# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4060faa-315e-5595-a8fe-1ddde247bf38
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 27.11.2017 608 2017 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2017-20_2017-11-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2017 20

Urteil vom 27. November 2017 

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener,

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Armin 
Sahli

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz 

Gegenstand Invalidenversicherung (Nichteintreten auf Neuanmeldung)

Beschwerde vom 6. Februar 2017 gegen die Verfügung vom 3. Januar 
2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt 

A. A.________, geboren im Jahr 1955, verheiratet und Vater von zwei Kindern (Jahrgänge 
1979 und 1981), wohnhaft in B.________, ist gelernter Sanitärinstallateur und seit dem Jahr 1988 
selbständig erwerbstätig.

Aufgrund von gesundheitlichen Problemen (zervikale Diskushernie, Mikrodiskektomie und Spon-
dylodese C6/C7; Operation vom 28. März 2002) bestand seit Dezember 2001 eine 50- bis 100-
prozentige Arbeitsunfähigkeit.

B. Am 31. März 2003 meldete sich A.________ ein erstes Mal bei der Invalidenversicherungs-
stelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Am 15. Dezember 
2004 teilte ihm die IV-Stelle mit, dass ab Dezember 2002 Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe 
(Invaliditätsgrad: 44 Prozent). Aufgrund einer gesundheitlichen Verschlechterung (erhebliche 
chronische Schmerzprobleme in HWS und LWS) erhob der Versicherte am 19. Januar 2005 
Einsprache gegen diese Mitteilung, welcher er einen Bericht seines Hausarztes, Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 18. Januar 2005 beilegte. Am 
25. Februar 2005 annullierte die IV-Stelle die Mitteilung vom 15. Dezember 2004 und stellte dem 
Versicherten in Aussicht, ihm eine vom 1. Dezember 2002 bis 30. Juni 2004 befristete 
Viertelsrente zuzusprechen (Invaliditätsgrad: 44 Prozent). Die Zeit ab Juli 2004 werde zu einem 
späteren Zeitpunkt – nach erfolgter weiterer Sachverhaltsabklärung – beurteilt. Diese Mitteilung 
bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. April 2005, welche unangefochten in Rechtskraft 
erwuchs.

In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD) neurochirurgisch begutachten. In ihrem 
Gutachten vom 16. Dezember 2005 stellte Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurochirurgie 
FMH, die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Zervikozepha-
les/zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts und lumbovertebrales Schmerzsyndrom. In seiner 
angestammten Tätigkeit als selbständiger Sanitärinstallateur sei der Versicherte zu 50 Prozent 
arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit (kein Heben von Gewichten über 10 kg, Möglichkeit 
zu Positionswechseln, kein anhaltend gebücktes Arbeiten, keine Zwangshaltungen des Kopfes) 
hingegen bestehe eine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung.

Gestützt auf dieses neurochirurgische Gutachten wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 
26. Juni 2006 einen über den 30. Juni 2004 hinausgehenden Rentenanspruch ab (Invaliditätsgrad: 
23 Prozent), gewährte dem Versicherten indessen Hilfe bei der Arbeitsvermittlung.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 24. August 2006 Einsprache, welche mit 
Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2007 vollumfänglich abgewiesen wurde. Die gegen diesen 
Einspracheentscheid am 5. Dezember 2007 erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht 
Freiburg mit Urteil 5S 2007 508 vom 11. Dezember 2009 abgewiesen. Das Kantonsgericht erwog, 
dass dem Versicherten die Aufgabe der bisherigen selbständigen Tätigkeit und der Wechsel in 
eine unselbständige Tätigkeit zumutbar sei. In einer solchen angepassten Tätigkeit könne der 
Versicherte ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Dieses Urteil wurde nicht 
angefochten.

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C. Am 22. April 2010 meldete sich der Versicherte ein zweites Mal bei der IV-Stelle zum Leis-
tungsbezug an. Nachdem er einen Bericht seines Hausarztes zu den Akten gereicht hatte, welcher 
bestätigte, dass der Versicherte unter einer foraminal-extraforaminalen Diskushernie L4/5 und 
einer erosiven Osteochondrose LWK4/LWK5 leide, welche auch das Schmerzproblem ver-
schlechtert habe, trat die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein.

Am 28. Mai 2012 erlitt der Versicherte einen Unfall, anlässlich dessen er sich eine zweizeitige Milz-
ruptur Grad III zuzog. Es folgten ein Abszess in der Milzloge sowie ein Narbenbruch.

Mit Verfügung vom 26. September 2013 wies die IV-Stelle die Neuanmeldung ab (Invaliditätsgrad: 
21 Prozent). Sie erwog, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten (Diagnose und 
Zumutbarkeitsprofil) seit der neurochirurgischen Begutachtung durch Dr. med. D.________, Fach-
ärztin für Neurochirurgie FMH, vom 16. Dezember 2005 nicht verändert habe und der Versicherte 
in der Lage sei, in einer angepassten Tätigkeit (wie z.B. als Mitarbeiter in der leichten industriellen 
Produktion) bei gleichbleibenden funktionellen Einschränkungen zu 100 Prozent ohne Leistungs-
minderung zu arbeiten. Die Beschwerden mit der Milz seien bloss vorübergehender Natur gewe-
sen und der Versicherte werde sich auch von der geplanten Operation des Narbenbruchs, welche 
für den 17. Oktober 2013 vorgesehen sei, wieder erholen. Diese Verfügung erwuchs unangefoch-
ten in Rechtskraft.

Auf eine am 1. Mai 2014 eingereichte dritte Anmeldung trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 
21. August 2014 nicht ein. Auch diese Verfügung blieb unangefochten.

D. Am 14. Juni 2016 (Datum des Gesucheingangs) meldete sich der Versicherte ein viertes Mal 
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Er gab an, dass sich sein Gesundheitszustand in erheb-
licher Weise verschlechtert habe. So seien einerseits neue Beschwerden hinzugekommen 
(Milzriss im Jahr 2012, Narbenbruch im Jahr 2013, in der Folge weitere Komplikationen bis hin 
zum Schmerzsyndrom, Ellbogenbeschwerden, 13 Behandlungen mit Antibiotika oder Penizillin in 
den Jahren 2014 und 2015), andererseits hätten die bestehenden Rückenbeschwerden 
zugenommen.

Mit Verfügung vom 3. Januar 2017 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren vom 
14. Juni 2016 nicht ein; dies unter Hinweis auf die Stellungnahme des RAD vom 30. November 
2016, wonach keine dauerhafte Verschlimmerung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei. 
Trotz der Einschätzung der behandelnden Ärzte sei weiterhin davon auszugehen, dass in einer 
angepassten Tätigkeit, wie z.B. in der leichten industriellen Produktion, eine volle Arbeitsfähigkeit 
bestehe. Somit habe sich die Situation seit der letzten materiell-rechtlichen Verfügung vom 
26. September 2013 nicht wesentlich verändert.

E. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Armin Sahli, 
am 6. Februar 2017 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Er stellt sinngemäss das Begeh-
ren, es sei die angefochtene Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und die Angelegenheit an 
diese zurückzuweisen, damit sie auf das Leistungsbegehren eintrete, weitere medizinische Abklä-
rungen tätige und den Invaliditätsgrad bestimme. Subsidiär sei ihm mit Wirkung ab 1. Oktober 
2016 bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent eine halbe IV-Rente zuzusprechen. In 
formeller Hinsicht wird gerügt, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör verletzt, da er keine 
Möglichkeit gehabt habe, sich zur Stellungnahme des RAD vom 30. November 2016 zu äussern. 
In materieller Hinsicht wird vorgebracht, dass sich seine gesundheitliche Situation mit dem im Jahr 
2012 erlittenen Milzriss sowie den sich daraus ergebenden Folgen (Narbenbruch, Schmerzsyn-
drom), der Operation am Rücken vom 4. Januar 2016, der Operation am Ellbogen vom 

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17. Februar 2016 sowie den wiederholten Behandlungen mit Antibiotika und Penizillin (mindestens 
13 Behandlungen in den Jahren 2014 und 2015) sehr wohl massgeblich verschlechtert habe. Auf 
die Stellungnahmen des RAD könne nicht abgestellt werden, da diese unvollständig, aktenwidrig, 
widersprüchlich und nicht nachvollziehbar seien. Zudem verfüge der konsultierte RAD-Arzt als 
Allgemeinarzt nicht über die notwendigen medizinischen Fachkenntnisse. Deshalb seien die 
verschiedenen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in einem polydisziplinären 
Gutachten – unter Einbezug eines Schmerzspezialisten – abzuklären.

Der mit Verfügung vom 10. Februar 2017 auf CHF 400.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
13. März 2017 einbezahlt.

In ihrer Stellungnahme vom 26. April 2017 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der 
Beschwerde. Der konsultierte RAD-Arzt äusserte sich in einer Stellungnahme vom 29. März 2017 
zu der gegen ihn und seine Stellungnahmen erhobenen Kritik.

Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt, anlässlich dessen beide Parteien an ihren 
Standpunkten festhielten.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, sofern für die Urteilsfindung massgebend, in 
den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 6. Februar 2017 gegen die Verfügung vom 3. Januar 2017 ist durch 
einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich und örtlich zustän-
digen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Inte-
resse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob das neue 
Leistungsbegehren hätte materiell geprüft werden müssen.

Auf die Beschwerde ist einzutreten, wobei der Streitgegenstand, da lediglich ein Nichteintretens-
entscheid angefochten ist, auf die Eintretensfrage beschränkt ist. Auf materielle Anträge betreffend 
allfällige Rentenansprüche tritt das Gericht nicht ein.

2. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, da er keine 
Möglichkeit gehabt habe, sich zur Stellungnahme des RAD vom 30. November 2016 zu äussern.

a) Der vom Beschwerdeführer angerufene Anspruch auf rechtliches Gehör ist Teilgehalt 
des allgemeinen Grundsatzes des fairen Verfahrens von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) und Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101). Er wird auch 
durch Art. 29 Abs. 2 BV geschützt (BGE 134 I 140 E. 5.2).

Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt   
– ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst – zur Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im 
konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die 
Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht. Nach der 
Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen 

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Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 
E. 3d/aa; 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs – aber dann abzusehen, wenn und soweit 
die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Person an einer 
möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Begehrens nicht zu vereinbaren wäre (BGE 116 V 182 
E. 3d).

b) Der Beschwerdeführer hatte in der vorliegenden Angelegenheit mehrmals die Möglich-
keit, seine Position darzulegen. Nach Einreichen der Neuanmeldung vom 14. Juni 2016 (Vorakten 
S. 79 ff.) wurden ihm am 20. Juli 2016 die RAD-Stellungnahmen vom 28. Juni 2016 und 
4. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht (Vorakten S. 66), zu welchen er sich mit Eingabe vom 
29. November 2016 schriftlich äusserte (Vorakten S. 46 ff.). Auch die RAD-Stellungnahme vom 
30. November 2016 wurde dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht, indessen erst mit 
Schreiben vom 21. Dezember 2016 (Vorakten S. 36). Dies mit der Folge, dass seine 
Stellungnahme vom 6. Januar 2017 (Vorakten S. 28) erst nach Erlass der Verfügung vom 
3. Januar 2017 bei der Vorinstanz einging. Dennoch vermag die Berufung auf eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs im vorliegenden Fall nicht zu verfangen. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung müssen Grundrechte nicht theoretisch und abstrakt, sondern konkret und effektiv 
geschützt werden. Das Recht auf Kenntnisnahme von und Stellungnahme zu Eingaben der 
übrigen Verfahrensbeteiligten dient dem fairen Verfahren in dem Sinne, dass die 
Verfahrensparteien die Möglichkeit haben, sich substanziell zu Vorbringen der Gegenpartei zu 
äussern. Das blosse Beharren darauf, das letzte Wort zu haben, ohne dass damit eine effektive 
Rechtswahrnehmung verbunden wäre, ist demgegenüber nicht schutzwürdig (vgl. Urteil BGer 
8C_478/2016 vom 7. Oktober 2016 E. 5.2.2.1 mit Hinweisen). Dies gilt im vorliegenden Fall umso 
mehr, als der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2017 nur ganz allgemeine 
Kritik an der RAD-Stellungnahme vom 30. November 2016 übt, indem er vorbringt, dieser enthalte 
verschiedene offensichtliche Fehler, ohne diese konkret zu benennen; ein Vorwurf, den er bereits 
in seiner Stellungnahme vom 29. November 2016 erhob. Neue rechtserhebliche Umstände bringt 
er nicht vor. Damit ist auch nicht ersichtlich, inwiefern ihm durch die geltend gemachte Verletzung 
des rechtlichen Gehörs ein Nachteil entstanden sein sollte. Kommt hinzu, dass der 
Beschwerdeführer die Möglichkeit hatte, sich im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
zur RAD-Stellungnahme vom 30. November 2016 zu äussern und das Kantonsgericht den 
Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann, weshalb eine allfällige 
Gehörsverletzung ohnehin geheilt wäre.

c) Vor diesem Hintergrund kann nicht ernsthaft behauptet werden, das rechtliche Gehör 
des Beschwerdeführers sei verletzt worden. Vielmehr erscheint die zu einer leeren Formalität 
führende, keinen Rechtsschutz verdienende Berufung auf den Gehörsanspruch geradezu haltlos.

3. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwen-
dung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein.

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40 Prozent invalid sind.

b) Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung (IVV; SR 831.201) eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenzbeitrag 
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des 
zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird 
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Absatz 2 erfüllt sind. Dieser 
Absatz sieht vor, dass, wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, darin glaubhaft zu machen 
ist, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten 
Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheb-
lichen Weise geändert hat.

Art. 87 Abs. 3 IVV beruht auf dem Gedanken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer 
neuen Prüfung so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der 
Zwischenzeit nicht verändert hat. Damit soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach 
vorangegangener rechtskräftiger Anspruchsbegründung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen 
befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3). Daraus ergibt sich, dass die versicherte Person mit dem 
Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft 
machen muss. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt 
insoweit nicht. Wird im Revisionsgesuch respektive in der Neuanmeldung kein 
Eintretenstatbestand glaubhaft gemacht, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung 
den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 mit 
Hinweisen). Dabei wird die Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel aufgrund 
des Sachverhalts im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung beziehungsweise des angefochtenen 
Einspracheentscheides geprüft und nicht, wie er im Urteilszeitpunkt wäre (Urteil EVGer I 896/05 
vom 23. Mai 2006 E. 1). Nach dem Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung eingereichte 
Arztberichte sind im Bereich des Neuanmeldeverfahrens grundsätzlich selbst dann nicht 
massgeblich, wenn sie an und für sich geeignet wären, die Beurteilung im massgeblichen 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 64 E. 5; Urteil EVGer I 896/05 
vom 23. Mai 2006 E. 3.4.1).

Die Beweislast für die Glaubhaftmachung der Veränderung obliegt der versicherten Person (Urteil 
BGer 9C_838/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.3). Im Falle eines Beschwerdeverfahrens hat der 
Richter denn auch einzig diejenigen Arztberichte zu berücksichtigen, welche vor der IV-Stelle 
bereits eingereicht worden sind (BGE 130 V 64 E. 5.2.5).

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c) Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, 
ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind. Ist im gesamten für die 
Anspruchsberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eine Änderung glaubhaft gemacht, ist die 
Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie 
auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b). Verneint sie dies, so erle-
digt sie das Gesuch ohne weitere Abklärung durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, 
und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stel-
len; insoweit steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter zu respektieren hat 
(Urteil BGer I 489/05 vom 4. April 2007 E. 4.2 mit Hinweis; Urteil EVGer I 888/05 vom 7. Juni 2006 
E. 2 mit Hinweis; BGE 109 V 108 E. 2). Daher hat der Richter die Behandlung der Eintretensfrage 
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die 
Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte 
Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der 
Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist. Unterbreitet die 
Verwaltung einen medizinischen Sachverhalt dem RAD zur ärztlichen Stellungnahme, bedeutet 
dies noch nicht, dass die Verwaltung auf das Leistungsbegehren eingetreten ist; der eingeholte 
Bericht des RAD kann auch Grundlage eines Nichteintretensentscheids sein (Urteil BGer 
9C_789/2012 vom 27. Juli 2013 E. 3.2).

Die zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von 
Art. 87 Abs. 3 IVV bildet bei der Neuanmeldung – wo eine staatliche Leistungspflicht erst behaup-
tet wird und es mithin an einer ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung fehlt – wie auch 
bei der Rentenrevision die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.3 und 5.4; 130 V 71 E. 3.2.3).

d) Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten 
Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche 
Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 
IVV).

4. Vorliegend ist die Frage zu prüfen, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass 
sich seine gesundheitliche Situation, wie sie anlässlich der letzten rechtskräftigen materiell-rechtli-
chen Verfügung vom 26. September 2013 vorgelegen hat, in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat.

a) Zunächst ist auf die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers einzugehen, wie 
sie sich zum Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen materiell-rechtlichen Verfügung der Vorinstanz 
vom 26. September 2013 darstellte. Diese Verfügung beruhte auf den folgenden medizinischen 
Grundlagen:

In seiner Stellungnahme vom 28. Juni 2012 (Vorakten S. 205) kam der RAD-Arzt 
Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, zum Schluss, dass sich der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2007 

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objektiv nicht verschlechtert habe. Er bestätigte nicht nur die von Dr. med. D.________, Fachärztin 
für Neurochirurgie FMH, im Gutachten vom 16. Dezember 2005 gestellten Diagnosen 
(zervikozephales/zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts und lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom; vgl. Vorakten S. 458), sondern auch das Zumutbarkeitsprofil (bisherige 
Tätigkeit: 50 Prozent; angepasste Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Positionswechseln, ohne 
zwanghafte beugende Stellung und ohne Tragen von Lasten über 10 kg: 100 Prozent ohne 
Leistungsminderung; vgl. Vorakten S. 460 f.). Was die Verweistätigkeit anbelange, könne auf die 
vom Hausarzt attestierte 50prozentige Arbeitsunfähigkeit nicht abgestellt werden.

In zwei weiteren Berichten vom 18. Juni 2013 (Vorakten S. 165) und 28. August 2013 (Vorakten 
S. 153) nahm derselbe RAD-Arzt, Dr. med. E.________, Stellung zu den Folgen eines Unfalls vom 
28. Mai 2012, anlässlich dessen der Beschwerdeführer auf eine liegende Leiter stürzte, sich eine 
zweizeitige Milzruptur Grad III mit grossem subkapsulärem Hämatom zuzog (Operation vom 
14. Juni 2012), in der Folge einen Abszess entwickelte (Operation vom 6. Juli 2012) und einen 
Narbenbruch erlitt (geplante Operation vom 17. Oktober 2013). Der RAD-Arzt erwog, dass das 
erlittene Milzproblem zwar Einfluss auf die Schlussfolgerungen des RAD-Berichtes vom 28. Juni 
2012 habe, aber nur hinsichtlich des Leistungsprofils (kein Tragen von Lasten über 5 kg anstatt 
10 kg seit dem 5. Juli 2012). Der Beschwerdeführer werde sich auch von der auf den 
17. Oktober 2013 angesetzten Operation erholen und voraussichtlich 6 bis 8 Wochen später 
wieder fähig sein, Lasten von 5 bis 10 kg zu heben oder zu tragen. Die Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit (ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg) betrage 100 Prozent; der 
Vorzustand sei erreicht. 

b) Seit der letzten rechtskräftigen materiell-rechtlichen Verfügung vom 26. September 2013 
entwickelte sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wie folgt:

Aufgrund persistierender Schmerzen infraumbilikal im Bereich der Netzanlage und vom Beschwer-
deführer geschilderten Stuhlveränderungen unterzog sich dieser am 6. Januar 2014 einer ambu-
lanten Ileo-Kolonoskopie, anlässlich welcher ein Polyp von 11 mm Durchmesser im Colon ascen-
dens, eine Polypenknospe im Rektum und eine weitere Polypenknospe im Colon descendens bei 
der Anastomose entfernt wurde (F.________, Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und 
Medizin, Bericht vom 6. Januar 2014, Vorakten S. 98 f.; vgl. auch den Bericht Histopathologie vom 
8. Januar 2014, Vorakten S. 100 f.).

In einem ausführlichen Arztbericht vom 25. Mai 2014 fasste der Hausarzt, Dr. med. C.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, die medizinische Situation zusammen. Es bestehe 
eine massive Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit, die angestammte Tätigkeit als Sanitär sei 
eigentlich nicht mehr zumutbar (Vorakten S. 140 f.).

Am 14. Juli 2014 berichtete das F.________, Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin, 
unter anderem über ein seit längerer Zeit bestehendes myofasziales Schmerzsyndrom der 
Bauchwand bei St.n. Netzeinlage im Oktober 2013. Nach diversen abdominellen Voroperationen 
würden sich am Abdomen multiple Narben befinden. Zusätzlich würden sich zwei relativ lokali-
sierte Schmerzpunkte links und rechts periumbilikal finden, die auf Druck eine deutliche 
Schmerzsymptomatik auslösen würden (links mehr als rechts). Nach Angaben des Patienten 
bestehe auch beim Heben von Lasten und je nach Lage auch im Schlaf eine deutliche 
Schmerzsymptomatik. Bei einer initialen Schmerzausprägung von VAS 8 sei zuletzt eine myofas-
ziale Triggerpunkt-Therapie eingeleitet worden, welche eine deutliche Besserung der Beschwerde-

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symptomatik gebracht habe (Schmerzausprägung aktuell VAS 6) (Vorakten S. 104 f.; vgl. auch 
den Bericht vom 2. Juni 2014, Vorakten S. 102 f.).

In seiner Stellungnahme vom 4. August 2014 ging der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, von einem gleichbleibenden medizinischen Zustand aus. Aus 
rheumatologischer Sicht habe sich die medizinische Situation seit dem Jahr 2013 nicht verändert. 
Die neue Milz-Darm-Problematik habe chirurgisch behandelt werden können und es gebe keine 
Hinweise für eine invalidisierende internistische Problematik nach diesen Eingriffen. Die 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit liege nach wie vor bei 100 Prozent (Vorakten 
S. 135).

Infolge eines Bienenstichs attestierte Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, dem Beschwerdeführer eine vom 6. bis 13. August 2015 andauernde, 
100-prozentige Arbeitsunfähigkeit (Arztzeugnis vom 21. Januar 2016, Vorakten S. 97). 

Am 4. Januar 2016 mussten dem Beschwerdeführer die In-Space-Implantate L3/L4 und L4/L5 über 
eine Mittellinien-Inzision entfernt werden. Der peri- und postoperative Verlauf gestaltete sich kom-
plikationslos, ebenso wie die Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung. Am 8. Januar 
2016 konnte der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand und mit gut kontrollierten 
Schmerzen nach Hause entlassen werden (Orthopädie H.________, Austrittsbericht vom 
5. Januar 2016, Vorakten S. 115). Ihm wurde eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit vom 
3. Januar 2016 bis 11. Mai 2016 und eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit ab dem 12. Mai 2016 
attestiert (Krankenkarte, Vorakten S. 122). 

Am 17. Februar 2016 musste sich der Beschwerdeführer einer weiteren Operation unterziehen, 
diesmal am linken Ellbogen; dies nachdem im Arthro-CT zwei grosse freie Gelenkkörper ventral 
über dem Radius und der Ulna sowie mehrere kleine, wenig dichte Ossikel dorsolateral nachge-
wiesen werden konnten (Diagnose: beginnende Ellbogenarthrose links mit multiplen freien Ge-
lenkkörpern, St.n. Ellbogenluxation 1976) (Orthopädie H.________, Operationsbericht vom 
17. Februar 2016, Vorakten S. 119 f. und Austrittsbericht vom 17. Februar 2016, Vorakten S. 116). 
Dem Beschwerdeführer wurde von den behandelnden Orthopäden im Zeitraum vom 17. August 
2015 bis 30. Juni 2016 eine 50- bis 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert; ab dem 1. Juli 
2016 sei der Beschwerdeführer wieder voll arbeitsfähig (Orthopädie H.________, Ärztliche 
Zeugnisse vom 1. April 2016 und 13. Mai 2016, Vorakten S. 123 und 124; Unfallschein UVG, 
Vorakten S. 125). Es wurde eine Physiotherapie verordnet (Verordnung vom 18. Februar 2016, 
Vorakten S. 118). 

In seinen Stellungnahmen vom 28. Juni 2016 (Vorakten S. 77) und 4. Juli 2016 (Vorakten S. 75) 
ging der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, davon aus, 
dass der Beschwerdeführer zwar in Folge der Bauchwand-, Ellbogen- und Rückenoperationen 
sowie wegen Infektionen temporär behandelt worden sei. Sein gegenwärtiger Gesundheitszustand 
entspreche aber wieder der medizinischen Situation, wie sie sich am 26. September 2013 
dargestellt habe. Der Beschwerdeführer sei in einer angepassten beruflichen Tätigkeit zu 
100 Prozent ohne Leistungsminderung arbeitsfähig. Die angestammte Tätigkeit als Sanitär- und 
Heizungsmonteur sei weiterhin zu 50 Prozent (Stellungnahme vom 28. Juni 2016) resp. nicht mehr 
(Stellungnahme vom 4. Juli 2016) zumutbar. Am 30. November 2016 erachtete der RAD-Arzt den 
Nachweis für eine länger andauernde wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
als nicht erbracht (Vorakten S. 52).

Kantonsgericht KG
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Der Hausarzt, Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, stellte am 
21. September 2016 die folgenden Diagnosen: Myofasziales Schmerzsyndrom nach diversen 
Abdominaleingriffen, chronisch erosive Osteochondrose L4/5, St.n. Splenektomie mit Abszessaus-
räumung der Milzloge, Cage Implantation HWK 3/4, chronisch rezidivierende Abdominalschmer-
zen, Subileus (September 2016) bei Verwachsungsbauch. Die Beschwerden seien alles andere 
als stabil. Bei geringster Mehrbelastung würden Schmerzen (v.a. lumbales Schmerzsyndrom, aber 
auch Schulter-/Armbeschwerden, zuletzt Subileus) auftreten, die einer stetigen Morphintherapie 
bedürfen. Die Prognose bezüglich HWS und LWS sei schlecht. Nach multiplen abdominalen Ein-
griffen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit zudem ein Verwachsungsbauch vorhanden. Der 
Beschwerdeführer stehe aktuell unter Beobachtung. Er sei nicht voll belastbar. Auch in der leichten 
industriellen Produktion dürfte die Arbeitsfähigkeit bei 50 bis 60 Prozent liegen (Vorakten S. 40 f.).

Am 30. Juni 2016 stellte das F.________, Universitätsklinik für Anästhesiologie und 
Schmerztherapie, die folgenden Diagnosen: (1) Myofasziales Schmerzsyndrom der Bauchwand 
(nach mehreren Abdominaleingriffen und Narbenhernienplastik), (2) St.n. Narbenhernienplastik am 
17. Oktober 2013 bei Narbenhernie peri- und infraumbilikal der Laparotomienarbe, (3) V.a. rezidi-
vierende Baastrup-Interspinosalbursitis bei chronisch erosiver Osteochondrose L4/5 (St.n. inter-
spinöser Distraktion L3/4 und L4/5 am 23. März 2010, St.n. mehrfacher interspinosaler Infiltration 
L4/5, St.n. Entfernung In-Space-Implantate L3/4 und L4/5 am 4. Januar 2016), (4) St.n. 
Splenektomie mit Abszessausräumung Milzloge, Resektion der linken Kolonflexur, Transverso-
Descendostomie vom 6. Juli 2012 bei Abszess in der Milzloge und im Spatium rektovesikale nach 
zweizeitiger Milzruptur Grad III mit grossem, subkapsulärem Hämatom. Der Patient beschreibe 
stechende und brennende Schmerzen paraumbilikal links seit der Narbenhernienplastik im 
Oktober 2013. Die Beschwerden seien auf lokalen Druck auslösbar und würden nach längerem 
Sitzen und Heben von Lasten auftreten. Die Schmerzen würden meist eine Stunde andauern mit 
spontaner Regredienz, wobei ein leichter Dauerschmerz um NRS 3 bleibe (Skala 0-10). 
Gelegentlich schmerzbedingtes Erwachen. Stuhlgang und Miktion problemlos. Vor der Netzplastik 
im Jahr 2012 hätten ähnliche Beschwerden rechtsseitig bestanden, damals habe der 
Beschwerdeführer auf eine Serie lokaler Infiltrationen gut angesprochen. Zudem würden seit der 
Implantatentfernung im Januar 2016 Lumboischialgien links bestehen. Diesbezüglich sei der 
Beschwerdeführer in der Klinik H.________ in orthopädischer Betreuung (F.________, 
Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Bericht vom 30. Juni 2016, Vorakten 
S. 37 ff.).

Diese Diagnosen bestätigte das F.________, Universitätsklinik für Anästhesiologie und 
Schmerztherapie, in einem weiteren Bericht vom 22. Dezember 2016. Im Zeitraum vom 25. Juli bis 
21. Dezember 2016 habe achtmalig eine sonographisch gesteuerte Infiltration lokal abdominal 
links stattgefunden, letztmalig unter zusätzlicher Infiltration von Dexamethason 4 mg. Auf die 
serielle Infiltration des lokalen Schmerzpunktes abdominal links habe sich jeweils eine temporäre 
vollständige Beschwerdefreiheit mit insgesamt leichter anhaltender Regredienz gezeigt. Bei der 
letztmaligen Infiltration vom 21. Dezember 2016 sei zusätzlich Dexamethason infiltriert worden, um 
hier möglicherweise einen weiteren anhaltenden Effekt zu erzielen. Im Weiteren habe sich ein 
gutes Ansprechen auf die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) gezeigt, welche 
weitergeführt werde. Bezüglich der Lumboischialgien bestehe nach wie vor eine Einnahme von 
Targin 20 mg morgens, worunter eine suffiziente Schmerzkontrolle erreicht werde. Hierzu würden 
weitere Kontrollen im Spital H.________ durchgeführt. Auf die Einnahme weiterer Medikamente 
könne der Beschwerdeführer verzichten (Vorakten S. 20 f.).

Kantonsgericht KG
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Am 11. November 2016 und 30. Januar 2017 stellte der Hausarzt, Dr. med. C.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, dem Beschwerdeführer krankheitshalber eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit vom 25. Oktober 2016 bis 4. November 2016 sowie vom 17. Januar 2017 bis 
14. Februar 2017 aus (Beschwerdebeilage 6).

In seinem Bericht vom 29. März 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, an seinen Berichten vom 4. Juli 2016 sowie 30. November 2016 
fest (Beilage zur Stellungnahme vom 26. April 2017).

c) Es wurde bereits ausgeführt (vgl. die vorstehenden Erwägungen 3b und c), dass im 
Rahmen einer Neuanmeldung die Tatsachenänderung nicht nach dem im Sozialversicherungs-
recht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss. Vielmehr 
genügt es, wenn die versicherte Person die Änderung eines Elements aus dem gesamten für die 
Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut.

Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass zum Zeitpunkt der letzten materiell-rechtlichen 
Verfügung vom 26. September 2013 die Probleme mit der Milz bereits vorhanden waren (Milzriss 
mit Operation vom 14. Juni 2012, Abszess mit Operation vom 6. Juli 2012, Narbenbruch mit 
geplanter Operation am 17. Oktober 2013). Allerdings ist der konsultierte RAD-Arzt davon 
ausgegangen, dass sich der Beschwerdeführer von der auf den 17. Oktober 2013 angesetzten 
Operation des Narbenbruchs erholen und voraussichtlich 6 bis 8 Wochen später der Vorzustand 
erreicht sein werde (RAD-Stellungnahmen vom 18. Juni 2013, Vorakten S. 165 und 28. August 
2013, Vorakten S. 153). Der Beschwerdeführer litt indessen nach der Operation vom 17. Oktober 
2013 unter rezidivierenden stechenden und brennenden Bauchschmerzen, weshalb er der 
ambulanten Schmerzsprechstunde des F.________, Universitätsklinik für Anästhesiologie und 
Schmerztherapie, zugewiesen wurde. Dort wurde am 11. Juli 2014 (Bericht vom 14. Juli 2014, 
Vorakten S. 104 ff.) unter anderem ein myofasziales Schmerzsyndrom der Bauchwand bei St.n. 
diversen abdominellen Voroperationen diagnostiziert und der Beschwerdeführer seither immer 
wieder – teils in mindestens monatlichen Abständen (vgl. die Auflistung der Termine, Vorakten 
S. 22 ff.) – ambulant behandelt (TENS, physiotherapeutische Ultraschallbehandlungen, TAP-Blo-
ckaden, serielle Infiltrationen sowie lokale Infiltration von Dexamethason) (Bericht vom 
22. Dezember 2016, Vorakten S. 20 ff.). Diese Diagnose wird vom Hausarzt, Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, bestätigt. Der Beschwerdeführer leide 
unter chronisch rezidivierenden Abdominalbeschwerden; ausserdem sei mit hoher 
Wahrscheinlichkeit ein Verwachsungsbauch vorhanden (Bericht vom 21. September 2016, 
Vorakten S. 40 f.). Die Prognose des RAD-Arztes, dass der Vorzustand voraussichtlich 6 bis 8 
Wochen nach der Operation vom 17. Oktober 2013 erreicht sein werde, hat sich damit 
offensichtlich nicht bewahrheitet. Kommt hinzu, dass der RAD-Arzt seine Schlussfolgerungen nicht 
aufgrund einer persönlichen Untersuchung machte.

Auch die Probleme mit dem Rücken waren bei der letzten materiell-rechtlichen Verfügung vom 
26. September 2013 bereits vorhanden. Damals bestand ein zervikozephales/zervikobrachiales 
Schmerzsyndrom rechts und ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom (Gutachten von 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, vom 16. Dezember 2005, Vorakten 
S. 458; RAD-Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 
28. Juni 2012, Vorakten S. 205). Allerdings musste sich der Beschwerdeführer in der Zwischenzeit 
einer weiteren Operation unterziehen. Am 4. Januar 2016 wurden ihm die In-Space-Implantate 
L3/4 und L4/5 entfernt, worauf der Beschwerdeführer Lumboischialgien links entwickelte 
(F.________, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Bericht vom 30. Juni 

Kantonsgericht KG
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2016, Vorakten S. 37 ff.). In den medizinischen Berichten werden ausserdem die Diagnosen einer 
aktivierten Facettenarthrose L5/S1 links (Orthopädie H.________, Austrittsbericht vom 5. Januar 
2016, Vorakten S. 115) und eines V.a. rezidivierende Baastrup-Interspinosalbursitis bei chronisch 
erosiver Osteochondrose L4/5 (F.________, Universitätsklinik für Anästhesiologie und 
Schmerztherapie, Bericht vom 30. Juni 2016, Vorakten S. 37 ff.; auch Dr. med. C.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Bericht vom 21. September 2016, Vorakten S. 40 f.) 
erwähnt. Kommt hinzu, dass die Vorinstanz anlässlich der Verfügung vom 26. September 2013 auf 
ein neurochirurgisches Gutachten aus dem Jahr 2005 abstellte. Zum Zeitpunkt der hier angefoch-
tenen Verfügung vom 3. Januar 2017 lag das Gutachten bereits zwölf Jahre zurück, weshalb sich 
nicht nur wegen des Krankheitsverlaufs, sondern auch wegen des Zeitablaufs weitere medizini-
sche Abklärungen zur Rückenproblematik geradezu aufdrängen.

Schliesslich ist seit der letzten materiell-rechtlichen Verfügung vom 26. September 2013 eine 
beginnende Ellbogenarthrose links mit multiplen freien Gelenkkörpern hinzugekommen, welche 
allerdings nur eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte (Orthopädie H.________, 
Operationsbericht vom 17. Februar 2016, Vorakten S. 119 f. und Austrittsbericht vom 17. Februar 
2016, Vorakten S. 116).

d) Zusammenfassend ist festzustellen, dass seit der letzten rechtskräftigen materiell-recht-
lichen Verfügung vom 26. September 2013 neue gesundheitliche Probleme hinzugekommen sind 
und sich auch die Rückenproblematik möglicherweise verschlechtert hat. Ausserdem hat die 
Vorinstanz bereits im Jahr 2013 auf eine bereits acht Jahre zurückliegende Begutachtung 
abgestellt, obschon der Beschwerdeführer bereits damals eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes geltend machte und ganz offensichtlich neue gesundheitliche Probleme 
hinzugekommen waren. Da sich hierzu einzig Berichte der behandelnden Ärzte sowie des RAD in 
den Akten finden, stellt sich somit zusätzlich die Frage, ob der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers im Jahr 2013 ausreichend abgeklärt worden war. Auch wenn damit nicht 
gesagt ist, dass der Beschwerdeführer gegebenenfalls Anrecht auf eine Rente hat, wäre es an der 
Vorinstanz gewesen, auf die Neuanmeldung vom 14. Juni 2016 einzutreten, um diese in 
tatsächlicher wie auch in rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen.

Die Beschwerde vom 6. Februar 2017 ist daher – soweit auf sie einzutreten ist – gutzuheissen und 
die Verfügung vom 3. Januar 2017 aufzuheben. Die Angelegenheit ist an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, damit diese auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom 
14. Juni 2016 eintritt und die erforderlichen Abklärungen vornimmt.

5. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 400.- zu Lasten der Vorinstanz erhoben.

Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist ange-
sichts des getätigten Aufwandes (zweifacher Schriftenwechsel), der Komplexität der Angelegenheit 
(streitig war einzig das Nichteintreten auf eine Neuanmeldung) sowie des dafür notwendigen Auf-
wandes (seit Erhalt der streitigen Verfügung vom 3. Januar 2017) gestützt auf die Honorarnote 
vom 17. November 2017 auf pauschal CHF 2‘000.- festzusetzen, wobei dieser Betrag Honorar und 
Auslagen des Rechtsvertreters umfasst, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 160.- (8 Prozent 
von CHF 2‘000.-). Der Totalbetrag von CHF 2‘160.- geht zu Lasten der Vorinstanz.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

Die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg vom 3. Januar 2017 
wird aufgehoben und die Angelegenheit an diese zurückgewiesen, damit sie auf die 
Neuanmeldung vom 14. Juni 2016 eintritt und diese materiell prüft.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 400.- zu Lasten der Invalidenversicherungs-
stelle des Kantons Freiburg erhoben. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von CHF 400.- zurückerstattet.

III. A.________ wird zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von CHF 2‘000.-, 
zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 160.- (8 Prozent von CHF 2‘000.-), ausmachend 
insgesamt CHF 2‘160.-, zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 27. November 2017/dki

Präsident Gerichtsschreiberin