# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 191b4b0a-3ab1-5bf1-9f4e-a33dbec77900
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.08.2012 BB.2012.130
**Docket/Reference:** BB.2012.130
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2012-130_2012-08-24

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 24. August 2012 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Tito Ponti,  

Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2012.130 + BP.2012.54 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest und zieht in Erwägung, dass: 

 

- A. mit Schreiben vom 15. April 2012 bei der Bundesanwaltschaft gegen 

mehrere Bundesangestellte sowie gegen Unbekannt Strafanzeige unter 

anderem wegen Urkundenfälschung im Amt und Amtsmissbrauch einreich-

te (act. 1.1); 

 

- A., der sich als Staatsangehöriger des Deutschen Reiches bezeichnet, in 

dieser Strafanzeige geltend macht, in seinem Ausländerausweis sei eine 

falsche Staatsangehörigkeit aufgeführt, nämlich "Bundesrepublik Deutsch-

land"; durch die unzutreffenden Einträge hätten sich die beanzeigten Bun-

desangestellten diverser Delikte strafbar gemacht (act. 1 und act. 1.1); 

 

- die Bundesanwaltschaft am 8. August 2012 in dieser Sache eine Nichtan-

handnahmeverfügung erliess (act. 1.2), wogegen A. mit Schreiben vom 

19. August 2012 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundes-

strafgerichts einreicht und um unentgeltliche Rechtspflege (BP.2012.54) 

ersucht;  

 

- die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. a 

StPO verfügt, wenn aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports 

feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvorausset-

zungen eindeutig nicht erfüllt sind; 

 

- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein 

hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informatio-

nen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen 

Feststellungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann; 

 

- aus dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Sachverhalt nicht nur 

kein hinreichender, sondern überhaupt kein Tatverdacht auf ein strafbares 

Handeln der Beanzeigten zu entnehmen ist; 

 

- die Beschwerdegegnerin die Nichtanhandnahmeverfügung somit zu Recht 

erlassen hat; 

 

- sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 390 

Abs. 2 StPO erweist, weswegen die Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts auf einen Schriftenwechsel verzichtet; 

 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos zu gelten hat, wes-

wegen das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege in Anwendung von 

Art. 29 Abs. 3 Satz 1 BV abzuweisen ist (BP.2012.54); 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichts-

kosten zu tragen hat, wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen 

ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bun-

desstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen (BB.2012.130). 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (BP.2012.54) wird abgewiesen. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 27. August 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.