# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9426df7-b0a6-500b-b02a-0f4d09cd1197
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.07.2017 100 2016 360
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-360_2017-07-28.pdf

## Full Text

100.2016.360U
KEP/WEB/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 28. Juli 2017

Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Werren

A.________

Beschwerdeführerin

gegen

Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern
Münsterplatz 3a, 3011 Bern

betreffend Tierschutz; vorsorgliche Beschlagnahme von Kleintieren; Ver-
fahrenskosten (Entscheid der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern 
vom 9. November 2016; L2016-027)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.07.2017, Nr. 100.2016.360U, 
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Sachverhalt:

A.

Der Veterinärdienst des Kantons Bern (VeD) erhielt am 17. Mai 2016 eine 
anonyme Meldung, wonach die Tierhaltung von A.________ tierschutz-
relevant sei. Am 15. Juni 2016 führte der VeD einen angemeldeten Haus-
besuch durch. Dabei stellte er fest, dass die Haltebedingungen nicht den 
gesetzlichen Vorschriften entsprachen. Daher räumte er A.________ bis 
zum 21. Juni 2016 Zeit ein, diesen Zustand zu beheben. Gleichzeitig stellte 
er ihr eine Nachkontrolle in Aussicht, welche am 22. Juni 2016 durchgeführt 
werden konnte. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Situation seit der 
ersten Kontrolle nur unwesentlich verbessert hatte. Daher entschied sich 
der VeD, die über 100 Kleintiere vorsorglich zu beschlagnahmen. Mit Ver-
fügung vom 28. Juni 2016 bestätigte er die bereits vollzogene vorsorgliche 
Massnahme formell. Er verfügte unter anderem ein vorsorgliches Tierhalte-
verbot und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 
Betreffend die Kosten verfügte er Folgendes:

«6. Alle im Zusammenhang mit dieser Verfügung entstehenden Kosten 
sowie allenfalls aufgelaufene Kosten gehen zulasten der Ver-
fügungsadressatin.

7. Für die Vorkehrungen im Zusammenhang mit dieser Verfügung 
(namentlich Kontrollen vom 15.06 und 21.06.2016 und Erstellung 
der Verfügung) wird eine Gebühr von Fr 1220.00 zu Lasten von 
Frau A.________ erhoben.»

B.

Gegen diese Verfügung reichte A.________ am 25. Juli 2016 Beschwerde 
bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern (VOL) ein. Nachdem 
der VeD mitgeteilt hatte, in der Zwischenzeit seien definitive Massnahmen 
erlassen worden, welchen die aufschiebende Wirkung entzogen worden 
sei, wies die VOL die Beschwerde mit Entscheid vom 9. November 2016 in 
Bezug auf die Kosten gemäss Ziff. 6 und 7 der Verfügung vom 28. Juni 
2016 ab und schrieb soweit weitergehend das Beschwerdeverfahren als 
gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis ab.

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C.

Dagegen hat A.________ am 12. Dezember 2016 beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde erhoben mit den folgenden Rechtsbegehren:

«1. Alle im Zusammenhang mit der Verfügung vom 28. Juni 2016 ent-
standenen Kosten seien dem VeD aufzuerlegen,

2. Evtl. seien die Kosten teilweise dem Behörde aufzuerlegen,

3. Die Gebühr in der Höhe von Fr. 1200.00 für die Vorkehrungen im 
Zusammenhang mit der Verfügung vom 28. Juni 2016 sei durch die 
Behörde zu beseitigen,

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor der Volkswirtschafts-
direktion des Kantons Bern seien dem Behörde ganz oder teilweise 
aufzuerlegen.»

Mit Eingabe vom 4. Januar 2016 (richtig: 2017) hat A.________ ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. Nachdem dieses zur Verbes-
serung zurückgewiesen worden ist, hat sie den geforderten Kostenvor-
schuss geleistet.

Die VOL beantragt mit Vernehmlassung vom 17. Januar 2017 die Abwei-
sung der Beschwerde.

Mit Stellungnahme vom 13. Februar 2017 hat die VOL Fragen des Instruk-
tionsrichters beantwortet. A.________ hat sich nicht mehr vernehmen 
lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als letzte kantonale Instanz Be-
schwerden gegen Verfügungen und Entscheide, die sich auf öffentliches 
Recht stützen (Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). 

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1.2 Anfechtungsobjekt ist eine Abschreibungsverfügung betreffend vor-
sorgliche Massnahmen. Letztere unterliegen dem gleichen Rechtsmittel wie 
die Hauptsache (Art. 29 VRPG). Das Verwaltungsgericht ist daher zur Be-
urteilung der Beschwerde zuständig (Art. 75 Bst. a VRPG im Umkehr-
schluss). Da die ursprünglich angefochtene Verfügung des VeD als vor-
sorgliche Massnahme das Hauptverfahren weder ganz noch teilweise 
abgeschlossen hat, ist sie als Zwischenverfügung zu qualifizieren (Art. 61 
Abs. 1 Bst. g VRPG). Der Rechtsmittelentscheid über eine Zwischenver-
fügung gilt als Zwischenentscheid. Dieser ist im Zeitpunkt seines Ergehens 
nur anfechtbar, sofern die Voraussetzungen von Art. 61 Abs. 3 VRPG er-
füllt sind. Demnach ist eine selbständige Anfechtung unter anderem zuläs-
sig, wenn ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (Art. 61 Abs. 3 
Bst. a VRPG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 29 N. 1 f. und Art. 81 N. 8). Bei der Anfechtung von Kos-
tensprüchen ist ein nicht wieder gutzumachender Nachteil insbesondere 
anzunehmen, wenn die zu den Kosten verpflichtete Partei die Kostenrege-
lung im Zusammenhang mit der Verfügung bzw. dem Entscheid in der 
Hauptsache nicht mehr anfechten kann (Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 103 N. 6). Möglich ist eine Anfechtung mit dem Endentscheid, 
wenn sich der Zwischenentscheid noch auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 74 
Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 4 VRPG). Dies ist bei Entscheiden über vorsorg-
liche Massnahmen in der Regel aber nicht der Fall. In dieser Situation ist es 
ausgeschlossen, dass der Zwischenentscheid nachträglich noch abgeän-
dert wird und die Kostenverteilung zu einem späteren Zeitpunkt neu be-
urteilt werden müsste (zum Ganzen BVR 2017 S. 221 E. 2.2 und 2.5). Wie 
es sich damit im vorliegenden Fall verhält, kann angesichts des Verfah-
rensausgangs aber letztlich offenbleiben.

1.3 Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, überprüft das Verwal-
tungsgericht den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin 
(Art. 80 VRPG).

1.4 Der Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 1 und Abs. 2 Bst. b des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

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2.

2.1 Für das Verwaltungsverfahren enthält das VRPG keine eigene Re-
gelung über die Verfahrenskosten. Ob Verfahrenskosten erhoben werden 
und wer sie zu tragen hat, bestimmen somit die verschiedenen Sach-
erlasse. Die entsprechenden Vorschriften fussen im Allgemeinen auf dem 
Verursacherprinzip. Demnach soll, wer Aufwand verursacht, diesen be-
zahlen bzw. sich angemessen an den Kosten beteiligen müssen 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 107 N. 1; zum Ganzen 
VGE 2016/281 vom 8.3.2017 E. 4.1).

2.2 Sofern das Tierschutzgesetz vom 16. Dezember 2005 (TSchG; 
SR 455) nichts anderes bestimmt, ist sein Vollzug gebührenfrei (Art. 41 
Abs. 1 TSchG). Nach Art. 41 Abs. 2 TSchG sind die Kantone ermächtigt, 
Gebühren zu erheben für Bewilligungen und Verfügungen (Bst. a), Kon-
trollen, die zu Beanstandungen geführt haben (Bst. b), und besondere 
Dienstleistungen, die einen Aufwand verursachen, der über die übliche 
Amtstätigkeit hinausgeht (Bst. c). Gemäss Art. 219 der Tierschutzverord-
nung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1) kann die kantonale Fachstelle 
für Bewilligungen und Verfügungen je nach Zeitaufwand eine Gebühr von 
Fr. 100.-- bis Fr. 5'000.-- erheben (Bst. a). Für Kontrollen, die zu Beanstan-
dungen geführt haben, sowie besondere Dienstleistungen richtet sich die 
Gebühr nach dem Zeitaufwand (Bst. b und c). Nach Art. 2 Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung 
(Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21) sind die in dieser Verordnung 
und in ihren Anhängen aufgeführten Dienstleistungen gebührenpflichtig. 
Für Bewilligungen, Verfügungen, Kontrollen und besondere Dienstleistun-
gen im Geltungsbereich des Tierschutzgesetzes werden Gebühren im bun-
desrechtlich zugelassenen Rahmen erhoben (Ziff. 3.1.1 des Anhangs 2B 
der GebV [Gebührentarif des Amtes für Landwirtschaft und Natur]). Der 
Zeitaufwand für Kontrollen kann somit nur verrechnet werden, wenn diese 
zu Beanstandungen geführt haben. Anders als das Lebensmittelrecht, dem 
die Gebührenregelung im TSchG nachgebildet wurde (Botschaft des Bun-
desrats betreffend die Revision des Tierschutzgesetzes, in Bundes-
blatt 2002 S. 666 und 685), kennt das TSchG aber keine förmliche Be-

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anstandung (vgl. Art. 27 des Bundesgesetzes vom 9. Oktober 1992 über 
Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände [Lebensmittelgesetz, LMG; 
SR 817.0]). Werden Tierschutzvorschriften nicht eingehalten, sind vielmehr 
konkrete Massnahmen im Sinn von Art. 23 f. TSchG anzuordnen oder zu-
mindest anzudrohen; eine reine Feststellung ist spezialgesetzlich nicht vor-
gesehen (BGer 2C_737/2010 vom 18.6.2011 E. 4.1 f. und 4.6 f.). Damit 
Privaten die Kosten für Kontrollaufwand auferlegt werden können, ist somit 
vorausgesetzt, dass berechtigterweise Tierschutzmassnahmen angeordnet 
oder zumindest angedroht wurden (zum Ganzen VGE 2016/281 vom 
8.3.2017 E. 4.2).

3.

3.1 Da die vorsorglichen durch definitive Massnahmen ersetzt worden 
sind, hat die VOL das Verfahren in der Sache als gegenstandslos gewor-
den vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. Wie bereits aufgezeigt 
wurde (E. 2.2 hiervor), ist für die Frage, ob der VeD der Beschwerdeführe-
rin die Kosten berechtigterweise auferlegt hat, trotzdem summarisch zu 
prüfen, ob die vorsorgliche Beschlagnahme zu Recht angeordnet worden 
ist.

3.2 Die Beschwerdeführerin wurde seit September 2013 vom VeD be-
gleitet (Vorakten VeD pag. 35). Während dieser Zeit fanden verschiedene 
Kontrollen statt (Vorakten VeD pag. 109 ff., 217 ff., 257 f., 280 ff. und 314), 
welche aus Rücksicht auf den psychischen Zustand der Beschwerdeführe-
rin stets im Voraus angemeldet waren (Vorakten VeD pag. 212 f., 226 ff. 
und 233 f.). Da ihr die Tiere gemäss der behandelnden Psychiaterin Halt 
gäben und für sie wie eine Familie seien (Vorakten VeD pag. 137 f. und 
385), hatte der VeD bisher auf eine klare Reduktion des Tierbestands ver-
zichtet. Im Gegenzug sollte die Tierhaltung regelmässig kontrolliert werden 
dürfen. Da die Beschwerdeführerin die angemeldeten Kontrollen immer 
wieder absagte oder verschob, war dies jedoch nicht möglich (Vorakten 
VeD pag. 103). Auch zeigte die am 1. November 2013 verfügte Bestandes-
reduktion (Vorakten VeD pag. 74 ff.) keine Wirkung, da die Beschwerde-
führerin gar zusätzliche Tiere erwarb (Vorakten VeD pag. 226 ff., 243 f. und 

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386). Während der am 15. Juni 2016 durchgeführten Kontrolle stellte die 
Amtstierärztin fest, dass sich die Haltebedingungen der Tiere im Vergleich 
zu den bisherigen Kontrollen verschlechtert hatten. Die Räumlichkeiten und 
Einrichtungen waren schmutzig sowie mit Kot und Urin der Tiere verun-
reinigt. Mehrere Tiere waren krank und in der Fellpflege vernachlässigt. Ein 
an den Hinterbeinen gelähmtes Kaninchen wurde in einem Einzelkäfig in 
der Küche gehalten. Wegen der Lähmung und der Beschaffenheit des 
Käfiginnenraums konnte es sich weder zurückziehen noch zu Wasser und 
Futter gelangen (Vorakten VeD pag. 359 ff.). Aufgrund der tierschutz-
relevanten Verhältnisse wurde der Beschwerdeführerin eine Frist bis zum 
21. Juni 2016 gesetzt, um zu putzen, eine artgerechte Haltung herzustellen 
sowie mit den kranken Tieren und dem gelähmten Kaninchen einen Tier-
arzt aufzusuchen. Die am 22. Juni 2016 durchgeführte Nachkontrolle wurde 
von der Tierärztin des VeD wie folgt beschrieben: Die Beschwerdeführerin 
hatte nur den Boden im Wohnzimmer gereinigt. Die übrigen Zimmer waren 
immer noch stark verschmutzt. Im Vogel- und Kaninchenzimmer im Erd-
geschoss fehlten zudem Wasser, Futter und Sand. Die Luft stand förmlich, 
so dass den Kontrollpersonen das Atmen schwer fiel und ihnen trotz 
gekipptem Fenster die Augen tränten. Ähnlich prekäre Verhältnisse 
herrschten auch im Vogelzimmer im Obergeschoss (OG). Das gelähmte 
Kaninchen befand sich zudem nicht mehr in seinem Käfig. Zu seinem Ver-
bleib wollte die Beschwerdeführerin keine Auskunft geben, sondern sagte 
nur, es sei an einem Ort untergebracht, wo es ihm gut gehe (zum Ganzen 
Verfügung vom 28.6.2016 S. 1 f.). Die Beschwerdeführerin bestreitet einen 
Teil der Feststellungen des VeD; sie räumt jedoch unter anderem ein, dass 
das Vogelzimmer im OG nicht gereinigt war und sie Tiere versteckt hielt 
(Vorakten VOL pag. 1, 3 und 5). Die Situation ist zudem fotografisch doku-
mentiert (Vorakten VeD pag. 388 ff.). Es ist daher davon auszugehen, dass 
die angetroffenen Verhältnisse immer noch hochgradig tierschutzrelevant 
waren.

3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, hätte die Behörde von An-
fang an einen angemessenen Tierbestand durchgesetzt und nicht über 
Jahre hinweg zugewartet, wäre die Situation am 22. Juni 2016 nicht eska-
liert (Beschwerde Rz. 9, 15 f. und 43). Das Vorgehen der Behörde habe 
das Gebot von Treu und Glauben sowie den Verhältnismässigkeitsgrund-

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satz verletzt (Beschwerde Rz. 4, 24 und 33 ff.). Daher habe der VeD als 
Verursacherin die Kosten zu tragen (Beschwerde Rz. 39, 44 und 48).

3.4 Bei der Nachkontrolle zeigte sich folgendes Bild: Mehrere Tiere 
waren krank, über den Verbleib des gelähmten Kaninchens herrschte Un-
gewissheit und die Räumlichkeiten waren verschmutzt. Die Beschwerde-
führerin war demnach nicht in der Lage, in den sechs Tagen zwischen den 
beiden Kontrollen eine artgerechte und tierschutzkonforme Tierhaltung zu 
gewährleisten. Zudem hatten die während der vergangenen Kontrollen an-
geordneten Massnahmen zur Reduktion des Tierbestands keine Wirkung 
gezeigt. Diese Umstände machten ein sofortiges Einschreiten des VeD 
unabdinglich. Ein weiteres Zuwarten wäre mit dem Tierwohl nicht vereinbar 
gewesen. Dass der VeD nicht bereits früher eingeschritten ist, kann ihm 
nicht zur Last gelegt werden. Es steht in seinem Ermessen zu entscheiden, 
wann die Voraussetzungen für eine vorsorgliche Beschlagnahme erfüllt 
sind. Das Vorgehen des VeD war deshalb weder treuwidrig noch unver-
hältnismässig. Da berechtigterweise Tierschutzmassnahmen angeordnet 
worden sind, können die damit zusammenhängenden Kosten (Ziff. 6 der 
Verfügung vom 28.6.2016) der Beschwerdeführerin auferlegt werden.

3.5 Mit Eingabe vom 13. Februar 2017 (act. 13) hat die VOL die Bemes-
sung der Gebühr von Fr. 1'220.-- (Ziff. 7 der Verfügung vom 28.6.2016) wie 
folgt verdeutlicht: Die mit dem Fall befassten Mitarbeitenden des VeD seien 
in den Gehaltsklassen 18 bis 23 eingeteilt, so dass der Gebührenansatz 
gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. c i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV Fr. 120.-- pro Stunde 
betrage. Der Betrag setze sich sodann zusammen aus Fr. 100.-- (Anfahrts-
pauschale für die Kontrolle vom 15.6.2016), Fr. 100.-- (Dauer der Kontrolle 
vom 15.6.2016: 50 Minuten), Fr. 100.-- (Anfahrtspauschale für die Kontrolle 
vom 22.6.2016), Fr. 720.-- (Dauer der Kontrolle vom 22.6.2016: 6 Stunden) 
und Fr. 200.-- (Erstellen der Verfügung: 1 Stunde 40 Minuten). Der VeD sei 
der Beschwerdeführerin entgegengekommen, da er nur den Zeitaufwand 
für eine Person verrechnet habe, obwohl die Kontrollen von zwei Mitarbei-
tenden durchgeführt worden seien. – Es sind keine Gründe ersichtlich und 
werden von der Beschwerdeführerin auch nicht vorgebracht, weshalb diese 
Berechnung fehlerhaft sein sollte. Die Höhe der Gebühr von Fr. 1'220.-- 
erweist sich damit als rechtmässig.

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4.

4.1 Die Beschwerdeführerin rügt zudem die vorinstanzliche Kostenauf-
lage von Fr. 500.-- (Beschwerde Rechtsbegehren 4). – Die Verfahrens-
kosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das pro-
zessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die 
besonderen Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Als unterliegende Partei gilt, wer ein Rechtsmittel 
zurückzieht, den Abstand erklärt oder auf andere Weise dafür sorgt, dass 
das Verfahren gegenstandslos wird (Art. 110 Abs. 1 VRPG). Wird ein Ver-
fahren ohne Zutun einer Partei gegenstandslos, so sind die Verfahrens- 
und Parteikosten nach den abgeschätzten Prozessaussichten zu verlegen 
(Art. 110 Abs. 2 Satz 1 VRPG). Als ohne Zutun einer Partei gegenstandslos 
geworden ist in der Regel ein Rechtsmittelverfahren zu betrachten, wenn 
es zu den Obliegenheiten der Vorinstanz gehört, den Verwaltungsakt zu 
erlassen, der zur Gegenstandslosigkeit geführt hat. Eine solche Situation 
liegt im Allgemeinen vor, wenn die Vorinstanz in der Hauptsache entschei-
det, bevor die Rechtsmittelinstanz über eine angefochtene vorsorgliche 
Massnahme befunden hat (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 71 
N. 10 und Art. 110 N. 8). – Ein solcher Fall liegt hier vor. Es gehörte zu den 
Obliegenheiten des VeD, die vorsorglichen durch definitive Massnahmen 
zu ersetzen. Demnach sind die Verfahrenskosten gemäss den mutmass-
lichen Prozessaussichten zu verlegen. Wie die summarische Prüfung er-
geben hat (E. 3.4 vorne), erfolgte die vorsorgliche Beschlagnahme recht-
mässig. Daher hat die Beschwerdeführerin die vorinstanzlichen Verfah-
renskosten zu tragen.

4.2 Die Bemessung der Gebühr richtet sich nach der GebV. Für Ent-
scheide in Verwaltungsjustizsachen wird eine Pauschalgebühr von 200 bis 
4000 Taxpunkten erhoben, wobei der Wert eines Taxpunkts einen Franken 
beträgt (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV). Die VOL ist von einem 
eher unterdurchschnittlich aufwändigen Fall ausgegangen und hat die 
Verfahrenskosten deshalb am unteren Rand des Rahmentarifs festgelegt. 
Die Höhe der Gebühr wurde nach pflichtgemässem Ermessen bestimmt 
und die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die VOL Recht verletzt 

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haben könnte. Die Höhe der vorinstanzlichen Kostenauflage ist demnach 
nicht zu beanstanden.

5.

Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdeführerin hat ihr 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückgezogen (Art. 33 Abs. 2 
VRPG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 33 N. 11; Bst. C vorne); sie 
hat die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige 
Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 
VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern
- dem Eidgenössischen Departement des Innern

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.