# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33cc2463-96c9-5641-8869-5fee4c3995aa
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-02
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 02.10.2017 106 2017 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2017-75_2017-10-02.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2017 75 + 76 + 85

Urteil vom 2. Oktober 2017

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Catherine Overney
Gerichtsschreiberin: Jessica Koller

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführerinnen 

gegen

C.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Florian Kaufmann

betreffend

D.________, geboren im Jahr 2014

Gegenstand Wirkungen des Kindesverhältnisses – Regelung des persönlichen 
Verkehrs (vorsorgliche Massnahmen)

Beschwerden vom 24. und 31. Juli 2017 gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2017

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1986, und C.________, geboren 1978, sind die nicht miteinander 
verheirateten Eltern des Kindes D.________, geboren im Jahr 2014. Das Kind lebt bei der Mutter, 
wobei beide Eltern Inhaber der elterlichen Sorge sind. 

A.________ und C.________ haben am 6. Oktober 2014 eine Vereinbarung über den 
persönlichen Verkehr, die Betreuungsanteile und den Unterhalt abgeschlossen, welche von der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde E.________ des Kantons Bern (nachfolgend: die KESB) 
am 8. Oktober 2014 genehmigt wurde. 

Mit Beschluss vom 30. Dezember 2015 der KESB wurde eine Beistandschaft nach Art. 308 
Abs. 2 ZGB errichtet. Am 26. Mai 2017 hat das Friedensgericht des Seebezirks (nachfolgend: das 
Friedensgericht) die Beistandschaft übernommen. Der Beiständin wurde die Aufgabe erteilt, die 
Eltern und das Kind bei der Umsetzung eines regelmässigen Kontaktes zwischen Kind und Vater 
zu begleiten und bei Bedarf zwischen den Eltern zu vermitteln und diese beim Vertrauensaufbau 
sowie dem Aufbau einer funktionierenden Kommunikation zwischen den Eltern zu unterstützen. 

B. Anfangs Juni 2017 wurde das Friedensgericht von der Beiständin informiert, dass sich 
A.________ bei der Kinderschutzgruppe Bern gemeldet und gesagt habe, ihre Tochter mache 
nach den Besuchswochenenden beim Vater eigenartige Äusserungen. Aufgrund dieser seien nach 
Auffassung der Mutter sexuelle Übergriffe durch den Vater nicht auszuschliessen. In der Folge 
wurde gegen C.________ eine Strafuntersuchung eröffnet. 

Mit superprovisorischem Entscheid vom 12. Juni 2017 wurde das Besuchsrecht suspendiert und 
die Kindseltern vorgeladen. Am 13. Juli 2017 hörte das Friedensgericht A.________ und 
C.________ getrennt an. Bei der Anhörung von A.________ war auch deren Mutter, B.________, 
als Vertrauensperson anwesend. 

Am selben Tag fällte das Friedensgericht folgenden vorsorglichen Entscheid:
I. Die Besuche zwischen D.________ und C.________ finden alle zwei Wochen, Sonntagnachmittag 

von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr, in Begleitung von B.________, in F.________, statt. 
Der erste Besuch findet am 30. Juli 2017 oder am 6. August 2017 statt. B.________ bestimmt, an 
welchem der beiden Daten der erste Besuch stattfindet.
Bei Ferienabwesenheit von C.________ findet kein Besuchsrecht statt, und die aus diesem 
Grunde ausgefallenen Besuchstage werden nicht kompensiert.

II. A.________ steht es frei, bei den Besuchen von C.________ in F.________ anwesend zu sein.
III. Das Ferienrecht von C.________ über seine Tochter D.________ ist suspendiert. D.________ 

verbringt keine Ferien bei ihrem Vater.
IV. Nach Abschluss des Strafverfahrens wird das Friedensgericht die Kindseltern erneut anhören und 

das Besuchs- und Ferienrecht zwischen C.________ und D.________ neu regeln.
V. Die Gerichtskosten werden vorbehalten.

C. Gegen diesen Entscheid erhoben A.________ und B.________ am 24. Juli 2017 
Beschwerde. Sie beantragen ein begleitetes Besuchsrecht mit einer neutralen Beistandsperson in 
Freiburg und die Berücksichtigung des Schlafrhythmus des Kindes (106 2017 75). 

C.________ erhob mit Eingabe vom 31. Juli 2017 ebenfalls Beschwerde gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, der Entscheid vom

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13. Juli 2017 sei aufzuheben, er sei per sofort zu berechtigen, das Kontaktrecht zu seiner Tochter 
im gewohnten Umfang, d.h. jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 
18.00 Uhr, sowie vier Wochen Ferien pro Jahr, wahrzunehmen, und der Beschwerde sei die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen (106 2017 76). 

Mit Verfügung vom 3. August 2017 hielt die Vizepräsidentin des Kindes- und 
Erwachsenenschutzhofes fest, sie erachte das Gesuch um aufschiebende Wirkung als 
gegenstandslos, da der Beschwerde von Gesetzes wegen bereits aufschiebende Wirkung 
zukomme, was bedeute, dass das Besuchsrecht nach wie vor suspendiert sei. 

Zur Stellungnahme aufgefordert reichte das Jugendamt am 9. August 2017 einen Bericht über die 
aktuelle Situation ein und schlug als vorübergehende Lösung ein durch die Kindsmutter begleitetes 
Besuchsrecht vor. C.________ nahm am 14. August 2017 zur Beschwerde und am 
28. August 2017 zum Bericht sowie zum Vorschlag des Jugendamtes Stellung. A.________ 
reichte am 15. August 2017 ihre Stellungnahme zur Beschwerde von C.________ ein. Zum Bericht 
und Vorschlag des Jugendamtes nahm sie innert der gesetzten Frist nicht Stellung. 

D. Mit Eingabe vom 25. August 2017 stellte C.________ ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren. 

E. Das Jugendamt liess dem Hof am 15. September 2017 den Entscheid der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern zukommen. 

F. Das Friedensgericht nahm am 18. September 2017 zu den Beschwerden Stellung.

Erwägungen

1.

1.1. Gegen Entscheide der Schutzbehörde oder deren Präsidentin/Präsident kann beim 
Kantonsgericht (Kindes- und Erwachsenenschutzhof) Beschwerde erhoben werden (Art. 314 
Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB; Art. 8 KESG; Art. 52 JG; Art. 14 Abs. 1 Bst. c des Reglements 
für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und seine 
Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). 

1.2. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in 
Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). 

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 445 Abs. 3 ZGB). 

Der angefochtene Entscheid wurde den Parteien am 20. Juli 2017 zugestellt, so dass die 
Beschwerden fristgerecht erfolgt sind. 

1.4. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 
Abs. 3 ZGB). 

Die Beschwerdeführerinnen stellen Rechtsbegehren und erläutern, weshalb ihrer Meinung nach 
der angefochtene Entscheid abgeändert werden soll, so dass sie ihrer Begründungspflicht, an die 
im Kindesschutzrecht keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind, grundsätzlich 

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nachkommen. Die Beschwerdeschrift vom 31. Juli 2017 entspricht ihrerseits ebenfalls den 
Anforderung von Art. 450 Abs. 3 ZGB. 

1.5. Die Kindseltern sind beide beschwerdelegitimiert. Dies gilt auch für die Grossmutter, welche 
durch den angefochtenen Entscheid direkt betroffen ist (Art. 450 Abs. 2 ZGB). 

1.6. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit 
(Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze der 
Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES-
Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

1.7. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

2. Beide Parteien machen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. 

2.1. Der Beschwerdeführer lässt diesbezüglich ausführen, aus den Verfahrensakten gehe hervor, 
dass das Kind wohl angehört wurde. Jedoch sei trotz Ersuchen um Akteneinsicht kein 
entsprechendes Protokoll dieser Anhörung zugestellt worden. Aus einer Telefonnotiz ohne Datum 
gehe hervor, dass eine Anhörung eigentlich auf den „kommenden Donnerstag“ geplant gewesen 
sei, dies aber keinen Sinn mehr mache. Es sei nicht ersichtlich, ob D.________ nun überhaupt 
angehört wurde oder nicht. Diese Intransparenz sei nur schwer verständlich. Sollte das Kind nicht 
angehört worden sein, überrasche das von der Vorinstanz gewählte Vorgehen doch sehr, da sie 
sich diesfalls zur Entscheidfindung einzig auf die Ausführungen der Kindsmutter stützen würde. 
Falls aber doch eine Anhörung stattgefunden haben sollte, sei das rechtliche Gehör verletzt 
worden, indem der Vater trotz Gesuch um Akteneinsicht kein Protokoll der betreffenden Anhörung 
erhalten habe.

Die Mutter hält ihrerseits in ihrer Stellungnahme fest, der Vater verfüge durch sein Gesuch um 
Akteneinsicht über mehr Informationen als sie.

2.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das 
rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein 
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die 
Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des 
in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 
beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 
368 E. 3.1 m.H.). 

Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich grundsätzlich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten; 
ausgenommen sind praxisgemäss rein interne Akten, die ausschliesslich für die interne 
Meinungsbildung bestimmt sind und denen kein Beweischarakter zukommt (BGE 125 II 473 E. 4a 
m.H.). Nicht erforderlich ist, dass die Akten den Entscheid in der Sache tatsächlich beeinflussen 
können (BGE 132 V 387 E. 3.2). Die Möglichkeit der Beteiligten, ein Akteneinsichtsgesuch zu 
stellen, verlangt, dass sie über den Beizug neuer entscheidwesentlicher Akten informiert werden. 
Dies gilt jedenfalls für Akten, welche sie nicht kennen und auch nicht kennen können (BGE 132 V 
387 E. 6.2 m.H.).

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Das Recht auf Akteneinsicht ist wie das Recht, angehört zu werden, formeller Natur. Die 
Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde 
in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Vorbehalten bleiben 
praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer 
wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor 
einer Instanz äussern kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt 
überprüft. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die 
Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwer wiegenden Verletzung 
des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der 
Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 
Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 m.H.).

2.3. Vorliegend ist keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ersichtlich. Beide Kindseltern können 
Akteneinsicht verlangen. Aus den Akten geht namentlich nicht hervor, dass vor Erlass des 
angefochtenen Entscheids ein Gesuch um Akteneinsicht abgelehnt worden wäre. Was die 
Anhörung des Kindes betrifft, wurde diese von der Kindesschutzgruppe Bern – und nicht von der 
Vorinstanz – vorgesehen respektive angekündigt. Im Kindesschutzverfahren wurde D.________ 
nicht angehört, was das Friedensgericht in seiner Stellungnahme auch bestätigt.

3. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf die Akten, die Anhörung der Kindseltern vom 
13. Juli 2017 sowie auf das laufende Strafverfahren gegen den Vater und begründete ihn wie folgt: 
Aufgrund des laufenden Strafverfahrens seien die Ausübung des ordentlichen persönlichen 
Verkehrs mit Übernachtung sowie Ferien beim Vater aktuell ausgeschlossen. Hingegen sei es 
wichtig und im Interesse des Kindes, dass dieses seinen Vater in regelmässigen Abständen sehen 
könne, um einer allfälligen Entfremdung vorbeugen zu können. Die Kindseltern hätten sich 
anlässlich der Anhörungen beide einverstanden erklärt, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 
die Besuche zwischen D.________ und dem Vater, begleitet von B.________, Grossmutter des 
Kindes, in F.________ stattfinden zu lassen. B.________ ihrerseits habe sich anlässlich der 
Anhörung bereit erklärt, diese Rolle zu übernehmen. Aufgrund der Unsicherheit der Mutter 
bezüglich Strafverfahren solle dieser die Möglichkeit gegeben werden, sollte sie dies wünschen, an 
den Treffen des Vaters mit der Tochter bei B.________ anwesend zu sein. Die vorsorgliche 
Massnahme sei aufgrund des laufenden Strafverfahrens notwendig und verhältnis-mässig, um 
eine allfällige Gefährdung des Kindes durch den Vater anlässlich der Ausübung des ordentlichen 
persönlichen Verkehrs zu verhindern. Der Kontakt zwischen D.________ und dem Vater soll 
demnach in einem für das Kind vertrauten Rahmen in F.________ an der Adresse von 
B.________ und alle zwei Wochen stattfinden. Das Ferienrecht des Vaters müsse 
dementsprechend suspendiert werden.

3.1. Die Beschwerdeführerinnen halten diesen Ausführungen entgegen, nach langer Überlegung 
und Diskussion seien sie zum Schluss gekommen, dass die Besuche des Vaters nicht bei den 
Grosseltern mütterlicherseits stattfinden sollen. Sie hätten folgende Bedenken: Die Ermittlungen 
gegen den Vater seien noch nicht abgeschlossen; Drohungen des Vaters gegenüber der Mutter 
und dem Kind; Zeitfaktor seitens der Grosseltern (nur jeden zweiten Sonntag frei); 
Gesundheitszustand und Spitaltaufenthalt in absehbarer Zeit der Grossmutter; Stallarbeit der 
Grosseltern ab 16.00 Uhr; Schlafenszeit des Kindes (es sei drei Jahre alt und halte von ca. 13.00-
15.00 Uhr Mittagsschlaf); Aufrechterhaltung einer neutralen Position der Grosseltern gegenüber 

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beiden Kindseltern. Sie beantragen daher ein begleitetes Besuchsrecht mit einer neutralen 
Beistandsperson in Freiburg und die Berücksichtigung des Schlafrhythmus des Kindes.

In seiner Stellungnahme verweist der Beschwerdeführer auf seine Eingabe vom 31. Juli 2017 und 
hält fest, dass sämtliche Ausführungen der Mutter bestritten werden. Insbesondere weise er die 
nicht substantiierten Vorwürfe, wonach er die Mutter und das Kind bedroht haben soll, mit aller 
Vehemenz zurück. 

3.2. Der Beschwerdeführer lässt seinerseits ausführen, anlässlich der Anhörung vom 
13. Juli 2017 habe sich die Mutter mit einem persönlichen Kontaktrecht im Umfang von vier 
Stunden jeden zweiten Sonntag einverstanden gezeigt. Sollte sie effektiv davon ausgehen, dass er 
eine Gefahr für seine Tochter darstellen würde, hätte sie dem wohl kaum zugestimmt. Dies lasse 
sich mit dem natürlichen Schutzinstinkt einer liebenden Mutter nicht vereinbaren. Dies spreche 
dafür, dass die Mutter selbst nicht an eine vom Vater ausgehende Gefährdung von D.________ 
glaube. Das Friedensgericht stütze sich zudem einzig auf haltlose Anschuldigungen der Mutter 
gegen den Vater. Es müsse davon ausgegangen werden, dass letztere planmässig vorgegangen 
sei und das von ihr eingeleitete Strafverfahren missbrauche, um dessen Besuchs- und 
Kontaktrecht mit D.________ auszuhebeln. Dieses Vorgehen solle und dürfe nicht geschützt 
werden. Das Besuchsrecht solle solange eingeschränkt bleiben, bis das Strafverfahren 
abgeschlossen sei. Was sei mit „Abschluss des Strafverfahrens“ gemeint? Solle die 
Einschränkung solange bestehen bleiben, bis die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen 
abgeschlossen sind? Oder bis eine rechtskräftige Einstellungsverfügung vorliegt? Strafverfahren 
könnten bekanntermassen Jahre dauern, bis sie rechtskräftig abgeschlossen sind. Für den Vater 
sei dieser Zustand nicht zumutbar und die Einschränkung des Besuchsrechts und die 
Suspendierung des Ferienrechts seien unverhältnismässig. Zudem sei aus den Akten nicht ein 
einziger Beleg ersichtlich, woraus zweifelsfrei hervorgehe, dass ein Strafverfahren effektiv eröffnet 
wurde. Vieles deute darauf hin, dass bloss ein Vorverfahren eröffnet wurde, was dem Argument 
der Vorinstanz, wonach ein Strafverfahren im Gange sei, zuwiderlaufen würde. Auch diesbezüglich 
bestünden sehr viele Unklarheiten. Unter diesen Vorzeichen würden die getroffenen Massnahmen 
unverhältnismässig bzw. unbegründet erscheinen. Aus dem angefochtenen Entscheid gehe 
überdies nicht hervor, inwiefern das Kind durch Besuche gefährdet sei. Es sei nicht ersichtlich, was 
dem Vater konkret vorgeworfen wird und inwiefern D.________ durch sein Verhalten gefährdet 
sein soll. Der pauschale Verweis der Vorinstanz auf das laufende Strafverfahren sei zu wenig 
konkret, als dass eine Kindsgefährdung effektiv daraus hervorgehen würde. Selbst wenn die 
Einschränkung des Besuchsrechts rechtmässig wäre, wären die von der Vorinstanz getroffenen 
Massnahmen unverhältnismässig und zu restriktiv. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
sei erforderlich, dass einer Gefährdung des Kindswohls mit der mildest möglichen Einschränkung 
begegnet werde. In casu sei die Einschränkung des Besuchsrechts auf vier Stunden jeden zweiten 
Sonntag zu massiv. Das Besuchsrecht könnte mit einer Vertrauensperson für D.________ viel 
ausgedehnter stattfinden. Beispielsweise könnte das Besuchsrecht jeden Sonntag acht Stunden 
oder alle zwei Wochen ein ganzes Wochenende (ohne Übernachtung) in Betracht gezogen 
werden. Dies entspräche ebenfalls dem Kindswohl und dem Bedürfnis des Kindes, seinen Vater zu 
sehen und mit ihm Zeit zu verbringen. Die Vorinstanz unterlasse es sodann gänzlich, sich mit der 
Frage der Verhältnismässigkeit der getroffenen Massnahme auseinanderzusetzen. 
Interessanterweise gehe sie selbst (nur) von einer allfälligen Gefährdung des Kindswohls aus. Ob 
effektiv eine Gefährdungssituation vorliege, werde also offengelassen.

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In ihrer Stellungnahme hält die Kindesmutter insbesondere fest, sie sei sich der Bedeutung des 
Kontaktes zwischen D.________ und ihrem Vater bewusst. Im wahrsten Sinne des Wortes „merk-
würdige" Aussagen des Kindes im Zusammenhang mit Besuchen bei seinem Vater hätten sie zu 
zunehmender Verunsicherung geführt, bis sie sich schliesslich an Fachpersonen wandte und 
darauf die Behörden im Kanton Bern aufgrund der Sachlage aktiv wurden. Auch während des 
laufenden Verfahrens sei sie darum bemüht gewesen, im Rahmen des Möglichen einen Kontakt 
zwischen D.________ und dem Vater zu ermöglichen. Leider werde dieses Bemühen zu ihren 
Ungunsten interpretiert. Ihr gehe es einzig um das Wohl ihrer Tochter, um eine möglichst 
ungehinderte Entwicklung ihres Kindes in einem respektvollen und vertrauenswürdigen Umfeld. 
Die Untersuchungen und das laufende Verfahren würden auf der Möglichkeit eines Verstosses 
gegen Art. 187 StGB (Offizialdelikt) basieren, was von Amtes wegen untersucht werde. Sie habe 
selber keine Anzeige erstattet und werde auch darauf verzichten, sich am Strafverfahren als 
Klägerin aktiv zu beteiligen. An der Sitzung vom 13. Juli 2017 sei die Möglichkeit eines 
persönlichen Kontaktes ins Auge gefasst worden. Unglücklicherweise sei diese Möglichkeit zum 
Beschluss erhoben worden, bevor die Familie die konkrete Umsetzung des Vorschlages im Detail 
besprochen und geprüft hatte. So habe sie dann die spontanen Zugeständnisse in einer eigenen 
Beschwerde als unrealistisch deklarieren müssen. Sie gehe zudem davon aus, dass sich das 
Friedensgericht bei seinem Entscheid nicht nur auf die Aussagen der Kindsmutter gestützt hat. 
Was juristisch anscheinend als „Anschuldigung" bezeichnet werde, sei in ihren Augen das Melden 
von Auffälligkeiten. Die Meldungen sehe sie nicht als „haltlos". Die Annahme, es habe ein 
planmässiges Vorgehen mit dem Ziel, das Besuchs- und Kontaktrecht auszuhebeln gegeben, sei 
falsch. 

3.3. In seinem Bericht führt das Jugendamt aus, B.________ habe mitgeteilt, dass sie mit ihrem 
Mann und ihrer Tochter den Entscheid des Friedensgerichts nochmals überdacht habe und zum 
Schluss gekommen sei, dass sie die Lösung für das Besuchsrecht, wie sie sich im Entscheid 
präsentiert, nicht für umsetzbar halte. Sie und ihr Mann könnten sich aus gesundheitlichen 
Gründen nicht zur Verfügung stellen. Nebst den medizinischen Eingriffen, die bevorstünden, seien 
sie mit der Situation überfordert und wünschen, dass sie dafür nicht in die Verantwortung 
miteingezogen werden. Gerne seien sie bereit, falls dies gewünscht sei, den Spielplatz und die 
Umgebung auf dem Hof für die Ausführung des begleiteten Besuchsrechts zur Verfügung zu 
stellen. Die Kindsmutter habe sich hinter die Aussagen ihrer Mutter gestellt und möchte nicht, dass 
ihre Eltern mit ihren Problemen belastet werden. Vielmehr wünsche sie sich einen „normalen 
Umgang" zwischen ihr und ihrem Ex-Partner. Ihr Ziel sei, dass die Eltern zusammen für die 
Bedürfnisse ihrer Tochter einstehen, so dass D.________ von beiden Elternteilen profitieren 
könne. Sie wünsche sich für ihre Tochter den Kontakt zum Vater, da das Kind viel nach ihm frage 
und ihn wieder sehen möchte. Momentan sei dies nicht wie gewohnt möglich, da das Urteil der 
Staatsanwaltschaft noch ausstehe. Die Eltern hätten D.________ auf ihre Fragen betreffend 
Fernbleiben des Vaters geantwortet und ihr gesagt, dass dieser sie momentan nicht besuchen 
könne, er sei im Hotel. Auf Verlangen von D.________ habe die Mutter die Möglichkeit geboten, 
dass der Vater mit seiner Tochter über Skype in Kontakt treten könne. Sie betone, dass sie sich 
bei den weiteren begleiteten Besuchstagen vorstellen könne, die Verantwortung dafür zu 
übernehmen. Es wäre aus ihrer Sicht auch möglich, dass sie mit D.________ auf einen neutralen 
Spielplatz gehe und dort den Kontakt zu ihrem Vater zulasse. Auch habe sie nichts dagegen, wenn 
der Vater seine Tochter zu Hause besuchen und sie ihm das neue Zimmer zeigen wolle. Das 
Jugendamt habe die Mutter und D.________ sodann am 4. August 2017 zu Hause besucht und 
ein aufgestelltes, fröhliches Mädchen vorgefunden. Es sei am Basteln eines Geschenkes für den 

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Vater gewesen. Die Mutter habe gesagt, dass D.________ ihren Vater sehr vermisse. Sie sei 
bereit, das Besuchsrecht vorübergehend, bis zum Eintreffen des strafrechtlichen Urteils, zu 
begleiten. Sie bedinge jedoch aus, dass während dieser Zeit nicht über das momentane Vorgehen 
gesprochen werde. Der Vater solle die gemeinsame Zeit mit seiner Tochter geniessen, alles 
Weitere werde das Gericht entscheiden. Sie wolle keine gemeinsamen Diskussionen vor 
D.________ führen. Das Kind habe seinen Vater während des Hausbesuchs öfters erwähnt. Es 
habe gesagt, dass es ihm ein Geschenk machen wolle. Ebenfalls könne sich das Mädchen über 
die gemeinsame Zeit mit dem Vater äussern, wie er mit ihm vom Hotel aus geskypt habe usw. Der 
Vater sei seinerseits über das Vorgehen der Mutter enttäuscht und möchte so rasch als möglich 
den Kontakt zu seiner Tochter wieder aufnehmen können. Er sei mit den erwähnten Vorschlägen 
der Mutter einverstanden und setze alles daran, seine Tochter sehen zu können. Er habe erwähnt, 
dass er die geplanten Sommerferien in G.________ mit D.________, seiner älteren Tochter und 
seinen Eltern kurzfristig absagen musste. Die Kindseltern hätten sich einigen können, dass das 
begleitete Besuchsrecht unter der Verantwortung der Mutter am Samstag, 5. August 2017 von 
9.00 bis 13.00 Uhr auf dem Hof der Grosseltern mütterlicherseits stattfindet. Beide Eltern hätten 
über eine von D.________ positiv erlebte Zeit mit dem Vater berichtet. Sie sei aufgeblüht und habe 
die Zeit mit ihrem Vater sehr genossen. Zwischen den Eltern habe eine vorübergehende Lösung 
für das Besuchsrecht gefunden werden können. Die Mutter habe erwähnt, dass sie sich vorstellen 
könne, das Besuchsrecht jeden zweiten Sonntag zu begleiten, vorausgesetzt, dass sich der Vater 
an die vorgegebenen Abmachungen hält, wie dies am 5. August 2017 der Fall war. Ebenfalls 
möchte sie das Besuchsrecht nicht länger als 3-4 Mal begleiten. Nach dem Urteil müsse eine 
andere Lösung in Erwägung gezogen werden. Der vorübergehenden Lösung des begleiteten 
Besuchsrechts könne das Jugendamt im Interesse von D.________ zustimmen. Es schlage daher 
vor, dieses gemäss Beschreibung bis zum rechtskräftigen Urteil aufrecht zu erhalten.

Beiden Eltern wurde die Möglichkeit gegeben, zu diesen Ausführungen Stellung zu nehmen, 
insbesondere zur vorgeschlagenen, vorübergehen Lösung eines durch die Mutter begleiteten 
Besuchsrechts. Die Mutter reichte diesbezüglich keine Stellungnahme ein. Der Vater hingegen lies 
namentlich das Folgende ausführen: Von Seiten des Jugendamtes werde ihm ausschliesslich 
Positives attestiert wird. Gar die Mutter wünsche sich für D.________ den Kontakt zum Vater. Dies 
überrasche doch einigermassen, da doch sie das (haltlose) Strafverfahren gegen ihn erst in Gang 
gebracht habe. Wäre die Mutter von ihren Anschuldigungen überzeugt, würde sie wohl kaum 
weiterhin wünschen, dass das Kind Zeit mit seinem Vater verbringt. Aus der Stellungnahme des 
Jugendamtes sei zu entnehmen, dass es D.________ gut gehe und sie ihren Vater vermisse. 
Insbesondere anlässlich des begleiteten Besuchsrechts sei sie aufgeblüht und habe die Zeit mit 
ihrem Vater genossen. Ihm läge das Kontaktrecht zu seiner Tochter sehr am Herzen. Nichts sei 
ihm wichtiger, als dass er das Kontaktrecht bald wieder im gewohnten Umfang wahrnehmen 
könne. Die aktuelle Situation sei für ihn unhaltbar. Selbstverständlich sei ein begleitetes, 
eingeschränktes Besuchsrecht besser als gar keines. Jedoch sei zu bemerken, dass die 
Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland gemäss Mitteilung vom 18. August 2017 in Aussicht stellt, 
das Strafverfahren einzustellen. Er könne sich daher nicht mit dem Vorschlag des Jugendamtes 
einverstanden erklären und verlange weiterhin die sofortige Wiedereinführung des ordentlichen 
Kontaktrechts.

3.4. Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht 
zusteht, und das unmündige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr. 
Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges Pflichtrecht, wobei es in erster Linie dem Interesse des 
Kindes dient und oberste Richtschnur für seine Ausgestaltung das Kindeswohl ist, welches anhand 

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der Umstände des konkreten Einzelfalles zu beurteilen ist (BGE 122 III 229 E. 3a/bb; 122 III 404 
E. 3b; 131 III 209 E. 5). 

Grundsätzlich haben Eltern und Kind Anspruch auf persönliche, direkte und private Kontakte. Wird 
das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, kann ihnen das Recht auf 
persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Gefährdung 
des Wohls des Kindes im genannten Sinn liegt dann vor, wenn dessen ungestörte körperliche, 
seelische oder sittliche Entwicklung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht 
obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist (BGE 122 III 404 E. 3b; Urteil 5A_200/2015 vom 
22. September 2015 E. 7.2.3.1 in FamPra.ch 2016 S. 302). Auf der anderen Seite ist zu 
berücksichtigen, dass das Besuchsrecht dem nicht obhutsberechtigten Elternteil um seiner 
Persönlichkeit willen zusteht und ihm daher nicht ohne wichtige Gründe ganz abgesprochen 
werden darf. Eine Gefährdung des Kindeswohls ist daher unter diesem Gesichtspunkt nicht 
leichthin anzunehmen und kann nicht schon deswegen bejaht werden, weil beim betroffenen Kind 
eine Abwehrhaltung gegen den nicht obhutsberechtigten Elternteil festzustellen ist (Urteile 
5A_932/2012 vom 5. März 2013 E. 5.1 in FamPra.ch 2013 S. 816; 5A_404/2015 vom 
27. Juni 2016 E. 5.2.3). Der gänzliche Ausschluss eines Elternteils vom persönlichen Verkehr 
kommt nur als ultima ratio in Frage; er ist einzig statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen 
eines Besuchsrechts nicht anderweitig in für das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen 
(BGE 122 III 404 E. 3b; Urteil 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3.1 in FamPra.ch 
2016 S. 302). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit wie auch der Sinn und Zweck des 
persönlichen Verkehrs verbieten indes dessen gänzliche Unterbindung, wenn die befürchteten 
nachteiligen Auswirkungen des persönlichen Verkehrs für das Kind durch die Anwesenheit einer 
Drittperson (sog. begleitetes Besuchsrecht) in Grenzen gehalten werden können (Urteile 
5A_401/2014 vom 18. August 2014 E. 3.2.2; 5A_381/2011 vom 10. November 2011 E. 4.2.1; 
5A_699/2007 vom 26. Februar 2008 E. 2.1, in FamPra.ch 2008 S. 696 f.). Das begleitete 
Besuchsrecht bezweckt, der Gefährdung des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu 
entschärfen und Ängste abzubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen 
zum Kind und unter den Eltern zu vermitteln. Grundsätzlich stellt das begleitete Besuchsrecht eine 
Übergangslösung dar und ist daher nur für eine begrenzte Dauer anzuordnen; es scheidet aber 
aus, wenn von vornherein klar ist, dass die Besuche nicht innert absehbarer Zeit ohne Begleitung 
werden ausgeübt werden können (vgl. BGE 119 II 201 E. 3 S. 205 f.). 

3.5. Vorliegend wurde der persönliche Verkehr zwischen Vater und Tochter aufgrund eines 
laufenden Strafverfahrens zwar nicht ausgeschlossen, jedoch bedeutend eingeschränkt 
(begleitetes Besuchsrecht von 4 Stunden alle zwei Wochen, keine Ferien). Es ist somit zu prüfen, 
ob eine Gefährdung des Wohls von D.________ vorliegt, bzw. ob deren ungestörte körperliche, 
seelische und sittliche Entwicklung durch ein unbegrenztes Zusammensein mit ihrem Vater 
bedroht ist.

Worum es im besagten Strafverfahren genau geht, bzw. was dem Vater konkret vorgeworfen wird, 
geht nicht aus dem angefochtenen Entscheid hervor. Den Akten der Vorinstanz kann einzig 
entnommen werden, dass sich die Mutter bei der Kinderschutzgruppe Bern (Inselspital) gemeldet 
und gesagt hat, ihre Tochter mache nach den Besuchswochenenden beim Vater eigenartige 
Äusserungen. Aufgrund dieser seien nach Auffassung der Mutter sexuelle Übergriffe durch den 
Vater nicht auszuschliessen (act. 35, 38). Um was für Äusserungen es sich handelt, wurde durch 
die Vorinstanz nicht eruiert. Einer nicht datierten Telefonnotiz kann u.a. entnommen werden, dass 
die Psychologin der Kindesschutzgruppe ihr mitgeteilt hat, die „Mutter habe immer wieder eher 

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abgeschwächt, was passiert sei, vielleicht täusche sie sich ja; gemäss Frau H.________ eher 
seltenes Verhalten, da in der Regel die Mütter eher verstärken“ (act. 36). Die Vorinstanz hat das 
Besuchsrecht sodann mit sofortiger Wirkung sistiert und die Eltern am 13. Juli 2017 getrennt 
angehört. Dabei ging es jedoch nicht um die Prüfung der Gefährdung des Kindes, sondern vor 
allem darum, eine Lösung für ein begleitetes Besuchsrecht zu finden. Eine Anhörung des Kindes 
fand trotz Antrag der damaligen Beiständin (act. 40) im Kindesschutzverfahren nicht statt, was 
namentlich aufgrund der laufenden Strafuntersuchung verständlich ist. Es wurden aber auch keine 
weiteren Informationen eingeholt, sei es auch nur von den Kindseltern; zumindest sind keine 
dokumentiert und auch nicht im Entscheid erwähnt. Die alleinige Eröffnung einer Strafuntersu-
chung vermag allenfalls einen superprovisorischen Sistierungsentscheid zu begründen, aber nicht 
eine Regelung, die je nach dem während mehreren Monaten oder sogar länger (gemäss Entscheid 
vom 13. Juli 2017 bis Abschluss des Strafverfahrens) zu gelten hat, ohne dass zuvor der 
Sachverhalt – insbesondere in Bezug auf die Voraussetzungen für eine Einschränkung des 
Besuchsrechts – weitergehend geprüft wurde. Der Vorinstanz muss dennoch zugutegehalten 
werden, dass anlässlich der Anhörungen vom 13. Juli 2017 die Möglichkeit eines vorüber-
gehenden Besuchsrechts von einigen Stunden auf dem Hof der Grosseltern mütterlicherseits in 
Begleitung der Grossmutter – allenfalls in Anwesenheit der Kindsmutter – thematisiert wurde und 
weder die Kindsmutter noch der Kindsvater oder die Grossmutter dieser Lösung ganz abgeneigt 
waren. Kommt hinzu, dass sich die Situation seit der Sitzung vom 13. Juli 2017 verändert hat. Die 
Eltern und die Grossmutter sind mit der von der Vorinstanz entschiedenen Lösung nicht mehr 
einverstanden. Am 18. August 2017 teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern ihrerseits mit, 
sie stelle in Aussicht, das Verfahren einzustellen, was sie am 4. September 2017 sodann auch tat. 
Sie begründete ihren – soweit ersichtlich noch nicht rechtskräftigen – Entscheid wie folgt: „Im 
vorliegenden Fall haben die durchgeführten Ermittlungen keine konkreten Hinweise auf sexuelle 
Handlungen durch den Beschuldigten zum Nachteil seiner Tochter D.________ ergeben. Die 
gynäkologische Untersuchung von D.________ am 07.06.2017 erfolgte zeitnah zum verbrachten 
Wochenende beim Beschuldigten vom 02.-04.06.2017. Es konnten dabei keinerlei Verletzungen 
im Genitalbereich festgestellt werden. Dem rechtsmedizinischen Gutachten vom 08.06.2017 ist 
zwar zu entnehmen, dass ein Fehlen von Verletzungen eine stattgehabte Fremdmanipulation nicht 
ausschliesse. Vorliegend kann allerdings auch keine Fremdmanipulation nachgewiesen werden. 
Die Aussagen von D.________, auf dem von der Mutter aufgenommenen Video, betreffend 
„Wasser auf dem Finger" und den Stab mit welchem er „gegigslät" habe und das gleichzeitige 
Zeigen auf den Genitalbereich sind in der Tat auffällig, vermögen jedoch nicht eine konkrete 
sexuelle Handlung zum Nachteil von D.________ nachzuweisen, zumal aus diesem Handyvideo 
auch nicht ersichtlich ist, in welchem Zusammenhang diese Aussagen genau entstanden sind und 
die Nachfragen der Mutter suggestiv gestellt wurden. In der später durchgeführten 
Videoeinvernahme hat D.________ diesbezüglich keine konkreteren Aussagen gemacht und es 
konnte auch nicht geklärt werden, was sie mit dem braunen „Stäbli" genau gemeint hat. Dazu 
muss auch erwähnt werden, dass D.________ anlässlich der Befragung erst knapp dreieinhalb 
Jahre war und es bereits aufgrund der sprachlichen Entwicklung in diesem Alter schwierig ist, 
konkrete Aussagen zu diesem Thema zu erwarten. Selbst die Aussagen der neuneinhalbjährigen 
und damit deutlich älteren Tochter I.________, welche die Wochenenden regelmässig gemeinsam 
mit D.________ beim Beschuldigten verbringt, brachten keinerlei weitere Hinweise auf sexuelle 
Übergriffe. An einen Vorfall mit einem Stäbchen könne sie sich nicht erinnern und auch sonst sei 
nie etwas Spezielles vorgefallen. Im Gegenteil, sie gehe sehr gerne zum Vater und möchte ihn 
sogar noch mehr besuchen. Auch die Mutter von I.________ konnte nichts entsprechend 
Verdächtiges berichten. Der Beschuldigte selber zeigte sich anlässlich seiner Befragung offen 

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gegenüber dem Thema Sexualität und erklärte spontan, nackt mit beiden Kindern zu baden. Dies 
sei schon in seiner Kindheit so gewesen und er habe nichts zu verstecken. Es ist somit 
abschliessend festzuhalten, dass nach den durchgeführten Beweismassnahmen weder konkrete 
Aussagen noch objektive Beweise vorliegen, welche aufzeigen würden, dass der Beschuldigte 
sexuelle Handlungen an seiner Tochter D.________ vorgenommen hätte. Der anfängliche 
Tatverdacht konnte somit nicht erhärtet werden und eine Anklageerhebung ist aufgrund der 
vorgängigen Ausführungen nicht gerechtfertigt. Aus diesen Gründen ist das Verfahren gegen den 
Beschuldigten einzustellen“. 

Was die dreieinhalbjährige D.________ betrifft, geht aus den Akten und dem Bericht des 
Jugendamtes hervor, dass sie ihren Vater sehen will, nach ihm fragt und an ihm hängt, was auch 
zu berücksichtigen ist. 

3.6. In Anbetracht sämtlicher Ausführungen kommt der Hof zum Schluss, dass keine 
genügenden Hinweise für eine konkrete Gefährdung des Kindes vorliegen, bzw. die 
Einschränkung des persönlichen Verkehrs nicht gerechtfertigt ist. 

Der Beschwerdeführer erläutert hingegen nicht, weshalb das Ferienrecht vier Wochen betragen 
soll, obschon im Jahr 2014 drei Wochen vereinbart und genehmigt wurden, was auch dem Bericht 
der ehemaligen Beiständin vom 12. Januar 2017 entnommen werden kann (vgl. Planung von drei 
Wochen Ferien für das Jahr 2017, act. 6), so dass auf dieses Begehren nicht einzutreten ist. 

Die Beschwerde der Mutter und der Grossmutter ist somit abzuweisen, jene des Vaters teilweise 
gutzuheissen und das Besuchs- und Ferienrecht gemäss genehmigter Vereinbarung vom 
6. Oktober 2014 umgehend wieder einzuführen. 

4. Der Beschwerdeführer beantragt für das Beschwerdeverfahren die Gewährung der 
vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege. 

4.1. Gemäss Art. 117 ZPO hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht über die 
notwendigen Mittel verfügt und wessen Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. 

Diese Voraussetzungen sind vorliegend allesamt erfüllt (vgl. u.a. Beilagen zum URP-Gesuch). 
Dem Beschwerdegegner ist somit die unentgeltliche Rechtspflege ohne Kosten zu gewähren. Er 
wird darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.

4.2. Die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivilsachen wird aufgrund 
des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit 
festgesetzt (Art. 57 Abs. 1 JR). Massgebend ist jener Aufwand, den ein Anwalt mit 
durchschnittlicher Arbeitserfahrung zur korrekten Führung des Verfahrens benötigt. Der 
Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR).

Aufgrund des für die vorliegende Zivilsache erforderlichen Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit 
und des Schwierigkeitsgrades der Angelegenheit wird die angemessene Entschädigung von 
Rechtsanwalt Florian Kaufmann auf einen Betrag von pauschal CHF 1‘500.-, zuzüglich MwSt. von 
CHF 120.-, insgesamt ausmachend CHF 1‘620.-, festgesetzt.

5. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten der betroffenen Person; Art. 108 ZPO bleibt 
vorbehalten. Parteikosten können zugesprochen werden, soweit das Verfahren einen Konflikt 
privater Interessen betrifft (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und 3 KESG).

Das Gericht kann von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach 
Ermessen verteilen, namentlich in familienrechtlichen Verfahren oder wenn andere besondere 

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Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen 
lassen (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 107 Abs. 1 Bst. c und f ZPO). 

Aufgrund der gesamten Umstände sind die Gerichtskosten von CHF 600.- den Parteien hälftig 
aufzuerlegen, unter Vorbehalt der dem Beschwerdeführer gewährten vollständigen unentgeltlichen 
Rechtspflege. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ und B.________ wird abgewiesen.

Die Beschwerde von C.________ wird teilweise gutgeheissen. 

Folglich wird der Entscheid des Friedensgerichts des Seebezirks vom 13. Juli 2017 
aufgehoben und das Besuchs- und Ferienrecht gemäss genehmigter Vereinbarung vom 
6. Oktober 2014 umgehend wieder eingeführt. 

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege von C.________ wird gutgeheissen und ihm für 
das Beschwerdeverfahren die vollständige unentgeltliche Rechtspflege gewährt, unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt Florian Kaufmann als amtlicher Rechtsbeistand.

Die angemessene Pauschalentschädigung von Rechtsanwalt Florian Kaufmann als amtlicher 
Rechtsbeistand von C.________ wird auf CHF 1‘620.-, inkl. MwSt. zu CHF 120.-, 
festgesetzt.

III. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 600.- festgesetzt und 
A.________ und B.________ einerseits und solidarisch sowie C.________ andererseits je 
hälftig auferlegt, unter Vorbehalt der C.________ gewährten vollständigen unentgeltlichen 
Rechtspflege.

IV. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 2. Oktober 2017/swo

Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin