# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b34c7c0d-6480-53ad-80d0-88c78985b73d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2011 C-1833/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1833-2009_2011-08-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­1833/2009

U r t e i l   v om   2 4 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz),
Richter Andreas Trommer, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

Parteien H._______,
vertreten durch lic. iur. Peter Wicki, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  (geb.  1989,  kosovarischer  Staatsangehöriger), 
reiste am 15. Juni 1990 im Alter von rund zehn Monaten zusammen mit 
seiner  Mutter  in  die  Schweiz  ein  und  erhielt  im  Rahmen  des 
Familiennachzuges per 13. September 1990 eine Aufenthaltsbewilligung. 
Diese  wurde  von  der  kantonalen  Migrationsbehörde  regelmässig 
verlängert,  letztmals  bis  31.  August  2007.  Er  absolvierte  hier  die 
obligatorischen Schulen und das 10. Schuljahr.

B. 
Am 9. Juli 2001 wurde der Beschwerdeführer wegen Nichtgewährung des 
Vortritts  mit  Fahrrad  gegenüber  einer  Fussgängerin  auf  dem 
Fussgängerstreifen von der Jugendanwaltschaft Luzern verurteilt, was die 
Anordnung einer Verkehrserziehung nach sich zog. Am 6. Februar 2004 
wurde  er wegen Mittäterschaft  bei Diebstahl  und Sachbeschädigung  zu 
einem  Tag  Arbeitsleistung  verurteilt.  Am  14.  Juli  2006  sprach  ihn  das 
Amtsgericht  des  Kantons  Luzern  der  eventualvorsätzlichen  Tötung,  der 
mehrfachen  eventualvorsätzlichen  schweren  Körperverletzung,  der 
mehrfachen  Entwendung  eines  Personenwagens  zum  Gebrauch,  des 
mehrfachen  Führens  eines  entwendeten  Personenwagens,  des 
mehrfachen  Führens  eines  Personenwagens  ohne  den  erforderlichen 
Führerausweis  und  des  mehrfachen  Mitfahrens  in  einem  entwendeten 
Personenwagen  schuldig  und  wies  ihn  für  eine Mindestdauer  von  zwei 
Jahren in ein Erziehungsheim ein.

Vom 3. Februar 2006 bis 31. Juli 2008 befand sich der Beschwerdeführer 
im Rahmen der angeordneten Massnahme im Jugenddorf S._______, wo 
er  in der Zeit vom 1. August 2006 bis 31. Juli 2008 die Attestausbildung 
als Schreinerpraktiker absolvierte und mit Erfolg abschloss.

C. 
Mit  Verfügung  vom  11.  Februar  2008  lehnte  das Amt  für Migration  des 
Kantons Luzern das Gesuch des Beschwerdeführers vom 17. November 
2006  um  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  ab  und  ordnete  die 
Wegweisung  aus  dem  Kanton  bzw.  aus  der  Schweiz  auf  Ablauf  der 
Massnahme  oder  bei  vorzeitiger  Beendigung  der  Massnahme  bis 
spätestens 7. August 2008 an. Zur Begründung wurde  im Wesentlichen 
ausgeführt,  aus  seinem Verhalten müsse  geschlossen werden,  dass  er 
nicht  gewillt  oder  nicht  fähig  sei,  sich  in  die  im  Gaststaat  geltende 
Ordnung einzufügen, wobei sein Verschulden schwer wiege. Obwohl der 

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Beschwerdeführer heute Reue zeige,  lasse das Verhalten  in den  letzten 
Jahren  keinen  anderen  fremdenpolizeilichen  Entscheid  zu,  als  eine 
Wegweisung  auszusprechen.  Diese  sei  angemessen  und  lediglich 
Konsequenz seines Verhaltens, für das er selber verantwortlich sei.

D. 
Mit  Urteil  vom  25.  September  2008  hiess  das  Verwaltungsgericht  des 
Kantons  Luzern  die  gegen  die  kantonale  Verfügung  erhobene 
Beschwerde  gut  und  wies  die  kantonale  Migrationsbehörde  an,  die 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. Dabei kam 
das  Verwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  die  privaten  Interessen  des 
Beschwerdeführers  am  Verbleib  in  der  Schweiz  angesichts  der  zurzeit 
günstigen  Prognose  und  seines  hiesigen  familiären  und  persönlichen 
Beziehungsnetzes  insgesamt  höher  zu werten  seien  als  das  öffentliche 
Interesse an seiner Entfernung. Er sei faktisch ein Ausländer der zweiten 
Generation, bei dem von einer Wegweisung bzw. Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung  nur  mit  Zurückhaltung  und  insofern  nur  bei 
gewichtigen Gründen Gebrauch zu machen sei.

E. 
Am 5. November 2008 übermittelte die kantonale Migrationsbehörde dem 
BFM  die  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  des 
Beschwerdeführers  zur  Zustimmung.  Mit  Schreiben  vom  24.  November 
2008  teilte  das  BFM  diesem mit,  es  beabsichtige,  die  Zustimmung  zur 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern  und  seine 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zu  verfügen.  Gleichzeitig  gab  es  ihm 
Gelegenheit, sich dazu zu äussern, wovon der Beschwerdeführer am 11. 
Dezember 2008 Gebrauch machte.

F. 
Mit  Verfügung  vom  12.  Februar  2009  verweigerte  die  Vorinstanz  die 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung,  wies  den 
Beschwerdeführer aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist 
an.

G. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  20.  März  2009  beantragt  der 
Beschwerdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die 
Erteilung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung. 
In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersucht  er  um  Durchführung  einer 
öffentlichen Verhandlung (inkl. Partei­ und Zeugenbefragungen). In seiner 

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Begründung  bringt  er  im  Wesentlichen  vor,  die  Vorinstanz  wäre 
verpflichtet  gewesen,  das  Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons 
Luzern beim Bundesgericht anzufechten. Indem sie dies unterlassen und 
den  Weg  über  das  Zustimmungsverfahren  gewählt  habe,  liege  ein 
Verstoss  gegen  Treu  und  Glauben  und  damit  gegen  Art.  9  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  (BV,  SR  101)  vor.  Darüber  hinaus  verstosse  dieser 
Verfahrensablauf  gegen  die  Grundprinzipien  eines  fairen  Verfahrens 
gemäss  Art.  29  BV  (Beschleunigungsgebot,  Verfahrensfairness)  sowie 
gegen  die  Rechtsweggarantie.  Im  Übrigen  habe  der  Beschwerdeführer 
einen  Anspruch  auf  Verbleib  in  der  Schweiz,  da  seine  hier  gelebten 
Beziehungen  in  den  kombinierten  Schutzbereich  des  Privat­  und 
Familienlebens  gemäss  Art.  13  BV  bzw.  Art.  8  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  fallen würden. Weil  das  persönliche 
Interesse  des  Beschwerdeführers  am  Verbleib  in  der  Schweiz  das 
öffentliche Interesse am Schutz der Allgemeinheit deutlich überwiege, sei 
die Massnahme der Vorinstanz unverhältnismässig.

H. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  27.  März  2009  wies  das 
Bundesverwaltungsgericht die Beweisanträge des Beschwerdeführers auf 
Durchführung  einer  öffentlichen  bzw.  mündlichen  Verhandlung  (inkl. 
Partei­ und Zeugenbefragungen) ab und räumte  ihm die Möglichkeit ein, 
schriftliche  Stellungnahmen  der  betreffenden  Personen  nachzureichen, 
wovon er mit Eingabe vom 16. Mai 2009 Gebrauch machte.

I. 
Die Vorinstanz schliesst  in  ihrer Vernehmlassung vom 17. Juni 2009 auf 
Abweisung der Beschwerde.

J. 
Mit  Replik  vom  31.  August  2009  hält  der  Beschwerdeführer  an  seinen 
Begehren und deren Begründung vollumfänglich fest.

K. 
Nachdem der Beschwerdeführer beim BFM ein Gesuch um Einsicht in die 
vorinstanzlichen  Akten  eingereicht  hatte,  stellte  ihm  die  Vorinstanz  ihre 
Akten am 21. Oktober 2009 zu, wobei sie ihm zwei als intern bezeichnete 
Aktenstücke (Nr. A7 und A8) vorenthielt.

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L. 
In der dagegen erhobenen Rechtsmitteleingabe vom 23. November 2009 
(C­7316/2009) beantragte der Beschwerdeführer die Einsicht in sämtliche 
Akten,  insbesondere  in  die  Aktenstücke  A7  und  A8,  und  ersuchte 
gleichzeitig  um  Sistierung  des  Hauptverfahrens  (C­1833/2009)  bis  zum 
Entscheid über die Akteneinsicht.

M. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  27.  November  2009  gab  das 
Bundesverwaltungsgericht  dem  Sistierungsantrag  des 
Beschwerdeführers  statt  und  gab  der  Vorinstanz  Gelegenheit  zur 
Einreichung  einer  Vernehmlassung,  wovon  diese  mit  Eingabe  vom  2. 
Dezember  2009 Gebrauch machte  und  die Abweisung  der Beschwerde 
beantragte.

N. 
Am 15. Januar 2010 hiess das Bundesverwaltungsgericht die betreffende 
Beschwerde  teilweise gut und gewährte dem Beschwerdeführer Einsicht 
in  das  Aktenstück  A8  (Aktennotiz  der  Vorinstanz  über  eine  telefonisch 
durchgeführte  Abklärung).  Im  Übrigen  wies  es  die  Einsicht  in  das 
Aktenstück  A7  (verwaltungsinternes  Aktenstück  ohne  Beweischarakter) 
ab.  Auf  die  dagegen  erhobene  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten trat das Bundesgericht mit Urteil vom 18. Februar 2010 
nicht ein, weil die (teilweise) Verweigerung der Akteneinsicht zusammen 
mit  der  Hauptsache  zu  rügen  sei  (kein  nicht  wiedergutzumachender 
Nachteil).

O. 
Mit einer weiteren Eingabe vom 17. April 2010 hält der Beschwerdeführer 
auch  im  Hauptverfahren  an  seiner  Rüge  der  Gehörsverletzung  im 
Zusammenhang mit der verweigerten Einsicht in das Aktenstück A7 fest.

P. 
Auf die weiteren Vorbringen, die im Verfahren eingereichten Beweismittel, 
die  am  21.  April  2011  beigezogenen Akten  des Amts  für Migration  des 
Kantons  Luzern  und  die  am  2.  Mai  2011  eingereichte  Kostennote  des 
Beschwerdeführers wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen 
eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht (BVGer), unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen,  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember 1968  (VwVG, SR 172.021), die von einer  in Art. 33 VGG 
aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen Verfügungen des 
BFM  betreffend  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw.  Verlängerung  einer 
Aufenthaltsbewilligung  und  Wegweisung.  Sofern  kein  Anspruch  auf 
Erteilung  bzw.  Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  besteht  und 
insoweit  als  die  Verfügung  die  Wegweisung  anordnet,  entscheidet  das 
BVGer  endgültig  (Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  und  Ziff.  4  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem BVGer nach 
dem VwVG, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

1.3. Der  Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Beschwerde 
legitimiert  (vgl.  Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  frist­  und  formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 49 ff. VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  ans  BVGer  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht 
einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die 
unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale  Behörde  als 
Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die Unangemessenheit  gerügt werden 
(Art.  49  VwVG).  Das  BVGer  wendet  im  Beschwerdeverfahren  das 
Bundesrecht von Amtes wegen an. Es  ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 
an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden  und  kann  die 
Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen 
gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich  die  Sachlage 
zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides  (vgl.  E.  1.2  des  in  BGE  129  II  215 
teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3. 
Mit  Inkrafttreten  des Ausländergesetzes  vom 16. Dezember  2005  (AuG, 
SR 142.20)  am 1. Januar 2008 wurde das Bundesgesetz  vom 26. März 
1931  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1 
121) aufgehoben (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I Anhang 2 AuG). Da das 

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der  angefochtenen  Verfügung  zugrunde  liegende  Gesuch  um 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  vor  Inkrafttreten  des  AuG 
eingeleitet wurde,  ist gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG das bisherige Recht, 
d.h. das ANAG und die darauf abgestützten, per 1. Januar 2008 ebenfalls 
aufgehobenen  Verordnungen,  anwendbar  (vgl.  Art.  91  der  Verordnung 
vom  24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit 
[VZAE, SR 142.201]). Einschlägig sind die Vollziehungsverordnung vom 
1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer (ANAV, AS 1949 228) und die Verordnung vom 20. April 1983 
über  das  Zustimmungsverfahren  im  Ausländerrecht  (nachfolgend: 
Zustimmungsverordnung, AS 1983 535).

Das  Verfahren  selbst  folgt  grundsätzlich  dem  neuen  Verfahrens­  und 
Organisationsrecht (Art. 126 Abs. 2 AuG).

4. 
4.1.  Der  Entscheid  über  die  Erteilung  und  Verlängerung  von 
Aufenthaltsbewilligungen  fällt  grundsätzlich  in  die  Zuständigkeit  der 
Kantone (Art. 15 Abs. 1 und 2 ANAG). Vorbehalten bleibt die Zustimmung 
des BFM, wenn das Ausländerrecht eine solche für notwendig erklärt (Art. 
18  ANAG).  Die  Zustimmungsbedürftigkeit  des  kantonalen  Entscheids 
ergibt  sich  im  vorliegenden  Fall  aus  Art.  1  Abs.  1 
Zustimmungsverordnung  in  Verbindung  mit  den  Weisungen  und 
Erläuterungen  des  BFM  über  Einreise,  Aufenthalt  und  Arbeitsmarkt 
(ANAG­Weisungen,  3.  Aufl.,  Bern,  Mai  2006,  einsehbar  unter: 
www.bfm.admin.ch/contentbfm/de/home/dokumentation/rechts­
grundlagen/weisungen  und  kreisschreiben/archiv  weisungen  und  html. 
Letztere sehen unter Ziff. 132.4 Bst. b und d vor, dass die Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung von Ausländerinnen und Ausländern dem BFM 
zu unterbreiten ist, wenn das BFM die Unterbreitung im Einzelfall verlangt 
oder wenn die ausländische Person schwerwiegend straffällig geworden 
ist.  Gemäss  Art.  19  Abs.  5  ANAV  darf  eine  entsprechende  kantonale 
Bewilligung  sodann  erst  ausgestellt  werden,  wenn  die  Zustimmung  des 
BFM vorliegt; sie gilt ansonsten als ungültig. Die Kompetenz des BFM ist 
folglich gegeben (zum Ganzen vgl. BGE 130 II 49 E. 2.1 S. 51, BGE 127 
II 49 E. 3 S. 51 ff. und BGE 120 Ib 6 E. 3a S. 9 ff.; Verwaltungspraxis der 
Bundesbehörden [VPB] 69.76 E. 12, 70.23 E 10).

4.2.  In  casu  ist  der  Beschwerdeführer  zweifellos  in  schwerwiegender 
Weise straffällig geworden, was denn von  ihm auch nicht bestritten wird 
(vgl. Ziff. 3.5 der Rechtsmitteleingabe vom 20. März 2009). Im Übrigen ist 

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es  unerheblich,  ob  die  kantonale  Migrationsbehörde  die  Angelegenheit 
von  sich  aus  überwiesen  oder  das  BFM  die  Unterbreitung  des  Falles 
vorgängig  verlangt  hat.  Indem  die  Vorinstanz  mit  der  angefochtenen 
Verfügung die Zustimmung  zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
verweigerte, hat sie (zumindest konkludent) von ihrer Befugnis Gebrauch 
gemacht,  die  Unterbreitung  zur  Zustimmung  im  Einzelfall  zu  verlangen 
(vgl.  BGE  127  II  49  E.  3  S.  54).  Entgegen  den  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  hat  das  BFM  diese  Kompetenz  auch,  wenn  ein 
kantonales  Gericht  einen  Rechtsanspruch  auf  Erteilung  oder 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bejaht hat. Denn der Umstand, 
dass  durch  die  Verweigerung  der  Zustimmung  möglicherweise  ein 
weiterer  Instanzenzug  durchschritten  werden  muss,  ist  die 
unvermeidliche  Konsequenz  des  von  der  Rechtsordnung  vorgesehenen 
Ineinandergreifens  von  kantonalen  und  eidgenössischen   Kompetenzen 
in diesem Bereich (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 3 S. 11 f., bestätigt in BGE 127 II 
49 E. 3 S. 54  f.). Von einem Verstoss gegen Treu und Glauben, gegen 
die  Grundprinzipien  eines  fairen  Verfahrens  oder  gegen  die 
Rechtsweggarantie  kann  daher  keine  Rede  sein.  Obwohl  das  BFM 
gemäss Art. 89 Abs. 2 Bst. a BGG in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 der 
Organisationsverordnung  vom  17.  November  1999  für  das 
Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (OV­EJPD,  SR 
172.213.1)  zur  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten 
berechtigt  ist,  macht  es  im  Übrigen  durchaus  Sinn,  das 
Zustimmungsverfahren  auch  dann  anzuwenden,  wenn  das  kantonale 
Gericht  aus  Sicht  des  BFM  zu  Unrecht  von  einem  bundesrechtlichen 
Bewilligungsanspruch ausgeht. Da gemäss Art. 83 Bst. c Ziff. 2 BGG die 
Beschwerde  gegen  Entscheide  auf  dem  Gebiet  des  Ausländerrechts 
unzulässig ist, wenn weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen 
Anspruch einräumt, wäre das BFM, das den Anspruch ja bestreitet, sonst 
gezwungen,  ans  Bundegericht  zu  gelangen,  obwohl  das  Gesetz  bei 
fehlendem Anspruch von der Unzulässigkeit der Beschwerde ausgeht.

5. 
5.1.  In  formeller  Hinsicht  rügt  der  Beschwerdeführer  auch  nach  der 
Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  15.  Januar 
2010  und  dem  Urteil  des  Bundesgerichts  vom  18.  Februar  2010 
(Nichteintreten),  dass  durch  die  Verweigerung  der  Einsicht  in  das 
Aktenstück A7 das rechtliche Gehör verletzt worden sei, weshalb es aus 
den  Akten  zu  entfernen  bzw.  vom  Bundesverwaltungsgericht  nicht  zur 
Kenntnis  genommen  werden  dürfe.  Wie  bereits  in  der  erwähnten 
Zwischenverfügung  ausgeführt,  handelt  es  sich  bei  diesem  Aktenstück 

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um einen Vorschlag des Sachbearbeiters zu Handen des Sektionschefs 
des  BFM  in  Bezug  auf  die  rechtliche  Beurteilung  der  betreffenden 
Angelegenheit. Diesem Vorschlag kommt daher  für die Behandlung des 
Falles  kein  Beweischarakter  zu  und  er  dient  ausschliesslich  der 
verwaltungsinternen  Willensbildung.  Nach  ständiger  bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung  bleiben  derartige  verwaltungsinternen  Akten  (Anträge, 
Mitberichte, Entscheidentwürfe  usw.)  sowohl  vom gesetzlichen als  auch 
vom  verfassungsmässigen  Akteneinsichtsrecht  ausgeschlossen  (vgl. 
BERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER  in: Waldmann/Weissenberger 
[Hrsg.],  Praxiskommentar  zum  Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren,  Zürich  2009,  Art.  26  N  63,  mit  Hinweisen  zur 
Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  und  des 
Bundesverwaltungsgerichts). Ein Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt 
demnach nicht vor.

5.2. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die  während  des 
Rechtsmittelverfahrens  gestellten  Beweisanträge  (Durchführung  einer 
öffentlichen  bzw.  mündlichen  Verhandlung  inkl.  Partei­  und 
Zeugenbefragungen)  mit  Zwischenverfügung  vom  27.  März  2009 
abgewiesen. Der Beschwerdeführer erhielt aber Gelegenheit, schriftliche 
Äusserungen  der  betreffenden  Personen  nachzureichen,  was  geschah 
(zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG, BGE 131 I 
153 E. 3 S. 157 f. mit Hinweisen oder des Bundesgerichts 1C_460/2008 
vom 3.  Februar  2009 E.  3.1,  zur  Subsidiarität  der  Zeugeneinvernahme: 
Urteil  des Bundesgerichts  1C_292/2010  vom 5. August  2010 E.  3.2 mit 
Verweisen). Der entscheidwesentliche Sachverhalt ergibt sich denn, wie 
nachfolgend aufzuzeigen sein wird, in genügender Weise aus den Akten.

6. 
6.1.  Gemäss  Art.  4  ANAG  entscheidet  die  zuständige  Behörde,  im 
Rahmen  der  gesetzlichen  Vorschriften  und  der  Verträge  mit  dem 
Ausland, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und 
Niederlassung.  Auf  die  Erteilung  bzw.  Verlängerung  einer 
Aufenthaltsbewilligung besteht grundsätzlich kein Anspruch, es sei denn, 
der Ausländer oder seine  in der Schweiz  lebenden Angehörigen können 
sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrages 
berufen  (BGE  133  I  185  E.  2.3  S.  189,  131  II  339  E.  1  S.  342  f.  mit 
Hinweisen).

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6.2.  Als  Anspruchsnormen  kommen  Art.  8  Abs.  1  EMRK  sowie  der 
inhaltlich  damit  übereinstimmende  Art.  13  Abs.  1  BV  in  Betracht,  die 
beide  das  Recht  auf  Achtung  des  Privat­  und  Familienlebens 
gewährleisten. Ein Eingriff in den Schutzbereich des Familienlebens liegt 
– wie  bereits  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  und  das 
Verwaltungsgericht  des  Kantons  Luzern  im  Urteil  vom  25.  September 
2008  zutreffend  festhielten  –  im  Fall  des  Beschwerdeführers  nicht  vor. 
Einerseits verfügen seine hier lebenden Familienangehörigen (Eltern und 
Geschwister)  nicht  über  ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  (Schweizer 
Bürgerrecht,  Niederlassungsbewilligung  oder  eine  auf  einem  festen 
Rechtsanspruch beruhende Aufenthaltsbewilligung;  vgl. BGE 126  II  377 
E.  2b  S.  382  mit  Hinweisen).  Andererseits  besteht  zwischen  dem 
volljährigen  Beschwerdeführer  und  seinen  Eltern  oder  einem  seiner 
Brüder kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis, das ihm ausserhalb der 
Kernfamilie  einen  Anspruch  auf  Aufenthalt  gestützt  auf  den 
Familienschutz  hätte  entstehen  lassen  können.  Zwar  litt  der 
Beschwerdeführer  nach  seiner  Straftat  vom  Oktober  2005  an  einer 
posttraumatischen  Belastungsstörung  und  war  deshalb  in  einer 
ambulanten  psychotherapeutischen  Behandlung.  Gemäss  Bericht  des 
Kinder­ und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Luzern (KJPD) 
vom  29.  März  2009  konnte  diese  Behandlung  am  9.  Januar  2009 
aufgrund  des  günstigen  Krankheitsverlaufs  beendet  werden.  Zudem 
arbeitet  er  seit  dem  1.  März  2009  zu  100%  als  Hilfsbodenleger  bei 
seinem  Bruder  und  erzielt  ein  monatliches  Einkommen  von  Fr.  3'600.­ 
brutto  (vgl.  Arbeitsvertrag  vom  20.  April  2009,  Arbeitszeugnis  vom  3. 
November  2009  und  Lohnabrechnungen  der Monate  Februar  und März 
2010).  Darüber  hinaus  ist  nicht  bekannt,  dass  der  Beschwerdeführer 
anderweitig  von  der  Betreuung  und  Fürsorge  seines  Bruders  abhängig 
sein soll. Auch wenn er gemäss Bericht des KJPD nach wie vor auf ein 
tragfähiges  soziales  Netz  angewiesen  ist,  kann  aufgrund  der  seither 
erfolgten  Entwicklung  demnach  nicht  von  einem  relevanten 
Abhängigkeitsverhältnis  gesprochen  werden,  wie  es  unabhängig  vom 
Alter  namentlich  bei  körperlichen  oder  geistigen  Behinderungen  und 
schwerwiegenden Krankheiten vorkommen kann (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 
1e S. 261 mit Hinweis).

6.3. Der Beschwerdeführer beruft sich auf das ebenfalls von Art. 8 Abs. 1 
EMRK  umfasste  Recht  auf  Achtung  des  Privatlebens.  In  seiner 
Rechtsprechung geht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in 
Fällen  von  Ausweisungen  erwachsener  Ausländer  der  "zweiten 
Generation"  von  einem  kombinierten  Schutzbereich  von  Privat­  und 

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Familienleben aus  (Hinweise  finden sich  in BGE 122  II 433 E. 3b/aa S. 
440 f.; vgl. ferner LUZIUS WILDHABER, The Right to Respect for Private and 
Family Life,  in: The Modern World of Human Rights, Essay  in honour of 
Thomas Buergenthal, San José / Costa Rica 1996, S. 103 ff., S. 121 ff.). 
Dem Recht  auf  Achtung  des  Privatlebens  kann  in  ausländerrechtlichen 
Fällen  aber  grundsätzlich  auch  eine  (selbständige)  Auffangfunktion 
gegenüber  dem  engeren  Schutzbereich  des  Rechts  auf  Achtung  des 
Familienlebens  zukommen,  wenn  qualifizierte  Familienbande  nicht  oder 
nicht mehr bestehen (vgl. BGE 126 II 377 E. 2c/aa S. 384 f. und BGE 120 
Ib 16 E. 3b S. 21 f.; STEPHAN BREITENMOSER, Das Recht auf Achtung des 
Privat­ und Familienlebens in der Schweizerischen Rechtsprechung zum 
Ausländerecht, in EuGRZ 1993 S. 537 ff., S. 542). Das Bundesgericht hat 
diesbezüglich  allerdings  festgehalten,  aus  dem  Recht  auf  Achtung  des 
Privatlebens  geradezu  ein  Anwesenheitsrecht  abzuleiten,  bedürfe 
"besonders  intensiver,  über  eine  normale  Integration  hinausgehender 
privater  Bindungen  gesellschaftlicher  oder  beruflicher  Natur  bzw. 
entsprechender  vertiefter  sozialer  Beziehungen  zum  ausserfamiliären 
bzw. ausserhäuslichen Bereich" (Urteil des Bundesgerichts 2C_425/2007 
vom 13. November 2007 E. 2.1.2, BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286). Das 
Bundesgericht  hat  es  auch  abgelehnt,  von  einer  bestimmten 
Aufenthaltsdauer  an  schematisierend  eine  solche  besondere 
Verwurzelung  in  den  hiesigen  Verhältnissen  anzunehmen  (BGE  130  II 
281 E. 3.2.1 S. 286 f. mit Hinweis). Differenziert behandelte das Gericht 
indessen  jene  Situationen,  in  denen  von  einem  kombinierten 
Schutzbereich  von  Privat­  und  Familienleben  auszugehen  bzw.  im 
Rahmen  der  Interessenabwägung  zusätzlich  konkreten,  gefestigten 
partnerschaftlichen  Beziehungen  Rechnung  zu  tragen  war.  So  hat  es 
insbesondere  die  Möglichkeit  der  Ausweisung  von  hier  strafffällig 
gewordenen (erwachsenen) Ausländern der zweiten Generation mit Blick 
auf  ihre  "familiären,  sozialen  und  kulturellen  Beziehungen  und  (…) 
Wurzeln"  beschränkt  und  bejaht,  dass  die  Garantie  des  Privat­  und 
Familienlebens  betroffen  sei  (BGE  130  II  281  E.  3.2.2  S.  287  f.  mit 
Hinweisen).  In  der  Praxis  wird  ein  Anspruch  aus  der  kombinierten 
Garantie des Privat­ und Familienlebens angenommen bei in der Schweiz 
geborenen und aufgewachsenen (erwachsenen) Ausländern der "zweiten 
Generation",  wenn  eine  Ausweisung  oder  Nichtverlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  die  Trennung  von  hier  lebenden  Eltern  und 
Geschwistern  bedeutet  (BERTSCHI/GÄCHTER, Der Anwesenheitsanspruch 
aufgrund der Garantie des Privat­ und Familienlebens, in ZBl 2003 S. 231 
f.).

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6.4.  Der  Beschwerdeführer  kam  im  Alter  von  zehn  Monaten  in  die 
Schweiz,  ist hier aufgewachsen, hat hier alle Schulen besucht und nach 
erfolgreicher   Ausbildung  zum  Schreinerpraktiker  bis  heute  als 
Hilfsbodenleger  gearbeitet.  Er  hat  sozusagen  sein  ganzes  bisheriges 
Leben  (über  21  Jahre)  hier  verbracht.  Seine  Eltern,  sämtliche 
Geschwister  und Bekannten  leben  in  der  Schweiz  bzw.  in Westeuropa. 
Seine ursprüngliche Heimat kennt er nur von wenigen Ferienaufenthalten 
(zuletzt  im  Sommer  2003  und  Sommer  2006).  Seit  dem  Tod  der 
Grossmutter hat er überhaupt keine Bezugsperson mehr  im Kosovo.  Im 
Übrigen  soll  seine  Familie  dort  nur  noch  ein  Stück  Wiesland  ohne 
jeglichen Wert besitzen. Wie bereits das Verwaltungsgericht des Kantons 
Luzern zutreffend festhielt, ist der Beschwerdeführer daher ohne weiteres 
als Ausländer der zweiten Generation zu betrachten. Unabhängig davon, 
dass  er  mittlerweile  mündig  ist  und  –  wie  oben  ausgeführt  –  eine 
rechtsrelevante  Abhängigkeit  von  seinen  Familienangehörigen  nicht 
besteht,  verfügt  er  aufgrund  der  langen  legalen  Aufenthaltsdauer  und 
angesichts  des  Fehlens  einer  namhaften  Beziehung  zu  irgendeinem 
anderen Staat über eine hinreichend gefestigte Anwesenheit, welche den 
kombinierten  Schutzbereich  des  Privat­  und  Familienlebens  von  Art.  8 
Abs.  1  EMRK  bzw.  Art.  13  Abs.  1  BV  berührt  und  die  Schweiz 
grundsätzlich  verpflichtet,  seine  Aufenthaltsbewilligung  zu  verlängern, 
womit  der  Entscheid  hierüber  nicht mehr  allein  im  freien  Ermessen  der 
Fremdenpolizeibehörde gemäss Art. 4 ANAG liegt (vgl. BGE 130 II 281 E. 
3.3 S. 289).

6.5.  Der  Verlängerungsanspruch  erlischt,  wenn  ein  Ausweisungsgrund 
vorliegt. So kann der betroffene Ausländer nach Art. 10 Abs. 1 ANAG aus 
der  Schweiz  ausgewiesen  werden,  wenn  er  wegen  eines  Verbrechens 
oder  Vergehens  gerichtlich  bestraft  wurde  (Bst.  a),  oder  wenn  sein 
Verhalten  im  Allgemeinen  und  seine  Handlungen  darauf  schliessen 
lassen,  dass  er  nicht  gewillt  oder  fähig  ist,  sich  in  die  im  Gaststaat 
geltende  Ordnung  einzufügen  (Bst.  b).  Die  Ausweisung  soll  jedoch  nur 
verfügt werden, wenn die nach Art. 11 Abs. 3 ANAG bzw. Art. 8 Abs. 2 
EMRK  gebotene  Interessenabwägung  diese  Massnahme  als 
angemessen, d.h. verhältnismässig erscheinen lässt (vgl. BGE 125 II 521 
E. 2a S. 523). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens des 
Ausländers, die Dauer der Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und 
seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. Art. 16 Abs. 
3 ANAV). Wurde nicht eine Ausweisung angeordnet, sondern – wie hier – 
die  Verlängerung  bzw.  Zustimmung  zur  Verlängerung  einer 
Aufenthaltsbewilligung  verweigert,  so  ist  ebenfalls  eine 

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Verhältnismässigkeitsprüfung  nach  den  Kriterien  von  Art.  11  Abs.  3 
ANAG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 ANAV vorzunehmen (Urteile des 
Bundesgerichts  2A.539/2006  vom  25.  Januar  2007  E.  2.3  und 
2A.473/2001  vom  4.  März  2001  E.  2  mit  Hinweisen).  Zu  beachten  ist 
dabei,  dass  die  Bewilligungsverweigerung  eine  etwas  weniger 
eingreifende  Massnahme  darstellt  als  die  Ausweisung,  wird  doch  der 
betroffenen  ausländischen  Person  nur  im  letzten  Fall  das  Betreten  der 
Schweiz vollständig untersagt (Art. 11 Abs. 4 ANAG).

6.5.1.  Ausgangspunkt  und  Massstab  sowohl  für  die  Schwere  des 
Verschuldens  als  auch  für  die  fremdenpolizeiliche  Interessenabwägung 
ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (vgl. 129 II 114 E. 3.1 und 3.2 S. 
216  f. mit Hinweisen)  bzw.  die an  ihre Stelle  tretende Massnahme  (vgl. 
BGE  125  II  521  E.  3  S.  524  ff.).  Dem  Resozialisierungsgedanken  des 
Strafrechts  ist  im  Rahmen  der  umfassenden  fremdenpolizeilichen 
Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu  tragen  (BGE 122  II  433 E. 
2b  S.  435  f.).  Insbesondere  bei  Gewalt­,  Sexual  oder 
Betäubungsmitteldelikten  oder  bei  wiederholter  Delinquenz  verfolgt  das 
Bundesgericht bei der Frage der Angemessenheit einer Ausweisung eine 
strenge  Praxis  (BGE  130  II  176  E.  4.4.2  S.  190  mit  Hinweisen). 
Zurückhaltung  drängt  sich  jedoch  dann  auf,  wenn  es  sich  beim 
Betroffenen um eine Person handelt, die ausgesprochen lange hier gelebt 
hat.  Solche  Ausländer  dürfen  in  der  Regel  nicht  schon  wegen  einer 
einzelnen  Straftat  ausgewiesen  werden,  selbst  wenn  diese  ernsthafter 
Natur  ist.  Vielmehr  ist  eine  Ausweisung  grundsätzlich  erst  bei 
wiederholten  Straftaten  von  einigem  Gewicht  angebracht.  Unter 
Berücksichtigung  aller  entscheidenden  Umstände  kann  zwar  auch  eine 
einzelne Verurteilung wegen  einer  besonders  schwerwiegenden Straftat 
zur Ausweisung führen, doch ist diese bei sehr langer Anwesenheit in der 
Regel  erst  anzuordnen,  wenn  eine  sich  zusehends  verschlechternde 
Situation vorliegt, d.h. wenn der Ausländer, statt sich zu bessern, mit der 
deliktischen  Tätigkeit  fortfährt  und  sich  namentlich  immer  schwerere 
Straftaten  zuschulden  kommen  lässt  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.571/2005  vom 17.  Januar  2006 E.  2.2 mit Hinweisen). Erst  recht  ist 
auch  bei  Ausländern  der  zweiten  Generation  von  einer  Ausweisung 
zurückhaltend,  mithin  nur  aus  gewichtigen  Gründen  Gebrauch  zu 
machen. Indessen ist auch bei einem Ausländer, der hier geboren ist und 
sein  ganzes  bisheriges  Leben  in  der  Schweiz  verbracht  hat,  eine 
Ausweisung  bzw.  Nichtverlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  nicht 
ausgeschlossen.

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6.5.2. Das  strafrechtliche Verschulden  des Beschwerdeführers, welches 
mit  Urteil  vom  14.  Juli  2006  geahndet  wurde  (Einweisung  in  ein 
Erziehungsheim für mindestens zwei Jahre) wiegt schwer. Er verursachte 
am 15. Oktober 2005 einen Verkehrsunfall, der zum Tod einer Mitfahrerin 
und zu schweren Körperverletzungen der beiden weiteren Mitfahrerinnen 
führte.  Das  Jugendgericht  qualifizierte  die  gravierende 
Sorgfaltspflichtverletzung  des  Beschwerdeführers  als 
eventualvorsätzliches Handeln.  Aufgrund  der  schon  früher  über  längere 
Zeit unternommenen Strolchenfahrten mit zuvor planmässig entwendeten 
Fahrzeugen  seien  ihm  die möglichen  Folgen  einer  riskanten  Fahrweise 
mit  überhöhter Geschwindigkeit  zumindest  in  den Grundzügen  bewusst 
gewesen.  Daher  habe  sich  ihm  die  Unfallgefahr  mit  den  möglichen 
Folgen  als  so  wahrscheinlich  aufdrängen  müssen,  dass  seine 
Bereitschaft,  dieses  Risiko  einzugehen,  eventualvorsätzliches  Handeln 
darstelle. Unter Hinweis auf seine zahlreichen schulischen Probleme und 
die Erfolglosigkeit der Bestrafung der beiden früheren Gesetzesverstösse 
wurde die Fremdplatzierung in einem Erziehungsheim im Interesse einer 
nachhaltigen  Resozialisierung  angeordnet.  Zu  Lasten  des 
Beschwerdeführers fällt sodann ins Gewicht, dass ihm die Bestrafung der 
beiden  früheren Gesetzesverstösse offenbar zu wenig Eindruck machte, 
als  dass  er  sich  inskünftig  wohl  verhalten  hätte.  Dabei  scheint  das 
Nichtgewähren des Vortritts mit Fahrrad im Jahr 2001 angesichts seines  
jugendlichen Alters von elf Jahren noch vernachlässigbar zu sein. Knapp 
drei Jahre später musste er aber als Mittäter bei einem Einbruchdiebstahl 
(Kasse einer Badeanstalt) zur Rechenschaft gezogen werden, was – wie 
auch  die  vor  dem  tragischen  Unfall  bereits  unternommenen 
Strolchenfahrten  mit  entwendeten  Personenwagen  –  auf  eine  gewisse, 
damals  bestehende  Uneinsichtigkeit  schliessen  lässt.  Dennoch  kann – 
wie das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern zutreffend festhielt – von 
einer  sich stetig  verschlechternden Situation oder gar einer eigentlichen 
Deliktskarriere nicht gesprochen werden.

6.5.3. Dem  öffentlichen  Interesse,  den  Beschwerdeführer  wegen  seiner 
Straftaten von der Schweiz fernzuhalten, steht sein privates Interesse am 
Verbleib in der Schweiz gegenüber. Entscheidend ins Gewicht fällt dabei, 
dass  er  bereits  mit  zehn  Monaten  in  die  Schweiz  gekommen,  hier 
aufgewachsen  ist  und  sämtliche  Schulen  hier  besucht  hat.  Wie  oben 
ausgeführt,  gilt  er  damit  als  Ausländer  der  zweiten  Generation,  bei 
welchen  eine  Ausweisung  bzw.  eine  Nichtverlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung nur zurückhaltend anzuordnen ist. Sein gesamtes 
soziales Netz,  seine  engsten Bezugspersonen  und Vertrauten,  darunter 

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die  nächsten  Verwandten,  befinden  sich  in  der  Schweiz.  Zu  seinem 
Heimatland  bestehen  gemäss  Aktenlage  nach  dem  Tod  seiner 
Grossmutter  keine  engeren  Bindungen  mehr  und  er  könnte  dort  auch 
nicht auf ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz zurückgreifen. Hier hat 
er  Ende  Juli  2008  mit  Erfolg  seine  Berufsausbildung  absolviert 
(Gesamtnote 4.7), wobei ihm ein positives Lehrzeugnis ausgestellt wurde 
(pflichtbewusst,  freundlich  und  hilfsbereit).  Seit  über  zwei  Jahren  ist  er 
beim  selben  Arbeitgeber  tätig,  der  ihn  als  wertvollen  Mitarbeiter 
bezeichnet (vgl. Zeugnis vom 3. November 2009). Berufsbegleitend bildet 
er sich an der Handelsschule Luzern weiter (vgl. Anmeldungsbestätigung 
vom  3. März  2010).  Zwar  hat  er  wegen  des  tragischen  Verkehrsunfalls 
hohe Schulden, die ihn auch inskünftig finanziell schwer belasten werden. 
Er  bemüht  sich  aber  aktiv,  diese  Schulden  im  Rahmen  seiner 
Möglichkeiten  zu  begleichen.  So  hat  er  mit  der  Haftpflichtversicherung 
eine Vereinbarung getroffen und bezahlt auch in regelmässigen Raten die 
Verfahrenskosten  zurück.  Für  eine  allfällige  fortgesetzte 
Fürsorgeabhängigkeit  bestehen  keine  Anhaltspunkte.  Ebenfalls 
massgeblich zu berücksichtigen  ist sein  jugendliches Alter  (16 Jahre)  im 
Zeitpunkt  der  Tat.  Die  Strolchenfahrt  vom  Oktober  2005  fällt  in  die 
Kategorie  der  Jugenddelinquenz  und  ist  insofern  zu  relativieren  (vgl. 
Urteil  des  Europäischen  Gerichtshofs  für  Menschenrechte  [EGMR]  Nr. 
42034/04  vom  22. Mai  2008  i.S.  Emre  c.  Schweiz).  Mit  Blick  auf  sein 
jugendliches  Alter  im  Tatzeitpunkt  ist  der  vorliegende  Fall  auch  nicht 
vergleichbar mit dem Sachverhalt, wie er dem Urteil des Bundesgerichts 
2A.591/2005  zugrunde  lag,  wo  eine  Beschwerde  gegen  die  verfügte 
Ausweisung  abgewiesen  wurde,  der  betreffende  Ausländer  zur  Tatzeit 
aber bereits volljährig gewesen war. Abgesehen davon lag der erwähnte 
Entscheid  auch  insofern  anders,  als  es  sich  bei  jenem  Ausländer  nicht 
wie in casu um einen der zweiten Generation gehandelt hatte. Weiter gilt 
es  zu beachten,  dass der Beschwerdeführer mit  dem Umstand,  für  den 
Tod  eines  jungen  Menschen  verantwortlich  zu  sein,  selber  eine 
lebenslängliche, schwere Last zu tragen und zu verarbeiten hat. Er litt bis 
Mai  2007  denn  auch  an  chronischen  Depressionen  und  bedurfte 
intensiver  psychotherapeutischer  Betreuung.  Zu  seinen  Gunsten  ist  zu 
berücksichtigen,  dass  er  sich  nach  Einschätzung  seines  behandelnden 
Therapeuten vom KJPD seit dem Unfall von seinen Gewohnheiten in der 
Vergangenheit  klar  distanziert  habe,  seine Schuldhaftigkeit  einsehe und 
Reue zeige. In den jeweiligen Stellungnahmen des KJPD vom 24. August 
und  21.  November  2007  ist  ihm  denn  auch  eine  günstige  Prognose 
attestiert  worden,  die  mit  einer  Verlängerungsverweigerung  jedoch 
gefährdet wäre. Ebenfalls eine günstige Prognose abgegeben haben das 

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Erziehungsheim  (vgl.  Stellungnahme  des  Jugenddorfs  S._______  vom 
22.  August  2007)  und  der  zuständige  Sozialarbeiter  der 
Jugendanwaltschaft (vgl. Bericht vom 21. August 2007).

6.5.4. Nach dem Gesagten sind zur Zeit keine Anhaltspunkte ersichtlich, 
dass der Beschwerdeführer nicht gewillt oder fähig wäre, sich in die hier 
geltende Ordnung einzufügen und sich inskünftig wohl zu verhalten. Auch 
wenn  relativierend  einzuräumen  ist,  dass  die  positive  Entwicklung  des 
Beschwerdeführers zunächst im Massnahmenvollzug und somit in einem 
geschützten Umfeld und unter geordneten Strukturen zustande kam (vgl. 
dazu Urteil des Bundesgerichts 2A.16/2007 vom 10. Mai 2007 E. 3.1.2). 
Gerade  die  Entwicklung  seit März  2009  in  einem  stabilen  sozialen  und 
familiären  Umfeld  (Aufnahme  einer  regelmässigen  Arbeitstätigkeit, 
Bemühungen  zur Begleichung  seiner Schulden)  haben gezeigt,  dass  er 
einen  Reifungsprozess  durchlaufen  hat,  der  ihn  offenbar 
verantwortungsvoller,  reifer,  selbständiger  und  auch  selbstbewusster 
gemacht hat. Die damals abgegebenen günstigen Prognosen haben sich 
demnach bis jetzt bestätigt.

6.6.  In  umfassender  Abwägung  aller  relevanten  Interessen  kommt  das 
Bundesverwaltungsgericht  –  wie  schon  das  Verwaltungsgericht  des 
Kantons Luzern – daher zum Schluss, dass die privaten  Interessen des 
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz angesichts der günstigen 
Prognose  und  seines  hiesigen  familiären  und  persönlichen 
Beziehungsnetzes  insgesamt  höher  du  werten  sind  als  das  öffentliche 
Interesse an seiner Entfernung. Allerdings handelt es sich vorliegend um 
einen  Grenzfall.  Sollte  der  Beschwerdeführer  trotz  günstiger  Prognose 
wiederum  straffällig  werden,  könnte  eine  Ausweisung  oder  eine 
Nichtverlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  immer  noch  verfügt 
werden.

7. 
Die  von  der  Vorinstanz  verfügte  Verweigerung  der  Zustimmung  zur 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  und  Wegeisung  erweist  sich 
daher als unverhältnismässig und verletzt Bundesrecht (vgl. Art. 49 Bst. a 
VwVG).  Die  Beschwerde  ist  demnach  gutzuheissen,  die  angefochtene 
Verfügung  aufzuheben  und  der  Verlängerung  der  kantonalen 
Aufenthaltsbewilligung zuzustimmen.

8. 
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens  sind dem Beschwerdeführer  keine 

C­1833/2009

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Kosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG)  und  der  geleistete 
Kostenvorschuss  ist  zurückzuerstatten.  Der  obsiegende 
Beschwerdeführer,  der  anwaltlich  vertreten  ist,  hat  Anspruch  auf  eine 
Parteientschädigung  für  die  ihm  erwachsenen  und  notwendigen  Kosten 
(Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  7  Abs.  2  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Entgegen der von ihm 
am 2. Mai 2011 eingereichten Kostennote (Fr. 4'895.­ zuzüglich Auslagen 
von  Fr.  230.­  und  MwSt.  von  Fr.  410.­  total  Fr.  5'535.­)  ist  die 
Parteientschädigung  in  Berücksichtigung  der  Streitsache,  deren 
rechtlicher  und  tatsächlicher  Schwierigkeit,  der  Notwendigkeit  der 
Eingaben  (insbesondere  der  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  im 
Nebenverfahren  um  Akteinsicht  [C­7316/2009]  nur  teilweise 
durchgedrungen  ist)  sowie  der  Bandbreite  der  bislang  ausgerichteten 
Entschädigungen  für  vergleichbare  Fälle  nach  Massgabe  des 
pflichtgemässen  richterlichen  Ermessens  auf  Fr.  2'800.­  (inkl.  Auslagen 
und MwSt.) festzusetzen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. 
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben, und der Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung wird die Zustimmung erteilt.

3. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  am  3.  April  2009 
bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 800.­ wird zurückerstattet.

4. 
Die  Vorinstanz  hat  den  Beschwerdeführer  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht mit Fr.  2'800.­  (inkl. Auslagen und MwSt.)  zu 
entschädigen.

5. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)

C­1833/2009

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– die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung;  Akten  Ref­Nr.  […] 
zurück)

– das Amt für Migration des Kantons Luzern (ad […])

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Rudolf Grun

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss 
den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (Art. 42 BGG).

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