# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d79cb1da-bb81-579b-9948-e547fc1498a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2025 D-8863/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8863-2025_2025-12-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8863/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Lukas Müller (Vorsitz), 

Richter Walter Lang, 

Richterin Chrystel Tornare Villanueva, 

Gerichtsschreiber Gregory Aloisi. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…) , 

Eritrea, 

vertreten durch lic. iur. Robert Goldmann, 

(…) , 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS); 

Verfügung des SEM vom 20. Oktober 2025 / N (…) . 

 

 

 

D-8863/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 19. August 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Dabei machte er geltend, er sei am (…) geboren worden und damit 

minderjährig. 

B.  

Ein Abgleich des Fingerabdrucks ergab, dass er zuvor in Italien um Asyl 

ersuchte. Auf eine Anfrage des SEM antworteten die italienischen Behör-

den mit Schreiben vom (…) , dass der Beschwerdeführer dort mit dem Ge-

burtsdatum (…) registriert sei. 

C.  

Am 10. September 2025 wurde er anlässlich der Erstbefragung für unbe-

gleitete minderjährige Asylsuchende (EB UMA) unter anderem zu seiner 

Person und Identität befragt. 

D.  

Am 15. September 2025 beauftragte das SEM (…) mit der Erstellung eines 

Altersgutachten. Die rechtsmedizinische Untersuchung fand am 18. Sep-

tember 2025 statt. Das entsprechende Gutachten wurde am 23. Septem-

ber 2025 erstellt. 

E.  

Am 9. Oktober 2025 wurde der Beschwerdeführer vertieft zu seinen Flucht-

gründen angehört. Im Rahmen dieser Anhörung wurde ihm auch das recht-

liche Gehör zum Altersgutachten, zu dem in Italien registrierten Geburts-

datum vom (…) , zum Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsdokumente, zu 

seinen Aussagen anlässlich der EB UMA vom 10. September 2025 sowie 

zur geplanten Altersanpassung im Zentralen Migrationsinformationssys-

tem gewährt. 

In seiner mündlichen Stellungnahme machte er sinngemäss geltend, die 

Ergebnisse des Altersgutachten seien nicht mit dem vereinbar, was er von 

seiner Mutter und seiner Schwester hinsichtlich seines Alters erfahren 

habe. Er sei minderjährig und könne es daher nicht akzeptieren, dass er 

als volljähriger gelten solle. 

Sein Rechtsvertreter machte ebenfalls mündlich geltend, er sei mit der Art 

und Weise, wie das SEM das rechtliche Gehör gewähre, nicht einverstan-

den. Der Beschwerdeführer müsse die Gelegenheit haben, komplexe 

D-8863/2025 

Seite 3 

rechtliche Vorbringen vorgehend mit seiner Rechtsvertretung zu bespre-

chen, da ansonsten der verfassungsmässig garantierte Rechtsschutz un-

terlaufen würde. Ausserdem handle es sich bei einem medizinischen Al-

tersgutachten um ein «educated guessing». Die schweizerische Gesell-

schaft für Rechtsmedizin gehe sodann davon aus, dass das Mindestalter 

wesentlich sei. Vorliegend bedeute dies, der Beschwerdeführer sei minder-

jährig. Hinsichtlich der italienischen Behörden sei festzuhalten, dass diese 

bei Massenankünften (…) eine nur sehr oberflächliche Einschätzung des 

Alters vornehmen würden. Hinsichtlich der Altersanpassung bitte er darum, 

dass er diese mit dem Beschwerdeführer besprechen dürfe. Es sei nicht 

angebracht, sie am Ende einer Anhörung damit zu überfallen. Ausserdem 

scheine es ihm, dass die Akten, auf welche sich das SEM in seiner Begrün-

dung stütze, ihnen vorausgehend nicht zugänglich gemacht worden seien, 

womit das rechtliche Gehör verletzt sei. 

F.  

Mit Verfügung vom 20. Oktober 2025 (gleichentags eröffnet) stellte das 

SEM fest, dass die Personendaten im ZEMIS fortan wie folgt lauten: 

– (…) , geb. 1(…) , alias (…) , geb. (…) , (…) , geb. 1(…) , Eritrea. 

Gleichzeitig händigte es dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Ak-

ten aus und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung 

die aufschiebende Wirkung. 

G.  

Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe seines 

Rechtsvertreters vom 18. November 2025 beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, die angefochtene Verfügung 

sei in den Dispositivziffern 1 und 3 aufzuheben und das SEM sei anzuwei-

sen, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS sei auf den (…) 

zu berichtigen. Eventualiter sei Sache zur vollständigen und richtigen 

Sachverhaltserstellung sowie zur Neubeurteilung an das SEM zurückzu-

weisen, unter der Auflage, dass die Interpretation des medizinischen Al-

tersgutachtens durch eine gemeinsam zu bestimmende Fachperson der 

medizinischen Altersdiagnostik erfolge. 

In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, es sei der vorliegenden Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, dem Beschwerdeführer 

sei die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu ge-

währen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. 

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Seite 4 

Der Beschwerde lagen die angefochtene Verfügung inklusive Abholquit-

tung sowie eine unterschriebene Vollmacht bei. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde (Art. 31 VGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer war am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und 

ist als Adressat der angefochtenen Verfügung sowohl formell als auch 

materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 37 VGG 

i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 37 VGG 

i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Datenschutzrecht nach Art. 49 VwVG. Das Bundesverwal-

tungsgericht entscheidet im vorliegenden Verfahren daher mit uneinge-

schränkter Kognition. 

3.   

3.1 In der Beschwerde wird eine Verletzung des Anspruchs des Beschwer-

deführers auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 29 ff. 

VwVG gerügt. Im Wesentlichen wird geltend gemacht, dass das anlässlich 

seiner Anhörung vom 9. Oktober 2025 mündlich gewährte rechtliche Gehör 

zur geplanten Änderung des Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…) nicht 

rechtsgenüglich gewesen sei. Namentlich habe ihm die Vorinstanz die Er-

gebnisse der medizinischen Altersuntersuchung nicht vorab zugestellt. Da-

durch sei es ihm unmöglich gewesen, sich vorgängig mit seiner Rechtsver-

tretung unter vier Augen zu beraten und sich in Kenntnis des wesentlichen 

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Seite 5 

Beweismaterials sachgerecht auf die Anhörung vorzubereiten. Ferner habe 

er während der mündlichen Anhörung keinen vollständigen Einblick in die 

Akten erhalten, sodass er nicht habe prüfen können, ob das SEM die Akten 

vollständig und zutreffend zitiert habe. Angesichts der erheblichen Trag-

weite und der sachlichen Komplexität der Altersfrage hätte das rechtliche 

Gehör jedenfalls schriftlich über die Rechtsvertretung eingeholt werden 

müssen. 

3.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in den Art. 26 bis Art. 33 VwVG 

konkretisierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs umfasst alle Befugnisse, 

die einer Partei einzuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt wirksam zur 

Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). 

Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich zur Sache zu 

äussern, erhebliche Beweismittel beizubringen und mit Beweisanträgen 

gehört zu werden sowie Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die 

Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu können. Der An-

spruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und stellt 

andererseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien 

dar. Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vor-

bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsäch-

lich zu hören, sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der Entscheidfin-

dung angemessen zu berücksichtigen (Art. 32 Abs. 1 VwVG). Das SEM hat 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären 

(Art. 12 VwVG) und hierzu alle für das Verfahren rechtlich relevanten Um-

stände zu ermitteln und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen. Dabei 

hat es auch nach Elementen zu forschen, die zugunsten der gesuchstel-

lenden Person sprechen. Eine Notwendigkeit für über die Befragung hin-

ausgehende Abklärungen besteht insbesondere dann, wenn aufgrund der 

Vorbringen der asylsuchenden Person und der von ihr eingereichten oder 

angebotenen Beweismittel Zweifel und Unsicherheiten am Sachverhalt 

weiterbestehen, die voraussichtlich mit Ermittlungen von Amtes wegen be-

seitigt werden können (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2.1 und 2015/10 E. 3.2). 

3.3 Der Beschwerdeführer wurde mit Schreiben des SEM vom 25. Sep-

tember 2025 zur mündlichen Anhörung betreffend Asylgründe vom 9. Ok-

tober 2025 geladen. Aus dem Schreiben war nicht ersichtlich, dass der Be-

schwerdeführer auch zu seinem Lebensalter angehört werden sollte (vgl. 

(…) ). Die Anhörung begann denn auch planmässig um 08.30 Uhr mit der 

Befragung zu seinem Lebenslauf im Herkunftsland, den Familienverhält-

nissen und dem Reiseweg sowie anschliessend zu den Asylgründen. Erst 

nach einer kurzen Pause wurde der Beschwerdeführer ab 12.05 Uhr – 

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unerwartet und ohne vorgängige Ankündigung – gleichzeitig zu folgenden 

Punkten befragt: Zum in Italien registrierten abweichenden Geburtsdatum, 

zu den Ergebnissen der am 18. September 2025 durchgeführten medizini-

schen Altersuntersuchung, zum Fehlen rechtsgenügender Altersdoku-

mente, zur angeblichen Vagheit seiner Aussagen anlässlich der Erstbefra-

gung vom 19. August 2025 sowie zur beabsichtigten Anpassung seines 

Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…) (vgl. (…) ). 

3.4 Soweit das in Italien registrierte Geburtsdatum sowie das Fehlen von 

Altersdokumenten betroffen sind, handelt es sich um verhältnismässig ein-

fache Tatsachenfeststellungen, zu denen das rechtliche Gehör grundsätz-

lich auch mündlich gewährt werden kann. Vorliegend wurden diese Punkte 

jedoch zusammen mit sämtlichen übrigen, wesentlich komplexeren Indi-

zien gleichzeitig und ohne vorherige Ankündigung angesprochen. Bei einer 

Person, bei der eine mögliche Minderjährigkeit nicht von vornherein aus-

geschlossen werden kann, ist nicht auszuschliessen, dass eine derartige 

gleichzeitige Konfrontation mit mehreren belastenden Umständen zu einer 

Überforderung führt. Tatsächlich äusserte sich der Beschwerdeführer in der 

Folge nur noch zur medizinischen Altersuntersuchung (vgl. a.a.O. (…) ). 

Dieses Vorgehen entspricht nicht den Anforderungen an eine altersge-

rechte Anhörung. 

3.5 Zur angeblichen Vagheit der Aussagen in der Erstbefragung vom 

19. August 2025 führt das SEM lediglich pauschal aus, diese seien «vage» 

gewesen, ohne die beanstandeten Passagen konkret zu bezeichnen. Aus-

serdem ist weder aktenkundig noch sonst ersichtlich, dass dem Beschwer-

deführer das Protokoll der Erstbefragung UMA vom 19. August 2025 vor 

oder wenigstens während der Anhörung vom 9. Oktober 2025 ausgehän-

digt wurde. Unter diesen Umständen stand dem Beschwerdeführer faktisch 

keine ausreichende Möglichkeit zur Verfügung, zu diesem Vorwurf in an-

gemessener Weise Stellung zu nehmen. 

3.6 Die Ergebnisse der medizinischen Altersuntersuchung vom 18. Sep-

tember 2025 betreffen einen komplexen medizinisch-wissenschaftlichen 

Sachverhalt von erheblicher Tragweite für die Rechtsstellung des Be-

schwerdeführers (insbesondere hinsichtlich der Verfahrensrechte minder-

jähriger Asylsuchender). Eine sachgerechte Auseinandersetzung mit die-

sem Gutachten ist im Rahmen einer kurzen mündlichen Anhörung nach 

bereits über dreieinhalbstündiger Befragung zu den Asylgründen nicht 

möglich. Das Gutachten lag der Vorinstanz bereits am 23. September 2025 

vor. Es ist nicht ersichtlich, weshalb das SEM auf eine vorgängige 

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Seite 7 

schriftliche Gewährung des rechtlichen Gehörs über die Rechtsvertretung 

verzichtete. Eine solche Vorgehensweise wäre nicht nur sachgerecht und 

praxisüblich gewesen, sondern hätte auch ohne nennenswerte Verfahrens-

verzögerung erfolgen können. 

3.7 Zusammenfassend verletzt die Art und Weise, wie das SEM dem Be-

schwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme zu seinem in Italien re-

gistrierten Geburtsdatum, zu den Ergebnissen der medizinischen Altersun-

tersuchung, zum Fehlen von Altersdokumenten, zur angeblichen Vagheit 

früherer Aussagen sowie zur geplanten Korrektur des Geburtsdatums im 

ZEMIS gewährt hat, den verfassungs- und gesetzlichen Anspruch auf 

rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 ff. VwVG). Insbesondere war 

das SEM angesichts der Komplexität und Tragweite der Altersfrage sowie 

der Verfügbarkeit des Gutachtens gehalten, das rechtliche Gehör zumin-

dest teilweise schriftlich und unter Einbezug der Rechtsvertretung einzu-

holen. Das gewählte Vorgehen genügt diesen Anforderungen nicht. 

4.  

Nach dem Gesagten hat das SEM im konkreten Einzelfall das rechtliche 

Gehör des Beschwerdeführers verletzt, indem es ihm die für den Entscheid 

massgeblichen Informationen nicht vorab aushändigte, und ihm damit 

keine angemessene Gelegenheit bot, sich unter Beihilfe seiner Rechtsver-

tretung ausführlich mit der Begründung des SEM und den entsprechenden 

Akten auseinanderzusetzen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet die Beschwerdeinstanz in 

der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Wei-

sungen an die Vorinstanz zurück. 

5.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur und eine Verlet-

zung desselben führt grundsätzlich zur Aufhebung des betreffenden Ent-

scheids, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache 

selbst (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4). Die vorliegend angefochtene Verfü-

gung ist daher aus formellen Gründen aufzuheben und das SEM aufzufor-

dern, dem Beschwerdeführer in rechtsgenüglicher Weise – namentlich 

schriftlich und unter Beilage sämtlicher für den Entscheid relevanter Infor-

mationen – das rechtliche Gehör zur Altersanpassung im ZEMIS zu ge-

währen und den Sachverhalt anschliessend aufgrund der dann massgebli-

chen Akten zu beurteilen. 

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Seite 8 

6.  

Die Beschwerde ist gutzuheissen. Die Verfügung des SEM vom 20. Okto-

ber 2025 ist aufzuheben und die Sache im Sinne obiger Ausführungen an 

das SEM zurückzuweisen. 

7.  

7.1 Eine Rückweisung an die Vorinstanz zu neuem Entscheid gilt praxis-

gemäss als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (vgl. statt 

vieler: BGE 137 V 57 E. 2, BGE 132 V 215 E. 6.1 und Urteil des BVGer 

A-1344/2015 vom 28. Juni 2018 E. 19.2). Der Beschwerdeführer gilt ent-

sprechend als obsiegend, weshalb ihm keine Verfahrenskosten aufzuerle-

gen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vorinstanz sind ebenfalls keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Ganz oder teilweise obsiegende Parteien haben für ihnen erwachsene 

notwendige und verhältnismässig hohe Kosten Anspruch auf eine Partei-

entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Entschädigung umfasst die Kos-

ten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (vgl. Art. 8 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Wird wie 

vorliegend keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht die Entschä-

digung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). In Anbetracht des 

mutmasslichen Arbeits- und Zeitaufwands der nichtanwaltlichen Vertreterin 

des Beschwerdeführers für das vorliegende Verfahren, erscheint eine Ent-

schädigung von Fr. 1'000.– als angemessen. Die Entschädigung ist dem 

Beschwerdeführer von der Vorinstanz zu entrichten. 

7.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

erweist sich damit als gegenstandslos. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom 

20. Oktober 2025 wird aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 1'000.– auszurichten. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde und an das Generalsekretariat EJPD. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Gregory Aloisi 

  

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Seite 10 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).