# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08846700-afb6-59bf-accf-ef0d83e107e3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.03.2015 IV 2013/444
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-444_2015-03-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/444

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 11.05.2020

Entscheiddatum: 26.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 26.03.2015
Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Beweiskraft der gutachterlichen 70%igen 
Arbeitsfähigkeit bestätigt. Höhe Tabellenlohnabzug (höchstens 10%). Kein 
Anspruch auf befristete Rente. Abweisung des Rentengesuchs bestätigt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. März 
2015, IV 2013/444).

Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und

Lisbeth Mattel Frei; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Entscheid vom 26. März 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Margot Benz, M.A. HSG in Law, Jacober & Bialas,

Oberer Graben 44, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ meldete sich am 4. August 2008 aufgrund eines Status nach 

Schleudertrauma zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1 f.). Mit Verfügung vom 23. März 2010 wies 

die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Gemäss den Abklärungen sei die Versicherte 

in der angestammten Tätigkeit 80% und in einer leidensadaptierten Tätigkeit 100% 

arbeitsfähig (IV-act. 90).

A.b  Am 29. Oktober 2010 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle an (IV-act. 100 f.).

A.c  Im Bericht vom 2. November 2010 an den Erwerbsausfallversicherer gab die 

behandelnde Psychiaterin Dr. med. B.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, an, dass die Versicherte an einer mittelgradigen depressiven Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), einem Zustand nach Auffahrunfällen im

November 2007 und Februar 2008 und einer arteriellen Hypertonie leide. Zusätzlich 

bestehe der Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4). Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50% ab 10. August 2010 in allen 

Tätigkeiten (IV-act. 107).

A.d  Im Bericht vom 19. November 2010 gab der Hausarzt Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeine und Innere Medizin FMH, an, dass aus somatischer Sicht keine die 

Arbeitsfähigkeit von 50% eindeutig neu zusätzlich kompromittierende Befunde zu 

erheben seien. Es bestehe ein ausgeprägtes depressives Zustandsbild, wahrscheinlich 

mit Pseudodemenz, was durchaus zu einer zusätzlich verminderten Arbeitsfähigkeit 

führen könne. Diesbezüglich sei Dr. B.___ zur Stellungnahme jedoch besser geeignet. 

Bei Persistenz oder weiterer Zunahme der Vergesslichkeit müsse allenfalls eine 

neuropsychologische Abklärung durchgeführt werden (IV-act. 108).

A.e  Im Verlaufsbericht vom 17. Januar 2011 gab Dr. B.___ an, dass sich der ängstlich-

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depressive Zustand der Versicherten seit dem 15. November 2010 aufgrund einer 

akuten Belastungssituation (ihre 17-jährige Tochter sei als Fussgängerin von einem 

PKW angefahren worden) deutlich verschlechtert habe (IV-act. 117).

A.f Gemäss der Aktennotiz vom 31. März 2011 des RAD-Arztes Dr. med. D.___, 

Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, müsse aufgrund der vorliegenden ärztlichen 

Berichte von einer (psychiatrischen) Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit 

März 2010 ausgegangen werden bzw. könne eine solche versicherungsmedizinisch 

nicht sicher ausgeschlossen werden (IV-act. 122).

A.g  Während eines 4-wöchigen Rehabilitationsaufenthalts war die Versicherte vom 23. 

Juni bis 20. Juli 2011 in der Klinik Gais hospitalisiert. Im Bericht vom 6. September 

2011 wurde eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41) sowie eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) 

diagnostiziert. Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bis am 4. August 2011 

attestiert. Für die Zeit danach werde eine Neueinschätzung gewünscht (IV-act. 128).

A.h  Gemäss Verlaufsbericht vom 20. Oktober 2011 von Dr. B.___ habe sich die 

Stimmung im Rahmen der vierwöchigen psychosomatischen Rehabilitation etwas 

stabilisiert. Die Versicherte könne eine Arbeitsstelle als Raumpflegerin (ca. 25%) in 

Anspruch nehmen. Es sei mit einer 50% Arbeitsfähigkeit zu rechnen, eine Steigerung 

der Arbeitsfähigkeit sei nicht zu erwarten. Die bisherige Tätigkeit sei noch zu 50% (vier 

Stunden pro Tag) bei 30%iger verminderter Leistungsfähigkeit zumutbar (IV-act. 131). 

Der RAD-Arzt Dr. D.___ beurteilte es in der Aktennotiz vom 2. November 2011 als nicht 

nachvollziehbar, weshalb trotz Verbesserung des Gesundheitszustandes während des 

Rehabilitationsaufenthalts in Gais unverändert von einer Arbeitsunfähigkeit von 35% 

angestammt als Küchenmitarbeiterin und 50% adaptiert ausgegangen werde (IV-act. 

132).

A.i Im von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachten der Academy 

of Swiss Insurance Medicine, Basel, vom 27. April 2012 (asim-Gutachten) 

diagnostizierten die Gutachter mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

Zervikalsyndrom mit Spannungskopfschmerzen (ICD-10: M54.2 und G44.2), ein 

chronisches Lumbovertebralsyndrom (ICD-10: M54.5), eine rezidivierende depressive 

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Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10: 

F33.00) sowie den Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10: F 45.4). Für die angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe und als Raumpflegerin 

wurde ihr eine Arbeitsfähigkeit von 70% attestiert, sofern die aus rheumatologischer 

Sicht gegebenen Einschränkungen umgesetzt werden könnten. Für körperlich leichte 

bis mittelschwere Verweistätigkeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung 

bestehe ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 70% (IV-act. 144).

A.j Am 15. November 2012 wurde eine Haushaltsabklärung bei der Versicherten 

durchgeführt. Die Abklärungsperson kam im Bericht vom 29. November 2012 zum 

Schluss, dass die Versicherte als Vollerwerbstätige einzustufen sei (IV-act. 157).

A.k  Im Verlaufsbericht vom 22. Dezember 2012 gab Dr. C.___ an, dass sich für ihn seit 

dem Gutachten keine Änderungen ergeben hätten. Es gebe wohl eine medizinisch 

theoretische Arbeitsfähigkeit, welche der Gutachter definieren müsse. Andererseits 

gebe es auch fixierte Schmerzbilder, die nach dieser langen Zeit wohl kaum mehr zu 

durchbrechen seien. Wegen genauer Zahlen- und Prozentangaben fühle er sich 

überfordert und verweise auf das Gutachten. Als Kompromiss schlug er eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit vor (IV-act. 159).

A.l Im Verlaufsbericht vom 9. Februar 2013 machte Dr. B.___ eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustands geltend. Die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten zu 50% 

(4 Stunden pro Tag) bei 30%iger verminderter Leistungsfähigkeit zumutbar (IV-act. 

162).

A.m Mit Vorbescheid vom 26. März 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten eine 

Arbeitsfähigkeit von 70% in der angestammten sowie in jeder anderen geeigneten 

Erwerbstätigkeit ergeben. Es wurde eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von 

27% ermittelt (IV-act. 168). Mit Einwand vom 3. Mai und 28. Juni 2013 beantragte die 

Versicherte, es sei ihr eine Dreiviertel-Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei ein 

Obergutachten einzuholen (IV-act. 169 und 177). Mit Verfügung vom 8. August 2013 

hielt die IV-Stelle am Vorbescheid fest und wies das Rentenbegehren der Versicherten 

ab (IV-act. 182).

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B.

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 12. September 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge, die Verfügung vom 8. August 2013 sei aufzuheben und ihr sei 

eine Dreiviertel-Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 

zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten sowie ein 

psychiatrisches Obergutachten einzuholen. Sie begründet dies im Wesentlichen damit, 

dass das asim-Gutachten nicht umfassend und die Schlussfolgerungen aus den 

Befunden nicht in allen Teilen nachvollziehbar und schlüssig seien. Die davon 

abgeleitete Arbeitsfähigkeit von 70% sei deshalb nicht korrekt. Weiter sei der 

Rentenbeginn auf den April 2011 festzusetzen und bei der Berechnung des 

Invaliditätsgrades ein Leidensabzug von 20% vorzunehmen (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2013 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Es könne ohne weiteres auf das 

asim-Gutachten abgestellt werden und es sei zu Recht kein Leidensabzug 

vorgenommen worden (act. G 6).

B.c   In der Replik vom 20. Januar 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest (act. G 9). Mit Schreiben vom 22. Januar 2014 (act. G 10) reichte 

die Beschwerdeführerin einen Kurzaustrittsbericht des Spitals E.___ vom 17. Januar 

2014 betreffend eine hypertensive Entgleisung ein (act. G 10.1). Mit Schreiben vom 3. 

Februar 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik (act. G 13). Mit 

Schreiben vom 27. Juni 2014 (act. G 15) und vom 4. August 2014 (act. G 17) reichte die 

Beschwerdeführerin nochmals neue medizinische Unterlagen betreffend eine koronare 

Herzerkrankung ein.

Erwägungen:

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein allfälliger 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

2.   

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2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsun­

fähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das 

gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3. 

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3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird eine 

neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Art. 87 Abs. 3 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) i.V.m. Art. 87 Abs. 2 IVV 

erfüllt sind. Demnach ist von der versicherten Person im Gesuch glaubhaft zu machen, 

dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 

hat. Die Frage, ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den 

Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten sein könnte, beurteilt sich durch den 

Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ersten Ablehnungsverfügung (bzw. 

bei mehreren Ablehnungen seit der letzten materiellen Prüfung, die rechtskräftig 

geworden ist) bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung 

(BGE 130 V 73 E. 3.1). Tritt die Verwaltung (nach erfolgter Glaubhaftmachung) auf die 

Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und zu prüfen, ob 

nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen sei (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. April 2008, 9C_733/2007, E. 1).

3.2 Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung vom 29. Oktober 

2010 (IV-act. 100 f.) eingetreten und hat in der angefochtenen Verfügung vom 8. 

August 2013 einen materiellen Entscheid (Abweisung des Leistungsbegehrens) gestützt 

auf eigene Abklärungen gefällt. Zu prüfen ist demnach, ob die Ablehnung des Antrags 

auf eine Invalidenrente zu Recht erfolgte.

4. 

4.1 In medizinischer Sicht stützt sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 8. August 2013 auf das asim-Gutachten vom 27. April 2012 (IV-act. 

144). Die Beschwerdeführerin erachtet dieses Gutachten jedoch für nicht 

beweistauglich.

4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die medizinische Aktenlage sei nicht 

vollständig. Im rheumatologischen Bereich hätten sich die Gutachter auf die 

Auswertung u.a. einer Kernspintomographie vom 22. Mai 2008 und eines MRI Schädel 

vom 8. September 2008 gestützt. Diese radiologischen Untersuchungen seien nicht 

aktuell. Zudem stütze sich der neurologische Gutachter auf ein MRI Schädel vom 16. 

September 2009 (wohl 2008) und ein MRI HWS vom 5. Februar 2009. Es mute seltsam 

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an, wenn den Gutachtern unterschiedliche bildgebende Untersuchungen vorgelegen 

hätten. Weiter hätten zusätzliche diagnostische Untersuchungen zu den geltend 

gemachten Schmerzen im Hals- Schulter- und Rückenbereich erstellt werden müssen 

und Abklärungen im Bereich Konzentration und Gedächtnis wären aus neurologischer 

Sicht angezeigt gewesen (act. G 1, Ziff. 10).

4.3 Im rheumatologischen Gutachten wird unter der bisherigen Diagnostik ein MRI 

Schädel vom 8. September 2008 erwähnt (vgl. IV-act. 144-66). Im neurologischen 

Gutachten ist bei der Diagnose ein MRI Schädel vom 16. September 2008 aufgeführt 

(vgl. IV-act.144-74). Dabei handelt es sich um die gleiche Untersuchung, das 

unterschiedliche Datum ist darauf zurückzuführen, dass die Untersuchung am 8. 

September 2008 durchgeführt, der entsprechende Bericht jedoch am 16. September 

2008 erstellt wurde (vgl. Bericht des Dept. Medizinische Radiologie, Institut für 

Neuroradiologie vom 16. September 2008; Fremdakten). Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung obliegt es den Gutachtern zu entscheiden, ob noch zusätzliche 

Röntgenaufnahmen oder MRI für eine Begutachtung erforderlich sind (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. April 2011, 8C_882/2010, E. 5.2). Die Beschwerdeführerin 

legte nicht substantiiert dar, welche von der medizinischen Beurteilung der Gutachter 

abweichenden Erkenntnisse durch ein zusätzliches MRI zu erwarten gewesen wären. 

Zudem ist auch aus den Berichten der behandelnden Ärzte nicht ersichtlich, dass eine 

Veranlassung für ein erneutes MRI besteht. Der Verzicht auf die Erstellung eines 

aktuellen MRI's vermag daher die Beweiskraft der gutachterlichen Einschätzungen 

nicht zu erschüttern.

4.3.1 Die Gutachter haben sich mit den beschriebenen Beschwerden der 

Beschwerdeführerin im Bereich von Kopf, Nacken, Schultern und unterem Rücken 

auseinandergesetzt und festgehalten, dass sich diese nur teilweise durch degenerative 

Veränderungen am Muskel-Skelett-Apparat erklären liessen. Insbesondere habe sich 

das Bewegungsausmass der Halswirbelsäule im Vergleich zum Befund von 2009 leicht 

verbessert. Damit könne von keinem degenerativen Prozess ausgegangen werden, der 

fortschreite. Weiter legten sie dar, dass eine Diskrepanz zwischen dem Beschwerdebild 

und den feststellbaren, weitgehend normalen Bewegungsgraden der einzelnen 

peripheren und zentralen Gelenke sowie zu den normalen Muskelreliefs und Ober- und 

Unterarmumfängen bestehe. Neben der psychosozialen Belastungssituation weise dies 

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auf wesentliche nicht-organische Schmerzanteile hin (vgl. IV-act. 144-68 f.). Unter 

diesen Umständen ist nicht anzunehmen, dass weitere Abklärungen die Beschwerden 

in ihrem Ausmass erklären könnten. Der Verzicht der Gutachter auf weitere 

Untersuchungen ist somit begründet.

4.3.2 Der psychiatrische Gutachter hat sich mit den Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen auseinandergesetzt und entsprechende Tests durchgeführt (vgl. 

IV-act. 144-54). Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wurden zudem 

Einschränkungen durch die vorhandenen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen 

berücksichtigt (vgl. IV-act. 144-62). Gleichzeitig hat jedoch der Gutachter darauf 

hingewiesen, dass verschiedene Gedächtnislücken, etwa bei Jahreszahlen sowie die 

Fehler in den kurzen Rechen- und Merkfähigkeitstests nicht zur detailliert auswendig 

aufgesagten Medikationsliste passten und dass in der fast dreistündigen Exploration 

kein Abfall der Aufmerksamkeit im zeitlichen Verlauf bestehe (vgl. IV-act. 144-61). 

Weiter hat auch der RAD-Arzt Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin, 

Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH dargelegt, dass eine 

Indikation für eine neuropsychologische Untersuchung nicht gegeben sei (vgl. IV-act. 

181-2). Dies ist nicht zu beanstanden, auch wenn gemäss neurologischem 

Fachgutachten eine HWS-Distorsion Grad QTF II gegeben ist und nicht Grad QTF I, 

wovon der RAD-Arzt ausging.

4.4 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass das psychiatrische Fachgutachten 

nicht schlüssig und nachvollziehbar sei. Es werde erklärt, dass für ein somatisches 

Syndrom mindestens vier von verschiedenen aufgeführten Symptomen vorhanden sein 

sollten. In den Verlaufsberichten von Dr. B.___ sei wiederholt von Interesselosigkeit und 

Appetitverlust die Rede. Schlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen 

dokumentiere auch der Gutachter. Nach seinen eigenen Kriterien sei ein somatisches 

Syndrom also gegeben, doch er ziehe aus unerfindlichen Gründen den gegenteiligen 

Schluss. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sich der Gutachter bei 

seiner Einschätzung einer leichten Depression auf die Hamilton-Skala beziehe, wonach 

die Beschwerdeführerin mit 16 Punkten am oberen Ende einer leichten Depression 

anzusiedeln sei. Aus dem Gutachten sei jedoch nicht erkennbar, wie der Gutachter 

zum Score von 16 Punkten gelangt sei. Angesichts der kurzen und einmaligen 

Exploration durch den Gutachter sei dieses Resultat zufällig und stehe nicht im 

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Einklang mit der Beurteilung der behandelnden Psychiaterin. Weiter sei zu 

berücksichtigen, dass der Befund aus der SCL-90R nach Derogatis auffallend stark bis 

sehr stark erhöhte Werte aufzeige. Auf diese Befunde gehe der Gutachter überhaupt 

nicht ein (act. G 1, Ziff. 10).

4.4.1 Der psychiatrische Gutachter führt aus, dass für das somatische Syndrom 

mindestens vier der folgenden Symptome vorhanden sein sollten: Interessensverlust 

oder Verlust der Freude an normalerweise angenehmen Aktivitäten, Schlafstörungen, 

frühmorgendliches Erwachen, morgendliches Stimmungstief, deutlicher Appetitverlust, 

Gewichtsverlust, deutlicher Libidoverlust (IV-act. 144-59). Gemäss Gutachter liegen die 

Kriterien für ein somatisches Syndrom nicht vor (IV-act. 144-61). Aus der Anamnese 

geht hervor, dass die Beschwerdeführerin zu nichts Lust habe und nicht gut ein- und 

nicht gut durchschlafen könne (IV-act. 144-48). In der Untersuchung nach AMDP wird 

festgehalten, dass sie nicht mit einem ausgesprochenen Morgentief aufwache. Die 

Libido sei vermindert, sie habe aber noch gelegentlich Sex (IV-act. 144-55). Sie leide 

jedoch oft unter Früherwachen (IV-act. 144-55 f.). Der Appetit sei subjektiv vermindert, 

aber in den letzten 12 Monaten habe sich ihr Körpergewicht nicht verändert (IV-act. 

144-56). Somit ist das Vorliegen von drei Symptomen (Interessensverlust oder Verlust 

der Freude an normalerweise angenehmen Aktivitäten, Schlafstörungen und 

frühmorgendiches Erwachen) zu bejahen. Morgendliche Stimmungstiefs und 

Gewichtsverlust wurden eindeutig verneint. Hinsichtlich des verminderten Appetits und 

der verminderten Libido ging der Gutachter offensichtlich davon aus, dass die 

Symptome des deutlichen Appetitverlusts und des deutlichen Libidoverlusts nicht 

erfüllt sind. Die gutachterliche Beurteilung, dass kein somatisches Syndrom vorliege, ist 

nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Es ist zudem auch nicht ersichtlich, 

inwieweit die Diagnose "mit somatischem Syndrom" für die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

relevant sein soll.

4.4.2 Nach der Rechtsprechung ist dem testmässigen Erfassen der Psychopathologie 

im Rahmen der psychiatrischen Exploration generell nur eine ergänzende Funktion 

beizumessen. Ausschlaggebend bleibt die klinische Untersuchung mit 

Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. Oktober 2013, 9C_344/2013, E. 3.1.5 mit Hinweisen). Im 

Rahmen des SCL-90-R-Tests gibt die untersuchte Person die innerhalb der letzten 

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sieben Tage subjektiv empfundenen körperlichen und psychischen Beschwerden an. 

Folglich spiegeln die Testresultate die Sicht der Explorandin wieder, und allein auf 

dieser Grundlage lässt sich eine Diagnose nicht stellen (Urteil des Bundesgerichts vom 

26. Juni 2009, 9C_305/2009, E. 4.2.1 mit Hinweisen). Das psychiatrische Gutachten 

beruht auf eigenständigen Abklärungen und ist für die streitigen Belange umfassend. 

Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Weiter bestehen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden 

wären. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass das Zustandekommen des 

Scores von 16 Punkten nicht erklärt und somit nicht nachvollziehbar sei, vermag die 

psychiatrische Einschätzung des Gutachters nicht in Frage zu stellen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Januar 2010, 8C_516/2009, E. 3.3).

4.5 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Beurteilung durch Dr. 

B.___ mit einer attestierten Arbeitsfähigkeit von 50% glaubwürdiger als die Beurteilung 

durch den psychiatrischen Gutachter sei, gilt es zu bemerken, dass es 

rechtsprechungsgemäss unter Beachtung der Divergenz von medizinischem 

Behandlungs- und Abklärungsauftrag nicht angehen kann, eine medizinische 

Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass 

weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

hingegen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen objektiv feststellbare 

Gesichtspunkte vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und 

die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilung des Bundesgerichts] vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4 mit Hinweisen). 

Weiter ist zu beachten, dass – behandelnde und begutachtende – Psychiater, mit der 

gleichen Person als Patientin oder Explorandin in verschiedenen Zeitpunkten und 

Situationen konfrontiert, zu unterschiedlichen Beurteilungen der psychischen 

Beeinträchtigungen und – invalidenversicherungsrechtlich entscheidend – deren 

Schweregrades mitsamt den sich daraus ergebenden Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit gelangen können. Diese in der Natur der Sache begründete 

weitgehend fehlende Validierbarkeit ("Reliabilität") psychiatrischer Diagnosen kann 

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nicht automatisch zu Beweisweiterungen bei sich widersprechenden psychiatrischen 

Berichten und Expertisen führen, wenn die gutachterliche Einschätzung die 

Anforderungen an beweiskräftige Gutachten erfüllt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. 

September 2009, 9C_661/09, E. 3.2).

4.6 Der psychiatrische Gutachter nimmt dazu Stellung, weshalb er zu einer anderen 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als Dr. B.___ kommt (IV-act. 144-62). Zudem bringt 

die Beschwerdeführerin keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vor, die im 

Gutachten unerkannt geblieben wären. Des Weiteren erfüllt das psychiatrische 

Gutachten wie bereits vorgängig dargelegt (vgl. vorgängige E. 4.3.2) die Anforderungen 

an ein beweiskräftiges Gutachten. Die Abweichung der Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

des psychiatrischen Gutachtens zur Einschätzung von Dr. B.___ ist nicht zu 

beanstanden.

4.7 Die Beschwerdeführerin bringt zudem vor, dass sich der psychiatrische Gutachter – 

obwohl er bei der Beurteilung (und nicht unter der Diagnose) eine somatoforme 

Schmerzstörung diagnostiziert habe – mit der Überwindbarkeit und insbesondere mit 

den Förster-Kriterien nicht auseinandergesetzt habe. Dabei seien die Kriterien für die 

Nichtüberwindbarkeit bei der Beschwerdeführerin erfüllt.

4.7.1 Sowohl im psychiatrischen Gutachten (vgl. IV-act. 144-59) als auch im 

Gesamtgutachten (vgl. IV-act. 144-36) wurde ein Verdacht auf eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) bestehend seit ca. 2008 unter den 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Eine explizite 

Auseinandersetzung mit der Überwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung wird 

vom psychiatrischen Gutachter jedoch nicht vorgenommen.

4.7.2 Aus dem Gutachten geht jedoch nicht hervor, dass die Gutachter die 

somatoforme Schmerzstörung als überwindbar eingeschätzt hätten. Entsprechend 

wurde diese auch unter den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

aufgeführt. Es ist folglich davon auszugehen, dass die somatoforme Schmerzstörung 

bei der Bestimmung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurde. Da aufgrund der 

gutachterlich festgehaltenen Arbeitsfähigkeit von 70% kein Rentenanspruch besteht 

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(vgl. nachfolgende E. 5.4), kann vorliegend auf die Prüfung der Überwindbarkeit der 

somatoformen Schmerzstörung verzichtet werden.

4.8 Zusammenfassend bestehen keine Zweifel an dem auf umfassenden 

Untersuchungen beruhenden, in Kenntnis der vollständigen Aktenlage und in 

Berücksichtigung des gesamten Leidensbilds ergangenen, nachvollziehbaren asim-

Gutachten vom 27. April 2012. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin sowohl in der angestammten als auch in einer Verweistätigkeit 

über eine Arbeitsfähigkeit von 70% verfügt (IV-act. 144-40).

4.9 Im Verlaufsbericht vom 9. Februar 2013 berichtet Dr. B.___ von einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Sowohl die Diagnose als auch die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung liess sie jedoch unverändert (vgl. IV-act. 162). RAD-Arzt Dr. 

F.___ führte diesbezüglich in der Stellungnahme vom 4. März 2013 aus, dass die 

Depression sowohl im Bericht vom 20. Oktober 2011 (vgl. IV-act. 131-1) als auch im 

aktuellen Verlaufsbericht vom 9. Februar 2013 als "mittelgradig" bezeichnet worden 

und auch die übrigen Diagnosen unverändert seien, mit Ausnahme der "Störungen" im 

Rahmen der Menopause. Auch die attestierte Arbeitsunfähigkeit im angestammten 

Bereich sei in beiden Berichten mit einer Präsenzzeit von 50% und mit um 30% 

reduzierter Leistung angegeben, wie zudem auch bereits im Arztbericht vom 17. Januar 

2011 (vgl. IV-act. 117-3). Die angegebenen menopausalen Beschwerden seien in der 

Regel mit einer Behandlung mit entsprechenden Pharmaka zugänglich. Es sei 

festzustellen, dass sich bei der IV eine signifikante Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes auch auf die Arbeitsfähigkeit niederschlagen müsse, um als 

Verschlechterung anerkannt zu werden. Es müsse davon ausgegangen werden, dass 

die Beschwerdeführerin jetzt wohl vermehrte Beschwerden verspüre, diese sich aber 

nicht signifikant auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden (IV-act. 164-2). Dies geht 

auch aus dem Arztbericht von Dr. C.___ vom 22. Dezember 2012 hervor, der einen 

stationären Gesundheitszustand bestätigt, wenn auch zwischenzeitlich verstärkt 

Kniebeschwerden aufgetreten seien, welche zusätzlich zu den chronischen 

cervicecephalen, cervicovertebralen und cervicobrachialen Beschwerden und zeitweise 

auch thoracolumbalen Beschwerden die Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Bei der 

gesundheitlichen Störung, welche sich auf die bisherige Tätigkeit auswirke, gebe es 

keine Veränderung gegenüber dem Zustand anlässlich des Gutachtens (IV-act. 159-1 

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ff.). Von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der asim-Begutachtung 

bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung ist somit nicht auszugehen, weshalb sich 

hier auch keine weiteren Abklärungen als notwendig erweisen.

4.10Was die nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. August 2013 von der 

Beschwerdeführerin eingereichten medizinischen Unterlagen vom 17. Januar 2014 (act. 

G 10.1), vom 19. Mai 2014 (act. G 15.1), vom 5. Juni 2014 (act. G 17.1), vom 6. Juni 

2014 (act. G 15.2) und vom 14. Juli 2014 (act. G 17.2) anbelangt, so beziehen sich 

diese alle auf einen Zeitraum nach Abschluss des Verwaltungsverfahrens. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die richterliche Überprüfung einer 

Verwaltungsverfügung grundsätzlich auf den Zeitraum bis zum Erlass dieser Verfügung 

beschränkt. Nachträgliche Sachverhalts- und Rechtsänderungen werden nicht 

berücksichtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2010, 9C_728/2009, 

E. 1 mit Hinweisen).

5. 

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ein Tabellenlohnabzug von 20% 

vorzunehmen sei. Dies begründet sie damit, dass sie nur noch teilerwerbsfähig und 

bereits in einem fortgeschrittenen Alter sei. Weiter sei die zumutbare Arbeit mit 

verschiedenen Einschränkungen verbunden. Sie dürfe nur noch leichtere bis 

mittelschwere Arbeiten ausführen und habe einen erhöhten Bedarf an Pausen. Es 

bestünden Einschränkungen der Belastungsfähigkeit, des Konzentrationsvermögens 

und der Gedächtnisleistung. Repetitive Bewegungen der Hände, Überkopfarbeiten, 

Heben und Bewegen von Lasten über 15 kg seien zu vermeiden.

5.2 Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten 

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Einzelfalls ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.3 Dass die Beschwerdeführerin nur noch zu 70% arbeitsfähig ist, rechtfertigt gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung keinen Tabellenlohnabzug (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. September 2012, 9C_315/2012, E. 3.2.3).

5.4 Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 8. August 

2013 56-jährig. Der Abzugsgrund des fortgeschrittenen Alters ist somit erfüllt. Die 

Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 

E. 5a/bb S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein 

deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, 

weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und 

mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 30. März 2009, 

9C_72/2009, E. 3.4). Auch unter Berücksichtigung der weiteren geltend gemachten 

Einschränkungen erscheint ein Tabellenlohnabzug von höchstens 10% als 

angemessen. Damit resultiert jedoch kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.

6. 

6.1 Obwohl nicht beantragt, bleibt von Amtes wegen zu prüfen, ob die Beschwerde­

führerin allenfalls Anspruch auf eine befristete Rente hat. Nachdem sich die 

Beschwerdeführerin am 29. Oktober 2010 zum Leistungsbezug angemeldet hat, 

besteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab 1. April 2011 ein Rentenanspruch. 

Eine Arbeitsunfähigkeit von 50% wurde von Dr. B.___ erst ab erst 10. August 2010 

ausgestellt (vgl. IV-act. 107-2). Da vorliegend die psychiatrischen Diagnosen im 

Zentrum stehen, ist für den Beginn der Wartezeit nicht auf die hausärztlichen Zeugnisse 

abzustellen, wie die Beschwerdeführerin geltend macht (act. G 1, Rz 12). Unter 

Berücksichtigung der rechtskräftigen Verfügung vom 23. März 2010, worin eine 

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100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten festgestellt wurde, ist nicht 

von einem früheren Beginn einer relevanten Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nach 

Ablauf des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG besteht ein Anspruch somit 

frühestens ab 1. August 2011.

6.2 Die Experten halten im asim-Gutachten fest, dass sowohl für die angestammte 

Tätigkeit als auch für leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit 

von 70% ab Gutachtenszeitpunkt (1. Februar 2012) bestehe. Die für das quantitative 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit wesentliche psychiatrische Symptomatik müsse 

retrospektiv anhand der Aktenlage zwischen der Beurteilung durch die behandelnde 

Psychiaterin im September 2011 sowie der psychosomatischen Klinik Gais im 

September 2011 und der aktuellen Begutachtung als teilremittiert angesehen werden, 

so dass vor dem Zeitpunkt der Begutachtung eine möglicherweise höhergradige 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Deren Ausmass könne retrospektiv nicht 

festgelegt werden, jedoch erscheine die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin 

einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus aktueller Sicht nachvollziehbar (IV-act. 144-40 f.).

6.3 Der psychiatrische Gutachter hielt im Fachgutachten demgegenüber fest, dass die 

eingeschätzte Arbeitsunfähigkeit von 30% ab August 2011 gelte (vgl. IV-act. 144-62). 

Die Arbeitsunfähigkeit ab dem Unfall habe sich im Laufe der Jahre zwischen 100% 

(verschiedene Berichte und Zeit während und unmittelbar nach der Hospitalisation in 

der Klinik Gais) und 0% (SUVA, März 2009) geändert. Die zuletzt von Dr. B.___ 

dokumentierte Arbeitsunfähigkeit von 50% mit zusätzlich um 30% verminderter 

Leistungsfähigkeit könne aufgrund der dokumentierten Befunde nicht nachvollzogen 

werden, es fehle dabei die Graduierung der einzelnen Symptome und eine nähere 

Beschreibung des Charakters und der Auswirkungen der Einschränkungen (vgl. IV-act. 

144-62).

6.4 Im Verlaufsbericht vom 20. Oktober 2011 gab Dr. B.___ an, dass die Stimmung seit 

der vierwöchigen psychosomatischen Rehabilitation in Gais etwas stabilisiert sei. Die 

Beschwerdeführerin sei inzwischen bereit, ihr Leben aktiver zu gestalten (vgl. IV-act. 

131-1). Dr. B.___ ging jedoch auch weiterhin unverändert von einer Arbeitsunfähigkeit 

von 50% bei 30%iger verminderter Leistungsfähigkeit aus (IV-act. 131-3), wobei sie 

diese Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin auch im letzten Verlaufsbericht vom 

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17. Januar 2011 trotz deutlicher Verschlechterung des ängstlich-depressiven Zustands 

aufgrund einer akuten Belastungssituation (ihre 17-jährige Tochter sei als Fussgängerin 

von einem PKW angefahren worden) bestätigt hatte (vgl. IV-act. 117-2).

6.5 Dass die Arbeitsunfähigkeitseinschätzung von Dr. B.___ über die ganze Zeit, trotz 

geltend gemachten Verbesserungen und Verschlechterungen des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin in den verschiedenen Verlaufsberichten 

unverändert blieb, ist nicht nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass seit dem 

Klinikaufenthalt in Gais (23. Juni bis 20. Juli 2011), welcher sich positiv auf den 

Gesundheitszustand der Versicherten ausgewirkt hatte (vgl. IV-act. 128-3, 131-1, 

144-24), bis zur Begutachtung im Februar 2012 keine Veränderung der 

gesundheitlichen Situation ersichtlich ist. Diesbezüglich ist die ursprüngliche 

Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 

70% gemäss beweiskräftigem asim-Gutachten bereits ab August 2011 (nach der 

Krankschreibung von 100% für die Zeit des Klinikaufenthalts und für zwei weitere 

Wochen zur Stabilisierung des verbesserten psychischen und physischen 

Gesundheitszustandes durch die Ärzte der Klinik Gais; vgl. IV-act. 128-3) bestanden 

habe, überzeugender als die Arbeitsunfähigkeitsschätzung von Dr. B.___. Eine höhere 

als 30%ige Arbeitsunfähigkeit ab August 2011 ist somit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gegeben.

6.6 Im Zeitpunkt des Ablaufs des Wartejahres am 10. August 2011 (vgl. E. 6.1) bestand 

somit eine nicht rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit von maximal 37%, weshalb 

auch keine befristete Invalidenrente zuzusprechen ist.

7. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 12. September 2013 abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran anzurechnen. 

bis

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Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss wird angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.03.2015
	Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Beweiskraft der gutachterlichen 70%igen Arbeitsfähigkeit bestätigt. Höhe Tabellenlohnabzug (höchstens 10%). Kein Anspruch auf befristete Rente. Abweisung des Rentengesuchs bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. März 2015, IV 2013/444).

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