# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dc61d24-0123-51e3-ae11-8e7db3497a19
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** RU250030-O2
**Docket/Reference:** RU250030-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/RU250030-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: RU250030-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Urteil vom 27. August 2025

in Sachen

A._____,

Kläger und Beschwerdeführer,

gegen

Unbekannt, 

Beklagte und Beschwerdegegner,

betreffend Personenstand

Beschwerde gegen eine Verfügung des Friedensrichteramtes Affoltern am 

Albis vom 6. März 2025 (GV.2025.00002 / SB.2025.00005)

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Erwägungen:

1.

1.1. Mit Eingabe vom 24. Januar 2025 (Datum Poststempel) wandte sich der Be-

schwerdeführer an das Friedensrichteramt Affoltern am Albis (fortan: Vorinstanz) 

und erklärte, "Einrede" bzw. "Einsprache" gegen das Testament seiner Mutter, 

B._____, erheben zu wollen. Das Testament und der Grabstein seien für ungültig 

zu erklären, da es sich um Fälschungen handle. In der Begründung machte er 

u.a. geltend, er wohne mit seinen Eltern in C._____. Seiner Eingabe legte er ver-

schiedene Unterlagen zu seiner Mutter und seiner Abstammung, aber kein Testa-

ment bei (act. 6/1). 

1.2. Mit Verfügung vom 30. Januar 2025 setzte die Vorinstanz dem Beschwerde-

führer Frist an, um mitzuteilen, wer die beklagte Partei sei, wo die Verstorbene 

wohnhaft gewesen sei, wann die Verstorbene gestorben sei, wie das Testament 

laute und was am Testament zu ändern sei (act. 6/3). 

1.3. Mit Eingabe vom 6. Februar 2025 führte der Beschwerdeführer aus, be-

klagte Partei sei das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksge-

richts Affoltern am Albis. Dieses habe ihm mit Verfügung vom 29. Oktober 2009 

einen Erbschein ausgestellt. Darin stehe geschrieben, B._____ mit letztem Wohn-

sitz in D._____ ZH sei am tt.mm.2009 in Zürich gestorben. Seine Mutter sei am 

tt.mm.2009 nicht gestorben. Der Erbschein und das Testament müssten entspre-

chend angepasst und für ungültig erklärt bzw. ausser Kraft gesetzt werden 

(act. 6/4).

1.4. Am 3. März 2025 setzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer erneut Frist 

an, um das Rechtsbegehren zu präzisieren. Gleichzeitig forderte sie ihn zur tele-

fonischen Kontaktnahme auf, um die Sachlage zu klären (act. 6/5).

1.5. Am 5. März 2025 fand ein Telefongespräch zwischen der Vorinstanz und 

dem Beschwerdeführer statt. Dabei erklärte der Beschwerdeführer, seine Mutter 

lebe noch und wohne im Altersheim E._____ C._____. Der Erbschein sei deshalb 

falsch. Die Vorinstanz kontaktierte daraufhin das entsprechende Altersheim, wel-

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ches ihr mitteilte, keine Person mit dem Namen B._____ zu kennen. Am 6. März 

2025 rief die Vorinstanz den Beschwerdeführer zurück und teilte ihm mit, sie sei 

für einen falschen Erbschein nicht zuständig. Er solle sich an das Bezirksgericht 

wenden (act. 6/6). 

1.6. Mit Verfügung vom 6. März 2025 trat die Vorinstanz auf das Schlichtungsge-

such nicht ein. Kosten erhob sie keine (act. 3 = act. 5 [Aktenexemplar] = act. 6/7).

2.

2.1. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 28. März 2025 (Datum Poststem-

pel) Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (act. 2). Er beantragt sinn-

gemäss, das Bezirksgericht Affoltern am Albis sei anzuweisen, den gefälschten 

Erbschein, das gefälschte Testament und den gefälschten Grabstein von B._____ 

für ungültig zu erklären und zu entfernen (act. 2 S. 1). Zur Begründung führte er 

aus, Erbschein, Testament und Grabstein seien Fälschungen. Seine Eltern 

(F._____ und B._____) seien seine genetischen Erzeuger. Er sei weder adoptiert 

noch stamme er von fremden Personen ab. Er verzichte definitiv auf das Studium 

der Rechtswissenschaften in G._____ und im Rest der Schweiz (act. 2 S. 1 f.). 

2.2. Mit Verfügung vom 2. April 2025 informierte die Kammer den Beschwerde-

führer über die formellen Anforderungen an eine Beschwerde (Antrags- und Be-

gründungserfordernis). Gleichzeitig wies sie ihn darauf hin, dass er die Be-

schwerde bis zum Ablauf der Beschwerdefrist ergänzen könne (act. 7).

2.3. Am 3. April 2025 und damit noch innerhalb der Beschwerdefrist ergänzte der 

Beschwerdeführer seine Beschwerde (act. 9). In seiner Beschwerdeergänzung 

führte er u.a. aus, seine Eltern und er seien lebend nach C._____ gezogen (act. 9 

S. 2).

2.4. Mit Eingaben vom 12. Mai 2025 und vom 31. Juli 2025 erklärte der Be-

schwerdeführer, er sei gerne bereit, die für die Umsetzung seiner Beschwerdean-

träge anfallenden Kosten selbst zu übernehmen. Er habe dafür bereits einen Be-

trag auf seinem Bankkonto reserviert (act. 11 f.).

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2.5. Die vorinstanzlichen Akten (act. 6/1-7) wurden von Amtes wegen beigezo-

gen. Weiterungen erübrigen sich. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

3. Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung und die offen-

sichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht werden (Art. 320 

ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind 

im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Angefochten ist ein 

Entscheid, mit welchem die Vorinstanz auf das Schlichtungsbegehren des Be-

schwerdeführers nicht eintrat. Der Beschwerdeführer kann daher im Beschwerde-

verfahren bloss verlangen, dass auf sein Schlichtungsgesuch einzutreten und zur 

Schlichtungsverhandlung vorzuladen sei. Soweit seine Beschwerdeanträge dar-

über hinausgehen und auf die Verpflichtung des Bezirksgerichts Affoltern am Al-

bis zu einem bestimmten Tun gerichtet sind, ist darauf nicht einzutreten. 

4.

4.1. Die Vorinstanz erwog, sie sei für die vorliegende Streitsache sachlich nicht 

zuständig, da das Bezirksgericht für die Ausstellung des Erbscheines zuständig 

sei. Auf das Schlichtungsgesuch sei daher nicht einzutreten (act. 5).

4.2. Eine Schlichtungsbehörde darf auf ein Schlichtungsgesuch nur dann man-

gels sachlicher Zuständigkeit nicht eintreten, wenn die sachliche Unzuständigkeit 

offensichtlich ist. Ansonsten gilt der Grundsatz, dass erst das Gericht die Prozess-

voraussetzungen prüft und über die Zuständigkeit der Schlichtungsbehörde und 

das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung entscheidet (Art. 59 f. ZPO; 

BGE 146 III 47 E. 3 und 4; BGE 146 III 265 E. 4.2; OGer ZH LU130001 vom 

30. April 2013 E. 3.2). 

4.3. Es ist somit nachfolgend zu prüfen, ob die sachliche Zuständigkeit der Vorin-

stanz offensichtlich nicht gegeben war. Dazu ist zunächst auf die Frage einzuge-

hen, was der Beschwerdeführer überhaupt beantragt. Die Beantwortung dieser 

Frage bereitet gewisse Schwierigkeiten, da der Beschwerdeführer in seinen Ein-

gaben an die Vorinstanz Begriffe verwendete ("Einsprache", "ungültig", "Fäl-

schung", "Testament", "Erbschein" usw.), die zu unterschiedlichen Schlüssen füh-

ren. Es kommt hinzu, dass die eingereichten Beilagen kaum etwas zum besseren 

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Verständnis der Ausführungen des Beschwerdeführers beitragen (vgl. act. 6/2). 

Die erwähnte Problematik schlug sich auch im angefochtenen Entscheid nieder. 

4.4. So ging die Vorinstanz in der Entscheidbegründung davon aus, der Be-

schwerdeführer wolle sich gegen die Ausstellung des Erbscheins wehren. Im Wi-

derspruch dazu führte sie als sinngemässes Rechtsbegehren des Beschwerde-

führers auf, es sei festzustellen, dass das Testament vom tt.mm.2009 und der 

Grabstein von Frau B._____ geboren am tt. November 1930 ungültig sei(en). Für 

die Ausstellung von Erbscheinen und die Entgegennahme von Einsprachen im 

Sinne von Art. 559 Abs. 1 ZGB ist das Einzelgericht am letzten Wohnsitz der ver-

storbenen Person zuständig (Art. 54 SchlT ZGB; § 24 lit. c und § 137 lit. d GOG 

i.V.m. Art. 248 lit. d und e ZPO). Ein Schlichtungsverfahren ist in diesem Zusam-

menhang nicht vorgesehen (Art. 198 lit. a ZPO). Die Vorinstanz wäre in der Tat 

für die Korrektur eines Erbscheins nicht sachlich zuständig. Demgegenüber ist die 

Klage auf Ungültigerklärung eines Testaments im Sinne von Art. 519 ff. ZGB mit 

einem Schlichtungsbegehren beim Friedensrichteramt einzuleiten (Art. 28 Abs. 1 

ZPO; Art. 197 f. ZPO). Würde man also auf das aufgeführte Rechtsbegehren ab-

stellen, wäre die sachliche Zuständigkeit der Vorinstanz gegeben.

4.5. Um das Anliegen des nicht anwaltlich vertretenen und in seinen Eingaben 

zuweilen desorientiert wirkenden Beschwerdeführers zu verstehen, müssen seine 

Ausführungen im Gesamtkontext betrachtet werden. Der Beschwerdeführer führte 

in der Eingabe vom 6. Februar 2025 aus, er wolle den Erbschein und das Testa-

ment dahingehend geändert haben, dass stehe, seine Mutter sei am tt.mm.2009 

in Zürich nicht gestorben (act. 6/4). Bereits in seiner ersten Eingabe vom 24. Ja-

nuar 2025 hatte der Beschwerdeführer erklärt, er wohne mit seinen Eltern in 

C._____ (act. 6/1). Anlässlich des Telefongesprächs mit der Vorinstanz vom 

5. März 2025 führte er sodann aus, seine Mutter lebe noch und wohne im Alters-

heim E._____ C._____ (act. 6/6). Der Beschwerdeführer ist somit der festen 

Überzeugung, dass seine Mutter noch lebt. Aufgrund dessen stellen für ihn alle 

Urkunden und Symbole, welche den Tod seiner Mutter bestätigen, "Fälschungen" 

dar. Entsprechend will er nicht nur den Erbschein, sondern auch den Grabstein 

für ungültig erklären lassen (vgl. act. 6/1). Der Beschwerdeführer wünscht somit in 

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erster Linie die gerichtliche Feststellung, dass seine Mutter am tt.mm.2009 nicht 

gestorben ist und noch lebt. Anhaltspunkte dafür, dass überhaupt ein Testament 

seiner Mutter existiert, bestehen keine. Beim Rechtsbegehren des Beschwerde-

führers handelt es sich deshalb richtig besehen um eine Klage über den Perso-

nenstand. Klagen über den Personenstand sind vom Schlichtungsobligatorium 

ausgenommen (Art. 198 lit. b ZPO). Das hat seinen Grund darin, dass ein 

Schlichtungsverfahren sinnlos wäre, weil Personenstandsklagen grundsätzlich 

nicht einvernehmlich erledigt werden können (BSK ZPO-INFANGER, 4. Aufl. 2024, 

Art. 198 N 17). Auch vorliegend ist eine einvernehmliche Erledigung des Anlie-

gens des Beschwerdeführers ausgeschlossen. Dies zeigt sich nur schon darin, 

dass sich die Klage gegen "Unbekannt" und nicht wie bei zivilrechtlichen Klagen 

üblich gegen eine konkret bezeichnete, beklagte Partei richtet. Die Durchführung 

eines Schlichtungsverfahrens würde von vornherein keinen Sinn ergeben. Dem-

zufolge ist die sachliche Zuständigkeit der Vorinstanz offensichtlich nicht gege-

ben.

4.6. Zusammenfassend ist der angefochtene Entscheid im Ergebnis richtig. Die 

Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

5.

Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten dem unterliegenden Beschwerde-

führer aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Entscheidge-

bühr ist auf Fr. 100.– festzusetzen (vgl. § 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 3 Abs. 1 GebV 

OG). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen.

Es wird erkannt:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.– festgesetzt und 

dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

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4.

Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an das Bezirksgericht Affol-

tern am Albis sowie an das Friedensrichteramt Affoltern am Albis, je gegen 

Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-

nert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit..

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
28. August 2025