# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a747c958-efb6-5d94-8fd2-fb2800b1ad4f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 16.06.2021 ZK2 2021 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2021-17_2021-06-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 16. Juni 2021

(Mit Urteil 4A_383/2021 vom 26. August 2021 ist das Bundesgericht auf die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK2 21 17

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Walker, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler
Promenade 132 A, 7260 Davos Dorf 

Gegenstand Forderung aus Arbeitsvertrag

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Prättigau/Davos vom 18.02.2021, mit-
geteilt am 22.03.2021 (Proz. Nr. 115-2020-24)

Mitteilung 21. Juni 2021

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Sachverhalt

A. Die B._____ und A._____ unterzeichneten am 1. Oktober 2019 einen Ar-
beitsvertrag, der die Anstellung von A._____ für die Wintersaison 2019/2020 als 
Ski Kids Instructor SSSA, 1. Jahr (gemäss Ausweis SSSA), beinhaltete. Der Ar-
beitsvertrag sah einen Einsatz im Zeitraum von frühestens 21. November 2019 bis 
längstens 19. April 2020 vor, wobei die Arbeitnehmerin auf Abruf zur Verfügung 
stehen musste und die Arbeit jederzeit bei Bedarf zu leisten war.

B. Am 7. November 2019 unterzeichnete A._____ ein Gesundheitsattest der 
C.________ für Schneesportlehrer/innen der Saison 2019/2020. Darauf war ver-
merkt, das Formular müsse vor Dienstantritt der Geschäftsleitung der C._____ 
ausgehändigt werden. A._____ gab in diesem Gesundheitsattest an, sich 
vollständig gesund zu fühlen, vollständig arbeitsfähig zu sein, und verneinte die 
Frage nach dem Bestehen von Unfall- oder Krankheitsfolgen.

C. Vom 2. bis 6. Dezember 2019 absolvierte A._____ den internen Ausbil-
dungskurs der C.________. Zudem nahm sie vom 9. bis 13. Dezember 2019 am 
Kids-Instructor-Kurs von I.________ teil. Die interne Skilehrerausbildnerin der 
C._____ bescheinigte A._____ ihre Nichteignung als Skilehrerin aufgrund man-
gelhafter Sozial-, Fach- und Methodenkompetenz. Auch den Kurs von I.________ 
bestand sie mit einer Durchschnittsnote von 3.5 nicht.

D. In der Folge fand am 16. Dezember 2019 im Büro der B._____ ein Ge-
spräch zwischen D._____ (Geschäftsführer), E._____ (technischer Leiter Ski) und 
A._____ statt. Daran anschliessend machte A._____ geltend, ihr sei im Rahmen 
dieses Gesprächs fristlos gekündigt worden, was die B._____ verneinte und sich 
auf den Standpunkt stellte, der Arbeitsvertrag sei im gegenseitigen Einvernehmen 
formlos aufgehoben worden.

E. Mit Schlichtungsgesuch vom 14. Januar 2020 reichte A._____ gegen die 
B._____ Klage ein. Sie verlangte, letztere sei zu verpflichten, ihr CHF 12'138.00 
brutto sowie CHF 3'138.00 und CHF 630.00 (Snowpass) zzgl. Verzugszins von 
5% seit 20. April 2020 zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten der Beklagten. 

F. Am 5. März 2020 ersuchte A._____ die Schlichtungsbehörde um Verschie-
bung der angesetzten Verhandlung und begründete dieses Gesuch mit ihrer der-
zeitigen Reiseunfähigkeit aufgrund Zugehörigkeit zur Risikogruppe (COVID-19). 
Sie beziehe wegen einer Stammzellentransplantation eine volle IV-Rente. 

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G. Anlässlich der auf den 29. Mai 2020 verschobenen Schlichtungsverhand-
lung konnten sich die Parteien nicht einigen, woraufhin das Vermittleramt Prätti-
gau/Davos die Klagebewilligung ausstellte.

H. Mit Klage vom 13. Oktober 2020 (Poststempel 27. Oktober 2020) begehrte 
A._____ vor Regionalgericht Prättigau/Davos sinngemäss, die B._____ sei zu 
verpflichten, ihr Schadenersatz aus einem echten befristeten Arbeitsvertrag für die 
Wintersaison 2019/20 in der Höhe von CHF 15'906.00 (CHF 12'138.00 Brutto-
Lohn, CHF 3'138.00 Ausrüstung, CHF 630.00 Snowpass) zuzüglich 5% Verzugs-
zins seit dem 20. April 2020 zu bezahlen.

I. Die B._____ schloss mit Klageantwort vom 25. November 2020 auf vollum-
fängliche Abweisung der Klage, unter Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuer 
zulasten der Klägerin. A._____ hielt mit Replik vom 3. Januar 2021 an ihren 
Rechtsbegehren fest. Mit Schreiben vom 8. Januar 2021 verzichtete die B._____ 
auf die Einreichung einer Duplik. 

J. Mit Schreiben vom 9. Februar 2021 reichte A._____ innert angesetzter 
Nachfrist die Berechnung ihrer Forderung ein.

K. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. Februar 2021 wurden A._____ 
und D._____ als Parteien und E._____ als Zeuge befragt. Das Regionalgericht 
Prättigau/Davos fällte im Anschluss an die Hauptverhandlung nachfolgenden Ent-
scheid, der den Parteien am 22. März 2021 begründet mitgeteilt wurde:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 4'000.00 werden auf die Ge-
richtskasse genommen. 

3. A._____ hat die B._____ mit CHF 3'601.60 (inkl. Spesen und MWST) 
aussergerichtlich zu entschädigen.

4. [Belehrung Rechtsmittel]

5. [Belehrung Kostenentscheid]

6. [Mitteilung]

L. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (fortan Berufungsklägerin) mit Ein-
gabe vom 22. April 2021 (Poststempel 23. April 2021) Berufung ans Kantonsge-
richt von Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung des erstinstanz-
lichen Entscheids und Gutheissung der vor Regionalgericht gestellten Anträge.

M. Die Verfahrensakten wurden beigezogen. Auf die Einholung einer Beru-
fungsantwort wurde verzichtet.

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Erwägungen

1.1. Angefochten ist ein erstinstanzlicher Endentscheid in einer Streitigkeit aus 
Arbeitsvertrag (act. B.1). Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein zulässiges 
Anfechtungsobjekt (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). In vermögensrechtlichen Angele-
genheiten hat der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren je-
doch mindestens CHF 10'000.00 zu betragen (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der von der 
Vorinstanz auf CHF 15'265.75 festgesetzte Streitwert ergibt sich aus den von der 
Berufungsklägerin vor Regionalgericht zuletzt gestellten Rechtsbegehren und 
blieb im Übrigen von den Parteien unbestritten. Es handelt sich mithin um eine 
arbeitsvertragliche Streitigkeit mit einem Streitwert von über CHF 15'000.00. Die 
sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus 
Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.00). 

1.2. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittelinstanz in-
nert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit 
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet 
einzureichen. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos 
vom 18. Februar 2021 wurde den Parteien am 22. März 2021 begründet mitgeteilt. 
Die formgerecht eingereichte Berufung erfolgte mit Eingabe vom 22. April 2021 
(Poststempel 23. April 2021) und damit fristgerecht. Inwieweit die Berufungsschrift 
den Anforderungen an die Begründung gerecht wird, ist im Folgenden zu prüfen. 

2.1. Aus der allgemeinen Substantiierungspflicht der Parteien ergibt sich, dass 
die Berufung einen Antrag zu enthalten hat. Bei Laienbeschwerden werden etwas 
geringere Anforderungen an die Formalitäten, insbesondere an die Substantiie-
rungslast und die Formulierung der Berufungsanträge gestellt. Anträge von Laien 
müssen daher nach Treu und Glauben ausgelegt werden. Es genügt, wenn Laien 
wenigstens dem Sinn nach Anträge stellen, wie die Berufungsinstanz zu entschei-
den hat (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 12 zu Art. 311 ZPO 
m.w.H.). Aus der Berufungsschrift der Berufungsklägerin geht zumindest sinn-
gemäss hervor, dass diese die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und die 
Gutheissung ihrer Klage begehrt. Damit ist der Anforderung des Berufungsantrags 
im dargelegten Sinne Genüge getan. Allerdings trifft den Berufungskläger eine 
Begründungspflicht. In der Berufungsschrift ist substantiiert vorzutragen, aus wel-
chen Gründen der angefochtene Entscheid unrichtig ist und warum und wie er 
geändert werden muss. Es ist darzulegen, wo und wie die erste Instanz das Recht 
unrichtig angewendet oder den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies 
hat mittels klarer Verweise auf die vorinstanzlichen rechtlichen und/oder tatsächli-

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chen Erwägungen zu erfolgen (BGer 4A_418/2017 v. 8.1.2018 E. 2.3; Spühler, 
a.a.O., N 15 zu Art. 311 ZPO). Eine Berufung ist offensichtlich unbegründet, wenn 
sie ohne weiteres erkennbar keine stichhaltigen Beanstandungen am erstinstanz-
lichen Entscheid enthält und sich schon bei summarischer Prüfung als aussichts-
los erweist (BGE 143 III 153 E. 4.6; Spühler, a.a.O., N 11 f. zu Art. 312 ZPO). Ob 
dies der Fall ist, hat sich im Rahmen einer Vorprüfung herauszustellen. Sofern 
sich die Berufung dabei als offensichtlich unbegründet erweist, darf gemäss Art. 
312 Abs. 1 ZPO auf die Einholung einer Berufungsantwort verzichtet werden (BGE 
143 III 153 E. 4.5; 138 III 568 E. 3.1).

2.2. Die Berufungsklägerin setzt sich in ihrer Berufungsschrift weder mit den 
vorinstanzlichen Erwägungen auseinander noch zeigt sie auf, inwiefern die Vor-
instanz Recht verletzt oder den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Auch 
fehlen klare Verweisungen auf die vorinstanzlichen rechtlichen und/oder tatsächli-
chen Erwägungen. Die Begründung der Berufungsklägerin erschöpft sich auf das 
Vorbringen von einem unechten Novum und einer unbelegten Tatsachenbehaup-
tung, welche unbeachtlich bzw. als nicht erstellt zu bleiben haben (act. A.1; vgl. 
dazu nachfolgend E. 4.1). Unter diesen Umständen erweist sich die Berufung im 
Rahmen der Vorprüfung als offensichtlich unbegründet. Sofern eine Berufung of-
fensichtlich unbegründet ist, erfolgt die Abweisung derselben (Spühler, a.a.O., N 
12 zu Art. 312 ZPO).

3. Die Berufungsklägerin wendet sich im Grundsatz gegen den von der Vor-
instanz festgestellten Tatbestand der Täuschung gemäss Art. 28 OR. Sie macht 
sinngemäss geltend, sie habe die Berufungsbeklagte nicht getäuscht, da sie trotz 
voller IV-Rente in gewissem Umfang arbeiten dürfe, was sie mit der J.________ 
vorab abgeklärt habe. Zum Beweis hierzu verweist die Berufungsbeklagte auf ein 
vor Kantonsgericht erstmals eingereichtes E-Mail, aus dem hervorgehe, in welcher 
Höhe sie als IV-Rentnerin im Jahr Lohn erzielen dürfe. Weiter erwähnt sie eine 
Rücksprache mit dem behandelnden Arzt Dr. F._____ vom Universitätsspital 
G._____, die ergeben habe, dass ein Einsatz in der Kinderbetreuung für sie mög-
lich wäre. Ein Beleg für diese Tatsachenbehauptung fehlt. Aus diesen zwei Vor-
bringen ergibt sich für die Berufungsklägerin die Schlussfolgerung, es liege keine 
Täuschungsabsicht vor (act. A.1).

4.1. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Die Be-
rufungsklägerin legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb es ihr nicht 
bereits im vorinstanzlichen Verfahren möglich gewesen sein sollte, den im Beru-

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fungsverfahren erstmals eingereichten E-Mailverkehr zwischen ihr und einer 
K.________ Beraterin, datierend vom 1. bis zum 12. März 2019, einzureichen (act. 
B.3). Dieser lag der Berufungsklägerin bei Klageeinreichung (14. Januar 2020) 
offenkundig bereits vor (RG act. II.9). Demnach handelt es sich beim eingereich-
ten E-Mailverkehr (act. B.3) um ein unzulässiges neues Beweismittel i.S.v. Art. 
317 Abs. 1 ZPO, das vorliegend unberücksichtigt zu bleiben hat. Das Vorbringen 
betreffend die erfolgte Rücksprache mit Dr. F._____ stellt zwar keine neue Tatsa-
chenbehauptung dar, nachdem die Berufungsklägerin diese bereits anlässlich der 
Parteibefragung an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vorgetragen hatte (act. 
B.1, E. 9.2.2; RG act. VIII./4, Antworten auf Fragen 1 und 2), wurde aber von der 
Berufungsklägerin weder vor Vorinstanz noch in ihrer Berufungsschrift mit einem 
Beweismittel belegt. Demnach hat diese Tatsache – zumal sie von der Berufungs-
beklagten bestritten wurde (vgl. RG act. VI./2, S. 2) – als nicht erstellt zu gelten 
(vgl. auch Art. 8 ZGB). Selbst wenn jedoch auf diese zwei Vorbringen abgestellt 
werden könnte, wären diese nicht geeignet zu belegen, dass eine Tätigkeit der 
Berufungsklägerin als Skilehrerin unter gesundheitlichen Aspekten möglich wäre. 
Denn eine allgemein gehaltene Zusage, dass eine Person gesundheitlich in der 
Lage ist, bis zu einem gewissen Umfang einer Arbeitstätigkeit nachzugehen, 
heisst noch nicht, dass der Gesundheitszustand jede erdenkliche Arbeitstätigkeit 
zulässt. Dasselbe gilt im Grundsatz auch, sofern die Berufungsklägerin geltend 
macht, die Aussage von Dr. F._____ habe sich auf einen "Einsatz in der Kinderbe-
treuung" bezogen. Denn auch hierunter sind ganz unterschiedliche Tätigkeiten 
vorstellbar. Die Berufungsklägerin hat zudem im Gesundheitsattest angegeben, 
sie sei vollständig gesund und vollständig arbeitsfähig (RG act. III.4.). Insofern 
vermöchte sie auch die Aussage der IV-Stelle bzw. von Dr. F._____ zur von ihr 
behaupteten Fähigkeit einer Teilzeittätigkeit nicht zu entlasten. Damit zielen diese 
Vorbringen von Vorneherein ins Leere.

4.2. Die Berufungsklägerin moniert im Zusammenhang mit der gemäss ihrer 
Auffassung nicht bestehenden Täuschung gegenüber der Berufungsbeklagten, 
dass bei einem Bewerbungsgespräch Fragen über den Gesundheitszustand un-
zulässig seien (act. A.1). Daraus möchte sie wohl ableiten, sie hätte die Fragen im 
Gesundheitsattest zu Recht wahrheitswidrig ausfüllen dürfen. 

4.2.1. Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Berufungsklägerin zum Zeitpunkt 
der Vertragsschliessung bereits eine volle IV-Rente bezog und somit zu 100% ar-
beitsunfähig war, was sie der Berufungsbeklagten bewusst nicht mitgeteilt und 
darüber hinaus das Gesundheitsattest wahrheitswidrig ausgefüllt habe (act. B.1, 
E. 9.2.2). Dem Regionalgericht lag dabei kein aktueller IV-Ausweis der Berufungs-

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klägerin vor, weil diese selbst auf Nachfrage hin keinen solchen einreichte, womit 
die Vorinstanz auf den sich in den Akten befindlichen Vorbescheid der L.________ 
vom 27. April 2018 abstellte (act. B.1, E. 9.2.2; RG act. V./8 und RG act. V./9). Die 
Berufungsklägerin bestritt im vorinstanzlichen Verfahren nicht und tut dies auch in 
der Berufung nicht, im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung am 1. Oktober 2019 
eine volle IV-Rente bezogen zu haben. Die Vorinstanz durfte mithin zu Recht da-
von ausgehen und es hat als erstellt zu gelten, dass die Berufungsklägerin bei 
Vertragsabschluss eine volle IV-Rente bezog und 100% arbeitsunfähig war. 
Gemäss den verbindlichen und nicht bestrittenen Feststellungen der Vorinstanz 
verschwieg die Berufungsklägerin diese Tatsache gegenüber der Berufungsbe-
klagten. Letztere hat davon erst durch das Verschiebungsgesuch der Berufungs-
klägerin betreffend den Termin der Schlichtungsverhandlung erfahren. Zusätzlich 
hat die Berufungsklägerin – ebenso erstellt – das Gesundheitsattest der Beru-
fungsbeklagten wahrheitswidrig beantwortet, indem sie angab, sich vollständig 
gesund zu fühlen und vollständig arbeitsfähig zu sein. Gleichzeitig verneinte sie 
die Frage nach bestehenden Unfall- oder Krankheitsfolgen (RG act. III./ 4). Die 
Vorinstanz ging nicht nur von einer Auskunftspflicht der Berufungsklägerin über 
ihre vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit aufgrund der vollen IV-Rente im Sinne ei-
ner wahrheitsgetreuen Beantwortung entsprechender Fragen über den Gesund-
heitszustand aus, sondern sogar von einer Offenbarungspflicht in dem Sinne, dass 
die Berufungsklägerin den Bezug der vollen IV-Rente der Berufungsbeklagten von 
sich aus hätte mitteilen müssen (act. B.1, E. 9.1.2). 

4.2.2. Wie es sich mit letzterem verhält, kann aufgrund der folgenden Erwägungen 
offenbleiben. Entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin sind Fragen einer po-
tentiellen Arbeitgeberin zum Gesundheitszustand des potentiellen Arbeitnehmers 
nicht per se unzulässig. Gemäss Art. 328b OR darf der Arbeitgeber Daten über 
den Arbeitnehmer nur bearbeiten, soweit sie dessen Eignung für das Arbeitsver-
hältnis betreffen oder zur Durchführung des Arbeitsvertrags erforderlich sind. Es 
sind somit nur Fragen erlaubt, die für die Durchführung der Arbeit notwendig sind 
und darüber Auskunft geben können, ob der Arbeitnehmer für die Stelle geeignet 
ist oder nicht. Die Fragen müssen sich insbesondere darauf richten, ob der Arbeit-
nehmer die ihm zugedachte Tätigkeit ausführen kann. Sie haben also in unmittel-
barem Zusammenhang zum Arbeitsplatz und der zu leistenden Arbeit zu stehen 
(Sara Licci, Bewerbungsverfahren: Fragerecht und Auskunftspflicht zu Krankheit, 
in: recht 2015, S. 100; BGer 2A.621/2005 v. 30.1.2006 E. 4.2). Die Arbeitgeberin 
darf gar die als grundsätzlich unzulässig definierten Fragen (zum Beispiel nach 
einer geplanten oder bestehenden Schwangerschaft) stellen, wenn ein Zusam-
menhang zur Arbeit besteht (Licci, a.a.O., S. 101 f.). Allgemein wird in der Lehre 

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die Auffassung vertreten, dass im Vertragsverhandlungsverhältnis (Anbahnungs-
verhältnis) die Pflicht zu ernsthaftem Verhandeln besteht, was bedeutet, dass der 
Vertragspartner nicht getäuscht werden darf. Daraus ergibt sich, dass Stellenbe-
werber auf Fragen künftiger Arbeitgeber, die sich auf die Anstellung und ihre spe-
zielle Eignung dafür beziehen, wahrheitsgemäss Auskunft geben müssen (BGE 
122 V 267 E. 3a; Wolfgang Portmann/Isabelle Wildhaber, Schweizerisches Ar-
beitsrecht, 4. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 85). Nur auf Fragen, die keinen 
Zusammenhang zum Arbeitsverhältnis aufweisen, darf ein Arbeitnehmer schwei-
gen (Licci, a.a.O., S. 104). Was unter objektiven Gesichtspunkten zu einer Eig-
nungsabklärung beiträgt, kann nur bezogen auf eine konkrete Arbeitsstelle beur-
teilt werden. Zu fragen ist, welcher Eigenschaften und Fähigkeiten ein Arbeitneh-
mer bedarf, um den Anforderungen seiner künftigen Stelle gerecht zu werden (vgl. 
Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag Praxiskommentar zu 
Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, N 5 zu Art. 328b OR).

4.2.3. Die Vorinstanz erwog hierzu, die Berufungsklägerin sei verpflichtet gewe-
sen, die Fragen im Gesundheitsattest wahrheitsgetreu zu beantworten und darü-
ber hinaus die Berufungsbeklagte über ihren Gesundheitszustand von sich aus zu 
informieren. Bei einer IV-Rente bzw. einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sei es 
selbstredend, dass es sich dabei um eine Einschränkung handle, welche die Ar-
beit als Kinderskilehrerin stark beeinträchtige. Es sei glaubhaft, dass die Beru-
fungsklägerin aufgrund ihrer Krankheit die Arbeit als Kinderskilehrerin nicht so hät-
te ausführen können, wie es von einer solchen verlangt werde, mit der Folge, dass 
die Sicherheit der Kunden nicht hätte im geforderten Umfang gewährleistet wer-
den können (act. B.1, E. 9.2.2). Soweit die Berufungsklägerin in ihrer Berufung 
ausführt, die Berufungsbeklagte habe zugegeben, dass die Berufungsklägerin 
ganztägig auf der Skipiste unterwegs war, was mehr als ausreichend sei, eine 
Kindergruppe zu betreuen, weil man eine Kindergruppe kaum eine schwarze Piste 
hinunterfahren lasse (act. A.1), ist ihr das Ergebnis der internen und externen Be-
urteilung ihrer technischen, sozialen und methodischen Kompetenzen (RG act. 
III./8 und RG act. III./7) entgegenzuhalten. Sowohl die Skilehrerausbildnerin 
H._____ als auch der Experte von I.________ (Kids Instructor Kurs) beurteilten 
die skifahrerischen und pädagogischen Kompetenzen der Berufungsklägerin als 
mangelhaft bzw. ungenügend. Daran ändert auch der bereits vor Vorinstanz vor-
getragene Einwand der Berufungsklägerin, ihr sei die Beurteilung nicht ausgehän-
digt worden, nichts. Die Berufungsklägerin zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz 
Recht verletzt haben soll, indem sie auf die von der Berufungsbeklagten im Ver-
fahren eingebrachten Beweismittel RG act. III./8 und RG act. III./7 sowie auf die 
diesbezügliche Zeugenaussage von E._____ (RG act. VIII./3) und die Parteiaus-

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sage von D._____ (RG act. VIII./4) abstellte und die Ungeeignetheit der Beru-
fungsklägerin als Skilehrerin als erstellt erachtete. Ausserdem sagt ein ganztägi-
ger Einsatz auf der Skipiste noch nichts über den Einsatz für die gesamte Winter-
saison aus, wie das gemäss Arbeitsvertrag vorgesehen gewesen wäre (RG act. 
II./3). Schliesslich ist es vorliegend gar nicht relevant, ob die Berufungsklägerin als 
Kinderskilehrerin für die Berufungsbeklagte geeignet gewesen sein mag oder 
nicht. Für die Frage der Gültigkeit des Arbeitsvertrags entscheidend ist vielmehr, 
dass die Berufungsklägerin die Fragen der Berufungsbeklagten über ihren Ge-
sundheitszustand falsch beantwortete. 

4.2.4. Die gestellten Fragen sind geeignet, um die Anforderungen an die körperli-
che Verfassung eines Skilehrers abzuklären, welche im Freien, bei jedem Wetter, 
bei kalten wie bei warmen Temperaturen Skiunterricht zu geben haben. Mithin 
standen die Fragen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Tätigkeit als Skileh-
rerin und waren somit ohne Weiteres zulässig. Die Schlussfolgerung der Vor-
instanz, die Berufungsklägerin sei verpflichtet gewesen, die Fragen der Beru-
fungsbeklagten wahrheitsgemäss zu beantworten, ist damit richtig. Da die Beru-
fungsklägerin die Fragen bewusst wahrheitswidrig beantwortete, braucht auf die 
Frage, ob sie ihren Gesundheitszustand von sich aus hätte offenbaren müssen 
(vgl. dazu act. B.1, E. 9.2.2) nicht weiter eingegangen zu werden. Die Berufungs-
klägerin hat die Fragen bewusst falsch beantwortet und damit die Berufungsbe-
klagte über ihre tatsächliche körperliche Verfassung und Arbeitsfähigkeit 
getäuscht. Mithin hat die Vorinstanz die Täuschungsabsicht zu Recht bejaht.

4.3. Schliesslich moniert die Berufungsklägerin, nach dem Entscheid der Vor-
instanz dürfe keine Person mit einer IV-Rente mehr eine Bewerbung absenden 
und sich auf eine zumutbare Stelle bewerben. Die Berufungsklägerin übersieht 
hierbei, dass ihr nicht zum Vorwurf gemacht wird, dass sie sich überhaupt auf eine 
Stelle beworben hat. Vielmehr gereicht ihr zum Vorwurf, dass sie im Rahmen einer 
Bewerbung auf eine Skilehrerstelle ihren Gesundheitszustand absichtlich ver-
schwiegen und durch die bewusst falschen Angaben bei der Berufungsbeklagten 
einen Irrtum über ihre Eignung für den abgeschlossenen Arbeitsvertrag ausgelöst 
hat. Diesen Arbeitsvertrag wäre die Berufungsbeklagte gemäss den verbindlichen 
und unbestrittenen Erwägungen der Vorinstanz nicht eingegangen, hätte sie von 
Anbeginn weg von der vollen IV-Berentung der Berufungsklägerin gewusst (act. 
B.1, E. 9.2.4 f.). Damit hat die Vorinstanz die Kausalität zwischen der Täuschung 
der Berufungsklägerin und der Willenserklärung der Berufungsbeklagten zum Ab-
schluss des eingegangenen Arbeitsvertrages richtigerweise bejaht. Bei diesem 
Ausgang kann offenbleiben, ob es sich beim Gespräch vom 16. Dezember 2019 

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um eine fristlose Kündigung seitens der Berufungsbeklagten gehandelt hat oder 
ob der Arbeitsvertrag formlos aufgehoben wurde. Die Berufungsbeklagte durfte 
sich zu Recht auf die einseitige Unverbindlichkeit des Arbeitsvertrags berufen.

5. Nach dem Ausgeführten erweist sich die Berufung als offensichtlich unbe-
gründet, weshalb die vorliegende Entscheidung gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. b 
EGzZPO und Art. 18 Abs. 3 GOG (BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz 
ergeht.

6. Die Kosten des Berufungsverfahren werden in Anwendung von Art. 9 und 
Art. 13 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 
320.210) auf CHF 1'000.00 festgesetzt. Aufgrund des vorliegend auch im Beru-
fungsverfahren geltenden Art. 114 lit. c ZPO (vgl. dazu David Jenny, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 2 zu Art. 114 ZPO) werden diese – 
wenngleich das Prozessieren der Berufungsklägerin an Mutwilligkeit grenzt – auf 
die Staatskasse genommen. Mangels Einholen einer Berufungsantwort ist der Be-
rufungsbeklagten im vorliegenden Verfahren kein Aufwand entstanden, sodass ihr 
keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 verbleiben beim Kanton 
Graubünden.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 15'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG Beschwer-
de an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt wer-
den. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: