# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76c7b7bc-a397-5fc1-a09b-84770fd93d03
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.07.2014 200 2014 249
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-249_2014-07-24.pdf

## Full Text

200 14 249 UV
ACT/REL/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Juli 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Februar 2014 (E 2948/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 19. November 2012 bei der C.________ AG als … angestellt und 
damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA (SUVA 
bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-
unfällen obligatorisch versichert (Antwortbeilage der SUVA [AB] 1).

Am 30. November 2012 rutschte der Versicherte während der Arbeit auf 
Eis aus, stürzte ca. 1,5m in die Tiefe und zog sich eine Prellung am Rücken 
zu (AB 1). Am 14. Dezember 2012 wurde er durch die Ärzte der Klinik 
D.________ untersucht und es wurde eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 21. Dezember 2012 attestiert (AB 7 und AB 13). In der Folge holte die 
SUVA medizinische Unterlagen ein, übernahm die Heilbehandlung und 
richtete Taggelder aus (vgl. AB 3 und AB 53 S. 4 Ziff. 1). Nach Einholen 
einer Stellungnahme ihres Kreisarztes (AB 30) verfügte die SUVA am 
14. August 2013 (AB 31) den Fallabschluss per 31. Mai 2013, da die über 
diesen Zeitpunkt hinaus bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbe-
dingt sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. 

Damit zeigte sich der Versicherte mit Schreiben vom 10. September 2013 
nicht einverstanden (AB 35). Nachdem die SUVA die Akten erneut ihrem 
Kreisarzt zur Beurteilung vorgelegt hatte (AB 40), wies sie die Einsprache 
mit Entscheid vom 7. Februar 2014 (AB 53) ab und hielt fest, dass sechs 
Monate nach dem Unfallereignis der Vorzustand wieder erreicht sei und 
deshalb ihre Leistungspflicht entfalle.

B.

Dagegen erhob der Versicherte – vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________ – am 12. März 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhe-
bung des Einspracheentscheides und die rückwirkende Ausrichtung der 
gesetzlichen UVG-Leistungen ab dem 1. Juni 2013. Eventualiter sei die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 3

Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit diese über den gesetzlichen Leistungsanspruch neu verfüge. 
Zudem sei dem Beschwerdeführer das Recht auf unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und es sei ihm Rechtsanwalt B.________ als unent-
geltlicher Rechtsbeistand beizuordnen.

In der Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2014 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art.  57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art.  54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art.  59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art.  58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art.  60 
ATSG) sowie Form (Art.  61 lit. b ATSG; Art.  81 Abs. 1 i.V.m. Art.  32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. Februar 
2014 (AB 53). Streitig und zu prüfen ist, ob Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung besteht und dabei insbesondere, ob die geklagten Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 4

schwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 
30. November 2012 stehen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art.  56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art.  61 lit. c und d ATSG; 
Art.  80 lit. c Ziff. 1 und Art.  84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur in-
soweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht.

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 5

("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 6

schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Durch die Akten belegt und unbestritten ist, dass der Beschwerde-
führer am 30. November 2012 (AB 1) einen Unfall im Rechtssinn erlitten 
(vgl. E. 2.1 hiervor) und die Beschwerdegegnerin als Unfallversichererin 
entsprechende Versicherungsleistungen erbracht hat (AB 3 und AB 53 S. 4 
Ziff. 1).

Umstritten ist hingegen die Frage der natürlichen Kausalität zwischen dem 
Unfall vom 30. November 2012 und den über den Fallabschluss per 
31. Mai 2013 hinaus geklagten Beschwerden.

3.2 Zur Frage der Kausalität lässt sich den Akten hauptsächlich das 
Folgende entnehmen:

3.2.1 Nachdem eine Magnetresonanztomografie der Lendenwirbelsäule 
gemacht worden war (vgl. AB 10), diagnostizierte Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, der Klinik D.________ in ihrem Bericht vom 18. Dezem-
ber 2012 (AB 7) einen Status nach LWS-Kontusion vom 30. November 
2012 und hielt fest, dass es dem Beschwerdeführer besser gehe und sich 
keine Anhaltspunkte für posttraumatische Veränderungen des lumbalen 
Achsenskeletts nach Sturz, sondern eine bekannte schmale, nicht neuro-
kompressive Hernie der Bandscheibe L5/S1 sowie leichte Facettengelenk-
sarthrosen L5/S1 beidseits zeigten. Für die folgende Woche attestierte sie 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %.

3.2.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurochirurgie, der H.________ 
AG, diagnostizierte in seinem Bericht vom 22. März 2013 (AB 14) chroni-
sche LWS-Schmerzen bei Status nach LWS-Kontusion am 30. November 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 7

2012 und Überlastungszeichen im MRI sowie zerviko-okzipitale Schmerzen 
ohne neurologische Defizite. Der Beschwerdeführer leide seit Jahren und 
insbesondere nach der LWS-Kontusion an therapierefraktären Lumbalgien. 
Es bestehe ein chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei klarer Über-
lastung der kleinen Wirbelgelenke mit beginnender Gelenksüberlastung 
LWK5/SWK1.

3.2.3 Dr. med. G.________ hielt anlässlich einer Verlaufskontrolle im Be-
richt vom 30. Juli 2013 (AB 26) fest, dass der Beschwerdeführer über gutes 
Ansprechen auf das rückendiagnostische Programm berichte, jedoch wei-
terhin über persistierende panvertebrale Schmerzen klage. Es seien keine 
fokalen neurologischen Defizite eruierbar. Die anlässlich des MRI vom 
27. Juni 2013 neu entdeckte Diskushernie im BWK-Bereich (vgl. AB 27) sei 
als Zufallsbefund zu werten und ohne neurokompressiven Effekt. Ansons-
ten liege nach wie vor das chronische panvertebrale Schmerzsyndrom im 
Rahmen dieses Traumas vor. Die neurochirurgische Behandlung sei hier-
mit abgeschlossen und es seien keine weiteren Kontrollen geplant.

3.2.4 Im seinem Bericht vom 13. August 2013 (AB 30) hielt der Kreisarzt 
Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie FMH, fest, dass kein Nachweis 
einer strukturellen Läsion gegeben sei, weshalb die geltend gemachten 
Beschwerden nicht mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
das Ereignis vom 30. November 2012 zurückzuführen seien und der Be-
schwerdeführer somit lediglich eine Prellung erlitten habe. Die Arbeitsun-
fähigkeit sei ab 29. Mai 2013 nicht mehr unfallbedingt medizinisch gerecht-
fertigt und die Gesundheit sei schon vor dem Ereignis vom 30. November 
2012 in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen, wobei 
dieser Unfall zu einer Verschlimmerung geführt habe. Es handle sich um 
eine bloss vorübergehende Verschlimmerung, da keine unfallbedingten 
strukturellen Läsionen gegeben seien. Der Status quo ante sei spätestens 
sechs Monate nach dem Unfallereignis wieder erreicht.

3.2.5 In seiner ärztlichen Beurteilung vom 26. September 2013 (AB 40) 
fasste der Kreisarzt Dr. med. I.________ die vorliegenden medizinischen 
Akten zusammen und hielt in seiner Beurteilung fest, dass sich im nach 
dem Unfall vom 30. November 2012 erstellten MRI der LWS (AB 10) kei-
nerlei unfallbedingte strukturelle Läsionen gezeigt hätten. Objektivierbare 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 8

neurologische Defizite hätten durch den Neurochirurgen nicht festgestellt 
werden können, doch sei im MRI mit den Facettengelenksarthrosen auf der 
Höhe L5/S1 sehr wohl ein degenerativer Vorzustand dokumentiert. Damit 
sei es durch die Kontusion am 30. November 2012 zweifellos zu einer vor-
übergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes gekommen. Gemäss 
Dr. med. G.________ seien im Lumbalbereich seit Jahren Beschwerden 
bekannt. Erfahrungsgemäss seien Beschwerden nach Prellungen im LWS-
Bereich nach spätestens sechs Monaten komplett regredient und nach die-
sem Zeitraum gelte der Vorzustand als wieder erreicht.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 9

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.3.3 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 7. Februar 2014 (AB 53) massgeblich auf den Bericht 
ihres Kreisarztes Dr. med. I.________ vom 26. September 2013 (AB 40) 
gestützt.

Dieser Aktenbericht des Kreisarztes erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell-
ten Anforderungen und überzeugt (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Dr. med. 
I.________ hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den me-
dizinischen Vorakten auseinandergesetzt und nachvollziehbar begründet, 
weshalb die aktuellen Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf 
den Unfall vom 30. November 2012 zurückzuführen sind. Dass es sich da-
bei um einen Aktenbericht handelt und der Kreisarzt keine eigene Untersu-
chung durchgeführt hat, mindert dessen Überzeugungskraft – anders als in 
der Beschwerde vorgebracht (S. 7) – nicht, denn Dr. med. I.________ 
konnte sich aufgrund der vorliegenden Akten ein gesamthaft lückenloses 
Bild machen über Anamnese, Verlauf und gegenwärtige Situation (vgl. 
E. 3.3.3 hiervor). Zudem sind keine besonderen Umstände ersichtlich, die 
ein Misstrauen in die Unparteilichkeit des Kreisarztes als objektiv begründet 
erscheinen liessen (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Auf diesen Bericht ist somit abzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 10

stellen. Von weiteren medizinischen Abklärungen waren und sind keine 
weiteren Erkenntnisse zu erwarten, so dass die Erstellung eines Gutach-
tens – wie dies vom Beschwerdeführer beantragt wird (Beschwerde S. 7) – 
nicht notwendig und hiervon in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen 
ist (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Der Bericht von Dr. med. I.________ vom 26. September 2013 (AB 40) 
deckt sich denn auch mit den restlichen Berichten in den Akten, waren 
doch bereits im MRI vom 11. Dezember 2012 (AB 10) keine Anhaltspunkte 
für posttraumatische Veränderungen erkennbar. Ebenso hielt Dr. med. 
G.________ in seinem Bericht vom 8. April 2013 (AB 14 S. 3) fest, dass die 
Diagnose der chronischen Lumbalgien „am ehesten im Sinn einer musku-
loskelettalen Dekonditionierung gesehen werden“ müsse. Auch wenn die-
ser Arzt im Bericht vom 22. März 2013 (AB 14) ausführt, dass „insbesonde-
re nach der … LWS-Kontusion“ Beschwerden bestünden, und im Bericht 
vom 30. Juli 2013 (AB 26) darlegt, dass das chronische panvertebrale 
Schmerzsyndrom im Rahmen des Traumas bestehe, weckt dies keine – 
auch nicht bloss geringe – Zweifel an der Einschätzung des Kreisarztes, 
denn der behandelnde Arzt begründet diese Aussagen nicht. Es handelt 
sich dabei vielmehr um Aussagen über Angaben des Versicherten. Wenn 
Dr. med. G.________ weiter ausführt, dass die Beschwerden erst seit der 
LWS-Kontusion bzw. im Rahmen des Traumas beständen, ist dies zudem 
nicht behilflich: Denn nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist für den 
Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung die Formel 
"post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach deren Bedeutung 
eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verur-
sacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb 
S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

3.5 Nach dem hiervor Ausgeführten ist eine vorübergehende – nicht 
richtunggebende – Verschlimmerung eines bereits bestehenden (nicht 
stummen) Vorzustandes erstellt. Gemäss dem derzeitigen medizinischen 
Wissenstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumati-
schen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwar-
tet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2011, 
8C_396/2011, E. 3.2) und den Akten sind keine Hinweise zu entnehmen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 11

welche diese medizinische Erfahrungstatsache vorliegend widerlegen 
könnten. Der status quo ante vel sine war demnach nach spätestens sechs 
Monaten wieder erreicht, wie dies der Kreisarzt in seinem Bericht vom 
26. September 2013 (AB 40) zutreffend darlegt.

3.6 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Ge-
sundheitszustand durch eine Fortsetzung einer ärztlichen Behandlung 
namhaft bessern würde. Weiter führt die Invalidenversicherung keine Ein-
gliederungsmassnahmen durch, sondern gewährt dem Beschwerdeführer 
mit Mitteilung vom 29. Januar 2014 (AB 50) allein Frühinterventionsmass-
nahmen in Form von Eingliederungsberatung.

3.7 Nach dem hiervor Dargelegten ist weder die Leistungseinstellung 
als solche noch deren Zeitpunkt per Ende Mai 2013 zu beanstanden. Die 
gegen den Einspracheentscheid vom 7. Februar 2014 (AB 53) erhobene 
Beschwerde ist unbegründet und deshalb abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 12

4.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

Die Prozessarmut ist aufgrund der Akten ausgewiesen (Akten des Be-
schwerdeführers [BB] 3). Auch kann das Verfahren nicht als von vornherein 
aussichtslos bezeichnet werden und die Umstände rechtfertigen eine an-
waltliche Vertretung. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Ver-
beiständung ist somit gutzuheissen.

4.4 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.–.

Die von Rechtsanwalt B.________ eingereichte Kostennote vom 24. Juni 
2014 und insbesondere der geltend gemachte zeitliche Aufwand von 6.10 
Stunden sind nicht zu beanstanden. Gestützt darauf ist der tarifmässige 
Parteikostenersatz auf total Fr. 1‘664.80 festzusetzen (Honorar: Fr. 1‘525.–, 
Auslagen: Fr. 16.50, Mehrwertsteuer: Fr. 123.30). Davon ist Rechtsanwalt 
B.________ aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 1'220.– 
(6.1 x Fr. 200.–) zuzüglich Auslagen von Fr. 16.50 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 98.90, total somit eine Entschädigung von Fr. 1‘335.40, auszurichten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 13

Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers ge-
genüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘664.80 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ aus der Gerichts-
kasse eine auf Fr. 1‘335.40 festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungs-
pflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juli 2014, UV/14/249, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.