# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc6fadc3-78e9-5525-8364-5beb043ed494
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 03.04.2025 ZK1 2024 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-14_2025-04-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 3. April 2025
ZK1 2024 14

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Gerichtsschreiberin Cornelia Spörri-Kessler.

In Sachen A.________,
Kläger und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

C.________,
Beklagte und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend Edition
(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March 
vom 15. März 2024, ZEO 2020 22);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. a) Die Parteien heirateten am ________ (vgl. Vi-act. 14, S. 5 Ziff. 3). Am 
26. Februar 2020 erklärten sie beim Einzelrichter am Bezirksgericht March ge-
meinsam ihr Scheidungsbegehren (Vi-act. 1). Am 17. September 2020 erstat-
tete der Kläger die schriftliche Klagebegründung (Vi-act. 14). Mit Klageantwort 
vom 22. Januar 2021 beantragte die Beklagte unter anderem was folgt (Vi-
act. 24): 

[…]

6. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten des 
Barbedarfs der Kinder E.________ und F.________ einen indexier-
ten Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 7’962.00 (E.________) und 
CHF 8’260.00 (F.________) zuzüglich Kinder- und Familienzula-
gen, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils und längstens 
bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung, auch über die 
Mündigkeit hinaus, zu bezahlen, zahlbar jeweils monatlich im Vor-
aus auf den Ersten eines jeden Monats.

7. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten einen persönlichen 
Unterhaltsbeitrag nach Rechtskraft des Scheidungsurteils in Höhe 
von mindestens CHF 19’425.00 zu bezahlen, zahlbar jeweils monat-
lich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats bis zum 
xx. ________ 2032 (Eintritt der ordentlichen Pensionierung des Klä-
gers).

8. Es sei der Beklagten die Gelegenheit zu gewähren, die Bezifferung 
der Unterhaltsbeiträge gemäss der Anträge 6 und 7 nach Vorlage 
der aktuellen Unterlagen des Klägers neu zu beziffern.

[…]

11. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz vorzu-
nehmen und es sei der Kläger zu verpflichten, an die Beklagte einen 
güterrechtlichen Ausgleichsanspruch in Höhe von provisorisch (im 
Sinne von Art. 85 Abs. 1 ZPO) mindestens CHF 100’000.00 zu be-
zahlen, zahlbar innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungs-
urteils.

Es sei der Gesuchstellerin die Gelegenheit zu gewähren, die Bezif-
ferung ihres güterrechtlichen Ausgleichsanspruchs nach Vorlage 
der massgebenden Unterlagen zum Vermögen und zu den Schul-
den des Klägers (neu) im Sinn von Art. 85 ZPO spätestens nach 
Abschluss des Beweisverfahrens abschliessend zu beziffern.

[…]

Kantonsgericht Schwyz 3

12. Der Kläger sei gestützt auf Art. 170 ZGB zu verpflichten, seine Ein-
kommens- und Vermögensverhältnisse (inklusive der ihm zu 100% 
gehörenden Gesellschaft, der G.________AG, seine Kreditkarten-
bezüge und seiner Schulden seit dem 1. Januar 2018 bis heute so-
wie über die Verwendung seiner Mittel unter Vorlage aller massgeb-
lichen Urkunden offenzulegen und Auskunft zu erteilen.

lnsbesondere sei er zur Vorlage aller detaillierten Kontoauszüge be-
treffend aller auf seinen Namen lautenden oder ihm wirtschaftlich 
zuzuordnenden Konti im ln- und Ausland zu verpflichten, und zwar 
seit dem 1. Januar 2018 bis heute sowie für dieselbe Zeitspanne die 
detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher privaten und über 
seine Gesellschaft laufenden Kreditkarten. Gleichzeitig hat er Er-
klärungen der entsprechenden Banken beizubringen, dass er keine 
weiteren Konti oder Kreditkarten bei diesen Instituten hält oder an 
solchen rechtlich oder wirtschaftlich berechtigt ist.

[…]

[…]

Der Kläger replizierte am 2. September 2021 (Vi-act. 50). Am 15. November 
2021 erstattete die Beklagte ihre Duplik, unter Festhalten an den oben erwähn-
ten Anträgen (Vi-act. 58).

Mit Verfügung vom 21. Dezember 2021 forderte der Einzelrichter den Kläger 
unter anderem zur „Vorlage aller detaillierten Kontoauszüge betreffend aller auf 
seinen Namen lautenden oder ihm wirtschaftlich zuzuordnenden Konti im In- 
und Ausland seit dem 01.01.2018 bis heute sowie für dieselbe Zeitspanne die 
detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher privaten und über 
G.________ AG laufenden Kreditkarten“ auf (Vi-act. 60 S. 2 Ziff. 4.1).

In der Folge reichte der Kläger, teilweise nach erneuter Fristansetzung (vgl. Vi-
act. 86 und 88), gewisse Unterlagen ein (Vi-act. 67, 70 und 96). Mit Verfügung 
vom 14. Dezember 2022 wies der Einzelrichter darauf hin, dass nach wie vor 
nicht sämtliche mit Verfügung vom 21. Dezember 2021 edierten Unterlagen vor-
lägen, und forderte den Kläger unter anderem konkret dazu auf, die Auszüge 
der AMEX Kreditkarte seit dem 1. Januar 2018 einzureichen (Vi-act. 108).

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Am 20. März 2023 reichte der Kläger weitere Unterlagen ein und teilte im Übri-
gen mit, dass die Auszüge der AMEX Kreditkarte bereits eingereicht worden 
seien (Vi-act. 121).

Mit Eingabe vom 15. November 2023 wies die Beklagte den Einzelrichter darauf 
hin, dass der Kläger entgegen seinen Ausführungen die Auszüge der AMEX-
Kreditkarte noch nicht eingereicht habe. Sie ersuchte daher um kurze Fristan-
setzung an den Kläger, damit dieser die detaillierten Kreditkartenabrechnungen 
sämtlicher privaten und über die G.________ AG laufenden AMEX-Kreditkarten 
seit 1. Januar 2018 einreiche, wozu er bereits mit Verfügungen vom 21. Dezem-
ber 2021 und 14. Dezember 2022 aufgefordert worden sei (Vi-act. 143).

Mit Eingabe vom 18. Januar 2024 ersuchte der Kläger den Einzelrichter darum, 
auf den Antrag der Beklagten auf Edition der Amex-Kreditkartenabrechnungen 
nicht einzutreten (Vi-act. 152). Die Beklagte nahm dazu am 24. Januar 2024 
Stellung (Vi-act. 154).

Mit Verfügung vom 23. Februar 2024 forderte der Einzelrichter den Kläger „er-
neut und letztmalig“ dazu auf, ihm bis spätestens am 11. März 2024 die detail-
lierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher privaten und über die 
G.________ AG laufenden AMEX-Kreditkarten seit 1. Januar 2018 in genügen-
den Exemplaren für das Gericht und die Gegenpartei einzureichen (Vi-act. 163 
= KG-act. 1/3).

Mit Eingabe vom 11. März 2024 ersuchte der Kläger um Begründung der Ver-
fügung vom 23. Februar 2024 und um eine Rechtsmittelbelehrung (Vi-act. 164 
= KG-act. 1/4).

Am 15. März 2024 erstattete der Einzelrichter die schriftliche Begründung und 
verfügte was folgt (angef. Verfügung):

1. An der Verfügung vom 23.02.2024 wird festgehalten.

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1.1 Der Kläger wird, nachdem er bereits mit Verfügung vom 
21.12.2021 zur Vorlage aller detaillierten Kreditkartenabrech-
nungen sämtlicher privaten und über die G.________ AG lau-
fenden Kreditkarten seit dem 01.01.2018 aufgefordert wurde 
und mit Verfügung vom 14.12.2022 konkret zur Einreichung 
der Auszüge der AMEX Kreditkarte seit dem 01.01.2018 auf-
gefordert wurde und er dieser Aufforderung bis heute nicht 
nachgekommen ist, aufgefordert

- die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher 
privaten und über die G.________ AG laufenden 
AMEX-Kreditkarten seit 1. Januar 2018 dem Einzel-
richter in genügenden Exemplaren für das Gericht und 
die Gegenpartei einzureichen.

1.2 Nachdem die Frist zur Einreichung der Unterlagen gemäss 
Verfügung vom 23.02.2024 (vgl. Ziff. 1.1) bereits abgelaufen 
ist, wird der Kläger erneut und letztmalig aufgefordert, bis 
spätestens Freitag, 12. April 2024, die Unterlagen gemäss 
Verfügung vom 23.02.2024 (vgl. Ziff. 1) einzureichen.

1.3 Die Parteien und Dritte sind zur Mitwirkung bei der Beweiser-
hebung verpflichtet (Art. 160 ZPO). Verweigert eine Partei die 
Mitwirkung unberechtigterweise, so berücksichtigt dies das 
Gericht bei der Beweiswürdigung (Art. 164 ZPO). Hält sich 
eine Partei für berechtigt, die Herausgabe einer dieser Urkun-
den zu verweigern (Art. 163 ZPO), sind die Gründe hierfür 
dem Gericht innert der gleichen Frist schriftlich mitzueilen.

2. Gegen diese Verfügung kann innert 10 Tagen seit deren Zustellung 
beim Kantonsgericht Schwyz schriftlich und begründet Beschwerde 
erhoben werden (Art. 319 ff. ZPO).

Mit Beschwerde kann unrichtige Rechtsanwendung oder offensicht-
lich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht wer-
den.

3. [Zufertigung.]

b) Gegen diese Verfügung reichte der Kläger am 28. März 2024 „Be-
schwerde“ beim Kantonsgericht ein mit folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):

Es seien Ziffer 1 bzw. Ziffern 1.1 bis 1.3 der Verfügung vom 15. März 2024 
des BG March abzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegne-
rin (zuzüglich MwSt.).

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Im formellen Teil seiner Rechtsmittelschrift führte der Kläger aus, die angefoch-
tene Verfügung sei den Parteien mit der Rechtsmittelbelehrung einer Be-
schwerde gemäss Art. 319 ZPO eröffnet worden. Das zulässige Rechtsmittel 
gegen einen Entscheid über ein Auskunfts- und Editionsbegehren nach Art. 170 
ZGB sei indes – sofern der Streitwert von Fr. 10’000.00 erreicht sei – die Beru-
fung. Handle es sich dagegen um ein beweisrechtlich begründetes Editionsbe-
gehren, wäre die Beschwerde das zulässige Rechtsmittel, wenn durch den Ent-
scheid ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil drohe. Die Vorinstanz 
habe sich nicht weiter dazu geäussert, wie das von der Beklagten gestellte Edi-
tionsbegehren zu qualifizieren sei. Sie habe jedoch auf die materiell-rechtliche 
Bestimmung von Art. 170 ZGB verwiesen, welche die Auskunftspflicht unter 
Ehegatten regle. Sie habe im Wesentlichen ausgeführt, die zur Edition verlang-
ten Kreditkartenauszüge der AMEX seien zur Erlangung eines vollständigen Bil-
des über die finanzielle Leistungsfähigkeit des Klägers notwendig. Der Beklag-
ten komme daher ein Rechtsschutzinteresse an der Edition der von ihr verlang-
ten Kreditkartenabrechnungen zu. Die Beklagte selber mache ihrerseits vorin-
stanzlich ebenfalls materiell-rechtliche Informationsrechte gestützt auf Art. 170 
Abs. 1 ZGB für die nachehelichen und güterrechtlichen Ansprüche geltend. 
Diese sollten sie in die Lage versetzen, ihre Forderungen definitiv zu beziffern. 
Die Vorinstanz habe ihren Entscheid damit nicht nur als blosse Beweisverfü-
gung begründet. Im Ergebnis entspreche ihr Vorgehen einem positiven Teilent-
scheid über ein materiell-rechtliches Auskunftsbegehren der Beklagten gemäss 
Ziff. 12 ihrer Klageantwort bzw. Duplik. Der Entscheid der Vorinstanz sei daher 
nicht mit Beschwerde, sondern mit Berufung anzufechten. Die vorliegende 
Rechtsmitteleingabe sei daher nicht als Beschwerde, sondern als Berufung ent-
gegenzunehmen (KG-act. 1, S. 2 f. Ziff. 3 ff.).

Mit Schreiben vom 2. April 2024 forderte die Verfahrensleitung den Einzelrichter 
zur Stellungnahme zur Frage der Qualifikation des vorinstanzlichen Entscheids 
auf (KG-act. 2). In seiner Stellungnahme vom 5. April 2024 führte der Einzel-
richter aus, die Beklagte habe in ihrer Klageantwort vom 22. Januar 2021 mit 
Rechtsbegehren Ziff. 12 den Antrag gestellt, dass der Kläger gestützt auf 

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Art. 170 ZGB zu verpflichten sei, seine Einkommens- und Vermögensverhält-
nisse (inkl. seine Kreditkartenbezüge) offenzulegen und Auskunft zu erteilen. 
Insbesondere sei er zur Vorlage sämtlicher privaten und über seine Gesell-
schaft laufenden Kreditkarten zu verpflichten. In der angefochtenen Verfügung 
werde die Auskunfts- und Editionspflicht nach dem materiellen Anspruch 
(Art. 170 ZGB) beurteilt. Es werde ausgeführt, worauf die Beklagte ihr Begehren 
stütze und dass sie ihr Rechtsschutzinteresse genügend dargetan und zumin-
dest glaubhaft gemacht habe (KG-act. 3).

In der Folge nahm die Verfahrensleitung das vom Kläger eingereichte Rechts-
mittel bis auf Weiteres als Berufung entgegen. Der Kläger erhielt Gelegenheit, 
die Berufungsschrift innert noch laufender Rechtsmittelfrist zu ergänzen (KG-
act. 4).

Am 17. April 2024 reichte der Kläger eine ergänzende Berufungsschrift ein und 
wiederholte nochmals seine Rechtsbegehren, beantragte aber die Aufhebung 
anstatt die Abweisung der Ziffer 1 bzw. Ziffern 1.1 bis 1.3 der Verfügung vom 
15. März 2024 (KG-act. 6).

Die Beklagte erstattete am 7. Mai 2024 die Berufungsantwort und stellte den 
Antrag auf Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zu Lasten des Klägers. In formeller Hinsicht führte die Beklagte aus, die Vor-
instanz habe den Kläger mit Verfügung vom 21. Dezember 2021 gestützt auf 
Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO dazu aufgefordert, unter anderem „alle detaillier-
ten Kontoauszüge betreffend aller auf seinen Namen lautenden oder ihm wirt-
schaftlich zuzuordnenden Konti im In- und Ausland seit dem 01.01.2018 bis 
heute sowie für dieselbe Zeitspanne die detaillierten Kreditkartenabrechnungen 
sämtlicher privaten und über die G.________ AG laufenden Kreditkarten“ ein-
zureichen. Die Vorinstanz habe dabei klargestellt, auf welche Rechtsnormen 
sie diese Verpflichtung abstelle, namentlich auf Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO 
und nicht auf Art. 170 ZGB. Bei der angefochtenen Verfügung vom 15. März 
2024 handle es sich nicht um einen positiven Teilentscheid über das Auskunfts-
begehren der Beklagten in der Klageantwort bzw. Duplik. Vielmehr habe die 

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Vorinstanz nach dem Abschluss des doppelten Schriftenwechsels die Verfü-
gung vom 21. Dezember 2021 erlassen und den Kläger gestützt auf Art. 160 ff., 
277 und 296 ZPO aufgefordert, die genannten Unterlagen einzureichen. In der 
Folge habe die Vorinstanz am 14. Dezember 2022 erneut eine Verfügung ge-
stützt auf Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO erlassen und den Kläger zur Einrei-
chung der noch fehlenden Unterlagen gemäss der Verfügung vom 21. Dezem-
ber 2021, insbesondere der Auszüge der AMEX-Kreditkarte aufgefordert. Mit 
den Verfügungen vom 23. Februar 2024 und 15. März 2024 habe die Vorin-
stanz den Kläger wiederum zur Einreichung der Auszüge der AMEX-Kreditkar-
ten aufgefordert. Bei all diesen Verfügungen handle es sich um Beweisverfü-
gungen, die gestützt auf prozessrechtliche Normen ergangen seien. Grundlage 
für die Einreichung der diversen Kontoauszüge bzw. Kreditkartenabrechnungen 
habe stets die Verfügung der Vorinstanz vom 21. Dezember 2021 gebildet (KG-
act. 10, S. 8 ff. Ziff. 6 ff.).

Der Kläger reichte am 23. Mai 2024 eine Stellungnahme ein (KG-act. 12).

2. a) Auskunfts- und Editionspflichten können gestützt auf unterschiedliche 
Rechtsgrundlagen begründet werden. Gestützt auf Art. 170 ZGB kann jeder 
Ehegatte vom andern Auskunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schul-
den verlangen (Abs. 1). Der Richter kann den andern Ehegatten oder Dritte auf 
Begehren verpflichten, die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und die notwen-
digen Urkunden vorzulegen (Abs. 2). Das Auskunftsrecht des Ehegatten ist kein 
prozessrechtlicher, sondern ein materiell-rechtlicher Anspruch. Davon zu unter-
scheiden sind prozessuale Editions- und Auskunftspflichten gestützt auf das 
Verfahrensrecht, welche namentlich in Art. 150 ff. ZPO geregelt werden. Jede 
Partei hat das Recht zu beantragen, dass das Gericht über streitige und ent-
scheidwesentliche Tatsachen Beweise abnimmt, nötigenfalls auch die Gegen-
partei zur Herausgabe von Beweismitteln verpflichtet. Wer welche Beweismittel 
einzureichen hat, legt das Gericht in sog. Beweisverfügungen fest (Art. 154 
ZPO; BGer 5A_169/2020 vom 11. November 2020 E. 1.2-1.2.2; OGer ZH 
LY180058-O/U vom 20. Januar 2020 E. II.2.1). Allein die gesuchstellende Par-

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tei entscheidet, ob sie ihren Anspruch auf materielles Recht oder auf Prozess-
recht stützen will (BGer 5A_169/2020 vom 11. November 2020 E. 1.2.3 mit Hin-
weisen; BGer 5A_6/2021 vom 27. August 2021 E. 1.2.1 mit Hinweisen). 

b) Das zulässige Rechtsmittel gegen einen Entscheid über ein Auskunfts- 
und Editionsbegehren nach Art. 170 ZGB ist bei einem Streitwert von mindes-
tens Fr. 10’000.00 die Berufung (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZPO). Wird eine Edition 
auf das Prozessrecht abgestützt, kann gegen diesen Entscheid eine Be-
schwerde erhoben werden, sofern ein nicht leicht wiedergutzumachender 
Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO; vgl. OGer ZH LY180058-O/U vom 
20. Januar 2020 E. II.2.2).

3. a) Die Beklagte begründete die Auskunfts- und Editionspflichten in ihrer 
Klageantwort und Duplik sowohl materiell-rechtlich als auch prozessrechtlich. 
Zum einen stellte sie in Rechtsbegehren Ziff. 12 jeweils ein auf Art. 170 ZGB 
gestütztes materiell-rechtliches Auskunfts- und Editionsbegehren. Namentlich 
stellte sie in diesem Zusammenhang folgenden Antrag: „Insbesondere sei er 
[der Kläger] zur Vorlage aller detaillierten Kontoauszüge betreffend aller auf sei-
nen Namen lautenden oder ihm wirtschaftlich zuzuordnenden Konti im In- und 
Ausland zu verpflichten, und zwar seit dem 1. Januar 2018 bis heute sowie für 
dieselbe Zeitspanne die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher pri-
vaten und über seine Gesellschaft laufenden Kreditkarten” (Vi-act. 24 S. 3 f.; Vi-
act. 58 S. 4). Zum andern stellte sie im Zusammenhang mit der Leistungsfähig-
keit des Klägers diverse zivilprozessuale Editionsbegehren. Ein zivilprozessua-
les Editionsbegehren hinsichtlich irgendwelcher Kreditkartenabrechnungen 
stellte sie in ihrer Klageantwort und Duplik jedoch nicht (Vi-act. 24 S. 46 ff.; Vi-
act. 58 S. 50 ff.).

aa) Nach Abschluss des doppelten Schriftenwechsels erliess der Einzelrich-
ter am 21. Dezember 2021 eine Verfügung, mit der er im Rahmen des Beweis-
verfahrens nebst der Beklagten auch den Kläger „in Anwendung der Art. 160 ff., 
277 und 296 ZPO“ zur Edition diverser Urkunden aufforderte und vom Kläger 
unter anderem die „Vorlage aller detaillierten Kontoauszüge betreffend aller auf 

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seinen Namen lautenden oder ihm wirtschaftlich zuzuordnenden Konti im In- 
und Ausland seit dem 01.01.2018 bis heute sowie für dieselbe Zeitspanne die 
detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher privaten und über 
G.________ AG laufenden Kreditkarten“ verlangte (Vi-act. 60). Aus den ange-
rufenen Gesetzesbestimmungen ergibt sich, dass der Einzelrichter diese Edi-
tion auf zivilprozessuale Grundlagen stützte, auch wenn sich der Wortlaut und 
damit der Inhalt der verfügten Edition an den von der Beklagten in Ziff. 12 ihrer 
Klageantwort und Duplik gestellten materiell-rechtlichen Auskunfts- und Editi-
onsanspruch anlehnte.

bb) In der Folge reichte der Kläger am 10. und 23. März 2022 sowie nach 
erneuten Fristansetzungen des Einzelrichters, die auf entsprechende Ersuchen 
der Beklagten hin erfolgt waren (vgl. Vi-act. 85-88), am 21. Oktober 2022 ge-
wisse Unterlagen ein (Vi-act. 67, 70 und 96). Mit Schreiben vom 4. November 
2022 wies die Beklagte darauf hin, dass unter anderem noch immer die „Aus-
züge der AMEX Kreditkarte“ fehlen würden (Vi-act. 100 S. 2). Am 14. Dezember 
2022 erliess der Einzelrichter eine weitere Verfügung, in der er unter anderem 
Folgendes ausführte: „Mit Verfügung vom 21.12.2021 wurden diverse Unterla-
gen bei den Parteien ediert. Der Kläger reichte mit Eingaben vom 10.03.2022, 
24.03.2022 und 21.10.2022 Unterlagen ein, wies jedoch teilweise darauf hin, 
dass gewisse Unterlagen nachgereicht werden. Nachdem nach wie vor nicht 
sämtliche edierten Unterlagen vollständig vorliegen, wird der Kläger/Ehemann 
in Anwendung von Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO erneut aufgefordert, dem Ge-
richt [unter anderem] die folgenden Urkunden (im Doppel) einzureichen: Aus-
züge der AMEX Kreditkarte seit dem 01.01.2018; Vorlage aller detaillierten Kon-
toauszüge betreffend aller auf seinen Namen lautenden oder ihm wirtschaftlich 
zuzuordnenden Konti im In- und Ausland seit dem 01.01.2018 bis heute sowie 
für dieselbe Zeitspanne die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher 
privaten laufenden Kreditkarten“ (Vi-act. 108). Aus den angerufenen Gesetzes-
bestimmungen ergibt sich auch hier, dass der Einzelrichter die Editionsverfü-
gung vom 14. Dezember 2022, die explizit an die Editionsverfügung vom 
21. Dezember 2021 anknüpfte, erneut auf zivilprozessuale Grundlagen stützte, 

Kantonsgericht Schwyz 11

auch wenn sich der Wortlaut und damit der Inhalt der verfügten Edition wie-
derum an den von der Beklagten in Ziff. 12 ihrer Klageantwort und Duplik ge-
stellten materiell-rechtlichen Auskunfts- und Editionsanspruch anlehnte.

cc) Mit Eingabe vom 20. März 2023 nahm der Kläger Bezug auf die „Verfü-
gung vom 21. Dezember 2021 sowie 14. Dezember 2022” und führte in Bezug 
auf die „Auszüge der Amex Kreditkarte‟ Folgendes aus: „Die Kreditkartenab-
rechnungen der privaten und über die G.________ AG laufenden Kreditkarten-
abrechnungen wurden bereits eingereicht (Beilage 2 zum Schreiben vom 
10. März 2022)” (Vi-act. 121). Mit Schreiben vom 15. November 2023 entgeg-
nete die Beklagte, der Kläger habe keineswegs sämtliche Kreditkartenabrech-
nungen als Beilage 2 zu seinem Schreiben vom 10. März 2022 eingereicht. Ein-
gereicht habe der Kläger damals lediglich die Kreditkartenauszüge der Master-
card Business Card Gold Kreditkarte, nicht jedoch die Auszüge der AMEX-Kre-
ditkarte. Dass der Kläger über eine AMEX-Kreditkarte verfüge, ergebe sich aus 
den Auszügen des Kontos des Klägers bei der H.________(Bank I). Entspre-
chend stellte die Beklagte den Antrag, es sei der Kläger unter Ansetzung einer 
kurzen Frist aufzufordern, die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtli-
cher privaten und über die G.________ AG laufenden AMEX-Kreditkarten seit 
1. Januar 2018 zu edieren (Vi-act. 143). Mit Schreiben vom 18. Januar 2024 
verlangte der Kläger, es sei auf diesen Antrag der Beklagten nicht einzutreten. 
Als Begründung führte er aus, die Beklagte habe mit Eingabe vom 15. Novem-
ber 2023 formell einen Antrag auf Edition von Amex-Kreditkartenrechnungen 
des Klägers gestellt, es sei jedoch unklar und lasse sich aufgrund der fehlenden 
Begründung nicht ermitteln, wie dieser Antrag zu verstehen sei. Es liege offen-
sichtlich kein prozessuales Auskunftsbegehren zu Beweiszwecken vor. Ebenso 
wenig sei anzunehmen, dass die Beklagte einen eigenständigen Teilantrag an-
strebe, über welchen erst im Endurteil zu befinden wäre, zumal sie offenbar 
beabsichtige, zum aktuellen Zeitpunkt Informationen für die weitere Bezifferung 
ihrer finanziellen Ansprüche innerhalb des Verfahrens zu gewinnen. Gegen die 
Annahme, dass es sich bei der Eingabe der Beklagten vom 15. November 2023 
um ein vorsorgliches Massnahmebegehren handle, spreche der Zeitpunkt, zu 
welchem das Begehren gestellt worden sei. Ein solches Massnahmebegehren 

Kantonsgericht Schwyz 12

hätte spätestens mit der Duplik der Beklagten vom 15. November 2021 gestellt 
werden müssen. Das Begehren sei daher als Stufenklage entgegenzunehmen. 
Diese Annahme werde gestützt durch den Umstand, dass die Beklagte anläss-
lich ihrer Klageantwort vom 22. Januar 2021 sowie ihrer Duplik vom 15. Novem-
ber 2021 jeweils unter Ziffer 12 bereits einen ähnlichen Antrag gestellt habe. Es 
sei daher davon auszugehen, dass sie auch mit ihrem Begehren vom 15. No-
vember 2023 den gleichen Zweck verfolge, nämlich dass sie die von ihr ange-
gebenen Informationen erlangen möchte, um im Anschluss ihre Ansprüche ge-
nauer beziffern zu können. Dem Begehren der Beklagten unter Ziffer 12 der 
Klageantwort sowie der Duplik fehle es indessen an der notwendigen Bestimm-
barkeit. Ebenso gehe aus ihren Parteivorträgen nicht hervor, weshalb sie die 
verlangten Dokumente für die Bezifferung ihrer Unterhaltsansprüche oder 
güterrechtlichen Ansprüche benötige. Am 15. November 2023 habe die Be-
klagte das erste Mal konkretisiert, welche Kreditkartenauszüge sie zur Edition 
verlange. Das Auskunftsbegehren stelle daher eine Klageänderung bzw. –er-
gänzung dar. Die Beklagte habe indes mit keinem Wort ausgeführt, weshalb 
beim Begehren vom 15. November 2023 die Voraussetzungen von Art. 229 
ZPO erfüllt sein sollten. Tatsächlich seien diese Voraussetzungen denn auch 
nicht erfüllt. Auf das Auskunftsbegehren der Beklagten sei daher nicht einzutre-
ten, da es entweder zu spät gestellt worden sei, die Beklagte keine Ausführun-
gen zu allfälligen Noven angebracht habe oder kein schutzwürdiges Interesse 
bestehe (Vi-act. 152). Mit Eingabe vom 24. Januar 2024 entgegnete die Be-
klagte, die weitschweifigen Ausführungen des Klägers würden jeglicher Grund-
lage entbehren. Der Kläger sei mit den Verfügungen des Bezirksgerichts March 
vom 21. Dezember 2021 und 14. Dezember 2022 in Anwendung der 
Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO aufgefordert worden, unter anderem die Auszüge 
der AMEX-Kreditkarte seit dem 1. Januar 2018 einzureichen. Dieser Aufforde-
rung sei der Kläger trotz seiner Mitwirkungspflichten seit inzwischen mehr als 
zwei Jahren nicht gefolgt (Vi-act. 154). Bereits in der Eingabe vom 15. Novem-
ber 2023 nahm die Beklagte Bezug auf die Verfügungen vom 21. Dezember 
2021 und 14. Dezember 2022, hielt fest, dass der Kläger die Auszüge der 
AMEX-Kreditkarte noch nicht eingereicht habe, und stellte den Antrag, dass der 
Kläger diese Kreditkartenabrechnungen zu edieren habe (Vi-act. 143). Hieraus 

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sowie aus der Eingabe der Beklagten vom 24. Januar 2024 ergibt sich, dass sie 
das Editionsbegehren vom 15. November 2023 hinsichtlich der AMEX-Kredit-
kartenabrechnungen – den vorangehenden Editionsverfügungen des Einzel-
richters vom 21. Dezember 2021 und 14. Dezember 2022 folgend – nun eben-
falls auf die Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO und damit auf zivilprozessuale Grund-
lagen stützte.

dd) Am 23. Februar 2024 erliess der Einzelrichter eine weitere Verfügung, in 
der er unter anderem Folgendes ausführte: „Nachdem der Kläger bereits mit 
Verfügung vom 21.12.2021 zur Vorlage aller detaillierten Kreditkartenabrech-
nungen sämtlicher privaten und über die G.________ AG laufenden Kreditkar-
ten seit dem 01.01.2018 aufgefordert wurde und mit Verfügung vom 14.12.2022 
konkret zur Einreichung der Auszüge der AMEX Kreditkarte seit dem 
01.01.2018 aufgefordert wurde und er dieser Aufforderung bis heute nicht nach-
gekommen ist, wird der Kläger erneut und letztmalig aufgefordert, bis spätes-
tens Montag, 11. März 2024 die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtli-
cher privaten und über die G.________ AG laufenden AMEX-Kreditkarten seit 
1. Januar 2018 dem Einzelrichter in genügenden Exemplaren für das Gericht 
und die Gegenpartei einzureichen“. Den Antrag des Klägers im Schreiben vom 
18. Januar 2024 auf Nichteintreten auf den beklagtischen Editionsantrag wies 
er ab. In der gleichen Verfügung wies der Einzelrichter auf die Mitwirkungspflicht 
gemäss Art. 160 ZPO und das Verweigerungsrecht der Parteien gemäss 
Art. 163 f. ZPO hin (Vi-act. 163). Auch wenn der Einzelrichter die Verfügung 
vom 23. Februar 2024 nicht mehr explizit auf die Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO 
stützte, ist die Editionsverfügung vom 23. Februar 2024 aufgrund des Hinwei-
ses auf die Art. 160 und 163 f. ZPO einerseits (vgl. hierzu auch E. 4b/cc) und 
der Bezugnahme auf die bereits früher ergangenen Editionsverfügungen vom 
21. Dezember 2021 und 14. Dezember 2022 andererseits auch hier so zu ver-
stehen, dass sie sich auf zivilprozessuale Grundlagen stützte, obschon sich der 
Wortlaut und damit der Inhalt der verfügten Edition wiederum an den von der 
Beklagten in Ziff. 12 ihrer Klageantwort und Duplik gestellten materiell-rechtli-
chen Auskunfts- und Editionsanspruch anlehnte. Hierfür spricht auch der Um-
stand, dass sich der Verfügung kein Hinweis im Sinne von Art. 239 Abs. 2 ZPO 

Kantonsgericht Schwyz 14

entnehmen lässt und der Einzelrichter den Nichteintretensantrag des Klägers 
vom 18. Januar 2024 abwies, ohne näher auf die dortigen Einwände des Klä-
gers einzugehen.

ee) Mit Schreiben vom 11. März 2024 machte der Kläger geltend, die Be-
klagte habe während des gesamten Hauptverfahrens nie einen prozessualen 
Antrag auf Herausgabe von Kreditkartenabrechnungen gestellt. Der Hinweis 
auf die prozessualen Bestimmungen von Art. 160 und 164 ZPO sei daher ver-
fehlt. Offenbar habe das Gericht mit Verfügung vom 23. Februar 2024 über den 
materiell-rechtlichen Antrag der Beklagten gemäss Rechtsbegehren Ziffer 12 
ihrer Klageantwort und Duplik entschieden. Der Kläger bat daher um Begrün-
dung des Entscheids vom 23. Februar 2024 (Vi-act. 164). In der Folge erliess 
der Einzelrichter am 15. März 2024 die angefochtene Verfügung (Vi-act. 167).

b) Aus der dargelegten Prozessgeschichte ergibt sich, dass die Beklagte im 
Rechtsbegehren Ziff. 12 ihrer Klageantwort und Duplik einen materiell-rechtli-
chen Auskunfts- und Editionsanspruch stellte. In der Folge erliess der Einzel-
richter am 21. Dezember 2021 und am 14. Dezember 2022 je eine Editionsver-
fügung, die er auf zivilprozessuale Grundlagen stützte. Indem die Beklagte ei-
nerseits in ihrer Eingabe vom 15. November 2023 auf diese Editionsverfügun-
gen Bezug nahm und ausdrücklich den Antrag stellte, dass der Kläger die 
AMEX-Kreditkartenabrechnungen zu edieren habe, und andererseits in ihrer 
Eingabe vom 24. Januar 2024 darauf hinwies, dass der Kläger mit den Verfü-
gungen des Bezirksgerichts March vom 21. Dezember 2021 und vom 14. De-
zember 2022 in Anwendung der Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO aufgefordert wor-
den sei, unter anderem die Auszüge der AMEX-Kreditkarte seit dem 1. Januar 
2018 einzureichen, schloss sich die Beklagte dieser Vorgehensweise des Ein-
zelrichters an. Da im Scheidungsverfahren zwischen den Parteien auch Kinder-
belange, insbesondere auch Kinderunterhaltsansprüche zu beurteilen sind 
(vgl. Vi-act. 24 S. 2 Rechtsbegehen Ziff. 6; Vi-act. 58 S. 2 Rechtsbegehren 
Ziff. 6), für die der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 296 
Abs. 1 ZPO), ist ein solcher zivilprozessualer Editionsantrag auch nach Durch-
führung des doppelten Schriftenwechsels zulässig (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Aus 

Kantonsgericht Schwyz 15

den Eingaben der Beklagten vom 15. November 2023 und 24. Januar 2024 er-
gibt sich also, dass sie ihren Editionsantrag – der gewählten Vorgehensweise 
des Einzelrichters folgend – auf Prozessrecht stützen will. Dass die Beklagte 
ihren Editionsantrag zivilprozessual verstand, ergibt sich im Übrigen auch aus 
ihren Ausführungen in der Berufungsantwort, wonach es sich bei den auf die 
Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO abgestützten Verfügungen vom 21. Dezember 
2021, 23. Februar 2024 und 15. März 2024 um prozessrechtliche Beweisverfü-
gungen gehandelt habe (siehe KG-act. 10, S. 8 ff. Ziff. 6 ff.). 

4. a) Von der Frage, auf welche Rechtsgrundlage die gesuchstellende Partei 
ihren Auskunfts- und/oder Editionsantrag stützt, zu unterscheiden ist, was die 
Vorinstanz daraus macht. Denn Anfechtungsobjekt bildet nicht der Auskunfts- 
und/oder Editionsantrag der gesuchstellenden Partei, sondern ein Entscheid
oder eine prozessleitende Verfügung der Vorinstanz. Der Kläger verstand die 
angefochtene Verfügung als positiven Teilentscheid über ein materiell-rechtli-
ches Auskunftsbegehren der Beklagten gemäss Ziff. 12 ihrer Klageantwort 
bzw. Duplik (KG-act. 1, S. 2 f. Ziff. 3 ff.). Von diesem Verständnis ging gemäss 
seiner Vernehmlassung offenbar auch der Vorderrichter aus (KG-act. 3). Dage-
gen verstand die Beklagte die angefochtene Verfügung als prozessrechtliche 
Beweisverfügung (KG-act. 10, S. 8 ff. Ziff. 6 ff.). Da zwischen dem Gericht und 
den Prozessparteien kein übereinstimmendes Verständnis von der Rechtsnatur 
der angefochtenen Verfügung besteht, ist diese nachfolgend durch Auslegung 
nach dem Vertrauensprinzip zu bestimmen (siehe auch Göksu, in: Brun-
ner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Kommentar Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 3. A. 2025, Art. 52 ZPO N 4 und 14 ff.). Massgebend ist der objektive Sinn 
des Anfechtungsobjekts. 

b) Anfechtungsobjekt bildet das Dispositiv und nicht die Begründung. Die 
Entscheidbegründung ist beim Entscheid über die Tragweite des Dispositivs 
aber hinzuzuziehen (vgl. BGer 4A_358/2021 vom 27. Juli 2022 E. 2.3.3 zur 
Rechtskraft einer Entscheidung). Das Dispositiv der angefochtenen Verfügung 
lautet wie folgt:

Kantonsgericht Schwyz 16

1. An der Verfügung vom 23.02.2024 wird festgehalten.

1.1 Der Kläger wird, nachdem er bereits mit Verfügung vom 
21.12.2021 zur Vorlage aller detaillierten Kreditkartenabrech-
nungen sämtlicher privaten und über die G.________ AG lau-
fenden Kreditkarten seit dem 01.01.2018 aufgefordert wurde 
und mit Verfügung vom 14.12.2022 konkret zur Einreichung 
der Auszüge der AMEX Kreditkarte seit dem 01.01.2018 auf-
gefordert wurde und er dieser Aufforderung bis heute nicht 
nachgekommen ist, aufgefordert

- die detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher priva-
ten und über die G.________ AG laufenden AMEX-Kreditkar-
ten seit 1. Januar 2018 dem Einzelrichter in genügenden Ex-
emplaren für das Gericht und die Gegenpartei einzureichen.

1.2 Nachdem die Frist zur Einreichung der Unterlagen gemäss 
Verfügung vom 23.02.2024 (vgl. Ziff. 1.1) bereits abgelaufen 
ist, wird der Kläger erneut und letztmalig aufgefordert, bis 
spätestens Freitag, 12. April 2024, die Unterlagen gemäss 
Verfügung vom 23.02.2024 (vgl. Ziff. 1) einzureichen.

1.3 Die Parteien und Dritte sind zur Mitwirkung bei der Beweiser-
hebung verpflichtet (Art. 160 ZPO). Verweigert eine Partei die 
Mitwirkung unberechtigterweise, so berücksichtigt dies das 
Gericht bei der Beweiswürdigung (Art. 164 ZPO). Hält sich 
eine Partei für berechtigt, die Herausgabe einer dieser Urkun-
den zu verweigern (Art. 163 ZPO), sind die Gründe hierfür 
dem Gericht innert der gleichen Frist schriftlich mitzueilen.

2. Gegen diese Verfügung kann innert 10 Tagen seit deren Zustellung 
beim Kantonsgericht Schwyz schriftlich und begründet Beschwerde 
erhoben werden (Art. 319 ff. ZPO).

Mit Beschwerde kann unrichtige Rechtsanwendung oder offensicht-
lich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht wer-
den.

3. [Zufertigung]

aa) In Ziff. 1 des Dispositivs wird zunächst einmal an der Verfügung vom 
23. Februar 2024 „festgehalten“ (siehe auch Ziff. 1.2 des Dispositivs). Das Fest-
halten an dieser Verfügung, die nach dem Gesagten einerseits auf die Art. 160 
und 163 f. ZPO hinwies und andererseits auf die bereits früher ergangenen Edi-
tionsverfügungen vom 21. Dezember 2021 und 14. Dezember 2022 Bezug 
nahm, die sich ihrerseits explizit auf die Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO stützten, 
spricht zunächst dafür, die angefochtene Verfügung nach ihrem objektiven Sinn 
als zivilprozessuale Editionsverfügung zu verstehen. 

Kantonsgericht Schwyz 17

bb) Ziff. 1.1 des Dispositivs enthält explizit den Verweis auf die bereits früher 
ergangenen Editionsverfügungen vom 21. Dezember 2021 und 14. Dezember 
2022, was das Verständnis der angefochtenen Verfügung als zivilprozessuale 
Editionsverfügung zusätzlich verstärkt. Im Übrigen lässt sich aus Ziff. 1.1 des 
Dispositivs nichts für die vorliegende Fragestellung gewinnen, da der Inhalt der 
konkret angeordneten Edition (detaillierte Kreditkartenabrechnungen sämtlicher 
privaten und über die G.________ laufenden AMEX-Kreditkarten seit 1. Januar 
2018) sowohl Gegenstand einer materiell-rechtlichen als auch einer zivilprozes-
sualen Editionspflicht sein kann. Dasselbe gilt für die Fristansetzung gemäss 
Ziff. 1.2 des Dispositivs.

cc) Ziff. 1.3 des Dispositivs enthält Hinweise auf Art. 160, 163 und 164 ZPO. 
Während der Hinweis auf die Säumnisfolgen nach Art. 164 ZPO nicht nur bei 
einer zivilprozessualen Editionsverfügung, sondern auch bei einer auf materiel-
lem Recht gründenden Editionsverpflichtung vorgesehen werden kann 
(BGer 5A_6/2021 vom 27. August 202 E. 3.1.4 mit Hinweisen), ergeben die 
Hinweise auf Art. 160 ZPO (Mitwirkungspflicht bei der Beweiserhebung) und 
Art. 163 ZPO (Verweigerungsrecht) nur Sinn bei einer zivilprozessualen Editi-
onsverfügung. Insbesondere die Fristansetzung zur Mitteilung von allfälligen 
Gründen zur Verweigerung der Mitwirkung wäre bei einer materiell-rechtlichen 
Editionsverpflichtung fehl am Platz, weil die gesuchsgegnerische Partei solche 
Verweigerungsgründe bereits im Schriftenwechsel und nicht erst im Nachgang 
zum Entscheid dartun müsste. Somit stützt auch Ziff. 1.3 des Dispositivs das 
Verständnis der angefochtenen Verfügung als zivilprozessuale Editionsverfü-
gung.

dd) Ziff. 2 des Dispositivs enthält sodann als Rechtsmittelbelehrung den Hin-
weis auf die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO. Auch wenn die Rechtsmittelbe-
lehrung nicht angefochten werden kann und damit nicht Gegenstand des An-
fechtungsobjekts bildet, kann sie gleichwohl das objektive Verständnis der an-
gefochtenen Verfügung zumindest mitbeeinflussen. Nach dem Gesagten ist 
das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben gegen eine zivilprozessuale Editi-

Kantonsgericht Schwyz 18

onsverfügung, sofern ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Da-
gegen ist der Entscheid über ein Auskunfts- und Editionsbegehren nach 
Art. 170 ZGB bei einem Streitwert von mindestens Fr. 10’000.00 mit Berufung 
anzufechten (siehe oben E. 2b). Bereits mit Blick auf die von der Beklagten gel-
tend gemachten Kinder- und nachehelichen Unterhaltsbeiträge (vgl. Vi-act. 24 
S. 2 f. Rechtsbegehren Ziff. 6 f.; Vi-act. 58 S. 2 f. Rechtsbegehren Ziff. 6 f.) 
wäre die Streitwertgrenze von Fr. 10’000.00 unstreitig überschritten, weshalb 
eine materiell-rechtliche Editionsverpflichtung mit Berufung anzufechten wäre. 
Dass die angefochtene Verfügung als Rechtsmittel die Beschwerde nennt, 
stützt somit ebenfalls das Verständnis der angefochtenen Verfügung als zivil-
prozessuale Editionsverfügung.

ee) Wie erwähnt ist die Begründung der angefochtenen Verfügung nicht Ge-
genstand des Anfechtungsobjekts. Doch ist die Entscheidbegründung beim 
Entscheid über die Tragweite des Dispositivs hinzuzuziehen. Die Begründung 
in der angefochtenen Verfügung ist nicht einheitlich. Zum einen erwähnte der 
Einzelrichter, dass die Beklagte in ihrem Rechtsbegehren Ziff. 12 der Klageant-
wort vom 22. Januar 2021 und Duplik vom 15. November 2021 unter anderem 
beantragt habe, der Kläger sei gestützt auf Art. 170 ZGB zu verpflichten, seine 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse seit dem 1. Januar 2018 bis heute 
sowie über die Verwendung seiner Mittel unter Vorlage aller massgeblichen Ur-
kunden offenzulegen und Auskunft zu erteilen und insbesondere zur Vorlage 
aller detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämtlicher privaten und über seine 
Gesellschaft laufenden Kreditkarten zu verpflichten (angef. Verfügung S. 1 f., 
dritter Spiegelstrich). Ebenso führte er aus, dass einem Auskunftsbegehren zu 
entsprechen sei, soweit ein Rechtschutzinteresse bestehe, ein solches glaub-
haft zu machen sei und gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung es 
genüge, wenn die auskunftspflichtige Tatsache möglicherweise geeignet sei, 
einen materiell-rechtlichen Anspruch zu begründen (Art. 170 ZGB) und dass die 
Beklagte das Vorliegen dieser Voraussetzungen glaubhaft gemacht habe (an-
gef. Verfügung S. 3, vierter und fünfter Spiegelstrich). Zum andern führte der 
Einzelrichter in der angefochtenen Verfügung aus, dass der Kläger bereits mit 
Verfügung vom 21. Dezember 2021 unter anderem zur Edition aller detaillierten 

Kantonsgericht Schwyz 19

Kontoauszüge betreffend aller auf seinen Namen lautenden oder ihm wirtschaft-
lich zuzuordnenden Konti im In- und Ausland seit dem 1. Januar 2018 bis heute 
sowie für dieselbe Zeitspanne der detaillierten Kreditkartenabrechnungen sämt-
licher privaten und über die G.________ AG laufenden Kreditkarten und mit 
Verfügung vom 14. Dezember 2022 unter anderem aufgefordert worden sei, die 
noch fehlenden Unterlagen gemäss (Editions-)Verfügung vom 21. Dezember 
2021, insbesondere die Auszüge der AMEX Kreditkarte seit dem 1. Januar 
2018 einzureichen (angef. Verfügung S. 2, zweiter und neunter Spiegelstrich). 
Die Darlegung dieser Prozessgeschichte spricht dafür, dass die angefochtene 
Verfügung eine Fortsetzung der (Editions-)Verfügungen vom 21. Dezember 
2021 und 14. Dezember 2022 darstellt. Da sich diese Verfügungen nach dem 
Gesagten explizit auf die Art. 160 ff., 277 und 296 ZPO stützten, spricht dies 
dafür, dass auch die angefochtene Verfügung trotz der neuerdings erfolgten 
Bezugnahme auf Art. 170 ZGB ebenfalls auf zivilprozessuale Grundlagen ab-
stellen sollte. Ausserdem stützte sich die eingangs der Erwägungen erwähnte 
Verfügung vom 23. Februar 2024 (angef. Verfügung S. 1, erster Spiegelstrich) 
wie erwähnt auf Art. 160 und 163 f. ZPO und der Kläger ersuchte mit der eben-
falls vom Einzelrichter aufgeführten Eingabe vom 11. März 2024 (angef. Verfü-
gung S. 1, zweiter Spiegelstrich) gerade um Begründung dieser Verfügung. 
Auch in der Begründung der hier angefochtenen Verfügung wies der Einzelrich-
ter erneut darauf hin, dass die Parteien gemäss Art. 160 ZPO zur Mitwirkung 
bei der Beweiserhebung verpflichtet sind (angef. Verfügung S. 3, sechster Spie-
gelstrich), was nach dem Gesagten ebenfalls für eine zivilprozessuale Editions-
verfügung spricht (siehe oben E. 4b/cc). Zusammengefasst ist die Begründung 
in der angefochtenen Verfügung aufgrund der erfolgten Vermischung von 
Art. 170 ZGB mit der prozessualen Editionspflicht uneinheitlich und trotz der 
erfolgten Bezugnahme auf Art. 170 ZGB davon auszugehen, dass sich die Edi-
tionsverfügung auf Prozessrecht stützte, weshalb dem Dispositiv aufgrund der 
Begründung kein anderes Verständnis als das zuvor Ausgeführte beizumessen 
ist.

ff) Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass die angefochtene Verfü-
gung als „Verfügung“ vom 15. März 2024 bezeichnet wird. Gemäss § 45 Abs. 1 

Kantonsgericht Schwyz 20

Justizgesetz (JG; SRSZ 231.110) wird in der Sache ein Urteil erlassen. Andere 
Entscheide und Zwischenentscheide von Einzelbehörden ergehen als Verfü-
gung. Wird über einen materiell-rechtlichen Editions- und Auskunftsanspruch 
im Rahmen einer Stufenklage entschieden, ergeht daher ein „Teil-Urteil“. Eine 
zivilprozessuale Editionsverfügung erfolgt dagegen durch eine (prozesslei-
tende) „Verfügung“. Auch wenn die Bezeichnung des Anfechtungsobjekts für 
sich alleine betrachtet nicht ausschlaggebend für dessen Rechtsnatur ist, weil 
sie auch falsch sein kann (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR analog; siehe auch OGer ZH 
LY130044-O/U vom 5. März 2014 E. 2.1; OGer ZH LF150003-O/U vom 
14. April 2015 E.II./A./2.), ist die Bezeichnung des Anfechtungsobjekts als „Ver-
fügung“ doch ein weiterer Umstand, der im Gesamtgefüge mit den anderen, 
bereits abgehandelten Umständen dafür spricht, dass die angefochtene Verfü-
gung nach ihrem objektiven Sinn als zivilprozessuale Editionsverfügung zu ver-
stehen ist.

c) Zusammengefasst ist die angefochtene Verfügung nach dem Vertrauens-
prinzip als zivilprozessuale Editionsverfügung zu verstehen und die Beklagte in 
ihrem entsprechenden Verständnis zu schützen. Gegen eine Editionsverfü-
gung, die sich auf das Prozessrecht abstützt, kann nach dem Gesagten Be-
schwerde erhoben werden, sofern ein nicht leicht wiedergutzumachender 
Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO; vgl. oben E. 2b).

5. a) Der Kläger bezeichnete seine Rechtsmitteleingabe zwar als „Be-
schwerde“, führte jedoch im formellen Teil seiner Rechtsmittelschrift aus, dass 
seine Rechtsmitteleingabe nicht als Beschwerde, sondern als Berufung entge-
genzunehmen sei (KG-act. 1, S. 2 f. Ziff. 3 ff.). Die Einreichung einer Berufung 
war also Ausfluss einer bewussten Wahl des anwaltlich vertretenen Klägers. 
Entsprechend durfte und musste das Kantonsgericht das Rechtsmittel als Be-
rufung entgegennehmen (vgl. BGer 4A_145/2021 vom 27. Oktober 2021 
E. 5.1; KG-act. 4). Gegen eine Editionsverfügung, die sich auf das Prozessrecht 
abstützt, kann nach dem Gesagten keine Berufung erhoben werden. Aus die-
sem Grund ist auf die Berufung nicht einzutreten. 

Kantonsgericht Schwyz 21

b) Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass gegen die angefochtene 
Verfügung die Berufung erhoben werden kann, was nach dem Gesagten zu 
verneinen ist, wäre auf die Berufung aus folgenden Gründen nicht einzutreten: 

aa) Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittelinstanz 
schriftlich mit den erforderlichen Rechtsbegehren und einer rechtsgenügenden 
Begründung einzureichen. Die Berufungseingabe hat insbesondere Rechtsbe-
gehren zu enthalten, aus denen hervorgeht, dass und weshalb der Entscheid 
angefochten wird und ob dieser geändert oder aufgehoben werden soll (Sutter-
Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
2021, Art. 311 ZPO N 7). Die Berufungsanträge müssen derart bestimmt sein, 
dass die Berufungsinstanz sowie auch der Berufungsgegner in den Stand ge-
setzt werden, zu überblicken, in welchem Umfang die Berufung ergriffen und 
welche Abänderungen im Dispositiv des angefochtenen Entscheids beantragt 
werden (Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, § 11 N 883). Rechtsbegehren 
haben so bestimmt zu sein, dass sie unverändert zum Urteil erhoben werden 
können. Aufgrund der reformatorischen Natur der Berufung kann der Beru-
fungsführer nicht nur kassatorische Anträge, sondern er muss auch einen An-
trag in der Sache stellen (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 7 mit Ver-
weisen). Wie alle Prozesshandlungen sind Rechtsbegehren aber nach Treu und 
Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der dazu vorgebrachten Begrün-
dung (BGE 137 III 617 E. 6.2). Das Einhalten der gesetzlich vorgeschriebenen 
Form und der Anforderungen an den Inhalt der Rechtsmittelschrift stellt eine 
Prozessvoraussetzung des Rechtsmittelverfahrens dar (vgl. Seiler, a.a.O., § 9 
N 601 mit Verweisen).

bb) Der Kläger beantragte einzig die Aufhebung von Ziffer 1 bzw. der Zif-
fern 1.1 bis 1.3 der angefochtenen Verfügung. Es liegt damit kein reformatori-
sches Rechtsbegehren vor, das im Fall der Gutheissung unverändert zum Urteil 
erhoben werden könnte, weshalb es formell ungenügend ist. Aus der Begrün-
dung ergibt sich zwar, dass der Kläger sich gänzlich gegen die verfügte Edition 
der Kreditkartenabrechnungen bzw. die Verpflichtung zur Einreichung dieser 
und gegen eine Gutheissung des „Editionsbegehrens“ stellt (vgl. KG-act. 1, 

Kantonsgericht Schwyz 22

S. 6 ff. Ziff. 16 ff.). Der Kläger ging in seiner Begründung einerseits von einem 
positiven Teilentscheid über ein materiellrechtliches Auskunftsbegehren der 
Beklagten gemäss Ziffer 12 in ihrer Klageantwort bzw. Duplik aus (vgl. KG-
act. 1, S. 3 Ziff. 6). Andererseits erwähnte er auch die Verfügung vom 23. Fe-
bruar 2024, um deren Begründung er ersucht habe und welche im Rahmen der 
Verfügung vom 15. März 2024 erfolgt sei, ohne sich aber hierzu zu äussern 
(vgl. KG-act. 1, S. 4 f. Ziff. 10 f.). Der angefochtenen Verfügung sowie der un-
begründeten Verfügung vom 23. Februar 2024 ging der Editionsantrag der Be-
klagten vom 15. November 2023 voraus (Vi-act. 143). Mit Eingabe vom 18. Ja-
nuar 2024 verlangte der Kläger, dass auf diesen Antrag nicht einzutreten sei, 
und stufte diesen als unklar ein. Es sei davon auszugehen, dass das Begehren 
vom 15. November 2023 als Stufenklage entgegenzunehmen sei, indes eine 
unzulässige Klageänderung bzw. –ergänzung vorliege (Vi-act. 152). Mit Verfü-
gung vom 23. Februar 2024 wies der Vorderrichter den Antrag des Klägers auf 
Nichteintreten des beklagtischen Editionsantrags vom 18. Januar 2024 ab (Vi-
act. 163). Geht es nach dem Verständnis des Klägers in der angefochtenen 
Verfügung um die Begründung der Verfügung vom 23. Februar 2024, bleibt auf-
grund der vorliegenden Prozessgeschichte wie auch der Formulierung in der 
angefochtenen Dispositivziffer 1, wonach an der Verfügung vom 23. Februar 
2024 „festgehalten” werde, insbesondere unklar, ob der Kläger mit Berufung, 
zumindest sinngemäss, (nur) die Abweisung oder aber das Nichteintreten auf 
das unter Ziffer 12 der Klageantwort sowie Duplik gestellte Begehren bezweckte 
oder aber ob er (auch oder nur) entsprechend seiner Eingabe vom 18. Januar 
2024 ein Nichteintreten auf den Antrag der Beklagten vom 15. November 2023 
anstrebte. Aus seiner Berufung ergibt sich nicht eindeutig, welche Anträge er 
als Gegenstand der angefochtenen Verfügung ansah, weshalb auch bei einer 
Auslegung nach Treu und Glauben nicht klar wird, welchen Berufungsantrag in 
der Sache der Kläger stellen wollte.  

c) Bloss der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auf das Rechtsmittel 
auch nicht einzutreten wäre, falls dieses in eine Beschwerde konvertiert würde. 
Denn auf die Beschwerde wäre nur einzutreten, sofern dem Kläger aufgrund 
der angefochtenen Editionsverfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender 

Kantonsgericht Schwyz 23

Nachteil drohte (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Es liegt an der rechtsmittelführenden 
Partei, einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 319 
lit. b Ziff. 2 ZPO zu behaupten und nachzuweisen (Brunner/Vischer, in: Ober-
hammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische Zivilprozess-
ordnung, 3. A. 2021, Art. 319 ZPO N 12). Dies bedingt die konkrete Umschrei-
bung des mit der prozessleitenden Verfügung verbundenen erheblichen Nach-
teils wie auch Ausführungen zur Frage, inwiefern und warum sich dieser Nach-
teil später nicht mehr leicht wiedergutmachen lässt (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., 
Art. 319 ZPO N 15). Da der Kläger in seiner Rechtsmittelschrift einen nicht leicht 
wiedergutzumachenden Nachteil weder behauptete noch nachwies, wäre auf 
das Rechtsmittel auch nicht einzutreten, falls dieses in eine Beschwerde kon-
vertiert würde.

6. Ausgangsgemäss gehen die Kosten des Berufungsverfahrens von 
Fr. 1’000.00 zulasten des Klägers. Ausserdem hat der Kläger der Beklagten 
eine Parteientschädigung zu entrichten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte 
reichte eine 16-seitige Berufungsantwort ein. Angemessen erscheint eine Ent-
schädigung von Fr. 2’000.00 (inkl. Auslagen und MWST; §§ 2, 9 und 11 Geb-
TRA);-

Kantonsgericht Schwyz 24

verfügt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1’000.00 werden dem Klä-
ger auferlegt und von dessen Kostenvorschuss in derselben Höhe bezo-
gen.

3. Der Kläger hat die Beklagte für das Berufungsverfahren mit Fr. 2’000.00 
(inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Zwischenentscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung 
unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne 
eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von 
Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30’000.00.

5. Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R), Rechtsanwältin 
D.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi-
gung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kan-
tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 3. April 2025  amu