# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4958b41c-ec63-54d5-a1a7-969c2eb8ef99
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.04.2022 PQ220012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ220012_2022-04-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ220012-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter  

Dr. M. Sarbach sowie Gerichtsschreiber Dr. M. Tanner 

Urteil vom 20. April 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

betreffend Kosten der Überprüfung nach ärztlicher fürsorgerischen Unter-
bringung  
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Winterthur vom  
22. März 2022; VO.2022.7 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Win-
terthur-Andelfingen) 
 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

1. 

1.1 A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) wurde am 24. Oktober 2021 per 

ärztlich angeordneter fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik Schlosstal, Inte-

grierte Psychiatrie Winterthur (ipw), eingewiesen. Der Beschwerdeführer erhob 

gegen die Einweisung beim Bezirksgericht Winterthur Beschwerde, welche mit 

Urteil vom 3. November 2021 abgewiesen wurde. Dies akzeptierte der Beschwer-

deführer nicht und gelangte dagegen am 19. November 2021 an die Kammer 

(Geschäfts-Nr. PA210039). Die Kammer hiess die Beschwerde mit Urteil vom 26. 

November 2021 gut und hob die fürsorgerische Unterbringung per 2. Dezember 

2021 auf (KESB act.11). 

1.2 Noch vor dem Entscheid der Kammer hatte die ipw bei der KESB Bezirke 

Winterthur und Andelfingen (nachfolgend KESB) die Verlängerung der fürsorgeri-

schen Unterbringung beantragt (KESB act. 1). Daraufhin hatte die KESB die Er-

stellung eines Gutachtens angeordnet, als Gutachter den Facharzt Oliver Ross-

bach eingesetzt und zur persönlichen Anhörung des Beschwerdeführers auf den 

30. November 2021 vorgeladen (KESB act. 4). Nach Erhalt des Entscheids der 

Kammer am 29. November 2021 sagte die KESB gleichentags die Anhörung ab 

und schrieb mit Entscheid vom 3. Dezember 2021 das Verfahren betreffend 

Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung infolge Gegenstandslosigkeit ab 

(KESB act. 15 = BR act. 3, jeweils Dispositiv-Ziff. 1). Sie verzichtete darin auf die 

Erhebung einer Gebühr für ihr Verfahren und auferlegte die Kosten für die bereits 

entstandenen Aufwendungen des Facharztes in der Höhe von CHF 500.– dem 

Beschwerdeführer (KESB act. 15 Dispositiv-Ziff. 2 = BR act. 3). 

1.3 Gegen die Auferlegung der Gutachterkosten wehrte sich der Beschwerde-

führer mit Schreiben vom 1. und 16. Februar 2022 bei der KESB bzw. dem Be-

zirksrat Winterthur und verlangte, die Rechnung sei der Klinik Schlosstal zur Be-

zahlung zu überweisen (BR act. 2 und 10). Der Bezirksrat trat mit Beschluss vom 

22. März 2022 auf die Beschwerde nicht ein und verzichtete auf die Erhebung ei-

ner Entscheidgebühr für sein Verfahren (BR act. 11 = act. 6 [Aktenexemplar]). 

- 3 - 

1.4 Der Beschwerdeführer erhob am 31. März 2022 bei der Kammer Beschwer-

de gegen den Beschluss des Bezirksrats (act. 2). Am 7. April 2022 (Poststempel  

6. April 2022) ging ein weiteres Schreiben, datiert vom 6. März 2022, ein (act. 9). 

Die Akten des Bezirksrats (act. 7/1-14, zitiert als BR act.) sowie der KESB  

(act. 8/1-21, zitiert als KESB act.) wurden von Amtes wegen beigezogen. Weite-

rungen erübrigen sich; die Sache erweist sich als spruchreif. 

2. 

2.1 Thematisch dreht sich das Beschwerdeverfahren um die Kostenauflage im 

Entscheid der KESB vom 3. Dezember 2021. Der Begriff der Beschwerde be-

zeichnet in den Art. 450 - 450c ZGB grundsätzlich alle Rechtsmittel gegen Ent-

scheide der KESB. Gemeint sind aber Rechtsmittel gegen Entscheide in der Sa-

che, die angefochten werden können wegen Rechtsverletzung, unrichtiger oder 

unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemes-

senheit sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (vgl. Art. 450a ZGB). 

Keine Entscheide in der Sache in diesem Sinn sind solche, in welchen es bloss 

um die Verteilung und die Liquidation von Prozesskosten geht. Weder das ZGB 

noch das EG KESR enthalten besondere Bestimmungen zu einer solchen Kos-

tenbeschwerde, weshalb gemäss § 40 Abs. 3 EG KESR und Art. 450f ZGB in 

Verbindung mit Art. 110 ZPO die Bestimmungen von Art. 319 ff. ZPO analog auf 

das Beschwerdeverfahren betreffend Kosten Anwendung finden (u.a. OGer ZH 

PQ200024 vom 27. Mai 2020 E. II/1.2).  

2.2 Mit der Beschwerde kann der Beschwerdeführer demnach einzig geltend 

machen, die Vorinstanz habe das Recht unrichtig angewendet oder den Sachver-

halt offensichtlich falsch festgestellt (Art. 320 ZPO; OGer ZH, PQ160020 vom 5. 

April 2016 und PQ180050 vom 19. September 2018 E. 2.1). Dabei gilt eine Rüge- 

bzw. Begründungsobliegenheit der Beschwerde führenden Partei analog derjeni-

gen von Art. 321 ZPO. Der Beschwerdeführer hat darzulegen, weshalb der ange-

fochtene Entscheid des Bezirksrates unrichtig sein soll. Bei Laien sind an die Be-

gründungsobliegenheit keine hohen Anforderungen zu stellen. Es genügt, wenn 

sich aus der Begründung für den verständigen Leser ergibt, warum der Entscheid 

nach Auffassung der Beschwerde führenden Person falsch ist und wie er abzuän-

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dern ist. Die Beschwerdeinstanz hat sich nur mit hinreichend konkret vorgebrach-

ten Rügen gegen den Entscheid der Vorinstanz zu befassen. In analoger Anwen-

dung von Art. 326 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel vor der Be-

schwerdeinstanz nicht mehr vorgebracht werden. Das Novenverbot ist umfassend 

und gilt sowohl für echte als auch für unechte Noven. Ausnahmen davon rechtfer-

tigt immerhin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (vgl. OGer ZH RU130042 

vom 10. Juli 2013 E. 2.1.). Noven können zudem so weit vorgebracht werden, als 

erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (BGE 139 III 466 E. 3.4). 

3. Der angefochtene Beschluss wurde dem Beschwerdeführer am 28. März 

2022 zugestellt (act. 6, Anhang). Die der Post am 31. März und 6. April 2022 

übergebenen Eingaben (act. 2 und 9) erfolgten rechtzeitig innert 30-tägiger Frist 

(vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO). Als unterlegene Partei vor Vorinstanz ist der Be-

schwerdeführer zur Beschwerde legitimiert.  

 Die Beschwerde enthält eine Begründung sowie einen Antrag. Der Be-

schwerdeführer vertritt im Wesentlichen die Auffassung, nicht er, sondern die Kli-

nik Schlosstal müsse die Rechnung des Gutachters bezahlen. Damit verlangt er 

sinngemäss, der Beschluss des Bezirksrats sei aufzuheben und die Gutachter-

kosten seien nicht ihm aufzuerlegen (act. 2 und 9). Zudem beantragt er, es sei 

ihm eine Nachfrist für die Beschwerde gegen den Entscheid der KESB zu gewäh-

ren (act. 9 S. 8). Die Rechtsmittelvoraussetzungen sind somit erfüllt. 

4. Der Bezirksrat begründete sein Nichteintreten damit, der Entscheid der 

KESB sei dem Beschwerdeführer am 8. Dezember 2021 zugestellt worden. Die 

Beschwerdefrist habe am 9. Dezember 2021 zu laufen begonnen und am 7. Ja-

nuar 2022 geendet. Die Beschwerde vom 3. Februar 2022 sei demnach verspätet 

erhoben worden. Ein Antrag auf Wiederherstellung der Frist lasse sich der Be-

schwerde auch nicht sinngemäss entnehmen (act. 6 E. 2.3 f.). 

5. 

5.1 Der Beschwerdeführer geht in seiner ersten Eingabe an die Kammer (act. 2) 

auf die Begründung der Vorinstanz nicht ein, sondern belässt es dabei, die Ver-

fahrensabläufe der fürsorgerischen Unterbringung chronologisch darzustellen und 

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sich über die Kostenauflage an ihn und die angeblich ungerechtfertigt hohen Gut-

achterkosten von CHF 500.– zu beschweren (act. 2 S. 6 ff.). Damit zeigt er nicht 

auf, welche konkreten Erwägungen im angefochtenen Entscheid falsch sind und 

inwiefern eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung oder eine falsche 

Rechtsanwendung vorliegen. Insbesondere behauptet er keine Umstände, die auf 

eine rechtzeitige Beschwerdeeinreichung hindeuten. Ebenso wenig äussert er 

sich zur Frage der Wiederherstellung der Beschwerdefrist. Aus dieser Eingabe 

ergeben sich deshalb keine Gründe für eine Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids oder eine Neuentscheidung im Sinne von Art. 327 Abs. 3 ZPO. 

5.2.1 In der zweiten Eingabe (act. 9) schildert der Beschwerdeführer die näheren 

Umstände beim Empfang des Entscheids der KESB vom 3. Dezember 2021. Der 

Entscheid sei im Tertianum B._____ zugestellt worden, als er noch in der Klinik 

auf die Entlassung gewartet habe. Er habe nach der Ankunft im Tertianum 

B._____ in C._____ am 2. Dezember 2021 zunächst die Briefe und Rechnungen 

sortieren müssen. Am 3. Dezember 2021 habe er beim Aufräumen auch das 

Schreiben der KESB kurz gesehen und es mit anderen wichtigen Dokumenten in 

den Rollkoffer gelegt (act. 9 S. 2). Anschliessend sei er mit dem Umzug ins Terti-

anum D._____ in E._____ beschäftigt gewesen (act. 9 S. 3 f.). Das Schreiben der 

KESB sei ihm lange nicht mehr in den Sinn gekommen (act. 9 S. 4). Erst am 

28. Januar 2022 habe er von der Stadt Winterthur die Rechnung des Gutachters 

über CHF 500.– erhalten (act. 9 S. 5), woraufhin er sich umgehend am 3. Februar 

2022 bei der KESB Winterthur über die Kostenauflage brieflich beschwert habe 

(act. 9 S. 6). 

 Auch mit diesen Ausführungen geht der Beschwerdeführer nicht konkret auf 

die vorinstanzlichen Erwägungen zur verpassten Beschwerdefrist ein und legt 

insbesondere keine Belege für das von ihm genannte abweichende (frühere) 

Empfangsdatum vor. Inhaltlich ist nicht ersichtlich, inwiefern ihn der geltend ge-

machte Umzug ins Tertianum D._____ von einer rechtzeitigen Beschwerdeerhe-

bung abgehalten hätte. Er erhebt diese Behauptungen zudem erstmals im Be-

schwerdeverfahren vor der Kammer. Sie fallen deshalb unter die Novenschranke 

gemäss Art. 326 ZPO. Aufgrund dessen, dass der Entscheid der KESB dem Be-

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schwerdeführer im Dezember 2021 zugestellt worden war, hätten sich Vorbringen 

zur rechtzeitigen Beschwerdeerhebung vor Bezirksrat aufgedrängt. Dies gilt umso 

mehr, als der Bezirksrat mit Verfügung vom 9. Februar 2022 die KESB ausdrück-

lich ersuchte, sich zur Fristwahrung der Beschwerde zu äussern (BR act. 5, fett 

gedruckt), was auch für den Beschwerdeführer leicht ersichtlich war. Der Be-

schwerdeführer hätte sich deshalb spätestens in seiner zweiten Eingabe vom 16. 

Februar 2022 an den Bezirksrat (BR act. 10) zur rechtzeitigen Beschwerdeerhe-

bung äussern können und müssen. Eine Ausnahme vom Novenverbot liegt nicht 

vor. Die Behauptungen sind unbeachtlich. 

 Selbst wenn die Vorbringen Berücksichtigung fänden, könnte daraus nichts 

zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Die Fristberechnung des 

Bezirksrats stützt sich auf die Angaben im Sendungsverlauf (KESB act. 16 und 

20). Danach konnte der Entscheid der KESB dem Beschwerdeführer am 8. De-

zember 2021, nach einer gescheiterten Zustellung am Vortag, in … [Adresse] er-

folgreich zugestellt werden. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 

wurde der Entscheid damit nicht am 3. Dezember 2021 im Tertianum B._____ in 

C._____, sondern fünf Tage später im Tertianum D._____ in E._____ zugestellt, 

wohin der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben am 7. Dezember 2021 

umgezogen war. Ob der Entscheid ihm persönlich übergeben oder von einer da-

für berechtigten angestellten Person des Tertianums in Empfang genommen wur-

de (vgl. act. 9 S. 5), kann offen gelassen werden. Der Beschwerdeführer räumt 

ein, den "Brief der KESB" nach der Ankunft im Tertianum gesehen zu haben. An-

zeichen für eine unzulässige Zustellung fehlen. Die Fristberechnung des Bezirks-

rats ist folglich zutreffend und die Beschwerdefrist lief am Freitag, 7. Januar 2022, 

ab. Die der Post am 3. Februar 2022 (zuhanden der KESB) übergebene Be-

schwerde an den Bezirksrat (BR act. 2, Rückseite) erfolgte somit beinahe einen 

Monat verspätet.  

5.2.2 Auch zur Erwägung des Bezirksrats, es lasse sich in der Beschwerde kein 

(auch kein sinngemässes) Gesuch um Wiederherstellung der abgelaufenen Be-

schwerdefrist erkennen, äussert sich der Beschwerdeführer in seiner zweiten Ein-

gabe (act. 9) nicht. Eine unrichtige Tatsachenfeststellung oder falsche Rechtsan-

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wendung sind diesbezüglich weder behauptet noch ersichtlich. Der Beschwerde-

führer gelangte zunächst mit undatierter Eingabe an die KESB (dort eingegangen 

am 4. Februar 2022), welche zuständigkeitshalber an den Bezirksrat überwiesen 

wurde (BR act. 2). In der einseitigen, handgeschriebenen Eingabe wehrte sich der 

Beschwerdeführer dagegen, dass ihm die Rechnung des Gutachters zugesandt 

wurde. Nachdem er über das angehobene Beschwerdeverfahren informiert wor-

den war (BR act. 5-7), reichte er dem Bezirksrat zwar eine ausführlichere Begrün-

dung der Beschwerde nach (BR act. 10), richtete sich darin aber ebenfalls bloss 

gegen die Höhe der Gutachterkosten sowie die Kostenauflage zu seinen Lasten. 

Umstände, die als Gesuch um Fristwiederherstellung gedeutet werden oder im 

Rahmen eines solchen relevant sein könnten, schilderte er nicht. Die Auffassung 

des Bezirksrats ist demnach nicht zu beanstanden. 

5.3. Der Beschwerdeführer ersucht im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren 

erstmals um Wiederherstellung der Frist (Nachfrist) für die Beschwerde an den 

Bezirksrat (act. 9 S. 8). Das Begehren ist aus den vorstehend geschilderten 

Gründen im Sinne von Art. 326 ZPO verspätet und nicht zu hören, hätte sich doch 

bereits im Verfahren vor Bezirksrat ein Fristwiederherstellungsgesuch aufge-

drängt. Auf den Antrag ist deshalb nicht einzutreten. Im Übrigen ist das Fristwie-

derherstellungsgesuch bei derjenigen Instanz einzureichen, vor welcher die ver-

säumte Frist zu wahren gewesen wäre. Bei devolutiven Rechtsmitteln ist das Ge-

such bei der oberen Instanz zu stellen (OGer ZH RU180013 vom 19. April 2018 

E. 3.1; KUKO ZPO-HOFFMANN-NOWOTNY/BRUNNER, Art. 149 N 3). Das Begehren 

wäre somit beim Bezirksrat als Beschwerdeinstanz gegen Entscheide der KESB 

einzureichen gewesen.  

5.4 Schliesslich bleibt der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Einwän-

de des Beschwerdeführers gegen die Kostenauflage in materieller Hinsicht unbe-

gründet wären. Gemäss § 60 Abs. 5 EG KESR auferlegt die KESB Gebühren und 

weitere Kosten den Verfahrensbeteiligten unter Berücksichtigung des Ausgangs 

des Verfahrens. Die Kostenverteilung nach Unterliegen und Obsiegen, wie in 

Art. 106 ZPO vorgesehen, ist auf Zweiparteienstreitigkeiten ausgerichtet, nicht 

aber auf Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit. In Verfahren der KESB gilt das 

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im Verwaltungsrecht grundsätzlich anwendbare Verursacherprinzip. Bestehen 

ausreichend Gründe für das Eröffnen eines Verfahrens, können die Kosten der 

betroffenen Person auferlegt werden, auch wenn von einer erwachsenenschutz-

rechtlichen Massnahme abgesehen wird (OGer PQ180022 vom 4. Juni 2018 

E. 4 f.).  

 Nachdem das Bezirksgericht Winterthur die Beschwerde gegen die ärztliche 

Einweisung abgewiesen und die Klinik Schlosstal bei der KESB die Verlängerung 

der Unterbringung beantragt hatte, war die KESB angesichts der auf sechs Wo-

chen befristeten Gültigkeit der ärztlichen Einweisung vom 24. Oktober 2021 (vgl. 

Art. 429 ZGB) verpflichtet, rasch ein Verfahren betreffend Überprüfung der Mass-

nahme zu eröffnen. Deshalb war auch angezeigt, eine Begutachtung des Be-

schwerdeführers anzuordnen und zur persönlichen Anhörung auf den 30. No-

vember 2021 vorzuladen, zumal nicht bekannt war, wie und wann über die hängi-

ge Beschwerde bei der Kammer entschieden würde. Es ist unter diesen Umstän-

den nicht zu beanstanden, wenn die KESB im Erledigungsentscheid auf die Erhe-

bung einer Gebühr für ihr Verfahren zwar verzichtete, indes die bereits entstan-

denen Gutachterkosten dem Beschwerdeführer auferlegte. Was die Höhe dieser 

Kosten betrifft, lässt der Beschwerdeführer offen, welchen Betrag er für angemes-

sen hielte. Es fehlt ein hinreichend bestimmter Antrag, auf welche Höhe die Kos-

ten zu reduzieren wären. Da der Facharzt am 29. November 2021 im Hinblick auf 

die Anhörung am nächsten Tag bereits begonnen hatte, sich mit der Sache zu be-

fassen, und sich zum Beschwerdeführer in die Klinik begeben hatte, als die Be-

gutachtung abgebrochen wurde (KESB act. 12), ist der Betrag von CHF 500.– je-

denfalls nicht unangemessen. 

6. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem 

Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Diese sind auf 

CHF 150.– anzusetzen. Eine Partei- bzw. Umtriebsentschädigung ist unter diesen 

Umständen nicht zuzusprechen. 

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Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Entscheidgebühr im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird auf 

CHF 150.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Es wird im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren keine Partei- oder Um-

triebsentschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bezirke Winterthur und Andelfingen sowie – unter Rück-

sendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Winterthur, je gegen 

Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
CHF 500.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. M. Tanner 
versandt am: 

	Urteil vom 20. April 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Entscheidgebühr im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird auf CHF 150.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es wird im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren keine Partei- oder Umtriebsentschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirke Winterthur und Andelfingen sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Winterthur, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...