# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13af5356-5b66-5525-8a6b-58967460dd5d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.11.2014 200 2014 355
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-355_2014-11-18.pdf

## Full Text

200 14 355 IV
KOJ/BOC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. November 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Vorsorgeeinrichtung C.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 21. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 5. März 1999 unter Hinweis auf psychi-
sche Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Ant-
wortbeilage [AB] 6/7 – 13 [Akten vor 1999]). Nachdem die IVB den Versi-
cherten durch Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, hatte begutachten lassen (Expertise vom 14. März 2000 [AB 
8]), sprach sie ihm mit Verfügung vom 5. Juli 2000 (AB 11) bei einem Inva-
liditätsgrad von 64 % rückwirkend ab dem 1. Januar 1999 eine halbe Inva-
lidenrente zu. Diese Verfügung blieb unangefochten.

Nach Durchführung eines im Jahr 2003 eingeleiteten Revisionsverfahrens 
– der Versicherte unterzog sich am 29. Juli 2003 einer vierfachen Bypass-
operation (AB 20/11) – sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung 
vom 3. März 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 64 % und in Anwendung 
der Bestimmungen der 4. IV-Revision ab dem 1. Januar 2004 eine Dreivier-
telsrente zu (AB 30). Diese Verfügung blieb ebenfalls unangefochten.

B.

Im Rahmen eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens gab 
der Versicherte am 12. Dezember 2011 an (AB 38), sein Gesundheitszu-
stand habe sich seit Juli 2003 verschlechtert. Die IVB liess den Versicher-
ten in der Folge auf Empfehlung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) interdisziplinär durch Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH und Rheumatologie FMH, sowie Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutach-
ten (Expertisen je vom 6. September 2012 [AB 46.1, 47.1]). 

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und der Einholung einer er-
gänzenden Stellungnahme bei den Gutachtern Dres. med. E.________ und 

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F.________ sowie einer Stellungnahme des RAD verfügte die IVB am 21. 
März 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 30 % die Aufhebung der bisheri-
gen Dreiviertelsrente mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Ver-
fügung folgenden Monats (AB 48, 52, 54 – 56, 58, 62, 63).

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 15. April 2014 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sei dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. April 
2014 sowie in Zukunft eine Dreiviertelsrente zuzusprechen, eventualiter sei 
ein gerichtliches Gutachten einzuholen und sodann der Leistungsanspruch 
gestützt darauf neu zu beurteilen. Gleichzeitig stellt der Beschwerdeführer 
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren 
unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt, alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im Wesentli-
chen ausgeführt, das Gutachten der Dres. med. F.________ und 
E.________ sei in revisionsrechtlicher Hinsicht nicht beweiskräftig. Bei der 
Einschätzung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. F.________ handle 
es sich lediglich um eine unterschiedliche respektive von einer früheren 
medizinischen Einschätzung abweichende Beurteilung desselben Sachver-
halts. Dr. med. F.________ mache in keinster Weise geltend, dass es beim 
Beschwerdeführer seit der ursprünglichen Rentenzusprache zu einer er-
heblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen sei. Zu-
dem sei beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von 15 % 
zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Mai 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Nachdem der Beschwerdeführer aufforderungsgemäss mit Eingabe vom 
23. Juni 2014 weitere Angaben zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-
ge eingereicht hatte, hiess der Instruktionsrichter dieses Gesuch mit pro-
zessleitender Verfügung vom 24. Juni 2014 gut und ordnete dem Be-
schwerdeführer Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt bei.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 25. August 2014 lud der Instruktions-
richter die zuständige Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers, die 
Vorsorgeeinrichtung C.________ (nachfolgend: Beigeladene), zum Verfah-
ren bei und gab ihr Gelegenheit zur Stellungnahme.

Mit Eingabe vom 15. Oktober 2014 beantragt die Beigeladene die Abwei-
sung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
des Beschwerdeführers, und bringt zur Begründung im Wesentlichen vor, 
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der Begut-
achtung durch Dr. med. D.________ (im Jahr 2000) verbessert. Zudem sei 
das Gutachten der Dres. med. F.________ und E.________ voll beweis-
kräftig und bei der Bestimmung des Invalideneinkommens habe die Be-
schwerdegegnerin zu Recht keinen leidensbedingten Abzug gewährt.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 22. Oktober 2014 
auf Schlussbemerkungen, wohingegen sich der Beschwerdeführer am 
5. November 2014 abschliessend vernehmen liess.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 21. März 2014 (AB 63). Streitig 
und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der verfügten Rentenaufhebung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

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2.2 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 
tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 

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bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 
349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1). Unerheblich unter revisionsrechtli-
chem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche Beurtei-
lung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 
371 E. 2b S. 372; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 E. 3.2.1).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.2).

2.5.4 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 

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Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]). Bei Versicherten, welche die Leistung weder un-
rechtmässig erwirkt noch die Meldepflicht verletzt haben, erfolgt die Herab-
setzung oder Aufhebung der Renten frühestens vom ersten Tag des zwei-
ten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 
IVV).

2.6

2.6.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.6.2 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-

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standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 
6.1.2).

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (BGer 
8C_441/2012, E. 6.1.3).

3.

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3.1 Vorliegend erfolgte die ursprüngliche Rentenzusprache mit Verfü-
gung vom 5. Juli 2000 (AB 11). In dem im Jahr 2003 eingeleiteten Revisi-
onsverfahren wurde nach einer erfolgten Bypassoperation (AB 20/11) ins-
besondere die somatische Situation abgeklärt, nicht jedoch der damalige 
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, womit der Verfü-
gung vom 3. März 2004 (AB 30), mit welcher dem Beschwerdeführer bei 
einem Invaliditätsgrad von 64 % und in Anwendung der Bestimmungen der 
4. IV-Revision eine Dreiviertelsrente zugesprochen worden war, nicht eine 
umfassende materielle Prüfung zugrunde lag. Folglich erstreckt sich der 
revisionsrechtlich relevante Vergleichszeitraum hier vom Zeitpunkt der ur-
sprünglichen Rentenzusprache mit Verfügung vom 5. Juli 2000 (AB 11) bis 
zur vorliegend angefochtenen Verfügung vom 21. März 2014 (AB 63). 
Durch einen Vergleich der beiden Sachverhalte in diesen Zeitpunkten ist zu 
ermitteln, ob es zu einer für den Leistungsanspruch wesentlichen Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen gekommen ist (vgl. E. 2.5.1 und 2.5.3 
hiervor).

3.2 Der Verfügung vom 5. Juli 2000 lag insbesondere das psychiatri-
sche Gutachten von Dr. med. D.________ vom 14. März 2000 (AB 8) zu-
grunde. Darin diagnostizierte der Gutachter eine leichte bis mittelgradige 
depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11/F32.01), 
psychosomatische Störungen (F45.1) und Schwierigkeiten bei der kulturel-
len Eingewöhnung (Z60.3). Dr. med. D.________ führte aus (AB 8/5 f.), ab 
anfangs 1998 habe sich beim Beschwerdeführer zunehmend eine depres-
sive Erkrankung entwickelt. Er sei im Verhalten auffällig geworden, habe 
nervös reagiert, habe es unter den Leuten nicht mehr ausgehalten und ha-
be an diffusen Verfolgungsgefühlen gelitten. Die Verhältnisse seien unhalt-
bar geworden, er habe hospitalisiert werden müssen. Dabei sei die Dia-
gnose einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen 
gestellt worden. Unterdessen führe der Beschwerdeführer, welcher krank-
heitseinsichtig sei, eine ambulante Psychotherapie bei einem … sprechen-
den Psychiater durch. Er nehme auch Medikamente ein. Bei der Untersu-
chung vom 3. März 2000 seien keine psychotischen Störungen nachweis-
bar. Die depressive Episode habe sich zurückgebildet, sei heute noch 
knapp mittelstark ausgeprägt und werde von einem somatischen Syndrom 
begleitet. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, welche durch die gebes-

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serte psychische Krankheit hervorgerufen werde, betrage noch zirka 40 %. 
Dazu würden psychosomatische Störungen stossen, was insgesamt zu 
einer 50 %-igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe, dies seit gut ei-
nem Jahr (AB 8/7). Indiziert sei die Weiterführung der bisherigen ärztlichen 
Behandlungen, Eingliederungsmassnahmen dürften wenig sinnvoll sein. Es 
sei diesbezüglich auf die ungünstigen soziokulturellen Umstände hinzuwei-
sen, welche die Erwerbsfähigkeit krankheitsfremd einschränkten: Emigrati-
on, mässige Assimilation, schlechte Sprachkenntnisse, familiäre Probleme, 
schwierige Arbeitsmarktlage, geringe Motivation zur Wiederaufnahme einer 
beruflichen Leistung (AB 8/6). 

3.3 Seit der Rentenzusprache im Jahr 2000 (AB 11) ist den medizini-
schen Akten im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Im Zusammenhang mit einer Hospitalisation vom 28. Juli bis 7. Au-
gust 2003 diagnostizierten die behandelnden Ärzte des Spitals G.________ 
im Bericht vom 11. August 2003 (AB 20/8 ff.) eine koronare 3-
Gefässerkrankung, COPD bei Nikotinabusus und eine invalidisierende De-
pression und Angststörung bezüglich therapeutischen Interventionen. Als 
Therapie sei am 29. Juli 2003 eine 4-fache aortokoronare Bypassoperation 
vorgenommen worden. Der Eintritt zur stationären Rehabilitation in der Re-
haklinik H.________ sei für den 17. August 2003 geplant. Der Kontrolle und 
allfälligen Therapie der kardiovaskulären Risikofaktoren sei grosse Beach-
tung zu schenken.

3.3.2 Im Bericht der Rehaklinik H.________ vom 12. September 2003 
(AB 20/3 ff.) diagnostizierten die behandelnden Ärzte im Zusammenhang 
mit dem Aufenthalt vom 17. August bis 13. September 2003 eine koronare 
3-Gefässerkrankung, kardio-vaskuläre Risikofaktoren, eine chronische ob-
struktive Broncho-Pneumopathie bei Nikotinabusus und ein chronisches 
ängstlich-depressives Zustandsbild. Der Beschwerdeführer habe während 
seines Aufenthalts keine Symptome gezeigt, die an eine Angina pectoris 
oder an eine pathologische Dyspnoe erinnert hätten. Er habe seine funktio-
nellen Kapazitäten erhöht und habe wieder Vertrauen in seine Möglichkei-
ten gefunden. Der Beschwerdeführer präsentiere ein chronisches ängstlich-
depressives Zustandsbild, welches durch die kürzlichen kardialen Ereignis-
se akzentuiert worden sei. Am Ende des Aufenthaltes habe eine leichte 

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Verbesserung festgestellt werden können, die Fortsetzung der psychologi-
schen Betreuung durch seinen Psychiater wäre jedoch nützlich. Eine kör-
perlich sehr anstrengende Tätigkeit sei aus kardialer Sicht nicht mehr zu-
mutbar (Bericht vom 15. April 2004 [AB 32/5]).

3.3.3 Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, gab im Verlaufsbericht vom 5. Oktober 2003 (AB 20/1 f.) einen ver-
schlechterten Gesundheitszustand an. Als bisherige Diagnose hielt sie eine 
chronische Depression mit Angststörung fest. Als geänderte Diagnose führ-
te sie eine coronare Dreigefässerkrankung auf mit 4-fachem Bypass am 29. 
Juli 2003, intraoperativ kleinem anterior Myocardinfarkt und postoperativer 
Ejektionsfraktion von 45 – 50 % (leicht vermindert), auf. Die erwähnten 
Diagnosen hätten dahingehend einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, als 
eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und eine verminderte Plas-
tizität für eine Neuorientierung wie z.B. berufliche Massnahmen bestehe. 
Dies sei seit dem Operationsdatum am 29. Juli 2003 der Fall, vorher habe 
allerdings monatelang Angina pectoris Stadium II (mindestens seit Februar 
2003) bestanden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage zirka 80 – 90 %.

3.3.4 Im Bericht des Spitals J.________ vom 15. Januar 2010 (AB 47.2/6 
f.) diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine hypertensive und koronare 
3-Gefässerkrankung mit 4 x ACB 2003; als Nebendiagnosen nannten sie 
eine Depression und eine Angststörung und als kardiovaskuläre Risikofak-
toren führten sie arterielle Hypertonie, Hypercholesterinämie, Nikotinab-
usus bis 2003 und Diabetes mellitus Typ 2 auf. Die behandelnden Ärzte 
hielten fest, der Beschwerdeführer beschreibe eine seit 2008 leicht progre-
diente, belastungsinduzierte Dyspnoe sowie eine dezente Leistungsminde-
rung. Die heutige klinische Untersuchung zeige einen kardial kompensier-
ten Patienten. Ergometrisch habe man eine leicht eingeschränkte Leis-
tungsfähigkeit feststellen können. Diese Untersuchung sei klinisch und 
elektrisch negativ gewesen. Echokardiographisch habe sich eine mässig 
eingeschränkte systolische LV-Funktion von 45 % gezeigt, stabil im Ver-
gleich zur Voruntersuchung von 2008, mit einer inferospektal betonten Hy-
pokinesie. Zudem sei die Aorta ascendens im Bereich der Sinusproportion 
grenzwertig leicht dilatiert. Die subjektiv und objektiv leicht eingeschränkte 
Leistungsfähigkeit sei im Zusammenhang mit einem Konditionsdefizit bei 

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Trainingsmangel zu sehen, weshalb die Teilnahme an einem kardialen Re-
habilitationsprogramm oder einem regelmässigen Fitnesstraining empfoh-
len werde. 

Im Bericht des gleichen Spitals vom 8. März 2012 (AB 47.2/1 f.) führten die 
behandelnden Ärzte aus, der Beschwerdeführer mit bekannter und hyper-
tensiver Herzkrankheit komme zwölf Jahre nach inferiorem Herzinfarkt und 
neun Jahre nach 4-fach ACB zur kardiologischen Verlaufskontrolle. Er pfle-
ge einen ausgesprochen sedentären Lebensstil, er leide wie schon zur letz-
ten Verlaufskontrolle 2010 an Anstrengungsdyspnoe NYHA II mit gelegent-
lichen stechenden, linksthorakalen Schmerzen ohne Ausstrahlung. Beim 
Beschwerdeführer habe heute keine belastungsinduzierte Myokardischä-
mie nachgewiesen werden können, bei allerdings knapp nicht aussagekräf-
tiger Ergometrie. Auffallend seien die Zeichen der hypertensiven Kardiopa-
thie mit relativer LV-Hypertrophie, Relaxationsstörung und Dilatation des 
linken Vorhofs. Die systolische Funktion beider Ventrikel habe sich seit der 
letzten Untersuchung nicht verschlechtert. Da der Beschwerdeführer bei 
den vergangenen Koronarverschlüssen ausgesprochen oligosymptoma-
tisch gewesen sei, sollte bei Auftreten selbst kleiner Leistungsknicke, 
Schmerzen oder Engegefühl an eine signifikante Progression der korona-
ren Herzkrankheit gedacht werden. 

3.3.5 Im Verlaufsbericht vom 5. Januar 2012 (AB 39) erwähnte der be-
handelnde Psychiater Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, einen stationären Gesundheitszustand. Er diagnosti-
zierte Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2), sowie 
Herzprobleme, wobei beide Diagnosen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit hätten, dies seit 2004. Der Beschwerdeführer leide unter einer ge-
drückten Stimmung. Er habe täglich Ängste, manchmal Panikattacken und 
Angst zu sterben. Es liege eine verminderte Konzentration und Aufmerk-
samkeit vor. Der Beschwerdeführer sei manchmal sehr reizbar. 

3.3.6 Im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung (Expertisen je vom 
6. September 2012 [AB 46.1 und 47.1]) durch den Internisten und Rheuma-
tologen Dr. med. E.________ sowie den Psychiater Dr. med. F.________ 
diagnostizierten die Experten interdisziplinär mit langdauernder Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit Folgendes (AB 46.1/20 und 47.1/6):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 14

1. Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2), bestehend seit 
mindestens 1997

2. Hypertensive Kardiopathie und koronare 3-Gefässerkrankung

Dr. med. E.________ hielt aus internistisch-rheumatologischer Sicht fest 
(AB 47.1/12), bezüglich der Belastbarkeit gelte es darauf hinzuweisen, 
dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen seines Übergewichtes körper-
lich belaste. Ein Übergewicht führe per se zu einer körperlichen Belastung 
und erhöhe zudem das Risiko für die Entwicklung von allgemeininternisti-
schen Komplikationen. Die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht beurteilt, für die vom Beschwerdeführer bisher in 
der Schweiz ausgeübten Tätigkeiten ab dem 07/03 zu 100 % und seit dem 
Ende der postoperativen Rehabilitationsphase und damit seit 11/03 durch-
schnittlich zu maximal 10 – 15 % eingeschränkt. Dieses zumutbare Ar-
beitspensum könne sowohl am Stück als auch, mit vermindertem Tempo, 
über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für eine angepasste Ver-
weistätigkeit könne, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, 
zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
formuliert werden. Für eine angepasste Verweistätigkeit resultiere eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum von 07/03 bis Ende 10/03. Zur 
angepassten Verweistätigkeit hielt Dr. med. E.________ fest (AB 47.1/13), 
diese liege für den Beschwerdeführer in einem temperierten (Raumluft) 
Raum, beschränke sich auf leicht- bis maximal mittelgradig körperlich be-
lastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit zu, zwischen sitzender, ste-
hender und gehender Körperhaltung zu wechseln. Das Einhalten der Rü-
ckenergonomie sei wünschenswert. Ungünstig auf eine erfolgreiche Wie-
dereingliederung in den Arbeitsprozess könnten sich krankheitsfremde Fak-
toren auswirken wie beispielsweise länger anhaltende berufliche Arbeitsab-
stinenz, begrenzte Deutschsprachenkenntnisse, fehlende Berufsausbil-
dung, Alter des Beschwerdeführers, ungünstige Arbeitsmarktsituation und 
möglicherweise die limitierte Motivation. 

Der Psychiater Dr. med. F.________ hielt fest (AB 46.1/22), zum Untersu-
chungszeitpunkt lasse sich beim Beschwerdeführer ein leicht depressives 
Zustandsbild feststellen. Hauptsymptome seien eine leicht deprimierte 
Stimmung, ein etwas eingeengtes und leicht verlangsamtes formales Den-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 15

ken, anamnestische zeitweise Schlafstörungen, leichte Konzentrationsdefi-
zite, eine leichte innere Unruhe und eine leichte Reduktion des Antriebs. 
Diese depressiven Beschwerden bestünden beim Beschwerdeführer 
gemäss seinen glaubhaften Angaben mindestens seit dem Jahr 1997. Zu-
sammenfassend hätten die depressiven Beschwerden klinisch jedoch nicht 
ein Ausmass, das die Diagnose einer depressiven Episode rechtfertige. Da 
beim Beschwerdeführer depressive und ängstliche Symptome bestünden, 
wobei keine der beiden Störungen Angst oder Depression eindeutig vor-
herrsche und keine für sich genommen eine eigenständige Diagnose recht-
fertige, sei aus psychiatrischer Sicht diagnostisch von einer Angst und de-
pressiven Störung, gemischt (ICD-10 F41.2), bestehend seit mindestens 
1997, auszugehen. Er könne somit die Diagnose von Dr. med. K.________ 
bestätigen. Weiter hielt Dr. med. F.________ fest (AB 46.1/25 ff.), beim 
Beschwerdeführer bestehe aus rein psychiatrischer Sicht aktuell durch die 
Angst und depressive Störung, gemischt, eine leichtgradige Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit. Aus rein psychiatrischer Sicht sei in der bisherigen wie 
auch in einer leidensangepassten Tätigkeit aktuell ein volles zeitliches Ar-
beitspensum zumutbar mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 
zirka 30 %, bestehend seit 1997. 

Zusammenfassend hielten die beiden Experten fest, in der interdiszi-
plinären Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, die sowohl die somatisch-
rheumatologische als auch die psychiatrisch-psychosomatische Kompo-
nente beinhaltet, könne derzeit für die bisher ausgeübten Tätigkeiten seit 
1997 vollumfänglich auf die Einschätzung aus psychiatrisch-
psychosomatischer Sicht abgestützt werden, seit 07/2003 könne eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100 % und seit 11/2003 eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit von 30 – 35 % formuliert werden. Für angepasste Ver-
weistätigkeiten könne vollumfänglich abgestützt werden auf die Einschät-
zung aus psychiatrisch-psychosomatischer Sicht, da nur eine kurzdauernde 
somatisch begründete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 07/2003 bis 
Ende 10/2003 resultiere. Es werde dabei berücksichtigt, dass sich die so-
matischen und die psychiatrisch-psychosomatischen Anteile an der Arbeits-
fähigkeit überdeckten (AB 46.1/24 f. bzw. 47.1/12 f.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 16

3.3.7 In der ergänzenden Stellungnahme vom 20. März 2013 (AB 58) 
führte der Psychiater Dr. med. F.________ aus, der behandelnde Psychia-
ter Dr. med. K.________ habe beim Beschwerdeführer in seinem IV-
Arztbericht vom 30. Juni 1999 eine schwere depressive Episode mit psy-
chotischen Symptomen und in seinem IV-Arztbericht vom 5. Januar 2012 
eine Angst und depressive Störung, gemischt, diagnostiziert. Er stelle also 
fest, dass Dr. med. K.________ beim Beschwerdeführer im Langzeitverlauf 
eine gravierende Änderung seiner diagnostischen Einschätzung vorge-
nommen habe. Die Diagnose einer schweren depressiven Episode sei vom 
Ausmass einer depressiven Symptomatik her weitaus schwerwiegender als 
die Diagnose einer Angst und Depression, gemischt, so dass die Aussage 
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, der Gesundheitszustand 
habe sich seit dem Jahr 2000 sogar verschlechtert, in sich überhaupt nicht 
stimmig und in keiner Weise nachzuvollziehen sei. In Anbetracht der ge-
stellten Diagnosen postuliere der Psychiater Dr. med. K.________ eine 
ausgeprägte Verbesserung des psychischen Zustandes und keinesfalls 
eine Verschlechterung. Eine psychotische Symptomatik könne beim Be-
schwerdeführer überhaupt nicht festgestellt werden. Die Diagnose einer 
Angst und depressiven Störung, gemischt, rechtfertige in keiner Weise eine 
100 %-ige Arbeitsunfähigkeit, sondern führe zu einer leichtgradigen Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit in dem von ihm im Gutachten dargestellten 
und ausführlich beschriebenen Ausmass. Den Angaben des Beschwerde-
führers habe er nicht entnehmen können, dass dieser seinen psychischen 
Gesundheitszustand seit vielen Jahren als verändert erlebe. Somit gehe er 
als Gutachter davon aus, dass die vom Beschwerdeführer bekundeten 
ängstlichen und depressiven Symptome und der anlässlich des Gutachtens 
feststellbare klinische Zustand des Beschwerdeführers seit vielen Jahren 
bestehe, so dass durchaus plausibel davon ausgegangen werden könne, 
dass die Diagnose Angst und depressive Störung, gemischt seit mindes-
tens 1997 bestehe. Er halte an seinem Gutachten vom 6. September 2012 
vollumfänglich fest.

Dr. med. E.________ hielt in der gleichen Stellungnahme fest, der Rechts-
vertreter sei der Meinung, dass die Einschätzung der Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit, aus somatischer und aus psychosomatischer-
psychiatrischer Sicht beurteilt, zu tief bemessen sei. Der Rechtsvertreter, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 17

der die Interessen seines Mandanten vertrete, dürfe anderer Meinung sein. 
Dass der Rechtsvertreter in der Folge wiederholt auf krankheitsfremde Fak-
toren hinweise, nehme er, aus rein somatischer Sicht beurteilt, zur Kennt-
nis. Mit den in diesem Schreiben vom 8. Februar 2013 gemachten Anga-
ben ergebe sich kein neuer Aspekt. Er halte somit, aus rein somatischer 
Sicht beurteilt, an denjenigen Einschätzungen fest, die er im Gutachten 
vom 6. September 2012 formuliert habe.

3.3.8 In der Stellungnahme vom 4. Juli 2013 (AB 62) hielt die RAD-Ärztin 
med. prakt. L.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und 
Psychotherapie, fest, die Stellungnahmen der Gutachter zu den medizini-
schen Wertungen des Rechtsanwaltes B.________ seien aus RAD-
ärztlicher Sicht schlüssig und konzise, es könne hierauf abgestellt werden. 
Es bedürfe keiner weiteren medizinischen Abklärungen. 

4.

4.1 In psychischer Hinsicht zeigt sich im relevanten Vergleichszeitraum 
(vgl. E. 3.1 hiervor) eine geänderte Diagnose. So diagnostizierte Dr. med. 
D.________ im Gutachten vom 14. März 2000 (AB 8) eine leichte bis mit-
telgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen und psycho-
somatische Störungen, wohingegen der Psychiater Dr. med. F.________ 
im Gutachten vom 6. September 2012 (AB 47.1) als Diagnose Angst und 
depressive Störung, gemischt, aufführt, was im Übrigen mit der Diagnostik 
des behandelnden Psychiaters Dr. med. K.________ im Bericht vom 5. Ja-
nuar 2012 (AB 39) übereinstimmt. Es persistiert zwar ein leicht depressives 
Zustandsbild, doch ist gemäss Dr. med. F.________ die Diagnose einer 
depressiven Episode nicht mehr gerechtfertigt (AB 46.1/22). Die gutachter-
lich ermittelte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird in der Stellungnahme 
vom 20. März 2013 (AB 58) nochmals ausführlich und plausibel begründet, 
wobei zu Recht auch auf das Vorliegen leistungslimitierender invaliditäts-
fremder Faktoren hingewiesen wird (AB 58 S. 2 unten). Dass Dr. med. 
F.________ zudem davon ausgeht, dass die Diagnose Angst und depres-
sive Störung, gemischt, seit 1997 besteht und die Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit um 30 % mindert (AB 46.1/26 ff.), bedeutet nicht, dass es sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 18

lediglich um eine andere Einschätzung eines gleich gebliebenen Sachver-
haltes handelt. Denn die Sichtweise von Dr. med. F.________ schliesst 
nicht aus, dass sich seit 1997 die psychische Situation vorübergehend ver-
schlechtert und zeitlich begrenzt zu einer höhergradigen Einschränkung 
geführt hat. Diesbezüglich sind die echtzeitlichen ärztlichen Einschätzun-
gen heranzuziehen, so insbesondere das für die ursprüngliche Rentenzu-
sprache massgebende Gutachten von Dr. med. D.________ vom 14. März 
2000 (AB 8), gemäss welchem damals eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit 
bestand. Ausserdem verweist Dr. med. F.________ in der Stellungnahme 
vom 20. März 2013 (AB 58) darauf, dass der behandelnde Psychiater Dr. 
med. K.________ in Anbetracht der gestellten Diagnosen – im Bericht vom 
30. Juni 1999 (AB 1/2 ff. [Akten vor 1999]) schwere depressive Episode mit 
psychotischen Symptomen und im Bericht vom 5. Januar 2012 (AB 39) 
Angst und depressive Störung, gemischt – eine ausgeprägte Verbesserung 
des psychischen Zustandes postuliere. Folglich hat sich Dr. med. 
F.________ im Gutachten von 6. September 2012 in Verbindung mit der 
Stellungnahme vom 20. März 2013 schlüssig und überzeugend zur einge-
tretenen Zustandsverbesserung geäussert.

4.2 In somatischer Hinsicht stehen die Ausführungen von Dr. med. 
E.________ insoweit, als er sich zu den bis 2003 erstellten Arztberichten 
äussert, hier nicht im Vordergrund, relevant ist vielmehr die Einschätzung 
des aktuellen Gesundheitszustandes. Dieser zufolge besteht aus soma-
tisch-rheumatologischer Sicht für angepasste, d.h. leichte bis mittelgradig 
körperlich belastende Tätigkeiten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(AB 47.1/12 f.). Dies stimmt überein mit den Berichten des Spitals 
J.________ vom 15. Januar 2010 und 8. März 2012 (AB 47.2/1 ff. und 6 f.). 
Darin wird zwar ein erhebliches kardiovaskuläres Risikoprofil erwähnt, je-
doch keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Die festgestellte leichte Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit wird vielmehr in Zusammenhang gestellt 
mit einem Konditionsdefizit bei Trainingsmangel, das mit einem regelmäs-
sigen Fitnesstraining behoben werden kann. Auch der internistisch-
rheumatologische Gutachter Dr. med. E.________ empfiehlt das Anhalten 
des Beschwerdeführers zu allgemein aktivierenden Bewegungsübungen, 
die Instruktion in einem Turn-Heimprogramm oder die Teilnahme an einer 
institutionalisierten medizinischen Trainingstherapie (AB 47.1/13). Die der-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 19

art begründete Dekonditionierung des Beschwerdeführers ist nicht invalidi-
sierend.

4.3 Die Angaben der Gutachter sind insgesamt schlüssig begründet und 
erfüllen die in revisionsrechtlicher Hinsicht an den Beweiswert einer medi-
zinischen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.6.2 hiervor); aus-
serdem werden sie auch vom RAD bestätigt (AB 62), so dass darauf abzu-
stellen ist. Insgesamt ist damit von einem verbesserten Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers auszugehen. Damit liegt ein Revisionsgrund 
vor und der Rentenanspruch ist frei zu prüfen (vgl. E. 2.5.2 hiervor). Für 
das Zumutbarkeitsprofil ist gemäss den Gutachtern die psychisch bedingte 
Einschränkung massgebend, wonach für angepasste Tätigkeiten eine Leis-
tungseinschränkung von 30 % besteht (AB 47.1 S 13, 46.1 S. 24 ff.). 

Nach dem Ausgeführten ist der Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt, so 
dass in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf 
weitere Beweismassnahmen verzichtet werden kann.

5.

Mittels Einkommensvergleichs ist der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 20

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 
91 E. 4.1.1).

5.2 Da die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der allfälligen Ren-
tenrevision (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute BGer] vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4) massgebend sind, sind 
Validen- wie Invalideneinkommen auf das Jahr 2014 hin festzulegen. Da für 
dieses Jahr noch keine statistischen Daten verfügbar sind, ist auf diejeni-
gen des Jahres 2013 abzustellen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 21

5.2.1 Die Bemessung des Validen- und Invalideneinkommens ist gestützt 
auf die Angaben in der angefochtenen Verfügung (AB 63) nicht nachvoll-
ziehbar. Unter Annahme eines aufindexierten Valideneinkommens auf der 
Basis der ersten Rentenverfügung aus dem Jahr 2000 (Fr. 55‘224.--; AB 11 
S. 4), resultiert für das Jahr 2013 ein Betrag von Fr. 65‘595.-- (vgl. Tabelle 
T1.93, Nominallohnindex 1993 – 2010 sowie 2011 – 2013; Index Männer 
Jahr 2000: 106.5 Punkte, Index Männer Jahr 2013: 126.5 Punkte).

5.2.2 Für das Invalideneinkommen ist angesichts des Zumutbarkeitspro-
fils und mangels derzeit ausgeübter Tätigkeit auf die LSE abzustellen. Auf 
der Basis der LSE 2010, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, To-
tal von monatlich Fr. 4‘901.--, jährlich Fr. 58‘812.--, resultiert aufindexiert 
auf das Jahr 2013 (vgl. Tabelle T1.93, Nominallohnindex 1993 – 2010 so-
wie 2011 – 2013; Index Männer Jahr 2010: 123.4 Punkte, Index Männer 
Jahr 2013: 126.5 Punkte = Fr. 60‘289.--), angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit im Abschnitt Total im Jahr 2013 von 41.7 Stunden 
und unter Berücksichtigung der 30 %-igen Leistungseinschränkung ein 
Betrag von Fr. 43‘996.-- (Fr. 60‘289.-- / 40 x 41.7 = Fr. 62‘851.-- x 0.7).

Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend im Zusammenhang mit der Fest-
setzung des Invalideneinkommens keinen Tabellenlohnabzug (vgl. E. 5.1.2 
hiervor) vorgenommen (AB 63), was nach Ansicht der Beigeladenen kor-
rekt ist (Stellungnahme vom 15. Oktober 2014, S. 8 f.). Demgegenüber 
verlangt der Beschwerdeführer die Gewährung eines Abzuges von mindes-
tens 15 % (Beschwerde S. 8 f.). Zu berücksichtigen ist vorliegend zum Ei-
nen die mit dem psychischen Gesundheitsschaden einhergehende Ein-
schränkung (vgl. E. 4.3 hiervor), zum Andern und vor allem aber auch die 
seit Ende der 1990er-Jahre bestehende, mithin langjährige Abwesenheit 
des Beschwerdeführers vom Arbeitsmarkt (vgl. AB 4 [Akten vor 1990, 
handschriftlich nummeriert], 40, 46.1/3 f.). Zwar nimmt die Bedeutung der 
Dienstjahre im privaten und öffentlichen Sektor ab, je niedriger das Anfor-
derungsprofil der Arbeit ist (vgl. LSE 2010, Tabelle TA10, Monatlicher Brut-
tolohn nach Dienstjahren, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Ge-
schlecht, Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen), doch 
fällt die Anzahl der Dienstjahre auch im Anforderungsniveau 4 sehr wohl 
ins Gewicht (LSE 2010, a.a.O.). Insgesamt ist daher vorliegend ein Abzug 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 22

von mindestens 10 %, jedoch sicher nicht mehr als 20 % gerechtfertigt. Bei 
einem Tabellenlohnabzug von 10 %, 15 % oder 20 % resultiert jeweils ge-
rundet (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) ein Invaliditätsgrad von 
40 %, 43 % bzw. 46 % (100 / Fr. 65‘595.-- x [Fr. 65‘595.-- – Fr. 39‘596.-- 
bzw. Fr. 37‘397.-- bzw. Fr. 35‘197.--]), was einen Anspruch auf eine Vier-
telsrente ergibt. Die bisherige Dreiviertelsrente ist demnach auf eine Vier-
telsrente herabzusetzen. Der Zeitpunkt der Rentenherabsetzung ist in An-
wendung von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV nicht zu bean-
standen. Der Beschwerdeführer hat demnach ab 1. Mai 2014 noch An-
spruch auf eine Viertelsrente.

5.3 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
21. März 2014 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahingehend 
abzuändern, als der Beschwerdeführer ab dem 1. Mai 2014 Anspruch auf 
eine Viertelsrente hat. Soweit der Beschwerdeführer weiterhin die Ausrich-
tung einer Dreiviertelsrente verlangt, ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Gemäss Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz vom 13. Oktober 
2009 wird beim Verzicht auf eine Kürzung der Parteientschädigung gemäss 
BGE 117 V 401 E. 2c S. 407 (vgl. dazu E. 6.2 hiernach) auch auf eine Auf-
teilung der Verfahrenskosten nach Massgabe des – an den Parteianträgen 
gemessenen – bloss teilweisen Obsiegens verzichtet.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat somit die Beschwerdegegnerin die 
Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 23

6.2 Der teilweise obsiegende und durch Rechtsanwalt B.________ ver-
tretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese 
werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, 
rechtfertigt eine „Überklagung“ eine Reduktion der Parteientschädigung 
nur, wenn das Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei 
Streitigkeiten um die Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädi-
gung daher nicht allein deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde 
führenden Person nicht die beantragte ganze oder höhere Rente, sondern 
eine geringere Teilrente zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). 

Vorliegend haben die in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren den 
Prozessaufwand nicht beeinflusst. Damit ist keine Reduktion der Parteien-
tschädigung vorzunehmen. Rechtsanwalt B.________ macht mit aktuali-
sierter Kostennote vom 5. November 2014 einen Aufwand von 12 Stunden 
à Fr. 250.-- bzw. ein Honorar von Fr. 3‘000.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 57.-- und 8 % Mehrwertsteuer auf Fr. 3‘057.-- im Betrag von Fr. 244.55, 
total Fr. 3‘301.55, geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Parteien-
tschädigung ist demnach auf Fr. 3‘301.55 festzusetzen; diesen Betrag hat 
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

6.3 Bei vorliegendem Ausgang des Verfahrens erübrigt sich die Kosten-
liquidation im Rahmen der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege (pro-
zessleitende Verfügung vom 24. Juni 2014).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 21. März 2014 dahingehend abgeän-
dert, als der Beschwerdeführer ab dem 1. Mai 2014 Anspruch auf eine 
Viertelsrente hat. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewie-
sen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2014, IV/14/355, Seite 24

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘301.55 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Vorsorgeeinrichtung C.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.