# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ece3419b-823e-5576-9177-cb12fed23112
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.11.2022 BV 2021/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2021-10_2022-11-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2021/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 16.02.2023

Entscheiddatum: 24.11.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 24.11.2022
Art. 23 lit. a BVG; Kein Anspruch auf Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge 
hinsichtlich einer damals eingetretene Arbeitsunfähigkeit, da die zeitliche 
Konnexität durch die mehrmonatige Arbeitsfähigkeit unterbrochen wurde 
und nicht nachgewiesen wurde, dass das um 20 % reduzierte Pensum aus 
gesundheitlichen Gründen erforderlich war (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. November 2022, BV 
2021/10). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2023.

Entscheid vom 24. November 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz) und Joachim Huber,

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

BV 2021/10

Parteien

A.___,

Klägerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kaspar Saner, KSPartner, Ulrichstrasse 14, 

8032 Zürich,

gegen

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Pensionskasse B.___,

Beklagte,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Gnädinger, Hubatka Müller Vetter, 

Seestrasse 6, Postfach, 8027 Zürich,

Gegenstand

Leistungen aus beruflicher Vorsorge

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte), studierte an der Universität C.___. Sie erwarb im 

Jahr 2008 einen Master in Marketing-, Dienstleistungs- und 

Kommunikationsmanagement. Im Jahr 2012 schloss sie erfolgreich den 

Zusatzstudiengang in Wirtschaftspädagogik ab (act. G4.1 [Fremdakten der IV-Stelle 

des Kantons Zürich, nachfolgend: IV-act.], IV-act. 2-5, 44-10 f.). Parallel zum 

Wirtschaftspädagogikstudium arbeitete sie in der Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 28. 

Februar 2011 als studentische Mitarbeiterin an der C.___ (IV-act. 17-1, 44-1, 44-6 f.) 

und war ab dem 1. August 2011 während eines Jahres im Berufs- und 

Weiterbildungszentrum D.___ als Lehrerin für Handelsfächer tätig (15 Lektionen pro 

Woche, Pensum von 53.57 %; IV-act. 12-6, 44-5).

A.a. 

Ab dem 1. August 2012 war die Versicherte als Lehrerin an der Kantonsschule 

E.___ tätig. Aufgrund dessen war sie bei der Pensionskasse B.___ für die berufliche 

Vorsorge versichert (IV-act. 12, 44-4; act. G1.3). Der Beschäftigungsgrad betrug bis 

31. Juli 2013 97.74 % und danach 100 % (IV-act. 12-14, act. G1.23: 100%-Pensum 

entspricht 23 Lektionen pro Woche). Während die Versicherte an der Kantonsschule 

E.___ angestellt war, war sie weiterhin in ambulanter (vgl. act. G1.4-1) sowie mehrmals 

in stationärer psychiatrischer Behandlung (Psychiatrische Klinik F.___ von Mitte März 

bis Anfangs April 2014, IV-act. 8-4; Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik 

G.___, vom 23. September bis 9. Dezember 2014, act. G1.5; Klinik H.___ vom 17. 

A.b. 

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Dezember 2014 bis 25. Februar 2015; die Klinikärzte diagnostizierten eine emotional 

instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus [ICD-10: F60.31], eine 

Essstörung [Binge-Eating; ICD-10: F50.9], eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradig [ICD-10: F33.1], IV-act. 8-3).

Am 1. März 2015 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle Appenzell 

Ausserroden (nachfolgend: IV-Stelle AR) zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 2).

A.c. 

Im März 2015 wechselte die Versicherte den behandelnden Psychiater. Dr. med. 

I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Abschlussbericht vom 

16. April 2015 über die Behandlung der Versicherten vom 25. Juli 2012 bis 10. März 

2015 als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), eine Essstörung (Binge-Eating, 

ICD-10: F50.9), eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ 

(ICD-10: F60.31) und einen Verdacht auf eine komplexe posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Er erachtete die Versicherte als 

Kantonsschullehrerin zu 100 % als arbeitsunfähig (vom 17. März bis 31. Mai 2014 und 

ab 22. September 2014 bis auf Weiteres) und erwähnte, dass sie plane, im Sommer 

2015 wieder zu arbeiten. Ob das möglich sein werde, sei derzeit noch offen (act. G1.4; 

vgl. IV-act. 8-7). Die weitere psychotherapeutische Behandlung der Versicherten wurde 

von med. pract. J.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, übernommen (act. 

G1.4-1, G1.7). Vom 17. April bis 22. Mai 2015 war die Versicherte erneut in stationärer 

Behandlung in der Klinik H.___. Die Versicherte brach die Therapie vorzeitig ab (vgl. 

Austrittsbericht vom 22. Mai 2015, IV-act. 48-16 ff.). Die Klinikärzte attestierten noch 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 5. Juni 2015 (act. G20.2). Da sich bedingt durch 

die Auflösung der Wirtschaftsmittelschule an der Kantonsschule E.___ und die 

sinkenden Schülerzahlen eine Reduktion des Arbeitspensums abzeichnete, kündigte 

die Versicherte das Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2015 (vgl. Arbeitszeugnis vom 30. 

September 2015, IV-act. 44-4). Am 6. Juni 2015 bescheinigte med. pract. J.___ der 

Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Juli 2015 (act. G1.9).

A.d. 

Am 1. August 2015 trat die Versicherte eine neue Stelle bei der Institution K.___ als 

Berufsschullehrerin mit einem Pensum von 80 % im Bereich der beruflichen Integration 

A.e. 

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an (vgl. Arbeitsvertrag vom 27. April 2015, IV-act. 20-2, und Arbeitszeugnis vom 7. April 

2016, IV-act. 44-3).

Mit Verfügung vom 23. November 2015 wies die IV-Stelle AR das 

Leistungsbegehren der Versicherten vom 20. März 2015 ab. Begründet wurde dies wie 

folgt: Da die Versicherte seit dem 1. August 2015 wieder erwerbstätig sei, seien keine 

Massnahmen der Invalidenversicherung angezeigt (IV-act. 25).

A.f. 

Im IV-Arztbericht vom 22. Dezember 2015 erklärte med. pract. J.___, dass die 

derzeitige Tätigkeit der Versicherten medizinisch zumutbar sei. Es bestünden 

diesbezüglich keine gesundheitlichen Einschränkungen. Die Leistungsfähigkeit sei nicht 

vermindert. Psychotherapiesitzungen fänden wöchentlich statt (IV-act. 26). Per 1. 

Januar 2016 erhöhte die Versicherte ihr Arbeitspensum auf 100 %. Kurze Zeit später 

kündigte sie das Arbeitsverhältnis per 7. April 2016 (IV-act. 44-3). In der Folge meldete 

sie sich zur Stellenvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an 

(Beginn der Rahmenfrist am 2. Mai 2016, Abmeldung per 17. Juli 2016, act. G1.12).

A.g. 

Am 1. August 2016 trat die Versicherte eine neue Stelle als Lehrbeauftragte bei der 

L.___ AG an (vgl. act. G1.13). In den Monaten August und September 2016 war sie 

zugleich noch als Lehrperson für Wirtschaft und Recht am Kaufmännischen 

Berufsbildungszentrum M.___ tätig (IV-act. 44-1). Gemäss den Angaben der 

Versicherten handelte es sich bei der Anstellung bei der L.___ bis Januar 2017 um ein 

65%iges und ab Februar 2017 um ein 35%iges Arbeitspensum (IV-act. 27-6). Gemäss 

der Arbeitgeberbestätigung vom 23. September 2019 unterrichtete die Versicherte von 

August bis Oktober 2016 85 Lektionen, von November 2016 bis Januar 2017 135 

Lektionen, im Februar 2017 30 Lektionen, von März 2017 bis Januar 2018 0 Lektionen 

[100%ige Arbeitsunfähigkeit], von Februar bis Juli 2018 140 Lektionen, von August 

2018 bis Januar 2019 180 Lektionen und von Februar bis Juli 2019 132 Lektionen (act. 

G1.14). Für die Zeit vom 10. Februar bis 31. [korrekt: 30.] September 2017 und ab dem 

19. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018 bescheinigte med. pract. J.___ der Versicherten 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G1.15; vgl. dazu dessen Ausführungen in den 

Arztberichten vom 11. Mai 2017 [IV-act. 48] und 18. August 2020 [act. G1.21]).

A.h. 

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Am 1. März 2017 (Eingang IV-Stelle: 10. März 2017) meldete sich die Versicherte 

wegen psychischer Probleme erneut zum Bezug von Leistungen bei der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 27). Zuständig war aufgrund des Wohnsitzwechsels 

der Versicherten nun die IV-Stelle des Kantons Zürich [nachfolgend: IV-Stelle ZH], IV-

act. 30 f.).

A.i. 

Ab dem 7. August 2017 nahm die Versicherte an einem von der IV-Stelle ZH 

initiierten und von der Organisation N.___ durchgeführten Belastbarkeitstraining teil 

(vgl. Kostengutsprache vom 20. Juni 2017 [IV-act. 50] und Verlaufsprotokoll 

Eingliederungsberatung vom 20. Juni 2017 [IV-act. 53]). Der Suizid ihres Partners am 

___ 2017 führte bei der Versicherten zu einer zusätzlichen Belastung und zu einer 

psychischen Destabilisierung. Nach zwei Wochen Unterbruch nahm sie das 

Belastbarkeitstraining wieder auf, brach dieses jedoch am ___ 2017 in Absprache mit 

der IV-Stelle ZH ab. Am geplanten Wiedereinstieg in die bisherige Lehrtätigkeit im 

Januar 2018 wurde festgehalten (IV-act. 62 f., 69 f., 72). Med. pract. J.___ unterstützte 

den beabsichtigten Wiedereinstieg ebenfalls (IV-act. 74).

A.j. 

Die Versicherte erhielt von der IV-Stelle ZH für den Wiedereinstieg einen 

persönlichen Support am Arbeitsplatz für die Zeit vom 15. Januar bis 14. Juli 2018 

zugesprochen (IV-act. 75; vgl. IV-act. 78 f.). Anfangs Februar 2018 nahm die 

Versicherte die Lehrtätigkeit bei der L.___ AG in einem reduzierten Pensum mit 7 

Unterrichtslektionen pro Woche (Pensum von 35-40 %) wieder auf. Ab August 2018 

erhöhte sie ihr Pensum auf 9 Unterrichtslektionen pro Woche (Pensum ca. 40 %; IV-

act. 83). Im Bericht vom 11. Juli 2018 erklärte med. pract. J.___, dass die Versicherte 

ihre Tätigkeit mittlerweile wieder hinreichend gut bewältigen könne. Mit einer 

Steigerung des Pensums von 9 Unterrichtslektionen pro Woche sei unter den 

gegenwärtigen Umständen jedoch nicht zu rechnen (IV-act. 86). Im Arztbericht vom 18. 

August 2020 führte der Psychiater zur damaligen Situation aus, dass der Wiedereinstig 

gut gelungen sei, mit Fortschreiten des Semesters habe sich die psychische Situation 

der Versicherten jedoch wieder verschlechtert (act. G1.21-3; vgl. dazu die 

Stellungnahme der Organisation N.___ vom 3. Juni 2020, act. G1.26). Da die von der 

IV-Stelle ZH angestrebte Erhöhung auf ein 50%iges Pensum gesundheitsbedingt 

jedoch nicht möglich war, erklärte die IV-Stelle ZH mit Mitteilung vom 4. September 

2018 die beruflichen Massnahmen für abgeschlossen (IV-act. 87).

A.k. 

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Mit Vorbescheid vom 19. Dezember 2018 informierte die IV-Stelle ZH die 

Versicherte, dass vorgesehen sei, ihr ab dem 1. Juli 2018 eine ganze Invalidenrente 

und ab dem 1. August 2018 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen (IV-act. 91). Der IV-

Grad wurde dabei basierend auf den gehaltenen Unterrichtslektionen bestimmt (bis 31. 

Juli 2018: 7 Lektionen pro Woche [Arbeitspensum von 30 %] resultierende 

Arbeitsunfähigkeit von 70 %; ab 1. August 2018 9 Lektionen pro Woche 

[Arbeitspensum von 40 %] resultierende Arbeitsunfähigkeit von 60 %; vgl. 

Feststellungsblatt zur Beschlussfassung vom 19. Dezember 2018, IV-act. 89). Die 

Pensionskasse B.___ erhob am 10. Januar 2019 vorsorglich Einwand gegen den 

Vorbescheid vom 19. Dezember 2018 und bat um Einsicht in die IV-Akten (IV-act. 92). 

Die Akteneinsicht wurde ihr am 18. Januar 2019 gewährt (IV-act. 93).

A.l. 

Mit Verfügung vom 25. März 2019 sprach die IV-Stelle ZH der Versicherten 

entsprechend dem Vorbescheid für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Juli 2018 eine ganze 

Invalidenrente und ab dem 1. August 2018 eine Dreiviertelsrente zu (IV-act. 95).

A.m. 

Im August 2019 wechselte die Versicherte ihre Arbeitsstelle und arbeitete fortan 

als nebenamtliche Fachlehrerin für die O.___. Zudem arbeitete sie auf Honorarbasis als 

Autorin für die P.___ AG. Gemäss der Versicherten ergeben beide Tätigkeiten 

zusammen ein 31 bis 35%iges Arbeitspensum (IV-act. 101 ff.).

A.n. 

Am 16. August 2019 teile die IV-Stelle ZH der Pensionskasse B.___ auf Anfrage 

hin mit (vgl. IV-act. 100), dass entgegen der Angabe im Vorbescheid das Wartejahr 

nicht am 10. Februar 2018, sondern am 10. Februar 2017 begonnen habe. Dies habe 

jedoch aufgrund der Taggeldzahlungen keinen Einfluss auf den Beginn der 

Rentenzahlungen (IV-act. 106).

A.o. 

Am 27. November 2019 stellte die Versicherte der IV-Stelle ZH Kopien der 

Lohnabrechnungen der letzten Monate zu (IV-act. 115 f.). Mit Mitteilung vom 16. 

Dezember 2019 informierte die IV-Stelle die Versicherte, dass bei der Überprüfung des 

Invaliditätsgrades keine Änderung habe festgestellt werden können, weshalb ein 

unveränderter Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (IV-act. 121; vgl. 

Feststellungsblatt zum Beschluss, IV-act. 119).

A.p. 

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B.  

Erwägungen

1.

Nach Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton ein Gericht, das über 

Am 29. Juni 2021 erhob die Versicherte (nachfolgend: Klägerin), vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner, schadenanwaelte AG, ab Februar 2022: KSPartner, 

Zürich, Klage gegen die Pensionskasse B.___ (nachfolgend: Beklagte) und beantragte, 

diese zu verpflichten, ihr die gesetzlichen und reglementarischen Invalidenleistungen, 

insbesondere Rentenleistungen ab 1. August 2015 im Umfang von mindestens 

Fr. 26'679.- pro Jahr ausgehend von einer halben Erwerbsunfähigkeit, ab 10. Februar 

2017 im Umfang von mindestens Fr. 53'358.- pro Jahr ausgehend von einer vollen 

Erwerbsunfähigkeit und ab 1. August 2018 im Umfang von mindestens Fr. 32'015.- pro 

Jahr ausgehend von einer Erwerbsunfähigkeit von 60 % auszurichten; dies nebst Zins 

von 5 % pro Jahr ab jeweiliger Fälligkeit, frühestens ab Datum der Klageerhebung. 

Unter Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten (act. G1, G16).

B.a. 

 Mit Schreiben vom 9. Juli 2021 informierte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen die Parteien über den Beizug der Akten der IV-Stelle ZH (act. G3, vgl. act. 

G6).

B.b. 

Die Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Gnädinger, Hubatka Müller 

Vetter Rechtsanwälte, Zürich, beantragte in der Klageantwort vom 9. November 2021 

die vollumfängliche Abweisung der Klage; unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten der Klägerin (act. G12).

B.c. 

In der Replik vom 16. März 2022 hielt die Klägerin unverändert an den mit der 

Klage gestellten Rechtsbegehren fest (act. G20). Zudem wurden u.a. weitere 

Dokumente zur Arbeitssituation und zum Gesundheitszustand der Klägerin in den 

Jahren 2015 und 2016 eingereicht (vgl. act. G20.1 ff.).

B.d. 

 In der Duplik vom 17. Juni 2022 hielt die Beklagte ihrerseits unverändert an der 

beantragten Klageabweisung fest (act. G29).

B.e. 

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Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und 

Anspruchsberechtigten entscheidet. Gerichtsstand ist der schweizerische Sitz oder 

Wohnsitz der beklagten Partei oder der Ort des Betriebs, bei dem die versicherte 

Person angestellt war (Art. 73 Abs. 3 BVG). Die Beklagte hat ihren Sitz gemäss Eintrag 

im kantonalen Handelsregister in St. Gallen. Für Klagen nach Art. 73 BVG ist im Kanton 

St. Gallen das Versicherungsgericht zuständig und es findet das öffentlich-rechtliche 

Klageverfahren Anwendung (Art. 65 Abs. 1 lit. e  des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Damit ist die sachliche, örtliche und 

funktionelle Zuständigkeit des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen gegeben. 

Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt, weshalb auf die Klage 

einzutreten ist.

2.

Streitig und zu prüfen ist der von der Klägerin gegenüber der Beklagten geltend 

gemachte Anspruch auf eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge.

bis

Zur Begründung der Klage lässt die Klägerin im Wesentlichen vorbringen, dass 

psychische Beschwerden während der Anstellungszeit als Lehrerin bei der 

Kantonsschule E.___ vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2015 – als sie für die Belange der 

beruflichen Vorsorge bei der Beklagten versichert war – aufgetreten seien. Ab dem 17. 

März 2014, spätestens aber ab dem 22. September 2014, bestehe eine medizinisch 

ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit in unterschiedlichem Grad – jedoch konstant von 

mindestens 20 % bis heute. Die Beschäftigungsgrade der späteren Arbeitsverhältnisse 

seien unverhältnismässig hoch gewesen (Erhöhung des Arbeitspensums bei der 

Kantonsschule E.___ per 1. Januar 2015 auf 100 %; Lehrtätigkeit bei der Institution 

K.___ ab dem 1. August 2015 in einem 80%igen und ab dem 1. Januar 2016 in einem 

100%igen Pensum). Die hohen Pensen in Kombination mit dem hohen Leistungswillen 

und den hohen Ansprüchen hätten zur Überforderung und in der Folge zu einer 

Erschöpfungsdepression und danach zu einer behandlungsbedürftigen depressiven 

Episode geführt. Geltend gemacht wird, dass von der Arbeitstätigkeit nicht auf eine 

Arbeitsfähigkeit geschlossen werden dürfe. Die Klägerin sei denn auch bereits ab 

August 2015 maximal zu 50% arbeitsfähig gewesen. Der Beginn der rechtserheblichen 

Arbeitsunfähigkeit falle somit in die Dauer des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten. 

Im Weiteren wird geltend gemacht, dass durch die nachfolgenden Lehrtätigkeiten der 

zeitliche Konnex nicht unterbrochen worden sei. Hinsichtlich des sachlichen Konnexes 

wird geltend gemacht, dass der der Invalidität zugrundeliegende Gesundheitsschaden 

im Wesentlichen derselbe sei, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Daran vermöge 

2.1. 

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der Diagnosewechsel von der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu einer 

posttraumatischen Belastungsstörung inklusive Borderline-Persönlichkeitsstil nichts zu 

ändern, zumal sich nach Abklingen der posttraumatischen Belastungsstörung (als 

Folge des Suizids des Partners anfangs September 2017) im Jahr 2018 erneut 

Symptome gezeigt hätten, welche der Borderline-Persönlichkeitsstörung 

zuzuschreiben seien. Der sachliche Konnex zwischen der ursprünglichen 

Arbeitsunfähigkeit und der später eingetretenen Invalidität sei damit erfüllt (act. G1).

Die Beklage macht dagegen geltend, dass die heute invalidisierenden 

Gesundheitsbeschwerden erst im September 2017 mit dem Tod des Lebenspartners 

eingetreten seien. Entsprechend mangle es schon an einem sachlichen Konnex. Selbst 

wenn ein solcher bestehen würde, sei der zeitliche Konnex durch die praktisch 

vollständige Arbeitsfähigkeit von spätestens August 2015 bis Februar 2017 

unterbrochen worden. Zum Anstellungsverhältnis an der Kantonsschule E.___ wird 

angemerkt, dass es ungewöhnlich sei, dass junge und unerfahrene Lehrkräfte wie die 

Klägerin ein 90 bis 100%iges Pensum wahrnehmen, denn dies werde von diesen als zu 

belastend angesehen. Hinzu komme, dass sich die Klägerin kurz nach Stellenantritt per 

Anfang 2016 als Hauptlehrerin mit zusätzlichen Aufgaben habe wählen lassen. Dass bei 

dieser Ausgangslage eine Überforderung eingetreten sei, sei nicht erstaunlich. Diese 

Überforderung sei aber nicht mit einer erheblichen, lange andauernden und damit 

invalidisierenden Gesundheitsschädigung zu verwechseln. Zur Arbeitsfähigkeit wird 

ausgeführt, dass schon zum Zeitpunkt des dritten Klinikaufenthaltes vom 17. April bis 

22. Mai 2015 festgestanden habe, dass die Klägerin ihre bisherige Tätigkeit aufgebe 

und per 1. August 2015 eine neue Lehrtätigkeit in einem 80%igen Pensum beginnen 

werde. Die Klinikärzte hätten im Austrittsbericht vom 22. Mai 2015 keine Einwendungen 

gegen die Arbeitsaufnahme mit dem 80%igen Pensum erhoben. Eine medizinische 

Begründung für eine Arbeitsunfähigkeit ab Klinikaustritt bis zum Antritt der neuen Stelle 

fehle ebenso. Gegen eine volle Arbeitsunfähigkeit spreche zudem, dass die Klägerin 

gemäss der Arbeitgeberin sehr gute Leistungen ab August 2015 erbracht habe. Der 

behandelnde Psychiater J.___ habe im Bericht vom 22. Dezember 2015 und damit fünf 

Monate nach Stellenantritt angegeben, es bestünden keinerlei gesundheitliche 

Einschränkungen. Weder das Konzentrationsvermögen noch das 

Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit seien 

eingeschränkt gewesen. Per 1. Januar 2016 habe die Klägerin zudem das Pensum von 

80 auf 100 % erhöht. Hinweise, dass die Kündigung per 7. April 2016 aus 

gesundheitlichen Gründen erfolgt sei, bestünden nicht. Die Klägerin sei damit über acht 

Monate praktisch vollzeitlich arbeitstätig und nach Lage der Akten auch entsprechend 

arbeitsfähig gewesen. Nach dieser Anstellung habe die Klägerin erneut eine 

2.2. 

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3.  

Arbeitstätigkeit mit einem hohen Pensum gesucht und mit der Anstellung beim 

kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum M.___ sowie bei L.___ auch 

gefunden. Zu beachten sei, dass ein reduziertes Arbeitspensum nicht mit einer 

bestehenden Arbeitsunfähigkeit verwechselt werden dürfe. Für die Zeit bis 10. Februar 

2017 gebe es keinerlei echtzeitliche Berichte, welche für den Eintritt einer 

Arbeitsunfähigkeit sprechen würden, weshalb wohl von einer vollen Leistungsfähigkeit 

während rund 18 Monaten (August 2015 bis Februar 2017) ausgegangen werden 

müsse. Der Suizid des Lebenspartners der Klägerin am ___ 2017 habe zu einem 

Einbruch geführt. Der psychische Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Eine 

posttraumatische Belastungsstörung sei neu diagnostiziert worden. Die Borderline-

Störung sei nicht mehr im Vordergrund gestanden. Es sei lediglich noch ein Borderline-

Persönlichkeitsstil angegeben worden. Im Weiteren wird geltend gemacht, dass keine 

Bindungswirkung an den IV-Entscheid bestehe, da die IV-Stelle ZH den Verlauf der 

Arbeitsunfähigkeit vor dem März 2017 nicht fundiert habe prüfen müssen, denn die 

Anmeldung bei der Invalidenversicherung sei erst im März 2017 erfolgt und eine Rente 

habe ohnehin erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen ab dem 1. Juli 

2018 zugesprochen werden können. Der in der Verfügung genannte Wartejahrbeginn 

am 22. September 2014 sei fehlerhaft. Im Feststellungsblatt für den Beschluss sei von 

der IV-Stelle ZH als Beginn des Wartejahrs der 10. Februar 2017 genannt worden. 

Zudem bestehe auch keine Bindungswirkung, da der sachliche Konnex bezüglich der 

nach der Versicherungszeit eingetretenen posttraumatischen Belastungsstörung fehle, 

die IV-Stelle ZH bei ihrem Rentenentscheid diese Diagnose jedoch berücksichtigt habe. 

Die entsprechende Traumafolgestörung habe gemäss den Abklärungen der 

Invalidenversicherung zur andauernden Arbeitsunfähigkeit und Invalidität geführt (act. 

G12).

Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG Personen, die im 

Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. 

Entscheidend im Rahmen von Art. 23 BVG ist einzig der Eintritt der relevanten 

Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Mass 

daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft 

muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht 

notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der 

Invalidität. Der Wegfall der Versicherteneigenschaft bildet keinen Erlöschungsgrund. 

Umgekehrt entfällt im Anwendungsbereich von Art. 23 lit. a BVG die Leistungspflicht 

3.1. 

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einer Vorsorgeeinrichtung, wenn die massgebliche Arbeitsunfähigkeit bereits vor der 

Entstehung des Versicherungsverhältnisses eingetreten ist (siehe zum Ganzen das 

Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.1 mit Hinweisen). 

Tragen verschiedene Gesundheitsschädigungen zur Invalidität bei, so ist hinsichtlich 

jeder Gesundheitsschädigung gesondert zu prüfen, ob die jeweilige Arbeitsunfähigkeit 

während der Dauer des Versicherungsverhältnisses mit der Vorsorgeeinrichtung 

eingetreten ist (BGE 138 V 418 ff. E. 6 = Pra 2013 Nr. 30 S. 236 f.).

Für die Bestimmung der Leistungszuständigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte 

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder 

Aufgabenbereich massgebend. Diese muss mindestens 20 % betragen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.1 mit Hinweisen). Der Anspruch 

auf Invalidenleistungen setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang 

zwischen der während des andauernden Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der 

Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestehenden Arbeitsunfähigkeit und der 

allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus.

3.2. 

Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur 

Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen derselbe ist, wie er der 

Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 134 V 20 E. 3.2).

3.2.1. 

Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die 

versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität 

geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war (BGE 134 V 22 E. 3.2 

und E. 3.2.1). Bei der Prüfung dieser Fragen sind die gesamten Umstände des 

konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, 

dessen prognostische Beurteilung durch die medizinische Fachperson sowie die 

Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 

Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (siehe zum Ganzen das Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen). Zu den für die 

Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen ausserdem die in 

der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die 

Tatsache, dass eine versicherte Person über längere Zeit hinweg als voll 

vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 

Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie 

Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 

9C_100/2018, E. 4.1.2 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

bedarf es zum rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten 

3.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

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4.  

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht zwingend einer echtzeitlich 

attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen 

Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird; 

wobei die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich 

war, auch im Licht von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen ist (siehe 

zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 4.2.2 

mit Hinweisen). Eine Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist dann anzunehmen, 

wenn während mehr als dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer 

angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 

2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen).

Die Leistungspflicht der Beklagten hängt nach den vorstehenden Ausführungen 

(E. 2.1 f.) davon ab, ob während des Vorsorgeverhältnisses die zur späteren Invalidität 

führende Arbeitsunfähigkeit in einem Umfang von mindestens 20 % eingetreten war 

und seither ohne wesentlichen Unterbruch angedauert hat (siehe auch Art. 54 Abs. 1 

und 3 Vorsorgereglement, act. G12.3). Aufgrund der Auflösung des 

Arbeitsverhältnisses auf den 31. Juli 2015 (IV-act. 44-4) und dem unmittelbar 

nachfolgenden Antritt der neuen Stelle bei der Institution K.___ per 1. August 2015 (IV-

act. 44-3) endete das vorliegend zu beurteilende Vorsorgeverhältnis am 31. Juli 2015 

(vgl. Art. 10 Abs. 3 BVG).

4.1. 

Wie von der Beklagten vertreten, besteht bei der vorliegenden 

berufsvorsorgerechtlichen Leistungsprüfung im Sinn der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 437 E. 2.2) keine Bindung an die Feststellungen der 

IV-Stelle ZH in der Rentenverfügung vom 25. März 2019 zum Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit (bzw. zum Beginn des Wartejahrs) und zum Verlauf der 

Arbeitsunfähigkeit vor dem Rentenbeginn, vorliegend der 1. Juli 2018 (vgl. IV-act. 95). 

Die Bindungswirkung einer Verfügung der Invalidenversicherung für eine Einrichtung 

der beruflichen Vorsorge vermag sich nämlich nicht auf Feststellungen zu erstrecken, 

die für die Festlegung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung nicht 

entscheidend waren. Dies bedeutet, dass es der Vorsorgeeinrichtung an der Beschwer 

und damit an der Legitimation zum Beschreiten des Rechtswegs gegen die 

Rentenverfügung der Invalidenversicherung fehlte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

10. September 2019, 9C_387/2019, E. 3.3). Aus diesem Grund ist der 

invalidenversicherungsrechtliche Beginn der Wartezeit für den hier zu prüfenden 

berufsvorsorgerechtlichen Anspruch nicht von Bedeutung; er gilt nicht als im Sinne von 

4.2. 

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Art. 23 lit. a BVG massgebender Zeitpunkt für die Bestimmung der leistungspflichtigen 

Vorsorgeeinrichtung.

Unbestritten ist, dass während der Versicherungszeit bei der Beklagten (1. August 

2012 bis 31. Juli 2015) bei der Klägerin (mehrmals) eine mehrwöchige 

Arbeitsunfähigkeit eintrat (vgl. act. G12-4 Ziff. 8.1; vgl. Sachverhalt A.b und A.d). Der 

letzte stationäre Klinikaufenthalt der Klägerin während der Versicherungszeit bei der 

Beklagten war derjenige in der Klinik H.___ vom 17. April bis 22. Mai 2015 (vgl. IV-act. 

48-16 ff.).

4.3. 

Wie in Erwägung 3.2.2 hiervor ausgeführt, setzt die Annahme eines engen 

zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die Klägerin nach Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war. Vorliegend ist 

deshalb zu prüfen, ob während mehr als dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von über 

80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben war.

4.4. 

Wie bereits gesagt, dauerte der dritte und letzte Klinikaufenthalt während der 

Versicherungszeit bis zum 22. Mai 2015. Für eine andauernde Arbeitsunfähigkeit nach 

dem Klinikaustritt sprechen das von den Klinikärzten ausgestellte 

Arbeitsunfähigkeitsattest (100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 5. Juni 2015, act. G20.2) 

sowie dasjenige des behandelnden Psychiaters J.___ (100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 

31. Juli 2015, act. G1.9; vgl. auch den Arztbericht von Dr. I.___ vom 16. April 2015, act. 

G1.4 Ziff. 4 Prognose). Gegen eine (bis 31. Juli 2015) andauernde Arbeitsunfähigkeit 

spricht, dass die Klägerin den Klinikaufenthalt selbst abbrach (IV-act. 48-17), sie nicht 

wie geplant bei der bisherigen Arbeitgeberin ihre Arbeit in einem reduzierten Pensum 

von 50 % wieder aufnahm (IV-act. 13-3), sondern bereits am 27. April 2015 und damit 

noch während des Klinikaufenthalts den Arbeitsvertrag mit der Institution K.___ mit 

einem 80 %-Pensum ab 1. August 2015 unterschrieb (IV-act. 20), die Klinikärzte im 

Austrittsbericht vom 22. Mai 2015 keine Einwände gegen die Aufnahme der 

Lehrtätigkeit mit einem 80%igen Arbeitspensum ab dem 1. August 2015 kundtaten (IV-

act. 48-16 ff.) sowie die selbständige Absetzung der Medikation nach dem zweiten 

Klinikaufenthalt und die Nichtwiederaufnahme der Medikation während des dritten 

Klinikaufenthalts (IV-act. 13-2, 48-9 ff.). Es ist daher der Beklagten zuzustimmen, dass 

es fraglich ist, ob tatsächlich bis am 31. Juli 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestand, zumal die Arbeitsunfähigkeit ärztlicherseits nicht begründet wurde.

4.4.1. 

Auskunft über die Situation während der darauffolgenden Anstellung als 

Berufsschullehrerin bei der K.___ vom 1. August 2015 bis 7. April 2016 gibt das 

Arbeitszeugnis vom 7. April 2016. Gemäss diesem vermochte die Klägerin die 

4.4.2. 

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gestellten Anforderungen zu erfüllen. Die Arbeitgeberin war mit den gezeigten 

Leistungen sehr zufrieden. Die Klägerin wird von ihr als ausdauernde und innovative 

Lehrkraft, welche flexibel, vielseitig und stets offen gegenüber Neuem war, 

beschrieben. So habe sie das Wesentliche rasch erfasst und exakt, äusserst 

gewissenhaft und mit grösster Sorgfalt gearbeitet. Sie sei immer pflichtbewusst und 

stets zuverlässig gewesen. Mit ihren pädagogischen Kompetenzen habe sie die 

Lernenden motivieren können. Per 1. Januar 2016 erfolgte eine Erhöhung des 

Arbeitspensums von 80 % auf 100 %. Dass es zu krankheitsbedingten Arbeitsausfällen 

während des Anstellungsverhältnisses bei der K.___ gekommen war, ergibt sich nicht 

aus den Akten. Das Arbeitsverhältnis kündigte die Klägerin selbst (IV-act. 44). Im 

Arztbericht vom 22. Dezember 2015 führte med. pract. J.___ aus, dass das 

Konzentrations- und Auffassungsvermögen sowie die Anpassungsfähigkeit und die 

Belastbarkeit der Klägerin uneingeschränkt seien. Er erachtete die bisherige Tätigkeit 

der Klägerin aus medizinischer Sicht als zumutbar. So würde weder eine verminderte 

Leistungsfähigkeit vorliegen noch würden körperliche, geistige oder psychische 

Einschränkungen bestehen. Die Klägerin sei aktuell zu 100 % voll berufstätig (IV-act. 

26). Die echtzeitlichen Akten enthalten denn auch keine Hinweise, dass sich die 

Klägerin während der Anstellung bei der K.___ überfordert hätte. Auch wenn sie eine 

hohe Leistungsbereitschaft zeigte und die Unterrichtslektionen gewissenhaft und 

präzise zu Hause vor- und nachbereitete, vermag dies keine Arbeitsunfähigkeit zu 

begründen, zumal die Vor- und die Nachbereitung der Unterrichtslektionen zu den 

Aufgaben eines Lehrers/einer Lehrerin gehören. Wann eine Lehrperson diese erledigt, 

obliegt ihr. Dass dafür Zeit an Wochenenden eingesetzt wird, dürfte nicht unüblich sein 

und ist daher auch kein Indiz für eine Überforderung. Die Behauptungen des 

Rechtsvertreters der Klägerin (vgl. act. G 1-5 f., G 1-10 ff.), dass med. pract. J.___ das 

Arbeitspensum als zu hoch eingestuft und die Beschwerdeführerin eine 

Krankschreibung während der Anstellung bei der K.___ abgelehnt habe, finden in den 

echtzeitlichen Einschätzungen keine Stütze. Allein aus der Tatsache der Verschreibung 

von Medikamenten wie vorliegend von Venlafaxin ist noch keine 

(Teil-)Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen. Ebenso kann mit einem Teilzeitarbeitsvertrag 

dieser Nachweis nicht erbracht werden, insbesondere dann nicht, wenn wie vorliegend 

bereits nach wenigen Monaten das Arbeitspensum von 80 % auf 100 % erhöht wurde 

(vgl. act. G 1-5 f., G 1-10 ff., G 1-16, G 20-6 ff., G 20-12 f., G 20-27 ff.). Im Hinblick auf 

die zuvor genannten beiden echtzeitlichen Berichte sowie angesichts der erfolgten 

Erhöhung des Arbeitspensums auf 100 % ist davon auszugehen, dass die Klägerin als 

Berufsschullehrerin während der gesamten Anstellungszeit und damit während gut acht 

Monaten uneingeschränkt arbeitsfähig war. Diese Zeitspanne würde gemäss der 

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bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Erwägung 3.2.2 am Ende) bereits zur 

Aufhebung des zeitlichen Konnexes zwischen der während der Versicherungszeit bei 

der Beklagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der später von der IV-Stelle ZH 

festgestellten Invalidität ausreichen.

Dass in der Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der Institution 

K.___ bis zum Antritt der neuen Arbeitsstelle bei der L.___ im August 2016 eine 

Arbeitsunfähigkeit vorlag, ist nicht erwiesen. Gegen eine Arbeitsunfähigkeit in dieser 

Zeit spricht insbesondere, dass sich die Klägerin am 2. Mai 2016 zur Stellenvermittlung 

und zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung anmeldete und sich erst kurz vor 

Antritt der neuen Stelle per 17. Juli 2016 wieder abmeldete (vgl. act. G1.12).

4.4.3. 

Ab August 2016 ging die Klägerin zwei neuen Erwerbstätigkeiten nach. Zum 

einen arbeitete sie als Lehrbeauftragte bei der L.___ (vgl. act. G1.13) und zum anderen 

bis zumindest Oktober 2016 auch noch als Lehrerin für Wirtschaft und Recht am 

Kaufmännischen Berufsbildungszentrum M.___ (IV-act. 44-1; vgl. Sachverhalt A.h.). 

Offensichtlich vermochte die Klägerin die Anforderungen beider Stellen zu erfüllen. Eine 

ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit bestand denn auch erst ab dem 10. Februar 2017. 

Die Klägerin meldete sich im März 2017 deshalb erneut zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 27). Das spricht dagegen, dass bereits früher eine 

relevante Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.

4.4.4. 

Zu den von der Klägerin eingeholten Berichten zur Situation in den Jahren 2015 

und 2016 ist folgendes festzuhalten: Der retrospektive Arztbericht von med. pract. 

J.___ vom 23. Oktober 2019 (act. G1.7) vermittelt ein gänzlich anderes Bild von der 

Situation nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der Kantonsschule E.___ als 

dasjenige, das er im Arztbericht vom 22. Dezember 2015 beschrieben hat (IV-act. 26). 

Med. pract. J.___ legt nicht dar, weshalb er echtzeitlich zu einer diametral 

abweichenden Einschätzung gelangt ist. Auch ist weder nachvollziehbar noch 

erwiesen, dass nun doch während der Anstellungszeit bei der Institution K.___ eine 

80%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben soll, zumal sich die Klägerin bereits kurze 

Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anfangs Mai 2016 zur 

Stellenvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosengeldern anmeldete. Auch der 

Bericht der Institution K.___ vom 30. März 2020 (act. G1.10) vermag nicht zu belegen, 

dass eine Arbeitsunfähigkeit während der Zeit des 80%igen Arbeitspensums vorlag. 

Offensichtlich waren die Leistungen der Klägerin über Monate hinweg so gut, dass ihr 

per 1. Januar 2016 ein 100%iges Pensum angeboten wurde, was sie annahm. Die 

Klägerin kann folglich aus dem Arztbericht des behandelnden Psychiaters vom 23. 

4.4.5. 

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5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Anträge auf Parteientschädigungen werden abgewiesen.

Oktober 2019 und aus dem Bericht der Institution K.___ vom 30. März 2020 nichts zu 

ihren Gunsten ableiten. So kann insbesondere damit eine durchgehend bestehende 

Arbeitsunfähigkeit von zumindest 20 % nicht nachgewiesen werden.

In Anbetracht des Gesagten ist im Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass der zeitliche Konnex zwischen der während der 

Versicherungszeit bei der Beklagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der durch die 

IV-Stelle erhobenen Invalidität mit Rentenzusprache ab 1. Juli 2018 durch die 

zumindest achtmonatige über 80%ige Arbeitsfähigkeit (1. August 2015 bis 7. April 

2016) unterbrochen wurde. Eine Leistungspflicht der Beklagten ist daher nicht 

gegeben. Unter diesen Umständen kann die Frage nach der sachlichen Konnexität 

offen gelassen werden.

4.4.6. 

Nach dem Gesagten ist die Klage abzuweisen.5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).5.2. 

Die obsiegende Beklagte hat als Vorsorgeeinrichtung praxisgemäss keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung, soweit – wie vorliegend – die Prozessführung 

der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (BGE 128 V 323). 

Ausgangsgemäss hat die Klägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 61 lit. g ATSG).

5.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.11.2022
	Art. 23 lit. a BVG; Kein Anspruch auf Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge hinsichtlich einer damals eingetretene Arbeitsunfähigkeit, da die zeitliche Konnexität durch die mehrmonatige Arbeitsfähigkeit unterbrochen wurde und nicht nachgewiesen wurde, dass das um 20 % reduzierte Pensum aus gesundheitlichen Gründen erforderlich war (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. November 2022, BV 2021/10). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2023.

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