# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6656e21f-9822-50e5-80c4-4d061475c7d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.01.2014 200 2011 936
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2011-936_2014-01-27.pdf

## Full Text

200 11 936 IV
KNB/CSC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Januar 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiberin Schaer

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

C.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. D.________

E.________ 

betreffend Verfügung vom 2. September 2011

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Jan. 2014, IV/2011/936, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte resp. Be-
schwerdeführerin) arbeitete bis Ende Oktober 2006 als teilzeitangestellte 
B.________ im F.________. Danach war sie als Hausfrau tätig. Im No-
vember 2007 meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: 
IVB resp. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). 

Nach Abklärungen erwerblicher und medizinischer Art stellte die IVB mit 
Vorbescheid vom 22. August 2008 (AB 16) eine Viertelsrente und – auf 
Einwand der Versicherten hin (AB 21) – mit Vorbescheid vom 19. Novem-
ber 2008 (AB 25) eine halbe Rente ab 1. September 2007 in Aussicht. 
Nachdem sich die Versicherte auch mit diesem Entscheid nicht einverstan-
den erklärt hatte (Schreiben vom 4. Januar 2009; AB 26), beauftragte die 
IVB die G.________ in H.________ mit einer polydisziplinären Begutach-
tung (Gutachten vom 9. Dezember 2009; AB 37.1 bis 37.3). Daraufhin er-
gänzte sie im Abklärungsbericht Haushalt vom 3. März 2010 (AB 41) die 
anlässlich der Abklärung vor Ort vom 3. April 2008 erhobenen Daten (vgl. 
Abklärungsbericht Haushalt vom 5. August 2008; AB 15) und sprach der 
Versicherten – nach Durchführung eines weiteren Vorbescheidverfahrens 
(AB 42 ff.) – eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. September 2007 zu (Ver-
fügung vom 2. September 2011; AB 63). Im Rahmen der Invaliditätsbe-
messung ermittelte sie für die Zeit ab September 2007 – ausgehend von 
einer 80%igen Tätigkeit im Erwerb und einer solchen von 20% im Haushalt 
resp. einer Einschränkung im Erwerb von gewichtet 36.74% und einer sol-
chen im Haushalt von gewichtet 4.30% – einen Invaliditätsgrad von insge-
samt 41% (AB 63, S. 6). 

B.

Mit Eingabe vom 30. September 2011 erhob die Versicherte Beschwerde 
und beantragte sinngemäss die kostenfällige Aufhebung der Verfügung 

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vom 2. September 2011 sowie die Zusprache einer Invalidenrente. Sie be-
anstandete hauptsächlich das ab September 2007 für den hypothetischen 
Gesundheitsfall angenommene Arbeitspensum von 80% und machte gel-
tend, sie wäre bei guter Gesundheit voll erwerbstätig.

In der Beschwerdeantwort schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung 
der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. September 2013 gab der Instrukti-
onsrichter den mitbetroffenen Pensionskassen C.________ und 
E.________ Gelegenheit für eine Stellungnahme. Während die 
E.________ am 9. September 2013 auf eine Stellungnahme verzichtete, 
beantragte die C.________ in der Eingabe vom 19. November 2013 die 
Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. September 2011 
(AB 63). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus 
drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkeiten, die 
weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite sind, 
können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fassen 
(Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin hat sich im November 2007 bei der IV zum 
Leistungsbezug angemeldet (AB 1). Die angefochtene Verfügung datiert 
vom 2. September 2011 (AB 63). Weil vorbehältlich besonderer übergangs-
rechtlicher Regelungen in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ord-
nenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220), ist der Rentenanspruch für die Zeit bis 
31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen (nachfolgend: aArt.) und ab 
diesem Zeitpunkt nach den Normen der 5. IV-Revision zu prüfen. 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-

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beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der 
Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 
70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid 
ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf 
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 
solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG bzw. bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG; 
spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG (bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2ter IVG) 
wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgelt-
lich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen 
Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 
im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt 
auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG; bis 31. De-
zember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG). In diesem Falle sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb 
des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufga-

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benbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu 
bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie zur Ar-
beitsfähigkeit geht aus den Akten das Folgende hervor:

3.1.1 Dr. med. I.________ (im Ärzteverzeichnis FMH ohne Facharzttitel 
eingetragen) diagnostizierte im Bericht vom 30. November 2007 (AB 10) 
eine Neuropathie der Hände und Arme beidseits seit mindestens 10 Jahren 
sowie neu auch der Beine. Die Armschwäche wirke sich sowohl in der bis-
herigen Tätigkeit als Pflegehilfe als auch im Haushalt aus, indem bereits 
bei kleinen Belastungen Schmerzen aufträten. 

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3.1.2 Dr. med. J.________, Fachärztin für Neurologie FMH, diagno-
stizierte im Bericht vom 24. Dezember 2007 (AB 9) eine schwere beidseiti-
ge Radialparese unklarer Ursache sowie ein ausgeprägtes subakromiales 
Schulter- und Armschmerzsyndrom rechts mit subakromialem Impingement 
und Bursitis. Zu den funktionellen Einschränkungen führte sie aus, dass die 
Beschwerdeführerin beim Greifen von grösseren Gegenständen jeweils die 
eine Hand mit der anderen aktiv öffnen müsse. Auch das Schreiben sei 
wegen der fehlenden Möglichkeit der Führung im Handgelenk nicht mehr 
möglich. Theoretisch sei das Schreiben auf einer Tastatur mit Hilfe dynami-
scher Handschienen mit einer elastischen Aufhängevorrichtung der Finger 
möglich. Bei der Beschwerdeführerin hätten die Schienen aber zu Schmer-
zen geführt. Durch die Parese seien mittlerweile eine Überlastung der El-
lenbogen und eine Fehlhaltung der Schultern entstanden.

3.1.3 Dr. med. K.________, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie 
FMH, diagnostizierte im Gutachten vom 11. Juli 2008 (AB 14) eine bilatera-
le, idiopathische Radialislähmung im Ellenbogenbereich/Supinatorakal mit 
Lähmung an Handgelenksextension bis nach ganz distal sowie ein reaktiv 
ausgeprägtes Schulterarmsyndrom beidseits (AB 14, S. 4). Er berichtete 
über eingeschränkte Funktionen der Radialismotoren an beiden Vorderar-
men, so dass die Beschwerdeführerin ihre Hände und Finger nicht genü-
gend öffnen könne. In der Flexion sei die Kraft eingeschränkt, zusätzlich 
bestünden reaktive Schmerzen und Funktionsstörungen bis in die Halswir-
belsäule (AB 14, S. 5). Eine angepasste Tätigkeit in der Pflege mit geringer 
Belastbarkeit und ohne Heben von schweren Gewichten sowie Feinarbei-
ten hielt Dr. med. K.________ stundenweise (zwei bis drei Stunden am 
Tag) für möglich (AB 14, S. 5 f.). Eine andere angepasste Tätigkeit erachte-
te er ebenfalls stundenweise (zwei bis vier Stunden am Tag) als zumutbar 
(AB 14. S. 8). 

3.1.4 Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Trau-
matologie FMH, berichtete am 22. August 2008 (AB 19, S. 1 f.), dass die 
Beschwerdeführerin seit dem letzten Eingriff (Sehnentransfer rechts im 
Jahr 2007) das Handgelenk und die Finger wieder genügend strecken kön-
ne, um mit der Hand zu grüssen. Die Kraft sei jedoch nach wie vor 
schlecht. Seit 2005 leide sie zudem unter einem therapieresistenten Na-

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cken-, Schulter- und Oberarmschmerzsyndrom unklarer Ätiologie mit einer 
deutlichen Verspannung und Hypertrophie des Trapezius rechts. Diese 
Beschwerden störten die Nachtruhe und bestünden nun ganztägig. Die 
operative subakromiale Dekompression der rechten Schulter im Jahr 2007 
habe nur eine vorübergehende Verbesserung der Symptomatologie ge-
bracht. Auch die physiotherapeutischen sowie die analgetischen Mass-
nahmen linderten die Symptomatologie nur ungenügend. Für manuelle, 
praktische Berufe sowie die bisherige Tätigkeit in der Pflege und Reinigung 
sei die Beschwerdeführerin nicht mehr einsetzbar. Sitzende oder stehende 
Tätigkeiten mit fixierter Kopfhaltung (z.B. Überwachungsarbeiten) seien 
aufgrund der Nacken- und Schulterproblematik und der lumbalen Be-
schwerden ebenfalls nicht zumutbar. 

3.1.5 Dr. med. M.________, Facharzt für Rheumatologie FMH, führte im 
Bericht vom 5. September 2008 (AB 32, S. 14 ff.) aus, differentialdiagno-
stisch ergäben sich keine Hinweise für ein systemisch-entzündlich-
rheumatisches Geschehen oder eine internistische Systemaffektion. Die 
aktuell im Vordergrund stehenden zerviko-thorakalen Schmerzen mit zum 
Teil bestehenden Brachialgien rechtsbetont seien dem degenerativ-
weichteilrheumatischen Formenkreis zuzuordnen. Die Definitionskriterien 
für eine Fibromyalgie seien aber nicht vollumfänglich erfüllt. Inwieweit sich 
bereits ein chronisches Belastungs-/Schmerzsyndrom etabliert habe, sei 
schwierig zu beurteilen. Durch eine gezielte Triggerpunktbehandlung werde 
nun versucht, die Therapie noch zu spezifizieren und zu optimieren. 

3.1.6 Am 14. Januar 2009 wurde in der neurologischen Klinik und Polikli-
nik des N.________ eine Biopsie des N. suralis rechts durchgeführt. Die 
Nervenbiopsie zeigte keine weiterführenden ätiologischen Hinweise. Die 
Ärzte bezeichneten die Ursache des Beschwerdebildes weiterhin als unklar 
und sahen keine Indikation für eine spezifische Behandlung (Bericht vom 
19. Februar 2009; AB 32, S. 5 f.). 

3.1.7 Dr. med. L.________ berichtete am 17. April 2009 (AB 32, S. 2 ff.), 
dass die Beschwerdeführerin seit Mitte 2008 zusätzlich Beschwerden in 
den Füssen und Unterschenkeln verspüre. Es handle sich um Beschwer-
den im Bereich der Fusssohlen und Sprunggelenke ausgehend bis ins Knie 
mit einer zunehmenden Kraftlosigkeit und Kribbelparästhesien sowie Mus-

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kelzuckungen. Das Leiden sei progredient und verunmögliche die Ausü-
bung einer Erwerbstätigkeit. 

3.1.8 Im Gutachten der G.________ vom 9. Dezember 2009 (AB 37.1 bis 
37.3) wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hauptsächlich eine 
Multiplex-Neuropathie, eine leicht ausgeprägte Neuropathie im Bereich der 
unteren Extremitäten, ein mässig ausgeprägtes rechtsbetontes Zervikal-
syndrom bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen und ein mässig 
ausgeprägtes rechtsbetontes Schulter-Arm-Syndrom diagnostiziert (AB 
37.1, S. 14). Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung führten die Ex-
perten aus (AB 37.1, S. 17), dass trotz eingehender und adäquater dia-
gnostischer Massnahmen inkl. Immunhistochemie einer Suralisbiopsie kei-
ne relevante entzündliche Pathologie gefunden worden sei. Eingehende 
elektrophysiologische Untersuchungen ergäben Hinweise für eine mögliche 
Progredienz. Durch die deutliche Kompromittierung der Handfunktion 
rechts mit gestörter Feinmotorik und andererseits auch durch das Zervikal-
syndrom mit rechtsbetonter Zervikobrachialgie bestünden deutliche Beein-
trächtigungen in der Berufstätigkeit wie auch im Privatleben. In psychiatri-
scher Hinsicht bestünden keine Beschwerden von Krankheitswert. Es seien 
aber psychosoziale Belastungen ausgewiesen, dies bedingt durch die ei-
gene körperliche Krankheit sowie die Erkrankung des Ehemannes. In der 
angestammten Tätigkeit im O.________ und im P.________ eines 
Q.________ bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Gleiches gelte für 
jegliche Tätigkeiten mit den Händen sowie solche mit einer mehr als nur 
leicht bis mässigen Schultergürtelbelastung. Auch im Haushalt sei von ei-
ner relevanten Beeinträchtigung von 50% auszugehen. Für angepasste 
Tätigkeiten ohne erforderliches Zugreifen und Fassen von Objekten mit den 
Händen und ohne Schultergürtelbelastung sowie Kopfzwangshaltungen 
betrage die Arbeitsunfähigkeit 40%.

3.2 Die Beschwerdegegnerin hat – was die Invaliditätsbemessung im 
Erwerbsbereich betrifft – hauptsächlich auf das Gutachten der G.________ 
vom 9. Dezember 2009 (AB 37.1) und deren Stellungnahme vom 24. Janu-
ar 2010 abgestellt (AB 40; vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 3. März 
2010 [AB 41, S. 6 f. Ziff. 3.8 f.]). Dies wird von der Beschwerdeführerin zu 
Recht nicht beanstandet. 

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Das Gutachten der G.________ (samt deren Stellungnahmen; AB 37.1 bis 
37.3, 40 und 60) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Experti-
sen (vgl. E. 2.6 hiervor) und erbringt damit vollen Beweis (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). Die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit erfolg-
te in Kenntnis der Vorakten und der geklagten Beschwerden sowie nach 
umfassender Anamneseerhebung und Untersuchung. Der neurologische 
Experte, Dr. med. R.________, hat sich mit der abweichenden Beurteilung 
des Dr. med. K.________ (AB 16, S. 6 ff.) auseinandergesetzt und eine 
überzeugende medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit bezogen auf den im Sozialversicherungsrecht massgeben-
den (hypothetischen) ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. BGE 110 V 273 E. 
4b S. 276; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1) vorgenommen. An der Zuver-
lässigkeit der entsprechenden Angaben ändert nichts, dass das Spektrum 
der in Betracht fallenden Verweistätigkeiten von Dr. med. R.________ eng 
gefasst wurde (vgl. Stellungnahme vom 24. Januar 2010; AB 40), zumal im 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch Nischenarbeitsplätze bestehen, bei de-
nen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers 
rechnen können (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 18. Juni 2009, 
8C_776/2008, E. 5.2.1). Die von den Experten der G.________ postulierte 
Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 40% (AB 37.1, S. 
18 Ziff. 3.7) erweist sich auch insofern als schlüssig, als sich das komplexe 
Beschwerdebild nur teilweise anhand objektiver Befunde erklären lässt; 
während die Beschwerden in den Händen und Fingern mit Blick auf die 
Diagnosen und den Verlauf ohne weiteres nachvollziehbar sind (vgl. AB 14, 
S. 4; 37., S. 14 ff.), ist die Genese der geklagten Kraftlosigkeit und der 
Kribbelparästhesien in den Füssen und Beinen sowie der Schmerzen im 
zerviko-thorakalen Bereich weitestgehend unklar (vgl. Berichte des 
Dr. med. M.________ vom 5. September 2008 [AB 32, S. 14 ff.] und des 
N.________ vom 14. Januar 2009 [AB 32, S. 5 f.]). 

Weil für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit aussch-
liesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti-
gen sind (Art. 7 Abs. 2 ATSG), die von Dr. med. L.________ attestierte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit jedoch auf einer gesamtheitlichen Betrach-
tungsweise beruht, mithin auch die ätiologisch unklaren Beschwerden 
berücksichtigt (AB 32, S. 3 Mitte), bildet dessen Beurteilung keine beweis-

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kräftige Invaliditätsbemessungsgrundlage. Gleiches gilt für das von 
Dr. med. K.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil, welches massgeblich 
mit den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin zum zumutbaren 
Tagespensum begründet wird (vgl. AB 14, S. 2 f. und S. 5). 

3.3 Gestützt auf das schlüssige und nachvollziehbare Gutachten der 
G.________ (AB 37.1) ist somit erstellt, dass die Beschwerdeführerin für 
körperlich angepasste Tätigkeiten ohne erforderliches Zugreifen und Fas-
sen von Objekten mit den Händen und ohne Schultergürtelbelastung sowie 
Kopfzwangshaltungen eine Arbeitsunfähigkeit von 40% aufweist (AB 37.1, 
S. 18 Ziff. 7.3). Unbestritten ist zu Recht, dass in psychischer Hinsicht kein 
Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt (AB 
37.1, S. 17 unten; 37.3). 

4.

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG [bis 
31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG]). Ob eine versicherte 
Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbs-
tätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der 
Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge-
mischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übri-
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein-
trächtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum 
sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). Bei 
einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen entscheidet 
sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu be-
trachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder 
nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheitsfall mit Rücksicht auf 
die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig oder im Haushalt be-

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schäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen sind sämtliche weite-
ren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen, wie allfällige Erzie-
hungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die berufli-
chen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen 
und Begabungen der versicherten Person (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150; 
AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbrin-
gen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfah-
rung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

4.2 Die angefochtene Verfügung (AB 63) beruht – was die Invaliditäts-
bemessung im Haushalt und den Status betrifft – auf dem Abklärungsbe-
richt Haushalt vom 3. März 2010 (AB 41). Die Beschwerdegegnerin ging 
davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit bis August 
2007 eine 60%ige Erwerbs- und eine 40%ige Haushaltstätigkeit ausgeübt 
hätte und ab September 2007 zu 80% im Erwerb und zu 20% im Haushalt 
tätig gewesen wäre (AB 41, S. 7). Die Statusfestlegung für die Zeit bis Au-
gust 2007 basiert hauptsächlich auf den Angaben der Beschwerdeführerin 
zur zuletzt in den Jahren 2000 bis 2006 ausgeübten Tätigkeit als 
B.________ im F.________ zu einem Pensum von 50-60% (AB 41, S. 41 f. 
Ziff. 3.2 und 3.5). Weil die Umstände nach der Kündigung des Arbeitsver-
hältnisses per Ende Oktober 2006 (AB 7) zumindest bis August 2007 un-
verändert geblieben sind, ist der bis dahin festgelegte Status nicht zu be-
anstanden. Die Beschwerdeführerin bestreitet denn auch lediglich die ab 
September 2007 angenommene prozentuale Aufteilung der Erwerbs- und 
Haushaltstätigkeit. Sie macht geltend, dass sie bei guter Gesundheit voll-
zeitlich erwerbstätig wäre (Beschwerde, S. 1). 

Bereits anlässlich der Abklärung vor Ort vom 3. April 2008 hat die Be-
schwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson angegeben (AB 41, 
S. 4 Ziff. 3.5), sie wäre heute zu einem Pensum von 100% erwerbstätig. 
Ihre Kinder seien mittlerweile zehn und zwölf Jahre alt. Ausserdem gehe ihr 
Ehemann krankheitsbedingt keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, so dass sie 
bei guter Gesundheit insbesondere auch aus finanziellen Gründen vollzeit-
lich erwerbstätig wäre (vgl. auch Beschwerde, S. 1). Die Beschwerdegeg-
nerin hat eine Steigerung des Erwerbspensums infolge finanzieller Schwie-
rigkeiten als überwiegend wahrscheinlich erachtet, dies jedoch nur bis auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Jan. 2014, IV/2011/936, Seite 13

80% und nicht – wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht – auf 
100%. Weshalb sie eine Erhöhung auf ein vollzeitliches Erwerbspensum 
nicht nachzuvollziehen vermochte, hat sie indessen nicht begründet. Die 
konkreten Gegebenheiten lassen nicht darauf schliessen, dass die Be-
schwerdeführerin bei guter Gesundheit überwiegend wahrscheinlich (nur) 
zu 80% erwerbstätig wäre. Im Gegenteil, sprechen die finanziellen Verhält-
nisse (nichterwerbstätiger Ehemann; Privat- und Steuerschulden im um-
fang von ca. 35‘000.-- [AB 41, S. 5 Ziff. 3.6]) sowie die Erfahrungstatsache, 
dass die Hausarbeit mit Wegfall von Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 
gegenüber eigenen Kindern deutlich an Umfang abnimmt, für eine Er-
höhung des Erwerbspensums auf 100%. Ausserdem sind die von der Be-
schwerdeführerin anlässlich der Abklärung vor Ort vom 3. April 2008 ge-
machten spontanen Aussagen in der Folge unwidersprochen gebliebenen 
(AB 41, S. 4 Ziff. 3.5; Beschwerde, S. 1). Unter Berücksichtigung sämtlicher 
Umstände ist deshalb davon auszugehen, dass sie bei guter Gesundheit 
vollzeitlich erwerbstätig wäre. 

Dementsprechend ist der Invaliditätsgrad für die Zeit bis August 2007 nach 
der gemischten Methode (vgl. E. 2.4 hiervor und E. 5 hiernach) und für die 
Zeit ab September 2007 in Anwendung der Einkommensvergleichsmetho-
de nach Art. 16 ATSG (vgl. E. 2.4 hiervor und E. 6 hiernach) zu bemessen. 

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu 
erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 
Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind 
(BGE 129 V 222).

Dr. med. I.________ attestierte der Beschwerdeführerin ab Juni 2000 eine 
anhaltende Arbeitsunfähigkeit von zunächst 55% und später 100% (AB 10). 
Die Anspruchsvoraussetzung nach aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG, d.h. die ein-
jährige Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40%, war somit 
bereits im Jahr 2001 erfüllt. Die IV-Anmeldung erfolgte jedoch erst im No-

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vember 2007 (AB 1). Unter Berücksichtigung von aArt. 48 IVG, wonach die 
Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate 
ausgerichtet werden, wenn sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate 
nach Entstehen des Anspruchs anmeldet, liegt der frühestmögliche Ren-
tenbeginn im November 2006. 

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hin-
reichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte 
gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Inva-
liditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im 
Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Entscheid des EVG vom 30. Ok-
tober 2002, I 517/02, E. 1.2).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-

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schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

5.2.3 Die Anstellung im F.________ hat die Beschwerdeführerin aus ge-
sundheitlichen Gründen aufgegeben (AB 41, S. 3 unten; AB 10). Folglich 
hat die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen (von Fr. 31‘380.-- [12 
x Fr. 2‘615.--]) für die Zeit ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn im No-
vember 2006 bis August 2007 zu Recht gestützt auf die Angaben des 
früheren Arbeitgebers ermittelt (AB 41, S. 7 Ziff. 3.9; AB 7, S. 2 Ziff. 16). 
Dass sie das Invalideneinkommen (von Fr. 22‘625.10) gestützt auf die Zah-
len der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung ([LSE] 2006, TA1, Anforde-
rungsniveau 4 [einfache und repetitive Tätigkeiten], Frauen) berechnet hat, 
erweist sich ebenfalls als korrekt (AB 41, S. 7 Ziff. 3.9), war doch die Be-
schwerdeführerin in dieser Zeit nicht mehr erwerbstätig. Nicht zu beanstan-
den ist auch, dass sie die Beurteilung der zumutbaren Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit der G.________ (vgl. E. 3.3 hiervor) bereits ab November 
2006 berücksichtigt hat, zumal es sich bei den gutachterlichen Angaben zur 
Gültigkeit der attestierten Arbeitsunfähigkeit ab 1. Januar 2008 explizit nur 
um eine Schätzung handelt und insgesamt von einem progredienten Lei-
den auszugehen ist (AB 37.1, S. 18 Ziff. 7.4). 

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert für die Zeit 
von November 2006 bis August 2007 eine Einschränkung im Erwerb von 
27.89% ([Fr. 31‘380.-- ./. Fr. 22‘625.10] / Fr. 31‘380.-- x 100) resp. gewich-
tet (x 0.6; vgl. zum Status E. 4.2 hiervor) von 16.73%. 

5.3 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 3. März 2010 wurde für die Zeit 
bis August 2007 mittels Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Auf-

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gabenbereich Haushalt von 21.50% resp. gewichtet (x 0.4; vgl. zum Status 
E. 4.2 hiervor) von 8.60% ermittelt (AB 41, S. 9 ff. Ziff. 6 ff.). 

Die im Abklärungsbericht Haushalt vom 3. März 2010 (AB 41) aufgeführten 
Haushaltsaufgaben entsprechen den Vorgaben des Kreisschreibens über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung vom 1. Januar 2004 
(KSIH; Rz. 3095). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält 
sich sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbe-
tracht der konkreten Umstände (z.B. Familiengrösse, Wohnverhältnisse, 
technische Einrichtungen und Hilfsmittel, Umschwung; KSIH, Rz. 3094) 
nicht zu beanstanden. Der Bericht ist bezüglich der körperlichen 
Einschränkungen zudem angemessen detailliert und die entsprechenden 
Auswirkungen sind hinreichend begründet. Bei der Ermittlung der 
Einschränkungen wurde zudem berücksichtigt, dass die 
Beschwerdeführerin die Mithilfe der Familienangehörigen zu Recht in 
Anspruch nimmt. Auch dem Umstand, dass sie sowohl technische 
Hilfsmittel benötigt als auch gewisse Verhaltensweisen entwickelt hat, um 
die anfallenden Arbeiten möglichst selbstständig zu erledigen, wurde 
Rechnung getragen. Allfällige Wechselwirkungen wurden ebenfalls 
beachtet (AB 41, S. 12 Ziff. 10). Die eingangs erwähnte prozentuale 
Einschränkung im Haushalt ist demnach zu Recht unbestritten. 

5.4 Nach dem Dargelegten resultiert für die Zeit von November 2006 bis 
August 2007 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad rund 25% 
(16.73% [vgl. E. 5.2.3 hiervor] + 8.60% [vgl. E. 5.3 hiervor]). 

6.

6.1 Im Validenfall hätte die Beschwerdeführerin ihr Erwerbspensum 
überwiegend wahrscheinlich ab September 2007 von 60% auf 100% er-
höht. Der Invaliditätsgrad ist somit ab diesem Zeitpunkt nach der Einkom-
mensvergleichsmethode zu ermitteln (vgl. E. 4.2 hiervor).

6.2 Das Valideneinkommen (vgl. E. 5.2.1 hiervor) ist gestützt auf die 
Tabellenlöhne der LSE festzusetzen, da sich die Angaben des bisherigen 
Arbeitsgebers auf ein Erwerbspensum von ca. 60% beziehen (AB 7) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Jan. 2014, IV/2011/936, Seite 17

aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte bestehen, dass die Beschwerde-
führerin ihr Arbeitspensum im Rahmen dieser Anstellung hätte erhöhen 
können (vgl. dazu THOMAS ACKERMANN, Die Bemessung des Invaliditäts-
grades, in KIESER/LENDFERS [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 
2012, S. 21 f.). Angesichts der Berufsanamnese (AB 37.3, S. 3 f.) ist auf 
die LSE 2006, Tabelle TA 1, Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), 
Total, Frauen, abzustellen. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens 
(vgl. E. 5.2.2 hiervor) ist die gleiche Grundlage massgebend, da die Be-
schwerdeführerin seit Oktober 2006 nicht mehr erwerbstätig ist und die aus 
medizinischer Sicht zumutbare Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) nicht 
ausschöpft. 

Weil Validen- und Invalideneinkommen somit aufgrund des gleichen Tabel-
lenlohnes festzusetzen sind, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; der 
Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung eines allfälligen Abzuges (vgl. Entscheid des EVG vom 15. April 
2003, I 1/03, E. 5.2). Vorliegend ergibt sich bei einer Arbeitsunfähigkeit von 
40% in angepasster Tätigkeit (AB 37.1, S. 18 Ziff. 7.3; vgl. auch E. 3.3 hier-
vor) und dem von der Vorinstanz in Anschlag gebrachten, mit Blick auf die 
gesamten Umständen angemessenen, leidensbedingten Abzug von 25% 
(AB 41, S. 7 Ziff. 3.9) ein Invaliditätsgrad von 55% ([1 – 0.6 x 0.75] x 100).

6.3 Dementsprechend hat die Beschwerdeführerin ab September 2007 
Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung (vgl. E. 2.3 hier-
vor). Bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2. September 
2011 (AB 63) ist aktenmässig keine (weitere) relevante Veränderung der 
erwerblichen oder medizinischen Verhältnisse ausgewiesen.

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 2. September 2011 (AB 63) ist aufzuheben. Der Beschwerdeführerin 
ist für die Zeit ab September 2007 eine halbe Rente der Invalidenversiche-
rung zuzusprechen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Jan. 2014, IV/2011/936, Seite 18

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat nach kon-
stanter Praxis trotz ihres Obsiegens keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung, da der Aufwand zur Wahrung ihrer Interessen den Rahmen 
dessen nicht überschreitet, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerwei-
se nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich 
zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 2. September 2011 aufgehoben und der Be-
schwerdeführerin ab September 2007 eine halbe Rente der Invaliden-
versicherung zugesprochen.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Jan. 2014, IV/2011/936, Seite 19

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Rechtsanwältin Dr. D.________ z.H. C.________
- E.________

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.