# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08ad310f-a93b-53bd-9dd3-1aec909130ca
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.06.2024 PS240076
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS240076_2024-06-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PS240076-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Urteil vom 3. Juni 2024

in Sachen

A._____ GmbH, 
Schuldnerin und Beschwerdeführerin,

vertreten durch B._____ GmbH, 

gegen

C._____ AG, 
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsdienst D._____ AG, 

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 23. April 2024 (EK240496)

- 2 -

Erwägungen:

1.

1.1. Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (fortan Schuldnerin) ist seit dem 

tt.mm.2023 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Gemäss Han-

delsregistereintrag bezweckt sie das Führen einer Bäckerei und Konditorei 

(act. 4). 

1.2. Mit Urteil vom 23. April 2024 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksge-

richts Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) den Konkurs über die Schuldnerin für eine 

Forderung von Fr. 2'722.75 nebst Zins von 5% seit 18. Oktober 2023, aufgelaufe-

ner Zins bis 17. Oktober 2023 von Fr. 64.90, Verzugsschaden der Gläubigerin 

und Beschwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) von Fr. 410. und Betrei-

bungskosten von Fr. 158.60 (vgl. act. 3 = act. 5 [Aktenexemplar] = act. 6/9). Der 

Entscheid wurde der Schuldnerin am 24. April 2024 zugestellt.

2.

2.1. Gleichentags erhob die Schuldnerin Beschwerde (act. 2). Sie beantragte die 

Aufhebung des Konkurses und ersuchte in verfahrensmässiger Hinsicht um Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung (act. 2 S. 1). 

2.2. Mit Verfügung vom 25. April 2024 hiess die Kammer das Gesuch der 

Schuldnerin um aufschiebende Wirkung teilweise gut und wies das Konkursamt 

an, einen Betrag von Fr. 5'426.35 für die Hinterlegung der Konkursforderung samt 

Zinsen und Kosten sowie für die Sicherstellung der Kosten des Konkursamtes 

freizugeben (act. 8 Dispo-Ziff. 1). Im Übrigen wies die Kammer das Gesuch der 

Schuldnerin ab und wies diese darauf hin, dass sie die Beschwerde bis zum Ab-

lauf der Beschwerdefrist im Sinne der Erwägungen (Nachweis eines Konkurshin-

derungsgrundes und Sicherstellung der Konkurskosten sowie Glaubhaftmachung 

der Zahlungsfähigkeit) noch ergänzen könne (vgl. act. 8 Dispo-Ziff. 2).

2.3. Am 26. April 2024 reichte die Schuldnerin weitere Unterlagen ein (act. 12/1-

4; act. 13/1+2). Mit Verfügung vom 26. April 2024 wurde der Beschwerde darauf-

hin einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 14). Am 27. April 2024 

- 3 -

(act. 17), am 29. April 2024 (act. 18) und am 6. Mai 2024 (act. 22 mit Beilagen 

23/1-3) reichte die Schuldnerin weitere Eingaben ein.

2.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 6/1-

12). Den Kostenvorschuss von Fr. 750. für das Beschwerdeverfahren hatte die 

Schuldnerin bereits geleistet (act. 13/1), weshalb auf eine entsprechende Fristan-

setzung verzichtet werden konnte. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort ist 

zu verzichten (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif. Der Gläubigerin 

ist mit dem vorliegenden Entscheid eine Kopie der Beschwerdeschrift zuzustellen.

3.

3.1. Der erstinstanzliche Entscheid über die Konkurseröffnung kann innert 10 Ta-

gen nach Zustellung mit Beschwerde nach der ZPO angefochten werden (Art. 174 

Abs. 1 SchKG; BSK SchKG I-GIROUD/THEUS SIMONI, 3. Aufl. 2021, Art. 174 N 11). 

Fristen, die durch eine Mitteilung ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag 

zu laufen. Vorliegend begann die zehntätige Rechtsmittelfrist mithin am 25. 

April 2024 (vgl. E. 1.2) zu laufen und endete am 5. Mai 2024. Da es sich beim 5. 

Mai 2024 indessen um einen Sonntag handelte, verlängerte sich die Frist bis zum 

nächsten Werktag, also bis zum Montag, 6. Mai 2024 (Art. 142 Abs. 3 ZPO). So-

mit erfolgten sämtliche Eingaben der Schuldnerin innert der Rechtsmittelfrist und 

sind daher zu berücksichtigen. Die Schuldnerin ist zu Beschwerde legitimiert. 

Dem Eintreten auf die Beschwerde steht nichts entgegen.

3.2. Die Schuldnerin liess sich bei ihrer Eingabe vom 29. April 2024 durch die 

B._____ GmbH vertreten (act. 18). Aufgrund der Formulierung der Vollmacht (vgl. 

act. 19) und weil die Schuldnerin danach nochmals persönlich eine Eingabe ein-

reichte (act. 22), ist unklar, ob die der B._____ GmbH erteilte Ermächtigung für 

das gesamte Beschwerdeverfahren gilt oder ausschliesslich den Antrag auf Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung umfasste. Mit Blick auf diese Ungewissheit ist 

der vorliegende Entscheid nicht nur der (mutmasslichen) Vertreterin der Schuld-

nerin, sondern auch der Schuldnerin persönlich zuzustellen (vgl. Art. 137 ZPO).

4.

4.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurser-

- 4 -

öffnung aufheben, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht 

und durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld einschliesslich Zinsen 

und Kosten getilgt ist (Tilgung), der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zu-

handen der Gläubigerin hinterlegt ist (Hinterlegung) oder die Gläubigerin auf die 

Durchführung des Konkurses verzichtet hat (vgl. Art. 174 Abs. 2 SchKG). Tilgung 

und Hinterlegung müssen "einschliesslich Zinsen und Kosten" vor Ablauf der Be-

schwerdefrist erfolgt sein (KUKO SchKG-DIGGELMANN, 2. Aufl. 2015, Art. 174 

N 10; BGE 136 III 294 E. 3.2). Zu den "Kosten" gehören auch die von der Gläubi-

gerin vorgeschossenen Kosten des erstinstanzlichen Konkursgerichtes und des 

Konkursamtes (BGer 5A_829/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.3; BGer 

5A_435/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.1; BGer 5A_409/2013 vom 8. Juli 2013 E. 2; 

BGE 133 III 687 E. 2.3). Folglich müssen auch diese Kosten von der Schuldnerin 

rechtzeitig sichergestellt werden, damit der Konkursaufhebungsgrund der Tilgung 

resp. Hinterlegung gegeben ist.

4.2. Die Schuldnerin belegt, dass sie am 26. April 2024 einen Betrag von 

Fr. 3'450. bei der Obergerichtskasse hinterlegt hat (act. 13/2). Mit diesem Betrag 

ist die Konkursforderung einschliesslich Zins, Verzugsschaden und Betreibungs-

kosten von insgesamt Fr. 3'426.35 gedeckt (vgl. act. 5). Im Weiteren leistete die 

Schuldnerin beim Konkursamt Oerlikon-Zürich (fortan Konkursamt) einen Kosten-

vorschuss von Fr. 2'000.. Das Konkursamt bestätigte, dass damit die Kosten des 

Konkursverfahrens inklusive der Kosten des Konkursgerichtes für die Konkurser-

öffnung sichergestellt sind (act. 12/3). Die Schuldnerin leistete schliesslich auch 

den praxisgemäss als Vorschuss für das Beschwerdeverfahren verlangten Betrag 

von Fr. 750. an die Obergerichtskasse (act. 13/1). Somit ist die erste Vorausset-

zung für die Aufhebung der Konkurseröffnung, nämlich die Hinterlegung im Sinne 

von Art. 174 Abs. 2 SchKG, erfüllt. 

5.

5.1. Es bleibt zu prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin glaubhaft ist. 

Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit 

denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. 

Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen die Schuldnerin noch 

- 5 -

nicht als zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich jedoch, wenn keine 

Anhaltspunkte für eine Verbesserung der finanziellen Lage zu erkennen sind und 

die Schuldnerin deshalb auf unabsehbare Zeit hinaus als illiquid erscheint. Nach 

der Praxis der Kammer genügt es zur Annahme der Zahlungsfähigkeit, wenn die 

Schuldnerin in der Lage ist, in näherer Zukunft ihren laufenden Verbindlichkeiten 

nachzukommen und innert längstens zwei Jahren die bestehenden Schulden ab-

zutragen (vgl. OGer PS240008 vom 13. Februar 2024 E. 3.4.1; OGer ZH 

PS230169 vom 22. September 2023 E. 4.1; OGer ZH PS230093 vom 17. Juli 

2023 E. 2.1; OGer ZH PS140068 vom 29. April 2014 E. 2.2). 

5.2. An die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit dürfen keine zu strengen 

Anforderungen gestellt werden; es genügt, wenn die Zahlungsfähigkeit wahr-

scheinlicher erscheint als die Zahlungsunfähigkeit (statt Vieler BGer 5A_353/2022 

vom 31. August 2022 E. 2.3). Es liegt an der Schuldnerin, Beweismittel vorzule-

gen, die geeignet sind, ihre Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. 

Behauptungen allein reichen nicht aus (OGer ZH PS230133 vom 17. August 2023 

E. 4.1). Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf dem aus den Unterlagen 

gewonnenen Gesamteindruck der Zahlungsgewohnheiten der Schuldnerin (BGer 

5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 m.w.H.). Wichtigstes bzw. unerlässli-

ches Beweismittel für diese Beurteilung ist der Auszug aus dem Betreibungsregis-

ter. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung sind grundsätzlich auch Betreibungen zu 

berücksichtigen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde (zu den länger zu-

rückliegenden vgl. OGer PS200011 vom 19. März 2020 E. 5.3.3). Die Schuldnerin 

ist deshalb grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erle-

digt aufgeführten Forderung Stellung zu nehmen (BGer 5A_33/2021 vom 28. Sep-

tember 2021 E. 3.3). 

5.3. In der Praxis haben sich für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit gewisse 

Grundsätze und Leitlinien herausgebildet: So gilt eine Schuldnerin prinzipiell als 

zahlungsunfähig, wenn sie beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen lässt, 

systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere Beträge nicht bezahlt 

(BGer 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 m.w.H.). Allgemein sind er-

höhte Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit zu stellen, 

- 6 -

wenn (weitere) Betreibungen im Stadium der Konkursandrohung oder Pfändungs-

ankündigung in Betreibungen nach Art. 43 SchKG vorhanden sind (BGer 

5A_615/2020 vom 30. September 2020 E. 3.1; BGer 5A_251/2018 vom 31. Mai 

2018 E. 3.1; je m.w.H.). Ebenfalls kritisch zu beurteilen ist, wenn sich ein Betrieb 

dadurch über Wasser halten muss, dass er öffentlich-rechtliche Forderungen, wel-

che grundsätzlich nicht zum Konkurs führen können (vgl. Art. 43 Ziff. 1 SchKG) 

vernachlässigt (OGer ZH PS200042 vom 2. März 2020 E. 4.7; OGer PS190168 

vom 15. Oktober 2019 E. 4.5; OGer PS180135 vom 8. August 2018 E. 2.3). Hin-

gegen ist der Massstab bei einem ersten Konkurs in der Regel ein milderer, als 

wenn die Schuldnerin innert vergleichsweise kurzer Zeit ein zweites Mal in Kon-

kurs fällt (vgl. OGer ZH PS180162 vom 17. September 2018 E. 2.3). 

6. Die Schuldnerin macht in ihren Eingaben zusammengefasst und im Wesent-

lichen geltend, sie befinde sich in einem bloss vorübergehenden finanziellen Eng-

pass. Sie habe aber ihr Personal (8 Personaleinheiten) stets lückenlos bezahlt. 

Sie sei sehr bemüht, alle offenen Rechnungen zu begleichen. Aus diesem Grund 

habe sie die Öffnungszeiten der Bäckerei erweitert und habe die Bäckerei nun-

mehr auch an den Samstagen und Sonntagen geöffnet. Dadurch habe sie bereits 

vier  namentlich genannte  Kunden (Restaurantbetriebe und Lieferdienste für 

Backwaren) gewinnen können, die sie in Zukunft täglich beliefern dürfe. Mithilfe 

dieser Aufträge sei es ihr möglich, monatlich Fr. 6'000. für die Rückzahlung von 

Schulden aufzubringen. Darüber hinaus plane sie eine Betriebsreorganisation: Sie 

wolle sich bei der Buchführung und Rechnungsbearbeitung in Zukunft nicht mehr 

auf externe Unterstützung verlassen. Ihr Geschäftsführer, E._____, werde diese 

Aufgaben künftig persönlich erledigen, um einen besseren Überblick über die lau-

fenden Verpflichtungen zu erhalten und sicherzustellen, dass sämtliche Rechnun-

gen rechtzeitig bezahlt würden (vgl. act. 2, 10, 17, 18 und 22). Zum Beweis ihrer 

Zahlungsfähigkeit reichte die Schuldnerin einen aktuellen, detaillierten Betrei-

bungsregisterauszug (act. 12/1), Bankkontoauszüge der letzten sechs Monate 

(act. 12/4) sowie einen Überblick über ihren Umsatz in der Zeit vom 1. Ja-

nuar 2024 bis 5. Mai 2024 ein (act. 23/2). 

- 7 -

7.

7.1. Die Schuldnerin wurde vor etwas mehr als einem Jahr gegründet. Wie sich 

dem von der Schuldnerin eingereichten Betreibungsregisterauszug des Betrei-

bungsamtes Zürich 11 vom 26. April 2024 entnehmen lässt, wurde sie in der kur-

zen Zeit ihres Bestehens bereits 15 Mal betrieben. Eine dieser Betreibungen hat 

die Konkursforderung zum Gegenstand, die von der Schuldnerin vollumfänglich 

hinterlegt wurde. Zwei weitere Betreibungen wurden durch Zahlung an das Betrei-

bungsamt erledigt. Damit sind grundsätzlich noch 12 Betreibungen über total 

Fr. 36'276.80 offen. Vier davon über total Fr. 16'197.30 sind mit dem Code "RV" 

versehen, was bedeutet, dass das Betreibungsverfahren durch Rechtsvorschlag 

gestoppt wurde. Von den restlichen acht Betreibungen befinden sich sieben über 

total Fr. 12'671.60 im Stadium der Einleitung, während eine Betreibung über 

Fr. 7'407.90 bereits das Stadium der Pfändung erreicht hat. 

7.1.1. Die Kammer wies die Schuldnerin nach Eingang der ersten Eingabe mit 

Verfügung vom 25. April 2024 darauf hin, dass zur Glaubhaftmachung der Zah-

lungsfähigkeit in der Regel eine Stellungnahme zu den im Betreibungsregister-

auszug als nicht erledigt ausgewiesenen Betreibungen erforderlich sei (act. 8). 

Gleichwohl äusserte sich die Schuldnerin in ihren vier weiteren Eingaben bis zum 

Ablauf der Beschwerdefrist nicht zu den entsprechenden Betreibungen. Daraus 

muss Folgendes geschlossen werden: Erstens ist anzunehmen, dass die Schuld-

nerin in der Zwischenzeit keine weiteren Betreibungsforderungen bezahlt und mit 

den jeweiligen Gläubigern auch keine Abzahlungsvereinbarungen abgeschlossen 

hat. Zweitens muss mangels gegenteiliger Ausführungen davon ausgegangen 

werden, dass auch die erst kürzlich in Betreibung gesetzten Forderungen tatsäch-

lich bestehen. Drittens sind sämtliche durch Rechtsvorschlag gestoppten Betrei-

bungen zu berücksichtigen, da sie alle jüngeren Datums sind und keine (überprüf-

baren) Angaben zum Grund der Erhebung des Rechtsvorschlags vorliegen.

7.1.2. Aufgrund des Gesagten ist von Schulden in Höhe von Fr. 36'276.80 auszu-

gehen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich eine Betreibung bereits im Stadium 

der Pfändung befindet, weshalb erhöhte Anforderungen an die Glaubhaftmachung 

der Zahlungsfähigkeit zu stellen sind. Weiter fällt auf, dass es sich bei mehr als 

- 8 -

zwei Dritteln der noch offenen Betreibungen um öffentliche-rechtliche Forderun-

gen handelt (SVA, Schweizerische Eidgenossenschaft, Kanton Zürich, Stadt 

F._____), die nicht zum Konkurs führen können (Art. 43 Ziff. 1 SchKG). Dies und 

der Umstand, dass die Schuldnerin offenbar auch eher kleinere Beträge nicht be-

zahlte (zwei Betreibungen belaufen sich auf Fr. 80.80 bzw. Fr. 152.20), sind Indi-

zien für dauerhafte und nicht bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten.

7.2. Den Schulden von insgesamt Fr. 36'276.80 steht ein Guthaben der Schuld-

nerin auf ihrem Firmenkonto per Ende März 2024 von Fr. 1'017.24 gegenüber 

(vgl. act. 12/4). Weitere flüssige Mittel sind aus den Akten nicht ersichtlich. Aller-

dings war die Schuldnerin offensichtlich in der Lage, am 26. Mai 2024 Fr. 6'200. 

aufzubringen, um die Konkursforderung zu hinterlegen, die Kosten des Konkurs-

verfahrens sicherzustellen und die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens vorzuschiessen. Das könnte darauf hindeuten, dass noch andere liquide Mit-

tel vorhanden sind. Die Schuldnerin verweist diesbezüglich auf die eingereichte 

Umsatzübersicht und macht geltend, dass das Ertragsergebnis ausreiche, um ei-

nen grossen Teil der im Betreibungsregisterauszug aufgeführten Schulden zu til-

gen. Die Übersicht weist im Zeitraum vom 1. Januar bis 5. Mai 2024 einen Um-

satz von Fr. 142'068.90 aus. Dieser Umsatz darf jedoch nicht ohne Weiteres mit 

flüssigen Mitteln gleichgesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass der 

Schuldnerin im gleichen Zeitraum auch Kosten anfielen. Dazu machte die Schuld-

nerin jedoch keine Angaben. Generell äusserte sie sich nicht zu ihren laufenden 

Verbindlichkeiten. Die Auswirkungen des Umsatzes auf die Liquidität der Schuld-

nerin lassen sich deshalb nicht beurteilen. Entsprechend sind bloss liquide Mittel 

im Umfang von rund Fr. 1'000. glaubhaft. Diese reichen nicht aus, um die Forde-

rung aus der bereits im Stadium der Pfändung befindlichen Betreibung in Höhe 

von Fr. 7'407.90 zu begleichen. Unter diesen Umständen könnte die Zahlungsfä-

higkeit nur dann als glaubhaft erachtet werden, wenn gewichtige Hinweise für 

eine rasche Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Schuldnerin vorlägen.

7.3. Die Eingaben der Schuldnerin lassen erkennen, dass sie sich ernsthaft um 

eine solche Verbesserung bemüht und mit der Ausdehnung der Geschäftszeiten 

bereits konkrete Massnahmen ergriffen hat. Daneben plant sie, die Buchführung 

- 9 -

und Rechnungslegung ihrem Geschäftsführer zu übertragen und nicht mehr ex-

tern erledigen zu lassen. Wieviel Geld sich dadurch einsparen lässt, legt sie aller-

dings nicht dar. Nach eigenen Angaben hat die Klägerin bereits vier neue Gross-

kunden akquiriert, die sie künftig täglich beliefern dürfe. Zum Umfang der erwarte-

ten zusätzlichen Einnahmen äussert sie sich nur insofern, als sie geltend macht, 

sie könne damit ohne weiteres monatlich Fr. 6'000. für die Schuldentilgung auf-

bringen. Sie bringt damit jedoch weder eine nachvollziehbare Übersicht über die 

von ihr prognostizierten Einnahmen und Ausgaben noch Belege vor, die es erlau-

ben würden, diese Aussage zu überprüfen. Der eingereichte Umsatzüberblick 

zeigt lediglich das Gesamtergebnis im Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 5. Mai 

2024. Wie sich der Umsatz im Verlauf dieser Zeitspanne entwickelte oder in wel-

chem Verhältnis er zum Umsatz aus früheren Perioden steht, lässt sich dem 

Überblick nicht entnehmen. Blosse Behauptungen genügen aber wie gesagt nicht, 

um die Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen.

7.4.

7.4.1. Bei Betrachtung der Bankkontoauszüge der Monate September 2023 bis 

März 2024 (act. 12/4) fällt ausserdem auf, dass es in der Vergangenheit nicht so 

war, dass höhere Umsätze automatisch zu einem Ertragsüberschuss bzw. einer 

Verbesserung der Liquidität führten. So hielten sich die Gutschriften und Belas-

tungen des Firmenkontos jeden Monat ungefähr die Waage, obwohl die Gutschrif-

ten beispielsweise im November 2023 ein deutlich höheres Niveau erreichten als 

im März 2024 (ca. Fr. 83'000. / ca. Fr. 29'000.). Daraus ist zu schliessen, dass 

die Schuldnerin einen relativ hohen Anteil an variablen Kosten aufweist. Das gilt 

beispielsweise für die Personalkosten. In den gutschriftenreicheren Monaten 

(September bis November 2023) fanden Kontobelastungen im Umfang von 

Fr. 27'000. bis Fr. 35'000. statt, die sich aufgrund des Empfängers, Datums 

und/oder der Bezeichnung dem Personalaufwand zuordnen lassen. Im gutschrif-

tenarmen Monat März 2024 erreichten diese Kontobelastungen noch einen Ge-

samtbetrag von ca. Fr. 13'000.. Es ist davon auszugehen, dass bei einer Aus-

dehnung der Öffnungszeiten, zusätzlichen Daueraufträgen und vermehrter Be-

- 10 -

schäftigung des Geschäftsführers mit Administrativaufgaben die Personalkosten 

wiederum ansteigen würden. 

7.4.2. Über die sechs Monate von September 2023 bis März 2024 hinweg lag der 

Saldo des Firmenkontos am Monatsende nie höher als Fr. 2'650. (Januar 2023); 

vereinzelt lag er sogar leicht im Minus (November 2023). Dabei ist zu berücksich-

tigen, dass die Schuldnerin in diesem Zeitraum nicht sämtlichen laufenden Ver-

pflichtungen nachkam. Zwar scheint sie die Löhne ihrer Angestellten stets bezahlt 

zu haben (vgl. oben). Die Betreibungen durch die SVA über Fr. 16'495.60 

(act. 12/1) und die Bankkontoauszüge (act. 12/4) offenbaren aber, dass sie bei-

spielsweise keine Sozialversicherungsbeiträge (AHV, IV, EO und ALV) entrich-

tete. 

7.4.3. Die Schuldnerin war in der Vergangenheit also selbst in umsatzstärkeren 

Monaten nicht bzw. nur knapp in der Lage, ihren laufenden Verbindlichkeiten 

nachzukommen. Es bräuchte deshalb mehr als die Behauptung neuer Kunden, 

um es als wahrscheinlich zu erachten, dass der Schuldnerin künftig jeden Monat 

nach Deckung der laufenden Verbindlichkeiten noch Mittel zum Schuldenabbau 

verbleiben werden.

8. Zusammenfassend gelingt es der Schuldnerin nicht, den vorliegend gelten-

den erhöhten Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit ge-

recht zu werden. Sie vermag insbesondere nicht aufzuzeigen, dass sie in der 

Lage ist, die sich im Stadium der Pfändung befindliche Betreibungsforderung um-

gehend zu bezahlen. Ebenso wenig gelingt es ihr mit ihren Vorbringen, das Ge-

richt davon zu überzeugen, dass sich ihre wirtschaftliche Situation demnächst ver-

bessern wird. Gestützt auf die von der Schuldnerin vorgebrachten Behauptungen 

und Beweismittel erscheint ihre Zahlungsunfähigkeit wahrscheinlicher als ihre 

Zahlungsfähigkeit. Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen. Da der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt worden ist, ist der Konkurs neu 

zu eröffnen.

9. Es bleibt, die Schuldnerin auf Art. 195 SchKG hinzuweisen, wonach die 

Möglichkeit eines nachträglichen Widerrufs des Konkurses durch das Konkursge-

- 11 -

richt besteht, wenn nachgewiesen wird, dass sämtliche Forderungen beglichen 

sind oder von jedem Gläubiger eine schriftliche Erklärung über den Rückzug sei-

ner Konkurseingabe vorliegt oder ein Nachlassvertrag zustande gekommen ist 

(dazu insbesondere KUKO SchKG-DIGGELMANN, 2. Aufl. 2014, Art. 195 N 3, N 3a 

und N 5).

10. Ausgangsgemäss wird die Schuldnerin für das Beschwerdeverfahren kos-

tenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind keine zuzuspre-

chen: Der Schuldnerin nicht, weil sie unterliegt, der Gläubigerin nicht, weil ihr im 

Beschwerdeverfahren keine zu entschädigenden Umtriebe entstanden sind.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und über die Schuldnerin wird mit Wir-

kung ab Montag, 3. Juni 2024, 08.00 Uhr, der Konkurs eröffnet.

2. Das Konkursamt Oerlikon-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses 

beauftragt.

3. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den hinterlegten Betrag von 

Fr. 3'450. dem Konkursamt Oerlikon-Zürich zu überweisen.

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet.

5. Schriftliche Mitteilung an die Schuldnerin und ihre Vertreterin, an die Gläubi-

gerin unter Beilage des Doppels von act. 2, an die Vorinstanz (unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Oerlikon-Zürich 

sowie im Urteils-Dispositiv an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich 

und an das Betreibungsamt Zürich 11, je gegen Empfangsschein.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

- 12 -

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
3. Juni 2024