# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 706dbe44-eefa-52e4-94e8-745d8d7b7341
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.07.2019 I 2019 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-23_2019-07-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 23

Entscheid vom 16. Juli 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ hat nach der Primar- und Sekundarschule in C.________ eine 
Ausbildung als Hochbauzeichnerin (mit BM) sowie eine 4-jährige Ausbildung als 
Innenarchitektin absolviert. Sie ist Mutter von zwei Söhnen (________). Von ih-
rem Ehemann (________) hat sie sich nach eigenen Angaben anfangs 2017 ge-
trennt.

B. Am 13. Dezember 2016 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung 
zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
wurden mit einem am 19. Juli 2016 erlittenen Hirninfarkt (maligner Mediainsult 
linkshemisphärisch) begründet. 

C. Nach verschiedenen Abklärungen, welche u.a. eine Abklärung der Hilflo-
sigkeit vom 30. Januar 2018 (IV-act. 48) sowie ein polydisziplinäres Gutachten 
des D.________ vom 10. Juli 2018 (IV-act. 42) umfassen, gewährte die IV-Stelle 
mit Verfügung vom 27. September 2018 mit Wirkung ab 1. Juli 2017 eine Hilflo-
senentschädigung leichten Grades (IV-act. 53). 

D. Am 28. August 2018 erfolgte eine Haushaltabklärung, welche in einem Be-
richt vom 2. Oktober 2018 erläutert wurde (IV-act. 56). In einem Vorbescheid vom 
19. Oktober 2018 kündigte die IV-Stelle an, ab 1. Juli 2017 eine halbe IV-Rente 
sowie ab 1. Januar 2018 eine Dreiviertelsrente zu gewähren (IV-act. 57). Dage-
gen liess A.________ am 15. November 2018 Einwände erheben (IV-act. 63). 
Mit Verfügungen vom 15. Februar 2019 sprach die IV-Stelle A.________ für den 
Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Dezember 2017 eine halbe IV-Rente (IV-
Grad 55%) inkl. entsprechende Kinderrenten sowie für den Zeitraum ab 1. Janu-
ar 2018 eine Dreiviertelsrente (inkl. entsprechende Kinderrenten) zu. Der höhere 
Rentenanspruch resultierte aufgrund einer Änderung der Berechnung bei teiler-
werbstätigen Versicherten (gemischte Methode) per 1. Januar 2018.

E. Gegen diese am 20. Februar 2019 eingegangenen Verfügungen liess 
A.________ rechtzeitig am 21. März 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. In Abänderung der Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 15.02.2019 sei 
der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 01.07.2017 eine ganze IV-Rente zu-
züglich Kinderrenten zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

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F. Mit Vernehmlassung vom 29. April 2019 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Um den Invaliditätsgrad im Einzelfall festzulegen, werden in der Invaliden-
versicherung unterschiedliche Bemessungsmethoden verwendet.

1.2.1  Die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kommt grundsätzlich 
bei allen Vollerwerbstätigen zur Anwendung sowie bei Teilerwerbstätigen, welche 
daneben nicht auch noch in einem Aufgabenbereich tätig sind. Der Invaliditäts-
grad wird hier durch die Gegenüberstellung der zumutbaren Erwerbseinkommen 
ohne und mit Gesundheitsschaden ermittelt (Ralph Leuenberger/ Gisella Mauro, 
Invalidenversicherung, Änderungen bei der gemischten Methode, in: Soziale Si-
cherheit/ CHSS 1/2018, S. 40f.). Hier bestimmt sich der Invaliditätsgrad gemäss 
Art. 28a Abs.1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, wonach zur Ermittlung des Invaliditäts-
grades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invalideneinkom-
men), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Valideneinkom-
men). Es ist für diese Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob die versi-
cherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ver-

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bliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist hier die Invalidität auf 
der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versicher-
te Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ Reichmuth, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

Die Invalidität bemisst sich hier nicht nach medizinischen, sondern nach wirt-
schaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.2.2  Die gemischte Methode betrifft Personen, die einem Teilerwerb nachge-
hen, d.h. nicht auf die im betreffenden Beruf übliche Arbeitszeit kommen, und zu-
sätzlich noch in einem Aufgabenbereich beschäftigt sind. Der Invaliditätsgrad 
wird für die Erwerbstätigkeit (wie bereits erwähnt) nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs ermittelt, der Invaliditätsgrad für die Tätigkeit im Auf-
gabenbereich nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs (vgl. 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft 
nach Art. 28a Abs. 2 IVG Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und sich 
in einem Aufgabenbereich wie dem Haushalt betätigen. Der Invaliditätsgrad wird 
bei einer Abklärung vor Ort durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Ge-
sundheitsschaden ausgeübten bzw. möglichen Tätigkeiten im Aufgabenbereich 
festgelegt (vgl. Leuenberger/ Mauro, a.a.O., S. 41). 

1.2.3  Für die Bemessung des Invaliditätsgrads werden bei der gemischten 
Methode der Erwerbsteil und der Aufgabenbereich zunächst separat betrachtet. 
Für den Erwerbsteil wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
angewendet (siehe vorne, Erw. 1.2.1). Dabei wird zunächst die Einkommensein-
busse berechnet, d.h. es wird das Einkommen, welches die versicherte Person 
zumutbarerweise mit dem Gesundheitsschaden noch erzielen kann (Invaliden-
einkommen) vom Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesund-
heitsschaden erzielen konnte (Valideneinkommen), abgezogen. Danach wird die 
Einbusse als Anteil des Valideneinkommens in Prozenten ausgewiesen. Der so 
erhaltene Invaliditätsgrad aus dem Erwerbsteil wird mit dem Anteil der Erwerbs-
tätigkeit (Pensum, welche von der versicherten Person ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung ausgeübt würde) multipliziert, um den gewichteten Invaliditätsgrad 
zu erhalten. 

Die Invalidität in Bezug auf den Aufgabenbereich wird durch einen Betätigungs-
vergleich bestimmt. Die ermittelte Invalidität wird sodann mit dem Anteil der 

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Tätigkeit im Aufgabenbereich (als dem verbleibenden Pensum, wenn der Anteil 
der Erwerbstätigkeit von 100 abgezogen wird) multipliziert. Daraus ergibt sich der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich.

Der gesamte Invaliditätsgrad ergibt sich letztlich durch Addition der in beiden Be-
reichen berechneten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Leuenberger/ Mauro, 
a.a.O., S. 41f.). 

1.3.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.3.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.3.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.4 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 

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ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 
8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Aus dem MEDAS-Gutachten vom 10. Juli 2018, an welchem Dr.med. 
E.________ (Medizinische Verantwortung), Dr.med. F.________ (Facharzt für 
Psychiatrie/ Psychotherapie und Neurologie), Dr.med. G.________ (Fachärztin 
für Allgem. Innere Medizin) sowie Dr.med. H.________ (Fachärztin für Allgem. 
Innere Medizin) mitwirkten, ist als massgebende Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein Status nach malignem Mediainfarkt links 07/2016 zu 
entnehmen (IV-act. 42-4/72). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit erwähnen die Gutachter: AA Psoriasis, aktuell squamöse 
Exantheme perimalleolär bds. (IV-act. 42-4/72 unten). Die funktionellen 
Auswirkungen der Befunde/ Diagnosen werden von den Gutachtern wie folgt 
zusammengefasst (IV-act. 42-5/72 oben):

Die Versicherte ist im Wesentlichen durch die Sprachausdrucksstörung (expressiv) 
in ihren kommunikativen Fähigkeiten eingeschränkt, zusätzlich durch Störungen in 
der Merk- und Konzentrationsspanne, Verarbeitung komplexer Informationen, 
Belastbarkeit und Ermüdbarkeit und durch die Feinmotorikstörung der rechten 
Hand.

Für die angestammte Tätigkeit als Innenarchitektin wurde die Versicherte als 
nicht mehr arbeitsfähig beurteilt. Demgegenüber wurde für leidensangepasste 
Tätigkeiten eine Restarbeitsfähigkeit von 20% veranschlagt (IV-act. 42-6/72). 

Zu konkreten Fragestellungen im Zusammenhang mit leidensangepassten Tätig-
keiten nahmen die Gutachter wie folgt Stellung (IV-act. 42-27f./72):

Welche Merkmale müsste eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit auf-
weisen?

Die Versicherte könnte nur Tätigkeiten ausüben, bei denen sie kaum sprechen 
müsste. Keine zeitlich anspruchsvollen multi-disziplinären Prozesse und komplexe 
Teamarbeiten. Die gestalterischen und visuell-räumlich-konstruktiven Leistungen 
sind intakt und könnten genutzt werden. Geeignet wären umschriebene Arbeitsauf-
träge mit klaren schriftlichen Instruktionen und Handlungsanweisungen, die nach 
eigenem Tempo abzuarbeiten wären. Grössere Ansprüche an die Feinmotorik der 
rechten Hand können nicht gestellt werden.

Welche maximale Präsenz wäre in einer solchen Tätigkeit möglich (in Stunden pro 
Tag)?

8.5 Stunden pro Tag.

Besteht während dieser Anwesenheitszeit auch eine Einschränkung der Leistung 
in einer solchen Tätigkeit? Wenn ja, in welchem Umfang und warum?

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Ja. Das Rendement beträgt maximal 20%
(…)
Liegt eine Situation vor, wo die versicherte Person zwar theoretisch über relevante 
arbeitsbezogene Ressourcen verfügt, diese aber aufgrund interaktioneller Schwie-
rigkeiten (z.B. fehlende Sozialkompetenz) nicht an einem regulären Arbeitsplatz 
umsetzen kann?

Interaktionelle Schwierigkeiten liegen insofern vor, als die Versicherte zu einer aus-
reichenden Kommunikation mit ihrer Umwelt nicht in der Lage ist. Die erheblich 
eingeschränkten Kompetenzen in diesem Bereich verhindern die Umsetzung von 
theoretisch vorhandenen arbeitsbezogenen Ressourcen.

Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen wurde 
im Gutachten als nicht möglich erachtet (IV-act. 42-28/72 Mitte). Dazu wurde zu-
sammenfassend ausgeführt (IV-act. 42-28/72 in fine; siehe auch IV-act. 42-6/72, 
Ziff. 4.10 in fine):

Allenfalls kann die Überlegung angestellt werden, der Versicherten die Möglichkeit 
eines geschützten Arbeitsplatzes anzubieten, an dem sie ihre theoretisch vorhan-
denen Fähigkeiten zum Einsatz bringt. Hierbei könnte in praxi eruiert werden, in-
wieweit trotz der gegebenen Kommunikationsstörung eine Anwendung dieser 
Fähigkeiten möglich ist und ob dies in diesem Rahmen ausbaufähig ist.

3. Im Rahmen der Haushaltabklärung wurde der Umfang der Erwerbstätigkeit 
im Gesundheitsfall auf 60% veranschlagt (40% Haushaltanteil). Diese Aufteilung 
beruht auf der sinngemässen Argumentation der Versicherten, dass sie gerne in 
ihrem Beruf gearbeitet habe, ursprünglich, als das jüngste Kind noch klein war, 
zu 40% gearbeitet und in der Folge (als gesunde Mutter) geplant habe, das Ar-
beitspensum auf 60% zu erhöhen und die beiden Söhne entsprechend in einer 
Tagesstätte (Kinderkrippe) betreuen zu lassen (vgl. IV-act. 56-4/10 oben). Diese 
Argumentation erweist sich als nachvollziehbar und ist hier nicht in Frage zu stel-
len, zumal die Parteien ebenfalls vom gleichen Verhältnis zwischen Teilerwerbs-
pensum (60%) und Haushaltpensum (40%) ausgehen (vgl. angefocht. Verfügung 
und Beschwerde, S. 7, Ziff. 6, Satz 2; siehe aber auch noch nachfolgend, Erw. 
6.3). 

4.1 Des Weiteren sind sich die Parteien einig, dass dem vorliegenden MEDAS-
Gutachten vom 10. Juli 2018 uneingeschränkt Beweiswert zukommt, wie dies 
auch der konsultierte RAD-Arzt Dr.med. I.________ nach einer Prüfung des Gut-
achtens am 26. Juli 2018 ausdrücklich bestätigt hat (IV-act. 43-4f./5). Demnach 
beträgt die verbliebene Restarbeitsfähigkeit für angepasste Erwerbstätigkeiten 
gemäss MEDAS-Gutachten 20%. Hinsichtlich der Fragestellung, ob eine solche 
Arbeitsfähigkeit (von lediglich 20%) auf dem massgebenden Arbeitsmarkt ver-
wertbar wäre, wird auf Erwägung 7 verwiesen.

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4.2 Für den Haushaltbereich (40% des Gesamtpensums der Versicherten) er-
mittelte die Vorinstanz eine Einschränkung von 25%, was einen gewichteten IV-
Grad von 10% ergibt (25 x 0.40; vgl. die Haushaltabklärung in: IV-act. 56). Auch 
dieses Zwischenergebnis wird in der vorliegenden Beschwerde (S. 8, Ziffer 7) 
ausdrücklich anerkannt.

5. Sodann ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf 
Rentenleistungen hat. Streitig und zu prüfen ist namentlich:

- die Höhe des Rentenanspruchs,

- beim Einkommensvergleich die Höhe des Valideneinkommens (siehe 
nachfolgend Erwägung 6),

- und beim Einkommensvergleich die Fragestellung, ob und inwieweit hin-
sichtlich des erwerblichen Anteils ein Invalideneinkommen anzurechnen 
ist (siehe nachfolgend Erwägung 7).

6.1  Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was eine 
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns aufgrund 
ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Gesundheitsschaden 
tatsächlich verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich 
zu erfolgen. Da nach empirischer Erfahrung in der Regel ohne gesundheitliche 
Beeinträchtigung die bisherige Tätigkeit weitergeführt worden wäre, ist 
Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich 
der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der 
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 9C_401/2018 vom 6.11.2018 Erw. 5.1.2 mit Verweis 
auf BGE 134 V 322 Erw. 4.1 S. 325; BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 224 mit 
Hinweisen).

6.2 Die Vorinstanz veranschlagte in den Rentenverfügungen vom 15. Februar 
2019 in einer ersten Berechnung ein Valideneinkommen von Fr. 43'761.-- (per 
1.7.2017), welches sie aus den Tabellenlöhnen der LSE 2014 (Tabelle TA1, 
Frauen, Anforderungsprofil 3, Sektor 77-82 "sonstige wirtschaftliche Dienstleis-
tungen", indexiert auf das Jahr 2016) herleitete. In einer weiteren Berechnung 
ging die Vorinstanz von der LSE 2016 aus (Tabelle TA1, Frauen Anforderungs-
profil 3, Sektor 77-82 "sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen", auf 41.9 Wo-
chenstunden hochgerechnet, 60% Pensum, indexiert auf das Jahr 2017: 
2719/2709) und setzte das Valideneinkommen per 1.7.2017 für ein 60%-Pensum 
auf Fr. 44'117.05 fest. 

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Dazu ergänzte die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (Ziff. 7 und 8) sinn-
gemäss, 

- dass die Versicherte ab 2006 bei der Firma J.________ AG mit Sitz in 
K.________ in einem 80%-Pensum gearbeitet habe;

- dass sie im Jahre 2011 dieses Pensum auf 20% reduzierte und dabei ein Jah-
reseinkommen von Fr. 16'200.-- erzielte (IV-act. 1-6/8 oben i.V.m. IV-act. 11);

- dass sie zudem nach der Geburt des ersten Kindes (2012) zu 20% in der Firma 
ihres damaligen Ehemannes zu arbeiten begann und dabei jährlich Fr. 19'800.-- 
verdiente (IV-act. 6 und 19-2/6);

- dass noch vor dem Hirninfarkt vom 19. Juli 2016 die Versicherte die Anstellung 
bei der J.________ AG gekündigt hatte, um dafür das Pensum in der Firma ihres 
damaligen Ehemannes aufzustocken (und zwar auf 40%);

- dass mithin die Versicherte auch im Gesundheitsfall nicht mehr für die 
J.________ AG tätig gewesen wäre, weshalb das dort erzielte Einkommen nicht 
zur Bestimmung des Valideneinkommens herangezogen werden könne;

- dass zudem auch der Lohnansatz bei der Firma ihres damaligen Ehemannes für 
das vor der IV-Anmeldung entrichtete Pensum von 20% nicht auf 60% hochge-
rechnet werden dürfe, weil damals nur eine Aufstockung auf 40% vorgesehen 
gewesen sei;

- und dass - nachdem das im Gesundheitsfall ab 1. Juli 2017 mutmasslich erzielte 
Einkommen nicht hinreichend klar bestimmbar sei - deswegen zur Bestimmung 
des Valideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen sei.

6.3 Diese vorinstanzliche Argumentation erweist sich offenkundig als wider-
sprüchlich, denn zum einen geht die Vorinstanz im Rahmen der gemischten Me-
thode selber davon aus, dass die Versicherte im Gesundheitsfall eine Teiler-
werbstätigkeit von 60% ausüben würde (vgl. oben, Erw. 3). Zum andern macht 
die Vorinstanz geltend, dass die Versicherte - ohne den Hirninfarkt vom 19. Juli 
2016 - ihr Teilpensum als Innenarchitektin in der Firma ihres damaligen Ehe-
mannes (nach Kündigung des Teilpensums von 20% als Innenarchitektin bei der 
J.________ AG) lediglich von 20% auf 40% aufgestockt hätte. Mit anderen Wor-
ten beruht die vorinstanzliche Herleitung des Valideneinkommens (per 1.7.2017) 
von Fr. 44'117.05 nach der LSE 2016 (bzw. von Fr. 43'761.-- nach der LSE 2014) 
auf der Annahme, dass die Versicherte im Gesundheitsfall weder bei der 
J.________ AG noch in der Firma ihres damaligen Ehemannes, sondern viel-
mehr in einer beliebigen Drittfirma nach den statistischen Durchschnittslöhnen 
gearbeitet hätte. Diese vorinstanzliche Argumentationskette vermag nicht zu 
überzeugen. Wenn schon die Vorinstanz im Rahmen der Haushaltabklärung vom 
28. August 2018 die Sachdarstellung der Versicherten (überzeugend) akzeptiert 
hat, wonach die Versicherte im Gesundheitsfall (mithilfe von familienexternen 
Kinderbetreuungsangeboten) ihr Erwerbspensum auf 60% aufgestockt hätte, ist 

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es inkonsequent, bei der Herleitung des massgebenden Valideneinkommens die 
jahrelang ausgeübte Erwerbstätigkeit als Innenarchitektin und den dabei erzielten 
Lohnansatz als Innenarchitektin unberücksichtigt zu lassen. Bei der Firma 
J.________ AG, bei welcher die Versicherte insgesamt 10 Jahre arbeitete, verdi-
ente sie zuletzt für ein 20%-Pensum monatlich Fr. 1'350.-- (x 12 = Fr. 16'200.--, 
siehe IV-act. 11-3/6), was bei einem Vollzeitpensum Fr. 81'000.-- (5x 16'200.--) 
entsprochen hätte. Demgegenüber betrug die Entlöhnung als Innenarchitektin 
(20%) in der Firma des damaligen Ehemannes Fr. 19'800.-- (vgl. IV-act. 6-3/4), 
was umgerechnet auf ein Vollzeitpensum einen Jahreslohn von Fr. 99'000.-- (5 x 
19'800.--) ergeben hätte. Zieht man zusätzlich in Betracht, dass ohne den eheli-
chen Bezug die Entlöhnung (in der Firma des damaligen Ehemannes) mögli-
cherweise etwas tiefer gewesen wäre, ist der Argumentation in der Beschwerde 
(S. 7, Ziff. 5) beizupflichten, wonach der hochgerechnete Jahresverdienst einer 
Innenarchitektin im Raum K.________ auf Fr. 90'000.-- (per 2017) zu veran-
schlagen ist, was notabene dem Durchschnitt der beiden oben hergeleiteten Jah-
reslöhne (von Fr. 81'000.-- bei der J.________ AG sowie von Fr. 99'000.-- bei der 
Firma des damaligen Ehemannes) entspricht. Für dieses Ergebnis spricht so-
dann auch der aus dem Lohnrechner von jobs.ch für Innenarchitekten im Raum 
K.________ ermittelte Medianwert von Fr. 90'000.-- (als mittlerer Jahreslohn 
brutto, vgl. Bf-act. 3).

Zusammenfassend ist das massgebende Valideneinkommen auf Fr. 90'000.-- 
(100%-Pensum) bzw. Fr. 54'000.-- (60%-Pensum) festzulegen.

7.1.1  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 
Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 
der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus 
der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich 
erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 
Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 9C_401/2018 vom 6.11.2018 Erw. 5.1.3 mit Hinweisen). 

7.1.2  Praxisgemäss kann vom Invalideneinkommen, das anhand der LSE-Tabel-
lenlöhne ermittelt wird, unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter 

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Abzug vorgenommen werden. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 
werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (vgl. 
statt vieler BGE 142 V 178 Erw. 1.3 S. 181) Ohne für jedes zur Anwendung 
gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss 
aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 
Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der 
Abzug maximal 25% betragen darf (vgl. zit. Urteil 9C_401/2018 vom 6.11.2018 
Erw. 5.1.3 mit Hinweisen).

7.2.1  Rechtsprechungsgemäss ist in der Regel die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit umso eingehender abzuklären und nachzuweisen, je 
restriktiver das medizinische Anforderungsprofil umschrieben ist (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_253/2017 vom 6.7.2017 Erw. 2.2.1 mit Hinweis). 
Unverwertbarkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so 
eingeschränkter Form möglich wäre, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
(vgl. Art. 7 Abs. 1 und 16 ATSG) praktisch nicht kennen würde und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen 
erschiene (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_458/2018 vom 23.10.2018 Erw. 4.1 
mit Verweis u.a. auf BGE 138 V 457 Erw. 3.1 S. 459f.).

7.2.2  Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist 
einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 Erw. 4b S. 276). 
Das gilt sowohl hinsichtlich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (SVR 2008 IV 
Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 Erw. 5.1 mit Hinweis; ZAK 1991 S. 318, I 350/89 
Erw. 3b). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. 
Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der 
gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar 
sind (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 Erw. 5.1 mit Hinweis). Der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 
Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 29.08.2007 Erw. 4.3 mit Hinweisen). Von einer 
Arbeitsgelegenheit kann aber dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden 

12

einer entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen 
erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_458/2018 vom 23.10.2018 Erw. 4.2 
mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_434/2017 vom 3.1.2018 Erw. 
7.2.1).

7.2.3  Eine (in grundsätzlicher oder masslicher Hinsicht) fehlende Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit kann nur angenommen werden, wenn sie mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht (vgl. zit. Urteil 8C_458/2018 vom 
23.10.2018 Erw. 4.3 mit Verweis auf SVR 2016 EL Nr. 1 S. 1, 9C_265/2015 Erw. 
3.2.1 mit Hinweisen).

7.3 Wie bereits oben in Erwägung 2 (i.V.m. IV-act. 42-5/72 oben; siehe auch 
IV-act. 42-27/72 Mitte) ausgeführt wurde, haben die Gutachter hinsichtlich zu-
mutbarer Erwerbsarbeiten festgehalten, dass nur Tätigkeiten in Frage kommen,

- bei welchen die Versicherte kaum sprechen muss;

- bei welchen keine zeitlich anspruchsvollen multi-disziplinären Prozesse 
und keine komplexen Teamarbeiten anfallen;

- bei welchen keine grösseren Ansprüche an die Feinmotorik der rechten 
Hand gestellt werden.

Diesbezüglich haben die Gutachter - nachdem die gestalterischen und visuell-
räumlich-konstruktiven Leistungen noch als intakt beurteilt werden - an Arbeits-
aufträge gedacht, welche mit klaren schriftlichen Instruktionen und Handlungs-
anweisungen nach eigenem Tempo abgearbeitet werden können (vgl. IV-act. 42-
27/72 Mitte). Hinzu kommt aber auch noch, dass sie mit dem Auto mobil ist (vgl. 
IV-act. 48-3/6, Ziff. 2.6; siehe auch IV-act. 56-7/10 oben), womit für sie beispiels-
weise ein Pensum in der Frühzustellung von Zeitungen (oder Zustellung von Re-
klameunterlagen) in einem bestimmten Rayon in Frage käme. Eine solche Tätig-
keit bedarf keiner täglichen Kommunikation und erscheint ohne weiteres für eine 
mobile 40-jährige Person als zumutbar; sodann ist es gerichtsnotorisch, dass bei 
solchen Zustell-Diensten kleinere Pensen angeboten werden. 

Nachdem gemäss den Ergebnissen der Haushaltabklärung im Bereich 
"Ernährung" (abgesehen von einem etwas grösseren Zeitbedarf) keine Ein-
schränkung angerechnet wurde (vgl. IV-act. 56-7/10 Ziff. 6.1), verhält es sich so, 
dass der Versicherten auch Hilfsarbeiten im Küchenbereich von Gastgewerbebe-
trieben möglich und zumutbar wären, namentlich beispielsweise im Bereich Ab-
waschen (bestücken der Abwaschmaschine, wegräumen von sauberem Ge-
schirr/ Gläser etc.), aber auch als Verstärkung in der Küche für Hilfsarbeiten bei 
bekannten Phasen mit mehr Arbeit, sei es für Mittagszeiten, oder für Nachtes-

13

senszeiten, gegebenenfalls nur an bestimmten Abenden wie Freitagabend 
und/oder Samstagabend etc.). 

Denkbar wären aber auch Teilzeitbeschäftigungen in der Überwachung von Ma-
schinen und Anlagen in der Industrie oder visuelle Qualitätskontrollen (etc.), wo-
bei es heutzutage auch zur Aufteilung eines Pensums kommen kann, indem bei-
spielsweise eine angestellte Person (z.B. aus Gründen der Kinderbetreuung) an 
vier Tagen arbeitet (80%) und zur Deckung der Lücke ein 20% Pensum (1 Wo-
chentag pro Arbeitswoche) angeboten wird. Sodann können kleine Pensen bei-
spielsweise dann in Frage kommen, wenn zur Bewältigung einer höheren Nach-
frage (oder von regelmässig auftretenden Nachfrage-Spitzen) längere Produk-
tionszeiten anfallen, welche an den jeweiligen Tagen aus arbeitsrechtlichen 
Gründen nicht von der gleichen Person bewältigt werden können (u.a.m.). 

Anzufügen ist zum einen, dass die Versicherte die angesprochenen Tätigkeiten 
(im Küchenbereich von Gastgewerbebetrieben oder in der Überwachung von 
Maschinen/Anlagen, Qualitätskontrolle etc.) weitgehend stillschweigend verrich-
ten könnte. Zum andern weist die Versicherte nach der Aktenlage grundsätzlich 
keine Beeinträchtigungen auf, welche das Entgegennehmen, das Verstehen und 
die Umsetzung von mündlichen Anordnungen (oder auch von schriftlichen An-
weisungen) betrifft.

Im Lichte dieser Ausführungen ist davon auszugehen, dass der allgemeine und 
ausgeglichene Arbeitsmarkt eine hinreichende Anzahl von zumutbaren Beschäf-
tigungsmöglichkeiten aufweist, weshalb die Vorinstanz zu Recht von einer Ver-
wertbarkeit der vorliegenden Restarbeitsfähigkeit der Versicherten ausgegangen 
ist. An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen der Beschwerdefüh-
rerin nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich auch der Verweis auf die Aus-
führungen der Gutachter, es könne allenfalls die Überlegung angestellt werden, 
der Versicherten die Möglichkeit eines geschützten Arbeitsplatzes anzubieten 
(vgl. IV-act. 42-6/72 in fine). Aus der Formulierung der Gutachter ist zu entneh-
men, dass sie einen solchen Einsatz im geschützten Rahmen nicht als unerläss-
lich, sondern als nützlich im Kontext mit der Evaluierung der Auswirkungen der 
Kommunikationsstörung erachten. Soweit es aber um Tätigkeiten geht, bei wel-
chen kaum Kommunikation nötig ist (siehe oben, z.B. Frühzustellung von Zeitun-
gen, regelmässige Aushilfe im Gastgewerbe, z.B. als Casserolier bzw. Geschirr-
spülerin, als Verstärkung/ Aushilfe in der Bedienung/ Kontrolle einer Maschine/ 
Anlage in der Industrie etc.), bedarf es grundsätzlich keiner Austestung der aktu-
ellen Kommunikationsressourcen an einem geschützten Arbeitsplatz.

7.4 Zusammenfassend ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beim 
Einkommensvergleich ein bestimmtes Invalideneinkommen angerechnet hat. 

14

Nachdem die beanwaltete Beschwerdeführerin gegen die Herleitung eines jährli-
chen Invalideneinkommens von Fr. 8'217.30 (nach Massgabe der LSE 2016, TA1 
Frauen, Kompetenzniveau 1, nominalisiert per 2017, 20%-Pensum und unter 
Berücksichtigung des maximalen leidensbedingten Abzuges von 25%) insgesamt 
nichts Konkretes vorgebracht hat, hat es mit dem dargelegten Invalideneinkom-
men von Fr. 8'217.30 sein Bewenden.

7.5  Dies ergibt in Anlehnung an die vorinstanzliche Berechnungsweise für den 
Zeitraum vor und nach dem 1. Januar 2018 folgende Invaliditätsgrade:

7.5.1 Einkommensvergleich per 01.07.2017
Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung 54'000.00  (60% v. 90'000)
Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung 8'217.30
Erwerbseinbusse 45'782.70
Einschränkung 84.78%

Tätigkeit Anteil Einschränkung Invaliditätsgrad
Erwerbsbereich 60% 84.78 50.87%
Haushaltbereich 40% 25% 10.00%
Gesamtinvaliditätsgrad 60.87%

Damit ist ab 1. Juli 2017 eine Dreiviertelsrente (statt eine halbe IV-Rente) zu ge-
währen.

7.5.2 Einkommensvergleich per 01.01.2018
Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung 90'000.00
Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung 8'217.30
Erwerbseinbusse 81'782.70
Einschränkung 90.87%

Tätigkeit Anteil Einschränkung Invaliditätsgrad
Erwerbsbereich 60% 90.87 54.52%
Haushaltbereich 40% 25% 10.00%
Gesamtinvaliditätsgrad 64.52%

Damit bleibt es auch nach dem 1.1.2018 bei einem Anspruch auf eine Dreivier-
telsrente.

8. Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheis-
sen, als die Beschwerdeführerin bereits seit dem 1. Juli 2017 Anspruch auf eine 
Dreiviertelsrente hat. Die Berechnung und Nachzahlung der entsprechenden 
Rentenbeträge (inkl. Kinderrenten) ist Sache der Vorinstanz.

9. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zu 
¾ der Beschwerdeführerin und zu ¼ der Vorinstanz auferlegt. Zudem hat die be-
anwaltete Beschwerdeführerin Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädi-

15

gung. Die Bemessung der Parteientschädigung richtet sich nach dem Gebühren-
tarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411). Die Vergütung wird nach 
pflichtgemässem Ermessen festgesetzt (vgl. § 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRA). § 14 
GebTRA sieht für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht einen Rah-
men von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. In diesem Rahmen ist die Vergütung nach 
der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der 
Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 
GebTRA). Im Lichte all dieser Aspekte und der Aktenlage wird die Parteien-
tschädigung für das Teilobsiegen auf Fr. 650.-- festgelegt.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen und 
es wird festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juli 2017 
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat (IV-Grad per 1.7.2017 aufgerundet 
61%; IV-Grad per 1.1.2018 aufgerundet 65%). Die Nachzahlung der 
entsprechenden Rentenbeträge ist Sache der Verwaltung. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin zu ¾ (Fr. 375.--) und der Vorinstanz zu ¼ (Fr. 125.--) auferlegt. 
Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den 
von der Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ein-
behält und die Vorinstanz der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
noch Fr. 125.-- zu bezahlen hat. 

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 650.-- zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 16. Juli 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Juli 2019