# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39ffd7df-a7e8-5f01-83df-aa3268376228
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2020 D-3187/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3187-2020_2020-07-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3187/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger (Vorsitz), 

Richter Simon Thurnheer, Richterin Daniela Brüschweiler,    

Gerichtsschreiber Patrick Blumer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Nesrin Ulu, Verein MOR Recht,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Rechtsverzögerung (Asylverfahren); 

SEM Verfahren N (…). 

 

 

 

D-3187/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am (…) in der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil D-3018/2019 vom 6. Au-

gust 2019 eine erste Rechtsverzögerungsbeschwerde des Beschwerde-

führers vom 11. Juni 2019 gut und wies das SEM an, das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers prioritär zu behandeln und rasch einer Verfügung zu-

zuführen. 

C.  

C.a Mit Schreiben vom 4. November 2019 ersuchte der Beschwerdeführer 

das SEM um baldigen Erlass eines Entscheids. 

C.b Am 7. November 2019 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, da-

rum bemüht zu sein, in seinem Fall rasch einen Entscheid zu fällen. Er 

werde daher in einigen Wochen einen Entscheid erhalten. 

D.  

D.a Der Beschwerdeführer erkundigte sich mit Schreiben vom 11. Februar 

2020 beim SEM nach dem Verfahrensstand, bat erneut um rasche Ent-

scheidfällung und stellte gleichzeitig für den Fall, dass sein Verfahren in 

der nächsten Zeit keinen Abschluss finde, eine Rechtsverzögerungsbe-

schwerde in Aussicht. 

D.b Das SEM beantwortete dem Beschwerdeführer am 17. Februar 2020 

die Verfahrensstandanfrage, teilte mit, es habe die zuständige Sachbear-

beiterin gewechselt, und stellte eine Behandlung des Dossiers so rasch als 

möglich in Aussicht. 

E.  

Der Beschwerdeführer bat das SEM unter Hinweis auf die psychische Be-

lastung von ihm und seiner sich noch in der B._______ befindlichen Familie 

mit Schreiben vom 11. Mai 2020, in den nächsten zwei Wochen einen Ent-

scheid zu fällen, andernfalls er sich gezwungen sehe, eine Rechtsverzö-

gerungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anhängig zu ma-

chen. 

D-3187/2020 

Seite 3 

F.  

Mit Eingabe vom 22. Juni 2020 (Datum Poststempel) reichte der Beschwer-

deführer beim Bundesverwaltungsgericht eine weitere Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde ein und beantragte, es sei festzustellen, dass sein Asyl-

verfahren trotz des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts D-3018/2019 

vom 6. August 2019 verzögert worden sei, und das SEM sei anzuweisen, 

umgehend einen Asylentscheid zu fällen, eventualiter sei ihm Asyl zu ge-

währen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung samt Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes. 

Der Beschwerde lag das Antwortschreiben des SEM vom 7. November 

2019 bei (vgl. Bst. C.b). 

G.  

Die Instruktionsrichterin hiess mit Zwischenverfügung vom 29. Juni 2020 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Vor-

behalt des Nachreichens einer Fürsorgebestätigung gut und wies das Ge-

such um Beiordnung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers als 

amtliche Rechtsbeiständin ab.  

Die Fürsorgebestätigung ging am 13. Juli 2020 fristgemäss beim Gericht 

ein. 

H.  

Die Vernehmlassung des SEM ging am 15. Juli 2020 beim Gericht ein und 

wurde dem Beschwerdeführer gleichentags zur Kenntnis gebracht.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG [SR 142.31] in Kraft 

getreten (AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige 

Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG 

vom 25. September 2015).  

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Gegen das unrechtmässige Verweigern oder 

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Seite 4 

Verzögern einer anfechtbaren Verfügung kann bei der Beschwerdeinstanz, 

die für die Behandlung einer Beschwerde gegen eine ordnungsgemäss er-

gangene Verfügung zuständig wäre, Beschwerde geführt werden (vgl. 

MARKUS MÜLLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bun-

desgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Rz. 3 zu 

Art. 46a). Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegen-

den Rechtsverzögerungsbeschwerde somit zuständig.  

1.3 Rechtsverzögerungs- oder Rechtsverweigerungsbeschwerden richten 

sich gegen den Nichterlass einer anfechtbaren Verfügung. Die Beschwer-

delegitimation setzt voraus, dass bei der zuständigen Behörde zuvor ein 

Begehren um Erlass einer Verfügung gestellt wurde und Anspruch darauf 

besteht. Ein Anspruch ist anzunehmen, wenn die Behörde verpflichtet ist, 

in Verfügungsform zu handeln, und der entsprechenden Person nach Art. 6 

i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG Parteistellung zukommt (vgl. BVGE 2008/15 

E. 3.2 m.w.H.).  

Der Beschwerdeführer, welcher am (…) in der Schweiz ein Asylgesuch ge-

stellt hat und um Erlass eines entsprechenden Asylentscheids in Form ei-

ner anfechtbaren Verfügung ersuchte, ist zur Beschwerdeführung legiti-

miert.  

1.4 Gegen das unrechtmässige Verzögern einer Verfügung kann grund-

sätzlich jederzeit Beschwerde geführt werden (Art. 50 Abs. 2 VwVG). Den-

noch steht der Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung nicht völlig im Belieben 

der beschwerdeführenden Person, zumal auch hier der Grundsatz von 

Treu und Glauben eine Grenze bildet. Die beschwerdeführende Person 

muss überdies darlegen, dass sie zur Zeit der Beschwerdeerhebung ein 

schutzwürdiges – mithin aktuelles und praktisches – Interesse an der Vor-

nahme der verzögerten Amtshandlung respektive der Feststellung einer 

entsprechenden Rechtsverzögerung hat (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜH-

LER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., 2013, 

Rz. 5.23).  

Der Beschwerdeführer hat sein schutzwürdiges Interesse an der Vor-

nahme der verzögerten Amtshandlung bereits im Verfahren, welches zur 

Gutheissung seiner ersten Rechtsverzögerungsbeschwerde geführt hat, 

dargelegt. Nachdem der Beschwerdeführer auf seine letzte Eingabe vom 

11. Mai 2020 weder eine Antwort erhielt noch die Vorinstanz weitere In-

struktionsmassnahmen tätigte und auch kein Entscheid erging, durfte er 

Ende Juni 2020 – unter den spezifischen Umständen des vorliegenden 

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Einzelfalles (Gutheissung einer ersten Rechtsverzögerungsbeschwerde 

mit Anweisung an die Vorinstanz zur prioritären Behandlung) – nach Treu 

und Glauben annehmen, dass die Vorinstanz vorderhand keine anfecht-

bare Verfügung erlässt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist – unter Vorbehalt von E. 2. – einzutreten. 

2.  

Die Prüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts beschränkt sich auf 

die Frage, ob das Gebot des Rechtsschutzes in angemessener Zeit im 

konkreten Fall verletzt worden ist oder nicht. Im Falle einer Gutheissung 

der Beschwerde weist das Gericht die Sache mit verbindlichen Weisungen 

an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Eine andere Möglichkeit, 

den rechtmässigen Zustand herzustellen, gibt es nicht; insbesondere hat 

sich das Gericht jeglicher Andeutung, wie der unrechtmässig verzögerte 

Entscheid inhaltlich ausfallen soll, zu enthalten, da es unter Vorbehalt von 

speziellen Konstellationen nicht anstelle der untätigen Behörde entschei-

den darf, andernfalls der Instanzenzug verkürzt und möglicherweise 

Rechte der Verfahrensbeteiligten verletzt würden (vgl. BVGE 2008/15 

E. 3.1.2. m.w.H.). 

Auf den Eventualantrag, dem Beschwerdeführer sei Asyl zu gewähren, ist 

demzufolge nicht einzutreten. 

3.  

3.1 Das Verbot der Rechtsverzögerung ergibt sich als Teilgehalt aus der 

allgemeinen Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 1 BV. Danach hat jede 

Person Anspruch auf eine Beurteilung ihrer Sache innert angemessener 

Frist. Diese Verfahrensgarantie gilt für alle Sachbereiche und alle Akte der 

Rechtsanwendung (vgl. BGE 130 I 173 f., m.w.H.). 

3.2 Von einer Rechtsverzögerungsbeschwerde im Sinne des Gesetzes ist 

nach Lehre und Praxis auszugehen, wenn behördliches Handeln zwar 

nicht (wie bei einer Rechtsverweigerung) grundsätzlich infrage steht, aber 

die Behörde nicht innert Frist handelt, die nach der Natur der Sache objek-

tiv noch als angemessen erscheint. Die Angemessenheit der Dauer eines 

Verfahrens ist im Einzelfall unter Berücksichtigung der gesamten Um-

stände zu beurteilen. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er warte seit bald (…) Jahren auf ei-

nen Asylentscheid, obwohl das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 

D-3187/2020 

Seite 6 

6. August 2019 eine erste Rechtsverzögerungsbeschwerde gutgeheissen, 

er mehrfach interveniert und das SEM ihm im November 2019 einen Ent-

scheid «in einigen Wochen» in Aussicht gestellt habe. Angesichts dessen, 

dass keine komplexen Sach- und Rechtsfragen abzuklären seien und sich 

das Verfahren als spruchreif erweise, sei von einer Rechtsverzögerung 

auszugehen. 

4.2 Die Vorinstanz führte in der Vernehmlassung aus, die Beschwerde-

schrift enthalte keine neuen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Än-

derung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. 

5.  

5.1 Dass momentan nicht jedes einzelne Asylverfahren innerhalb der Be-

handlungsfristen von aArt. 37 Abs. 2 AsylG abgeschlossen werden kann, 

ist nachvollziehbar. Dies kommt auch aus der Formulierung «in der Regel» 

in aArt. 37 Abs. 2 AsylG zum Ausdruck. Das Bundesgericht hat in seiner 

Rechtsprechung zum Rechtsverzögerungsverbot festgehalten, dass eine 

mangelhafte Organisation oder eine strukturelle Überbelastung übermäs-

sig lange Verfahrensdauern nicht rechtfertigen könnten. Geschäftslast und 

Personalmangel könnten eine Verletzung von Verfassungsrecht nicht 

durchbrechen. Es wird entsprechend für die Bejahung einer Verletzung des 

Rechtsverzögerungsgebots nicht vorausgesetzt, dass der Behörde ein 

Fehlverhalten oder ein Verschulden vorgeworfen werden kann. Eine Be-

hörde verletzt deshalb das Rechtsverzögerungsverbot auch dann, wenn 

sie wegen Personalmangels oder Überlastung nicht innert angemessener 

Frist verfügt (vgl. BGE 130 I 312 E. 5.2, 107 Ib 160 E. 3c und 103 V 109 

E. 5c; Urteil des Versicherungsgerichts H 2/06 vom 10. April 2006, E. 4.1; 

vgl. auch AUER/MALINVERNI/HOTTELIER, Droit constitutionnel suisse, Bd. II, 

2. Aufl. 2006, Rz. 1277 f., MICHEL HOTTELIER, Les garanties de procédure, 

in: Thürer/Aubert/Müller, Verfassungsrecht der Schweiz, Droit constituti-

onnel suisse, 2001, Rz. 7). Diese Grundsätze ergeben sich aus dem Um-

stand, dass das Beschleunigungsgebot von Art. 29 BV ein prozessuales 

Grundrecht darstellt und damit ein individuelles (Prozess-)Recht des Be-

schwerdeführers darstellt. Sie gelten auch für nichtstreitige Verwaltungs-

verfahren. Die Vorinstanz hat sich deshalb zur Rechtfertigung der langen 

Verfahrensdauer grundsätzlich zu Recht nicht auf eine hohe Geschäftslast 

oder mangelnde Ressourcen berufen. 

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Seite 7 

5.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil D-3018/2019 vom 6. Au-

gust 2019 eine erste Rechtsverzögerungsbeschwerde des Beschwerde-

führers gutgeheissen und die Vorinstanz angewiesen, dessen Asylverfah-

ren prioritär zu behandeln und rasch einer Verfügung zuzuführen.  

In der Folge beantwortete das SEM am 7. November 2019 eine Verfah-

rensstandanfrage des Beschwerdeführers und stellte in Aussicht, dass er 

in einigen Wochen einen Entscheid erhalte. Das SEM ging demnach zu 

jenem Zeitpunkt offenbar von einem erstellten Sachverhalt aus. Seither 

sind – soweit ersichtlich – keine weiteren Verfahrenshandlungen der Vo-

rinstanz ergangen und seit dem zwischenzeitlichen Wechsel der zuständi-

gen Sachbearbeiterin sind bereits rund fünf Monate vergangen. Zwar ist in 

diesem Zusammenhang festzuhalten, dass sich mehrere türkische Ge-

richtsdokumente im vorinstanzlichen Dossier befinden. Diese wurden aber 

nicht ins Aktenverzeichnis aufgenommen und sie enthalten keinen Ein-

gangsstempel. Nachdem das SEM diese Dokumente in der Vernehmlas-

sung nicht erwähnt hat, ist nicht davon auszugehen, dass sich der Verfah-

rensstand seit dem genannten Antwortschreiben des SEM vom 7. Novem-

ber 2019 verändert hätte. Mithin ist von einem nach wie vor erstellten Sach-

verhalt auszugehen. Das Beschleunigungsgebot von Art. 29 Abs. 1 BV ist 

somit erneut verletzt. 

6.  

Die Rüge der Rechtsverzögerung erweist sich demnach als begründet. Die 

Beschwerde ist daher gutzuheissen, soweit auf diese einzutreten ist. Die 

Akten sind alsdann der Vorinstanz zuzustellen, verbunden mit der Anwei-

sung, das am (…) eingeleitete Asylverfahren zügig mittels anfechtbarer 

Verfügung erstinstanzlich zu entscheiden. 

7.  

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

7.2 Obsiegende und teilweise obsiegende Parteien haben Anspruch auf 

eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem die Rechtsvertretung keine Kostennote 

eingereicht hat, ist die Parteientschädigung auf Grund der Akten festzule-

gen (Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE). Die Rechtsvertreterin hat in ihrem Schrei-

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Seite 8 

ben bezüglich Auskunftserteilung zu ihrer beruflichen Tätigkeit vom 11. Ja-

nuar 2018 (Verfahren D-6881/2017) mitgeteilt, dass der Verein mor-bera-

tung für die Vertretung von Asylsuchenden einen Stundenansatz von 

Fr. (…) veranschlage. Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemes-

sungsfaktoren (Art. 9–13 VGKE) ist dem Beschwerdeführer zulasten der 

Vorinstanz eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 400.– (inkl. Ausla-

gen und allfälligem Mehrwertsteuerzuschlag) zuzusprechen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit auf diese eingetreten wird. Es 

wird festgestellt, dass das Verfahren vor dem SEM zu lange dauert. 

2.  

Das SEM wird angewiesen, über das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

im Sinne der Erwägungen beförderlich zu entscheiden. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 400.– 

auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und das SEM. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Patrick Blumer