# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5af1cff-b6d3-5391-b4d5-f82fedc293d2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.12.2022 S 2021 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-118_2022-12-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 19. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 118

2

Urteil S 2021 118

A. Der 1962 geborene A.________ war als CEO für die B.________ AG in 
D.________ tätig, bis am 9. November 2018 über diese der Konkurs eröffnet wurde (vgl. 
Suva-act. 72 S. 13). Am 27. November 2018 verdrehte sich der Versicherte den linken 
Ellbogen, als er eine herunterfallende Aktenkiste auffangen wollte (Suva-act. 1), 
weswegen am 21. Januar 2019 eine Ellenbogengelenksarthroskopie durchgeführt wurde 
(Suva-act. 163). Am 1. Mai 2019 nahm der Versicherte seine Arbeit im Rahmen einer 
selbständigen Erwerbstätigkeit wieder auf (vgl. Suva-act. 62 und 66 S. 2). Mit Verfügung 
vom 10. August 2020 verneinte die Suva den Anspruch auf Versicherungsleistungen, da 
zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 27. November 2018 keine Versicherungsdeckung 
mehr bestanden habe (Suva-act. 139). Dagegen erhob der Versicherte am 22. August 
2020 Einsprache (Suva-act. 143). Nach weiteren Abklärungen hiess die Suva die 
Einsprache mit Verfügung vom 4. Februar 2021 gut und nahm die Verfügung vom 
10. August 2020 zurück. Das Taggeld werde aufgrund eines Jahreseinkommens von 
Fr. 108'000.– berechnet. Per 31. Mai 2019 würden die Versicherungsleistungen (Taggeld 
und Heilkosten) eingestellt und die Ansprüche auf weitere Leistungen verneint, da 
weiterbestehende Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien (Suva-act. 178). Dagegen 
erhob der Versicherte am 20. Februar 2021 Einsprache und beantragte die 
Berücksichtigung eines 13. Monatslohnes sowie sinngemäss die weitere Ausrichtung von 
Versicherungsleistungen (Suva-act. 182). Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2021 wies 
die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 194). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. September 2021 (Poststempel 
10. September 2021) beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 15. Juli 2021 sowie die Ausrichtung von Taggeldern für die Zeit 
vom 28. Februar bis 30. April 2019 und vom 8. August 2019 bis 31. Dezember 2020 (act. 1 
und 3).

C. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2021 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 7).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

3

Urteil S 2021 118

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer wohnt in der Gemeinde 
C.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von 
§ 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin 
erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 15. Juli 2021. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 10. September 2021 der Post übergeben und ging am 
13. September 2021 beim Verwaltungsgericht ein. Unter Berücksichtigung von Art. 38 
Abs. 4 lit. b ATSG gilt die Beschwerde als reichzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG 
eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an 
eine Beschwerde und der Beschwerdeführer ist als von der Verfügung des 
Unfallversicherers direkt Betroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde 
vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 15. Juli 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1).

3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die 
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 
gewährt.

3.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 

4

Urteil S 2021 118

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 
UVG).

3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 E. 3.1). 

3.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 
erst manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers 
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits-
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige 
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 

5

Urteil S 2021 118

das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 139 V 176 E. 5.3) 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 
Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder 
Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den 
negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 
haben, also dahingefallen sind (BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit 
Hinweisen).

3.5 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Dabei ist zu 
beachten, dass ärztliche Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, 
beweisrechtlich nicht zu verwerten sind (BGer 8C_331/2015 vom 21. August 2015 
E. 2.2.3.1; vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc": 
BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.6 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2).

3.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

6

Urteil S 2021 118

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Nach der 
Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
27. November 2018 einen Unfall im Rechtssinne erlitt mit einer Distorsion des linken 
Ellenbogengelenkes bzw. des Unterarmes. Als erstellt gilt sodann, dass der 
Beschwerdeführer seine Arbeit ab dem 1. Mai 2019 wieder aufnehmen konnte, bevor er 
ab dem 8. August 2019 wiederum voll arbeitsunfähig geschrieben wurde. Aktenkundig ist 
des Weiteren, dass die Suva nach umfangreichen Abklärungen hinsichtlich der 
Versicherungsdeckung ihre Leistungspflicht anerkannte und für die Folgen des Unfalles 
aufkam. Mit Verfügung vom 4. Februar 2021 stellte sie die bisherigen 
Versicherungsleistungen hingegen per 31. Mai 2019 ein und verneinte den Anspruch auf 
weitere Leistungen mit der Begründung, weiterbestehende Beschwerden seien nicht mehr 
unfallbedingt. Diese Einschätzung wird seitens des Beschwerdeführers beanstandet, 
beantragt er beschwerdeweise doch unter anderem die Ausrichtung von Taggeldern ab 
dem 8. August 2019. Streitig und zu prüfen ist somit einzig, ob zwischen dem 
Unfallereignis vom 27. November 2018 und den vom Beschwerdeführer nach dem 31. Mai 
2019 geklagten Beschwerden ein Kausalzusammenhang besteht. Dass die Suva den 
versicherten Jahresverdienst auf Fr. 108'000.– (Fr. 9'000.– x 12) festgesetzt hat, ist 
demgegenüber im vorliegenden Verfahren nicht mehr streitig, wird die Berechnung des 
Taggeldansatzes in der Beschwerdeschrift doch nicht gerügt. Sodann ist – wie die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Vernehmlassung korrekterweise dargelegt hat – 
auf den Antrag des Beschwerdeführers, es seien ihm für den Zeitraum vom 28. Februar 
bis 30. April 2019 Taggelder auszubezahlen, im vorliegenden Verfahren nicht einzutreten. 
Zu berücksichtigen ist, dass Gegenstand der Verfügung vom 4. Februar 2021 bzw. des 
diese bestätigenden Einspracheentscheids vom 15. Juli 2021 lediglich die Einstellung der 
Versicherungsleistungen per 31. Mai 2019 war. Davon nicht betroffen war hingegen die 
Frage, für welche Monate dem Beschwerdeführer ein Taggeldanspruch zusteht (vgl. dazu 
auch die detaillierte Taggeldübersicht [Suva-act. 185]). Dementsprechend erübrigen sich 
weitere Ausführungen hierzu. Der Vollständigkeit halber sei lediglich auf die 
diesbezügliche Anmerkung der Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung hingewiesen, 
wonach sie prüfe, inwieweit dem Beschwerdeführer für den genannten Zeitraum noch 

7

Urteil S 2021 118

Taggelder ausgerichtet werden könnten. Dabei wird zu berücksichtigen sein, dass dem 
Beschwerdeführer für die betreffenden Monate März und April 2019 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. Suva-act. 62) und ihm dementsprechend in der 
Vergangenheit für diese Monate auch bereits Taggelder – zwar noch auf der Basis eines 
tieferen Taggeldansatzes – ausbezahlt wurden (vgl. Suva-act. 72 S. 24 f.). 

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung im 
Wesentlichen auf die versicherungsinterne Beurteilung von Kreisarzt Dr. med. 
E.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, vom 5. Januar 2021. Darin führte Dr. E.________ aus, es sei beim 
Unfallereignis zu einer Distorsion des linken Ellenbogengelenkes bzw. des Unterarms 
gekommen. Die knapp fünf Wochen nach dem Unfallereignis durchgeführte 
kernspintomographische Abklärung habe einen kleinen partialen Einriss im gemeinsamen 
Extensorensehnenansatz am radialen humeralen Epikondylus mit auch geringen 
allgemein ödematösen Veränderungen gezeigt. Die Operation vom 21. September 2019 
[recte: 21. Januar 2019] habe dies nicht bestätigen können. Im Operationsbericht seien 
intakte Verhältnisse beschrieben worden. Dementsprechend sei es überwiegend 
wahrscheinlich zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen gekommen. Die im MRI 
sichtbaren ödematösen Veränderungen seien häufig bei einer Epikondylitis zu sehen, 
diese sei jedoch überwiegend nicht Folge eines einzelnen Traumas, sondern in der Regel 
Folge einer Überbelastung/Überbeanspruchung. Bei einer Distorsion des 
Ellenbogengelenkes bzw. des Unterarmes ohne eine zusätzliche strukturelle 
unfallbedingte Läsion sei davon auszugehen, dass eine solche im natürlichen Verlauf nach 
spätestens sechs bis zwölf Wochen ausgeheilt und der Vorzustand wieder erreicht sei. 
Insbesondere die neu geltend gemachte Läsion des N. ulnaris sei nicht überwiegend 
wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen. Diese Beschwerden seien 
echtzeitlich nicht dokumentiert, sondern erst ca. 1 1/2 Jahr nach dem Unfallereignis 
aufgetreten. Der zeitliche Verlauf spreche gegen eine überwiegend wahrscheinliche 
Unfallkausalität (Suva-act. 168). Am 25. Januar 2021 hielt Dr. E.________ an seiner 
bisherigen Beurteilung fest, da aus dem Operationsbericht klar hervorgehe, dass kein 
Extensorenschaden vorliege. Ein solcher wäre aber bei einer traumatischen Epikondylitis 
vorauszusetzen (Suva-act. 174). 

4.2 Wie das soeben Dargelegte zeigt, hat Dr. E.________ in den genannten Berichten 
umfassend Stellung zur Unfallkausalität der weiterhin beklagten Beschwerden im linken 
Ellenbogen genommen und dabei die vorhandenen medizinischen Unterlagen 

8

Urteil S 2021 118

berücksichtigt. Insbesondere wurden auch die vom Beschwerdeführer im vorliegenden 
Verfahren aufgelegten Berichte des behandelnden Arztes ChA Dipl.-Med. F.________, 
Facharzt für Chirurgie/Orthopädie, vom 11. Januar 2019 (Bf-act. 1) und vom 22. Oktober 
2020 (Bf-act. 2), durch Dr. E.________ gewürdigt, lagen diese doch bereits bei den Suva-
Akten (vgl. Suva-act. 17 und 162). Dementsprechend finden sich die genannten Berichte 
auch in der Aktenzusammenstellung des Kreisarztes (vgl. Suva-act. 168 S. 1 f.). Wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hingewiesen hat, liess sich der im Rahmen der 
kernspintomographischen Abklärung vom 9. Januar 2019 erhobene Verdacht auf einen 
Extensorenschaden im Bereich des linken Ellenbogengelenkes – kleiner partialer Einriss 
im gemeinsamen Extensorensehnenansatz am radialen humeralen Epikondylus (vgl. 
Suva-act. 18) – bei der am 21. Januar 2019 durchgeführten Arthroskopie nicht bestätigen. 
Gemäss dem entsprechenden Operationsbericht vom 28. Januar 2019 (Suva-act. 163) 
zeigten sich bei der Arthroskopie durchwegs regelhafte Befunde. Zudem wurde explizit 
festgehalten, dass ein Extensorenschaden nicht habe festgestellt werden können. 
Angesichts dessen ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass dem Bericht vom 
11. Januar 2019 im Hinblick auf die Kausalitätsfrage die Grundlage entzogen ist. 
Dementsprechend ist sowohl der MRT-Befund vom 9. Januar 2019 wie auch der Bericht 
vom 11. Januar 2019 nicht geeignet, an der Einschätzung des Kreisarztes Zweifel 
hervorzurufen. In Anbetracht des soeben Ausgeführten ist es sodann nicht 
nachvollziehbar, weshalb der behandelnde Arzt mit Bericht vom 22. Oktober 2020 (Suva-
act. 162) von einer Extensorenläsion am linken Ellenbogengelenk ausgeht und diese als 
unfallbedingt einstuft. An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, dass ein 
Extensorenschaden anlässlich der am 21. Januar 2019 durchgeführten Arthroskopie 
gerade nicht festgestellt werden konnte. Dementsprechend ist mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass die Einschätzung des behandelnden Arztes 
nicht plausibel erscheint, zumal eine weitere Begründung seinerseits fehlt. Daraus folgt, 
dass auch durch den Bericht vom 22. Oktober 2020 keine Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung hervorgerufen werden. Andere ärztliche 
Beurteilungen, welche in Abweichung zu Dr. E.________ mindestens mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 
27. November 2018 und den über den 31. Mai 2019 hinaus bestehenden Beschwerden 
postulieren würden, liegen nicht vor. Somit besteht kein Anlass, an der Beurteilung von 
Dr. E.________ zu zweifeln, zumal dieser seine Schlussfolgerung eingehend und 
nachvollziehbar begründete. Damit erfüllen seine Beurteilungen vom 5. und 25. Januar 
2021 die Anforderungen an beweiskräftige Arztberichte. Daran ändert auch der Umstand 
nichts, dass es sich bei der Beurteilung von Dr. E.________ um ein reines Aktenkonsil 

9

Urteil S 2021 118

handelt und eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers nicht stattgefunden 
hat. Indem sich der versicherungsinterne Arzt auf die vorhandenen Dokumente abstützen 
konnte und seine Stellungnahmen offensichtlich in Kenntnis sämtlicher vorliegender 
medizinischer Berichte abgegeben hat, erscheint eine persönliche Untersuchung durch ihn 
als unnötig, zumal es vorliegend nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts ging (BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1).

4.3 Zusammenfassend vermögen die Berichte des behandelnden Arztes sowie die 
Einwände des Beschwerdeführers keine auch nur geringen Zweifel an der Schlüssigkeit 
und Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Beurteilung von Dr. E.________ zu 
begründen. Der versicherungsinternen Beurteilung kommt daher voller Beweiswert zu. 
Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, dass die Suva auf die Beurteilung von 
Dr. E.________ abgestellt hat. Entsprechend der Beurteilung des Kreisarztes ist davon 
auszugehen, dass die über den 31. Mai 2019 hinaus gehenden Beschwerden nicht mehr 
auf das Unfallereignis zurückgeführt werden können. Angesichts dessen hat die 
Beschwerdegegnerin korrekt festgestellt, dass auch eine spätere Zunahme der 
Beschwerden nicht mehr unfallbedingt sein kann. Dies hat zur Folge, dass die 
Beschwerdegegnerin berechtigt war, die bisherigen Versicherungsleistungen per 31. Mai 
2019 einzustellen und den Anspruch auf weitere Leistungen zu verneinen. 

4.4 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juli 2021 erweist sich somit als 
rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist, 
soweit darauf einzutreten ist. 

5. Von weiteren Abklärungen, insbesondere einem medizinischen Gutachten, sind 
bei diesem Ausgang des Verfahrens in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 124 V 90 
E. 4b) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, so dass der entsprechende Antrag 
abzuweisen ist.

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG) und eine Parteient-
schädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g 
ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG 
– welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine Entschädigung 
vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen.

10

Urteil S 2021 118

11

Urteil S 2021 118

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 19. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am