# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97e7b1cf-37d1-53a7-b488-3755d93a023a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.05.2022 200 2022 232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-232_2022-05-18.pdf

## Full Text

200 22 232 KV
KOJ/SCC/IZM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 18. Mai 2022

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________ 
Beschwerdeführerin 

gegen

Atupri Gesundheitsversicherung 
Leistungsmanagement, Zieglerstrasse 29, Postfach, 3000 Bern 65 
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. März 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2022, KV/22/232, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

- Mit Eingabe vom 13. (Postaufgabe: 15.) April 2022 erhob A.________ 
(Beschwerdeführerin), vertreten durch B.________, Beschwerde ge-
gen den Einspracheentscheid der Atupri Gesundheitsversicherung 
(Beschwerdegegnerin) vom 17. März 2022. 

- Entgegen der Formvorschrift gemäss Art. 32 Abs. 2 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; 
BSB 155.21) enthielt die Beschwerde keine eigenhändige Unterschrift 
der Beschwerdeführerin oder ihres Vertreters.

- Mit prozessleitender Verfügung vom 20. April 2022 wurde die Be-
schwerdeführerin aufgefordert, ihre Beschwerde innert der noch lau-
fenden Beschwerdefrist (inkl. Fristenstillstand gemäss Art. 38 Abs. 4 
lit. a des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) entsprechend 
zu verbessern, unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungs-
fall (vgl. Art. 61 lit. b ATSG).

- Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. März 2022 wurde der 
Beschwerdeführerin gemäss Sendungsverfolgung der Schweizeri-
schen Post am Freitag, 18. März 2022, zugestellt. 

- Die 30-tägige Beschwerdefrist endete somit unter Berücksichtigung 
des Fristenstillstandes über Ostern (Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) am 
Montag, 2. Mai 2022. 

- Die mit Eingabe vom 10. (Postaufgabe: 13.) Mai 2022 erfolgte Be-
schwerdeverbesserung (bzw. -ergänzung) erfolgte somit verspätet.

- Demzufolge kann auf die Beschwerde, wie angekündigt, nicht eingetre-
ten werden.

- Gestützt auf die Akten ergeben sich keine Hinweise für ein strafrecht-
lich relevantes Verhalten seitens von Mitarbeitern der Beschwerdegeg-
nerin, womit sich die ebenfalls beantragte Weiterleitung der Akten an 
die Strafverfolgungsbehörden (vgl. Art. 302 Abs. 2 der Schweizeri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2022, KV/22/232, Seite 3

schen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0] i.V.m. Art. 48 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes vom 11. Juni 2009 zur Zivilprozessordnung, zur 
Strafprozessordnung und zur Jugendstrafprozessordnung [EG ZSJ; 
BSG 271.1]) erübrigt.

- Verfahrenskosten sind nicht zu erheben (Art. 1 Abs. 1 des Bundesge-
setzes über die Krankenversicherung vom 18. März 1994 [KVG; 
SR 832.10] i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG) und eine Parteientschädigung ist 
nicht zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

- Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 des 

Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehör-

den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 13. April 2022 wird nicht 
eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin 
- Atupri Gesundheitsversicherung (samt Eingabe der Beschwerdefüh-

rerin vom 10. Mai 2022)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2022, KV/22/232, Seite 4

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.