# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55fee11c-14f6-5b7a-850c-1faee32fe958
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-07
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 07.12.2023 VG.2023.00072 (VG.2024.1313)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2023-00072_2023-12-07.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 7. Dezember 2023

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  Besetzung:
  Gerichtspräsident MLaw Colin Braun, Verwaltungsrichterin Jolanda Hager,
  Verwaltungsrichterin Katia Weibel und Gerichtsschreiberin MLaw Valentina
  Flückiger

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2023.00072

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführerin

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch lic.
    iur. Oliver Streiff, Rechtsanwalt,

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung:

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  A.______,
  geboren am […], meldete sich am 14. Mai 2002 unter Hinweis auf Beschwerden an
  der rechten Hand bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit
  Verfügung vom 17. Juli 2003 sprach ihr
  die IV-Stelle Glarus ab dem 1. April 2003 eine Viertelsrente bei einem
  Invaliditätsgrad von 44 % zu.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Die
  IV-Stelle leitete in den Jahren 2008 und 2014 von Amtes wegen
  Revisionsverfahren ein, wobei die zugesprochene Viertelsrente jeweils
  bestätigt wurde.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Nachdem die IV-Stelle am
  5. Juli 2018 erneut von Amtes wegen ein Revisionsverfahren eingeleitet hatte,
  stellte sie A.______ mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2019 die
  Aufhebung der Rente in Aussicht. Hiergegen erhob Letztere am
  27. Dezember 2019, 16. Januar 2020 und 6. März 2020 verschiedene
  Einwände. Hierauf erliess die IV-Stelle am 25. März 2021 einen neuen
  Vorbescheid, wobei sie an der Aufhebung der Rente festhielt. Dagegen erhob
  A.______ am 10. Mai 2021 erneut Einwand. Am 13. Juni 2023 stellte die
  Beschwerdegegnerin die Invalidenrente ab dem 1. Juli 2023 ein.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  A.______ gelangte mit Beschwerde vom 14. Juli 2023 ans
  Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 13. Juni
  2023 sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei der
  Sachverhalt weiter abzuklären; unter Kosten-
  und Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle. Die IV-Stelle schloss am
  5. Oktober 2023 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das
  Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des
  Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG)
  zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen
  Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2 Am 1. Januar
  2022 trat die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV;
  AS 2021 705) in Kraft. Soweit in Revisionsfällen die
  massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 liegt, finden nach wie vor die
  Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung
  über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV) in der
  bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der
  massgebenden Änderung bestimmt sich dabei nach Art. 88a IVV
  (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]
  vom 1. Januar 2022, Rz. 9102). Die im vorliegenden Verfahren
  massgebenden Änderungen datieren vor dem 1. Januar 2022 (vgl. nachfolgende
  E. II/7), weshalb nach dem soeben Dargelegten die Bestimmungen des IVG
  und der IVV in der Fassung bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar sind.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den
  Standpunkt, es lägen keine Revisionsgründe vor, zumal keine positive
  Veränderung des Gesundheitszustands festzustellen sei. Vielmehr habe sich ihr
  Gesundheitszustand verschlechtert, da Knie- und Fussbeschwerden zu den
  bereits bestehenden Beschwerden an der rechten Hand hinzugetreten seien.
  Sodann sei der medizinische Sachverhalt aber nicht umfassend abgeklärt
  worden. Überdies leide sie zusätzlich unter psychischen Beschwerden und sei
  von einer Minderintelligenz betroffen. Diesbezüglich sei sie mit Blick auf
  eine potentielle Invalidisierung nicht begutachtet worden. Ferner sei der
  Statuswechsel von "teilweise erwerbstätig" zu
  "vollerwerbstätig" rechtswidrig, weshalb auch in dieser Hinsicht
  kein Revisionsgrund vorliege. Schliesslich sei ein maximaler leidensbedingter
  Abzug zu gewähren, soweit überhaupt noch von einer Verwertbarkeit der
  Erwerbsfähigkeit ausgegangen werden könne.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, der Sachverhalt
  betreffend die rechte Hand präsentiere sich unverändert. Indessen sei nunmehr
  von einer hypothetischen Erwerbsfähigkeit von 100 % auszugehen. Darüber
  hinaus sei die Beschwerdeführerin nicht mehr zu 50 %, sondern zu
  80 % erwerbsfähig. Auch diese Veränderung stelle ein Revisionsgrund dar.
  Bei einer 80%igen Erwerbsfähigkeit erreiche die Beschwerdeführerin einen
  Invaliditätsgrad von 20 %, welcher nicht mehr zum Bezug einer IV-Rente
  berechtige. Ferner könne kein leidensbedingter Abzug mehr berücksichtigt werden.
  Der Anspruch auf eine Invalidenrente sei folglich nicht mehr gegeben. In den
  Akten fänden sich schliesslich keine massgeblichen Hinweise betreffend
  psychische Beschwerden oder Minderintelligenz, womit der medizinische
  Sachverhalt vollständig abgeklärt sei. Im Übrigen sei mit Blick auf die
  bundesgerichtliche Rechtsprechung ohne Weiteres von einer Verwertbarkeit der
  Restarbeitsfähigkeit auszugehen.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Ändert
  sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente
  von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
  herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
  allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG]).
  Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen
  Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den
  Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die
  Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands revidierbar.
  Weiter sind auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand veränderte
  Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung
  (BGE 141 V 9 E. 2.3, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  3.2 Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer
  anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person
  eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des
  Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung
  und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine
  Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Beschwerdeführerin leidet an einer angeborenen
  Makrodaktylie (Riesenwuchs) des rechten Ringfingers. Damit verbunden ist eine
  schmerzhafte, elektrisierende Hyperästhesie im rechten Zeig- und Ringfinger
  sowie im rechten Thenar und Hypothenar. Am 15. Juli 1999 und am 9. April 2002
  liess die Beschwerdeführerin chirurgische Eingriffe an der rechten Hand
  durchführen. Am 17. Mai 2002 meldete
  sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Am 31. Oktober 2002 liess sie schliesslich
  eine Strahlamputation des rechten Ringfingers sowie eine Dekompensation und
  Epineurotomie des Nervus medianus und Nervus ulinaris vornehmen.

  
	
   

  
	
  4.2 Am 17. Juli
  2003 wurde der Beschwerdeführerin eine Viertelsrente ab dem 1. April
  2003 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % zugesprochen. Der Anteil
  "Erwerbstätigkeit" wurde auf 47 % und der Anteil
  "Aufgabenbereich" auf 53 % festgesetzt. Im Aufgabenbereich
  bestand dabei eine Einschränkung von 66,5 % und im Bereich
  Erwerbstätigkeit eine solche von 50 %. Darüber hinaus gewährte die
  Beschwerdegegnerin wegen dem voraussichtlich unterdurchschnittlichen Erfolg
  bei der Verwertung der Resterwerbsfähigkeit einen leidensbedingten Abzug in
  der Höhe von 25 %.

  
	
   

  
	
  4.3 In den Jahren 2008-2010 und 2014-2015 leitete die
  Beschwerdegegnerin von Amtes wegen Revisionsverfahren ein. Die Viertelsrente
  wurde mangels einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustands jeweils
  bestätigt.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Die vorliegende Rentenrevision begründet die
  Beschwerdegegnerin vordergründig mit einem Statuswechsel. Eine
  Haushaltsabklärung habe ergeben, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2020
  in einer kleinen Dachwohnung lebe. Zuvor habe sie in einem arbeitsintensiven
  Haus mit Garten gewohnt. Zudem habe sie erklärt, bei voller Gesundheit zu
  100 % erwerbstätig zu sein. Folglich sei ein Statuswechsel von
  "teilweise erwerbstätig" zu "vollerwerbstätig"
  vorzunehmen.

  
	
   

  
	
  5.2 Die von einer qualifizierten Person durchgeführte
  Abklärung vor Ort stellt üblicherweise die geeignete und genügende Vorkehr
  zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar. Für den
  Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten
  Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von
  Arztberichten – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich,
  dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis
  von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den
  medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen
  hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen,
  wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der
  Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen
  detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in
  Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft
  all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (BGer-Urteil I
  733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2).

  
	
   

  
	
  5.3 Dem Haushaltsbericht vom 27. Oktober 2020 ist zu
  entnehmen, dass die Beschwerdeführerin ausführlich zu ihren Lebensumständen
  befragt wurde. Sie gab zu Protokoll, dass sie seit Juli 2020 in einer kleinen
  Dachwohnung lebe und sich dort sehr wohl fühle. Die Haushaltsaufgaben könne
  sie wahrnehmen, ohne die Familie zu belasten. Problematisch sei einzig, dass
  die Wohnung im 3. Obergeschoss liege und kein Lift vorhanden sei. Sie
  müsse sich jeweils genau überlegen, wann sie die Wohnung verlasse.
  Hinsichtlich der erwerblichen Situation erklärte die Beschwerdeführerin, bei
  voller Gesundheit zu 100 % erwerbstätig zu sein. Sie müsse kein Haus
  mehr bewirtschaften und ihre Söhne seien ausgezogen. Es bestehe somit kein
  Grund, nicht vollzeitig erwerbstätig zu sein.

  
	
   

  
	
  5.4 Der Abklärungsbericht vom 27. Oktober 2020 vermag
  den bundesgerichtlichen Beweisanforderungen (vgl. vorstehende
  E. II/5.2) zu genügen. Die Abklärungsperson ist als ausgebildete
  Sozialversicherungsfachfrau zur Durchführung von Haushaltsabklärungen
  genügend qualifiziert und sie ist mit den örtlichen und räumlichen
  Verhältnissen vertraut. Aus ihrem Abklärungsbericht geht darüber hinaus
  hervor, dass ihr die Diagnosen und die sich daraus ergebenden
  Beeinträchtigungen bekannt waren. Die Aussagen der Beschwerdeführerin
  präsentieren sich dabei ausführlich und glaubhaft, wobei der Umstand, dass
  kein Haus mehr bewirtschaftet und keine Kinder mehr betreut werden müssen,
  eine erhebliche Verminderung der Haushaltsaufgaben und eine geringere
  Belastung bei deren Erfüllung bewirkt. Im Ergebnis kommt dem
  Abklärungsbericht von 27. Oktober 2020 hinsichtlich des Statuswechsels
  somit volle Beweiskraft zu. Überdies weist die Beschwerdegegnerin
  richtigerweise darauf hin, dass die Beschwerdeführerin am 24. Juli 2018
  angab, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 100 % erwerbstätig zu
  sein. Da im Bereich der Statusbestimmung der Aussage der ersten Stunde ein
  höherer Beweiswert zukommt als späteren Darstellungen (BGer-Urteil
  8C_133/2022 vom 7. September 2023 E. 4.1.2, mit Hinweisen),
  erscheint dies glaubhaft und nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin
  im Ergebnis zu Recht von einem Statuswechsel zur Vollerwerbstätigkeit
  ausging. Folglich liegt ein Revisionsgrund vor.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der
  Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend
  ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere
  Beurteilungen besteht. Dabei ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte
  Tatsache zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt. Vielmehr kann sich
  bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes
  Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der
  Invalidenrente führt (BGE 141 V 9 E. 2.3, mit Hinweisen;
  BGer-Urteil 8C_289/2019 vom 18. September 2019 E. 5.2.2).

  
	
   

  
	
  6.2 Der vorliegende Revisionsgrund, namentlich die
  Statusänderung, führt dazu, dass der Invaliditätsgrad neu und ohne Bindung an
  frühere Invaliditätseinschätzungen zu ermitteln ist. Dementsprechend kann
  eine aktuelle (arbeits-)medizinische Neubeurteilung des Gesundheitszustands
  und der Arbeitsfähigkeit unabhängig von einer Veränderung in den
  tatsächlichen Verhältnissen vorgenommen werden (vgl. Entscheid des
  Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2019.00393 vom 5. Juni
  2020 E. 5.3). Dasselbe gilt für die Neubeurteilung des Abzugs vom
  Tabellenlohn (vgl. BGer-Urteil 9C_378/2014 vom 21. Oktober 2014
  E. 4.3.3).

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1 Unbestritten und aktenkundig ist, dass sich der für
  die IV-Rente bisher massgebliche medizinische Sachverhalt, namentlich die
  Beschwerden an der rechten Hand infolge einer angeborenen Makrodaktylie des
  Ringfingers, seit der letzten Rentenrevision in den Jahren 2014 und 2015
  nicht verändert hat. Ebenfalls zu Recht unstrittig ist, dass seit der letzten
  Rentenrevision anhaltende Knie- und Fussbeschwerden aufgetreten sind. So
  musste die Beschwerdeführerin am 5. September 2017 infolge eines Hallux
  valgus eine Vorfussoperation am rechten Fuss vornehmen lassen. Am
  19. Dezember 2017 wurde das im Fuss verwendete Osteosynthesematerial
  sodann vorzeitig operativ entfernt. Am 5. September 2018 unterzog sich die
  Beschwerdeführerin einer dritten Fussoperation. Durchgeführt wurde eine
  Grosszehrevision mit Narbenrevision und Débridement, eine
  Verlängerungsosteotomie Metatarsale I, eine
  Grosszehengrundgelenksarthrodese sowie eine Weil-Osteotomie II und III.
  Eine Re-Revisionsoperation infolge Komplikationen erfolgte schliesslich am
  13. Februar 2019.

  
	
   

  
	
  7.2 Der die Fussbeschwerden zuletzt behandelnde Arzt,
  Dr. med. B.______, Chefarzt der orthopädischen chirurgischen Klinik
  des Spitals C.______, berichtete am 13. September 2019, die Behandlung
  des Fusses sei noch nicht abgeschlossen. Ein Jahr nach der letzten Operation
  am 13. Februar 2019 sei nochmals eine Kontrolle geplant. Die
  Beschwerdeführerin könne den Fuss im Alltag im Wesentlichen voll belasten. Es
  würden sich aber noch deutliche Restbeschwerden zeigen. Die
  Beschwerdeführerin sei grundsätzlich betreffend körperliche Arbeiten
  eingeschränkt. Eine Tätigkeit im Reinigungsdienst, in welchem die
  Beschwerdeführerin zuvor tätig war, sei sicher nicht optimal. Es sei mit
  bleibenden funktionellen und physischen Einschränkungen zu rechnen. Für
  stehende oder insbesondere sitzende Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin
  seiner Ansicht nach aber wieder voll arbeitsfähig.

  
	
   

  
	
  7.3 Pract. med. D.______, Facharzt für
  Arbeitsmedizin beim RAD, hielt am 19. September 2019 und 13. März 2020
  gestützt auf den Bericht von Dr. B.______ fest, es könne in einer
  angepassten sitzenden Tätigkeit spätestens ab September 2019 von einer
  80%igen Erwerbsfähigkeit ausgegangen werden.

  
	
   

  
	
  7.4 Am 23. September 2020 erklärte Dr. B.______,
  dass die Behandlung nach wie vor nicht abgeschlossen sei. Es könne nicht
  abgeschätzt werden, wann der Endzustand eintrete. Die Beschwerdeführerin
  könne den Fuss noch nicht wieder normal belasten. Sie könne weder längere
  Wegstrecken laufen noch längere Zeit auf dem Fuss stehen. Für eine sitzende
  Tätigkeit würden indessen keine funktionellen Einschränkungen bestehen.
  Nichtsdestotrotz sei von einer gewissen bleibenden Restarbeitsunfähigkeit
  auszugehen.

  
	
   

  
	
  7.5 Am 12. Mai 2021 hielt
  pract. med. D.______ fest, hinsichtlich der Handbeschwerden sei mit
  Blick auf die RAD-Stellungnahme vom 9. Oktober 2009 nach wie vor von
  einer 80%igen Erwerbsfähigkeit auszugehen. Die Einschränkung von 20 %
  bestehe aufgrund von schmerzbedingten zusätzlichen Pausen. Die nun zusätzlich
  hinzugetretenen funktionellen Einschränkungen im Bereich des rechten Fusses
  hätten aus arbeitsmedizinischer Sicht keinen Einfluss auf eine rein sitzende
  Tätigkeit, da der Fuss nicht belastet würde. Weitere medizinische Abklärungen
  seien aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht angezeigt. Eine angepasste
  Tätigkeit sei eine körperlich leichte sowie sitzende, bei welcher die rechte
  Hand überwiegend nur Haltefunktionen ausübe.

  
	
   

  
	
  7.6 Infolge einer Kniedistorsion am 24. Dezember
  2021 wurde die Beschwerdeführerin am 31. August 2022 erneut operiert.

  
	
   

  
	
  7.7 Am 1. Dezember 2022 wiederholte pract. med. D.______,
  dass auch mit Blick auf die inzwischen aufgetretene Kniedistorsion
  längerfristig von einer 80%igen Erwerbsfähigkeit im erwähnten
  Belastungsprofil auszugehen sei. Gemäss Kurzbericht vom 8. März 2022 von
  Dr. med. E.______, FMH für Orthopädische Chirurgie und
  Traumatologie des Bewegungsapparates, sei hinsichtlich der Knieverletzung
  nämlich von keiner nachhaltigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Dieselbe
  Einschätzung gab pract. med. D.______ schliesslich am 6. April 2023
  ab.

  
	
   

  
	
  8.

  
	
  8.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist
  entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf
  allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
  berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in
  der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
  medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
  Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, mit
  Hinweis).

  
	
   

  
	
  8.2 Die Berichte des RAD vom 19. September 2019, 13.
  März 2020, 12. Mai 2021, 1. Dezember 2022 und 6. April 2023
  berücksichtigen sowohl die Hand- als auch die Knie- sowie Fussbeschwerden.
  Sie sind zudem in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Vorakten sowie der
  fachärztlichen Berichte von Dr. B.______ und Dr. E.______ ergangen.
  Vor diesem Hintergrund leuchtet denn auch die Schlussfolgerung des RAD ein,
  wonach sich die Fuss- und Kniebeschwerden nicht zusätzlich invalidisierend
  auswirkten, was angesichts des Belastungsprofils, namentlich der rein sitzenden
  Tätigkeiten, ohne Weiteres nachvollziehbar erscheint. Die Arztberichte
  erfüllen somit im Ergebnis die Voraussetzungen an den Beweiswert, weshalb
  ihnen voller Beweiswert zukommt.

  
	
   

  
	
  8.3 Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin
  festgehaltenen psychischen Beschwerden ist weiter darauf hinzuweisen, dass
  seit der letzten Rentenrevision hierzu keine Unterlagen im Recht liegen,
  welche auf massgebliche psychische Erkrankungen hinweisen würden. In
  Ermangelung entsprechender Anhaltspunkte war die Beschwerdegegnerin somit
  nicht zu weiteren Abklärungen verpflichtet (BGE 117 V 282
  E 4a, mit Hinweis). Dasselbe gilt für die von der Beschwerdeführerin
  vorgetragene Minderintelligenz. Folglich zielen ihre diesbezüglichen
  Vorbringen ins Leere.

  
	
   

  
	
  8.4 Als Zwischenfazit ist festzuhalten, dass gestützt
  auf die im Recht liegenden Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von
  einer 80%igen Erwerbsfähigkeit in körperlich leichten, sitzenden Tätigkeiten,
  bei denen die rechte Hand überwiegend nur Haltefunktionen ausübt, auszugehen
  ist.

  
	
   

  
	
  9.

  
	
  9.1 Die Beschwerdegegnerin stellt für das
  Valideneinkommen auf die Lohnstrukturerhebung des Bundes (LSE) 2018, T17,
  Sektor Reinigungskräfte und Hilfsarbeiter, Frauen über 50, Pensum 100 %,
  nominalisiert auf das Jahr 2020, ab. Der Statuswechsel erfolgte im Jahr 2020
  (vgl. vorstehende E. II/5.3), weshalb die LSE-Tabelle des Jahres
  2020 heranzuziehen ist. Im Übrigen ist die Festsetzung des Valideneinkommens
  durch die Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Dieser zufolge ergibt sich
  ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 54'931.40
  (Fr. 4'391.- x 12 Monate / 40 Stunden pro Woche
  x 41.7 Stunden pro Woche).

  
	
   

  
	
  9.2 Die
  Beschwerdeführerin kann seit der letzten Rentenrevision wegen den neu
  hinzugetretenen Knie- und Fussbeschwerden nur noch sitzende Tätigkeiten
  ausführen. Einen Grossteil der unter die Kategorie "Reinigungskräfte und
  Hilfsarbeiter" fallenden Arbeiten können von ihr daher nicht mehr
  ausgeübt werden. Die beim Valideneinkommen verwendete LSE-Tabelle ist deshalb
  beim Invalideneinkommen nicht zu berücksichtigten. Vielmehr erscheint es
  angebracht, auf die LSE 2020, T1, Zentralwert aller Wirtschaftszweige,
  Kompetenzniveau 1, Frauen, abzustellen. Der Zentralwert aller
  Wirtschaftszweige erfasst nebst ungeeigneten Arbeitsplätzen dabei immerhin
  auch viele Arbeitsplätze, welche dem Profil der Beschwerdeführerin
  entsprechen bzw. die ihr noch zumutbaren Tätigkeiten beinhalten. Im
  Übrigen hat auch die Beschwerdegegnerin anlässlich der letzten
  Rentenrevision, welche in der Verfügung vom 10. September 2015 endete,
  auf diese LSE-Tabelle abgestellt. Ausgehend von einem monatlichen
  Invalideneinkommen von Fr. 4'349.- resultiert bei einer Erwerbsfähigkeit
  von 80 % somit ein Invalideneinkommen von Fr. 43'524.80
  (Fr. 4'349.- x 12 Monate / 40 Stunden pro Woche x 41.7 Stunden
  pro Woche x 0.8). Der Erwerbsausfall beträgt Fr. 11'406.60. Vor
  Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn entspricht dies
  einem Invaliditätsgrad von gerundet 21 %.

  
	
   

  
	
  9.3

  
	
  9.3.1 Am 17. Juli 2003 gewährte die Beschwerdegegnerin der
  Beschwerdeführerin mit Blick auf den voraussichtlich unterdurchschnittlichen
  Erfolg bei der Verwertung der Resterwerbsfähigkeit einen Abzug vom
  Tabellenlohn in maximaler Höhe. Anlässlich der Revisionsverfahren 2008-2010
  und 2014-2015 wurde der Abzug jeweils bestätigt. Nunmehr will die
  Beschwerdegegnerin diesen vollständig gestrichen haben, ohne in der Verfügung
  vom 13. Juni 2023 hierfür eine
  Begründung anzuführen.

  
	
   

  
	
  9.3.2 Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend
  begründeten Entscheids kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im
  Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der
  Vernehmlassung der entscheidenden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder
  den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird,
  diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition
  zukommt (BGer-Urteil des Bundesgerichts 2C_762/2011 vom 15. Juni
  2012 E. 4.1, mit Hinweisen). Die
  Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2023 die
  Nichtgewährung eines Abzugs vom Tabellenlohn nachträglich rechtsgenüglich
  begründet. Der Beschwerdeführerin wurde die Beschwerdeantwort am 9. Oktober
  2023 zur Kenntnisnahme zugestellt. Darüber hinaus kommt dem
  Verwaltungsgericht volle Kognition zu. Die Gehörsverletzung kann im
  vorliegenden Verfahren demnach als geheilt betrachtet werden.

  
	
   

  
	
  9.3.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von
  statistischen Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene
  Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen
  werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der
  Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie
  und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können, und die
  versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene
  Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit
  unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll
  aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im
  Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf
  25 % nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann
  einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen
  körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit
  eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen
  Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht
  zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu
  einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE  48 V 174 E. 6.3, mit Hinweisen). Die Frage, ob ein
  Abzug vorzunehmen ist, ist rechtlicher Natur, während die Frage nach dessen
  Höhe eine Ermessensfrage ist (BGE 132 V 393 E. 3.3).
  Dabei darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen
  Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen
  (BGE 123 V 150 E. 2, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  9.3.4 Ausgehend von der vorstehenden Invaliditätsbemessung
  würde die Beschwerdeführerin lediglich unter Berücksichtigung eines
  Maximalabzugs von 25 % einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad
  erreichen. Ausserordentliche Umstände, welche einen solchen Abzug
  rechtfertigen, liegen indessen nicht vor, zumal bereits durch die Wahl des
  Tabellenlohns den Umständen des Einzelfalls angemessen Rechnung getragen
  wird. Folglich kann die Höhe eines allenfalls zu gewährenden Abzugs
  offenbleiben, womit es an dieser Stelle sein Bewenden hat.

  
	
   

  
	
  9.4 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich
  vorbringt, sie könne die Resterwerbsfähigkeit nicht mehr verwerten, ist sie
  darauf hinzuweisen, dass praxisgemäss eine verbleibende Aktivitätsdauer von
  rund fünf Jahren grundsätzlich als ausreichend gilt, um eine neue einfache
  Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben
  (BGer 8C_77/2019 vom 8. März 2019 E. 3.2.3, mit Hinweisen).
  Vor diesem Hintergrund ist vorliegend von keiner Unverwertbarkeit auszugehen,
  da sie zum Zeitpunkt der Einleitung der Rentenrevision 50 Jahre alt war.

  
	
   

  
	
  10.

  
	
  10.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin vor
  der Aufhebung der Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuführen hat. Bei
  Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden
  soll, sind nämlich nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie
  das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss vorgängig Massnahmen
  zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das
  medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels
  Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten
  (BGE 145 V 209 E. 5.1, mit Hinweisen). Die
  Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung
  55 Jahre alt und hat seit über 20 Jahren ununterbrochen eine
  IV-Rente bezogen. Damit sind vor einer Aufhebung der Rente
  Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.

  
	
   

  
	
  10.2 Die Beschwerdegegnerin hat vor Erlass der vorliegend
  angefochtenen Verfügung Eingliederungsmassnahmen durchgeführt. So trat
  die Beschwerdeführerin am 1. Oktober 2019
  eine geschützte Arbeitsstelle bei der Stiftung F.______ mit einem
  Wochenpensum von 21.5 Stunden an. Am 23. Dezember 2019 kündigte die
  Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2019 wegen
  zunehmenden Beschwerden am rechten Fuss und an der rechten Hand, ohne dass
  diesbezüglich verstärkte Beschwerden ärztlich attestiert worden wären.
  Sodann verlief der Versuch einer Eingliederung
  über die geschützte Werkstatt G.______ des Vereins H.______ Schweiz im Herbst
  2021/Frühjahr 2022 erfolglos. Ferner wurde die Eingliederung gemäss dem
  Protokoll vom 11. Juli 2023 am 4. Mai 2022 abgeschlossen, da keine
  Steigerung der Leistungsfähigkeit habe festgestellt werden können und eine
  Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt eher unrealistisch sei. Aus dem Gesagten
  ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin vor Einstellung der
  Rentenleistungen Eingliederungsmassnahmen rechtsgenüglich durchgeführt hat, woran der Umstand, dass diese
  erfolglos verliefen, nichts ändert.

  
	
   

  
	
  11.

  
	
  Zusammenfassend ist nicht
  zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des streitbetroffenen
  Revisionsverfahrens auf eine aktuelle (arbeits-)medizinische Neubeurteilung
  des Gesundheitszustands bei teilweise unverändertem Gesundheitszustand
  abgestellt hat. Ebenso wenig hat sie Recht verletzt, indem sie keinen
  maximalen Abzug vom Tabellenlohn gewährt hat. Schliesslich hat die
  Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeführerin vor Einstellung der
  Invalidenrente in rechtsgenüglicher Weise Eingliederungsmassnahmen
  durchgeführt. Die Einstellung der IV-Rente der Beschwerdeführerin auf Ende
  Juli 2023 erweist sich damit insgesamt als rechtmässig, was zur Abweisung der
  Beschwerde führt.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1
  lit. c des Gesetzes über die
  Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) i.V.m. Art. 69
  Abs. 1bis IVG hat die Partei, welche im Beschwerdeverfahren unterliegt,
  die amtlichen Kosten zu tragen. Entsprechend
  dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten von pauschal
  Fr. 600.- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem von ihr
  bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Ausgangsgemäss
  ist ihr schliesslich keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1
  Abs. 1 IVG i.V.m Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin
    auferlegt.

    
	
    3.

    	
    Eine
    Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]