# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 594de8df-adb5-5267-a4c0-bef5753bf7d0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 18.08.2020 420 20 145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_420-20-145_2020-08-18.pdf

## Full Text

Entscheid der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs  

Basel-Landschaft  

 

vom 18. August 2020 (420 20 145) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Schuldbetreibung- und Konkursrecht 

 

 

Pfändung einer Liegenschaft, bei welcher der Schuldner nicht als Grundeigentümer im 

Grundbuch eingetragen ist (Art. 10 Abs. 1 VZG) 

 

 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann, Richterin Barbara Jermann Richterich 

(Ref.), Richter Philippe Spitz; Aktuar i.V. Stephan Buser 
  

 

Parteien  A. ____,  
Beschwerdeführer 

  gegen 

  Betreibungsamt Basel-Landschaft, Eichenweg 12, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 

   

Gegenstand  Pfändungsvollzug  
  

 

 
 
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A. Gegen A. ____ laufen zurzeit diverse hängige Betreibungsverfahren vor dem Betreibungs-

amt Basel-Landschaft (Nr. XXXXXXX1, Nr. XXXXXXX2, Nr. XXXXXXX3 sowie Nr. XXXXXXX4). 

Im Rahmen jener Betreibungsverfahren wandte sich eine Gläubigerin von A. ____, die Steuer-

verwaltung Basel-Landschaft, am 27. März 2020 via E-Mail an das Betreibungsamt Basel-Land-

schaft (nachfolgend: Betreibungsamt) und verlangte in den Betreibungen Nr. XXXXXXX1, Nr. 

XXXXXXX2 und Nr. XXXXXXX3 die Einpfändung der an der K. ____-strasse X gelegenen Lie-

genschaft Nr. XXX in O. ____ BL. Als Eigentümer der Liegenschaft Nr. XXX wird im Grundbuch 

zurzeit der verstorbene Vater von A. ____, B. ____, als alleiniger Eigentümer geführt. 

B. Daraufhin vollzog das Betreibungsamt am 20. April 2020 die Pfändung und pfändete die 

oben erwähnte Liegenschaft ein. Am 4. Juni 2020 erstellte das Betreibungsamt die entspre-

chende Pfändungsurkunde (inkl. Pfändungsvollzug und Existenz-Minimum-Berechnung) und 

übermittelte diese anschliessend an A. ____. 

C. Mit Eingabe vom 9. Juni 2020 erhob A. ____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Be-

schwerde bei der Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft (nach-

folgend: Aufsichtsbehörde) gegen die Pfändungsurkunde bzw. den Pfändungsvollzug vom 20. 

April 2020. Der Beschwerdeführer machte geltend, dass die gepfändete Liegenschaft Nr. XXX 

nicht pfändbar sei, da diese nicht in seinem Besitz stehe.  

D. Mit Verfügung der Aufsichtsbehörde vom 11. Juni 2020 wurde die Beschwerde vom 

9. Juni 2020 dem Betreibungsamt zur Stellungnahme zugestellt. 

E. Mit Eingabe vom 23. Juni 2020 beantragte das Betreibungsamt die Abweisung der Be-

schwerde. Die Pfändung der Liegenschaft Nr. XXX sei gemäss Art. 10 Abs. 1 VZG rechtskonform 

erfolgt. 

F. Mit Verfügung der Aufsichtsbehörde vom 26. Juni 2020 wurde die Stellungnahme des 

Betreibungsamts vom 23. Juni 2020 dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt und 

der Schriftenwechsel geschlossen. 

Erwägungen 

1.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das SchKG den 

Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder Kon-

kursamtes bei der Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs wegen Gesetzesverlet-

zung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. Wird eine Gesetzesverletzung oder 

Unangemessenheit geltend gemacht, so muss die Beschwerde nach Art. 17 Abs. 2 SchKG 

grundsätzlich innert zehn Tagen seit dem Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer von der 

Verfügung Kenntnis erhalten hat, angebracht werden. Die sachliche Zuständigkeit der Aufsichts-

behörde über Schuldbetreibung und Konkurs zur Behandlung der Angelegenheit ergibt sich aus 

§ 6 Abs. 1 lit. b EG SchKG. Die Beschwerdeschrift hat gewissen inhaltlichen Anforderungen zu 

genügen, damit auf sie einzutreten ist. § 11 Abs. 1 EG SchKG hält fest, dass sich das betrei-

bungsrechtliche Beschwerdeverfahren nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Land-

schaft (VwVG BL; SGS 175) richtet, soweit das Bundesrecht keine Regelung vorsieht. § 15 Abs. 1 

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VwVG BL verlangt, dass die Eingaben der Parteien ein klar umschriebenes Begehren, die An-

gabe der Tatsachen und Beweismittel, eine Begründung sowie die Unterschrift der Parteien oder 

ihres Vertreters enthalten müssen. Der Beschwerdeantrag muss entweder auf Aufhebung bzw. 

Änderung der angefochtenen Verfügung oder auf Vornahme einer betreibungsrechtlichen Mass-

nahme gerichtet sein (Art. 21 SchKG). Als Beschwerdegründe können Gesetzesverletzung, Un-

angemessenheit, Rechtsverzögerung sowie Rechtsverweigerung geltend gemacht werden. In je-

dem Fall können lediglich Verfahrensfehler gerügt werden. Über materiell-rechtliche Fragen wird 

im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht entschieden. Die Beschwerde muss mindestens 

summarisch begründet werden. Der Beschwerdeführer hat mithin kurz darzulegen, gegen welche 

Rechtssätze der angefochtene Entscheid verstösst. Zur Begründung einer Beschwerde gehört 

somit, dass der Beschwerdeführer sich mit dem angefochtenen Entscheid inhaltlich auseinander-

setzt. Im Fall von Laienbeschwerden sind diese Anforderungen weniger streng zu handhaben 

(vgl. BGE 116 II 745, E. 2b).  

1.2 Die Pfändungsurkunde vom 4. Juni 2020 bildet ein taugliches Anfechtungsobjekt für eine 

Beschwerde i.S.v. Art. 17 SchKG. Sie wurde dem Beschwerdeführer frühestens am 5. Juni 2020 

zugestellt, womit die 10-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG nicht vor dem 6. 

Juni 2020 zu laufen beginnen konnte (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 1 ZPO). Die Beschwer-

defrist endete demnach frühestens am 15. Juni 2020. Die Beschwerde vom 9. Juni 2020 wurde 

vorliegend am 10. Juni 2020 der Schweizerischen Post zum Versand übergeben und erfolgte 

demnach fristgerecht (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde enthält zudem ein Rechtsbegehren 

und ist hinreichend begründet. Es wird somit auf die Beschwerde eingetreten. 

2. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 9. Juni 2020 geltend, dass die 

Pfändung der Liegenschaft Nr. XXX zu Unrecht erfolgt sei. Die Liegenschaft sei Teil der Erbschaft 

bzw. des Nachlasses des am 9. Mai 2017 verstorbenen B. ____ und die Entscheidung über die 

Besitzesverhältnisse habe bisher noch nicht stattgefunden. Für die Verteilung der Erbschaft sei 

zudem Slowenien zuständig, zumal der Erblasser dort seinen letzten Wohnsitz hatte. Ein ent-

sprechendes abschliessendes Urteil läge bisher aber noch nicht vor, weshalb die Besitzesver-

hältnisse ungeklärt seien. So seien die Erben der damaligen Partnerin von B. ____, C. ____, 

ebenso Miteigentümer der Liegenschaft. Gemäss dem momentan gültigen Erbvertrag gehöre ihm 

zudem das Gebäude an der K. ____-strasse X nicht. 

3. In der Stellungnahme vom 23. Juni 2020 macht das Betreibungsamt geltend, dass die 

Pfändung der erwähnten Liegenschaft zu Recht erfolgt sei. Gestützt auf Art. 10 Abs. 1 VZG sei 

das Betreibungsamt befugt, auf Begehren eines Gläubigers hin, ein Grundstück zu pfänden, ob-

wohl der Schuldner nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sei. Dafür müsse der Gläu-

biger lediglich glaubhaft machen, dass der Schuldner an dem Grundstück berechtigt sei. Vorlie-

gend habe die Steuerverwaltung Basel-Landschaft mit E-Mail vom 27. März 2020 ein entspre-

chendes Gesuch um Einpfändung gestellt und auch glaubhaft gemacht, dass der Beschwerde-

führer an der Liegenschaft Nr. XXX berechtigt sei. Die Gläubigerin habe vorliegend einen Erbbe-

schluss des Amtsgerichts in Z. ____ vom DD.MM.YY ins Recht gelegt, wonach der Beschwerde-

führer als Sohn sowie C. ____ als aussereheliche Partnerin die Erben des verstorbenen B. ____ 

seien. Diesem Erbbeschluss zufolge sei der Nachlass bereits mittels Erbvereinbarung geteilt wor-

den. Es sei wahrscheinlich, trotz der Zuständigkeit von Slowenien, dass der Beschwerdeführer 

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als Sohn des Erblassers an der besagten Liegenschaft berechtigt sei. Der Beschwerdeführer lege 

sodann keine Beweise ins Recht, welche die Berechtigung von anderen Personen an besagter 

Liegenschaft beweisen würden. Die Pfändung sei daher zu Recht erfolgt. Im Rahmen eines durch 

die Gläubigerin allfällig eingeleiteten Widerspruchsverfahren wäre es Dritten zudem möglich, ihre 

Berechtigung an der Liegenschaft noch geltend zu machen. 

4. Das Betreibungsamt ist berechtigt im Rahmen einer Betreibung auf Pfändung ein Grund-

stück zu pfänden (vgl. Art. 95 Abs. 2 SchKG). Als Sicherungsmassnahme teilt das Betreibungs-

amt gemäss Art. 101 Abs. 1 SchKG dem Grundbuchamt die Pfändung zum Zwecke der Vormer-

kung unverzüglich mit. Die Pfändung bzw. Verwertung von in der Schweiz gelegenen Grundstü-

cken i.S.v. Art. 655 ZGB unterliegt dabei den in der Verordnung des Bundesgerichts über die 

Zwangsverwertung von Grundstücken (VZG; SR 281.42) aufgestellten Regeln. Gemäss Art. 10 

Abs. 1 Ziff. 1 VZG dürfen Grundstücke, die im Grundbuch auf einen anderen Namen als denjeni-

gen des Schuldners eingetragen sind, nur gepfändet werden, wenn der Gläubiger glaubhaft 

macht, dass der Schuldner das Eigentum ohne Eintragung im Grundbuch (zufolge Aneignung, 

Erbgang, Enteignung, Zwangsvollstreckung, richterliches Urteil; Art. 656 Abs. 2 ZGB) erworben 

hat. Eine Tatsache gilt als glaubhaft gemacht, wenn deren Vorliegen wahrscheinlich erscheint 

bzw. für das Vorhandensein dieser Tatsache gewisse Elemente sprechen, selbst wenn noch die 

Möglichkeit der Nichtverwirklichung dieser Tatsache besteht (BGE 130 III 321, E. 3.3). Im Rah-

men von Art. 10 VZG dürfen gemäss der Lehre an die Glaubhaftmachung keine allzu grossen 

Anforderungen gestellt werden. Das Betreibungsamt soll im Rahmen der summarischen Prüfung 

daher die Einpfändung im Zweifel vornehmen, wobei keine Prüfung der materiellen Rechtslage 

zu erfolgen hat (MARKUS ZOPFI, Kurzkommentar VZG, 2011, Art. 10 N 6). Erfolgt eine Pfändung 

eines Grundstücks, welches nicht auf den Namen des Schuldners lautet, so ist das Betreibungs-

amt gemäss Art. 10 Abs. 2 VZG dazu verpflichtet, sofort nach der Pfändung das Widerspruchs-

verfahren (Art. 106 ff. SchKG) einzuleiten.  

5. Gemäss dem vom Betreibungsamt ins Recht gelegten rechtskräftigen Erbbeschluss des 

Amtsgerichts Z. ____ vom DD.MM.YY ist der Beschwerdeführer als Sohn des Erblassers B. ____ 

hinsichtlich dessen Nachlasses als Erbe zu qualifizieren. Der Nachlass wurde zudem gemäss 

dem erwähnten Erbbeschluss bereits rechtskräftig zwischen dem Beschwerdeführer und C. ____, 

der einzigen Erbin nebst dem Beschwerdeführer, verteilt. Auffällig ist, dass die Liegenschaft Nr. 

XXX im Grundbuch O. ____ nicht Eingang in das vor dem Amtsgericht Z. ____ geführte Verfahren 

gefunden hat. So kann aufgrund des rechtskräftigen Erbbeschlusses bzw. der darin enthaltenen 

Erbverteilung nicht festgestellt werden, ob die Liegenschaft dem Beschwerdeführer zugeteilt 

wurde und dieser daher als der alleinige Berechtigte anzusehen ist. Allerdings erscheint es unter 

Beachtung bzw. Würdigung der gesamten Umstände im vorliegenden Fall durchaus glaubhaft, 

dass der Beschwerdeführer als Sohn des ehemaligen Grundeigentümers und Erblassers infolge 

seiner Erbenstellung zum alleinigen Eigentümer der Liegenschaft Nr. XXX wurde. So scheint es 

eher unwahrscheinlich, dass nur die betreffende Liegenschaft als letztes Aktivum des Nachlasses 

noch nicht verteilt worden wäre, wie es der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht und 

sich die Liegenschaft daher noch im Gesamteigentum der Erben befinden würde. Eine Zuteilung 

des Eigentums an C. ____ als alleinige Eigentümerin erscheint zudem ebenfalls fragwürdig. Hin-

weise auf eine allfällig erfolgte Verteilung auf mehrere Personen zu Miteigentum sind ebenfalls 

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nicht ersichtlich, und diese Konstellation wurde vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. 

Schliesslich spricht auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer an der entsprechenden Ad-

resse der Liegenschaft Nr. XXX – namentlich an der K. ____-strasse X in O. ____ – wohnhaft ist, 

ebenfalls dafür, dass er an der Liegenschaft berechtigt ist. Schliesslich legte der Beschwerdefüh-

rer auch keinerlei Belege ins Recht, welche die Berechtigung von Dritten an der Liegenschaft Nr. 

XXX nahelegen würde. Es erscheint daher wahrscheinlich, dass vorliegend das Eigentum an der 

Liegenschaft Nr. XXX auf den Beschwerdeführer übergegangen ist. 

6. Aufgrund der bisherigen Ausführungen durfte das Betreibungsamt somit vorliegend davon 

ausgehen, dass der Beschwerdeführer an der Liegenschaft Nr. XXX berechtigt ist bzw. infolge 

Erbgang – trotz fehlendem Grundbucheintrag – der neue Grundeigentümer ist. Die Gläubigerin 

hat die entsprechende Tatsache i.S.v. Art. 10 Abs. 1 Ziff. 1 VZG hinreichend glaubhaft dargelegt. 

Das Betreibungsamt leitete in der Folge zudem mit Schreiben vom 25. Juni 2020 das Wider-

spruchsverfahren gemäss Art. 108 Abs. 2 SchKG ein und erfüllte damit die in Art. 10 Abs. 2 VZG 

gestellten Anforderungen. Sofern Dritten tatsächlich eine Berechtigung an der betreffenden Lie-

genschaft zukommen sollte, so erhalten diese im erwähnten Widerspruchverfahren Gelegenheit, 

ihre Rechte anzumelden. Die Beschwerde wird daher abgewiesen. 

7. Das Beschwerdeverfahren vor der Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Kon-

kurs ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG) und es werden keine Parteient-

schädigungen zugesprochen (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Kosten erhoben. 

Jede Partei trägt ihre eigenen Parteikosten selbst. 

Präsident 
 
 
 
Roland Hofmann 

Aktuar i.V. 
 
 
 
Stephan Buser 
 
 
 

 

 

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