# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5f776b9-a6b7-5c56-81b6-867d76a9ffb8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.09.2023 ZK1 2021 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-5_2023-09-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 18. September 2023

Referenz ZK1 21 5

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Aebli, Vorsitzende
Cavegn und Richter
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Schmid
Obere Strasse 19, Postfach 66, 7270 Davos Platz

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta
Gürtelstrasse 24, Postfach 536, 7001 Chur

Gegenstand Abänderung Scheidungsurteil

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Landquart vom 16./30.09.2020, 
mitgeteilt am 07.12.2020 (Proz. Nr. 115-2018-22)

Mitteilung 21. September 2023

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Sachverhalt

A. Die Ehe von A._____, geboren am _____, und B._____, geboren am 
_____, wurde mit Entscheid des Bezirksgerichts (heutiges Regionalgericht) Land-
quart vom 18. Februar 2013 geschieden. Auf gemeinsames Begehren der Partei-
en hin genehmigte das Gericht die vom 12. Februar 2013 datierende, vollumfäng-
liche Ehescheidungskonvention und erhob diese zum Entscheid.

B. Die elterliche Sorge für die zwei gemeinsamen Kinder C._____ (nachfol-
gend: C._____), geboren am _____, und D._____ (nachfolgend: D._____), gebo-
ren am _____, blieb den Parteien gemeinsam. Die Kinder wurden unter die alleini-
ge Obhut der Mutter gestellt.

C. Als eheliche Wohnung diente den Parteien eine in ihrem Miteigentum ste-
hende Stockwerkeigentumseinheit in E._____. Seit der Scheidung lebt B._____ 
mit den Kindern C._____ und D._____ in dieser Wohnung, welche nach wie vor im 
Miteigentum der Parteien steht.

D.a. A._____ wurde gemäss Dispositivziffer 5a des vorerwähnten Scheidungsur-
teils verpflichtet, bis zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der beiden Kinder an de-
ren Unterhalt einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von je 
CHF 746.00 (zuzüglich Kinderzulagen) sowie einen jährlichen Unterhaltsbeitrag 
von je CHF 500.00 zu bezahlen.

D.b. Des Weiteren wurde A._____ gemäss Dispositivziffer 5b des Scheidungsur-
teils verpflichtet, B._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'633.00 
sowie monatlich CHF 1'100.00 für Nebenkosten und Hypothek und jährlich einen 
Betrag von CHF 12'550.00 (CHF 4'000.00 für Steuern, CHF 4'050.00 für Amortisa-
tion und CHF 4'500.00 für Bausparen) zu bezahlen. Per Ende Oktober 2018 war 
eine Reduktion des monatlichen Unterhaltsbeitrags an B._____ um CHF 800.00 
und des jährlichen Betrags um CHF 2'400.00 vorgesehen. Die Verpflichtung zur 
Entrichtung von Unterhaltsbeiträgen sowie zu Zahlungen für Steuern, Hypothek 
und Nebenkosten sollte per Ende Oktober 2024 enden. Vorgesehen war ausser-
dem, dass die Beiträge für das Bausparen und die Amortisation ab Beendigung 
der Unterhaltsverpflichtung für beide Kinder von A._____ und B._____ je zur Hälf-
te geschuldet sein würden. Ab ihrer Pensionierung sollte B._____ die Finanzie-
rung der Wohnung vollumfänglich übernehmen. Eine Reduktion des Unterhaltsbei-
trags an B._____ wurde ausserdem für den Fall vereinbart, dass sie eigenes Ein-
kommen realisiert.

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D.c. Dispositivziffer 5c des Scheidungsurteils sah eine entsprechende jährliche 
Indexierung der Unterhaltsbeiträge vor.

E. A._____ und seine Lebenspartnerin F._____ sind am 20. Januar 2018 El-
tern des gemeinsamen Sohnes G._____ geworden. Sie leben mit der aus einer 
früheren Beziehung der Lebenspartnerin stammenden Tochter H._____, geboren 
am 2. April 2010, in einem gemeinsamen Haushalt.

F.a. Am 29. Juni 2018 machte A._____ beim Regionalgericht Landquart eine 
Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils vom 18. Februar 2013 anhängig und 
stellte nachstehende Rechtsbegehren:

1. Ziff. 5 lit. a bis c des Scheidungsurteiles vom 18. Februar 2013 des 
Einzelrichters des Bezirksgerichtes Landquart (Proz. Nr. 135-2012-
399) sei wie folgt abzuändern:

- lit. a: A._____ wird verpflichtet, seinen beiden Kindern C._____ und 
D._____ ab 1. Juli 2018 einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Un-
terhaltsbeitrag von je CHF 651 zu bezahlen. Hinzu kommen die Kin-
der- respektive Ausbildungszulagen (aktuell CHF 330 pro Kind). Diese 
Unterhaltsverpflichtung dauert bis zum Abschluss einer ersten ange-
messenen Ausbildung der Kinder, auch über die Volljährigkeit hinaus.

- lit. b: Es wird festgehalten, dass sich A._____ und B._____ ab 1. Juli 
2018 gegenseitig keinen nachehelichen Unterhalt schulden.

- lit. c: Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender lit. a basieren auf 
dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Sta-
tistik, Stand Februar 2018 von 101.1 Punkten (Basis Dezember 2015 
100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, 
erstmals auf den 1. Januar 2019, dem Stand des Indexes per Ende 
November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach 
folgender Formel:

Neuer UB = (alter UB x neuer November-Index) / alter Index (101.1 
Punkte)

2. Es sei eine Erziehungsbeistandschaft über die Kinder C._____, gebo-
ren am _____, und D._____, geboren am _____, zu errichten sowie 
eine Beratung der Familie bei der I._____ anzuordnen.

3. Unter Kosten-/Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

F.b. Mit Klagebegründung vom 19. März 2019 passte A._____ seine Rechtsbe-
gehren an. Der Kindesunterhalt sei bis zur Volljährigkeit respektive bis zum Ab-
schluss einer ersten angemessenen Ausbildung der Kinder auf monatlich 
CHF 625.00 (indexierter Barunterhalt, zuzüglich Kinder- respektive Ausbildungszu-
lagen) festzulegen. Betreuungsunterhalt sei keiner geschuldet. Ferner wurde be-
antragt, von Juli 2018 bis Ende August 2021 einen nachehelichen Unterhalt von 
CHF 338.00 monatlich festzusetzen. Die ab Juli 2018 zu viel bezahlten Kindes- 
und Ehegattenunterhaltsbeiträge seien zurückzuerstatten. B._____ sei zu ver-

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pflichten, ihm CHF 16'879.00 für zu viel geleistete Unterhaltszahlungen zu bezah-
len.

F.c. B._____ schloss mit Klageantwort vom 15. Mai 2019 auf kostenfällige Ab-
weisung der Klage. Im Einzelnen formulierte sie die folgenden Anträge:

1. Die Klage sei abzuweisen und es sei Dispositiv Ziffer 5 lit. a und b des 
Scheidungsurteils vom 18. Februar 2013 des Einzelrichters des Be-
zirksgerichtes Landquart (Proz. Nr. 135-2012-399) wie folgt abzuän-
dern:

Lit. a A._____ sei zu verpflichten, seinen beiden Kindern C._____, 
geb. 18. Juni 2006, und D._____, geb. 24. Oktober 2008, ab dem 
1. Juli 2018 einen monatlich zahlbaren Unterhaltsbeitrag von je 
Fr. 1'805.00 (Barunterhalt mit Überschuss) und Fr. 542.00 Betreu-
ungsunterhalt zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen zu 
bezahlen. Die Unterhaltsverpflichtung bezüglich Barunterhalt samt 
Überschussbeteiligung dauert bis zur Volljährigkeit resp. bis zum Ab-
schluss einer angemessenen Ausbildung der Kinder, auch über die 
Volljährigkeit hinaus. Der Betreuungsunterhalt ist geschuldet jeweils 
bis das Kind das 16. Altersjahr erfüllt hat.

Lit. b A._____ sei zu verpflichten, B._____ von Juli 2018 bis Ende Juni 
2022 monatlich einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 1'070.00 zu bezahlen. Vom 1. Juli 2022 bis Ende Oktober 2024 von 
monatlich Fr. 1'600.00, und vom 1. November 2024 bis zur ordentli-
chen Pensionierung des Ehemannes Fr. 2'150.00.

2. Gegen Ziffer 2 des Rechtsbegehrens, welches ebenfalls abzulehnen 
ist, erklärt die Beklagte die Verrechnung und erhebt die Verrech-
nungseinrede, soweit das Gericht darauf überhaupt eintreten kann.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gegenpartei.

F.d. Mit Replik vom 27. Juni 2019 hielt A._____ an seinen Rechtsbegehren 
gemäss Klagebegründung vom 19. März 2019 fest.

F.e. Mit Duplik vom 20. September 2019 präzisierte B._____ ihre Rechtsbegeh-
ren, indem sie festhielt, dass Betreuungsunterhalt im Betrage von CHF 542.00 
monatlich je Kind verlangt werde.

F.f. Am 27. September 2019 teilte A._____ in einer Noveneingabe mit, es sei 
per 1. Juli 2019 ein Umzug von J._____ in den Kanton K._____ erfolgt. Per 1. Ja-
nuar 2020 werde er eine neue Anstellung im K._____ antreten. Sein Rechtsbe-
gehren passte er dahingehend an, dass seine Unterhaltspflicht gegenüber 
B._____ ab 1. Januar 2020 entfalle. Letztere liess sich hierzu am 31. Oktober 
2019 vernehmen.

F.g. Die Hauptverhandlung wurde am 16. September 2020 durchgeführt. Ihre 
Rechtsbegehren zum Unterhalt hielten die Parteien zum grössten Teil unverändert 

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aufrecht. Betreffend die Dauer des nachehelichen Unterhalts liess A._____ vor 
Schranken sein Rechtsbegehren anpassen: Die Verpflichtung zur Leistung von 
nachehelichem Unterhalt sei nicht bis Ende August 2021, sondern bis Ende De-
zember 2019 vorzusehen. Des Weiteren verlangte er abweichend von der 
zunächst beantragten Erziehungsbeistandschaft die Errichtung einer allgemeinen 
Beistandschaft über die beiden Kinder.

F.h. Mit Entscheid vom 16./30. September 2020, schriftlich begründet mitgeteilt 
am 7. Dezember 2020, erkannte das Regionalgericht Landquart wie folgt:

1. In teilweiser Gutheissung der Klage werden Ziffer 5 lit. a und b des 
Dispositivs des Scheidungsentscheids vom 18. Februar 2013 des Ein-
zelrichters des Bezirksgerichts (heute Regionalgericht) Landquart 
(Proz. Nr. 135-2012-399) wie folgt gerichtlich abgeändert:

a) Für die Zeit vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Oktober 2018 (Phase 1) wird 
A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen verpflichtet:

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'429.71

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'200.71

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ (je 330.00) CHF 660.00

– Betreuungsunterhalt CHF 1'067.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 1'301.43

b) Für die Zeit vom 1. November 2018 bis zum 30. Juni 2019 (Phase 2) 
wird A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen verpflich-
tet:

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'401.14

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'372.14

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ (je 330.00) CHF 660.00

– Betreuungsunterhalt CHF 1'067.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 1'244.29

c) Für die Zeit vom 1. Juli 2019 bis zum 31. Dezember 2019 (Phase 3) 
wird A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen verpflich-
tet:

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'393.29

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'390.29

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ CHF 550.00
(je 275.00; Mischrechng.)

– Betreuungsunterhalt CHF 1'148.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 1'180.57

d) Für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 (Pha-
se 4) wird A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen 
verpflichtet (Kinderzulagen nur, soweit sie von A._____ bezogen wer-
den/worden sind):

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– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'531.29

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'528.29

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ je 220.00) CHF 440.00

– Betreuungsunterhalt CHF 1'153.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 1'344.57

e) Für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. August 2021 (Phase 5) 
wird A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen verpflich-
tet (Kinderzulagen nur, soweit sie von A._____ bezogen werden):

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'275.00

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'272.00

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ (je 220.00) CHF 440.00

– Betreuungsunterhalt CHF 1'018.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 832.00

f) Für die Zeit vom 1. September 2021 bis zum 31. Oktober 2024 (Pha-
se 6) wird A._____ zu folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen 
verpflichtet (Kinderzulagen nur, soweit sie von A._____ bezogen wer-
den):

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'323.43

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'320.43

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ (je 220.00) CHF 440.00

– Betreuungsunterhalt CHF 679.00

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ CHF 928.86

g) Für die Zeit ab dem 1. November 2024 bis Abschluss Erstausbildunq 
des entsprechenden Kindes (Phase 7) wird A._____ zu folgenden 
monatlichen Unterhaltszahlungen verpflichtet (Kinderzulagen nur, so-
weit sie von A._____ bezogen werden):

– Kindesunterhalt für C._____ CHF 1'333.57

– Kindesunterhalt für D._____ CHF 1'333.57

– Kinderzulagen für C._____ & D._____ (je 270.00) CHF 540.00

– Betreuungsunterhalt entfällt

– Nachehelicher Unterhalt für B._____ entfällt

2. a) A._____ ist berechtigt, bereits geleistete Unterhaltszahlungen mit 
den gemäss vorliegendem Entscheid geschuldeten Unterhaltszahlun-
gen zu verrechnen.

b) Die für die Vergangenheit zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge sind 
innerhalb von 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 
Entscheides zu leisten.

c) Die für die Zukunft fälligen Unterhaltsbeiträge sind je monatlich im 
Voraus, jeweils auf den ersten Tag eines jeden Monats, zu bezahlen. 
Die Kinderunterhaltsbeiträge sind, auch über die Volljährigkeit hinaus, 
bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung zu bezahlen.

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3. Die Ziffer 5 lit. c des Dispositivs des Scheidungsentscheids vom 
18. Februar 2013 des Einzelrichters des Bezirksgerichts (heute Regio-
nalgericht) Landquart (Proz. Nr. 135-2012-399) wird entsprechend den 
abgeänderten Unterhaltsbeiträgen wie folgt angepasst:

Die Unterhaltsbeiträge (ohne Kinderzulagen) gemäss vorstehender 
Ziff. 1 basieren auf dem Stand September 2020 von 101.2 Punkten 
(Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Ja-
nuar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2021, dem Stand des 
Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpas-
sung erfolgt nach folgender Formel:

Neuer UB = (alter UB x neuer Index) / 101.2

4. Nebst den obigen Zahlungsverpflichtungen wird A._____ ab dem 
1. November 2024 als Miteigentümer der gemeinsamen Wohnung und 
gemäss Scheidungskonvention verpflichtet, monatlich einen Betrag 
von CHF 712.00 für das sog. Bausparen (Terminologie gemäss Ehe-
scheidungskonvention) und die Amortisationen an B._____ zu bezah-
len. Ab dem Folgemonat nach dem Wegfall seiner Verpflichtung zur 
Bezahlung von Kinderunterhaltsbeiträgen halbiert sich dieser von 
A._____ zu bezahlende Betrag. Ab Eintritt des gesetzlichen AHV-
Alters von B._____ entfällt diese Zahlungsverpflichtung vollständig.

5. Auf Ziffer 2 des klägerischen Rechtsbegehrens (Rückforderung Unter-
haltsbeiträge) wird nicht eingetreten.

6. Der Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft über die Kinder 
C._____, geboren am _____, und D._____, geboren am _____, wird 
abgewiesen.

7. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 10'000.00 (Entscheid mit schrift-
licher Begründung) gehen zu zwei Dritteln (CHF 6'666.65) zu Lasten 
der klagenden Partei und zu einem Drittel (CHF 3'333.35) zu Lasten 
der beklagten Partei. Der auf den Kläger entfallende Teil der Gerichts-
kosten wird mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 
Den Fehlbetrag in Höhe von CHF 1'666.65 hat der Kläger dem Gericht 
innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft mit beiliegendem Einzah-
lungsschein zu bezahlen. Die Beklagte hat den auf sie entfallenden 
Gerichtskostenanteil von CHF 3'333.35 dem Gericht ebenfalls innert 
30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft mit beiliegendem Einzahlungs-
schein zu bezahlen.

8. Die klagende Partei hat der Gegenpartei eine reduzierte ausseramtli-
che Entschädigung von CHF 5'145.90 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
zu bezahlen.

9. a) (Rechtsmittelbelehrung)

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

10. (Mitteilung).

G. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) am 22. Januar 
2021 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden und beantragte was folgt:

1. Es seien Dispositivziffern 1, 2b, 4, 6, 7 und 8 des angefochtenen Ent-
scheides aufzuheben und durch folgende Neuregelung zu ersetzen:

- Ziff. 1:

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Ziff. 5 lit. a und b des Scheidungsurteiles vom 18. Februar 2013 
des Einzelrichters des Bezirksgerichtes Landquart (Proz. Nr. 135-
2012-399) wird wie folgt abgeändert:

• lit. a:

A._____ wird verpflichtet, seinen beiden Kindern C._____ 
und D._____ ab 1. Juli 2018 einen monatlichen, im Voraus 
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von je CHF 625 (Barunterhalt) 
zuzüglich allfällige Kinder- respektive Ausbildungszulagen zu 
bezahlen. Diese Unterhaltsverpflichtung dauert bis zur Voll-
jährigkeit respektive bis zum Abschluss einer ersten ange-
messenen Ausbildung der Kinder, auch über die Volljährigkeit 
hinaus. Betreuungsunterhalt ist nicht geschuldet.

• lit. b:

A._____ wird verpflichtet, B._____ von Juli 2018 bis Ende 
Dezember 2019 einen nachehelichen Unterhalt in Höhe von 
CHF 338 zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus auf den 
ersten eines jeden Monats.

Sollten vom Gericht höhere Kinderunterhaltsbeiträge (Bar-
/Betreuungsunterhalt) als vorliegend beantragt zugesprochen 
werden, so sind die nachehelichen Unterhaltsbeiträge an 
B._____ entsprechend zu senken.

- Ziff. 2b:

B._____ wird verpflichtet, die ab Juli 2018 zu viel erhaltenen Kin-
derunterhaltsbeiträge sowie Ehegattenunterhaltsbeiträge A._____ 
zurückzuerstatten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des 
Entscheides.

- Ziff. 4:

Ziffer 4 sei aufzuheben.

- Ziff. 6:

Es wird eine Besuchsbeistandschaft für die Kinder C._____, ge-
boren am _____, und D._____, geboren am _____, errichtet.

- Ziff. 7:

Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 10'000 (Entscheid mit 
schriftlicher Begründung) gehen vollumfänglich zulasten der be-
klagten Partei. Die Beklagte hat dem Kläger CHF 5'000 (Gerichts-
kostenvorschuss Kläger) innert 30 Tagen nach Rechtskraft des 
Entscheides zurückzuerstatten. Die Beklagte hat dem Gericht in-
nert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheides CHF 5'000 zu 
bezahlen.

- Ziff. 8:

Die beklagte Partei hat der klägerischen Partei eine ausseramtli-
che Entschädigung in Höhe von CHF 31'560.75 (inkl. Barausla-
gen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren 
zulasten von B._____.

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H. Den einverlangten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 10'000.00 leiste-
te der Berufungskläger innert Frist.

I. Die Berufungsantwort von B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte) da-
tiert vom 25. Februar 2021. Die Berufungsbeklagte schloss auf kostenfällige Ab-
weisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden könne.

J. Mit Replik vom 26. März 2021 bestätigte der der Berufungskläger seine 
Rechtsbegehren gemäss Berufung vom 22. Januar 2021. Die Berufungsbeklagte 
duplizierte mit Eingabe vom 11. Mai 2021.

K. Die am 28. Juni und 2. Juli 2021 eingereichten Honorarnoten wurden der 
jeweiligen Gegenpartei zur Kenntnis gebracht. Die Berufungsbeklagte nahm zur 
berufungsklägerischen Honorarnote mit Schreiben vom 6. Juli 2021 Stellung.

L. Am 24. Februar 2022 wurden die Parteien darüber in Kenntnis gesetzt, 
dass infolge Neukonstituierung des Kantonsgerichts per 1. Januar 2022 ein 
Wechsel im Vorsitz erfolgt.

M.a. In seiner Noveneingabe vom 29. März 2022 teilte der Berufungskläger mit, 
dass ihm sein Anstellungsverhältnis per Ende Mai 2022 gekündigt worden sei. 
Hierzu liess sich die Berufungsbeklagte am 14. April 2022 vernehmen. 

M.b. In einer weiteren Noveneingabe vom 17. Juni 2022 legte der Berufungsklä-
ger eine Verfügung der Arbeitslosenkasse vom 8. Juni 2022 mit einer Taggeldbe-
rechnung ab 1. Juni 2022 ins Recht. Die Abrechnung für den Monat Juni wurde 
am 11. Juli 2022 nachgereicht.

M.c. Mit Noveneingabe vom 6. Oktober 2022 teilte der Berufungskläger mit, per 
1. Oktober 2022 eine neue Anstellung in L._____ gefunden zu haben. Unter der 
Woche werde er sich in L._____ aufhalten und am Wochenende bei seiner Familie 
in M._____ (Kanton K._____).

N. Die Berufungsbeklagte nahm zur Noveneingabe des Berufungsklägers mit 
Schreiben vom 31. Oktober 2022 Stellung und machte ihrerseits neue Vorbringen 
zu ihrem Lebensbedarf. Dazu äusserte sich der Berufungskläger am 21. Novem-
ber 2022.

O. Die Rechtsvertreterin der Berufungsbeklagten reichte am 11. Mai 2023 eine 
aufdatierte Honorarnote zu den Akten. Diese wurde dem Berufungskläger mit 
Schreiben vom 15. Mai 2023 zur Kenntnis gebracht.

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P. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. 115-2018-22) sind beigezogen. Das Ver-
fahren ist spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Entscheid betref-
fend die Abänderung eines Scheidungsurteils. Hiergegen ist die Berufung das 
zulässige Rechtsmittel (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Frist und Form sind eingehalten 
(Art. 142 Abs. 1 sowie Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO und Art. 311 ZPO; act. A.1; B.1; 
B.3). Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden die Abänderung des Kindesun-
terhalts sowie des nachehelichen Unterhalts und die Errichtung einer Besuchs-
rechtsbeistandschaft. Damit ist die Angelegenheit nicht ausschliesslich vermö-
gensrechtlicher Natur. Das Streitwerterfordernis im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZPO 
gilt nicht (vgl. BGer 5A_399/2014 v. 17.12.2014 E. 1; KGer GR ZK1 22 124 v. 
22.12.22 E. 2.1; ZK1 21 167 v. 8.3.2022 E. 1.1). Auf die Berufung ist einzutreten. 
Deren Beurteilung fällt in die Zuständigkeit der erkennenden Kammer (Art. 6 
Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]).

1.2.1. Für den im Scheidungsurteil bzw. im Abänderungsverfahren festzusetzen-
den nachehelichen Unterhalt gelten die Dispositions- und die Verhandlungsmaxi-
me (Art. 58 Abs. 1 und Art. 277 Abs. 1 ZPO). Aus der Dispositionsmaxime folgt, 
dass die Parteien mit ihren Rechtsbegehren die Grenzen ziehen, innerhalb derer 
sich das Gericht mit seiner rechtlichen Beurteilung bewegen darf. Das Gericht darf 
einer Partei nicht mehr und nichts Anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht 
weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Dem Gericht ist 
es im Anwendungsbereich von Art. 58 Abs. 1 ZPO versagt, den Streitgegenstand 
eigenmächtig auf nicht geltend gemachte Punkte auszudehnen. Im Rechtsmittel-
verfahren verbietet der Dispositionsgrundsatz der Rechtsmittelinstanz, über die 
Rechtsmittelanträge des Rechtsmittelklägers hinauszugehen und das erstinstanz-
liche Urteil zu dessen Ungunsten abzuändern, es sei denn, die Gegenpartei habe 
ein (Anschluss-) Rechtsmittel ergriffen (BGE 143 III 520 E. 8.1; 134 III 151 E. 3.2).

1.2.2. Demgegenüber unterliegt der Kindesunterhalt unabhängig von der Art des 
Verfahrens der Offizial- und Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). 
Das Gericht entscheidet ohne Bindung an die Parteianträge; der Grundsatz ne 
ultra petita gilt nicht (Art. 58 Abs. 2 ZPO; BGE 129 III 417 E. 2.1; BGer 
5A_582/2018 v.1.7.2021 E. 9.2 [nicht publ. in BGE 147 III 393]; 5A_592/2018 v. 
13.2.2019 E. 2.1; 5A_704/2013 v. 15.5.2014 E. 3.4 [nicht publ. in BGE 

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140 III 231]). Diese Maximen gelten in sämtlichen Verfahrensstadien, mithin auch 
vor der Rechtsmittelinstanz, weshalb das Verbot der reformatio in peius nicht zur 
Anwendung gelangt (Jonas Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-
enberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
3. Aufl., Zürich 2016, N 3 zu Art. 296 ZPO; Stephan Mazan/Daniel Steck, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 3. Aufl., Basel 2017, N 30b, 32 zu Art. 296 ZPO m.w.H.). Die in Kinderbe-
langen geltende uneingeschränkte Untersuchungsmaxime durchbricht das Noven-
regime von Art. 317 Abs. 1 ZPO. Neue Tatsachen und Beweismittel können im 
Berufungsverfahren selbst dann noch vorgebracht werden, wenn die Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = 
Pra 2019 Nr. 88).

1.2.3. Zwischen dem nachehelichen Unterhalt und dem Kindesunterhalt besteht 
eine Interdependenz. Diese tritt insbesondere bei der Berechnung der Unterhalts-
beiträge anhand der vom Bundesgericht für massgeblich erklärten zweistufigen 
Methode zutage: Nach der zweistufigen Methode ist das Gesamteinkommen der 
Eltern zu ermitteln und dem jeweiligen Bedarf aller Familienmitglieder gegenüber-
zustellen. Der Bedarf wird nach einem bestimmten Schlüssel aus der Verteilung 
der vorhandenen Mittel gedeckt (eingehend zur Methodik das Grundsatzurteil 
BGE 147 III 265 E. 6.6). Die kraft der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime 
für den Kindesunterhalt gewonnenen Erkenntnisse sind mithin auch für den im 
gleichen Entscheid beurteilten nachehelichen Unterhalt relevant und lassen sich 
im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtrechnung nicht gewissermassen für die-
sen ausblenden (zum Ganzen siehe BGer 5A_112/2020 v. 28.3.2022 E. 2.2; 
BGE 147 III 301 E. 2.2 je m.w.H; KGer GR ZK1 20 30 v. 18.8.2022 E. 4.2.1). 

2. Abänderung von Unterhaltsbeiträgen

2.1. Kindesunterhalt

Der Kindesunterhalt kann bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse neu fest-
gesetzt oder aufgehoben werden (Art. 134 Abs. 2 i.V.m. Art. 286 Abs. 2 ZGB). 
Gemeint ist in erster Linie eine Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, 
namentlich eine Erhöhung bzw. Verminderung von Einkommen oder Bedarf des 
Unterhaltsschuldners oder -gläubigers (Annette Spycher/Heinz Hausheer, in: 
Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, 
N 09.42 ff.; Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 7. Aufl., Basel 2022, N 13 zu Art. 286 ZGB 
m.w.H.). Erheblich ist eine Veränderung der Verhältnisse, wenn sie die nach 

12 / 90

Art. 285 ZGB massgebenden Parameter der Beitragsbemessung betrifft und im 
Hinblick auf die Berechnung des Unterhaltsbeitrags bezüglich Dauer und Ausmass 
von Gewicht ist (Sabine Aeschlimann, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Schei-
dung, Band I: ZGB, 4. Aufl., Bern 2022, N 5 zu Art. 286 ZGB; Spycher/Hausheer, 
a.a.O., N 09.41). Nicht erforderlich ist die fehlende Voraussehbarkeit der Verände-
rung im Zeitpunkt der ursprünglichen Festlegung der Unterhaltsbeiträge, soweit 
der Veränderung tatsächlich nicht Rechnung getragen worden ist (Aeschlimann, 
a.a.O., N 5 zu Art. 286 ZGB; Fountoulakis, a.a.O., N 11a zu Art. 286 ZGB). Zu 
vergleichen sind die Verhältnisse, wie sie der gegenwärtig gültigen Festlegung der 
Unterhaltsbeiträge zugrunde gelegt und nach Art. 282 ZPO vermerkt worden sind, 
und die Verhältnisse, wie sie heute bestehen (Aeschlimann, a.a.O., N 6 zu 
Art. 286 ZGB m.w.H.). Bejaht das Gericht das Vorliegen der erwähnten Bedingun-
gen, muss es alsdann den Unterhaltsbeitrag neu festsetzen, nachdem es alle für 
dessen Berechnung im vorausgegangenen Urteil berücksichtigten Elemente aktu-
alisiert hat (BGE 137 III 604 E. 4.1, m.w.H. = Pra 2012 Nr. 62; 134 III 337 E. 2.2.2 
= Pra 98 Nr. 5; BGer 5A_378/2021 v. 7.9.2022 E. 3; 5A_190/2020 v. 30.4.2021 
E. 3; KGer GR ZK 1 16 11 v. 29.8.2019 E. 2.2; ZK1 12 74 v. 3.9.2014 E. 4.b.bb; 
zur Anpassung im Einzelnen E. 2.4 sogleich).

2.2. Nachehelicher Unterhalt

2.2.1. Eine nacheheliche Unterhaltsrente kann gestützt auf Art. 129 Abs. 1 ZGB 
bei erheblicher und dauernder Veränderung der Verhältnisse herabgesetzt, aufge-
hoben oder für eine bestimmte Zeit eingestellt werden; eine Verbesserung der 
Verhältnisse der berechtigten Person ist nur dann zu berücksichtigen, wenn im 
Scheidungsurteil eine den gebührenden Unterhalt deckende Rente festgesetzt 
werden konnte. Art. 129 ZGB gilt sowohl für eine gerichtlich festgesetzte als auch 
für eine in einer Konvention vereinbarte Rente, es sei denn, die Parteien haben 
die Abänderbarkeit nach Art. 127 ZGB ausgeschlossen (Andrea Büchler/Zeno Ra-
veane, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl., Bern 
2022, N 3 zu Art. 129 ZGB).

2.2.2. Eine Herabsetzung, Aufhebung oder Sistierung der Unterhaltsrente gemäss 
Art. 129 Abs. 1 ZGB fällt in Betracht, wenn sich die Leistungsfähigkeit des Ver-
pflichteten verschlechtert hat, sei es aufgrund geringeren Einkommens oder auf-
grund höherer finanzieller Belastungen. Nur wenn sich die wirtschaftlichen Ver-
hältnisse des Unterhaltsschuldners nach Festsetzung der Unterhaltsrente erheb-
lich und dauerhaft verändert haben, kommt eine nachträgliche Abänderung in Fra-
ge. Unbedeutende oder bloss vorübergehende Schwankungen der Leistungs-
fähigkeit oder des Bedarfs vermögen eine Abänderung nicht zu rechtfertigen 

13 / 90

(Büchler/Raveane, a.a.O., N 9 zu Art. 129 ZGB). Die Abänderungsklage bezweckt 
keine Revision des Scheidungsurteils, sondern die Anpassung der rechtskräftig 
festgelegten Unterhaltsrente an Veränderungen, die nicht schon im Scheidungsur-
teil zum Voraus berücksichtigt worden sind (BGer 5A_501/2014 v. 15.12.2014 
E. 2.3.1; BGE 131 III 189 E. 2.7.4; 128 III 305 E. 5b). 

2.3 Geburt eines weiteren Kindes

2.3.1. Neue familienrechtliche Verpflichtungen, die sich aus der Geburt weiterer 
Kinder nach der Scheidung ergeben, können Grund für die nachträgliche Abände-
rung der ursprünglich zugesprochenen Unterhaltsbeiträge sein (BGer 5A_35/2018 
v. 31.5.2018 E. 3.1). In der Regel ist mit der Geburt weiterer Kinder nämlich eine 
Zunahme der Belastung des Unterhaltsverpflichteten verbunden. Dies gilt sowohl 
mit Blick auf den Kindesunterhalt (BGE 137 III 604 E. 4.2; BGer 5A_762/2020 v. 
9.2.2021 E. 5; 5A_384/2007 v. 3.10.2007 E. 2; Aeschlimann, a.a.O., N 8 zu 
Art. 286 ZGB; Fountoulakis, a.a.O., N 14 zu Art. 286 ZGB) wie auch für den nach-
ehelichen Unterhalt (BGer 5A_95/2012 v. 28.3.2012 E. 3.4; Urs Gloor/Annette 
Spycher, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 11a zu 
Art. 129 ZGB m.w.H.; Büchler/Raveane, a.a.O., N 12 und 26 zu Art. 129 ZGB).

2.3.2. Vorliegend gehen die Parteien denn auch übereinstimmend davon aus, 
dass durch die Geburt von G._____ ein Abänderungsgrund gegeben und die im 
Scheidungsurteil festgelegten Unterhaltsbeiträge an die veränderten Verhältnisse 
anzupassen sind, in Bezug auf die konkret vorzunehmende Anpassung sind sie 
sich jedoch uneinig.

2.4. Anpassung an die veränderten Verhältnisse

2.4.1. Sind die Voraussetzungen für eine Abänderung der Unterhaltsbeiträge ge-
geben, sind diese an die veränderten Verhältnisse anzupassen, ohne dass eine 
vollständige Neufestsetzung zu erfolgen hat. Das Gericht hat den Unterhaltsbei-
trag in pflichtgemässer Ausübung seines Ermessens anzupassen, wobei auch die 
übrigen Berechnungselemente, die dem abzuändernden Entscheid zugrunde la-
gen, auf den neuesten Stand zu bringen sind. 

2.4.2. Die Aktualisierung der übrigen Berechnungselemente setzt nicht voraus, 
dass die Anpassungen, die das Gericht in den anderen Positionen vornimmt, 
ebenfalls den Tatbestand der (erheblichen) Veränderung der Verhältnisse erfüllen. 
Die beschriebene Regel, die das Bundesgericht in seiner Praxis betreffend die 

14 / 90

Abänderung des nachehelichen Unterhalts entwickelt hat (BGE 138 III 289 
E. 11.1.1 = Pra 2012 Nr. 119), gilt auch für die Abänderung des Kindesunterhalts 
(BGer 5A_874/2019 v. 22.6.2020 E. 3.2 m.w.H.). Berechnungselemente, die sich 
nicht geändert haben oder aufgrund vergleichsweiser Regelung keiner Änderung 
zugänglich sind, sind demgegenüber zu übernehmen. Denn das Abänderungsver-
fahren bezweckt wie gesehen nicht, das erste Urteil zu korrigieren, sondern es an 
veränderte Umstände anzupassen (BGer 5A_1018/2015 v. 8.7.2016 E. 4). In die-
sem Sinne ist das Gericht im Abänderungsverfahren an die Wertungen des frühe-
ren Entscheides gebunden (zu alledem KGer GR ZK1 20 30 v. 18.8.2022 E. 5.3; 
ZK1 16 62 v. 2.12.2022 E. 4.2). Darauf wird im Folgenden zurückzukommen sein.

3. Betreuungsunterhalt für G._____

3.1. Parteistandpunkte

3.1.1. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz habe bei G._____ zu Unrecht 
lediglich seinen Barunterhalt berücksichtigt und ihm – im Gegensatz zu den älte-
ren Kindern aus erster Ehe – keinen Betreuungsunterhalt zugestanden. Damit ha-
be die Vorinstanz das Recht falsch angewendet (act. A.1, Rz. 9 ff.).

3.1.2. Zur Frage, ob G._____ ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt zustehe, er-
wog die Vorinstanz, dass sich die Berufungsbeklagte während des Zusammenle-
bens mit dem Berufungskläger der Kinderbetreuung gewidmet habe und vor dem 
Hintergrund des Vertrauensprinzips in dieser Rollenteilung, vorbehältlich der defi-
nierten Altersgrenzen der Kinder, zu schützen sei. Es gelte gewissermassen eine 
Umkehr des Vertrauens- und Kontinuitätsprinzips. Bezüglich des nachehelichen 
nicht gemeinsamen Kindes bestehe gerade keine frei vereinbarte Aufgabenteilung 
wie zwischen den (früheren) Ehegatten, welche Vertrauensschutz geniessen 
könnte. Sodann sei bereits aufgrund des Zusammenlebens der Eltern der An-
spruch auf Betreuungsunterhalt von G._____ fraglich. Gestützt auf das Kontinu-
itätsprinzip könne die neue Lebenspartnerin keinen Betreuungsunterhalt für 
G._____ ableiten. Sodann hätten der Berufungskläger und seine Lebenspartnerin 
keine klassische Rollenverteilung gewählt. Die Lebenspartnerin sei bereits vor der 
Geburt von G._____ einer Erwerbstätigkeit als Physiotherapeutin nachgegangen. 
Nach der Geburt im Januar 2018 sei sie kurze Zeit nicht erwerbstätig gewesen, 
habe allerdings im Februar 2019 wieder eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und 
ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von CHF 1'350.00 erzielt. Vor 
dem Umzug in den Kanton K._____ im Juli 2019 habe sie diese aufgegeben mit 
der Begründung, dort eine Weiterbildung zu beginnen. Diese stehe offenkundig in 
Zusammenhang mit der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit. Aufgrund des 

15 / 90

von seinen Eltern gewählten Rollenmodells sei für G._____ kein Betreuungsunter-
halt anzurechnen. Bei der vorliegenden Konstellation erscheine es angemessen 
und zumutbar, dass die Mutter von G._____ ihren Lebensunterhalt durch Eige-
nerwerb finanziere. Ferner bestehe im Kanton K._____ die Möglichkeit, bereits ab 
dem dritten Lebensjahr freiwillig den Kindergarten zu besuchen (vgl. act. B.2, 
E. 5.4.2).

3.1.3. Der Berufungskläger stösst sich daran, dass sich die Vorinstanz im konkret 
zu beurteilenden Fall auf das Urteil des Bundesgerichts 5A_98/2016 v. 25.6.2018 
stützte und verweist seinerseits auf BGer 5A_384/2018 v. 21.9.2018 E. 4.7.5, wo 
das Bundesgericht festgehalten habe, dass aufgrund dieses Entscheides nicht im 
Sinne einer generellen Richtlinie für den Betreuungsunterhalt verallgemeinert wer-
den könne, dass der Mutter nach Vollendung des ersten Lebensjahres des unter 
ihrer Obhut stehenden Kindes eine Erwerbstätigkeit wieder zumutbar sei. Diese 
Regelung sei vielmehr auf den Fall zugeschnitten, in denen (finanzielle und be-
treuerische) Unterhaltssprüche von Kindern aus mehreren Beziehungen in Kon-
kurrenz zueinanderstehen würden, so dass ein gerechter Ausgleich zu finden und 
kein Kind über Gebühr zu vernachlässigen sei. Vorliegend gehe es jedoch um die 
Konkurrenz zwischen dem Betreuungsunterhalt von G._____ und einem allfälligen 
nachehelichen Unterhalt der Berufungsbeklagten, da sämtliche Bar- und Betreu-
ungsunterhalte der unmündigen Kinder gedeckt werden könnten. Zudem herrsch-
ten keine derart knappen finanziellen Verhältnisse wie bei dem von der Vorinstanz 
herangezogenen Bundesgerichtsentscheid. Indem die Vorinstanz das Kontinu-
itätsprinzip und damit den nachehelichen Unterhalt über den Anspruch des un-
mündigen G._____ auf Betreuungsunterhalt gestellt habe, verletzte es die von der 
Rechtsprechung aufgestellten Grundsätze zur Reihenfolge der Deckung der Un-
terhaltsansprüche und den Grundsatz der Gleichbehandlung aller unmündigen 
Kinder. In Bezug auf das Betreuungsmodell von G._____ hätten seine Eltern ver-
einbart, dass er von der Mutter Vollzeit betreut werden solle. Für die Bestimmung 
des Anspruchs auf Betreuungsunterhalt sei auf das Schulstufenmodell abzustellen 
(BGer 5A_384/2018 E. 4.7.5). Die Vorinstanz habe G._____ entgegen der von ihr 
zitierten Rechtsprechung nicht einmal im ersten Lebensjahr eine persönliche Be-
treuung durch die Mutter zugestanden und ihr rückwirkend ab Juli 2018 ein hypo-
thetisches Einkommen angerechnet, was jeglicher Grundlage entbehre. Da der 
Vater in einem 100% Pensum arbeite und die Mutter G._____ betreue, sei er für 
die Finanzierung des Unterhalts des Sohnes zuständig; daran ändere ein Zusam-
menleben der Eltern nichts. Zum Zeitpunkt der Geburt von G._____ sei der Mutter 
aufgrund des Alters von H._____ (Jahrgang ____) ein 50% Pensum zumutbar 
gewesen, womit sie gegenüber dem Vater von H._____ keinen Anspruch auf Be-

16 / 90

treuungsunterhalt habe und dieser allein vom Vater von G._____ zu tragen sei 
(act. A.1, Rz. 9-21).

3.1.4. Die Berufungsbeklagte macht geltend, dass während der Erwerbszeit oder 
Weiterbildung der Mutter keine Betreuungskosten für G._____ nachgewiesen sei-
en, so dass davon auszugehen sei, der Vater habe die Betreuung währenddessen 
wahrgenommen. Vorliegend gehe es um die Monate Juli 2018 bis Januar 2019, in 
denen die Lebenspartnerin keinem Erwerb nachgegangen sei, obwohl dies mit der 
Betreuungshilfe des Berufungsklägers möglich gewesen wäre. Eine Erwerbstätig-
keit bis zu 30% hätte sie nach Ablauf des Mutterschutzes ab Juli 2018 ohne Wei-
teres ausüben können. Das ab 1. Februar 2019 realisierte Einkommen von rund 
CHF 1'340.00 sei wegen einer Weiterbildung ab Juni 2019 freiwillig aufgegeben 
worden, weshalb ein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei. Die Argumen-
tation des Berufungsklägers, wonach G._____ mit der Abwesenheit der Mutter 
nicht zurechtgekommen sei, sei widersprüchlich und eine reine Schutzbehaup-
tung. Bereits in der Klagebegründung vom März 2019 sei ausgeführt worden, dass 
G._____ unter der Abwesenheit der Mutter leide, sie ihre Tätigkeit aber dennoch 
bis im Mai 2019 fortgeführt habe. Danach habe sie eine Weiterbildung im K._____ 
aufgenommen, während welcher sie wiederum abwesend gewesen sei. Der Be-
darf der Lebenspartnerin belaufe sich auf einen Betrag von CHF 1'803.00, wobei 
die Hälfte durch den Vater der ersten Tochter zu decken sei (act. A.2, Ziff. IV.2).

3.2. Grundsätze der Unterhaltsfestlegung

3.2.1. Die auf den 1. Januar 2017 in Kraft getretene Revision der Bestimmungen 
zum Kindesunterhalt bezweckte im Kern die Einführung eines zivilstandsunabhän-
gigen Betreuungsunterhalts, mit welchem die bestmögliche Betreuung des Kindes 
gewährleistet werden soll. Mit dem Betreuungsunterhalt werden die (indirekten) 
Kosten abgegolten, welche einem Elternteil dadurch entstehen, dass er aufgrund 
einer persönlichen Betreuung des Kindes davon abgehalten wird, durch Arbeits-
erwerb für seinen Lebensunterhalt aufzukommen (BGE 144 III 481 E. 4.3 m.H. auf 
die Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Kindes-
unterhalt] vom 29. November 2013, BBI 2014 529 ff. [zit. Botschaft Kindesunter-
halt], S. 530, 552 und 554). Der Betreuungsunterhalt ist nicht als Entschädigung 
für die Betreuung an sich, sondern als Entschädigung für den betreuungsbeding-
ten Erwerbsausfall konzipiert und gleicht das infolge der durch die Kinderbetreu-
ung eingeschränkten Erwerbsfähigkeit entstehende Manko aus (vgl. BGer 
5A_378/2021 v. 7.9.2022 E. 8.4; KGer GR ZK1 21 119 v. 6.5.2022 E. 6.3).

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3.2.2. Der Unterhalt eines Kindes wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung 
geleistet. Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, 
für den gebührenden Unterhalt des Kindes (Art. 276 ZGB). Der Begriff des ge-
bührenden Unterhalts bezieht sich zunächst auf den Barunterhalt und soll zum 
Ausdruck bringen, dass durch die Geldleistungen der Eltern nicht nur der unmittel-
bare Lebensunterhalt des Kindes, sondern auch spezifische Bedürfnisse eines 
jeden Kindes wie beispielsweise sportliche, künstlerische oder kulturelle Tätigkei-
ten abzudecken sind. Zum gebührenden Unterhalt gehört aber auch der Betreu-
ungsunterhalt, mit welchem die zur erforderlichen persönlichen Betreuung eines 
Kindes notwendige physische Präsenz des betreffenden Elternteils sichergestellt 
werden soll (BGE 147 III 265 E. 5.3 m.w.H.; Botschaft Kindesunterhalt, S. 573, 
554). Entscheidende Faktoren für die Bestimmung des gebührenden Unterhalts 
des Kindes sind neben seinen Bedürfnissen die Lebensstellung und Leistungs-
fähigkeit der Eltern (vgl. Art. 285 Abs. 1 und 2 ZGB; BGE 147 III 265 E. 5.4). Die 
Grundsätze zur Bemessung des elterlichen Unterhaltsbeitrages sind in Art. 285 
Abs. 1 ZGB geregelt. Nach der Rechtsprechung ergibt sich aus dieser Vorschrift, 
dass alle unterhaltsberechtigten Kinder eines Elternteils im Verhältnis zu ihren ob-
jektiven Bedürfnissen finanziell gleich zu behandeln sind. Soweit das massgebli-
che Einkommen des Unterhaltsschuldners sein ermitteltes eigenes Existenzmini-
mum übersteigt, ist dieser Überschuss zunächst unter allen unterhaltsberechtigten 
Kinder nach Massgabe ihrer jeweiligen Bedürfnisse und der Leistungsfähigkeit des 
anderen Elternteils zu verteilen; gegebenenfalls muss der Schuldner zu diesem 
Zweck auch auf Abänderung früherer Urteile klagen, die zu hohe Beiträge festset-
zen. Reicht der allfällige Überschuss des unterhaltspflichtigen Elternteils nicht aus, 
um die Bedürfnisse all seiner Kinder zu decken, so ist das Manko auf alle Kinder 
und somit auf alle betroffenen Familien zu verteilen. Die erläuterten Grundsätze 
gelten insbesondere für das aussereheliche Kind, das unterhaltsmässig gleichge-
stellt werden will, wie seine älteren Halbgeschwister aus einer anderen Verbin-
dung seines Vaters. Die Gleichrangigkeit der Unterhaltsansprüche der unmündi-
gen Kinder gilt nicht in einem absoluten Sinn, vielmehr sind die Kinder im Verhält-
nis zu ihren objektiven Bedürfnissen gleich zu behandeln, nicht nur hinsichtlich der 
Bemessung des Unterhaltsbeitrages in Geld nach Art. 285 ZGB, sondern auch im 
Verhältnis zwischen Natural- und Geldleistung; eine ungleiche Verteilung von Na-
tural- und Geldunterhalt, gemessen an den objektiven Bedürfnissen der Kinder ist 
mithin nicht ausgeschlossen, bedarf aber einer besonderen Rechtfertigung 
(BGE 137 III 59 E. 4.2.1 und 4.2.3 f.; 127 III 68 E. 2.c; BGer 5A_98/2016 v. 
25.6.2018 E. 3.4; 5A_352/2010 v. 29.10.2010 E. 6.2.1).

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3.2.3. Bei Heirat einer unterhaltspflichtigen Person trifft den neuen Ehepartner 
eine eheliche Treue- und Beistandspflicht gemäss Art. 159 Abs. 3 ZGB. Im Rah-
men der eigenen Leistungsfähigkeit hat der neue Ehepartner dem Unterhalts-
pflichtigen bei der Erfüllung der bisherigen Unterhaltsbeiträge gegenüber voreheli-
chen Kindern nach Art. 278 Abs. 2 ZGB beizustehen. Aufgrund der Heirat in 
Kenntnis der Unterhaltsverpflichtung kann der Ehepartner nicht mit hohen eheli-
chen Unterstützungsleistungen rechnen, sondern hat sich primär selber zu versor-
gen und unter Umständen eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder auszudehnen, 
um allenfalls einen höheren Beitrag an die steigenden Unterhaltsverpflichtungen 
zu leisten, soweit dies vor dem Hintergrund der Unterhaltspflicht des Partners 
notwendig ist (Aeschlimann, a.a.O., N 8 zu Art. 286 ZGB; Fountoulakis, a.a.O., 
N 14 zu Art. 286 ZGB; vgl. auch Büchler/Raveane, a.a.O., N 12 zu Art. 129 ZGB). 
Die Fragen, inwieweit die tatsächliche Unterstützung berücksichtigt wird und in-
wieweit eine Unterstützungspflicht besteht, sind indessen für einen Ehegatten und 
einen Konkubinatspartner nicht in jeder Hinsicht gleich zu beantworten. So unter-
steht der Ehegatte anders als der Konkubinatspartner wie dargelegt der gesetzli-
chen (subsidiären) Pflicht, seinen Ehepartner zu entlasten, sodass dieser die Un-
terhaltspflicht gegenüber vorehelichen Kindern besser erfüllen kann (stiefelterliche 
Beistandspflicht nach Art. 278 Abs. 2 ZGB). Dieser Pflicht untersteht der Konkubi-
natspartner zwar nicht, in gewissem Masse wird jedoch auch der Beistand eines 
Konkubinatspartners zu berücksichtigen sein, namentlich, wenn dieser ein Kind 
mit einer Partei hat und insofern aufgrund des Gleichbehandlungsgebots von 
(Halb-)Geschwistern in die Beurteilung einzubeziehen ist. So kann die von einem 
Konkubinatspartner tatsächlich erbrachte finanzielle Unterstützung bei der Beurtei-
lung des Bedarfs bzw. der Leistungsfähigkeit eines gegenüber den Kindern aus 
einer früheren Beziehung unterhaltspflichtigen Elternteils Berücksichtigung finden, 
auch wenn darauf kein Rechtsanspruch besteht. Erst recht muss dies gelten, 
wenn aufgrund der Umstände von einer gefestigten und voraussichtlich auf Dauer 
angelegten Lebensgemeinschaft auszugehen ist, welche dem betreffenden Eltern-
teil ähnliche Vorteile bietet wie eine Ehe (vgl. für den ehelichen Unterhalt 
BGE 138 III 97 E. 2.3). 

3.3. Judikatur zum Betreuungsunterhalt in Patchworkfamilien

3.3.1. Die Vorinstanz stütze sich bei ihrer Beurteilung namentlich auf den Ent-
scheid des Bundesgerichts 5A_98/2016, wonach kein absoluter Anspruch auf Ei-
genbetreuung bestehe, und der betreffende Elternteil zur Erfüllung der Unterhalts-
pflicht gegenüber Kindern aus einer früheren Beziehung angehalten worden sei, 
einer Erwerbsarbeit nachzugehen, sobald das persönlich betreute Kind aus der 

19 / 90

neuen Beziehung ein Jahr alt ist. Bestehe die Leistungspflicht gegenüber einem 
Teil der Kinder aufgrund der fehlenden Obhut in Geldzahlung, bedeute dies, dass 
die Aufnahme oder Ausdehnung der Fremdbetreuung für das andere Kind zu prü-
fen sei, damit nach Möglichkeit die grundsätzlich gleichgeordneten Obligationen 
gegenüber allen Kindern erfüllt werden könnten (dazu im Einzelnen BGer 
5A_98/2016 v. 25.6.2018 E. 3.5). Die unterhaltspflichtige Mutter kann sich bei der 
Geburt eines Kindes aus einer neuen Beziehung gegenüber den älteren Kindern, 
welche unter der Obhut des Vaters stehen, demnach nicht auf die Schulstufenre-
gel berufen (inzwischen bestätigt im Urteil BGer 5A_549/2019 v. 18.3.2021 E. 3.4 
mit Verweis auf 5A_98/2016 v. 25.6.2018 E. 3.5). 

3.3.2. In BGE 144 III 481 präzisierte das Bundesgericht, dass nicht im Sinne einer 
generellen Richtlinie für den Betreuungsunterhalt verallgemeinert werden könne, 
dass der Mutter nach Vollendung des ersten Lebensjahres des unter ihrer Obhut 
stehenden Kindes (wieder) eine Erwerbstätigkeit zumutbar sei. Dies sei vielmehr 
zugeschnitten auf den Fall, dass die (finanziellen und betreuerischen) Unterhalts-
ansprüche von Kindern aus verschiedenen Beziehungen in Konkurrenz stehen 
würden, so dass ein gerechter Ausgleich zu finden und kein Kind über Gebühr zu 
vernachlässigen sei (BGE 144 III 481 E. 4.7.5). 

BGE 148 III 353 lag (vereinfacht) die Konstellation zugrunde, in welcher die Toch-
ter von nicht miteinander verheirateten Eltern nach der Trennung bei der Mutter 
lebte, welche in der Folge heiratete und mit ihrem Ehemann ein weiteres Kind hat-
te. Hierzu erwog das Bundesgericht, die den neuen Ehemann gestützt auf Art. 163 
ZGB treffende eheliche Unterhaltspflicht und der Anspruch des Kindes aus einer 
vorehelichen Beziehung auf Betreuungsunterhalt würden gewissermassen in Kon-
kurrenz zueinanderstehen. Mit anderen Worten stelle sich also die Frage nach 
dem Verhältnis zwischen der Unterhalts- bzw. Beistandspflicht des Ehemannes 
(und zugleich Stiefvaters) und der Unterhaltspflicht des Kindsvaters. Die Ehegat-
ten hätten sich darauf verständigt, dass der Ehemann seinen Beitrag (hauptsäch-
lich) durch Geldzahlungen erbringe und die Ehefrau (hauptsächlich) den Haushalt 
besorge und das gemeinsame Kind betreue. Damit seien die Lebenshaltungskos-
ten der Mutter gedeckt; sie habe kein Manko, das über das Institut des Betreu-
ungsunterhalts auszugleichen wäre (BGE 148 III 353 E. 7.3.2). Mit Eheschluss 
habe die eherechtliche Unterstützungspflicht des Partners gemäss Art. 163 ZGB 
eingesetzt, womit der Anspruch auf Betreuungsunterhalt der vorehelichen Tochter 
der Mutter entfalle. Bis zum Eheschluss hingegen sei keine gesetzliche Grundlage 
auszumachen, gestützt auf welcher die Leistungen des Lebenspartners der Mutter 
angerechnet werden müssten und den Unterhaltsschuldner im entsprechenden 

20 / 90

Umfang entlasten könnten. Daher habe die voreheliche Tochter dem Grundsatz 
nach Anspruch auf Betreuungsunterhalt bis zu diesem Zeitpunkt (BGE 148 III 353 
E. 7.3.2 f.). Folglich entlastet die Eheschliessung also den Vater von der Pflicht zur 
Bezahlung von Betreuungsunterhalt, die eheliche Unterhaltspflicht wird als vorran-
gig zum Anspruch auf Kindesunterhalt betrachtet (krit. zum Ganzen Regina 
E. Aebi-Müller, Die privatrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahr 
2022, Familienrecht, Eherecht [Eheschutz und Ehescheidung; insbes. Unterhalts-
recht] und Kindesrecht, in: ZBJV 159/2023, S. 451). 

In BGer 5A_347/2019 hatte sich das Bundesgericht mit dem Fall auseinanderzu-
setzen, in welchem der Vater auch für seinen jüngsten ausserehelichen Sohn in 
Gleichbehandlung mit seinen beiden ersten ehelichen Kindern einen Betreuungs-
unterhalt berücksichtigt und das Schulstufenmodell angewendet sehen wollte. Das 
Bundesgericht bejahte im Grundsatz einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt 
bzw. erwog, die Vorinstanz hätte aufgrund des Wohnsitzwechsels von den Philip-
pinen nach Deutschland ermitteln müssen, nach welchem Recht sich der Unter-
haltsanspruch des Sohnes gegenüber seinem Vater beurteile und ob sich der An-
spruch des Sohnes auf Betreuungsunterhalt verändert habe oder erst entstanden 
sei. Ferner hielt es fest, dass die neue Rechtsprechung zum Schulstufenmodell 
(BGE 144 III 481) grundsätzlich sofort und überall anwendbar sei, so dass die Vor-
instanz hätte prüfen müssen, ob die konkreten Verhältnisse eine Abweichung da-
von rechtfertigen würden (vgl. BGer 5A_347/2019 v. 9.4.2020 E. 3.2.4 und 3.3.1).

3.4. Betreuungsunterhalt in concreto

3.4.1. Im Berufungsverfahren ist wie dargelegt umstritten, ob der Berufungskläger 
Betreuungsunterhalt für seinen aus der neuen Beziehung hervorgegangenen 
Sohn G._____ schuldet. Zu beurteilen ist insbesondere, ob G._____ Anspruch auf 
Betreuungsunterhalt hat und ob der Mutter ein hypothetisches Einkommen anzu-
rechnen ist.

3.4.2. Die tatsächlichen Gegebenheiten des vorliegenden Falles sind nicht mit den 
vorstehend geschilderten, von der höchstrichterlichen Rechtsprechung bereits be-
urteilten Fällen gleichzusetzen: In dem von der Vorinstanz angerufenen BGer 
5A_98/2016 war die Mutter gegenüber ihren Kindern aus einer früheren Ehe un-
terhaltspflichtig. Gleichzeitig betreute sie das aus einer neuen Beziehung hervor-
gegangene Kind persönlich. Im Unterschied dazu ist der gegenüber seinen beiden 
Kindern aus der früheren Ehe unterhaltspflichtige Vater und Berufungskläger 
(auch) in der neuen Beziehung voll erwerbstätig. Daher hat er seinen Unterhalt 
gegenüber allen drei Kindern grundsätzlich durch Geldzahlungen zu leisten. 

21 / 90

Nichts daran ändert der Umstand, dass er mit der Mutter von G._____ zusammen-
lebt, zumal er seine Erwerbstätigkeit durch die Geburt des neuen Kindes nicht 
eingeschränkt hat und seinen Unterhalt nicht primär durch persönliche Betreuung 
erbringt. Bereits daraus ergibt sich, dass sämtliche Kinder grundsätzlich densel-
ben Anspruch auf Unterhalt in Form von Geldleistung (Bar- und Betreuungsunter-
halt) haben. Auch leuchtet entgegen den Ausführungen der Vorinstanz nicht ein, 
dass der Anspruch auf Betreuungsunterhalt zufolge des Zusammenlebens der 
Eltern a priori fraglich ist (dazu KGer GR ZK1 19 175/176 v. 13.4/11.10.2021 
E. 11.3.1 und 11.3.2; ZK1 16 190 v. 16.2.2017 E. 3a/bb; zur Definition des Betreu-
ungsunterhalts vgl. auch PKG 2020 Nr. 2 E. 4.2.2).

3.4.3. Da die Eltern von G._____ nicht verheiratet sind, ist Art. 278 Abs. 2 ZGB, 
wonach jeder Ehegatte dem andern in der Erfüllung der Unterhaltspflicht gegenü-
ber vorehelichen Kindern in angemessener Weise beizustehen hat, vorliegend 
nicht einschlägig. Die Beistandspflicht für voreheliche Kinder wäre zudem in drei-
facher Hinsicht beschränkt: Erstens ist sie subsidiär zur elterlichen Unterhalts-
pflicht gegenüber den eigenen leiblichen Kindern. Zweitens kommt die Beistands-
pflicht des Ehegatten nur zum Zug, wenn der leibliche Elternteil keinen ausrei-
chenden Kindesunterhalt leisten kann und der Ehepartner nach Deckung seines 
Existenzminimums und desjenigen eigener Kinder noch über Leistungssubstrat 
verfügt und drittens kann die Beistandspflicht nicht dazu führen, dass der Unter-
haltsbeitrag höher ausfällt, als wenn der Unterhaltspflichtige nicht mit dem Bei-
standspflichtigen verheiratet wäre (Fountoulakis, a.a.O., N 8 zu Art. 278 ZGB; vgl. 
zur Beistandspflicht gegenüber vorehelichen Kindern vgl. auch BGer 5A_352/2010 
v. 29.10.2010 E. 6.2.2 m.w.H.). Die Mutter von G._____ als (blosse) Lebenspart-
nerin des Berufungsklägers trifft wie ausgeführt keine eigentliche Unterstützungs-
pflicht, doch ihre finanzielle Unterstützung ist bei der Beurteilung des Bedarfs bzw. 
der Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers miteinzubeziehen (vgl. vorstehend E. 
3.2.3). 

3.4.4. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid dafür, die finanzielle Leis-
tungskraft des gegenüber seinen ehelichen Kindern unterhaltspflichtigen Klägers 
könne mit der Nichtanrechnung eines Betreuungsunterhaltes für G._____ nicht nur 
gerecht auf alle drei Kinder aufgeteilt werden, sondern es würden damit auch die 
berechtigten, auf dem Kontinuitäts- und Vertrauensprinzip basierenden Ansprüche 
der Berufungsbeklagten und der beiden ehelichen Kinder hinsichtlich der Betreu-
ung gewahrt, ohne dass eine Benachteiligung von G._____ entstehe, welcher, 
sowohl durch seine Mutter wie auch durch seinen Vater und gegebenenfalls durch 
Drittpersonen betreut werden könne (act. B.2, E. 5.4.2). Allerdings lässt die Vorin-

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stanz hierbei ausser Acht, dass minderjährige Kinder aus verschiedenen Bezie-
hungen einen Anspruch auf Gleichbehandlung haben (vgl. Fabia Nyffeler, Zum 
Rangverhältnis zwischen den Unterhaltsgläubigern, in: Jusletter v. 25.11.2019 
S. 5; BGE 144 III 502 E. 6.7 und BGer 5A_568/2021 v. 25.3.2022 E. 4.3.1 zur 
Gleichstellung von ehelichen und nicht ehelichen Kindern; vgl. auch vorstehend 
E. 3.2.2). Aus diesem Grund darf die Unterhaltspflicht gegenüber dem jüngeren 
Kind aus der neuen Beziehung grundsätzlich nicht hinter derjenigen für die Kinder 
aus der Ehe zurücktreten. Wie gesehen hat der Berufungskläger seine Erwerbs-
tätigkeit aufgrund der Geburt des dritten Kindes nicht etwa eingeschränkt. Für alle 
seine Kinder erbringt er grundsätzlich einen pekuniären Unterhaltsbeitrag. Wenn 
der Anspruch von G._____ auf Betreuungsunterhalt verneint wird, ist seine Mutter 
zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten gezwungen, ein höheres Arbeitspensum 
wahrzunehmen, als jenes, welches ihr als betreuender Elternteil gemäss Schulstu-
fenmodell zuzumuten wäre. Gleichsam reduziert sich der Unterhaltsanspruch von 
G._____ dadurch insgesamt.  Genau genommen unterstützt die Lebenspartnerin 
auf diese Weise den Berufungskläger in der Erfüllung seiner gegenüber den bei-
den älteren Kindern und der Berufungsbeklagten bestehenden Unterhaltspflichten. 
Damit wird der neuen Partnerin indirekt und zu Unrecht eine (lediglich eherechtlich 
begründbare) zu weit führende Beistandspflicht auferlegt. Hinzu kommt, dass die 
Kinder verheirateter und unverheirateter Eltern auch in Bezug auf die Möglichkeit 
der persönlichen Betreuung durch die Eltern gleich zu behandeln sind 
(BGE 144 III 377 E. 7.1.2.2; BGer 5A_503/2020 v. 16.12.2020 E. 6). Es ist nicht 
einzusehen, weshalb G._____ – im Unterschied zu seinen älteren Halbgeschwis-
tern – in seinen ersten Lebensjahren keinen bzw. nur einen teilweisen Anspruch 
auf persönliche Betreuung durch seine Mutter haben soll. Anders als in dem von 
der Vor-instanz zitierten Bundesgerichtsentscheid 5A_98/2016 ist es vorliegend 
wie erwähnt nicht die Mutter, welche ihr jüngstes Kind persönlich betreuen will und 
eigene (Geld-)Unterhaltspflichten gegenüber Kindern aus einer früheren Bezie-
hung hat. Aus Sicht der Mutter von G._____ handelt es sich mithin um Unterhalts-
ansprüche von Dritten, welche sie nicht direkt tangieren. Nebst alledem handelt es 
sich beim Betreuungsunterhalt um einen Anspruch des Kindes (BGE 144 III 353 
E. 4.3), welcher ihm entgegen dem vorinstanzlichen Entscheid nicht mit der Be-
gründung einer vorgeburtlichen Selbstversorgungskapazität der Kindsmutter ver-
sagt werden kann. Ebenso wenig lässt sich der Anspruch mit der Begründung ei-
ner vorübergehenden Erwerbstätigkeit der Mutter nach der Geburt und einer nicht 
mehr frei wählbaren Aufgabenteilung verneinen.

23 / 90

3.5. Fazit

Im Ergebnis ist für G._____ somit ein Betreuungsunterhalt zu berücksichtigen und 
seiner Mutter kein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Dies gilt bis zu dem 
Zeitpunkt, in welchem G._____ in den Kindergarten eintreten kann. Im Kanton 
K._____ kann ein Kind bereits ab dem dritten Lebensjahr den Kindergarten besu-
chen (vgl. 
_________________________________________________________________
__ Bis dahin ist auf das tatsächlich erzielte Einkommen der Mutter abzustellen. Ab 
September 2021 ist ihr sodann die Aufnahme eines Arbeitspensums im Umfang 
von 50% zuzumuten. Mit anderen Worten ist es im vorliegenden Fall nicht ange-
zeigt von der Schulstufenregel in dem Sinne abzuweichen, dass der Kindsmutter 
bereits ab der Geburt ein (hypothetisches) Erwerbseinkommen anzurechnen wäre.

3.6. Aufteilung des Betreuungsunterhalts bei mehreren Kindern

3.6.1. Bei mehreren betreuungsbedürftigen Kindern fällt der Betreuungsunterhalt 
nur einmal an, da es die Erwerbseinbusse des Betreuenden nur einmal auszuglei-
chen gilt (Fountoulakis, a.a.O., N 54 zu Art. 285 ZGB; vgl. auch KGer 
GR ZK1 19 175/176 v. 13.4/11.10.2021 E. 6.3.2). Er ist daher unter den Kindern 
aufzuteilen, wobei die Aufteilung entweder nach Köpfen (Annette Spycher, Be-
treuungsunterhalt, in: FamPra 1/2017, S. 221 f.) oder anhand des konkreten Be-
treuungsbedarfs vorgenommen werden kann (vgl. KGer GR ZK1 19 175/176 v. 
13.4/11.10.2021 E. 11.3.1; KGer SG FO.2018.14 v. 5.2.2020 E. 9; Jonas 
Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 
4. Aufl., Bern 2022, N 117 ff. zu Art. 285 ZGB; Alexandra Jungo/Regina E. Aebi-
Müller/Jonas Schweighauser, Der Betreuungsunterhalt, in: FamPra 1/2017, 
S. 193). Schulden mehrere Elternteile Betreuungsunterhalt, was dann der Fall ist, 
wenn der mit dem Kind im gleichen Haushalt lebende Elternteil später mit einem 
neuen Partner ein weiteres Kind bekommt, ist der Betreuungsunterhalt anteils-
mässig auch vom neuen Partner zu tragen (Philipp Maier/Katharina Niederber-
ger/Sara Hampel, Die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen bei Patchworkfamilien, 
in: AJP 2019, S. 884; vgl. auch PKG 2020 Nr. 2 E. 4.2.2). Bei der Aufteilung des 
Betreuungsunterhalts in einer Patchworkkonstellation, d.h. bei Kindern unter-
schiedlichen Alters aus unterschiedlichen Beziehungen, kommt dem Gericht ein 
Ermessen zu (vgl. zu den verschiedenen in der Lehre besprochenen Optionen 
Annette Spycher/Jonas Schweighauser, in: FamPra 3/2022 S. 758 ff.).

3.6.2. Die Tochter der Lebenspartnerin des Berufungsklägers, H._____, war bei 
der Geburt von G._____ knapp acht Jahre alt, so dass die Mutter gemäss Schul-

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stufenmodell einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50% nachgehen konnte.  Mit 
einem Pensum von 50% ist die Lebenspartnerin des Berufungsklägers in der La-
ge, ihren eigenen Bedarf zu decken (vgl. dazu nachfolgend E. 6.5.5). Daher be-
steht gegenüber dem Vater von H._____ kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt. 
Den Grund für die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit und des betreuungsbe-
dingten Mankos der Mutter ist somit allein auf G._____ zurückzuführen. Eine Auf-
teilung des Betreuungsunterhalts erscheint unter diesen Umständen nicht ange-
bracht. Vielmehr ist dieser alleine vom Berufungskläger zu tragen (vgl. auch BGer 
5A_378/2021 v. 7.9.2022 E. 8.4 m.w.V.). Da die Mutter ihre Lebenshaltungskosten 
ab dem Eintritt von G._____ in den Kindergarten selber decken kann, ist ab die-
sem Zeitpunkt kein Betreuungsunterhalt mehr geschuldet.

4. Abänderung des nachehelichen Unterhalts

4.1. Parteistandpunkte

4.1.1. Der Berufungskläger weist darauf hin, dass nachehelicher Unterhalt im 
Rahmen eines Abänderungsentscheids gestützt auf Art. 129 Abs. 1 ZGB lediglich 
herabgesetzt, aufgehoben oder sistiert werden könne. Eine Erhöhung sei hinge-
gen nur innert fünf Jahren bei einem entsprechenden Vermerk im Urteil, dass kei-
ne zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt 
werden konnte, möglich (Abs. 3). Das sei vorliegend nicht der Fall, weshalb ledig-
lich eine Herabsetzung des nachehelichen Unterhalts möglich sei. In Verletzung 
der erwähnten Bestimmung habe die Vorinstanz den nachehelichen Unterhalt in 
den Phasen 2, 3, 4 und 6 erhöht. Gemäss Ziffer 5b des Scheidungsurteils wäre 
von November 2018 bis November 2024 ein nachehelicher Unterhalt von 
CHF 850.80 zu bezahlen gewesen, der zugesprochene Unterhalt in den erwähn-
ten Phasen sei jedoch höher ausgefallen. Des Weiteren habe die Vorinstanz in 
Verletzung der Dispositionsmaxime von Juli 2018 bis Dezember 2020 einen höhe-
ren Unterhalt zugesprochen, als dies die Beklagte beantragt habe. Der nacheheli-
che Unterhalt sei antragsgemäss für die Zeit von Juli 2018 bis Dezember 2019 auf 
monatlich CHF 338.00 festzulegen (act. A.1, Rz.  23-25).

4.1.2. Die Berufungsbeklagte hält dies für unzutreffend. Der nacheheliche Unter-
halt habe bei Klageeinleitung CHF 1'633.00 monatlich betragen und das Hauptbe-
gehren habe auf Abweisung der Klage gelautet, womit bei einem zugesprochenen 
abgestuften Unterhalt bis CHF 1'344.00 weder eine Erhöhung des nachehelichen 
Unterhalts stattgefunden habe noch die Dispositionsmaxime verletzt sei (act. A.2, 
Ziff. IV.3).

25 / 90

4.2. Nachehelicher Unterhalt gemäss Scheidungsurteil

4.2.1. Beide Parteien gehen von einem unzutreffenden Unterhaltsbetrag aus. Mit 
Scheidungsurteil vom 18. Februar 2013 wurde der Berufungskläger verpflichtet, an 
die Berufungsbeklagte eine monatliche Rente in der Höhe von CHF 1'633.00 zu-
züglich Wohnkosten, Steuern, Amortisation und Bausparen zu leisten. Die neben 
dem eigentlichen Unterhaltsbeitrag separat genannten Posten sind ebenfalls dem 
nachehelichen Unterhalt zuzuordnen, da es sich hierbei um Bedarfs- bzw. Ausga-
bepositionen der Berufungsbeklagten handelt. Hinsichtlich der Amortisation und 
des Bausparens entfällt jedoch lediglich der hälftige Betrag auf die Berufungsbe-
klagte, da der Berufungskläger und sie als hälftige Miteigentümer gleichermassen 
davon profitieren. Entsprechend belief sich der monatliche Unterhaltsbeitrag 
gemäss Scheidungsurteil auf CHF 3'422.55 (bestehend aus CHF 1'633.00 zuzüg-
lich CHF 1'100.00 für Hypothek und Nebenosten, CHF 333.30 für Steuern und 
CHF 356.25 für Amortisation und Bausparen). Ab November 2018 reduzierte sich 
die Unterhaltverpflichtung gemäss Urteil auf CHF 2'422.55 (bestehend aus 
CHF 833.00 zuzüglich CHF 1'100.00 für Hypothek und Nebenosten, CHF 133.30 
für Steuern und CHF 356.25 für Amortisation und Bausparen). Die nacheheliche 
Unterhaltspflicht des Berufungsklägers (unter Einschluss der Beträge für Steuern, 
Nebenkosten und Hypothek) sollte bis Ende Oktober 2024 dauern. Betreffend die 
Beiträge für das Bausparen und Amortisation wurde festgelegt, dass diese ab Be-
endigung der Unterhaltsverpflichtung für beide Kinder von den Parteien je zur 
Hälfte geschuldet sein würden (zum Ganzen RG act. II/2, Dispositivziffer 5b). Eine 
Reduktion der nachehelichen Unterhaltsrente war ferner für den Fall vorbehalten, 
dass die Berufungsbeklagte ein eigenes Einkommen würde generieren können. 
Die Parteien sahen vor, dass ein von der Ehefrau dereinst erzieltes Einkommen – 
welches dannzumal noch nicht beziffert werden konnte – in einem gewissen Um-
fang an den Unterhaltsbeitrag anzurechnen sein würde. Das Einkommen der Be-
rufungsbeklagten bildet denn auch ein Berechnungselement, welches es zu aktua-
lisieren gilt (vgl. vorstehend E. 2.4.2). Da die Vorinstanz das jeweils aktuelle Ein-
kommen der Berufungsbeklagten bei der Ermittlung der Unterhaltsbeiträge 
berücksichtigt hat, gelangt der in der Scheidungskonvention vereinbarte und auf 
einem ungewissen Einkommen basierende Anpassungsmechanismus nicht mehr 
zur Anwendung.

4.2.2. Zu beachten ist sodann, dass das abzuändernde Scheidungsurteil im Fe-
bruar 2013 und damit noch vor Inkrafttreten des revidierten Kindesunterhaltsrechts 
am 1. Januar 2017 ergangen ist. Mit der Revision des Kindesunterhaltsrechts 

26 / 90

wurde der Betreuungsunterhalt als selbständiger Anspruch des Kindes aus dem 
nachehelichen Unterhalt ausgegliedert (Büchler/Raveane, a.a.O., N 46 zu Art. 129 
ZGB m.H. auf Botschaft Kindesunterhalt, S. 551 f., 555). Folglich bildeten die nicht 
durch eigenes Einkommen der Berufungsbeklagten gedeckten Lebenshaltungs-
kosten Teil des noch altrechtlich festgelegten nachehelichen Unterhalts. Entspre-
chend darf im vorliegenden Abänderungsverfahren die Summe des neu festzule-
genden Betreuungsunterhalts und des nachehelichen Unterhalts den damals als 
nachehelichen Unterhalt zugesprochenen Betrag nicht übersteigen.

4.2.3. Werden die nachehelichen Unterhaltsbeiträge gemäss Scheidungsurteil 
vom Februar 2013 den von der Vorinstanz abgeänderten Unterhaltsbeiträgen 
(nachehelicher Unterhalt einschliesslich Betreuungsunterhalt) gegenübergestellt, 
ergibt sich tabellarisch dargestellt das Folgende:

Scheidungsurteil Entscheid Vorinstanz

Phase 1 CHF 3'422.55 CHF 2'368.40

Phase 2 CHF 2'422.55 CHF 2'311.30

Phase 3 CHF 2'422.55 CHF 2'328.60

Phase 4 CHF 2'422.55 CHF 2'497.60

Phase 5 CHF 2'422.55 CHF 1'850.00

Phase 6 CHF 2'422.55 CHF 1'607.86

Einzig in Phase 4 zeigt sich eine geringfügige Erhöhung des Unterhaltsbetrags, 
was nun jedoch im Berufungsverfahren korrigiert wird. Im Übrigen setzte die Vor-
instanz die Unterhaltsbeiträge ausschliesslich herab und nahm entgegen den Vor-
bringen des Berufungsklägers keine Erhöhungen vor. 

4.3. Verletzung der Dispositionsmaxime

4.3.1. Die Berufungsbeklagte hat im vorinstanzlichen Verfahren in ihrer Klageant-
wort (RG act. I./3) und Duplik (RG act. I./5) die Abweisung der Klage beantragt 
und eigene Unterhaltsbegehren gestellt. Für die Zeit von Juli 2018 bis Juni 2022 
liess sie einen nachehelichen Unterhalt von CHF 1'070.00 und einen Kindesunter-
halt von je CHF 2'347.00 (davon je CHF 542.00 Betreuungsunterhalt) beantragen. 
Gesamthaft begehrte die Berufungsklägerin damit einen monatlichen Unterhalts-
beitrag von CHF 5'764.00. Der geforderte nacheheliche Unterhalt und der Betreu-
ungsunterhalt beliefen sich zusammen auf einen Betrag von CHF 2'154.00. 

27 / 90

4.3.2. Wie der Berufungskläger zutreffend ausführt, übersteigen die von der Vor-
instanz der Berufungsbeklagten unter dem Titel des nachehelichen Unterhalts für 
den Zeitraum von Juli 2018 bis Dezember 2020 zugesprochenen Beträge den von 
ihr geforderten Betrag von CHF 1'070.00 (vgl. Phasen 1 bis 4, act. B.1, Dispositiv-
ziffern 1.a-d). Es fragt sich, ob dadurch die Dispositionsmaxime verletzt ist.

4.3.3. Das Bundesgericht hat in BGer 5A_112/2020 statuiert, dass aufgrund der 
grossen Interdependenz zwischen dem Ehegatten- und dem Kindesunterhalt bei 
der zweistufigen Berechnungsmethode die für den Kindesunterhalt gewonnenen 
Erkenntnisse für den im gleichen Entscheid beurteilten ehelichen Unterhalt nicht 
ausgeblendet bzw. im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtrechnung separiert 
werden können (dazu bereits E. 1.2.3 oben). Dem unterhaltspflichtigen Elternteil 
sei es objektiv nicht möglich, für den Fall, dass das Gericht in Anwendung des Of-
fizial- und Untersuchungsgrundsatzes höheren Kindesunterhalt zuspreche, ein 
entsprechend tiefer beziffertes Eventualbegehren für den Ehegattenunterhalt zu 
stellen, da er die Höhe des Kindesunterhalts nicht vorhersehen könne. Es hat ent-
schieden, dass die konsequente Anwendung der Dispositionsmaxime insoweit 
nicht angezeigt sei und es nicht willkürlich erscheine, einen tieferen Ehegattenun-
terhalt als zugestanden zuzusprechen, wenn der Unterhaltspflichtige insgesamt zu 
höheren Unterhaltsbeiträgen verpflichtet werde, als er konzediert habe; es könne 
somit also eine Reduktion des Ehegattenunterhalts zugunsten des Kindesunter-
halts erfolgen (BGer 5A_112/2020 vom 28.3.2022 E. 2.2 f.). Nicht angetastet hat 
das Bundesgericht die Obergrenze des im Verfahren gesamthaft als Unterhalt für 
Elternteil und Kinder Verlangten. Aufgrund von Art. 296 Abs. 3 ZPO dürfte das 
Gericht im Rahmen einer Erhöhung der Beiträge an die Kinder darüber hinaus 
gehen, nicht aber als Folge einer Erhöhung des Ehegattenbeitrages (vgl. KGer GR 
ZK1 22 63 v. 29.8.2022 E. 4.2.5). 

In BGE 149 III 172 hielt das Bundesgericht mit Verweis auf BGE 140 III 231 E. 3.5 
sodann fest, dass es dem Ehegatten, um sich gegen die Konsequenzen des Dis-
positionsgrundsatzes zu wappnen, im Unterhaltsprozess obliege, Eventualbegeh-
ren für den Fall zu stellen, dass er mit seinen Hauptanträgen nicht obsiege und 
zwar namentlich dort, wo aufgrund der gegebenen Streitlage ausreichend Anlass 
zu solchen Eventualbegehren bestehe. Nicht für willkürlich hielt es das Bundesge-
richt, wenn im Berufungsverfahren betreffend Eheschutz der Betreuungsunterhalt 
für das Kind reduziert und die frei werdenden Mittel für den Ehegattenunterhalt 
verwendet werden, obschon die Ehefrau keine Berufung erhob. Im Gesamtbetrag 
(Betreuungs- plus Ehegattenunterhalt) werde die Ehefrau nicht bessergestellt als 
im erstinstanzlichen Entscheid. Das Bundesgericht nahm somit eine Gesamtbe-

28 / 90

trachtung für den persönlichen Unterhalt und den Betreuungsunterhalt vor (BGE 
149 III 172 E. 3.4.1). 

4.3.4 Vorliegend wurde der Berufungsbeklagten für die Zeit von Juli 2018 bis De-
zember 2020 ein höherer nachehelicher Unterhalt als von ihr verlangt zugespro-
chen. Dies erfolgte, ohne dass eine Reduktion des Betreuungsunterhalts und eine 
Verschiebung der dadurch freiwerdenden Mittel in den Ehegattenunterhalt stattge-
funden hätte. Demgemäss rügt der Berufungskläger berechtigterweise eine Ver-
letzung der Dispositionsmaxime. Im Berufungsverfahren ist dem Rechnung zu tra-
gen. Der nacheheliche Unterhalt und der Betreuungsunterhalt dürfen in ihrer 
Summe jeweils den von der Berufungsbeklagten vorinstanzlich begehrten Betrag 
nicht übersteigen.

5. Phasen der Unterhaltsberechnung

5.1. Phasen gemäss angefochtenem Entscheid

Die Vorinstanz hat die folgenden sieben Berechnungsphasen gebildet (vgl. act. 
B.2 E. 5.5):

Beginn Ende
Phase 1: 01.07.2018 31.10.2018
Phase 2: 01.11.2018 30.06.2019
Phase 3: 01.07.2019 31.12.2019
Phase 4: 01.01.2020 31.12.2020
Phase 5: 01.01.2021 31.08.2021
Phase 6: 01.09.2021 31.10.2024
Phase 7: ab 01.11.2024

5.2. (Neu-)Einteilung der Phasen

Für die nachfolgenden Unterhaltsberechnungen werden die Phasen gemäss dem 
vorinstanzlichen Urteil teilweise angepasst und erweitert. Im Einzelnen wird zwi-
schen den folgenden Phasen unterschieden:

Beginn Ende
Phase 1: 01.07.2018 31.10.2018
Phase 2: 01.11.2018 31.01.2019
Phase 3: 01.02.2019 30.06.2019
Phase 4: 01.07.2019 31.12.2019

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Phase 5: 01.01.2020 30.09.2020
Phase 6: 01.10.2020 31.12.2020
Phase 7: 01.01.2021 31.08.2021
Phase 8: 01.09.2021 31.05.2022
Phase 9: 01.06.2022 30.09.2022
Phase 10: 01.10.2022 30.06.2024
Phase 11: 01.07.2024 31.10.2024
Phase 12a: 01.11.2024 Ausbildungsabschluss C._____
Phase 12b: Ausbildungs-

abschluss C._____

31.10.2026

Phase 13: 01.11.2026 Ausbildungsabschluss D._____

In Abweichung zum angefochtenen Entscheid dauert die zweite Phase lediglich 
bis Ende Januar 2019 und es gilt eine neue dritte Phase von Februar bis Juni 
2019 zu bilden, da die Lebenspartnerin des Berufungsklägers in dieser Zeit einer 
Erwerbstätigkeit nachging, was sich auf den zuzusprechenden Betreuungsunter-
halt von G._____ auswirkt. Die fünfte Phase (Phase 4 gemäss angefochtenem 
Entscheid) endet bereits im September 2020, zumal die Lebenspartnerin des Be-
rufungsklägers ab Oktober 2020 wieder eine Arbeitsstelle antrat. Dies erfordert die 
Bildung einer zusätzlichen Phase von Oktober bis Dezember 2020 (Phase 6). Das 
Arbeitsverhältnis des Berufungsklägers bei der N._____ AG ist per Ende Mai 2022 
aufgelöst worden und er war in der Folge bis Ende September 2022 arbeitslos. 
Diese Umstände führen ebenfalls zu einer weiteren Berechnungsphase von Juni 
bis September 2022 (Phase 9). Mit dem Stellenantritt bei der O._____ AG im Ok-
tober 2022 beginnt eine neue zehnte Phase, welche bis zur Mündigkeit von 
C._____ dauert. Das Erreichen der Volljährigkeit beeinflusst die Überschussvertei-
lung. Gleichermassen geht mit der Volljährigkeit von D._____ im Oktober 2026 die 
Bildung einer neuen Phase einher (Phase 13). Die Phase 12 ist sodann zu unter-
teilen und zwar dauert sie zunächst von November 2024 bis zum zeitlich ungewis-
sen Ausbildungsabschluss von C._____. Mit dem Ausbildungsende entfällt ihr Un-
terhaltsanspruch, weshalb ab diesem Zeitpunkt bis Ende Oktober 2026 eine ent-
sprechende Unterphase gebildet wird. Soweit bekannt absolviert C._____ eine 
Lehre, wobei die Ausbildungszeit je nach Beruf drei oder vier Jahre betragen 
kann.

30 / 90

6. Einkommen

Zum Nettoeinkommen gehören nicht nur der feste Lohnbestandteil, sondern geld-
werte Zulagen aller Art wie effektiv bezahlte Provisionen, Gratifikationen, Boni und 
dergleichen, soweit ihnen keine effektiven Auslagen gegenüberstehen (Büch-
ler/Raveane, a.a.O., N 27 zu Art. 125 ZGB; Hausheer/Spycher, a.a.O., Rz. 01.31; 
Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. Aufl., Bern 2014, Rz. 2.128).

6.1. Erwerbseinbusse infolge Arbeitslosigkeit

6.1.1. Die Berufungsbeklagte macht geltend, dass die jeweilige Arbeitslosigkeit 
des Berufungsklägers zu kurz sei, als dass sie sich auf den Unterhalt auswirken 
könne. Eine Einkommensverminderung infolge Arbeitslosigkeit sei erst nach rund 
sechs Monaten beachtlich (act. A.7 und act. A.10). Nach Auffassung des Beru-
fungsklägers ist die Einkommensänderung im Rahmen der Arbeitslosigkeit zu 
berücksichtigen, da die Stellenverluste und -wechsel unverschuldet erfolgt seien 
(act. A.11).

6.1.2. Als "dauerhaft" im Sinne der Abänderungsvoraussetzungen kann im Einzel-
fall eine mehr als vier Monate dauernde Arbeitslosigkeit gelten (BGE 143 III 617 
E. 5.2 m.H. auf BGer 5A_138/2015 v. 1.4.2015 E. 4.1.1; 5A_972/2015 v. 
22.3.2016 E. 5.2; für die Abänderung von Scheidungsurteilen: BGer 5A_78/2014 
v. 25.6.2014 E. 4.2; 5A_352/2010 vom 29.10.2010 E. 4.3). Vorliegend geht es in-
des nicht um die Frage, ob die Arbeitslosigkeit einen Abänderungsgrund darzu-
stellen vermag. Ein Abänderungsgrund ist nämlich bereits mit der Geburt des 
neuen Kindes des Unterhaltspflichtigen gegeben, zumal diese zu einer erhöhten 
Belastung führt (oben, E. 2.3). Es gilt sodann, sämtliche Berechnungselemente, 
unabhängig von der Erheblich- und Dauerhaftigkeit der Veränderung, zu aktuali-
sieren (vorstehend E. 2.4), womit auch eine allfällige Einkommensveränderung – 
sei dies infolge Kurzarbeit, Krankheit oder Arbeitslosigkeit – zu berücksichtigen ist. 
Entsprechend ist beim Berufungskläger nachfolgend auf das tatsächlich erzielte 
Einkommen, bei welchem sich Unterbrüche in der Erwerbstätigkeit ergaben, abzu-
stellen. Allerdings hatte der Berufungskläger als Versicherter mit Unterhaltspflicht 
jeweils Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von 80% seines ver-
sicherten Verdienstes (Art. 22 AVIG [SR 837.0]).

31 / 90

6.2. Einkommen des Berufungsklägers

6.2.1. Juli 2018 bis Dezember 2019

6.2.1.1. Der Berufungskläger hält dafür, die Vorinstanz sei in den ersten drei Pha-
sen zu Unrecht von einem Nettoeinkommen von CHF 11'081.00 anstatt von 
CHF 10'800.00 (exkl. Kinderzulagen) ausgegangen. Massgebend sei der 
Lohnausweis 2018 sowie die durchschnittliche Leistungsprämie der Jahre 2018 
bis 2020 (act. A.1, Rz. 38 ff.). Die Berufungsbeklagte ihrerseits geht im Jahr 2018 
von einem Einkommen des Berufungsklägers von CHF 11'356.00 und im Jahr 
2019 von einem solchen in der Höhe von CHF 10'839.00 aus. Damit betrage das 
Durchschnittseinkommen CHF 11'098.00 und entspreche ungefähr dem vor-
instanzlich festgelegten Betrag in den Phasen 1 bis 3 (act. A.2, Ziff. IV.5). 

6.2.1.2. Die Phasen 1 bis 3 des angefochtenen Entscheids umfassen die Zeit-
spanne von Juli 2018 bis Dezember 2019 (act. B.2, E. 5.5). Es rechtfertigt sich, für 
das Jahr 2018 und 2019 auf das bei der P._____ AG in Q._____ erzielte Durch-
schnittseinkommen abzustellen. Die Vorinstanz ging für das Jahr 2018 von einem 
monatlichen Nettoeinkommen von CHF 11'081.00 aus, wobei sie die Ju-
biläumsprämie von CHF 1'000.00 ausklammerte und den Krankenkassenbeitrag 
von CHF 1'866.00 einrechnete, was nicht zu beanstanden ist. Dass auf den Kran-
kenkassenbeitrag Sozialabzüge erhoben werden, ergibt sich weder aus den 
Lohnabrechnungen noch den Lohnausweisen (vgl. RG act. II./6, II./15 und II./34). 
Ausgehend vom Lohnausweis 2018 resultiert der genannte Betrag von 
CHF 11'081.00 (vgl. RG act. II./15). Im Jahr 2019 belief sich das Nettoeinkommen 
des Berufungsklägers (einschliesslich des Krankenkassenbeitrags) gemäss 
Lohnausweis 2019 auf CHF 161'048.00 und damit auf CHF 13'420.00 monatlich 
(vgl. RG act. II./34). Die in den beiden Jahren ausgerichtete Leistungsprämie – im 
2018 in Höhe von CHF 37'648.00 und im 2019 in Höhe von CHF 64'630.00 – ist 
miteinzubeziehen, da diese als Lohnbestandteil gilt (E. 6 soeben). Die Parteien 
haben sich indessen darauf geeinigt, dass die Leistungsprämie des Jahres 2019 
im Umfang von CHF 30'970.00 im Jahr 2020 angerechnet werden soll (vgl. RG 
act. VII./2, S. 8; act. B.2, E. 5.5). Entsprechend reduziert sich das Nettoeinkom-
men für das Jahr 2019 auf CHF 130'078.00 und damit auf CHF 10'840.00 pro Mo-
nat. Dies führt zu einem monatlichen Durchschnittseinkommen von CHF 10'960.00 
für das Jahr 2018 und 2019.

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6.2.2. Januar 2020 bis Dezember 2020

6.2.2.1. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz sei in der Phase 4 von Janu-
ar bis Dezember 2020 anstelle des tatsächlich erzielten Einkommens von 
CHF 10'079.00 von einem Einkommen von CHF 11'079.00 ausgegangen und ha-
be die Einkommensreduktion infolge Krankheit und Kurzarbeit unberücksichtigt 
gelassen (act. A.1, Rz. 41 ff.). Ihm sei auf Ende November 2020 aus wirtschaftli-
chen Gründen gekündigt worden. Nach Auffassung der Berufungsbeklagten wür-
den weder Krankheit noch Kurzarbeit noch Arbeitslosentaggeld zu einem Abzug 
berechtigen. Ausserdem stelle der Gratifikationsanteil von CHF 30'970.00 einen 
Netto- und nicht einen Bruttobetrag dar (act. A.2, Ziff. III.5).

6.2.2.2. Wie dargelegt, ist auf das tatsächliche Einkommen unter Berücksichtigung 
der Erwerbseinbusse namentlich infolge der Arbeitslosigkeit abzustellen (vgl. 
E. 6.1 vorstehend). Im Januar 2020 hat der Berufungskläger seine Arbeitsstelle 
bei der R._____ SA in M._____ angetreten und per Ende November ist ihm das 
Arbeitsverhältnis gekündigt worden. Der Berufungskläger weist in der Berufung 
sein Einkommen für jeden Monat anhand der entsprechenden Belege (Lohnab-
rechnungen bzw. Abrechnung der Arbeitsklosenkasse für den Dezember 2020) 
aus (vgl. act. A.1 Rz. 42). Die angeführten Zahlen erweisen sich mit Ausnahme 
des Monats November 2020, in welchem der Nettolohn exkl. Kinderzulage 
CHF 14'885.00 und nicht CHF 13'885.00 betrug, als korrekt (vgl. RG act. II./35, 
act. B.12 und act. B.5). Entsprechend ergibt sich ein Nettoeinkommen von total 
CHF 92'960.00 und damit von CHF 7'750.00 pro Monat. Hinzu kommt der vorer-
wähnte Leistungsprämienanteil, welcher gemäss der Vereinbarung der Parteien 
auf das Jahr 2020 zu übertragen ist. Während der Berufungskläger von einem Be-
trag von CHF 30'970.00 brutto ausgeht, handelt es sich nach Auffassung der Be-
rufungsbeklagten bereits um den Nettobetrag. Aus den vorinstanzlichen Akten 
ergibt sich, dass ein Betrag von CHF 30'970.00 an das Einkommen im Jahr 2020 
angerechnet werden soll (vgl. RG act. VII./2, S. 8). Wie vorstehend ausgeführt, ist 
der im Jahr 2019 erzielte Nettolohn von CHF 161'048.00 um den Betrag von 
CHF 30'970.00 reduziert worden. Die Sozialversicherungsabzüge sind entspre-
chend bereits berücksichtigt worden und es handelt sich somit um den Nettobe-
trag, welcher auf das Folgejahr zu übertragen ist. Hiervon ist auch die Vorinstanz 
ausgegangen (vgl. act. B.2, E. 5.6.4). Damit erhöht sich das im Jahr 2020 anre-
chenbare Einkommen von CHF 7'750.00 auf CHF 10'330.00 pro Monat.

33 / 90

6.2.3. Januar 2021 bis Mai 2022

6.2.3.1. Der Berufungskläger führt aus, ab Januar 2021 habe die Vorinstanz auf 
ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 8'500.00 abgestellt. Nachdem er im 
Dezember 2020 und Januar 2021 arbeitslos gewesen sei und im Januar Arbeitslo-
sentaggelder in Höhe von CHF 6'292.00 bezogen habe, habe er ab Februar 2021 
eine neue Anstellung bei der N._____ AG in S._____ gefunden und erziele bei 
einem 100% Pensum einen Nettolohn von geschätzt rund CHF 9'000.00 (exkl. 
Kinderzulagen, inkl. 13. Monatslohn; vgl. act. A.1, Rz. 45 ff.). In Bezug auf die 
neue Anstellung weist die Berufungsbeklagte darauf hin, dass gemäss Arbeitsver-
trag zusätzlich ein variabler Lohnanteil vereinbart worden sei und sich unter Ein-
bezug desselben ein Nettolohn von CHF 9'465.00 ergebe, womit das Einkommen 
rund CHF 1'000.00 höher ausfalle als von der Vorinstanz angenommen (vgl. 
act. A.2, Ziff. III.5 mit Verweis auf act. B.7). In der Replik entgegnet der Beru-
fungskläger, dass ein variabler Lohnanteil bis zu einem Bruttomonatslohn ausge-
richtet werden könne, was von der persönlichen Leistung sowie vom Umsatz des 
Unternehmens abhänge. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage, welche auch die 
Holzindustrie betreffe, und des Umstands, dass er in einer neuen Branche Fuss 
fasse, könne nicht mit einem vollen Bruttomonatslohn gerechnet werden. Als vari-
abler Lohnanteil anerkannt werde ein Drittel eines Bruttomonatslohns 
(= CHF 3'166.65). Gemäss der Lohnabrechnung des Monats Februar 2021 resul-
tiere ein Nettolohn von CHF 7'900.00 bzw. unter Berücksichtigung des 13. Mo-
natslohns von CHF 8'558.35 (act. A.3, Rz. 4 f.). Die Berufungsbeklagte hält in der 
Duplik daran fest, dass der volle variable Lohnanteil realisierbar und anzurechnen 
sei, zumal die Bau- und Holzbranche boome. Der Nettolohn betrage somit einsch-
liesslich dieses variablen Anteils CHF 9'342.75 pro Monat (act. A.4, Ziff. III.4 f.). 
Mit Noveneingabe vom 29. März 2022 (act. A.6) macht der Berufungskläger so-
dann geltend, dass sein Anstellungsverhältnis bei der N._____ AG per Ende Mai 
2022 gekündigt worden sei (act. B.30). Ausserdem erhalte er für das Jahr 2021 
aufgrund des schlechten Geschäftsganges keinen variablen Lohnanteil.

6.2.3.2. Der Berufungskläger hat die Abrechnung für Arbeitslosenkasse für den 
Januar 2021 nicht ins Recht gelegt. Für den Januar 2021 ist ausgehend von der 
durchschnittlichen Anzahl Arbeitstage von 21.7 und dem höheren Taggeld von 
CHF 373.95 (act. B.6) sowie den Abzügen basierend auf der Dezem-
berabrechnung (act. B.5) von einer Arbeitslosenentschädigung von CHF 7'478.00 
(exkl. Kinderzulagen) auszugehen. Das in der Folge ab dem Monat Februar 2021 
bei der N._____ AG erzielte monatliche Nettoeinkommen beträgt CHF 7'900.00 
(vgl. act. B.25) bzw. in Berücksichtigung des 13. Monatslohns (vgl. act. B.7), 

34 / 90

CHF 8'558.00. Bei der N._____ AG wurde nachgewiesenermassen kein Bonus 
ausgerichtet (vgl. act. B.30, S. 2), weshalb auch kein solcher anzurechnen ist. 
Somit resultiert für die Dauer von Januar 2021 bis Mai 2022 ein durchschnittliches 
monatliches Einkommen von CHF 8'500.00, was dem vorinstanzlichen Entscheid 
entspricht.

6.2.4. Juni 2022 bis September 2022

6.2.4.1. Mit erneuter Noveneingabe vom 17. Juni 2022 (act. A.8) reichte der Beru-
fungskläger die Verfügung der Arbeitslosenkasse betreffend die Berechnung des 
Arbeitslosentaggeldes ab Juni 2022 ein und mit Eingabe vom 11. Juli 2022 
(act. D.20) reichte er die Juniabrechnung der Arbeitslosenkasse nach. Sodann 
teilte der Berufungskläger mit Eingabe vom 6. Oktober 2022 (act. A.9) mit, dass er 
ab Oktober 2022 eine Anstellung als Senior Project Manager bei der O._____ AG 
in L._____ gefunden habe.

6.2.4.2. Der Berufungskläger war in den Monaten von Juni bis September 2022 
arbeitslos. In dieser Zeit erhielt er eine Arbeitslosenentschädigung, welche sich 
gemäss Verfügung der Arbeitslosenkasse auf CHF 379.45 pro Tag belief, was bei 
der durchschnittlichen Anzahl Arbeitstage von 21.7 pro Monat zu monatlichen Ein-
nahmen von CHF 7'585.00 netto (exkl. Kinderzulage) führt (act. B.31 und 32). Die-
ses Einkommen ist dem Berufungskläger somit während vier Monaten anzurech-
nen.

6.2.5. Ab Oktober 2022

6.2.5.1. Der Berufungskläger hält fest, sein monatlicher Nettolohn bei der O._____ 
AG betrage CHF 8'622.50 (inkl. 13. Monatslohn). Gemäss Arbeitsvertrag könne 
ein Bonus in der Höhe von bis zu 10% des Jahresbruttolohns ausgerichtet wer-
den, wobei aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage und dem Einstieg des Beru-
fungsklägers in die für ihn neue Rüstungsbranche nicht mit einem Bonus zu rech-
nen sei (act. A.9). Mit Stellungnahme vom 31. Oktober 2022 (act. A.10) legt die 
Berufungsbeklagte dar, dass aufgrund der eingereichten Unterlagen von einem 
monatlichen Nettolohn von CHF 10'100.00 auszugehen sei (CHF 8'718.75 in-
kl. 13. Monatslohn [13. Monatslohn ohne BVG-Abzug] zuzüglich Bonus von 
CHF 856.20 zuzüglich GA als Lohnbestandteil von CHF 525.00), was somit höher 
liege als das von der Vorinstanz angenommene Einkommen von CHF 8'500.00. 
Dem widerspricht der Berufungskläger in seiner Stellungnahme vom 21. Novem-
ber 2022 (act. A.11). Das GA könne nicht berücksichtigt werden, da ihm dabei 
keine liquiden Mittel zukämen.

35 / 90

6.2.5.2. Der monatliche Nettolohn des Berufungsklägers bei der O._____ AG 
beläuft sich auf CHF 7'959.00 bzw. zuzüglich des anteilsmässigen 13. Monatsloh-
nes auf CHF 8'623.00 (act. B.34). Entgegen der Auffassung der Berufungsbeklag-
ten ist der 13. Monatslohn als Lohnbestandteil grundsätzlich BVG-beitragspflichtig 
(Art. 7 Abs. 2 BVG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 AHVG und Art. 7 AHVV [SR 831.101]) und 
vorliegend mangels Kenntnis einer abweichenden Regelung daher nicht um den 
BVG-Abzug zu erhöhen (vgl. act. B.33, Ziff. 4). Gemäss dem Arbeitsvertrag mit 
der O._____ AG wird ein Bonus ausgerichtet, welcher maximal 10% (= 
CHF 13'000.00, vgl. act. B.34) des Jahresbruttolohnes beträgt. Die Höhe des Bo-
nus richtet sich nach dem Grad der Zielerreichung und dem Bonusplan; bei voller 
Zielerreichung werden 100% des Bonus entrichtet (vgl. act. B.33 Ziff. 5). Das Bo-
nusreglement hat der Berufungskläger nicht eingereicht. Aufgrund der Formulie-
rung im Vertrag ist davon auszugehen, dass es sich um eine persönliche Zielerrei-
chung handelt und der Geschäftsgang nicht als primäres Beurteilungskriterium gilt. 
Dem vorgebrachten Argument der Wirtschaftslage ist somit keine vorrangige Be-
deutung beizumessen. Allerdings ist gerade in den ersten Anstellungsjahren auf-
grund der vorgebrachten fehlenden Erfahrung in dieser Branche keine vollständige 
Zielerreichung anzunehmen und es rechtfertigt sich aufgrund dessen, im Schnitt 
1/3 des möglichen Bonusbetrags und damit CHF 4'333.00 brutto bzw. rund 
CHF 3'425.00 netto anzurechnen, was rund CHF 285.00 pro Monat ergibt. Damit 
beträgt das monatliche Einkommen CHF 8'910.00.

6.2.5.3. In Bezug auf das GA für die 1. Klasse (Kosten von CHF 6'300.00) ist fest-
zuhalten, dass dieses sowohl für geschäftliche als auch private Zwecke genutzt 
werden kann. Der Berufungskläger kann die Fahrt vom Wochenwohnort an den 
Arbeitsort wie auch die Fahrt von L._____ ins K._____ an den Wochenenden mit 
dem Zug zurücklegen (dazu nachfolgend E. 7.1.3.5). Diese Kosten gelten – wie 
noch aufzuzeigen sein wird – allesamt als beruflich bedingt (vgl. E. 7.1.3.4). Ent-
sprechend werden die Kosten für den Arbeitsweg durch das GA gedeckt. Im Be-
darf sind folglich keine Fahrkosten anzurechnen. Auch private Mobilitätskosten 
werden im Bedarf des Berufungsklägers nicht berücksichtigt. Folglich hat auch 
keine Aufrechnung für die private Nutzung des GA im Sinne eines Privatanteils – 
angelehnt an die Rechtsprechung zur privaten Nutzung des Geschäftsfahrzeugs 
(vgl. KGer GR ZK1 16 62 v. 2.12.2022 E. 5.4.5 f.; KGer SZ ZK2 2019 23 und 24 v. 
5.10.2020 E. 6g.bb; OGer ZH LZ130003 v. 27.1.2014 E. II.5.2.3; OGer ZH 
LE130024 v. 17.9.2013 E. III.2.4) – zum Einkommen zu erfolgen, wie dies die Be-
rufungsbeklagte geltend macht (act. A.10).

36 / 90

6.3. Einkommen der Berufungsbeklagten

6.3.1. Gemäss dem vorinstanzlichen Entscheid ging die Berufungsbeklagte ab 
dem 1. Juli 2018 einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 70% bei der T._____ AG in 
U._____ nach und erzielte dort ein monatliches Einkommen von CHF 2'728.00 
(inkl. 13. Monatslohn) (vgl. act. B.2 lit. C). 

6.3.2. Der Berufungskläger stellt bis Ende August 2021 auf dieses monatliche 
Einkommen von CHF 2'728.00, ab 1. September 2021 auf ein solches von 
CHF 3'117.00 und ab 1. November 2024 schliesslich auf ein solches von 
CHF 3'897.00 ab (act. A.1, Rz. 112, 122), was dem vorinstanzlichen Entscheid 
entspricht. Das Einkommen der Berufungsbeklagten bleibt demnach unangefoch-
ten und ist zu übernehmen.

6.4. Einkommen der Kinder

6.4.1. Der Berufungskläger bringt vor, die Phase 6 dauere vom 1. September 
2021 bis 31. Oktober 2024, wobei C._____ ab August 2022 Ausbildungszulagen 
beziehe. Die Vorinstanz habe die geringfügige Änderung als vernachlässigbar be-
zeichnet und keine weitere separate Berechnungsphase gebildet, was nicht ange-
hen könne. Ab August 2022 werde C._____ eine Lehre machen und es seien ihr 
60% des dabei von ihr generierten Nettoeinkommens an ihren Unterhalt anzu-
rechnen. Dasselbe gelte für D._____, welcher ab August 2024 eine Lehre begin-
nen werde (vgl. act. A.1 Rz. 117 f.). In ihrer Berufungsantwort äussert sich die Be-
rufungsbeklagte dazu nicht näher, sondern hält dafür, dass die Berechnung der 
Vorinstanz beizubehalten sei (vgl. act. A.2, Ziff. III.6 [Phase 6]).

6.4.2. In der dem Scheidungsurteil zugrundeliegenden Scheidungskonvention ha-
ben die Parteien die Anrechnung eines Lehrlingslohns nicht ausgeschlossen (RG 
act. II./2, Ziff. 4). Von einer vergleichsweise getroffenen Regelung, die keiner 
Abänderung zugänglich wäre (vgl. vorstehend E. 2.4.2), kann mithin in diesem 
Punkt nicht ausgegangen werden. Das Vorbringen des Berufungsklägers erweist 
sich hernach als berechtigt, zumal sich der Antritt einer Lehre bei D._____ nun 
abzeichnet bzw. bei C._____ bereits verwirklicht hat. Im vorinstanzlichen Verfah-
ren wurde dies, soweit ersichtlich, nicht thematisiert, was jedoch nicht schadet, da 
Noven wie dargelegt unbeschränkt vorgebracht werden können (oben, E. 1.2.2).

6.4.3. Die Eltern sind nach Art. 276 Abs. 3 ZGB von ihrer Unterhaltspflicht in dem 
Mass befreit, als dem Kind zugemutet werden kann, den Unterhalt aus seinem 
Arbeitserwerb oder anderen Mitteln selbst zu bestreiten. Die Einkünfte des Kindes 
sind entsprechend bei der Unterhaltsfestsetzung zu berücksichtigen (Art. 285 

37 / 90

Abs. 1 ZGB). Mit dieser Regelung wird die der elterlichen Unterhaltspflicht vorge-
hende Eigenverantwortung des Kindes betont. Das Kindeseinkommen ist jedoch 
nur unter der Voraussetzung der Zumutbarkeit für die Unterhaltsberechnung zu 
berücksichtigen. Die Zumutbarkeit i.S.v. Art. 276 Abs. 3 ZGB bestimmt sich einer-
seits aus dem Vergleich der Leistungsfähigkeit von Eltern und Kind und anderer-
seits nach der Höhe ihrer Leistungen und dem Bedarf des Kindes. Mit anderen 
Worten hängt der Umfang der Berücksichtigung des Kindeseinkommens von den 
Verhältnissen des Einzelfalls ab. Die kantonalen Gerichte verfügen bei dieser Be-
urteilung über Ermessen. Eine Regel, wonach ungeachtet der konkreten Umstän-
de ein noch nicht volljähriges Kind einen Drittel seines Einkommens für den eige-
nen Barbedarf aufwenden müsste und ein volljähriges Kind die Hälfte, besteht 
nicht (BGer 5A_513/2020 v. 14.5.2021 E. 4.3 m.w.H.; 5A_727/2018 v. 22.8.2019 
E. 5.3.1). Gemäss Lehre soll der Beitrag des Kindes in der Regel 60% seines Ein-
kommens nicht übersteigen (Fountoulakis, a.a.O., N 35 zu Art. 276 ZGB m.w.H.; 
Schweighauser, a.a.O., N 34 zu Art. 285 ZGB m.w.H.; vgl. auch KGer GR 
ZK1 20 30 v. 18.8.2022 E. 7.4.2 f. und ZK1 19 175/176 v. 13.4./11.10.2021 
E. 15.2.1).

6.4.4. Vorliegend ist ein allfälliges Einkommen von C._____ und D._____ zu 
berücksichtigen, indessen nicht im beantragten Umfang von 60%. Es erscheint in 
Anbetracht der finanziellen Verhältnisse, namentlich mit Blick auf den dem Beru-
fungskläger sowie den (minderjährigen) Kindern verbleibenden Überschuss sowie 
des Umstands, dass die Kinder aus dem Lehrlingslohn bereits ihre Berufsausla-
gen (Schulmaterial, Arbeitsweg, auswärtige Verpflegung) zu decken haben, an-
gemessen, ihr jeweiliges Einkommen zu einem Drittel anzurechnen. Entsprechend 
ist im Sinne einer Bedingung vorzusehen, dass sich die Unterhaltspflicht des Beru-
fungsklägers ab Beginn der Lehre bis zu deren Abschluss um einen Drittel des 
erzielten Nettolehrlingslohns (inkl. 13. Monatslohn) reduziert. 

6.4.5. Ab dem 1. Januar 2023 erhöhen sich die Familienzulagen im Kanton 
Graubünden, wobei die Kinderzulage auf CHF 230.00 und die Ausbildungszulage 
auf CHF 280.00 steigt (Art. 1 Abs. 1 lit. a und b der Ausführungsbestimmungen 
zum Gesetz über die Familienzulagen [ABzKFZG], BR 548.120). Zwecks Vermei-
dung einer weiteren lediglich kurzen dreimonatigen Berechnungsphase ist dieser 
Umstand bereits ab Oktober 2022 (Phase 10) zu berücksichtigen.

6.5. Einkommen der Lebenspartnerin des Berufungsklägers

6.5.1. Gemäss Ausführungen des Berufungsklägers war die Mutter von G._____ 
vor seiner Geburt in einem 50% Pensum als Physiotherapeutin tätig. Nach seiner 

38 / 90

Geburt sei sie von Februar bis April 2019 einer Erwerbstätigkeit von 20% und im 
Mai 2019 einer solchen von 10% nachgegangen. Zum Zeitpunkt der Einreichung 
der Berufung sei sie stundenweise als Physiotherapeutin tätig gewesen, mit einem 
Nettoeinkommen von monatlich CHF 762.00 (vgl. act. A.1, Rz. 17 und 106; 
act. B.9 und B.10). Die Berufungsbeklagte macht geltend, dass die Mutter von 
G._____ ab Februar 2019 ein Erwerbseinkommen von CHF 1'340.00 erzielt und 
die Erwerbstätigkeit anschliessend mit dem Umzug ins K._____ zugunsten einer 
Weiterbildung freiwillig aufgegeben habe. Ab Oktober 2020 geht die Berufungsbe-
klagte aufgrund der 30%-Anstellung gemäss Arbeitsvertrag von einem zugesicher-
ten Lohn von CHF 1'662.00 netto aus, der anzurechnen sei. Der Quellensteuerab-
zug von 10% sei nicht nachvollziehbar, da bei einem Einkommen in dieser Höhe 
gar keine Quellensteuer anfallen würde (vgl. act. A.2, Ziff. III.7 und IV.2). Der Be-
rufungskläger hält dem entgegen, dass seine Lebenspartnerin ihrem Arbeitgeber 
zwar an drei Vormittagen zur Verfügung stehen müsse, aber nur für gebuchte 
Termine bezahlt werde. Das Einkommen im Januar und Februar 2021 sei gemäss 
den Lohnabrechnungen (act. B.28) sogar noch tiefer ausgefallen als jenes von 
Oktober bis Dezember 2020. Ab November 2020 sei kein Quellensteuerabzug 
mehr erfolgt, da sie nun ordentlich besteuert werde (act. A.3, Rz. 10). Die Beru-
fungsbeklagte bleibt dabei, dass der Wortlaut des Vertrags massgebend sei und 
ein Arbeitspensum von 30% garantiert werde. Bezüglich der Steuerbelastung sei 
bei den bekannten Einkommensverhältnissen davon auszugehen, dass keine 
Steuern anfallen. Der Berufungskläger habe es versäumt, etwas Anderes geltend 
zu machen (act. A.4, Ziff. III.10). Da die Lebenspartnerin ihre Weiterbildung fort-
führe, erhärte sich die Befürchtung, dass dies auf Kosten der Unterhaltsberechtig-
ten geschehe und sich die mögliche Erwerbstätigkeit dadurch vermindere. Die 
Krippenbetreuung falle zu einem Teil auf die Ausbildungs- bzw. Lernzeit und es 
lasse sich damit auch erklären warum die vertragliche Arbeitszeit nicht eingefor-
dert werde (act. A.4, Ziff. III.11).

6.5.2. G._____ ist am _____ geboren. Wie sich dem Lohnausweis 2018 der 
V._____ GmbH (RG act. V./5) entnehmen lässt, bezog seine Mutter und Lebens-
partnerin des Berufungsklägers von Januar bis April 2018 Krankentaggeld bzw. 
eine Mutterschaftsentschädigung. Das monatliche Nettoeinkommen belief sich 
während dieser Zeit im Durchschnitt auf CHF 1'946.00 (exkl. Kinderzulagen). An-
schliessend ging sie von Mai 2018 bis Januar 2019 keiner Erwerbstätigkeit nach 
und erzielte folglich auch kein Einkommen. Gemäss den vorstehenden Aus-
führungen (E. 3.5) kommt G._____ ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt zu. 
Dessen Höhe entspricht dem Bedarf seiner Mutter, da keine Aufteilung des Be-
treuungsunterhalts vorgenommen wird (vgl. E. 3.6.2).

39 / 90

6.5.3. Von anfangs Februar bis anfangs Juni 2019 arbeitete die Lebenspartnerin 
des Berufungsklägers bei der Physiotherapie W._____ in X._____ und bezog in 
dieser Zeit einen Nettolohn von total CHF 4'462.10, exklusive Kinderzulagen (RG 
act. V./4). Da die entsprechende Berechnungsphase bis Ende Juni 2019 dauert 
(vgl. E. 5.2), ergibt sich ein durchschnittliches monatliches Einkommen von 
CHF 892.00 netto. Die damit einhergehenden Auslagen für den Arbeitsweg sind 
mit einem Betrag von CHF 15.00 pro Monat hinreichend abgegolten, was die Be-
nutzung des Fahrrads oder Busses erlaubt. Dass in dieser Zeit Fremdbetreuungs-
kosten für G._____ anfielen, hat der Berufungskläger im Übrigen nicht geltend 
gemacht. In der Folge kam es zu einem Erwerbsunterbruch bis Ende 2019. Von 
Januar bis Juli 2020 ist sodann für die Hauswartstätigkeit der Lebenspartnerin im 
Wohnhaus in M._____, in welchem die Familie wohnt, ein monatlicher Lohn von 
CHF 187.00 netto dokumentiert (RG act. V./2). Zwar bezieht sich die Abrechnung 
vom 31. Juli 2020 nur auf das erste Halbjahr 2020, indessen ist mangels ander-
weitiger Angaben davon auszugehen, dass die Hauswartstätigkeit auch in der 
Folge weiterhin ausgeübt worden ist.

6.5.4. Per 5. Oktober 2020 trat die Lebenspartnerin des Berufungsklägers wieder 
eine Anstellung als Physiotherapeutin in Y._____ an. Gemäss dem Arbeitsvertrag 
besteht eine Anstellung als Physiotherapeutin im Umfang von 30%, wobei ein 
Stundenlohn von CHF 35.00 brutto ausgerichtet wird (act. B.9). Gemäss Lohnab-
rechnung hat die Lebenspartnerin in den Monaten Oktober 2020 bis Februar 2021 
monatlich durchschnittlich CHF 735.00 netto verdient (act. B.10 und act. B.28). Auf 
dieses Durchschnittseinkommen zuzüglich des Lohns aus der Hauswartstätigkeit, 
total damit CHF 922.00, ist im Zeitraum von Oktober 2020 bis August 2021 abzu-
stellen. Auch wenn dies weniger als einem 30% Pensum entsprechen mag, be-
steht gemäss den vorstehenden Ausführungen kein Anlass, um vom tatsächlich 
erzielten Einkommen abzuweichen (vgl. E. 3.5). Die Auslagen für den Arbeitsweg 
von M._____ nach Y._____ gelten mit einem Betrag von CHF 15.00 pro Monat als 
gedeckt.

6.5.5. Ab Mitte August 2021 kann G._____ wie dargelegt den Kindergarten besu-
chen. Daher ist der Mutter ab dem Folgemonat im Rahmen eines 50%-Pensums – 
basierend auf der letzten Anstellung – die Erzielung eines Nettoeinkommens von 
mindestens CHF 2'350.00 pro Monat möglich und zumutbar. Hinzu kommt das 
Entgelt für die Hauswartstätigkeit. Ab diesem Zeitpunkt sind auch Steuern zu 
berücksichtigen. Für die Zeit davor ist davon auszugehen, dass das generierte 
Einkommen zu tief war, um eine Steuerpflicht auszulösen. Die Berufsauslagen für 
den Arbeitsweg sind auf CHF 70.00 zu schätzen. Mit dem erwähnten Einkommen 

40 / 90

kann die Lebenspartnerin ihre eigenen Lebenshaltungskosten decken, womit ab 
diesem Zeitpunkt kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt mehr besteht (vgl. nach-
folgend E. 8.8).

7. Bedarfsberechnung

7.1 Bedarf des Berufungsklägers

7.1.1. Grundbetrag

7.1.1.1. Der Berufungskläger verlangt in Abweichung zur Kalkulation der Vor-
instanz, dass anstelle von CHF 850.00 als Grundbetrag CHF 1'200.00 berücksich-
tigt werden. Der Grundbetrag könne lediglich herabgesetzt werden, wenn ein 
Partner in einer kinderlosen, kostensenkenden Wohngemeinschaft ebenfalls über 
ein Einkommen verfüge (mit Verweis auf BGE 130 III 765 ff. und die Richtlinien 
der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berech-
nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums). Das sei vorliegend nicht der 
Fall (act. A.1, Rz. 49). Die Berufungsbeklagte hält am Grundbetrag von 
CHF 850.00 fest. Es sei nicht ersichtlich, was der Berufungskläger aus dieser zi-
tierten Regel ableiten wolle (act. A.2, Ziff. IV.6 [Phase 1]).

7.1.1.2. Da mit einer Wohn- oder Lebensgemeinschaft Einsparungen in d