# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e238960f-658d-54b0-9241-1fd6af48dfd4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 21.12.2012 U 2011 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2011-79_2012-12-21.pdf

## Full Text

U 11 79

1. Kammer 

URTEIL
vom 21. Dezember 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Disziplinarmassnahme

1. Am 11. März 2011 führte die Oberschule der Gemeinde … ihren Skitag im 

Skigebiet … durch. Nach Darstellung des Schulrates wurden dabei Gruppen 

von vier bis fünf Schülerinnen und Schülern gebildet, welche den ganzen Tag 

zusammenbleiben und gemeinsam Skifahren sollten. Vor der Talabfahrt am 

Abend sollten sich die Gruppen auf der „…“ bei Sekundarlehrer … melden, der 

die Gruppen dahingehend orientieren sollte, dass sie gemeinsam als Gruppe 

nach … abfahren müssten. Auch die Gruppe mit … sei so orientiert worden. 

Diese Gruppe habe sich aber nicht an diese Vorgabe gehalten. … sei alleine 

Richtung …. gefahren, während die restlichen Mitglieder der Gruppe in 

Richtung … unterwegs gewesen seien. Sie hätten vom … wieder hoch laufen 

müssen.

2. Die Mitglieder der Gruppe wurden auf Grund dieses Vorfalles disziplinartisch 

bestraft (11/2 Stunden Nachsitzen und Schreiben am Mittwochnachmittag). … 

erschien indessen nicht zum Nachsitzen und gab auf Nachfrage des 

Klassenlehrers an, sie hätte eine landwirtschaftliche Fahrprüfung gehabt. Der 

Klassenlehrer bot der Schülerin in der Folge als Kompromiss an, die Strafe über 

das Wochenende zu schreiben. … weigerte sich.

3. In der Folge wurde der Schulrat eingeschaltet, welcher den Eltern der Schülerin 

am 31. März 2011 ein Gespräch anbot. Die Eltern nahmen die Einladung 

jedoch nicht an.

4. Am 17. Mai 2011, mitgeteilt am 19. Mai 2011, bestätigte der Schulrat die von 

den Lehrpersonen ausgesprochene Strafe gegen … (11/2 Stunden Nachsitzen).

5. a) Am 23. Mai 2011 erhoben die Eltern dagegen Beschwerde beim Erziehungs-, 

Kultur- und Umweltschutzdepartement (EKUD). Sie machten darin geltend, ihre 

Tochter und ihre Mitschülerinnen seien zu Unrecht bestraft worden. 

b) Mit Entscheid vom 11. August 2011 wies das EKUD diese Beschwerde ab. Zur 

Begründung wurde ausgeführt, sie sei am Skitag vom 11. März 2011 entgegen 

den Anweisungen der Lehrpersonen mit drei weiteren Mitschülerinnen bei der 

Bergstation um 15.00 Uhr Richtung … statt nach … gefahren und die Gruppe 

sei auch nicht wie vorgegeben zusammengeblieben, indem ein 

Gruppenmitglied (Mitschülerin) alleine nach … hinuntergefahren sei. Gemäss 

Auskunft des Schulleiters hätten die Lehrpersonen im Rahmen der Kontrolle auf 

der Talabfahrt diese Mitschülerin angetroffen und durch diese den restlichen 

Teil der Gruppe inklusive … über das Natel zur Umkehr und der 

anschliessenden korrekten Abfahrt bewogen. Gemäss Art. 5 der 

Disziplinarordnung der Schulen der Gemeinde vom 7. Mai 2008 

(Disziplinarordnung) hätten die Schülerinnen und Schüler die Anordnungen 

unter anderem von Lehrpersonen zu befolgen und letztere könnten gestützt auf 

Art. 19 lit. a der Disziplinarordnung bei Verstössen gegen die 

Disziplinarordnung Strafarbeiten zu Hause oder Schularrest bis zu drei Stunden 

aussprechen. Abschliessend wurde festgehalten, … habe die von der 

Lehrperson auf die erteilten Anweisungen bezüglich Route der Talabfahrt und 

Zusammenbleiben in den Gruppen erwiesenermassen missachtet. Die 

Disziplinarstrafe sei daher zu Recht ausgesprochen worden.

6. Am 14. September 2011 erhob … (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten 

durch ihre Eltern, Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte, der Entscheid des EKUD vom 11. August 2011, 

mitgeteilt am 12. August 2011 (Nr. 423), sei aufzuheben und es sei von einer 

Disziplinarmassnahme gegen die Beschwerdeführerin abzusehen. Zur 

Begründung wurde geltend gemacht, die Gruppe habe sich damals 

ordnungsgemäss an der Bergstation gemeldet und sie hätten die Weisung, 

nach … zu fahren, befolgt. Sie seien auch dort eingetroffen. Allerdings hätten 

drei der Schülerinnen und der Schüler oberhalb der Mittelstation auf der Fahrt 

die Abzweigung verpasst und seien einige 100 Meter auf die Piste Richtung 

Talstation geraten. … habe diese Abzweigung nicht verpasst, sie sei 

Rennfahrerin und fahre dementsprechend schneller als die anderen 

Gruppenteilnehmer und sei mit etwas Abstand an der Spitze der Gruppe 

gefahren. Kurz nach der Abzweigung habe sie auf die anderen gewartet. Als die 

anderen Gruppenteilnehmer bemerkt hätten, dass sie nicht die Richtung von ihr 

eingeschlagen, bzw. die Abzweigung verpasst hätten, hätten sie angehalten 

und seien zur Abfahrt nach … zurückgestiegen. Sie hätten mit … per Handy 

Kontakt aufgenommen, so dass alle fünf Gruppenmitglieder über die 

Verzögerung orientiert gewesen seien. Wenn … bei der Gruppe gewesen wäre, 

hätte die Gruppe die Abfahrt … nehmen können, die weiter unten abzweige und 

ebenfalls nach … führe. Diese Piste sei ebenfalls präpariert und öffentlich. Die 

Behauptung, die Gruppe sei nicht zusammengeblieben, treffe – mit kurzer 

Ausnahme beim Verpassen der oberen Abzweigung – nicht zu. Unzutreffend 

sei auch die Behauptung, die Gruppe habe sich auf den Weg nach … gemacht. 

Schliesslich sei auch unzutreffend, dass die Lehrer der Gruppe zu verstehen 

gegeben hätten, dass die Jugendlichen zur Abfahrt nach … zurücksteigen 

müssten. Die Gruppe habe selber gemerkt, dass sie die von … gewählte Piste 

verpasst habe und sie sei aus eigener Einsicht wieder zurückgestiegen. Die 

Beschwerdeführerin habe also keine Disziplinwidrigkeit begangen. Das 

Verpassen der Abzweigung nach … stelle zwar eine gewisse Unüberlegtheit 

dar, die aber auch ortskundigen Skifahrern unterlaufen könne. Die Gruppe habe 

den Irrtum aber korrigiert und sei dann geschlossen nach zurückgefahren. Die 

Schülerinnen hätten das Abfahren in einer Gruppe auch nicht so verstanden, 

dass sie sozusagen stets eng geschlossen in Einerkolonne hätten 

hinunterfahren müssen. Wesentlich sei, dass sie untereinander Kontakt 

behalten hätten und im Tal am Besammlungsort eingetroffen seien. In der 

Stellungnahme vom 7. Juni 2011 habe die Schulleitung ausgeführt, die Lehrer 

hätten der Gruppe durch Zeichen zu verstehen gegeben, dass sie die Abfahrt 

nach … nehmen müsse. Im nun angefochtenen Entscheid heisse es, die 

Gruppe sei per Handy zur Umkehr und zur korrekten Abfahrt nach … veranlasst 

worden. Richtig sei, dass … mit den vier weiteren Mitgliedern ihrer Gruppe 

telefonischen Kontakt gehabt habe und so für den Zusammenhalt der Gruppe 

habe sorgen können. Wenn die Lehrer eng geschlossene Gruppen hätten 

anordnen wollen, hätten sie die Gruppen nicht ungeführt ins Tal fahren lassen 

dürfen. Eine kompakte Gruppe müsse geführt werden. Der Sinn der Anordnung 

der Lehrer, dass die Schüler gemeinsam als Gruppe nach … abzufahren 

hätten, bestehe darin, dass die Gruppenmitglieder gegenseitig eine Kontrolle 

ausüben könnten und bei Bedarf helfen oder um Hilfe rufen könnten. Diese 

Bestimmung sei von der Gruppe eingehalten worden. Selbst … habe den 

Zusammenhalt mit der Gruppe nicht verloren, hätten die Mädchen doch 

telefonisch miteinander Kontakt gehabt.

7. Am 28. September 2011 verzichtete das EKUD (nachfolgend: 

Beschwerdegegner 1) auf die Einreichung einer Vernehmlassung mit dem 

Hinweis, es werde vollumfänglich an den Erwägungen im angefochtenen 

Entscheid vom 11. August 2011 festgehalten und bedürfe keiner ergänzenden 

Bemerkungen.

8. Mit Vernehmlassung des Schulrats der Gemeinde … (nachfolgend: 

Beschwerdegegner 2) vom 4. Oktober 2011 beantragte dieser sinngemäss die 

Abweisung der Beschwerde. Auf eine erneute ausführliche Vernehmlassung 

werde verzichtet, zumal für die Lehrerschaft, den Schulrat und die Schulleitung 

in vorliegender Angelegenheit keine neuen Fakten aufgetreten seien. In seiner 

Stellungnahme vom 4. Oktober 2011 habe der Schulvorsteher die wesentlichen 

Punkte noch einmal zusammengefasst. Danach seien die Schülerinnen und 

Schüler ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Talabfahrt 

nach … infolge zu dünner Schneedecke und Unfallgefahr nicht in Frage 

komme. Die Lehrpersonen hätten auf der vorgegebenen Piste eine 

Schlusskontrolle durchgeführt. Dort seien die Lehrer auf eine einzelne Schülerin 

getroffen. Der Rest ihrer Gruppe sei entgegen den Weisungen nach … 

unterwegs gewesen. Mit einem Telefonanruf sei die Gruppe aufgefordert 

worden, zur vorgegebenen Abfahrt aufzusteigen und den Rest der Abfahrt 

gemeinsam zu absolvieren.

9. In der Replik vom 24. Oktober 2011 vertiefte die Beschwerdeführerin erneut 

ihren Standpunkt und rügte zusätzlich, die in der Vernehmlassung der 

Schulleitung und des Schulrates genannte Stellungnahme der Lehrer vom 4. 

Oktober 2011 hätte sie bis anhin nicht einsehen können. 

10. Mit Eingabe vom 1. November 2011 vertiefte und präzisierte der 

Beschwerdegegner 2 seine Argumentation hinsichtlich des nicht 

stattgefundenen Gespräches mit den Eltern der Beschwerdeführerin vom 31. 

März 2011. Am 3. November 2011 reichte der Beschwerdegegner 1 eine E-Mail 

vom 8. August 2011 zu den Akten nach mit dem Vermerk, aufgrund einer 

Nachfrage durch den Rechtsdienst zur Präzisierung einer Detailfrage im 

Sachverhalt habe der Schulleiter des Beschwerdegegners 1 am 8. August 2011 

beiliegende E-Mail zukommen lassen. Diese habe keinen Eingang in die dem 

Verwaltungsgericht zugestellten Verfahrensakten gefunden. Die 

Beschwerdeführerin nahm sodann mit Eingabe vom 7. November 2011 Stellung 

zur Stellungnahme betreffend Skitag vom 11. März 2011 des Schulvorstehers 

zuhanden des Schulrats … und vertiefte darin erneut ihren bereits dargelegten 

Standpunkt in vorliegender Angelegenheit. 

11. Mit Eingabe vom 21. November 2011 nahm die Beschwerdeführerin noch zu 

der E-Mail vom 8. August 2011 des Schulleiters an … vom EKUD Stellung, von 

welcher sie am 8. November 2011 Kenntnis genommen habe und worin der 

damalige Vorgang bezüglich der Frage, weshalb die Schülerinnen wieder 

hinaufgestiegen seien noch einmal zusammengefasst gewesen sei, nämlich: 

Die Lehrer hätten auf ihrer Talfahrt auf der Piste nach … die Schülerin … 

angetroffen. Diese sei alleine unterwegs nach … gewesen und habe zur 

Gruppe von … gehört. Auf die Frage der Lehrpersonen, wo die anderen seien, 

habe sie gesagt, diese seien auf dem Weg nach ... Darauf hätten die Lehrer sie 

aufgefordert, jemand aus der Gruppe solle sie anrufen (Handy) und sie zur 

Umkehr auffordern. Worauf diese dann bis zu den Lehrern aufgestiegen und 

anschliessend nach … hinunter gefahren seien. Die Beschwerdeführerin rügt 

diesbezüglich, ihr hätte im vorinstanzlichen Verfahren Gelegenheit gegeben 

werden müssen, zu diesem Aktenstück Stellung zu nehmen. Es handle sich 

hier nicht um eine interne Akte, welche bloss dem internen Meinungsbild 

gedient habe. Das gelte umso mehr, als dieses Aktenstück eine unwahre 

Behauptung zum Inhalt habe. Diese Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör könne nicht im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren geheilt 

werden, da das Verwaltungsgericht nicht die gleiche Kognition habe wie die 

Vorinstanz. Die Ausführungen des Schulleiters in diesem Dokument seien nicht 

richtig. Der Schulleiter sei gar nicht dabei gewesen. … habe nicht gesagt, dass 

die anderen nach … unterwegs seien. Tatsächlich seien sie dies auch nicht 

gewesen. Wie es sich genau verhalten habe, gehe aus der 

Sachverhaltsschilderung der Beschwerdeführerin in der Beschwerde an das 

Departement und in jener an das Verwaltungsgericht hervor. Wenn dieser 

Darstellung kein Glaube geschenkt werde, müsse der Sachverhalt vertieft 

abgeklärt werden. Die ganze Auseinandersetzung drehe sich um die Frage, ob 

die Schülerinnen und Schüler nach … unterwegs gewesen seien oder nicht. 

Diese Frage dürfe nicht einfach mit ein paar Floskeln übergangen werden. 

Wenn die Lehrer gegenüber den Schülern am Skitag derart engmaschige 

Anweisungen hätten geben wollen, wie sie dies nun darstellten, hätten sie den 

Abschlusstreff des Skitages nicht oben bei der Bergstation fixieren dürfen, 

sondern unten im Dorf, etwa bei der Talstation. Bei dieser Planung hätten sich 

die Lehrer dann (vor den Schülern) bei der Talstation einfinden müssen, wo sie 

dann die Kontrolle über die Anwesenheit aller Schüler hätten durchführen 

können. Jedoch hätten die Lehrer aber im Dorf keinen Treffpunkt mehr 

festgelegt.

12. Am 23. November 2011 verzichtete der Beschwerdegegner 1 auf eine weitere 

Stellungnahme zu den neuerlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin und 

verwies auf seine bereits gemachten Ausführungen.

13. Der Beschwerdegegner 2 machte ebenfalls am 23. November 2011 Gebrauch 

von der Möglichkeit zur Stellungnahme hinsichtlich der E-Mail vom 8. August 

2011 und hielt fest, die Beschwerdeführerin erkenne darin nicht die 

Präzisierung des Sachverhalts. Die vom Schulleiter gemachte Aussage sei in 

Rücksprache mit den am Skitag anwesenden Lehrpersonen erteilt worden. 

Aufgrund des Weiterzugs der Streitsache an das Verwaltungsgericht hätten die 

beteiligten Lehrpersonen eine schriftliche Stellungnahme, datiert vom 4. 

Oktober 2011, erstellt. Deren Inhalt sei allen Beteiligten bekannt gewesen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie im 

angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Entscheid des Erziehungs-, Kultur-, und Umweltschutzdepartement 

Graubünden (EKUD) vom 11. August 2011, mitgeteilt am 12. August 2011. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die disziplinarrechtliche Bestrafung der 

Beschwerdeführerin zu Recht erfolgte. 

2. In formeller Hinsicht gilt es vorweg die geltend gemachte Verletzung des 

rechtlichen Gehörs bzw. des daraus fliessenden Anspruchs auf Akteneinsicht 

im Zusammenhang mit der E-Mail vom 8. August 2011 zu prüfen. 

a) Der sowohl durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) als auch durch Art. 16 f. des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Graubünden (VRG; BR 370.100) 

gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör dient der Sachaufklärung und 

garantiert dem von einem Entscheid Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes 

Mitwirkungsrecht im Verfahren, soweit dies Einfluss auf seine Rechtsstellung 

haben kann. Die Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes 

Individualrecht, hat also den Charakter eines selbständigen Grundrechts 

(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. Zürich 2010, N 

1673 f.). Der Betroffene soll sich vor Erlass des Entscheides zur Sache 

äussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten nehmen und an 

der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum 

Beweisergebnis äussern können, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu 

beeinflussen (BGE 122 I 53 E. 4a mit Hinweisen). Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung bezieht sich das aus diesem Anspruch fliessende Recht auf 

Akteneinsicht grundsätzlich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die nicht 

ausschliesslich für die interne Meinungsbildung bestimmt sind und denen kein 

Beweischarakter zukommt (BGE 132 II 485 E. 3; 125 II 473 E. 4a mit 

Hinweisen). Nicht erforderlich ist, dass die Akten den Entscheid in der Sache 

tatsächlich beeinflussen können. Eine Verweigerung der Einsichtnahme in die 

Akten kann denn auch nicht mit der Begründung erfolgen, die betreffenden 

Dokumente seien für den Verfahrensausgang belanglos. Vielmehr muss es 

dem Betroffenen selber überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen 

(BGE 132 V 387 E. 3.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung müssen 

die Beteiligten folglich, um die Möglichkeit zu haben ein Akteneinsichtsgesuch 

zu stellen, über den Beizug neuer entscheidrelevanter Akten informiert werden. 

Dies gilt jedenfalls für Akten, die sie nicht kennen und auch nicht kennen 

können (BGE 132 V 387 E. 6.2 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen: Urteil des 

Bundesgerichts 1C_88/2011 vom 15. Juni 2011 E. 3.4 mit Hinweisen). 

Ebenfalls nicht massgebend für die Gewährung oder Verweigerung der 

Akteneinsicht darf nicht bloss die Bezeichnung als internes Dokument sein. 

Vielmehr ist entscheidend, ob die Unterlagen Sachverhaltsfeststellungen 

beinhalten oder Beweischarakter aufweisen. Können die Akten für den 

Ausgang des Verfahrens wesentlich sein, so ist die Einsicht zu gewähren 

(Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 1691a mit Hinweisen). Verfügungen oder 

Entscheide, die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, sind 

nach der Praxis des Verwaltungsgerichtes in der Regel aufzuheben und zur 

Durchführung eines ordnungsgemässen Verwaltungsverfahrens an die 

Verwaltungsbehörden zurückzuweisen (statt vieler: PVG 1996 Nr. 107; 1987 Nr. 

85). Wenn es sich jedoch aus verfahrensökonomischen Gründen geradezu 

aufdrängt, ist die Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im 

Rechtsmittelverfahren zuzulassen (vgl. PVG 1996 Nr. 107). Nach der 

Rechtsprechung kann ein Verfahrensmangel geheilt werden, wenn die 

Kognition der urteilenden Instanz nicht eingeschränkt ist und den 

Beschwerdeführern daraus auch kein Nachteil erwächst. Eine Heilung ist 

ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung 

der Parteirechte handelt, und sie soll die Ausnahme bleiben (BGE 134 I 335 E. 

3.1; 126 I 72 E. 2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1; vgl. zum Ganzen: Urteil des 

Verwaltungsgerichts R 10 55 vom 2. September 2010 E. 2). 

b) Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem sich 

die E-Mail vom 8. August 2011 vom Schulleiter vom EKUD nicht bei den 

Verfahrensakten befunden habe und ihr insbesondere im vorinstanzlichen 

Verfahren nicht die Möglichkeit eingeräumt worden sei, dazu Stellung zu 

nehmen. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, beim Inhalt dieses 

Aktenstücks handle es sich um eine unwahre Behauptung, wonach … allein 

unterwegs gewesen sei und diese den Lehrern gesagt habe, die anderen 

Mitglieder der Guppe seien auf dem Weg nach ... 

c) Vorliegend wurde in der Stellungnahme der Schulleitung und des Schulrates 

vom 7. Juni 2011 festgehalten, die Lehrer hätten dargelegt, dass … alleine 

gefahren sei, wo die Lehrerschaft sie gesehen habe. Der Rest der Gruppe, sei 

Richtung … unterwegs gewesen und habe wieder hochlaufen müssen. Die 

besagte E-Mail vom 8. August 2011 hält dazu Folgendes fest:

„(…) Die Lehrer haben auf ihrer Talfahrt auf der Piste nach … die Schülerin … 

angetroffen. Diese war alleine unterwegs nach … und gehörte zu der Gruppe 

mit ... Auf die Frage der LP, wo die anderen seien, sagte sie, diese seien auf 

dem Weg nach ... Darauf haben die Lehrer … aufgefordert, jemand aus der 

Gruppe anzurufen (Handy) und sie zur Umkehr aufzufordern. Worauf diese 

dann bis zu den Lehrern aufgestiegen und anschliessend nach … 

hinuntergefahren sind. (…)“

Im Entscheid des EKUD vom 11. August 2011, mitgeteilt am 12. August 2011, 

wurde festgehalten „dass gemäss Auskunft des Schulleiters die Lehrpersonen 

im Rahmen der Kontrolle auf der Talabfahrt diese Mitschülerin antrafen und 

durch diese den restlichen Teil der Gruppe inklusive … übers Natel zur Umkehr 

und der anschliessenden korrekten Abfahrt bewogen“. Gestützt auf die 

dargelegten Aktenstücke gelangt das Gericht zur Überzeugung, dass es sich 

bei der besagten E-Mail vom 8. August 2011 – wie vom Beschwerdegegner 2 

geltend gemacht – lediglich um eine Präzisierung des Sachverhaltes handelt. 

Die Rüge der Beschwerdeführerin ist somit unbegründet. Selbst wenn 

vorliegend der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Anspruch 

auf Akteneinsicht verletzt wäre, wäre die Verletzung des rechtlichen Gehörs 

jedenfalls nicht schwerwiegend und im vorliegenden Verfahren geheilt worden. 

Eine ausnahmsweise nachträgliche Heilung des rechtlichen Gehörs lässt sich 

vorliegend ohnehin rechtfertigen, zumal dem Verwaltungsgericht volle Kognition 

zukommt (Art. 51 Abs. 1 VRG; vgl. nachstehend E. 3), mithin eine umfassende 

Prüfung der Sach- und Rechtslage möglich ist. Eine Rückweisung würde daher 

nur zu einem formalisierten Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen 

führen, weshalb davon im konkreten Fall abgesehen wird (BGE 116 V 187 

E. 3d).

d) Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass sich der Einwand 

der Beschwerdeführerin, das rechtliche Gehör sei verletzt, als unbegründet 

erweist. Selbst wenn eine Gehörsverletzung in casu zu bejahen wäre, so würde 

diese mit dem hier vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt. 

3. a) Sämtliche Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen und Kindergärten 

der Gemeinde … sind der Disziplinarordnung der Schulen der Gemeinde 

(Disziplinarordnung) unterstellt (Art. 1 Disziplinarordnung). Gemäss Art. 5 der 

Disziplinarordnung haben die Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die 

Disziplinarordnung die Anordnungen von Lehrpersonen, Schulleitung und 

Schulrat zu befolgen. Gegen Verstösse kann sodann durch die Lehrperson als 

Strafe und Massnahme unter anderem eine Strafarbeit zu Hause oder im 

Schularrest bis zu drei Stunden ausgesprochen werden (Art. 19 lit. a 

Disziplinarordnung). 

b) Vorliegend umstritten sind nicht die unter Erwägung 3a dargelegten rechtlichen 

Grundlagen oder das Verfahren, sondern die Frage, ob die Beschwerdeführerin 

anlässlich des Skitages vom 11. März 2011 eine Disziplinwidrigkeit begangen 

hat. Unbestritten und nachgewiesen ist, dass die Schülerinnen und Schüler in 

einem Informationsblatt zum Skitag vorgängig darüber ins Bild gesetzt worden 

waren, dass am Skitag in den gemeldeten Gruppen gefahren werden müsse, 

und dass die einzelnen Gruppen den ganzen Tag zusammen bleiben müssten. 

Ebenfalls unbestritten und nachgewiesen ist, dass sich die Schülerinnen und 

Schüler für die Besammlung am Schluss zwischen 15.00 und 15.15 Uhr bei der 

Bergstation melden mussten. Unbestritten ist auch, dass die Gruppe um die 

Beschwerdeführerin dieser Pflicht nachgekommen ist, und dass die Gruppe dort 

mündlich orientiert worden ist, dass sie (die Gruppe) gemeinsam nach … 

abfahren müsse. Die Anweisung der Lehrerschaft, die Talabfahrt nach … zu 

wählen, war durch Sicherheitsgründe motiviert und damit nachvollziehbar, 

zumal die andere Abfahrt wegen der geringen Schneedecke ein Unfallrisiko 

barg. Damit kann festgehalten werden, dass die Vorgaben der Lehrerschaft für 

die Heimfahrt – geschlossene Talabfahrt nach … – der Beschwerdeführerin und 

ihren Gruppenmitgliedern klar waren. 

c) Für die vorliegend zu klärende Frage, ob die Beschwerdeführerin eine 

Disziplinwidrigkeit begangen hat, ist massgebend, ob sich die Gruppe um die 

Beschwerdeführerin an die klaren Vorgaben der Lehrerschaft zur Abfahrt nach 

… gehalten hat. Nicht im Vordergrund steht dabei die Frage, ob die 

Beschwerdeführerin und drei ihrer Begleiterinnen und Begleiter bewusst die 

Heimfahrt nach … angetreten waren. Massgebend für die hier vorzunehmende 

Beurteilung ist vielmehr die Tatsache, dass diese Gruppe eben nicht wie 

angewiesen geschlossen fuhr, sondern bei der entscheidenden Abzweigung 

gerade keine genügende Verbindung hatte. Genau solche Situationen galt es 

aber mit der Weisung des geschlossenen Fahrens zu vermeiden. Es kann 

daher offen gelassen werden, ob die vier betroffenen Schülerinnen und Schüler 

bewusst den Heimweg nach … angetreten waren oder nicht. Dafür spricht die 

zweifellos vorhandene Ortskunde aller Gruppenmitglieder. Selbst wenn aber die 

Darstellung der Beschwerdeführerin – versehentliche Routenwahl – zutrifft, so 

hätte dies vermieden werden können, wenn die Gruppe auch auf der Heimfahrt 

tatsächlich zusammen gefahren wäre. Eine Disziplinwidrigkeit ist aufgrund der 

gemachten Ausführungen zu bejahen, so dass die Strafe von 11/2 Stunden 

Nachsitzen gerechtfertigt und begründet ist. Die Beschwerde ist folglich 

abzuweisen. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 VRG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Aufgrund der Tatsache, 

dass die Beschwerdegegner lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt 

haben, ist ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 78 Abs. 2 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 800.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 352.--

zusammen Fr. 1‘152.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 24. Juli 2013 

abgewiesen (2D_15/2013).