# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02242e5d-f8ad-5def-a597-38832f8289cf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 03.11.2014 ZK1 2014 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-124_2014-11-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 3. November 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 124 6. November 2014

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Paganini

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Edmund Schö-
nenberger, Katzenrütistrasse 89, 8153 Rümlang, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 15. 
Oktober 2014, in Sachen Beschwerdeführerin,

betreffend Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ ist seit Jahren drogenabhängig (angetroffene Situation nach Ge-
fährdungsmeldung s. Entscheid KESB vom 17. April 2013, S. 2, act. E.1.41). Mit 
diesem Entscheid wurde eine Beistandschaft errichtet (Art. 394/395 ZGB). Heute 
ist A._____ von der BB B._____ ihre Beiständin (act. 51/52).

B. Vom 10. April bis 31. Oktober 2013 wohnte X._____ beim Verein C._____ 
(Begleitetes Wohnen, s. Bericht vom 31. Oktober 2013, act. E.1.81). Obwohl sie 
noch nicht als alleine wohnfähig beurteilt wurde, zog sie anschliessend zu ihrem 
Freund.

C. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden holte in 
der Folge bei Oberarzt D._____ vom Zentrum für E._____, über X._____ ein um-
fassendes Gutachten ein (act. E.1.83), welches am 31. Januar 2014 erstattet wur-
de. Darin wurde die Drogensucht von X._____ bestätigt. Eine langfristige stationä-
re Therapie erscheine als einzige Therapieform, die der chronischen Erkrankung 
eine Wende geben könnte, d.h. eine langandauernde, mindestens ein bis zwei 
Jahre andauernde, abstinente Phase, in der Tagesstruktur und damit auch die 
Kognition trainiert werden könne. Im ambulanten Setting sei dies illusorisch (s. die 
Schlussfolgerungen auf S. 29 ff. des Gutachtens).

D. Mit Entscheid vom 12. März 2014 verfügte die KESB Nordbünden eine für-
sorgerische Unterbringung (FU) zunächst in der Abteilung "F._____" der psychia-
trischen Dienste Graubünden und per 20. März 2014 im "G._____" der Sozialwer-
ke Pfarrer H._____ in O.1_____. Es wurde ein Verlaufsbericht der Leitung des 
G._____ nach spätestens fünf Monaten angefordert und sodann eine Überprüfung 
der Massnahmen in Aussicht gestellt (act. E.1.108).

E. Auf ein über den Verein Psychex am 31. März 2014 eingereichtes Entlas-
sungsgesuch von X._____ trat die KESB Nordbünden am 3. April 2014 nicht ein. 
Begründet wurde der Entscheid mit rechtsmissbräuchlichem Verhalten der Ge-
suchstellerin (bzw. der Psychex). Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts wies ei-
ne dagegen erhobene Beschwerde am 7. Mai 2014 einzelrichterlich ab, soweit 
darauf eingetreten werden konnte (ZK1 14 47, B.6).

F. Am 22. April 2014 stellte X._____ ein erneutes – von der Psychex verfass-
tes – Entlassungsgesuch (act. E.1.136). Die KESB erachtete dies als querulato-
risch und trat darauf am 24. April 2014 ebenfalls nicht ein (act. E.1.133).

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G. Am 11. August 2014 erstatteten die Sozialwerke Pfarrer H._____, Frau 
I._____, einen Therapiezwischenbericht (act. E.1.138.1). Darin wurde unter ande-
rem festgehalten, dass es X._____ nach anfänglichen Schwierigkeiten nach den 
ersten fünf Monaten ihres Therapieaufenthaltes gelungen sei, sich soweit zu stabi-
lisieren, dass eine intensive therapeutische Auseinandersetzung mit ihrer Sucht- 
und Lebensgeschichte nun möglich werde. Sie befinde sich aktuell in der Vorbe-
reitung zur dritten Therapiestufe, in welcher es vor allem um die Aufarbeitung und 
der Sozialisation und Suchtgeschichte sowie um die Erarbeitung konkreter Rück-
fallpräventionsstrategien und der Vorbereitung der beruflichen Integration gehe. 
X._____ fühle sich bereit, diese Aufgaben anzugehen. Zusammenfassend zeichne 
sich die therapeutische Zusammenarbeit und Entwicklung von X._____ deutlich 
positiv ab und sei bei gleichbleibenden Strukturen weiterhin positiv zu erwarten. 
Zur Festigung der erlangten Stabilität und Erarbeitung von Strategien zur dauer-
haften abstinenten Lebensführung werde eine Weiterführung der Therapie im 
G._____ zum aktuellen Zeitpunkt noch als zwingend notwendig erachtet. Bei wei-
terhin günstigen Entwicklungen sähe man eine Umstufung in die 4. Therapiestufe 
und damit eine Aussenorientierung in ca. fünf bis sechs Monaten als möglich.

H. Die Beiständin A._____ stellte am 14. August 2014 der KESB Nordbünden 
den Antrag um Verlängerung der FU (act. E.1.138). Dabei wurde insbesondere auf 
den Bericht von I._____ Bezug genommen. Sollte die FU ersatzlos aufgehoben 
werden, würde sich X._____ vermutlich wieder in ihr altes Milieu zurückbegeben. 
Dort würde es ihr voraussichtlich schwer fallen, sich abzugrenzen, womit ein 
Rückfall drohen würde. Aufgrund der noch bestehenden kognitiven Schwächen 
würde eine wenig förderliche Anhängigkeit von ihrem Freund entstehen (act. 
E.1.139).

I. Telefonisch ergänzte I._____ vom G._____ am 19. August 2014, X._____ 
verbringe ihre Wochenenden bei ihrem Freund in Chur und sei stets abstinent ge-
wesen. Sie erhalte noch eine Methadon-Substitution, weitere Suchtmittel (Alkohol) 
habe sie erwiesenermassen (Urinprobe) seit fünf Monaten nicht mehr konsumiert. 
X._____ arbeite mit Freude und Motivation und zeige auch mehr Eigeninitiative. 
Trotzdem sei ein Austritt aus dem G._____ nicht empfehlenswert. Einerseits sei 
sie noch nicht selbstständig wohnfähig. Sie sei noch nicht in der Lage, eine stabile 
Tages- und Wochenstruktur aufrecht zu erhalten. Zudem sei sie noch nicht in der 
Lage, ohne äussere Struktur abstinent von unterschiedlichen Suchtmitteln zu le-
ben (act. E.1.140 und 141).

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J. Am 31. August 2014 liess X._____ über den Verein Psychex ein Gesuch 
um sofortige Entlassung stellen (act. E.1.144).

K. Rechtsanwalt Edmund Schönenberger vom Verein Psychex übermittelte 
am 10. September 2014 der KESB seine gedruckte "Fundamentalkritik der 
Zwangspsychiatrie" und eine Bestätigung von J._____, dem Freund von X._____, 
dass sie bei ihm wohnen könne (act. E.1.150).

L. Die Behördensitzung der KESB in Anwesenheit von X._____, Rechtsanwalt 
Edmund Schönenberger und J._____ fand am 10. September 2014 statt (vgl. das 
Protokoll act. E.1.154).

M. Mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 10. September 2014, mitgeteilt 
am 12. September 2014, wurde die FU über X._____ im G._____ aufrecht erhal-
ten (act. E.1.156). 

N. Die dagegen erhobene Beschwerde von X._____ hiess das Kantonsgericht 
von Graubünden mit Entscheid vom 24. September 2014 (ZK1 14 110) gut, womit 
es den angefochtenen Entscheid aufhob und die KESB Nordbünden anwies, bis 
spätestens 15. Oktober 2014 ein (Kurz-)Gutachten von einem unabhängigen 
Sachverständigen einzuholen und einen neuen Entscheid zu fällen. Das Kantons-
gericht kam zum Schluss, dass das von Oberarzt D._____ erstattete Gutachten 
mangels Hinweis der KESB auf die Straffolgen der Erstattung eines falschen Gut-
achtens nicht verwertbar sei.  

O. Daraufhin beauftragte die KESB Nordbünden mit Schreiben vom 29. Sep-
tember 2014 (act. E.1.170) Dr. med. K._____ mit der Erstellung eines psychiatri-
schen Kurzgutachtens über X._____.

P. Das am 6. Oktober 2014 erstattete Gutachten (act. E.1.173) stellte die 
KESB Nordbünden zur Stellungnahme an Rechtsanwalt Edmund Schönenberger 
sowie zur Kenntnisnahme an X._____ zu (vgl. act. E.1.175).

Q. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2014 (act. E.1.178) bzw. 13. Oktober 2014 
(act. E.1.180) äusserten sich X._____ sowie Rechtsanwalt Edmund Schönenber-
ger zum psychiatrischen Gutachten.

R. Mit Entscheid vom 15. Oktober 2014 (act. E.1.182) ordnete die KESB 
Nordbünden gestützt auf das Gutachten von Dr. med. K._____ die Fortführung der 
fürsorgerischen Unterbringung von X._____. Im Dispositiv wurde Folgendes fest-
gehalten:

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"1. X._____ bleibt im Sinne der Erwägungen gestützt auf Art. 431 Abs. 1 
i.V.m Art. 426 ZGB zur Behandlung und persönlichen Betreuung im 
Rehabilitationszentrum "G._____" (O.1_____) fürsorgerisch unterge-
bracht.

 2. Zuständig für die Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung ist 
die KESB Nordbünden. Die Leitung des "G._____" ist gehalten, die 
Absolvierung der Therapiestufen 3 und 4 unter der Voraussetzung der 
aktiven Mitwirkung von X._____ zu intensivieren, so dass ein Übertritt 
in ein ambulantes Setting per März 2015 angestrebt werden kann. 
Zudem ist der KESB Nordbünden zwecks Überprüfung der Mass-
nahme in spätestens vier Monaten nach Mitteilung dieses Entscheids 
ein weiterer Verlaufsbericht zuzustellen.

 3. (Kosten)

 4. (Rechtsmittelbelehrung)

 5. (Mitteilung)"

S. Dagegen erhob X._____, vertreten durch den Verein Psychex, am 21. Ok-
tober 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (act. A.1), wobei 
sie folgende Anträge stellte:

"1. (Wir [Verein Psychex] verlangen) die sofortige Entlassung unserer Kli-
entin, die unentgeltliche Rechtspflege und die Bestellung von RA Ed-
mund Schönenberger (…) zum Beistand gemäss Art. 450e Abs. 4 
ZGB, unter KEF. (…)

 2. Es sei festzustellen, dass die Art. 2 bis 12 EMRK verletzt worden sind.

 3. Es sei die Gutachterin an die Verhandlung vorzuladen. Sie habe an-
lässlich der Anhörung der BF ein umfassendes Gutachten zu erstatten 
und der BF sowie dem Beistand sei Gelegenheit zu geben, ihr Ergän-
zungsfragen zu stellen.

 4. Es sei RA Edmund Schönenberger das Protokoll der Verhandlung des 
KG GR vom 24.9.2014 per Fax (…) oder per Post zuzustellen.

 5. RA Edmund Schönenberger sei als Beistand auch für beide Verfahren 
vor der BG angemessen zu entschädigen."

Die Beschwerdeführerin kündigte dabei zudem an, alle Anträge würden an der 
Hauptverhandlung begründet.

T. Unter Verzicht auf eine einlässliche Begründung und Verweis auf die Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid stellte die KESB Nordbünden mit Be-
schwerdeantwort vom 27. Oktober 2014 (act. A.2) folgende Anträge:

"1. Die Beschwerde sei abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden 
kann.

 2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verle-
gen."

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U. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Oktober 2014 (act. D.2) wies der 
vorsitzende Richter den beschwerdeführerischen Antrag, die Gutachterin Dr. med. 
K._____ zur Hauptverhandlung vom 3. November 2014, 14.00 Uhr, vorzuladen, 
ab.

V. Gemäss Vorladung fand die Hauptverhandlung vor der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden am 3. November 2014, 14.00 Uhr, statt. Anwe-
send waren X._____ in Begleitung ihres Rechtsvertreters Rechtsanwalt Edmund 
Schönenberger.

W. Auf die Ausführungen anlässlich der Hauptverhandlung, insbesondere die 
Anhörung von X._____, sowie die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und 
in den beigezogenen Akten wird, soweit erforderlich, nachfolgend eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gemäss Art. 450 
in Verbindung mit Art. 450b Abs. 2 ZGB sowie Art. 60 Abs. 1 des Einführungsge-
setzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) innert zehn Tagen Beschwer-
de ans Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Das Kantonsgericht als 
Beschwerdeinstanz verfügt über volle Kognition (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Vorlie-
gend wird der Entscheid der KESB Nordbünden vom 15. Oktober 2014 angefoch-
ten, der im Rahmen der periodischen Überprüfung der FU gemäss Art. 431 Abs. 1 
ZGB erfolgt ist. Die zur Anfechtung erforderliche Beschwer X._____s ist ohne wei-
teres anzunehmen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Die vorliegende Beschwerde 
wurde elektronisch am 21. Oktober 2014 und somit unter Wahrung der zehntägi-
gen Anfechtungsfrist eingereicht.

b) Da es sich vorliegend um eine Beschwerde auf dem Gebiet der fürsorgeri-
schen Unterbringung handelt, muss diese gemäss Art. 450e Abs. 1 ZGB nicht be-
gründet werden. Dies gilt gemäss BGE 133 III 353 auch dann, wenn eine Partei 
anwaltlich vertreten ist (vgl. Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 10 zu Art. 450e ZGB). Die 
vorliegende Beschwerde entspricht somit den an sie gestellten Frist- und Former-
fordernissen, weshalb darauf einzutreten ist.

2.a) Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsät-
ze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor 

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der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte un-
eingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle 
festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Zu erwähnen 
ist ferner der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Be-
stimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsi-
diär anwendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzte-
rer Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr 
verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die ZPO sowie auf die entspre-
chende kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]) als subsidiär anwendbares 
Recht. In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die Bestim-
mungen (der ZPO) über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen und Be-
weismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen Beurtei-
lung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen sind 
und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, wie er 
sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch aus 
dem Grundsatz der Prozessökonomie (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konven-
tion zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) 
ergibt sich schliesslich, dass das Gericht sowohl Tat- und Rechtsfragen als auch 
die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kogniti-
on zukommt. Weil die Vorinstanz nicht zwingend eine Behörde sein muss, son-
dern auch ein Arzt oder eine Einrichtung sein kann, hat das Gericht die Sache 
endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung 
zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin reformatorisch. Das Urteil lautet ent-
weder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Massnahme, wobei das Gericht 
die Massnahme auch abändern kann, indem es die betroffene Person beispiels-
weise in eine andere Einrichtung einweist. Allenfalls kann sich auch eine Überwei-
sung an die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde für weitere Ab-
klärungen und die Anordnung zusätzlicher Massnahmen als notwendig erweisen. 
Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann in einem solchen Fall die Entlas-
sung auch aufgeschoben werden, bis die zuständige Behörde die für ein Leben 
ausserhalb der Anstalt notwendigen Anordnungen getroffen hat (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

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b) Gemäss Art. 450e Abs. 2 ZGB kommt einer Beschwerde im Bereich der 
fürsorgerischen Unterbringung von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung 
zu. Damit wollte der Gesetzgeber sicherstellen, dass die nötige persönliche Für-
sorge bei Bedarf sofort gewährt werden kann. Falls eine Unterbringung nicht 
dringlich ist, kann die Erwachsenenschutzbehörde oder die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz die aufschiebende Wirkung jedoch von Amtes wegen erteilen 
(Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 12 ff. zu Art. 450e ZGB; Daniel Steck, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, 
N 7 ff. zu Art 450e ZGB). Vorliegend ist die Beschwerdeführerin bereits unterge-
bracht. Zudem hat sie keinen Aufschub verlangt, weshalb der Beschwerde keine 
aufschiebende Wirkung eingeräumt wird.

c/aa) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den 
Entscheid über eine fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gutachten einge-
holt werden. Dieses muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch 
nicht involvierten sachverständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktu-
ell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen 
äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB und Ruth E. 
Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 289 E. 4.4 f. und Urteil des 
Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, jeweils noch zum bisheri-
gen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). 

c/bb) Mit Beschwerde vom 21. Oktober 2014 beantragte Rechtsanwalt Edmund 
Schönenberger, es sei die Gutachterin an die Verhandlung vorzuladen. Sie habe 
anlässlich der Anhörung der Beschwerdeführerin ein umfassendes Gutachten zu 
erstatten und ihm sowie der Beschwerdeführerin sei Gelegenheit zu geben, ihr 
Ergänzungsfragen zu stellen. Nachdem diese Anträge mit prozessleitender Verfü-
gung vom 28. Oktober 2014 abgewiesen wurden, rügte Rechtsanwalt Edmund 
Schönenberger anlässlich der Hauptverhandlung erneut, die Gutachterin müsste 
dabei anwesend sein. Er sei nämlich davon ausgegangen, dass – wie bei Haftprü-
fungsgerichten in der Schweiz üblich sei – der Gutachter an der Verhandlung teil-
nehme, wobei er das Recht zur Stellung von Ergänzungsfragen habe. Sodann 
herrsche in diesem Verfahren die Offizialmaxime. Allfällige aus dem Stegreif ab-
gegebene Aussagen der Gutachterin während der Hauptverhandlung sollen somit 
eine Einschätzung durch das Gericht ermöglichen. Weiter gebe es ihm zufolge 
keinen Grund, warum auf ein Kurzgutachten abzustellen sei. Vielmehr müsste ein 

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umfassendes erstattet werden, weshalb aufgrund des vorliegenden Gutachtens 
und der ihm verweigerten Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen, ein Nichtig-
keitsgrund bestehe. 

c/cc) Die vorerwähnten Behauptungen erweisen sich – wie bereits mit prozesslei-
tender Verfügung vom 28. Oktober 2014 festgestellt – als unbegründet. Dass ein 
Kurzgutachten genügt, entspricht der gängigen Praxis bei der Überprüfung der 
Voraussetzungen einer fürsorgerischen Unterbringung, was im vorangegangen 
Entscheid des Kantonsgerichts vom 24. September 2014 auch dementsprechend 
festgehalten wurde und unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Im heutigen 
Zeitpunkt kann Rechtsanwalt Edmund Schönenberger demnach kein umfassen-
des Gutachten verlangen. Im Übrigen ist der Antrag, die Gutachterin zur Verhand-
lung vorzuladen, um ihr Ergänzungsfragen zu stellen, rechtsmissbräuchlich, da er 
versäumt hat, angesichts der besonderen Umständen, unverzüglich allfällige Er-
gänzungsfragen zu beantragen. Schliesslich handelt es sich bei diesem Antrag um 
einen solchen, über welchen bereits vor der mündlichen Verhandlung entschieden 
werden muss, so dass es zur anwaltlichen Sorgfaltspflicht gehört, ein derartiges 
Begehren hinreichend zu begründen, was hier aber unterblieben ist, weshalb dar-
auf mangels hinreichender Substantiierung gar nicht einzutreten wäre. Da das von 
Dr. med. K._____ am 6. Oktober 2014 erstellte Gutachten somit die obgenannten 
Anforderungen genügt, kann darauf ohne Weiteres abgestellt werden. 

d) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 3. November 2014 
wurde diese Vorgabe umgesetzt. Da X._____ anwaltlich vertreten ist, muss die 
Einsetzung einer Vertretung gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 2 ZGB gar nicht geprüft 
werden. In diesem Sinne ist der Antrag der Beschwerdeführerin auf Ernennung 
zum Beistand von Rechtsanwalt Edmund Schönenberger gemäss Art. 450e Abs. 4 
ZGB obsolet, zumal sie durch diesen bereits gehörig vertreten ist.

3. Im vorliegenden Verfahren ist darüber zu befinden, ob die mit Entscheid 
vom 15. Oktober 2014 durch die KESB Norbünden angeordnete Verlängerung der 
fürsorgerischen Unterbringung rechtmässig war. Auszugehen ist vom Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Beurteilung durch die 
KESB Norbünden, wobei aufgrund des Novenrechts und des Umstands, dass der 
Entscheid über die Entlassung immer anhand des Zustands des Betroffenen im 

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aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu 
Art. 426 ZGB), auch die gesundheitliche Entwicklung bis zum Zeitpunkt der 
Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht zu berücksichtigen ist. Abzustellen ist 
somit auf das aktuelle Gutachten von Dr. med. K._____ vom 6. Oktober 2014 und 
die an der Hauptverhandlung gewonnenen Erkenntnisse.

a) Die Gutachterin beschreibt den Allgemeinzustand von X._____ als gepflegt. 
Ihr Denken sei geordnet, lediglich hinsichtlich der Suchtanamnese seien ihre An-
gaben etwas unsicher. Im Gesprächsverlauf höre sie genau zu und sei offen für 
andere Sichtweisen. Es gebe keinen Hinweis auf Ich-Störungen oder Wahnvor-
stellungen. Von aktueller Suizidalität könne sie sich distanzieren. X._____ habe 
seit ihrem 17. Lebensjahr Drogen konsumiert und sei nach wiederholten Entzugs-
behandlungen in ein Methadon-Programm gekommen, wobei sie aber weiterhin 
konsumiert habe, im Jahr 2013 vor allem Alkohol. Ihr sei nicht gelungen, eine Be-
rufsausbildung zu absolvieren oder längerfristig einer Berufstätigkeit nachzuge-
hen, weshalb sie Unterstützung durch die Sozialhilfe benötigt habe. Ihre Wohnsi-
tuation sei zeitweilig sehr verwahrlost gewesen und im Jahre 2013 habe sie sich, 
vermutlich unter Drogeneinfluss, zwei Oberschenkelfrakturen zugezogen. Dies 
führe zur Diagnose einer psychischen Störung, nämlich eines Abhän-
gigkeitssyndroms mit multiplem Substanzgebrauch; gegenwärtig abstinent, aber in 
beschützender Umgebung und mit Teilnahme an einem ärztlich überwachten Er-
satzprogramm. Aktuell sei eine Betreuung im G._____ indiziert, wo X._____ eine 
spezialisierte Behandlung ihrer Substanzabhängigkeit absolvieren könne und im 
Hinblick auf ihre soziale und berufliche Integration gezielt gefördert werde. Das mit 
dem Behandlungsteam aufgebaute Vertrauensverhältnis stelle eine Grundlage 
einer effektiven Weiterbehandlung dar. Die von X._____ vorgeschlagene Behand-
lung in der Klinik M._____ (Chur) sei dagegen auf ihre Drogen- und Alkoholpro-
blematik sowie soziale Wiedereingliederung unspezifisch. Wenn die notwendige 
Behandlung und Betreuung unterbleibe sei mit einem Rückfall zu rechnen. Diese 
Gefahr liege einerseits in der 12-jährigen Substanzabhängigkeit und andererseits 
in der unkritischen Sicht der Explorandin dem eigenen Drogenproblem gegenüber. 
Sie habe die Vorstellung, eine ambulante Behandlung genüge ihr, allerdings sei 
sie durchaus zur Kooperation fähig. Das Setting im G._____ sei für X._____ ge-
eignet und auch notwendig. Eine ambulante oder tagesklinische Behandlung wür-
de einen Rückschritt gegenüber dem bisher erfolgreichen Therapieprozess bedeu-
ten und auch das Behandlungsergebnis in Frage stellen. Somit soll die Frist der 
fürsorgerischen Unterbringung, deren Wunsch entsprechend und angesichts der 
erfreulichen Entwicklung, auf fünf Monate begrenzt werden. Sie soll sich in dieser 

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Zeit weiter mit der eigenen Lebens- und Krankheitsgeschichte auseinandersetzen 
und im sozialen Arbeitstraining die Grundlagen für ein selbständiges Wohnen und 
die berufliche Wiedereingliederung legen. Ergänzend zu den Aussagen der Gut-
achterin ist ausserdem noch auf den im Gutachten aufgeführten, vom Betreuer 
des G._____ erstellten Bericht hinzuweisen, wonach, trotz all den positiven Ent-
wicklungen, dem Betreuer zufolge X._____ noch die Stabilität fehle. Man befürch-
te, sie sei noch nicht im Stande, notwendige Termine einzuhalten, Rechnungen 
und weitere notwendige Aufgaben allein zu erledigen. Da es ihr noch an Bestän-
digkeit fehle, würde bei einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung ein Rückfall in 
den Suchtmittelkonsum wie auch mangelnde Selbstfürsorge befürchtet. Geplant 
sei die Aufnahme einer externen Psychotherapie sowie die Förderung ihrer Fähig-
keiten, z.B. im Tierbereich sowie handwerkliche Tätigkeiten. Im Anschluss, in der 
4. Behandlungsstufe, seien externe Praktika bei Firmen im Arbeitsmarkt geplant. 
Damit soll ihr eine Ausbildung  oder das Finden einer geeigneten Arbeitsstelle er-
möglicht werden.

b/aa) X._____ gab im Gespräch mit der Gutachterin an, seit über 10 Jahren bis 
2012 immer wieder Drogen konsumiert zu haben. Danach habe sie ungefähr ein 
Jahr lang Alkohol konsumiert. Seit der Entzugsbehandlung in der Klinik L._____ 
Ende November 2013 sei sie abstinent. Der Rückfall in der Anfangszeit im 
G._____ habe sie aus Protest und nicht aufgrund von Suchtdruck begonnen. Ihren 
Haushalt habe sie früher gut geführt. Während der Kokainabhängigkeit 2010/2011 
habe sie die Wohnung aber verkommen lasse. Sie habe das Drogenleben satt, 
seit ungefähr zwei Jahren wolle sie das nicht mehr. Sie sei dann zwar in den Alko-
hol gerutscht, aber auch das wolle sie nun nicht mehr. Ihr Ziel sei, mit ihrem 
Freund in O.2_____ zu wohnen, im Haus seiner Familie. Sie möchte eine ambu-
lante Psychotherapie, anfangs die Tagesklinik im M._____ besuchen bis sie einen 
Job gefunden habe. Eine Tagesstruktur sei ihr wichtig, doch diese solle nicht zu 
eng sein wie im G._____. Dort fühle sie sich eingesperrt und manchmal habe sie 
Todessehnsucht gehabt. Die Wochenende bei ihrem Freund habe sie immer ab-
stinent verlebt. In Freiheit gehe es ihr gut und habe keinen Bedarf nach Drogen 
oder Alkohol. 

b/bb) Im Verlauf des Gutachtengesprächs hat X._____ selbst den Vorschlag ge-
macht, im Rahmen einer FU noch fünf Monate intensiv an ihrer Entwicklung im 
G._____ zu arbeiten, wenn sie dann "freikomme". In ihrer Stellungnahme vom 9. 
Oktober 2014 und später auch anlässlich der Gerichtsverhandlung hat sie diesen 
Vorschlag jedoch zurückgezogen. Die Gutachterin sei nicht auf ihren Wunsch, un-
bedingt "rauszukommen", eingegangen. Alsdann habe sie gemerkt, dass die Gut-

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achterin sowieso geschrieben hätte, dass sie auf unbestimmte Zeit noch dort (im 
G._____) zu bleiben habe. Daher sei sie aus Verzweiflung einen Kompromiss ein-
gegangen, nämlich noch fünf Monate dort zu bleiben um danach aber wirklich "frei 
zu kommen". Diese Aussage gegenüber der Gutachterin habe sie jedoch gleich 
bereut, nachdem sie diese geäussert hatte, da sie das gar nicht wolle. Während 
der Befragung durch den vorsitzenden Richter führte sie zudem aus, die Therapie 
im G._____ habe nichts genützt, weil die Abstinenz von ihr selbst gewählt worden 
sei und mit der Therapie also nichts zu tun habe. 

c) Anlässlich der Hauptverhandlung hat Rechtsanwalt Edmund Schönenber-
ger im Wesentlichen geltend gemacht, die stationäre Massnahme für X._____ im 
G._____ sei keine valable Therapie und werde gegen deren Willen fortgeführt. 
Eine Behandlung gegen den Willen des Betroffenen funktioniere bei Alkoholsüch-
tigen aber nicht. Dieser sei daher nur solange einzuweisen, bis er den Entzug ge-
schafft habe. Auch die Gutachterin wisse nichts Genaueres über die Abläufe im 
Rehabilitationszentrum, namentlich den Unterschied zwischen den zur Absolvie-
rung vorgesehenen Phasen, welche blosse Erfindungen seien. Deshalb habe sich 
diese damit begnügt, in ihrem Gutachten Behauptungen ohne Begründungen zu 
formulieren. Die tatsächliche Lage der Beschwerdeführerin verkenne sie jedoch. 
Diese habe von Anfang an von sich aus den Willen entwickelt, abstinent zu sein, 
was die Therapeuten als deren Verdienst verkaufen würden. Des Weiteren sei der 
Eingriff durch die fürsorgerische Unterbringung unverhältnismässig, da dafür keine 
Bereitschaft ihrer Klientin vorhanden und, aufgrund der überwundenen Alkohol-
sucht, keine Gefährdung mehr gegeben sei. Damit finde eine Verletzung ihrer 
Menschenrechte statt. Insbesondere werde die Beschwerdeführerin aufgrund de-
ren auf die Medikamenteneinnahme zurückzuführende Gewichtzunahme gefoltert. 
Würde X._____ dagegen entlassen, bestünde die Möglichkeit, dass sie den Haus-
halt ihres arbeitstätigen Freundes führe und für ihn Administrativarbeiten erledige, 
zumal diese gezeigt habe, dazu das nötige Sprach- und Informatikwissen zu be-
sitzen. Auch könne X._____ die Kinder von dessen Schwester hüten, womit sie 
zudem über eine Einnahmequelle verfügen würde. Schliesslich könnte sie, stets 
bei der Familie ihres Freundes, den Garten machen. Darum würde sich die im 
G._____ geplante "vierte Stufe" erübrigen. 

d/aa) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 

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entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient primär dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Vor-
aussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend 
genannten (Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 
ZGB; Guillod, a.a.O., N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände der psychischen 
Störung, geistigen Behinderung oder schweren Verwahrlosung. Erforderlich ist 
sodann eine sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einwei-
sung bzw. Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetzlich ver-
langt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1 und 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 
E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur 
in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst dann ist die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

d/bb) Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 
Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, 
a.a.O., S. 7063). Der Patient soll die Klinik nicht bereits verlassen können, sobald 
die akute Krise, die zur Einweisung geführt hat, vorüber ist; vielmehr ist eine ge-
wisse Zeit für die Stabilisierung des Gesundheitszustands oder für die Organisati-
on der notwendigen Betreuung ausserhalb der Einrichtung erforderlich, da an-
sonsten in Kürze wieder eine Einweisung in die Klinik nötig wird (Hermann 
Schmid, Kommentar Erwachsenenschutz, Zürich 2010, N 17 zu Art. 426 ZGB; vgl. 
auch Bernhart, a.a.O., N 399 f.). Im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen 

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Unterbringung, nämlich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigen-
verantwortung im Entlassungszeitpunkt, ist eine Interessenabwägung vorzuneh-
men. So kann es im Einzelfall für eine Entlassung nicht genügen, dass eine Per-
son bereits wieder in der Lage wäre, für sich selber zu sorgen, wenn mit einem 
Rückfall zu rechnen ist und eine nur noch kurze Weiterführung der Therapie in der 
Anstalt zu einer anhaltenden Besserung führen könnte. Eine kurze Verzögerung 
der Entlassung ist auch zulässig, um die Nachbetreuung zu organisieren, wenn 
die betroffene Person ohne eine solche durch die Entlassung Schaden nehmen 
würde (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 45 zu Art. 426 ZGB). Der zuständigen In-
stanz wird mithin beim Entlassungsentscheid der Spielraum belassen, die not-
wendige Nachbetreuung so zu berücksichtigen, dass sich ein rascher Wiederein-
tritt in die psychiatrische Einrichtung vermeiden lässt (Guillod, a.a.O., N 79 zu 
Art. 426 ZGB).

e) Aus dem im Gutachten beschriebenen psychischen Status von X._____ 
geht hervor, dass diese noch an einem Abhängigkeitssyndrom mit multiplem Sub-
stanzgebrauch leidet. Die Gutachterin kommt zum Schluss, eine Weiterbehand-
lung sei notwendig, damit sie sich namentlich mit ihrer Krankheitsgeschichte aus-
einandersetze und die Grundlage für ihre soziale Wiedereingliederung lege. An-
sonsten – falls die Behandlung unterbliebe – sei mit einem Rückfall zu rechnen. 
Dass der psychische Zustand der Beschwerdeführerin noch instabil ist und eine 
relativ hohe Rückfallgefahr besteht, erhellt bereits aus deren langjährigen Sucht-
problematik und der von ihr in Anspruch genommenen Sozialhilfe. Dies bedeutet 
aber nicht gleichzeitig, dass die Voraussetzungen einer fürsorgerischen Unterbrin-
gung im heutigen Zeitpunkt noch gegeben sind. Die Notwendigkeit einer Fort-
führung der Zwangseinweisung im G._____ erscheint aus nachfolgenden Gründen 
nicht mehr gegeben. Abgesehen von einer Episode in der Anfangszeit der Unter-
bringung hat X._____ nun fast ein Jahr durchgehender Abstinenz überstanden. 
Daraus lässt sich folgern, dass von der Beschwerdeführerin aktuell keine konkrete 
Selbstgefährdung mehr ausgeht. Zwar wäre wohl wünschenswert, dass sie die 
vorgesehenen Stufen vollständig absolviert. In dieser Hinsicht könnte namentlich 
die letzte Phase der Therapie zur Realisierung ihres mehrmals bekundeten 
Wunschtraums, im Tierbereich – vor allem in einem Tierheim – zu arbeiten, bei-
tragen und mithin im Hinblick auf die Aussichten auf eine Anstellung in diesem 
Gebiet hilfreich sein. Nicht zuletzt aufgrund ihrer ablehnenden Haltung gegenüber 
der gegen ihren Willen durchgeführten Behandlung sowie ihres Verlangens, zu 
ihrem Freund ziehen zu dürfen, bei welchem sie sich in einem durch die Anwe-
senheit dessen Familienangehörigen geschützten Rahmen beschäftigen könnte, 

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scheint die Fortführung der Unterbringung jedoch nicht mehr verhältnismässig zu 
sein. Zu berücksichtigen ist, dass X._____ gemäss dem Zwischenbericht des 
G._____ seit dem Eintritt erhebliche Fortschritte gemacht hat. Anlässlich der bei-
den Vortritte vor Kantonsgericht vom 24. September 2014 und 3. November 2014 
hat sie dezidiert betont, sie wolle von sich aus in Zukunft abstinent leben. Dass 
diese Äusserung nicht einfach zum Zwecke der sofortigen Entlassung gemacht 
wurde, hat die Beschwerdeführerin dadurch bewiesen, dass sie nachweislich seit 
rund einem Jahr ohne Suchtmittel auskommt und sich auch an den meist freien 
Wochenenden, die sie in O.2_____ bei ihrem Freund verbringt, an die Abstinenz 
hält. Aufgrund ihrer glaubhaften und stetigen Vorbringen vor Gericht schöpft sie 
ihre Motivation dazu offensichtlich aus der Zukunftsperspektive, dass sie mit ihrem 
Freund eine Lebensgemeinschaft gründen will und ihn in seiner selbständigen 
Tätigkeit im Baugeschäft unterstützen will. Sie ist offenbar bereits gut in dessen 
Familie integriert und würde auch die zeitweise Betreuung der Kinder der Schwes-
ter ihres Freundes übernehmen. X._____ würde somit nicht ohne funktionierendes 
soziales Netz entlassen, sondern könnte daran gehen, diese familiären Beziehun-
gen in O.2_____ zu intensivieren. Dazu ist sie gemäss ihren Aussagen bereit und 
sehr motiviert. Unter diesen Umständen könnte die Stabilisierung des suchtmittel-
freien Lebens auch im eben beschriebenen Rahmen stattfinden, wofür zweifellos 
auch eine grössere Motivation seitens der Beschwerdeführerin vorhanden ist. Un-
ter diesen Umständen erweist sich die Aufrechterhaltung der fürsorgerischen Un-
terbringung als nicht mehr verhältnismässig. Eine Rückfallgefahr kann im Übrigen 
insbesondere bei Alkoholabhängigen praktisch nie mit letzter Sicherheit ausge-
schlossen werden, selbst wenn die Behandlung noch für weitere fünf Monate fort-
geführt würde. Allerdings muss sich auch X._____ bewusst sein, dass sie noch 
nicht als vollständig geheilt angesehen werden kann und eine latente Rückfallge-
fahr verbleibt. Sie muss deshalb eine kurze Zeit noch im G._____ auf ihren Austritt 
vorbereitet werden. Das Kantonsgericht erachtet es als angemessen, dass 
X._____ noch bis Ende November im G._____ verbleibt. Diese Zeit soll insbeson-
dere genutzt werden, um die ohne Zweifel nötige Nachbetreuung in Zusammenar-
beit mit der KESB und der Beiständin festzulegen (vgl. nachstehende Erwägung), 
weshalb es sachgerecht erscheint, die begonnene Therapie noch für kurze Zeit 
weiterzuführen.       

f) Gemäss Art. 437 Abs. 1 ZGB ist es Aufgabe der Kantone, die Nachbetreu-
ung zu regeln; diesen wurde zudem die Kompetenz eingeräumt, ambulante Mass-
nahmen vorzusehen. Im Kanton Graubünden wurde diese Bestimmung mit 
Art. 54 ff. EGzZGB umgesetzt. Das Ziel der Nachbetreuung ist es, den Gesund-

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heitszustand der betroffenen Person zu stabilisieren und dadurch eine Rückfallge-
fahr zu vermeiden. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle Situati-
on zugeschnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten Mass-
nahmen verzichtet (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat betreffend 
die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung neues Kindes- und Erwachsenen-
schutzrecht] vom 20. September 2011 Heft Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Nach der 
Intention des Gesetzgebers soll die Nachbetreuung in erster Linie in Zusammena-
rbeit mit der betroffenen Person und in gegenseitigem Einvernehmen festgelegt 
werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht deshalb vor, dass der behandelnde Arzt bei 
Bedarf mit der untergebrachten Person vor deren Entlassung eine geeignete 
Nachbetreuung vereinbaren kann. Kommt keine solche Vereinbarung zustande, 
kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bei Rückfallgefahr auf Antrag 
des behandelnden Arztes eine geeignete Nachbetreuung für höchstens zwölf Mo-
nate anordnen (Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). Mit dieser Vorgehensweise soll ein Rück-
fall auch dann möglichst vermieden werden, wenn die Kooperationsbereitschaft, 
beispielsweise mangels Krankheitseinsicht, fehlt (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1063). 
Als Teil der Nachbetreuung kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
auch ambulante Massnahmen anordnen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgeri-
sche Unterbringung zu verhindern oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 EGz-
ZGB). Dazu gehört unter anderem die Verpflichtung, regelmässig eine fachliche 
Beratung oder Begleitung in Anspruch zu nehmen und sich an die damit verbun-
denen Anweisungen zu halten (lit. a), sich einer medizinisch indizierten Behand-
lung oder Therapie zu unterziehen (lit. b) oder sich alkoholischer und anderer 
Suchtmittel zu enthalten und sich damit verbundenen Alkohol- und anderen 
Suchtmitteltests zu unterziehen (lit. c). In diesem Sinne ist die KESB anzuweisen, 
in Absprache mit X._____ und ihrer Beiständin, die notwendige und geeignete 
Nachbetreuung bis zu ihrem Austritt aus dem G._____ festzulegen und sicherzu-
stellen. 

4. Schliesslich ist noch zur Entschädigungs- und Kostenfolge Stellung zu 
nehmen. 

a) Rechtsanwalt Edmund Schönenberger macht geltend, die Vorinstanz habe 
ihm keine aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen. Er habe aber für beide 
Verfahren Anspruch auf angemessene Entschädigung. Diese sei sodann als 
Spende dem Verein Psychex abzutreten. Gemäss Art. 63 Abs. 4 EGzZGB wird in 
der Regel in Verfahren vor der KESB keine Parteientschädigung zugesprochen. 
Rechtsanwalt Edmund Schönenberger macht nicht geltend, dass im vorliegenden 

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Fall die Voraussetzungen gegeben seien, um von dieser Regel abzuweichen, so 
dass dieser Antrag abzuweisen ist.  

b) Nach Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren 
(VGZ; BR 320.210) beträgt die Entscheidgebühr in Verfahren der zivilrechtlichen 
Beschwerde zwischen CHF 500.– und CHF 8'000.–. Die Kosten des Beschwerde-
verfahrens werden vorliegend auf CHF 1'500.– festgesetzt. In Bezug auf die 
Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutzrechtlichen Beschwerdever-
fahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB subsidiär auf die 
Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Prozesskosten gemäss Art. 106 
Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. Die Beschwerdeführerin ist mit 
ihrem Antrag auf sofortige Entlassung aus dem Rehabilitationszentrum G._____ 
nicht vollständig, aber angesichts der vorzunehmenden Entlassung per 1. Dezem-
ber 2014 doch teilweise durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensausgang wären 
die Kosten des Beschwerdeverfahrens je hälftig der Beschwerdeführerin und dem 
Kanton Graubünden aufzuerlegen. Da X._____ jedoch Sozialhilfeempfängerin ist, 
geht die Gerichtsgebühr von CHF 1'500.– zu Lasten des Kantons Graubünden 
(Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Der Beschwerdeführerin wäre überdies eine reduzierte 
aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin hat zu-
dem für das Beschwerdeverfahren ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege gestellt. Die diesbezüglichen Voraussetzungen sind ohne weiteres 
erfüllt. Es rechtfertigt sich daher ausnahmsweise, eine gesamthafte Entschädi-
gung festzusetzen. Mangels Einreichung einer Honorarnote durch deren Rechts-
vertreter wird diese nach richterlichem Ermessen bestimmt. Angesichts der sich 
stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter Berücksichtigung des erforderli-
chen Aufwands erscheint eine reduzierte Entschädigung in Höhe von CHF 1'500.– 
(inkl. Spesen und MWST) als angemessen. Das Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege wird damit gegenstandslos.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Ent-
scheid wird aufgehoben.

2. Die fürsorgerische Unterbringung von X._____ wird per 1. Dezember 2014 
aufgehoben.  

3. Die KESB Nordbünden wird angewiesen, die Nachbetreuung von X._____ 
im Sinne der Erwägungen zu regeln. 

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 1'500.– gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

5. Rechtsanwalt Edmund Schönenberger wird für das Beschwerdeverfahren 
zu Lasten der Gerichtskasse mit CHF 1'500.– entschädigt. 

6. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

7. Mitteilung an: