# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3c50675-e916-5a7d-9732-d865f3b3b422
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Arbeitsunfähigkeit nicht schlüssig abgeklärt. Rückweisung zur psychiatrischen Abklärung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00104
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00104.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00104
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin Slavik
Urteil
vom
26. Juni 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein
Goecke Laur Reger-Wyttenbach Zürcher & Meier Rhein Rechtsanwälte
Ankerstrasse 24, Postfach 2250, 8026 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1959, ist Ingenieur und selbständigerwerbend als Projektleiter
unter der
Einzelfirma
Y.___
tätig.
Er meldete sich am 5. Juni 2013 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) wegen
beste
hender
gesundheitlicher Probleme zum Leistungsbezug an. Er umschrieb die Art der
seit Oktober 2011 bestehenden
gesundheitlichen Beeinträchtigung wie folgt: „Erschöpfung und depressive Störung als Folge eines burn-outs: verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, diverse psychoso
matische Symptome, Reizdarm, Migräne“
(Urk. 7/3)
.
Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich (IV-Stel
le) traf in der Folge beruflich
-erwerbliche und medizinische Abklärungen (Urk.
7/8–9; Urk. 7/12–14; Urk. 7/18–19
). Sie stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2013 (Urk. 7/22) die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht und bestätigte ihren Ent
scheid mit Verfügung vom 9. Dezember 2013 (Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 27. Januar 2014 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei ihm eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditäts
grad von mindestens 40 % auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In ihrer Beschwerde
antwort vom 19. März 2014 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Am 15. April 2014 reichte der Beschwerdeführer den Bericht seines behandelnden Psychiaters Dr. med.
Z.___
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 2. Februar 2014 ein (Urk. 9). Die Beschwerdegegnerin nahm am 16. Mai 2014 hierzu Stellung (Urk. 12), was dem Beschwerdeführer am 27. Mai 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie auf die Akten ist, soweit für die Entscheid
findung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) haben Versicherte
, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufga
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf dieses Jahres zum mindes
tens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind
, Anspruch auf eine Rente
.
Bei einem Inva
liditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Satz 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
1.
4
Der Rentenanspruch entsteht laut Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hat das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 9. Dezember 2013 (Urk. 2) mit der Begründung abgewiesen, dass die gesundheitlichen
Beschwerd
en ihn zwar in subjektiver Weise ein
schränken würden, diese
Einschränkungen
jedoch überwindbar seien. Mit zumutbarer Willensanstrengung könnte er die angestammte Tätigkeit zu 100 % ausüben, weshalb kein iv-relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei.
2.2
Der Beschwerdeführer machte insbesondere geltend,
dass die bei ihm diagnosti
zierte mittelgradige depressive Episode nicht unter die so genannte Überwind
barkeitspraxis des Bundesgerichts falle und durchaus invalidisierenden Charak
ter habe. Insbesondere dauere die dadurch bedingte Arbeitsunfähigkeit bereits über ein Jahr an. Aus dem am 15. April 2014 (Urk. 8) nachgereichten Bericht sein
es behandelnden Psychiaters Dr.
Z.___
(Urk. 9) gehe zudem hervor, dass
er – wie vermutet – an einer rezidivierenden depressiven Störung leide. Ange
sichts der rückwirkend bereits feststehenden Arbeitsunfähigkeiten sei ihm eine Rente zuzusprechen oder ein Gutachten durchzuführen.
3.
3.1
In seinem Bericht vom 13. Juli 2013 stellte Dr.
Z.___
die folgenden Diagno
sen:
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1); Verdacht auf rezidivie
rende depressive Störung (ICD-10: F33.0) mit Hinweisen für einen Beziehungskonflikt (ICD-10: Z63.0);
-
Verdacht auf somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10: F45.3) mit vorwiegend gastrointestinalen Symptomen.
Einen Anfangszeitpunkt für seine Beschwerden habe der Beschwerdeführer nicht exakt benennen können, die depressive Symptomatik habe jedoch bereits vor Jahren eingesetzt. Im Herbst 2011 sei es ihm merklich schlechter gegangen, er habe sich damals beim Hausarzt gemeldet, welcher den Verdacht einer Depression geäussert habe. Der Beschwerdeführer habe in der Folge an einer Studie zur Behandlung der Depression am Psychologischen Institut der
A.___
teilgenommen. Dort habe er erstmalig die Diagnose einer mittelgra
digen Depression erhalten. In der Therapie habe er realisiert, dass Änderungen am Arbeitsplatz notwendig seien. In der Folge habe er sein Arbeitspensum redu
ziert. Aktuell arbeite er zu 40 % als Selbständigerwerbender. Seine somatischen Beschwerden seien indessen nicht weniger geworden. Der Beschwerdeführer beschreibe vorwiegend gastrointestinale Symptome wie morgendliche Übelkeit,
Blähungen, Spasmen, teils wässrigschleimiger Durchfall. Diese seien nach inter
nistischer Abklärung als klassische „Reizdarmbeschwerden“
einzuordnen.
Das Ziel sei es, die Arbeitsfähigkeit auf 80 % zu steigern. Aus Sicht des Beschwer
deführers würden aktuell vorwiegend die Symptome des depressiven Syndroms die Arbeitsfähigkeit einschränken. Die psychosomatischen Beschwer
den hätten hingegen einen bescheideneren Einfluss auf die Arbeitsleistung. Das Konzentrationsvermögen scheine aktuell stark eingeschränkt mit einer maxi
malen Arbeitsdauer von ca. einer Stunde und entsprechend häufiger Pausen. Das Auffassungsvermögen scheine uneingeschränkt. Probleme würden rasch erfasst, die Umsetzung im Arbeitsprozess sei jedoch erschwert. Die Anpas
sungsfähigkeit scheine ebenfalls stark beeinträchtigt. Die Belastbarkeit sei sub
jektiv beträchtlich, die objektivierbare Arbeitsleistung mittelgradig einge
schränkt.
Die Tätigkeit des Beschwerdeführers sei projektbezogen. Die Arbeit sei aktuell nur im alternierenden Modus zwischen „einem Tag Arbeit und einem Tag arbeitsfrei“ bewältigbar. Nach einem Arbeitstag sei der Beschwerdeführer prak
tisch vollständig erschöpft, was mit der depressiven Symptomatik vereinbar sei. Die Entscheidungsfähigkeit scheine ebenfalls beeinträchtigt. Die Art der Tätig
keit stehe aktuell nicht zur Diskussion, sondern die durch die psychische Beein
trächtigung bestimmte Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Urk. 7/13).
3.2
In seinem Verlaufsbericht vom 3. Oktober 2013 (Urk. 7/19)
nannte Dr.
Z.___
k
eine nennenswerte Veränderung der psychopathologischen Befunde.
3.3
RAD-Ärztin Dr. med.
B.___
, Allgemeine Innere Medizin FMH, gab am 18.
Oktober 2013 an, dass aus medizin
is
cher Sicht des RAD mit der ausgewiese
nen mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1
)
und dem Verdacht auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung die Arbeitsunfähigkeitsschät
zung der behandelnden Ärzte nachvollzogen werden könne. Bei den genannten Diagnosen sei der versicherungsmässige Leistungsanspruch jedoch gemäss aktu
ell geltender Rechtsprechung zu beleuchten. Eine dauerhafte oder langfristige hohe Arbeitsunfähigkeit sei bei der genannten Diagnose einer mittelgradigen Episode in der Regel nicht zu
er
warten (Urk. 7/20).
3.4
Am 2. Februar 2014 berichtete Dr.
Z.___
, dass er den Beschwerdeführer seit dem 17. Juni 2013 behandle. Nach einer kurzen Behandlungsperiode sei er von der Beschwerdegegnerin um eine psychiatrisch-psychotherapeutische Berichter
stattung gebeten worden. Im vorliegenden Bericht wolle er die aktuelle Situa
tion darstellen und die Entwicklung im letzten halben Jahr einschliessen. In Bezug auf die Diagnosen bedeute dies, dass sich zwischenzeitlich sowohl der
Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33) wie auch der Verdacht auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10: F45.3) bestätigt habe.
Der aktuelle psychopathologische Befund entspreche im Wesentlichen dem einer somatoformen autonomen Funktionsstörung (ICD-10: F45.3) mit stressabhängi
gen, fluktuierenden gastrointestinalen Symptomen. Die am 13. Juli 2013 beschriebene mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) sei aktuell unter konsequenter Pharmako- und Psychotherapie in Remission (ICD-10: F33.4), allenfalls noch leichtgr
adig vorhanden (ICD-10: F33.0).
Die Reduktion der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 80 auf 40 % sei im Juli 2013 durch das depressive Syndrom bestimmt gewesen. Mittlerweile sei die depressive Symptomatik weitgehend abgeklungen. Durch die weggefallene Überlagerung der depressiven Symptomatik sei es möglich geworden, die Aus
wirkungen der somatoformen Funktionsstörung auf die Arbeitsfähigkeit zu erfassen. Wie sich gezeigt habe, habe sich nach Wegfall der depressiven Symp
tomatik die Arbeitsfähigkeit nicht oder nur unwesentlich verbessert. Aus dieser Verlaufsbeobachtung müsse geschlossen werden, dass die somatoformen Symptome die Arbeitsfähigkeit nachhaltig beeinflussen würden und für den
Beschwerdeführer nicht überwindbar seien. In diesem Zusammenhang sei wich
tig festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer sehr daran gelegen sei, eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in angestammter Tätigkeit wieder herzustellen. Der aktuelle Gesundheitszustand, d.h. die Beeinträchtigung durch die somatoformen Symptome lasse dies jedoch nicht zu.
Zur Prognose könne wiederholt gesagt werden, dass diese bei konsequenter Behandlung gut sei. Dies zeige auch der Verlauf. Es müsse jedoch darauf hin
gewiesen werden, dass unter einer adäquaten Behandlung lediglich die depres
sive Symptomatik kontrollierbar sei. Die rezidivierende depressive Störung im Sinne einer Prädisposition für zukünftige depressive Episoden bleibe bestehen. Aus diesem Grund sei eine längerfristige antidepressive pharmako- und psy
chotherapeutische Prophylaxe zur Verhinderung zukünftiger Episoden empfoh
len. Auch trotz bester therapeutischer Intervention hätten bis zu eine
m
Fünftel der Betroffenen einen Rückfall
(Urk. 9)
.
4.
Der Beschwerdeführer ist seit Dezember 2012 in unterschiedlichem Ausmass, mindestens jedoch zu 40 %
aus psychischen Gründen
krankgeschrieben. Das für einen allfälligen Rentenanspruch erforderliche Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; E. 1.2) ist somit im Dezember 2013 erfüllt. Da sich der Beschwerdeführer im Juni 2013 zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin angemeldet hat,
entsteht ein allfälliger Rentenanspruch ebenfalls frühestens im Dezember 2013 (Art. 29 IVG; E. 1.4)
.
Für die einem Rentenanspruch zugrundeliegende Frage nach der Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG; E. 1.1), muss die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in allfälligen zumutbaren, dem Gesundheitszustand ange
passten Tätigkeiten geklärt sein.
Ob und in welchem Ausmass der Beschwerde
führer ab Dezember 2013 arbeitsunfähig ist
, lässt sich indessen anhand der vor
liegenden medizinischen Berichte nicht abschliessend beurteilen.
RAD-Ärztin
Dr.
B.___
ist keine Psychiaterin und
hat
den Beschwerdeführer nicht untersucht.
Ihre Aussagen zur
Arbeitsfähigkeit beschränken sich auf pau
schale Verweise auf die Rechtsprechung und enthalten keinen medizinischen Erkenntnisgewinn für den konkreten Fall. Auch wenn
zwar
in der Regel von einer mittelgradigen depressiven Episode keine langandauernde Arbeitsunfähig
keit in einem rentenrelevanten Ausmass erwartet werden kann, gilt es doch zu berücksichtigen, dass beim Beschwerdeführer die medizinisch attestierte Arbeitsunfähigkeit bereits über ein Jahr andauert und der Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung geäussert wurde, welche durchaus invalidi
sierenden Charakter haben kann.
Dementsprechend hat Dr.
B.___
die Arbeits
fähigkeitsschätzung der behandelnden Ärzte
aufgrund der gestellten Diagnosen
eigentlich auch als nachvollziehbar erachtet.
Der behandelnde Psychiater Dr.
Z.___
wiederum hat in seinen Berichten vom 13. Juli 2013 und 3. Oktober 2013 angegeben, dass die mittelgradige depressive Episode mit Ver
dacht auf eine rezidivierende depressive Störung die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 60 % einschränke. In seinem neuerlichen Bericht vom 2. Februar 2014 führte er hingegen an, dass die depressive Symptomatik auf
grund der adäquaten medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung abgeklungen sei, indessen aufgrund der somatoformen autonomen Funktions
störung weiterhin von der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 60 % auszugehen sei. Er
erklärte
jedoch nicht
näher
, wie sich ein derart hoher Einfluss des
gast
rointestinalen
Syndroms auf die Arbeit als Ingenieur/Projektleiter
äussert
, wes
halb seine Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht ohne
W
eiteres
nachvollziehbar ist.
Schliesslich
gab
er auch an, dass bei einer rezidivierenden depressiven Störung eine hohe Rückfallgefahr bestehe, legte aber nicht dar, ob dieser Umstand
aus medizinischer Sicht
einen allfälligen Einfluss auf ein zumutbares Arbeitspensum für die Zukunft hat oder ob und welche Einschränkungen
über Dezember 2013 hinaus
in Bezug auf
das
Arbeitspensum u
nd die Arbeits
gestaltung allenfalls bestehen.
Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine fachärztlich-psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers veranlasse
und hernach über den Rentenanspruch neu befinde.
In dem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (vgl.
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr.
600.-- der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]) auf
Fr.
1‘800
.-- (inkl. Barausla
gen und MWSt) festzulegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass
die angefochtene Verfügung vom 9. Dezember 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen
wird
, damit diese den Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers im Sinne der Erwägungen abklären lasse und anschlies
send über seinen Leistungsanspruch neu befinde.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessentschä
digung von
Fr.
1‘800
.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstSlavik