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**Case Identifier:** fbf656a6-04d1-5138-a865-bde8180d4732
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2015 200 2015 242
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-242_2015-08-24.pdf

## Full Text

200 15 242 IV
SCJ/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. August 2015

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Februar 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 21. November 2007 unter Hinweis auf ein Asperger-
Syndrom bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IVB [act. II], 1). Diese gewährte Berufsberatung 
(act. II 22) und liess ihn beruflich abklären (act. II 28, 34, 45). In der Folge 
schloss sie die Eingliederungsbemühungen ab, erachtete den Versicherten 
im Schlussbericht vom 26. September 2008 (act. II 43) als nicht einglieder-
bar und verneinte gestützt auf eine Beurteilung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; act. II 48) mit Verfügung vom 2. Juli 2009 (act. II 50) einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 26. Juni 2012 (act. II 51) sprach die IVB 
dem Versicherten Frühinterventionsmassnahmen in Form von Ausbil-
dungskursen zu (Akten der IVB [act. IIA], 75, 86, 91, 114) und erteilte Kos-
tengutsprachen für ein Aufbautraining vom 29. Oktober 2012 bis 3. Februar 
2013 (act. IIA 71, 83) sowie einen Arbeitsversuch inklusive Coaching vom 
4. Februar bis 4. August 2013 (act. IIA 81, 85, 105). Ab 18. Juli 2013 
(act. IIA 95) gewährte sie ihm Arbeitsvermittlung, sie verlängerte das exter-
ne Coaching bis 5. Juli 2014 (act. IIA 100, 109, 122, 134) und unterstützte 
einen weiteren Arbeitsversuch vom 6. Januar bis 30. Juni 2014 (act. IIA 
119, 129 f.). Im Anschluss an eine Schlussbesprechung vom 5. August 
2014 (Protokoll per 7. April 2015 [in den Gerichtsakten], S. 41-43, Einträge 
vom 5. August und 3. Dezember 2014) stellte sie dem Versicherten mit 
Vorbescheid vom 5. Dezember 2014 (act. IIA 141) den Abschluss der Ar-
beitsvermittlung mit der Begründung in Aussicht, alle Unterstützungsmög-
lichkeiten seien ausgeschöpft. Nach erhobenem Einwand (act. IIA 142) 
schloss die IVB mit Verfügung vom 5. Februar 2015 (act. IIA 144) entspre-
chend dem Vorbescheid die Arbeitsvermittlung ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 7. April 2014 (richtig wohl: 9. März 2015 [Poststempel]) 
erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin C.________ vom 
B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
kostenfällig aufzuheben und ihm sei weiterhin Arbeitsvermittlung zu ge-
währen; gleichzeitig sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, weitere Leis-
tungen (berufliche Massnahmen, Rentenprüfung) «einzuleiten».

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. April 2015 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Replicando legte der Beschwerdeführer am 11. Juni 2015 weitere Unterla-
gen ins Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I], 4-11) und beantragte 
zusätzlich, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, auch medizinische 
Abklärungen einzuleiten. 

Mit Replik vom 13. Juli 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 
fest.

Zusammen mit materiellen Ausführungen reichte der Beschwerdeführer am 
4. August 2015 weitere Dokumente ein (act. I 12-14).

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 4

Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vorbehalt 
des Nachstehenden (vgl. E. 1.2 hienach) – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Februar 2015 
(act. IIA 144). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch auf Massnah-
men beruflicher Art in Form von Arbeitsvermittlung. Soweit der Beschwer-
deführer beantragt, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, weitere Leis-
tungen (medizinische Abklärungen, berufliche Massnahmen, Rentenprü-
fung) «einzuleiten» (Beschwerde S. 1 Ziff. I Abs. 2; Replik S. 1 Ziff. I 
Abs. 2), stehen diese Rechtsverhältnisse ausserhalb des Anfechtungs- und 
Streitgegenstandes, weshalb darauf nicht einzutreten ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164 f.; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1, 2010 BVG Nr. 14 S. 56 
E. 4.1; Beschwerdeantwort S. 4 lit. C lit. c N. 25).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). 

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2.2 Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben 
Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Ar-
beitsplatzes und begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhal-
tung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Die im Zusammenhang mit 
dem Anspruch auf Arbeitsvermittlung relevante Invalidität besteht darin, 
dass die versicherte Person bei der Suche nach einer geeigneten Arbeits-
stelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat (BGE 116 V 80 
E. 6a; SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 E. 4.1.1; AHI 2000 S. 68 f.). Notwendige 
Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist insbesondere 
die subjektive Eingliederungsbereitschaft der versicherten Person; fehlt 
diese, so besteht kein Anspruch (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 6. Mai 2008, 9C_494/2007, E. 2.2.2 mit Hinweis auf den Entscheid 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht] 
vom 3. Oktober 2005, I 265/05, E. 3.2).

2.3 Solange die Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Anspruch auf 
Arbeitsvermittlung grundsätzlich in zeitlicher Hinsicht nicht begrenzt, 
sondern besteht – dem Sinn dieser Massnahme entsprechend – bis zur 
erfolgreichen Eingliederung. Trotz dieses Grundsatzes unterliegt aber auch 
der Anspruch auf Arbeitsvermittlung dem Prinzip der Verhältnismässigkeit, 
d.h. die Arbeitsvermittlung ist nur solange zu erbringen, als der dafür 
notwendige Aufwand nicht unverhältnismässig ist. In dieser Hinsicht ist zu 
berücksichtigen, dass die Arbeitsvermittlung keine besonders kostspielige 
Eingliederungsmassnahme darstellt, weshalb zur Anspruchsbegründung 
bereits ein relativ geringes Mass an gesundheitlich bedingten 
Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle genügt. Dieser 
Gesichtspunkt ist auch im Hinblick auf die Dauer des Anspruches 
massgebend. Die Gewährung der Arbeitsvermittlung wird allerdings dann 
unverhältnismässig, wenn von weiteren Bemühungen der Verwaltung 
keinerlei Erfolg erwartet werden kann, obwohl sich die IV-Stelle vorher 
intensiv bemüht hat (vgl. Entscheid des EVG vom 29. März 2005, I 776/04, 
E. 3.2; Entscheid des BGer vom 16. Dezember 2013, 8C_388/2013, 
E. 3.2.1; BGer 9C_494/2007, E. 2.2.2; SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht 
der Invalidenversicherung, 2011, S. 431 f. N. 854; MEYER/REICHMUTH, 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 18 
N. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 6

3.

3.1 Der Beschwerdeführer verfügt über eine abgeschlossene Berufsleh-
re, absolvierte diverse Weiterbildungen und weist einige Berufserfahrung 
auf (act. I 12, 14; act. II 1/4 Ziff. 6.2, 13-16, 19, 21/3, 51/4 Ziff. 5.3, 57/3-5, 
66), er leidet jedoch anerkanntermassen an einer Autismus-Spektrum-
Störung in Form eines Asperger-Syndroms (ICD-10: F84.5; act. II 20/1 
lit. A, 25/1 lit. A, 48/3, 53/4 lit. A), was mit der damit einhergehenden Sym-
ptomatik (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifika-
tion psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch diagnostische 
Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 351 f.) zu Schwierigkeiten bei der Suche nach 
einer geeigneten Arbeitsstelle führt. So offenbarte bereits die berufliche 
Abklärung im Programm «…» der psychiatrischen Dienste D.________ im 
Frühjahr 2008 eine sehr eigenwillige Denk- und Verhaltensweise sowie 
eine mangelnde Krankheitseinsicht (act. II 34/5 Ziff. 7, 43/2, 45/5 Ziff. 7). Im 
später von der E.________, durchgeführten Aufbautraining und im darauf-
folgenden Praktikum beim F.________ wurden vor allem die Einarbei-
tungsphasen als kritisch beurteilt (act. IIA 83/3 Ziff. 5, 105/3 Ziff. 5). 

Es ist zwischen den Parteien unbestritten und aufgrund der Akten erstellt, 
dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchti-
gung die Voraussetzungen zur Gewährung der Arbeitsvermittlung (Art. 18 
Abs. 1 lit. a IVG) grundsätzlich erfüllte. Zu prüfen ist einzig, ob diese am 
18. Juli 2013 (act. IIA 95) zugesprochene berufliche Massnahme im An-
schluss an die Schlussbesprechung vom 5. August 2014 mit Verfügung 
vom 5. Februar 2015 (act. IIA 144) zu Recht eingestellt wurde. Vorab ist 
dabei in formeller Hinsicht anzumerken, dass – entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 Ziff. IV Ziff. 2) – vorgängig kein 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 21 Abs. 4 ATSG) durchzuführen war, 
da die Arbeitsvermittlung nicht mit der Begründung subjektiv fehlender Ein-
gliederungsbereitschaft eingestellt wurde und der Beschwerdeführer des-
halb nicht zur Einhaltung seiner Schadenminderungspflicht angehalten 
werden musste (vgl. SILVIA BUCHER, a.a.O. [Umkehrschluss]; Beschwerde-
antwort S. 4 lit. C lit. c N. 23).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 7

3.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Arbeits-
vermittlung in der angefochtenen Verfügung vom 5. Februar 2015 (act. IIA 
144) damit, dass sie sämtliche Unterstützungsmöglichkeiten ausgeschöpft 
habe. Damit implizierte sie, dass von weiteren Bemühungen kein Erfolg 
mehr erwartet werden kann und diese damit unverhältnismässig wären 
(vgl. E. 2.3 hievor). 

3.2.1 Wohl kann zur Beurteilung der Unverhältnismässigkeit nicht sche-
matisch auf die vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) im Kreis-
schreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art (KSBE) er-
wähnte Regeldauer von sechs Monaten (Rz. 5009 KSBE) abgestellt wer-
den (Beschwerdeantwort S. 4 lit. C lit. c N. 21 f.), weil diese bei schwierigen 
Fällen zu kurz bemessen ist (vgl. Entscheid des EVG vom 22. Dezember 
2004, I 412/04, E. 2.4). Ein solcher schwieriger Fall liegt beim Beschwerde-
führer angesichts der beklagten Symptomatik unzweifelhaft vor (Beschwer-
de S. 6 Ziff. IV Ziff. 1). Es ist jedoch aktenkundig, dass die Beschwerde-
gegnerin den Beschwerdeführer bei seinen Bemühungen um eine definitive 
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt seit Jahren intensiv (wenn auch 
erfolglos) unterstützt hat. Zu berücksichtigen sind dabei nicht nur die An-
strengungen seit der Übergabe des Dossiers an die Arbeitsvermittlung im 
Juli 2013 (act. IIA 95), sondern auch diejenigen im Zusammenhang mit der 
ersten Anmeldung vom November 2007 (act. II 1) sowie die im Anschluss 
an die Neuanmeldung vom Juni 2012 (act. II 51) gewährten beruflichen 
Massnahmen. Diese umfassten insbesondere Berufsberatung und Ab-
klärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (act. II 22), die berufli-
che Abklärung in der psychiatrischen Dienste D.________ (act. II 34, 45), 
das Aufbautraining in der E.________ (act. IIA 71, 83) sowie Arbeitsversu-
che beim F.________ (act. IIA 81, 105) und im Spital G.________ (act. IIA 
125, 128, 130-133).

Im Rahmen der Arbeitsvermittlung führte die Beschwerdegegnerin das be-
reits während des ersten Arbeitsversuchs etablierte Coaching (act. IIA 85) 
bis im Juli 2014 weiter (act. IIA 100, 109, 122, 134). Dabei handelte es sich 
um ein im Auftrag der Invalidenversicherung geschaffenes spezifisches 
Angebot des «…» der H.________ (H.________; vgl. act. IIA 89/2; 
<www…...ch>…). Gemäss Zielvereinbarung (act. IIA 107) umfasste das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 8

Coaching insbesondere die Sicherstellung des autismusspezifischen Un-
terstützungsbedarfs während dem Bewerbungsverfahren, die Beratung 
hinsichtlich autismusspezifischer Aspekte im Bewerbungsprozedere sowie 
die Kommunikation mit potentiellen Arbeitgebern. Zudem waren auch eine 
Begleitung zu Vorstellungsgesprächen sowie ein Job-Coaching bei Stellen-
antritt vorgesehen. Diese individualisierte Hilfestellung hat als eine der Be-
hinderung des Beschwerdeführers optimal angepasste Massnahme zu gel-
tend, zumal die anlässlich der Schlussbesprechung vom 5. August 2014 
seitens der Beschwerdegegnerin geäusserte Auffassung, wonach es kein 
anderes spezialisiertes Angebot gebe (Protokoll per 7. April 2015 [in den 
Gerichtsakten], S. 42, Eintrag vom 5. August 2014), unwidersprochen blieb.

3.2.2 Trotz der umfassenden, einzelfallspezifischen und intensiven 
Bemühungen der Beschwerdegegnerin scheiterte die angestrebte dauer-
hafte Vermittlung einer festen Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt. Damit 
verhält es sich vorliegend grundlegend anders als beispielsweise beim dem 
Entscheid des Bundesgerichts vom 11. August 2008, 8C_156/2008, zu 
Grunde liegenden Sachverhalt, wo die berufsberaterischen Interventionen 
hauptsächlich darin bestanden, den Versicherten aufzufordern, selber ziel-
gerichteter nach einer angepassten Arbeitsstelle zu suchen. Das Bundes-
gericht erwog in jenem Fall denn auch, es sei durchaus vorstellbar, dass 
die 
IV-Stelle den Versicherten bei seiner Eingliederung aktiver und umfassen-
der als bisher unterstützen könnte, ohne damit gegen den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit zu verstossen (BGer 8C_156/2008, E. 2.3).

Vorliegend kann der Verwaltung auch nicht vorgeworfen werden, sie habe 
eine falsche Strategie verfolgt, denn aufgrund der verschiedenen Abklärun-
gen ist bekannt, wie der optimale Arbeitsplatz und das Umfeld für den Be-
schwerdeführer aussehen müsste (Protokoll, a.a.O.). Gemäss medizini-
schem Anforderungsprofil des RAD-Arztes Dr. med. I.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sind vorgegebene Arbeiten ohne 
zu grosse Verantwortung zumutbar, soweit sie vorhersehbar und struktu-
riert sind und die Bearbeitung jeweils nur einer Sache auf einmal erfordern 
(act. II 48/4). Im Rahmen des Aufbautrainings wurden gemäss 
E.________-Bericht geeignete Arbeitstätigkeiten im (erlernten) kaufmänni-

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schen Bereich ermittelt (act. IIA 83/3 Ziff. 6). Die Beschwerdegegnerin hat 
die bisherigen medizinischen Erkenntnisse berücksichtigt und die getroffe-
nen Massnahmen darauf abgestimmt. Das Scheitern der Arbeitsvermittlung 
dürfte damit wohl in erster Linie auf eine – durch den Gesundheitsschaden 
bedingte – sehr eigenwillige Denk- und Verhaltensweise sowie eine unge-
nügende respektive fehlende Krankheitseinsicht zurückzuführen sein (act. 
II 34/5 Ziff. 7, 43/2, 45/5 Ziff. 7; vgl. THOMAS POEHLKE, Psychiatrie, 17. Aufl. 
2009, S. 74). 

3.3 Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen, dass die über längere Zeit 
eingesetzten situativ notwendigen Massnahmen wirkungslos blieben, ist 
realistischerweise auch in absehbarer Zeit nicht überwiegend wahrschein-
lich ein dauerhafter Erfolg bei der Stellensuche zu erwarten. Der Be-
schwerdeführer bringt denn auch keine wesentlichen Aspekte vor, die den 
gegenteiligen Schluss zuliessen. Allein der Umstand, dass er mit der Un-
terstützung seitens der H.________ unzufrieden war und ein Coaching 
durch andere Personen bevorzugt hätte (act. IIA 139, 142/1; Beschwerde 
S. 6 Ziff. III Ziff. 4) lässt die von der Verwaltung getroffenen Vorkehren im 
Nachhinein nicht als unzweckmässig erscheinen. Dass der Beschwerde-
führer nach dem hier massgebenden zeitlichen Überprüfungshorizont (BGE 
130 V 138 E. 2.1 S. 140) durch finanzielle Unterstützung der Beschwerde-
gegnerin (act. IIA 114, 140) ein zusätzliches Weiterbildungsdiplom erwor-
ben hat (act. I 14), ändert nichts an der prospektiven Erfolgsbeurteilung 
weiterer Vermittlungsbemühungen bei ansonsten gleichbleibenden Ver-
hältnissen, da die Schwierigkeiten der Arbeitsvermittlung nach dem Gesag-
ten gerade nicht auf einer mangelnden Berufsbildung beruhen. Die Ein-
schätzung der Beschwerdegegnerin, dass in Relation zum dafür notwendi-
gen Aufwand die weitere Arbeitsvermittlung im massgebenden Verfü-
gungszeitpunkt (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) nicht mehr als verhältnis-
mässig zu qualifizieren ist, hält damit einer gerichtlichen Überprüfung 
stand. Die mit Verfügung vom 5. Februar 2015 (act. IIA 144) erfolgte Ter-
minierung der Arbeitsvermittlung ist bei dieser Ausgangslage nicht zu be-
anstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich folglich als 
unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Falls weite-
re Therapiebemühungen in Bezug auf die charakteristische Symptomatik 
(beispielsweise durch Verhaltenstherapie und soziales Kompetenztraining 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 10

[vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch; 266. Aufl. 2014, S. 185]) einen 
positiven Einfluss auf die Eingliederungsfähigkeit zeitigen sollten, könnte 
der Anspruch auf Arbeitsvermittlung allenfalls wieder aufleben. Dem Be-
schwerdeführer bleibt es unbenommen, sich dannzumal mittels Neuanmel-
dung an die Beschwerdegegnerin zu wenden.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 11

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 4. August 

2015 inkl. Beilagen)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/242, Seite 12

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.