# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7faf13cb-137a-5eda-9586-0f8ac896ba92
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.07.2009 E-4508/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4508-2009_2009-07-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4508/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

A._______, geboren (...)
Nigeria,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4508/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer - ein nigerianischer Staatsangehöriger aus 
B._______  (C._______,  Nigeria)  und  der  Ethnie  der  D._______ 
zugehörig - sein Heimatland eigenen Angaben zufolge im August 2008 
von Lagos aus auf dem Luftweg in ein ihm unbekanntes Land verliess 
und von dort aus mit Hilfe eines Schleppers per Auto in Umgehung der 
Grenzkontrolle  am  4.  August  2008  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 4. September 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
E._______ befragt und am 23. Juni 2009 in Anwendung von Art. 29 
Abs. 1 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) 
durch das Bundesamt zu den Asylgründen angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend  machte,  seine  (...)  seien  im  Mai  2008  wegen  familiären 
Streitigkeiten  von  den  Halbgeschwistern  seines  Vaters   umgebracht 
worden, 

dass er mit ihnen nicht unterwegs gewesen sei, weshalb man ihn nicht 
getötet habe, 

dass er nach der Beerdigung nicht mehr ins Geschäft gegangen sei, 
sondern zusammen mit einem Freund zu Hause geblieben sei,

dass  zwei  Wochen  später  sein  Freund  getötet  worden  sei,  und  der 
Beschwerdeführer  angenommen habe,  dass er  das Opfer hätte  sein 
sollen, weshalb er dies sofort der Polizei gemeldet habe, 

dass diese sofort einen Augenschein bei ihm zu Hause vorgenommen 
und ihn verhaftet habe, 

dass die Polizei unterdessen von den Halbgeschwistern seines Vater 
bestochen  worden  sei  und  der  Beschwerdeführer  in  der  Folge  des 
Mordes an seinem Freund angeschuldigt worden sei, 

dass die  Polizei  im Juli  2008 in  seine Zelle  gekommen sei,  ihm die 
Augen  verbunden  und  ihn  in  den  Kofferraum  eines  Autos  gesteckt 
habe, 

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dass  er,  als  das  Auto  angehalten  habe,  habe  aussteigen,  die 
Augenbinde  entfernen  und  den  Freund  seines  verstorbenen  Vaters 
sehen können, womit er erkannt habe, dass er frei sei, 

dass  dieser  Freund  anschliessend  alles  für  die  Ausreise  organisiert 
habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  wegen  Widerhandlung  gegen  das 
Betäubungsmittelgesetz am (...) festgenommen wurde, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  3. Juli 2009  in  Anwendung von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a AsylG  auf  das Asylgesuch nicht  eintrat,  die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach 
Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe  keine  Reise-  oder 
Identitätspapiere abgegeben, 

dass er am 4. August 2008 schriftlich aufgefordert  worden sei,  innert 
48  Stunden  rechtsgenügliche  Identitäts-  beziehungsweise 
Reisepapiere beizubringen, 

dass  er  sich  seit  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  offensichtlich  nicht 
darum  bemüht  habe,  Ausweispapiere  zu  beschaffen,  obschon  er  in 
seinem Heimatland über ausreichend Kontakte, wie den Freund seines 
verstorbenen Vaters, den er hätte kontaktieren können, verfüge, 

dass zudem der Beschwerdeführer - obschon er sein ganzes Leben in 
B._______ verbracht und dort mehrere Jahre die Schule besucht habe 
- nicht in der Lage gewesen sei, seine Umgebung zu beschreiben und 
Angaben  zu  seiner  Reiseroute  und  die  von  ihm  verwendeten 
Reisepapiere zu machen, 

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  im  Laufe  des  Verfahrens  zu 
wesentlichen Punkten widersprüchliche Angaben gemacht habe,

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dass er sich insbesondere zu seinem Ausreisedatum widersprüchlich 
geäussert  habe  und  seine  Angaben  dazu  um  mehrere  Wochen 
abweichen würden, 

dass sein Verhalten, indem er sich im öffentlichen Raum bewegt habe, 
wo  er  schutzlos  den  Auftragskillern  ausgesetzt  gewesen  sei,  nicht 
demjenigen einer verfolgten Person entspreche, 

dass es ausserdem an den Ausführungen des Beschwerdeführers in 
weiten Bereichen an Substanz fehle,

dass er die Geschehnisse auf dem Polizeiposten nur sehr vage habe 
schildern  können und die Beschreibung der  dreiwöchigen Haft  ohne 
jede Substanz geblieben sei, 

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit einer nicht rechtsgenüglichen Eingabe 
vom  13.  Juli  2009  (Poststempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  vom 
3. Juli 2009 sei  aufzuheben und ihm sei  die  Rekursfrist  bis  zum 31. 
August 2009 zu erstrecken, 

dass  er  mit  einer  weiteren,  am  15.  Juli  2009  (Eingang  beim 
Bundesverwaltungsgericht)  eingereichten,  in  englischer  Sprache 
abgefassten  Eingabe  das  Bundesverwaltungsgericht  sinngemäss 
ersuchte,  eine Rückweisung der  Sache an das  BFM zur  materiellen 
Beurteilung durch dieses vorzunehmen, 

dass sein Leben in Nigeria nicht sicher sei, 

dass er sich für die Widersprüche bei den Befragungen entschuldige, 
weil er durch die Bedingungen im Gefängnis verwirrt gewesen sei, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  16. Juli 2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des Bundes in ei-
ner Amtssprache – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch 
– abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV, [SR 101] und Art. 
33a Abs. 1 VwVG), 

dass die  Eingabe des Beschwerdeführers vom 15. Juli 2009 nicht  in 
einer der erwähnten Sprache verfasst ist,  das Bundesverwaltungsge-
richt  indessen  ohne präjudizierende Wirkung bereit  ist,  diese entge-
genzunehmen, da der in Englisch verfassten Beschwerdeeingabe ge-
nügend klare Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen 
sind und ohne weiteres darüber befunden werden kann, 

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  der  Beschwerdeführer  zu  den  Eintragungen  im  grünen 
Reisepass, der ihm von einem ihm unbekannten weissen Mann für die 
Reise gegeben worden sei, keine Angaben machen konnte, 

dass  er  zudem  explizit  angab,  nichts  unternommen  zu  haben  und 
niemanden zu kennen, der ihm dabei behilflich sein könnte, Papiere zu 
beschaffen, 

dass jedoch nicht nachvollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer 
nicht in der Lage sein sollte, den Freund seines Vaters zu kontaktieren 
und  ihn  zu  bitten,  ihm  einen  Pass  oder  eine  Identitätskarte  zu 
beschaffen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den diesbe-
züglichen  Erwägungen  nichts  entgegenbringt,  weshalb  es  ihm  nicht 
gelingt,  entschuldbare  Gründe  für  die  Nichteinreichung  der 
erforderlichen Dokumente glaubhaft zu machen,

dass  mithin  -  unter  Beachtung  der  in  BVGE  2008/8  aufgestellten 
Richtlinien  (E.5.6)  -  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  aufgrund  der 

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Anhörung  zu  Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und 
zusätzliche  Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise 
derjenigen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  nicht 
erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  vom 
4. September 2008  und  der  Anhörung  vom  23. Juni 2009  darstellt, 
unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche 
Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der 
eindeutige Schluss gezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer 
offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem 
Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 
Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen  seien  in  wesentlichen  Aspekten  widersprüchlich  respektive 
realitätsfremd,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass infolge offensichtlicher Unglaubhaftigkeit  der Aussagen des Be-
schwerdeführers  eine  Prüfung  von  deren  Asylrelevanz  grundsätzlich 
entbehrlich  ist,  jedoch  ergänzend  anzumerken  ist,  dass Übergriffe 
durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, 
nur dann asylrelevant sind, wenn der Staat seiner Schutzpflicht nicht 
nachkommt oder nicht in der Lage ist, Schutz zu gewähren, 

dass  eine  Tötung  grundsätzlich  strafrechtliche  Ermittlungen  der 
nigerianischen  Behörden  auslöst,  so  dass  von  der  Möglichkeit 
strafrechtlicher Schutzgewährung auszugehen ist, 

dass die geltend gemachte behördliche Verfolgung nicht asylrelevant 
wäre,  zumal  eine  allfällige  Strafuntersuchung  seitens  der 
nigerianischen  Behörden  durch  den  gemeinstrafrechtlichen  Verdacht 
des Mordes an seinem Freund legitimiert wäre,

dass  damit  selbst  bei  Wahrunterstellung  der  geltend  gemachten 
Fluchtgründe deren Asylrelevanz zu verneinen wäre,

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dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle angesichts des dürftigen Beschwerde-
inhalts in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnis zum Schluss ge-
langt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  offen-
sichtlich  nicht  besteht  und  ohne  besonderen  Begründungsaufwand 
ausgeschlossen werden kann, zumal er in Bezug auf seine Erlebnisse 
vage, weitgehend substanzlose sowie lebensfremde Angaben gemacht 
hat und  seine  Schilderungen  kaum  Glaubhaftigkeitsmerkmale  und 
Realitätskennzeichen beinhalten,

dass  realitätsfremd  erscheint,  wenn  es  dem  Beschwerdeführer 
wiederholt  durch einen Zufall  gelungen sein  soll,  den Auftragskillern 
der Halbgeschwister seines Vaters zu entwischen, 

dass  insbesondere  unglaubhaft  ist,  dass  der  Beschwerdeführer,  der 
sich angeblich mit seinem Freund vor seinen Verfolgern die ganze Zeit 
zu  Hause  versteckt  haben  will,  ausgerechnet  dann,  als  der  Freund 
umgebracht worden sein soll, nicht zu Hause gewesen sei,

dass  es  sich  vielmehr bei  den  Verfolgungsvorbringen  des 
Beschwerdeführers um ein Sachverhaltskonstrukt handelt,

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift,  keine  neuen 
Erkenntnisse  ergeben,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf  eine konkrete Gefährdung des jungen und – soweit  aus 
den Akten ersichtlich  –  gesunden Beschwerdeführers  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: 

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