# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87b35055-3047-56c9-8fbe-0d0a435fa936
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.09.2018 200 2018 344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-344_2018-09-12.pdf

## Full Text

200 18 344 IV
SCJ/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. September 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im April 2003 unter Hinweis auf unfallbedingte Handbe-
schwerden rechts bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Mit Verfü-
gungen vom 5. und 12. Oktober 2004 sprach ihm die IVB rückwirkend eine 
vom 1. Juli bis 31. Dezember 2003 befristete Rente zu (AB 30 S. 2 ff.). 
Nach einer Neuanmeldung im Juli 2008, in welcher der Versicherte angab, 
die rechte Hand sei nicht voll einsatzfähig (AB 31), lehnte die IVB mit Ver-
fügung vom 10. Januar 2011 einen Rentenanspruch bei einem ermittelten 
Invaliditätsgrad von 4 % ab (AB 75). Im Januar 2014 gelangte der Versi-
cherte abermals mit einem Leistungsgesuch an die IVB. Als gesundheitli-
che Beeinträchtigung erwähnte er unfallbedingte chronische neurogene 
Schmerzen (AB 76). Nach Abklärungen, insbesondere einer Beurteilung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 10. Oktober 2014 (AB 94 
S. 2 ff.), und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 95) verneinte 
die IVB mit Verfügung vom 4. Dezember 2014 bei einem ermittelten Invali-
ditätsgrad von 25 % wiederum einen Rentenanspruch (AB 98).

B.

Nachdem der Versicherte auf dessen Ersuchen ein Belastbarkeitstraining 
in der Abklärungsstelle C.________ vom 8. September bis 7. Dezember 
2015 absolviert hatte (AB 99, 119, 133), stellte er am 17. Februar 2016 
einen Antrag auf Rentenrevision. Er machte dabei geltend, im Vergleich zur 
gesundheitlichen Situation, wie sie sich anlässlich der letzten Rentenrevisi-
on im Jahr 2014 gezeigt habe, sei eine Verschlechterung eingetreten 
(AB 141). In der Folge veranlasste die IVB auf Empfehlung des RAD 
(AB 147) eine bidisziplinäre Begutachtung durch das D.________ (ME-
DAS) in den Fachrichtungen Handchirurgie und Psychiatrie (Gutachten 
vom 20. Oktober 2016; AB 156.1 S. 2 ff.). Nach Rücksprache mit dem RAD 
stellte die IVB gestützt auf dessen Bericht vom 8. August 2017 (AB 172) mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 3

Vorbescheid vom 12. Dezember 2017 (AB 180) die Abweisung des Leis-
tungsgesuchs hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobe-
nem Einwand (AB 181) verneinte sie mit Verfügung vom 10. April 2018 
entsprechend dem Vorbescheid einen Rentenanspruch (AB 182).

C.

Mit Eingabe vom 4. Mai 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und stellte die folgenden Anträge:

«1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10. April 2018 sei 
aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen, damit diese den Invaliditätsgrad des Be-
schwerdeführers gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 
20. Oktober 2016 berechne und neu verfüge.

2. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
10. April 2018 aufzuheben und die Angelegenheit an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese bei Dr. med. 
E.________ ein handchirurgisches Obergutachten einhole.

3. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dass … F.________, 
RAD, in Ausstand zu treten und sich im Fall des Beschwerdefüh-
rers nicht mehr zur Sache zu äussern habe.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge – »

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2018 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 4

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. April 2018 
(AB 182). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 5

reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, 
wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebe-
darfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 6

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch 
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom 17. Februar 2016 
(AB 141) eingetreten und hat den Rentenanspruch in der angefochtenen 
Verfügung vom 10. April 2018 (AB 182) materiell geprüft. Die Eintretensfra-
ge ist – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum 
zwischen der Verfügung vom 4. Dezember 2014 (AB 98) und der Verfü-
gung vom 10. April 2018 (AB 182) eine Veränderung in den tatsächlichen 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 7

Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer 
für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 
hiervor).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der Verfügung vom 
4. Dezember 2014 (AB 98) massgeblich auf den Bericht des RAD-Arztes 
Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 10. Ok-
tober 2014, worin dieser als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit persistierende chronische neurogene Schmerzen Handgelenk rechts 
mit/bei St. n. Schnittverletzung mit Durchtrennung des N. ulnaris rechts am 
3. Juli 2002, St. n. sekundärer Revision mit Naht A. und N. ulnaris, FDS IV 
und V und FCU am 7. Juli 2002, St. n. Narbenrevision und interfaszikulärer 
Neurolyse N. ulnaris am 12. Oktober 2005, St. n. Neuromexcision und Re-
konstruktion mittels Avance Graft am 30. August 2013 festhielt (AB 94 S. 3, 
AB 87 S. 2). Die bisherige Tätigkeit als … könne nicht mehr zugemutet 
werden. Eine angepasste leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit 
ohne spezielle Belastung der rechten Hand könne in einem ganztägigen 
Pensum zugemutet werden. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten, die spezielle 
feinmechanische Anforderungen an die rechte Hand stellten sowie das 
Besteigen von Leitern und Gerüsten. In einer optimal angepassten Tätigkeit 
resultiere keine Leistungsminderung (AB 94 S. 3).

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass 
der Verfügung vom 4. Dezember 2014 (AB 98) lässt sich den Akten im We-
sentlichen das Folgende entnehmen:

3.3.1 Im Verlaufsbericht vom 25. Februar 2015 führte Prof. Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische 
Chirurgie und Handchirurgie, als Diagnose chronisch neurogene Schmer-
zen mit/bei St. n. Neurolyse des N. ulnaris und mikrochirurgischer Dissekti-
on des motorischen Astes aus dem Neurom proximal des Handgelenks, 
Neuromresektion und Rekonstruktion mittels Avance Graft am 30. August 
2013, St. n. Narbenrevision und sorgfältiger mikrochirurgischer interfaszi-
kulärer Neurolyse des N. ulnaris am 12. Oktober 2005, St. n. Revision der 
Wunde, A. und N. ulnaris Naht, FCU, FDS 4 und 5 Sehnen Nähte am 7. 
Juli 2002, St. n. Schnittverletzung mit vollständiger Durchtrennung des N. 
ulnaris und diversen Sehnen mit Primärversorgung am 2. Juli 2002 auf. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 8

Resensibilisierung sei nicht mehr wesentlich fortgeschritten, insbesondere 
sei ulnar am Kleinfinger ein S0 vorhanden, so dass sich der Patient auch 
immer wieder verbrenne. Am ulnaren Ringfinger sei doch eine verminderte 
Schutzsensibilität vorhanden (AB 101.4 S. 1). Sie schreibe nun den Patien-
ten ab 1. März 2015 zu 50 % für eine geeignete Tätigkeit arbeitsfähig. 
Rechts weise er deutliche Handeinschränkungen auf. Es sei eine massive 
Kälteempfindlichkeit vorhanden, welche mit einem Neoprenhandschuh auf-
gefangen werde, so dass keine Arbeit in der Kälte möglich sei (AB 101.4 
S. 2).

3.3.2 Der Arzt der I.________ med. pract. J.________, Facharzt für Chir-
urgie, hielt im Bericht vom 27. April 2015 fest, zwischenzeitlich habe sich in 
medizinischer Sicht in Bezug auf die Unfallfolgen (Integritätsschaden, Zu-
mutbarkeit) nichts wesentlich verändert. Die kreisärztliche Abschlussbeur-
teilung vom 26. Mai 2010 gelte unverändert (AB 102 S. 2).

3.3.3 Prof. Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 13. August 2015 
aus, aktuell bestehe eher eine Überlastungssituation bei der Arbeit zu 80 % 
im IV-Programm. Sinnvoll wäre sicherlich, die Arbeitstätigkeit nicht so rasch 
zu steigern, da eine Arbeitsfähigkeit von 50 – 70 % realistisch sei (AB 118 
S. 2 f.). Am 8. Dezember 2015 berichtete sie, aktuell sei es zu einer Rei-
zung des Gewebes um den N. ulnaris bei vermehrter Belastung durch den 
Probearbeitstag in der Lastwagenwerkstatt gekommen. Der Patient habe 
die für ihn vorgesehene Tätigkeit ohne Rücksicht auf seine Einschränkung 
und ohne Schiene durchgeführt. Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 
100 % (AB 127 S. 2). Am 17. März 2016 hielt Prof. Dr. med. H.________ 
gegenüber dem Rechtsvertreter des Versicherten fest, nachdem mit dem 
Eingriff vom 30. August 2013 versucht worden sei, eine Verbesserung der 
neurogenen Schmerzen zu erwirken, sei dies nach intensiver Therapie ge-
lungen und es sei bis zum 15. Februar 2015 zu einer Besserung gekom-
men. Aus diesem Grund sei der Patient 50 % arbeitsfähig geschrieben 
worden. Es sei dann zu einem Arbeitsversuch gekommen, wo er nach drei 
Wochen 80 %, sogar 90 % habe arbeiten müssen. Schon damals habe 
beobachtet werden können, dass das Handgelenk durch die eingetretene 
Überlastungssituation immer wieder angeschwollen sei (AB 144 S. 3). Der 
Patient sei nicht fähig, mit seiner rechten Hand Rotationsbewegungen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 9

Tätigkeiten in der Kälte oder aber mit Belastungen auszuüben. Es sollte 
möglich sein, kleine Tätigkeiten mit einer angepassten Schiene mit der 
rechten Hand als Hilfshand auszuüben. Anamnestisch sei es immer wieder 
durch zu starke Belastungen zu einer Verschlechterung mit Zunahme der 
Schmerzhaftigkeit und objektiven Anschwellungen der rechten Hand ge-
kommen. Das Gewebe, zusammen mit den neurogenen Schmerzen durch 
den verletzten N. ulnaris, scheine falsche Belastungen überhaupt nicht zu 
tolerieren, sondern reagiere mit einer zunehmenden Schmerzhaftigkeit und 
Schwellung (AB 144 S. 4). Am 4. April 2016 hielt Prof. Dr. med. 
H.________ weiter fest, gemäss der notwendigen Notfallbesuche, den Ar-
beitsversuchen und dem Verlauf im Spital K.________ müsse eine Ver-
schlechterung seit dem 1. März 2015 angenommen werden. In einer lei-
densangepassten Tätigkeit mit einer angepassten Schiene sei der Patient 
zu 50 % arbeitsfähig (AB 144 S. 2). Im Verlaufsbericht vom 2. Mai 2016 
erwähnte Prof. Dr. med. H.________, die Situation im Bereich des Handge-
lenks volarseitig habe sich im Verlauf nun etwas beruhigt. Mit einer neuen 
massgefertigten Schiene aus stabilerem Material werde ein Arbeitsbeginn 
ab 2. Mai 2016 in angepasster Tätigkeit zu 50 % empfohlen (AB 171.41 
S. 2).

3.3.4 Am 18. Mai 2016 berichtete der Arzt der I.________ Dr. med. 
L.________, Facharzt für Chirurgie, der Versicherte habe soeben eine 
neue Schiene bekommen, mit der eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit erreicht 
werden solle. Das Vorgehen sei in Ordnung, die Arbeitsunfähigkeit sei bis 
dahin nachvollziehbar. Eine Änderung des Zumutbarkeitsprofils ergebe sich 
nicht (AB 171.40).

3.3.5 Im bidisziplinären Gutachten der MEDAS vom 20. Oktober 2016 
(AB 156.1 S. 2 ff.) diagnostizierten die Dres. med. M.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und N.________, Facharzt für Hand-
chirurgie, mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches neuropathi-
sches Schmerzsyndrom N. ulnaris distaler ulnarer Vorderarm rechts (ICD-
10 G56.2) mit/bei St. n. Schnittverletzung mit vollständiger Durchtrennung 
des N. ulnaris, A. ulnaris und FDS 4/5-, FCU-Beugesehnen mit Primärver-
sorgung am 2. Juli 2002, St. n. Revision der Wunde, sekundäre mikrochir-
urgische Naht Arteria und Nervus ulnaris, FDS 4/5- und FCU-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 10

Beugesehnennähte am 7. Juli 2002, St. n. Narbenrevision und sorgfältiger 
mikrochirurgischer, intrafaszikulärer Neurolyse des N. ulnaris am 12. Okto-
ber 2005, St. n. Neurolyse des N. ulnaris und mikrochirurgische Dissektion 
des motorischen Astes aus dem Neurom proximal des Handgelenks, Neu-
romresektion und Rekonstruktion mittels Avance Graft am 30. August 2013. 
Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten sie eine 
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0). Die Belastungsfähigkeit der 
Hand rechts sei auch mit dem Tragen der massangefertigten stabilen 
Schiene deutlich eingeschränkt (AB 156.1 S. 31 f.). Zu hohe Belastung 
führe zu wiederkehrenden Reizzuständen des N. ulnaris mit starker Reakti-
vierung des neuropathischen Schmerzsyndroms und dadurch höhergradi-
ger Arbeitsunfähigkeit. Vor diesem Hintergrund erscheine eine 50 %-ige 
Belastungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit aus handchirurgischer Sicht für 
leichte, bezüglich rechter Hand adaptierter Tätigkeiten angebracht. Die 
linke Hand sei uneingeschränkt belastungsfähig. Rechts sollten keine wie-
derholten Belastungen über 5 kg stattfinden und keine Arbeiten mit kräfti-
gem Faustschluss, repetitiven Faustschlussbewegungen, Kälte- und Näs-
seexpositionen und Hitzegefahr wegen Sensibilitätsstörungen vorgenom-
men werden. Aus psychiatrischer Sicht könne auf affektiver Ebene eine 
leichte depressive Episode festgestellt werden. Eine Komorbidität liege 
nicht vor. Die affektive Störung sei geringgradig ausgeprägt und erreiche 
nicht das Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit nachhaltig eingeschränkt sei. 
Zusammenfassend resultiere aus bidisziplinärer Sicht, dass beim Explo-
randen eine bleibende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 
… zu bestätigen sei. In körperlich leichten, bezüglich der rechten Hand gut 
adaptierten Tätigkeiten bestehe noch eine 50 %-ige Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit. Dies sei über die Zeit gemittelt retrospektiv seit April 2013 so an-
zunehmen (AB 156.1 S. 32).

3.3.6 Prof. Dr. med. H.________ erläuterte am 20. Januar 2017, von 
handchirurgischer Seite her bestehe nach wie vor wenig Potenzial, die 
Schmerzproblematik zu reduzieren. Die Situation werde als stabil auf 
schlechtem Niveau angesehen, die aber durchaus den funktionellen Ein-
satz zu 50 % für leichtere Tätigkeiten gewährleiste (AB 171.25 S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 11

3.3.7 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. Mai 2017 
(AB 171.9) diagnostizierte Dr. med. L.________ eine schmerzhafte Bewe-
gungs- und Belastbarkeitsstörung rechte Hand bei St. n. mehrfachen Ope-
rationen bei St. n. Schnittverletzung mit Nervendurchtrennung am 3. Juli 
2002. Die demonstrierte Minderung der Gebrauchsfähigkeit der rechten 
Hand sei erheblich. Eine funktionelle Benutzbarkeit lasse sich nicht erken-
nen. Die gleichzeitig angegebene starke Zunahme der Schmerzsymptoma-
tik bei Benutzung der rechten Hand sei nach Angaben des Versicherten so 
gravierend, dass letztendlich eine funktionelle Einhändigkeit bestehe. Die 
Diskrepanz zu diesem Untersuchungsergebnis sei die gute Ausbildung der 
Muskulatur sowie die auffallende Hornperlenverteilung in der rechten Hand. 
Eine Besserung des Zustands sei nicht zu erwarten. Die Funktionsfähigkeit 
der rechten Hand habe sich gegenüber der Untersuchung aus dem Jahre 
2010, aber auch gegenüber der Untersuchung aus dem Jahr 2014 deutlich 
verschlechtert. Der Versicherte könne keine eigenständigen Tätigkeiten mit 
der rechten Hand durchführen. Anheben oder Tragen von Gegenständen 
mit der rechten Hand könnten nicht durchgeführt werden. Feinmotorische 
Arbeiten seien ebenfalls nicht durchführbar. Die Gebrauchsfähigkeit der 
linken Hand sei völlig uneingeschränkt (AB 171.9 S. 5). Bei Einhalten der 
genannten Kriterien sei eine vollschichtige Einsetzbarkeit gegeben 
(AB 171.9 S. 6).

3.3.8 Die RAD-Ärztin med. pract. Andrea F.________, Fachärztin für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, nannte im Bericht vom 8. August 
2017 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen St. n. 
Schnittverletzung am ulnaren rechten Vorderarm am 3. Juli 2002 mit Ulna-
risläsion (Primärversorgung in Tunesien, Oktober 2005 Revisionsoperation, 
September 2013 erneute Narbenrevision, Neurolyse des motorischen Ner-
vus ulnaris, Resektion des Narbenneuroms und Lappenkorrektur, residuelle 
leicht- bis mittelgradige Funktionseinschränkung der Finger IV und V 
rechts, Hyperalgesie und Allodynie im Narbenbereich am Handgelenk vo-
lar/ulnar). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähn-
te sie eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0), einen St. n. Brachi-
algie November 2014, einen St. n. Osteosynthese einer Scaphoidpseudar-
throse links, eine bekannte Kniebinnenläsion bds. und einen chronischen 
Husten/Anstrengungsdyspnoe (AB 172 S. 14 f.). Aufgrund der vorgegebe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 12

nen Untersuchungsberichte und sämtlicher Unterlagen müsse weiterhin 
davon ausgegangen werden, dass es seit der letzten IV-Beurteilung zu 
keiner Veränderung des Zumutbarkeitsprofils gekommen sei. Die chronisch 
neurogenen Schmerzen könnten durch eine adäquate Umsetzung des Zu-
mutbarkeitsprofils sowie das regelmässige Tragen der Handgelenksschie-
ne verhindert bzw. deutlich gemindert werden. Von einer Verschlechterung 
im Rahmen der Arbeits-/Erwerbsfähigkeit seit der letzten Beurteilung der IV 
im 2014 könne somit nicht ausgegangen werden, bei permanenter Non-
Compliance (Nichttragen der Schiene, falsches Arbeiten und demonstrierte 
Selbstschädigung der rechten Hand ohne nachweislich psychiatrischer 
Erkrankung; AB 172 S. 14). Unter Berücksichtigung der Einschränkungen 
wäre der Versicherte, wie schon durch die I.________ 2009 beurteilt, z.B. 
für …, als … oder Mitarbeiter in der … und letztmals 2015 bestätigt, ganz-
tags zu 100 % einsetzbar. Eine angepasste leichte bis gelegentlich mittel-
schwere Tätigkeit ohne spezielle Belastung der rechten Hand könne in ei-
nem ganztägigen Pensum zugemutet werden. In einer optimal angepass-
ten Tätigkeit resultiere keine Leistungsminderung (AB 172 S. 15).

3.3.9 Im Bericht der Versicherungsmedizin der I.________ vom 30. Sep-
tember 2017 hielt der Kreisarzt Dr. med. L.________ fest, aus handchirur-
gischer Sicht sei weder im Gutachten noch durch den RAD eine Ver-
schlimmerung attestiert worden. Bezüglich des neuropathischen Schmer-
zes sei er nicht der richtige Ansprechpartner (AB 179.4).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 13

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Der Beschwerdeführer machte mit Gesuch um Rentenrevision vom 
17. Februar 2016 geltend, es sei eine im Vergleich zum Jahr 2014 wesent-
liche gesundheitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetre-
ten. Nicht nur dass das Belastbarkeitsprofil viel tiefer sei, sondern es liege 
auch eine objektivierbare gesundheitliche Verschlechterung vor, indem die 
Hand sichtbar anschwelle. Das Anschwellen der Hand sei anlässlich der 
letzten Rentenrevision medizinisch nicht verzeichnet worden (AB 144). Be-
schwerdeweise führte er weiter aus, die Handchirurgin Prof. Dr. med. 
H.________ sowie der chirurgische Gutachter der MEDAS Dr. med. 
N.________, bestätigten den Eintritt einer wesentlichen Verschlechterung 
und erachteten ihn in einer angepassten Tätigkeit nurmehr als zu 50 % 
arbeitsfähig (vgl. Beschwerde S. 4).

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann in den Ausführungen 
der behandelnden Ärztin Prof. Dr. med. H.________ und des Gutachters 
Dr. med. N.________ keine tatsächliche wesentliche Veränderung erblickt 
werden. Prof. Dr. med. H.________ schrieb am 25. Februar 2015 den Be-
schwerdeführer in Bestätigung der von Dr. med. G.________ am 10. Okto-
ber 2014 aufgeführten Diagnose der chronisch neurogenen Schmerzen 
(AB 94 S. 3, AB 87 S. 2) und unter Hinweis, dass die Resensibilisierung 
nicht mehr wesentlich fortgeschritten sei sowie rechts deutliche Handein-
schränkungen bestünden, ab 1. März 2015 zu 50 % für eine geeignete 
Tätigkeit arbeitsfähig (AB 101.4). Am 4. April 2016 attestierte sie dem Be-
schwerdeführer weiterhin eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensan-
gepassten Tätigkeit, trotz der von ihr selbst postulierten Verschlechterung 
des Gesundheitszustands ab dem 1. März 2015 (AB 144 S. 2), und im Mai 
2016 empfahl sie eine Arbeitsaufnahme ebenfalls im gleichen Umfang 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 14

(AB 171.41 S. 2). Schliesslich sprach Prof. Dr. med. H.________ am 
20. Januar 2017 von einer stabilen Situation auf schlechtem Niveau, die 
nach wie vor den funktionellen Einsatz zu 50 % für leichtere Tätigkeiten 
gewährleiste (AB 171.25 S. 2). Die behandelnde Professorin beschreibt 
damit einen im hier massgebenden Zeitraum im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Gesundheitszustand. Die Dres. med. M.________ und 
N.________ hielten im bidisziplinären Gutachten vom 20. Oktober 2016 als 
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ebenfalls ein chronisches 
neuropathisches Schmerzsyndrom N. Ulnaris distaler ulnarer Vorderarm 
rechts fest (AB 156.1 S. 31). In Bezug auf die diagnostische Einschätzung 
des RAD-Arztes Dr. med. G.________ von Oktober 2014 stellten sie keine 
andere oder zusätzliche Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
fest. Weiter wurde in der handchirurgischen Beurteilung der MEDAS erläu-
tert, dass seit Januar 2013 eine deutliche Verschlechterung des neuropa-
thischen Schmerzsyndroms aufgetreten sei, welches auch durch den letz-
ten operativen Eingriff im August 2013 nur leichtgradig gebessert habe. Es 
sei aus gutachterlicher Sicht von einem irreversiblen neuropathischen 
Schmerzsyndrom mit dauerhaft relevanter Einschränkung der Sensibilität 
und Kraft der rechten Hand auszugehen. Das neuropathische Schmerz-
syndrom stehe im Vordergrund und es werde sowohl durch einfache repeti-
tive Bewegungen der Langfinger ausgelöst als auch durch belastende 
Tätigkeiten der rechten Hand an Intensität namhaft verstärkt. Durch das 
Tragen einer massangefertigten Schiene sei der Handeinsatz rechts für 
leichte manuelle Tätigkeiten gewährleistet (AB 156.1 S. 29). In körperlich 
leichten, bezüglich rechter Hand gut adaptierten Tätigkeiten bestehe noch 
eine 50 %-ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit; dies sei über die Zeit gemit-
telt retrospektiv seit dem April 2013 so anzunehmen (AB 156.1 S. 32). Die 
Gutachter gehen damit seit Frühjahr 2013 von einem unveränderten Ge-
sundheitszustand aus. Die Verlaufsberichte und Stellungnahmen von Prof. 
Dr. med. H.________ (AB 101.4 S. 1, AB 118 S. 2 f., AB 127, AB 144 
S. 2 ff., AB 171.41, AB 171.25) sowie das bidisziplinäre Gutachten der 
MEDAS (AB 156.1) bieten somit weder diagnostisch noch hinsichtlich der 
Befundlage Anhaltspunkte für eine revisionsrechtlich relevante Verände-
rung seit dem massgebenden Zeitpunkt der Verfügung vom 4. Dezember 
2014 (AB 98). Gegen eine objektivierbare Veränderung sprechen auch die 
im Gutachten der MEDAS festgehaltenen „Yellow Flags“, welche nicht erst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 15

seit dem Jahr 2014 bestehen. So erwähnten die Gutachter, es stehe die 
Vermutung einer funktionellen Überlagerung im Raum, da Schmerzmittel 
und die Operation im Jahr 2013 ohne Wirkung geblieben seien. Nicht plau-
sibel erklärbar sei, dass nachdem der Beschwerdeführer ab 2004 bis Ende 
2007 wieder voll in der angestammten Tätigkeit gearbeitet habe, plötzlich 
wieder eine Verschlechterung eingetreten sein solle. Im Weiteren bestün-
den Tagesaktivitäten, welche die hochgradig verminderte Belastungsfähig-
keit der rechten Hand in gewisse Zweifel zu ziehen vermöchten (AB 156.1 
S. 32 unten). 

3.6 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass es im massgebenden 
Vergleichszeitraum zu einer revisionsrechtlich relevanten Verschlechterung 
des somatischen (handchirurgischen) Zustandsbildes gekommen ist, zumal 
auch für die Zeit nach dem Begutachtungszeitpunkt im August/September 
2016 bis zur angefochtenen Verfügung keine Änderung ausgewiesen ist. 
Anlass für weitere Abklärungen besteht nicht, da auch die ärztlichen 
Berichte der I.________ keine revisionsrechtlich relevante Veränderung 
aufzuzeigen vermögen.

Der Arzt der I.________ Dr. med. J.________ hielt am 27. April 2015 aus-
drücklich fest, dass sich zwischenzeitlich in Bezug auf die Unfallfolgen (In-
tegritätsschaden, Zumutbarkeit) nichts wesentlich verändert habe und die 
kreisärztliche Abschlussbeurteilung vom 26. Mai 2010 unverändert gelte 
(AB 102 S. 2). Am 18. Mai 2016 hielt der Arzt der I.________ Dr. med. 
L.________ ebenso fest, dass sich eine Änderung des Zumutbarkeitsprofils 
vom 26. Mai 2010 nicht ergeben habe (AB 171.40). Soweit Dr. med. 
L.________ alsdann gestützt auf eine kreisärztliche Untersuchung vom 
10. Mai 2017 ausführte, die Funktionsfähigkeit der rechten Hand habe sich 
gegenüber der Untersuchung aus dem Jahr 2010 deutlich verschlechtert, 
aber auch gegenüber der Untersuchung aus dem Jahr 2014, so überzeugt 
dies nicht. Dies zumal der Arzt der I.________ gleichzeitig darauf hinweist, 
links bestehe eine eher geringere Hornperlenausprägung als auf der rech-
ten Seite, was auf eine gewisse Belastung hindeute (AB 171.9 S. 3), und er 
in seiner Beurteilung weiter ausführt, diskrepant zum Untersuchungsergeb-
nis sei die gute Ausbildung der Muskulatur sowie die auffallende Hornper-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 16

lenverteilung in der rechten Hand (AB 171.9 S. 5). Weiter fällt auf, dass die 
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung gemessenen Umfangmasse 
des Arms rechts teilweise grösser als des Arms links waren (AB 171.9 
S. 5), was ebenfalls gegen die Annahme einer Verschlechterung spricht. Es 
ergeben sich deshalb auch aus den Unterlagen der I.________ keine An-
haltspunkte für eine medizinische Verschlechterung, so dass das Ergebnis 
der Überprüfung des Rentenanspruchs der Unfallversicherung (AB 171.2) 
nicht abgewartet werden muss.

Weil somit keine objektivierbare Veränderung der Situation des Handge-
lenks rechts überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen ist, stellt die im 
Vergleich zur Beurteilung des Dr. med. G.________ vom 10. Oktober 2014 
erhöhte Arbeitsunfähigkeitsschätzung sowohl des handchirurgischen Gut-
achters Dr. med. N.________ als auch der behandelnden Prof. Dr. med. 
H.________ sowie des Arztes der I.________ Dr. med. L.________ ledig-
lich eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich geblie-
benen Sachverhalts dar, was kein Revisionsgrund darstellt (vgl. BGE 141 V 
9 E. 2.3 S. 11; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2).

3.7 Aus psychiatrischer Sicht wurde im Gutachten der MEDAS vom 
20. Oktober 2016 keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
gestellt (AB 156.1 S. 15). Dr. med. M.________ diagnostizierte einzig eine 
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0), welcher er keine Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit beimass (AB 156.1 S. 15, 31). Da dieser Diagnose 
bereits aus medizinisch-theoretischer Sicht kein Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit zukommt, ist auch diesbezüglich keine wesentliche Veränderung 
des Gesundheitszustands ausgewiesen. Gegenteiliges wird auch nicht gel-
tend gemacht. Vielmehr erwähnt der Beschwerdeführer selbst, dass er an 
keinen relevanten psychischen Beschwerden leidet (vgl. Beschwerde S. 8 
Art. 8).

3.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es an einem Revisions-
grund fehlt und ein solcher auch in erwerblicher Hinsicht nicht gegeben ist, 
weshalb kein Raum für eine in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfas-
sende Prüfung des Rentenanspruchs bleibt (vgl. E. 2.5 hiervor). Bei diesem 
Ergebnis müssen die vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe gegenü-
ber der RAD-Ärztin med. pract. F.________ bzw. die geltend gemachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 17

Ausstandsgründe (vgl. Beschwerde S. 6 ff. Art. 6 und 9) nicht näher geprüft 
werden, da auf ihre Stellungnahmen nicht abgestellt wird.

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 10. April 2018 
(AB 182) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Sept. 2018, IV/18/344, Seite 18

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.