# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0bb73b9-33af-5d1d-b004-471ac0779cf0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 14.09.2021 S 2020 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-95_2021-09-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 95

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuar Ott

URTEIL

vom 14. September 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti,

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1968, ursprünglich gelernter Landwirt, erlitt im Jahre 

1996 infolge Unfalls eine Talusluxationsfraktur des linken Sprunggelenks, 

welche mittels Osteosyntheseoperation versorgt wurde. Die zuständige, 

obligatorische Unfallversicherung (SUVA) erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen. Gemäss kreisärztlicher Untersuchung vom 

Januar 1997 wurde für die angestammte Tätigkeit als Chauffeur wieder 

eine volle Arbeitsfähigkeit bei weitergeführter Physiotherapie erreicht. Im 

Mai 1998 trat er in den Familienbetrieb ein, wo er die Ausbildung zum 

Gipser absolvierte und weitere Diplome erwarb. Im Januar 2002 wurde am 

medialen Malleolus eine Schraube samt Unterlagsscheibe entfernt. Bei 

diagnostizierter posttraumatischer Arthrose im linken oberen 

Sprunggelenk (OSG) mit massiver Exophytenbildung an der ventralen 

Kante der Tibia wurde im Juni 2002 eine operative Gelenksrevision, eine 

Abtragung der Exophyten sowie eine Synovektomie durchgeführt. Die 

SUVA richtete wieder gesetzliche Leistungen aus. Im Mai 2006 sprach sie 

A._____ eine Integritätsentschädigung auf Basis einer Integritätseinbusse 

von 20 % zu. Im Juli 2012 verneinte die SUVA gestützt auf eine 

kreisärztliche Beurteilung ihre Leistungspflicht für zwischenzeitlich geltend 

gemachte Rückenbeschwerden. Im März 2016 machte A._____ 

gegenüber der SUVA eine Verschlechterung seines medizinischen 

Zustandes geltend, wobei er zunehmend Mühe habe, eine 

uneingeschränkte Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Im Mai 2016 

fand eine weitere kreisärztliche Untersuchung statt und im Juli 2016 

erfolgte bei diagnostizierter symptomatischer, posttraumatischer Arthrose 

des OSG und unteren Sprunggelenkes (USG) eine Infiltration des OSG 

links, was gemäss Bericht des behandelnden Orthopäden vom 

8. September 2016 zu einer anhaltenden Beschwerdefreiheit führte.

2. Im September 2017 meldete sich A._____ erstmals bei der IV-Stelle des 

Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Die 

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IV-Stelle tätigte im Nachgang dazu verschiedene Abklärungen in 

erwerblicher und medizinischer Hinsicht. 

3. Im Bericht vom 20. September 2017 hielt der behandelnde Hausarzt 

Dr. med. B._____ fest, dass seit Herbst 2016 bei A._____ zunehmende 

Schmerzen in der rechten Schulter bestünden und mehrmalige 

Infiltrationen jeweils nur eine kurzzeitige Besserung gebracht hätten. Als 

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden 

Schulterschmerzen rechts bei Läsion der Supraspinatussehne, eine 

symptomatische AC-Gelenksarthrose sowie eine leichte Tendinopathie 

der Biceps longus-Sehne festgehalten. Dahingegen sei insbesondere eine 

Chondropathie im rechten Knie ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit. Ab dem 13. März 2017 bestehe eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit. A._____ könne nur Büroarbeiten erledigen und keine 

Gewichte heben. Im Bericht vom 19. September 2017 hielt Dr. med. 

C._____ von der Klinik D._____ unter Beilage von zwei 

Sprechstundenberichten vom 26. Juli bzw. 6. September 2017 fest, dass 

A._____ infolge einer Schulterproblematik rechts und einer OSG-Arthrose 

links in Behandlung sei. Für administrative Tätigkeiten bestehe eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, für körperliche Arbeiten hingegen eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Am 24. Oktober 2017 erfolgte – nach 

ausgeschöpften symptomatisch-konservativen Therapieoptionen – infolge 

einer ausgedehnten gelenkseitigen Partialläsion der Supraspinatus- und 

anterioren Infraspinatussehne (PASTA-Läsion, Eliman A2 bis 3) der 

rechten Schulter mit/bei symptomatischer AC-Gelenksarthrose, 

Tendinopathie der Biceps longus-Sehne bei lateraler Pulley-Läsion und 

einer subacromialen Reizsymptomatik durch Dr. med. C._____ eine 

Schulterarthroskopie, eine Tenotomie/Tenodese der langen Bicepssehne, 

eine Rekonstruktion der Supraspinatus- und Infraspinatussehne sowie 

eine subacromiale Dekompression und arthroskopische AC-

Gelenksresektion. Im Anschluss daran erfolgte vom 27. Oktober bis 

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10. November 2017 eine stationäre Rehabilitation im Kurhotel E._____ in 

F._____. Weitere Berichte von Dr. med. C._____ datieren vom 

20. Dezember 2017, 24. Januar 2018, 25. April 2018 und 25. Oktober 

2018, worin ein insgesamt sehr erfreulicher Heilungsverlauf betreffend die 

Schulterproblematik beschrieben wurde.

4. Aufgrund von akut aufgetretenen Rückenschmerzen war A._____ ab Juli 

2018 vollständig arbeitsunfähig geschrieben worden. Am 28. September 

2018 erfolgte durch Prof. Dr. med. G._____ eine mikrotechnische 

Dekompression L4/5 links nach kranial, eine mikrotechnische 

Diskushernien-Entfernung L4/5 links und Diskotomie sowie eine 

Neurolyse der L4- und L5-Wurzeln links. Dies aufgrund einer 

diagnostizierten Diskushernie retrocorporeal L4 links, von L4/5 nach 

kranial und multiplen lumbalen Osteochondrosen. Berichte von Prof. 

Dr. med. G._____ datieren vom 3. Oktober 2018, 29. November 2018 und 

26. August 2019. In Letzterem diagnostizierte Prof. Dr. med. G._____ 

einen ausgeprägten Morbus Scheuermann der Lendenwirbelsäule, einen 

Status nach mikrotechnischer Deko(mpensation) L4/5 links und 

Diskushernienentfernung kranial im September 2018, eine 

Osteochondrose und leichte Stenosierung L3/4, zusätzlich Lipomatose, 

eine Protrusion L4/5 foraminal betont links sowie eine Protrusion L5/S1 

foraminal links bei leichter Retrolisthesis. Er erachtete körperlich 

belastende Tätigkeiten für A._____ als höchstens sehr begrenzt 

durchführbar und die Arbeitsfähigkeit im handwerklichen Bereich als 

sicherlich eingeschränkt, aktuell schätzungsweise um 50 %. 

5. Bereits zuvor war am 3. Januar 2019 eine erneute Anmeldung zum 

Leistungsbezug bei der IV-Stelle unter Angabe eines erlittenen 

Bandscheibenvorfalls erfolgt. Im Verlaufsbericht vom 24. Juli 2019 hielt 

Dr. med. B._____ fest, dass A._____ seit der Operation vom 

28. September 2018 immer wieder Schmerzen im Rücken und Ischiatikus-

Bereich habe. Die Schmerzen würden durch längeres Stehen und durch 

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das Heben von nur schon leichten Gewichten ausgelöst. Die bisherige 

Tätigkeit sei im zeitlichen Rahmen von 50 % noch zumutbar, wobei eine 

verminderte Leistungsfähigkeit von 50 % bestehe. Die Zumutbarkeit von 

anderen Tätigkeiten verneinte Dr. med. B._____. Gegenüber der 

Krankentaggeldversicherung attestierte Dr. med. B._____ A._____ ab 

dem 4. April 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Im Verlaufsbericht vom 

11. Oktober 2019 hielt Dr. med. B._____ einen stationären 

Gesundheitszustand fest. Zur von der IV-Stelle an Dr. med. B._____ 

gestellten Frage, wie er die Arbeitsfähigkeit von A._____ in der 

angestammten Tätigkeit als Gipser resp. in einer leidensangepassten 

Tätigkeit bis jetzt und auf weiteres beurteile, hielt dieser fest, dass A._____ 

als Chef einer Gipserwerkstatt gewisse Arbeiten delegieren könne. Er sei 

somit aber nur teilarbeitsfähig. Die Arbeit im Büro könne er erledigen, aber 

dies sei nur ein Teil.

6. Infolge zunehmender, belastungsabhängiger Schmerzen im linken OSG 

war am 3. Juli 2019 in der Klinik D._____ durch Dr. med. H._____ eine 

erneute Infiltration des OSG erfolgt. Am 23. September 2019 fand im 

Auftrag der SUVA eine weitere kreisärztliche Untersuchung durch 

Dr. med. I._____ statt. Im entsprechenden Bericht diagnostizierte dieser 

eine OSG-Arthrose und beginnende USG-Arthrose links nach 

Talusluxationsfraktur links am 29. Juni 1996 nach Motorradunfall mit 

nachfolgender offener Reposition, Schraubenfixation des Talus und 

Schrauben-Refixation der ausgerissenen Sehnenscheide des Musculus 

tibialis posterius am medialen Malleolus am 29. Juni 1996, 

Metallentfernung am 3. Januar 2002 und Gelenksrevision mit 

Osteophytenentfernung am 18. Juni 2002. Als unfallfremde Diagnosen 

hielt er einen Status nach Bandscheibenoperation lumbosacral und eine 

Schulteroperation rechts fest. Unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für 

das linke Sprunggelenk seien leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten in überwiegendem Sitzen zumutbar. Nicht 

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geeignet seien berufliche Tätigkeiten mit überwiegendem Gehen und 

Stehen, häufigem Gehen im Gelände, Steigen auf Leitern und Gerüste, 

häufigem Treppensteigen und dem Einnehmen einer Kniehockeposition. 

Ebenso seien kein körpernahes Heben und Tragen von Lasten über 15 kg 

zumutbar.

7. Am 19. November 2019 gelangte Dr. med. J._____ vom Regionalen 

Ärztlichen Dienst Ostschweiz (RAD) zum Schluss, dass A._____ an 

erheblichen Problemen des Bewegungsapparates leide, welche eine 

eingeschränkte Belastbarkeit begründeten. Die von den behandelnden 

Ärzten attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit 

als Gipser sei nachvollziehbar. Schwere Gipserarbeiten, wie insbesondere 

Arbeiten über Schulterhöhe, solche mit Tragen von schweren Materialien 

von über 15 kg, mit Leitersteigen und repetitivem Treppensteigen seien 

nicht mehr zumutbar. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien dagegen 

weiterhin zumutbar. Dies gelte ab April 2019, als der Hausarzt für die 

angestammte Tätigkeit (als Gipser) eine 50 % Arbeitsfähigkeit attestiert 

habe. Die selbständige Erwerbstätigkeit als Gipser erlaube A._____ eine 

gewisse Delegation von schweren Arbeiten. Welche gewerblichen 

Auswirkungen die beschriebenen Einschränkungen zeitigten, müsse 

gewerblich abgeklärt werden. Als Defizite mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit hielt Dr. med. J._____ eine eingeschränkte Belastbarkeit 

der Schulter rechtsbetont, des Rückens, des linken Sprunggelenks und 

des rechten Knies fest. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeiten in überwiegendem Sitzen ganztägig ohne monoton-repetitive 

Bewegungs- und Haltungsmuster des Rückens, ohne repetitive 

Überschulterarbeiten, ohne Tätigkeiten in überwiegendem Gehen und 

Stehen, ohne häufiges Gehen im Gelände, ohne Steigen auf Leitern und 

Gerüste, ohne häufiges Treppensteigen sowie ohne Einnehmen einer 

Kniehocke seien hingegen zumutbar. In der angestammten Tätigkeit 

bestehe seit dem 13. März 2017 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 100 % 

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und 50 %; ab April 2019 eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 50 %. In 

einer adaptierten Tätigkeit bestehe, wie bereits erwähnt, ab April 2019 

eine volle Arbeitsfähigkeit. Gemäss Einschätzung der IV-Stelle 

unterscheidet sich das Zumutbarkeitsprofil nicht von demjenigen, welches 

die SUVA ihrer Rentenzusprache zugrunde gelegt habe, womit der 

Invaliditätsgrad auf Basis der in der SUVA-Verfügung (vom 13. November 

2019) herangezogenen (Vergleichs-)Einkommen bestimmt werden könne.

8. Mit Vorbescheid vom 28. November 2019 stellte die IV-Stelle A._____ die 

Zusprache einer befristeten halben Invalidenrente für den Zeitraum von 

1. März 2018 bis zum 30. September 2018 sowie einer ganzen 

Invalidenrente vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. Juni 2019 in Aussicht. 

Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist (von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 

IVV) ab dem Zeitpunkt der Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. 

der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ab April 2019, 

sei der Rentenanspruch per 30. Juni 2019 zu befristen, da ab dem 1. Juli 

2019 auf Basis des auch der SUVA-Verfügung vom 13. November 2019 

zugrunde gelegten Valideneinkommens von CHF 123'645.-- und einem 

anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für 

das Jahr 2016 bestimmten Invalideneinkommen von CHF 91'123.-- nur 

noch ein nicht mehr rentenbegründender Invaliditätsgrad von 26.3 % 

resultiere.

9. Am 17. Dezember 2019 wurde A._____ bei der IV-Stelle vorstellig und 

erklärte sich gemäss einer Aktennotiz vom gleichen Tag nach einer 

Erläuterung des Vorbescheides seitens der IV-Stelle grundsätzlich damit 

einverstanden. Weiter äusserte er den Wunsch, einen PC-Kurs finanziert 

zu bekommen, da er nun offensichtlich mehr Büroarbeiten übernehmen 

müsse. Die IV-Stelle teilte ihm mit, dass dies geprüft werde und er gemäss 

Grobtriage Anspruch auf berufliche Massnahmen habe. Am 29. Januar 

2020 teilte die IV-Stelle der zuständigen Ausgleichskasse den Beschluss 

über die Invalidität wie vorbeschieden mit und bat die Ausgleichskasse um 

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Berechnung der Geldleistungen sowie Erstellung und Versand der 

Verfügung. Anlässlich eines Telefongespräches mit der IV-Stelle vom 

5. Februar 2020 bemängelte A._____ das dem Vorbescheid vom 

28. November 2019 (und der SUVA-Verfügung vom 13. November 2019) 

zugrunde gelegte Valideneinkommen als zu tief, da dieses CHF 130'000.-- 

betrage. Mit Mitteilung vom 11. Februar 2020 gewährte die IV-Stelle 

A._____ eine Berufsberatung und Abklärung der beruflichen 

Eingliederungsmöglichkeiten. Am 21. Februar 2020 teilte der 

Rechtsvertreter von A._____ der IV-Stelle die Mandatsübernahme mit, 

ersuchte um Akteneinsicht und stellte aufgrund von neben den SUVA-

versicherten Unfallfolgen am OSG bzw. USG bestehenden 

gesundheitlichen Einschränkungen im Rücken und an der Schulter die 

volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit in Frage. Gleichentags 

teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter von A._____ mit, dass sowohl 

krankheits- als auch die unfallbedingten gesundheitlichen 

Einschränkungen von A._____ berücksichtigt worden seien. Der Erlass 

der Verfügung könne nicht mehr gestoppt werden, da der befristete 

Rentenanspruch bereits durch die Ausgleichskasse berechnet werde. 

Ausserdem wurden dem Rechtsvertreter die Akten zur Einsicht zugestellt. 

Mit Mitteilung vom 2. März 2020 wurde A._____ eine Kostengutsprache 

für eine externe Bedarfsanalyse/Beratung sowie einen 

Informatikanwenderkurs für technische Kaufleute gewährt. Am 3. März 

2020 wurde die in Aussicht gestellte, im Verfahren S 20 33 angefochtene 

Verfügung schliesslich wie vorbeschieden erlassen. Mit Mitteilung vom 

4. Juni 2020 gewährte die IV-Stelle A._____ auch noch einen Intensiv-

Staplerkurs zu Verbesserung seiner Fähigkeiten im Bereich der Logistik. 

Mit Mitteilung vom 1. Juli 2020 schloss die IV-Stelle die beruflichen Mass-

nahmen ab.

10. Schon am 11. März 2020 hatte der nunmehr anwaltlich vertretene A._____ 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

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erhoben (Verfahren S 20 33) und die dahingehende Aufhebung der 

Verfügung vom 3. März 2020 beantragt verbunden mit dem 

Rechtsbegehren, wonach ihm ab dem 1. Juli 2019 eine halbe 

Invalidenrente, eventualiter eine Viertelsrente auszurichten sei. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen das Abstellen auf das Total des 

Kompetenzniveaus 3 für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

kritisiert. Es sei auf den Medianwert des Kompetenzniveaus 1 für den 

Sektor 3 (Dienstleistungen) abzustellen. Weil er über Jahre hinweg im 

gleichen Betrieb gearbeitet habe und auch in einer adaptierten Tätigkeit 

mit starken Einschränkungen konfrontiert und in der Leistungsfähigkeit 

sicherlich vermindert wäre, sei ein Leidensabzug von mindestens 10 % 

gerechtfertigt. Ausserdem wurde ein Valideneinkommen von 

CHF 130'000.-- anstelle des der angefochtenen Verfügung zugrunde 

gelegten Betrages von CHF 123'645.-- geltend gemacht. Die IV-Stelle 

beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 1. April 2020 die kostenpflichtige 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen 

auf den angefochtenen Entscheid.

11. Bereits mit Verfügung vom 13. November 2019 hatte die SUVA A._____ 

ab dem 1. Oktober 2019 eine Invalidenrente der Unfallversicherung 

aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 26 % bei einem versicherten 

Jahresverdienst von CHF 55'543.-- zugesprochen. Das 

Valideneinkommen wurde dabei auf Basis der Lohndeklaration 2018 auf 

CHF 123'645.-- festgelegt. Das Invalideneinkommen wurde auf Basis der 

LSE-Tabellenlöhne für das Jahr 2016 per 2019 mit CHF 91'123.-- beziffert. 

Zudem hielt sie darin fest, dass die Integritätsentschädigung bereits früher 

zugesprochen worden sei und diese bleibe gemäss kreisärztlicher 

Beurteilung unverändert bei 20 %. Dagegen erhob A._____ am 

9. Dezember 2019 Einsprache, welche er, nunmehr anwaltlich vertreten, 

am 11. März 2020 begründete. Er beantragte in der Sache die Aufhebung 

der Verfügung vom 13. November 2019 und die Ausrichtung einer UVG-

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Rente von 57 %, eventualiter nach richterlichem Ermessen. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass dem Auszug aus 

dem Individuellen Konto (IK-Auszug) sowie den Lohnmeldungen (an die 

Krankentaggeldversicherung) des Jahres 2017 und 2018 entnommen 

werden könne, dass das Valideneinkommen von A._____ CHF 130'000.-

- betrage. Er erhalte von der K._____ GmbH weiterhin monatliche 

Leistungen von CHF 10'000.-- (zzgl. 13. Monatslohn). Auch die 

Taggeldleistungen der Krankentaggeldversicherung seien auf Basis eines 

Jahreslohnes von CHF 130'000.-- ermittelt worden. Ausserdem wurde das 

Abstellen auf das Total des Kompetenzniveaus 3 für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens kritisiert. Es sei auf den Medianwert des 

Kompetenzniveaus 1 für den Sektor 3 (Dienstleistungen) abzustellen. 

Weil er über Jahre hinweg im gleichen Betrieb gearbeitet habe und auch 

in einer adaptierten Tätigkeit mit starken Einschränkungen konfrontiert und 

in der Leistungsfähigkeit sicherlich vermindert wäre, sei ein Leidensabzug 

von mindestens 10 % gerechtfertigt.

12. Mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2020 hiess die SUVA die 

Einsprache teilweise gut und änderte die angefochtene Verfügung in dem 

Sinne ab, als dass A._____ ab dem 1. Oktober 2019 eine Invalidenrente 

(der Unfallversicherung) von 27 % zustehe. Dies war darauf 

zurückzuführen, dass anstelle der LSE 2016 nun die LSE 2018 für die 

Bemessung des Invalideneinkommens anzuwenden war. Im Übrigen wies 

sie die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie namentlich aus, dass 

gemäss Lohnerklärungen für die Jahre 2018 und 2019 der Bruttolohn 

CHF 123'644.40 bzw. CHF 123'247.55 betragen habe. Die SUVA sei für 

die Ermittlung des Valideneinkommens nicht an die Berechnung der 

Taggeldleistungen durch den Krankentaggeldversicherer gebunden, 

womit die Festlegung des Valideneinkommens für das Jahr 2019 auf 

CHF 123'645.-- nicht zu beanstanden sei. Ausserdem stellte sie sich auf 

den Standpunkt, dass die Einstufung von A._____ im Kompetenzniveau 3 

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aufgrund seiner Erwerbskarriere und Ausbildungen den Umständen 

angemessen erscheine und er die erworbenen Kenntnisse auch in einer 

leidensangepassten Tätigkeit verwerten könne. Zu denken sei dabei 

namentlich an eine beratende Tätigkeit in der Baubranche. Vorliegend 

bestehe auch kein Anlass von dem für sämtliche Wirtschaftszweige 

geltenden Durchschnittslohn abzuweichen und für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens auf Basis der LSE-Tabelle TA1 nur auf den Sektor 3 

"Dienstleistungen" abzustellen. Ebenso wenig rechtfertige sich vorliegend 

etwa aufgrund des Zumutbarkeitsprofils für eine adaptierte Tätigkeit ein 

Abzug vom Tabellenlohn.

13. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 24. August 

2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte im vorliegenden Verfahren die dahingehende Aufhebung 

des Einspracheentscheids der SUVA vom 24. Juni 2020, als dass ihm ab 

dem 1. Oktober 2019 eine Invalidenrente nach dem Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in der Höhe von 56 %, 

eventualiter nach richterlichem Ermessen, auszurichten sei. Die 

Begründung folgte im Wesentlichen der Einsprachebegründung vom 

11. März 2020.

14. Die SUVA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) liess sich dazu am 

10. September 2020 vernehmen. Sie beantragte die Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 24. Juni 

2020. Zur Begründung wurde hinsichtlich den anwendbaren gesetzlichen 

Bestimmungen und massgeblichen Kriterien auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid verwiesen. Betreffend Valideneinkommen hielt sie 

daran fest, dass das von ihr ermittelte Valideneinkommen von 

CHF 123'645.-- nicht zu beanstanden sei, welches sich zu Gunsten des 

Beschwerdeführers auf die Lohnerklärung von 2018 stütze. Die 

Ausführungen des Beschwerdeführers vermöchten daran nichts zu 

ändern. Das festgelegte Valideneinkommen wäre auch dann nicht zu 

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beanstanden, wenn rechtsprechungsgemäss auf ein vor Eintritt der 

Invalidität erzieltes Durchschnittseinkommen infolge stark schwankender 

Einkommensverhältnisse abgestützt würde. Unter Hinweis auf die vom 

Beschwerdeführer erlangten beruflichen Qualifikationen, die 

Erwerbskarriere und Erfahrungen als Geschäftsführer erachtete die 

Beschwerdegegnerin die Anwendung des Durchschnittslohns für 

sämtliche Wirtschaftszweige des Kompetenzniveaus 3 der LSE-2018-

Tabelle TA1 zur Bestimmung des Invalideneinkommens als gerechtfertigt. 

Die erworbenen Kenntnisse könne er auch in einer leidensangepassten 

Tätigkeit verwerten. Zu denken sei dabei namentlich an eine beratende 

Tätigkeit in der Baubranche. Der vom Beschwerdeführer verlangte 

leidensbedingte Abzug von mindestens 10 % sei vorliegend nicht 

gerechtfertigt. Das Invalideneinkommen bleibe entsprechend dem 

angefochtenen Einspracheentscheid unverändert bei CHF 90'384.--. Die 

Gegenüberstellung des Valideneinkommens von CHF 123'645.-- mit dem 

Invalideneinkommen von CHF 90'384.-- ergebe einen Invaliditätsgrad von 

aufgerundet 27 %.

15. Mit Schreiben vom 14. Juli 2021 zeigte die Instruktionsrichterin dem 

Beschwerdeführer den Beizug der IV-Akten des Verfahrens S 20 33 an.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften, den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 24. Juni 2020 sowie die 

weiteren Akten wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2020. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid Beschwerde an das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem 

die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren 

Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als im Einspracheverfahren 

teilweise unterlegener, formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon 

überdies berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. ATSG 

sowie Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

2. Vorliegend ist in erster Linie streitig, ob die Beschwerdegegnerin das 

Invalideneinkommen zu Recht auf Basis der Lohnstrukturerhebung (LSE) 

des Bundesamtes für Statistik (BfS) für das Jahr 2018, Tabelle TA1, 

Kompetenzniveau 3 (Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein 

grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen), Zeile "Total" 

berechnet hat und somit für das Jahr 2019 auf einen Betrag von (gerundet) 

CHF 90'384.-- festgelegt hat (CHF 7'189.-- x 12 / 40 x 41.7 x 1.005). 

2.1.1. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung – sowohl für die Invaliden- als auch die obligatorische 

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Unfallversicherung – primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 

sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können für 

die Festsetzung des Invalideneinkommens insbesondere die (im Zeitpunkt 

des angefochtenen Entscheides aktuellsten) LSE-Tabellenlöhne 

herangezogen werden (vgl. BGE 143 V 295 E.2.2, 142 V 178 E.2.5.8.1, 

135 V 297 E.5.2 und 129 V 472 E.4.2.1; Urteile des Bundesgerichts 

9C_206/2021 vom 10. Juni 2021 E.4.4.2, 8C_315/2020 vom 

24. September 2020 E.3.2, 8C_631/2019 vom 18. Dezember 2019 E.3, 

9C_752/2017 vom 31. Juli 2018 E.3.1, 9C_15/2018 vom 2. Juli 2018 E.4.3 

und 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E.4.2).

2.1.2. Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der 

Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die 

Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu 

verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls 

mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein 

rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die 

Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im 

Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im 

Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven 

Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund 

stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit 

- 15 -

sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche 

Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen 

sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu 

erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (siehe zum Ganzen BGE 141 V 

642 E.4.3.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 

E.7.4).

2.1.3. Werden für die Bestimmung des Invalideneinkommens eines Versicherten 

LSE-Tabellenlöhne herangezogen, ist in der Regel auf die Tabelle TA1 

(Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, 

Kompetenzniveau und Geschlecht; Privater Sektor; Ganze Schweiz) und 

die dem Geschlecht entsprechende Zeile "Total" – umfassend alle 

Wirtschaftszweige – im entsprechenden Kompetenzniveau abzustellen 

(vgl. BGE 144 I 103 E.5.2, 124 V 321 E.3b/aa; Urteile des Bundesgerichts 

8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E.5.2, 8C_811/2018 vom 10. April 

2019 E.5.3, 9C_444/2018 vom 17. Oktober 2018 E.3.1, 8C_457/2017 vom 

11. Oktober 2017 E.6.2, 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E.7 und 

9C_237/2007 vom 24. August 2007 E.5.1). Nur wenn der Verwertbarkeit 

der verbliebenen Arbeitsfähigkeit enge Grenzen gesetzt sind, etwa wenn 

alle produktionsnahen Tätigkeiten ausser Betracht fallen, kann davon 

ausnahmsweise abgewichen werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_411/2019 vom 16. Oktober 2019 E.7.2, 8C_227/2018 vom 14. Juni 

2018 E.4.2.1, 9C_325/2018 vom 29. Juni 2018 E.3.2.2, 8C_695/2015 vom 

19. November 2015 E.4.2 und 9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E.4.2).

2.2. Der Beschwerdeführer wendet sich nicht gegen die Vorgehensweise der 

Beschwerdegegnerin, das Invalideneinkommen aufgrund der LSE 2018, 

Tabelle TA1, zu ermitteln. Vielmehr führt er aus, dass er gemäss den 

medizinischen Berichten (in einer adaptierten Tätigkeit) voll arbeitsfähig 

sein solle, womit bei der Ermittlung des Invalideneinkommens 

korrekterweise die LSE-Tabellenlöhne herangezogen worden seien. 

- 16 -

2.3. Der Beschwerdeführer ist indes der Ansicht, dass es nicht angehen könne, 

auf das Kompetenzniveau 3 abzustellen. Er verfüge zwar über 

verschiedene Ausbildungen bzw. Diplome (Gipserlehre, Polier Stuckateur-

Trockenbauer SMGV, Stuckateur-Meister SM, Diplom für 

Unternehmensführung SIU; vgl. dazu SUVA-act. 169 S. 2 ff.), diese 

stünden aber alle nachweislich im Zusammenhang mit der angestammten 

Tätigkeit. Aufgrund der nachgewiesenen Einschränkungen im 

erwerblichen Bereich (leichte bis mittelschwere wechselbelastende 

Tätigkeiten ganztags in überwiegendem Sitzen, ohne berufliche Tätigkeit 

mit überwiegendem Gehen und Stehen, kein häufiges Gehen im Gelände, 

ohne Steigen auf Leitern und Gerüste, ohne häufiges Treppensteigen, 

ohne Einnehmen der Kniehocke sowie körpernahem Heben und Tragen 

von Lasten über 15 kg; vgl. dazu die Verfügung der SUVA vom 

13. November 2019 [SUVA-act. 185 S. 2]) seien diese Ausbildungen in 

einer adaptierten Tätigkeit jedoch völlig nutzlos oder zumindest nur sehr 

beschränkt verwertbar. Denn er könne grundsätzlich nur noch einfachste 

Tätigkeiten ausführen, welche ihm völlig fremd seien und in denen er als 

kompletter Laie bzw. Neuling bezeichnet werden müsse. Er verfüge nur in 

der Baubranche, präziser im Bereich von Gipserarbeiten, über ein grosses 

Fachwissen, nicht jedoch in anderen Arbeitsbereichen, welche ihm 

anscheinend im Sinne einer leidensadaptierten Tätigkeit noch zumutbar 

sein sollten. Aufgrund der erwähnten Einschränkungen könne er auch im 

verarbeitenden Gewerbe nur noch teilweise Arbeiten ausführen, weil dort 

normalerweise stets Lasten von über 15 kg gehoben und vor allem auch 

ständig gegangen und gestanden werden müsse. In einer (weiteren) 

leidensangepassten Tätigkeit wie etwa im Dienstleistungssektor verfüge 

er über keinerlei Fachwissen, weshalb ususgemäss das 

Kompetenzniveau 1 heranzuziehen sei. Alles andere als einfachste 

Arbeiten körperlicher oder handwerklicher Art könne er nicht mehr 

ausführen. Bei Versicherten, die in einer jahrzehntelang ausgeübten 

angestammten Tätigkeit nicht oder nur noch teilweise arbeitsfähig seien, 

- 17 -

sei für die Ermittlung des Invalideneinkommens in der Regel auf das 

Kompetenzniveau 1 oder allenfalls auf das Kompetenzniveau 2 

abzustellen. Wenn eine versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

nicht auf ihren angestammten Beruf zurückgreifen könne, rechtfertige sich 

aber die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 nur dann, wenn diese über 

besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfüge. Auch wenn er einige 

Ausbildungen absolviert und in seinem eigenen Gipsergeschäft über die 

Jahre hinweg auch gewisse organisatorische Fähigkeiten erlangt habe, 

verfüge er in einer Verweistätigkeit über keine besonderen Fertigkeiten 

und Kenntnisse. Schliesslich umfasse das Kompetenzniveau 2 praktische 

Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Administration, Bedienen von Maschinen 

und elektronischen Geräten etc., welche er aufgrund seiner 

gesundheitlichen Einschränkungen, insbesondere wegen der 

Sprunggelenksverletzung, realistischerweise kaum mehr ausführen 

könne. Weil er nur noch leichte bis maximal mittelschwere (sitzende) 

Arbeiten im Sinne von Hilfsarbeiten erbringen könne, sei ihm auch eine 

Tätigkeit im Sektor "Produktion" verunmöglicht, zumal in dieser 

Berufssparte überwiegend stehend und gehend gearbeitet und erhebliche 

Gewichte gehoben werden müssten. Somit sei das Invalideneinkommen 

einzig anhand des Sektors 3 (Dienstleistungen) im Kompetenzniveau 1 

(Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) zu bestimmen. 

Daraus ergebe sich im Sektor 3 (auf Basis der LSE 2018 [Tabelle TA1] per 

2019) ein Invalideneinkommen von CHF 63'426.85 (recte CHF 63'654.80 

[CHF 5'063.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.005]). Würde man im Übrigen auf den 

Durchschnitt (Anm. des Gerichts: wohl Zeile "Total" gemeint) aller 

Sektoren der LSE-2018-Tabelle TA1, Kompetenzniveau 2 abstellen, so 

würde ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von 45.56 % (46 %) resultieren 

(Valideneinkommen: CHF 130'000.--/Invalideneinkommen: 

CHF 70'768.--). 

- 18 -

2.4. Unter Verweis auf die vom Beschwerdeführer erlangten beruflichen 

Qualifikationen, die Erwerbskarriere und Erfahrungen als Geschäftsführer 

erachtete die Beschwerdegegnerin die Anwendung des für sämtliche 

Wirtschaftszweige geltenden Durchschnittslohns des 

Kompetenzniveaus 3 der LSE-2018-Tabelle TA1 zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens als gerechtfertigt. Die erworbenen Kenntnisse 

könnten auch in einer leidensangepassten Tätigkeit verwertet werden. Zu 

denken sei dabei namentlich an eine beratende Tätigkeit in der 

Baubranche. Die berufliche Anamnese zeige, dass er in diesem Bereich 

sich ein beachtliches Fachwissen aneignen konnte, was 

rechtsprechungsgemäss eine Einstufung im Kompetenzniveau 3 

(Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem 

Spezialgebiet voraussetzen) rechtfertige. Ausserdem verfüge der 

Beschwerdeführer auch im Dienstleistungssektor über Fachwissen. So 

habe er insbesondere das Diplom für Unternehmensführung SIU erlangt, 

wofür er sich mit den Grundlagen der Unternehmensführung, dem 

Personalwesen, der Unternehmensführung in den Bereichen 

Beschaffung, Qualitäts- und Projektmanagement, Marketing, Steuern, 

Versicherungswesen und Informatik, dem Rechnungswesen, 

volkswirtschaftlichen Fragen sowie Rechtsfragen auseinandersetzen 

musste und habe ausserdem seit 15 Jahren als Geschäftsführer neben 

Gipserarbeiten auch administrative Arbeiten ausgeführt. 

2.5.1. Gemäss den in den Akten liegenden ärztlichen Berichten und 

Arbeitsfähigkeitseinschätzungen, welchen der Beschwerdeführer nicht 

substanziiert widerspricht und daran auch keine auch nur geringen Zweifel 

zu wecken vermag, leidet er unter einer krankheitsbedingten – aber 

höchstens teilweise unfallbedingten – eingeschränkten Belastbarkeit der 

Schultern rechtsbetont, des Rückens, des linken Sprunggelenks sowie 

des rechten Knies. Zumutbar sind ihm ab April 2019 gemäss Beurteilung 

von RAD-Arzt Dr. med. J._____ vom 19. November 2019 – namentlich 

- 19 -

gestützt auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des behandelnden 

Hausarztes Dr. med. B._____ vom 4. April 2019 von 50 % in der 

angestammten Tätigkeit ab diesem Zeitpunkt (siehe Akten der IV-Stelle im 

Verfahren S 20 33 [IV-act.] 63 S. 4 und IV-act. 64 S. 2; vgl. auch IV-act. 68 

S. 153, wo der Beschwerdeführer im August 2019 ebenfalls von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit berichtete) sowie 

der kreisärztlichen Untersuchung vom 23. September 2019 seitens der 

SUVA durch Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates – noch leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten in überwiegendem Sitzen ganztägig ohne 

monoton-repetitive Bewegungs- und Haltungsmuster des Rückens, ohne 

repetitive Überschulterarbeiten, ohne berufliche Tätigkeiten in 

überwiegendem Gehen und Stehen, ohne häufiges Gehen im Gelände, 

ohne Steigen auf Leitern und Gerüste, ohne häufiges Treppensteigen 

sowie ohne Einnehmen einer Kniehocke zumutbar. Tätigkeiten mit diesem 

Anforderungsprofil sind dem Beschwerdeführer in einem 100 %-Pensum 

bzw. ganztags ohne zusätzliche Leistungsminderungen zumutbar (siehe 

IV-act. 84 S. 10 f. sowie IV-act. 66 S. 9, IV-act. 68 S. 189, SUVA-act. 167 

S. 4 und SUVA-act. 173 S. 2).

2.5.2. Die Beschwerdegegnerin bringt aufgrund der Akten zu Recht vor, dass der 

Beschwerdeführer nicht nur über eine langjährige Erfahrung als 

Geschäftsführer der K._____ GmbH und somit auch entsprechende 

Kenntnisse im administrativen Bereich verfügt, sondern im Jahre 2007 

namentlich ein entsprechendes Diplom für Unternehmensführung 

erworben hat (siehe zu Letzterem: SUVA-act. 169 S. 3 bis 5). Dieser 

Unternehmerschulungskurs für Produktions- und Dienstleistungsbetriebe 

umfasste 440 Lektionen und behandelte vielfältige administrative Fragen 

und Themen der Unternehmensführung. Die Prüfungsthemen umfassten 

etwa das Personal- und Steuerwesen, die Finanzbuchhaltung, die 

Unternehmensführung im Marketingbereich, die Kostenrechnung, die 

- 20 -

Betriebsanalyse, das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht sowie auch 

das Sachen- und öffentliche Bau- und Planungsrecht (siehe SUVA-

act. 169 S. 4). Daneben erwarb der Beschwerdeführer auch verschiedene 

handwerkliche Zusatzausbildungen zum Polier Stuckateur-Trockenbauer 

bzw. Vorarbeiter und absolvierte auch zwei Prüfungen zum Stuckateur 

Meister (siehe SUVA-act. 166 S. 2, SUVA-act. 169 S. 2 und 6 ff.). Ein 

abgeschlossenes Prüfungsmodul zu Letzterem umfasst speziell auch das 

Thema "Preisberechnung". Insofern kann in jedem Fall gesagt werden, 

dass der Beschwerdeführer über einen grossen Erfahrungsschatz und ein 

erhebliches Ausbildungsportfolio im Baugewerbe, speziell im 

Gipserbereich, verfügt. Zwar gab der Beschwerdeführer im November 

2018 gegenüber der Krankentaggeldversicherung an, dass seine 

Schwester das Büro (für die K._____ GmbH) erledige. Im Bericht zur 

Besprechung bei der SUVA vom 23. September 2019 wurde 

demgegenüber aber festgehalten, dass das Jobprofil des 

Beschwerdeführers weiterhin unverändert sei und auch im Umfang von 

20 % Administration wie Akquise, Rapporte/Ausmessen, Offertwesen – 

neben 80 % manueller Tätigkeit auf den Baustellen – beinhalte (vgl. IV-

act. 50 S. 6 und SUVA-act. 166 S. 1). Solche Fähigkeiten, welche sowohl 

die handwerkliche Praxis als auch die dazugehörigen administrativen 

Tätigkeiten wie Preiskalkulation, Arbeitsvorbereitung und -planung sowie 

darüber hinaus auch Themenbereiche der Geschäftsführung betreffen, 

sind nach Ansicht des Gerichts in Rahmen des hypothetischen, 

ausgeglichenen Arbeitsmarkts, etwa als Sachbearbeiter in der 

(Aus-)Baubranche, speziell im Gipserbereich, oder auch als 

Geschäftsführer eines handwerklichen (Aus-)Baubetriebes, durchaus 

nachgefragt. Es ist naheliegend, dass der Beschwerdeführer, der neben 

einer grossen praktischen Erfahrung auf der Baustelle zusätzlich auch 

Erfahrung in administrativen Tätigkeiten mitbringt und somit einen 

ausgeprägten Praxisbezug aufweist, auch mit einer entsprechenden 

Entlohnung rechnen darf. Dies gilt insbesondere dann, wenn während 

- 21 -

Jahren die Fähigkeiten als Geschäftsführer der eigenen Firma durchaus 

erfolgreich und andauernd unter Beweis gestellt wurden. Zudem sind dem 

Beschwerdeführer laut seinem Belastungsprofil auch leichte bis 

mittelschwere, handwerkliche Arbeiten in überwiegend sitzenden 

Positionen zumutbar, welche vornehmlich im verarbeitenden Gewerbe zu 

finden sind. Dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer trotz seiner 

Fähigkeiten noch einen Informatikanwenderkurs für technische Kaufleute 

als Umschulungsmassnahme zugesprochen hat, ändert nichts an den 

grundsätzlich breit gefächerten Fähigkeiten des Beschwerdeführers inkl. 

praktischer Erfahrung im handwerklichen Bereich. Dieser Kurs soll 

vielmehr punktuell die Informatikanwenderkenntnisse des 

Beschwerdeführers verbessern bzw. auffrischen, was durchaus als 

angezeigt erscheint, weil sich eine adaptierte Tätigkeit namentlich im 

Bereich einer Bürotätigkeit bewegen soll, wobei sich die praktische 

handwerkliche Erfahrung des Beschwerdeführers im (Aus-)Baugewerbe 

sowohl als Sachbearbeiter als auch in geschäftsleitenden Tätigkeiten als 

nützlich erwiese. Die seitens der IV-Stelle gewährte Massnahme zur 

besseren Befähigung im Umgang mit Computern bzw. den gängigen 

Informatikanwendungen (siehe dazu IV-act. 91 S. 2) mag wohl auch 

darauf zurückzuführen sein, dass der Beschwerdeführer gegenüber der 

IV-Stelle sich dahingehend geäussert hatte, dass er im Umgang mit 

Computern keinerlei Kenntnisse habe. Dieses Manko soll demnach mit 

einer solchen Ausbildungsmassnahme sowohl im Hinblick auf die 

tatsächlich ausgeübte Tätigkeit im eigenen Geschäft als auch im Hinblick 

auf eine zumutbare, adaptierte Tätigkeit behoben werden (vgl. IV-act. 96 

S. 5). Daraus kann folglich nicht auf eine fehlende Befähigung für 

entsprechend anspruchsvolle Administrativ- bzw. Bürotätigkeiten 

geschlossen werden, wobei jeder neuen Stelle ohnehin eine gewisse 

Einarbeitungszeit in die konkreten Betriebsabläufe immanent ist und ein 

solcher Informatikanwenderkurs, speziell bei noch eher unerfahrenen 

- 22 -

Computernutzern, auch dem selbstsichereren Umgang mit den gängigen 

Softwareapplikationen dienen kann. 

2.5.3.1. Der Beschwerdeführer verweist für die von ihm angenommene Einstufung 

der noch zumutbaren, vollzeitlichen Verweistätigkeit in das 

Kompetenzniveau 1 bzw. maximal das Kompetenzniveau 2 auf das Urteil 

des Bundesgerichts 8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019, in welchem 

dieses das Invalideneinkommen auf Basis des Kompetenzniveaus 2 

anstelle des Kompetenzniveaus 4 ermittelte. Im Unterschied zum 

vorliegenden Fall habe der Versicherte im zitierten Bundesgerichtsurteil – 

gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers – die praktisch 

erworbenen Fähigkeiten aber noch teilweise nutzen können. Dazu ist zu 

bemerken, dass sich dieser zitierte Fall doch gewichtig von der 

vorliegenden Situation unterscheidet. So hielt das Bundesgericht im 

zitierten Urteil fest, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid keine 

überzeugende Begründung für eine Einstufung in das Kompetenzniveau 4 

angegeben habe. Zudem verfügte der Versicherte dort neben der 

absolvierten (Grund-)Ausbildung als Dekorationsgestalter über keine 

(weiteren) aktenkundigen Aus- oder Weiterbildungen (siehe Urteil des 

Bundesgerichts 8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E.5.3.2 und 

5.3.3.1). Ausser der praktisch angeeigneten, langjährigen Berufserfahrung 

im (nunmehr nicht mehr zumutbaren) Verkaufsbereich, verfügte der 

dortige Versicherte aber weder über ein grosses theoretisches Wissen 

noch über komplexe Problemlösungskompetenzen oder über spezifische 

Berufsausbildungen bzw. Weiterbildungen, womit das Abstellen auf das 

oberste Kompetenzniveau 4 – trotz teilweiser Tätigkeit in leitender 

Funktion – nach Auffassung des Bundesgerichts nicht gerechtfertigt war.

2.5.3.2. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass sich auch das Abstellen auf 

das Kompetenzniveau 2 nur dann rechtfertigen liesse, wenn der 

Versicherte über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfüge, trifft dies 

zwar grundsätzlich zu (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_5/2020 

- 23 -

vom 22. April 2020 E.5.3.2, 8C_732/2018, 8C_742/2018 vom 26. März 

2019 E.8.2.1 und 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E.4.2.2). Wie in der 

vorstehenden Erwägung 2.5.2 dargelegt, verfügt der Beschwerdeführer 

aber durchaus auch für adaptierte, leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Arbeiten mit überwiegend sitzender Haltung über 

spezifische (theoretische und praktische) Fähigkeiten und Kenntnisse, 

welche, entgegen seiner Ansicht, durchaus mehr als leichte bis maximal 

mittelschwere (sitzende) Arbeiten im Sinne von Hilfsarbeiten des 

Kompetenzniveaus 1 (im Sektor 3 [Dienstleistungen]) erlauben. Speziell 

zu benennen sind etwa Sachbearbeitungs- und/oder 

(Geschäfts-)Führungsaufgaben generell im Bereich (Aus-)Bauhandwerk 

oder auch im vorgelagerten (Grosshandels-)Vertrieb inkl. Beratung zu 

entsprechenden Produkten, wozu ihn seine jahrelangen praktischen 

Fachkenntnisse im Ausbaugewerbe besonders qualifizieren. Dabei ist 

auch noch darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer 

zwischenzeitlich mit Mitteilung vom 4. Juni 2020 noch einen Intensiv-

Staplerkurs zur Verbesserung seiner logistischen Fertigkeiten gewährt hat 

(siehe SUVA-act. 209 und 217).

2.5.3.3. Die Beschwerdegegnerin verweist auf das Urteil des Bundesgerichts 

8C_878/2018 vom 21. August 2019, wo bei einem gelernten 

Koch/Küchenchef und Chef-Traiteur, der langjährig im Traiteur-

/Comestiblesbereich verschiedener Unternehmungen tätig war und zuletzt 

auch eine leitende Funktion im Betrieb besetzte sowie für den weltweiten 

Wareneinkauf verantwortlich gewesen war, das Invalideneinkommen auf 

Basis des Kompetenzniveaus 3 im Sektor Grosshandel (Ziff. 45-46) 

ermittelt worden war. Die Voraussetzungen des Kompetenzniveaus 3 

(komplexe praktische Tätigkeiten, die ein grosses Wissen in einem 

Spezialgebiet voraussetzen), sah das Bundesgericht dabei namentlich als 

erfüllt an, weil sich der dortige Versicherte im Verlauf der Jahre ein 

beachtliches Wissen auf diesem Gebiet erarbeiten konnte. Ausserdem 

- 24 -

gelangte das Bundesgericht zum Schluss, dass die Gründe für den 

vorzeitigen Abbruch einer kaufmännischen Ausbildung nicht relevant 

seien und das Fehlen eines solchen Abschlusses in diesem Fall nicht ins 

Gewicht falle. So habe der frühere Geschäftspartner bestätigt, dass der 

Versicherte durchaus in der Lage gewesen sei, dessen Stellvertretung zu 

übernehmen und kleinere administrative Tätigkeiten ausserhalb der 

Verantwortlichkeit/Zuständigkeit des Wareneinkaufs zu übernehmen 

(siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_878/2018 vom 21. August 2019 E.5.1 

und 5.2.1 f.).

2.5.3.4. Zur Einordnung der dem Beschwerdeführer im vorliegenden Fall noch 

zumutbaren Verweistätigkeit in ein Kompetenzniveau sind auch noch 

folgende Fälle aus der Rechtsprechung richtungsweisend:

2.5.3.5. Im Urteil des Bundesgerichts 8C_832/2019, 8C_3/2020 vom 5. Mai 2020 

wurde die vorinstanzliche Bemessung des Invalideneinkommens durch 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden im Verfahren S 18 49 

gestützt auf das Kompetenzniveau 1 geschützt. Der dortige Versicherte 

konnte die grobmanuell belastende Bauhandwerkertätigkeit als 

(selbständiger) Plattenleger infolge chronischer belastungsabhängiger 

Schmerzen nicht mehr ausführen. Die SUVA hatte dannzumal das 

Valideneinkommen anhand des Kompetenzniveaus 2 bemessen. In einer 

adaptierten Tätigkeit (ohne Heben von Lasten mit einem Gewicht über 

einem Kilogramm und der Unzumutbarkeit von Tätigkeiten auf Leitern und 

Arbeiten mit grobmanuellen Werkzeugen, mit vibrierenden Maschinen 

sowie dem Ziehen und Schieben von schwereren Lasten über der 

Gewichtslimite) bestand hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bzw. 

war eine im Vergleich zur früheren grobmanuellen Bauhandwerkertätigkeit 

körperlich weniger belastende Arbeit weiterhin vollschichtig zumutbar. Im 

zitierten Fall hatte der Versicherte ausser der Grundschule in Italien keine 

Berufsausbildung abgeschlossen und in der Schweiz ausschliesslich 

manuell im Baugewerbe gearbeitet. Für die Administration seiner 

- 25 -

selbständigen Erwerbstätigkeit war er auf die Unterstützung durch seine 

Ehefrau angewiesen und seine Deutschkenntnisse waren mangelhaft, 

wodurch auch die von der Invalidenversicherung eingeleiteten 

Umschulungsmassnahmen beeinträchtigt wurden. Das Bundesgericht 

schloss daraus, dass beim Versicherten, der bisher ausschliesslich auf 

dem Bau gearbeitet habe, die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit 

aufgrund der unbestritten massgebenden Zumutbarkeitsbeurteilung ins 

Gewicht fielen. Ausserdem habe die Vorinstanz in nicht zu 

beanstandender Beweiswürdigung darauf geschlossen, dass der 

Versicherte seine eigentliche Handwerkstätigkeit nicht mehr ausüben 

könne, auch wenn ihm körperlich weniger belastende Tätigkeiten noch 

vollschichtig zumutbar blieben. Seien dem Versicherten ohne 

Berufsausbildung die bisher ausgeübten grobmanuellen 

Bauhandwerkertätigkeiten nicht mehr zumutbar, rechtfertige es sich unter 

den gegebenen Umständen, das Invalideneinkommen basierend auf dem 

massgebenden statistischen Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1 zu 

ermitteln (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_832/2019, 8C_3/2020 vom 

5. Mai 2020 E.7 ff.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_53/2019 vom 

9. Mai 2019, in welchem dem Versicherten, der in einem Kleinstbetrieb als 

selbständigerwerbender, ungelernter Fensterbauer fast ausschliesslich 

handwerklich tätig war, bei einer verbleibenden zumutbaren körperlich 

leichten, handwerklichen oder arbeitsvorbereitenden Tätigkeit in einem 

Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen auf Basis des 

Kompetenzniveaus 1 angerechnet wurde). 

2.5.3.6. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden entschied im Urteil 

S 17 26 vom 27. Februar 2018, dass die Unfallversicherung das 

Invalideneinkommen des Versicherten, der auch selbst handwerklich tätig 

war, zu Recht anhand des Kompetenzniveaus 3 festgelegt habe. Dem 

Versicherten waren aus unfallversicherungsrechtlicher Perspektive noch 

leichte bis mittelschwere Arbeitstätigkeiten ganztags ohne häufiges 

- 26 -

Treppen- und Leitersteigen und ohne Tätigkeiten, die ein kraftvolles 

Zupacken erfordern und bei denen Schläge und Vibrationen auf Hände 

und Vorderarme fortgeleitet würden, sowie keine Tätigkeiten mit häufigen 

Umwendbewegungen zumutbar. Der dortige Versicherte hatte sowohl 

eine Lehre als Maurer als auch als Hochbauzeichner absolviert. Zudem 

war er während fünfzehn Jahren als selbständiger Architekt tätig, danach 

führte er als Maler und Geschäftsführer eine eigene Firma. Ausserdem 

hatte er weitere Ausbildungen in Baubiologie und Spezialisierungskurse 

für Harzbeschichtungen absolviert. Nach eigenen Angaben des 

Versicherten kümmerte er sich als Geschäftsführer insbesondere um die 

Büroarbeiten, das Offertwesen, die Kundenakquisition, die Logistik sowie 

das Magazin und half auf der Baustelle bei leichteren Arbeiten mit. 

Angesichts dieses beruflichen Werdegangs, bei dem sich der dortige 

Versicherte in verschiedenen Gebieten (Architektur, Bau- und 

Malergewerbe) vertieftes praktisches und theoretisches Wissen 

angeeignet hatte, ging das streitberufene Gericht mit der Ansicht der 

Unfallversicherung einig, dass der Versicherte trotz der ausgewiesenen 

Beschwerden weiterhin über verwertbare spezifischere Fähigkeiten und 

Ressourcen verfüge, die es ihm ermöglichten, auch anspruchsvolleren 

Tätigkeiten nachzugehen, die mehr spezialisiertes Wissen erforderten, als 

im Kompetenzniveau 2 verlangt werde. Das streitberufene Gericht 

erachtete die Einstufung des dortigen Versicherten in das 

Kompetenzniveau 3, so wie dies die Unfallversicherung vorgenommen 

hatte, als korrekt (siehe Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] S 17 26 vom 27. Februar 2018 E.6.5.3.3 und 6.6.1 f.).

2.5.3.7. Mit Urteil 8C_732/2018, 8C_742/2018 vom 26. März 2019 hiess das 

Bundesgericht eine Beschwerde der Unfallversicherung gut und bestätigte 

den ursprünglichen Einspracheentscheid, in welchem die 

Unfallversicherung das Invalideneinkommen anhand des 

Kompetenzniveaus 2 ermittelt hatte. Der Fall betraf einen gelernten 

- 27 -

Zimmermann, der bei einer von ihm geführten Firma tätig war, die 

Polierschule sowie Buchhaltungs- und Personalführungskurse besucht 

und vier Mitarbeitende sowie zwei Lehrlinge beschäftigt hatte. Zwar war 

ihm die angestammte Tätigkeit als Zimmermann gesundheitsbedingt nicht 

mehr zumutbar, jedoch war er immer noch in der Lage, einen eigenen 

Betrieb zu führen. Dabei erledigte er (abends und am Wochenende 

während ca. 10 Stunden bzw. zu ca. 10 %) auch administrative Aufgaben 

und hatte gegenüber seinen vier Angestellten und zwei Lehrlingen 

Führungs- und Ausbildungsaufgaben wahrzunehmen. Das Bundesgericht 

schloss daraus, dass er über die dazu nötigen, besonderen Fähigkeiten 

verfügte (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_457/2017 vom 

11. Oktober 2017 E.6.3). In einer leidensadaptierten, überwiegend 

sitzenden Tätigkeit, unterbrochen von kurzen Gehstrecken ohne 

Gewichtsbelastung und kurzen Stehepisoden, bestand eine 100%ige 

arbeitsfähig. Es sei der Unfallversicherung beizupflichten, dass der 

Versicherte auch in vorwiegend sitzenden Positionen handwerkliche 

Arbeiten ausüben könne, womit es sich rechtfertige, dem Versicherten 

beim Invalideneinkommen den Zentralwert (Median) gemäss Zeile Total 

des LSE-Kompetenzniveaus 2 anzurechnen (siehe Urteil des 

Bundesgerichts 8C_732/2018, 8C_742/2018 vom 26. März 2019 E.5.2 

und 8.1 ff.).

2.5.3.8. Im Urteil 8C_624/2018 vom 11. März 2019 erachtete das Bundesgericht 

bei einem adaptierten Leistungsprofil, wonach dem über eine 

kaufmännische Weiterbildung verfügenden Versicherten – der als Key 

Account Manager und später selbständiger Eventmanager tätig war – 

noch leichte Bürotätigkeiten in einem Pensum von 60 % mit der 

Möglichkeit, die Körperposition zu wechseln und immer wieder eine kleine 

Pause einzulegen zumutbar waren, das von der Vorinstanz als 

massgebend betrachtete Kompetenzniveau 2 für rechtskonform. Das vom 

dortigen Versicherten verlangte Heranziehen des Kompetenzniveaus 1 

- 28 -

(einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) bzw. des 

(ehemaligen) Anforderungsniveaus 4 entsprach gemäss Bundesgericht 

hingegen weder seinem beruflichen Hintergrund noch dem 

gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil für eine adaptierte Tätigkeit (siehe 

Urteil des Bundesgerichts 8C_624/2018 vom 11. März 2019 E.4.3).

2.5.3.9. Im Urteil 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 hielt das Bundesgericht fest, 

dass die Vorinstanz das Invalideneinkommen des Versicherten zu Recht 

auf Basis des Kompetenzniveaus 1 bestimmt hat (siehe Urteil des 

Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E.4.2.2). Der dortige 

Versicherte führte zwar während vielen Jahren seinen Kleinbetrieb 

(selbständiger Plattenleger), wobei ihm die handwerklichen Tätigkeiten 

nunmehr aber nicht mehr zumutbar waren. Während seiner 30-jährigen 

selbständigen Erwerbstätigkeit führte er keinerlei administrative 

Tätigkeiten aus, weil seine Ehefrau die Büroarbeiten (vollständig) erledigte 

(siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 

E.4.2.2).

2.5.3.10. Im Urteil des Bundesgerichts 8C_307/2017 vom 26. September 2017 

wurde bei einer Physio-/Hippotherapeutin, welcher trotz unfallbedingter 

Gesundheitsschädigung die Ausübung einer leidensangepassten 

Tätigkeit ganztägig und ohne grössere Einschränkungen zumutbar war, 

das Invalideneinkommen seitens der Unfallversicherung anhand des 

Kompetenzniveaus 3, Rubrik Gesundheits- und Sozialwesen, ermittelt. 

Dies unter Berücksichtigung der absolvierten Aus- und Weiterbildungen, 

des beruflichen Werdeganges (langjährige Erfahrung als Physio- und 

Hippotherapeutin und die Tätigkeit in der Administration sowie die Leitung 

einer Firma) und der Zumutbarkeit von Umschulungsmassnahmen (siehe 

Urteil des Bundesgerichts 8C_307/2017 vom 26. September 2017 

E.5.2.1).

- 29 -

2.5.3.11. Im Urteil 9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 ging das Bundesgericht mit der 

Vorinstanz einig, dass für die Bemessung des Invalideneinkommens für 

einen gelernten Akkordmetzger, der den Beruf langjährig ausgeübt hatte 

und zuletzt als selbständiger Akkordmetzger mit eigener GmbH tätig war, 

auf das Kompetenzniveau 3 in der angestammten Branche der Nahrungs- 

und Getränkeherstellung abzustellen sei. Dabei hatte der dortige 

Versicherte im Entscheidzeitpunkt eine Stelle als technischer Kaufmann in 

einem Fleischverarbeitungsbetrieb inne. Das Bundesgericht hielt fest, 

dass der erlernte Beruf auch nach gesundheitsbedingter Aufgabe 

Bestandteil der Ausbildung bleibe. Angesichts dessen sowie der Erfahrung 

des Versicherten aus der Selbständigkeit liege es nahe, dass ihm in der 

angestammten Branche der Fleischverarbeitung leidensangepasste 

"komplexe praktische Tätigkeiten welche ein grosses Wissen in einem 

Spezialgebiet voraussetzen" grundsätzlich offen stünden. Dem dortigen 

Versicherten wurden gutachterlich Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

infolge degenerativer Veränderungen an der Hals- und 

Lendenwirbelsäule, einen chronischen Tennisellenbogen rechts, 

beginnende Kniearthrose beidseits sowie eine nichtentzündliche 

Sehnenerkrankung mit Sehnenverkalkung der Achillessehnen beidseits 

attestiert. Nach der Expertise bestand eine Arbeitsfähigkeit von 

mindestens 80 %, ganztägig umsetzbar bei erhöhtem Pausenbedarf für 

leidensangepasste Tätigkeiten (ausschliesslich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 

zwei bis drei Kilogramm körpernah und nicht repetitiv, keine langen 

Gehstrecken, kein repetitives Treppensteigen/Besteigen von Leitern etc., 

keine Einnahme von Zwangspositionen der Kniegelenke, keine repetitive 

Beanspruchung des rechten Ellenbogens und der Beachtung 

rückenökonomischer Grundsätze bezüglich Arbeitsumgebung). Das 

Bundesgericht hielt ausserdem fest, dass der dortige Versicherte bereits 

in der orthopädischen Begutachtung von verschiedenen Anstellungen als 

Betriebs- bzw. Produktionsleiter in der Fleischverarbeitung berichtet habe, 

- 30 -

die jeweils einzig an verlangten Einsätzen "an der Front" als Metzger 

gescheitert seien. Gemäss Bundesgericht rechtfertigte sich das Abstellen 

auf das Kompetenzniveau 3 in der Branche der Nahrungs- und 

Getränkeherstellung bereits ohne Berücksichtigung der (abgebrochenen) 

Umschulung zum technischen Kaufmann (siehe Urteil des Bundesgerichts 

9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 E.3 und 5.2.1 f.).

2.5.4. Aus der vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechung lassen sich für die 

Wahl des Kompetenzniveaus zur Bestimmung des Invaliden- bzw. der 

Vergleichseinkommen die im konkreten Fall bei einer versicherten Person 

vorhandenen Aus- und Weiterbildungen, der berufliche Werdegang und 

die Berufserfahrung, weitere Kenntnisse und Fähigkeiten, die allfällige 

Zumutbarkeit von Umschulungsmassnahmen sowie die verbliebenen 

gesundheitlichen Einschränkungen als massgebliche Kriterien 

identifizieren. Die in den vorstehenden Erwägungen 2.5.3.1 ff. erwähnte 

Rechtsprechungsauswahl spricht für die Wahl eines höheren 

Kompetenzniveaus als dasjenige des vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Kompetenzniveaus 1. Die immerhin gewisse Parallelen zum 

vorliegenden Fall aufweisenden, vorstehend erwähnten Fälle, bei denen 

auf das Kompetenzniveau 1 abgestellt wurde, sind beispielsweise mit der 

vorliegenden Situation des (muttersprachlich Deutsch sprechenden) 

Beschwerdeführers insofern nicht vergleichbar, als dass dieser gemäss 

der vorstehenden Erwägung 2.5.2 über seinen breiten, langjährigen 

beruflichen Erfahrungsschatz in der Baubranche, insbesondere im 

Gipserbereich, hinaus über ein vielfältiges Aus- und 

Weiterbildungsportfolio (auch in administrativen Tätigkeiten) verfügt und 

dieses mit einem Informatikanwenderkurs für technische Kaufleute weiter 

vertieft wurde. Der Beschwerdeführer bringt zwar zu Recht vor, dass sich 

das Abstellen auf das Kompetenzniveau 2 gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung nur dann rechtfertigen liesse, wenn der Versicherte über 

besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfüge. Letzteres trifft aber 

- 31 -

gerade auf ihn in jedem Fall zu, verfügt er doch aufgrund seiner 

Erwerbsbiografie mit mehreren Aus- und Weiterbildungen für adaptierte, 

leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten mit überwiegend 

sitzender Haltung über spezifische (theoretische und praktische) 

Fähigkeiten und Kenntnisse, welche, entgegen seiner Ansicht, durchaus 

mehr als leichte bis maximal mittelschwere (sitzende) Arbeiten im Sinne 

von Hilfsarbeiten des Kompetenzniveaus 1 (im Sektor 3 

[Dienstleistungen]) erlauben. Speziell zu benennen sind etwa 

Sachbearbeitungs- und/oder (Geschäfts-)Führungsaufgaben generell im 

Bereich (Aus-)Bauhandwerk oder auch im vorgelagerten 

(Grosshandels-)Vertrieb inkl. Beratung zu entsprechenden Produkten, 

wozu ihn seine jahrelangen praktischen Fachkenntnisse im 

Ausbaugewerbe besonders qualifizieren. Somit rechtfertigt sich jedenfalls 

das vom Beschwerdeführer verlangte Abstellen auf das 

Kompetenzniveau 1 für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht 

(vgl. dazu etwa Urteile des Bundesgerichts 8C_832/2019, 8C_3/2020 vom 

5. Mai 2020 E.7 ff. und 8C_732/2018, 8C_742/2018 vom 26. März 2019 

E.8.1 ff.).

2.5.5. Es bleibt die Frage zu beantworten, ob die Beschwerdegegnerin für die 

Bemessungen des Invalideneinkommens zu Recht auf das 

Kompetenzniveau 3 (Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein 

grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) und somit einen 

monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bzw. Median) über alle 

Wirtschaftszweige (Zeile Total) für Männer gemäss der Tabelle TA1 der 

LSE 2018 von CHF 7'189.-- abgestellt hat.

2.5.6. Der Beschwerdeführer verlangt zunächst in Abweichung von der 

allgemeinen Regel, dass innerhalb des gewählten Kompetenzniveaus 

nicht auf das Total aller Wirtschaftszweige, sondern lediglich auf den Wert 

des Sektors 3 (Dienstleistungen) abgestellt wird. Wie in der vorstehenden 

Erwägung 2.5.3.2 bereits ausgeführt, beschränkt sich der Fächer der dem 

- 32 -

Beschwerdeführer noch offenstehenden Betätigungsmöglichkeiten nicht 

nur auf die Wirtschaftszweige des Sektors 3 (Dienstleistungen). Denn in 

erster Linie ist mit Blick auf die noch zumutbare Verweistätigkeit an eine 

solche als Sachbearbeiter in der (Aus-)Baubranche, speziell im 

Gipserbereich, oder auch als Geschäftsführer eines handwerklichen 

(Aus-)Baubetriebes zu denken, die den Wirtschaftszweigabteilungen 41-

43 aus dem Sektor 2 (Produktion) zuzuordnen sind (vgl. dazu die NOGA 

2008 Klassifizierung der Wirtschaftszweige in der Tabelle TA1 der LSE 

2018 des BfS sowie BfS, NOGA 2008 Allgemeine Systematik der 

Wirtschaftszweige, Erläuterungen, Neuchâtel 2008, S. 121 ff.). Auch wenn 

das ebenfalls bereits erwähnte Betätigungsfeld des vorgelagerten 

(Grosshandels-)Vertriebes inkl. Beratung zu entsprechenden Produkten, 

der Wirtschaftszweigabteilung 46 aus dem Sektor 3 "Dienstleistungen" 

zuzuordnen ist (vgl. dazu BfS, NOGA 2008 Allgemeine Systematik der 

Wirtschaftszweige, Erläuterungen, Neuchâtel 2008, S. 131 ff.) ist es 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mangels hinreichend 

zuverlässiger, statistischer Aussagekraft unzulässig, aus (zwei) 

verschiedenen Zentralwerten (Median) der LSE-Tabellen einen Mittelwert 

zu bilden und diesen dann der Validen- oder 

Invalideneinkommensberechnung zugrunde zu legen (siehe BGE 142 V 

178 E.2.5.7; Urteile des Bundesgerichts 8C_58/2021 vom 30. Juni 2021 

E.4.1.2, 9C_72/2017 vom 19. Juli 2017 E.4.2.2 und 8C_192/2013 vom 

16. August 2013 E.7.2.2). Zudem ist es dem Beschwerdeführer trotz 

seiner körperlichen Einschränkungen laut dem Belastungsprofil weiterhin 

möglich, in überwiegend sitzenden Positionen leichte bis mittelschwere 

wechselbelastende handwerkliche Arbeiten auch in Produktions- bzw. 

produktionsnahen Betrieben auszuüben. In diesem Sinne sprach die IV-

Stelle dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 4. Juni 2020 denn auch 

einen Intensiv-Staplerkurs zur Verbesserung seiner logistischen 

Fertigkeiten zu (siehe SUVA-act. 209 und 217). Damit ist aber – der Regel 

entsprechend und entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht – auf 

- 33 -

den Totalwert der LSE 2018 für das gewählte Kompetenzniveau 

abzustellen, weil sich die in Frage kommenden Arbeitsstellen sowohl im 

Sektor 2 als auch Sektor 3 befinden können.

2.5.7.1. Die Beschwerdegegnerin stellt für die Bemessung des 

Invalideneinkommens auf das Kompetenzniveau 3 ab, welches komplexe 

praktische Tätigkeiten, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 

voraussetzen, umfasst. Dafür beruft sie sich – wie in der vorstehenden 

Erwägung 2.5.3.3 bereits erwähnt – auf das Urteil des Bundesgerichts 

8C_878/2018 vom 21. August 2019. Tatsächlich weist dieser Fall 

überzeugende Parallelen zum vorliegenden auf. Der dortige Versicherte, 

welcher gelernter Koch/Küchenchef und Cheftraiteur war, besetzte zuletzt 

ebenfalls eine leitende Funktion, wobei er für den weltweiten 

Wareneinkauf verantwortlich war. Das Bundesgericht kam zum Schluss, 

dass sich der dortige Versicherte im Verlauf der Jahre ein beachtliches 

Wissen auf seinem Tätigkeitsgebiet erarbeiten konnte, womit das 

Abstellen auf das Kompetenzniveau 3 in der Branche Grosshandel 

(Wirtschaftszweigabteilungen 45-46) im Rahmen der Ermittlung des 

Invalideneinkommens nicht zu beanstanden war. Ausserdem sprach auch 

der vorzeitige Abbruch einer kaufmännischen Ausbildung nicht gegen das 

Heranziehen des Kompetenzniveaus 3, weil die Fähigkeiten für kleinere 

administrative Tätigkeiten des Versicherten auch ausserhalb seiner 

Verantwortlichkeit/Zuständigkeit des Wareneinkaufs anderweitig 

ausgewiesen waren (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_878/2018 vom 

21. August 2019 E.5.1 und 5.2.1 f.). Im Urteil 9C_156/2020 vom 9. Juli 

2020 hielt das Bundesgericht fest, dass der erlernte Beruf auch nach der 

gesundheitsbedingten Aufgabe Bestandteil der Ausbildung bleibe und 

dem dortigen Versicherten – angesichts seiner Erfahrung als 

selbständiger Akkordmetzger mit eigener GmbH – in der angestammten 

Branche der Fleischverarbeitung leidensangepasste komplexe praktische 

Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 

- 34 -

voraussetzten, grundsätzlich offen stünden. Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens rechtfertige sich das Abstellen auf das 

Kompetenzniveau 3 in der (angestammten) Branche der Nahrungs- und 

Getränkeherstellung (Wirtschaftszweigabteilungen 10-11) bereits ohne 

Berücksichtigung der (abgebrochenen) Umschulung zum technischen 

Kaufmann und es könne offenbleiben, ob mit Blick auf die abgebrochene 

Ausbildung zum technischen Kaufmann nicht allenfalls der Beizug des 

Kompetenzniveaus 4 (Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und 

Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches 

Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) in Frage käme (siehe Urteil 

des Bundesgerichts 9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 5.2.1 f. sowie die 

vorstehende Erwägung 2.5.3.11). Das Urteil des Bundesgerichts 

8C_307/2017 vom 26. September 2017 weist insofern Parallelen zum 

vorliegenden Fall auf, als auch die dortige Versicherte über Aus- und 

Weiterbildungen verfügte. Ausserdem hatte sie an ihrem Arbeitsplatz 

langjährige praktische Erfahrungen gesammelt sowie auch administrative 

und Leitungsaufgaben in den Firmen übernommen. Nach den 

Feststellungen des Bundesgerichts verfüge sie über fundierte Kenntnisse 

und Fähigkeiten im Gesundheitswesen, die sie auch im administrativen 

Bereich einsetzen könne (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_307/2017 

vom 26. September 2017 E.5.2.1 sowie die vorstehende 

Erwägung 2.5.3.10).

2.5.7.2. Der Beschwerdeführer verfügt gemäss der vorstehenden Erwägung 2.5.2 

ebenfalls über spezifische Kenntnisse und Erfahrungen in administrativen, 

arbeitsvorbereitenden und leitenden Tätigkeiten infolge seiner 

angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Gipserbetriebes. Diese 

Fähigkeiten sind namentlich mit dem Diplom für Unternehmensführung 

SIU aber auch der bisherigen, durchaus erfolgreichen Tätigkeit als 

Geschäftsführer der K._____ GmbH ausgewiesen. Das Diplom für 

Unternehmensführung SIU umfasste insgesamt 440 Lektionen in den 

- 35 -

Bereichen Unternehmensführung (Beschaffung, Qualitäts- und 

Projektmanagement, Marketing, Steuern, Versicherungswesen, 

Informatik), Personalwesen, Rechnungswesen, Volkswirtschaft und Recht 

(siehe SUVA-act. 169 S. 3 ff. und die vorstehende Erwägung 2.5.2). 

Ausserdem enthielten auch noch weitere absolvierte Weiterbildungen 

bzw. entsprechende Ausbildungsmodule Themen wie etwa 

Preiskalkulation, AVOR und Baustellenlogistik, Konstruktions- und 

Baustofflehre sowie Bauphysik und Bauchemie (siehe SUVA-act. 169 

S. 2, 8 und 10). Ausserdem ergibt sich aus dem Bericht zur Besprechung 

bei der SUVA vom 23. September 2019 das unveränderte Jobprofil des 

Beschwerdeführers, wonach seine Tätigkeit bei der K._____ GmbH auch 

5 % Akquisition, 5 % Rapportwesen/Ausmessen und 10 % Offertwesen 

beinhalte. Dies neben 80 % manuellem Wirken auf den Baustellen (siehe 

SUVA-act. 166 S. 1).

2.5.7.3. Damit ist aber der Schluss der Beschwerdegegnerin, wonach dem 

Beschwerdeführer infolge seiner Aus- und Weiterbildung und seiner 

gesamten Erwerbskarriere auch komplexe, leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Sachbearbeitungs- bzw. Führungstätigkeiten, die ein 

grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen, sowohl im Sektor 2 

des (Aus-)Baugewerbes als auch im gewissen Bereichen des Sektors 3 

(namentlich [Grosshandels-]Vertriebes inkl. Beratung zu entsprechenden 

Produkten des [Aus-]Baugewerbes) durchaus zumutbar sind, nicht zu 

beanstanden (vgl. auch VGU S 17 26 vom 27. Februar 2018 E.6.5.3.3 und 

6.6.1 f. sowie die vorstehende Erwägung 2.5.3.6). So wie das 

Bundesgericht dies in den einschlägigen Urteilen 9C_156/2020 vom 9. Juli 

2020, 8C_878/2018 vom 21. August 2019 und 8C_307/2017 vom 

26. September 2017 bestätigt hat. Im Gegensatz etwa zu den Urteilen des 

Bundesgerichts 9C_156/2020 vom 9. Juli 2020 und 8C_878/2018 vom 

21. August 2019 schloss vorliegend der Beschwerdeführer im Mai 2007 

eine Sachbearbeitungs- und Führungsausbildung mit dem Diplom für 

- 36 -

Unternehmensführung SIU tatsächlich erfolgreich ab (siehe IV-act. 68 

S. 169 ff.), was das Abstellen auf das Kompetenzniveau 3 umso mehr 

rechtfertigt. Daran ändert auch nichts, dass in den genannten Urteilen des 

Bundesgerichts jeweils auf das Kompetenzniveau 3 der angestammten 

Branchen abgestellt wurde. Denn vorliegendenfalls läge der Medianwert 

für Männer gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2018 für das angestammte 

Baugewerbe (Wirtschaftszweigabteilungen 41-43) mit CHF 7'390.-- 

ohnehin höher als der von der Beschwerdegegnerin – auch gemäss der 

vorstehenden Erwägung 2.5.6 zu Recht herangezogene – Totalwert von 

CHF 7'189.-- für das Kompetenzniveau 3.

2.6. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können persönliche und 

berufliche Merkmale der versicherten Person wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität 

oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung 

Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben, weshalb ein – im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzender – auf höchstens 

25 % begrenzter Leidensabzug von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen 

zu ermittelnden Invalideneinkommen vorgenommen werden kann, soweit 

anzunehmen ist, dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende 

Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E.4.2.1) nur mit 

unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann (siehe 

BGE 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5b/bb-

cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_393/2020 vom 21. September 2020 

E.3.1, 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1 und 9C_787/2018, 

9C_795/2018 vom 19. Juli 2019 E.6.2). 

Betreffend die Anerkennung eines leidensbedingten Abzuges bzw. dessen 

Höhe ist grundsätzlich zu beachten, dass ein medizinisches Anforderungs- 

und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum 

hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der 

- 37 -

Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der 

erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter 

Berücksichtigung der Fähigkeiten, der Ausbildung und der 

Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage 

kommen. Nur wenn – auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – unter 

Berücksichtigung solcher personen- oder arbeitsplatzbezogenen 

Einschränkungen kein genügend grosses Spektrum an zumutbaren 

Verweistätigkeiten besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) 

Abzug vom (Tabellen-)Lohn (siehe Urteile des Bundesgerichts 

8C_433/2020 vom 15. Oktober 2020 E.8.1 und 8.2.2, 8C_151/2020 vom 

15. Juli 2020 E.6.2 und 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 E.5.2.2). Die in der 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltenen 

gesundheitlichen Einschränkungen dürfen zudem nicht zusätzlich in die 

Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 

doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (siehe BGE 146 

V 16 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_390/2020 vom 25. November 

2020 E.4.3, 8C_393/2020 vom 21. September 2020 E.3.1, 9C_283/2020 

vom 17. August 2020 E.7.1.1 und 8C_586/2019 vom 24. Januar 2020 

E.4.1).

Betreffend die konkrete Höhe des Leidensabzuges ist auch zu beachten, 

dass das streitberufene Gericht sein eigenes Ermessen nicht ohne 

Weiteres an dasjenige der Beschwerdegegnerin stellen kann (siehe 

BGE 137 V 71 E.5.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_829/2019 vom 

6. März 2020 E.4.3.1, 9C_363/2017 vom 22. Juni 2018 E.2.2, 

8C_552/2017 vom 18. Januar 2018 E.5.5 und 8C_114/2017 vom 11. Juli 

2017 E.3.3).

2.6.1 Der Beschwerdeführer begründet einen leidensbedingten Abzug vom 

Tabellenlohn von mindestens 10 % damit, dass er seit Jahren im gleichen 

Betrieb gearbeitet habe und nun in einer adaptierten Tätigkeit mit starken 

Einschränkungen konfrontiert sei, welche seine Leistungsfähigkeit 

- 38 -

sicherlich verminderten. Ein (potenzieller) Arbeitgeber würde die 

(gesundheitlichen) Einschränkungen lohnmindernd berücksichtigen, 

weshalb höchstens ein Invalideneinkommen von CHF 57'084.15 (recte 

CHF 57'289.--) erzielbar sei. Bei einem Valideneinkommen von 

CHF 130'000.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 56 %. Wollte man den 

Leidensabzug mit der Begründung nicht gewähren, die Einschränkungen 

seien bereits im Kompetenzniveau berücksichtigt, so müsse zwingend auf 

das Kompetenzniveau 1 abgestellt werden.

2.6.2. Der vom Beschwerdeführer verlangte leidensbedingte Abzug von 

mindestens 10 % ist nach Ansicht der Beschwerdegegnerin vorliegend 

hingegen nicht gerechtfertigt. Rechtsprechungsgemäss sei in Fällen, wo 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten noch zumutbar seien, kein 

Leidensabzug vorzunehmen. Solche Tätigkeiten seien dem 

Beschwerdeführer noch zumutbar, womit ein entsprechender Abzug vom 

Tabellenlohn entfalle. Auch die hohe Anzahl Dienstjahre im Unfallbetrieb 

wirkten sich in aller Regel nicht lohnsenkend in einem neuen Betrieb aus. 

2.6.3. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er aufgrund der 

langen Betriebszugehörigkeit und infolge von starken Einschränkungen in 

einer adaptierten Tätigkeit einen Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 

mindestens 10 % einfordert. Dies kann aus der RAD-Einschätzung von 

Dr. med. J._____ (siehe dazu bereits die vorstehende Erwägung 2.5.1), 

wonach dem Beschwerdeführer noch leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten in überwiegendem Sitzen ganztägig ohne 

monoton-repetitive Bewegungs- und Haltungsmuster des Rückens, ohne 

repetitive Überschulterarbeiten, ohne Tätigkeiten in überwiegendem 

Gehen und Stehen, ohne häufiges Gehen im Gelände, ohne Steigen auf 

Leitern und Gerüste, ohne häufiges Treppensteigen sowie ohne 

Einnehmen einer Kniehocke in einem 100 %-Pensum bzw. ganztags ohne 

zusätzliche Leistungsminderung zumutbar sei, nicht abgeleitet werden. 

Ebensowenig ergibt sich dies aus der massgebenden kreisärztlichen 

- 39 -

Einschätzung von Dr. med. I._____ vom 23. September 2019, wonach 

dem Beschwerdeführer leichte bis mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeiten in überwiegendem Sitzen ohne überwiegendes Gehen und 

Stehen, häufigem Gehen im Gelände, Steigen auf Leitern und Gerüste, 

häufigem Treppensteigen und dem Einnehmen einer Kniehockeposition 

sowie körpernahes Heben und Tragen von Lasten über 15 kg zumutbar 

seien. Entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht folgt daraus, wie in 

den vorstehenden Erwägungen 2.5.1 ff. ausführlich dargelegt, aber auch 

nicht, dass bei einer Verweigerung eines entsprechenden Abzuges 

zwingend nur das Kompetenzniveau 1 in Frage käme. Der 

Beschwerdeführer verkennt damit die ihm noch offenstehenden, objektiv 

und realistischerweise zumutbaren Verweistätigkeiten, die dem 

Kompetenzniveau 3 zuzuordnen sind. Dies auch, weil das medizinische 

Anforderungs- und Belastungsprofil in erster Linie das Spektrum der 

erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingrenzt, welches unter 

Berücksichtigung der Fähigkeiten, der Ausbildung und der 

Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage 

kommen. Entscheidend ist also die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret 

in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer 

Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen (siehe Urteile 

des Bundesgerichts 8C_433/2020 vom 15. Oktober 2020 E.8.2.2, 

8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E.6.2 und 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 

E.5.2.2). Dafür bestehen angesichts der Fähigkeiten des 

Beschwerdeführers in den verbliebenen Betätigungsfeldern keine 

hinreichenden Anhaltspunkte. Das Bundesgericht hat in verschiedenen 

Entscheiden denn auch festgehalten, dass eine langjährige Betriebstreue 

mit Blick auf den Anfangslohn grundsätzlich positiv zu werten ist und somit 

einen allfälligen Verlust eines möglichen lohnrelevanten Vorteils infolge 

lang dauernder Anstellung abmindern oder sogar aufzuheben vermag (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 9C_407/2019 vom 28. August 2019 E.4.4.3, 

- 40 -

8C_552/2017 vom 18. Januar 2018 E.5.4.1, 9C_477/2016 vom 

23. November 2016 E.4.2 und 8C_586/2008 vom 15. Januar 2009 E.4.3). 

Andere anerkannte Gründe, die vorliegend einen Abzug vom Tabellenlohn 

rechtfertigen könnten (siehe dazu die vorstehende Erwägung 2.6), sind 

nicht ersichtlich.

3. Schliesslich ist noch auf die Frage einzugehen, ob die 

Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen zu Unrecht auf 

CHF 123'645.-- anstatt – wie vom Beschwerdeführer verlangt – auf 

CHF 130'000.-- festgelegt hat. Für die Festsetzung des 

Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung – sowohl für die 

Invaliden- als auch die obligatorische Unfallversicherung – für die 

Bemessung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte 

Person im massgebenden Zeitpunkt des (frühestmöglichen) 

Rentenbeginns als Gesunde überwiegend wahrscheinlich tatsächlich 

verdient hätte. Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich 

festzusetzen. Da die bisherige Erwerbstätigkeit erfahrungsgemäss 

fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, 

der vor Eintritt der (massgebenden) Gesundheitsschädigung erzielt wurde. 

Dieser Lohn ist, wenn nötig, der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung anzupassen. Ausnahmen davon müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (siehe zum Ganzen 

BGE 144 I 103 E.5.3, 139 V 28 E.3.3.2, 135 V 58 E.3.1, 134 V 322 E.4.1 

und BGE 129 V 222 E.4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_563/2020 

vom 7. Dezember 2020 E.2.4, 8C_795/2019 vom 25. März 2020 E.3.2, 

8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E.6.2.1 und 8C_85/2015 vom 28. Oktober 

2015 E.4.2; VGU S 18 49 vom 5. November 2019 E.9.2, bestätigt mit Urteil 

des Bundesgerichts 8C_832/2019, 8C_3/2020 vom 5. Mai 2020 E.5 und 

6.1). Dabei ist zu beachten, dass für die Bemessung des 

Valideneinkommens in der Unfallversicherung nach jenem hypothetischen 

Verdienst zu fragen ist, welchen die versicherte Person ohne 

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unfallbedingte Schädigungen (überwiegend) wahrscheinlich erzielen 

würde. Dies kann, muss sich aber nicht mit dem mutmasslichen Verdienst 

als gesunde Person decken (siehe Urteile des Bundesgerichts 

8C_227/2019 vom 13. September 2019 E.4.2, 8C_759/2017 vom 8. Mai 

2018 E.2.1 und 8C_363/2017 vom 22. November 2017 E.4). Der 

versicherte Verdienst gemäss Art. 15 UVG ist zudem klar vom 

Valideneinkommen zu unterscheiden (siehe Urteile des Bundesgerichts 

8C_165/2016 vom 29. August 2016 E.5.1, 8C_316/2010 vom 6. August 

2010 E.5, 8C_530/2009 vom 1. Dezember 2009 E.5 ff. und 7 ff. und 

8C_434/2009 vom 11. November 2009 E.3 ff. und E.4 ff.). Für die 

Ermittlung des Valideneinkommens kann sowohl in der Unfall- als auch 

der Invalidenversicherung unter Umständen auch auf die während einer 

längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittseinkommen abgestellt werden 

(siehe Urteile des Bundesgerichts 8C_450/2020 vom 15. September 2020 

E.4.2.5 und 9C_651/2019 vom 18. Februar 2020 E.6.2). Das 

Valideneinkommen kann sowohl bei selbständig als auch unselbständig 

erwerbenden Personen grundsätzlich auch auf der Basis der Einträge im 

Individuellen Konto (IK) bestimmt werden, wobei das IV-rechtlich 

massgebende hypothetische Vergleichseinkommen grundsätzlich mit 

dem AHV-rechtlich beitragspflichtigen Einkommen parallelisiert ist (siehe 

Urteile des Bundesgerichts 8C_328/2020 vom 3. September 2020 E.2.1 f. 

und 4.4.1 sowie 8C_443/2018 vom 30. Januar 2019 E.2.1; FLÜCKIGER, in: 

Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Unfallversicherungsgesetz [nachfolgend BSK-UVG], Basel 2019, Art. 18 

Rz. 21 und 32). Weist das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte 

Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung 

getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren 

Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (siehe Urteile des 

Bundesgerichts 8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.6.3, 8C_581/2020, 

8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 E.6.1, 8C_328/2020 vom 

3. September 2020 E.2.2 und 8C_567/2013 vom 30. Dezember 2013 

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E.2.2.2). Betreffend das Verhältnis der Invaliditätsbemessung der Unfall- 

und der Invalidenversicherung ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stellen 

und die Unfallversicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen 

Fall selbständig vorzunehmen haben. Sie dürfen sich ohne weitere eigene 

Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des 

Unfallversicherers oder der IV-Stelle begnügen. Dennoch sind bereits 

abgeschlossene Invaliditätsfestlegungen mitzuberücksichtigen. So ist 

etwa auch nicht zu beanstanden, wenn ein kantonales 

Versicherungsgericht in einem unfallversicherungsrechtlichen Verfahren 

zur Bestimmung des aussagekräftigen Valideneinkommens aufgrund der 

besonderen Situation einen IK-Auszug über 14 Jahre berücksichtigt, 

obwohl IV-Stelle beim gleichen Versicherten nur 5 Jahre berücksichtigt 

hatte (siehe BGE 133 V 549 E.6.1 und 131 V 362 E.2.2; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_581/2020, 8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 E.6.5.1 

f. und 8C_441/2013 vom 3. März 2014 E.6.2). 

3.1. Der Beschwerdeführer kritisiert also auch das von der 

Beschwerdegegnerin der Invaliditätsbemessung per 2019 zugrunde 

gelegte Valideneinkommen von CHF 123'645.--. Dieses betrage vielmehr 

CHF 130'000.--, so wie es auch der Berechnung der 

Krankentaggeldleistungen der Krankentaggeldversicherung zugrunde 

gelegt worden sei. Ausserdem erhalte er auch weiterhin von der K._____ 

GmbH monatliche Leistungen von CHF 10'000.-- (zzgl. 13. Monatslohn).

3.2. Die Beschwerdegegnerin führte betreffend das Valideneinkommen 

hingegen aus, dem IK-Auszug lasse sich nur entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer in den Jahren 2014 bis 2016 jeweils 130'000.-- 

verdiente, bevor im Jahre 2017 das (gegenüber der Ausgleichskasse 

deklarierte) Einkommen krankheitsbedingt nicht mehr CHF 130'000.-- 

betragen habe. Somit hätte er auch ohne den Rückfall im Juli 2019 im 

Jahre 2019 nicht mehr CHF 130'000.-- verdient. Das Valideneinkommen 

von CHF 123'645.-- sei auch dann nicht zu beanstanden, wenn man es 

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rechtsprechungsgemäss anhand des vor Eintritt der Invalidität während 

einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienstes – bei stark 

schwankenden Einkommensverhältnissen wie vorliegend – bestimmen 

würde. Wenn der Beschwerdeführer im Hinblick auf das von ihm geltend 

gemachte Valideneinkommen von CHF 130'000.-- vorbringe, dass er von 

der K._____ GmbH weiterhin monatliche Leistungen CHF 10'000.-- (zzgl. 

13. Monatslohn) erhalten habe, seien die aufgelegten Lohnabrechnungen 

insoweit schon zu hinterfragen, als dass auch nach dem Rentenbeginn am 

1. Oktober 2019 ein Monatslohn von CHF 10'000.-- ausgewiesen werde. 

Würde der Beschwerdeführer nach dem Rentenbeginn weiterhin 

tatsächlich CHF 10'000.-- pro Monat verdienen, so wäre sein Anspruch auf 

eine Invalidenrente generell in Frage zu stellen, weil dann eine 

unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit nicht mehr 

ersichtlich wäre. Der Beschwerdeführer könne auch nichts daraus 

ableiten, dass die Taggeldleistungen der Krankentaggeldversicherung auf 

Basis eines Jahreslohnes von CHF 130'000.-- ermittelt worden seien. Die 

Beschwerdegegnerin sei bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht 

daran gebunden und der für die Bemessung der Taggelder (der 

Krankentaggeldversicherung) versicherte Verdienst könne nicht mit dem 

Valideneinkommen gleichgesetzt werden. 

3.3. Die Beschwerdegegnerin weist grundsätzlich zu Recht darauf hin, dass 

eine unfallbedingte Invalidität bzw. eine bleibende oder längere Zeit 

andauernde (teilweise) Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 18 Abs. 1 

UVG und Art. 8 ATSG sogar in Frage stehen könnte, wenn der 

Beschwerdeführer – ausgehend von den Lohnabrechnungen der von ihm 

geführten K._____ GmbH – weiterhin ein (unvermindertes) monatliches 

Bruttoeinkommen von CHF 10'000.-- (zzgl. 13. Monatslohn) im mass-

gebenden Zeitpunkt erwirtschaftete. In den Lohnabrechnungen für das 

gesamte Jahr 2019 wird ein Bruttolohn von insgesamt CHF 123'247.-- 

ausgewiesen (siehe Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 7). Die von 

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dem K._____ GmbH für die Jahre 2018 und 2019 an die 

Beschwerdegegnerin gemeldeten Bruttolöhne sowie die UVG-Basis bzw. 

der UVG-Lohn entsprechen gemäss den vom Beschwerdeführer 

eingereichten Abrechnungsunterlagen den in den Lohnausweisen für die 

Jahre 2018 und 2019 deklarierten Lohnsummen zzgl. 

(Kranken-)Taggelder. Im Lohnausweis für das Jahr 2017 wurde ein 

Bruttolohn von CHF 124'825.-- ("Lohn": CHF 77'386.--; "Taggelder": 

CHF 47'439.--), im Jahr 2018 CHF 123'643.-- ("Lohn": CHF 66'156.--; 

"Taggelder": CHF 57'487.--) und im Jahr 2019 CHF 123'247.-- ("Lohn": 

CHF 60'708.--; "Taggelder": CHF 62'539.--) ausgewiesen (siehe SUVA-

act. 189 S. 2 und SUVA-act. 191 S. 2, Bf-act. 5 ff. und IV-act. 74). Die 

"Lohn"-Angaben für die Jahre 2017 und 2018 stimmen mit den Einträgen 

im IK-Auszug überein (siehe SUVA-act. 170 und IV-act. 65). Im März 2017 

war eine Krankheitsanzeige infolge voraussichtlich länger andauernder 

Arbeitsunfähigkeit zuhanden der Krankentaggeldversicherung erfolgt und 

es bestand namentlich infolge von Schulterbeschwerden eine 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (siehe Bf-act. 4 und IV-

act. 5, IV-act., 6 S. 2, IV-act. 13 f., 74 und 84 S. 10 ff.). Ab Juli 2018 bis 

Ende Februar 2019 war der Beschwerdeführer infolge von 

Rückenschmerzen vollständig arbeitsunfähig geschrieben (siehe IV-

act. 44, 50 ff. und 64). Die Beschwerdegegnerin stützte sich für die 

Bestimmung des Valideneinkommens per 2019 (Rentenbeginn: 

1. Oktober 2019) auf den ihr gemeldeten Bruttolohn des Jahres 2018 von 

gerundet CHF 123'645.-- (siehe SUVA-act. 173 S. 2 und SUVA-act. 189 

S. 2), welcher infolge der sich dazumal auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirkenden, krankheitsbedingten Schulter- und Rückenbeschwerden 

tiefer als noch im Jahren 2014 bis 2016 ausfiel. In den Jahren 2014 bis 

2016 lässt sich dem IK-Auszug ein Bruttolohn von CHF 130'000.-- 

entnehmen (siehe SUVA-act. 170 und IV-act. 65). 

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Wenn die Beschwerdegegnerin nun gemäss dem allgemeinen Grundsatz, 

wonach für die Bemessung des Valideneinkommens in der Regel vom 

letzten Lohn ausgeht, der vor (Wieder-)Eintritt der unfallbedingten 

Gesundheitsschädigung (tatsächlich) erzielt wurde, ist dies vorliegend 

nicht zu beanstanden. Denn dieser Validenlohn muss im Bereich der 

Unfallversicherung nicht in jedem Fall dem hypothetischen Lohn als 

Gesunder entsprechen. Dies wäre nur der Fall, wenn keine weiteren, nicht 

unfallbedingten leistungsschmälernden gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen vorhanden wären (siehe Urteile des Bundesgerichts 

8C_227/2019 vom 13. September 2019 E.4.2, 8C_759/2017 vom 8. Mai 

2018 E.2.1 und 8C_363/2017 vom 22. November 2017 E.4).

Daran vermag auch die – unter Einreichung entsprechender 

Lohnabrechnungen erfolgte – Darstellung des in der K._____ GmbH 

einzelzeichnungsberechtigen Beschwerdeführers nichts zu ändern, 

wonach er ohne Unfall bzw. Rückfall weiterhin einen Jahreslohn von 

CHF 130'000.-- (Brutto) erhalten hätte.

Blendete man die sich bereits vor der Zusprache der Invalidenrente der 

SUVA per 1. Oktober 2019 auf die Arbeitsfähigkeit und den 

Bruttojahreslohn auswirkenden krankheitsbedingten Einschränkungen 

vollständig aus, indem man auf exakt die im IK-Auszug festgehaltenen 

Beträge abstellte, bringt die Beschwerdegegnerin nicht ganz zu Unrecht 

vor, dass aus dem erheblichen Einbruch des als AHV-pflichtig deklarierten 

(Brutto-)Einkommens in den Jahren 2017 und 2018 relativ kurzfristige und 

auch erhebliche Schwankungen resultieren. Wenn man daraus über 5 

bzw. 10 Jahre einen Durchschnittswert ermittelt, resultierte ein 

durchschnittliches Bruttojahreseinkommen von CHF 106'708.-- bzw. 

CHF 111'644.--. Diese wiederum läge deutlich unter dem von der 

Beschwerdegegnerin ihrer Invaliditätsgradbemessung zugrunde gelegten 

Valideneinkommen von CHF 123'645.--.

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Wird zur Plausibilisierung des von der Beschwerdegegnerin der 

Invaliditätsbemessung zugrunde gelegten Valideneinkommens 

schliesslich noch der Medianlohn gemäss der Tabelle TA 1 der LSE 2018 

im höchsten Kompetenzniveau 4 in den Wirtschaftszweigen 41-43 

(Baugewerbe) zum Vergleich herangezogen, resultierte daraus – unter 

Zugrundelegung der betriebsüblichen Arbeitszeit für das Baugewerbe 

(Wirtschaftszweige 41-43) von 41.3 Stunden pro Woche und angepasst 

an die (auch dem Invalideneinkommen zugrunde gelegte, geschätzte) 

Nominallohnentwicklung für das Jahr 2019 sowie aufgerechnet auf ein 

Jahr – ein Betrag von gerundet CHF 109'913.-- (CHF 8'827.-- x 12 : 40 x 

41.3 x 1.005) für ein Vollzeitpensum, welcher deutlich tiefer liegt als das 

von der Beschwerdegegnerin zu Gunsten des Beschwerdeführers 

berücksichtigte Valideneinkommen von CHF 123'645.--.

3.4. Damit ist entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht die Festlegung 

des Valideneinkommen auf CHF 123'645.-- seitens der 

Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Aufgrund der vorstehenden 

Erwägungen beläuft sich das gerundete Invalideneinkommen per 2019 auf 

CHF 90'384.-- (CHF 7'189.-- [LSE 2018, Tabelle TA1, 

Kompetenzniveau 3, Männer, Zeile Total] x 12 : 40 x 41.7 x 1.005), wobei 

kein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist. Bei einem 

Valideneinkommen von CHF 123'645.-- resultiert – wie die 

Beschwerdegegnerin zutreffend berechnet hat – ein Invaliditätsgrad von 

27 %, womit der Einspracheentscheid vom 24. Juni 2020 im Ergebnis 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist.

4. Gemäss aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 82a ATSG sind für das vorliegende 

Verfahren keine Kosten zu erheben. Der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]