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**Case Identifier:** 8045ed78-3369-500e-b7d6-03d44f943b16
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.07.2021 BB.2021.156
**Docket/Reference:** BB.2021.156
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2021-156_2021-07-23

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 StPO).

Beschluss vom 23. Juli 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Stephan Blättler, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 

Abs. 2 StPO); unentgeltliche Rechtspflege für die Privat-

klägerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 

StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2021.156 

Nebenverfahren: BP.2021.50  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. mit Schreiben vom 14. April 2021 bei der Generalstaatsanwaltschaft des 

Kantons Bern gegen Bundesrichter B. wegen Amtsmissbrauchs, Strafverei-

telung im Amt, Willkür-Entscheide, «Schützen von Schwerst-Kriminellen – 

Syrer –» Strafanzeige erstattete und ihm dabei vorwarf, er habe die genann-

ten Straftaten im Zusammenhang mit seinen Urteilen […] vom 

22. März 2021, […] vom 15. September 2020, […] vom 12. Mai 2020, […] 

vom 31. Mai 2019, […] vom 28. Mai 2019, […] vom 19. April 2018 und […] 

vom 19. März 2018 begangen (Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 1);  

 

- die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern die Strafanzeige am 

16. April 2021 zuständigkeitshalber an die Bundesanwaltschaft weiterleitete 

(Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 2); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 27. Mai 2021 die Nichtanhand-

nahme der Sache verfügte (Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 3); 

 

- dagegen A. mit Beschwerde vom 4. Juni 2021 an die Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts gelangte und sinngemäss die Aufhebung der Nicht-

anhandnahmeverfügung beantragte (act. 1);  

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390 

Abs. 2 StPO). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 27. Mai 2021 

mangels hinreichenden Tatverdachts keine Strafuntersuchung eröffnete;  

 

- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein 

hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen 

und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-

lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann;  

 

- 3 - 

 

 

- den Eingaben des Beschwerdeführers kein konkreter Sachverhalt entnom-

men werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begründen könnte; 

 

- insbesondere ein für den Beschwerdeführer ungünstiger richterlicher Ent-

scheid in aller Regel keinen Amtsmissbrauch darstellt; vorliegend denn 

auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Bundesrichter B. seine 

Amtsgewalt missbraucht hätte; es sich bei sämtlichen obgenannten Urtei-

len des Bundesgerichts um Nichteintretensentscheide handelt, die wegen 

offensichtlich nicht hinreichender Begründung der Beschwerden gestützt 

auf Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ergingen; darin kein Missbrauch der Amtsge-

walt durch Bundesrichter B. erblickt werden kann; auch keine anderen An-

haltspunkte dafür bestehen, dass Bundesrichter B. seine Amtsgewalt miss-

braucht hätte; 

 

- die Beschwerdegegnerin sodann zu Recht darauf hingewiesen hat, dass sie 

nicht Aufsichtsbehörde über das Bundesgericht ist;  

 

- die Nichtanhandnahme der Sache daher nicht zu beanstanden ist;  

 

-  nach dem Gesagten sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet er-

weist, weshalb sie abzuweisen ist;  

 

-  der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege er-

sucht hat (act. 1; BP.2021.50 act. 1);  

 

-  dieses Gesuch infolge der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen 

ist (vgl. Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO);  

 

-  bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu 

tragen hat (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

-  die Gerichtsgebühr auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von 

Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR). 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.  

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 23. Juli 2021 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesrichter B. 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.