# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1775ede6-5859-59b4-a290-d1be87197613
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-12-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.12.2005 S 2005 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2005-113_2005-12-15.pdf

## Full Text

S 05 113

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 15. Dezember 2005

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. a) …, geboren 1958, ist verheiratet, Staatsangehöriger der Bundesrepublik 

Jugoslawien und arbeitete als Bauarbeiter bei der damaligen Firma … in ... 

Am 8. September 1999 meldete der Versicherte sich bei der 

Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Mit Verfügung vom 12. Januar 

2001 wurde dem Versicherten ab 1. November 1999 eine Viertelsrente 

aufgrund eines IV-Grades von 46.46% zugesprochen. Eine dagegen 

erhobene Einsprache wies das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 4. Mai 2001 

(VGU S 01 43) ab.

b) Am 5. Mai 2004 liess der Versicherte ein Gesuch um Rentenrevision stellen, 

wobei er angab, zurzeit bei Dr. … (Rheumatologe) und Dr. … (Psychiater) in 

Behandlung zu sein. Beide seien der Meinung, dass bei ihm höchstens eine 

Restarbeitsfähigkeit von 50% vorhanden sei. Auf Verlangen der IV-Stelle 

reichte Dr. … am 4. Juni 2004 einen Bericht ein. Diesem legte er Kopien von 

Berichten der involvierten Rheumatologen Dr. … und Dr. … bei. Beide 

Rheumatologen attestierten darin dem Versicherten eine Restarbeitsfähigkeit 

von 50%. Aus Sicht von Dr. … bestand eine behandlungsbedürftige 

Depressivität, was den Einsatz von Antidepressiva erforderte. Damit ergebe 

sich gegenüber den ursprünglichen Beurteilungen, aufgrund welcher die 

Einschätzung von 44% Arbeitsunfähigkeit basiere, ein wesentlicher 

Unterschied. Im beigelegten Schreiben an Dr. … vom 25. September 2003 

schreibt Dr. … unter anderem, dass man bei einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit 

bleiben müsse, da es im MRI klare Veränderungen habe, welche diese 

Beurteilung unterstützen helfen. Aus dem Schreiben des Dr. … vom 12. 

Dezember 2002 geht hervor, dass seines Erachtens medizinisch-theoretisch 

eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 

bestehe. Am 17. Juni 2004 bestätigte Dr. … der IV-Stelle, dass beim 

Versicherten eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

eingetreten sei. Die Veränderungen, welche sich im neu angefertigten MRI 

zeigten, seien klinisch signifikant und würden eine Neubeurteilung 

rechtfertigen. Der Versicherte sei von ihm seit dem 7. Juli 2003 zu 50% 

arbeitsunfähig geschrieben. Im Bericht vom 8. Oktober 2004 taxierte Dr. … 

den Versicherten seit Februar 2003 bis auf weiteres zu 50% arbeitsunfähig. 

Am 15. Oktober 2004 diagnostizierte Dr. … die seit Januar 1999 bestehenden 

körperlichen Leiden und wies auf die von Dr. … beurteilten Depressionen hin. 

Nach wie vor sei er der Meinung, dass der Versicherte voraussichtlich 

dauerhaft zu 50% arbeitsunfähig sei. Die … (nachfolgend: …) bestätigte am 

25. November 2004, dass der Versicherte bei ihr für die Zeit vom 1. Mai 2004 

bis Ende April 2005 zu 50% als Gartenarbeiter beschäftigt sei.

c) Mit Verfügung vom 21. Januar 2005 wies die IV-Stelle das Gesuch vom 7. Mai 

2004 ab. Zwar habe sich aus medizinischer Sicht eine etwas erhöhte 

Arbeitsunfähigkeit seit dem 7. Juli 2003 ergeben, eine behinderungsgerechte 

Tätigkeit im Ausmass von 50% sei dem Versicherten jedoch nach wie vor 

zumutbar. Die Berechnung des IV-Grades ergebe einen Wert von 48.52%, 

welcher weiterhin den Anspruch auf die bisherige Invalidenrente begründe. 

Dagegen liess der Versicherte am 7. Februar 2005 Einsprache erheben. 

Gleichzeitig reichte er den Bericht der Höhenklinik Davos ein, wo er vom 8. 

November 2004 bis zum 3. Dezember 2004 zur interdisziplinären 

Rehabilitation hospitalisiert war. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten in 

diesem Bericht vom 17. Januar 2005 eine schwere depressive Episode sowie 

die bereits seit 1999 bestehenden körperlichen Leiden. Der Versicherte sei 

sowohl rheumatologisch als auch psychologisch abgeklärt und behandelt 

worden. Ab dem 6. Dezember 2004 attestierten ihm die Ärzte wieder bis auf 

weiteres eine Arbeitsfähigkeit von 50%.

d) Am 4. Juli 2005 wies die IV-Stelle die Einsprache ab, wobei sie ihren 

Entscheid auf die Arztberichte der Dres. … und … vom 8. bzw. 15. Oktober 

2004 abstützte. Nach übereinstimmender Einschätzung dieser Ärzte sei noch 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgerechten Tätigkeit 

zumutbar. Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung sei der 

Versicherte zu mindestens 80% arbeitsfähig erachtet worden. Folglich liege 

ein Revisionsgrund vor. Das Valideneinkommen (Fr. 50‘885.--) werde 

aufgrund des bei der Firma … verdienten Lohnes festgelegt. Für die 

Berechnung des Invalideneinkommens stelle die IV-Stelle auf die genannten 

Berichte von Dr. … und Dr. … ab, wonach der Versicherte zu 50% eine 

behinderungsgerechte Tätigkeit aufnehmen könne. Zur Ermittlung des 

erzielbaren Verdienstes habe sie die Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, 

privater Sektor der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 

beigezogen, unter Berücksichtigung der Teuerung und einer 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden. Für das Jahr 2004 

ergebe dies – bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% - ein Jahresgehalt von Fr. 

29‘105.40. Davon sei zu Recht ein Leidensabzug von 10% gemacht worden. 

Somit ergebe sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 26‘194.85 

und ein IV-Grad von 48.52%. Der bei der … erzielte monatliche Verdienst von 

Fr. 1‘950.25 könne nicht als Invalideneinkommen herangezogen werden, weil 

der Versicherte dort seine Restarbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpfe und auch 

nicht von einem stabilen Arbeitsverhältnis gesprochen werden könne. 

Deshalb sei zu Recht nicht auf den tatsächlich erzielten Lohn, sondern auf 

das hypothetische Einkommen gemäss LSE abgestellt worden. 

2. Dagegen liess der Versicherte am 29. August 2005 frist- und formgerecht 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben mit 

dem Begehren um kostenfällige Aufhebung des Einspracheentscheides und 

der Zusprechung einer halben Invalidenrente ab 1. Mai 2004 aufgrund eines 

IV-Grades von mindestens 50%. Eventualiter sei der Fall an die IV-Stelle 

zurückzuweisen. Umstritten sei das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit, die 

Höhe des Leidensabzuges, der Beizug der Tabellenlöhne sowie der IV-Grad. 

Im konkreten Fall liege die Arbeitsunfähigkeit deutlich über 50%. Es stehe 

fest, dass die Rheumatologen Dr. … und Dr. … lediglich die Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit aufgrund seiner körperlichen Behinderungen beurteilt und 

somit eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit angenommen hätten. Hinzu komme aber 

noch die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der psychischen 

Beschwerden. Auch Dr. … gebe einzig aus Sicht seines Fachgebietes eine 

Beurteilung ab. Der Bericht der Höhenklinik Davos reiche zur verlässlichen 

Einschätzung des Gesundheitsschadens und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nicht aus, zumal er sich mit den physischen Unfallfolgen nur 

am Rande befasst habe und die Arbeitsunfähigkeit unbegründet geblieben 

sei. Auch sei nicht festgehalten worden, dass eine interdisziplinäre 

Beurteilung vorgenommen worden sei. Weiter führte der Beschwerdeführer 

aus, dass sich ein Leidensabzug von 25% rechtfertige. Zur Begründung 

brachte er vor, dass das Bundesgericht in einem vergleichbaren Fall einen 

höheren Abzug vorgenommen habe. Zudem würden Ausländer 

nachgewiesenermassen deutlich weniger verdienen und der Lohn bei einer 

kurzen Anstellung um einige Prozent tiefer liegen. Seine Depressivität sei 

ebenfalls einkommensbeeinflussend. Sie wirke sich negativ auf das 

Arbeitsverhältnis aus und gelegentlich sei mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit 

zu rechnen. Vorliegend müsse hingegen das bei der … konkret erzielte 

Einkommen zur Berechnung des Invalideneinkommen herangezogen 

werden, da von einem stabilen Arbeitsverhältnis auszugehen sei und er seine 

verbleibende Arbeitsfähigkeit dort voll ausschöpfe.

3. In ihrer Stellungnahme vom 15. September 2005 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie zunächst auf die 

rechtlichen Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid. Weiter 

brachte sie vor, dass die Dres. …, … und … eng zusammengearbeitet hätten. 

Sowohl Dr. … als auch Dr. … hätten in ihren Schreiben die physischen und 

psychischen Beschwerden erwähnt und somit eine Beurteilung der 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung beider 

Leiden vorgenommen und übereinstimmend festgestellt, dass dem 

Versicherten eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei. Zudem habe Dr. … 

festgehalten, dass aus rein psychiatrischer Sicht behinderungsgeeignete 

Tätigkeiten mit limitierter Rückenbelastung für acht Stunden täglich zumutbar 

seien. Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Versicherte in der 

Höhenklinik Davos interdisziplinär behandelt worden sei. Die dort festgestellte 

50%-ige Arbeitsfähigkeit ab dem 6. Dezember 2004 stelle eine 

Gesamtwürdigung der Arbeitsfähigkeit dar und beruhe auf Vorgeschichte, 

bisherigen Akten sowie persönlichen Untersuchungen des Versicherten. 

Weitere medizinische Abklärungen seien nicht nötig. Ferner sei zu erwähnen, 

dass der Beschwerdeführer seit dem 1. Mai 2004 als Teilzeitangestellter zu 

50% bei der … arbeite, somit selbst von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit 

ausgehe. Der Abzug von 10% sei zur Berücksichtigung der zumutbaren 

leichten Tätigkeit vorgenommen worden. Weitere Abzüge seien keine 

vorzunehmen, da die gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten 

bereits mit der Restarbeitsfähigkeit von 50% berücksichtigt worden seien. Es 

sei für die Berechnung des Invalideneinkommens zu Recht auf die LSE-

Tabellen abgestellt worden, da der Beschwerdeführer seine 

Restarbeitsfähigkeit aus erwerblicher Sicht nicht in zumutbarem Ausmass voll 

ausschöpfe. Im Jahre 2004 habe er lediglich während acht Monaten bei der 

… gearbeitet. Sein dort erzielter Jahreslohn liege deutlich unter dem 

erzielbaren Einkommen. Zudem handle es sich nicht um ein besonders 

stabiles Arbeitsverhältnis.

4. In einem zweiten Schriftenwechsel erhielten die Parteien Gelegenheit, ihre 

Argumente zu vertiefen und zu präzisieren.

5. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters teilte das Amt für Polizeiwesen und 

Zivilrecht Graubünden am 4. November 2005 mit, dass der Beschwerdeführer 

über eine Aufenthaltsbewilligung B verfüge, welche letztmals am 28. April 

2005 bis zum 30. April 2006 verlängert worden sei. Mit Schreiben vom 10. 

November 2005 teilte die … dem Instruktionsrichter mit, dass der 

Arbeitsvertrag mit dem Versicherten befristet sei und am 30. April 2006 ende. 

Bis dahin könne er – mit einem unbezahlten Unterbruch im Winter – bei ihr 

arbeiten.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid 

der IV-Stelle vom 4. Juli 2005, sowie die diesem zugrunde liegende Verfügung 

vom 21. Januar 2005. Im vorliegenden Fall sind die Zumutbarkeitsbeurteilung 

und der Invalidenlohn umstritten. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob die IV-

Stelle die Arbeitsfähigkeit und gestützt darauf den Invalidenlohn und den 

Invaliditätsgrad richtig bemessen haben und somit dem Beschwerdeführer zu 

Recht weiterhin eine Viertelsrente der IV zugesprochen hat. 

2. a) Art und Umfang der Invalidentätigkeit sind vor allem geprägt durch die 

Behinderung und die verbliebenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten. 

Zur Feststellung der Arbeiten, welche für den Invaliden in Frage kommen und 

zur Beurteilung in welchem zeitlichen Ausmass sie ausgeübt werden können, 

sind die Verwaltung und der Richter auf die Hilfe von Ärzten angewiesen. Nur 

sie können aufgrund ihrer Kenntnisse das funktionelle und zeitliche 

Leistungsvermögen bewerten. Diese Beurteilungen dienen zur Klärung, 

welche Arbeitsleistungen der invaliden Person überhaupt noch zugemutet 

werden können. Gestützt auf diese Erkenntnisse kann sodann das 

hypothetische Invalideneinkommen berechnet werden (Peter Omlin, Die 

Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Fribourg 1995, S. 201; 

SVR 2002, IV Nr. 19). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen 

Gutachtens ist entscheidend, ob es für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und zu 

Schlussfolgerungen führt, die begründet sind (BGE 125 V 352; 122 V 160).

b) Im vorliegenden Fall sind verschiedene Arztberichte vorhanden, welche sich 

hinreichend zur Frage des Gesundheitszustandes bzw. zur Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers äussern und somit eine zuverlässige Beurteilung des 

Leistungsanspruches ermöglichen. Auf weitere medizinische Abklärungen 

kann folglich verzichtet werden. Für die Streitentscheidung von Bedeutung 

sind insbesondere der Bericht von Dr. … vom 8. Oktober 2004, der Bericht 

von Dr. … vom 15. Oktober 2004 und jener der Höhenklinik Davos vom 17. 

Januar 2005. Die beiden den Versicherten über einen längeren Zeitraum 

behandelnden Ärzte, Dr. … und Dr. …, diagnostizierten beim 

Beschwerdeführer die seit 1999 bestehenden körperlichen Beschwerden 

sowie eine reaktionäre Depression. Die beiden Ärzte – welche 

unbestrittenermassen zusammen gearbeitet haben - gelangten zur Ansicht, 

dass beim Beschwerdeführer von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen 

sei. Dass auf deren Aussagen abgestellt werden kann, wird vorliegend nicht 

bestritten. Strittig ist hingegen die Frage, ob die beiden Ärzte – wie der 

Beschwerdeführer behauptet – jeweils nur aus Sicht ihres Fachgebietes eine 

Beurteilung abgegeben haben. Zieht man die von den Dres. … und … 

erstellten Korrespondenzen und Berichte bei, so lässt sich diese Frage einzig 

dahingehend beantworten, dass die beiden Ärzte den Grad der 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten im gegenseitigen Einvernehmen festgelegt 

haben, wobei sie sowohl die körperlichen als auch die psychischen 

Beschwerden berücksichtigt haben. Dass von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen ist, lässt sich jedoch auch dem Bericht der Höhenklinik Davos 

entnehmen, in welcher der Beschwerdeführer zur interdisziplinären 

Rehabilitation vom 8. November 2004 bis 3. Dezember 2004 hospitalisiert 

war. Auch dieser Bericht wurde in Kenntnis der medizinischen Vorakten 

erstellt und berücksichtigte sowohl die physischen als auch die psychischen 

Beschwerden. Weshalb der Beschwerdeführer ausführt, dass es sich bei der 

Angabe der Höhenklinik Davos, der Versicherte sei zu 50% arbeitsfähig, um 

eine reine Prognose handelt, ist nicht verständlich und muss als unbelegte 

Parteibehauptung betrachtet werden. Dem Gesagten nach ergibt sich, dass 

die Vorinstanz zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen ist.

3. a) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 

und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre. Der Invaliditätsgrad wird somit durch einen sogenannten 

Einkommensvergleich ermittelt. Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht. Das tatsächlich erzielte 

Einkommen darf jedoch nur dann dem Invalidenlohn gleichgesetzt werden, 

wenn – kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass der Versicherte die ihm verbliebene Erwerbsfähigkeit 

in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen erscheint und nicht ein Soziallohn ist. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so können 

Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 129 V 475; 126 V 76). 

b) Unbestritten ist vorliegend das Valideneinkommen. Hingegen wird seitens des 

Beschwerdeführers beantragt, dass beim Invalideneinkommen auf seinen 

tatsächlich erzielten Lohn abgestellt werden soll. Diesem Begehren kann nicht 

entsprochen werden. Wie den Akten zu entnehmen ist, trat der 

Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle bei der … im April 2004 an, wobei das 

Arbeitsverhältnis zunächst auf ein Jahr befristet war. Im April 2005 wurde das 

Arbeitsverhältnis wieder um ein Jahr verlängert und ist neu bis Ende April 

2006 befristet. Ein solches auf ein Jahr befristetes Arbeitsverhältnis kann 

keinesfalls als besonders stabil im Sinne der Rechtsprechung bezeichnet 

werden. Denn der Arbeitnehmer weiss nie, ob er nach Ablauf des befristeten 

Arbeitsverhältnisses damit rechnen kann, im Betrieb beschäftigt zu bleiben. 

Hinzu kommt vorliegend, dass der Beschwerdeführer gehalten ist, drei bis vier 

Monate unbezahlten Urlaub zu nehmen. Demzufolge erzielt er lediglich ein 

Jahreseinkommen von acht bis neun Monatslöhnen, weshalb nicht davon 

ausgegangen werden kann, dass er seine Restarbeitsfähigkeit optimal 

verwertet, dies unabhängig von der Frage, ob der erzielte Monatslohn 

angemessen ist oder nicht. Somit hat die IV-Stelle zur Ermittlung des 

Invaliditätsgrades zu Recht auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt.

4. Schliesslich ist noch auf den Einwand des Beschwerdeführers einzugehen, 

die IV-Stelle verkenne - indem sie einen Leidensabzug von lediglich 10% 

vorgenommen habe - das Ausmass der vorliegenden Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit und insbesondere auch die Auswirkungen eines 

reduzierten Beschäftigungsgrades auf das Erwerbseinkommen. Vorliegend 

rechtfertige sich deswegen ein Abzug von 25%. Gemäss Rechtsprechung 

kann vom Tabellenlohn ein Abzug von maximal 25% gemacht werden. Ein 

solcher Abzug erfolgt jedoch nicht automatisch, sondern nur dann, wenn im 

Einzelfall Indizien bestehen, dass der Versicherte seine Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – aufgrund seines Alters, der 

Nationalität/Aufenthaltskategorie, des Beschäftigungsgrades oder 

dergleichen – nur mit ungewöhnlich geringen Erfolgsaussichten verwerten 

kann (BGE 126 V 78 ff.). Die Vorinstanz hat einen Abzug von insgesamt 10% 

gemacht. Zu prüfen gilt es, ob sie bei der Festlegung des Abzuges ihren 

Ermessensspielraum nicht überschritten hat. Es fragt sich, ob der zu 

überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden 

Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien im konkreten 

Fall getroffen hat, nicht zweckmässiger anders hätte ausfallen sollen. 

Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 

triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 

81). Das Gericht gelangt vorliegend zur Überzeugung, dass die IV-Stelle den 

ihr zustehenden Ermessensspielraum bei der Festlegung des Abzuges von 

10% nicht überschritten hat. Wie sie richtig vorbringt, rechtfertigt sich hier 

einzig ein Abzug aufgrund des verminderten Beschäftigungsgrades. Zu 

bemerken ist, dass allein der Umstand, dass es sich beim Beschwerdeführer 

um einen Ausländer handelt, keinen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt. Es 

müssten klare Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er aufgrund seines 

Ausländerstatus auf dem Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen 

müsste. Gleiches gilt auch betreffend die Anstellungsdauer. Entsprechende 

Nachweise wurden seitens des Beschwerdeführers nicht erbracht.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz – ausgehend von 

einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit und einem Leidensabzug von 10% - 

gestützt auf die LSE-Tabellen den hypothetischen jährlichen Invalidenlohn 

des Beschwerdeführers korrekt berechnet hat. Nach Vornahme des 

Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG resultiert daraus ein IV-Grad 

von 48.52%, welcher nach wie vor keinen Anspruch auf eine halbe 

Invalidenrente begründet. Demnach erweist sich der angefochtene Entscheid 

in jeder Beziehung als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

6. Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das Beschwerdeverfahren vor 

kantonalem Versicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. a ATSG und Art. 11 der 

Verordnung über das Verfahren in Sozialversicherungsstreitsachen (VVS; BR 

542.300) grundsätzlich kostenlos ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Die dagegen an das Eidgenössische Versicherungsgericht erhobene 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde am 3. November 2006 abgewiesen (I 215/06).