# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27fb58ab-70b8-5c27-8eb3-2672cc9b53cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2025 E-8738/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8738-2025_2025-11-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8738/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Yanick Felley;   

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Beschwerdeführer, 

B._______, geboren am (…), 

Beschwerdeführerin, 

und ihre Kinder   

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

alle Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 6. November 2025. 

 

E-8738/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden suchten am 27. Juli 2025 in der Schweiz 

um Asyl nach. Dabei reichten sie gültige griechische Aufenthaltstitel und 

Reisedokumente für alle Familienmitglieder sowie die Tazkeras des Be-

schwerdeführers und der Beschwerdeführerin zu den Akten.  

A.b Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac) 

ergab, dass ihnen am 27. Mai 2025 in Griechenland internationaler Schutz 

gewährt worden war. 

A.c Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und 

Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen vom 

28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen 

mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die grie-

chischen Behörden am 30. Juli 2025 um Rückübernahme der Beschwer-

deführenden. 

A.d Die griechischen Behörden stimmten dem Ersuchen am 3. August 

2025 zu und teilten mit, die Beschwerdeführenden seien am 27. Mai 2025 

in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt worden und verfügten über bis 

am 26. Mai 2028 gültige Aufenthaltsbewilligungen.  

B.  

Am 24. Juli 2025 (Beschwerdeführer) und am 7. August 2025 (Beschwer-

deführerin) wurde den Beschwerdeführenden im Rahmen eines persönli-

chen Gesprächs jeweils das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichtein-

tretensentscheid und zur Möglichkeit der Überstellung nach Griechenland 

gewährt. Im Kern machten die Beschwerdeführenden geltend, sie hätten 

in Griechenland keine Bekannten oder Verwandten. Ihr ursprüngliches Ziel 

sei es vielmehr gewesen, in die Schweiz zu gelangen, wo der Bruder des 

Beschwerdeführers lebe. Die Lebensbedingungen in Griechenland seien 

nicht so gut wie in der Schweiz. Konkret bemängelten sie die schlechte 

Verpflegung im griechischen Camp, da sie lediglich einmal täglich Essen 

erhielten. Zudem hätten sie keine Sprachkurse besuchen oder einer Ar-

beitstätigkeit nachgehen können. Die medizinische Versorgung der Be-

schwerdeführerin in Griechenland sei ungenügend gewesen. Auch die 

schulischen Angebote seien mangelhaft, weshalb die Kinder in 

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Seite 3 

Griechenland keine Zukunftsperspektiven hätten. Sie hätten gehört, dass 

es in der Schweiz gute Möglichkeiten für die Kinder gebe, dass sie zur 

Schule gehen könnten und man hier Geld bekomme. Zur aktuellen gesund-

heitlichen Situation befragt, gab der Beschwerdeführer an, ihm gehe es 

gut. Die Beschwerdeführerin erklärte, sie sei schwanger und leide daher 

unter Schwindelanfällen und Übelkeit. Die Kinder seien gesund. 

C.  

C.a Am 5. November 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf an die Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden zur Stel-

lungnahme.  

C.b In der gleichentags eingereichten Stellungnahme wurde zusammen-

fassend ausgeführt, bei den Beschwerdeführenden handle es sich um vul-

nerable Personen, für welche eine Wegweisung nach Griechenland grund-

sätzlich unzumutbar sei, wenn nicht begünstigende Umstände vorlägen. 

Im vorliegenden Fall könne nicht von begünstigenden Umständen gespro-

chen werden. Die Beschwerdeführenden hätten sich nur für wenige Tage 

nach Erhalt des Schutzstatus in Griechenland aufgehalten, verfügten über 

keinerlei Griechischkenntnisse und auch keine Arbeitserfahrung nach Er-

halt des Schutzstatus. Es könne auch nicht von einem tragfähigen familiä-

ren oder sozialen Netz ausgegangen werden. Die Wahrscheinlichkeit sei 

demnach gross, dass sie bei einer Rückkehr in eine existenzielle Notlage 

geraten würden, umso mehr angesichts der baldigen Geburt des vierten 

Kindes. Unter diesen Umständen könne nicht erwartet werden, dass die 

Beschwerdeführerin bei der Bestreitung des Lebensunterhalts mitwirke. 

Mangels staatlicher Unterstützung sei keinesfalls sichergestellt, dass die 

Familie in Griechenland wieder Fuss fassen könne und lückenlos eine Un-

terkunft, medizinische Versorgung und finanzielle Mittel haben werde. Die 

Beschwerdeführenden hätten dargelegt, dass sie alles in ihrer Macht Ste-

hende unternommen hätten, um in Griechenland Unterstützung zu erhal-

ten, die ihnen jedoch verwehrt blieb. Der Vollzug der Wegweisung sei somit 

als unzumutbar einzustufen.  

D.  

Mit Verfügung vom 6. November 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG auf die 

Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete die Wegwei-

sung aus der Schweiz sowie den Vollzug an, forderte sie auf, die Schweiz 

am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen und hän-

digte ihnen die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. 

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Seite 4 

E.  

Mit Eingabe vom 13. November 2025 erhoben die Beschwerdeführenden  

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung und 

beantragten, diese sei vollumfänglich aufzuheben und die Vorinstanz sei 

anzuweisen, auf die Asylgesuche einzutreten, eventualiter sei ihnen die 

vorläufige Aufnahme zu gewähren; subeventualiter sei die Sache zur Neu-

beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; sub-subeventualiter seien 

spezifische Garantien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine 

angebrachte Unterbringung und medizinische Versorgung sicherzustellen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, der Vollzug der Wegwei-

sung sei superprovisorisch auszusetzen und der Beschwerde sei die auf-

schiebende Wirkung zu gewähren. Zudem ersuchten sie um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses.  

F.  

Am 14. November 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übrigen 

Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG], und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind offensichtlich 

erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.2  

Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu 

(Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM hat diese nicht entzogen. Damit erüb-

rigen sich die Anträge der Beschwerdeführenden betreffend Aussetzung 

des Vollzugs und Erteilung der aufschiebenden Wirkung. 

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

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Seite 5 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht 

auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

2.3 Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft. 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels behandelt wird und 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 In der Beschwerde wird die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

beantragt und damit begründet, das SEM habe die konkrete Situation der 

Familie «nicht genug untersucht». Ein pauschaler Verweis auf Griechen-

land als sicheren Drittstaat genüge nicht bei der umfangreichen Beweis-

lage für Menschenrechtsverletzungen. 

4.2 Die Vorinstanz hat sich in der angefochtenen Verfügung mit der allge-

meinen Situation von Personen mit Schutzstatus in Griechenland einläss-

lich auseinandergesetzt. Ausserdem hat sie unter Bezugnahme auf die vor-

handenen Akten und die Schilderungen der Beschwerdeführenden deren 

individuelle Situation und insbesondere auch den medizinischen Sachver-

halt (vgl. SEM-Akten […]-45/2) rechtsgenüglich abgeklärt. Weiter wurde in 

der angefochtenen Verfügung eine Einzelfallprüfung vorgenommen und 

hinreichend nachvollziehbar aufgezeigt, von welchen Überlegungen sich 

die Vorinstanz leiten liess (vgl. angefochtene Verfügung, insbesondere S. 

6 ff.). Dabei durfte sich die Vorinstanz auf die wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken (BGE 143 III 65 E. 5.2), was sie vorliegend getan hat. So sind 

den vorinstanzlichen Erwägungen detaillierte Ausführungen zur Situation 

und zu den Möglichkeiten der Beschwerdeführenden in Griechenland so-

wie der medizinischen Versorgung vor Ort zu entnehmen. Dass die Be-

schwerdeführenden die Auffassung und Schlussfolgerungen des SEM 

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Seite 6 

nicht teilen, stellt keine Verletzung der Untersuchungspflicht dar, sondern 

betrifft die materielle Beurteilung der vorgebrachten Vollzugshindernisse. 

4.3 Die formellen Rügen erweisen sich nach dem Gesagten als unbegrün-

det. Das entsprechende Subeventualbegehren ist daher abzuweisen. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, die 

Beschwerdeführenden seien im sicheren Drittstaat Griechenland als 

Flüchtlinge anerkannt und Griechenland habe ihrer Rückübernahme zuge-

stimmt. Sie könnten dorthin zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in 

Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips befürchten zu müssen. Es sei 

daher in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht auf ihre Asyl-

gesuche einzutreten. Unter Verweis auf die Praxis des Bundesverwal-

tungsgerichts führte das SEM sodann aus, es könne weiterhin davon aus-

gegangen werden, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland 

für anerkannte Schutzberechtigte grundsätzlich zulässig und zumutbar sei. 

Allein die Tatsache, dass es sich bei den Beschwerdeführenden um eine 

Familie handle und die Lebensbedingungen in Griechenland anerkannter-

massen schwierig seien, reiche nicht aus, um die Unzumutbarkeit des Voll-

zugs der Wegweisung von vornherein zu begründen. Sämtliche Familien-

mitglieder seien gesund und auch die Schwangerschaft der Beschwerde-

führerin stehe einem Vollzug der Wegweisung nicht entgegen. In Bezug 

auf die Kinder sei auf die bestehende Schulpflicht in Griechenland zu ver-

weisen. Die Beschwerdeführenden hätten in Griechenland nicht sämtliche 

Möglichkeiten ausgeschöpft, um die von Ihnen bemängelte Situation lang-

fristig zu verbessern. Ihre Angaben liessen vielmehr darauf schliessen, 

dass Griechenland für sie lediglich ein Transitland gewesen sei. In einer 

Gesamtwürdigung sei nicht davon auszugehen, dass sie bei ihrer Rück-

kehr nach Griechenland trotz den ihnen zumutbaren Anstrengungen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten 

würden, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnten. Allfällige Hin-

dernisse hinsichtlich ihrer Integration in Griechenland erscheinen bei zu-

mutbarer Eigeninitiative insgesamt nicht unüberwindbar. Auch das Fehlen 

eines familiären oder sozialen Netzes in Griechenland spreche bei ihnen 

als gesunden Eltern mit gesunden Kindern nicht gegen die Zumutbarkeit 

der Wegweisung nach Griechenland.  

5.2 Dem hielten die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde, nebst der 

Wiederholung ihrer Vorbringen und allgemeinen Ausführungen zur schwie-

rigen Situation von Schutzberechtigten in Griechenland, im Wesentlichen 

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entgegen, ihre Rückführung sei mit den internationalen Verpflichtungen der 

Schweiz nicht vereinbar, weshalb auf ihr Asylgesuch einzutreten sei. Sie 

hätten in Griechenland ohne irgendeine Form von Unterstützung gelebt, 

obwohl sie viele Anstrengungen unternommen hätten. In Deutschland, 

Frankreich und den Niederlanden seien Rückführungen nach Griechen-

land bei Schutzberechtigten als unzulässig bewertet worden. In Griechen-

land hätten sie weder einen sicheren Ort zum Leben noch Zugang zu me-

dizinischer Versorgung. Eine Rückführung würde auch die grundlegenden 

Rechte ihrer Kinder verletzen.  

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten, wenn die asylsuchende Person in einen gemäss Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in wel-

chem sie sich vorher aufgehalten hat.  

6.2 Den Akten zufolge wurden die Beschwerdeführenden in Griechenland 

als Flüchtlinge anerkannt; sie verfügen über gültige griechische Aufent-

haltsbewilligungen. Zudem haben die griechischen Behörden ihrer Rück-

übernahme vorbehaltlos zugestimmt. Es ist ohne Weiteres davon auszu-

gehen, dass sie nach Griechenland zurückkehren und sich dort legal auf-

halten können. 

6.3 Griechenland ist ein EU-Mitgliedstaat und gilt gemäss einem – bisher 

nicht revidierten – Beschluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007 als 

sicherer Drittstaat im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG. Dass die Be-

schwerdeführenden gemäss ihren Ausführungen in der Rechtsmittelein-

gabe Griechenland nicht als sicheren Drittstaat betrachten, ändert daran 

nichts. 

6.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten. 

Die in der Rechtsmitteleingabe zitierten Urteile des Gerichtshofs der Euro-

päischen Union (EuGH) und deutscher Verwaltungsgerichte vermögen 

diese Einschätzung nicht in Frage zu stellen. Ob eine Rückführung nach 

Griechenland rechtmässig ist, wird gemäss Praxis des Bundesverwal-

tungsgerichts im Rahmen der Prüfung des Wegweisungsvollzugs beurteilt. 

 

 

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Seite 8 

7.  

7.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt 

dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den ge-

setzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG, 

Art. 83 Abs. 1 AIG). Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, andernfalls wenigstens glaubhaft zu 

machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG 

kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer sodann unzumutbar 

sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter 

Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

8.2.2 Zugunsten sicherer Drittstaaten wie Griechenland besteht die gesetz-

liche Vermutung, dass diese ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen – da-

runter im Wesentlichen das Refoulement-Verbot und grundlegende men-

schenrechtliche Garantien – einhalten. Zwar anerkennt das Bundesverwal-

tungsgericht, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für dort aner-

kannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens 

schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung beschwerlich gestaltet. Ge-

mäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer Situation auszugehen, in 

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Seite 9 

der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende 

Behandlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. 

das Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 

2022, E. 11.2). 

Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-

Staat sodann vermutungsweise zumutbar. Im Referenzurteil E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 hielt das Bundesverwaltungsgericht fest, 

dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

nach Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen gilt, wie 

zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen leiden, welche 

nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind. Familien mit Kin-

dern gelten ebenfalls als vulnerabel; bei ihnen erachtet das Bundesverwal-

tungsgericht den Vollzug der Wegweisung nur dann als zumutbar, wenn 

günstige Voraussetzungen oder Umstände vorliegen. In jedem Fall sind im 

Rahmen der Abwägung sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu 

berücksichtigen, darunter Alter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremd-

sprachenkenntnisse und Berufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob 

und inwieweit sie eigene, ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen 

beziehungsweise versucht haben, in Griechenland Hilfe in Anspruch zu 

nehmen. Allein die Tatsache, dass sich die bisherige Integration in Grie-

chenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegweisung 

noch nicht unzumutbar erscheinen. Entscheidend ist, ob die betroffenen 

Personen bei einer Rückkehr trotz zumutbarer Anstrengungen mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten würden, 

die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnten (vgl. a.a.O. E. 11.5.1 und 

11.5.2). 

Im Referenzurteil D-2590/2025 vom 11. September 2025 präzisierte das 

Gericht die Praxis betreffend den Wegweisungsvollzug von Familien mit 

Kindern nach Griechenland und hielt diesbezüglich fest, dass die Bedin-

gungen für Familien mit Kindern, die in Griechenland internationalen 

Schutz erhalten haben, nach wie vor schwierig sind. Insbesondere sind die 

Hürden hoch, eine angemessene und dauerhafte Unterkunft zu finden. 

Trotzdem können auch von Familien mit Kindern konkrete Anstrengungen 

erwartet werden, sich in Griechenland zu integrieren und sich dort eine 

Existenz aufzubauen. Vor diesem Hintergrund kommt das Gericht zum 

Schluss, dass der Wegweisungsvollzug nur dann als unzulässig bezie-

hungsweise unzumutbar zu erachten ist, wenn es den Familienmitgliedern 

trotz glaubhafter, konkreter Anstrengungen und unter Ausschöpfung der 

vorhandenen Ressourcen nicht gelungen ist, in Griechenland eine 

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Seite 10 

menschenwürdige Existenz respektive eine Existenzgrundlage im Sinne 

von Art. 83 Abs. 4 AIG aufzubauen (vgl. a.a.O. E. 8 und 9, insbes. E. 9.8). 

8.2.3 Im vorliegenden Fall gelingt es den Beschwerdeführenden nicht auf-

zuzeigen, dass es ihnen trotz zumutbarer Anstrengungen und unter Aus-

schöpfung der vorhandenen Ressourcen nicht gelungen ist, sich in Grie-

chenland eine menschenwürdige Existenz aufzubauen. So sind den Akten 

keine genügenden, auf einen langfristigen Aufenthalt in Griechenland aus-

gerichteten Bemühungen ihrerseits zu entnehmen. Vielmehr ist in Überein-

stimmung mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass sie nie beabsichtigt 

hatten, in Griechenland überhaupt Fuss zu fassen und sich dort zu integ-

rieren. Entsprechend gaben die Beschwerdeführenden anlässlich ihres 

Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat an, ihr Ziel sei von 

Anfang an die Schweiz gewesen. Auch haben sie sich nach Erhalt des Auf-

enthaltstitels weder an staatliche Stellen ausserhalb ihrer Unterkunft noch 

an karitative Einrichtungen gewandt; vielmehr reisten sie kurz nach dem 

Verlassen des Flüchtlingscamps von Griechenland in die Schweiz aus. 

Auch auf Beschwerdeebene vermögen sie nicht darzutun, dass sie sich in 

Griechenland langfristig um eine Verbesserung ihrer Situation bemüht hät-

ten. 

Es ist zwar nicht in Abrede zu stellen, dass eine Eingliederung in Griechen-

land für Personen mit Schutzstatus möglicherweise mit nicht zu verken-

nenden Erschwernissen verbunden sein kann. Diese erscheinen aber vor-

liegend nicht als unüberwindbar. Es darf von den Beschwerdeführenden 

erwartet werden, dass sie sich um das Erlernen der Landessprache bemü-

hen und sich bei Unterstützungsbedarf, beispielsweise bei der Wohnungs- 

und Arbeitssuche, an die griechischen Behörden wenden. Nichtregierungs-

organisationen können in dieser Hinsicht behilflich sein. Ferner ist mit der 

Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass es den Beschwerdeführenden in der 

Vergangenheit offenbar gelungen ist, während ihrer Aufenthalte in 

F._______, im G._______ und in der H._______ ihre Existenz zu sichern. 

Es ist nicht ersichtlich, weshalb dies ihnen nicht auch in Griechenland mög-

lich sein sollte, zumal sie ihre Handlungsfähigkeit bereits bewiesen haben 

und in der Lage waren, mit den griechischen Migrationsbehörden zwecks 

Ausstellung der notwendigen Reisedokumente in Kontakt zu treten, die 

Weiterreise in die Schweiz zu organisieren und auch die finanziellen Mittel 

für die Reise aufzubringen. Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern eine 

Rückführung der Kinder nach Griechenland, das sich völkerrechtlich zur 

Einhaltung der Kinderrechtskonvention verpflichtet hat, deren grundle-

gende Rechte verletzen sollte, zumal die Kinder nicht von ihren Eltern 

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Seite 11 

getrennt werden, sondern mit diesen zusammen ausreisen. Das Bundes-

verwaltungsgericht hat denn auch in mehreren Urteilen die Wegweisung 

von Familien mit Schutzstatus in Griechenland als zulässig und zumutbar 

qualifiziert und entsprechende Nichteintretens- und Wegweisungsverfü-

gungen der Vorinstanz bestätigt (vgl. u.v. Urteile des BVGer E-2365/2025 

vom 10. Juli 2025; D-3905/2025 vom 4. Juni 2025; D-2415/2025 vom 15. 

April 2025 sowie D-2088/2025 vom 3. April 2025). 

Die Beschwerdeführenden sind sodann gesund. Auch die Schwanger-

schaft der Beschwerdeführerin steht einem Wegweisungsvollzug nicht ent-

gegen, zumal den Akten keine Hinweise dafür zu entnehmen sind, dass 

diesbezüglich Komplikationen aufgetreten sind. Die Schwangerschaft 

könnte höchstens die Reisefähigkeit tangieren, welche im Zeitpunkt der 

tatsächlichen Überstellung konkret abzuklären ist. 

Nach dem Gesagten gibt es keine konkreten Anhaltspunkte für die An-

nahme, den Beschwerdeführenden drohe im Fall einer Rückkehr nach 

Griechenland das hohe Risiko einer unmenschlichen oder erniedrigenden 

Behandlung; auch ist nicht davon auszugehen, sie würden in Griechenland 

zwangsläufig in eine existenzielle oder medizinische Notlage geraten. 

Folglich gelingt es ihnen nicht, die oben erwähnte Legalvermutung umzu-

stossen. 

Der Vollzug der Wegweisung ist demnach zulässig und zumutbar. 

8.3 Es besteht auch keine Veranlassung für die Einholung individueller Ga-

rantien betreffend Unterkunft und medizinische Versorgung (vgl. statt vieler 

das Urteil des BVGer D-2735/2025 vom 6. November 2025 E. 8.10 m.H.), 

womit der entsprechende Antrag abzuweisen ist. 

8.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als möglich, 

da die griechischen Behörden der Rückübernahme der Beschwerdefüh-

renden ausdrücklich zugestimmt haben und sie über bis am 26. Mai 2028 

gültige Aufenthaltsbewilligungen in Griechenland verfügen. 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt damit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

E-8738/2025 

Seite 12 

sowie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da sich die Begehren entsprechend den vorstehenden Erwä-

gungen von vornherein als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

erwiesen haben. 

10.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-

deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 1’000.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-8738/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Mara Urbani 

 

 

Versand: