# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a80c2d71-c56c-515c-b64b-e50c20e461a4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2010 C-5719/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5719-2008_2010-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5719/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV, Einspracheentscheid vom 25. Juli 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5719/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  am  _______  1941  geborene,  in  ihrer  Heimat  Deutschland 
wohnhafte  X._______ (im  Folgenden:  Beschwerdeführerin)  am  25. 
September  2007  beim  heimatlichen  Sozialversicherungsträger  ein 
Gesuch um Bezug einer Altersrente der schweizerischen Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV) gestellt hat (vgl. act. 23 bis 30),

dass die Schweizerische Ausgleichskasse ( im Folgenden: Vorinstanz) 
dieses Leistungsgesuch mit Verfügung vom 15. November 2007 abge-
wiesen hat (act. 44),

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung am 11. Februar 
2008 Einsprache erhoben hat (vgl. act. 46), welche von der Vorinstanz 
am 25. Juli 2007 mit der Begründung abgewiesen wurde (vgl. act. 59 
bis 61),  gemäss individuellem Konto (IK) sei der Beschwerdeführerin 
nur eine Beitragszeit von 4 Monaten anzurechnen, so dass sie keinen 
Anspruch  auf  eine  Altersrente  habe  –  und  die  Rückerstattung  von 
Beiträgen an Angehörige von Staaten der  Europäischen Union (EU) 
sei nicht möglich,

dass die  Beschwerdeführerin  mit  Beschwerde  vom 23. August  2008 
sinngemäss  beantragt  hat,  in  Aufhebung  des  Einspracheentscheids 
vom 25. Juli 2007 sei ihr eine Altersrente der AHV zuzusprechen oder 
es seien die geleisteten AHV-Beiträge samt Zinsen rückzuerstatten, 

dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  dieser  – von  ihr  mit 
Eingabe vom 9. September 2008 sinngemäss bestätigten – Anträge im 
Wesentlichen ausgeführt hat, angesichts des Schreibens vom 20. Ok-
tober 1976 der Y._______ (act. 6) sowie des Arbeitsvertrages vom 13. 
Mai 1974 (act. 7 bis 12) sei erstellt  und zu berücksichtigen, dass sie 
vom 15. November 1973 bis 30. September 1974 – und somit während 
insgesamt 10 ½ Monaten – in der Schweiz gearbeitet habe,

dass die Vorinstanz in ihrer  Vernehmlassung vom 7. November 2008 
beantragt  hat,  die  Beschwerde sei  abzuweisen und  der  Einsprache-
entscheid vom 25. Juli 2007 zu bestätigen,

dass sie  zur  Begründung im Wesentlichen  ausgeführt  hat,  laut  dem 
Auszug  vom  7.  November  2008  aus  dem  IK  (act.  37a)  sowie  dem 
Schreiben vom 27. Juni 2008 der Ausgleichskasse Z._______ (act. 53) 

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seien einzig von Juni bis September 1974 – also während insgesamt 4 
Monaten – Beiträge an die AHV entrichtet  worden, weshalb die Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine ordentliche Altersrente der 
AHV  habe  und  –  aufgrund  der massgebenden  Bestimmungen  – 
ebenso wenig einen solchen auf Rückerstattung der an die AHV ge-
leisteten Beiträge samt Zinsen,

dass die Beschwerdeführerin mit  Replik vom 5. Dezember 2008 und 
die Vorinstanz mit  Duplik vom 14. Januar 2009 sinngemäss ihre bis-
herigen Anträge sowie deren Begründungen bestätigt haben, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  laut  Art. 31  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 85bis Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) 
zuständig ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide  der  Vorinstanz  (vgl.  Art.  33  Bst.  d  VGG),  sofern  – wie  vor-
liegend – keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG gegeben ist, 

dass die weiteren Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel  erfüllt  sind, 
so dass auf  die Beschwerde einzutreten ist  (vgl. Art. 59 und Art. 60 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1] und Art. 52 
Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das Ver-
waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass umstritten  und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerde-
führerin Anspruch auf eine ordentliche Altersrente der AHV oder auf 
Rückerstattung  der  geleisteten  AHV-Beiträge  samt  Zinsen  hat  (vgl. 
BGE 131 V 164 E. 2.1 sowie BGE 125 V 413 E. 1 bis E. 2c,  je mit 
Hinweisen),

dass  diese  Fragen  auch  bei  Anwendung des  Abkommens  zwischen 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Euro-
päischen  Gemeinschaft  andererseits  über  die  Freizügigkeit  vom 
21. Juni 1999 (im Folgenden: FZA, SR 0.142.112. 681) und der darin 
erwähnten  Verordnungen  (vgl.  Art.  8  FZA)  ausschliesslich  nach 
schweizerischem Recht zu beantworten sind (BGE 130 V 253 E. 2.2), 

dass die Beschwerdeführerin am _______ 2005 das 64. Altersjahr voll-
endet hat und somit ab dem _______ 2005 Anspruch auf eine ordent-
liche Altersrente der  AHV hätte,  sofern ihr  für  mindestens ein volles 

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Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerech-
net werden könnten (vgl. Art. 21 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AHVG i.V.m. 
Art. 29 Abs. 1 AHVG),

dass  ein  volles  Beitragsjahr  vorliegt,  wenn  eine  Person  insgesamt 
länger als  elf  Monate  im Sinne von Art. 1a  oder 2 AHVG versichert 
gewesen ist  und während dieser Zeit  Beiträge an die AHV entrichtet  
worden sind (vgl. Art. 50 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.10] i.V.m. 
Art. 29ter Abs. 2 Bst. a AHVG), 

dass für die Beschwerdeführerin laut Auszug  vom 7. November 2008 
aus dem IK während insgesamt 4 Monaten Beiträge an die AHV ent-
richtet worden sind (Juni bis September 1974; act. 37a),

dass für die Berechnung der Beitragsdauer dann von den Einträgen im 
IK  abgewichen  werden  kann,  wenn  deren  Unrichtigkeit  offenkundig 
oder dafür der volle Beweis erbracht worden ist (vgl. Art. 141 Abs. 3 
AHVV; vgl. ZAK 1969 S. 585),

dass  die  von einem Arbeitnehmer erzielten  Erwerbseinkommen,  von 
welchen  der  Arbeitgeber  die  gesetzlichen  Beiträge  abgezogen  hat, 
auch dann in das individuelle Konto einzutragen sind, wenn der Arbeit-
geber  die  entsprechenden  Beiträge  der  Ausgleichskasse  nicht  ent-
richtet hat (vgl. Art. 30ter Abs. 2 AHVG und Art. 138 Abs. 1 AHVV), 

dass angesichts des Arbeitsvertrages vom 13. Mai 1974 (act. 7 bis 12), 
des  Schreibens  vom 20. Oktober  1976  und  der  Bescheinigung  vom 
31. Dezember 1974 der Y._______ (act. 6 und 15) eindeutig erstellt ist, 
dass der  Beschwerdeführerin – infolge der arbeitsvertraglichen Netto-
lohnvereinbarung (vgl. ZAK 1969 S. 585)  – vom 15. November 1973 
bis zum 30. September 1974 (während 11 Monaten) die gesetzlichen 
AHV/IV-Beiträge abgezogen, diese indes einzig für die Zeit vom 1. Juni 
1974 bis 30. September 1974 (4 Monate) der zuständigen Ausgleichs-
kasse entrichtet worden sind,

dass damit der volle Beweis für die offenkundige Unrichtigkeit der im 
IK  aufgeführten  Beitragsdauer  von  4  Monaten  erbracht  ist  und  der 
Beschwerdeführerin  zweifelsohne  eine  Beitragsdauer  von  total  11 
Monaten anzurechnen ist,

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dass  die  Anrechnung  von  Erziehungs-  oder  Betreuungsgutschriften 
von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht wird und aufgrund 
der Akten auch nicht möglich wäre (vgl. Art. 29sexies und 29septies AHVG),

dass  selbst  bei  Berücksichtigung  der  zu  Recht  geltend  gemachten 
Beitragsdauer von 11 Monaten kein volles Beitragsjahr im Sinne von 
Art.  50  AHVV  vorliegt  und  keine  Erziehungs-  oder  Betreuungsgut-
schriften  anzurechnen  sind,  so  dass  die  Beschwerdeführerin  offen-
kundig keinen Anspruch auf eine ordentliche Altersrente der AHV hat 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 AHVG sowie Art. 8 FZA i.V.m. Art. 48 Abs. 1 der 
Verordnung  [EWG]  Nr.  1408/71  des  Rates  vom  14.  Juni  1971  [SR 
0.831.109.268.1]), 

dass die  Beschwerdeführerin allein schon aufgrund des Umstandes, 
dass  zwischen  der  Schweiz  und  Deutschland  einschlägige  Staats-
verträge  bestehen  (insbesondere  das  FZA  und  das  suspendierte 
Abkommen  vom  25.  Februar  1964  zwischen  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über Soziale 
Sicherheit [SR 0.831.109.136.1]), keinen Anspruch auf Rückvergütung 
der an die AHV geleisteten Beiträge mitsamt Zinsen hat (vgl. Art. 18 
Abs. 3  AHVG und Art. 1  Abs. 1 der  Verordnung  vom 29. November 
1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung  bezahlten  Beiträge  [RV-AHV,  SR  831. 
131.12]),

dass damit feststeht,  dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu 
Recht keine ordentliche Altersrente der AHV zugesprochen und keine 
AHV-Beiträge zurückerstattet hat, 

dass sich die Beschwerde vom 23. August 2008 aus diesen Gründen 
als unbegründet erweist und abzuweisen ist,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG) 
und keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 7 Abs. 3 des Reg-
lementes vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______ )
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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