# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f92e3175-0c89-5380-ad86-5bd9d2546156
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.07.2020 720 19 369/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-369-165_2020-07-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. Juli 2020 (720 19 369 / 165) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Verwertbarkeit einer noch 100%-igen Restarbeitsfähigkeit bei einem 61-jährigen Versi-

cherten trotz fehlender Berufsausbildung auf einem theoretisch ausgeglichenen Arbeits-

markt bejaht.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christl Schaefer, Advoka-
tin, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1958 im Ausland geborene A.____ hat keine Berufsausbildung absolviert. Im Aus-
land war er zuerst als Bau- und Fabrikarbeiter, danach etliche Jahre als LKW-Fahrer und zuletzt 
als Busfahrer für Kindertransporte tätig. Im Jahr 2012 reiste er in die Schweiz ein und arbeitete 
in der Folge als Reinigungsmitarbeiter und seit 2016 auch als Bauarbeiter. Am 10. Februar 2017 

 
 
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erlitt er bei seiner Tätigkeit als Bauarbeiter einen Unfall, bei welchem er sich am rechten Kniege-
lenk verletzte und in der Folge zwei Mal operiert wurde. Seither ging der Versicherte keiner Er-
werbstätigkeit mehr nach. Im April 2018 meldete er sich unter Hinweis auf seinen Unfall sowie 
Schultergelenksschmerzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Ab-
klärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) namentlich gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten von Dr. B.____, FMH Rheuma-
tologie und Innere Medizin, und PD Dr. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1. 
April 2019, mit Verfügung vom 4. Oktober 2019 einen Rentenanspruch auf der Basis eines IV-
Grads von 12% ab. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, am 8. No-
vember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm ab 1. Oktober 2018 eine ganze 
Rente der IV zuzusprechen sei. Obschon die Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit im bidiszipli-
nären Gutachten der Dres. B.____ und C.____ nicht bestritten werde, sei seine verbliebene Rest-
arbeitsfähigkeit aufgrund seines fortgeschrittenen Alters von 61 Jahren nicht mehr verwertbar.  

 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung 16. Dezember 2019 auf Abweisung der Be-
schwerde. Im Wesentlichen hielt sie fest, dass der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt 
des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit 60 Jahre alt gewesen sei. Gemäss dem unbe-
stritten gebliebenen Doppelgutachten der Dres. B.____ und C.____ sei er für leichte bis selten 
mittelschwere Arbeiten weiterhin in einem Vollpensum arbeitsfähig. Die Verwertbarkeit seiner 
Restarbeitsfähigkeit sei zu bejahen.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde des Versicherten vom 8. November 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-

 
 
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gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49, E. 1.2, 130 V 396, E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294, E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294, E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 

 
 
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3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15, E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310, E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93, E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351, E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351, E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465, E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

 
 
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zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351, E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1   Strittig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze IV-Rente besitzt. Einigkeit 
besteht dabei hinsichtlich der Frage, in welchem Ausmass er aufgrund seiner gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen noch arbeitsfähig ist. Gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten der 
Dres. B.____ und C.____ gehen die Parteien davon aus, dass dem Beschwerdeführer in einer 
leidensangepassten Verweistätigkeit bezogen auf ein Ganztagespensum weiterhin eine Arbeits-
fähigkeit von 100% verbleibt (Beschwerdebegründung, S. 5; Vernehmlassung, S. 3). Dies zu 
Recht. Die beiden Gutachter sind in ihrer Konsensbeurteilung zum Schluss gekommen, dass dem 
Beschwerdeführer aus somatisch-rheumatologischer Sicht die angestammte Tätigkeit als Bauar-
beiter nicht mehr zumutbar sei. Hinsichtlich der vormals ausgeübten Nebentätigkeit im Reini-
gungsdienst haben sie festgestellt, dass es sehr auf das konkrete Profil ankomme. Sofern die im 
Zusammenhang mit einer angepassten Verweistätigkeit formulierten Kriterien erfüllt würden, be-
stehe in einer Reinigungstätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100%. In einer körperlich angepassten 
Tätigkeit kämen keine dauernd schweren Arbeiten mehr, sondern nur noch leichte bis selten mit-
telschwere Arbeiten in Frage. Dabei könne der Versicherte allerdings nicht mehr dauernd stehen 
oder gehen und auch nicht mehr generell auf unebenem Boden gehen. Ebenfalls könne er nicht 
mehr dauernd in der Hocke oder rezidivierend in gebückter Haltung arbeiten. Er könne nicht mehr 
dauernd auf Leitern, Gerüste und Treppen steigen, hingegen sei gelegentliches Treppensteigen 
erlaubt. Mit dem rechten Arm könne er nicht mehr als 7 ½ Kilogramm stossen oder ziehen, wobei 
es günstig sei, nicht repetitiv an diese Gewichtslimite heranzugehen. Mit dem rechten Arm könne 
der Versicherte schliesslich nicht mehr dauernd auf oder über der Schulterhöhe arbeiten, wobei 
auch hier ein gelegentliches Arbeiten mit dem rechten Arm auf oder über der Schulterhöhe mög-
lich sei. In einer derart rücken- und schulterschonenden Tätigkeit bestehe bezogen auf ein Ganz-
tagespensum eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in einer ange-
passten Tätigkeit ebenfalls eine verbleibende Restarbeitsfähigkeit von 100%, ohne dass dabei 
allfällige Rahmenbedingungen zu beachten seien.  
 
5.2 Die Einschränkung dieses Anforderungsprofils in einer adaptierten Verweistätigkeit leitete 
der rheumatologische Gutachter aus den Diagnosen einer beginnenden Gonarthrose und Retro-
patellararthrose am rechten Knie sowie einer Periarthropathia humeroscapularis an der rechten 
Schulter mit einer unter anderem vollständigen transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne und 
einer klinisch schmerzbedingt eingeschränkten aktiven Beweglichkeit ab. Seine Schlussfolgerung 
erweist sich damit als nachvollziehbar. Die Dres. B.____ und C.____ erstatteten ihr Gutachten 
sodann in Beachtung aller praxisgemässen Kriterien (vorstehende Erwägung 4.2 f.). Ihr Gutach-
ten ist für die streitigen Belange umfassend und beruht auf allseitigen Untersuchungen, und die 
geklagten Beschwerden wurden gebührend berücksichtigt. Das Gutachten erging ausserdem in 
Kenntnis sämtlicher Vorakten und unter Erhebung einer genauen Anamnese. Schliesslich wurden 
die medizinischen Zusammenhänge erläutert und auch die daraus gezogenen Schlussfolgerun-
gen sind begründet. Auf das entsprechende Gutachten und die darin formulierte Einschätzung 
der Restarbeitsfähigkeit kann deshalb ohne Weiteres abgestellt werden. 
 

 
 
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6. Uneinigkeit besteht in der rechtlichen Würdigung der Begutachtungsergebnisse. In die-
sem Zusammenhang stellt sich der Beschwerdeführer mit Blick auf sein mittlerweile fortgeschrit-
tenes Alter einzig auf den Standpunkt, dass seine Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. 
 
6.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die 
Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 
Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persön-
lichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person ver-
bliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise 
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteinglie-
derungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das 
verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich 
nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit 
Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind da-
bei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der 
absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Per-
sönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher 
Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_124/2010 vom 21. September 2010, E. 5.1).  
 
6.2 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 
verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine 
berufliche Tätigkeit und vor allem für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. 
Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungspflicht 
und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast (BGE 113 V 22, E. 4a mit Hinweisen; Urteil 
des Bundesgerichts 9C_916/2010 vom 20. Juni 2011, E. 2.2) gebieten grundsätzlich, die Frage 
nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Das Bundesge-
richt hat in seinem Leitentscheid BGE 138 V 457 ff. entschieden, dass dabei auf das Feststehen 
der medizinischen Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit abzustellen ist. Als ausgewiesen gilt die 
medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen 
diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 462, E. 3.4; vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013, E. 3.1).  Dieser Zeitpunkt fällt 
vorliegend auf das Datum des Gutachtens der Dres. B.____ und C.____ vom 1. April 2019. Da-
mals war der Beschwerdeführer knapp 61 Jahre alt, womit die verbleibende Aktivitätsdauer bis 
zum Eintritt ins AHV-Alter noch rund vier Jahre betrug. Dieses Alter schliesst eine Verwertbarkeit 
seiner Restarbeitsfähigkeit angesichts seiner Pensionierung nicht per se aus.  
 
6.3 Die im Detail hierzu ergangene Rechtsprechung ist vielfältig. Stehen die Art und die Be-
schaffenheit des Gesundheitsschadens im Vordergrund, so tendiert die Rechtsprechung aller-
dings dazu, eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen. So erachtete das Bundes-
gericht die Chancen eines 60 Jahre alten Versicherten, der für körperlich leichte Arbeiten, die 

 
 
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noch abwechslungsweise sitzend oder stehend ausgeführt werden konnten, ohne regelmässiges 
Heben oder Tragen von Gewichten über 10 kg, ohne häufige Arbeiten über der Horizontalen und 
ohne regelmässige Kraftanwendung des linken Arms bei voller Stundenpräsenz im Umfang von 
80 % arbeitsfähig war, auf eine Anstellung noch immer als intakt (Urteil des Bundesgerichts 
9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Auch bejahte es die Verwertbarkeit der Restarbeitsfä-
higkeit bei einem 60-jährigen Versicherten mit einer 70%-Leistungsfähigkeit, die auf rheumatolo-
gischen und kardialen Problemen beruhte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; seit 1. Januar 2008, Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] I 304/06 vom 22. Januar 
2007, E. 4.1. f.), ebenso bei einem Versicherten, der eine 80%-Arbeitsfähigkeit auswies, auch 
wenn diese durch sein qualitatives Fähigkeitsprofil deutlich eingeschränkt war (Urteil des Bun-
desgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Hinzuweisen ist ferner auf ein Urteil des 
Sozialversicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, welches die Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit in einem Fall bejahte, in dem der Versicherte zwar über eine mangelnde Ausbildung 
verfügte, für adaptierte Tätigkeiten aber zu 100% arbeitsfähig erschien (IV.2016.00648 vom 28. 
Februar 2018, E. 4.3). Demgegenüber hat das Bundesgericht in seinem Urteil vom 30. Oktober 
2017 (9C_183/2017) festgehalten, dass eine Versicherte, die im massgeblichen Zeitpunkt 59 
Jahre alt war, sehr lange nicht mehr gearbeitet hat und mehrere Einschränkungen hinsichtlich 
des Belastungsprofils zu beachten hatte, über keine Berufsausbildung verfügte und ihre Berufs-
erfahrung sich auf die bei der zuletzt innegehabten Stellung erlangte beschränkte, ihre Restar-
beitsfähigkeit von 70 % mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr verwerten könne, da 
auch bei einer leichten Hilfstätigkeit von einem maximalen Umstellungs- und Einarbeitungsauf-
wand für einen zukünftigen Arbeitgeber auszugehen sei (E. 5.2.1 f.). 
 
6.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er stets mit Hilfsarbeitertätigkeiten beschäftigt 
gewesen sei. Diese würden nicht dem Zumutbarkeitsprofil für leidensangepasste Tätigkeiten ent-
sprechen. Als er noch sehr jung im Ausland gewesen sei, habe er einerseits als Servicearbeiter 
und dann in der Hotellerie als Laufbursche bzw. nach seiner Einreise in die Schweiz im Facility 
Management gearbeitet. Viele Jahre habe er ausserdem eine Erwerbstätigkeit als LKW-Fahrer 
ausgeübt, die nun aber der ihm noch attestierten Zumutbarkeit widerspreche. So sei es ihm auf-
grund seiner Knieverletzung nicht mehr möglich, einen Lastwagen zu lenken, da er nicht mehr in 
der Lage sei, immer wieder in die Fahrerkabine ein- bzw. auszusteigen. Eine solche Tätigkeit 
habe er zudem ausschliesslich im Ausland ausgeübt. Auch die Tätigkeit als Reinigungsmitarbei-
ter erfülle die Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit nicht. Dr. B.____ habe sich 
diesbezüglich nicht abschliessend geäussert, weil Reinigungsarbeiten sehr unterschiedliche kör-
perliche Anforderungen stellen würden. Im Übrigen verfüge der Beschwerdeführer über keine 
Berufsausbildung und spreche sehr schlecht Deutsch. Hinzu trete, dass er sehr einfach struktu-
riert sei. Vor diesem Hintergrund habe auch Dr. B.____ feststellen müssen, dass sein Alter ein 
problematischer Faktor für die Wiedereingliederung darstelle. Die IV-Stelle vertritt demgegenüber 
den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer im Verweisbereich für leichte bis selten mittel-
schwere Arbeiten weiterhin vollständig arbeitsfähig sei. Er sei nach wie vor in der Lage, einen 
breiten Fächer verschiedenster Hilfsarbeitertätigkeiten auszuüben. So könne er beispielweise 
Kontroll- oder Sortierarbeiten am Fliessband sowie leichte Verpackungsarbeiten erledigen. Diese 
Arbeiten würden allesamt dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen. Weiter weist die Beschwerde-
gegnerin darauf hin, dass der Beschwerdeführer Ausland als Busfahrer für Kindertransporte tätig 

 
 
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gewesen sei. Eine derartige Tätigkeit würde ebenfalls dem ihm noch zumutbaren Verweisprofil 
entsprechen. 
 
6.5.1 Berücksichtigt man die gutachterlich erhobene Anamnese (IV-Dok 69, S. 23 f.), ergibt sich, 
dass die Alltagsaktivitäten des Versicherten durchaus mit den medizinischen Anforderungen an 
eine leichte bis selten mittelschwere Verweistätigkeit übereinstimmen. So bereitet der Beschwer-
deführer zu Hause seine Mahlzeiten selbst vor. Zum Einkaufen geht er entweder zu Fuss oder 
mit dem Velo. Er betätigt sich im Haushalt beim Staubsaugen und an den Aufräum- sowie Reini-
gungsarbeiten. Bei schlechtem Wetter bringt er seinen älteren Sohn mit dem Auto zur Schule 
oder holt diesen von dort mit dem Auto teilweise auch wieder ab. In seiner Freizeit widmet er sich 
in seinem Atelier Bastelarbeiten mit Holz oder Metall. Ausserdem fährt er offenbar auf einem 
eigenen Hometrainer regelmässig Velo oder geht nachmittags rund eine halbe Stunde ausser-
haus Velofahren. In der verbleibenden Zeit kümmert er sich alleine um seinen 2018 geborenen 
jüngeren Sohn. Dieser von ihm selbst geschilderte Tagesablauf entspricht ohne Weiteres den 
Anforderungen an ein körperlich leichtes bis selten mittelschweres Tätigkeitsniveau. Gerade die 
Betreuung eines Kleinkinds ist eher häufig mit Tragen und Ziehen von Lasten im Umfang min-
destens der gutachterlich definierten Gewichtslimite von 7 ½ Kilogramm verbunden. Damit aber 
kann nicht gesagt werden, die Art und die Beschaffenheit seines Gesundheitsschadens würde 
dem Versicherten die Wahrnehmung der ihm gutachterlich attestierten Verweistätigkeit verhin-
dern. Daran ändert auch nichts, dass mit Blick auf eine künftige Verweistätigkeit gemäss Ein-
schätzung der Gutachter weitere Einschränkungen zu berücksichtigen sind. Dem Versicherten 
verbleibt auch so noch immer ein relativ breiter Fächer an zumutbaren Tätigkeiten. Zu denken ist 
beispielsweise an Kontroll- oder Überwachungstätigkeiten, bei welchen die zusätzlich qualitativ 
formulierten Einschränkungen keine Rolle spielen. 
 
6.5.2 Entscheidend aber ist die zwischen den Parteien zu Recht unbestritten gebliebene Tatsa-
che, dass dem Beschwerdeführer eine derartige Verweistätigkeit weiterhin zu 100% zumutbar ist. 
Abweichend zu den zitierten Präjudizien, bei welchen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
verneint worden war, kann der Versicherte im Arbeitsmarkt wieder im Vollzeitpensum Fuss fas-
sen, was die Realisierbarkeit seiner Verweistätigkeit rechtsprechungsgemäss deutlich erhöhen 
wird (oben, Erwägung 6.3). Dass bei diesen persönlichen und beruflichen Gegebenheiten eine 
verbleibende Aktivitätsdauer von noch rund vier Jahren einen durchschnittlichen Arbeitgeber da-
von abhalten würde, die mit einer Beschäftigung verbundenen Risiken wie krankheitsbedingte 
Ausfälle einzugehen, kann nicht gesagt werden. Gleiches gilt hinsichtlich einer allfälligen berufli-
chen Unerfahrenheit oder einer altersbedingt reduzierten Anpassungsfähigkeit. Der Beschwer-
deführer war in seiner beruflichen Laufbahn nebst seiner Tätigkeit als LKW-Fahrer bereits im 
Hilfsarbeiterbereich beschäftigt gewesen. Als Bau- und Fabrikarbeiter, im Reinigungsdienst und 
als Busfahrer für Kindertransporte hat er bisher in verschiedensten Bereichen gearbeitet. Eine 
Einarbeitungszeit wird deshalb weder bei einer industriellen Sortier- und Verpackungstätigkeit 
noch bei einer Kontroll- oder Überwachungstätigkeit nennenswert in Betracht fallen. Obschon 
sich Dr. B.____ in diesem Zusammenhang und mit Blick auf die zugestandenermassen sehr un-
terschiedlichen körperlichen Anforderungen an eine künftige Reinigungsarbeit nicht abschlies-
send geäussert hat (IV-Dok 69, S. 33, ad Ziffer 8.1), gilt das Gleiche zumindest im Zusammen-

 
 
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hang mit körperlich leichten Reinigungsarbeiten, bei welchen das medizinische Anforderungspro-
fil ohne Weiteres eingehalten würde. Jedenfalls war der Beschwerdeführer während vieler Jahre 
bereits im Reinigungsbereich tätig. Sein Einwand, wonach seine Berufserfahrung keine Tätigkei-
ten enthalte, welche seinem Zumutbarkeitsprofil für leidensangepasste Tätigkeiten entspreche, 
verfängt deshalb nicht. Mit Blick auf seine anamnestisch erhobenen Alltagsaktivitäten (oben, Er-
wägung 6.5.1) kann ausserdem nicht gesagt werden, seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Rei-
nigungsmitarbeiter hätte den nunmehr noch zumutbaren Anforderungen an eine leichte Ver-
weistätigkeit offensichtlich widersprochen (IV-Dok 20, Beschreibung der individuellen Tätigkeit). 
Zumal der Versicherte trotz mangelnder Deutschkenntnisse bereits mehrere Jahre in der Lage 
war, einer zumindest vergleichbaren Tätigkeit im Reinigungsdienst nachzugehen, ist damit zu-
gleich gesagt, dass seine mangelnden Kenntnisse der deutschen Sprache einer künftigen Ver-
wertbarkeit einer noch zumutbaren Verweistätigkeit ebenfalls nicht entgegenstehen werden. Ob 
künftig überdies auch seine früher ausgeübte Tätigkeit als LKW-Fahrer ausgeschlossen sein 
wird, wie er vorbringen lässt, kann bei dieser Ausgangslage offenbleiben. Mangels gutachterlicher 
Einschränkungen in dieser Hinsicht kommen für ihn vielmehr auch sonstige Beschäftigungen im 
Transportwesen in Frage. So war der Versicherte im Ausland bereits früher als Busfahrer für 
Kindertransporte beschäftigt gewesen (IV-Dok 1, Ziffer 5.3). Dass eine solche Tätigkeit nunmehr 
künftig ausgeschlossen wäre, geht aus dem gutachterlich umschriebenen Zumutbarkeitsprofil 
nicht hervor. Solches widerspräche letztlich auch den anamnestisch erhobenen Alltagsaktivitäten, 
wonach sich der Beschwerdeführer regelmässig mit dem Auto fortbewegt. Dass er dabei zeitlich 
limitiert und nur noch maximal eine Stunde im Auto sitzen kann, ist abweichend zu seinen eigenen 
Behauptungen den Akten nicht zu entnehmen.  
 
6.6 Auch wenn der Beschwerdeführer in seinem Alter nicht mehr leicht vermittelbar ist, be-
stehen für ihn entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dennoch Möglichkeiten, 
eine Stelle zu finden. Einerseits werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 28 Abs. 2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (oben, Erwägung 
6.1; Urteil des EVG vom 20. Juli 2004, I 39/04). Gerade weil der Versicherte in einer leidensadap-
tierten Tätigkeit noch zu 100% arbeitsfähig ist, spricht für die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfähig-
keit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt trotz des ihm attestierten leichten bis selten mittel-
schweren Verweisprofils das vergleichsweise weite Spektrum an in diesem Bereich noch immer 
zumutbaren (Hilfs-) Tätigkeiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, 
E. 4.3). Das dem Versicherten noch zumutbare Tätigkeitsfeld unterliegt jedenfalls nicht derart 
vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realistisch zu bezeichnen 
wäre. Zu denken ist beispielswese an eine Tätigkeit als Chauffeur oder im Transportwesen von 
Kleinmaterial. Aber auch in theoretischen Verweistätigkeiten als Portier oder als Kontrolleur ist 
eine Anstellung unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen auf einem ausge-
glichenen Markt trotz des fortgeschrittenen Alters durchaus als umsetzbar zu bezeichnen. Glei-
ches gilt hinsichtlich der bereits zuvor ausgeübten Tätigkeit im Reinigungsdienst für leichte Rei-
nigungsarbeiten. Die sachlichen Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung der frag-
lichen Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erschei-
nen. Im Lichte der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit gerade 
einer vollzeitlichen Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist deshalb von der Ver-
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
7. Wie eingangs bereits ausgeführt (oben, Erwägung 2.2), ist der Invaliditätsgrad bei er-
werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 
ATSG). Die entsprechende Bemessung ist zwischen den Parteien unbestritten geblieben und 
bietet keinen Anlass zu weiteren Bemerkungen. Es kann in dieser Hinsicht vielmehr auf die zu-
treffenden Erwägungen der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden, wonach 
nach Abzug eines leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen im Umfang von 10% ein 
IV-Grad von 12% resultiert. Der für einen Rentenanspruch massgebende Stellenwert wird damit 
deutlich unterschritten. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Gemäss Art. 69 
Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei 
Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, 
setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrah-
mens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO 
in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Dem Prozessaus-
gang entsprechend hat deshalb der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Verfahrens-
kosten von Fr. 800.-- zu tragen, welche mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-
- zu verrechnen sind. Laut Art. 61 lit. g ATSG hat nur die obsiegende Beschwerde führende Per-
son Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Gemäss Ausgang des Verfahrens ist auf die Aus-
richtung einer Parteientschädigung daher zu verzichten. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.