# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac5c5ec3-98ab-5e2a-8d2c-4eb38a575e39
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250190-O4
**Docket/Reference:** UE250190-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250190-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250190-O/U/JST

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

A. Meier, Oberrichter lic. iur. A. Flury sowie Gerichtsschreiberin 

Dr. iur. E. Welte

Beschluss vom 1. September 2025

A._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

3.

B._____, 

C._____, 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die beiden Nichtanhandnahmeverfügungen der Staats-

anwaltschaft Winterthur/Unterland vom 6. Mai 2025

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Erwägungen:

I.

1.

Am 29. November 2024 erstattete A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

bei der Kantonspolizei Zürich Strafanzeige und stellte hernach Strafantrag gegen 

seine Nachbarn C._____ und B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) wegen 

übler Nachrede etc. Gemäss Strafanzeige habe die Beschwerdegegnerin 2 meh-

rere E-Mails und Schreiben verfasst, u.a. an die zuständige Liegenschaftsverwal-

tung und die Stadtverwaltung D._____ mit Äusserungen, welche den Beschwerde-

führer und seine Wohnpartnerin E._____ in ihrer Ehre verletzt hätten (vgl. Urk. 15). 

2. Mit je separaten Verfügungen vom 6. Mai 2025 nahm die Staatsanwaltschaft 

Winterthur/Unterland  (nachfolgend:  Staatsanwaltschaft)  eine  Strafuntersuchung 

gegen die beiden Beschwerdegegner nicht an die Hand (Urk. 3/1 und 3/2).

3.

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Mai 2025 fristge-

recht Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtenen Verfügungen seien aufzu-

heben und es sei der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zur Durchführung einer 

Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegner zu erteilen; unter Kostenfolge zu-

lasten der Beschwerdegegner (Urk. 2 S. 13). Gleichzeitig erhob auch die Wohn-

partnerin des Beschwerdeführers, E._____, Beschwerde gegen die angefochtenen 

Verfügungen (vgl. Parallelverfahren UE250188-O).

4. Mit Verfügung vom 23. Mai 2025 wurde dem Beschwerdeführer aufgegeben, 

zur Deckung der ihn allfällig treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution zu leis-

ten,  welche  Zahlung  innert  Frist  einging  (Urk.  6;  Urk.  9).  Sodann  wurde  die  Be-

schwerdeschrift der Staatsanwaltschaft und den Beschwerdegegnern zur (freige-

stellten)  Stellungnahme  übermittelt  (Urk.  10).  Die  Staatsanwaltschaft  verzichtete 

unter  Verweis  auf  die  angefochtenen  Verfügungen  auf  Äusserung  (Urk.  14).  Die 

Beschwerdegegner liessen sich mit Eingaben vom 14. bzw. 15. Juni 2025 verneh-

men (Urk. 18; Urk. 21). In der Folge replizierte der Beschwerdeführer am 23. Juni 

2025 (Urk. 25). Die Untersuchungsakten wurden beigezogen (Urk. 15). Das Ver-

fahren ist spruchreif.

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II.

1.

Angefochten  sind  zwei  Nichtanhandnahmeverfügungen  der  Staatsanwalt-

schaft.  Dagegen  ist  die  Beschwerde  bei  der  III.  Strafkammer  zulässig  (Art. 310 

Abs. 2 i. V. m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). 

2.

Die  Staatsanwaltschaft  gab  in  den  beiden  gleichlautenden  angefochtenen 

Verfügungen zunächst die im Raum stehenden Vorwürfe sowie die Aussagen der 

Beschwerdegegnerin 2 wieder und erwog sodann im Wesentlichen, den diversen 

E-Mails, welche die Beschwerdegegnerin 2 (allenfalls durch den Beschwerdegeg-

ner 1 unterstützt oder von ihm mitgetragen) eingestandenermassen verfasst und 

an  die  Liegenschaftsverwaltung  des  gemeinsam  bewohnten  Mehrfamilienhauses 

gerichtet  habe,  liessen  sich  keine  ehrverletzenden  Äusserungen  im  Sinne  des 

Strafrechts  entnehmen.  Insbesondere  seien  Äusserungen,  wonach  sich  die  Ge-

schädigten "in private Angelegenheiten einmischen" oder "für Unruhe sorgen" wür-

den oder "unangenehme Nachbarn" sowie "laut und unfreundlich" seien, noch nicht 

ehrverletzend.  Damit  würden  die  Geschädigten  keines  Mangels  an  Pflichtgefühl, 

Verantwortungsbewusstsein oder Zuverlässigkeit oder sonst einer Eigenschaft be-

zichtigt, die geeignet wäre, sie verächtlich zu machen oder ihren Charakter in ein 

ungünstiges Licht zu rücken. Bezüglich der Passage betreffend "steuerfreie Möbel" 

bzw. "versteuern sie dieses Einkommen nicht" sowie betreffend die Entwendung 

von Wäsche sei festzuhalten, dass damit den Geschädigten nicht konkret ein straf-

bares Verhalten vorgeworfen werde. So habe die Beschwerdegegnerin 2 lediglich 

geschrieben, dass sie es "mehrmals erlebt" habe, dass "Wäsche entwendet wird", 

nicht, dass die Geschädigten konkret Wäsche entwendet hätten. Sodann seien die 

Aussagen im Gesamtkontext des bereits lange andauernden Nachbarschaftsstreits 

zu würdigen, wobei es dabei naturgemäss zu verbalen Entgleisungen komme, wel-

che  mit  Vorsicht  zu  würdigen  seien.  Zwar  befinde  sich  eine  solche  Aussage  am 

Rande einer ehrverletzenden Äusserung. Allerdings sei hierzu zu beachten, dass 

sich die Beschwerdegegnerin 2 und deren Familie offenbar daran störten, dass die 

Geschädigten  relativ  viel  Besuch  von  Drittpersonen  erhielten  und  sie  in  diesem 

Rahmen eine etwas unangebrachte Aussage getätigt habe.

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In der Eingabe vom 22. April 2025 fänden sich überhaupt keine ehrverletzen-

den  Aussagen,  zumal  nicht  einmal  E-Mails  der  Beschwerdegegnerin  2  enthalten 

seien. Keine ehrverletzenden Äusserungen fänden sich auch in der Eingabe vom 

2. Mai 2025 bzw. dem mitgelieferten Protokoll der Gerichtsverhandlung. Insbeson-

dere seien Aussagen, wonach die Geschädigten "Probleme haben mit drei Nach-

barn" oder "viel Lärm machen" oder "Ich weiss, dass sie viele Nachbarn provoziert 

[haben]", noch nicht ehrverletzend im Sinne der Art. 173 ff. StGB. Schliesslich sei 

zur Aussage des Beschwerdegegners 1, wonach die Beschwerdeführerin "bereits 

psychische Probleme vor dem Treffen am Briefkasten hatte" festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin in jenem Verfahren geltend gemacht habe, aufgrund einer (tät-

lichen)  Auseinandersetzung  mit  dem  Beschwerdegegner  1  nun  an  psychischen 

Problemen zu leiden. Sie habe dort auch einen entsprechenden Arztbericht einer 

Psychiaterin eingereicht. Damit habe sie selber geltend gemacht, an psychischen 

Problemen zu leiden. Der Beschwerdegegner 1 habe hierzu – noch dazu in einem 

Gerichtsverfahren, in dem er beschuldigte Person gewesen sei und naturgemäss 

ein Interesse daran habe, entsprechende Aussagen der Beschwerdeführerin zu wi-

derlegen – lediglich angegeben, dass die psychischen Probleme bereits davor be-

standen hätten. Ihm könne nicht der Vorwurf gemacht werden, er habe ehrverlet-

zende Äusserungen über die Beschwerdeführerin tätigen wollen und von sich aus 

und ohne Grundlagen behauptet, dass sie "psychische Probleme" habe oder "psy-

chisch angeschlagen sei." Er habe lediglich auf die Frage, ob die psychischen Pro-

bleme der Beschwerdeführerin nicht vom besagten Vorfall stammten, angegeben, 

dass diese Probleme nicht neu seien und bereits vorbestanden hätten. Eine Ehr-

verletzung im Sinne der Art. 173 ff. StGB sei darin nicht zu erblicken (Urk. 3/1 und 

3/2). 

3.

Der Beschwerdeführer entgegnet zusammengefasst, aufgrund der beanzeig-

ten, von den Beschwerdegegnern in diversen E-Mails getätigten, frei erfundenen 

Äusserungen hätten er und E._____ von der Rechtsvertretung des Hauseigentü-

mers, der Anwaltskanzlei F._____ AG, drei Abmahnungen/ausserordentliche Kün-

digungsandrohungen erhalten, und zwar ohne vorgängige Möglichkeit zur Stellung-

nahme. Anlässlich einer Mietschlichtungsverhandlung am 14. März 2024 sei sei-

tens der Rechtsvertretung des Eigentümers/Vermieters mehrfach erwähnt worden, 

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dass die Beschwerdegegner ständig und seit Jahren die Liegenschaftsverwaltung 

mit Reklamationsmails und Anschuldigungen gegen ihn und seine Wohnpartnerin 

eindeckten. Die Verkettung zwischen den von ihm mit seiner Strafanzeige einge-

reichten  E-Mails  der  Beschwerdegegnerin 2  mit  den  erwähnten  Abmahnungs-

schreiben sei nicht von der Hand zu weisen. Die Staatsanwaltschaft habe in den 

angefochtenen Verfügungen ganze Passagen aus den E-Mails der Beschwerde-

gegnerin 2 total vergessen und ignoriert. Mit ihren frei erfundenen Vorwürfen habe 

diese ihn und seine Wohnpartnerin bei der Liegenschaftsverwaltung in Misskredit 

bringen wollen, was denn auch in eine Abmahnung/ausserordentliche Kündigungs-

androhung gemündet habe.

Wenn die E-Mail vom 14. März 2023 und das Schreiben vom 18. März 2024 

ihm und seiner Wohnpartnerin den Diebstahl von Wäsche und den Aufenthalt in 

der  Waschküche  zum  Vorwurf  mache  und  ihnen  dies  anlässlich  der  Mietschlich-

tungsverhandlung erneut mündlich unterstellt werde, könne keine Rede davon sein, 

dass  diese  Beschuldigung  nur  indirekt  erfolgt  sei.  Dies  sei  denn  auch  einer  der 

Punkte, welche zur Abmahnung/ausserordentlichen Kündigungsandrohung geführt 

hätten. Zudem hätten die Beschwerdegegner den Vorwurf der Nicht-Versteuerung 

des Verkaufs von Möbeln etc. im Schreiben an die Anwaltskanzlei F._____ AG vom 

18. März 2024 nochmals bekräftigt. Die Beschwerdegegner würden sie seit Jahren 

regelrecht  überwachen,  mit  frei  erfundenen  Geschichten  denunzieren  und  in  ein 

schlechtes Licht rücken, was zum Verlust ihrer Wohnung hätte führen können. Die 

E-Mail der Beschwerdegegnerin 2 an die Sozialberatung D._____, das Steueramt 

D._____ sowie den Leiter der Sozialberatung und des Steueramtes gleiche eher 

einer Retorsion, weil zwei Tage zuvor der Beschwerdegegner 1 E._____ tätlich an-

gegriffen habe. Zudem treffe es nicht zu, dass er vier Lagerräume gemietet habe. 

Vielmehr habe er zwei Bastelräume, welche er selbst bezahle, und er betreibe kei-

nen Online-Handel. Auch hierzu hätten die Beschwerdegegner Lügengeschichten 

verbreitet (Urk. 2).

4.

Die Beschwerdegegnerin 2 brachte in ihrer Stellungnahme im Wesentlichen 

vor,  sämtliche  beanstandeten  E-Mails  und  Schreiben  seien  von  ihr  verfasst  und 

versendet worden, da der Beschwerdegegner 1 über unzureichende Deutschkennt-

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nisse verfüge. Er kenne weder den Inhalt der Briefe noch jenen der E-Mails ganz 

genau. In der Mehrzahl der Fälle hätten sie sich lediglich gegen die falschen Be-

hauptungen des Beschwerdeführers und von E._____ verteidigt. Wenn sie fortlau-

fend durch die Verwaltung oder deren Rechtsanwalt abgemahnt würden, dann des-

halb,  weil  diese  beiden  angebliche  Verstösse  gegen  die  Hausordnung  gemeldet 

hätten. Sie habe keine ehrverletzenden Aussagen getätigt, zumal ihre Hinweise an 

die Verwaltung in den meisten Fällen mit Beweismaterial (z.B. Fotos) unterlegt ge-

wesen seien. Zudem könnten auch Nachbarn ihre Darstellung bestätigen. Sie habe 

in ihrer E-Mail lediglich auf einen möglichen Online-Handel hingewiesen, nicht aber 

eine Tatsachenbehauptung aufgestellt. Bezüglich des Vorwurfs des Diebstahls von 

Wäsche sei darauf hinzuweisen, dass sie den Beschwerdeführer mehrfach in der 

Waschküche angetroffen habe an Tagen, an welchen er dort nichts zu suchen ge-

habt habe, da es ihr eigener Waschtag gewesen sei. Es treffe zu, dass sie die E-

Mail vom 29. Februar 2024 geschrieben habe. Diese stehe jedoch in keinem Zu-

sammenhang mit dem gegen ihren Vater erhobenen Vorwurf. Die betreffenden Be-

weise und Bilder habe sie bereits deutlich früher gesammelt und dokumentiert (Urk. 

18). 

Der Beschwerdegegner 1 brachte ergänzend vor, weder er noch seine Toch-

ter  hätten  ein  Interesse  oder  gar  die  Möglichkeit,  auf  das  Mietverhältnis  anderer 

Mieter Einfluss zu nehmen. Sämtliche vom Beschwerdeführer und von E._____ an-

geführten E-Mails habe seine Tochter verfasst und verschickt. Die Inhalte, auf die 

sich die vorliegende Beschwerde stütze, stammten mithin nicht von ihm, sondern 

seien fälschlicherweise ihm zugerechnet worden. Die Beschwerde diene aussch-

liesslich der Eskalation eines persönlichen Konflikts und beruhe auf unbelegten An-

nahmen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien entweder nachweislich falsch 

oder ihm fälschlicherweise zugeschrieben worden. Zudem treffe es nicht zu, dass 

die von der Beschwerdegegnerin 2 verfassten E-Mails eine Reaktion auf den Zwi-

schenfall vom 27. Februar 2024 gewesen seien, datiere doch ein grosser Teil davon 

deutlich vor dem genannten Datum (Urk. 21). 

5.

In seiner weitschweifigen Replik, welche in grossen Teilen an der Sache vor-

beigeht,  wendet  der  Beschwerdeführer  ein,  der  Beschwerdegegner  1  sei  mit  Si-

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cherheit über den Inhalt der von der Beschwerdegegnerin 2 verfassten E-Mails und 

Schreiben in Kenntnis gesetzt worden oder sogar beim Versand der E-Mails zuge-

gen gewesen, sei er doch der Hauptmieter der Wohnung. Alle von ihm beigelegten 

Schreiben entsprächen den Tatsachen. Die Beschwerdegegner hätten diese aus-

schliesslich verfasst, um Einfluss auf die Liegenschaftsverwaltung bzw. die Rechts-

vertretung der Vermieterschaft/Eigentümerschaft zu nehmen, um ihn und E._____ 

zu diskreditieren. Abmahnungen der Liegenschaftsverwaltung an die Beschwerde-

gegner habe es nur aufgrund von Meldungen gegeben, welche den Tatsachen ent-

sprochen  hätten.  Der  von  der  Beschwerdegegnerin 2  erneut  untermauerte  Ver-

dacht der Entwendung von Kleidern sei unzutreffend, zumal er und E._____ gar 

nichts mit Kleidern dieser Grösse anfangen könnten. Auch der angeführte Möbel-

verkauf bzw. die vielen Personen im Treppenhaus seien frei erfunden. Zudem wi-

derspreche sich die Beschwerdegegnerin 2, denn man könne nicht an einem Ort 

(Steueramt/Sozialamt)  einen  Verdacht  hegen  und  sich  am  anderen  Ort  (Liegen-

schaftsverwaltung) der Sache sicher sein, dass jemand etwas bewusst tue (Urk. 

25).

6. Gemäss  Art.  310  Abs.  1  StPO  verfügt  die  Staatsanwaltschaft  die  Nichtan-

handnahme u.a., sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports fest-

steht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen ein-

deutig  nicht  erfüllt  sind  (lit.  a).  Die  Staatsanwaltschaft  eröffnet  die  Untersuchung 

erst, wenn sich aus den Informationen der Strafanzeige ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt (vgl. Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Nach der Rechtsprechung müssen 

die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforderlichen Hinweise auf eine straf-

bare Handlung erheblicher und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tat-

verdacht  begründen  zu  können.  Der  Anfangsverdacht  soll  eine  plausible  Tatsa-

chengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit der Begehung einer 

Straftat ergibt (Urteile des Bundesgerichts 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 

E. 1.4; 6B_560/2014 vom 3. November 2014 E. 2.4.1; 6B_718/2014 vom 10. De-

zember 2014 E. 1.3.1). Bei der Beurteilung der Frage, ob ein sachverhaltsmässig 

und rechtlich klarer Fall vorliegt, der nicht an die Hand zu nehmen ist, verfügt die 

Staatsanwaltschaft über einen gewissen Ermessensspielraum (Urteile des Bundes-

gerichts 6B_472/2020 vom 13. Juli 2021 E. 2.2.3; 6B_553/2019 vom 6. November 

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2019 E. 3.1). Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröffnen (BGE 137 IV 285 

E. 2.3). 

7. Gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB macht sich der üblen Nachrede strafbar, wer 

jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsa-

chen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt so-

wie  wer  eine  solche  Beschuldigung  oder  Verdächtigung  weiterverbreitet.  Wegen 

Beschimpfung i.S.v. Art. 177 StGB macht sich strafbar, wer jemanden in anderer 

Weise als durch üble Nachrede oder Verleumdung in seiner Ehre angreift, nament-

lich durch eine Tatsachenbehauptung gegenüber dem Verletzten oder mit einem 

Werturteil gegenüber Dritten oder gegenüber dem Verletzten. Erfasst werden somit 

u.a. Ehrverletzungen in Form sog. Formalinjurien (reine Werturteile). Eine Formal- 

oder  Verbalinjurie  ist  ein  blosser  Ausdruck  der  Missachtung,  ohne  dass  sich  die 

Aussage erkennbar auf bestimmte, dem Beweis zugängliche Tatsachen stützt (RI-

KLIN, in: Basler Kommentar StGB II, 4. Aufl. 2019, Art. 177 N 1 und N 4). Objektiv 

ist dabei erforderlich, dass der Täter dem Betroffenen seine Verachtung kundtut, 

ihn  "der  Schimpf  und  der  Schande"  preisgibt.  Bloss  unhöfliches  Verhalten  stellt 

noch keine Beschimpfung dar (DONATSCH, Strafrecht III, 11. Aufl. 2018 , S. 413; vgl. 

auch TRECHSEL/LIEBER, in: Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 177 N 2 f.). 

Bei der Beurteilung, ob eine Ehrverletzung vorliegt, ist nicht auf die individuellen 

Wertmassstäbe des Verletzten abzustellen, sondern darauf, welchen Sinn ein un-

befangener Adressat der Äusserung unter den konkreten Umständen beimisst (Ur-

teil  des  Bundesgerichts  6B_522/2015  vom  22. Oktober  2015  E.  2.2.  m.w.H.).  In 

subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich. Bei reinen Werturteilen muss sich der 

Vorsatz nur darauf richten, dass die Äusserung ehrenrührig ist (DONATSCH, a.a.O., 

S. 393; TRECHSEL/LIEBER, a.a.O., Art. 177 N 6).

Die  Ehrverletzungstatbestände  gemäss  Art. 173 ff.  StGB  schützen  das 

Rechtsgut Ehre. Darunter zu verstehen ist der Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, 

d.h. sich so zu benehmen, wie sich nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich 

anständiger Mensch zu verhalten pflegt (BGE 137 IV 313 E. 2.1.1; BGE 132 IV 112 

E. 2.1; BGE 131 IV 154 E. 1.2). Die Ehre wird verletzt durch jede Äusserung, wel-

che jemanden allgemein eines Mangels an Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusst-

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sein und Zuverlässigkeit oder sonst einer Eigenschaft bezichtigt, die geeignet wäre, 

ihn als Mensch verächtlich zu machen oder seinen Charakter in ein ungünstiges 

Licht zu rücken (BGE 105 IV 111 E. 3). Äusserungen, die sich lediglich eignen, je-

manden in anderer Hinsicht, zum Beispiel als Geschäfts- oder Berufsmann, als Po-

litiker oder Künstler in der gesellschaftlichen Geltung herabzusetzen, sind nicht ehr-

verletzend, vorausgesetzt, die Kritik an den strafrechtlich nicht geschützten Seiten 

des Ansehens trifft nicht zugleich die Geltung der Person als ehrbarer Mensch (Ur-

teile  des  Bundesgerichts  6B_363/2017  vom  21. März  2018  E. 2.4,  6B_584/2016 

vom 6. Februar 2017 E. 3.1.2 m. H. und 6B_257/2016 vom 5. August 2016 E. 1.4.3 

m. H.). Bei der Beurteilung, ob eine Ehrverletzung vorliegt, ist nicht auf die indivi-

duellen Wertmassstäbe des Verletzten abzustellen, sondern darauf, welchen Sinn 

ein  unbefangener  Adressat  der  Äusserung  unter  den  konkreten  Umständen  bei-

misst  (Urteil  des  Bundesgerichts  6B_522/2015  vom  22. Oktober  2015  E.  2.2. 

m.w.H.).

8.

Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus seinem Einwand, 

der Beschwerdegegner 1 sei von der Staatsanwaltschaft gar nie zu den Vorwürfen 

befragt worden (vgl. Urk. 2 S. 2), nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Die 

Staatsanwaltschaft war nicht verpflichtet, unter den gegebenen Umständen vor Er-

lass  der  angefochtenen  Nichtanhandnahmeverfügungen  auch  den  Beschwerde-

gegner 1 einzuvernehmen, was umso mehr gilt, als die beanstandeten E-Mails und 

Schreiben unstreitig von der Beschwerdegegnerin 2 verfasst wurden. Somit kann 

in  der  fehlenden  Befragung des  Beschwerdegegners  1 kein  Verfahrensfehler er-

blickt werden. Fehl geht auch die Kritik des Beschwerdeführers, wenn er moniert, 

es gehe nicht an, dass in den beiden identischen Nichtanhandnahmeverfügungen 

diverse  Punkte  bzw.  Eingaben/Ausführungen  enthalten  seien,  welche  nur  seine 

Wohnpartnerin E._____, nicht aber ihn selber beträfen. Dadurch entstehe der Ein-

druck, dass der Sache nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet worden sei (vgl. 

Urk. 2 S. 3). Der Beschwerdeführer übersieht, dass sich die beiden Nichtanhand-

nahmeverfügungen nicht auf zwei separate Geschädigte, sondern auf zwei sepa-

rate beschuldigte Personen beziehen, wobei bei beiden selbstredend sämtliche im 

Raum stehenden Vorwürfe abgehandelt werden müssen. Dies hat zur Folge, dass 

sich nicht zwingend sämtliche Ausführungen in einer Nichtanhandnahmeverfügung 

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auf  sämtliche  Geschädigten  beziehen  müssen.  Dass  die  Staatsanwaltschaft  der 

Sache  nicht  die  nötige  Aufmerksamkeit  gewidmet  hätte,  lässt  sich  daraus  somit 

offensichtlich nicht ableiten, sondern das entsprechende Vorgehen entspricht der 

Praxis und ist nicht zu beanstanden. 

9.

Vorab sind die Umstände zu würdigen, unter welchen die inkriminierten Äus-

serungen erfolgten: Die Parteien sind im selben Mehrfamilienhaus wohnhaft. Wie 

sich aus ihren Rechtsschriften im vorliegenden Verfahren (und auch bereits aus der 

Strafanzeige  des  Beschwerdeführers)  in  aller  Deutlichkeit  ergibt,  bestehen  zwi-

schen ihnen bereits seit mehreren Jahren erhebliche Spannungen und es kam in 

diesem  Zusammenhang  offenbar  auch  zu  Polizeieinsätzen.  Offensichtlich  stören 

sich beide Seiten an diversen Verhaltensweisen der andern Mieterschaft, wobei es 

namentlich um angebliche Verstösse gegen die Hausordnung geht, welche wieder-

holte Beschwerden bei der zuständigen Liegenschaftsverwaltung nach sich gezo-

gen  haben.  Dass  der  Konflikt  wechselseitig  geführt  wird,  zeigt  sich  auch  daran, 

dass  offenbar  durch  die  zuständige  Liegenschaftsverwaltung  gegenüber  beiden 

Parteien  aufgrund  von  Beschwerden  der  jeweiligen  Gegenseite  schon  mehrfach 

Abmahnungen bzw. ausserordentliche Kündigungsandrohungen erfolgt sind. Mit-

hin liegen die beiden Parteien bereits seit Jahren im Zwist, wobei sie offenbar je-

weils aus objektiv betrachtet relativ geringem Anlass (erneut) aneinander geraten 

(etwa wegen angeblichen Verstössen gegen die Waschordnung, dem Empfangen 

zahlreicher externer Besucher und dem Verursachen von Lärm in den gemeinsam 

genutzten Räumlichkeiten). Es darf unter diesen Umständen bei lebensnaher Be-

trachtung davon ausgegangen werden, dass beide Parteien das Ihrige dazu beige-

tragen haben, dass der Konflikt immer wieder aufflammt und sie nicht in der Lage 

sind, die Streitigkeiten beizulegen. Ebenso liegt es auf der Hand, dass im Rahmen 

eines derart langandauernden und tiefgreifenden Konflikts zuweilen auch verbal mit 

harten Bandagen gekämpft wird. Welche der beiden Parteien an ebendiesen Aus-

einandersetzungen inwieweit ein Verschulden trifft, kann und muss an dieser Stelle 

indes nicht beurteilt werden. 

10.

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10.1. Die beanstandeten Äusserungen der Beschwerdegegnerin 2 in ihren E-Mails 

vom  11.  Juli  2022  (Urk.  3/11),  14.  März  2023  (Urk.  3/12),  31.  Januar  2024 

(Urk. 3/15) und 5. März 2024 (Urk. 3/16) an die zuständige Liegenschaftsverwal-

tung (G._____ AG, hernach H._____ AG) mögen – entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers – zwar nicht gerade schmeichelhaft sein und diesen als Nachbarn 

nicht im besten Licht erscheinen lassen. Eine grobe sprachliche Entgleisung, mit 

welcher  dem  Beschwerdeführer  oder  seiner  Wohnpartnerin  die  Achtung  versagt 

bzw. ihm die Geltung, sich wie ein ehrbarer und charakterlich anständiger Mensch 

zu verhalten, abgesprochen worden wäre, ist indes nicht ersichtlich und wird auch 

vom  Beschwerdeführer  nicht  dargelegt.  So  kann  nicht  gesagt  werden,  die  Be-

schwerdegegnerin 2 habe den Beschwerdeführer und E._____ mit den darin ent-

haltenen Ausführungen, wonach sie unangenehme Nachbarn seien und wiederholt 

gegen die Hausordnung verstossen hätten, "der Schimpf und der Schande" preis-

gegeben. Mithin wurde sie nicht als charakterlich minderwertig hingestellt und da-

durch in ihrer persönlichen Ehre herabgewürdigt. Zudem hat die Beschwerdegeg-

nerin  2  den  Beschwerdeführer  und  seine  Wohnpartnerin  in  ihrer  E-Mail  vom  14. 

März 2023 nicht des Diebstahls von Wäsche aus der Waschküche bezichtigt, führte 

sie doch lediglich aus, sie habe es schon mehrmals erlebt, dass ihre Wäsche ent-

wendet worden sei (Urk. 3/12). Wenn die Beschwerdegegnerin 2 sodann im Schrei-

ben vom 18. März 2024 an die Rechtsvertretung der Hauseigentümerschaft fest-

hielt "Sie halten sich in der Waschküche auf, wenn es nicht Ihr Waschtag ist (plötz-

lich fehlen Kleider?)" (Urk. 3/17 S. 2), ist diesen Ausführungen ebenfalls kein genü-

gend konkreter Vorwurf an die Adresse der Beschwerdeführerin oder ihres Wohn-

partners zu entnehmen, wonach die betreffenden Kleidungsstücke entwendet wor-

den sein sollen. Vielmehr bleibt offen, was mit diesen geschehen sein könnte. Ein 

konkreter  Vorwurf  strafbaren  Verhaltens  an  die  Adresse  des  Beschwerdeführers 

oder  seiner  Wohnpartnerin  ist  diesem  Passus  nicht  zu  entnehmen.  Dass  dieser 

Vorwurf  anlässlich  der  mietgerichtlichen  Schlichtungsverhandlung  zwischen  den 

Parteien erneut thematisiert worden sein soll, wie der Beschwerdeführer moniert, 

ändert daran nichts. Ein Vorwurf strafbaren Verhalten ergibt sich auch nicht aus der 

E-Mail  der  Beschwerdegegnerin  2  vom  29.  Februar  2024  an  die  Sozialberatung 

D._____ und weitere Stellen. Darin äussert sie ihre Besorgnis über eine mögliche 

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Steuerhinterziehung durch den Beschwerdeführer und seine Wohnpartnerin, wobei 

sie  klar  offenlegt,  dass  es  sich  dabei  um  einen  blossen  Verdacht  handelt 

(Urk. 3/13). 

10.2. Pointierter hat sich die Beschwerdegegnerin 2 diesbezüglich in ihrer E-Mail 

vom 14. März 2023 an die zuständige Liegenschaftsverwaltung geäussert, wo sie 

sich  über  den  mutmasslichen  Online-Handel  mit  diversen  Waren  durch  den  Be-

schwerdeführer und dessen Wohnpartnerin beschwerte. Darin führte sie u.a. Fol-

gendes aus:"[…] und die beiden sind auch bekannt für Ihren Steuerfreien Möbel 

und Kleider Handel in unserem Block bekannt." (Urk. 3/12). In ihrem Schreiben an 

die F'._____ AG Rechtsanwälte, die Rechtsvertretung der Hauseigentümerschaft, 

vom 18. März 2024 listete die Beschwerdegegnerin 2 diverse Vorwürfe gegenüber 

dem Beschwerdeführer und dessen Wohnpartnerin auf. So führte sie u.a. aus "Sie 

und Ihr Partner haben auch schon unsere Post gestohlen, was andere Mieter be-

stätigen können." und "Sie und Herr A._____ haben in der ganzen Siedlung 4 ge-

mietete Lagerräume, in denen Sie Ware, Gegenstände, Möbel etc. kaufen, lagern, 

verkaufen (Natürlich versteuern Sie dieses Einkommen nicht)."

10.3. Die Angaben zu steuerfreien Möbeln und Kleidern scheinen insgesamt zu we-

nig  klar,  um  daraus  den  Vorwurf  einer  Steuerhinterziehung  abzuleiten.  Ohnehin 

sind die unter Ziff. 10.2. genannten Äusserungen im Kontext des bereits seit meh-

reren Jahren andauernden und von beiden Seiten immer wieder befeuerten Nach-

barschaftskonflikts mit gegenseitigen Vorwürfen und Beschwerden bei der zustän-

digen Liegenschaftsverwaltung zu sehen, wobei es wie erwähnt in der Natur der 

Sache liegt, dass von beiden Seiten zuweilen verbal mit harten Bandagen gekämpft 

wird.  Dass  dabei  auch  der  Beschwerdeführer  und  dessen  Wohnpartnerin  offen-

sichtlich kein Blatt vor den Mund nehmen, macht im Übrigen auch der Tonfall der 

Replik vom 23. Juni 2025 (Urk. 25) deutlich. Entsprechend ist in einem Kontext wie 

dem vorliegenden nicht leichthin anzunehmen, dass eine ehrenrührige Äusserung 

die Grenze für die Annahme einer strafbaren Ehrverletzung erreicht. Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdegegnerin 2 mit dem beanstandeten Schreiben vom 18. März 

2024 auf die zuvor seitens der Rechtsvertretung der Hauseigentümerschaft ausge-

sprochene Abmahnung bzw. Kündigungsandrohung reagierte. In diesem Zusam-

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menhang muss ihr zugestanden werden, dass sie – um einer aus ihrer Sicht unge-

rechtfertigten  Auflösung  des  Mietverhältnisses  entgegenzuwirken  –  ihre  eigene 

Sicht der Dinge darlegen und auch auf allfälliges Fehlverhalten der Gegenseite auf-

merksam machen kann. Dazu gehört auch, dass sie die Dinge beim Namen nennen 

bzw. auf die Vorgeschichte mit angeblichem Fehlverhalten ihrer Nachbarschaft Be-

zug nehmen darf. Dass die Beschwerdegegnerin 2 offenbar nur zur Untermiete in 

der betreffenden Liegenschaft wohnt, während ihr Vater (der Beschwerdegegner 

1)  der  Hauptmieter  ist,  ändert  daran  nichts.  Die  Adressatin  des  Schreibens,  die 

Rechtsvertretung  der  Hauseigentümerschaft,  wird  in  Kenntnis  des  jahrelangen 

Konflikts zwischen den verschiedenen Mietparteien diese Äusserung naheliegen-

derweise auch vor diesem Hintergrund verstanden und entsprechend mit Vorsicht 

zu würdigen gewusst haben.

10.4. Bei der Beurteilung, ob eine Ehrverletzung vorliegt, ist – wie erwähnt – nicht 

auf die individuellen Wertmassstäbe des Verletzten abzustellen, sondern darauf, 

welchen Sinn ein unbefangener Adressat der Äusserung unter den konkreten Um-

ständen beimisst. Für den unbefangenen Dritten, welcher die beanstandeten Äus-

serungen  im  Gesamtkontext  zur  Kenntnis  nimmt,  entsteht  unter  den  gegebenen 

Umständen  jedenfalls  nicht  der  Eindruck,  beim  Beschwerdeführer  und  seiner 

Wohnpartnerin  handle  es  sich  um  Personen,  die  sich  nicht  wie  charakterlich  an-

ständige bzw. integre Menschen zu verhalten pflegten. Vielmehr machen die getä-

tigten  Ausführungen  im  Kontext  des  jahrelangen  und  von  beiden  Seiten  intensiv 

geführten Nachbarschaftsstreits deutlich, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 je-

weils über ein vorgängiges (allenfalls vermeintliches) Fehlverhalten des Beschwer-

deführers und von dessen Wohnpartnerin geärgert und dieses sodann der Liegen-

schaftsverwaltung und der Rechtsvertretung der Hauseigentümerschaft zur Kennt-

nis  gebracht  hat,  nicht  zuletzt  um  zu  verhindern,  dass  ihr  selber  bzw.  dem  Be-

schwerdegegner 1 als Hauptmieter das Mietverhältnis gekündigt wird. Insgesamt 

ist  damit  die  Schwelle  einer  strafbaren  Ehrverletzung  nicht  erreicht,  weshalb  die 

Nichtanhandnahme einer Strafuntersuchung insoweit nicht zu beanstanden ist. Der 

Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass auch der Eingabe der Beschwerdeführe-

rin an die Staatsanwaltschaft vom 22. April 2025 samt Beilagen (Urk. 3/20 und 3/21) 

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nicht ansatzweise eine ehrverletzender Äusserung der Beschwerdegegnerin  2 zu 

entnehmen ist.

11.

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde insgesamt als unbegründet und ist 

abzuweisen.

III.

Der unterliegende Beschwerdeführer hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu 

tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des 

Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts und unter Berücksichtigung des Paral-

lelverfahrens UE250188-O ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

Fr. 1'300.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG). Ausgangsgemäss 

ist der Beschwerdeführer nicht zu entschädigen. Ebenso ist den Beschwerdegeg-

nern  mangels  Antrag  und  entschädigungsfähiger  Umtriebe  keine  Entschädigung 

zuzusprechen.

Die Gerichtsgebühr ist aus der vom Beschwerdeführer geleisteten Prozesskaution 

zu  beziehen.  Im  Restbetrag  (Fr.  1'200.–)  ist  die  Kaution  dem  Beschwerdeführer 

nach Ablauf der Rechtsmittelfrist oder nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelver-

fahren gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrech-

nungsrechts zurückzuerstatten.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'300.– fest-

gesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Die Gerichtsgebühr wird aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. Im 

Restbetrag (Fr. 1'200.–) wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer 

1.

2.

3.

4.

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nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet, 

unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates.

5.

Schriftliche Mitteilung an:







den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

die Beschwerdegegner 1 und 2 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ad … (gegen Empfangs-
bestätigung).

6.

Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 1. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

Dr. iur. E. Welte