# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbb76e61-ca35-54fa-b74e-c15d9cd86ed8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.02.2024 LE230053
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE230053_2024-02-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

 Geschäfts-Nr.: LE230053-O/U

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: LE230054-O

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichterinnen Dr. D. Scherrer und lic. iur. B. Schärer sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Achermann

Beschluss und Urteil vom 15. Februar 2024

in Sachen

A._____, 
Gesuchsteller, Erstberufungskläger und Zweitberufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____, 
Gesuchsgegnerin, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

betreffend Eheschutz

Berufung gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im 
summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 2023 
(EE220021-I)

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Rechtsbegehren:

des Gesuchstellers (Urk. 1 i.V.m. Urk. 32 S. 2 f., i.V.m. Urk. 40 S. 10 f.; sinnge-
mäss):

1. Den Parteien sei das Getrenntleben zu bewilligen, und es sei fest-
zustellen, dass sie seit dem 28. November 2021 getrennt leben.

2. Der gemeinsame Sohn C._____, geb. tt.mm.2019, sei unter die 
alternierende Obhut der Parteien zu stellen mit wechselnder Be-
treuung.

3. Es seien die Betreuungszeiten der Kindseltern festzulegen, und 
der Gesuchsteller sei berechtigt zu erklären, seinen Sohn wie 
folgt zu betreuen:
– an einem Wochentag in jeder Woche, vorzugsweise am 

Freitag, sowie alternierend an jedem zweiten Wochenende;
– an der Hälfte der gesetzlichen Feiertage nach gerichtsübli-

cher Regelung;
– während mindestens fünf Ferienwochen pro Kalenderjahr;
– unter Vorbehalt abweichender Absprachen der Eltern.
In der übrigen Zeit sei der eheliche Sohn durch die Gesuchsgeg-
nerin zu betreuen.

4. a) Es sei festzustellen, dass für die Zeit ab Trennung bis Ende 
Juli 2022 sämtlicher Kinderunterhalt für Sohn C._____ ge-
deckt wurde und keine Kinderunterhaltsbeiträge für diese 
Zeit mehr geschuldet sind. Eventualiter seien sämtliche Aus-
gaben und Bezüge der Gesuchsgegnerin (vgl. Beilage 09) in 
dieser Zeit auf etwaige Unterhaltsansprüche anzurechnen.

b) Für die Zeit ab August 2022 sei der Gesuchsteller zur Zah-
lung angemessener monatlicher Kinderunterhaltsbeiträge 
(Barunterhalt und Überschussanteil) für Sohn C._____ von 
maximal 1'800.– zzgl. Kinderzulagen zu verpflichten, zahlbar 
vorschüssig an die Gesuchsgegnerin. Ferner hat er sich im 
Umfang von 50% an ausserordentliche Kinderbedürfnissen 
zu beteiligen, sofern entsprechende Ausgaben von den Par-
teien vorgängig abgesprochen wurden.

c) […]
d) Es sei festzustellen, dass kein Betreuungsunterhalt geschul-

det ist.
5. a) Es sei festzustellen, dass für die Zeit ab Trennung bis Ende 

Juli 2022 sämtlicher Unterhalt für die Gesuchsgegnerin ge-
deckt wurde und keine Ehegattenunterhaltsbeiträge für 
diese Zeit mehr geschuldet sind. Eventualiter seien sämtli-

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che Ausgaben und Bezüge der Gesuchsgegnerin (vgl. Bei-
lage 09) in dieser Zeit auf etwaige Unterhaltsansprüche an-
zurechnen.

b) Für die Zeit ab August 2022 ist festzustellen, dass sich die 
Parteien gegenseitig keine Ehegattenunterhaltsbeiträge 
schulden. Vorzusehen ist, dass der Gesuchsteller jedoch die 
ausstehenden Rückzahlungen für das Darlehen der Parteien 
und für die gemeinsamen Steuerschulden wie bisher über-
nimmt und bezahlt. Darüber hinaus ist der Gesuchsteller 
nicht leistungsfähig.
Eventualiter: Sofern die Gesuchsgegnerin weiterhin Unter-
haltsbeiträge für sich fordert, hat sie im Gegenzug die Ra-
tenzahlungen für die gemeinsamen Steuerschulden 2021 zu 
bezahlen und zu übernehmen.

6. Es sei die Gütertrennung zwischen den Parteien ab Einreichung 
des Eheschutzbegehrens anzuordnen.

7. Die Kosten des Verfahrens seien den Parteien hälftig aufzuerle-
gen, unter Verrechnung des geleisteten Vorschusses. Es seien 
keine Parteientschädigungen auszurichten.

der Gesuchsgegnerin (Urk. 34 S. 1, i.V.m. Urk. 46 S. 2 f.):

" 1. Es sei festzustellen, dass die Parteien frühestens seit Ende März 
2022 getrennt leben bzw. es sei vom Getrenntleben der Parteien 
Vormerk zu nehmen.

2. Die Obhut über den gemeinsamen Sohn, C._____, geboren am 
tt.mm.2019, sei der Gesuchsgegnerin zuzuweisen.

3. Dem Gesuchsteller sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht zu ge-
währen: 
Er sei für berechtigt zu erklären, C._____ bis zum Eintritt in den 
Kindergarten jeden zweiten Samstag von 9 Uhr bis 18 Uhr zu sich
oder mit sich auf eigene Kosten auf Besuch zu nehmen.
Überdies sei der Gesuchsteller für berechtigt zu erklären, 
C._____ nach Eintritt in die Schulpflicht für die Dauer von zwei 
(einzelnen) Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien 
zu nehmen. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten die Ausübung 
des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus an-
zumelden bzw. mit der Gesuchsgegnerin abzusprechen.

4. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten über seine Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse umfassend Auskunft zu geben und 
mit entsprechenden Unterlagen zu dokumentieren. Es sind na-
mentlich alle Detailbelege über das Privatkonto bei der D._____-
bank mit der Konto CH1 ab Eröffnungsdatum bis heute einzurei-
chen.

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5. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, rückwirkend ab 1. Juli 2022 
angemessene Unterhaltsbeiträge (persönlicher Unterhalt sowie 
Kinderunterhalt (Barbedarf, Betreuungsunterhalt, Überschuss) in 
der Gesamthöhe von mindestens monatlich Fr. 8'890.00 (davon 
Barunterhalt für C._____ von Fr. 3'567.– (zzgl. Familienzulagen), 
Betreuungsunterhalt von Fr. 1'000.–, Überschussanteil für 
C._____ von Fr. 1'441.–, Ehegattenunterhalt von mindestens 
Fr. 2'882.–) zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag ist an die Ge-
suchsgegnerin zahlbar und zwar jeweils monatlich im Voraus auf 
den Ersten eines jeden Monats, erstmals rückwirkend auf den 
1. Juli 2022. Eine abgeänderte Bezifferung der Unterhaltsbeiträge 
bleibt nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen des Gesuch-
stellers bzw. nach Abschluss des Beweisverfahrens vorbehalten.

6. Der Gesuchsteller sei schliesslich zu verpflichten, der Gesuchs-
gegnerin einen Prozesskostenbeitrag von einstweilen Fr. 5'000.– 
zu bezahlen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % 
MWSt) zu Lasten des Gesuchstellers."

Verfügung und Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 2023:

(Urk. 83 S. 64 ff. = Urk. 89 S. 64 ff.)

Es wird verfügt:

1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin einen Pro-

zesskostenbeitrag von Fr. 5'000.– (zzgl. 7.7 % MwSt.), somit insgesamt 

Fr. 5'385.–, zu bezahlen.

2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und Rechtsmittelbelehrung mit 

nachfolgendem Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1. Vom Getrenntleben der Parteien wird Vormerk genommen.

2. Auf das Begehren der Parteien um Vormerknahme des Trennungszeit-

punktes wird nicht eingetreten.

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3. Die Obhut über den Sohn C._____, geboren am tt.mm.2019, wird der 

Gesuchsgegnerin zugeteilt. 

4. Der Gesuchsteller wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, den Sohn 

C._____ wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch 

zu nehmen:

 in den ungeraden Kalenderwochen jeweils am Freitag von 

08.00 Uhr bis 18.00 Uhr; 

 in den geraden Kalenderwochen von Samstag, 9.00 Uhr, bis 

Sonntag, 18.00 Uhr,

 in den ungeraden Jahren jeweils von Ostersamstag, 9.00 Uhr, bis 

Ostermontag, 18.00 Uhr und vom 24. Dezember, 9:00 Uhr bis 

25. Dezember, 18:00 Uhr;

 in den geraden Jahren jeweils am 2. Januar von 9:00 Uhr bis 

18:00 Uhr, von Pfingstsamstag, 09.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 

18.00 Uhr, am 26. Dezember von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr und vom 

31. Dezember, 18:00 Uhr bis am 1. Januar, 18:00 Uhr, im Folge-

jahr.

Zudem wird der Gesuchsteller berechtigt und verpflichtet erklärt, 

C._____ ab seinem vierten Geburtstag (tt.mm.2023) dreimal je eine 

Ferienwoche pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die 

Ferien zu nehmen. Ab dem 1. Januar 2025 wird der Gesuchsteller be-

rechtigt und verpflichtet erklärt, C._____ während fünf Ferienwochen 

zu betreuen, wobei das Ferienbesuchsrecht auf zwei Wochen am 

Stück und drei einzelne pro Jahr aufgeteilt ist.

Die Parteien haben sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei 

Monate im Voraus abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, so 

kommt dem Gesuchsteller in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Ent-

scheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit 

gerader Jahreszahl der Gesuchsgegnerin.

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5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die Dauer 

des Getrenntlebens monatliche Beiträge (zzgl. allfälliger gesetzlicher 

oder vertraglicher Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) an die 

Kosten des Unterhalts und der Erziehung von C._____ im folgenden 

Umfang zu bezahlen: 

 Phase I: Fr. 3'300.– für die Zeit ab 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 

2022;

 Phase II: Fr. 2'740.– für die Zeit ab 1. Januar 2023.

Die Kinderunterhaltsbeiträge sind im Voraus an die Gesuchsgegnerin 

zu zahlen und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Parteien werden verpflichtet, sich an ausserordentlichen Kinder-

kosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition z.B. Zahnarztkosten, 

Kosten für schulische Förderungsmassnahmen, Ausbildung, etc.), de-

nen beide Elternteile ausdrücklich zugestimmt haben, nach Vorlage der 

entsprechenden Rechnungen je zur Hälfte zu beteiligen, soweit diese 

nicht von Dritten, insbesondere Versicherungen, finanziert werden. 

Kommt keine Einigung über die Kostentragung zustande, so trägt der 

veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; 

die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehal-

ten.

Es wird festgestellt, dass kein Betreuungsunterhalt geschuldet wird.

6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für den Zeit-

raum vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 (Phase I) monatliche 

Ehegattenunterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 550.– zu bezahlen. 

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7. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 vorste-

hend basiert auf folgenden Grundlagen: 

– Erwerbseinkommen Gesuchsteller:

– Phase I: (100 % Pensum, monatlich netto, 

inkl. Bonus, exkl. Familien-, Kinder- und Aus-

bildungszulagen)

Fr. 15'550.–

– Phase II: (80 % Pensum, monatlich netto, 

inkl. Bonus, exkl. Familien-, Kinder- und Aus-

bildungszulagen)

Fr. 11'500.–

– Erwerbseinkommen Gesuchsgegnerin:

– Phase I: (60 % Pensum, monatlich netto, 

inkl. 13. Monatslohn, exkl. Bonus, exkl. Fami-

lien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)

Fr. 4'580.–

– Phase II: (60 % Pensum, monatlich netto, 

inkl. 13. Monatslohn, inkl. Bonus, exkl. Fami-

lien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)

Fr. 4'800.–

– Einkommen C._____: 

– Phase I und II: (Familien-, Kinder- und Aus-

bildungszulagen)

Fr. 400.–

– Erweiterter Bedarf Gesuchsteller:

– Phase I: Fr. 10'740.–

– Phase II: Fr. 8'310.–

– Erweiterter Bedarf Gesuchsgegnerin:

– Phase I: Fr. 4'170.–

– Phase II: Fr. 4'220.–

– Erweiterter Bedarf C._____:

– Phase I: Fr. 3'220.–

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– Phase II: Fr. 3'050.–

8. Es wird festgehalten, dass der Gesuchsteller im Zeitraum vom 1. Juli 

2022 bis heute Zahlungen an den Unterhalt der Gesuchsgegnerin und 

C._____ im Umfang von Fr. 8'700.– geleistet hat, welche von ihm in 

Abzug gebracht werden dürfen.

9. Der Antrag des Gesuchstellers auf Anordnung der Gütertrennung wird 

abgewiesen.

10. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen.

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 6'000.–.

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Ent-

scheids, so ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.

12. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem 

vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Ge-

suchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den geleisteten 

Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 1'500.– zu ersetzen.

13. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

14. [Mitteilungssatz]

15. [Rechtsmittel: Berufung, Frist zehn Tage] 

Berufungsanträge:

des Gesuchstellers, Erstberufungsklägers und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 88 

S. 2 f.):

" 1. Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuhe-
ben, und Sohn C._____ sei unter die alternierende Obhut der 
Parteien zu stellen.

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2. Ziffer 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuhe-
ben, und der Berufungskläger sei für berechtigt und verpflichtet zu 
erklären, Sohn C._____ auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen:
– wöchentlich ab Donnerstagabend, 18 Uhr, bis Freitagabend, 

18 Uhr;
– in geraden Kalenderwochen zusätzlich von Freitagabend, 

18 Uhr, bis Sonntagabend, 18 Uhr;
– ab dem vierten Geburtstag von C._____ (tt.mm.2023) wäh-

rend fünf Ferienwochen, wobei das Ferienbetreuungsrecht 
auf zwei Wochen am Stück und auf drei einzelne Wochen 
pro Kalenderjahr aufzuteilen ist.

Die übrigen Bestimmungen von Ziffer 4 seien unverändert beizu-
behalten.

3. Ziffer 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuhe-
ben, und der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungs-
beklagten für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Beiträge 
(zzgl. allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familien-, Kinder 
und Ausbildungszulagen) an die Kosten des Unterhalts und der 
Erziehung von C._____ in folgendem Umfang zu bezahlen:
– Phase l: Fr. 2'287.- für die Zeit von 1. September 2022 bis 

31. Dezember 2022;
– Phase ll: Fr. 1'894.- für die Zeit ab 1. Januar 2023.
Die übrigen Bestimmungen von Ziffer 5 seien beizubehalten. Ge-
leistete Zahlungen seien festzustellen und auf die Unterhalts-
pflicht anzurechnen.

4. Ziffer 6 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuhe-
ben, und der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungs-
beklagten für den Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 
31. Dezember 2022 (Phase l) monatliche Ehegattenunterhaltsbei-
träge in der Höhe von Fr. 593.- zu bezahlen.
Geleistete Zahlungen seien festzustellen und auf die Unterhalts-
pflicht anzurechnen.

5. Ziffer 1 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung sei aufzu-
heben und der Antrag auf Prozesskostenbeitrag sei mangels 
Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers abzuweisen.

Alles unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen."

der Gesuchsgegnerin, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägerin 
(Urk. 114/88 S. 2 ff.):

" 1. Dispositivziffer 4 des Urteils vom Bezirksgericht Uster vom 
26. JuIi 2023 (Geschäfts-Nr.: EE220021-I) sei aufzuheben und 

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dem Berufungsbeklagten sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht, 
vorerst ohne Übernachtungen, zu gewähren. Er sei für berechtigt 
zu erklären, C._____ bis zum Eintritt in den Kindergarten jeden 
zweiten Samstag von 12 Uhr bis 18 Uhr zu sich oder mit sich auf 
eigene Kosten auf Besuch zu nehmen. Überdies sei der Beru-
fungsbeklagte für berechtigt zu erklären, C._____ nach Eintritt in 
die Schule (voraussichtlich Sommer 2026) für die Dauer von zwei 
(einzelnen) Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien 
zu nehmen. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die Aus-
übung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Vor-
aus anzumelden bzw. mit der Gesuchsgegnerin / Berufungskläge-
rin abzusprechen.
Eventualiter sei für den gemeinsamen Sohn C._____, geboren 
am tt.mm.2019 eine Besuchsrechtsbeistandschaft gemäss 
Art. 308 ZGB anzuordnen.

2. Dispositivziffer 5 des Urteiles vom Bezirksgericht Uster vom 
26. Juli 2023 (Geschäfts-Nr.: EE220021-l) sei insofern abzuän-
dern, als der Berufungsbeklagte zu verpflichten sei, für die Dauer 
des Getrenntlebens monatliche Beiträge (zzgl. allfälliger gesetzli-
cher oder vertraglicher Familien-, Kinder- und Ausbildungszula-
gen) an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung von 
C._____ im folgenden Umfang zu bezahlen:
– Phase l: Fr. 3'440.-- für die Zeit ab 1. Juli 2022 bis 

31. Dezember 2022;
– Phase ll: Fr. 3'480.-- für die Zeit ab 1. Januar 2023

Eventualiter (falls der Berufungsbeklagte berechtigt war, 
sein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren):

– Phase ll: Fr. 3'170.-- für die Zeit ab 1. Januar 2023.
Die Kinderunterhaltsbeiträge sind im Voraus an die Berufungsklä-
gerin zu zahlen und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Mo-
nats.
[die letzten beiden Absätze von Dispositivziffer 5 des vorinstanzli-
chen Urteils bleiben bestehen]

3. Dispositivziffer 6 des Urteils vom Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 
2025 (Geschäfts-Nr.: EE220021-I) sei insofern abzuändern, als 
der Berufungsbeklagte für die Dauer des Getrenntlebens zu ver-
pflichten sei, der Berufungsklägerin folgende monatliche Ehegat-
tenunterhaltsbeiträge zu bezahlen:
– Phase l: Fr. 830.-- für die Zeit ab 1. Juli 2022 bis 

31. Dezember 2022;
– Phase ll: Fr. 1'084.-- für die Zeit ab 1. Januar 2023

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Eventualiter (falls der Berufungsbeklagte berechtigt war, 
sein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren):

– Phase ll: Fr. 470.-- für die Zeit ab 1. Januar 2023.
Die Ehegattenunterhaltsbeiträge sind jeweils auf den Ersten eines 
jeden Monats im Voraus zahlbar.

4. Dispositivziffer 7 des Urteils vom Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 
2023 (Geschäfts-Nr.: EE220021-I) sei in Bezug auf die Grundla-
gen zur Berechnung der Unterhaltsbeiträge in vorstehenden Zif-
fern wie folgt zu ändern:

Erwerbseinkommen Berufungsbeklagter:
– Phase l: Fr. 16'240.-- (100 % Pensum, monatlich 

netto, inkl. Bonus, exkl. Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen)

– Phase ll: Fr. 14'600.-- (100 % Pensum, monatlich 
netto, inkl. Bonus, exkl. Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen)

bei Eventualantrag:
  – Phase ll: Fr. 13'000.-- (80 % Pensum, monatlich 

netto, inkl. Bonus, exkl. Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen)

Erwerbseinkommen Berufungsklägerin /Einkommen C._____:
[gemäss vorinstanzlichem Entscheid]

Erweiterter Bedarf Berufungsbeklagter:
– Phase l: Fr. 10'718.--
– Phase ll: Fr. 8'370.--

bei Eventualantrag:
– Phase ll: Fr. 8'310.--

Erweiterter Bedarf Berufungsklägerin / C._____:
[gemäss vorinstanzlichem Entscheid]

5. Eine abgeänderte Bezifferung der Unterhaltsbeiträge bleibt 
– nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen (Lohnabrechnun-
gen / Lohnausweis von 2022 / Offenlegung der vollständigen Kon-
tounterlagen des Berufungsbeklagten) – ausdrücklich vorbehal-
ten.

6. ln Dispositivziffer 12 des Urteils vom Bezirksgericht Uster vom 
26. Juli 2023 (Geschäfts-Nr.: EE220021-I) sei der zweite Satz 
(Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den 

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geleisteten Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 1'500.-- zu erset-
zen) ersatzlos zu streichen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % MWST) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten."

Prozessuale Anträge der Gesuchsgegnerin, Erstberufungsbeklagten und Zweitbe-
rufungsklägerin (Urk. 114/88 S. 5):

" 1. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 
das Berufungsverfahren einen angemessenen Prozesskostenbeitrag in 
Höhe von einstweilen Fr. 10'000.-- zu bezahlen.

2. Eventualiter sei der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und es sei ihr in der Per-
son der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbeiständin beizu-
geben."

Erwägungen:

I.

1. Die Parteien sind verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn, C._____, 

geboren tt.mm.2019. Seit dem 29. März 2022 ist zwischen den Parteien ein Ehe-

schutzverfahren hängig (Urk. 1). Für den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens 

kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 83 S. 5 f.; Urk. 89 

S. 5 f.). Die Vorinstanz fällte am 26. Juli 2023 den Endentscheid (Urk. 83 = Urk. 89).

2. Gegen diesen Endentscheid erhoben beide Parteien innert Frist Berufung und 

stellen die vorstehend wiedergegebenen Anträge (Urk. 88 S. 2 f.; Urk. 114/88 S. 2 

ff.). Im Verfahren LE230053-O leistete der Gesuchsteller, Erstberufungskläger und 

Zweitberufungsbeklagter ("Gesuchsteller") – nachdem sein Gesuch um Leistung 

eines Prozesskostenbeitrags durch die Gesuchsgegnerin, Erstberufungsbeklagte 

und Zweitberufungsklägerin ("Gesuchsgegnerin") sowie sein Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen worden waren –, rechtzeitig den 

ihm auferlegten Kostenvorschuss (Urk. 93 f.).

3. Nachdem sich die Parteien mit der Durchführung von Vergleichsgesprächen 

einverstanden erklärt hatten (Urk. 96; Urk. 114/95), wurden sie auf den 6. Februar 

2024 zur Instruktionsverhandlung vorgeladen (Urk. 97; Urk. 114/96). Gleichzeitig 

wurden sie um Einreichung zusätzlicher Unterlagen gebeten (Urk. 97; Urk. 114/96). 

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Nach Eingang dieser Unterlagen (vgl. Urk. 98-104 sowie Urk. 105-109; 

Urk. 114/98-104 sowie Urk. 114/105-109) fanden am 6. Februar 2024 Vergleichs-

gespräche statt. Anlässlich dieser Vergleichsgespräche schlossen die Parteien un-

ter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (vgl. § 133 Abs. 2 GOG) nach deren Ein-

schätzung der Sach- und Rechtslage folgende Vereinbarung (Urk. 111):

" 1. Die Parteien beantragen gemeinsam die Aufhebung der Dispositivziffern 4, 5, 6, 7 

und 12 des vorinstanzlichen Urteils sowie der Dispositivziffer 1 der vorinstanzlichen 

Verfügung.

2. Die Parteien einigen sich auf folgendes Besuchsrecht:

Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, den gemeinsamen Sohn C._____, 

geboren tt.mm.2019, wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:

Phase 1 (ab sofort bis Ende April 2024):

 in geraden Kalenderwochen am Freitag von 8.00 Uhr mit Rückgabe im Zeitfenster 
von 19.30 bis 20.00 Uhr;

 in ungeraden Kalenderwochen am Samstag 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr;
 jeweils zwei Tage der Oster- und allfälliger weiterer Feiertage (ohne Übernach-

tung); 
 während einzelner (auch aufeinanderfolgender) Tagen allfälliger Ferien des Ge-

suchstellers (ohne Übernachtung).
Die ersten beiden Besuche finden in … [Ortschaft] statt.

Phase 2 (ab Anfang Mai 2024 bis Ende August 2024):

 jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr;
 in den dazwischenliegenden Wochen von Freitagmittag bis Freitagabend mit 

Rückgabe im Zeitfenster von 19.30 bis 20.00 Uhr;
 von Pfingstsamstag, 9.00 Uhr bis Pfingstsonntag, 18.00 Uhr.
Das auf die Betreuung an Pfingsten folgende Wochenende verbringt der Sohn bei 
der Gesuchsgegnerin, womit die abwechselnde Wochenendbetreuung weitergeführt 
wird.
Zudem verpflichtet sich der Vater, C._____ zweimal je eine Woche im Sommer 2024 
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.

Phase 3 (ab September 2024):

 jedes zweite Wochenende von Freitagmittag (Kindergartenende) bis Montagmor-
gen (der Vater bringt C._____ in den Kindergarten);

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 in den dazwischenliegenden Wochen von Freitagmittag (Kindergartenende) bis 
Freitagabend mit Rückgabe im Zeitfenster von 19.30 bis 20.00 Uhr.

 vom 26. Dezember am Nachmittag bis 2. Januar, 18.00 Uhr;
 in den ungeraden Jahren jeweils von Ostersamstag, 9.00 Uhr, bis Ostermontag, 

18.00 Uhr und;
 in den geraden Jahren von Pfingstsamstag, 09.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 

18.00 Uhr;
Das auf diese Feiertagsbetreuung durch den Vater folgende Wochenende verbringt 
der Sohn bei der Mutter, womit die abwechselnde Wochenendbetreuung weiterge-
führt wird.
Zudem verpflichtet sich der Vater, C._____ während fünf (Schul-)Ferienwochen pro 
Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen, wobei das 
Ferienbesuchsrecht auf zwei Wochen am Stück und drei einzelne Wochen aufgeteilt 
wird.
Geburtstag von C._____:
Die Parteien vereinbaren, dass C._____ seinen Geburtstag in geraden jeweils beim 
Gesuchsteller und in ungeraden Jahren bei der Gesuchsgegnerin verbringt. 

Modalitäten (für alle Phasen):

Die Parteien vereinbaren, dass der Gesuchsteller C._____ jeweils vom Kindergarten 
bzw. von der Kinderkrippe abholt, sofern er sich dort befindet und ihn jeweils nach 
der Betreuungszeit zurückbringt. In den übrigen Fällen vereinbaren die Parteien, 
dass der jeweils betreuende Elternteil C._____ zum andern Elternteil bringt.
Über die Aufteilung der Ferien und – während Phase I – der Feiertage sprechen sich 
die Parteien mindestens drei Monate im Voraus – bzw. möglichst rasch mit Bezug 
auf die Phase I – ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren 
mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung zu; in 
Jahren mit gerader Jahreszahl der Mutter. 

3. Die Parteien beantragen dem Gericht, es sei für den Sohn C._____, geboren am 

tt.mm.2019, eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errich-

ten. Der Beistandsperson seien die folgenden Aufgaben und Befugnisse zu übertra-

gen:

 Unter Berücksichtigung der Interessen von C._____ die Eltern zu unterstützen, in 
ihrer Situation als getrennt lebende Eltern gemeinsam für das Kindswohl zu sor-
gen.

 Die kinderorientierte Kommunikations- und Absprachefähigkeit der Eltern hinsicht-
lich der Betreuungsregelung sowie dessen Umsetzung zu unterstützen und zu för-
dern, sodass sie später die Betreuungsregelung selbständig und im Interesse von 
C._____ regeln können.

 Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ die Eltern bei der Umsetzung 
der vereinbarten Betreuungs- und Ferienregelung zu unterstützen und bei Unei-
nigkeiten die Modalitäten verbindlich festzulegen;

- 15 -

 Unter Berücksichtigung des Gelingens der jeweiligen Phase der Betreuungsrege-
lung von dem in Ziffer 2 festgelegten zeitlichen Rahmen der Phasen abzuweichen;

 Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ Unterstützung bei der Ent-
scheidung über den Besuch des Kindergartens (E._____ oder öffentlicher Kinder-
garten).

4. Die Parteien vereinbaren, einen der nächsten Kurse "Eltern bleiben" des Amtes für 

Jugend und Berufsberatung zu besuchen.

5. Die Parteien einigen sich auf folgende Unterhaltsbeiträge:

Der Gesuchsteller verpflichtet sich, Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger gesetzlicher 

oder vertraglicher Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) wie folgt zu bezahlen:

für C._____:

 CHF 3'500.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 2022;
 CHF 3'200.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024;
 CHF 2'500.– ab 1. Juni 2024 für die weitere Dauer des Getrenntle-

bens (falls C._____ den E._____ Kindergarten besucht, 
erhöht sich der Unterhalt auf Fr. 3'000.–).

für die Gesuchsgegnerin persönlich:

 CHF 800.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 2022;
 CHF 100.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024;
 CHF 700.– ab 1. Juni 2024 für die weitere Dauer des Getrenntle-

bens (falls C._____ den E._____ Kindergarten besucht, 
reduziert sich der Unterhalt auf Fr. 500.–).

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Gesuchsgegnerin und zwar im Voraus auf 

den Ersten eines jeden Monats.

Die Parteien verpflichten sich, sich an ausserordentlichen Kinderkosten (mehr als 

Fr. 200.– pro Ausgabeposition z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förde-

rungsmassnahmen, Ausbildung, etc.), denen beide Elternteile ausdrücklich zuge-

stimmt haben, nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen je zur Hälfte zu betei-

ligen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere Versicherungen, finanziert wer-

den. Kommt keine Einigung über die Kostentragung zustande, so trägt der veranlas-

sende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Gel-

tendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

- 16 -

6. Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:

Einkommen netto pro Monat, Familienzulagen separat:
 Gesuchsteller: CHF 16'600.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 

2022 (100 %-Pensum, inkl. Bonus)
CHF 12'600.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024 

(80 %-Pensum, inkl. Bonus)
CHF 14'200.– ab 1. Juni 2024 (90 %-Pensum)

 Gesuchsgegnerin: CHF 4'960.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 
2022 (60 %-Pensum, inkl. Bonus und 
13. Monatslohn)

CHF 5'100.– ab 1. Januar 2023 (60 %-Pensum, inkl. 
Bonus und 13. Monatslohn)

 C._____: die Familien- und Kinderbetreuungszulage von derzeit 
CHF 400.– und ab Kindergarteneinritt voraussichtlich 
Fr. 200.–

steuerbares Vermögen:
 Gesuchsteller: CHF 0.–
 Gesuchsgegnerin: CHF 0.–
 C._____: CHF 0.–

familienrechtlicher Bedarf:
Gesuchsteller: CHF 10'730.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-

ber 2022)
CHF 8'730.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 8'778.– (ab 1. Juni 2024)

Gesuchsgegnerin: CHF 4'240.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022)

CHF 4'258.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 4'453.– (ab 1. Juni 2024; falls C._____ den 

E._____ Kindergarten besucht: Fr. 4'466.–
)

C._____: CHF 3'223.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022)

CHF 3'302.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 1'991.– (ab 1. Juni 2024; Fremdbetreuungskosten 

inklusive; falls C._____ den E._____ Kin-
dergarten besucht: Fr. 2'691.–)

7. Der noch offene Unterhaltsbeitrag bis und mit Februar 2024 beläuft sich auf 

Fr. 28'280.– (Fr. 71'500.– [Unterhaltsbeitrag] abzgl. Fr. 43'220.– [geleistete Zahlun-

- 17 -

gen]). Der Gesuchsteller verpflichtet sich, der Gesuchsgegnerin bis Ende Februar 

2024 Fr. 10'000.– zu bezahlen. Ab Januar 2025 verpflichtet er sich zu monatlichen 

Ratenzahlungen von Fr. 500.–, zu bezahlen gleichzeitig wie die Unterhaltszahlun-

gen.

8. Der Gesuchsteller verpflichtet sich, der Gesuchsgegnerin den erstinstanzlich festge-

setzten Prozesskostenbeitrag von Fr. 5'000.– (zzgl. 7.7 % MwSt.; insgesamt 

Fr. 5'385.–), in monatlichen Raten à Fr. 500.– beginnend ab 1. März 2024 gleichzei-

tig wie die Unterhaltszahlungen zu bezahlen. 

9. Wenn der Gesuchsteller mit einer Rate (Ziffer 7 und 8) in Verzug gerät, wird der 

ganze Betrag gemäss Ziffer 7 und 8 sofort fällig.

10. Die Gesuchsgegnerin verpflichtet sich, die gegen den Gesuchsteller erhobene Be-

treibung zurückzuziehen, sobald die Summe von Fr. 10'000.– gemäss Ziffer 7 geleis-

tet wurde. Die Parteien übernehmen die Kosten des Betreibungs- und Rechtsöff-

nungsverfahrens zur Hälfte.

11. Die Parteien tragen die erstinstanzlichen Kosten je zur Hälfte. Die Parteien halten 

fest, dass die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller keinen Ersatz für den Kostenvor-

schuss schuldet. 

12. Die Parteien übernehmen die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren je zu Hälfte 

und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung."

4. Bei dieser Ausgangslage erscheint es als angezeigt, das Verfahren 

LE230054-O mit dem vorliegenden Verfahren LE230053-O zu vereinigen und unter 

dieser Nummer weiterzuführen (Urk. 115). Die vorinstanzlichen Akten wurden bei-

gezogen (Urk. 1-87). Das Verfahren ist spruchreif.

II.

Die Berufungen hemmen die Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Um-

fang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Es ist festzustellen, dass das vorinstanzli-

che Urteil in den nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 (Vormerknahme Ge-

trenntleben), 2 (Nichteintreten betreffend Vormerknahme Trennungszeitpunkt), 

9 (Abweisung Gütertrennung) und 10 (Abweisung übrige Anträge) in Rechtskraft 

- 18 -

erwachsen ist. Auf Dispositiv-Ziffer 8 wird nachstehend eingegangen (hinten 

Erw. III.5.3).

III.

1. Soweit es Kinderbelange zu regeln gibt, findet die Offizial- und Untersu-

chungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher unterliegen die von den 

Parteien getroffenen Vereinbarungen im Sinne eines übereinstimmenden Parteian-

trages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB 

N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit den Verein-

barungen das Kindswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind 

und die Dispositionsmaxime zum Tragen kommt – was vorliegend insbesondere für 

den Ehegattenunterhalt der Fall ist –, ist die Vereinbarung zu genehmigen, sofern 

sie klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist und sich das Gericht 

davon überzeugt hat, dass sie aus freiem Willen und reiflicher Überlegung ge-

schlossen wurde (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZPO [analog]; BGer 5A_1031/2019 vom 

26. Juni 2020, E. 2.2 m.w.H.).

2. Obhut

2.1. Nachdem der Gesuchsteller mit seiner Berufung noch die Anordnung der al-

ternierenden Obhut beantragt hatte (Urk. 88 S. 2), beantragen die Parteien mit Be-

zug auf die Obhut nunmehr keine Aufhebung der vorinstanzlichen Dispositiv-Zif-

fer 3, mit welcher die Obhut der Gesuchsgegnerin zugeteilt wurde (Urk. 111 Ziff. 1). 

Damit beantragen sie sinngemäss die Beibehaltung der Obhutszuteilung an die Ge-

suchsgegnerin.

2.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass das vom Gesuchsteller beantragte 

Betreuungsmodell (wöchentlich Donnerstagabend bis Freitagabend, jedes zweite 

Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend sowie fünf Wochen Ferien im 

Jahr (Urk. 88 Rechtsbegehren Ziff. 2), wohl noch nicht einer alternierenden Obhut, 

sondern einem erweiterten Besuchsrecht entspricht (Urk. 89 S. 13; vgl. OGer ZH 

LE230010 vom 14. August 2023, E. D.2.2, S. 24 m.H.a. BGer 5A_743/2017 vom 

22. Mai 2019, Erw. 5.3.4). Wie beantragt, ist damit die Obhut – wie von der Vor-

- 19 -

instanz in Dispositiv-Ziffer 3 angeordnet – bei der Gesuchsgegnerin zu belassen. 

Die vorinstanzliche Dispositiv-Ziffer 3 ist entsprechend zu bestätigen (vgl. Art. 318 

Abs. 1 lit. a ZPO).

3. Besuchsrecht

3.1. Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minder-

jährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr 

(Art. 273 Abs. 1 ZGB). Im Kindergartenalter vom vierten bis zum sechsten Alters-

jahr sind ganztägige oder zweitägige Kontakte mit Übernachtungen grundsätzlich 

angemessen und sinnvoll. Ein Kontaktunterbruch von zwölf Tagen sollte aufgrund 

des kindlichen Zeitgefühls vermieden werden, weshalb ein oder zwei zusätzliche 

Halbtage zwischen den Kontaktwochenenden empfehlenswert sind. Wenn die 

Übernachtungen vom Kind positiv erlebt werden, sich keine kindlichen Auffälligkei-

ten zeigen und das Konfliktniveau zwischen den Eltern moderat ist, spricht aus bin-

dungstheoretischer Sicht nichts gegen zwei Übernachtungen jedes zweite Wo-

chenende und einer zusätzlichen Übernachtung unter der Woche (FamKomm 

Scheidung/Schreiner, Anh. Psych. N 203).

3.2. Die von den Parteien vereinbarte, in drei Phasen aufgeteilte und aufbauende 

Besuchsreglung ermöglicht einen stufenweisen Vertrauens- und Kontaktaufbau 

zwischen C._____ und dem Gesuchsteller, nachdem es seit August 2023 zu einem 

Kontaktabbruch gekommen war (vgl. Urk. 88 Rz. 16; Urk. 91/2; Urk. 114/88 

Rz. 10). Die ab sofort jede Woche stattfindenden und sich in Phasen zwei und drei 

ausweitenden Kontakte ermöglichen den (Wieder-)Aufbau einer stabilen Bindung, 

eine regelmässige Beziehungspflege sowie einen Einbezug des Gesuchstellers in 

den Alltag von C._____. Die vorgesehenen Ferienzeiten, zunächst in der Form von 

einzelnen Tagen, danach ab Phase zwei aufgeteilt in eine Feriendauer von einer 

sowie ab der dritten Phase zwei aufeinanderfolgenden Wochen, erscheinen dem 

Alter von C._____ angemessen (vgl. FamKomm Scheidung/Schreiner, Anh. Psych. 

N 203a). 

- 20 -

4. Beistandschaft

4.1. Das Gericht trifft gestützt auf Art. 315a ZGB die nötigen Kindesschutzmass-

nahmen und betraut die Kindesschutzbehörde mit dem Vollzug. Die Parteien bean-

tragen gemeinsam die Errichtung einer Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 

und 2 ZGB (Urk. 111 Ziff. 3). Vor dem Hintergrund der bereits vorinstanzlich fest-

gehaltenen Kommunikationsschwierigkeiten (Urk. 89 S. 14 f.), des Kontaktab-

bruchs (vorne Erw. III.3.2) sowie des gemeinsamen Antrags der Parteien erscheint 

eine Beistandschaft mit den von den Parteien vereinbarten Aufgaben als sinnvolle 

und notwendige Unterstützungsmassnahme für die Parteien. 

4.2.  Für C._____, geboren tt.mm.2019, ist damit eine Beistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errichten und die Kindesschutzbehörde Bezirk Diels-

dorf mit dem Vollzug zu beauftragen (Art. 315a Abs. 1 ZGB, Art. 315 Abs. 1 ZGB in 

Verbindung mit § 2 Abs. 2 EG KESR). Nach Rücksprache mit der KESB Dielsdorf 

ist F._____, … [Adresse] als Beistand zu ernennen (Urk. 104A; Urk. 114/104A). 

Ihm sind folgende Aufgaben zu übertragen:

a) Unter Berücksichtigung der Interessen von C._____ die Eltern zu unterstüt-

zen, in ihrer Situation als getrennt lebende Eltern gemeinsam für das Kinds-

wohl zu sorgen.

b) Die kinderorientierte Kommunikations- und Absprachefähigkeit der Eltern hin-

sichtlich der Betreuungsregelung sowie deren Umsetzung zu unterstützen 

und zu fördern, sodass sie später die Betreuungsregelung selbständig und im 

Interesse von C._____ regeln können.

c) Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ die Eltern bei der Umset-

zung der vereinbarten Betreuungs- und Ferienregelung zu unterstützen und 

bei Uneinigkeiten die Modalitäten verbindlich festzulegen.

d) Unter Berücksichtigung des Gelingens der jeweiligen Phase der Betreuungs-

regelung von dem in Ziffer 2 der Vereinbarung festgelegten zeitlichen Rahmen 

der Phasen abzuweichen.

- 21 -

e) Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ die Eltern bei der Ent-

scheidung über den Besuch des Kindergartens (E._____ oder öffentlicher Kin-

dergarten) zu unterstützen.

4.3. Auch der vereinbarte Besuch des Kurses "Eltern bleiben" des Amtes für Ju-

gend und Berufsberatung (Urk. 111 Ziff. 4) erscheint in diesem Zusammenhang als 

im Kindswohl liegend. 

5. Unterhalt

5.1. Die vereinbarten Unterhaltsbeiträge stehen mit der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zur zweistufigen Unterhaltsberechnung mit Überschussverteilung 

in Einklang (BGE 147 III 265). Sie basieren einerseits auf einer hauptsächlichen 

Betreuung durch die Gesuchsgegnerin und andererseits auf den in Ziffer 6 der Ver-

einbarung festgehaltenen finanziellen Grundlagen (Einkommen und familienrecht-

liche Existenzminima).

5.2. Die von den Parteien der Vereinbarung zugrunde gelegten Angaben (Urk. 111 

Ziff. 6) wie auch die vereinbarten Kinderunterhaltsbeiträge tragen dem ausgewie-

senen Einkommen der Parteien (Urk. 13/3; Urk. 42/16; Urk. 100/1-10; Urk. 107/2; 

Urk. 114/91/4 f.) und dem ausgewiesenen Bedarf angemessen Rechnung, wie 

folgt:

5.2.1. Der Bedarf von C._____ beläuft sich von 1. August 2022 bis 31. Dezember 

2022 auf Fr. 3'223.– (Grundbetrag Fr. 400.–, Wohnkosten Fr. 600.–, KVG 

Fr. 88.–, VVG Fr. 43.–, weitere Gesundheitskosten Fr. 20.–, Fremdbetreuungskos-

ten Fr. 1'747.–, Anteil laufende Steuern Fr. 325.–), von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 

2024 auf Fr. 3'302.– (nur veränderte Positionen: Wohnkosten Fr. 633.–, KVG + 

VVG Fr. 154.–, Fremdbetreuungskosten Fr. 1'845.–, Anteil laufende Steuern 

Fr. 250.–) und ab 1. Juni 2024 auf Fr. 1'991.– (nur veränderte Positionen: KVG 

Fr. 112.–, VVG Fr. 46.–, Fremdbetreuungskosten Fr. 500.– [Variante E._____ Kin-

dergarten Fr. 1'200.–], laufende Steuern Fr. 280.–).

5.2.2. Der Bedarf des Gesuchstellers beläuft sich von 1. August 2022 bis 31. De-

zember 2022 auf Fr. 10'730.– (Grundbetrag Fr. 1'200.–, Wohnkosten Fr. 2'450.–, 

- 22 -

KVG Fr. 241.–, VVG Fr. 33.–, weitere Gesundheitskosten Fr. 62.–, Fahrten zum 

Arbeitsplatz Fr. 833.–, Mehrkosten auswärtige Verpflegung Fr. 220.–, Unterhalts-

verpflichtungen gegenüber Sohn G._____ Fr. 1'242.–, laufende Steuern 

Fr. 1'792.–, Pauschale für Hausrat- und Haftpflichtversicherung Fr. 30.–, Pau-

schale für Kommunikation [inkl. Serafe] Fr. 150.–, Abzahlungsraten Schulden 

Fr. 2'477.–), von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024 auf Fr. 8'730.– (nur veränderte 

Positionen: KVG Fr. 277.–, VVG Fr. 34.–, Fahrten zum Arbeitsplatz Fr. 800.–, 

Mehrkosten auswärtige Verpflegung Fr. 176.–, Unterhaltsverpflichtungen gegen-

über Sohn G._____ Fr. 1'285.–, Schulkosten G._____ Fr. 83.–, laufende Steuern 

Fr. 998.–, Abzahlungsraten Schulden Fr. 1'185.–) und ab 1. Juni 2024 auf 

Fr. 8'778.– (nur veränderte Positionen: Fahrten zum Arbeitsplatz Fr. 820.–, Mehr-

kosten auswärtige Verpflegung Fr. 220.–, Unterhaltsverpflichtungen gegenüber 

Sohn G._____ Fr. 1'298.–, laufende Steuern Fr. 1'281.–, Abzahlungsraten Schul-

den Fr. 956.–).

5.2.3. Der Bedarf der Gesuchsgegnerin beläuft sich von 1. August 2022 bis 31. De-

zember 2022 auf Fr. 4'240.– (Grundbetrag Fr. 1'350.–, Wohnkosten Fr. 1'200.–, 

KVG Fr. 345.–, VVG Fr. 64.–, weitere Gesundheitskosten Fr. 38.–, Fahrten zum 

Arbeitsplatz Fr. 400.–, Mehrkosten auswärtige Verpflegung Fr. 176.–, laufende 

Steuern Fr. 487.–, Pauschale für Hausrat- und Haftpflichtversicherung Fr. 30.–, 

Pauschale für Kommunikation [inkl. Serafe] Fr. 150.–), von 1. Januar 2023 bis 

31. Mai 2024 auf Fr. 4'258.– (nur veränderte Positionen: Wohnkosten Fr. 1'266.–, 

KVG + VVG Fr. 470.–, laufende Steuern Fr. 378.–) und ab 1. Juni 2024 auf 

Fr. 4'453.– (nur veränderte Positionen: Wohnkosten Fr. 1'371.–, KVG 

Fr. 410.–, VVG Fr. 113.–, laufende Steuern Fr. 415.– [Variante E._____ Kindergar-

ten Fr. 429.–]).

5.3. Die Parteien hielten in der Vereinbarung den bis und mit Februar 2024 offenen 

Unterhaltsbeitrag fest (Urk. 111 Ziff. 7). Die in Dispositiv-Ziffer 8 des angefochtenen 

Urteils festgehaltenen Zahlungen von Fr. 8'700.–, die während des Jahres 2022 

geleistet wurden, wurden in Ziffer 7 der Vereinbarung in unverändertem Umfang 

mitberücksichtigt (Urk. 112 f.; vgl. Urk. 110/1). Der Klarheit halber ist die Dispositiv-

Ziffer 8 des vorinstanzlichen Urteils zu ersetzen. 

- 23 -

5.4. Die Zahlungsmodalitäten erscheinen den Umständen angemessen und ge-

ben zu keinen Bemerkungen Anlass (Ziffern 7, 9 und 10 der Vereinbarung).

6. Erstinstanzlicher Prozesskostenbeitrag

Die Parteien einigen sich darauf, dass der Gesuchsteller den erstinstanzlich in Dis-

positiv-Ziffer 1 der Verfügung festgesetzten Prozesskostenbeitrag von Fr. 5'000.– 

(zzgl. MwSt. Fr. 5'385.–) in monatlichen Raten bezahlt (Urk. 111 Ziff. 8). Der Klar-

heit halber ist die Dispositiv-Ziffer 1 der vorinstanzlichen Verfügung entsprechend 

aufzuheben und zu ersetzen.

7. Ergebnis

7.1. Das Kindswohl erfordert in Bezug auf die genannten sowie die weiteren in der 

Vereinbarung festgehaltenen Kinderbelange keine abweichende Regelung. Sie 

sind somit zu genehmigen.

7.2. Der in der Vereinbarung ebenfalls geregelte persönliche Unterhalt untersteht 

der Dispositionsmaxime. Die diesbezügliche Regelung ist klar, vollständig und nicht 

offensichtlich unangemessen, womit von ihr Vormerk zu nehmen ist.

IV.

1. Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens

Die erstinstanzliche Festsetzung der Entscheidgebühr, deren hälftige Auferlegung 

sowie die Nichtzusprechung von Parteientschädigungen blieb unangefochten 

(Urk. 89, Dispositiv-Ziffern 11, 12 [erster Satz] und 13). Die Gesuchsgegnerin focht 

die erstinstanzlich in Dispositiv-Ziffer 12 vorgesehene Erstattung des vom Gesuch-

steller geleisteten Kostenvorschusses im Umfang von Fr. 1'500.– an (Urk. 114/88 

Rechtsbegehren Ziff. 6). Diesbezüglich hielten die Parteien fest, die erstinstanzli-

chen Kosten je zur Hälfte zu tragen und vereinbarten, dass die Gesuchsgegnerin 

dem Gesuchsteller keinen Ersatz für den Kostenvorschuss schulde (Urk. 111 

Ziff. 11). Entsprechend ist der zweite Satz von Dispositiv-Ziffer 12 des angefochte-

- 24 -

nen Urteils ersatzlos aufzuheben. Im Übrigen ist die vorinstanzliche Regelung der 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zu bestätigen.

2. Prozesskostenbeitrag und unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsver-

fahren

2.1. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos er-

scheint (Art. 117 ZPO). Als bedürftig gilt eine Person dann, wenn sie die Kosten 

eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für 

die Deckung des eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Fa-

milie erforderlich sind (BGE 141 III 369 E. 4.1). Die gesuchstellende Partei hat so-

wohl ihre Einkommens- als auch ihre Vermögensverhältnisse vollständig darzule-

gen und soweit möglich zu belegen (vgl. Art. 119 Abs. 2 ZPO). Die unentgeltliche 

Rechtspflege umfasst unter anderem die Befreiung von Gerichtskosten und die ge-

richtliche Bestellung einer Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistands (Art. 118 

Abs. 1 lit. b und c ZPO). Der Anspruch auf einen Prozesskostenbeitrag geht dem 

Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor (BGE 138 III 672 E. 4.2.1; BGer 

5D_83/2015 vom 6. Januar 2016, E. 2.1). Auch der Anspruch auf einen Prozess-

kostenbeitrag setzt voraus, dass die antragstellende Partei mittellos und ihr Stand-

punkt nicht aussichtslos ist. Überdies muss die Gegenpartei in der Lage sein, den 

Vorschuss zu leisten.

2.2. Die Gesuchsgegnerin verfügt unter Berücksichtigung ihres Einkommens von 

Fr. 5'100.– (Urk. 114/91/4; Urk. 100/1-10) zuzüglich Ehegattenunterhalt von 

Fr. 100.– (Urk. 111 Ziff. 5) über genügend Mittel, um nach Deckung ihres nachste-

hend aufgeführten Bedarfs die Prozesskosten zu tragen: 

Bedarfsposition Gesuchsgegnerin Beleg/Erläuterung

Grundbetrag Fr. 1'620.–
Fr. 1'350.– zuzüg-

lich 20 %

Wohnkosten Fr. 1'266.– Urk. 19/6

- 25 -

Krankenkassenprämie Fr. 448.– Urk. 55/2

Gesundheitskosten Fr. 38.– Urk. 19/8/1

Auswärtige Verpflegung Fr. 176.– vier Tage/Woche

Mobilität Fr. 400.–

Arbeitsweg, Brin-

gen/Abholen 

Krippe, Ausübung 

Besuchsrecht

Hausrat- und Privathaftpflicht 

(exkl. weiterer Versicherun-

gen)

Fr. 30.– gerichtsüblich

Kommunikationskosten (inkl. 

Serafe-Gebühr)
Fr. 150.– gerichtsüblich

Steuern Fr. 380.– Schätzung

Total Fr. 4'508.–

2.3. Es resultiert ein monatlicher Überschuss von Fr. 692.– (Fr. 5'200.– ./. 

Fr. 4'508.–) und damit von Fr. 8'304.– in zwölf Monaten (vgl. BGE 141 III 369 E. 4.1). 

Damit ist die Gesuchsgegnerin in der Lage, die auf sie entfallenden Gerichtskosten 

sowie die Kosten für ihre Rechtsvertreterin zu tragen.

2.4. Das Gesuch der Gesuchsgegnerin um Leistung eines Prozesskostenbeitrags 

beziehungsweise Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist damit abzuwei-

sen.

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

3.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung 

der vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens in Anwendung von § 6 Abs. 1 in 

Verbindung mit § 5, § 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf 

Fr. 2'800.– festzusetzen und vereinbarungsgemäss den Parteien je zur Hälfte auf-

- 26 -

zuerlegen (Urk. 111 Ziff. 12). Auf eine Erhöhung der Gebühr aufgrund der von bei-

den Parteien erhobenen Berufungen ist bei diesem Verfahrensausgang mangels 

Mehraufwands zu verzichten. Infolge gegenseitigen Verzichts sind für das zweitin-

stanzliche Verfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Urk. 111 

Ziff. 12).

3.2. Die Gerichtskosten werden aus dem vom Gesuchsteller geleisteten Kosten-

vorschuss (Fr. 4'000.–; Urk. 94) bezogen. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, 

dem Gesuchsteller Fr. 1'400.– zu ersetzen.

Es wird beschlossen:

1. Das Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LE230054-O wird mit dem 

vorliegenden Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LE230053-O vereinigt und 

unter dieser Nummer weitergeführt. Das Berufungsverfahren Geschäfts-

Nr. LE230054-O wird als dadurch erledigt abgeschrieben.

2. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 9 und 10 des Urteil des 

Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 

26. Juli 2023 in Rechtskraft erwachsen sind.

3. Das Gesuch der Gesuchsgegnerin um Leistung eines Prozesskostenbei-

trags bzw. um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beru-

fungsverfahren wird abgewiesen.

4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Es wird erkannt:

1. Die Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Ver-

fahren am Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 2023 wird bestätigt.

2. Die Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 

Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 2023 sowie die Dispositiv-

Ziffern 4, 5, 6, 7, 8 und 12 (zweiter Satz) des Urteils des Einzelgerichts im 

- 27 -

summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 26. Juli 2023 werden 

aufgehoben und die Vereinbarung der Parteien vom 6. Februar 2024 wird 

genehmigt. Sie lautet wie folgt:

" 1. […]

2. Die Parteien einigen sich auf folgendes Besuchsrecht:

Der Gesuchsteller ist berechtigt und verpflichtet, den gemeinsamen Sohn 

C._____, geboren tt.mm.2019, wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen:

Phase 1 (ab sofort bis Ende April 2024):

 in geraden Kalenderwochen am Freitag von 8.00 Uhr mit Rückgabe im Zeit-
fenster von 19.30 bis 20.00 Uhr;

 in ungeraden Kalenderwochen am Samstag 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr;
 jeweils zwei Tage der Oster- und allfälliger weiterer Feiertage (ohne Über-

nachtung); 
 während einzelner (auch aufeinanderfolgender) Tagen allfälliger Ferien des 

Gesuchstellers (ohne Übernachtung).
Die ersten beiden Besuche finden in … statt.

Phase 2 (ab Anfang Mai 2024 bis Ende August 2024):

 jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr;
 in den dazwischenliegenden Wochen von Freitagmittag bis Freitagabend 

mit Rückgabe im Zeitfenster von 19.30 bis 20.00 Uhr;
 von Pfingstsamstag, 9.00 Uhr bis Pfingstsonntag, 18.00 Uhr.

Das auf die Betreuung an Pfingsten folgende Wochenende verbringt der Sohn 

bei der Gesuchsgegnerin, womit die abwechselnde Wochenendbetreuung wei-

tergeführt wird.

Zudem verpflichtet sich der Vater, C._____ zweimal je eine Woche im Sommer 

2024 auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.

Phase 3 (ab September 2024):

 jedes zweite Wochenende von Freitagmittag (Kindergartenende) bis Mon-
tagmorgen (der Vater bringt C._____ in den Kindergarten);

 in den dazwischenliegenden Wochen von Freitagmittag (Kindergartenende) 
bis Freitagabend mit Rückgabe im Zeitfenster von 19.30 bis 20.00 Uhr.

- 28 -

 vom 26. Dezember am Nachmittag bis 2. Januar, 18.00 Uhr;
 in den ungeraden Jahren jeweils von Ostersamstag, 9.00 Uhr, bis Oster-

montag, 18.00 Uhr und;
 in den geraden Jahren von Pfingstsamstag, 09.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 

18.00 Uhr.

Das auf diese Feiertagsbetreuung durch den Vater folgende Wochenende ver-

bringt der Sohn bei der Mutter, womit die abwechselnde Wochenendbetreuung 

weitergeführt wird.

Zudem verpflichtet sich der Vater, C._____ während fünf (Schul-)Ferienwo-

chen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen, 

wobei das Ferienbesuchsrecht auf zwei Wochen am Stück und drei einzelne 

Wochen aufgeteilt wird.

Geburtstag von C._____:

Die Parteien vereinbaren, dass C._____ seinen Geburtstag in geraden jeweils 

beim Gesuchsteller und in ungeraden Jahren bei der Gesuchsgegnerin ver-

bringt. 

Modalitäten (für alle Phasen):

Die Parteien vereinbaren, dass der Gesuchsteller C._____ jeweils vom Kinder-

garten bzw. von der Kinderkrippe abholt, sofern er sich dort befindet und ihn 

jeweils nach der Betreuungszeit zurückbringt. In den übrigen Fällen vereinba-

ren die Parteien, dass der jeweils betreuende Elternteil C._____ zum andern 

Elternteil bringt.

Über die Aufteilung der Ferien und – während Phase I – der Feiertage sprechen 

sich die Parteien mindestens drei Monate im Voraus – bzw. möglichst rasch 

mit Bezug auf die Phase I – ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem 

Vater in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich 

der Aufteilung zu; in Jahren mit gerader Jahreszahl der Mutter. 

3. […]

4. Die Parteien vereinbaren, einen der nächsten Kurse "Eltern bleiben" des 

Amtes für Jugend und Berufsberatung zu besuchen.

5. Die Parteien einigen sich auf folgende Unterhaltsbeiträge:

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Der Gesuchsteller verpflichtet sich, Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger gesetz-

licher oder vertraglicher Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) wie folgt 

zu bezahlen:

für C._____:

 CHF 3'500.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 2022;

 CHF 3'200.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024;

 CHF 2'500.– ab 1. Juni 2024 für die weitere Dauer des 
Getrenntlebens (falls C._____ den E._____ Kin-
dergarten besucht, erhöht sich der Unterhalt auf 
Fr. 3'000.–).

für die Gesuchsgegnerin persönlich:

 CHF 800.– von 1. August 2022 bis 31. Dezember 
2022;

 CHF 100.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024;

 CHF 700.– ab 1. Juni 2024 für die weitere Dauer des 
Getrenntlebens (falls C._____ den E._____ Kin-
dergarten besucht, reduziert sich der Unterhalt 
auf Fr. 500.–).

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Gesuchsgegnerin und zwar im Vor-

aus auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Parteien verpflichten sich, sich an ausserordentlichen Kinderkosten (mehr 

als Fr. 200.– pro Ausgabeposition z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schulische 

Förderungsmassnahmen, Ausbildung, etc.), denen beide Elternteile ausdrück-

lich zugestimmt haben, nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen je zur 

Hälfte zu beteiligen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere Versicherun-

gen, finanziert werden. Kommt keine Einigung über die Kostentragung zu-

stande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einst-

weilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt 

vorbehalten.

6. Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zu-

grunde:

Einkommen netto pro Monat, Familienzulagen separat:

- 30 -

 Gesuchsteller: CHF 16'600.– von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022 (100 %-Pensum, inkl. Bo-
nus)

CHF 12'600.– von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 
2024 (80 %-Pensum, inkl. Bonus)

CHF 14'200.– ab 1. Juni 
2024 (90 %-Pensum)

 Gesuchsgegnerin: CHF 4'960.– von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022 (60 %-Pensum, inkl. Bonus 
und 13. Monatslohn)

CHF 5'100.– ab 1. Januar 2023 (60 %-Pensum, 
inkl. Bonus und 13. Monatslohn)

 C._____: die Familien- und Kinderbetreuungszulage von der-
zeit CHF 400.– und ab Kindergarteneinritt voraus-
sichtlich Fr. 200.–

steuerbares Vermögen:
 Gesuchsteller: CHF 0.–
 Gesuchsgegnerin: CHF 0.–
 C._____: CHF 0.–

familienrechtlicher Bedarf:
Gesuchsteller: CHF 10'730.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-

ber 2022)
CHF 8'730.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 8'778.– (ab 1. Juni 2024)

Gesuchsgegnerin:CHF 4'240.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022)

CHF 4'258.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 4'453.– (ab 1. Juni 2024; falls C._____ den 

E._____ Kindergarten besucht: 
Fr. 4'466.–)

C._____: CHF 3'223.– (von 1. August 2022 bis 31. Dezem-
ber 2022)

CHF 3'302.– (von 1. Januar 2023 bis 31. Mai 2024)
CHF 1'991.– (ab 1. Juni 2024; Fremdbetreuungskos-

ten inklusive; falls C._____ den 
E._____ Kindergarten besucht: 
Fr. 2'691.–)

7. Der noch offene Unterhaltsbeitrag bis und mit Februar 2024 beläuft sich 

auf Fr. 28'280.– (Fr. 71'500.– [Unterhaltsbeitrag] abzgl. Fr. 43'220.– [geleistete 

Zahlungen]). Der Gesuchsteller verpflichtet sich, der Gesuchsgegnerin bis 

Ende Februar 2024 Fr. 10'000.– zu bezahlen. Ab Januar 2025 verpflichtet er 

- 31 -

sich zu monatlichen Ratenzahlungen von Fr. 500.–, zu bezahlen gleichzeitig 

wie die Unterhaltszahlungen.

8. Der Gesuchsteller verpflichtet sich, der Gesuchsgegnerin den erstin-

stanzlich festgesetzten Prozesskostenbeitrag von Fr. 5'000.– (zzgl. 7.7 % 

MwSt.; insgesamt Fr. 5'385.–), in monatlichen Raten à Fr. 500.– beginnend ab 

1. März 2024 gleichzeitig wie die Unterhaltszahlungen zu bezahlen. 

9. Wenn der Gesuchsteller mit einer Rate (Ziffer 7 und 8) in Verzug gerät, 

wird der ganze Betrag gemäss Ziffer 7 und 8 sofort fällig.

10. Die Gesuchsgegnerin verpflichtet sich, die gegen den Gesuchsteller er-

hobene Betreibung zurückzuziehen, sobald die Summe von Fr. 10'000.– ge-

mäss Ziffer 7 geleistet wurde. Die Parteien übernehmen die Kosten des Betrei-

bungs- und Rechtsöffnungsverfahrens zur Hälfte.

11. Die Parteien tragen die erstinstanzlichen Kosten je zur Hälfte. Die Par-

teien halten fest, dass die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller keinen Ersatz 

für den Kostenvorschuss schuldet. 

12. […]"

3. Für C._____, geboren tt.mm.2019, wird eine Beistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet. Der Beistandsperson werden die fol-

genden Aufgaben übertragen:

a) Unter Berücksichtigung der Interessen von C._____ die Eltern zu 

unterstützen, in ihrer Situation als getrennt lebende Eltern gemein-

sam für das Kindswohl zu sorgen.

b) Die kinderorientierte Kommunikations- und Absprachefähigkeit der 

Eltern hinsichtlich der Betreuungsregelung sowie deren Umsetzung 

zu unterstützen und zu fördern, sodass sie später die Betreuungsre-

gelung selbständig und im Interesse von C._____ regeln können.

c) Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ die Eltern bei 

der Umsetzung der vereinbarten Betreuungs- und Ferienregelung zu 

unterstützen und bei Uneinigkeiten die Modalitäten verbindlich fest-

zulegen.

- 32 -

d) Unter Berücksichtigung des Gelingens der jeweiligen Phase der Be-

treuungsregelung von dem in Ziffer 2 der Vereinbarung festgelegten 

zeitlichen Rahmen der Phasen abzuweichen.

e) Unter Berücksichtigung des Interesses von C._____ die Eltern bei 

der Entscheidung über den Besuch des Kindergartens (E._____ 

oder öffentlicher Kindergarten) zu unterstützen.

4. Als Beistand wird ernannt:

F._____, Kanton Zürich, … [Adresse]

Er wird eingeladen innert zwei Jahren, spätestens per 31. Januar 2026, sei-

nen ersten Bericht an die KESB Bezirk Dielsdorf zu erstatten.

5. Die KESB Bezirk Dielsdorf wird mit dem Vollzug der Beistandschaft beauf-

tragt.

6. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositiv-Zif-

fern 11, 12 [erster Satz] und 13) wird bestätigt.

7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'800.– festgesetzt.

8. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt und mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kosten-

vorschuss verrechnet. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuch-

steller den geleisteten Vorschuss im Betrag von Fr. 1'400.– zu ersetzen.

9. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

10. Schriftliche Mitteilung an:

 die Parteien;
 KESB Bezirk Dielsdorf (auszugsweise: Erwägungen III.3 und 4 und 

Dispositiv-Ziffer 2 [Unterziffern 2 und 4] sowie Dispositiv-Ziffern 3-5);
 F._____, … [Adresse] (auszugsweise: Erwägungen III.3 und 4 und Dis-

positiv-Ziffer 2 [Unterziffern 2 und 4] sowie Dispositiv-Ziffern 3-5);

- 33 -

 die Vorinstanz;

je gegen Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

11. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 15. Februar 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Achermann

versandt am:
jo