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**Case Identifier:** 5f386975-b7ad-5704-a51b-233a7d243150
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.09.2023 F-355/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-355-2023_2023-09-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-355/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Susanne Genner, 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,    

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Juan Fabian, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum (Business/Geschäftsreise); 

Verfügung des SEM vom 20. Dezember 2022. 

 

 

 

F-355/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der ghanaische Staatsangehörige A._______, geboren am (...), bean-

tragte am (...) bei der schweizerischen Botschaft in B._______ die Ausstel-

lung eines Schengen-Visums für C._______ (vgl. SEM act. 2/77-82, act. 

4/163-168). 

Gemäss den Akten des Gesuchs sei der Beschwerdeführer vom (...) Un-

ternehmen D._______ für (Nennung Grund) eingeladen worden (vgl. SEM 

act. 2/31 f., act. 4/127, 4/131 und 4/150 f.). Das Unternehmen produziere 

(...) an. Der Beschwerdeführer sei von dem im Bereich (Nennung Bereich) 

tätigen Unternehmen E._______ als CEO beauftragt worden, am Business 

Meeting bei der Unternehmung D._______ teilzunehmen (vgl. SEM act. 

2/31). 

A.b Mit Formular-Verfügung vom 19. August 2023 lehnte die Botschaft den 

Visumsantrag ab, da die fristgerechte Wiederausreise des Beschwerdefüh-

rers aus dem Schengen-Raum nicht als hinreichend gesichert erscheine 

(SEM act. 1/6). 

A.c Gegen den abschlägigen Visumsentscheid erhob der Beschwerdefüh-

rer am 15. September 2022 Einsprache (SEM act. 2/87-91). 

B.  

Mit Entscheid vom 20. Dezember 2022 wies die Vorinstanz die Einsprache 

ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, weder die wirtschaft-

liche und soziale Lage in Ghana noch die allgemeine und persönliche Si-

tuation des Beschwerdeführers biete Gewähr für eine fristgerechte und an-

standslose Rückreise in sein Heimatland (SEM act. 8/178-184). 

C.  

Mit an das Bundesverwaltungsgericht gerichteter Beschwerde vom 20. Ja-

nuar 2023 beantragte der Beschwerdeführer, es sei die Verfügung der 

Schweizer Vertretung in Ghana aufzuheben, es sei ihm ein Schengen-Vi-

sum für C._______ für die Dauer von 90 Tagen auszustellen und eine Par-

teientschädigung zuzusprechen. Weiter sei ihm eine Frist bis zum 20. Feb-

ruar 2023 zu gewähren, um seine Beschwerde mit weiteren Beweismitteln 

zu ergänzen. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 3. Februar 2023 forderte die Instruktionsrich-

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Seite 3 

terin den Beschwerdeführer auf, bis zum 6. März 2023 einen Kostenvor-

schuss zu leisten, unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungs-

fall. Gleichzeitig räumte sie ihm die Gelegenheit ein, seine Beschwerde in-

nert gleicher Frist mit den in Aussicht gestellten Beweismitteln zu ergän-

zen, wobei im Unterlassungsfall aufgrund der bestehenden Aktenlage ent-

schieden werde. 

E.  

Der Beschwerdeführer bezahlte den Kostenvorschuss am 2. März 2023 

und reichte mit Eingabe gleichen Datums die weiteren Beweismittel nach. 

F.  

Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung vom 17. April 2023 fest, die 

Beschwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-

weismittel, die eine Änderung ihres Entscheides rechtfertigten, und schloss 

auf Abweisung der Beschwerde. Am 27. April 2023 wurde die Vernehmlas-

sung dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Von der Vorinstanz erlassene Einspracheentscheide bezüglich Schen-

gen-Visa sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

(vgl. Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 VwVG). Das Rechtsmittelverfahren richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorangegangenen Einspracheverfahren 

teilgenommen und ist durch den angefochtenen Entscheid besonders be-

rührt. Obwohl der ursprünglich angestrebte Besuchszeitraum inzwischen 

abgelaufen ist, muss – auch aufgrund der Einreichung des Rechtsmittels – 

auf ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse geschlossen werden. Der 

Beschwerdeführer ist daher zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 In der vorliegenden Beschwerdeangelegenheit entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).  

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Seite 4 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend sind grundsätzlich die tatsächli-

chen Verhältnisse zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 

E. 2 m.H.). 

3.  

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Begründungspflicht (vgl. 

Eingabe vom 2. März 2023, S. 2 unten), da die Vorinstanz die Visumsver-

weigerung weder in subjektiver noch objektiver Hinsicht begründet habe, 

sondern die Ablehnung seines Gesuchs auf reine Vermutungen und Be-

hauptungen gestützt habe. 

3.1 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welcher als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer 

Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 

wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 

2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Be-

hörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer 

Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist, 

dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausei-

nandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). 

Dieser verfahrensrechtlichen Anforderung hat die Vorinstanz Genüge ge-

tan. Sie hat sich – unter Hinweis auf die vorliegend relevante Rechtspre-

chung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts – mit den 

Ausführungen des Beschwerdeführers zu seinem Gesuch, seinem allge-

meinen, persönlichen, beruflichen und finanziellen Hintergrund sowie mit 

den eingereichten Beweismitteln auseinandergesetzt. Im Rahmen der Ein-

zelfallprüfung hat sie nach Prüfung und Würdigung der Parteivorbringen 

sowie der zur Stützung derselben eingereichten Beweismittel hinreichend 

nachvollziehbar aufgezeigt, von welchen Überlegungen sie sich – gerade 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35
http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35

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Seite 5 

auch in individueller Hinsicht – leiten liess (vgl. angefochtene Verfügung, 

S. 2-5). Dabei musste sie sich nicht ausdrücklich mit jeder tatbestandlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen, sondern 

durfte sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 

143 III 65 E. 5.2), was sie hier getan hat. Eine Verletzung der Begründungs-

pflicht ist auch deshalb zu verneinen, weil es dem Beschwerdeführer mög-

lich war, sich ein Bild über die Tragweite des vorinstanzlichen Entscheides 

zu machen und diesen sachgerecht anzufechten. Dass er die Auffassung 

und Schlussfolgerungen der Vorinstanz hinsichtlich der Würdigung seiner 

Aussagen und Beweismittel nicht teilt, ist keine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs, sondern betrifft eine materielle Frage. 

3.2 Die formelle Rüge erweist sich demnach als unbegründet. 

4.  

Der angefochtenen Verfügung liegt das Gesuch eines ghanaischen Staats-

angehörigen um Erteilung eines Visums zu Besuchszwecken für 

C._______ zugrunde. Da sich der Beschwerdeführer nicht auf die 

EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beab-

sichtigte Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorliegende 

Streitsache in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich der 

Schengen-Assoziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den Schen-

gen-Besitzstand und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen Rechts-

akte übernommen hat (BVGE 2014/1 E. 3; 2011/48 E. 3). Das Ausländer- 

und Integrationsgesetz (AIG, SR 142.20) und dessen Ausführungsbestim-

mungen gelangen nur soweit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziie-

rungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 

Abs. 4 AIG). 

5.  

5.1 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz eines Visums sind, falls 

ein solches nach Massgabe der Verordnung (EU) 2018/1806 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 (Aufstellung der 

Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aus-

sengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Dritt-

länder, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind [ABl. L 

303/39 vom 28.11.2018; nachfolgend: Verordnung [EU] 2018/1806; in Kraft 

seit 15. Februar 2019]) erforderlich ist (Art. 6 Abs. 1 Bst. b der Verordnung 

[EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

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Seite 6 

9.  März 2016 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der 

Grenzen durch Personen [Kodifizierter Text] [Schengener Grenzkodex, 

SGK, Abl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die 

Einreise und die Visumserteilung vom 15. August 2018 [VEV], in Kraft seit 

dem 15. September 2018; vgl. auch Art. 2 Ziff. 6 SGK; Art. 5 Abs. 1 Bst. a 

AIG). Als ghanaischer Staatsangehöriger unterliegt der Beschwerdeführer 

unbestrittenermassen der Visumspflicht (Anhang I der bereits erwähnten 

Verordnung Nr. 2018/1806; Art. 8 Abs. 1 VEV). 

5.2 Voraussetzung zur Visumserteilung und zur Einreise ist unter anderem, 

dass die drittstaatsangehörige Person keine Gefahr für die öffentliche Ord-

nung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internatio-

nalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellt (Art. 6 Abs. 1 Bst. e SGK) 

und Gewähr für die gesicherte Wiederausreise bietet (Art. 32 Abs. 1 Bst. b 

der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [Visako-

dex, VK, ABl. L 243/1 vom 15.09.2009]; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2011/48 

E. 4.5; 2009/27 E. 5.2). Wenn die betreffende Person nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. e 

SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 m.H.). Die Behörden haben daher 

zu prüfen und drittstaatsangehörige Personen zu belegen, dass die Gefahr 

einer rechtswidrigen Einwanderung oder einer nicht fristgerechten Aus-

reise nicht besteht respektive dass die gesuchstellende Person für die ge-

sicherte Wiederausreise Gewähr bietet (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 

Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.4; 2009/27 E. 5.2; Art. 5 Abs. 2 AIG). 

5.3 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Ertei-

lung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesge-

setz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 

3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 m.H.). Das Schengen-Recht schränkt die natio-

nalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzung-

en für Einreise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die 

Einreise respektive das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen 

nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise respektive Visumserteilung 

vermittelt auch das Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5).  

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Seite 7 

5.4 Sind sämtliche Voraussetzungen für die Visumserteilung erfüllt, ist das 

Schengen-Visum auszustellen. Ist hingegen einer der in Art. 32 Abs. 1 VK 

(nicht abschliessend) aufgelisteten Tatbestände gegeben, darf ein einheit-

liches Visum nicht erteilt werden (vgl. Art. 21 Abs. 1 und Abs. 3 VK; Art. 32 

Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.5; 2011/48 E. 4.6; Urteil des BVGer 

F-7617/2016 E. 4.1). Das Schengen-Visum ist deshalb unter anderem zu 

verweigern, wenn Zweifel an der von der drittstaatsangehörigen Person 

bekundeten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor 

Ablauf der Gültigkeit des beantragten Visums wieder zu verlassen (Art. 32 

Abs. 1 Bst. b VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Den Behörden kommt bei der Be-

urteilung, ob die Voraussetzungen für die Visumserteilung erfüllt sind, ein 

weiter Beurteilungsspielraum zu (BVGE 2014/1 E. 4.1.5 in fine; Urteil des 

BVGer F-7617/2016 E. 4.1).  

5.5 Sind – abgesehen vom Visum selbst – die Einreisevoraussetzungen 

nicht erfüllt, kann in Ausnahmefällen ein Visum mit räumlich beschränkter 

Gültigkeit erteilt werden, das nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden 

Mitgliedstaats gilt. Von dieser Möglichkeit kann ein Mitgliedstaat unter an-

derem Gebrauch machen, wenn er es aus humanitären Gründen, aus sol-

chen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtun-

gen für erforderlich hält (vgl. Art. 3 Abs. 4 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a VK; 

Art. 6 Abs. 5 Bst. c SGK). 

6.  

6.1 Aufgrund seiner Staatszugehörigkeit unterliegt der Beschwerdeführer 

der Visumspflicht (vgl. E. 4 hiervor). Bei der Prüfung der Einreisevoraus-

setzungen nach Art. 6 Abs. 1 SGK ist die Frage der gesicherten Wieder-

ausreise zentral. Eine solche erachtete das SEM als nicht genügend ge-

währleistet. So würden dem Beschwerdeführer keine allgemeinen, persön-

lichen, beruflichen oder familiären Verpflichtungen obliegen, welche Ge-

währ für eine fristgerechte und anstandslose Rückkehr in sein Heimatland 

zu bieten vermöchten (SEM act. 8/178-184). 

6.2 Bei der Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise 

muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden, weshalb lediglich Prog-

nosen gestellt werden können. Dabei sind einerseits die allgemeine Lage 

im Herkunftsland und andererseits die individuelle Situation der gesuch-

stellenden Person in die Beurteilung miteinzubeziehen. Es rechtfertigt sich, 

Einreisegesuchen von Personen aus Regionen mit politisch oder wirt-

schaftlich eher ungünstigen Verhältnissen mit einer gewissen Zurückhal-

tung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen 

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Seite 8 

häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebe-

willigung in Einklang steht (vgl. BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.). 

6.3 Im Zusammenhang mit der allgemeinen Lage in Ghana wies die Vor-

instanz in ihrem Entscheid auf die nachteiligen wirtschaftlichen Verhält-

nisse und den damit einhergehenden Migrationsdruck hin. Diese Einschät-

zung ist im Ergebnis nicht zu beanstanden: So hat das westafrikanische 

Land mit einer angeschlagenen Wirtschaft zu kämpfen, die von einer Infla-

tion im Jahr 2022 von über 42 %, einer enormen Staatsverschuldung und 

einer Krise der Lebenshaltungskosten geprägt ist. Die Weltbank erklärte, 

dass bis Ende 2022 etwa 850'000 Ghanaer mehr in die Armut getrieben 

würden, da die Lebenshaltungskosten durch einen Kaufkraftverlust und ei-

nen Anstieg der Lebensmittelpreise steigen würden. Zwar sind Ghanas 

wirtschaftliche Aussichten mittelfristig gut. Nachdem im Jahr 2022 grosse 

Öl- und Gasvorkommen vor der Küste entdeckt worden waren, stieg das 

Erdöl zum zweitwichtigsten Exportgut des Landes nach Gold auf. Ghana 

ist seit 2010 Mitglied der Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der 

Rohstoffindustrie. Im hochgradig technisierten Rohstoffsektor werden aller-

dings kaum Arbeitsplätze geschaffen. Die Wirtschaftsleistung in arbeitsin-

tensiven Sektoren wie der Landwirtschaft und dem verarbeitenden Ge-

werbe stagniert seit Jahrzehnten auf niedrigem Niveau. Zwar werden be-

deutende Umsätze mit dem Verkauf von Kakao, Ananas und Mango erzielt. 

Dennoch unterliegt das Wirtschaftswachstum grossen Schwankungen. Zu-

dem hat das Land mit einer Schuldenkrise, einer hohen Inflation und der 

Abwertung der lokalen Währung zu kämpfen. Dies schränkt die Handlungs-

spielräume der Regierung ein. Im Dezember 2022 hat Ghana ein Abkom-

men mit dem Internationalen Währungsfonds geschlossen, was zu einem 

Unterstützungsprogramm führen soll. Bürokratische Hürden, Unsicherhei-

ten beim Landerwerb und bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen, 

die unzureichende Ausbildung der Arbeitskräfte, die mangelhafte Transpor-

tinfrastruktur, hohe Zinsen und die weit verbreitete Korruption wirken inves-

titionshemmend. Auch neue Vorschriften zu lokaler Teilhabe und Wert-

schöpfung, die dem Land unter anderem höhere Einkünfte aus dem Ge-

schäft mit Erdöl und erneuerbaren Energien sichern sollen, schrecken po-

tenzielle ausländische Investoren ab. Auf dem Fragile States Index (FSI; 

ehemals: Failed States Index) – einer Kennzahl, die zur Beurteilung der 

Stabilität eines Staates dient – hat Ghana im Jahr 2023 einen Indexwert 

von 62,3 Punkten und belegt damit Platz 107 von 179 untersuchten Staa-

ten weltweit (vgl. Ghana – BBC News, https://www.google.ch/url?sa=t&rct= 

j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjk0_ 

DH5eOAAxVc_rsIHUniDQsQFnoECCQQAQ&url=https%3A%2F% 

F-355/2023 

Seite 9 

2Fwww.bbc.co.uk%2Fnews%2Ftopics%2Fcnx753jejjlt%2Fghana&usg= 

AOvVaw0QVlNPuzAaZVYHM0kqllRv&opi=89978449; BMZ: https://www. 

google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8

&ved=2ahUKEwimmq2O7-OAAxUIh_0HHaLNDC8QFnoECCkQAQ&url= 

https%3A%2F%2Fwww.bmz.de%2Fde%2Flaender%2Fghana%2Fwirt-

schaftliche-situation-9612&usg=AOvVaw0we127b7nq8XS4DWtDpW_ 

8&opi=89978449; Ghana – Fragile States Index (FSI) bis 2023, 

https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad

=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjzycSf5-OAAxVThP0HHdr1Ci8QFnoECBw 

QAQ&url=https%3A%2F%2Fde.statista.com%2Fstatistik%2Fdaten% 

2Fstudie%2F957890%2Fumfrage%2Fbewertung-ghanas-nach-dem-fra-

gile-states-index%2F&usg=AOvVaw2TdXfNhg7_p1RAfVS1m4SM&opi= 

89978449, alle abgerufen am 17.08.2023). 

6.4 Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Besucherinnen 

und Besuchern aus Ghana als grundsätzlich hoch einschätzt. Allerdings 

wäre es zu schematisch und nicht haltbar, generell und ohne spezifische 

Anhaltspunkte ausschliesslich aufgrund der allgemeinen Lage in der Her-

kunftsregion auf eine nicht hinreichend gesicherte Wiederausreise zu 

schliessen. Es gilt vielmehr, über die Situation im Herkunftsland hinaus, die 

weiteren Umstände ebenfalls zu würdigen. Dabei sind in die Prognose über 

die Absicht einer gesuchstellenden Person, den Schengen-Raum fristge-

recht zu verlassen, deren persönliche, familiäre und berufliche beziehungs-

weise wirtschaftliche Situation sowie deren Interessenlage miteinzubezie-

hen (BVGE 2014/1 E. 6.3.1). Obliegt einer gesuchstellenden Person im 

Heimatland beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche 

oder familiäre Verantwortung, so kann dies die Prognose für eine anstands-

lose Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in 

ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben, das Risiko eines 

ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten 

Einreise als hoch eingeschätzt werden (BVGE 2014/1 E. 6.3.1 m.H.; 

2009/27 E. 8). 

6.5 Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen (...)-jährigen verhei-

rateten Mann. Zusammen mit seiner Ehefrau hat er (Nennung Anzahl) Kin-

der im Alter von (...), (...) und (...) Jahren (vgl. SEM act. 2/46-50). Diesbe-

züglich kann nicht in Abrede gestellt werden, dass er als Vater (Nennung 

Anzahl) Kinder eine familiäre Verantwortung trägt. Diese Verantwortung 

kann eine besondere Gewähr für eine Rückkehr ins Heimatland bieten. In-

dessen hat die Erfahrung oftmals gezeigt, dass zurückbleibende nahe 

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Seite 10 

Angehörige gerade in Situationen angespannter wirtschaftlicher und/oder 

politischer Verhältnisse Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller regelmässig 

nicht verlässlich davon abhalten können, den Entschluss für eine Emigra-

tion zu fällen, sei dies etwa in der Hoffnung, die Zurückgebliebenen aus 

dem Ausland effizienter zu unterstützen oder später allenfalls gar nachzie-

hen zu können. Die aufgrund des Alters erforderliche Betreuung der Kinder 

wird zweifelsohne von der Ehefrau des Beschwerdeführers übernommen. 

Irgendwelche Indizien für das Bestehen eines besonderen Betreuungsbe-

darfs, der nur durch den Beschwerdeführer selbst abgedeckt werden 

könnte, sind insoweit nicht erkennbar. Es kann also davon ausgegangen 

werden, dass im persönlichen und familiären Umfeld des Beschwerdefüh-

rers keine über das Übliche hinausgehende Verpflichtungen oder gar Ab-

hängigkeiten vorhanden sind, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 

Heimatland bieten könnten. 

6.6 Aufgrund dieser Ausgangslage ist der wirtschaftlichen Situation des 

Beschwerdeführers ein besonderes Augenmerk zu widmen. Diesbezüglich 

führte die Vorinstanz an, es bestünden ernsthafte Zweifel an den vorgeleg-

ten Belegen, da die meisten vom Beschwerdeführer selber in seiner Eigen-

schaft als CEO von E._______ unterzeichnet seien. Die Tatsache, dass er 

durch seine Unterschrift zugunsten seines eigenen Aufenthalts die Verant-

wortung für diese Gesellschaft übernehme, stelle keine ausreichende Ver-

sicherung dar, umso mehr, wenn Zweifel an den Aktivitäten dieser Gesell-

schaft bestünden. In dieser Hinsicht weise der vom Gesuchsteller vorge-

legte Auszug aus dem Bankkonto der Gesellschaft Transaktionen auf, die 

nicht mit der Tätigkeit einer Handelsgesellschaft übereinstimmten, und der 

verfügbare Saldo stelle keine ausreichende Versicherung dar. Darüber hin-

aus liege weder ein persönlicher Bankkontoauszug noch eine Bürgschaft 

des einladenden Unternehmens vor. Die finanzielle Unterstützung für den 

Aufenthalt sei nicht zufriedenstellend nachgewiesen. Obwohl der Be-

schwerdeführer zwei Firmen besitze, vermöge dieser Umstand alleine die 

Behörden nicht über den aktuellen Stand seiner Finanzen zu informieren 

und eine Garantie für seine Rückkehr nach Ablauf des geplanten Aufent-

halts darzustellen. 

Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers stellen sich ge-

mäss den Akten wie folgt dar: Er besitzt offenbar ein eigenes Unternehmen 

mit dem Namen F._______ und ist auch für die Unternehmung E._______ 

als CEO tätig (vgl. SEM act. 2/22 und 2/89, act. 4/118 ff.). Zu den finanzi-

ellen Verhältnissen der Firma F._______ liegen keine Belege oder andere 

überprüfbare Informationen vor. Mit Beweismitteleingabe vom 2. März 

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Seite 11 

2023 reichte der Beschwerdeführer einen Bankauszug der Firma 

E._______ für den Zeitraum Januar 2022 bis Januar 2023 ein (vgl. Beilage 

8). Diesbezüglich ist ersichtlich, dass sich im Verlaufe des ausgewiesenen 

Zeitraums der Saldo dieses Firmenkontos zwischen Fr. 2'000.– bis 8'000.– 

Franken bewegte. Im Jahr 2022 wurden ein paar wenige Geldbeträge in 

vierstelliger Frankenhöhe auf das Konto einbezahlt (teilweise vom Be-

schwerdeführer selber). Die einzige substanzielle Einzahlung von über 

(Nennung Betrag) ging am (...) ein und wurde dem Auszug zufolge von der 

G._______, B._______, getätigt. Der Kontoauszug endet mit einem Saldo 

per 23. Januar 2023 von etwas über (Nennung Betrag). Nachdem die vom 

Beschwerdeführer als CEO geführte Firma mit (Nennung Handelsware) 

handle, scheint eine Geschäftsbeziehung mit der erwähnten Firma 

G._______, die sich mit (Nennung Tätigkeit) beschäftigt, durchaus denk-

bar. Jedoch fällt auf, dass sich aus dem Kontoauszug keinerlei Anhalts-

punkte auf in diesem Zusammenhang betriebsnotwendige Aufwendungen, 

Wareneinkäufe und insbesondere auch nicht auf Lohnkosten ergeben. Es 

ist daher zu bezweifeln, dass das fragliche Firmenkonto tatsächlich ein Ge-

schäftskonto darstellt und als solches benutzt wird. Die aus dem Kontoaus-

zug ersichtlichen Bargeldabhebungen des Beschwerdeführers lassen je-

denfalls keine Rückschlüsse auf eine effektive Geschäftstätigkeit zu. Die 

Vorinstanz hat daher mit zutreffender Begründung erkannt, dass die Trans-

aktionen mit der Tätigkeit einer Handelsgesellschaft nicht in Übereinstim-

mung gebracht werden können. Mit Beilage 9 der gleichen Eingabe legte 

er einen Auszug seines privaten Bankkontos von Januar 2022 bis 2023 bei, 

dessen Saldo in diesem Zeitraum zwischen zirka Fr. 100.– bis 4000.– 

schwankt, wobei die höchste Einzahlung in diesem Zeitraum vom Be-

schwerdeführer selber am (...) in der Höhe von rund (Nennung Betrag) ge-

tätigt wurde. Ein solcher Saldo lässt jedenfalls nicht auf günstige wirtschaft-

liche Verhältnisse schliessen, die den Beschwerdeführer nachhaltig von ei-

ner Emigration abzuhalten vermöchten. Die wirtschaftlichen Bindungen 

des Beschwerdeführers sind daher mit Zweifeln behaftet und vermögen – 

insbesondere mit Blick auf das Geschäftskonto – seine effektive finanzielle 

Lage nicht nachvollziehbar darzulegen. Im Übrigen hat die den Beschwer-

deführer einladende Firma – wie bereits erwähnt – weder eine Bürgschaft 

zu seinen Gunsten übernommen noch mit einer anders gearteten Ver-

pflichtungserklärung gezeigt, dass sie für gewisse finanzielle Risiken im 

Zusammenhang mit dem Besuchsaufenthalt einzustehen gewillt ist. 

6.7 Sodann sprechen weitere Punkte dafür, dass eine Wiederausreise des 

Beschwerdeführers aus dem Schengen-Raum als nicht gesichert er-

scheint. So wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass sein erstes 

F-355/2023 

Seite 12 

Visumsgesuch wegen des Verdachts, mit Hilfe seiner Firma einem Lands-

mann die Einreise in den Schengen-Raum erleichtert zu haben, aufgeho-

ben wurde. Ausserdem wurde ihm in den (Nennung Dauer) in mehreren 

Ländern das Visum jeweils verweigert (vgl. SEM act. 4/156-161). In diesem 

Zusammenhang wendet der Beschwerdeführer ein, jeder Bürger habe das 

Recht, überall auf der ganzen Welt ein Visum zu beantragen, wie viele es 

dabei seien, sei nicht relevant; ausserdem könne aus der Ablehnung eines 

anderen Visumsantrags nicht geschlossen werden, es sei auch der in der 

Schweiz gestellte Antrag nun abzulehnen. Dieser Einwand ist als nicht 

stichhaltig zu erachten. Vorweg ist anzuführen, dass die Vorinstanz für die 

Begründung ihrer Verfügung zwar durchaus auf die Vorgeschichte des Be-

schwerdeführers im Schengen-Raum Bezug genommen hat, dies aber le-

diglich einen Nebenpunkt ihrer Argumentation darstellte. Auch wenn es ei-

nem Gesuchsteller unbenommen ist, unbeschränkt viele Gesuche in ver-

schiedenen Ländern zu stellen, dürfen daraus ohne Weiteres Schlussfol-

gerungen für den Einzelfall gezogen werden, wenn – wie vorliegend – in 

allen Gesuchen die gleichen Auffälligkeiten in der Vorgehensweise erkenn-

bar sind (vgl. angefochtene Verfügung, S. 4, Rz 19). 

6.8 Angesichts der allgemeinen Situation in Ghana, dem vorstehend dar-

gelegten persönlichen Hintergrund des Beschwerdeführers sowie in Be-

rücksichtigung der eingereichten (Nennung Beweismittel) zu dessen ge-

schäftlichem Hintergrund durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dessen 

Wiederausreise sei im Sinne der massgeblichen Bestimmungen nicht ge-

sichert. 

6.9 Demnach wurde das Visum für den gesamten Schengen-Raum zu 

Recht verweigert. Gründe humanitärer oder anderer Art, die die Erteilung 

eines Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit rechtfertigen würden 

(vgl. dazu E. 5.5 vorstehend), wurden zu Recht nicht geltend gemacht und 

sind auch nicht ersichtlich. 

7.  

Gestützt auf die obigen Erwägungen erweist sich die Verweigerung der 

Ausstellung des Visums durch die Vorinstanz als rechtmässig. Die ange-

fochtene Verfügung ist somit im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu bean-

standen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

F-355/2023 

Seite 13 

Fr. 800.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der am 2. März 2023 in der gleichen Höhe geleis-

tete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwen-

den. 

8.2 Soweit der Beschwerdeführer eine Entschädigung von Euro (Nennung 

Betrag) zur Deckung seines Verlustes und der Kosten der juristischen Ver-

tretung fordert, ist er auf das Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des 

Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten (Verantwortlichkeits-

gesetz, VG, SR 170.32) und das dort vorgesehene Verfahren hinzuweisen. 

(Dispositiv nächste Seite)  

  

F-355/2023 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe bezahlte Kostenvorschuss wird zu deren Bezah-

lung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

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