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**Case Identifier:** e45ad464-1373-5c3a-97db-3f38b287b448
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2017 100 2016 264
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-264_2017-08-07.pdf

## Full Text

100.2016.264U
HAT/ROC/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. August 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Röthlisberger Brandenburg

A.________
Verein, handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdeführer

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Polizei- und Militärdirektion, Kramgasse 20, 3011 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Beitrag aus dem Lotteriefonds an ein Pilotprojekt (Verfügung der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 17. August 2016; 
810'244)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2017, Nr. 100.2016.264U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der Verein «A.________» befasst sich mit Fragen, die sich aus dem 
Zusammenleben von Einheimischen und Migrantinnen und Migranten 
ergeben. Er koordiniert und unterstützt die Integrationsbemühungen von 
Migrantinnen und Migranten, fördert den Dialog zur Lösung von Problemen 
und setzt sich für die Erhöhung der Chancengleichheit ein. Mit Gesuch vom 
23. Mai 2016 beantragte der Verein A.________ bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM) einen Beitrag von «rund 
Fr. 50'000.--» aus dem Lotteriefonds an die mit insgesamt Fr. 94'100.-- 
veranschlagten Kosten der (fünfmonatigen) Startphase des (auf eine 
Laufzeit von drei Jahren ausgelegten) Pilotprojekts «B.________». Mit 
Verfügung vom 17. August 2016 wies die POM das Gesuch ab.

B.

Gegen diese Verfügung hat der Verein A.________ am 23. August 2016 
(Postaufgabe: 15.9.2016) Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und 
sinngemäss das Begehren gestellt, die Verfügung sei aufzuheben und es 
sei ihm ein Beitrag von Fr. 50'000.-- zuzusprechen. Gleichzeitig hat er ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt.

Mit Verfügung vom 16. September 2016 hat der Abteilungspräsident das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen.

Die POM schliesst mit Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2016 auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2017, Nr. 100.2016.264U 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 43 Abs. 1 des Lotteriegesetzes vom 
4. Mai 1993 [LotG; BSG 935.52]). Der Beschwerdeführer hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Ver-
fügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Lotteriegelder sind ausschliesslich für gemeinnützige oder wohl-
tätige Zwecke zu verwenden (vgl. Art. 3 und 5 des Bundesgesetzes vom 
8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten 
[SR 935.51; nachfolgend: LG] i.V.m. Art. 26 der Interkantonalen Verein-
barung vom 7. Januar 2005 über die Aufsicht sowie die Bewilligung und 
Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchge-
führten Lotterien und Wetten [nachfolgend: IVLW; BSG 945.4-1]). Jeder 
Einsatz von Lotteriegeldern setzt eine Rechtsgrundlage im Lotteriegesetz 
voraus (Art. 34 Abs. 1 LotG). Die von Swisslos überwiesenen Reinertrags-
anteile fallen in den Lotteriefonds (Art. 45 Abs. 1 LotG; vgl. auch Art. 36 
Abs. 1 LotG). Die Mittel aus dem Lotteriefonds werden einerseits (direkt) für 
die in Art. 46 Abs. 2 LotG aufgeführten Zwecke verwendet, namentlich für 
kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen und Publikationen, Denkmal-
pflege, Heimat-, Natur- und Umweltschutz, Katastrophen- und Entwick-
lungshilfe sowie für (weitere) gemeinnützige und wohltätige Vorhaben; an-
dererseits werden damit der Sportfonds und der Kulturförderungsfonds 

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gemäss der Kulturförderungsgesetzgebung gespeist (vgl. Art. 45 
Abs. 2 LotG; zum Ganzen BVR 2013 S. 183 E. 2.1, 2012 S. 109 
E. 2.1 f., 2012 S. 121 E. 3.1 ff.).

2.2 Der Lotteriefonds wird von der POM verwaltet (Art. 46 Abs. 1 LotG). 
Sie beschliesst über die Ablehnung von Gesuchen und im Rahmen ihrer 
Finanzkompetenz über die Bewilligung von Beiträgen (Art. 42 Abs. 1 LotG). 
Die Verwendung von Lotteriegeldern zur Erfüllung öffentlich-rechtlicher 
gesetzlicher Verpflichtungen von Gemeinwesen oder von Privaten ist aus-
geschlossen (Art. 34 Abs. 2 LotG); Vorhaben, die nach der Gesetzgebung 
aus ordentlichen Mitteln eines Gemeinwesens unterstützt werden können, 
dürfen indes mit Lotteriegeldern (mit)finanziert werden, soweit das Gesetz 
das Gemeinwesen nicht zur Übernahme der Kosten verpflichtet (Art. 34 
Abs. 3 LotG). Die Ausrichtung eines Beitrags wird in der Regel von einer 
möglichst breit abgestützten Finanzierung und angemessenen Eigen-
leistungen abhängig gemacht (Art. 48 Abs. 3 LotG). Wiederkehrende Leis-
tungen sowie Beiträge an den Betrieb von Einrichtungen werden grund-
sätzlich nicht gewährt (vgl. Art. 48 Abs. 4 LotG). Ergänzend sind in Art. 35 
der Lotterieverordnung vom 20. Oktober 2004 (LV; BSG 935.520) weitere 
Grundsätze für die Ausrichtung von Beiträgen aus dem Lotteriefonds fest-
gelegt: So sind Mittel aus dem Lotteriefonds in erster Linie für Vorhaben mit 
bleibendem Wert einzusetzen (Art. 35 Abs. 1 LV). Starthilfebeiträge werden 
dementsprechend nur gewährt, wenn die Fortführung des Vorhabens ge-
sichert ist (vgl. Art. 35 Abs. 3 LV). Der Beitragssatz beträgt in der Regel 
maximal 40 Prozent der anrechenbaren Kosten, wobei für Vorhaben von 
kantonaler Bedeutung der Beitragssatz erhöht werden kann (vgl. Art. 35 
Abs. 4 LV).

2.3 In dem von der POM erlassenen «Merkblatt für Gesuchsteller zur 
Einreichung von Beitragsgesuchen an den Lotteriefonds» (nachfolgend: 
Merkblatt; einsehbar unter: <http://www.pom.be.ch>, Rubriken «Lotterie- 
und Sportfonds/Lotteriefonds/Gesuchseinreichung») werden diese Bestim-
mungen wie folgt konkretisiert:

«Grundsatz:

Der Lotteriefonds unterstützt einmalig besondere Vorhaben (Projekte) 
von gemeinnützigen oder wohltätigen Organisationen, die einer mög-
lichst breiten Öffentlichkeit zu Gute kommen, zeitlich befristet und in-

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haltlich klar definiert sind und für deren Umsetzung der Gesuchsteller 
auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Allgemeines:

- […]

- Das Vorhaben muss einem der gesetzlichen Zuwendungsbereiche 
zugeordnet werden können: Kultur – Denkmalpflege – Heimat-
schutz – Naturschutz – Umweltschutz – Katastrophenhilfe – Ent-
wicklungshilfe – Wissenschaft – Tourismus – öffentlicher Verkehr – 
Wirtschaftsförderung – gemeinnützige und wohltätige Vorhaben.

- Gesuchsteller: Es werden Stiftungen und Vereine unterstützt. 
Öffentlich-rechtliche Körperschaften können unterstützt werden, 
sofern das Vorhaben nicht zu den von Gesetzes wegen zu er-
füllenden Aufgaben gehört (öffentlich-rechtliche Verpflichtungen). 
Grundsätzlich nicht unterstützt werden gewinnorientierte Unter-
nehmungen (AGs, GmbHs) und Vorhaben von Privatpersonen.

- [...]

- Beiträge werden an Vorhaben von bleibendem Wert ausgerichtet. 

[…]

Berechnung des Beitrages:

- Der Lotteriefonds unterstützt Vorhaben subsidiär. Der Gesuch-
steller muss eine möglichst breit abgestützte Finanzierung und an-
gemessene Eigenleistungen vorweisen können (Finanzierungs-
plan).

- [...]

- Anrechenbare Kosten: Grundsätzlich sind die dem Gesuchsteller 
extern entstehenden Kosten für ein Vorhaben von bleibendem Wert 
anrechenbar. Nicht anrechenbar sind interne Personal- und Sach-
kosten, Werbe- und Marketingkosten, Kosten für den Kauf von 
Grundstücken und Liegenschaften, allgemeine Betriebskosten, 
Gebühren sowie Kosten für den laufenden Unterhalt von Ge-
bäuden. […].»

2.4 Auf die Ausrichtung von Beiträgen aus dem Lotteriefonds besteht 
kein Rechtsanspruch (vgl. Art. 27 IVLW; Art. 34 Abs. 5 LotG). Sind die Vor-
aussetzungen bzw. Bedingungen für eine Beitragsgewährung im Einzelfall 
erfüllt, entscheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermes-
sen, ob und wenn ja in welcher Höhe ein Beitrag aus dem Lotteriefonds 
ausgerichtet wird (sog. Entschliessungs- und Rahmenausfüllungs-
ermessen). Die massgebenden Rechtsnormen legen mithin nur bestimmte, 
für die Gesuchsbeurteilung bedeutsame Kriterien und Gesichtspunkte fest, 
ohne dass eine behördliche Verpflichtung besteht, bei Erfüllung dieser An-
forderungen dem Gesuch zu entsprechen (BVR 2013 S. 183 E. 2.1, 2012 
S. 109 E. 2.4, 2012 S. 121 E. 3.6, je mit Hinweisen).

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3.

3.1 Nach eigenen Angaben möchte der Beschwerdeführer mit dem 
Pilotprojekt «B.________» Migrantinnen und Migranten, die im Familien-
nachzug in die Schweiz gelangt sind und aufgrund ihres Ausbildungsstands 
oder fehlender Anerkennung ihrer Ausbildung sowie sprachlicher Schwie-
rigkeiten keine Anstellung finden, die berufliche Integration ermöglichen; 
angestrebt wird eine Festanstellung im regulären Arbeitsmarkt. Während 
der dreijährigen Pilotphase sollen rund 90 Personen vorab in der Gast-
ronomie oder im Gesundheitswesen ein einjähriges bezahltes Praktikum 
absolvieren und dabei einen fachlichen Grundkurs besuchen sowie regel-
mässigen Deutschunterricht erhalten. Hierfür will der Beschwerdeführer 
direkt mit Betrieben und Institutionen aus der Privatwirtschaft zusammen-
arbeiten. Er ist überzeugt, dass einerseits in vielen Bereichen der Privat-
wirtschaft eine ungedeckte Personalnachfrage besteht und anderseits ein 
Grossteil der Migrantinnen und Migranten situationsbedingt keine Arbeit 
findet. Mit dem Projekt «B.________» sollen für beide Seiten Vorteile ge-
schaffen werden (vgl. Beitragsgesuch, in Vorakten POM [act. 4A] 
pag. 4 ff.). Geplant ist namentlich, dass der Beschwerdeführer die ge-
eigneten Personen rekrutiert, während die mit ihm vertraglich verbundenen 
Restaurationsbetriebe Praktikumsplätze zur Verfügung stellen und der 
Arbeitgeberverband für Restauration und Hotellerie (GastroBern) die fach-
lichen Grundkurse durchführt (vgl. Vereinbarungen vom 18.7.2016 mit 
GastroBern und beispielhaft vom 8.9.2016 mit einem Restaurant; Be-
schwerdebeilagen [BB] 3 und 4).

3.2 Die POM hat das Beitragsgesuch mit der Begründung abgewiesen, 
das Pilotprojekt sei nicht gemeinnützig, da nur wenige Personen davon 
profitieren könnten. Weiter wolle es öffentliche Aufgaben erfüllen, zumal 
eine Verpflichtung der öffentlichen Hand zur Arbeitsintegration von Migrant-
innen und Migranten bereits aufgrund der Sozialhilfegesetzgebung be-
stehe. Ferner sei die Fortführung des Vorhabens mangels konkreter Ver-
einbarungen mit Ausbildungsbetrieben nicht gesichert. Schliesslich stellten 
die ausgewiesenen Kosten überwiegend Lohn- und Lohnnebenkosten dar, 
die nach konstanter Praxis nicht beitragsberechtigt seien. – Der Beschwer-

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deführer macht hingegen geltend, das Projekt «B.________» erfülle sämt-
liche Voraussetzungen für eine Beitragsgewährung. 

4.

Zunächst bringt der Beschwerdeführer vor, die POM habe das Projekt zu 
Unrecht als nicht gemeinnützig erachtet. 

4.1 Einnahmen aus Lotterien dürfen ausschliesslich für gemeinnützige 
oder wohltätige Zwecke verwendet werden (vorne E. 2.1). Gemäss 
Art. 26 IVLW bestimmen die Kantone die Kriterien, die die Verteilinstanz für 
die Unterstützung gemeinnütziger und wohltätiger Projekte anwenden 
muss. Betreffend die im Lotteriefonds verbleibenden Mittel hat der kanto-
nale Gesetzgeber in Art. 46 Abs. 2 LotG mögliche Verwendungszwecke 
aufgeführt. Die Vielfalt der namentlich genannten unterstützungswürdigen 
Vorhaben zeigt auf, dass im kantonalen Lotterierecht die Begriffe der Ge-
meinnützigkeit und Wohltätigkeit weit zu verstehen sind (vgl. auch hinten 
E. 4.3). Dieses Begriffsverständnis ist mit den Vorgaben des LG vereinbar. 
Der historische Gesetzgeber wollte den Kantonen insbesondere in Bezug 
auf die Umschreibung des gemeinnützigen und wohltätigen Zwecks, bei 
der Auswahl der verschiedenen unterstützungswürdigen Vorhaben und bei 
der Bemessung der Höhe der Ausgaben die nötige Freiheit belassen (vgl. 
Botschaft des Bundesrats zum Entwurfe eines Bundesgesetzes betreffend 
die Lotterien und lotterieähnlichen Unternehmungen [nachfolgend: Bot-
schaft LG], in BBl 1918 IV 333 ff., 345; BGer 1C_493/2009 vom 3.3.2010, 
in ZBI 2010 S. 693 E. 7.4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 118 Ia 46 E. 5c). 
Begrenzt wird dieser Spielraum bei der Interpretation der Gemeinnützigkeit 
und der Wohltätigkeit lediglich durch das Verbot, Lotterien zu fiskalischen 
Zwecken durchzuführen. Lotteriegelder dürfen daher nicht zur Erfüllung 
öffentlich-rechtlicher gesetzlicher Verpflichtungen verwendet werden, d.h. 
für die Finanzierung von Aufgaben, deren Erfüllung dem Kanton gesetzlich 
vorgeschrieben ist (Willy Stähelin, Das Bundesgesetz betreffend die 
Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten vom 8. Juni 1923 als Straf-
gesetz, Diss. Zürich 1941, S. 146 f.; zum Ganzen VGE 2016/136 vom 
23.3.2017 E. 4.1).

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4.2 Für die Auslegung und Abgrenzung der unbestimmten Begriffe der 
Gemeinnützigkeit und Wohltätigkeit lassen sich den Materialien zum LG 
nur wenige Hinweise entnehmen. Im bundesrätlichen Entwurf zum LG war 
nur von Gemeinnützigkeit die Rede. Die «wohltätigen Zwecke» wurden erst 
im Ständerat auf Antrag der vorberatenden Kommissionen ins Gesetz auf-
genommen, um auch die Fälle erfassen zu können, bei denen es um die 
Unterstützung einer einzelnen oder einzelner in Not geratener Personen 
(z.B. Kunstschaffende) geht (Sten. Bull. S 1921 S. 82; Botschaft LG, 
S. 358; Georg Müller, Aktuelle Rechtsfragen des Lotteriewesens, in 
ZBI 1988 S. 141 ff., 150 f. mit Hinweisen). Mit Blick auf die Entstehungs-
geschichte lassen sich die beiden Begriffe (wenn überhaupt) insofern von-
einander abgrenzen, als die Gemeinnützigkeit den Oberbegriff bildet, der 
sich auf das Gemeinwohl, d.h. auf die Hebung des geistigen und sittlichen 
Wohls, die Förderung idealer Bestrebungen im Interesse der Allgemeinheit 
bezieht, während sich die Wohltätigkeit auf einen engeren Personenkreis 
beschränken kann und die Milderung der Notlage von Einzelnen oder ein-
zelner Gruppen von Bedürftigen bezweckt (vgl. Georg Müller, a.a.O., 
S. 150 mit Hinweis auf Hans-Rudolf Kurz, Bemerkungen zum Begriff der 
«Gemeinnützigkeit» im Sinne des Bundesratsbeschlusses vom 28. Februar 
1941 über Sammlungen zu wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken, in 
Schweizerische Zeitschrift für Gemeinnützigkeit 1944 S. 253 ff., 258 mit 
Hinweisen). Mit gemeinnützigen und wohltätigen Zwecken sind im Lotterie-
recht demnach Vorhaben gemeint, die uneigennützig sind und damit nicht 
den persönlichen Interessen der Beteiligten, sondern der Förderung der 
Allgemeinheit oder der Milderung der Notlage eines eingeschränkteren 
Destinatärkreises dienen (vgl. Georg Müller, a.a.O., S. 151 f. mit Hin-
weisen; zum Ganzen VGE 2016/136 vom 23.3.2017 E. 4.2).

4.3 Von dieser Begriffsdefinition und -abgrenzung scheint auch der 
kantonale Gesetzgeber auszugehen. In Bezug auf die Verwendung der 
Mittel aus dem Lotteriefonds hat er den Begriff der Wohltätigkeit jedoch 
insofern eingeschränkt, als die Unterstützung von Einzelpersonen ausge-
schlossen bleiben soll, weshalb sich bedürftige Einzelpersonen an die je-
weiligen Institutionen wenden müssen (Vortrag der Polizeidirektion betref-
fend das Lotteriegesetz, in Tagblatt des Grossen Rates 1992, Beilage 63, 
S. 11). Die nicht abschliessende Auflistung zulässiger Verwendungszwecke 

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in Art. 46 Abs. 2 LotG endet mit dem Hinweis auf (weitere) gemeinnützige 
und wohltätige Vorhaben, Institutionen und Vereine (Bst. m). Die weite ge-
setzliche Umschreibung der Verwendungszwecke steht einer ein-
schränkenden Konkretisierung des Begriffs der Gemeinnützigkeit, wie sie 
die POM vornimmt, entgegen. Es kann nicht generell verlangt werden, dass 
ein mit Geldern aus dem Lotteriefonds finanziertes Vorhaben unmittelbar 
einer breiten Öffentlichkeit dienen bzw. zu einer unmittelbar erkennbaren 
Förderung der Allgemeinheit führen muss, um als gemeinnützig anerkannt 
zu werden. So profitiert von der «Verkehrswerbung und Förderung des 
Tourismus» (Bst. i) unmittelbar nur eine begrenzte Anzahl Unternehmen 
und im Tourismus tätige Personen, mittelbar kommen diese Investitionen 
jedoch einer grösseren Allgemeinheit zugute. Dasselbe gilt für die «allge-
meine regionale Wirtschaftsförderung» (Bst. l). Von Publikationen und wis-
senschaftlichen Projekten (vgl. Bst. h) profitiert die breite Öffentlichkeit oft 
auch nur mittelbar, richten sich diese – selbst wenn sie wie verlangt von 
allgemeinem Interesse sind – nicht selten an ein bestimmtes Fach-
publikum. Weiter kann je nach Art einer kulturellen Veranstaltung oder 
Publikation (vgl. Bst. a) auch bei diesem Verwendungszweck der Kreis der 
unmittelbar Interessierten auf eine begrenzte Anzahl Personen beschränkt 
sein. Trotzdem handelt es sich dabei um gemeinnützige Vorhaben. Dass 
der kantonale Gesetzgeber die Gemeinnützigkeit im Lotterierecht weit 
verstanden haben will und ein begrenzter (unmittelbarer) Destinatärkreis 
die Gemeinnützigkeit nicht von vornherein ausschliesst, zeigen nicht zuletzt 
die möglichen Verwendungszwecke von Lotteriegeldern, die über den 
Sportfonds an einzelne Sportvereine ausbezahlt werden (z.B. Beiträge für 
die Anschaffung von Sportmaterial, Förderbeiträge an den Leistungssport, 
Beiträge für Veranstaltungen und Wettkämpfe; vgl. Art. 9 ff. der Sportfonds-
verordnung vom 24. März 2010 [SpfV; BSG 437.63]; vgl. auch Vortrag des 
Regierungsrats zur Änderung des Lotteriegesetzes, in Tagblatt des 
Grossen Rates 2011, Beilage 10, S. 4 f. Ziff. 3.2). Dasselbe weite Begriffs-
verständnis muss auch bei der Anwendung von Art. 46 Abs. 2 Bst. m LotG 
beachtet werden. Es ginge nicht an, denselben Begriff hier anders zu kon-
kretisieren als im übrigen Lotterierecht (zum Ganzen VGE 2016/136 vom 
23.3.2017 E. 4.3 und 4.6).

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4.4 Das geplante Pilotprojekt richtet sich nur an Migrantinnen und 
Migranten, also an eine spezifische Bevölkerungsgruppe. Nach dem Ge-
sagten schliesst dieser Umstand für sich allein eine Beitragsgewährung 
indes nicht aus. Allerdings hat die POM erwogen, selbst innerhalb dieser 
spezifischen Gruppe käme das Angebot, das offenbar auf insgesamt 
90 Personen innert drei Jahren ausgelegt ist, nur einem kleinen Teil zu-
gute. Letztlich muss mit Blick auf die folgenden Erwägungen nicht ab-
schliessend geklärt werden, ob das Projekt «B.________» als 
gemeinnützig zu qualifizieren ist. Ebenso offenbleiben kann, ob es 
wohltätig ist.

5.

5.1 Die POM hat weiter erwogen, dass das Pilotprojekt eine öffentliche 
Aufgabe betreffe, zu deren Erfüllung das Gemeinwesen (bzw. die Gesund-
heits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern [GEF]) gestützt auf die 
Sozialhilfegesetzgebung verpflichtet sei (angefochtene Verfügung E. II/3). 
In ihrer Beschwerdeantwort hat sie weiter ausgeführt, die GEF stelle ein 
Integrationsprogramm zur Verfügung und fördere gestützt auf die kantonale 
Integrationsgesetzgebung unter anderem die berufliche und sprachliche 
Integration der aus dem Ausland zuziehenden Personen mit besonderen 
Massnahmen. Ausserdem könne namentlich für Projekte in diesem Bereich 
bei der GEF um eine Anschubfinanzierung ersucht werden. Der Beschwer-
deführer habe denn auch mit der GEF und der Erziehungsdirektion des 
Kantons Bern (ERZ) Leistungsverträge abgeschlossen, was das Vorliegen 
einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung belege (Beschwerdeantwort S. 2). 
– Der Beschwerdeführer wendet ein, die POM habe fälschlicherweise auf 
eine öffentliche Aufgabe geschlossen; das Projekt beschlage einen Be-
reich, der gerade nicht vom bestehenden öffentlich-rechtlichen Leistungs-
angebot abgedeckt sei.

5.2 Die Verwendung von Lotteriegeldern zur Erfüllung öffentlich-
rechtlicher Verpflichtungen von Gemeinwesen ist gesetzlich ausge-
schlossen (vorne E. 2.2). Hierzu kann den Materialien zu Art. 34 Abs. 2 und 
3 LotG entnommen werden, dass beispielsweise keine Lotteriegelder zur 

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Finanzierung von Schulräumen, Strassen oder Verwaltungsgebäuden des 
Kantons oder von Gemeinden eingesetzt werden dürfen. Hingegen 
schliesst die Regelung die Gewährung von Beiträgen aus Lotteriegeldern 
dort nicht aus, wo das Gesetz nur eine fakultative oder eine beschränkte 
Subventionierung von Vorhaben aus ordentlichen Mitteln vorsieht (z.B. 
Kultur, Naturschutz, Wissenschaft, öffentlicher Verkehr, Wirtschafts-
förderung). Auch Beiträge an Amtsstellen für Projekte, die sonst mangels 
finanzieller Mittel nicht verwirklicht werden könnten (z.B. Ausgrabungen, 
Ausstellungen), sind nicht ausgeschlossen. Die Abgrenzung im Einzelfall ist 
nicht einfach, kann aber nicht generell-abstrakt normiert werden, sondern 
muss im Rahmen der Rechtsanwendung im Einzelfall erfolgen (BVR 2012 
S. 109 E. 3.3 mit Verweis auf den Vortrag LotG S. 10; vgl. auch BGer 
1C_493/2009 vom 3.3.2010, in ZBl 2010 S. 693 E. 7.4). Von der Erfüllung 
einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung ist aber jedenfalls dann auszuge-
hen, wenn die Finanzierung von Aufgaben in Frage steht, deren Erfüllung 
dem Gemeinwesen gesetzlich vorgeschrieben ist, wie z.B. das Erstellen 
von Schulhäusern (VGE 2013/321 vom 18.2.2014 E. 5.1; 
BGer 1C_493/2009 vom 3.3.2010, in ZBl 2010 S. 693 E. 7.4).

5.3 Es ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer öffentliche Auf-
gaben übertragen worden sind. Beispielsweise ist er von der GEF gestützt 
auf Art. 7 Abs. 4 des Gesetzes vom 25. März 2013 über die Integration der 
ausländischen Bevölkerung (Integrationsgesetz, IntG; BSG 124.1) mit der 
Führung der Ansprechstelle für die Integration im Perimeter … betraut 
worden. Weiter nimmt er für die ERZ gestützt auf einen Leistungsvertrag 
nach Art. 36 f. des Gesetzes vom 14. Juni 2005 über die Berufsbildung, die 
Weiterbildung und die Berufsberatung (BerG; BSG 435.11) Aufgaben wahr. 
Weil er damit öffentliche Zwecke verfolgt, hat ihn die Steuerverwaltung des 
Kantons Bern ab 1. Januar 2014 von der Steuerpflicht befreit (Verfügung 
vom 24.2.2016 [BB 6]; vgl. Art. 83 Abs. 1 Bst. g des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] i.V.m. Art. 11 der Verordnung 18. Oktober 
2000 über die Steuerbefreiung juristischer Personen [SBV; BSG 661.261]; 
BVR 2008 S. 320 E. 3.1). Nach dem Gesagten steht die Erfüllung 
öffentlicher Aufgaben der Gewährung eines Beitrags aus dem Lotteriefonds 
indes nur dann entgegen, wenn sie dem Gemeinwesen gesetzlich 
vorgeschrieben ist; ist eine Subventionierung des Vorhabens mit 

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ordentlichen Staatsmitteln bloss möglich, greift das Verwendungsverbot 
gemäss Art. 5 Abs. 2 LG i.V.m. Art. 34 Abs. 2 und 3 LotG nicht, was 
namentlich bei Projekten zutreffen kann, die über gesetzlich 
vorgeschriebene Leistungen hinausgehen (vgl. BVR 2012 S. 109 E. 3.4). 
Wie es sich damit verhält, ist wie erwähnt jeweils im konkreten Einzelfall zu 
prüfen (vorne E. 5.2). Hier haben immerhin verschiedene Behörden dem 
Beschwerdeführer bestätigt, dass mit seinem Pilotprojekt bzw. dessen 
Fokussierung auf den Familiennachzug eine im öffentlichen Integ-
rationsangebot bestehende Lücke geschlossen werden könnte (Schreiben 
der Fachbereichsleiterin Migration des Sozialamts der GEF vom 8.6.2016 
[act. 4A pag. 29], Schreiben des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums 
[RAV] Emmental-Oberaargau vom 20.6.2016 [act. 4A pag. 30] und E-Mail 
der Leiterin des Kompetenzzentrums Integration der Stadt Bern vom 
14.6.2016 [act. 4A pag. 31]). Es erscheint deshalb möglich, dass eine 
Unterstützung des Projekts nicht unter das Verwendungsverbot fallen 
würde. Letztlich kann diese Frage jedoch ebenfalls offenbleiben.

6.

6.1 Entsprechend dem Grundsatz, die beschränkten Mittel des Lotterie-
fonds primär für Vorhaben mit bleibendem Wert einzusetzen (Art. 35 Abs. 1 
LV), sieht Art. 35 Abs. 3 LV vor, dass Starthilfebeiträge nur gesprochen 
werden, falls die Fortsetzung des Vorhabens gesichert ist (vorne E. 2.2). 
Die POM hat erwogen, dies treffe für das Projekt «B.________» nicht zu. 
Damit dessen Fortführung über den Pilotversuch hinaus gesichert wäre, 
müssten Bedarf, Akzeptanz und Finanzierungsmöglichkeiten erstellt sein. 
Hier lägen indes keine konkreten Vereinbarungen vor, aus denen sich die 
künftige Zusammenarbeit mit privaten Partnern ergebe (angefochtene 
Verfügung E. II/2). – Der Beschwerdeführer räumt zwar ein, dass im Zeit-
punkt der Gesuchseinreichung noch keine verbindlichen Verträge vorlagen. 
Mittlerweile habe er aber (mehrere) Vereinbarungen mit Gastronomie-
betrieben schliessen können und es stünden weitere Zusagen in Aussicht. 
Zudem habe GastroBern in einem Newsletter für das Pilotprojekt geworben 
und zur Teilnahme ermuntert. Das Projekt habe am 1. September 2016 in 
einem Betrieb mit ersten Praktikantinnen und Praktikanten gestartet wer-

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den können, womit «dieses Argument […] ebenfalls hinfällig» sei (Be-
schwerde S. 3 unten).

6.2 Mit der Frage, ob die «Fortführung des Vorhabens» im Sinn von 
Art. 35 Abs. 3 LV «gesichert» sei, liegt die Auslegung unbestimmter 
Rechtsbegriffe im Streit. Deren Anwendung hat das Verwaltungsgericht 
grundsätzlich einer einzelfallbezogenen Rechtskontrolle zu unterziehen 
(vgl. vorne E. 1.2). Allerdings vermitteln solch offene Normierungen der 
zuständigen Verwaltungsbehörde einen zu respektierenden Beurteilungs-
spielraum. Denn eine umfassende verwaltungsgerichtliche Rechtskontrolle 
scheiterte vorab am fehlenden Überblick über die gesamte Beitragspraxis, 
unter Umständen aber auch an fachtechnischem Wissen in Einzelfragen. 
Entsprechend hat das Verwaltungsgericht seine diesbezügliche Prüfungs-
dichte zu reduzieren. Im Licht der Zuständigkeitsabgrenzung zwischen 
Verwaltung und Gericht ist lediglich zu prüfen, ob sich die Behörde bei der 
Auslegung von sachlichen Überlegungen hat leiten lassen und ob der auf 
ihrer wertenden Teilkonkretisierung beruhende Entscheid namentlich unter 
dem Gesichtswinkel des Rechtsgleichheitsgebots als vertretbar erscheint 
(BVR 2012 S. 121 E. 4.1.1 f., 2012 S. 109 E. 3.2).

6.3 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass für das Angebot 
des Beschwerdeführers ein gewisser Bedarf besteht und dass das Pilot-
projekt – jedenfalls bei den Behörden – auf Akzeptanz stösst: Es wird von 
der Fachbereichsleiterin Migration des Sozialamts der GEF auf Anfrage 
des Beschwerdeführers ausdrücklich begrüsst, weil das bestehende Integ-
rationsangebot eine Lücke aufweise bezüglich der Integration von im Fami-
liennachzug eingereisten Personen in den Arbeitsmarkt (Schreiben vom 
8.6.2016 [act. 4A pag. 29]). Der Leiter des RAV Emmental-Oberaargau ist 
seinerseits der Auffassung, mangelnde Deutschkenntnisse und fehlende 
Berufserfahrung bildeten die Haupthindernisse für den Einstieg von 
Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt; er erhofft sich deshalb 
vom Projekt einen positiven Effekt und will es insofern unterstützen, als er 
beim RAV angemeldete Personen darauf aufmerksam macht (Schreiben 
vom 20.6.2016 [act. 4A pag. 30]). Weiter stellt die Leiterin des Kompetenz-
zentrums Integration der Stadt Bern in Aussicht, eine finanzielle Unter-
stützung des Projekts zu prüfen (E-Mail vom 14.6.2016 [act. 4A pag. 31]). 

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Aus einer Vereinbarung mit GastroBern vom 18. Juli 2016 ergibt sich so-
dann, dass dieser zugesagt hat, die praxisbezogene Schulung der Prakti-
kantinnen und Praktikanten in gastgewerblichen Themen zu übernehmen 
(BB 3; vgl. auch Infomail 6 vom 4.8.2016 [BB 2]). 

6.4 Damit die Fortführung als gesichert gilt, muss nach der Praxis der 
POM allerdings auch aufgezeigt werden können, wie das Pilotprojekt 
künftig finanziert wird (vorne E. 6.1). Die POM stellt diese Anforderung zu 
Recht, bringt doch Art. 35 Abs. 3 LV die Erwartung des Verordnungsgebers 
zum Ausdruck, dass Projekte nach einer Startphase selbsttragend und die 
Beiträge aus dem Lotteriefonds durch andere Geldquellen ersetzt werden. 
Die entsprechende Regelung fusst auf Art. 48 Abs. 4 LotG, wonach die Ge-
währung von wiederkehrenden Leistungen grundsätzlich ausgeschlossen 
ist, und auf Art. 35 Abs. 1 LV, gemäss dem in erster Linie Vorhaben mit 
bleibendem Wert zu unterstützen sind (vgl. VEG 2016/136 vom 23.3.2017 
E. 6.2). 

6.4.1 Gemäss Angaben des Beschwerdeführers ist das hier zu beurtei-
lende Pilotprojekt auf drei Jahre ausgelegt und wird bis März 2019 dauern 
(Beitragsgesuch [act. 4A pag. 7]). Der Beschwerdeführer macht aber weder 
zur laufenden Finanzierung noch zur Frage, ob eine Weiterführung des 
Projekts nach Ende der Pilotphase beabsichtigt ist, konkrete Angaben. In 
diesem Zusammenhang behauptet er bloss, «die Fortführung des Projektes 
sei selbsttragend, über Beiträge der mit dem Projekt in Zukunft zusammen-
arbeitenden privatwirtschaftlichen Betriebe, vorgesehen» (Beschwerde S. 3 
oben). Aus dem im Gesuchsverfahren eingereichten Finanzierungsplan ist 
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bereits unmittelbar nach der «Start-
phase» (April bis August 2016) in der «Anlaufphase» (September 2016 bis 
Juli 2017) mit einer Kostenbeteiligung aus der Privatwirtschaft im Umfang 
von zwei Dritteln bzw. Fr. 115'900.-- rechnet; die übrigen benötigten Mittel 
(Fr. 58'000.--) sollen von der öffentlichen Hand aufgebracht werden, 
während keine Eigenleistungen des Beschwerdeführers vorgesehen sind. 
In der «Konsolidierungsphase» (August 2017 bis März 2019) soll die Fi-
nanzierung der erwarteten Aufwendungen von Fr. 316'100.-- dann gänzlich 
über «Fallpauschalen» aus der «Wirtschaft» erfolgen. Der Beschwerde-
führer plant, pro vermittelte Person einen Betrag von Fr. 5'000.-- zu ver-

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langen (Beitragsgesuch [ct. 4A pag. 7]). Im einzigen «als Beispiel» einge-
reichten Zusammenarbeitsvertrag mit einem Restaurant ist entsprechend 
vereinbart worden, dieses «spende» dem Beschwerdeführer für jeden 
«akquirierten Praktikanten» Fr. 5'000.-- (Ziff. 2.3 des Vertrags vom 
8.9.2016 [BB 4]). 

6.4.2 Inwieweit diese Finanzplanung realistisch ist, lässt sich nicht ab-
schätzen, da der Beschwerdeführer – abgesehen vom erwähnten Zusam-
menarbeitsvertrag – zur Finanzierung keine weiteren Beweismittel einge-
reicht hat. Insbesondere ist nicht bekannt, wie viele Praktikumsplätze in-
zwischen vermittelt werden konnten und ob der Beschwerdeführer hierfür 
jeweils «Fallpauschalen» zu vereinnahmen vermochte. Ausgehend von 
seiner eigenen Budgetierung müsste er mindestens 64 Praktika vermitteln 
und für jede Vermittlung Fr. 5'000.-- erhalten, um den erwarteten Gesamt-
aufwand für die «Konsolidierungsphase» decken zu können. Indes hat der 
Beschwerdeführer nicht substanziiert dargetan, dass genügend interes-
sierte Personen und Praktikumsbetriebe gefunden werden konnten. Es ist 
also nicht einmal erstellt, dass die Finanzierung des Projekts für die ge-
samte Pilotphase gesichert ist; zu einer allfälligen Weiterführung des Ange-
bots über den März 2019 hinaus und zur Finanzierung der hierfür anfallen-
den Aufwendungen fehlen sodann jegliche Angaben. Aufgrund der ihm 
obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Feststellung des Sachverhalts 
(Art. 20 Abs. 1 VRPG; vgl. BVR 2016 S. 65 E. 2.3 mit zahlreichen Hin-
weisen) wäre es Sache des Beschwerdeführers gewesen, die diesbe-
züglich sachdienlichen Informationen ins Verfahren einzubringen.

6.5 Nach dem Gesagten liegt keine Rechtsverletzung vor, wenn die 
POM die Fortführung des Vorhabens in finanzieller Hinsicht als ungesichert 
beurteilt hat.

7.

7.1 Die POM hat schliesslich erwogen, Art. 48 Abs. 4 LotG schliesse 
Beiträge aus Lotteriegeldern an den Betrieb von Einrichtungen aus; da-
runter würden nach ständiger Praxis insbesondere die Personalkosten 

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fallen. Die für das Pilotprojekt budgetierten Aufwendungen bestünden 
überwiegend aus Lohn- und Lohnnebenkosten, sodass dem Ersuchen des 
Beschwerdeführers auch aus diesem Grund nicht entsprochen werden 
könne (angefochtene Verfügung E. II/4; vgl. auch Beschwerdeantwort S. 2 
unten). – Hiegegen wendet der Beschwerdeführer lediglich ein, der bean-
tragte Beitrag betreffe keine «normalen Betriebskosten», sondern beim 
Projektstart anfallende (einmalige) «Start-up-Kosten», die auch Lohnkosten 
umfassten.

7.2 Indem sich die POM zur Ausscheidung der anrechenbaren Kosten 
auf ihre konstante Praxis beruft, verweist sie sinngemäss auf das Merkblatt. 
Bei diesem handelt es sich um eine Verwaltungsverordnung, deren Haupt-
funktion darin besteht, im Sinn einer behördlichen Meinungsäusserung 
über den Vollzug der anwendbaren Bestimmungen eine einheitliche, sach-
gerechte und rechtsgleiche Praxis sicherzustellen. Nach der Recht-
sprechung des Verwaltungsgerichts ist eine Verwaltungsverordnung trotz 
mangelnder Gesetzeskraft zu beachten, wenn ihre Anwendung nicht gegen 
gesetzliche Bestimmungen verstösst und eine einzelfallgerechte Auslegung 
der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen darstellt bzw. wenn sie eine 
überzeugende und praktikable Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben 
enthält (vgl. dazu BVR 2013 S. 183 E. 3.3, 2012 S.193 E. 3.2.2, je mit Hin-
weisen). Gemäss Merkblatt können grundsätzlich nur die der Gesuch-
stellerin bzw. dem Gesuchsteller extern entstehenden Kosten für ein Vor-
haben von bleibendem Wert berücksichtigt werden. Nicht anrechenbar sind 
insbesondere interne Personal- und Sachkosten, Werbe- und Marketing-
kosten, allgemeine Betriebskosten und Gebühren sowie Kosten für den 
laufenden Unterhalt von Gebäuden. Diese Umschreibung und Abgrenzung 
der anrechenbaren Kosten ist sachlich nachvollziehbar und stellt eine über-
zeugende und praktikable Konkretisierung des Begriffs «Betrieb von Ein-
richtungen» gemäss Art. 48 Abs. 4 LotG bzw. der «Vorhaben mit blei-
bendem Wert» gemäss Art. 35 Abs. 1 LV dar (vgl. vorne E. 2.2 f. 
VGE 2016/136 vom 23.3.2017 E. 5.1).

7.3 Der Beschwerdeführer hat im Beitragsgesuch die veranschlagten 
jährlichen Auslagen (Projektbudget) und die für die einzelnen Phasen des 

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Pilotprojekts erwarteten Aufwendungen (Kosten pro Projektphase) wie folgt 
zusammengestellt (act. 4A pag. 6 f.):

« Projektbudget

Jährlich Berechnungsgrundlage

Löhne inkl. Lohnnebenkosten Fr. 143'400.-- […]

Miete inkl. Nebenkosten Fr. 7'200.-- […]

Material / Kopien Fr. 1'200.-- […]

Telefon Fr. 1'200.-- […]

Spesen Fr. 4'000.-- […]

WB / Tagungen Fr. 2'400.-- […]

IT und externe Fr. 6'000.-- […]

Overhead Fr. 24'300.--

Total Fr. 189'700.--

[…]

Kosten pro Projektphase

Startphase April bis August 2016

Werbeaufwand Fr. 10'000.--

Infrastruktur Fr. 5'000.--

5/12 der jährlichen Kosten Fr. 79'100.--

Total Fr. 94'100.--

Anlaufphase September 2016 bis Juli 2017 Fr. 173'900.--

Konsolidierungsphase August 2017 bis März 2019 Fr. 316'100.--

Gesamttotal Fr. 584'100.--

 […]»

7.4 Diese Aufstellung zeigt, dass der Beschwerdeführer über 
75  Prozent der jährlichen Aufwendungen für Personalkosten budgetiert 
hat; es fallen eigentlich fast ausschliesslich interne Personal- und Sach-
kosten an, die gemäss Merkblatt nicht berücksichtigt werden. Inwieweit 
allenfalls dennoch gewisse Positionen des Budgets anrechenbare Kosten 
enthalten könnten, kann offenbleiben. Zum einen, weil es ohnehin an der 
Voraussetzung fehlt, dass die Fortführung des Vorhabens gesichert sein 
muss (vgl. vorne E. 6). Zum andern vor dem Hintergrund, dass der Be-
schwerdeführer die Unterstützung aus Lotteriegeldern ausdrücklich für die 

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Finanzierung der «Lohn- und Lohnnebenkosten der Projektleitung» 
während der Startphase des Projekts verlangt (Beitragsgesuch [act. 4A 
pag. 6]), wobei er diese Kosten mit einem Anteil von Fr. 54'000.-- an den 
für diese Projektphase erwarteten Gesamtkosten von Fr. 94'100.-- beziffert 
hat (Beitragsgesuch [act. 4A pag. 7], rote Markierung). Darauf ist der Be-
schwerdeführer zu behaften, zumal er vor Verwaltungsgericht keine taug-
lichen Einwände gegen die vorinstanzlichen Erwägungen vorträgt. Ist mit-
hin davon auszugehen, dass der beantragte Beitrag aus dem Lotteriefonds 
ausschliesslich zur Deckung von nicht beitragsberechtigten Personalkosten 
dienen soll, weist der Beschwerdeführer keinerlei anrechenbare Kosten 
aus.

8.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung der 
Rechtskontrolle standhält: Zunächst kommt die POM ohne Rechtsver-
letzung zum Schluss, die Fortführung des Vorhabens sei nicht gesichert 
(E. 6). Weiter verlangt der Beschwerdeführer einen Beitrag an seinen 
Personalaufwand, der gemäss rechtmässiger Konkretisierung von Art. 48 
Abs. 4 LotG und Art. 35 Abs. 1 LV als Teil der Betriebskosten gilt, für die 
keine Beiträge ausgerichtet werden (E. 7). Ob die POM das Gesuch bereits 
wegen fehlender Gemeinnützigkeit bzw. Wohltätigkeit (E. 4) oder wegen 
Erfüllens einer öffentlich-rechtlichen gesetzlichen Verpflichtung abweisen 
durfte (E. 5), kann bei dieser Sachlage offenbleiben. So oder anders er-
weist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (vgl. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(vgl. Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

9.

Nach Art. 83 Bst. k des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Beschwerde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.08.2017, Nr. 100.2016.264U 
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an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide betreffend Subven-
tionen, auf die – wie hier – kein Anspruch besteht. Gegen den vorliegenden 
Entscheid dürfte somit lediglich die subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
offenstehen, weshalb in der Rechtsmittelbelehrung auf diese hingewiesen 
wird. Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann einzig die Ver-
letzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (vgl. Art. 116 BGG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.