# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 119503a3-5c79-56dd-a025-57b55b4d7445
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.03.2010 C-7239/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7239-2009_2010-03-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7239/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.

Altersrente, Rentenbeginn, Einspracheentscheid vom 
23. Oktober 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7239/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  am  _______  geborene  X._______  (Beschwerdeführer), 
finnischer  Staatsangehöriger,  am  3. März  2009  beim  finnischen 
Sozialversicherungsträger ein Gesuch um Ausrichtung der Altersrente 
mittels Formular E 202 eingereicht hat (bei der Schweizerischen Aus-
gleichskasse [SAK] eingegangen am 6. Juli 2009; act. 4-16), 

dass die SAK dem Beschwerdeführer mit  Verfügung vom 13. August 
2009 eine ordentliche Altersrente mit Wirkung ab 1. Januar 2009 zu-
gesprochen hat (act. 49),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  4. September  2009 
Einsprache gegen die  Verfügung vom 13. August  2009  erhoben und 
insbesondere einen Rentenaufschub bis am 1. Januar 2010 beantragt 
hat (act. 60),

dass  die  Vorinstanz  mit  Einspracheentscheid  vom 23. Oktober  2009 
die „Einsprache vom 24. Januar 2007“ (recte: 4. September 2009) mit 
der  Begründung  abgewiesen  hat,  die  Rechtslage  lasse  keine  Aus-
nahme zu (act. 62), 

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Einspracheentscheid  mit 
Eingabe  vom  18. November  2009  Beschwerde  beim  Bundesver-
waltungsgericht  eingereicht  und  einen  Aufschub  der  Altersrente  be-
antragt hat, 

dass er zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen geltend 
gemacht hat (BVGer act. 1), 
- er habe am 3. März 2009 ein Rentengesuch bei der nationalen zentralen 

Rentenbehörde  in  Finnland  eingereicht,  welche  die  entsprechenden 
Unterlagen am 2. Juli 2009 der SAK weitergeleitet habe, 

- im  finnischen  Antragsformular  fehle  die  Rubrik  für  das  Anmelden  des 
Rentenaufschubs,  weshalb  er  seine  Situation  mit  Einsprache  vom 
4. September 2009 dargelegt habe,

- seine  Einsprache  vom  4. September  2009  sei  daher  als  Antrag  auf 
Rentenaufschub zu akzeptieren,

- eventualiter ziehe er den Rentenantrag für das Jahr 2009 zurück, und er 
werde diesfalls im Jahr 2010 einen neuen Rentenantrag stellen.

dass  die  Vorinstanz  mit  Vernehmlassung  vom  1. Februar  2010  die 
Gutheissung der Beschwerde beantragt hat – im Wesentlichen mit der 
Begründung,  nach  erneuter  Überprüfung  der  Akten  sei  festgestellt 

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worden, dass der Beschwerdeführer tatsächlich am 3. März 2009 ein 
Gesuch um Aufschub der Rente eingereicht habe (BVGer act. 4), 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  Art.  31  des  Bundes-
gesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht 
(Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR  173.32)  in  Verbindung  mit 
Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR 831.10)  zur  Be-
urteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen ge-
mäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 
VGG vorliegt,

dass die SAK eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Behandlung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Sinn  von  Art.  48  Abs.  1  VwVG und 
Art. 59  des  Bundesgesetzes  vom  6. Oktober  2000  über  den  All-
gemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  be-
schwerdelegitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
worden ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 
ATSG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass ein Aufschub der Auszahlung der AHV-Altersrente im Sinn von 
Art. 39 Abs. 1 AHVG voraussetzt,  dass die entsprechende Erklärung 
innert  eines Jahres  nach Beginn des  ersten Monats nach Erreichen 
des  Rentenalters  schriftlich  eingereicht  wird  (Art.  55quater Abs.  1  der 
Verordnung  vom  31. Oktober  1947  über  die  Alters-  und  Hinter-
lassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]), 

dass der am _______ geborene Beschwerdeführer am _______ das 
ordentliche Rentenalter erreicht hat, so dass die Frist zur Einreichung 
der Aufschubserklärung bis am 31. Dezember 2009 gedauert hat,

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Rentengesuch  am  3.  März  2009 
eingereicht  und  mit  Einsprache  vom  4. September  2009  den 
Rentenaufschub um ein Jahr beantragt hat,

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dass das  Gesuch  um Rentenaufschub  somit  fristgerecht  eingereicht 
worden ist,

dass somit die ordentliche Altersrente um ein Jahr aufzuschieben und 
ab 1. Januar 2010 auszurichten ist,

dass  die  Vorinstanz  eine  neue  Verfügung  zu  erlassen  und  den 
Rentenaufschub nach den gesetzlichen Vorschriften zu vollziehen hat 
(Art. 39 AHVG; Art. 55ter ff. AHVV), 

dass die Beschwerde demnach entsprechend dem übereinstimmenden 
Antrag des Beschwerdeführers und der Vorinstanz gutzuheissen und 
der  angefochtene  Einspracheentscheid  vom  23. Oktober  2009 
aufzuheben ist,

dass  das  Verfahren  für  die  Parteien  kostenlos  ist  (Art.  85bis Abs.  2 
AHVG),

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht berufsmässig 
vertreten war, keine verhältnismässig  hohen Kosten entstanden sind 
und daher keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 
VwVG und Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und der Einspracheentscheid vom 
23. Oktober 2009 wird aufgehoben.

2.
Die Vorinstanz wird angewiesen, im Sinn der Erwägungen neu zu ver-
fügen und den Rentenaufschub zu vollziehen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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