# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c65ed50-f92a-59c1-b82e-5d6b29d706de
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-05-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.05.2019 D-2214/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2214-2019_2019-05-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2214/2019 
brl 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  M a i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;  

Gerichtsschreiberin Regula Aeschimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch MLaw Nora Maria Riss,  

Beratungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Erlöschen der vorläufigen Aufnahme sowie Nichteintreten 

auf Asylgesuch (sicherer Drittstaat) und Wegweisung  

(Wiedererwägungsgesuch);  

Zwischenverfügung des SEM vom 1. Mai 2019 / N (…). 

 

 

 

D-2214/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein eritreischer Staatsangehöriger, am 

27. März 2008 in der Schweiz erstmals um Asyl nachsuchte,  

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 1. April 2010 dem Beschwerdefüh-

rer die Flüchtlingseigenschaft zuerkannte, sein Asylgesuch jedoch ab-

lehnte und die Wegweisung verfügte, deren Vollzug aber infolge Unzuläs-

sigkeit zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufschob,  

dass eine gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde vom Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil D-3307/2010 vom 17. Mai 2011 abgewiesen 

wurde,  

dass die zuständige kantonale Migrationsbehörde dem SEM mit Schreiben 

vom 14. November 2017 mitteilte, der Beschwerdeführer sei seit dem 

31. Oktober 2017 "verschwunden",  

dass der Beschwerdeführer am 24. März 2018 in der Schweiz ein zweites 

Asylgesuch einreichte, wobei ein Abgleich mit der Eurodac-Datenbank 

ergab, dass Deutschland ihm am 29. November 2017 Schutz gewährt 

hatte,  

dass sich die deutschen Behörden auf eine entsprechende Anfrage des 

SEM hin am 13. Juni 2018 bereit erklärten, den Beschwerdeführer gestützt 

auf das Abkommen zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der 

Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die Rückübernahme von 

Personen mit unbefugtem Aufenthalt (Rückübernahmeabkommen,  

SR 0.142.111.368) sowie der Richtlinie 2008/115/EG über gemeinsame 

Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal auf-

hältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) zurückzunehmen,  

dass der Beschwerdeführer am 5. Juni 2018 aus seiner Unterkunft ver-

schwand, woraufhin das SEM das Asylgesuch vom 24. März 2018 am 

26. Juni 2018 als gegenstandslos geworden abschrieb,  

dass das SEM mit Verfügung vom 18. Juni 2018 feststellte, dass die per 

1. April 2010 verfügte vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers rück-

wirkend per 6. Oktober 2017 erloschen sei,  

dass es seinen Entscheid im Wesentlichen damit begründete, der Be-

schwerdeführer habe sich mehr als zwei Monate unbewilligt im Ausland 

aufgehalten; zudem erfülle er mit der Asylgesuchstellung in Deutschland 

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den Tatbestand der definitiven Ausreise, weshalb die vorläufige Aufnahme 

gemäss Art. 84 Abs. 4 AIG (SR 142.20) erloschen sei,  

dass der Beschwerdeführer am 14. November 2018 in der Schweiz ein 

drittes Mal um Asyl nachsuchte,  

dass die deutschen Behörden das SEM auf dessen Anfrage hin am  

4. Dezember 2018 darüber informierten, dass ihre Zustimmung zur Rück-

überstellung des Beschwerdeführers weiterhin gültig sei,  

dass das SEM mit Verfügung vom 6. Dezember 2018 in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch vom  

14. November 2018 nicht eintrat, die Wegweisung verfügte und den Be-

schwerdeführer anwies, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft 

des Entscheids zu verlassen, ansonsten er in Haft genommen und unter 

Zwang nach Deutschland zurückgeführt werde,  

dass eine gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde vom 20. De-

zember 2018 vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-7260/2018 vom 

15. April 2019 abgewiesen wurde,  

dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin beim SEM eine 

als "Wiedererwägungsgesuch/Mehrfachgesuch/Revision" bezeichnete 

Eingabe vom 25. April 2019 einreichte und insbesondere beantragte, es 

sei die Ziffer 3 der Verfügung vom 6. Dezember 2018 beziehungsweise die 

Verfügung vom 18. Juni 2018 in Wiedererwägung zu ziehen und festzustel-

len, dass der Vollzug der Wegweisung gegenwärtig unzumutbar sei bezie-

hungsweise das Erlöschen der vorläufigen Aufnahme und der Flüchtlings-

eigenschaft auf einem Willensmangel beruhte und daher rückgängig zu 

machen sei,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wurde, dem Gesuch sei 

die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die kantonalen Behörden seien 

im Sinne einer superprovisorischen Massnahme anzuweisen, bis zum Ent-

scheid über das Gesuch von Vollzugsmassnahmen abzusehen,  

dass in der Begründung der Eingabe vom 25. April 2019 ausgeführt wurde, 

der Beschwerdeführer habe massive psychische Probleme und leide ge-

mäss dem Austrittsbericht seines letzten stationären Aufenthalts im (…) an 

einer (…),  

dass er es aufgrund seiner (…) häufig nicht schaffe, Termine mit Ärzten 

und Psychologen einzuhalten und lebenswichtige Medikamente wegen 

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seiner (…) nicht regelmässig einnehme, womit sein Zustand mittelfristig le-

bensbedrohlich sei; zudem sei aufgrund seines instabilen Zustands ein 

weiterer stationärer Aufenthalt geplant,  

dass mit dem beigelegten Arztbericht von B._______ vom 25. April 2019 

die (…) des Beschwerdeführers belegt sei und mit dem vorgesehenen sta-

tionären Aufenthalt die definitive Diagnose der psychischen Erkrankung er-

wartet werde,  

dass man sich zudem erhoffe, in der Folge abschliessend erörtern zu kön-

nen, weshalb der Beschwerdeführer nach Deutschland gereist sei und ob 

bei der dortigen Asylgesuchstellung ein Willensmangel vorgelegen habe,  

dass weiter medizinisch erstellt werden könne, inwiefern der Beschwerde-

führer auf sein Umfeld und insbesondere seine im Kanton C._______ 

wohnhafte Schwester – welche seine wichtigste Bezugsperson sei – ange-

wiesen sei,  

dass vor diesem Hintergrund darum ersucht werde, den Bericht des (…) 

abzuwarten und hierfür eine Nachfrist zu gewähren,  

dass das SEM mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 2019 – eröffnet am 

7. Mai 2019 – den Vollzug der Wegweisung nicht aussetzte,  

dass es diesen Entscheid im Wesentlichen damit begründete, sämtliche 

Vorbringen in der Eingabe vom 25. April 2019 seien bereits im Urteil  

D-7260/2018 vom 15. April 2019 gewürdigt worden und der neu einge-

reichte Arztbericht vom 25. April 2019 vermöge daran nichts zu ändern, da 

eine zwangsweise Rückführung von Personen mit gesundheitlichen Prob-

lemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstelle, wenn die be-

troffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheits-

stadium und bereits in Todesnähe befinde, was beim Beschwerdeführer 

offensichtlich nicht der Fall sei,  

dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe 

vom 7. Mai 2019 (Eingang beim Bundesverwaltungsgericht am 10. Mai 

2019) Beschwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und der Vollzug der Wegweisung sei bis zur Entscheidung 

über das Wiedererwägungsgesuch vom 25. April 2019 auszusetzen,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht darum ersucht wurde, der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, es sei auf die Erhebung 

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eines Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche Prozessfüh-

rung zu gewähren,  

dass der Beschwerde neben einer Vollmacht und der angefochtenen Ver-

fügung ein ärztlicher Bericht von D._______ vom 25. April 2019 beilag,  

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung mit Ver-

fügung vom 10. Mai 2019 superprovisorisch per sofort einstweilen aus-

setzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Mai 2019 beim Bundesverwal-

tungsgericht eingingen,  

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG [SR 172.021]) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31 – 33 VGG [SR 173.32]; Art. 83 Bst. d BGG [SR 173.110]),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 ff. AsylG),  

dass die Zwischenverfügung des SEM vom 1. Mai 2019 gemäss Art. 107 

Abs. 2 Bst. a AsylG selbständig anfechtbar ist,  

dass auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 48 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) und somit auf die rechtzeitig eingereichte 

Beschwerde (Art. 108 AsylG) einzutreten ist,  

dass sich die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet erweist, weshalb über die Beschwerde in einzelrich-

terlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 

zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass vorliegend ausschliesslich zu prüfen ist, ob das SEM zu Recht davon 

abgesehen hat, bis zum Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch vor-

sorgliche Massnahmen zu ergreifen und den Vollzug der Wegweisung nicht 

auszusetzen,  

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dass die Einreichung eines Wiedererwägungsgesuchs den Vollzug nicht 

hemmt, es sei denn die für die Behandlung zuständige Behörde entscheide 

auf Ersuchen wegen einer konkreten Gefährdung der gesuchstellenden 

Person im Herkunfts- oder Heimatstat anders (Art. 111b Abs. 3 AsylG),  

dass bei Beschwerden gegen Verfügungen des SEM im Wiedererwä-

gungsverfahren grundsätzlich ein hohes öffentliches Interesse am soforti-

gen Vollzug des rechtskräftigen Wegweisungsentscheids besteht,  

dass demgegenüber zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer vorge-

brachten Gründe dieses öffentliche Interesse am Vollzug zu überwiegen 

vermögen,  

dass in der Beschwerdeschrift insbesondere vorgebracht wurde, die Vor-

rinstanz lasse die jüngere Rechtsprechung des EGMR unbeachtet, wo-

nach die zwangsweise Rückführung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen eine Verletzung von Art. 3 EMRK darstellen könne, wenn ernst-

hafte Gründe dargelegt würden, dass die betroffene Person bei einer Über-

stellung im Zielstaat nicht angemessen behandelt würde oder ihr der Zu-

gang zum Gesundheitssystem verwehrt bliebe, so dass sie einem realen 

Risiko einer ernsthaften, raschen und unwiederbringlichen Verschlechte-

rung ihres Gesundheitszustandes ausgesetzt wäre, die zu intensiven Lei-

den oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung führen würde 

(Urteil des EGMR Paposhvili v. Belgien vom 13. Dezember 2016, 

41738/10, § 183), 

dass der Beschwerdeführer mittlerweile stationär im (…) untergebracht sei, 

da er aufgrund seiner Erkrankung immer wieder Termine abgebrochen o-

der nicht wahrgenommen habe und es ihm bisher nicht möglich gewesen 

sei, abgesehen von seiner Schwester eine stabile medizinische Betreuung 

aufzubauen,  

dass D._______ in seinem Schreiben vom 25. April 2019 (Stationäre Zu-

weisung) festhalte, der Beschwerdeführer sei psychisch derart verändert 

und hilflos sowie (…) und unklar von Suizidalität distanziert, dass eine sta-

tionäre Behandlung dringend indiziert sei,   

dass vor diesem Hintergrund bei einem Vollzug der Wegweisung ein er-

hebliches Risiko bestehe, dass sich sein psychisches Krankheitsbild noch 

mehr verschlechtere und er ohne die Hilfe seiner Schwester und momen-

tan der Psychiatrie nicht in der Lage sei, seine (…)-Medikamente regel-

mässig einzunehmen, wodurch eine unwiederbringliche Verschlechterung 

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seines Gesundheitszustandes riskiert werde, weshalb es ihm nicht zumut-

bar sei, den Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch in Deutschland 

abzuwarten,  

dass der Beschwerdeführer zwar in ärztlicher Behandlung ist und gemäss 

den Darlegungen auf Beschwerdeebene zurzeit stationär im (…) unterge-

bracht ist,  

dass sowohl im ärztlichen Bericht vom D._______ als auch jenem von  

B._______ (beide vom 25. April 2019) erwähnt wird, beim Beschwerdefüh-

rer sei vor kurzem eine (…)-Erkrankung diagnostiziert worden,  

dass das Bundesverwaltungsgericht bereits im Urteil D-7260/2018 vom 

15. April 2019 festgehalten hat, dass Personen mit Schutzstatus in 

Deutschland denselben Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten wie 

deutsche Staatsbürger, weshalb sich der Beschwerdeführer im Zusam-

menhang mit seinen gesundheitlichen Problemen an eine Institution in 

Deutschland wenden könne (vgl. Urteil D-7260/2018 E. 9.5),  

dass weder geltend gemacht wurde noch ersichtlich ist, inwiefern der Be-

schwerdeführer in Deutschland hinsichtlich seiner psychischen Probleme 

sowie seiner (…)-Erkrankung keine angemessene Behandlung erhalten  

oder ihm der Zugang zum Gesundheitssystem verwehrt würde,  

dass somit nicht davon auszugehen ist, bei einem Vollzug der Wegweisung 

bestehe ein reales Risiko einer ernsthaften, raschen und unwiederbringli-

chen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, welche zu intensi-

ven Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung füh-

ren würde,  

dass das SEM weiter zutreffend festgehalten hat, der Beschwerdeführer 

befinde sich nicht in einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheits-

stadium und bereits in Todesnähe, weshalb eine zwangsweise Rückfüh-

rung unter diesem Gesichtspunkt keinen Verstoss gegen Art. 3 EMRK dar-

stellt (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 m.w. H.),  

dass im Urteil D-7260/2018 weiter festgehalten wurde, die Unterstützung 

der Schwester des Beschwerdeführers im Alltag sowie das Erinnern an die 

Medikamenteneinnahme stelle kein genügend intensives Engagement dar, 

um – namentlich mit Blick auf Art. 8 EMRK – ein besonderes Abhängig-

keitsverhältnis zu begründen (vgl. a.a.O. E. 9.6),  

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dass ein darüber hinausgehendes Engagement der Schwester, welches zu 

einem derartigen Abhängigkeitsverhältnis führen könnte, im Rahmen des 

Wiedererwägungsgesuchs nicht belegt worden ist,  

dass es insbesondere angesichts der geltend gemachten stationären Un-

terbringung – in deren Rahmen eine Unterstützung durch die Schwester, 

welche eigenen Angaben zufolge zu 100% erwerbstätig ist (vgl. Akten  

D-7260/2018, act. 1 Beilage 5), nur bedingt möglich sein dürfte – nicht da-

von auszugehen ist, dass sich bei einem Vollzug der Wegweisung nach 

Deutschland der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers infolge der 

Trennung von seiner Schwester derart erheblich verschlechtern würde, 

dass dies zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Le-

benserwartung führen würde,  

dass Deutschland auch über geeignete medizinische Einrichtungen ver-

fügt, welche eine allenfalls (weiterhin) notwendige stationäre Behandlung 

des Beschwerdeführers sicherstellen können,  

dass eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers bei einem Vollzug 

der Wegweisung nach Deutschland somit zu verneinen ist,  

dass das SEM vor diesem Hintergrund zu Recht das öffentliche Interesse 

an einem Vollzug des rechtskräftigen Wegweisungsentscheids höher ge-

wichtete und davon ausgegangen ist, es sei dem Beschwerdeführer zuzu-

muten, den Ausgang des Wiedererwägungsverfahrens in Deutschland ab-

zuwarten, da er sich für allenfalls notwendige medizinische Behandlungen 

an die zuständigen Institutionen in Deutschland wenden kann,  

dass daher die Weigerung des SEM, den Vollzug auszusetzen, weder auf 

einem unrichtig oder unvollständig ermittelten Sachverhalt beruht, noch 

Bundesrecht verletzt oder unangemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), womit 

sich die Beschwerde als unbegründet erweist und abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden direkten Entscheid in der Hauptsache die An-

träge um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung für die Dauer des Beschwerdeverfah-

rens gegenstandslos werden,  

dass mit dem vorliegenden Urteil auch die am 10. Mai 2019 angeordnete 

superprovisorische Massnahme (Vollzugsstopp) dahinfällt,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge-

mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

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den vorstehenden Erwägungen ergibt – als zum Vornherein aussichtslos 

zu bezeichnen sind, weshalb es ungeachtet der Frage der Bedürftigkeit 

des Beschwerdeführers an einer Voraussetzung für die Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege fehlt,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Schürch Regula Aeschimann 

 

 

Versand: