# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac8df997-e85a-5c49-9ff9-83247ed9f889
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.07.2009 E-4255/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4255-2009_2009-07-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4255/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______, Nigeria,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung vom 25. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4255/2009

Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]),

des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmensch-
liche oder erniedrigende Behandlung oder  Strafe vom 10. Dezember 
1984 (FoK, SR 0.105), 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV 1, SR 142.311),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, der Ethnie der Igbo zugehörend und aus 
(...),  (...),  Niger Delta, stammend, zu seinem am 2. Juni 2009 in der 
Schweiz gestellten Asylgesuch anlässlich der Anhörungen im Wesent-
lichen  geltend  machte,  die  militante  MEND-Organisation  habe  Mitte 
August 2008 (...) angegriffen, viele Menschen getötet und die Häuser 

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niedergebrannt,  wobei  auch sein Zuhause in  Brand gesteckt  worden 
und sein Vater ums Leben gekommen sei,

dass  sein  Bruder  dem  Geheimbund  "(...)",  der  gegen  die  MEND 
kämpfe, angehöre und es die MEND-Organisation auf  Mitglieder der 
"(...)" und deren Angehörige sowie insbesondere auf Christen wie ihn 
abgesehen hätten,

dass er vor den MEND-Leuten habe fliehen können und sich bei ver-
schiedenen Freunden versteckt habe, 

dass die Polizei nach dem Vorfall zwar im Dorf erschienen sei, die Re-
gierung jedoch gegen die MEND-Machenschaften machtlos sei,

dass MEND-Mitglieder immer wieder ins Dorf zurückkehrten und sich 
der Beschwerdeführer aus Angst um sein Leben entschlossen habe, 
sein Heimatland zu verlassen,

dass bezüglich der Vorbringen im Einzelnen auf die Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer trotz Aufforderung bisher keine Identitäts-
papiere eingereicht hat,

dass das BFM mit Verfügung vom 25. Juni 2009 - gleichentags eröffnet 
- in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  trotz  entsprechender  Aufforderung  innerhalb  von  48  Stunden 
nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  keine  rechtsgenüglichen  Reise- 
oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 Bst. b und c AsylV 1 abge-
geben und zum Fehlen solcher Papiere keine entschuldbaren Gründe 
glaubhaft machen können,

dass er auch weder die Voraussetzungen von Art. 3 oder Art. 7 AsylG 
erfülle  noch  weiterer  Abklärungsbedarf  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft oder zum Wegweisungsvollzug erkennbar sei,

dass deshalb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such nicht einzutreten sei,

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dass  der  Wegweisungsvollzug  in  das  Heimatland  des  Beschwerde-
führers durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) erscheine,

dass der Beschwerdeführer am 1. Juli 2009 (Poststempel) beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 25. Juni 
2009  einreichte  und  sinngemäss  beantragt,  die  angefochtene  Verfü-
gung sei aufzuheben,

dass die vorinstanzlichen Akten am 2. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat und durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-

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gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskomission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),

dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen beziehungsweise 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu 
entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung 
möglich ist,  wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  Vor-
aussetzung  zu  einem  Nichteintretensentscheid  nach  dieser  Bestim-
mung  bildet  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGE] 2007/8 insbes. E. 5.6.5),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - allerdings 
nur hinsichtlich der Überprüfung deren offensichtlichen Fehlens - Pro-
zessgegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1),

dass jedoch die Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens bildet,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem 
Nichteintreten auf  ein Asylgesuch materiell  prüft,  weshalb  dem Bun-
desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend  aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende 
Person den Behörden nicht  innert  48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub-
haft  machen, sie  sei  dazu aus entschuldbaren Gründen nicht  in  der 
Lage, oder auf  Grund der Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und 7 
AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich auf Grund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 

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der Flüchtlingseigenschaft oder  eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6)  und unter  Vorbehalt  des Vorlie-
gens entschuldbarer Gründe ein Nichteintretensentscheid selbst dann 
zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel 
über die Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (E. 5.3. a.E.),

dass das BFM zu Recht zum Schluss gelangt ist, der Beschwerdefüh-
rer mache keine entschuldbaren Gründe für das versäumte Einreichen 
von Identitätspapieren geltend und zur Vermeidung unnötiger Wieder-
holungen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver-
fügung verwiesen werden kann,

dass die blosse Entgegnung in der Rechtmitteleingabe, alle seine Vor-
bringen würden der Wahrheit entsprechen, nicht durchzudringen ver-
mag,

dass er auch nicht hinreichend zu erklären vermag, dass er sich ernst-
haft um die Beschaffung von tauglichen Identitätspapieren bemüht hät-
te,

dass  aufgrund  dieser  Situation  die  Identität  des  Beschwerdeführers 
nach wie vor nicht feststeht,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  Aussicht 
stellt,  sich um die Beschaffung von entsprechenden Dokumenten zu 
bemühen und darum ersucht, ihm dazu ein wenig Zeit einzuräumen,

dass  auch  eine  nachträgliche  Beibringung  rechtsgenüglicher  Identi-
tätspapiere  im  vorliegenden  Zusammenhang  in  entscheidrelevanter 
Hinsicht  aufgrund  nachfolgender  Erwägungen  nicht  von  Bedeutung 
wäre,

dass - unter Beachtung der in BVGE 2007/8  aufgestellten Richtlinien 
(E. 5.6) - im Folgenden zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und 
der Akten) weitere Abklärungen zur Feststellung der  Flüchtlingseigen-
schaft oder von Wegweisungsvollzugshindernissen nötig sind oder gar 
die Flüchtlingseigenschaft festzustellen ist (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c 
AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summarischen Prüfung festge-

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stellt  werden kann,  dass  die  asylsuchende Person die  Flüchtlingsei-
genschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen einer Würdigung der 
gesamten Aktenlage in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnisse 
zum Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwer-
deführers  offensichtlich  nicht  besteht  und  ohne besonderen Begrün-
dungsaufwand ausgeschlossen werden kann (vgl. a.a.O., E. 5.6.6.),

dass auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in der ange-
fochtenen  Verfügung  hinsichtlich  der  fehlenden  flüchtlingsrechtlichen 
Relevanz abgestellt werden darf,

dass seine Vorbringen bezüglich der Verfolgungs- und Fluchtgründe of-
fensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig erscheinen,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind,

dass das BFM mithin  zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und der Beschwerde-
führer keinen Anspruch auf  Erteilung einer solchen hat,  weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 

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Land  gezwungen  werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK 
oder Art. 3 FoK ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass auf die auch diesbezüglich zutreffenden Erwägungen in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs. 4  AsylG),  was er  in  der 
Rechtsmitteleingabe denn auch in Aussicht stellt,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.− 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand:

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