# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 194a1684-461e-5f48-a762-88bede9e9caf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2011 E-6156/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6156-2011_2011-11-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­6156/2011

U r t e i l   v om   2 4 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler.

Parteien A._______, geboren am (…),
Äthiopien, 
(…),  
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung 
des BFM vom 4. November 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  Bericht  der  Kantonspolizei 
B._______  vom  28.  Juni  2011  am  selben  Tag  die  Gendarmerie  von 
C._______  zu  Hilfe  rief  und  die  Flucht  vor  ihrer  sie  misshandelnden 
Arbeitgeberin aus D._______ geltend machte, 

dass  sie  anlässlich  dieser  Vorsprache  weiter  vorbrachte,  sie  habe  sich 
vor  zirka  sieben  Monaten  nach  D._______  begeben  und  sei  von  dort 
herkommend zwischen dem 20. und dem 22. Juni 2011 an unbekanntem 
Flughafen in die Schweiz eingereist, 

dass sie hier  in der Schweiz zusammen mit der Arbeitgeberin an einem 
unbekannten Ort in einem Hotel geweilt habe, 

dass  die  Arbeitgeberin  im  Besitze  ihrer  Identitätspapiere  sei  und 
vermutlich diese Nacht nach D._______ zurückgekehrt sei,

dass  sie  keine  Lust  habe,  nach  D._______  oder  Äthiopien 
zurückzukehren, sondern einfach hier arbeiten wolle, 

dass  sie  in  der  Folge  durch  die  Kantonspolizei  B._______  einer 
Mitarbeiterin des (…) in E._______ übergeben wurde, 

dass  sie  am 13.  Juli  2011  im Empfangs­  und Verfahrenszentrum  (EVZ) 
Vallorbe ein Asylgesuch einreichte,

dass  die  Beschwerdeführerin  noch  gleichentags  unter  Androhung  eines 
Nichteintretensentscheides  mittels  eines  von  ihr  unterzeichneten 
Merkblatts  aufgefordert  wurde,  gültige  Reise­  oder  Identitätsdokumente 
zu den Akten zu reichen,

dass  sie  nach  einem  Transfer  ins  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ)  Altstätten  am  2.  August  2011  sowohl  zu  ihrer  Person  als  auch 
summarisch zu den Ausreisegründen befragt wurde, 

dass  sie  dabei  zu  Protokoll  gab,  sie  sei  äthiopische  Staatsangehörige 
amharischer Ehnie und habe  in Addis Abeba bis Mitte 2010 zusammen 
mit  ihren  Schwiegereltern,  ihrem  Ehemann  und  den  (…)  Kindern 
gewohnt, 

dass sie Mitte 2010 nach D._______ gezogen sei, wo sie während zirka 
zehn Monaten bei einer Familie als Haushälterin tätig gewesen sei, 

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dass  sie  nach  D._______  gereist  sei,  weil  man  sie  in  Äthiopien 
beschuldigt  habe,  Geheimnisse  der  amtierenden  Regierung  an  die 
oppositionelle (...)­Partei, welcher ihr Ehemann seit 2004/2005 zugehörig 
sei, verraten zu haben, 

dass sie selbst seit 2007/2008 Mitglied der (...)­Partei gewesen sei,

dass sie damals Mitglied des Frauenvereins der (...)­Partei geworden sei, 
weil sie einen Kredit als Händlerin benötigt habe, 

dass sie diesen Kredit in der Folge auch erhalten habe,

dass  sie  danach  während  eines  Monats  Leute  für  die  Wahlen  habe 
mobilisieren müssen,  

dass ihre Probleme nach den Wahlen am 20. Mai 2010 begonnen hätten, 

dass sie nämlich den ihr gewährten Kredit von 15'000 Birr auf einmal und 
so schnell wie möglich hätte zurückzahlen müssen, 

dass  ausserdem  ihr  Zimmer  von  der  Kebele  ruiniert  worden  und  sie 
obdachlos geworden sei,

dass  sie  wegen  des  angeblichen  Geheimnisverrats  und  der 
diesbezüglichen Beschuldigungen des Komitees der (...) befürchtet habe, 
inhaftiert zu werden, 

dass  die  Kebele  ihr  einen  Brief  mit  der  Aufforderung  zur  sofortigen 
Rückzahlung  des  Kredits  und,  ein  bisschen  später,  zirka  am  21.  Juni 
2010, eine Vorladung geschickt habe, 

dass sie diese Schreiben in Äthiopien zurückgelassen habe, 

dass  drei  Mitglieder  des  Komitees  sie  anlässlich  eines  Gesprächs  des 
Verrats beschuldigt hätten, 

dass sie ihr in Aussicht gestellt hätten, sie allenfalls erneut vorzuladen, 

dass sie diese zweite Vorladung jedoch nicht abgewartet habe und nach 
D._______ gereist sei, 

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dass  ihr  Mann  wegen  ihr  nun  kein  Zimmer  mehr  von  der  Kebele  zur 
Verfügung gestellt erhalte, und er somit kein Dach über dem Kopf habe, 
da er arbeitslos sei,

dass die Kinder bei den Schwiegereltern wohnen müssten, 

dass  die  Flucht  in  ein  arabisches  Land  damals  die  einzige  Möglichkeit 
gewesen sei, das Land schnell zu verlassen, 

dass sie von ihrer Arbeitgeberin im Übrigen nur den Vornamen kenne und 
nicht  wisse,  wo  in  D._______  sie  zusammen  mit  der  Familie  gewohnt 
habe,

dass  sie  auch  nicht  angeben  könne,  mit  welcher  Fluggesellschaft  sie 
geflogen  sei,  an welchem Ort  in  der Schweiz  sie gelandet, mit welchen 
Papieren  sie  gereist  sei  und  wo  sie  sich  seit  der  Ankunft  aufgehalten 
habe, 

dass die Beschwerdeführerin am 23. August 2011 gemäss Art. 29 Abs. 1 
des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  zu  ihren 
Ausreisegründen angehört wurde, 

dass sie dabei zu Protokoll gab, sie habe sich zwischenzeitlich per E­Mail 
eine  Kopie  ihrer  Heiratsurkunde  besorgen  können,  und  sie  habe  ihrem 
Ehemann in Äthiopien mitgeteilt, er solle ihr ihren Parteiausweis und eine 
Vorladung ("Warnschreiben") zukommen lassen, 

dass sie wiederholte, weder den Pass noch die Identitätskarte beibringen 
zu können, da sich diese in D._______ befänden,

dass  sie  auch  keine  Ersatzpapiere  beschaffen  könne,  da  ihr  Ehemann 
dies nicht für sie erledigen könne,  

dass  sie  zusammen  mit  ihrem  Ehemann  bis  2008/2009  einen  Laden 
geführt  habe,  in  dem  sie  Kleider  verkauft  hätten,  das  Gebäude  jedoch 
dann eingestürzt sei,

dass sie danach noch  für einige Monate zu Hause geblieben sei, bevor 
sie am 11. August 2010 nach D._______ aufgebrochen sei, 

dass  sie  und  ihr  Mann  unterschiedlichen  Parteien  zugehörig  gewesen 
seien  und  sie  von  ihrer  Partei,  der  (...),  deswegen  mit  verschiedenen 
Vorwürfen konfrontiert worden sei, 

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dass  sie  eine Aufforderung  zur Rückzahlung des Restbetrages  von Birr 
10'000 innert 10 Tagen eines ihr im Jahre 2007/2008 gewährten Kredites 
im Betrage von Birr 15'000 sowie eine Vorladung erhalten habe, gemäss 
welcher sie sich bei der (...) für eine Befragung habe melden müssen, 

dass  sie  der  Vorladung  Folge  geleistet  habe  und  von  einem  aus  drei 
Personen bestehenden Komitee empfangen worden sei, 

dass  ihr  diese  Leute  gesagt  hätten,  sie  sei  wegen  Geheimnisverrats 
zugunsten  der  (...)­Partei  angezeigt  worden,  da  sie  geheime 
Informationen der Partei an ihren Ehemann weitergeleitet. 

dass diese ihr weiter vorgehalten hätten, ihr Mann habe versucht, Unruhe 
zu stiften, 

dass  sie  ihr  auch  zum  Vorwurf  machten,  sie  habe  drei 
Oppositionsmitgliedern zur Flucht verholfen, 

dass sie all diese Vorwürfe bestritten und versichert habe, sich der Partei 
gegenüber korrekt verhalten zu haben, 

dass man ihr eine Woche später eine zweite Vorladung für ein Gespräch 
geschickt habe, 

dass  sie  von  da  an  gewusst  habe,  dass  man  sie  und  ihren  Ehemann 
verhaften wolle,

dass  die  Behörden  nach  ihrer  Ausreise  einen  weiteren  Vorladungsbrief 
zur  Familie  ihres  Mannes  gebracht  hätten,  und  sie  dann  nochmals 
gekommen seien, um mitzuteilen,  dass die Beschwerdeführerin  für eine 
Befragung gesucht werde, 

dass auch ihr Ehemann ­ wie sie von diesem per Telefon erfahren habe ­ 
eine Vorladung erhalten habe und danach nach ihm gesucht worden sei,

dass  die  Familie  den  Behörden  mitgeteilt  habe,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin in ein arabisches Land begeben habe, und sich auch 
der Ehemann nicht mehr in der Hauptstadt aufhalte, 

dass  das  BFM  der  Beschwerdeführerin  am  31.  August  2011  zur 
Verständigung anlässlich der bisherigen Befragungen und  insbesondere 
auch  der  Einvernahme  durch  die  (...)  Kantonspolizei  am  28.  Juni  2011 
das rechtliche Gehör einräumte,

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dass  die  Beschwerdeführerin  darauf  angesprochen  wurde,  sie  habe 
gegenüber der (...) Polizei die später erwähnten Asylgründe nicht geltend 
gemacht, 

dass die Beschwerdeführerin dazu ausführte, sie sei in der Nacht vor der 
fraglichen  Einvernahme  mehrfach  vergewaltigt  worden  und  deshalb 
psychisch angeschlagen gewesen,

dass die Beschwerdeführerin am 31. August 2011 eine Polizeivorladung 
(gemäss  äthiopischem  Kalender  vom  30.9.2002)  sowie  den  (...)­
Parteiausweis (je in Kopie) zu den Akten reichte, 

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  4.  November  2011  ­  eröffnet  am  8. 
November  2011  ­  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eintrat und deren Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  seines  Nichteintretensentscheides  im 
Wesentlichen  anführte,  die  Beschwerdeführerin  habe  trotz  mehrfacher 
Aufforderung  innert  48  Stunden  keine  Reise­  oder  Identitätsdokumente 
eingereicht  und  hierfür  keine  entschuldbaren  Gründe  glaubhaft  zu 
machen vermocht,

dass  es  sich  bei  den  eingereichten  Farbkopien  eines  Parteiausweises 
und der Heiratsurkunde nicht  um Reise­  oder  Identitätspapiere  im oben 
erwähnten Sinne handle, 

dass  sich  überdies  hinsichtlich  des  Geburtsjahres  der 
Beschwerdeführerin  in  den  Akten  drei  unterschiedliche  Daten  fänden 
(1976, 1978 und 1973, jeweils gemäss äthiopischem Kalender), 

dass dieser Umstand erste Zweifel am Willen der Beschwerdeführerin zur 
Offenlegung ihrer Identität aufkommen lasse, 

dass  als  starkes  Indiz  für  das  Vorhandensein  beziehungsweise  die 
Nichtabgabe  von  Papieren  trotz  vorhandener  Möglichkeiten  ferner  der 
Umstand  zu  werten  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  ihre  Reise  von 
ihrem Herkunftsland aus nach Europa habe bewältigen können, 

dass  sie  laut  eigenen Angaben  zuerst mit  ihrem Pass  nach D._______ 
gereist  sei,  wo  sie während  zehn  bis  elf Monaten  gearbeitet  habe,  und 
dann mit ihrer Arbeitgeberin weiter in die Schweiz gereist sei,

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dass sie nicht habe wissen wollen, an welcher Adresse oder in welchem 
Quartier  sie  in D._______  gearbeitet  habe,  und wie  der Nachname  der 
Arbeitgeberin geheissen habe, 

dass diese und  ihre weiteren Angaben zur Reise  in die Schweiz darauf 
schliessen liessen, dass sie die Umstände der Herreise zu verheimlichen 
versuche  und  sie  ihre  Reise­  und  Identitätspapiere  den  Asylbehörden 
absichtlich vorenthalte,

dass  sie  nämlich  auch  angegeben  habe,  sie  sei  mit  einer  ihr  nicht 
bekannten Fluggesellschaft von D._______ aus an einen ihr unbekannten 
Ort  in  der  Schweiz  geflogen,  wobei  sie  sich  auch  nicht  zu  erinnern 
vermöge, wie lange der Flug gedauert habe, 

dass  diese Angaben  zum Reiseweg  insgesamt  stereotyp,  realitätsfremd 
und oberflächlich ausgefallen seien, 

dass sich aus den Aussagen keine entschuldbaren Gründe ergäben, die 
es  der  Beschwerdeführerin  verunmöglichten,  Reise­  oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass bei Papierlosigkeit weiter zu prüfen sei, ob aufgrund der Anhörung 
sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft 
festgestellt  werden  könne,  oder  ob  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  des  Wegweisungsvollzugs 
nötig seien, 

dass die Verfolgungsvorbringen jedoch den Anforderungen gemäss Art. 7 
AsylG  an  die  Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachverhalts 
offensichtlich nicht genügten, 

dass  sich  erste Zweifel  an  der Glaubwürdigkeit  der Beschwerdeführerin 
bereits  durch  die  zweifelhaften  Aussagen  zum  Reiseweg  und  zu  den 
Identitäts­ und Reisepapieren ergeben hätten,

dass  diese  Zweifel  durch  die  widersprüchlichen  Angaben  der 
Beschwerdeführerin zu den Ausreisegründen verstärkt würden, 

dass  sie  beispielsweise  unterschiedliche  Angaben  zur  Anzahl 
Vorladungen, zum Zeitpunkt beziehungsweise Datum der Vorsprache bei 
der Kebele und zur Rückzahlung des Kredites gemacht habe, 

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dass  ihre  Schilderungen  sodann  schematisch  und  knapp  ausgefallen 
seien  und  ihnen  typische  Merkmale,  sogenannte  Realkennzeichen  wie 
Detailreichtum  oder  die  Beschreibung  von  Emotionen  und 
Gedankengängen fehlten, 

dass die Beschwerdeführerin beispielsweise bei zentralen Vorbringen wie 
dem Gespräch bei der Kebele sehr unverbindlich und plakativ geblieben 
sei, was auf einen konstruierten Sachverhalt schliessen lasse, 

dass sie überdies bei der Anhörung weitere wichtige, bei der Befragung 
zur  Person  nicht  erwähnte  Ausreisegründe wie  die  ihr  zur  Last  gelegte 
Fluchthilfe  für  drei  Oppositionspolitiker,  eine  Anzeige,  der  an  sie 
gerichtete Vorwurf der Unruhestiftung ihres Mannes bei den Wahlen und 
die polizeiliche Suche sowohl nach  ihr als auch nach  ihrem Mann nach 
der Ausreise geltend gemacht habe, 

dass die für das Nachschieben dieser Sachverhalte erwähnte Erklärung, 
sie sei bei der Erstbefragung nicht detailliert zu ihren Asylgründen befragt 
worden, tatsachenwidrig sei und nicht zu überzeugen vermöge, 

dass  dem  Protokoll  nämlich  entnommen  werden  könne,  dass  der 
Beschwerdeführerin  ausführlich  und  ohne  unterbrechende  Fragen 
Gelegenheit eingeräumt worden sei, die Asylgründe frei zu schildern, 

dass sie darüber hinaus zweimal nachweislich gefragt worden sei, ob es 
weitere Gründe für das Verlassen des Heimatlandes gebe, was sie beide 
Male verneint habe, 

dass  ihre  Behauptung  anlässlich  der  Anhörung,  sie  habe  von  den 
nachträglichen  Suchen  nach  ihr  und  ihrem  Mann  bereits  an  der 
Befragung zur Person erzählt, tatsachenwidrig sei, 

dass  die  widersprüchlichen,  vagen  und  teilweise  erst  bei  der  Anhörung 
vorgebrachten Angaben zu den Asylgründen eindeutige Hinweise darauf 
seien,  dass  es  sich  bei  den  Schilderungen  um  einen  konstruierten 
Sachverhalt handle, 

dass  es  sich  angesichts  dieser  Feststellung  erübrige,  auf  weitere 
Unstimmigkeiten einzugehen, 

dass  an  dieser  Einschätzung  auch  die  eingereichte  Kopie  einer 
polizeilichen Vorladung nichts zu ändern vermöge, da dieses Dokument 
nur  zum  Inhalt  habe,  dass  die  Beschwerdeführerin  von  der  Polizei 

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vorgeladen  worden  sei,  ohne  dass  aber  ein  Grund  für  die  Vorladung 
angeführt wäre,

dass zudem der Beweiswert von Kopien  immer geringer sei als der von 
Originalen, da erstere anfälliger seien für Fälschungen, 

dass sich daher eine weitergehende Prüfung des Dokuments erübrige, 

dass das BFM abschliessend weitere Faktoren erwähnte, die gegen eine  
Verfolgung der Beschwerdeführerin sprächen,

dass  es  anführte,  die  Beschwerdeführerin  habe  bei  der  Einvernahme 
durch die Kantonspolizei B._______ mit keinem Wort politische Probleme 
im Heimatland erwähnt, sondern einzig angegeben, sie wolle weder nach 
D._______ noch nach Äthiopien zurückkehren, sondern stattdessen hier 
arbeiten,

dass  die  Beschwerdeführerin  nach  der  erwähnten  Einvernahme  noch 
weitere  zwei Wochen  habe  verstreichen  lassen,  bis  sie  ein  Asylgesuch 
eingereicht habe, 

dass  diese  beiden  Umstände  den  Schluss  rechtfertigten,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin  subjektiv  nicht  derart  bedroht  gefühlt  habe,  da  sie 
sich  sonst  ohne  Zweifel  sofort  bei  den  zuständigen  Asylbehörden 
gemeldet  und  ihre  Probleme  bereits  bei  der  polizeilichen  Einvernahme 
vorgebracht oder zumindest angedeutet hätte,

dass  die  Beschwerdeführerin  die  Flüchtlingseigenschaft  somit 
offensichtlich  nicht  erfülle  und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses 
nicht erforderlich seien,

dass  die  Wegweisung  die  Regelfolge  eines  Nichteintretensentscheides 
darstelle  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
schliessen  lassen  könnten,  zumal  mangels  Erfüllung  der 
Flüchtlingseigenschaft der Grundsatz der Nichtrückschiebung nach Art. 5 
Abs. 1 AsylG nicht zur Anwendung gelange und der Beschwerdeführerin 
im Heimatstaat keine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohe,

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dass  in  Äthiopien  weder  Krieg  noch  Bürgerkrieg  noch  eine  Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrsche  und  die  junge  und  gesunde 
Beschwerdeführerin in Äthiopien über ein intaktes familiäres und soziales 
Beziehungsnetz verfüge, weshalb der Wegweisungsvollzug als zumutbar 
zu erachten sei,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  sodann  technisch  möglich  und 
praktisch  durchführbar  sei,  da  die  Beschwerdeführerin  von  der 
heimatlichen Vertretung ein laissez­passer erlangen könne,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  11.  November  2011 
gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob und dabei (in englischer Sprache mittels vorgedrucktem Formular) 
die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  die  Rückweisung  der 
Sache an die Vorinstanz zwecks materieller Prüfung, die Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  und  die  Asylgewährung  sowie  in  prozessualer 
Hinsicht  die  Gewährung  der  vollumfänglichen  unentgeltlichen 
Rechtspflege  sowie  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses beantragt,

dass  sie  weiter  um  Wiederherstellung  einer  allfällig  entzogenen 
aufschiebenden Wirkung, um Anweisung des BFM zum Verzicht auf eine 
allfällige  Kontaktnahme mit  den  heimatlichen Behörden  und  Information 
über  einen  allfällig  bereits  erfolgten Datenaustausch  in  einer  separaten, 
anfechtbaren Verfügung ersuchte, 

dass sie (auf Deutsch) folgende materiellen Einwände geltend machte,

dass die Vorladung, deren Original auf dem Weg in die Schweiz sei und 
nach Erhalt umgehend eingereicht werde, ihre Verfolgung im Heimatland 
zu belegen vermöge, 

dass  sie  ihr  genaues  Geburtsdatum  nicht  gekannt  habe  und  die 
Heiratsurkunde nun Klarheit gebracht habe,

dass  ihre  unsubstanziierten  Angaben,  so  beispielsweise  diejenigen  zur 
Arbeitgeberin  in  D._______,  darauf  zurückzuführen  seien,  dass  sie  im 
Haus  wie  eine  Sklavin  gehalten  worden  sei  und  das  Haus  kaum  habe 
verlassen dürfen,

dass in D._______ ihre psychischen Probleme begonnen hätten und sie 
sich auch darum nicht an Details erinnern könne,

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dass sie sich deswegen hier  in ärztliche Behandlung begeben habe und 
sie so bald als möglich einen ärztlichen Bericht einreichen werde,

dass  sie  sodann  durcheinander  gewesen  sei  und  nicht  gewusst  habe, 
dass  sie  hier  ein  Asylgesuch  stellen  und  ihre  politischen  Probleme 
darlegen könne, 

dass  ihr  Mann  nach  Erhalt  der  polizeilichen  Vorladung  im  Übrigen 
verschwunden sei und sie keinen Kontakt zu ihm habe, so dass sie auch 
aus diesem Grund nicht zurückkehren könne, 

dass  beim  Bundesverwaltungsgericht  am  22.  November  2011  die 
Originale  des  Parteiausweises  und  der  Polizeivorladung  samt 
Zustellcouvert aus Äthiopien eingingen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  –  unter 
Vorbehalt  eines  Auslieferungsersuchens,  das  in  casu  nicht  vorliegt 
–endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 

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Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren 
ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessge­
genstand  bildet  (vgl.  BVGE  2007/8  E.  2.1  S.  73),  dass  jedoch  auf  das 
Rechtsbegehren, es sei Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 

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auf  Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  unbestrittenermassen  innert  48 Stunden – 
und  im  Übrigen  auch  bis  zum  heutigen  Zeitpunkt  –  keine 
rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  eingereicht  und  auch  keine 
entsprechenden Bemühungen unternommen hat,

dass  das  BFM  überzeugend,  umfassend  und  detailliert  dargelegt  hat, 
weshalb für das Nichteinreichen von Reise­ oder Identitätspapieren keine 
entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  vorstehend 
zusammengefasste  Darlegung  dieser  Erwägungen  sowie  im  Detail  auf 
den  diesbezüglichen  Inhalt  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 4 VwVG),

dass die Einwände auf Beschwerdeebene die überzeugende, mehrseitige 
Begründung der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen vermögen, 

dass das Berufen auf psychische Probleme, selbst wenn dazu noch ein 
ärztliches Attest geliefert werden sollte, nicht ausreicht, um pauschal die 
Fülle der festgestellten Unzulänglichkeiten zu erklären, 

dass  deshalb  darauf  verzichtet  werden  kann,  das  angekündigte 
Arztzeugnis abzuwarten,

dass  weiter  auch  der  Einwand  der  Beschwerdeführerin,  sie  sei  in 
D._______  wie  eine  Sklavin  behandelt  worden  und  könne  zu  ihrem 
Aufenthalt  deshalb  nichts  sagen,  nicht  zu  überzeugen  vermag,  da  sie 
ohne  Kenntnis  von  Namen  und  Adresse  der  Arbeitgeberin  diese  Stelle 
gar nicht hätte antreten können,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  der  umfassenden  angeblichen 
Unkenntnis vielmehr den Zweck zu verfolgen scheint, die Umstände und 
den Zeitpunkt ihrer Reise in die Schweiz zu verschleiern, 

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dass diesbezüglich weiter festzustellen ist, dass auch die Daten über den 
Aufenthalt  in  D._______  (7  bzw.  10  Monate)  und  die  Einreise  in  die 
Schweiz (20.­22. Juni 2011, 24. Juni 2011) differieren,

dass  das  fehlende  Erinnerungsvermögen  hinsichtlich  passierter 
Örtlichkeiten  und  Personen  offenbar  weiter  darauf  abzielt,  eine 
behördliche Kontaktnahme mit den involvierten Personen von vornherein 
zu vereiteln, 

dass sodann auch der Einwand, das Geburtsjahr auf der Heiratsurkunde 
(1973 im äthiopischen Kalender) sei nun das richtige, keine ausreichende 
Klärung  der  Identitätsfrage  zu  schaffen  vermag,  zumal  die 
Beschwerdeführerin  mit  dem  Parteiausweis  ein  weiteres  neues 
Geburtsdatum vorbringt (23­jährig im Jahre 2009, somit wäre sie im Jahre 
1978/1979 nach äthiopischem Kalender geboren), 

dass letztlich auch der Einwand, ihr Ehemann sei verschwunden und sie 
könne  somit  nicht  nach  Äthiopien  zurückkehren,  keine  andere 
Betrachtungsweise zu bewirken vermag,

dass  es  sich  dabei  einerseits  um  eine  durch  nichts  untermauerte 
Behauptung der bisher wenig glaubwürdigen Beschwerdeführerin handelt 
und  andererseits  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  die  Abwesenheit  des 
Ehemannes die Rückkehr der Beschwerdeführerin verhindern sollte, war 
die Beschwerdeführerin doch bereits vor der Ausreise während fast zwei 
Jahren  mit  ihren  Kindern  bei  den  Schwiegereltern  in  Addis  Abeba 
wohnhaft (vgl. A4/13, S. 1),

dass  dem  BFM  schliesslich  beizupflichten  ist,  dass  die 
Beschwerdeführerin  aus  der  eingereichten  Vorladung  bereits  aufgrund 
des fehlenden Vorladungsgrundes nichts abzuleiten vermag, 

dass  hinsichtlich  der  Vorladung  des  Weiteren  insbesondere  ins  Auge 
sticht,  dass  das  Ausstellungsdatum  mit  dem  Vorladungsdatum 
seltsamerweise identisch ist, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  deshalb  erhebliche  Zweifel  an  der 
Authentizität  des  Beweismittels  hegt  und  diesem  jedenfalls  keinen 
ausschlaggebenden Beweiswert zumisst,

dass  zusammenfassend  festgestellt  werden  kann,  dass  die 
Beschwerdeführerin  auch  unter  Berücksichtigung  der  Einwände  und 
Beweismittel  in  der  Beschwerdeeingabe  nicht  glaubhaft  darzulegen 

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vermag,  sie  sei  durch  nicht  selbst  zu  verantwortende Umstände  an  der 
unverzüglichen Einreichung von Reise­ oder  Identitätspapieren  im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG), 

dass das Gericht sodann in den Aussagen der Beschwerdeführerin auch 
Unschlüssigkeit  feststellt,  so  beispielsweise  hinsichtlich  des 
Parteibeitrittes  (2009/2010),  welcher  um  einiges  später  als  die 
Kreditvergabe (2007/2008) erfolgt  ist, obwohl der Beitritt eine Bedingung 
für die Vergabe gewesen sein soll, 

dass  das  BFM  nach  dem  Gesagten  zu  Recht  erwogen  hat,  die 
Beschwerdeführerin erfülle mangels Glaubhaftigkeit  ihrer Vorbringen die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  AsylG  nicht,  und  es  seien  keine 
zusätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses notwendig  (Art. 32 Abs. 3 
Bst. b und c AsylG),

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten 
ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 

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machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die der 
Beschwerdeführerin im Heimat­ oder Herkunftsland droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  der 
Beschwerdeführerin  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  diesbezüglich  wiederum  vollumfänglich  auf  die  Erwägungen  des 
BFM  verwiesen  werden  kann,  in  welchen  die  Rückkehr  der 

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Beschwerdeführerin  in  ein  bestehendes  familiäres  Beziehungsnetz  in 
Addis Abeba beschrieben wurde,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), 
und  es  der  Beschwerdeführerin  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger 
Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG  und  dazu  auch 
BVGE 2008/34  E. 12  S. 513 ­ 515),  sollte  sie  nicht  bereits  in  deren 
Besitze sein,

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nach 
Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  unbesehen  der  behaupteten  Bedürftigkeit 
abzuweisen  ist, da sich die Beschwerdebegehren gemäss vorstehenden 
Erwägungen  als  aussichtslos  präsentieren,  welcher  Umstand  die 
Gewährung  unentgeltlicher  Prozessführung  und  die  amtliche 
Verbeiständung nach Gesetz ausschliesst,

dass  das  Gericht  schliesslich  über  keine  Informationen  oder  Indizien 
betreffend eine Kontaktnahme des BFM mit den heimatlichen Behörden 
verfügt, weshalb sich die in diesem Zusammenhang stehenden, eingangs 
erwähnten Anträge als gegenstandslos erweisen.

 (Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­­  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag  ist  innert  30 Tagen ab Versand des Urteils  der 
Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

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