# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb9aadde-115e-525b-a11b-a12eccbf8f39
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2010 D-7048/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7048-2010_2010-11-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7048/2010
law/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.__________, geboren (...),
Mongolei,
vertreten durch Hansjörg Trüb, 
Asylbrücke Zug, Rechtsdienst, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7048/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer die Mongolei eigenen Angaben zufolge am 
25. Juni 2010 verliess und am 15. Juli 2010 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung vom 12. August 2010 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum Kreuzlingen und der Anhörung zu den Asylgründen 
vom 1. September 2010 im Wesentlichen geltend machte, seine Eltern 
seien beide verstorben,

dass er zusammen mit seinem Vater und dessen Freund – und nach 
dem Tod des Vaters weiterhin mit dessen Freund – Kupfer gestohlen 
habe,

dass der Freund seines Vaters zirka im September 2008 durch einen 
Stromschlag getötet worden sei, als er versucht habe, ein Stück einer  
Stromleitung zwecks Kupfergewinnung abzutrennen,

dass er (der Beschwerdeführer)  zuerst  nach Hause gegangen, dann 
aber die Polizei verständigt habe, die ihn drei Tage inhaftiert habe, da 
sie ihm die Schuld am Tod des Freundes gegeben habe,

dass  die  Angehörigen  des  Verstorbenen  ihm  nicht  die  Schuld  an 
dessen Tod gegeben hätten und auf eine Anzeigeerstattung verzichtet 
hätten,

dass er indessen von einem Bruder des Verstorbenen des Mordes be-
zichtigt und fast ein Jahr lang unter Druck gesetzt worden sei,

dass  dieser  ihn  misshandelt  und  (ab  zirka  November  2008  auch 
sexuell) belästigt habe,

dass er zusammen mit seiner Schwester im April 2009 bei der Polizei 
schriftlich Anzeige erstattet  habe, was jedoch keine Wirkung gezeigt 
habe,

dass seine Schwester und er etwa drei  Monate später nochmals zur 
Polizei gegangen seien,

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dass das BFM beim Beschwerdeführer durch das B.___________ am 
27. Juli 2010 eine Knochenanalyse zur Altersbestimmung vornehmen 
liess,

dass  das  Handskelett  des  Beschwerdeführers  gemäss  dem  Bericht 
des Spitals vom gleichen Tag aufgrund der Tabellen von Greulich und 
Pyle ein männliches Skelettalter von 19 Jahren aufweist,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  am  19.  August  2010  zum 
Ergebnis der Knochenaltersanalyse das rechtliche Gehör gewährte,

dass das BFM mit Verfügung vom 16. September 2010 – eröffnet am 
21. September  2010 –  in  Anwendung von Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den 
Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  dem Be-
schwerdeführer sei es nicht gelungen, die behauptete Minderjährigkeit 
glaubhaft zu machen oder zu beweisen,

dass sich seine Aussagen insgesamt als unglaubhaft erwiesen,

dass er bei der Erst- und bei der Nachbefragung angegeben habe, am 
1.  Juli  1994  geboren  worden  zu  sein,  da  dieses  Datum  in  seiner 
Geburtsurkunde vermerkt sei, die er in der Schweiz verloren habe,

dass sein Aussehen und seine Erscheinung das behauptete Alter als 
zweifelhaft  hätten  erscheinen  lassen,  und  auch  die  Knochenalters-
analyse  keine  Hinweise  auf  die  Minderjährigkeit  des  Beschwerde-
führers, sondern auf ein Alter von 19 Jahren ergeben habe,

dass  demnach  von  der  Volljährigkeit  des  Beschwerdeführers  auszu-
gehen sei,

dass  somit  auch  die  Begründung,  weshalb  er  keine  Identitäts-  oder 
Reisepapiere beantragt habe, hinfällig sei,

dass  seine Aussagen  denjenigen vieler  Gesuchsteller  ähnlich  seien, 
die nicht willens seien, ihre Identität offenzulegen, weshalb keine ent -
schuldbaren Gründe bezüglich der Nichtabgabe von Ausweispapieren 
vorlägen,

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dass der Beschwerdeführer nur unzureichend beziehungsweise nicht 
in der Lage gewesen sei, zu erklären, weshalb er angesichts der von 
der Familie anerkannten Unschuld am Tod des Freundes seines Vaters 
trotzdem verfolgt worden sei, weshalb er trotz der Übergriffe so lange 
zu Hause ausgeharrt habe, weshalb er keine Hilfe gesucht habe, wes-
halb er nicht zu seiner Schwester gezogen sei, weshalb er und seine 
Schwester erst ein halbes Jahr nach dem Beginn der Nachstellungen 
Anzeige  erstattet  hätten  und  weshalb  er  immer  wieder  zur  Kupfer-
fundstätte  zurückgekehrt  sei,  obwohl  er  dort  mehr  als  einmal  auf 
seinen Peiniger gestossen sei,

dass  die  Unsubstanziiertheit  und  die  Widersprüche  hinsichtlich  des 
Beginns und der Dauer der Nachstellungen sowie der Organisation der 
Ausreise seine Vorbringen vollends als Konstrukt auswiesen,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
zusätzliche Abklärungen zur Feststellung derselben oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses aufgrund der  Aktenlage nicht  erforder-
lich seien,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  28. September 2010 
durch seinen Rechtsvertreter  gegen diesen Entscheid beim Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liess, die an-
gefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  –  wie  sich  aus  der  Be-
schwerdebegründung ergibt – das BFM sei anzuweisen, auf das Asyl-
gesuch einzutreten, die Vorinstanz sei anzuweisen, die Änderung des 
Geburtsdatums rückgängig zu machen, eine Vertrauensperson beizu-
ordnen und den Sachverhalt vollständig zu erheben und neu zu ent-
scheiden,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, es sei auf 
die Erhebung von Verfahrenskosten und eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,

dass  der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  4.  Oktober 
2010  die  Gesuche um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege 
und Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten abwies und den 
Beschwerdeführer  aufforderte,  bis  zum  19.  Oktober  2010  einen 
Kostenvorschuss  von  Fr.  600.--  zu  leisten,  verbunden  mit  der  An-
drohung,  auf  die  Beschwerde  werde  nicht  eingetreten,  wenn  der 
Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt werde,

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dass der Kostenvorschuss am 18. Oktober 2010 eingezahlt wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl.  
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer geltend machte, er sei minderjährig, dies 
jedoch nicht beweisen konnte, da er keinerlei Identitäts- oder Ausweis-
papiere abgab,

dass  das  BFM  Zweifel  an  der  geltend  gemachten  Minderjährigkeit 
hegte und vor der einlässlichen Anhörung zu den Asylgründen ohne 
Beiordnung einer Vertrauensperson vorfrageweise über die Frage der 
Glaubhaftigkeit  der  geltend  gemachten  Minderjährigkeit  befand,  was 
der geltenden Praxis entspricht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30),

dass die beim Beschwerdeführer durchgeführte Knochenaltersanalyse 
entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung (vgl. S.4 der-
selben)  nicht  geeignet  ist,  die  Glaubhaftigkeit  des  von  ihm  ange-
gebenen  Geburtsdatums  zu  bestätigen,  da  sie  ein  (männliches) 
Skelettalter von 19 Jahren ergab,

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dass das Ergebnis der Analyse das geltend gemachte Geburtsdatum 
aufgrund der möglichen Standardabweichung (act. A8/2 S. 1 f.) zwar 
nicht zu widerlegen vermag, aber auch keinerlei Hinweise auf dessen 
Richtigkeit gibt, 

dass der in der Beschwerde vertretenen Auffassung, der Beschwerde-
führer  verfüge über  einen  Nachweis  zugunsten  der  Minderjährigkeit, 
da  das  von  ihm  angegebene  Geburtsdatum  innerhalb  des  Normal-
bereichs der radiologischen Altersbestimmung liege, nicht gefolgt wer-
den kann, da der Umstand, dass das angegebene Alter innerhalb der 
möglichen Standardabweichung liegt, keine Rückschlüsse auf eine tat-
sächliche Minderjährigkeit des Untersuchten zulässt,

dass die Erklärung des Beschwerdeführers, die einzige Urkunde, die 
er zum Beleg seines wirklichen Alters gehabt hätte (Geburtsurkunde), 
sei ihm in der Schweiz abhanden gekommen, bevor er ein Asylgesuch 
habe einreichen können, die Glaubhaftigkeit seiner Altersangabe nicht 
zu stützen vermag, sondern die Zweifel an derselben bestärkt,

dass  die  Angaben zum Reiseweg und  die  Behauptung,  es  sei  ihm, 
ohne im Besitz von authentischen Reisepapieren und ohne kontrolliert  
worden  zu  sein,  angesichts  der  strengen  Aussenkontrollen  des 
Schengen-Raums gelungen, in die Schweiz zu gelangen, nicht über-
zeugend erscheinen, und ebenso darauf hindeuten, er versuche sein 
wirkliches Alter zu verschleiern,

dass das BFM aufgrund der  gesamten Aktenlage zu Recht  von der 
Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die vorstehenden Erwä-
gungen keine entschuldbaren Gründe für  die Nichtabgabe eines be-
weistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 2007/7 E. 4-6)  inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaub-
haft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 
E. 3.2),  da aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist,  er sei  mit 
eigenen Reisepapieren versehen in die Schweiz gelangt, 

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 1. September 2010 präsentierte, unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche Abklärungen 
im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen 
werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass  die  geltend  gemachten  Nachstellungen  durch  den  Bruder  des 
Freundes seines Vaters nicht  überzeugend sind,  da dieser  dem Be-
schwerdeführer  kaum in  der  Öffentlichkeit  hätte  nachstellen  können, 
ohne dass er sich hätte zur Wehr setzen können, zumal er die Mög-
lichkeiten, sich zur Wehr zu setzen, gekannt haben dürfte, 

dass der  Beschwerdeführer  über  längere Zeit  hinweg (auch sexuell) 
bedrängt  worden  sein  soll,  weshalb  sein  Hinweis,  sein  Peiniger  sei 
wohlhabend  gewesen,  keine  nachvollziehbare  Erklärung  für  die  Un-
tätigkeit sämtlicher zuständiger Behörden, an die er sich hätte wenden 
können, abgeben dürfte, zumal sich die Mongolei nicht für besondere 
Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Handlungen auszeichnet,

dass das Verhalten des Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar ist, 
da  realistischerweise  davon  auszugehen  ist,  er  hätte  sich  bereits 
früher ernsthaft bemüht, sich dem Einflussbereich seines Peinigers zu 
entziehen  beziehungsweise  dessen  Nachstellungen  Einhalt  zu  ge-
bieten,

dass die Auffassung des BFM, bei der Verfolgungsgeschichte des Be-
schwerdeführers handle es sich um ein Konstrukt,  zu bestätigen ist, 
wobei  in diesem Zusammenhang vollumfänglich auf  die zutreffenden 
Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

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dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht  ange-
ordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm in der Mongolei droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  der  Mongolei  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer  um einen (volljährigen)  jungen 
und  –  gemäss  Aktenlage  –  gesunden  Mann handelt,  der  in  seinem 
Heimatland über ein – wenngleich kleines – familiäres Beziehungsnetz 
verfügt, was es ihm ermöglicht, sich dort eine Existenz aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG),

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dass  die  Verfahrenskosten  durch  den  geleisteten  Kostenvorschuss 
gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und 
werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
vorinstanzliche Verfügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt  mit  den Akten  Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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