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**Case Identifier:** 5b5fe166-e4bf-529d-ae15-224b94c837ff
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.08.2009 UV 2008/113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-113_2009-08-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/113

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 25.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2009
Art. 6 UVG: Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden im 
Nachgang zu einem HWS-Schleudertrauma. Prüfung der Rechtmässigkeit 
der Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 25. August 2009, UV 2008/113).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Ver-

sicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 25. August 2009

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Thöny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,

gegen

Schweizerische National Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 4003 Basel,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.       

A.a   B.___ war bei der A.___ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen National-

Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: National) unfallversichert, als am 16. Februar 

2005 ein Fahrzeug auf das von ihr gelenkte, in einer Kolonne wartende Auto auffuhr 

(UV-act. UM, I/01). Dr. med. C.___, FMH Innere Medizin & Pneumologie, bescheinigte 

am 28. Februar 2005 wegen Beschwerden im Halswirbelsäulen- und Rückenbereich 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab 1. März 2005 (UV-act. M2). Dr. med. D.___, Allgemeine 

Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 28. März 2005 eine HWS-Distorsion mit 

verspannter HWS-Muskulatur und schmerzbedingter Beweglichkeitseinschränkung 

(UV-act. M1). Die National anerkannte ihre Leistungspflicht. Am 26. Juli 2007 meldete 

sich die Versicherte mit Hinweis auf Schleudertrauma-Folgen bei der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 3).

A.b   Nach Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen eröffnete die 

National dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Verfügung vom 13. März 2008, 

sämtliche Versicherungsleistungen würden mangels adäquater Kausalität zwischen den 

andauernden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 16. Februar 2005 auf den 

29. Februar 2008 eingestellt (UV-act. K29). Die gegen diese Verfügung vom 

Rechtsvertreter der Versicherten erhobene Einsprache vom 18. April 2008 wies die 

National mit Einspracheentscheid vom 24. September 2008 ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Entscheid liess die Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. 

Christian Thöny, Chur, am 20. Oktober 2008 Beschwerde erheben mit den Anträgen, 

der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, ihre Leistungen gemäss UVG auch ab dem 1. März 2008 weiterhin zu 

erbringen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, obwohl der 

Unfall mehr als drei Jahre zurückliege, habe bisher keine unabhängige, medizinische 

Abklärung, geschweige denn eine interdisziplinäre Begutachtung stattgefunden. Die 

Beschwerdegegnerin sei der neuen bundesgerichtlichen Praxis offensichtlich nicht 

gerecht geworden. Insbesondere nicht, wenn sie die psychischen Beschwerden mit 

einem vagen Hinweis auf Divergenzen am Arbeitsplatz als unfallfremd einstufe, obwohl 

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die Berichte des behandelnden Psychiaters stets auf unfallkausale Beschwerden 

hinweisen würden. Eine MEDAS-Abklärung werde noch diesen Herbst erfolgen, und es 

sei unverständlich, dass die Beschwerdegegnerin nicht zumindest das Ergebnis dieser 

Begutachtung abgewartet habe. Die unzureichende Abklärung der natürlichen 

Unfallkausalität lasse keine korrekte Beurteilung der Unfalladäquanz zu. Die 

Adäquanzbeurteilung sei nach der Schleudertraumapraxis vorzunehmen. Ausgehend 

von einem Unfall im mittelschweren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

seien mehrere Adäquanzkriterien erfüllt.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 19. November 2008 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, aus den 

medizinischen Unterlagen gehe eindeutig hervor, dass keine objektivierbaren Befunde 

vorliegen würden. Keiner der involvierten Fachärzte habe weitergehende 

Untersuchungen oder Behandlungen für angezeigt gehalten. Bei dieser klaren 

Ausgangslage brauche kein Gutachten erstellt zu werden. Auf weitere Abklärungen zur 

natürlichen Kausalität könne verzichtet werden, wenn ohnehin der adäquate 

Kausalzusammenhang zu verneinen sei. Wenn die Adäquanz nach der sogenannten 

Schleudertrauma-Praxis beurteilt werde, seien sämtliche Adäquanzkriterien zu 

verneinen.

B.c   Mit Schreiben vom 22. Dezember 2008 ersuchte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin um Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen der Resultate der 

Abklärungen bei Dr. med. E.___, und im upright-mri-Zentrum (act. G 6). Am 21. Januar 

2009 nahm die Beschwerdegegnerin zum Sistierungsbegehren Stellung (act. G 8). Am 

9. Februar 2009 beantwortete der Gerichtspräsident das Sistierungsbegehren 

abschlägig (act. G 9).

B.d   Das Versicherungsgericht zog die vollständigen Akten der IV betreffend die 

Beschwerdeführerin bei (act. G 10). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte 

am 19. Mai 2009 als Stellungnahme seinen Einwand im IV-Verfahren vom 18. Mai 2009 

ein (act. G 12). Mit Eingabe vom 29. Mai 2009 äusserte sich die Beschwerdegegnerin 

zu den IV-Akten (act. G 15).

Erwägungen:

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1.        

Streitig ist, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an 

das Unfallereignis vom 16. Februar 2005 ausgerichtet wurden, auf den 29. Februar 

2008 eingestellt werden durften oder nicht. Gemäss ständiger Praxis des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem versicherten Unfall 

aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und soweit 

es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall herrührt 

(natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V 109). Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1 und 118 V 

289 Erw. 1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, 

die mit dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). 

Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 Erw. 3a). Im Bereich 

klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb 

mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist 

eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen 

das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

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massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 Erw. 3b).

2.        

2.1    Dr. F.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, bestätigte bei der 

Beschwerdeführerin am 29. April 2005 ein HWS-Hyperextensionstrauma sowie 

lumbovertebrale Schmerzen seit dem Unfall nach langem Stehen. Es bestehe eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. M4). Der Wirbelsäulenchirurge Prof. Dr. med. G.___ 

kam im Bericht vom 5. Juli 2005 zum Schluss, es handle sich um ein protrahiertes 

Syndrom nach Schleudertrauma mit vegetativen Störungen und reflektorischen 

Irritationen auch im unteren LWS-Bereich (UV-act. M6). Von Seiten der Rheinburg-

Klinik, Ambulatorium St. Gallen, wurde am 28. Juli 2005 ein HWS-Distorsionstrauma 

mit Cephalgien, Nackenschmerzen und Parästhesien im linken Arm bestätigt (UV-act. 

M8). In der Folge stand die Beschwerdeführerin in psychotherapeutischer Behandlung 

(UV-act. I/23, I/24). Dr. med. H.___, Orthopädie am Rosenberg, berichtete am 12. 

Oktober 2005, die Patientin zeige anhaltend typische Nacken-/Kopfbeschwerden nach 

einer HWS-Distorsion sowie ebenso recht typische lumbale Beschwerden nach einer 

Kontusion. Sie beklage noch immer täglich Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit 

(UV-act. M12). Dr. med. I.___, Rheinburg-Klinik, bestätigte im Bericht vom 27. April 

2006 eine seit 31. März 2006 bestehende Behandlungspause bis zur bevorstehenden 

Geburt Ende April 2006. Allein aufgrund der Unfallfolgen sei die Beschwerdeführerin 

vollumfänglich arbeitsunfähig (UV-act. M14). Prof. G.___ bescheinigte am 4. September 

und 21. November 2006 einen weiterhin äusserst hartnäckigen Verlauf mit Schmerzen 

im Nackenbereich und im Bereich der Lendenwirbelsäule, wenngleich auch funktionelle 

Überlagerungsmechanismen mit eine Rolle spielen dürften. Es bestehe (eine) volle 

Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres. Nach der Geburt des Kindes im April 2006 habe 

sich der Zustand nicht verändert (UV-act. M16f). Der Osteopath J.___ berichtete am 3. 

März 2007 über die von ihm durchgeführte Behandlung (UV-act. M19). Im Bericht vom 

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6. März 2007 bestätigte Dr. H.___, dass die Patientin weiterhin nicht im Stand sei, den 

Haushalt selbständig zu führen, und die physiotherapeutischen Bemühungen 

weitergehen müssten (UV-act. M18; vgl. auch UV-act. M24). Eine Abklärung bei Dr. 

med. K.___, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, ergab gemäss Bericht vom 9. 

September 2007 die Diagnosen eines HWS-Hyperextensions-traumas und ein seit April 

2005 persistierendes lumbosakrales Schmerzsyndrom. Der Primärbefund und auch die 

folgenden Befunderhebungen würden den typischen Befund im Sinn von 

"Muskelfunktionsstörungen" mit einem klar nachvollziehbaren musculo-skelettalen 

Befund zeigen, ohne Hinweise für neurologische Befunde und ohne Hinweise für 

strukturelle Pathologien bzw. Verletzungen; dies sei als Stadium II einer HWS-

Distorsion zu werten. Es bestünden keine Hinweise für eine somatoforme Entwicklung 

bzw. psychische Erkrankung/Belastung. Die indirekten Symptome wie 

Konzentrationsstörungen etc. könnten ebenfalls dem Beschwerdebild zugeordnet 

werden. Die passiv-therapeutischen Massnahmen seien fortzusetzen. Aufgrund der 

aktuellen Beschwerden und Befunde mit massiven Schmerzchronifizierungszeichen 

sehe er kaum eine Chance, die Patientin schrittweise zu reintegrieren (UV-act. M25).

2.2    Nachdem er am 21. September 2007 gegenüber der IV eine volle, anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 30. Mai 2005 auch in einer 

Verweistätigkeit bescheinigt hatte (IV-act. 20), berichtete Dr. H.___ am 10. Oktober 

2007 über eine momentane günstige Wende bzw. eine gewisse Besserung (UV-act. 

M26). Der Psychotherapeut Dr. phil L.___, legte zuhanden der Beschwerdegegnerin in 

den Berichten vom 27. November und 3. Dezember 2007 unter anderem dar, ein 

Arbeitsversuch der Beschwerdeführerin im März 2005 an ihrem angestammten 

Arbeitsplatz habe abgebrochen werden müssen. Seitdem sei die Patientin 

arbeitsunfähig. In der zweiten Aprilhälfte 2007 habe die Patientin Kontakt mit ihm 

aufgenommen. Es lägen bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung nach 

Verkehrsunfall vom 16. Februar 2005 und eine Anpassungsstörung vor. Die Patientin 

zeige die nach einem Schleudertrauma typischen Symptome mit Kopfschmerzen, 

Nackenschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Ohrensausen. Je nach Belastung würden 

diese Symptome ab- oder zunehmen (UV-act. M28; zu den Arbeitsversuchen im Jahr 

2005 vgl. UV-act. I/06 und I/10). Das Vertrauensverhältnis zwischen der Patientin und 

der Arbeitgeberin sei dermassen gestört, dass es den Heilungsprozess irritiere und 

abbremse. Deshalb erachte er aus psychotherapeutischer Sicht einen Arbeitseinsatz 

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als kontraproduktiv. Auf der anderen Seite stehe die momentane neuropsychologische 

und körperliche Leistungsfähigkeit, die zur Zeit oft nicht einmal für den häuslichen 

Alltag reiche (UV-act. M30). Am 6. Dezember 2007 teilte J.___ mit, nach seiner 

Auffassung habe ab 18. Juni 2007 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Die 

Beschwerden seien zusehends subtiler geworden und auch objektiv nicht mehr 

wahrnehmbar und einzuordnen gewesen (UV-act. M32). Dr. F.___ berichtete am 14. 

Januar 2008 über die Behandlungen der Beschwerdeführerin im HWS-Bereich vor dem 

Unfall, welche im September 1997 abgeschlossen worden seien (UV-act. M33; vgl. 

auch UV-act. I/03). Am 13. März 2008 gab der Psychotherapeut Dr. L.___ der IV 

bekannt, dass die Beschwerdeführerin zur Zeit noch nicht arbeitsfähig sei. Auch 

Eingliederungsmassnahmen seien zur Zeit kein Thema (IV-act. 37).

2.3    Im MEDAS-Gutachten vom 17. November 2008 wurden als Diagnosen mit 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein ausgebreitetes, diffuses 

chronisches Schmerzsyndrom cervicocephal und –brachial sowie pectoral und 

panvertebral mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden sowie ein Status nach 

Auffahrunfall am 16. Februar 2005 gestellt. Als Nebendiagnosen wurden eine 

somatoforme Schmerzstörung mit Tendenz zur Ausweitung zu einer 

Somatisierungsstörung, eine Dekonditionierung sowie ein BMI an der Grenze zu 

Untergewicht angeführt. Die Gutachter kamen unter anderem zum Schluss, bildgebend 

hätten sich an der Wirbelsäule im Juli 2005 keine Veränderungen gefunden. Ein 

aktuelles Röntgenbild der HWS zeige ausser einer Streckhaltung ebenfalls keine 

Auffälligkeiten. Die Einschränkung für die (körperlich leichte, wechselbelastende) 

Tätigkeit als kaufmännische Angestellte in einer Bank werde aufgrund der 

mannigfachen funktionellen Störungen auf 20-30% geschätzt. Aus psychiatrischer 

Sicht sei die Schmerzüberwindung zumutbar, denn es bestünden weder eine 

psychische Komorbidität noch andere qualifizierende Kriterien, welche ausnahmsweise 

zur Unüberwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung beitragen würden (IV-act. 

50 S. 11-13). Ergänzend hielten die MEDAS-Gutachter am 30. Januar 2009 fest, die im 

Gutachten erwähnten funktionellen Störungen könnten auch als "chronische 

weichteilrheumatische Beschwerden mit vegetativen Begleitsymptomen" bezeichnet 

werden; gleichartige Ausdrücke seien "myofasziale oder fibromyalgische 

Beschwerden". Es bleibe somit bei ihrer Beurteilung, wonach aufgrund der 

mannigfachen funktionellen Störungen die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der 

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angestammten Tätigkeit auf 20-30% geschätzt werde. Die geschätzte Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit stütze sich somit nicht auf "harte Befunde", sondern auf schwierig 

zu bemessende weichteilrheumatische Befunde. Die (hievon abweichende) subjektive 

Einschätzung der Beschwerdeführerin erkläre sich aus den im Konsiliargutachten 

ausgeführten psychischen Faktoren sowie den ebenfalls beschriebenen sozialen 

Gründen (Mutter eines zweieinhalbjährigen Kleinkindes (IV-act. 55). Mit Vorbescheid 

vom 31. März 2009 lehnte die IV einen Rentenanspruch ab (IV-act. 63).

3.        

3.1    Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, 

nicht aber objektivierbare Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die 

reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 

Patienten unabhängig sind. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen 

abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. 

Folglich kann von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden 

Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 9, 117 V 359 Erw. 5d/aa; SVR 

2007 UV Nr. 25 S. 81 Erw. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Diese 

Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 

231 Erw. 5.1 mit Hinweisen). Beispielsweise sind ein Thoracic-outlet-Syndrom (TOS), 

myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für sich allein nicht als 

organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. Auch Verhärtungen 

und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie 

Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar 

ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches 

gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008 i/S H.B.-G. [8C_124/2008] mit vielen Hinweisen 

sowie vom 7. Februar 2008 i/S D. [U13/07] Erw. 3.2 und 3.3). Ist ein Schleudertrauma 

oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert und liegt - wie dies konkret 

der Fall ist - kein fassbarer organischer (unfallbedingter) Befund an der HWS im 

erwähnten Sinn vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit 

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und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e; Bestätigung in 

BGE 134 V 109 Erw. 9). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

muss jedoch nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des 

Bundesgerichts vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 

258/06] i/S G.; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 Erw. 5e). Im Weiteren muss nach der 

Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) 

nicht der gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität 

ausgehen zu können.

3.2    Gemäss Bericht von Dr. C.___ vom 28. Februar 2005 beklagte die 

Beschwerdeführerin nach dem Auffahrunfall Beschwerden im HWS- und 

Rückenbereich (UV-act. M2). Dr. D.___ notierte im Arztbericht vom 28. März 2005 als 

Angaben der Beschwerdeführerin Nackenschmerzen und Übelkeit (UV-act. M1). Im 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach cranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma gab die Beschwerdeführerin an, nach dem Unfall an 

Nackenschmerzen und Übelkeit und ab 21. Februar 2005 an Kopfschmerzen gelitten 

zu haben. Einen Kopfanprall, eine Bewusstlosigkeit und andere 

Bewusstseinsstörungen verneinte sie. Vor dem Unfall sei sie im September 1997 bei 

Dr. F.___ wegen eines cervikobrachialen Schmerzsyndroms (Nacken) in Behandlung 

gestanden (UV-act. M3). Angesichts der geschilderten Aktenlage kann - entgegen der 

von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid vertretenen Auffassung - 

vom Auftreten eines typischen Beschwerdebilds mit einer Häufung von Beschwerden 

unmittelbar nach dem Unfall gesprochen werden, das mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-Traumas zu betrachten 

ist (vgl. UV-act. M25, M28). Entsprechend anerkannte denn auch die 

Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin bis zum 29. 

Februar 2008.

4.        

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4.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es 

sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - 

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht 

etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein 

nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 Erw. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 

Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die 

versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 

2003 i/S Z. [U 258/02], vom 25. Oktober 2002 i/S L. [U 143/02] und vom 31. August 

2001 i/S O. [U 285/00] ).

4.2    Die MEDAS-Gutachter setzten sich - entgegen der Auffassung des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (act. G 12.1 S. 2f) - mit dem Gutachten von 

Dr. K.___ vom September 2007 sehr wohl auseinander. Sie hielten fest, im Gegensatz 

zum aktuellen psychiatrischen Gutachten (von Dr. med. M.___) seien im 

rheumatologischen Gutachten vom September 2007 (von Dr. K.___) Hinweise für eine 

somatische Schmerzstörung verneint worden. Zur Arbeitsfähigkeit heisse es im 

Gutachten (von Dr. K.___) lediglich global, dass aufgrund der aktuellen Beschwerden 

und Befunde keine Chance zu einer Reintegration bestehe. Trotz Abwesenheit von 

"harten Befunden" und ohne eine psychiatrische Mitbeurteilung sei eine solche 

Aussage wohl kaum nachvollziehbar (IV-act. 50 S. 11).

Wenn der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im Weiteren den Verzicht der 

MEDAS-Begutachtung auf die Anwendung neuerer diagnostischer Methoden 

(insbesondere jene von Dr. med. E.___) zum Nachweis organischer Verletzungen der 

HWS bemängelt (act. G 12.1) und den Beizug von fMRT-Abklärungen bzw. eines 

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upright-mri beantragt (act. G 6), ist zum einen darauf hinzuweisen, dass fMRT-

Untersuchungen nicht als geeignetes Beweismittel zur Beurteilung der Unfallkausalität 

von Beschwerden nach HWS-Traumen gelten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. 

Mai 2008 i/S K. [8C_152/2007 = BGE 134 V 231] Erw. 5; vgl. auch BGE 134 V 109 Erw. 

7.2 S. 119). Zum anderen ist festzuhalten, dass die Posturographie zwar zusätzliche 

Informationen liefert, und sich damit sonst nicht fassbare Gleichgewichtsstörungen 

objektivieren lassen. Sie vermag jedoch keine direkten Aussagen zur Ätiologie des 

Leidens und zu dessen allfälliger Unfallkausalität zu machen. Auch lässt sich daraus 

nicht unmittelbar auf eine bestimmte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit schliessen. Sie 

bildet deshalb lediglich ein zusätzliches Element bei der Beurteilung vestibulärer 

Störungen. Daraus folgt, dass sich aus einer Beurteilung des medizinischen 

Sachverhalts durch Dr. E.___ direkt verwertbare Aussagen zur Unfallkausalität nicht 

ableiten lassen (vgl. Urteil des EVG vom 29. März 2006 i/S J. [U 254/04] Erw. 2.3.2). Der 

Beschwerdegegnerin kann daher aus dem Umstand, dass sie keine solchen 

Untersuchungen veranlasste bzw. berücksichtigte, kein Vorwurf gemacht werden.

4.3    Die Beschwerdeführerin hatte im Nachgang zum streitigen Unfall auch LWS-

Beschwerden angegeben (vgl. UV-act. M4, M6). Dr. K.___ kam diesbezüglich im 

Bericht vom 9. September 2007 zum Schluss, unmittelbar posttraumatisch seien keine 

LWS-Beschwerden dokumentiert. Das Unfallereignis habe mit Sicherheit zu keiner 

schweren Traumatisierung der LWS geführt; die Patientin sei angegurtet sitzend 

gewesen, und es sei zu einem Hyperextensionstrauma ohne eigentliche lumbale 

Kontusion gekommen. Die LWS-Beschwerden seien erstmals dokumentiert im Rahmen 

der ambulanten Abklärung in der Klinik Rosenberg. Eine retrospektive Beurteilung der 

Unfallkausalität bezüglich der lumbalen Beschwerden sei schwierig. Er (Dr. K.___) 

denke nicht, dass die diesbezüglichen Beschwerden bei fehlender signifikanter 

Traumatisierung der LWS überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis 

zurückgeführt werden könnten (UV-act. M25). Von dieser nachvollziehbaren und 

unbestritten gebliebenen Einschätzung ist bezüglich LWS-Beschwerden nachstehend 

auszugehen. Dies umso mehr, als eine Kontusion des (durch den weichen Autositz 

geschützten) lumbalen Rückens (LWS) anlässlich des streitigen Unfalls nicht sehr 

plausibel erscheint. Besondere Verhältnisse, unter denen eine LWS-Kontusion denkbar 

wäre, lassen sich den Akten nicht entnehmen und werden auch nicht geltend gemacht. 

Selbst wenn von einer Unfalleinwirkung auf die LWS auszugehen wäre, müsste gemäss 

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der einschlägigen Literatur (Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff) nach einem Unfall mit 

fehlenden strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende 

Verschlimmerung von lumbalen Beschwerden nach spätestens einem Jahr als 

abgeschlossen betrachtet werden.

4.4    Gestützt auf die in Erw. 2 dargelegten medizinischen Akten kann die Frage, ob es 

sich bei den auch nach dem streitigen Einstellungszeitpunkt (29. Februar 2008) 

bestehenden Gesundheitsstörungen an der HWS um eine natürliche (Teil-)Folge des 

versicherten Unfalls handelt, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks weiterer 

Abklärung des natürlichen Zusammenhangs erübrigt sich jedoch, weil - wie 

nachstehend zu zeigen sein wird - es an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs 

fehlt. Die Adäquanz beurteilt sich nach Massgabe der in BGE 117 V 359 Erw. 6 

entwickelten und in BGE 134 V 109 Erw. 10 präzisierten Kriterien. Dabei ist auf eine 

Differenzierung zwischen psychischen und physischen Komponenten zu verzichten, 

fehlt es doch nach Lage der Akten an einer Dominanz psychischer Probleme (vgl. BGE 

123 V 98 Erw. 2a). Letzteres trifft sowohl bezogen auf die ersten beiden Jahre nach 

dem Unfall als auch die Zeit danach zu, zumal der Psychotherapeut Dr. L.___ im 

November und Dezember 2007 neben psychischen Beschwerden auf körperliche 

Symptome verwiesen bzw. ein "gemischtes" Beschwerdebild bestätigt und Dr. H.___ 

noch am 12. Juni 2008 "typische" Symptome eines HWS-Traumas vermerkt hatte (vgl. 

UV-act. M28, M30, M36).

4.5    Was den für die Adäquanzprüfung vorausgesetzten Behandlungsabschluss (im 

Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 Erw. 4) betrifft, berichtete N.___ am 3. 

März 2007 über eine deutliche Verminderung der Symptome. Auch die 

Beschwerdeführerin habe eine objektive Verbesserung bestätigt. Der Therapeut 

empfahl die Fortführung der Osteopathie bis zum Status einer stabilen 

Beschwerdefreiheit. Am 6. Dezember 2007 bestätigte J.___ zusehends subtiler 

werdende, nicht mehr objektiv wahrnehmbare Beschwerden (UV-act. M32 Beilage). Dr. 

H.___ hielt im Bericht vom 30. Januar 2008 unter anderem fest, mit der Therapie werde 

fortgefahren. Er erwarte, dass es in den nächsten Monaten zu einer deutlichen 

Besserung komme (UV-act. M34). Nachdem er am 7. März 2008 gegenüber der IV bei 

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stabilisierter Situation eine nach wie vor volle Arbeitsunfähigkeit auch in adaptierter 

Tätigkeit bescheinigt hatte (IV-act. 36), teilte Dr. H.___ am 3. April 2008 mit, die 

Stabilisation über die letzten zwei Monate sei sehr erfreulich. Die Therapie gehe in 

aktuellem Rahmen weiter (UV-act. M35). Am 12. Juni 2008 berichtete der Arzt über 

weiterhin langsame kleine Fortschritte (UV-act. M36). Die MEDAS-Gutachter gelangten 

rund fünf Monate später zum Schluss, therapeutische Vorschläge zur Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit könnten weder rheumatologischer- noch psychiatrischerseits gemacht 

werden, nachdem diverse Therapien nach über 3 ½ Jahren zu keiner klaren 

Beschwerdebesserung geführt hätten. Weitere Abklärungs- und Therapiemassnahmen 

würden eher die Gefahr bergen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Eindruck 

bestärkt werde, körperlich schwer krank zu sein (IV-act. 50 S. 12 oben).

Streitig und zu prüfen ist konkret grundsätzlich zwar lediglich der Zeitraum vom 

29. Februar 2008 (Leistungseinstellung) bis 24. September 2008 (Datum des 

angefochtenen Entscheids). Angesichts der dargelegten Verhältnisse erscheint es 

jedoch sachgerecht und auch erforderlich, die mit dem MEDAS-Gutachten 

dokumentierten gesundheitlichen Verhältnisse mit einzubeziehen. Auf dieser Grundlage 

erscheint spätestens ab dem Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung, welche am 29. 

September bzw. 1. Oktober 2008 stattfand (IV-act. 50 S. 1), mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit dargetan, dass von einer weiteren Behandlung eine tatsächliche 

Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht zu erwarten war. Demgegenüber kann 

bezogen auf den von der Beschwerdegegnerin verfügten Einstellungszeitpunkt (29. 

Februar 2008) ein Behandlungsabschluss mit Blick auf die erwähnten, nach diesem 

Zeitpunkt erstellten Bestätigungen von Dr. H.___ nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen gelten. Damit erscheint es gerechtfertigt, die nachstehende 

Adäquanzprüfung auf den Zeitpunkt der Beendigung der MEDAS-Untersuchung (1. 

Oktober 2008) zu beziehen.

5.        

5.1    Bei der in Frage stehenden Auffahrkollision (UV-act. UM, I/01) ist - bei einer mit 

14 km/h angegebenen Obergrenze der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung 

des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin - von einem mittelschweren Ereignis im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236). Die 

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Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist somit zu bejahen, wenn ein einzelnes der in 

die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegt 

oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben 

sind (BGE 117 V 359 Erw. 6b). Von besonders dramatischen Begleitumständen oder 

einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls kann nicht gesprochen werden. Sodann 

vermag die Diagnose eines HWS-Distorsionstraumas die Schwere oder besondere Art 

der Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hierzu einer besonderen 

Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer 

Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können 

beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen Körperhaltung und den dadurch 

bewirkten Komplikationen bestehen. Solche Umstände sind hier nicht gegeben. Es 

liegt auch keine besondere Schwere der für das Schleudertrauma typischen 

Beschwerden vor (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.2 mit Hinweisen).

5.2    Was das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.3) betrifft, ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin - unterbrochen durch eine Behandlungspause im März/April 2006 

wegen der bevorstehenden Geburt (UV-act. M14) - seit dem Unfall in Behandlung 

stand, ohne dass damit eine länger andauernde Besserung eingetreten wäre. Dabei 

handelte es sich sowohl um physio- als auch psychotherapeutische Massnahmen (vgl. 

UV-act. M4, I/23, I/24, M16f, M18, M19, M24, M26, M28, M30, M32, M34f; IV-act. 36). 

In Anbetracht der Aktenlage lässt sich eine fortgesetzt spezifische, die 

Beschwerdeführerin belastende ärztliche Behandlung nicht in Abrede stellen, zumal bei 

diesem Kriterium gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008 i/S S. 

(8C_331/2007), Erw. 4.2.3, auch alternativ- oder komplementärmedizinische 

Massnahmen zu berücksichtigen sind.

5.3    Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und dem 

Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende 

erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 Erw. 10.2.4). Die 

Beschwerdeführerin erklärte gegenüber den MEDAS-Gutachtern unter anderem, sie 

leide an Schmerzen im ganzen Nacken mit Ausstrahlung in beide Arme und den Kopf 

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sowie an Schmerzen im ganzen Rücken. Alle zwei bis drei Wochen gebe es 

schlimmere Perioden, während denen sie fast nichts machen könne. Die 

Schmerzintensität liege auf einer von 1-10 reichenden Skala bei einem Wert von 5; auf 

Null gehe es nie (IV-act. 50 S. 3f). Nachdem rund eineinhalb Jahre zuvor der Osteopath 

J.___ von einer "deutlichen Besserung trotz beginnender Chronifizierung" berichtet 

(UV-act. M19) und Dr. K.___ am 9. September 2007 massive Schmerzchronifizierungs-

Zeichen bestätigt hatte (UV-act. M25), sprach J.___ am 6. Dezember 2007 wie erwähnt 

von zusehends subtiler werdenden und nicht mehr objektiv wahrnehmbaren 

Beschwerden (UV-act. M32). Dr. H.___ teilte am 3. April 2008 bei fortdauernder 

Behandlung eine erfreuliche Stabilisation mit (UV-act. M35). Die MEDAS-Gutachter 

wiesen in der Folge auf viele Zeichen für nichtorganisches Krankheitsverhalten hin, so 

nebst der diffusen Symptombeschreibung die hohe Schmerzbewertung, die 

weitgehende Erfolglosigkeit bisheriger Behandlungen sowie das nicht plausible 

Ausmass der demonstrierten Behinderungen im Vergleich zu den wenig 

objektivierbaren Befunden (IV-act. 50 S. 11). Bei dieser Aktenlage können im Zeitraum 

bis Oktober 2008 dauerhafte und erhebliche (unfallbedingte) Beschwerden nicht 

überwiegend wahrscheinlich angenommen werden. Dabei ist zu beachten, dass die 

LWS-Beschwerden wie dargelegt nicht überwiegend wahrscheinlich als unfallbedingt 

gelten können und die Beschwerdeführerin vor dem streitigen Unfall bereits im Jahr 

1997 wegen HWS-Beschwerden von Dr. F.___ behandelt worden war (UV-act. M33). 

Damit lässt sich dieses Kriterium nicht bejahen.

5.4    Sodann können ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

nicht schon dann angenommen werden, wenn eine Vielzahl von verschiedenen 

Therapien zu keinem Heilungserfolg führt. Dr. H.___ berichtete nun allerdings am 30. 

Januar 2008, im November 2007 sei es zu einer grippalen Erkrankung mit anhaltendem 

Husten über mehrere Wochen gekommen. Es habe sich offenbar eine deutliche 

Funktionseinschränkung der Lunge gezeigt. In einem Hustenanfall sei dann auch eine 

Rippenfraktur aufgetreten. Es habe angenommen werden müssen, dass es sich bei der 

Lungenproblematik mit Reizhusten um eine Nebenwirkung von Celebrex handle, womit 

ein Zusammenhang mit den von ihm (Dr. H.___) behandelten Unfallfolgen zu sehen sei. 

Nach einem Wechsel des Medikaments sei es zwischenzeitlich zu einer Besserung 

gekommen. Die Patientin müsse nicht mehr husten und auch die Rippenfraktur sei am 

Abheilen. Mit dieser Geschichte habe die gesamte Therapie eingestellt werden 

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müssen. Die Patientin habe auch ihre Übungen nicht mehr machen können und eine 

deutliche Verschlechterung der Nacken-, Schulter-, Rücken- und Kopfschmerzen 

erlitten. Seit ca. zwei Wochen habe sie Therapie und Massage wieder begonnen (UV-

act. M34). Aufgrund des von Dr. H.___ geschilderten Sachverhalts lassen sich 

Behandlungskomplikationen nicht in Abrede stellen. Diese liessen sich jedoch 

innerhalb von zwei Monaten im Wesentlichen wieder beheben, weshalb das Kriterium 

der erheblichen Komplikationen lediglich ansatzweise als erfüllt gelten kann. Sodann 

lässt sich ein schwieriger Heilungsverlauf weder aus dem vorerwähnten Sachverhalt 

noch aus dem weiteren medizinischen Verlauf herleiten, zumal auch hier die 

unfallfremden Aspekte auszuklammern sind. Auch kann von einer ärztlichen 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, nicht gesprochen 

werden. Einzig der Umstand, dass ein Medikament unerwünschte Nebenfolgen zeitigte, 

belegt noch keine Fehlbehandlung.

5.5    Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 

134 V 109 Erw. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumen der HWS und ähnlichen Verletzungen ein längerer 

oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt 

aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher 

massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden 

die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret muss ihr Wille 

erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder in den 

Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können 

sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 Erw. 10.2.7). - Aus den Akten ergibt sich, 

dass die von der Beschwerdeführerin in der Zeit von März bis Mai 2005 

vorgenommenen Arbeitsversuche an ihrem angestammten Arbeitsplatz abgebrochen 

werden mussten (UV-act. M28, I/6, I/10) und sie danach weitgehend arbeitsunfähig 

blieb (vgl. UV-act. M14, M16f, M28; IV-act. 20, 36 und 50 S. 10 unten). J.___ erachtete 

ab 18. Juni 2007 eine 50%-Arbeitsfähigkeit als gegeben (UV-act. M32). Gemäss 

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MEDAS-Gutachten vom 17. November 2008 sind der Beschwerdeführerin körperliche 

leichte, wechselbelastende Arbeiten zu 70-80% zumutbar. Die aus psychiatrischer 

Sicht diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung mit Tendenz zur Ausweitung zu 

einer Somatisierungsstörung sei ohne Auswirkungen auf die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit (IV-act. 50 S. 11-13 und IV-act. 55). Für die Zeit bis 24. September 

2008 (Datum des angefochtenen Entscheids) liesse sich bei der geschilderten 

Aktenlage eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht verneinen, zumal die MEDAS-Ein-

schätzung keine rückwirkende Geltung beanspruchen kann. Immerhin ist jedoch zu 

beachten, dass die MEDAS-Gutachter in der Folge die 20-30%ige Arbeitsunfähigkeit 

ausschliesslich mit Hinweis auf mannigfache funktionelle Störungen (chronische 

weichteilrheumatische Beschwerden mit vegetativen Begleitsymptomen bzw. 

myofasziale oder fibromyalgische Beschwerden; vgl. IV-act. 50 und 55) und damit mit 

Befunden begründeten, welche nicht ohne weiteres mit dem streitigen Unfall in 

Zusammenhang zu bringen sein dürften. Ausschlaggebend erscheint jedoch, dass - 

abgesehen von den Arbeitsversuchen unmittelbar nach dem Unfall - ausgewiesene 

Anstrengungen im erwähnten Sinn nicht aktenkundig sind, obwohl die Arbeitgeberin 

der Beschwerdeführerin noch im November 2007 auch einen stufenweisen Arbeits-

Einstieg ermöglicht hätte (vgl. UV-act. I/59). Die MEDAS-Gutachter bezeichneten 

sodann die Arbeitsprognose als schlecht. Zu betonen seien dabei IV-rechtlich fremde 

soziale und psychische Faktoren: Langjährige Arbeitsabstinenz, soziale Faktoren 

(Mutter eines zweieinhalbjährigen Kleinkindes), subjektive Krankheitsüberzeugungen 

(IV-act. 50 S. 12). Im Weiteren teilte die Beschwerdeführerin der IV am 22. März 2009 

mit, sie könne aktuell keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, da sie noch zu stark unter 

den Unfallfolgen leide. Schon vor dem Unfall seien sie und ihr Mann sich einig 

gewesen, dass sie sich in den ersten Lebensjahren des (im April 2006 geborenen) 

Kindes um die Erziehung kümmern und auch nicht erwerbstätig sein würde. Vermutlich 

mit dem Kindergarteneintritt des Kindes (konkret im Jahr 2010) hätte sie sich (ohne 

Unfall) wieder zu 80-100% ins Berufsleben gewagt. Aufgrund der Unfallfolgen und der 

Erziehung des Sohnes verzichte sie auf die Mithilfe der IV bei der Stellensuche (IV-act. 

60).  

5.6    Unter diesen Umständen kann lediglich das Kriterium der fortgesetzt 

spezifischen, die Beschwerdeführerin belastenden Therapien und ansatzweise auch 

dasjenige der erheblichen Komplikationen als erfüllt angesehen werden, womit dem 

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Unfall vom 16. Februar 2005 keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die 

über den 1. Oktober 2008 (Datum der MEDAS-Untersuchung) hinaus andauernden 

Beschwerden zukommen kann. Eine Einstellung der Leistungen auf den 1. Oktober 

2008 erscheint demgemäss ausgewiesen.

6.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 24. September 2008 in dem Sinn teilweise gutzuheissen, 

dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin Leistungen 

aus dem Unfall vom 16. Februar 2005 bis zum 1. Oktober 2008 zu erbringen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin hat 

Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Aufgrund des teilweisen 

Obsiegens erscheint eine Entschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 24. 

September 2008 in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin aufgrund des Unfalls vom 16. Februar 2005 

Leistungen bis zum 1. Oktober 2008 zu erbringen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin mit Fr. 2'000.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2009
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden im Nachgang zu einem HWS-Schleudertrauma. Prüfung der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2009, UV 2008/113).

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