# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64e30ee7-8239-5b3c-8bd5-3523b1fdf128
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.10.2020 S 2019 107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-107_2020-10-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 20. Oktober 2020

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________, 

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2019 107

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Urteil S 2019 107

A. Wegen psychischer Beschwerden bezog der 1962 geborene A.________ ab 
1. Juni 2002 eine ganze Rente der Invalidenversicherung (IV-act. 23). Nach 
einer Observation und einer psychiatrischen Begutachtung wurde die Rente per 31. Au-
gust 2014 wiedererwägungsweise aufgehoben. Dagegen wehrte sich der Versicherte bis 
vor Bundesgericht erfolglos (Verfügung vom 3. Juli 2014 [IV-act. 94], VGer ZG S 2014 115 
vom 26. Februar 2015 [IV-act. 111], BGer 8C_251/2015 vom 1. Juni 2015 [IV-act. 110]). 

Auf eine Neuanmeldung vom 5. Mai 2015 trat die IV-Stelle Zug mit Verfügung vom 12. Ok-
tober 2015 nicht ein (IV-act. 109 und 120). Nach einer erneuten Neuanmeldung am 
27. November 2015 (IV-act. 121) tätigte sie dann weitere Abklärungen. Da sich der 
Versicherte aber geweigert hatte, an der angeordneten Begutachtung mitzuwirken, trat die 
IV-Stelle Zug am 10. März 2017 auch auf das erneute Leistungsbegehren nicht ein (IV-
act. 176) und verpflichtete den Versicherten am 17. März 2017 zu Erstattung der 
angefallenen Abklärungskosten (IV-act. 180). Dieser erhob gegen beide Verfügungen 
Beschwerde ans Verwaltungsgericht Zug, welches sie abwies (VGer ZG S 2017 53 vom 
12. Dezember 2017 [IV-act. 192] und S 2017 55 vom 19. Juli 2018 [IV-act. 220]). Mit 
seinem Urteil 8C_629/2018 vom 19. August 2019 hiess das Bundesgericht die vom 
Versicherten gegen die Auferlegung der Abklärungskosten erhobene Beschwerde gut (IV-
act. 241).

Inzwischen hatte sich A.________ am 19. Januar 2018 unter Hinweis auf seine 
Bereitschaft, sich der Begutachtung zu unterziehen, erneut zum Leistungsbezug 
angemeldet (IV-act. 190). Nach Einholung aktueller Auskünfte der behandelnden Ärzte 
gab die IV-Stelle Zug ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (MEDAS-Gutachten vom 
4. Januar 2019 [IV-act. 225]). Gestützt darauf verfügte sie am 2. Juli 2019 – nach 
Durchführung des Vorbescheidvefahrens (IV-act. 228 ff.) – die Ablehnung des 
Leistungsbegehrens mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades (IV-act. 237).

B. Dagegen erhob A.________ am 23. August 2019 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Zusprechung einer 
Rente nach Gesetz, eventualiter um Einholung eines medizinischen Obergutachtens. 
Weiter ersuchte der nicht vertretene Beschwerdeführer um Bestellung eines unentgeltli-
chen Rechtsbeistandes und Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Im 
Wesentlichen bestreitet der Beschwerdeführer die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens 
vom 4. Januar 2019 (act. 1).

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Urteil S 2019 107

C. Nachdem der Beschwerdeführer den von ihm verlangten Kostenvorschuss in zwei 
Raten bezahlt hatte (act. 2-6), mandatierte er Rechtsanwalt lic. iur. B.________, Zug 
(act. 8).

D. Mit Vernehmlassung vom 22. November 2019 schloss die Verwaltung auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 10).

E. Replicando wiederholte der nunmehr anwaltlich vertretene Beschwerdeführer die 
gestellten Anträge und stellte subeventualiter den Antrag auf Rückweisung der Sache an 
die IV-Stelle mit der Verpflichtung, ein Obergutachten einzuholen. Weiter ersuchte er 
erneut um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von 
Rechtsanwalt B.________ als unentgeltlicher Rechtsvertreter (act. 12 S. 2). Im 
Wesentlichen macht der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines 
Gesundheitszustandes seit der Renteneinstellung im Jahr 2015 geltend (act. 12 S. 4 und 
7). Weiterhin bestreitet er die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens vom 4. Januar 2019 
(act. 12 S. 5–7).

F. Mit Verfügung vom 14. Januar 2020 wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt 
B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das weitere Beschwerdeverfahren 
bestellt, sein erneutes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch 
angesichts der bereits erfolgten Bezahlung des Kostenvorschusses abgewiesen (act. 13).

G. Duplicando hielt die Beschwerdegegnerin am gestellten Antrag fest und 
wiederholte im Wesentlichen ihre früheren Ausführungen (act. 14).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

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des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – 
gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung 
datiert vom 2. Juli 2019 (BF-act. 1) und ist frühestens am Folgetag im Herrschaftsbereich 
des Beschwerdeführers eingetroffen. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist 
dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die 
Beschwerdeschrift trägt das Datum des 23. August 2019, wurde am 30. August 2019 der 
Post übergeben und ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt 
die 30-tägige Frist unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 
15. August (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und 
eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 
2. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f. und 
130 V 445 E. 1.2.1).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV; SR 831.201) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss 
Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen Gesuch glaubhaft zu machen, 
dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert hat.

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 
117 V 198 E. 3a; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu 
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b).

3.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 
bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs 
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 

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Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur 
Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 
mit Hinweis).

Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist im Neuanmeldungsverfahren von Amtes 
wegen zu prüfen, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute 
materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist 
auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzustellen. 
Allfällige, vorangehende Nichteintretensverfügungen bleiben aufgrund des fehlenden 
Abklärungs- und bloss summarischen Begründungsaufwandes der Verwaltung 
unbeachtlich (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).

3.5 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2; 128 V 29 E. 1).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es 
für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen 

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allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit 
diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem 
bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in 
Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der 
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der 
medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende 
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht 
auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen 
erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1 
mit Hinweisen; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).

4. Den Nichteintretensentscheiden vom 12. Oktober 2015 (IV-act. 120) und 10. März 
2017 (IV-act. 176) lag keine materielle Prüfung des Rentenanspruchs zugrunde. Daher 
bildet die rentenaufhebende Verfügung vom 3. Juli 2014 (IV-act. 94) den vorliegend 
massgebenden Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer anspruchsrelevanten Änderung 
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers (vgl. E. 3.4). 

Die vom Verwaltungsgericht mit Urteil S 2014 115 vom 26. Februar 2015 (IV-act. 111) und 
vom Bundesgericht mit Urteil 8C_251/2015 vom 1. Juni 2015 (IV-act. 110) bestätigte 
wiedererwägungsweise Rentenaufhebung beruhte auf dem psychiatrischen Gutachten von 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie und Neurologie vom 
26. März 2014 (IV-act. 83). Darin kam der Gutachter zum Schluss, dass in den früheren 
psychiatrischen Expertisen keine anschaulichen und gut nachvollziehbaren 
anamnestischen Angaben enthalten seien, aus denen sich Befunde mit der notwendigen 
Sicherheit ableiten liessen, die das Vorliegen einer spezifischen psychiatrischen Diagnose 
beweisen würden. Auch die Ergebnisse der Observation im Sommer 2013 zeigten den 
Exploranden in einer Weise, die nicht zum Zustand passe, der in den letzten Expertisen 
beschrieben worden sei. Aber auch ohne die Informationen aus der Observation, allein 
aus der gutachterlichen Untersuchung und den bisherigen Expertisen, ergäben sich 
grosse Zweifel daran, dass die vom Exploranden geltend gemachten Beschwerden und 
Einschränkungen tatsächlich, so wie geltend gemacht, vorhanden seien. Somit könne 
nicht zur Überzeugung gelangt werden, dass eine durch eine psychische Störung 
begründete Leistungseinschränkung bei der Arbeit vorhanden sei (IV-act. 83/11–12).

5. Im MEDAS-Gutachten vom 4. Januar 2019 wurden folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit als Bauhilfsarbeiter gestellt (IV-act. 225/8):

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- Chronisches Iumbospondylogenes und cervicospondylogenes Schmerzsyndrom ohne 
radikuläre Zeichen

- Schmerzsyndrom Knie rechts bei beginnender femoro-patellärer Arthrose und 
medialer Meniskusläsion

- Bluthochdruck, ED 2001,
- Ausschluss einer sekundären Genese der Hypertonie 2004
- befriedigende Blutdruckeinstellung 2018 im Langzeit-Blutdruckprotokoll

- Kompletter Rechtsschenkelblock ED 2012

- Myokardinfarkt 2018 bei nicht-obstruktiver Koronarsklerose (MINOCA)
- wahrscheinlich bei hypertensiver Krise (Koronarangiografisch gesichert)

Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen die Gutachter folgenden weiteren 
Diagnosen bei (IV-act. 225/9):

- Schmerzen beider Hände ohne klinisches Korrelat

- Kardiovaskuläre Risikofaktoren: erheblicher anhaltender Nikotinabusus (ca. 70 pyrs)

- Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Hypercholesterinämie, familiäre Disposition

- Latentes Sinusknotensyndrom nicht auszuschliessen

- Diabetes mellitus Typ 2b, ED 2018, oral nicht optimal eingestellt unter Metformin

- Anamnestisch früher Alkoholabhängigkeitssyndrom
- zurzeit kein Anhalt für bedeutsamen Alkoholabusus

- Hepatopathie unklarer Genese (idiopathisch? ED 2004 am ehesten im Rahmen einer 
Fettleber oder einer toxischen Leberzellschädigung)
- Virusserologie 2013 unauffällig
- anamnestisch Alkoholabusus

- Hypokaliämieneigung
- teilweise eventuell thiazidbedingt
- DD eventuell sekundäre Hypertonie (Conn-Syndrom?)

- Persönlichkeitsakzentuierung ICD-10 Z73.1 (vorwiegend narzisstische Prägung)

- Nicht-authentische schwere kognitive Störung in mehreren Bereichen

- Mit/bei Aggravation / Simulation ICD-10 Z76.5

Dazu führten die Gutachter aus, aufgrund der schwerwiegenden Inkonsistenzen müssten 
vielfach die aktenkundig dargestellten Diagnosen stark relativiert werden. Bei dem 
Versicherten ergäben sich in allen Gutachten auffällige Verhaltensbeobachtungen, welche 
in Gesamtschau das Bild einer hochwahrscheinlich bewusst inszenierten Darstellung 
schwerer Erkrankungen vermittelten, die mindestens teilweise als schwergradige 
Aggravation zu interpretieren sei, aber auch teilweise schon die Kriterien der Simulation 
erfülle. So werde während der psychiatrischen Untersuchung das Bild vermittelt, der 
Beschwerdeführer habe während eines Toilettenganges Alkohol konsumiert, obwohl eben 
weder klinisch noch laborchemisch Zeichen für das Bestehen einer Alkoholabhängigkeit 

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vorlägen. Im Rahmen des internistischen Gutachtens sei ein panikartiger Zustand gezeigt 
worden, welcher aber nicht im Verhalten und unbemerkter Beobachtung einem solchen 
entsprochen habe. Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung habe sich der 
Versicherte vielfach schwer besinnlich und unwissend gegeben (wie schon im Rahmen 
des Gutachtens 2004) sowie schwerwiegende Einschränkungen demonstriert und 
thematisiert, welche objektiv aber nicht hinreichend nachvollziehbar gewesen seien. Im 
Rahmen der neuropsychologischen Testung werde ein schwergradig defizitäres 
Leistungsbild vermittelt, welches in keiner Weise dem objektiven klinischen Eindruck 
entspreche. Gleichermassen seien wiederholt im Rey-Memory-Test 
(Symptomvalidierungstest) schwergradige Einschränkungen demonstriert worden, welche 
schlichtweg einer schweren Demenz vergleichbar entsprechen würden, die aber eben 
sicher nicht vorliege (IV-act. 225/6–7). 

Im Rahmen des neurologischen Gutachtens sei der Zustand einer hypertensiven 
Kreislaufdysregulation beobachtet worden, ein langsam und sehr kontrolliert zu Boden 
gleiten lassen. Binnen kurzer Minuten habe der Beschwerdeführer aber wieder motiviert 
werden können, das gutachterliche Interview ohne weitere Auffälligkeiten fortzusetzen. 
Insbesondere habe diese Szene – trotz der messbaren schwer hypertensiven Werte – 
inszeniert erschienen und in keiner Weise von authentischem Affekt begleitet. Schon im 
Gutachten 2004 sei ein vergleichbarer schwer hypertensiver Zustand beschrieben worden, 
über lange Jahre später aber nie mehr (ausser erst im Mai 2018 bei Myokardinfarkt 
vermutlich damals im Rahmen einer hypertensiven Krise). Ansonsten bestehe gemäss 
kardiologischem Bericht mit Langzeit-Blutdruckmessung im Juli 2018 inklusive 
Beschwerdetagebuch ein optimal eingestellter Blutdruck ohne erkennbare Zeichen einer 
hypertensiven kardialen oder vaskulären Folgeschädigung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit 
dürfe dieser hypertensive Zustand während der Begutachtung als situationsbezogen 
provoziert bewertet werden, gerade auch in der Gesamtschau aller erwähnten 
Auffälligkeiten (IV-act. 225/7).

Das Vorliegen einer Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis, was ehemals 2004 
auch zur Berentung geführt habe, könne gleichermassen nicht bestätigt werden. Die 
deshalb begonnene Einnahme von Olanzapin könne aktuell auch nur in der ersten 
Blutentnahme bestätigt werden, nicht mehr aber in der zweiten, eher wohl unerwarteten 
Kontrollabnahme zum Zeitpunkt der neuropsychologischen Testung. Ähnlich wie schon in 
der Begutachtung 2004 (wiederholte Angaben „ich weiss nicht“, plötzlich in arabischer 
Sprache in den Raum Reden und Murmeln) habe sich der Versicherte auch jetzt wieder 

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zeitweilig und selektiv so scheinbar schwerbesinnlich gegeben, was aber in der 
Gesamtschau sicher nicht bestehe. Auch sei wieder ein solches kurz neben sich in den 
Raum Murmeln beim neurologischen Gutachten beobachtet worden, was jedoch völlig 
sistiert worden sei, als der Gutachter in keiner Weise darauf reagiert habe (IV-act. 225/7).

Angesichts dieser schwergradigen Auffälligkeiten müssten mindestens schwere 
aggravatorische Befund- und Aussageverzerrungen angenommen werden. Es ergäben 
sich auch deutliche Hinweise, dass darüber hinaus sogar sehr wahrscheinlich eine 
teilweise provozierte und nicht authentische Symptomdarstellung schwergradiger 
Erkrankungen versucht worden sei, welche so nicht vorlägen. Dies sei wohl gezielt im 
Kontext des Gutachtens und vergleichbar zum Gutachten 2004 geschehen, gut denkbar 
mit dem Zweck der Erlangung einer Leistung. Umso mehr seien die anamnestischen 
Angaben des Versicherten sehr kritisch zu prüfen. Entsprechend sei die Andersbewertung 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Dossier diesbezüglich aus 
versicherungsmedizinischer Sicht vielfach nicht hinreichend trennscharf in der Abgrenzung 
von IV-fremden Faktoren (IV-act. 225/7).

Zu keinem Zeitpunkt seien authentisch imponierende krankheitswertige psychische 
Störungen aus dem affektiven oder psychotischen Formenkreis objektiv feststellbar 
gewesen. Gemäss Laborbefunden seien ebenfalls keine Hinweise für das Bestehen einer 
Alkoholabhängigkeit feststellbar und es bestünden auch keine Alkoholfolgeschäden. Eine 
relevante neuropsychologische Beeinträchtigung könne im klinischen Eindruck nicht 
festgestellt werden, auch wenn der Beschwerdeführer eine solche in schwergradiger Form 
darzustellen versuche (IV-act. 225/7). 

Zwar habe der Beschwerdeführer im Mai 2018 einen Myokardinfarkt erlitten. Gemäss 
Koronarangiografie sei dies bei nicht obstruktiver Koronarsklerose vermutlich im Rahmen 
einer hypertensiven Krise erfolgt. Im Rahmen der aktuellen kardiologischen Abklärung im 
Belastungs-EKG bis 150 Watt bestehe keine pathologische Veränderung. 
Echokardiografisch bestünden Normalfunktionen. In der Gesamtbeurteilung könne ein 
weitgehend normaler kardialer Befund ohne Hinweis auf eine relevante koronare 
Herzkrankheit oder eine andere Kardiopathie festgestellt werden. Die beschriebene 
arterielle Hypertonie sei optimal eingestellt, wie auch die Langzeit-Blutdruckmessung im 
Juli 2018 und der Befund der Kardiologen des Spitals D.________ (vgl. Austrittsbericht 
vom 4. Mai 2018 [IV-act. 209]) belegten. Auch seien damals weder im 
Beschwerdetagebuch noch in der Anamnese Beschwerden mitgeteilt worden. Die 

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aktuellen Angaben widersprächen den dortigen neutralen Angaben diametral, müssten 
aber als nicht hinreichend authentisch beurteilt werden. Gleichwohl werde man körperlich 
schwere Arbeiten aus Sicherheitsgründen eher nicht abverlangen (IV-act. 225/8).

Der erstmals 2018 diagnostizierte Diabetes mellitus sei mit oralen Antidiabetika eingestellt, 
jedoch optimierungsbedürftig. Hieraus resultierten keine quantitativen Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit. Hinsichtlich dem Fähigkeitsprofil seien aber leichte Einschränkungen 
zu formulieren (keine Nachtschichten). Diabetes-Folgeschäden seien nicht nachweisbar, 
insbesondere sei auch keine Polyneuropathie objektivierbar. Auch bestünden trotz der 
Gefässrisikofaktoren (Diabetes mellitus, Hypertonie, Hyperlipidämie, starker 
Nikotinkonsum) keine Hinweise für eine zerebrale Angiopathie. Andere internistische 
Diagnosen seien allesamt ohne quantitative Leistungsrelevanz. Auch in den 
Röntgenaufnahmen des Thorax vom 26. Oktober 2018 zeigten sich keine pulmonale 
Raumforderung, kein Pleuraerguss oder lnfiltrat, sondern lediglich eine deutliche anteriore 
Spondylose und/oder Längsbandverkalkung der Brustwirbelsäule (IV-act. 225/8). 

Orthopädisch könnten die angegebenen Beschwerden nur teilweise nachvollzogen 
werden. In der gutachterlichen Untersuchung finde sich eine Hyperkyphose der 
Brustwirbelsäule und eine altersentsprechend gute Beweglichkeit der Halswirbelsäule 
ohne radikuläre Zeichen. Der Langsitz und das Abheben der Beine seien ohne Probleme 
gelungen. Die Halswirbelsäule sei klinisch unauffällig ohne radikuläre Zeichen. Im rechten 
Knie hätten klinisch Zeichen einer retropatellären Problematik bestanden. Radiologisch 
zusammengefasst zeigten sich in der Magnetresonanztomographie (MRI) der 
Halswirbelsäule degenerative Veränderungen mit Facettengelenksarthrosen C4–C7. 
Bandscheibenprotrusionen und eine Forameneinengung mit Affektion von C5 links sowie 
C7 bds. Im MRI der Lendenwirbelsäule zeigten sich geringe degenerative Veränderungen 
und auf der Höhe L3/4 einen Einriss des Anulus fibrosus mit Kontakt zur Wurzel L3. Im 
MRI des rechten Knies zeige sich eine mediale Meniskusläsion bei vorbestehender 
Degeneration. Degeneration auch des lateralen Meniskus. Sowie eine beginnende 
femoro-patelläre Arthrose. Aufgrund dieser orthopädischen Diagnosen mit verminderter 
Rücken- und Kniebelastbarkeit seien zumindest körperlich schwere Arbeiten, wie zuletzt 
als Hilfsarbeiter auf dem Bau, ungeeignet. Wohl aber seien alle anderen 
leidensadaptierten Tätigkeiten voll zumutbar (IV-act. 225/8).

Zu den funktionellen Auswirkungen der Befunde führten die Gutachter aus, es bestehe 
eine leicht verminderte Rücken-, Nacken- und Kniebelastbarkeit rechts. Das Heben und 

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Tragen von schweren Lasten über 15 kg und Arbeiten mit Zwangshaltung des Rumpfes 
und des Kopfes und in gebückter Position seien nicht mehr zumutbar, wie auch rein 
gehende, stehende oder sitzende Arbeiten mit Besteigen von Leitern und Gerüsten und 
viel Treppensteigen. Arbeiten in der Hocke oder kniend sei nicht mehr zumutbar. 
Zusätzliche Einschränkungen aus neurologischer Sicht ergäben sich dabei nicht. Aus 
allgemeininternistischer Sicht unter Einbezug der kardiologischen Befunde erscheine die 
Leistungsfähigkeit allenfalls leicht eingeschränkt durch den insgesamt fraglich schwer 
kontrollierbaren Bluthochdruck. Gemäss der kardiologischen Beurteilung auch von der 
Kardiologie Luzern im Juli 2018 mit Langzeit-Blutdruckmessung bestehe vielmehr ein 
optimal eingestellter Blutdruck. Zumal schwere Arbeiten auch aus orthopädischer Sicht 
ausgeschlossen würden, ergebe sich in einer solchen ohnehin körperlich leichteren 
Tätigkeit (bis 15 kg) keine Einschränkung. Auch im aktuellen kardiologischen Gutachten 
ergäben sich keine zusätzlichen Einschränkungen. Aufgrund des Diabetes mellitus sei 
Nachtschichtarbeit jedoch nicht geeignet, auch sollte überdurchschnittlicher Zeitdruck 
vermieden werden. Neuropsychologisch könne aufgrund der invaliden Resultate kein 
übliches Profil von Ressourcen und Einschränkungen erstellt werden (IV-act. 225/9).

Zu den Persönlichkeitsaspekten führten die Gutachter aus, es finde sich eine vorwiegend 
narzisstische Akzentuierung der Persönlichkeit. Ein ängstliches oder vermeidendes 
Verhalten sei nicht erkennbar. Der Versicherte zeige auch keine Unsicherheit in der 
Kommunikation. Unter Einbeziehung des strukturierten klinischen Interviews SKID-ll 
ergäben sich auch keine Hinweise für eine schizoide oder schizotypische 
Persönlichkeitsstörung, auch bestünden kaum depressive Anteile und keine relevante 
Selbstunsicherheit. Im Verlauf seien jedoch auch impulsive und emotional instabile 
Verhaltensweisen möglich (IV-act. 225/10).

Zu Belastungsfaktoren und Ressourcen gaben die Gutachter an, es bestehe ein niedriger 
schulischer und beruflicher Bildungsstand mit sechs Schuljahren ohne Berufsabschluss. 
Es habe früher schon eine mehrjährige Abhängigkeit von der Sozialverwaltung bestanden 
mit nur zeitweisen Tätigkeiten als Hilfsarbeiter auf dem Bau, zuletzt bis ins Jahr 2000, und 
in Einsatzprogrammen. Der Beschwerdeführer verfüge aber über gute sprachliche 
Kompetenzen, gehe wohl auch gerne spazieren da sich die Knieschmerzen damit bessern 
würden. Er verfüge über den Führerschein, sei sozial integriert und verheiratet mit noch 
nicht volljährigen Kindern. Er selbst stelle sich als nicht arbeitsfähig dar und demonstriere 
in diesem Kontext (ähnlich wie wohl auch im Gutachten 2004) mindestens schwergradig 
aggravatorische erhebliche Gesundheitsstörungen. Es dürfe sogar teilweise deren 

13

Urteil S 2019 107

Herbeiführung und sogar Simulation angenommen werden, wohl kontextbezogen im 
Rahmen der zur Leistungserlangung relevanten Begutachtung. Dieses schwerwiegend 
auffällige bewusst gesteuerte Verhalten sei jedoch vermutlich auch für 
lntegrationsmassnahmen als inneres Hemmnis zu bewerten. Gleichwohl könnten keine 
psychiatrischen Störungen festgestellt werden, welche auf krankheitswertiger Basis der 
Überwindung motivationaler Schwierigkeiten entgegenstehen könnten (IV-act. 225/10).

Im Rahmen der Konsistenzprüfung erwogen die Gutachter, dass sich multiple und schwer-
wiegende lnkonsistenzen ergäben, welche in der Art und Ausprägung mindestens als 
schwere Aggravation und negative Antwortverzerrung zu sehen seien, teilweise aber auch 
die Kriterien der Simulation schwerer Erkrankungen erfüllten. Gestützt darauf schätzten 
sie ein, dass die angestammte Tätigkeit als Bauhelfer insbesondere aus orthopädischen 
Gründen zu schwer und nicht mehr zumutbar sei. Dies gelte auch retrospektiv. In 
angepasster Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Diese gelte auch 
durchgängig retrospektiv, sehr wahrscheinlich auch schon seit 2004 (IV-act. 225/10).

6. Aufgrund der Akten, insbesondere des MEDAS-Gutachtens vom 4. Januar 2019 
ist mit den orthopädischen und kardialen Beschwerden eine seit der Rentenaufhebung im 
Juli 2014 (vgl. E. 4) eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitszustandes des 
Beschwerdeführers dargetan, welche eine weitere Ausübung von Hilfsarbeitertätigkeiten 
auf dem Bau unzumutbar macht (vgl. IV-act. 225/124 und 225/152). Demzufolge ist die für 
die Prüfung der Neuanmeldung erforderliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
des Beschwerdeführers seit der ersten rentenablehnenden Verfügung ausgewiesen (vgl. 
E. 3.3; ferner act. 1 S. 7). Liegt somit ein Rückkommenstitel vor, ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine 
Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3).

7.
7.1 Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf dem MEDAS-Gutachten vom 
4. Januar 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausgeht 
(IV-act. 237/2), stellt sich der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Angaben der behan-
delnden Ärzte auf den Standpunkt, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig zu sein (act. 12 
S. 5–7).

7.1.1 Dem ist zu entgegnen, dass Dr. med. E.________, Facharzt für Kardiologie und 
Innere Medizin, in den ärztlichen Attesten vom 4. März 2019 (IV-act. 234/4) und vom 

14

Urteil S 2019 107

27. August 2019 (BF-act. 5) im Wesentlichen dieselben kardiologischen Diagnosen einer 
Hypertonie und einer nicht-stenosierenden Koronarsklerose stellt, wie die Gutachter der 
MEDAS und vor ihnen die Kardiologen des Spitals D.________ im Austrittsbericht vom 
4. Mai 2018 (IV-act. 209). Während sich Dr. E.________ in der jüngsten Stellungnahme 
nicht mehr zur Arbeitsfähigkeit äussert, ging er im IV-Bericht vom 19. April 2018 (IV-
act. 205) von der Zumutbarkeit einer vollzeitlichen Arbeit in leidensangepasster Tätigkeit 
aus (IV-act. 205/6), was im Einklang mit der Beurteilung und Einschätzung im MEDAS-
Gutachten vom 4. Januar 2019 steht. Vor diesem Hintergrund überzeugt die diametral 
entgegenstehende Einschätzung desselben Kardiologen in den ärztlichen Attesten vom 
30. Januar 2018 (IV-act. 197) und vom 4. März 2019 (IV-act. 234/4) in keiner Weise. Da er 
darin nicht eine Arbeitsunfähigkeit, sondern eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit attestierte, 
ist eine finale Ausrichtung dieser beiden, nur sehr rudimentär begründeten Atteste 
anzunehmen, weshalb sie keineswegs geeignet sind, das umfassende, auf allseitigen 
Untersuchungen beruhende und einleuchtend begründete MEDAS-Gutachten in Zweifel 
zu ziehen (vgl. E. 3.7).

7.1.2 Demgegenüber geht Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, im Bericht 
vom 27. November 2017 (IV-act. 191) davon aus, dass eine Arbeit leichter Natur in 
geschützter Stätte möglich sei, unterlässt es aber, diese Einschätzung zu begründen. Da 
der Beschwerdeführer offenbar angegeben hatte, sechs Stunden pro Woche verteilt auf 
drei Tage in einer geschützten Stätte zu arbeiten, ist davon auszugehen, dass sich der 
Neurologe hauptsächlich davon hatte leiten lassen. 

In einem Bericht vom 4. April 2018 (IV-act. 202) gab er lediglich die Einträge in der 
Krankengeschichte aus den Jahren 2016 und 2017 wieder. Seinem – nicht 
unterzeichneten – Schreiben vom 6. März 2019 an den Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers (IV-act. 234/1–3) schliesslich lässt sich für das Jahr 2018 eine 
einzelne, am 26. September 2018 erfolgte Konsultation entnehmen. Im Übrigen 
bemängelte der Neurologe Widersprüche im MEDAS-Gutachten vom 4. Januar 2019 und 
widersprach insbesondere dem darin erhobenen Vorwurf der Aggravation und Simulation. 
Angesichts des in den Akten mehrfach festgestellten aggravatorischen Verhaltens 
vermögen Dr. F.________s Angaben das MEDAS-Gutachten vom 4. Januar 2019 nicht in 
Frage zu stellen. Dr. F.________ gibt die Angaben des Beschwerdeführers ungefiltert 
wieder, ohne sich mit deren Plausibilität auseinanderzusetzen. Die gegenüber dem 
neurologischen Teilgutachten der MEDAS erhobene Kritik lässt eine Diskussion der 

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Urteil S 2019 107

verschiedenen Inkonsistenzen vermissen, auf welche der Gutachter hinweist (vgl. IV-
act. 225/61 und 225/69–76).

7.1.3 Der behandelnde Psychiater Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, stellte im Bericht vom 13. Mai 2018 (IV-act. 206) die Diagnose einer 
schizo-affektiven Störung, gegenwärtig leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F25.1). 
Dabei hielt er fest, dass diese Diagnose allein aufgrund der aktuellen Symptomatik nicht 
gestellt werden könne und im Längsverlauf zu sehen sei. Die vom Beschwerdeführer 
angegebenen akustischen Halluzinationen, Stimmungsschwankungen, Depressivität und 
auffälligen Persönlichkeitsanteilen erachtete er als glaubhaft. Eine testpsychologische 
Untersuchung konnte er allerdings trotz Dolmetscher nicht durchführen, weil der 
Beschwerdeführer damit überfordert gewesen sei. 

Dieser Schilderung kann entnommen werden, dass Dr. G.________ – seinem 
Behandlungsauftrag folgend – schwergewichtig auf die subjektiven Angaben des 
Beschwerdeführers abstellt. Mit den gegenüber dem Beschwerdeführer bereits früher 
erhobenen Vorwürfen der Aggravation bzw. Simulation setzte er sich nicht auseinander. 
Dies unterliess er auch im Bericht vom 25. Februar 2019 (IV-act. 234/5–7), worin er sich 
wiederum auf die Wiedergabe der vom Beschwerdeführer geklagten – und von ihm 
summarisch als glaubhaft beurteilten – Symptomen beschränkte. Angesichts des 
mehrfach beobachteten aggravatorischen und sogar simulatorischen Verhaltens des 
Beschwerdeführers vermögen die Angaben von Dr. G.________ eine nach der 
Rentenaufhebung bzw. nach der Begutachtung in der MEDAS eingetretene 
Verschlechterung nicht zu beweisen. Darüber hinaus fehlt in seinem Bericht eine 
nachvollziehbare Diskussion der Diagnosekriterien für eine schizoaffektive Störung nach 
ICD-10 F25. 

7.1.4 Nicht zuletzt ist vor diesem Hintergrund auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, 
dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 
V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende 
und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets 
in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

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behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (BGer 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2 mit 
Hinweisen). Solche Aspekte lassen sich der Berichterstattung der Dres. E.________, 
F.________ und G.________ nicht entnehmen, was angesichts der sporadischen 
Konsultationen nicht ungewöhnlich erscheint. Indem Dr. G.________ im jüngsten Bericht 
vom 28. August 2019 bestätigt hatte, dass der psychische Zustand im Vergleich zu den 
Vorberichten weiterhin unverändert sei (BF-act. 4), kann eine Verschlechterung seit der 
gutachterlichen Untersuchung vom 3. Oktober 2018 (IV-act. 225/79) ausgeschlossen 
werden.

7.2 Insgesamt entspricht das MEDAS-Gutachten vom 4. Januar 2019 den 
praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die 
streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch in schlüssiger Weise die Frage nach 
den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
und beruht auf eingehenden und allseitigen fachärztlichen Untersuchungen. Die Gutachter 
schilderten ausführlich die vom Beschwerdeführer erwähnten Leiden und 
Einschränkungen und setzten sich detailliert damit sowie mit dem stark auffälligen 
Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Auf das MEDAS-Gutachten darf somit 
abgestellt werden.

7.3 Zusammenfassend ist aus medizinischer Sicht davon auszugehen, dass dem 
Beschwerdeführer eine schwere Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist. In einer angepassten 
Tätigkeit ist er dagegen zu 100 % arbeitsfähig. Leidensangepasst ist dabei eine Tätigkeit 
ohne Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten mit Zwangshaltung des 
Rumpfes und des Kopfes, ohne Arbeiten in gebückter Position, ohne rein gehende, 
stehende oder sitzende Arbeiten, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten oder viel 
Treppensteigen, ohne knieende oder in der Hocke zu verrichtende Arbeiten sowie 
Nachtschichtarbeit.

Da der medizinische Sachverhalt liquid ist, bleibt kein Raum für ein Gerichtsgutachten 
oder eine Rückweisung zur weiteren gutachterlichen Abklärung.

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8. Es bleibt zu prüfen, wie sich die doch noch erhebliche Restarbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers auf seine Erwerbsfähigkeit auswirkt.

8.1 Für die Neubestimmung des Invaliditätsgrades gelten unter den gegebenen 
Voraussetzungen die Regeln für die Rentenrevision nach Art. 17 ATSG. Daher kann die 
Verwaltung – und im Streitfall das Gericht – das Einkommen, das die versicherte Person 
erzielen könnte, wäre sie nicht invalid geworden, als Vergleichsgrösse beim 
Einkommensvergleich ohne Bindung an die der ursprünglichen Rentenverfügung zu 
Grunde liegende Qualifikation frei überprüfen (BGE 139 V 28 E. 3.3.1).

8.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des 
Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 
58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).

Offenbar konnte der Beschwerdeführer in der Schweiz beruflich nicht Fuss fassen. Seine 
Erwerbsbiographie, wie sie sich aus den IK-Auszügen ergibt (IV-act. 7, 27, 45, 68, 125 und 
195), ist von kurzzeitigen Anstellungen und dazwischen von Phasen der Arbeitslosigkeit 
gekennzeichnet. Seit 1999 ist der Beschwerdeführer nicht mehr erwerbstätig. Dadurch 
lässt sich keine angestammte Tätigkeit ausmachen, die als Grundlage für die Ermittlung 
des Valideneinkommens herangezogen werden könnte. Vielmehr ist von den gemäss vom 
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
auszugehen (LSE; vgl. BGer 8C_25/2014 vom 5. Juni 2014 E. 4.2.2 mit Hinweisen).

8.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung 
wiederum die Tabellenlöhne der LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 
V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/bb). Der Beizug der Lohnstatistik erfolgt 
nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der 
konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; 
139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die 
Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf 

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die Rechtsprechung). Dies ist vorliegend der Fall, denn der Beschwerdeführer hat die 
Erwerbstätigkeit trotz Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr aufgenommen.

8.4 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu 
berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad 
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 
Tabellenlohn. Dies stellt keinen "Prozentvergleich" dar, sondern eine rein rechnerische 
Vereinfachung (BGer 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf BGer 
9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).

Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 2019 den Abzug 
auf 5 % bemessen, was vom Beschwerdeführer nicht bemängelt wurde. Dies erscheint 
angesichts des Alters des Beschwerdeführers, seiner guten Sprachkenntnisse, der 1993 
erfolgten Einbürgerung, der ihm verbleibenden, doch erheblichen Arbeitsfähigkeit sowie 
der in Frage kommenden (Hilfs-)Tätigkeiten als angemessen. Daraus resultiert ein 
rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 5 %, was zur Abweisung der Beschwerde 
führt.

9. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.– festzulegen und ausgangsgemäss 
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Mit Verfügung vom 14. Januar 2020 ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende 
Verfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in der Person von Rechtsanwalt B.________ 
bestellt worden (act. 13). Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands wird 
nach Ermessen auf Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt; Rechtsanwalt 
B.________ ist daher mit diesem Betrag aus der Staatskasse zu entschädigen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. Rechtsanwalt lic. iur. 
B.________ wird mit Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
IV-Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, 
und zum Vollzug von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug.

Zug, 20. Oktober 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am