# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8555fb8-49ea-5768-b27f-128e3cd809ba
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.05.2024 200 2023 822
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-822_2024-05-23.pdf

## Full Text

200 23 822 IV
ISD/BRO/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Mai 2024

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich Ende Oktober 2019 – unter Hinweis auf massiv entzündete 
Sehnen, Zwischenräume und Gelenkkapseln, angerissene respektive ver-
letzte Sehnen, Gelenkarthrose in einem Gelenk sowie eine rechtsseitige 
Schultersteife mit starker Bewegungseinschränkung und bei Belastung mit 
Schmerzen am Oberarm und der Schulter – bei der Eidgenössischen Inva-
lidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB tätigte 
diverse medizinische und erwerbliche Abklärungen, gewährte Frühinterven-
tionsmassnahmen in Form von Ausbildungskursen (AB 22 - 24, 36, 39, 45) 
sowie Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 58). Nach 
Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 66) holte die 
IVB sodann ein polydisziplinäres Gutachten bei der C.________ (MEDAS 
1), ein (Expertise vom 16. April 2021; AB 91.1 ff.). In der Folge gewährte 
die IVB ein Aufbautraining in der Abklärungsstelle D.________ (AB 112, 
130) und verneinte mit Mitteilung vom 3. Mai 2022 (AB 126) einen An-
spruch auf weitere berufliche Massnahmen. Daraufhin zog sie mit Blick auf 
die Rentenprüfung weitere Unterlagen bei und holte auf Empfehlung des 
RAD (AB 152) ein weiteres polydisziplinäres Gutachten bei der E.________ 
(MEDAS 2) ein (Expertise vom 26. Juli 2023; AB 172.1 ff.). Gestützt darauf 
stellte die IVB mit Vorbescheid vom 9. August 2023 (AB 175) der Versi-
cherten bei einem Invaliditätsgrad von 30 % die Verneinung des Rentenan-
spruchs in Aussicht. Nach dagegen erhobenem Einwand (AB 180, 182, 
191) holte die IVB Stellungnahmen beim RAD ein (AB 192 f.) und verfügte 
am 18. Oktober 2023 dem Vorbescheid entsprechend (AB 194). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 20. November 2023 Beschwerde mit den 
folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung vom 18. Oktober 2023 sei aufzuheben. 
2. Es seien die notwendigen medizinischen Abklärungen zu treffen. 
3. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlich geschuldeten Leistun-

gen auszurichten. 
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Januar 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 4

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. Oktober 2023 
(AB 194). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 
148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene 
Verfügung datiert vom 18. Oktober 2023 (AB 194), womit sie nach dem 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegt 
der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenan-
spruchs mit Blick auf die Anmeldung vom Oktober 2019 (AB 1) sowie die 
sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG vor dem 1. Januar 2022 
und bestehen danach keine Revisionsgründe, weshalb die Bestimmungen 
des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die In-
validenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gülti-
gen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (Rz. 9100 f. des Kreisschrei-
bens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 
S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

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3.

3.1 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Gutachten der MEDAS 1 vom 16. April 2021 (AB 91.1 ff.) stellten 
die Experten in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung die folgenden 
Diagnosen (AB 91.1 S. 4 f. Ziff. 4.2):

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
- Chronische Schulterschmerzen rechts (ICD-10 M75.0)

• MRI Schulter rechts 07/2019 kalzifizierende Ansatztendinopathie 
der Infraspinatussehne, geringe AC-Gelenkarthrose 

- Chronisches Cervikovertebralsyndrom (ICD-10 M53.0)
• MRI HWS 02/2020 mehrsegmentale Osteochondrose mit 

Diskusprotrusion C4 bis C7 mit Kompression C5 rechts foraminal 
und Kontakt C6 rechts foraminal

- Chronische Knieschmerzen rechts (ICD-10 M23.03)
• St. n. Kniearthroskopie und Teilmeniskektomie 09/2020
• MRI Knie rechts 08/2020 Unterflächenläsion im medialen Menis-

kushinterhorn, Outerbridge I-II Chondropathie retropatellär, nicht-
rupturierte Mikro-Bakerzyste

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
- Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)

• MRI LWS 12/2020 keine Hinweise für degenerative Veränderun-
gen, Diskushernie oder Neurokompression

- Chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 M79.61)

Weiter hielten sie fest, auf den Fachgebieten der Allgemeinen Inneren Me-
dizin, Neurologie sowie Psychiatrie hätten sich keine Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
hätten einzig die von der rheumatologischen Gutachterin gestellten Dia-
gnosen (AB 91.1 S. 6 Ziff. 4.7 und S. 8 Ziff. 4.8). Diese legte in Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit dar, die Diagnose einer Frozen Shoulder schränke die 
Arbeitsfähigkeit, insbesondere bei körperlichen Tätigkeiten, deutlich ein. 
Somit könne die Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis September 2019 plausi-
bel nachvollzogen werden. Eine Verbesserung sei dann durch die thera-
peutischen Massnahmen mit Physiotherapie und Analgesie sowie Infiltrati-
on eingetreten. Die vollständige Arbeitsfähigkeit habe aber in der ange-
stammten Tätigkeit noch nicht erreicht werden können und die Explorandin 
habe nur in einer angepassten Tätigkeit ein Pensum von 20 % erfüllen 
können. Somit habe in der angestammten Tätigkeit medizinisch-theoretisch 

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eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden, welche bei der Diagnose 
einer Frozen Shoulder bis zu einem Jahr anhaltend sein könne. Es sei 
überwiegend davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % in 
der angestammten Tätigkeit als ... bis Ende August 2020 anhaltend gewe-
sen sei. Ab September 2020 wäre von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % aus-
zugehen. Es sei jedoch bereits im Juni 2020 zu neu aufgetretenen Knie-
schmerzen rechts gekommen. In den Abklärungen habe sich eine Menis-
kusläsion gezeigt und im September 2020 sei eine Operation durchgeführt 
worden. Daher habe auch postoperativ eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit bestanden. Demnach sei die Fortsetzung der Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % weiterhin begründet gewesen. Bei postoperativ gutem Verlauf 
und nur noch minimer Einschränkung der Beweglichkeit sei überwiegend 
wahrscheinlich von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % seit spätestens Januar 
2021 auszugehen. Angepasst seien Tätigkeiten ohne Heben und Tragen 
von Lasten über fünf bis zehn Kilogramm, ohne längeres Sitzen und Ste-
hen sowie repetitive Überkopfarbeiten, häufiges Treppensteigen und das 
Besteigen von Leitern und Gerüsten. Zudem seien Arbeiten in Nässe und 
Kälte als ungünstig anzusehen. Wegen regelmässig einzuhaltender Pau-
sen bestehe auch in einer solchen Tätigkeit eine Leistungseinbusse von 
10 %. Demnach bestehe in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
90 %. Dies gelte seit Januar 2021. Zuvor habe auch in einer Verweistätig-
keit eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden (AB 91.1 S. 7 f. Ziff. 4.7 f.) 

3.1.2 Im Gutachten der MEDAS 2 vom 26. Juli 2023 (AB 172.1 ff.) stellten 
die Experten in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung die folgenden 
Diagnosen (AB 172.1 S. 8 f. Ziff. 4.3): 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit:
- Generalisiertes und ausgeprägtes Weichteilschmerzsyndrom (Wide-

spread Pain Syndrom; ICD-10 M79.70)
- Panvertebralsyndrom mit/bei schmerzhaften Myogelosen und Myo-

tendinosen, mehretagendegenerative Diskopathie (C3-C7), ISG Ar-
throse rechtsbetont (ICD-10 M54.80) 

- Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit:
- Häufig auftretender episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp 

(ICD-10 G44.2)
- Überdauernde, subjektiv empfundene Sensibilitätsstörungen im Sinne 

von Kribbelmissempfindungen beider Arme und beider Beine ohne 

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Dermatombezug (rechts > links) ohne pathologisch-neurologisches 
Korrelat (ICD-10 R20.1)

- Status nach Frozen Shoulder Syndrom rechts mit Restfunktionsstörung 
(ICD-10 M75.0)

- Verdacht auf seronegative Spondarthritis (enthesitische Variante; ICD-
10 M46.00)

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren (ICD-10 F45.41)

- Adipositas, BMI 31.2 kg/m2 (ICD-10 E66.0)
- Hypercholesterinämie (ICD-10 E78.0)
- Prädiabetes (ICD-10 R73.0)
- Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (ICD-10 K76.0)
- Obstruktives Schlafapnoesyndrom (ICD-10 G47.31)
- Hypophosphatämie (als pathologischer Laborwert)

In Bezug auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit führten sie sodann aus, in 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als ... könne die Explorandin viereinhalb 
Stunden am Tag anwesend sein. Zusätzliche Einschränkungen bestünden 
nicht. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Dies gelte seit April 2020 
(S. 11 Ziff. 4.6). Optimal angepasst seien Tätigkeiten einfacher geistiger Art 
mit geringer Verantwortung, ohne besondere Anforderungen an die Team- 
und Konfliktfähigkeit sowie ohne besonderen Zeitdruck. Vermieden werden 
sollten zudem repetitives Bücken und Aufrichten, repetitives Anheben und 
Tragen von Gewichten über 7 kg, rein statische Belastungen des Achsen-
gerätes im Stehen und Sitzen und ohne die Möglichkeit zu Wechselpositio-
nen, Exposition gegenüber Witterungsänderungen (Kälte und Zugluft) so-
wie Tätigkeiten auf oder über Schulterhöhe. In einer solchen Tätigkeit kön-
ne die Explorandin – ohne zusätzliche Einschränkungen der Leistungs-
fähigkeit – maximal sechs Stunden am Tag anwesend sein. Ab April 2020 
habe die Erwerbsfähigkeit 80 % und seit der Behandlung in der Rehaklinik 
F.________ (Juli 2021) 70 % betragen (S. 11 f. Ziff. 4.7). 

Weder aus neurologischer noch aus allgemeininternistischer Sicht wurde 
eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 172.3 
S. 11 ff. Ziff. 6.3 und S. 14 f. Ziff. 8; 172.4 S. 10 Ziff. 6.3 und S. 11 f. Ziff. 8). 
In Bezug auf die geklagte vermehrte Müdigkeit und Abgeschlagenheit legte 
Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dar, 
aus internistischer Sicht sei das Vorliegen eines Post-Covid-Syndroms eher 
als unwahrscheinlich anzusehen. So habe eine vermehrte Müdigkeit bereits 
vor der Covid-Erkrankung im Februar 2022 bestanden und eine Organma-
nifestation (z.B. pulmonale oder kardiale Symptome) habe nicht vorgele-

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gen. Zudem würden die kognitiven-mnestischen Einbussen sowie die Er-
schöpfbarkeit aus psychiatrischer Sicht als Teilsymptom der depressiven 
Episode interpretiert. Ausserdem sei darauf hinzuweisen, dass ein Gross-
teil der Patienten mit chronischen Schmerzen zusätzliche Symptome, ins-
besondere Müdigkeit und Erschöpfung, aufweise. Polygraphisch habe sich 
bei der Explorandin zudem eine mittelschwere obstruktive Schlafapnoe 
nachweisen lassen. Zwar könnten Schlafstörungen auch als direkte oder 
indirekte Folge einer Covid-Erkrankung auftreten, allerdings sei vorliegend 
darauf hinzuweisen, dass bereits im internistischen Vorgutachten vom 
16. April 2021 über Schlafstörungen berichtet worden sei. Kontrastierend 
zu den Angaben der Explorandin über Erschöpfung und Ermüdung habe 
sich anlässlich der internistischen Exploration im Gespräch kein Hinweis 
auf Tagesmüdigkeit, vorzeitige Erschöpfung oder Ermüdung gezeigt. Letzt-
lich sei eine neuropsychologische Untersuchung (mit Beschwerdevalidie-
rungsverfahren) bisher nicht durchgeführt worden (AB 172.3 S. 12 f. 
Ziff. 6.3). 

Im rheumatologischen Teilgutachten vom 26. Mai 2023 (AB 172.5) wurde 
zur Diagnostik dargelegt, die von der Explorandin angegebenen Beschwer-
den entsprächen einem generalisierten und ausgeprägten Weich-
teilschmerzsyndrom (Widespread Pain Syndrom), mit in Symmetrie ange-
ordneten Weichteildruckdolenzen am gesamten Schultergürtel, um beide 
Ellenbogengelenke, entlang der ganzen Wirbelsäule und am Beckengürtel. 
Weichteildruckdolenzen bestünden aber auch an den Weichteilen zwischen 
den Gelenken, beispielsweise an den Oberarm- und Vorderarmmuskel-
gruppen. Aspektmässig dürfte es sich um ein primäres Weichteil-
schmerzsyndrom handeln. Im Moment bestünden keine Hinweise auf eine 
aktive inflammatorische Grundlage dieser Beschwerden. Differentialdia-
gnostisch stehe noch das Vorliegen einer seronegativen Spondarthritis 
(enthesitische Variante) im Raum. Gemäss dem letzten Bericht der betreu-
enden Rheumatologin verlaufe die Grundaffektion derzeit ohne Zeichen 
einer humoralen Entzündungsaktivität und ohne positive Rheumaserologie. 
Daneben bestünden ein Panvertebralsyndrom, infolge von schmerzhaften 
Myogelosen und Myotendinosen und mehretagendegenerativer Diskopa-
thie (C3-C7) sowie ISG-Arthrose rechtsbetont. Die früher aktive rechtsseiti-
ge Frozen Shoulder Symptomatik habe sich bis auf eine Restfunktions-

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störung und wenige belastungsinduzierte Schmerzen fast vollständig 
zurückgebildet (S. 12 Ziff. 6.3). Im Gesamtkontext ergebe die rheumatolo-
gische Beurteilung eine leichtgradige Reduktion der zumutbaren Belastbar-
keit des Achsenskelettes und eine mittelgradige Einschränkung der allge-
meinen Leistungsfähigkeit in Folge des doch ausgeprägten Schmerzsyn-
droms (S. 10 Ziff. 6.1). In der bisherigen Tätigkeit als ... bestehe aus rheu-
matologischer Sicht ab April 2020 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und in 
einer angepassten Tätigkeit eine solche von 80 % (S. 13 ff. Ziff. 8). 

Der psychiatrische Gutachter seinerseits legte insbesondere dar, auffällig 
sei die Diskrepanz zwischen der angegebenen Schmerzintensität und dem 
Verhalten der Explorandin, die zu keinem Zeitpunkt eine Schmerzge-
plagtheit in Körpersprache und Psychomotorik habe erkennen lassen. Fer-
ner spiegelten sich die anamnestisch angegebenen mnestischen und ko-
gnitiven Einbussen im Rahmen der psychiatrischen Gesprächsführung kei-
neswegs im erwähnten Umfang wider. Die aktenkundige Diagnose einer 
anhaltenden Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
werde geteilt. Es gebe keine ausreichenden Erklärungen für die von der 
Explorandin angegebene Ganzkörperschmerzsymptomatik mit teilweise 
fibromyalgiformem Charakter. Ferner zeige sich psychodynamisch eine 
Diskrepanz zwischen der Erwartung an die eigene Leistungsfähigkeit ei-
nerseits und dem verbliebenen Leistungsvermögen andererseits, welche 
die Explorandin kaum aufzulösen vermöge. Auch im Hintergrund angedeu-
tete Konflikte und Belastungen am letzten Arbeitsplatz könnten bei der 
Entwicklung und Aufrechterhaltung der geschilderten Schmerzsymptomatik 
eine massgebliche Rolle spielen. Des Weiteren zeige sich das Bild einer 
mittelgradigen depressiven Episode. Von den Kernkriterien einer Depressi-
on fänden sich eine depressive Stimmungslage sowie eine gesteigerte Er-
müdbarkeit mit gemindertem Antrieb, wobei ein vollständiger Interessenver-
lust nicht ausgewiesen sei. Damit seien zwei Kernkriterien einer depressi-
ven Episode erfüllt. Ferner finde sich ein reduziertes Selbstwertgefühl mit 
Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Die Explorandin beklage subjektive 
Einschränkungen von Konzentrationsvermögen und es zeige sich eine Ap-
petitstörung mit Essattacken und Gewichtszunahme, so dass insgesamt 
sechs Symptome einer depressiven Episode erfüllt seien (AB 172.6 S. 12 
Ziff. 6.2). Die geschilderten kognitiv-mnestischen Einbussen sowie die star-

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ke Erschöpfbarkeit würden aus psychiatrischer Sicht als Teilsymptome der 
depressiven Episode interpretiert und erschienen in der psychiatrischen 
Exploration zudem deutlich geringer ausgeprägt als geschildert. Ob eine 
Post-Covid-Symptomatologie vorliege, sei aus somatischer Sicht zu beur-
teilen (S. 13 Ziff. 7.1). Die Explorandin sei aus psychiatrischer Sicht in der 
Lage, mit den verbliebenen Ressourcen durchaus eine Tätigkeit auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt auszuüben, welche ihrem Ausbildungs- und 
Kenntnisstand sowie ihrem körperlichen Belastbarkeitsprofil Rechnung tra-
ge. Da offenbar Hinweise auf Selbstlimitierung und Symptomausweitung 
vor dem Hintergrund der beobachteten Inkonsistenzen vorlägen, könne auf 
die subjektive Selbsteinschätzung der Explorandin nicht abgestellt werden. 
Sie sei in der Lage, jegliche ihrem Ausbildungs- und Kenntnisstand sowie 
ihrem körperlichen Belastbarkeitsprofil angepasste Tätigkeiten auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt zu verrichten (S. 13 f. Ziff. 7.2). Angepasst seien 
Tätigkeiten einfacher geistiger Art mit geringer Verantwortung, ohne be-
sondere Anforderungen an die Team- und Konfliktfähigkeit und ohne be-
sonderen Zeitdruck. In einer solchen Tätigkeit (wozu offenbar auch die bis-
herige Tätigkeit zu zählen sei) bestehe seit Juli 2021 eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 % (Präsenzzeit von sechs Stunden ohne zusätzliche Einschränkung 
der Leistung). Weiter zurückliegend könne aus psychiatrischer Sicht keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert werden, da anlässlich einer psychiatrischen 
Untersuchung vom 16. Februar 2021 keine psychiatrische Diagnose mit 
Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe gestellt werden können (S. 14 ff. 
Ziff. 8). 

3.1.3 M. Sc. H.________, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, legte im 
Bericht vom 2. Oktober 2023 (AB 187 S. 2 f.) dar, in Bezug auf die An-
triebsschwäche und Erschöpfung, welche aktuell unter anderem mit der 
mittelgradigen depressiven Episode erklärt würden, bestehe differentialdia-
gnostisch der Verdacht eines Long-Covid-Syndroms. Dies wäre ein Zei-
chen dafür, dass die Arbeitsfähigkeit nicht durch eine erhöhte Willensan-
strengung erreichbar sei. Die ausgeprägte Antriebsschwäche und Erschöp-
fung, welche allenfalls durch eine zusätzliche körperliche Erkrankung er-
klärt werden könnten, führten möglicherweise zu einer Erschwerung der 
depressiven Symptomatik und dadurch auch zu einer Verschlimmerung der 
Schmerzen. Demnach werde die Aussage im psychiatrischen Teilgutach-

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ten, wonach es ab dem Zeitpunkt der Begutachtung keine ausreichenden 
Erklärungen für die von der Patientin angegebenen Ganzkörpersymptoma-
tik mit teilweise fibromyalgiformem Charakter gebe, mit dem Verdacht auf 
das Long-Covid-Syndrom in Frage gestellt. Bei der Patientin bestehe eine 
starke Erschöpfung, ein deutlich reduzierter Antrieb sowie der Bedarf nach 
langen Erholungsphasen nach Alltagsaktivitäten. Zudem bestünden chroni-
sche Schmerzen. All dies führe zu einer schwer reduzierten Widerstands- 
und Durchhaltefähigkeit sowie leicht reduzierter Entscheidungsfähigkeit. 
Ausserdem bestehe eine leichte Einschränkung der Selbstpflege. Im ge-
schützten Rahmen während des Aufbautrainings in der Abklärungsstelle 
D.________ sei es trotz Erholungsphasen nicht möglich gewesen, das Ar-
beitspensum zu erhöhen. Somit habe sich die Erschöpfung im alltagrele-
vanten und beruflichen Leben bereits offenkundig ausgewirkt (S. 2). Auf-
grund der ausgeprägten Erschöpfbarkeit bestehe aktuell eine volle Arbeits-
unfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (S. 3). 

3.1.4 In der Stellungnahme vom 9. Oktober 2023 (AB 192) hielt die RAD-
Ärztin med. pract. I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, insbesondere fest, aus dem Bericht der behandelnden Psychologin 
vom 2. Oktober 2023 (AB 187 S. 2 f.) ergäben sich keine neuen versiche-
rungsmedizinischen psychiatrischen Erkenntnisse. 

Sodann erläuterte die RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Praktische Ärztin, 
in einer weiteren Stellungnahme vom 10. Oktober 2023 (AB 193), entgegen 
der Einwände der Beschwerdeführerin (vgl. dazu AB 180, 182, 191) hätten 
die Gutachter die Depression, verbunden mit einer Schmerzstörung, be-
wertet und deshalb eine Leistungsminderung zugestanden. Ebenfalls sei 
die Diagnose eines Post- respektive Long-Covid-Syndroms geprüft worden. 
Allerdings seien die Voraussetzungen dafür bei bereits vor der Covid-19-
Infektion im Januar 2022 bestandener Erschöpfung und Müdigkeit verneint 
worden. Die von der Beschwerdeführerin geschilderten starke Erschöpf-
barkeit und die kognitiv-mnestischen Einbussen würden vom psychiatri-
schen Gutachter als Teilsymptom der depressiven Episode interpretiert. 
Ausserdem erschienen die Symptome in der psychiatrischen Exploration 
deutlich geringer ausgeprägt, als geschildert. Ferner würden sowohl im 
psychiatrischen, als auch im internistischen Teilgutachten Inkonsistenzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 13

bezüglich der Schmerzangaben aufgeführt. Ebenso könnten die angege-
benen mnestischen und kognitiven Einbussen im Rahmen der psychiatri-
schen Gesprächsführung im Gutachten nicht im angegebenen Umfang 
verifiziert werden. Gemäss internistischem Teilgutachten seien zudem die 
Angaben zur müdigkeitsbedingten Einschränkung in allen Tätigkeiten als 
diskrepant zum Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin in den vergleich-
baren Lebensbereichen beurteilt worden. Eine Fatigue habe im internisti-
schen Teilgutachten nicht bestätigt werden können. Anlässlich der internis-
tisch-gutachterlichen Exploration habe es keine Hinweise auf Tagesmüdig-
keit, vorzeitige Erschöpfung oder Ermüdung gegeben. 

3.1.5 Die Ärzte des Spitals K.________ stellten im Bericht vom 24. Okto-
ber 2023 (Beschwerdebeilage [BB] 6) zusammenfassend fest, bei der Pati-
entin bestehe ein chronisches Fatigue Syndrom. Einen möglichen Anteil an 
der Akzentuierung im Jahr 2022 sei im Rahmen eines Post-Covid-
Syndroms denkbar. Allerdings sei dieses Syndrom durch Anzeichen und 
Symptome, die sich während oder nach einer mit Covid-19 konsistenten 
Infektion entwickelten, länger als 12 Wochen anhielten und nicht durch eine 
alternative Diagnose erklärt werden könnten, definiert. Vorliegend sei auf-
grund der rheumatologischen Grunderkrankung, dem neu diagnostizierten 
APAP-Syndrom (gemeint wohl obstruktives Schlafapnoesyndrom) und vor-
bestehender Fatigue bei chronischem Schmerzsyndrom jedoch eine multi-
faktorielle Ursache der chronischen Fatigue anzunehmen (S. 7). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). Eine von anderen mit der versicherten Per-
son befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität des 
Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten ei-
nes Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen 
und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung 
letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Ge-
richtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 
E. 7.2.2 S. 110).

3.3 In den Akten liegen zwei polydisziplinäre Gutachten zweier unter-
schiedlicher Gutachterstellen (Expertise der MEDAS 1 vom 16. April 2021 
[AB 91.1 ff.] und Expertise der MEDAS 2 vom 26. Juli 2023 [AB 172.1 ff.]). 
Die zweite Expertise wurde infolge der medizinischen Entwicklung im 
Nachgang zur ersten Begutachtung auf Empfehlung des RAD (AB 152 
S. 4 f.) eingeholt. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochte-
nen Verfügung vom 18. Oktober 2023 (AB 194) für den gesamten Beurtei-
lungszeitraum auf das Gutachten der MEDAS 2 vom 26. Juli 2023 
(AB 172.1 ff.) und die im Vorbescheidverfahren eingeholten Stellungnah-
men des RAD vom 9. und 10. Oktober 2023 (AB 192 f.). Auch wenn sich 
die beiden Expertisen insoweit widersprechen, als in Ersterem von einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bis Ende Dezem-
ber 2020 ausgegangen (AB 91.1 S. 6 ff. Ziff. 4.7 f.) und in Letzterem bereits 
ab April 2020 eine Teilarbeitsfähigkeit attestiert wurde (AB 172.1 S. 11 f. 
Ziff. 4.6 f.), ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstan-
den, da – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – die Expertise der ME-
DAS 1 vom 16. April 2021 (AB 91.1 ff.) die Beweisanforderungen an eine 
versicherungsexterne medizinische Expertise (vgl. E. 3.2 hiervor) nicht er-
füllt. Zwar begründete die rheumatologische Gutachterin der MEDAS 1 die 
Arbeitsunfähigkeiten mit gewissen somatischen Befunden (bis Ende August 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 15

2020 vornehmlich mit der Frozen Shoulder und zwischen September und 
Dezember 2020 mit dem postoperativen Verlauf nach einer Kniearthrosko-
pie mit Teilmeniskektomie), schloss jedoch letztlich unbesehen von den 
Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen der behandelnden Ärzte hinsichtlich der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit ohne Angabe einer nachvollziehbaren Be-
gründung gleichsam auf eine ebenfalls vollständige Arbeitsunfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit. Mit Blick auf die eher geringfügigen objektiven 
Befunde überzeugt die längerdauernde vollständige Arbeitsunfähigkeit 
– zumindest in einer angepassten Tätigkeit – nicht. Insbesondere wird trotz 
zufriedenstellendem respektive recht günstigem postoperativem Verlauf 
nach der Kniearthroskopie von Ende September 2020 und weitgehend un-
auffälligen Befunden (AB 91.6 S. 1 ff.) die von der Beschwerdeführerin sub-
jektiv empfundene volle Arbeitsunfähigkeit übernommen, ohne dass diese 
plausibilisiert worden wäre (BGE 140 V 290 E. 3.3.2 S. 297). Mit anderen 
Worten stellte die rheumatologische Gutachterin der MEDAS 1 bei der 
Leistungsbeurteilung nicht auf eine nachvollziehbar dargelegte medizini-
sche Grundlage, sondern im Wesentlichen auf das von der Beschwerde-
führerin demonstrierte Leistungsprofil ab (vgl. AB 91.4 S. 16 ff. Ziff. 8). Dies 
ist umso weniger nachvollziehbar, als die Expertin anlässlich der Begutach-
tung selbst Diskrepanzen zwischen den objektiven Befunden und den Be-
schwerdeangaben feststellte (AB 91.4 S. 14 Ziff. 7.3). Auf die aus rheuma-
tologischer Sicht im Gutachten der MEDAS 1 attestierte Arbeitsunfähigkeit 
(in einer angepassten Tätigkeit) kann damit nicht abgestellt werden. 

3.4 Demgegenüber erfüllt das Gutachten der MEDAS 2 vom 26. Juli 
2023 (AB 172.1 ff.) die höchstrichterlichen Beweisanforderungen an eine 
versicherungsexterne medizinische Expertise und erbringt – entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführerin – vollen Beweis (vgl. E. 3.2 hiervor). Die 
gutachterlichen Feststellungen und Ausführungen beruhen auf umfassen-
den fachärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis bzw. Würdigung der 
Vorakten sowie der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand einschliesslich der attestierten medizinisch-theoretischen Arbeits-
fähigkeit im zeitlichen Verlauf werden nachvollziehbar und einlässlich be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 16

gründet. Sodann flossen die Ergebnisse der Teilgutachten – soweit erfor-
derlich – angemessen in die Gesamtbewertung ein. 

3.4.1 In Bezug auf das rheumatologische Teilgutachten (AB 172.5) ist 
vorab zu betonen, dass dem Experten sowohl der bisherige rheumatologi-
sche Behandlungsverlauf als auch die von der behandelnden Rheumatolo-
gin erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen bekannt waren (S. 2 ff. 
Ziff. 2) und er zwischen seiner Einschätzung und jener der behandelnden 
Rheumatologin mit Ausnahme einer inflammatorischen Grunderkrankung 
(S. 10 Ziff. 6.1) keine massgebenden Diskrepanzen feststellte (S. 11 
Ziff. 6.2). Dass die Frage nach einer allfälligen inflammatorischen Grundaf-
fektion nicht abschliessend geklärt werden konnte, schadet dem 
Teilgutachten nicht, denn der Experte zeigte nachvollziehbar auf, dass eine 
inflammatorische Grundaffektion die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
nicht beeinflussen würde, insbesondere weil das generalisierte Weichteil-
schmerzsyndrom weit im Vordergrund der Symptomatik steht und gewisse 
Inkonsistenzen bestehen (S. 10 Ziff. 6.1). Sodann wird weder von der be-
handelnden Rheumatologin noch von der Beschwerdeführerin postuliert, 
die ebenfalls gestellte Diagnose einer diffusen Alopezie, Differentialdiagno-
se Leflunomid-assoziiert (AB 174 S. 3), habe Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit und es ist denn auch nicht ersichtlich inwiefern Haarausfall Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit haben soll. Demnach ändert der Umstand, dass diese 
Diagnose im Gutachten nicht genannt wurde – entgegen der Ansicht in der 
Beschwerde (S. 4 Ziff. III/5) – am Beweiswert des Gutachtens nichts. Über-
dies vermag auch der nach dem Gutachten datierende Bericht der behan-
delnden Rheumatologin vom 26. September 2023 (AB 195 S. 2 ff.) die gut-
achterliche Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen. Zwar werden darin neu 
linksseitige Fersenschmerzen erwähnt, wobei sonographisch kein Fersen-
sporn abgegrenzt werden konnte, sich jedoch eine Insertionstendinose und 
eine leicht hypertrophe Bursa (keine Hypervaskularisation) zeigte (S. 3; vgl. 
zur entsprechenden Rüge Beschwerde S. 4 Ziff. III/5). Allerdings ist mit 
Blick auf das gutachterliche Belastungsprofil, welches eine reduzierte kör-
perliche Belastung sowie Wechselbelastung vorsieht (AB 172.1 S. 11 
Ziff. 4.7), nicht ersichtlich, inwiefern dies eine weitergehende dauerhafte 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit zu begründen vermöchte, was denn 
auch nicht (substantiiert) geltend gemacht wird. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 17

3.4.2 Der neurologische Gutachter stellte die Diagnose häufig auftreten-
der episodischer Kopfschmerzen vom Spannungstyp (ICD-10 G44.2; 
AB 172.4 S. 10 Ziff. 6.3). Angesichts der Tatsache, dass in den übrigen 
medizinischen Akten keine (bedeutsamen) Kopfschmerzen festgehalten 
werden und der guten therapeutischen Möglichkeiten von Spannungskopf-
schmerzen (S. 10 Ziff. 7.1) ist schlüssig, dass diesen kein massgebender 
(dauerhafter) Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde (S. 10 
Ziff. 6.3). Gleiches gilt für die subjektiv empfundenen Sensibilitätsstörungen 
im Sinne von Kribbelmissempfindungen, zumal für diese kein neurologi-
sches Korrelat gefunden werden konnte (S. 10 Ziff. 6.3). Eine dieser Beur-
teilung entgegenstehende neurologische Einschätzung liegt nicht in den 
Akten. Vielmehr interpretierte der behandelnde Dr. med. L.________, 
Facharzt für Neurologie, die Missempfindungen bei fehlenden Hinweisen 
auf eine assoziierte neurologische Erkrankung im Rahmen der rheumatolo-
gischen Grunderkrankung und erachtete die neurologische Untersuchung 
damit als abgeschlossen (AB 148 S. 12). 

3.4.3 Aufgrund der von der Beschwerdeführerin beklagten Müdigkeit wur-
de im internistischen Teilgutachten (AB 172.3) – neben verschiedenen Dia-
gnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 13 Ziff. 6.3) – ein allfälli-
ges Post-Covid-Syndrom diskutiert (S. 12 f. Ziff. 6.3). Unter Berücksichti-
gung sämtlicher Umstände in Zusammenhang mit dem Auftreten der Mü-
digkeit und unter Einbezug der einschlägigen Literatur zeigte der internisti-
sche Gutachter auf, weshalb ein Post-Covid-Syndrom eher als unwahr-
scheinlich anzusehen ist, was in der interdisziplinären Konsensbeurteilung 
bestätigt wurde (AB 172.1 S. 8 Ziff. 4.3). Überzeugend ist der Ausschluss 
eines Post-Covid-Syndroms insbesondere, da die Müdigkeit vorliegend mit 
einer anderen Diagnose erklärt werden kann (Teilsymptom der depressiven 
Episode [vgl. hierzu AB 172.6 S. 13 Ziff. 7.1]), sie gemäss Aussage der 
Beschwerdeführerin bereits vor der Covid-19-Erkrankung bestand (vgl. 
hierzu AB 123 S. 3 f.) und sich anlässlich der Begutachtung keine Hinweise 
auf Tagesmüdigkeit, vorzeitige Erschöpfung oder Ermüdung fanden 
(AB 172.3 S. 12 f. Ziff. 6.3). Eine dieser Einschätzung widersprechende 
medizinische Beurteilung liegt nicht in den Akten. Im Bericht des Spitals 
M.________ vom 17. Oktober 2022 (AB 141) wurde lediglich der Verdacht 
eines Long-Covid-Syndroms geäussert (S. 3 Ziff. 2.5) und der Hausarzt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 18

sowie die behandelnde Psychologin verwiesen auf entsprechende Ab-
klärungen (AB 180 S. 2, 187 S. 2). Jedoch haben die Ärzte des Spitals 
K.________ diesen Verdacht bei unauffälligem klinisch-neurologischem 
Untersuchungsbefund unter Verweis auf die übrigen Diagnosen gerade 
nicht bestätigt (BB 6 S. 6 f.) und damit die gutachterliche diagnostische 
Beurteilung im Ergebnis bekräftigt. Soweit dieselben Ärzte ein chronisches 
Fatigue Syndrom diagnostizierten (S. 1), ist zu berücksichtigen, dass nicht 
die Diagnose, sondern die Auswirkung des Gesundheitsschadens auf die 
Leistungsfähigkeit massgebend ist (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 3. Februar 2022, 8C_689/2021, E. 6.1 mit Hinweisen). Wichtige As-
pekte, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben wären, wurden von den Ärzten des Spitals K.________ nicht 
genannt. Vielmehr stützten sie sich bei der Diagnosestellung auf den Fa-
tigue Score (S. 6 unten) und damit auf die subjektiven Angaben der Be-
schwerdeführerin, wobei diese auch den Gutachtern bekannt waren, jedoch 
im Rahmen der Begutachtung gerade nicht objektiviert werden konnten 
(vgl. AB 172.3 S. 13 Ziff. 6.3, 172.6 S. 8 Ziff. 4.3; vgl. dazu BGE 140 V 290 
E. 3.3.2 S. 297). Letztlich bleibt zu wiederholen, dass die beklagte Erschöp-
fung als Teilsymptom der depressiven Episode berücksichtigt wurde und 
entsprechend bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit miteinfloss (vgl. 
hierzu AB 172.6 S. 13 Ziff. 7.1). Dabei ist zu beachten, dass insbesondere 
die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermes-
sensfrei erfolgen kann, sondern dem begutachtenden Psychiater bzw. der 
begutachtenden Psychiaterin praktisch immer einen gewissen Spielraum 
eröffnet, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Inter-
pretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte 
– wie hier (vgl. hierzu auch E. 3.4.4 hiernach) – lege artis vorgegangen ist 
(SVR 2020 IV Nr. 69 S. 241 E. 4.1, 2018 IV Nr. 77 S. 255 E. 6.3).

3.4.4 Angesichts des erhobenen psychopathologischen Untersuchungs-
befundes (insbesondere leicht reduziertes Durchhaltevermögen, gering 
geminderte Antriebslage, psychomotorisch eher schwunglos wirkend, leicht 
eingeengte emotional-affektive Schwingungsfähigkeit, ernste und zum de-
pressiven Pol hin verschobene Grundstimmung sowie Affektlage, reduzier-
te Fähigkeit, Freude zu empfinden, ohne vollständiger Interessenverlust, 
reduzierte Vita sexualis bei Libidoverlust [AB 172.6 S. 9 f. Ziff. 4.3]) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 19

den nicht vollständig objektivierbaren Beschwerden (vgl. AB 172.5 S. 11 
Ziff. 6.2) überzeugen sodann die vom psychiatrischen Gutachter gestellten 
Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) sowie 
einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren (ICD-10 F45.41; vgl. hierzu DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Inter-
nationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Kli-
nisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 169 ff. und S. 233 f.). Die 
diagnostische Einordnung deckt sich im Übrigen mit jener im Bericht der 
Rehaklinik F.________ vom 20. Oktober 2021 (AB 108 S. 1) und auch die 
behandelnden Ärzte des Spitals M.________ stellten die Diagnose einer 
mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1; AB 141 S. 3 Ziff. 2.5). 
Soweit hingegen die Arbeitsunfähigkeit divergierend beurteilt wurde, ist 
festzustellen, dass die Ärzte des Spitals M.________ die Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % (AB 141 S. 5 Ziff. 4.2) mit den ausgeprägten kognitiven Defizi-
ten und der Erschöpfung begründeten (AB 141 S. 5 Ziff. 4.2). Diese liessen 
sich in der Begutachtung jedoch nicht (im geschilderten Umfang) bestäti-
gen und es wurde auf Inkonsistenzen und Diskrepanzen hingewiesen 
(AB 172.6 S. 13 Ziff. 7.1). Insoweit ist die unterschiedliche Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit ohne weiteres nachvollziehbar. Die Beurteilung des psych-
iatrischen Gutachters erfolgte denn auch in Kenntnis des Berichts des Spi-
tals M.________ vom (AB 172.6 S. 11 Ziff. 6.1). Eine weitergehende Aus-
einandersetzung mit diesem Bericht war – gerade mit Blick auf die der me-
dizinischen Folgeabschätzung inhärente hohe Variabilität (BGE 145 V 361 
E. 4.1.2 S. 365 mit Hinweisen) – nicht erforderlich (vgl. Entscheid des BGer 
vom 10. Juni 2020, 9C_256/2020, E. 3.2.2; zur diesbezüglichen Rüge vgl. 
Beschwerde S. 4 Ziff. III/4). Soweit auch die behandelnde Psychologin eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % postuliert (AB 187 S. 2), vermag dies den 
Beweiswert des Gutachtens schon deshalb nicht zu erschüttern, weil sie 
nicht über die hierfür notwendige (fach)ärztliche Qualifikation verfügt (vgl. 
dazu Entscheid des BGer vom 15. November 2021, 9C_458/2021, E. 3.3 
mit Hinweisen). Sodann nannte sie keine wichtigen neuen Aspekte, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, 
sondern beschränkte sich vielmehr darauf, gestützt auf die Hypothese ei-
nes Long-Covid-Syndroms, die subjektiven Angaben der Beschwerdeführe-
rin und die Ergebnisse der Abklärung der Abklärungsstelle D.________ von 
einer fortwährenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 20

ten auszugehen. Eine Auseinandersetzung mit den gutachterlichen Befun-
den und Schlussfolgerungen fand nicht statt (vgl. im Übrigen auch Stel-
lungnahme des RAD vom 9. Oktober 2023 [AB 192]). 

3.4.5 In Bezug auf die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung (AB 172.1) 
überzeugt sodann, dass die somatisch und psychiatrisch bescheinigten 
Teil-Arbeitsunfähigkeiten nicht addiert wurden (S. 10 Ziff. 4.5; vgl. dazu 
SVR 2020 IV Nr. 22 S. 76 E. 4.1). Soweit die Beschwerdeführerin sinn-
gemäss vorbringt, die gutachterlich attestierte Gesamtarbeitsunfähigkeit 
von 20 % (ab April 2020) bzw. 30 % (ab Juli 2021; S. 12 Ziff. 4.7) wider-
spreche der im Rahmen des Aufbautrainings in der Abklärungsstelle 
D.________ gezeigten Leistungen (Beschwerde S. 4 Ziff. III/3), verkennt 
sie, dass im Bericht der Abklärungsstelle D.________ vom 9. Mai 2022 (AB 
130) vornehmlich auf die von der Beschwerdeführerin 
demonstrierte Arbeitsleistung abgestellt wurde. Die Frage nach den noch 
zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen ist jedoch nach Massgabe 
der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die 
Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der 
von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Ent-
scheid des BGer vom 31. August 2023, 8C_53/2023, E. 4.2.3.2 mit Hinwei-
sen). Die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgte denn auch 
in Kenntnis und Würdigung der im Bericht der Abklärungsstelle 
D.________ festgestellten (sehr) tiefen Leistungsfähigkeit (AB 172.2 S. 10 
Ziff. 59, 172.6 S. 15 Ziff. 8). Schliesslich bleibt zu wiederholen, dass eine 
längerdauernde vollständige Erwerbsunfähigkeit nach der Kniearthroskopie 
mit Teilmeniskektomie im September 2020 (AB 91.6 S. 1 ff.) nicht erstellt ist 
(vgl. hierzu E. 3.3 hiervor) und eine allfällige kurzzeitige Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nach der Operation keinen 
Einfluss auf den Leistungsanspruch hätte. Insoweit bestehen auch hinsicht-
lich der – gemäss Rechtsprechung ohnehin mit Unsicherheiten behafteten 
(vgl. Entscheid des BGer vom 12. August 2020, 8C_313/2020, E. 10.2.1) – 
retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten der MEDAS 2 
keine konkreten Zweifel.

3.5 Dem Vorstehenden zufolge bildet das Gutachten der MEDAS 2 vom 
26. Juli 2023 (AB 172.1 ff.) eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 21

des anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhalts. Die Beschwerde-
gegnerin klärte diesen somit hinreichend ab und von weiteren medizini-
schen Abklärungen sind keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse 
zu erwarten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; 
BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

Demnach ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten 
Tätigkeit 50 % und in einer angepassten Tätigkeit (Tätigkeiten einfacher 
geistiger Art mit geringer Verantwortung, ohne besondere Anforderungen 
an die Team- und Konfliktfähigkeit sowie ohne besonderen Zeitdruck, ohne 
repetitives Bücken und Aufrichten, ohne repetitives Anheben und Tragen 
von Gewichten über 7 kg, ohne rein statische Belastungen des Achsen-
gerätes im Stehen und Sitzen, mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen, 
ohne Exposition gegenüber Witterungsänderungen [Kälte und Zugluft] 
sowie ohne Tätigkeiten auf oder über Schulterhöhe) 20 % (ab April 2020) 
bzw. 30 % (ab Juli 2021) arbeitsunfähig ist (AB 172.1 S. 11 f. Ziff. 4.6 f.). In 
Bezug auf die aus psychiatrischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit 
(AB 172.6 S. 14 f. Ziff. 8) erübrigt sich mit Blick auf das Ergebnis der Invali-
ditätsbemessung (vgl. E. 4 hiernach) sodann die Durchführung eines struk-
turierten Beweisverfahrens nach Massgabe der Rechtsprechung von BGE 
141 V 281.

4.

Auf dieser Grundlage ist nachstehend die Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen. 

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 22

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2024, IV/23/822, Seite 23

kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 64 E. 5.2.1.1).

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Wartejahres (vgl. E. 2.3 
hiervor; attestierte Arbeitsunfähigkeit ab 23. Juni 2019 [AB 1 S. 4 Ziff. 4.3]) 
und der Anmeldung im Oktober 2019 fällt der frühestmögliche Rentenbe-
ginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG auf Juni 
2020. Auf diesen Zeitpunkt hin ist eine erste Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen. 

4.2

4.2.1 Die Beschwerdeführerin wäre ohne Gesundheitsschaden unbestrit-
tenermassen weiterhin in ihrer bisherigen Tätigkeit als ... bei derselben 
Arbeitgeberin (vgl. AB 13 S. 2 ff.) beschäftigt. Demnach stellte die Be-
schwerdegegnerin bei der Ermittlung des Valideneinkommens zu Recht auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 11. November 2019 ab, 
wonach die Beschwerdeführerin Fr. 55'198.-- pro Jahr verdient habe (S. 3 
Ziff. 2.10). Angepasst an den Nominallohnindex für das Jahr 2020 resultiert 
ein Valideneinkommen von Fr. 55'901.50 (Fr. 55'198.-- / 102.0 x 103.3 
[BFS, Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016-2022, Ziff. 86-88: 
Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen, Werte 2019 und 2020]). 

4.2.2 Die Beschwerdeführerin verwertet die ihr verbliebene Restarbeits-
fähigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor) nicht, weshalb das Invalideneinkommen an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 24

hand statistischer Daten zu bestimmen ist, was von der Beschwerdeführe-
rin denn auch nicht bestritten wird. Mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil 
(vgl. E. 3.5 hiervor) ist von der LSE 2020, Tabelle TA1, Total, Kompetenz-
niveau 1, Frauen auszugehen. Aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die 
betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie die Arbeitsfähigkeit von 80 % re-
sultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 42'794.20 (Fr. 4'276.-- x 12 / 40 
x 41.7 [BFS, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 
Wert 2020] x 0.8). Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist 
nicht vorzunehmen; ein solcher wird von der Beschwerdeführerin im Übri-
gen auch nicht geltend gemacht. So wurde den gesundheitlichen Ein-
schränkungen bereits mit dem reduzierten Pensum und dem Zumutbar-
keitsprofil hinlänglich Rechnung getragen, womit dieser Aspekt nicht zu-
sätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so 
zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen kann 
(vgl. E. 4.1.2 hiervor). Zudem führt auch das Zumutbarkeitsprofil mit der 
Beschränkung des Betätigungsfeldes auf körperlich leichte Tätigkeiten zu 
keinem lohnrelevanten Nachteil (Entscheid des BGer vom 21. September 
2020, 8C_393/2020, E. 4.2). Weitere Gründe, die einen Abzug zu rechtfer-
tigen vermöchten, sind ebenso wenig ersichtlich.

4.2.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert per Juni 2020 ein gerundeter (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; 
SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) rentenausschliessender (vgl. E. 2.3 
hiervor) Invaliditätsgrad von 23 % ([Fr. 55'901.50 ./. Fr. 42'794.20] 
/ Fr. 55'901.50 x 100). 

4.3 Per Juli 2021 ist aufgrund der eingetretenen Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes (vgl. E. 3.5 hiervor) ein weiterer Einkommensver-
gleich durchzuführen. Das Valideneinkommen beträgt nunmehr 
Fr. 56’009.75 (Fr. 55'198.-- / 102.0 x 103.5 [BFS, Tabelle T1.2.15, Nominal-
lohnindex, Frauen 2016-2022, Ziff. 86-88: Gesundheitswesen, Heime und 
Sozialwesen, Werte 2019 und 2021]) und das Invalideneinkommen unter 
Berücksichtigung der Nominallohnindexierung und des reduzierten Pen-
sums Fr. 37'661.80 (Fr. 4'276.-- x 12 / 40 x 41.7 / 103.6 x 104.2 [BFS, Ta-
belle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016-2022, Total, Werte 2020 
und 2021] x 0.7 [AUF von 30 %]). Daraus resultiert ein weiterhin renten-

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ausschliessender (vgl. E. 2.3 hiervor) Invaliditätsgrad von 33 % 
([Fr. 56’009.75 ./. Fr. 37'661.80] / Fr. 56’009.75 x 100). 

5.

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 2023 (AB 194) 
im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen. 

6. 

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ent-
nommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2023, IV/23/822, Seite 26

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.