# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f302a363-f7f9-5b7d-962d-4f9ee0f530a7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.11.2018 720 18 199/307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-199-307_2018-11-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. November 2018 (720 18 199 / 307) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Wahl der Bemessungsmethode. Bei unübersichtlichen Geschäfts-Verhältnissen ist es 

nicht immer zielführend, den IV-Grad im ausserordentlichen Bemessungsverfahren zu 

ermitteln. Das Valideneinkommen ist diesfalls vielmehr auf der Grundlage lohnstatisti-

scher Werte zu bestimmen. Zumutbarkeit eines Berufswechsels im Hinblick auf die Be-

stimmung des Invalideneinkommens bejaht.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Elisabeth Maier, Advoka-
tin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1961 geborene A.____ ist selbständiger Motorrad- und Automechaniker mit eigener 
Werkstatt und seit 2001 Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer der Garage B.____ 
GmbH in C.____. Am 1. November 2014 meldete er sich unter Hinweis auf eine im April 2014 

 
 
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diagnostizierte Darmkrebserkrankung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an.  
 
B. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse stellte die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbescheid vom 26. April 2017 fest, dass kein Leistungsan-
spruch bestehe. Mit Verfügung vom 8. Mai 2018 hielt sie an der Abweisung des Leistungsbe-
gehrens fest. Zur Begründung brachte sie vor, dass dem Versicherten seine bisherige Tätigkeit 
als Selbständigerwerbender im Zeitpunkt des frühestmöglichen Leistungsanspruches sechs 
Monate nach seiner Anmeldung noch zu 50%, die Ausübung einer leichten angepassten Ver-
weistätigkeit hingegen vollumfänglich zumutbar gewesen sei. Unter dem Aspekt der Schaden-
minderungspflicht sein der Wechsel von einer selbständigen hin zu einer unselbständigen Er-
werbstätigkeit  zumutbar. Letztlich resultierte ein nicht leistungsbegründender IV-Grad von 4%. 
 
C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Elisabeth Maier, am 
13. Juni 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung die gesetzlichen Leistungen auszurichten seien. Eventualiter sei die Angelegen-
heit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung liess 
er zusammenfassend vorbringen, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt 
worden und der Wechsel von einer selbständigen zu einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 
unzumutbar sei. Ausserdem sei der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich 
nicht korrekt vorgenommen worden. 
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 29. August 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. Der medizinische Sachverhalt sei genügend abgeklärt. Auch die behandelnden Ärzte  
seien davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit nur 
noch im Umfang von 50%, in einer optimal behinderungsangepassten Verweistätigkeit hinge-
gen vollständig arbeitsfähig sei. Gestützt auf diese Angaben habe der regional-ärztliche Dienst 
(RAD) der IV-Stelle die verbleibende Arbeitsfähigkeit des Versicherten zuverlässig einschätzen 
können. Für weitere medizinische Abklärungen bestehe deshalb kein Handlungsbedarf. Mit 
Blick auf den Abklärungsbericht vom 14. März 2016 lasse sich aufgrund der Geschäftsab-
schlüsse des Versicherten kein aussagekräftiger Einkommensvergleich machen. Daraus gehe 
vielmehr hervor, dass es dem Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr 
möglich sei, alle in seinem Garagenbetrieb anfallenden Arbeiten auszuführen. Aufgrund der ihm 
obliegenden Schadenminderungspflicht sei ihm aber die Ausübung einer unselbständigen Er-
werbstätigkeit durchaus vollumfänglich zumutbar. Das der angefochtenen Verfügung zu Grunde 
gelegte Valideneinkommen sei ausserdem angemessen. 
 
E. Nachdem die Angelegenheit mit verfahrensleitender Verfügung vom 4. September 2018 
dem Gericht zur Beurteilung überwiesen worden war, liess der Beschwerdeführer am 24. Sep-
tember 2018 einen Arztbericht betreffend ein neurologisches Konsilium vom 16. Mai und vom 
11. Juni 2018 einreichen. 
 

 
 
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F. Anlässlich der auf Antrag des Beschwerdeführers angesetzten Parteiverhandlung vom 
8. November 2018 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest. Auf deren weitere Aus-
führungen anlässlich der Parteiverhandlung sowie in den Rechtsschriften wird soweit notwendig 
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene  
Beschwerde des Versicherten vom 13. Juni 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 
(Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten – auch von Selb-
ständigerwerbenden – ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invali-
ditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbsein-

 
 
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kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 
104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau 
ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. 
 
2.5 Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln 
oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für nicht erwerbstätige Versi-
cherte (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich anzustellen, und der Invaliditätsgrad ist 
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der 
konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1). Der grundsätzliche Un-
terschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode gemäss 
Art. 28a Abs. 2 IVG besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Be-
tätigungsvergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betäti-
gungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann aber ist diese im Hin-
blick auf ihre erwerbliche Auswirkungen besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschrän-
kung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht 
notwendigerweise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Wollte man 
bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so 
wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die In-
validität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemes-
sungsverfahren; BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen). Umfasst die Arbeit der versicherten Per-
son mehrere Teiltätigkeiten, sind diese nicht nur nach Massgabe des zeitlichen Aufwands, son-
dern zusätzlich gestützt auf dem jeweiligen Bereich entsprechende Lohnansätze auch masslich 
zu gewichten (BGE 128 V 29 E. 4). 
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 

 
 
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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-
weise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Zwischen den Parteien ist grundsätzlich unbestritten geblieben, dass der Beschwerde-
führer in seiner angestammten Tätigkeit als selbständiger Automechaniker und Garagist seit 
März 2015 im Umfang von mindestens 50% arbeitsunfähig ist (Beschwerdebegründung, S. 6; 
Vernehmlassung, Ziffer 3a). Diese Auffassung deckt sich mit den medizinischen Akten, wonach 
die behandelnde Hausärztin dem Versicherten nach einer am 8. August 2014 erfolgten Rek-
tumamputation eine Arbeitsunfähigkeit von weiterhin lediglich 50% im angestammten Beruf als 
Automechaniker attestiert hatte (IV-Dok 22 und 33). Ihre Angaben stimmen im Wesentlichen mit 

 
 
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den Aussagen der behandelnden Fachärztin des Spitals D.____ überein, welche in ihrem Be-
richt vom 26. Juli 2016 in Bezug auf die Frage einer Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeüb-
ten Tätigkeit auf die hausärztliche Einschätzung einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit verwiesen 
und wie schon zuvor die Hausärztin angegeben hat, dass das Heben von schweren körperli-
chen Lasten, wie beispielsweise das Anheben von Autorädern, vermieden werden sollte (IV-
Dok 54 und 55). Nachdem sich der Versicherte wegen einer parastomalen Hernie am 
14. Oktober 2016 erneut einer Operation unterziehen musste, hielt die für die im Anschluss 
engmaschige Betreuung verantwortliche Hausärztin (IV-Dok 55, ad Ziffer 1.11) in ihrem Bericht 
vom 3. Januar 2017 in Bezug auf den Verlauf der Arbeitsfähigkeit daran fest, dass im ange-
stammten Beruf als Automechaniker weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% 
besteht. Ergänzend führte sie wiederum aus, dass der Versicherte aufgrund seines Tumorlei-
dens, des Stomas und der operierten parastomalen Hernie keine Lasten von über 10 Kilo-
gramm tragen oder heben dürfe. Damit resultiere in Bezug auf seine Tätigkeit als Automechani-
ker eine Arbeitsunfähigkeit von über 50% (IV-Dok 69). In Bezug auf diese kongruenten Anga-
ben ist schliesslich auf die Empfehlung des RAD insbesondere vom 6. November 2015 hinzu-
weisen, wonach auf die Einschätzung der behandelnden Ärztin abgestellt werden könne und 
von einer hälftigen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ausgegangen werden könne 
(IV-Dok 45 und 106). Die Auffassung einer maximal noch hälftigen Arbeitsfähigkeit des Versi-
cherten in seiner angestammten Tätigkeit als Automechaniker ist aus medizinischer Sicht dem-
nach zweifellos erstellt. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich.  
 
4.2 Uneinigkeit zwischen den Parteien besteht mit Blick auf die Zumutbarkeit eines allfälli-
gen Berufswechsels hingegen in medizinischer Hinsicht bezüglich der Höhe der Arbeitsfähigkeit 
in einer noch zumutbaren Verweistätigkeit. Während der Beschwerdeführer die Auffassung ver-
tritt, dass der medizinische Sachverhalt in Bezug auf seine Verweistätigkeit ungenügend abge-
klärt worden sei und deshalb einer ergänzenden, gutachterlichen Abklärung bedürfe, stellt sich 
die Beschwerdegegnerin auf den gegenteiligen Standpunkt. Die den Beschwerdeführer behan-
delnde Hausärztin hatte im Juni 2015 noch offen gelassen, ob eine Einschränkung der körperli-
chen Leistungsfähigkeit bestehen bleiben wird (IV-Dok 33, ad Ziffer 1.9). Mit Schreiben vom 
29. Oktober 2015 attestierte sie dem Versicherten auf Nachfrage der IV-Stelle für eine leichte 
körperliche Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-Dok 43). Ihrem anschliessenden 
Bericht vom 22. Mai 2017 zu Handen der Rechtsvertreterin des Versicherten kann sodann ent-
nommen werden, dass im Vergleich zur Einschätzung vom 29. Oktober 2015 jedoch einige re-
levante medizinische Aspekte hinzugekommen seien, welche die Arbeitsfähigkeit des Versi-
cherten beeinflussen würden. Erwähnenswert sei ein Sulcus ulnaris Syndrom, welches immer 
wieder zu Verkrampfungen der linken Hand und zu feinmotorischen Störungen führe. Weiter 
leide der Versichert seit einigen Monaten auch unter psychischen Beschwerden, welche die 
Arbeitsfähigkeit reduzieren könnten. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei bei dieser kom-
plexen Situation ein Gutachten unabdingbar (IV-Dok 86, S. 6 f.).  
 
4.3 Entgegen der in der vorliegenden Beschwerde vertretenen Auffassung kann daraus 
nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, die medizinische Situation des Beschwerdeführers 
sei ungeklärt geblieben und bedürfe einer ergänzenden, gutachterlichen Abklärung. Hintergrund 
bildet einerseits die Beurteilung des behandelnden Neurologen vom 5. September 2017 (IV-Dok 

 
 
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95). Daraus geht hervor, dass der Versicherte seit drei bis vier Monaten an einer Verkrampfung 
der linken Hand leide. Es bestehe eine sensomotorische Ulnarisneuropathie links, welche auf 
eine perioperative Druckschädigung des entsprechenden Nervs im Rahmen der Operation des 
Rektumkarzinoms zurückzuführen sein dürfte. Die Prognose sei gut. Es bestehe diesbezüglich 
keine wesentliche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Eine konservative Therapie sei ausrei-
chend. Angesichts dieser Facheinschätzung ist der von der behandelnden Hausärztin in neuro-
logischer Hinsicht noch im Mai 2017 aufgeworfene Abklärungsbedarf entgegen der wiederholt 
auch anlässlich der Parteiverhandlung vertretenen Ansicht des Beschwerdeführers damit 
rechtsgenüglich abgeklärt. Daran vermag nichts zu ändern, dass der untersuchende Neurologe 
angegeben hat, dass nicht sicher beantwortet werden könne, ob die bisherige Tätigkeit noch 
zumutbar sei (a.a.O., ad Frage 1,7). In Übereinstimmung mit seiner Befunderhebung geht er 
nämlich davon aus, dass sich allfällige Einschränkungen mittels konservativer Therapie vermin-
dern lassen (a.a.O., ad Frage 1.8). Eine neurologisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit von Relevanz ist bei dieser Aktenlage nicht auszumachen. Dies gilt umso mehr, weil sich 
die Einschätzung des untersuchenden Neurologen auf die angestammte Tätigkeit des Versi-
cherten bezieht und in einer angepassten, leichten Verweistätigkeit somit erst recht keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit angenommen werden kann.  
 
4.4 Nichts anderes gilt andererseits hinsichtlich der von der behandelnden Ärztin in deren 
Bericht vom 22. Mai 2017 (IV-Dok 86, S. 8) aufgeworfenen Frage betreffend die psychischen 
Verhältnisse des Versicherten. Es ist festzustellen, dass noch im Juni 2015 offenbar weder 
geistige noch psychischen Einschränkungen bestanden hatten (IV-Dok 33, S. 8, ad Ziffer 1.7). 
In ihrem Bericht vom 31. Oktober 2017 hat die Institution E.____ mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit in der Folge jedoch eine seit Behandlungsbeginn anfangs Januar 2017 bestehen-
de Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert (IV-Dok 105). Diesem 
Bericht ist aber auch zu entnehmen, dass der Versicherte seine Karzinomerkrankung und die in 
der Folge aufgetretenen Stoma-Komplikationen psychisch gut verarbeitet habe. Die depressive 
Reaktion erkläre sich mit einer existentiellen Unsicherheit und dem langjährigen Verlauf des IV-
Verfahrens. Der Versicherte wünsche auch keine medikamentöse Behandlung. In Bezug auf die 
Arbeitsfähigkeit könnten Konzentrationsstörungen zu einer Verlangsamung der Arbeitstätigkeit 
und zu Fehlern führen; es sei allerdings schwierig, diese Verlangsamung von einer bedingt 
durch körperliche Symptome bedingten Verlangsamung abzugrenzen. Insgesamt bestehe eine 
nur geringfügige Einschränkung der Arbeitstätigkeit durch die psychische Symptomatik. Da die 
bisherige Tätigkeit in diesem Bericht weiterhin als zumutbar erachtet wird, lässt sich bei dieser 
Sachlage mit Blick auf eine Verweistätigkeit deshalb auch in psychiatrischer Hinsicht keine rele-
vante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Dies gilt umso mehr, als die von der Insti-
tution E.____ mutmasslich erhobene depressive Reaktion ohnehin auf IV-fremde Gründe zu-
rückzuführen ist, welche bei der Beurteilung der vorliegend umstrittenen Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten in einer angepassten Verweistätigkeit unberücksichtigt bleiben müssen. Mit den 
beiden zitierten Berichten des Neurologen vom 5. September 2017 und der Institution E.____ 
vom 31. Oktober 2017 sind die von der behandelnden Ärztin thematisierten, neuen Aspekte 
jedenfalls rechtsgenüglich abgeklärt. In einer leidensangepassten, leichten Verweistätigkeit, wie 
sie dem Versicherten von seiner behandelnden Ärztin in somatischer Sicht attestiert worden ist, 
resultiert bei diesem Ergebnis daher auch in psychiatrischer Hinsicht eine volle Arbeitsfähigkeit.  

 
 
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4.5 Zu prüfen bleibt, wie es sich in Bezug auf die erst im Rahmen des Beschwerdeverfah-
rens eingereichten Arztberichte verhält. In ihrem Bericht vom 7. Juni 2018 (Beschwerdebeila-
ge 4) hält die behandelnde Fachärztin des Spitals D.____ fest, dass sie den Versicherten letzt-
mals vor 19 Monaten gesehen habe. Daraus ist die Schlussfolgerung zu ziehen, dass sich aus 
ihrem Fachgebiet seit Beginn des Jahres 2017 offenbar keine Neuerungen mehr ergeben ha-
ben. Sie macht in der Folge zwar keine expliziten Aussagen zur Arbeitsfähigkeit, umschreibt 
jedoch ein Arbeitsprofil, wonach Arbeitstätigkeiten im Stehen, Gehen oder im Sitzen ohne Prob-
leme weiterhin möglich seien. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt bei dieser 
Aktenlage sehr wohl eine verlässliche und aktuelle Einschätzung in onkologischer Hinsicht vor, 
aus welcher für eine leichte, angepasste Verweistätigkeit jedoch weiterhin keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit in einer leichten Verweistätigkeit abgeleitet werden kann. Der Einschätzung 
der behandelnden Fachärztin kann im Gegenteil nichts abgewonnen werden, was weitere me-
dizinische Abklärungen notwendig machen würde. Damit erweist es sich aber nicht als notwen-
dig, hierfür eine ergänzende, gutachterliche Abklärung einzuholen. Nicht anders ist in Bezug auf 
den im Beschwerdeverfahren neu aufgelegten Bericht des behandelnden Neurologen betref-
fend das neurologische Konsilium vom 16. Mai 2018 und 11. Juni 2018 zu entscheiden (Einzel-
beilage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. September 2018). In zeitlicher Hinsicht ist 
zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfü-
gungen rechtsprechungsgemäss regelmässig nach dem Sachverhalt zu beurteilen, wie er im 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit 
Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich 
der medizinische Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 
rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle vom 8. Mai 2018 verwirklicht hat. Da sich der neu-
erlich aufgelegte Bericht auf ein erst nach Verfügungserlass durchgeführtes Konsilium bezieht, 
kann er im vorliegenden Verfahren demnach nicht mehr berücksichtigt werden, soweit er die 
gesundheitlichen Verhältnisse nach dem 8. Mai 2018 wiedergibt. Unbesehen dessen kann die-
ser Bericht aber auch inhaltlich keine neue Sichtweise begründen: Den entsprechenden, kli-
nisch-neurologischen Untersuchungsergebnissen sind insgesamt keine konkreten Befunde zu 
entnehmen, welche eine Arbeitsunfähigkeit – stets bezogen auf eine angepasste, leichte Ver-
weistätigkeit – begründen würden. Unabhängig von einem subjektiven Krampfgefühl beim for-
cierten Faustschluss konnten in objektiver Hinsicht nämlich praktisch ausschliesslich regelrech-
te und intakte Verhältnisse erhoben werden (a.a.O., S. 2). Es tritt hinzu, dass in Bezug auf das 
Sulcus ulnaris Syndrom an der linken Hand im Vergleich zur Voruntersuchung neuerdings ver-
besserte Neurographie-Parameter ausgewiesen worden sind, weshalb in neurologischer Hin-
sicht gar von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugehen wäre. Daran ändert nichts, 
dass die aktuellen Beschwerden insbesondere in Form der geklagten Krämpfe allenfalls auf 
andere Ursachen unklarer Ätiologie zurückzuführen sind. Im Gegenteil: Zumal der Versicherte 
anlässlich der erneuten Untersuchung lediglich bei kraftvollen Griffen eine Gefühlslosigkeit be-
klagt hat, kann mangels Angabe einer resultierenden Arbeitsunfähigkeit in Bezug eine leichte 
Verweistätigkeit keine Einschränkung begründet werden.  
 
4.6 In Anbetracht dieser bereits erfolgten fachärztlichen Untersuchungen drängen sich 
weitere medizinische Abklärungen, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, nicht auf und es 

 
 
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kann von der von ihm beantragten Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen 
werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stel-
len, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen 
dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die 
für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild 
des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf 
ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist dem Gesagten zufolge hier aber der 
Fall. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). So verhält es sich auch 
hier. Als Zwischenergebnis ist demnach festzustellen, dass die IV-Stelle ihrer Rentenbemes-
sung gestützt auf die zitierten Unterlagen seitens der behandelnden Ärzte eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit in einer leichten, angepassten Verweistätigkeit zu Grund legen durfte. 
 

5. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen. Nachdem sich der Versicherte im 
November 2014 zum Leistungsbezug angemeldet hatte (IV-Dok 1, S. 6), ist für die Vornahme 
des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühstmögli-
chen Rentenbeginns per Mai 2015 abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Umstritten ist dabei 
insbesondere, welche Methode der Invaliditätsbemessung anzuwenden ist. Der Beschwerde-
führer vertritt die Auffassung, dass die ausserordentliche Methode des Betätigungsvergleichs 
anzuwenden sei. Er beruft sich dabei auf den Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 14. März 
2016 (IV-Dok 49). Dieser habe ergeben, dass eine gewichtete Einschränkung im Umfang von 
56,29% vorliege. Demgegenüber geht die IV-Stelle in Anwendung der allgemeinen Bemes-
sungsmethode davon aus, dass der Versicherte in Nachachtung seiner Schadenminderungs-
pflicht mit einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu 
erzielen in der Lage wäre. 
 
5.1 Bei Selbständigerwerbenden, welche allein oder zusammen mit Familienmitgliedern 
einen Betrieb bewirtschaften, ist das für die Invaliditätsbemessung massgebende Erwerbsein-
kommen einzig auf Grund ihrer eigenen Mitarbeit im Betrieb zu bestimmen. Abzustellen ist 
demnach alleine auf jene Einkünfte, welche die versicherte Person selbst durch ihr eigenes 
Leistungsvermögen zumutbarerweise realisieren kann (Art. 25 Abs. 2 IVV). Die Gegenüberstel-
lung der vor und nach Eintritt eines invalidenversicherungsrechtlichen Versicherungsfalles in 
einem Gewerbebetrieb realisierten Geschäftsergebnisse nach Massgabe der Einkommensver-
gleichsmethode lässt daher zuverlässige Schlüsse auf die invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse 
nur dort zu, wo mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, dass die 
Betriebsergebnisse durch invaliditätsfremde Faktoren beeinflusst worden sind. Tatsächlich sind 
aber für die jeweiligen Geschäftsergebnisse eines Gewerbebetriebes häufig zahlreiche schwer 
überblickbare Komponenten wie etwa die Konjunkturlage, die Konkurrenzsituation, der kom-
pensatorische Einsatz von Familienangehörigen, Unternehmensbeteiligten oder Mitarbeiterin-
nen und Mitarbeitern von massgebender Bedeutung. Eine verlässliche Ausscheidung der auf 
solche (invaliditätsfremde) Faktoren zurückzuführenden Einkommensanteile einerseits und der 
auf dem eigenen Leistungsvermögen der versicherten Person beruhenden Einkommensschöp-
fung andererseits ist in solchen Fällen auf Grund der Buchhaltungsunterlagen nicht möglich, 

 
 
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sodass die Invaliditätsbemessung nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsver-
fahrens zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2007, I 70/06, E. 4.3 mit Hin-
weis).  
 
5.2 Eine gesetzliche Regelung, welche Bemessungsmethode anzuwenden ist, existiert 
nicht. Deren Wahl hängt einzig davon ab, ob sich die hypothetischen Erwerbseinkommen zu-
verlässig schätzen lassen (allgemeine Methode) oder nicht (ausserordentliche Methode). Der 
IV-Stelle steht bezüglich der Auswahl der Methode ein gewisser Ermessensspielraum zu, in den 
das Gericht ohne Not nicht einzugreifen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2012, 
9C_424/2012, E. 5.3). Zu berücksichtigen ist immerhin, dass die ausserordentliche Bemes-
sungsmethode nicht bereits dann zur Anwendung gelangen kann, nur weil die versicherte Per-
son selbständig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2008, 8C_308/2008, E. 2.2). 
Obschon das Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden allenfalls auf der Basis ihrer 
Einträge im IK bestimmt werden kann, ist bei unübersichtlichen betrieblichen und erwerblichen 
Verhältnissen eine solche Vorgehensweise gerade nicht möglich. Bei unübersichtlichen Ge-
schäfts-Verhältnissen ist es deshalb auch nicht zielführend, den IV-Grad im ausserordentlichen 
Bemessungsverfahren zu ermitteln. Das Valideneinkommen ist diesfalls vielmehr auf der 
Grundlage lohnstatistischer Werte zu bestimmen (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 
2016, 9C_361/2016, E. 5.2.2). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall. 
 

5.3.1 Der Beschwerdeführer ist Inhaber seiner eigenen GmbH und als deren Geschäftsfüh-
rer selbständig erwerbstätig. Wie die IV-Stelle vernehmlassungsweise zu Recht vorgebracht 
hat, sind die Geschäftszahlen seiner Unternehmung für einen aussagefähigen Einkommens-
vergleich nicht verwertbar. Dies gilt namentlich für das noch vor dem Eintritt seiner gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen massgebende Valideneinkommen. Bereits in ihrem Abklärungsbe-
richt aus dem Jahre 2016 hatte der Abklärungsdienst der IV-Stelle festgehalten, dass in Bezug 
auf die Geschäftsabschlüsse invaliditätsfremde Veränderungen vorliegen würden (IV-Dok 49, 
S. 11) und dass sich die betrieblichen Verhältnisse mitunter auch aus wirtschaftlichen Gründen 
verändert hätten (a.a.O., S. 19, ad Abschlussbemerkungen). Dem entsprechenden Bericht vom 
14. April 2016 ist weiter zu entnehmen, dass in Bezug bereits auf die Jahre 2011 bis 2013 aty-
pische Veränderungen und Schwankungen im Vergleich zu identischen Positionen in den Ge-
schäftsabschlüssen vorliegen (a.a.O, ad Ziffer 5.3). Hintergrund bildeten zum einen offenbar 
höhere Betriebsaufwendungen, die mit weiteren Betriebsdaten vermischt worden waren, welche 
als Einheit nicht hätten zusammengerechnet werden dürfen; andererseits erkannte der Abklä-
rungsdienst schon dazumal, dass der unterschiedlich hohe Betriebsaufwand von zahlreichen 
invaliditätsfremden Faktoren, wie beispielsweise situativ höhere oder tiefere Materialkosten und 
unterschiedliche Einkäufe von Fahrzeugen aller Art abhängig war (a.a.O., S. 10). Es tritt hinzu, 
dass die IK-Einträge des Versicherten als valide Person (IV-Dok 92) bei Weitem nicht mit dem 
Totaleinkommen des Versicherten gemäss seinen Geschäftsabschlüssen übereinstimmen (IV-
Dok 49, S. 8). Dass die Geschäftsabschlüsse den Anforderungen an einen möglichst präzisen 
Einkommensvergleich, wie er rechtsprechungsgemäss erforderlich ist, nicht genügen, zeigt so-
dann auch ein Blick auf die wiederholt vorgenommene Abklärung der betrieblichen Verhältnisse 
rund neun Monate später. Im entsprechenden Abklärungsbericht vom 31. Januar 2017 (IV-Dok 
75) hielt der Abklärungsdienst der IV-Stelle daran fest, dass sich die betrieblichen Verhältnisse 

 
 
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auch aus wirtschaftlichen Gründen verändert hätten. Unbesehen der Tatsache, dass seit Eintritt 
der gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit stets betriebliche Verluste ausgewiesen worden 
seien, lasse sich auf der Grundlage der Geschäftsabschlüsse kein aussagefähiger Einkom-
mensvergleich bewerkstelligen (a.a.O., S. 4 a. E.). Daran ist angesichts der detailliert und nach-
vollziehbar erhobenen Verhältnisse vor Ort vorliegend festzuhalten. Ein Abstellen auf die vor-
handenen Geschäftszahlen ist nicht möglich.  
 
5.3.2 Daraus kann nunmehr aber nicht geschlossen werden, dass die ausserordentliche 
Bemessungsmethode zur Anwendung gelangen kann. Massgebend ist vielmehr, ob sich das 
hypothetische Erwerbseinkommen und in diesem Zusammenhang insbesondere das hier vorab 
interessierende Valideneinkommen zuverlässig schätzen lässt. Dies ist hier gestützt auf die 
lohnstatistischen Daten der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) aber ohne weiteres 
möglich. Zwischen den Parteien ist soweit zu Recht unbestritten geblieben, dass für das das 
Valideneinkommen des Beschwerdeführers auf die LSE 2014 und dort im Rahmen der Tabelle 
TA1 (privater Sektor) auf den Spartenwert 45-46 für den Bereich Handel und Reparaturen von 
Motorfahrzeugen abzustellen ist. Uneinigkeit besteht hinsichtlich des anzuwendenden Kompe-
tenzniveaus. Während die IV-Stelle unter Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 2 einen 
jährlichen Validenlohn von Fr. 69‘595.— zur Anwendung bringt, wendet der Beschwerdeführer 
ein, es sei das Kompetenzniveau 4 und damit ein monatlicher Basislohn von Fr. 8‘568.— her-
anzuziehen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Die von ihm zusammen mit seiner 
Beschwerdebegründung eingereichte Zusammenstellung der absolvierten Fachprüfungen und 
Schulungen alleine ist kein Grund für die Anwendung eines höheren Kompetenzniveaus. Dies 
sind theoretische Fachkenntnisse. Entscheidend ist vielmehr, was der Versicherte tatsächlich 
gearbeitet und welches Salär er damit zu erzielen in der Lage war. Damit aber ist massgebend, 
was der Versicherte gegenüber der Abklärungsperson der IV-Stelle angegeben hat, welche 
Arbeiten er effektiv verrichtet. Zusammen mit der Beschwerdegegnerin ist in diesem Zusam-
menhang zwar zu berücksichtigen, dass gewisse Reparaturarbeiten durchaus dem Kompe-
tenzniveau 3 zugeordnet werden können (IV-Dok 49, ad Ziffer 7.3, Position 4). Andererseits ist 
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass ein nicht minder grosser Anteil der anfallenden Arbei-
ten als selbständiger Automechaniker und Garagist keine komplexen Praxistätigkeiten darstellt, 
welche ein grosses Wissen in einem speziellen Spezialgebiet voraussetzen würden (a.a.O., S. 
18). Dies betrifft namentlich die Bereiche der Administration, der Kundenberatung, der Material-
beschaffung und der Servicearbeiten, welche zwanglos im Kompetenzniveau 2 anzusiedeln 
sind. Dass eine integrale Anwendung des Kompetenzniveaus 2 durchaus angemessen ist, zeigt 
ausserdem der Blick auf die in den Jahren 2011 bis 2013 noch vor Eintritt der Gesundheits-
schädigung effektiv erzielten Verdienste des Versicherten. Demnach betrug dessen Durch-
schnittseinkommen dazumal Fr. 66‘175.— (IV-Dok 75, S. 2, ad Ziffer 2). Der Versicherte war 
dazumal mit anderen Worten kein auch nur annähernd dem Kompetenzniveau 3 oder gar 4 
entsprechendes Einkommen zu erzielen in der Lage. Zumal einzelne kleinere Teilbereiche sei-
ner angestammten Tätigkeit ohnehin nur im Kompetenzniveau 1 zu liegen kommen (IV-Dok 49, 
a.a.O., Position 6), erweist sich daher eine integrale Anwendung des Kompetenzniveaus 2 als 
zutreffend. Gestützt auf die LSE 2014, Privater Sektor, Tabelle TA1, Sparte 45-46, Kompetenz-
niveau 2, Männer, resultiert nach Anpassung an die wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von 
41,9 Stunden (Bundesamt für Statistik, BFS, Tabelle je-d-03.02.04.19) sowie an die bis 2015 

 
 
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eingetretene Nominallohnentwicklung im Umfang von 0,3% (BFS, Tabelle  T1.1.10, Nominal-
lohnindex Männer 2011-2015) demnach ein massgebenden Valideneinkommen von 
Fr. 69‘595.—, wie es von der IV-Stelle der angefochtenen Verfügung mithin zu Recht zu Grunde 
gelegt worden ist. 
 
6.1 Zu prüfen bleibt das Invalideneinkommen. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt der 
generelle Grundsatz, dass eine invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumut-
bare selbst vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Ren-
tenanspruch ist deshalb stets dann zu verneinen, wenn die versicherte Person auch ohne Ein-
gliederungsmassnahmen, nötigenfalls aber mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der 
Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Diese Selbsteingliede-
rung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht ist eine Last, welche die versi-
cherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsanspruch – auf gesetzliche Eingliede-
rungsmassnahmen oder Rente – gewahrt bleiben. Von der versicherten Person dürfen dabei 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und sub-
jektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (AHI-Praxis 2001 S. 282, E. 5a/aa; 
BGE 113 V 28 E. 4a). Aufgrund dieser Schadenminderungspflicht darf deshalb auch von selb-
ständig Erwerbstätigen zunächst erwartet werden, dass sie sich im Betrieb soweit möglich so 
organisieren, dass sie Arbeiten verrichten können, die ihnen gesundheitshalber noch zumutbar 
sind. Ist dies überhaupt nicht möglich oder erscheint die bisherige Tätigkeit aus gesundheitli-
chen Gründen als ungeeignet, so steht die Aufnahme einer unselbständigen (Haupt-)Erwerbs-
tätigkeit zur Diskussion. Nach der Rechtsprechung kann dem Einkommensvergleich eine solche 
unselbständige Tätigkeit insbesondere dann zugrunde gelegt werden, wenn hiervon eine bes-
sere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche 
Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, 
Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil K. des 
damaligen EVG vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.2 mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S 283, E. 
5a/bb mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Pflicht zur Selbsteingliederung als Ausdruck 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht dürfen dabei zulässigerweise dort höher sein, wo 
eine verstärkte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. In die erforderliche 
Interessenabwägung sind deshalb auch die in Frage stehenden Rentenleistungen einzubezie-
hen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2009, 9C_111/2009, E. 2.2.2 mit Hinweisen). Eine 
Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar. Ein bestehender Betrieb 
einer selbständigen Person kann daher selbst dann nicht auf Kosten der IV aufrechterhalten 
werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung 
leistet (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.1.2).  
 
6.2.1 Den aktenkundigen Geschäftsabschlüssen des Beschwerdeführers ist zu entnehmen, 
dass seit dem Eintritt seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen stets betriebliche Verluste 
ausgewiesen worden sind (IV-Dok 49, S. 9; IV-Dok 75, S. 3; IV-Dok 76). Unabhängig davon 
erweist sich die Ausübung der bisher selbständigen Tätigkeit aber auch aus medizinischer Sicht 
alles andere als ideal. Dies zeigt sich daran, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Au-
tomechaniker nur noch sehr beschränkt ausführen kann. So geht aus dem Abklärungsbericht 
der IV-Stelle vom 14. März 2016 hervor, dass er insbesondere im betrieblichen Kernbereich der 

 
 
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Reparaturarbeiten, welche vor Eintritt der seiner Invalidität immerhin die Hälfte seines Aufga-
bengebiets ausgefüllt hatten, bedingt durch die Folgen seiner Karzinomerkrankung im Umfang 
lediglich noch eines Drittels tätig sein kann. Dieser Umstand wiegt umso schwerer, weil der 
Teilbereich der Reparaturarbeiten dem Kompetenzniveau 3 zugeordnet werden kann und die-
ser Bereich in pekuniärer Hinsicht somit just am einträglichsten war (oben, Erwägung 5.3.2; IV-
Dok 49, ad Ziffer 7.3, Position 4). Als unmöglich erweisen sich mit Blick auf die Vermeidung des 
Tragens und Hebens schwerer Lasten künftig insbesondere die in finanzieller Hinsicht lukrati-
ven Arbeiten wie Motoren- und Getriebereparaturen (IV-Dok 49, S. 16, ad Position 4). Darüber 
hinaus ist es dem Versicherten in Übereinstimmung mit den medizinischen Akten und seinen 
eigenen Aussagen anlässlich der Parteiverhandlung aber auch nicht mehr möglich, sämtliche 
Servicearbeiten auszuführen, weshalb unter anderem auch im Bereich des Räderservice eine 
nachvollziehbare Einschränkung zwischen 40% und 50% resultiert (a.a.O., S. 15, ad Position 
3). Demgegenüber ist der Beschwerdeführer in einer seinen Leiden adaptierten Verweistätigkeit 
ohne körperlich schwere Arbeiten als unselbständiger Angestellter in der Lage, ein Vollzeitpen-
sum zu absolvieren (oben, Erwägung 4). Damit wäre es ihm möglich, die erwerbliche Verwer-
tung seiner Arbeitsfähigkeit im Vergleich zu seiner aktuellen Selbständigkeit nicht nur deutlich 
zu verbessern, sondern auch die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen annähernd 
auszugleichen. Hintergrund bildet der Umstand, dass er bei einer ihm verbleibenden Restar-
beitsfähigkeit von 100% trotz Anpassung seines bestehenden Betriebs an seine gesundheitli-
che Beeinträchtigung (IV-Dok 49, ad Ziffer 3.2.2) bereits mit einer leichten Hilfstätigkeit ein ren-
tenausschliessendes Einkommen zu erzielen in der Lage wäre, welches auf der Basis der lohn-
statistischen Angaben letztlich nur wenig tiefer ausfallen würde als das auf der Basis seiner 
Geschäftszahlen noch vor Eintritt seiner Gesundheitsbeeinträchtigung erzielte Valideneinkom-
men. 
 

6.2.2 Entgegen seiner Auffassung, dass ihm die Aufgabe seiner selbständigen Tätigkeit nicht 
zugemutet werden könne, lässt die noch verhältnismässig lange berufliche Aktivitätsdauer des 
im April 1961 geborenen Versicherten einen Berufswechsel nicht als unzumutbar erscheinen. 
Es kann in dieser Hinsicht auf die strenge Rechtsprechung des Bundesgerichts verwiesen wer-
den, wonach die Zumutbarkeit eines Berufswechsels beispielsweise auch in einem Fall einer 
56-jährigen Wirtin bejaht worden war, die seit 30 Jahren ein eigenes Restaurant geführt hatte 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2012, 9C_818/2011; vgl. auch Urteile 
9C_525/2017 vom 30. Oktober 201 betreffend einen Marktfahrer bei einer Restaktivitätsdauer 
von lediglich noch rund sechseinhalb Jahren; 9C_644/2015 vom 3. Mai 2016 betreffend einen 
selbständigen Landwirt). Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang sodann insbesondere 
auch das Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2015, 8C_492/2015, betreffend eine 
versicherte Person ebenfalls mit Jahrgang 1961, die während rund 17 Jahren ein eigenes Le-
bensmittelgeschäft betrieben und – anders wie im hier vorliegenden Fall (IV-Dok 49, S. 2, ad 
Ziffer 2) – über keinerlei berufliche Ausbildung verfügt hatte. Bei objektiver Betrachtung ist des-
halb nicht ersichtlich, weshalb die Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit und die damit ver-
bundene Umstellung für den Beschwerdeführer im vorliegenden Fall unzumutbar sein sollen. 
Auch wenn der Versicherte bisher während vieler Jahre als Garagist und Automechaniker tätig 
war, ist es nicht Aufgabe der Invalidenversicherung, die Weiterführung eines bisherigen Er-
werbsstils zu ermöglichen oder gar die Aufrechterhaltung eines weniger einträglichen Gewerbes 

 
 
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sicherzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.3.3). Dies 
gilt im hier vorliegenden Fall umso mehr, weil der Beschwerdeführer seine Garage als Ein-
mannbetrieb führt und von einem (hypothetischen) Berufswechsel daher keine nahen Familien-
angehörigen unmittelbar mitbetroffen wären.  
 

6.2.3 Der Einwand, dass der Beschwerdeführer infolge seiner Stellung als selbständig Er-
werbender vom Bezug auf eine allfällige Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen wäre, 
steht einer Betriebsaufgabe rechtsprechungsgemäss nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, E. 2.4). Nicht anders ist in Bezug seine bisher erfolglosen 
Bewerbungen zu entscheiden, weil sich diese auf den aus gesundheitlichen Gründen einge-
schränkten, angestammten Tätigkeitsbereich und nicht auf eine zumutbare Verweistätigkeit auf 
dem für ihn massgebenden, ausgeglichenen Stellenmarkt bezogen haben (Beschwerdebeila-
gen 5a-c). Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich darauf beruft, dass ihm der Abklä-
rungsdienst der IV-Stelle die Unzumutbarkeit eines Berufswechsels attestiert habe, gilt es vorab 
klarzustellen, dass die Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme vom 18. Oktober 2018 klarge-
stellt hat, dass der entsprechend vom Beschwerdeführer nunmehr zitierte Passus im Abklä-
rungsbericht vom 14. März 2016 lediglich die Einschätzung des Versicherten selbst wiederge-
geben habe (IV-Dok 102, S. 3). Wie es sich damit im Detail verhält, kann dahingestellt bleiben. 
Hintergrund bildet der Umstand, dass sich die Abklärungen vor Ort stets auf die angestammte 
Tätigkeit als Automechaniker bezogen haben und sich überhaupt erst im Rahmen dieser Abklä-
rungen ergeben hatte, dass der Beschwerdeführer mit einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer 
Verweistätigkeit ein weitaus höheres Invalideneinkommen zu erzielen in der Lage wäre als mit 
seiner angestammten Tätigkeit im Umfang von zumutbarerweise lediglich 50%. Im Übrigen sind 
keine Gründe ersichtlich, weshalb dem Versicherten unter Berücksichtigung der ihm obliegen-
den Schadensminderungspflicht die Aufgabe seiner zurzeit ausgeübten Beschäftigung nicht 
zuzumuten wäre. Zu betonen bleibt in diesem Zusammenhang, dass vom Beschwerdeführer 
nicht erwartet wird, dass er tatsächlich einen Berufswechsel vornimmt. Aufgrund der ihm oblie-
genden Schadenminderungspflicht muss er sich unter den geschilderten Umständen aber im 
Rahmen des Einkommensvergleichs als Invalideneinkommen jene Einkünfte anrechnen lassen, 
die er in einer leidensadaptierten Tätigkeit zumutbarer Weise erzielen könnte. 
 

6.3 Auszugehen ist von einem zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommen im Um-
fang von Fr. 66‘652.—. Grundlage bildet auch hier die LSE 2014, Tabelle TA1, Totalwert Män-
ner, Kompetenzniveau 1 für einfache und repetitive Arbeiten (12 x Fr. 5‘312.— x 12 / 40 x 41,7 
Wochenstunden, zuzüglich Nominallohnentwicklung per 2015 für den Totalwert im Umfang von 
ebenfalls 0,3% [Tabelle BFS 1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011-2015]). In Gegenüberstel-
lung mit dem Valideneinkommen von Fr. 69‘595.— (oben, Erwägung 5.3) ergibt sich eine Ein-
kommenseinbusse von Fr. 2‘943.— und damit ein IV-Grad von 4%. Unbesehen eines allfälligen 
leidensbedingten Abzugs beim Invalideneinkommen selbst im maximal zulässigen Umfang von 
25% wird der für einen Rentenanspruch massgebende Schwellenwert von 40% demnach so 
oder anders nicht erreicht. Daran würde im Übrigen auch nichts ändern, wenn in Anlehnung an 
den Abklärungsbericht der IV-Stelle vom 14. März 2016 (IV-Dok 49) von einem gewichteten 
Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 76‘546.— ausgegangen würde (oben Erwägung 5.3.2). 

 
 
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Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ist daher zu Recht abgelehnt worden. Dies führt 
im Ergebnis zur Abweisung der vorliegenden Beschwerde. 
 

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 
Fr. 800.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer un-
terliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 800.— zu verrechnen sind. Ihm ist allerdings mit Verfügung vom 
3. Juli 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Juli 2018 auch die unentgeltliche Ver-
beiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihren Honorarnoten 
vom 24. September 2018 und vom 8. November 2018 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von 13 Stunden und 25 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Hinzurechnen ist der zeit-
liche Aufwand für die Parteiverhandlung zuzüglich An- und Rückfahrt im Umfang von zusätzlich 
zweieinhalb Stunden. Nicht zu beanstanden sind sodann die in den beiden Honorarnoten ins-
gesamt ausgewiesenen Auslagen von Fr. 141.90. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar 
in der Höhe von Fr. 3‘581.30 (15 Stunden und 55 Minuten à Fr. 200.-- + Auslagen von 
Fr. 141.90 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 

7.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über 
die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach 
eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet 
ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 

 
 
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Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 3‘581.30 
(inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse aus-
gerichtet.