# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e578c40-4cd3-5ca5-899a-b97813c5c3aa
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.07.2020 SB200074
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200074_2020-07-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200074-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

C. Keller und Ersatzoberrichter Dr. E. Pahud sowie der Gerichts-

schreiber MLaw L. Zanetti 

 

Urteil vom 9. Juli 2020 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Kloiber, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. 
und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 15. November 2019 (GG190225) 
  

- 2 - 

 
Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. September 2020 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 16). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 36 S. 27 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit 

heute 1 Tag durch Haft erstanden ist) und einer Busse von Fr. 1'500.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre 

festgesetzt.  

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so 

tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. 

5. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird wider-

rufen. 

6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 

beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei, Asservate Triage, lagernden Be-

täubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lager-

behörde zur Vernichtung überlassen: 

− 6 Hanfstecklings Proben (A012'413'795) 
− 6 Hanfpflanzenproben (A012'413'819) 
− 6 Hanfpflanzen (A012'413'820) 

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− 6 Hanfpflanzen (A012'413'842) 
− 1 Verschlussbeutel Marihuana (A012'413'864) 
− 2 Vakuumsäcke mit Marihuana (A012'413'988) 
− 2 Säcke mit getrocknetem Marihuana (A012'414'049) 
− Konsumfertiges Marihuana (A012'414'107) 
− Getrocknete Marihuana Abschnitte (A012'414'129) 
− div. Marihuana (A012'414'152) 
− div. Marihuana aus Tongefäss (A012'414'174) 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 

beschlagnahmten und beim Forensischen Institut lagernden Unterlagen und 

Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung 

überlassen: 

− Übersichts- und Detailaufnahmen vom Tatort (A012'420'041) 
− Zigarettenstummel Marke Marlboro (A012'420'154) 
− Zigarettenstummel Marke Winston (A012'420'164) 
− Zigarettenstummel Marke Parisienne (A012'420'176) 
− Jointstummel (A012'420'405, A012'420'438, A012'420'450) 
− Gummihandschuhe (A012'420'461) 
− DNA-Spur-Wattetupfer (A012'420'483, A012'420'494, A012'420'507, 

A012'420'518, A012'420'529) 
− Handschuhe (A012'420'474, recte: A012'420'574) 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlag-

nahmten div. Unterlagen insb. Mietvertrag (A012'412'883) werden dem Beschuldig-

ten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben oder nach 

unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von der Lagerbehörde vernichtet. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'100.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 7'703.15   Auslagen (Entrümplungsgebühren und Notfalltüröffnung) 

Fr. 630.00   Auslagen Polizei (Spurenbericht FOR) 

Fr. 10'507.60   amtliche Verteidigung. 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

- 4 - 

10. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung 

entschieden. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 5 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 50 S. 2)  

 Hauptanträge: 

1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen. 

2. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sei abzusehen. 

3. Sämtliche beschlagnahmten Unterlagen seien dem Beschuldigten nach Ein-

tritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herauszugeben. 

4. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung im Betrag von Fr. 450.20 zuzüg-

lich Zins zu 5 % seit 29. März 2019 zuzusprechen. 

5. Die Kosten des Vorverfahrens, des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

sowie des Berufungsverfahrens seien inkl. der Kosten der amtlichen Ver-

teidigung definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

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Eventualanträge: 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens i.S.v. Art. 19 

Abs. 1 lit. a, c und g BetmG freizusprechen. 

2. Der Beschuldigte sei der mehrfachen Übertretung i.S.v. Art. 19a BetmG 

schuldig zu sprechen.  

3. Der Beschuldigte sei mit einer Busse von maximal Fr. 1'500.-- zu bestrafen, 

unter Festlegung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen für den Fall einer 

schuldhaften Nichtbezahlung der Busse. 

4. Vom Widerruf des bedingten Vollzuges der mit Strafbefehl der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sei abzusehen. 

5. Dem Beschuldigten sei eine reduzierte Entschädigung im Betrag von 

Fr. 337.65 zuzüglich Zins zu 5 % seit 29. März 2019 zuzusprechen. 

6. Sämtliche beschlagnahmten Unterlagen seien dem Beschuldigten nach Ein-

tritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herauszugeben. 

7. Die Gebühr für das Vorverfahren von Fr. 1'100.-- und Gerichtsgebühr von 

Fr. 1'800.-- seien maximal im Umfang eines Viertels meinem Mandanten 

aufzuerlegen und im Mehrumfang inkl. der auf das Vorverfahren und auf das 

erstinstanzliche Gerichtsverfahren entfallenden Kosten der amtlichen Vertei-

digung auf die Staatskasse zu nehmen. 

8. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien inkl. der darauf entfal-

lenden Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Staatskasse zu 

nehmen. 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 42): 

(schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann auf die Erwägun-

gen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 36 S. 4).  

2. Am 15. November 2019 erging das eingangs wiedergegebene Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung – Einzelgericht (Urk. 33; Urk. 36). Das Urteil 

wurde mündlich eröffnet und begründet sowie im Dispositiv übergeben (Prot. I 

S. 26).  

3. Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 25. November 2019 gegen das    

Urteil innert Frist Berufung anmelden (Urk. 28), worauf ihm am 5. Februar 2020 

das begründete Urteil (Urk. 33; Urk. 36) zugestellt wurde (Urk. 35/2). Am 

25. Februar 2020 liess er die Berufungserklärung einreichen (Urk. 37). Mit Präsi-

dialverfügung vom 3. März 2020 wurde der Staatsanwaltschaft die Berufungs-

erklärung zugestellt und Frist angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung 

erhoben wird, oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu bean-

tragen, sowie um sich zum im Rahmen der Berufungserklärung gestellten Be-

weisantrag des Beschuldigten (Zeugeneinvernahme zweier Polizeibeamter) zu 

äussern (Urk. 40). Mit Eingabe vom 6. März 2020 erklärte die Staatsanwaltschaft, 

auf Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils zu beantragen (Urk. 42). Nach erneuter Fristansetzung (Urk. 43) nahm die 

Staatsanwaltschaft alsdann auch zum Beweisantrag des Beschuldigten Stellung 

und beantragte dessen Abweisung (Urk. 45). Mit Präsidialverfügung vom 24. März 

2020 wurde der Beweisantrag des Beschuldigten abgewiesen (Urk. 46). Die Beru-

fungsverhandlung wurde auf den 9. Juli 2020 angesetzt (Urk. 48). Der Beschul-

digte erschien unentschuldigt nicht zur Berufungsverhandlung. Sein amtlicher 

Verteidiger reichte daher seine Plädoyernotizen (Urk. 50) schriftlich zu den Akten, 

wobei er mit Einverständnis der Verfahrensleitung auf deren Verlesen verzichtete 

(Prot. II S. 7). 

- 7 - 

II. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte beschränkt die Berufung nicht und stellt die gleichen Haupt- und 

Eventualanträge wie vor Vorinstanz (Urk. 37 S. 2 f., Urk. 50 S. 2 f.). Das vor-

instanzliche Urteil ist damit unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbots 

(Art. 391 Abs. 2 StPO) umfassend zu überprüfen. 

III. Prozessuales 

1. Am Sonntag, 10. März 2019, suchten Beamte der Kantonspolizei Zürich, die 

gestützt auf eine Ausschreibung des Vollzugszentrums Bachtel mit der Fahndung 

nach dem Beschuldigten zwecks Verhaftung betraut waren, den Beschuldigten an 

seinem letzten bekannten Logis-Ort an der B._____-Strasse ... in ... Zürich auf 

(Urk. 1 S. 1; Urk. 37 S. 3). Im Polizeirapport vom 13. März 2019 wird festgehalten, 

vor Ort seien Geräusche durch die Eingangstüre gedrungen, weshalb habe davon 

ausgegangen werden müssen, dass der Beschuldigte zugegen sei. Nachdem auf 

lautes Klopfen und Rufen hin die Türe nicht geöffnet worden sei, sei ein Schlüs-

seldienst aufgeboten worden, um den Zutritt zum vermuteten Aufenthaltsort des 

Beschuldigten zu ermöglichen. Der Beschuldigte sei nicht angetroffen worden. 

Statt seiner hätten sie eine professionelle Hanfanlage mit Pflanzen und diversem 

Verpackungsmaterial gefunden. Aufgrund dieser Erkenntnisse und der Abwesen-

heit des Beschuldigten habe man die Räumlichkeiten unter Gefahr in Verzug 

durchsucht, um alle Beweismittel sicherzustellen (Urk. 1 S. 1 f.). 

2. Wie bereits vor Vorinstanz lässt der Beschuldigte berufungsweise geltend 

machen, das Eindringen in die Wohnung und die Hausdurchsuchung seien un-

rechtmässig gewesen, so dass die dabei erhobenen Beweise sowie auch alle   

darauf basierenden Folgebeweise nicht verwertbar seien (Urk. 37 S. 3, Urk. 50 

S. 3 ff.). Auf die Vorbringen ist im Einzelnen einzugehen. 

3. Zunächst rügt der Verteidiger, die Ausschreibung zur Verhaftung zwecks 

Vollzugs einer Ersatzfreiheitsstrafe sei mangels hinreichender Aufenthalts-

nachforschungen der Zentralen Inkassostelle der Gerichte zu Unrecht erfolgt 

(vgl. Urk. 24 S. 3 f. m.H.a. Urk. 25/1+2). Die Vorinstanz hält hierzu richtig fest, 

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dass dies die Gültigkeit der Fahndung (und damit die Zulässigkeit der Zwangs-

massnahmen) nicht tangiert (Urk. 36 S. 5). Die Polizei durfte und musste sich auf 

die Ausschreibung verlassen und nach dem Beschuldigten fahnden sowie ihn ge-

gebenenfalls verhaften. Anders wäre es einzig, wenn die Ausschreibung gerade-

zu nichtig wäre, wofür keine Anhaltspunkte bestanden und bestehen. 

4.1 Die vom Verteidiger bestrittene Rechtmässigkeit der Hausdurchsuchung 

hängt zunächst davon ab, ob die Polizei befugt war, zur Durchsetzung des Auf-

trags zur Verhaftung zwecks Vollzugs einer Ersatzfreiheitsstrafe in die Wohnung 

des Beschuldigten einzudringen. 

Der Vollzug von Strafen richtet sich grundsätzlich nach kantonalem Recht 

(Art. 373 Abs. 1 StGB; Art. 439 Abs. 1 StPO). Die Strafprozessordnung enthält 

zum Strafvollzug immerhin Bestimmungen in Art. 439 ff. StPO. Nach Art. 439 

Abs. 2 StPO erlässt die zuständige Vollzugsbehörde zur Vollstreckung von Straf-

entscheiden einen Vollzugsbefehl. Zur Durchsetzung des Vollzugsbefehls kann 

sie die verurteilte Person verhaften oder ausschreiben lassen oder ihre Ausliefe-

rung beantragen (Art. 439 Abs. 4 StPO). Das Zürcher Recht sieht dementspre-

chend vor, dass das Amt für Justizvollzug eine verurteilte Person zur Aufenthalts-

nachforschung oder zur Verhaftung ausschreiben kann (§ 49 Justizvollzugsver-

ordnung, JVV) und dass zur Durchsetzung und Erfüllung der Aufträge im Rahmen 

der Amtshilfe Polizeiorgane beigezogen werden können (§ 14 JVV). Gemäss § 6 

Polizeigesetz (PolG) wiederum leistet die Polizei den Justiz- und Verwaltungs-

behörden Amts- und Vollzugshilfe und gemäss § 28 PolG führt sie auf Ersuchen 

der zuständigen Stelle eine Person dieser Stelle vor oder einer anderen Stelle zu.  

Vorliegend waren die Polizeibeamten beauftragt, den Beschuldigten zwecks Voll-

zugs einer Ersatzfreiheitsstrafe zu verhaften, und zu diesem Zweck befugt, in die 

Wohnung des Beschuldigten einzudringen (vgl. AppGer BS, BES.2018.173 vom 

11.02.2019, E. 3.2 f.).  

4.2 Der Verteidiger des Beschuldigten stellt dies nicht in Frage, hält aber dafür, 

das Eindringen in die Wohnräumlichkeiten sei unrechtmässig gewesen, weil dies 

nicht im Rahmen der bloss vorgeschobenen Personenfahndung geschehen sei, 

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sondern gestützt auf einen vor Ort entstandenen Tatverdacht auf Widerhandlung 

gegen das BetmG, der sich ergeben habe, bevor die beiden Polizeibeamten in die 

Wohnräumlichkeiten eingedrungen seien (Urk. 37 S. 3). Die Polizeibeamten hät-

ten nämlich nicht etwa wie angegeben Geräusche wahrgenommen, sondern 

durch einen Spalt beim Seitenflügel der Zugangstüre erkennen können, dass sich 

in den Räumlichkeiten eine Hanfanlage befand (Urk. 24 S. 5; Urk. 50 S. 5).  

Ob die Polizeibeamten tatsächlich Geräusche wahrgenommen bzw. bereits vor 

dem Betreten der Räumlichkeiten erspäht hatten, dass sich in den Räumlichkeiten 

eine Hanfanlage befand, kann offen bleiben. Die Polizeibeamten waren vor Ort, 

um den Beschuldigten zu verhaften. Auf ihr Klopfen und Rufen hin wurde die Türe 

nicht geöffnet. Daraus mussten sie aber nicht schliessen, dass der Beschuldigte 

nicht zuhause sei, und zwar unabhängig davon, ob Geräusche wahrgenommen 

werden konnten oder nicht. Zu Recht verschafften sie sich mit Hilfe des Schlüs-

seldienstes Zugang zur Wohnung, um die Anwesenheit des Beschuldigten zu 

überprüfen. Sollten sie gleichzeitig auch noch einen Tatverdacht auf Widerhand-

lung gegen das BetmG gehegt haben, so würde dies nichts ändern. 

4.3.1 Der Verteidiger bringt weiter vor, spätestens nach der Entdeckung der   

Hanfanlage hätte zumindest ein mündlicher Durchsuchungsbefehl der Staats-

anwaltschaft eingeholt werden müssen, zumal ein solcher über den Pikettdienst 

erhältlich gewesen wäre und die Polizei mit diesem in Kontakt gestanden habe. 

Gefahr in Verzug habe entgegen dem Polizeirapport nicht vorgelegen. Im Haus-

durchsuchungsprotokoll werde die vermeintliche Gefahr in Verzug nicht vermerkt 

und es sei nicht ersichtlich, wie bei Einholung eines Hausdurchsuchungsbefehls 

ein Beweisverlust gedroht hätte (Urk. 24 S. 5 f., Urk. 50 S. 5 ff.). Zwischen dem 

Eindringen in die Wohnung um ca. 9.00 Uhr und der anschliessenden Durchfüh-

rung der eigentlichen Hausdurchsuchung zwischen 11.35 und 13.11 Uhr seien 

rund zweieinhalb Stunden vergangen (Urk. 24 S. 6, Urk. 50 S. 6). Sodann beziehe 

sich einerseits die Regelung gemäss Art. 243 StPO nicht auf einen während einer 

Personenfahndung gemachten Zufallsfund. Und andererseits decke der sinnge-

mäss zur Anwendung gelangende Art. 209 Abs. 3 StPO keinesfalls die Durchfüh-

rung einer Hausdurchsuchung im Rahmen einer Personenfahndung ohne vor-

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gängiges Einholen einer staatsanwaltlichen Durchsuchungsbefehls ab (Urk. 24 

S. 6, Urk. 50 S. 4). 

4.3.2 Art. 241 - 243 StPO enthalten allgemeine Bestimmungen, die u.a. den   

speziellen Bestimmungen betreffend Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO) voran-

gestellt sind. Gemäss Art. 241 Abs. 1 StPO werden Durchsuchungen und Unter-

suchungen in einem schriftlichen Befehl angeordnet. In dringenden Fällen können 

sie mündlich angeordnet werden, sind aber nachträglich schriftlich zu bestätigen. 

Ist Gefahr in Verzug, kann die Polizei nach Abs. 3 der Bestimmung ohne Befehl 

Durchsuchungen vornehmen; sie informiert darüber unverzüglich die zuständige 

Strafbehörde. Gefahr in Verzug bedeutet, dass ohne sofortige Durchsuchung ein 

Beweisverlust zu befürchten ist (BGE 139 IV 128 E. 1.5; BGer 6B_860/2018 vom 

18. Dezember 2028 E. 2.3).  

Inwiefern vorliegend ein solcher Beweisverlust drohte, so dass die Polizei zu 

selbstständigem Handeln im Sinne von Art. 241 Abs. 3 StPO ermächtigt war, ist 

nicht erkennbar. Der blosse Umstand, dass die Polizei vor Ort und der Beschul-

digte nicht anwesend war (vgl. Urk. 1 S. 2), vermag keine besondere Dringlichkeit 

zu begründen. Es entspricht nicht dem Sinn des Gesetzes, in einem solchen Fall 

der Polizei zu gestatten, Hausdurchsuchungen selbstständig anzuordnen und 

durchzuführen (vgl. BGE 139 IV 128 E. 1.5). Auch angesichts des Zeitpunkts der 

Kontrolle (Sonntagvormittag) ist nicht zu sehen, dass der Pikettdienst der Staats-

anwaltschaft für eine mindestens mündliche Anordnung der Hausdurchsuchung 

nicht erreichbar war. Hätte die Polizei tatsächlich befürchtet, der Beschuldigte 

könnte die Hanfplantage zerstören oder anderweitig Beweismittel vernichten, so 

wäre zu erwarten gewesen, dass sie sich sofort und allenfalls gewaltsam Zugang 

zur Wohnung des Beschuldigten verschafft hätten. Das Vorgehen der Polizei zeigt 

daher vielmehr, dass auch sie nicht von einer besonderen Dringlichkeit aus-

gingen, wie es für die Durchführung einer Hausdurchsuchung unter Gefahr in 

Verzug notwendig wäre. Die Hausdurchsuchung wurde daher prozessordnungs-

widrig durchgeführt. 

Es stellt sich die Frage nach den prozessualen Folgen dieses regelwidrigen Vor-

gehens.  

- 11 - 

4.3.3 Die Verwertbarkeit rechtswidrig erlangter Beweise ist in Art. 141 StPO gere-

gelt. Für Beweise, die durch verbotene Beweiserhebungsmethoden erlangt wer-

den, sieht Art. 141 Abs. 1 Satz 1 StPO ein absolutes Beweisverwertungsverbot 

vor. Dasselbe gilt, wenn das Gesetz einen Beweis als unverwertbar bezeichnet 

(Art. 141 Abs. 1 Satz 2 StPO). Beweise, die Strafbehörden in strafbarer Weise 

oder unter Verletzung von Gültigkeitsvorschriften erhoben haben, dürfen nach 

Art. 141 Abs. 2 StPO grundsätzlich nicht verwertet werden, es sei denn, ihre Ver-

wertung sei zur Aufklärung schwerer Straftaten unerlässlich. Beweise, bei deren 

Erhebung lediglich Ordnungsvorschriften verletzt wurden, sind dagegen gemäss 

Art. 141 Abs. 3 StPO verwertbar. Ob im Einzelfall eine Gültigkeitsvorschrift vor-

liegt, bestimmt sich (sofern das Gesetz die Norm nicht selber als Gültigkeits-

vorschrift bezeichnet) gemäss Bundesgericht primär nach dem Schutzzweck der 

Norm: Hat die Verfahrensvorschrift für die Wahrung der zu schützenden Interes-

sen der betreffenden Person eine derart erhebliche Bedeutung, dass sie ihr Ziel 

nur erreichen kann, wenn bei Nichtbeachtung die Verfahrenshandlung ungültig ist, 

liegt eine Gültigkeitsvorschrift vor (BGE 139 IV 128 E. 1.6). Das Bundesgericht 

hat im vorgenannten Entscheid das Erfordernis des staatsanwaltschaftlichen 

Durchsuchungsbefehls als blosse Ordnungsvorschrift im Sinne von Art. 141 

Abs. 3 StPO qualifiziert. Im konkreten Fall ging es um die Durchsuchung eines 

Mobiltelefons. Das Bundesgericht führte aus, die Voraussetzungen für die Durch-

suchung seien an sich erfüllt und die Durchsuchung als solche sei auch 

nicht unverhältnismässig gewesen. Anhaltspunkte dafür, dass sich die Beamten 

vorsätzlich und rechtsmissbräuchlich über die gesetzliche Zuständigkeitsordnung 

hinwegsetzten, bestünden nicht. Das gelte umso mehr, als selbständiges polizei-

liches Handeln nicht kategorisch ausgeschlossen, sondern bei Dringlichkeit mög-

lich sei (Art. 241 Abs. 3 StPO) und die Zuständigkeiten entsprechend in einer  

gewissen Hinsicht "fliessend" seien (BGE 139 IV 128 E. 1.7). Vorliegend verhält 

es sich im Wesentlichen analog. Die Voraussetzungen einer Hausdurchsuchung 

gemäss Art. 244 Abs. 2 StPO waren klar erfüllt und die Durchsuchung sowie Be-

schlagnahme der Hanfanlage drängte sich auf. Es ist auch nicht ersichtlich, dass 

sich die Beamten vorsätzlich und rechtsmissbräuchlich über die Zuständigkeits-

ordnung hinwegsetzten. Vielmehr wurde – wie der Beschuldigte selbst vorbringt 

- 12 - 

(Urk. 24 S. 5 und Urk. 50 S. 6 m.H.a. Urk. 1 S. 2;) – die Staatsanwaltschaft durch 

die Einsatzzentrale über die Hausdurchsuchung (vermeintlich unter "Gefahr in 

Verzug") orientiert.  

Nach dem Ausgeführten ist beim Erfordernis des staatsanwaltschaftlichen Durch-

suchungsbefehls im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung von einer 

Ordnungsvorschrift auszugehen. Die durch die Hausdurchsuchung erlangten Be-

weise sind verwertbar.  

4.4 Daran ändert auch die Rüge nichts, der für die Erstellung des Hausdurch-

suchungsprotokolls beigezogene Beamte der Stadtpolizei Zürich habe aufgrund 

der "institutionellen Nähe zu den Beamten der Kantonspolizei Zürich" die ihm ob-

liegende Kontrollfunktion nicht gebührend gewährleisten können (Urk. 24 S. 6 f.; 

Urk. 50 S. 6 f.). Zum einen kann mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass 

keine Anhaltspunkte dafür bestehen, der beigezogene Stadtpolizist sei keine im 

Sinne von Art. 245 Abs. 2 StPO geeignete Person (vgl. Urk. 36 S. 7). Zum andern 

handelt es sich bei Art. 245 Abs. 2 StPO um eine klassische Ordnungsvorschrift 

(vgl. BSK StPO-THORMANN/BRECHBÜHL, Art. 245 N 15).  

5. Nach dem Ausgeführten sind die bei der Hausdurchsuchung erlangten Be-

weise verwertbar.  

IV. Sachverhalt 

1. Der Anklagevorwurf kann der – diesem Urteil angehängten – Anklageschrift 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. September 2019 (Urk. 16) entnommen 

werden. 

2. Wie die Vorinstanz (Urk. 36 S. 8) richtig festhält, anerkennt der Beschuldig-

te, von ca. September 2018 bis 10. März 2019 an der B._____-Strasse ..., ... Zü-

rich, eine Indoor-Hanfanlage zur Aufzucht von Drogenhanf (THC-Gehalt von min-

destens 1,0 Prozent) betrieben zu haben und hierbei zuerst ca. 100 Hanfpflanzen 

(bei der Verwendung von 5 Natriumdampflampen à 600 Watt) und dann mindes-

tens ca. 180 Hanfpflanzen (bei der Verwendung von 10 Natriumdampflampen à 

600 Watt) aufgezogen und geerntet sowie in einem dritten Mal 575 Hanfpflanzen 

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aufgezogen zu haben, wobei beim letzten Mal die Ernte wegen der polizeilichen 

Kontrolle unterblieb. Ebenso anerkennt der Beschuldigte, von den genannten Ern-

ten zwischen Dezember 2018 und dem 10. März 2019 (mindestens) pro Tag 5 g, 

total also 500 g Marihuana selbst konsumiert zu haben (Urk. 5 S. 3 ff.; Urk. 6 S. 4 

ff.; Prot. I S. 11 ff.; Urk. 24 S. 10; Urk. 50 S. 9 f.). Diese Anerkennungen sind 

glaubhaft und korrespondieren mit den sachlichen Beweismitteln, insbesondere 

den Beschlagnahmungen vor Ort. 

Hingegen bestreitet der Beschuldigte, dass er in der fraglichen Zeit die in der An-

klage genannten Mengen an Marihuana von einmal 1.5 kg und einmal 3 kg geern-

tet und dieses verkauft habe und dass er von der dritten Aufzucht 6.3 kg Ernte er-

hofft habe und dieses ebenfalls habe verkaufen wollen. Er macht geltend, er habe 

die wesentlich geringeren Mengen Marihuana, die er geerntet habe, vollständig 

selbst konsumiert, was pro Tag jedoch mehr als 5 g, nämlich 10 bis 15 g gewesen 

sei (vgl. Urk. 5 S. 6 f.; Urk. 6 S. 7 ff.; Prot. I S. 11 ff.; Urk. 24 S. 9 ff.; Urk. 50 

S. 11 f.). Demzufolge ist der Sachverhalt hinsichtlich der tatsächlich geernteten 

und der erhofften Menge Marihuana sowie hinsichtlich der tatsächlichen Ver-

äusserung von 4 kg Marihuana und der erhofften weiteren Veräusserung von 

6.3 kg Marihuana zum Preis von jeweils Fr. 5'000.– pro Kilogramm zu erstellen. 

3. Anklagebehörde und Vorinstanz stützen sich neben den Aussagen des Be-

schuldigten (Urk. 5; Urk. 6; Prot. I S. 6 ff.; beigezogene Akten Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl, Verfahren-Nr. 2018/16202 und 2009/4127) im Wesentlichen auf den 

Polizeirapport vom 13. März 2019 (Urk. 1), eine Skizze der Indoor-Hanfanlage 

(Urk. 2/1), Fotodokumentationen (Urk. 2/2–3), Unterlagen des EWZ (Urk. 7/2–4) 

sowie die anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellten und beschlagnahm-

ten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (Urk. 9/6–8). 

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Beweiswürdigungsregeln dargelegt (Urk. 36 

S. 9) sowie Inhalt und Beweiswert der Aussagen des Beschuldigten und der bei 

den Akten liegenden sachlichen Beweismittel wiedergegeben und gewürdigt 

(Urk. 36 S. 10 ff.). Auf diese Erwägungen kann verwiesen werden. Im Folgenden 

sind die wesentlichen Punkte hervorzuheben und vereinzelt zu ergänzen, wobei 

- 14 - 

auf den anzunehmenden Ernteertrag (E. 4), den Umfang des Eigenkonsums 

(E. 5) und die Veräusserung des produzierten Marihuanas einzugehen ist (E. 6). 

4.1 Der Polizeirapport führt bezüglich Ertrag der Hanfanlage ein Gutachten des 

Forensischen Instituts Zürich vom April 2013 an, wonach sich Mindesterträge von 

25 g konsumfähigem getrocknetem Marihuana pro Cannabispflanze und Zyklus 

problemlos rechtfertigen liessen. Ebenso korreliere der Energieeintrag pro Pflanze 

mit der Anzahl Watt Lichtleistung, die jeder Pflanze während ihrer Lebenszeit zu 

Teil wird. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren lasse sich der Ernte-

ertrag unter angemessenen Aufzuchtbedingungen, wie sie in Indoor-Anlagen an-

genommen werden könnten, auf eine Faustformel von 1 g pro eingebrachtes Watt 

Lichtleistung für Profis und 0,5 g für Anfänger ableiten (Urk. 1 S. 3 f.). 

Am letzteren Wert von 0,5 g pro eingebrachtes Watt Lichtleistung orientiert sich 

die Anklage. Hierbei handelt es sich um eine etablierte Berechnungsart. Ausge-

hend von der Verwendung von 5 Natriumdampflampen à 600 Watt (erste Ernte), 

von 10 Natriumdampflampen à 600 Watt (zweite Ernte) und den beschlagnahm-

ten 21 Natriumdampflampen à 600 Watt (geplante Ernte) führt dies zu den ange-

klagten Mengen von 1.5 kg, 3 kg bzw. 6.3 kg Marihuana. Zum gleichen Ergebnis 

kommt man angesichts des Anbaus von ca. 100 Pflanzen (erste Ernte), von 

ca. 180 Pflanzen (zweite Ernte) bzw. von 575 bei der Hausdurchsuchung vorge-

fundenen Pflanzen (geplante Ernte), wenn man gemäss „klassischer Berechnung“ 

von einem Ertrag von 10-15 g pro Pflanze ausgeht (vgl. OFK-BetmG-

FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, Art. 2 BetmG, N 83).  

4.2 An der Angemessenheit dieser Annahmen vermögen die Ausführungen des 

Beschuldigten zum Ernteertrag nichts zu ändern. Auf deren ausführliche Wieder-

gabe im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 36 S. 10-12) ist zu verweisen. Im Wesent-

lichen will der Beschuldigte nur 3–4 g pro Pflanze konsumfertiges Marihuana pro-

duziert haben, bei der ersten Ernte von ca. 100 Hanfpflanzen rund 350 g und bei 

der zweiten Ernte von ca. 180 Hanfpflanzen rund 800 g. Die Vorinstanz erachtet 

diese Darstellungen zu Recht als nicht überzeugend (Urk. 36 S. 12 f.). Der Be-

schuldigte befasst sich seit 1992 mit dem Anbau von Hanf, zuletzt im Jahr 2018 

- 15 - 

an genau demselben Ort. Er kann durchaus als erfahren im Hanfanbau betrachtet 

und die bei der Hausdurchsuchung vorgefundenen Aufzuchtbedingungen (ver-

schiedene baulich abgetrennte Zuchträume, zwei Klimaanlagen, 21 Natrium-

dampflampen à 600 Watt; Urk. 2/1-3) können mit der Vorinstanz als professionell 

bezeichnet werden (Urk. 36 S. 13). Die Vorinstanz weist auch richtig auf den un-

auflöslichen Widerspruch zwischen der vom Beschuldigten angegebenen Ernte-

menge von total maximal 1'200 g, der sichergestellte Menge von 1'396 g getrock-

netem Marihuana und der Behauptung des Beschuldigten, die ganze Produktion 

selbst geraucht zu haben, hin (Urk. 36 S. 13). Die Aussage des Beschuldigten, 

von den sichergestellten 1'396 g sei ein grosser Teil bloss Pflanzenmaterial 

(Urk. 6 S. 8), ist im Übrigen als Schutzbehauptung zu qualifizieren. Es erscheint 

nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschuldigte eine so grosse Menge an Ab-

fällen aufbewahrt haben sollte. 

4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der in der Anklageschrift festgehal-

tene Ernteertrag erstellt werden kann.  

5.1 Betreffend Eigenkonsum geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 

Beschuldigte im fraglichen Zeitraum maximal 5 g Marihuana pro Tag und damit 

total 500 g konsumiert hat. Eine grössere Konsummenge, insbesondere über ei-

nen längeren Zeitraum, erscheine unrealistisch (Urk. 17 S. 2).  

Der Beschuldigte macht demgegenüber geltend, täglich 10-15 g Marihuana zu 

rauchen (Urk. 5 S. 5; Urk. 6 S. 10 f.; Prot. I S. 17 f.). Seine Ausführungen zum Ei-

genkonsum werden im vorinstanzlichen Urteil im Einzelnen wiedergegeben 

(Urk. 36 S. 14 f.). Darauf kann verwiesen werden.  

Der Verteidiger stützt sich für die Plausibilisierung des behaupteten Eigen-

konsums auf eine Pressemitteilung zu einem Fall vor Amtsgericht München, in 

dem der Beschuldigte 500 g Marihuana pro Monat bzw. 15 g pro Tag konsumiert 

habe (Urk. 25/4). Zudem moniert er, man habe es unterlassen, beim Beschuldig-

ten eine Haaranalyse durchzuführen, die den von ihm behaupteten Konsum hätte 

belegen können (Urk. 24 S. 9 ff., Urk. 50 S. 11 f.). 

- 16 - 

5.2 Die Vorinstanz hat sich mit der Frage des Eigenkonsums ausführlich aus-

einandergesetzt (Urk. 36 S. 15 f.). Sie wies darauf hin, dass der von der Vertei-

digung zitierte Fall einen 59-Jährigen betraf, der angab, zuletzt durchgängig von 

3 Uhr morgens bis 20 Uhr abends konsumiert zu haben und auch nachts zum 

Konsumieren aufgestanden zu sein, und dass die Sachverständige erklärte, noch 

nie einen höheren Wert festgestellt zu haben (Urk. 25/4). Der Beschuldigte mache 

im vorliegenden Fall nicht einmal ansatzweise geltend, in ähnlichem zeitlichem 

Ausmass zu konsumieren. Er müsste für die 15 g Marihuana (bei einer Menge 

von 0,5 bis 1 g pro Joint) nämlich 15 bis 30 Joints pro Tag rauchen, habe jedoch 

angegeben, jeweils tagsüber zu arbeiten, und nichts von nächtlichem Konsum 

erwähnt. Im Gegenteil habe er erklärt, es gebe Tage, an denen er auch nur 2 g 

rauche. Sein Konsum hänge zwar nach seinen Aussagen vom jeweils verfügba-

ren Marihuana ab, aber er habe selbst zugegeben, nicht unbeschränkt viel davon 

rauchen zu können. Diesen Erwägungen ist beizupflichten. Die Vorinstanz 

schliesst auch richtig, dass es vor diesem Hintergrund für die Staatsanwaltschaft 

keine Veranlassung gab, einen angeblichen Konsum von bis zu 15 g pro Tag mit 

einer Haaranalyse zu überprüfen (Urk. 36 S. 16). 

5.3 Zusammenfassend ist mit Anklagebehörde und Vorinstanz davon aus-

zugehen, dass der Beschuldigte durchschnittlich etwa 5 g Marihuana pro Tag 

konsumierte. Für den vorliegend massgeblichen Zeitraum von 100 Tagen von der 

ersten Ernte bis zum 10. März 2019 von 100 Tagen ist damit ein Eigenkonsum 

von 500 g anzunehmen.  

6.1 Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, die nicht selbst kon-

sumierte Menge an nicht näher bekannten Örtlichkeiten in der Schweiz an nicht 

näher bekannte Abnehmer zu einem unbekannten Verkaufspreis, mindestens   

jedoch für Fr. 5'000.– pro Kilogramm, verkauft bzw. einen solchen Verkauf beab-

sichtigt zu haben.  

Der Beschuldigte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, sämtliches Mari-

huana selbst konsumiert oder dies zu tun beabsichtigt zu haben. Er bestreitet,  

Marihuana verkauft bzw. einen Verkauf beabsichtigt zu haben (Urk. 5 S. 6 f.; 

- 17 - 

Urk. 6 S. 10 f.; Prot. S. 14 ff., S. 18). Auf die Wiedergabe der Ausführungen des 

Beschuldigten im Urteil der Vorinstanz (Urk. 36 S. 16 ff.) kann verwiesen werden.  

6.2 Ausgangspunkt bildet der Umstand, dass der Beschuldigte mit 4.5 kg we-

sentlich mehr produzierte, als er selbst konsumierte (500 g) bzw. bei der Haus-

durchsuchung noch vorhanden war (1‘396 g). Die Vorinstanz schliesst daraus zu 

Recht, dass er das übrige Marihuana anderen nicht näher bekannten Personen 

verschafft, d.h. diesen abgegeben hat (Urk. 36 S. 18). Der Vorinstanz ist auch zu 

folgen, wenn sie ausführt und begründet, dass insbesondere aufgrund der Gege-

benheiten vor Ort (1‘396 g Marihuana, von denen sich 23 g in einem Verschluss-

beutel, 48 g in zwei Vakuumsäcken, 468 g in zwei Säcken aus zwei Karton-

schachteln sowie das übrige Marihuana in Kisten und Tongefässen und auf 

dem Küchenbartresen befand; Vakuumiergerät; diverse Vakuumierbeutel; diverse 

Kartonschachteln; Urk. 2/3, Urk. 4/2; Urk. 9/7) davon auszugehen sei, dass das 

sichergestellte, getrocknete Marihuana ebenfalls hätte weitergegeben werden sol-

len (Urk. 36 S. 18). Entsprechendes gilt für die noch zu erntenden 6.3 kg Mari-

huana (dazu Urk. 36 S. 19). Für eine Weitergabe des Marihuanas spricht zudem 

der Umstand, dass die erheblichen finanziellen Aufwände des Beschuldigten 

(vgl. sogleich E. 6.3) alleine zur Produktion der 500 g für den Eigenkonsum wenig 

Sinn ergeben hätten, da er diese Menge deutlich günstiger auch bei Drittpersonen 

hätte beschaffen können.  

Es ist daher mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass das sichergestellte, ge-

trocknete sowie auch das noch zu erntende Marihuana hätte weitergegeben wer-

den sollen. 

6.3 Auf der anderen Seite hält die Vorinstanz dafür, es könne nicht erstellt wer-

den, dass der Beschuldigte das Marihuana zum vorgeworfenen Preis oder über-

haupt zu einem Preis verkauft habe; eine solche Transaktion lasse sich nicht be-

weisen (Urk. 36 S. 18). Richtig daran ist, dass anlässlich der Hausdurchsuchung 

keine Vermögenswerte gefunden wurden, die sich einem solchen Verkauf zuord-

nen liessen. Allerdings sprechen die erwähnten Gegebenheiten vor Ort sowie der 

normale Lauf der Dinge bzw. die allgemeine Lebenserfahrung klar dafür, dass der 

- 18 - 

Beschuldigte das Marihuana nicht vollumfänglich verschenkt, sondern verkauft 

hat, wenn auch Verkaufspreis und Umsatz unbekannt sind. Aufgrund der vom Be-

schuldigten geschilderten persönlichen Verhältnisse ist zudem nicht klar, wie er 

die erheblichen Aufwände für den Betrieb der Hanfanlage mit seinen angegebe-

nen Mitteln hätte finanzieren sollen. So führte der Beschuldigte aus, er verdiene 

durchschnittlich ca. Fr. 4'000.- netto pro Monat und habe ca. Fr. 30'000.- Schul-

den. Für die Wohnkosten gebe er Kollegen, bei welchen er wohne, durch-

schnittlich Fr. 350.- bis Fr. 600.- ab (Prot. I S. 7 f.). Für die Liegenschaft an der 

B._____-Strasse ... bezahlte er einen monatlichen Mietzins in Höhe von Fr. 

2'170.- (Urk. 2/5). Weiter generierte der Betrieb der Hanfanlage auch einen erheb-

lichen Stromverbrauch, weshalb der Beschuldigte im Zeitraum vom 5. April 2018 

bis zum 23. Mai 2019 Elektrizitätskosten in Höhe von Fr. 6'691.35, mithin ca. Fr. 

495.-- pro Monat, zu tragen hatte (Urk. 7/2 und Urk. 7/3). Diese finanziellen Auf-

wände sind mit dem Einkommen des Beschuldigten kaum zu bewältigen. Über 

Vermögen verfügt er zudem nicht. Es ist daher naheliegend, dass der Beschuldig-

te über eine weitere Einkommensquelle verfügt hat, welche aufgrund der Gege-

benheiten in erster Linie im teilweisen Verkauf des produzierten Marihuanas zu 

sehen wäre. Freilich braucht diese Frage der Entgeltlichkeit aber nicht weiter ver-

tieft zu werden, fällt doch zum einen auch die unentgeltliche Abgabe von Betäu-

bungsmitteln unter den Veräusserungstatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG 

und ist zum andern bei der Strafzumessung vorliegend ohnehin das Verschlechte-

rungsverbot zu berücksichtigen. 

Hinsichtlich einer unentgeltlichen Weitergabe bringt die Verteidigung zudem vor, 

ein derart getätigtes oder beabsichtigtes (unentgeltliches) Verschaffen werde dem 

Beschuldigten in der Anklageschrift gar nicht vorgeworfen, weshalb die Vorinstanz 

mit dem von ihr als erstellt erachteten Sachverhalt den von der Anklageschrift ab-

gesteckten Rahmen verlassen und somit den in Art. 9 Abs. 1 StPO verankerten 

Anklagegrundsatz verletzt habe (Urk. 50 S. 10 f.). In der Anklageschrift wird dem 

Beschuldigten vorgeworfen, das Marihuana zu einem unbekannten Verkaufspreis 

an unbekannte Abnehmer verkauft zu haben (Urk. 16 S. 2). Da dem Beschuldig-

ten eine entgeltliche Weitergabe vorgeworfen wird, muss eine unentgeltliche Wei-

- 19 - 

tergabe ebenfalls als davon abgedeckt betrachtet werden, zumal die Entgeltlich-

keit bloss ein zusätzliches Element darstellt, welches von der Vorinstanz als nicht 

erstellt erachtet wurde. Es ist daher keine Verletzung des Anklageprinzips zu er-

kennen, wenn die Vorinstanz davon ausging, dass nur – aber immerhin – eine 

unentgeltliche Weitergabe erstellt sei. 

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Anklagesachverhalt erstellt ist, 

mit Ausnahme des dem Beschuldigten vorgeworfenen Verkaufspreises von min-

destens Fr. 5‘000.- pro Kilogramm sowie des erzielten Umsatzes.  

V. Rechtliche Würdigung 

Mit Bezug auf die rechtliche Würdigung kann auf die Ausführungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 36 S. 19 ff.). Der Beschuldigte hat sich des mehrfachen 

Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c 

und g BetmG (Anbau, Veräusserung, Anstalten-Treffen zur Veräusserung) sowie 

der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 BetmG schuldig gemacht.  

VI. Strafzumessung 

1. Strafrahmen 

Der ordentliche Strafrahmen der Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG liegt bei Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 

Geldstrafe. Die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1 BetmG ist mit Busse zu bestrafen.  

2. Strafzumessungsregeln 

Die Vorinstanz hat die notwendigen theoretischen Ausführungen zur Strafzu-

messung gemacht (Urk. 36 S. 21 f.). Darauf wird verwiesen.  

- 20 - 

3. Konkrete Strafzumessung hinsichtlich Vergehen gegen BetmG 

3.1. Tatkomponente 

3.1.1 Betreffend objektive Tatschwere verweist die Vorinstanz einerseits auf die 

professionelle Anbautätigkeit, die zwei tatsächlichen Ernten und die geplante drit-

te Ernte, die gewonnenen 3.7 kg Marihuana sowie die tatsächliche und geplante 

Veräusserung des Marihuanas. Anderseits hält die Vorinstanz fest, dass es sich 

beim Wirkstoff Cannabis um ein vergleichsweise ungefährliches Betäubungsmittel 

handle und der Beschuldigte als alleiniger Betreiber der Hanfindooranlage keine 

besonderen Sicherungsvorkehren mit weiteren Hierarchiestufen getroffen habe, 

um einer Strafverfolgung zu entgehen. Das Verschulden sei daher noch als leicht 

zu qualifizieren und mit einer Einsatzstrafe von 6 Monaten zu belegen (Urk. 36 

S. 23).  

Diesen Ausführungen der Vorinstanz kann gefolgt werden. Es ist insbesondere 

hervorzuheben, dass der Beschuldigte für die Errichtung der Produktionsstätte ei-

nen erheblichen Aufwand betrieben hat. Der zu einem Mietzins von Fr. 2'170.– 

gemietete Gewerberaum (vgl. Urk. 2/5) wurde mit drei "Grow-Räumen" mit  

spezieller Beleuchtung (21 Natriumdampflampen) und Belüftung eingerichtet  

(Urk. 2/1-3). Die Aufzucht führte zu erheblichen Stromkosten (vgl. Urk. 7/3). Als-

dann wurde eine ansehnliche Menge an Marihuana produziert bzw. mit dem An-

bau angestrebt (geplante dritte Ernte). Zu Recht verweist die Vorinstanz ander-

seits auch auf die (im Vergleich zu sog. harten Drogen) vergleichsweise geringe 

Gefährlichkeit von Cannabis. Die Droge Cannabis ist zwar keineswegs unbedenk-

lich. Es wird ihr aber ein eher geringes Sucht- und Gefährdungspotential zuge-

schrieben (vgl. BGer 6S.463/2006 vom 3. Januar 2007 E. 5; BGE 117 IV 314, 

322 f.). Auch kann dem Beschuldigten vorliegend die Erzielung eines Gewinnes 

nicht nachgewiesen werden. Schliesslich sind auch keine weiteren denkbaren 

Straferhöhungsgründe zu sehen, wie etwa eine besonders lange Dauer 

der Widerhandlungen oder die Weitergabe des Marihuanas an Jugendliche. Unter 

diesen Umständen erscheinen die Qualifikation des Verschuldens als (gerade 

noch) leicht und die Einsatzstrafe von 6 Monaten angemessen.  

- 21 - 

3.1.2 Mit Bezug auf die subjektive Tatschwere wird von der Vorinstanz richtig auf 

den direkten Vorsatz und die Planung auf der einen und die fehlende (nachgewie-

sene) Gewinnabsicht auf der andern Seite hingewiesen. Demzufolge kann dem 

Beschuldigten auch keine persönliche Bereicherung oder Profitgier unterstellt 

werden. Es bleibt bei der genannten Einsatzstrafe. 

3.2. Täterkomponente 

3.2.1 Betreffend Vorleben und persönliche Verhältnisse des Beschuldigten ist be-

kannt, dass er ledig ist, keine Kinder hat und von Beruf Elektromonteur ist. Er ist 

temporär beschäftigt und verdient durchschnittlich rund Fr. 4'000.- netto im Monat. 

Der Beschuldigte hat kein Vermögen, aber Schulden von ca. Fr. 30'000.–. Er ist 

auf Wohnungssuche und wohnt vorübergehend bei Kollegen, wofür er diesen 

monatlich Fr. 350.– bis 600.– entrichtet (Prot. I S. 6 f.; Urk. 6 S. 3). Diese Verhält-

nisse sind bei der Strafzumessung neutral zu werten.  

3.2.2 Der Beschuldigte ist zweimal einschlägig vorbestraft und beging die vor-

liegend zu beurteilenden Delikte während laufender Probezeit (Urk. 39; beigezo-

gene Akten STA Zürich-Sihl, Unt.-Nr. 2009/4127 und 2018/10016202). Dies wirkt 

sich spürbar straferhöhend aus. Leicht strafmindernd fällt das teilweise Geständ-

nis ins Gewicht, auch wenn die Vorinstanz zu Recht festhält, dass damit keine 

Reue oder eine wesentliche Erleichterung des Verfahrens verbunden war (Urk. 36 

S. 23). Zu Gunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen ist mit der Vorinstanz 

zudem dessen Abhängigkeit von Marihuana (Urk. 36 S. 23). Insgesamt recht-

fertigt sich die von der Vorinstanz vorgenommene Erhöhung der Einsatzstrafe auf 

9 Monate.  

3.3. Fazit 

Bei der vorliegenden Strafhöhe ist eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Entspre-

chend ist der Beschuldigte ist für das mehrfache Vergehen gegen Art. 19 Abs. 1 

lit. a, c und g BetmG mit einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten zu bestrafen.  

- 22 - 

4. Übertretung 

Für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a BetmG ist eine Busse auszusprechen. Bei der Bemessung einer Busse 

ist nebst dem Verschulden der finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung zu tragen 

(Art. 106 Abs. 3 StGB). Die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse von 

Fr. 1'500.– für die mehrfache Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Urk. 36 

S. 24) ist der Tat, dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Be-

schuldigten angemessen und zu bestätigen. 

VII. Vollzug und Widerruf 

Die Vorinstanz hält die bezüglich Vollzug und Widerruf anzuwendenden Grunds-

ätze korrekt fest und wendet sie richtig und angemessen auf den vorliegenden 

Fall an (Urk. 36 S. 24 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Entsprechend ist der 

Vollzug der heute auszufällenden Freiheitsstrafe von 9 Monaten unter Ansetzung 

einer Probezeit von 5 Jahren aufzuschieben und der bedingte Vollzug der Geld-

strafe von 180 Tagessätzen gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-

Sihl vom 16. Mai 2018 zu widerrufen. Die Busse ist zu vollziehen.  

VIII. Beschlagnahmungen 

Betreffend Beschlagnahmungen kann auf die Ausführungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 36 S. 26).  

IX. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungs-

regelung (Dispositiv-Ziffern 9-12) zu bestätigen. 

2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind ihm aufzuerlegen.  

- 23 - 

3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind gestützt auf Art. 426 Abs. 1 

StPO auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschuldigte ist zu verpflichten, die-

se Entschädigung an den Staat zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen 

Verhältnisse erlauben (vgl. Art. 135 Abs. 4 StPO).  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag 

durch Haft erstanden ist, und einer Busse von Fr. 1'500.–.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

5 Jahre festgesetzt.  

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 be-

dingt ausgefällte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird vollzogen. 

6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

26. März 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei, Asservate  

Triage, lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden 

eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− 6 Hanfstecklings Proben (A012'413'795) 
− 6 Hanfpflanzenproben (A012'413'819) 
− 6 Hanfpflanzen (A012'413'820) 
− 6 Hanfpflanzen (A012'413'842) 
− 1 Verschlussbeutel Marihuana (A012'413'864) 

- 24 - 

− 2 Vakuumsäcke mit Marihuana (A012'413'988) 
− 2 Säcke mit getrocknetem Marihuana (A012'414'049) 
− Konsumfertiges Marihuana (A012'414'107) 
− Getrocknete Marihuana Abschnitte (A012'414'129) 
− div. Marihuana (A012'414'152) 
− div. Marihuana aus Tongefäss (A012'414'174) 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

26. März 2019 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut lagernden 

Unterlagen und Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen: 

− Übersichts- und Detailaufnahmen vom Tatort (A012'420'041) 
− Zigarettenstummel Marke Marlboro (A012'420'154) 
− Zigarettenstummel Marke Winston (A012'420'164) 
− Zigarettenstummel Marke Parisienne (A012'420'176) 
− Jointstummel (A012'420'405, A012'420'438, A012'420'450) 
− Gummihandschuhe (A012'420'461) 
− DNA-Spur-Wattetupfer (A012'420'483, A012'420'494, A012'420'507, 

A012'420'518, A012'420'529) 
− Handschuhe (A012'420'474, recte: A012'420'574) 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 

beschlagnahmten div. Unterlagen insb. Mietvertrag (A012'412'883) werden 

dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen her-

ausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist von 

der Lagerbehörde vernichtet. 

9. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 9-12) wird 

bestätigt. 

10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.--   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung , werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

- 25 - 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

12. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials"  

− in die Untersuchungsakten der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,   

Nr. F-4/2018/10016202 gemäss Dispositiv-Ziffer 5 

− die Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage (K190310031) gemäss 

Dispositiv-Ziffern 6 und 8 

− das Forensische Institut Zürich (Ref.Nr. K190310-031/G-Nr. 74921087) 

gemäss Dispositiv-Ziffer 7. 

13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 26 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 9. Juli 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

	Urteil vom 9. Juli 2020
	Anklage:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 1 Tag durch Haft erstanden ist) und einer Busse von Fr. 1'500.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen.
	5. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.
	6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei, Asservate Triage, lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Ver...
	 6 Hanfstecklings Proben (A012'413'795)
	 6 Hanfpflanzenproben (A012'413'819)
	 6 Hanfpflanzen (A012'413'820)
	 6 Hanfpflanzen (A012'413'842)
	 1 Verschlussbeutel Marihuana (A012'413'864)
	 2 Vakuumsäcke mit Marihuana (A012'413'988)
	 2 Säcke mit getrocknetem Marihuana (A012'414'049)
	 Konsumfertiges Marihuana (A012'414'107)
	 Getrocknete Marihuana Abschnitte (A012'414'129)
	 div. Marihuana (A012'414'152)
	 div. Marihuana aus Tongefäss (A012'414'174)

	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut lagernden Unterlagen und Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 Übersichts- und Detailaufnahmen vom Tatort (A012'420'041)
	 Zigarettenstummel Marke Marlboro (A012'420'154)
	 Zigarettenstummel Marke Winston (A012'420'164)
	 Zigarettenstummel Marke Parisienne (A012'420'176)
	 Jointstummel (A012'420'405, A012'420'438, A012'420'450)
	 Gummihandschuhe (A012'420'461)
	 DNA-Spur-Wattetupfer (A012'420'483, A012'420'494, A012'420'507, A012'420'518, A012'420'529)
	 Handschuhe (A012'420'474, recte: A012'420'574)

	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten div. Unterlagen insb. Mietvertrag (A012'412'883) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben oder nach unbenutztem...
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung entschieden.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 5 f.)
	1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen.
	2. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sei abzusehen.
	3. Sämtliche beschlagnahmten Unterlagen seien dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herauszugeben.
	4. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung im Betrag von Fr. 450.20 zuzüglich Zins zu 5 % seit 29. März 2019 zuzusprechen.
	5. Die Kosten des Vorverfahrens, des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens sowie des Berufungsverfahrens seien inkl. der Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG freizusprechen.
	2. Der Beschuldigte sei der mehrfachen Übertretung i.S.v. Art. 19a BetmG schuldig zu sprechen.
	3. Der Beschuldigte sei mit einer Busse von maximal Fr. 1'500.-- zu bestrafen, unter Festlegung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen für den Fall einer schuldhaften Nichtbezahlung der Busse.
	4. Vom Widerruf des bedingten Vollzuges der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 ausgefällten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sei abzusehen.
	5. Dem Beschuldigten sei eine reduzierte Entschädigung im Betrag von Fr. 337.65 zuzüglich Zins zu 5 % seit 29. März 2019 zuzusprechen.
	6. Sämtliche beschlagnahmten Unterlagen seien dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herauszugeben.
	7. Die Gebühr für das Vorverfahren von Fr. 1'100.-- und Gerichtsgebühr von Fr. 1'800.-- seien maximal im Umfang eines Viertels meinem Mandanten aufzuerlegen und im Mehrumfang inkl. der auf das Vorverfahren und auf das erstinstanzliche Gerichtsverfahre...
	8. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien inkl. der darauf entfallenden Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	III. Prozessuales
	IV. Sachverhalt
	V. Rechtliche Würdigung
	VI. Strafzumessung
	1. Strafrahmen
	2. Strafzumessungsregeln
	Die Vorinstanz hat die notwendigen theoretischen Ausführungen zur Strafzumessung gemacht (Urk. 36 S. 21 f.). Darauf wird verwiesen.

	3. Konkrete Strafzumessung hinsichtlich Vergehen gegen BetmG
	3.1. Tatkomponente
	3.2. Täterkomponente
	3.3. Fazit
	4. Übertretung
	VII. Vollzug und Widerruf
	Die Vorinstanz hält die bezüglich Vollzug und Widerruf anzuwendenden Grundsätze korrekt fest und wendet sie richtig und angemessen auf den vorliegenden Fall an (Urk. 36 S. 24 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Entsprechend ist der Vollzug der heute a...

	VIII. Beschlagnahmungen
	IX. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositiv-Ziffern 9-12) zu bestätigen.
	2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind ihm aufzuerlegen.
	3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind gestützt auf Art. 426 Abs. 1 StPO auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschuldigte ist zu verpflichten, diese Entschädigung an den Staat zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlau...

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist, und einer Busse von Fr. 1'500.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2018 bedingt ausgefällte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird vollzogen.
	6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei, Asservate  Triage, lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Ver...
	 6 Hanfstecklings Proben (A012'413'795)
	 6 Hanfpflanzenproben (A012'413'819)
	 6 Hanfpflanzen (A012'413'820)
	 6 Hanfpflanzen (A012'413'842)
	 1 Verschlussbeutel Marihuana (A012'413'864)
	 2 Vakuumsäcke mit Marihuana (A012'413'988)
	 2 Säcke mit getrocknetem Marihuana (A012'414'049)
	 Konsumfertiges Marihuana (A012'414'107)
	 Getrocknete Marihuana Abschnitte (A012'414'129)
	 div. Marihuana (A012'414'152)
	 div. Marihuana aus Tongefäss (A012'414'174)

	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten und beim Forensischen Institut lagernden Unterlagen und Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 Übersichts- und Detailaufnahmen vom Tatort (A012'420'041)
	 Zigarettenstummel Marke Marlboro (A012'420'154)
	 Zigarettenstummel Marke Winston (A012'420'164)
	 Zigarettenstummel Marke Parisienne (A012'420'176)
	 Jointstummel (A012'420'405, A012'420'438, A012'420'450)
	 Gummihandschuhe (A012'420'461)
	 DNA-Spur-Wattetupfer (A012'420'483, A012'420'494, A012'420'507, A012'420'518, A012'420'529)
	 Handschuhe (A012'420'474, recte: A012'420'574)

	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2019 beschlagnahmten div. Unterlagen insb. Mietvertrag (A012'412'883) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben oder nach unbenutztem ...
	9. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 9-12) wird bestätigt.
	10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung , werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Besch...
	12. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 in die Untersuchungsakten der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,   Nr. F-4/2018/10016202 gemäss Dispositiv-Ziffer 5
	 die Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage (K190310031) gemäss Dispositiv-Ziffern 6 und 8
	 das Forensische Institut Zürich (Ref.Nr. K190310-031/G-Nr. 74921087) gemäss Dispositiv-Ziffer 7.

	13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.