# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfd931fe-0f7e-57e8-9c22-4bc7feb3d8a9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.04.2013 S 2012 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2012-123_2013-04-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 123

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Trümpler

URTEIL
vom 23. April 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____, geboren 1961, erlitt am 27. August 1996 während der Arbeit als 

Hilfsarbeiter einer Bauunternehmung bei einem Sturz auf den rechten 

Arm eine komplexe Handgelenksverletzung. Der Unfall wurde der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gemeldet. Wegen 

anhaltender Schmerzen und Komplikationen blieb A._____ in der Folge 

während längerer Zeit arbeitsunfähig. Auf die ärztliche Behandlung und 

eine Ergotherapie folgten mehrere Operationen. Die SUVA richtete 

sodann die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus. Da A._____ die 

bisherige Arbeit auf dem Bau nicht wieder aufnehmen konnte, sprach ihm 

die Invalidenversicherung (IV) mit Verfügung vom 30. Juni 1998 berufliche 

Massnahmen zu, sodass er von Mai bis September 1998 eine 

Umschulung zum Taxichauffeur absolvieren konnte. Danach arbeitete 

A._____ als Taxichauffeur und bezog ab dem 1. November 2000 eine 

Invalidenrente der SUVA auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 

20 %. Ebenso wurde ihm für eine Integritätseinbusse von 10 % eine 

Integritätsentschädigung ausgerichtet. Auf Einsprache hin wurde die 

Integritätsentschädigung auf 15 % erhöht. Weitergehende Einsprache-

begehren wurden abgewiesen. Der in der Folge angefochtene 

Einspracheentscheid der SUVA vom 3. Juli 2001 wurde am 15. Januar 

2002 durch das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (S 01 221) 

und am 13. Februar 2004 durch das Eidgenössische Versicherungs-

gericht (U 125/02) bestätigt.

2. In den Jahren 2008 und 2009 klagte A._____ über diverse Beschwerden 

im rechten Arm. Insbesondere litt er seit dem Frühjahr 2008 an einer 

Epicondylitis humeri radialis und ab September 2009 zusätzlich an einer 

Verletzung des rechten Daumengrundgelenkes. Zudem wurden ein 

Carpaltunnelsyndrom und der Verdacht auf degenerative Wirbelsäulen-

veränderungen als Diagnosen gestellt. Unter anderem mit Schaden-

meldung vom 19. März 2008 machte A._____ bei der SUVA in Bezug auf 

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die erneuten Beschwerden am rechten Arm einen Rückfall zum 

Schadenfall vom 27. August 1996 geltend. Nach weiteren Abklärungen, 

insbesondere einer kreisärztlichen Untersuchung am 3. März 2011, kam 

die SUVA am 9. Mai 2011 zum Schluss, dass es sich bei den 

Beschwerden am rechten Handgelenk mit der mindestens erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit um Unfallfolgen handle. Die Behandlung des 

Carpaltunnelsyndroms rechts werde daher übernommen. Hingegen seien 

die Beschwerden am rechten Ellbogen und an der Halswirbelsäule (HWS) 

nicht unfallkausal, weshalb die Behandlung dieser Beschwerden über die 

Krankenkasse abzurechnen sei.

3. Am 21. September 2011 wurde A._____ bei einer Kontrolluntersuchung 

am Kantonsspital Graubünden insbesondere wegen des 

Carpaltunnelsyndroms rechts die Dekompression des Nervus medianus 

rechts und eine Entfernung der Arthrodeseplatte bei konsolidierter 

Arthrodese empfohlen. Am 3. November 2011 wurde sodann am rechten 

Handgelenk die Dekompression vorgenommen und das 

Osteosynthesematerial operativ vollständig entfernt. In der Nachkontrolle 

vom 10. Februar 2012 stellten die Ärzte eine konsolidierte 

Handgelenksarthrodese mit Status nach Metallentfernung und eine 

Rhizarthrose Grad I - II (nach Eaten und Littler) fest. Die Arbeitsfähigkeit 

zu 100 % sei ab dem 13. Februar 2012 wieder gegeben.

4. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 14. März 2012 hielt 

Dr. med. B._____, Facharzt für Chirurgie FMH, fest, dass die chronische 

Epicondylitis humeri radialis definitiv nicht unfallkausal sei. Im 

Vordergrund stehe die wahrscheinlich unfallkausale leichte Rhizarthrose 

am rechten Daumen. Seitens der Handgelenkarthrose und des operierten 

Carpaltunnelsyndroms bestehe eine stabile und unveränderte Situation 

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beziehungsweise bestünden keine Beschwerden. Ab dem 16. April 2012 

sei bei A._____ wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

5. Mit Verfügung vom 26. April 2012 sprach die SUVA eine 

Integritätsentschädigung von 5 % aufgrund der durch den Rückfall 

entstandenen rechtserheblichen Vergrösserung des Integritätsschadens 

zu. Diese Verfügung erwuchs in der Folge in Rechtskraft.

6. Anlässlich einer weiteren Nachkontrolle im Kantonsspital Graubünden am 

25. April 2012 hielt Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädie FMH, fest, 

dass im Zeitpunkt der Untersuchung eine leichte trophische Veränderung 

der Hand palmarbetont mit einer Hypertrichosis und Hyperhydrosis 

bestehe. Zudem zeige sich ein schmerzhaftes Hoffmann-Tinel’sches 

Zeichen über dem Carpaltunnel bis in den Thenar reichend. Er attestierte 

sodann eine Arbeitsunfähigkeit bis 29. April 2012 von 100 % und ab dem 

30. April 2012 von 75 %. Der behandelnde Arzt, Dr. med. D._____, 

Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, bestätigte in der Folge eine 

Arbeitsunfähigkeit zu 75 % bis 30. Juni 2012.

7. Mit Schreiben vom 14. Mai 2012 holte die SUVA bei Dr. med. E._____, 

Facharzt für Handchirurgie FMH, eine Zweitmeinung ein. Dieser 

untersuchte A._____ am 29. Mai 2012, wobei er auch eine MRI-

Untersuchung anordnete. Schulter und Ellbogen zeigten eine gute 

Beweglichkeit. Das Handgelenk sei arthrodesiert. Es bestehe eine 

Druckdolenz über dem STT-Gelenk und dem Daumensattelgelenk. MP- 

und IP-Gelenk bewegten frei und es bestehe eine gute Extension und 

Flexion der Langfinger. Die Narben seien indolent und es bestünden 

keine Hinweise für eine trophische Störung. Gemäss dem bildgebenden 

Verfahren würden sich im Daumensattelgelenk praktisch keine und im 

STT-Gelenk nur diskrete degenerative Veränderungen zeigen. Eine 

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Intervention sei deshalb nicht angezeigt. Als Taxichauffeur sei eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Auf dem Arbeitsmarkt bestehe 

aufgrund der Handgelenksarthrodese nur eine beschränkte 

Arbeitsfähigkeit, da mit der rechten Hand belastende Arbeiten nur 

eingeschränkt durchgeführt werden könnten.

8. Der Einschätzung betreffend die Arbeitsfähigkeit von Dr. med. E._____ 

schloss sich am 20. Juni 2012 der Kreisarzt Dr. med. B._____ an. Dieser 

führte in seiner Beurteilung vom 6. Juli 2012 zudem aus, dass sich 

aufgrund der minimalen Befunde keine wesentliche 

Zustandsverschlimmerung ergeben habe. Die Situation bezüglich 

Arthrodese im rechten Handgelenk sei unverändert und die Arthrodese 

stabil durchgebaut. Damit ergebe sich keine Änderung der bisher 

festgelegten Zumutbarkeit.

9. Am 13. Juli 2012 erliess die SUVA eine Verfügung und hielt darin fest, 

dass sich keine erhebliche Änderung der Zumutbarkeit ergeben habe. 

A._____ sei ab dem 1. August 2012 im Rahmen der bestehenden Rente 

voll arbeits- und vermittlungsfähig. Ab 1. August 2012 würden die 

Taggeldleistungen eingestellt. Für die Kosten der noch notwendigen 

Behandlung käme sie weiterhin auf.

10. Am 10. September 2012 erhob A._____ Einsprache, wobei er 

insbesondere auf einen Bericht vom 17. Juli 2012 und ein Schreiben vom 

5. September 2012 von Dr. med. C._____ hinwies, in welchen ihm bis auf 

weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % attestiert wurde. Mit 

Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2012 wies die SUVA die Einsprache 

ab.

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11. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

7. November 2012 Beschwerde am Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Anträgen, den angefochtenen Einspracheentscheid 

aufzuheben und ihm rückwirkend ab 1. August 2012 Taggeld bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 75 % zuzusprechen. Ferner sei ein medizinisches 

Gutachten betreffend Arbeitsfähigkeit ab 1. August 2012 einzuholen und 

die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) anzuweisen, gestützt auf 

das Gutachten nach Abschluss der Heilbehandlung die Revision der am 

6. November 2000 verfügten Rente zu prüfen. Am 21. Dezember 2012 

beantragte die Beschwerdegegnerin die Beschwerde abzuweisen und 

den angefochtenen Einspracheentscheid zu bestätigen. In der Folge 

bekräftigten die Parteien mit Replik vom 11. Januar 2013 und Duplik vom 

17. Januar 2013 nochmals ihre jeweiligen Argumente.

Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und im 

angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf weitere Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 4. Oktober 2012. Der 

Beschwerdeführer hatte zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen 

Wohnsitz in Chur. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist 

aufgrund von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG 

in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung 

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der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Auf die im Übrigen form- 

und fristgerecht eingereichte Beschwerde kann eingetreten werden.

2. a) Nicht Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren sind die Ellbogen- und 

HWS-Beschwerden des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 9. Mai 

2011 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 284) teilte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass die genannten 

Beschwerden nicht in kausalem Zusammenhang zum Unfallereignis vom 

27. August 1996 stünden und die Behandlung demzufolge über die 

Krankenkasse abzurechnen sei. Hat ein Versicherer die (teilweise) 

Verweigerung von Leistungen nicht in Verfügungsform, sondern formlos 

mitgeteilt und ist eine betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie 

dies grundsätzlich innerhalb eines Jahres zu erklären (BGE 134 V 

145 ff.). Gegen den vorliegend im formlosen Verfahren ergangenen 

Entscheid der Beschwerdegegnerin, wurde weder vom Beschwerdeführer 

noch von dessen Krankenkasse innerhalb eines Jahres ein Einwand 

erhoben. Es ist deshalb mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 

dass der Entscheid bezüglich der Ellbogen- und HWS-Beschwerden 

rechtliche Wirksamkeit erlangt hat. Dies wird im Übrigen vom 

Beschwerdeführer auch nicht bestritten. Ebenfalls nicht streitig ist die 

Übernahme der Heilbehandlung der unfallkausalen Beschwerden durch 

die Beschwerdegegnerin.

b) Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob der Beschwerdeführer hinsichtlich 

der Beschwerden am rechten Handgelenk über den 1. August 2012 

hinaus Anspruch auf Taggeldleistungen hat, beziehungsweise die 

Beschwerdegegnerin zu Recht von einer vollständigen Arbeits- und 

Vermittlungsfähigkeit ab genanntem Datum ausgeht. Ferner ist streitig, ob 

die Voraussetzungen für eine Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG in 

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Verbindung mit Art. 22 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) in casu gegeben sind.

3. a) Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, dass er an den 

Spätfolgen des im Jahr 1996 erlittenen Unfalles − insbesondere an einer 

Epicondylitis humeri radialis rechts und einem Carpaltunnelsyndrom − 

leide und sich zudem im Jahr 2009 eine Daumendistorsion rechts mit 

Zerrung des ulnaren Kollateralbandes am MP-Gelenk zugezogen habe. 

Die Operation am 3. November 2011 habe keine Verbesserung der 

Beschwerdesymptomatik gebracht. Die geklagten Schmerzen seien 

offensichtlich angesichts der vom Facharzt Dr. med. C._____ 

festgestellten CMC I-Arthrose auch objektivierbar. Weitere Klärung würde 

ein MRI mit Kontrastmittel bringen, insbesondere hinsichtlich der 

geklagten belastungsabhängigen Schmerzen. Diese Untersuchung, 

welche von der Beschwerdegegnerin nicht veranlasst worden sei, führe 

zu einer detaillierten Darstellung. Gemäss Dr. med. C._____ sei die 

Tätigkeit als Taxichauffeur derzeit zu 25 % zumutbar. Noch immer 

befände er sich in Behandlung mit der Erwartung, dass sich die 

Schmerzproblematik und die Arbeitsfähigkeit verbessern würden. Im 

angefochtenen Einspracheentscheid sei ausdrücklich festgehalten 

worden, dass die Kosten der noch notwendigen Behandlung weiterhin 

übernommen würden. Damit ginge die Beschwerdegegnerin implizit 

selbst davon aus, dass derzeit sich noch keine vollständige 

Arbeitsfähigkeit bestehe. Sie setze sich damit in Widerspruch zu ihrer 

Behauptung, dass die Voraussetzungen für die weitere Ausrichtung von 

Taggeld nicht mehr gegeben seien. Die weitere Behandlung erfolge aus 

Sicht des behandelnden Arztes nicht zur Bewahrung der bisherigen 

Erwerbsfähigkeit im Sinne von Art. 21 Abs. 2 UVV, sondern in der klaren 

Erwartung einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit. In diesem 

Zusammenhang werde die Einholung eines medizinischen Gutachtens 

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unter Einschluss einer MR-Untersuchung mit Kontrastmittel beantragt. 

Der Fallabschluss per 1. August 2012 sei verführt erfolgt, da von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes erwartet werde, was ebenfalls durch das 

beantragte Gutachten bestätigt werden könnte. Streitig sei ferner, ob die 

bestehende Rente, welche im Jahr 2000 verfügt wurde, zu revidieren sei. 

Geltend gemacht werde eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit und 

damit eine Erhöhung des Invaliditätsgrades. Er habe Arbeitsversuche 

unternommen, wobei es bei den geringsten Belastungen wieder zu einer 

Zustandsverschlimmerung gekommen sei. Gemäss dem behandelnden 

Arzt könne die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

endgültig beantwortet werden. Der Verlauf sei protrahiert und die 

Rhizarthrose sowie die erneute Handgelenksdistorsion hätten zu einer 

Zunahme der Beschwerdesymptomatik geführt. Der behandelnde Arzt 

schätze die Situation für die Zukunft anders als der von der 

Beschwerdegegnerin beigezogene Arzt ein. Aus den medizinischen Akten 

ergebe sich sodann, dass keiner der Ärzte die von ihm geklagten 

Beschwerden als nicht objektivierbar bezeichnet habe. Es stelle sich 

damit die Frage, ob tatsächlich mit Blick auf die Unfallereignisse und den 

dadurch verursachten Schaden an der rechten Arbeitshand von einer 

vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Dagegen spreche die 

Erhöhung der Integritätsentschädigung aufgrund der Rhizarthrose. Vor 

Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids sei er nicht mehr von 

einem unabhängigen Arzt begutachtet worden. Der Bericht von Dr. med. 

E._____ sei eine Second Opinion und kein Gutachten gewesen. 

Insgesamt erweise sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, 

weshalb ein unabhängiges Gutachten einzuholen sei. Das 

Invalideneinkommen und der Invaliditätsgrad liessen sich erst nach 

Vorliegen des Gutachtens festlegen.

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b) Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber der Auffassung, dass auf die 

ärztlichen Beurteilungen der Dres. med. B._____ und E._____ abgestellt 

werden könne. Diese beruhten auf persönlichen Untersuchungen des 

Beschwerdeführers und seien unter Berücksichtigung sämtlicher 

massgebender Akten und Ergebnisse der bildgebenden Abklärungen 

verfasst worden. Es spiele keine Rolle, dass möglicherweise für die 

Erstellung des MRI kein Kontrastmittel verwendet worden sei, da die 

Beurteilung der Zumutbarkeit beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit rein 

aufgrund der funktionellen Einschränkungen erfolgen müsse. Die 

Einschätzungen des behandelnden Arztes Dr. med. C._____ seien für 

das vorliegende Verfahren irrelevant, da sie in Bezug auf eine reduzierte 

Arbeitsfähigkeit nicht begründet worden seien. Es bleibe auch 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt eingeschränkt leistungsfähig sei und dafür seit dem 

1. November 2000 mit einer Invalidenrente von 20 % entschädigt werde. 

Somit sei die Einschätzung von Dr. med. B._____ nicht unvollständig. Es 

seien keine weiteren medizinischen Abklärungen erforderlich. An der 

medizinischen Beurteilung dieses Falles seien bereits viele Ärzte beteiligt 

gewesen. Anhand der vorhandenen medizinischen Berichte lasse sich 

eine vollständige Beurteilung vornehmen.

4. a) Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 

Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 

zu leisten (Art. 6 ATSG). Ein Taggeldanspruch erlischt insbesondere mit 

der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit (Art. 16 Abs. 2 UVG). Zu 

prüfen ist im Folgenden, ob der Beschwerdeführer hinsichtlich der 

Beschwerden am rechten Handgelenk über den 1. August 2012 hinaus 

Anspruch auf Taggeldleistungen hat, mithin die Beschwerdegegnerin zu 

Recht von einer vollständigen Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit ab 

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genanntem Datum ausgeht. Vorweg ist in diesem Zusammenhang die 

Frage zu klären, ob die Beschwerdegegnerin für ihren Entscheid vom 

4. Oktober 2012 auf die Beurteilungen von Dr. med. E._____, bei dem sie 

eine Second Opinion eingeholt hat, und Kreisarzt Dr. med. B._____ 

abstellen durfte oder ob eine zusätzliche Begutachtung des 

Beschwerdeführers angezeigt gewesen wäre. Dr. med. E._____ hielt am 

18. Juni 2012 in seiner Second Opinion (Bg-act. 350), welcher auch eine 

MRI-Untersuchung des rechten Handgelenks zugrunde lag (Bg-act. 349), 

zusammenfassend fest, dass der Beschwerdeführer als Taxichauffeur zu 

100 % arbeitsfähig sei, allerdings auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der 

Handgelenksarthrodese nur eine beschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. 

Schulter und Ellbogen des Beschwerdeführers zeigten eine gute 

Beweglichkeit. Das Handgelenk sei hingegen arthrodesiert. Es bestehe 

eine Druckdolenz über dem STT-Gelenk und dem Daumensattelgelenk. 

MP- und IP-Gelenk bewegten frei und es bestehe eine gute Extension 

und Flexion der Langfinger. Die Narben seien indolent und es bestünden 

keine Hinweise für eine trophische Störung. Gemäss dem bildgebenden 

Verfahren würden sich im Daumensattelgelenk praktisch keine und im 

STT-Gelenk nur diskrete degenerative Veränderungen zeigen. Eine 

Intervention sei deshalb nicht angezeigt. Dieser Beurteilung schloss sich 

der Kreisarzt Dr. med. B._____ am 20. Juni 2012 vollumfänglich an (Bg-

act. 353 und 370). Am 6. Juli 2012 führte er zudem aus, dass sich 

aufgrund der minimalen Befunde keine wesentliche Zustands-

verschlimmerung ergeben habe. Die Situation bezüglich Arthrodese im 

rechten Handgelenk sei unverändert und die Arthrodese stabil 

durchgebaut. Damit ergebe sich keine Änderung der bisher festgelegten 

Zumutbarkeit. Hingegen beurteilte der behandelnde und operierende Arzt 

Dr. med. C._____ vom Kantonsspital Graubünden, auf dessen 

Einschätzung sich der Beschwerdeführer vorliegend auch beruft, die 

Arbeitsfähigkeit mehrfach anders. Es bestünde zum Zeitpunkt der 

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Untersuchung am 25. April 2012 eine leichte trophische Veränderung der 

Hand palmarbetont mit einer Hypertrichosis und Hyperhydrosis. Zudem 

zeige sich ein schmerzhaftes Hoffmann-Tinel’sches Zeichen über dem 

Carpaltunnel bis in den Thenar reichend. Es sei von einer 

Arbeitsunfähigkeit ab dem 30. April 2012 von 75 % auszugehen. Diese 

Beurteilung vom 7. Mai 2012 (Bg-act. 342), bestätigte Dr. med. C._____ 

etwa mit ärztlichem Zeugnis vom 17. Juli 2012 (Bg-act. 358), mit 

Schreiben an den Beschwerdeführer vom 5. September 2012 (Bg-

act. 365/10 f.) oder im Bericht an den behandelnden Arzt Dr. med. 

D._____ am 13. November 2012 (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 

5).

b) Augenscheinlich liegen von verschiedenen Ärzten hinsichtlich der 

geklagten Beschwerden am rechten Handgelenk widersprüchliche 

Äusserungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor. 

Dabei fällt auf, dass weder die Dres. med. B._____ und E._____ noch 

Dr. med. C._____ ihre jeweilige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit näher 

begründet haben. Die Beschwerdegegnerin stellt vorwiegend auf die 

medizinischen Beurteilungen von Dr. med. B._____ vom 20. Juni, 6. Juli 

und 14. September 2012 (Bg-act. 353, 355 und 370) sowie von Dr. med. 

E._____ vom 18. Juni 2012 (Bg-act. 350) ab, wobei sich dort keinerlei 

Auseinandersetzung mit der divergierenden Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit von Dr. med. C._____ (erstmals am 7. Mai 2012; vgl. Bg-

act. 342) oder überhaupt mit den übrigen medizinischen Akten des Falles 

findet. Die Beurteilung von Dr. med. E._____ ist richtigerweise auch nicht 

als ein medizinisches Gutachten, sondern − wie im Übrigen auch von der 

Beschwerdegegnerin so in Auftrag gegeben (vgl. Bg-act. 344) − als 

Second Opinion, das heisst als Zweitmeinung anzusehen. Auch wenn 

aufgrund der Akten davon auszugehen ist, dass Dr. med. C._____ bei der 

Beurteilung des Beschwerdeführers die Unfallakten sowie die 

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Beurteilungen der Dres. med. B._____ und E._____ nicht vorgelegen 

haben, ist seine Einschätzung in einer Gesamtbetrachtung zu 

berücksichtigen beziehungsweise zu würdigen. Dies ist vorliegend nicht 

geschehen. Obschon der Beschwerdeführer in casu von sämtlichen bei 

der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit involvierten Ärzten, das heisst 

Dres. med. B._____, E._____ und C._____, persönlich untersucht worden 

ist, kann letztlich auf keine dieser sich widersprechenden Beurteilungen 

abgestellt werden. Weder die eine noch die andere ist aus Sicht des 

Gerichtes schlüssig genug, dass darauf abzustellen wäre, um die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers über den 1. August 2012 hinaus 

beurteilen und die Frage, ob vorliegend die Voraussetzungen für eine 

Rentenrevision gegeben sind, prüfen zu können. Es sind weitere 

medizinische gutachterliche Abklärungen notwendig, wobei selbstredend 

ein Gutachter den Befund zu erheben und eine Diagnose zu stellen hat. 

Ebenso ist es Sache des Gutachters, über den Einsatz allfälliger 

bildgebender Verfahren zu entscheiden.

5. Nach dem soeben Ausgeführten rechtfertigt es sich vorliegend den 

angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur 

Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen und neuem Entscheid an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat in Bezug auf die 

beim Beschwerdeführer bestehende Handgelenksproblematik − und unter 

Berücksichtigung der in BGE 137 V 210 ff. sowie für den Bereich 

Unfallversicherung in BGE 138 V 318 E.6 präzisierten Verfahrensrechte 

des Beschwerdeführers − ein versicherungsexternes Gutachten im Sinne 

von Art. 44 ATSG einzuholen. Eine bisher nicht involvierte Fachärztin 

beziehungsweise ein nicht involvierter Facharzt hat namentlich zur Frage 

der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ab 1. August 2012 Stellung zu nehmen. 

Erst dann kann die Beschwerdegegnerin erneut über den 

Taggeldanspruch und erstmals über das Vorliegen der Voraussetzungen 

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einer Rentenrevision entscheiden. Würde das Gericht vorliegend − BGE 

137 V 210 E.4.4.1 gemäss − ein Gerichtsgutachten einholen und hernach 

selbst über die noch offenen Fragen befinden, so ginge der 

Beschwerdeführer zumindest in Bezug auf die Frage, ob die 

Voraussetzungen einer Rentenrevision gegeben sind, einer urteilenden 

Instanz verlustig. Dies rechtfertigt es, die Sache vorliegend der 

Beschwerdegegnerin, welche in erster Linie für die (medizinischen) 

Abklärungen zuständig ist, zurückzuweisen, damit sie die Begutachtung 

des Beschwerdeführers veranlasst.

6. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos 

(Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der 

obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine aussergerichtliche 

Entschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 

und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 

ATSG). Auf die dem Gericht eingereichte Honorarnote im Betrag von 

Fr. 2‘485.20 (= 8.8 Stunden à Fr. 240.-- zuzüglich 3 % 

Kleinspesenpauschale [Fr. 63.35] und 8 % MWST [Fr. 174.05]) kann mit 

Ausnahme auf die geltend gemachte aber nicht ausgewiesene Position 

„Zahlung Rechnung Kantonsspital Graubünden“ in der Höhe von 

Fr. 135.80 (ohne MWST) abgestellt werden. Insgesamt ergibt sich damit 

eine auszurichtende reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2‘349.40 

(inkl. MWST). Dieser Betrag ist von der Beschwerdegegnerin zu tragen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 

4. Oktober 2012 aufgehoben und die Angelegenheit an die 

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zur Vornahme 

weiterer medizinischer Abklärungen und neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) entschädigt 

A._____ aussergerichtlich mit Fr. 2‘349.40 (inkl. MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]