# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8b201e3-cba2-5488-9372-25621c0325a3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 31.10.2008 S 2008 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2008-116_2008-10-31.pdf

## Full Text

S 08 116

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 31. Oktober 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. a) …, geboren am … 1948 im Kosovo, ist verheiratet und lebt seit 1981 in der 

Schweiz (Niederlassungsbewilligung C). Am 25. Juni 2003 stellte er bei der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) ein Gesuch um Leistungen der 

Invalidenversicherung. In der Anmeldung gab er an, seit den Jahren 

1989/1990 an verschiedenen Schmerzen von der Halswirbelsäule bis zu den 

Zehen und an den Armen sowie unter Schwindel und Brustschmerzen zu 

leiden. Er beanspruchte Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, 

Arbeitsvermittlung und im Falle, dass keine Eingliederungsmassnahmen in 

Frage kämen, eine Rente. Er gab an, gelernter Schreiner zu sein und seit April 

1993 bis heute als Maler bei … zu einem Bruttoeinkommen von Fr. 4'725.00 

gearbeitet zu haben. 

Mit Verfügung vom 18. August 2004 lehnte die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren - gestützt auf mehrere seit Juli 2003 erstellte Arztberichte 

(vgl. dazu die Berichte des Hausarztes Dr. med. … vom 15. Juli 2003 und vom 

21. Mai 2004, des Rheumatologen Dr. … vom 13. Juni 2003, sowie der Klinik 

… vom 30. Juni 2003) – mit der Begründung ab, dass beim Versicherten ein 

Invaliditätsgrad von 14.32% ausgewiesen sei, weshalb ihm kein 

Rentenanspruch zustehe. 

b) Am 22. November 2005 stellte der Versicherte erneut ein Gesuch um 

Ausrichtung einer Rente, wobei die Angaben denjenigen des ersten Gesuchs 

entsprachen. Einem beigelegten Arztbericht von Dr. med. … vom 20. 

November 2005 ist zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand des 

Versicherten seit dem ablehnenden Entscheid vom 18. August 2004 

wesentlich verschlechtert habe. Neben der Zunahme der Rückenschmerzen, 

welche eine medikamentöse Dauertherapie mit Opioiden notwendig mache, 

leide der Patient seit dem Frühjahr 2005 unter einer Depression. Eine 

psychiatrische Behandlung durch Dr … sei eingeleitet worden. Seit 21. April 

2005 sei der Versicherte auch für leichte Arbeiten zu 100% arbeitsunfähig. 

Mit Vorbescheid vom 29. März 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten, 

gestützt auf diverse, seit Erlass der ablehnenden Verfügung vom 18. August 

2004 ergangene Arztberichte (vgl. dazu auch die Berichte des Hausarztes Dr. 

… vom 10. April 2006 sowie des Psychiaters und Psychotherapeuten Dr. … 

vom 11. Oktober 2006) die Ausrichtung einer ganzen Rente ab 21. April 2005 

aufgrund eines IV-Grades von 100% in Aussicht. 

c) Gemäss einer Aktennotiz der IV-Stelle vom 4. April 2007 informierte der 

Versicherte die Frau seines Arbeitgebers über den Rentenentscheid und teilte 

ihr mit, dass er ab sofort nicht mehr arbeite, da ihm ab 21. April 2005 eine 

ganze IV-Rente zugesprochen worden sei. Dem Bericht des Arbeitgebers 

vom 19. April 2007 ist zu entnehmen, dass der Versicherte vom 16. Oktober 

2006 bis am 30. März 2007 bei der Firma … als Hilfsarbeiter und Maler 

arbeitete und dabei Fr. 25.00 pro Stunde verdiente. Es handelte sich dabei 

um 407 Arbeitsstunden in der Zeit vom Oktober bis Dezember 2006 und um 

382.5 Arbeitsstunden vom Januar bis März 2007.

In Berücksichtigung der Tatsache, dass es dem Versicherten trotz 

Zusprechung einer ganzen IV-Rente möglich war, einer Arbeitstätigkeit 

nachzugehen, wurde der Vorbescheid vom 29. März 2007 aufgehoben. Im 

neuen Vorbescheid vom 12. November 2007 wurde ausgeführt, dass der 

Versicherte seit dem 21. April 2005 in einer leidensangepassten Tätigkeit 

erheblich eingeschränkt sei. Ohne Gesundheitsschaden könnte er in der 

bisherigen Tätigkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 64'133.40 erzielen, mit 

Gesundheitsschaden wäre ihm eine adaptierte Tätigkeit im Umfang von 50% 

zumutbar. Dies ergebe gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

2004, Bundesamt für Statistik (LSE 2004), Anforderungsniveau 4, ein 

Erwerbseinkommen von Fr. 26'599.50. Berücksichtigt sei dabei ein 

Leidensabzug von 10%, da dem Versicherten nur noch eine 50%-ige 

Teilerwerbsfähigkeit zugemutet werden könne. Daraus ergebe sich ein IV-

Grad von 58.52% und ein Anspruch auf eine halbe Rente ab 21. April 2005. 

Eine dagegen erhobene Einsprache wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 27. 

Juni 2008 ab.

2. Am 29. August 2008 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom 27. Juni 

2008 form- und fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben 

und beantragte die Zusprechung einer ganzen IV-Rente, eventualiter einer 

Dreiviertelsrente. Subeventualiter sei er umfassend psychiatrisch abzuklären 

und es sei eine Berufsabklärung durchzuführen. In seiner Beschwerde 

brachte er vor, es sei erstaunlich, dass die IV-Stelle innert weniger Monate 

seit Erlass des ersten Vorbescheides zum Schluss kommen könne, er sei nun 

in der Lage, einem 50%-Pensum nachzugehen. Sein Gesundheitszustand 

habe sich seither nicht verbessert. Auch sei vom behandelnden Psychiater 

Dr. … kein Gutachten eingeholt worden, weshalb die IV-Stelle die 

Abklärungspflicht verletzt habe. Dass sich sein Gesundheitszustand nicht 

gebessert habe, gehe aus dem Verlaufsbericht der Psychiatrischen Dienste 

Graubünden (PDGR) vom 7. Juli 2008 hervor. Er befinde sich noch immer in 

ambulanter psychiatrischer Behandlung, wobei die Ärzte nach wie vor eine 

mindestens mittelgradige depressive Episode diagnostizierten. Nach dem 

Bericht der PDGR sei er auch in adaptierter Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. 

Der Arztbericht von Dr. … vom 29. Juni 2007 vermöge nicht zu überzeugen. 

Die rezidivierende depressive Störung habe bereits vor Erlass des ersten 

Vorbescheides festgestanden und weise ein eigenständiges Krankheitsbild 

auf. Dass er einen Arbeitsversuch unternommen habe, vermöge an diesem 

Umstand nichts zu ändern. Der Belastung habe er nur standzuhalten 

vermocht, indem er sich mit Schmerzmitteln voll gepumpt habe. Die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch das Gutachten Dr. … stehe mit Blick 

auf die gestellten Diagnosen mit Krankheitswert im Widerspruch zur realen 

Situation. Für den Fall, dass die Beschwerdeinstanz trotz allem von einer 

Teilarbeitsfähigkeit ausgehen sollte, sei das Valideneinkommen gemäss 

Nominallohnentwicklung per 2007 auf Fr. 64'362.35 festzusetzen. Beim 

Invalideneinkommen müsse zudem ein behinderungsbedingter Abzug von 

mindestens 20% getätigt werden. Es sei ihm unbestrittenermassen nicht mehr 

möglich, eine mittelschwere oder schwere Arbeit zu leisten. Er sei bereits 61-

jährig und finde kaum mehr eine neue Stelle. Zwar verfüge er über die 

Niederlassungsbewilligung C, verdiene aber als Staatsangehöriger aus dem 

osteuropäischen Raum einiges weniger als Schweizer Arbeitnehmer. Dies 

führe zu einem IV-Grad von über 60%, womit ihm mindestens eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen wäre. 

3. Am 11. September 2008 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 

Beschwerde. Begründend führte sie aus, dass, was die Zeit bis zum 14. April 

2008, als der Beschwerdeführer sich zum ersten Mal in der Klinik Waldhaus 

vorgestellt habe, betreffe, auf das Verlaufsgutachten von Dr. … vom 29. Juni 

2007 inkl. Gutachten vom 11. Oktober 2006 abgestellt werden könne. In 

dieser Zeit sei der Beschwerdeführer zu 50% oder 4 Stunden pro Tag in 

adaptierter Tätigkeit (leichte bis mittelschwere Tätigkeit) arbeitsfähig 

gewesen. Eine anspruchsbeeinflussende Änderung würde sich bei einer 

Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst auswirken, wenn sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hätte. Am 27. Juni 2008 

habe die Verschlechterung gemäss Verlaufsbericht der PDGR vom 14. April 

2008 noch keine drei Monate angedauert. Am 18. August 2004 sei das 

Valideneinkommen für das Jahr 2004 auf Fr. 61'692.00 festgesetzt worden. 

Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2007 ergebe 

dies Fr. 64'133.40; dieses Valideneinkommen sei günstig für den 

Beschwerdeführer, denn gemäss Arbeitgeberbericht vom 15. Juli 2003 habe 

der effektiv bezahlte Monatslohn Fr. 4'680.00 betragen, wobei vermerkt 

gewesen sei, dass er im Sommer (Juni, Juli, August) regelmässig einen 

geringeren bis gar keinen Verdienst gehabt habe. Der Beschwerdeführer 

könne im Umfang seiner Restarbeitsfähigkeit eine adaptierte Tätigkeit 

ausüben, ohne dass sein Arbeitgeber weitere nennenswerte, gesundheitlich 

bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gegenwärtigen hätte. 

Der Faktor Alter wirke sich nicht für sich allein lohnsenkend aus. Bezüglich 

der Nationalität gebe es im Anforderungsniveau 4 durchaus 

Arbeitsmöglichkeiten, bei denen die Anforderungen an die sprachlichen 

Fertigkeiten relativ gering seien. Zudem sei der Versicherte seit 1981 im 

deutschsprachigen Gebiet des Kantons erwerbstätig und verfüge somit über 

die sprachlichen Grundkenntnisse für eine Arbeit im Anforderungsniveau 4. 

Ausländer mit Niederlassungsbewilligung C hätten allgemein im 

Anforderungsniveau 4 nur ganz geringfügig tiefere Löhne. Somit sei der 

Abzug von 10% korrekt. 

Auf weitere Ausführungen in den Rechtschriften wird, soweit erforderlich, in 

den Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet die 

Verfügung der IV-Stelle vom 27. Juni 2008, worin die Ansprüche des 

Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung festgelegt 

wurden. Streitig und zu prüfen ist nachfolgend, ob der Invaliditätsgrad von der 

Vorinstanz korrekterweise auf 59% festgelegt wurde, wobei sich die Parteien 

sowohl bezüglich der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit 

(Gesundheitszustand) als auch des daraus resultierenden 

Invalideneinkommens (Verdienstmöglichkeit trotz Behinderung) resp. 

Valideneinkommens (Verdienstmöglichkeit als Gesunder) uneinig sind.

2. a) Gemäss Art. 28 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) hat Anspruch auf eine Rente, wer zu mindestens 40% invalid ist. 

Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen 

Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] und Art. 4 

IVG). Eine bleibende Invalidität im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG ist dann 

anzunehmen, wenn ein weitgehend stabilisierter, im Wesentlichen 

irreversibler Gesundheitsschaden vorliegt, welcher die zumutbare 

Arbeitsleistung der versicherten Person voraussichtlich dauernd in 

rentenbegründendem Masse beeinträchtigt. Ist ein Versicherter mindestens 

zu 40% invalid, so hat er Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50% 

auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und ab 

70% auf eine Vollrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Festsetzung des IV-

Grades kommt es primär auf die wirtschaftliche Erwerbsunfähigkeit und nicht 

auf die medizinische Arbeitsunfähigkeit an (PVG 2005 Nr. 11, 1982 Nr. 80; 

BGE 132 V 395 E. 2.1). Ohne zuverlässige und beweistaugliche Bestimmung 

der graduellen Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte ist eine seriöse Ermittlung der 

Erwerbsunfähigkeit (IV-Grad) aber zum voraus gar nicht möglich (BGE 125 V 

261 E. 4, 122 V 160 f. E. 1c, 115 V 134 E. 2). 

b) Um das Ausmass der Arbeitsfähigkeit beurteilen und somit den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 

E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige 

Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Die 

Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 

351 E. 3b). Die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, besitzen bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 

V 351 E. 3b/bb). Dies bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den 

Umstand allein, dass sie von einer Partei eingeholt und in das Verfahren 

eingebracht werden, weniger Beweiskraft besitzen. Denn auch sie können 

nützliche Äusserungen zum medizinischen Sachverhalt enthalten. Daraus 

folgt wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder 

Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes 

Gutachten besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die 

Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in 

rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, dass davon 

abzuweichen wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten 

angeht, muss die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass 

Hausärzte aufgrund des Auftrags- und teilweise persönlichen Verhältnisses 

zu ihren Patienten eher dazu neigen, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen 

(BG-Urteil vom 13. Juni 2006 [I 506/2000] E. 2b; vom 17. Juni 2004 [U 164/03] 

E.3.3; BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 

c) Massgebender Zeitpunkt für die Invaliditätsbemessung sind die Verhältnisse 

im Zeitpunkt des Rentenbeginns, wobei rentenwirksame Änderungen bis zum 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 

E. 4.2). Gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist bei einer Verschlechterung der 

Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Die 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers wurde 

erstmals im Verlaufsbericht der PDGR vom 14. April 2008 festgehalten, 

weshalb dieses Datum als Ausgangspunkt für die dreimonatige Frist 

angenommen wird. Da die massgebende Frist bis zum Erlass der 

angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2008 noch nicht abgelaufen war, war 

die Vorinstanz berechtigt, die Änderung des Gesundheitszustandes in der 

Festlegung der Rente nicht zu berücksichtigen.

d) Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien sowohl bezüglich der medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit (Gesundheitszustand) als auch des 

wirtschaftlich noch daraus resultierenden Invalideneinkommens 

(Verdienstmöglichkeit trotz Behinderung) uneins geblieben. In Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung hält die Vorinstanz zu Recht fest, dass für die 

Prüfung des Invaliditätsgrades die Erwerbsfähigkeit und damit die 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit massgebend ist. In 

wiefern der Beschwerdeführer im bisherigen Beruf noch arbeitsfähig ist, muss 

daher nicht geprüft werden, da von vornherein davon auszugehen ist, dass 

die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf äusserst gering ist oder gar nicht mehr 

besteht. Folgende ärztliche Befunde, Facharzt-, Spitalarzt- und 

Hausarztberichte sind aktenkundig und für die Entscheidfindung von 

Bedeutung:

 Am 21. Mai 2004 bestätigte Dr. med. … dass sich der Gesundheitszustand 
des Versicherten seit der letzten Beurteilung nicht wesentlich verändert 
habe. 

 Gemäss Arztbericht von Dr. med. … vom 20. November 2005 habe sich 
der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem ablehnenden 
Entscheid vom 18. August 2004 wesentlich verschlechtert. Neben der 
Zunahme der Rückenschmerzen, welche eine medikamentöse 
Dauertherapie mit Opioiden notwendig mache, leide der Patient seit dem 
Frühjahr 2005 unter einer Depression. Eine psychiatrische Behandlung 
durch Dr. … sei eingeleitet worden. Seit 21. April 2005 sei der Versicherte 
auch für leichte Arbeit 100% arbeitsunfähig. 

 Dr. med. … diagnostizierte am 10. April 2006 das Panvertebralsyndrom 
(Zustand mit Schmerzen an der gesamten Wirbelsäule, von der Hals- über 
Brust- bis zur Lendenwirbelsäule) mit Schmerzausstrahlung in die 
Extremitäten bei Status nach wahrscheinlich traumatischen 
Deckplatteneinbrüchen LWK 1 und 2 und degenerativen Veränderungen 
der HWS und LWS sowie eine schwere Depression, agitiertes Bild und 
einen rezidivierenden Schwindel, dies bestehend seit Frühjahr 2005. Seit 
21. April 2005 sei der Versicherte arbeitsunfähig. Wegen chronischen 
invalidisierenden Schmerzen und Depressionen sei die bisherige Tätigkeit 
nicht mehr zumutbar, auch andere Tätigkeiten nicht. Auch eine leichte bis 
mittelschwere Arbeit könne der Versicherte wegen invalidisierender 
Schmerzen und Depressionen nicht mehr ausüben. Die Änderung des 
Gesundheitszustandes seit dem letzten Bericht bestehe darin, dass eine 
Zunahme der belastungsabhängigen Schmerzen, ausgehend von den 
Wirbelsäulenveränderungen und der Entwicklung einer Depression im 
Frühjahr 2005, bestünde. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei kaum 
zu erwarten. 

 Am 11. Oktober 2006 berichtete Psychiater und Psychotherapeut Dr. med. 
… über eine von ihm durchgeführte Untersuchung des Versicherten. Er 
leide seit 1988 unter Rückenschmerzen, welche nach einem Sturz im 
Jahre 2003 noch einmal deutlich zugenommen hätten. Zur Zeit der 
Untersuchung in der Klinik … im Juni 2003 habe aufgrund der damals 
gestellten Diagnose sicherlich noch keine schwere Depression bestanden. 
Dies wäre sowohl dem Hausarzt als auch den Ärzten in der Klinik 
aufgefallen. Ungefähr zu dieser Zeit habe der Versicherte wegen seiner 
Rückenprobleme seine Arbeit als Maurer verloren. Er habe in der Folge 
vom RAV aus noch eine Zeit lang für die Firma Ökojob im Rahmen von 
arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) arbeiten können. Damals hätten 
aber seine psychischen Probleme angefangen (definitiver Verlust der 
Arbeit). Hinzu gekommen seien aber sicherlich auch weitere Belastungen 

wie seine Schmerzen und die Folgen des Kosovokrieges. Der Hausarzt 
beschreibe eine Depression seit Anfang 2005. Im Juni 2005 habe Dr. … 
eine schwere Depression, agitiertes Bild, diagnostiziert. Die Behandlung 
mit Medikamenten habe offenbar eine gewisse Besserung gebracht. Er 
gehe im Moment höchstens von einer mittelgradigen depressiven Episode, 
aufgrund der Dauer allerdings von einer rezidivierenden Störung, 
gegenwärtig mittelgradige Episode, aus. Möglicherweise liege aufgrund 
der Anamnese auch eine posttraumatische Belastungsstörung vor. 
Allerdings seien die Kriterien hierfür nicht ganz erfüllt. Die Störung sei 
insbesondere nicht innerhalb von 6 Monaten seit dem traumatisierenden 
Ereignis aufgetreten. Der psychische Zustand des Versicherten habe sich 
u.a. sicher auch als Reaktion auf die Arbeitslosigkeit zunehmend 
verschlechtert, sodass bis im Juni 2005 sogar eine schwere depressive 
Episode aufgetreten sei. Die jetzt bestehende, höchstens mittelgradige 
depressive Episode bedinge zum heutigen Zeitpunkt auch in leichter bis 
mittelschwerer Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Erschwerend 
sei das passiv appellative Krankheitsverhalten des Versicherten. Der 
Teufelskreis aus passiven Bewältigungsstrategien, depressiven 
Symptomen und Schmerzen mit gegenseitiger Verstärkung spreche für 
eine eher ungünstige Prognose. Bis am 21. April 2005 sei der Versicherte 
zu 100% in leichter bis höchstens mittelschwerer Tätigkeit arbeitsfähig 
gewesen. Seit diesem Datum wäre die Beschäftigung in einer geschützten 
Umgebung, von der man sich längerfristig auch eine positive Wirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit erhoffen dürfe, möglich. Dies liege daran, dass die im 
Moment mittelgradige Depression auch bei leichten bis mittelschweren 
Tätigkeiten stark einschränkend sei und diese unmöglich mache.  

 Gemäss Beurteilung von Dr. med. …, Regionaler Ärztlicher Dienst, 
Ostschweiz (RAD) vom 6. Dezember 2006 hätten beim Versicherten IV-
fremde Kontextfaktoren (Kündigung, persönliche Vorgeschichte) zu einer 
psychischen Störung mit eigenständigem Krankheitswert geführt. Seitens 
des behandelnden und begutachtenden Psychiaters bestehe infolge einer 
depressiven Episode seit April 2005 eine Arbeitsunfähigkeit für jegliche 
Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Da sich der Verlust der 
Arbeitstelle, in welcher der Versicherte zuvor stundenweise tätig gewesen 
sei, ungünstig ausgewirkt habe, bestehe ein Teufelskreis. Aus 
therapeutischer Sicht und auch im Sinne einer späteren erfolgreichen 
Wiedereingliederung wäre es günstig, die verbleibenden Ressourcen zu 
einer Arbeitstätigkeit im geschützten Bereich zu nutzen. 

 Dr. med. … hielt im Arztbericht vom 29. Juni 2007 fest, dass der 
Versicherte seit dem 1. Oktober 2006 bis auf weiteres zu 50% 
arbeitsunfähig sei, wobei der Gesundheitszustand als stationär bezeichnet 
werden könne. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Dadurch, 
dass er in der Zwischenzeit wieder als Maler gearbeitet habe, habe sich 
sein Zustand insgesamt stark verschlechtert. Aufgrund seiner 
Persönlichkeit sei es ihm leider nicht gelungen, auf seine Einschränkungen 
Rücksicht zu nehmen. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit käme in 
Frage, wobei ihm ca. 4 Stunden pro Tag zumutbar wären. 

 Am 1. November 2007 äusserte sich Frau Dr. med. …, RAD, zur 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten folgendermassen: Der Versicherte habe 
aus eigenem Antrieb einen Arbeitsversuch durchgeführt. Dieser sei 
gemäss den Unterlagen in einem hohen Pensum ausgeführt worden. Aus 
dem Verlaufsbericht des Psychiaters gehe eindeutig hervor, dass das 
Ausmass medizinisch gesehen nicht vertretbar gewesen sei. Daher gehe 
der begutachtende Psychiater, entgegen seiner ersten Stellungnahme 
davon aus, dass angepasste Tätigkeiten doch, und zwar seit April 2005, 
in einem halbtägigen Pensum im ersten Arbeitsmarkt zumutbar wären. Der 
Anspruch auf Leistungen sei auf dieser Basis zu überprüfen.

e) In Würdigung der erwähnten Berichte ist das Gericht zur Überzeugung 

gelangt, dass keine triftigen Gründe vorliegen, um nicht von einer medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit von 50% in einer leidensangepassten Tätigkeit 

(eine leichte, rückenschonende Tätigkeit) seit 21. April 2005 auszugehen. Der 

Beschwerdeführer wurde bis zum Eintreten der Depression im Frühling 2005 

in einer adaptierten Tätigkeit für zu 100% arbeitsfähig erachtet. Eine 100%-

ige Arbeitsunfähigkeit wurde ihm aufgrund seiner Rückenschmerzen und der 

aufgetretenen Depression durch den Hausarzt Dr. … am 20. November 2005 

resp. am 10. April 2006, als auch durch den Psychiater und 

Psychotherapeuten Dr. … am 11. Oktober 2006 attestiert. Dr. … relativierte 

jedoch seine Einschätzung in der Hinsicht, dass er eine Beschäftigung in einer 

geschützten Umgebung als dem Beschwerdeführer zumutbar erachtete. 

Dadurch, dass er in der Folge vom 16. Oktober 2006 bis am 30. März 2007 

während rund 80% in seiner angestammten Tätigkeit als Maler arbeitete, hat 

der Beschwerdeführer einerseits bewiesen, dass er in der fraglichen Zeit, 

entgegen den ärztlichen Einschätzungen, arbeitsfähig war, andererseits hat 

dies zu einer erneuten ärztlichen Untersuchung geführt. Im Bericht vom 29. 

Juni 2007 hielt Dr. …, in Ergänzung zum Verlaufsgutachten vom 11. Oktober 

2006, sodann fest, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2006 bis auf 

weiteres zu 50% in einer adaptierten Tätigkeit (eine leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit während 4 Stunden pro Tag) arbeitsfähig, die bisherige Arbeit als 

Maler ihm jedoch nicht mehr zumutbar sei. Sein Gesundheitszustand könne 

als stationär bezeichnet werden. Diese Ansicht wurde auch von Dr. …, RAD, 

bestätigt, welche den Beschwerdeführer – gestützt auf das Verlaufsgutachten 

- als fähig erachtete, ein halbtägiges Pensum seit April 2005 zu leisten. Bei 

dem von Dr. … am 11. Oktober 2006 erstellten bzw. am 29. Juni 2007 

ergänzten Bericht, welcher von der IV-Stelle zur Feststellung des 

Gesundheitszustandes und dessen Auswirkung auf die Arbeits- und 

Eingliederungsfähigkeit des Versicherten, in Auftrag gegeben wurde, handelt 

sich um ein vollständiges Gutachten, in welchem zahlreiche Arztberichte (Dr. 

…) für die Diagnosestellung berücksichtigt wurden. Da das Verlaufsgutachten 

umfassend ist, diverse Arztberichte einbezieht und im Ergebnis schlüssig, 

nachvollziehbar und widerspruchsfrei ist, ist nicht ersichtlich, weshalb von 

dessen Einschätzung abgewichen werden sollte. Was der Beschwerdeführer 

dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. So trifft es nicht zu, dass der 

Arztbericht von Dr. … nicht berücksichtigt wurde, war er doch Bestandteil des 

Verlaufsgutachtens. An der Gesamtbeurteilung der Vorinstanz gibt es aus 

Sicht des Gerichtes nichts auszusetzen. Insgesamt kann daher von einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausgegangen 

werden. 

3. a) Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG berechnet sich 

die Erwerbsfähigkeit bzw. der Invaliditätsgrad nach der Methode des 

Einkommensvergleichs. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das der 

Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. hypothetisches 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er 

erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (sog. hypothetisches 

Valideneinkommen). 

b) Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei beim Valideneinkommen auf das 

Erwerbseinkommen im Jahre 2003 von Fr. 61'425.00 (Fr. 4'725.00 x 13), was 

unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Jahre 2007 Fr. 

64'362.35 entspreche, abzustellen. Wie von der IV-Stelle in der 

Vernehmlassung vom 11. September 2008 dargelegt, wurde das 

Valideneinkommen für das Jahr 2004 mit rechtskräftiger Verfügung vom 18. 

August 2004 auf Fr. 61'692.00 festgelegt und ist daher verbindlich. Unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ergibt sich daraus für das Jahr 

2007, wie von der Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt, ein 

Valideneinkommen von Fr. 64'133.40. 

c) Da der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen unbestritte-

nermassen nicht mehr seiner angestammten Tätigkeit nachgehen kann, ist 

zur Bemessung des Invalideneinkommens auf die LSE abzustellen. Gestützt 

auf die Tabelle TA 1 der LSE 2004 (Zentralwert einer wöchentlichen 

Arbeitszeit von 40 Stunden, auf der Basis der üblichen durchschnittlichen 

Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden, Anforderungsprofil 4 für einfache und 

repetitive Tätigkeit im privaten Sektor, männlich) ergibt sich für das Jahr 2004 

ein Jahreseinkommen mit Gesundheitsschaden von Fr. 57'258.25. Unter 

Berücksichtigung einer Leistungsfähigkeit von 50%, eines Leidensabzuges 

von 10% für eine leichte Tätigkeit resp. Teilzeittätigkeit sowie der 

Nominallohnentwicklung (2005: 1.00%, 2006: 1.20%, 2007: 1.00%) resultiert 

ein zumutbares jährliches Invalideneinkommen für das Jahr 2007 von Fr. 

26'599.50. Das von der Beschwerdegegnerin im Case Report vom 2. Juni 

2008, Zusatzblatt „Invaliditätsbemessung“ ermittelte Invalideneinkommen ist 

diesbezüglich somit nicht zu beanstanden. 

4. a) Im Streit liegt auch die Höhe des Abzuges auf dem Invalideneinkommen. Mit 

dem sogenannten Leidensabzug sollen jene Nachteile ausgeglichen werden, 

die der versicherten Person – neben der Arbeitsunfähigkeit – auf dem 

Arbeitsmarkt eine zusätzliche Lohneinbusse verursachen und dies, weil die 

statistischen Lohngrundlagen von gesunden Arbeitskräften erhoben werden. 

In BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht festgestellt, dass die Frage, ob und 

in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Dabei ist zu 

beachten, dass nicht immer sämtliche Ausländer weniger Einkommen als der 

Totalwert aller Schweizer und Ausländer erzielen. Vielmehr können sich je 

nach Aufenthaltskategorie und Anforderungsniveau grosse Unterschiede 

ergeben, insbesondere bei Inhabern einer Niederlassungsbewilligung C, bei 

welchen der Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten darüber 

liegen kann (BGE 126 V 75 E. 5a). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen, d.h. dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu 

quantifizieren ist und die einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. 

Schliesslich ist der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen. Bei der 

Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzuges darf das Gericht sein 

Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung 

setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die eine 

abweichende Ermessensausübung als nahe liegend erscheinen lassen.  

b) Die IV-Stelle hat vom hypothetischen Invalidenlohn einen 

behinderungsbedingten Abzug von 10% vorgenommen. Nach Auffassung 

des Beschwerdeführers wäre jedoch ein Abzug von 20% angepasst. Er 

begründet dieses Begehren mit dem Umstand, dass er nicht in der Lage sei, 

eine mittelschwere oder schwere Arbeit zu leisten, weshalb er das 

durchschnittlich massgebende Lohnniveau nicht erreichen könne. Zudem 

verfüge er über eine abgeschlossene Berufsbildung als Schreiner und habe 

zuletzt qualifizierte Arbeit als Maler verrichtet. Zudem sei zu berücksichtigen, 

dass im Alter von 61 Jahren kaum mehr eine neue Stelle gefunden werde 

und, obwohl er über die Niederlassungsbewilligung C verfüge, er als 

Staatsangehöriger aus dem osteuropäischen Raum einiges weniger als ein 

Schweizer Arbeitnehmer verdiene.

Im vorliegenden Fall ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in 

einer leichten, rückenschonenden und repetitiven Arbeit, was dem 

Anforderungsniveau 4 gemäss LSE 2004 entspricht, gegenüber einer voll 

leistungsfähigen Arbeitskraft nicht behindert wäre. Weil der Versicherte aber 

in einer angepassten Tätigkeit lediglich zu 50% arbeitsfähig ist, besteht ein 

Anspruch auf einen Abzug wegen Teilzeitbeschäftigung. Für die im 

Anforderungsniveau 4 bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 50% und 74% 

erwerbstätigen Männer beläuft sich die Erwerbseinbusse auf rund 10% (LSE 

2004, S. 25). Das Lebensalter des Beschwerdeführers im massgeblichen 

Zeitpunkt wirkt sich vorliegend statistisch um 8.8% lohnerhöhend aus (LSE 

2004, S. 65 Tabelle TA9, Anforderungsniveau 4, Männer, 50-63/65 Jahre). 

Zudem hat er auch bezüglich des Kriteriums der Aufenthaltskategorie - der 

Beschwerdeführer verfügt über die Niederlassungsbewilligung C - auf dem für 

eine leidensadaptierte Tätigkeit relevanten Arbeitsmarkt nicht mit einer 

Benachteiligung zu rechnen. Nach den Tabellenlöhnen ergibt sich für die 

Aufenthaltskategorie gegenüber den in diesem Bereich erwerbstätigen 

Männer schweizerischer Nationalität eine Lohneinbusse von 4.3%, 

gegenüber der Gesamtheit der im Anforderungsniveau 4 erwerbstätigen 

Männer wirkt sich die Aufenthaltskategorie jedoch sogar lohnerhöhend aus, 

nämlich um 1.3% (LSE 2004, S. 69, Tabelle TA12, Anforderungsniveau 4, 

männlich).

Gesamthaft betrachtet liegen beim Beschwerdeführer sowohl lohnerhöhende 

als auch lohnmindernde Faktoren vor. Aufgrund der Aktenlage sind keine 

Hinweise ersichtlich, die vorliegend einen Abzug von 20% und somit ein 

Eingreifen in das Ermessen der Beschwerdegegnerin rechtfertigen würden. 

Der festgelegte Leidensabzug von 10% ist somit nicht zu bemängeln. 

c) Der Einkommensvergleich ergibt dementsprechend einen 

anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von 59%, was einer halben IV-

Rente entspricht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Verfügung der IV-Stelle vom 27. 

Juni 2008 ist somit nicht zu beanstanden. 

5. a) Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung zu 

schützen und die Beschwerde abzuweisen. 

b) Gemäss Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren seit 1. Juli 2006 – in 

Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung 

oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 

200.00 bis Fr. 1'000.00 festgelegt. Vorliegend rechtfertigt es sich, dem 

Beschwerdeführer Kosten in der Höhe von Fr. 700.00 aufzuerlegen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.00 gehen zulasten des Beschwerdeführers und sind 

innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung 

des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.