# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2bf9290-4596-5088-8892-0d44ea5e91ab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.04.2014 B 2013/168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-168_2014-04-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/168

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.04.2014

Entscheiddatum: 16.04.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 16.04.2014
Ausländerrecht, Familiennachzug, Scheinehe, Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG.Auch 
wenn die Beschwerdeführerin die Ehe in der Absicht, mit dem 
Beschwerdeführer eine Lebensgemeinschaft einzugehen, geschlossen 
haben sollte, sprechen der zeitliche Ablauf und die Vorgeschichte des 
Beschwerdeführers sowie die Umstände, wie die Eheleute den Alltag leben, 
insgesamt dafür, dass jedenfalls der Beschwerdeführer die Ehe einzig mit 
Blick darauf einging, sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz nicht zu 
verlieren und nicht, um mit der Beschwerdeführerin ein gemeinsames Leben 
zu führen (Verwaltungsgericht, B 2013/168).

Urteil vom 16. April 2014

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. Th. 

Scherrer

_______________

In Sachen

X.Y.,

A.Y.,

Beschwerdeführer,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eduard M. Barcikowski, 

Hegibachstrasse 22, 8032 Zürich,

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gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Familiennachzugsgesuch für X.Y.

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y. (geb. 1972) ist Staatsangehöriger von Pakistan. Er reiste im Jahr 2000 illegal in 

die Schweiz ein. Sein Asylgesuch wurde am 21. November 2001 abgelehnt, und er 

wurde aus der Schweiz weggewiesen. Nachdem er am 23. November 2001 eine 

Schweizerin (geb. 1940) geheiratet hatte, erhielt er eine Aufenthalts- und am 22. 

November 2006 die Niederlassungsbewilligung. Die kinderlose Ehe wurde am 29. 

September 2008 geschieden. Die Niederlassungsbewilligung von X.Y. wurde am 27. 

April 2009 wegen Eingehens einer Scheinehe – die Ehefrau hatte für die Heirat CHF 

20'000, die Trauzeugin CHF 2'100 erhalten - widerrufen, und er wurde erneut aus der 

Schweiz weggewiesen. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den dagegen 

erhobenen Rekurs am 1. Juni 2010, das Verwaltungsgericht am 26. Januar 2011 die 

dagegen erhobene Beschwerde ab (B 2010/136).

B./ Während des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht heiratete X.Y. am 1. Oktober 

2010 die Schweizerin A.Y. (geb. 1958), die am 20. Februar 2006 von T.W., seinem 

Bruder, den sie am 19. März 1999 geheiratet hatte, geschieden worden war und für 

ihren neuen Ehemann um Bewilligung des Aufenthalts im Familiennachzug ersuchte. 

Das Migrationsamt wies am 11. März 2011 das Gesuch um vorübergehenden 

Aufenthalt während der Dauer des Verfahrens ab. Die dagegen erhobenen kantonalen 

Rechtsmittel blieben erfolglos. Das Bundesgericht stellte am 15. Juni 2012 fest, dass 

X.Y. sich weder im Verfahren vor dem Migrationsamt noch im Rekursverfahren vor dem 

Sicherheits- und Justizdepartement zu den Gründen, die zur Abweisung des Gesuchs 

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führten, habe äussern können und wies die Angelegenheit zu neuem Entscheid an das 

Sicherheits- und Justizdepartement zurück.

Während das Verfahren vor dem Bundesgericht hängig war, wies das Migrationsamt 

am 3. Mai 2012 das Gesuch um Familiennachzug ab. Das Sicherheits- und 

Justizdepartement wies den dagegen von X.Y. und A.Y. erhobenen Rekurs am 26. Juli 

2013 ab, auferlegte ihnen die Entscheidgebühr von CHF 1'200 und wies ihr Gesuch um 

Ersatz der ausseramtlichen Kosten ab. Der Rekurs betreffend den vorübergehenden 

Aufenthalt während der Dauer des Verfahrens wurde abgeschrieben.

C./ X.Y. und A.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhoben gegen den am 29. Juli 2013 

versandten Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (nachfolgend 

Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 13. August 2013 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei 

die Verfügung aufzuheben, der Familiennachzug zu bewilligen und dem 

Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Die Beschwerdeführer 

reichten am 8. und 23. September 2013 zusätzliche Beweismittel ein.

Die Vorinstanz beantragte am 2. Oktober 2013, die Beschwerde sei, soweit auf sie 

einzutreten sei, abzuweisen. Während des Beschwerdeverfahrens erteilte das 

Migrationsamt dem Beschwerdeführer Rückreisevisa für die Dauer vom 25. November 

bis 30. Dezember 2013 sowie vom 3. März bis 7. April 2014. Der Beschwerdeführer 

gab an, er reise auf eigene Kosten für Zahnbehandlungen nach Pakistan. Der 

Rechtsvertreter führte dazu am 10. März 2014 aus, da Zahnbehandlungen in der 

Schweiz sehr teuer seien, werde der Beschwerdeführer, dessen beengte finanzielle 

Verhältnisse bekannt seien, die Kosten kalkuliert haben. Die Behandlung sei 

offensichtlich nicht weiter aufschiebbar gewesen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt VRP). Da 

Anfechtungsgegenstand im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht der 

vorinstanzliche Entscheid ist, der – auch wenn damit der Rekurs abgewiesen wurde – 

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an die Stelle der ihm zugrunde liegenden Verfügung trat, kann auf die Beschwerde, 

soweit damit die Aufhebung der Verfügung beantragt wird, nicht eingetreten werden. 

Der Antrag, mit dem auch um die Bewilligung des Familiennachzugs ersucht wird, ist 

so auszulegen (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. 

Aufl. 2003, Rz. 916), dass mit der Beschwerde auch die Aufhebung des angefochtenen 

Entscheides beantragt wird. Im Übrigen sind die Eintretensvoraussetzungen erfüllt: 

Sowohl der Beschwerdeführer als auch seine Ehefrau, die ebenfalls Adressatin des 

angefochtenen Entscheides ist und einen eigenen Anspruch auf die Erteilung einer 

Aufenthaltsbewilligung für ihren Ehemann im Rahmen des Familiennachzugs geltend 

machen kann (vgl. BGer 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 1.3), sind zur 

Beschwerdeerhebung befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die 

Beschwerde wurde mit Eingabe vom 13. August 2013 rechtzeitig erhoben und erfüllt in 

formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist 

dementsprechend mit dem erwähnten Vorbehalt einzutreten.

2. Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist umstritten, ob dem ausländischen Ehemann 

zu Recht die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Schweizer 

Ehefrau mit der Begründung verweigert wurde, er sei eine Ausländerrechtsehe 

eingegangen.

2.1. Der Zivilstandsbeamte des Zivilstandsamts Buchs vermutete nach einer ersten 

Vorsprache der Beschwerdeführer am 16. Juli 2010, es könnte sich um eine 

"Aufenthaltsehe" handeln. Nach einem weiteren Gespräch mit der Beschwerdeführerin 

am 17. August 2010 erhielt er den Eindruck, sie heirate "aus Mitleid" und gehe eine 

Gefälligkeitsehe ein. Nach der eingehenden Befragung der Beschwerdeführer am 3. 

September 2010 im Ehevorbereitungsverfahren erachtete das Zivilstandsamt die 

Verdachtsgründe als entkräftet (act. 12/4, Akten des Migrationsamtes 327 und 328). 

Am 1. Oktober 2010 wurden die Beschwerdeführer getraut.

Gemäss Art. 97a Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt 

ZGB) darf die Zivilstandsbehörde nur dann auf ein Gesuch um Durchführung des 

Vorbereitungsverfahrens nicht eintreten, wenn die Braut oder der Bräutigam 

"offensichtlich" keine Lebensgemeinschaft begründen, sondern das Ausländerrecht 

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umgehen will. Bleiben nach der Befragung der Brautleute und dem Beizug von 

Auskünften (Art. 97a Abs. 2 ZGB) Restzweifel, darf die Zivilstandsbehörde angesichts 

ihrer eingeschränkten Kognition die Mitwirkung am Eheschliessungsverfahren nicht 

verweigern (vgl. M. Montini, in: Basler Kommentar ZGB I, 4. Aufl. 2010, N 13 zu Art. 97a 

ZGB). Deshalb nimmt die Zivilstandsbehörde die Prüfung durch die Migrationsbehörde 

nicht vorweg; diese entscheidet frei über die Erteilung oder Verweigerung der 

Aufenthaltsbewilligung an einen ausländischen Ehegatten (vgl. BGer 2C_75/2013 vom 

29. August 2013 E. 3.5). Dies muss insbesondere dann gelten, wenn sie sich auf 

weitere Sachverhaltsabklärungen – wie vorliegend auf die polizeiliche Befragung der 

Beschwerdeführer am 30. September 2011 – stützen kann.

2.2. Die Beschwerdeführerin ist Schweizerin und seit 1. Oktober 2010 mit dem 

Beschwerdeführer, der Pakistani ist, verheiratet. Sie hat damit grundsätzlich einen 

gesetzlich (Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer; 

Ausländergesetz, SR 142.20, abgekürzt AuG) wie verfassungs- (Art. 13 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, abgekürzt BV) 

und konventionsmässig (Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101, abgekürzt EMRK) begründeten 

Anspruch darauf, ihren Ehemann in die Schweiz nachziehen zu können. Der 

Beschwerdeführer hat umgekehrt einen Anspruch darauf, zu seiner Schweizer Ehefrau 

in die Schweiz zu ziehen.

Gemäss Art. 51 Abs. 1 Ingress und lit. a AuG erlöschen die Ansprüche nach Art. 42 

AuG, wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich um 

Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die 

Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen. Erfasst wird davon die sogenannte Schein- 

oder Ausländerrechtsehe. Ihr Vorliegen darf nicht leichthin angenommen werden und 

ist nicht bereits dann gegeben, wenn ausländerrechtliche Motive für den Eheschluss 

mitentscheidend waren. Ein Bewilligungsanspruch entfällt vielmehr erst dann, wenn die 

Ehe einzig geschlossen wird, um die ausländerrechtlichen Bestimmungen zu umgehen, 

indem zumindest einer der Ehegatten nie eine dauerhafte Lebensgemeinschaft 

begründen wollte (BGer 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 3.1 mit Hinweisen unter 

anderem auf BGE 128 II 145 E. 2.2, 127 II 49 E. 4a sowie BGer 2C_177/2013 vom 6. 

Juni 2013 E. 3.2). Verlangt das Gesetz für den Familiennachzug auch keine 

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Liebesheirat, ist nach dem Willen des Gesetzgebers doch eine "Realbeziehung" 

vorausgesetzt, der eine auf Dauer konzipierte, wirtschaftliche, körperliche und 

spirituelle Vereinigung zugrunde liegt, was minimale wechselseitige Kenntnisse der 

Partner und ein gewisses solidarisches, nicht auf Gleichgültigkeit beruhendes Verhalten 

voraussetzt (BGer 2C_808/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2).

Ob eine Scheinehe vorliegt, entzieht sich regelmässig einem direkten Beweis und ist 

bloss durch Indizien zu erstellen. Für die Annahme einer Scheinehe bedarf es konkreter 

Hinweise darauf, dass die Ehegatten nicht eine eigentliche Lebensgemeinschaft führen 

wollen, sondern die Ehe nur aus ausländerrechtlichen Überlegungen geschlossen 

haben. Zu diesen Indizien zählen namentlich folgende Umstände: die Tatsache, dass 

die nachzuziehende Person von einer Wegweisung bedroht ist oder ohne Heirat keine 

Aufenthaltsbewilligung erlangen kann; das Vorliegen eines erheblichen 

Altersunterschieds zwischen den Ehegatten; die Umstände des Kennenlernens und der 

Beziehung, so etwa eine kurze Bekanntschaft vor der Heirat oder geringe Kenntnisse 

eines Ehegatten über den anderen; die Vereinbarung einer Bezahlung für die Heirat; die 

Tatsache, dass die Ehegatten nie eine Wohngemeinschaft aufgenommen haben (BGer 

2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen unter anderem auf 

BGE 128 II 145 E. 3.1, 122 II 289 E. 2b sowie BGer 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 

3.3).

Lässt die Indizienlage keinen klaren und unzweideutigen Schluss zu, ist das Vorliegen 

einer Scheinehe nicht erstellt. In diesem Fall ist dem ausländischen Ehegatten trotz 

allenfalls bestehender Zweifel die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, auf das Risiko hin, 

dass sich die Ehe aufgrund des späteren Verhaltens der Beteiligten (beispielsweise 

fehlendes eheliches Zusammenleben in der Schweiz) in Verbindung mit den bereits 

heute bekannten, in diese Richtung weisenden Indizien als Scheinehe herausstellt und 

die Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die dannzumaligen Erkenntnisse widerrufen 

werden muss bzw. nicht mehr zu verlängern ist (BGer 2C_75/2013 vom 29. August 

2013 E. 3.4 mit Hinweisen unter anderem auf BGer 2C_400/2011 vom 2. Dezember 

2011 E. 3.1, 2C_362/2010 vom 21. September 2010 E. 2.3.3 und 2C_473/2008 vom 17. 

November 2008 E. 2.1).

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2.3. Die Vorinstanz hat aus den folgenden Indizien auf eine Scheinehe geschlossen: 

Der Beschwerdeführer habe 2001 für eine fingierte Ehe eine beträchtliche Summe 

bezahlt. Als Pakistani ohne hohe berufliche Qualifikation könne er einzig durch die Ehe 

mit einer Schweizerin in der Schweiz bleiben. Der Altersunterschied betrage 14 Jahre. 

Die Beschwerdeführer seien im April 2009 - kurz nachdem dem Beschwerdeführer am 

26. Januar 2009 der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt 

worden sei – zusammengezogen. Das Ehevorbereitungsverfahren sei im Juli 2010 – 

kurz nachdem am 1. Juni 2010 die Vorinstanz den gegen den Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung erhobenen Rekurs abgewiesen hatte – eingeleitet worden. 

Weshalb die Beschwerdeführer, die sich seit langer Zeit kannten, nicht bereits früher – 

die Beschwerdeführerin war seit 2006 geschieden, der Beschwerdeführer lebte in einer 

Scheinehe - ein Zusammenleben erwogen, sei nicht ersichtlich. Das spreche dafür, 

dass sie unter dem Druck der Probleme des Ehemannes handelten. Die 

Beschwerdeführerin sei bis Februar 2006 mit dem Bruder des Beschwerdeführers 

verheiratet gewesen. Dieser habe zwei Wochen nach der Scheidung in der Heimat eine 

Landsfrau geheiratet, welche er zusammen mit einem im Dezember 2006 geborenen 

Kind in die Schweiz nachgezogen habe. Der Bruder des Beschwerdeführers habe mit 

seiner Familie zusammen mit der Beschwerdeführerin in deren Wohnung gelebt. 

Nachdem die Scheinehe des Beschwerdeführers aufgeflogen und ihm im Januar 2009 

der Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt worden war, sei der 

Bruder des Beschwerdeführers mit seiner Familie am 6. April 2009 aus der Wohnung 

der Beschwerdeführerin aus- und der Beschwerdeführer selbst am 8. April 2009 dort 

eingezogen. Es sei nicht glaubhaft, dass der keine qualifizierte Tätigkeit ausübende 

Beschwerdeführer keine Beschäftigung in der Nähe des Wohnorts der Ehefrau, welche 

im Übrigen als IV-Rentnerin nicht auf einen bestimmten Wohnort angewiesen sei und in 

Buchs nach eigenen Angaben keine Freunde und wenig Kontakt habe, habe finden 

können. Ein echtes Interesse an der Herkunft und der Vergangenheit des 

Lebenspartners sei nicht ersichtlich. Die Einwände, Pakistan sei gefährlich, erklärten 

nicht, warum nicht wenigstens einmal eine Reise in die Heimat des Beschwerdeführers 

unternommen worden sei. Es seien auch keine anderen gemeinsamen Ferien verbracht 

worden. Die finanziellen Mittel – monatliche Nettoeinkünfte des Beschwerdeführers von 

CHF 4'700 und die IV-Rente der Beschwerdeführerin von CHF 2'380 – wären 

ausreichend. Bei der Trauung seien zwei Trauzeugen – wobei die Beschwerdeführerin 

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den Trauzeugen und der Beschwerdeführer die Trauzeugin nicht gekannt habe – und 

der Bruder des Beschwerdeführers anwesend gewesen. Es hätten auch die Kinder der 

Beschwerdeführerin und Freunde der Heiratenden gefehlt. Aussagen zu Religion und 

Musikhören seien widersprüchlich gewesen.

2.4. Die Beschwerdeführer machen dagegen geltend, die frühere Scheinehe des 

Beschwerdeführers sei nicht relevant, da gerade deswegen mit einer intensiveren 

Überprüfung der "neuen" Ehe habe gerechnet werden müssen. Dass eine Ehe die 

ausländerrechtliche Situation verbessere, sei systemimmanent. Der Hinweis auf die 

Aufenthaltssituation spreche nicht gegen eine Liebesheirat. Mit 14 Jahren bewege sich 

der Altersunterschied nicht in einer Grössenordnung, die a priori Zweifel erwecken 

müsste. Die Bekanntschaftszeit vom 21. April 2009 bis zum Antrag auf Eheschliessung 

entspreche einer üblichen Dauer. Der Beschwerdeführer hätte allen Grund gehabt, sich 

baldmöglichst in eine bessere Ausgangslage zu bringen. Eine Heirat vor Ablauf der 

üblichen Bekanntschaftszeit wäre den Beschwerdeführern zu Recht vorgeworfen 

worden. Eine durchschnittliche Person heirate nach einer Scheidung nicht sofort 

wieder. Das Verhalten des Bruders des Beschwerdeführers hänge nicht mit jenem des 

Beschwerdeführers zusammen. Dass der Bruder zunächst bei der Beschwerdeführerin 

wohnen geblieben sei, sei offenbar finanziell motiviert gewesen. Der zeitliche Ablauf 

von fremdenpolizeilichem Verfahren und Eheschluss spreche gegen eine Scheinehe. 

Triebfeder für die Heirat sei die Ermöglichung der Weiterführung der Beziehung. Der 

Zivilstandsbeamte habe nach einem intensiven Abklärungsverfahren seine Meinung 

geändert. Die Beschwerdeführerin mache einen bodenständigen, selbstbestimmten, 

ausgesprochen ehrlichen und keineswegs naiven Eindruck. Sie habe als IV-Rentnerin, 

die auch ein "Anrecht auf ein bisschen Glück" habe, selbst genug Geld, um gut über 

die Runden zu kommen. Da die Beschwerdeführerin davon ausgehen musste, dass 

den Behörden das Verwandtschaftsverhältnis der – sukzessiven – Ehemänner der 

Beschwerdeführerin bekannt war, sei darauf nicht besonders hingewiesen worden. 

Ohne gültigen Ausländerausweis könne der Beschwerdeführer weder die Stelle 

wechseln noch eine andere Wohnung mieten. Die von den Migrationsbehörden 

ausgestellten Ersatzpapiere hätten eine eigentliche "Prangerwirkung". Die Situation der 

Beschwerdeführerin mit einer minimalen IV-Rente verbessere die Aussichten auf dem 

Wohnungsmarkt nicht. Nach der Aussage der Beschwerdeführerin kommt der 

Beschwerdeführer "meistens am Wochenende" und "eigentlich immer am 

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Wochenende", was bedeute, dass er auch ab und zu unter der Woche in der 

gemeinsamen Wohnung sei. Der Arbeitgeber befriste die Arbeitsverhältnisse und stelle 

seine Arbeitnehmer später wieder ein, was zu Phasen der Arbeitslosigkeit mit intensiver 

gelebter Beziehung führe. Das EDA warne vor Reisen nach Pakistan. Die Familie des 

Beschwerdeführers könne keinen genügenden Schutz bieten. Die finanziellen Mittel 

seien insbesondere unter Berücksichtigung der hohen Kosten der jahrelang geführten 

Verfahren des Beschwerdeführers knapp. Dass der Beschwerdeführer nach der 

Trauung zur Nachtschicht ging, habe mit seiner besonderen Situation zu tun. Er habe 

keinen gültigen Ausländerausweis, so dass auch das Arbeitsverhältnis prekär sei. Die 

Namen der Trauzeugen seien vergessen worden, weil Namen aus einem anderen 

Kulturkreis im Gedächtnis nicht einfach haften blieben. Dass beide Beschwerdeführer 

keinen Freundeskreis hätten, hänge mit ihrer Persönlichkeit und ihren 

Lebensumständen zusammen. Der Beschwerdeführer müsse der Arbeit sehr hohe 

Priorität einräumen und Freizeit, soziale Kontakte usw. zurückstellen. Die 

Beschwerdeführerin pflege keinen Kontakt zu ihrer Familie. Geld für eine Heirat im 

klassischen Sinn fehle. Die Beschwerdeführer seien einfach, ohne grosse Schulbildung 

und wollten nur ruhig und bescheiden ihr Leben führen. Mit dem Einkommen könnten 

sie gerade überleben. Der Hinweis auf fehlendes Hochzeitsfest, fehlende Ferien und 

Reisen sei gegenüber Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen 

diskriminierend. Die Beschwerdeführerin habe ihre Kinder – ihr Sohn sei psychisch labil 

und die Tochter schwanger gewesen – nicht mit der vorgängigen Information über die 

geplante Heirat belasten wollen. Die unterschiedlichen Angaben darüber, ob bei der 

Trauung Ringe getauscht worden seien, sei darauf zurückzuführen, dass der 

Beschwerdeführer damit nicht bloss das Geschehen vor dem Standesbeamten 

verstanden habe. Die schriftlichen Auskünfte verschiedener Personen – so der Kinder 

der Beschwerdeführerin und von Arbeitskollegen – bestätigten, dass die 

Beschwerdeführer eine normale Ehe führten.

2.5. Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass zumindest der Beschwerdeführer mit 

der Heirat am 1. Oktober 2010 nicht beabsichtigte, eine Lebensgemeinschaft mit der 

Beschwerdeführerin einzugehen. Zu den von der Vorinstanz detailliert dargestellten 

Umständen (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheides) kommen weitere Elemente 

hinzu.

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2.5.1. Die Ausführungen darüber, seit wann die Beschwerdeführer im gleichen Haushalt 

leben, erscheinen widersprüchlich. Einerseits gaben sie im August 2010 an, ungefähr 

seit zwei Jahren zusammen zu wohnen (act. 12/4, Akten des Migrationsamtes 301 und 

302). Anderseits wird – obwohl unbestritten ist, dass der frühere Ehemann noch bis 7. 

April 2009 zusammen mit seiner neuen Ehefrau und ihrem Kind bei der 

Beschwerdeführerin wohnte – geltend gemacht, die beiden Brüder hätten nie 

gleichzeitig bei der Beschwerdeführerin gewohnt (act. 12/4, Akten des Migrationsamtes 

386). Diese Unklarheit beschlägt nicht lediglich eine relativ kurze Zeitspanne, sondern 

die Grössenordnung von einem halben Jahr. Sie deutet darauf hin, dass sich der 

Beschwerdeführer zwar zuweilen in der Wohnung der Beschwerdeführerin aufhielt, 

jedoch der Zeitpunkt oder der Zeitraum, ab welchem der Beschwerdeführer dauerhaft 

bei der Beschwerdeführerin lebte, nicht festlegen lässt, mithin die Wohnverhältnisse 

des Beschwerdeführers sich wohl gar nie grundlegend geändert haben.

2.5.2. Obwohl die Beschwerdeführer angeblich ungefähr seit Sommer 2008 im gleichen 

Haushalt wohnen und bis 7. April 2009 der frühere Ehemann der Beschwerdeführerin in 

der gleichen Wohnung lebte (act. 12/4, Akten des Migrationsamtes 331), vermitteln die 

Beschwerdeführer noch im August 2010 den Eindruck, nichts davon zu wissen, dass 

es sich beim Beschwerdeführer und dem früheren Ehemann der Beschwerdeführerin 

um Brüder handelt ("Herr T.W., welcher ebenfalls aus Pakistan stammt"). Haben die 

beiden Männer gegenüber der Beschwerdeführerin ihre Verwandtschaft verschwiegen, 

deutet dies darauf hin, dass der Beschwerdeführer gleichermassen wie der frühere 

Ehemann zur Beschwerdeführerin kein Vertrauensverhältnis pflegte, wie es bei einer 

auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft zu erwarten ist. War der 

Beschwerdeführerin das Verwandtschaftsverhältnis bekannt, ist nicht nachvollziehbar, 

weshalb sie nicht spontan darauf hinwies. Auf ein distanziertes oberflächliches 

Verhältnis zwischen den Beschwerdeführern lässt auch schliessen, dass sie – obwohl 

sie geltend machten, im gleichen Haushalt zu leben – des Gesuch um Einleitung des 

Ehevorbereitungsverfahrens zunächst nicht gemeinsam unterzeichneten (act. 12/4, 

Akten des Migrationsamtes 327).

2.5.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Modell seiner Arbeitgeberin – 

befristete Anstellungen mit erneuter Einstellung nach einer Pause – führe zu Zeiten, in 

denen die Beziehung intensiver gelebt werden könne. Indessen lassen sich den Akten, 

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insbesondere aber auch den Antworten der Beschwerdeführer in der polizeilichen 

Befragung vom 30. September 2011, keine entsprechenden Hinweise entnehmen, 

obwohl die Beschwerdeführer geltend machen, bereits seit April 2009 zusammen zu 

wohnen und der Beschwerdeführer bereits damals bei dieser Arbeitgeberin angestellt 

war.

Trotz der für ihn in wirtschaftlicher Hinsicht und mit Blick auf eine Stabilisierung seines 

Aufenthalts in der Schweiz ungünstigen Anstellungspraxis seiner Arbeitgeberin sind 

keinerlei Bestrebungen des Beschwerdeführers dokumentiert, einen unbefristeten und 

näher beim Wohnort der Beschwerdeführerin liegenden Arbeitsplatz zu finden. Der 

Modus der befristeten Anstellung kommt vielmehr der konkreten Lebensführung des 

Beschwerdeführers entgegen, indem er die längeren Beschäftigungsunterbrüche 

offenkundig für Aufenthalte in seiner Heimat nutzt. Aus den Passeinträgen und den 

aktenkundigen Rückreisevisa ist jedenfalls zu schliessen, dass sich der 

Beschwerdeführer während den Beschäftigungsunterbrüchen jeweils in seinem 

Heimatland aufhält, so vom 21. Februar bis 23. März 2010 (act. 12/4, Akten des 

Migrationsamtes 349), vom 6. Februar bis 23. März 2011 (act. 12/4, Akten des 

Migrationsamtes 345), vom 7. März bis 15. April 2012 (act. 12/4, Akten des 

Migrationsamtes 545, möglicherweise wegen des laufenden Verfahrens lediglich für 

drei Wochen ausgestellt), vom 25. November bis 30. Dezember 2013 (act. 14) und vom 

3. März bis 7. April 2014 (act. 16). Dieses Verhalten deutet auf enge familiäre 

Beziehungen des Beschwerdeführers in seinem Heimatland hin. Die 

Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass sie ihren Ehemann auf einer dieser 

Reisen – wie der Beschwerdeführer für den Aufenthalt im Jahr 2012 behauptete – 

begleitet hätte.

Die Ausführungen darüber, wann der Beschwerdeführer – so er sich denn in der 

Schweiz aufhält – mit der Beschwerdeführerin zusammenlebt, sind sehr vage. Sie 

hinterlassen jedenfalls nicht den Eindruck, dass den Beschwerdeführern daran gelegen 

ist, möglichst oft ihr Leben miteinander zu teilen.

2.5.4. Das Vorgehen der beiden Brüder hinterlässt insgesamt den Eindruck, dass sie 

die Bereitschaft der Beschwerdeführerin zur Heirat ausnützten und ausnützen, um ein - 

gefestigtes – Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu erlangen. Der frühere Ehemann, der 

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sich im Übrigen ebenfalls mehrmals ferienhalber in Pakistan aufgehalten hatte, liess 

sich nach rund sieben Ehejahren – mithin nachdem er einen Anspruch auf eine 

Niederlassungsbewilligung erworben hatte (vgl. Art. 42 Abs. 3 AuG) – scheiden und 

heiratete umgehend eine Landsfrau, die er samt gemeinsamem Kind in die Schweiz 

nachzog (act. 12/4, Akten des Migrationsamtes 327). Der Beschwerdeführer hat sich in 

seiner ersten Ehe vergleichbar verhalten.

2.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin möglicherweise 

nicht beabsichtigte, mit dem Beschwerdeführer eine Scheinehe einzugehen, sondern 

die Ehe schloss, um mit ihm eine Lebensgemeinschaft zu bilden und ihm so auch den 

weiteren Aufenthalt in der Schweiz zu ermöglichen. Die Motivation für das Eingehen 

einer tatsächlichen Lebensgemeinschaft kann und darf nicht Gegenstand einer 

staatlichen Prüfung sein. Hingegen sprechen der zeitliche Ablauf und die Vorgeschichte 

des Beschwerdeführers sowie die Umstände, wie die Eheleute den Alltag leben, 

insgesamt dafür, dass jedenfalls der Beschwerdeführer die Ehe einzig mit Blick darauf 

einging, sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz nicht zu verlieren und nicht, um mit der 

Beschwerdeführerin ein gemeinsames Leben zu führen. An dieser Beurteilung der 

Indizienlage vermag nichts zu ändern, dass einzelnen Anhaltspunkten – wie 

beispielsweise dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin nie in die Heimat des 

Beschwerdeführers reiste, sie aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur wenig Freunde 

und Bekannte haben und Detailfragen zur Trauzeremonie und zur 

Wohnungseinrichtung möglicherweise nicht kongruent beantworteten – nur 

untergeordnete Bedeutung zugemessen werden kann. Die Vorinstanz ist 

dementsprechend zu Recht von einer Schein- oder Ausländerrechtsehe ausgegangen.

Die von den Beschwerdeführern ins Recht gelegten schriftlichen Bestätigungen führen 

ebenfalls nicht zu einer anderen Beurteilung. Soweit sie die Sicht der Kinder der 

Beschwerdeführerin wiedergeben, ist davon auszugehen, dass sie den – von der 

Realität abweichenden – Wunschvorstellungen ihrer Mutter entsprechen. Die 

schriftlichen Aussagen der in Horgen und Langnau wohnhaften Arbeitskollegen (act. 

6/5 und 6) des Beschwerdeführers stellen Gefälligkeitsaussagen dar, zumal die 

Beschwerdeführerin selbst angibt, sich nie an den Arbeitsort des Beschwerdeführers 

zu begeben (vgl. act. 12/4 Akten des Migrationsamtes 470/471, Antworten auf Fragen 

47 und 53 in der polizeilichen Befragung vom 30. September 2011). Eine Befragung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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dieser Personen als Zeugen würde lediglich zur mündlichen Bestätigung der 

schriftlichen Angaben führen, so dass sie unterbleiben kann. Gleiches gilt auch für eine 

persönliche Befragung der Beschwerdeführer, welche die Gelegenheit hatten, sich 

eingehend schriftlich unmittelbar und über ihren Rechtsvertreter zu äussern. Die 

Beweisanträge sind dementsprechend abzuweisen.

Insgesamt erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuweisen, soweit 

auf sie einzutreten ist.

3. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000 bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit ihrem in der gleichen Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                  Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Beda Eugster        Dr. Thomas Scherrer

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	Urteil Verwaltungsgericht, 16.04.2014
	Ausländerrecht, Familiennachzug, Scheinehe, Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG.Auch wenn die Beschwerdeführerin die Ehe in der Absicht, mit dem Beschwerdeführer eine Lebensgemeinschaft einzugehen, geschlossen haben sollte, sprechen der zeitliche Ablauf und die Vorgeschichte des Beschwerdeführers sowie die Umstände, wie die Eheleute den Alltag leben, insgesamt dafür, dass jedenfalls der Beschwerdeführer die Ehe einzig mit Blick darauf einging, sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz nicht zu verlieren und nicht, um mit der Beschwerdeführerin ein gemeinsames Leben zu führen (Verwaltungsgericht, B 2013/168).

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		2025-07-19T09:58:19+0200
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