# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4ef0f50-d54f-5042-9484-c2bed14ada07
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 17.10.2025 ZK2 2024 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2024-62_2025-10-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 17. Oktober 2025
ZK2 2024 62

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichter Veronika Bürgler Trutmann und Pius Kistler,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Gesuchsteller und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend Abänderung von Eheschutzmassnahmen
(Berufung gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz 
vom 11. September 2024, ZES 2024 290);-

hat die 2. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Mit Verfügung vom 19. Januar 2018 genehmigte die Einzelrichterin am 
Bezirksgericht Schwyz die im Eheschutzverfahren der Parteien (ZES 2017 608) 
abgeschlossene Trennungsvereinbarung vom 17. Januar 2018 (Vi-act. KB 13, 
Dispositivziffer 4), worin sich der Berufungsführer u.a. verpflichtete, ab 1. April 
2018 monatliche Unterhaltsbeiträge für die Kinder E.________ von Fr. 1’525.00 
zzgl. Kinderzulage und F.________ von Fr. 1’325.00 zzgl. Kinderzulage sowie 
für die Ehefrau von Fr. 150.00 zu bezahlen (Vi-act. 3/1, Ziffer 6).

a) Am 1. Juli 2024 reichte der Berufungsführer beim Bezirksgericht Schwyz 
ein Gesuch um Abänderung der Unterhaltsbeiträge ein (Vi-act. 1). Mit Eingabe 
vom 7. Juli 2024 präzisierte der (inzwischen anwaltlich vertretene) Berufungs-
führer seine Anträge wie folgt (Vi-act. 8):

1. In Abänderung der Eheschutzverfügung der Einzelrichterin des Be-
zirksgerichts Schwyz vom 19. Januar 2018 seien die damals festge-
legten Unterhaltsverpflichtungen des Kindsvaters/Ehemanns 
A.________ (ab 1. April 2018 Monatsunterhaltszahlungen von 
Fr. 1’525.- zzgl. KZ für Tochter E.________, Fr. 1’325.- zzgl. KZ für 
Sohn F.________ und Fr. 150.- für Ehefrau C.________) per 1. Juli 
2024 aufzuheben und an die veränderten aktuellen wirtschaftlichen 
Verhältnisse angepasst neu festzulegen.

2. Dem mittellosen Gesuchsteller A.________ sei die unentgeltliche 
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.

3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der Gegenpar-
tei.

An der Hauptverhandlung vom 23. Juli 2024 hielt der Berufungsführer an seinen 
Anträgen fest (Vi-act. 12). Die Berufungsgegnerin stellte folgende Anträge (Vi-
act. 14):

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1. Auf das Abänderungsgesuch sei nicht einzutreten, eventuell sei es ab-
zuweisen.

2. Eventuell sei in Abänderung der bisherigen Unterhaltsregelung der 
Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin ab 1. Juli 2024 
folgende Unterhaltsbeiträge monatlich und im Voraus zu bezahlen:

a. Für E.________: Fr. 1’246 Barunterhalt und Fr. 123 Betreuungs-
unterhalt, total Fr. 1’369, ev. wie viel;

b. Für F.________: Fr. 1’239 Barunterhalt und Fr. 123 Betreuungs-
unterhalt, total Fr. 1’362, ev. wie viel;

c. Für die Gesuchstellerin (recte: Gesuchsgegnerin) selber: Fr. 342, 
ev. wie viel.

3. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin die Ge-
richtskosten zu bevorschussen und einen Anwaltskostenvorschuss 
von Fr. 4’000 zu bezahlen, eventuell sei der Gesuchsgegnerin die un-
entgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Rechtsverbeistän-
dung zu bewilligen.

4. Alle abweichenden Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzu-
weisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden sollte.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchstel-
lers.

Das Vergleichsgespräch verlief ergebnislos (Vi-act. 11, Ziff. III). Nach der Par-
teibefragung (Vi-act. 11, Ziff. IV) nahmen die Parteien Stellung zum Beweiser-
gebnis (Vi-act. 11, Ziff. V und VI).

Die Parteien reichten am 26. Juli 2024 (Berufungsgegnerin, Vi-act. 18), 31. Juli 
2024 (Berufungsführer, Vi-act. 21) und 19. August 2024 (Berufungsgegnerin, 
Vi-act. 23) unaufgeforderte Stellungnahmen ein.

Mit Verfügung vom 11. September 2024 erkannte die Einzelrichterin am Be-
zirksgericht Schwyz Folgendes (angef. Verfügung):

1. Das Abänderungsgesuch des Ehemannes wird abgewiesen.

2. Der Antrag der Ehefrau um Prozesskostenbeitrag wird abgewiesen.

Kantonsgericht Schwyz 4

3. Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 1’600.00 werden dem Ehemann 
auferlegt. Rechnung und Inkasso erfolgen durch die Bezirksgerichts-
kasse Schwyz.

4. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau eine Parteientschädigung 
von pauschal Fr. 3’700.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen.

5. Der Ehefrau wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Rechts-
anwalt D.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt, soweit 
der Antrag nicht gegenstandslos geworden ist.

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Zufertigung]

b) Dagegen erhob der Berufungsführer am 23. September 2024 (Postauf-
gabe) Berufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):

1. Die Verfügung ZES 2024 290 der Einzelrichterin des Bezirksgerichts 
Schwyz vom 11. September 2024 sei bezüglich der Dispositiv-
Ziff. 1, 3 und 4 aufzuheben.

2. In Abänderung der Eheschutzverfügung der Einzelrichterin des Be-
zirksgerichts Schwyz vom 19. Januar 2018 seien die damals festge-
legten Unterhaltsverpflichtungen des Kindsvaters/Ehemanns 
A.________ (ab 1. April 2018 Monatsunterhaltszahlungen von 
Fr. 1’525.- zzgl. KZ für Tochter E.________, Fr. 1’325.- zzgl. KZ für 
Sohn F.________ und Fr. 150.- für Ehefrau C.________) per 1. Juli 
2024 aufzuheben und an die veränderten aktuellen wirtschaftlichen 
Verhältnisse angepasst neu festzulegen;
eventualiter sei die Angelegenheit zur Neuentscheidung an die     
Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Dem anerkanntermassen bedürftigen Ehemann / Gesuchsteller / 
Berufungskläger A.________ sei die unentgeltliche Rechtspflege 
und Rechtsverbeiständung für das erst- wie das zweitinstanzliche 
Verfahren zu gewähren.

4. Unter erst- und zweitinstanzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu Lasten der Ehefrau / Gesuchsgegnerin / Berufungsbeklagten.

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Mit Berufungsantwort vom 7. Oktober 2024 stellte die Berufungsgegnerin fol-
gende Anträge (KG-act. 5):

1. Die Berufung vom 22. September 2024 gegen die Verfügung der Ein-
zelrichterin des Bezirksgerichts Schwyz vom 11. September 2024 im 
Verfahren ZES 2024 290 sei vollumfänglich abzuweisen, soweit über-
haupt darauf eingetreten werden sollte.

2. Falls wider Erwarten die Voraussetzungen für eine Abänderung des 
Eheschutzentscheides [vom] 19. Januar 2018 gegeben sein sollten, 
sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Subeventuell, das heisst, falls das Kantonsgericht in der Sache (Abän-
derung) selber direkt entscheiden sollte, sei in Abänderung der bishe-
rigen Unterhaltsregelung der Berufungskläger zu verpflichten, der Be-
rufungsbeklagten ab 1. Juli 2024 folgende Unterhaltsbeiträge monat-
lich und im Voraus zu bezahlen:

a. Für E.________: Fr. 1’246 Barunterhalt und Fr. 123 Betreuungs-
unterhalt, total Fr. 1’369, ev. wie viel;

b. Für F.________: Fr. 1’239 Barunterhalt und Fr. 123 Betreuungs-
unterhalt, total Fr. 1’362, ev. wie viel;

c. Für die Berufungsbeklagte selber: Fr. 342, ev. wie viel.

4. Der Berufungsbeklagten sei die unentgeltliche Prozessführung und die 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beru-
fungsklägers, sowohl für das vorinstanzliche Verfahren wie auch für 
das Berufungsverfahren.

Die Parteien reichten am 18. Oktober 2024 (Berufungsführer, KG-act. 7) und 
29. Oktober 2024 (Berufungsgegnerin, KG-act. 9) weitere Stellungnahmen ein.

2. Der Berufungsführer machte als Abänderungsgrund für die Unterhaltsbei-
träge eine Einkommensverminderung seinerseits geltend (vgl. Vi-act. 1, 2 
und 8).

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a) Gemäss Trennungsvereinbarung vom 17. Januar 2018 erzielte der Beru-
fungsführer damals ein Nettoerwerbseinkommen von monatlich Fr. 6’931.00 
(inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen, Pensum 100 %; Vi-act. 3/1, Zif-
fer 6.3) als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der 
G.________GmbH, die den Betrieb einer Transportunternehmung für den 
Transport von Waren aller Art bezweckte (vgl. Vi-act. KB 6). Am 10. Juni 2024 
deponierte der Berufungsführer die Bilanz dieser Unternehmung und stellte ein 
Gesuch um Konkurseröffnung (Vi-act. KB 18, lit. B). Am 1. Juli 2024 reichte er 
beim Bezirksgericht Schwyz das Gesuch um Abänderung der Unterhaltsbei-
träge ein (Vi-act. 1). Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz eröffnete mit 
Verfügung vom 4. Juli 2024 den Konkurs über die G.________GmbH (Vi-
act. KB 18, Dispositivziffer 1). Soweit ist der Sachverhalt unbestritten.

b) Auf die zutreffenden rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz betreffend 
die Voraussetzungen für die Abänderung von Eheschutzmassnahmen im Sinne 
von Art. 179 Abs. 1 ZGB, insbesondere die Dauerhaftigkeit und Erheblichkeit 
der veränderten Verhältnisse (angef. Verfügung, E. 1.1) kann verwiesen wer-
den (§ 45 Abs. 5 JG; BGer 5A_467/2020 vom 7. September 2020 E. 7).

c) Die Vorinstanz erwog zunächst, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung sei 
der Konkursentscheid noch ausstehend gewesen. Ebenso sei ungewiss gewe-
sen, ob der Berufungsführer Arbeitslosentaggelder erhalten werde und falls ja, 
ab welchem Zeitpunkt. Es sei unklar gewesen, wie lange die Arbeitslosigkeit 
andauern werde. Der Berufungsführer habe keine Gründe vorgebracht, wes-
halb von einer längerfristigen Arbeitslosigkeit ausgegangen werden müsste. 
Unter diesen Umständen könne im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung nicht von 
einer Dauerhaftigkeit der behaupteten Veränderung ausgegangen werden, 
weshalb das Gesuch abzuweisen sei (angef. Verfügung, E. 1.2).

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Der Berufungsführer bezweifelt die Relevanz des Zeitpunktes des Konkur-
seröffnungsentscheides. Dieser bestätige immerhin das definitive Entfallen 
sämtlicher Arbeitnehmeransprüche. Zudem liege es in der Natur der Sache, 
dass er nicht wissen könne, wie lange seine Arbeitslosigkeit andauern und wie 
hoch die allenfalls erhältlichen Arbeitslosentaggelder ausfallen würden. Mit der 
Arbeitslosigkeit anerkenne die Vorinstanz, dass ab Juni 2024 tatsächlich verän-
derte Verhältnisse vorlägen und dass mit dem Konkurs die Lohnansprüche un-
wiederbringlich verloren gegangen seien (KG-act. 1, Ziff. 6b).

Wie bereits die Vorinstanz festhielt (angef. Verfügung, E. 1.1.4), müssen im 
Abänderungsverfahren nach Art. 179 ZGB die veränderten Verhältnisse sowie 
deren Dauerhaftigkeit und Wesentlichkeit im Zeitpunkt der Rechtshängigkeit 
des Gesuchs tatsächlich vorliegen (Staub, Die Abänderung familienrechtlicher 
Entscheide, 2022, N 229; Maier/Vetterli, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, 
Scheidung, Band I, 4. A. 2022, Art. 179 ZGB N 2a). Der Berufungsführer reichte 
das Abänderungsbegehren am 1. Juli 2024 bei der Vorinstanz ein (Vi-act. 1), 
sodass dieser Zeitpunkt für die Beurteilung der veränderten Verhältnisse mass-
gebend ist. Der Berufungsführer war der einzige Gesellschafter und Geschäfts-
führer der G.________GmbH (Vi-act. KB 6), wofür er das ihm in der Trennungs-
vereinbarung vom 17. Januar 2018 angerechnete Nettoeinkommen von monat-
lich Fr. 6’931.00 bezog (inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen, Pensum 
100 %; Vi-act. 3/1, Ziffer 6.3; vgl. Lohnabrechnung: Vi-act. 3/2). Am 10. Juni 
2024 deponierte der Berufungsführer die Bilanz der G.________GmbH beim 
Bezirksgericht Schwyz (Vi-act. KB 18, lit. B). Eine derartige Überschuldungsan-
zeige ist einzureichen, wenn sich aus dem Zwischenabschluss der Gesellschaft 
eine Überschuldung ergibt (Art. 820 i.V.m. 725b Abs. 3 OR). Das Gericht eröff-
net daraufhin den Konkurs oder überweist die Angelegenheit im Sinne von 
Art. 173a SchKG an das Nachlassgericht (Art. 725b Abs. 3 OR). Die Überschul-
dungsanzeige ist somit bereits ein starkes Indiz, dass die Gesellschaft nicht 
mehr gewinnbringend wirtschaften kann und liquidiert werden muss. Insofern 

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ist nicht entscheidend, dass der Konkurs erst mit der Verfügung vom 4. Juli 
2024 eröffnet wurde (Vi-act. KB 18). Gemäss Lohnabrechnung vom 20. Juni 
2024 zahlte sich der Berufungsführer für 20 Tage im Monat Juni einen Nettolohn 
von Fr. 3’982.15 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen) aus (Vi-
act. 3/2). Schliesslich meldete er sich gemäss eigenen Angaben bereits im Juni 
2024 bei der Arbeitslosenkasse an (Vi-act. 8, S. 2). Im massgebenden Zeit-
punkt, am 1. Juli 2024, waren der definitive Konkursentscheid sowie der Ent-
scheid der Arbeitslosenkasse betreffend Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung noch ausstehend. Die genannten Umstände legten nahe, dass die 
G.________GmbH dem Berufungsführer ab Juli 2024 kein Einkommen mehr 
würde auszahlen können. Der Verlust der bisherigen Arbeitsstelle kann aber 
allein noch nicht als Abänderungsgrund gelten, weil es zulässig ist, nahtlos ein 
neues Arbeitsverhältnis einzugehen. Das Bestehen eines Konkurrenzverbotes 
(vgl. Art. 340 OR) behauptet der Berufungsführer nicht und ist auch nicht er-
sichtlich. Gemäss eigenen Aussagen bewarb sich der Berufungsführer ver-
schiedentlich als Lastwagenchauffeur (Vi-act. 11, Fragen 20 ff. und 95 f.). Es ist 
aber nicht bekannt, ob und wie viele erfolglose Bewerbungen er bereits vor dem 
1. Juli 2024 versandte, zumal den Akten weder Bewerbungsschreiben noch ent-
sprechende Absagen zu entnehmen sind. Damit war in diesem Zeitpunkt offen, 
ob er für längere Zeit arbeitslos sein oder innert kurzer Zeit wieder eine Anstel-
lung finden würde. Eine Arbeitslosigkeit wird in der Regel erst dann als dauer-
haft im Sinne von Art. 179 Abs. 1 ZGB angesehen, wenn sie mehr als vier Mo-
nate bestand (BGE 143 III 617 E. 5.2 m.H.), was vorliegend offensichtlich nicht 
der Fall war. Im Gesuchszeitpunkt bestand noch keine dauerhafte Arbeitslosig-
keit und damit auch kein Abänderungsgrund.

d) Die Vorinstanz prüfte in der Folge, ob nachträglich eine dauerhafte und 
wesentliche Veränderung der Verhältnisse eintrat. Sie erwog, der Berufungs-
führer habe per Mitte Juli 2024 Arbeitslosentaggelder erhältlich machen können 
und bei der H.________AG per 9. Juli 2024 für mindestens neun Arbeitstage 

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eine vorübergehende Anstellung als Lastwagenchauffeur im Stundenlohn 
(Fr. 45.00 brutto pro Stunde zzgl. Fr. 5.00 Spesen) erlangt. Das generierte Ein-
kommen lasse sich nicht abschliessend klären, allerdings zeige die Anstellung, 
dass es dem Berufungsführer innert kurzer Zeit möglich gewesen sei, eine zu-
mindest vorübergehende Arbeitsstelle zu finden und dass die als Abänderungs-
grund vorgebrachte Arbeitslosigkeit nicht von Dauer gewesen sei (angef. Ver-
fügung, E. 1.3.1).

Der Berufungsführer macht sinngemäss geltend, die im Berufungsverfahren 
eingereichten Beilagen ergäben eine andere tatsächliche Einkommenssituation 
in den Monaten Juli und August 2024. Der Zwischenverdienst bei der 
H.________AG zeige, dass er sich umgehend erfolgreich um eine neue Anstel-
lung bemüht habe. Dabei sei zu berücksichtigen, dass auch der Zeitpunkt der 
Suchbemühungen kurz vor den Schulsommerferien zur raschen Beendigung 
der Arbeitslosigkeit beigetragen haben dürfte (KG-act. 1, Ziff. 7c).

Seit dem 9. Juli 2024 erzielte der Berufungsführer einen Zwischenverdienst als 
Lastwagenführer bei der H.________ (Vi-act. 11, Frage 4) mit einem Brutto-
stundenlohn von Fr. 45.00 (Vi-act. 11, Frage 8). Dabei arbeitete er nicht mit ei-
nem fixen Pensum, sondern nach Bedarf (Vi-act. 11, Frage 5). Bis am 23. Juli 
2024 konnte er an neun oder zehn Tagen während etwa neun oder zehn Stun-
den arbeiten (Vi-act. 11, Fragen 6 und 10). Den erstinstanzlichen Akten sind 
keine Beilagen zu diesem Arbeitsverhältnis zu entnehmen, sodass es nicht zu 
beanstanden ist, wenn die Vorinstanz auf die Aussagen des Berufungsführers 
abstellte und festhielt, der Zwischenverdienst lasse sich nicht abschliessend 
klären. Im Berufungsverfahren reichte der Berufungsführer neue Belege zum 
Einkommen im Juli und August 2024 ein (KG-act. 1/2-6). Das vorliegende Abän-
derungsgesuch betrifft nebst Ehegatten- auch Kinderunterhaltsbeiträge, für wel-
che der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 296 Abs. 1 ZPO). 
In dessen Anwendungsbereich hat die Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen und 

Kantonsgericht Schwyz 10

Beweismittel bis zur Urteilsberatung zu berücksichtigen (Art. 317 Abs. 1bis ZPO 
i.V.m. Art. 407f ZPO). Die erst im Berufungsverfahren eingereichten Beilagen 
sind demnach zu beachten. Gemäss Bescheinigung vom 19. August 2024 er-
zielte der Berufungsführer bei der H.________AG im Juli 2024 an zehn Arbeits-
tagen im Stundenlohn bei einem Ansatz von brutto Fr. 48.7485 pro Stunde 
(inkl. Ferienentschädigung) einen Zwischenverdienst (KG-act. 1/2). Die Lohn-
abrechnung per 23. August 2024 (für den Monat Juli 2024) weist einen Netto-
lohn für 67.18 Stunden von Fr. 3’401.35 (inkl. Ferienentschädigung und Spe-
sen) aus (KG-act. 1/3). Damit belegte der Berufungsführer, dass er im Juli 2024 
weniger verdiente, als ihm in der Trennungsvereinbarung vom 17. Januar 2018 
(Vi-act. 3/1) angerechnet wurde. Weil er jedoch unbestrittenermassen nur 
während eines Monats für die H.________AG tätig war, ist diese Einkommens-
einbusse nicht dauerhaft. Hinzu kommt, dass er im Juli 2024 nicht vollzeitig ar-
beitete. Im Übrigen belegte der Berufungsführer weder seine weiteren angebli-
chen Stellensuchbemühungen noch die Behauptung, im Juli/August hätten 
Transportunternehmen am ehesten Bedarf nach vorübergehenden Chauffeu-
ren.

e) Des Weiteren erwog die Vorinstanz, die Ausführungen der Berufungsgeg-
nerin, der Berufungsführer könnte mit einer Anstellung als Disponent ein Ein-
kommen von Fr. 6’100.00 netto generieren, seien nicht substantiiert bestritten 
worden. Die Berufungsgegnerin habe dies mit Angaben der I.________AG und 
der J.________AG belegt. Zudem habe sie einen anonymisierten Arbeitsver-
trag eines Lastwagenchauffeurs der K.________AG mit einem Bruttoeinkom-
men von Fr. 6’727.50 (inkl. 13. Monatslohn) eingereicht. Demnach sei glaub-
haft, dass ein Lastwagenchauffeur ein deutlich höheres Bruttoeinkommen (rund 
Fr. 6’700.00 inkl. 13. Monatslohn) generieren könne. Die Ausführungen des Be-
rufungsführers, ein Bruttolohn von Fr. 5’000.00 sei marktüblich, erscheine nicht 
glaubhaft. Ebenso sei nicht erstellt, dass der Berufungsführer keine Anstellung 
als Disponent mit entsprechend höherem Einkommen habe finden können. So-

Kantonsgericht Schwyz 11

dann seien Arbeitssuchbemühungen weder substantiiert noch belegt oder 
glaubhaft gemacht. Er habe anhand der Steuererklärung 2023 spätestens seit 
Ende des Jahres 2023 von der schwierigen finanziellen Situation des Unterneh-
mens gewusst. Er habe nicht glaubhaft darlegen können, dass eine dauerhafte 
Veränderung eingetreten sei und er kein höheres Einkommen erzielen könne 
(angef. Verfügung, E. 1.3.2).

Der Berufungsführer macht geltend, die Vorinstanz habe selektiv auf unsub-
stantiierte und unbelegte Behauptungen der Berufungsgegnerin abgestellt, die 
nicht widerspruchslos glaubhaft gemacht seien, was insbesondere im Anwen-
dungsbereich des Untersuchungsgrundsatzes nicht zulässig sei. Sodann habe 
sich die Vorinstanz nicht mit seiner Stellungnahme zum von der Berufungsgeg-
nerin beispielhaft eingereichten Arbeitsvertrag vom 14. Juni 2024 (Vi-
act. 19/33) auseinandergesetzt. In Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
habe es die Vorinstanz aufgrund dieses Einzelfalles als glaubhaft erachtet, dass 
er ein deutlich höheres Bruttoeinkommen generieren könnte. Seine Stellen-
suchbemühungen habe er nicht nur mit dem Zwischenverdienst und der Fest-
anstellung ab 1. August 2024 glaubhaft gemacht, sondern auch dadurch, dass 
diese amtsseitig durch das RAV Goldau dauernd überwacht und nie bemängelt 
worden seien. Sodann sei die Überschuldung der G.________GmbH erst aus 
der Zwischenbilanz per 31. Mai 2024 ersichtlich gewesen. Seine private Steu-
ererklärung 2023 sei erst im Juni 2024 ausgefertigt worden und das Stammka-
pital der G.________GmbH habe seit jeher Fr. 30’000.00 betragen. Des Weite-
ren sei der angefochtenen Verfügung nicht zu entnehmen, welche Lohnband-
breite die Vorinstanz für Lastwagenchauffeure als marktüblich erachtete. Sie 
habe stattdessen auf einen einzelnen Arbeitsvertrag abgestellt. Ein hypotheti-
sches Einkommen könne nur angerechnet werden, wenn dieses zumutbar und 
tatsächlich möglich sei. Die Vorinstanz habe die vorliegend relevanten Tatsa-
chen zur Beurteilung der Zumutbarkeitskriterien aber nicht festgestellt. Anstatt 
beispielsweise auf Lohnstrukturerhebungen abzustellen, sei die Vorinstanz im 

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Hinblick auf die Marktüblichkeit von einem unspezifischen Einzelfall ausgegan-
gen (KG-act. 1, Ziff. 8a-h).

aa) Im Rahmen der Festsetzung der zu leistenden Unterhaltsbeiträge ist 
grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen (für die unter-
haltspflichtige Partei: BGE 143 III 233 E. 3.2). Gemäss Arbeitsvertrag vom 
19. Juli 2024 arbeitet der Berufungsführer seit 1. August 2024 unbefristet für die 
L.________GmbH als Chauffeur im nationalen Gütertransport und erhält bei ei-
nem Pensum von 100 % ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 5’000.00 
(Vi-act. KB 21, Ziffer 1.1, 2.1, 3.1 und 4.1). M.________ ist anerkanntermassen 
die Lebenspartnerin des Berufungsführers (Vi-act. 11, Frage 21). Im August 
2024 betrug der Nettolohn Fr. 4’530.00 (KG-act. 1/6). Dieser aktuell tatsächlich 
erzielte Verdienst ist tiefer als das in der Trennungsvereinbarung vom 17. Ja-
nuar 2018 angerechnete monatliche Nettoerwerbseinkommen von Fr. 6’931.00 
(inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen, Pensum 100 %; Vi-act. 3/1, Zif-
fer 6.3). Zu prüfen ist, ob dem Berufungsführer ein höheres hypothetisches Ein-
kommen als das derzeit effektiv erwirtschaftete angerechnet werden kann.

bb) Soweit das tatsächlich erzielte Einkommen nicht ausreicht, um den aus-
gewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen angerech-
net werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist (BGE 137 III 
118 E. 2.3). Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ er-
füllt sein müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder ein höheres Einkom-
men angerechnet werden kann als das tatsächlich erzielte, genügt es nicht, 
dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden können. 
Vielmehr muss es auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höhe-
res Einkommen zu erzielen (BGE 143 III 233 E. 3.2). Die Zumutbarkeit beurteilt 
sich aufgrund von Alter, Gesundheit, sprachlichen Kenntnissen, bisherigen und 
künftigen Aus- und Weiterbildungen, bisherigen Tätigkeiten, persönlicher und 
geografischer Flexibilität, Lage auf dem Arbeitsmarkt und weiteren Umständen 

Kantonsgericht Schwyz 13

(Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, Ein Kasuistikhandbuch mit Fallbei-
spielen, 2023, N 782). Zudem muss es auch möglich sein, aufgrund der zumut-
baren Anstrengungen einen höheren Verdienst zu erzielen. Wo die reale Mög-
lichkeit einer Einkommenssteigerung fehlt, muss eine solche mithin ausser Be-
tracht bleiben (BGE 143 III 233 E. 3.2; BGE 128 III 4 E. 4a; BGer 5A_299/2012 
vom 21. Juni 2012 E. 3.2). Zur konkreten Berechnung kann auf statistische An-
gaben wie beispielsweise den Lohnrechner Salarium des Bundesamtes für Sta-
tistik, die Mindestlöhne in Gesamtarbeitsverträgen oder Lohnempfehlungen von 
Branchenverbänden abgestellt werden (Maier, a.a.O., N 839 ff.; Spycher/Haus-
heer, in: Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 3. A. 2023, Kap. I 
N 89).

cc) Der angefochtenen Verfügung sind keine Erwägungen zu den Zumutbar-
keitskriterien für ein hypothetisches Einkommen (Alter, Gesundheit, Aus-/Wei-
terbildung, geografische Lage etc.) zu entnehmen. Den hierfür notwendigen 
Sachverhalt stellte die Vorinstanz nicht fest. Vielmehr stützte sie sich auf an-
geblich nicht (substantiiert) bestrittene Ausführungen der Berufungsgegnerin 
und einen anonymisierten Arbeitsvertrag eines Lastwagenchauffeurs bei der 
K.________AG ab. Im Verfahren betreffend Abänderung von Eheschutzmass-
nahmen gilt wie im ursprünglichen Verfahren für Kinderunterhaltsbeiträge der 
Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 ZPO; Staub, a.a.O., N 75). Weil bei 
der gleichzeitigen Bestimmung von Kinder- und Ehegattenunterhalt anhand der 
zweistufigen Methode mit Überschussverteilung eine Gesamtrechnung vorzu-
nehmen ist, sind die für den Kindesunterhalt gewonnenen Erkenntnisse auch 
für den Ehegattenunterhalt zu berücksichtigen (BGE 147 III 301 E. 2.2). Das 
Gericht erforscht den Sachverhalt demnach von Amtes wegen (Art. 296 Abs. 1 
ZPO). Es ist von Amtes wegen verpflichtet, alle rechtserheblichen Umstände zu 
berücksichtigen, die sich im Laufe des Verfahrens ergaben, auch wenn die Par-
teien nicht ausdrücklich darauf Bezug nahmen (Mazan, in: Spühler/Tenchio/In-
fanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 

Kantonsgericht Schwyz 14

2024, Art. 296 ZPO N 12). Dabei ist es weder an die behaupteten noch an die 
zugestandenen Tatsachen oder an die von den Parteien vorgebrachten Beweis-
mittel gebunden (BGer 5A_31/2014 vom 11. Juli 2014 E. 3.3; 
BGer 5A_877/2013 vom 10. Februar 2014 E. 4.1.2). Dennoch bleibt das Sam-
meln des Prozessstoffes in erster Linie Sache der Parteien. Diese sind nach 
dem Grundsatz von Treu und Glauben zur Mitwirkung verpflichtet (Mazan, 
a.a.O., Art. 296 ZPO N 12). Indem die Vorinstanz weder den Sachverhalt für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit und tatsächlichen Möglichkeit des dem Beru-
fungsführer angerechneten hypothetischen Einkommens erforschte noch auf 
objektivierte Berechnungen abstellte, verstiess sie gegen den Untersuchungs-
grundsatz. Nachfolgend ist auf die massgebenden Kriterien einzugehen.

dd) Gemäss seinen eigenen Aussagen absolvierte der 48-jährige Berufungs-
führer eine Ausbildung als Lastwagenmonteur und eine Zusatzausbildung als 
Lastwagenchauffeur. Nach einer Anstellung habe er ab 2001 selbständig als 
Vertragsfahrer gearbeitet, bis seine GmbH 2008 in Konkurs gefallen sei. Dar-
aufhin habe er sich als angestellter Chauffeur für die G.________GmbH 
betätigt, die er am 10. Januar 2014 übernommen habe (Vi-act. 11, Frage 1; 
vgl. KG-act. 1/7). Zuletzt habe er zu 95 % als Chauffeur und zu 5 % im Büro 
gearbeitet, wobei ein Treuhandbüro die Buchhaltung erledigt habe (Vi-act. 11, 
Frage 2 f.). Er habe keine Büroangestellten gehabt (Vi-act. 11, Frage 3). Letz-
teres bedeutet, dass der Berufungsführer abgesehen von der Buchhaltung die 
Administration selbst erledigte. Er dürfte somit insbesondere Erfahrungen mit 
der Organisation von Lastwagentransporten haben. Aufgrund seiner langjähri-
gen Erfahrung als selbständiger Transportunternehmer ist ihm eine Anstellung 
mit leitender Funktion (z.B. Abteilungsleiter) zumutbar. Der Umstand, dass er 
zwei Mal seine selbständige Tätigkeit zufolge Konkurs aufgeben musste, spricht 
nicht bereits gegen eine leitende Tätigkeit, weil er z.B. als Leiter einer Trans-
portabteilung keine finanzielle Verantwortung für seine Arbeitgeberin tragen 
müsste. Dass er mangels Ausbildung oder Erfahrung nicht in der Lage wäre, 

Kantonsgericht Schwyz 15

eine Anstellung in leitender Funktion zu übernehmen, macht er nicht geltend 
und wäre aufgrund seines beruflichen Werdegangs auch nicht glaubhaft. An-
hand des statistischen Lohnrechners Salarium des Bundesamtes für Statistik 
ergibt sich bei Anwendung der massgebenden Kriterien (Branche Landverkehr 
und Transport in Rohrfernleitungen, Region Zentralschweiz, Berufsgruppe 
Fahrzeugführer, unteres Kader, 48 Jahre, 28 Dienstjahre, 42 Wochenstunden, 
Mann, Schweizer, mittlere Unternehmensgrösse 20-49 Beschäftigte, mit 
13. Monatslohn, ohne Sonderzahlungen) ein medianes Bruttoeinkommen von 
Fr. 7’615.00 pro Monat. Nach Abzug von geschätzten Sozialversicherungsbei-
trägen von 14,8 % (vgl. https://www.bruttonetto.ch, abgerufen am 6. Oktober 
2025) ergibt sich ein Nettoeinkommen von Fr. 6’487.98. Der Berufungsführer 
macht keine konkreten Gründe geltend, wie beispielsweise fortgeschrittenes Al-
ter, gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Aus-/Weiterbildung, persönli-
che oder geografische Gebundenheit (BGE 147 III 308 E. 5.6), die einer zumut-
baren Erzielung dieses Nettoeinkommens entgegenstehen würden.

ee) Sodann ist zu prüfen, ob es dem Berufungsführer tatsächlich möglich ist, 
das ihm zumutbare, hypothetische Einkommen von brutto Fr. 7’615.00 
bzw. netto Fr. 6’487.98 pro Monat zu erzielen. Betreffend die vom Beschwerde-
führer behaupteten Stellensuchbemühungen ist festzuhalten, dass die Ausrich-
tung von Arbeitslosentaggeldern zwar als Indiz für solche gelten kann. Die zivil-
rechtliche Beurteilung der Bemühungen stimmt aber nicht zwingend mit der so-
zialversicherungsrechtlichen überein. Zudem sind die Bemühungen in nach-
prüfbarer Weise, d.h. mit schriftlichen Bewerbungen, bestehend aus Stellenan-
gebot, Bewerbungsschreiben und Antwortschreiben, zu dokumentieren (Staub, 
a.a.O., N 827 f.). Das Amt für Arbeit kontrollierte den Berufungsführer nur im 
Juli 2024, wobei er aber den bereits erwähnten Zwischenverdienst erzielte und 
nur 0.4 Taggelder bezog (KG-act. 1/4), was als Indiz für die Stellensuch-
bemühungen nicht genügend erscheint. Der Berufungsführer reichte keinerlei 
Bewerbungsunterlagen ein, sodass seine angeblichen Stellensuchbemühun-

Kantonsgericht Schwyz 16

gen unbelegt blieben. Daran ändert sich auch nichts, soweit die Bilanz der 
G.________GmbH per 31. Dezember 2023 noch keine Überschuldung auswies 
(vgl. Vi-act. KB 18, E. 1.4) und die private Steuererklärung 2023 des Berufungs-
führers erst am 18. Juli 2024 vorlag (vgl. Vi-act. KB 12). Der Berufungsführer 
bringt keine Gründe vor, weshalb es ihm nicht möglich war, Stellensuch-
bemühungen mindestens ab Juli 2024 zu dokumentieren. Zudem ist auch sein 
Zwischenverdienst bei der H.________AG im Juli 2024 ein Indiz, dass es ihm 
möglich ist, das vorstehend errechnete Bruttoeinkommen von Fr. 7’615.00 zu 
erzielen. Gemäss Zwischenverdienstbescheinigung vom 19. August 2024 be-
trug sein Bruttolohn Fr. 48.7485 pro Stunde (inkl. Ferienentschädigung; KG-
act. 1/2), was bei 42 Stunden pro Woche und 19 Arbeitstagen (21 Arbeitstage 
abzüglich durchschnittlich 2 im Stundenlohn unbezahlte Ferientage pro Monat) 
ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 7’780.26 (Fr. 48.7485 x 8.4 Stunden 
x 19 Tage) ergibt. Bei diesem Arbeitgeber wäre es dem Berufungsführer sogar 
ohne Leitungsfunktion möglich, ein Einkommen zu erzielen, das mindestens 
dem vorhin berechneten medianen Bruttoeinkommen entspricht. Insgesamt 
konnte der Berufungsführer nicht glaubhaft machen, dass es ihm nicht möglich 
sei, als Lastwagenfahrer in leitender Funktion ein Nettoeinkommen von 
Fr. 6’487.98 pro Monat zu erwirtschaften.

f) Schliesslich merkte die Vorinstanz an, selbst bei Bejahung der Dauerhaf-
tigkeit wäre die Erheblichkeit der behaupteten Veränderung zu verneinen. An-
dernfalls müsste sich sein Einkommen um mindestens 10-15 % reduziert ha-
ben, d.h. auf maximal netto Fr. 5’890.00 (85 % von Fr. 6’931.00) 
bzw. Fr. 6’230.00 (90 % von Fr. 6’931.00). Der Berufungsführer habe aber nicht 
glaubhaft dargetan, weshalb ihm kein hypothetisches Nettoeinkommen in die-
sem Bereich angerechnet werden könne (angef. Verfügung, E. 1.4).

Der Berufungsführer macht geltend, das ausgewiesene Nettoeinkommen im 
Juli 2024 von Fr. 3’401.35 und das neue Nettoeinkommen im August 2024 von 

Kantonsgericht Schwyz 17

Fr. 4’530.00 würden die von der Vorinstanz genannten Grenzwerte deutlich un-
terschreiten (KG-act. 1, Ziff. 9).

aa) Damit eine Einkommensreduktion als Abänderungsgrund für Unterhalts-
beiträge gelten kann, muss sie erheblich sein (vgl. Art. 179 Abs. 1 ZGB). Bloss 
unbedeutende Schwankungen sollen nicht zur Korrektur des Unterhalts führen. 
Ob eine Veränderung als wesentlich gilt, kommt auf die finanziellen Verhält-
nisse an, weil die Schwelle für die Erheblichkeit in einem Mangelfall tiefer ist als 
bei guten wirtschaftlichen Verhältnissen (vgl. Maier/Vetterli, a.a.O., Art. 179 
ZGB N 3a). Bei engen finanziellen Verhältnissen kann bereits bei Änderungen 
von 10-15 % eine wesentliche Veränderung vorliegen (Maier/Vetterli, a.a.O., 
Art. 179 ZGB N 3a), während bei günstigen Verhältnissen 20 % und mehr ver-
langt wird (Staub, a.a.O., N 282).

bb) Das aktuell vom Berufungsführer erzielte Nettoeinkommen von 
Fr. 4’530.00 (KG-act. 1/6) ist offensichtlich wesentlich tiefer als das ihm in der 
Trennungsvereinbarung vom 17. Januar 2018 angerechnete Nettoerwerbsein-
kommen von Fr. 6’931.00 (Vi-act. 3/1, Ziffer 6.3). Allerdings entspricht das 
tatsächlich erzielte Einkommen wie bereits festgestellt nicht dem durchschnitt-
lichen Nettoeinkommen für einen Lastwagenfahrer mit den Merkmalen des Be-
rufungsführers von Fr. 6’487.98. Im familienrechtlichen Unterhaltsrecht werden 
im Hinblick auf die Festsetzung von Kinderunterhalt besonders hohe Anforde-
rungen an die Ausnützung der Erwerbskraft gestellt. Schöpft ein Elternteil seine 
Erwerbskraft nicht voll aus, kann ihm – wie bereits erwähnt – ein hypothetisches 
Einkommen angerechnet werden. Der Grund der Einkommensverminderung ist 
dabei unerheblich, sofern der betroffene Elternteil bei zumutbarer Anstrengung 
mehr zu verdienen vermöchte (BGer 5A_403/2019 vom 12. März 2020 E. 4.1). 
Selbst wenn ein unfreiwilliger Verlust der Arbeitsstelle anzunehmen ist, muss 
weiter geprüft werden, ob der Ehegatte alles unternommen hat, eine der bishe-
rigen einkommensmässig gleichwertige Arbeit zu finden 

Kantonsgericht Schwyz 18

(vgl. BGer 5A_782/2016 vom 31. Mai 2017 E. 5.3; BGer 5A_299/2012 vom 
21. Juni 2012 E. 3.5). Demzufolge ist für die Frage, ob die Einkommensverän-
derung wesentlich ist, nicht auf das tatsächlich erzielte, zu tiefe Einkommen ab-
zustellen, sondern auf das dem Berufungsführer zumutbare und mögliche hy-
pothetische Einkommen von netto Fr. 6’487.98. Im Vergleich zum dem Beru-
fungsführer in der Trennungsvereinbarung vom 17. Januar 2018 angerechne-
ten Nettoeinkommen von Fr. 6’931.00 beträgt die Einkommensverminderung 
Fr. 443.02, d.h. 6.4 %, was nach dem Gesagten nicht wesentlich im Sinne von 
Art. 179 Abs. 1 ZGB ist. Der Berufungsführer konnte demzufolge keinen Abän-
derungsgrund glaubhaft machen. In Abweisung der Berufung ist Dispositivziffer 
1 des vorinstanzlichen Entscheids zu bestätigen.

3. Der Berufungsführer moniert die Nichtgewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.

a) Die Vorinstanz bejahte die Mittellosigkeit des Berufungsführers. Aller-
dings hätten die Erwägungen gezeigt, dass sein Begehren bereits im Zeitpunkt 
des Gesuchs wie auch im Zeitpunkt der Gesuchspräzisierung mangels Dauer-
haftigkeit einer Veränderung aussichtslos gewesen sei. Der Antrag auf Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung sei des-
halb abzuweisen (angef. Verfügung, E. 2.2).

Der Berufungsführer macht sinngemäss geltend, das Gesuch sei nicht aus-
sichtslos gewesen, weil sich sein Einkommen durch den definitiven Stellenver-
lust unverschuldet von Fr. 6’931.00 auf Null bzw. Fr. 4’530.00 reduziert habe 
und ihm vom berufungsgegnerischen Rechtsanwalt präventiv mit Betreibung 
und Strafverfahren gedroht worden sei (KG-act. 1, Ziff. 11).

b) Als aussichtslos erscheinen Rechtsbegehren, bei denen die Gewinnaus-
sichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und daher nicht mehr 

Kantonsgericht Schwyz 19

als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als 
aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob 
eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung 
zu einem Prozess entschliessen würde. Denn eine Partei soll einen Prozess, 
den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb an-
strengen können, weil er sie nichts kostet (Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Ten-
chio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
4. A. 2024, Art. 117 ZPO N 18). Die Erfolgsaussichten eines Rechtsbegehrens 
sind aufgrund einer summarischen, auf Glaubhaftmachen beschränkten Prü-
fung zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung zu beurteilen. Zu untersuchen ist, 
ob der geltend gemachte Anspruch aus den behaupteten Tatsachen rechtlich 
begründet ist und nicht geradezu ausgeschlossen werden kann (Rüegg/Rüegg, 
a.a.O., Art. 117 ZPO N 20).

c) Wie bereits erwähnt, wird eine Arbeitslosigkeit in der Regel erst dann als 
dauerhaft im Sinne von Art. 179 Abs. 1 ZGB angesehen, wenn sie mehr als vier 
Monate bestand (BGE 143 III 617 E. 5.2 m.H.). Der Berufungsführer beendete 
seine Geschäftstätigkeit mit der Einreichung der Überschuldungsanzeige vom 
10. Juni 2024 und reichte am 1. Juli 2024 das Abänderungsgesuch ein (Vi-
act. 1), d.h. nur drei Wochen nach dem Stellenverlust. Es war demnach offen-
sichtlich, dass noch keine dauerhafte Veränderung vorlag, zumal es ihm auch 
gelang, bereits im Juli 2024 wieder einen Zwischenverdienst zu erzielen. Zudem 
machte er seine Stellensuchbemühungen mit keinerlei Belegen glaubhaft. Auch 
wenn das Schreiben des berufungsgegnerischen Rechtsanwalts vom 27. Juni 
2024 (Vi-act. 3/4) einen gewissen Handlungsdruck zu verursachen vermochte, 
bestand keine Notwendigkeit, bereits vor der Mandatierung seines eigenen 
Rechtsanwalts am 5. Juli 2024 (Vi-act. KB 5), d.h. nur wenige Tage nach dem 
erwähnten Schreiben, ein Abänderungsgesuch einzureichen. Dieser hätte ihm 
die Prozesschancen eines verfrühten Abänderungsbegehrens ohne Weiteres 

Kantonsgericht Schwyz 20

erläutern können. Bei vernünftiger Überlegung hätte eine Partei in der Situation 
des Berufungsführers einige Monate zugewartet und bei Einreichung des Abän-
derungsbegehrens die erfolglosen Stellensuchbemühungen ausführlich doku-
mentiert. Die Vorinstanz erachtete das Abänderungsgesuch demnach zu Recht 
als von vorneherein aussichtslos, sodass die Berufung auch betreffend die un-
entgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung abzuweisen ist.

4. Die Berufung ist vollumfänglich abzuweisen. Ausgangsgemäss sind die 
Kosten des Berufungsverfahrens dem unterliegenden Berufungsführer aufzuer-
legen und hat dieser die Berufungsgegnerin für das Berufungsverfahren zu ent-
schädigen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Im summarischen Verfahren beträgt das Ho-
norar praxisgemäss (vgl. statt vieler: KG SZ ZK2 2022 7 vom 30. Mai 2022 E. 5 
m.H.) auch im Berufungsverfahren Fr. 300.00 bis Fr. 4’800.00 (§ 10 GebTRA). 
Für die Berufungsantwort (KG-act. 5) und eine Stellungnahme (KG-act. 9) er-
scheint angesichts der hohen Wichtigkeit von (Kindes-)Unterhaltsbeiträgen, die 
jedoch nicht erstmals festzulegen, sondern nur allenfalls abzuändern gewesen 
wären, und der einfachen tatsächlichen und rechtlichen Umstände eine Ent-
schädigung von Fr. 3’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) angemessen.

5. Der Berufungsführer beantragt auch für das Berufungsverfahren die un-
entgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (KG-act. 1, Antrag Zif-
fer 3).

a) Im Rechtsmittelverfahren ist die unentgeltliche Rechtspflege neu zu be-
antragen (Art. 119 Abs. 5 ZPO). Der Anspruch besteht nur, wenn die gesuch-
stellende Person weiterhin mittellos ist (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aus-
sichtslos erscheint (lit. b, Art. 117 ZPO).

aa) Auf die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zur Mittellosigkeit im 
Sinne von Art. 117 lit. a ZPO (angef. Verfügung, E. 2.1) kann verwiesen werden 

Kantonsgericht Schwyz 21

(§ 45 Abs. 5 JG; BGer 5A_467/2020 vom 7. September 2020 E. 7). Bei der Be-
urteilung der Mittellosigkeit gilt der Effektivitätsgrundsatz, wonach nur auf die 
tatsächlich vorhandenen Aktiven und Passiven abgestellt werden kann. Dem 
Gesuchsteller darf deshalb kein hypothetisches Einkommen angerechnet wer-
den (Wuffli/Fuhrer, Handbuch unentgeltliche Rechtspflege im Zivilprozess, 
2019, N 120 und 122). Im Berufungszeitpunkt erzielte der Berufungsführer als 
Lastwagenfahrer bei der L.________GmbH ein Nettoeinkommen von 
Fr. 4’530.00 (KG-act. 1/6). Bei einem Bedarf von Fr. 4’736.65 (Grundbetrag + 
20 % Zuschlag Fr. 1’440.00, Mietzins Fr. 1’900.00 [Vi-act. KB 15], KVG-Prä-
mien Fr. 384.65 [Vi-act. KB 16], Arbeitsweg Fr. 756.00 [60 km x 21 Arbeitstage 
x Fr. 0.60], Steuern Fr. 256.00), wozu noch die Unterhaltspflichten von insge-
samt Fr. 3’000.00 kämen, ist der Berufungsführer effektiv mittellos.

bb) Für die Erfolgsaussichten ist im Rechtsmittelverfahren entscheidend, ob 
das Rechtsmittel voraussichtlich gutgeheissen wird (Rüegg/Rüegg, a.a.O., 
Art. 119 ZPO N 6). Die Vorinstanz wies das Abänderungsgesuch zur Hauptsa-
che ab, weil der Zeitraum, ab welchem eine Arbeitslosigkeit als dauerhaft an-
gesehen wird, im Gesuchszeitpunkt noch lange nicht erreicht war (angef. Ver-
fügung, E. 1.2). Diesem offensichtlichen, nicht widerlegbaren Punkt konnte der 
Berufungsführer nichts Stichhaltiges entgegnen. Im Gegenteil belegte er die Ab-
meldung von der Arbeitsvermittlung per 31. Juli 2024 (KG-act. 1/5), weil er seit 
dem 1. August 2024 unbefristet für die L.________GmbH arbeitet (vgl. Vi-
act. KB 21). Eine dauerhafte Arbeitslosigkeit bestand mithin offensichtlich nicht. 
Zudem reichte der Berufungsführer auch im Berufungsverfahren keine Unterla-
gen zu seinen Stellensuchbemühungen ein, was novenrechtlich zulässig gewe-
sen wäre (Art. 317 Abs. 1bis ZPO i.V.m. Art. 407f ZPO). Ebenso wenig belegte 
er seine Behauptung, das aktuelle Einkommen bei der L.________GmbH sei 
marktüblich. Bei vernünftiger Überlegung hätte eine Partei in der Situation des 
anwaltlich vertretenen Berufungsführers entweder entsprechende Dokumente 
eingereicht oder auf eine Berufung verzichtet. Der Berufung kamen von vorne-

Kantonsgericht Schwyz 22

herein nur sehr geringe Prozesschancen zu, sodass sie ebenso als aussichtslos 
erscheint. Demzufolge ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung auch für das Berufungsverfahren ab-
zuweisen.

b) Die Berufungsgegnerin beantragte im Berufungsverfahren ebenfalls die 
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (KG-act. 5, Antrag Zif-
fer 4). Weil die Kosten des Berufungsverfahrens dem Berufungsführer auferlegt 
werden, wird das Gesuch betreffend die unentgeltliche Rechtspflege grundsätz-
lich gegenstandslos. Jedoch gilt der Berufungsführer wie erwähnt als mittellos, 
weshalb die ihm auferlegte Parteientschädigung an die Berufungsgegnerin vor-
aussichtlich nicht einbringlich ist. In diesem Fall ist die Entschädigung vom Kan-
ton zu bezahlen, sofern der entschädigungsberechtigten Partei die unentgeltli-
che Rechtspflege zu gewähren ist (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Die Berufungsgegne-
rin erzielte von Juli 2023 bis Juni 2024 durchschnittlich ein Nettoeinkommen von 
Fr. 2’932.73 (exkl. Prämie von Fr. 5’000.00 im Mai 2024; Vi-act. BB 14 und 15) 
zuzüglich Kinderzulagen von Fr. 520.00 (KG-act. 5/4), d.h. total Fr. 3’452.73. 
Der Berufungsführer bezahlte die geschuldeten Unterhaltsbeiträge von total 
Fr. 3’000.00 zwar bis Ende Juni 2024 (KG-act. 7, Ziffer 24). Für den Monat Juli 
2024 überwies er aber nur total Fr. 1’880.00 (KG-act. 7/2 und 7/3) und für den 
Monat August 2024 lediglich Fr. 450.00 (KG-act. 7/3). Der Bedarf der Beru-
fungsgegnerin und der Kinder hat sich gemäss ihren Angaben im Vergleich zum 
erstinstanzlichen Verfahren nicht geändert (vgl. KG-act. 5, Ziffer 7). Diesbezüg-
lich ist festzuhalten, dass die Kosten für die Kommunikation und die Privatver-
sicherungen aus dem Grundbetrag zu bezahlen sind (Wuffli/Fuhrer, a.a.O., 
N 272; Richtlinien des Kantonsgerichts Schwyz für die Berechnung des betrei-
bungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG vom 7. Dezember 
2009, Ziffer I.1). Die geltend gemachten Leasingkosten für einen Laser (KG-
act. 5, S. 28) sind nicht nachgewiesen. Der Bedarf für die Berufungsgegnerin 
und die Kinder beträgt total Fr. 6’391.66 (Grundbeträge Fr. 2’550.00, 20 % Zu-

Kantonsgericht Schwyz 23

schlag auf Grundbeträgen Fr. 510.00, Wohnkosten Fr. 2’050.00 [Vi-act. BB 16], 
KVG-Prämien abzüglich Prämienverbilligung Fr. 298.70 [Vi-act. BB 17 und 19), 
ungedeckte Gesundheitskosten Fr. 169.50 [Vi-act. BB 18], Arbeitsweg 
Fr. 235.00 [Vi-act. BB 31; Vi-act. 11, Frage 130], Schulkosten Fr. 328.46 [Vi-
act. BB 6, 9, 10], geschätzte Steuern Fr. 250.00 [KG-act. 5, S. 26]). Nach An-
rechnung ihres eigenen Einkommens von Fr. 3’452.73 (inkl. Kinderzulagen) 
verbleibt ein Restbedarf von Fr. 2’938.93, den sie mit den gekürzten Unterhalts-
beiträgen des Berufungsführers im Juli und August 2024 nicht decken konnte. 
Ob der Berufungsführer seither Unterhaltsbeiträge zahlte und gegebenenfalls 
in welcher Höhe, ist nicht bekannt. Die Unterhaltsbeiträge wurden denn auch 
teilweise von der Ausgleichskasse bevorschusst (KG-act. 5/5). Somit ist die Be-
rufungsgegnerin mittellos im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO. Die Berufung war – 
trotz ihrer Aussichtslosigkeit gemäss Art. 117 lit. b ZPO aus Sicht des Beru-
fungsführers – materiell zu behandeln und die angefochtene Verfügung enthielt 
keinen offensichtlichen Mangel, weshalb die Berufungsantwort ihrerseits nicht 
aussichtslos war (vgl. Rüegg/Rüegg, a.a.O., Art. 117 ZPO N 21). Eine unent-
geltliche Rechtsverbeiständung wird gewährt, wenn diese zur Wahrung der 
Rechte der Partei notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Vorliegend war eine 
wesentliche Abänderung der Unterhaltsbeiträge zu beurteilen, was die finanzi-
elle Existenz der Berufungsgegnerin betraf und damit für sie von erheblicher 
Wichtigkeit war. Die Notwendigkeit der Rechtsverbeiständung ist folglich gege-
ben, sodass sämtliche Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-
dung erfüllt sind. Mit der Zahlung der Parteientschädigung geht der Anspruch 
auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 ZPO);-

Kantonsgericht Schwyz 24

beschlossen:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2’000.00 werden dem Beru-
fungsführer auferlegt.

3. Der Berufungsführer hat die Berufungsgegnerin für das Berufungsverfah-
ren mit Fr. 3’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

4. Das Gesuch des Berufungsführers um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.

5. a) Der Berufungsgegnerin wird für das Berufungsverfahren die unent-
geltliche Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt D.________ 
gewährt.

b) Rechtsanwalt D.________ wird aus der Kantonsgerichtskasse mit 
Fr. 3’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) entschädigt.

c) Die der Berufungsgegnerin für das Berufungsverfahren zugespro-
chene Entschädigung (Dispositivziffer 3) geht mit der Zahlung auf 
den Staat über (Art. 122 Abs. 2 ZPO).

d) Im Übrigen wird der Antrag der Berufungsgegnerin um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos abgeschrie-
ben.

Kantonsgericht Schwyz 25

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen 
wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bun-
desgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss 
den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert über-
steigt Fr. 30’000.00.

7. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt 
D.________ (2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung 
an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kantons-
gerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 2. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 22. Oktober 2025  amu