# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a08a6572-9de3-5ec1-b307-97255f2a6bb6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.04.2021 IV 2020/198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-198_2021-04-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/198

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.10.2021

Entscheiddatum: 07.04.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2021
Art. 18 und 18a IVG. Berufliche Massnahmen, insbesondere 
Arbeitsvermittlung und Arbeitsversuch. Die von der IV-Stelle unter Beizug 
einer externen Fachperson während knapp 11 Monaten erfolgte aktive 
Unterstützung des teilweise fraglich mitwirkungsbereiten 
Beschwerdeführers war sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch in ihrer 
Intensität umfassend. Eine Weiterführung der beruflichen Massnahmen 
erweist sich angesichts der schlechten Erfolgsaussichten als 
unverhältnismässig (Entscheid des Vrsicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 7. April 2021, IV 2020/198).

Entscheid vom 7. April 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Corinne Schambeck 

und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2020/198

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, MLaw, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A.  

A.___ arbeitete als Mitarbeiter bei einer Garage (Mitarbeiter 

Fahrzeugbereitstellung, fremd-act. 119-3), als er am 27. September 2016 eine falsche 

Bewegung gemacht habe und dabei mit dem rechten Fuss abgeknickt sei 

(Schadenmeldung an die Suva vom 18. Oktober 2016, fremd-act. 1). Eine am 

25. Oktober 2016 durchgeführte Kernspintomografie des rechten oberen 

Sprunggelenks ergab eine osteochondrale Infraktion an der ventralen lateralen tibialen 

Gelenkfläche mit Absprengung eines kleinsten knöchernen Fragments, ein 

angrenzendes Knochenmarködem, eine Ruptur des Ligamentum fibulocalcaneare, eine 

Ruptur des Ligamentum fibulotalare posterius, eine Partialruptur des Caput breve der 

Peronealsehne kaudal der Fibula mit angrenzend etwas freier Flüssigkeit (siehe fremd-

act. 171-1). Am 17. Januar 2017 meldete die Arbeitgeberin des Versicherten der 

Unfallversicherung einen Rückfall (fremd-act. 12). In der Folgezeit bis 29. April 2017 

wurden ihm Arbeitsunfähigkeiten von wechselhaft 50% bzw. 100% bescheinigt. Die 

Arbeitgeberin kündigte am 5. Mai 2017 das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 

5. Juli 2017 (IV-act. 8-10). Seit der am 8. Januar 2018 wegen eines ausgeprägten 

Ganglions und einer Exostose je im Bereich des Calcaneus rechts erfolgten Operation 

wurde ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (zum Operationsbericht vom 

9. Januar 2018 siehe IV-act. 14-4 f.; vgl. zum Ganzen die Taggeldübersicht der Suva in 

fremd-act. 196).

A.a. 

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Der Versicherte meldete sich am 12. Februar 2019 bei der IV-Stelle wegen starker 

Schmerzen im (rechten) Fuss zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 2). Der 

behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, berichtete am 9. April 

2019, der Versicherte leide an persistierenden (belastungsabhängigen, zeitweise auch 

in Ruhe auftretenden) Beschwerden am oberen Sprunggelenk (OSG) rechts bei: Status 

nach OSG-Distorsion rechts am 27. September 2016, Status nach erster OSG-

Operation im März 2017, Status nach zweiter OSG-Operation im Januar 2018 und 

Status nach dritter OSG-Operation im August 2018 (IV-act. 14-3).

A.b. 

Am 16. April 2019 vereinbarten der Versicherte und die IV-Stelle einen 

«Eingliederungsplan Arbeitsvermittlung», der die Eingliederung des Versicherten in den 

ersten Arbeitsmarkt zum Ziel hatte (IV-act. 16; zur von der IV-Stelle gewährten 

Übernahme der Kosten für Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch den 

Eingliederungsverantwortlichen siehe die Mitteilung vom 18. April 2019, IV-act. 18). Am 

4. Juni 2019 vereinbarten sie zudem eine Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung 

durch die Stiftung C.___ (IV-act. 21).

A.c. 

Im Abschlussuntersuchungsbericht vom 29. August 2019 stellte der Suva-

Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, die Diagnose eines Fehltritts des rechten Fusses am 

27. September 2016 bei der Arbeit mit persistierenden lateral betonten Schmerzen bei 

anlagebedingter ausgeprägter Pes planovalgus Fehlstellung beidseits mit Zuständen 

nach verschiedenen operativen Eingriffen. Aktuell bestünden ein persistierendes 

lokales Schmerzsyndrom im Bereich der lateralseitigen operativen Zugänge durch 

Vernarbungen, eine erhebliche Muskelkontraktur bei der Wadenmuskulatur beidseits 

rechts stärker als links mit Beteiligung des Achillessehnengleitgewebes rechtsbetont, 

eine Störung des Gangbilds bei Einschränkung des Abrollvorgangs beidseits rechts 

stärker als links bei Muskelkontraktur und bei anlagebedingter Fussfehlstatik beidseits 

bei Pes planovalgus Fehlstellung. Dem Versicherten seien Tätigkeiten, die mit 

andauerndem Stehen und Gehen, repetitivem Knien, Hocken und Kauern oder Steigen 

auf Leitern oder Gerüsten einhergingen, sowie das Arbeiten auf unebenem Boden oder 

in Hanglage und auch das Tragen von schweren oder schwersten Gegenständen nicht 

mehr zuzumuten. Er könne in einer leichten bis mittelschweren körperlichen 

leidensangepassten Tätigkeit, optimalerweise überwiegend sitzend oder unter 

A.d. 

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wechselbelastenden Bedingungen, vollschichtig eingesetzt werden (fremd-act. 171). 

Der RAD-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Prävention und Gesundheitswesen, schloss 

sich der kreisärztlichen Beurteilung an und hielt fest, dass der Versicherte bezogen auf 

die angestammte Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig und für eine leidensangepasste 

Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 37).

Die IV-Stelle sprach dem Versicherten in der Mitteilung vom 14. Februar 2020 

einen Arbeitsversuch als Kurierfahrer und Küchenhilfe in der F.___ GmbH für die Dauer 

vom 1. Februar bis 30. April 2020 zu (IV-act. 41). Vorgesehen war zu Beginn ein 

60%iges Pensum, das rasch auf 100% gesteigert werden sollte (Eingliederungsplan 

vom 29. Januar 2020, IV-act. 33; zur Taggeldverfügung vom 5. März 2020 siehe IV-

act. 45). Da sich gezeigt habe, dass bei dieser Arbeitsstelle das Ziel einer raschen 

Steigerung des Arbeitspensums auf 100% nicht erreicht werden könne, wurde der 

Arbeitsversuch am 12. März 2020 abgebrochen (Eintrag der 

Eingliederungsverantwortlichen vom 12. März 2020, IV-act. 47-12; zur Einstellung der 

Taggeldleistungen per 12. März 2020 siehe die Verfügung der zuständigen 

Ausgleichskasse vom 24. April 2020, IV-act. 50). Die den Versicherten seit 4. Juni 2019 

bis zum Abbruch des Arbeitsversuchs betreuende Mitarbeitende der Stiftung C.___ 

hielt im Schlussbericht vom 2. April 2020 fest, das Ziel, eine Festanstellung im Rahmen 

einer leidensangepassten Tätigkeit zu finden, sei nicht erreicht worden (IV-act. 46).

A.e. 

Mit Mitteilung vom 27. April 2020 wurde die Mitteilung vom 14. Februar 2020 per 

12. März 2020 aufgehoben und das Gesuch des Versicherten um berufliche 

Massnahmen abgewiesen (IV-act. 49). Damit zeigte sich der Versicherte in der Eingabe 

vom 27. Mai 2020 nicht einverstanden (IV-act. 52), woraufhin die IV-Stelle - nach 

durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 3. Juni 2020, IV-act. 55; 

Einwand vom 3. Juli 2020, IV-act. 57) - am 9. Juli 2020 verfügte, dass die Mitteilung 

vom 14. Februar 2020 per 12. März 2020 aufgehoben und das Gesuch um berufliche 

Massnahmen abgewiesen werde. Sie machte geltend, trotz der gewährten 

Unterstützung sei es nicht gelungen, den Versicherten in den Arbeitsmarkt zu 

integrieren. Aktuell seien weitere berufliche Massnahmen nicht zielführend und würden 

deshalb abgeschlossen (IV-act. 59).

A.f. 

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B.  

Gegen die Verfügung vom 9. Juli 2020 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 14. September 2020. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge deren Aufhebung und es seien ihm die beruflichen Massnahmen 

weiter zu gewähren. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Beschwerdegegnerin den 

Grundsatz «Eingliederung vor Rente» verletzt habe, indem vorschnell die beruflichen 

Massnahmen abgebrochen worden seien und der Fall der Rentenabteilung übergeben 

worden sei. In seiner Verzweiflung vor einem finanziellen Loch habe er einen 

Arbeitsversuch in der Pizzeria seines Kollegen unternommen, doch sei dieser von 

Vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Dennoch habe die Beschwerdegegnerin 

ihm keinen anderen Arbeitsversuch zuteilen können und die Leistungen bloss kurzzeitig 

erbracht. Der Beschwerdegegnerin sei es bekannt gewesen, dass die durch ihn selbst 

gesuchte Tätigkeit nicht leidensangepasst gewesen sei. Trotzdem habe sie ihn nicht 

davon abgehalten. Ihm könne nicht entgegengehalten werden, dass er habe versuchen 

wollen, einer Tätigkeit nachzugehen, zumal er keinen Ausweg aus dem zu erwartenden 

finanziellen Loch gesehen habe. Im Übrigen sei es auch nicht seine Aufgabe, sondern 

diejenige der Beschwerdegegnerin, zu prüfen, in welchem Bereich ein Arbeitsversuch 

auch wirklich Sinn mache, um seine Leistungsfähigkeit zu prüfen (act. G 1).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 18. November 

2020 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, 

der Beschwerdeführer verfüge für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit. Die bei leidensangepassten Tätigkeiten zu beachtenden qualitativen 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit würden grundsätzlich keine relevanten Probleme 

verursachen, weshalb der Anspruch auf Arbeitsvermittlung schon deshalb in Frage zu 

stellen sei. Nichtsdestotrotz sei dem Beschwerdeführer ein knappes Jahr lang 

Arbeitsvermittlung gewährt worden. Zudem sei er extern durch die Stiftung C.___ 

unterstützt worden und auch die Eingliederungsverantwortlichen hätten sich intensiv im 

Rahmen der beruflichen Massnahmen bemüht. Es werde nicht dargetan und sei auch 

nicht erkennbar, wie die Unterstützung noch aktiver und umfassender hätte gestaltet 

werden können. Weitere Bemühungen wären daher unverhältnismässig gewesen. 

Hinsichtlich des beantragten Arbeitsversuchs sei zu beachten, dass es sich hierbei um 

eine Abklärungsmassnahme handle. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei 

B.b. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen, hauptsächlich auf Arbeitsvermittlung 

und einen (weiteren) Arbeitsversuch (act. G 1).

bereits hinreichend festgestellt worden, weshalb kein weiterer Abklärungsbedarf und 

kein Anspruch auf einen weiteren Arbeitsversuch bestehe (act. G 4).

In der Replik vom 7. Januar 2021 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 6).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin teilt am 18. Januar 2021 den Verzicht auf eine Duplik mit 

(act. G 8).

B.d. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und soweit die Voraussetzungen für 

den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Zu den 

Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art gehört u.a. die Arbeitsvermittlung (Art. 8 

Abs. 3 lit. b IVG). Im Sinn von Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) haben arbeitsunfähige Versicherte, 

die eingliederungsfähig sind, unter dem Titel «Arbeitsvermittlung» Anspruch auf aktive 

Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (lit. a) und auf 

begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (lit. b).

1.1. 

An den Anspruch auf Arbeitsvermittlung knüpft der in Art. 18a IVG geregelte 

Arbeitsversuch an (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2013, 8C_388/2013, 

E. 3.1). Gemäss dessen Abs. 1 kann die Invalidenversicherung einer versicherten 

Person versuchsweise einen Arbeitsplatz für längstens 180 Tage zuweisen 

(Arbeitsversuch), um die tatsächliche Leistungsfähigkeit der versicherten Person im 

Arbeitsmarkt abzuklären.

1.2. 

Der in Art. 8 Abs. 1 IVG verankerte Grundsatz der Verhältnismässigkeit besagt, 

dass die versicherte Person in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen 

1.3. 

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2.

Zunächst rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes «Eingliederung 

vor Rente» (act. G 1, II. Rz 3 und III. Rz 7). Diesem Vorwurf kann nicht gefolgt werden. 

Die Arbeitsvermittlung verfolgt einzig das Ziel, die Realisierung der verbliebenen 

Leistungsfähigkeit auf dem konkret in Betracht fallenden Arbeitsmarkt zu fördern. Die 

für die Invalidität massgebende Vergleichsgrösse der Resterwerbsfähigkeit bezieht sich 

demgegenüber von Gesetzes wegen auf den (hypothetischen) ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG) und wird deshalb durch die 

Arbeitsvermittlung nicht beeinflusst (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts vom 

18. Oktober 2012, 8C_657/2012, E. 2.2.2, und vom 5. Oktober 2009, 9C_141/2009, 

E. 2.3.1 am Schluss). Mit anderen Worten befähigt die Durchführung einer 

Arbeitsvermittlung die versicherte Person nicht zu einem höheren Erwerbspotenzial 

bzw. nicht zu einem höheren Invalideneinkommen. Sie ist damit nicht geeignet, den 

Invaliditätsgrad relevant zu beeinflussen. Da die Arbeitsvermittlung keine 

erwerbsfähigkeits- bzw. damit keine rentenwirksame Eingliederungsmassnahme im 

Sinn von Art. 7 Abs. 1 ATSG und Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG darstellt, steht sie einem 

allfälligen Rentenanspruch bzw. einem Rentenentscheid nicht entgegen (Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 28. März 2019, IV 2017/408, E. 2.3). Der Beschwerdeführer 

legt denn vorliegend auch nicht dar, dass die Durchführung der Arbeitsvermittlung 

Einfluss auf den Rentenentscheid haben könnte. Dass der Beschwerdeführer Anspruch 

auf die Erwerbsfähigkeit erhöhende berufliche Massnahmen - etwa in Form der 

Umschulung nach Art. 17 IVG - hätte, macht er im Übrigen zu Recht nicht geltend.

Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen hat, nicht aber auf 

die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren; das Gesetz will die 

Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber 

auch genügend ist; ferner muss der voraussichtliche Erfolg einer 

Eingliederungsmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen. 

Die Verwaltung hat Arbeitsvermittlung nur so lange zu gewähren, als der dafür 

notwendige Aufwand verhältnismässig ist. Unverhältnismässig erscheint die 

Arbeitsvermittlung, wenn von weiteren Bemühungen keinerlei Erfolg mehr erwartet 

werden kann, obwohl vorher eine intensive Betreuung stattgefunden hat, was jeweils 

im Einzelfall entschieden werden muss. Die Verhältnismässigkeit einer Fortführung der 

Arbeitsvermittlung beurteilt sich nicht anhand der Erledigung von vorgängig 

festgelegten abstrakten Vorgaben; es besteht Anspruch auf das situativ Notwendige 

(Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2013, 8C_388/2013, E. 3.2.1 mit 

Hinweisen).

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3.

Zu prüfen ist des Weiteren die Rechtmässigkeit der Einstellung der Arbeitsvermittlung. 

Im Vordergrund steht die Frage nach der (Un-)Verhältnismässigkeit weiterer 

Unterstützung in Form der Arbeitsvermittlung.

Der Beschwerdeführer anerkennt ausdrücklich, dass er über keine eigentliche 

berufliche Ausbildung verfügt und dass dies u.a. ein Grund für die Schwierigkeiten bei 

der Arbeitssuche bildet (act. G 1, III. Rz 7). Er verfügt namentlich über bloss geringe 

Deutsch- sowie EDV-Kenntnisse (IV-act. 47-9; wobei anzumerken ist, dass er gut 

verständlich Hochdeutsch mit kleinen grammatikalischen Fehlern spricht, IV-act. 46-1). 

Er sah sich offenbar nicht in der Lage, in deutscher Sprache telefonisch oder 

persönlich mit möglichen Arbeitgebenden in Kontakt zu treten (Schlussbericht der 

Stiftung C.___ vom 2. April 2020, IV-act. 46-2). Die fehlende Qualifikation - 

insbesondere auch bezüglich leidensangepasster Tätigkeiten (beispielsweise im 

Bürobereich) - war derart ausgeprägt, dass die Personalberaterin des Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrums ausführte, es hätten bis anhin lediglich «Alibibewerbungen 

versendet» werden können (Assessment- und Verlaufsprotokoll, Eintrag vom 17. April 

2019, IV-act. 47-5). Um dieser schwierigen Ausgangslage zu begegnen, bemühten sich 

die involvierten Sozialversicherungsträger gemeinsam und intensiv um die berufliche 

Eingliederung des Beschwerdeführers (zu den durchgeführten gemeinsamen 

Besprechungen mit dem Beschwerdeführer [«Roundtable»] vom 9. Mai 2019 siehe IV-

act. 47-5, vom 30. Oktober 2019 siehe IV-act. 47-8 und vom 12. November 2019 siehe 

IV-act. 47-9). Nebst Unterstützung durch die Eingliederungsverantwortlichen der 

Beschwerdegegnerin gewährte diese zusätzlich eine Arbeitsvermittlung über die 

Stiftung C.___ für die Dauer vom 4. Juni 2019 bis 29. Februar 2020 und zusätzlich eine 

Begleitung des Beschwerdeführers für die Dauer des Arbeitsversuchs (bis zum 

Abbruch am 12. März 2020; siehe Schlussbericht der Stiftung C.___ vom 2. April 2020, 

IV-act. 46). Im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin finanzierten zusätzlichen 

externen Unterstützung fand während Monaten eine intensive Unterstützung bei der 

Stellensuche statt und es wurde u.a. eine Schnupperwoche in einer Autowerkstatt 

organisiert, wo der Beschwerdeführer jeweils vormittags vom 6. bis 10. Januar 2020 

hätte arbeiten können und wo die Möglichkeit eines Arbeitsversuchs bzw. auf eine 

spätere Festanstellung bestanden hätte (IV-act. 47-9 f.). Diese Arbeitsgelegenheit 

wurde organisiert, obschon sie keine leidensangepasste Tätigkeit beinhaltete, weil der 

Beschwerdeführer «jedoch unbedingt wieder in die Autobranche» habe zurückkehren 

wollen (IV-act. 47-10 oben). Der Beschwerdeführer brach den Schnupperkurs bereits 

nach einem halben Tag ab, allerdings nicht etwa aus gesundheitlichen Gründen, 

3.1. 

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sondern weil diese Stelle keine Aufgaben in dem von ihm gewünschten 

Tätigkeitsbereich als Autokosmetiker vorsah (IV-act. 46-2).

Nicht bloss beim soeben genannten vorzeitigen Abbruch des Schnupperkurses 

anfangs Januar 2020 zeigte sich, dass sich die negative Haltung des 

Beschwerdeführers in erheblichem Ausmass zusätzlich hindernd auf den Erfolg der 

Eingliederungsbemühungen auswirkte, auch wenn diese zwischenzeitlich nach einem 

«Roundtable» vom 12. November 2019 (IV-act. 47-9) bzw. «ab Mitte November 

2020» (richtig: 2019) besser war (IV-act. 46-2). So berichtete der Berater Berufliche 

Integration der Beschwerdegegnerin bereits am 25. Juli 2019 dem damaligen 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass eine Zusammenarbeit zwischen der 

Stiftung C.___ und dem Beschwerdeführer schwierig erscheine und kaum zielführend 

sei. Der gesamte bisherige Verlauf lasse die Frage offen, ob der Beschwerdeführer 

auch wirklich motiviert sei, wieder eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt 

anzutreten (IV-act. 22-1). Es kam mehrere Male zu Verzögerungen und 

Terminverschiebungen durch den Beschwerdeführer (IV-act. 46-2). U.a. blieb der 

Beschwerdeführer dem mit der Stiftung C.___ vereinbarten Ersttermin unentschuldigt 

fern. Nachdem man erneut einen Termin vereinbart habe, sei der Beschwerdeführer 

«angesäuert» erschienen und habe seine Präsenz hinterfragt. Er sei sehr fordernd 

aufgetreten und habe erwartet, dass man ihm eine Stelle suchen solle. Es werde an 

seiner Motivation zur Stellensuche gezweifelt und daran, dass er sich wirklich auf den 

Prozess einlassen könne bzw. wolle (IV-act. 47-6, Eintrag vom 2. Juli 2019; zum 

unentschuldigten Fernbleiben des Beschwerdeführers bei einem weiteren Termin siehe 

IV-act. 47-7, Eintrag vom 5. September 2019). Zudem musste der Beschwerdeführer 

am 21. Oktober 2019 darauf hingewiesen werden, dass er nicht wünschen könne, 

welcher Bearbeiter oder welche Bearbeiterin der Stiftung C.___ für ihn zuständig sei 

(fremd-act. 191-1 Mitte). Anlässlich des «Roundtable» vom 30. Oktober 2019 legte der 

Eingliederungsverantwortliche plausibel dar, dass die seit der Gewährung der 

Arbeitsvermittlung ab Mitte April 2019 (siehe Mitteilung vom 18. April 2019, IV-act. 18) 

erbrachte Unterstützung wegen mangelhafter Kooperation und Motivation seitens des 

Beschwerdeführers nicht zielführend gewesen waren (IV-act. 47-8 Mitte; siehe auch 

den Bericht der Suva vom 21. Oktober 2019, fremd-act. 191-1). Erschwerend kam 

hinzu, dass sich der Beschwerdeführer eine sitzende Tätigkeit «definitiv» nicht 

vorstellen konnte, da er «viel zu hibbelig» sei (IV-act. 47-2 unten; siehe auch IV-

act. 46-1 unten). Trotz dieser ungünstigen motivationalen Ausgangslage zeigte sich die 

Beschwerdegegnerin bereit, die externe Unterstützung durch die Stiftung C.___ zu 

verlängern (IV-act. 47-8). Allein schon deswegen trifft das Vorbringen des 

Beschwerdeführers nicht zu, die Beschwerdegegnerin habe lediglich «das 

3.2. 

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Standardprogramm» durchgeführt (act. G 1, III. Rz 8). Zudem reagierte der 

Beschwerdeführer anlässlich einer am 20. Februar 2020 erfolgten Besprechung höchst 

unangebracht auf die Fragen des Eingliederungsverantwortlichen, wie es laufe und was 

ihm helfen könnte (IV-act. 47-11). Aus diesen Umständen ist jedenfalls zu schliessen, 

dass der ausgebliebene Erfolg bei der Arbeitsvermittlung nicht in einem zeitlich oder 

inhaltlich unzureichenden Engagement der Beschwerdegegnerin begründet liegt.

Zu beachten ist ausserdem, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des 

«Roundtable» am 12. November 2019 aus verständlichen Gründen die 

Arbeitsvermittlung bereits Ende Februar 2020 zu beenden beabsichtigte, falls sie 

erfolglos bleiben würde (IV-act. 47-9 oben). Dennoch gewährte sie am 14. Februar 

2020 rückwirkend ab 1. Februar bis 30. April 2020 auf Wunsch des Beschwerdeführers 

einen Arbeitsversuch als Kurierfahrer und Küchenhilfe in einer F.___ (Mitteilung vom 

14. Februar 2020, IV-act. 41). Deren Geschäftsführer war ein Kollege des 

Beschwerdeführers. Obschon davon auszugehen war, dass es sich hierbei «nicht um 

eine vollständig leidensadaptierte Tätigkeit» handle (IV-act. 46-2), entschlossen sich die 

Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer im Einvernehmen, diesen 

Arbeitsversuch zu starten und damit abzuklären, ob der Beschwerdeführer bei dieser 

Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erbringen und die in Aussicht gestellte 100%ige 

Festanstellung bewältigen könnte. Dabei wurde namentlich eine rasche Steigerung des 

Anfangspensums von 60% auf 100% und ein vorzeitiger Abbruch, falls sich eine 

Weiterführung als nicht zielführend erweisen sollte, vereinbart (IV-act. 33 und IV-

act. 47-10). Entgegen der erst nachträglich geäusserten Auffassung des 

Beschwerdeführers kann jedenfalls keine Rede davon sein, dass der von ihm selbst 

angeregte Arbeitsversuch von Beginn weg zwangsläufig zum Scheitern verurteilt 

gewesen wäre (act. G 1, II. Rz 3). Denn ihm können immerhin mittelschwere 

leidensadaptierte Tätigkeiten mit Wechselbelastung vollschichtig zugemutet werden 

(IV-act. 37-1) und die Tätigkeit in der F.___ beinhaltete verschiedene 

wechselbelastende Verrichtungen. Ausserdem ist es nachvollziehbar, dass die 

Beschwerdegegnerin angesichts der generell schlechten Eingliederungsaussichten 

nichts unversucht lassen wollte, um den Beschwerdeführer wieder in den ersten 

Arbeitsmarkt zu integrieren, und ihm deshalb eine Unterstützung bei dem von ihm 

angestrebten Arbeitsversuch nicht versagen wollte. Nachdem sich bereits am 

20. Februar 2020 erhebliche Schwierigkeiten bei einem knapp 60%igen Pensum 

zeigten (IV-act. 47-11) und am 5. März 2020 der Geschäftsführer der F.___ der 

Beschwerdegegnerin erklärte, auch das Pensum als Kurierfahrer habe nicht über 50% 

gesteigert werden können (IV-act. 47-11 unten), ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin am 12. März 2020 den Arbeitsversuch als endgültig gescheitert 

3.3. 

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4.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Der vollständig 

unterliegende Beschwerdeführer hat die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu 

bezahlen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran 

anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

und eine weitere Unterstützung im Rahmen der Arbeitsvermittlung als nicht mehr 

zielführend und damit als unverhältnismässig betrachtete.

Aufgrund der dargelegten Umstände (u.a. fehlende Ausbildung, vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte schlechte Deutschkenntnisse, fragliche 

Mitwirkungsbereitschaft und hohe Anspruchshaltung des Beschwerdeführers bezüglich 

ihm passender Tätigkeiten mit Abneigung gegen hauptsächlich sitzend zu 

verrichtenden Tätigkeiten) hat die Beschwerdegegnerin den 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz bei der Einstellung der Mitte April 2019 begonnenen 

und damit im Einstellungszeitpunkt von Mitte März 2020 knapp 11 Monate dauernden 

beruflichen Massnahmen nicht verletzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

19. Dezember 2018, 8C_364/2018, E. 5, in dem ein vergleichbarer Sachverhalt zu 

beurteilen war). Der Beschwerdeführer bringt denn auch weder konkret vor noch ist 

ersichtlich, wie die Unterstützung durch die Beschwerdegegnerin noch aktiver und 

umfassender hätte gestaltet werden können. Im Übrigen legte die Beschwerdegegnerin 

ausführlich und zutreffend dar, dass es sich beim Arbeitsversuch um eine 

Abklärungsmassnahme handelt und vorliegend kein weiterer Abklärungsbedarf 

bezüglich einer leidensangepassten Tätigkeit und der hierfür bescheinigten 100%igen 

Arbeitsfähigkeit besteht. Darauf kann verwiesen werden (act. G 4, III. Rz 3 f.). 

Vorliegend ist zudem weder erkennbar noch ersichtlich, dass eine weitere Abklärung im 

Rahmen eines Arbeitsversuchs die primär durch krankheitsfremde Faktoren (siehe die 

zu Beginn dieser Erwägung aufgezählten Umstände) bedingten schlechten 

Erfolgsaussichten für eine Eingliederung erhöhen könnte.

3.4. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2021
	Art. 18 und 18a IVG. Berufliche Massnahmen, insbesondere Arbeitsvermittlung und Arbeitsversuch. Die von der IV-Stelle unter Beizug einer externen Fachperson während knapp 11 Monaten erfolgte aktive Unterstützung des teilweise fraglich mitwirkungsbereiten Beschwerdeführers war sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch in ihrer Intensität umfassend. Eine Weiterführung der beruflichen Massnahmen erweist sich angesichts der schlechten Erfolgsaussichten als unverhältnismässig (Entscheid des Vrsicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. April 2021, IV 2020/198).

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