# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bea3427d-46eb-5822-b740-b626e44ae240
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 21.08.2020 BRGE I Nrn. 0095-0099/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-I-Nrn--0095-009_2020-08-21.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

 

 

 
 
 
G.-Nrn. R1S.2019.05058, R1S.2019.05060, R1S.2019.05061, R1S.2019.05063 
  und R1S.2019.05065 
BRGE I Nr. 0095/2020, 0096/2020, 0097/2020, 0098/2020 und 0099/2020 

 
 
  Entscheid vom 21. August 2020 
 
 
 
Mitwirkende Abteilungspräsident Walter Linsi, Baurichter Felix Müller, Baurichter Claude 

Reinhardt, Gerichtsschreiber Alain Thiébaud     
 
 
 

in Sachen Rekurrierende 

R1S.2019.05058 
Stadt Dübendorf, Usterstrasse 2, 8600 Dübendorf  
vertreten durch […] 

R1S.2019.05060 
1. G. A. und S. H. […] 
und weitere 115 Rekurrentschaften  
alle vertreten durch […] 

R1S.2019.05061 
Genossenschaft S. […]  
vertreten durch […] 

R1S.2019.05063 
1. T. H. […] 
2. B. H. […] 
3. C. H. […] 
alle vertreten durch […] 

R1S.2019.05065 
M. B. […] 
vertreten durch […] 
 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 2 

gegen Rekursgegnerin 
1. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  

Mitbeteiligte 

R1S.2019.05058 
2. Stadtrat von Zürich, Stadthausquai 17, 8022 Zürich  
3. Zoo Seilbahn AG, Zürichbergstrasse 221, 8044 Zürich  

Nr. 3 vertreten durch […] 

R1S.2019.05060, R1S.2019.05061, R1S.2019.05063 + R1S.2019.05065 
2. Stadtrat von Zürich, Stadthausquai 17, 8022 Zürich  
3. Stadt Dübendorf, Usterstrasse 2, 8600 Dübendorf  

Nr. 3 vertreten durch […] 
4. Zoo Seilbahn AG, Zürichbergstrasse 221, 8044 Zürich  

Nr. 4 vertreten durch […] 

 
betreffend Verfügung der Baudirektion vom 26. April 2019; Festsetzung des kantona-

len Gestaltungsplans "Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich" […] Dübendorf und 
Zürich  
_______________________________________________________ 

hat sich ergeben: 

A. 
Mit Verfügung Nr. ARE 10-0363 vom 26. April 2019 setzte die Baudirektion 
(Amt für Raumentwicklung [ARE]) den kantonalen Gestaltungsplan "Seil-
bahn Stettbach-Zoo Zürich" (nachfolgend: GP) bestehend aus den Gestal-
tungsplanvorschriften (GPV), dem Situationsplan und Längenprofil (Mass-
stab 1:2500), dem Detailplan Teilgebiete/Baufelder (Massstab 1:500), dem 
Detailplan Massnahmenperimeter (Teilgebiete F1-F4; Massstab 1:5000), 
dem erläuternden Bericht nach Art. 47 der Raumplanungsverordnung 
(RPV) sowie dem Bericht zu den Einwendungen, alle datierend vom 
4. März 2019, fest. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 3 

B. 
a) 
Hiergegen gelangte zunächst die Stadt Dübendorf mit fristgerechter Einga-
be vom 3. Juni 2019 an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und stell-
te die folgenden Rekursbegehren: 

" 1. Der angefochtene Beschluss sei aufzuheben; 
 2. eventualiter sei die Stütze Nr. 2, Baubereich B2, wegzulassen oder es 

sei deren Lage anzupassen; 
 3. eventualiter seien Art. 3 B und 5 Abs. 1 sowie Art. 6 Abs. 1 der Vor-

schriften zum Gestaltungsplan (GPV) dahingehend zu ändern, dass 
das Gebiet Heerenschürli auf dem Gebiet der Stadt Zürich (neu F5) 
auch in den Massnahmenperimeter bzw. ins Monitoringkonzept auf-
genommen wird; 

 4. eventualiter sei Art. 5 GPV in dem Sinne zu ergänzen, dass sämtliche 
Massnahmen zur Vermeidung des unerwünschten Privatverkehrs auf 
Kosten des Seilbahnbetreibers vorzunehmen sind und dieser Dritte, 
inkl. Gemeinwesen, für entsprechende Dienstleistungen vollumfäng-
lich zu entschädigen hat; 

 5. eventualiter sei Art. 5 GPV in dem Sinne anzupassen, als der Seil-
bahnbetreiber generell Verkehrsdienste zur Verhinderung von uner-
wünschten Auswirkungen in den angrenzenden Wohnquartieren an 
Tagen mit erwartetem hohen Besucheraufkommen (z.B. Zoo-Spitzen-
tage) bereitzustellen hat; 

 6. eventualiter sei Art. 5 Abs. 3 lit. b GPV ersatzlos zu streichen; 
 7. eventualiter sei Art. 9 Abs. 1 GPV so zu ändern, dass im Perimeter 

des Gestaltungsplans lediglich die für die Erstellung und den Betrieb 
der Seilbahn notwendigen Bauten und Anlagen mit Betriebseinrich-
tungen und Nebenanlagen zulässig sind; 

 8. eventualiter sei Art. 10 Abs. 2 GPV zu ändern, als nur kleinere, tech-
nisch notwendige Aufbauten die maximale Höhe überschreiten dürfen. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Rekursgegne-
rin." 

Der Rekurs der Rekurrentin Stadt Dübendorf wurde unter der G.-Nr. 
R1S.2019.05058 anhand genommen. 

b) 
Weiter erhoben G. A. und S. H. und mit ihnen 115 weitere Rekursparteien 
(gemäss Rubrum, im Einzelnen nachfolgend unter dem Titel Legitimation 
aufgeführt; Ehepaare usanzgemäss als eine Partei erfasst) mit Rekurs-
schrift vom 6. Juni 2019 Rekurs an das Baurekursgericht mit dem Antrag, 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 4 

der Entscheid der Baudirektion sei aufzuheben und die Genehmigung des 
öffentlichen Gestaltungsplans "Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich" sei zu ver-
weigern; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. 
Dieses Rekursverfahren wurde unter der G.-Nr. R1S.2019.05060 anhand 
genommen. 

c) 
Sodann rekurrierte gegen den Entscheid mit Eingabe vom 7. Juni 2019 die 
Genossenschaft S., mit folgenden Anträgen: 

" 1. [prozessualer Antrag: Augenschein] 
 2. Die Baudirektionsverfügung Nr. 0363/19 vom 26. April 2019 betref-

fend Festsetzung des Kantonalen Gestaltungsplans "Seil-
bahn Stettbach – Zoo Zürich" sei aufzuheben. 

 3. Eventuell (für den eventuellen Fall, dass dem Antrag Nr. 2 nicht statt-
zugeben sein sollte): 

  3.1. Betreffend Stützenhöhe: 
   a) Die Gestaltungsplanvorschriften seien durch folgende Be-

stimmung zu ergänzen (Art. 10 neuer Absatz 2bis, eventuell 
Einfügung an anderer Stelle der Gestaltungsplanvorschriften): 

    "Die Höhe der Stützen 2 und 3 beiderseits der Düben-
dorferstrasse sei so gering zu halten, dass nur der aus Si-
cherheitsgründen erforderliche minimale Abstand zwischen 
den Gondeln und den von diesen überquerten Fahrleitungen 
der Schienenfahrzeuge eingehalten wird." 

   b) Im Plan "Situation und Längenprofil 1:2'500", Teilplan Län-
genprofil, sei für das Teilgebiet B3 (für Stütze 3) in der unters-
ten Zeile die maximale Höhe auf 463.00 (m.ü.M.), eventuell 
auf ein zwischen 463.00 und 470.00 liegendes Mass herabzu-
setzen. 

  3.2. Betreffend Betriebslärm: 
    Die Gestaltungsplanvorschriften seien durch folgende Be-

stimmung zu ergänzen (Art. 10 neuer Absatz 2bis, eventuell 
Einfügung an anderer Stelle der Gestaltungsplanvorschriften): 

    "Die Betriebslärmeinwirkungen auf die Nachbarschaft sind 
insbesondere durch wirksame bauliche, betriebliche und seil-
bahntechnische Massnahmen im Bereich der Stationen und 
der Stützen zu minimieren." 

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Rekurs-
gegnerin." 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 5 

Dem Rekurs der Rekurrentin Genossenschaft S. wurde die G.-Nr. 
R1S.2019.05061 zugewiesen. 

d) 
Mit Eingabe vom 11. Juni 2019 erhoben weiter T. H., B. H. und C. H. Re-
kurs an das Baurekursgericht mit dem Begehren, der Beschluss 
Nr. 0363/19 vom 26. April 2019 über die Festsetzung des kantonalen Ge-
staltungsplans "Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich" sei aufzuheben und die 
Festsetzung des Gestaltungsplans sei zu verweigern, eventualiter sei die 
Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Rekursgegnerin 
und/oder der Vorinstanz. Dieses Verfahren wurde unter der G.-Nr. 
R1S.2019.05063 eröffnet. 

e) 
Schliesslich gelangte M. B. mit Eingabe ebenfalls vom 11. Juni 2019 an das 
Baurekursgericht und stellte folgende Anträge: 

" 1. Die Verfügung der Baudirektion des Kantons Zürich Nr. 0636-19 vom 
26. April 2019 und die Festlegungen im Kantonalen Richtplan für eine 
Luftseilbahn Stettbach-Zoo Zürich (Objekt Nr. 10 gemäss Richtplan-
text, Kapitel 4.3.2, und Eintrag in der Karte des Verkehrsplanes) seien 
ersatzlos aufzuheben; 

 2. [Prozessualer Antrag: Zustellung von Vernehmlassungen] 
 3. [Prozessualer Antrag: Augenschein] 
 4. Dem Rekurrenten sei eine angemessene Umtriebsentschädigung zu-

zusprechen; 
 5. Die Kosten des Verfahrens seien der Rekursgegnerin aufzuerlegen." 

Dieses Rekursverfahren wurde unter der G.-Nr. R1S.2019.05065 anhand 
genommen. 

C. 
Mit Präsidialverfügungen je vom 14. Juni 2019 wurde von den Rekursein-
gängen Vormerk genommen und wurden die Vernehmlassungsverfahren 
eröffnet. Dem Rechtsvertreter der Rekurrierenden G. A. et al. (Verfahren 
G.-Nr. R1S.2019.05060) wurden mit derselben Präsidialverfügung ver-
schiedene Fristen betreffend Bevollmächtigung, Adressen und weitere An-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 6 

gaben (insbesondere zwecks Beurteilung der Rechtsmittelegitimation) der 
zahlreichen Rekursparteien angesetzt. 

D. 
Mit Rekursvernehmlassung vom 11. Juli 2019 beantragte die Baudirektion 
die Abweisung des Rekurses der Rekurrentin Stadt Dübendorf, soweit da-
rauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulasten der Rekurrentin Stadt Dü-
bendorf. Die Zoo Seilbahn AG schloss mit Eingabe vom 17. Juli 2019 auf 
Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Rekurrentin Stadt Düben-
dorf (Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05058). 

Mit Vernehmlassung ebenfalls vom 11. Juli 2019 beantragte die Baudirekti-
on die vollumfängliche Abweisung des Rekurses der Rekurrierenden G. A. 
et al., soweit darauf einzutreten sei; unter der gesetzlichen Kostenfolge zu-
lasten der Rekurrierenden G. A. et al. Mit Rekursantwort vom 17. Juli 2019 
stellte sodann die Zoo Seilbahn AG Antrag auf Abweisung des Rekurses, 
soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(zzgl. MwSt.) zulasten der Rekurrierenden G. A. et al. Die in diesem Ver-
fahren als Mitbeteiligte in das Verfahren aufgenommene Stadt Dübendorf 
beantragte per 23. Juli 2019 die Gutheissung des Rekurses; unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zulasten der Baudirektion (Verfahren G.-Nr. 
R1S.2019.05060). 

Im Rekursverfahren der Rekurrentin Genossenschaft S. schloss die Baudi-
rektion mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2019 auf vollumfängliche Abwei-
sung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei; unter der gesetzlichen 
Kostenfolge zulasten der Rekurrentin Genossenschaft S. Die Zoo Seilbahn 
AG beantragte per 17. Juli 2019 die Abweisung des Rekurses, soweit da-
rauf einzutreten sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) 
zulasten der Rekurrentin Genossenschaft S. Die in diesem Verfahren als 
Mitbeteiligte in das Verfahren aufgenommene Stadt Dübendorf ersuchte 
per 23. Juli 2019 um Gutheissung des Rekurses; unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zulasten der Baudirektion (Verfahren G.-Nr. 
R1S.2019.05061). 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 7 

Im Verfahren der Rekurrierenden H. [Anm.: T. H., B. H. und C. H.] liess sich 
die Baudirektion per 11. Juli 2019 dahingehend vernehmen, als der Rekurs 
vollumfänglich abzuweisen sei, soweit darauf einzutreten sei, unter der ge-
setzlichen Kostenfolge zulasten der Rekurrierenden H. Vonseiten der 
Zoo Seilbahn AG wurde mit Rekursantwort vom 17. Juli 2019 die Abwei-
sung des Rekurses beantragt, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Rekurrierenden H. 
Die in diesem Verfahren als Mitbeteiligte in das Verfahren aufgenommene 
Stadt Dübendorf beantragte mit Eingabe vom 23. Juli 2019 die Rekursgut-
heissung; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Baudirek-
tion (Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05063). 

Mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2019 stellte die Baudirektion sodann An-
trag auf Abweisung des Rekurses des Rekurrenten M. B., soweit darauf 
einzutreten sei; unter der gesetzlichen Kostenfolge zulasten des Rekurren-
ten M. B. Die Zoo Seilbahn AG ersuchte um Abweisung des Rekurses, so-
weit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 
MwSt.) zulasten des Rekurrenten M. B. Die in diesem Verfahren als Mitbe-
teiligte in das Verfahren aufgenommene Stadt Dübendorf stellte per 23. Juli 
2019 Antrag auf Rekursgutheissung; unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zulasten der Baudirektion (Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05065). 

Vonseiten des in allen Verfahren ebenfalls als Mitbeteiligten aufgenomme-
nen Stadtrats von Zürich ging in keinem Rekursverfahren eine Stellung-
nahme ein. 

E. 
Mit Präsidialverfügungen je vom 29. Juli 2019 wurde den Parteien der Re-
kursverfahren – unter Hinweis auf die örtliche Zuständigkeit sowohl der 
1. Abteilung als auch der 3. Abteilung des Baurekursgerichts – von der Be-
setzung des Spruchkörpers Kenntnis gegeben. Die rekurrierenden Parteien 
erhielten sodann Gelegenheit zur Replik. 

F. 
Die Rekurrentin Stadt Dübendorf hielt mit Replik vom 26. August 2019 im 
Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05058 an den im Rekurs gestellten Anträgen 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 8 

fest. Im Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05060 ergaben sich aus der Eingabe 
der Rekurrierenden G. A. et al. vom 19. August 2019 (sinngemäss) eben-
falls keine neuen Begehren. Die Rekurrentin Genossenschaft S. replizierte 
im Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05061 per 19. August 2019 unter Bekräfti-
gung der mit dem Rekurs gestellten Anträge. Auch die Rekurrierenden H. 
stellten mit Replik vom 20. August 2019 im Verfahren G.-Nr. 
R1S.2019.05063 unveränderte Anträge. Der Rekurrent im Verfahren G.-Nr. 
R1S.2019.05065 M. B. bekräftigte per 22. August 2019 seinen Rekurs. 

G. 
Am 16. September 2019 führte der aus Mitgliedern der 1. Abteilung und der 
3. Abteilung des Baurekursgerichts bestehende Spruchkörper an den 
Standorten der Seilbahnstationen (Stettbach/Zoo Zürich) sowie an weiteren 
drei Standorten in dem dazwischenliegenden Gebiet (zwischen Ma-
soalahalle und Bahnhof Stettbach) einen Abteilungsaugenschein durch. 

H. 
Die Zoo Seilbahn AG duplizierte auf den Rekurs der Rekurrentin Stadt Dü-
bendorf mit Eingabe vom 23. September 2019 und unveränderten Anträ-
gen. Die Baudirektion liess sich duplicando nicht weiter vernehmen (Verfah-
ren G.-Nr. R1S.2019.05058). 

Im Verfahren der Rekurrierenden G. A. et al. duplizierte die Baudirektion 
per 17. September 2019 und hielt (sinngemäss) an den gestellten Anträgen 
fest. Auch die Zoo Seilbahn AG duplizierte per 23. September 2019 mit un-
veränderten Anträgen. Die Mitbeteiligte Stadt Dübendorf schloss sich am 
23. September 2019 der rekurrentischen Argumentation an und stellte wei-
ter keine neuen Begehren.  

Mit Duplik ebenfalls vom 17. September 2019 hielt die Baudirektion im Re-
kurs der Rekurrentin Genossenschaft S. (sinngemäss) an den gestellten 
Anträgen fest. Die Duplik vom 23. September 2019 der Zoo Seilbahn AG 
erfolgte unter Aufrechterhaltung der gestellten Anträge. Die Mitbeteiligte 
Stadt Dübendorf verwies per 23. September 2019 darauf, dass sie sich der 
rekurrentischen Argumentation anschliesse, und stellte weiter keine neuen 
Begehren.  

 

 

R1S.2019.05058 Seite 9 

Im Verfahren der Rekurrierenden H. stellte die Baudirektion mit Duplik vom 
17. September 2019 (sinngemäss) ebenfalls keine neuen Anträge. Die 
Zoo Seilbahn AG duplizierte per 23. September 2019 unter Aufrechterhal-
tung der gestellten Anträge. Die Mitbeteiligte Stadt Dübendorf verwies per 
23. September 2019 auf die rekurrentische Argumentation und erhob weiter 
keine neuen Begehren.  

Auf den Rekurs des Rekurrenten M. B. duplizierte die Baudirektion per 
17. September 2019 (sinngemäss) unter Verzicht auf neue Anträge. Auch 
die Zoo Seilbahn AG hielt mit Duplik vom 23. September 2019 die gestell-
ten Anträge aufrecht. Die Mitbeteiligte Stadt Dübendorf schloss sich per 
23. September 2019 der rekurrentischen Argumentation an und stellte kei-
ne neuen Begehren.  

Der Mitbeteiligte Stadtrat von Zürich liess sich in sämtlichen fünf Rekursver-
fahren auch duplicando nicht vernehmen. 

I. 
In den Rekursverfahren G.-Nrn. R1S.2019.05061 und R1S.2019.05065 
gingen mit Datum vom 4. März 2020 und vom 6. April 2020 weitere Einga-
ben ein. Auf Ersuchen der Zoo Seilbahn AG wurde der Rekursgegnerschaft 
diesbezüglich mit Präsidialverfügung je vom 8. April 2020 Frist zur Stel-
lungnahme angesetzt. 

In der Folge gingen im Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05061 Stellungnahmen 
der Zoo Seilbahn AG (vom 30. April 2020) und der Mitbeteiligten Stadt Dü-
bendorf (vom 26. Mai 2020) ein; im Verfahren G.-Nr. R1S.2019.05065 je 
eine solche der Baudirektion (per 28. April 2020), der Zoo Seilbahn AG (per 
30. April 2020) sowie der Mitbeteiligten Stadt Dübendorf (per 26. Mai 2020). 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 10 

Es kommt in Betracht: 

1. 
Angesichts dessen, dass die fünf Rekurse dieselbe kantonale Gestaltungs-
planung (Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich) bzw. mit der Verfügung der Baudi-
rektion vom 26. April 2019 dasselbe Anfechtungsobjekt betreffen, sind die 
Rekursverfahren G.-Nrn. R1S.2019.05058, R1S.2019.05060, 
R1S.2019.05061, R1S.2019.05063 und R1S.2019.05065 zu vereinigen. 

2.1. 
Zum Rekurs und zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochte-
ne Anordnung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhe-
bung oder Änderung hat. Dasselbe gilt für die Anfechtung von Erlassen 
(§ 338a des Planungs- und Baugesetzes [PBG]). 

Das Erfordernis des Berührtseins beinhaltet, dass der Rekurrent oder die 
Rekurrentin in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum 
Streitgegenstand stehen und stärker als beliebige Dritte oder die Allge-
meinheit von diesem betroffen sein muss. Das vom Gesetz alsdann ver-
langte schutzwürdige Interesse (Anfechtungsinteresse) setzt voraus, dass 
der Rekurrent mit der Gutheissung des Rekurses einen Nutzen erlangt 
bzw. einen Nachteil abwendet. Sofern und soweit der Rekurs mit hierzu von 
vornherein ungeeigneten Rügen begründet wird, fehlt es am Anfechtungs-
interesse. Das Interesse kann rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein. Das 
Kriterium der Schutzwürdigkeit zeigt indes an, dass nicht jedes beliebige In-
teresse anerkannt wird; ob ein Interesse schutzwürdig ist, ergibt sich aus 
seiner rechtlichen Würdigung. Der angestrebte Nutzen muss stets ein eige-
ner sein. Allein die Wahrnehmung von öffentlichen Interessen oder Interes-
sen Dritter genügt demnach nicht. Der fragliche Rekurrent oder die fragli-
che Rekurrentin muss zudem von der Anordnung unmittelbar betroffen 
sein. Schliesslich ist zu verlangen, dass das Anfechtungsinteresse aktuell 
ist (Martin Bertschi, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz 
[VRG], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 21 Rz. 10 ff. und 53 ff.). 

Werden gestützt auf § 338a PBG raumplanungsrechtliche Festlegungen 
angefochten, sei es durch den Eigentümer einer von der Festlegung erfass-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 11 

ten Parzelle, sei es durch einen Dritten (Nachbarn), entsprechen die Legi-
timationsvoraussetzungen grundsätzlich den vorstehend dargelegten für 
die Anfechtung von baurechtlichen Entscheiden. Dies mit dem Unterschied, 
dass das Interesse des Rekurrenten oder der Rekurrentin nicht zwingend 
aktuell sein muss. So kann bei Nachbarrekursen gegen Ein- oder Aufzo-
nungen die Legitimation nicht mit der Begründung in Frage gestellt werden, 
die Beeinträchtigung trete erst später mit der Ausschöpfung der neuen oder 
erweiterten Baubefugnisse ein. Zudem kann, je nach Geltungsbereich bzw. 
Auswirkungen der angefochtenen raumplanerischen Anordnung, eine Viel-
zahl von Grundstücken bzw. Personen betroffen sein, ohne dass diese 
deswegen als – nicht legitimierte – Allgemeinheit zu betrachten wären 
(Bertschi, § 21 Rz. 14 und Rz. 69). 

2.2. 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Nachbarn zur Be-
schwerdeführung gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn sie mit Sicher-
heit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, 
Staub, Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen) betroffen werden, 
die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft. Bei weiträumigen 
Einwirkungen kann ein grosser Kreis von Personen zur Beschwerdeführung 
legitimiert sein, etwa beim Betrieb eines Flughafens oder einer Schiessan-
lage. 

Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit dient in der Praxis 
die räumliche Distanz zum Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Rechtspre-
chung bejaht in der Regel die Legitimation von Nachbarn, deren Liegen-
schaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden. Bei grös-
seren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten 
Gegebenheiten glaubhaft gemacht werden. So ergibt sich – beispielswei-
se – bei Schiessanlagen (Lärm) ein erheblich weiterer Radius von 
ca. 800-1000 m, oder wurde im Falle eines Windparks eine Legitimation 
noch in 1,2 km Entfernung bejaht. 

In der Rechtsprechung wurde auch stets betont, dass nicht schematisch 
auf einzelne Kriterien (insbesondere Distanzwerte) abgestellt werden dürfe, 
sondern eine Gesamtwürdigung anhand der konkreten Verhältnisse erfor-
derlich sei (zum Ganzen BGE 140 II 214, E. 2.3; BGE 136 II 281, E. 2.3.2; 
BGE 133 II 181, E. 3.2.2; BGr 1C_33/2011 vom 12. Juli 2011, E. 2). 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 12 

2.3. 
Das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen und damit der Legitimation ist 
grundsätzlich von Amtes wegen festzustellen. Dies entbindet die Rechtsu-
chenden jedoch nicht davon, ihre Legitimation zu substantiieren. Dies gilt 
jedenfalls, wenn die Legitimation nicht offensichtlich ist. An eine anwaltlich 
vertretene oder rechtskundige Partei dürfen punkto Substantiierung höhere 
Anforderungen gestellt werden als an Laien, wobei auch letztere sinnge-
mäss darzulegen haben, welchen persönlichen, konkreten Nachteil sie mit 
dem Rechtsmittel abwenden wollen. Die Anforderungen an die Begründung 
hängen von den Umständen ab. Wenn die legitimationsbegründenden 
Sachverhaltsumstände nicht offensichtlich sind, so sind sie soweit darzu-
tun, dass die Rechtsmittelinstanzen nicht danach zu forschen haben (zum 
Ganzen Bertschi, § 21 Rz. 38). 

2.4.-2.5.5. 
[Ausführungen zur Legitimation der einzelnen Rekurrierenden.] 

2.6. 
Im Ergebnis ist, da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, 
auf die Rekurse der Rekurrentin Stadt Dübendorf, der Rekurrentin Genos-
senschaft S., der Rekurrierenden T. H., B. H. und C. H. sowie des Rekur-
renten M. B. – unter dem Vorbehalt nachfolgender Ausführungen zu einzel-
nen Rügen – einzutreten. Dasselbe gilt für die unter obgenannter Zif-
fer 2.5.5. erwähnten Rekursparteien des Rekursverfahrens G.-Nr. 
R1S.2019.05060. Nicht einzutreten ist auf die Rekurse der unter vorste-
hender Ziffer 2.5.2. als vollmachtlos und unter vorstehender Ziffer 2.5.4. als 
nicht rekurslegitimiert bezeichneten Rekursparteien des Rekursverfahrens 
G.-Nr. R1S.2019.05060. 

3.1. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. führen an, dass einzelne von ihnen – zu-
sätzlich – Rechte aus dem Enteignungsgesetz (EntG) geltend machen wür-
den; die entsprechenden Parzellen seien in der Liste der Rekurrierenden 
besonders bezeichnet. 

Das Bundesrecht sieht vor, dass dem Erbauer oder Betreiber einer Seil-
bahn das Enteignungsrecht gemäss der Bundesgesetzgebung zusteht, so-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 13 

fern die Anlage der Nutzungsplanung entspricht. Das Enteignungsverfahren 
kommt erst zur Anwendung, wenn die Bemühungen für einen freihändigen 
Erwerb der erforderlichen Rechte oder für eine Landumlegung nicht zum 
Ziele führen (Art. 7 des Seilbahngesetzes [SebG]). Gemäss Seilbahngesetz 
kann sodann, wer nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensge-
setzes (VwVG) oder des EntG Partei ist, während der Auflagefrist beim 
Bundesamt für Verkehr (BAV) Einsprache erheben. Die Einsprache ist für 
die Teilnahme am Verfahren konstitutiv (Art. 13 Abs. 3 SebG). Das weitere 
Verfahren innerhalb der Bundesverwaltung richtet sich nach dem kon-
zentrierten Entscheidverfahren gemäss den Artikeln 62a ff. des Regie-
rungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG). 

Rechte aus Enteignung sind damit nicht Gegenstand des vorliegenden nut-
zungsplanerischen Verfahrens und können damit auch nicht Gegenstand 
des Rechtsmittelverfahrens sein. Die betreffenden Rekurrierenden leiten, 
mit Ausnahme der bereits behandelten Rekurslegitimation, gemäss dem 
gestellten Rechtsbegehren aus der (allfälligen) Beeinträchtigung ihrer Ei-
gentumsrechte denn auch nichts ab. Auf die Ausführungen betreffend Ent-
eignung ist damit im vorliegenden Verfahren nicht weiter einzugehen. Ein 
formelles Nichteintreten entfällt. 

3.2. 
Nicht zu prüfen sind im vorliegenden Verfahren die von verschiedenen Re-
kurrierenden erhobenen Rügen zur Wirtschaftlichkeit der Zoo-Seilbahn. Die 
Wirtschaftlichkeit ist als eigentliche Konzessionsvoraussetzung einzig im, 
wie erwähnt, bundesrechtlich zu führenden koordinierten Plangenehmi-
gungsverfahren zu beurteilen (Art. 9 Abs. 3 lit. c SebG in Verbindung mit 
Art. 19a Abs. 3 lit. b der Seilbahnverordnung [SebV]). Soweit die Rügen 
mittelbar die Zweckmässigkeit des Angebots – und damit eine Frage des 
öffentlichen Interesses – betreffen, sind sie indes ohne weiteres beachtlich 
und in der Abwägung zu berücksichtigen. Soweit die entsprechenden Be-
stimmungen des SebG und der SebV direkt angerufen werden, ist auf die 
Rügen nicht einzutreten. 

3.3. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. verweisen auf ihre Rechtsmitteleingabe ge-
gen das frühere Seilbahnprojekt – welches Gegenstand des Entscheides 
des Verwaltungsgerichts VB.2013.00722 vom 4. September 2014 war – 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 14 

vom 29. Juli 2009 und erklären diese mit sämtlichen Beilagen zum integrie-
renden Bestandteil des aktuellen Rekurses. Ein solch pauschaler Verweis 
auf eine Rechtsschrift in einem anderen Verfahren – noch dazu vor einer 
anderen Instanz – ist, wenngleich es sich vorliegend – wie sogleich zu er-
läutern sein wird – um die Neubeurteilung nach der mit VB.2013.00722 
vom 4. September 2014 vorgenommenen Rückweisung handelt, nicht zu-
lässig. Dasselbe hat analog für die ebenfalls pauschal angerufenen Beila-
gen dieses Verfahrens sowie den Verweis auf einzelne Ziffern (Ziff. 13 
bis 23 der Eingabe vom 29. Juli 2009) zu gelten. Der Verweis ist mithin 
nicht weiter beachtlich. 

3.4. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. führen weiter an, dass sie gemäss Ent-
scheid des Verwaltungsgerichts VB.2013.00722 vom 4. September 2014 
bei der Prüfung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) begrüsst werden 
müssten und das Recht auf [recte: Teilnahme] an der Beweiserhebung und 
Stellungnahme haben. Bei der Prüfung durch das zuständige Bundesamt 
vor Ort, bei Besprechungen mit der Zoo Seilbahn AG (Schriftenwechseln, 
Telefonaten, etc.) müssten sie künftig begrüsst werden. Dies sei beim Pro-
jekt 2009 nicht der Fall gewesen. 

Der Rüge ist damit nicht zu entnehmen, bei welchen Prozesshandlungen 
die Teilnahmerechte der Rekurrierenden G. A. et al. hätten verletzt werden 
können. Soweit sich die Rüge auf das Vorgehen in dem im Vorfeld des 
Entscheids VB.2013.00722 vom 4. September 2014 durchgeführten Ver-
fahren bezieht, ist sie nicht zu hören, zumal Entsprechendes bereits in je-
nem Verfahren (bzw. in den betreffenden Rechtsmittelverfahren) vorge-
bracht wurde. Das Verwaltungsgericht verwies in der entsprechenden Er-
wägung darauf, dass der Gehörsanspruch bzw. das Recht zur Stellung-
nahme zu den im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) von 
Fachbehörden abgegebenen Stellungnahmen durchaus bestehe, aber – da 
die Beurteilung der Umweltverträglichkeit im Plangenehmigungsverfahren 
(PGV) vorzunehmen sei – vom BAV gewährt werden müsse 
(VB.2013.00722 vom 4. September 2014, E. 7.4.2). Dies hat auch im vor-
liegenden zweiten Rechtsgang Geltung. Soweit die Rüge ansonsten nicht 
substantiiert ist und insbesondere keinen Bezug auf das von der Vorinstanz 
vor dem Erlass des angefochtenen Entscheids durchgeführte Verfahren 
nimmt, ist sie nicht weiter beachtlich. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 15 

Mit der Replik machen die Rekurrierenden G. A. et al. sodann geltend, das 
Gutachten S. (Verkehrsgutachten der S. AG vom 26. April 2016; im Fol-
genden: Gutachten S.) sei unter Verletzung der Mitwirkungsrechte der Re-
kurrierenden erstellt worden. Sodann seien sie von der kantonalen Natur- 
und Heimatschutzkommission (NHK) nie begrüsst oder eingeladen worden, 
zu deren Erkenntnissen Stellung zu nehmen. Der Bericht der NHK (bzw. 
die Berichte) seien nicht verwertbar, da das rechtliche Gehör verletzt wor-
den sei. 

Entgegen dem Dafürhalten der Rekurrierenden G. A. et al. ergeben sich 
derartige Erfordernisse weder aus dem materiellen Recht noch aus dem 
Prozessrecht. Diesbezüglich kann auf die Erwägungen des verwaltungsge-
richtlichen Entscheids VB.2013.00722 vom 4. September 2014 (E. 7) ver-
wiesen werden. Zunächst besteht, zumal im Nutzungsplanverfahren das 
rechtliche Gehör nur teilweise im Rahmen der Mitwirkung wahrgenommen 
werden kann – welche höchstens indirekt einen Bestandteil des Rechts-
schutzes bildet –, vor der Festsetzung eines Gestaltungsplans kein An-
spruch auf vorgängige Stellungnahme zu einzelnen Berichten (etwa dem 
erläuternden Bericht nach Art. 47 RPV). Die Anhörung zu den für die UVP 
massgeblichen Berichten ist im Rahmen des PGV durchzuführen. Sodann 
besteht aber auch diesbezüglich kein Anspruch auf Mitwirkung bei und 
Stellungnahme zu Amtsberichten verwaltungsinterner Fachstellen. Dies hat 
vorliegend namentlich für die Stellungnahmen und Berichte der NHK Gel-
tung, soweit deren Stellungnahme für die UVP überhaupt massgeblich ist. 
Auch hinsichtlich der Erstellung des Gutachtens S. besteht kein grundle-
gender Anspruch, dessen Erstellung eng begleiten zu können. Mangels be-
sonderer Grundlagen hat es vorliegend – im Gegensatz zu den Unterlagen 
der UVP im Rahmen des PGV – durchaus zu genügen, wenn sich die Re-
kurrierenden G. A. et al. zum Gutachten S. im Rechtsmittelverfahren äus-
sern können. 

3.5.1. 
Die Rekurrentin Genossenschaft S. beantragt – wie vorstehend als Rechts-
begehren wiedergegeben – die Ergänzung der GPV dahingehend, dass die 
Höhe der Stützen 2 und 3 beidseits der D.-Strasse so gering zu halten sei, 
dass nur der aus Sicherheitsgründen erforderliche minimale Abstand zwi-
schen den Gondeln und den von diesen überquerten Fahrleitungen der 
Schienenfahrzeuge eingehalten wird; des Weiteren sei im Plan "Situation 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 16 

und Längenprofil 1:2'500", Teilplan Längenprofil, für das Teilgebiet B3 (für 
Stütze 3) die maximale Höhe auf 463 m.ü.M., eventuell auf ein zwischen 
463.00 m.ü.M. und 470.00 m.ü.M. liegendes Mass herabzusetzen. Sodann 
seien die GPV dahingehend zu ergänzen, dass die Betriebslärmeinwirkun-
gen auf die Nachbarschaft insbesondere durch wirksame bauliche, betrieb-
liche und seilbahntechnische Massnahmen im Bereich der Stationen und 
der Stützen zu minimieren seien (Rekursantrag 3.1). 

Begründet wird dieser Antrag einerseits damit, dass die Höhe der Seilfüh-
rung und damit auch die Höhe der festen und sich bewegenden Anlageteile 
über der Horizontlinie landschaftlich und für die Nachbarschaft überaus stö-
rend seien; letzteres auch unter dem Aspekt der Privatsphäre. Die Stüt-
zen 2 und 3 beidseits der D.-Strasse kämen im Nahbereich der Liegen-
schaft […] der Rekurrentin zu stehen und würden eine Höhe von 15 m bzw. 
gar 21 m aufweisen. Stütze 3 müsse keinesfalls höher sein als Stütze 2; in 
jedem Fall sei die Höhe der Stütze 3 markant (um 6 m bis 8 m) zu reduzie-
ren. Es sei denkbar, die Stützen als Niederhaltestützen oder als Wechsel-
laststützen auszugestalten. Umzusetzen sei die Beschränkung der Höhe 
der Stützen 2 und 3 sowohl im Gestaltungsplantext als auch im Längenpro-
filplan. Der Aussage im Einwendungsbericht, wonach nur der Mindestab-
stand (Lichtraumprofil) zu den Fahrleitungen über der D.-Strasse eingehal-
ten werde, treffe nicht zu. 

Andererseits sei gemäss dem Betriebslärmgutachten vom 23. Februar 
2017 beim Wohngebäude […] der Rekurrentin mit Überschreitungen des 
Planungswerts um bis zu 7 dB (A) und damit auch einer Überschreitung 
des Immissionsgrenzwerts zu rechnen. Das Gutachten fordere zu Recht 
grosse Anstrengungen für die Einhaltung der Planungswerte und nenne 
konkret mögliche lärmmindernde und lärmabschirmende Massnahmen 
(bauliche Massnahmen bei den Stützen und Stationen, Begrenzung der 
maximalen Betriebsgeschwindigkeit, seilbahntechnische Massnahmen). 
Die Auffassung, wonach solches nicht im Gestaltungsplan geregelt werden 
müsse, treffe nicht zu. Es sei geboten, die wirksame Lärmminderung be-
reits im Gestaltungsplan zu verlangen. So treffe es nicht zu, dass das Pro-
jekt lärmmindernde Massnahmen bereits konkret vorsehe; der angebrachte 
Hinweis auf das Submissionsverfahren sei unbehelflich. Mit einem Gestal-
tungsplan könnten weitergehende und konkretisierende Massnahmen zur 
Lärmverminderung vorgeschrieben werden; analog der gestaltungsplaneri-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 17 

schen besonderen Rücksichtnahme auf Schutzobjekte. Sodann habe der 
Gestaltungsplan die Aufgabe, alle Auswirkungen einer Anlage aus einer 
Gesamtschau zu betrachten bzw. abzuwägen. 

Des Weiteren beantragt die Rekurrentin Genossenschaft S. – mit Eingabe 
vom 4. März 2020 – für den eventuellen Fall, dass eine Seilbahn von Stett-
bach zum Zoo grundsätzlich in Betracht kommen sollte, eine Rückweisung 
des Gestaltungsplans zur grundlegenden Überarbeitung an die Baudirekti-
on. Das Projekt und der Gestaltungsplan seien wie folgt zu ändern: Ver-
schiebung der Talstation auf die Südseite der D.-Strasse; eventuell tiefere 
Seilführung über die D.-Strasse hinweg (entsprechend dem Rekursan-
trag 3.1); tiefe Seilführung von der Talstation bis zum Beginn des Sagento-
bels, insbesondere in den Landschaftsräumen Stettbach und in der Land-
schaftskammer Gfeller-Gut; Niederhaltestütze beim Geländeknick am 
Übergang von der Landschaftskammer Gfeller-Gut zum Sagentobel; tiefe 
Seilführung über dem Wald (nur wenige Meter über den höchsten Wipfeln), 
soweit das Projekt nicht eine Schneise vorsehe, sowie punktuelle Kürzung 
von in Zukunft allenfalls ein kritisches Mass erreichenden Einzelbäumen, 
eventuell Erweiterung der Schneisenführung anstelle der Überwipfelfüh-
rung.  

3.5.2. 
Die Zoo Seilbahn AG verweist auf die Ausführungen im Einwendungsbe-
richt, wonach bezüglich der Höhe der Stützen 2 und 3 kein Spielraum mehr 
bestehe, da bereits nur der Mindestabstand zu den Fahrleitungen über der 
D.-Strasse eingehalten werde; eine weitere Reduktion würde zur Gefähr-
dung der Verkehrsteilnehmer auf der D.-Strasse führen. Bei tieferer Seilfüh-
rung sei zudem die Seillagestabilität gefährdet.  

Sodann würden die lärmrechtlichen Planungswerte an sämtlichen relevan-
ten Eckpunkten eingehalten. Mit der Erstellung eines Lärmgutachtens seien 
die Lärmeinwirkungen der Seilbahn vertieft geprüft worden. Aufgrund des 
Gutachtens seien Massnahmen zur Einhaltung der massgebenden Lärm-
werte vorzusehen, welche unter anderem auch für die Dimensionierung der 
Teilgebiete und Baufelder massgebend gewesen seien. Im Übrigen sei die 
Einhaltung der massgeblichen Grenzwerte im PGV zu überprüfen. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 18 

3.5.3. 
Die Genossenschaft S. hält dem wiederum entgegen, die Zoo Seilbahn AG 
vermöge den geometrischen bzw. technischen Nachweis für ihre Behaup-
tung nicht zu erbringen, wonach bei einer Höhenreduktion der Stützen 2 
und 3 der erforderliche Sicherheitsabstand zu den Fahrleitungen verletzt 
und die Seillagestabilität gefährdet würden. Letztere könne im Übrigen nö-
tigenfalls durch die im Seilbahnbau bewährten Mittel auch bei tiefer liegen-
den Stützen ohne weiteres gewährleistet werden. 

Hiergegen führt die Zoo Seilbahn AG duplicando an, dass aufgrund der 
wichtigen Schonung des schützenswerten Sagentobels eine Höhenreduk-
tion der Stützen 5-7 nicht möglich sei. Bei den Stützen 4-8 würde die Hö-
henreduktion zu einer Verringerung der Seillagestabilität führen, was mit 
einer zusätzlichen Stütze kompensiert werden müsste. 

3.5.4. 
Art. 11 SebG statuiert, dass für den Bau von Seilbahnen mit Aufgabe des 
Personentransports (im Sinne von Art. 2 SebG) dem BAV ein Plangeneh-
migungsgesuch einzureichen ist. Im Anschluss wird vom BAV ein Ein-
spracheverfahren durchgeführt (Art. 13 SebG). Art. 14 SebG sieht für das 
weitere Verfahren innerhalb der Bundesverwaltung – wie bereits im Zu-
sammenhang mit dem Enteignungsrecht erwähnt – das konzentrierte Ent-
scheidverfahren gemäss den Art. 62a ff. RVOG vor. Die Grundidee dieser 
mit dem Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung von Ent-
scheidverfahren vom 18. Juni 1999 (Sammelerlass) eingeführten Konzep-
tion bestand darin, für Vorhaben wie Bauten und Anlagen die Konzentration 
von Entscheiden bei einer einzigen Behörde (Leitbehörde) vorzusehen, 
welche alsdann vor ihrem Entscheid die Stellungnahmen der betroffenen 
Fachbehörden einzuholen hat (vgl. Art. 62a RVOG). Für die parallel zum 
konzentrierten bundesrechtlichen Verfahren erforderlichen raumplanungs-
rechtlichen Vorkehren sowie für den Erwerb der für Bau und Betrieb erfor-
derlichen Rechte sehen Art. 11 Abs. 1 lit. d und e SebV vor, dass den Bun-
desbehörden diesbezüglich ein Bericht über die erfolgte Abstimmung 
(Raumplanung) sowie entsprechende Nachweise (Rechte) einzureichen 
sind. Damit wird klar, dass die erforderlichen, vom kantonalen Recht gere-
gelten raumplanerischen Verfahren zwar mit dem seilbahnrechtlichen Ver-
fahren abzustimmen sind, der Grundsatz der Koordination in dieser Kon-
stellation aber nicht zur materiellen Obsoleszenz der Vor- oder Parallelver-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 19 

fahren auf kantonaler Stufe führt. Dahin geht auch die Rechtsprechung. 
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich verweist diesbezüglich darauf, 
dass dem Koordinationsgebot und den Vorschriften über die UVP in den 
unterschiedlichen Verfahren betreffend Nutzungsplanung einerseits und 
nach dem SebG andererseits Rechnung getragen werden müsse, sofern 
die Errichtung oder Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen meh-
rerer Behörden (auch kantonaler Behörden) erfordere. Die projektbezogene 
Nutzungsplanung und das Bewilligungsverfahren seien, auch wenn sie zeit-
lich gestaffelt durchgeführt werden, aufeinander abzustimmen. Möglich sei 
auch ein Vorbehalt, welcher – zum Beispiel – die Rechtskraft der Nut-
zungsplanung bedinge (oder umgekehrt). Allerdings schliesse das an-
wendbare Recht faktisch eine umfassende Koordination aus, zumal der 
Rechtsweg betreffend die verschiedenen Anordnungen ohnehin nicht koor-
diniert werden könne. Die nutzungsplanerischen Festlegungen seien vor 
den kantonalen Behörden anzufechten, während die Plangenehmigung der 
Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht unterliege. Die von Art. 25a 
des Raumplanungsgesetzes (RPG) avisierte gleichzeitige oder gar gemein-
same Eröffnung der Entscheide könne folglich ihren Zweck, nämlich die 
gesamthafte Beurteilung aller Aspekte in einem einheitlichen Rechtsmittel-
verfahren, ohnehin nicht erfüllen (zum Ganzen VB.2013.00722 vom 4. Sep-
tember 2014, E. 5). 

3.5.5. 
Das PGV hat dabei insbesondere die risikoorientierte Beurteilung der si-
cherheitsrelevanten Aspekte auf der Grundlage von Sicherheitsgutachten 
oder Stichproben zum Gegenstand; daneben betrifft dieses – wie bereits 
erwähnt – auch die Erteilung des Enteignungsrechts (Art. 6 f. SebG). Das 
BAV beurteilt im Rahmen des PGV die eingereichten Unterlagen auf Ein-
haltung der übrigen Vorschriften sowie – insbesondere – die Erfüllung der 
sicherheitsrelevanten Aspekte. Für die Beurteilung der Sicherheit führt es 
die Prüfungen nach Anhang 2 der SebV durch (Art. 4 Abs. 3 und Art. 16 
SebV). Anhang 2 der SebV statuiert, dass das BAV die folgenden Aspekte 
risikoorientiert mit Stichproben zu überprüfen hat (hier auszugsweise wie-
dergegeben): (1) die Linienführung im Gelände; (2) die Tragkonstruktionen 
der Stationen und Stützen bzw. bei Standseilbahnen die Tragkonstruktio-
nen der Stationen, der Fahrbahn und der Kunstbauten; [(3-8)]; (9) die Ab-
stände bei Parallelführungen und Kreuzungen mit anderen Transportanla-
gen bzw. Strassen und elektrischen Leitungen, die Abstände zum Boden 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 20 

und gegenüber bahnfremden festen Gegenständen sowie die Freiheiten für 
die Längs- und die Querbewegung der Fahrzeuge auf der Strecke und in 
den Stationen; [(10)]; (11) die Gutachten zu den Umwelteinflüssen; 
[(12-15)]. Basis der Prüfung sind die gemäss Anhang 1 SebV im PGV ein-
zureichenden Unterlagen (hier auszugsweise wiedergegeben): (1) Situie-
rung und Gesamtkonzeption sowie seilbahntechnische Ausgestaltung der 
Anlage, mit folgenden Angaben: (a) Situationspläne mit Angaben zu den 
geplanten Bauwerken und den betroffenen Baugrundparzellen, (b) Längen-
profil sowie massgebliche Querprofile mit Beurteilung von Parallelführun-
gen und Kreuzungen mit anderen Transportanlagen, Strassen und elektri-
schen Leitungen, (c) Übersichtspläne der Stationen und Stützen mit den 
Angaben zu den relevanten Bauabmessungen und Raumnutzungen, zur 
Anordnung der Teilsysteme sowie zur Anordnung von Leitern und Podes-
ten, (d) Übersichtspläne der Stützen oder der Fahrbahn mit den betroffenen 
Parzellen und deren Grenzabständen, (e) Lichtraumprofile mit Längs- und 
Querbewegungsfreiheiten in den Stationen und auf der Strecke mit den 
einzuhaltenden Boden- und Sicherheitsabständen sowie (f) Unterlagen 
über die elektrischen Stromversorgungsanlagen (Transformatorenstation, 
Zuleitungen) inklusive Angaben über die Auswirkungen auf Mensch und 
Umwelt; [(2-3)]); (4) technischer Bericht, enthaltend die Gestaltung, die An-
ordnung und den Verwendungszweck der hauptsächlichen Systemelemen-
te (inklusive Übersichtszeichnungen aller Teilsysteme); [(5-7)]. 

3.5.6. 
Angesichts dieser hohen im PGV zu stellenden Anforderungen an die Do-
kumentation und sicherheitsrelevante Prüfung seilbahntechnischer Anlagen 
wird offenkundig, dass sich der Grundsatz der Koordination zwischen dem 
vom BAV durchzuführenden PGV und dem nutzungsplanerischen Verfah-
ren nicht in allen Einzelheiten verwirklichen lässt. Die Überprüfung der seil-
bahntechnischen und sicherheitsrelevanten Aspekte obliegt kraft der im 
SebG und der SebV bundesrechtlich festgeschriebenen Grundlagen den 
Bundesbehörden. Würde im vorliegenden nutzungsplanerischen Verfahren 
auf eine Reduktion der Dimensionierung der Seilbahnstützen erkannt, hätte 
dies die faktische Vorwegnahme – bzw., im ungünstigen Fall, sogar die 
Präjudizierung – einer unter seilbahntechnischen Aspekten allenfalls nicht 
realisierbaren Konzeption der Längenprofile sowie der massgeblichen 
Querprofile, der Stützenstandorte, -höhen sowie weiterer technischer Ein-
zelheiten einer Seilbahn zur Folge. Eine solche Präjudizierung ist letztlich 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 21 

nicht die Aufgabe eines nutzungsplanerischen Verfahrens. Es ist daher hin-
zunehmen, wenn die Bauherrschaft ein konkretes Projekt entwickelt, die-
sem bestimmte Eckwerte zugrunde legt und diese technischen Eckwerte in 
den zu schaffenden nutzungsplanerischen Grundlagen in kohärenter Form 
umsetzt. 

3.5.7. 
Daraus folgt, dass auf die Anträge der Rekurrentin Genossenschaft S. be-
treffend die Höhe der Stützen 2 und 3 nicht einzutreten ist. Die im vorlie-
genden nutzungsplanerischen Verfahren – nachfolgend – vorzunehmende 
Interessenabwägung ist auf der Grundlage der von der Zoo Seilbahn AG im 
PGV eingegebenen und der Festsetzung des angefochtenen Gestaltungs-
plans zugrundeliegenden Konzeption vorzunehmen. Der diesbezüglich all-
fällig entstehende – geringfügige – Nachteil ist von der Rekurrentin Genos-
senschaft S. hinzunehmen. Würde auf die Anträge betreffend die Stützen 2 
und 3 eingetreten, wären diese mangels rechtlicher Grundlage für derart 
detaillierte Anordnungen abzuweisen. Aus allgemeiner baurechtlicher sowie 
nutzungsplanerischer Sicht besteht keine allgemeine Pflicht, die Höhe von 
Bauten und Anlagen möglichst gering zu halten. 

Daraus folgt sodann, dass auch auf den Antrag der Rekurrentin Genossen-
schaft S. auf Ergänzung der Gestaltungsplanvorschriften im Hinblick auf die 
Minimierung der Betriebslärmeinwirkungen nicht einzutreten ist. Die lärm-
rechtliche Beurteilung ist Teil der im PGV vorzunehmenden UVP. Es ist 
nicht darüber zu befinden, ob die Festsetzungen des rekursgegenständli-
chen Gestaltungsplans im Einzelnen genügende Massnahmen zur Lärmre-
duktion ermöglichen. Dass die Festlegungen eine Lärmreduktion nachge-
rade verunmöglichen würden, wird – zu Recht – nicht geltend gemacht. Die 
nutzungsplanerische Interessenabwägung ist nach Massgabe der vorgeleg-
ten – und auch im PGV eingereichten – Grundlagen vorzunehmen. Das 
Bundesrecht sieht sodann vor, dass das BAV die Plangenehmigung mit der 
Auflage verbinden kann, dass spätestens fünf Jahre nach Inbetriebnahme 
der Anlage festgestellt wird, ob die im PGV verfügten Massnahmen zum 
Schutz der Umwelt sachgerecht umgesetzt wurden (Art. 17 SebV). Letzte-
res gilt selbstredend auch für Massnahmen zur Minimierung von Lärmim-
missionen. Für gesonderte Vorkehren im nutzungsplanerischen Verfahren 
verbleibt mithin kein Raum. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 22 

3.5.8. 
Daraus folgt weiter, dass auch auf die von der Rekurrentin Genossenschaft 
S. in der Eingabe vom 4. März 2020 – im Übrigen, da sich die beantragten 
Modifikationen auf die Dokumentation eines Vorprojekts aus dem Jahr 
2004 beziehen, offenkundig verspätet – gestellten Anträge im vorliegenden 
nutzungsplanerischen Verfahren nicht einzutreten ist. Die beantragten Än-
derungen würden eine grundsätzliche Neukonzeption des der rekursge-
genständlichen Gestaltungsplanung zugrundeliegenden Seilbahnprojekts 
erfordern. Eine entsprechende Variantenprüfung und -modifikation über 
den Perimeter des festgesetzten Gestaltungsplans hinaus kann nicht Ge-
genstand des vorliegenden Rekursverfahrens sein. 

4.1. 
Wie bereits ausgeführt, handelt es sich bei dem zu beurteilenden Projekt 
um eine – insgesamt – geringfügige Modifikation des von der Baudirektion 
zunächst mit Verfügung vom 27. Oktober 2011 festgesetzten und mit Ent-
scheid VB.2013.00722 vom 4. September 2014 beurteilten Gestaltungs-
plans. Das Verwaltungsgericht hob die Dispositiv-Ziffern I–III des Beschlus-
ses des Regierungsrats vom 18. September 2013 (ausser soweit sie den 
Rekurs eines Mitbeteiligten betrafen) sowie die Verfügung der Baudirektion 
vom 27. Oktober 2011 auf und wies die Sache im Sinn der Erwägungen zur 
Ergänzung des Sachverhalts und zum Neuentscheid an die Baudirektion 
zurück (Dispositiv-Ziffer 1 des VB.2013.00722 vom 4. September 2014). In 
den Erwägungen des Entscheids hielt das Verwaltungsgericht zusammen-
fassend die folgenden, von der Baudirektion neu vorzunehmenden Unter-
suchungshandlungen bzw. neu abzuwägenden und auszufällenden Ent-
scheide fest (VB.2013.00722 vom 4. September 2014, E. 13.1): 

-  Beizug des Plans der Flughafenhalterin zu den vorgesehenen Ergän-
zungen des Sicherheitszonenplans sowie einer Stellungnahme des 
Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) zur Bewilligung der allfälligen 
Durchstossung der Sicherheitszone (und gegebenenfalls der Anpas-
sung des Gestaltungsplans) oder – alternativ – Statuierung einer ent-
sprechenden Auflage durch die Baudirektion 

-  Beizug einer Stellungnahme des Bundesamtes für Kultur (BAK) zur 
allfälligen Beeinträchtigung der Siedlungen Mattenhof und Im Klösterli 

-  Vornahme ergänzender Sachverhaltsfeststellungen mit Bezug auf das 
aktuelle und prognostizierte Verkehrsaufkommen des Zoos sowie das 
zu erwartende von der Seilbahn generierte Verkehrsaufkommen und 
die wegen der Seilbahn zu erwartende Änderung des Modalsplits 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 23 

-  gestützt auf diese Feststellungen zumindest grundsätzliche Regelung 
der Erschliessung der Station Stettbach, allenfalls in Koordination mit 
den von der Stadt Dübendorf zu treffenden Anordnungen oder Statu-
ierung einer entsprechenden Gestaltungsplanvorschrift 

-  gestützt darauf – unter zusätzlicher Berücksichtigung der Möglichkei-
ten zur Optimierung der Bus- und Tramverbindungen sowie der Ge-
staltungsvorschriften über die Erschliessung – Neugewichtung des öf-
fentlichen Interesses an der Erstellung der Seilbahn 

-  Vornahme einer Gesamtabwägung der betroffenen öffentlichen und 
privaten Interessen unter Einbezug namentlich der regionalen und 
kommunalen Planung, des Grundsatzes, dass die Erschliessung von 
Baugebiet durch das Siedlungsgebiet führen soll, sowie des Interes-
ses an der ungeschmälerten Erhaltung der Landschaft. 

Auf Basis dieser Ausgangslage gab die Baudirektion – gemäss dem ange-
fochtenen Entscheid – zunächst ein verwaltungsexternes Verkehrsgutach-
ten in Auftrag, zwecks Überprüfung der beabsichtigten Modalsplitverände-
rung zugunsten des öffentlichen Verkehrs (ÖV), aber auch zwecks Über-
prüfung allfälliger Auswirkungen der Seilbahn auf den Strassenverkehr im 
Raum Stettbach sowie allfälliger ÖV-Alternativen. Das entsprechende Gut-
achten S. datiert vom 26. April 2016. Gestützt darauf liess die Zoo Seil-
bahn AG zwecks Darlegens der Massnahmen zur Verhinderung der im 
Gutachten S. aufgezeigten möglichen Auswirkungen im Raum Stettbach 
bzw. zur Verhinderung unerwünschter Folgen für die Bewohner der an-
grenzenden Quartiere ein Verkehrs- und Erschliessungskonzept erstellen. 
Letzteres wurde per 26. April 2016 von der X. AG vorgelegt (im Folgenden: 
Verkehrs- und Erschliessungskonzept X. AG). Sodann wurde eine gestalte-
rische Überarbeitung des Richtprojekts, insbesondere der beiden Statio-
nen, vorgenommen; letzteres im Austausch mit der NHK. 

Gestützt hierauf wurde der kantonale Gestaltungsplan Seilbahn Stettbach-
Zoo Zürich überarbeitet und wurden die Unterlagen des Plangenehmi-
gungsgesuchs (für das vom BAV durchzuführende PGV) angepasst. Die 
beiden Dossiers wurden, gleichzeitig für beide Verfahren, öffentlich aufge-
legt. In der Folge erging der angefochtene Festsetzungsentscheid.  

4.2. 
Eine Rückweisung bewirkt, dass die Vorinstanz die Sache erneut beurteilen 
muss. Sie ist dabei an die Rechtsauffassung der Rechtsmittelinstanz ge-
bunden (vgl. § 64 Abs. 2 Satz 2 VRG). Nicht bindend sind hingegen bloss 
allgemeine Hinweise der Rechtsmittelinstanz, Eventualerwägungen und 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 24 

sog. "obiter dicta". Die Vorinstanz darf ihrem neuen Entscheid auch weitere 
Gesichtspunkte zugrunde legen, solange sie dabei die Vorgaben des Rück-
weisungsentscheids nicht unterläuft (Alain Griffel, in: Kommentar VRG, 
3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 28 Rz. 42). 

Wird die neue Verfügung der unteren Instanz wiederum an die höhere In-
stanz weitergezogen, so ist auch diese an ihren früheren Entscheid gebun-
den. Ein unangefochtener Rückweisungsentscheid erwächst mithin in for-
melle Rechtskraft. Die Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids ent-
fällt für die nachfolgenden Rechtsgänge lediglich insoweit, als aufgrund 
neuer Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel oder aufgrund einer Än-
derung des Streitgegenstandes im zweiten Rechtsgang ein geänderter 
Sachverhalt zu beurteilen ist oder in der Zwischenzeit eine Rechts- oder 
Praxisänderung erfolgte (zum Ganzen Griffel, § 28 Rz. 44; Bertschi, Vorbe-
merkungen zu §§ 86a-86d Rz. 6). 

Dies hat auch vorliegend – mithin trotz des Wechsels der Zuständigkeit als 
Rekursinstanz vom Regierungsrat zum Baurekursgericht – zu gelten 
(BRGE II Nr. 0129/2017 vom 26. September 2017, E. 6.3). Im Ergebnis ist 
vorliegend über die mit Entscheid des Verwaltungsgerichts VB.2013.00722 
vom 4. September 2014 bereits beurteilten Sachverhalte und Rügen – je-
denfalls im Grundsatz – nicht erneut zu befinden. Namentlich besteht eine 
Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids insoweit, als die darin sta-
tuierten Auflagen an die Sachverhaltsermittlung und die Planung zu beach-
ten sind. Letztere Feststellung führt indes – selbstredend – nicht dazu, dass 
die Rekurrierenden mit bereits gegen die Festsetzung vom 27. Oktober 
2011 erhobenen Rügen vorliegend oder im weiteren Verlauf des Verfah-
rens, insbesondere bei einem – allfällig – nachfolgenden Weiterzug des 
Verfahrens an das Bundesgericht, ausgeschlossen wären. Die entspre-
chenden Rügen sind erneut, wenngleich bei unveränderter Sachlage und 
unter Nachachtung der im ersten Rechtsgang von der höheren Instanz ver-
tretenen Rechtsmeinung, zu beurteilen. 

4.3. 
Dies betrifft zunächst die vom Rekurrenten M. B. erhobene Rüge betreffend 
die Koordination mit dem vom BAV durchzuführenden PGV. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 25 

Im Einzelnen rügt der Rekurrent M. B., das bundesrechtliche PGV sei beim 
BAV noch hängig. Eine Plangenehmigung gleichzeitig mit der Festsetzung 
der rekursgegenständlichen Gestaltungsplanung sei nicht erfolgt. Das Ver-
waltungsgericht habe im Entscheid VB.2013.00722 vom 
4. September 2014 auf die unterschiedlichen Rechtsmittelinstanzen ver-
wiesen. Dies betreffe aber lediglich die formelle Koordination. Massgebend 
sei die materielle Koordination, die sicherstellen solle, dass Erkenntnisse 
des einen Verfahrens auch im anderen Verfahren berücksichtigt werden. 
Die Plangenehmigung hätte daher gleichzeitig mit der Festsetzung des 
kantonalen Gestaltungsplans erfolgen müssen. In diesem Zusammenhang 
verweist der Rekurrent darauf, dass die Bestimmungen des SebG – bzw. 
die Voraussetzungen für eine Plangenehmigung gemäss Art. 9 Abs. 3 
SebG – auch für die Festsetzung des kantonalen Gestaltungsplanes Gel-
tung hätten. Weil, unter Anderem, die Seilbahn nicht wettbewerbsfähig be-
trieben werden könne, lägen die Voraussetzungen für die Festsetzung des 
kantonalen Gestaltungsplans nicht vor. Dass dies bei der geforderten Inte-
ressenabwägung ausser Acht gelassen werde, sei nicht nachvollziehbar. 

Die Rüge einer mangelhaften Koordination wurde bereits mit Entscheid des 
Verwaltungsgerichts VB.2013.00722 vom 4. September 2014 geprüft und 
verworfen (VB.2013.00722 vom 4. September 2014, E. 5). Die Rüge ist da-
her nicht abweichend zu behandeln, zumal der Rekurs des Rekurrenten M. 
B. nicht auf die von der Baudirektion im Hinblick auf die zweite Festsetzung 
des Gestaltungsplans Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich durchgeführten Ver-
fahrenshandlungen Bezug nimmt. Was die rechtliche Beurteilung angeht, 
kann ohne weiteres auf die verwaltungsgerichtlichen Erwägungen im Ent-
scheid VB.2013.00722 vom 4. September 2014 (E. 5) verwiesen werden. In 
der Sache ist nicht ersichtlich, inwiefern der geltende Grundsatz der mate-
riellen Koordination verletzt sein könnte. Die blosse Tatsache, dass keine 
gleichzeitige Eröffnung der Entscheide im Gestaltungsplanverfahren einer-
seits und im PGV andererseits erfolgt ist, legt noch keine Verletzung des 
Koordinationsgebots nahe. Insoweit der Rekurrent die Frage der Wirtschaft-
lichkeit – in vollem Umfang – auch im vorliegenden Verfahren geprüft und 
beurteilt haben will, ist er auf die für beide Verfahren verschiedenen materi-
ellrechtlichen Bestimmungen zu verweisen. Über den Umweg der Koordi-
nation eine doppelte (volle) Beurteilung der Wirtschaftlichkeit zu fordern, 
geht nicht an, zumal diese gerade nicht raumplanungsrechtliche Voraus-
setzung für die Nutzungsplanung ist und zumal die Gefahr bestünde, dass 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 26 

sich widersprechende Entscheide ergäben. Dies ändert selbstverständlich 
nichts daran, dass – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – der Nutzwert 
der Seilbahn unter dem Gesichtspunkt des Bedarfs (öffentliches Interesse) 
abzuhandeln ist, welches Kriterium mit der Wirtschaftlichkeit in einem Zu-
sammenhang steht. Dass die kantonale Rechtsprechung in anderen Kan-
tonen, beispielsweise im Kanton Schwyz, Leitlinien für eine enger zu hand-
habende Koordination entwickelt habe, trifft nicht zu. Die entsprechende 
Praxis orientiert sich an der Praxis anderer Kantone, so auch derjenigen 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich (VGer SZ III 2017 177 vom 
18. Juli 2018, E. 4.3.1-4.4.3). Dass – andererseits – im Fall von (mit der 
Baubewilligung gemeinsam zu eröffnenden) Spezialbewilligungen eine 
bloss inhaltliche Abstimmung den Anforderungen von Art. 25a RPG grund-
sätzlich nicht genügt, kann vorliegend nicht relevant sein (VGer SZ III 2018 
171, E. 2.4.2). Eine zeitliche Koordination der Nutzungsplanung einerseits 
und des Baubewilligungsverfahrens (letzteres vorliegend in Gestalt des 
beim BAV hängigen PGV) andererseits kann nicht gefordert werden. So-
dann braucht mit Bezug auf einen Sondernutzungsplan, der wichtige Rah-
menbedingungen, nicht aber Details zur zukünftigen Gestaltung der Anlage 
enthält, nicht zwingend eine UVP auf der Stufe der Nutzungsplanung 
durchgeführt zu werden (VB.2013.00722 vom 4. September 2014, E. 6.4, 
mit weiteren Hinweisen). 

Die Rüge betreffend Koordination ist damit, in Nachachtung des verwal-
tungsgerichtlichen Entscheids im ersten Rechtsgang, unbegründet. 

4.4. 
Die Rekurrentin Stadt Dübendorf macht geltend, dass mit dem rekursge-
genständlichen Gestaltungsplan die Nutzungsplanung übersteuert werde, 
da die Bergstation in der Freihaltezone liege und für die strittigen Bauten 
und Anlagen ausserhalb des Baugebietes keine Notwendigkeit bestehe. 
Auch der Rekurrent M. B. verweist darauf, dass Art. 24 ff. RPG für die Be-
urteilung der Nutzung des Gebiets ausserhalb der Bauzonen massgeblich 
seien. Die entsprechenden Voraussetzungen (Erforderlichkeit des Stand-
orts ausserhalb der Bauzone; keine entgegenstehenden, überwiegenden 
öffentlichen Interessen) seien nicht erfüllt. Ein bloss besserer Anschluss an 
das Netz des öffentlichen Verkehrs (gemäss Art. 1 GPV) genüge raumpla-
nungsrechtlich (sowie gemäss den Festlegungen des kantonalen Richt-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 27 

plans Verkehr) für die Inanspruchnahme von Nichtbauzonen in keiner Wei-
se. 

Die Rüge, der Gestaltungsplan für die Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich stelle 
eine Umgehung von Art. 24 ff. RPG dar, wurde im Rechtsmittelverfahren 
gegen den am 27. Oktober 2011 festgesetzten Gestaltungsplan bereits be-
urteilt. Das Verwaltungsgericht verwies darauf, dass eine Schaffung einer 
Bauzone bzw. einer Spezialnutzungszone für ein konkretes Projekt nach 
der Rechtsprechung zulässig sei, wenn die Planungsmassnahme den Zie-
len und Grundsätzen der Nutzungsplanung gemäss RPG entspreche. Sei 
dies der Fall, so stelle die Planung keine Umgehung von Art. 24 ff. RPG 
dar, auch wenn eine Ausnahmebewilligung für das Bauvorhaben ausge-
schlossen wäre. Eine Umgehung von Art. 24 ff. RPG sei nur anzunehmen, 
wenn mit der fraglichen Planungsmassnahme eine unzulässige Kleinbau-
zone geschaffen würde oder wenn diese sonst auf einer sachlich nicht ver-
tretbaren Interessenabwägung beruhe. Für den Fall einer Sondernutzungs-
planung der Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich sei nicht massgeblich, ob die 
Seilbahn standortgebunden im Sinne von Art. 24 lit. a RPG sei. Eine Ver-
kehrserschliessung, welche Land ausserhalb der Bauzonen in Anspruch 
nehme, um einen Anschluss an den ÖV zu gewährleisten, sei nicht von 
vornherein ausgeschlossen. Massgebend sei einzig, ob der Gestaltungs-
plan sowie der akzessorisch zu überprüfende Richtplaneintrag dem Sinn 
und Zweck der Raumplanung entsprächen (VB.2013.00722 vom 4. Sep-
tember 2014, E. 9.1-9.2, mit Hinweisen). Dieser Rechtsauffassung ist ohne 
weiteres beizupflichten; im vorliegenden zweiten Rechtsgang ist dem nichts 
beizufügen. Zu prüfen verbleibt – indes erst im Rahmen der nachfolgend 
vorzunehmenden raumplanungsrechtlichen Interessenabwägung nach 
Massgabe der Vorschriften des RPG und der RPV –, ob das Projekt für ei-
ne Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich ein genügendes öffentliches Interesse für 
sich in Anspruch nehmen kann und ob eine (genügende) Standortgebun-
denheit für die Beanspruchung des ausserhalb der Bauzonen gelegenen 
Gebiets vorliegt. 

Die Rüge betreffend die Umgehung der Art. 24 ff. RPG erweist sich damit, 
ebenfalls in Nachachtung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids im ers-
ten Rechtsgang, als unbegründet. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 28 

4.5.1. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. kritisieren, die (horizontalen; auf die vertika-
le Linienführung ist nachfolgend einzugehen) Linienführungen der Seil-
bahn Stettbach-Zoo Zürich seien nur oberflächlich miteinander verglichen 
worden. Alle Wertungen seien zugunsten der direkten, kostengünstigsten 
Varianten ausgefallen. Die betroffene Bevölkerung in Stettbach und 
Im Klösterli sowie das Naherholungsgebiet von Zürich-Nord hätten, wenn 
überhaupt, eine geringe Gewichtung gehabt. Die Rekursgegnerin [recte: 
Projektverfasserin Zoo Seilbahn AG] habe das Projekt Variante 3 als "Best-
variante" eingereicht. Dies möge aus Sicht der Rekursgegnerin [recte: Pro-
jektverfasserin Zoo Seilbahn AG] zutreffen, sei diese Variante doch der 
schnellste und billigste Weg, eine Seilbahn zum Zoo zu bauen. Überdies 
sei die Umsteigesituation und die Beförderungskapazität (Fahrzeit) sowie 
der Attraktionswert mit der hohen Seilführung über die Landschaft für die 
Zoo Seilbahn AG tatsächlich optimal. Für die Bevölkerung bzw. die Natur, 
den Wald, das Sagentobel, mithin das Erholungs- und Freizeitgebiet, sei 
diese Lösung aber die schlechteste und aus Sicht der Anwohner die gröss-
te Belastung. Diese Varianten würden alle nahe an Häusern vorbeiführen, 
teilweise sogar über Wohnhäuser. Die Bergstation sei ganz in der Nähe der 
Häuser des Quartiers Im Klösterli. Der Reiz und der Charme des ländlichen 
Weilers Stettbach und des unter Heimatschutz stehenden Quartiers Im 
Klösterli würden zerstört. 

4.5.2. 
Das Verwaltungsgericht hielt im Entscheid VB.2013.00722 vom 4. Septem-
ber 2014 – auf entsprechende Rügen betreffend die Wahl der horizontalen 
Linienführung der Seilbahn, welche vor allem aufgrund des Kostenfaktors 
erfolgt sei – fest, dass dem – damaligen – erläuternden Bericht gemäss 
Art. 47 RPV sowie der Verfügung der Baudirektion vom 27. Oktober 2011 
zur horizontalen Linienführung Folgendes zu entnehmen gewesen sei: Im 
Rahmen des Vorprojekts hätten in einem umfassenden Evaluationsverfah-
ren (Nutzwertanalyse) zwei Varianten die höchste Nutzwertzahl erreicht, 
wobei die projektierte Variante (Nr. 3) unter Einbezug der Erstellungs- und 
Betriebskosten die deutlich höchste Nutzwertzahl pro Kosteneinheit erreicht 
habe. Dem Bericht zum Vorprojekt bzw. dessen Anhang A6-9 lasse sich 
entnehmen, dass ein Grobvergleich zwischen den sechs ins Auge gefass-
ten Varianten der Linienführung vorgenommen worden sei, bei der die Kri-
terien (aufgeschlüsselt in Unterkriterien) Umweltaspekte (Gewichtung: 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 29 

35 %), Standort der Tal- und Bergstation, Realisierbarkeit, Fahrgastattrakti-
vität und Technik berücksichtigt worden seien. Das Kriterium der Realisier-
barkeit (Gewichtung: 20 %) habe unter anderem die Einhaltung planeri-
scher Vorgaben umfasst, wobei bei der Wahl der horizontalen Linienfüh-
rung auch die Aspekte des Umweltschutzes und der Raumplanung beach-
tet worden seien. Die zweitplatzierte Variante (Nr. 1), so das Verwaltungs-
gericht, hätte zwar einen grösseren Abstand zum Weiler Stettbach einge-
halten und keine Eingriffe in das überkommunale Schutzgebiet Sagentobel 
zur Folge gehabt, jedoch das überkommunale Schutzgebiet Kiesgrube 
Stettbach stärker beeinträchtigt. Mit Bezug auf die Prägung des Land-
schaftsbildes hätten sich die Varianten nicht wesentlich voneinander unter-
schieden. Wenn unter diesen Umständen die Kosten in die Abwägung ein-
bezogen worden seien, habe dies vertretbar erschienen. Im Gestaltungs-
planverfahren habe auf die erneute nähere Prüfung von Varianten verzich-
tet werden dürfen (zum Ganzen VB.2013.00722 vom 4. September 2014, 
E. 11.2.7). 

4.5.3. 
Auf diesen Feststellungen punkto horizontaler Linienführung beruht denn 
auch die rekursgegenständliche Gestaltungsplanung. Der dieser zugrunde-
liegende Bericht nach Art. 47 RPV fasst nochmals die Ergebnisse der Eva-
luation der horizontalen Linienführung zusammen. Untersucht worden seien 
sechs sowohl gestreckte als auch geknickte Linienführungsvarianten; aus 
wirtschaftlichen Gründen nicht jedoch Linienführungen mit mehr als einer 
Knickstelle (Umlenkstation). Die Bestvariante (Variante 3) sei aus einem 
umfassenden Evaluationsverfahren (erwähnte Nutzwertanalyse) unter Be-
teiligung aller massgebender Fachstellen und der Stadt Dübendorf hervor-
gegangen. Dabei hätten die Varianten 1 (Knickvariante Gfeller-Gut) und 3 
die höchste Nutzwertzahl erreicht; unter Berücksichtigung der Erstellungs-
kosten habe schliesslich die Variante 3 den höchsten Nutzwert erzielt. 

Die bereits der Verfügung der Baudirektion vom 27. Oktober 2011 zugrun-
deliegenden Abklärungen überzeugen ohne weiteres und haben inhaltlich 
nach wie vor Gültigkeit. Von der verwaltungsgerichtlichen Beurteilung im 
Entscheid VB.2013.00722 vom 4. September 2014 ist daher nicht abzuwei-
chen. Die Wahl der Kriterien gemäss Anhang A6-9 des Vorprojekts über-
zeugt; Umweltaspekten (Gewichtung: 35 %) wurde in der Abwägung das 
nötige Gewicht zuerkannt. Punkto Linienführung lässt sich aufgrund den im 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 30 

Anhang 6-2 des Vorprojekts aufgeführten Linienführungsalternativen nicht 
darauf schliessen, dass die nun projektierte Streckenführung (Nr. 3) zu Un-
recht gewählt worden wäre. Grundsätzlich ist vor allem den – für das Sa-
gentobel möglicherweise schonenderen – Knickvarianten eigen, dass die 
Streckenführung länger und damit die Beeinträchtigung von Natur und 
Landschaft oder auch der Anwohnerschaft (bspw. im Weiler Stettbach) hö-
her wäre. Die einzige ebenfalls direkte Linienführung (Nr. 2) würde das Sa-
gentobel gerade in dessen Eingangsbereich markant überspannen. Inso-
weit kann nicht darauf geschlossen werden, dass keine sachliche Evaluati-
on durchgeführt worden wäre. 

4.5.4. 
Die Rüge betreffend die horizontale Linienführung erweist sich mit Blick auf 
die bereits mit VB.2013.00722 vom 4. September 2014 vorgenommene Be-
urteilung und in der Sache selbst als unbegründet. 

4.6.1. 
In Anlehnung an den ersten Rechtsgang wird vom Rekurrenten M. B. im 
Rekurs des Weiteren geltend gemacht, es sei entgegen der vom Verwal-
tungsgericht mit Entscheid VB.2013.00722 vom 4. September 2014 defi-
nierten Mindestanforderung keine Bestimmung in den Gestaltungsplan auf-
genommen worden, wonach der Sicherheitszonenplan des Flughafens Zü-
rich eingehalten werden müsse. 

4.6.2. 
Das Verwaltungsgericht statuierte im ersten Rechtgang – wie erwähnt – die 
Auflage, den Plan der Flughafenhalterin zu den vorgesehenen Ergänzun-
gen des Sicherheitszonenplans sowie eine Stellungnahme des BAZL zur 
Bewilligung der allfälligen Durchstossung der Sicherheitszone (und gege-
benenfalls der Anpassung des Gestaltungsplans) beizuziehen oder – alter-
nativ – eine entsprechende Auflage durch die Baudirektion statuieren zu 
lassen. 

4.6.3. 
Die Baudirektion verweist darauf, dass die Höhenbeschränkungen des Si-
cherheitszonenplans des Flughafens Zürich nicht tangiert würden. Die Zoo 
Seilbahn AG führt an, die projektierte Seilbahn liege im Bereich der festge-
legten Sicherheitszonen für den Anflug auf Piste 34 des Flughafens Zürich 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 31 

(Südanflug). Die projektierten Stützenhöhen seien anfangs 2017 durch den 
Zonenschutz (kantonale Meldestelle für Luftfahrthindernisse) geprüft und 
von diesem als korrekt befunden worden. Im entsprechenden Auszug aus 
dem Sicherheitszonenplan vom 27. Januar 2017 habe der Zonenschutz für 
jede Stütze die Koordinaten angegeben und den entsprechenden Abstand 
zur Sicherheitszone. Da jede Stütze einen Abstand zur Sicherheitszone 
aufweise, komme keine von ihnen in die unzulässige Zone zu liegen, was 
der Zonenschutz mit E-Mail vom 27. Januar 2017 bestätigt habe. 

4.6.4. 
Der im Recht liegende Auszug der Abstände zur Sicherheitszone weist für 
die (diesbezüglich relevanten) Stützen 5, 6, 7 und 8 Abstände von 47,10 m, 
9 m, 3 m und 0,6 m auf; die weiteren bergseitigen Stützen 9-11 liegen aus-
serhalb der Sicherheitszone. Eine Tangierung der freizuhaltenden Bereiche 
des Luftraums kann mithin ausgeschlossen werden, was von der kantona-
len Meldestelle Luftfahrthindernisse zuhanden der Zoo Seilbahn AG ent-
sprechend bestätigt wurde. Diese Sachdarstellung zog der Rekurrent M. B. 
replicando denn auch nicht weiter in Zweifel. Eine Durchstossung der Si-
cherheitszone, welche vom BAZL zu bewilligen wäre, liegt beim rekursge-
genständlichen Projekt demgemäss offenkundig nicht (mehr) vor. Daraus 
folgt, dass die Statuierung einer entsprechenden Auflage oder die Beibrin-
gung einer Stellungnahme des BAZL betreffend das in der Sache modifi-
zierte Projekt materiell nicht mehr erforderlich ist.  

4.6.5. 
Die Rüge betreffend den Plan der Flughafenhalterin zu den vorgesehenen 
Ergänzungen des Sicherheitszonenplans erweist sich als unbegründet. 

5.1. 
Der Rekurrent M. B. macht sodann – ebenfalls unter Bezugnahme auf die 
Auflagen gemäss dem verwaltungsgerichtlichen Entscheid – geltend, dass 
betreffend das Seilbahnprojekt, zumal es die im Bundesinventar der schüt-
zenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) ver-
zeichneten Siedlungen Mattenhof und Im Klösterli und damit eine Bundes-
aufgabe betreffe, die Eidgenössische Kommission für den Natur- und Hei-
matschutz (ENHK) zuhanden der Entscheidbehörde ein Gutachten zu ver-
fassen habe (Art. 7 Abs. 2 NHG). Ein solches liege jedoch nicht vor, wes-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 32 

halb der Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden sei. Ein Bericht des 
behördenabhängigen BAK genüge nicht. 

5.2. 
Die Baudirektion führt an, dass die aus Gründen der hinreichenden Koordi-
nation zwingend einzuholende Stellungnahme des BAK – mit Datum vom 
28. September 2018 – vorliege, und verweist zudem auf die Stellungnahme 
der NHK vom 4. Juli 2018. Analog liess sich auch die Zoo Seilbahn AG 
vernehmen. Zudem verwies sie darauf, dass die Seilbahn die entsprechen-
den Gebiete nicht überfahre, sondern durchwegs ausserhalb der Bauzonen 
verlaufe. 

5.3. 
Ist für die Erfüllung einer Bundesaufgabe der Bund zuständig, so beurteilt je 
nach Zuständigkeit das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das BAK oder das 
Bundesamt für Strassen (ASTRA), ob ein Gutachten durch eine Kommissi-
on nach Art. 25 Abs. 1 NHG erforderlich ist. Ist der Kanton zuständig, so 
obliegt diese Beurteilung der kantonalen Fachstelle nach Art. 25 Abs. 2 
NHG (Art. 7 Abs. 1 NHG). Kann bei der Erfüllung der Bundesaufgabe ein 
Objekt, das in einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt ist, 
erheblich beeinträchtigt werden oder stellen sich in diesem Zusammenhang 
grundsätzliche Fragen, so verfasst die Kommission zuhanden der Ent-
scheidbehörde ein Gutachten. Die Kommission gibt darin an, ob das Objekt 
ungeschmälert zu erhalten oder wie es zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 NHG). 
Eine Kommission kann sodann in wichtigen Fällen von sich aus in jedem 
Stadium des Verfahrens ihr Gutachten über die Schonung oder unge-
schmälerte Erhaltung von Objekten abgeben. Sie tut dies jedoch so früh 
wie möglich. Auf Verlangen sind ihr alle erforderlichen Unterlagen zur Ver-
fügung zu stellen (Art. 8 NHG). 

Art. 7 NHG ist damit keine blosse Ordnungsvorschrift. Könnte bei Erfüllung 
einer Bundesaufgabe der natürliche und kulturelle Wert eines Objektes be-
einträchtigt werden – könnte also gerade das geschädigt werden, was die 
Objekte einzigartig oder typisch macht, weshalb ihnen nationale Bedeutung 
und verstärkter Schutz zuerkannt wurde – dann ist ein Gutachten zu erstel-
len, und zwar unabhängig davon, ob ein "Abweichen von der ungeschmä-
lerten Erhaltung" (Art. 6 Abs. 2 NHG) droht oder nicht. Gemäss Botschaft 
zum revidierten Art. 7 NHG fällt dabei die Beurteilung bzw. Begutachtung 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 33 

der Routinegeschäfte in die Zuständigkeit der Fachstelle. Die Botschaft 
führt hierzu aus, dass eine Begutachtung durch die Kommission nur noch 
bei Vorhaben erfolge, die einen massgeblichen Eingriff in das Inventarob-
jekt befürchten liessen oder die natur- und landschaftsschützerische Grund-
satzfragen aufwürfen. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Eingriffen in 
Form von (1) Veränderungen (am Inventarobjekt), welche keine Schutzziele 
tangieren, (2) Eingriffen in Form von Beeinträchtigungen ohne Abweichen 
von der ungeschmälerten Erhaltung und (3) Eingriffen in Form von Beein-
trächtigungen mit Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung. Ziel der 
Regelung ist es, dass die Bundesämter (BAFU, BAK und ASTRA; bzw. al-
lenfalls zuständige kantonale Fachstellen) im Rahmen ihrer Mitwirkung be-
urteilen können, ob nach Massgabe von Art. 7 NHG ein Gutachten der zu-
ständigen Fachkommission des Bundes (ENHK, EKD) notwendig ist (zum 
Ganzen Leimbacher, in: Kommentar NHG, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 
2019, Art. 6 Rz. 12 ff. und Art. 7 Rz. 5 ff.),  

5.4. 
Nach Kenntnisnahme des rekursgegenständlichen Projekts äusserte sich 
das BAK zuhanden der Baudirektion – unter Hinweis auf die frühere Stel-
lungnahme vom 23. Juni 2017 und die Stellungnahme der NHK vom 4. Juli 
2018 – wie folgt: Das Vorhaben stehe in keinem wesentlichen Konflikt mit 
den im ISOS für den Ortsbildteil Im Klösterli stipulierten Erhaltungszielen. 
Auch erachtet das BAK das für die Bergstation notwendige Bauvolumen im 
Kontext der weiteren grossmassstäblichen Bauten auf dem Sportgelände 
als grundsätzlich akzeptable Ergänzung des Baubestandes in der Umge-
bungszone XIV (Sportgelände Fluntern). 

5.5. 
Wenngleich im Sinne der vorerwähnten Rechtsgrundlagen die Frage nach 
der Notwendigkeit einer Begutachtung durch die ENHK in der Substanz ei-
ner materiellen Beurteilung zu unterziehen ist, erscheint die vorliegende 
Stellungnahme des BAK inhaltlich schlüssig. Eine direkte Veränderung an 
den Schutzobjekten (Siedlungen Mattenhof und Im Klösterli) findet durch 
die projektierte Seilbahn nicht statt. Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern 
durch die benachbarte Realisierung des Seilbahntrassees von der unge-
schmälerten Erhaltung der Objekte abgewichen würde. In der unmittelbaren 
Umgebung der Siedlung Im Klösterli finden sich bereits andere grossmass-
stäbliche Bauten bzw. Anlagen (Masoalahalle, Sportanlagen, FIFA-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 34 

Hauptsitz). Die Siedlung Mattenhof befindet sich ohnehin am Rand des 
Siedlungsgebiets in Stettbach. Den ISOS-Inventareintrag daselbst bzw. die 
darin statuierten Erhaltungsziele ruft der Rekurrent M. B. nicht an. Eine – 
nachgerade – Verletzung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen 
durch das BAK im Rahmen seiner Beurteilung der Notwendigkeit einer Be-
gutachtung durch die ENHK ist nicht ersichtlich. 

5.6. 
Die Rüge der fehlenden Begutachtung durch die ENHK ist unbegründet. Da 
der Rekurrent M. B. keine Zweifel an der Stellungnahme des BAK vom 
4. Juli 2018 zu erwecken vermag, entfällt die Einholung eines Gutachtens 
der ENHK auch im vorliegenden Rechtsmittelverfahren. 

6. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. bemängeln eine mangelhafte Aussteckung 
der Seilbahn, welche nicht den gesetzlichen Anforderungen von Art. 13 
SebV bzw. von § 311 PBG entspreche.  

Im Rahmen von Gestaltungsplänen werden gemäss § 83 PBG für ein be-
stimmtes Gebiet die Zahl, Lage, äussere Abmessungen sowie die Nutzwei-
se und Zweckbestimmung von Bauten bindend festgelegt. Obwohl äussere 
Abmessungen festgelegt werden, werden hierfür keine Bauprofile verlangt. 
Eine Aussteckung erfolgt erst im Rahmen des nachfolgenden Baubewilli-
gungsverfahrens (Carmen Walker Späh, Aussteckung – Hilfsmittel zur Vi-
sualisierung von Bauprojekten, PBG aktuell 4/2010, S. 8). Hinzu kommt, 
dass, selbst wenn eine Aussteckung als notwendig erachtet und zu Unrecht 
unterlassen worden wäre, deren Fehlen von den Rekurrierenden G. A. et 
al. nicht erfolgreich gerügt werden könnte. Dies, weil die Rekurrierenden G. 
A. et al. offenkundig in der Lage waren, sich über den Gestaltungsplan und 
seine Auswirkungen zu informieren und ihre Rechte und Interessen zu 
wahren, sodass der vorliegende Rekurs ergriffen werden konnte (BRGE III 
Nr. 0063/2017 vom 3. Mai 2017, E. 4.2; bestätigt mit VB.2017.00371 vom 
21. Dezember 2017, E. 6.2, mit weiteren Hinweisen). 

Umso mehr erweist sich eine besondere Aussteckung im vorliegenden nut-
zungsplanerischen Verfahren als obsolet. Die Vorschrift von Art. 13 SebV 
bezieht sich klarerweise auf das vom BAV durchzuführende PGV. Eine ge-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 35 

sonderte Aussteckung im Gestaltungsplanverfahren ergäbe mithin keinen 
Sinn. 

Die Rüge betreffend Aussteckung ist unbegründet. 

7.1. 
Die Rekurrent M. B. führt an, für die Inanspruchnahme des Gewässerraums 
müssten Ausnahmebewilligungen in Anspruch genommen werden. Unzu-
lässigerweise sei darauf verzichtet worden, den Gewässerraum bereits ak-
tuell – im Zeitpunkt der Gestaltungsplanung – festzulegen. 

7.2. 
Die Zoo Seilbahn AG hält dem entgegen, für die Inanspruchnahme des 
Gewässerraums sei keine Ausnahmebewilligung nötig, da die Stationen 
und Stützen ausserhalb des Gewässerraums zu liegen kämen. Lediglich 
die Stütze 3 liege innerhalb des provisorischen Uferstreifens. Die Standort-
gebundenheit dieser Stütze 3 sei durch das Amt für Wasser, Energie und 
Luft (AWEL) geprüft und bestätigt worden. 

7.3. 
Die Baudirektion hält unter Ziffer 3.3.5 des erläuternden Berichts nach 
Art. 47 RPV fest, dass zum Zeitpunkt der Berichterstellung der Gewässer-
raum in den Standortgemeinden Dübendorf und Zürich noch nicht festge-
legt worden sei. Bis zur Festlegung des Gewässerraums nach Art. 41 der 
Gewässerschutzverordnung (GSchV) komme eine Übergangsbestimmung 
zur Anwendung, welche auf beiden Gewässerseiten einen Uferstreifen fest-
lege. Stationen und Stützen seien grundsätzlich so angeordnet worden, 
dass diese ausserhalb des Gewässerraums (bzw. Uferstreifens) zu liegen 
kämen. Im Bereich der ÖV-Plattform Stettbach sei der Sagentobelbach 
eingedolt und die Stütze 3 liege innerhalb des provisorischen Uferstreifens. 
Das Projekt Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich sei standortgebunden (Sicher-
heitsabstände zu Fahrleitungen). Die Stütze komme sodann auf der bereits 
bebauten Fläche der ÖV-Plattform Stettbach zu liegen und nicht im angren-
zenden Landwirtschaftsland. Stütze 1-3 sowie die Talstation würden eine 
abgeschlossene Einheit bilden und sich ideal in die bestehende 
ÖV-Plattform einfügen. Auch die Baudirektion verweist bezüglich des 
Standorts der Stütze 3 auf die Prüfung des AWEL. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 36 

7.4. 
Art. 41a GschV sieht vor, dass die Breite des Gewässerraums für Fliess-
gewässer mit einer Gerinnesohle von weniger als 2 m natürlicher Breite 
11 m und bei einer Gerinnesohle von 2-15 m natürlicher Breite die 
2,5-fache Breite der Gerinnesohle plus 7 m betragen muss (Abs. 2). Die so 
berechnete Breite des Gewässerraums muss erhöht werden, soweit dies 
zur Gewährleistung des Schutzes vor Hochwasser, des für eine Revitalisie-
rung erforderlichen Raumes, der Schutzziele besonders geschützter Natur-
schutzgebiete gemäss Abs. 1 sowie anderer Interessen des Natur- und 
Landschaftsschutzes oder einer Gewässernutzung erforderlich ist (Abs. 3). 
Soweit der Hochwasserschutz gewährleistet ist, kann die Breite des Ge-
wässerraums angepasst werden, mithin beispielsweise an die baulichen 
Gegebenheiten in dicht überbauten Gebieten oder an die topografischen 
Verhältnisse in Gewässerabschnitten (Abs. 4). Gemäss Abs. 5 kann auf die 
Festlegung des Gewässerraums – unter anderem – verzichtet werden, so-
fern das Gewässer eingedolt ist. 

Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung der GSchV vom 
4. Mai 2011 legen die Kantone den Gewässerraum gemäss den Art. 41a 
und 41b GschV bis zum 31. Dezember 2018 fest. Solange sie den Gewäs-
serraum nicht festgelegt haben, gelten die Vorschriften für Anlagen nach 
Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV entlang von Gewässern auf einem beidseiti-
gen Streifen mit einer Breite von – bei Fliessgewässern mit einer Gerinne-
sohle bis 12 m Breite – 8 m plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle. 

7.5. 
Das für die Stütze 3 ausgeschiedene Baufeld B4 ist gemäss Detailplan 
Teilgebiete/Baufelder (Massstab 1:500) gegenüber der (künstlichen) Gerin-
nesohle des an dieser Stelle eingedolten Sagentobelbachs 2 m entfernt. 
Der Baubereich befindet sich sodann auf dem ca. 6,5-11 m breiten Trottoir-
bereich der Dübendorfstrasse, welcher seinerseits konstruktiv Teil der 
ÖV-Plattform Stettbach ist. 

7.6. 
Wie erwähnt waren die Kantone gemäss den Übergangsbestimmungen zur 
Änderung der GSchV vom 4. Mai 2011 gehalten, den Gewässerraum ge-
mäss den Art. 41a und 41b GschV festzulegen. Diese Ausscheidung war 
im Zeitpunkt der Festsetzung des rekursgegenständlichen Gestaltungs-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 37 

plans durch die Baudirektion am 26. April 2019 mit Bezug auf den Sagen-
tobelbach noch nicht vorgenommen worden. Gemäss den Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung der GeschV vom 4. Mai 2011 gelangen damit 
vorliegend die Bestimmungen von Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV zur An-
wendung. Art. 41c Abs. 1 GSchV schreibt vor, dass im Gewässerraum nur 
standortgebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- 
und Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brücken erstellt werden dürfen. 
Sofern keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, sieht Art. 41c 
Abs. 2 GSchV die Möglichkeit vor, in dicht überbauten Gebieten zonenkon-
forme Anlagen sowie ausserhalb dicht überbauter Gebiete zonenkonforme 
Anlagen auf einzelnen unüberbauten Parzellen innerhalb einer Reihe von 
mehreren überbauten Parzellen zu bewilligen. 

Daraus folgt, dass weder aufgrund der fehlenden Festsetzung des Gewäs-
serraums des Sagentobelbachs noch aufgrund der kraft der Übergangsbe-
stimmungen vom 4. Mai 2011 in einem 8 m breiten Bereich von der Gerin-
nesohle direkt anwendbaren Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV im betroffenen 
(Schutz-)Bereich auf ein absolutes Bauverbot geschlossen werden kann. 
Der übergangsrechtliche Gewässerraum soll gewährleisten, dass im Zeit-
raum nach dem Inkrafttreten der Verordnung bis zur definitiven Festlegung 
des Gewässerraums keine unerwünschten neuen Anlagen errichtet wer-
den. Ihm kommt insoweit die Funktion einer Planungszone zu. Die Erteilung 
einer Ausnahmebewilligung nach Art. 41c Abs. 1 GSchV darf daher die 
künftige Gewässerraum- und Revitalisierungsplanung nicht erschweren und 
ihr (soweit sie bereits konkretisiert ist) nicht widersprechen (BGE 140 II 
437, E. 6.2). 

Bei der Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich handelt es sich, was im Weiteren 
nachfolgend zu prüfen ist, um ein typisches Beispiel einer im öffentlichen 
Interesse liegenden, standortgebundenen Verkehrsanlage, welche Art. 41c 
Abs. 1 GSchV bereits grundsätzlich von Restriktionen ausnimmt. Dies gilt 
sowohl für den Standort der Stütze 3 als auch für die weiteren – vom Seil-
bahntrasse lediglich in grosser Höhe überfahrenen – Gebiete des Schutz-
bereichs des Sagentobelbachs. Eine negative Präjudizierung des künftigen 
Gewässerraums des Sagentobelbachs kann ausgeschlossen werden. Der 
Standort der Stütze 3 auf der ÖV-Plattform Stettbach ist bereits heute Teil 
eines rege genützten Verkehrsknotenpunkts mit zahlreichen anderen, im 
grossen öffentlichen Interesse liegenden Verkehrsanlagen. Eine Renaturie-

 

 

R1S.2019.05058 Seite 38 

rung des Sagentobelbachs in diesem Bereich ist offenkundig ausgeschlos-
sen. Bemerkungsweise ist sodann festzuhalten, dass bereits das Gesetz an 
sich (bzw. die GSchV) solche Anlagen von einer besonderen Bewilligung 
ausnimmt, weshalb für die Inanspruchnahme des übergangsrechtlichen 
Schutzbereichs – zumal im Stadium des nutzungsplanerischen Verfah-
rens – keine gesonderte und separat anfechtbare Verfügung erforderlich 
ist. 

7.7. 
Die Rüge betreffend die Beanspruchung des Gewässerraums ist unbe-
gründet. 

8.1. 
Die Rekurrierenden G. A. et al. führen weiter an, der Eintrag der Seilbahn 
Stettbach-Zoo Zürich im kantonalen Verkehrsrichtplan sei nichtig, weil bei 
dessen Erlass das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Wie jeder Richt-
plan müsse auch der Verkehrsrichtplan öffentlich aufgelegt werden. Dies 
sei zwar geschehen. Weil die Seilbahn bei der öffentlichen Auflage im 
Richtplan nicht enthalten gewesen sei, habe in diesem Zeitpunkt niemand 
mit dem Projekt gerechnet bzw. rechnen müssen. Aus diesem Grund habe 
die Stadt Dübendorf auf einen Rekurs gegen den Verkehrsrichtplan ver-
zichtet. Als die Rekursfrist abgelaufen sei, habe der Zoo dem Kantonsrat 
die Eintragung beantragt. Die vorberatende Kommission habe dann ent-
schieden, die Seilbahn in den Richtplan aufzunehmen und auf eine Neuauf-
lage mit Rekursfrist zu verzichten, mit der Begründung, der nachträgliche 
Eintrag verhalte sich zum gesamten Inhalt marginal, weshalb es keine 
Neuauflage brauche. Bei der Abstimmung des Kantonsrats sei es sodann 
um den gesamten Richtplan gegangen, welchen die politischen Parteien 
nicht auf Spiel hätten setzen wollten. Die Stadt Dübendorf habe darum nie 
gegen den Richtplaneintrag opponieren können, weil sie dazu keine Gele-
genheit bekommen habe. Damit sei das rechtliche Gehör verweigert wor-
den. Der Eintrag sei nichtig. 

8.2. 
Eine Verfügung – und damit auch ein anderweitiger Rechtsakt – ist nach 
der Rechtsprechung nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders 
schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und zudem 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 39 

die Rechtssicherheit dadurch nicht ernsthaft gefährdet wird. Die Nichtigkeit 
kann grundsätzlich von jeder Behörde in jedem Verfahren – indes aus-
serhalb der ordentlichen Rechtsmittelverfahren bloss vorfrageweise – fest-
gestellt werden. 

Beispielhaft ist eine Zonenplanänderung dann nichtig, wenn sie in Missach-
tung der vom Bundesrecht zwingend festgelegten und im kantonalen Recht 
verankerten Voraussetzungen und Garantien – ohne Veröffentlichung und 
folglich ohne Möglichkeit der Anfechtung – vorgenommen wurde. Die Ver-
weigerung des rechtlichen Gehörs allein zieht indes nicht ohne Weiteres 
die Nichtigkeit einer Verfügung (bzw. eines Rechtsakts) nach sich (zum 
Ganzen Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 1098 ff., mit Hinweisen). 

8.3. 
Eine – allfällige – Nichtigkeit des kantonalen Richtplans Verkehr (in der 
Fassung vom 26. März 2007) war im Rahmen der Anfechtung des mit Ver-
fügung vom 27. Oktober 2011 festgesetzten und mit Entscheid 
VB.2013.00722 vom 4. September 2014 beurteilten Gestaltungsplans nicht 
Gegenstand (vgl. VB.2013.00722 vom 4. September 2014, E. 11). Ange-
sichts der jederzeitigen vorfrageweisen Überprüfbarkeit der Nichtigkeit ei-
nes Rechtsakts ist dennoch auf die Ausführungen der Rekurrierenden G. A. 
et al. einzugehen. Zunächst ist festzuhalten, dass die Rekurrierenden G. A. 
et al. in der Substanz im Wesentlichen vorbringen, es seien ‒ zufolge feh-
lender öffentlicher Auflage des Richtplaneintrags Seilbahn Stettbach-
Zoo Zürich – Mitwirkungsrechte der ebenfalls rekurrierenden Stadt Düben-
dorf verletzt worden (vgl. § 7 PBG). Eine Verletzung derselben ‒ bzw. eine 
damit begründete Nichtigkeit – wird von der Stadt Dübendorf vorliegend 
nicht geltend gemacht. Demgemäss berufen sich die Rekurrierenden G. A. 
et. al. nicht auf eigene, sondern – in grundsätzlich unzulässiger Weise – auf 
Drittinteressen. Materiell schliesst der Verzicht auf eine öffentliche Auflage 
des kantonalen Richtplans Verkehr, wie auch die Rekurrierenden G. A. et 
al. konzedieren, dessen Anfechtung durch die Stadt Dübendorf nicht aus. 
Darauf hinzuwiesen ist ferner, dass der kantonale Richtplan Verkehr seit 
dem ursprünglichen Eintrag der Seilbahn im Jahr 2007 im Jahr 2014 erneut 
revidiert wurde, wobei eine leichte Anpassung des Richtplaneintrags erfolg-
te, sodass seitens der Stadt Dübendorf erneut ein Rechtsmittel hätte ergrif-
fen werden können. Eine Gehörsverletzung liegt offenkundig nicht vor. 

 

 

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Kommt hinzu, dass eine allfällige Verletzung von § 7 PBG wohl ein wichti-
ges Mitwirkungsinstrument (Mitwirkung der nach- und nebengeordneten 
Planungsträger) beträfe, aber allein auf dieser Grundlage noch kein 
schwerwiegender Verfahrensfehler zu bejahen wäre. Die Festsetzung des 
Richtplaneintrags erfolgte ohne weiteres in dem dafür vorgesehenen Ver-
fahren durch die dafür zuständige Instanz (Kantonsrat). Die Annahme der 
Nichtigkeit des Richtplaneintrags geht daher von vornherein fehl. 

8.4. 
Die Rüge betreffend Nichtigkeit des Richtplaneintrags der Seilbahn Stett-
bach-Zoo Zürich ist unbegründet. 

9.1. 
Die Rekurrierenden H. verweisen auf die Bestimmung von Art. 38a Abs. 5 
RPG sowie den Anhang zur RPV, wonach die Ausscheidung neuer Bauzo-
nen im Kanton Zürich unzulässig sei, solange der betreffende Kanton nicht 
über einen angemessenen Mehrwertausgleich nach den Anforderungen 
von Art. 5 RPG verfüge. Beim Erlass eines Gestaltungsplans handle es 
sich um die Ausscheidung einer neuen Bauzone. 

9.2. 
Gemäss Art. 38a Abs. 4 RPG regeln die Kantone innert fünf Jahren nach 
Inkrafttreten der Änderung vom 15. Juni 2012 den angemessenen Aus-
gleich für erhebliche Vor- und Nachteile nach den Anforderungen von Art. 5 
RPG (Mehrwertausgleich). Das kantonale Recht hat diesbezüglich einen 
angemessenen Ausgleich für erhebliche Vor- und Nachteile, die durch Pla-
nungen nach dem RPG entstehen, vorzusehen; Planungsvorteile sind mit 
einem Satz von mindestens 20 Prozent auszugleichen (Art. 5 Abs. 1 und 
Abs. 1bis RPG). 

Dergestalt sieht das zürcherische Recht aktuell (noch) nicht vor. Das In-
krafttreten des kantonalen Mehrwertausgleichsgesetzes samt zugehöriger 
Mehrwertausgleichsverordnung ist nicht vor dem 1. Januar 2021 zu erwar-
ten. Der Bundesrat hat den Kanton Zürich mit Beschluss vom 10. April 
2019 gestützt auf Art. 52a Abs. 5 RPV in die Liste der Kantone aufgenom-
men, für welche ab dem 1. Mai 2019 ein Einzonungsverbot gilt. Seit dem 
1. Juni 2020 figuriert nur noch der Kanton Zürich auf dieser Liste. 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 41 

9.3. 
Die soeben wiedergegebenen Übergangsbestimmungen sind zwar – zu-
nächst – im Rekursverfahren auch auf solche (nutzungsplanerischen) Fest-
setzungen anwendbar, welche am 1. Mai 2019 bereits festgesetzt worden 
sind (vorliegend: fünf Tage vor Inkrafttreten des Moratoriums; am 26. April 
2019). Dies, weil die entsprechenden Regelungen – im zitierten Beispiel 
das Moratorium gemäss Art. 38a Abs. 2 RPG – einem wichtigen öffentli-
chen Interesse entsprechen, sodass die Umsetzung unverzüglich zu erfol-
gen hat, zumal die Rekursinstanz über volle Kognition verfügt (BGE 141 II 
393, E. 2). Dasselbe hat analog für das vorliegend zu beurteilende Morato-
rium gemäss Art. 38a Abs. 5 RPG zu gelten. 

Zu klären ist indes, ob das Moratorium gemäss Art. 38a Abs. 5 RPG auf die 
vorliegende Ausscheidung eines kantonalen Gestaltungsplans im Sinne 
von § 84 Abs. 2 PBG sachlich anwendbar ist. Die Baudirektion verweist in 
ihrem Rundschreiben an die politischen Gemeinden im Kanton Zürich vom 
18. April 2019 darauf, dass unter einer Einzonung im Sinne von Art. 38a 
Abs. 5 RPG die Zuweisung von Land aus einer Nichtbauzone in eine 
Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG (§ 48 Abs. 2 PBG) oder die Festset-
zung einer Spezialzone nach Art. 18 RPG, soweit in dieser Zone grössere 
Baumöglichkeiten für nicht standortgebundene Nutzungen zugelassen wer-
den, zu verstehen sei. Dies treffe etwa dann zu, wenn in diesen Zonen 
neue Hauptbauten erstellt werden dürfen, die dem Wohnen oder gewerbli-
chen Zwecken dienen. Gleich zu behandeln seien auch die projektbezoge-
nen Sondernutzungsplanungen (kommunale oder kantonale Gestaltungs-
pläne nach § 83 ff. PBG), mit denen die Rahmenbedingungen für nach 
RPG ausserhalb der Bauzonen zulässige Vorhaben erlassen werden sol-
len. Ausnahmen sind – im Wesentlichen – vorgesehen bei der Ausschei-
dung von Freihalte- und Erholungszonen nach § 61 ff. PBG, bei der Aus-
scheidung von Reservezonen nach § 65 PBG und bei der Ausscheidung 
von Zonen für öffentliche Bauten nach § 48 Abs. 2 lit. f PBG, soweit letztere 
der Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen. 

Diese Definition der Einzonung entspricht im Wesentlichen der von der 
Rechtsprechung zu Art. 15 RPG entwickelten Dogmatik: Lässt die Haupt-
bestimmung einer Zone regelmässige Bautätigkeiten zu, welche weder mit 
bodenerhaltenden Nutzungen (vorab der Landwirtschaft) verbunden noch 
von ihrer Bestimmung her auf einen ganz bestimmten Standort angewiesen 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 42 

sind, so liegt von Bundesrechts wegen eine Bauzone vor, für welche die 
Kriterien von Art. 15 RPG Geltung haben. So sind – beispielsweise – Sport- 
und Freizeitanlagen, die mit einer erheblichen baulichen Veränderung des 
Raums verbunden sind und nicht auf einen Standort ausserhalb der 
Bauzonen angewiesen sind, grundsätzlich in Bauzonen zu realisieren; wo-
gegen Zonen für Sport und Erholung als "weitere Zonen" zum Nichtbauge-
biet gehören, wenn sie nach Zweck und Lage spezifische Nutzungsbedürf-
nisse ausserhalb der Bauzone abdecken, insbesondere wenn sie Teile des 
Nichtbaugebiets für eine Sport- oder Freizeitaktivität freihalten, die grosse 
nichtüberbaute Flächen beansprucht und hierfür nur eine beschränkte, für 
die Sportausübung notwendige bauliche Nutzung zulassen (BGE 143 II 
588, E. 2.5.1-2.5.3).  

9.4. 
Die rekursgegenständliche Gestaltungsplanung dient einzig der Realisie-
rung der Seilbahn Stettbach-Zoo Zürich – an welcher, wie an anderer Stelle 
aufzuzeigen sein wird, ein erhebliches öffentliches Interesse besteht – und 
damit der Verwirklichung eines von der Gestalt her im Wesentlichen be-
stimmten, konkret definierten Einzelvorhabens, wie es der Anwendungsbe-
reich von § 84 Abs. 2 PBG zulässt (VB.2018.00760 vom 8. Juli 2020, 
E. 4.3.6). Dass ausserhalb der Bauzonen unspezifizierte Baumöglichkeiten 
geschaffen würden, welche zu Wohn- oder Gewerbezwecken genutzt wer-
den könnten, trifft nicht zu. Der Charakter einer Bauzone im Sinne von 
Art. 15 ff. RPG ist dem Gestaltungsplangebiet daher nicht zuzuerkennen. 
Das Projekt ist sodann – wie ebenfalls aufzuzeigen sein wird – ohne weite-
res standortgebunden. Daraus folgt, dass das Einzonungsverbot gemäss 
Art. 38a Abs. 5 RPG im Lichte seines Zweckes auf den vorliegenden Fall 
eines kantonalen Gestaltungsplans nicht anwendbar ist. Dasselbe kann im 
Übrigen aus einer teleologischen Reduktion von Art. 52a Abs. 2 lit. b RPV 
abgeleitet werden, wonach Einzonungen – wenngleich solche im Zusam-
menhang mit der Anpassung der kantonalen Richtpläne – auch während 
der Dauer des Moratoriums gemäss Art. 38a Abs. 2 RPG zulässig sein 
können, sofern Zonen für öffentliche Nutzungen geschaffen werden, in de-
nen der Kanton sehr wichtige und dringende Infrastrukturen plant. Bei die-
ser Vorschrift handelt es sich um eine notwendige Präzisierung der Vorga-
ben für den Fall, dass für wichtige Vorhaben im öffentlichen Interesse – an-
ders als im vorliegenden Fall einer spezifizierten Sondernutzungsplanung – 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 43 

unspezifizierte projektbezogene Sondernutzungsplanungen notwendig 
werden. 

9.5. 
Die Rüge betreffend das Moratorium im Sinne von Art. 38a Abs. 5 RPG er-
weist sich als unbegründet. 

10.1. 
Verschiedene Rekurrierende beanstanden die der Baudirektion vorliegen-
den Entscheidgrundlagen, insbesondere das Gutachten S., den erläutern-
den Bericht nach Art. 47 RPV, den UVB und das Erschliessungskonzept. 

Die Rekurrentin Stadt Dübendorf moniert zunächst, dass mit der Seilbahn 
Stettbach-Zoo Zürich vorab die Verkehrsprobleme der Stadt Zürich im Be-
reich des Zoos teilweise auf Dübendorf abgewälzt werden (sollen). Die Re-
kurrentin Stadt Dübendorf sei nicht bereit, Konsequenzen zu tragen, die sie 
nicht verursacht habe. Bei der den Modellrechnungen zugrundeliegenden 
Prognosen werde zu Unrecht davon ausgegangen, dass sich die Zoobesu-
cher streng rational und ökonomisch verhielten. Dabei werde kritiklos an-
genommen, dass aus dem errechneten Reisezeitgewinn, welcher durch die 
ÖV-Anbindung an den Bahnhof Stettbach entstehe, auf ein tatsächliches 
Verhalten der Nutzer geschlossen werden könne. Eine der wichtigsten 
Grössen sei die Elastizität (individuelle Bereitschaft zur Änderung des Mo-
bilitätsverhaltens). Im Freizeitverkehr würden fundierte Grundlagen über die 
Einflussfaktoren auf den Umsteigeeffekt fehlen. Letztere Angaben würden 
auf einer älteren Studie basieren (ICN-Projekt). Die Einführung der Seil-
bahn Stettbach-Zoo Zürich sei mit der Einführung der ICN-Züge nicht ver-
gleichbar. Die im Verkehrsgutachten angenommene hohe Elastizität sei 
reine Spekulation. Würden die angenommenen Reisezeiten nur wenig ver-
kürzt, führe dies sehr schnell zu einer plötzlichen Verschiebung der Grös-
senordnung und zu Veränderungen, welche im Graubereich lägen. Zum 
wissenschaftlichen Standard würde sodann gehören, dass die gewählte 
Methode anderen denkbaren Methoden gegenübergestellt und auch die 
Zuverlässigkeit bzw. die Genauigkeit der ermittelten Ergebnisse ausgewie-
sen würde. Dieser Nachweis fehle gänzlich. Bei einer errechneten Mo-
dalsplitverschiebung von (lediglich) 4-4.5 % zu Gunsten des ÖV und einer 
etwas moderateren Annahme des Elastizitätswertes verschiebe sich das 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 44 

Resultat deutlich und schnell in einen Unschärfebereich, welcher nicht 
mehr spürbar wäre. Die Rekurrierenden G. A. et al. fügen diesbezüglich an, 
dass die im Gutachten S. ausgewiesene Anzahl Benutzer an Werktagen 
und Wochenenden rein spekulativ bzw. ohne fundierte Grundlage sei. Dies 
treffe auch auf die Grundlage zu, wonach ein Anteil mit der Bahn und ein 
Anteil mit dem Auto anreise. Die Rekurrentin Genossenschaft S. macht gel-
tend, dass es sich beim Zielpublikum der Seilbahn (gemäss dem erläutern-
den Bericht nach Art. 47 RPV) aus der Nordostschweiz sowie dem süd-
deutschen Raum über Personen mit einem überdurchschnittlichen Motori-
sierungsgrad handle. Bei diesen Personen liege die Schwelle für ein Um-
steigen auf den ÖV sehr hoch, da sie bei einer Fahrt mit dem öffentlichen 
Verkehr ab Haustür in den Zoo viele Male umsteigen müssten. Die Rekur-
rierenden H. ergänzen diesbezüglich, der motorisierte Individualverkehr 
(MIV) geniesse gegenüber dem ÖV im konkreten Fall einen Komfortvorteil, 
insbesondere für Zoobesucher mit Kindern (mitsamt Kinderwagen und 
sonstigem Gepäck). Sowohl das Verstauen von solchem Gepäck als auch 
das Umsteigen damit sei relativ umständlich. Eine Verbesserung des ÖV-
Angebots werde nur in reduziertem Masse zu einer Verlagerung führen.  

Die Rekurrentin Stadt Dübendorf moniert sodann, das Gutachten S. weise 
ein zu grosses Gebiet aus, in welchem mit einer Verkürzung der ÖV-
Fahrzeit von 19-22 Minuten bzw. grösser als 22 Minuten zum Zoo zu rech-
nen sei. Gemäss Fahrplan des Zürcherischen Verkehrsverbundes (ZVV) 
bestehe bereits eine direkte Busverbindung zwischen dem Bahnhof Stett-
bach und der Station Forrenweid beim Zoo. Die Fahrt mit der Linie 751 
dauere 9 Minuten; der Zoo sei von der Busstation in wenigen Minuten gut 
zu Fuss zu erreichen. Über den Bahnhof Stadelhofen gelange man zudem 
via Bellevue in 23 bzw. 33 Minuten zum Zoo. Die reine Fahrzeit mit der 
Seilbahn betrage 7 min. An Spitzentagen, wenn Besucher aus vollen 
S-Bahnen umsteigen müssten, sei die im Gutachten behauptete Reisezeit-
verkürzung unrichtig. Bereits kurze Wartezeiten bei der Talstation in Stett-
bach würden zu einer wesentlichen Verschlechterung des Modalsplits füh-
ren. Bereits bei Wartezeiten von nur 3 Minuten wäre nurmehr von einer 
Verlagerung von 3,3 % und nicht mehr von 4,5 % auszugehen. Die Alterna-
tive mit Shuttlebussen schneide daher besser ab. Diese Darstellung ver-
fechten auch die Rekurrierenden G. A. et al. An Sonn- und Feiertagen ge-
lange man bereits in 22 Minuten von Stettbach über den Bahnhof Stadel-
hofen mit dem Tram 5 zur Haltestelle Zoo. Da die Fahrzeit mit der Seilbahn 

 

 

R1S.2019.05058 Seite 45 

mehrere Minuten betrage, sei eine Einsparung von mehr als 19 Minuten 
speziell an den besucher- und verkehrsreichen Sonn- und Feiertagen unre-
alistisch. Die Rekurrierenden H. fügen an, das Gutachten S. berücksichtige 
den im Langsamverkehr zurückgelegten Teil des Anreisewegs (der MIV- 
oder ÖV-Reise vorgelagerte Fuss- und Veloverkehrsetappen) nicht. Im Er-
gebnis resultiere eine Verlängerung der Reisezeit. Dass die Baudirektion 
einerseits den Fussweg vom Fahrzeugabstellplatz zur Seilbahnstation be-
rücksichtige, nicht aber den Fussweg von der Haustür zur