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**Case Identifier:** 320705db-7b34-55b0-a3a8-52cb72a9f1ed
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 10.08.2020 V 2019 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2019-99_2020-08-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 10. August 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

1. C.________ und H.________
vertreten durch RA D.________

2. Stadtrat von Zug
3. Regierungsrat des Kantons Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Baubewilligung

V 2019 99

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Urteil V 2019 99

A. C.________ und H.________ beabsichtigen auf dem Grundstück Nr. E.________ 
(GS E.________), Zug, den Abbruch des bestehenden Einfamilienhauses und des 
Schwimmbads sowie den Neubau eines Einfamilienhauses inklusive Photovoltaikanlage 
auf dem Flachdach, Autoeinstellhalle, Gartengerätehaus und Whirlpool. Das 
Baugrundstück liegt in der Wohnzone 3 (W3). Mit Entscheid vom 30. Oktober 2018 erteilte 
der Stadtrat von Zug unter Auflagen und Bedingungen die baurechtliche Bewilligung für 
das Bauvorhaben und wies gleichzeitig sämtliche dagegen erhobenen Einsprachen ab, 
soweit er darauf eintrat. Gegen den Entscheid des Stadtrats von Zug gingen beim 
Regierungsrat fünf Verwaltungsbeschwerden ein. Der Regierungsrat legte die fünf 
Beschwerdeverfahren zusammen und behandelte die Beschwerden in einem Entscheid. 
Mit Beschluss vom 1. Oktober 2019 wies der Regierungsrat die Beschwerden ab, 
nachdem am 7. Februar 2019 ein Augenschein durchgeführt worden war. 

B. Gegen den Regierungsratsbeschluss liessen A.________ am 6. November 2019 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen und folgende Rechtsbegehren stellen: 

"1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Beschluss aufzuheben.

2. Eventualiter sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST zu 7,7 %) zulasten der 
Beschwerdegegner bzw. der Vorinstanz."

Zur Begründung wird vorgebracht, die zwei Meter tiefen Auskragungen des Bauvorhabens 
im 1. und 2. Obergeschoss hielten den grossen Grenzabstand gegenüber dem westlichen 
Nachbargrundstück Nr. F.________ nicht ein. Das Kriterium der deutlichen Erkennbarkeit 
der Hauptfassade sei nicht erfüllt, weshalb die Abstandsunterschreitung im Sinne von § 16 
Abs. 1 BO Zug nicht zulässig sei. Die 20,51 m breite Westfassade des projektierten 
Bauvorhabens sei in drei Teile gegliedert, wobei ein 6,83 m breiter Teil der Fassade 
vorspringe, ein 4,35 m breiter Teil zurückversetzt sei und die restliche Fassade von 9,33 m 
"neutral" gehalten sei. Angesichts dieser Dreiteilung werde vorliegend nicht deutlich, bei 
welchem Gebäudeteil es sich nun um die eigentliche Hauptfassade handle. Davon, dass 
die Hauptfassade, welche vorliegend zunächst zu definieren sei, deutlich erkennbar wäre, 
könne vor diesem Hintergrund erst recht keine Rede sein. Bei einem Fassadenteil, der 
weniger als die Hälfte der gesamten Fassadenbreite umfasse, könne es sich per se nicht 

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Urteil V 2019 99

um eine (deutlich erkennbare) Hauptfassade handeln. Die Vorinstanzen hätten 
unterschiedliche Begründungen angeführt, was exemplarisch aufzeige, dass die 
Hauptfassade im vorliegenden Fall keineswegs deutlich erkennbar bleibe, wie dies von § 
16 Abs. 1 BO Zug aber gefordert werde. Die deutliche Erkennbarkeit gehe durch diverse 
Vorsprünge, Rücksprünge sowie sonstige Fassadenelemente vorliegend verloren. 

Das Untergeschoss rage auf der Hälfte der Westseite bis 1,32 m über das gewachsene 
Terrain hinaus. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach im Sinne einer 
Gesamtbetrachtung das Terrain an keinem Punkt in erheblichem Masse überragt werde, 
sei damit nicht haltbar. Vielmehr werde das gewachsene Terrain vorliegend auf der Hälfte 
der Westseite und somit auf einer beträchtlichen Fläche überragt. Der Bauherrschaft sei 
daher die Grenzabstandsprivilegierung für Unterniveaubauten zu Unrecht gewährt worden.

Bezüglich Einordnung halte die Vorinstanz in Erwägung 8 des angefochtenen Beschlusses 
zu Recht fest, dass aufgrund der Zonengrenze W3/W2b als massgebende Umgebung das 
Gebiet talseitig des Bellevuewegs zu berücksichtigen sei. Ein Vergleich mit den Bauten 
der Zone W2b bergseitig des Bellevuewegs habe gemäss ebenfalls richtiger Feststellung 
der Vorinstanz nicht zu erfolgen, zumal die Quartierstruktur der W3-Zone vorliegend 
deutlich ablesbar sei. Zunächst sei darauf hinzuweisen, dass das projektierte 
Bauvorhaben das einzige Gebäude entlang des Bruibachwegs sein würde, welches zu 
diesem keinen Abstand einhalte, sondern ihn gar teilweise überrage. Bereits dies bedeute 
eine Verletzung der historisch gewachsenen Siedlungsstruktur. Weiter ergebe sich bei der 
Prüfung der optischen Fernwirkung, dass das projektierte Bauvorhaben die massgebende 
Umgebung talseitig des Bellevuewegs deutlich überragen werde. Kein anderes Gebäude 
westlich bzw. talseitig des Baugrundstücks weise eine derartige Höhe auf und rage 
dermassen hervor wie der ausgesteckte Baukörper. Wenngleich die Baustile im fraglichen 
Gebiet teilweise unterschiedlich sein mögen, erwiesen sich die Höhen der Baukörper 
talseitig des Bellevuewegs als durchwegs homogen. Die Diskrepanz des projektierten 
Baukörpers zur Umgebung sei daher in der Höhenentwicklung beträchtlich und werde als 
störend wahrgenommen. Hinzu komme, dass dem Gebäude aufgrund des hellen 
Sichtbetons, der dadurch generierten markanten Helligkeit, des massiven Volumens sowie 
der Höhenentwicklung eine Bedeutung und städtebauliche Markanz zukomme, die für ein 
Einfamilienhaus unnötig und unerwünscht sei. Das projektierte Vorhaben hebe sich bereits 
aufgrund der weiss leuchtenden Farbgebung deutlich von den Nachbarsobjekten ab. Weil 
das projektierte Gebäude überdies auch mit vier unterschiedlich gestalteten Fassaden 
daherkomme bzw. auf jeder Seite einen anderen Stil verfolge, entstehe eine Unruhe im 

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gestalterischen Ausdruck und mittelbar auch im Quartierbild. Das umstrittene 
Bauvorhaben weise damit in mehrfacher Hinsicht keine genügende Einordnung auf. 
Wenngleich das Ermessen der Baubehörde bei der Prüfung der Einordnung gross sein 
möge, so könne es nicht angehen, bei derart vielen Unstimmigkeiten stets 
Entgegenkommen zu zeigen. Soweit die Vorinstanz im Übrigen das Gebiet talseitig des 
Bellevuewegs als massgebende Umgebung bezeichne, danach aber bei der Prüfung der 
genügenden Einordnung in keiner Art und Weise auf ebendiese Umgebung eingehe, habe 
sie ihre Begründungspflicht und damit das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt. 

Das Baugrundstück Nr. E.________ sei mit einem öffentlichen Fusswegrecht belastet, und 
zwar beziehe sich dieses auf den Bruibachweg. Daher handle es sich beim Bruibachweg 
gemäss § 4 Abs. 1 lit. b GSW um eine öffentliche Strasse, bei welcher die gesetzlichen 
Mindestabstände einzuhalten seien. Das projektierte Bauvorhaben halte weder den 
Strassenabstand von 4 m gemäss § 17 Abs. 1 lit. b GSW noch den Mindestabstand von 
50 cm ab Strassen- bzw. Trottoirrand gemäss § 11 Abs. 1 V GSW ein.

C. Den verlangten Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– leisteten die Beschwerdeführer 
innert der ihnen dafür gesetzten Frist.

D. In seiner Vernehmlassung vom 6. Januar 2020 beantragte das Baudepartement 
der Stadt Zug namens des Stadtrats von Zug, die Beschwerde sei abzuweisen; unter 
Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.

Das Erdgeschoss weise mit Ausnahme des Atriums gegen Westen eine durchgehende 
Fassadenflucht auf. Der vorkragende Gebäudeteil im südlichen Bereich der Westfassade 
gehe über zwei Geschosse, Erd- und Attikageschoss seien in diesem Bereich auf die 
Flucht des nördlichen Teils zurückversetzt. Dieser vorkragende Fassadenteil dominiere 
das Fassadenbild der Westfassade nicht. Diese bleibe deutlich erkennbar. Der Blick auf 
die Darstellung der Nordfassade sowie der Südfassade lasse den auskragenden Bauteil 
als solchen klar in Erscheinung treten. Eine Umgehung der Abstandsvorschriften beinhalte 
die stadträtliche Auslegung von § 16 Abs. 1 BO damit nicht.

Bei der Anwendung ästhetischer Generalklauseln komme der Baubewilligungsbehörde ein 
Ermessen zu. Der Regierungsrat habe u.a. aufgrund der Heterogenität des Quartiers 
sowie der Zonengrenze die Ermessenausübung der Baubewilligungsbehörde geschützt. 
Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde könne jede Rechtsverletzung gerügt werden. Die 

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korrekte Ausübung des Ermessens stelle keine Rechtsverletzung dar. Der 
mitangefochtene Baubewilligungsentscheid und der Beschwerdeentscheid des 
Regierungsrats setzten sich mit der Einordnung des Vorhabens auseinander. Talseitig 
betrachtet wiesen dreigeschossige Bauten in aller Regel eine beträchtliche 
Höhenentwicklung auf. Diese sei jedoch vom Gesetzgeber gewollt und schliesse eine gute 
Einordnung nicht aus. Das Fassadenbild sei im Rahmen von Projektüberarbeitungen 
beruhigt worden, ohne dass die eigene Architektursprache des Gebäudes verloren 
gegangen wäre. Das Farb- und Materialkonzept sei vor Baubeginn einzureichen. Nicht 
einsichtig sei, wieso dunkle Baukörper mehr Ruhe im Quartier bewirken sollten als helle. 

Die Öffentlichkeit besitze auf dem Bruibachweg keine Fuss- und Fahrwegrechte. 
Sämtliche Fuss- und Fahrwegrechte seien zugunsten bzw. zulasten einzelner 
Grundstücke eingetragen. Die Abstandsvorschriften des Gesetzes über Strassen und 
Wege sowie des kommunalen Strassenreglements fänden keine Anwendung.

E. C.________ und H.________ (nachfolgend: Bauherrschaft) liessen am 6. Januar 
2020 beantragen, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen und das 
Baugesuch sei zu bewilligen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. 7,7 % MWST) 
zu Lasten der Beschwerdeführerin.

Zur Begründung wird geltend gemacht, auch der 4,35 m breite Abschnitt der Fassade sei 
ohne Weiteres der Hauptfassade anzurechnen, und es sei der Auffassung der Vorinstanz 
zu folgen, wonach die Hauptfassade aus den beiden Abschnitten "9,33 m" und "4,35 m" 
bestehe. Somit sei die eigentliche Hauptfassade 13,68 m lang und die Auskragung weise 
eine Länge von 6,83 m auf. Mit dieser Zurechnung sei § 16 Abs. 1 BO erfüllt und die 
Auskragung betrage nicht mehr als 1/3 der Gebäudelänge.

Wie die beiden Vorinstanzen in ihren Erwägungen richtig festhielten, seien die Vorschriften 
des § 5 aV PBG eingehalten. Die Unterniveaubauten überragten an keinem Punkt das 
gewachsene Terrain bzw. das neue Terrain, so dass die Grenzabstandsprivilegierung 
gerechtfertigt sei.

Es werde daran festgehalten, dass es sich beim Gebiet Schönegg/Gimenen nicht um ein 
Gebiet handle, welches von Gebäuden mit klaren Linien und einheitlichen Fassaden 
geprägt sei. In unmittelbarer Nähe zur Liegenschaft der Beschwerdegegner befänden sich 
diverse, erst kürzlich realisierte Neubauten, welche ein sehr heterogenes Bild mit den 

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unterschiedlichsten Formensprachen und Materialien abgäben. Weiter werde bestritten, 
dass das Bauprojekt sowohl in Höhe und Volumen störend sei. Es sei ohne Weiteres und 
auch ohne separaten Augenschein ersichtlich, dass direkte Nachbarhäuser teilweise über 
mehr Stockwerke verfügten und auch die für diese Liegenschaft maximal zulässige 
Geschosszahl gemäss Zonenplan eingehalten werde. Auch im Protokoll des 
Augenscheins vom 12. Februar 2016 sei nochmals beschrieben, dass verschiedene 
Dachformen in unmittelbarer Umgebung vorhanden seien, was ebenfalls gegen die 
Homogenität des Quartiers spreche.

Der Bruibachweg gelte nicht als Gemeindestrasse. Einerseits sei der Bruibachweg im 
Privateigentum und schon deshalb nicht als Gemeindestrasse zu taxieren. Auch das 
Fusswegrecht bringe den Bruibachweg nicht zur Gemeindestrasse. Komme hinzu, dass 
das Strassenreglement Zug im Anhang 1 die Gemeindestrassen abschliessend festhalte. 
Der Bruibachweg sei dort nicht enthalten und gelte damit definitiv nicht als 
Gemeindestrasse.

F. Am 13. Januar 2020 teilte die Baudirektion im Auftrag des Regierungsrats mit, sie 
beantrage, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten der 
Beschwerdeführer abzuweisen. Zur Begründung des Antrags werde auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid vom 1. Oktober 2019 verwiesen.

G. Die Beschwerdeführer liessen am 24. April 2020 eine Replik einreichen. Die 
Bauherrschaft duplizierte am 4. Mai 2020, die Baudirektion des Kantons Zug am 7. Mai 
2020 und das Baudepartement der Stadt Zug am 10. Juni 2020. Auf die Ausführungen in 
diesen Rechtsschriften ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde 

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wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den formellen Anforderungen gemäss § 65 
VRG. Die Beschwerdeführer haben sowohl am Einsprache- als auch am 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren teilgenommen. Als Eigentümer einer 
Stockwerkeigentumseinheit in unmittelbarer Nachbarschaft des GS E.________ sind die 
Beschwerdeführer vom Bauvorhaben besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an der Änderung oder Aufhebung des Entscheids der Vorinstanz. Die 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer ist daher gestützt auf § 62 Abs. 1 VRG 
gegeben. Die Beschwerde ist deshalb zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt 
werden. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines 
Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder 
die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen 
Verfahrensvorschrift sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt 
werden kann die unrichtige Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

2. Die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes vom 26. 
November 1998 (PBG; BGS 721.11) ist per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Ebenfalls am 
1. Januar 2019 trat die Verordnung zum Planungs- und Baugesetz vom 20. November 
2018 in Kraft (V PBG; BGS 721.111). Sie löste die V PBG vom 16. November 1999 ab (aV 
PBG). Das vorliegende Baugesuch wurde der Stadt Zug am 6. April 2017 eingereicht. Die 
Projektänderungen datieren vom 28. September und 24. November 2017 sowie vom 4. 
Juli 2018. Übergangsrechtlich gelangt daher die Bestimmung § 71a Abs. 1 lit. a PBG zur 
Anwendung, wonach auf Baugesuche, die im Zeitpunkt des lnkrafttretens dieses Gesetzes 
hängig sind, das bisherige Recht Anwendung findet, es sei denn, für die Bauherrschaft ist 
die Beurteilung nach neuem Recht günstiger.

3. Gemäss § 16 Abs. 1 der Bauordnung der Stadt Zug (BO Zug) dürfen 
vorspringende und auskragende Bauteile wie Vortreppen, Balkone, Erker und 
Dachvorsprünge bis 2,00 m in den ordentlichen Grenz- oder Gebäudeabstand 
hineinragen, vorausgesetzt, sie beanspruchen nicht mehr als einen Drittel der 
Gebäudelänge und die Hauptfassade bleibt deutlich erkennbar. Der Zweck dieser 
Bestimmung ist es, gewisse vorspringende Bauteile im Abstandsbereich zuzulassen und 

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damit zu verhindern, dass Bauten insgesamt zurückversetzt werden müssen, weil sie 
einzelne über den Grenzabstand hinausragende Teile aufweisen (Hans Hagmann, 
Kommentar zur Bauordnung der Stadt Zug, 1998, S. 56). 

3.1 Die Hauptwohnräume des geplanten Neubaus sind nach Westen ausgerichtet. Die 
Auskragungen (1. und 2. Obergeschoss) im südlichen Teil der Westfassade halten die 
Massvorschriften gemäss § 16 Abs. 1 BO Zug genau ein. Sie ragen jedoch 2 Meter in den 
grossen Grenzabstand hinein. Umstritten ist, ob die Hauptfassade des Gebäudes deutlich 
erkennbar bleibt und die Bauherrschaft die Privilegierung nach § 16 Abs. 1 BO Zug 
tatsächlich beanspruchen kann. 

3.2 Der Regierungsrat erwog dazu in seinem Beschluss vom 1. Oktober 2019 
Folgendes: Der Mittelteil der Westfassade werde im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss 
auf einer Länge von 4,35 m als Atrium ausgestaltet. Im 2. Obergeschoss sei für diesen 
Fassadenabschnitt eine Terrasse vorgesehen. Das Attikageschoss sei in diesem Bereich 
im Sinn eines Luftraums offen gestaltet. Der als Atrium bezeichnete Fassadenabschnitt 
werde gemäss den Bauplänen im Erdgeschoss begrünt und die Bestockung soll bis zum 
1. Obergeschoss reichen. Damit stelle die Begrünung ein gestalterisches 
Fassadenelement dar, welches die sonst in Beton gehaltene Westfassade ergänze. Dass 
dieser Bereich offen gestaltet sei und über keine Fassade verfüge, schade der 
Erkennbarkeit als Hauptfassade nicht. Eine Verglasung des Atriums oder die horizontale 
Fortführung des 1. Obergeschosses, wie dies im 2. Obergeschoss durch die 
Absturzsicherung der Terrasse erfolge, würde die Hauptfassade zwar verdeutlichen. Die 
Erkennbarkeit der Hauptfassade könne jedoch nicht vom Vorliegen solcher baulichen 
Elemente abhängen, zumal die vorgesehene Bepflanzung im Atrium und die Terrasse im 
2. Obergeschoss die Hauptfassade ohnehin klar erkennen liessen.

3.3 Das Gericht ist der Ansicht, dass beim vorliegenden Bauprojekt den 
Beschwerdegegnern zu folgen ist, wonach die Hauptfassade (Westfassade) deutlich 
erkennbar ist. Die Westfassade ist 20,51 m lang. Der grösste, in der Flucht einheitliche 
Teil der Westfassade weist eine Länge von 9,33 m auf und befindet sich im nördlichen 
Bereich der Westfassade. Das Erdgeschoss wird auf der Flucht des nördlichen Bereichs 
erstellt. Auch im 2. Obergeschoss wird die Fassadenflucht des nördlichen Bereichs 
übernommen, und zwar durch die Terrasse in der Mitte der Fassade. Die Flucht des 
nördlichen Bereichs der Westfassade ist somit bestimmend für das murale Band bzw. die 
Terrasse des 2. Obergeschosses im mittleren Bereich sowie für das Erdgeschoss des 

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südlichen Bereichs. Damit zieht sich die Flucht des Hauptteils über die beiden anderen 
Bereiche der Westfassade. Das ist es, was der Stadtrat Zug meint, wenn er darauf 
hinweist, dass der Fussabdruck der Wohnbaute durch das Erdgeschoss definiert werde 
und sich daran die Hauptfassade orientiere, welche mit dem linken Teil, dem 
zurückversetzten und offenen Eingangsbereich sowie dem Erdgeschoss erkennbar bleibe 
– was insbesondere auch für den Fassadenteil unter der Auskragung gilt. Die deutliche 
Erkennbarkeit der Hauptfassade geht weder durch den vorkragenden Gebäudeteil im 1. 
und 2. Obergeschoss noch durch das Atrium in der Mitte der Fassade verloren. Auch 
durch das Attikageschoss, welches den ordentlichen Grenzabstand einhält und somit nicht 
Teil der Auskragung ist, wird die deutliche Erkennbarkeit der Hauptfassade nicht 
beeinträchtigt, sondern im Gegenteil verstärkt. Der Regierungsrat hat somit kein Recht 
verletzt, wenn er im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens erwogen hat, dass die 
Voraussetzungen von § 16 Abs. 1 BO Zug zur Unterschreitung des ordentlichen 
Grenzabstands erfüllt sind.

4.
4.1 Gemäss § 14 Abs. 3 der Bauordnung der Stadt Zug (BO Zug) beträgt der 
Grenzabstand für Unterniveaubauten 1,00 m. Der Stadtrat kann im Interesse der 
Bepflanzung und zur Verhinderung der Bodenversiegelung einen grösseren Abstand 
verlangen. Unterniveaubauten enthalten unterirdisch angelegte Räume und überragen das 
gewachsene, in besonderen Fällen das neue Terrain an keinem Punkt in erheblichem 
Masse (§ 5 aV PBG). Beim Ausdruck "in erheblichem Masse" handelt es sich um einen 
unbestimmten Rechtsbegriff, der von der Baubewilligungsbehörde im Einzelfall ausgelegt 
werden muss. Das gewachsene Terrain wird nur dann "unerheblich" überragt, wenn der 
oberirdische Teil von so geringer Bedeutung ist, dass die Baute ihren Charakter als 
unterirdische Baute behält. Zur Beantwortung dieser Frage können verschiedene Kriterien 
herangezogen werden, wie der Umstand, ob eine Baute auf allen Seiten aus dem Boden 
herausragt oder nicht, ob ein bestimmtes Höhenmass nicht überschritten wird und wie sich 
die Baute im Verhältnis zum Nachbargrundstück präsentiert. Die Geländeverhältnisse 
spielen ebenfalls eine Rolle. Als Richtgrösse für den Entscheid, ob eine Unterniveaubaute 
in erheblichem Masse aus dem Terrain herausragt, ging der Regierungsrat in ständiger 
Praxis von einem Mass von 1 Meter aus. Das Verwaltungsgericht qualifizierte eine Baute, 
die auf einer Fläche von 200 m2 das gewachsene Terrain auf allen Seiten um 80 cm 
überragte, nicht mehr als Unterniveaubaute (publiziert in GVP 1987/88 72 ff.). Im Urteil 
V 2009 1 vom 29. Mai 2009 entschied das Verwaltungsgericht, ein Anbau, der an der 
Nordostecke das gewachsene Terrain 30–40 cm, an der Südostecke 20–70 cm und auf 

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der Seite gegen das Grundstück der Beschwerdeführer 20–30 cm überrage, gegenüber 
dem Grundstück der Beschwerdeführer nur in geringfügigem Mass in Erscheinung trete 
und daher von einer Unterniveaubaute gesprochen werden könne.

4.2 Der Regierungsrat erwog in seinem Beschluss vom 1. Oktober 2019, auf der 
Westseite des umstrittenen Bauvorhabens rage das Untergeschoss bis 1,32 m über das 
gewachsene Terrain hinaus. Auf der Ostseite überrage das Untergeschoss das 
gewachsene Terrain nur am nordöstlichen Punkt um 75 cm und liege sonst unter dem 
gewachsenen Terrain. Auf der Südseite liege das Untergeschoss gesamtheitlich 
betrachtet im östlichen Teil vollständig unter dem gewachsenen Terrain. Damit überrage 
das Untergeschoss gesamtheitlich betrachtet das gewachsene Terrain bzw. das neue 
Terrain an keinem Punkt in erheblichem Mass und die Grenzabstandsprivilegierung nach 
§ 5 aV PBG sei vorliegend anwendbar.

4.3 Das Untergeschoss des umstrittenen Projekts besteht aus einer Auto-/Velo-
Einstellhalle mit 7 (Auto-)Parkplätzen, zwei Kellerräumen, zwei Technikräumen, einem 
Raum für Waschen/Trocknen und einem Korridor. Der Garagenteil im südwestlichen Teil 
des GS E.________, wo das Untergeschoss am nächsten zum Nachbargrundstück reicht 
(Abstand 1 m), liegt bis zur Fassade des Erdgeschosses des umstrittenen Bauprojekts 
unter dem Terrain. Ab der Erdgeschossfassade überragt das Untergeschoss auf der 
Südseite des Gebäudes das gewachsene Terrain auf einer Länge von ca. 50 cm über 1 m 
in östlicher Richtung. Anschliessend überragt es das gewachsene Terrain auf einer Länge 
von 5 m zwischen 1,00 und 0,00 m, worauf es bis zur Südostecke des Gebäudes wieder 
vollständig unter dem Terrain liegt. Auf rund der Hälfte der Westseite ragt das 
Untergeschoss zwischen 1,15 und 1,32 m über das gewachsene Terrain hinaus. Auf der 
übrigen Hälfte der Westseite liegt das Untergeschoss unter dem Terrain. Auf der Nordseite 
verhält es sich so, dass das Untergeschoss in der nordwestlichen Ecke des Gebäudes das 
gewachsene Terrain um 1,32 m überragt und sich dieses Mass bis zur Nordostecke des 
Gebäudes auf 0,75 m reduziert. Auf etwa 2/3 der Nordseite bleibt das Mass über 1 m. Ab 
der Nordostecke des Gebäudes bleibt die Offenlegung des Untergeschosses auf der 
Ostseite auf einer Länge von 1,30 m bei 0,75 m und reduziert sich auf einer weiteren 
Länge von 4,40 m auf 0. Auf der restlichen Länge der Ostseite, somit auf 14,50 m, 
befindet sich das Untergeschoss wieder unter dem Terrain.

Damit lässt sich festhalten, dass das Untergeschoss zu rund seiner Hälfte tatsächlich 
unterirdisch ist. Zu einem weiteren Teil überragt es das gewachsene Terrain um weniger 

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als 1 m, und zu nur knapp 30 % wird das Mass von 1 m überschritten. Berücksichtigt man 
die bisherige Praxis, dass das Mass von 1 m nicht an jedem Punkt der Unterniveaubaute 
eingehalten werden muss, soweit die Unterniveaubaute den einen Meter auch 
unterschreitet, ist im vorliegenden Fall festzustellen, dass der oberirdische Teil von so 
geringer Bedeutung ist, dass das Untergeschoss seinen Charakter als unterirdische Baute 
behält. Sie überragt das gewachsene Terrain nur in unerheblichem Mass. Der 
Regierungsrat hat somit kein Recht verletzt, indem er das Untergeschoss in 
Übereinstimmung mit der Baubewilligungsbehörde als Unterniveaubaute qualifiziert hat.

5. Gemäss § 20 Abs. 1 BO Zug müssen sich Bauten, Anlagen und Umschwung 
hinsichtlich Lage, Grösse, Gestaltung, Materialisierung und Farbgebung so in die 
Umgebung einordnen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. Bei dieser Bestimmung 
handelt es sich um eine positive ästhetische Generalklausel. Die positive ästhetische 
Generalklausel verlangt eine architektonische Gestaltung, welche sich gut in die 
Umgebung einordnet. Bei der Beantwortung der Frage, welche architektonische 
Gestaltung sich gut in eine Umgebung einordnet, kann nicht auf ein beliebiges subjektives 
Empfinden abgestellt werden, sondern es muss im Einzelnen dargelegt werden, weshalb 
mit einer bestimmten baulichen Gestaltung weder für das Bauvorhaben noch für die 
Umgebung eine gute Gestaltung erzielt werden kann. Dieser Beurteilung unterliegen alle 
Bauten, auch wenn die übrigen Bau- und Zonenvorschriften eingehalten sind. Die 
Gestaltungsvorschriften dürfen aber nicht dazu führen, dass für ein bestimmtes Gebiet die 
Zonenvorschriften ausser Kraft gesetzt werden. Erweisen sich nämlich die Auswirkungen 
der Zonenvorschriften als gestalterisch unbefriedigend, so sind die Pläne und Vorschriften 
zu ändern. Das Einordnungsgebot kann nicht bedeuten, dass die Bauherrschaft bei einem 
Neu- oder Umbau auf die traditionelle Architektur oder die herkömmliche 
Quartiergestaltung verpflichtet werden kann (Urteil Verwaltungsgericht Zug V 2009 3 vom 
27. März 2009, in: GVP 2009 144 f.).

5.1 Der Regierungsrat weist in seinem Beschluss vom 1. Oktober 2019 darauf hin, 
dass das Baugrundstück in der Zone W3 liege. Das Bauvorhaben halte die in dieser Zone 
geltenden Massvorschriften sowie die Abstandsvorschriften ein. Die Grundstücke östlich 
des Bellevuewegs hangaufwärts lägen in der Zone W2b. Als massgebende Umgebung sei 
somit das Gebiet talseitig des Bellevuewegs zu berücksichtigen, weshalb das vorliegende 
Bauprojekt nicht mit Bauten östlich des Bellevuewegs zu vergleichen sei. Der 
Augenschein habe gezeigt, dass die Gebäude in der definierten Umgebung sehr 
unterschiedlich gestaltet seien und kein einheitlicher Baustil auszumachen sei. Auch 

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hinsichtlich der Gebäudeformen und deren Volumen, Dachgestaltung, Farbgebung und 
Materialisierung gebe es keine typisch vorherrschende Bauweise. Die Fassaden des 
geplanten Bauvorhabens sollten in Sichtbeton gehalten werden. Die 
Nachbarliegenschaften des Baugrundstücks (Bellevueweg 16 und 20) wiesen crème- 
respektive senffarbene Fassaden auf. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer 
hebe sich das Bauprojekt folglich nicht deutlich von den übrigen Gebäuden in der 
Umgebung ab. Vielmehr füge es sich mit seinen hellen Fassaden ohne Weiteres in das 
Quartierbild ein. Das geplante Bauvorhaben werde sich so in die bereits heterogene 
Umgebung einzuordnen vermögen, dass eine gute Gesamtwirkung entstehe.

5.2 Im Zusammenhang mit der Einordnungsfrage machen die Beschwerdeführer 
zunächst geltend, der Regierungsrat habe seine Begründungspflicht und damit das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt. Er habe nämlich das Gebiet talseitig des 
Bellevuewegs als massgebende Umgebung bezeichnet, sei danach aber bei der Prüfung 
der genügenden Einordnung in keiner Art und Weise auf ebendiese Umgebung 
eingegangen. Eine seriöse Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen 
Beschlusses sei in diesem Punkt nicht möglich, weswegen der angefochtene Beschluss 
bereits aus diesem Grunde aufzuheben sei bzw. eventualiter an die Vorinstanz 
zurückzuweisen sei.

5.2.1 Für die gemeindlichen und kantonalen Behörden ergibt sich die Pflicht, 
Verfügungen zu begründen, aus § 20 Abs. 1 VRG. Die Begründung einer Verfügung 
entspricht den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV (Anspruch auf rechtliches Gehör), 
wenn die Betroffenen dadurch in die Lage versetzt werden, die Tragweite der 
Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere 
Instanz weiterzuziehen. Die Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen 
Rechtsvorbringen der Parteien zu äussern. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und es genügt, wenn ersichtlich ist, 
von welchen Überlegungen sich die Behörde leiten liess. Im streitigen 
Verwaltungsverfahren muss die Begründungspflicht sorgfältiger sein als im nichtstreitigen 
(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N. 1071 f.).

5.2.2 Der Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht ist unberechtigt: Der 
Regierungsrat definierte zuerst die massgebende Umgebung, wobei er sich auf den 
Standpunkt stellte, es sei das in der Zone W3 liegende Gebiet talseitig des Bellevuewegs 
zu berücksichtigen, weshalb das vorliegende Bauprojekt grundsätzlich nicht mit Bauten 

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der Zone W2b östlich des Bellevuewegs zu vergleichen sei. Anschliessend erklärte er, 
dass die Gebäude in der von ihm definierten Umgebung sehr unterschiedlich gestaltet 
seien und kein einheitlicher Baustil auszumachen sei. Auch hinsichtlich der 
Gebäudeformen und deren Volumen, Dachgestaltung, Farbgebung und Materialisierung 
gebe es keine typisch vorherrschende Bauweise. Zudem wies er auf die Fassadenfarbe 
von zwei Nachbarliegenschaften, die sich ebenfalls in der Zone W3 befinden, hin. Somit 
hat der Regierungsrat in ausreichender Weise Ausführungen zur Situation in der von ihm 
als massgebend bezeichneten Umgebung gemacht, und es war den Beschwerdeführern 
ohne weiteres möglich, sich mit der Begründung des angefochtenen Beschlusses in 
diesem Punkt auseinanderzusetzen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht 
gegeben.

5.3 Die Beschwerdeführer bringen vor, die talseitig des Bellevuewegs gelegene Zone 
W3 sei homogen bebaut. Das Verdikt der Vorinstanzen, wonach dem Einordnungsgebot 
vorliegend Genüge getan sei, sei unhaltbar. Zunächst sei darauf hinzuweisen, dass das 
projektierte Bauvorhaben das einzige Gebäude entlang des Bruibachwegs sein würde, 
welches zu diesem keinen Abstand einhalte, sondern ihn gar teilweise überrage. Bereits 
dies bedeute eine Verletzung der historisch gewachsenen Siedlungsstruktur. Das 
projektierte Bauvorhaben überrage die massgebende Umgebung talseitig des 
Bellevuewegs deutlich. Wenngleich die Baustile im fraglichen Gebiet möglicherweise 
teilweise unterschiedlich seien, erwiesen sich die Höhen der Baukörper talseitig des 
Bellevuewegs als durchwegs homogen. Hinzu komme, dass dem Gebäude aufgrund des 
hellen Sichtbetons, der dadurch generierten markanten Helligkeit, des massiven Volumens 
sowie der Höhenentwicklung eine Bedeutung und städtebauliche Markanz zu komme, die 
für ein Einfamilienhaus unnötig und unerwünscht sei. Die von der Vorinstanz erwähnten 
"crème- bzw. senffarbenen" Nachbarsliegenschaften seien von der optischen Wirkung in 
keiner Weise mit dem in grell weiss leuchtend gehaltenen Sichtbeton vergleichbar. Weil 
das projektierte Gebäude überdies auch mit vier unterschiedlich gestalteten Fassaden 
daherkomme bzw. auf jeder Seite einen anderen Stil verfolge, entstehe eine Unruhe im 
gestalterischen Ausdruck und unmittelbar auch im Quartierbild. Vor diesem Hintergrund 
werde die von § 20 Abs. 1 BO geforderte gute Einordnung bzw. die gute Gesamtwirkung 
nicht erfüllt. 

5.4 Das vorliegend zu beurteilende Einfamilienhaus hält die Vorschriften der Zone W3 
ein und übersteigt die maximal zulässige Geschosszahl sowie die maximal zulässige 
Gebäudehöhe nicht. Das neue Wohnhaus weist eine zeitgenössische Architektur auf. Das 

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Gebiet befindet sich in keiner Ortsbildschutzzone, weshalb an die Einordnung keine 
besonders strengen Massstäbe zu setzen sind. Es ist der Bauherrschaft zuzustimmen, 
dass das massgebende Quartier, auch wenn man es – wie es der Regierungsrat tut und 
auch die Beschwerdeführer unterstützen – auf das in der Zone W3 liegende Gebiet 
talseitig des Bellevuewegs beschränkt, kein homogenes Gefüge bildet. Ein einheitliches 
Ortsbild oder ein einheitlicher Baustil sind dort nicht erkennbar. Das räumen auch die 
Beschwerdeführer ein. Eine Homogenität können die Beschwerdeführer einzig in den 
Höhen der Baukörper talseitig des Bellevuewegs erkennen. In der Umgebung des 
Bauprojekts gibt es verschiedene Gebäudeformen, Volumen und Dachgestaltungen, und 
die Bauten weisen eine unterschiedliche Farbgebung und Materialisierung auf. Diverse 
mehrgeschossige Gebäude mit unterschiedlichen Fassaden sind vorhanden. Es herrscht 
eine grosse Heterogenität; es ist daher keine besondere Rücksicht auf die bereits 
vorhandene Bausubstanz zu nehmen. Durch das Projekt der Bauherrschaft entsteht weder 
ein derartiger Widerspruch zur Umgebung noch sind qualifizierte bauliche oder 
landschaftliche Umstände (wie z.B. eine überdurchschnittliche Qualität der bestehenden 
Überbauung, eine weitherum zurückhaltend ausgeschöpfte Ausnützung oder eine 
qualifizierte landschaftliche Empfindlichkeit) gegeben, dass von der Bauherrschaft verlangt 
werden könnte, dass sie z.B. auf die auf ihrem Grundstück maximal zulässige 
Gebäudehöhe verzichtet. Die von der Bauherrschaft gewählte Höhe des Gebäudes ist 
Folge der Einzonung in die Wohnzone 3, in der eine Höhe von 9 m zulässig ist. Die 
Grösse des Bauvorhabens entspricht den Normen der Bauordnung und ist daher von den 
Stimmberechtigten der Stadt Zug bewusst in Kauf genommen worden. Es kann nicht 
gesagt werden, die Diskrepanz des Baukörpers zur Umgebung sei in der 
Höhenentwicklung derart beträchtlich und störend, dass die Voraussetzungen von § 20 
Abs. 1 BO Zug nicht mehr erfüllt sind. Weiter ist nicht ersichtlich, dass eine dunklere 
Farbgebung dem Einordnungsgebot besser entsprechen würde. Vielmehr ordnet sich das 
von der Bauherrschaft gewählte Weiss (mit grauem Mittelteil in der Ostfassade) durchaus 
gut in die Umgebung ein, auch wenn die Nachbarliegenschaften crème- resp. senffarbene 
Fassaden aufweisen. Gleiches gilt für die Fassadengestaltung. Entgegen der Meinung der 
Beschwerdeführer kann nicht gesagt werden, dass durch die von der Bauherrschaft 
gewählte Art ein Problem mit dem Einordnungsgebot entsteht. Was schliesslich den an 
der Nordseite des Gebäudes an einer Stelle fehlenden Abstand zum Bruibachweg betrifft, 
ist nicht ersichtlich, dass das zu einer Verletzung der Siedlungsstruktur im massgebenden 
Gebiet führt. Indem der Regierungsrat zum Schluss gekommen ist, dass das vorliegende 
Bauvorhaben nicht gegen die Bestimmung von § 20 Abs. 1 der Bauordnung des Stadt Zug 
verstösst, hat er somit kein Recht verletzt.

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6. Gemäss § 17 Abs. 1 des Gesetzes über Strassen und Wege (GSW; BGS 751.14) 
beträgt, soweit keine Baulinien bestehen, der Mindestabstand für Gebäude an 
Kantonsstrassen 6 m und an Gemeindestrassen 4 m. Gemäss § 17 Abs. 1 und 3 des 
Reglements über Strassen und Wege der Stadt Zug (Strassenreglement Zug) müssen 
Pflanzungen, Einfriedungen, Bauten und Anlagen einen Mindestabstand von 50 cm vom 
Strassen- bzw. Trottoirrand einhalten. Diese Abstandsvorschriften gelten jedoch nur für 
öffentliche Strassen (vgl. § 1 Abs. 1 GSW, § 1 Strassenreglement Stadt Zug). Strassen 
und Wege sind gemäss § 4 Abs. 1 GSW öffentlich, wenn sie: a) seit unvordenklicher Zeit 
im Gemeinbrauch stehen, oder b) das Gemeinwesen über die entsprechenden Wegrechte 
verfügt, oder c) im Verfahren der Öffentlicherklärung dem Gemeingebrauch gewidmet 
worden sind. Über die öffentlichen gemeindlichen Strassen und Wege geben die 
Verzeichnisse der Einwohnergemeinden Auskunft (§ 5 GSW).

6.1 Das geplante Gebäude grenzt auf der Nordseite direkt an den Bruibachweg. 
Dieser befindet sich im Privateigentum, und zwar in seinem südöstlichen Streckenteil in 
demjenigen der Bauherrschaft. Im Verzeichnis öffentlicher Strassen der Stadt Zug ist der 
Bruibachweg nicht aufgeführt. Der Stadtrat von Zug stellt sich auf den Standpunkt, dass es 
sich beim Bruibachweg um keine öffentliche Strasse handelt. Für die Beschwerdeführer 
hingegen handelt es sich beim Bruibachweg gemäss § 4 Abs. 1 lit. b GSW um eine 
öffentliche Strasse, bei welcher die gesetzlichen Mindestabstände einzuhalten seien. Wie 
sich aus dem Grundbuchauszug zum Baugrundstück Nr. E.________ nämlich ergebe, sei 
dieses mit einem öffentlichen Fusswegrecht belastet. Dem entsprechenden 
Grundbuchbeleg sei zu entnehmen, dass sich das öffentliche Fusswegrecht auf den 
Bellevueweg und den "Weg gegen Gimenen" beziehe. Beim "Weg gegen Gimenen" 
handle es sich eindeutig um den Bruibachweg, welcher zwischen dem Bellevueweg und 
der Gimenenstrasse verlaufe. 

6.2 Dem Grundbuchauszug der Liegenschaft Zug / E.________ kann die Anmerkung 
"Öffentliches Fusswegrecht" entnommen werden. Konsultiert man den entsprechenden 
Eintrag im Bereinigungsheft 1586, ist den Beschwerdeführern zuzustimmen, dass es sich 
bei diesem öffentlichen Fusswegrecht um ein solches auf dem Bruibachweg handelt. 
Nichts deutet zudem darauf hin, dass es nicht gültig wäre. Umstritten ist jedoch, ob dieses 
öffentliche Fusswegrecht dazu führt, dass es sich beim Bruibachweg gestützt auf § 4 Abs. 
1 lit. b GSW um eine öffentliche Strasse handelt. Dazu ist Folgendes zu erwägen: Das 
GSW unterscheidet konsequent nach Strassen und Wegen, was bereits in dessen Titel 

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zum Ausdruck kommt. Das geht aber auch aus dem hier interessierenden § 4, wo es um 
die Öffentlichkeit von Strassen und Wegen geht, hervor. Der erste Satz der Bestimmung 
lautet entsprechend "Strassen und Wege sind öffentlich, wenn sie:", worauf in den lit. a–c 
drei Fallgruppen folgen. Die Wendung "entsprechende Wegrechte" in lit. b meint aus 
gesetzessystematischen Gründen somit die Wegrechte des Gemeinwesens an Strassen 
und die Wegrechte des Gemeinwesens an Wegen. Beim Bruibachweg handelt es sich um 
einen Weg bzw. um eine Strasse, der/die begangen und befahren wird. Würden das 
Gemeinwesen bzw. die Öffentlichkeit über ein Fuss- und Fahrwegrecht verfügen, wäre er 
im Sinne von § 4 Abs. 1 lit. b GSW sowohl ein öffentlicher Weg als auch eine öffentliche 
Strasse. Die Öffentlichkeit verfügt aber auf dem Bruibachweg nur über ein Fusswegrecht 
und damit eben nicht über die "entsprechenden Wegrechte". Somit handelt es sich beim 
Bruibachweg zwar um einen öffentlichen Weg, er ist jedoch keine öffentliche Strasse, 
umso mehr als auch kein Tatbestand von § 4 Abs. 1 lit. a oder c GSW gegeben ist. Damit 
steht fest, dass am Bruibachweg die Abstandsvorschriften des GSW und des kommunalen 
Strassenreglements keine Anwendung finden. Die entsprechende Rüge der 
Beschwerdeführer erweist sich als unbegründet.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschluss des Regierungsrats vom 
1. Oktober 2019 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen eingereichte Beschwerde erweist 
sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 
Beschwerdeführer gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG kostenpflichtig. Die Spruchgebühr wird 
auf Fr. 2'000.– festgesetzt. Fr. 1'500.– werden mit dem in dieser Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet. Die restlichen Fr. 500.– werden den Beschwerdeführern in 
Rechnung gestellt.

8.2 Im Rechtsmittelverfahren ist der ganz oder teilweise obsiegenden Partei zulasten 
der unterliegenden Partei eine Parteientschädigung nach Massgabe ihres Obsiegens 
zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Der anwaltlich vertretenen Bauherrschaft wird zulasten 
der Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1'400.– (inkl. MWST und Bar-
auslagen) zugesprochen. Den ebenfalls obsiegenden Beschwerdegegnern 2 und 3 ist 
keine Parteientschädigung zuzusprechen, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis tätig 
sind und keine Gründe für ein Abweichen von der in § 28 Abs. 2a VRG genannten Regel 
erkennbar sind.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Den Beschwerdeführern wird eine Spruchgebühr von Fr. 2'000.– auferlegt. 
Fr. 1'500.- werden mit dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet. Die restlichen Fr. 500.– werden den Beschwerdeführern in Rechnung 
gestellt.

3. Die Beschwerdeführer haben der Bauherrschaft eine Parteientschädigung von 
Fr. 1'400.– (inkl. MWST und Barauslagen) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (im Doppel, Rechnung 
folgt nach Rechtskraft des Urteils), an den Rechtsvertreter der Bauherrschaft (im 
Doppel), an den Stadtrat von Zug, an den Regierungsrat des Kantons Zug 
(dreifach) und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug.

Zug, 10. August 2020

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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