# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5da9016-4a8a-5698-859c-1fd881b078d9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 12.03.2025 VR1 2025 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-10_2025-03-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. März 2025
mitgeteilt am 

Referenz VR1 25 10

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Parteien A._____ AG
Beschwerdeführerin

gegen

Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM)

Beschwerdegegner

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons 
Graubünden hat am E._____ 2025 im Rahmen des Bauvorhabens B._____ den 
Auftrag BKP 253 Versorgung und Entsorgung (Kanalisation) der C._____ AG in 
D._____ zum Betrag von CHF 233'506.60 erteilt. 

B. Dagegen erhob die A._____ AG (Beschwerdeführerin) mit Schreiben vom 
18. Februar 2025 Beschwerde. 

C. Mit Verfügung vom 20. Februar 2025 teilte der Instruktionsrichter der 
Beschwerdeführerin mit, dass ihre Eingabe den vorgenannten gesetzlichen 
Anforderungen für die Einleitung eines Verfahrens vor Obergericht nicht genüge. 
Insbesondere enthalte sie ausser dem Begehren um Erläuterung der Bewertung der 
Angebote keinen Antrag (Rechtsbegehren) dazu, was mit dem angefochtenen 
Entscheid zu geschehen habe (z.B. Aufhebung der Zuschlagsverfügung und 
Zuschlagserteilung an sich selber, Aufhebung der Zuschlagsverfügung und 
Rückweisung der Angelegenheit an die Vergabebehörde zu neuem Entscheid oder 
Aufhebung der Zuschlagsverfügung und Ausschluss einer bestimmten Anbieterin 
etc.); weiter fehlten die Darstellung eines Sachverhaltes und eine konzise 
Begründung, weshalb das Gericht dem Antrag oder den Anträgen entsprechen 
sollte bzw. inwiefern die Vorinstanz rechtsfehlerhaft entschieden haben sollte. Aus 
dem Schreiben gehe zudem nicht klar hervor, ob die Beschwerdeführerin überhaupt 
Beschwerde erheben wolle oder nicht. So ersuche sie um eine detaillierte 
Erläuterung der Punktevergabe. Die somit beantragte Akteneinsicht könne sie auch 
ausserhalb eines Beschwerdeverfahrens direkt bei der Vergabebehörde erreichen. 
Ein Beschwerdeverfahren sei für die unterliegende Partei in der Regel 
kostenpflichtig. Der Instruktionsrichter sandte der Beschwerdeführerin deren 
Eingabe wieder zurück zur Verbesserung und wies sie darauf hin, dass ihr für die 
Behebung dieser Mängel die nicht erstreckbare Rechtsmittelfrist bis zum 3. März 
2025 noch zur Verfügung stehe. Reiche sie bis dahin keine verbesserte 
Beschwerdeschrift ein – so der Instruktionsrichter weiter – könne auf die Eingabe 
vom 18. Februar 2025 voraussichtlich nicht eingetreten werden.

D. Beim Gericht ging innert Frist keine verbesserte Eingabe ein.

Erwägungen

1. Vorliegend ist zu prüfen, ob auf die Eingabe der Beschwerdeführerin 
eingetreten werden kann. Auszugehen ist dabei von Art. 38 des Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG). Danach hat die Beschwerde das Rechtsbegehren, 

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den Sachverhalt sowie eine Begründung zu enthalten. Ferner sollen die 
Beweismittel genau bezeichnet und soweit möglich beigelegt werden. Nach Art. 38 
Abs. 3 VRG setzt der Instruktionsrichter bei den gesetzlichen Anforderungen nicht 
genügenden Eingaben eine angemessene Nachfrist zur Behebung des Mangels an 
bzw. gibt Gelegenheit, die Eingabe innerhalb einer noch laufenden Rechtmittelfrist 
zu verbessern unter Androhung des Nichteintretens bei nicht fristgerecht 
vorgenommener Verbesserung.

2. Vorliegend genügt die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 18. Februar 
2025 den Vorgaben von Art. 38 VRG nicht. Auch ist kein eindeutiger 
Anfechtungswille der Beschwerdeführerin erkennbar. So ist kein konkreter 
Sachverhalt aufgeführt, noch ist erkennbar, wie und weshalb der angefochtene 
Entscheid falsch sein solle. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zielen eher 
darauf hin, dass die Beschwerdeführerin eine Erklärung dafür sucht, weshalb sie 
den Zuschlag nicht erhalten hat und wie sie sich für künftige Vergabeverfahren 
verbessern könnte. Eine solche Eingabe kann nicht als Beschwerde 
entgegengenommen werden, wenn sie ihre Eingabe nicht innert der noch laufenden 
Rechtsmittelfrist verbessere. Diese Rechtsfolge hat ihr der Instruktionsrichter mit 
Schreiben vom 20. Februar 2025 in Aussicht gestellt. 

3. Weil die Beschwerdeführerin die notwendigen Verbesserungen trotz der 
Aufforderung des Instruktionsrichters weder innert laufender Beschwerdefrist noch 
danach eingereicht hat, und die nicht verbesserte Eingabe den Anforderungen 
gemäss Art. 38 VRG nicht genügt, wird nach dem Gesagten auf die Eingabe nicht 
eingetreten.

4. Weil dem Gericht bislang kein nennenswerter Aufwand entstanden ist, kann 
ausnahmsweise auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet werden.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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