# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e9ce4e2-eb20-50f7-a730-2d0c62a3d731
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-19
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 19.06.2019 OG.2019.00051 (OGS.2019.55)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2019-00051_2019-06-19.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfügung
  vom 19. Juni 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2019.00051

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
   

  
	
  Beschwerdeführerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch C.______

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
  1. Staats- und Jugendanwaltschaft des
  Kantons Glarus

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
   

  
	
  2. B.______

  
	
  Beschwerdegegner

  
	
   

  
	
  verteidigt
  durch D.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Einstellung
  einer Strafuntersuchung

  
	
   

  
	
   

  
	
  Erwägungen

  
	
  1.

  
	
  1.1 Am 28. Mai
  2019 erliess die hiesige Staatsanwaltschaft in der Strafuntersuchung gegen
  den Beschuldigten B.______ eine Einstellungsverfügung (act. 1/1). 

  
	
   

  
	
  1.2 Mit
  Einschreiben vom 13. Juni 2019 liess die Privatklägerin A.______ durch
  ihren Rechtsvertreter gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde erheben und
  beantragt dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (act. 2).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Eine
  Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen mit
  Beschwerde beim Obergericht angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO),
  wie dies auch in der Rechtsmittelbelehrung der hier angefochtenen Verfügung
  zutreffend vermerkt ist (act. 1/1 S. 2).

  
	
   

  
	
  2.2 Die
  angefochtene Einstellungsverfügung vom 28. Mai 2019 (act. 1/1)
  wurde dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 29. Mai 2019
  zugestellt (act. 1/2). Die zehntägige Beschwerdefrist begann damit am
  30. Mai 2019 zu laufen und endete in der Folge nach den
  Pfingstfeiertagen am Dienstag, 11. Juni 2019 (Art. 90 StPO). Die Frist
  ist gewahrt, wenn eine Beschwerdeeingabe spätestens am letzten Tag der Frist
  beim Gericht eingereicht oder zu dessen Han­den der Schweizerischen Post
  übergeben wird (Art. 91 Abs. 2 StPO).

  
	
   

  
	
  2.3 Der
  Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat seine Beschwerdeschrift gegen die
  Einstellungsverfügung erst am 13. Juni 2019 und damit verspätet zur Post ge­geben
  (act. 4). Auf die Beschwerde ist daher im Verfah­ren nach Art. 31
  Abs. 2 GOG/GL nicht einzutreten.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Die
  Beschwerdeführerin ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle­ge für
  das Beschwerdeverfahren. Die Beschwerde erweist sich indes aufgrund der
  verspäteten Erhebung als von vornherein aussichtslos, sodass die
  unentgeltliche Rechtspflege ausser Betracht fällt (Art. 136 Abs. 1
  lit. b StPO).

  
	
   

  
	
  3.2 Die
  Beschwerdeführerin ist für das vorliegende Verfahren kostenpflichtig
  (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem Beschuldigten ist im Beschwerdeverfahren
  kein Auf­wand erwachsen, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen
  ist.

  
	
   

  
	
   

  
	
  Entscheid

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Das Gesuch der Beschwerdeführerin um
    Gewährung der unentgeltlichen Rechts­pflege wird abgewiesen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Die Pauschalgerichtsgebühr für das obergerichtliche
    Verfahren von CHF 250.- wird der Beschwerdeführerin auferlegt und von
    ihr bezogen.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Für das obergerichtliche Verfahren wird
    keine Parteientschädigung zugespro­chen.

    
	
     

    	
     

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    [...]