# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f47e58ab-3de7-5019-9e39-9e8f77f3201c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 28.10.2025 ZOR.2024.53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2024-53_2025-10-28.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

ZOR.2024.53 
(OZ.2020.3)  

 

 

 

Urteil vom 28. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Giese  

Ersatzrichter Meier  

Gerichtsschreiberin Albert 

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwälte Lukas Müller und Paula Niedermann,  

[…]  

 

 
    

Beklagter   B._____,  

[…] 

 

 
 

Gegenstand  Forderung aus Miteigentum 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien sowie deren Eltern und Bruder sind Miteigentümer des Grund-

stücks B mit dem vom Kläger, den Eltern und dem Bruder bewohnten 

Gebäude an der Q-Strasse in R._____. 

 

2. 

2.1. 

Mit Klage vom 10. Februar 2020 und Replik vom 17. Oktober 2022 

beantragte der Kläger beim Bezirksgericht Muri, der Beklagte sei zu 

verpflichten, ihm Fr. 60'000.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 26. September 

2019 zu bezahlen, unter Nachklagevorbehalt sowie Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten. 

 

2.2. 

Nachdem der Beklagte mit Eingabe vom 13. März 2020 die örtliche 

Zuständigkeit des Bezirksgerichts Muri bestritten hatte, trat dieses mit 

Entscheid vom 9. Juni 2020 auf die Klage ein. Die dagegen vom Beklagen 

erhobene Berufung wies das Obergericht mit Urteil ZOR.2020.44 vom 

15. September 2020 ab. Auf die vom Beklagten dagegen erhobene 

Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 5A_905/2020 vom 

3. November 2020 nicht ein.  

 

2.3. 

Mit Klageantwort vom 6. Februar 2021 und Duplik vom 3. Januar 2023 

beantragte der Beklagte die Abweisung der Klage unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers. In der Klageantwort wurden 

zudem diverse weitere Anträge unter anderem gegen die weiteren 

Miteigentümer sowie prozessualer Natur gestellt. 

 

2.4. 

Mit Teilentscheiden des Bezirksgerichts Muri vom 26. April 2021 und 

5. Juli 2022 trat dieses auf die Widerklagen und diverse weitere Anträge 

des Beklagten nicht ein. Auf die vom Beklagten gegen den Teilentscheid 

vom 26. April 2021 erhobene Berufung trat das Obergericht mit Entscheid 

ZOR.2021.32 vom 24. August 2021 nicht ein. 

 

2.5. 

Mit Verfügung des Gerichtspräsidiums Muri vom 26. April 2021 wies dieses 

das Gesuch des Beklagten um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ab. Die vom Beklagten dagegen erhobene Beschwerde wies das 

Obergericht mit Entscheid ZOR.2021.26 vom 22. Juli 2021 ab, soweit es 

darauf eintrat. 

 

 - 3 - 

 

 

2.6. 

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 22. August 2023 wurden die 

Parteien, die übrigen Miteigentümer sowie eine weitere Person befragt. 

 

Nach Einholung der schriftlichen Schlussvorträge hiess das Bezirksgericht 

Muri mit Urteil vom 9. Januar 2024 die Klage gut und verpflichtete den 

Beklagten zur Zahlung von Fr. 60'000.00 zuzüglich 5 % Zins ab 1. Juni 

2020, der Kosten des Schlichtungsverfahrens von Fr. 300.00 sowie einer 

Parteientschädigung von Fr. 14'707.25 und auferlegte ihm die Gerichts-

kosten von Fr. 5'473.40. 

 

2.7. 

Mit Eingabe vom 29. Januar 2024 verlangte der Beklagte die Begründung 

des ihm am 18. Januar 2024 zugestellten Entscheids. Der begründete 

Entscheid wurde ihm am 21. August 2024 zugestellt.  

 

3. 

3.1. 

Mit Berufung vom 20. September 2024 beantragte der Beklagte die Aufhe-

bung des vorinstanzlichen Urteils und die Abweisung der Klage, 

eventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung, unter 

Auferlegung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens an den Kläger. 

 

3.2. 

Mit Verfügung vom 26. September 2024 wies das Obergericht das vom 

Beklagten gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ab. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht 

mit Urteil 4A_571/2024 vom 4. Dezember 2024 nicht ein. 

 

3.3. 

Mit Berufungsantwort vom 19. November 2024 beantragte der Kläger die 

Abweisung der Berufung, soweit auf diese einzutreten sei, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten. 

 

3.4. 

Mit Eingabe vom 3. Dezember 2024 stellte der Beklagte diverse 

prozessuale Anträge. 

  

 - 4 - 

 

 

   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Parteien sind zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder zu je einem 

Fünftel Miteigentümer des Grundstücks B mit dem vom Kläger, den Eltern 

und dem Bruder bewohnten Gebäude an der Q-Strasse in R._____. Der 

Beklagte ist im April 2012 aus der Liegenschaft ausgezogen. Umstritten ist, 

ob der Beklagte sich auch nach seinem Auszug an den Kosten der 

Liegenschaft zu beteiligen hat. 

 

2. 

2.1. 

Der Kläger, der sich die Ansprüche der übrigen Miteigentümer hat abtreten 

lassen, stützt seinen Anspruch auf Art. 649 Abs. 1 ZGB. Dieser 

Bestimmung zufolge werden die Verwaltungskosten, Steuern und anderen 

Lasten, die aus dem Miteigentum erwachsen, im Verhältnis ihrer Anteile 

getragen, wo es nicht anders bestimmt ist. Während der Beklagte sich auf 

den Standpunkt stellt, es sei vereinbart worden, dass er nach seinem 

Auszug nichts mehr bezahlen müsse, erachtete die Vorinstanz den ihm 

obliegenden Beweis einer entsprechenden, vom Kläger bestrittenen 

Vereinbarung unter den Miteigentümern als nicht erstellt und hiess die 

Klage gut.  

 

Der Beklagte rügt im Berufungsverfahren die vorinstanzliche Beweislast-

verteilung sowie die Beweiswürdigung (vgl. Berufung S. 3 ff.). 

 

2.2. 

Die in Art. 649 Abs. 1 ZGB vorgesehene Kostentragungsregelung ist 

dispositiver Natur. Sie kann unter Zustimmung aller Miteigentümer 

abgeändert werden und ist dabei an keine Form gebunden. Das Vorliegen 

einer von Art. 649 Abs. 1 ZGB abweichenden Vereinbarung ist von 

derjenigen Partei zu behaupten sowie im Bestreitungsfall zu beweisen, 

welche sich darauf beruft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_29/2025 vom 

16. April 2025 E. 3.1; BRUNNER/WICHTERMANN, in: Basler Kommentar, 

Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 649 ZGB).  

 

Der Beklagte behauptet, die Parteien hätten sich bei seinem Auszug 

konkludent darauf geeinigt, dass er sich nicht mehr an den Kosten 

beteiligen müsse (act. 101; 115). Entgegen seinem Dafürhalten im 

Berufungsverfahren und mit der Vorinstanz ist er für eine entsprechende 

Vereinbarung beweispflichtig. Zwar ist zwischen den Parteien unbestritten, 

dass die Miteigentümer bereits vor dem Auszug des Beklagten von der 

gesetzlichen Regelung in Art. 649 Abs. 1 ZGB insofern abgewichen sind, 

als dass die Mutter – obwohl selbst Miteigentümerin zu 1/5 – keine Beiträge 

an die Kosten der gemeinsam bewohnten Liegenschaft bezahlt habe bzw. 

man die Kosten nicht durch fünf, sondern durch vier geteilt habe (act. 275; 

 - 5 - 

 

 

344). Daraus folgt jedoch entgegen dem Dafürhalten des Beklagten weder, 

dass man auch den Beklagten von der Kostentragungspflicht befreit hätte, 

noch, dass in Umkehr der Beweislast der Kläger eine Vereinbarung der 

Kostentragung nach den Regeln von Art. 649 Abs. 1 ZGB zu beweisen 

hätte. Ohnehin sind sich die Parteien implizit darüber einig, dass diese 

Regelung nach dem Auszug des Beklagten im April 2012 nicht mehr galt, 

zumal der Kläger vom Beklagten 20 % (und nicht etwa 25 %) der Kosten 

verlangt und der Beklagte bestreitet, diesen Anteil zu schulden. 

Entsprechend bleibt es dabei, dass der Beklagte die behauptete Verein-

barung zu beweisen hat, wonach er keine Beiträge mehr schulde. 

 

2.3. 

Dieser Beweis gelingt dem Beklagten auch nach Auffassung des 

Obergerichts nicht.  

 

Ob der Nachweis einer entsprechenden (konkludenten) Abmachung als 

erbracht anzusehen ist, beurteilt sich nach dem Regelbeweismass des 

strikten Beweises. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht nach objektiven 

Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. 

Dabei genügt es, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten 

Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende 

Zweifel als leicht erscheinen (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.2.1).  

 

Es ist unbestritten bzw. gestützt auf die eingereichten Grundbuchauszüge 

erstellt, dass der Beklagte nach wie vor Miteigentümer zu 1/5 am 

streitgegenständlichen Grundstück ist (vgl. Klagebeilage 2). Im Gegensatz 

zum vorinstanzlichen Verfahren ist sodann nicht mehr strittig, dass der 

Beklagte, als er noch in der Liegenschaft wohnte, sich an den Kosten 

beteiligt hatte (vgl. vorinstanzliches Urteil E. 5.2.4). Fest steht sodann, dass 

die Parteien zu keinem Zeitpunkt schriftlich vereinbart haben, dass der 

Beklagte sich fortan nicht mehr an den Kosten zu beteiligen hätte. 

Entgegen dem Beklagten ist auch nicht darauf zu schliessen, dass die 

übrigen Miteigentümer allein aufgrund des Auszugs des Beklagten aus der 

Liegenschaft – bei unveränderten Eigentumsverhältnissen – sowie 

entgegen der im Gesetz vorgesehenen Kostenbeteiligung, die nur auf die 

Eigentumsverhältnisse abstellt, nicht aber, ob der Eigentümer eine 

Liegenschaft auch selbst bewohnt, konkludent auf die weitere Beitrags-

pflicht verzichtet hätten. 

 

Daran ändern auch die weiteren vom Beklagten vorgebrachten 

Begleitumstände nichts. Der Partei- und Zeugenbefragung ist bereits 

aufgrund der Befangenheit der Beteiligten wenig Aussagekraft für den 

Bestand einer entsprechenden Vereinbarung beizumessen (vgl. 

vorinstanzliches Urteil E. 6.4). Sodann vermögen weder seine Entlassung 

aus dem Hypothekarvertrag als Schuldner noch die Anpassung der 

Daueraufträge auf das Liegenschaftskonto mit hinreichender Überzeugung 

 - 6 - 

 

 

zu belegen, dass er im internen Verhältnis von der Kostentragungspflicht 

befreit worden wäre. Was namentlich seine Entlassung aus dem 

Hypothekarkredit anbelangt (vgl. Beilage zur Eingabe vom 10. Februar 

2021), kann entgegen dem Beklagten nichts betreffend Vereinbarung einer 

Kostentragungsregelung abgeleitet werden, zumal die Hypothekarverträge 

das Rechtsverhältnis zwischen der Bank als Kreditgeberin und den 

Miteigentümern als Kreditnehmern betreffen, während von der Regelung 

betreffend Tragung der gemeinschaftlichen Kosten einzig die 

Miteigentümer untereinander tangiert sind. Auch dass die monatlichen 

Einzahlungen auf das Liegenschaftskonto nach dem Auszug des 

Beklagten angepasst worden sind (vgl. dazu die von der Vorinstanz 

edierten Kontoauszüge), deutet nicht zwangsläufig darauf hin, dass auf 

eine weitere Kostenbeteiligung des Beklagten verzichtet worden wäre. Vor 

dem Hintergrund, dass der Beklage – wie er selbst ausführt – die 

Liegenschaft im Streit verlassen hat (vgl. Berufung S. 5) und in der 

Vergangenheit nicht immer zuverlässig war, was die Zahlungen betrifft, 

kann die Anpassung der Daueraufträge und die Entlassung aus dem 

Hypothekarvertrag auch darin begründet gewesen sein, dass die Parteien 

die Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten sicherstellten wollten, während sie mit 

einer rechtzeitigen Zahlung des Beklagten nicht mehr gerechnet haben. 

Dass sie mit einer freiwilligen Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen 

aus dem Miteigentum nicht mehr gerechnet haben, bedeutet indessen 

nicht, dass sie darauf verzichtet hätten. Zwar lässt sich auch diese Version 

der Geschehnisse nicht mit hinreichender Sicherheit erstellen. Jedoch 

vermögen die vom Beklagten dargebotenen Belege die von ihm behauptete 

(konkludente) Vereinbarung unter den gegebenen Umständen nicht zu 

beweisen. Auch das Argument, dass die Parteien ihn bis zur Einleitung der 

Betreibung im Frühling 2019 nie zur Zahlung aufgefordert hätten, vermag 

die Position des Beklagten nicht zu stärken. Einerseits bleibt unklar, ob 

diese Behauptung tatsächlich zutrifft, zumal auch diesbezüglich der Beweis 

offenbleibt und der Beklagte selbst einräumt, es hätten gewisse Gespräche 

stattgefunden (vgl. Berufung S. 5). Andererseits kann auch daraus – 

insbesondere, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Streitigkeit unter 

Familienmitgliedern handelt – nicht auf einen konkludenten Verzicht einer 

weiteren Beteiligung an den Kosten geschlossen werden, zumal der 

Beklagte seinen Miteigentumsanteil nicht etwa abgetreten hatte. 

 

In der Gesamtbetrachtung erscheint es so, als dass – wie der Beklagte 

teilweise selbst geltend macht – über die Kostenfrage anlässlich des 

Auszugs der Beklagten nicht wirklich gesprochen wurde und auch keine 

konkreten Vereinbarungen getroffen wurden (vgl. Berufung S. 5 ff.). Vor 

diesem Hintergrund eine konkludente Vereinbarung zwischen den 

Miteigentümern, wonach sich der Beklagte an den gemeinschaftlichen 

Kosten nicht mehr beteiligen müsse, abzuleiten, geht aber zu weit, zumal 

Art. 649 Abs. 1 ZGB ausdrücklich eine allein vom Miteigentumsanteil 

abhängige Kostentragungsregelung statuiert. Nachdem die vom Beklagten 

 - 7 - 

 

 

behauptete Vereinbarung über die Kostenverteilung unbewiesen bleibt und 

keine andere Vereinbarung behauptet wird, gilt die dispositive gesetzliche 

Regelung von Art. 649 Abs. 1 ZGB, wonach sich die Miteigentümer an den 

gemeinschaftlichen Kosten im Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile zu 

beteiligen haben. 

 

2.4. 

Zusammengefasst gelingt dem Beklagten der ihm obliegende Beweis, dass 

zwischen ihm und den anderen Miteigentümern eine Vereinbarung 

getroffen worden ist, wonach er ab seinem Auszug keinen seinem 

Miteigentumsanteil entsprechenden Beitrag an die gemeinschaftlichen 

Kosten mehr zu leisten hätte, nicht. Damit gilt die für die Zeit nach dem 

Auszug des Beklagten aus der gemeinsamen Liegenschaft die Kostentra-

gung nach Art. 649 Abs. 1 ZGB. Die Berufung ist folglich abzuweisen. 

 

3. 

Die prozessualen Anträge des Beklagten (vgl. Eingabe vom 3. Dezember 

2024) sind gegenstandslos geworden, nachdem das Bundesgericht auf 

eine Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts vom 

26. September 2024, mit welcher das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen worden war, nicht eingetreten 

ist. 

 

4. 

4.1. 

Ausgangsgemäss sind dem Beklagten die Kosten des obergerichtlichen 

Verfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO). 

Ausgehend vom Streitwert von Fr. 60'000.00 ist die obergerichtliche 

Spruchgebühr auf Fr. 4'970.00 festzusetzen (§ 10 Abs. 1 i.V.m. § 7 Abs. 1 

GebührD) und mit dem vom Beklagten geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Die Berufung des 

Beklagten muss als von Anfang an offensichtlich aussichtslos bezeichnet 

werden, weshalb auch sein mit Eingabe vom 3. Dezember 2025 erneut 

gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist (Art. 117 

lit. b ZPO). 

 

4.2. 

Zudem ist der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger seine zweitinstanz-

lichen Parteikosten zu ersetzen. Diese werden, ausgehend vom Streitwert 

von Fr. 60'000.00 und einer Grundentschädigung von Fr. 9'470.00 (§ 8 

i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 AnwT), einem Abzug von 20 % gemäss § 6 

Abs. 2 AnwT (keine Verhandlung) sowie einem Abzug von 50 % gemäss 

§ 8 (Rechtsmittelverfahren) und einer Auslagenpauschale von 3 % (§ 13 

Abs. 1 AnwT) sowie dem Mehrwertsteuersatz von 8.1 % auf gerundet 

Fr. 4'200.00 festgesetzt. 

 

 - 8 - 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung des Beklagten wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Gesuch des Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege wird abgewiesen. 

 

3. 

Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 4'970.00 werden dem 

Beklagten auferlegt. 

 

4. 

Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger für das Berufungsverfahren eine 

Parteientschädigung von Fr. 4'200.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

  

 - 9 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 60'000.00. 

 

 
   

Aarau, 28. Oktober 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six Albert