# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf0fbe7f-4fc0-5637-ac87-4a4d4b5f7bc3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.02.2021 200 2020 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-85_2021-02-08.pdf

## Full Text

200 20 85 IV
WIS/ISD/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Februar 2021

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
substituiert durch Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Januar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter … und zuletzt als … bei D.________ tätig, meldete sich im Sep-
tember 2013 unter Hinweis auf chronische Nacken-, Schulter- und Kopf-
schmerzen mit Ausstrahlung in die Arme und ein bestehendes TOS-
Syndrom bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 2). Die IVB traf erwerbliche und medizinische Ab-
klärungen, namentlich holte sie ein vom 24. August 2015 datierendes poly-
disziplinäres Gutachten ein (AB 64.1) und stellte Ergänzungsfragen an die 
Gutachter (vgl. AB 72, 81). Am 6. Oktober 2015 unterzog sich der Versi-
cherte einer mikrochirurgischen Dekompressionsoperation an der Lenden-
wirbelsäule (LWS; vgl. AB 85/5 f.). In diesem Zusammenhang holte die IVB 
weitere medizinische Unterlagen ein, nahm Rücksprache mit dem Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD; AB 88) und sprach dem Versicherten mit Ver-
fügung vom 6. Juli 2016 (AB 97) bei einem Invaliditätsgrad von 50 % mit 
Wirkung ab 1. März 2014 eine halbe Rente zu. Im Nachgang dazu veran-
lasste die IVB am 9. September 2016 berufliche Massnahmen (vgl. 
AB 105), welche sie mit Mitteilung vom 7. Oktober 2016 (AB 110) per 
30. September 2016 abbrach; weitere berufliche Massnahmen wies sie ab 
(vgl. AB 111). 

Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision im Januar 
2019 (vgl. AB 122) machte der Versicherte eine Verschlechterung seines 
Gesundheitszustandes geltend (AB 124/1). Die IVB holte medizinische Un-
terlagen ein, veranlasste eine erneute polydisziplinäre Begutachtung (Gut-
achten vom 12. August 2019: AB 175.1 [Konsensbeurteilung], AB 175.2-
175.6) und stellte Ergänzungsfragen an die Gutachter (vgl. AB 176 f.). Ge-
stützt darauf und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. AB 178, 
180, 187) hob die IVB mit Verfügung vom 9. Januar 2020 (AB 189) die 
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 26 % per Ende Februar 2020 auf (vgl. 
AB 191).

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________ und dieser wiederum substituiert durch Rechtsanwältin 
C.________, mit Eingabe vom 30. Januar 2020 Beschwerde und beantrag-
te die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Weiterausrich-
tung der bisherigen Invalidenrente, namentlich über den 29. Februar 2020 
hinaus.

Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2020 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. Januar 2020 
(AB 189). Streitig und zu prüfen ist die Aufhebung der mit Verfügung vom 
6. Juli 2016 (AB 97) zugesprochenen Rente und in diesem Zusammenhang 
insbesondere das Vorliegen eines medizinischen Revisionsgrundes.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzliche Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisions-
rechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene 
Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränder-
ten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12). 
Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger 
Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Sachverhaltes (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Zu vergleichen (zur zeitlichen Vergleichsbasis siehe E. 2.4.3 hier-
vor) ist der Sachverhalt, wie er der leistungszusprechenden Verfügung vom 
6. Juli 2016 (AB 97) zugrunde lag, mit demjenigen, der sich bis zum Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2020 (AB 189) entwickelt hat. 

3.2 Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 (AB 97) sprach die Beschwerde-
gegnerin dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 50 % mit 
Wirkung ab 1. März 2014 eine halbe Rente zu. Dabei ging sie von einer 
medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer an-
gepassten Tätigkeit aus (AB 97/6 f.). Zum damaligen Gesundheitszustand 
bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen:

3.2.1 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS E.________ vom 
24. August 2015 (AB 64.1) stellten die Dres. med. F.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, G.________, Facharzt für Neurologie, 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, I.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Endokrinologie-
Diabetologie, und J.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation und für Rheumatologie, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (AB 64.1/72):

Komplexes multilokuläres Schmerzsyndrom (ES 2012)
• Multifaktorielle Cephalea

o Spannungskopfschmerz
o intermittierende migräniforme Begleiterscheinungen
o V.a. Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜKS)
o generalisierte kranielle leichte Hyperostose (fraglicher Stellenwert)

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• Nacken-Schulter-Schmerz
o myofasziales Schmerzsyndrom
o klinisch kein relevantes Cervicalsyndrom
o kein cervicoradiculäres Reiz- und Ausfallsyndrom
o V.a. Thoracic outlet-Syndrom links

• Lumbale Rückenschmerzen
o bildmorphologisch mit:
▪ relativer Spinalkanalstenose auf Höhe L4/5
▪ Facettengelenkszyste L4/5 rechts mit möglicher Kompromittierung 

der Nervenwurzel L4 rechts
o klinisch kein relevantes Lumbovertebralsyndrom
o kein lumboradikuläres Reiz- und Ausfallsyndrom

Zusammenfassend kamen die Gutachter zum Schluss, dass in endokrino-
logischer, psychiatrischer und rheumatologischer Hinsicht keine massge-
bende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Auf dem neurologi-
schen Gebiet ergebe sich demgegenüber zufolge der chronischen Kopf-
schmerzen seit Oktober 2013 eine partielle Leistungseinschränkung; dies 
im Sinne einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 % in der ange-
stammten Tätigkeit als … respektive von 50 % in einer angepassten Tätig-
keit. Aufgrund des mutmasslichen Thoracic Outlet-Syndroms seien Arbei-
ten mit repetitiver bimanueller Belastung, insbesondere mit repetitiver 
Überkopfstellung der Arme zu vermeiden. Aufgrund des radiologischen 
Befunds der LWS sollten Arbeiten mit mittelschwerer und schwerer Trage- 
und Hebebelastung vermieden werden (vgl. AB 64.1/74-76).

3.2.2 Nach einer diagnostischen Infiltration der LWS (L4 rechts) vom 
3. September 2015 (vgl. dazu AB 69/2-6) unterzog sich der Beschwerde-
führer am 6. Oktober 2015 einer Rückenoperation (mikrochirurgische De-
kompression über eine Hemilaminektomie LWK 4 [kommend von LWK 3/4] 
mit Foraminotomie der L4 Wurzel rechts [AB 85/5 f.]). Postoperativ hätten 
sich die Schmerzen sowie die Allodynie am rechten Oberschenkel deutlich 
regredient gezeigt; die Hyposensibilität habe fortbestanden (AB 85/8). 

Im Bericht des Spitals S.________ vom 8. Dezember 2015 (AB 85/3 f.) 
wurde festgehalten, subjektiv berichte der Beschwerdeführer über eine 
sehr gute postoperative Erholung. Die Rücken- sowie Beinschmerzen seien 
postoperativ komplett regredient gewesen und träten aktuell mit einem 
NRS von 1-2 nur sporadisch bei Belastung auf. Bei deutlicher postoperati-

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ver Erholung seien weitere Kontrollen in der Poliklinik-Sprechstunde nicht 
mehr notwendig. 

3.2.3 In der ergänzenden Stellungnahme vom 4. Januar 2016 (AB 81) 
hielt der neurologische Teilgutachter Dr. med. G.________ zusammenge-
fasst fest, die 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei 
unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage hinreichend plausibilisiert. 
Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sei mit den neurologischen Faktoren 
nicht zwanglos begründbar. In der Einschätzung seien auch die partiellen 
Diskrepanzen berücksichtigt worden. Gestützt auf die Aktenlage und die 
erhobenen Befunde anlässlich der neurologischen Exploration und Unter-
suchung ergebe sich gleichwohl eine Datenlage, welche eine namhafte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöge. Dies werde 
durch die noch vorhandenen Ressourcen und den im psychiatrischen Teil-
gutachten beschriebenen Tagesablauf nicht ausgeschlossen und stehe 
überdies im Einklang mit den Richtwerten der Leitlinie der Deutschen Mi-
gräne- und Kopfschmerzgesellschaft für die Begutachtung von idiopathi-
schen und symptomatischen Kopfschmerzen. Weiter sei hinsichtlich der 
lumboischialgiformen Beschwerden zu erwähnen, dass bei fehlendem Kor-
relat einer Wurzelkompression L4 rechts, ohne Vorliegen eines relevanten 
Lumbovertebralsyndroms oder eines radikulären Reizsyndroms und mit 
Blick auf die diagnostischen Abklärungen des Spitals S.________ zwischen 
August und September 2015 für eine neurochirurgische Entlastung nur eine 
relative Operationsindikation bestehe. Es sei ungewiss, inwieweit dadurch 
das beklagte komplexe Schmerzsyndrom beeinflusst werden könne. 

3.2.4 Die RAD-Ärztin med. pract. K.________, Praktische Ärztin, hielt in 
der Stellungnahme vom 23. März 2016 (AB 88) unter Bezugnahme auf die 
stattgehabte neurochirurgische Operation vom 6. Oktober 2015 und den 
postoperativen Verlauf zusammenfassend fest, das im polydisziplinären 
Gutachten vom 24. August 2015 formulierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
AB 64.1/75 f.) sei weiterhin gültig, da bereits gemäss diesem mittelschwere 
und schwere Trage- und Hebeleistungen vermieden werden sollten. Zu 
ergänzen sei noch, dass bei Status nach Dekompressionsoperation Arbei-
ten mit Wechselbelastungen der Wirbelsäule verrichtet, das heisst 
Zwangshaltungen vermieden werden sollten. 

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3.2.5 Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt in der Stellungnahme vom 26. Mai 2016 (AB 94) zum Vorbescheid 
vom 5. April 2016 (AB 89) fest, dass es hinsichtlich der gutachterlich attes-
tierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit unbedingt 
eine berufliche Abklärungsmassnahme zur Validierung der möglichen 
Tätigkeiten brauche. Dies wäre auch im Sinne der Gutachter, welche eine 
Aktivierung des Beschwerdeführers zur Durchbrechung des seit Jahren 
bestehenden Teufelskreises der Inaktivität als unabdingbar beurteilt hätten. 
Ohne unterstützende Massnahmen der IV für eine berufliche Wiederein-
gliederung erscheine diese illusorisch. 

3.3 Zur Entwicklung des Gesundheitszustandes bis zum Erlass der an-
gefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2020 (AB 189) ist den Akten im We-
sentlichen folgendes zu entnehmen:

3.3.1 Im interdisziplinären Gutachten vom 12. August 2019 (AB 175.1 
[Konsensbeurteilung], 175.2-175.6) stellten die Dres. med. M.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, N.________, Facharzt für Neuro-
logie, O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und 
P.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, MEDAS Q.________ folgende Diagnosen 
(AB 175.1/10 Ziff. 4.2):

Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit
1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5/Z98.8)

- anamnestisch kein Ansprechen auf CT-gesteuerte periradikuläre In-
filtration L4 rechts am 03.09.2015 (Spital S.________)

- St.n. mikrochirurgischer Dekompression einer Fazettengelenkszyste 
LWK4/5 rechts über eine Hemilaminektomie LWK4 rechts mit Fora-
minotomie der Nervenwurzel L4 rechts am 06.10.2015 bei Fazetten-
gelenkszyste mit Kompression der Nervenwurzel L4 rechts und Ra-
dikulopathie bei relativer Spinalkanalstenose (Neurochirurgie Spital 
S.________)

- anamnestisch kein Ansprechen auf CT-gesteuerte epidurale Infiltra-
tion LWK3/4 vom 08.08.2018 (Spital S.________)

- radiologisch mehrsegmentale Degeneration der LWS mit gegenüber 
dem präoperativen Zustand grössenstationärer Fazettengelenkszys-
te LWK4/5 (MRI 11.09.2015 und 19.06.2018, CT 08.08.2018)

- klinisch kein höhergradiges funktionelles Defizit
- kein Hinweis für radikuläres Defizit

2. Metabolisches Syndrom (ICD-10 E88.9)

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- Diabetes mellitus mit HbA1c-Wert von aktuell 9.7 % (Norm < 6.3 %) 
(ICD-10 E11.91)

- Adipositas per magna mit BMI von 47.5 kg/m2 (ICD-10 E66.02)
- Verdacht auf arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
- Dyslipidämie (ICD-10 E78.2)
- Leberwerterhöhung unklarer Ätiologie, DD bei Steatosis hepatis 

(ICD-10 R74.8)
- unklare Leukozytose und CRP-Erhöhung (ICD-10 D72.8)

Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit
1. Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)

- multifaktorielles Kopfschmerzsyndrom mit Spannungskopfschmerz 
und Medikamentenübergebrauchskomponente (ICD-10 G44.8)

2. Chronisches zerviko- und thorakovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 
M54.2/M54.6)
- radiologisch keine höhergradige Veränderung der HWS und BWS 

(MRI 13.03.2015)
3. St.n. Operation bei Karpaltunnelsyndrom rechts am 16.05.2013 und 

links am 20.06.2013 (Dr. T.________) (ICD-10 Z98.8)
4. Verdacht auf Meralgia paraesthetica rechts (ICD-10 G57.1)
5. Präklinische Hypothyreose (ICD-10 E03.9)
6. Verdacht auf obstruktives Schlafapnoe-Syndrom anamnestisch (ICD-10 

G47.31)

In der orthopädischen Untersuchung der Wirbelsäule habe sich die Beweg-
lichkeit in sämtlichen Abschnitten nur wenig vermindert und an den Extre-
mitäten weitgehend frei gezeigt. Radiologisch bestünden mehrsegmentale 
degenerative Veränderungen der LWS mittelgradiger Ausprägung sowie 
eine im Verlauf gegenüber dem präoperativen Zustand grössenstationäre 
Fazettengelenkszyste LWK 4/5 rechts, wobei hier keine radikuläre Affekti-
on, sehr wohl aber eine tieflumbale Spinalkanalstenose dokumentiert wor-
den sei. Zervikal und thorakal seien keine höhergradigen Veränderungen 
festgehalten worden. Es seien eine Arthrose der Iliosakralgelenke und das 
Fehlen höhergradiger Veränderungen an den Hüft- und Kniegelenken do-
kumentiert. Insgesamt liessen sich die vom Beschwerdeführer sehr diffus 
präsentierten Beschwerden durch die klinischen, radiologischen und infiltra-
tiven Befunde keinesfalls klar begründen. Für körperlich mittelschwere und 
schwere sowie überwiegend stehend und gehend zu verrichtende Tätigkei-
ten einschliesslich der vormaligen Tätigkeit als … bei D.________ bestehe 
eine bleibende vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich sehr leichte 
bis leichte Tätigkeiten mit immer wieder auch sitzenden Anteilen bestehe 
hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 90 %, bei einem Ganztagespensum mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 11

um 10 % reduzierter Leistung zufolge vermehrten Pausenbedarfs. Das 
wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 5 kg bis selten 10 kg und 
Zwangshaltungen sollten vermieden werden (AB 175.1/11 Ziff. 4.3). Auf 
dem neurologischen Gebiet hätten sich keine motorischen oder sensori-
schen Wurzelzeichen ergeben, die auf eine erneute radikuläre Problematik 
hinweisen würden. Bezüglich der Kopfschmerzen bestehe einerseits eine 
Spannungskopfschmerz-Komponente und andererseits sei von einem er-
heblichen Schmerzmittelübergebrauch auszugehen. Zusammenfassend 
hätten sich auf dem neurologischen Gebiet keine relevanten, die Arbeits-
fähigkeit einschränkenden Erkrankungen ergeben (AB 175.1/11 Ziff. 4.3). 
In der psychiatrischen Untersuchung sei aufgefallen, dass das Ausmass 
der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung des 
Beschwerdeführers, nicht mehr arbeiten zu können, durch die somatischen 
Befunde nicht hinreichend hätten objektiviert werden können. Es müsse 
eine psychische Überlagerung im Sinne einer Schmerzverarbeitungs-
störung angenommen werden. Anderweitige psychiatrische Diagnosen 
hätten nicht gestellt werden können und aus psychiatrischer Sicht bestehe 
eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit (AB 175.1/11 Ziff. 4.3). Aufgrund 
der allgemeininternistischen Untersuchung werde neu die Diagnose Diabe-
tes mellitus im Rahmen eines metabolischen Syndroms mit einer massiven 
Adipositas gestellt. Dieser entgleiste Diabetes führe zu einer Leistungsein-
schränkung von 20 %, welche zur orthopädisch begründeten 10%igen Leis-
tungseinschränkung zu addieren sei, da sie sich auf die gesamte Arbeits-
zeit beziehe und nicht durch vermehrte Pausen zu beheben sei 
(AB 175.1/11 f. Ziff. 4.3).

Interdisziplinär seien dem Beschwerdeführer sowohl die bisherige Tätigkeit 
wie auch andere körperlich mittelschwer und schwer belastende, überwie-
gend gehend oder stehend zu verrichtende Tätigkeiten dauerhaft nicht 
mehr zumutbar. Von dieser vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit sei spätestens seit Jahren auszugehen (AB 175.1/12 
Ziff. 4.6). In einer angepassten, das heisst körperlich nur leichten Tätigkeit 
mit immer wieder sitzenden Anteilen und unter Vermeidung von wiederhol-
tem Heben und Tragen von Lasten über 5 kg bis selten 10 kg und der Ein-
nahme von Zwangshaltungen, bestehe eine Arbeitsfähigkeit während acht 
Stunden pro Tag mit einer Leistungseinschränkung aufgrund vermehrten 

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Pausenbedarfs und des Diabetes mellitus von 30 %, entsprechend einer 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %. Diese Einschätzung gelte ab Mai 
2019. Perioperative schmerzbedingte Einschränkungen, welche bei der 
Verfügung von 2016 relevant gewesen seien, lägen nicht mehr vor. Die 
aktuelle internistische Einschränkung sollte nur vorübergehend bis zur Ein-
stellung des entgleisten Diabetes vorhanden sein; dann sei eine Arbeits-
fähigkeit von 90 % anzunehmen (AB 175.1/12 f. Ziff. 4.7). 

3.3.2 In der ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme vom 23. Sep-
tember 2019 (AB 177) führten die Dres. med. M.________ und P.________ 
aus, das polydisziplinäre Vorgutachten von September (recte: August 
[AB 64.1/1]) 2015 sei relativ kurz vor der Dekompressionsoperation im Ok-
tober 2015 erstellt worden. Mit dieser Operation sei eine präoperativ ex-
azerbierte, gemäss dem Spital S.________ radikuläre, Reizsymptomatik 
behandelt worden. In diesem Sinne sei verständlich, dass der präoperativ 
schlechte Zustand sich in der [Einschätzung der] Arbeitsfähigkeit der Vor-
gutachter niedergeschlagen habe. Postoperativ habe erreicht werden kön-
nen, dass kein radikuläres Syndrom mehr vorliege; es sei postoperativ eine 
Besserung bis heute zu bestätigen, welche sich nach mehrmonatigen post-
operativen Adaptationsprozessen auf den heutigen Zustand eingependelt 
habe. Mangels valider Berichte seit der letzten Verfügung von 2016 sei im 
Gutachten die objektivierbare Verbesserung auf den Untersuchungszeit-
punkt von Mai 2019 festgelegt worden; eine weitere Rückdatierung sei 
nicht möglich gewesen.

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 13

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.4.3 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den medizinischen Unterlagen zu 
entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision 
erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich aus-
reichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachver-
halts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollzieh-
baren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine 
erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt 
es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich 
die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinrei-
chend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Ge-
sundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in 
denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert 
haben (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1).

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 14

ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2018 
IV Nr. 13 S. 41 E. 4.2.2).

3.5

3.5.1 Die Beschwerdeführerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 9. Januar 2020 (AB 189) im Wesentlichen auf das interdisziplinä-
re Gutachten vom 12. August 2019 (AB 175.1) sowie die gutachterliche 
Stellungnahme vom 23. September 2019 (AB 177). Sowohl das Gutachten 
als auch die ergänzenden gutachterlichen Ausführungen erfüllen die vorer-
wähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen an eine versicherungs-
medizinische Expertise (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihnen volle Beweis-
kraft zukommt. Die darin enthaltenen Ausführungen und Feststellungen 
beruhen auf eingehenden fachärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis 
der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen 
getroffen worden. Gestützt darauf haben die Gutachter die medizinischen 
Zusammenhänge einleuchtend und die daraus gezogenen Schlussfolge-
rungen zum Gesundheitszustand sowie zur medizinisch-theoretisch zumut-
baren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet sowie überzeugend dar-
gestellt. Sie setzten sich zudem vertieft mit der Frage einer revisionsrecht-
lich relevanten Veränderung des Gesundheitszustandes im massgebenden 
Betrachtungszeitraum (vgl. E. 3.4.3 hiervor) auseinander (vgl. AB 175.1/13 
Ziff. 4.7.5, 175.3/10 ff., 177) und begründeten deren Vorliegen nachvoll-
ziehbar und überzeugend (vgl. dazu E. 3.5.2 hiernach).

3.5.2 Zum streitigen Vorliegen einer revisionsrechtlich relevanten Verän-
derung des medizinischen Sachverhaltes ist festzustellen, dass der neuro-
logische Vorgutachter Dr. med. G.________ im Gutachten der MEDAS 
R.________ vom 24. August 2015 (AB 64.1) die von ihm attestierte 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit mit einem multilokulären Schmerzsyndrom und dabei im 
Wesentlichen mit multifaktoriellen Kopfschmerzen begründete (vgl. 
AB 64.1/72 Ziff. III/1 und 73). An dieser Einschätzung hielt Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 15

G.________ auf gezielte Nachfrage der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 72) 
mit Stellungnahme vom 4. Januar 2016 (AB 81) – unter zusätzlicher Be-
zugnahme auf die weiterführenden neurochirurgischen Abklärungen des 
Spitals S.________ zwischen dem 12. August und dem 15. September 
2015 (vgl. AB 81/5 f.) – ausdrücklich fest. Dabei gilt es zu beachten, dass 
Dr. med. G.________ lediglich den Gesundheitszustand vor der am 6. Ok-
tober 2015 erfolgten Dekompressionsoperation an LWK 4 (AB 175.3/7; vgl. 
dazu AB 85/5 f.) bzw. bei noch nicht definitiv abgeschlossener Rekonvales-
zenz beurteilte. Die entsprechenden Unterlagen zur Operation gingen bei 
der Beschwerdegegnerin erst am 22. Januar 2016 ein (vgl. AB 85/2 Ein-
gangsstempel). Die Rückfrage der Beschwerdegegnerin (AB 72) und die 
ergänzende Stellungnahme von Dr. med. G.________ vom 4. Januar 2016 
(AB 81) erfolgten offensichtlich in Unkenntnis der zwischenzeitlich erfolgten 
Operation und des Operationsergebnisses. Diese gutachterliche Nachbeur-
teilung des medizinischen Sachverhaltes bzw. des Gesundheitszustandes 
entbehrt damit einer vollständigen Auseinandersetzung mit den zwischen 
der Begutachtung im August 2015 (vgl. AB 64.1/42) und der Verfügung 
vom 6. Juli 2016 (AB 97) eingetretenen Veränderungen. 

Dazu kommt, dass die Rekonvaleszenz nach Operationen wie der vorlie-
genden mehrere Monate beträgt und von einem entsprechenden langen 
postoperativen Adaptationsprozess begleitet wird (vgl. AB 177), weshalb 
eine abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes respektive der 
funktionellen Leistungsfähigkeit im Januar 2016 zweifellos noch nicht mög-
lich war bzw. das Ergebnis der Operation mitsamt der langen Adaptation 
beim zur Inaktivität neigenden Beschwerdeführer vorliegend erst nach der 
Verfügung vom 6. Juli 2016 (AB 97) rentenwirksam wurde (vgl. Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung [IVV; SR 831.201]). Daran ändert nichts, dass die behandelnden Ärzte 
im Bericht vom 8. Dezember 2015 (AB 85/3 f.) – bei einem ersten guten 
Behandlungsverlauf – vorderhand bei sich keine weiteren Kontrollen mehr 
vorsahen. Ebenso zu keinem anderen Schluss führt die Stellungnahme der 
RAD-Ärztin Dr. med. K.________ vom 23. März 2016 (AB 88), welche zwar 
in Kenntnis der Operation war, sich jedoch nur auf die medizinische Be-
richtslage bis zum 8. Dezember 2015 stützte und damit ebenfalls auf eine 
Situation mit nicht abgeschlossener postoperativer Rekonvaleszenz. Dazu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 16

kommt, dass sich die RAD-Ärztin in ihrem äusserst kurzen Bericht nur zum 
Zumutbarkeitsprofil, jedoch nicht zur zeitlichen Arbeitsfähigkeit in quantita-
tiver und qualitativer Hinsicht äusserte, obschon diese Frage nach der da-
mals noch nicht vollständig abgeschlossenen Rekonvaleszenz später er-
neut zu stellen gewesen wäre. 

Schliesslich ist festzustellen, dass selbst der behandelnde Arzt Dr. med. 
L.________ unter Bezugnahme auf das Gutachten der MEDAS 
R.________ vom 24. August 2015 (AB 64.1) und den Vorbescheid vom 
5. April 2016 (AB 89) in seiner Stellungnahme vom 26. Mai 2016 (AB 94) 
den Beschwerdeführer als in einem Teufelskreis der Inaktivität gefangen 
beschrieb und eine Aufbrechung desselben durch berufliche Abklärungs-
massnahmen zur Validierung der möglichen Tätigkeiten empfahl. Damit hat 
der Behandler letztlich das Eingliederungspotential, welches im Rahmen 
des Gutachtens der MEDAS Q.________ vom 12. August 2019 (vgl. 
AB 175.1/12 f. Ziff. 4.7) als nunmehr manifeste Verbesserung der Leis-
tungsfähigkeit erkannt wurde, beschrieben. Die empfohlenen beruflichen 
Massnahmen wurden nach der Referenzverfügung vom 6. Juli 2016 
(AB 97) begonnen, mussten jedoch nach einer kurzen Abklärungsdauer 
von bloss 28 Stunden innerhalb von dreieinhalb Wochen abgebrochen 
werden, weil der Beschwerdeführer wiederholt massive somatische Be-
schwerden angab und sich als nicht arbeits- bzw. massnahmefähig erach-
tete (vgl. AB 112/1 f.). Ob die geklagten Beschwerden damals tatsächlich 
noch (ganz oder teilweise) innerhalb der Rekonvaleszenz somatisch be-
gründet waren, kann und braucht hier nicht abschliessend geklärt zu wer-
den.

Im Unterschied zur medizinischen Situation bei Erlass der Referenzverfü-
gung vom 6. Juli 2016 (AB 97) lassen sich gemäss dem Gutachten der 
MEDAS Q.________ vom 12. August 2019 (vgl. AB 175.1/13 Ziff. 4.7.5) auf 
jeden Fall seit Mai 2019 keine entsprechenden Einschränkungen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr nachweisen; der postoperative Adap-
tationsprozess ist mithin zwischenzeitlich vollständig abgeschlossen. Hier-
zu legten der orthopädische und der internistische Experte in der ergän-
zenden Stellungnahme vom 23. September 2019 (AB 177) schlüssig be-
gründet dar, dass der genaue Zeitpunkt der eingetretenen Verbesserung 

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mangels valider Berichte seit der Verfügung vom 6. Juli 2016 (AB 97) nicht 
exakt bestimmt und daher erst ab der gutachterlichen Untersuchung im Mai 
2019 hinreichend objektiviert werden kann. Unter diesen Umständen hat 
sich der somatische Gesundheitszustand zwischen dem Erlass der Verfü-
gung vom 6. Juli 2016 (AB 97) und der Begutachtung im Mai 2019 (vgl. 
175.1/5 Ziff. 1.3) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verändert, womit 
ein Revisionsgrund (vgl. E. 2.4.1 hiervor) besteht. Der Rentenanspruch ist 
daher allseitig neu zu prüfen (vgl. E. 2.4.4 hiervor).

3.5.3 Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss die vom neurologischen 
Vorgutachten (vgl. dazu AB 64.1/72 Ziff. III/1. und 73) abweichende dia-
gnostische Beurteilung des neurologischen Experten Dr. med. N.________ 
(AB 175.4/5 f. Ziff. 7.1) kritisiert (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. IV/2), kann ihm 
nicht gefolgt werden. Das aktuelle neurologische Teilgutachten kann nicht 
bereits deshalb verworfen werden, weil es zu einer abweichenden diagnos-
tischen Beurteilung der geklagten Beschwerden gelangt. Invalidenversiche-
rungsrechtlich kommt es zudem regelmässig nicht auf die (genaue) Dia-
gnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die 
Arbeitsfähigkeit hat (statt vieler: Entscheid des BGer vom 28. Mai 2019, 
9C_867/2018, E. 5.2.1). Diese sind vom Experten entsprechend zu plausi-
bilisieren (BGE 140 V 290 E. 3.3.2 S. 297). Gemäss diesen Grundsätzen 
legte Dr. med. N.________, namentlich gestützt auf die inzwischen weitge-
hend unauffälligen objektivierbaren neurologischen Befunde sowie in diffe-
renzierender Würdigung der Kopfschmerzenproblematik (vgl. AB 175.1/11 
Ziff. 4.3; 175.4/5 f. Ziff. 7.1), überzeugend begründet und in Auseinander-
setzung mit der gutachterlichen Einschätzung von Dr. med. G.________ 
dar, dass insgesamt auf dem neurologischen Fachgebiet keine massge-
bende Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit mehr objektiviert 
respektive plausibilisiert werden können (vgl. BGE 140 V 290 E. 3.3.2). Die 
motorischen, sensomotorischen und kognitiven Fähigkeiten beschrieb er 
nun als uneingeschränkt erhalten (AB 175.4/7 Ziff. 8). Aufgrund dessen ist 
die von Dr. med. N.________ auf dem neurologischen Fachgebiet attestier-
te, grundsätzlich in keinem relevanten Ausmass eingeschränkte Arbeits-
fähigkeit (vgl. AB 175.1/11 Ziff. 4.3) gut nachvollziehbar. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 18

3.5.4 In internistischer Hinsicht beschrieb Dr. med. M.________ einen 
dekompensierten Diabetes mellitus (HbA1c-Wert: 9.7 %; Glukosewert: 
13.6mol/l) bei einer massiven Adipositas (BMI: 47.5 kg/m2) und leitete dar-
aus eine vorübergehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % 
ab (AB 175.2/6 ff. Ziff. 7.2-7.4 und 8.3.1). Dazu ist zunächst anzumerken, 
dass Adipositas und Diabetes nach der Rechtsprechung grundsätzlich kei-
ne Invalidität zu begründen vermögen (Entscheid des BGer vom 13. August 
2015, 8C_903/2014, E. 4.3 mit Hinweisen). Der Diabetes lässt sich zudem 
gemäss gutachterlicher Einschätzung innerhalb von drei Monaten erfolg-
reich behandeln (AB 175.2/9 Ziff. 8.5/4.), sodass insgesamt fraglich ist, 
inwieweit die auf dem internistischen Fachgebiet attestierte vorübergehen-
de Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus invalidenversicherungsrecht-
licher Sicht überhaupt zu berücksichtigen ist. Dies kann jedoch insoweit 
offen bleiben, als der Mitberücksichtigung dieser Einschränkungen keine 
anspruchsrelevante Bedeutung zukommt, wie nachfolgend aufgezeigt wird 
(vgl. E. 4 hiernach).

3.5.5 Im psychiatrischen Teilgutachten wurde eine Schmerzverarbei-
tungsstörung ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Der 
psychiatrische Gutachter Dr. med. O.________ attestierte eine uneinge-
schränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. AB 175.1/10 f. Ziff. 4.2 lit. b 
Ziff. 1 und Ziff. 4.3, 175.5/5 Ziff. 6.1 f., 175.5/7 Ziff. 8). Dies überzeugt. An-
gesichts der bereits auf medizinischer Ebene schlüssigen und überzeugen-
den Verneinung einer massgeblichen psychischen Störung und damit un-
limitierten Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht erübrigt sich ein ge-
richtliches strukturiertes Beweisverfahren (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3 
S. 369).

3.6 Dem Voranstehenden zufolge bilden das interdisziplinäre Gutachten 
vom 12. August 2019 (AB 175.1) sowie die ergänzende gutachterliche Stel-
lungnahme vom 23. September 2019 (AB 177) eine zuverlässige Grundla-
ge für die Beurteilung des anspruchsrelevanten medizinischen Sachver-
halts, weshalb auf die gutachterlichen Einschätzungen abzustellen ist. Der 
Beschwerdeführer ist demnach spätestens seit der gutachterlichen Unter-
suchung im Mai 2019 in einer dem somatischen Zumutbarkeitsprofil ange-
passten, körperlich leichten Tätigkeit bei einer uneingeschränkten zeitlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 19

Präsenz und einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von höchstens 
30 % zufolge vermehrten Pausenbedarfs (vgl. dazu E. 3.5.4 hiervor), das 
heisst gesamthaft mindestens zu 70 %, arbeits- und leistungsfähig 
(AB 175.1/13 f. Ziff. 4.7, 177). Der medizinische Sachverhalt ist vor diesem 
Hintergrund hinreichend abgeklärt.

4.

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 
ermittelte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 
9. Januar 2020 (AB 189) – ausgehend von der spätestens ab Mai 2019 
objektivierbaren Verbesserung des Gesundheitszustands (vgl. AB 177) – in 
Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
(vgl. E. 2.3 hiervor) per August 2019 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) einen ren-
tenausschliessenden Invaliditätsgrad von 26 % (AB 189/2). Dabei stützte 
sie sich für das Valideneinkommen auf das zuletzt als … erzielte Erwerbs-
einkommen gemäss den Angaben der vormaligen Arbeitgeberin (vgl. dazu 
AB 48) und indexierte dieses branchenspezifisch auf das Jahr 2019 
(AB 189/2). Für das Invalideneinkommen stellte sie infolge fehlender Ver-
wertung der medizinisch-theoretisch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit (vgl. 
BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3 ) von 
mindestens 70 % (vgl. E. 3.6 hiervor) auf den diesfalls praxisgemäss an-
wendbaren Totalwert der allgemeinen Tabelle TA1 für Männer der Schwei-
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE; vgl. Entscheid des BGer vom 
15. Juli 2020, 8C_111/2020, E. 7.3.1) im Kompetenzniveau 1 ab; indexiert 
auf das Jahr 2019 sowie angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit (vgl. 
dazu BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76). Zusätzlich berücksichtigte sie beim 
Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug (vgl. dazu BGE 134 V 
322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) von 10 % aufgrund der ge-
sundheitsbedingten Einschränkung der möglichen Tätigkeitsbereiche (vgl. 
AB 189/2). Ob die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn zu Recht 
erfolgte, kann insoweit offengelassen werden, als selbst bei einem maximal 
möglichen Abzug von 25 % kein Rentenanspruch mehr resultieren würde. 
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist nicht zu beanstanden, gibt zu 
keinen Weiterungen Anlass und wird denn auch zu Recht nicht gerügt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 20

5.

Nach dem Dargelegten ist die rentenaufhebende Verfügung vom 9. Januar 
2020 (AB 189) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) IVG ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdeführer 
die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Feb. 2021, IV/20/85, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.