# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4a15115-cb0a-561b-aaac-e21e1efe9563
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 21.12.2022 110 2022 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-109_2022-12-21.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 110/2022/109

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 21. Dezember 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Unterlangenegg, Kreuzweg 118 F, 
3614 Unterlangenegg

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Unterlangenegg vom 
1. Juni 2022 (Baugesuch Nr.: 945/2021.22, 2021-5404 (71107); Anbau Gewächshaus, Sauna, 
WC-Anlage, Fenster in Holzschopf, PV-Anlage) sowie die Verfügung des Amts für Gemeinden 
und Raumordnung (AGR) vom 17. Mai 2022 (G.-Nr. 2021.DIJ.5291)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Unterlangenegg Grundbuchblatt 
Nr. F.________1. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Die Liegenschaft wurde seit dem 
Jahr 1972 bereits mehrfach umgebaut und erweitert.2 Am 6. Dezember 2007 bewilligte ihm die 
Gemeinde mitunter, den bestehenden Schopf abzubrechen und etwas weiter südlich davon einen 
Ersatzbau zu erstellen (Gebäude B.________), sowie die Erweiterung und Verglasung von 
bestehenden Lauben zu einem Wintergarten und den Neubau einer Garten- und 
Lärmschutzmauer. An den Bauabnahmen vom 29. August und 24. Oktober 2012 zu diesen 
Arbeiten stellte die Gemeinde fest, dass die ausgeführten Arbeiten nicht vollständig der 
Baubewilligung vom 6. Dezember 2007 entsprachen. Dies betraf insbesondere das als Schopf 
bewilligte Nebengebäude, welches als Zimmer ausgebaut, isoliert und mit Fenstern und einem 
separaten WC versehen worden war. Der als Keller bewilligte Raum war in einen Hamam 
umgebaut worden. In die Lärmschutzwand zur Strasse hin war ohne Bewilligung eine Glasscheibe 
eingebaut worden. Im darauf eröffneten baupolizeilichen Verfahren ersuchte der 
Beschwerdeführer zusätzlich mittels Projektänderung den Bau eines Flügeltores an Stelle des 
bewilligten Schiebetores für die Einfahrt zum Grundstück. Die ausgeführten Arbeiten konnten von 

1 Im Folgenden: Bauparzelle.
2 Vgl. den Hinweis auf die Baubewilligungen des Jahres 1985, 1990 und 2007 im Schreiben der Gemeinde vom 
30. November 2021 an den Beschwerdeführer, Vorakten, pag. 16 f.

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der Gemeinde teilweise nachträglich bewilligt werden (Ausbau Keller in Hamam, Flügeltor anstelle 
Schiebetor für die Einfahrt zum Grundstück). Mangels Zustimmung durch das Amt für Gemeinden 
und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) waren die restlichen umstrittenen Punkte des 
Bauvorhabens nicht bewilligungsfähig, worauf die Gemeinde den Bauabschlag verfügte und die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anordnete. Mit Wiederherstellungsverfügung vom 
19. September 2013 verpflichtete die Gemeinde den Beschwerdeführer einerseits, den Schopf 
gemäss dem ursprünglich bewilligten Projekt als «unbeheizter Abstellraum» auszuführen und 
konkret die Isolation des Schopfes und die eingebaute Toilette zu entfernen sowie die Fenster 
zurückzubauen. Weiter verpflichtete die Gemeinde den Beschwerdeführer, die Lärmschutzwand 
gemäss dem ursprünglich bewilligten Projekt durchgehend, inkl. dem südlichen Teil der Fassade 
des Gebäudes Nr. D.________, auszuführen.3 Dieser Bauentscheid mit integrierter 
Wiederherstellungsverfügung wurde auf Beschwerde des Beschwerdeführers hin von der 
damaligen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) mit Urteil vom 26. Mai 
2014 überprüft und bestätigt.4 Die dagegen erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers wies 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 22. Oktober 2014 ab.5 

2. Am 14. Februar 2015 reichte der Beschwerdeführer bei der Gemeinde ein «Bau- und 
Ausnahmegesuch – Nutzungsänderung B.________, Schwarzenegg» ein. Der Beschwerdeführer 
plante, im Ersatzneubau den Schopf zu einem beheizbaren Büro mit Fensterfläche und WC 
umzubauen und umzunutzen. Die Gemeinde überwies das Baugesuch dem AGR im Rahmen eine 
Voranfrage zur Stellungnahme. Das AGR stellte am 5. März 2015 in seiner Beurteilung fest, dass 
für das Vorhaben eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff RPG6 nicht in Aussicht gestellt 
werden könne. Im gleichen Schreiben warf das AGR die Frage auf, ob auf ein solches Baugesuch 
überhaupt einzutreten wäre, da es sich inhaltlich mit dem unter Ziffer 1 vorangehend aufgeführten 
Bauprojekt decke und darüber aus der Sicht des AGR bereits entscheiden worden sei. Die 
Gemeinde stellte dem Beschwerdeführer die Antwort des AGR am 11. März 2015 zu und 
retournierte gleichzeitig das Baugesuch des Beschwerdeführers zur Mängelbeseitigung.7 Der 
Beschwerdeführer verzichtete in der Folge auf die Wiedereinreichung dieses Baugesuchs.

3. Am 23. Juli 2021 reichte der Beschwerdeführer ein Baugesuch via eBau bei der Gemeinde 
ein. Das Bauvorhaben ist wie folgt beschrieben: «Anbau Gewächshaus, Sauna, WC-Anlage, 
Fenster in Holzschopf, PV-Anlage»8. Das Ausnahmegesuch für das Bauen ausserhalb der 
Bauzone des Beschwerdeführers vom 23. Juli 2021 beinhaltet das Gewächshaus als Erweiterung 
des bestehenden Schopfes B.________, worin der bestehende Pool neu installiert werden soll, 
sowie das Begehren um Umnutzung des bestehenden Schopfes in eine Sauna mit WC.9 Eine 
erste summarische Prüfung durch die Gemeinde am 27. Juli 2021 fiel negativ aus. Deswegen 
entschied die Gemeinde, das Gesuch direkt dem AGR zur Prüfung zu unterbreiten, ohne 
vorgängig eine Verbesserung der formellen Mängel (insbesondere fehlende Unterschrift unter 
dem Baugesuchsformular eBau) gemäss Art. 18 BewD10 zu verlangen.11 

3 Vgl. den Bauentscheid mit integrierter Wiederherstellungsverfügung vom 19. September 2013, Ziffer 3.5 f., Akten des 
Baubewilligungsverfahrens der Gemeinde Nr. 2007-1 (unpaginiert) sowie in den Akten des Verfahrens vor der BVE, 
RA Nr. 110/2013/387, pag. 09 ff.
4 Vgl. Akten des Verfahrens vor der BVE RA Nr. 110/2013/387, pag. 54 ff.
5 Vgl. VGE 2013/387 vom 22. Oktober 2014; Akten des Verfahrens vor der BVE RA Nr. 110/2013/387, pag. 84 ff.
6 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
7 Vgl. die entsprechenden Schreiben des Beschwerdeführers inkl. Beilagen, des AGR sowie der Gemeinde in den 
Baubewilligungsakten der Gemeinde Nr. 2007-01 (unpaginiert).
8 Vgl. Vorakten, Dossier eBau, pag. 3.
9 Vgl. Vorakten, pag. 48.
10 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
11 Vgl. entsprechende E-Mail vom 29. Juli 2021, Vorakten, pag. 37 f. 

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In seiner Antwort vom 2. September 2021 hielt das AGR fest, das aktuelle Baugesuch wie auch 
dasjenige aus dem Jahr 2015 (vgl. Ziffer 2 oben) würden die Umnutzung des Holzschopfs zu 
Bruttogeschossfläche (BGF) beinhalten und entsprächen der in den Entscheiden der BVE und des 
VGE aus dem Jahr 2014 behandelten Ausführung. Über die Umnutzung des Holzschopfes zu 
Sauna, Garderobe und WC mit Einbau Fensterfront Südwest – Umwandlung Bruttonebenfläche 
(BNF) zu BGF – sei bereits entscheiden worden. Das Erstellen einer Gartenhalle mit integriertem, 
im Boden versenktem Pool, das Erstellen eines Sitzplatzes und einer Rampe und eines 
Zugangsweges, das Erstellen eines Vordachs mit Türe und Windschutz auf der Südostseite des 
Wohnhauses sowie die Verglasung der bestehenden Türe auf der Nordseite würden sodann die 
engen gesetzlichen Grenzen von Art. 24c Abs. 4 RPG sprengen. Die erforderliche 
Ausnahmebewilligung könne nicht in Aussicht gestellt werden. Demgegenüber könne für den 
Einbau einer Wärmepumpe mit Speicher und Boiler im bestehenden Gebäudevolumen des 
Haupthauses eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24c RPG in Aussicht gestellt werden, da 
dies der energetischen Sanierung diene. Die PV-Anlage müsse jedoch auf das Hauptdach 
verschoben werden. Aus ästhetischen Gründen sei das Anbringen von PV-Anlagen an den 
Fassaden Südwest und als Absturzsicherung bei der Terrasse Nordwest in der 
Landwirtschaftszone sowie als aufgeständerte Anlage auf dem Nebengebäude nicht möglich.12

Daraufhin setzte die Gemeinde dem Beschwerdeführer eine Frist zur Stellungnahme gemäss 
Art. 24 BewD.13 Der Beschwerdeführer nahm mit E-Mail vom 15. September 2021 Stellung und 
hielt an seinem Baugesuch fest. Am 19. Oktober 2021 beschloss die Baukommission der 
Gemeinde Unterlangenegg gestützt auf Informationen, welche sie im Rahmen des Baugesuchs 
des Beschwerdeführers gemäss Ziffer 3 hiervor erhielt, beim Beschwerdeführer eine Baukontrolle 
bezüglich der Liegenschaft und ihrer Umgebungsgestaltung (Pool, Terrassenvergrösserung rund 
um den Pool) durchzuführen. Auf Ersuchen der Gemeinde wiederholte das AGR seine oben 
zitierte Einschätzung in der förmlichen Stellungnahme vom 19. November 2021, worauf die 
Gemeinde dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. November 2021 das rechtliche Gehör 
gewährte. Der Beschwerdeführer liess sich hierzu nicht vernehmen. Am 11. Januar 2022 
beschloss die Baukommission der Gemeinde Unterlangenegg, auf eine Begehung vor Ort sei zu 
verzichten und das Verfahren schriftlich fortzuführen.

Mit Verfügung vom 17. Mai 2022 verweigerte das AGR für das Erstellen einer Gartenhalle 
(ca. 100 m2) mit integriertem, im Boden versenktem Pool [das beantragte Gewächshaus] die 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG. Bezüglich der Umnutzung des bestehenden 
Holzschopfes zu Sauna, Garderobe und WC, ca. 40 m2 BGF, mit Einbau Fensterfront Südost trat 
das AGR nicht auf das Ausnahmegesuch ein, da über dieses Bauvorhaben bereits im Jahr 2014 
oberinstanzlich im Beschwerdeverfahren entschieden worden sei. Für weitere, auf den 
Planunterlagen ersichtliche Bauvorhaben verneinte das AGR die Möglichkeit eine 
Ausnahmebewilligung, da kein entsprechendes Gesuch gestellt worden sei. Konkret handelt es 
sich gemäss dem AGR um 

- Erstellen Sitzplatz mit Rampe mit einer Fläche von ca. 50 m2 und Zugangsweg.
- Erstellen Vordach Eingang mit Türe und Windschutz auf der Ostseite des Wohnhauses.
- Verglasung bestehender Türe auf der Nordseite.
- Anbringen von horizontalen PV-Anlagen an Fassaden Südwest, Anbringen von PV-

Anlagen als Absturzsicherung bei der Terrasse Nordwest.

4.  Gestützt auf die negative Verfügung des AGR erliess die Gemeinde am 1. Juni 2022 
folgende Verfügung, ohne das Bauvorhaben vorgängig publiziert zu haben: 

12 Vgl. E-Mail des AGR vom 2. September 2021, Vorakten, pag. 35 f.
13 Vgl. E-Mail der Gemeinde vom 7. September 2021, Vorakten, pag. 33.

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«1. Bauabschlag mit integrierter Wiederherstellungsverfügung
Die Baubewilligung für die beantragten Bauvorhaben wird hiermit verweigert und der Bauabschlag 
erteilt. Alle widerrechtlich erstellten Bauten und Anlagen sind bis zum 31. August 2022 
zurückzubauen oder es ist der Nachweis zu erbringen, dass diese als baubewilligungsfrei gelten. Es 
sind dies:

- Sitzplatz inkl. Rampe und Zugangsweg 
- Vordach mit Türe und Windschutz auf der Südostseite des Wohnhauses
- Verglasung der bestehenden Türe auf der Nordseite. 

[Strafandrohung]
[Androhung Ersatzvornahme]

2. Verfügungen, Amts- und Fachberichte
Die Verfügung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung vom 17. Mai 2022 mit Verweigerung der 
Ausnamebewilligung nach Art. 24c RPG ist ergänzender Bestandteil dieses negativen 
Bauentscheids. Sie sagt im Wesentlichen aus:
Über die Umnutzung des Holzschopfes zu BGF sei bereits 2015 abweisend entschieden worden, 
weshalb das AGR darüber nicht mehr befinde. Das Erstellen einer Gartenhalle sprenge im 
vorliegenden Fall die engen gesetzlichen Grenzen von Art. 24c Abs. 4 RPG und für die restlichen 
Bauvorhaben gemäss Planunterlagen fehlten die erforderlichen Ausnahmegesuche.

3. Bedingungen und Auflagen
[…]

4. Kosten
Die Kosten aller in diesen Bauentscheid zusammengefassten Verfahren werden gemäss Art. 52 
BewD der Bauherrschaft zur Bezahlung auferlegt, was zu folgender Aufstellung führt:
Aufwand Bauverwalter (Fr. 110.-/Std. zzgl. MwSt und Nebenkosten) Fr. 1'208.40
Aufwand Gemeindeschreiber (5.25 Std. à Fr. 100.00) Fr.    525.00
Aufwand Verwaltungsangestellte (0.75 Std. à 50.00) Fr.      37.50
Verfügung Amt für Gemeinden und Raumordnung vom 17.05.2022 Fr.    200.00
Einholen einer Verfügung (Fr. 20.-/Gesuch laut Gebührenreglement) Fr.      20.00
Kopien (24 Stück à Fr. -.20; 8 Stück à Fr. -.40) Fr.        8.00

Total Fr.  1'998.90

[Zahlungsmodalitäten]

5. Rechtsmittelbelehrung, Meldepflicht Beginn und Abschluss Bauarbeiten
[…]

6. Eröffnung
[…]»

5. Gegen diese Verfügung der Gemeinde vom 1. Juni 2022 reichte der Beschwerdeführer am 
30. Juni 2022 Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er 
stellt folgende Anträge:

«1. Der Ausbau Holzschopf mit Fenster, Sauna, WC und PV-Anlage auf dem Nebengebäude B.________ 
sei zu bewilligen. Falls tatsächlich notwendig, auch der bestehende Pool mit Terrasse.

2. Das AGR sei per sofort aufzulösen.
3. Die Gemeindeverwaltung Unterlangenegg sei per sofort aufzulösen.

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4. Die Kosten der Gemeinde sei [sic!] zu reduzieren auf Fr. 200.- + 200.- AGR total Fr. 400.-.
5. Der Kanton und die Gemeinde zahlt mir für die Abwertung der Zone in Landwirtschaft einen 

Wertverlust von Fr. 236'359.90 innert 30 Tagen plus Zinsen auf mein Konto [Kontonummer].
6. Die Beweislast muss klar bei der Gemeinde sein, und nicht beim Bürger.
7. Die Fristen sind anzupassen; Für Baubeschwerden mindestens 60 Tage, für Nachweise für 

bewilligungsfreie Bauten 60 Tage, Rückbauten 120 Tage.»

6. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,14 führte den 
Schriftenwechsel durch und holte bei der Vorinstanz die Vorakten sowie die vollständigen 
Baubewilligungsakten zum Bauentscheid vom 19. September 2012 (Geschäftsnummer 
945/2007.1; Schopfausbau) ein. Gleichzeitig zog es die Archivakten der BVD betreffend das 
Verfahren RA Nr. 110/2013/387 (Entscheid der BVE vom 26. Mai 2014) zum vorliegenden 
Beschwerdeverfahren bei. Die Gemeinde beantragt mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2022 die 
Abweisung der Beschwerde. Das AGR beantragt seinerseits in der Eingabe vom 11. Juli 2022 die 
Abweisung der Beschwerde.

7. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

Bauentscheide sowie baupolizeiliche Verfügungen können nach Art. 40 bzw. Art. 49 Abs. 1 
BauG15 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. 
Verfügungen des AGR über die Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone 
sowie über Ausnahmegesuche nach den Art. 24 bis 24e und Art. 37a RPG können zusammen mit 
dem Bauentscheid ebenfalls mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden (Art. 84 Abs. 4 
BauG). Die BVD ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt 
sind einerseits die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die 
Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer, 
dessen Baugesuch abgewiesen wurde, ist deswegen und andererseits in seiner Funktion als 
Adressat der baupolizeilichen Verfügung durch die vorinstanzliche Verfügung beschwert und 
daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung 2 einzutreten. 

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.16

14 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und 
Verkehrsdirektion (Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
15 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
16 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.

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b) Die angefochtene Verfügung beinhaltet einerseits einen Bauabschlag für «die beantragten 
Bauvorhaben». Diese umfassen gemäss Beschrieb im Baugesuch den Anbau eines 
Gewächshauses, den Einbau einer Sauna, einer WC-Anlage und Fenster im bestehenden 
Holzschopf sowie das Erstellen einer PV-Anlage. Aus den eingereichten Plänen sind zudem 
weitere, im Baugesuch nicht explizit genannte, Vorhaben ersichtlich. Es sind dies: 
- Erstellen eines neuen bzw. Vergrössern des bestehenden Sitzplatzes inkl. Rampe mit einer 

Fläche von ca. 50 m2 und Zugangsweg am Ort des bestehenden Pools
- Erstellen Vordach Eingang mit Türe und Windschutz auf der Ostseite des Wohnhauses
- Verglasung bestehender Türe auf der Nordseite
- Einbau einer Wärmepumpe mit Speicher und Boiler im bestehenden Gebäudevolumen des 

Haupthauses. 

Andererseits beinhaltet die angefochtene Verfügung den angeordneten Rückbau des Sitzplatzes 
inkl. Rampe und Zugangsweg, des Vordachs mit Türe und Windschutz auf der Südostseite des 
Wohnhauses sowie der Verglasung der bestehenden Türe auf der Nordseite. 

c) Mit seinen Anträgen 2 und 3 beantragt der Beschwerdeführer die sofortige Auflösung des 
AGR sowie der Gemeindeverwaltung Unterlangenegg. Diese Anträge liegen offensichtlich 
ausserhalb des Streitgegenstandes. Gleiches gilt für den Antrag 5, wonach der Beschwerdeführer 
einen Ausgleich von CHF 236 359.90 für den angeblichen Wertverlust seiner Liegenschaft 
aufgrund «Abwertung der Zone in Landwirtschaft» beantragt. Zu Antrag 6 ist zu bemerken, dass 
es sich dabei um ein reines Begründungselement und nicht um einen eigentlichen, justiziablen 
Antrag des Beschwerdeführers handelt. Ebenfalls keinen justiziablen Antrag in vorliegendem 
Beschwerdeverfahren stellt das Anliegen des Beschwerdeführers in Antrag 7 dar, die Fristen für 
Baubeschwerden und für den Nachweis der Baubewilligungsfreiheit auf jeweils 60 Tage zu 
verlängern. Es handelt sich dabei um gesetzliche Fristen (Art. 40 Abs. 1 BauG und Art. 49 Abs. 1 
BauG). Gesetzliche Fristen sind einzelfallweise nicht im Rahmen einer Beschwerde, sondern 
einzig im hierfür notwendigen politischen Prozess und in genereller Weise abänderbar. Auf die 
Beschwerde des Beschwerdeführers ist somit bezüglich Antrag 2, 3, 5, 6 und 7 (teilweise) nicht 
einzutreten.

d) In Antrag 1 wehrt sich der Beschwerdeführer einerseits gegen den Bauabschlag bezüglich 
des Ausbaus des Holzschopfes mit Fenster, Sauna, WC und PV-Anlage auf dem Nebengebäude 
B.________ (Satz 1; vgl. hierzu Erwägung 3 und 4 nachfolgend). Nicht mitangefochten ist gemäss 
dem Begehren des Beschwerdeführers damit der Bauabschlag bezüglich des beantragten 
Gewächshauses (Gartenhalle) mit dem neu zu erstellenden bzw. zu verschiebenden alten Pool. 
Ein solches Begehren ist der Beschwerde auch sonst nicht, weder in den Anträgen 2 bis 7 noch 
der Begründung, zu entnehmen. Gleiches gilt für die weiteren, nur auf den eingereichten Plänen 
ersichtlichen Vorhaben (vgl. Auflistung unter Erwägung 2b vorangehend). Der Beschwerde ist 
hierzu weder in den «Anträgen» noch den «Tatsachen» oder der «Begründung» etwas zu 
entnehmen. Damit steht fest, dass der Bauabschlag der Gemeinde diesbezüglich unangefochten 
in Rechtskraft erwachsen ist, mithin in vorliegendem Beschwerdeverfahren nicht mehr darüber zu 
urteilen ist. 

e) Andererseits beantragt der Beschwerdeführer im Antrag 1 eine Bewilligung für den 
bestehenden Pool, sofern dies notwendig sei (Satz 2). Der bestehende Pool auf der Bauparzelle 
war jedoch nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens, liegt demnach 
ausserhalb des Anfechtungsobjekts und kann somit nicht zum Gegenstand vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens gemacht werden. Auf den Antrag 1 Satz 2 des Beschwerdeführers ist 
demnach nicht einzutreten. Zum bestehenden Pool ist trotzdem Folgendes zu bemerken: Dieser 
ist rund und weist gemäss den eingereichten Plänen im Baubewilligungsverfahren einen 

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Durchmesser von 5 m und damit eine Fläche von 19.65 m2 auf. Aufgrund dieser Fläche und der 
Tatsache, dass die Bauparzelle in der Landwirtschaftszone liegt, dürfte er baubewilligungspflichtig 
sein (Art. 6 Abs. 1 Bst. b sowie Art. 7 Abs. 1 BewD). Es entzieht sich der Kenntnis der BVD, ob 
der bestehende Pool jemals bewilligt wurde. Aufgrund des vom Beschwerdeführer gestellten 
Antrags im Beschwerdeverfahren sind daran Zweifel berechtigt. Es ist jedoch nicht Sache der BVD 
als Rechtmittelinstanz, mutmasslich baupolizeilich relevante Tatbestände abzuklären. Dies fällt in 
die Zuständigkeit der Baupolizeibehörde, mithin der Gemeinde Unterlangenegg.

3. Umnutzung und Ausbau Holzschopf 

a) Der Beschwerdeführer beabsichtigt, den bestehenden Holzschopf auszubauen. Konkret 
ersucht er um den Einbau einer Sauna mit Garderobe und einer WC-Anlage. Weiter sollen drei 
Fenster im Holzschopf eingebaut werden. Dies führt zu einer Umnutzung des Holzschopfes von 
BNF in eine dem Wohnen dienende Geschossfläche und damit zu BGF. Das AGR verweigerte die 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG hierfür mit der Begründung, es trete nicht auf das 
Ausnahmegesuch des Beschwerdeführers in diesem Umfang ein, da über das gleiche 
Bauvorhaben bereits im Jahr 2014 abschlägig oberinstanzlich entschieden worden sei. Die 
Gemeinde verfügte danach den Bauabschlag auch für die Umnutzung und den Ausbau des 
Holzschopfes, da die Gemeinde das Baugesuch integral abwies. Mithin urteilte die Gemeinde 
demnach materiell über den Ausbau und die Umnutzung des Holzschopfs. 

b) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Ausnahme für diesen Ausbau des Holzschopfes sei 
zu bewilligen. Seine Parzelle sei absichtlich nicht wie bei allen anderen Gewerbebetrieben in eine 
WG3 umgezont worden. Dies stelle eine Ungleichbehandlung dar. Zudem habe Frau A.________ 
ca. im Jahr 2009 zugesagt, dass er den Holzschopf in ein Büro ausbauen könne, ohne eine 
Baubewilligung einzuholen.

Die Gemeinde erwidert, die Bauparzelle sei immer in der Landwirtschaftszone gewesen und nie 
umgezont worden. Das Ausbaupotential der Bauparzelle seit dem 1. Juli 1972 gemäss der RPV17 
sei bereits ausgeschöpft. Dies sei den bisherigen Rückmeldungen und auch wieder der Verfügung 
des AGR vom 17. Mai 2022 zu entnehmen. Eine Ausnahmebewilligung müsse deshalb verweigert 
werden. Eine Einzonung würde zudem zu einer unzulässigen «Inselzone» führen. Bei der 
Gemeinde sei im Übrigen kein Gewerbe am Standort Ried E.________ gemeldet. Die 
Geschäftsadresse des Beschwerdeführers sei auch schon in Thun gewesen und aktuell gemäss 
Fusszeile seiner Beschwerde in Gümligen. Sodann bestehe kein Anspruch auf Gleichbehandlung 
im Unrecht, selbst wenn tatsächlich Personen von einer falschen Gesetzesauslegung profitiert 
haben sollten. Weiter genügten angebliche Aussagen aus dem Jahr 2009 der damaligen 
Baukontrolleurin nicht, um eine schützenswerte Vertrauensposition des Beschwerdeführers zu 
begründen. Im Übrigen sei auf die oberinstanzlichen Entscheide der BVD (damals BVE) und des 
Verwaltungsgerichts zu verweisen, wonach bereits rechtskräftig festgestellt worden sei, dass mit 
allen baulichen Veränderungen seit dem 1. Januar 1972 das zulässige Mass an Erweiterungen 
und Umnutzungen ausgeschöpft sei. 

c) Das AGR führt in seiner Verfügung vom 17. Mai 2022 aus, über die Umwandlung des 
Holzschopfs von BNF zu BGF sei bereits entschieden worden. Da keine neuen Erkenntnisse 
vorlägen und die rechtlichen Voraussetzungen nicht geändert hätten, trete das AGR nicht auf das 
Ausnahmegesuch für den Ausbau und die Umnutzung des Holzschopfes ein. Vorliegend stellt sich 
demnach die Frage, ob über die Frage der Zulässigkeit von zusätzlicher BGF im Holzschopf im 
Rahmen des strittigen Vorhabens nicht bereits rechtskräftig befunden wurde (sog. «res iudicata»), 

17 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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mithin die Gemeinde in diesem Punkt gar nicht auf das Baugesuch des Beschwerdeführers hätte 
eintreten dürfen, da eine rechtskräftig beurteilte Sache nicht nochmals zum Gegenstand eines 
Verfahrens gemacht werden kann. Dies setzt allerdings die Identität des entscheidenden Punktes 
voraus, wobei rechtlich unmassgebliche Abweichungen nicht in Betracht fallen. Nach der Praxis 
des Verwaltungsgerichts ist auch bei geringfügigen Änderungen gegenüber dem bereits 
beurteilten Projekt von einem identischen, bereits beurteilten Vorhaben auszugehen, wenn die 
Änderungen rechtlich nicht massgeblich sind.18 

d) Die BVE (heute BVD) hielt in ihrem Entscheid vom 26. Mai 2014 in Erwägung 4 Folgendes 
fest:

«4. Schopfausbau
a) […] In der Baubewilligung vom 6. Dezember 2007 wurde dem Beschwerdeführer der Abbruch und 
Neubau dieses Schopfs an einem neuen Standort, d.h. anschliessend an die Garagen, bewilligt. Der 
realisierte Schopf ist entgegen der Bewilligung vollständig isoliert, der Innenraum ist verputzt und der Boden 
mit Platten verlegt. Der Schopf verfügt über ein WC mit Waschbecken in einem eigenen, abgetrennten 
Raum. Vor der Nordostseite des Schopfs liegt ein auf zwei Seiten offener, überdachter Sitzplatz. Der Schopf 
ist zu diesem Sitzplatz hin befenstert. Das AGR hielt in seiner Verfügung vom 8. Mai 2013 fest, der Schopf 
müsse als wohnraumartiger oder gewerbsmässig nutzbarer Raum betrachtet werden, die 
Ausnahmebewilligung könne daher nicht erteilt werden. […]

b) […]

c) Die Liegenschaft des Beschwerdeführers wurde bereits mehrfach umgebaut. Die ausgeführten 
Arbeiten umfassen den Aus- und Umbau des Hauptgebäudes, den Umbau einer Werkstatt in ein Studio mit 
Küche und Bad, den Bau eines überdachten Sitzplatzes, den Abbruch und Neubau eines Schopfs mit 
Standortverschiebung, die Erweiterung und Verglasung der Lauben, den Neubau einer Lärmschutzwand mit 
Gartenmauer sowie den Einbau eines Hamams im Keller. In seiner Verfügung vom 8. Mai 2013 führt das 
AGR aus, dass das zulässige Mass an Erweiterung und Umnutzung mit den ausgeführten Arbeiten 
ausgeschöpft sei. Bereits die Bewilligung vom 20. November 2007 habe erst nach mehreren Anpassungen 
bewilligt werden können. Die Ausgestaltung von Flächen, die für Nebennutzung bewilligt wurden, so dass 
sie einer Hauptnutzung zugeführt werden können, sei nicht mehr zulässig.

[…] Die neu geltend gemachte gewerbliche Nutzung wurde offensichtlich schon im früheren Schopf 
ausgeübt, der in Bauweise und Ausbau dem bewilligten Schopf "Holz sägeroh natur" entsprach, und kann 
daher für die Rechtfertigung des tatsächlich realisierten Schopfs nicht herangezogen werden.

An der Liegenschaft des Beschwerdeführers wurde eine Vielzahl von Änderungen vorgenommen, die zum 
Teil recht umfangreich ausfallen. Der Schopf kann durch den realisierten Ausbau intensiver und zu anderen 
Zwecken genutzt werden als das ursprünglich bewilligte Bauvorhaben und auch als der frühere Schopf, 
dessen Ersatz er darstellt. Damit ist die Wesensgleichheit der Liegenschaft auch ohne Ausschöpfung der 
zulässigen Erweiterung nicht mehr gewährleistet. Die Ausnahmebewilligung wurde zu Recht verweigert.»

Das Verwaltungsgericht bestätigte in seinem Entscheid vom 22. Oktober 2014 den 
Beschwerdeentscheid der BVE und damit den Bauabschlag der Gemeinde für die Umnutzung des 
Holzschopfs. Es hielt in Erwägung 3.5 und 3.6 Folgendes fest:

«3.5 Der abgebrochene Schopf wurde nach Darstellung des Beschwerdeführers in erster Linie gewerblich 
genutzt (Säge- und Messerschmiedewerkstatt mit Holzlager in den Jahren 1920-1970, später Lagerraum 
und Garage; Vorakten BVE pag. 37). Nach dem Wiederaufbau ist die Baute heute nicht nur isoliert und mit 

18 VGE 2018/452 vom 9. Dezember 2019, E. 3.3.

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sanitären Einrichtungen ausgestattet, sondern auch grosszügig befenstert (vorne E. 2.3). Eine Glastür führt 
auf den bewilligten, gedeckten Aussensitzplatz hinaus (vgl. act. 4A/DAA//XZ mit den Plänen zur 
«Projektänderung» vom 29.11.2012). Wie der Schopf heute genutzt wird, ist nicht klar. Die BVE hat die 
Bewilligungsfähigkeit sowohl unter dem Aspekt der Wohnnutzung als auch unter demjenigen der 
gewerblichen Nutzung geprüft (angefochtener Entscheid, E. 4c). Der Beschwerdeführer widerspricht sich 
insofern, als er der Vor-instanz vorwirft, sie unterstelle zu Unrecht eine Wohnnutzung der Baute; er selber 
führt aber aus, der Schopf diene auch der Bewirtschaftung des Aussensitzplatzes, also (erweiterten) 
Wohnzwecken (act. 4A/St; Beschwerde, S. 4 f. Rz. 4). Zudem beruft sich der Beschwerdeführer auf die 
bisherige gewerbliche Nutzung, die weitergeführt werden soll (Beschwerde, S. 4 Rz. 3 f.).

3.6 Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann offenbleiben: Die BVE hat überzeugend dargelegt, dass 
mit den ausgeführten, nicht bewilligten baulichen Massnahmen ein wesentlich höherer Ausbaustandard 
erreicht und damit eine wesentlich intensivere Nutzung des Schopfs als bisher ermöglicht wird 
(angefochtener Entscheid, E. 4c). Das gilt insbesondere für die gewerbliche Nutzung. Der ehemalige Schopf 
mit seiner bescheidenen Ausstattung ertaubte über die Lagernutzung hinaus höchstens 
Gelegenheitsarbeiten. Von einer lediglich untergeordneten Änderung kann mit Blick auf die deutliche 
Anhebung des Ausbaustandards nicht mehr gesprochen werden; objektiv betrachtet ermöglicht der Schopf 
heute eine gewerbliche Nutzung, die mit dem alten Gebäude nicht möglich gewesen wäre. Es geht entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers mithin nicht bloss um eine komfortablere Weiterführung der «gewerblich 
vorbestandenen Nutzung»; vielmehr steht eine Umnutzung zur Diskussion, welche die Identität der Baute 
nicht wahrt und die im Rahmen von aArt. 24c Abs. 2 RPG deshalb nicht bewilligt werden kann.»

e) Das heute vorliegende Bauvorhaben zum Ausbau und Umnutzung des Holzschopfs weist 
zwar leichte Änderungen zum unter Erwägung 3d aufgeführten, früheren Bauvorhaben auf. 
Damals war kein Einbau einer Sauna mit Garderobe geplant (bzw. ausgeführt). Vielmehr ist von 
einem eigenen, abgetrennten Raum die Rede, ohne dessen Zweck näher zu benennen. 
Nichtsdestotrotz geht aus den oberinstanzlichen Entscheiden aus dem Jahr 2014 eindeutig 
hervor, dass der Umbau des Holzschopfes in der vorgenommenen Form eine Wohnnutzung bzw. 
eine gewerbliche Nutzung, welche mit dem alten Gebäude nicht möglich gewesen wäre, 
ermöglichte und dies einer unzulässigen Umnutzung gleichkommt. Damit ist gleichzeitig gesagt, 
dass bereits im Jahr 2014 über die Frage der Umnutzung des Holzschopfes als «Lagernutzung 
mit höchstens Gelegenheitsarbeiten» zu Wohn- bzw. Gewerbenutzung entschieden wurde. Die im 
vorliegenden Baugesuch geplante Nutzung des Holzschopfs als Sauna mit Garderobe und WC 
stellt eine (erweiterte) Wohnnutzung dar. Die leichten Unterschiede der beiden Bauvorhaben im 
Holzschopf (Sauna und Garderobe anstelle isolierten Raumes) stellen im Zusammenhang mit der 
Frage der Umwandlung von BNF zu BGF nur eine untergeordnete, rechtlich nicht massgebliche 
Änderung dar. Es bleibt bei der Umwandlung von BNF zu BGF, weshalb sich für die Frage der 
Zulässigkeit der Umnutzung des Holzschopfs aus rechtlicher Sicht nichts ändert. Damit wurde 
über die Frage der Umnutzung des Holzschopfs in die hier ersuchte Nutzung im Gebäude 
B.________ bereits rechtskräftig entschieden. Die Gemeinde hätte demnach – wie das AGR 
bereits in seiner Verfügung vom 17. Mai 2022 zum entsprechenden Ausnahmegesuch festhielt– 
in diesem Punkt nicht auf das Baugesuch des Beschwerdeführers eintreten dürfen.

f) Selbst wenn – entgegen den vorangehenden Ausführungen – das Baugesuch erneut zu 
beurteilen wäre, so ist festzuhalten, dass die Gemeinde zu Recht den Bauabschlag erteilte. Zu 
beurteilen ist und bleibt in diesem Fall die Nutzungsänderung des Holzschopfs von BNF in BGF 
im Kontext der gesamten Liegenschaft auf der Bauparzelle. Die rechtliche Beurteilung der 
Wesensgleichheit einer Baute hat sich mit der Rechtsänderung des RPG per 1. November 2012 
nicht verändert, weshalb für deren Beurteilung auf die oben zitierten Ausführungen im Entscheid 
der BVE vom 26. Mai 2014 verwiesen werden kann. Hinzu kommt, dass in den oberinstanzlichen 
Entscheiden des Jahres 2014 noch das alte Recht zur Anwendung kam. Nach heute geltendem 
und vorliegend für die materielle Beurteilung des Baugesuchs des Beschwerdeführers 

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anwendbaren Art. 24c Abs. 4 RPG ist eine Erweiterung ausserhalb des am 1. Januar 1972 
bestehenden Volumens nur zulässig, wenn sie der zeitgemässen Wohnnutzung, der 
energetischen Sanierung oder der ästhetischen Verbesserung dient. Veränderungen am äusseren 
Erscheinungsbild bzw. Erweiterungen ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens sind damit 
enge Grenzen gesetzt. Ausnahmen nach Art. 24c RPG sind diesbezüglich strenger als unter dem 
bis zur Revision vom 1. November 2012 geltenden Recht zu handhaben.19 Die Umnutzung von 
BNF in eine Sauna mit Garderobe erfüllt offensichtlich keinen der in Art. 24c Abs. 4 RPG 
genannten Zwecke, weshalb bereits deswegen die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24c RPG zu verweigern wäre. 

g) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Zulässigkeit der Umnutzung des Holzschopfes 
in eine Sauna mit Garderobe und damit zu Wohnzwecken bereits im Verfahren BVE 110/2013/387 
geprüft und durch die BVE mit Entscheid vom 26. Mai 2014 verneint wurde, was das 
Verwaltungsgericht auf Beschwerde des Beschwerdeführers hin bestätigte. Damit liegt für die 
vorliegend relevante Rechtsfrage eine «res iudicata» vor und die Gemeinde hätte in diesem Punkt 
nicht auf das Baugesuch des Beschwerdeführers eintreten dürfen. Was der Beschwerdeführer 
sodann gegen die Erteilung des Bauschlags der Gemeinde vorbringt, verfängt auch bei einer 
materiellen Betrachtung des Baugesuchs nicht. Die Beschwerde des Beschwerdeführers erweist 
sich demnach in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen.

4. PV-Anlage

a) Die Gemeinde verfügte den Bauabschlag «für die beantragten Bauvorhaben», mithin auch 
für die beantragten PV-Anlagen, welche den eingereichten Plänen zu entnehmen sind. Der 
Beschwerdeführer beantragt in Antrag 1 seiner Beschwerde, die geplante PV-Anlage auf dem 
Nebengebäude B.________ sei zu bewilligen. Damit grenzt der Beschwerdeführer den 
Streitgegenstand für die beantragte PV-Anlage im vorliegenden Beschwerdeverfahren auf das 
Flachdach des Nebengebäudes B.________ ein. Nicht Thema des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens bildet demnach der Bauabschlag bezüglich der PV-Anlagen an der 
Fassade Südwest (bzw. an den Balkonbrüstungen auf der Südwestseite, vgl. die eingereichten 
Pläne) sowie das Anbringen von PV-Anlagen als Absturzsicherung bei der Terrasse Nordwest. 
Diesbezüglich ist der Bauabschlag der Gemeinde in Rechtskraft erwachsen.

b) Den Akten ist bezüglich der PV-Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes 
B.________ zu entnehmen, dass der externe Bauinspektor der Gemeinde in der ersten 
materiellen Prüfung festhielt, die Bewilligungsfähigkeit der PV-Anlage bleibe zu prüfen.20 Eine 
solche Prüfung durch die Gemeinde als Baubewilligungsbehörde ist aber nicht aktenkundig und 
auch nicht der angefochtenen Verfügung vom 1. Juni 2022 zu entnehmen. Die BVD stellt zur PV-
Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes B.________ somit fest, dass die Gemeinde sich 
diesbezüglich nicht mit dem Baugesuch des Beschwerdeführers sowie der Meinung des AGR (vgl. 
nachfolgend, Erwägung 4c) auseinandersetzte, bevor sie den Bauabschlag verfügte. Ob die vom 
Beschwerdeführer auf dem Flachdach des Nebengebäudes B.________ beantragte PV-Anlage 
mit einem Winkel von 30° als aufgeständerte Solaranlage baubewilligungspflichtig und falls ja, ob 
diese bewilligungsfähig ist, wurde demnach vorinstanzlich nicht beurteilt. 

c) Das AGR äusserte sich in seiner Verfügung vom 17. Mai 2022 zu den – vorliegend nicht 
mehr zu beurteilenden (vgl. Erwägung 4a vorangehend) – horizontalen PV-Anlagen an der 
Fassade Südwest sowie bei der Terrasse Nordwest, nicht aber zur PV-Anlage auf dem Flachdach 

19 Vgl. VGE 2014/322 vom 3. Mai 2016, E. 3.6.
20 Vgl. Bericht und Antrag des externen Bauinspektors an den Gemeinderat vom 27. Juli 2021, Vorakten, pag. 39 f

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des Nebengebäudes B.________. In seiner Stellungnahme vom 19. November 2021 sowie in 
seiner ersten informellen Beurteilung im Sinne einer Voranfrage (vgl. Sachverhalt Ziffer 3) 
bezeichnete das AGR die aufgeständerte PV-Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes 
B.________ hingegen aus ästhetischen Gründen als nicht möglich. Sie sei auf dem Hauptdach zu 
integrieren. Die erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG könne nicht in Aussicht 
gestellt werden. 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst. f BewD bedürfen Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie unter 
Vorbehalt von Art. 7 BewD keiner Baubewilligung, wenn sie an Gebäuden angebracht oder als 
kleine Nebenanlage zu Gebäuden installiert werden und den kantonalen Richtlinien entsprechen. 
Für Solarenergie regelt das Bundesrecht in Art. 18a Abs. 1 RPG bereits verbindlich, dass auf 
Dächern genügend angepasste Solaranlagen sowohl in Bau- als auch in Landwirtschaftszonen 
keiner Baubewilligung bedürfen. Was als genügend angepasst gilt, bestimmt sich nach Art. 32a 
RPV. Darauf stützen sich auch die vorerwähnten kantonalen Richtlinien «Baubewilligungsfreie 
Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien» des Kantons Bern vom Januar 2015 (im 
Folgenden «Richtlinien») ab. Zu beachten ist, dass sich die «Richtlinien» noch auf eine ältere 
Version von Art. 32a RPV beziehen und diese demnach mit Vorsicht zu konsultieren sind. Ziffer 
2.2.4 der «Richtlinien» ist zu entnehmen, dass auf Flachdächern unter gewissen Umständen auch 
aufgeständerte Solaranlagen bewilligungsfrei erstellt werden können. Die dort genannten 
Voraussetzungen an die Baubewilligungsfreiheit sind jedoch aufgrund des Erlasses von Art. 32a 
Abs. 1bis RPV überholt. Massgeblich ist hierfür das Bundesrecht. Demnach gelten Solaranlagen 
auf einem Flachdach als genügend angepasst, wenn sie die Oberkante des Dachrandes um 
höchstens einen Meter überragen (Bst. a); von der Dachkante so weit zurückversetzt sind, dass 
sie, von unten in einem Winkel von 45 Grad betrachtet, nicht sichtbar sind (Bst. b) und nach dem 
Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt werden (Bst. c). Für Anlagen, die wie vorliegend auf 
einem Nebengebäude angebracht werden sollen, gelten sodann die gleichen Vorgaben wie bei 
Dächern («Richtlinien», Ziffer 2.2.5). Eine Pflicht, eine Solaranlage auf dem Hauptdach zu 
erstellen, wie es das AGR im vorinstanzlichen Verfahren andeutete, ist den «Richtlinien» und auch 
dem übergeordneten Recht nicht zu entnehmen. Zusammengefasst steht fest, dass der 
Bauabschlag für die PV-Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes B.________ ohne 
Prüfung der rechtsrelevanten Tatsachen erfolgte. In diesem Umfang ist die Beschwerde demnach 
begründet und der Bauabschlag ist diesbezüglich aufzuheben. 

d) Nach Art. 72 Abs. 1 VRPG21 entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache oder weist 
die Akten ausnahmsweise mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück. Die 
Bestimmung verbietet der Beschwerdebehörde somit nicht, kassatorisch unter Rückweisung an 
die Vorinstanz zu entscheiden. Die Beschwerdeinstanz soll von der Möglichkeit der Rückweisung 
aber nur ausnahmsweise Gebrauch machen. Es müssen besondere Gründe dafür sprechen, 
welche die prozessökonomischen Gesichtspunkte überwiegen. Mangelnde Entscheidreife der 
Angelegenheit kann einen solchen Grund darstellen, sofern die Beschwerdebehörde selber 
umfassende Beweismassnahmen durchführen müsste.22

Vorliegend hat sich die Gemeinde nicht mit dem Baugesuch des Beschwerdeführers bezüglich 
der PV-Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes B.________ auseinandergesetzt. Das 
Gesuch blieb insoweit ungeprüft. Trotzdem hat sie hierfür mit dem angefochtenen Entscheid den 
Bauabschlag erteilt. Damit sind wesentliche Verfahrensgrundsätze (Begründungspflicht) verletzt 
worden. Die Sache ist nicht entscheidreif. Es ist nicht Aufgabe der BVD, das erstinstanzliche 
Baugesuchsverfahren durchzuführen und die fehlende Prüfung der PV-Anlage auf dem Flachdach 
des Nebengebäudes B.________ nachzuholen. Daher ist der angefochtene Bauentscheid der 

21 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
22 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 8.

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Gemeinde vom 1. Juni 2022 diesbezüglich in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die 
Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die Baubewilligungsbehörde 
zurückzuweisen.

5. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

a) Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde nichts gegen die verfügten 
Wiederherstellungsmassnahmen vor. Demgegenüber verlangt er in Antrag 7 seiner Beschwerde, 
die Fristen für Rückbauten seien auf 120 Tage anzupassen. Daraus kann sinngemäss der Antrag 
herausgelesen werden, die von der Gemeinde in ihrer Verfügung vom 1. Juni 2022 bis am 
31. August 2022 angesetzte Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei neu 
anzusetzen und auf 120 Tage zu verlängern. Als Begründung bringt der Beschwerdeführer vor, 
Bürger hätten noch etwas anderes zu tun, als sich mit Beamten und Würdeträgern 
herumzuschlagen. 

Die Gemeinde macht geltend, Fristen für die Rückbauten seien jeweils eine Ermessensfrage und 
würden sich spezifisch nach dem Umfang der Arbeiten richten. Im vorliegenden Fall scheine eine 
Frist von drei Monaten für den Rückbau eines Sitzplatzes inkl. Rampe und Zugangsweg, eines 
Vordachs mit Türe und Windschutz sowie das Rückgängigmachen einer Türverglasung als 
angemessen.

b) Die Frist zur Wiederherstellung muss verhältnismässig, d.h. so bemessen sein, dass die 
pflichtige Person nach allgemeiner Lebenserfahrung ihre Pflicht bis zum Ablauf der Frist erfüllen 
kann, wobei aber auch gefährdeten Werten Rechnung zu tragen ist.23 Die Gemeinde verlangte 
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bis zum 31. August 2022 und damit innert 
knapp drei Monaten ab Erlass der Verfügung vom 1. Juni 2022. Diese Frist ist während des 
Beschwerdeverfahrens abgelaufen und daher von Amtes wegen neu anzusetzen. Eine Frist von 
rund drei Monaten erscheint vorliegend ausreichend für die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands und damit angemessen, zumal der Beschwerdeführer nicht begründet, weshalb die 
angesetzte Frist zu kurz sei und er für die Umsetzung 120 Tage brauche. Die Beschwerde erweist 
sich demnach in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen. Die Wiederherstellungsfrist 
ist somit neu anzusetzen, ebenfalls auf rund drei Monate ab Datum des vorliegenden 
Beschwerdeentscheids. Die angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen haben damit bis 31. 
März 2023 zu erfolgen.

6. Verfahrenskosten des Baubewilligungsverfahrens

a) Der Beschwerdeführer fordert in Antrag 4 seiner Beschwerde die Reduktion der Kosten der 
Verfügung der Gemeinde auf total CHF 400.–. Dabei beanstandet er die Gebühr des AGR von 
CHF 200.– nicht. Vielmehr seien die Kosten der Gemeinde auf ebenfalls CHF 200.– zu reduzieren. 
Die Gemeinde könne für einen 4-seitigen Bauabschlag nicht CHF 1798.90 verlangen, wenn die 4-
seitige Verfügung des AGR CHF 200.– koste. Der Stundenansatz der Gemeinde sei schwer 
überrissen und es stelle sich die Frage, für was Steuern bezahlt würden, wenn doch «jede 
Handreiche» der Gemeinde separat in Rechnung gestellt werde.

23 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 9c/a.

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Die Gemeinde macht geltend, nach Art. 52 BewD würden die Gesuchstellenden die Kosten des 
Verfahrens tragen. Diese richteten sich beim Kanton nach der GebV24 mit pauschalen Ansätzen 
und bei der Gemeinde nach dem Gebührenreglement der Einwohnergemeinde25. Im GebR seien 
ebenfalls pauschale Ansätze vorgesehen, ergänzend aber auch eine Aufwandverrechnung 
anhand einer vom Gemeinderat festgelegten Aufwandgebühr. Demnach würden die Gebühren im 
Bauwesen gemäss Art. 30 ff. [GebR] nicht nach Anzahl Seiten erhoben. Zur Vermeidung unnötiger 
Kosten infolge von Zweifeln an der Bewilligungsfähigkeit sei von der Gemeinde sogar mit der 
Einleitung des Baubewilligungsverfahrens zugewartet und nur per E-Mail eine Stellungnahme des 
AGR eingeholt worden. Der Beschwerdeführer habe sein Baugesuch in der Folge auch nach 
negativer Auskunft des AGR nicht zurückgezogen und erst danach habe die Gemeinde das 
Baubewilligungsverfahren eingeleitet. Das aufwändige Aktenstudium der umfangreichen Vorakten 
in gleicher Angelegenheit sowie die wiederholt erforderlichen, detaillierten Erläuterungen für den 
Beschwerdeführer hätten viel Zeit in Anspruch genommen. Die vorgenommenen Arbeiten seien 
unter «Ziffer. I. Sachverhalt» des Bauabschlags zusammengefasst aufgeführt und in einzelnen 
Stunden in detaillierten Rapporten festgehalten.

b) Gemäss Art. 52 Abs. 1 BewD tragen die Gesuchstellenden die amtlichen Kosten des 
Baubewilligungsverfahrens. Kosten für baupolizeiliche Verfügungen richten sich nach den 
übergeordneten Grundsätzen in Art. 103 ff. VRPG. Bei den Kosten beider Verfahren handelt es 
sich um Kausalabgaben und gerade nicht um Steuern, wie es der Beschwerdeführer in seiner 
Beschwerde andeutet. Kausalabgaben sind entgegen den Steuern nicht voraussetzungslos 
geschuldete öffentliche Abgaben ohne eine bestimmte staatliche Gegenleistung.26 Vielmehr sind 
sie geschuldet, wenn jemand durch sein Verhalten eine Amtshandlung veranlasst oder verursacht 
(Verursacherprinzip).27 Bei Kausalabgaben besteht die Berechtigung, von den Pflichtigen 
zusätzlich zu ihrer ordentlichen Steuerbelastung eine Abgabe zu erheben.28 Der 
Beschwerdeführer reichte ein Baugesuch ein und veranlasste damit eine Amtshandlung, nämlich 
die Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens. Sodann verursachte er als Bauherr nicht 
bewilligter Bauvorhaben baupolizeiliche Massnahmen (Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands). Er trägt damit grundsätzlich die damit einhergehenden Gebühren und Kosten der 
Verwaltung. Er wehrt sich in seiner Beschwerde denn auch nicht gegen die Kostentragungspflicht 
an sich, sondern moniert einzig die Höhe der Kosten in der Verfügung der Gemeinde vom 1. Juni 
2022. 

c) Die amtlichen Kosten des Baubewilligungs- und des Baupolizeiverfahrens bestehen aus den 
Gebühren und Auslagen, welche die Gemeinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren und 
für ihre baupolizeilichen Verrichtungen erheben kann (vgl. Art. 51 Abs. 1 BewD). Die Gemeinde 
erlässt einen Gebührentarif (Art. 51 Abs. 3 BewD). Baubewilligungsgebühren unterstehen dabei 
dem Äquivalenzprinzip (vgl. Art. 52 Abs. 2 BewD). Demnach darf die erhobene Abgabe im 
Einzelfall zum objektiven Wert der Leistung nicht in ein offensichtliches Missverhältnis treten und 
muss sich in vernünftigen Grenzen bewegen. Das Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche 
Ausgestaltung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar.29

Die Gemeinde hat gestützt auf Art. 69 Abs. 4 Bst. a BauG i.V.m. Art. 51 Abs. 3 BewD ein 
Gebührenreglement erlassen. Demnach werden Gebühren grundsätzlich nach Aufwand oder 

24 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).
25 Gebührenreglement der Einwohnergemeinde Unterlangenegg vom 1. Januar 2014 (GebR).
26 Vgl. zum Begriff der Steuern, Tschannen, Müller, Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht. 5. Aufl. 2022, Rz. 1590.
27 Vgl. Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 107 N. 2.
28 Vgl. zum Begriff der Kausalabgabe, Tschannen, Müller, Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht. 5. Aufl. 2022, Rz. 
1601.
29 BGE 126 I 180 E. 3a/bb.

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pauschaliert bemessen (Art. 3 ff. GebR). Die einzelne Gebühr soll nach Möglichkeit so bemessen 
werden, dass die Einnahmen (Gebühr und Auslagen) die Aufwendungen für die Entschädigung 
des Personals und die notwendige Infrastruktur decken (Art. 2 Abs. 1 GebR). Dabei sollen die 
Gesamteinnahmen in einem Verwaltungszweig den Gesamtaufwand nicht übersteigen und die 
Gebühr muss im Einzelfall verhältnismässig sein (Art. 2 Abs. 2 und 3 GebR). Die Höhe der nach 
Aufwand berechneten Gebühr im Einzelfall ergibt sich aus dem Zeitaufwand, der für die konkrete 
Dienstleistung erforderlich ist (Art. 4 Abs. 3 GebR). Der Gemeinderat beschliesst in einem 
Gebührentarif (Verordnung)30 die Aufwandgebühr I und die Aufwandgebühr II pro Stunde (Art. 49 
Abs. 1 GebR). Gemäss diesem Gebührentarif beträgt die Aufwandgebühr I CHF 50.– und die 
Aufwandgebühr II CHF 100.– pro Stunde. Die Gebühren im Bauwesen werden in Art. 30 ff. GebR 
aufgezählt. Bemessungsgrundlage für die Baubewilligungsgebühren ist nach dieser Aufzählung 
primär der Zeitaufwand; für einzelne Verfahrenshandlungen ist eine pauschalisierte Gebühr 
vorgesehen. 

d) Reicht ein Bauherr ein Baugesuch ein, ist die Baubewilligungsbehörde verpflichtet, 
vollständige Unterlagen einzuverlangen (Art. 18 Abs. 1 BewD). Danach hat sie zu prüfen, ob das 
Vorhaben den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Zudem muss sie den Bauentscheid verfassen, 
und darin die notwendigen Auflagen und Bedingungen nennen. Liegt die Bauparzelle ausserhalb 
der Bauzone, ist zudem das AGR in das Verfahren einzubeziehen (Art. 19 BewD).

Vorliegend hat die Gemeinde das Baugesuch diesen gesetzlichen Vorgaben entsprechend 
behandelt. Sie war verpflichtet, die Rechtmässigkeit der verschiedenen Teile des Bauvorhabens 
betreffend die unterschiedlichen Themenbereiche zu prüfen. Der Verfügung vom 1. Juni 2022 ist 
zu entnehmen, dass die Gemeinde dem Beschwerdeführer die Kosten des externen 
Bauverwalters in der Höhe von CHF 1208.40 auferlegt hat. Der Beizug von externen 
Fachpersonen im Mandat für die Erledigung der kommunalen Aufgaben im Bauwesen ist nicht zu 
beanstanden (Art. 33a BauG). Der Rechnung des externen Bauverwalters vom 30. Mai 202231 ist 
zu entnehmen, dass er insgesamt 10 Stunden für das erstinstanzliche Verfahren aufgewendet 
hatte. Die Aufwendungen unterteilen sich wie folgt:

Datum Arbeit / Leistung / Beschreibung Aufwand (Std:Min)
27.07.2021 Vorläufige form. & materielle Prüfung, Bericht und Antrag, Entwurf 

BaB
03:00

07.09.2021 Sichtung Stellungnahme AGR; Eröffnung per Mail nach BewD 
Art. 24

02:30

04.10.2021 Prüfung Antwort der Bauherrschaft, Bericht und Antrag weiteres 
Vorgehen

02:00

03.11.2021 Verfassen Brief rechtliches Gehör 01:00
24.11.2021 Ergänzung und Korrektur Brief rechtl. Gehör nach Stellungnahme 

AGR
00:45

30.05.2022 Gegenlesen und Rückmeldung Bauabschlag 00:45

Hinzu kommen gemäss der Rechnung des externen Bauverwalters Nebenkosten von CHF 22.– 
und sodann die Mehrwertsteuer von 7,7 %, ausmachend CHF 86.40.

Gemäss der angefochtenen Verfügung führte das vorinstanzliche Verfahren zu weiterem 
zeitlichen Aufwand von 5.25 Stunden seitens des Gemeindeschreibers und zu 0.75 Stunden 
Aufwand der Verwaltungsangestellten. Zudem wurde dem Beschwerdeführer für das Einholen 
einer Verfügung eine Pauschalgebühr von CHF 20.– auferlegt und die Kosten des AGR in der 

30 Gebührentarif der Einwohnergemeinde Unterlangenegg vom 1. Januar 2014.
31 Vgl. Vorakten, pag. 12.

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Höhe von CHF 200.– weitergegeben. Ebenfalls auferlegt die Gemeinde dem Beschwerdeführer 
Kosten für Kopien in der Höhe von CHF 8.00 für insgesamt 32 Kopien.
Die vorliegend total geltend gemachten 16 Arbeitsstunden erscheinen insgesamt für ein 
Baubewilligungsverfahren mit verschiedenen Komponenten wie vorliegend (Anbau 
Gewächshaus, Ausbau Holzschopf, PV-Anlage) als angemessen. Hinzu kommen die 
baupolizeilichen Aspekte der angefochtenen Verfügung. Auch in der einzelnen Betrachtung der 
vom externen Bauverwalter aufgelisteten Aufwendungen je Verfahrensschritt ist die jeweils 
benötigte Zeit nicht zu beanstanden. Zudem bringt Beschwerdeführer nichts Konkretes gegen die 
ihm auferlegten Kosten bezüglich dem erhobenen Zeitaufwand vor. Zwar ist der Verfügung vom 
1. Juni 2022 kein konkreter Zeitrapport zu entnehmen. Jedoch sind die zeitlichen Aufwendungen 
darin aufgeführt oder bezüglich der Stunden des externen Bauverwalters zumindest bestimmbar 
aufgrund der Angabe dessen Stundenansatzes. Der Kostenspruch der Verfügung vom 1. Juni 
2022 ist somit genügend detailliert begründet.32 Zudem wäre es dem Beschwerdeführer offen 
gestanden, Akteneinsicht zu nehmen und dabei die oben erwähnte Rechnung des externen 
Bauverwalters einzusehen. Sodann ist der Gemeinde beizupflichten, dass die Gebühren sich nicht 
an der Anzahl Seiten der verfahrensabschliessenden Verfügung ausrichten. Der 
Beschwerdeführer vermag demnach nichts aus seinem Vorwurf abzuleiten, das AGR hätte nur 
CHF 200.– verrechnet und die Gemeinde für gleich viele Seiten CHF 1798.90. Ebenfalls zu Recht 
wies die Gemeinde in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen 
der beiden Behörden hin. Als Zwischenfazit ist demnach festzuhalten, dass der gesamte zeitliche 
Aufwand der Gemeinde für das vorinstanzliche Verfahren nicht zu beanstanden ist.

Die von ihr direkt geleisteten Arbeitsstunden hat die Gemeinde sodann unterteilt in die 
Aufwandgebühr I und II und gemäss Gebührentarif korrekt mit CHF 50.– bzw. CHF 100.– pro 
Stunde in Rechnung gestellt. Die von der Gemeinde im Gebührentarif und damit in einer formellen 
Gemeindeverordnung festgelegten Aufwandgebühren I und II sind auch in ihrer Höhe nicht 
überrissen, wie es der Beschwerdeführer moniert. Der Stundenansatz soll gemäss Art. 2 Abs. 1 
GebR 150 % der Bruttolohnsumme von entsprechend qualifiziertem Personal entsprechen. Nach 
der allgemeinen Erfahrung dürfte dies bei der Aufwandgebühr I und II der Gemeinde zutreffen. 
Zudem sind diese und insbesondere die Aufwandgebühr II als im üblichen Rahmen für eine 
Aufwandgebühr in Bausachen auf kommunaler Stufe und damit als angemessen zu beurteilen. 
Die Kosten für das Einholen einer Verfügung entsprechen mit einer Pauschale von CHF 20.– 
sodann Art. 32 Abs. 2 GebR. Die Kopien sind zugunsten des Beschwerdeführers sogar zu niedrig 
berechnet. Gemäss dem Gebührentarif wären hierfür CHF 1.– pro Kopie zu erheben und nicht 
CHF 0.20 bzw. 0.40. Die direkten Aufwände der Gemeinde und die daraus folgenden Gebühren 
für den Beschwerdeführer sind demnach nicht zu beanstanden.

Für die direkte Weiterleitung der für die Gemeinde anfallenden Kosten aufgrund des Beizugs des 
externen Bauverwalters fehlt demgegenüber eine gesetzliche Grundlage.33 Folglich kann die 
Gemeinde die an sie gestellte Rechnung nicht eins zu eins dem Beschwerdeführer 
weiterverrechnen. Einerseits entspricht der Stundenansatz des externen Bauverwalters nicht den 
Aufwandgebühren I und II. Andererseits kann die Gemeinde die ihr auferlegten Mehrwertsteuer 
und Nebenkosten nicht weitergeben. Wie gesehen, ist der gesamthaft erhobene Zeitaufwand für 
das vorinstanzliche Verfahren von total 16 Stunden nicht zu beanstanden. Gemäss Art. 31 Abs. 1 
und 3 sowie Art 39 GebR sind sämtliche Aufwendungen des externen Bauverwalters unter die 
Aufwandgebühr II zu subsumieren. Da die Gemeinde gemäss Art. 33a BauG externes Fachwissen 
beiziehen darf, rechtfertigt es sich vorliegend, die zehn ausgewiesenen Arbeitsstunden des 
externen Bauverwalters mit der Aufwandgebühr II aufzurechnen. Keine Grundlage besteht für die 

32 Vgl. zur Begründungspflicht und –dichte eines Kostenentscheids, Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 30 sowie Art. 52 N. 8.
33 Vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 33a N. 2.

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Weiterverrechnung der vom externen Bauverwalter erhobenen Nebenkosten und der 
Mehrwertsteuer. Dies führt zu weiter verrechenbaren Kosten in der Höhe von CHF 1000.–. 
Zuzüglich der weiteren Aufwendungen der Gemeinde führt dies zu einem totalen Aufwand der 
Gemeinde von CHF 1590.50. Hinzu kommen die vom Beschwerdeführer nicht beanstandeten 
Kosten des AGR von CHF 200.–. 

e) Nach dem Gesagten sind die Gebühren der vorinstanzlichen Verfügung von total 1998.90 
um CHF 208.40, ausmachend knapp 10.5 %, auf 1790.50 zu reduzieren. Die Kosten von 
CHF 1790.50 bewegen sich im Übrigen auch bei einer Gesamtbetrachtung in vernünftigen 
Grenzen. Die dem Beschwerdeführer damit auferlegten, in vorliegendem Beschwerdeverfahren 
leicht reduzierten Kosten sind auch insgesamt und insbesondere auch mit Blick auf das 
Äquivalenzprinzip angemessen und nicht zu beanstanden. Im Umfang der leichten Reduktion der 
vorinstanzlich erhobenen Gebühren erweist sich die Beschwerde folglich als begründet und ist 
teilweise gutzuheissen.

7. Zusammenfassung und Kosten

a) Die vorinstanzliche Verfügung ist – soweit sie überhaupt angefochten ist – grossmehrheitlich 
zu bestätigen. Einzig bezüglich der PV-Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes 
B.________ ist der erteilte Bauabschlag aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des 
Baubewilligungsverfahrens an die Gemeinde zurückzuweisen. Zudem ist die angefochtene 
Verfügung im Kostenpunkt zu korrigieren und die erstinstanzlichen Gebühren sind um CHF 208.40 
zu reduzieren. Die Beschwerde des Beschwerdeführers ist diesbezüglich gutzuheissen. Soweit 
weitergehend ist die Beschwerde jedoch abzuweisen, sofern überhaupt darauf einzutreten ist. 

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine 
Pauschalgebühr von CHF 200.– bis CHF 4000.– erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 
GebV). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschale im vorliegenden Fall auf 
CHF 1500.– festgesetzt. 

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).34 Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer teilweise, allerdings in untergeordneten Punkten 
(geringe Reduktion der erstinstanzlichen Gebühr, Rückweisung der Sache in Bezug auf die PV-
Anlage auf dem Flachdach des Nebengebäudes B.________). Im Übrigen unterliegt er. Es 
rechtfertigt sich daher, von einem Unterliegen des Beschwerdeführers zu vier Fünfteln 
auszugehen. Von den Verfahrenskosten hat er demnach vier Fünftel, ausmachend CHF 1200.–, 
zu tragen. Die Restanz von einem Fünftel, ausmachend CHF 300.–, wird der Gemeinde 
Unterlangenegg auferlegt. Da diese nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen ist, können ihr 
keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Die restlichen 
Verfahrenskosten im Umfang von CHF 300.– trägt deshalb der Kanton.

c) Der Beschwerdeführer ist nicht anwaltlich vertreten. Es sind keine 
entschädigungspflichtigen Parteikosten angefallen (Art. 104 Abs. 1, 2 und 4 VRPG).

34 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 8.

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde des Beschwerdeführers wird teilweise und im folgenden Umfang 
gutgeheissen: 

a) Die Verfügung der Gemeinde Unterlangenegg vom 1. Juni 2022 wird bezüglich des 
erteilten Bauabschlags für die vom Beschwerdeführer beantragte PV-Anlage auf dem 
Flachdach des Nebengebäudes B.________ aufgehoben und zur Fortsetzung des 
Baubewilligungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde 
zurückgewiesen. 

b) Ziffer 4 der Verfügung der Gemeinde Unterlangenegg vom 1. Juni 2022 wird insoweit 
angepasst, als dass die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens um CHF 208.40 auf 
einen Gesamtbetrag von CHF 1790.50 reduziert werden. 

Im Übrigen wird die Verfügung der Gemeinde Unterlangenegg vom 1. Juni 2022 bestätigt 
und die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 30. Juni 2022 abgewiesen, soweit darauf 
eingetreten werden kann.

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 1 des Dispositivs 
der Verfügung der Gemeinde Unterlangenegg vom 1. Juni 2022 wird von Amtes wegen neu 
angesetzt auf den 31. März 2023. 

3. Die Baugesuchsakten (Baugesuch Nr.: 945/2021.22, 2021-5404 (71107); Anbau 
Gewächshaus, Sauna, WC-Anlage, Fenster in Holzschopf, PV-Anlage) der Gemeinde 
Unterlangenegg gehen an die Gemeinde zurück zur Fortsetzung des 
Baubewilligungsverfahrens bezüglich der PV Anlage auf dem Flachdach des 
Nebengebäudes B.________.

4. Der Beschwerdeführer hat Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1200.– zu bezahlen. 
Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen 
ist. 

5. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Unterlangenegg, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus

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Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. 
Soweit der Entscheid die Rückweisung betrifft, kann dieser ebenfalls innert 30 Tagen seit seiner 
Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 
Bern, angefochten werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG 
erfüllt sind. Eine allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren 
einzureichen ist, muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine 
Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare 
Beweismittel sind beizulegen.