# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd3ac1dc-3660-5206-b7db-59f3b9ca38db
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.04.2015 UV 2013/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-56_2015-04-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/56

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2015

Entscheiddatum: 07.04.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2015
Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 12 ATSV, Art. 6 UVG. Verursachung von Diskushernien 
der HWS wegen kumulativer Auswirkung mehrerer Autounfälle sowie 
Körpergrösse und Konstitution des Versicherten mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit verneint. Verfrühte Leistungseinstellung. Verneinung der 
adäquaten Kausalität bei Prüfung nach Schleudertrauma-Praxis (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 7. April 2015, UV 
2013/56).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati 
Schneider,Versicherungsrichter Ralph Jöhl, Gerichtsschreiberin Della 
BatlinerEntscheid vom 7. April 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso 
Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 
9313 Muolen,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 
4358,6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

 

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Abteilungsleiter bei der B.___ AG tätig 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 24. Oktober 2004 als 

Lenker eines Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt wurde. Der Versicherte 

musste sein Fahrzeug vor einem Fussgängerstreifen bis zum Stillstand abbremsen. Der 

nachfolgende Fahrzeuglenker bemerkte dies zu spät und prallte, trotz sofort 

eingeleiteter Vollbremsung, mit seiner Front gegen das Heck des Fahrzeugs des 

Versicherten (Suva-act. II 1 und 6). An der am Unfalltag durchgeführten Untersuchung 

im Spital C.___ wurde eine HWS-Distorsion diagnostiziert. Der Röntgenbefund ergab 

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neben einer "alten" Querfortsatzfraktur HWK 7 rechts keine Anzeichen für eine frische 

ossäre Läsion (Suva-act. II 5). Nach dem Unfall bestand eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit. Ein Arbeitsversuch ab 5. November 2004 in einem 50%-Pensum 

musste am 23. Dezember 2004 wieder abgebrochen werden. Ab 5. Januar 2005 wurde 

dem Versicherten eine 30%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert (Suva-act. II 3, 7, 11 und 18).

A.b  Mit Verfügung vom 23. Januar 2006 (Suva-act. II 69) teilte die Suva dem 

Versicherten mit, dass die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 

31. Januar 2006 eingestellt würden. Das bestehende Beschwerdebild sei nicht mehr 

unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur. Gegen die Verfügung liess der 

Versicherte am 31. Januar 2006 Einsprache erheben (Suva-act. II 75). Daraufhin 

beabsichtigte die Suva eine interdisziplinäre Begutachtung des Versicherten 

durchzuführen und schlug am 5. Juni 2006 drei Gutachterstellen vor (Suva-act. II 89).

A.c  Am 3. Juni 2006 hatte der Versicherte einen weiteren Verkehrsunfall erlitten. Die 

Unfallverursacherin hatte beim Anfahren den von rechts herannahenden Versicherten 

übersehen. Dieser konnte mit seinem Fahrzeug noch ausweichen, weshalb es lediglich 

zu einer Streifkollision kam (Suva-act. III 1 und 3). Im ärztlichen Zeugnis vom 

7. September 2006 wurde durch das Spital C.___ die Diagnose einer HWS-Distorsion 

gestellt. Die Röntgenuntersuchung ergab keine frischen ossären Verletzungszeichen. 

Es wurde keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. III 4).

A.d  Zwischenzeitlich hatte die Suva am 14. Juli 2006 die Schulthess Klinik, Zürich, mit 

einer Begutachtung des Versicherten beauftragt (Suva-act. II 102). Im Gutachten vom 

4. April 2006 (richtig: 2007; Eingang Suva 25. April 2007) wurde unter anderem ein 

chronisches zervikozephales und spondylogenes Syndrom beidseits bei Status nach 

zweimaligen HWS-Distorsionstraumen vom 31. Juli 2000 und 24. Oktober 2004 

diagnostiziert (Suva-act. II 120).

A.e  Am 11. April 2007 wurde der Versicherte als Lenker eines Personenwagens erneut 

in einen Verkehrsunfall verwickelt. Der Versicherte kollidierte mit einer Geschwindigkeit 

von 50 bis 60 km/h seitlich frontal mit einem nicht vortrittsberechtigten anderen 

Personenwagen (Suva-act. IV 2 und 22). Eine Notfallkonsultation am Unfalltag im Spital 

C.___ ergab die Diagnose eines kraniozervikalen Beschleunigungstraumas (Suva-

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act. IV 11). Dr. med. D.___, Arzt für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 26. April 

2007 einen Status nach Autounfall vom 11. April 2007 mit Verdacht auf Commotio 

cerebri, erneutem HWS-Distorsionstrauma mit neu aufgetretener zervikaler 

Diskushernie C6/7 und dadurch verstärktem zervikoradikulärem Reizsyndrom C6/7. 

Dem Versicherten wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, ab 24. April 2007 

nahm er die Arbeit zu 20% wieder auf (Suva-act. IV 9, 27).

A.f   Dr. med. E.___, Facharzt für Neurochirurgie, verfasste am 13. März 2008 im 

Auftrag des Versicherten ein neurochirurgisches Fachgutachten. Er teilte mit, dass der 

Versicherte eine degenerative Wirbelsäulenproblematik aufweise. Durch die erlittenen 

Unfälle habe sich diese richtungsweisend verschlimmert (Suva-act. IV 45). Dr. med. 

F.___, Kreisarzt Suva, hielt in einer ergänzenden Stellungnahme vom 8. April 2008 fest, 

dass die aktuellen Beschwerden wahrscheinlich nicht mehr auf das Unfallereignis vom 

11. April 2007 zurückzuführen seien. Das Ereignis habe zu einer vorübergehenden 

Traumatisierung eines vorbestehenden Zustands geführt (Suva-act. IV 46). Dr. med. 

G.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie FMH, Versicherungsmedizin Suva, führte 

am 13. Mai 2008 aus, dass vier Kernspintomogramme über einen Zeitraum von acht 

Jahren eine Zunahme von degenerativen Veränderungen an der HWS mit Ausbildung 

von breitbasigen Hernien respektive Protrusionen in den Segmenten C5/6 und C6/7 

zeigen würden. Diese Veränderungen seien nicht durch einen bei der Suva versicherten 

Unfall entstanden (Suva-act. IV 52).

A.g  Am 3. Juni 2008 ereignete sich erneut ein Autounfall mit seitlich-frontaler Kollision 

(Suva-act. V 3, 6, 9, 22, 26). Die Unfallverursacherin fuhr aus einem Parkplatz ohne das 

vom Versicherten gelenkte Fahrzeug zu beachten.

A.h  Mit Verfügung vom 4. Juli 2008 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass die 

Versicherungsleistungen für die Unfälle vom 24. Oktober 2004, 3. Juni 2006 und 

11. April 2007 per 31. Mai 2008 eingestellt würden (Suva-act. II 153, III 8, IV 62).

A.i   Die gegen die Verfügung vom 4. Juli 2008 erhobene Einsprache vom 7. Juli 2008 

mit Begründung vom 9. September 2008 (Suva-act. II 154 und 159, III 9 und 11, IV 63 

und 67) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2008 (Suva-act. II 161, 

III 13, IV 69) ab.

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A.j    Dagegen liess der Versicherte am 10. November 2008 Beschwerde erheben 

(Suva-act. II 162).

A.k  Mit Verfügung vom 24. November 2008 (Suva-act. V 12) hielt die Suva fest, dass 

sie wegen des Unfallereignisses vom 3. Juni 2008 entgegenkommenderweise bereit 

sei, allfällig aktuell anfallende Behandlungskosten bis Ende November 2008 zu 

übernehmen. Spätestens per 1. Dezember 2008 sei sie nicht mehr leistungspflichtig, da 

sich aufgrund der medizinischen Feststellungen keine Veränderungen des 

Beschwerdebildes, gegenüber dem Zustand vor dem 3. Juni 2008, ergeben hätten.

A.l   Dagegen liess der Versicherte am 25. November 2008 Einsprache erheben und 

eine Verfahrenssistierung beantragen (Suva-act. V 11).

A.mMit Vorbescheid vom 13. Januar 2009 stellte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

dem Versicherten ab 1. Oktober 2005 eine halbe Invalidenrente in Aussicht und 

verfügte am 8. September 2009 in diesem Sinne (Suva-act. II-164, V 17).

A.n  Mit Entscheid vom 23. September 2009 (Suva-act. II 171) hiess das 

Versicherungsgericht die Beschwerde vom 10. November 2008 teilweise gut, hob den 

Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2008 auf und wies die Streitsache zu 

ergänzenden medizinischen Abklärungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Suva zurück.

B.    

B.a  Am 2. Januar 2012 wurde ein neurochirurgisches Gutachten des Kantonsspitals 

Aarau erstellt (act. G1.3; Suva-act. II 225). Prof. Dr. med. H.___ und Dr. med. I.___ 

diagnostizierten unter anderem ein chronisches zervikobrachialgieformes 

Beschwerdesyndrom der HWS nach mehreren HWS-Distorsionstraumata mit letztem 

signifikantem HWS-Distorsionstrauma am 11. April 2007, chronischem ungerichtetem 

Schwindel und breitbasiger median bis mediolateral reichender Diskusprotrusion 

HWK5/6 mit beginnender Spinalkanalstenose ohne neurale Kompression sowie 

kleinere Diskusprotrusionen HWK4/5 und 6/7.

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B.b  Am 9. Oktober 2012 und am 26. Juli 2013 bestätigte die IV-Stelle den weiterhin 

bestehenden Anspruch des Versicherten auf eine halbe Invalidenrente, gründend auf 

einem Invaliditätsgrad von 50% (Suva-act. II 236, 255).

B.c  Mit Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 (Suva-act. II 240) beantwortete 

Dr. I.___ die mit Schreiben vom 18. Juli 2012 von der Suva (Suva-act. II 230) bzw. am 

19. Juli 2012 vom Rechtsvertreter des Versicherten (Suva-act. 231f.) gestellten 

Zusatzfragen. Hierzu nahm der Rechtsvertreter am 7. März 2013 Stellung (Suva-

act. II 242).

B.d  Mit Verfügung vom 25. März 2013 (act. G1.11; Suva-act. II 244, IV 80, V 30) hielt 

die Suva fest, mit Hinweis auf die medizinischen Unterlagen und insbesondere das 

Gutachten vom 2. Januar 2012 seien die heutigen Beschwerden im Bereich der Kopf-/

Halswirbelsäulenpartie organisch nicht mehr hinreichend nachweisbar. Nach Prüfung 

der massgebenden Kriterien sei die Adäquanz zu verneinen, weshalb die 

Versicherungsleistungen per 31. Mai 2008 eingestellt würden.

B.e  Die am 4. April 2013 erhobene und am 10. Juni 2013 begründete Einsprache 

(Suva-act. II 245, 250, 253, IV 81f., V 31) wurde mit Einspracheentscheid vom 6. August 

2013 (act. G1.1; Suva-act. II 256, III 16, IV 83, V 32) abgewiesen.

C.    

C.a  Mit Beschwerde vom 10. September 2013 (act. G1) liess der Versicherte durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Muolen, beantragen, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen (insbesondere Heilbehandlung, eine 

Rente von mindestens 25% sowie eine Integritätsentschädigung nach Massgabe der 

medizinischen Einschätzung) zu entrichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, weitere Abklärungen medizinischer und erwerblicher Art vorzunehmen, 

damit die Unfallversicherungsleistungen (insbesondere aus dem Unfall vom 2007) 

korrekt abgeklärt und festgelegt werden können; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In formeller Hinsicht liess 

der Versicherte eine mehrfache Verletzung des rechtlichen Gehörs rügen. Insbesondere 

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und konkret seien die Fragen des Beschwerdeführers vom 11. Juni 2012 an die 

Gutachter nicht beantwortet worden. Der Fall sei in antragswidriger Weise nicht im 

Lichte des Art. 36 UVG geprüft worden, obwohl gemäss Gutachten vom 2. Januar 2012 

eine Mitbeteiligung der Unfälle, namentlich jener aus dem Jahre 2007, an der gesamten 

Problematik und an den persistierenden Beschwerden eindeutig sei. Die Gutachter 

hätten sich entgegen der Vorgaben des Gerichts nicht mit der Halslänge und der 

Grösse des Versicherten befasst. Im Gutachten sei nicht thematisiert worden, weshalb 

die vorgeschädigte Wirbelsäule des Beschwerdeführers nicht geschädigt werden 

konnte. Die Beschwerdegegnerin interpretiere das Gutachten falsch und habe sich 

über die Ergebnisse des von ihr in Auftrag gegebenen Gutachtens hinweggesetzt. Da 

im vorliegenden Fall eindeutig somatische Wirbelsäulenveränderungen entstanden 

seien, gehe es nicht an, dass die Beschwerdegegnerin die Angelegenheit wie einen 

blossen Schleudertrauma-Fall ohne somatische Veränderungen abhandle.

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 8. November 2013 schloss die Beschwerdegegnerin 

auf Abweisung der Beschwerde (act. G5). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 

an, insgesamt sei eine unfallbedingte Verursachung oder Verschlimmerung der 

(vorbestandenen, degenerativen) Diskushernien klar auszuschliessen. Die Organizität 

der Beschwerden lasse sich gemäss Expertise ausdrücklich nicht objektiv/bildgebend 

nachweisen. Mittels blosser klinischer Untersuchung lasse sich ein unfallkausales 

organisches Substrat nicht rechtsgenüglich objektivieren. Bei Prüfung der Adäquanz 

nach Schleudertrauma-Praxis stünden die gesundheitlichen Probleme zu keinem der 

vier Ereignisse in einem adäquaten Kausalzusammenhang. Damit entfalle auch eine 

Diskussion über den in der Beschwerde angesprochenen Art. 36 UVG. Der Vorwurf der 

Gehörsverletzung sei nicht gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer bei der 

Stellungnahme am 7. März 2013 keine weiteren Ergänzungsfragen beantragt habe.

C.c  Mit Replik vom 9. Januar 2014 (act. G10) und Duplik vom 28. Januar 2014 

(act. G12) hielten die Parteien vollumfänglich an ihren bisherigen Rechtsbegehren und 

Ausführungen fest.

Erwägungen:

1.     

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1.1   Vorab ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerde­

führers auf rechtliches Gehör verletzt hat.

1.2   Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und Art. 42 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) haben die Parteien 

Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie brauchen indessen nach Art. 42 Satz 2 ATSG nicht 

angehört zu werden, vor Verfügungen, welche durch Einsprache anfechtbar sind. 

Rechtsprechungsgemäss bezieht sich die im ATSG vorgesehene Einschränkung des 

rechtlichen Gehörs lediglich darauf, dass die versicherte Person sich bei Verfügungen, 

welche durch Einsprache anfechtbar sind, nicht vorgängig zum vorgesehenen 

Entscheid äussern kann, die übrigen Aspekte des verfassungsmässigen Rechts sind 

von der Einschränkung nicht betroffen (BGE 132 V 371ff. E. 4). Hält der 

Versicherungsträger bei Vorliegen eines externen Gutachtens Erläuterungs- oder 

Ergänzungsfragen für notwendig, so ist er berechtigt, der begutachtenden Person 

solche zu stellen (BGE 119 V 215 E. 4d). Aufgrund ihres Rechtes, sich zum 

Beweisergebnis zu äussern und erhebliche Beweisanträge vorzubringen, darf auch die 

versicherte Person solche Fragen an den Experten richten. Zur Beschleunigung des 

Verfahrens und damit sich die begutachtende Person nicht immer wieder von Neuem 

mit dem Dossier auseinandersetzen muss, erscheint es angebracht, die zusätzlichen 

Fragen beider Parteien gleichzeitig dem Gutachter zu unterbreiten. Daher ist die 

versicherte Person zu informieren und ihr ist eine Kopie des Gutachtens zuzustellen, 

wenn der Versicherungsträger der Gutachterperson Erläuterungs- oder 

Ergänzungsfragen zu stellen gedenkt. Damit erhält die versicherte Person Gelegenheit, 

auch ihrerseits solche Fragen zu stellen. Der Versicherungsträger wird anschliessend 

die allfälligen ergänzenden – sachdienlichen – Fragen der versicherten Person 

zusammen mit seinen eigenen an die begutachtende Person zur Beantwortung 

weiterleiten. Dies gilt auch in Verfahren, welche mittels durch Einsprache anfechtbare 

Verfügung abgeschlossen werden (vgl. BGE 136 V 116 E. 5.4).

1.3   Mit Schreiben vom 31. Mai 2012 (Suva-act. II 227) wurde dem Beschwerdeführer 

bis 22. Juni 2012 Gelegenheit gegeben, zum Gutachten vom 2. Januar 2012 (Suva-

act. II 225) Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 11. Juni 2012 (Suva-act. II 229) 

vertrat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Ansicht, gemäss Expertise liege 

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die unfallmässige Genese der entstandenen Diskushernien klar vor. Sollte die 

Beschwerdegegnerin an dieser Schlussfolgerung zweifeln, seien die von ihm 

formulierten Ergänzungsfragen lit. a-e an den Experten zu stellen. Mit Schreiben vom 

18. Juli 2012 (Suva-act. II 230) stellte die Beschwerdegegnerin eigene 

Ergänzungsfragen und übermittelte dem Rechtsvertreter eine Orientierungskopie. Am 

19. Juli 2012 liess der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin zwei Ergänzungsfragen 

per Fax zukommen, nachdem er ihr Schreiben vom 18. Juli 2012 erhalten hatte. Diese 

wurden am Folgetag an den Experten weitergeleitet und von diesem am 18. Dezember 

2012 beantwortet (Suva-act. II 232, 240). Mit Schreiben vom 21. Februar 2013 (Suva-

act. II 241) eröffnete die Beschwerdegegnerin dem Rechtsvertreter die Gelegenheit, 

sich zur Beantwortung der Zusatzfragen zu äussern. Am 7. März 2013 äusserte sich 

der Rechtsvertreter hierzu, bemängelte aber in keiner Weise, dass seine im Schreiben 

vom 11. Juni 2012 formulierten Ergänzungsfragen nicht explizit gestellt worden waren 

(Suva-act. II 243). Auch im Einspracheverfahren wurde kein solcher Verfahrensmangel 

vom Rechtsvertreter hinsichtlich seiner ersten Ergänzungsfragen geltend gemacht; eine 

Gehörsverletzung wurde einzig in Zusammenhang mit Art. 36 UVG moniert (Suva-

act II 245, 250, 253). Anspruch auf Äusserung besteht jedoch grundsätzlich dort nicht, 

wo es um Fragen rechtlicher Natur geht. Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung 

von Amtes wegen hat nämlich die Behörde selbständig die anwendbaren Rechtssätze 

zu suchen sowie auszulegen und die sich daraus ergebenden Rechtsfolgen zu ziehen 

(Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, N 15 zu Art. 42). Eine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist unter diesen Umständen nicht 

ersichtlich.

2.     

2.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

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Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53ff.). 

Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 

58; BGE 125 V 456; 123 III 110; 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 

359, E. d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; 118 V 286, E. 3a). 

Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die 

Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 59).

2.2   Ist die Unfallkausalität einmal mit der dafür erforderlichen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche (und adäquate) 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

der (allenfalls krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat ("Status quo ante") oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte ("Status quo sine") erreicht ist. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2). Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht 

des Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden 

natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche 

Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

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Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] U 287/02 vom 

18. Februar 2003, E. 4.4).Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht 

medizinischerseits fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je 

wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer 

"richtungsgebenden Verschlimmerung" (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

2.3   Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

3.     

3.1   Das Versicherungsgericht erachtete mit Urteil vom 23. September 2009, 

UV 2008/126 den medizinischen Sachverhalt – dargelegt in E. 4.2 – nicht als 

rechtsgenüglich abgeklärt, da bis anhin noch nicht berücksichtigt worden sei, ob die 

kumulative Auswirkung der erlittenen HWS-Distorsionen eine zur Schädigung der 

Bandscheibe geeignete, besondere Schwere erreiche (vgl. dazu E. 4.3). Aufgrund der 

damals vorhandenen Aktenlage konnte nicht abschliessend entschieden werden, ob 

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die festgestellten Diskushernien durch die erlittenen Unfälle entstanden waren, ob es 

zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung von degenerativen Vorzuständen 

gekommen war oder ob der Status quo sine nach einer vorübergehenden 

Traumatisierung von bestehenden Beschwerden erreicht war. Es ist nun zu prüfen, ob 

das daraufhin veranlasste Gutachten vom 2. Januar 2012 des Kantonsspitals Aarau 

(Suva-act. II 225) diese Fragen klären kann.

3.2  

3.2.1         Im Gutachten vom 2. Januar 2012 des Kantonsspitals Aarau hielten 

Prof. Dr. H.___ und Dr. I.___ fest, dass die beim Versicherten nachgewiesenen 

degenerativen Veränderungen der HWS insgesamt recht weit in der Bevölkerung 

verbreitet seien (25-30% Prävalenz). In keinem der MRI-Bilder könne eine akute 

Unfallfolge mit absoluter Sicherheit nachgewiesen werden. Eine traumatische 

Diskusprotrusion sei oft begleitet von schwereren Verletzungen, insbesondere 

Deckplatten- oder Hinterkantenfrakturen und muskuloligamentären Verletzungen. Dies 

schliesse nicht aus, dass vor allem der Unfall vom 11. April 2007 die Symptomatik des 

Versicherten erneut zu einer Exazerbation gebracht habe. Die 

Magnetresonanztomographie könne den Zusammenhang zwischen Unfall und der 

Symptomatik des Versicherten nicht beweisen oder ausschliessen. Aus medizinischer 

Sicht könne das MRI somit weder zugunsten noch zulasten des Versicherten in dieser 

Sachlage als Beweismaterial verwendet werden. Von den aufgezählten Unfällen sei der 

Unfall vom 11. April 2007 kausal am meisten relevant und könne die Exazerbation der 

aktuell vom Versicherten beschriebenen Schmerzen gut erklären. Inwieweit allerdings 

degenerative Veränderungen, die vorbestehend gewesen seien, das Beschwerdebild 

beeinflussten, könne medizinisch nicht nachgewiesen werden. Der Nachweis einer 

vorbestehenden Prozessus-transversus-Fraktur auf Höhe HWK7 deute auf eine frühere 

Verletzung der HWS hin und könne als einziges Indiz für vorbestehende 

verletzungsbedingte Veränderungen festgehalten werden. Die Kumulation der Unfälle 

habe eindeutig einen positiven Heilungsverlauf des Beschwerdebilds verunmöglicht 

und beschleunige die Manifestation der degenerativen Veränderungen des 

Versicherten. Allerdings könne kein direkt kausaler Zusammenhang nach jedem der 

einzelnen Unfälle erbracht werden. Ein objektivierbares unfallkausales organisches 

Substrat sei die eingeschränkte HWS-Beweglichkeit und Schmerzanamnese des 

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Versicherten. Bildgebend und im Bereich der Nervenfunktion könne kein kausaler 

Zusammenhang nachgewiesen werden. Es liege in der Gesamtansicht allerdings eine 

klare, hauptsächlich traumabedingte Kausalität vor. Diese Beurteilung könne aus der 

klinischen Symptomatik und der zeitlichen Korrelation mit übereinstimmendem 

Unfallmechanismus vor allem des Unfalls 2007 gestellt werden. Die Frage, ob der 

Status quo sine erreicht sei, könne nur nach einer ultimativen Behandlung in einer 

spezialisierten Schmerzklinik beantwortet werden.

3.2.2         Gemäss den Gutachtern Prof. H.___ und Dr. I.___ war keine Aussage über 

die korrekte Lage der Kopfstütze in Bezug zur HWS-Lage in den Fahrzeugen des Ver­

sicherten gemacht worden. Somit sei ein Rückschluss auf die genaue Rolle der 

Körperkonstitution des Patienten im Zusammenhang mit der Kopfstütze beim 

Unfallhergang nicht möglich. Insgesamt habe jedoch die Körpergrösse und die 

Konstitution des Versicherten keinen Einfluss auf den Schweregrad der Verletzung 

(zumindest sei solches aus der Literatur nicht bekannt). In Relation zu seiner 

Körpergrösse habe der Versicherte eine Halslänge, welche nicht von der Normgrösse 

abweiche.

3.2.3         Auf Nachfrage erläuterte Dr. I.___ mit Stellungnahme vom 18. Dezember 

2012 (Suva-act. II 240), es sei nicht richtig, dass ein fehlender Nachweis von 

bildgebenden strukturellen Veränderungen vorliege. Beim Versicherten lägen sehr wohl 

strukturelle degenerative Veränderungen der HWS vor mit Diskusprotrusionen. Wie 

bereits im Gutachten ausgeführt, könne rein bildgebend anhand des MRI-Bilds kein 

kausaler Zusammenhang zwischen Unfall und degenerativen Veränderungen 

nachgewiesen werden. Es sei festzuhalten, dass nach den Unfällen keine massiven 

traumatischen Veränderungen der HWS in den MRI-Untersuchungen zu evaluieren 

seien. Diese wären grössere Protrusionen mit Verletzungen der Deckplatten und 

Hinterkanten sowie muskuloligamentäre Verletzungen und Hämatome, welche sich 

nicht nachweisen liessen. Die Organizität könne somit nicht bildgebend nachgewiesen 

werden und deren Beurteilung beruhe rein auf der klinischen Untersuchung des 

erstbehandelnden Arztes nach dem Unfallereignis. Beim Unfall vom Jahr 2007 sei eine 

klar dokumentierte richtunggebende Verschlimmerung der Symptomatik gegeben. Es 

sei nicht zwingend nach jedem Unfall klar eine "neue" Diskushernie diagnostiziert 

worden, sondern im Verlauf bestehe eine Progredienz der Bandscheibenprotrusionen. 

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Dies wäre gegebenenfalls auch im Rahmen einer natürlichen degenerativen 

Veränderung durchaus erklärbar. Das MRI könne die Grundlage der Kausalität nicht 

erklären und nicht zwischen unfallbedingten oder degenerativen Diskusprotrusionen 

unterscheiden.

3.2.4         Beide Parteien stellen auf das Gutachten vom 2. Januar 2012 ab, ziehen 

daraus jedoch unterschiedliche Schlussfolgerungen. Die einzige Rüge des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, die Gutachter hätten sich nicht mit der 

Halslänge und Grösse des Versicherten befasst, ist offensichtlich unbegründet. Somit 

ist die Beweiskraft dieses Gutachtens unumstritten und ein Abstellen darauf auch aus 

gerichtlicher Sicht nicht zu beanstanden.

3.3 

3.3.1         Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen 

degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur 

ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als Unfallursache in Betracht 

fällt. Die besonderen Voraussetzungen für die Annahme einer isolierten Verletzung der 

Bandscheibe durch die erlittenen Unfallereignisse sind: eine besondere Schwere und 

Eignung zur Herbeiführung einer Schädigung der Bandscheibe sowie ein 

unverzügliches Auftreten der Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit (vgl. hierzu Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 55; Urteil des EVG vom 13. Juni 2005, U 441/04, E. 1 und 3.1 mit Hinweisen). Bereits 

im Urteil des Versicherungsgerichts vom 23. September 2009 wurde nach Würdigung 

der damaligen Aktenlage festgehalten, die vom Beschwerdeführer erlittenen Unfälle 

wiesen isoliert betrachtet die erforderliche besondere Schwere nicht auf, um eine 

Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen (vgl. UV 2008/126, E. 4.3). Diese 

Feststellung findet auch im aktuellen Gutachten vom 2. Januar 2012 seine Bestätigung: 

danach kann ein direkt kausaler Zusammenhang nach jedem der einzelnen Unfälle 

nicht erbracht werden. Die Beurteilung im Gutachten vom 2. Januar 2012, dass die 

Kumulation der Unfälle eindeutig einen positiven Heilungsverlauf des Beschwerdebilds 

des Versicherten verunmöglicht habe und die Manifestation der degenerativen 

Veränderungen des Versicherten beschleunige, vermag die Verursachung einer 

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Bandscheibenprotrusion durch die versicherten Unfallereignisse nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen, zumal ein bildgebend objektivierbares 

unfallkausales Korrelat fehlt bzw. lediglich in Form struktureller degenerativer 

Veränderungen der HWS mit Diskusprotrusionen vorhanden ist. Gemäss Dr. G.___ ist 

es völlig unplausibel, dass die Heckkollision vom 22. Oktober 2004 zu einer Verletzung 

der Bandscheibe C5/6 geführt haben soll (Suva-act. II 66). Auch Prof. Dr. med. J.___, 

leitender Arzt Schmerz-/Gutachtenzentrum, Schulthess Klinik, und Dr. med. K.___, 

leitender Arzt Manuelle Medizin und Interventionelle Rheumatologie, Schulthess Klinik, 

erachteten die Heckkollision vom 22. Oktober 2004 als harmlos und nicht als Ursache 

der Diskushernie C5/6. Bei vorbestehenden bisegmentalen degenerativen 

Veränderungen an der mittleren Halswirbelsäule, schwerpunktmässig im Sinne einer 

Osteochondrose C5/6, sei höchstens eine vorübergehende Verschlimmerung 

anzunehmen. Der Befund entspreche einer natürlichen Progression einer bereits fünf 

Jahre zuvor nachgewiesenen degenerativen Pathologie (Suva-act. II 120 S. 19f., 23). 

Die nach dem Unfall vom 11. April 2007 im MRI-Befund vom 23. April 2007 

vergleichend zur MRI-Untersuchung vom 21. Juni 2006 als neu aufgetreten 

beschriebene Diskushernie C6/7 (Suva-act. IV 13) wird im Gutachten vom 2. Januar 

2012 nicht als bildgebender Nachweis für eine traumatische Entstehung derselben 

betrachtet. Eine kleinste, subligamentäre mediane Diskushernie C6/7 wurde bereits im 

MRI-Befundbericht vom 16. August 2000, eine flachbogige Diskusprotrusion bzw. 

Diskopathie C6/7 im Bericht der cervico-vertebralen Kernspintomographie vom 

10. August 2005 festgehalten (Suva-act. II 35, 39). Des Weiteren wurden bereits im 

MRI-Bericht vom 16. August 2000 eine leichte Dehydratation der cervikalen 

Bandscheiben C4-7 beschrieben, welche im Verlauf gemäss den weiteren MRI-

Berichten tendenziell eine zunehmende Hernierung zur Folge hatten und dadurch eher 

für eine chronische Abnützung sprechen (Suva-act. II 39, 35, II 2, IV 13). Diese Ansicht 

vertrat bereits Dr. G.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 13. Mai 2008 (Suva-

act. IV 52). Gestützt auf die bei der klinischen Untersuchung vom 11. April 2007 im 

Spital C.___ festgestellten Kribbelparästhesien an den Fingerspitzen beider Hände, die 

gemäss den anamnestischen Angaben des Versicherten bereits vor dem Unfall 

bestanden hatten, erachtete Dr. F.___ die Unfallkausalität nicht als überwiegend 

wahrscheinlich (Suva-act. IV 46). Auch der Unfallmechanismus mit Frontalkollision mit 

bewusstem Reagieren und demzufolge Anspannen der Muskulatur mit Erhöhung des 

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Abwehrtonus spreche nicht für das ursächliche Entstehen einer Diskushernie. 

Ernsthafte Zweifel an der degenerativen Genese der Diskushernien C5/6 und C6/7 

werden, wie bereits erwähnt, auch von den Gutachtern Prof. H.___ und Dr. I.___ nicht 

geäussert (S. 16). Gemäss Gutachten ist eine traumatische Diskusprotrusion oft 

begleitet von schwereren Verletzungen, insbesondere Deckplatten- oder 

Hinterkantenfrakturen und muskuloligamentären Verletzungen (S. 13). Solche 

physischen Unfallfolgen sind unbestrittenermassen nach keinem der Unfallereignisse 

dokumentiert. Ein Einfluss der Körpergrösse und Konstitution des Versicherten 

(insbesondere der im Normbereich befindlichen Halslänge) auf den Schweregrad der 

Verletzung wurde von Prof. H.___ und Dr. I.___ verneint, insbesondere weil eine 

entsprechende Wechselwirkung in der medizinischen Literatur nicht dokumentiert sei. 

Sodann finden sich im Gutachten vom 2. Januar 2012 keine Hinweise darauf, dass die 

Halswirbelsäule des Beschwerdeführers aufgrund seiner Körpergrösse bzw. Halslänge 

durch den Zusammenstoss mit der Nackenstütze bei den Unfällen ausnahmsweise 

einer rein axialen Belastung ausgesetzt worden wäre. Im medizinischen Versuch konnte 

die isolierte Verletzung einer Bandscheibe durch einen Unfall lediglich bei rein axialer 

Belastung der Wirbelsäule, nicht aber bei Rotations-, Hyperextensions- oder 

Hyperflexionsbewegungen herbeigeführt werden (Urteil des EVG vom 13. Juni 2005, 

U 441/04, E. 3.1 mit Hinweis). Auch gemäss Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 

ist eine Progredienz der Bandscheibenprotrusionen im Rahmen einer natürlichen 

degenerativen Veränderung durchaus erklärbar. Weder die festgestellte eingeschränkte 

HWS-Beweglichkeit, die Schmerzanamnese des Beschwerdeführers, noch die 

klinische Symptomatik und die zeitliche Korrelation mit übereinstimmendem 

Unfallmechanismus reichen nach der Rechtsprechung als "objektivierbares 

organisches Substrat" aus, um einen natürlichen Kausalzusammenhang zur Entstehung 

der Diskushernien C5/6 und C6/7 zu begründen. Eine manuelle ärztliche Untersuchung 

fördert klinische, nicht aber somatisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Als solche 

gelten Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 

den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf die Ergebnisse 

klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches 

Substrat namhaft gemacht. Entsprechend können ein Thoracic outlet Syndrom (TOS), 

myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde, Verhärtungen und 

Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der 

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HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare 

Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei 

Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

17. Oktober 2008, 8C_124/2008 E. 6.1 mit zahlreichen Hinweisen). Somit weisen die 

Unfallereignisse selbst bei Berücksichtigung ihrer kumulativen Auswirkung sowie der 

Körpergrösse und Konstitution des Versicherten nicht die erforderliche besondere 

Schwere auf, als dass sie die Diskushernien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

hätten verursachen können.

3.3.2         Mit Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 sah Dr. I.___ durch den Unfall 

vom Jahr 2007 eine klar dokumentierte richtunggebende Verschlimmerung der 

Symptomatik als gegeben an (Suva-act. II 225 S. 13). Eine richtunggebende 

Verschlimmerung eines vorbestandenen degenerativen Zustands der Wirbelsäule ist 

jedoch nur dann bewiesen, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der 

Wirbel und das Auftreten bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma 

aufzeigt. Eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung muss röntgenologisch 

ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben; bei einem 

Unfall ohne strukturelle Läsion am Achsenskelett ist die Chronifizierung der 

Beschwerden zunehmend auf andere (unfallfremde) Faktoren zurückzuführen (Bär/

Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, in: Medizinische 

Mitteilungen der Suva Nr. 67, Dezember 1994, S. 46; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46, E. 3a 

mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 25. November 2004, U 107/04; E. Morscher, 

Schäden des Stütz- und Bewegungsapparates nach Unfällen, in: Baur/Nigst [Hrsg.], 

Versicherungsmedizin, Bern 1972, S. 180). Die beim Beschwerdeführer 

nachgewiesenen degenerativen Veränderungen der HWS sind gemäss Gutachten recht 

weit in der Bevölkerung verbreitet (25-30% Prävalenz; Suva-act. II 225 S. 13). Damit 

heben sie sich nicht von der altersüblichen Progression ab. Auch konnte kein 

röntgenologischer Nachweis für eine richtungsweisende Verschlimmerung des 

degenerativen Vorzustands durch traumatische Unfallfolgen erbracht werden. Somit ist 

beim Beschwerdeführer von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen, die 

durch eine bzw. mehrmalige Zerrung der Wirbelsäule eine bisher stumme 

Wirbelsäulenerkrankung symptomatisch machte (Debrunner/Ramseier, Die 

Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 52). Hierfür spricht auch die 

Feststellung im Gutachten, insbesondere der Unfall vom 11. April 2007 könne die 

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Exazerbation der aktuell vom Beschwerdeführer beschriebenen Schmerzen gut 

erklären (Suva-act. II 225 S. 15).

3.3.3         Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber 

verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome 

gegeben sind (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2011, 

8C_465/2011, E. 6.1; vgl. auch Debrunner/Ramseier, a.a.O., S. 55). Solange der Status 

quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf 

Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach 

Art. 10 UVG fallen. Gemäss Prof. H.___ und Dr. I.___ kann dem Beschwerdeführer aus 

neurochirurgischer Sicht aktuell operativ nicht geholfen werden (Suva-act. II 240 S. 2). 

Die Frage, ob der Status quo sine erreicht ist, haben sie im Gutachten nicht 

beantwortet. Gestützt auf eine medizinische Erfahrungstatsache ist eine traumatische 

Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der 

Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem 

Jahr als abgeschlossen zu betrachten und länger dauernde Beschwerden nach einer 

einfachen Kontusion gehen oftmals auf eine psychische Anpassungsstörung oder 

Fehlentwicklung zurück (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 

8C_412/2008, E. 5.1.3; Urteil des EVG vom 11. April 2005, U 354/04, E. 2.2, mit 

Hinweisen auch auf die medizinische Literatur). Die Rechtsprechung hat im Falle 

traumatisch ausgelöster Diskushernien den konkreten medizinischen Beleg des 

natürlichen Verlaufs durch eine richterliche Vermutung – die sich ihrerseits auf die 

medizinische Literatur stützt – ersetzt. Nach dieser muss die durch den Unfall vom 

11. April 2007 ausgelöste vorübergehende Verschlimmerung im Zeitpunkt der verfügten 

Leistungseinstellung am 31. Mai 2008 abgeheilt sein.

3.4   In die am 25. März 2013 verfügte Leistungseinstellung per 31. Mai 2008 wurde 

auch der Autounfall vom 3. Juni 2008 mit einbezogen (vgl. Unfallnummer 9.25150.08.8 

in der Betreffzeile der Verfügung vom 25. März 2013; Suva-act. V 30). Damit widerrief 

die Beschwerdegegnerin konkludent ihre Verfügung vom 24. November 2008 (Suva-

act. V 12) und die dagegen erhobene Einsprache vom 25. November 2008 (Suva-

act. V 11) wurde gegenstandslos. Im Gutachten vom 2. Januar 2012 wurde zum Unfall 

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vom 3. Juni 2008 festgehalten, dass dieses Ereignis keine wesentliche 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit hervorgerufen habe und die geltend gemachten 

Beschwerden auch ohne diesen Unfall vorliegen würden (Suva-act. 225 S. 17f.). 

Gestützt auf die Erfahrungsmedizin ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass der Status quo sine bereits sechs Monate nach dem Unfall, am 

3. Dezember 2008, jedenfalls aber am 31. Dezember 2008 erreicht worden war. Für die 

darüber hinaus geklagten Beschwerden finden sich keine objektivierbaren organischen 

Substrate, die auf die Unfälle vom 24. Oktober 2004, 3. Juni 2006, 11. April 2007 und 

vom 3. Juni 2008 zurückgeführt werden können.

4.     

4.1   Soweit sich die seit der Leistungseinstellung geklagten Beschwerden nicht durch 

die bestehenden degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule des 

Beschwerdeführers erklären lassen, sind sie organisch nicht (hinreichend) fassbar und 

es kommen die bei den Unfällen vom 24. Oktober 2004, 3. Juni 2006, 11. April 2007 

und 3. Juni 2008 diagnostizierten HWS-Distorsionstraumata ebenfalls als (Teil-)Ursache 

in Frage. Daher ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 

24. Oktober 2004, 3. Juni 2006 11. April, 2007 und 3. Juni 2008 und der weiterhin 

beklagten Beschwerden zu prüfen. Bei Verneinung der Adäquanz kann die Frage des 

natürlichen Kausalzusammenhangs offen gelassen werden, da für eine weitergehende 

Leistungspflicht beide Voraussetzungen kumulativ vorliegen müssen. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Beurteilung der Adäquanz nach der sogenannten 

Schleudertrauma-Praxis gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 

109 präzisierten Kriterien vorgenommen. Dagegen ist vorliegend nichts einzuwenden.

4.2   Ausgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das objektiv erfassbare 

Unfallereignis. Die Qualifikation eines Unfalls als leicht, mittelschwer oder schwer ist 

eine Rechtsfrage, welche nicht durch den Unfallanalytiker, sondern durch die 

rechtsanwendende Unfallversicherung oder gegebenenfalls das 

Sozialversicherungsgericht zu entscheiden ist (Urteil vom 1. Februar 2013, 

8C_550/2012, E. 5.1 mit Hinweis). Die Unfallschwere ist aufgrund des augenfälligen 

Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (BGE 134 V 

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109 E. 10.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_711/2010 vom 14. Januar 2011, E. 5.3 mit 

Hinweisen).

4.2.1         Beim Unfall vom 24. Oktober 2004 erlitt der Beschwerdeführer eine Heck- 

bzw. Auffahrkollision, wobei sein Fahrzeug im Kollisionszeitpunkt still stand (Suva-

act. II 6, 18, 25, 53). Die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) betrug 

4-8 km/h. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werden vergleichbare 

Ereignisse als leichte Unfälle eingestuft (Urteil des EVG vom 8. August 2005, U 158/05, 

E. 3.2 mit Hinweisen auf Kasuistik). Der adäquate Kausalzusammenhang kann bei 

einem leichten Unfall gemäss ständiger Rechtsprechung (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.1) 

bereits aufgrund des Unfallgeschehens ohne Prüfung weiterer Zusatzkriterien verneint 

werden.

4.2.2         Am 3. Juni 2006 wurde der Beschwerdeführer als Lenker von einem anderen 

Auto von der rechten Seite angefahren. Da der Beschwerdeführer ausweichen konnte, 

kam es lediglich zu einer Streifkollision (Suva-act. III 1, 3). Die sich dabei entwickelten 

Kräfte sind angesichts der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 0-2,7 

km/h als gering zu betrachten. Gemäss Unfallanalyse vom 12. Juli 2006 war das 

Fahrzeug des Beschwerdeführers nicht über eine im normalen Fahrbetrieb auftretende 

Beschleunigung hinaus belastet worden. Auch bei diesem Unfallgeschehen ist daher 

von einem leichten Unfall auszugehen und der adäquate Kausalzusammenhang folglich 

von vornherein nicht gegeben.

4.2.3         Beim Unfall vom 11. April 2007 kollidierte der Versicherte seinen Angaben 

zufolge mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 km/h seitlich frontal mit einem nicht 

vortrittsberechtigten anderen Personenwagen (Suva-act. III 2 und 22). Gemäss 

biomechanischer Kurzbeurteilung vom 8. Mai 2008 muss das Fahrzeug einer 

Geschwindigkeitsänderung von unterhalb oder knapp innerhalb eines Bereichs von 

20-30 km/h ausgesetzt worden sein (Suva-act. IV 51). Der Personenwagen erfuhr eine 

Rotation von ca. 30° im Gegenuhrzeigersinn. Mit Blick auf die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts in ähnlichen Fällen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 1. Februar 

2013, 8C_550/2012, E. 5.3 mit weiteren Hinweisen) ist höchstens von einem 

mittelschweren Unfall im engeren Sinn auszugehen. Damit müssen für die Bejahung 

der Adäquanz von den zusätzlich zu beachtenden Kriterien (gemäss BGE 134 V 109 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

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E. 10.3: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen) mindestens drei in der einfachen Form oder ein 

einzelnes in ausgeprägter Weise erfüllt sein (Entscheid des Bundesgerichts vom 

1. Februar 2013, 8C_550/2012, E. 6.1 mit Hinweis).

4.2.4         Gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung vom 5. April 2012 (Suva-

act. V 26) lässt sich der genaue Kollisionsablauf beim Unfallereignis vom 3. Juni 2008 

anhand der zur Verfügung stehenden Informationen nicht eindeutig beschreiben. 

Gemäss Unfallprotokoll (Suva-act. 3) und Suva-Telefonnotiz vom 1. Juli 2008 (Suva-

act. 6) lenkte der Beschwerdeführer sein Fahrzeug auf der L.___strasse. Als die 

Unfallverursacherin von einem Parkplatz in die L.___strasse einbog bzw. diese kreuzte, 

kollidierten die beiden Fahrzeuge. Die Beschädigungen liessen darauf schliessen, dass 

die aus der seitlich-frontalen Kollision resultierende Geschwindigkeitsänderung (delta-

v) gesamthaft unterhalb eines Bereichs von 20-30 km/h gelegen haben dürfte, wobei 

diese Angabe hauptsächlich auf Erfahrungswerten beruhe und somit mit 

entsprechender Unsicherheit behaftet sei. Die Unfallbeteiligte gab an, sie sei ganz 

langsam angefahren. Das Tempo des Fahrzeugs des Beschwerdeführers schätze sie 

auf ca. 20-30 km/h ein (Suva-act. V 6). Nach eigenen Angaben trug der 

Beschwerdeführer die Sitzgurte, weshalb die aufprallbedingte Kräfteeinwirkung 

zusätzlich vermindert wurde. Aufgrund des Unfallhergangs und den sich dabei 

entwickelnden Kräften ist an sich von einem leichten, höchstens von einem 

mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen (vgl. 

Urteil vom 4. Januar 2010, 8C_786/2009, E. 4.6.2, mit weiteren Hinweisen zu als 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn qualifizierten Ereignissen). Bei Annahme 

dieser Unfallschwere müssten von den zusätzlich zu beachtenden Kriterien mindestens 

vier in einfacher Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, 

damit der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden könnte (Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. April 2014, 8C_635/2013, E. 4.3 mit Hinweisen).

4.3  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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4.3.1         Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls sind mit Blick auf die Unfallereignisse vom 11. April 2007 

und vom 3. Juni 2008

von vornherein zu verneinen.

4.3.2         Nach dem Unfall vom 11. April 2007 wurden Kontusionsprellmarken an 

beiden Knien, links mit oberflächlicher Hautabschürfung bei unauffälliger Bewegung 

und intaktem Bandhalt sowie eine oberflächlich minimale Absprengung des Zahns 4/1 

am Unterkiefer festgestellt (Suva-act. IV 9, 11). Hierbei handelt es sich um leichte 

Verletzungen, die von keiner besonderen Art sind. Die Diagnose einer HWS-Distorsion 

allein genügt nicht für die Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art 

der erlittenen Verletzungen. Es bedarf hierzu einer besonderen Schwere der für das 

Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das 

Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall 

eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten 

Komplikationen bestehen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte 

Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem 

Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 

109 E. 10.2.2). Beim Beschwerdeführer sind als besonderer Umstand die bereits 

erlittenen HWS-Distorsionen an den Unfällen vom 31. Juli 2000, 24. Oktober 2004 und 

vom 3. Juni 2006 in Betracht zu ziehen (vgl. Urteil vom 1. Juli 2008, 8C_415/2007, 

E. 7.2). Zwar handelte es sich dabei um leichte Unfälle, doch war durch diese 

Ereignisse eine gewisse Vorschädigung der Wirbelsäule mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. hierzu Urteil vom 7. Juni 2013, 

8C_277/2013, E. 4.2.2 mit Hinweis) gegeben. Die HWS-Distorsion vom 11. April 2007 

traf somit eine vorbeschädigte HWS und war demnach speziell geeignet, die 

"typischen Symptome" hervorzurufen. Dasselbe gilt in Hinblick auf den Unfall vom 

3. Juni 2008. Zwar stellte Dr. D.___ mit Bericht vom 12. Juni 2008 (Suva-act. V 8) 

abgesehen von einem Verdacht auf mögliche HWS-Distorsion keine weiteren 

Unfallfolgen fest. Doch traf auch dieser Unfall eine vorgeschädigte Wirbelsäule. Die 

erlittene HWS-Verletzung ist als eine Verletzung besonderer Art zu qualifizieren und das 

Kriterium in Bezug auf den Unfall vom 11. April 2007 und 3. Juni 2008 als in einfacher 

Weise erfüllt zu betrachten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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4.3.3         Medizinische Untersuchungen und ärztliche Kontrollen sind im Rahmen des 

Kriteriums einer fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung nicht zu 

berücksichtigen. Der Beschwerdeführer begab sich nach dem Unfall vom 11. April 

2007 in das Spital C.___ in Erstbehandlung (Suva-act. IV 11). Anfangs fanden ein- bis 

zweimal pro Woche, danach alle drei bis vier Wochen bewegungstherapeutische 

Behandlungen bei Dr. D.___ statt. Zudem wurden zwei MRI-Untersuchungen 

durchgeführt (Suva-act. IV 9, 18, 28, 31, 42). Im Kantonsspital St. Gallen wurde der 

Beschwerdeführer am 30. August 2007 ambulant neurochirurgisch untersucht (Suva-

act. IV 29). Ansonsten wurden keine anderen Therapien in Anspruch genommen oder 

Ärzte aufgesucht. Allein aus dem Umstand der Therapierung ergibt sich für den 

Beschwerdeführer keine Zusatzbelastung, so dass das zu prüfende Kriterium in Bezug 

auf den Unfall vom 11. April 2007 zu verneinen ist. Bezüglich des Unfalls vom 3. Juni 

2008 wurde am 4. Juni 2008 der erstbehandelnde Dr. D.___ konsultiert (Suva-act. V 8, 

28). Dieser veranlasste die MRI-Untersuchung vom 30. Juni 2008 (Suva-act. V 7). 

Bewegungstherapeutische Behandlungen wurden vom Beschwerdeführer wöchentlich 

in Anspruch genommen (Suva-act. 13). Ein Kuraufenthalt in M.___ war schon vor 

diesem Unfall in Betracht gezogen worden und gemäss Angaben von Dr. D.___ 

sicherlich nicht durch den Unfall vom 3. Juni 2008 begründet (Suva-act. 9). Eine 

fortgesetzt spezifische und belastende Therapierung ist nicht erkennbar. Das Kriterium 

ist auch in Bezug auf den Unfall vom 3. Juni 2008 nicht als erfüllt zu betrachten.

4.3.4         Die Erheblichkeit der Beschwerden beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss 

erfahren hat (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Gleich nach dem Unfall vom 11. April 2007 

berichtete der Beschwerdeführer über akut verstärkte HWS- und Nackenschmerzen, 

massive Schmerzen beim Bewegen des Kopfes mit Ausstrahlung in beide Schultern, 

Kopfschmerzen und Übelkeit (Suva-act. IV 9, 11). Gegenüber dem 

Aussendienstmitarbeiter der Suva äusserte der Beschwerdeführer am 4. Mai 2007, sein 

Gesundheitszustand habe sich durch dieses Unfallereignis deutlich verschlechtert. Die 

Beschwerden seien um 100% schlimmer geworden (Suva-act. IV 18). Dr. D.___ hielt im 

Bericht vom 31. August 2007 fest, gegenüber dem Vorbericht vom 26. April 2007 habe 

sich die Intensität der weiter bestehenden Beschwerden etwas vermindert. Nach wie 

vor sei der Zustand des Beschwerdeführers schlechter als vor dem Unfall vom 26. April 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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2007 (richtig: 11. April 2007), insbesondere die Nackenschmerzen und die 

Schwindelattacken sowie das rechtsbetonte radikuläre Reizsyndrom C6/7 (Suva-

act. IV 28). Auch gegenüber den Ärzten des Kantonsspitals St. Gallen erklärte der 

Beschwerdeführer bei der ambulanten Untersuchung vom 30. August 2007, nach dem 

Unfall vom 11. April 2007 hätten die Schmerzen (insbesondere die Nackenschmerzen 

und der Schwindel) deutlich an Intensität zugenommen. Es sei nicht wieder wie früher 

nach den Unfällen zu einer wenigstens teilweisen Rückbildung der Beschwerden 

gekommen (Suva-act. IV 29). Dr. D.___ berichtete am 16. Januar, 22. Februar und 

6. März 2008 über einen unveränderten Zustand (Suva-act. IV 31, 36, 42). Bei diesem 

Verlauf ist das Kriterium der erheblichen Beschwerden in Bezug auf den Unfall vom 

11. April 2007 als höchstens in einfacher Form erfüllt zu betrachten. Nach dem Unfall 

vom 3. Juni 2008 klagte der Beschwerdeführer über eine bald nach dem Aufprall 

auftretende Zunahme seiner vorbestehenden Nackenschmerzen und der damit 

zusammenhängenden, meist belastungsabhängigen Schwindel- und Kopfschmerzen. 

Ebenso verspüre er wieder mehr bzw. häufiger die ausstrahlenden Parästhesien an 

beiden Armen bis in die Hände, hier jeweils am zweiten bis vierten Finger betont. Im 

späteren Verlauf gab er gegenüber Dr. D.___ rückläufige, aber gegenüber der Zeit vor 

dem Unfall vom 3. Juni 2008 immer noch verstärkte Intensität der Schmerzen im 

Nacken, sowie der damit zusammenhängenden Schwindel- und Kopfschmerz-

Zustände an (Suva-act. V 28). Erhebliche Beschwerden sind nach dem Unfall vom 

3. Juni 2008 nicht aufgetreten und der Beschwerdeführer berichtete über eine 

Besserung des Zustands. Auch wenn eine vollständige Wiederherstellung des 

Gesundheitszustands vor dem Unfallereignis nicht erreicht werden konnte, so reicht 

dieser Umstand doch nicht aus, um das Kriterium vorliegend zu bejahen.

4.3.5         Das Kriterium einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, wird – nach Lage der Akten zu Recht – bei beiden Unfällen 

nicht geltend gemacht.

4.3.6         Auch ein schwieriger Heilverlauf oder erhebliche Komplikationen liegen den 

Akten zufolge bei beiden Unfallereignissen nicht vor. Aus der blossen Dauer der ärzt­

lichen Behandlung und aufgrund der geklagten Beschwerden kann nicht schon auf 

einen schwierigen Heilungsverlauf geschlossen werden. Zur Bejahung dieses 

Kriteriums braucht es besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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(Entscheid des Bundesgerichts vom 3. Juli 2008, 8C_798/2007, E. 4.2.6 mit 

Hinweisen). Das ist vorliegend nicht der Fall.

4.3.7         Beim Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumata der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg 

aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich 

erscheint. Massgebend ist eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu 

überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt (BGE 134 V 

109 E. 10.2.7). Seit dem Unfall vom 24. Oktober 2004 arbeitete der Beschwerdeführer 

nicht mehr in einem Vollpensum. Seit dem 5. Januar 2005 bis zum Unfall vom 11. April 

2007 war er im Pensum von 30% arbeitstätig. Nach diesem Unfall bestand zunächst 

eine volle Arbeitsunfähigkeit. Ab 30. April 2007 nahm der Beschwerdeführer die Arbeit 

wieder zu 20% auf und vermochte dieses Pensum nicht weiter zu steigern (Suva-

act. IV 28, 36, 42). Der Unfall vom 3. Juni 2008 hatte keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit in diesem Rahmen (Suva-act. V 8f.). Gemäss Verfügung der 

Invalidenversicherung vom 11. März 2009 (act. G 1.13) konnte der Beschwerdeführer 

bei seinem langjährigen Arbeitgeber erfolgreich umplatziert werden. Dabei sei es ihm 

möglich, die Hälfte seines ursprünglichen Verdienstes als voll leistungsfähiger 

Schichtführer zu erzielen. Dieses zumutbare Einkommen wurde dem Beschwerdeführer 

ab 1. Oktober 2005 angerechnet. Besondere Anstrengungen oder Versuche, um die 

tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung weiter auszubauen, vermag der Beschwerdeführer 

nicht auszuweisen. Das Kriterium ist somit in Bezug auf beide Unfälle nicht erfüllt.

4.3.8         Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim Unfall vom 11. April 2007 

lediglich zwei Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt sind. Beim Unfallereignis vom 

3. Juni 2008 ist nur ein Kriterium in einfacher Weise erfüllt. Der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 11. April 2007 und vom 3. Juni 2008 

sowie den weiterhin geklagten Beschwerden ist somit zu verneinen.

4.4   Die Unfälle vom 24. Oktober 2004, 3. Juni 2006, 11. April 2007 und 3. Juni 2008 

sind somit nicht adäquat kausale Ursache der weiterhin bestehenden Beschwerden 

des Beschwerdeführers. Die diesbezüglichen Leistungen hätte die 

Beschwerdegegnerin längstens bis am 31. Dezember 2008 erbringen müssen. Da 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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keine adäquat kausalen Unfallfolgen vorliegen, besteht auch kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente oder eine Integritätsentschädigung.

5.     

5.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die 

Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistungen bis 31. Dezember 2008 zu erbringen 

hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben ((Art. 61 lit. a ATSG).

5.3   Der teilweise obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG; Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Aufgrund des geringgradigen 

Obsiegens – eine sieben Monate spätere Einstellung der Leistungen – ist diese auf 

pauschal Fr. 2'000.-- festzulegen (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer). Demgemäss 

hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet wird, die gesetzlichen Leistungen bis zum 31. Dezember 2008 zu erbringen. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2015
	Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 12 ATSV, Art. 6 UVG. Verursachung von Diskushernien der HWS wegen kumulativer Auswirkung mehrerer Autounfälle sowie Körpergrösse und Konstitution des Versicherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint. Verfrühte Leistungseinstellung. Verneinung der adäquaten Kausalität bei Prüfung nach Schleudertrauma-Praxis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 7. April 2015, UV 2013/56).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,Versicherungsrichter Ralph Jöhl, Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 7. April 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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