# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c67a84c2-588d-56d3-ae3c-e9f6b92809a6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.05.2021 I 2021 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-18_2021-05-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 18

Entscheid vom 17. Mai 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ___19__) arbeitete jahrelang als Gipser für die Firma 
C.________ (D.________). Er ist verheirateter Vater von erwachsenen Kindern. 
Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis am 25. April 2014 per Ende Juli 
2014 mit der Begründung "Umstrukturierung" (IV-act. 18-1/8 und 18-8/8). In der 
am 26. August 2014 eingegangenen IV-Anmeldung umschrieb A.________ die 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit "Rückenleiden", "akut anfangs Mai 14" 
(IV-act. 11-6/7). Nach Einholung diverser Arztberichte teilte die IV-Stelle am 4. 
November 2015 mit, dass eine medizinische Abklärung nötig sei (IV-act. 35). Das 
E.________ (E.________) erstattete am 6. Juni 2016 ein Gutachten, welches 
auch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit beinhaltet (IV-act. 45). 
Am 1. Juli 2016 folgte ein operativer Eingriff in der F.________ (IV-act. 60-8/8, 
87-12/13). 

B. Mit Vorbescheid vom 17. Januar 2017 kündigte die IV-Stelle an, ab 1. Juni 
2015 einen Anspruch auf eine Viertelsrente zu gewähren (IV-act. 52). Dagegen 
erhob A.________ am 17. Februar 2017 Einwände und forderte eine ganze IV-
Rente (IV-act. 58). Daraufhin teilte die IV-Stelle mit, dass eine polydisziplinäre 
medizinische Untersuchung nötig sei (IV-act. 66). Der Begutachtungsauftrag 
wurde dem G.________ (H.________) zugelost, was A.________ bzw. seinem 
Rechtsvertreter am 9. Oktober 2017 mitgeteilt wurde (vgl. IV-act. 72). Das ent-
sprechende G.________-Gutachten wurde am 18. Januar 2018 erstattet (Ein-
gang bei der IV-Stelle: 9.2.2018, IV-act. 76). Der RAD-Arzt Dr.med. I.________ 
(Allg. Innere Medizin) beurteilte am 1. Mai 2018 das Gutachten als nachvollzieh-
bar und schlüssig (IV-act. 81). Am 23. Mai 2018 reichte der Rechtsvertreter einen 
weiteren Arztbericht ein (mit vom Gutachten abweichender Arbeitsfähigkeitsbeur-
teilung, IV-act. 83). Am 25. Juni 2018 wurde A.________ in der F.________ ope-
riert (Hospitalisation vom 24. bis 28.6.2018, IV-act. 85).

C. Über den weiteren Verlauf berichtete die F.________ am 10. Januar 2019 
(IV-act. 89). Von einem stationären bzw. teilweise verschlechterten Zustand wur-
de in einem Arztbericht vom 18. März 2019 an die IV-Stelle berichtet (IV-act. 91). 
Es folgte am 29. April 2019 eine weitere Operation in der F.________ (IV-act. 
99). Der RAD-Arzt Dr.med. J.________ empfahl am 29. Juli 2019, den weiteren 
Verlauf abzuwarten bis ca. September /Oktober 2019 und dann eine Verlaufsbe-
gutachtung in Betracht zu ziehen (IV-act. 101-11/11). Die Durchführung einer 
weiteren interdisziplinären Begutachtung durch die gleiche Gutachterstelle wurde 
am 9. September 2019 mitgeteilt (IV-act. 107). Dieses G.________-Gutachten 
wurde am 12. Februar 2020 fertiggestellt und ging am 2. April 2020 bei der IV-
Stelle ein (IV-act. 120). Zum Beweiswert dieses Gutachtens nahm der RAD-Arzt 

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Dr.med. J.________ am 9. April 2020 Stellung (IV-act. 122). Gestützt darauf 
kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 14. April 2020 an, das Leistungsbe-
gehren abzuweisen (IV-act. 124). Dagegen liess A.________ mit Eingabe vom 3. 
Juli 2020 Einwände erheben (IV-act. 130) und in einem Schreiben vom 13. No-
vember 2020 darauf hinweisen, dass weitere Abklärungen bei der K.________ 
vorgesehen seien (IV-act. 135). Am 13. Januar 2021 ging bei der IV-Stelle ein 
Bericht von Dr.med. L.________ (M.________) vom 7. Januar 2021 ein, in wel-
chem der Verfasser sich zum zweiten G.________-Gutachten äusserte (IV-act. 
138). Dazu nahm der RAD-Arzt Dr.med. J.________ am 28. Januar 2021 Stel-
lung (IV-act. 140). 

D. Am 2. Februar 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde (IV-act. 142). Gegen diese am 5. Februar 2021 eingegangene 
Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 1. März 2021 beim Verwaltungsge-
richt Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 12. November 2020 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab Juni 2015 eine ganze Invalidenren-
te auszurichten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

E. Mit Vernehmlassung vom 12. April 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG:
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

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1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

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1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 

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105 V 156 Erw. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.5.5  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher 
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien 
der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die 
Begutachtung psychischer Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f.). 

1.6 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die 
medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an 
den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der 
entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die 
Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere 
daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen 
Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die 
ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf 
Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 Erw. 6 S. 426f.). Im 
Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, 
ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen 
Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf 
einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 
ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn 
funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und 
widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsmedizinischen 
Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 6; 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen 
einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend 
nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann 
somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung 
der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung 
ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 

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die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person 
auswirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf 
BGE 143 V 418 Erw. 6 und auch BGE 144 V 50 Erw. 4.3).

1.7 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Aus den vorliegenden Akten sind u.a. die nachfolgend angeführten 
Angaben zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten zu 
entnehmen.

2.1 Die Kündigung des Versicherten als langjähriger Gipser bei der Firma 
C.________ erfolgte am 25. April 2014; dass er in diesem Zeitpunkt arbeitsun-
fähig war, ist den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen (IV-act. 18-8/8). Den 
Beginn der Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenbeschwerden datierte der Hausarzt 
Dr.med. N.________ per 7. Juni 2014 (IV-act. 6). Dr.med. O.________ (Rheuma-
tologie und Physikalische Medizin FMH, P.________) berichtete erstmals am 12. 
Juni 2014 über eine Behandlung des Versicherten und nahm am 21. Juni 2015 
eine epidurale Infiltration (Sakralblock) vor (vgl. IV-act. 7). Am 18. September 
2014 berichtete Dr.med. O.________ dem Hausarzt von einer Therapieresistenz 
und verwies auf das MRI vom 3. Juni 2014, wonach eine Diskushernie L4/L5 und 
eine erosive Osteochondrose L5/S1 festgestellt worden seien. Sodann habe er 
bei der nochmaligen Untersuchung vom 28. August 2014 auch positive Waddell-
zeichen festgestellt, weshalb eine funktionelle Überlagerung bei sozialer Proble-
matik nicht auszuschliessen sei (KV-act. 1-2/10).

2.2 Im Auftrage des Vertrauensärztlichen Dienstes der Q.________ wurde der 
Versicherte am 26. Februar 2015 von Dr.med. R.________ (Facharzt für Rheu-
matologie und Innere Medizin) untersucht. Im entsprechenden Gutachten vom 4. 
März 2015 wurde folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 
(vgl. KV-act. 4-7/10):

Chronisches lumbovertebrales und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei
- Intermittierend wahrscheinlich lumboradikulärem Schmerzsyndrom
- Aktuell Klinik des Facettensyndroms und Verdacht auf LRS S1 rechts
- Erosiver Osteochondrose L5/S1, aktivierter Spondylarthrose L5/S1 (MRI 6.14)

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Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich dieser Gutachter dahingehend, dass die ange-
stammte Tätigkeit als Gipser wegen der aufgeführten und gewürdigten Befunden 
nicht mehr zumutbar sei. In einer körperlich leichten bis höchstens mittelschwe-
ren und wechselbelastenden Tätigkeit sollte nach Etablieren einer medikamentö-
sen Schmerztherapie und aktiver physiotherapeutischer Rehabilitation eine suk-
zessive Eingliederung in den Arbeitsprozess im Verlaufe von zwei bis drei Mona-
ten möglich sein. Im Zweifelsfall sei eine Evaluation der funktionellen Leistungs-
fähigkeit (EFL) durchzuführen (zwecks differenzierter Einschätzung der Restar-
beitsfähigkeit, vgl. KV-act. 4-8ff./10).

2.3 Der Hausarzt Dr.med. N.________ stellte in seinem Bericht vom 11. März 
2015 an die IV-Stelle die Hauptdiagnose eines chronischen rezidivierenden, be-
lastungsabhängigen lumbospondylogenen Syndroms. Die durchgeführten Be-
handlungen (epidurale Infiltration L3/5, Sacralblock, physiotherapeutische Mass-
nahmen) hätten keine anhaltende Besserung bewirkt. Wegen Therapieresistenz 
sei ein interdisziplinäres Konsilium angeregt worden. Hinsichtlich der Arbeitsun-
fähigkeit wegen der Rückenbeschwerden verwies der Hausarzt auf die Einschät-
zung des Rheumatologen Dr.med. O.________. Im Übrigen empfahl er aufgrund 
der besonderen Begleitumstände (Stellenverlust, Migrationshintergrund, Suizid in 
der Familie) eine entsprechende psychologische/psychiatrische bzw. psychoso-
matische Abklärung (IV-act. 25-2ff./42).

2.4 Per 1. Juli 2015 meldete sich der Versicherte bei der Arbeitslosenversiche-
rung an, worauf ihm eine Arbeitslosenentschädigung von Fr. 4'156.-- ausbezahlt 
wurde (mit Auslaufen des Taggeldanspruches per 24.4.2017, vgl. Fremdakten 9-
2/4 unten).

2.5 In einem Verlaufsbericht vom 14. September 2015 an die IV-Stelle verwies 
Dr.med. O.________ auf die Diagnosen eines chronischen lumbospondylogenen 
Syndroms bei degenerativen Veränderungen sowie auf eine PHS tendopathica. 
Die angestammte Tätigkeit als Gipser sei nicht mehr zumutbar (100% arbeitsun-
fähig), derweil für eine leichte Tätigkeit zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit beste-
hen sollte (IV-act. 31-3/9). 

2.6 Dr.med. S.________ (Leitender Arzt Manuelle Medizin/ T.________) um-
schrieb in seinem Bericht vom 22. Oktober 2015 an die IV-Stelle die massgeben-
de Diagnose wie folgt: Hartnäckiges, z.T. invalidisierendes lumbovertebrales bis 
spondylogenes Schmerzsyndrom rechtsseitig (mit Osteochondrosen L4/5, L5/S1 
mit Alteration der Endplatten und Shiny Corner ähnliche Veränderungen). Aktuell 
erachtete er den Versicherten als vollständig arbeitsunfähig (IV-act. 33).

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2.7 Am 17./18. Dezember 2015 wurde der Versicherte im E.________ AG 
(E.________) untersucht sowie zusätzlich eine Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit durchgeführt (mit nochmaliger Untersuchung am 4.3.2016). Im 
entsprechenden Gutachten vom 6. Juni 2016 stellten med.pract. U.________ 
(Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin/ zert.med. Gutachterin 
SIM) sowie PD Dr.med. V.________ (FMH Physikalische Medizin und Rehabilita-
tion/ Rheumatologie/ zert.med. Gutachter SIM) folgende Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 45-9/21):

Chronisches unspezifisches Rückenschmerzsyndrom bei Muskelinsuffizienz mit/bei
- Fortgeschrittener Osteochondrose L5/S1 mit aktiver Spondylarthrose L5/S1 

Osteochondrose L4/5
- Bandscheibendegeneration mit Bandscheibenvorfall in den Segmenten L4/5 

und L5/S1
- Status nach Wurzelirritation L5 und S1 rechts

Impingementsyndrom rechts Schultergelenk mit/bei
- Verdacht auf Infraspinatus- und Supraspinatusimpingement, gegebenenfalls 

Ruptur
- Verdacht auf Omarthrose

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden u.a. ein dysfunk-
tionales Krankheitsverhalten, eine allgemeine Dekonditionierung mit fraglicher 
muskulärer Schwäche der Extremitäten und Rumpfmuskulatur (Untergewicht bei 
raschem Verlust des Körpergewichts unklarer Genese) sowie eine degenerative 
Erkrankung der HWS mit ausgeprägter Bewegungseinschränkung aufgelistet (IV-
act. 45-9/21 oben).

Diese Sachverständigen hielten in der Beurteilung u.a. was folgt fest (IV-act. 45-
9f./21):

Das arbeitsbezogene relevante Problem besteht in einer schmerzhaft verminderten 
Belastungstoleranz der Lendenwirbelsäule bei sämtlichen Tätigkeiten und Bewe-
gungen.
Die Leistungsbereitschaft des Klienten beurteilen wir als nicht zuverlässig. Die Be-
obachtungen bei den Tests weisen auf eine deutliche Selbstlimitierung. Die Kon-
sistenz bei den Tests war schlecht. Die demonstrierte Belastbarkeit ist nur minimal.
Infolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz sind 
die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung nicht verwertbar. Es ist 
davon auszugehen, dass der Klient bei gutem Effort mehr leisten könnte, als was 
er bei den Leistungstests zeigte. (…)
Die angestammte Tätigkeit als Gipser ist aufgrund der erhobenen Anforderungen 
erheblich eingeschränkt. (…) daraus ergibt sich eine Arbeitsunfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit von 100% (…).
Eine angepasste wechselpositionierende leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit zu-
sätzlichen Pausen 2.5 Stunden, um die Kumulation der Beschwerden vorzubeu-
gen, bzw. zu lindern durch Lockerung der Muskulatur, wäre dem Versicherten 
ganztags zumutbar. In dieser zeitlichen Limitierung ist auch die Leistungsminde-
rung berücksichtigt. Das ergibt eine 75%-ige Arbeitsfähigkeit und 25%ige Arbeits-
unfähigkeit. (..)

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2.8.1  Daraufhin kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 17. Januar 2017 an, 
ab 1. Juni 2015 eine Viertelsrente zu gewähren (IV-act. 52), was vom Versicher-
ten mit Einwänden vom 17. Februar 2017 dahingehend abgelehnt wurde, dass 
ihm ab Juni 2015 eine ganze IV-Rente zustehe (IV-act. 58). Dieser Standpunkt 
wurde u.a. mit nachgereichten Arztberichten begründet, dass (sinngemäss) ein 
Aufenthalt in der W.________ (28.4.2016 - 11.5.2016) keine Reduktion der lum-
bospondylogenen Schmerzen ergeben habe (IV-act. 58-17f./31), analog auch die 
transforaminale lumbale Intervertebral-Fusion L4/5 und L5/S1 vom 
1. Juli 2016 durch Dr.med. X.________ (Praxis für Wirbelsäulenchirurgie, 
Y.________ = IV-act. 58-23/31), die Behandlung durch Dr.med. O.________ 
(gemäss Berichten vom 24. Mai 2016 und 13. Februar 2017 = IV-act. 58-25f./31, 
wonach Dr.med. O.________ die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkei-
ten auf 50% veranschlagte, allerdings ein dysfunktionales Krankheitsverhalten 
und eine Selbstlimitierung bestätigte) und von Dr.med. Z.________ (Neurologie 
FMH, AA.________) vom 3. Oktober 2016 (= IV-act. 58-27f./31). Im zuletzt er-
wähnten Bericht fasste diese Neurologin ihre Beurteilung wie folgt zusammen 
(58-28/31 unten):

Der Patient stellt sich zur neurologischen Abklärung therapieresistenter chroni-
scher Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein vor. Die beschriebenen 
Schmerzen haben einen neuropathischen Schmerzcharakter, sicherlich liegt zu-
mindest teilweise eine radikuläre Komponente mit Ausstrahlung ins Dermatom L5 
vor. Im klinisch neurologischen Untersuchungsbefund finden sich aktuell jedoch 
keine Hinweise für ein radikuläres Syndrom mit sensomotorischen Defiziten pas-
send zu einer Nervenwurzelaffektion. Es fallen jedoch deutliche Aggravationsten-
denzen auf, ob bewusstseinsnah oder bewusstseinsfern bleibt offen. (…)

2.8.2  Zu diesen neuen Unterlagen äusserte sich die RAD-Ärztin AB.________ 
am 23. März 2017 bzw. 7. April 2017 zusammenfassend u.a. dahingehend, dass 
eine Arbeitsfähigkeit von 50% für leidensangepasste Tätigkeit vertretbar sei 
("i.O."). Zudem empfahl sie: "Erst CT im kommenden Juli, bzw. ev. Metall-Entf. 
abwarten. Falls dann sinnvoll MEDAS GA" (vgl. IV-act. 60-7/8). 

2.9.1 Der RAD-Arzt AC.________ (Facharzt Allg. Innere Medizin) wies in seiner 
Stellungnahme vom 17. August 2017 auf aktenkundige Aggravationstendenzen 
hin und empfahl die Durchführung einer MEDAS-Begutachtung (in 4 Disziplinen) 
mit Klärung des zumutbaren ergonomischen Profils und der Arbeitsfähigkeit im 
zeitlichen Verlauf (IV-act. 65-7/7). Hinsichtlich der ausgelosten Gutachterstelle 
(G.________, nachfolgend G.________, H.________) wirkten folgende Sachver-
ständige mit (IV-act. 76-2/114):

- Dr.med. AD.________, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie (mit Untersu-
chung vom 22.11.2017 und Teilgutachten vom 23.11.2017);

11

- Dr.med. AE.________, Innere Medizin FMH (mit Untersuchung vom 22.11.2017 
und Teilgutachten vom 8.12.2017);

- Dr.med. AF.________, Orthopädie FMH/ zert. med. Gutachter SIM (mit Untersu-
chung vom 22.11.2017 und Teilgutachten vom 27.12.20);

- Dr.med. AG.________, Neurologie FHM/ zert. med. Gutachterin SIM (mit Unter-
suchung vom 7.12.2017 und Teilgutachten vom 16.1.2028).

2.9.2  Diese Gutachter stellten im am 18. Januar 2018 fertiggestellten Gutachten, 
welches am 9. Februar 2018 bei der IV-Stelle einging (IV-act. 76-1/114), im poly-
disziplinären Konsens folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit (IV-act. 76-58/115, Ziff. 13.1):

Lumboischialgie rechts bei Status nach transforaminaler lumbaler Intervertebral-
fusion L4-S1 7/2016 mit Cage-Interponat und Tangieren der Nervenwurzel L5 
rechts sowie osteogen bedingter neuroforaminaler Enge L5/S1 rechts mit Tangie-
ren der Nervenwurzel L5 rechts mit allenfalls diskreter sensomotorisch radikulärer 
sensibel betonter Schmerzausstrahlung L5/S1 rechts.

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), ein Nikotinabusus (24 pack years) 
COPD Stadium I, Stammvarikosis der Vena saphena magna beidseits und Un-
tergewicht aufgelistet (IV-act. 76-59/114 oben).

2.9.3  Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gipser (körperlich 
schwer, vorwiegend stehend und gehend, mit häufig inklinierten, reklinierten und 
rotierten Körperhaltungen) wurde seit November 2016 gesamthaft bei voller 
Stundenpräsenz auf lediglich 25% (Arbeitsunfähigkeit 75%) und zuvor ab Juli 
2016 auf 0% veranschlagt (IV-act. 76-59/114 Ziff. 14.1).

Was die Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit anbelangt, führten 
die Gutachter was folgt aus (IV-act. 76-59/114 Ziff. 14.2):

Körperlich sehr leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechslungsweise 
sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltun-
gen, können ab 11./2016 gesamthaft bei voller Stundenpräsenz zu 90% (Arbeits-
unfähigkeit 10%) zugemutet werden. Vorangehend bestand ab 7/2016 eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit (Arbeitsfähigkeit 0%) gesamthaft bei voller Stunden-
präsenz im Rahmen der postoperativen Rehabilitation.

Die Frage nach einer beruflichen Eingliederungsfähigkeit beantworteten die Gut-
achter dahingehend, dass die veranschlagte Arbeitsfähigkeit (für adaptierte 
Tätigkeiten) seit November 2016 bestehe und theoretisch einer sofortigen beruf-
lichen Eingliederung aus medizinischer Sicht nichts entgegenstünde, indes bei 
mangelnder Motivation des Versicherten Wiedereingliederungsbemühungen 
nutzlos seien (IV-act. 76-59/114 unten).

12

2.10.1 Der RAD-Arzt Dr.med. I.________ (Allg. Innere Medizin) nahm in seiner 
Stellungnahme vom 1. Mai 2018 eine Würdigung des G.________-Gutachtens 
vor. Dabei beurteilte er das Gesamtergebnis als nachvollziehbar und schlüssig. 
Namentlich pflichtete er der Erkenntnis der Gutachter bei, wonach dem Versi-
cherten für angepasste Tätigkeiten ab November 2016 bei "voller Stundenprä-
senz" eine Leistungsminderung von 10% zuzugestehen sei, was faktisch einer 
Arbeitsfähigkeit von 90% (für adaptierte Tätigkeiten) entspricht. Sodann bejahte 
er die Fragestellung, dass eine sofortige Wiedereingliederung (für leidensange-
passte Arbeiten) möglich bzw. zumutbar sei, derweil eine Eingliederung in der 
angestammten Tätigkeit als Gipser als nicht sinnvoll beurteilt wurde (IV-act. 81).

2.10.2  Dr.med. O.________ nahm im Auftrage des Rechtsvertreters des Versi-
cherten mit Schreiben vom 15. Mai 2018 u.a. dahingehend zum G.________-
Gutachten Stellung, dass sinngemäss eine Restarbeitsfähigkeit des Versicherten 
als Gipser von 25% nicht nachvollzogen werden könne. Hinsichtlich der von den 
G.________-Gutachtern veranschlagten Arbeitsfähigkeit von 90% für adaptierte 
Tätigkeiten erwähnte Dr.med. O.________, dass er "im Moment wenigstens" die-
se Einschätzung als unrealistisch erachte. Nach seiner Einschätzung sehe er 
den Versicherten "für eine adaptierte Tätigkeit im Bereiche von 50%, mit mögli-
cher Steigerung im Laufe der Zeit, abhängig vom Verlauf" (IV-act. 83-2/2).

2.11 Am 27. Juni 2018 attestierte PD Dr.med. AH.________ (F.________ 
Y.________/ AI.________) für rund 2 Wochen eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit (bis 7.8.2018) unter Hinweis auf die am 25. Juni 2018 durchgeführte Opera-
tion (Redekompression der Nervenwurzeln L4 und L5; vgl. IV-act. 85ff.). Der 
RAD-Arzt Dr.med. J.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates) schätzte, dass (sinngemäss) nach einer 3-
monatigen Rehabilitationsphase nach der Operation mit einer Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit gerechnet werden könne, wie sie im G.________-
Gutachten beurteilt worden sei (IV-act. 86-9/9). 

Sechs Wochen nach der Operation berichtete der Versicherte immer noch über 
sehr starke Schmerzen (IV-act. 87-9/13). Nachdem der Versicherte am 9. Januar 
2019 weiterhin Schmerzen beklagte, erwog PD Dr.med. AH.________ gemäss 
Bericht vom 10. Januar 2019 eine Nervenwurzelinfiltration L5 und S1 beidseits 
(IV-act. 89), welche am 22. Januar 2019 stattfand (IV-act. 90). 

Im Verlaufsbericht vom 18. März 2019 erwähnte Dr.med. O.________ einen sta-
tionären bzw. teilweise verschlechterten Gesundheitszustand. Seit Behandlungs-
beginn sei es nie zu einer Besserung der Beschwerden (ausgenommen vorüber-
gehend während eines Monats nach der ersten Operation) gekommen; im Ver-

13

lauf habe jede Massnahme lediglich zu einer Schmerzzunahme geführt, auch die 
interventionellen Schmerzbehandlungen, "was wir jedoch nicht nachvollziehen 
können". Auf die Frage nach der Arbeitsunfähigkeit antwortete dieser Arzt: "un-
verändert 100%?" (IV-act. 91-1/22). 

2.12 Im Verlaufsbericht vom 17. April 2019 an die IV-Stelle kündigte Dr.med. 
O.________ eine weitere Operation an (Dekomprimieren der Nervenwurzeln un-
terhalb der vorbestehenden Konstruktion), was eine Hospitalisation von 3-4 Ta-
gen erfordere. Nach einer Rehabilitation mit Physiotherapie sollte der Versicherte 
"rasch wieder in den Arbeitsprozess reintegriert werden" (IV-act. 95-1f./4). Diese 
Operation erfolgte am 29. April 2019 (IV-act. 96, 99). Bei der klinischen Untersu-
chung vom 12. Juni 2019 zeigte sich weiterhin eine schwere Druckempfindlich-
keit paravertebral sakral und entlang den Dermatomen L4 und L5 beidseits; der 
Gang des Versicherten wurde mit "sehr spastisch und schmerzgeplagt" um-
schrieben (IV-act. 100-2/2). Am 29. Juli 2019 empfahl der RAD-Arzt Dr.med. 
J.________ noch etwas zuzuwarten und dann eine Verlaufsbegutachtung in Be-
tracht zu ziehen (IV-act. 101-11/11). Dr.med. O.________ machte in einem 
Schreiben vom 13. August 2019 an den Rechtsvertreter des Versicherten gel-
tend, es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und eine Re-
Integration in den Arbeitsprozess sei aufgrund des Verlaufs nicht mehr möglich 
(IV-act. 105).

2.13.1 In der Folge wurde auf Anraten des RAD-Arztes Dr.med. J.________ eine 
Verlaufsbegutachtung bei der gleichen Gutachterstelle (G.________) in Auftrag 
gegeben (IV-act. 106-12/12; 107). Es beteiligten sich die gleichen Gutachter wie 
bei der ersten G.________-Begutachtung (mit Ausnahme bei der neurologischen 
Abklärung, welche neu durch Dr.med. AJ.________, Neurologie FMH, durchge-
führt wurde, IV-act. 110, i.V.m. IV-act. 113). Zudem wurde eine EFL-Abklärung 
durch Dr.med. AF.________ vorgenommen (IV-act. 119). Dem zweiten 
G.________-Gutachten vom 2. April 2020 (= Eingangsdatum bei der IV-Stelle) 
sind folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen 
(IV-act. 120-32/97):

Pseudolumboischialgie beidseits bei Status nach transforaminaler lumbaler Inter-
vertebralfusion L4 bis S1 07/2016, mikrochirurgischer Redekompression der Ner-
venwurzel L4 und L5 mit Unterschneidung der Neuroforamen L4/5 und L5/S1 beid-
seits 06/2018, erneuter mikrochirurgischer Dekompression der Nervenwurzel L5 
beidseits sowie S1 und Restabilisation L3 bis 5 04/2019 und mässiger Spondylar-
throse L3/4 beidseits.

Chronisches lumbospondylogenes Schmerzesyndrom mit allenfalls einer leichtgra-
digen chronischen Radikulopathie L4/L5 rechts
- Status nach transforaminaler lumbaler Intervertebralfusion L4/5 und L5/S1 mit 

Wiederherstellung der foraminalen Höhe (fecit Dr. Z. Fekete am 01.07.2016);

14

- Status nach L5 Nervenwurzel-Re-Dekompression bds., L4 Nervenwurzel-Re-
Dekompression bds (fecit Dr. AH.________ am 25.06.2018);

- Status nach S1 Nervenwurzel Dekompression (distal des untersten Band-
scheibenfachs S1/S2 oder L5/S1), L3-L5 Entfernung der Stangen bds., L3-L5 
bds. Re-Stabilisation mit Stangen (fecit Dr. AH.________ am 29.04.2019);

- MRT der LWS vom 06.01.2020: Geringe bilaterale, suprafusionelle Spondylar-
throsen im Segment L1-L3 bds. Keine lumbale Diskushernie mit Neurokom-
pression, regelrechte postoperative Verhältnisse im Bereich der Spondylodese 
L3-S1.

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden im psychiatri-
schen Teilgutachten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 
(ICD-10 F43.21) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4) aufgeführt (vgl. IV-act. 120-81/97). 

2.13.2 Hinsichtlich der Gesamtarbeits(un)fähigkeit für die angestammte Tätigkeit 
als Gipser gelangten die Gutachter aufgrund der objektivierbaren Befunde und 
der durchgeführten Behandlungen zu einer Arbeits(un)fähigkeitsgrad von 50% 
(bei der ersten G.________-Begutachtung war diesbezüglich eine Arbeitsun-
fähigkeit von 75% attestiert worden). Für leidensangepasste Tätigkeiten nahmen 
die Gutachter im 2. G.________-Gutachten folgende Beurteilung vor (IV-act. 
120-33/97):

Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechseln sitzend und 
stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, können 
ab 11/2018 und von 09/2019 gesamthaft bei voller Stundenpräsenz zu 100% (Ar-
beitsunfähigkeit 0%) zugemutet werden. Während den viermonatigen postoperati-
ven Rehabilitationen ab 06/2018 und 04/2019 bestand jeweils eine 100% Arbeits-
unfähigkeit (Arbeitsfähigkeit 0%) gesamthaft bei voller Stundenpräsenz auch für 
adaptierte Tätigkeiten.

In dieser Einschätzung wurde insbesondere auch das Ergebnis der Evaluation 
der funktionellen Leistungsfähigkeit einbezogen, welches eine erhebliche Sym-
ptomausweitung und Selbstlimitierung/Inkonsistenzen beinhaltet. Die Resultate 
der physischen Leistungstests waren für die Beurteilung der zumutbaren Belas-
tung kaum verwertbar, weshalb der Sachverständige davon ausging, dass der 
Versicherte bei gutem Effort eine bessere Leistung hätte erbringen können. 
Deswegen wurde die Beurteilung der Zumutbarkeit primär auf medizinisch-
theoretische Überlegungen unter Berücksichtigung der Beobachtungen und Leis-
tungstests vorgenommen (vgl. IV-act. 120-25/97 Ziff. 7.3 2. Abs. i.V.m. IV-act. 
120-26/97 Ziff. 8 und IV-act. 120-38ff./97). 

2.14.1 Im Kurzbericht vom 15. Juni 2020 erwähnte Dr.med. O.________, dass 
eine aktuelle neurologische Abklärung bei Dr. AK.________ in AL.________ 
"überraschenderweise unklare Pyramidenbahnstörungen ergeben" habe, welche 
von der HWS bzw. BWS ausgehen könnten, nebst einer chronischen residuellen 

15

Nervenwurzelschädigung L5 rechts. Deswegen seien MRI-Untersuchungen im 
Bereiche der HWS und BWS nötig geworden. Zudem sei vorgesehen, in der 
AM.________ eine Zweitmeinung einzuholen (IV-act. 131-1/6 i.V.m. IV-act. 131-
5f./6). Eine CT-Abklärung der LWS vom 14. August 2020 zeigte bezüglich der 
Spondylodese L4-S1 "keine Lockerung des Implantatmaterials sowie eine durch-
baute Situation". Im MRI konnte keine Erklärung für die Schmerzursache gese-
hen werden. Auch neurophysiologisch wurde eine Nervenschädigung ausge-
schlossen. Bei dieser Sachlage könne eine Operation die Schmerzen nicht ver-
bessern (IV-act. 138-7/18). Des Weiteren bescheinigte Dr.med. AN.________ 
(Chefarzt K.________) am 12. November 2020 gegenüber dem Rechtsvertreter 
des Versicherten, dass noch ein Aktengutachten erstellt werde (IV-act. 135-2/2).

2.14.2 Dr.med. AH.________ hatte den Versicherten am 3. November 2020 
während der Sprechstunde gesehen und in seinem Bericht vom 4. November 
2020 an Dr.med. AO.________ (zwischenzeitlich Hausarzt des Versicherten) u.a. 
ausgeführt, dass in den vergangenen 18 Monaten mit verschiedenen Massnah-
men (v.a. Infiltrationen) versucht worden sei, eine Besserung der Schmerzen zu 
erzielen, was jedoch höchstens vorübergehend gelungen sei. In den vergange-
nen 12 Jahren habe der Versicherte verschiedene Schmerztherapeuten konsul-
tiert, welche alle ein weiteres schmerztherapeutisches Vorgehen empfohlen hät-
ten. Eine Operation komme in diesem Zustand nicht in Frage. Eine Re-
Integration in den Arbeitsprozess sei ebenfalls nicht möglich. Er sei überzeugt, 
dass dem Versicherten mit dieser Schmerzproblematik eine Re-
Integrationsmassnahme nicht zugemutet werden könne und der Versicherte des-
halb weiterhin 100% arbeitsunfähig sei (IV-act. 136-2/2). 

2.14.3 Dr.med. L.________ (MBA, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates/ zert. med. Gutachter SIM) erstattete 
am 7. Januar 2021 dem Rechtsvertreter des Versicherten ein Gutachten ("Akten-
gutachten"), welches am 13. Januar 2021 bei der IV-Stelle einging (IV-act. 138). 
Er stellte die Diagnose eines schweren residuellen Schmerzsyndroms im Bereich 
des lumbosakralen Überganges und auch in den Beinen (mit den bereits bekann-
ten bzw. oben angeführten Details). Zudem erwähnte er eine Anpassungsstörung 
mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) sowie eine anhaltende soma-
toforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4, vgl. IV-act. 138-12/18 oben). 

Seine Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit des Versicherten fasst 
Dr.med. L.________ unter Ziffer 9 seines (Akten)Gutachtens wie folgt zusammen 
(IV-act. 138-14f./18):

(…) Der Versicherte stuft sich selbst als vollständig arbeitsunfähig ein und gemäss 
Aktenlage bestehe kaum eine Motivation, die Situation hinsichtlich Arbeitsfähigkeit 

16

zu verändern. Aufgrund des beschriebenen Verhaltens des Versicherten muss ei-
ne Symptomausweitung oder gar eine Aggravation als sekundärer Krankheitsge-
winn zur Erklärung seiner sozialen Situation (finanzielle Probleme, Verlust des Ar-
beitsplatzes…) angenommen werden.

Aus Sicht des Aktengutachters ist die Arbeitsfähigkeit in der bis 2015 ausgeübten 
Tätigkeit als Gipser nicht mehr gegeben (Arbeitsunfähigkeit 100%).

Für körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechselnd sitzend 
und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen ohne 
Heben von Lasten über 5 kg ist eine über den Arbeitstag verteilte Arbeitsfähigkeit 
von 50% zumutbar (beispielsweise 2 Stunden am Vormittag und 2 Stunden am 
Nachmittag).

Des Weiteren begründet Dr.med. L.________ seine divergierende Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit gegenüber dem (2.) G.________-Gutachten v.a. damit, dass 
der 58-jährige Versicherte mit 174 cm Körpergrösse und 58 kg deutlich unterge-
wichtig sei. Im G.________-Gutachten vom 12. Februar 2020 werde bei der funk-
tionellen Befunderhebung (S.13) "allgemein wenig Muskelmasse, jedoch keine 
links-rechts Unterschiede festzustellen" beschrieben. Dies lasse den Schluss zu, 
dass sowohl die Haltemuskulatur der Wirbelsäule wie die sekundäre Muskulatur 
insuffizient seien. Dieser Umstand führe zu einer verminderten Belastbarkeit, was 
sich nicht nur auf die bisherige Tätigkeit, sondern auch für leidensadaptierte 
Tätigkeiten (längeres Sitzen, Stehen oder Gehen) auswirke (IV-act. 138-15/18).

3. Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden medizinischen Akten führt zu 
den nachfolgend dargelegten Ergebnissen.

3.1 Als Ausgangslage ist festzuhalten, dass der Versicherte mehrfach und um-
fassend medizinisch abgeklärt wurde, namentlich liegen im Verlauf zwei interdis-
ziplinäre medizinische Gutachten vor, wobei das zweite G.________-Gutachten 
vom 2. April 2020 nicht lange zurückliegt. Diese beiden G.________-Gutachten 
wurden grundsätzlich lege artis erstellt. Das zweite G.________-Gutachten, wel-
ches hier im Vordergrund steht, basiert auf allseitigen Untersuchungen aus or-
thopädischer, internistischer, neurologischer und psychiatrischer Fachrichtung 
mit Zusatzuntersuchungen (wie Röntgenuntersuchungen/ CT der LWS/ Laborun-
tersuchungen/ elektromyelographischer Untersuchung sowie EFL-Abklärung). 
Dieses Gutachten stützt sich auf das vorinstanzliche Aktendossier, enthält einen 
Auszug der massgebenden Berichte und ist mithin in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden. Die im Rahmen der zweiten G.________-
Begutachtung festgestellten Befunde sowie die daraus von den Gutachtern her-
geleiteten Diagnosen sind hier nicht in Frage zu stellen. Dies gilt erst recht, als 
die somatischen Diagnosen im zweiten G.________-Gutachten einerseits (siehe 
oben Erw. 2.13.1) sowie im vom Beschwerdeführer nachgereichten Gutachten 
des Orthopäden Dr.med. L.________ andererseits (Erw. 2.14.3 bzw. IV-act. 138-

17

11f./18) sich grundsätzlich nicht wesentlich unterscheiden. Soweit der vom Versi-
cherten beigezogene Orthopäde in seinen Diagnosen noch eine Anpassungs-
störung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F 43.21) und eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) anführt, decken sich diese Dia-
gnosen an sich mit den Ausführungen des psychiatrischen Teilgutachters im 
zweiten G.________-Gutachten (siehe vorne Erw. 2.13.1 in fine und IV-act. 120-
81/97 und 120-90/97 oben), allerdings hat letzterer diesen psychiatrischen Dia-
gnosen keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Wirkung beigemessen (vgl. IV-
act. 120-89/97), was er im psychiatrischen Teilgutachten unter Ziff. 7.4 nachvoll-
ziehbar mit den weiterhin vorhandenen Ressourcen sowie der fehlenden Motiva-
tion des Versicherten begründet hat. 

3.2.1  Hinsichtlich des vom Versicherten beigezogenen Orthopäden und dessen 
Gutachten vom 7. Januar 2021 (mit der Überschrift "Aktengutachten") fällt auf, 
dass unter Ziffer 1.3 (verwendete Quellen) ausgeführt wird: "Wir stützen unser 
Gutachten auf die von Ihnen zur Verfügung gestellten Unterlagen, unsere eigene 
Befragung und Untersuchung des Versicherten sowie laborchemische und bild-
gebende Zusatzbefunde" (vgl. IV-act. 138-1/18, Kursivdruck nicht im Original). 
Hingegen im Abschnitt Befunde (Ziff.4) wurde jeweils ausgeführt: "entfällt" (vgl. 
IV-act. 138-11/18), woraus abzuleiten ist, dass dieser Sachverständige den Ver-
sicherten - entgegen seiner Darstellung unter Ziffer 1.3 des Gutachtens - nicht 
selber untersucht hat und auch keine Zusatzbefunde eingeholt hat. Dies deckt 
sich auch mit der Schlussfolgerung am Ende des (Akten)Gutachtens: "Aufgrund 
dieses aktenmässig festgestellten Sachverhaltes kommt der Aktengutachter zu 
einer reduzierten Arbeitsfähigkeit gegenüber dem Gutachten des G.________ 
vom 12.02.2020" (IV-act. 138-15/18, Kursivdruck nicht im Original). Seine Ein-
schätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit des Versicherten wurde bereits in 
Erwägung 2.14.3 festgehalten (siehe oben). Einleuchtend ist die Beurteilung 
(dieses Orthopäden), wonach die körperlich anstrengende Tätigkeit als Gipser 
dem nun __-jährigen Versicherten grundsätzlich nicht mehr länger zumutbar ist. 
Für dieses Ergebnis sprechen auch die aktenkundigen Einschätzungen der fol-
genden Ärzte:

- Dr.med. R.________ (Vertrauensarzt der CSS, gemäss Erw. 2.2);

- Dr.med. O.________ (als behandelnder Rheumatologe, gemäss Erw. 2.5, Erw. 
2.8.1 bzw. IV-act. 58-26/31; Erw. 2.10.2);

- Dres. V.________/ U.________ (gemäss Erw. 2.7 = E.________-Gutachten);

- RAD-Arzt Dr.med. I.________ (gemäss Erw. 2.10.1 bzw. IV-act. 81-2/2 Ziff. 3.4: 
"eine Eingliederung in der angestammten Tätigkeit als Gipser erscheint bei einem 
restlichen Leistungsvermögen von nur 25% und einigen Ausschlüssen von neu-
rologischer Seite nicht sinnvoll").

18

Dementsprechend vermag die im zweiten G.________-Gutachten enthaltene 
Einschätzung einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50% im angestammten Be-
reich als Gipser nicht zu überzeugen, zumal nicht substantiiert begründet wurde, 
inwiefern die gemäss erstem G.________-Gutachten verbliebene Restarbeits-
fähigkeit von noch 25% im angestammten Bereich im Vergleich zum zweiten 
Gutachten (zumutbarerweise) auf eine Arbeitsfähigkeit von zwischenzeitlich 50% 
habe verdoppelt werden können. 

Ob allenfalls eine Restarbeitsfähigkeit von noch 25% in der angestammten Tätig-
keit, wie dies im ersten G.________-Gutachten angenommen wurde, insgesamt 
noch (knapp) vertretbar wäre, kann hier schliesslich offen bleiben, weil für die 
strittige Frage eines Rentenanspruchs letztlich ausschlaggebend ist, wie die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit zu beurtei-
len ist (vgl. nachfolgend, sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_672/2019 Erw. 
7.2.2). Abgesehen davon ist festzuhalten, dass in der vorinstanzlichen Vernehm-
lassung (S. 3, Ziff. 5) ausdrücklich anerkannt wurde, dass die angestammte 
Tätigkeit als Gipser nicht mehr zumutbar ist.

3.2.2  Was die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 
Tätigkeit anbelangt, wird im zweiten G.________-Gutachten eine Arbeitsfähigkeit 
von 100% postuliert, derweil der vom Versicherte beigezogene Dr.med. 
L.________ eine Arbeitsfähigkeit von 50% veranschlagt hat. In dieser Bandbreite 
einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50% bis 100% (für adaptierte Tätigkeiten) 
sind folgende Einschätzungen der involvierten Ärzte einzubeziehen. Während 
der behandelnde Rheumatologe Dr.med. O.________ eine Teilarbeitsfähigkeit 
bejahte (vgl. Erw. 2.5), welche er am 13. Februar 2017 auf 50% veranschlagte, 
gleichzeitig aber auch das Vorliegen einer Selbstlimitierung des Versicherten 
bestätigte (vgl. Erw. 2.8.1 bzw. IV-act. 58-26/31), wurde im E.________-
Gutachten vom 6. Juni 2016 für angepasste Arbeiten eine Arbeitsfähigkeit von 
75% postuliert (Erw. 2.7). Demgegenüber erachtete die RAD-Ärztin 
AB.________ am 23. März 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 50% "behinderungs-
angepasst i.O.", um aber diese Einschätzung durch den Verweis auf eine noch-
malige MEDAS-Begutachtung zu relativieren (IV-act. 60-7/8). Sodann wurde im 
1. G.________-Gutachten vom 18. Januar 2018 ab November 2016 eine Arbeits-
fähigkeit von 90% (bzw. bei einem Vollzeitpensum eine Leistungseinbusse von 
10%) veranschlagt (zuvor 0% Arbeitsfähigkeit von Juli bis Okt. 2016, vgl. Erw. 
2.9.3), während im zweiten G.________-Gutachten für angepasste Arbeiten kei-
ne Einschränkung mehr in die Beurteilung einbezogen wurde. Weshalb aber die 
ursprünglich von den G.________-Gutachtern zugestandene Einschränkung für 
angepasste Tätigkeiten nicht mehr zu berücksichtigen sei, wurde im zweiten in-

19

terdisziplinären Gutachten nicht substantiiert thematisiert. Eine im Vergleich zum 
ersten G.________-Gutachten restriktivere Beurteilung der Zumutbarkeit von lei-
densangepassten Tätigkeiten, welche vor Gericht nicht substantiiert begründet 
wurde, vermag hier nicht zu überzeugen. Nachdem die massgebende Arbeits-
fähigkeit keine rein medizinische, sondern letztlich eine juristische Frage ist (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_155/2019 vom 11.7.2019 Erw. 4.2 mit Hinweisen), 
rechtfertigt es sich in der vorliegenden Konstellation, von dem im zweiten 
G.________-Gutachten festgestellten Arbeitsfähigkeitsgrad im Lichte der gesam-
ten medizinischen Aktenlage teilweise abzuweichen, ohne dass hier noch ein 
weiteres Gutachten zur massgebenden Arbeitsfähigkeit einzuholen wäre. In die-
sem Sinne erachtet es das Gericht als geboten, den massgebenden Arbeits-
fähigkeitsgrad für angepasste Tätigkeiten ermessenweise auf 80% festzulegen. 
Für dieses Ergebnis spricht namentlich auch, dass der behandelnde Rheumato-
loge Dr.med. O.________ am 15. Mai 2018 die im G.________-Gutachten ange-
nommene Arbeitsfähigkeit von 90% "im Moment" als nicht realistisch betrachtete, 
hingegen selber hinsichtlich des erwähnten Arbeitsfähigkeitsgrades von 50% von 
einer möglichen Steigerung im Laufe der Zeit ausging (IV-act. 83-2/2). Sodann ist 
der (tieferen) Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr.med. L.________ entgegenzu-
halten, dass er bei der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität an sich eine 
erhebliche Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenzen bei den 
physischen Leistungstests bzw. Hinweise auf Aggravation anerkannte (vgl. IV-
act. 138-13/18), hingegen diesen Aspekten bei der Diskussion der zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit nicht in erkennbarer Weise Rechnung getragen hat (vgl. IV-act. 
138-15/18 oben). Mit anderen Worten ist hier der Arbeitsfähigkeitsgrad für ange-
passte Tätigkeiten selbst dann, wenn die vorstehend angesprochenen, leis-
tungsmindernden Aspekte wie Selbstlimitierung/ Symptomausweitung etc. aus-
geschieden werden, deshalb nicht auf 100% festzulegen, weil im ersten 
G.________-Gutachten eine gewisse Einschränkung anerkannt wurde. Im Übri-
gen kann der Argumentation von Dr.med. L.________, wonach der Versicherte 
massiv untergewichtig sei (vgl. IV-act. 138-15/18 oben), nach Massgabe der an-
lässlich der zweiten G.________-Begutachtung erhobenen Befunde (siehe IV-
act. 120-8/97: Grösse 174 cm/ Gewicht 58 kg, bzw. BMI 19.16) nicht beigepflich-
tet werden. Selbst wenn eine gewisse Verminderung des Arbeitsfähigkeitsgrades 
für angepasste Tätigkeiten mit dem Aspekt einer bestimmten Dekompensation 
begründet und anerkannt würde, liesse sich maximal eine Einschränkung für an-
gepasste Tätigkeiten von 20% rechtfertigen. Anzufügen ist, dass der hier berück-
sichtigte Dekompensationsaspekt schliesslich im Einkommensvergleich nicht 
nochmals als leidensbedingter Abzug bei der Ermittlung des Invalideneinkom-
mens herangezogen werden darf.

20

3.3 Nach dem Gesagten ist der massgebende Arbeitsfähigkeitsgrad für ange-
passte Tätigkeiten auf 80% festzulegen (was grundsätzlich auch einem Vollzeit-
pensum mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 20% entspräche). 
Gegen einen tieferen Arbeitsfähigkeitsgrad (bzw. gegen eine höhere Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit als 20% sprechen die mehrfach thematisierten 
Selbstlimitierungen, die Symptomausweitung und die in den Akten angesproche-
nen Inkonsistenzen bei den Leistungstests.

4. Dieser oben hergeleitete, massgebende Arbeitsfähigkeitsgrad für ange-
passte Tätigkeiten führt im Einkommensvergleich zu folgenden Ergebnissen. 

4.1 In der angefochtenen Verfügung ermittelte die Vorinstanz ein Validenein-
kommen von Fr. 96'987.15 (per 2015) und von Fr. 98'468.55 (per 2018), welche 
in der vorliegenden Beschwerde (S. 13, Ziff. 17) nicht in Frage gestellt werden. 
Bei dieser Sachlage kann darauf abgestellt werden, ohne dass sich dazu weitere 
Ausführungen aufdrängen.

4.2.1  Hinsichtlich des Invalideneinkommens ermittelte die Vorinstanz aus den 
Tabellenlöhnen per 2015 und umgerechnet auf eine durchschnittliche Wochen-
arbeitszeit von 41.7 h/Woche einen Durchschnittsverdienst für einfache und re-
petitive Tätigkeiten von Fr. 66'633.-- (per 2015) bzw. von Fr. 67'430.-- (per 2018). 
Auf diese hypothetischen Einkommen ist hier als Ausgangswert abzustellen, 
ohne dass sich diesbezüglich ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug rechtfer-
tigt. Die (konstitutionell bedingte) verminderte Belastbarkeit wurde bereits bei der 
Festlegung des massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades angerechnet, weshalb 
dieser Aspekt nicht nochmals bei der Festlegung des Invalideneinkommens 
berücksichtigt werden kann. Beizupflichten ist auch der Argumentation in der 
Vernehmlassung (S. 5, Ziff. 10), wonach hier kein Fall vorliegt, in welchem auf 
das statistische Durchschnittseinkommen einzelner Sektoren oder Branchen ab-
zustellen wäre. Zutreffend sind auch die Ausführungen in der Vernehmlassung, 
wonach in einfachen und repetitiven Tätigkeiten die Anforderungen an Sprache, 
Ausbildung und Erfahrung tief sind und dass Hilfsarbeitertätigkeiten grundsätzlich 
altersunabhängig nachgefragt werden. Beizupflichten ist sodann auch der Argu-
mentation, dass die Tabellenlöhne des tiefsten Kompetenzniveaus eine Vielzahl 
geeigneter Tätigkeiten umfassen. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen 
der Vorinstanz verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist.

4.2.2  Bei einem massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrad für angepasste Tätigkei-
ten von 80% (siehe oben) resultiert ein Invalideneinkommen per 2015 von 
Fr. 53'306.40 (Fr. 66'633 x 0.80) bzw. per 2018 von Fr. 53'944.-- (67'430 x 0.80). 

21

4.3.1  Stellt man das Invalideneinkommen per 2015 von Fr. 53'306.40 dem Vali-
deneinkommen per 2015 von Fr. 96'987.15 gegenüber, resultiert ein massge-
bender IV-Grad von 45% (96'987.15 minus 53'306.40 = 43'680.75; 43'680.75 : 
96'987.15 x 100 = 45.03). Damit ist dem Beschwerdeführer ein Anspruch auf ei-
ne Viertelsrente zuzugestehen, wie dies im Vorbescheid vom 17. Januar 2017 
ebenfalls - mit Wirkung ab 1. Juni 2015 - anerkannt wurde (vgl. IV-act. 52). 

4.3.2  Soweit in der Folge aufgrund mehrerer aktenkundiger operativer Eingriffe 
die Arbeitsunfähigkeit vorübergehend ohne wesentliche Unterbrechung drei Mo-
nate dauerte (so beispielsweise vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016, vgl. an-
gefocht. Verfügung), ist nach Massgabe von Art. 88a IVV eine befristete Er-
höhung des Rentenanspruchs zu gewähren, wobei die Festlegung der Details 
und der nachzuzahlenden Rentenbeträge grundsätzlich Sache der Verwaltung 
ist.

4.3.3  Anzufügen ist, dass auch der Einkommensvergleich der per 2018 ermittel-
ten Einkommensgrössen keinen höheren Rentenanspruch bewirkt. Denn stellt 
man das Invalideneinkommen per 2018 von Fr. 53'944.-- dem Valideneinkom-
men per 2018 von Fr. 98'468.55 gegenüber, resultiert ein massgebender IV-Grad 
von ebenfalls 45% (98'468.55 minus 53'944 = 44'524.55; 44'524.55 : 98'468.55 x 
100 = 45.21).

5.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
(von Fr. 500.--) den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrs-
mässig so umgesetzt, dass das Gericht den vom Beschwerdeführer bezahlten 
Kostenvorschuss einbehält und die Vorinstanz dem Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

5.2 Zudem wird dem beanwalteten Beschwerdeführer für das vorliegende Tei-
lobsiegen zu Lasten der IV-Stelle eine reduzierte Parteientschädigung 
zugesprochen. In Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien 
(Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der 
Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens ist das (reduzierte) Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) auf Fr. 1'500.-
- festzulegen. 

22

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 
Dem Beschwerdeführer wird mit Wirkung ab 1. Juni 2016 eine Viertelsrente 
(IV-Grad 45%) zugesprochen. Soweit im Verlauf aufgrund mehrerer akten-
kundiger operativer Eingriffe die Arbeitsunfähigkeit vorübergehend ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate dauerte, ist nach Art. 88a IVV eine 
befristete Erhöhung des Rentenanspruchs zu gewähren, wobei die Festle-
gung der Details und der nachzuzahlenden Rentenbeträge grundsätzlich 
Sache der Verwaltung ist. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden den Parteien je zur Hälfte auf-
erlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass 
das Verwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvor-
schuss von Fr. 500.-- einbehält und ihm bzw. seinem Rechtsvertreter 
Fr. 250.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen 
(Auszahlung an den Rechtsvertreter).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 27. Mai 2021