# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4cfc783-8aa4-540a-a9f6-e664716be78f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2009 E-5249/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5249-2009_2009-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5249/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...),
Kongo (Kinshasa),
c/o (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
24. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5249/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 20. Mai 2008 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. Juli 2008 in Anwendung von Art. 7 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) das Asylge-
such abwies und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  30.  Juli  2008  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
24. September 2008 abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 13.  Oktober  2008  ein 
Revisionsgesuch betreffend das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 24. September 2008 einreichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Urteil  vom 21. Oktober 2008 
auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  4. Dezember  2008  (Poststempel: 
3. Dezember  2008)  eine  als  "Wiedererwägungsgesuch"  bezeichnete 
Eingabe  beim  BFM  einreichte,  worin  er  mitteilte,  dass  es  ihm 
zwischenzeitlich  gelungen  sei,  Beweismittel  zu  beschaffen,  welche 
belegen  würden,  dass  er  in  der  Demokratischen  Republik  Kongo 
verfolgt würde,

dass  das  BFM  das  "Wiedererwägungsgesuch"  mit  Verfügung  vom 
24. Juli 2009 abwies, die Verfügung vom 3. Juli 2008 für  rechtskräftig 
und vollstreckbar erklärte, eine Gebühr von Fr. 600.-- erhob und über-
dies feststellte, dass einer allfälligen Beschwerde keine aufschiebende 
Wirkung zukomme,

dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  Eingabe  vom  19. Au-
gust 2009  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  erhob  und 
sinngemäss  um  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  sowie 
ausdrücklich um Gewährung von Asyl, eventualiter um Anordnung der 

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vorläufigen  Aufnahme  ersuchte  und  die  aufschiebende  Wirkung  der 
Beschwerde verlangte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 20. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.102]) des  BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  darunter  auch  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  BFM  (vgl. 
Art. 33 Bst. d VGG) ein Gesuch um Wiedererwägung eines rechtskräf-
tigen Entscheides abgewiesen hat,

dass dagegen erhobene Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht 
endgültig beurteilt werden (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 
(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-

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zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 4. Dezember 2008 
beim BFM zwei Dokumente eingereicht hat, welche seine angebliche 
individuelle  Verfolgung  in  Kongo  aufgrund  des  Kaufs  von  CD's  mit 
regierungskritischem  Inhalt  belege,  nämlich  ein  "Avis  de  recherche 
d'une personne" und eine "Convocation des service",

dass er hiermit offensichtlich nicht eine nachträgliche Veränderung der 
Sachlage  geltend  macht,  sondern  auf  Umstände  abstellt,  welche 
schon vor Abschluss des ordentlichen Asylverfahrens bestanden, sich 
indessen auf neue Beweismittel beruft, welche die im ordentlichen Ver-
fahren verneinte Flüchtlingseigenschaft nunmehr belegen sollen,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  Revisionsgründe  im  Sinne  von 
Art. 123 Abs. 2 Bst. a des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(BGG, SR 173.110) geltend macht, 

dass die Geltendmachung von Revisionsgründen beim BFM - in Form 
eines qualifizierten Wiedererwägungsgesuchs - nur möglich ist, wenn 
das ordentliche Asylverfahren ohne einen materiellen Beschwerdeent-
scheid abgeschlossen wurde, ansonsten ein Revisionsgesuch bei der 
Beschwerdeinstanz (vgl. BVGE 2007/21 E 2.1 S. 242) einzureichen ist,

dass das ordentliche Asylverfahren des Beschwerdeführers mit einem 
materiellen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts abgeschlossen 
wurde und sich sein Gesuch um  "Wiedererwägung" somit gegen die-
ses Urteil der Beschwerdeinstanz vom 24. September 2008 richtet, 

dass das BFM für die Beurteilung der vorliegend geltend gemachten 
Revisionsgründe somit nicht zuständig war, weshalb dessen Verfügung 
vom 24. Juli 2009 aufzuheben und das Beschwerdeverfahren als ge-
genstandslos geworden abzuschreiben ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  des  Gesagten  für  die 
Beurteilung  der  geltend  gemachten  Revisionsgründe  zuständig  ist 
(Art. 45  VGG  i.V.m.  Art. 121  ff.  BGG),  weshalb  das  Verfahren  als 

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Revisionsverfahren betreffend dessen Urteil vom 24. September 2008 
neu aufzunehmen (neue Verfahrensnummer) und zu behandeln ist,

dass  im  vorliegenden  Fall  dem  Beschwerdeführer  keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1VwVG), 

dass  dem  nicht  vertretenen  Beschwerdeführer  keine  notwendigen 
Kosten  entstanden  sind,  weshalb  von  der  Ausrichtung  einer 
Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 7 Abs. 4 VGKE).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Verfügung des BFM vom 24. Juli 2009 wird infolge Unzuständigkeit 
der  Vorinstanz  aufgehoben.  Allfällig  geleistete  Verfahrenskosten 
werden zurückerstattet.

2.
Das  Beschwerdeverfahren  wird  als  gegenstandslos  geworden 
abgeschrieben.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

5.
Das Verfahren wird als  Revisionsverfahren betreffend das Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  24.  September  2008  (E-5001/2008) 
neu aufgenommen (neue Verfahrensnummer) und behandelt.

6.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  das 
Ausländeramt des Kantons B._______.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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