# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c4b3d78-6461-5f13-8488-70c6a3276b36
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2011 E-5848/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5848-2011_2011-10-31.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5848/2011

U r t e i l   v om   3 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

Parteien A._______, geboren am (…),
Nigeria,
vertreten durch René Bussien, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. Oktober 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  nigerianischer  Staatsangehöriger  mit 
letztem  Wohnsitz  in  B._______  –  eigenen  Angaben  zufolge  sein 
Heimatland  am  22.  Januar  2011  verliess  und  nach  Aufenthalten  in 
Ghana, Mali,  Libyen  und  Italien  am  4. März  2011  unter Umgehung  der 
Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  am  folgenden  Tag  im 
Transitzentrum (TZ) C._______ um Asyl nachsuchte,

dass  ein  Vergleich  mit  der  Datenbank  Eurodac  ergab,  dass  der 
Beschwerdeführer  in  D._______  daktyloskopisch  erfasst  wurde  und  am 
8. August 2006 sowie am 15. Juli 2010 dort um Asyl nachgesucht hat,

dass  ihn  die  Behörden  von  D._______  nach  einem  erfolglos 
durchlaufenen Asylverfahren am 18. Juli 2010 nach Nigeria abgeschoben 
haben,

dass er am 11. März 2011  im TZ C._______ summarisch befragt wurde 
und  am  5. Juli  2011  die  Anhörung  gemäss  Art.  29  Abs.  1  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  zu  seinen 
Asylgründen stattfand,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend  machte,  seine 
Eltern seien im Jahre 2001 gestorben, weshalb er bis zu seiner Ausreise 
im  Jahre  2006  bei  (...),  die  in  unmittelbarer  Nähe  eines  Orakels  in 
B._______ lebe, gewohnt habe, 

dass dort alle sechs Jahre eine Feier stattfinde, bei welcher zu Gunsten 
des  Schreins  ein  Opfer  dargebracht  werde,  wozu  er  im  Sommer  2006 
auserwählt worden sei,

dass  der  Mann,  welcher  beim  Orakel  arbeite,  (…)  darüber  informiert 
habe,  weshalb  (…)  und  er  zu  einem  ihr  befreundeten  Mann  nach 
E._______ geflohen seien, 

dass er nach drei Tagen von diesem erfahren habe, dass (...) nach ihrer 
Rückkehr  in  B._______  festgenommen  worden  sei  und  erst  wieder 
freigelassen werde, wenn sie den Aufenthaltsort des Beschwerdeführers 
preisgebe,

dass dieser Mann  seine Ausreise organisiert  habe, woraufhin  er  im  Juli 
2006 Nigeria verlassen habe und über verschiedene afrikanische Länder 

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und  F._______  nach  D._______  gelangte,  wo  er  erfolglos  ein 
Asylverfahren durchlaufen habe,

dass er  im Juni 2009  in D._______ mit einem (...) des Mannes, der  ihm 
die Ausreise organisiert und  finanziert habe, Schwierigkeiten bekommen 
habe,  zumal  dieser  von  ihm  die  €  15'000.­  für  seine  Ausreise 
zurückverlangt habe,

dass  ihn  die  Behörden  von  D._______  im  Juli  2010  nach  Nigeria 
zurückgeschafft hätten,

dass  er  zurück  in  Nigeria  wegen  des Geldes  für  seine  Ausreise  erneut 
Probleme  mit  diesem  Mann  erhalten  habe  und  von  diesem  deswegen 
auch mit dem Tod bedroht worden sei, 

dass  er  vor  diesem  Hintergrund  sein  Heimatland  am  22.  Januar  2011 
erneut verlassen habe, 

dass das BFM den Beschwerdeführer anlässlich der Einreichung seines 
Asylgesuchs am 5. März 2011 und  im Rahmen der Kurzbefragung vom 
11. März 2011 sowie der direkten Anhörung vom 5. Juli 2011 aufforderte, 
rechtsgenügliche Papiere einzureichen und der Beschwerdeführer dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen ist,

dass  ihm  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  11.  März  2011  zu  einer 
allfälligen  Zuständigkeit  Österreichs,  Deutschlands  oder  Italiens  zur 
Durchführung  seines  Asylverfahrens  das  rechtliche  Gehör  gewährt 
wurde,

dass  er  dazu  geltend  machte,  dass  er  nichts  gegen  eine Wegweisung 
nach  D._______  habe,  sofern  die  dortigen  Behörden  mit  seiner 
Rückübernahme einverstanden seien, 

dass  er  in  F._______  weder  gefasst  noch  kontrolliert  worden  sei  und 
G._______ nicht kenne, mit einer Überstellung jedoch einverstanden sei, 

dass  für  den  Inhalt  der  weiteren  Aussagen  auf  die  Protokolle  bei  den 
Akten verwiesen werden kann,

dass  das  BFM  am  31.  März  2011  feststellte,  das  Dublin­Verfahren  sei 
beendet und die Zuständigkeit des BFM zur Durchführung des nationalen 
Asyl­ und Wegweisungsverfahrens verfügte,

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dass  das BFM mit  Verfügung  vom 13. Oktober  2011  –  eröffnet  am  18. 
Oktober 2011 –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus 
der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  ihres  Entscheids  im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  trotz 
mehrmaliger Aufforderung innerhalb der ihm dazu eingeräumten Frist von 
48 Stunden  und  bis  dato  keine  Identitätspapiere  eingereicht  und  hierfür 
keine entschuldbaren Gründe glaubhaft zu machen vermocht,

dass  die  von  ihm  geschilderten  Vorfälle  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht genügten und 
zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Bezug  auf  den  Zeitpunkt  der 
Kenntnisnahme  seiner  Opfergabe  widersprüchliche  Angaben  gemacht 
habe,  indem  er  einerseits  zu  Protokoll  gegeben  habe,  er  selbst  habe 
davon im Juli 2006 erfahren, um anlässlich der Anhörungen auszusagen, 
(...)  habe  ihm  zwischen  Januar  und März  2006 mitgeteilt,  dem  Schrein 
geopfert zu werden, 

dass er sich zudem bezüglich des Orakels, dessen Funktionsweise und 
Beschaffenheit  sowie  der  dort  arbeitenden  Personen  in  wirre  und 
abenteuerlich anmutende Ausführungen verloren habe,

dass  er  ferner  nicht  in  der  Lage  gewesen  sei,  konzise  und  kohärente 
Ausführungen zum angeblichen Tod seiner Eltern, zu seinem Alter sowie 
zu seinem Schulbesuch zu machen, zumal er angegeben habe, am (…) 
geboren worden und (…) Jahre alt gewesen zu sein, als seine Eltern im 
Jahr 2011 gestorben seien,

dass  seine  Schilderungen  zur  Person,  die  beim  Orakel  arbeite  und 
welcher  das  Orakel  die  Opfergabe  mitgeteilt  habe,  erfahrungswidrig 
ausgefallen seien,

dass  des  Weiteren  nicht  nachvollziehbar  sei,  dass  er  den  mit  s(...) 
befreundeten  Mann,  welcher  ihn  im  Jahr  2006  in  E._______ 
aufgenommen,  seine  Ausreise  nach  Europa  organisiert  und  finanziert 

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habe,  nicht  kenne,  besonders  weil  er  bei  seiner  angeblichen  Rückkehr 
nach E._______ im Jahr 2010 von ihm mit dem Tod bedroht worden sei, 

dass  die  Wegweisung  die  Regelfolge  eines  Nichteintretensentscheides 
darstelle  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
schliessen lassen könnten,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Oktober 2011 – Datum 
Poststempel  –  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erheben  und  –  unter  Kosten­  und  Entschädigungsfolgen – 
beantragen  liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer sei Asyl zu erteilen, die Dispositiv­Ziffern 2 und 3 seien 
aufzuheben, von einer Wegweisung sei abzusehen und die Akten seien 
der  Vorinstanz  zur  materiellen  Prüfung  der  geltend  gemachten 
Asylgründe zurückzuweisen,

dass  die  Akten  am  26.  Oktober  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 
105  AsylG  i.V.m.  Art.  31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. 
Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG vorliegend 
nicht  gegeben  ist  und  das  Bundesverwaltungsgericht  in  casu  endgültig 
entscheidet, 

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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dass  somit  auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde  –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen – 
einzutreten,  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  6  AsylG  i.V.m.  Art.  52 
VwVG), 

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32  ­  35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass  auf  das  Begehren  um Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und 
um Gewährung von Asyl somit nicht einzutreten ist, 

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8  insb.  E.  6.5  S.  90  f.),  dass  dementsprechend  in  einem 
diesbezüglichen Beschwerdeverfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden 
Überprüfung  eines  formellen  Nichteintretensentscheides  auch  die 
Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  bildet  (vgl.  BVGE  2007/8  E. 
2.1 S. 73), 

dass  jedoch  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Falle  einer  Gutheissung 
der Beschwerde ein kassatorisches Urteil auszufällen hätte, weshalb auf 
die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  die  Gewährung  von  Asyl 
beantragt wird,

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dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
s0i0ch  vorliegend, wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), 

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
auf  Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG), 

dass der Beschwerdeführer bis heute keine gültigen Identitätsdokumente 
zu den Akten gereicht hat,

dass  das  BFM  das  Vorliegen  entschuldbarer  Gründe,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 48 
Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  echte  Reise­  oder 
Identitätspapiere einzureichen, ausführlich und – nach Prüfung der Akten 
auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  –  zutreffend  sowie  mit 
hinreichender  Begründung  verneint  hat,  weshalb  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung vollumfänglich zu 
verweisen ist (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG), 

dass diese vorinstanzlichen Erkenntnisse in der Beschwerdeschrift weder 
konkret noch substanziell bestritten werden,

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dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers  im  TZ  C._______,  nie 
einen  Pass  beantragt  respektive  gehabt  zu  haben,  weil  nicht  jeder  in 
Nigeria einen solchen brauche (vgl. Akten BFM A5/16 S. 3), mit Blick auf 
die allgemeine Lebensrealität wenig plausibel anmutet, 

dass  im Übrigen ausgeschlossen werden kann, dass es  ihm angesichts 
strenger  Grenz­  und  Hafenkontrollen  möglich  gewesen  wäre,  ohne 
Ausweispapiere  von  Nigeria  über  verschiedene  afrikanische  Länder, 
F._______  und  G._______  in  die  Schweiz  gelangt  zu  sein  (vgl.  A5/16 
S. 12 f.),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  seines  jahrelangen 
Aufenthalts  in  D._______,  der  Abschiebung  vom  18.  Juli  2010  nach 
Nigeria sowie der gesamten Aktenlage davon ausgeht, er sei  im Besitze 
eigener und authentischer Identitäts­ und Reisepapiere, welche er jedoch 
innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht (vgl. insbes. Art. 8 Abs. 1 AsylG) den schweizerischen 
Behörden vorenthalte,

dass  mithin  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  aufgrund  der  Anhörung  zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen zu 
deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass  im  vorliegenden  Verfahren  aufgrund  der  Aktenlage,  wie  sie  sich 
nach  der  Befragung  im  TZ  C._______  vom  11.  März  2011  und  der 
Anhörung  vom  5.  Juli  2011  darstellt,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss 
summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen  werden  kann, 
dass der Beschwerdeführer offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht 
erfüllt,  und  einem  Vollzug  der  Wegweisung  keine  Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass auch die Ausführungen  in der Rechtsmitteleingabe daran nichts zu 
ändern  vermögen,  da  sich  diese  im  Wesentlichen  darin  erschöpfen, 
einzelne  Ausreisegründe  zu  wiederholen  und  auf  deren  Wahrheit 
beharren,

dass  in  der  Beschwerde  jedoch  gänzlich  unterlassen  wird,  auf  die 
Unglaubhaftigkeitsargumente der Vorinstanz konkret einzugehen,

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dass das BFM in  ihrer Entscheidbegründung nämlich zu Recht ausführt, 
die Vorbringen des Beschwerdeführers seien erfahrungswidrig und nicht 
kohärent ausgefallen,

dass  er  insbesondere  anlässlich  der  Erstbefragung  angab,  Nigeria  am 
22. Januar 2011 verlassen zu haben (vgl. A5/16 S. 6), um wenig später 
zu Protokoll zu geben, er sei am 5. Januar 2011 aus Nigeria ausgereist 
und auf Vorhalt des Widerspruchs die Richtigkeit seiner ersten Aussage 
bekräftigte (vgl. A5/16 S. 12),

dass er weiter  in der Kurzbefragung angab, seine Eltern seien  im Jahre 
2001  gestorben  (vgl.  A5/16  S.  3),  wogegen  er  anlässlich  der  direkten 
Anhörung ausführte, seine Eltern seien im Jahre 2011 verstorben, als er 
gerade seine Schulzeit beendet habe (vgl. A16/11 S. 5) und schliesslich 
als  dritte  Variante  zu  Protokoll  gab,  er  sei  im  Jahre  1992  eingeschult 
worden, habe sechs Jahre die Primarschule besucht und diese im Jahre 
2008 abgeschlossen (vgl. A5/16 S. 2),

dass  der  die  genannten  Widersprüche  betreffende  Erklärungs­  und 
Entkräftungsversuch  in  der  Beschwerdeschrift,  wonach  die  Befragerin 
sofort  hätte  bemerken  müssen,  dass  diese  Angaben  nicht  stimmen 
könnten  und  ein  Versehen  seien,  als  Schutzbehauptung  zu  werten  ist, 
zumal der Beschwerdeführer die Richtigkeit der Protokolle unterschriftlich 
bestätigt hat,

dass schliesslich – entgegen seinen Ausführungen, er habe konzise und 
kohärente  Angaben  gemacht  –  verschiedene  Angaben  des 
Beschwerdeführers als realitätsfremd und widersprüchlich zu bezeichnen 
sind,

dass etwa die Aussage, wonach er den Namen des Bekannten von (...), 
welcher ihm zur Flucht verholfen habe, nicht kenne (vgl. A16/11 S. 4), mit 
dem Stellenwert der Familie und deren Bekannten  im westafrikanischen 
Kulturkreis und der Rolle von (…) als seine Ziehmutter nicht vereinbar ist,

dass sich der Beschwerdeführer nicht dazu äussert, wann er zum letzten 
Mal Kontakt zu diesem Bekannten von (...) gehabt habe und weshalb er 
davon ausgeht, von diesem verfolgt und getötet zu werden,

dass er ferner selbst zu Protokoll gab, ihm sei nach seiner Rückkehr von 
D._______  bis  zu  seiner  erneuten  Ausreise  nichts  zugestossen  (vgl. 
A5/16 S. 11),

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dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  verweisen  ist  (Art.  6 
AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG), 

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornahme 
zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  gar  zur  direkten 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG 
sowie BVGE 2007/8 E. 2.1), 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 
Art.  32  Abs.  3  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat,  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001 Nr.  21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Abs. a der Asylverordnung 
1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR  142.311]; 
vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  und  Art.  33  FK  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulements im vorliegenden Verfahren keine 
Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer in Nigeria droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers 
noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  von  Geburt  bis  September  2006  in 
B._______ – zuletzt bei (...) – gelebt und die Schule besucht hat, weshalb 
davon auszugehen ist, er verfüge dort über ein soziales Beziehungsnetz 
und gerate dort nach seiner Rückkehr nicht  in eine existenzbedrohende 
Lage, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 ­ 3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: