# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14bf0d42-4046-53d7-bc96-9d415dc1e3b8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 19.02.2016 510 15 80 (510 2015 80)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-15-80_2016-02-19.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 19. Februar 2016 (510 15 80) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Arbeitszimmerabzug bei Lehrpersonen 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Gerichtsschreiber D. Brügger 
 
 

Parteien A.____, 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2014 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 25. Juni 2015 wurde beiden Ehe-

gatten je ein halber, total somit ein ganzer Arbeitszimmerabzug zugestanden. 

 

 

2. Mit Eingabe vom 3. Juli 2015 erhoben die Pflichtigen mit dem Begehren, es seien 1 ½ Ar-

beitszimmer zum Abzug zuzulassen, Einsprache. Zur Begründung führten sie aus, sie sei-

en beide Lehrpersonen, der Ehemann als Berufswahlklassenlehrer mit einem Vollpensum 

und die Ehefrau als Zeichnungslehrerin mit einem Teilzeitpensum von 53%, so dass man 

zwei Arbeitsplätze benötige.  

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 21. September 2015 wies die Steuerverwaltung die Ein-

sprache ab. Zur Begründung hielt sie fest, gemäss Homepage bestünde an der Schule, an 

welcher beide Ehegatten unterrichteten, die Möglichkeit, Zimmerreservierungen vorzuneh-

men. Überdies stehe dem Ehemann das Klassenzimmer zur Verfügung, so dass ihm kein 

Arbeitszimmerabzug zu gewähren sei. Derjenige für die Ehefrau als Zeichnungslehrerin sei, 

unter Berücksichtigung des Teilzeitpensums, zum Abzug zuzulassen. Aus verfahrensöko-

nomischer Sicht verzichte man jedoch auf eine Korrektur zuungunsten der Steuerpflichti-

gen.  

 

 

4. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2015 erhob der Pflichtige mit dem Begehren, es seien 1 ½ 

Arbeitszimmer zum Abzug zuzulassen, Rekurs. Zur Begründung führte er aus, beide Ehe-

gatten benötigten je ein Arbeitszimmer für die Ausübung ihrer speziellen Tätigkeiten, was 

sich auch aus den eingereichten Fotos ergebe. Zwar sei es richtig, dass der Ehemann im 

eigenen Klassenzimmer unterrichte. Dieses teile er indes, da die Schule über zu wenige 

Räumlichkeiten verfüge, mit anderen Lehrern. 

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 2. November 2015 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei-

sung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, aufgrund der besonderen Konstella-

tion, wonach beide Ehegatten als Lehrpersonen im gleichen Schulgebäude tätig seien, wo 

Arbeitszimmer mittels Reservation gebucht werden könnten und dem Ehemann ein eigenes 

 
 
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Klassenzimmer zur Verfügung stehe, welches zwar teilweise auch von andern Lehrern ge-

nutzt werde, und der Tatsache, dass der Ehemann ein Voll- und die Ehefrau ein Teilzeit-

pensum ausübe, rechtfertige es sich vorliegend, je ein halbes, insgesamt also ein ganzes 

Arbeitszimmer zum Abzug zuzulassen.  

 

 

6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. Ergän-

zend wies der Rekurrent darauf hin, dass Reservationen lediglich für das Sitzungszimmer 

möglich seien, wobei dasselbe oft aufgrund von Schulleitungssitzungen und Elterngesprä-

che anderer Lehrer besetzt sei. 

 

 

 

Der Präsident des Steuergerichts zieht   in Erwägung:  

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern 

(Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie 

im vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des 

Steuergerichts als Einzelrichter beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu 

stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die geltend gemachten Abzüge für das Arbeits-

zimmer des Ehemannes in Höhe von Fr. 2‘867.-- sowie für dasjenige der Ehefrau in Höhe 

von Fr. 1‘490.-- zum Abzug zuzulassen sind. 

 

 a) Gemäss § 29 Abs. 1 lit. a StG werden von den steuerbaren Einkünften bei unselbstän-

dig Erwerbstätigen die Erwerbsunkosten, wie Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und 

Arbeitsstätte, Mehrkosten der Verpflegung und für Schichtarbeit, die Kosten für Berufs-

kleider, Schwerarbeit, besonderen Kleiderverschleiss, Berufswerkzeuge und Fachlite-

ratur, ferner die mit der Ausübung des Berufes zusammenhängenden Weiterbildungs- 

und Umschulungskosten und die statutarischen Mitgliederbeiträge des Berufsverban-

des sowie ein zusätzlicher Pauschalabzug von 500 Franken für weitere Berufsausla-

 
 
Seite 4   

gen abgezogen. Der Umfang dieser Erwerbsunkosten wird durch den Regierungsrat 

näher geregelt.  

 

 b) Nach § 3 Abs. 1 lit. g der Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Dezember 2005 kön-

nen Steuerpflichtige die Kosten für das private Arbeitszimmer in Abzug bringen, wenn 

sie einen wesentlichen Teil ihres Berufes ausserhalb des Arbeitsortes erledigen müs-

sen, weil am Arbeitsort kein entsprechender Raum zur Verfügung steht, und sie ein 

Zimmer ihrer Privatwohnung mit einem entsprechend ausgeschiedenen Arbeitsplatz 

regelmässig für diese Berufstätigkeit benützen. Der Abzug bemisst sich nach der For-

mel Eigenmietwert bzw. Mietzins ÷ Anzahl Zimmer + 1. 

 

 c) In der Kurzmitteilung Nr. 214 vom 15. Oktober 1993 werden gemäss konstanter, vom 

Verwaltungsgericht (heute: Kantonsgericht) bestätigter Praxis (vgl. Urteil vom 27. Ja-

nuar 1988, publ. in: Basellandschaftliche Steuerpraxis [BlStPr.], Bd. X, S. 85 ff.) die 

drei kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für die Zulassung des Abzugs ausge-

führt. Demnach muss erstens der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit we-

sentlich sein, d.h. ungefähr 40% der gesamten Arbeitszeit betragen. Zweitens ist der 

Steuerpflichtige auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Ar-

beitsplatz angewiesen und benötigt für die Berufsausübung ein Arbeitszimmer. Drittens 

muss ein besonderer Arbeitsplatz, der vorwiegend den Charakter eines Arbeitszim-

mers haben muss, auch tatsächlich ausgeschieden worden sein. Aufwendungen des 

Steuerpflichtigen für ein privates Arbeitszimmer sind hingegen dann keine notwendigen 

Berufskosten, wenn der Steuerpflichtige lediglich um seiner grösseren Bequemlichkeit 

oder persönlicher Präferenzen willen den ihm am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen-

den Arbeitsraum nicht benutzt (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zür-

cher Steuergesetz, 3. A. Zürich 2013, § 26 N 30, mit weiteren Hinweisen).  

 

 d) Im Entscheid des Steuergerichts (StGE) vom 12. August 2009, 510 09 12 (www.bl.ch/ 

steuergericht) wurde in E. 3d festgestellt, dass bei einer Unterrichtsverpflichtung auf 

Sekundarstufe bei einem Vollpensum der Anteil für die Vor- und Nachbereitung der 

Schulstunden wie auch für die übrigen schulischen Tätigkeiten, welche der Pflichtige in 

seinem privaten Arbeitszimmer verbringe, mindestens 40% der gesamten Arbeitszeit 

betrage, weshalb die Voraussetzungen zum Abzug eines Arbeitszimmers gegeben 

seien. 

 

 
 
Seite 5   

 e) Einem Musiklehrer wurde ein Arbeitszimmerabzug aus dem Grunde gewährt, da dieser 

zum Erhalt seiner musikalischen Grundfertigkeiten eine bestimmte Zeit aufwenden 

müsse und hierzu auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Ar-

beitsplatz angewiesen sei (vgl. StGE Nr. 101/2008 vom 26. September 2008, E. 6c, 

www.bl.ch/steuergericht). Im Entscheid der Steuerrekurskommission (StRK) (heute: 

Steuergericht) Nr. 82/1991 vom 31. Mai 1991 wurde festgehalten, dass vollamtliche 

Turnlehrer aufgrund der modernen Praxis im Turnunterricht und den damit verbunde-

nen Vor- und Nachbereitungsarbeiten grundsätzlich ein privates Arbeitszimmer benö-

tigten. In StRK Nr. 105/1998 und Nr. 106/1998 vom 11. September 1998 ist auf Sekun-

darstufe weder ein von der Schule bereitgestelltes Arbeitszimmer noch das Klassen-

zimmer im Klassenlehrersystem (Lehrer unterrichten in den ihnen zugeteilten Klassen-

zimmern, während die Schüler rotieren) als ruhiger und abgeschirmter Arbeitsplatz 

qualifiziert worden. Es handle sich bei diesen Zimmern nicht um vollwertige Arbeits-

plätze, da sie nicht über die notwendige Infrastruktur (Telefon, Fax oder Computer) ver-

fügten, des Weiteren während der Übergangszeit und im Winter unterkühlt seien und 

überdies auch von Kollegen mitbenutzt würden. In StGE vom 12. August 2009 (a.a.O.) 

wurde hinsichtlich eines Zeichnungslehrers festgestellt, dass es unbestritten sei, dass 

Vor- und Nachbereitungsarbeiten zum Zeichenunterricht auf Sekundarniveau eines 

vollwertigen Arbeitsplatzes bedürften. Dazu gehöre sowohl eine entsprechende Infra-

struktur wie Telefon, Fax oder Computer als auch Fachutensilien sowie deren Lage-

rungsmöglichkeit. Die Schule verfüge bei einer Anzahl von 20 Lehrkräften lediglich 

über drei Computer. Des Weiteren unterrichte der Pflichtige wohl im eigenen Schul-

zimmer, welches er aber für einzelne Stunden mit einem anderen Lehrer teilen müsse, 

da die Schule über zu wenige Räumlichkeiten verfüge. Da die Schule keine Lehrerar-

beitsplätze anbieten könne, die ein ungestörtes Vor- und Nachbereiten des Unterrichts 

erlaubten, sei der Pflichtige auf einen ruhigen abgeschirmten, spezifisch eingerichteten 

Arbeitsplatz angewiesen und benötige für die Berufsausübung ein eigenes, ihm jeder-

zeit zugängliches Arbeitszimmer.  

 f) Gemäss StGE vom 12. August 2009 (a.a.O.) gebietet der Gleichbehandlungsgrundsatz 

eine gleichmässige einheitliche Veranlagungspflicht, so dass an der bisherigen Steuer-

praxis bezüglich Arbeitszimmerabzügen für Lehrkräfte ab Sekundarstufe festzuhalten 

sei, wonach ihnen der Abzug für ein privates Arbeitszimmer gewährt werde, sofern am 

Arbeitsort kein vollwertig eingerichteter Arbeitsplatz vorhanden sei.  

 

 
 
Seite 6   

 g) Bei Teilzeitarbeit besteht kein Anspruch auf den vollen Arbeitszimmerabzug, sondern 

dieser Wert ist auf denjenigen Prozentsatz herabzusetzen, der dem Anteil des Teilzeit-

einkommens an demjenigen Einkommen entspricht, das bei einer Vollzeitarbeit erzielt 

worden wäre (vgl. Entscheid der StRK Nr. 100/1986 vom 10. Juni 1986, publ. in: 

BlStPr., Bd. IX, S. 243). 

 

 h) Im bereits hiervor erwähnten Entscheid betreffend den Turnlehrer (vgl. StRK vom 

82/1991, a.a.O.), dessen Partnerin als Primarlehrerin tätig war, wurde in E. 3b hinsicht-

lich der Frage, ob jedem der Ehegatten ein eigenes Arbeitszimmer zuzugestehen sei 

oder ob es zumutbar erscheine, dass sie sich die Benützung eines Arbeitszimmers teil-

ten, entschieden, dass kein besonderen Umstände vorlägen, die dafür sprechen wür-

den, dass zwei Arbeitszimmer zwingend notwendig wären. 

 

 

3. Vorliegend ist zunächst zu prüfen, ob die Ehefrau, welche Zeichnungslehrerin auf der Se-

kundarstufe im Teilpensum von 53% ist, die drei kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen 

für den Arbeitszimmerabzug erfüllt. 

 

 a) Aufgrund der hiervor zitierten Praxis beträgt bei einer Unterrichtsverpflichtung auf Se-

kundarstufe bei einem Vollpensum der Anteil für die Vor- und Nachbereitung der 

Schulstunden wie auch für die übrigen schulischen Tätigkeiten mindestens 40% der 

gesamten Arbeitszeit. Für Lehrer im Teilzeitpensum kann nichts anderes gelten, denn 

auch deren Anteil für die Vor- und Nachbereitung der Schulstunden beträgt mindestens 

40%, so dass der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit wesentlich ist. 

 

 b) Gestützt auf die hiervor zitierte Praxis ist eine Zeichnungslehrerin auf Sekundarstufe 

grundsätzlich auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Arbeits-

platz angewiesen und benötigt für die Berufsausübung ein Arbeitszimmer. Vorliegend 

reicht die Ehefrau überdies eine einlässlich begründete und nachvollziehbare, zumal in 

zeitlicher Hinsicht beschränkte Bestätigung der Arbeitgeberin ein, wonach sie für die 

Schulvorbereitungen ihren Arbeitsplatz zu Hause benutzen müsse, weil zur Zeit nur 

wenige Arbeitsplätze für die Lehrpersonen zur Verfügungen stehen würden (höhere 

Klassenzahlen, Mehrfachnutzung der Klassen- und Spezial-Räume, wenig PC-Lehrer-

Arbeitsplätze, kleines Lehrerzimmer usw.). Daraus folgt, dass an der Schule kein voll-

 
 
Seite 7   

wertig eingerichteter Arbeitsplatz vorhanden ist, so dass die Ehefrau für die Berufsaus-

übung auf ein Arbeitszimmer angewiesen ist. 

 

 c) Aufgrund der ins Recht gelegten detaillierten Fotos ist nachgewiesen, dass für die Ehe-

frau an ihrem Wohnsitz in der Liegenschaft Nr. xx GB B.____ ein besonderer Arbeits-

platz, der vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers hat, tatsächlich ausge-

schieden wurde. 

 

 d) Aus alledem ergibt sich, dass die Ehefrau alle drei Voraussetzungen für den Arbeits-

zimmerabzug erfüllt, und zwar, aufgrund der zitierten Praxis, im Umfang ihres Teilzeit-

pensums, was auch seitens der Steuerverwaltung nicht bestritten wird.  

 

  

4. Weiter ist zu prüfen, ob der Ehemann, welcher Berufswahlklassenlehrer auf der Sekundar-

stufe im Vollpensum von 100% ist, die drei kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für 

den Arbeitszimmerabzug erfüllt. 

 

 a) Aufgrund der hiervor zitierten Praxis beträgt bei einer Unterrichtsverpflichtung auf Se-

kundarstufe bei einem Vollpensum der Anteil für die Vor- und Nachbereitung der 

Schulstunden wie auch für die übrigen schulischen Tätigkeiten mindestens 40% der 

gesamten Arbeitszeit, so dass der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit we-

sentlich ist. 

 

 b) Dass der Ehemann als Berufswahlklassenlehrer auf Sekundarstufe grundsätzlich auf 

einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Arbeitsplatz angewiesen 

ist, wird seitens der Steuerverwaltung nicht bestritten. Sie hält indes dafür, dem Ehe-

mann würden im Schulhaus entsprechend eingerichtete Arbeitsräume für die Vor- und 

Nachbereitung der Schulstunden zur Verfügung stehen. Dass diese Räume nicht alle 

von sämtlichen Lehrern gleichzeitig in Anspruch genommen werden könnten, liege 

zwar auf der Hand, entspreche aber auch nicht der Realität. Die Arbeitsräume könnten 

mittels Reservation gebucht werden, sodass dieselben eben nicht immer zur selben 

Zeit gleich ausgelastet seien. Dem steht die vom Ehemann ins Recht gelegte, einläss-

lich begründete und nachvollziehbare, zumal in zeitlicher Hinsicht beschränkte Bestäti-

gung der Arbeitgeberin entgegen, wonach er für die Schulvorbereitungen seinen Ar-

beitsplatz zu Hause benutzen müsse, weil zur Zeit nur wenige Arbeitsplätze für die 

 
 
Seite 8   

Lehrpersonen zur Verfügungen stehen würden (höhere Klassenzahlen, Mehrfachnut-

zung der Klassen- und Spezial-Räume, wenig PC-Lehrer-Arbeitsplätze, kleines Lehrer-

zimmer usw.). Daran ändert auch nichts, dass der Ehemann als Klassenlehrer über ein 

eigenes Klassenzimmer verfügt, da dieses, wie dem Stundenplan des Pflichtigen zu 

entnehmen ist, auch von andern Lehrern genutzt wird, so dass dasselbe, wenn über-

haupt, lediglich in Randstunden zur Vor- und Nachbereitung der Schulstunden genutzt 

werden könnte. Zudem sind Reservationen lediglich für das Sitzungszimmer möglich, 

wobei dasselbe oft aufgrund von Schulleitungssitzungen und Elterngespräche anderer 

Lehrer besetzt ist. Selbst wenn noch ein gewisser Teil der Vor- und Nachbereitung der 

Schulstunden vor Ort erledigt werden könnte, ist somit zusammenfassend festzustel-

len, dass an der Schule kein vollwertig eingerichteter Arbeitsplatz vorhanden ist, so 

dass der Ehemann für die Berufsausübung auf ein Arbeitszimmer angewiesen ist. 

  

 c) Aufgrund der ins Recht gelegten detaillierten Fotos ist nachgewiesen, dass für den 

Ehemann an seinem Wohnsitz in der Liegenschaft Nr. xx GB B.____ ein besonderer 

Arbeitsplatz, der vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers hat, tatsächlich aus-

geschieden wurde. 

 

 d) Aus alledem ergibt sich, dass der Ehemann alle drei Voraussetzungen für den Arbeits-

zimmerabzug erfüllt, was auch seitens der Steuerverwaltung dem Grundsatz nach 

nicht bestritten wird.  

 

 

 

5. Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass beide Ehegatten die Voraussetzun-

gen für den Arbeitszimmerabzug erfüllen. Es stellt sich damit die Frage, ob jedem Ehegat-

ten ein eigenes Arbeitszimmer zuzugestehen ist oder ob es zumutbar erscheint, dass sie 

sich die Benützung eines Arbeitszimmers teilen. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob be-

sondere Umstände im Sinne der zitierten Praxis vorliegen, die dafür sprechen, dass zwei 

Arbeitszimmer zwingend notwendig sind. Die Steuerverwaltung führt dazu aus, dass es 

sich aufgrund der besonderen Konstellation, wonach beide Ehegatten als Lehrpersonen im 

gleichen Schulgebäude tätig seien, wo Arbeitszimmer mittels Reservation gebucht werden 

könnten und dem Ehemann ein eigenes Klassenzimmer zur Verfügung stehe, welches 

zwar teilweise auch von andern Lehrern genutzt werde, und der Tatsache, dass der Ehe-

mann ein Voll- und die Ehefrau ein Teilzeitpensum ausübe, rechtfertige, je ein halbes, ins-

 
 
Seite 9   

gesamt also ein ganzes Arbeitszimmer zum Abzug zuzulassen. Wie bereits hiervor darge-

tan, stehen den Ehegatten im Schulhaus keine vollwertig eingerichteten Arbeitsplätze zur 

Verfügung, so dass die entsprechenden Hinweise der Steuerverwaltung auf die Möglichkeit 

der Zimmerreservationen und das Klassenzimmer des Ehemannes hinfällig sind. Vielmehr 

sind beide Ehegatten auf ihren Arbeitsplatz zu Hause angewiesen. Zwischen den Tätigkei-

ten der Ehefrau als Zeichnungslehrerin und des Ehemannes als Berufswahlklassenlehrer 

gibt es zwar wenige Überschneidungen. Dies allein genügt aber noch nicht, dass die Vor- 

und Nachbereitungen der Schulstunden nicht im selben Raum stattfinden könnten. Viel-

mehr ist die Teilung der Benützung eines Arbeitszimmers, auch wenn nicht beide Ehegat-

ten dieselben Fächer unterrichten, grundsätzlich zumutbar. Erst dadurch, dass die Ehefrau 

als Zeichnungslehrerin nebst einem Computerarbeitsplatz auch einen Arbeitsplatz für 

Schreib- und Brettzeichenarbeiten, eine Staffelei, diverse Farben und Pinsel, Anschau-

ungsmaterialien, d.h. Fachliteratur und einen Wasseranschluss mit Trog sowie freie Wände 

zum Aufhängen der Schülerzeichnungen benötigt und damit von einem überdurchschnittli-

chen Platzbedarf auszugehen ist, sind besondere Umstände im Sinne der zitierten Praxis 

gegeben, die es im vorliegenden Fall rechtfertigen, sowohl das halbe Arbeitszimmer der 

Ehefrau als auch das ganze des Ehemannes, total demnach 1 ½ Arbeitszimmer zum Ab-

zug zuzulassen. 

 

 

6. Der Arbeitszimmerabzug bemisst sich wie hiervor gesehen nach der Formel Eigenmietwert 

bzw. Mietzins ÷ Anzahl Zimmer + 1. Der Eigenmietwert beträgt vorliegend unbestrittener-

massen Fr. 17‘243.--. Unklar ist, wie viele Zimmer die Liegenschaft Nr. xx GB B.____ um-

fasst. Die Pflichtigen selbst deklarierten in der Steuererklärung 2013 fünf, in der Steuerklä-

rung 2014 indes sieben Zimmer. Zufolge des im Steuerrecht geltenden Untersuchungs-

grundsatzes haben die Steuerbehörden den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. 

Gestützt darauf hat das Steuergericht die aktuellste Schätzung der Basellandschaftlichen 

Gebäudeversicherung (BGV) hinsichtlich der Liegenschaft des Rekurrenten, nämlich das 

Einschätzungsprotokoll vom 25. November 1999 beigezogen. Daraus ergibt sich, dass sich 

im Erdgeschoss der Wohn- und Essraum befindet, was 1 ½ Zimmern entspricht. Im Ober-

geschoss sind 3 Zimmer und im Dachgeschoss ein Dachgeschoss- und ein Arbeitszimmer, 

d.h. 2 Zimmer. Insgesamt bewohnen die Pflichtigen damit ein Haus mit 6 ½ (1 ½ + 3 + 2) 

Zimmern. In Anwendung der vorgenannten Formel beträgt der Abzug für ein Arbeitszimmer 

demzufolge Fr. 2‘299.-- (= Fr. 17‘243.-- : 7 ½ [6 ½ + 1]). Der ganze Arbeitszimmerabzug 

des Ehemannes beläuft sich demnach auf Fr. 2‘299.--, der halbe der Ehefrau auf 

 
 
Seite 10   

Fr.  1‘150.-- (= Fr. 2‘299.-- / 2). Demzufolge ist der Abzug für die übrigen berufsnotwendi-

gen Kosten des Ehemannes in Abänderung des Einsprache-Entscheides vom 21. Septem-

ber 2015 und der Veranlagung vom 25. Juni 2015 von Fr. 2‘087.-- auf Fr. 2‘952.-- (= Fr. 

500.-- [Pauschalabzug] + Fr. 153.-- [Drucker] + Fr. 2‘299.-- [Arbeitszimmer]) zu erhöhen 

und derjenige der Ehefrau von Fr. 1‘933.-- auf Fr. 1‘650.-- (Fr. 500.-- [Pauschalabzug] + Fr. 

1‘150.-- [Arbeitszimmer]) zu reduzieren. 

 

Der Rekurs ist damit teilweise gutzuheissen. 

 

 

7. Der Rekurrent ist mit seinem Begehren zu rund 2/3 durchgedrungen, womit er reduzierte 

Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 130.-- zu bezahlen hat (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 

3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. 

Dezember 1993). 

 
 
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Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

 1. Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 

 2. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, in Abänderung des Einsprache-Entscheides 

vom 21. September 2015 und der Veranlagung vom 25. Juni 2015 für den Ehemann 

einen Arbeitszimmerabzug von 100%, d.h. von Fr. 2‘299.-- und für die Ehefrau einen 

solchen von 50%, d.h. von Fr. 1‘150.-- zu gewähren. Demzufolge ist der Abzug für die 

übrigen berufsnotwendigen Kosten des Ehemannes von Fr. 2‘087.-- auf Fr. 2‘952.-- zu 

erhöhen und derjenige der Ehefrau von Fr. 1‘933.-- auf Fr. 1‘650.-- zu reduzieren. 

 3. Der Rekurrent hat reduzierte Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 130.-- (inkl. Auslagen 

von pauschal Fr. 30.--) zu bezahlen, welche mit dem bereits geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet werden. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 270.-- wird 

ihm zurückerstattet. 

 4. Mitteilung an den Rekurrenten (1), die Gemeinde B.____ (1) und die Steuerverwaltung 

des Kantons Basel-Landschaft (3).