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**Case Identifier:** 6ca556aa-e4c3-5805-b37d-6fb080935d83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.08.2020 100 2019 394
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-394_2020-08-31.pdf

## Full Text

100.2019.394U
BDE/TMA/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. August 2020

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
a.o. Verwaltungsrichterin Baerfuss Klossner, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Trummer

1. A.________
2. B.________
3. C.________
Beschwerdeführende 2 und 3 gesetzlich vertreten durch ihren Vater 
A.________
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kan-
tons Bern vom 28. Oktober 2019; 2018.POM.575)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.08.2020, Nr. 100.2019.394U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1983) ist Staatsangehöriger von Nordmazedonien. Aus 
seiner ersten Ehe gingen drei Kinder hervor: B.________ (Jg. 2003), 
C.________ (Jg. 2010) und D.________ (Jg. 2011). Die Ehefrau bzw. Mutter 
verstarb im Jahr 2012. Das jüngste Kind wurde daraufhin von einem in der 
Schweiz lebenden Onkel väterlicherseits adoptiert. Am 11. März 2014 reiste 
A.________ nach der Heirat mit einer hier niederlassungsberechtigten 
Landsfrau in die Schweiz ein, worauf ihm der Kanton Solothurn eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilte. Das Paar hob im Dezember 2014 den 
gemeinsamen Haushalt auf und liess sich am 29. Dezember 2014 in 
Nordmazedonien scheiden, wo A.________ am 5. Januar 2015 wiederum 
eine hier niederlassungsberechtigte Landsfrau (E.________, Jg. 1986) 
heiratete. Gestützt auf diese Ehe erteilte ihm die damals zuständige 
Migrationsbehörde des Kantons Luzern eine neue Aufenthaltsbewilligung. 
Dieselbe Behörde bewilligte am 8. November 2016 den Nachzug seiner 
beiden Kinder. Am 24. Januar 2017 reisten B.________ und C.________ in 
die Schweiz zu ihrem Vater ein, der mit E.________ per 1. Januar 2017 in 
den Kanton Bern umgezogen war. Das Amt für Migration und Personenstand 
des Kantons Bern (MIP; heute: Amt für Bevölkerungsdienste [ABEV]), 
Migrationsdienst (MIDI), bewilligte den Kantonswechsel von A.________, 
verlängerte dessen Aufenthaltsbewilligung bis zum 28. Januar 2018 und 
erteilte B.________ und C.________ Aufenthaltsbewilligungen mit gleicher 
Gültigkeitsdauer.

Am 10. Mai 2017 verurteilte das Obergericht des Kantons Solothurn 
A.________ wegen Vergewaltigung, Drohung, versuchter Drohung, 
mehrfacher Tätlichkeiten und Beschimpfung zu einer bedingten 
Freiheitsstrafe von 24 Monaten sowie zu einer Geldstrafe und zu einer 
Busse.

Mit Verfügung vom 11. Juli 2018 verweigerte das MIP, MIDI, die Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligungen von A.________, B.________ und 
C.________ und wies diese unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der 
Schweiz weg.

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B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________, B.________ und C.________ 
am 10. August 2018 Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern (POM; heute: Sicherheitsdirektion [SID]). Diese wies die 
Beschwerde am 28. Oktober 2019 ab und setzte der Familie eine neue 
Ausreisefrist auf den 6. Januar 2020 an.

C.

Dagegen haben A.________, B.________ und C.________ am 
28. November 2019 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den 
Rechtsbegehren, der Entscheid der POM vom 28. Oktober 2019 sei 
aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligungen seien zu verlängern; 
eventuell sei der MIDI anzuweisen, ihre Aufenthaltsbewilligungen zu 
verlängern. Weiter sei von einer Wegweisung abzusehen und der MIDI 
anzuweisen, den Beschwerdeführer 1 zu verwarnen. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 6. Dezember 2019, die Be-
schwerde sei abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 

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eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Strittig sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Be-
schwerdeführenden und deren Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Nach Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- 
und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20; vor dem 1.1.2019: Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG], soweit hier 
interessierend inhaltlich gleich), haben ausländische Ehegatten von Per-
sonen mit Niederlassungsbewilligung einen Anspruch auf Erteilung und Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammen-
wohnen. Der Anspruch erlischt unter anderem dann, wenn Widerrufsgründe 
nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 Bst. b AIG). Ein ausländer-
rechtlicher Widerrufsgrund liegt insbesondere vor, wenn eine ausländische 
Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist (Art. 62 
Abs. 1 Bst. b AIG), d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, wobei 
keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt ausge-
sprochen wurde (BGE 139 I 145 E. 2.1, 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, 
dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2015 S. 391 E. 3.1, 
2013 S. 543 E. 3.1).

2.2 Der Beschwerdeführer 1 wurde am 10. Mai 2017 vom Obergericht 
des Kantons Solothurn wegen Vergewaltigung und weiterer Delikte unter 
anderem zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt (vorne 
Bst. A; Akten MIDI 3B pag. 171 ff., 212). Das Urteil ist rechtskräftig (Akten 
MIDI 3B pag. 219). Damit hat der Beschwerdeführer 1 den Widerrufsgrund 
der längerfristigen Freiheitsstrafe von Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG gesetzt, was 
er anerkennt (Beschwerde S. 6). Die Beschwerdeführenden erachten die 
Entfernungsmassnahme jedoch als unverhältnismässig.

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2.3 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Weg-
weisung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn 
sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als ver-
hältnismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] 
und Art. 96 AIG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen 
an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und 
Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren 
Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist 
die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. 
BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hin-
weisen). Beeinträchtigt die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege fami-
liärer Beziehungen oder das Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden 
Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV 
(vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1).

2.4 Bei der Interessenabwägung ist auch das Kindeswohl zu berück-
sichtigen. Minderjährige haben grundsätzlich der Inhaberin bzw. dem In-
haber der elterlichen Sorge und der faktischen Obhut zu folgen. Das aus-
ländische unmündige Kind teilt schon aus familienrechtlichen Gründen (vgl. 
Art. 25 Abs. 1, Art. 301 Abs. 3 sowie Art. 301a des Schweizerischen Zivil-
gesetzbuches [ZGB; SR 210]) regelmässig das ausländerrechtliche Schick-
sal des sorge- bzw. betreuungsberechtigten Elternteils; es hat das Land ge-
gebenenfalls mit diesem zu verlassen, wenn er über keine Aufenthalts-
berechtigung (mehr) verfügt. Für schulpflichtige Kinder wird ein Umzug in 
das Heimatland zusammen mit der Inhaberin oder dem Inhaber der elter-
lichen Sorge als zumutbar erachtet, wenn sie mit dessen Kultur durch 
Sprachkenntnisse, gelegentliche Ferienaufenthalte und einer entsprechen-
den Kulturvermittlung seitens der Eltern vertraut sind (BGE 143 I 21 E. 5.4; 
BGer 2C_488/2019 vom 4.2.2020 E. 4.1.2, 2C_709/2019 vom 17.1.2020 
E. 6.2.2). Bei älteren Kindern sind die Integrationschancen im Herkunftsland 
der Integration im Aufenthaltsstaat gegenüberzustellen (vgl. 
VGer ZH VB.2019.00311 vom 3.7.2019 E. 2.2; vgl. zum Ganzen auch 
VGE 2019/395 vom 28.7.2020 [noch nicht rechtskräftig] E. 3.4 [zu in der 
Schweiz geborenen und aufgewachsenen Kindern]). – Die Beschwerde-
führenden 2 und 3 müssten demnach gegebenenfalls mit ihrem allein sorge- 

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und obhutsberechtigten Vater die Schweiz verlassen. Dass sie selber keinen 
Widerrufsgrund gesetzt haben, steht dem nicht entgegen, zumal bei Kindern 
ohne schweizerisches Bürgerrecht keine spezifischen bürgerrechtlichen 
Überlegungen zu berücksichtigen sind (vgl. BGer 2C_942/2014 vom 
10.8.2015 E. 4.1; VGE 2016/312 vom 19.4.2017 E. 5.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_483/2017 vom 6.2.2018], 2013/277 vom 6.6.2014 E. 4.4.4 [be-
stätigt durch BGer 2C_655/2014 vom 10.11.2014]). Ein Verbleiberecht bei 
ihrer Stiefmutter steht nicht zur Diskussion und fällt bei den vorliegenden 
zivilrechtlichen Verhältnissen grundsätzlich ausser Betracht. Die Kindes-
interessen sind damit in die hier massgebende Interessenabwägung (E. 3 ff. 
hiernach) einzubeziehen.

3.

Das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung und der Wegweisung richtet sich nach der Schwere des Ver-
schuldens, dem Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicher-
heit im Allgemeinen und der Rückfallgefahr.

3.1 Das Verschulden, das die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des 
öffentlichen Interesses. Die Schwere des Verschuldens bemisst sich regel-
mässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe 
(BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.2). Praxis-
gemäss sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Ver-
schulden, da diese Fälle bereits als so gravierend eingestuft werden, dass 
ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und min-
destens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremdenpolizei-
licher Sicht bedeutet die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ab 24 Monaten 
in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweize-
rische Rechtsordnung (BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4, zur 
hier zwar nicht anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beur-
teilung des Verschuldens sind die Erwägungen aber dennoch massgeblich).

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3.2 Das Obergericht des Kantons Solothurn verurteilte den Beschwerde-
führer 1 am 10. Mai 2017 wegen Vergewaltigung (begangen im Frühjahr 
2014, ca. im Mai 2014), Drohung, versuchter Drohung und Beschimpfung 
(alles begangen in der Zeit vom 1.12. bis 9.12.2014) sowie mehrfacher Tät-
lichkeiten (begangen in der Zeit vom 1.4. bis 9.12.2014), alles begangen zum 
Nachteil seiner damaligen Ehefrau, zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, 
einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 70.-- und einer Busse von 
Fr. 210.--. Es schob den Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe auf 
und setzte die Probezeit auf jeweils zwei Jahre fest (Strafurteil vom 
10.5.2017, Akten MIDI 3B pag. 171 ff., 212 f.). Ins Gewicht fällt vor allem die 
für die Vergewaltigung ausgesprochene Freiheitsstrafe. Wie die Vorinstanz 
zutreffend erwogen hat (angefochtener Entscheid E. 3a), spricht bereits das 
Strafmass im Licht der massgebenden Praxis für ein schweres Verschulden, 
ist doch die Grenze erreicht, ab welcher unabhängig vom jeweiligen Delikt 
von einem sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische 
Rechtsordnung auszugehen ist (vgl. vorne E. 3.1). Nichts anderes ergibt sich 
mit Blick auf die konkreten Tatumstände: Nach einem Streit packte und 
zerrte der Beschwerdeführer 1 seine damalige Ehefrau ins Schlafzimmer. 
Mit seinem Gewicht und der überlegenen Körperkraft brach er ihren Wider-
stand und vollzog trotz Gegenwehr den Geschlechtsverkehr (vgl. Akten 
MIDI 3B pag. 200). Wie das Obergericht zutreffend ausgeführt hat, stellt eine 
Vergewaltigung in jedem Fall einen massiven Übergriff auf die körperliche 
und sexuelle Unversehrtheit der geschädigten Person dar (Akten MIDI 3B 
pag. 206 f.). Das Obergericht hat zwar das Tatverschulden insgesamt als 
nicht erheblich bezeichnet, da der Beschwerdeführer 1 aus dem Moment 
heraus gehandelt habe. Die obergerichtliche Einschätzung bedeutet jedoch 
nicht, dass dem Beschwerdeführer 1 ausländerrechtlich kein schweres Ver-
schulden vorgehalten werden darf. Die Rechtsprechung verfolgt bei 
schweren Straftaten, insbesondere bei Sexualdelikten, eine strenge Praxis 
(vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 125 II 521 E. 4a/aa; BGer 2C_1054/2018 vom 
3.12.2018 E. 2.2 f.; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3 a.E.). In ihre Würdigung durfte 
die Vorinstanz auch einbeziehen, dass es sich bei Vergewaltigung um eine 
Anlasstat gemäss Art. 66a Abs. 1 Bst. h des Schweizerischen Strafgesetz-
buches (StGB; SR 311.0) handelt, die heute grundsätzlich obligatorisch zu 
einer strafrechtlichen Landesverweisung führt. Auch wenn diese Bestim-
mung hier nicht direkt anwendbar ist, weil die Tat vor deren Inkrafttreten be-

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gangen wurde, unterstreicht sie die Schwere der Gesetzesverletzung und ist 
den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertungen (Art. 121 Abs. 3 
Bst. a BV) insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu 
übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; jüngst statt vieler 
BGer 2C_129/2020 vom 9.3.2020 E. 4.2.1 [betreffend VGE 2019/99 vom 
30.12.2019]).

3.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffent-
lichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Ausländerinnen und Aus-
ländern, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht 
aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches In-
teresse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische 
Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person von 
Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie 
nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten 
(BGE 139 I 145 E. 3.8; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). – Die Verur-
teilung vom 10. Mai 2017 beinhaltet auch Schuldsprüche wegen Drohung, 
versuchter Drohung und mehrfacher Tätlichkeiten (vorne E. 3.2). Diese De-
likte beging der Beschwerdeführer 1 mehrheitlich nach dem Sexualdelikt. 
Weiter wurde er am 15. Oktober 2014 mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
des Kantons Solothurn wegen einer Geschwindigkeitsübertretung (be-
gangen am 12.9.2014) zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt (Akten 
MIDI 3B pag. 37). Bei diesen Gegebenheiten hat die Vorinstanz im Ergebnis 
zu Recht auf ein (bestenfalls) neutrales Verhalten des Beschwerdeführers 1 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit geschlossen (ange-
fochtener Entscheid E. 3b).

3.4 Weiter ist die Rückfallgefahr zu beurteilen:

3.4.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso 
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische 
Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, wozu insbesondere Sexual-
delikte zählen, muss angesichts der von diesen Delikten ausgehenden po-
tenziellen Gefahr für die Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ ge-
ringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 
139 I 31 E. 2.3.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1). Da Art. 5 Anhang I des Frei-
zügigkeitsabkommens (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht anwendbar ist, 

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bildet das Vorliegen einer gegenwärtigen Gefahr zudem nicht Voraus-
setzung für eine Entfernungsmassnahme. Vielmehr dürfen auch general-
präventive Überlegungen mitberücksichtigt werden. Der konkreten Prognose 
über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resoziali-
sierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; 
die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, je mit Hinweisen).

3.4.2 Die Beschwerdeführenden bestreiten das Vorliegen einer Rückfall-
gefahr (vgl. Beschwerde S. 6 f.). Aus dem Umstand, dass die Freiheitsstrafe 
bedingt ausgesprochen wurde, kann der Beschwerdeführer 1 nichts Ent-
scheidendes zu seinen Gunsten ableiten. Weder kann aus der Verurteilung 
zu einer (lediglich) bedingten Strafe automatisch auf das Fehlen einer Rück-
fallgefahr geschlossen werden, noch bedeutet eine günstige Legalprognose, 
dass von Verurteilten keine Gefahr im ausländerrechtlichen Sinn mehr aus-
geht. Da im Ausländerrecht das Interesse an der öffentlichen Ordnung und 
Sicherheit im Vordergrund steht, während der Straf- und Massnahmenvoll-
zug auch eine resozialisierende bzw. therapeutische Bedeutung hat, ergibt 
sich eine im Vergleich mit jenem der Straf- und Strafvollzugsbehörden stren-
gerer Beurteilungsmassstab (BGE 137 II 233 E. 5.2.2). Dass der Be-
schwerdeführer 1 nun seit über fünf Jahren deliktsfrei lebt, ist grundsätzlich 
positiv zu werten. Dieses Wohlverhalten ist aber vor dem Hintergrund des 
bis 2017 dauernden Strafverfahrens und der erst im Mai 2019 abgelaufenen 
Probezeit (vgl. Akten MIDI 3B pag. 213 ff.) zu relativieren. Bis heute steht 
der Beschwerdeführer 1 zudem unter dem Druck der drohenden Weg-
weisung. In solchen Situationen wird ein klagloses Verhalten allgemein er-
wartet und erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Bewährung nach Ablauf 
dieser Zeitspannen (vgl. BGE 139 I 31 E. 3.2; BGer 2C_738/2019 vom 
19.12.2019 E. 4.3.1). Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer 1 das 
schwere Sexualdelikt gegen seine damalige Ehefrau nur rund zwei Monate 
nach seiner Einreise begangen hat. Unter diesen Umständen fällt nicht ins 
Gewicht, dass jene Ehe längst beendet ist und seine jetzige Ehefrau «nichts 
Negatives» über ihn zu berichten wisse (Beschwerde S. 7). Im ausländer-
rechtlichen Verfahren bedauert der Beschwerdeführer 1 zwar sein strafbares 
Handeln (Beschwerde S. 6). Das begangene Unrecht bezeichnete er aller-

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dings noch vor der Vorinstanz als «einmalige Verfehlung» (Akten POM 
pag. 18), obwohl er neben der Vergewaltigung auch weitere Delikte zum 
Nachteil seiner damaligen Ehefrau begangen hat. Die ihm zur Last gelegten 
Taten hat er im Strafverfahren zudem bis zum Schluss bestritten (vgl. Akten 
MIDI 3B pag. 179 und 207), was nicht gerade von Reue und Einsicht zeugt. 
Vor diesem Hintergrund vermag dem Beschwerdeführer 1 nicht entschei-
dend zu helfen, dass seine derzeitigen Lebensumstände stabil erscheinen 
und er seit fünfeinhalb Jahren mit seiner dritten Ehefrau zusammenlebt. Ge-
samthaft ist der Vorinstanz zu folgen (angefochtener Entscheid E. 3c), wenn 
sie eine gewisse Rückfallgefahr nicht ausschliesst und diese angesichts der 
schweren Delinquenz in einem äusserst sensiblen Bereich als nicht hin-
nehmbar beurteilt.

3.5 Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz von einem erheblichen 
öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und der damit verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers 1 aus der 
Schweiz auszugehen (angefochtener Entscheid E. 3d).

4.

Bei den privaten Interessen, die der Entfernungsmassnahme entgegen-
stehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration in der 
Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer 1 und seiner Familie drohenden 
Nachteile zu berücksichtigen. 

4.1 Der Beschwerdeführer 1 lebt seit rund sechseinhalb Jahren in der 
Schweiz (Akten MIDI 3B pag. 9, 17 und 46). Allerdings ist dem Aufenthalt 
seit der negativen Verfügung des MIP vom 11. Juli 2018 kein besonderes 
Gewicht mehr beizumessen, weil seine Anwesenheit aufgrund der auf-
schiebenden Wirkung der Rechtsmittel lediglich toleriert wird (vgl. 
BGE 137 II 1 E. 4.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3). Wie die Vorinstanz richtig 
ausgeführt hat (angefochtener Entscheid E. 4a), kann die Aufenthaltsdauer 
des Beschwerdeführers 1 noch nicht als lang bezeichnet werden. 

4.2 Zur Integration ist Folgendes festzuhalten: Der Beschwerdeführer 1 
ist seit April 2014 mit einem Vollzeitpensum in der Reinigungsbranche er-

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werbstätig (vgl. Akten MIDI 3B pag. 134 und 303). Er hat sich in betreibungs-
rechtlicher Hinsicht klaglos verhalten und keine Sozialhilfe bezogen (Akten 
MIDI 3B pag. 270, 272 und 308 ff.). Die beruflich-wirtschaftliche Integration 
ist ihm damit gelungen. In sprachlicher Hinsicht ist unbestritten geblieben, 
dass er auch nach sechs Jahren Aufenthalt nur gebrochen Deutsch spricht 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 4b). Es mag zutreffen, dass das Erlernen 
einer neuen Sprache nicht jeder Person leichtfällt (vgl. Beschwerde S. 8); 
allerdings weist der Beschwerdeführer 1 nicht nach, dass er sich aktiv um 
Verbesserung seiner Sprachkenntnisse bemüht hat. Hinsichtlich der sozia-
len Integration stellt der Beschwerdeführer 1 die vorinstanzlichen Erwägun-
gen nicht substanziiert in Abrede, wonach er in der Schweiz über keine inten-
siven Bindungen zur einheimischen Bevölkerung verfüge, deren Abbruch ihn 
besonders hart treffen würde (angefochtener Entscheid E. 4b). Mit Blick auf 
seine bescheidenen Deutschkenntnisse ist mit der Vorinstanz davon auszu-
gehen, dass er vorwiegend mit Personen aus seinem Sprach- und Kultur-
kreis verkehrt, was er denn auch nicht bestreitet. Im Übrigen wäre es ange-
sichts der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG 
i.V.m. Art. 90 AIG und dazu etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BVR 2015 S. 391 
E. 5.5) an ihm, vertiefte ausserfamiliäre Kontakte darzutun und zu belegen. 
Die Vorinstanz führt schliesslich zu Recht an, dass bereits die erhebliche 
Straffälligkeit gegen eine erfolgreiche Integration spricht (Art. 4 Bst. a der 
hier noch anwendbaren Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integra-
tion von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; AS 2007 S. 5551]; heute 
Art. 58a Abs. 1 Bst. a AIG). Gesamthaft betrachtet ist die Integration des Be-
schwerdeführers 1 mit der Vorinstanz als unterdurchschnittlich zu be-
zeichnen.

4.3 Hinsichtlich der Rückkehr nach Nordmazedonien hat die Vorinstanz 
zutreffend erwogen, dass der Beschwerdeführer 1 den grössten Teil seines 
Lebens im Heimatland verbracht hat und verschiedentlich für Familien-
besuche oder ferienhalber dorthin zurückgekehrt ist (Akten MIDI 3B pag. 99, 
131, 138 und 350 ff.). Gemäss eigenen Angaben besitzt er in Nord-
mazedonien ein Haus (Akten MIDI 3B pag. 138). Er verheiratete sich jeweils 
in der Heimat mit Landsfrauen. Mit der Sprache, Kultur und den gesellschaft-
lichen Gepflogenheiten seines Heimatlands dürfte er nach dem Gesagten 
nach wie vor bestens vertraut sein. Weiter ist der Beschwerdeführer 1 ge-

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sund und arbeitsfähig. Dass ihn seine in der Heimat lebenden Verwandten 
bei der Wiedereingliederung unterstützen könnten und er überdies Kontakte 
auffrischen oder neue knüpfen könnte (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 4d/aa), wird nicht bestritten. Dem Beschwerdeführer 1 ist die soziale und 
wirtschaftliche Wiedereingliederung in Nordmazedonien damit möglich und 
zumutbar.

4.4 Bezüglich der Situation der minderjährigen Kinder ist Folgendes zu 
erwägen: Die heute knapp 17 und zehneinhalb Jahre alten Beschwerde-
führenden 2 und 3 reisten im Januar 2017 im Familiennachzug zu ihrem 
Vater in die Schweiz ein (Akten MIDI 3C pag. 2, 3D pag. 2). Die Kinder 
wurden somit erst nach dem erstinstanzlichen Strafurteil nachgezogen. Sie 
haben sich hier gut eingelebt: In der Schule haben sie sich bestens integriert 
(Akten MIDI 3B pag. 306 f.). Der Beschwerdeführer 2 ist in seiner Freizeit in 
einem Fussballclub aktiv (Akten POM pag. 19 und 40). Indes haben die 
Kinder ihr Heimatland erst vor dreieinhalb Jahren verlassen und würden da-
her in eine vertraute Umgebung zurückkehren. Den Bezug zum Heimatland 
haben sie auch während ihres Aufenthalts in der Schweiz nicht verloren; im 
Sommer 2019 sind sie mit ihrem Vater ferienhalber bzw. zwecks Familien-
besuchs nach Nordmazedonien zurückgekehrt (Akten MIDI 3C pag. 37 ff., 
3D pag. 29 ff.). Demnach sind auch sie mit der heimatlichen Sprache und 
Kultur nach wie vor bestens vertraut. Mit Blick auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung (vorne E. 2.4; vgl. auch BGer 2C_1064/2017 vom 
15.6.2018 E. 6.5) ist den Beschwerdeführenden 2 und 3 unter diesen Um-
ständen die Rückkehr ins Heimatland grundsätzlich zumutbar, zumal sie erst 
vor wenigen Jahren in die Schweiz eingereist sind. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführenden (vgl. Beschwerde S. 9) steht auch die Schul- bzw. 
Ausbildungssituation einer Rückkehr der Kinder nach Nordmazedonien nicht 
entgegen: Der Beschwerdeführer 3 befindet sich am Anfang der obliga-
torischen Schulzeit. Er besucht eine Regelklasse und ist soweit ersichtlich 
nicht auf besondere Unterstützung angewiesen (vgl. Akten POM pag. 39). 
Der mit der Rückkehr in die Heimat verbundene Schulwechsel ist ihm zumut-
bar, auch wenn er ihm möglicherweise nicht leichtfallen wird. Die Be-
schwerdeführerin 2 trat aufgrund ihrer schulischen Defizite im August 2019 
in eine Sonderschule über, davor hatte sie das 8. Schuljahr in einer Klasse 
zur besonderen Förderung in der Regelschule an ihrem Wohnort besucht 

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(Beschwerde S. 9; Akten POM pag. 38; Akten MIDI 3B pag. 306). Die Inva-
lidenversicherung (IV) gewährte der Beschwerdeführerin 2 im November 
2019 eine Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeit durch das 
interne Eingliederungsmanagement (Beschwerdebeilage 2, act. 1C). Der 
Fortgang dieser Abklärung und ob die Beschwerdeführerin 3 allenfalls An-
spruch auf weitere IV-Leistungen hat, sind nicht aktenkundig. Ebenso fehlen 
nähere Angaben zu ihren schulischen Defiziten und zu einer allfälligen An-
schlusslösung nach dem Besuch der Sonderschule. Es wäre im Rahmen 
ihrer Mitwirkungspflicht (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AIG) vorab 
Sache der Beschwerdeführenden gewesen, diese Aspekte zu erhellen und 
zu belegen. Im Übrigen ist nicht dargetan, dass die Tochter im Heimatland 
nicht die nötige Unterstützung erhielte. Die Rückkehr am Ende der obliga-
torischen Schulzeit mag nicht ideal sein, sie ist aber nicht unzumutbar, zumal 
die Beschwerdeführerin 3 beinahe ihre gesamte Schulbildung im Heimatland 
absolviert hat.

4.5 In familiärer Hinsicht stehen die Beziehungen der Beschwerde-
führenden zu E.________, der Ehefrau bzw. Stiefmutter, im Vordergrund, die 
hier über eine Niederlassungsbewilligung verfügt. 

4.5.1 Die Entfernungsmassnahme hätte unbestrittenermassen ein-
schneidende Konsequenzen für das Familienleben, sollte E.________ in der 
Schweiz bleiben. Was den Beschwerdeführer 1 selber angeht, hat er sich 
diese familiären Konsequenzen seines Handelns selbst zuzuschreiben. Sein 
Interesse, nicht von seiner Ehefrau getrennt zu leben, vermag daher von 
vornherein nicht entscheidend zu gewichten. Für die Beschwerde-
führenden 2 und 3 dürfte die Trennung von ihrer Stiefmutter einschneidend 
sein. Das Verwaltungsgericht anerkennt, dass sie eine enge Beziehung zu 
ihrer Stiefmutter pflegen, welche im selben Haushalt lebt, sich für ihre Stief-
kinder engagiert, massgeblich zu deren schulischen Integration beiträgt und 
gegenüber der Schule als zuverlässige Ansprechperson auftritt (Stellung-
nahme der Schulen Gemeindeverband … vom 18.3.2018 [Akten MIDI 3B 
pag. 306 f.]). Den beiden Kindern droht daher nach dem Tod ihrer leiblichen 
Mutter vor acht Jahren erneut der Verlust einer engen Bezugsperson. Immer-
hin könnte E.________ sie mit Hilfe der modernen Kommunikationsmittel 

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auch von der Schweiz aus weiterhin in einem gewissen Ausmass (moralisch) 
unterstützen. 

4.5.2 Die heute 34-jährige E.________ stammt selber aus Nord-
mazedonien. Sie lebt aber bereits seit rund 18 Jahren in der Schweiz und 
verfügt über eine Niederlassungsbewilligung. Hier leben zudem ihre zwei 15- 
und 16-jährigen Kinder aus einer früheren Beziehung, welche bei ihrem 
Vater im Kanton Luzern wohnen und in der Regel einen halben Tag pro 
Woche bei ihr zu Besuch sind (Akten MIDI 3B pag. 138, 148 und 163). So-
weit aus den Akten ersichtlich, ist E.________ mit einem Teilzeitpensum er-
werbstätig (vgl. Akten MIDI 3B pag. 134 und 145). Mit Blick auf die lange Auf-
enthaltsdauer in der Schweiz und ihre beiden hier lebenden, noch nicht voll-
jährigen Kinder dürfte es ihr nicht ohne weiteres zumutbar sein, mit den Be-
schwerdeführenden nach Nordmazedonien zurückzukehren. Immerhin 
haben es die Eheleute aber vor vier Jahren nicht von vornherein ausge-
schlossen, zusammen in der gemeinsamen Heimat zu leben, auch wenn die 
Ehefrau dies als eine sehr schwierige Entscheidung bezeichnete (Akten 
MIDI 3B pag. 138 und 148). Sie musste bei der Eheschliessung wohl nicht 
damit rechnen, dass sie die Beziehung nicht in der Schweiz würde leben 
können: Zwar hatte der Beschwerdeführer 1 die Straftaten gegen seine Ex-
frau vor jenem Zeitpunkt begangen. Das Strafverfahren wurde aber erst er-
öffnet, nachdem die Exfrau am Tag der Heirat mit E.________ Strafanzeige 
gegen den Beschwerdeführer 1 erstattet hatte (vgl. Akten MIDI 3B pag. 174). 
Der Ehefrau ist daher grundsätzlich ein bedeutendes privates Interesse am 
weiteren Verbleib des Beschwerdeführers 1 und dessen Kinder in der 
Schweiz zu attestieren. 

4.5.3 Die für das Familienleben insgesamt beträchtlichen Konsequenzen 
sind insoweit zu relativieren, als die familiären Beziehungen auch über die 
Distanz mittels der üblichen Kommunikationsmittel und gegenseitiger Be-
suche gepflegt werden können. Sodann schliesst die Verurteilung des Be-
schwerdeführers 1 einen neuen Aufenthaltstitel zumindest für ihn nicht ein 
für alle Mal aus. Besteht ein Bewilligungsanspruch fort und wird dannzumal 
anzunehmen sein, dass der Beschwerdeführer 1 sich in seiner Heimat be-
währt und keine Gefahr für die hiesige Sicherheit und Ordnung darstellt, kann 

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er um Neuerteilung einer Bewilligung ersuchen (vgl. BVR 2015 S. 391 E. 4 
und 7.4; BGer 2C_911/2019 vom 6.2.2020 E. 7.4 mit Hinweisen).

4.6 Auf privater Seite fallen damit vorab die familiären Beziehungen ins 
Gewicht. Insbesondere die Interessen der beiden minderjährigen Be-
schwerdeführenden 2 und 3 begründen ein nicht unerhebliches Interesse am 
Verbleib der Familie in der Schweiz. Demgegenüber liegt noch keine lange 
Aufenthaltsdauer vor und hat sich der Beschwerdeführer 1 nicht zu inte-
grieren vermocht. Zudem ist den Beschwerdeführenden die Rückkehr nach 
Nordmazedonien möglich und zumutbar.

5.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen er-
gibt Folgendes: Der Beschwerdeführer 1 hat sich kurz nach seiner Einreise 
der Vergewaltigung und weiterer Delikte schuldig gemacht und wurde dafür 
unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. Damit hat 
er ein schweres Verschulden auf sich geladen. Die nicht auszuschliessende 
Rückfallgefahr ist angesichts der verübten Sexualstraftat nicht hinzunehmen. 
Im Licht der ständigen strengen Praxis bei solch schweren Delikten und 
generalpräventiver Überlegungen besteht damit ein gewichtiges öffentliches 
Interesse an der strittigen Entfernungsmassnahme. Der Beschwerdeführer 1 
hält sich noch nicht sehr lange in der Schweiz auf; seit zweieinhalb Jahren 
wird seine Anwesenheit lediglich geduldet. Seine Integration ist in beruflich-
wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich verlaufen, insgesamt aber 
unterdurchschnittlich ausgefallen. Die Wiedereingliederung in Nord-
mazedonien ist dem Beschwerdeführer 1 ohne weiteres möglich. Als Minder-
jährige haben die Beschwerdeführenden 2 und 3 ihrem allein sorge- und 
obhutsberechtigten Vater ins Heimatland zu folgen, der sie trotz infolge Straf-
fälligkeit ungesicherten Aufenthalts nachgezogen hat. Die Ausreise wäre, 
insbesondere für die knapp 17-jährige Tochter, mit einer gewissen Härte ver-
bunden. Doch ist ihnen die Rückkehr in die Heimat nicht unzumutbar, zumal 
sie den Grossteil ihres bisherigen Lebens dort gelebt haben und gemeinsam 
mit ihrem Vater zurückkehren können. In familiärer Hinsicht sind mit der 
Wegweisung zwar erhebliche Einschränkungen verbunden, sollte die Ehe-

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frau bzw. Stiefmutter den Beschwerdeführenden nicht in das Heimatland 
folgen. Die Beziehungen können aber in einem gewissen Rahmen auch über 
die Distanz gepflegt werden. Die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligungen der Beschwerdeführenden und deren Wegweisung aus der 
Schweiz erweisen sich somit auch im Licht von Art. 8 EMRK, Art. 13 BV und 
des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 
(Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) als verhältnismässig. Unter 
diesen Umständen fällt die blosse Verwarnung des Beschwerdeführers 1 
unter Androhung des Bewilligungswiderrufs nach Art. 96 Abs. 2 AIG ausser 
Betracht (vgl. dazu auch BGer 2C_787/2018 vom 11.3.2019 E. 3.4).

6.

Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Da die von der 
Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist eine neue anzusetzen 
(vgl. BVR 2019 S. 314 E. 7). Sie beträgt nach der Praxis des Verwaltungs-
gerichts in der Regel sechs Wochen, wobei bei der Bemessung besondere 
Umstände zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 64d Abs. 1 AIG). Die gegen-
wärtige besondere Lage aufgrund des Coronavirus rechtfertigt eine längere 
Frist bis 31. Oktober 2020. Sollte die Ausreise bis zu diesem Zeitpunkt auf-
grund von Reisebeschränkungen nicht möglich sein, ist es Sache der Migra-
tionsbehörde, eine neue Frist anzusetzen.

7.

Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden Beschwerde-
führenden kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine 
zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Den Beschwerdeführenden wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 31. Oktober 2020.

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2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.