# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d4e1b98-7dc9-54e7-b4bb-b28bc02d136f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LB250016-O1
**Docket/Reference:** LB250016-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LB250016-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB250016-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker

sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Frangi

Beschluss vom 26. März 2025

A._____, 

Klägerin und Berufungsklägerin

in Sachen

gegen

B._____ AG, 

Beklagte und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

betreffend Forderung

Berufung gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Horgen im ordentli-

chen Verfahren vom 16. Dezember 2024 (CG220009-M)

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Erwägungen:

1.1.

Mit Beschluss vom 16. Dezember 2024 wurde die Klage der Klägerin und 

Berufungsklägerin (nachfolgend Klägerin) abgewiesen, soweit auf sie eingetreten 

wurde,  unter  Regelung  der  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zu  ihren  Lasten 

(Urk. 52 S. 9). 

1.2.

Gegen  dieses  Urteil  wandte  sich  die  Klägerin  mit  Eingabe  vom  3. März 

2025 (Datum Poststempel) an die Vorinstanz. Sie bezeichnete die Eingabe als "Wi-

derspruch gegen den Beschluss vom 16. Dezember 2024 Geschäftsstelle Nummer 

CG220009-M / U" und erklärte, mit der darin getroffenen Entscheidung nicht ein-

verstanden zu sein (Urk. 48 = Urk. 50). Die Vorinstanz leitete die Eingabe zusam-

men  mit  den  übrigen  Akten  an  die  beschliessende  Kammer  weiter  (Urk. 49  = 

Urk. 51).

2.1.

Zulässiges Rechtsmittel gegen den Beschluss der Vorinstanz ist – wie die 

Vorinstanz  korrekt  belehrte  (Urk.  52  Dispositiv-Ziffer  6)  –  die  Berufung  (Art. 308 

Abs. 1 lit. b und Abs. 2 ZPO). Die Rechtsmitteleingabe der Klägerin wurde deshalb 

als Berufung entgegengenommen.

Entgegen  der  klar  formulierten  Rechtsmittelbelehrung  im  angefochtenen 

Entscheid reichte die Klägerin ihre Eingabe vom 3. März 2025 (Urk. 48) nicht bei 

der zuständigen Kammer, sondern bei der Vorinstanz ein. Gestützt auf die Praxis 

des Bundesgerichts und die einhellige Lehre schadet der Rechtsmittelklägerin je-

doch ein versehentlich bei der Vorinstanz (iudex a quo) eingereichtes Rechtsmittel 

nicht (BGE 140 III 636 E. 3.6 und 3.7; BK ZPO-Sterchi, Art. 311 N 4 mit weiteren 

Hinweisen). Die Eingabe wurde denn auch von der Vorinstanz unverzüglich an die 

zuständige Kammer weitergeleitet.

2.2.

Indes hat die Klägerin ihre Berufung zu spät bei der Vorinstanz eingereicht: 

Die Frist zur Erhebung der Berufung beträgt 30 Tage (Art. 311 Abs. 1 ZPO i.V.m. 

308 Abs. 1 und 2 ZPO), was der zutreffenden Rechtsmittelbelehrung im angefoch-

tenen  Entscheid  entspricht  (Urk. 52  Dispositiv-Ziffer  6).  Die  Klägerin  war  im  vor-

instanzlichen  Verfahren  anwaltlich  vertreten,  weshalb  für  den  Beginn  der  Beru-

fungsfrist  die  Zustellung  des  vorinstanzlichen  Beschlusses  an  ihren  Vertreter, 

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Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, massgebend ist (vgl. Art. 137 ZPO). Die Berufungs-

frist beginnt grundsätzlich am Tag nach der Zustellung des Entscheids zu laufen 

(vgl. Art. 142 ZPO). Da Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ den Beschluss am 23. De-

zember 2024 – mithin während des Fristenstillstands – entgegennahm (Urk. 47/1), 

begann die Berufungsfrist am 3. Januar 2025 zu laufen (vgl. Art. 145 Abs. 1 lit. c 

ZPO) und endete am 3. Februar 2025 (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Gemäss Art. 143 

Abs. 1 ZPO  müssen  Eingaben  spätestens  am  letzten  Tag  der  Frist  beim  Gericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben werden. 

Die Klägerin hat ihre Berufungsschrift am 3. März 2025 bei der Post aufgegeben 

(vgl. den von der Vorinstanz in Kopie angeforderten Briefumschlag zu Urk. 48; Urk. 

53). Ihre Berufung ist somit verspätet, weshalb nicht auf sie einzutreten ist. 

3.

Die  zweitinstanzliche  Entscheidgebühr  ist  in  Anwendung  von  § 2  Abs. 1 

lit. a, c und d, § 4 Abs.1 und 2, § 10 Abs. 1 und § 12 GebV OG auf Fr. 500.– fest-

zusetzen und ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen.

Parteientschädigungen  für  das  Berufungsverfahren  sind  keine  zuzuspre-

chen, der Klägerin aufgrund ihres Unterliegens und der Beklagten und Berufungs-

beklagten mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1.

2.

3.

4.

Auf die Berufung der Klägerin wird nicht eingetreten.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden der Klägerin auferlegt.

Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugespro-

chen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte und Berufungsbeklagte 

unter Beilage eines Doppels von Urk. 50, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt mehr 
als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 26. März 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Frangi

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