge-

rade auch vor dem Hintergrund, dass es sich dabei um ein (höhenverstell-

bares) Spitalbett handelt (vgl. VB 245 S. 4; 233 S. 4). Entsprechend hatten 

bereits die Fachpersonen der Rehaklinik G._____ im Austrittsbericht vom 

22. Dezember 2023 bestätigt, dass der Beschwerdeführer in den alltägli-

chen Aktivitäten "sowie den Transfers" komplett selbstständig sei (VB 282 

S. 4). Im Bereich "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" wurde entsprechend zu 

Recht kein Bedarf nach regelmässiger und erheblicher Dritthilfe anerkannt. 

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4.4. 

4.4.1. 

Zum Bereich "Körperpflege" gab der Beschwerdeführer anlässlich der Ab-

klärung vom 24. September 2024 an, die Morgen- und Abendtoilette sowie 

das Kämmen und Rasieren selbstständig ausführen zu können. Er könne 

aber nicht mit der Prothese duschen. Die Freundin müsse ihn zur (ebener-

digen) Dusche bringen. Den Oberkörper könne er sich sitzend selbststän-

dig einseifen, den Intimbereich müsse ihm aber die Freundin waschen. Zu-

dem müsse sie ihm aufgrund seiner Schulterbeschwerden die Beine und 

den Rücken abtrocknen. Die Fachspezialistin hielt dazu fest, dass es dem 

Beschwerdeführer, da die Prothese gemäss Hersteller wasserfest sei, 

möglich sein sollte, mit der Prothese zu duschen. Auch ohne Prothese sei 

es ihm aber zumutbar, das Duschen sitzend durchzuführen und Hilfsmittel 

zu benutzen. So wäre ihm auch die Gesässreinigung sitzend oder stehend 

mit einer Halterung möglich. Auch das Abtrocknen sollte dem Beschwerde-

führer selbstständig möglich sein. Im Rahmen der Schadenminderung wäre 

ihm etwa die Benutzung eines Bademantels zumutbar (VB 314 S. 3 f.) 

 

Dagegen brachte der Beschwerdeführer im Schreiben vom 8. November 

2024 vor, die Prothese sei zwar wasserfest, jedoch würde sich das Wasser 

an gewissen Stellen der Prothese ansammeln. Er würde dies dann durch 

die Wohnung schleppen und dadurch den Boden nass machen, was zu 

einer Rutschgefahr werden könne. Daher vermeide er es, mit der Prothese 

zu duschen. Zudem sei es schwierig, im Sitzen alle Körperteile unter der 

Dusche zu reinigen und danach abzutrocknen (VB 317 S. 1 f.). Dazu hielt 

die Fachspezialistin fest, das Duschen im Sitzen sei dem Beschwerdefüh-

rer zumutbar. Für die Gesässreinigung könne dieser sich auf ein Bein stel-

len und mit der Hand am Haltegriff festhalten. Dasselbe gelte für das Ab-

trocknen, wobei auch die Benutzung eines Bademantels zumutbar sei. 

Auch gemäss der Einschätzung der Klinik C._____ sei ihm das Duschen 

selbstständig möglich (VB 321 S. 2 f.). 

 

4.4.2. 

Es ist nicht ersichtlich, weshalb dem Beschwerdeführer das Duschen mit 

der wasserfesten Prothese nicht zumutbar sein soll, kann er diese doch 

nach dem Duschgang gut abtrocknen und dadurch verhindern, dass nach 

dem Duschen noch Wasser auf den Wohnungsboden tropft und zu einer 

Rutschgefahr führt. Selbst ohne Prothese sind aber – wie die Fachspezia-

listin zutreffend ausführte – die Körperreinigung und das Abtrocknen im Sit-

zen gut machbar, während für die Gesässreinigung im Sinne der Schaden-

minderung (vgl. E. 2.2. hiervor) die Montage eines Haltegriffs in der Dusche 

zumutbar ist. Zudem ist ihm das von der Fachspezialistin erwähnte Ab-

trocknen mit Hilfe eines Bademantels zumutbar, was er denn auch zu 

Recht nicht bestreitet. Auch betreffend die beschwerdeweise geltend ge-

machte Rutschgefahr während und nach dem Duschen (Beschwerde, 

 - 11 - 

 

 

Ziff. II. 4.) kann mit einfachen Hilfsmitteln in Form von Antirutschmatten Ab-

hilfe geschaffen werden. An dieser Stelle sei zudem erneut auf den Aus-

trittsbericht der Rehaklinik G._____ vom 22. Dezember 2023 verwiesen, 

nach welchem der Beschwerdeführer in den Aktivitäten des täglichen Le-

bens, wie etwa dem Duschen, komplett selbstständig sei (VB 282 S. 4). Ein 

Bedarf an einer regelmässigen und erheblichen Dritthilfe im Bereich Kör-

perpflege ist damit nicht ausgewiesen. 

 

4.5. 

4.5.1. 

Hinsichtlich des Bereichs "Fortbewegung" gab der Beschwerdeführer an-

lässlich der Abklärung vom 24. September 2024 an, er sei im Innenbereich 

selbstständig. Im Aussenbereich sei ihm eine Strecke von ca. 500 – 600 

Meter zu Fuss selbstständig möglich. Autofahren sei ihm weiterhin möglich. 

Da sie darüber hinaus weder eine Einschränkung in der Kommunikation 

noch in der örtlichen oder zeitlichen Orientierung feststellte, verneinte die 

Fachspezialistin die Notwendigkeit einer regelmässigen und erheblichen 

Dritthilfe (VB 314 S. 4). Betreffend das Vorbringen des Beschwerdeführers, 

dass er nach "nur" 500 – 600 Metern schmerzbedingt eine Pause benötige, 

ihm auch das Treppenlaufen schwerfalle und er dabei auf Hilfe angewiesen 

sei (VB 317 S. 2), hielt die Fachspezialistin in ihrer Stellungnahme vom 

11. Dezember 2024 fest, dass der Beschwerdeführer sich mit Hilfsmitteln 

selbst fortbewegen und das Haus verlassen und gar Autofahren könne. 

Eine Mindestdistanz beim selbstständigen Gehen sei nicht vorausgesetzt, 

um die Lebensverrichtung Fortbewegung "zu erhalten". Bezüglich des 

Treppensteigens habe der Beschwerdeführer in den Assessments jeweils 

selbst angegeben, keine Dritthilfe zu benötigen, bei Treppen ohne Handlauf 

müsse aber eine Person in seiner Nähe sein. Die reine Anwesenheit einer 

Person "lös[e] [aber] keine Hilflosigkeit aus". Zudem könne er gemäss Aus-

trittsbericht der Rehaklinik G._____ mit Unterarmstöcken selbstständig 

zwölf Treppenstufen bewältigen. Entsprechend verneinte sie einen Bedarf 

des Beschwerdeführers an regelmässiger erheblicher Dritthilfe bei der Fort-

bewegung weiterhin (VB 321 S. 3 f.). 

 

4.5.2. 

Dass der Beschwerdeführer sich angesichts der ihm möglichen Gehstrecke 

von 500 – 600 Metern selbständig fortbewegen kann, blieb beschwerde-

weise – unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass er das Haus selbstän-

dig verlassen, mit genügenden Pausen auch eine längere Gehstrecke be-

wältigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_681/2014 E. 5.3, wonach eine 

blosse Erschwerung oder verlangsamte Vornahme von Lebensverrichtun-

gen keine Hilflosigkeit zu begründen vermag) und längere Strecken alter-

nativ auch selbstständig mit dem Auto zurücklegen kann – zu Recht unbe-

stritten. In Bezug auf das Treppensteigen verwies die Fachspezialistin zu 

Recht auf die Assessments vom 18. Januar und 25. August 2024 [recte: 

28. Mai 2024], in welchen der Beschwerdeführer angegeben hatte, beim 

 - 12 - 

 

 

Treppensteigen – mit oder ohne Handlauf – keine Dritthilfe zu benötigen. 

Es sollte aber jemand in der Nähe sein (VB 322 S. 6 f.). Dies bestätigt er in 

der Beschwerde. So hielt er darin fest, das Treppensteigen an sich allein 

ausführen zu können. Es müsse jedoch eine Person anwesend sein für den 

Fall, dass etwas passiere, wenn er z.B. zu Boden falle, da er nicht mehr 

selbstständig aufstehen könne (Beschwerde, Ziff. II 5.). Eine solche indi-

rekte Hilfestellung muss indes eine gewisse Intensität aufweisen, um von 

Anspruchsrelevanz zu sein; die Erforderlichkeit einer einfachen Anordnung 

oder eines einfachen Hinweises einer Drittperson ist dafür nicht ausrei-

chend (vgl. Rz. 2017 KSH mit Verweis auf Rz. 2014), was erst recht für die 

Notwendigkeit der blossen Anwesenheit einer Drittperson gelten muss. Zu-

dem bestätigten nicht nur die Fachpersonen der Rehaklinik G._____ im 

Austrittsbericht vom 22. Dezember 2023, dass die Gangsicherheit und das 

Treppensteigen an zwei Unterarmgehstöcken als sicher eingestuft worden 

seien und der Beschwerdeführer mit deren Hilfe zwölf Treppenstufen (so 

viele seien es zu seiner Wohnung; vgl. an selber Stelle) selbstständig ge-

hen könne (VB 282 S. 4). Auch Herr H._____ gab in seiner Stellungnahme 

vom 11. Dezember 2024 an, dass das Gangbild (ohne Hilfsmittel) bereits 

im Mai 2024 flüssig gewesen sei und das Treppensteigen im Nachstell-

schritt und mit Halten am Handlauf (Angst) habe bewältigt werden können 

(VB 322 S. 1). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Angaben des Be-

schwerdeführers im "Fragebogen betreffend Erwerbstätigkeit / Haushalt" 

vom 26. Juli 2023 (VB 245) und in der Beschwerde vom 5. Februar 2025 

(Ziff. II. 5.), wonach im Mehrfamilienhaus, in dessen ersten Stock er wohne, 

kein Lift existiere, den diesbezüglichen Angaben im Austrittsbericht der 

Rehaklinik G._____ widersprechen, gemäss welchen er in einer Wohnung 

mit Lift wohne (VB 282 S. 4). Zur vom Beschwerdeführer (fälschlicher-

weise) betreffend den Bereich "Fortbewegung" geltend gemachten Not-

wendigkeit von Dritthilfe beim Einkaufen (Beschwerde, Ziff. II. 5.) hat die 

Fachspezialistin zutreffend festgestellt, dass es dem Beschwerdeführer 

ohne Weiteres zumutbar wäre, seine (insbesondere grösseren) Einkäufe 

online zu tätigen (VB 314 S. 7), womit eine diesbezüglich in Anspruch ge-

nommene Dritthilfe nicht berücksichtigt werden kann. 

 

Zudem ist anzumerken, dass die Sicherheit beim Treppensteigen gemäss 

den medizinischen Akten durch weitere Physiotherapie zu steigern (gewe-

sen) wäre. Die Weiterführung bzw. Wiederaufnahme der entsprechenden 

Behandlung wäre dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner Schadenmin-

derungspflicht als praktisch risikolose Behandlung ohne Weiteres zumutbar 

(gewesen) (vgl. E. 2.2.2. hiervor). Nach Angaben von Herrn H._____ hat 

der Beschwerdeführer die weiterführende Physiotherapie nach dem 

28. Mai 2024 jedoch entgegen dem Rat der Therapeuten abgebrochen, da 

er dafür keinen Bedarf mehr gesehen habe (VB 322 S. 1). Damit kam er 

seiner Schadenminderungspflicht nicht nach. Dass er angeblich zu Hause 

regelmässig sein Therapie-Programm absolviere (Beschwerde, Ziff. II. 6.), 

ändert daran nichts, ist dabei doch nicht von derselben Wirkung 

 - 13 - 

 

 

auszugehen wie bei einer Behandlung bzw. einem Training unter Anleitung 

und Begleitung einer Fachperson. Zudem kann der Abbruch der Physiothe-

rapie durch den Beschwerdeführer als Hinweis dafür gesehen werden, 

dass seine Einschränkungen – nicht bloss beim Treppensteigen, sondern 

auch in den übrigen Bereichen des alltäglichen Lebens – nicht übermässig 

stark sein konnten bzw. können. Insgesamt wurde jedenfalls auch im Be-

reich "Fortbewegung" zu Recht kein Bedarf an regelmässiger und erhebli-

cher Dritthilfe festgestellt. 

 

5. 

Insgesamt ergeben sich damit keine Zweifel am schlüssigen und nachvoll-

ziehbaren Abklärungsbericht der Fachspezialistin vom 30. September 

2024 (VB 314) sowie deren späteren ergänzenden Beurteilung vom 

11. Dezember 2024 (VB 321 S. 2 ff.), womit diese eine geeignete Grund-

lage für den Entscheid über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Hilflosenentschädigung darstellen. Die Beschwerdegegnerin hat folglich zu 

Recht darauf abgestellt (vgl. E. 2.3. hiervor). Demnach ist davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer in keiner der massgeblichen Lebensver-

richtungen (vgl. E. 2.1.3. hiervor) auf regelmässige und erhebliche Dritthilfe 

angewiesen ist, und auch die anderweitigen Voraussetzungen für einen 

Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung nicht erfüllt sind. Der Anspruch 

des Beschwerdeführers auf eine Hilflosenentschädigung wurde damit zu 

Recht verneint. Die Verfügung vom 30. Dezember 2024 ist folglich nicht zu 

beanstanden. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 400.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

  

 - 14 - 

 

 

 

 

  

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 16. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident:   Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth    Siegenthaler