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**Case Identifier:** 591572bd-6a33-5079-86a2-7c2fb57cac0d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.06.2017 100 2016 285
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-285_2017-06-01.pdf

## Full Text

100.2016.285U
HAT/SPA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Juni 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Herzog 
Gerichtsschreiber Spring 

A.________
Beschwerdeführer 

gegen

Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern
c/o Obergericht des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach, 
3001 Bern

betreffend Anwaltsaufsicht; befristetes Berufsverbot (Verfügung der 
Anwaltsaufsichtsbehörde vom 6. September 2016; AA 15 179)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2017, Nr. 100.2016.285U, 
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Sachverhalt:

A.

Rechtsanwalt A.________ vertrat in einer Strafsache, die in zwei getrennt 
geführten Verfahren beurteilt wurde, als privat mandatierter Verteidiger 
B.________ im Berufungsverfahren und C.________ als amtlicher 
Verteidiger im erstinstanzlichen Verfahren. In der Fortsetzungsverhandlung 
des Verfahrens C.________ vom 30. Juli 2015 wies die Staatsanwaltschaft 
auf eine ihres Erachtens unzulässige Doppelvertretung durch Rechtsanwalt 
A.________ hin. Die zuständige Gerichtspräsidentin verzichtete in der 
Folge darauf, Rechtsanwalt A.________ nicht weiter als Vertreter von 
C.________ zuzulassen bzw. ihm das amtliche Mandat zu entziehen, 
stellte aber in Aussicht, den Fall der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons 
Bern zu melden. Sie tat dies mit Eingabe vom 4. August 2015.

B.

Am 1. Dezember 2015 eröffnete die Anwaltsaufsichtsbehörde ein Diszipli-
narverfahren gegen Rechtsanwalt A.________ wegen unzulässiger 
Doppelvertretung nach Art. 12 Bst. c des Bundesgesetzes vom 23. Juni 
2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, 
BGFA; SR 935.61). Am 6. September 2016 auferlegte sie ihm ein (befris-
tetes) Berufsausübungsverbot von einem Monat. 

C.

Dagegen hat Rechtsanwalt A.________ am 10. Oktober 2016 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Rechtsbegehren, die Verfü-
gung der Anwaltsaufsichtsbehörde vom 6. September 2016 sei aufzuheben 
und es sei von einer Disziplinarmassnahme abzusehen. Eventuell sei an-
stelle des befristeten Berufsausübungsverbots eine mildere Disziplinar-
massnahme anzuordnen. Subeventuell sei die Sache zu neuer Festlegung 

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einer angemessenen Disziplinarmassnahme an die Anwaltsaufsichtsbe-
hörde zurückzuweisen. 

Die Anwaltsaufsichtsbehörde hat mit Schreiben vom 2. November 2016 auf 
die Einreichung einer Beschwerdevernehmlassung verzichtet. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 22 des Kantonalen Anwaltsgesetzes 
vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]). Der Beschwerdeführer hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Ver-
fügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 12 Bst. c BGFA haben Anwältinnen und Anwälte jeden 
Konflikt zwischen den Interessen ihrer Klientschaft und den Personen, mit 
denen sie geschäftlich oder privat in Beziehung stehen, zu meiden. Die 
entsprechende Treuepflicht gegenüber der Klientschaft ist umfassender 
Natur und erstreckt sich auf alle Aspekte des Mandatsverhältnisses. Die 
Treuepflicht steht im Zusammenhang mit der Generalklausel von Art. 12 
Bst. a BGFA, wonach Anwältinnen und Anwälte ihren Beruf sorgfältig und 
gewissenhaft auszuüben haben, wie auch mit Art. 12 Bst. b BGFA, der sie 

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zur Unabhängigkeit verpflichtet (BVR 2011 S. 306 E. 2.1; BGE 134 II 108 
E. 3; Walter Fellmann, in Fellmann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum An-
waltsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 12 N. 84). Aus dieser umfassenden Treue- 
und Unabhängigkeitspflicht ergibt sich insbesondere auch ein Verbot von 
Doppelvertretungen. Anwältinnen und Anwälte dürfen nicht in ein und der-
selben Streitsache Parteien mit gegenläufigen Interessen vertreten, weil sie 
sich diesfalls weder für die eine noch für die andere Partei voll einsetzen 
können. Eine unzulässige Doppelvertretung muss nicht zwingend das glei-
che formelle Verfahren oder allfällige mit diesem direkt zusammen-
hängende Nebenverfahren betreffen. Es genügt, wenn zwischen zwei Ver-
fahren ein Sachzusammenhang besteht. Dabei ist grundsätzlich unerheb-
lich, ob das erste, den gleichen Sachzusammenhang betreffende Verfahren 
bereits beendet oder noch hängig ist, zumal die anwaltliche Treuepflicht in 
zeitlicher Hinsicht unbeschränkt gilt (BVR 2011 S. 306 E. 3.2; vgl. zum 
Ganzen BGE 134 II 108 E. 3).

2.2 Art. 127 Abs. 3 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 
5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) sieht die Möglich-
keit vor, dass ein Rechtsbeistand in den Schranken von Gesetz und 
Standesregeln im gleichen Verfahren die Interessen von mehreren Ver-
fahrensbeteiligten wahren kann. Die Verteidigung von mehreren in der glei-
chen Sache angeschuldigten Personen ist jedoch grundsätzlich unzulässig, 
da in solchen Situationen regelmässig eine Interessenkollision besteht 
(BGE 135 I 261 [BGer 1B_7/2009 vom 16.3.2009] nicht publ. E. 5.5; 
BGer 1B_613/2012 vom 29.1.2013 E. 2.2; Walter Fellmann, a.a.O., Art. 12 
N. 107). Um einen Freispruch oder ein möglichst mildes Urteil zu erreichen, 
kann jede der beschuldigten Personen versucht sein, mitbeschuldigte Per-
sonen zu belasten, womit eine wirksame Verteidigung durch die gleiche 
Anwältin oder den gleichen Anwalt nicht mehr gewährleistet wäre 
(BGE 141 IV 257 E. 2.1; BGer 1B_613/2012 vom 29.1.2013 E. 2.4; Viktor 
Lieber, in Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 127 N. 12). Problematisch 
ist auch, wenn eine ehemalige Verteidigerin bzw. ein ehemaliger Verteidi-
ger einer beschuldigten Person in einem späteren Verfahrensstadium eine 
andere mitangeklagte Person anwaltlich vertreten will. Zurückhaltung 
drängt sich schon deshalb auf, weil vertrauliche Informationen, die die 

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frühere Klientschaft ihrer Vertretung unter dem Schutz des Anwaltsgeheim-
nisses anvertraut hat, später zum Nachteil dieser mitangeklagten Person 
und im Interesse der neuen Klientschaft eingesetzt werden könnten 
(BGer 1B_259/2016 vom 11.1.2017 E. 2.5; Walter Fellmann, a.a.O., Art. 12 
N. 107a). Das grundsätzliche Verbot von Doppelvertretungen gilt indes 
nicht absolut. Es gibt Ausnahmefälle, in denen eine Verteidigung von ver-
schiedenen beschuldigten Personen im selben Strafverfahren denkbar ist. 
Erforderlich ist, dass die beschuldigten Personen durchwegs identische 
und widerspruchsfreie Sachverhaltsdarstellungen wiedergeben, und ihre 
Prozessinteressen dürfen nach den konkreten Umständen nicht divergieren 
(BGE 135 I 261 [BGer 1B_7/2009 vom 16.3.2009] nicht publ. E. 5.8; 
BGer 6B_1071/2010 vom 21.6.2011 E. 2.2.2; Viktor Lieber, a.a.O., Art. 127 
N. 13). Mithin müssen sich die beschuldigten Personen in der Darstellung 
des Sachverhalts, in dessen rechtlicher Würdigung und hinsichtlich ihrer 
Tatbeteiligung einig sein (Walter Fellmann, a.a.O., Art. 12 N. 107). Allein 
die Zustimmung der Klientschaft zu einer Mehrfachvertretung oder ein Plä-
dieren auf Freispruch für alle beschuldigten Personen reichen nicht aus 
(BGE 135 I 261 [BGer 1B_7/2009 vom 16.3.2009] nicht publ. E. 5.5; 
BGer 1B_613/2012 vom 29.1.2013 E. 2.2). 

2.3 Art. 12 Bst. c BGFA verlangt nicht, dass bereits jeder Anschein 
einer Interessenkollision vermieden wird; gegen diese Berufsregel verstösst 
nur das Vorliegen eines tatsächlichen Interessenkonflikts. Anwältinnen und 
Anwälte müssen aber ein feines Gefühl für Interessenkollisionen haben und 
daher bei der Übernahme eines Mandats unter Berücksichtigung der spe-
ziellen Verhältnisse des Einzelfalls gewissenhaft und sorgfältig prüfen, ob 
die Gefahr einer Interessenkollision besteht (BVR 2011 S. 306 E. 2.2; 
Walter Fellmann, a.a.O., Art. 12 N. 87; vgl. auch BGE 134 II 108 E. 4.2.2 f.; 
Georg Pfister, Aktuelle Entscheide zur Interessenkollision, in Plädoyer 
4/2010 S. 66 f.). Bei der heiklen strafrechtlichen Mehrfachvertretung ist 
besonders sorgfältig abzuklären, ob ein Konfliktrisiko besteht. Die Anwältin 
bzw. der Anwalt hat die Interessenlage der Klientschaft in umfassender 
Weise zu prüfen, damit jegliche Interessenkollision ausgeschlossen werden 
kann. Wird erst während der Führung eines Mandats ein bestehender Inte-
ressenkonflikt festgestellt, muss die Anwältin bzw. der Anwalt das Mandat 
unverzüglich niederlegen und nicht erst dann, wenn bereits Handlungen 

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zum Nachteil der Klientschaft vorgenommen wurden (BGer 1B_293/2016 
vom 30.9.2016 E. 2.1). 

3.

3.1 B.________ und C.________ wurden qualifizierte Widerhandlungen 
gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel 
und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 
812.121), bandenmässig begangen im Jahr 2005 in … vorgeworfen. Die 
beiden sind demnach Mitbeschuldigte, die jedoch nicht im gleichen 
Strafverfahren angeklagt wurden. Dennoch war der Beschwerdeführer 
sowohl für den einen als auch für den anderen anwaltlich tätig: 

3.2 Das Strafverfahren P01 10 170 gegen B.________ wurde in erster 
Instanz mit Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland vom 26. Juni 
2014 abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde B.________ durch 
Rechtsanwalt D.________ amtlich verteidigt. Am 3. Juli 2014 beantragte 
dieser die «Sistierung» seines Mandats, da B.________ am 2. Juli 2014 die 
Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil durch den Beschwerdeführer als 
privat mandatierten Rechtsanwalt hatte erklären lassen (vgl. Meldung vom 
4.8.2015 [act. 3A pag. 1] und Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 
21.10.2015 [act. 3A pag. 35]). Am 15. Dezember 2014 erfolgte die 
erstinstanzliche Urteilsbegründung des Regionalgerichts. Im schriftlich 
geführten Berufungsverfahren reichte der Beschwerdeführer dem 
Obergericht des Kantons Bern am 2. März 2015 eine Begründung für 
B.________ ein; der Rechtsmittelentscheid, der das erstinstanzliche Urteil 
im Wesentlichen bestätigte, erging am 30. Oktober 2015 (vgl. angefochtene 
Verfügung E. I.9).

3.3 Im Strafverfahren P01 10 273 gegen C.________ war der Be-
schwerdeführer wie folgt tätig: Am  29. August 2014 äusserte C.________ 
telefonisch gegenüber der zuständigen Gerichtspräsidentin des 
Regionalgerichts Berner Jura-Seeland den Wunsch, sich durch den Be-
schwerdeführer amtlich verteidigen zu lassen. Er hatte mit dem Beschwer-
deführer vorgängig ein dahingehendes Gespräch geführt. Am 16. Septem-

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ber 2014 setzte die Gerichtspräsidentin den Beschwerdeführer als amt-
lichen Verteidiger von C.________ ein (vgl. Meldung vom 4.8.2015, act. 3A 
pag. 1). Die Fortsetzungsverhandlung vor dem Regionalgericht fand am 
30. Juli 2015 statt und C.________ wurde an dieser wegen qualifizierter 
Widerhandlungen gegen das BetmG verurteilt, bandenmässig begangen 
mit B.________ und einer Drittperson. Anlässlich der Fort-
setzungsverhandlung hatte die Staatsanwaltschaft auf die aus ihrer Sicht 
unzulässige Doppelvertretung von B.________ und C.________ 
hingewiesen. Aufgrund der «unklaren Sachlage» verzichtete die 
Gerichtspräsidentin darauf, den Beschwerdeführer nicht weiter als Vertreter 
von C.________ zuzulassen bzw. die amtliche Verteidigung durch den 
Beschwerdeführer zu widerrufen, stellte jedoch eine Meldung wegen 
allfälliger Berufsregelverletzung an die Anwaltsaufsichtsbehörde in Aussicht 
(Meldung vom 4.8.2015, act. 3A pag. 3). Gegen das erstinstanzliche Urteil 
des Regionalgerichts meldete der Beschwerdeführer am 10. August 2015 
im Namen von C.________ Berufung an. Am 6. Januar 2016 wurde die 
amtliche Verteidigung von C.________ einem anderen Rechtsanwalt 
übertragen (vgl. angefochtene Verfügung E. I.9). 

4.

Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer durch die gleichzeitige 
Vertretung von B.________ im Berufungsverfahren und C.________ vor 
der ersten Instanz gegen Art. 12 Bst. c BGFA verstossen hat.

4.1 Die Anwaltsaufsichtsbehörde gelangte zum Schluss, dass bezüglich 
der Vertretung von B.________ und C.________ ein Interessenkonflikt 
bestanden habe. Der Beschwerdeführer habe vom Sachzusammenhang 
der Verfahren sowie von den divergierenden Aussagen der Beschuldigten 
gewusst. Mit der Einsetzung als amtlicher Verteidiger von C.________ 
habe sich am 16. September 2014 ein konkreter Interessenkonflikt 
zwischen den beiden Klienten des Beschwerdeführers manifestiert. Dieser 
werde nicht durch den Umstand entlastet, dass die Gerichtspräsidentin bei 
seiner Einsetzung als amtlicher Verteidiger von C.________ bereits um die 
Vertretung von B.________ wusste. Es sei Sache des Anwalts, jeglichen 

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Interessenkonflikt zu vermeiden. – Der Beschwerdeführer verneint das 
Vorliegen eines Interessenkonflikts und macht in erster Linie geltend, dass 
er für beide Klienten eine gemeinsame «Verteidigungsstrategie» (Handel 
mit legalen Hanfprodukten) verfolgt habe. Zudem stehe nicht fest, dass die 
Aussagen der beiden Beschuldigten bei Mandatsübernahme divergiert 
hätten. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass ihn die zuständige 
Gerichtspräsidentin im Wissen um das Vertretungsverhältnis zu 
B.________ und ohne Hinweis auf eine heikle 
Doppelvertretungskonstellation als amtlichen Verteidiger von C.________ 
eingesetzt habe. Durch dieses Vorgehen sei er in seiner Auffassung 
bestärkt worden, dass keine Verletzung von Art. 12 Bst. c BGFA vorliege. 

4.2 Vor Verwaltungsgericht ist unbestritten, dass die Handlungen, die 
der Beschwerdeführer für B.________ einerseits und C.________ 
andererseits vorgenommen hat, die Qualität einer Doppelvertretung 
aufweisen (vgl. Art. 1 der Beschwerde). Zu Recht, mussten sich doch beide 
Klienten des Beschwerdeführers dem Vorwurf stellen, gemeinsam (ban-
denmässig) gegen das BetmG verstossen zu haben. Die gegen sie ge-
führten Strafverfahren betrafen denselben Sachverhalt und die gleichen 
strafrechtlichen Vorwürfe. Damit standen die Verfahren offensichtlich in 
einem unmittelbaren Sachzusammenhang. Dass sie separat geführt wur-
den, ist ebenso unerheblich wie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
B.________ erst im Berufungsverfahren vertrat, während er für 
C.________ bereits die erstinstanzliche Verteidigung übernahm. Die 
anwaltliche Treuepflicht ist in zeitlicher Hinsicht unbeschränkt und kommt 
nicht nur für Verfahren zum Tragen, die sich im selben Stadium befinden 
oder gar parallel geführt werden (E. 2.1 vorne). 

4.3 Streitig ist jedoch, ob diese Doppelvertretung in der vorliegenden 
Konstellation unzulässig war. Wie unter E. 2.2 ausgeführt, ist eine Doppel-
vertretung in Strafsachen bzw. bei Mitangeschuldigten nur ausnahmsweise 
unter der strikten Voraussetzung zulässig, dass die prozessualen Interes-
sen der Beschuldigten gänzlich gleichgerichtet sind. Deshalb war der Be-
schwerdeführer im Hinblick auf die beabsichtigte Doppelvertretung in der 
gleichen Strafangelegenheit verpflichtet, die Interessenlage seiner Klienten 
in umfassender Weise zu überprüfen, um jegliche Interessenkollision aus-

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schliessen zu können (vgl. E. 2.3 vorne). Zur nachhaltigen Vermeidung von 
Interessenkonflikten reichte allerdings das Festlegen einer gemeinsamen 
«Verteidigungsstrategie» nicht aus. Es war von Anfang an absehbar, dass 
es je nach Prozessverlauf auf Einzelheiten der Sachverhaltsdarstellung 
ankommen würde (vgl. etwa BGer 1B_263/2016 vom 4.10.2016 E. 2.2). 
Der Beschwerdeführer war deshalb gehalten, im Hinblick auf die amtliche 
Verteidigung von C.________ die Sachverhaltsdarstellungen beider 
Klienten genau zu prüfen. So hätte er ohne weiteres in Erfahrung bringen 
können, dass die Darstellungen der beiden Beschuldigten divergierten. Der 
Beschwerdeführer stellt denn auch nicht in Abrede, dass sich die Aussagen 
von C.________ und B.________ im Jahr 2009 widersprachen (Art. 4 der 
Beschwerde). Er macht jedoch geltend, dass zum Zeitpunkt seiner 
Mandatierung die damalige Sachverhaltsdarstellung von C.________ 
unbekannt gewesen sei, da dieser sich letztmals am 11. November 2009 
zur Sache geäussert habe (Art. 2 der Beschwerde). Darauf kann es jedoch 
nicht ankommen: Lagen zuvor bereits divergierende Aussagen der 
Beteiligten vor, konnte der Beschwerdeführer nicht davon ausgehen, dass 
diese nun gänzlich übereinstimmend aussagen würden. Zusätzlich führte 
der Beschwerdeführer die Besprechung der Verteidigungsstrategie am 
29. August 2014 nur mit C.________ und in Abwesenheit von B.________ 
durch (Art. 2 der Beschwerde). Des Weiteren war zu diesem Zeitpunkt die 
erstinstanzliche Urteilsbegründung im Verfahren B.________, welche erst 
am 15. Dezember 2014 erfolgte, noch ausstehend. Bei diesen 
Gegebenheiten durfte der Beschwerdeführer trotz der vorerst gewählten 
gemeinsamen «Verteidigungsstrategie» nicht darauf vertrauen, dass sich 
seine Klienten im Laufe der Verfahren nicht gegenseitig belasten würden. 
Bezeichnenderweise betrachtete der Beschwerdeführer sein Verhalten im 
Nachhinein denn auch als «nicht unriskant» (Art. 4 der Beschwerde). Die 
Gefahr von Interessenkollisionen war daher genügend konkret und 
absehbar, um eine Doppelvertretung von Anfang an auszuschliessen (vgl. 
BGE 135 II 145 E. 9.1). Dies auch mit Blick auf die damals noch 
ausstehenden Verfahrenshandlungen und eine mögliche Änderung der 
Prozessstrategie von C.________ (vgl. BGer 1B_263/2016 vom 4.10.2016 
E. 2.2). Im Übrigen manifestierte sich eine konkrete Interessenkollision 
bereits kurz nach Einsetzung des Beschwerdeführers als amtlicher 
Verteidiger von C.________. Spätestens am 6. Oktober 2014 erfuhr der 

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Beschwerdeführer, dass C.________ B.________ wegen Körperverletzung 
anzeigt hatte, was zu einem weiteren Strafverfahren führte, in dem die 
Klienten des Beschwerdeführers als Gegenparteien auftraten (vgl. 
Schreiben von Fürsprecher E.________ vom 6.10.2014, act. 3A pag. 85). 

4.4 Der Beschwerdeführer verweist zu seiner Entlastung sodann auf 
den Umstand, dass ihn die zuständige Gerichtspräsidentin als amtlichen 
Verteidiger von C.________ eingesetzt habe, obschon sie vom Ver-
tretungsverhältnis mit B.________ wissen musste; er fühlte sich deshalb 
nicht selber verantwortlich für die resultierende Doppelvertretung. Mit 
dieser Argumentation übersieht er, dass er schon vor seiner Bestellung als 
amtlicher Anwalt am 16. September 2014 gegen Art. 12 Bst. c BGFA 
verstossen hatte, sodass unerheblich ist, ob auch die Gerichtspräsidentin 
hätte erkennen sollen, dass er die Vertretung von C.________ nicht 
übernehmen durfte, und ob er aus einem entsprechenden Fehlverhalten 
etwas zu seinen Gunsten ableiten könnte: Erweist sich eine Doppelver-
tretung von Anfang an als ausgeschlossen, ist jegliches Tätigwerden im 
Hinblick auf die Mandatsübernahme als Verletzung von Art. 12 Bst. c BGFA 
anzusehen (E. 2.3 vorne; vgl. auch Kaspar Schiller, Schweizerisches An-
waltsrecht, 2009, N. 848). Vorliegend erklärte C.________ am 29. August 
2014 telefonisch gegenüber der zuständigen Gerichtspräsidentin, er 
wünsche durch den Beschwerdeführer amtlich vertreten zu werden. Dieser 
bestätigt ausdrücklich, dass er sich vor diesem Telefonat mit C.________ 
zwecks Besprechung der «Verteidigungsstrategie» getroffen habe (Art. 2 
der Beschwerde). Die betreffende Konsultation stellt ein Tätigwerden im 
Hinblick auf die Einsetzung als amtlicher Verteidiger dar und verstiess 
mithin gegen Art. 12 Bst. c BGFA, zumal der Beschwerdeführer spätestens 
seit dem 2. Juli 2014 bereits die Interessen von B.________ vertrat (vgl. 
E. 3.2 vorne). Bei diesen Gegebenheiten hätte er C.________ von Anfang 
an darauf hinweisen müssen, dessen Verteidigung wegen eines 
Interessenkonflikts mit dem Mandat von B.________ nicht übernehmen zu 
können. Entsprechend hätte er sich nie bereit erklären dürfen, C.________ 
für die Besprechung der «Verteidigungsstrategie» zu treffen. Zudem oblag 
es vor dem Hintergrund des grundsätzlichen Verbots einer Verteidigung 
zweier als Mittäter in der gleichen Strafsache Beschuldigter primär ihm 
selber, zu erkennen, dass hier die Voraussetzungen für eine 

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ausnahmsweise Mehrfachvertretung nicht erfüllt waren. Dem 
Beschwerdeführer musste klar sein, dass nicht die Gerichtspräsidentin, 
sondern vorab er als privat mandatierter Rechtsbeistand von B.________ 
zu beurteilen hatte, inwieweit widerstreitende Interessen bereits vorlagen 
oder noch auftreten konnten (vgl. Niklaus Ruckstuhl, in Basler Kommentar, 
2. Aufl. 2014, Art. 127 StPO N. 11). Wie die Vorinstanz zu Recht betont hat, 
ist er selber verantwortlich für die Einhaltung seiner Berufspflichten. Daran 
ändert nichts, dass die amtliche Verteidigung gemäss Art. 133 i.V.m. 
Art. 61 StPO im gerichtlichen Verfahren durch das Gerichtspräsidium 
bestellt wird. Die später vorgenommene Einsetzung durch die 
Gerichtspräsidentin führte denn auch nicht zu einer nachträglichen Legiti-
mierung der von Anfang an unzulässigen Doppelvertretung. Auch unter 
diesem Gesichtspunkt kann offenbleiben, ob die Gerichtspräsidentin um die 
Unzulässigkeit der Doppelvertretung wusste. Schliesslich bleibt unerfind-
lich, was der Beschwerdeführer aus der Behauptung zu seinen Gunsten 
ableiten will, gegebenenfalls habe schon die Übernahme des Mandats für 
B.________ am 2. Juli 2014 zu einer Verletzung von Art. 12 Bst. c BGFA 
geführt (vgl. Art. 5 der Beschwerde). Es braucht deshalb nicht weiter 
erörtert zu werden, ob der Beschwerdeführer, weil er sowohl die Interessen 
von C.________ als auch jene von B.________ bereits früher in anderen 
Verfahren vertreten hatte, keines der beiden Mandate betreffend der in … 
begangenen Delikte hätte annehmen dürfen (vgl. E. 2.2 vorne).

4.5 Nach dem Gesagten hat die Anwaltsaufsichtsbehörde die Verteidi-
gung von C.________ und B.________ in der gleichen Strafsache zu 
Recht als Verstoss gegen Art. 12 Bst. c BGFA gewertet. Der Hauptantrag, 
es sei unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung von der Ausfällung 
einer Disziplinarmassnahme abzusehen, erweist sich daher als 
unbegründet.

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5.

Mit seinem Eventualantrag verlangt der Beschwerdeführer die Anordnung 
einer milderen Massnahme. Er macht geltend, die Auferlegung eines ein-
monatigen Berufsausübungsverbots sei unverhältnismässig. Subeventuell 
sei die Sache zwecks neuer Festlegung einer angemessenen Disziplinar-
massnahme an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5.1 Bei der Verhängung einer Disziplinarmassnahme nach Art. 17 
BGFA kommt der kantonalen Aufsichtsbehörde ein Ermessensspielraum 
zu; Wahl und Bemessung der konkreten Sanktion sind primär ihre Sache 
(statt vieler BGer 2C_665/2010 vom 24.5.2011 E. 5, 2P.318/2006 und 
2A.733/2006 vom 27.7.2007 E. 12.1; VGE 2010/311 vom 7.2.2011 E. 4.1). 
Anders als bei der Frage, ob ein disziplinarwidriges Verhalten vorliegt, auf-
erlegt sich das Verwaltungsgericht deshalb eine gewisse Zurückhaltung, 
wenn die anzuordnende Massnahme im Streit liegt. Es greift insoweit nur 
ein, wenn die angefochtene Sanktion den Rahmen des pflichtgemässen 
Ermessens sprengt und damit als unverhältnismässig erscheint. Hinsicht-
lich der Disziplinarmassnahme des befristeten Berufsausübungsverbots gilt 
es zu beachten, dass es sich dabei um die zweitschwerste Sanktion han-
delt. Als solche kommt sie vorab bei gravierenden Verfehlungen in Frage. 
Sie ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts grundsätzlich erst im 
Wiederholungsfall zu ergreifen, ausnahmsweise kann eine befristete Ein-
stellung in der Berufsausübung schon bei einer erstmaligen gravierenden 
Berufspflichtverletzung gerechtfertigt sein (BGer 2C_980/2016 vom 
7.3.2017 E. 3.2, 2A.177/2005 vom 24.2.2006, in ZBGR 88/2007 S. 356 
E. 4.1; VGE 2010/311 vom 7.2.2011 E. 4.1).

5.2 Die Anwaltsaufsichtsbehörde ging von einer objektiv schweren Ver-
letzung der Berufsregeln aus. Des Weiteren wurde beim beruflichen Vor-
leben berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer innert kurzer Frist 
zwei Verfehlungen zuschulden habe kommen lassen, was zeige, dass die 
erste verhängte Massnahme ihre Disziplinierungswirkung verfehlt habe. – 
Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe sich in seiner rund 18-jährigen 
Berufstätigkeit erst zwei Berufsregelverletzungen zuschulden kommen las-
sen. Weiter macht er eine «Mitverantwortung» der Gerichtspräsidentin für 
den Regelverstoss geltend.

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5.3 Das Gebot zur Vermeidung von Interessenkonflikten gemäss Art. 12 
Bst. c BGFA stellt einen der Grundpfeiler der Berufsregeln dar, die An-
wältinnen und Anwälte zu befolgen haben (vgl. E. 2.1 vorne). Eine unzu-
lässige Doppelvertretung in Strafsachen ist damit – in Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz – als gewichtiger Verstoss gegen die Berufsregeln zu wer-
ten. Dies umso mehr, als es bei der Vermeidung von Interessenkollisionen 
im Strafprozess zusätzlich um die besonders bedeutsame Garantie eines 
korrekten Verfahrens geht (BGE 141 IV 257 E. 2.1). Weiter hat die 
Vorinstanz beim beruflichen Vorleben des Beschwerdeführers zu Recht 
berücksichtigt, dass dieser zum zweiten Mal innert kurzer Zeit wegen eines 
schweren Verstosses sanktioniert wird. Mit Verfügung der Anwalts-
aufsichtsbehörde vom 2. September 2014 wurde ihm eine Disziplinarbusse 
von Fr. 3'000.-- auferlegt. Aus dem Umstand, dass diese Sanktion erst kurz 
nach dem erneuten Verstoss gegen die Berufsregeln ausgesprochen 
wurde, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten: Die 
erste Disziplinarmassnahme geht auf seine strafrechtliche Verurteilung vom 
19. Juli 2012 wegen Anstiftung zu versuchter Begünstigung zurück, die am 
8. Juli 2013 zufolge Rückzugs der dagegen erhobenen Einsprache in 
Rechtskraft erwuchs (vgl. VGE 2014/162 vom 24.4.2015 E. 1.1). Die 
Anwaltsaufsichtsbehörde hatte wegen dieser gravierenden Verfehlung nicht 
nur ein Disziplinarverfahren eröffnet, sondern am 9. Mai 2014, also un-
mittelbar vor dem streitbetroffenen erneuten Regelverstoss, erkannt, der 
Eintrag des Beschwerdeführers im Anwaltsregister werde gelöscht, weil 
dieser eine Straftat begangen habe, die mit dem Anwaltsberuf nicht zu ver-
einbaren sei. Der Beschwerdeführer hat also während des laufenden 
ersten Disziplinarverfahrens und während Hängigkeit des Rechtsmittel-
verfahrens betreffend seinen Eintrag in das Anwaltsregister ein weiteres 
Mal in gewichtiger Weise gegen die Berufsregeln verstossen. Aus diesem 
Verhalten lässt sich ebenso gut wie aus einem erneuten Regelverstoss 
unmittelbar nach einer disziplinarischen Massregelung auf mangelnde Ein-
sicht schliessen. Dabei fällt auf, dass die erste Massnahme in Anbetracht 
der schweren Verfehlung äusserst milde ausgefallen war (wohl weil parallel 
dazu auch eine Löschung angeordnet worden war). Jedenfalls durfte die 
Anwaltsaufsichtsbehörde bei der zweiten Berufsregelverletzung davon 
ausgehen, eine erneute Auferlegung einer Busse oder einer anderen milde-
ren Massnahme als eines befristeten Berufsausübungsverbots würde beim 

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Beschwerdeführer nicht die gewünschte Wirkung haben und dessen Ver-
fehlungen nicht gerecht werden. Der Beschwerdeführer liess während des 
ganzen Disziplinarverfahrens einen deutlichen Hang erkennen, sein er-
neutes Fehlverhalten zu bagatellisieren. Er versuchte hartnäckig, die Ver-
antwortung für seine Verfehlung der Gerichtspräsidentin zuzuschieben und 
machte geltend, ihm könne einzig vorgeworfen werden, die Ausnahmen 
vom Verbot der Doppelvertretung «zu extensiv ausgelegt» zu haben (insb. 
Art. 4 der Beschwerde). Gerade vor dem Hintergrund des ersten massiven 
Regelverstosses lässt diese Haltung des Beschwerdeführers ernsthaft 
daran zweifeln, dass er die Bedeutung seines Fehlverhaltens richtig erfasst 
hat. Mit Blick auf die gewichtige Verfehlung, das bisherige berufliche Ver-
halten des Beschwerdeführers und dessen Uneinsichtigkeit ist das Ver-
hängen eines befristeten Berufsausübungsverbots nicht zu beanstanden.

5.4 Gemäss Art. 17 Abs. 1 Bst. d BGFA kann ein befristetes Berufsaus-
übungsverbot für längstens zwei Jahre ausgesprochen werden. Mit der 
Dauer von einem Monat wurde die Sanktion im untersten Bereich des ge-
setzlichen Rahmens verhängt. Zwar dürfte der Beschwerdeführer, welcher 
allein eine Kleinkanzlei führt, durch das Berufsausübungsverbot getroffen 
werden, da er sich nicht durch eine Bürokollegin oder einen Bürokollegen 
vertreten lassen kann, wie dies etwa in einer Grosskanzlei möglich wäre. 
Ihm wird durch die streitige Disziplinarsanktion aber lediglich die Betätigung 
im Monopolbereich untersagt, was bedeutet, dass während der Dauer des 
Berufsausübungsverbots die Parteivertretung vor Zivil- und Strafgerichten 
sowie grundsätzlich auch vor Verwaltungsjustizbehörden unzulässig ist 
(vgl. Art. 7 KAG). Er kann damit auch in dieser Zeit einerseits als Rechts-
berater wirken und andererseits seine Klienten in öffentlich-rechtlichen 
Verfahren ausserhalb des Gültigkeitsbereichs des Anwaltsmonopols ver-
treten (vgl. BGer 2A.177/2005 vom 24.2.2006, in ZBGR 88/2007 S. 356 
E. 4.3). Mit Blick auf diese auch angesichts der kurzen Dauer einge-
schränkten Auswirkungen des verhängten Berufsausübungsverbots und 
auf die gesamten Umstände des konkreten Falls, erscheint die streitige 
Sanktion ohne weiteres als verhältnismässig. 

5.5 Erweist sich das einmonatige Berufsausübungsverbot als verhältnis-
mässig, ist die angefochtene Verfügung rechtmässig. Weder ist eine 

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mildere Massnahme durch das Verwaltungsgericht selber zu verhängen 
noch ist die Angelegenheit zu neuer Anordnung einer Disziplinarmass-
nahme an die Anwaltsaufsichtsbehörde zurückzuweisen. Eventual- und 
Subeventualantrag erweisen sich ebenfalls als unbegründet.

6.

6.1 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer mit der Doppelver-
tretung von B.________ und C.________ gegen Art. 12 Bst. c BGFA 
verstossen, wobei die Sanktionierung dieses Verstosses gegen die 
Berufsregeln als Rechtsanwalt mit einem einmonatigen Berufsausübungs-
verbot sowohl hinsichtlich der Sanktionsart als auch der Sanktionsdauer 
rechtmässig ist. Damit erweist sich die Beschwerde gesamthaft als unbe-
gründet und ist abzuweisen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.