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**Case Identifier:** e31c16df-9170-5189-871f-9e5fe175b2d1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.08.2025 RR.2024.156
**Docket/Reference:** RR.2024.156
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2024-156_2025-08-11

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Ukraine; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Ukraine; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Ukraine; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Ukraine; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 11. August 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Giorgio Bomio-Giovanascini, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Ramon Bühler, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die  

Ukraine 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2024.156 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine führt seit dem 3. Novem-

ber 2017 unter der Verfahrensnummer 52017000000000752 gegen Unbe-

kannt eine Strafuntersuchung wegen Aneignung von Eigentum des Staates 

durch Amtsmissbrauch sowie Annahme eines ungerechtfertigten Vorteils 

durch Amtsträger, begangen nach der Erklärung der Unabhängigkeit der 

Ukraine am 24. August 1991. Beamte der B. Bezirksverwaltung (nachfolgend 

«B.») für die Haupterdölproduktleitung (Z./Ukraine) – damals einer Struktur-

einheit des südwestlichen Unternehmens für Haupterdölproduktleitungen 

des russischen Konzerns C. – hätten eine in der Ukraine befindliche Rohr-

strecke der Hauptölproduktleitung «[…]» unrechtmässig angeeignet und be-

nutzt. 

 

In diesem Zusammenhang gelangten die ukrainischen Behörden mit 

Schreiben vom 25. November 2020 an die Schweiz und ersuchten unter 

anderem um Herausgabe von Bankunterlagen betreffend auf die D. AG 

lautende Konten bei der (damaligen) Bank E. (Verfahrensakten Bundesan-

waltschaft [nachfolgend «Verfahrensakten»], Rubrik 1, Rechtshilfeersuchen 

vom 25. November 2020).  

 

 

B. Nachdem das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») der Bundesanwalt-

schaft am 16. Dezember 2020 gestützt auf Art. 17 Abs. 4 und Art. 79 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 

20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) das ukrainische Rechts-

hilfeersuchen vom 25. November 2020 sowie allfällige Ergänzungsersuchen 

zum Vollzug übertragen hatte, trat die Bundesanwaltschaft am 15. März 

2021 auf das Rechtshilfeersuchen ein (Verfahrensakten, Rubrik 2, Delegati-

onsverfügung vom 16. Dezember 2020, und Rubrik 4, Eintretensverfügung 

vom 15. März 2021).  

 

 

C. Mit ergänzenden Rechtshilfeersuchen vom 29. September 2022 und 12. Ok-

tober 2022 ersuchten die ukrainischen Behörden in der Strafuntersuchung 

Nr. 22021000000000065 gegen F. wegen Hochverrats (Art. 111 StGB-Ukra-

ine), Aneignung von Eigentum des Staates durch Amtsmissbrauch (Art. 191 

StGB-Ukraine) und Geldwäscherei (Art. 209 StGB-Ukraine) die Schweiz um 

weitere Rechtshilfe (Verfahrensakten, Rubrik 1, Rechtshilfeersuchen vom 

29. September 2022 und 12. Oktober 2022).  

 

 

- 3 - 

 

 

D. Am 20. April 2023 ordnete die Bundesanwaltschaft bei der E. AG die 

Herausgabe der Bankunterlagen aller Geschäftsbeziehungen bei denen A., 

Vertragspartei bzw. wirtschaftlich berechtigt sei, Vollmachten besitze oder 

Kontrollinhaber einer juristischen Person sei vom 1. April 2015 bis dato bzw. 

bis zu deren Saldierung an (Verfahrensakten, Rubrik 5, Verfügung vom 

20. April 2023). 

 

 

E. Am 12. Mai 2023 stellte die Bank E. der Bundesanwaltschaft die einverlang-

ten Bankunterlagen im Zeitraum ab Kontoeröffnung bis 20. April 2023 zu 

(Verfahrensakten, Rubrik 5, nicht paginiert).  

 

 

F. Am 10. September 2023 gewährte die Bundesanwaltschaft A. Einsicht in die 

Verfahrensakten, insbesondere in die Unterlagen und Daten, betreffend 

derer sie die Übermittlung an die ersuchende Behörde beabsichtigte (Konto-

unterlagen betreffend das Konto Nr. 1 bei der Bank E., lautend auf A.). Sie 

räumte A. Gelegenheit ein, sich zur beabsichtigen Übermittlung der Beweis-

mittel zu äussern bzw. der vereinfachten Ausführung im Sinne von Art. 80c 

IRSG zuzustimmen (Verfahrensakten, Rubrik 14.108, nicht paginiert).  

 

 

G. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2024 nahm A. Stellung zur beabsichtigten 

Herausgabe der Bankunterlagen an die ukrainischen Behörden (Verfahren-

sakten, Rubrik 14.108, nicht paginiert).  

 

 

H. Mit Schlussverfügung vom 15. November 2024 verfügte die Bundesanwalt-

schaft die Herausgabe der Bankunterlagen des Kontos Nr. 1, lautend auf A., 

bei der Bank E. (Verfahrensakten, Rubrik 16 = act. 1.A). 

 

 

I. Dagegen erhob A. mit Eingabe vom 19. Dezember 2024 bei der Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde. Er beantragt die Aufhe-

bung der Schlussverfügung vom 15. November 2024 und die Abweisung des 

Rechtshilfeersuchens der Ukraine. Eventualiter seien sämtliche nicht rechts-

hilferelevanten Informationen, insbesondere solche, die dem Berufsgeheim-

nis unterliegen oder den Zeitraum vor 2016 betreffen, auszusondern und zu 

schwärzen. Subeventualiter sei die Schlussverfügung aufzuheben und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht 

beantragt A. unter anderem die Sistierung des Verfahrens bis zur Beendi-

gung des Kriegs zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine, das 

- 4 - 

 

 

Einholen einer schriftliche Bestätigung und ergänzender Erläuterung zur 

Rolle des Beschwerdeführers im ukrainischen Strafverfahren sowie um vor-

gängige schriftliche Garantieerklärung über die rechtmässige Verwendung 

der übermittelten Informationen und Nichtverwendung in Strafverfahren 

betreffend Hochverrat und andere politische Straftaten (act. 1, S. 3). 

 

 

J. Das BJ und die Bundesanwaltschaft beantragen mit Schreiben vom 27. bzw. 

31. Januar 2025 die Abweisung der Beschwerde (act. 8). bzw. die Abwei-

sung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 9). Beide Behörden 

verzichteten auf eine weitergehende Beschwerdeantwort. Die Eingaben des 

BJ und der Bundesanwaltschaft wurden A. am 7. Februar 2025 zur Kenntnis 

zugestellt (act. 11). Mit Eingabe vom 18. Februar 2025 liess A. dem Gericht 

einen Nachrichtenbericht zur politischen Lage der Ukraine zukommen 

(act. 12 und 12.1), was dem BJ und der Bundesanwaltschaft am 20. Februar 

2025 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 13). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und der Ukraine sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) und das hierzu ergangene zweite Zusatz-

protokoll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; SR 0.351.12) massgebend. 

Diese werden in concreto ergänzt durch das Übereinkommen vom 8. No-

vember 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und 

Einziehung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; SR 0.311.53) sowie die 

Art. 43 ff. des Übereinkommens vom 31. Oktober 2003 der Vereinten 

Nationen gegen Korruption (UNCAC; SR 0.311.56), in Verbindung mit 

Art. 14 und Art. 23 UNCAC betreffend die Geldwäscherei im Allgemeinen.  

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

finden das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) 

Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 

nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses 

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geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 147 II 432 E. 3.1; 

145 IV 294 E. 2.1; 142 IV 250 E. 3; jeweils m.w.H.). Vorbehalten bleibt die 

Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 E. 7c; 

TPF 2020 64 E. 1.1).  

 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 

lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 

Abs. 1 IRSG). Als persönlich und direkt betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 3 

und Art. 80h lit. b IRSG gilt bei der Erhebung von Kontoinformationen 

namentlich der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV).  

 

 

2.  

2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen Behörden oder der aus-

führenden Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden 

Zwischenverfügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist 

beträgt 30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer 

persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h 

lit. b IRSG). 

 

2.2 Die angefochtene Verfügung bezieht sich auf die Herausgabe von Bankun-

terlagen betreffend das Konto des Beschwerdeführers bei der (ehemaligen) 

Bank E., weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist. Auf die im Übrigen frist-

gerecht erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers ist daher einzutre-

ten. 

 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Sistierung des Verfahrens wegen der 

politischen Lage in der Ukraine bis sich diese stabilisiert habe (act. 1, S. 26).  

 

3.2 Eine Behörde kann auf Antrag oder von Amtes wegen ein bei ihr hängiges 

Verfahren bis zu einem bestimmten Termin oder Ereignis sistieren, wenn 

sich dies durch zureichende Gründe rechtfertigt. Eine Sistierung fällt – selbst 

gegen den Willen von Verfahrensbeteiligten – namentlich dann in Betracht, 

wenn sich unter den gegebenen Umständen ein sofortiger Entscheid mit 

Blick auf die Prozessökonomie nicht rechtfertigen würde. Als Grund für die 

Sistierung des Verfahrens kommt etwa die Hängigkeit eines anderen 

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(gerichtlichen) Verfahrens in Frage, dessen Ausgang für das bei der 

Entscheidbehörde hängige Verfahren von präjudizieller Bedeutung ist. Beim 

Entscheid darüber, ob ein Verfahren sistiert werden soll, kommt der entschei-

denden Behörde ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (statt vieler vgl. 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7484/2015 vom 19. Februar 2016 

E. 3 m.w.H.).  

 

3.3 Richtig ist, dass sich das Land im Krieg und damit in einer Ausnahmesitua-

tion befindet. Dass das Land politisch instabil ist, in einer Weise, die Einfluss 

auf die Funktionsfähigkeit der Justiz hätte, ist nicht bekannt. Bis dato verfü-

gen die Schweizer Behörden und auch das Bundesstrafgericht nicht über 

entsprechende Informationen. Im Gegenteil: ein Blick auf die Website der 

ermittelnden Behörde legt den Schluss nahe, dass diese sehr wohl operativ 

tätig ist (https://www.ssu.gov.ua/en). Die Beschwerdekammer hat denn auch 

seit Kriegsbeginn im Februar 2022 die Rechtshilfe an die Ukraine nicht 

grundsätzlich in Frage gestellt (vgl. die Entscheide des Bundesstrafgerichts 

RR.2022.203-204 vom 27. Juni 2023 E. 9.1 und 9.2; RR.2022.30 vom 

18. Mai 2022 E. 4.2, betreffend Leistung sog. «kleiner Rechtshilfe» mit 

Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1C_81/2022 vom 4. März 2022). 

Daran ist bis auf weiteres festzuhalten. Der Antrag auf Sistierung des 

Verfahrens ist daher abzuweisen. 

 

 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer macht in verschiedener Hinsicht eine Verletzung von 

Art. 2 lit. a und d sowie Art. 3 IRSG geltend. Das Rechtshilfeersuchen vom 

25. November 2020 und die Ergänzungsersuchen seien rein politisch moti-

viert. Aus dem Erlass des Präsidenten der Ukraine vom 19. Februar 2021 

ergebe sich, dass dieser das Nationale Antikorruptionsbüro angewiesen 

habe, die entsprechenden Strafverfahren zu führen. Eine solche präsidiale 

Anordnung widerspreche sämtlichen demokratischen Prinzipien (act. 1, 

S. 8). Dem Rechtshilfeersuchen dürfe ferner auch deshalb nicht entsprochen 

werden, weil die Strafuntersuchung, die dem Rechtshilfeersuchen zugrunde 

liege, unter anderem wegen Hochverrats, mithin einer Strafftat mit politi-

schem Charakter, geführt werde (act. 1, S. 8 ff.). Es bestehe weiter die reale 

Gefahr, dass das ukrainische Strafverfahren nicht den rechtsstaatlichen 

Grundsätzen entspreche. Die Ukraine sei wiederholt vom Europäischen 

Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt worden, da sie grundle-

gen Menschenrechte verletzt habe, insbesondere im Hinblick auf die Rechts-

staatlichkeit und den Schutz der Verfahrensrechte. In vielen Fällen seien 

politische Gegner durch strafrechtliche Verfahren verfolgt worden (act. 1, 

https://www.ssu.gov.ua/en

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S. 13). Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des 

schweizerischen Ordre public geltend (act. 1, S. 22 ff.).  

 

4.2 Einem Rechtshilfeersuchen wird nicht entsprochen, wenn Gründe für die 

Annahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland durchgeführt wird, um 

eine Person wegen ihrer politischen Anschauungen, wegen ihrer Zugehörig-

keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder aus Gründen der Rasse, 

Religion oder Volkszugehörigkeit zu verfolgen oder zu bestrafen (Art. 2 lit. b 

IRSG). Einem Ersuchen wird auch nicht entsprochen, wenn Gegenstand des 

Verfahrens eine Tat ist, die nach schweizerischer Auffassung vorwiegend 

politischen Charakter hat (Art. 3 Abs. 1 IRSG). 

 

Gemäss Art. 2 lit. a IRSG wird einem Ersuchen um Zusammenarbeit in Straf-

sachen ebenfalls nicht entsprochen, wenn Gründe für die Annahme beste-

hen, dass das Verfahren im Ausland den in der Europäischen Menschen-

rechtskonvention oder im Internationalen Pakt vom 16. Dezember 1966 über 

bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II; SR 0.103.2) festgelegten 

Verfahrensgrundsätzen nicht entspricht. Mit Art. 2 IRSG soll vermieden 

werden, dass die Schweiz durch Leistung von Rechtshilfe im Rahmen der 

internationalen Zusammenarbeit die Durchführung solcher Strafverfahren 

unterstützt, in welchen den verfolgten Personen die ihnen in einem demo-

kratischen Rechtsstaat zustehenden und insbesondere durch die EMRK 

umschriebenen Minimalgarantien nicht gewährt werden oder welche den in-

ternationalen Ordre public verletzen (BGE 111 Ib 138 ff., BGE 109 Ib 64 ff., 

BGE 108 Ib 408 ff., ferner Urteil des Bundesgerichts A.156/1987 vom 1. Juli 

1987 E. 7a). 

 

4.3 Die Rechtsprechung zur Anwendbarkeit von Art. 2 IRSG nimmt auf die Um-

stände verschiedener Fallkonstellationen Rücksicht. Auf diese Bestimmung 

kann sich demnach diejenige Person berufen, deren Auslieferung an einen 

anderen Staat oder deren Überweisung an einen internationalen Gerichtshof 

beantragt wird (BGE 130 II 217 E. 8.2). Bei der Herausgabe von Vermögens-

werten ist dem Betroffenen die Befugnis zuzuerkennen, sich auf Art. 2 IRSG 

zu berufen; dies auch dann, wenn er sich nicht im ersuchenden Staat aufhält 

(BGE 149 IV 376 E. 3.5; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2022.229 

vom 12. April 2023 E. 3.3; RR.2021.202 vom 4. April 2023 E. 6.2.2; jeweils 

mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.53/2007 vom 11. Februar 

2008 E. 4.3). Geht es jedoch wie vorliegend um die Herausgabe von Beweis-

mitteln, ist eine Berufung auf Art. 2 IRSG nur dann möglich, wenn sich die 

betroffene Person auf dem Gebiet des ersuchenden Staates aufhält und sie 

geltend machen kann, konkret der Gefahr einer Verletzung seiner Verfah-

rensrechte ausgesetzt zu sein. Dagegen können sich Personen, welche sich 

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im Ausland aufhalten oder sich auf dem Gebiet des ersuchenden Staates 

befinden, ohne dort einer Gefahr ausgesetzt zu sein, grundsätzlich nicht auf 

Art. 2 IRSG berufen (BGE 130 II 217 E. 8.2; 129 II 268 E. 6.1 m.w.H.). 

Dieselben Überlegungen zur Rügemöglichkeit hinsichtlich Art. 2 IRSG gelten 

bei der Anrufung von Art. 3 IRSG (BGE 133 IV 30 E. 7.3; Entscheid des 

Bundesstrafgerichts RR.2023.358 vom 21. März 2014 E. 7.2 am Ende).  

 

4.4 Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz wohnhaft und hält sich nicht im 

ersuchenden Staat auf. Damit ist er nach der Rechtsprechung des Bundes-

gerichts nicht befugt, sich auf Art. 2 und 3 IRSG zu berufen, unabhängig von 

seiner Rolle im ukrainischen Verfahren. Ebenso wenig kommt eine Überprü-

fung der Ausschlussgründe gemäss Art. 2 und 3 IRSG von Amtes wegen 

nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Betracht, zumindest soweit es 

– wie vorliegend – um die Herausgabe von Beweismitteln geht (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_543/2023 vom 7. März 2024 E. 4.3). Darüber hinaus ist 

auf den in der angefochtenen Schlussverfügung angebrachten Spezialitäts-

vorbehalt sowie den ausdrücklichen Vorhalt, dass die Rechtshilfe ausge-

schlossen ist, für Verfahren wegen Taten, die nach schweizerischem Recht 

als politische oder militärische Delikte qualifiziert werden, namentlich wegen 

Hochverrats gemäss Art. 111 des ukrainischen Strafgesetzbuches, hinzu-

weisen. Die Einhaltung des Spezialitätsprinzips durch die Vertragsstaaten 

des EUeR wird nach dem völkerrechtlichen Vertrauensprinzip als selbstver-

ständlich vorausgesetzt (BGE 143 II 136 E. 5.2.1; 142 II 161 E. 2.1.3; 121 I 

181 E. 2c/aa; 107 Ib 264 E. 4b; zum Spezialitätsprinzip selbst: BGE 139 IV 

137 E. 5.2.3; TPF 2008 68 E. 2.3). Anhaltspunkte, dass die Ukraine die Vor-

behalte der Schweiz missachten könnte, sind vorliegend keine ersichtlich. 

Die Rüge der Verletzung von Art. 2 und 3 IRSG ist nach dem Gesagten nicht 

zu hören.  

 

Da es für das vorliegende Rechtshilfeverfahren, insbesondere für die Frage 

der Anrufungslegitimation von Art. 2 und 3 IRSG unerheblich ist, welche 

Rolle der Beschwerdeführer im ukrainischen Strafverfahren inne hat, ist sein 

– nicht substantiierter – Antrag auf Einholung einer schriftlichen Bestätigung 

und ergänzenden Erläuterung zu dessen Rolle im ukrainischen Strafverfah-

ren abzuweisen. 

 

 

5. Vor dem Hintergrund des eben Ausgeführten ist ferner der Antrag um Einho-

lung einer schriftlichen Garantieerklärung über die rechtmässige Verwen-

dung der übermittelten Informationen und die Nichtverwendung in Strafver-

fahren betreffend Hochverrat und andere politische Straftaten (act. 1, S. 3) 

ohne Weiteres abzuweisen. Die Einhaltung der in der Schlussverfügung 

- 9 - 

 

 

erwähnten Vorbehalte durch die ukrainischen Behörden wird vermutet (vgl. 

supra E. 4.4), ohne dass die Einholung ausdrücklicher Zusicherungen 

notwendig wäre. Es ist darüber hinaus davon auszugehen, dass die Ver-

tragsstaaten der EMRK wie es die Schweiz und die Ukraine sind, auch die 

entsprechenden Garantien einhalten und damit ein faires Strafverfahren 

gewährleisten.  

 

 

6.  

6.1 Soweit der Beschwerdeführer der Ansicht ist, den ergänzenden Rechtshil-

feersuchen vom 29. September 2022 und 12. Oktober 2022 fehle es an 

Rechtsmässigkeit, weil der gemäss ukrainischem Recht zwingend notwen-

dige gerichtliche Beschluss über die Genehmigung von Rechtshilfeersuchen 

fehle (act. 1, S. 12 ff.), ist Folgendes festzuhalten: 

 

Art. 76 lit. c IRSG sieht für Anträge auf Durchsuchung von Personen oder 

Räumen, Beschlagnahme oder Herausgabe von Gegenständen vor, dass 

die ersuchende Behörde ausser den Angaben und Unterlagen nach Art. 28 

IRSG, in ihrem Ersuchen eine Bestätigung aufführen oder ihrem Ersuchen 

eine Bestätigung beifügen muss, dass diese Massnahmen im ersuchenden 

Staat zulässig sind. Gestützt auf das zwischen den Staaten geltende Ver-

trauensprinzip braucht eine Bestätigung allerdings nicht in jedem Fall einge-

reicht zu werden, sondern nur dann, wenn starke Zweifel dafür bestehen, 

dass die ersuchende Behörde nach dem ausländischen Recht eine entspre-

chende Massnahme tatsächlich anordnen dürfte (KUSTER, Basler Kommen-

tar, 2015, N. 2 zu Art. 76 IRSG mit Hinweisen auf BGE 123 II 161 E. 3.b; 118 

Ib 457 E. 5).  

 

6.2 Wie bereits festgehalten, ist vorliegend für die Rechtshilfe zwischen der 

Ukraine und der Schweiz ohnehin in erster Linie das EUeR massgebend. 

Art. 14 EUeR schreibt vor, welche Angaben Rechtshilfeersuchen enthalten 

müssen. Anders als Art. 76 lit. c IRSG, sieht Art. 14 EUeR eine Bescheini-

gung über die Zulässigkeit der Zwangsmassnahmen nach dem Recht des 

ersuchenden Staates gerade nicht vor, weshalb sich die Rüge des Be-

schwerdeführers der Verletzung von Art. 76 lit. c IRSG von vornherein als 

unbegründet erweist. Ob allenfalls nach ukrainischem Recht eine gerichtli-

che Genehmigung von Rechtshilfeersuchen nötig ist, wie der Beschwerde-

führer behauptet, braucht vorliegend nicht geprüft zu werden.  

 

  

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7.  

7.1 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung des Verhältnismässig-

keitsprinzips geltend, indem die Beschwerdegegnerin eine pauschale 

Herausgabe der Bankunterlagen beabsichtige (act. 1, S. 11 f.). 

 

7.2  

7.2.1 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (statt vieler vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2022.174 vom 5. Juli 2023 E. 7.2.1). Die internationale Zusammenarbeit 

kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolg-

ten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet 

sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vor-

wand für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») 

erscheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2; 139 II 404 E. 7.2.2; 136 IV 82 E. 4.1). Ob 

die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig 

oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem 

Ermessen der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte 

Staat ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu 

übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachver-

halt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für 

das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. 

potentielle Erheblichkeit; BGE 136 IV 82 E. 4.4; 128 II 407 E. 6.3.1; 122 II 

367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass 

für das ausländische Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch ent-

lastende Beweismittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden 

Verdacht allenfalls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.).  

 

Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen 

gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 

E. 4.1). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzi-

siert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der ange-

strebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Vorausset-

zungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann 

eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermie-

den werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 

E. 5.1).  

 

Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geld-

mittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden sind, so sind 

die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktio-

nen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden 

- 11 - 

 

 

sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3; 

TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.).  

7.2.2 Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss nur aufzeigen, dass zwischen den 

von der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Straf-

untersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht und diejeni-

gen Akten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist 

(BGE 122 II 367 E. 2c). Es ist demgegenüber Sache des von der Rechtshil-

femassnahme Betroffenen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu 

übermittelnden Unterlagen und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens über-

schreiten oder für das ausländische Verfahren von keinerlei Interesse sein 

sollen (BGE 122 II 367 E. 2c). Für die vorzunehmende Ausscheidung der 

Unterlagen stützt sich die ausführende Behörde auf den Inhaber der Unter-

lagen ab, welcher nicht nur das Recht auf Teilnahme an der Triage, sondern 

auch die Obliegenheit hat, die Rechtshilfebehörde bei dieser Triage zu 

unterstützen. Kommt der Beschwerdeführer dieser Obliegenheit nicht nach, 

hat im Beschwerdeverfahren sein Rügerecht verwirkt (vgl. BGE 130 II 14 

E. 4.3; 126 II 258 E. 9b/aa; 122 II 367 E. 2d, je mit Hinweisen).  

Die Beschwerdeinstanz forscht nicht von sich aus nach Aktenstücken, die im 

ausländischen Verfahren (mit Sicherheit) nicht erheblich sein könnten 

(BGE 130 II 14 E. 4.3; 126 II 258 E. 9b/aa; Urteile des Bundesgerichts 

1A.223/2006 vom 2. April 2007 E. 4.1 sowie 1A.184/2004 vom 22. April 2005 

E. 3.1). 

7.2.3 Dem Rechtshilfeersuchen vom 25. November 2020 sowie den Ergänzungen 

vom 29. September 2022 und 12. Oktober 2022 liegt folgender Sachverhalt 

zugrunde: 

 

Nach dem Zerfall der Sowjetunion sei das Eigentum an einem Teil der 

Ölpipeline «[…]», die sich auf dem Territorium der Ukraine befinde, gemäss 

der damals geltenden Gesetzgebung für den Staat der Ukraine anerkannt 

worden. Ab 1992 seien jedoch sämtliche Gebäude, Strukturen und techno-

logischen Objekte, die zu dieser Ölpipeline gehört hätten, entgegen den 

gesetzlichen Anforderungen, von einer Gesellschaft, die von der Regierung 

der Russischen Föderation über den Konzern C. kontrolliert worden sei, wie 

folgt genutzt worden: 

Funktionäre der B. Bezirksverwaltung für Haupterdölproduktion in Z./Ukraine 

hätten mit Unterstützung von weiteren ukrainischen und russischen Funktio-

nären sowie von mehreren Verantwortlichen von Unternehmen dafür 

gesorgt, dass der ukrainische Teil der Erdölleitung […] mit den dazugehöri-

gen Anlagen nach deren Eigentumsübergang von der Sowjetunion an die 

- 12 - 

 

 

Ukraine von der B. angeeignet und genutzt worden sei. Die B.  sei eine Toch-

tergesellschaft des südwestlichen Unternehmens für Haupterdölproduktlei-

tungen mit Sitz in Y./Russland gewesen, welche ihrerseits dem russischen 

Konzern C. gehört habe. Die Aneignung des Abschnittes der Erdölleitung 

[…] und die damit einhergehende Bereicherung sei durch verschiedenste 

Rechtsumwandlungen und Eigentumsübertragungen vertuscht worden. Zu 

diesem Zweck sei auf der Basis der B. im Jahr 1993 die Gesellschaft G. er-

richtet worden, die 2001 in die Gesellschaft H. und im Jahr 2017 schliesslich 

in eine GmbH umgewandelt worden sei. Die Muttergesellschaft der B. habe 

im gleichen Zeitraum eine Umwandlung vom südwestlichen Unternehmen in 

die I. AG erfahren. In der Folge sei die D. AG mit Sitz in St. Gallen durch 

Abschluss der Kaufverträge vom 19. August 2015 und vom 20. April 2017 

Eigentümerin der I. AG bzw. der H. geworden. Der Eigentümer der D. AG sei 

J. 

Es bestehe weiter der Verdacht, dass Aktionäre der jeweiligen Rechtsnach-

folger der B. durch die Ausschüttung von Dividenden und einige ukrainische 

Funktionäre durch den Erhalt von Geldbeträgen auf ihre Bankkonten von der 

oben dargelegten Aneignung profitiert hätten. Darüber hinaus sei festgestellt 

worden, dass Gelder vom Konto der D. AG zwecks Verschleierung der Her-

kunft der Gelder auf Konten verschiedener Gesellschaften in Polen, Ungarn, 

England und den Vereinigten Arabischen Emiraten überwiesen worden 

seien. Untersuchungen hätten ferner gezeigt, dass vom von Konto der K. 

SA, deren Geschäftsführer J. sei, Gelder auf Konten der D. AG überwiesen 

wurden, um Zahlungen an Beteiligte des kriminellen Systems zu tätigen. So 

seien insbesondere Überweisungen an L., der Ehefrau des ukrainischen Be-

amten M., getätigt worden. J. soll dabei auf Anweisungen des Beschwerde-

führers, Leiter der H., gehandelt haben. Gelder, die der Beschwerdeführer 

aus der Teilnahme am kriminellen System erhalten habe, seien von seinem 

Konto in der Ukraine auf Konten in der Schweiz überwiesen worden. 

7.2.4 Die ersuchende Behörde verfügt über konkrete Hinweise, dass auf dem Kon-

ten des Beschwerdeführers bei der (ehemaligen) Bank E. mit der IBAN Nr. 2 

möglicherweise Gelder deliktischer Herkunft einbezahlt worden sind. Die 

Schlussverfügung bezieht sich exakt auf diese Geschäftsbeziehungen des 

Beschwerdeführers bei der genannten Bank, weshalb die Unterlagen, deren 

Herausgabe verfügt werden, für das ausländische Verfahren bereits aus 

diesem Grund als potentiell erheblich einzustufen sind. Die Beschwerdegeg-

nerin hat darüber hinaus im Rahmen der angefochtenen Schlussverfügung 

mit Hinweis auf die Bankunterlagen überzeugend dargelegt, es bestehe der 

Verdacht, dass die betreffende Kundenbeziehung, lautend auf den Be-

schwerdeführer, bei der Bank E. einen objektiven Zusammenhang mit den 

zu untersuchenden Straftaten habe. Die Beschwerdegegnerin hat insbe-

- 13 - 

 

 

sondere dargelegt, dass der Beschwerdeführer der Bank gegenüber ange-

geben habe, als Chief Operation Officer (CCO) für die D. AG, welche direkt 

mit dem Rechtshilfeersuchen in Zusammenhang steht, zu arbeiten. Aus den 

Kontounterlagen sei ersichtlich, dass im Jahr 2021 verschiedene Kontoüber-

tragungen von Konten des Beschwerdeführers in der Ukraine auf sein Konto 

bei der Bank E. getätigt worden seien. Die ukrainischen Behörden würden 

davon ausgehen, dass die Gelder, die der Beschwerdeführer aufgrund sei-

ner Beteiligung am kriminellen System auf seine Konten bei ukrainischen 

Banken erhalten habe, auf Konten bei der Bank E. weitergeleitet habe. Um 

unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann auf die entsprechenden Er-

wägungen in der Schlussverfügung verwiesen werden (vgl. Schlussverfü-

gung, Ziff. 44 ff.). Ziel des Rechtshilfeersuchens ist die Ermittlung der Geld-

flüsse und der wirtschaftlich Berechtigten an den fraglichen Vermögenswer-

ten. Vor diesem Hintergrund sind die Bankunterlagen des Beschwerdefüh-

rers potentiell geeignet, mögliche Geldflüsse im Zusammenhang mit dem 

Rechtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt aufzudecken. Wie bereits 

ausgeführt (vgl. supra E. 7.2.1), entspricht es der Rechtsprechung, dass die 

Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich alle sichergestellten Ak-

tenstücke zu übermitteln haben, welche sich auf den im Ersuchen dargeleg-

ten Verdacht beziehen können. Dies gerade dann, wenn das Rechtshilfeer-

suchen, wie vorliegend, auf die Ermittlung abzielt, auf welchem Weg Geld-

mittel mutmasslich strafbarer Herkunft verschoben wurden. Darauf hat die 

Beschwerdegegnerin zu Recht hingewiesen. Im Übrigen sind die Überwei-

sungen auch als potentiell relevant zu bezeichnen, um darauf Rückschlüsse 

be- aber auch entlastender Natur über das den Beschuldigten vorgeworfene 

Verhalten zu ziehen. Es ist sodann darauf hinzuweisen, dass ein angeblicher 

Deliktszeitraum den Zeitraum der zu erhebenden Unterlagen nicht darauf 

einschränkt. Insbesondere können Kontoeröffnungsunterlagen und Doku-

mente, welche die Verflechtung zwischen zahlreichen Unternehmen bele-

gen, unabhängig ihres Datums potentiell erheblich sein. Ebenso können Un-

terlagen, die Kontobewegungen zum Inhalt haben, nach dem Deliktszeit-

raum für die vollständige Rekonstruktion der mutmasslich deliktischen Geld-

flüsse massgeblich sein. Vor diesem Hintergrund sind sämtliche von der 

Schlussverfügung betroffenen Unterlagen als potentiell erheblich einzustu-

fen und der ersuchenden Behörde herauszugeben.  

 

Im Übrigen hat sich der Beschwerdeführer weder vor der Vorinstanz noch im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren mit den herauszugebenden Bankunter-

lagen bzw. den einzelnen Zahlungen auseinandergesetzt. Damit ist er seiner 

Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, weshalb er sein Rügerecht verwirkt 

hat (siehe E. 7.2.2). 

 

- 14 - 

 

 

 

8. Andere Rechtshilfehindernisse werden nicht genannt und sind auch nicht 

ersichtlich. Die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen. 

 

 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Beschwer-

deführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 4'000.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie 

Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR), unter Anrechnung des geleisteten Kosten-

vorschusses in der gleichen Höhe. 

 

  

- 15 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 

 

Bellinzona, 12. August 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Ramon Bühler 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).