# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac602d1a-c8dd-5eb1-bf76-184279540350
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.09.2008 C-1518/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1518-2007_2008-09-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1518/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Bernard Vaudan, 
Richter Andreas Trommer, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

G._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Schlussabrechnung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1518/2007

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer (geb. [...], Sri Lanka) reiste am 27. Juni 1990 in 
die  Schweiz  ein,  wo er  zwei  Tage später  um Asyl  nachsuchte. Das 
damals  zuständige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF;  heute:  BFM) 
lehnte  das  Gesuch  mit  Verfügung  vom  18.  Februar  2000  ab  und 
ordnete  die  Wegweisung  aus der  Schweiz  an; wegen Unmöglichkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  wurde  der  Beschwerdeführer  jedoch  mit 
gleichem Entscheid vorläufig aufgenommen. Am 6. Juni 2006 erteilte 
ihm der Kanton Zürich eine Jahresaufenthaltsbewilligung, wodurch die 
vorläufige Aufnahme beendet wurde.

B.
Am 11. Juli 2000 wurde dem Beschwerdeführer der Entwurf einer Zwi-
schenabrechnung über das Sicherheitskonto Nr. _______ (lautend auf 
G._______)  unterbreitet.  Darin  setzte  das  Bundesamt  die  Fürsor-
gekosten  für  die  Zeitspanne  des  Asylverfahrens  pauschal  auf 
Fr. 8'400.- fest (210 Tage à Fr. 40.-). Weil hierzu keine Stellungnahme 
einging,  erliess  die  Vorinstanz  am  6. September  2000  eine  ent-
sprechende Verfügung, die unangefochten blieb und in Rechtskraft er-
wuchs.

C.
Nachdem der Beschwerdeführer die Jahresbewilligung erhalten hatte, 
sandte  ihm  das  BFM  am  12.  Dezember  2006  den  Entwurf  einer 
Schlussabrechnung zu. Bei einem Kontostand von damals Fr. 18'063.- 
(Fr. 17'686.30 Sicherheiten aus dem Erwerbseinkommen gemäss Kon-
toauszug, plus Fr. 376.70 nicht geleistete Sicherheiten eines früheren 
Arbeitgebers) wurden dem Kontoinhaber darin für die Dauer der vor-
läufigen  Aufnahme  rückerstattungspflichtige  Kosten  von  Fr. 26'440.- 
(661 Tage à Fr. 40.-) belastet, was einen Negativsaldo von Fr. 8'377.- 
ergab.  Der  Beschwerdeführer  machte  von  der  ihm  eingeräumten 
Äusserungsmöglichkeit wiederum keinen Gebrauch.

D.
Am  30.  Januar  2007  verfügte  die  Vorinstanz  im  Sinne  des  Abrech-
nungsentwurfs  vom  12.  Dezember  2006.  Die  aus  der  Sicherheits-
leistungspflicht  zurückzuerstattenden  Kosten  seien  auf  Fr. 26'440.- 
festzusetzen. Das Sicherheitskonto werde saldiert  und der Saldo, zu-

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züglich  Zins,  abzüglich  Spesen,  dem Bundesamt  als  anteilsmässige 
Rückerstattung an die verursachten Kosten überwiesen.

E.
Mit Eingabe vom 20. Februar 2007 ersucht der Beschwerdeführer um 
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und Auszahlung der aus 
dem  Erwerbseinkommen  geleisteten  Sicherheiten.  Hierbei  macht  er 
geltend, mit der Belastung von Fr. 26'440.- nicht einverstanden zu sein. 
Er sei nie von Soziahilfe abhängig gewesen, sondern habe immer ge-
arbeitet.

F.
Die Vorinstanz beantragt  in ihrer  Vernehmlassung vom 21. Mai  2007 
die Abweisung der Beschwerde und führt aus, der Beschwerdeführer 
sei seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Ohne entsprechen-
de Beweise könne nicht davon ausgegangen werden, die Regelvermu-
tung sei zu hoch angesetzt. Aus den in den Jahren 2000 bzw. 2002 ab-
gewiesenen Gesuchen um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gehe 
im Übrigen hervor, dass der Betroffene während seiner Anwesenheit 
hierzulande entgegen eigener Darstellung teilweise fürsorgeabhängig 
und nicht regelmässig erwerbstätig gewesen sei.

G.
In der Replik vom 21. Juni 2007 hält der Beschwerdeführer daran fest, 
auf seinem Sicherheitskonto befinde sich noch Geld, welches ihm zu-
stehe.  Der  Eingabe  legte  er  mehrere  Arbeitszeugnisse  sowie  einen 
Auszug aus dem individuellen  Konto  bei  der  Sozialversicherungsan-
stalt Zürich (SVA Zürich) bei. Schliesslich macht er geltend, das BFM 
habe für die Zeit des Asylverfahrens zu Unrecht Fr. 8'400.- verrechnet 
(vgl. Verfügung des BFM vom 6. September  2000 betr. Zwischenab-
rechnung).

H.
Im  Rahmen  des  zweiten  Schriftenwechsels  schliesst  das  BFM  am 
24. April  2008, unter Verweis auf eine Bestätigung der Asylorganisa-
tion Zürich vom 31. März 2008 und eine solche des Sozialamtes des 
Kantons  Zürich  vom  10. April  2008,  erneut  auf  Abweisung  der  Be-
schwerde.

I.
Am 20. Mai 2008 legte der Beschwerdeführer eine korrigierte Kosten-

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zusammenstellung der Asylorganisation Zürich vom 13. Mai 2008 mit 
den entsprechenden Kontoauszügen ins Recht.

J.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM betreffend Schlussabrechnung über ein Si-
cherheitskonto  unterliegen  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31] i.V.m. Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ge-
setz nichts anderes bestimmt. Das Urteil  ist  endgültig  (Art. 1 Abs. 2 
VGG  i.V.m.  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Anfechtung 
legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 48 ff. VwVG), soweit sie sich gegen die angefochtene 
Schlussabrechnung richtet (zum Verfahrensgegenstand siehe auch E. 
5 weiter unten).

2.
2.1 Die angefochtene Verfügung stützt sich auf die damaligen Fassun-
gen von Art. 85 – 87 AsylG (AS 1999 2284 f.), einzelne Bestimmungen 
der Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 11. August 1999 
(AsylV2 [SR 142.312], AS 1999 2318) und der Verordnung vom 11. Au-
gust 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung von ausländi-
schen Personen (VVWA [SR 142.281], AS 1999 2254) sowie Art. 14c 
Abs. 6 des inzwischen aufgehobenen Bundesgesetzes vom 26. März 
1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 
121). Am 1. Januar 2008 trat das zweite Paket der Asylgesetzrevision 
vom 16. Dezember  2005 mit  den entsprechenden Anpassungen  des 

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AsylG und der AsylV2 in Kraft. Sie bringt im Bereich der Rückerstat-
tung von Kosten namhafte Neuerungen mit sich, insbesondere wird die 
bisherige Sicherheitsleistungs-  und Rückerstattungspflicht  durch eine 
sogenannte  Sonderabgabe  ersetzt  (vgl. Botschaft  zur  Änderung des 
Asylgesetzes vom 4. September 2002, BBl 2002 6872 f. und 6893 f.). 
Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 16. Dezem-
ber 2005 sieht vor, dass für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser 
Gesetzesänderung  hängigen  Verfahren  das  neue  Recht  zur  Anwen-
dung  gelangt.  Entsteht  vor  Inkrafttreten  der  Gesetzesänderung  ein 
Schlussabrechnungstatbestand  nach  Art.  87  AsylG  in  der  Fassung 
vom 26. Juni 1998, so erfolgen die Abrechnung und die Saldierung ge-
mäss Absatz 2 besagter Übergangsbestimmungen jedoch nach bishe-
rigem Recht. Bei vorläufig Aufgenommenen bleibt der auf die Art. 85 – 
Art. 87 AsylG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen 
Fassung) Bezug nehmende Art. 14c Abs. 6 ANAG entsprechend an-
wendbar  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-1242/2006 
vom 15. Mai 2008 E. 1.3 und C-1234/2006 vom 9. Mai 2008 E. 3.2; zur 
Ablösung des ANAG durch das Bundesgesetz über die Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20] ferner BVGE 2008/1 E. 2 S. 2 
ff.).

2.2 Der  Beschwerdeführer  hat  vom Kanton  Zürich  am 6.  Juni  2006 
eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, der Schlussabrechnungsgrund ist 
mit  anderen  Worten  vor  Inkrafttreten  der  Asylgesetzrevision  vom 
16. Dezember 2005 eingetreten (Abs. 2 der Übergangsbestimmungen 
zur Änderung vom 16. Dezember 2005). Für die materielle Beurteilung 
der Beschwerde vom 20. Februar 2007 ist daher auf die altrechtliche 
Regelung abzustellen.

3.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Behörde 
als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit gerügt wer-
den  (Art.  49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides  (vgl. 

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BGE 129 II 215 nicht publ. E. 1.2, sowie Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts C-135/2006 vom 20. Dezember 2007 E. 2 mit  weiteren Hin-
weisen),  wobei  in  der  vorliegenden  Streitsache,  wie  oben  dargetan, 
das alte Recht anwendbar bleibt.

4.
4.1 Soweit zumutbar, haben vorläufig aufgenommene Ausländerinnen 
und Ausländer Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten sowie die Kos-
ten von Rechtsmittelverfahren zurückzuerstatten (vgl. Art. 14c Abs. 6 
ANAG i.V.m. Art 85 Abs. 1 AsylG in der Fassung vom 26. Juni 1998). 
Gemäss Art. 14c Abs. 6 ANAG sind sie verpflichtet, für die Rückerstat-
tung dieser Kosten Sicherheit  zu leisten. Zu diesem Zweck führt  der 
Bund Sicherheitskonti, auf welche die jeweiligen Arbeitgeber zehn Pro-
zent  des  Erwerbseinkommens  der  vorläufig  aufgenommenen Person 
zu überweisen haben (vgl. Art. 14c Abs. 6 ANAG und den bis zum 31. 
Dezember  2007  gültig  gewesenen  Art.  22  Abs.  1  VVWA  [AS  2007 
5567] i.V.m. Art. 86 Abs 2 AsylG und Art. 11 Abs. 1 AsylV2 in den ehe-
maligen Fassungen).

4.2 Wird eine Aufenthaltsbewilligung erteilt,  so erstellt  die Vorinstanz 
eine  Abrechnung,  in  welcher  der  Saldo  des  Sicherheitskontos  den 
rückerstattungspflichtigen Kosten gegenübergestellt wird (Art. 14c Abs. 
6  ANAG  sowie  der  inzwischen  aufgehobene  Art.  22  Abs.  1  VVWA 
i.V.m. den alten Fassungen von Art. 87 Abs. 1 AsylG und Art. 17 Abs. 2 
AsylV2). Dabei werden die mit den Sicherheitsleistungen zu verrech-
nenden allgemeinen Fürsorgekosten auf  Grund einer  Pauschale von 
Fr. 40.- pro Tag und Person festgesetzt, wobei die tatsächliche Vermu-
tung gilt, dass die Person während der Zeit ohne Arbeitsverhältnis voll-
umfänglich  unterstützt  worden ist;  diese Vermutung ist  gemäss dem 
bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft gewesenen Art. 23 Bst. b VVWA 
namentlich  dann  zu  überprüfen,  wenn  der  Kontoinhaber  nachweist, 
dass die Bedürftigkeit während der erwerbslosen Zeit nicht oder nicht 
vollständig  bestanden  hat  oder  Eigen-  bzw. Drittleistungen  erbracht 
wurden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1232/1233/2006 
vom 15. Juni 2007 E. 3.1).

5.
Dem Beschwerdeführer wurden in der Schlussabrechnung vom 30. Ja-
nuar 2007 für die Phase der vorläufigen Aufnahme Fürsorgeaufwen-
dungen im Betrag von Fr. 26'440.- veranschlagt (vgl. Ziffer 2 des Dis-
positivs der angefochtenen Verfügung). Auf Beschwerdeebene macht 

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er in diesem Zusammenhang geltend, nie Sozialhilfeleistungen bezo-
gen zu haben. Soweit er in der Replik vom 21. Juni 2007 darüber hin-
aus die ihm für die Dauer des Asylverfahrens belasteten Sozialhilfe-
kosten beanstandet, sind seine Einwände nicht zu hören, wurden dem 
Kontoinhaber die rückerstattungspflichtigen Kosten für diese Zeit in der 
(definitiven) Zwischenabrechnung vom 6. September 2000 doch ver-
bindlich  auf  den  Betrag  von  Fr.  8'400.-  festgelegt  (zur  Rechtsnatur 
rechtskräftiger Zwischenabrechnungen siehe die Urteile des Bundes-
gerichts  2A.272/2004  vom  26.  Mai  2004  E.  2.2,  2A.395/2003  vom 
9. September 2003 E. 2.1 und 2.2, 2A.442/2002 vom 28. Januar 2003 
E. 3.1 – 3.3 und 2A.472/2002 vom 28. Januar 2003 E. 3.1 – 3.3). Nicht 
bestritten sind hingegen die geleisteten Sicherheiten von Fr. 18'100.55 
(Ziff. 1 des Dispositivs der Schlussabrechnung). Gegenstand der hier 
zu beurteilenden Beschwerde bildet daher einzig die Höhe der Kosten, 
die der Betroffene als vorläufig Aufgenommener verursacht hat.

5.1 Die vorläufige Aufnahme begann vorliegend mit deren Anordnung 
am 18. Februar 2000 und endete mit der Erteilung der kantonalen Auf-
enthaltsbewilligung am 6. Juni 2006. Der Beschwerdeführer unterstand 
demnach während der gesamten Dauer der vorläufigen Aufnahme der 
für  Personen  unter  diesem Status  in  dieser  Ausgestaltung  seit  dem 
1. Oktober  1999  bestehenden  Sicherheitsleistungs-  und  Rückerstat-
tungspflicht  (vgl.  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-1232/1233/2006 vom 15. Juni 2007 E. 3.2).

5.2 Die  Vorinstanz  geht  davon  aus,  dass  der  Beschwerdeführer  im 
massgeblichen Zeitabschnitt mindestens 661 Tage lang in keinem Ar-
beitsverhältnis stand, woraus aufgrund der Regelvermutung des inzwi-
schen aufgehobenen Art. 23 Bst. b VVWA die erwähnte Summe von 
Fr. 26'440.- resultiert. Sie stützt sich hierbei vorab auf die Sicherheits-
kontoauszüge, die für gewisse Zeitspannen praktisch keine Gutschrif-
ten  aufweisen. Dass der  Kontoinhaber  nicht  immer erwerbstätig  war 
und zeitweise von der Sozialhilfe unterstützt werden musste, schliesst 
das Bundesamt ferner aus den vom Migrationsamt des Kantons Zürich 
am 17. Oktober 2000 bzw. 26. Juli 2002 aus eben diesem Grunde ab-
gewiesenen Gesuchen um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Da 
der Beschwerdeführer, der sich bis dahin äussert passiv verhalten hat-
te, zusammen mit der Replik vom 21. Juni 2007 eine Reihe von Unter-
lagen nachreichte, sah sich das BFM indessen veranlasst,  die Höhe 
der effektiv beanspruchten Fürsorgeleistungen von Amtes wegen bei 
den zuständigen Sozialhilfebehörden des Kantons Zürich abzuklären.

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5.3 Der Bestätigung der Asylorganisation Zürich vom 31. März 2008, 
welche am folgenden Tag beim Bundesamt einging, lässt sich entneh-
men, dass der Beschwerdeführer in der Zeitspanne vom 1. Juni 2002 
bis  31.  Oktober  2005  Sozialhilfeaufwendungen  im  Umfang  von 
Fr. 18'763.- verursacht hat. Nicht darin inbegriffen sind laut diesem Be-
leg  die  vom  kantonalen  Sozialamt  bezahlten  Krankenkassenkosten. 
Sie  belaufen sich einer  vom 10. April  2008 datierenden Bestätigung 
des Kantonalen Sozialamtes zufolge auf „ca. Fr. 13'840.-“. Die Summe 
der  tatsächlich  verursachten  Fürsorgeleistungen  (Fr.  32'603.-)  läge 
mithin deutlich über dem vom BFM in der angefochtenen Verfügung er-
mittelten Unterstützungsbetrag von Fr. 26'440.-.

Am 21. Mai 2008 ging beim Bundesverwaltungsgericht allerdings eine 
neue, von den früheren Angaben abweichende Kostenberechnung der 
Asylorganisation Zürich ein. In dieser zweiten Bestätigung vom 13. Mai 
2008 figurieren nurmehr Kosten von Fr. 10'455.35 (Fr. 8'307.35, plus 
Krankenkassen-Kollektivprämien  von  Fr.  2'148.-).  Die  am  31.  März 
2008  erteilte  Auskunft  war  gemäss  Darstellung  der  Asylorganisation 
Zürich inkorrekt, weil man übersehen habe, dass ein Teil der Ausgaben 
durch zedierte Arbeitslosentaggelder gedeckt sei. Nicht enthalten sind 
im nach unten korrigierten Betrag hingegen die zu addierenden Privat-
krankenkassenprämien (siehe die  Bemerkungen auf  der Bestätigung 
vom 13. Mai  2008). Der  Kontoinhaber  gehörte lediglich  vom Mai  bis 
Oktober  2005  einer  Kollektivkrankenkasse  an.  Die  insgesamt  über-
nommenen Krankenkassenkosten betragen nach der Bestätigung des 
Sozialamtes vom 10. April  2008 zirka Fr. 13'840.-. Davon sind die in 
der  Bestätigung  vom  13.  Mai  2008  bereits  berücksichtigten,  vorer-
wähnten Kollektivprämien von Fr. 2'148.- in Abzug zu bringen. Gemäss 
den obigen Ausführungen beziffern sich die ausgerichteten Fürsorge-
leistungen folglich  neu auf  Fr. 22'147.35 (Fr. 10'455.35 aufgrund der 
Bestätigung vom 13. Mai 2008, zuzüglich Prämien der Privatkranken-
kasse von Fr. 11'692.-). Dementsprechend ist Ziffer 2 der Schlussab-
rechnung zu korrigieren.

6.
Trotz der Reduktion des Totals der zu erstattenden Fürsorgekosten er-
gibt die Gegenüberstellung mit den aus dem Erwerbseinkommen ge-
leisteten Sicherheiten (Fr. 18'100.55 gemäss Ziff. 1 des Dispositivs der 
angefochtenen Verfügung) nach wie vor einen Negativsaldo. Gemäss 
vorinstanzlicher  Praxis  ist  ein  Negativsaldo  nur  zurückzuerstatten, 
wenn der Kontoinhaber zu Vermögen kommt, das nicht aus Erwerbs-

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einkommen stammt  (vgl.  die  diesbezüglichen  Erläuterungen  im  Ent-
wurf zur Schlussabrechnung vom 12. Dezember 2006). Insoweit bleibt 
die  Rechtsposition  des  Beschwerdeführers  tangiert  und  seine  Be-
schwerde ist im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen.

7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens, das einem teilweisen Unter-
liegen  entspricht,  wären  dem  Beschwerdeführer  grundsätzlich  redu-
zierte  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  zweiter  Satz 
VwVG). Für eine Reduktion der Verfahrenskosten besteht freilich kein 
Anlass, denn der Beschwerdeführer hat  die Schlussabrechnung vom 
30. Januar 2007 und damit das Beschwerdeverfahren durch Verletzung 
seiner verfahrensrechtlichen Obliegenheiten zu verantworten (Art. 63 
Abs. 3 VwVG). Die Verfahrenskosten sind somit auf Fr. 600.-- festzuset-
zen (Art. 1,  Art. 2 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]).

7.2 Soweit  der vorliegende Verfahrensausgang einem teilweisen Ob-
siegen  gleichkommt,  hätte  der  Beschwerdeführer  grundsätzlich  An-
spruch  auf  die  Zusprechung  einer  gekürzten  Entschädigung  für  die 
ihm  erwachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 und 4 VGKE). Die Vorausset-
zungen hierzu sind jedoch nicht gegeben. Einerseits ist nicht ersicht-
lich,  dass die Verfahrensführung für  den nicht  anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführer mit verhältnismässig hohen Aufwendungen verbun-
den gewesen wäre. Andererseits könnten die Aufwendungen nicht als 
notwendig anerkannt werden, weil  der Beschwerdeführer mit  seinem 
prozessualen  Verhalten  die  angefochtene  Verfügung  und  damit  das 
Beschwerdeverfahren provoziert hat.

Dispositiv Seite 10

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  im  Sinne  der  Erwägungen  teilweise  gutge-
heissen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem am 27. März 2007 geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet. 

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Ruth Beutler Daniel Grimm

Versand: 

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