# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d19824a-e5c5-585b-bb08-da5ccd46f9ae
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2015 200 2015 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-116_2015-08-18.pdf

## Full Text

200 15 116 IV
GRD/SCC/SAC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. August 2015

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
arbeitete ab 2007 zu 40 % als … (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 8 
S. 2). Sie meldete sich am 12. August 2013, unter Hinweis auf eine Dis-
kushernie und «Nerven» bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) zum Leistungsbezug an (AB 1). Die IVB nahm erwerbliche und me-
dizinische Abklärungen vor, u.a. veranlasste sie eine Begutachtung durch 
die Dres. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, und D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie FMH (Gutachten vom 21. August 2014 [AB 39.1] und vom 
22. August 2014 [AB 38.1]). Mit Vorbescheid vom 29. September 2014 
(AB 43) stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens hinsichtlich 
der Invalidenrente in Aussicht. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. Ok-
tober 2014 (AB 46) Einwand. Nach einer Stellungnahme (AB 49) von med. 
prakt. E.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 24. Dezember 2014 (AB 50) einen Anspruch auf eine Invalidenrente. 

B.

Am 2. Februar 2015 erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
kostenfällig aufzuheben. Es sei festzustellen, dass der Invaliditätsgrad der 
Beschwerdeführerin seit August 2013 mindestens 85.6 %, eventualiter 
59.8 % betrage. Es sei ihr rückwirkend per August 2013 eine ordentliche 
ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei ihr rückwirkend per August 
2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Subeventualiter sei die Sa-
che zur Neubeurteilung an die IVB zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. März 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 3

Mit Replik vom 13. März 2015 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem 
Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 24. Dezember 2014 (AB 50). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Ne-
ben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch sol-
che psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 5

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

2.4 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG (bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 
Abs. 2ter IVG) wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind 
oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitar-
beiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren 
sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 
IVG; bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG). In diesem Falle sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitar-
beit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätig-
keit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Be-
reichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a 
S. 150).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 6

dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeitsfähigkeit der Beschwer-
deführerin lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 15. November 2013 
(AB 26) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbos-
pondylogenes Syndrom, einen Verdacht auf Bursitis trochanteria rechts, ein 
chronisches cervicovertebral- und intermittierendes Cervicooccipitalsyn-
drom, eine Migräne und ein Genu valgum rechts (AB 26 S. 7). Es bestehe 
eine verminderte Belastbarkeit im Bereich des lumbosakralen Übergangs, 
Beckengürtel und untere Extremität, letzteres rechts betont bei Genu val-
gum rechts. Arbeiten in unphysiologischer Stellung der Wirbelsäule, insbe-
sondere längerdauernde Flexions- und Extensionsstellungen speziell mit 
zusätzlicher Rotationskomponente und insbesondere mit indirekter Belas-
tung über den langen Hebelarm mit Gewichten, könnten nicht durchgeführt 
werden. Das Heben von Lasten zu maximal 5 kg tagsüber sei vereinzelt in 
ergonomischer Stellung möglich, hingegen sei das repetitive Heben von 
Lasten zu vermeiden. Die Belastbarkeit im Bereich des Na-
cken/Schultergürtels dürfte weiterhin geringgradig vermindert sein. Bezüg-
lich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest, die Beschwerdeführerin sei medizi-
nisch theoretisch in einer angepassten Tätigkeit mit häufigem Wechsel der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 7

Körperposition (sitzen/stehen/herumgehen) zu 50 % arbeitsfähig (AB 26 
S. 9). 

3.1.2 Die angefochtene Verfügung vom 24. Dezember 2014 (AB 50) 
stützt sich im Wesentlichen auf die Gutachten der Dres. med. C.________ 
und D.________ vom 21. resp. 22. August 2014 (AB 39.2, 38.2).

Aus somatisch-rheumatologischer Sicht diagnostizierte Dr. med. 
D.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein rezidivierendes 
zervikospondylogenes Syndrom sowie ein chronisches lumbospondyloge-
nes Syndrom (AB 38.1 S. 8). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
stellte er als Diagnose eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, 
chronische Rückenschmerzen, welche lumbal nicht vollumfänglich soma-
tisch abstützbar seien, sowie eine Fingerpolyarthrose fest. Er führte aus, 
die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden seien bezüg-
lich Umfang und Intensität als weitgehend, jedoch nicht als vollumfänglich, 
auf die objektivierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar 
(AB 38.1 S. 13). In der klinischen Untersuchung imponierten Bewegungs-
einschränkungen der Wirbelsäule, die zervikal als nicht und lumbal als 
schmerzhaft beschrieben worden seien und leichtgradige, altersentspre-
chende Arthrosen der Langfinger (AB 38.1 S. 8). Seit Anfang 2012 sei die 
Arbeitsfähigkeit für körperlich belastendere Arbeiten als diejenigen, die die 
Beschwerdeführerin seit 2006/2007 als … ausgeübt habe, nicht mehr 
gegeben. Für die Tätigkeit als … bestehe seit Anfang 2012 eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % und seit Februar 2014 von 
maximal 45 % bei voller Stundenpräsenz. Das zumutbare Arbeitspensum 
könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag 
verteilt abgeleistet werden. Die Arbeitsfähigkeit für eine körperlich 
belastendere Tätigkeit als diejenige als …, welche einer leichtgradig 
körperlich belastenden Arbeit entspreche, müsse hingegen verneint 
werden. Für die derzeit ausgeübte Tätigkeit und für eine angepasste 
Verweistätigkeit könne nach Umsetzung von beschwerdelindernden resp. 
therapeutischen Massnahmen im optimalen Fall eine maximale 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von unter 40 % angenommen werden 
(AB 38.1 S. 15).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 8

Aus psychiatrischer Sicht führte Dr. med. C.________ aus, das Hauptpro-
blem sei eine Schmerzkrankheit, für welche gemäss Akten teilweise patho-
logische Befunde an der Rückenwirbelsäule vorlägen. Soweit sich die 
Schmerzen organisch nicht erklären liessen, müsse von einer psychosoma-
tischen Überlagerung ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin sei 
teilweise auf die Schmerzen fixiert, äussere hypochondrische Befürchtun-
gen und zeige eine Schmerzausdehnung. Es lasse sich daher eine anhal-
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10) nachweisen; sie habe jedoch 
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 39.1 S. 6). Die Prognose sei 
aus psychiatrischer Sicht günstig und es könne von einem unauffälligen 
psychischen Gesundheitszustand ausgegangen werden (AB 39.1 S. 8 f.). 
Aus psychiatrischer Sicht bestehe bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum (AB 39.1 S. 9). Weiter 
habe aufgrund der psychosomatischen Beschwerden nie eine 
Arbeitsunfähigkeit bestanden, jedoch sei es wohl nicht sinnvoll, die 
Beschwerdeführerin Arbeiten durchführen zu lassen, welche sie körperlich 
stark belasten (AB 39.1 S. 11).

Aus bidisziplinärer Sicht hielten die Dres. med. C.________ und 
D.________ (AB 39.2, 38.2) fest, aus somatisch-rheumatologischer Sicht 
habe ab Anfang 2012 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % bestanden. Seit Februar 2014 
bestehe in der angestammten Tätigkeit eine Einschränkung von maximal 
45 %. Aus psychiatrischer Sicht hingegen bestehe in Bezug auf die bisher 
ausgeübte berufliche Tätigkeit als … keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit.

3.2 Die Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ vom 
21. August und 22. August 2014 (AB 39.1, 38.1) bzw. die interdisziplinäre 
Beurteilung vom 22. August 2014 (AB 39.2, 38.2) erfüllen die Vorausset-
zungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 2.6 hiervor) und erbrin-
gen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353): Sie basieren auf 
eingehenden psychiatrischen und rheumatologischen Untersuchungen. Die 
Beurteilungen sind in Kenntnis der Vorakten – mit denen sich die Gutachter 
auseinandergesetzt haben (vgl. AB 38.1 S. 13 f.) – sowie unter Berücksich-
tigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 9

der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum aktuellen Gesundheitszustand und 
zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Auch stehen die 
Fachbeurteilungen in Übereinstimmung untereinander und flossen in die 
interdisziplinäre Beurteilung ein, so dass darauf abzustellen ist. 

Mit Blick auf das zur amtlichen Publikation bestimmte Bundesgerichtsurteil 
vom 3. Juni 2015, 9C_492/2014, bzw. die neuen Anforderungen (materiell-
beweisrechtlicher Natur) im Zusammenhang mit somatoformen und ver-
gleichbaren Störungen ist festzuhalten, dass nach altem Verfahrensstan-
dard eingeholte Gutachten ihren Beweiswert nicht verlieren, was auch für 
das hier vorliegende überzeugende bidisziplinäre Gutachten gilt. Jedoch ist 
sinngemäss wie in BGE 137 V 210 vorzugehen bzw. zu prüfen, ob die
Expertise – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich-
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der neu massgebenden Indika-
toren erlaubt (E. 8 des erwähnten Urteils; vgl. auch Urteil des Verwaltungs-
gerichts des Kantons Bern vom 29. Juni 2015, IV/2015/105, E. 3.4).

In psychischer Hinsicht diagnostiziert Dr. med. C.________ eine anhalten-
de somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und geht von keiner 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus. Auf die von Dr. med. C.________ 
attestierte volle Arbeitsfähigkeit trotz diagnostizierter somatoformer 
Schmerzstörung kann deshalb nicht abgestellt werden, weil er die Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Foerster-Kriterien beurteilt, 
was aufgrund der geänderten Praxis nicht mehr zulässig ist. Wie nachfol-
gend aufgezeigt resultiert aus der „ergebnisoffenen“ (BGer 9C_492/2014, 
E. 4.1.2) Beurteilung unter Berücksichtigung der neuen Indikatoren gemäss 
der jüngsten Praxisänderung des Bundesgerichts (BGer) vom 3. Juni 2015 
(9C_492/2014), womit die bisher geltenden Überwindbarkeitsvermutung 
(vgl. BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354) aufgegeben 
wurde, in psychischer Hinsicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit: Behandlungserfolg oder -resistenz lässt hier nicht 
auf eine schwere Einschränkung schliessen. Insbesondere kann nicht von 
einem definitiven Scheitern einer indizierten, lege artis und mit optimaler 
Kooperation des Versicherten durchgeführten Therapie bzw. von einer ne-
gativen Prognose gesprochen werden (BGer 9C_492/2014, E. 4.3.1.2), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 10

denn die Beschwerdeführerin ist nicht in fachärztlicher (psychiatrischer) 
Behandlung (AB 39.1 S. 4 unten), geht sie doch selber davon aus, dass sie 
eine solche nicht benötigt. Zur Behandlung der somatischen Beschwerden 
kann vermerkt werden, dass die fachrheumatologische Behandlung bei Dr. 
med. F.________ am 24. Juli 2013 abgeschlossen wurde (AB 26 S. 9), 
dieser eine stationäre Behandlung nicht für notwendig hält (AB 26 S. 8) und 
die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten von Dr. med. D.________ die 
aus ärztlicher Sicht indizierte medizinische Trainingstherapie nicht mehr 
praktiziert (AB 38.1 S. 14). Sodann leidet die Beschwerdeführerin unter 
Rückenbeschwerden (BGer 9C_492/2014, E. 4.3.1.3), welche bezüglich 
Umfang und Intensität zwar weitgehend, jedoch nicht vollumfänglich auf die 
objektivierbaren somatischen Befunde abstützbar sind (vgl. AB 38.1 S. 13). 
Mit Verweis auf den Tagesablauf der Beschwerdeführerin sowie ihre Ein-
schätzung (sie sei in der Regel nicht verstimmt und nicht grundlos verängs-
tigt, sie empfinde eigentlich Freude am Leben [AB 39.1 unten]) bestehen 
Ressourcen (BGer 9C_492/2014, E. 3.4.2.1, 4.1.1). Der Komplex der Per-
sönlichkeit (BGer 9C_492/2014, E. 4.3.2) lässt nicht auf eine Leistungs-
minderung schliessen. Eine Persönlichkeitsstörung wird explizit verneint 
(AB 39.1 S. 6), vielmehr wird auf sthenische Persönlichkeitsanteile verwie-
sen (vgl. auch AB 39.1 S. 8); die Beschwerdeführerin macht einen psy-
chisch robusten Eindruck. Hinsichtlich des sozialen Kontextes 
(BGer 9C_492/2014, E. 4.3.3) ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführe-
rin spazieren geht, der Tochter im … hilft und ihr der intensive Umgang mit 
der Familie viel bedeutet. Zur „gleichmässigen Einschränkung des Akti-
vitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen“ (BGer 
9C_492/2014, E. 4.4.1) ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin 
zwar angibt, dass sie nicht mehr in der …. tätig sein könne (AB 39.1 S. 3), 
dennoch erledige sie manchmal … und … von zu Hause aus (AB 39.1 S. 
3). Zudem geht sie mehrmals pro Tag (eineinhalb Stunden) mit … spazie-
ren und hilft – wie erwähnt – im …. der Tochter mit (AB 39.1 S. 4 Mitte). 
Aus psychischer Sicht scheint kein Leidensdruck vorzuliegen; eine psychia-
trische Behandlung hat die Beschwerdeführerin nie durchgeführt, sie geht 
denn auch davon aus, dass es ihr „diesbezüglich nämlich gutgehe“ (AB 
39.1 S. 4 unten). Gesamthaft betrachtet kommt dem Schmerzgeschehen 
aus rechtlicher Sicht gemäss neuer Rechtsprechung keine invalidisierende 
Wirkung zu. Unter diesen Umständen braucht nicht näher geprüft zu wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 11

den, ob mit Blick auf den diagnoseinhärenten Schweregrad, dem nunmehr 
vermehrt Rechnung zu tragen ist (BGer 9C_492/2014, E. 2.1.1, 4.3.1.1), 
überhaupt von einer somatoformen Schmerzstörung resp. einem invalidi-
sierenden Gesundheitsschaden (BGer 9C_492/2014, E. 2) auszugehen ist. 
Festzuhalten ist lediglich, dass der Gutachter zwar hypochondrische Be-
fürchtungen erwähnt (AB 39.1 S. 7), Hinweise auf eine Aggravation (Aus-
schlussgrund [BGer 9C_492/2014, E. 2.2 und E. 4.3.1.1]) jedoch nicht vor-
liegen. Zudem ist zu bemerken, dass Dr. med. C.________ keine emotio-
nalen Konflikte oder psychosozialen Probleme auszuführen vermag, wel-
che in Verbindung mit den Schmerzen auftreten und schwerwiegend genug 
sind, um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu gelten (vgl. DIL-
LING/MOBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer Störun-
gen, ICD-10, Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Aufl., S. 233, 
Ziff. F45.4).

Die Beurteilung von Dr. med. D.________, es bestehe aus somatisch-
rheumatologischer Sicht seit Anfang 2012 in einer angepassten Arbeit und 
in der Tätigkeit als … eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 
20 % und seit Februar 2014 eine Einschränkung von maximal 45 %, jeweils 
bezogen auf ein Arbeitspensum von 100 %, ist überzeugend. Diese Ein-
schätzung deckt sich im Wesentlichen mit derjenigen des behandelnden 
Dr. med. F.________, attestiert doch dieser eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit (vgl. AB 26 S. 9). Auch die RAD-Ärztin med. 
prakt. E.________ geht davon aus, dass auf das Gutachten abgestellt wer-
den kann, wobei sie die Einschätzungen der Arbeits- und Leistungsfähig-
keit aus somatischer Sicht in einer Verweistätigkeit für wohlwollend erach-
tet (vgl. AB 49). 

3.3 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in der 
angestammten und einer angepassten Verweistätigkeit seit Anfang 2012 
maximal zu 20 % und seit Februar 2014 maximal zu 45 % arbeitsunfähig 
ist. 

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 12

4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung vom 
24. Dezember 2014 (AB 50) von einem Status von 40 % Erwerbstätigkeit 
und 60 % Tätigkeit im Haushalt aus. Dies stimmt mit den Angaben der Be-
schwerdeführerin überein (Beschwerde S. 12 Ziff. 17). Darauf ist somit ab-
zustellen. 

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 
E. 7.1).

4.3 Die Beschwerdegegnerin stellte bezüglich des Validen- und des 
Invalideneinkommens auf die LSE ab (AB 50). Bei der Ermittlung des Vali-
deneinkommens kann dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht ge-
folgt werden, ist doch auf den zuletzt erzielten Lohn abzustellen (vgl. E. 4.2 
hiervor). Das Valideneinkommen beträgt für die bisherige 40 %ige Erwerbs-
tätigkeit Fr. 20'480.-- (AB 45 S. 3, Beschwerdebeilage [BB] 3), was mit den 
Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 12) übereinstimmt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 13

Ein höheres Einkommen hat sie seit 2002 nicht erzielt. Die angestammte 
Tätigkeit ist ihr gemäss der medizinischen Abklärung nach wie vor zumut-
bar (vgl. E. 3.3 hiervor). Es wäre ihr sogar ein Pensum von 55 % am Stück 
zumutbar.

4.4 Da die Beschwerdeführerin zuletzt zu 40 % erwerbstätig war und 
die restlichen 60 % für den Haushalt aufgewendet hat, gilt es zu prüfen, 
inwiefern sie in der Haushaltsführung eingeschränkt ist.

4.4.1 Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein gene-
reller Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im 
Haushalt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommens-
vergleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach 
Art. 28a Abs. 2 IVG (bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG) auf 
eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität abgestellt werden. 
Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse im Ein-
zelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung eingeholten Ab-
klärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall genü-
gende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach der Rechtspre-
chung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den einzelnen Po-
sitionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit 
zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei unglaubwürdigen 
Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen 
Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1).

4.4.2 Rechtsprechungsgemäss können Familienangehörigen im Rahmen 
der familienrechtlichen Beistandspflicht im Einzelfall umfangreiche Hilfestel-
lungen zugemutet werden. Diese Mithilfe geht zwar weiter als die ohne 
Gesundheitsschaden üblicherweise zu erwartende Unterstützung, jedoch 
darf den Familienangehörigen keine unverhältnismässige Belastung ent-
stehen. Vielmehr ist bei der Mitarbeit von Familienangehörigen stets da-
nach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten 
würde, sofern keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 
V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5). Soweit es um spo-
radische kleinere, nicht mit erheblichem Zeitaufwand verbundene und/oder 
spezifische Kenntnisse voraussetzende Hilfeleistungen geht, sind solche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 14

auch von nicht behinderten ausserfamiliären Personen, beispielsweise Ar-
beitskolleginnen und -kollegen, zu erwarten. Täglich ein- oder mehrmalig 
zu erbringende, mit grösserem Zeitaufwand verbundene und eine spezifi-
sche Instruktion voraussetzende Hilfestellungen können aussenstehenden 
Personen in der Regel aber nicht zugemutet werden (SVR 2006 IV Nr. 25 
S. 86 E. 3.1). 

4.5 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin darauf verzichtet, einen 
Haushaltsbericht einzuholen. Sie begründet dies damit, dass im Haushalt 
keine Einschränkungen bestünden. Aufgrund einer antizipierten Beweis-
würdigung sei keine Haushaltsabklärung notwendig gewesen (vgl. auch 
Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 5). Demgegenüber bringt die Beschwerdefüh-
rerin vor, dass ihr das Verrichten von Hausarbeiten mit schwerer körperli-
cher Belastung – wie dies auch im Gutachten von Dr. med. D.________ 
festgehalten worden sei – nicht möglich sei. Sie macht weiter geltend, dass 
bereits bei leicht- bis mittelgradig belastenden körperlichen Haushaltarbei-
ten massive Einschränkungen bestünden und geht deshalb von einem In-
validitätsgrad im Haushalt von 76 % aus (vgl. Beschwerde S. 13 f. Ziff. 19).

Es steht gestützt auf das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 22. Au-
gust 2014 (AB 38.1) fest, dass die Beschwerdeführerin leichte bis mittel-
schwere Haushaltstätigkeiten ausführen kann, da diese Tätigkeiten in idea-
ler Weise mit reduziertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden 
können. Schwere Haushaltsarbeiten sind jedoch unzumutbar (vgl. AB 38.1 
S. 15). Die Frage, welchen Anteil die schweren Arbeiten an den Haushalts-
tätigkeiten insgesamt haben, wurde bisher nicht ausreichend abgeklärt; die 
Einschränkung im Haushalt ist deshalb nicht ermittelbar. Laut Schreiben 
der Tochter der Beschwerdeführerin vom 18. Januar 2015 (BB 4) über-
nehme sie u.a. das Waschen der Wäsche, das Putzen der Wohnung (wo-
bei ebenfalls eine Putzfrau angestellt worden ist; vgl. BB 5), das Heben von 
schweren Gegenständen, den Grosseinkauf, den Fensterputz etc. Sie er-
wähnte zudem, dass sie eine eigene Wohnung besitze und die ganze Hilfe 
neben ihrer Erwerbstätigkeit verrichte. Auf die Angaben der Beschwerde-
führerin (Beschwerde S. 14) kann hier nicht abgestellt werden, denn sie 
gibt an, die Tochter müsse ihr beinahe sämtliche Arbeiten im Haushalt ab-
nehmen, was letztlich nicht mit der von den Gutachtern angegebenen Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 15

tungsfähigkeit im Haushalt übereinstimmt (vgl. AB 38 S. 15). Entgegen der 
Meinung der Beschwerdegegnerin kann jedoch nicht aufgrund einer antizi-
pierten Beweiswürdigung auf die Einholung eines Haushaltsberichts ver-
zichtet werden. Vielmehr sind anlässlich einer Haushaltsabklärung die Ein-
schränkungen, insbesondere mit Blick auf den Anteil der schweren Haus-
haltstätigkeiten festzulegen; es ist zudem zu prüfen, welche Arbeiten von 
den Familienangehörigen übernommen werden können und ihnen aufgrund 
der Schadenminderungspflicht zumutbar sind (vgl. E. 4.4.2 hiervor).

4.6 In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 24. Dezember 2014 (AB 50) aufzuheben und die Sache 
ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese wird gestützt auf die 
angemessene Kostennote von Fürsprecher B.________ vom 13. März 
2015 auf Fr. 4‘852.45 (Honorar von Fr. 4‘455.--, zuzüglich Auslagen von 
Fr. 38.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 359.45) festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, IV/15/116, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 24. Dezember 2014 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'852.45 (inkl. Auslagen und MWST.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
-  Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.