# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 508c59f1-36ed-5234-8300-b6a2e1362490
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.05.2024 III 2023 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-125_2024-05-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 125
III 2023 131

Entscheid vom 15. Mai 2024

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. Gemeinde Wollerau, handelnd durch den Gemeinderat 
Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 8832 Wollerau,
Beschwerdeführerin im Verfahren III 2023 125,

2. B.________ AG,
3. C.________ AG,
4. D.________ AG,
5. E.________ AG,
6. F.________,
7. G.________,
8. H.________,

Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 und 
Beigeladene im Verfahren III 2023 125,
Ziffer 2 - 8 vertreten durch die C.________ AG, 
diese vertreten durch Rechtsanwalt Dr. I.________,

gegen

1. Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 
8832 Wollerau,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

2

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen in den Verfahren III 2023 125 und III 2023 131,

4. J.________ AG,

5. K.________,

6. L.________,
Beschwerdegegner in den Verfahren III 2023 125 und 
III 2023 131,
alle vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG M.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Quartiererschliessungs-
strasse)

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Sachverhalt:

A. Der Regierungsrat hat mit Beschluss (RRB) Nr. 664 vom 29. August 2017 
den Gestaltungsplan (GP) "N.________" in Wollerau genehmigt. Der GP-
Perimeter umfasst die Grundstücke KTN __1, __2, __3, __4 und __5. 

Die C.________ AG reichte dem Gemeinderat Wollerau am 17. Januar 2020 das 
Baugesuch für die Erstellung der Quartiererschliessungsstrasse "N.________" 
bzw. für die Verlängerung der O.________-strasse auf den Grundstücken KTN 
__1, __2, __3, __6 und __7 in Wollerau ein. Das Baugesuch wurde publiziert und 
öffentlich aufgelegt. Gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raument-
wicklung (ARE) vom 8. Mai 2020 hat der Gemeinderat Wollerau das Bauvorha-
ben mit Beschluss (GRB) Nr. 2020.178 vom 8. Juni 2020 unter Auflagen bewilligt 
und die von der J.________ AG (Eigentümerin von KTN __8, O.________-
strasse __9, Wollerau) am 13. Februar 2020 erhobene öffentlich-rechtliche Ein-
sprache abgewiesen. Der Regierungsrat hat diese Baubewilligung samt dem Ge-
samtentscheid des ARE auf Beschwerde der J.________ AG hin mit RRB 
Nr. 183 vom 16. März 2021 aufgehoben und die Sache zu ergänzenden Ab-
klärungen in Bezug auf die Lärmimmissionen sowie zur erneuten Publikation und 
öffentlichen Auflage an den Gemeinderat Wollerau zurückgewiesen. Dieser Ent-
scheid ist in Rechtskraft erwachsen.

B. Im Amtsblatt Nr. __ vom ____ 2021 (S. ____) hat der Gemeinderat das 
überarbeitete Projekt für die "Erschliessungsstrasse (Verlängerung O.________-
strasse, Projektänderung), O.________-strasse, N.________, Wollerau, 
KTN __1, __2 und __7, Koordinaten ______/______" publiziert und öffentlich 
aufgelegt. Hiergegen erhoben neben anderen die J.________ AG sowie 
K.________ und L.________ (Miteigentümer zu je ½ an KTN _10, O.________-
strasse _11, Wollerau) öffentlich-rechtliche Einsprache beim Gemeinderat Wol-
lerau. Am 29. Juni 2022 reichte die C.________ AG ein aktualisiertes Verkehrs- 
und Lärmgutachten der P.________ GmbH vom selben Tag (29.6.2022) ein. 

Gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 9. Dezember 2021 hat der 
Gemeinderat Wollerau mit GRB Nr. 2022.369 vom 21. November 2022 über die 
Einsprachen und das Baugesuch wie folgt entschieden:

1. Das Bauvorhaben wird mit Auflagen bewilligt. Die Bauausführung hat sich 
genau an die genehmigten Projektpläne vom 27.7.2021 zu halten. Jede 
Änderung bedarf der Genehmigung der Bewilligungsbehörde (…). 

2.-5. (Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheids des ARE, der Stellungnahme 
der SOB [Südostbahn] AG vom 6.9.2021, der Stellungnahme des 
Bundesamtes für Strassen ASTRA vom 7.2.2020 sowie der Stellungnahme 
des Bezirkes Höfe vom 1.9.2021).

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6. Die Einsprachen der J.________ AG, (…), L.________ und K.________ 
sowie (…) werden im Sinne der Erwägungen abgewiesen, sofern darauf 
einzutreten ist. (…).

7. (Baurechtliche Auflage Kanton, Amt für Gewässer).

8. Bezüglich der zulässigen Anzahl Fahrzeugabstellplätze im Gestaltungsplan 
"N.________" wird gegenüber Art. 9 Abs. 1 der Sonderbauvorschriften (SBV) 
nachfolgende Änderung bzw. Präzisierung eingeführt:

lm Gestaltungsplan "N.________" dürfen anstelle der maximal definierten 490 
Fahrzeugabstellplätze nicht mehr Fahrzeugabstellplätze realisiert werden, als 
gemäss Lärmgutachten von P.________ AG vom 16.6.2021 zugrunde liegen. 
Die maximale Anzahl Fahrzeugabstellplätze darf demnach nicht mehr als 438 
Parkplätze betragen.

9.-19. (Allgemeine sowie spezifische Auflagen und Nebenbestimmungen, 
Baufreigabe, Gebühren und Kosten, Geltungsdauer, Rechtsmittelbelehrung, 
Zustellung). 

C. Gegen diesen GRB Nr. 2022.369 vom 21. November 2022 sowie den Ge-
samtentscheid vom 9. Dezember 2021 erhoben die je vom gleichen Rechtsan-
walt vertretenen J.________ AG (Verfahren I [VB 261/2022]) sowie K.________ 
und L.________ (Verfahren II [VB 262/2022]) mit weitgehend identischen Einga-
ben vom 19. Dezember 2022 Beschwerde beim Regierungsrat mit den folgenden 
Anträgen: 

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates Wollerau vom 21. November 2022 
(Baubewilligung zum Baugesuch 2020.004) und der integrierte kantonale 
Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 9. Dezember 2021 
(B2021-1207/B2020-0076) aufzuheben und es sei die Baubewilligung nicht zu 
erteilen und das Baugesuch abzuweisen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen 
zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der 
Beschwerdegegnerin, eventualiter zu Lasten der Vorinstanzen.

Zudem stellten sie je folgenden prozessualen Antrag:

1. Es sei der Beschwerdeführerin [bzw. den Beschwerdeführern] vollumfängliche 
Einsicht in die vorinstanzlichen Akten zu gewähren und Frist zur 
Beschwerdeergänzung und Stellungnahme anzusetzen.

Am 12. April 2023 stellte die J.________ AG folgenden ergänzenden Antrag:

4. Eventualiter sei die Höchstgeschwindigkeit auch auf der bereits bestehenden 
O.________-strasse auf maximal 30 km/h zu beschränken.

Den gleichen ergänzenden Antrag sowie folgenden zusätzlichen Antrag stellten 
am 12. April 2023 auch K.________ und L.________:

5. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, südlich entlang der 
bestehenden O.________-strasse eine Lärmschutzwand mit einer Höhe von 

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mindestens 2 Metern (insbesondere im Bereich der O.________-strasse 
28/30/32/34) auf Kosten der Beschwerdegegnerin zu erstellen.

Mit beiden Eingaben wurde zudem der folgende Verfahrensantrag gestellt:

2. Es sei das vorliegende Verfahren mit dem Verfahren VB 262/2022 sowie mit 
sämtlichen Verfahren betreffend Hochbauten, welche beim Regierungsrat 
rechtshängig sind, zu vereinen.

D. Mit RRB Nr. 492/2023 vom 4. Juli 2023 entschied der Regierungsrat wie 
folgt:

1. Die Beschwerden I und ll werden gutgeheissen, soweit darauf eingetreten 
wird. Der Beschluss Nr. 2022.369 der Vorinstanz 1 [d.h. Gemeinderat] vom 
21. November 2022 und der Gesamtentscheid der Vorinstanz 2 vom 
9. Dezember 2022 werden aufgehoben und die Sache wird im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz 1 zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 3000.-- 
werden je zur Hälfte (je Fr. 1500.--) der A.________ und den 
Beschwerdegegnern (diesen unter solidarischer Haftung) auferlegt. (…).

3. Der Beschwerdeführerin I und den Beschwerdeführern ll werden 
Parteientschädigungen von je Fr. 900.-- (insgesamt Fr. 1800.--) 
zugesprochen, welche je zur Hälfte von der A.________ und von den 
Beschwerdegegnern (diese unter solidarischer Haftung) zu tragen sind. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). 

E.1 Gegen diesen RRB Nr. 492/2023 (Versand am 11.7.2023) erhebt die 
A.________ mit Eingabe vom 25. Juli 2023 (Postaufgabe gleichentags) fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgen-
den Anträgen (Verfahren III 2023 125):

Der Beschwerdeentscheid des Regierungsrates des Kantons Schwyz Nr. 492/2023 
vom 4. Juli 2023 betreffend Baubewilligung für die Erschliessung des Areals 
"N.________" Wollerau sei aufzuheben und es sei dementsprechend der 
Beschluss des Gemeinderates Wollerau Nr. 2022.369 vom 21. November 2022 zu 
bestätigen.

Unter Entschädigungsfolgen für beide Beschwerdeverfahren zulasten des Kantons 
Schwyz und der Beschwerdegegner.

E.2 Mit Eingabe vom 2. August 2023 (Postaufgabe gleichentags) erheben auch 
die B.________ AG, C.________ AG, D.________ AG, E.________ AG sowie 
F.________, G.________ und H.________ fristgerecht Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde gegen den RRB Nr. 492/2023 vom 4. Juli 2023 mit den folgenden An-
trägen (Verfahren III 2023 131):

l. Anträge

1. Der Beschluss Nr. 492/2023 des Regierungsrates vom 4. Juli 2023 sei 
aufzuheben und die Baubewilligung sei zu erteilen.

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2. Eventualiter sei der Beschluss Nr. 492/2023 des Regierungsrates vom 4. Juli 
2023 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen 
zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. gesetzlicher MwSt.) zu Lasten 
der Vorinstanzen und der Beschwerdegegner.

ll. Verfahrensanträge

1. Es sei ein Augenschein vor Ort mit anschliessender öffentlicher Verhandlung 
durchzuführen.

2. Es seien die vorinstanzlichen Akten beizuziehen.

F. Mit einer für die beiden Verfahren gemeinsamen Eingabe vom 9. August 
2023 verweist das ARE namentlich auf seine Vernehmlassung im regierungsrät-
lichen Beschwerdeverfahren vom 20. Januar 2023 samt Mitbericht des Amtes für 
Umwelt und Energie vom 5. Januar 2023 und erklärt im Übrigen seinen Verzicht 
auf "eine Antragsstellung zu den beiden (zu vereinigenden) Verwaltungsgerichts-
beschwerden". 

Mit separaten Eingaben vom 22. August 2023 beantragt das Sicherheitsdepar-
tement die Vereinigung der beiden Verfahren sowie deren Abweisung unter Kos-
tenfolge zulasten der Beschwerdeführer, soweit überhaupt darauf eingetreten 
werden könne. 

Der Gemeinderat Wollerau erklärt mit Eingabe vom 6. September 2023 im Ver-
fahren III 2023 131 unter Verweis auf seine eigene Beschwerde vom 25. Juli 
2023 (III 2023 125) Verzicht auf eine Stellungnahme und beantragt die Gutheis-
sung der Beschwerde (III 2023 131). 

Mit Vernehmlassung vom 17. August 2023 beantragen die B.________ AG und 
Mitbeteiligte (Beschwerdeführer des Verfahrens III 2023 131) die Gutheissung 
der Beschwerde der Gemeinde vom 25. Juli 2023 (III 2023 125), die Aufhebung 
des angefochtenen RRB Nr. 492/2023 vom 4. Juli 2023 sowie die Bestätigung 
des GRB Nr. 2022.369 vom 21. November 2022 inklusive des dazugehörigen 
Gesamtentscheids des ARE, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. ge-
setzliche MwSt.) zulasten der Vorinstanz und der Beschwerdegegner.

Die Beschwerdegegner stellen mit für die beiden Verfahren separaten Vernehm-
lassungen vom 9. Oktober 2023 folgende gleichlautende Anträge:

1. Es sei die Beschwerde der A.________ vom 25. Juli 2023 [bzw. im Verfahren 
III 2023 131: "die Beschwerde vom 2. August 2023"] abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen 
zurückzuweisen.

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3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der 
Beschwerdeführerin [bzw. "der Beschwerdeführer"], eventualiter zulasten der 
Vorinstanzen.

G.1 Mit Schreiben vom 10. Oktober 2023 stellte das Verwaltungsgericht den 
Verfahrensbeteiligten die Vernehmlassungen zu, teilte ihnen den für den Augen-
schein vorgesehenen Termin mit und legte die aufgrund der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung möglichen Modalitäten des Augenscheins samt Fortsetzung des 
Verfahrens (Stellungnahmen zum Augenschein; Repliken/Dupliken; öffentliche 
Verhandlung) dar. 

G.2 Mit Schreiben vom 11. Oktober 2023 teilt das ARE seinen Verzicht auf die 
Teilnahme am Augenschein mit, ebenso das Sicherheitsdepartement am 27. No-
vember 2023.

Die Gemeinde erklärt mit Schreiben vom 13. Oktober 2023, sie möchte zum Au-
genscheinprotokoll eine schriftliche Stellungnahme abgeben können, wobei die 
Replik bzw. Duplik mit dieser Stellungnahme kombiniert werden könne. 

Die Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 bestätigen mit E-Mail vom 
20. Oktober 2023, dass der für den Augenschein vorgesehene Termin in Ord-
nung gehe. 

G.3 Mit Verfügung vom 23. Oktober 2023 (Versand) lud der verfahrensleitende 
Richter die Verfahrensbeteiligten auf den Mittwoch, 29. November 2023, zum 
Augenschein auf dem GP-Areal vor. Die Vorladung war mit der Anordnung ver-
bunden, dass ohne gegenteilige Mitteilung bis spätestens 6. November 2023 da-
von ausgegangen werde, dass einerseits die Verfahrensbeteiligten damit einver-
standen seien, dass die Stellungnahme zum Protokoll des Augenscheins mit den 
Repliken sowie den anschliessenden Dupliken zusammengelegt werde, und 
dass anderseits die Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 auf die Durch-
führung der ebenfalls beantragten öffentlichen Verhandlung verzichten und sich 
mit der schriftlichen Fortsetzung des Verfahrens einverstanden erklärten.

H. Am 29. November 2023 wurde der Augenschein durchgeführt. 

I. Auf Ersuchen des Verwaltungsgerichts edierte die Gemeinde weitere Un-
terlagen.

J. Die Beschwerdeführerin (Gemeinde) im Verfahren III 2023 125 sowie die 
Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 replizieren mit Eingabe vom 16. Fe-
bruar 2024 bzw. 19. Februar 2024. Die Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 
131 haben keine Bemerkungen zum Protokoll des Augenscheins vom 29. No-

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vember 2023 (Replik S. 3 Ziff. III). Die Gemeinde weist daraufhin, dass das Au-
genscheinprotokoll S. 4 Ziff. 3 sowie S. 5 Ziff. 5 fälschlicherweise von 
"Q.________" statt recte "R.________" spricht. 

K. Das Sicherheitsdepartement hält mit Duplik vom 11. März 2024 an den mit 
der Vernehmlassung vom 22. August 2023 gestellten Anträgen fest. Ebenso hal-
ten die Beschwerdegegner mit Duplik vom 22. April 2024 an den mit ihrer Stel-
lungnahme vom 9. Oktober 2023 gestellten Anträgen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das GP-Areal "N.________" (nachstehend auch kurz: GP) umfasst eine 
Fläche von rund 5.6 ha und liegt am westlichen Siedlungsrand von Wollerau. Es 
umfasst (von Westen nach Osten) die Parzellen KTN __5, KTN __1, KTN __2, 
KTN __3 sowie KTN __4. Mittlerweile wurden ab diesen Grundstücken - im Be-
reich westlich der nördlichen Kurve der geplanten Quartiererschliessungsstrasse 
(bzw. nachstehend: Verlängerung der O.________-strasse) - eine Parzelle 
KTN __6 (790 m2; gemäss Angaben am Augenschein gedacht als zentraler Platz 
mit Raum für eine allfällige Buswendeschleife) sowie die (Erschliessungs-
)Strassenparzelle KTN __7 (4'568 m2) abgetrennt. 

Im Norden grenzt das GP-Areal an die Autobahn A3 und im Süden ans Trassee 
der SOB. 

Das GP-Areal wird über die nördlich der Autobahn A3 verlaufende O.________-
strasse erschlossen, die im Bereich der Parzelle KTN __2 (d.h. leicht östlich der 
Mitte der nördlichen Begrenzung des GP-Areals) die Autobahn A3 unterquert. 
Die bestehende O.________-strasse (bis zur Unterführung der A3) ist im kom-
munalen Erschliessungsplan als bestehende Groberschliessungsstrasse darge-
stellt und entsprechend ausgebaut (Planungsbericht GP "N.________" vom 
31.8.2015 [nachfolgend: Planungsbericht], S. 8 Ziff. 2.1; vgl. S. 24 Ziff. 5.1). Der 
Situationsplan stellt im Gebiet N.________ laut dem Planungsbericht (ebenda) 
die Lage der geplanten S.________-strasse (nach damaliger Bezeichnung) dar. 
Die im Situationsplan bezeichnete Strassenbaulinie bezweckt die Sicherstellung 
der Strassenerschliessung des GP-Gebiets und die Trasseesicherung der 
S.________-strasse (bzw. Verlängerung der O.________-strasse) im Gebiet 
"N.________" (Art. 8 Abs. 1 Sonderbauvorschriften [SBV] vom 31.8.2015 rev. 
20.9.2017). Gemäss dem GP-Genehmigungsbeschluss (RRB Nr. 664/2017) vom 
29. August 2017 (E. 2.9) kann davon ausgegangen werden, dass die Vorausset-
zungen für eine hinreichende Erschliessung nach Art. 65 Abs. 7 des kommuna-

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len Baureglements (BauR) vom 3. Februar 2010 erfüllt werden können. Die ab-
schliessende Beurteilung wurde explizit dem Baubewilligungsverfahren vorbehal-
ten. 

Die bestehenden Gebäude im Gebiet "N.________" (namentlich auf KTN _12, 
_13, _14) werden aktuell über die südlich der SOB-Linie verlaufende und diese 
im Bereich des Endes der geplanten Verlängerung der O.________-strasse (Be-
reich Wendeschleife) querende N.________-strasse erschlossen. Die Weiter-
führung der S.________-strasse sowie die Erstellung einer allfälligen Fussgän-
gerunterführung unter der SOB-Linie für den Anschluss der südlich der SOB-
Linie und ausserhalb des GP-Perimeters liegenden Gebiete sind nicht Gegen-
stand des GP (Planungsbericht S. 24 Ziff. 5.1). 

Der GP-Perimeter ist in die Baubereiche R [Riegelbaute] 1 bis R10 (nördlicher 
und östlicher Bereich) sowie P [Punktbaute] 1 bis P4 (südwestlicher Bereich; 
gemäss RRB Nr. 664/2017 vom 29.8.2017 Ziff. 1.4 Baubereiche P1 bis P5, doch 
vgl. Planungsbericht, S. 20 Ziff. 4.1.1 sowie Art. 4 SBV) gegliedert. 

In den Baubereichen gelten maximale Vollgeschosszahlen von drei bis vier Ge-
schossen (Art. 4 Abs. 4 SBV). Innerhalb der Baubereiche sind maximal 20 % der 
zulässigen Bruttogeschossflächen (total 30'500 m2, vgl. Art. 5 Abs. 3 SBV) für 
gewerbliche Nutzungen zulässig, wobei die Gewerbeanteile innerhalb des Peri-
meters frei transferiert werden dürfen (Art. 5 Abs. 2 SBV). Gemäss Art. 9 Abs. 1 
SBV sind im GP-Perimeter höchstens 490 Abstellplätze für Motorfahrzeuge 
zulässig (vgl. Planungsbericht S. 26 Ziff. 5.2). 

1.2 Der Gemeinderat führte in seiner Baubewilligung (GRB 2022.369) vom 
21. November 2022 im Wesentlichen aus, beim vorliegenden Strassenprojekt zur 
Erschliessung des Baugebiets der "N.________" handle es sich um die Fortset-
zung der bestehenden O.________-strasse, welche von Osten an das Baugebiet 
heranführe. Diese bestehende O.________-strasse sei eine Gemeindestrasse, 
womit die erforderlichen Weg-, Anschluss- und Durchleitungsrechte eingeräumt 
seien. Das Areal sei hinreichend erschlossen (E. 1.4, E. 2.6). Die Linienführung 
der neuen Erschliessungstrasse entspreche dem im rechtskräftigen GP gesicher-
ten Trassee. Die Länge betrage rund 450 m. Die Strasse werde neu auf der gan-
zen Länge zweispurig mit einer Fahrbahnbreite von mindestens 5.60 m ausge-
baut. Am Ende der Quartierstrasse sei eine (Bus-/LkW-)Wendeschleife (vgl. Pla-
nungsbericht S. 18, S. 22 Ziff. 4.1.3, S. 25) mit einem Wendekreis von 9.0 m 
gemäss VSS-Norm SN 640 052 vorgesehen. Auf der gesamten Länge werde 
entlang der nördlichen bzw. westlichen Seite der Strasse ein 2.00 m breites Trot-
toir erstellt (E. 2.1). Die Platzgestaltung an zentraler Stelle des GP sowie die dort 
vorgesehene Bushaltestelle seien nicht Gegenstand des vorliegenden Bauge-

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suchs (E. 2.2). Das Orts- und Landschaftsbild werde durch den Strassenkörper 
nicht wesentlich tangiert. Das Strassenabwasser könne ohne Behandlung in den 
Vorfluter oder in das Meteorwassersystem eingeleitet werden. Die Entwässerung 
sei ansonsten gewährleistet (S. 4 E. 2.3). Die Anzahl der erforderlichen Fahrzeu-
gabstellplätze liege zwischen 336 und 490. Das Verkehrs- und Lärmgutachten 
von P.________ vom 29. Juni 2022 (nachstehend: Gutachten, Verkehrsgutach-
ten, Lärmgutachten) beziehe sich auf eine maximale Anzahl von 438 Parkplät-
zen. Dieser verbindliche Wert entspreche den Vorgaben des Gestaltungsplans. 
Die Zuweisung der Abstellplätze als private oder allgemeine Abstellplätze habe 
im Baubewilligungsverfahren für die Hochbauten zu erfolgen. Die für das Ver-
kehrs- und Lärmgutachten berücksichtigten Verkehrszahlen seien nicht zu bean-
standen (S. 5 E. 2.6). Die Lärmschutzbestimmungen würden eingehalten (S. 6 
Ziff. 2.6). Durch die Bauarbeiten verursachte Immissionen (Staub, Abgase etc.) 
seien Sache der Baustellenorganisation und nicht Bestandteil der Baubewilligung 
(S. 6 Ziff. 2.6). Die Frage, ob die kommunale Infrastruktur zur Aufnahme der Be-
wohner des GP-Areals genüge, sei nicht Verfahrensgegenstand (S. 6 Ziff. 2.6). 
Nachweise betreffend Entwässerung seien mit den Baugesuchen für die Hoch-
bauten vorzulegen (S. 6 Ziff. 2.6). 

1.3 Der Regierungsrat legte im angefochtenen Beschluss dar (E. 3), mit RRB 
Nr. 183 vom 16. März 2021 habe er unter anderem das Fehlen eines Lärmgut-
achtens und somit eine unvollständige Abklärung des rechtserheblichen Sach-
verhalts bemängelt. Zudem habe er den Gemeinderat angehalten, sich in einem 
Nachfolgeentscheid zur Frage zu äussern, ob die Verlängerung der O.________-
strasse nicht eigentlich eine (bzw. ein Teil einer) Groberschliessungsstrasse dar-
stelle. Zudem müsse auch darüber Aufschluss gegeben werden, ob das überge-
ordnete Strassennetz den durch die Überbauung "N.________" verursachten 
Mehrverkehr überhaupt noch zu fassen vermöge.

Zur Frage der Qualifikation der Verlängerung der O.________-strasse habe sich 
der Gemeinderat in der Baubewilligung vom 21. November 2022 nicht geäussert. 
Vernehmlassend erachte er sie am 30. Januar 2023 als eine Feinerschlies-
sungsstrasse, die durch die ebenfalls arealinternen Erschliessungen 
T.________-weg und U.________-rain ergänzt werde (E. 4).  

Die ursprünglich geplante S.________-strasse habe im Norden an die bestehen-
de O.________-strasse angeschlossen, S-förmig durch das Baugebiet 
N.________ geführt, dann den SOB-Bahnübergang unterquert und dort weiter in 
Richtung "V.________" geführt. Die nun geplante Verlängerung der O.________-
strasse folge dem ursprünglich geplanten Linienverlauf der S.________-strasse: 
sie schliesse an die bestehende O.________-strasse an, welche eine Grober-

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schliessungsstrasse für Langsamverkehr und öffentlichen Verkehr (öV) darstelle 
(rechtskräftiger Erschliessungsplan der Gemeinde vom 7.3.2010, genehmigt mit 
RRB Nr. 1069 vom 19.10.2010). Im GP-Areal fänden sich ansonsten bis auf eine 
geplante "Hauptleitung Elektrizität" keine Einträge. Beim SOB-Bahnübergang bei 
KTN 340 sei der geplante Anschlusspunkt der vormals geplanten "Basiser-
schliessungstrasse" (mutmasslich "R.________") eingetragen (E. 4.3). 

Der geplante Ausbaustandard deute auf eine Groberschliessung hin. Kein aus-
schlaggebendes Kriterium sei die Eigentümerschaft (E. 4.4). Angesichts der 
Grösse des zu erschliessenden Baugebietes, des Ausbaustandards der geplan-
ten Verlängerung der O.________-strasse und der Tatsache, dass diese nahtlos 
an die bestehende Groberschliessungsstrasse "O.________-strasse" anschlies-
se, sei davon auszugehen, dass es sich bei der "Verlängerung der O.________-
strasse" ebenfalls um eine Groberschliessungsstrasse handle. Ausserdem soll 
mit dem Strassenprojekt eine allfällige Weiterführung der Strasse bis zur 
X.________-strasse (Projekt S.________-strasse) sichergestellt werden. Es 
müsse daher zunächst die planungsrechtliche Grundlage im Erschliessungsplan 
der A.________ geschaffen werden, bevor das Baubewilligungsverfahren für die 
Strasse überhaupt durchgeführt werden könne. Die Beschwerden seien bereits 
aus diesem Grunde gutzuheissen (E. 4.5 f.). 

Der Gemeinderat habe sich auch nicht zur Frage geäussert, ob das übergeord-
nete Strassennetz den durch die Überbauung des GP-Areals entstehenden 
Mehrverkehr überhaupt noch aufnehmen könne. Mit der Vernehmlassung vom 
30. Januar 2023 bringe er nur vor, dass das Verkehrs- und Lärmgutachten vom 
29. Juni 2022 bestätigt habe, dass der Verkehr in Richtung W.________ abflies-
sen könne, ohne dass das Verkehrssystem kollabiere. Die Gemeinde wolle of-
fenbar weiterhin zusätzlichen Verkehr ins Dorfzentrum leiten, obwohl die 
O.________-strasse im rechtskräftigen kommunalen Erschliessungsplan lediglich 
als Groberschliessung für Langsamverkehr und öV eingetragen sei (E. 5.1). Auf 
jeden Fall müsse das Strassenprojekt "Verlängerung O.________-strasse" zu ei-
ner hinreichenden Erschliessung für die N.________ führen. Ob dies erfüllt sei, 
habe der Gemeinderat im Erschliessungsplanverfahren für die Groberschlies-
sungsstrasse "Verlängerung O.________-strasse" genau abzuklären (E. 5.2). 

In der Folge gab der Regierungsrat die Richtlinien vor, nach welchen diese Ab-
klärung zu erfolgen hat (E. 6), und setzte sich kritisch mit dem Verkehrs- und 
Lärmgutachten auseinander (E. 6.2 ff.). Wie bereits für den Gemeinderat (vgl. 
Baubewilligung vom 21.11.2022 S. 5 unten) sei auch für den Regierungsrat au-
genfällig, dass das Verkehrs- und Lärmgutachten teils nicht schlüssig und wider-
sprüchlich sei (E. 6.4). Es sei festzuhalten, dass der Kreisel W.________ in Wol-

12

lerau bereits heute an der Belastungsgrenze stehe bzw. diese teilweise über-
schreite. Mit dem Verkehr aus der N.________ werde diese Situation noch ver-
schärft, indem die Qualitätsstufe des Kreisels W.________ von D auf E herabge-
setzt werde. Der Gemeinderat gehe offenbar selber davon aus, dass der Kreisel 
W.________ bereits heute ungenügend leistungsfähig sei und lange Staus ver-
ursache. Der Kreisel W.________ werde sodann im Jahr 2030 auch ohne die 
Überbauung N.________ überlastet sein (E. 6.7).

Auch hinsichtlich der Lärmbelastung gehe eine eigentliche nachvollziehbare Be-
urteilung weder aus der Baubewilligung des Gemeinderates noch aus den Ver-
nehmlassungen hervor. Für den Regierungsrat sei der Widerspruch im Verkehrs- 
und Lärmgutachten evident. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Vor-
instanzen auf den Standpunkt stellten, dass sämtliche lmmissionsgrenzwerte 
eingehalten seien, wenn im Gutachten (auf S. 39) klar und deutlich festgehalten 
werde, dass die Immissionsgrenzwerte an mehreren Punkten überschritten seien 
(E. 7.3).

2.1 Die Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 
ist angesichts ihrer Eigentümerschaft an den Grundstücken im GP-Perimeter 
(vgl. SBV S. 2) unbestreitbar gegeben. 

2.2.1 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale 
Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der 
Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche Entschei-
dungsfreiheit einräumt (vgl. BGE 126 I 136 E. 2 mit Hinweisen). Der geschützte 
Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener 
kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der 
Anwendung des kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen. Der Schutz 
der Gemeindeautonomie setzt eine solche nicht in einem ganzen Aufgabenge-
biet, sondern lediglich im streitigen Bereich voraus (vgl. VGE III 2013 113 vom 
27.11.2013 E. 4.1; VGE III 2007 173 vom 24.1.2008 E. 1.1 f.; BGE 124 I 223 E. 
2b). 

Ob ein kantonales Vorgehen rechtens und mit der Gemeindeautonomie verein-
bar ist, ist nicht bei der Eintretensfrage, sondern im Rahmen der materiellen Be-
urteilung zu prüfen (vgl. dazu EGV-SZ 2007 B 8.2 bzw. VGE III 2007 25 vom 
19.4.2007 E. 1.3 mit Hinweisen auf ZBl 2003, S. 542; VGE III 2009 50 vom 
24.2.2010 E. 1.3; VGE 1008-1010/02 vom 20.1.2005 E. 3.3).

2.2.2 Gemäss § 15 Abs. 3 PBG sind die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Pla-
nungspflicht im Rahmen der Vorschriften und der übergeordneten Interessen des 
Bundes und des Kantons frei und es steht ihnen auch bei der Anwendung ihres 

13

kommunalen Rechts ein gewisser Spielraum zu. Daraus ergibt sich, dass den 
Schwyzer Gemeinden im Bereich des Bau- und Planungsrechts eine gewisse 
Autonomie zusteht (Urteil BGer 1C_2/2009 vom 19.6.2009 [i.Sa. B. vs. GR Wol-
lerau] E. 3.4), wobei auch die Handhabung der vorliegend umstrittenen kommu-
nalen Baureglementsbestimmung von Art. 24 Abs. 1 zum Autonomiebereich 
gehört.

Im Verwaltungsrechtspflegeverfahren geniesst der Autonomiebereich der Ge-
meinden gesetzlichen Schutz, indem § 46 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflege-
gesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 den kantonalen Behörden 
verwehrt, die Ermessensausübung der Bezirks- und Gemeindebehörden sowie 
der Organe kommunaler Zweckverbände einer Kontrolle zu unterziehen, soweit 
sie die Aufgaben im Rahmen ihrer Autonomie erfüllen. Die Beurteilung ist inso-
weit von der Autonomie geschützt, als das Resultat kein kantonales oder Bun-
desrecht tangiert (vgl. VGE III 2011 50 vom 31.5.2011 E. 2 mit Hinweisen). Der 
Regierungsrat hat sich insofern bei der Überprüfung im konkreten Einzelfall 
Zurückhaltung aufzuerlegen. Auch das Verwaltungsgericht hat die Gemeindeau-
tonomie zu respektieren (§ 55 Abs. 3 VRP i.V.m. § 46 Abs. 2 VRP). Die angeru-
fenen Rechtsmittelinstanzen legen sich zudem eine gewisse Zurückhaltung auf, 
wenn es um die Beurteilung von örtlichen Verhältnissen und Gegebenheiten 
geht, die die lokalen Behörden besser kennen (VGE 1013/98 vom 22.7.1998 E. 
2). Dem Verwaltungsgericht kommt im Übrigen gestützt auf § 55 Abs. 1 VRP als 
zweite Beschwerdeinstanz nur mehr eine beschränkte Kognition zu, nämlich eine 
Rechtskontrolle inkl. Sachverhaltsüberprüfung, indes keine Ermessenskontrolle 
(VGE III 2020 111 vom 23.9.2020 E. 2.1.2; VGE III 2018 180 vom 25.3.__5 E. 
3.2.2; VGE III 2013 110 vom 27.11.2013 E. 3.2; VGE III 2008 247 v. 28.7.2009 E. 
2.2, je mit Hinweisen; BGE 131 II 81 E. 6.6). 

Diese richterliche Zurückhaltung bei der Überprüfung kommunaler Entscheide 
gestützt auf die Gemeindeautonomie steht in einem gewissen Spannungsver-
hältnis zur Rechtsweggarantie (Art. 29a Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18. April 1999) sowie zur Pflicht der vollen 
Überprüfung von Entscheiden gestützt auf die Vorschrift von Art. 33 Abs. 3 lit. b 
Bundesgesetz über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 
vom 22.6.1979. Wie das Bundesgericht in seiner jüngsten Rechtsprechung indes 
festgehalten hat, lässt die Rechtsweggarantie eine gewisse richterliche Zurück-
haltung bei der Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe zu; dies erlaubt den 
Gerichten, den entsprechenden Handlungsspielraum der unteren Instanzen und 
insbesondere der Gemeinden zu wahren. Die kantonalen Gerichte haben sich 
demnach auch dann, wenn sie nach Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG die Angemessen-
heit des angefochtenen Entscheids zu überprüfen haben, Zurückhaltung aufzuer-

14

legen, um die Gemeindeautonomie gemäss Art. 50 Abs. 1 BV zu respektieren. 
Dieser Spielraum wird nicht nur überschritten, wenn der kommunale Entscheid 
sachlich nicht mehr vertretbar und damit willkürlich ist, sondern namentlich auch 
dann, wenn die Gemeinde sich von unsachlichen, dem Zweck der Regelung 
fremden Erwägungen leiten lässt oder die Grundsätze der Rechtsgleichheit und 
Verhältnismässigkeit verletzt oder das übergeordnete Gesetzesrecht missachtet 
(BGE 147 II 125 E. 5.3 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 145 I 52 E. 3.6). 

2.2.3 Voraussetzung einer Baubewilligung ist unter anderem, dass das Land er-
schlossen ist (Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bun-
desrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG). 
Land ist erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt 
besteht und die erforderlichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitungen so 
nahe heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist 
(Art. 19 Abs. 1 RPG). Die gleiche Definition kennt § 37 Abs. 1 des Planungs- und 
Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987.

"Erschliessung" ist ein bundesrechtlicher Begriff. Ausführendes kantonales Recht 
ist nicht notwendig. Die Details der Anforderungen an die Erschliessung ergeben 
sich in der Regel jedoch aus dem kantonalen Recht - unter Einschluss der kan-
tonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis -, weshalb dieses zur Bestimmung an 
die Anforderungen an die Erschliessung beizuziehen ist (Rey, in: FHB Öffentli-
ches Baurecht, Rz. 3.269 f.). Dies gilt insbesondere für das Ausmass der Er-
schliessungsanlagen und die Anforderungen an die genügende Zugänglichkeit 
(Urteile BGer 1C_489/2017 vom 22.5.2018 [i.Sa. ev.-ref. Kirchgemeinde Höfe vs. 
Gemeinderat Freienbach] E. 3.2; 1C_319/2021 vom 8.4.2022 E. 2.1). 

2.2.4 Bei der Beurteilung, ob eine Zufahrt ein Baugrundstück hinreichend er-
schliesst, steht den kantonalen und kommunalen Behörden rechtsprechungs-
gemäss ein erhebliches Ermessen zu (Urteil BGer 1C_290/2011 vom 1.2.2012 E. 
3.2 mit Hinweis auf BGE 121 I 65 E. 3a; Urteil BGer 1C_376/2010 vom 1.2.2011 
E. 4.3; vgl. VGE III 2022 92+98 vom 13.1.2023 E. 1.2.3).

Die Gemeinde ist also berechtigt, eine Verletzung ihrer Autonomie zu rügen. 

2.3 Auf die Gemeindeautonomie können sich nach ständiger Rechtsprechung 
des Bundesgerichts auch andere Beschwerdeführer als die Gemeinde berufen, 
soweit diese Garantie eine Auswirkung auf ihre rechtliche oder tatsächliche Stel-
lung haben kann (BGE 143 II 120 E. 7.1; 141 I 36 E. 1.2.4; Urteil BGer 
1C_371/__5 vom 25.2.2021 E. 3.1; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer im 
Verfahren III 2023 131 können sich also auch auf die Gemeindeautonomie beru-
fen (Beschwerde S. 4 lit. C mit Hinweis auf Art. 50 Abs. 1 BV). 

15

2.4 Die Beschwerdefrist wurde von beiden beschwerdeführenden Parteien ge-
wahrt (vgl. vorstehend Ingress lit. E.1 und E.2). Auch die weiteren Entschei-
dungsvoraussetzungen (§ 27 Abs. 1 VRP) sind gegeben. 

2.5 Die "O.________-strasse West" sowie der "T.________-weg" sind nicht 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Soweit hierfür eine (rechtskräftige) 
Baubewilligung vorliegt, steht der Inangriffnahme deren Realisierung an und für 
sich nichts im Wege. Diesbezügliche Rügen (Duplik der Beschwerdegegner S. 4 
Rz. 4) sind im vorliegenden Verfahren nicht zu hören. 

2.6 Die Beschwerdegegner rügen duplizierend eine unzulässige Parteiverhand-
lung ohne ordnungsgemässe Vorladung (Duplik S. 5 Rz. 5) und üben weitere Kri-
tik am durchgeführten Augenschein. 

2.6.1 Es ist den Beschwerdeführern beizupflichten, dass der zuständige Proto-
kollant und mit ihm das Verwaltungsgericht den Tücken vorgefertigter Vorlagen-
formulare erlegen sind und das "Protokoll des Augenscheins" irrtümlicherweise 
um die Erweiterung "mit mündlicher Parteiverhandlung" überschrieben blieb. An-
sonsten kann nicht ernsthaft behauptet werden, es sei eine Parteiverhandlung 
vorgesehen gewesen oder zu einer solchen vorgeladen worden (vgl. gerichtli-
ches Schreiben an die Verfahrensbeteiligten vom 10.10.2023, Ziff. 3, sowie Vor-
ladung zum Augenschein vom 23.10.2023 mit Darstellung der Fortsetzung des 
Verfahrens in Anordnung Ziff. 3 und Augenscheinprotokoll S. 3 oben; vorstehend 
Ingress lit. G.1 ff.). 

Im Augenscheinprotokoll wurde unter Vorbemerkung II (S. 2) festgehalten, dass 
rechtliche Ausführungen nur pauschal wiedergegeben und der richtige Ort hierfür 
Replik und Duplik sein werden. Hierauf machte der verfahrensleitende Richter 
auch während des Augenscheins aufmerksam (vgl. Protokoll Ziff. 42). Anzufügen 
ist, dass die Beschwerdegegner ihrerseits bereits mit Schreiben vom 29. Oktober 
2023 mit Blick auf den Augenschein auf ihre Ausführungen in ihrer Stellungnah-
me vom 9. Oktober 2023 (insbesondere Ziff. 8) hinwiesen. 

2.6.2 Am Augenschein wurde niemand der Möglichkeit beraubt (Duplik der Be-
schwerdegegner S. 5 Ziff. 13), Einsicht in den Plan Nr. 86160-001A (Quartierer-
schliessungsstrasse, Situation Strassenbau 1:500, vom 25.7.2019, rev. 
21.6.2021) zu nehmen, der den Verfahrensbeteiligten abgesehen davon bereits 
bekannt war bzw. bekannt sein konnte.

2.6.3 Nachdem das Verwaltungsgericht im vorliegenden Fall im Zeichen eines 
Unmittelbarkeitsprinzips selber einen Augenschein durchgeführt hat, ist nicht 
nachvollziehbar, inwiefern der Beizug eines Augenscheinprotokolls aus dem Jah-

16

re 2009 (Duplik der Beschwerdegegner Ziff. 9.3; vgl. nachstehend E. 3.2.1) als 
Sekundärquelle ohne direkten Sachbezug erforderlich sein könnte. Sinn und 
Zweck eines Augenscheins besteht unter anderem gerade darin, die Verfahrens-
beteiligten auf den gleichen Kenntnisstand in der konkreten Situation zu bringen. 

2.7 Soweit die Beschwerdegegner geltend machen (Duplik S. 8 Ziff. 7.10), 
stellvertretend für die Anrainer der O.________-strasse zu stehen, weisen sie 
sich hierfür weder mit einer Vollmacht aus, noch haben die betreffenden Anrainer 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. 

3.1.1 Die Gemeinde macht geltend, der Regierungsrat habe in unzulässiger Wei-
se in die Gemeindekompetenz eingegriffen, wenn er der Gemeinde vorschreibe, 
sie müsse in einem ersten Schritt das Erschliessungsplanverfahren für die ge-
plante Groberschliessungsstrasse "Verlängerung O.________-strasse" durch-
führen, und hierbei gleich selbst festsetze, es sei die geplante Verlängerung der 
O.________-strasse als Groberschliessungsstrasse darzustellen (S. 2 Ziff. 2.2). 

Sie rügt eine unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes sowie eine unrichtige Rechtsanwendung. Der Regierungsrat wolle 
an die historischen Begebenheiten bzw. an die gescheiterten Erschliessungspla-
nungen zur "R.________" (der Jahre 2007 und 2013, mit förmlichem Abschluss 
dieser erfolglosen Anstrengungen mittels VGE III __5 233 vom 12.12.__5) an-
knüpfen, ziehe hieraus aber falsche Schlüsse. Das Strassenerschliessungspro-
jekt lasse sich im richtigen Kontext durchaus als Feinerschliessungsstrasse quali-
fizieren. Mit RRB Nr. 488/2021 vom 6. Juli 2021 habe der Regierungsrat den neu 
erarbeiteten kommunalen Richtplan genehmigt, worin sowohl das Siedlungsent-
wicklungsgebiet V.________ wie auch die S.________-strasse enthalten seien. 
Es sei nach wie vor beabsichtigt, die O.________-strasse mit der X.________-
strasse zu verbinden und die Baugebiete N.________ und Y.________ zu er-
schliessen. Um das Engnis "Z.________" und den Kreisel im Dorfzentrum nicht 
mit zusätzlichem Verkehr aus den Baugebieten N.________ und Y.________ zu 
belasten, soll im Bereich der Unterquerung der Autobahn A3 ein Einbahnsystem 
für den motorisierten lndividualverkehr die Fahrt nach Norden in Richtung 
O.________-strasse einschränken. Die Fahrt Richtung Süden soll uneinge-
schränkt möglich bleiben (S. 3 f. Ziff. 3.2). Der Gemeinderat sei der Meinung, 
dass sich eine Qualifizierung der Quartierschliessungsstrasse als Feinerschlies-
sungsstrasse rechtfertige, solange sich die spätere lntegration in die beabsichtig-
te Groberschliessungsstrasse (Verbindung O.________-strasse - X.________-
strasse) als möglich erweise. Es verstehe sich von selbst, dass im Falle der 
späteren Festsetzung der gesamten Verbindungsstrasse als Groberschlies-
sungsstrasse der Abschnitt innerhalb des Areals zum Gestaltungsplan ebenfalls 

17

erfasst werde. Sollte sich also diese kommunale Planungsabsicht im dritten Pla-
nungsanlauf verwirklichen lassen, so würde dies zur Übernahme der gesamten 
Verbindungsstrasse als Anlage der Groberschliessung führen (§ 27 Abs. 1 der 
Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz [VvPBG; SRSZ 400.111] 
vom 2.12.1997). Der Regierungsrat wolle dagegen die blosse Kompatibilität bzw. 
die Option der späteren Aufklassierung als Groberschliessungsstrasse und 
Übernahme durch die Gemeinde nicht gelten lassen (S. 5 Ziff. 4). Dem Regie-
rungsrat könne auch hinsichtlich des Verkehrs- und Lärmgutachtens nicht gefolgt 
werden (S. 6 Ziff. 5). 

3.1.2 Die Beschwerdeführer im Verfahren III 2023 131 rügen (ebenfalls) eine fal-
sche Qualifizierung der Verlängerung der O.________-strasse durch den Regie-
rungsrat und machen eine Verletzung von § 37 Abs. 4 und 5 PBG i.V.m. § 15 
Abs. 3 PBG i.V.m. Art. 2 Abs. 3 RPG und Art. 50 Abs. 1 BV geltend (S. 4 ff. lit. C 
Rz. 3 ff.). Der vom Regierungsrat hergestellte Zusammenhang der Quartierstras-
se mit den Projekten "R.________" und "S.________-strasse", die nie abge-
schlossen worden seien, überzeuge nicht. Mit dem Erschliessungsplan 2010 sei 
man von einer Taxierung der GP-internen Erschliessung als Feinerschliessung 
ausgegangen. Die vorliegende Verlängerung der O.________-strasse, welche 
keinen Zusammenhang mit jenen Projekten habe, ende in einer Sackgasse und 
werde ausschliesslich von den Bewohnern der N.________ benutzt (S. 5 ff. 
Rz. 5 ff.; vgl. S. 13 Rz. 15). Die Qualifikation als Groberschliessungsstrasse wi-
derspreche der Gestaltungsplangenehmigung (RRB Nr. 664/2017 vom 29.8.2017 
E. 1.6.4 und E. 2.13), wo der Regierungsrat bestätigt habe, dass das Gestal-
tungsplanareal bereits erschlossen sei. Der Anschluss an die O.________-
strasse als Groberschliessungsstrasse führe nicht automatisch zu einer Qualifika-
tion der Quartierstrasse ebenfalls als Groberschliessungsstrasse (Beschwerde 
S. 9 Rz. 9). Der Ausbaustandard sage nichts über die Klassierung aus; ebenso 
wenig sei die Grösse des zu erschliessenden GP-Gebietes massgebend. Die 
Quartierstrasse sammle keinen Verkehr von Feinerschliessungsstrassen, um 
diese dem übergeordneten Strassennetz zuzuführen. Sie bleibe im Eigentum der 
GP-Eigentümer, die alle Kosten übernähmen, und werde nur von diesen benützt. 
Die Gemeinde sei nie davon ausgegangen, dass es sich um eine Groberschlies-
sungsstrasse handeln könnte, und habe entsprechend auch keine Federführung 
bei der Planung übernommen (Beschwerde S. 10 ff. Rz. 11 f.). Die Sicherstellung 
einer Anknüpfung an eine allenfalls zukünftige S.________-strasse sei bereits 
mit dem GP "N.________" erfolgt; dies habe aber nicht eine derzeitige Qualifizie-
rung der Quartierstrasse als Groberschliessung zur Folge (Beschwerde S. 13 f. 
Rz. 13 f.). 

18

Mit der Reduktion der maximalen Anzahl Parkplätze auf 438 hätten sich die GP-
Eigentümer einverstanden erklärt. Materiell führe dies nicht zu einer Anpassung 
des GP, da es sich bei der Zahl 490 nur um ein Maximum handle. Entsprechend 
gehe das Verkehrs- und Lärmgutachten von 438 Parkplätzen aus (Beschwerde 
S. 14 ff. lit. D Rz. 17 ff.). Dieses Gutachten sei nicht mangelhaft. Die 
AA.________ AG (nachstehend: AA.________) habe am 11. Februar 2022 zum 
Verkehrs- und Lärmgutachten vom 16. Januar 2021 Stellung genommen. Nach 
einer gemeinsamen Besprechung vom 28. April 2022 habe die P.________ 
GmbH das Gutachten am 29. Juni 2022 überarbeitet, gefolgt von einer weiteren 
Überprüfung desselben durch AA.________ vom 11. Juli 2022. Diese Beurtei-
lung sei auch von den kantonalen Fachstellen als korrekt, plausibel und schlüssig 
erachtet worden. Insgesamt sei das Verkehrs- und Lärmgutachten um eine lang-
fristige Betrachtung ergänzt worden, die maximale Anzahl an Parkfeldern mittels 
Nebenbestimmung und Beiladung sämtlicher Gestaltungsplan-
Grundstücke/Eigentümer verbindlich auf 438 festgesetzt worden und die Leis-
tungsfähigkeit der Knoten mit einer Verkehrsflusssimulation (VlSSlM) überprüft 
worden. Die Ergebnisse aus dem Gutachten entsprächen der tatsächlichen Si-
tuation am Kreisel im Zentrum, der Berechnungsalgorithmus der Lärmausbrei-
tung werde aufgezeigt und die fehlenden Nachweise seien ergänzt worden. Mit 
Bericht vom 14. Februar 2023 habe auch die AB.________ AG das Gutachten 
für in Ordnung befunden (Beschwerde S. 16 ff. lit. E Rz. 22 ff.). Die anderslau-
tende regierungsrätliche Beurteilung überzeuge nicht (Beschwerde S. 19 ff. 
Rz. 29 ff.). 

Die vorliegende Zunahme der bereits bestehenden Überschreitungen der lmmis-
sionsgrenzwerte bei der AC.________-strasse und AD.________-strasse hätten 
als nicht wahrnehmbar zu gelten, was im Verkehrs- und Lärmgutachten (S. 32 f. 
und S. 40) ausführlich abgehandelt und erläutert worden sei. Die Vorgaben von 
Art. 9 lit. b der Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) vom 15. Dezember 
1986 würden deshalb erfüllt (Beschwerde S. 24 ff. lit. F Rz. 38 ff.).

3.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass aus den früheren verwaltungsgerichtlichen 
Entscheiden aufgrund unterschiedlicher Ausgangslagen und anderer massge-
bender planerischer Absichten bzw. Fragestellungen für die vorliegende Beurtei-
lung grundsätzlich nichts abgeleitet werden kann (vgl. betreffend Augenschein-
protokolle vorstehend E. 2.6.3). 

Mit VGE III 2015 131 vom 27. Januar 2016 hat das Verwaltungsgericht die An-
weisung des Regierungrates an die Gemeinde, auf den Teilzonen- und Teiler-
schliessungsplan S.________-strasse sowie die dazugehörigen Anpassungen 
des Baureglementes und des Reglements des Erschliessungsplanes zu verzich-

19

ten, aus übergangsrechtlichen Gründen (bundesrechtliches Einzonungsmoratori-
um) geschützt. Erschliessungsrechtliche Fragen standen nicht zur Beurteilung. 
Woraus die Vorinstanz schliesst (angefochtener RRB E. 4.5), das Verwaltungs-
gericht habe mit dem VGE III 2015 131 vom 27. Januar 2016 eine Qualifikation 
als Groberschliessungsstrasse bestätigt, ist insofern unerfindlich (der Begriff 
"Groberschliessung" findet sich im VGE III 2015 131 an einer einzigen Stelle [E. 
4.2]). Abgesehen davon hat jenes angedachte Planungsverfahren nur margi-
nal(st)e Berührungspunkte mit dem vorliegenden GP "N.________" (vgl. Bericht 
nach Art. 47 RPV der AA.________ vom 21.1.2013 zur Teilzonen- und Teiler-
schliessungsplanung S.________-strasse [einsehbar unter: htt-
ps://www.yumpu.com/de/document/read/42287678/bericht-nach-art-47-rpv-pdf-
5218kb-gemeinde-wollerau], besonders S. 19 ff. Ziff. 5; Amtsblatt Nr. 4 vom 
25.1.2013 S. 234). 

Mit VGE III 2009 41+42 vom 28. Juli 2009 hat das Verwaltungsgericht der da-
mals geplanten "R.________" (im aktuellen Erschliessungsplan vom 7.3.2010 
noch als kommunale Basiserschliessungsstrasse planerisch erfasst, indes mit 
dem Hinweis, nicht Gegenstand der Beschlussfassung zu sein) die Qualifikation 
als Basisstrasse versagt, dies im Wesentlichen mit der Begründung, es gehe bei 
dieser Strassenverbindung primär nicht um eine Entlastung des Dorfkerns, weil 
im Vergleich zur herrschenden Verkehrssituation kein bestehender Verkehr aus 
bereits überbautem Siedlungsgebiet auf eine neue Strassenverbindung 
umgeleitet werden solle (d.h. die bestehende Verkehrsmenge im Dorfzentrum 
nicht gemindert werde und insofern keine echte Entlastung stattfinde), sondern 
es handle sich lediglich um eine sekundäre Entlastung, indem künftiger 
motorisierter Zugangsverkehr, welcher durch die geplante Überbauung von zwei 
Baugebieten generiert werde, vom Dorfzentrum ferngehalten werde. Ein solcher 
sekundärer Zweck reiche nicht aus, um die Groberschliessungsfunktion in den 
Hintergrund zu drängen (E. 5.6.2). Vergleichsweise wurde die "AE.________-
strasse" angeführt, welche sich in der Nähe der damals geplanten "R.________" 
befindet und durch ein grosses, weitgehend überbautes Siedlungsgebiet von 
Wollerau führt. Obwohl die AE.________-strasse von der "AC.________-strasse" 
bis zur "X.________-strasse" durchgehend konzipiert sei, werde sie im 
Erschliessungsplan als Groberschliessungsstrasse qualifiziert (E. 5.6.3). An 
dieser Qualifikation der gut 1.5 km langen AE.________-strasse als 
Groberschliessungsstrasse hat sich bis anhin nichts geändert. 

3.2.2 Die Beschwerdegegner machen geltend, das Planungsdossier Teilnut-
zungsplanung S.________-strasse sei in den vorinstanzlichen Verfahren nicht 
Gegenstand der Akten gewesen (Vernehmlassung III 2023 125 S. 3 lit. A Ziff. 2, 

20

S. 8 f. Ziff. 10.4.4). Dies ist zutreffend. Gemäss § 57 VRP können die Parteien im 
Verwaltungsgerichtsverfahren jedoch neue Tatsachen und Beweismittel geltend 
machen. Vorliegend verhält es sich überdies so, dass im regierungsrätlichen Ver-
fahren weder für den Regierungsrat Anlass bestand, dieses Dossier beizuziehen, 
noch für den Gemeinderat (oder das ARE), es einzureichen, da die Teilnut-
zungsplanung S.________-strasse nicht Gegenstand des Verfahrens war (und 
ist). Ausschlaggebend für die Einreichung im vorliegenden Verfahren ist offen-
sichtlich die Tatsache, dass der Regierungsrat unter anderem das bereits seit 
Längerem diskutierte "Projekt S.________-strasse" als Argument für die Klassie-
rung der Verlängerung der O.________-strasse als Groberschliessungsanlage 
heranzog (angefochtener RRB E. 4.5). Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor. Ab-
gesehen davon wäre diese nicht als derart schwerwiegend zu erachten, dass sie 
im vorliegenden Verfahren nicht heilbar wäre und auch geheilt worden wäre. 

3.3 Die Erschliessungsanlagen werden entsprechend ihrer Funktion in Grund- 
bzw. Basiserschliessung (Haupt- und Verbindungsstrassen), in Groberschlies-
sung und in Feinerschliessung unterteilt, ohne dass diese Begriffe einheitlich 
Verwendung finden würden (Rey, in: FHB Öffentliches Baurecht, Rz. 3.274). Im 
kantonalen Recht definieren § 37 Abs. 4 und 5 PBG die Begriffe der Grob- und 
Feinerschliessung. Die Groberschliessung besteht in der Ausstattung des Bau-
gebietes; die Feinerschliessung verbindet die einzelnen Baugrundstücke mit den 
Anlagen der Groberschliessung. Die Groberschliessung, in der Verantwortlichkeit 
der Gemeinden, wird auf die Bauzonen bezogen (§ 38 Abs. 1 PBG; vgl. § 39 
Abs. 3 PBG). Die Feinerschliessung der Baugrundstücke obliegt den Grundei-
gentümern (§ 40 Abs. 1 PBG; vgl. VGE III 2016 8 vom 13.10.2016 E. 4.3.1). Im 
Weiteren findet sich im Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz (WEG; SR 
843) vom 4. Oktober 1974 die Unterscheidung zwischen Grob- und Feiner-
schliessung. Unter Groberschliessung wird die Versorgung eines zu überbauen-
den Gebiets mit den Hauptsträngen der Erschliessungsanlagen verstanden (Art. 
4 Abs. 1 WEG). Die Feinerschliessung umfasst den Anschluss der einzelnen 
Grundstücke an die Hauptstränge der Erschliessungsanlagen mit Einschluss von 
öffentlich zugänglichen Quartierstrassen (Art. 4 Abs. 2 WEG). 

Als Anlagen der Feinerschliessung gelten gemäss § 2 Abs. 1 des Gesetzes über 
die Grundeigentümerbeiträge an Verkehrsanlagen (GbVaG; SRSZ 400.220) vom 
7. Februar 1990 "Strassen und Fusswege, die der parzellenweisen Erschliessung 
eines Quartiers dienen". Als Groberschliessungsstrassen einzustufen sind 
gemäss § 2 Abs. 2 GbVaG Strassen, die den Verkehr der Feinerschliessungs-
strassen sammeln und ihn dem übergeordneten Strassennetz (Haupt- und Ver-

21

bindungsstrassen) zuführen (lit. a) sowie getrennte Fuss- und Radwege, die Er-
schliessungsfunktionen für grössere Baugebietsflächen erfüllen (lit. b).

Die Unterscheidung zwischen Grob- und Feinerschliessung ist vor allem deshalb 
relevant, weil das kantonale Recht die Kosten für die Feinerschliessung den 
Grundeigentümern überbinden und für diese auch die Ersatzvornahme durch öf-
fentlichrechtliche Körperschaften vorsehen kann (Art. 5 Abs. 2 WEG; Hänni, Pla-
nungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 7. Aufl. 2022, S. 306). Anzu-
merken ist, dass diese drei Stufen (Grund- bzw. Basiserschliessung, Grober-
schliessung, Feinerschliessung) nicht immer und überall vorhanden sein müssen, 
da es durchaus Fälle geben kann, wo eine Feinerschliessungsstrasse direkt ins 
übergeordnete Strassennetz einmündet, oder Fälle, in denen Grundstücke direkt 
ans übergeordnete Strassennetz angeschlossen sind. Im Übrigen gilt hinsichtlich 
der Erschliessungsanforderungen in der Regel, dass - wie gesagt - den Gemein-
den ein gewisser Beurteilungsspielraum und damit ein autonomer Bereich zuge-
standen wird (VGE 625/97 vom 15.12.1997 E. 2c m.H.; VGE III 2018 127+128 
vom 27.5.__5 E. 5.3.2). 

Das kantonale Recht sieht für Groberschliessungsanlagen in § 23 PBG eine Pla-
nungspflicht vor (VGE III 2018 127 vom 27.5.__5 E. 5.3.3; vgl. auch Urteil BGer 
1C_501/2018 vom 15.5.__5 E. 6.1).

3.4.1 Dem Regierungsrat ist beizupflichten, dass Aspekte wie Ausbaustandard 
(rund 450 m lange Quartierstrasse mit einer Fahrbahnbreite von durchgehend 
mindestens 5.6 m und einem einseitigen Trottoir mit einer Breite von 2 m [vgl. 
Plan-Nr. 86160-001A Situation Strassenbau 1:500 vom 25.7.__5, rev. 21.6.2021; 
Plan-Nr. 86160-Projektänderung, Vollausbau Strasse, Situation 1:1'000, vom 
21.6.2021]) und Grösse des zu erschliessenden Baugebietes durchaus auf eine 
Groberschliessungsstrasse schliessen lassen können. Dass sich allein aus der 
Qualifikation als Verlängerung der O.________-strasse im Sinne der SN-
Norm 640 045 (Erschliessung bis zu 300 Wohneinheiten) keine erschliessungs-
rechtliche Qualifikation ableiten lässt, hält der Regierungsrat indes bereits selber 
fest (angefochtener RRB E. 4.4). 

3.4.2 Das Argument des Ausbaustandards wird allerdings dadurch relativiert, 
dass Art. 21 Abs. 1 BauR bei Sammelstrassen Fahrbahnbreiten von 6.00 m und 
2.00 m Trottoirbreite und bei Erschliessungsstrassen Fahrbahnbreiten von 
4.50 m und 2.00 m Trottoirbreite verlangt. Geht man davon aus, dass Sammel-
strassen entsprechend ihrer Bezeichnung den "Verkehr (der Feinerschliessungs-
strassen) sammeln" und somit den Anforderungen von Groberschliessungsstras-
sen gerecht werden, können Erschliessungsstrassen gemäss dem BauR eher 

22

der Kategorie Feinerschliessungsstrasse zugeordnet werden. Unabhängig von 
der Frage, ob eine solche Relation hergestellt werden kann (was vom Leiter des 
kommunalen Hochbauamtes anlässlich des Augenscheines verneint wurde mit 
dem Hinweis auf das für die Klassifizierung entscheidende Kriterium der Bedeu-
tung der Strasse), darf es jedoch einer Bauherrschaft insbesondere nicht zum 
Nachteil ausgelegt werden, wenn sie eine neue (Fein-)Erschliessungsstrasse in 
einem neuen GP-Areal gemessen an den notorisch vielerorts bestehenden - his-
torisch gewachsenen - engen Strassenverhältnissen grosszügig dimensioniert. 
Vorliegend orientiert sich die Dimensionierung indes, wie gesagt, offensichtlich 
zu Recht an den Vorgaben des kommunalen BauR. 

3.4.3 Vorliegend fällt ins Gewicht, dass es grundsätzlich die arealinterne Er-
schliessung eines in sich geschlossenen GP-Areals zu beurteilen gilt. Erschlos-
sen werden nur vier - wenn auch grossflächige - überbaubare Parzellen 
(KTN __1, __3, __4 und __5). Seine gewissermassen natürliche bzw. vorgege-
bene Begrenzung findet dieser GP durch die Autobahn A3 im Norden sowie die 
SOB im Süden und im Osten durch deren Überkreuzung. Im Westen stösst das 
GP-Areal ans Landwirtschaftsland. Insofern bildet die neu zu erstellende Quar-
tierstrasse eine arealinterne Erschliessungsanlage und beschränkt sich ihre 
Funktion allein hierauf, was für eine Feinerschliessungsfunktion spricht. Entspre-
chend endet sie im Südwesten als Sackgasse mit einer Wendeanlage, die ein 
problemloses Wenden auch von Fahrzeugen für die Ver-/Entsorgung sowie der 
Blaulichtorganisationen erlaubt. Den Beschwerdegegnern ist zwar zuzustimmen 
(vgl. auch Duplik S. 9 Ziff. 7.12), dass eine missbräuchliche Nutzung der Verlän-
gerung der O.________-strasse von der N.________-strasse her über die SOB-
Überführung nicht ausgeschlossen werden kann. Rechtswidriges Handeln kann 
jedoch keinerlei Bedeutung für die Qualifizierung einer Erschliessungsanlage ha-
ben. Es kann denn auch davon ausgegangen werden, dass die private Eigentü-
merschaft in diesem Fall (zivilprozessual) ein Verbot der Benützung durch Unbe-
rechtigte anstrengen würde. 

Augenfällig ist zwar, dass es sich um ein besonders grosses GP-Areal handelt 
mit entsprechenden baulichen Möglichkeiten sowie einer Vielzahl erforderlicher 
Autoabstellplätze und absehbar einem damit verbundenen entsprechenden Ver-
kehrsaufkommen. Diese Grossräumigkeit des GP-Areals - im Verbund mit den 
gewährten Abweichungen von der Normalbauweise (vgl. Planungsbericht S. 33 
Ziff. 7.1) - erlaubt eine optimale Ausnützung, womit der GP dem Postulat der 
Schaffung kompakter Siedlungen (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG sowie Art. 3 Abs. 3 
lit. abis RPG) in hohem Masse gerecht werden kann. Gleichwohl handelt es sich 
um einen GP, und lässt sich allein aufgrund seiner Grösse eine andere Qualifika-

23

tion der GP-internen Erschliessung denn als Feinerschliessung grundsätzlich 
nicht rechtfertigen. Der Leiter des kommunalen Hochbauamtes bestätigte anläss-
lich des Augenscheins, dass GP-Gebiete in der Gemeinde in den meisten Fällen 
mit als Feinerschliessungsanlagen zu qualifizierenden Privatstrassen erschlos-
sen werden; ein GP-Areal mit einer Groberschliessung als interne Erschliessung 
konnte nicht benannt werden. 

Hieran kann auch die gedankliche und hypothetische Aufgliederung des grossen 
GP-Areals in mehrere kleinere GP (§ 24 Abs. 1 PBG verlangt für einen GP eine 
zusammenhängende Baulandfläche von mindestens 3'000 m2, also gerade ein-
mal einen knappen Zwanzigstel des vorliegenden GP-Perimeters von rund 
56'000 m2) nichts ändern. Die Erschliessungen kleinerer GP-Areale ab der neuen 
Quartierstrasse liessen sich in diesem hypothetischen Fall analog zur Erschlies-
sung der verschiedenen Baubereiche bzw. (Tief-)Garagen des bestehenden GP 
durchaus als (Gebäude-)Zufahrten qualifizieren. In diesem Sinne kann - trotz der 
Dimensionierung des GP-Perimeters - nicht gesagt werden, mit der Quartier-
strasse werde der Verkehr von Feinerschliessungsstrassen gesammelt und dem 
übergeordneten Strassennetz zugeführt. Dies gilt auch mit Blick auf den 
T.________-weg und den U.________-rain, die unmittelbar nach der Unter-
führung unter der SOB in Richtung Westen zu den Bauten R1 und R2 bzw. nach 
Osten zu R7 und R8 führen. Diese als Zufahrten zu diesen Gebäuden zu be-
trachtenden beiden internen Feinerschliessungen machen die Verlängerung der 
O.________-strasse nicht zwingend zu einer Groberschliessungsstrasse. Inso-
fern drängt sich der Vergleich mit der N.________-strasse (teils im Eigentum der 
Gemeinde) auf, die im bebauten Gebiet eine Länge von rund 400 m aufweist. In 
ihrem östlichen Bereich zweigt in westlicher Richtung eine über 100 m lange 
Strasse gleichen Namens ab, welche rund 15 Liegenschaften erschliesst (vgl. 
webGIS-SZ). Im Erschliessungsplan ist die N.________-strasse, obwohl sie 
(auch) den Verkehr aus diesem Abzweiger "sammelt", nicht als Groberschlies-
sungsstrasse ausgewiesen (vgl. webGIS-SZ). Hierzu besteht gleich wie bei der 
Verlängerung der O.________-strasse derzeit auch kein erkennbarer Anlass. Die 
Zufahrten zu den weiteren Gebäuden im GP-Perimeter sind im Sinne von Haus-
zufahrten direkt ab der Quartierstrasse vorgesehen.

3.4.4 Es ist auch nicht ersichtlich, dass bzw. weshalb die Verlängerung der 
O.________-strasse gleich zu qualifizieren wäre wie die nördlich der Autobahn 
A3 zu ihr hinführende O.________-strasse, die ihrerseits noch kurz vor der Ein-
mündung in die AC.________-strasse den Verkehr aus der AF.________-
strasse/AG.________-weg aufzunehmen hat. Bezüglich der O.________-strasse 
fällt auf, dass sie im Erschliessungsplan als "Groberschliessung Langsamverkehr 

24

und öffentlicher Verkehr" ausgewiesen wird. Anlässlich des Augenscheines konn-
te die präzisierende (einschränkende [?]) Ergänzung "Langsamverkehr und öf-
fentlicher Verkehr" weder seitens der Parteien noch der Gemeinde erklärt wer-
den. Hierzu lassen sich auch dem angefochtenen RRB keine Angaben entneh-
men. Hingegen ergab sich am Augenschein, dass die O.________-strasse bis 
anhin noch nicht vom öV bedient wird. Wenn eine Bedienung des GP-Perimeters 
mit einem öffentlichen Bus vorgesehen ist, macht dies die Verlängerung der 
O.________-strasse nicht per se zu einer Groberschliessungsanlage (Duplik der 
Beschwerdegegner S. 7 Ziff. 7.7), und zwar unabhängig davon, ob ein Bus bis 
zum Wendehammer fährt oder nicht; die Anknüpfung einer Feinerschliessungs-
strasse ans ÖV-Netz ist nicht untersagt. Hieran kann auch die Relevanz einer 
(neuen) Busverbindung für anliegende Gebiete und Liegenschaften (vgl. Duplik 
der Beschwerdegegner S. 12 ff. Ziff. 10.4 f.) nichts ändern. Die Qualifikation als 
Feinerschliessungsstrasse schliesst im Übrigen an und für sich nicht aus, dass 
sie (auch) dem Gemeingebrauch zugeführt werden kann (vgl. VGE III 2017 113 
vom 24.11.2017 E. 7.2.2; VGE III 2008 91 vom 20.8.2008 E. 4.2.1; VGE 712/05 
vom 16.2.2006 E 3.3.1 ff.). 

Festgehalten werden kann immerhin, dass es zumindest terminologisch zu ei-
nem Bruch in der Erschliessungsplanung käme, wenn die Verlängerung der 
O.________-strasse - offensichtlich im Sinne der regierungsrätlichen Auffassung 
- uneingeschränkt als Groberschliessung qualifiziert werden müsste, ohne 
gleichzeitig die erwähnte präzisierende/einschränkende Qualifikation der fort-
führenden und den Verkehr aus dem Gestaltungsplangebiet aufnehmenden 
O.________-strasse anzupassen. 

3.4.5 Der von der Gemeinde in Auftrag gegebene Erläuterungsbericht nach 
Art. 47 RPV zur vorgesehenen "Teilnutzungsplanung S.________-strasse" (Vor-
abklärung ARE) der R + K Büro für Raumplanung AG vom 24.6.2022 geht aktuell 
von einer Qualifikation der Quartierstrasse als Feinerschliessung ("private Fei-
nerschliessungsanlage") aus, die jedoch den Ansprüchen an eine Groberschlies-
sungsstrasse zu genügen vermöge. Sofern der Souverän der Teilnutzungspla-
nung dereinst zustimme, werde die Quartierstrasse als Groberschliessungsstras-
se festgelegt und von der Gemeinde in ihr Eigentum übernommen (S. 8 Ziff. 1.3 
und S. 29 Ziff. 4.2.1). 

Es ist nicht zu verkennen, dass der Verlängerung der O.________-strasse bei 
einer allfälligen Annahme der Teilnutzungsplanung S.________-strasse, welche 
als Groberschliessungsstrasse das Strassennetz zwischen der X.________-
strasse und dem Baugebiet N.________ bzw. der O.________-strasse verbinden 
soll (Erläuterungsbericht Teilnutzungsplanung S.________-strasse S. 8 Ziff. 1.3), 

25

eine andere Funktion zukäme und sich die Ausgangslage für die dereinstige 
Qualifizierung der Verlängerung der O.________-strasse entscheidend verän-
dern würde. Das Teilnutzungsplanverfahren "S.________-strasse" befindet sich 
allerdings erst in der Anfangsphase. Wann, in welcher Form und ob diese Teil-
nutzungsplanung dereinst überhaupt realisiert wird, ist ungewiss. Von einer 
Präjudizierung dieser Teilnutzungsplanung (Vernehmlassung der Beschwerde-
gegner III 2023 125 S. 9 Ziff. 11.3) kann nicht die Rede sein; abgesehen davon 
ist die nutzungsplanerische Umqualifizierung einer Feinerschliessung in eine 
Groberschliessung nichts Aussergewöhnliches (vgl. VGE III 2022 111 vom 
26.1.2023 betr. Breitgasse in Arth). Unbegründet ist die Vermutung der Be-
schwerdegegner, dass die Verlängerung der O.________-strasse angesichts des 
Anschlusses an die N.________-strasse sofort Durchgangsverkehr generieren 
wird (Vernehmlassung III 2023 131 S. 8 Ziff. 9.3.3). Hierfür fehlt es potentiellen 
Nutzern dieser Möglichkeit an den entsprechenden Rechten zur Nutzung der 
Verlängerung der O.________-strasse, welche sich im Privateigentum befindet; 
es wurde bereits gesagt, dass die Eigentümer dem mit den zivilprozessualen 
Verbotsmöglichkeiten begegnen würden. Die südlich der SOB-Linie und im 
Westbereich des GP-Perimeters über die SOB-Linie führende N.________-
strasse bildet die Erschliessung der berechtigten Grundstücke (und Gebäude), 
welche westlich des GP-Perimeters liegen. Da die N.________-strasse im West-
bereich durch das GP-Gebiet führt, liegt es nahe, dass die geplante Verlänge-
rung der O.________-strasse an sie anschliesst. 

3.4.6 Der Stellungnahme des ASTRA vom 7. Februar 2020 (RR-act. II/02/Beilage 
18) lässt sich hinsichtlich der Qualifikation der Verlängerung der O.________-
strasse nichts entnehmen. Das Bauvorhaben wird als Quartiererschliessungs-
strasse bezeichnet, welches im Bereich der Unterführung unter der Autobahn A3 
die Nationalstrassenbaulinie partiell verletzt. Die Zustimmung wird unter Auflagen 
erteilt, welche namentlich die sorgfältige Bauausführung betreffen. Die gleiche 
Stossrichtung verfolgen auch die Auflagen der Zustimmung der SOB vom 6. Sep-
tember 2021 (RR-act. II/02/Beilage 17), deren Interesse namentlich auf die Be-
triebssicherheit der SOB während (und nach) der Bauausführung gerichtet ist. 
Hinsichtlich der Qualifizierung der Verlängerung der O.________-strasse lassen 
sich hieraus keine Rückschlüsse ziehen. 

3.4.7 Insgesamt erscheint die Qualifikation der Quartierstrasse, die nur GP-
internen, aber keinen GP-externen Verkehr aufnimmt und aufzunehmen hat, als 
Feinerschliessungsstrasse - trotz der als Ausdruck einer vorausschauenden Pla-
nung miteingeplanten Möglichkeit eines späteren Anschlusses unter der SOB-
Linie durch an die S.________-strasse - als sachgerecht. 

26

Es kann somit auf alle Fälle nicht gesagt werden, der Gemeinderat habe die Ver-
längerung der O.________-strasse in sachlich nicht mehr vertretbarer Weise als 
Feinerschliessungsstrasse qualifiziert oder sich hierbei von Argumenten, die un-
sachlich sind oder die einer Feinerschliessungsstrasse nicht mehr gerecht wer-
den, leiten lassen. Insoweit hat die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung die Gemein-
deautonomie ausser Acht gelassen. 

3.5 Die Beschwerden erweisen sich somit hinsichtlich der Qualifikation der Ver-
längerung der O.________-strasse als begründet. 

4.1 Technisch hinreichend ist eine Zufahrt, wenn sie verkehrssicher und so be-
schaffen ist, dass sie der zu erwartenden Beanspruchung durch Benützer und öf-
fentliche Dienste gewachsen ist (§ 37 Abs. 3 PBG). 

Das Erschliessungserfordernis bezieht sich auch auf die Basiserschliessung 
(VGE III 2013 103 vom 19.2.2014 E. 2.2). Gemäss der Rechtsprechung des 
Verwaltungsgerichts ist aufgrund der konkreten Verhältnisse zu beurteilen, in 
welchem Umkreis eines Bauvorhabens das übergeordnete Strassennetz in die 
Beurteilung mit einzubeziehen ist. Das Verwaltungsgericht hat folgende Grund-
sätze für die Beurteilung von Verkehrsüberlastungen des übergeordneten Stras-
sennetzes formuliert: Verschärft ein Bauvorhaben eine bestehende Überlastung 
des übergeordneten Strassennetzes wesentlich oder wird eine bis anhin knapp 
genügende Strassenkapazität derart beansprucht, dass sie neu wesentlich über-
lastet wird, so ist die hinreichende Erschliessung ernsthaft in Frage gestellt und 
anhand der konkreten Umstände zu überprüfen. Je weiter ein übergeordneter 
und überlasteter Strassenknoten vom Bauvorhaben entfernt ist, desto weniger 
fällt der Aspekt der Überlastung ins Gewicht, da sich in der Regel das Verkehrs-
aufkommen eines konkreten Bauobjektes mit der Zunahme der Entfernung auf 
verschiedene Verkehrsträger verteilt und die Kurzfahrten nicht zu entfernteren 
Engpässen führen. Schliesslich folgerte das Verwaltungsgericht, der Gesamtbe-
anspruchung komme beim übergeordneten Strassennetz nicht die gleiche ent-
scheidende Bedeutung zu wie bei der Fein- und Groberschliessung (vgl. VGE III 
2018 99 vom 21.9.2018 E. 4.2.4; VGE III 2015 228 vom 26.10.2016 E. 2.3.3; 
VGE III 2008 6+7 vom 15.4.2008 E. 3.1). Zu beachten ist schliesslich, dass eine 
Erschliessung auch den umweltschutzrechtlichen Vorschriften zu genügen hat 
(VGE III 2008 6+7 vom 15.4.2008 E. 3.1 m. Hinweis auf Waldmann/Hänni, Hand-
kommentar RPG, Art. 22 N 61; vgl. zum Ganzen auch VGE III 2013 103 vom 
19.2.2014 E. 2.2). 

Im Urteil 1C_178/2014 vom 2. Mai 2016 (i.Sa. A. vs. GR Schwyz) hat das 
Bundesgericht zur Frage der rechtsgenüglichen Erschliessung auch die 

27

Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts angeführt (E. 3.1.4), gemäss welcher 
die Tatsache, dass es auf einer Strasse gelegentlich zu Staulagen kommt, die 
Bejahung der hinreichenden Zufahrt nicht hindert, da solche Staulagen in den 
Stosszeiten auf vielen Hauptstrassen üblich seien und sich kaum vermeiden 
lassen, solange der Individualverkehr nicht zwangsweise eingedämmt wird (VGE 
677/92 vom 11.2.1993 E. 6c, in: EGV-SZ 1993 Nr. 11). Unter anderem unter 
Verweis auf dieses Urteil anerkennt das Bundesgericht auch im Urteil 
1C_605/__5 vom 24. September 2020 (E. 3.4 sowie E. 4.3), dass es "innerorts 
zu Stosszeiten" häufig zu Staus kommen kann bzw. dass "namentlich bei 
Verbindungsachsen in den Stosszeiten gewisse Staus üblich und damit 
hinzunehmen sind, solange damit keine übermässigen Wartezeiten oder erhöhte 
Verkehrsgefährdungen verbunden sind, die namentlich bei Rückstaus bis auf die 
Autobahn bejaht werden". 

4.2.1 Für das Verkehrsgutachten dienten der P.________ im ersten Verkehrs- 
und Lärmgutachten vom 16. Juni 2021 als Grundlagen zur Erfassung der Ver-
kehrsbelastungen __5 ein "Belastungsplan zur Abendspitzenstunde 2019 aus 
dem Bericht Pförtneranlage Wollerau" des Büros AH.________ AG, Stand 
16. Juni 2017, sowie kantonale Videoaufnahmen und Auswertungen der Ver-
kehrsbelastungen bei den Liegenschaften AD.________-strasse _15, 
AI.________-strasse _16, AI.________-strasse _17 sowie AJ.________-strasse 
_18, jeweils für den Zeitraum vom Montag, 1. Juli, bis Sonntag, 7. Juli 2019, und 
vom Montag, 19. August, bis Sonntag, 8. September 2019 (S. 6 Ziff. 2.1). 
Berücksichtigt wurde des Weiteren zusätzlich das Verkehrsaufkommen aus be-
willigten Bauprojekten und Baugesuchen mit 620 Parkplätzen seit 2019 (S. 9 
Ziff. 2.4). Bei der Verkehrsverteilung wurde von 5 % der Fahrten aus/in Richtung 
Samstagern/Schindellegi, je 10 % der Fahrten aus/in Richtung Wilen/Freienbach 
sowie aus/in Richtung Richterswil/Wädenswil und 75 % der Fahrten von und zur 
Autobahn ausgegangen (S. 11 Ziff. 2.5 und S. 20 Ziff. 3.2). 

Es wurden folgende Qualitäten der Verkehrsabläufe ermittelt (S. 16 ff. Ziff. 2.7): 
Im Zustand 2021 wurden in der Abendspitzenstunde (ASP [oder Spitzenstunden-
verkehr SSV]; 17.00 bis 18.00 Uhr) die Qualitäten der Verkehrsabläufe beim von 
300 Fahrzeugen befahrenen Knoten (1) O.________-/AC.________-strasse 
(freier Verkehrsablauf) und einer Leistungsreserve von 1'500 Fahrzeugen als 
sehr gut (Stufe A) qualifiziert; so auch beim von 500 Fahrzeugen befahrenen 
Knoten (2) AE.________-/AC.________-strasse (freier Verkehrsablauf) und bei 
einer Leistungsreserve von 1'200 Fahrzeugen; ebenso beim von 520 Fahrzeugen 
befahrenen Knoten (3) AC.________-/AD.________-strasse (freier Verkehrsab-
lauf) und bei einer Leistungsreserve von 680 Fahrzeugen. Vereinzelt führe der 

28

Engpass auf der AC.________-strasse bei der Liegenschaft AC.________-
strasse _18 (beim Knoten AC.________-/AD.________-strasse), der nur von ei-
nem Fahrzeug befahren werden könne, zu Verkehrsbehinderungen, welche auch 
einen Einfluss auf den Knoten AC.________-/AD.________-strasse hätten. 

Der Kreisel "W.________" werde aufgrund der Basisdaten der kantonalen Video-
erhebungen und dem zusätzlich zu erwartenden Verkehrsaufkommen (i.e. aus 
den bewilligten und geplanten Bauprojekten) werktags im Jahr 2021 in der ASP 
von rund 2'000 Fahrzeugen befahren; die mittleren Wartezeiten bei den Kreisel-
zufahrten betrügen rund 10 bis 15 Sekunden. Die Leistungsreserven der einzel-
nen Einfahrten in den Kreisel lägen zwischen 220 bis 440 Fahrzeugen je Stunde. 
Mit einer 95-prozentigen Sicherheit würden nie mehr als zehn Fahrzeuge ge-
staut. Die Qualitäten der Verkehrsabläufe seien der Stufe B (gut) zuzuordnen (a). 
Anhand der Grundbelastung gemäss dem Belastungsplan zur ASP 2019 und 
dem zusätzlich zu erwartenden Verkehrsaufkommen werde der Kreisel ebenfalls 
von 2'000 Fahrzeugen befahren, wobei die mittleren Einfahrtszeiten in den Krei-
sel rund 7 bis 14 Sekunden und die Leistungsreserve 200 bis 640 Fahrzeuge be-
trügen. Mit einer 95-prozentigen Sicherheit würden ebenfalls nie mehr als zehn 
Fahrzeuge gestaut. Die Qualität sei gut bis sehr gut (B bis A) (a). 

Bei Beobachtungen vor Ort zur allabendlichen werktäglichen Spitzenstunde zwi-
schen 17.00 und 19.00 Uhr hätten keine Rückstaus vor der Bahnschranke (rund 
100 m nordöstlich des Kreisels auf der AI.________-strasse) bis in den Kreisel 
hinein festgestellt werden können (S. 19). 

Beim Verkehrsaufkommen aus dem GP N.________ wurde mit maximal 438 
Parkplätzen gerechnet (S. 20 Ziff. 3.1). Für die ASP wurde von einer Zufahrt von 
30% (rund 130 Zufahrten) und Wegfahrt von 10 % (rund 44 Wegfahrten) der 
Parkplätze gerechnet; für den zusätzlichen täglichen Verkehr von 2.9 Fahrten pro 
Parkplatz entsprechend einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen aus dem GP 
N.________ von rund 1'270 Fahrten. Der nächtliche Verkehrsanteil (22.00 bis 
06.00 [M8]) wurde auf rund 10 % des durchschnittlichen täglichen Verkehrs 
(DTV) veranschlagt, was einen Nachtverkehr von rund 130 Fahrten und einen 
Tagesverkehr (6.00 bis 22.00 [M16]) von rund 1'140 Fahrten ergibt (S. 20 f. 
Ziff. 3.3 ff.). Diese Aufteilungen erfolgten in gleichen Relationen wie bereits beim 
Verkehrsaufkommen aus bewilligten Bauprojekten und Baugesuchen mit 620 
Parkplätzen (vgl. S. 10). 

Für die Knoten 1 bis 3 wurde keine nennenswerte Verschlechterung der Qualität 
der Verkehrsabläufe eruiert, d.h. sie blieben bei gut bis sehr gut. Beim Kreisel 
"W.________" wurde gestützt auf die Basisdaten der kantonalen Videoerhebung 
von rund 2'170 Fahrzeugen in der ASP ausgegangen mit mittleren Wartezeiten 

29

von elf bis 25 Sekunden bei den Kreiselzufahrten. Die Leistungsreserven der 
einzelnen Einfahrten in den Kreisel wurden auf 110 bis 400 Fahrzeuge pro Stun-
de veranschlagt. Mit einer 95-prozentigen Sicherheit würden nie mehr als 27 
Fahrzeuge gestaut sein. Die Qualitäten der Verkehrsabläufe wurden mit C bis B 
(zufriedenstellend bis gut) beurteilt. Gestützt auf die Grundbelastung gemäss 
dem Belastungsplan zur ASP (rund 2'160 Fahrzeuge) wurden die mittleren War-
tezeiten auf rund acht bis 28 Sekunden geschätzt und die Leistungsreserven auf 
100 bis 600 Fahrzeuge je Stunde ermittelt. Mit einer 95-prozentigen Sicherheit 
würden nie mehr als 31 Fahrzeuge gestaut sein. Die Qualitäten der Verkehrsab-
läufe wurden der Stufe C bis A zugeordnet. 

Die Beurteilung mündete in die Feststellung, dass das künftige Verkehrsauf-
kommen zu den Spitzenstunden von allen angrenzenden Knoten sowie vom 
Kreisel "W.________" zufriedenstellend bis sehr gut verarbeitet werden könne 
(S. 26). 

4.2.2 Die AA.________ erachtete mit "Plausibilisierung" vom 11. Februar 2022 
das Vorgehen im Verkehrs- und Lärmgutachten zur Ermittlung der Verkehrszah-
len 2021 (ohne N.________) als zielführend und korrekt. Für den Leistungs-
nachweis sei es jedoch üblich, einen längerfristigen Betrachtungshorizont zu 
wählen; es sei die Verkehrsbelastung für das Jahr 2040 zu berücksichtigen. Beim 
Verkehr aus dem GP-Areal sei mit den gemäss den SBV maximal zulässigen 490 
Parkplätzen zu rechnen. Sofern diese Zahl aus Lärmschutz- oder verkehrstech-
nischen Gründen nicht realisierbar sei, sei die zulässige Anzahl verbindlich zu 
regeln. Zur Beurteilung komplexer Knotensituationen wie in Wollerau seien iso-
lierte mathematische Berechnungen unzweckmässig. Die Knoten beeinflussten 
sich aufgrund Rückstaus gegenseitig. Zudem seien die Strassengeometrien so-
wie die Sichtweiten an den Knoten nicht optimal. Dies führe zu einer verringerten 
Leistungsfähigkeit. Es werde empfohlen, die Leistungsfähigkeit mit einer Ver-
kehrsflusssimulation (z.B. mittels VISSIM) über das gesamte Untersuchungsge-
biet nachzuweisen. Des Weiteren widerspreche die tatsächliche Situation am 
Kreisel im Zentrum den Ergebnissen aus dem Gutachten. Auf der AJ.________-
strasse stauten sich praktisch in jeder ASP die Fahrzeuge regelmässig bis zur 
Autobahneinfahrt (recte wohl: Autobahnausfahrt), d.h. um mehr als 30 Fahrzeuge 
statt maximal zehn Fahrzeuge gemäss dem Gutachten. 

4.2.3 Die Videoaufnahmen zur Bestimmung der aktuellen Verkehrsbelastungen 
und zur Kalibrierung der Verkehrsflusssimulation am Kreisel Wollerau sowie die 
Durchführung der Verkehrsflusssimulation mit der Verkehrssimulationssoftware 
VISSIM wurden durch die Firma AK.________ gemacht (rev. Verkehrs- und 
Lärmgutachten S. 4 Ziff. 1.2), dies am Donnerstag, 7. April 2022, und am Diens-

30

tag, 12. April 2022, in der ASP (insgesamt 1'791 bzw. 1'960 Fahrten über den 
Kreisel, vgl. Verkehrs- und Lärmgutachten S. 20 Bilder 12 und 13). Zusätzliche 
Videoaufnahmen des Bahnüberganges dienten zur Kalibrierung der Schliesszei-
ten des Bahnüberganges und Erfassung der Rückstaulängen (vgl. S. 19).

Die entsprechenden Abklärungsergebnisse wurden im Anhang ausgewiesen 
(Anhänge 6, 10, 11). Die Beurteilungen der Qualitäten der Verkehrsabläufe 
2021/22 bei den Knoten O.________-/AC.________-strasse, AE.________-
/AC.________-strasse und AC.________-/AD.________-strasse erfuhren keine 
nennenswerten Änderungen, d.h. sie blieben sehr gut (S. 17 f. Ziff. 2.7). 

Für den Kreisel "W.________" wurden neu die vorhandenen Verkehrsbelastun-
gen in Anzahl Fahrzeugen in die Anzahl Personenwageneinheiten (PWE) umge-
rechnet (vgl. Anhänge 4, 6 und 10). Der prozentuale Anteil an Lastwagen (LW) 
basierte auf den Angaben aus automatischen Dauerzählstellen in Schindellegi 
(Knoten Vogelnest, Anteil von 2.5 %) sowie in Richterswil (Seestrasse: 0.3 %; 
Bergstrasse: 0.7 %) und wurde für den Ausgangszustand mit rund 2 % ange-
nommen. 

Für das Jahr 2019 wurde auf der Basis einer ASP von rund 1'870 Fahrzeugen 
(gemäss Verkehrsbelastungsplan zur ASP 2019) sowie unter Berücksichtigung 
des LW-Anteils und der Neigungen der Kreislastzufahrten rund 2'200 PWE ermit-
telt. Bei einem maximalen Rückstau von rund 30 Fahrzeugen in der 
AJ.________-strasse wurden die Qualitäten der Verkehrsabläufe der Stufe B bis 
C (gut bis zufriedenstellend) zugeordnet. Ausgehend von rund 2'000 Fahrzeugen 
zur ASP im Jahr 2021 und 2'400 PWE könne die Einfahrt in den Kreisel von der 
AJ.________-strasse her den anfallenden Verkehr nicht mehr vollumfänglich 
verarbeiten. Die Qualitäten der Verkehrsabläufe seien der Stufe B bis F (gut bis 
überlastet) zuzuordnen (S. 19). 

Für die Leistungsberechnung im Jahr 2022 wurden die Verkehrsbelastungen 
vom 12. April 2022 mit rund 1'960 Überfahrten über den Kreisel "W.________" 
zur ASP verwendet und von 2'320 PWE ausgegangen. Die Qualitäten der Ver-
kehrsabläufe wurden der Stufe B bis D (gut bis ausreichend) zugeordnet. Im si-
mulierten Ist-Zustand 2022 (Simulationsprogramm VISSIM) waren hohe Rück-
staulängen zu verzeichnen. Die Schliessung des Bahnüberganges führte zu 
Rückstaus bis zum Kreisel. Die mittlere Verlustzeit der Fahrzeuge, die den Krei-
sel in einer Stunde befahren können, lag bei 44 Sekunden, was knapp der Qua-
litätsstufe D (ausreichend) entspricht. Da sich die erhobene Verkehrsbelastung 
von 1'960 Fahrzeugen zur ASP gut mit den prognostizierten rund 2'000 Überfahr-
ten zur ASP im Jahr 2021 deckte, wurde für das Jahr 2022 kein zusätzlicher Ver-
kehr berücksichtigt (S. 20). Das Verkehrs- und Lärmgutachten hält zusammen-

31

fassend fest, dass das gegenwärtige Verkehrsaufkommen zu den ASP von allen 
angrenzenden Knoten ausser vom Kreisel "W.________" gut bis sehr gut verar-
beitet werden könne. Die Leistungsgrenze des Kreisels "W.________" sei zur 
ASP erreicht oder zeitweise auch überschritten. Dieses Ergebnis stimme gut mit 
der Machbarkeitsstudie Pförtneranlage Wollerau überein, wonach die Belas-
tungsgrenze des Kreisels bei rund 2'100 Fahrzeugen pro Stunde liegt (S. 21). 
Der Stauraum zwischen dem Kreisel "W.________" und der Bahnschranke 
genüge im Normalfall, um einen Rückstau in den Kreisel zu verhindern. Die dies-
bezüglichen Ergebnisse basierten auf Simulationen und hingen wesentlich von 
der Bahnschranke ab. Die Überschreitung eines Richtwerts in der einen Situation 
könne einerseits nicht als wesentliche Überlastung beurteilt werden. Anderseits 
müsse die allfällige Belastung infolge der Bahnschranke ausgeblendet werden, 
weil eine solche stets zu Rückstaus führe, die durch das GP-Gebiet nicht wahr-
nehmbar erhöht würden (S. 22). 

Beim Verkehr aus dem GP-Areal stellte das rev. Verkehrs- und Lärmgutachten 
weiterhin auf 438 Abstellplätze ab. Die Beurteilung der Verkehrsabläufe bei den 
Knoten 1 (O.________-/AC.________-strasse), Knoten 2 (AE.________-
/AC.________-strasse) sowie Knoten 3 (AC.________-/AD.________-strasse) 
blieben unverändert (S. 28 f. Ziff. 4.3). Für den Kreisel "W.________" wurden ei-
nerseits ausgehend von einer ASP von 2'160 Fahrzeugen (basierend auf dem 
Belastungsplan 2019 zzgl. Verkehr aus den bewilligten und geplanten Bauvorha-
ben) entsprechend 2'580 PWE eine Qualität der Verkehrsabläufe mit der Stufe B 
bis F (gut bis überlastet) ermittelt. Die Einfahrt von der AJ.________-strasse 
könne den anfallenden Verkehr nach wie vor nicht mehr vollumfänglich verarbei-
ten. Anderseits wird der Kreisel "W.________" gemäss dem durch das Büro 
AK.________ ermittelten Verkehrsaufkommen und jenem aus dem GP-Areal in 
der ASP von rund 2'120 Fahrzeugen entsprechend rund 2'500 PWE befahren. 
Die Qualität der Verkehrsabläufe ist der Stufe B bis E (gut bis mangelhaft) zuge-
ordnet. Der Zustand 2022+ wurde auch mittels Simulation überprüft. Es waren 
hohe Rückstaulängen zu verzeichnen. Die mittlere Verlustzeit der Fahrzeuge, die 
den Kreisel in knapp einer Stunde befahren können, lag bei 80 Sekunden. 

Das Verkehrs- und Lärmgutachten hält zusammenfassend fest, dass das ge-
genwärtige Verkehrsaufkommen zu den ASP von allen angrenzenden Knoten 
ausser vom Kreisel "W.________" gut bis sehr gut verarbeitet werden könne. Die 
Leistungsgrenze des Kreisels "W.________" werde zur ASP erreicht wie bereits 
aktuell zeitweise überschritten. Die zeitliche Zunahme der Überschreitungen, be-
dingt durch den Verkehr aus dem GP-Areal, sei jedoch gegenüber dem heutigen 
Zustand unwesentlich (S. 29 f.). 

32

Die Forderung, einen längerfristigen Betrachtungshorizont zu berücksichtigen, 
werde im Verkehrs- und Lärmgutachten unter Hinweis auf das Urteil BGer 
1C_178/2014 vom 2. Mai __5 als bundesrechtswidrig erachtet. Die vom Büro 
AK.________ für die ASP im Jahr 2030 vorgenommene Untersuchung unter An-
nahme einer jährlichen Verkehrszunahme von einem Prozent (2022 bis 2030) 
habe einen in der ASP überlasteten Kreisel "W.________" mit Verlustzeiten von 
96 Sekunden und mehr ergeben. Bei so hohen Belastungen seien bis zu einem 
gewissen Grad Verlagerungseffekte (Zeitpunkt der Fahrt, Routenwahl) zu erwar-
ten, welche jedoch in der Simulation nicht direkt abgebildet werden könnten 
(S. 31 Ziff. 4.3). 

4.2.4 AA.________ bestätigte mit Schreiben vom 11. Juli 2022 der Gemeinde, 
dass die ausgewiesenen Ergebnisse eine Beurteilung der verkehrs- und lärm-
technischen Auswirkungen zuliessen, wenngleich die Dokumentation im Gutach-
ten nicht in allen Fällen stimmig sei. Insgesamt könne das Gutachten als plausi-
bel beurteilt werden (RR-act. II/02/26). 

4.2.5 Mit z.H. der Beschwerdegegner erstellter Stellungnahme vom 27. Oktober 
2022 erachtete die AL.________ AG das Verkehrs- und Lärmgutachten vom 
29. Juni 2022 als schwer verständlich geschrieben und teilweise nicht nachvoll-
ziehbar (RR-act. II/02/29 mit Beilage 1). Scheinbar habe man 2022 nur die Ver-
kehrsströme am Kreisel erfasst und ansonsten auf Prognosezahlen für 2021 ab-
gestellt. Die Aussage, der Kreisel "W.________" sei bereits heute nicht mehr leis-
tungsfähig, könne angezweifelt werden. 

4.2.6 AB.________ AG äusserte sich auftrags der Bauherrschaft am 20. Februar 
2023 zum Verkehrsgutachten (nicht zum Lärmgutachten) sowie zur Beurteilung 
der AL.________ AG (III 2023 131 RR-act. III/03/1). Das Gutachten wird als 
nachvollziehbar strukturiert, leicht und verständlich lesbar geschrieben und in 
den Ergebnissen und Erkenntnissen als objektiv beschrieben erachtet. Die Glie-
derung entspreche einem "üblichen" Vorgehen. Die Bemängelung der Datener-
hebung sei nicht nachvollziehbar. Eine bereits bestehende Überlastung des Krei-
sels "W.________" sei durchaus plausibel. Zwingende Massnahmen zur Be-
schränkung des Verkehrsaufkommens alleinig aus dem GP-Areal zu fordern, 
könne aus dem Erreichen der Leistungsgrenze des Kreisels nicht gefolgert wer-
den, da diese Wohnzone gemessen an der gesamten Entwicklung einen kleinen 
Beitrag zur Verkehrszunahme beisteuere. 

4.3.1 Nicht gefolgt werden kann der AA.________ sowie der Vorinstanz (wie 
auch den Beschwerdegegnern, vgl. Vernehmlassung III 2023 131 S. 19 f. 
Ziff. 10), wenn moniert wird, es sei mit der in den SBV festgelegten Maximalzahl 

33

von 490 Parkplätzen im GP-Areal zu rechnen bzw. es sei zunächst der GP anzu-
passen, wenn nur mit 438 Parkplätzen gerechnet werde. 

Beim Gestaltungsplan handelt es sich um einen Sondernutzungsplan, dessen 
Funktion grundsätzlich darin besteht, für ein bestimmtes Gebiet eine architekto-
nisch und hygienisch gute, der baulichen und landschaftlichen Umgebung ange-
passte Überbauung, Gestaltung und Erschliessung zu ermöglichen und damit 
gesamthaft eine bessere Lösung zu erzielen, als dies mit den Bau- und Nut-
zungsvorschriften der Grundordnung möglich wäre (vgl. statt Vieler VGE III 2021 
211 vom 23.5.2022 E. 1.1.3 mit Hinweis auf Gisler, Ausgewählte Fragen zum 
Gestaltungsplan im Kanton Schwyz, publ. in ZBl 2000, S. 393 ff., v.a. S. 394 f.; 
Häuptli, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 
Bern 2013, § 21 N 15). Für das Gestaltungsplanverfahren und den Gestaltungs-
plan wird nur die Erschliessbarkeit gefordert, nicht aber die genügende (effektive) 
Erschliessung (EGV-SZ 1996 Nr. 49 S. 128, vgl. auch VGE III 2011 118 vom 
21.12.2011 E. 5.3; VGE 806+807/97 vom 17.1.1997 E. 6.e in EGV-SZ 1997 Nr. 9 
S. 23; Urteil BGer 1C_99/2020 vom 22.11.2023 E. 3.5. [i.Sa. Änderung und Er-
weiterung Gestaltungsplan Seedamm-Center]). Gleich wie bei einem Nutzungs-
plan werden gestützt auf den Sondernutzungsplan Baubewilligungen erteilt, wo-
bei grundsätzlich kein Anspruch auf Ausschöpfung der maximalen Nutzungsmög-
lichkeiten besteht; dem können beispielsweise Aspekte der Einordnung ins Orts- 
und Landschaftsbild entgegenstehen. 

Erfüllt ein Baugesuch die gesetzlichen Anforderungen, d.h. namentlich auch die 
Anforderungen an die im Baubewilligungsverfahren zu prüfende hinreichende Er-
schliessung (vgl. vorstehend E. 2.2.3 f. und E. 4.1) nicht, ist grundsätzlich der 
Bauabschlag zu erteilen. Durch Nebenbestimmungen wie Auflagen können ledig-
lich untergeordnete Mängel eines Baugesuchs behoben werden. Diese Möglich-
keit entfällt, wenn die Mängel eine wesentliche Projektänderung bzw. eine kon-
zeptionelle Überarbeitung des Projekts erfordern, d.h. wenn ohne grösseren pla-
nerischen Aufwand nicht beurteilbar ist, wie die Mängel zu beheben sind und 
welche baurechtlichen, konzeptionellen und gestalterischen Auswirkungen dies 
nach sich zieht (vgl. VGE III 2022 157 vom 29.3.2023 E. 3.3). 

Vorliegend hat die Bauherrschaft im Wissen um die bereits hohe Verkehrsbelas-
tung im Zentrum von Wollerau - gewissermassen in Vorwegnahme einer ent-
sprechenden Auflage der Baubewilligungsbehörde - entschieden, die Parkplatz-
zahl in den Baubereichen R2 bis R5 sowie P1 bis P4 um 52 Parkplätze (von 265 
auf 213) zu reduzieren. Es handelt sich hierbei also um ein Minus. Weder geht 
damit eine konzeptionelle Überarbeitung des vorliegend zu beurteilenden Stras-
senprojektes einher noch ist einsehbar, weshalb die SBV angepasst werden 

34

müssen, da die Zahl von 438 Parkplätzen von der Maximalzahl von 490 Park-
plätzen noch abgedeckt ist. 

Der Gemeinderat durfte entsprechend die Bauherrschaft zu Recht im Sinne einer 
Nebenbestimmung (Auflage) zur Einhaltung einer Maximalzahl von 438 Fahr-
zeugabstellplätzen entsprechend der durch das Verkehrs- und Lärmgutachten 
als tolerierbar beurteilten Anzahl verpflichten. 

Der Bauherrschaft der GP-Bauten steht es nach wie vor frei, (zu einem späteren 
Zeitpunkt) ein Baugesuch für weitere 52 Parkplätze zwecks Ausschöpfung der in 
den SBV festgeschriebenen Maximalzahl von 490 Parkplätzen einzureichen. 
Diese können indes nur bewilligt werden, wenn die gesetzlichen Bestimmungen 
gewahrt bleiben und insbesondere mittels eines weiteren Verkehrs- und Lärm-
gutachtens erstellt ist, dass auch die verkehrs- und lärmtechnischen Vorausset-
zungen für diese 52 Parkplätze erfüllt sind. 

4.3.2 Keine Konsequenzen für die Beurteilung hat auch der Hinweis, die Mor-
genspitzenstunde sei nicht berücksichtigt worden. Es genügt, wenn die absolute 
Spitzenstunde (im Sinne des "worst case"), vorliegend die ASP, beurteilt wird. 
Damit sind auch die Kapazitäten anderer Zeiträume mit hohen Verkehrsfrequen-
zen - mit Reserve - mitbeurteilt. 

4.3.3 Nicht ungewöhnlich und entsprechend nicht zu beanstanden ist es, wenn 
bei Beurteilungen des aktuellen Verkehrsaufkommens und auch für Lärmbeurtei-
lungen auf die letzten Erhebungen von Verkehrszahlen abgestellt wird und diese 
um die durchschnittliche allgemeine Verkehrszunahme auf den aktuellen Zeit-
punkt hochgerechnet wird (vgl. z.B. VGE III 2022 101 vom 22.2.2023 E. 11.3; 
VGE III 2022 18 vom 23.6.2022 E. 3.1; VGE III 2018 171 vom 25.3.__5 E. 
3.3.2 f.). Vorliegend wurden für das überarbeitete Verkehrsaufkommen jedoch 
mittels Videoaufnahmen am Kreisel im Frühjahr 2022 auch aktuelle Zahlen erho-
ben. 

4.4.1 Es erweist sich, dass die AA.________ das methodische Vorgehen der 
Gutachterin initial als zielführend beurteilt hat. Die Forderung nach einem länger-
fristigen Betrachtungszeithorizont hat die Gutachterin zu Recht unter Hinweis auf 
die Rechtsprechung als nicht nötig bzw. nicht verlangt erachtet. Der Aufforderung 
zur Berücksichtigung der komplexen Situation beim Knoten "W.________" mittels 
Verkehrsflusssimulation und Erfassung der konkreten, notorischen Stausituation 
im Kreiselumfeld (namentlich auf der AJ.________-strasse) ist die Gutachterin 
nachgekommen, unter anderem unter Berücksichtigung des bei Zugdurchfahrten 
temporär geschlossen Bahnüberganges. 

35

4.4.2 Soweit die Vorinstanz Widersprüche erkennen will, haben allfällige Wider-
sprüche nicht zwingend und ohne weiteres auch eine fehlende Schlüssigkeit ei-
nes Gutachtens zur Folge. Angesichts der den Verkehrserhebungen und Ermitt-
lungen verkehrstechnischer Qualitätsstufen im Allgemeinen immanenten Un-
schärfen kann nicht in Abrede gestellt werden, dass die Knoten 1 bis 3 
(O.________-/AC.________-strasse; AE.________-/AC.________-strasse sowie 
AC.________-/AD.________-strasse) angesichts der erhobenen Qualitätsstufe A 
den zusätzlichen Verkehr aus dem GP-Areal, selbst wenn von etwas höheren 
Verkehrszahlen aus den anderen zu diesen Knoten führenden Strassen auszu-
gehen wäre, zu bewältigen vermögen. Dem Engpass bei der Liegenschaft 
AC.________-strasse 3 wurde im Gutachten Rechnung getragen. 

Die im angefochtenen RRB angesprochenen Unklarheiten (namentlich E. 6.4 ff.) 
lassen sich indes grundsätzlich erklären und/oder aber haben keinen Einfluss auf 
die Beurteilung. Der DTV von 420 Fahrten zwischen dem Verzweiger 
AF.________-strasse und der Einmündung in die AC.________-strasse bei-
spielsweise setzt sich zusammen aus dem DTV von 329 Fahrten der 
O.________-strasse bis zum Verzweiger AF.________-strasse einerseits und 
dem DTV von 91 Fahrten seitens der AF.________-strasse; abgebildet wird der 
Zustand __5. Die Datenquellen werden ausgewiesen (vgl. Gutachten S. 9 
Ziff. 2.3 mit Bild 4). Bild 10 auf S. 16 bildet den Zustand 2021 (ohne das GP-
Areal) ab. Berücksichtigt sind ergänzend zum Zustand 2019 die seit 2019 bewil-
ligten Bauprojekte und Baugesuche bzw. die damit verbundene Anzahl Parkplät-
ze (S. 10 Ziff. 2.4 Bild 10). Solche Bauprojekte sind für den Bereich O.________-
strasse, AF.________-strasse bis Einmündung in die AC.________-strasse nicht 
ausgewiesen; Gegenteiliges wird auch von den Beschwerdegegnern nicht darge-
legt. Da es sich hierbei um einen in sich geschlossenen Kreis (AF.________-
strasse und O.________-strasse sind Sackgassen) handelt, bleiben die Fahrt-
zahlen der O.________-strasse bis zum Verzweiger AF.________-strasse und 
seitens der AF.________-strasse (329 + 91 = 420) im Zustand 2021 unverändert. 
Welche Gewinne das Gericht aus einer Besichtigung der technischen Beschaf-
fenheit der Einmündung in die AC.________-strasse (vgl. Duplik der Beschwer-
degegner S. 9 Ziff. 7.13) hätte ziehen können, ist nicht ersichtlich und wird auch 
von den Beschwerdegegnern nicht näher konkretisiert. Abgesehen davon darf 
davon ausgegangen werden, dass technische Fragen dieser Art in die gutachter-
liche Beurteilung der Verkehrsqualitätsstufen miteingeflossen sind. 

4.4.3 Es ist (gerichts-)notorisch (vgl. VGE III 2017 177 vom 16.7.2018 E. 2.1), 
dass sich das Verkehrsaufkommen beim Kreisel W.________ bereits seit Länge-
rem während der Spitzenstunden an der Leistungsgrenze bewegt (vgl. VGE III 

36

2018 99 vom 21.9.2018 E. 4.1; VGE III 2015 228 vom 15.10.2016 E. 2.4.2; VGE 
III 2010 48 vom 28.5.2010 E. 5.2.3 ["Überlastung Dorfkern Wollerau"]; VGE III 
2009 41+42 vom 28.7.2009 E. 5.6.1 und VGE 1042/03 vom 20.11.2003 E. 3.b 
[je: "Gefahr, dass bei weiter steigendem Verkehrsaufkommen der Knoten Dorf-
kreisel zeitweise kollabiert und der Verkehr zum Erliegen kommt."]); dies wird 
auch vom Regierungsrat bestätigt (angefochtener RRB E. 6.7). 

Insofern ist die Beurteilung des ersten Verkehrs- und Lärmgutachtens, das offen-
sichtlich unter Ausserachtlassen dieser Notorietät erstattet wurde, unbesehen der 
konkreten Zahlen, mit einer Qualität der Verkehrsabläufe von "gut" bis "sehr gut" 
(Stufen B bis A) in der Tat nicht nachvollziehbar, soweit sich diese Beurteilung 
auch auf die ASP bezieht. 

Mit dem überarbeiteten Verkehrs- und Lärmgutachten haben die Gutachter na-
mentlich der Neigung des Kreisels und dem Lastwagenanteil Rechnung getra-
gen; die Verkehrsbewegungen haben sie in PWE umgerechnet. Die Belastung 
des Kreisels "W.________" im Zustand 2021+/2022+, also unter Berücksichti-
gung der Autoabstellplätze bewilligter und projektierter Bauten wie auch der 438 
Parkplätze aus dem GP-Areal, wurde dreifach ermittelt. Den Perimeter der zu 
berücksichtigenden Neu- und Umbauten allerdings über die Gemeindegrenzen 
(bzw. über unmittelbar angrenzende Bereiche [vgl. Gutachten S. 10 Bild 5, bewil-
ligtes Bauobjekt 182 [Gemeinde Freienbach]) bis Richterswil und Umgebung 
auszudehnen (Vernehmlassung Beschwerdegegner S. 31 Ziff. 11.12), bedeutete 
jedoch, den relevanten Untersuchungsperimeter zu sprengen. Auf Baugesuche/-
bewilligungen anderer Gemeinden können lokale Baubewilligungsbehörden kei-
nen Einfluss nehmen und insoweit also auch nicht die Erschliessung zu Gunsten 
oder zu Ungunsten von Bauherren auf dem eigenen Gemeindebann steuern; 
dies wäre mit der Gefahr der Benachteiligung im W.________ ansässiger bauwil-
liger Personen verbunden. 

4.4.4 Die Gutachter haben ihrer Beurteilung zum einen den Belastungsplan zur 
ASP 2019 zugrundgelegt und so bei einer Befahrung des Kreisels von 2'160 
Fahrzeugen entsprechend rund 2'580 PWE für den Zeitpunkt 2021+ Qualitäten 
der Stufen B bis F (gut bis überlastet) ermittelt (vgl. Anhang 10, in Klammer die 
Qualitätsstufen im Zustand 2021 bzw. 2019 = Anhang 5 und 4: AD.________-
strasse: A [A, A], AI.________-strasse Süd: B [B, B], AJ.________-strasse: F [F, 
C], AI.________-strasse Nord: E [C, B].

Gemäss dem vom Büro AK.________ (aufgrund von Videoaufnahmen im April 
2022) erhobenen aktuellen Verkehrsaufkommen zum andern befahren in der 
ASP 2'120 Fahrzeuge entsprechend rund 2'500 PWE den Kreisel. Die Qualitäten 
der Verkehrsabläufe werden der Stufe B bis E zugeordnet (Anhang 11: 

37

AD.________-strasse: B, AI.________-strasse Süd: C, AJ.________-strasse: E, 
AI.________-strasse: E). 

Schliesslich waren mittels der Verkehrssimulation (Beurteilung der Verkehrsqua-
lität anhand der Verlustzeiten der einzelnen Ströme) hohe Rückstaulängen mit 
einer mittleren Verlustzeit von 80 Sekunden ermittelt worden, was knapp der 
Qualitätsstufe E entspricht. 

Trotz einer gewissen Relativierung wurde der Bedeutung der Bahnschranke auf 
der AI.________-strasse Rechnung getragen (vorstehend E. 4.2.3) und sie bei 
der Beurteilung nicht weggelassen (Vernehmlassung Beschwerdegegner III 2023 
131 S. 21 Ziff. 11.1). Abgesehen davon besteht auch vor der Bahnschranke (zu-
sätzlicher) Stauraum, falls die Staulänge mehr als die rund 100 m (je nach Ab-
stand 15 bis 20 Fahrzeuge) zwischen Bahnschranke und Kreisel annehmen soll-
te (vgl. Bild 1 zur Stellungnahme von AL.________ vom 27.10.2023). Anzufügen 
ist, dass sich bezüglich der Bahnschranke bzw. deren Bedeutung für den Ver-
kehrsfluss beim Kreisel in der Stellungnahme von AL.________ keine Aussage 
findet. 

4.5.1 Es kann für den Kreisel "W.________" also festgehalten werden, dass drei 
Ermittlungsweisen, welche trotz unterschiedlicher Grundlagen je auf einer ähnli-
chen Zahl von Fahrzeugbewegungen (PWE) basieren, durchaus vergleichbare 
Resultate zeitigen. 

Aufgrund der Erhebungen und Ergebnisse im Verkehrs- und Lärmgutachten ist 
die Belastungsgrenze des Kreisels in der ASP - was wie gesagt an und für sich 
auch (gerichts-)notorisch ist - bereits erreicht bzw. teils überschritten. Durch die 
N.________ wird die Situation, d.h. die in der ASP bereits bestehende Verkehrs-
qualität mit regelmässigen Staulagen, nicht derart verschlechtert, dass auf eine 
ungenügende Erschliessung der N.________ zu erkennen wäre (vgl. vorstehend 
E. 4.1). Berücksichtigt werden darf dabei auch, dass sich zum einen die mit den 
Videoaufnahmen vom April 2022 erhobenen rund 1'960 Überfahrten über den 
Kreisel "W.________" leicht unter den für das Jahr 2021 geschätzten Überfahr-
ten von 2'000 Fahrzeugen (die auch Fahrten aus noch nicht realisierten Über-
bauungen beinhalten) bewegten, und anderseits die Bauherrschaft auch eine 
Anknüpfung des GP-Areals an den öV anstrebt. Damit kann gleichzeitig auch die 
O.________-strasse, wie erwähnt (vorstehend E. 3.4.4) als Groberschliessungs-
trasse gerade für den öV und Langsamverkehr vorgesehen, bis anhin aber noch 
nicht ans öV-Netz angebunden, bedient werden, was zu einer entsprechenden 
mehr oder weniger bedeutsamen Entlastung des Dorfkreisels führen kann. Diese 
Annahme dürfte auch für den seit dem 11. Dezember 2022 bestehenden An-
schluss der AE.________-strasse an den öV (vgl. Vernehmlassung Beschwer-

38

degegner III 2023 131 S. 21 Ziff. 11.1) gelten, was den Kreisel tendenziell (leicht) 
entlasten dürfte. 

4.5.2 Es besteht im Ergebnis kein Grund, dem Verkehrs- und Lärmgutachten den 
Beweiswert abzusprechen. Allfällige Divergenzen bei der Beurteilung der Qua-
litätsstufen der Verkehrsbewegungen sind hinzunehmen, nachdem die zugrunde 
gelegten Zahlen mit verschiedenen Methoden, die indes jede für sich ihre Be-
rechtigung haben (Verkehrsbelastungsplan 2019 zuzüglich bewilligte und projek-
tierte Bauten; Verkehrszählung aufgrund von Videoaufnahmen; Verkehrssimula-
tion), ermittelt wurden. 

Mit dem Verkehrs- und Lärmgutachten wurden die verwendeten statistischen und 
weiteren Quellen transparent gemacht (vgl. S. 4 Ziff. 1.2; S. 7 Ziff. 2.1, S. 11 
oben). Der Vergleich mit den vom kantonalen Tiefbauamt für die Jahre 2018 bis 
2020 und die ASP publizierten Verkehrszahlen zur Messstelle 140_2 (Wollerau 
Wigarten Q2 2 Schindellegi, AI.________-strasse, rund 220 m nordöstlich der 
Bahnschranke; vgl. WebGIS-SZ, Geokategorie > Verkehr > Messstellen Stras-
senverkehr; die Datenblätter 2021 f. sind derzeit offensichtlich noch nicht greif-
bar) zeigt, dass die im Verkehrs- und Lärmgutachten für die Fahrten auf der 
AI.________-strasse in Richtung Wollerau (d.h. Kreisel "W.________") berück-
sichtigten Zahlen mehr oder weniger erheblich höher sind (Datenblatt ASP 2018: 
466, 2019: 433, 2020: 407; Gutachten S. 8 Bild 3 ASP 2019: 490, S. 15 Bild 9 
ASP 2021: 515, 7.4.2022 und 12.4.2022: 551 bzw. 568, S. 26 Bild 18 ASP 
2021+: 528). Hieraus lässt sich ableiten, dass das Gutachten gewisse Reserven 
beinhaltet. Diese Zahlen der Verkehrszählung erläuternd ist einerseits zu ergän-
zen, dass sich der vom Tiefbauamt erhobene Rückgang für das Jahr 2020 ge-
genüber 2019 mit den Covid-Massnahmen erklärt. Wenn aber auch die an der 
Messstelle erhobenen Zahlen für das Jahr 2018 insgesamt über denjenigen für 
das Jahr __5 liegen, zeigt dies nur, dass nicht ohne weiteres von einer linearen 
Verkehrszunahme ausgegangen werden kann. Dem wird unter anderem durch 
die im Gutachten berücksichtigten bewilligten und projektierten Bauvorhaben 
(wie auch die zu erwartenden Verkehrszahlen aus dem GP-Areal) Rechnung ge-
tragen, womit das Gutachten gleichzeitig die absehbare Verkehrszunahme (ohne 
GP-Areal) wohl präzis abgebildet habe dürfte. Anderseits stellt auch die erwähnte 
amtliche Verkehrszählung für die ASP auf den Zeitraum von 17.00 Uhr bis 
18.00 Uhr ab. Der Vergleich mit der morgendlichen Spitzenstunde (MSP, 07.00 
Uhr bis 08.00 Uhr) zeigt, dass der Verkehr in der ASP durchs Band (erheblich) 
höher liegt (vgl. vorstehend E. 4.3.2). Die gegenteilige Auffassung der