# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7538f597-6393-55e9-90f3-46602d9e401e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 15.08.2013 BO.2013.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BO-2013-10_2013-08-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BO.2013.10

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 15.08.2013

Entscheiddatum: 15.08.2013

Entscheid Kantonsgericht, 15.08.2013
Art. 27 Abs. 1 lit. d Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten 
(HonO; sGs 963.75). Das Honorar eines Rechtsvertreters, welcher erst im 
Rechtsmittelverfahren beteiligt war, bemisst sich nicht nach Art. 26 HonO, 
sondern nach Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO und beträgt bis zu neun Zehntel des 
Grundhonorars (Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, 15. August 2013, 
BO.2013.10). 

Erwägungen (Auszug)

 

IV. 2. b) Im Berufungsverfahren ist der Kläger demgegenüber durch einen Anwalt 

vertreten, der einen Berufungsentscheid unter Entschädigungsfolge zu Lasten des 

Beklagten beantragt; der Kläger ist daher zu entschädigen. Bei der Festlegung dieser 

Entschädigung fällt in Betracht, dass im Rechtsmittelverfahren in der Regel Art. 26 

HonO mit einem Rahmen von 20-50% des nach dem Streitwert oder als Pauschalen 

bemessenen Honorars (rein schriftliches Rechtsmittelverfahren) bzw. 40-75% 

(Rechtsmittelverfahren mit Verhandlung) zu Anwendung gelangt. Diese Bestimmung ist 

aber auf Fälle zugeschnitten, in denen die betroffene Partei schon erstinstanzlich 

anwaltlich vertreten war, weshalb das Honorar im Rechtsmittelverfahren  angesichts 

des Umstands, dass der Rechtsvertreter die Streitigkeit bereits kennt, zu reduzieren ist. 

Für den Fall, in dem eine Partei den Anwalt erst im Rechtsmittelverfahren beizieht, stellt 

sich daher die Frage, ob nicht auf die Reduktion der Entschädigung zu verzichten wäre. 

Ein volles Honorar würde allerdings dem Umstand, dass der Aufwand im 

Rechtsmittelverfahren angesichts der Novenbeschränkung gemäss Art. 317 Abs. 1 

ZPO (bzw. des Novenverbots gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO) und der Begrenzung des 

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Streitgegenstands auf die Auseinandersetzung mit dem Entscheid der Vorinstanz resp. 

die diesbezüglichen Ausführungen der Gegenpartei regelmässig geringer als im 

erstinstanzlichen Verfahren ausfällt, zu wenig Rechnung tragen. In einem solchen aus 

Sicht des Anwalts "unvollständigen Prozess" gelangt daher Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO 

zur Anwendung. Danach beträgt das Honorar eines Rechtsvertreters, welcher erst im 

Rechtsmittelverfahren beteiligt war, bis zu neun Zehntel des Grundhonorars.

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	Entscheid Kantonsgericht, 15.08.2013
	Art. 27 Abs. 1 lit. d Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGs 963.75). Das Honorar eines Rechtsvertreters, welcher erst im Rechtsmittelverfahren beteiligt war, bemisst sich nicht nach Art. 26 HonO, sondern nach Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO und beträgt bis zu neun Zehntel des Grundhonorars (Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, 15. August 2013, BO.2013.10). 

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