# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 329bd3e4-bd37-5618-9147-05cad4781704
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2010 C-4820/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4820-2007_2010-03-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4820/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter Michael Peterli, 
Richter Ronald Flury, 
Gerichtsschreiber Marc Hunziker.

I._______,
vertreten durch Regula Schwaller, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung der IVSTA vom 11. Juni 2007 
(Rentenrevision).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4820/2007

Sachverhalt:

A.
Der  in  seiner  Heimat  aufgewachsene  spanische  Staatsbürger 
I._______  arbeitete  von  1995  bis  2001  in  einem  Aargauer  Hotel-
betrieb, zuerst als Portier und danach im technischen Dienst, und ent-
richtete entsprechend Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). 1998 wurde dem seit 
Jahren  unter  Kreuzschmerzen  leidenden  Versicherten  eine  Diskus-
hernie operiert. Nachdem sich die Symptomatik anfänglich besserte, 
begann  sie  sich  rund  ein  Jahr  nach  der  Operation  wieder  zu  ver-
schlechtern. Nach einem weiteren Bandscheibenvorfall waren die Be-
schwerden  an der  Lendenwirbelsäule  mit  Schmerzausstrahlungen in 
das linke Bein so ausgeprägt, dass er ab Februar 2001 selbst leichte 
Arbeiten  bei  einem  halbierten  Arbeitspensum  nicht  mehr  ausführen 
konnte. Die IV-Stelle Aargau sprach ihm deshalb mit Wirkung ab dem 
1. Februar 2002 eine ganze Rente zu (act. 16).

B.
Am  12. Oktober  2005  teilte  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland 
dem  in  der  Zwischenzeit  in  seine  Heimat  zurückgekehrten  Ver-
sicherten  mit,  dass  sie  zur  Durchführung  der  Rentenrevision  beim 
spanischen Instituto  Nacional  de  la  Seguridad Social  neue ärztliche 
Unterlagen angefordert  habe (act. 32). Dem von der spanischen Be-
hörde  bei  Dr. G._______  in  Auftrag  gegebenen  Gutachten  vom 
15. Dezember  2005  lässt  sich  entnehmen,  dass  der  Versicherte 
bezüglich seiner zuletzt ausgeübten Beschäftigung zu hundert Prozent 
arbeitsunfähig  sei,  ihm  dagegen  Arbeiten,  welche  die  Wirbelsäule 
mechanisch  nicht  beanspruchten,  zugemutet  werden  könnten 
(act. 49). Der IV-Stellenarzt Dr. R._______ hielt in seinem Bericht vom 
30. August  2006 fest,  dass für  den Versicherten die Ausübung einer 
leichten  Tätigkeit  im  Umfang  von  fünfzig  Prozent,  insbesondere  im 
Detailhandel,  in der Administration sowie im Bereich der öffentlichen 
und  persönlichen  Dienstleistungen,  in  Frage  käme  (act. 51).  Die  IV-
Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) errechnete 
daraufhin einen invaliditätsbedingten Einkommensverlust  von 55 Pro-
zent und verfügte am 11. Juni 2007 die bisher bezahlte ganze Rente 
ab dem 1. August 2007 durch eine halbe Rente zu ersetzen (act. 70).

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C.
Gegen diese Verfügung erhob I._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führer)  mit  Eingabe vom 12. Juli  2007 Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht.  Er  beantragte  sinngemäss,  die  angefochtene  Ver-
fügung  unter  Kostenfolge  aufzuheben  und  ihm  weiterhin  eine  volle 
Rente zuzusprechen oder eventualiter die Sache zur Neubeurteilung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung machte er, unter 
Einreichung weiterer medizinischer Unterlagen, geltend, dass es ihm 
gesundheitlich sehr schlecht gehe und ihm eine Erwerbstätigkeit nicht 
mehr zugemutet werden könne. Arbeitsversuche seien wegen akuten 
Schmerzen  und  Blockierungen  gescheitert.  Im  Übrigen  hätten  die 
jahrelangen  körperlichen  Beschwerden  zur  Verschlechterung  seines 
psychischen  Zustandes  geführt,  weshalb  er  heute  auch  aus 
psychiatrischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig sei.

D.
Mit  Vernehmlassung  vom  20. Dezember  2007  beantragte  die  Vor-
instanz, die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung verwies sie auf 
die  Protokolle  ihrer  Sitzungen  vom  19. Oktober  2006  (act. 53), 
15. März  2007  (act. 65)  und  13. Dezember  2007  (act. 74).  Demnach 
sei bereits im Rapport von Dr. med. S._______ vom 12. August 2002 
sowie  im  Bericht  der  Herren  Dres.  med. Z._______  und  E._______ 
vom  26. Juli  2001  dem  Beschwerdeführer  bezüglich  einer  seinen 
Möglichkeiten  angepassten  Ersatztätigkeit  eine  Arbeitsfähigkeit  von 
fünfzig Prozent attestiert worden. Die IV-Stelle Aargau habe ihm aber 
zu Unrecht eine ganze Rente zugesprochen, da sie fälschlicherweise 
davon ausgegangen sei,  dass  er  nur  in  einer  geschützten Werkstatt 
und  nicht  auf  dem  freien  Arbeitsmarkt  eine  solche  Beschäftigung 
finden könne. Ferner handle es sich bei den Beschwerden, welche bei 
Durchführung  von Arbeitsversuchen  mit  angepasster  Tätigkeit  sofort 
zugenommen hätten, um die Klagen des Beschwerdeführers, welche 
somit  subjektiver  und nicht  objektiver  Natur  seien. Im Übrigen stehe 
der  Sachverhalt  eindeutig  fest,  weshalb  weitere  Abklärungen  über-
flüssig  seien. Die  eingereichten  Röntgenbilder  würden  die  Diagnose 
einer  mittelschweren  Arthrose  bestätigen,  die  funktionellen  Aus-
wirkungen seien ebenfalls hinreichend dokumentiert,  und die geltend 
gemachte Depression, welche von der Kürzung der Rente herrühren 
dürfte, sei behandelbar.

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E.
Mit Replik vom 26. Februar 2008 hielt der Beschwerdeführer fest, dass 
sich  seine  physische  und  psychische  Gesundheit  seit  der  Rückkehr 
nach  Spanien  verschlechtert  habe,  wobei  die  Verschlechterung  des 
psychischen  Zustandes  nicht  im  Zusammenhang  mit  der  Renten-
revision  stünde.  Er  sei  in  vermehrtem  Masse  mit  zunehmenden 
Schmerzen  konfrontiert,  welche  seine  Bewegungen  stark  ein-
schränkten und einen regelmässigen Arbeitseinsatz verunmöglichten. 
Auch sei  zu  seinen Rückenbeschwerden eine  deutliche Arthrose an 
beiden Kniegelenken hinzugekommen. Im Übrigen leide er an Schlaf-
störungen, welche eine Regeneration verhinderten.

F.
Mit Duplik vom 19. März 2008 hielt  die Vorinstanz an ihren Anträgen 
und Ausführungen fest. Ergänzend brachte sie vor, dass die Befunde 
an  den  Kniegelenken  einer  leichten  Verweisungstätigkeit  nicht  ent-
gegenstünden.

G.
Mit Triplik vom 14. Mai 2008 reichte der Beschwerdeführer zwei neue 
Arztberichte  ein,  wonach er  seit  einem Jahr  zusätzlich  an  einer  mit 
Schmerzen  verbundenen  Einschränkungen  der  Beweglichkeit  des 
rechten  Schultergelenks  sowie  an  von  der  Halswirbelsäule  her-
rührenden  Ausstrahlungen  in  die  Arme  und  sensiblen  Ausfällen  an 
beiden Händen, insbesondere an der rechten, an welcher ausserdem 
Morbus Dupuytren,  eine  krankhafte  Veränderung  des  Bindegewebes 
der  Handinnenfläche,  diagnostiziert  wurde,  leide.  Der  Neurologe 
Dr. S._______ beurteilte seine Arbeitsfähigkeit bei einer angepassten 
Tätigkeit  auf  höchstens  zwanzig  Prozent.  Gemäss  dem  Rheumato-
logen Dr. med. P._______ ist er dagegen überhaupt nicht mehr in der 
Lage eine solche Beschäftigung auszuüben.

H.
Mit  Quadruplik  vom 24. Juni  2008  hielt  die  Vorinstanz  an  ihren  An-
trägen  fest  und  verwies  auf  die  Stellungnahme  ihres  ärztlichen 
Dienstes  vom  19. Juni  2008,  wonach  die  neu  geltend  gemachten 
Schulterschmerzen  nur  bei  Überlastung  des  rechten  Armes  ent-
stünden  und  gut  behandelbar  seien.  Auch  könne  der  Morbus 
Dupuytren,  welcher  wahrscheinlich  schon  vorbestanden  habe,  durch 
eine einfache Operation kuriert werden (act. 75).

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I.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  in  den  nach-
folgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-
Stelle  für  Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bun-
desverwaltungsgerichts  gehört  (Art. 33  Bst. d VGG; vgl.  auch  Art. 69 
Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959  über  die  In-
validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme mit Bezug auf 
das Sachgebiet ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist 
(Art. 3 Bst. dbis VwVG).

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Revi-
sionsentscheid der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 11. Juni 
2007. Der Beschwerdeführer hat frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG) 
Beschwerde erhoben. Durch  die  Verfügung  ist  er  besonders  berührt 
und hat  ein  schutzwürdiges  Interesse an deren Änderung  oder  Auf-
hebung (Art. 59 ATSG).

1.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Vorliegend  ist  der  Vorsitz  im  Beschwerdeverfahren  Mitte 
März 2009 auf die Abteilung II übergegangen. Der Spruchkörper setzt 
sich neu zusammen aus Richter Hans Urech und Richter Ronald Flury 
der Abteilung II und Richter Michael Peterli der Abteilung III.

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2.

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine 
kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

2.2 Gemäss  Art. 40  Abs. 1  Bst. a  der  Verordnung  vom  17. Januar 
1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR 831.201)  ist  die  IV-
Stelle,  in  deren  Tätigkeitsgebiet  die  Versicherten  ihren  Wohnsitz 
haben,  zur  Entgegennahme und  Prüfung  der  Anmeldung  zuständig. 
Der  Beschwerdeführer  hatte  seinen  Wohnsitz  in  Schinznach  Bad, 
weshalb das Verfahren um Zusprache einer Invalidenrente in die Zu-
ständigkeit  der  IV-Stelle  Aargau  fiel.  Im  Jahr  2004  nahm  der  Be-
schwerdeführer  wieder  Wohnsitz  in  seiner  Heimat  Spanien.  Die  IV-
Stelle für Versicherte im Ausland war somit zuständig, das vorliegende 
Rentenrevisionsverfahren durchzuführen und die  entsprechende Ver-
fügung zu erlassen.

3.
Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der 
Europäischen Union, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 
getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(Freizügigkeitsabkommen,  FZA,  SR 0.142.112.681),  insbesondere 
dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Si-
cherheit  regelt,  anwendbar  ist  (vgl.  Art. 80a IVG,  in  Kraft  seit  dem 
1. Juni  2002). Das  Freizügigkeitsabkommen setzt  die  verschiedenen 
bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Euro-
päischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt 
wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der 
sozialen  Sicherheit  koordiniert,  um  insbesondere  die  Gleich-
behandlung  aller  Mitglieder  der  Vertragsstaaten  zu  gewährleisten. 
Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 
14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1)  haben die  Personen,  die im Ge-
biet  eines Mitgliedstaates wohnen,  für  die diese Verordnung gilt,  die 
gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines 
Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, so-

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weit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vor-
sehen.  Demnach  richtet  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Be-
schwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung nach dem 
schweizerischen Recht, insbesondere dem IVG sowie der IVV.

4.

4.1 Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine schwei-
zerische  Invalidenrente  hat.  Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben,  und weil  nach 
ständiger Praxis der Sozialversicherungsgerichte in der Regel auf den 
bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes 
(hier:  11. Juni  2007)  eingetretenen  Sachverhalt  abgestellt  wird 
(BGE 132  V  2  E. 1,  129  V  4  E. 1.2  mit  Hinweisen),  sind  im  vor-
liegenden  Fall  die  auf  den  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Be-
stimmungen der 4. IV-Revision anwendbar, nicht  aber diejenigen der 
5. IV-Revision. Im Folgenden werden deshalb die bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Bestimmungen  des  IVG  und  der  Verordnung  vom 
17. Januar  1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR 831.201) 
zitiert.

4.2 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 1  Abs. 1 IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur  Ar-
beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 
und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schwei-
zerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches  Versicherungs-
gericht  [EVG])  erkannt,  dass  es  sich  bei  den in  Art. 3-13 ATSG ent-
haltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um eine  formellgesetzliche 
Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  ent-
sprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130  V  343  E. 3.1,  3.2  und  3.3).  Auch  die  Normierung  des 
Art. 16 ATSG  führt  nicht  zu  einer  Modifizierung  der  bisherigen 
Judikatur  zur  Invaliditätsbemessung bei  erwerbstätigen  Versicherten, 
welche weiterhin nach der angestammten Methode des Einkommens-
vergleichs vorzunehmen ist (BGE 129 V 224 E. 4.3, 131 V 53 E. 5.1.2).

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5.

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art. 4 IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung er-
forderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

5.2 Anspruch  auf  eine  ganze Invalidenrente  besteht  gemäss  Art. 28 
Abs. 1 IVG bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, Anspruch 
auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen von mindestens 60%, auf 
eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% und auf eine 
Viertelsrente  ab  einem  solchen  von  40%.  Gemäss  Abs. 1ter dieser 
Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% 
entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn-
sitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13 ATSG)  in  der  Schweiz 
haben. Nach der Rechtsprechung des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG 
nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere An-
spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen;  Art. 16 ATSG).  Der  Einkommensvergleich  hat  in 
der Regel  in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 
Erwerbseinkommen  ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und 
einander  gegenübergestellt  werden,  worauf  sich  aus  der  Ein-
kommensdifferenz  der  Invaliditätsgrad  bestimmen  lässt.  Insoweit  die 
fraglichen  Erwerbseinkommen  nicht  genau  ermittelt  werden  können, 
sind  sie  nach  Massgabe  der  im  Einzelfall  bekannten  Umstände  zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu 
vergleichen  (allgemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

5.4 Der Begriff  der Invalidität  ist  demnach nicht  nach dem Ausmass 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der dar-
aus folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 

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V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur 
im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn 
erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten 
(Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätz-
lich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen 
zu ermitteln. Das heisst,  dass  es  bei  der  Bemessung  der  Invalidität 
einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktio-
nellen  Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem vom 
Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung  überein-
stimmen müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem sind 
die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  auch  das  Gericht  auf  Unter-
lagen  angewiesen,  die  der  Arzt  und  gegebenenfalls  auch  andere 
Fachleute zur Verfügung gestellt haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet 
werden können (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Be-
urteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der 
Erwerbsfähigkeit,  obliegen  dagegen  der  Verwaltung  und  im  Be-
schwerdefall dem Gericht.

5.5 Hinsichtlich der Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente 
schreibt Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung) vor, dass der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG 
frühestens in dem Zeitpunkt  entsteht,  in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig bzw. bleibend invalid (vgl. 
THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,  Bern 2003, 
§52 N13) geworden ist  (Bst. a: Dauerinvalidität)  oder  während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40% arbeitsun-
fähig gewesen war (Bst. b: langdauernde Krankheit).

Für  die  Annahme bleibender  Invalidität  im  Sinne  von  Art. 29  Abs. 1 
Bst. a IVG  und  Art. 29 IVV  ist  nach  ständiger  Rechtsprechung  des 
EVG eine überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich, dass ein weit-
gehend  stabilisierter,  im  Wesentlichen  irreversibler  Gesundheits-
schaden  vorliegt,  welcher  die  Erwerbsfähigkeit  der  versicherten 

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Person  voraussichtlich  dauernd  in  rentenbegründendem  Ausmass 
beeinträchtigen wird. Als  relativ stabilisiert  kann ein labil  gewesenes 
Leiden nur dann betrachtet werden, wenn sich sein Charakter deutlich 
in der Weise geändert hat, dass vorausgesehen werden kann, in ab-
sehbarer  Zeit  werde  keine  praktisch  erhebliche  Wandlung  mehr 
erfolgen (BGE 119 V 102 E. 4a mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung 
führt  dazu, dass die Annahme bleibender Invalidität  im Rahmen von 
Art. 29 IVG Seltenheitswert hat; in Betracht fällt sie etwa bei Amputa-
tionen (ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
IVG, Zürich 1997,  S. 232 f.,  mit  weiteren Hinweisen). Fehlen die ge-
nannten  restriktiven  Kriterien,  so  ist  die  Frage,  wann  ein  allfälliger 
Rentenanspruch entsteht und mithin der Versicherungsfall eintritt, stets 
nach Massgabe von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG zu prüfen. Die in dieser 
Bestimmung  vorgesehene  Wartezeit  von  einem  Jahr  bezweckt  die 
Abgrenzung  zwischen  den  Aufgaben  der  Invalidenversicherung  und 
denjenigen  der  sozialen  Kranken-  und  Unfallversicherung;  letztere 
haben während der Wartezeit in erster Linie für den Erwerbsausfall bei 
Krankheit  oder  Unfall  aufzukommen  (BGE 111  V  23  E. 3a).  Nach 
Art. 29ter IVV liegt ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit 
im  Sinne  von  Art. 29  Abs. 1  Bst. b IVG  vor,  wenn  die  versicherte 
Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig 
war.

6.
Ändert  sich  der  Invaliditätsgrad  einer  Rentenbezügerin  oder  eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von 
Invalidenrenten  wurde  vom  Gesetzgeber  in  Weiterführung  der  ent-
sprechenden  bisherigen  Regelungen  in  Art. 17  Abs. 1  ATSG  auf-
genommen. Die zu altArt. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) ent-
wickelte Rechtsprechung ist daher grundsätzlich weiterhin anwendbar 
(BGE 130  V  343  E. 3.5.4,  in  BGE 133  V  108  nicht  publizierte  E. 2 
[Urteil EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

6.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und 
damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen.  Eine  Invalidenrente  ist 
demgemäss  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des 
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-

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heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE  130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung  die  bloss  unterschiedliche  Beurteilung  der  Aus-
wirkungen  eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Gesund-
heitszustandes  auf  die  Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen 
keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil 
BGer 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 
S. 13 E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 
V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

6.2 Ob  eine  unter  revisionsrechtlichen  Gesichtspunkten  erhebliche 
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sach-
verhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person er-
öffneten  rechtskräftigen  Verfügung,  welche  auf  einer  materiellen 
Prüfung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhalts-
abklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommens-
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur 
Zeit  der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheent-
scheides; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4).

7.
Aufgrund der soeben dargelegten Grundsätze ist im vorliegenden Ver-
fahren  zu  prüfen,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  und  die  Arbeits-
fähigkeit  des  Beschwerdeführers  seit  der  rentenzusprechenden  Ver-
fügung im Jahre 2002 bis zum 11. Juni 2007 massgeblich verbessert 
haben. 

7.1 Gemäss  dem  Bericht  der  Herren  Dres.  med. Z._______  und 
E._______  vom  26. Juli  2001  (act. 40),  den  Ausführungen  von 
Dr. H._______ vom 24. August 2001 (act. 42)sowie dem Rapport von 
Dr. med. S._______  vom  12. August  2002  (act. 48),  welche  für  die 
Rentenzusprache entscheidend waren, ist der Beschwerdeführer auf-
grund  seiner  Rückenleiden  für  seine  bisherige  Beschäftigung  nicht 
mehr, für leichte Tätigkeiten dagegen zu fünfzig Prozent arbeitsfähig. 
Aufgrund  der  Schilderungen  von  Dr. med. S._______,  wonach  die 
Rückenschmerzen unter körperlicher Belastung zunähmen und es zu 
einer  Blockierung  der  Lendenwirbelsäule  käme,  kam  die  Berufs-
beratung in ihrem Bericht vom 3. Oktober 2002 zum Schluss, dass es 
für  den  Beschwerdeführer  unrealistisch  sei,  in  der  freien  Wirtschaft 

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eine leichte Teilzeitarbeit  zu finden, bei der nötigenfalls noch weitere 
gesundheitsbedingte  Leistungseinbussen in  Kauf  genommen werden 
könnten (act. 14). Davon ausgehend, dass der Beschwerdeführer nur 
an  einen  Arbeitsplatz  im  geschützten  Rahmen  vermittelbar  sei, 
errechnete  die  IV-Stelle  Aargau  eine  Erwerbseinbusse  von  rund 
neunzig Prozent, weshalb sie ihm eine ganze Rente zusprach.

7.2 Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der 
Arbeitsfähigkeit  stützte  sich  die  Vorinstanz  auf  das  Gutachten  von 
Dr. G._______ vom 15. Dezember 2005 (act. 49). Demnach leide der 
Beschwerdeführer an einer linksseitigen Ischias, einer postoperativen 
Bandscheibenabnutzung  im  Kreuzbereich  sowie  einer  Arthrose  der 
Halswirbelsäule  und  der  Kniegelenke.  Die  linke  Lendenmuskulatur 
ziehe sich zusammen und er könne sich aufgrund der Schmerzen nur 
begrenzt beugen. Auch käme es beim Biegen der Knie, insbesondere 
dem  linken,  zu  einer  schmerzhaften  Reibung  mit  der  Kniescheibe. 
Jedoch  seien  die  Kniegelenke  nicht  entzündet,  die  Muskelreflexe 
normal,  die  Balance  vollständig  sowie  die  Beinmuskulatur  gut  ent-
wickelt,  weshalb  er  beschwerdefrei  gehen könne. Sein  Gesundheits-
zustand  könne  durch  medizinische  Behandlung  noch  verbessert, 
jedoch  nicht  geheilt  werden.  Der  Beschwerdeführer  sei  bezüglich 
seiner  letzten  Tätigkeit  zu  hundert  Prozent  arbeitsunfähig.  Dagegen 
sei  er  imstande,  Beschäftigungen  nachzugehen,  welche  die  Wirbel-
säule  mechanisch  nicht  beanspruchen  würden.  Er  sei  aber  nicht 
empfänglich, sich wieder eingliedern zu lassen.

7.3 Der Beschwerdeführer vertrat dagegen in seiner Beschwerde die 
Auffassung, dass sich seine gesundheitliche Situation seit der renten-
zusprechenden Verfügung verschlechtert  habe. Er sei in vermehrtem 
Masse mit zunehmenden Schmerzen konfrontiert, welche ihn in seinen 
Bewegungen  stark  einschränken  würden.  Neu  seien  auch  Be-
schwerden an der Halswirbelsäule mit Ausstrahlungen in den rechten 
Arm und herabgesetzter  Empfindlichkeit  in  der  rechten Hand hinzu-
gekommen. Im  Übrigen  hätten  die  dauernden  Schmerzen  sowie  die 
Unmöglichkeit  etwas  aus  eigener  Kraft  zu  realisieren,  zu  einer  Ver-
schlechterung  seines  psychischen  Zustandes  geführt,  weshalb  ihm 
eine  Erwerbstätigkeit  auch  aus  psychiatrischer  Sicht  nicht  mehr  zu-
mutbar sei. Zur Untermauerung seiner Aussagen verwies er auf  das 
Gutachten  der  Psychologin A._______  vom  29. Dezember  2005 
(act. 62),  den  Bericht  von  Dr. med. S._______  vom  10. April  2008 
sowie  den  Rapport  von  Dr. med. P._______  vom  25. April  2008. 

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Gemäss  dem  psychologischen  Gutachten  verfüge  der  Beschwerde-
führer  über  eine  zur  Abhängigkeit  neigende,  selbstzerstörerische 
Persönlichkeit.  Er  leide  an  einer  schweren  Depression  sowie  an 
Angstzuständen. Bei ihm zeigten sich Symptome der Traurigkeit,  der 
Unruhe, der Schuld, des Pessimismus sowie Angst und Unsicherheit 
bezüglich  der  Zukunft.  Es  bestehe  die  Gefahr,  dass  Selbstmord-
gedanken aufkommen könnten und es werde dem Beschwerdeführer 
daher die Einleitung einer Therapie gegen die Depression, die Angst-
zustände und die  unpassenden  Persönlichkeitsmerkmale  empfohlen. 
Den  Arztberichten  von  Dr. med. S._______  und  von 
Dr. med. P._______ lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
seit einem Jahr zusätzlich an einer mit Schmerzen verbundenen Ein-
schränkung der Beweglichkeit  des rechten Schultergelenks sowie an 
von der Halswirbelsäule herrührenden Ausstrahlungen in die Arme und 
sensiblen Ausfällen an beiden Händen, insbesondere an der rechten, 
an  welcher  ausserdem  Morbus  Dupuytren,  eine  krankhafte  Ver-
änderung  des  Bindegewebes  der  Handinnenfläche,  diagnostiziert 
wurde,  leide.  Der  Neurologe  Dr. S._______  beurteilt  seine  Arbeits-
fähigkeit bei einer angepassten Tätigkeit auf höchstens zwanzig Pro-
zent. Gemäss dem Rheumatologen Dr. med. P._______ ist er dagegen 
überhaupt  nicht  mehr in  der Lage eine solche Beschäftigung auszu-
üben.

7.4
Zeitlicher  Referenzpunkt  für  die  Überprüfung  des  Gesundheits-
zustandes  und  der  Erwerbsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  ist  das 
Datum  der  streitigen  Revisionsverfügung,  der  11. Juni  2007 
(vgl. E.6.2). Die medizinischen Rapporte  von Dr. med. S._______ und 
von  Dr. med. P._______  stammen  vom  10.  bzw.  25. April  2008  und 
wurden somit rund zehn Monate nach der Revisionsverfügung erstellt. 
Den  beiden  Arztberichten  lässt  sich  entnehmen,  dass  der  Be-
schwerdeführer  seit  etwa  einem  Jahr  zusätzlich  über  eine  mit 
Schmerzen verbundene Einschränkung der Beweglichkeit des rechten 
Schultergelenks  sowie  über  von  der  Halswirbelsäule  herrührende 
Ausstrahlungen  in  die  Arme  und  sensible  Ausfälle  an  den  Händen 
klage. Zum massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen 
Verfügung  dürften  diese  Leiden  höchstens  im  Anfangsstadium  vor-
handen gewesen sein und keinen relevanten Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers gehabt haben. Im Übrigen lässt sich 
anmerken,  dass  diese  Beschwerden  gemäss  dem  medizinischen 
Dienst  der  Vorinstanz  auch  zum  Untersuchungszeitpunkt  kaum 

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relevant gewesen sein dürften. Die Schulterbeschwerden träten einzig 
bei Überlastung der Arme auf, was bei leichten Tätigkeiten nicht der 
Fall sein dürfte, und der Morbus Dupuytren könne durch einen simplen 
chirurgischen Eingriff behoben werden.

7.5 Dem  auf  Anfrage  der  Vorinstanz  vom  spanischen  Instituto 
Nacional  de  la  Seguridad  Social  bei  Dr. G._______  in  Auftrag  ge-
gebene  Gutachten  vom  15. Dezember  2005  lässt  sich  entnehmen, 
dass der Beschwerdeführer an einer durch die Bandscheibenoperation 
von  1998  sowie  durch  Degeneration  bedingten  Abnutzung  der 
Lendenwirbelsäule,  linksseitigen  Ischiasbeschwerden  sowie  Arthrose 
an  beiden  Kniegelenken  und  der  Halswirbelsäule  leide.  Diese 
Diagnose  stimmt  mit  derjenigen  des  vom  Beschwerdeführer  ein-
gereichten  Arztberichtes  von  Dr. T._______  vom  25. Januar  2006 
(act. 59)  vollständig  überein  und dürfte  auch  zum Zeitpunkt  des  Er-
lasses der angefochtenen Verfügung noch aktuell  gewesen sein. Von 
der  Erkrankung  an  der  Halswirbelsäule  abgesehen,  wurde  die 
Symptomatik bereits in den zahlreichen Attesten aus den Jahre 2001 
und 2002 festgehalten.

Gemäss  Dr. T._______  zeige  sich  beim  Beschwerdeführer  eine 
beginnende Arthrose an der  Halswirbelsäule und den Kniegelenken, 
wobei  ihn  letztere  vor  allem  beim  Beugen  störe.  Von  starken 
Schmerzen, wie er sie an der Lendenwirbelsäule verspürt, ist dagegen 
nicht  die  Rede.  Auch  waren  zu  jenem  Zeitpunkt  noch  keine  Aus-
strahlungen in die Arme vorhanden. Die Arthrose scheint somit keinen 
grossen  Einfluss  auf  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  zu 
haben.

Problematischer  erscheint  dem  Bundesverwaltungsgericht  dagegen 
die Beschwerden an der Lendenwirbelsäule mit den Ausstrahlungen in 
das linke Bein. Die Mediziner sind sich einig, dass dem Beschwerde-
führer  die  bisherige  Tätigkeit  nicht  mehr  zuzumuten ist. Bei  leichten 
Arbeiten  gehen  die  Meinungen  dagegen  auseinander.  Gemäss  den 
vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten von Dr. T._______ 
vom 25. Januar 2006 und von Dr. med. P._______ vom 25. April 2008 
ist der Beschwerdeführer auch bezüglich angepasster Tätigkeiten voll-
ständig arbeitsunfähig, wobei letzterer Arzt dafür insbesondere die von 
der Halswirbelsäule herrührenden Ausstrahlungen in die Arme sowie 
die  Schulterbeschwerden als  massgeblich  ansieht. Der  behandelnde 
Arzt  Dr. med. S._______ kommt in seinem Attest  vom 10. April  2008 

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– ebenfalls  unter  Mitberücksichtigung  der  zum  Verfügungszeitpunkt 
noch nicht  oder erst  im Anfangsstadium vorhandenen Leiden – zum 
Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Beschäftigung 
höchstens  zwanzig  Prozent  betrage.  Demgegenüber  hielt 
Dr. G._______ in ihrem Gutachten vom 15. Dezember 2005 fest, dass 
der Beschwerdeführer beschwerdefrei gehen könne und ihm Arbeiten, 
welche  die  Wirbelsäule  mechanisch  nicht  beanspruchen,  unein-
geschränkt zugemutet werden könnten. Die Ärztin geht somit bezüg-
lich  einer  adaptierten  Beschäftigung  von  der  vollen  Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers aus.

Dem  Bundesverwaltungsgericht  erscheint  dies  vertretbar,  denn  so-
lange der Beschwerdeführer weder seinen Rücken stark beugen noch 
sein linkes Bein weit hochheben muss und seine Position von Zeit zu 
Zeit verändern kann, insbesondere zwischen sitzenden und stehenden 
Tätigkeiten abwechseln kann, ist mit einer Schmerzzunahme nicht zu 
rechnen. Die vom IV-Stellenarzt Dr. R._______ in seinem Bericht vom 
30. August  2006  festgehaltenen  leichten  Beschäftigungen  im  Detail-
handel,  in  der  Administration  sowie  im  Bereich  der  öffentlichen  und 
persönlichen Dienstleistungen, wie beispielsweise jene als Museums-
aufseher,  Ticketverkäufer,  Archivmitarbeiter  etc.,  können  diese  An-
forderungen  erfüllen.  Dagegen  sind  die  gemäss  Bericht  von 
Dr. med. S._______  vom  11. September  2002  infolge  Zunahme  der 
Beschwerden  abgebrochenen  Arbeitsversuche  nicht  belegt.  Zudem 
dürfte es sich bei den sich verstärkten Leiden, wie die Vorinstanz zu 
Recht  befand,  um Klagen  des Beschwerdeführers  gehandelt  haben, 
welche subjektiver und nicht objektiver Natur sind.

Ferner  sind Berichte  der  behandelnden  Ärzte  aufgrund  deren  auf-
tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten generell mit Vorbe-
halt  zu  würdigen  (BGE 125 V 351  E. 3b/cc).  Dagegen  ist  den  im 
Rahmen  des  Verwaltungsverfahrens  eingeholten  Gutachten  externer 
Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und 
Untersuchungen  sowie  nach  Einsicht  in  die  Akten  Bericht  erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge-
langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, so-
lange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen  (BGE 125 V 351  E. 3b/bb  mit  Hinweisen).  In  casu  liegen 
keine Hinweise  vor, wonach das Gutachten von Dr. G._______ nicht 
lege artis  erstellt  worden wäre. Im Übrigen sei  angemerkt,  dass die 
Vorinstanz, indem sie bezüglich angepasster Tätigkeiten nicht von der 

Seite 15

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vollen,  sondern nur von einer fünfzigprozentigen Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers ausgeht,  seinem Therapiebedürfnis und erhöhten 
Erholungsbedarf genügend Rechnung trägt.

7.6 Der  Beschwerdeführer  machte  ferner  unter  Hinweis  auf  den 
Rapport der Psychologin A._______ vom 29. Dezember 2005 geltend, 
dass sich sein psychischer Zustand aufgrund der jahrelangen körper-
lichen  Beschwerden  verschlechtert  habe,  weshalb  er  nun  auch  aus 
psychiatrischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig sei. Im Bericht wird dem 
Patienten  aufgrund  seiner  zur  Abhängigkeit  neigenden,  selbst-
zerstörerischen  Persönlichkeit,  der  Depression  sowie  den  Angst-
zuständen eine Therapie empfohlen. Die Arbeitsfähigkeit wird ihm da-
gegen nicht abgesprochen. Die Persönlichkeitsmerkmale dürften, wie 
der medizinische Dienst der Vorinstanz zurecht befunden hat, bereits 
vorbestanden und den Beschwerdeführer nicht daran gehindert haben, 
eine Arbeit in der Schweiz anzunehmen. Die Zukunftsängste sowie die 
Depression  sind  aufgrund  der  persönlichen  Umstände  sowie  der 
Kreuzschmerzen  nachvollziehbar.  Sie  stehen  nach  Auffassung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  der  Ausübung  einer,  wie  in  der  voran-
gegangenen Erwägung beschriebenen, einfachen adaptierten Tätigkeit 
nicht  entgegen.  Im  Übrigen  lässt  sich  dem  Bericht  der  Psychologin 
entnehmen,  dass  die  Depression,  auch  wenn  sie  als  schwer  einzu-
stufen  sei,  die Angstzustände  sowie  die  unpassenden  Persönlich-
keitsmerkmale therapierbar seien, was ebenfalls gegen eine Arbeits-
unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht spricht.

7.7 Zusammenfassend  lässt  sich  festhalten,  dass  der  Beschwerde-
führer aus physischer (vgl. E. 7.5) sowie aus psychiatrischer Sicht (vgl. 
E. 7.6)  bezüglich  adaptierter  Tätigkeiten  zu  fünfzig  Prozent  arbeits-
fähig ist. Der  Sachverhalt  ist  genügend abgeklärt,  weshalb sich  ent-
gegen  seiner  Auffassung  keine  multidisziplinäre  Untersuchung  auf-
drängt.  Des  Weiteren  sind  die  Lohnunterschiede  zwischen  den  vom 
Beschwerdeführer  vor  seiner  Invalidität  ausgeübten  Arbeiten  im 
Hotelbetrieb und den von der Vorinstanz aufgezählten, ihm noch mög-
lichen,  rückenschonenden  Verrichtungen  marginal.  Der  durch  die 
Reduktion des Arbeitsvolumens der Verweisungstätigkeiten auf fünfzig 
Prozent bedingte Einkommensverlust erreicht deshalb die für die Zu-
sprache  einer  Dreiviertelsrente  geforderte  Einbusse  von  mindestens 
sechzig  Prozent  offensichtlich  nicht,  weshalb  das  Bundesver-
waltungsgericht  auf  einen  eingehenden  Einkommensvergleich  ver-
zichten kann. Im Übrigen kann dahingestellt  bleiben,  ob der  Bericht 

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der  Berufsberatung  vom  3. Oktober  2002,  wonach  höchstens  ein 
Arbeitsplatz in geschütztem Rahmen vermittelbar sei, was letztlich zur 
Zusprache  einer  ganzen  Rente  führte,  zu  pessimistisch  ausgefallen 
sei,  würde  diese  Fehleinschätzung  doch  einer  Anpassung  des  vor-
liegenden Dauerschuldverhältnisses an die wahre Situation nicht ent-
gegen  stehen.  Die  vom  medizinischen  Dienst  der  Vorinstanz  auf-
gezeigten,  den  Möglichkeiten  des  Beschwerdeführers  angepassten 
Tätigkeiten (vgl. E. 7.5) sind in der freien Marktwirtschaft  vorhanden. 
Bei  einer  ausgeglichenen  Arbeitsmarktlage  sollte  es  dem  Be-
schwerdeführer  daher  möglich  sein,  eine  passende  Arbeitsstelle  zu 
finden.

Demnach  hat  die  Vorinstanz  die  seit  dem  1. Februar  2002  aus-
gerichtete  ganze  Invalidenrente  zurecht  auf  eine  halbe  Rente 
reduziert. Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet, wes-
halb sie abzuweisen ist.

8.

8.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand  und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200  -  1'000 
Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Für das vor-
liegende Verfahren sind die Verfahrenskosten auf Fr 400.- festzusetzen 
und  dem  Beschwerdeführer  als  der  unterliegenden  Partei  aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

8.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs.  1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch 
auf  Parteientschädigung  (Art. 7  Abs. 3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]). Der  unterliegende 
Beschwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Seite 17

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden nach Eintritt der Rechtskraft mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 400.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 707.56.407.250)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Marc Hunziker

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid  kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6,  6004 Luzern,  Beschwerde in  öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand:

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