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**Case Identifier:** 84a367c4-6da6-5646-b278-176f59b582f2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.07.2023 200 2023 138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-138_2023-07-20.pdf

## Full Text

200 23 138 KV
SCP/TOZ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. Juli 2023

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Advokatin B.________
Beschwerdeführer

gegen

SWICA Krankenversicherung AG 
Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. Januar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene, bei der SWICA Krankenversicherung AG (SWICA re-
sp. Beschwerdegegnerin) obligatorisch krankenpflegeversicherte 
A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) leidet seit Jahren an 
einer Akromegalie. Am 30. Juli 2020 ersuchte Dr. med. C.________, Fach-
arzt für Hormonkrankheiten und Diabetes sowie Allgemeine Innere Medizin, 
Chefarzt Endokrinologie/Diabetologie, Spital D.________, für den Versi-
cherten um Kostengutsprache für eine zahnärztliche Beurteilung mit der 
Begründung, der Versicherte habe seit Jahren einen unbefriedigenden 
Zahnstatus. Er habe einen Zahn verloren und es sei durchaus denkbar, 
dass dies durch die Akromegalie mitbedingt bzw. verursacht sei (Akten der 
SWICA [act. II] 1). Gestützt auf medizinische Abklärungen lehnte die 
SWICA am 4. September 2020 eine Kostenübernahme ab, weil die geplan-
ten zahnärztlichen Massnahmen nicht in direktem Zusammenhang mit der 
Grunderkrankung (Akromegalie) stünden; es lägen vermeidbare Schäden 
wie Karies und auch auffällige parodontale Befunde vor. Am 3. Mai 2021 
stellte Dr. med. dent. G.________, leitender Oberarzt der Klinik 
E.________, bei der SWICA ein Gesuch um Kostenübernahme einer 
zahnmedizinischen Behandlung im Rahmen von vier Dentalhygiene-
Sitzungen (inklusive Instruktion zur häuslichen Mundhygiene und 
Ernährungslenkung) sowie einer zahnmedizinischen Versorgung des Ober- 
(Räumung aller verbliebenen Zähne, Immediatprothese und definitive To-
talprothese) und Unterkiefers (Extraktion der Zähne 47, 37 und 35, Krone 
46, Drahtklammerprothese und Teilprothese; act. II 7 S. 1). Mit Schreiben 
vom 20. Mai 2021 (act. II 8) hielt die SWICA an der Verneinung ihrer Leis-
tungspflicht fest. Am 28. Juni 2021 ersuchte der Versicherte die SWICA um 
eine nochmalige Prüfung des Kostengutsprachegesuchs (act. II 9). Die 
SWICA holte eine Stellungnahme ihres Vertrauenszahnarztes Dr. med. 
dent. F.________ (act. II 10) ein und hielt gestützt darauf mit Verfügung 
vom 10. August 2021 (act. II 12) an ihrem leistungsverneinenden Entscheid 
fest. Eine hiergegen erhobene Einsprache (act. II 13 und 29) wies sie mit 
Entscheid vom 23. Januar 2023 (act. II 30) ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin B.________, 
am 23. Februar 2023 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheides sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, die Kosten der Zahnbehandlungen gemäss Kostenübernahmege-
such von Dr. med. dent. G.________ vom 3. Mai 2021 zu übernehmen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, damit diese nach Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen 
erneut über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers entscheide.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. März 2023 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

In der prozessleitenden Verfügung vom 27. März 2023 fasste der Instruk-
tionsrichter die sich derzeit präsentierende Sachlage zusammen und for-
derte den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Folgen bei Verletzung 
der Mitwirkungspflicht auf, dem Gericht weitere Angaben unter anderem 
zur zahnmedizinischen und dentalhygienischen Vorsorge der letzten zehn 
Jahre bekannt zu geben.

Am 21. April 2023 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme ein 
und beantragte, es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 der 
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) durchzu-
führen.

Entsprechend dem mit Schreiben vom 25. April 2023 daraufhin erfolgten 
Ersuchen des Instruktionsrichters reichte Dr. med. Dr. med. dent. 
H.________ (Nachfolger des den Beschwerdeführer früher behandelnden 
Zahnarztes Dr. med. dent. I.________) am 3. Mai 2023 die den Beschwer-
deführer betreffenden Behandlungsunterlagen (act. III) ein. 

Auf die in der Folge gegebene Gelegenheit zur Einreichung von Schluss-
bemerkungen verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 5. Mai 
2023 auf eine Stellungnahme. Der Beschwerdeführer hielt mit Zuschrift 
vom 9. Juni 2023 an seinem bisher vertretenen Standpunkt fest. 

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Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Juni 2023 setzte der Instruktions-
richter den Termin für die öffentliche Schlussverhandlung fest. Gleichzeitig 
gab er den Parteien die Zusammensetzung der Spruchbehörde bekannt.

Am 5. Juli 2023 teilte die Beschwerdegegnerin dem Gericht telefonisch mit, 
auf eine Teilnahme an der öffentlichen Schlussverhandlung zu verzichten.

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 6. Juli 2023 ist der Beschwer-
deführer mit seiner Rechtsvertreterin erschienen. Letztere bestätigte und 
begründete im Rahmen ihres Schlussvortrages die in der Beschwerde ge-
stellten Anträge. Anschliessend trug der Beschwerdeführer in eindrück-
licher Weise vor, inwiefern die Tumorerkrankung seine Lebensführung be-
einträchtigt hat und mit welchen persönlichen, finanziellen und gesundheit-
lichen Problemen er zu kämpfen hatte. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 23. Januar 
2023 (act. II 30). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 
Kosten für die beantragte Zahnsanierung (vgl. act. II 7) zu übernehmen hat. 

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-- (vgl. act. II 7 S. 3 f.), wes-
halb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Leistungen, deren Kosten von der obligatorischen Kranken-
pflegeversicherung bei Krankheit zu übernehmen sind, werden in Art. 25 
des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung 
(KVG; SR 832.10) in allgemeiner Weise umschrieben. Im Vordergrund ste-
hen die Leistungen der Ärzte und Ärztinnen, dann aber auch der Chiroprak-
toren und Chiropraktorinnen sowie der Personen, die im Auftrag von Ärzten 
und Ärztinnen Leistungen erbringen (BGE 129 V 80 E. 1.1 S. 82, 128 V 135 
E. 2a S. 136, 127 V 328 E. 2 S. 330).

Die Leistungen der Zahnärzte und Zahnärztinnen sind in Art. 25 KVG nicht 
aufgeführt. Die Kosten dieser Leistungen sollen im Krankheitsfalle der 
obligatorischen Krankenpflegeversicherung nur in eingeschränktem Masse 
überbunden werden, nämlich wenn die zahnärztliche Behandlung durch 
eine schwere, nicht vermeidbare Erkrankung des Kausystems (Art. 31 
Abs. 1 lit. a KVG) oder durch eine schwere Allgemeinerkrankung oder ihre 
Folgen bedingt (Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG) oder zur Behandlung einer 
schweren Allgemeinerkrankung oder ihrer Folgen notwendig ist (Art. 31 
Abs. 1 lit. c KVG).

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2.2 Gestützt auf Art. 33 Abs. 2 und 5 KVG i.V.m. Art. 33 lit. d der Ver-
ordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV; SR 
832.102) hat das Departement des Innern in der Verordnung vom 29. Sep-
tember 1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversi-
cherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV; SR 832.112.31) diese 
zahnärztlichen Behandlungen in den Art. 17 bis 19a aufgelistet. In Art. 17 
KLV werden die schweren, nicht vermeidbaren Erkrankungen des 
Kausystems aufgezählt, bei denen daraus resultierende zahnärztliche Be-
handlungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu über-
nehmen sind. In Art. 18 KLV werden die schweren Allgemeinerkrankungen 
und ihre Folgen aufgelistet, die zu zahnärztlicher Behandlung führen kön-
nen und deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 
zu tragen sind. Hier müssen die Allgemeinerkrankungen oder ihre Folgen 
schwer sein, nicht hingegen die dadurch bedingte Erkrankung des Kausys-
tems (BGE 127 V 339 E. 2b S. 341). In Art. 19 KLV werden die schweren 
Allgemeinerkrankungen aufgezählt, bei denen die zahnärztliche Massnah-
me notwendiger Bestandteil der Behandlung darstellt. Art. 19a KLV 
schliesslich beschlägt die Pflichtleistungen des Krankenversicherers, die 
durch ein Geburtsgebrechen bedingt sind. 

In BGE 124 V 185 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (heute 
Bundesgericht) entschieden, dass die in Art. 17 - 19 KLV erwähnten Er-
krankungen, welche von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu 
übernehmende zahnärztliche Behandlungen bedingen, abschliessend auf-
gezählt sind. Daran hat es in ständiger Rechtsprechung festgehalten (BGE 
129 V 80 E. 1.3 S. 83, 128 V 135 E. 2c S. 137).

2.3 Gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 
KLV übernimmt die Krankenversicherung die Kosten der zahnärztlichen 
Behandlungen, die durch die Stoffwechselerkrankung Akromegalie oder 
ihre Folgen bedingt und zur Behandlung des Leidens notwendig sind. 
Rechtsprechungsgemäss löst Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG i.V.m. Art. 18 KLV
 – analog zu Art. 31 Abs. 1 lit. a KVG i.V.m. Art. 17 KLV – nur bei nicht 
vermeidbaren Erkrankungen des Kausystems Pflichtleistungen aus. Dabei 
muss nicht die schwere Allgemeinerkrankung, sondern die Kausystemer-
krankung unvermeidbar gewesen sein. Dieser Auslegung der genannten 

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Bestimmungen liegt der Gedanke zu Grunde, dass von einer versicherten 
Person eine genügende Mundhygiene erwartet wird. Diese verlangt 
Anstrengungen in Form täglicher Verrichtungen, namentlich die Reinigung 
der Zähne, die Selbstkontrolle der Zähne, soweit dem Laien möglich, des 
Ganges zum Zahnarzt, wenn sich Auffälligkeiten am Kausystem zeigen, 
sowie periodischer Kontrollen und Behandlungen durch den Zahnarzt (ein-
schliesslich einer periodischen professionellen Dentalhygiene). Sie richtet 
sich nach dem jeweiligen Wissensstand der Zahnheilkunde (BGE 128 V 59 
E. 4a S. 62 f.). 

Unter vermeidbar im Sinne der obigen Ausführungen fällt alles, was durch 
eine genügende Mund- und Zahnhygiene vermieden werden könnte. Abzu-
stellen ist dabei grundsätzlich auf eine objektive Vermeidbarkeit der Kau-
systemerkrankung. Massgebend ist demzufolge, ob beispielsweise Karies 
oder Parodontitis hätte vermieden werden können, wenn die Mund- und 
Zahnhygiene genügend gewesen wäre, dies ohne Rücksicht darauf, ob die 
versäumte Prophylaxe im Einzelfall als subjektiv entschuldbar zu betrach-
ten ist (BGE 128 V 59 E. 4b S. 63). Bei lediglich erschwerter Durchführung 
einer genügenden Mundhygiene liegt keine Unvermeidbarkeit vor (GEB-
HARD EUGSTER, Die obligatorische Krankenversicherung, in ULRICH MEYER 
[Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, So-
ziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 557 Rz. 488).

2.4

2.4.1 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grund-
sätzen des Sozialversicherungsprozesses. Danach hat das Gericht von 
Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen 
oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung 
und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser 
Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in 
den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 122 V 
157 E. 1a S. 158).

2.4.2 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-

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den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 
S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 222; SVR 2022 ALV Nr. 27 S. 98 E. 5.1). Für 
eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die objektive Beweislast bei der 
leistungsansprechenden Person (BGE 121 V 204 E. 6a S. 208).

2.4.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest, dass der Beschwerdeführer an der 
Stoffwechselerkrankung Akromegalie im Sinne von Art. 18 Abs. 1 lit. b 
Ziff. 1 KLV leidet (act. II 1 S. 1). Die Akromegalie ist eine ausgeprägte se-
lektive Vergrösserung der Akren nach dem Wachstumsalter aufgrund einer 
Überproduktion von STH (Somatotropes Hormon) im Hypophysenvorder-
lappen (HVL). Ursache ist meist ein hormonproduzierendes HVL-Adenom. 
Klinisch kommt es zu einer charakteristischen Vergröberung der Gesichts-
züge und zur Vergrösserung der Extremitätenakren (vgl. PSCHYREMBEL, 
Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 38; vgl. auch Atlas der Erkran-
kungen mit Auswirkungen auf das Kausystem der Schweizerischen 
Zahnärzte-Gesellschaft SSO, 4. Aufl. 2018, S. 73 [abrufbar unter 

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<www.sso.ch>]). Dies wird von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten 
und insoweit verkennt der Beschwerdeführer, wenn er – wie anlässlich der 
öffentlichen Schlussverhandlung vom 6. Juli 2023 geltend gemacht – an-
nimmt, seine schwere und grundsätzlich anspruchsbegründende Allge-
meinerkrankung werde von der Beschwerdegegnerin nicht ernstgenom-
men. 

Umstritten ist, ob die Beschwerdegegnerin für die zahnärztliche Behand-
lung gemäss Kostenvoranschlag von Dr. med. dent. G.________ vom 
29. April 2021 (act. II 7 S. 3 f.) aufgrund von Art. 18 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 KLV 
aufzukommen hat und dabei insbesondere, ob die behandlungsbedürftigen 
Zahnschäden durch die Akromegalie als schwere Allgemeinerkrankung 
oder ihre Folgen bedingt sind und ob sie vermeidbar gewesen wären. 

3.2 Diesbezüglich ist den Akten Folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Der behandelnde Zahnarzt Dr. med. dent. J.________ führte im 
Formular "Zahnschäden gemäss KVG Befunde/Kostenvoranschlag" vom 
22. Juli 2020 (act. II 3) als Diagnosen ein teilbezahntes Erwachsenenge-
biss mit desolaten Füllungen und kariösen Läsionen sowie kaum putzbare 
Weichteilverhältnisse (act. II 3 S. 1), und als diagnostische Massnahmen 
mit Befundangabe "mehrere kariöse Läsionen, desolate Füllungen, sehr 
viel Abstand zwischen den Zähnen, Gingivitis, Gingivawucherung palatinal 
-> sehr schwierig zum Putzen, sehr grosse Zunge (Makroglossie), grosse 
Rezessionen, Knochenabbau buccal" auf (act. II 3 S. 2 Ziff. 5). Unter der 
Rubrik "Vorschläge für die Zwischenbehandlung - voraussichtlicher weiterer 
Verlauf" vermerkte der Zahnarzt eine Füllung der kariösen Läsionen, das 
Einsetzen eines Stiftaufbaus sowie einer CEREC-Krone 11 und eine re-
gelmässige Zahnreinigung. Selbst mit diesen Behandlungen würden immer 
wieder neue Probleme auftreten, da sich die Kieferknochen sowie die 
Weichteile immer weiter verändern würden und die Zähne kaum putzbar 
seien (act. II 3 S. 2 Ziff. 6).

3.2.2 Am 30. Juli 2020 (act. II 1) hielt Dr. med. C.________ als Diagno-
se unter anderem eine Akromegalie (Erstdiagnose im Oktober 2010) fest 
(act. II 1 S. 1). Der Beschwerdeführer habe seit Jahren einen unbefriedi-
genden Zahnstatus. Er habe einen Zahn verloren und es sei durchaus 

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denkbar, dass dies durch die Akromegalie mitbedingt bzw. verursacht sei. 
Der Arzt ersuchte um Kostengutsprache für eine zahnärztliche Beurteilung 
(act. II 1 S. 2).

3.2.3 Auf entsprechende Nachfrage hin teilte die Praxis des Dr. med. 
dent. J.________ am 31. August 2020 der Beschwerdegegnerin mit, der 
Beschwerdeführer sei in den letzten zehn Jahren nie bei ihr zur professio-
nellen Zahnreinigung in Behandlung gewesen (act. II 5 S. 1 und 7).

3.2.4 Im Kostengutsprachegesuch vom 3. Mai 2021 (act. II 7) stellte Dr. 
med. dent. G.________ als intraorale Diagnosen ein insuffizient versorgtes 
adultes Lückengebiss, eine Parodontitis Stage 3 Grade 2 sowie diverse 
kariöse Läsionen im Ober- und Unterkiefer. Er pflichte dem 
Vertrauenszahnarzt der Beschwerdegegnerin insoweit bei, als dass die 
Zahnschäden nicht alleine auf die Grunderkrankung Akromegalie 
zurückgeführt werden könnten. Die Akromegalie scheine aber ein Co-
Faktor zu sein, da die grössten parodontalen und kariösen Schäden an den 
posterioren Zähnen zu finden seien. Diese Zähne könne der Beschwerde-
führer aufgrund der grossen Hände kaum pflegen. Als Behandlungsplan 
schlug Dr. med. dent. G.________ folgende Massnahmen vor: vier Dental-
hygiene-Sitzungen (inklusive Instruktion zur häuslichen Mundhygiene und 
Ernährungslenkung) sowie eine zahnmedizinische Versorgung des Ober- 
(Räumung aller verbliebenen Zähne, Immediatprothese und definitive To-
talprothese) und Unterkiefers (Extraktion der Zähne 47, 37 und 35, Krone 
46, Drahtklammerprothese und Teilprothese; act. II 7 S. 1).

3.2.5 Dazu Stellung nehmend führte der Vertrauenszahnarzt Dr. med. 
dent. F.________ am 28. Juli 2021 aus, die Fotoaufnahmen vom 30. Juli 
2020 zeigten ein parodontal angeschlagenes Gebiss (Frontzahnbereich) 
mit viel Plaque im marginalen Bereich sowie viele Beläge an der Unterkie-
ferfront. Bei den Röntgenaufnahmen vom 11. Dezember 2018, 6. Septem-
ber 2019, 16. Juli 2020 und 18. August 2020 seien ausgedehnte kariöse 
Läsionen vor allem im Seitenzahnbereich ersichtlich. In der Oberkieferfront 
seien insuffiziente Wurzelbehandlungen erkennbar. Dieser Zustand sei 
keine Folge der Akromegalie. Diese könne zwar Auswirkungen auf die 
Grösse der Zahnbögen, Kiefergelenksbeschwerden und das Wachstum 
haben, ein direkter Einfluss auf Karies oder Parodontitis bestehe hingegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 11

nicht (act. II 10 S. 2). Als Massnahmen resp. Hilfsmittel zur korrekten 
Mund- und Zahnhygiene (trotz grosser Hände und Zunge) zählte der Ver-
trauenszahnarzt elektrische Zahnbürsten mit grossen Schäften, Munddu-
schen mit breiten Griffen (z.B. von AirFloss) sowie elektrische Interden-
talbürsten mit breiten Griffen (z.B. von UBrush, T-Care) auf (act. II 10 S. 2 
f.). Sodann könnten Fluoridierungsschienen eine Reduktion der Kariesakti-
vität bewirken. Ebenso könnten Spüllösungen der Kariesaktivität und auch 
der Parodontitis entgegenwirken. Ferner sollten regelmässige professionel-
le Zahnreinigungen, z.B. alle drei Monate, durchgeführt werden mit allfälli-
ger Anpassung der Abstände. Bei mangelhafter Hygienequalität sei auch 
eine Verkürzung der Intervalle zwischen den Röntgenkontrollen zu empfeh-
len (z.B. jährliche Röntgenuntersuchungen, um gegebenenfalls kariöse 
Läsionen rechtzeitig zu erkennen und behandeln). Als letzte Möglichkeit 
wäre eine operative Zungenverkleinerung in Betracht zu ziehen, dies je-
doch nur als allerletzte Option. Zur Frage, ob der Verlust von Zähnen auf 
das Kieferwachstum zurückzuführen sei, hielt der Vertrauenszahnarzt fest, 
dass in der Literatur lediglich eine mögliche Lockerung der Zähne erwähnt 
werde, welche jedoch nicht auf eine Parodontitis zurückzuführen sei und 
auch keine weiteren Probleme bereite. Durch das Kieferwachstum werde 
eine Vergrösserung der Zahnbögen beschrieben und somit entstünden 
zum Teil Lücken zwischen den Zähnen, welche jedoch keinen Einfluss auf 
den Verlust von Zähnen hätten. Im Zusammenhang mit der Akromegalie 
würden vor allem allfällige kieferchirurgische resp. vorgängige kieferor-
thopädische Korrekturen, jedoch nicht Karies- oder Parodontalerkrankun-
gen erwähnt. Gestützt auf die vorliegenden bildgebenden Aufnahmen sei 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit Eintritt der Allgemei-
nerkrankung im Jahre 2010 bis heute nicht viel unternommen habe, um die 
Mundhöhle gesund zu halten. Es hätten weder jährliche zahnärztliche Kon-
trollen noch Röntgenuntersuchungen stattgefunden. Der Vertrauenszahna-
rzt kam zum Schluss, dass die Karies und die Parodontitis mit den erwähn-
ten Hilfsmitteln und Massnahmen vermeidbar gewesen wären (act. II 10 S. 
3).

3.2.6 Dr. med. Dr. med. dent. H.________ berichtete am 3. Mai 2023, 
dass der Beschwerdeführer von 1988 bis 11. Dezember 2009 in regelmäs-
sigen Kontrollen, Zahnreinigungen und Behandlungen bei seinem Vorgän-

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ger Dr. med. dent. I.________ und vom 30. April bis 21. Mai 2012 bei ihm 
zur Füllungstherapie gewesen sei. Danach habe der Beschwerdeführer den 
Zahnarzt gewechselt (in den Gerichtsakten). Dr. med. Dr. med. dent. 
H.________ reichte hierzu die entsprechenden Behandlungsunterlagen ein 
(vgl. act. III). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellun-
gen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 
UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

Auch reine Aktenbeurteilungen können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärzt-
liche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 23. Januar 2023 (act. II 30) massgeblich auf die Akten-
beurteilung ihres Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. F.________ vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 13

28. Juli 2021 (act. II 10 S. 2 f.) gestützt. Dieser erfüllt die vorerwähnten 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringt 
vollen Beweis. Dass der Vertrauenszahnarzt keine persönliche Untersu-
chung des Beschwerdeführers durchgeführt hat (vgl. Beschwerde, S. 6 Ziff. 
II.B.12, und Voten anlässlich der öffentlichen Schlussverhandlung vom 6. 
Juli 2023), ist nicht zu beanstanden, konnte er sich aufgrund der vorhande-
nen medizinischen Akten einschliesslich der bildgebenden Abklärungen 
(act. II 3 S. 4 bis 6) doch ein vollständiges Bild in Bezug auf die hier stritti-
gen Fragen verschaffen, womit vorliegend die Voraussetzungen für eine 
rechtsgenügliche Aktenbeurteilung erfüllt sind (vgl. E. 3.3 hiervor). Es ist 
denn auch nicht davon auszugehen, dass der Vertrauenszahnarzt im Rah-
men einer persönlichen Untersuchung sowohl hinsichtlich des kariösen 
Zustandes als auch betreffend die Durchführung einer adäquaten Zahnhy-
giene zu neuen Erkenntnissen gelangt wäre, sieht doch auch der behan-
delnde Zahnarzt Dr. med. dent. G.________ zur letzteren mittels entspre-
chender Instruktionen ein Verbesserungspotential (act. II 7 S. 1). Mithin ist 
auf die Aktenbeurteilung des Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. 
F.________ vom 28. Juli 2021 (act. II 10 S. 2 f.) abzustellen.

3.4.1 Der Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. F.________ hat in Kennt-
nis der medizinischen Vorakten und unter Bezugnahme auf die bildgeben-
den Untersuchungen vom 11. Dezember 2018, 6. September 2019, 16. Juli 
2020, 30. Juli 2020 und 18. August 2020 (act. II 3 S. 4 bis 6) nachvollzieh-
bar und überzeugend begründet, dass die beim Beschwerdeführer beste-
henden Zahnschäden (ein insuffizient versorgtes adultes Lückengebiss, 
eine Parodontitis Stage 3 Grade 2 und diverse kariöse Läsionen im Ober- 
und Unterkiefer; act. II 7 S. 1) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
direkte Folge der Stoffwechselerkrankung Akromegalie sind (act. II 10 S. 2 
f.). Dies steht im Einklang mit den Beurteilungen von Dr. med. C.________ 
vom 30. Juli 2020 und von Dr. med. dent. G.________ vom 3. Mai 2021, 
wonach die Zahnschäden nicht alleine auf die Grunderkrankung 
Akromegalie zurückzuführen sind (act. II 1 S. 2, act. II 7 S. 1). Dies wird im 
Übrigen vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten (vgl. Beschwerde, S. 
4 Ziff. II.B.10, und Eingabe vom 9. Juni 2023, S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 14

Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die vorliegenden Zahn-
schäden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht allein durch die 
schwere Allgemeinerkrankung Akromegalie bedingt sind. Zu prüfen ist im 
Folgenden, ob diese Zahnschäden bei geeigneter und zumutbarer Prophy-
laxe vermeidbar gewesen wären (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.4.2 Diesbezüglich legte der Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. 
F.________ einleuchtend und schlüssig dar, dass die beim Beschwerde-
führer bestehenden Zahnschäden – trotz der bestehenden Akromegalie 
(bzw. trotz grosser Hände und grosser Zunge) – bei einer optimalen, das 
heisst genügenden und zumutbaren persönlichen (elektrische Zahnbürsten, 
Mundduschen, elektrische Interdentalbürsten, Fluoridierungsschienen, 
Spüllösungen) sowie professionellen Mund- und Zahnhygiene (regelmässi-
ge Dentalhygiene-Behandlungen [mindestens viermal jährlich]) und bei 
einer adäquaten zahnmedizinischen Prophylaxe (regelmässige Kontrollen 
und Überwachung durch den Zahnarzt mit periodischen Röntgenunter-
suchungen) vermeidbar gewesen wären (act. II 10 S. 2 f.). 

3.4.2.1 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag daran 
nichts zu ändern. Soweit er geltend macht, eine adäquate persönliche 
Mund- und Zahnhygiene sei wegen des Schweregrades der Akromegalie 
nicht möglich gewesen (vgl. Beschwerde, S. 5 f. Ziff. II.B.12), steht dies in 
Widerspruch zum Behandlungsplan des behandelnden Zahnarztes Dr. 
med. dent. G.________ vom 3. Mai 2021, welcher unter anderem vier Den-
talhygiene-Sitzungen inklusive einer Instruktion zur häuslichen Mundhygie-
ne und Ernährungslenkung vorsieht (act. II 7 S. 1). Aus dem betreffenden 
Kostengutsprachegesuch gehen keine Anhaltspunkte hervor, welche den 
Schluss nahelegen würden, es wäre dem Beschwerdeführer aufgrund der 
Akromegalie nicht möglich, eine adäquate Mund- und Zahnhygiene zu 
Hause zu betreiben. Dasselbe gilt auch in Bezug auf das Zahnschadenfor-
mular des behandelnden Zahnarztes Dr. med. dent. J.________ vom 22. 
Juli 2020 (act. II 3). An dieser Stelle ist zu betonen, dass dem Beschwerde-
führer – anders als von diesem anlässlich der Schlussverhandlung vom 6. 
Juli 2023 dargelegt – nicht der Vorwurf gemacht wird, die Zähne überhaupt 
nicht geputzt zu haben, sondern einzig geltend gemacht wird, die Zähne 
seien nicht so gereinigt worden, wie es die schwierigen Verhältnisse im 

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Mund- und Kieferbereich erfordern würden. Diese Sichtweise wird denn 
auch vom behandelnden Zahnarzt Dr. med. dent. G.________ bestätigt, 
wenn dieser im Kostengutsprachegesuch vom 3. Mai 2021 (act. II 7) bean-
tragt, der Beschwerdeführer müsse hinsichtlich der dentalhygienischen 
Massnahmen besonders instruiert werden (act. II 7 S. 1). 

3.4.2.2 Weiter erweist sich die Behauptung des Beschwerdeführers, er 
habe sich in regelmässiger zahnmedizinischer und dentalhygienischer Be-
treuung befunden (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. II.B.11), aufgrund der Ab-
klärungen im vorliegenden Verfahren (vgl. prozessleitende Verfügung vom 
27. März 2023, S. 1 Ziff. 1 lit. d) als unzutreffend. Gestützt auf die Angaben 
von Dr. med. Dr. med. dent. H.________ vom 3. Mai 2023 (in den Ge-
richtsakten) bzw. die entsprechenden Behandlungsunterlagen (act. III) ist 
von einer regelmässigen zahnmedizinischen und dentalhygienischen Pro-
phylaxe von 1988 bis 11. Dezember 2009 resp. bis 21. Mai 2012 auszuge-
hen. Den Nachweis, dass eine weitere adäquate zahnmedizinische Vorsor-
ge und eine regelmässige professionelle Zahnpflege bis zur 
Wiederaufnahme der zahnärztlichen Behandlung bei Dr. med. dent. 
J.________ im Juli 2020 (vgl. act. II 3, act. II 5 S. 1 und 7) erfolgt wären, 
konnte der Beschwerdeführer nicht erbringen (vgl. dazu Beschwerde, S. 5 
Ziff. II.B.11; siehe auch prozessleitende Verfügung vom 27. März 2023, S. 
1 Ziff. 1 lit. d). Daran vermögen die in der Eingabe vom 9. Juni 2023 (S. 2; 
in den Gerichtsakten) und anlässlich des Schlussvortrages vom 6. Juli 
2023 dargelegten nichtmedizinischen Gründe (z.B. angespannte finanzielle 
Situation, Stellensuche, betriebsinterne Ausbildung), weshalb die geltend 
gemachten Behandlungen nicht belegt seien bzw. die Vernachlässigung 
der dentalhygienischen und zahnärztlichen Vorsorge entschuldbar sei, 
nichts zu ändern, ist doch nach der Rechtsprechung unerheblich, ob die 
versäumte Prophylaxe im Einzelfall als subjektiv entschuldbar zu betrach-
ten ist (vgl. E. 2.3 hiervor). Mithin trägt der Beschwerdeführer die Folgen 
der Beweislosigkeit (vgl. E. 2.4.2 hiervor) und es ist von einem 
Behandlungsunterbruch für die Zeit von Mai 2012 bis Juli 2020 auszugehen 
(vgl. act. II 3; siehe auch prozessleitende Verfügung vom 4. Mai 2023, S. 1 
Ziff. 1 lit. b f.). Mit Blick darauf kam der Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. 
F.________ nachvollziehbar zum Schluss, dass die seit Eintritt der Allge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 16

meinerkrankung im Jahre 2010 (act. II 1 S. 1) vom Beschwerdeführer 
durchgeführte Mund- und Zahnpflege nicht in genügender Weise erfolgt ist. 

Von weiteren medizinischen Abklärungen – wie sie vom Beschwerdeführer 
beantragt werden (vgl. Beschwerde, S. 2 Ziff. 2 der Rechtsbegehren, und 
Eingabe vom 21. April 2023, S. 2 lit. d) – sind mangels Dokumentation in 
der Zeit nach dem Behandlungsabbruch im Jahre 2012 keine neuen 
entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf solche in anti-
zipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) zu 
verzichten ist. Zusätzliche entscheidrelevante Erkenntnisse sind auch von 
einem allfälligen Vergleich von Röntgenbildern vor und nach Eintritt der 
Allgemeinerkrankung – anders als vom Beschwerdeführer anlässlich der 
Schlussverhandlung vom 6. Juli 2023 vorgebracht – nicht zu erwarten, än-
dert doch das Wachstum resp. die Vergrösserung des Kiefers nichts am 
eigentlichen Kariesbefall der Zähne. 

3.4.2.3 Sodann ist die geltend gemachte erhöhte Anfälligkeit des Be-
schwerdeführers für Karies- und Parodontalerkrankungen aufgrund eines 
erhöhten Blutzuckerspiegels (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. II.A.4) anhand der 
medizinischen Akten nicht erstellt. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel wurde im 
Bericht des Facharztes für Hormonkrankheiten und Diabetes Dr. med. 
C.________ vom 30. Juli 2020 (act. II 1) weder erwähnt noch im Sinne der 
Diagnose eines Diabetes mellitus aufgeführt, hingegen wurde ein 
fortgesetzter Nikotinkonsum festgehalten (act. II 1 S. 2). Diesbezüglich ist 
darauf hinzuweisen, dass Rauchen nach dem aktuellen Wissensstand der 
Zahnheilkunde das Risiko für die Entstehung und das Voranschreiten so-
wohl von Karies (Zerstörung der Zahnhartsubstanzen; vgl. PSCHYREMBEL, 
a.a.O., S. 1962) als auch von Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteap-
parates [Zahnfleischrückgang, Zahnlockerung, Knochenabbau, Zahnver-
lust]; vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1357) deutlich erhöht. Raucher haben 
ein erheblich höheres Risiko als Nichtraucher, ihre Zähne infolge der 
Karies- und Parodontalerkrankungen zu verlieren (vgl. dazu prozessleiten-
de Verfügung vom 27. März 2023, S. 2 Ziff. 1 lit. i). 

3.5 Zusammenfassend bestehen – entgegen der anlässlich der 
Schlussverhandlung vom Beschwerdeführer geäusserten Auffassung – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 17

keine auch nur geringen Zweifel (vgl. E. 3.3 hiervor) an der Aktenbeurtei-
lung des Vertrauenszahnarztes Dr. med. dent. F.________ vom 28. Juli 
2021 (act. II 10 S. 2 f.), weshalb gestützt darauf erstellt ist, dass die vorlie-
genden Zahnschäden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht allein 
durch die schwere Allgemeinerkrankung Akromegalie bedingt sind, indes-
sen mit der Vernachlässigung der Mund- und Zahnhygiene sowie mit der 
langjährigen Nichtbeachtung einer adäquaten zumutbaren zahnmedizini-
schen und dentalhygienischen Prophylaxe, worunter auch ein Rauchver-
zicht fällt (vgl. dazu prozessleitende Verfügung vom 27. März 2023, S. 2 
Ziff. 1 lit. i), Umstände vorliegen, welche mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit gegen die Annahme der Unvermeidbarkeit von 
Zahnschädigungen im hier vorliegenden Ausmass sprechen. 

4.

Nach dem Dargelegten sind bezüglich der beantragten Zahnsanierung 
gemäss Kostenvoranschlag von Dr. med. dent. G.________ vom 29. April 
2021 (act. II 7 S. 3 f.) die Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG 
i.V.m. Art. 18 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 KLV nicht erfüllt, womit eine Leistungs-
pflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung entfällt. An dieser 
Stelle ist anzufügen, dass es sich bei den im Kostenvoranschlag vom 
29. April 2021 (act. II 7 S. 3 f.) mitaufgeführten dentalhygienischen Mass-
nahmen nicht um zahnärztliche Behandlungen im Sinne von Art. 31 Abs. 1 
KVG handelt und die Dentalhygieniker sowie Dentalhygienikerinnen auch 
nicht als Leistungserbringer im Sinne von Art. 35 Abs. 2 KVG bzw. Art. 38 
ff. KVV anerkannt sind, weswegen deren Leistungen von vornherein nicht 
kassenpflichtig sind.

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Januar 2023 (act. II 30) ist 
somit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juli 2023, KV/23/138, Seite 18

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Durchführungsorgan der obli-
gatorischen Krankenpflegeversicherung praxisgemäss keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (vgl. Art. 104 Abs. 4 VRPG in der bis 31. März 
2023 gültig gewesenen Fassung; vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteientschädigun-
gen zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Advokatin B.________ z.H. des Beschwerdeführers 
- SWICA Krankenversicherung AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.