# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d97c292-6e6c-5525-b3ba-6940778f5fdd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2009 D-7015/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7015-2009_2009-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7015/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
Bosnien und Herzegowina,
C._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Oktober 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7015/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin,  eine  aus  D._______  stammende,  der 
Ethnie  der  E._______  angehörende  Staatsangehörige  aus  Bosnien 
und  Herzegowina  mit  letztem  Wohnsitz  in  F._______,  eigenen 
Angaben  zufolge  ihr  Heimatland  am  24. November  2008  auf  dem 
Landweg verliess  und  via  ihr  unbekannter  Länder  am nächsten Tag 
illegal  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  sie  gleichentags  um Asyl  nach-
suchte,

dass  sie  am  1.  Dezember  2008  im  G._______  befragt  und  am 
15. Dezember  2008  in  Anwendung  von  Art.  29  Abs. 1  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundes-
amt zu den Asylgründen angehört wurde,

dass die Beschwerdeführerin als asylbegründende Vorbringen im We-
sentlichen geltend machte, dass sie von ihrem Mann im Jahr 2002 ver-
lassen worden sei, nachdem er erfahren gehabt habe, dass sie wäh-
rend des Krieges von einem Unbekannten vergewaltigt worden sei, 

dass sie ihre beiden Töchter vor drohenden Übergriffen habe schützen 
müssen und sie alleine gross gezogen habe, 

dass sie sehr froh sei, dass beide vor zwei Jahren geheiratet hätten, 
was jedoch zur Folge habe, dass sie nun allein sei,

dass sie seit dem Jahr 2005 bei ihrer Cousine  H._______ und deren 
Familie gelebt habe, welche sich ihrer angenommen habe und wofür 
sie ihnen sehr dankbar sei,

dass  sie  gemeinsam mit  ihrer  Cousine  für  den  Lebensunterhalt  der 
ganzen Familie gesorgt habe,

dass  sich  die  Familie  zur  Ausreise  entschieden  (vgl.  D-..../2009; 
N _______) und sie sich als alleinstehende Frau und der damit zusam-
menhängenden  Schwierigkeiten  im  Alltagsleben  entschlossen  habe, 
sich ihnen anzuschliessen und mitzureisen, 

dass das  BFM  mit  Verfügung  vom  30.  Oktober  2009  -  eröffnet  am 
3. November 2009 - in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das 

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Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  Bosnien  und  Herzegowina  sei  vom  Bundesrat  als 
verfolgungssicherer  Staat  im  Sinne  von  Art. 6a  Abs. 2  Bst. a  AsylG 
bezeichnet  worden,  und  es  seien  aus  den  Akten  keine  Hinweise 
ersichtlich,  welche  die  widerlegbare  Vermutung  der 
Verfolgungssicherheit gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen 
könnten,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie und ihre Ver-
wandten benachteiligt  und malträtiert  worden seien, als unsubstanzi-
iert, stereotyp und allgemein zu qualifizieren seien,

dass erfahrungsgemäss tatsächlich Verfolgte detailliert über ihre Erleb-
nisse und ihre Tätigkeiten berichten könnten,  was auch von der  Be-
schwerdeführerin  hätte  erwartet  werden  dürfen,  sofern  sie  das  Ge-
schilderte tatsächlich in der dargestellten Art und Weise und in der gel-
tend gemachten Intensität erlebt hätte, 

dass sie sich bezüglich der behaupteten Vergewaltigung während des 
Krieges in zeitliche Widersprüche verstrickt und nicht genau habe an-
geben können, wann der Krieg in Bosnien und Herzegowina gewesen 
sei,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  auf  eine  Glaubhaftigkeitsprüfung  der 
diesbezüglichen Vorbringen verzichtet werden könne, da nämlich ge-
mäss konstanter schweizerischer Asylpraxis - sollten sich die Vorbrin-
gen tatsächlich in der dargestellten Art und Weise zugetragen haben - 
der  zeitliche  und  sachliche  Kausalzusammenhang  zwischen  Verfol-
gung und Flucht nicht gegeben sei,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, möglich und auch durchführ-
bar sei,

dass  die  Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom  10. November 2009 
(Poststempel und Faxeingang) gegen diesen Entscheid beim Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfü-
gung des BFM vom 30. Oktober 2009 sei aufzuheben, auf das Asylge-
such sei einzutreten, der Beschwerdeführerin sei die Flüchtlingseigen-
schaft zuzuerkennen und von einer Wegweisung sei abzusehen,

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dass sie in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Gewährung der  unent-
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte,

dass  gleichzeitig  eine  Fürsorgebestätigung der  Stadt  I._______  (da-
tiert  vom 9.  November  2009),  eine  Kopie  des  N-Ausweises  der  Be-
schwerdeführerin sowie zahlreiche Dokumente zur allgemeinen Situa-
tion in Bosnien und Herzegowina eingereicht wurden, auf welche – so-
weit entscheidwesentlich – in den Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. November 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-

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scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die 
Anerkennung als Flüchtling beantragt wird,

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol-
gung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Bundesrat  Bosnien  und  Herzegowina  mit  Beschluss  vom 
25. Juni 2003 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und 
auf  diese  Einschätzung  im  Rahmen  der  periodischen  Überprüfung 
(Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichteintretens-
entscheides gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG somit gegeben ist,

dass zu prüfen bleibt, ob Hinweise auf eine Verfolgung bestehen,

dass  bei  Art. 34  Abs. 1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff  zur  Anwendung  kommt  wie  in  Art. 18,  Art. 33  Abs. 3 

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Bst. b und Art. 35 AsylG (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass  demzufolge  auch  bei  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren 
Staaten einlässlich geprüft werden muss, ob sie die Flüchtlingseigen-
schaft erfüllen, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung er-
geben, deren Unglaubhaftigkeit  nicht bereits auf den ersten Blick er-
kannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Kurzbefragung als Haupt-
grund für ihre Ausreise die Malträtierung, Beleidigung durch Dritte so-
wie die im Jahr 2002 erlittene Vergewaltigung angab,

dass die Beschwerdeführerin demgegenüber in der Direktbefragung im 
Wesentlichen zu Protokoll gab, sie habe das Land vor allem deshalb 
verlassen, wei sie als geschiedene Frau alleine sei und ihr die Familie 
ihrer Cousine zur eigenen Familie geworden sei, welche sie nicht ver-
lassen möchte (vgl. A 5/11, S. 6),

dass die Angaben der Beschwerdeführerin  zu ihren Asylgründen wi-
dersprüchlich  und  insgesamt  vage  und  unsubstanziiert  ausgefallen 
sind, weshalb die Vorbringen insgesamt als unglaubhaft zu qualifizie-
ren sind,

dass  zudem  gemäss  eigenen  Angaben  der  Beschwerdeführerin  die 
geltend gemachten Probleme - Bedrohung der Töchter, Behelligungen 
und Verleumdung durch den geschiedenen Mann - der Vergangenheit 
angehören, so bestehe für ihre Töchter seit deren Heirat keine Bedro-
hungssituation mehr und auch ihr Mann habe sie seit  drei  Jahren in 
Ruhe gelassen, nachdem sie ihm durch einen Dritten habe übermitteln 
lassen, dass sie wieder verheiratet sei (vgl. A 5/11, S. 6 ff.),

dass sich im Weiteren die vagen Angaben bezüglich des Zeitpunkts 
der behaupteten Vergewaltigung nicht allein mit einer fehlenden Schul-
bildung erklären lassen,  insbesondere da davon auszugehen ist,  ein 
tatsächliches  Vergewaltigungsopfer  könne  zumindest  den  Zeitpunkt 
des Übergriffs wiedergeben, zumal die Beschwerdeführerin angibt, sie 
habe die Vergewaltigung anschliessend während zweier  Wochen vor 
ihrem Mann geheim gehalten,

dass  der  Einwand  auf  Beschwerdeebene,  sie  habe  wahrheitsgetreu 
berichtet, sie sei Analphabetin und könne sich nicht so gut ausdrücken 

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und  aufgrund  der  wiederholt  vorgefallenen  Malträtierungen,  Beleidi-
gungen und Beschimpfungen könne sie nicht sämtliche Details genau 
schildern,  nicht  ansatzweise geeignet  ist,  zu einer  anderen Betrach-
tungsweise zu führen,  insbesondere da es sich bei  der behaupteten 
Vergewaltigung gemäss ihren eigenen Angaben um einen einmaligen 
und damit bestimmt prägenden Übergriff gehandelt hat,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  zudem bezüglich  der  Aufenthalts-
dauer mit der Familie ihrer Cousine widerspricht, so gab sie anlässlich 
der  Kurzbefragung  zu  Protokoll,  seit  fünf  Jahren  mit  der  Familie 
J._______  zusammengelebt  zu  haben,  was  sie  auf  Nachfrage  hin 
innerhalb der gleichen Befragung bestätigte (vgl. A 1/9, S. 4), hingegen 
bei der Direktbefragung erklärte, man habe sie falsch verstanden, sie 
lebe seit drei Jahren mit der Familie zusammen, (vgl. A 5/11, S. 4),

dass die Beschwerdeführerin die Richtigkeit und Vollständigkeit sämtli-
cher Protokolle nach deren Rückübersetzung ohne Einwände oder An-
merkungen unterschriftlich bestätigte und sich somit bei ihren Aussa-
gen behaften zu lassen hat, weshalb der vorerwähnte Einwand anläss-
lich  der  Direktbefragung  als  unbeholfener  Erklärungsversuch  für  die 
festgestellten Ungereimtheiten in ihren Aussagen zu werten und nicht 
ansatzweise geeignet ist, die Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer Aus-
sagen auszuräumen, 

dass das BFM aufgrund der Aktenlage - mit Ausnahme der festgestell-
ten zeitlichen Widersprüche - auf eine Glaubhaftigkeitsprüfung der gel-
tend gemachten Vergewaltigung verzichtete, weil, selbst wenn sich die 
Vorbringen tatsächlich in der dargestellten Art  und Weise zugetragen 
haben sollten, der zeitliche und sachliche Kausalzusammenhang zwi-
schen Verfolgung und Flucht nicht gegeben sei,

dass mit  dieser Argumentation eine im vorliegenden Verfahren unzu-
lässige Überprüfung der vorgebrachten Vergewaltigung auf ihre flücht-
lings- beziehungsweise asylrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG vor-
genommen wird (vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 5.1 S. 248 f.),

dass dies indessen nicht zu einer Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung führt, da die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdefüh-
rerin mangels konkreter Angaben über Zeit, Ort, Urheber und Umstän-
de unsubstanziiert  und mithin unglaubhaft  sind und auch in  der  Be-
schwerde keine näheren Angaben über die geltend gemachte Verge-
waltigung angeführt werden,

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dass zusammenfassend das Bundesverwaltungsgericht mit der Vorins-
tanz im Ergebnis übereinstimmt, wonach die Vorbringen der Beschwer-
deführerin als unsubstanziiert, stereotyp und allgemein zu qualifizieren 
sind,

dass in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen an der Wahrheit der 
gemachten Aussagen festgehalten  und auf  die  allgemeine politische 
Situation im Heimatland der Beschwerdeführerin, insbesondere die Si-
tuation der E._______, verwiesen wird, 

dass die Ausführungen in der Beschwerde und die auf  Beschwerde-
ebene eingereichten Internetausdrucke nichts zu ändern vermögen, da 
sie lediglich die allgemeine Situation in Bosnien und Herzegowina und 
diejenige  der  dort  lebenden  E._______  beschreiben,  jedoch  nicht 
individuell verwertbar sind, 

dass aufgrund des Gesagten im vorliegenden Fall keine Hinweise aus 
den  Akten  ersichtlich  sind,  welche  die  widerlegbare  Vermutung  der 
Verfolgungssicherheit gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen 
könnten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs.1 AsylG im Er-
gebnis zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen, weshalb das in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet  und keine 
Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 
von Art.  3  der  Konvention  vom 4. November  1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich 
sind, die der Beschwerdeführerin im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat der Beschwerdeführe-
rin,  auch  unter  Berücksichtigung  ihrer  Zugehörigkeit  zur  Ethnie  der 
E._______,  noch  individuelle  Gründe   -  die  Beschwerdeführerin 
verfügt  in  ihrem  Heimatland,  unabhängig  vom  Ausgang  des 
Asylverfahrens  ihrer  Cousine,  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz 
(Töchter, Geschwister) und ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten 
sind nicht aktenkundig - auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung gülti-
ger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG,  ungeachtet  der  Bedürftigkeit  der  Be-
schwerdeführerin,  abzuweisen ist,  da die Beschwerdebegehren nach 
dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das K._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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