# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db962c9c-c698-5556-8182-5dff7bf67d06
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LB240063-O1
**Docket/Reference:** LB240063-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LB240063-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB240063-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Beschluss vom 9. Januar 2025

A._____, 

Klägerin und Berufungsklägerin

in Sachen

gegen

B._____, 

Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

betreffend Erbteilung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil vom 11. Juli 2024; 

Proz. CP210001

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Erwägungen:

1.

1.1 Am 27. September 2021 erhob die Klägerin und Berufungsklägerin (fortan: 

Berufungsklägerin) beim Bezirksgericht Hinwil (Vorinstanz) eine Erbteilungsklage 

gegen den Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan: Berufungsbeklagter; 

act. 5/1; act. 5/2). Nach Eingang der Klageantwort vom 11. Januar 2022 

(act. 5/11) ordnete die Vorinstanz einen zweiten Schriftenwechsel an (act. 5/14). 

Die Replik datiert vom 21. März 2022 (act. 5/16), die Duplik vom 13. Juni 2022 

(act. 5/21). Die Vorinstanz holte zudem ein Gutachten über den Verkehrswert 

einer Liegenschaft (act. 5/26) sowie Ergänzungen des Gutachtens ein (act. 5/53, 

act. 5/62) und führte zwei Instruktionsverhandlungen (Prot. S. 17, 34) und die 

Hauptverhandlung (Prot. S. 39) durch. Mit Urteil vom 11. Juli 2024 wies die Vorin-

stanz die Klage ab, auferlegte die Kosten der Berufungsklägerin und verpflichtete 

sie, dem Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung zu bezahlen. Das Urteil 

wurde zunächst in unbegründeter Fassung (act. 5/87) und auf Antrag der Beru-

fungsklägerin (act. 5/89) alsdann in begründeter Fassung ausgefertigt (act. 5/91 = 

act. 3/1 = act. 4 [Aktenexemplar]).

1.2 Mit Eingabe vom 24. November 2024 (Poststempel: 25. November 2024; 

Eingang: 26. November 2024) erhob die Berufungsklägerin Berufung beim Ober-

gericht des Kantons Zürich (act. 2). Die Akten der Vorinstanz wurden von Amtes 

wegen beigezogen (act. 5/1-92). Weiterungen sind nicht erforderlich (Art. 312 

Abs. 1 HS 2 ZPO).

2.

2.1 Beim Urteil der Vorinstanz handelt es sich um einen berufungsfähigen Ent-

scheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Die Berufungsklägerin ist be-

schwert und hat die Berufung rechtzeitig erhoben (Art. 311 Abs. 1 ZPO; vgl. 

act. 5/92).

2.2 Die Berufung ist zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Geltend gemacht wer-

den kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des 

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Sachverhalts (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte 

Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Er-

messensausübung. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich das Beru-

fungsgericht allerdings grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und 

Berufungsantwort gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhobenen Beanstan-

dungen zu beschränken. Die Parteien haben mittels klarer Verweisungen auf die 

Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo sie die massgebenden Behaup-

tungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben haben. Sie haben die 

von ihnen kritisierten Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Akten-

stücke, auf die sie ihre Kritik stützen, genau zu bezeichnen, sich mit den Ent-

scheidgründen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen sowie darzu-

tun, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet oder den Sachverhalt 

unrichtig festgestellt haben soll. Es genügt nicht, die vor erster Instanz vorgetra-

genen Ausführungen in der Rechtsmittelschrift zu wiederholen oder den ange-

fochtenen Entscheid bloss in allgemeiner Weise zu kritisieren (BGE 138 III 374 

E. 4.3.1; BGer 4A_580/2015 vom 11. April 2016 E. 2.2). Bei juristischen Laien 

werden nur minimale Anforderungen gestellt. Als Antrag genügt eine Formulie-

rung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie entschieden werden 

soll. Als Begründung reicht aus, wenn zum Ausdruck kommt, an welchen Mängeln 

der angefochtene Entscheid leidet bzw. weshalb der vorinstanzliche Entscheid in 

den angefochtenen Punkten unrichtig sein soll. Sind allerdings auch diese Anfor-

derungen nicht erfüllt, ist auf die Berufung nicht einzutreten.

2.3 Die Berufungsklägerin wendet sich im Rahmen der Berufungsschrift in Brief-

form an die Vorsitzende der Vorinstanz. Sie führt aus, offensichtlich sei "das Ge-

samtpaket nicht berücksichtigt" worden und liege der eindeutige Grund hierfür in 

"betrügerischen Anwälten". Ihre eigene Anwältin habe Kontakt mit der Gegenseite 

gehabt, ihr "keinen Termin für die Hauptverhandlung" mitgeteilt und das Mandat 

ohne ihre Erlaubnis niedergelegt (act. 2 S. 1). Die Berufungsklägerin macht weiter 

Ausführungen zu Ereignissen im Nachgang zum Tod des Erblassers und zum 

Verhalten des Berufungsbeklagten (act. 2 S. 2 f.). Auf das Urteil und die Erwägun-

gen der Vorinstanz geht die Berufungsklägerin dabei nicht ein. Weder stellt sie ei-

nen Antrag noch tut sie dar, an welchen Mängeln der Entscheid leiden soll. Die 

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Berufung erfüllt damit auch die für Laien herabgesetzten Anforderungen nicht. Auf 

die Berufung ist nicht einzutreten.

3.

Ausgangsgemäss wird die Berufungsklägerin für das zweitinstanzliche Ver-

fahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend von einem Streitwert von 

Fr. 150'000.– (act. 4 E. 9.2) ist die Entscheidgebühr in Anwendung von § 12 

Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 und § 10 Abs. 1 GebV OG sowie 

angesichts des geringen Aufwands auf Fr. 500.– festzusetzen. Parteientschädi-

gungen sind nicht zuzusprechen; der Berufungsklägerin nicht, weil sie unterliegt, 

dem Berufungsbeklagten nicht, weil ihm keine Umtriebe entstanden sind, die zu 

entschädigen wären.

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und der 

Berufungsklägerin auferlegt.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Berufungsbeklagten unter Bei-

lage eines Doppels von act. 2, sowie an das Bezirksgericht Hinwil, je gegen 

Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen  von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche  Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 150'000.–.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

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