# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30d8df0c-3a96-5ef2-9341-ae51929dbe1c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.06.2019 BVGE 2019 V/2
**Docket/Reference:** BVGE-2019-V-2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2019-V-2_2019-06-06

## Full Text

Zulassung von Spit&auml;lern (Kanton) | Krankenversicherung. Kantonale Spitalplanung. Beschwerdelegitimation
eines Kantons. Pflicht zur interkantonalen Koordination bei Anpassung der Spitalliste. 
			

			

				Art. 48 Abs. 1 VwVG. Art. 39 Abs. 2 KVG. Art. 58b
Abs. 2 und Abs. 3, Art. 58d KVV. 
			

			

				1.      Das Interesse eines
Kantons an seiner bedarfsgerechten Versorgungsplanung ist als wesentliches hoheitliches Interesse
zu qualifizieren, das die Bejahung der Rechtsmittelbefugnis rechtfertigt (E. 2.2.3).
			

			

				2.      Werden mit der Erteilung
eines neuen Leistungsauftrags neue Kapazitäten geschaffen, die Auswirkungen auf die Patientenströme
zwischen benachbarten Kantonen (resp. innerhalb einer Versorgungsregion) haben können, muss
vorgängig eine interkantonale Koordination erfolgen (E. 4.3â¿¿4.7.2).
			

			

				3.      Die Koordinationspflicht
geht über eine Anhörung hinaus. Sie schränkt aber die Planungshoheit der Kantone grundsätzlich
nicht ein (E. 4.8.1â¿¿4.9.2). 
			

			

				4.      Für die Feststellung
einer Versorgungslücke sind die Planungskriterien (insb. Art. 58b
Abs. 2 und Abs. 3 KVV) zu berücksichtigen (E. 5).
			

			

2019-12-30T11:00:04Z