# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 093de720-78d2-5d07-a6aa-eae8b0e5428d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2025 D-6733/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6733-2025_2025-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6733/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer;   

Gerichtsschreiber Gregory Aloisi. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

alle vertreten durch Claudio Ludwig,  

(…) ,  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 28. August 2025. 

 

D-6733/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (der Beschwerdeführer) und seine Frau B._______ (die Be-

schwerdeführerin) suchten am 11. Februar 2025 gemeinsam mit ihren 

C._______ (Sohn 1), D._______ (Tochter 1), E._______ (Tochter 2) und 

F._______ (Sohn 2) in der Schweiz um Asyl nach.  

Dabei reichten sie folgende Unterlagen ein: 

– griechische Reiseausweise (ganze Familie) 

– griechische Aufenthaltsbewilligungen (ganze Familie) 

– Asylakten aus Griechenland inklusive Asylentscheid und Infomaterial 

– Unterlagen betreffend die Ausstellung der griechischen Ausweise 

– Unterlagen betreffend griechische Steuernummer 

– Unterlagen zur Registrierung und Unterbringung von Sohn 2 sowie der 

Familienzusammenführung 

– Flugtickets 

B.  

Der Abgleich Ihrer Fingerabdrücke mit der europäischen Datenbank Euro-

dac zeigte, dass die Beschwerdeführenden am (…) in Griechenland um 

Asyl ersucht hatten und ihnen dort am 3(…) internationaler Schutz gewährt 

worden war. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Ab-

kommen zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rücküber-

nahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 

(SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die griechischen Behörden am 

17. Februar 2025 um die Rückübernahme der Beschwerdeführenden. 

D.  

Mit Schreiben vom 17. Februar 2025 gewährte das SEM den Beschwerde-

führenden das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichteintretensent-

scheid (NEE) gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG und zur beabsichtigten 

Wegweisung nach Griechenland und gab ihnen in diesem Zusammenhang 

Gelegenheit, zu verschiedenen Fragen namentlich mit Blick auf ihren Auf-

enthalt in Griechenland Stellung zu nehmen. 

D-6733/2025 

Seite 3 

E.  

In der Stellungnahme vom 24. Februar 2025 wurde geltend gemacht, dass 

der Beschwerdeführer vor seiner Einreise nach Griechenland als (…) ge-

arbeitet habe. Die Beschwerdeführerin sei (…) gewesen. Die Kinder hätten 

nie gearbeitet. Beide Eltern seien Analphabeten. Sohn 1 habe die Schule 

bis (…) , Tochter 1 bis (…) , Tochter 2 bis (…) und Sohn 2 bis (…) besucht. 

Die Eltern und die ältesten drei Kinder würden sowohl Farsi, Usbekisch als 

auch Türkisch sprechen, das jüngste Kind, Sohn 2, jedoch nur Usbekisch. 

Keines der Familienmitglieder habe Griechischkenntnisse.  

Hinsichtlich der Situation in Griechenland wurde geltend gemacht, dass sie 

bei ihrer Ankunft von der Küstenwache gerettet worden seien. Dabei sei 

Sohn 2 vom Rest der Familie getrennt worden und sie hätten nicht ge-

wusst, wo er sei. Erst nach (…) seien sie wieder zusammengeführt worden. 

Aufgrund dieses Erlebnisses sei die ganze Familie traumatisiert und leide 

weiterhin an der damaligen Trennung. Nach Erhalt des Schutzstatus hätten 

sie lediglich einmal am Tag Nahrungsmittel erhalten. Da diese nicht ausrei-

chend gewesen seien, hätten die Eltern das Essen mit den Kindern geteilt. 

Weiter hätten sie während ihres Aufenthaltes weder finanzielle noch adä-

quate medizinische Unterstützung erhalten. (…) , den die Tochter 1 auf-

grund der Tabletten gegen (…) erhalten habe, sei nicht ernstgenommen 

worden und unbehandelt geblieben. Um eine Arbeitsstelle zu finden, hätten 

sie sich an die Personen gewendet, welche das Essen austeilen. Diese 

seien jedoch nicht bereit gewesen, sie bei der Arbeitssuche zu unterstüt-

zen. Zuletzt sei es auch den Kindern nicht erlaubt gewesen, die Schule zu 

besuchen. Aufgrund dieser Umstände hätten sie Griechenland am (…) ver-

lassen. 

F.  

Am 28. Februar 2025 stimmten die griechischen Behörden der Rücküber-

nahme der Beschwerdeführenden zu. 

G.  

Am 11. März 2025 wurden die Eltern, Sohn 1 und die beiden Töchter im 

Rahmen einer Anhörung vertieft zu ihrem Reiseweg und ihrem Aufenthalt 

in Griechenland befragt. Dabei machten sie geltend, dass sie Afghanistan 

vor vielen Jahren verlassen hätten. Sie hätten sodann lange im (…) gelebt, 

wo auch (…) zur Welt gekommen seien. Wie bereits in Afghanistan sei der 

Beschwerdeführer im (…) als (…) tätig gewesen. Sohn 1 habe auf der (…) 

und eine Weile (…) . Danach seien sie in die (…) gereist, wo sie etwa (…)  

lang gelebt hätten. Der Beschwerdeführer habe dort im (…)  und als (…) 

D-6733/2025 

Seite 4 

gearbeitet. Die Beschwerdeführerin, Tochter 1 und Sohn 2 hätten zusam-

men (…) gearbeitet. Sohn 1 habe ebenfalls unregelmässig in (…) gearbei-

tet. Gemeinsam hätten sie so ihre Weiterreise nach Griechenland finan-

ziert. Für die Reise von Griechenland in die Schweiz habe der Beschwer-

deführer von (…) Geld geliehen. 

Hinsichtlich der erfahrenen Trennung vom Sohn 2 wurde geltend gemacht, 

dass dieser bei der Seenotrettung mit dem Helikopter nach (…) in eine 

Unterkunft für Minderjährige gebracht worden sei. Die übrigen Familienmit-

glieder seien nach (…) gebracht worden. Die Beschwerdeführerin habe 

ständig nach ihrem Sohn gefragt, da sie keine Informationen darüber er-

halten habe, wo er sich befinde. Es habe ihr aber niemand geholfen. Erst 

durch die Hilfe einer Frau aus (…) hätten sie nach etwa (…) herausgefun-

den, wo er sich aufhalte, und seien sodann wieder zusammengeführt wor-

den. Nach Erhalt der griechischen Reise- und Aufenthaltsdokumente sei 

ihnen eine Frist von drei Tagen gegeben worden, um die Asylunterkunft zu 

verlassen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel hätten sie nicht gewusst, 

wohin sie gehen sollten. So würden sie in Griechenland niemanden ken-

nen, es gebe keine Arbeit für sie und die Wirtschaftslage sei schlecht. Um 

Unterstützung hätten sie bei keiner griechischen Behörde ersucht. Weiter 

sei auch die Schulbildung nicht adäquat gewesen. Ausserdem hätten die 

Kinder in der Schule kein Mittagessen erhalten. 

Hinsichtlich der Gesundheit wurde geltend gemacht, dass der Beschwer-

deführer (…) und (…) habe. (…) habe er ausserdem (…) gehabt. Es sei 

eine (…) gemacht worden, wonach es besser geworden sei. In Griechen-

land habe er (…) bekommen. (…) werde manchmal (…) und die dagegen 

verschriebene (…)  wirke nicht. Die Beschwerdeführerin sei in (…) wegen 

der Trennung von Sohn 2 krank gewesen. Zudem habe sie die Medika-

mente, die sie nehmen müsse, während der Überfahrt nach Griechenland 

verloren und während 20 Tagen keine Ersatzmedikamente erhalten. We-

gen des damit verbundenen Stresses würden (…) . Sie fühle sich (…) und 

(…) , (…) . Die Tochter 1 leide an (…) . Die Tochter 2 habe (…) wegen (…) 

. Sohn 1 könne seit einigen Wochen (…) . 

H.  

Im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens wurden verschiedene Arztzeug-

nisse ins Recht gelegt: 

– Arztberichte (…) 3. März 2025 sowie vom 26. März 2025 betreffend 

Tochter 1; Diagnose: (…) , (…) t 

– Kurzbericht (…) vom 12. Juni 2025 betreffend Sohn 1; Diagnose: (…)  

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Seite 5 

– Arztbericht (…)  vom 3. Juni 2025 betreffend Beschwerdeführer; Diag-

nose: (…)  

– Arztbericht (…) vom 2. Mai 2025 betreffend Beschwerdeführerin; Diag-

nose: (…)  

– Überweisung (…)  vom 2. Mai 2025 betreffend Beschwerdeführerin; Di-

agnose: (…)  

– Bericht (…) vom 17. Juni 2025 betreffend Beschwerdeführerin; Diag-

nose: (…) . 

I.  

Am 26. August 2025 wurde der geplante Entscheid des SEM den Be-

schwerdeführenden zur Stellungnahme ausgehändigt. Diese ist am 27. Au-

gust 2025 beim SEM eingegangen. 

J.  

Mit Verfügung vom 28. August 2025 trat das SEM auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführenden nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

K.  

Die Beschwerdeführenden erhoben gegen diese Verfügung mit Eingabe 

vom 4. September 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und 

beantragten unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme. Eventualiter beantragten sie die Rückweisung 

der Sache zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung und neuen Entschei-

dung. Subeventualiter beantragten sie, die Vorinstanz sei anzuweisen, von 

den griechischen Behörden individuelle Garantien betreffend den Zugang 

der Beschwerdeführenden zur Unterbringung und medizinischer Versor-

gung einzuholen.  

In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

Der Beschwerde waren folgende Unterlagen (jeweils in Kopie) beigelegt. 

– Verfügung des SEM vom 28. August 2025 inklusive Abholquittung  

– fünf Vollmachten vom 17. Februar 2025 

– drei Kurzberichte (…) betreffend Sohn 1 vom 20. Mai 2025, 27. Mai 

2025 und 12. Juni 2025 

D-6733/2025 

Seite 6 

L.  

Mit Zwischenverfügung vom 1. Oktober 2025 wurde das Gesuch um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung abgewiesen und die Be-

schwerdeführenden aufgefordert, bis zum 13. Oktober 2025 einen Kosten-

vorschuss von Fr. 1'000.– zu leisten.  

M.  

Am 13. Oktober 2025 wurde der verlangte Kostenvorschuss geleistet. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

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Seite 7 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

3.2 Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft. 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführenden rügen eine Verletzung der Untersuchungs- 

und Begründungspflicht. Sie machen geltend, die Vorinstanz habe weder 

den medizinischen Sachverhalt noch das Kindeswohl ausreichend abge-

klärt und diesbezüglich auch ihre Begründungspflicht verletzt. 

5.2 Das SEM hat den rechtserheblichen Sachverhalt – insbesondere im 

Hinblick auf die gesundheitlichen Beschwerden von Sohn 1 – hinreichend 

und pflichtgemäss abgeklärt. Es ist zu Recht zum Schluss gelangt, dass 

der Sachverhalt vollständig erstellt worden sei, und hat diesen in der ange-

fochtenen Verfügung sachgerecht sowie nachvollziehbar dargestellt. So-

weit die Beschwerdeführenden rügen, das Kindeswohl sei nicht hinrei-

chend berücksichtigt worden, ist festzuhalten, dass das SEM auch diesen 

Aspekt umfassend und unter Berücksichtigung der massgeblichen Um-

stände geprüft hat. 

5.3 Die vorinstanzlichen Ausführungen zur Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs – einschliesslich einer expliziten Auseinandersetzung mit 

den vorgebrachten medizinischen Beschwerden – genügt den gesetzli-

chen Anforderungen an die Begründungspflicht. Der Entscheid ist derart 

abgefasst, dass es den Beschwerdeführenden offensichtlich möglich war, 

die Erwägungen der Vorinstanz nachzuvollziehen und sachgerecht 

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Seite 8 

anzufechten. Dass die Beschwerdeführenden die rechtliche Würdigung 

des SEM nicht teilten, stellt für sich allein keine Verletzung der Untersu-

chungs- oder Begründungspflicht dar. Vielmehr handelt es sich hierbei um 

eine materielle Auseinandersetzung – im Sinne einer rechtlichen Würdi-

gung – mit dem Sachverhalt. 

5.4 Die von den Beschwerdeführenden erhobenen Rügen einer Verletzung 

der Untersuchungs- sowie der Begründungspflicht erweisen sich als unbe-

gründet. Aus diesem Grunde ist auch der eventualiter gestellte Antrag auf 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz abzuweisen. 

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG).  

6.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwer-

deführenden in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt wurden und die 

griechischen Behörden der Rückübernahme derselben ausdrücklich zu-

stimmten.  

6.3 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht eingetreten. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

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Seite 9 

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Vorab ist auf das kürzlich ergangene Referenzurteil des Bundesverwal-

tungsgerichts D-2590/2025 vom 11. September 2025 zu verweisen. Darin 

präzisiert das Bundesverwaltungsgericht die im Referenzurteil E-

3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 begründete Praxis betreffend 

den Wegweisungsvollzug von Familien mit Kindern nach Griechenland und 

gelangt zur folgenden Einschätzung (a.a.O. E. 9.8): Für Familien mit Kin-

dern, die in Griechenland internationalen Schutz erhalten haben, ist die Si-

tuation insbesondere im Hinblick auf eine angemessene Unterkunft und 

eine dauerhafte Wohnsituation nach wie vor schwierig. Diesem Umstand 

ist bei der Prüfung der Frage, ob im konkreten Einzelfall die Vermutung der 

Zulässigkeit respektive der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs umge-

stossen wird und die Familie für den Fall eines Wegweisungsvollzugs in 

eine menschenunwürdige Situation im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AIG res-

pektive in eine konkrete Gefährdungssituation im Sinne von Art. 83 Abs. 4 

AIG gerät, Rechnung zu tragen. Allerdings kann und darf auch von in Grie-

chenland schutzberechtigten Familien erwartet werden, dass sie konkrete 

Anstrengungen unternehmen, um sich in der Aufnahmegesellschaft zu in-

tegrieren. Nach ihrer Anerkennung dürfen sie sich nicht darauf beschrän-

ken, beim Personal ihres Asyl-Camps nach Unterstützung zu fragen und 

im Falle einer negativen Antwort ihre Anstrengungen allein darauf auszu-

richten, Reisedokumente zu erhalten und so rasch als möglich weiterzurei-

sen. Vielmehr sind sie gehalten, sich bei Bedarf an staatliche Einrichtungen 

wie namentlich die M.I.C. oder Sozialbehörden, aber auch an karitative Or-

ganisationen zu wenden, um allenfalls notwendige Hilfe – etwa bei der Su-

che nach einer Unterkunft oder Arbeit sowie Kursen zum Spracherwerb 

oder zur Integration – zu erhalten. Der Verweis auf mangelnde Griechisch- 

und Englischkenntnisse vermag fehlende Bemühungen in dieser Hinsicht 

nicht zu rechtfertigen, denn es besteht die Möglichkeit, mithilfe von Über-

setzungsapps, Dolmetschenden oder Landsleuten, welche seit längerer 

Zeit in Griechenland leben, mit den zuständigen Behörden oder NGO zu 

D-6733/2025 

Seite 10 

kommunizieren. Ferner sind im Internet verschiedene Webseiten in meh-

reren Sprachen verfügbar, welche Informationen zum Leben in Griechen-

land bereitstellen. Diesen lassen sich teilweise auch Hinweise darauf ent-

nehmen, welche Anlaufstellen bei Bedarf Unterstützung leisten. Wenn die 

Betroffenen indessen nicht aufzeigen, dass es ihnen trotz zumutbarer An-

strengungen unter Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen nicht ge-

lungen ist, sich in Griechenland eine menschenwürdige Existenz aufzu-

bauen, genügt einzig der Verweis auf schwierige Aufnahme- und Lebens-

bedingungen jedenfalls nicht, um den Wegweisungsvollzug unzulässig 

oder unzumutbar erscheinen zu lassen.  

8.3  

8.3.1 Vorliegend ist festzuhalten, dass es weder individuelle Anhaltspunkte 

dafür gibt, den Beschwerdeführenden drohe im Fall einer Rückkehr nach 

Griechenland ein hohes Risiko einer unmenschlichen oder erniedrigenden 

Behandlung, noch davon auszugehen ist, sie würden in Griechenland 

zwangsläufig in eine existenzielle oder medizinische Notlage geraten.  

8.3.2 Namentlich gelingt es den Beschwerdeführern nicht aufzuzeigen, 

dass es ihnen trotz zumutbarer Anstrengungen unter Ausschöpfung der 

vorhandenen Ressourcen nicht gelungen ist, sich in Griechenland eine 

menschenwürdige Existenz aufzubauen. So sind den Akten keinerlei ernst-

hafte, auf einen langfristigen Aufenthalt in Griechenland ausgerichtete Be-

mühungen ihrerseits zu entnehmen. Mithin ist davon auszugehen, dass sie 

nie beabsichtigt hatten, ihre Situation in Griechenland langfristig zu verbes-

sern. Entsprechend reisten sie nur wenige Wochen nach Schutzgewäh-

rung aus Griechenland aus. Als Familie mit (…) minderjährigen Kindern im 

Alter von (…) Jahren und gewissen gesundheitlichen Problemen sind sie 

zwar als vulnerabel, nicht aber als besonders verletzlich im Sinne des Re-

ferenzurteils E-3427/2021, E-3431/2021 zu erachten (vgl. dort E. 11.5.3). 

Es ist anzunehmen, dass sie in der Lage sind, sich um eine angemessene 

Unterkunft, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit respektive den Zugang zu 

Sozialleistungen und Schulbildung zu bemühen und die ihnen zustehen-

den Rechte bei den griechischen Behörden einzufordern. An dieser 

Schlussfolgerung vermag der Umstand, dass die Beschwerdeführenden 

insgesamt über wenig Schulbildung verfügen, teilweise nicht lesen und 

schreiben können und die griechische Sprache nicht beherrschen, nichts 

zu ändern, zumal es ihnen bereits zuvor (…) und (…) offensichtlich möglich 

gewesen war, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Angesichts dessen, 

dass die älteren beiden Kinder (…) , ist ausserdem auf eine gewisse geis-

tige Reife zu schliessen. Diese befinden sich sodann auch im 

D-6733/2025 

Seite 11 

erwerbsfähigen Alter und sind entsprechend in der Lage, zur gegenseitigen 

finanziellen Unterstützung beizutragen – zumal auch sie offenbar bereits 

(…) erwerbstätig gewesen sind.  

8.3.3 Sodann ist auch unter Berücksichtigung der geltend gemachten me-

dizinischen Beschwerden nicht davon auszugehen, dass die Beschwerde-

führenden mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine medizinische Notlage ge-

raten würden.  

So leidet die Beschwerdeführerin an (…) . Gemäss Arztbericht vom 2. Mai 

2025 wurde bei ihr (…) diagnostiziert. Aufgrund (…) . Der Beschwerdefüh-

rer leidet an (…) . Gemäss Arztbericht (…) vom 3. Juni 2025 wurde bei ihm 

(…) diagnostiziert. Die Tochter 1 leidet an (…) . Gemäss den Arztberichten 

(…) vom 3. März 2025 sowie vom 26. März 2025 leide sie an (…) . Zuletzt 

wurden beim Sohn 1 (…) gesehen (vgl. Kurzbericht (…) vom 12. Juni 

2025).  

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sämtliche von den Beschwerdeführen-

den geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkran-

kungen in Griechenland ohne Weiteres adäquat behandelbar sind. Es han-

delt sich dabei weder um Krankheitsbilder, deren Schweregrad oder Ver-

lauf eine Überführung als lebensgefährlich erscheinen liesse, noch um sol-

che, bei denen eine allfällige Nichtbehandlung mit einer unmittelbaren Le-

bensgefahr verbunden wäre. Insbesondere bei den Beschwerden der 

Tochter 1 ((…) ) und des Beschwerdeführers ((…) ) handelt es sich um 

moderate gesundheitliche Beeinträchtigungen, die per se ungeeignet sind, 

die Zumutbarkeit des Vollzugs in Frage zu stellen. Dies gilt auch für (…) 

der Beschwerdeführerin. Hinsichtlich der psychischen Beschwerden des 

Sohnes 1 ((…) ) und der Beschwerdeführerin ((…) ) ist sodann unter Ver-

weis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts festzuhal-

ten, dass die medizinische Infrastruktur in Griechenland die erforderliche 

Behandlung gewährleistet und die entsprechenden Medikamente erhältlich 

sind (vgl. Urteile des BVGer D-3123/2023 vom 16. Juni 2023 E. 5.3, 

E-3602/2023 vom 15. August 2023 E. 6.6, D-4879/2022 vom 27. April 2023 

E. 8.6.1, D-5784/2022 vom 20. Januar 2023, D-1202/2022 vom 8. Septem-

ber 2022 E. 7.4.3, D-5551/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 7.4.3, 

E-3191/2022 vom 16. August 2022 E. 6.4.3 ff.). Entsprechend kann des-

halb aus den genannten Diagnosen kein Vollzugshindernis abgeleitet wer-

den, zumal auch keine Hinweise ersichtlich sind, wonach die Beschwerde-

führenden aufgrund ihrer individuellen Umstände keinen Zugang zu einer 

angemessenen Behandlung hätten.  

D-6733/2025 

Seite 12 

8.3.4 Nach dem Gesagten gelingt es den Beschwerdeführenden – auch 

unter der Berücksichtigung des Kindeswohls – nicht, die gesetzliche Ver-

mutung der Zulässigkeit und Zumutbarkeit einer Rückkehr nach Griechen-

land umzustossen.  

8.4 Nachdem die griechischen Behörden dem Rückübernahmeersuchen 

zugestimmt haben und die Beschwerdeführenden dort über einen gültigen 

Aufenthaltstitel verfügen, ist der Vollzug der Wegweisung ebenfalls möglich 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der 

Beschaffung allenfalls notwendiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 

Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12).  

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

8.6 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung individu-

eller Garantien bei den griechischen Behörden (vgl. statt vieler Urteil des 

BVGer D-5814/2022 vom 17. August 2023 E. 9.4), weshalb der entspre-

chende subeventualiter gestellte Antrag abzuweisen ist.  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6733/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Gregory Aloisi