# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c8a3db3-b363-55d9-aaa4-36b7b668c2e9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 07.11.2014 510 14 47 (510 2014 47)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-14-47_2014-11-07.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 7. November 2014 (510 14 47) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Aktienbewertung 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter Jörg Felix, Peter Sa-
lathe, Markus Zeller, Dr. L. Schneider, Gerichtsschreiberin I. Wissler 
 
 

Parteien A.  
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2012 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung vom 11. Dezember 2013 wurden die Pflichtigen zu einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 2‘831‘885.-- veranlagt. Dabei wurde der Wert der Aktien der B. 

AG auf Fr. 6‘870.-- pro Aktie festgelegt.  

 

 

2. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 erhoben die Pflichtigen vorsorglich Einsprache. Mit 

Begründung vom 2. Februar 2014 begehrten sie, der Wert der Aktien der B. AG sei auf Fr. 

3‘209.-- festzulegen. Zur Begründung führten die Pflichtigen aus, bei diesen Aktien handle es 

sich um Holding Aktien. Die B. AG beschäftige keine Angestellten. Die Aktien würden aus-

nahmslos und ausschliesslich unter privaten unabhängigen, im Unternehmen operativ tätigen 

Personen immer zum Substanzwert gehandelt, der von der externen und neutralen Revisions-

gesellschaft jährlich berechnet und verbindlich festgelegt werde. Der Beleg des letzten Handels 

zeige den gehandelten Wert pro Aktie von Fr. 3‘209.--. Der von der Steuerbehörde berechnete 

und eingesetzte Wert liege bei Fr. 6‘870.-- pro Aktie, also 114% über dem Handelswert. Die 

angewendete „Praxisformel“ tauge für eine Holding Gesellschaft, welche nur Aktien von Dienst-

leistungsfirmen halte nicht. Die Angabe in der Steuererklärung mit einem Aktienwert von Fr 

3‘209.-- sei korrekt wie mit den Handelsbelegen nachgewiesen werde. Seit 2000 würden die 

Partizipationsscheine und die Aktien immer zum Steuerwert entsprechend dem Substanzwert 

(Handelswert) veranlagt. Die bisherige Praxis sei beizubehalten und der Wert wieder auf Fr. 

3‘209.-- zu korrigieren. 

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 3. Juli 2014 wies die Steuerverwaltung die Einsprache 

ab. Zur Begründung führte sie aus, Verkehrswerte für nicht kotierte und nicht regelmässig vor- 

oder ausserbörslich gehandelte Wertpapiere seien zu schätzen. Für die Schätzung seien in der 

Regel die Richtlinien der Wegleitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die 

Vermögenssteuer, Kreisschreiben Nr. 28 der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) vom 28. 

August 2008 (im folgenden: KS 28) anzuwenden. Danach entspreche der Verkehrswert bei 

nicht kotierten Wertpapieren, für die keine Kursnotierungen bekannt seien dem inneren Wert. Er 

werde nach den Bewertungsregeln in der Regel als Fortführungswert berechnet. Privatrechtli-

che Verträge wie beispielsweise Aktionärsbindungsverträge, seien für die Bewertung unbeacht-

lich.  

 
 
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 Die Bewertung der Aktien der B. AG sei durch die Steuerverwaltung des Kantons C. 

(Sitz der B. AG) basierend auf dem KS 28 und dem Kommentar zum KS 28 der SSK erfolgt. 

Weil die B. Gruppe über einen revidierten Konzernabschluss verfüge, habe die zuständige Be-

wertungsstelle die Gesellschaft entsprechend dem Unternehmenszweck als Dienstleistungsge-

sellschaft bewertet und einen Unternehmenswert von Fr. 55‘322'546.-- bzw. einen Wert von Fr. 

6‘870.-- pro Aktie ermittelt. Dem Begehren um Reduktion des Aktienwertes auf den Handels-

wert könne nicht entsprochen werden.  

 

 

4. Mit Schreiben vom 27. Juli 2014 erhoben die Pflichtigen Rekurs und begehrten, der Ak-

tienwert der B. AG sei auf Fr. 3‘209.-- festzulegen. Zur Begründung führten sie aus, die Bewer-

tung der Aktie auf Grundlage der Berechnung entspreche in keiner Weise dem Verkehrswert. 

Die mit der Steuererklärung eingereichte Aufzeichnung des Aktienhandels würde die seit 2005 

gehandelten Preise belegen. Der für das Steuerjahr 2012 massgebende und erzielbare Preis 

habe Fr. 3‘209.-- betragen. Gemäss dem Kommentar 2013 der SSK zum KS 2008 gelte ein 

Handel mit nichtkotierten Wertpapieren als „regelmässig“, wenn zuverlässige Geld- oder Brief-

kurse bekannt seien. In quantitativer Hinsicht setze ein regelmässiger Handel eine gewisse 

Mindestzahl von Transaktionen voraus. Die Aufzeichnung des Aktienhandels belege, dass die 

Aktien unter den Aktionären der B. AG regelmässig gehandelt worden seien. 

 Der Verkehrswert der Aktie entspreche dem für das Steuerjahr 2012 ausgewiesenen 

inneren Wert, d.h. dem Substanzwert von Fr. 3‘209.--. Das ganze Aktienkapital der B. AG sei in 

den letzten 15 Jahren unter unabhängigen Privatpersonen mehr als 2.5-fach umgesetzt wor-

den. Daraus ergebe sich ein durchschnittliches Transaktionsvolumen von weit mehr als 10% 

p.a. Die Rekurrenten selber könnten jährlich Transaktionen vorweisen und damit laufend Ver-

kehrswerte belegen, welche nie im Bereich des vom Steueramt des Kantons C. für 2012 be-

rechneten Werts liegen würden.  

 Hiermit sei hinreichend begründet, dass der vom Steueramt des Kantons C. berechnete 

und von der Steuerverwaltung des Kantons Basellandschaft übernommene Steuerwert von Fr. 

6‘870.-- pro Aktie nicht dem Verkehrswert entspreche, der unter normalen Verhältnissen erzielt 

werden könne. Der in der Steuererklärung für das Steuerjahr 2012 deklarierte Wert von Fr. 

3‘209.-- pro Aktie entspreche somit dem effektiven und erzielten Verkehrswert und sei als 

Grundlage für die Berechnung der Vermögenssteuer des Aktienanteils heranzuziehen. 

 

 

 
 
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5. Mit Vernehmlassung vom 21. August 2014 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei-

sung des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, als Verkehrswert gelte der objektive 

Marktwert eines Vermögensobjektes. Dieser entspreche dem Preis, der bei einer Veräusserung 

im gewöhnlichen Geschäftsverkehr mutmasslich zu erzielen sei, den als ein unbefangener Käu-

fer bzw. ein fernstehender Dritter unter normalen Umständen zu zahlen bereit wäre. Die Bewer-

tung habe mithin nach rein objektiv-technischen Grundsätzen zu erfolgen; unmassgeblich sei 

dagegen die subjektiv-wirtschaftliche Betrachtungsweise. Der intern festgelegte Handelswert 

lasse einerseits den Ertragswert und andererseits die beschlossene, aber noch nicht ausge-

schüttete Dividende ausser Acht. Der durch die Revisionsstelle festgelegte Handelswert stelle 

mithin keinen objektiven Verkehrswert im Sinne des Steuergesetzes dar, sondern einen Wert, 

der vom Steuerpflichtigen rein subjektiv-wirtschaftlich betrachtet als den für ihn massgebenden 

Verkehrswert empfunden werde. Aktionärsbindungsverträge könnten als rein privatrechtliche 

Verträge jederzeit abgeändert oder aufgehoben werden. Würden Aktionärsbindungsverträge 

steuerlich beachtet, so würde das bedeuten, dass die Aktionäre den für sie massgebenden 

Vermögensteuerwert selber bestimmen könnten und zwar ungeachtet dessen, ob der im ABV 

festgelegte Wert marktorientiert zustande gekommen sei. Was die Partizipationsscheine anbe-

lange, so würden diese, anders als die Aktien, ausschliesslich zum intern festgelegten Han-

delswert (anteiliger Substanzwert) an die Arbeitgeberin veräussert. Ein Drittverkauf sei regle-

mentarisch ausgeschlossen.  

 

 

 

 

Das Steuergericht zieht  in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. 

 Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vor-

liegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und 

Richtern des Steuergerichts beurteilt. 

 Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist 

ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

 
 
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2. Strittig ist die für den Vermögenssteuerwert massgebliche Bewertung der Aktien der B. 

AG mit Sitz im Kanton C.. 

 

 a) Gemäss Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direk-

ten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) unterliegt der Ver-

mögenssteuer das gesamte Reinvermögen. Dabei wird das Vermögen gemäss § 42 Abs. 1 StG 

zum Verkehrswert bewertet. Als Verkehrswert für kotierte oder regelmässig vor- oder ausser-

börslich gehandelte Wertpapiere gilt gemäss § 46 Abs. 1 StG der Kurswert. Für nicht kotierte 

und nicht regelmässig vor- oder ausserbörslich gehandelte Wertpapiere ist der Verkehrswert zu 

schätzen (Abs. 2). Als Kurswert für Wertpapiere mit regelmässiger Notierung gilt gemäss § 15 

des Dekrets zum Steuergesetz vom 19. Februar 2009 der Schlusskurs des letzten Börsentages 

des Monats Dezember. Bei fehlenden Kursen wird auf den letzten verfügbaren Kurs abgestellt. 

Diese Kurse gelten als Steuerwert am 31. Dezember der jeweiligen Steuerperiode. Für die 

Schätzung des Verkehrswertes der nicht regelmässig vor- oder ausserbörslich gehandelten 

Wertpapiere sind in der Regel die im entsprechenden Kreisschreiben der Schweizerischen 

Steuerkonferenz aufgestellten Bewertungsrichtlinien anzuwenden (§ 15 Abs. 2 Dekret StG). 

 

 b) Der Verkehrswert im steuerrechtlichen Sinn ist nicht eine mathematisch exakt 

bestimmbare Grösse, sondern in der Regel ein Schätz- oder Vergleichswert (Entscheid des 

Bundesgerichts, 2C_504/2009 vom 15. April 2010, E. 3.3). Unter dem Verkehrswert ist im Steu-

errecht der Wert zu verstehen, der einem Vermögensgegenstand bei der Veräusserung im ge-

wöhnlichen Geschäftsverkehr beigemessen wird. Bei nicht kotierten Wertpapieren, für welche 

offizielle Kursnotierungen fehlen oder die nicht oder nur selten gehandelt werden, ist der Ver-

kehrswert aufgrund derjenigen Schätzungsgrundlagen zu ermitteln, welche die zuverlässigste 

Wertermittlung gestatten. Entsprechende Richtlinien enthielt zunächst die von der Konferenz 

staatlicher Steuerbeamter und der Eidgenössischen Steuerverwaltung herausgegebene "Weg-

leitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer" (Ausgabe 

1995; Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] Bd. 65, S. 872 ff., mit Änderung per 1. 

Januar 1999). In jüngerer Zeit wurde diese Wegleitung in das bereits oben erwähnte entspre-

chende KS Nr. 28 der SSK, welche die Rolle der Konferenz staatlicher Steuerbeamter über-

nommen hat, integriert (Version KS Nr. 28 vom 21. August 2006, für die Steuerperioden 2006 

und 2007 und Version vom 28. August 2008, gültig ab dem 1. Januar 2008; vgl. 

www.steuerkonferenz.ch). Schliesslich hat die Schweizerische Steuerkonferenz am 16. De-

zember 2010 auch einen Kommentar zum Kreisschreiben Nr. 28 veröffentlicht, der regelmässig 

http://www.steuerkonferenz.ch/?Dokumente

 
 
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aktualisiert wird (vgl. Entscheid des Steuergerichtshofs des Kantons Freiburg vom 25. Juli 2011 

607 2009-34, E. 2b). 

 

 c) Die Wegleitung bezweckt, im Lichte der Steuerharmonisierung zwischen den 

Kantonen betreffend die Vermögenssteuer, eine in der Schweiz einheitliche Bewertung von in-

ländischen und ausländischen Wertpapieren, die an keiner Börse gehandelt werden (vgl. KS Nr. 

28, Rz. 1). Die Berechnung des Verkehrswertes erfolgt durch den Sitzkanton der zu bewerten-

den Gesellschaft. Den in der Wegleitung formulierten Grundsätzen liegt allgemein der Gedanke 

zugrunde, dass der Verkehrswert erfahrungsgemäss vom bisherigen und zu erwartenden Ertrag 

in Form von Dividenden und anderen Gewinnanteilen sowie von der Ertragskraft der Gesell-

schaft abhängt und durch weitere Faktoren beeinflusst wird, wie beispielsweise durch das Ver-

mögen der Gesellschaft (Kapital, Reserven), die Liquidität der Unternehmung, Stabilität des 

Geschäftsbetriebes usw. Für die Bewertung ist jedoch nach Art der Unternehmungen zu unter-

scheiden. Die Wegleitung stützt sich insbesondere auf ein Gutachten, das eine von der Schutz-

organisation der privaten Aktiengesellschaften beauftragte Expertenkommission erarbeitet hat 

und welches auch in der Lehre und Praxis überwiegend zustimmend aufgenommen worden ist 

(Der Steuerentscheid [StE] 1997, B 22.2 Nr. 13, E. 3; StE 2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3).  

 

 d) Der Pflichtige gab u.a. zu bedenken, dass die angewendete Praxisformel für eine 

Holding Gesellschaft, welche nur Aktien von Dienstleistungsfirmen halte, nichts tauge.  

  Hierzu führte das Bundesgericht bereits mehrmals aus, beim KS Nr. 28 der 

Schweizerischen Steuerkonferenz handelt es sich um kein Bundesrecht im Sinne von Art. 95 

BGG. Die von den Verwaltungsbehörden veröffentlichten Broschüren, Kreisschreiben und 

Merkblätter stellen Verwaltungsverordnungen dar, d.h. generelle Dienstanweisungen, die sich 

an nachgeordnete Behörden oder Personen wenden und worin die Verwaltungen ihre Sichtwei-

se darlegen (Urteil 2C_711/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 2.2, in: StE 2012 B 26.21 Nr. 7, 

StR 68/ 2013 S. 384). Als solche bleiben sie für das Bundesgericht rechtlich unverbindlich (BGE 

139 V 122 E. 3.3.4 S. 125; 137 V 1 E. 5.2.3 S. 8 f.; 136 II 415 E. 1.1 S. 417; 133 II 305 E. 8.1 S. 

315; Urteil 2C_689/2011 vom 23. November 2012 E. 2.3.4).  

  Das Bundesgericht orientiert sich an solchen Kreisschreiben, sofern diese eine 

überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten (BGE 139 V 122 E. 3.3.4 S. 

125; 133 V 587 E. 6.1 S. 591; 133 II 305 E. 8.1 S. 315) und es sich um eine eher technische 

Materie von begrenzter Justiziabilität handelt. Eine solche Konstellation ist in steuerlichen Be-

wertungsfragen gegeben, weswegen das Bundesgericht in seiner Praxis das Kreisschreiben Nr. 

 
 
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28 jedenfalls im Bereich der Besteuerung natürlicher Personen regelmässig in seine Erwägun-

gen einbezieht (vgl. BGE 2C_309/2013 vom 18. September 2013, E. 3.5). 

 

 e) Die in der Schweiz bekannte Mittelwertmethode (Praktikermethode) errechnet 

den Unternehmenswert aus einem gewichteten Mittel von Substanzwert und Ertragswert (vgl. 

KS Nr. 28, Rz. 34). Obschon die Diversifikation der Methoden grundsätzlich positiv angesehen 

wird, ist unklar, wie der Substanz- und der Ertragswert präzise zu gewichten sind. Problema-

tisch ist ferner die Vernachlässigung immaterieller Vermögenswerte. Das beschriebene Verfah-

ren kommt vor allem bei Kleinunternehmen in der Schweiz aufgrund seiner einfachen Umsetz-

barkeit und der hohen Akzeptanz zur Anwendung (vgl. Der Schweizer Treuhänder, 9/2009, S. 

605; ausführlich: Carl Helbling, Unternehmensbewertung und Steuern, 9. A. Düsseldorf 1998, 

S. 132 und S. 167). 

3. a) Die Berechnung des Verkehrswerts von nichtkotierten Wertpapieren erfolgt in der 

Regel durch den Sitzkanton der zu bewertenden Gesellschaft (KS 28, RZ 3). Vorliegend wurde 

die B. AG mit Sitz im Kanton C. durch das Steueramt C. bewertet.  

  Die Veranlagungsbehörde ist nicht zwingend an die Bewertung der Aktien durch 

den Sitzkanton gebunden. Vermag sie jedoch keinen triftigen Grund für eine Abweichung er-

kennen, dann kann sie sich auf die ausserkantonale Bewertung abstützen. [KGr FR vom 

5.6.2009 = STE 2010 B 93.4 Nr. 6] (Kommentar zu KS 28, RZ 3). 

 

 b) Bei nichtkotierten Wertpapieren, für die keine Kursnotierungen bekannt sind, ent-

spricht der Verkehrswert dem inneren Wert. Er wird nach den Bewertungsregeln der vorliegen-

den Wegleitung in der Regel als Fortführungswert berechnet. Privatrechtliche Verträge wie bei-

spielsweise Aktionärbindungsverträge, welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträch-

tigen, sind für die Bewertung unbeachtlich (KS 28, RZ 2 Abs. 4; Peter Böckli, Schweizer Aktien-

recht, 4. Auflage, § 12 RN 572ff.).  

  Durch die Verwendung des Begriffs „innerer Wert“ wird zum Ausdruck gebracht, 

dass die Bewertung nicht von aussen (über den Markt vorgenommen wird, sondern dass der 

Wert der Wertpapiere ihrem anteiligen Wert am Unternehmen entspricht (Klöti-

Weber/Siegrist/Weber, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. A., Bern 2009, § 50 N 11). 

  Muss der Verkehrswert geschätzt werden, dann sind die Schätzungsgrundlagen 

so zu wählen, dass das Ergebnis der wirtschaftlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt. Die 

„Wegleitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer“ enthält 

solche Richtlinien. [BGr vom 8.10.1996 in ASA 66 484]. Aus Gründen der Rechtsgleichheit kann 

von dieser Wegleitung grundsätzlich nur dann abgewichen werden, wenn sich deren Anwen-

 
 
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dung als gesetzwidrig erweisen würde [VGr AR (01-75-I) vom 3.7.2002], bzw. wenn eine besse-

re Erkenntnis des Verkehrswerts dies gebietet [VGr ZH (SB.2007.00097) vom 14.5.2007] 

(Kommentar zu KS 28 RZ 1). 

 

 c) Ein Abweichen von einer schematischen Bewertung nicht kotierter Wertpapiere 

ist im Einzelfall zwar möglich, aber nur dann, wenn eine bessere Erkenntnis des Verkehrswer-

tes dies gebietet (vgl. StE 1988, B 72.13.22 Nr. 10, E. 2c; StE 1999 B 52.41 Nr. 2, E. 2a.aa; StE 

2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3b ff.), umso mehr, als, wie bereits unter E. 2a erwähnt, das baselland-

schaftliche Dekret auf die Bewertungsrichtlinien und damit auf das KS Nr. 28 verweist.  

 

 

4. Im Folgenden wird demnach zu untersuchen sein, ob es Gründe dafür gibt, die es recht-

fertigen, von der Bewertung des Sitzkantons C. der B. AG abzuweichen.  

 

 a) Der Pflichtige führte an der heutigen Verhandlung aus, dass ein Handel der Ak-

tien zu einem Wert, den eine externe neutrale Revisionsgesellschaft berechnet und verbindlich 

festgelegt habe, immer nur unter den Partnern der B. Gruppe stattgefunden habe und sich die 

Aktien immer zu 100% bei den Partnern befunden hätten. Ein Verkauf an Drittpersonen sei 

nicht erfolgt. Es sei unverständlich, dass mit dem Aktionärbindungsvertrag argumentiert werde, 

sei dieser doch unbeachtlich. Der vorliegend unter den Partnern gehandelte Wert entspreche 

dem Verkehrswert und sei ein objektiver Wert. Der Wert, den die Steuerverwaltung ermittelt 

habe entspreche hingegen lediglich einem fiktiven Wert, der bei einer Transaktion nicht erziel-

bar sei.  

 

 b) Hat eine massgebliche Handänderung unter unabhängigen Dritten stattgefunden, 

gilt als Verkehrswert der entsprechende Kaufpreis (vgl. KS Nr. 28, Rz. 2). 

 

 c) Nicht jeder Veräusserungspreis geht einer Formelbewertung vor. Voraussetzung 

einer steuerlich relevanten Preisbildung ist, dass tatsächlich ein Marktpreis gebildet wird und 

nicht andere Umstände die freie Preisbildung beeinflussen [VGr ZH (SB.2007.00097) vom 

14.05.2008]. Ein Aktienverkauf vom Vater an den Sohn kann nicht als unter unabhängigen Drit-

ten erfolgt betrachtet werden. Es darf jedoch vermutet werden, dass der Vater seinem bereits 

im Geschäft tätigen Sohn die Aktien nicht zu einem überhöhten Preis verkaufen würde. Aus 

diesem Grunde kann auch eine solche Handänderung durchaus für die Ermittlung des steuer-

lich massgebenden Verkehrswerts berücksichtigt werden [StRK TG (StRE 26/2008) vom 

 
 
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25.2.2008]. Die gleiche Überlegung ist bei Aktienverkäufen anzustellen, die im Rahmen einer 

familieninternen Nachfolgeplanung erfolgen [StRK TG (StRE 49/2009) vom 20.02.2009, bestä-

tigt in VGr TG (VG.2009.53) vom 8.7.2009 und in BGr (2C.504/2009) vom 15.4.2010]. Handän-

derungen zwischen Aktionären gelten als nicht unter unabhängigen Dritten erfolgt. [STRK BE 

(RKE 100 09 9641 + 100 09 9642) vom 15.9.2009]. Dies gilt insbesondere dann, wenn die 

Preisbildung nicht transparent und nicht nach einer wirtschaftlich anerkannten Methode zustan-

de gekommen ist [VGr LU (A 06 281) vom 24.1.2008]. Zwei einzelzeichnungsberechtigte Ver-

waltungsräte, die über die VR-Tätigkeit hinaus miteinander geschäftlich verbunden sind, gelten 

nicht als „unabhängige Dritte“ [VGr AR (01-75-I) vom 3. 7.2002] (vgl. Kommentar zu KS Nr. 28, 

Rz. 2). 

 

 d) Vorliegend wurden die Aktien seit dem Jahre 2005 kontinuierlich gehandelt. Je-

doch handelte es sich dabei immer um Personen, die als Partner an einer Weiterführung der B. 

AG interessiert waren und somit nicht um unabhängige Drittpersonen. Die Aktien der B. AG 

haben demzufolge einen gewissen stark eingegrenzten internen Kreis nie verlassen. Diesbe-

züglich ist auch auf den Aktionärbindungsvertrag zu verweisen, der einen Verkauf an aussen-

stehende Dritte ausdrücklich untersagt. Somit ist die Voraussetzung gemäss dem KS 28, dass 

der Handel der Aktien unter unabhängigen Dritten stattgefunden hat nicht erfüllt.  

 

Aus dem bisher ausgeführten folgt, dass keine Handänderungen unter unabhängigen Dritten 

stattgefunden haben. Auf die Prüfung des Erfordernisses der Massgeblichkeit ist somit nicht 

weiter einzugehen. Der von der Revisionsgesellschaft festgesetzte Aktienwert kann daher keine 

Geltung erlangen.  

 

 

5. Der Kanton C. ermittelte für die Aktien der B. AG einen Wert von Fr. 6’870.-- pro Aktie. 

 

 a) Bei der B. AG handelt es sich um eine Dienstleistungsgesellschaft. Der Unter-

nehmenswert ergibt sich dabei aus der zweimaligen Gewichtung des Ertragswertes und der 

einmaligen Gewichtung des Substanzwertes zu Fortführungswerten. Die Grundformel lautet: 

Unternehmenswert = [(2x Ertragswert + Substanzwert) : 3] (KS 28, RZ 34).  

 

 b) Gemäss den dem Gericht zur Verfügung stehenden Unterlagen beträgt der Er-

tragswert der B. AG, C. Fr. 67‘768‘551.-- und der Substanzwert Fr. 30‘430‘538.--. In Anwen-

dung der o.g. Formel ergibt sich folgende Berechnung: 

 
 
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2x (67‘768‘551.--) + 30‘430‘538.-- = 55‘322‘547.-- 

3 

 

  Bezogen auf einen Nennwert von Fr. 10.--, verfügt die Gesellschaft über 80'500 

Titel (7'000 Aktien à Fr. 100.-- und 10'500 PS à nom. Fr. 10.--), womit ein Kapitalanteil à nom. 

Fr. 10.-- einen Steuerwert von Fr. 687.24 bzw. eine Aktie à nom. Fr. 100.-- einen Steuerwert 

von Fr. 6'870.-- aufweist.  

 

 c) Die Überprüfung zeigt, dass der Kanton C. die Vorgaben des KS 28 umgesetzt 

und die Bewertung korrekt vorgenommen hat. Ein Grund zur Abweichung von dieser Bewertung 

ist vorliegend nicht ersichtlich. Es ist demzufolge festzustellen, dass die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft den durch den Kanton C. festgesetzten Wert der Aktien der B. AG zu 

Recht in die Veranlagung übernommen hat.  

 

 d) Schliesslich ist festzuhalten, dass aus der Tatsache, dass die Steuerverwaltung 

bislang die von der Revisionsgesellschaft errechneten Aktienwerte akzeptiert hat, sich die Re-

kurrenten nichts ableiten können. Die in einer früheren Steuerperiode getroffenen Taxationen 

entfalten zudem grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen. Vielmehr kann die 

Steuerbehörde im Rahmen jeder Neuveranlagung eines Steuerpflichtigen sowohl die tatsächli-

che als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich überprüfen und, soweit erforderlich, 

abweichend würdigen. In Rechtskraft erwächst jeweils nur die einzelne Veranlagung, die als 

befristeter Verwaltungsakt ausschliesslich für die betreffende Steuerperiode Rechtswirkungen 

entfaltet. Die späteren Veranlagungen sind daher jederzeit einer erneuten umfassenden Über-

prüfung zugänglich (vgl. Der Steuerentscheid [StE] 2003 B 72.14.2 Nr. 31 E. 4.2; vgl. auch 

BStPra, Bd. XVI, S. 468; Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 20. November 2009, 510 09 

36, E 6; [StGE] vom 01.03.2013, 510 12 81, E. 9; [StGE] vom 25.10.2013, 510 13 43, E. 4c un-

ter www.bl.ch/steuergericht). 

Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

 

6. Ausgangsgemäss sind den Rekurrenten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- aufzu-

erlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-

tungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 

  

http://www.bl.ch/steuergerichthttps:/www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
Seite 11   

Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 2. Den Rekurrenten werden gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in 

der Höhe von Fr. 800.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) auferlegt, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 3. Mitteilung an die Rekurrenten (1), die Gemeinde C. (1) und die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft (3). 

 
Steuergerichtspräsident: 
 
 
 
 
 
C. Baader 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 
 
I. Wissler