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**Case Identifier:** 1377c7fe-8956-536f-8740-42482ec9432f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.05.2018 810 17 339
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-339_2018-05-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 30. Mai 2018 (810 17 339) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Kostenverlegung bei Verzicht auf Errichtung von Kindesschutzmassnahmen  

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Claude Jeanneret, Yves Thommen, Gerichtsschreiber 
Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Monika Fehlmann, 
Rechtsanwältin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Verzicht auf die Errichtung von Kindesschutzmassnahmen / Kostenver-

legung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
19. Oktober 2017) 

 
 
 
A. D.____ (geb. 2002) ist die Tochter von A.____. Mit Schreiben vom 14. November 2016 
reichte die Sekundarschule D.____ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ 
(KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend D.____ ein. Darin wurde auf den Suizid des Va-
ters noch in der Primarschulzeit verwiesen und ausgeführt, dass D.____ seit Beginn der Se-

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kundarschule in der Klasse sehr auffällig sei und unter stetigen Stimmungsschwankungen leide. 
Sie fehle oft im Unterricht oder komme viel zu spät. D.____ habe der Klassenlehrperson mitge-
teilt, dass es ihr sehr schlecht gehe und sie unbedingt Hilfe brauche. Es hätten zudem Gesprä-
che mit der Schulsozialarbeiterin stattgefunden und die Schule habe vier Termine bei der Kin-
der- und Jugendpsychiatrischen Klinik organisiert.     
 
B. Am 18. November 2016 erteilte die KESB dem Kindesschutzdienst E.____ (KSDE) 
einen Abklärungsauftrag gemäss Art. 446 Abs. 2 ZGB. Der KSDB wurde beauftragt, die Situati-
on abzuklären, bei Bedarf Lösungen zu entwickeln und umzusetzen und, soweit nötig, geeigne-
te Massnahmen vorzuschlagen. 
 
C. Mit Schreiben der KESB vom 21. November 2016 wurde A.____ über die Eröffnung 
eines Verfahrens informiert und darauf hingewiesen, dass dieses grundsätzlich gebührenpflich-
tig sei. 
 
D. Am 28. Februar 2017 erstattete der KSDE seinen Bericht zuhanden der KESB.  
 
E. Am 1. März 2017 zog A.____ mit D.____ und ihrem volljährigen Bruder nach F.____ 
(AG).  
 
F. Mit E-Mail vom 21. März 2017 richtete die Schulleiterin des Oberstufenzentrums 
G.____ in H.____ (AG) eine Gefährdungsmeldung an die KESB. Sie führte aus, dass D.____ 
an einer psychischen Störung zu leiden scheine, welche grosse Verwirrung auslöse. Man sehe 
dringenden Handlungsbedarf.  
 
G. Am 26. September 2017 erstattete der KSDE nach Durchführung weiterer Abklärungen 
einen aktualisierten Bericht mit der Empfehlung an die KESB, das Verfahren einzustellen.  
 
H. Am 19. Oktober 2017 entschied die KESB, dass auf die Errichtung von Kindesschutz-
massnahmen für D.____ verzichtet werde (Ziff. 1). Die Verfahrenskosten der KESB wurden auf 
Fr. 2'645.-- festgelegt und in der Höhe von Fr. 1'323.50 der Kindsmutter auferlegt (Ziff. 2). Zur 
Begründung wurde ausgeführt, dass mit Hilfe der involvierten Fachpersonen die notwendigen 
und geeigneten Massnahmen zur Unterstützung von D.____ ergriffen worden seien und sie 
auch weiterhin psychiatrisch begleitet werde. Die Gebühr sei entsprechend dem Aufwand von 
Fr. 630.-- (KESB) und Fr. 1'995.-- (Abklärung) sowie den Auslagen von Fr. 20.-- festzusetzen. 
Aufgrund der belasteten Familiensituation werde auf die Hälfte der Verfahrenskosten verzichtet.  
 
I. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Dr. Monika Fehlmann, Rechts-
anwältin, mit Eingabe vom 20. Dezember 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Sie stellt das Rechtsbegehren, es sei Ziff. 2 des Ent-
scheids der KESB vom 19. Oktober 2017 aufzuheben und stattdessen sei zu erkennen, dass 
der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten auferlegt werden könnten, eventualiter, dass 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten sei; dies unter o/e-Kostenfolge.  
 

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J. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Januar 2018 stellt die KESB das Rechtsbegehren, es 
sei die Beschwerde unter o/e-Kostenfolge abzuweisen.  
 
K. Mit Verfügung vom 13. Februar 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.                   
 
L. Am 19. Februar 2018 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Hono-
rarnote ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zu-
ständiges Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Verfahrensbeteiligte ohne weiteres zur 
Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'323.50 auferlegt hat.  
 
3.1 Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, dass es für die Kostenauferlegung an einer 
genügenden gesetzlichen Grundlage fehle. Gemäss § 20 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 in Verbindung mit § 69 Abs. 4 des Ge-
setzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 könnten 
die Verfahrenskosten einer Partei nur unter bestimmten Voraussetzungen auferlegt werden, 
welche im vorliegenden Fall nicht erfüllt seien. Im Weiteren ergebe sich der Umstand, dass die 
Eltern abgabepflichtig seien, nicht aus einem Gesetz im formellen Sinn. Vielmehr liege mit § 6 
Abs. 2bis der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht (GebV) vom 8. Januar 1991 einzig 
eine Verordnungsbestimmung vor, welche den Kreis der Abgabepflichtigen regle. Mit § 6  
Abs. 2bis GebV werde die Kostentragungspflicht zudem auf Personen ausgeweitet, welche in  
§ 20 Abs. 2 VwVG BL nicht genannt würden.  

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3.2 Die Vorinstanz entgegnet im Wesentlichen, dass die Übernahme der Kosten von Kin-
desschutzmassnahmen Teil der Unterhaltspflicht der Eltern sei (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Für Ver-
richtungen und Verfügungen, wie sie im ZGB und im EG ZGB vorgesehen seien, würden ge-
mäss § 158 EG ZGB Aufwandgebühren erhoben. Die Höhe der Gebühren im Kindes- und Er-
wachsenenschutzrecht richte sich im Einzelnen nach § 17 GebV. Die Gebühr umfasse jeweils 
den Aufwand für Abklärungen, Beratungen, Verhandlungen, die Ausfertigung des Aktes etc.  
(§ 2 Abs. 1 GebV). Bei der Gebührenverordnung handle es sich im Verhältnis zum Verwal-
tungsverfahrensgesetz um eine lex specialis und das erstinstanzliche Verfahren im Bereich des 
Kindes- und Erwachsenenschutzrechts sei somit nicht kostenlos.  
 
3.3.1 Die Verpflichtung zu einer öffentlich-rechtlichen Geldleistung bedarf einer formell-
gesetzlichen Grundlage, welche die Leistungspflicht mindestens in den Grundzügen festlegt 
(Art. 127 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom  
18. April 1999). Delegiert der Gesetzgeber die Kompetenz zur Festlegung einer Abgabe an eine 
nachgeordnete Behörde, so muss er zumindest den Kreis der Abgabepflichtigen, den Gegen-
stand und die Bemessungsgrundlage selber festlegen (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/ 
FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 2795 ff.; 
BGE 134 I 179 E. 6.1; BGE 132 II 371 E. 2.1; BGE 130 I 113 E. 2.2; BGE 128 I 317 E. 2.2.1; je 
mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat die Vorgaben betreffend die Bemessung der Abgaben 
bei gewissen Arten von Kausalabgaben gelockert, wo das Mass der Abgabe durch überprüfba-
re verfassungsrechtliche Prinzipien (Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip) begrenzt wird und 
nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfüllt (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 
a.a.O., N 2806; BGE 141 V 509 E. 7.1.1; BGE 135 I 130 E. 7.2; BGE 134 I 179 E. 6.1; jeweils 
mit Hinweisen).  
 
3.3.2 Das basellandschaftliche Recht regelt in § 158 Abs. 1 EG ZGB, dass für Verrichtungen 
und Verfügungen, wie sie im ZGB und in diesem Gesetz vorgesehen sind, Aufwandgebühren 
erhoben werden. Gestützt auf die in § 158 Abs. 3 EG ZGB enthaltene Delegationsnorm hat der 
Regierungsrat eine Gebührenverordnung erlassen, welche die Gebührenerhebung für Bewilli-
gungen und Verrichtungen durch die kantonalen und kommunalen Amtsstellen, wie sie im 
schweizerischen und kantonalen Zivilrecht vorgesehen sind, regelt (§ 1 GebV). Die Gebühr ist 
das Entgelt für einen Geschäftsakt und alle damit notwendig zusammenhängenden Tätigkeiten 
wie Abklärungen, Beratungen, Verhandlungen, Ausfertigung des Aktes sowie die notwendigen 
Mitteilungen (§ 2 Abs. 1 GebV). Gemäss § 5 Abs. 1 lit. c GebV wird bei Verfahren, die von Am-
tes wegen einzuleiten sind, und bei denen von der Anordnung von Massnahmen abgesehen 
wird, eine Gebühr entsprechend dem Arbeitsaufwand erhoben. 
 
3.3.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, im vorliegenden Fall seien die Voraus-
setzungen von § 20 Abs. 2 VwVG BL nicht erfüllt, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie dargelegt 
(E. 3.3.2 hiervor), richtet sich die Kostenauferlegung im Verfahren vor der KESB nach § 158 
Abs. 1 EG ZGB in Verbindung mit den Bestimmungen der GebV, welche als lex specialis der 
Regelung von § 20 Abs. 2 VwVG BL vorgehen.  
 

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3.3.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ergibt sich aus dem Gesetz im for-
mellen Sinn auch der Kreis der Abgabepflichtigen. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
vollzieht die Aufgaben, die ihr das Bundesrecht und das kantonale Recht zuweisen. Sie erfüllt 
die Aufgaben der Beratung, der Abklärung sowie der Regelung von Rechten und Pflichten (§ 62 
Abs. 2 EG ZGB). Die Abklärung umfasst insbesondere den rechtlichen und sozialarbeiterischen 
Bereich, wobei auch die kommunalen Sozialdienste mit sozialarbeiterischen Abklärungen be-
auftragt werden können (§ 62 Abs. 3 EG ZGB). Aus § 158 Abs. 1 EG ZGB geht hervor, dass für 
die im ZGB und in diesem Gesetz vorgesehenen Verrichtungen und Verfügungen – und damit 
auch für den in Kindesschutzverfahren entstehenden Aufwand – Gebühren erhoben werden 
können. Daraus erhellt, dass nicht sämtliche Kosten dieser Verfahren zu Lasten des Staats ge-
hen. Durch den Umstand, dass sich das Kindesschutzverfahren regelmässig zwischen der 
KESB und den Kindseltern als einzigen direkten Verfahrensbeteiligten abspielt, muss diesen 
somit von vornherein klar sein, dass sie selbst grundsätzlich für die Kosten des Kindesschutz-
verfahrens einzustehen haben. Die Regelung von § 158 Abs. 1 EG ZGB kann somit in guten 
Treuen nicht anders verstanden werden, als dass in Kindesschutzverfahren die Gebühren von 
den Eltern der betroffenen Kinder zu entrichten sind (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
2C_192/2012 vom 7. Juni 2012 E. 2.3; Praxis des Kantonsgerichts Graubünden [PKG] 2015  
Nr. 23 S. 152). Dem entspricht, dass auf die ausdrückliche Erwähnung des Abgabesubjekts 
verzichtet werden kann, wenn sich dieses "von selbst ergibt" (vgl. MICHAEL BEUSCH, in: Häner/ 
Rüssli/Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur Zürcher Kantonsverfassung, N 15 Fn. 39 zu  
Art. 126). Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Kostenauferlegung beruhe auf einer ungenü-
genden gesetzlichen Grundlage, erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet. 
 
4.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter – für den Fall, dass das Erfordernis der gesetzli-
chen Grundlage bejaht werde – geltend, die Kosten für die Abklärungen des KSDE seien als 
überhöht zu qualifizieren. Namentlich hätten die fraglichen Abklärungen nicht einen Wert von 
Fr. 1'995.-- und die Festsetzung der Abklärungskosten in dieser Höhe verletze das Äquivalenz-
prinzip. Soweit aus der Begründung des Entscheids hervorgehe, habe der KSDE Gespräche 
mit der Betroffenen und der Kindsmutter geführt und zwei Abklärungsberichte geschrieben. Die 
Betroffene habe nach dem Suizid des Vaters die Psychotherapie bei den Universitären Psychi-
atrischen Kliniken (UPK) Basel wieder aufgenommen und sich nach dem Wohnsitzwechsel in 
den Kanton Aargau im Juli 2017 freiwillig in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst 
(KJPD) Aargau zu einem stationären Aufenthalt begeben. Nach dem Austritt sei eine ambulante 
Therapie bei Dr. med. I.____ in J.____ organisiert worden. In der Zwischenzeit sei die Betroffe-
ne in eine stationäre Therapie in der Psychiatrischen Klinik K.____ eingetreten. Diese Prob-
lemlösungen seien ohne die Mitwirkung des KSDE erfolgt.  
 
4.2 Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung zusammengefasst aus, dass im Rahmen 
der Abklärungen durch den KSDE diverse Gespräche mit der Lehrerin, dem Time-Out Basel-
land, der früheren behandelnden Psychologin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland 
(Poliklinik L.____), Frau M.____, sowie der Psychologin der UPK Basel, Frau N.____, geführt 
worden seien. Der erste Abklärungsbericht vom 28. Februar 2017 habe mit der Empfehlung 
geendet, vorerst eine Vertrauensperson einzusetzen. Die KESB habe entschieden, das Verfah-
ren nach dem Umzug der Beschwerdeführerin in den Kanton Aargau noch nicht abzuschliessen 

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und den KSDE zu beauftragen, die Integration von D.____ in der Sekundarschule in H.____ zu 
begleiten, sie weiter zu beobachten und wenn nötig, bei Freiwilligkeit, geeignete Unterstützun-
gen umzusetzen. In der Folge habe die Schulleiterin der Schule in H.____, Frau O.____, der 
KESB über D.____ und das ausweichende Familiensystem berichtet und mitgeteilt, man sei in 
grosser Sorge um D.____. Der weiterführende Auftrag zur Abklärung und Begleitung von 
D.____ durch den KSDE am neuen Wohn- und Schulort sei somit eine notwendige und geeig-
nete Vorkehr gewesen, um die Lebenssituation von D.____ einschätzen und beurteilen zu kön-
nen. Die Möglichkeit, nach Abschluss der Abklärung per 26. September 2017 (Eingang zweiter 
Bericht) das Verfahren der KESB ohne Massnahmen abschliessen zu können, sei Folge der 
engen Begleitung durch den KSDE gewesen. Insgesamt seien im vorliegenden Fall die geltend 
gemachten 19.4 Stunden für die Abklärung des KSDE angesichts der komplexen Ausgangssi-
tuation und der erforderlichen umfangreichen Gespräche angemessen und notwendig gewesen. 
 
4.3.1 Das Äquivalenzprinzip konkretisiert das Verhältnismässigkeitsprinzip und das Willkür-
verbot für den Bereich der Kausalabgaben (Art. 5 Abs. 2 und Art. 8 BV); es bestimmt, dass eine 
Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen 
darf und sich in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung bemisst sich entwe-
der nach dem wirtschaftlichen Nutzen, den sie dem Bürger verschafft (nutzenorientierte Be-
trachtung aus der Optik des Leistungsempfängers) oder nach dem Kostenaufwand der konkre-
ten Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungs-
zweigs (aufwandorientierte Betrachtung aus der Optik des Leistungserbringers). Aus Gründen 
der Verhältnismässigkeit bzw. Äquivalenz ist selbst eine gesetzes- oder reglementskonforme 
Gebühr dann herabzusetzen, wenn die an sich reguläre Anwendung des Tarifs im Ergebnis zu 
einer nicht mehr vertretbaren Abgabenhöhe führt (vgl. BGE 141 V 509 E. 7.1.2 mit Hinweisen). 
 
4.3.2 Im Rahmen der Ausarbeitung der beiden Berichte des KSDE vom 28. Februar 2017 
und 26. September 2017 führte der zuständige Sozialarbeiter mehrere Gespräche und Telefo-
nate mit der Beschwerdeführerin und D.____ und holte diverse telefonische Stellungnahmen 
bei Drittpersonen ein. Die Berichte basieren mithin auf einer umfassenden Sachverhaltsabklä-
rung. Sie sind sorgfältig begründet und konnten der KESB als fundierte und nachvollziehbare 
Grundlage dienen für die Beurteilung der Frage, ob im vorliegenden Fall geeignete Massnah-
men zum Schutz des Kindes (Art. 307 ZGB) zu treffen waren. Der im Zusammenhang mit der 
Erstellung der Berichte ausgewiesene Aufwand von 19.4 Stunden bzw. der darauf entfallende 
Gebührenanteil von Fr. 1'995.-- erweist sich vor diesem Hintergrund – mit Blick auf die umfang-
reichen Abklärungen des KSDE – ohne weiteres als gerechtfertigt und ist nicht zu beanstanden. 
Dass sich die Gesamthöhe der Gebühr von Fr. 2'625.-- (zzgl. Auslagen von Fr. 20.--) innerhalb 
des in § 17 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 GebV gesetzten Rahmens bewegt, wird von der Beschwerdefüh-
rerin zu Recht nicht bestritten. Von einer Verletzung des Äquivalenzprinzips kann nach dem 
Gesagten nicht gesprochen werden und die entsprechende Rüge erweist sich als unbegründet. 
 
5.1 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die KESB bei richtiger Er-
messensausübung gemäss § 17a Abs. 3 GebV ganz auf eine Kostenauferlegung hätte verzich-
ten müssen. Namentlich stehe im vorliegenden Fall der Suizid des Kindsvaters im Jahr 2012 
einer Gebührenerhebung entgegen. Der Umstand des Suizids sei als äusserer Faktor zu wer-

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ten, welcher geeignet sei, psychische Störungen bei der Betroffenen auszulösen oder zu ver-
stärken. Unter diesen Umständen erweise sich die Gebührenerhebung als besonders stossend 
und geradezu als unbillig.  
 
5.2 Nach § 17a Abs. 3 GebV ist auf die Geltendmachung einer Gebühr zu verzichten, so-
fern deren Erhebung unter Würdigung der gesamten Umstände als unbillig oder stossend er-
scheint. Bei dieser Regelung handelt es sich um ein Korrektiv zu Handen des Rechtsanwen-
ders, um in denjenigen Fällen von einer Gebührenerhebung absehen zu können, in welchen 
sich eine solche unter dem Gesichtspunkt des Gebots willkürfreier Rechtsanwendung (Art. 9 
BV) nicht halten liesse. Wann die Voraussetzungen von § 17a Abs. 3 GebV erfüllt sind, ist je-
weils im Einzelfall aufgrund einer Gesamtwürdigung zu beurteilen. Von einer unbilligen und 
stossenden Gebührenerhebung ist nach der kantonalen Praxis insbesondere dann auszuge-
hen, wenn nie eine Gefährdung des Kindswohls vorlag und dieser Umstand im Zeitpunkt der 
Verfahrenseinleitung durch die betreffende Behörde zumindest eine ernsthaft zu berücksichti-
gende Möglichkeit darstellte. Die Auferlegung einer Gebühr erwiese sich diesfalls als unbillig 
respektive stossend, weil ein – allenfalls aufwändiges – Verfahren trotz erkennbarerweise nicht 
ausreichenden Anhaltspunkten für eine Kindswohlgefährdung durchgeführt worden wäre  
(vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
26. Juni 2013 [810 13 22] E. 4.2). Beim Entscheid, ob auf die Geltendmachung einer Gebühr 
gestützt auf § 17a Abs. 3 GebV aus Gründen der Billigkeit zu verzichten ist, steht der KESB ein 
Ermessensspielraum zu, in welchen das Kantonsgericht nur mit Zurückhaltung eingreift. 
 
5.3.1 Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, bestanden im vorliegenden Fall ausreichende 
Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung. Die Gefährdungsmeldung der Sekundarschule 
E.____ vom 14. November 2016 erfolgte erst, nachdem zahlreiche von der Schule initiierte 
Massnahmen, namentlich Gespräche mit der Schulsozialarbeiterin, eine psychologische Abklä-
rung im Spital L.____ sowie ein verordnetes "Time-Out" im Juni 2016 keine Verbesserung der 
schulischen und persönlichen Situation von D.____ gebracht hatten und sich diese wiederholt 
hilfesuchend an ihre Klassenlehrperson gewandt hatte. Die KESB sah sich vor diesem Hinter-
grund zu Recht veranlasst, ein Kindesschutzverfahren zu eröffnen und den KSDE mit den er-
forderlichen Abklärungen zu betrauen. Dies gilt auch in Bezug auf die zusätzlichen Abklärungen 
des KSDE nach dem Umzug der Beschwerdeführerin in den Kanton Aargau, welche sich nicht 
zuletzt mit Blick auf die (neuerliche) Gefährdungsmeldung des Oberstufenzentrums G.____ 
vom 21. März 2017 als geboten erwiesen.  
 
5.3.2 Aus welchen Gründen eine Kindesschutzmassnahme in Betracht gezogen wird und 
welches beispielsweise die Ursachen für eine psychische Störung sind, kann im Zusammen-
hang mit der Frage der Kostenauferlegung grundsätzlich keine Rolle spielen. Der Umstand, 
dass psychische Probleme von Betroffenen mit äusseren Umständen – vorliegend dem Suizid 
des Kindsvaters – in einem Zusammenhang stehen, führt als solches somit nicht automatisch 
dazu, dass in diesen Fällen eine Gebührenerhebung als besonders stossend oder unbillig an-
zusehen wäre. Im vorliegenden Fall durfte die KESB im Rahmen des ihr zustehenden Ermes-
sens zulässigerweise davon absehen, der Beschwerdeführerin die Gebühren gestützt auf § 17a 
Abs. 3 GebV vollumfänglich zu erlassen. Die Vorinstanz trug der belasteten Familiensituation 

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der Beschwerdeführerin insoweit angemessen Rechnung, als sie gestützt auf § 6 Abs. 2bis 
GebV auf die Hälfte der Verfahrenskosten verzichtete. Die Beschwerde erweist sich auch in 
diesem Punkt als unbegründet und ist damit vollumfänglich abzuweisen.  
 
6. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt 
(§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- sind ausgangsgemäss 
der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen  
(§ 21 Abs. 1 VPO).   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber