# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2791decb-3cc9-52da-a4c7-0b82903f0047
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2010 UV 2009/95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-95_2010-09-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/95

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 02.09.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2010
Art. 6 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 UVG: Prüfung der Rentenfrage 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet 
werden kann. Mit Rentenanspruch fallen die Taggeldleistungen und 
Heilbehandlungen dahin. Frage des Anforderungsniveaus innerhalb der LSE-
Löhne für die Bestimmung des Invalideneinkommens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2010, UV 
2009/95).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 2. September 2010

in Sachen

I.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Haus zur alten Dorfbank, 

9313 Muolen,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1950 geborene I.___ war als Betreuerin bei der Stiftung A.___, tätig und 

dadurch bei der AXA Winterthur (vormals: "Winterthur" Schweizerische Versicherungs-

Gesellschaft) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie sich am 

20. Mai 2004 eine Verletzung an der linken Schulter zuzog. Gemäss Unfallbeschreibung 

des Versicherers war die Versicherte nach dem Einsteigen in einen Kleinbus noch mit 

einer zu betreuenden Person beschäftigt, als der Bus abrupt anfuhr und sie mit der 

linken Schulter frontal auf die Hintertür prallte (act. A1).

A.b   Der erstbehandelnde Arzt stellte noch am Unfalltag eine komplikationslose 

Prellung der linken Schulter ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (act. M1). Im 

ärztlichen Bericht vom 29. September 2004 diagnostizierte Dr. med. B.___, Spezialarzt 

Innere Medizin FMH, chronische Schulterschmerzen nach Schulterkontusion links und 

einen Status nach Kontusion der linken Hüfte am 20. Mai 2004. Seit dem Unfallereignis 

bestehe bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. M2). Am 15. Dezember 

2004 untersuchte Dr. med. C.___, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, die Versicherte 

und führte am 16. Dezember 2004 eine diagnostische Schulterinfiltration von dorsal 

durch. Ergänzend veranlasste sie ein MRI der HWS (18. Januar 2005) sowie ein Arthro-

MRI der Schulter links (15. Februar 2005). Im Bericht vom 7. März 2005 hielt Dr. C.___ 

fest, dass bei der Versicherten seit 10 Jahren wechselnde Beschwerden am 

Bewegungsapparat bestehen würden, welche sich zunehmend zu einem 

Ganzkörpersyndrom halbseitenartig linksbetont entwickeln würden. Eine 

Angstkrankheit sowie eine depressive Verstimmung sei bereits in einem 

psychiatrischen Konsilium im Jahr 2001 festgehalten worden. Ebenso seien in den 

Akten bereits seit 2001 wechselnd links- und rechtsseitige Cervicobrachialgien 

erwähnt. Bezüglich Unfallkausalität der geklagten Beschwerden führte Dr. C.___ aus, 

dass die linksseitigen Schulter-Armbeschwerden mit grösster Wahrscheinlichkeit auf 

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den Unfall vom 20. Mai 2004 zurückzuführen seien. Im Anschluss an die 

Schulterkontusion sei es zu einer massiven und anhaltenden Schmerzexazerbation 

gekommen, die vereinbar sei mit den auch im Arthro-MRI dokumentierten Befunden 

einer fortgeschrittenen Tendinopathie der distalen Supraspinatussehne bei 

vorbestehend degenerativem Impingement. Der Unfall mit direkter Schulterkontusion 

könne als ausreichende Ursache einer Sehnenschädigung auf vorbestehend 

degenerativer Basis angesehen werden. In der angestammten Tätigkeit als Pflegerin sei 

die Versicherte 100% arbeitsunfähig. Aufgrund der Sehnenpathologie müsse mit 

Schmerzen bis zu einem Jahr, evtl. auch länger, ab Unfalldatum gerechnet werden (act. 

M6). Vom 9. bis 28. Mai 2005 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Klinik Valens. Im 

Austrittsbericht vom 17. Juni 2005 wurde u.a. ein Fibromyalgie-Syndrom bei 18 

positiven Tender Points nach Unfall vom 20. Mai 2004 diagnostiziert (act. M9). Die IV-

Stelle des Kantons St. Gallen veranlasste beim Ärztlichen Begutachtungsinstitut (ABI), 

Basel, eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten, wobei sich die AXA 

Winterthur mit Zusatzfragen am Gutachten beteiligte. Das entsprechende Gutachten 

datiert vom 23. September 2005 (act. M10).

A.c   Mit Schreiben vom 4. Oktober 2005 teilte die AXA Winterthur der Versicherten mit, 

dass gestützt auf die im ABI-Gutachten attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit, die Taggeldleistungen per sofort (30. September 2005) 

eingestellt würden (act. A22).

A.d   Mit Verfügung vom 7. Dezember 2005 verneinte die AXA Winterthur einen 

Rentenanspruch, da der Invaliditätsgrad lediglich 4,77% betrage. Die Übernahme von 

Heilbehandlungen ende per 31. Dezember 2005. Die zukünftigen Heilungskosten ab 1. 

Januar 2006 würden zu Lasten der Krankenversicherung gehen (act. A33). Gegen diese 

Verfügung erhob der Rechtsvertreter der Versicherten am 8. Dezember 2005 

Einsprache (act. A35).

A.e   Am 12. August 2008 erfolgte eine weitere Untersuchung der Versicherten im ABI 

in Basel. Das entsprechende Gutachten datiert vom 11. September 2008 (act. M13).

A.f    Mit Einspracheentscheid vom 27. August 2009 wies die AXA Winterthur die 

Einsprache ab (act. A50).

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B.       

B.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Krešo Glavaš, Muolen, 

eingereichte Beschwerde vom 23. September 2009 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 27. August 2009 sei aufzuheben, der Beschwerdeführerin 

seien sämtliche UVG-Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, allenfalls Rente nach 

Eintritt des definitiven Zustands) nach Massgabe der noch vorzunehmenden 

medizinischen Begutachtung zu gewähren und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, eine Integritätsentschädigung von mindestens 10% für die verbliebenen 

Folgen der unfallbedingten Verletzungen, insbesondere der Partialruptur der 

Supraspinatussehne, zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin bleibe mindestens für die aus dem 

Unfallereignis resultierende Partialruptur der Supraspinatussehne sowie die 

beginnende Arthrose des AC-Gelenks leistungspflichtig. Gemäss Auskunft der 

ehemaligen Arbeitgeberin würde die Beschwerdeführerin zum heutigen Zeitpunkt einen 

Jahreslohn von Fr. 67'952.-- erzielen. Die Beschwerdeführerin selber sei sogar der 

Ansicht, sie würde heute mindestens Fr. 70'000.-- verdienen. Der Leidensabzug sei 

aufgrund der schwerwiegenden Problematik im linken Schultergelenk auf 10% 

festzulegen. Es sei eine medizinische Begutachtung durchzuführen, um daraufhin 

mindestens eine 10%ige Integritätsentschädigung zu gewähren.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2010 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Der Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung sei durch das ABI ausdrücklich verneint worden, da keine 

wesentliche Einschränkung des Bewegungsumfangs oder eine fortgeschrittene 

Arthrose vorlägen. Hinsichtlich der weiteren Heilbehandlung sei festzuhalten, dass 

weder Dr. C.___ noch die ABI-Gutachter weitere medizinische Massnahmen 

vorgeschlagen hätten, von denen eine namhafte Verbesserung der Beeinträchtigung im 

Bereich der linken Schulter zu erwarten wäre. Falls die Beschwerdeführerin für den 

Einkommensvergleich von einem Valideneinkommen für das Jahr 2009 von Fr. 

67'952.-- ausgehe, sei auch das Invalideneinkommen aus dem Jahr 2004 auf das Jahr 

2009 hochzurechnen, wodurch weiterhin ein Invaliditätsgrad von unter 10% resultiere. 

Ein Nachweis für ein weitaus höheres Valideneinkommen sei nicht aktenkundig. Ein 

Leidensabzug von 5% berücksichtige die objektive gesundheitliche Einschränkung der 

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Beschwerdeführerin hinreichend. Die verhältnismässig geringe unfallbedingte 

Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit würde 

keinen höheren Abzug zulassen.

B.c   Mit Replik vom 15. Februar 2010 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

an den gestellten Anträgen fest. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die 

Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen auf das Anforderungsniveau 3 

abstelle, da die Beschwerdeführerin höchstens unqualifizierte Arbeiten durchführen 

könne. Es sei mindestens ein Leidensabzug von 15% vorzunehmen, da insbesondere 

bei Hilfsarbeiten beide Hände gebraucht würden.

B.d   Mit Schreiben vom 10. März 2010 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 

Duplik.

Erwägungen:

1.        

1.1    Als Anfechtungsgegenstand gilt das Objekt des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Dieses ist abzugrenzen gegenüber Gegenständen, über welche 

im strittigen Entscheid nicht entschieden wurde. Nach der Rechtsprechung kann aus 

prozessökonomischen Gründen eine Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens auf eine 

ausserhalb des Anfechtungsgegenstands liegende Frage erfolgen. Dabei müssen 

bestimmte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein; die neue Frage muss spruchreif sein 

und mit dem bisherigen Streitgegenstand eng zusammenhängen, und es muss sich der 

Versicherungsträger mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert haben (Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 61 Rz. 56).

1.2    Mit Schreiben vom 4. Oktober 2005 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass die 

Beschwerdeführerin gemäss ABI-Gutachten in einer leidensangepassten Tätigkeit 

100% arbeitsfähig sei und daher die Taggeldleistungen per sofort eingestellt würden 

(act. A22). In der Verfügung vom 7. Dezember 2005 ist die Einstellung der 

Taggeldleistungen allerdings nicht Bestandteil des Dispositivs und wird im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2009 auch nicht abgehandelt. Die 

Taggeldeinstellung kann somit nicht zum Anfechtungsgegenstand der vorliegenden 

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Beschwerde gezählt werden. Wie die folgenden Erwägungen zeigen werden, kann 

offengelassen werden, ob im Rahmen einer Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens 

über die Einstellung der Taggeldleistungen zu befinden ist. Da im vorliegenden Fall der 

Beginn des Rentenanspruchs zu bestimmen ist, enden spätestens zu diesem Zeitpunkt 

die Taggeldleistungen ohnehin. In der Verfügung vom 7. Dezember 2005 wurde unter 

Punkt 3 erwähnt, dass die medizinischen Voraussetzungen für die Zusprechung einer 

Integritätsentschädigung nicht gegeben seien. Im Dispositiv wurde allerdings die 

Verneinung einer Integritätsentschädigung nicht explizit genannt. Im angefochtenen 

Einspracheentscheid ist ebenfalls lediglich in einem Nebensatz und ohne weitere 

Begründung zu lesen, dass keine Integritätsentschädigung geschuldet sei. Die Frage 

der Integritätsentschädigung bildet somit streng betrachtet auch nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens. Da die notwendigen Voraussetzungen für die Ausdehnung 

des Anfechtungsgegenstands allerdings gegeben sind, kann vorliegend über die 

Gewährung einer Integritätsentschädigung entschieden werden.

1.3    Zu prüfen gilt es somit, ob die Beschwerdegegnerin die weiteren 

Heilbehandlungen ab 1. Januar 2006 nicht mehr zu übernehmen hat und ob sie zu 

Recht einen Rentenanspruch sowie eine Integritätsentschädigung verneinte.

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid die Kriterien für die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbesondere die Voraussetzung eines 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen gesundheitlichen Schaden, hinreichend dargelegt. Ebenfalls 

zutreffend sind ihre rechtlichen Ausführungen über den Anspruch auf eine 

Rentenleistung. Darauf kann verwiesen werden.

2.2    Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise 

arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Der Anspruch 

auf Taggeld entsteht nach Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und 

erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer 

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Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Der Rentenanspruch entsteht, wenn 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 

Abs. 1 UVG).

3.        

Dem ABI-Gutachten vom 23. September 2005 ist zu entnehmen, dass zumindest ein 

Teil der bestehenden Schulterbeschwerden nach wie vor im natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 20. Mai 2004 stehen. Die Einschränkungen für 

Tätigkeiten im Überkopfbereich dürften weitestgehend unfallbedingt sein. Da vor dem 

Unfallereignis keine namhaften Schulterschmerzen bestanden hätten, sei der Status 

quo ante nicht erreicht. Es sei davon auszugehen, dass bereits vor dem Unfall gewisse 

degenerative Veränderungen an der linken Schulter bestanden hätten, die sich 

allerdings nicht durch Schmerzen äusserten. Es könne allerdings nur vermutet werden, 

wie sich diese Veränderungen beim natürlichen Verlauf bis heute entwickelt hätten, so 

dass auch der Status quo sine nicht erreicht sei. Die übrigen geklagten Beschwerden 

seien unfallfremd. Gestützt auf diese Aussagen anerkannte die Beschwerdegegnerin zu 

Recht, dass zumindest noch ein Teil der geklagten Schulterbeschwerden auf den Unfall 

vom 20. Mai 2004 zurückzuführen sind. Die Schlussfolgerungen der ABI-Gutachter sind 

hinreichend begründet und nachvollziehbar. Ausserdem sind den vorliegenden 

medizinischen Akten keine widersprechenden Berichte zu entnehmen (vgl. Gutachten 

Dr. C.___ vom 7. März 2005), weshalb auf die Ausführungen im ABI-Gutachten 2005 

abgestellt werden kann. Da die Gutachter im Jahr 2005 explizit 

unfallversicherungsrechtliche Fragestellungen beantworteten, im Jahr 2008 hingegen 

das Gutachten hauptsächlich für die IV erstellt wurde und ausserdem das Gutachten 

aus dem Jahr 2005 zeitlich näher beim zu prüfenden Rentenbeginn (1. Oktober 2005) 

liegt, ist mehrheitlich - insbesondere bezüglich Kausalität, unfallbedingter 

Arbeitsunfähigkeit und notwendiger Heilbehandlungen - auf das ältere Gutachten 

abzustellen.

4.        

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4.1    Während die Beschwerdegegnerin die Auffassung vertrat, dass von weiteren 

medizinischen Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu 

erwarten sei und daher einen Rentenanspruch per 1. Oktober 2005 prüfte, ist die 

Beschwerdeführerin der Meinung, dass die Beschwerdegegnerin zumindest für die 

somatischen Folgen im AC-Gelenk und für die Partialruptur der Supraspinatussehne 

leistungspflichtig bleibe.

4.2    Im Gutachten vom 7. März 2005 führte Dr. C.___ aus, dass mit einer stationären 

Rehabilitation inklusive subakromialer Infiltration unter bildgebender Kontrolle eine 

Verbesserung des Gesundheitszustands möglich sei. Unbedingt zu empfehlen sei auch 

eine spezialärztliche psychiatrische Betreuung. Nach einem stationären Aufenthalt in 

der Klinik Valens wurden im Austrittsbericht vom 17. Juni 2005 eine ambulante 

Psychotherapie sowie die Fortführung des instruierten Heimprogramms empfohlen. 

Dem ABI-Gutachten aus dem Jahr 2005 ist zu entnehmen, dass grundsätzlich eine 

nochmalige detaillierte Evaluation der Situation im Bereich der linken Schulter möglich 

wäre und im besten Fall auch zu einer Beschwerdereduktion führen könnte. Allerdings 

sei zu bedenken, dass es bereits jetzt zu einer erheblichen Ausweitung der 

Symptomatik über das organisch Erklärbare gekommen sei, die sich durch eine weitere 

Heilbehandlung wohl nicht beeinflussen lassen dürfte. Somit müsse die Prognose 

bezüglich des weiteren Heilverlaufs als offen bezeichnet werden. Selbst bei optimalem 

weiterem Verlauf sei nicht mit einer namhaften Steigerung der Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit zu rechnen, wogegen eine angepasste Tätigkeit bereits jetzt 

vollumfänglich zumutbar wäre. Diese Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

könne ohne weitere Therapiemassnahmen erhalten werden. Der Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, teilte im 

Schreiben vom 7. November 2005 mit, dass sich aufgrund des ABI-Gutachtens keine 

Indikationen zu weiteren wirtschaftlich und zweckmässigen medizinischen 

Massnahmen bzw. Abklärungen ergeben würden (act. M12). Aufgrund dieser 

medizinischen Aktenlage ist somit rechtsgenüglich belegt, dass spätestens Ende 

September 2005 keine medizinischen Massnahmen mehr angezeigt waren, welche für 

die unfallbedingten Beschwerden an der linken Schulter eine namhafte Verbesserung 

bewirken könnten. An dieser Einschätzung vermag auch das Schreiben von Dr. med. 

E.___, Spezialarzt Orthopädie FMH, vom 16. November 2005 nichts zu ändern. Dr. 

E.___ führte aus, dass nach erfolgloser konservativer Behandlung nur noch die 

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operative Revision der linken Schulter empfohlen werden könne. Eine Begründung oder 

wie die Aussichten bezüglich einer namhaften Verbesserung sind, ist dem Schreiben 

nicht zu entnehmen. Das ABI-Gutachten aus dem Jahr 2008 führt dazu nachvollziehbar 

aus, dass hinsichtlich der linken Schulter im Dezember 2004 die Durchführung einer 

subakromialen Infiltration zu einer Beschwerdezunahme geführt habe, sodass von 

einem operativen Vorgehen keine Besserung zu erwarten sei.

4.3    Damit hat die Beschwerdegegnerin zu Recht ab 1. Oktober 2005 den Anspruch 

auf eine Rente geprüft. Ob zu dieser Zeit noch Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung in Betracht fielen, ist entgegen dem Wortlaut von Art. 19 Abs. 1 

UVG nicht relevant für den Zeitpunkt der Rentenprüfung. Denn gestützt auf Art. 30 Abs. 

1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) ist dort, wo nach Abschluss der 

ärztlichen Behandlung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG der Entscheid der 

Invalidenversicherung über die berufliche Eingliederung noch aussteht, eine 

Übergangsrente auf der Basis der gegenwärtigen Erwerbsunfähigkeit auszurichten (vgl. 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 371f). Die 

Heilkostenübernahme endet grundsätzlich ebenfalls mit einem Rentenanspruch. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Kosten allerdings noch bis Ende Dezember 2005 

übernommen. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, ob in den letzten drei Monaten vor 

der Leistungseinstellung tatsächlich noch Kosten für Behandlungen übernommen 

wurden. Zu beachten bleibt, dass die Beschwerdegegnerin trotz Prüfung der 

Rentenfrage der Beschwerdeführerin noch Heilbehandlungen gemäss Art. 21 Abs. 1 

UVG vergüten kann. Mit dem Rentenbeginn endet gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG auch der 

Anspruch auf Taggeldleistungen. Somit wäre auch die Einstellung der 

Taggeldleistungen per Ende September 2005 nicht zu beanstanden. Auf weitere 

Ausführungen diesbezüglich kann jedoch verzichtet werden, da wie bereits erwähnt 

offengelassen wurde, ob die Einstellung der Taggelder Anfechtungsgegenstand des 

vorliegenden Verfahrens bildet. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass spätestens ab 

Ende September 2005 von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte 

Besserung mehr erwartet werden konnte und die Beschwerdegegnerin somit 

spätestens ab diesem Zeitpunkt die Kosten für weitere Heilbehandlungen nicht mehr 

übernehmen musste. Zu prüfen bleibt ein Rentenanspruch ab 1. Oktober 2005.

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4.4    Die Beschwerdeführerin beantragte in der Beschwerde vom 23. September 2009 

die Durchführung einer weiteren medizinischen Begutachtung. Da nicht anzunehmen 

ist, dass weitere Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend relevanten 

Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden (antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 

62.211).

5.        

5.1    Gemäss ABI-Gutachten vom 23. September 2005 bestehe für die angestammte 

Tätigkeit als Pflegerin in klassischer Form bleibend eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die zudem keine Bewegungen im 

Überkopfbereich oder eine übermässige Beanspruchung des linken Armes verlangen 

würden, bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. 

Zu Recht ist zwischen den Parteien grundsätzlich unbestritten geblieben, dass die 

Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist.

5.2    Die Beschwerdegegnerin ermittelte gemäss Einspracheentscheid für das Jahr 

2004 ein Valideneinkommen von Fr. 63'349.--, respektive unter Berücksichtigung der 

Teuerung von 0.9% für das Jahr 2005 von Fr. 63'920.--. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin teilt in der Beschwerde mit, dass die Beschwerdeführerin gemäss 

Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin heute ohne Gesundheitsschaden einen 

Jahreslohn von Fr. 67'952.-- erzielen würde. Die Beschwerdeführerin selber sei der 

Ansicht, dass sie heute Fr. 70'000.-- verdienen würde, da ihr dies versprochen worden 

und sie bis zum Unfall eine gute Mitarbeiterin gewesen sei. Während die 

Beschwerdegegnerin für das Valideneinkommen das Einkommen aus dem Jahr 2004, 

respektive 2005 heranzieht, verwendet die Beschwerdeführerin den unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung aufgerechneten Wert für das Jahr 2009. 

Entscheidend für den Einkommensvergleich ist, dass stets Werte aus derselben 

Vergleichsperiode beizuziehen sind. Da somit eine Aufrechnung nicht zwingend zu 

erfolgen hat, werden für die Berechnung des Invaliditätsgrads die Werte für das Jahr 

2004 berücksichtigt. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach sie heute Fr. 

70'000.-- verdienen würde, ist durch die vorliegenden Akten nicht ausgewiesen. Allein 

der Umstand, dass sie bis zum Unfall eine gute Mitarbeiterin gewesen und ihr eine 

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Lohnerhöhung versprochen worden sei, rechtfertigt es nicht, vom ausgewiesenen Lohn 

abzuweichen. Gemäss dem Formular "Unfallmeldung UVG" hätte die 

Beschwerdeführerin bei der Stiftung A.___ im Jahr 2004 ein Jahreseinkommen und 

somit ein Valideneinkommen von Fr. 63'349.-- (inkl. 13. Monatslohn) erzielt (act. A1).

5.3    Zu Recht sind sich die Parteien einig, dass für die Berechnung des 

Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne der LSE abzustellen ist, da die 

Beschwerdeführerin seit Ende November 2004 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. 

Umstritten ist hingegen, welches Anforderungsniveau innerhalb der Tabellenlöhne 

anzuwenden ist. Gemäss ABI-Gutachten vom 23. September 2005 bestehe für die 

angestammte Tätigkeit als Pflegerin in klassischer Form bleibend eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die zudem 

keine Bewegungen im Überkopfbereich oder eine übermässige Beanspruchung des 

linken Armes verlangen würden, bestehe eine zeitlich und leistungsmässig 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Somit wäre der Beschwerdeführerin auch eine reine 

Behindertenbetreuung zuzumuten, sofern die genannten Bewegungen und der Transfer 

von Patienten nicht durchgeführt werden müssten. Aufgrund dieser Ausführungen war 

die Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin weiterhin als 

Betreuerin arbeiten könnte und daher beim Invalidenlohn auf das Anforderungsniveau 3 

(Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) abzustellen sei. Dieser Schlussfolgerung 

kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin war vor dem Unfallereignis als 

Pflegerin tätig. Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. auch Waschen sowie An- und 

Auskleiden von Patienten, Putzen der Wohnungen und Wäsche in die Wäscherei 

bringen. Diese Aufgaben kann sie aufgrund ihrer Einschränkungen an der Schulter 

nicht mehr ausführen. Ausserdem benötigen die Patienten vielfach Unterstützung beim 

Gehen, was der Beschwerdegegnerin ebenfalls nicht mehr möglich ist. Diese 

genannten Arbeiten sind wesentliche Tätigkeiten einer Pflegerin. Es erscheint ziemlich 

unwahrscheinlich, dass ein Arbeitgeber eine Betreuerin einstellt, welche die genannten 

Tätigkeiten nicht ausführen kann und deshalb zusätzlich nochmals eine Pflegerin 

einstellen müsste. Doch selbst wenn die Beschwerdeführerin eine solche Stelle als 

Betreuerin finden würde, hätte sie bei dieser Tätigkeit sicherlich mit einer ganz 

erheblichen Lohneinbusse zu rechnen, da sie die körperlich schwere Arbeit nicht mehr 

verrichten könnte. Die Tätigkeit als Betreuerin eignet sich somit nicht für die 

Berechnung des Invalideneinkommens. Vielmehr ist für die Ermittlung des 

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Invalideneinkommens von einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit im 

Anforderungsniveau 4 der Tabellenlöhne auszugehen. Im Jahr 2004 lag der 

Durchschnittslohn für eine Frau bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei 

Fr. 3'893.-- (LSE-Tabelle 1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4). Aufgerechnet auf 

die 2004 vorherrschende durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden 

ergibt sich ein Jahreseinkommen und somit ein Invalideneinkommen - ohne Abzug - 

von Fr. 48'585.--.

5.4    Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Rechtsprechungsgemäss 

hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - insbesondere auch von 

invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte 

Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische 

Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt etwa in 

AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Aufgrund der Tatsache, 

dass die Beschwerdeführerin nur noch körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, 

die zudem keine Bewegungen im Überkopfbereich oder eine übermässige 

Beanspruchung des linken Armes (Heben und Tragen von Lasten nicht über 5kg) 

verlangen, ausüben kann sowie unter Berücksichtigung des fortgeschrittenen Alters der 

Beschwerdeführerin (Jahrgang 1950), erscheint ein Leidensabzug von 10% als 

angemessen. Das Invalideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 43'727.--.

5.5    Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkommens ergibt 

sich somit ein Invaliditätsgrad von gerundet 31%.

6.        

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6.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf 

eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang besteht, und als erheblich, wenn die körperliche oder geistige 

Integrität unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist 

(Art. 36 UVV; vgl. RKUV 1998 Nr. U 303 S. 354). Die Schätzung des Integritätsschadens 

ist eine ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im 

Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem Arzt, grundsätzlich jede Integritätsentschädigung 

annähernd vergleichbaren Integritätsschäden der Skala zuzuordnen. Trotzdem hat sich 

in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der 

Integritätsschäden manifestiert. Der ärztliche Dienst der Suva hat in der Folge, 

basierend auf der erwähnten Skala und unter Berücksichtigung dieser absolut 

verbindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet 

(Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). 

Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze 

dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im 

Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des 

Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach 

unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen 

werden, mit denen die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet 

werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 

Nr. U 21 S. 328 und Nr. U 31 S. 438).

6.2    Im ABI-Gutachten vom 23. September 2005 äusserten sich die Gutachter zum 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV und Anhang 3 

der Verordnung sowie die daran angelehnten Suva-Tabellen 1 und 5 bestehe kein 

Integritätsschäden, da weder eine wesentliche Einschränkung des Bewegungsumfangs 

noch eine fortgeschrittene Arthrose objektiviert werden könne. Es würden sich keine 

Hinweise ergeben, dass in Zukunft mit einer relevanten Verschlimmerung der Situation 

gerechnet werden müsste. Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb nicht auf die 

Einschätzung der ABI-Gutachter abgestellt werden könnte. Die unfallbedingten 

Einschränkungen der Beschwerdeführerin an der linken Schulter, insbesondere die 

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Partialruptur der Supraspinatussehne, rechtfertigen keine Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung.

7.        

7.1    Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist in teilweiser Gutheissung der 

Beschwerde der Einspracheentscheid vom 27. August 2009 - soweit die Invalidenrente 

betreffend - aufzuheben und der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2005 eine 

Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 31% auszurichten.

7.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese mit Rücksicht auf 

die Bedeutung der Streitsache, die Schwierigkeit des Prozesses und den betriebenen 

Aufwand des Rechtsvertreters auf Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 27. 

August 2009 - soweit die Invalidenrente betreffend - in dem Sinn teilweise 

gutgeheissen, dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin 

ab 1. Oktober 2005 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 31% 

auszurichten. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2010
	Art. 6 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 1 UVG: Prüfung der Rentenfrage wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann. Mit Rentenanspruch fallen die Taggeldleistungen und Heilbehandlungen dahin. Frage des Anforderungsniveaus innerhalb der LSE-Löhne für die Bestimmung des Invalideneinkommens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2010, UV 2009/95).

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