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**Case Identifier:** b726c4c4-15f6-55ce-8b4a-52962e6b6a1d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2010 C-1750/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1750-2009_2010-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1750/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Vito Valenti, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Spanien,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rentenrevision).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1750/2009

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1974  geborene,  ledige,  spanische  Staatsangehörige 
X._______ lebt seit Mai 2008 in Spanien (act. 3). Er hat von 1992 bis 
2004  in  der  Schweiz  hauptsächlich  als  (gelernter)  Bauisoleur  ge-
arbeitet  und  dabei  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-,  Hinter-
lassenen-  und  Invalidenversicherung  entrichtet  (act. 5).  Mit  Gesuch 
vom 6. Dezember  2005  (act. 3)  hat  er  bei  der  IV-Stelle  Basel-Land-
schaft  (nachfolgend:  IV-Stelle  BL)  einen  Antrag  auf  Leistungen  der 
schweizerischen Invalidenversicherung gestellt.

B.
Mit  Verfügungen vom 14. Dezember  2006 (act. 23)  und vom 30. No-
vember 2006 (act. 22) hat die IV-Stelle BL X._______ mit Wirkung ab 
1. Dezember  2005  eine  ganze IV-Rente  zugesprochen und  das  Ge-
such  um Hilflosenentschädigung  abgelehnt.  Diese  Verfügungen  sind 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

Diesen  Verfügungen  lagen  namentlich  folgende  medizinische  Do-
kumente  zugrunde: der  Bericht  von Dr. med. A._______,  Innere  Me-
dizin  FMH,  vom  1. Februar  2006  (act. 7)  und  das  Gutachten  von 
Dr. med. B._______, Fachärztin Psychiatrie/Psychotherapie FMH, vom 
31. März 2006 (act. 9).

In  obgenannten  Berichten  wurden  folgende  Diagnosen  gestellt:  De-
pression,  akute  schizophreniforme  psychotische  Störung  (ICD-10 
F23.2) bei Verdacht auf Erkrankung aus dem schizophrenen Formen-
kreis sowie Angst- und Panikstörung gemischt (ICD-10 F41.0, F41.1).  
Aufgrund dieser Leiden, erachteten die untersuchenden Ärzte den Be-
schwerdeführer als zu 100% arbeitsunfähig.

C.
Am 10. Dezember 2007 (act. 25) hat die IV-Stelle BL von Amtes we-
gen ein Rentenrevisionsverfahren eingeleitet und entsprechende Arzt-
berichte eingeholt.

D.
Mit Verfügung vom 9. Februar 2009 (act. 46) hat die IV-Stelle für Ver-
sicherte  im  Ausland  (nachfolgend: IVSTA) gemäss  Vorbescheid  vom 
29. Juli 2008 (act. 34) der IV-Stelle BL die ganze Rente von X._______ 

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mit Wirkung ab 1. April 2009 auf eine halbe Rente herabgesetzt.

Die  IVSTA  hat  sich  dabei  auf  folgende  Unterlagen  gestützt:  den 
Arztbericht von Dr. med. C._______, Psychiatrie/Psychotherapie FMH, 
vom  4. Januar  2008  (act. 26),  das  Verlaufsgutachten  von 
Dr. med. D._______, Facharzt  FMH für  Psychiatrie  und Psychothera-
pie, vom 16. April 2008 (act. 30), den undatierten Bericht (act. 41) von 
E._______,  Klinische  Psychologin,  und  die  Stellungnahme  von 
pract. med. F._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
vom 17. Dezember 2008 (act. 44).

Die Ärzte diagnostizierten in den obgenannten Gutachten im Wesent-
lichen eine Angst und Panikstörung gemischt (ICD-10 F41.0, F41.1), 
eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtiger leichter res-
pektive mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0 respektive F33.1),  eine 
kombinierte  Persönlichkeitsstörung  mit  ängstlichen,  unsicheren,  ab-
hängigen  und  ausgeprägten  narzisstischen  Anteilen  (ICD-10  F61.0) 
und eine soziale Phobie (ICD-10 F40.1).

E.
Gegen  die  Verfügung  vom  9. Februar  2009  hat  X._______  (nach-
folgend:  Beschwerdeführer)  mit  Eingabe  vom  16. März  2009  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht  eingereicht.  Er  beantragte 
die Aufhebung der Verfügung vom 9. Februar 2009 und die Weiterge-
währung der ganzen Rente. Zur Begründung führte er aus, er habe be-
reits einen Arbeitsversuch durchgeführt  und sei auch durch die Psy-
chologin aufgefordert worden, wieder eine Arbeit aufzunehmen. Durch 
den  daraus  entstandenen  psychischen  Druck  seien  die  Angst,  der 
Stress, die Panikattacken und auch die psychischen Blockaden wieder 
aufgekommen. Ferner sei auch die Depression wieder stärker gewor-
den.

F.
Am 1. April  2009 ist  der  mit  Zwischenverfügung vom 23. März  2009 
einverlangte  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 300.--  beim Bun-
desverwaltungsgericht eingegangen.

G.
Mit  Vernehmlassung vom 20. Juli  2009 hat  die  IVSTA unter  Hinweis 
auf  die  Stellungnahme  der  IV-Stelle  BL  vom  14. Juli  2009  die  Ab-
weisung der Beschwerde beantragt. Zur Begründung führte sie aus, im 

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Gegensatz  zum Zeitpunkt  der  Rentenzusprache  hätten sich  die  De-
pression und die soziale Phobie zurückgebildet und das Vorliegen von 
Suizidalität  könne  heute  auch  verneint  werden.  Dem  Beschwerde-
führer  sei  daher  die  Ausübung  einer  Tätigkeit  im  Umfang  von  50% 
wieder zumutbar.

H.
Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen.

I.
Mit  Schreiben  vom  14. Juni  2010  hat  die  IVSTA  dem  Bundesver-
waltungsgericht  eine  Telefonnotiz  der  IV-Stelle  BL  weitergeleitet,  in 
welcher festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer seit Februar 
2010 eine Anstellung mit  einem 100%-Pensum in einem Warenlager 
habe  und  sein  ursprünglich  nur  dreimonatiger  Vertrag  soeben  um 
weitere neun Monate verlängert worden sei. Insgesamt habe der Be-
schwerdeführer  mitgeteilt,  er  sei  zwar  weiterhin  psychisch  einge-
schränkt, sei jedoch für die weitere Entwicklung zuversichtlich, da ihm 
die Arbeit gut tue.

J.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  eingereichten 
Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Ver-
fügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  VGG nichts  an-

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deres bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben 
in  sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestim-
mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil  des Sozial-
versicherungsrechts  vom  6. Oktober  2000  (ATSG,  SR 830.1)  vorbe-
halten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes 
auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, 
wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vor-
sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In-
validenversicherung anwendbar (Art. 1a bis  70 IVG),  soweit  das IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden 
nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrecht-
licher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen 
grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche  im  Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE 130 V 1 
E. 3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.  
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger, so dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selb-
ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-
schaft  zu-  und  abwandern,  haben  die  in  den  persönlichen  Anwen-
dungsbereich  der  Verordnung fallenden,  in  einem Mitgliedstaat  woh-
nenden  Personen  aufgrund  der  Rechtsvorschriften  eines  Mitglied-

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staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie  der  Effektivität  –  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraus-
setzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  nach 
der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entspre-
chend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf  eine  Rente  der  Invalidenversicherung  ausschliesslich  nach  dem 
innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201), dem ATSG und der der Verordnung vom 11. Sep-
tember 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11). 

2.3 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, dei bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist für die Be-
urteilung  eines  Rentenanspruchs  seit  dem  1. Januar  2008  auf  die 
Fassung  gemäss  den  am 1. Januar  2008  in  Kraft  getretenen  Ände-
rungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. 

2.4 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung  (hier: 
9. Februar  2008)  eingetretenen  Sachverhalt  ab  (BGE 129 V 1  E. 1.2 
mit  Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt  seither verändert  ha-
ben,  sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsver-
fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.5 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 

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unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.  
Vorab  ist  zu  prüfen,  ob  die  IVSTA  angesichts  des  im  Mai  2008 
erfolgten  Wohnsitzwechsels  des  Beschwerdeführers  überhaupt  die 
zuständige Verfügungsbehörde war.

3.1 Die  örtliche  Zuständigkeit  der  IV-Stelle  richtet  sich  in  der  Regel 
nach  dem  Wohnsitz  des  Versicherten  im  Zeitpunkt  der  Anmeldung 
(Art. 55 IVG). Gemäss Art. 40 Abs. 3 IVV bleibt die einmal begründete 
Zuständigkeit  der  IV-Stelle  im  Verlaufe  des  Verfahrens  erhalten. 
Frühestens nach einer gerichtlichen Rückweisung der Sache zur wei-
teren Abklärung und neuer Verfügung an die Verwaltung kann sich ein 
Wechsel der IV-Stelle rechtfertigen (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
I 232/03  vom  22. Januar  2004,  publiziert  in  SVR  2005  IV  Nr. 39 
S. 145 ff. E. 3.3.1 f.; vgl. auch Urteil  des  BGer  I 190/06 vom 16. Mai 
2007  E. 3.2).  Die  Revisionsverfahren  werden  von  jener  IV-Stelle 
durchgeführt,  die  bei  Eingang  des  Revisionsgesuches  oder  bei  der 
Wiederaufnahme des Verfahrens von Amtes wegen nach Art. 40 IVV 
zuständig ist (Art. 88 Abs. 1 IVV).

Im  Zeitpunkt  der  Einleitung  der  Rentenrevision  im  Dezember  2007 
hatte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Kanton Basel-Land-
schaft (act. 25), weshalb die IV-Stelle BL für den Erlass der Verfügung 
zuständig gewesen wäre. 

3.2 Verfügungen von örtlich unzuständigen IV-Stellen – vorliegend der 
IVSTA – sind in der Regel nicht nichtig, sondern lediglich anfechtbar  
(Urteil  des  BGer  I 232/03  vom  22. Januar  2004  E. 4.1;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer]  C-2687/2006  vom  27. August 
2008  E. 3.2  mit  Hinweisen). Nach  der  Rechtsprechung  kann  im Be-
schwerdeverfahren aus prozessökonomischen Gründen von der  Auf-
hebung der Verfügung einer unzuständigen IV-Stelle und Überweisung 
der Sache an die zuständige IV-Stelle abgesehen werden, wenn die 
fehlende Zuständigkeit nicht gerügt wird und aufgrund der gegebenen 
Aktenlage  in  der  Sache  entschieden  werden  kann  (Urteil  des  BGer 
I 8/02  vom 16. Juli  2002  E. 2.4  in  Verbindung  mit  E. 1.1,  Urteil  des 
BGer I 232/03 vom 22. Januar 2004 E. 4.2.1).

3.3 Da vorliegend die fehlende Zuständigkeit nicht gerügt wurde und 
aufgrund der gegebenen Aktenlage in der Sache entschieden werden 

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kann, ist  aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der 
Verfügung der Vorinstanz und von der Überweisung der Sache an die 
zuständige IV-Stelle BL abzusehen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

Zu  einer  Änderung  des Invaliditätsgrades Anlass  geben  kann  einer-
seits  eine wesentliche Verbesserung oder  Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes  mit  entsprechender  Beeinflussung  der  Erwerbs-
fähigkeit und anderseits eine erhebliche Veränderung der erwerblichen 
Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens 
(BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; 
SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommens-
vergleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann 
jede Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den 
Anspruch  erheblichen  Erhöhung  oder  Verringerung  des  Invaliditäts-
grades führen.

Ob eine solche rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenver-
fügung  bestanden  hat,  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen  Revi-
sionsverfügung  (BGE 125 V 369  E. 2,  113 V 275  E. 1a).  Eine  in  der 
Zwischenzeit ergangene Revisionsverfügung gilt  dann als Vergleichs-
basis,  wenn  sie  die  ursprüngliche  Rentenverfügung  nicht  bestätigt, 
sondern die laufende Rente aufgrund eines neu festgesetzten IV-Gra-
des  geändert  hat  (BGE 109 V 262  E. 4a  mit  Hinweisen;  ZAK 1987 
S. 37 E. 1a). Der Revisionsverfügung kommt im Weiteren – auch wenn 
der bisherige IV-Grad bestätigt wird und die Höhe der Rente unverän-
dert bleibt – dann als Vergleichsbasis Bedeutung zu, wenn sie in Form 
einer in Rechtskraft getretenen Verfügung ergangen ist und eine mate-
rielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat.  Diese  im  Bereich  der  Neuanmeldung  geänderte  Praxis  des 
Bundesgerichts  gilt  neu auch im Bereich  von Rentenrevisionen (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.4). Dagegen ist  die unterschiedliche Beurteilung 
eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Sachverhalts  kein 

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Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich 
nur  dann  beachtlich,  wenn  sie  Ausdruck  von  Änderungen  der 
tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit 
Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Vorliegend ist somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfügung 
vom 14. Dezember 2006 mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Revi-
sionsverfügung vom 9. Februar 2009 zu vergleichen.

4.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len  haben.  Aufgabe  des  Arztes  im  schweizerischen  Invalidenver-
sicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls be-
züglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten kon-
kret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 
E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

4.4 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 

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pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  BGer  I 268/2005  vom  26. Januar  2006  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi -
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

4.5 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli -
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-

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kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi -
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli -
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In-
validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er 
im fraglichen Zeitpunkt  nach dem im Sozialversicherungsrecht  allge-
mein gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge-
sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 
erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung und  der  realen Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah-
rung entspricht,  dass die bisherige Tätigkeit  ohne Gesundheitsscha-
den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müs-
sen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, da-
mit sie berücksichtigt werden können. Zusatzeinkommen wie zum Bei-
spiel  Überstundenentschädigungen  können  berücksichtigt  werden, 
wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um Spesenent -
schädigungen handelt. Da aber die Invaliditätsschätzung der dauernd 
oder  für  längere  Zeit  bestehenden  Erwerbsunfähigkeit  entsprechen 
muss, bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung eines derartigen 
Zusatzeinkommens, dass der Versicherte aller Voraussicht nach damit 
hätte  rechnen  können  (vgl.  Urteil  des  BGer  U 178/03  vom 18. März 
2004 E. 2.2 mit Hinweisen).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be-
ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person  konkret  steht.  Ist  –  wie  hier  –  kein  tatsächlich  erzieltes  Er-
werbseinkommen nach Eintritt  der Invalidität mehr gegeben, nament-
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

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keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen 
hat,  so  sind  nach  der  Rechtsprechung  die  gesamtschweizerischen 
Tabellenlöhne  gemäss  den  vom  BFS  periodisch  herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472 
E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zent-
ralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor.

4.6 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 
70% ein Anspruch auf eine ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei 
einem Grad der Invalidität von 60%, auf eine halbe Rente bei einem 
solchen von 50% und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 40%.

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine  abweichende  Regelung  vorsehen,  was für  Staaten  der  EU der 
Fall ist.

5.  
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes beim Beschwerdeführer bejaht und gestützt darauf 
seine Rente herabgesetzt hat.

5.1 Im  Rahmen  der  ursprünglichen  Rentenverfügung  vom  14. De-
zember  2006  lagen  der  IVSTA respektive  der  damals  noch  zustän-
digen IV-Stelle BL namentlich folgende medizinische Unterlagen vor.

5.1.1 Dr. med. A._______, Innere Medizin FMH, attestierte in seinem 
Bericht  vom 1. Februar  2006 beim Beschwerdeführer  liege eine De-
pression und eine DD-Psychose vor, weshalb er ihn bis auf weiteres 
für 100% arbeitsunfähig halte.

5.1.2 Dr. med. B._______,  Fachärztin  Psychiatrie/Psychotherapie 
FMH, kam in ihrem Gutachten vom 31. März 2006 zum Schluss, als 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit lägen eine akute 
schizophreniforme psychotische Störung (ICD-10 F23.2) bei Verdacht 
auf  Erkrankung  aus  dem  schizophrenen  Formenkreis  sowie  eine 
Angst- und Panikstörung gemischt (ICD-10 F41.0, F41.1) vor. Ferner 
attestierte  sie  dem  Beschwerdeführer  einen  Status  nach  multiplem 
Drogenmissbrauch,  welcher  jedoch  keinen  Einfluss  auf  die  Arbeits-

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fähigkeit habe. Insgesamt schätzte sie die daraus folgende Arbeitsun-
fähigkeit  in  jeglichen  Tätigkeiten  auf  100%. Diese  Arbeitsunfähigkeit 
sei bereits vor Ende 2004 eingetreten; eine Prognose für den weiteren 
Verlauf könne nicht gestellt werden.

5.2 Anlässlich  des  Rentenrevisionsverfahrens  holte  die  IV-Stelle  BL 
neue Gutachten ein, deren Inhalt nachfolgend zusammenzufassen ist.

5.2.1 Dr. med. C._______,  Psychiatrie/Psychotherapie  FMH,  hat  im 
Arztbericht  vom  4. Januar  2008  eine  Angst-  und  Panikstörung 
gemischt  (ICD-10  F41.0,  F41.1)  sowie  eine  redivierende  depressive 
Störung  bei  gegenwärtiger  mittelgradiger  Episode  (ICD-10  F33.1) 
diagnostiziert. Er  erachtete  den Zustand des Beschwerdeführers  als 
besserungsfähig  und schlug  deshalb  die  Anordnung von beruflichen 
Massnahmen  vor.  Angaben  zur  Arbeitsfähigkeit  hat 
Dr. med. C._______ nicht gemacht.

5.2.2 Dem Verlaufsgutachten von Dr. med. D._______, Facharzt FMH 
für  Psychiatrie  und  Psychotherapie,  vom  16. April  2008  ist  zu  ent-
nehmen,  dass  der  Beschwerdeführer  an einer  kombinierten Persön-
lichkeitsstörung  mit  ängstlichen,  unsicheren,  abhängigen  und  aus-
geprägten  narzisstischen  Anteilen  (ICD-10  F61.0),  an  einer  re-
zidivierenden  depressiven  Störung  mit  gegenwärtig  leichter  Episode 
(ICD-10 F33.0), einer sozialen Phobie (ICD-10 F40.0) sowie an einer 
Angststörung  (ICD-10  F41.1)  leide.  Der  Gutachter  anerkennt,  dass 
beim Beschwerdeführer immer noch eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 50% vorliege, allerdings habe sich der Zustand des Be-
schwerdeführers  seit  der  akuten  schweren  psychischen  Krise  Ende 
2004/Anfang 2005 nach dem Verlust der Arbeit und der Trennung von 
seiner  Freundin  wesentlich  gebessert.  Damals  habe  sich  der  Be-
schwerdeführer komplett  von der Aussenwelt  zurückgezogen und sei 
suizidal  gewesen.  Heute  sei  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
durchgeführten  psychiatrischen  Behandlung  hingegen  wieder  in  der 
Lage, alleine das Haus zu verlassen, Einkäufe zu tätigen,  sportliche 
Aktivitäten auszuüben und alleine zur  Untersuchung beim Gutachter 
anzureisen;  die  Suizidalität  habe  sich  ebenfalls  zurückgebildet.  Im 
jetzigen Zeitpunkt könne dem Beschwerdeführer dank der Rückbildung 
der depressiven Störung und der Angststörung wieder die schrittweise 
Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zugemutet werden. Die Ar-
beitsfähigkeit betrage aus psychiatrischer in seiner bisherigen Tätigkeit 
und auch in anderen seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen-

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den Tätigkeiten 50%. Da die Arbeitsfähigkeit rückwirkend kaum präzise 
festzustellen  sei,  gelte  die  von ihm festgestellte  Arbeitsfähigkeit  von 
50% erst für die Zeit nach seinem Gutachten, das heisst ab Mai 2008.

5.2.3 Den  anlässlich  des  Vorbescheidsverfahrens  sowie  des  Be-
schwerdeverfahrens  durch  den  Beschwerdeführer  eingereichten  Be-
richten  von  E._______,  Klinische  Psychologin,  und 
Dr. med. G._______,  Psychiaterin,  ist  ebenfalls  zu  entnehmen,  dass 
sich  die  Symptomatologie  des  Beschwerdeführers  günstig  weiter-
entwickelt  habe, da der  Beschwerdeführer gelernt  habe, sich seinen 
Ängsten zu stellen und sich sein Anpassungsvermögen an sein Um-
feld verbessert habe. Ferner ist den Berichten zu entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer  mittels  Rehabilitations-  und  Eingliederungsmass-
nahmen in der Lage sein sollte, die Eingliederung in die Arbeitswelt zu 
schaffen. Eine konkrete Angabe zur Arbeitsfähigkeit ist den Berichten 
nicht zu entnehmen.

5.2.4 In  der  zusammenfassenden  medizinischen  Stellungnahme von 
pract. med. F._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
vom 17. Dezember  2008  geht  der  beurteilende  Arzt  in  Übereinstim-
mung  mit  den  Ausführungen  im  detaillierten  Verlaufsgutachten  von 
Dr. med. D._______ davon aus,  der Beschwerdeführer sei  wieder  zu 
50% arbeitsfähig.

5.3 Vergleicht  man  die  gesundheitliche  Situation  des  Beschwerde-
führers anlässlich der Rentenzusprechung mit  der Situation im Revi-
sionszeitpunkt, so ist festzuhalten, dass sich die psychische Situation 
zufolge  der  durchgeführten  Therapien  wesentlich  verbessert  hat:  im 
Revisionszeitpunkt  liegt  nur  noch  eine  leichte  und  nicht  mehr  eine 
mittelgradige depressive Episode vor und die Angststörungen haben 
sich ebenfalls zurückgebildet. Dies kann namentlich aus dem Umstand 
abgeleitet  werden,  dass  der  Beschwerdeführer  –  im  Gegensatz  zu 
früher – wieder in der Lage ist, alleine das Haus zu verlassen und Be-
sorgungen  selbst  zu  erledigen.  Insbesondere  das  ausführliche  und 
schlüssige  Verlaufsgutachten  von  Dr. med. D._______  äussert  sich 
konkret zur Arbeitsfähigkeit. Es ist gemäss dessen Ausführungen vor-
derhand von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen, um eine all -
fällige Überforderung zu vermeiden. Keines der Gutachten, auch nicht 
diejenigen,  die der  Beschwerdeführer  eingereicht  hat,  enthalten Hin-
weise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit geringer ausfällt als im Verlaufs-
gutachten  festgestellt,  weshalb  auf  dieses  abzustellen  ist.  Dies  gilt 

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unabhängig von der Telefonnotiz der IV-Stelle BL vom 3. Juni 2010, in 
welcher  festgehalten  wird,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  Februar 
2010 in Spanien eine Anstellung mit einem Pensum von 100% habe 
und  der  Vertrag  kürzlich  sogar  um  weitere  neun  Monate  verlängert 
worden sei. Da es  sich  hierbei  um einen Umstand handelt,  welcher 
erst  nach  Verfügungserlass  eingetreten  ist,  ist  dieser  nicht  im  vor-
liegenden Verfahren, sondern erst anlässlich einer weiteren Revision 
zu berücksichtigen. 

Somit hat die IVSTA zu Recht seit  Mai 2008 eine Verbesserung des 
Gesundheitszustandes angenommen.

6.
Zumal der Beschwerdeführer in seiner früheren Tätigkeit  als zu 50% 
arbeitsfähig gilt,  ist  kein Einkommensvergleich im eigentlichen Sinne 
durchzuführen; mittels Prozentvergleich resultiert  – wie auch von der 
IVSTA festgestellt – ein Invaliditätsgrad von 50%.

7.  

7.1 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist  die anspruchsbeeinflussende Ände-
rung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer -
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in 
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unter -
bruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andau-
ern  wird  (Art. 88a Abs. 1 Satz 2  IVV). Gemäss Art. 88bis Abs. 2  lit. a 
IVV erfolgt die Herabsetzung einer Rente in jedem Fall frühestens vom 
ersten Tag des zweiten Monats an, welcher der Zustellung der Herab-
setzungsverfügung folgt.

7.2 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass sich der Gesund-
heitszustand  des  Beschwerdeführers  (spätestens)  ab  Mai  2008  ver-
bessert  hat  Die anspruchsbeeinflussende Änderung dauerte im Zeit-
punkt der Verfügung (9. Februar 2009) somit bereits seit neun Mona-
ten. Die  Rente ist in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 IVV vom ersten 
Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an, in 
casu somit per 1. April 2009 herabzusetzen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die IVSTA zu Recht von einer 
Verbesserung  des  Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers 
ausgegangen ist und infolge dessen die ganze Rente des Beschwer-
deführers per 1. April 2009 auf eine halbe Rente reduziert hat. Die Be-

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schwerde ist somit abzuweisen. Die Akten sind an die IVSTA zu über -
weisen, damit diese eine Revision von Amtes wegen durchführe.

8.  

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der  seit  dem 1. Juli  2006 gültigen Fassung)  ist  das Beschwerdever-
fahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von 
IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Ge-
mäss  Art. 63  Abs. 1  VwVG  sind  die  Verfahrenskosten  der  unterlie-
genden Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu 
berücksichtigen ist. Da der Beschwerdeführer unterlegen ist, hat er die 
Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrensaufwand 
und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200-1'000 Franken 
festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind 
die Verfahrenskosten auf Fr. 300.-- festzusetzen. Sie sind mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 300.-- zu verrechnen.

8.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3  des Reglements  vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

8.3 Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Par-
teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

Seite 16

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Akten werden an die IVSTA überwiesen, damit diese eine Revision 
von Amtes wegen durchführe.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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