# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df0f70f7-de7f-5930-a1b3-498efb4587b3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2008 B-6291/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6291-2007_2008-05-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6291/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 0 8

Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter David Aschmann, 
Richterin Maria Amgwerd; 
Gerichtsschreiber Marc Hunziker.

L._______, 
vertreten durch Schmauder & Partner AG, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, 
Vorinstanz.

teilweise Schutzverweigerung IR 853 249 CORPOSANA.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6291/2007

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der am 30. März 2005 aufgrund 
einer  als  Basismarke  dienenden  europäischen  Gemeinschaftsmarke 
eingetragenen internationalen Marke Nr. 853 249. Sie beansprucht für 
dieses Zeichen auch Schutz in der Schweiz, und zwar für die folgen-
den Waren:

Klasse 3: Lingettes  imprégnées  et  sèches  pour  les 
soins de la peau; coton hydrophile, boules 
ouatées, bâtonnets ouatés, boules de coton 
et  disques  de  coton  hydrophile  à  usage 
cosmétique.

Klasse 5: Articles  d'hygiène  en  papier  et  cellulose 
pour  femmes,  notamment  bandes  pério-
diques,  protège-slips,  tampons  hygié-
niques,  culottes  hygiéniques  et  couches 
pour  bébés;  couches  pour  personnes  in-
continentes; protège-couches pour person-
nes incontinentes; coton hydrophile, boules 
ouatées, bâtonnets ouatés, boules de coton 
et  tampons  de  coton  hydrophile  à  usage 
médical.

Klasse 16: Produits  en  papier  et  cellulose,  à  savoir  
mouchoirs  de  poche,  serviettes  de  table,  
serviettes  de  toilette,  papier  hygiénique,  
mouchoirs en papier, serviettes pour la cui-
sine,  couches  pour  bébés,  nappes, 
torchons de cuisine et rouleaux essuie-tout.

Die Registrierung der  Marke wurde den Behörden der  bezeichneten 
Bestimmungsländer am 4. August 2005 mitgeteilt. 

B.
Die Vorinstanz erliess am 26. Juli 2006 gegen den Schutz dieser Mar-
ke in der Schweiz eine partielle provisorische Schutzverweigerung mit 
der Begründung, dass das Zeichen abgesehen von produits en papier  
et  cellulose,  à  savoir  serviettes  de table,  serviettes  pour  la  cuisine,  

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nappes,  torchons  de  cuisine  et  rouleaux  essuie-tout in  Klasse 16 
bezüglich  der  vorgesehenen  Ware  beschreibend  und  daher  nicht 
unterscheidungskräftig sei und an ihm ein Freihaltebedürfnis bestehe. 

C.
Mit Stellungnahme vom 20. Dezember 2006 bestritt  die Beschwerde-
führerin den Gemeingutcharakter des Zeichens CORPOSANA. Einer-
seits  könne  die  Wortkombination  nicht  nur  im  Sinne  von  „gesunder 
Körper“ verstanden werden und sei grammatikalisch inkorrekt. Ande-
rerseits würden Körperpflege- und Kosmetikprodukte den Körper pfle-
gen  und  verschönern,  jedoch  nicht  heilen  oder  gesund  machen. Im 
Übrigen sei die Marke in diversen Ländern eingetragen worden.

D.
Mit Schreiben vom 26. März 2007 hielt die Vorinstanz an der teilweisen 
Zurückweisung des Zeichens fest. In Zusammenhang mit diesen Wa-
ren  dominiere  für  CORPOSANA  klar  die  Bedeutung  „gesunder 
Körper“.  Reinigungstücher  bzw.  Reinigungswatte  dienten  dazu,  die 
Haut von Verunreinigungen, welche zu Entzündungen führen könnten, 
zu befreien. Auch hätten Binden und Windeln neben der Trockenhal-
tung dass Ziel, die Haut vor Wundliegen zu schützen. Die Waren wür-
den somit direkt zur Gesundheit des Körpers beitragen. Ferner sei zu 
bezweifeln,  dass  der  Deutsch  oder  Französisch  sprechende  Durch-
schnittskonsument  den  Grammatikfehler  der  Wortkombination  COR-
POSANA auf Anhieb erkenne. Im Übrigen seien, da es sich vorliegend 
um einen klaren Fall handle, die ausländischen Eintragungen nicht zu 
berücksichtigen. 

E.
Mit Schreiben vom 29. Mai 2007 hielt die Beschwerdeführerin an ihrer 
Auffassung, wonach die Markenendung „SANA“ anstelle der grammati-
kalisch korrekten maskulinen Form „SANO“ dem Zeichen Kennzeich-
nungskraft verschaffe und die betroffenen Waren nicht direkt zur Ge-
sundheit des Körpers beitrügen, fest. 

F.
Mit Verfügung vom 21. August 2007 gewährte die Vorinstanz der inter-
nationalen Registrierung für  produits en papier et cellulose, à savoir  
serviettes de table, serviettes pour la cuisine, nappes, torchons de cui-
sine et rouleaux essuie-tout in Klasse 16 die Eintragung. Dagegen ver-
weigerte sie dem Zeichen für die weiteren in Frage stehenden Waren 
mangels Kennzeichnungskraft den Schutz in der Schweiz. 

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G.
Mit Eingabe vom 19. September 2007 reichte die Beschwerdeführerin 
beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein.  Sie  beantragte  die 
definitive teilweise Schutzverweigerung zurückzunehmen und die Mar-
ke unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für sämtliche beanspruch-
ten Waren einzutragen. Zur Begründung führte sie aus, dass das Zei-
chen  CORPOSANA  die  notwendige  konkrete  Unterscheidungskraft 
aufweise, da die Bedeutung der Marke nicht klar und eindeutig sei und 
auch keinesfalls direkt die beanspruchten Waren beschreibe und an-
preise. So könne die Wortneuschöpfung verschiedene Übersetzungen 
beinhalten und sei aufgrund der grammatikalischen Unkorrektheit un-
gewöhnlich,  was  für  den  schweizerischen  Durchschnittsabnehmer 
ohne weiteres sogleich erkennbar sei. Selbst wenn die Marke im Sinne 
von  „gesunder  Körper“  verstanden  würde,  wäre  sie  nicht  direkt  be-
schreibend, sondern würde einen weiteren Gedankenschritt erfordern, 
handle es sich doch bei den relevanten Waren um solche der Kosmetik 
und der Körperpflege. Diese pflegten und reinigten einen Körper ledig-
lich, dienten jedoch höchstens indirekt der Gesundheit. Dem Zeichen 
könne somit  zumindest eine minimale Kennzeichnungskraft  nicht ab-
gesprochen werden, weshalb die Grenzfallregelung zum Tragen kom-
me. Im Übrigen seien die diversen Auslandseintragungen als Indizien 
zu berücksichtigen. 

H.
Mit  Vernehmlassung  vom  20. November  2007  verzichtete  die  Vorin-
stanz auf die Einreichung einer Stellungnahme und beantragte, unter 
Hinweis  auf  die  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Be-
schwerde unter Kostenfolge abzulehnen. 

I.
Eine Parteiverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Auf die Argumente der Parteien wird, soweit sie für den Entscheid er-
heblich erscheinen, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 21. August 2007 stellt  eine Verfü-
gung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

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Verwaltungsverfahren  dar  (VwVG,  SR 172.021;  Art. 5  Abs. 1  Bst. c). 
Diese Verfügung kann im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen der 
Bundesverwaltungsrechtspflege beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten werden (Art. 44 ff. VwVG i.V.m. Art. 31 ff. des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

2.
Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen  Verfü-
gung durch diese beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
ihrer Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt 
(Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde frist-
gerecht  bezahlt  (Art. 63  Abs. 4 VwVG),  und  die  übrigen  Sachurteils-
voraussetzungen liegen vor (Art. 48 ff. VwVG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

3.
Nach der Legaldefinition von Art. 1 Abs. 1 des Markenschutzgesetzes 
vom 28. August 1992 (MSchG, SR 232.11) ist die Marke ein Zeichen, 
das  geeignet  ist,  Waren  oder  Dienstleistungen  eines  Unternehmens 
von  solchen  anderer  Unternehmen  zu  unterscheiden.  Art. 1 
Abs. 2 MSchG zählt Beispiele von Markenformen auf. Danach können 
Marken  aus  Wörtern,  Buchstaben,  Zahlen,  bildlichen  Darstellungen, 
dreidimensionale Formen oder Verbindungen solcher Elemente unter-
einander oder mit Farben bestehen.

4.
Die europäische Gemeinschaft und die Schweiz sind als Vertragspar-
teien des Protokolls zum Madrider Abkommen über die internationale 
Registrierung  von  Marken  vom  27. Juni  1989  (Protokoll, 
SR 0.232.112.4; Art. 1)  Mitglieder  des  Madrider  Verbandes. Gemäss 
Art. 5 Abs. 1 des Protokolls in Verbindung mit Art. 6 quinquies Bst. B Ziff. 2 
der Pariser Übereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums, re-
vidiert  in  Stockholm  am  14. Juli  1967  (PVÜ,  SR 0.232.04)  darf  die 
Schutzausdehnung internationaler Markenregistrierungen insbesonde-
re dann verweigert  werden,  wenn die Marke jeder  Unterscheidungs-
kraft entbehrt oder ausschliesslich aus beschreibenden Angaben be-
steht.  Dieser  zwischenstaatlichen  Regelung  entspricht  Art. 2  Bst. a 
MSchG, wonach eine Eintragung im Markenregister dann zu verwei-
gern ist, wenn die Marke Gemeingut ist, und sich für die beanspruch-
ten Waren oder Dienstleistungen nicht durchgesetzt hat (BGE 128 III 

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454  E. 2  Yukon).  Lehre  und  Praxis  zu  dieser  Norm  können  somit 
herangezogen werden.

5.
Als Gemeingut gelten nach ständiger Usanz Hinweise auf Eigenschaf-
ten, die Beschaffenheit, die Zusammensetzung, die Zweckbestimmung 
oder  die  Wirkung  der  Ware  oder  Dienstleistung,  welche  die  Marke 
kennzeichnet. Dass die Marke Gedankenassoziationen weckt oder An-
spielungen enthält,  die nur entfernt auf die Ware oder Dienstleistung 
hindeuten, reicht freilich nicht aus, sie zur Beschaffenheitsangabe wer-
den  zu  lassen. Der  gedankliche  Zusammenhang  mit  der  Ware  oder 
Dienstleistung  muss  vielmehr  derart  sein,  dass  der  beschreibende 
Charakter der Marke ohne besonderen Aufwand an Fantasie zu erken-
nen ist. Dabei genügt, dass das Zeichen in einem einzigen Sprachge-
biet der Schweiz als beschreibend verstanden wird (BGE 127 III  160 
E. 2b aa Securitas/Securicall).

6.
Die Vorinstanz verneinte die Eintragungsfähigkeit des Zeichens COR-
POSANA  für  lingettes  imprégnées  et  sèches  pour  les  soins  de  la 
peau; coton hydrophile, boules ouatées, bâtonnets ouatés, boules de 
coton et disques de coton hydrophile à usage cosmétique in Klasse 3, 
articles  d'hygiène  en  papier  et  cellulose  pour  femmes,  notamment 
bandes périodiques, protège-slips, tampons hygiéniques, culottes hy-
giéniques  et  couches  pour  bébés;  couches  pour  personnes  inconti-
nentes; protège-couches pour personnes incontinentes; coton hydro-
phile, boules ouatées, bâtonnets ouatés, boules de coton et tampons 
de coton hydrophile à usage médical  in Klasse 5 und produits en pa-
pier et cellulose, à savoir mouchoirs de poche, serviettes de toilette,  
papier hygiénique, mouchoirs en papier, couches pour bébés in Klas-
se 16 im Wesentlichen mit der Begründung, dass die Wortkombination 
im Sinne von „gesunder Körper“  verstanden werde und somit  in Zu-
sammenhang  mit  den  betroffenen  Waren  direkt  beschreibend  sei. 
Demgegenüber  vertritt  die  Beschwerdeführerin  die  Auffassung,  dass 
verschiedene Übersetzungen der Wortverbindung denkbar seien, von 
denen keine dominiere. Auch verschaffe die grammatikalische Abwei-
chung  in  der  Markenendung  dem  Zeichen  Unterscheidungskraft.  Im 
Übrigen würden die Erzeugnisse zwar der Pflege und Reinigung des 
Körpers, aber höchstens indirekt dessen Gesundheit dienen.

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Zwischen den Parteien  ist  demnach umstritten,  ob  das  Zeichen von 
den relevanten Verkehrskreisen im Sinne von „gesunder Körper“ auf-
gefasst wird und ob ein solches Markenverständnis für die betroffenen 
Waren kennzeichnungskräftig ist. 

7.
Zu prüfen ist  zuerst,  ob  der  Schweizer  Durchschnittskonsument  den 
italienischen Ausdruck „corpo sano“ mit „gesunder Körper“ übersetzt, 
und falls ja,  ob er dies auch mit  der umstrittenen Marke tut. Die Be-
schwerdeführerin macht geltend, dass „corpo“ „Korpus“, „Korps“, „Kör-
perschaft“, „Profil“, „Körper“ oder „Leib“ bedeuten und „sano“ mit „ge-
sund“ oder „heil“ übersetzt werden könne. Auch wenn unter dem italie-
nischen Wort „corpo“ nicht nur organische Körper, sondern auch Kör-
perschaften verstanden werden, so scheint eine solche Übersetzung in 
Verbindung  mit  dem  Adjektiv  „sano“  eher  unwahrscheinlich.  Zudem 
dürfte diese zusätzliche Wortbedeutung den meisten nicht italienisch-
sprachigen  Verkehrsteilnehmern  unbekannt  sein.  Dagegen  sollte  ein 
Grossteil  dieser  Konsumenten  in  „corpo  sano“  den  Sinn  „gesunder 
Körper“ erkennen, geniesst doch die lateinische Redewendung „mens 
sana in corpore sano“ („ein gesunder Geist in einem gesunden Kör-
per“) grosse Bekanntheit. Beim Adjektiv „sana“ handelt es sich um die 
weibliche Form von „sano“. Dieses ist somit falsch dekliniert, ist doch 
das Substantiv „corpo“ männlicher Natur. Die Beschwerdeführerin ver-
tritt  die  Meinung,  dass  die  grammatikalische  Unstimmigkeit  für  den 
schweizerischen Durchschnittsabnehmer sogleich erkennbar sei. Das 
Bundesverwaltungsgericht  kann diese Auffassung nicht  teilen. Einer-
seits liegen die Vokale „a“ und „o“ sowohl optisch als auch akustisch 
nahe beieinander  und können daher  leicht  übersehen bzw. überhört 
werden, andererseits existieren in der italienischen Sprache, wie die 
Vorinstanz zurecht festhielt,  auch weibliche Substantive, die mit  dem 
Buchstaben „o“ enden, weshalb die Wortkombination Fremdsprachigen 
nicht unbedingt ungewöhnlich zu erscheinen hat. Ebensowenig ist das 
blosse Aneinanderschreiben der beiden Wörter geeignet, den Sinnge-
halt des Zeichens zu kaschieren, zumal dies akustisch gar nicht wahr-
nehmbar ist. So verleiht der Zusammenzug von Wortelementen einem 
an  sich  gemeinfreien  Zeichen  keinen  unterscheidungskräftigen  Ge-
samteindruck (RKGE in sic! 2004, 222  smartModule und smartCore). 
Im Übrigen können auch Wortneuschöpfungen Gemeingut sein, wenn 
ihr  Sinn  für  die  Kreise,  an  die  sie  sich  richten,  auf  der  Hand  liegt 
(RKGE in sic! 2004, 775 Ready2Snack). 

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Es muss demnach davon ausgegangen werden, dass ein Grossteil der 
Schweizer  Verkehrsteilnehmer im Zeichen CORPOSANA die  Bedeu-
tung „gesunder Körper“ erkennt. 

8.
Es gilt weiter zu prüfen, ob die einzig aus dem wahrnehmbaren Aussa-
gegehalt „gesunder Körper“ bestehende Marke für die strittigen Waren 
unterscheidungskräftig ist. Die Beschwerdeführerin bejaht dies in der 
Meinung, dass es sich um Erzeugnisse der Kosmetik und der Körper-
pflege handle, welche den Körper lediglich pflegten und reinigten, aber 
höchstens indirekt der Gesundheit dienten. Demgegenüber vertritt die 
Vorinstanz die Auffassung, dass es vorliegend nicht um Körperpflege- 
und Kosmetikprodukte im Sinne von Hautcremes und Schminkutensili-
en, sondern einerseits um Reinigungstücher bzw. Reinigungswatte und 
andererseits um Binden resp. Windeln gehe. Das Reinigen helfe, die 
Haut von Verunreinigungen zu befreien, die zu Entzündungen bis hin 
zur Akne führen könnten. Binden und Windeln hingegen hätten neben 
der Flüssigkeitsabsorption und der Trockenhaltung auch das Ziel, die 
Haut vor Wundliegen zu schützen. Das Bundesverwaltungsgericht ist 
ebenfalls der Ansicht, dass die betroffenen Waren zur Gesundheit bei-
tragen, ein Umstand, der, wie die Vorinstanz zurecht ausgeführt hat, in 
der Werbung oft hervorgehoben wird. Ob es sich dabei um eine direkte 
oder  bloss  um  eine  mittelbare  Wirkung  handelt,  kann  dahingestellt 
bleiben. Entscheidend ist,  dass  die umstrittenen Güter  –  anders  als 
etwa Papierservietten oder Haushaltspapier – neben der Hygiene auch 
den Schutz der Gesundheit bezwecken, weshalb für sie der alleinige 
Aussagegehalt „gesunder Körper“ nicht unterscheidungskräftig ist. 

Es lässt sich daher festhalten,  dass dem Zeichen CORPOSANA be-
züglich der in Frage stehenden Waren die Kennzeichnungskraft fehlt. 

9.
Die Beschwerdeführerin vertritt  im Übrigen den Standpunkt,  dass ihr 
Zeichen über eine zumindest minimale Kennzeichnungskraft  verfüge. 
Es handle sich folglich um einen Grenzfall, der gemäss bundesgericht-
licher Praxis einzutragen sei. Ausserdem komme auch den ausländi-
schen  Voreintragungen  Indizwirkung  zu. Das  Bundesgericht  trägt  im 
Rahmen der Prüfung der absoluten Ausschlussgründe gemäss Art. 2 
Bst. a MSchG  Zweifelsfälle  ein,  zumal  im  Streitfall  die  Überprüfung 
eingetragener  Marken  durch  die  Zivilgerichte  vorbehalten  bleibt 
(BGE 103 Ib 268 E. 3b  RED & WHITE). Ausländische Entscheide ha-

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ben  nach  ständiger  Praxis  keine  präjudizielle  Wirkung  (E.  MARBACH, 
SIWR III, Basel 1996, 30). In Zweifelsfällen kann jedoch die Eintragung 
in Ländern mit ähnlicher Prüfungspraxis ein Indiz für die Eintragungs-
fähigkeit  sein (RKGE in sic!  2003, 903  Proroot). Obwohl es sich um 
eine Wortneuschöpfung handelt,  lässt sich dem Zeichen CORPOSA-
NA eindeutig der Sinngehalt „gesunder Körper“ entnehmen (vgl. E. 7). 
Auch steht bezüglich der in Frage stehenden Waren der Gemeingut-
charakter  der  Marke nach schweizerischer  Rechtsauffassung ausser 
Zweifel (vgl. E. 8). Es liegt somit kein Grenzfall vor, der nach bundes-
gerichtlicher Praxis einzutragen wäre bzw. der es nahe legen würde, 
die ausländischen Voreintragungen als Indizien für die Eintragungsfä-
higkeit zu berücksichtigen. 

10.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz der internationalen 
Registrierung Nr. 853 249 CORPOSANA den  Schutz  in  der  Schweiz 
für die beanspruchten Waren lingettes imprégnées et sèches pour les 
soins de la peau; coton hydrophile, boules ouatées, bâtonnets ouatés, 
boules de coton et disques de coton hydrophile à usage cosmétique in 
Klasse 3,  articles d'hygiène en papier  et  cellulose pour femmes, no-
tamment bandes périodiques, protège-slips, tampons hygiéniques, cu-
lottes hygiéniques et couches pour bébés; couches pour personnes in-
continentes; protège-couches pour personnes incontinentes; coton hy-
drophile,  boules ouatées, bâtonnets ouatés, boules de coton et tam-
pons de coton hydrophile à usage médical in Klasse 5 und produits en 
papier et cellulose, à savoir mouchoirs de poche, serviettes de toilette,  
papier hygiénique, mouchoirs en papier, couches pour bébés in Klas-
se 16 zu  Recht  verweigert  hat.  Die  Beschwerde ist  daher  als  unbe-
gründet abzuweisen. 

11.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen.  Die  Gerichtsgebühren 
sind nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozess-
führung  und  finanzieller  Lage  der  Parteien  festzulegen  (Art. 63 
Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 11. Dezember 2006 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Ver-
mögensinteressen. Die Gerichtsgebühr bemisst sich folglich nach dem 
Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich nach 

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Lehre und Rechtsprechung an Erfahrungswerten aus der Praxis zu ori-
entieren, wobei bei einem eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich 
ein  Streitwert  zwischen  Fr. 50'000.-  und  Fr. 100'000.-  angenommen 
werden  darf  (Urteil  des  Bundesgerichts  4A.116/2007  vom  27. Juni 
2007 E. 3.3  mit  Hinweisen). Von diesem Erfahrungswert  ist  auch im 
vorliegenden Verfahren auszugehen. Es sprechen keine konkreten An-
haltspunkte  für  einen  höheren  oder  niedrigeren  Wert  der  strittigen 
Marke.

12.
Eine Parteientschädigung ist  der  unterliegenden Beschwerdeführerin 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 ff. VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- ver-
rechnet. Der Beschwerdeführerin werden demnach Fr. 500.- nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zurückerstat-
tet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref. IR-Nr. 853 249; Gerichtsurkunde)
- dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Marc Hunziker

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden  (Art. 72 ff.,  90 ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-
tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 4. Juni 2008

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