# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88ce9140-865d-5363-b191-d3a8b3795978
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.11.2008 C-339/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-339-2007_2008-11-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-339/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

F._______, Spanien,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-339/2007

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1947  geborene,  in  Spanien  wohnhafte,  spanische 
Staatsangehörige  F._______  hat  im  August  1974  in  der  Schweiz 
gearbeitet  und  dabei  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV)  entrichtet.  Sie 
reichte am 1. Februar 2006 über den spanischen Versicherungsträger 
bei  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IV-Stelle 
oder Vorinstanz) ein Gesuch um Gewährung einer Invalidenrente ein 
(act. 7).

B.
Mit  Verfügung  vom  24. November  2006  hat  die  IV-Stelle  –  wie  mit 
Schreiben vom 12. Juli 2006 bereits angekündigt (act. 24) – das Leis-
tungsgesuch  von  F._______  mit  der  Begründung  abgewiesen,  sie 
könne  lediglich  eine  Beitragszeit  von  einem  Monat  (August  1974) 
vorweisen (act. 29).

C.
Gegen  die  Verfügung  vom  24. November  2006  hat  F._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  mit  Eingabe  vom  20. Dezember 
2006 bei der Schweizerischen Ausgleichskasse Beschwerde erhoben 
und beantragt, ihr sei aufgrund der Beiträge ihres Ex-Ehemannes, der 
in der Schweiz gearbeitet habe, sowie aufgrund der ihr zustehenden 
Erziehungsgutschriften  eine  längere  Beitragszeit  anzurechnen  und 
eine Rente zu gewähren. Zudem bitte sie um Überprüfung, ob sie den 
ihr im Scheidungsurteil zugesprochenen Unterhaltsbeitrag direkt über 
die Rente ihres Ex-Ehemannes erhalten könne.

Die IV-Stelle hat die Beschwerde am 11. Januar 2007 an das Bundes-
verwaltungsgericht weitergeleitet.

D.
Gegen die mit Verfügung vom 24. Januar 2007 mitgeteilte Zusammen-
setzung des Spruchkörpers ist kein Ausstandsbegehren eingegangen. 

E.
Mit Eingabe vom 5. Februar 2007 reichte die Beschwerdeführerin eine 
Beschwerdeergänzung ein, mit welcher sie wiederum die Anrechnung 

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der Beitragszeiten ihres Ex-Ehemannes an ihre Beitragszeit beantrag-
te.

F.
Mit Vernehmlassung vom 6. Februar 2007 beantragte die IV-Stelle die 
Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin habe lediglich ei-
nen Beitragsmonat vorzuweisen, weshalb die Mindestbeitragszeit nicht 
erfüllt sei. Erziehungsgutschriften oder Beiträge des anderen Ehegat-
ten könnten ihr nur angerechnet werden, wenn sie während der fragli-
chen Zeitdauer Wohnsitz in der Schweiz gehabt hätte, was aber ge-
mäss Auskunft der Einwohnerdienste Basel-Stadt nicht der Fall gewe-
sen sei.

G.
In ihrer Eingabe vom 23. Februar 2007 führte die Beschwerdeführerin 
aus, sie habe zusammen mit ihrem Ex-Ehemann im Bahnhofrestaurant 
gearbeitet und mit den Kindern bei ihm gewohnt. Leider habe sie sich 
jedoch nicht anmelden und obligatorisch versichern können. Es gebe 
diverse Zeugen, die diesen Sachverhalt bestätigen könnten.

H.
Die IV-Stelle liess sich darauf nicht mehr vernehmen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne 
von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-

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mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die  Beschwerdeführerin  ist  durch  den  angefochtenen  Entscheid 
berührt  und hat  ein  schutzwürdiges  Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdele-
gitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

Es  ist  jedoch  festzuhalten,  dass  es  sich  bei  der  Frage  nach  der 
Durchsetzbarkeit  des  Scheidungsurteils,  welche  die  Beschwerde-
führerin in ihren Rechtsschriften aufwirft, um ein vollstreckungsrechtli-
ches Problem handelt, welches nicht in den Zuständigkeitsbereich des 
Bundesverwaltungsgericht  fällt  und  auch  nicht  Gegenstand  des  vor-
instanzlichen Entscheids war. In  diesem Punkt  ist  somit  auf  die  Be-
schwerde nicht einzutreten.

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin ist spanische Staatsangehörige, so dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständi-
ge sowie deren Familienangehörige,  die innerhalb der  Gemeinschaft 
zu-  und abwandern,  haben die  in  den persönlichen Anwendungsbe-
reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-
sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-

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rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201).

2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

2.4 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben 
(BGE 130 V 1  E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der  spezialgesetzlichen  Über-
gangsbestimmungen. In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätz-
lich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 
E. 2.3).

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft  getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts  anwendbar. Die  im ATSG enthaltenen Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität 
und  der  Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen 
von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invaliden-
versicherung.  Demzufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343). 

Bei  den materiellen Bestimmungen des IVG und der  IVV ist  auf  die 
Fassung  gemäss  den  am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen 
Änderungen (4. IV-Revision) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind 
die  durch  die  5. IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am 
1. Januar 2008 in Kraft  getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden 

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werden deshalb die ab 1. Januar 2004 (bis Ende 2007) gültig gewe-
senen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.
Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob 
die IV-Stelle das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen für den Be-
zug einer Rente zu Recht verneint hat.

Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben die rentenberechtigten 
Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines 
vollen Jahres Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG, in der bis 
zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung).

3.2 Versicherten  wird  für  diejenigen  Jahre  eine  Erziehungsgutschrift 
angerechnet,  in  welchen  ihnen  die  elterliche  Sorge  für  eines  oder 
mehrere Kinder zusteht, die das 16. Altersjahr noch nicht erreicht ha-
ben. Dabei werden Eltern, die gemeinsam Inhaber der elterlichen Sor-
ge sind,  jedoch nicht  zwei  Gutschriften kumulativ gewährt. Der Bun-
desrat regelt die Einzelheiten, insbesondere die Anrechnung der Erzie-
hungsgutschrift,  wenn  lediglich  ein  Elternteil  in  der  schweizerischen 
Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  versichert  ist  (Art. 29sexies 

Abs. 1  lit. b  AHVG). Für  Jahre,  in  denen  sein  Ehegatte  nicht  in  der 
Schweizerischen  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  versichert 
war,  wird  dem versicherten Elternteil  die  ganze Erziehungsgutschrift 
angerechnet  (Art. 52f  Abs. 4  der  Verordnung  vom  31. Oktober  1947 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]).

3.3 Für  jeden  beitragspflichtigen  Versicherten  werden  individuelle 
Konten  geführt,  in  welche  die  für  die  Berechnung  der  ordentlichen 
Renten  erforderlichen  Angaben  eingetragen  werden.  Der  Bundesrat 
regelt  die  Einzelheiten  (Art. 30ter Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG, SR 831.10] in Verbindung mit Art. 66 IVG).

3.4 Der Versicherte hat das Recht, bei jeder Ausgleichskasse, die für 
ihn ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemach-
ten  Eintragungen  unter  Angabe  allfälliger  Arbeitgeber  zu  verlangen 
(Art. 141 Abs. 1 AHVV). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichti-

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gung  verlangt,  oder  wird  das  Berichtigungsbegehren  abgelehnt,  so 
kann bei Eintritt  des Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintra-
gungen im individuellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Un-
richtigkeit  offenkundig  ist  oder  dafür  der  volle  Beweis  erbracht  wird 
(Art. 141 Abs. 3 AHVV).

Art. 141 Abs. 3 AHVV führt eine Beweisverschärfung gegenüber dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit  ein,  indem  der  volle  Beweis  verlangt  wird.  Aller-
dings soll dies nicht heissen, dass die Untersuchungsmaxime nicht gilt 
und der Versicherte selbst diesen Beweis zu erbringen hat. Vielmehr 
bedeutet  dies,  dass  der  Versicherte  insofern  erhöhte  Mitwirkungs-
pflichten hat, als dass er alles ihm Zumutbare unternehmen muss, um 
die Verwaltung oder den Richter bei der Beschaffung des Beweismate-
rials zu unterstützen (vgl. BGE 117 V 261 Erw. 3b und 3d).

3.5 Gemäss Definition gilt  eine Tatsache als bewiesen und der volle 
Beweis als erbracht, wenn die Behörde von deren Vorhandensein der-
art  überzeugt  ist,  dass das Gegenteil  als unwahrscheinlich erscheint 
(vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 105). Wie die-
ser Beweis erbracht werden muss, ist jedoch nicht vorgeschrieben. 

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin führt  einerseits aus, sie habe damals in 
der  Schweiz  Wohnsitz  begründet,  andererseits  habe  sie  zusammen 
mit ihrem Ex-Ehemann im Bahnhofrestaurant gearbeitet. Damit macht 
sie sinngemäss geltend, es seien ihr aufgrund ihres Wohnsitzes in der 
Schweiz Beiträge ihres Ex-Ehemannes beziehungsweise Erziehungs-
gutschriften anzurechnen und somit eine wesentlich längere Beitrags-
dauer anzuerkennen. Ferner macht sie sinngemäss geltend, die Ein-
tragungen im individuellen Konto seien nicht vollständig und entsprä-
chen nicht den tatsächlichen Verhältnissen.

4.2 Die IV-Stelle führt demgegenüber aus, eine weitere Erwerbstätig-
keit der Beschwerdeführerin (nebst der bereits im individuellen Konto 
erfassten)  sei  nicht  nachgewiesen,  da es sich bei  den eingereichten 
Arbeitszeugnissen  offensichtlich  nicht  um  ihre  eigenen  Zeugnisse 
handle, würden doch damit ausschliesslich Arbeitstätigkeiten ihres Ex-
Ehemannes bestätigt. Ebenso wenig sei  der  Umstand,  dass die  Be-

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schwerdeführerin  in  der  Schweiz Wohnsitz  gehabt  habe,  nachgewie-
sen, da sie bei der Einwohnerbehörde nicht registriert gewesen sei. 

4.3 Wie erwähnt  behauptet  die  Beschwerdeführerin,  in  der  Schweiz 
Wohnsitz gehabt sowie auch gearbeitet zu haben.

4.3.1 Sie räumt allerdings ein, dass sie sich ohne entsprechende Auf-
enthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten und "schwarz" gearbei-
tet habe.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Frage der Ver-
sicherungsunterstellung nicht massgebend, ob der Erwerbstätigkeit in 
der Schweiz eine vom öffentlichen Recht verlangte Arbeitsbewilligung 
zugrunde liegt oder nicht (BGE 118 V 79 E. 2b). Die Beschwerdeführe-
rin hätte somit die Möglichkeit gehabt, mittels Arbeit Beitragszeiten zu 
begründen.  Allerdings  fehlen  Lohnabrechnungen,  Arbeitszeugnisse 
oder  -verträge  der  Beschwerdeführerin,  die  eine  Erwerbstätigkeit  in 
der Schweiz nachweisen könnten; die von der Beschwerdeführerin ein-
gereichten Unterlagen liefern keine Anhaltspunkte dafür, dass die Be-
schwerdeführerin während des fraglichen Zeitraums – wie von ihr be-
hauptet  –  in  der  Schweiz  gearbeitet  hat.  Die  eingereichten  Arbeits-
zeugnisse bestätigen – wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten 
– Arbeitsverhältnisse des Ex-Ehemannes der Beschwerdeführerin und 
haben somit auf ihre Beitragszeit keinen Einfluss.

4.3.2 Zu  prüfen  bleibt  somit,  ob  die  Beschwerdeführerin  in  der 
Schweiz  Wohnsitz  hatte  und ihr  dadurch  Beiträge  ihres  Ehemannes 
angerechnet werden können. 

Gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG bestimmt sich der Wohnsitz einer Person 
nach den  Artikeln  23-26  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210). Der Wohnsitz einer Person befin-
det sich an dem Orte, wo sie sich mit der Absicht des dauernden Ver-
bleibens aufhält (Art. 23 Abs. 1 ZGB). Es müssen somit zwei Kriterien 
kumulativ erfüllt sein: objektiv physischer Aufenthalt und subjektiv Ab-
sicht dauernden Verbleibens. Da der Wohnsitz nicht nur für die betrof-
fene Person, sondern auch für  Drittpersonen und das Gemeinwesen 
von Bedeutung ist, ist die innere Absicht des dauernden Verbleibs nur 
insoweit von Bedeutung, als sie nach aussen erkennbar geworden ist. 
Massgebend ist daher der Ort, wo sich der Mittelpunkt der Lebensbe-
ziehungen  befindet  (DANIEL STAEHELIN,  in:  Basler  Kommentar,  Zivilge-

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setzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N. 5 zu Art. 23 ZGB).

Unbestritten ist vorliegend, dass die Beschwerdeführerin bei der Ein-
wohnerbehörde nicht gemeldet war und somit der Nachweis eines all-
fälligen Wohnsitzes in der Schweiz über andere Beweismittel zu erfol-
gen hätte. Die Beschwerdeführerin wurde auf dem Antragsformular da-
rauf  hingewiesen,  welche Dokumente  einzureichen  sind. Im Übrigen 
konnte die Beschwerdeführerin aus dem angefochtenen Entscheid so-
wie der Vernehmlassung der IV-Stelle in diesem Verfahren entnehmen, 
welche  Punkte  des  Sachverhalts  als  nicht  rechtsgenüglich  erwiesen 
angesehen wurden. Dennoch hat sie sich lediglich darauf beschränkt, 
Namen  von  drei  Personen  anzugeben,  die  ihre  Angaben  bezeugen 
könnten. Sie  gab  allerdings  weder  die  Kontaktadressen  der  Zeugen 
noch eine Begründung an, weshalb diese Zeugen zu befragen seien. 
Die  Adressen der  Zeugen liessen sich auch nicht  über  das Telefon-
buch feststellen. Insgesamt liefern die vorhandenen Unterlagen somit 
keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin während des 
fraglichen Zeitraums ihren Aufenthalt sowie den Lebensmittelpunkt in 
der Schweiz hatte.

4.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  IV-Stelle  der  Be-
schwerdeführerin hinreichend Gelegenheit geboten hat, Belege einzu-
reichen, der von ihr behauptete Sachverhalt  dennoch nicht rechtsge-
nüglich nachgewiesen werden konnte und somit auf den individuellen 
Kontoauszug  sowie  die  Wohnsitzbescheinigung  abzustellen  ist.  Da 
sich aus ersterem eine Beitragszeit von lediglich einem Monat ableiten 
lässt und mit letzterer die Wohnsitznahme in der Schweiz nicht nach-
gewiesen ist, ist davon auszugehen, dass die Mindestbeitragszeit der 
Beschwerdeführerin  nicht  erfüllt  ist,  weshalb  das  Rentengesuch  zu 
Recht abgewiesen worden ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

5.

5.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand  und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200  –  1000 
Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Ver-
fahren  sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 400.-  festzusetzen  und  der 
Beschwerdeführerin  als  unterlegene Partei  aufzuerlegen. Die Verfah-
renskosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

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5.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

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