# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c526e97f-fc43-53ce-aeb1-6dc379f58cde
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 A-1688/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1688-2011_2011-12-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung I
A­1688/2011

U r t e i l   v om   7 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz),
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter Jérôme 
Candrian, Richter Christoph Bandli, Richterin Kathrin 
Dietrich,
Gerichtsschreiber Stephan Metzger.

Parteien X._______, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Y._______,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Änderung der Funktionsbewertung (Rückstufung).

A­1688/2011

Seite 2

Sachverhalt:

A. 
X._______ war bis zum 31. Dezember 2008 als (…) im A._______ in der 
Funktion (…) beschäftigt. 

B. 
Am  (Datum)  beschloss  der  Bundesrat,  die  mit  den  (…)  Aufgaben  im 
Bereich  (…)  ins  Y._______  zu  transferieren.  Im  Rahmen  dieses 
Wechsels  wurde  neben  anderen  auch  die  Stelle  von  X._______  per  1. 
Januar 2009 ins Y._______ überführt. Die Generalsekretariate der beiden 
betroffenen  Departemente  regelten  die  Übertrittsmodalitäten  anfangs 
Dezember  2008  in  einer  Vereinbarung  "Transfer  des  (Dienst)  in  das 
Y._______  / Übernahme von betroffenem Personal  im A._______ durch 
das  Y._______".  Dort  wird  namentlich  festgehalten,  das  Y._______ 
übernehme die vom Transfer betroffenen Mitarbeitenden zu den bisher im 
A._______ geltenden Arbeitsbedingungen.

Mit  Unterschrift  vom  15.  Dezember  2008  hat  X._______  mit  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  handelnd  durch  das  A._______, 
eine  Vereinbarung  betreffend  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses  im 
gegenseitigen  Einvernehmen  abgeschlossen.  Darin  werden  die  für  ihn 
geltenden  Übertrittsmodalitäten  geregelt,  wobei  auch  dort  festgehalten 
wird,  der  verwaltungsinterne  Übertritt  erfolge  zu  denselben 
Anstellungsbedingungen.

C. 
Mit  Unterschrift  vom  15.  Dezember  2008  hat  X._______  einen  vom 
5. Dezember  2008  datierten  öffentlich­rechtlichen  Arbeitsvertrag mit  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  vertreten  durch  Y._______, 
abgeschlossen.  Dieser  Vertrag  hält  die  bisher  für  X._______  im 
A._______  geltenden  Anstellungsbedingungen,  insbesondere  seine 
Funktion "(…)" sowie die 28. Lohnklasse (LK), fest. 

D. 
Mit Entscheid vom 24. Februar 2011 hat das GS Y._______ verfügt, die 
Funktion "(…)", die X._______ inne habe, werde per 1. Juli 2011 von der 
LK  27+1  in  die  LK  26+1  (d.h.  bei  Ausserachtlassen  der 
Stellvertreterfunktion  von der  LK 27  in  die  LK 26)  zurückgestuft;  zudem 
hat  es  auf  diesen  Zeitpunkt  hin  entsprechende  Anpassungen  des 
Arbeitsvertrags  angeordnet.  Es  begründete  dies  damit,  die  Funktion 
erfülle  hinsichtlich  dem  erforderlichen  Wissen,  der  Selbständigkeit  und 

A­1688/2011

Seite 3

des Verantwortungsgrades die Anforderungen an die 26. LK, nicht aber 
an  die  27. Dies  ergebe  sich  aus Quervergleichen  sowohl  innerhalb  des 
Y._______  als  auch  gegenüber  ähnlichen  Funktionen  in  anderen 
Departementen.  Die  von  X._______  dagegen  vorgebrachten  Einwände 
seien  allesamt  unbegründet.  Insbesondere  müsse  sich  das  Y._______ 
die  Vereinbarung  zwischen  ihm  und  dem  GS  A._______  nicht 
entgegenhalten  lassen;  im  Übrigen  sei  dieser  ohnehin  nachgelebt 
worden.

E. 
Mit Eingabe vom 18. März 2011 hat X._______ (Beschwerdeführer) beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  vom 
24. Februar  2011  erhoben  und  beantragt  deren  Aufhebung.  Auf  die 
Begründung  wird,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den  nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

F. 
Das Y._______ beantragt in seiner Vernehmlassung vom 9. Mai 2011 die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. 

G. 
Mit  Verfügung  vom  12.  Mai  2011  hat  das  Bundesverwaltungsgericht 
X._______  die  Gelegenheit  gegeben,  bis  zum  26.  Mai  2011  zur 
Vernehmlassung des Y._______ Stellung zu nehmen. Mit Schreiben vom 
5.  Juni  2011  beantragt  der  Beschwerdeführer  eine  Erstreckung  dieser 
Frist,  macht  geltend,  er  habe  erst  am  3.  Juni  2011  von  der  Verfügung 
vom  12. Mai  2011  Kenntnis  genommen  und  entschuldigt  sein  Säumnis 
mit  einer  Ferienabwesenheit.  Mit  Verfügung  vom  7.  Juni  2011  hat  das 
Bundesverwaltungsgericht  dieses  Fristerstreckungsgesuch  abgewiesen. 
Mit  Schreiben  vom  9.  Juni  2011  hat  X._______  (Beschwerdeführer) 
dennoch  verspätet  eine  Stellungnahme  zur  Vernehmlassung  des 
Y._______ (Vorinstanz) eingereicht und hält an seinem Rechtsbegehren 
fest.

A­1688/2011

Seite 4

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Gemäss Art. 35 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 
(BPG, SR 172.220.1) unterliegen Verfügungen des Arbeitgebers der Be­
schwerde an die  in  den Ausführungsbestimmungen bezeichnete  interne 
Beschwerdeinstanz. Ausgenommen sind namentlich erstinstanzliche Ver­
fügungen  der  Departemente,  die  direkt  beim  Bundesverwaltungsgericht 
anfechtbar  sind  (Art.  35  Abs.  2  BPG  i.V.m.  Art.  36  Abs.  1  BPG).  Ein 
Ausnahmefall im Sinne von Art. 32 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32; vgl.  insbesondere Art. 32 Abs. 1 Bst. c 
VGG)  ist  nicht  gegeben,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  damit 
zur Beurteilung der vorliegenden, gegen eine Verfügung des Y._______ 
gerichteten Beschwerde zuständig ist (vgl. auch Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 
Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] und Art. 33 Bst. d VGG).

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 
VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

2. 
Zur  Beschwerde  ist  nach  Art.  48  Abs.  1  VwVG  berechtigt,  wer  vor  der 
Vor­instanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur 
Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung  hat.  Als  formeller  Adressat  hat  der  Beschwerdeführer  ein 
aktuelles, schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der angefochtenen 
Verfü­gung.  Er  ist  vor  der  Vorinstanz  mit  seinen  Anliegen  zudem  nicht 
durchge­drungen,  weshalb  er  auch materiell  beschwert  und  folglich  zur 
Beschwer­de befugt ist. 

Auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
(Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten.

3. 
Der Beschwerdeführer hat die  ihm angesetzte Frist zur Einreichung von 
Gegenbemerkungen  zur  Vernehmlassung  der  Vorinstanz  ungenutzt 
verstreichen lassen und erst mit Eingabe vom 9. Juni 2011 dazu Stellung 
genommen. 

Gemäss Art.  21 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Eingaben spätestens 
am letzten Tag der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen 

A­1688/2011

Seite 5

der  schweizerischen  Post  oder  einer  schweizerischen  diplomatischen 
oder  konsularischen  Vertretung  übergeben  werden.  Eine  behördlich 
angesetzte  Frist  kann  gemäss  Art.  22  Abs.  2  VwVG  aus  zureichenden 
Gründen  erstreckt  werden,  wenn  die  Partei  vor  Ablauf  der  Frist  darum 
nachsucht.  Art.  24  Abs.  1  VwVG  sieht  die  Möglichkeit  vor,  eine  aus 
unverschuldeten  Gründen  versäumte  Frist  wiederherzustellen.  Sein 
Erstreckungsgesuch  hat  der  Beschwerdeführer  nach  Fristablauf  und 
somit  verspätet  gestellt.  Bei  einer  Ferienabwesenheit  während  eines 
laufenden  Verfahrens  handelt  es  sich  sodann  –  wie  bereits  in  der 
Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juni 2011 festgehalten 
– offensichtlich nicht um ein unverschuldetes Säumnis. Dennoch besteht 
gemäss Art. 32 Abs. 2 VwVG die Möglichkeit, verspätete Parteivorbringen 
aufgrund  der  Untersuchungsmaxime  und  des  Grundsatzes  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  trotz  Verspätung  zu 
berücksichtigen,  wenn  diese  für  die  Beurteilung  der  Sache 
ausschlaggebend  sind  (ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, N 2.147). Die vom Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 9. Juni 
2011  gemachten  Vorbringen  erfüllen  diese  Voraussetzung  nicht  und 
bleiben deshalb im Folgenden unbeachtlich.

4. 
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ent­
scheide mit uneingeschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur 
die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder 
Missbrauch  des  Ermessens  (Art.  49  Bst.  a  VwVG)  oder  die  unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
(Art. 49  Bst.  b  VwVG),  sondern  auch  die  Unangemessenheit  des 
angefochtenen Entscheids (Art. 49 Bst. c VwVG). Die Beschwerdeinstanz 
überprüft  demnach nicht nur, ob die Verwaltung bei  ihrem Entscheid  im 
Rahmen  ihres Ermessens geblieben  ist, sondern grundsätzlich auch, ob 
sie eine dem Sachverhalt angemessene Lösung getroffen hat, das heisst 
nicht  bloss  rechtlich,  sondern auch sachlich  richtig entschieden hat. Bei 
der Prüfung der Angemessenheit auferlegt sich das Bundesverwaltungs­
gericht  indessen  eine  gewisse  Zurückhaltung,  soweit  es  um  die  Leis­
tungsbeurteilung von Bediensteten, um verwaltungsorganisatorische Fra­
gen  oder  um  Probleme  der  betriebsinternen  Zusammenarbeit  und  des 
Vertrauensverhältnisses geht. In diesen Fällen entfernt es sich im Zweifel 
nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an deren Stelle 
sein  eigenes  Ermessen  (BVGE  2007/34  E.  5  mit  weiteren  Hinweisen; 
Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts A­5455/2007  vom 11.  Juni  2008 

A­1688/2011

Seite 6

E. 5.4  und  A­1782/2006  vom  24.  Mai  2007  E.  2.4.5; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O., N 2.149  ff.; ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  Auflage, 
Zürich 2010, Rz. 473 ff. mit Hinweisen). 

Bei  Stelleneinreihungen  im  Zusammenhang  mit  eigentlichen 
Reorganisationsmassnahmen  überprüft  das  Bundesverwaltungsgericht 
diese Massnahmen nur darauf hin, ob sie auf ernstlichen Überlegungen 
beruhen und nicht  lediglich vorgeschoben sind, um auf diese Weise auf 
ein  bestimmtes  Dienstverhältnis  Einfluss  zu  nehmen.  Die  Überprüfung 
von Stelleneinreihungen hat sich darüber hinaus auch generell – nicht nur 
bei  Reorganisationsmassnahmen  –  auf  das  Vorliegen  ernstlicher 
Überlegungen  zu  beschränken.  Es  kann  nicht  Aufgabe  des 
Bundesverwaltungsgerichts  sein,  selbst  als  qualifizierende  Instanz  tätig 
zu werden (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­7932/2007 vom 29. 
Oktober 2008 E. 2, A­3629/2007 vom 9. Januar 2008 E. 4, A­1764/2010 
vom 14. Oktober 2010 E. 2). Ob letztendlich – wie vom Beschwerdeführer 
behauptet  –  eine  Reorgani­sation  oder  –  wie  von  der  Vorinstanz 
dargelegt  –  eine  erstmalige Organisation  des  Bereichs  „(…)“vorliegt,  ist 
demnach für die folgenden Erwägungen unerheblich.

5. 
Der Beschwerdeführer erachtet die vorinstanzlich angeordnete Rückstu­
fung  aus  verschiedenen Gründen als  unzulässig. Unter  anderem macht 
er  einen  Vertrauensschutz­Tatbestand  geltend  und  beruft  sich  auf  die 
Übertrittsvereinbarung, die er im Dezember 2008 mit seinem ehemaligen 
Arbeitgeber,  dem  A._______,  abgeschlossen  hat.  Die  vorliegend 
interessierende  Ziff.  3  dieser  Vereinbarung  hat  folgenden  Wortlaut 
(Anonymisierung durch Bundesverwaltungsgericht):

"Der verwaltungsinterne Übertritt  vom GS A._______  ins Y._______ 
erfolgt  zu  denselben  Anstellungsbedingungen,  d.h.  die  aktuelle 
Funktion,  Lohnklasse,  Besoldung,  Guthaben  aus  Ferien­/GLAZ­
/Überzeit  und  Treueprämien  sowie  Sondervereinbarungen 
(Ausbildung,  Veränderung  Beschäftigungsgrad,  Ausübung 
Nebenerwerb) bleiben bestehen."

5.1. Die  Vorinstanz  vertritt  die  Auffassung,  diese  Vereinbarung  sei  zwi­
schen  dem  Beschwerdeführer  und  dem  A._______  abgeschlossen 
worden und für sie deshalb nicht verbindlich; das Y._______ müsse sich 
Vereinbarungen,  die  andere  Arbeitgeber  der  Bundesverwaltung 
abgeschlossen  hätten,  nicht  entgegenhalten  lassen.  Sollte  das 

A­1688/2011

Seite 7

Bundesverwaltungsgericht  dieser  Auffassung  nicht  folgen,  so  sei  der 
Vereinbarung  nachgelebt  worden,  da  der  Beschwerdeführer  unmittelbar 
nach  seinem  Transfer  ins  Y._______  keine  Tieferbewertung  habe 
hinnehmen  müssen;  diese  sei  erst  zwei  Jahre  später  anlässlich  der 
Konsolidierung  des  Bereichs  erfolgt.  Eine  eigentliche  Zusicherung  liege 
nicht  vor,  da  die  Vereinbarung  keine  Rückschlüsse  auf  ein 
wohlerworbenes Recht zulasse; sie sei vielmehr vage  formuliert und vor 
allem in zeitlicher Hinsicht unbestimmt gehalten. 

Der  Beschwerdeführer  hält  dem  entgegen,  die  Vereinbarung  zwischen 
ihm  und  dem  A._______  sei  für  das  Y._______  sehr  wohl  verbindlich, 
stütze  sich  diese  doch  auf  eine  Abmachung  zwischen  den 
Generalsekretariaten dieser beiden Departemente. 

5.2. Das Dienstverhältnis eines Bediensteten des Bundes ist nicht unab­
änderlich.  Ein  umfassender  Schutz  bestimmter  Ansprüche  besteht  nur 
dort, wo diese als wohlerworbene Rechte betrachtet werden können, wel­
che durch den Anspruch auf Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfas­
sung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV, 
SR  101])  und  die  Eigentumsgarantie  (Art.  26  BV)  geschützt  sind  (BGE 
106  Ia  163  E.  1b;  vgl.  auch  BGE  132  II  485  E.  9.5).  Dies  trifft  für  die 
vermögens­rechtlichen  Ansprüche  der  öffentlichen  Angestellten  in  der 
Regel nicht zu, sondern nur dann, wenn das Gesetz die entsprechenden 
Beziehungen  ein  für  allemal  festlegt  und  von  den  Einwirkungen  der 
gesetzlichen  Ent­wicklung  ausnimmt,  oder  wenn  bestimmte,  mit  einem 
einzelnen  Anstel­lungsverhältnis  verbundene  Zusicherungen  abgegeben 
werden  (BGE  134  I  23  E.  7.1  mit  zahlreichen  Hinweisen).  Eine  solche 
Zusicherung  liegt  vor,  wenn  sich  die  behördliche  Angabe  auf  eine 
konkrete, den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht, die 
Amtsstelle,  welche  die  Auskunft  erteilt  hat,  hierfür  zuständig  war  oder 
jedenfalls  in  guten  Treuen  für  zuständig  gehalten  werden  durfte,  der 
Adressat  die  Unrichtigkeit  des  Bescheides  nicht  ohne  weiteres  hat 
erkennen  können  und  er  im Vertrauen  auf  die  erhaltene  Auskunft  nicht 
ohne  Nachteil  wieder  rückgängig  zu  machende  Dispositionen  getroffen 
hat.  Eine  behördliche  Information  steht  zudem  immer  unter  dem 
Vorbehalt einer allfälligen späteren Rechtsände­rung (vgl. BGE 137  I 69 
E. 2.5.1; BGE 131 II 627 E. 6.1; BGE 129 I 161 E. 4.1; BGE 118 Ia 253 E. 
4b mit Hinweisen; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 22 Rz. 15 und 19). 

A­1688/2011

Seite 8

5.3. Indem die Vorinstanz geltend macht, die Vereinbarung vom Dezem­
ber  2008  sei  nicht  von  ihr,  sondern  vom  A._______  abgeschlossen 
worden  und  vermöge  sie  deshalb  nicht  zu  binden,  scheint  sie  das 
Vorliegen  einer  Zusicherung  am  Kriterium  der  Zuständigkeit  zur 
Auskunftserteilung  scheitern  lassen  zu  wollen.  –  Zu  Unrecht:  Um  den 
verwaltungsinternen  Übertritt  des  Beschwerdeführers  ins  Y._______  zu 
ermöglichen,  musste  vorweg  dessen  bestehendes  Arbeitsverhältnis  mit 
dem A._______ aufgelöst werden. Dies geschah durch die Vereinbarung 
vom  12.  bzw.  15.  Dezember  2008  betreffend  Beendigung  des 
Arbeitsverhältnisses  im  gegenseitigen  Einvernehmen,  was  diese  als 
verwaltungsrechtlichen Vertrag qualifiziert. Wie sich aus dem Rubrum der 
Vereinbarung  ohne  weiteres  ergibt,  wurde  sie  zwischen  dem 
Beschwerdeführer  und  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
abgeschlossen und nicht zwischen diesem und dem A._______. Dieses 
Departement  bzw.  seine Generalsekretärin  handelten  vielmehr  bloss  im 
Namen der Eidgenossenschaft. Diese war aber offensichtlich zuständig, 
dem Beschwerdeführer Zusicherungen hinsichtlich der Modalitäten seiner 
Weiterbeschäftigung abzugeben. 

Vorliegend  haben  die  beiden  Departemente  die  Übernahme  der  vom 
Transfer  betroffenen  Mitarbeitenden  des  GS  A._______  durch  das  GS 
Y._______ zu den bisherigen Arbeitsbedingungen zusammen vereinbart 
(vgl.  Ziff.  4  der  undatierten,  am  1.  Dezember  2008  in  Kraft  getretenen 
Vereinbarung  zwischen  den  Generalsekretariaten  der  beiden 
Departemente). Dies war dem Beschwerdeführer bekannt, wird doch  im 
Ingress  der  Auflösungsvereinbarung  zwischen  ihm  und  dem  GS 
A._______ auf diese Abmachung Bezug genommen. Bei dieser Sachlage 
durfte der Beschwerdeführer das A._______ als zuständig erachten, mit 
ihm eine Vereinbarung betreffend den unveränderten Fortbestand seiner 
Arbeitsbedingungen zuzusichern.

5.4.  Die  Vorinstanz  ist  der  Auffassung,  sie  habe  der  Vereinbarung 
nachgelebt, denn der Beschwerdeführer habe "unmittelbar beim Transfer 
…  keine Tieferbewertung  hinnehmen" müssen,  sondern  erst  einige Zeit 
später (Verfügung vom 24. Februar 2011, Ziff. 8). Dem ist zuzustimmen, 
denn Art. 52a der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 (BPV, SR 
172.220.111.3)  normiert  die  Möglichkeit,  den  Arbeitsvertrag  eines 
gemäss  BPG  angestellten  Arbeitnehmers  jederzeit  hinsichtlich 
Lohnklasse  anzupassen,  sofern  seine  Funktion  tiefer  bewertet  werden 
muss  oder  wenn  eine  tiefer  bewertete  Funktion  zugewiesen  wird. 
Mangels  einer  Vereinbarung  über  die  zeitlichen  Umstände  des 

A­1688/2011

Seite 9

unveränderten  Fortbestands  der  Anstellungsbedingungen  ist  die 
Einhaltung der Vereinbarung als gegeben zu betrachten, kann doch der 
Beschwerdeführer  aus  der  Übertrittsvereinbarung  nicht  ableiten,  für  die 
gesamte weitere Dauer seines Anstellungsverhältnisses ungeachtet aller 
äusseren  Umstände  vor  einer  Veränderung  seiner 
Anstellungsbedingungen  geschützt  zu  sein.  Aus  diesen  Gründen  steht 
der  Vertrauensgrundsatz  einer  Anpassung  des  Arbeitsvertrages  nach 
einer  mehr  als  zweijährigen  Weiterbeschäftigung  gemäss  der  in  der 
Vereinbarung festgehaltenen Arbeitsbedingungen nicht entgegen.

6. 

Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  die  Restrukturierung  sei 
lediglich  vorgeschoben,  um  auf  die  Arbeitsverhältnisse  Einfluss  zu 
nehmen  und  eine  Rückstufung  vorzunehmen.  Die  Vorinstanz  ihrerseits 
bestreitet nicht, dass keine eigentliche Reorganisation stattgefunden hat. 
Vielmehr  legt  sie  dar,  dass  der  Bereich  „(…)“  erstmals  überhaupt  eine 
Organisation  erfahren  habe  und  dass  die  Ende  2010  festgelegte 
Organisation  erstmalige  Bewertungen  der  Funktionen  nötig  gemacht 
habe.

Das  Argument  des  Beschwerdeführers  überzeugt  nicht.  Bereits  zum 
Zeitpunkt  der  Überführung  des  Dienstes  für  Analyse  und  Prävention 
(DAP)  vom  GS  A._______  ins  GS  Y._______  Anfang  2009  wurde  die 
künftige Struktur des Bereichs „(...)“  in  ihren Grundzügen  festgelegt. Die 
detaillierte  Ausgestaltung  der  Organisation  benötigte  nicht  zuletzt 
aufgrund politischer Entscheide (Bewilligung von Arbeitsstellen) Zeit. Erst 
die Konstituierung und Konsolidierung der neuen Struktur ermöglichte es, 
das  Erstellen  fehlender  Stellenbeschriebe  und  gesetzeskonformer 
Funktionsbewertungen  nachzuholen.  Das Argument,  es  handle  sich  um 
eine  vorgeschobene  Reorganisation,  um  auf  die  Dienstverhältnisse 
Einfluss zu nehmen, erscheint aus diesen Gründen nicht als stichhaltig.

7. 

7.1. Gemäss Art.  15 Abs.  1 BPG bemisst  sich  der  Lohn  nach  den  drei 
Kriterien Funktion, Erfahrung  und  Leistung. Näheres  regeln  die  gestützt 
auf  Art.  15  Abs.  3  BPG  erlassenen  Ausführungsbestimmungen.  Art.  36 
BPV  stellt  ein  System  von  38  Lohnklassen  auf.  Jede  Funktion  wird 
bewertet und einer dieser Klassen zugewiesen (Art. 52 Abs. 1 BPV). Vor 
ihrem  Entscheid  über  die  Zuweisung  holt  die  zuständige  Stelle  das 

A­1688/2011

Seite 10

Gutachten  der  Bewertungsstelle  nach  Art.  53  BPV  ein  (Art.  52  Abs.  2 
BPV). Zuständige Bewertungsstellen für die Funktionen der Lohnklassen 
1  bis  31  sind  die  Departemente  (Art.  53  Abs.  1  Bst.  b  BPV).  Für  die 
Funktionsbewertung  sind  die  nötige  Vorbildung,  der  Umfang  des 
Aufgabenkreises  sowie  das  Mass  der  betrieblichen  Anforderungen, 
Verantwortlichkeiten  und  Gefährdungen  massgebend  (Art.  52  Abs.  3 
BPV).  Grundlage  für  die  Bewertung  ist  gemäss  Art.  20  Abs.  1  der 
Verordnung des EFD zur Bundespersonalverordnung vom 6. Dezember 
2001 (VBPV, SR 172.220.111.31) die Stellenbeschreibung (Pflichtenheft). 
Die  Bewertung  hat  nicht  zuletzt  auch  aufgrund  von  Vergleichen  mit 
anderen Stellen  zu  erfolgen  (sog. Quervergleiche, Art.  20 Abs.  2 BPV). 
Muss eine Funktion tiefer bewertet werden oder wird eine tiefer bewertete 
Funktion  zugewiesen,  so  wird  die  Lohnklasse  im  Arbeitsvertrag 
angepasst (Art. 52a BPV).

7.2. Die neue Einstufung der Funktion des Beschwerdeführers ist auf die 
Überführung  des  (…)  vom  GS  A._______  ins  GS  Y._______ 
zurückzuführen,  welche  ihre  Grundlage  in  einem  Beschluss  des 
Bundesrates vom (Datum) hat. Im Zuge dieses Transfers wurde auch die 
Funktion  des  Beschwerdeführers  als  „stellvertretender  Chef  (…)“ 
überführt.  Die  Bewilligung  neuer  Stellen  im  Herbst  2010  und  die  neue 
Zuweisung und Verteilung der Aufgaben erforderte  die Erstellung neuer 
Stellenbeschriebe  durch  den  Chef  (...).  Aufgrund  dieses 
Stellenbeschriebs  wurde  die  Funktion  "(...)"  des  Beschwerdeführers 
erstmalig  im GS Y._______  einer Grundbewertung  unterzogen  und  der 
Lohnklasse 26 zugewiesen, wobei eine zusätzliche Lohnklasse (LK 26+1) 
für  die  vollumfängliche  Stellvertretung  des  Chefs  (...)  gewährt  wurde. 
Dieser Sachverhalt ist nicht bestritten.

Im  Wesentlichen  ist  die  Frage  streitig,  ob  die  Stelle  des 
Beschwerdeführers,  welche  er  seit  dem  1.  Januar  2009  beim  GS 
Y._______  inne  hat,  jedoch  durch  die  Konsolidierung  im  Bereich  „(...)“ 
eine Veränderung hinsichtlich Aufgabenbereich erfahren hat und neu als 
„Stv Chef  (...)“ bezeichnet wird, zu Recht der LK 26 zugeteilt worden  ist 
oder  ob  eine  Einreihung  in  LK  27  angezeigt  wäre.  Demzufolge  ist  zu 
prüfen,  ob  die  Bewertung  der  Funktion  des  Beschwerdeführers  den 
gesetzlichen Vorgaben genügt.

7.3. Grundlage für die Funktionsbewertung bildet gemäss Art. 20 Abs. 1 
VBPV  die  Stellenbeschreibung  (Pflichtenheft),  die  im  vorliegenden  Fall 
vom Chef (...) mit Datum vom 17. Dezember 2010 verfasst wurde.

A­1688/2011

Seite 11

7.3.1.  Der  Beschwerdeführer  bringt  betreffend  Funktionsbewertung  im 
Wesentlichen  vor,  seine  Aufgaben  (bzw.  seine  Tätigkeiten)  seien 
weitgehend  gleich  geblieben,  im  neuen  Stellenbeschrieb  aber  nicht 
explizit ausformuliert worden, sondern in allgemeinen Delegationsnormen 
enthalten. Auch die Entscheidungskompetenzen seien mindestens gleich 
zu  bewerten  wie  jene  im  GS  A._______.  Hingegen  habe  das 
Aufgabenspektrum  und  die  fachlichen  Anforderungen  insgesamt 
erheblich zugenommen, insbesondere betreffend (…). Weggefallen seien 
aber  die  Administrativ­  und  Disziplinaruntersuchungen  sowie  die 
Teilnahme  (Leitung  und  Mitwirkung)  an  departementsübergreifenden 
Arbeitsgruppen  und  Projekten,  wobei  es  sich  bei  diesen  Aufgaben  um 
Nebenaufgaben  gehandelt  habe.  Insbesondere  beanstandet  der 
Beschwerdeführer,  bei  der  Funktionsbewertung  aufgrund  des 
Stellenbeschriebs  sei  zu  Unrecht  ein  summarisches  Verfahren  zur 
Anwendung gekommen.

7.3.2.  Die  Vorinstanz  bestreitet  nicht,  dass  ein  Ausbau  des 
Aufgabenbereichs stattgefunden hat, doch macht sie geltend, die heutige 
Funktion  des Beschwerdeführers  beinhalte weder  höhere Kompetenzen 
noch höhere Anforderungen. Im Weiteren entgegnet die Vorinstanz, dass 
die  Funktionsbewertung  für  die  Lohnklassen  1  bis  27  in  der 
Bundesverwaltung  mittels  summarischem  Verfahren  gestützt  auf  die 
entsprechende  Verordnung  (unveröffentlicht)  und  Art.  52  Abs.  1  bis  3 
BPV als Grundlage durchgeführt werde. Zunächst sei die Stammaufgabe 
einer  Funktion  zu  bewerten  und  erst  anschliessend  werde  gestützt  auf 
Art. 20 Abs. 4 VBPV eine zusätzliche Lohnklasse für eine vollumfängliche 
Stellvertretung  gewährt.  Die  Stammaufgabe  der  Funktion  des 
Beschwerdeführers im GS A._______ sei in der Lohnklasse 27 eingereiht 
gewesen, weshalb zu Recht das summarische Verfahren zur Anwendung 
gekommen sei.

7.3.3. Als Rechtsgrundlage  hält  Art.  52 Abs.  1  bis  3 BPV  für  die  Funk­
tionsbewertung  fest,  dass  die  Zuweisung  einer  Funktion  zu  einer 
Lohnklasse  aufgrund  eines  Gutachtens  der  gemäss  Art.  53  BPV 
zuständigen  Bewertungsstelle  erfolgt  und  dabei  die  erforderliche 
Vorbildung,  der  Umfang  des  Aufgabenkreises  sowie  das  Mass  der 
betrieblichen  Anforderungen,  Verantwortlichkeiten  und  Gefährdungen 
massgebend sind. Die von der Vorinstanz erwähnte Verordnung über die 
Funktionsbewertung  in  der  Bundesverwaltung  fällt  als  Rechtsgrundlage 
dagegen  ausser  Betracht,  da  es  sich  um  eine  unveröffentlichte  Quelle 
handelt, die weder dem Beschwerdeführer noch dem urteilenden Gericht 

A­1688/2011

Seite 12

bekannt ist. Hingegen hat die Vorinstanz ein Gutachten der nach Art. 53 
Abs.  1  Bst. b  BPV  zuständigen  Fachstelle  Personal  des  Y._______ 
veranlasst,  um die Funktion des Beschwerdeführers neu  im Gefüge der 
Lohnklassen  einzureihen.  Dieses  Gutachten  vom  22. Dezember  2010 
wurde weitgehend in die Verfügung vom 24. Februar 2010 übernommen 
und  liegt  dem Bundesverwaltungsgericht  vor. Die Gesetzgebung enthält 
keine  Hinweise,  in  welcher  Tiefe  eine  Funktionsbewertung  zu  erfolgen 
hat.  Die  Praxis  fordert  diesbezüglich  ernstliche  Überlegungen  und 
sachliche  resp.  nachvollziehbare  Gründe  als  Basis  für  eine 
Stelleneinreihung  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­
626/2010  vom  14.  Oktober  2010  E.  2,  A­  1764/2010  vom  14.  Oktober 
2010 E. 5.1, A­3629/2007  vom 9.  Januar  2008 E.  3.4 und A­7932/2007 
vom 29. Oktober 2008 E. 5.2), wobei die in Art. 52 Abs. 3 BPV erwähnten 
Beurteilungskriterien  auf  den  konkreten  Fall  bezogen  zu  prüfen  sind.  In 
diesem  Gutachten  werden  die  allgemeinen  Anforderungen  der 
Lohnklassen  24  und  höher  einlässlich  dargestellt,  und  die  Fachstelle 
Personal  des  Y._______  hat  auch  verschiedene,  ihr  als  relevant 
erscheinenden  Funktionen  verglichen.  Ungeachtet  der  inhaltlichen 
Richtigkeit  von  deren  Einschätzung  kann  nicht  von  einem  bloss 
summarischen  Verfahren  gesprochen  werden;  der  diesbezügliche 
Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet. 

7.3.4.  Die  Fachstelle  Personal  Y._______  hat  in  ihrem  Gutachten  in 
Erwägung  gezogen,  die  Lohnklasse  24  setze  Aufgaben  grundlegender 
Art  voraus,  welche  Entscheidkompetenzen  einschliesse  und  besonders 
qualifizierte Berufskenntnisse erfordere. Für die Lohnklasse 25 werde ein 
grösserer  Handlungs­  und  Beurteilungsspielraum  vorausgesetzt  und 
Basis  für  die  Lohnklasse  26  sei  das  Vorhandensein  hochgradigen 
Spezialwissens  im  Sinne  einer  fachlichen  Autorität.  Dabei  habe  der 
Stelleninhaber einen abgeschlossenen Fachbereich zu verantworten und 
müsse  über  erweiterte  Entscheidkompetenzen  verfügen.  Zudem  werde 
von einem Arbeitnehmer in der Lohnklasse 26 auch erwartet, dass er die 
Leitung  von  Projekten  von  besonders  grosser  Bedeutung  und/oder 
Teilprojekten  übernehmen  könne,  welche  in  der  Regel  von  grosser 
strategischer  Bedeutung  seien.  Hingegen  würde  die  Einstufung  einer 
Funktion  in die Lohnklasse 27 bedingen, dass eine noch weitergehende 
Verantwortung  übernommen  werde.  Die  Vorinstanz  stellt  denn  in  ihrer 
aufgrund  des  Gutachtens  der  Fachstelle  Personal  Y._______  erstellten 
Verfügung  auch  fest,  dass  es  sich  bei  der  Überprüfung,  Analyse  und 
Verifizierung  der  komplexen  (…)  Tätigkeiten  und  bei  der  Ableitung  von 
Handlungs­  und  Entscheidungsempfehlungen  zuhanden  des  Chefs 

A­1688/2011

Seite 13

Y._______  und  der  parlamentarischen  Oberaufsicht  um  Aufgaben 
handelt,  welche  ein  fundiertes  Spezialwissen  im  Sinne  einer  fachlichen 
Autorität sowie einen grossen Selbständigkeits­ und Verantwortungsgrad 
erfordern. Daraus geht hervor, dass die Stellenbeschreibung der Funktion 
des  Beschwerdeführers  als  "Stv  Chef  (...)"  die  wesentlichen,  in  Art.  52 
Abs. 3 BPV aufgeführten und kumulativ  zu berücksichtigenden Kriterien 
enthält.  Aus  dem  Gutachten  der  Fachstelle  Personal  Y._______  ist 
ersichtlich, dass diese Kriterien ausreichend geprüft wurden. 

7.4.  Im  Weiteren  erfolgt  die  Bewertung  der  Funktion  gestützt  auf 
Quervergleiche mit anderen Stellen. Auf diese Weise soll ein stimmiges 
Einreihungsgefüge  der  Funktionen  und  Lohnklassen  aufrechterhalten 
werden.  Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Fachstelle  Personal  Y._______ 
verschiedene  Quervergleiche  durchgeführt,  welche  im  Gutachten  vom 
22. Dezember 2010 berücksichtigt wurden.

7.4.1.  Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  zum  Quervergleich 
beigezogenen Bewertungsgrundlagen würden den Besonderheiten einer 
Aufsichtsfunktion  über  (…)  nicht  Rechnung  tragen  und  es  werde 
Ungleiches  verglichen.  Deshalb  seien  die  Bewertungsgrundlagen  auch 
nicht  tauglich,  um  eine  Tiefereinreihung  zu  begründen  und  zu 
rechtfertigen.  Der  Beschwerdeführer  legt  dar,  dass  sich  die  Bewertung 
der  Aufsichtsfunktion  auf  dem  Spezialgebiet  (…)  wesentlich  von  der 
Bewertung der beigezogenen Standardfunktionen und  insbesondere von 
den  zum  Quervergleich  beigezogenen  Funktionen  im  Y._______ 
unterscheide,  da  es  um  die  rechtmässige,  wirksame  und 
verhältnismässige Aufgabenerfüllung für (…) gehe, was von unmittelbarer 
politischer Bedeutung und Brisanz sei. 

7.4.2. Art. 20 Abs. 2 VBPV sieht vor, dass die Bewertung einer Funktion 
u.a.  gestützt  auf  Vergleiche  mit  anderen  Stellen  zu  erfolgen  hat.  Die 
Vorinstanz  hat  diese  durch  die  Fachstelle  Personal  Y._______ 
durchgeführten  Quervergleiche  in  ihre  Verfügung  aufgenommen,  wobei 
insbesondere  Faktoren  wie  die  Komplexität  und  Vielfältigkeit  der 
Aufgaben sowie die der Funktion zu Grunde liegenden Kompetenzen und 
Verantwortlichkeiten  zum  Tragen  kommen.  Die  Verwendung  dieser 
Kriterien  ermöglicht  einen  Vergleich  von  verschiedenartigen 
Fachbereichen.  So  hat  die  Vorinstanz  resp.  die  Fachstelle  Personal 
Y._______  einerseits  einen  Vergleich  mit  anderen  anspruchsvollen 
Funktionen  im  Generalsekretariat  Y._______  durchgeführt,  wobei  unter 
Beachtung  funktionsspezifischer  Besonderheiten  die  Funktion  des 

A­1688/2011

Seite 14

Beschwerdeführers  mit  den  Stellen  von  "Inspektoren/Inspektorinnen", 
"Leiter/in  Preisprüfungen",  „Leiter/in  Revisionen“  im  Y._______  und 
"Juristen/Juristinnen“ im Bereich Recht – welche allesamt der Lohnklasse 
25  zugeordnet  sind  –  durchgeführt  wurden.  Andererseits  wurde  ein 
Quervergleich  mit  Funktionen  in  anderen  Departementen  angestellt, 
wobei  auch  die  der  Lohnklasse  27  zugeordneten  Stellen  im A._______ 
herangezogen wurden. Diese Y._______­internen Quervergleiche führten 
aufgrund  der  sehr  breit  gefächerten  Tätigkeitsbeschreibungen  und  der 
damit  verbundenen  Verantwortlichkeiten  und  Kompetenzen  der  (…)  im 
A._______  zu  einer  sachlichen  Begründung  der  Abgrenzung  von  einer 
Lohnklasse  zu  den  (…)  des  Bereichs  „(...)“.  Im  Weiteren  wurden 
Y._______­externe  Quervergleiche  mit  den  in  der  Lohnklasse  27 
angesiedelten und mit sehr hohem Autonomiegrad ausgestatteten Stellen 
der Wirtschafts­ und Finanzexperten in der Bundesanwaltschaft sowie mit 
den  der  Lohnklasse  25  zugeordneten  Steuerexperten  der 
Eidgenössischen  Steuerverwaltung  gezogen.  Das  Gutachten  der 
Fachstelle  Personal  Y._______  zeigt  demnach,  dass  die  Vorinstanz 
weitreichende  Vergleiche  angestellt  hat,  was  eine  fundierte  und 
differenzierte  Einbettung  der  Funktion  des  "Stv  Chef  (...)"  in  das 
Gesamtgefüge der Lohnklassen ermöglicht hat. Die Einstufung der Stelle 
des Beschwerdeführers in die Lohnklasse 26 lässt sich somit als sachlich 
begründet  bezeichnen. Dabei  liegt  es  in  der Natur  der Sache,  dass  die 
verschiedenen,  dem  Vergleich  zugrunde  liegenden  Tätigkeiten  je 
spezifische  Eigenheiten  aufweisen.  So  mag  es  zutreffen,  dass  die 
Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  in  einem  (…)  Bereich  eine  gewisse 
politische  Bedeutung  aufweist,  doch  dürfte  Ähnliches  in  je 
unterschiedlicher Weise auch  für die Vergleichspositionen zutreffen. Die 
Einreihung der einzelnen Funktionen in die entsprechenden Lohnklassen 
beruht  auf  vertretbaren  Gründen  und  ergibt  gesamthaft  betrachtet  ein 
stimmiges Ganzes. Dies insbesondere auch im Hinblick darauf, dass das 
Bundesverwaltungsgericht  nicht  selber  als  qualifizierende  Instanz  tätig 
wird, wenn die durch die Vorinstanz vorgenommene Stelleneinreihung auf 
ernstlichen  Überlegungen  beruht  (vgl.  oben  E.  4;  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­1764/2010  vom  14. Oktober  2010  E.  5.3 
und A­7932/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 6).

7.5.  Auch  die  Prüfung  der  spezifischen  Verantwortung  des 
Beschwerdeführers, auf die nachfolgend noch gesondert einzugehen ist, 
führt zu keiner anderen Beurteilung.

A­1688/2011

Seite 15

7.5.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Bereich „(...)“ diene der 
Exekutiv­Aufsicht und sei ein Führungsinstrument des Chefs Y._______, 
dem  sie  direkt  unterstellt  sei.  Sie  trage  auch  unmittelbar  die 
fachtechnische Verantwortung,  da Prüfungen weisungsungebunden  und 
unabhängig  durchgeführt  würden.  So  liege  die  Verantwortung  für  die 
Ausarbeitung  von  Prüfungskonzepten,  die  Durchführung  der  Prüfungen 
und Analysen, die Erstellung der Berichte sowie die Berichterstattung vor 
dem  Departementschef  und  der  Geschäftsprüfungsdelegation 
vollumfänglich  in  der  Verantwortung  des  (…)  analog  dem 
Stellenbeschrieb GS A._______. Im Weiteren führt der Beschwerdeführer 
aus, der Chef  (...)  führe die Organisationseinheit nur administrativ, nicht 
fachlich. Aus diesem Grunde stimme der Stellenbeschrieb des Chefs (...) 
nicht mit der gelebten Realität überein. 

7.5.2. Die Vorinstanz  führt  aus,  die Beurteilung  der Fachstelle Personal 
Y._______  habe  gezeigt,  dass  die  Tätigkeiten  der  zu  bewertenden 
Funktion  weniger  breit  gefächert  seien  und  dass  Kompetenzen  sowie 
Verantwortlichkeiten  gegenüber  der  im  GS  A._______  ausgeübten 
Funktion  abgenommen  hätten.  Der  Fachbereich  werde  fachlich, 
organisatorisch  und  administrativ  durch  den  Chef  (...)  geführt,  wodurch 
Kompetenzen und Verantwortung der Unterstellten begrenzt würden.  Im 
Übrigen  werde  die  umfassende  Stellvertreterfunktion  mit  einer 
zusätzlichen Lohnklasse abgegolten. 

7.5.3.  Für  die  Bewertung  der  Funktion  ist  gemäss  Art.  52  Abs.  3  BPV 
insbesondere  auch  das  Mass  der  Verantwortlichkeiten  massgebend. 
Dieses  wurde  im  Rahmen  des  Gutachtens  der  Fachstelle  Personal 
Y._______ geprüft und durch die Funktionenbewertung bestätigt.

Vorliegend  ist  nicht  der  Stellenbeschrieb  des  Chefs  (...)  zu  beurteilen, 
sondern  die  Bewertung  der  Funktion  "Stv  Chef  (...)".  Insofern  ist  es 
unbehelflich,  wenn  der  Beschwerdeführer  argumentiert,  der 
Stellenbeschrieb  des  Chefs  (...)  stimme  nicht  mit  der  gelebten  Realität 
überein. Tatsächlich wurde durch die Konsolidierung des Bereichs  „(...)“ 
im GS Y._______ im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Funktionen 
eine  neue  Organisationsstruktur  festgelegt  und  der  Funktion  "Stv  Chef 
(...)"  eine  Funktion  "Chef  (...)"  übergeordnet.  Sinn  und  Zweck  dieser 
Hierarchie  ist  es,  Verantwortungen  zuzuordnen.  Damit  ist  klargestellt, 
dass der Inhaber der vorgesetzten Funktion die Gesamtverantwortung für 
die  ihr  unterstellten  Bereiche  trägt,  selbst  wenn  den  Untergebenen 
faktisch weiterhin ein hohes Mass an Autonomie zukommt. Mit  anderen 

A­1688/2011

Seite 16

Worten trägt der  Inhaber der vorgesetzten Funktion  im Aussenverhältnis 
die  formelle  Gesamtverantwortung,  selbst  wenn  der  ihm  unterstellte 
Stelleninhaber  im  Innenverhältnis  die  fachliche  und  materielle 
Verantwortung  gegenüber  dem  Vorgesetzten  trägt.  Nur  wenn  der 
Beschwerdeführer in seiner Funktion als Stellvertreter des Chefs (...) den 
Geschäftsbereich  vollumfänglich  vertritt,  trägt  er  die 
Gesamtverantwortung  für  sein  Handeln  unter  erweiterten  Kompetenzen 
und Verantwortlichkeiten. Diese Stellvertreterfunktion wird gemäss Art. 20 
Abs. 4 VBPV denn auch mit einer zusätzlichen Lohnklasse berücksichtigt, 
sodass  der  Funktion  des  Beschwerdeführers  die  Lohnklasse  26+1 
zugewiesen wurde.

7.6.  Der  Beschwerdeführer  hat  das  55.  Altersjahr  überschritten.  Somit 
greift  Art.  52a  BPV  Platz.  Nach  dieser  Bestimmung  wird  im  Falle  der 
Tieferbewertung  der  Funktion  einer  Person,  die  das  55.  Altersjahr 
zurückgelegt hat, die Lohnklasse  im Arbeitsvertrag zwar angepasst. Der 
Lohn  bleibt  aber  unverändert  und  wird  bloss  vom  Teuerungsausgleich 
und von einer Lohnentwicklung nach Art. 39 BPV ausgenommen, bis er 
den Betrag nicht mehr übersteigt, der aufgrund der Funktionsbewertung 
gerechtfertigt  ist.  Damit  hat  der  Verordnungsgeber  eine  Regelung 
geschaffen, die dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz Rechnung trägt. 

8. 

8.1.  Der  Beschwerdeführer  macht  sinngemäss  eine  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs  geltend,  indem  er  beanstandet,  er  sei  im  Verfahren 
der Funktionsbewertung nicht angehört worden und die Vorinstanz sei in 
der Verfügung vom 24. Februar 2011 auf seine mit Stellungnahme vom 
11. Februar 2011 vorgebrachten Argumente nicht eingegangen.

8.2.  Die  Vorinstanz  bestreitet  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs. 
Dem Beschwerdeführer sei der Erlass der Verfügung angezeigt und die 
Möglichkeit eingeräumt worden, sich dazu zu äussern. Die angefochtene 
Verfügung  setze  sich  sodann  detailliert  mit  seinen  Vorbringen 
auseinander. 

8.3.  Der  in  Art.  29  Abs.  2  BV  garantierte  und  für  das  Verfahren  vor 
Bundesbehörden namentlich  in den Art. 26 bis 33 und 35 Abs. 1 VwVG 
konkretisierte Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst u.a. das Recht der 
Parteien, von der Behörde vor Erlass der Verfügung angehört zu werden 
(Art. 30 Abs. 1 VwVG). Diesem Recht entspricht die Pflicht der Behörde, 

A­1688/2011

Seite 17

die Äusserungen der Betroffenen tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und 
sich damit in der Findung und Begründung des Entscheides sachgerecht 
auseinanderzusetzen  (PATRICK  SUTTER,  in:  Christoph  Auer/Markus 
Müller/Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich/St.Gallen  2008,  Art.  30  N  1 
und 5). Zum Anspruch auf rechtliches Gehör zählt auch der Anspruch auf 
eine  ausreichende  Begründung  der  Verfügung  (Art.  35  Abs.  1  VwVG). 
Eine solche Begründung liegt vor, wenn der Betroffene die wesentlichen 
Argumente der Behörde kennt und die Verfügung sachgerecht anfechten 
kann.  Betroffene  –  und  Rechtsmittelinstanz  –  müssen  sich  von  der 
Angelegenheit ein Bild machen können. Mindestens kurz sind deshalb die 
Überlegungen zu nennen, die für die Behörde entscheidend waren. Dies 
bedeutet  jedoch nicht,  dass sich die Behörde mit  jeder  tatbeständlichen 
Behauptung,  jedem  rechtlichen  Einwand  und  jedem  Beweismittel 
auseinandersetzen  muss.  Eine  Beschränkung  auf  die  wesentlichen 
Gesichtspunkte genügt. Die Frage, was die wesentlichen Gesichtspunkte 
einer  Entscheidung  sind,  muss  für  jeden  Einzelfall  individuell  bestimmt 
werden.  Insbesondere  bei  schweren  Eingriffen  und  bei  ausgeprägten 
Ermessensentscheiden sind die Anforderungen erhöht (vgl. zum Ganzen 
FELIX  UHLMANN/ALEXANDRA  SCHWANK,  in:  Waldmann/Weissenberger 
[Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG,  Zürich  2009,  Art.  35  N  17  ff.  mit 
zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung). 

8.4.  Vorliegend  wurde  der  Beschwerdeführer  schon  im  Verlauf  der 
Funktionsbewertung über die Neubewertung  informiert. Er äusserte sich 
anlässlich  des  auf  seinen  Wunsch  anberaumten  Gesprächs  vom  14. 
Dezember  2010  mit  der  Generalsekretärin  und  dem  Personalchef 
Y._______  in  seiner  durch  ihn  selbst  verlesenen  Stellungnahme  und 
erklärte  sich  mit  der  Funktion  und  der  Funktionsbewertung  gemäss 
neuem  Arbeitsvertrag  nicht  einverstanden.  Am  25.  Januar  2011  wurde 
dem  Beschwerdeführer  der  Erlass  einer  Verfügung  betreffend  die 
Funktionsbewertung  seiner  Stelle  angekündigt.  Bei  dieser  Gelegenheit 
wurde  ihm  die  Möglichkeit  eingeräumt,  sich  zu  äussern,  wovon  er  mit 
Eingabe vom 11. Februar 2011 Gebrauch machte. Der Beschwerdeführer 
war  somit  über  die  geplante  Verfügung  und  deren  Begründung 
ausreichend im Bild und äusserte sich vorgängig dazu.

8.5.  Aus  der  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  wird  deutlich, 
dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  von  der  Vorinstanz 
tatsächlich zur Kenntnis genommen wurden, denn diese setzt sich darin 
inhaltlich  damit  auseinander.  Dies  gilt  namentlich  hinsichtlich  ihrer 

A­1688/2011

Seite 18

Erwägungen  betreffend  die  Bewertungsgrundlagen,  die  Quervergleiche, 
die  Verteilung  der  Verantwortlichkeiten  und  die  Ausführungen  zur 
erstmaligen  Organisation  des  Bereichs  „(...)“.  Im  Weiteren  nimmt  die 
Vorinstanz,  wo  nicht  explizit,  so  doch  dem  Sinngehalt  nach  auf  die 
Argumente des Beschwerdeführers Bezug. Im Übrigen durfte sie sich auf 
die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. 

8.6.  Wegen  des  praxisgemäss  grossen  Ermessensspielraums  der 
Vorinstanz  bei  der  Stelleneinreihung  hat  deren  Begründung  vorliegend 
erhöhten  Anforderungen  zu  genügen.  Wie  in  den  vorstehenden 
Erwägungen aufgezeigt worden ist, wird sie diesen gerecht. Sie setzt sich 
in  rechtsgenüglicher  Weise  mit  den  wesentlichen  Gesichtspunkten 
auseinander.  Dies  gilt  nicht  nur  hinsichtlich  der  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  sondern  auch  bezüglich  der  im  Einzelnen 
dargelegten  Gründe  und  Grundlagen  für  die  Funktionsbewertung  und 
deren  Umsetzung  auf  das  konkrete  Arbeitsverhältnis.  Der 
Beschwerdeführer  war  denn  auch  in  der  Lage,  die  Verfügung 
sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs  ist  im 
Ergebnis somit zu verneinen.

9. 
Diese  Erwägungen  führen  zum  Schluss,  dass  die  Vorinstanz  eine 
ganzheitliche Funktionsbewertung im Sinne des Art. 52 Abs. 1 bis 3 BPV 
durchgeführt hat. Sie zeigen, dass die Bewertung der Funktion "Stv Chef 
(...)" auf ernstlichen Überlegungen beruht und dass die Anforderungen an 
die  Lohnklasse  26  insgesamt  erfüllt  sind.  Die  Bewertung  erscheint  im 
Weiteren  angemessen,  da  sie  auf  ernstlichen,  sachlichen  und 
nachvollziehbaren  Gründen  beruht  und  das  Gesamtgefüge  der 
Lohnklassen gewahrt wird. Die Einstufung in diese Lohnklasse erfolgte zu 
Recht.  Die  Beschwerde  ist  somit  abzuweisen  und  die  angefochtene 
Verfügung vom 24. Februar 2011 ist zu bestätigen.

Verfahrenskosten  sind  angesichts  des  personalrechtlichen  Charakters 
des  vorliegenden Rechtsstreits  keine  zu  erheben  (Art.  34 Abs.  2 BPG). 
Die nicht anwaltlich vertretenen Parteien haben keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung  (Art.  64 Abs.  1 VwVG, Art.  7 Abs.  1  und  8 Abs.  1 
des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent­
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]). 

A­1688/2011

Seite 19

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen und die angefochtene Verfügung vom 
24. Februar 2011 wird bestätigt.

2. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  werden  keine 
Parteientschädigung gesprochen.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 04­14; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Lorenz Kneubühler Stephan Metzger

A­1688/2011

Seite 20

Rechtsmittelbelehrung:

Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der 
öffentlich­rechtlichen  Arbeitsverhältnisse  können  beim  Bundesgericht 
angefochten  werden,  sofern  es  um  eine  vermögensrechtliche 
Angelegenheit  geht,  bei  welcher  der  Streitwert  mindestens  Fr. 15'000.– 
beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt  (vgl.  Art. 85 Abs. 1  Bst. b  und Abs. 2  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Bei  einer  nicht 
vermögensrechtlichen  Angelegenheit  ist  die  Beschwerde  nur  zulässig, 
wenn  sie  die Gleichstellung  der Geschlechter  betrifft  (vgl.  Art. 83  Bst. g 
BGG).  Steht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten 
offen, kann sie  innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6,  6004 Luzern,  erhoben  werden 
(Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 18. Dezember bis 
und mit dem 2. Januar (Art. 46 Abs. 1 Bst. c BGG). Die Rechtsschrift ist in 
einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: