# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61f58ab9-a8c5-5e44-bf53-87b422713b7f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.03.2013 ZK1 2011 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-60_2013-03-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 5. März 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 60 08. März 2013

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schlenker
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

der B., Beklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Peter Portmann, Quaderstrasse 18, Postfach 551, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Surselva vom 11. April 2011, mitgeteilt am 4. 
Juli 2011, in Sachen der A., Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp, Hartbertstrasse 11, 7002 Chur, gegen die 
Beklagte und Berufungsklägerin,

betreffend paulianische Anfechtung gemäss Art. 288 SchKG,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. A. ist die Tochter von C. und D. (ehemals E.). Die Ehe von C. und D. 
wurde mit Urteil vom 27. Januar 1972 geschieden. Am 15. Dezember 1990 hei-
ratete C. B.. Diese Ehe blieb bis zum Tod von C. am 5. September 2006 beste-
hen.

2. Mit Ehevertrag vom 18. Februar 2002 vereinbarten C. und B. die Güter-
trennung und nahmen gleichzeitig zahlreiche Vermögensdispositionen unter-
einander vor. Nach dem Ableben von C. erwies sich sein Nachlass als über-
schuldet. Grund dafür war im Wesentlichen die im Jahr 1972 im Rahmen der 
gerichtlich genehmigten Scheidungskonvention vereinbarte und mit dem Tod 
von C. fällig gewordene güterrechtliche Abgeltung von Fr. 1‘000‘000.-- zuguns-
ten seiner damaligen Ehefrau, D.. Mit Datum vom 4. Dezember 2008 wurde 
über den Nachlass von C. deshalb der Konkurs eröffnet und die konkursamtli-
che Liquidation angeordnet.

3. Am Konkurs gegen den Nachlass von C. (Konkurs Nr. _ vor dem Kon-
kursamt Surselva) beteiligte sich auch A.. Am 4. September 2008 hatte ihr D. 
nämlich die Forderung von Fr. 1‘000‘000.-- gegen den Nachlass von C. abge-
treten. Neben der Grundforderung meldete A. auch den vom 5. September 
2006 bis zum 31. Dezember 2008 auf diese aufgelaufenen Zins von Fr. 
113‘205.15 im Konkurs an, somit einen Betrag von insgesamt Fr. 1‘113‘205.15. 
Als Treffnis am Konkursergebnis wurde A. ein Betrag von Fr. 34‘387.-- ausbe-
zahlt. Ein Betrag von Fr. 1‘078‘818.15 blieb somit ungedeckt. Vor diesem Hin-
tergrund liess sich A. gestützt auf Art. 260 SchKG den Anspruch der Masse auf 
Anfechtung der zwischen C. und B. in Vollziehung des Ehevertrags vom 18. 
Februar 2002 vorgenommenen Vermögensdispositionen abtreten, woraufhin 
das Konkursamt Surselva ihr Frist bis zum 11. Mai 2009 einräumte, um gegen 
B. in dieser Angelegenheit Klage zu erheben.

B. Am 27. April 2009 liess A. die Klage beim Kreisamt Cadi zur Vermittlung 
anmelden. Da anlässlich der Sühneverhandlung vom 15. Dezember 2009 keine 
Einigung erzielt werden konnte, wurde A. am 25. Februar 2010 der Leitschein 
mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:

„Klägerisches Rechtsbegehren:

1. a. Die Beklagte sei zur Rückgabe i.S.v. Art. 291 SchKG

- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.

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- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.

- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.

- des Alpteilrechts an der F., bestehend am Grundstück Nr. _ 
des Liegenschaften und Servituten-Registers der Gemeinde 
Z.

zu verpflichten.

b. Das Konkursamt Surselva sei anzuweisen, die vollstre-
ckungsrechtliche Beschlagnahme der Objekte zu vollziehen 
und die Objekte der Masse abzuliefern.

c. Eventualantrag: Sofern die Beklagte die Liegenschaften, ein-
zelne Liegenschaften oder Teilflächen davon oder das Alp-
teilrecht nicht mehr hat, sei sie zur Zahlung des aus dem 
Verkauf erzielten Nettoerlöses an die Klägerin zu verpflich-
ten.

2. a. Die Beklagte sei zur Rückgabe i.S.v. Art. 291 SchKG der 
Fisher-Lodge „G.“, Parzelle Nr. _, Plan _ des Grundbuches 
von Y., X., samt den zugehörigen Fischerei-Rechten zu ver-
pflichten.

b. Das Konkursamt Surselva sei anzuweisen, die vollstre-
ckungsrechtliche Beschlagnahme der Objekte zu vollziehen 
und die Objekte der Masse abzuliefern.

c. Eventualantrag: Sofern die Beklagte diese Objekte oder ein-
zelne Teile davon nicht mehr hat, sei sie zur Zahlung des 
aus dem Verkauf erzielten Nettoerlöses an die Klägerin zu 
verpflichten.

3. Die Beklagte sei zu verpflichten, die durch sie ab dem Konto 
des C. gemäss Seite 15, oben, Ziff. 3.5 des Ehevertrages auf 
Gütertrennung bezogenen Betrages von CHF 29‘033.00, nebst 
Zins zu 5 % ab dem Datum des Bezugs, der Klägerin zu erstat-
ten.

4. Unter kreisamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren:

1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher 
Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin zuzüg-
lich 7,6% Mehrwertsteuer.“

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C. Mit Prozesseingabe vom 18. März 2010 prosequierte A. die vorliegende 
Streitsache unter Erneuerung der Rechtsbegehren gemäss Leitschein innert 
Frist an das Bezirksgericht Surselva.

D. In ihrer Prozessantwort vom 20. Mai 2010 hielt B. ebenfalls an ihrem 
Rechtsbegehren gemäss Leitschein fest. Gleichzeitig reichte sie beim Bezirks-
gerichtspräsidium Surselva ein gegen die Klägerin gerichtetes Gesuch um Si-
cherstellung der ausseramtlichen Kosten ein. Mit Verfügung vom 15. Juni 2010 
wurde dieses Gesuch gutgeheissen und A. verpflichtet, zur Sicherstellung der 
mutmasslichen aussergerichtlichen Kosten von B. eine Sicherheitsleistung von 
Fr. 13‘000.-- zu bezahlen.

E. In der Replik vom 29. Juni 2010 beziehungsweise in der Duplik vom 13. 
September 2010 hielten beide Parteien unverändert an ihren Rechtsbegehren 
gemäss Prozesseingabe beziehungsweise Prozessantwort fest.

F. Mit Beiurteil des Bezirksgerichts Surselva vom 17. Dezember 2010, mit-
geteilt am 3. Januar 2011, wurde die von A. mit Eingabe vom 15. November 
2010 gegen die Beweisverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Surselva vom 
3. November 2010 angehobene Beschwerde teilweise gutgeheissen und B. 
verpflichtet, den zwischen ihr und der H. geschlossenen Kaufvertrag über die 
Fisherlodge in X. zu edieren.

G. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Surselva vom 11. 
April 2011 passte der Rechtsvertreter von A. im Rahmen seines Parteivortrags 
Ziffer 2.a des klägerischen Rechtsbegehrens wie folgt an:

„Die Beklagte sei zu verpflichten, den aus dem Verkauf der Fisher-
Lodge „G.“, Parzelle Nr. _, Plan _ des Grundbuches von Y., X., 
samt den zugehörigen Fischerei-Rechten erzielten Nettoerlös an 
die Klägerin zu verpflichten [recte: zu bezahlen], nämlich mindes-
tens Fr. 145‘105.00 zuzüglich 5 % Zins seit dem 4. Dezember 
2008.“

Mit Entscheid vom 11. April 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, erkannte das Be-
zirksgericht Surselva wie folgt:

„1. Die Anfechtungsklage von A. gegen B. wird gutgeheissen.

2. Der aufgrund des Ehevertrags vom 18. Februar 2002 durch 
die Beklagte erfolgte Erwerb der Grundstücke 

- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.,

- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.,

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- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z. und

- Alpteilrecht (Nr. 203) an der F., bestehend am Grundstück 
Nr. _ des Liegenschaften und Servituten-Registers der 
Gemeinde Z.

ist zwangsvollstreckungsrechtlich unwirksam und es sind die-
se Grundstücke im Konkurs Nr. _ vor dem Konkursamt Sur-
selva in die Konkursmasse einzubeziehen und zugunsten der 
Klägerin zu verwerten.

3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr.  
145‘105.-- sowie den Betrag von Fr. 29‘033.--, letzteren zu-
züglich Zins von 5 % seit 15. Dezember 2009, zu bezahlen.

4. Die Kosten des Kreisamtes Cadi von Fr. 250.-- sowie die Kos-
ten des Bezirksgerichts Surselva, bestehend aus:

- der Gerichtsgebühr von Fr.   
8‘900.--

- dem Streitwertzuschlag von Fr. 
10‘000.--

- der Schreibgebühr von Fr.   
1‘100.--

- den Barauslagen von Fr.           
-.--

total somit Fr. 
20‘000.--

gehen zulasten der Beklagten.

Die Beklagte hat die Klägerin ausserdem ausseramtlich mit Fr. 
26‘362.65 zu entschädigen.

Der von der Klägerin dem Bezirksgericht Surselva entrichtete 
Betrag von Fr. 13‘000.-- zur Sicherstellung der mutmasslichen 
aussergerichtlichen Kosten der Beklagten wird bei diesem 
Ausgang des Verfahrens nach Eintritt der Rechtskraft des 
Entscheids der Klägerin zurückerstattet.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

H. Gegen diesen Entscheid liess B. mit Eingabe vom 5. September 2011 
Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträgen er-
heben:

„MATERIELL

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1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben, unter vollumfängli-
cher Abweisung der Anfechtungsklage von A..

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Klägerin zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, sowohl 
für das vorinstanzliche wie auch für das hierseitige Verfahren.

FORMELL

3. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, zur Deckung der 
mutmasslichen Parteientschädigung eine Sicherheitsleistung 
von Fr. 5‘000.00, eventuell nach richterlichem Ermessen, zu 
leisten.

4. a. Bis zum Eingang der verlangten Sicherheit sei das hängige 
Berufungsverfahren mit sofortiger Wirkung zu sistieren.

b. Eventuell sei mindestens bis zum Eingang der verlangten 
Sicherheit die Verpflichtung der Beklagten zur Leistung der 
Vertröstung auszusetzen.“

I. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 7. September 
2011, mitgeteilt am 9. September 2011, wurden die formellen Anträge gemäss 
Ziffer 3 und 4 der Berufung vom 5. September 2011 abgewiesen. Diese Verfü-
gung blieb in der Folge unangefochten.

J. In ihrer Berufungsantwort vom 10. Oktober 2011 beantragte A. die Ab-
weisung der Berufung und die Bestätigung des angefochtenen Urteils; unter 
gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Las-
ten der Berufungsklägerin.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Surselva vom 11. April 
2011 wurde den Parteien am 4. Juli 2011 und somit nach Inkrafttreten der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 eröff-
net. Damit ist im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, welches sich noch 
nach der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO-GR; BR 
320.000) richtete, auf das Rechtsmittelverfahren die Schweizerische Zivilpro-
zessordnung anwendbar (Art. 405 Abs. 1 ZPO).

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2.a. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Be-
rufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechts-
begehren mindestens Fr. 10‘000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung 
ist unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der Zustel-
lung desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet 
einzureichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

b. Mit dem angefochtenen Entscheid liegt ein Endentscheid vor, denn damit 
wurde das vorinstanzliche Verfahren durch Sachentscheid (Gutheissung der 
Klage) beendet (vgl. Art. 236 Abs. 1 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 14 zu Art. 308 ZPO). Zudem über-
steigt der Streitwert ganz offensichtlich Fr. 10‘000.--. Die Berufungsklägerin 
reichte die Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Surselva vom 
11. April 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, unter Berücksichtigung des Fristen-
stillstands vom 15. Juli bis und mit dem 15. August 2011 (Art. 145 Abs. 1 lit. b 
ZPO) mit Eingabe vom 5. September 2011 alsdann fristgerecht ein. Überdies 
entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf eingetreten 
werden kann.

3. Die formellen Anträge der Berufungsklägerin gemäss Ziffer 3 und 4 der 
Berufung vom 5. September 2011 wurden von der Vorsitzenden der I. Zivil-
kammer bereits mit Verfügung vom 7. September 2011, mitgeteilt am 9. Sep-
tember 2011, abgewiesen (act. G.01). Diese Verfügung blieb in der Folge un-
angefochten, weshalb sich weitergehende Ausführungen hierzu erübrigen. Dies 
gilt umso mehr, als in der besagten Verfügung eine Auseinandersetzung mit 
den Anträgen der Berufungsklägerin stattgefunden hat und die Abweisung der-
selben unter Angabe von Gründen erfolgte.

4. Die Berufungsklägerin hält – wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren – 
nach wie vor dafür, die abgetretene Forderung, mittels welcher die Berufungs-
beklagte ihre Klage nach Art. 285 ff. SchKG führe, sei schon deshalb abzuwei-
sen, weil die ihr zugrunde liegende Abtretung nichtig sei, handle es sich dabei 
doch um einen höchstpersönlichen Anspruch, der der Abtretung nicht zugäng-
lich sei. Die Berufungsbeklagte habe damit kein schützenswertes Klageinteres-

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se; schon aus diesem Grund erweise sich der angefochtene Entscheid als 
falsch. Folglich sei er aufzuheben und die gegnerische Klage abzuweisen.

a. Die Vorinstanz führte diesbezüglich aus, die von D. an A. abgetretene 
Forderung sei sowohl in der Ehescheidungskonvention vom 11. Oktober 1971 
und später auch im zwischen C. und B. geschlossenen Ehevertrag vom 18. Fe-
bruar 2002 explizit als güterrechtliche Forderung bezeichnet worden. Die aus 
den aufgeführten Urkunden unmissverständlich und klar hervorgehende Ein-
ordnung der fraglichen Forderung als eine solche aus Güterrecht dürfe ohne 
weiteres als richtig angesehen werden, solange nicht das Gegenteil bewiesen 
sei. Mit dem Hinweis, dass D. gegenüber C. unter den damals gegebenen Um-
ständen auch Anspruch auf Unterhaltszahlungen gehabt hätte, vermöge der 
beklagtische Rechtsvertreter die Vermutung jedenfalls nicht zu widerlegen, 
dass die der Ehefrau zugesicherte Leistung von 2.2 Mio. Franken vollumfäng-
lich der Abgeltung von güterrechtlichen Ansprüchen gedient habe. Konkrete 
Anhaltspunkte, wonach eine güterrechtliche Abgeltung in der vereinbarten Höhe 
nicht gerechtfertigt gewesen sei, würden nicht geltend gemacht und seien auch 
nicht ersichtlich. Abstellend auf die Ehescheidungskonvention vom 11. Oktober 
1971 sowie auf den Ehevertrag vom 18. Februar 2002 sei somit davon auszu-
gehen, dass die noch ausstehende und per Todestag von C. fällig gewordene 
Forderung im Güterrecht begründet sei. Für solche Forderungen bestünden 
aber keine Abtretungsbeschränkungen, weshalb die am 4. September 2008 
erfolgte Abtretung der fraglichen Forderung gültig zustande gekommen sei. Im 
Übrigen gelte auch für Unterhaltsansprüche kein absolutes Abtretungsverbot. 
Sofern der Schutz des Unterhaltsgläubigers dies nicht speziell erfordere, könn-
ten nämlich auch solche rechtsgültig abgetreten werden. Vorliegend dürfe da-
von ausgegangen werden, dass D. so viele Jahre nach Auflösung der Ehe mit 
C. ihre Existenz anderweitig gesichert habe und für die Bestreitung ihres Le-
bensunterhalts nicht mehr auf die per Todestag fällig gewordene Abgeltung ih-
res ehemaligen Ehemannes angewiesen sei. Selbst wenn es sich bei der ver-
einbarten Abgeltung also um eine Unterhaltsforderung handeln würde, stünde 
einer Abtretung daher nichts im Wege. Die von D. am 4. September 2008 vor-
genommene Abtretung sei somit in jedem Fall rechtsgültig und A. sei dadurch 
Gläubigerin der gegen C. bzw. gegen dessen Nachlass bestehenden Forderung 
von Fr. 1‘000‘000.-- geworden (angefochtener Entscheid, E. 4.2 S. 9 f.).

b. Die von der Berufungsklägerin hiergegen geltend gemachten Einwände 
erweisen sich allesamt als unbehelflich. Dies gilt zunächst einmal für den Ein-
wand, die Vorinstanz habe sich zu Unrecht auf den Rechtsstandpunkt gestellt, 

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beim Betrag von Fr. 2‘200‘000.-- handle es sich um einen solchen ausschliess-
lich güterrechtlicher Natur, und sie habe sich in ihrer Begründung unzutreffen-
derweise auf die Ehescheidungskonvention vom 11. Oktober 1971 sowie auf 
das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Januar 1972 abge-
stützt. Gerade aus diesen Urkunden ergebe sich nämlich, dass die Ehefrau (D.) 
sich gegen diese Abfindung als „unter allen Titeln“ auseinandergesetzt erklärt 
habe und ihr insbesondere dafür „keine Ansprüche gestützt auf Art. 151 und 
152 ZGB“ zustünden. – Entgegen der Auffassung der Berufungsklägerin ist der 
Wortlaut der zwischen C. und D. am 11. Oktober 1971 geschlossenen Schei-
dungskonvention eindeutig und spricht klar für einen Anspruch aus Güterrecht. 
So sollten gemäss Ziffer II./2 Absatz 2 der Scheidungskonvention alle unter Ziff. 
1 und 2 oben genannten Leistungen (Fr. 2‘200‘000.--) von C. auf Grund von Art. 
214 Abs. 1 aZGB erfolgen und Vorschlagsanteil sein. Mit ihrer Erfüllung erklär-
ten sich die Parteien alsdann per Saldo aller Ansprüche und unter allen Titeln 
auseinandergesetzt. Insbesondere sollten E. keine Ansprüche gestützt auf Art. 
151 (Entschädigung und Genugtuung) und 152 (Unterhalt) aZGB zustehen (vgl. 
bB 20, S. 2 f. sowie das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. 
Januar 1971, kB 8, S. 5 f.). Art. 214 Abs. 1 der zum damaligen Zeitpunkt gülti-
gen Fassung des ZGB (aZGB) bestimmte für den Fall, dass sich nach der Aus-
scheidung des Mannes- und des Frauengutes ein Vorschlag ergibt, dieser zu 
einem Drittel der Ehefrau oder ihren Nachkommen und im übrigen dem Ehe-
mann oder seinen Erben gehört. Hierbei handelt es sich unbestrittenermassen 
um einen Anspruch güterrechtlicher Natur. Nichts anderes ergibt sich aus dem 
Ehe- und Erbvertrag zwischen C. und B. vom 18. Februar 2002. Auch darin wird 
im Zusammenhang mit dem per Todestag von C. fällig werdenden Betrag von 
1‘000‘000.-- jeweils von einer Privatschuld von C. gegenüber seiner geschiede-
nen Ehegattin D. aus Güterrecht gesprochen (vgl. kB 7, S. 9 und 15). Unter 
dem Aspekt der freien Parteidisposition bei vermögensrechtlichen Ansprüchen 
zwischen Ehegatten stellt die betreffende Scheidungskonvention vom 11. Okto-
ber 1971 eine gültige Parteivereinbarung dar, die es im vorliegenden Verfahren 
zu respektieren gilt. Am Umstand, dass die entsprechende Kapitalzahlung nach 
dem Willen der Parteien güterrechtlicher Natur sein sollte, vermag auch die in 
die Scheidungskonvention aufgenommene Saldoklausel nichts zu ändern. Ent-
scheidend sind nämlich nicht die theoretisch möglichen Ansprüche der Ehegat-
ten, wie sie von Gesetzes wegen bestanden hätten, sondern vielmehr die von 
den Parteien konkret vereinbarten und gerichtlich genehmigten Ansprüche. Ein 
rechtsgültiger Verzicht auf allfällige Ansprüche nach Art. 151 und 152 aZGB war 
denn auch ohne weiteres möglich und zulässig (Walter Bühler/Karl Spühler, in: 

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Arthur Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Zivilge-
setzbuch, Band II, 1. Abteilung, 1. Teilband, 2. Hälfte, Bern 1980, N 84 und N 
90 zu Art. 151 ZGB). Ob als „Gegenleistung“ für einen solchen Verzicht eine 
grosszügigere güterrechtliche Leistung versprochen worden ist, ist für die Quali-
fikation der vereinbarten Leistung letztlich irrelevant. Die Berufungsklägerin irrt 
sodann, wenn sie dem Scheidungsgericht vorhält, dieses wäre gestützt auf Art. 
214 Abs. 1 aZGB verpflichtet gewesen, das eheliche Vermögen nach dem 
Stand, den es in diesem Zeitpunkt gehabt habe, rechnerisch aufzuteilen in ein 
Mannes- und Frauengut einerseits und in einen Rest andererseits. Wie bereits 
erwähnt, unterliegen sowohl güterrechtliche Ansprüche als auch Unterhaltsan-
sprüche der freien Parteidisposition. Dies hat zur Folge, dass dem Scheidungs-
gericht diesbezüglich lediglich eine eingeschränkte Überprüfungspflicht zu-
kommt. So hat das Bundesgericht in seiner Praxis zum damaligen Art. 158 Ziff. 
5 aZGB festgehalten, dass der Richter bei Vereinbarungen über die rein ver-
mögensrechtlichen Folgen der Scheidung grundsätzlich den Parteiwillen zu re-
spektierten habe und die Genehmigung deshalb nur aus wichtigen Gründen 
verweigern dürfe. Ein solcher liege vor, wenn die von den Parteien getroffene 
Lösung unklar oder unvollständig sei, eine Partei durch die im Prozess entstan-
dene Lage ausgenützt worden sei oder wenn die Lösung in einer durch Billig-
keitserwägungen nicht zu rechtfertigenden Weise von der gesetzlichen Rege-
lung abweiche (vgl. BGE 121 III 393 E. 5.c S. 395 f. sowie Bühler/Spühler, 
a.a.O., N 183 zu Art. 158 ZGB). Aus dem Umstand, dass dem Scheidungsurteil 
keine Angaben zur Höhe und Zusammensetzung des ehelichen Vermögens 
und den sich daraus ergebenden gesetzlichen Ansprüchen der Ehefrau zu ent-
nehmen sind, kann die Berufungsklägerin daher nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten. Soweit mit der vereinbarten Kapitalleistung – wie von der Berufungskläge-
rin geltend gemacht – teilweise auch Ansprüche nach Art. 151/152 aZGB hätten 
abgegolten werden sollen, spricht sodann die Zahlungsmodalität für die vorlie-
gend zur Diskussion stehende Rate klarerweise gegen den Charakter einer Un-
terhaltsleistung. Damit wäre nämlich nicht mehr der mit dem Tod des Eheman-
nes entfallende Unterhaltsanspruch, sondern vielmehr die mit der Scheidung 
weggefallene erbrechtliche Anwartschaft, welche unter dem Gesichtspunkt von 
Art. 151 aZGB zu berücksichtigen gewesen wäre (vgl. Bühler/Spühler, a.a.O. N 
28 zu Art. 151 ZGB sowie N 27 zu Art. 153 ZGB), abgegolten worden. Als un-
behelflich erweist sich ferner auch die Rüge der Berufungsklägerin, die Vorin-
stanz habe ihre diesbezüglichen Vortragungen völlig unerhört und völlig unbe-
achtet gelassen und sei stattdessen den unsubstantiierten und unbewiesenen 
Behauptungen der Gegenseite gefolgt. Wie bereits an anderer Stelle ausge-

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führt, hat sich die Vorinstanz in ihrer Begründung nicht auf die Behauptungen 
der Klägerin abgestützt, sondern auf die Scheidungskonvention, das Schei-
dungsurteil sowie den Ehevertrag (worin der Anspruch der geschiedenen Ehe-
gattin ebenfalls als güterrechtlich qualifiziert worden ist), was aus den dargeleg-
ten Gründen rechtens und folglich nicht zu beanstanden ist.

c. Kommt dem abgetretenen Anspruch nach dem Gesagten keine unter-
haltsrechtliche Natur zu, stossen die in der Berufung erneut vorgetragenen Aus-
führungen zur Abtretungsfeindlichkeit von Unterhaltsansprüchen von vornherein 
ins Leere. Davon abgesehen hat die Vorinstanz zutreffend ausgeführt, dass 
auch für unterhaltsrechtliche Ansprüche gemäss Art. 151/152 aZGB kein abso-
lutes Abtretungsverbot gilt (vgl. zur Differenzierung zwischen dem Unterhalts-
anspruch als Ganzes, welcher nicht abgetreten werden kann, und der Forde-
rung auf den einzelnen Unterhaltsbeitrag, deren Abtretung möglich ist Büh-
ler/Spühler, a.a.O., N 103 f. zu Art. 151 ZGB sowie auch Eugen Spirig, in: Peter 
Gauch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, V. Band, 
Teilband V 1k, Zürich 1_3, N 166 zu Art. 164 OR). Gegenstand der vorliegend 
zur Diskussion stehenden Abtretung sind zudem keine periodischen Unterhalts-
leistungen, sondern eine Kapitalabfindung, die, gleichgültig, ob sie Entschädi-
gung, Genugtuung oder Unterhalt darstellt, sowohl aktiv als auch passiv vererb-
lich wäre (vgl. Spühler/Bühler, a.a.O., N 6 zu Art. 153 ZGB). Auch dieser Um-
stand spricht gegen ein absolutes Abtretungsverbot, welches aus der höchst-
persönlichen Natur des Anspruchs abgeleitet wird. Soweit die Berufungskläge-
rin im Weiteren dafür hält, im vorliegenden Fall werde eine Forderung zweck-
entfremdet, die einst als Abfindung für den Verzicht auf Unterhalt stipuliert wor-
den sei, kann ihr auch in diesem Punkt nicht zugestimmt werden, zumal eine 
derartige Abfindung nicht ohne weiteres mit einer Unterhaltsleistung gleichge-
setzt werden kann. Soweit die Berufungsklägerin einwendet, die Bemerkung 
der Vorinstanz, wonach die Mutter der Klägerin fast 30 Jahre später wohl nicht 
mehr auf die Fr. 1‘000‘000.-- angewiesen sei, sei völlig unbelegt, ist dies zwar 
durchaus zutreffend, indessen kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten, da diesem Argument insgesamt keine entscheidrelevante Bedeutung zu-
kam.

d. Die Berufungsklägerin bezeichnet sodann die vorinstanzliche Feststel-
lung, wonach aus den aufgeführten Urkunden unmissverständlich hervorgehe, 
dass es sich bei der Forderung von Fr. 2‘200‘000.-- aus dem Jahre 1972 um 
eine reine güterrechtliche Vorschlagszahlung handle, als sachverhaltswidrig. 
Diese Behauptung sei von der Klägerin weder substantiiert noch bewiesen wor-

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den. Auch dieser Einwand ist unbegründet. Wie bereits mehrfach dargelegt, 
ergibt sich die güterrechtliche Natur des Anspruchs unmittelbar aus der Schei-
dungskonvention vom 11. Oktober 1971 (bB 20) sowie aus dem Scheidungsur-
teil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Januar 1972 (kB 8). Analog zu öffentli-
chen Urkunden im Sinne von Art. 9 ZGB ist diesen Dokumenten Beweiskraft 
beizumessen, solange nicht der Gegenbeweis erbracht wird; es besteht mit Be-
zug auf deren Inhalt mithin eine tatsächliche Vermutung der Richtigkeit. Zu de-
ren Entkräftung kann die blosse Wahrscheinlichkeit, dass die Ehefrau unter-
haltsberechtigt gewesen wäre, nicht ausreichen. Vielmehr bedürfte es eines 
Nachweises von Umständen, dass der Wortlaut der Scheidungskonvention 
nicht dem effektiven Parteiwillen entsprach (vgl. Hans Schmid/Flavio Lardelli, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., 
Basel 2010, N 29 ff. zu Art. 9 ZGB). Einen solchen Gegenbeweis vermochte die 
Berufungsklägerin vorliegendenfalls nicht zu erbringen.

e. Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz auf-
grund der Aktenlage zu Recht zur Auffassung gelangt ist, der fragliche An-
spruch sei güterrechtlicher Natur und dementsprechend abtretbar. Die Berufung 
erweist sich insoweit als unbegründet.

5. Die Berufungsklägerin vertritt die Auffassung, die Berufungsbeklagte ha-
be fälschlicherweise einzig die lediglich subsidiär anwendbare paulianische An-
fechtungsklage nach Art. 285 ff. SchKG erhoben, obschon sie ihre Ansprüche 
gestützt auf Art. 193 ZGB hätte geltend machen müssen. Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung könne nämlich nicht zur Anfechtungspauliana gegrif-
fen werden, soweit der Haftungsanspruch nach Art. 193 ZGB offen stehe. Eine 
Klage nach Art. 193 ZGB habe die Berufungsbeklagte aber zu keinem Zeitpunkt 
angehoben. Entsprechend erweise sich, dass die Vorinstanz eine solche in un-
zulässiger Weise geprüft und auch noch verneint habe. Die Anspruchskonkur-
renz zwischen Art. 193 ZGB und Art. 285 ff. SchKG habe zur Folge, dass die 
rechtlich ordentlich erhobene Klage nach Art. 193 ZGB zunächst abgewiesen 
werden müsse, bevor die paulianische Anfechtungsklage nach Art. 285 ff. 
SchKG geführt bzw. abgenommen werden könne. Dies sei in casu nicht erfolgt. 
Für die Abnahme geschweige denn Gutheissung der einzig geführten Anfech-
tungspauliana bestehe somit keine rechtliche Grundlage, weshalb der ange-
fochtene Entscheid unzulässig und folglich aufzuheben sei.

a. Gemäss Art. 193 Abs. 1 ZGB kann ein Vermögen, aus dem bis anhin die 
Gläubiger eines Ehegatten oder der Gemeinschaft Befriedigung verlangen 

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konnten, durch Begründung oder Änderung des Güterstandes oder durch güter-
rechtliche Auseinandersetzungen dieser Haftung nicht entzogen werden. Diese 
Bestimmung soll verhindern, dass die Ehegatten durch güterrechtlich relevante 
Vermögensverschiebungen vom Schuldner- zum Nichtschuldnerehegatten den 
Gläubigern Haftungssubstrat entziehen (BGE 127 III 1 E. 3.a.aa S. 7; 119 Ia 
445 E. 3.c S. 457). Dies soll einerseits durch die Möglichkeit des Zugriffs auf 
Vermögenswerte trotz Wechsels des Rechtsträgers und andererseits durch ei-
ne (akzessorische und subsidiäre) Bereicherungshaftung, sofern ein direkter 
Zugriff nicht mehr möglich ist, erreicht werden (Heinz Hausheer/Regina Aebi-
Müller, in: Honsell/Vogt/Gei-ser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch 
I, 4. Aufl., Basel 2010, N 1 f. zu Art. 193 ZGB). Dabei ist es unerheblich, ob die 
ehevertragliche Güterzuweisung in der Absicht der Gläubigerbenachteiligung 
vorgenommen wurde. Dagegen dienen die Rechtsbehelfe nach Art. 285 ff. 
SchKG dem Gläubiger dazu, Werte, die dem Schuldnervermögen durch be-
stimmte Rechtshandlungen entzogen worden sind, dem Haftungssubstrat unter 
Beachtung unterschiedlicher zeitlicher Schranken wieder zuzuführen. Das Bun-
desgericht hat mit Zustimmung der herrschenden Lehre erkannt, dass nicht zur 
Anfechtungspauliana gegriffen werden kann, soweit der Haftungsanspruch 
nach Art. 193 ZGB offen steht. Obwohl die Bestimmungen von Art. 285 ff. 
SchKG und Art. 193 ZGB aus der Sicht des Gläubigerschutzes betrachtet in 
einem erkennbaren Zusammenhang stehen und somit trotz unterschiedlichen 
Voraussetzungen von Anspruchskonkurrenz ausgegangen werden kann, muss 
die Anwendbarkeit von Art. 193 ZGB vor derjenigen der paulianischen Rechts-
behelfe geprüft werden. Denn letztere sind offensichtlich nicht anwendbar, 
wenn der Gläubiger gestützt auf Art. 193 ZGB durchdringt, weil diesfalls auch 
der Nachteil, vor dem die Art. 285 ff. SchKG schützen, wegfällt (BGE 127 III 1 
E. 2.a S. 5 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch Adrian Staehelin, in: 
Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs II, 2. Aufl., Basel 2010, N 21 zu Art. 285 SchKG 
mit weiteren Hinweisen).

b. Die Berufungsklägerin hat in ihrer Berufung den zuvor zitierten Bundes-
gerichtsentscheid (BGE 127 III 1) zwar zutreffend wiedergegeben; indessen 
verkennt sie die sich daraus ergebenden Rechtsfolgen. Der Vorrang von Art. 
193 ZGB bedeutet entgegen ihrer Auffassung nämlich nicht, dass in jedem Fall 
zuerst eine solche Klage erhoben werden müsste. Vielmehr kann auch direkt 
Anfechtungsklage nach Art. 285 ff. SchKG erhoben werden, woraufhin vom Ge-
richt vorfrageweise zu prüfen ist, ob die Anfechtungsklage wegen Bestehens 

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eines Anspruchs gemäss Art. 193 ZGB ausgeschlossen ist (so auch die Kon-
stellation in BGE 111 III 43 = Pra 1985 Nr. 152, wo das Bundesgericht letzteres 
bejaht und folglich auf die Anfechtungsklage nicht eingetreten ist). Wer Anfech-
tungsklage gemäss Art. 285 ff. SchKG erhebt, ist für diejenigen Tatsachen be-
hauptungs- und beweispflichtig, die seinen Anspruch begründen (vgl. Staehelin, 
a.a.O., N 26 zu Art. 286 SchKG). Das Bestehen eines Anspruchs nach Art. 193 
ZGB stellt dagegen eine rechtshindernde Tatsache dar, wofür die beklagte Par-
tei behauptungs- und beweispflichtig ist. Da es sich hierbei um einen Einwand 
rechtlicher Natur handelt, ist dessen Geltendmachung auch erst im Rahmen der 
Hauptverhandlung möglich, soweit dabei auf rechtzeitig eingebrachte Tatsa-
chen und Beweismittel abgestützt wird. Die Prüfung der von der Beklagten und 
Berufungsklägerin anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Surselva 
erstmalig erhobenen Einwendung der unzulässigen Klageart (vgl. Plädoyer RA 
Portmann, act. III./29, S. 11 ff.) stellt eine Frage der Rechtsanwendung dar, 
welche die Vorinstanz gemäss dem damals anwendbaren Art. 117 Abs. 2 ZPO-
GR von Amtes wegen vorzunehmen hatte. Hierbei handelt es sich um den all-
gemein anerkannten Grundsatz „iura novit curia“, welcher vom Gericht nicht 
speziell genannt werden musste. Inwiefern die Prüfung einer von der Beklagten 
und Berufungsklägerin selbst erhobenen Einrede rechtlicher Natur in der Folge 
deren rechtliches Gehör verletzen sollte, ist schlicht nicht nachvollziehbar. Der 
Vorwurf, die Vorinstanz habe mit ihrer hypothetischen Prüfung einer imaginären 
Klage nach Art. 193 ZGB die Verhandlungs- und Dispositionsmaxime in nicht 
hinnehmbarer Weise verletzt, weil ihr (der Berufungsklägerin) keinerlei rechtli-
che Möglichkeiten zugestanden hätten, um sich gegen eine (materiell abgewie-
sene) Klage nach Art. 193 ZGB zur Wehr zu setzen, erweist sich unter den ge-
gebenen Umständen denn auch als unbegründet.

c. Für den Fall, dass das Gericht die Voraussetzungen einer Klage nach 
Art. 193 ZGB hätte prüfen dürfen, wirft die Berufungsklägerin der Vorinstanz 
eine unzutreffende materielle Begründung vor. Erstens sei das angebliche Zitat 
der Vorinstanz falsch, wonach unter Hinweis auf den Basler Kommentar für ei-
ne Klage aus Art. 193 ZGB nur Änderungen des Güterstandes geeignet seien, 
welche einen Wechsel zur Gütergemeinschaft, eine Aufhebung der Güterge-
meinschaft oder eine inhaltliche Anpassung dieses Güterstandes beinhalten 
würden. Und zweitens falle nach just diesen Kommentatoren jede vorzeitige 
Vermögensverschiebung im Hinblick auf die Vorschlagsbeteiligung bzw. Ge-
samtgutteilung unter die Anfechtungsmöglichkeit von Art. 193 ZGB. Ebenso 
wenig überzeuge sodann die vor-instanzliche Auffassung, wonach die Eheleute 

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C. und B. im Ehevertrag vom 18. Februar 2002 jede an die Berufungsklägerin 
erfolgte Vermögensabtretung als Abgeltung von bestehenden Schulden oder 
als Ausgleich für die Einräumung von Rechten ausgewiesen hätten, womit es 
sich gar nicht um güterrechtliche Ansprüche handle, weshalb die angefochte-
nen Dispositionen nicht unter die von Art. 193 ZGB gemeinten Handlungen fie-
len. Wie nachfolgend darzulegen sein wird, hat die Vorinstanz die Rechtslage 
entgegen der berufungsklägerischen Ansicht korrekt dargestellt; die Argumente 
der Berufungsklägerin verdienen mithin auch in dieser Hinsicht keine Zustim-
mung.

d. Nach dem Zweck von Art. 193 ZGB kommt es entscheidend darauf an, 
dass die Begründung oder Änderung eines Güterstandes die Stellung der bis-
herigen Gläubiger eines Ehegatten verschlechtert. Wie die Vorinstanz zutref-
fend festgehalten hat, ist dies beim Wechsel von der Errungenschaftsbeteili-
gung zur Gütertrennung (oder umgekehrt) nicht der Fall. Darunter fallen viel-
mehr die Begründung der Gütergemeinschaft zu Beginn der Ehe, ein Wechsel 
von der Gütergemeinschaft oder zur Gütergemeinschaft sowie gegebenenfalls 
ein Wechsel innerhalb der Gütergemeinschaft (Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 
10 f. zu Art. 193 ZGB; vgl. auch Heinz Hausherr/Ruth Reusser/Thomas Geiser, 
in: Arthur Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Privat-
recht, Band II, 1. Abteilung, 3. Teilband, 1. Unterteilband, Bern 1992, N 9 ff. zu 
Art. 193 ZGB, wonach die Begründung und die Änderung eines Güterstands die 
in Art. 193 ZGB vorgesehenen Folgen nur haben können, wenn eine Güterge-
meinschaft als Ausgangspunkt oder als Ziel des Rechtsgeschäfts in Frage 
steht). Angesichts dessen, dass der Zweck des zwischen C. und B. abge-
schlossenen Ehe- und Erbvertrags vom 18. Februar 2002 gerade darin be-
stand, einen Wechsel vom Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung zur 
Gütertrennung zu bewirken (kB 7, S. 9), ist ein möglicher Haftungsanspruch 
gestützt auf Art. 193 ZGB nach den vorangegangenen Ausführungen ausge-
schlossen. Als unbehelflich erweist sich auch die von der Berufungsklägerin in 
diesem Zusammenhang vorgetragene Rüge, die von der Vorinstanz unter Ver-
weis auf Aebi/Müller (a.a.O., N 11 zu Art. 193 ZGB) zitierte Kommentarstelle 
beziehe sich nur auf die Gütergemeinschaft. In Kombination mit der dieser 
Textpassage, welche sich in der Tat einzig auf die Gütertrennung bezieht, vor-
angehenden Fussnote (Aebi/Müller, a.a.O., N 10 zu Art. 193 ZGB) ergibt sich 
die von der Vorinstanz richtig dargestellte Rechtslage ohne weiteres (vgl. die-
selbe Erwägung weiter oben). Demnach ist die Feststellung der Vorinstanz, 
wonach der Wechsel von der Errungenschaftsbeteiligung zur Gütertrennung 

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nicht per se zu einer Gläubigerbenachteiligung geführt habe, nicht zu bean-
standen.

e/aa. Unter dem Begriff der güterrechtlichen Auseinandersetzung im Sinne von 
Art. 193 ZGB versteht das Gesetz jedes Rechtsgeschäft unter Ehegatten, das 
zur Erfüllung eines vom Güterrecht beherrschten Anspruchs abgeschlossen 
wird; wichtig ist, dass der Grund der Zuwendung die Erfüllung einer güterrecht-
lichen Forderung ist. Keine güterrechtliche Auseinandersetzung stellt demge-
genüber das Tilgen von Forderungen zwischen Ehegatten dar, die auch zwi-
schen nicht verheirateten Personen bestehen könnten, wie beispielsweise das 
Erfüllen eines Schenkungsversprechens, die Eigentumsübertragung in Erfüllung 
eines Kaufvertrags, die Gewährung eines Darlehens und dergleichen. Die Be-
stimmung erfasst auch keine Rechtsgeschäfte, mit denen eine Schuld getilgt 
wird, die ihren Rechtsgrund in den Wirkungen der Ehe im Allgemeinen hat. Ein 
Gläubiger kann somit nicht den Ehegatten seines Schuldners belangen, bloss 
weil letzterer seiner Unterhaltsverpflichtung nachgekommen ist. Dies gilt nicht 
nur für die Erfüllung von Forderungen im Rahmen der Art. 163 und Art. 164 
ZGB, sondern auch für das Regeln von Schulden nach Art. 165 ZGB (Haus-
heer/Reusser/Geisser, a.a.O., N 14 zu Art. 193 ZGB; BGE 123 III 438 = Pra 1_8 
Nr. 52; vgl. auch Martina Florinda Paula Bosshardt, Der Gläubigerschutz nach 
Art. 193 ZGB, in: Der Bernische Notar 2007/2008, S. 226). Keine güterrechtli-
che Auseinandersetzung ist sodann die Rücknahme von Vermögenswerten 
nach Art. 205 Abs. 1 ZGB, welche sich im Besitz des anderen Ehegatten befin-
den. Der Rücknahmeanspruch stützt sich nämlich nicht auf Güterrecht, sondern 
folgt aus Art. 641 ZGB. Die Aufgabe des Besitzes reicht für den Gläubiger-
schutz nach Art. 193 ZGB nicht aus. Ebenso wenig stellt die Zuweisung eines 
Vermögenswerts an einen Ehegatten nach Art. 205 Abs. 2 ZGB aufgrund der 
Auflösung von Miteigentum eine güterrechtliche Auseinandersetzung im Sinne 
von Art. 193 ZGB dar, da sich das Recht auf Auflösung des Miteigentums be-
reits aus dem Sachenrecht (Art. 650 ZGB) ergibt. Das Eherecht regelt nur eine 
besondere Art der Teilung, welche allerdings nicht notwendigerweise mit einer 
güterrechtlichen Auseinandersetzung zusammenfallen muss. Auch der Hinweis 
in Art. 205 Abs. 2 ZGB auf die Regelung der gegenseitigen Schulden führt zu 
keinen güterrechtlichen Ansprüchen, deren Erfüllung die Gläubiger verletzen 
könnte. Er erinnert lediglich daran, dass die Ehegatten ihre gegenseitigen, sich 
aus anderen Rechtsnormen ergebenden Forderungen im Rahmen der güter-
rechtlichen Auseinandersetzung zu regeln haben (Hausheer/Reusser/ Geiser, 

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a.a.O., N 20 f. zu Art. 193 ZGB; Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 14 zu Art. 193 
ZGB).

e/bb. Aus den im Ehe- und Erbvertrag (kB 7) enthaltenen Feststellungen zu 
den von C. und B. eingebrachten Gütern und deren per Ende 2001 vorhande-
nen Vermögen geht hervor, dass die Eheleute keine Errungenschaft gebildet 
haben und demzufolge auch kein Beteiligungsanspruch der Ehefrau gemäss 
Art. 215 ZGB getilgt wurde. Bei den unter dem Titel der güterrechtlichen Aus-
einandersetzung vorgenommenen Vermögensdispositionen ging es zum einen 
um die blosse Rücknahme von eingebrachten Gütern der Ehefrau. In diesem 
Sinne hielten die Parteien fest, dass B. die schon immer in ihrem Alleineigen-
tum stehenden Liegenschaften im Grundbuch der Gemeinde Z. behalte (Ziff. 
3.3) und deren gemeinsames Wertschriften-Portefeuille zu dem von der Ehe-
frau in die Ehe eingebrachten Wert von Fr. 92‘000.-- (Ziff. 3.4) sowie deren ge-
meinsames Bargeld im von der Ehefrau in die Ehe eingebrachten Wert von Fr. 
195‘000.-- ihr gehöre (Ziff. 3.5). Wie bereits ausgeführt, stützt sich der Rück-
nahmeanspruch nicht auf Güterrecht, sondern folgt mit Bezug auf die Liegen-
schaften aus Art. 641 ZGB einerseits und mit Bezug auf das Bargeld bzw. das 
Wertschriften-Portefeuille aus Art. 195 ZGB andererseits (vgl. hierzu auch 
Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 1 ff. zu Art. 195 ZGB). Zum anderen dienten 
die Vermögenszuweisungen der Tilgung von Schulden nicht-güterrechtlicher 
Natur, d.h. von Schulden, die nicht durch den Wechsel des Güterstandes ent-
standen sind und deren Tilgung auch ausserhalb des Ehevertrags möglich ge-
wesen wäre. Dies gilt einerseits für die Übertragung des Maiensässes in „I.“ 
(Ziff. 3.1), mit welcher im Ergebnis eine Vielzahl von Ansprüchen der Ehefrau 
befriedigt wurde, die ihren Rechtsgrund allesamt ausserhalb des Güterrechtes 
hatten. Mit dem in Höhe des amtlich geschätzten Verkehrswerts festgesetzten 
Übernahmepreis von Fr. 334‘000.-- verrechnet wurde namentlich eine Entschä-
digung für die Bereitstellung der im Eigengut von B. stehenden Wohnung in 
Höhe von Fr. 84‘000.-- (Ziff. 3.1.1). Soweit man hierbei nicht von einer freiwilli-
gen Leistung des Ehemannes ausgehen will, handelt es sich um die Tilgung 
von Ansprüchen aus Art. 165 Abs. 2 ZGB, welche nach den vorausgegangenen 
Erwägungen nicht unter die Haftung von Art. 193 ZGB fallen (vgl. auch das Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_302/2009 vom 2. Juli 2009, E. 3.2). Als weitere Ver-
rechnungsforderung wurde der der Ehefrau gesetzlich zustehende Hausfrauen-
lohn für die vergangenen zehn Jahre zum Betrag von Fr. 96‘000.-- aufgeführt 
(Ziff. 3.1.2). Damit dürfte ein Anspruch nach Art. 164 ZGB gemeint gewesen 
sein, dessen Erfüllung von der Haftung nach Art. 193 ZGB ebenfalls ausge-

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schlossen ist. Vom Anwendungsbereich von Art. 193 ZGB nicht erfasst werden 
sodann die übrigen Verrechnungsforderungen, zumal weder die Entschädigun-
gen für die Einräumung eines lebzeitigen und unentgeltlichen Wohnrechts am 
Maiensäss in Höhe von Fr. 15‘580.-- (Ziff. 3.1.1) bzw. an der Wohnung der Ehe-
frau von Fr. 55‘692.-- (Ziff. 3.1.3) noch die der Ehefrau anlässlich des Ge-
schäftsverkaufs und damit noch vor der Heirat zugesagte Gewinnbeteiligung in 
Höhe von Fr. 180‘000.-- (Ziff. 3.1.4) als vom ehelichen Güterrecht beherrschte 
Ansprüche qualifiziert werden können. Gleiches gilt mit Bezug auf die Übertra-
gung der Fisher-Lodge in X. samt Fischereirechten an die Ehefrau und die 
gleichzeitige Einräumung eines lebzeitigen und unentgeltlichen Nutzniessungs-
rechts zu Gunsten des Ehemanns (Ziff. 3.2). Der vertraglich festgeschriebene 
Übernahmepreis zum Marktwert von Fr. 100‘000.-- sollte zunächst mit der 
Restschuld des Ehemannes aus dem Gewinnbeteiligungsanspruch der Ehefrau 
und alsdann mit dem Kapitalwert des eingeräumten Nutzniessungsrechts in 
Verrechnung gebracht werden. Auch bei diesen Ansprüchen handelt es sich 
mithin um solche sachenrechtlicher bzw. obligationenrechtlicher Natur, was ei-
ne Anwendung von Art. 193 ZGB wiederum ausschliesst. Die vorinstanzliche 
Auffassung, wonach es sich bei den im Ehe- und Erbvertrag festgehaltenen 
Rechtshandlungen nicht um die Erfüllung spezifisch güterrechtlicher Ansprüche 
handle, sondern die jeweiligen Dispositionen vielmehr zur Tilgung von gegen-
seitigen Schulden der Ehegatten und zur Abgeltung der dem Ehemann ein-
geräumten Rechte erfolgt seien, ist somit rechtens und nicht zu beanstanden. 
Dass besagte Rechtshandlungen trotz des Umstands, dass sie formal unter 
dem Titel der güterrechtlichen Auseinandersetzung vorgenommen worden sind, 
nicht unter die von Art. 193 Abs. 1 ZGB gemeinten Handlungen im Zuge einer 
güterrechtlichen Auseinandersetzung fallen, ist ebenfalls zutreffend. Nach dem 
Gesagten ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekommen, dass die ange-
fochtenen Rechtshandlungen bzw. die in diesem Zusammenhang geltend ge-
machte Gläubigerbenachteiligung weder Folge einer Begründung oder Ände-
rung des Güterstandes noch Folge einer güterrechtlichen Auseinandersetzung 
waren, so dass die Anspruchsvoraussetzungen von Art. 193 ZGB vorliegend 
nicht gegeben sind und die Berufungsbeklagte zur Geltendmachung allfälliger 
Befriedigungsansprüche gegen das Vermögen der Berufungsklägerin zu Recht 
die paulianische Anfechtungsklage gewählt hat (vgl. angefochtener Entscheid, 
E. 4.3 S. 12).

f. Die Rüge der Berufungsklägerin, welche die Rechtsprechung der Vorin-
stanz überdies als widersprüchlich und willkürlich bezeichnet (vgl. Berufung RA 

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Portmann Ziff. 18 S. 12 f.), ist nach den vorangegangenen Ausführungen unbe-
helflich und ihr kann auch in dieser Hinsicht nicht gefolgt werden. Weitergehen-
de Ausführungen hierzu erübrigen sich und es kann auf die zuvor gemachten 
Erwägungen verwiesen werden. Die Berufung erweist sich folglich auch in die-
sem Punkt als unbegründet.

6.a. Soweit die Berufungsklägerin in ihrer weiteren Begründung dafür hält, 
dass eine Klage nach Art. 285 ff. SchKG ohnehin abzuweisen wäre, und sich in 
diesem Zusammenhang in aller Ausführlichkeit mit dem Ehe- und Erbvertrag 
sowie dessen Charakter als öffentlicher Urkunde, welche für die durch sie be-
zeugten Tatsachen vollen Beweis erbringen würde und deshalb nicht leichtfertig 
als unwahr abgetan werden dürfe, auseinandersetzt, ist sie nicht zu hören. Die 
Gültigkeit des öffentlich beurkundeten Ehe- und Erbvertrags sowie der darin 
enthaltenen Feststellungen und Erklärungen der Parteien wird von der Vorin-
stanz nämlich in keinster Weise in Frage gestellt. Weitergehende Ausführungen 
hierzu erübrigen sich deshalb bereits aus diesem Grund.

b. Gleiches gilt hinsichtlich des im Ehe- und Erbvertrag veranschlagten 
Schätzungswerts für das Maiensäss „I.“ und das Alp-Teilrecht „J.“ von Fr. 
334‘000.-- sowie des Marktwerts für die Fisher-Lodge „G.“ samt Fischereirech-
ten von Fr. 100‘000.-- (Ziff. 3.1 und 3.2). Soweit die Berufungsklägerin die Be-
hauptung der zu tiefen Schätzung bzw. des zu tiefen Anrechnungswerts als 
falsch und unbelegt kritisiert, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz den 
entsprechenden Schätzungswert des Maiensässes im angefochtenen Urteil mit 
keinem Wort in Zweifel gezogen hat. Ebenso wenig hat die Vorinstanz irgend-
welche Anhaltspunkte dafür erblickt, dass das Grundstück „G.“ einen erheblich 
höheren Wert als den vertraglich festgehaltenen Marktwert aufgewiesen haben 
soll. Auch der Umstand, dass C. nur wenige Wochen nach der Übertragung der 
Fisher-Lodge „G.“ an seine Ehefrau aus gesundheitlichen Gründen erkennen 
musste, dass er wohl nicht mehr wie bisher zum Lachsfischen nach X. reisen 
kann, weshalb die entsprechende Liegenschaft baldmöglichst verkauft wurde, 
wird den Parteien im angefochtenen Entscheid nicht zum Vorwurf gemacht. Die 
entsprechenden Rügen der Berufungsklägerin zielen mithin ins Leere.

c. Die Berufungsklägerin macht namentlich im Zusammenhang mit dem 
Anspruch aus Gewinnbeteiligung in Höhe von Fr. 180‘000.-- geltend, die Beru-
fungsbeklagte habe nicht überzeugend substantiieren, geschweige denn be-
weisen können, dieser sei simuliert gewesen. Auch dieser Einwand zielt an der 
Sache vorbei. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid einlässlich 

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mit den einzelnen im Ehe- und Erbvertrag aufgeführten Vermögensdispositio-
nen auseinandergesetzt und unter Berücksichtigung der Leistungen, welche die 
Berufungsklägerin für die von ihrem Ehemann empfangenen Liegenschaften 
erbracht hat, festgestellt, dass ihrerseits nur sehr beschränkt Werte an C. über-
gegangen seien. So seien C. nach dem Vollzug der vereinbarten Vermögens-
dispositionen an Stelle der bisherigen Vollrechte an seinen Liegenschaften 
bloss noch beschränkte dingliche Rechte in Form von Nutzniessungsrechten 
verblieben und er habe seiner Ehefrau für die vorgenommenen Dispositionen 
zudem noch eine Restschuld von Fr. 29‘033.-- abgelten müssen. Einzig das 
Wohnrecht, welches C. eingeräumt worden sei, sei eine substantielle Leistung 
aus dem Vermögen der Berufungsklägerin gewesen. Indes gelte es festzuhal-
ten, dass Wohnrechte unübertragbar und unvererblich seien, was zur Folge 
habe, dass sie nicht für einen Dritten gepfändet werden könnten und zudem mit 
dem Tod des Berechtigten untergingen. Bereits die Tatsache, dass die Beru-
fungsklägerin die Leistungen ihres Ehemannes unter anderem mit der Einräu-
mung eines Wohnrechts abgegolten habe, habe zu einer Verminderung des 
Haftungssubstrats für die übrigen Gläubiger von C. geführt, da ein Wohnrecht 
nicht gepfändet und verwertet werden könne und deshalb keinen Marktwert 
aufweise. Eine Gläubigerschädigung im Sinne von Art. 288 SchKG sei schon 
aus diesem Grunde gegeben. Abgesehen vom eben behandelten Wohnrecht 
habe die Gegenleistung aus dem Vermögen der Berufungsklägerin in der Ver-
rechnung von Forderungen bestanden, welche ihr gemäss Ehevertrag gegenü-
ber dem Ehemann zugestanden hätten. Die aus Händen von C. erfolgte Über-
tragung verschiedener Vermögenswerte an die Berufungsklägerin sei also in 
einem ganz wesentlichen Teil zum Zwecke der Schuldentilgung erfolgt. Da-
durch seien C. Vermögenswerte entzogen worden, ohne dass sich auf der an-
deren Seite seine Aktiven gemehrt hätten; es hätten sich lediglich seine Passi-
ven verringert, wodurch sich nichts zu Gunsten der übrigen Gläubiger ergeben 
habe. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelte die Tilgung von 
Schulden aber zumindest dann als anfechtbar, wenn ein hernach in Konkurs 
gefallener Schuldner diese trotz einer bereits angespannten finanziellen Lage 
vorgenommen habe. Nach einer Gegenüberstellung der aufgrund der Akten 
ausgewiesenen Aktiven und Passiven von C. ist die Vorinstanz in zutreffender 
Weise zur Auffassung gelangt, dass sich C. beim Abschluss des Ehe- und Erb-
vertrags vom 18. Februar 2002 nicht bloss in einer angespannten finanziellen 
Lage befunden habe, sondern bereits überschuldet gewesen sei. In diesem 
Zeitpunkt habe für ihn somit kein finanzieller Spielraum bestanden, um ohne 
Benachteiligung der übrigen Gläubiger die Schulden gegenüber seiner Ehefrau 

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zu tilgen. Wer unter solchen Umständen aber dennoch Schulden tilge, indem er 
einen oder einzelne Gläubiger befriedige, müsse aufgrund der hierzu bestehen-
den Rechtsprechung gewärtigen, dass seine Leistungen paulianisch anfechtbar 
seien (vgl. angefochtener Entscheid, E. 5.3 S. 16 ff.). Daraus erhellt nun aber, 
dass die Vorinstanz in ihrer Begründung entgegen der Argumentation der Beru-
fungsklägerin mit keinem Wort von einer Tilgung simulierter Schulden ausge-
gangen ist. Hingegen hat sie C. zum Vorwurf gemacht, im Wissen darum, dass 
die verbleibenden Aktiven zur Begleichung der Schuld gegenüber seiner frühe-
ren Ehegattin nicht mehr ausreichen werden, Schulden gegenüber seiner da-
maligen Ehefrau getilgt zu haben bzw. seine damalige Ehefrau im Wissen und 
mit Willen zur Benachteiligung der geschiedenen Ehegattin begünstigt zu ha-
ben. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, musste diese Gläubigerbe-
vorzugung für C. nämlich bereits deshalb erkennbar gewesen sein, weil ihm 
nach Vollzug des Ehe- und Erbvertrags als Aktiven nur noch Wertschriften im 
Wert von Fr. 15‘000.-- sowie ein Bankguthaben von Fr. 79‘411.-- verbleiben und 
diese zur Tilgung der nach wie vor bestehenden Schuld von Fr. 1‘000‘000.-- 
ganz offensichtlich niemals ausreichen würden. Trotzdem sollte die Berufungs-
klägerin nach dem Willen von C. für ihre Guthaben vollumfänglich befriedigt 
werden. Da C. bei Abschluss des Vertrags seit längerem keiner Erwerbstätig-
keit mehr nachgegangen sei, habe er auch nicht darauf vertrauen dürfen, zu 
neuem Vermögen zu kommen und die übrigen Gläubiger zu einem späteren 
Zeitpunkt noch befriedigen zu können (vgl. angefochtener Entscheid, E. 5.4 S. 
19). Angesichts dieser Umstände ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wo-
nach C. seine Ehefrau bewusst habe bevorzugen wollen und eine dolose Ab-
sicht im Sinne von Art. 288 SchKG vorhanden gewesen sei, nicht zu beanstan-
den. Einzig in Zusammenhang mit der subjektiven Voraussetzung der Bevortei-
lungsabsicht hat sich die Vorinstanz sodann auch zu einem Teil der im Ehever-
trag anerkannten Schulden geäussert und dabei erwogen, dass sich diese Ab-
sicht vorliegend auch in der Anerkennung von Schulden für Hausfrauenarbeit 
und für die Gewährung von Wohnung und Unterkunft sowie anhand der Ein-
räumung eines Wohnrechts für die Benützung der ehelichen Wohnung zeige. 
All diese Dispositionen würden auf eine Kommerzialisierung der Ehegemein-
schaft hinauslaufen und mit dem Wesen der Ehe, insbesondere mit der eheli-
chen Beistandspflicht (Art. 159 ZGB), in krassem Widerspruch stehen. Für die 
Tatsache, dass C. beim Abschluss des Ehevertrages Leistungen abgegolten 
habe, welche in einer ehelichen Gemeinschaft als selbstverständlich gelten, 
gebe es kaum eine andere Erklärung als jene, die Ansprüche seiner Ehefrau an 
seinem Vermögen unter allen erdenklichen Titeln erhöhen zu wollen, um sie auf 

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diese Weise gegenüber den übrigen Gläubigern zu bevorzugen (vgl. angefoch-
tener Entscheid, E. 5.4 S. 20). Die Bereitschaft zur Abgeltung von Leistungen 
seiner Ehefrau, welche gemessen daran, dass C. einen Grossteil seines in die 
Ehe eingebrachten Vermögens für die Bestreitung des gemeinsamen Lebens-
unterhaltes verwendet und unbestrittenermassen auch den Umbau der im Ei-
gentum der Ehefrau stehenden Wohnung zu einem wesentlichen Teil finanziert 
hat, offenkundig nicht über das von Art. 159 bzw. Art. 163 ZGB geforderte Mass 
hinausgingen, wurden von der Vorinstanz somit als zusätzliches, nicht aber als 
ausschlaggebendes Indiz für die dolose Absicht von C. gewertet, was bei den 
gegebenen Umständen ebenfalls nicht zu beanstanden ist. Dem Einwand der 
Berufungsklägerin, es sei C. auch posthum nicht vorzuwerfen, dass er sie mit-
tels Ehevertag habe begünstigen wollen, ist nach den vorstehenden Ausführun-
gen nicht zu folgen.

d. Als unbehelflich erweist sich auch der weitere Einwand der Berufungs-
klägerin, wonach sich nicht beweisen lasse, dass sie ihrerseits in subjektiver 
Hinsicht den Tatbestand von Art. 288 SchKG erfüllt habe. In subjektiver Hinsicht 
muss die Schädigungsabsicht des Gläubigers für den Begünstigten erkennbar 
gewesen sein. Das ist der Fall, wenn dieser bei Anwendung der nach den Um-
ständen gebotenen und zumutbaren Sorgfalt und Aufmerksamkeit hätte erken-
nen können und müssen, dass als Folge der angefochtenen Handlung mögli-
cherweise eine Gläubigerschädigung eintritt, wobei blosse Fahrlässigkeit 
genügt (BGE 1_ III 265 E. 2 S. 267; 134 III 452 E. 4.2 S. 456; vgl. auch Staehe-
lin, a.a.O., N 18 zu Art. 288 SchKG). Dass für die Berufungsklägerin vorliegen-
denfalls sowohl die finanziell angespannte Situation bzw. die Überschuldung 
von C. einerseits als auch der Umstand, dass sie durch die Begleichung der im 
Ehe- und Erbvertrag vereinbarten Vermögensdispositionen gegenüber anderen 
Gläubigern – namentlich gegenüber D. – begünstigt wurde, andererseits er-
kennbar waren, kann unter den gegebenen Umständen nicht ernsthaft in Zwei-
fel gezogen werden. Die diesbezügliche Begründung der Vorinstanz ist in jeder 
Hinsicht überzeugend. So sei dem Ehe- und Erbvertrag zu entnehmen, dass 
dieser vornehmlich auf Verlangen der Berufungsklägerin abgeschlossen wor-
den sei. Als Beweggrund dafür habe sie die Schuldverhältnisse ihres Eheman-
nes gegenüber seiner geschiedenen Ehefrau D. sowie gegenüber ihr selbst 
erwähnt und weiter ausgeführt, dass sie nicht in der Lage sei, für diese Verbind-
lichkeit ihres Mannes einzustehen und auf ihre eigene Forderung zu verzichten 
(kB 7, S. 9). Dieser einleitenden Erklärung könne nun ohne weiteres entnom-
men werden, dass bei der Berufungsklägerin konkrete Befürchtungen bestan-

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den hätten, ihr Ehemann vermöge die gegenüber D. bestehende Verbindlichkeit 
nicht zu decken und sie müsste allenfalls mit ihrem eigenen Vermögen für diese 
haften. Die Berufungsklägerin sei über die Vermögensverhältnisse ihres Ehe-
mannes sehr wohl im Bilde gewesen und habe auch festgestellt, dass dieser 
mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in der Lage sein würde, die Schulden 
gegenüber D. und gegenüber ihr voll zu decken. Wer unter solchen Umständen 
nicht nur die Gütertrennung vereinbare, sondern gleichzeitig auch eigene For-
derungen voll und ganz begleichen lasse, müsse erkennen, dass für die übrigen 
Gläubiger noch viel weniger übrig bleibe und diese damit benachteiligt bzw. ge-
schädigt würden (vgl. angefochtener Entscheid, E. 5.5 S. 20 f.). Mit diesen 
überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz setzt sich die Berufungsklägerin 
nicht einmal ansatzweise auseinander, sondern begnügt sich vielmehr damit, 
die subjektive Voraussetzung der Erkennbarkeit ihrerseits in Abrede zu stellen.

7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Einwände 
von B. allesamt als unbegründet erweisen und das Bezirksgericht Surselva die 
Anfechtungsklage von A. zu Recht gutgeheissen hat. Mit den rechtlichen Fol-
gen dieser Gutheissung hat sich die Berufungsklägerin in ihrer Berufung nicht 
auseinandergesetzt, weshalb auf eingehende Ausführungen hierzu verzichtet 
und stattdessen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 
werden kann. Die Berufung ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, beste-
hend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 
ZPO), vollumfänglich zu Lasten der unterliegenden Berufungsklägerin (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Diese werden auf Fr. 10‘000.-- festgesetzt (vgl. Art. 9 der Verord-
nung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Mangels 
eingereichter Honorarnote seitens des Rechtsvertreters der Berufungsbeklag-
ten wird deren Parteientschädigung nach richterlichem Ermessen bestimmt. 
Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie dem damit ver-
bundenen Aufwand für die Ausfertigung der Berufungsantwort erscheint eine 
Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3‘000.-- (inkl. MWSt und Spesen) als an-
gemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 10‘000.-- gehen zu Lasten 
der Berufungsklägerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kosten-
vorschuss von Fr. 12‘000.-- verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvor-
schusses von Fr. 2‘000.-- wird der Berufungsklägerin durch das Kan-
tonsgericht erstattet.

3. Die Berufungsklägerin hat die Berufungsbeklagte für das Berufungsver-
fahren mit Fr. 3‘000.-- (inkl. MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffen-
de Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 
42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Ver-
fahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: