# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fa82feb-1d67-5b2a-992b-30b7b69b4dc3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2008 C-4092/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4092-2007_2008-11-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4092/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

K._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4092/2007

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1947  geborene  Beschwerdeführerin  ungarischer  und 
schweizerischer Nationalität lebte von 1968 bis 2000 in der Schweiz. 
Ab 2001 betrieb sie als Selbständigerwerbende ein Kopiergeschäft in 
Ungarn. Infolge einer fortschreitenden rechtsseitigen Coxarthrose wur-
de am 21. Oktober 2004 im Spital X._______ in Ungarn eine Hüftge-
lenksoperation mit Einsatz einer Prothese vorgenommen. Gemäss Be-
scheinigung der Departementskasse der ungarischen Gesundheitsver-
sicherung vom 30. Mai 2005 (act. 5,  übersetzt in act. 6) war die Be-
schwerdeführerin vom 6. September 2004 bis 29. Juli 2005 arbeitsun-
fähig. Der behandelnde Arzt Dr. T._______ schätzte ihre Arbeitsunfä-
higkeit mit Bericht vom 18. Juli 2005 (act. 26, übersetzt in act. 27) auf 
50%. Am 29. August 2005 nahm sie ihre Tätigkeit  als selbständiger-
werbende Kopistin zu 50% wieder auf. 

Mit Gesuch vom 28. November 2005 (act. 1), mit Begleitformular des 
ungarischen Versicherungsträgers vom 27. Dezember 2005 (act. 2) an 
die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  Vorinstanz) 
übermittelt und bei dieser eingegangen am 10. Januar 2006, beantrag-
te die Beschwerdeführerin die Zusprechung von Leistungen der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung wegen Hüftgelenksbeschwerden so-
wie wegen rheumatischer Schmerzen. 

B.
Die Vorinstanz zog insbesondere folgende Unterlagen zu den Akten:

• Auskunft  betreffend die Dauer der Krankheitsentschädigung der  Departe-
mentskasse der Gesundheitsversicherung (Ungarn) vom 30. Mai 2005 (act. 
5, übersetzt in act. 6)

• Fragebogen für den Versicherten (EU) vom 6. Februar 2006 (act. 10), unter-
zeichnet am 28. März 2005 (recte: 2006)

• Fragebogen für Selbständigerwerbende vom 6. Februar 2006 (act. 11), un-
terzeichnet am 28. März 2006

• Ambulanzblatt des Spitals X._______ des Departements S._______ vom 1. 
April 2003, unterzeichnet von Dr. I._______ (act. 16, übersetzt in act. 17)

• Austrittsbericht des Spitals X._______ des Departements S._______ vom 
30. Oktober 2004, unterzeichnet von Dr. F_______. und Dr. T._______ (act. 
19, übersetzt in act. 20)

• Ambulanzblatt  des Spitals  X._______ des Departements  S._______ vom 
24. Januar 2005, unterzeichnet von Dr. T._______ (act. 22, übersetzt in act. 
23)

• Medizinischer Expertenbericht 1. Grades vom 26. Januar 2005, unterzeich-
net von der Hausärztin Dr. O._______ (act. 24, übersetzt in act. 25)

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• Ambulanzblatt  des Spitals  X._______ des Departements  S._______ vom 
18. Juli 2005, unterzeichnet von Dr. T._______ (act. 26, übersetzt in act. 27)

• Bericht  des  nationalen  Instituts  medizinischer  Experten  vom  29.  August 
2005, unterzeichnet von den Dres. H._______ und Dr. B._______ (act. 30, 
übersetzt in act. 32)

• Arztbericht des Spitals und der Poliklinik Y._______ der Departementsbe-
hörde von J._______ in C._______ vom 29. Januar 2006, unterzeichnet von 
Dr. U._______ (act. 41, übersetzt in act. 40)

• Resultate  des  Röntgenbildes,  Poliklinik  des  Spitals  der  Stadt  M._______ 
vom 2. März 2006, unterzeichnet von Dr. D._______ (act. 43, übersetzt in 
act. 44)

• Bericht Dr. O._______ vom 9. März 2006 (act. 47, übersetzt in act. 45)
• Ambulanzblatt des Spitals und der Poliklinik Z._______ des Departements 

N._______  in  K._______  vom  7.  April  2006,  unterzeichnet  von  Dr. 
E._______ (act. 48, übersetzt in act. 49)

• Aufnahmegesuch  (Anmeldung)  der  Rheumatologischen  Klinik  V._______ 
vom 13. Dezember 2006 (act. 50, übersetzt in act. 72)

• Bericht Dr. O._______ vom 20. Dezember 2006 (act. 51, übersetzt in act. 
69)

Auf die Nachfrage der Vorinstanz vom 6. Februar 2006 (act. 9), welche 
Versicherung  für  die  Hilfsmittel  (Hüftgelenkprothese  und  Laufstock) 
aufgekommen sei, reagierte die Beschwerdeführerin nicht.

Gestützt auf die eingereichten Arztberichte nannte Dr. P._______ vom 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Rhone in seinem Bericht vom 13. 
September 2006 (act. 55) als Hauptdiagnose ein Syndrom unterhalb 
der rechten Schulterhöhe, als Nebendiagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit einen Status nach Operation der rechten Hüfte mit To-
talprothese am 21. Oktober 2004 sowie eine Polyarthrose. Als Neben-
diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit  nannte er einen 
arteriellen  Bluthochdruck (behandelt),  einen Status  nach Versorgung 
des hallux valgus rechts sowie einen Status nach Operation des grau-
en Stars.

Die Arbeitsfähigkeit betrug gemäss Dr. P._______ seit dem 1. Novem-
ber 2004 50% in der bisher ausgeübten und 100% in einer angepass-
ten  Tätigkeit unter Berücksichtigung folgender funktioneller Einschrän-
kungen:  Die  Beschwerdeführerin  solle  keine  schweren  Arbeiten 
ausführen, keine Gewichte über 5 kg tragen, in wechselnder Position 
und ohne Anstrengung der oberen Gliedmassen arbeiten, nicht länge-
re Zeit  aufrecht  stehen, keine langen Gehstrecken zurücklegen, sich 
nicht in unebenem Gelände oder auf Leitern aufhalten und ungünstige 
Witterungseinflüsse sowie Feuchtigkeit und Kälte vermeiden.

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C.
Ausgehend von einem Beschäftigungsgrad von 100% in entsprechen-
den Verweisungstätigkeiten errechnete die Vorinstanz im Einkommens-
vergleich  vom 10. Oktober  2006  (act.  57)  einen  Invaliditätsgrad  von 
27%. Sie gewährte dabei einen leidensbedingten Abzug von 20% vom 
Invalideneinkommen.

Mit Vorbescheid vom 6. November 2006 (act. 60) teilte die Vorinstanz 
der Beschwerdeführerin mit, das Leistungsbegehren müsse abgewie-
sen werden, da keine anspruchsbegründende Invalidität vorliege.

D.
Mit Schreiben vom 20. November 2006 (act. 63) erhob die Beschwer-
deführerin  gegen  den Vorbescheid  vom 6. November  2006  Einwand 
und machte geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich seit dem ärztli-
chen Befund noch verschlechtert. Sie habe ständig schmerzhafte Ge-
lenkentzündungen und sei  trotz der Einnahme von Medikamenten in 
ihren Bewegungen eingeschränkt.

Mit  Einwandergänzung vom 21. Dezember 2006 (act. 64) reichte die 
Beschwerdeführerin folgende Unterlagen ein:

• Ambulanzblatt des Spitals und der Poliklinik Z._______ des Departements 
N._______  in  K._______  vom  7.  April  2006,  unterzeichnet  von  Dr. 
E._______ (act. 52, bereits vorhanden als act. 48, übersetzt in act. 49) 

• Aufnahmegesuch  (Anmeldung)  der  Rheumatologischen  Klinik  V._______ 
vom 13. Dezember 2006 (act. 70, bereits vorhanden als act. 50, übersetzt in 
act. 72)

• Bericht Dr. O._______ vom 20. Dezember 2006 (act. 68, bereits vorhanden 
als act. 51, übersetzt in act. 69 [französisch] und act. 73 [deutsch])

E.
Der von der Vorinstanz im Rahmen des Vorbescheidverfahrens erneut 
konsultierte Dr. P._______ vom RAD Rhone vertrat in seiner Stellung-
nahme vom 12. März 2007 (act. 66)  die  Auffassung,  mit  den einge-
reichten Arztberichten würden keine neuen gesundheitlichen Probleme 
dokumentiert. Deshalb halte er an seiner Einschätzung der Arbeitsfä-
higkeit von 100% seit dem 1. November 2004 fest. Sollte im Rahmen 
des geplanten Aufenthalts  in  der  rheumatologischen Abteilung eines 
Spitals ein neuer Arztbericht auf einen Zusammenhang zwischen den 
geklagten  funktionellen  Beschwerden  und  objektiven  medizinischen 
Befunden schliessen lassen, werde er seine Stellungnahme abändern.

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F.
Mit Schreiben vom 27. März 2007 (act. 67) forderte die Vorinstanz die 
Beschwerdeführerin auf, im Zusammenhang mit  der Anmeldung vom 
13. Dezember 2006 in einer Klinik für Rheumatologie bis zum 20. April 
2007 das Datum des Spitalaufenthalts sowie entsprechende Spitalbe-
richte und Entlassungsberichte zu übermitteln.

G.
Mit Verfügung vom 11. Mai 2007 (act. 76) wies die Vorinstanz das Leis-
tungsbegehren ab. Zur Begründung führte sie an, die als Antwort auf 
den  Vorbescheid  vom 6.  November  2006  eingereichten  Arztberichte 
würden die  bekannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen  lediglich 
bestätigen und enthielten keine neuen Elemente.

H.
Gegen  diese  Verfügung  erhob  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe 
vom 8. Juni 2007, der ungarischen Post übergeben am 9. Juni 2007, 
Beschwerde  beim Bundesverwaltungsgericht  und  stellte  den  Antrag, 
der vorinstanzliche Entscheid sei zu überprüfen. Neu reichte sie einen 
Bericht von Dr. L._______ vom 1. Juni 2007 ein, in dem dieser folgen-
de Diagnosen stellte:

• Osteoporosis
• Spondylosis lumb.
• Polydiscopathia lumb.
• Lumboischialgia l. d.
• St. p. Impl. TEP coxae l. d.
• Impigment sy omi l. d.

I.
Mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2008 beantragte die Vorinstanz die 
teilweise  Gutheissung der  Beschwerde und sinngemäss die  Zuspre-
chung einer halben Invalidenrente mit Wirkung ab 1. April 2005, einer 
ganzen Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2005 und wiederum einer halben 
Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2005. 

Unter den eingereichten Vorakten befand sich eine Stellungnahme von 
Dr. P._______ vom RAD Rhone vom 22. Januar 2008 (act. 78), in der 
dieser die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen 
Tätigkeit mit 50% ab dem 1. November 2004 und mit 100% ab dem 1. 
September 2005 bezifferte. In einer leidensangepassten Tätigkeit war 
die Beschwerdeführerin  gemäss Dr. P._______ ab dem 1. November 

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2004 voll arbeitsfähig und ab dem 1. September 2005 zu 70% arbeits-
unfähig. Der  neu eingereichte  Arztbericht  von Dr. G._______ (recte: 
Dr. L._______)  erlaube  die  Annahme,  dass  die  mit  Bericht  von 
Dr. O._______ vom 20. Dezember 2006 erwähnten funktionellen Ein-
schränkungen die Folge objektiver gesundheitlicher Beschwerden sei-
en. Die Arbeitsunfähigkeit ab September 2005, auch in einer leidens-
angepassten Tätigkeit,  sei  die Folge symptomatischer,  objektiver  so-
matischer Beschwerden, welche die Ausübung einer wie auch immer 
gearteten regelmässigen Tätigkeit nicht erlaubten. 

Gestützt  auf  Dr. P._______s  Angaben  errechnete  die  Vorinstanz  mit 
Einkommensvergleich vom 5. Februar 2008 (act. 79), wiederum unter 
Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20% vom Invali-
deneinkommen, einen Invaliditätsgrad von 76%.

Zur Begründung ihres Antrags verwies die Vorinstanz auf die Stellung-
nahme von Dr. W._______ ihres medizinischen Dienstes vom 8. Mai 
2008 (act. 84). Dr. W._______ bezifferte die Arbeitsunfähigkeit der Be-
schwerdeführerin sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in geeig-
neten Verweistätigkeiten mit 20% seit Frühjar 2004, mit 70% ab Sep-
tember 2004 und mit 50% ab August 2005.

J.
Mit Replik vom 2. Juni 2008 machte die Beschwerdeführerin geltend, 
Ungarn sei seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union, so 
dass sie bereits  ab diesem Datum Anspruch auf  eine Invalidenrente 
habe.

K.
Mit Duplik vom 18. Juni 2008 hielt die Vorinstanz an ihrer Auffassung 
fest,  wonach ein Anspruch auf  eine  Invalidenrente  am 1. April  2005 
entstanden  sei.  Zur  Begründung  führte  sie  an,  die  Ausdehnung  der 
Verordnungen (EWG) 1408/71 und 574/72 auf die neuen EU-Mitglied-
staaten sei erst ab 1. April 2006 anwendbar. Sie bestätigte ihren An-
trag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde bzw. Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung. 

L.
Der Schriftenwechsel wurde am 3. Juli 2008 geschlossen. Auf die wei-
teren Vorbringen der Parteien  ist,  soweit  sie  rechtserheblich sind,  in 
den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 
172.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in 
Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Verfügungen 
nach Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968 über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Beim angefochtenen Ent-
scheid handelt es sich um eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG. 
Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen ge-
mäss Art.  33 VGG. Die IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland ist  eine 
Vorinstanz  im Sinn von Art.  33  Bst. d  VGG. Gemäss  Art.  69  Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-
cherung (IVG, SR 831.20) sind die Verfügungen der IV-Stelle für Versi-
cherte  im Ausland direkt  beim Bundesverwaltungsgericht  anfechtbar. 
Dieses ist somit für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zu-
ständig.

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil-
genommen. Sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse (Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1], vgl. 
auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist daher zur Beschwerdeführung legiti-
miert.

1.3 Die angefochtene Verfügung trägt das Datum vom 11. Mai 2007. 
Die am 9. Juni  2007 der ungarischen Post  übergebene Beschwerde 
wurde somit fristgemäss im Sinn von Art. 60 Abs. 1 ATSG (vgl. auch 
Art. 50 Abs. 1 VwVG) eingereicht. Auch die Formerfordernisse im Sinn 
von Art. 52 Abs. 1 VwVG sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde ein-
zutreten ist.

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

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2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Streitig und zu prüfen ist  im vorliegenden Fall,  ob die Vorinstanz mit 
Verfügung vom 11. Mai 2007 das Leistungsbegehren der Beschwerde-
führerin zu Recht abgewiesen hat, oder ob dem Antrag der Beschwer-
deführerin  auf  Bezahlung einer Invalidenrente bzw. dem im Rahmen 
des  Beschwerdeverfahrens  gestellten  Antrag  der  Vorinstanz  auf  Zu-
sprechung einer halben Invalidenrente mit  Wirkung ab 1. April  2005, 
einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2005 und wiederum einer 
halben Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2005 stattzugeben ist. 

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Die  Beschwerdeführerin  besitzt  nach  ihren  eigenen  Angaben 
(vgl. Gesuch vom 28. November 2005, act. 1) seit der 1966 erfolgten 
Heirat  mit  einem Schweizer Bürger neben der ungarischen auch die 
schweizerische  Staatsbürgerschaft.  Da  sich  der  Wohnsitz  der  Be-
schwerdeführerin  in  Ungarn  befindet,  gelangen im vorliegenden  Fall 
die  Bestimmungen des Abkommens vom 4. Juni  1996 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Republik  Ungarn  über 
Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.418.1, in Kraft seit 1. Januar 1998) 
sowie ab dem 1. April 2006 diejenigen des Abkommens vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  andererseits  über  die  Freizügigkeit 

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(Freizügigkeitsabkommen,  nachfolgend  FZA,  SR  0.142.112.681,  in 
Kraft seit 1. Juni 2002, vgl. Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Art. 2 
Ziff. 7 des Bundesratsbeschlusses vom 17. Dezember 2004 über die 
Genehmigung  und  Umsetzung  des  Protokolls  über  die  Ausdehnung 
des Freizügigkeitsabkommens auf die neuen EG-Mitgliedstaaten zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EG 
und ihren Mitgliedstaaten andererseits  sowie über  die Genehmigung 
der  Revision  der  flankierenden  Massnahmen  zur  Personenfreizügig-
keit, in Kraft seit 1. April 2006, AS 2006 979 994) zur Anwendung. Das 
Freizügigkeitsabkommen setzt das Abkommen vom 4. Juni 1996 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Un-
garn über Soziale Sicherheit insoweit aus, als darin derselbe Sachbe-
reich geregelt wird (Art. 20 FZA). 

4.2.2 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord-
nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Die entspre-
chenden  Bestimmungen  sind  anwendbar  auf  Sachverhalte,  die  sich 
nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Da im vorliegenden Fall 
ein allfälliger Rentenanspruch der Beschwerdeführerin nicht vor dem 
1. Januar 2003 entstanden ist, sind die Bestimmungen des ATSG und 
der ATSV in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fas-
sung (vgl. dazu E. 4.2.3 am Ende) anwendbar. Bezüglich der vorlie-
gend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu 
berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Er-
werbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des 
Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und 
anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizerische Bundesge-
richt (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es 
sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller 
Regel  um  eine  formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen 
Rechtsprechung  zu  den  entsprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten 
des  ATSG handelt  und  sich  inhaltlich  damit  keine  Änderung  ergibt, 
weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und wei-
tergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch 
die Normierung des Art. 16 ATSG führt  nicht  zu einer  Modifizierung 
der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen 
Versicherten,  welche  weiterhin  nach  der  allgemeinen  Methode  des 
Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der 
bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 
128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und 2b). 

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4.2.3 Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG und des ATSG 
vom 21. März 2003 sowie der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 21. Mai 2003 (IVV, SR 831.201) in Kraft getreten (4. IV-Revi-
sion, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859). Da im vorliegenden Verfah-
ren ein Anspruch strittig ist, der nach diesem Zeitpunkt entstanden ist, 
ist die seit dem 1. Januar 2004 gültige Fassung des IVG, vorbehältlich 
der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. März 2003 (AS 
2003 3850), anwendbar. Die Änderungen des IVG und des ATSG vom 
6. Oktober 2006 sowie der IVV und der ATSV vom 28. September 2007 
(5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Ja-
nuar  2008)  sind  im vorliegenden Verfahren nicht  anwendbar,  da  der 
angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestim-
mungen ergangen ist  (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 
Basel Genf 2003, Art. 82 Rz. 4).

5.
5.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (ATSG/IVG) ist und beim 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträ-
ge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis am 31. Dezember 2007 gül-
tig gewesenen Fassung). Diese Bedingungen müssen kumulativ gege-
ben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die 
andere erfüllt ist.

Die Beschwerdeführerin war gemäss Exposé des RAD Rhone vom 15. 
Mai 2006 (act. 54) von 1968 bis 1986 sowie 1992 und 1995 bei der 
schweizerischen  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
versichert.  Einschlägige  Nachweise,  insbesondere  ein  Auszug  aus 
dem individuellen Konto der Beschwerdeführerin, befinden sich aller-
dings nicht bei den Akten. Das Bundesverwaltungsgericht kann daher 
nicht überprüfen, ob die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für 
den  Anspruch  auf  eine  ordentliche  Invalidenrente  gemäss  Art.  36 
Abs. 1  IVG (in  der  vorliegend  anwendbaren,  bis  zum 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Fassung) erfüllt ist. 

5.2 Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bundesgerichts 
ist der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren vor dem 
Sozialversicherungsgericht  nach  den  tatsächlichen  Verhältnissen  zur 
Zeit  des  Erlasses der  angefochtenen Verfügung  zu beurteilen  (BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des 

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Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20). Vor-
liegend ist  somit das Datum der Verfügung vom 11. Mai 2007 mass-
geblich.

5.3 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invali-
dität"  nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern  nach der 
Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu erzielen  (BGE 110 V 273 E. 4a, 
BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betäti-
gen. Dabei sind die Erwerbs-  bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im 
angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. 

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die 
Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis am 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

5.4 Nach der vorliegend anwendbaren, vom 1. Januar 2004 bis zum 
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung des Art. 28 Abs. 1 IVG 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente bei einem Grad der Invalidität 
von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen von 
mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von mindes-
tens 50% und auf  eine Viertelsrente bei einem solchen von mindes-
tens 40%. 

Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung)  werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von 

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weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ih-
ren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  ab  1.  Juni 
2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige  von 
Mitgliedstaaten  der  Europäischen  Union,  welche  Anspruch  auf  Vier-
telsrenten haben,  wenn sie  in  einem Mitgliedstaat  der Europäischen 
Union  Wohnsitz  haben.  Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizeri-
schen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Aus-
zahlungsvorschrift,  sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung 
dar (BGE 121 V 264 E. 6c). 

5.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 16 ATSG). 

6.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2008 die 
Zusprechung einer halben Rente mit Wirkung ab 1. April  2005, einer 
ganzen Rente mit Wirkung ab 1. Juli 2005 und wiederum einer halben 
Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2005. Sie stützte sich dabei auf die 
Stellungnahme des im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens kon-
sultierten  Dr.  W._______  ihres  medizinischen  Dienstes  vom  8.  Mai 
2008 (act. 84). Dr. W._______ bezifferte die Arbeitsunfähigkeit der Be-
schwerdeführerin in der bisher ausgeübten Tätigkeit (selbständige In-
haberin  eines  Kopiergeschäfts)  mit  20% ab  Frühjahr  2004,  70% ab 
September 2004 (Hüftoperation)  und 50% ab August  2005 (Hüftpro-
these  eingeheilt,  aber  Schulterprobleme)  bis  zur  Geschäftsaufgabe 
2006.  Die  gleiche  Beurteilung  erachte  er  in  angepassten  Verwei-
sungstätigkeiten  für  gegeben,  weil  auch  dort  sitzende  Arbeiten  wie 
Scanningaufgaben, Telefondienst etc. in Betracht kämen. Für das Jahr 
2007 könne er keine grundsätzlich neuen gesundheitlichen Probleme 
erkennen, so dass die 50%ige Arbeitsfähigkeit bis zur Hospitalisation 
vom Februar  2008  infolge  des  Myokardininfarkts  gelte.  Die  im  April 
2006 mit  Doppler festgestellte partielle Carotinstenose habe laut Be-
richt  des  Neurologen zu keinen klinischen  Ausfällen  und  Einschrän-

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kungen geführt; nach ihren eigenen Angaben habe die Versicherte den 
Kopierladen weiterhin betrieben und sei danach arbeitslos gewesen.

6.1 Dr. W._______ geht in seiner Stellungnahme vom 8. Mai 2008 von 
der Annahme aus, die Beschwerdeführerin sei ab Frühjahr 2004 20% 
arbeitsunfähig  gewesen. Diese Aussage  findet  in  den medizinischen 
Akten jedoch keine Stütze. Im Bericht des ungarischen Versicherungs-
trägers  (vgl. Auskunft  betreffend die  Dauer  der  Krankheitsentschädi-
gung der  Departementskasse der  ungarischen Gesundheitsversiche-
rung vom 30. Mai 2005 [act. 5, übersetzt in act. 6]) wird als Beginn der 
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin der 6. September 2004 ge-
nannt.  In  keinem der  eingereichten  ärztlichen  Berichte  wird  der  Be-
schwerdeführerin eine vor diesem Datum eingetretene Arbeitsunfähig-
keit bescheinigt. Auch die Beschwerdeführerin selbst gibt im Fragebo-
gen für den Versicherten (EU) vom 6. Februar 2006 (act. 10),  unter-
zeichnet  am  28.  März  2005  (recte:  2006)  sowie  im  Fragebogen  für 
Selbständigerwerbende vom 6. Februar 2006 (act. 11),  unterzeichnet 
am 28. März 2006 an,  vom 6. September 2004 bis  29. Juli  2005 zu 
100% und ab dem 29. August 2005 zu 50% arbeitsunfähig gewesen zu 
sein. Gemäss den vorliegenden Arztberichten wurde der Beschwerde-
führerin erstmals ab dem 6. September 2004 eine Arbeitsunfähigkeit 
bescheinigt. Die Wartezeit  gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b  IVG (in  der 
vorliegend anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewese-
nen Fassung) kann daher aufgrund der aktuellen Aktenlage nicht – wie 
von der Vorinstanz geltend gemacht (vgl. act. 85) – am 1. April 2004 
als eröffnet gelten, sondern frühestens am 6. September 2004.

6.2 Unklar ist auch der Grad der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde-
führerin. Während der ungarische Versicherungsträger die Arbeitsunfä-
higkeit mit 100% vom 6. September 2004 bis zum 29. Juli 2005 und mit 
50% ab dem 29. August 2005 angibt,  schätzen die Dres. H._______ 
und B._______ diese im Bericht des nationalen Instituts medizinischer 
Experten vom 29. August 2005 (act. 30, übersetzt in act. 32) auf 50% 
ab dem 1. November 2004. In beiden Fällen wird nicht gesagt, ob sich 
die Arbeitsunfähigkeit auf die bisher ausgeübte oder auf eine leidens-
angepasste Tätigkeit bezieht. 

Gemäss Bericht der behandelnden Ärztin Dr. O._______ vom 20. De-
zember 2006 (act. 51, übersetzt in act. 69) war die Beschwerdeführerin 
zwischen dem 23. Januar 2006 und dem 1. April 2006 arbeitsunfähig. 

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Es wurde der Beschwerdeführerin somit auch von ihrer Hausärztin kei-
ne definitive Arbeitsunfähigkeit bescheinigt.

Die Feststellungen der von der Vorinstanz konsultierten Dres. P. Bovay 
und W._______ decken sich weder  untereinander noch mit  den Ein-
schätzungen der  ungarischen Gesundheitsbehörden und der  behan-
delnden Ärzte. Dr. P._______ stufte die Beschwerdeführerin in seinem 
Bericht vom 22. Januar 2008 (act. 78) ab dem 1. November 2004, we-
nige Tage nach der Hüftoperation vom 21. Oktober 2004, als voll  ar-
beitsfähig ein, während Dr. W._______ ab September 2004 von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 70% ausging (vgl. Bst. I. am Ende sowie E. 6 
vorstehend). Ab Juli/August 2005 betrug die Arbeitsunfähigkeit gemäss 
Dr.  W._______  infolge  von  Schulterbeschwerden  50%,  während 
Dr. P._______ die Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt für über-
haupt nicht mehr arbeitsfähig hielt (vgl. Bst. I. vorstehend). Die Darle-
gungen der IV-Stellenärzte erscheinen somit widersprüchlich. Auch der 
Krankheitsverlauf im Sinn einer Verbesserung der Hüftproblematik und 
einer Verschlechterung der Schulterproblematik ist in den eingereich-
ten Arztberichten nicht nachvollziehbar dargelegt und kann insbeson-
dere nicht dem Bericht von Dr. L._______ vom 1. Juni 2007 entnom-
men werden. Der Bericht beschränkt sich auf eine Zusammenfassung 
der bisherigen Behandlungen und eine Auflistung der Diagnosen (vgl. 
Bst. H. vorstehend). Die IV-Stellenärzte waren aufgrund der ihnen vor-
liegenden Akten nicht in der Lage, eine nachvollziehbare Stellungnah-
me abzugeben.  Nach der  Rechtsprechung lässt  sich  angesichts  der 
Besonderheiten jedes einzelnen Falles nicht allgemein sagen, welche 
konkreten Abklärungsmassnahmen in gesundheitlicher und beruflich-
erwerblicher Hinsicht für eine rechtsgenügliche Sachverhaltsermittlung 
geboten sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_552/2007 vom 17. Januar 
2008 E. 5.1 mit Hinweis). Im vorliegenden Fall war die Beschwerdefüh-
rerin in der Schweiz nie ärztlich begutachtet worden. In Anbetracht der 
Tatsache,  dass  die  Einschätzungen  der  Dres.  P.  _______  und 
W._______  einander  widersprechen,  denjenigen  der  behandelnden 
Ärzte teilweise entgegenstehen und keine schlüssigen Angaben über 
den Krankheitsverlauf und die Ursachen der (teilweisen) Arbeitsfähig-
keit enthalten, erscheint eine vertiefte medizinische Abklärung notwen-
dig. Die Vorinstanz durfte somit nicht allein auf die Stellungnahmen ih-
res  medizinischen  Dienstes  abstellen  (vgl.  zum  Beweiswert  solcher 
Stellungnahmen die Urteile des Bundesgerichts 9C_552/2007 vom 17. 
Januar 2008 E. 5.2 und 9C_561/2007 vom 11. März 2008 E. 5.2.2). 
Das Gericht kann sich aufgrund der Akten kein Urteil darüber bilden, 

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ob und wann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands einge-
treten ist und zu welchem Grad der Erwerbsunfähigkeit sie geführt hat. 
Der medizinische Sachverhalt erscheint somit nicht hinreichend abge-
klärt.

6.3 Aus dem Gesagten ergibt  sich,  dass dem Antrag der Vorinstanz 
auf  Zusprechung einer Invalidenrente durch das Bundesverwaltungs-
gericht nicht stattgegeben werden kann. Die Beschwerde ist daher gut-
zuheissen, und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Die Sache 
ist gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG an die Vorinstanz zurückzuweisen, 
damit sie eine Begutachtung der Beschwerdeführerin veranlasse, den 
Beginn  der  Wartezeit  und  eines  allfälligen  Rentenanspruchs  eruiere 
und einen neuen Einkommensvergleich erstelle. Gestützt auf diese Ab-
klärungen hat  die  Vorinstanz  den Invaliditätsgrad zu bestimmen und 
eine neue Verfügung zu erlassen.

7.
7.1 Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  der  obsiegenden  Be-
schwerdeführerin keine Kosten zu auferlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG e 
contrario). Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.- ist  der Be-
schwerdeführerin zurückzuerstatten.

7.2 Der nicht vertretenen Beschwerdeführerin ist keine Parteientschä-
digung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen,  und die Verfügung vom 11. Mai 
2007 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit  wird  zur  weiteren Abklärung des Sachverhalts  im 
Sinn der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die 
Vorinstanz zurückgewiesen.

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3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der einbezahlte Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen der Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni  2005 (BGG, SR 173.110)  erfüllt  sind. Die Rechts-
schrift  hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-
mittel  und die Unterschrift  zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 
und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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