# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8ee6356-783f-5634-87fb-778d8c1d5cf7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.03.2022 I 2021 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-31_2022-03-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 31

Entscheid vom 17. März 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Bernhard Zumsteg
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Kausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1965) war als Pflegassistentin über ihren Arbeitgeber - 
D.________ - bei der C.________ (nachfolgend: C.________) obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 2. Januar 
2020 während ihrer Arbeitsschicht einen Unfall erlitt (vgl. Vi-act. 1; Bf-act. 3).

B. Der Unfall wurde der C.________ am 16. Januar 2020 gemeldet, wobei als 
Verletzungen 'ganze linke Hand vor allem linker Daumen und li. Bein' genannt wur-
den (vgl. Vi-act. 1; Bf-act. 3). Daraufhin unterbreitete die C.________ A.________ 
ergänzende Fragen zum Unfallhergang; deren Beantwortung reichte A.________ 
mit Formular vom 17. Februar 2020 nach (vgl. Vi-act. 2).

C. Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 25. Februar 2020 attestierte die 
behandelnde Hausärztin Dr.med. E.________ (Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin) A.________ vom 25. Februar 2020 bis 1. März 2020 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. Vi-act. 3; Bf-act. 4).

D. Die C.________ anerkannte den Unfall und erbrachte die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 2. Januar 2020 (vgl. Vi-
act. 10 [Verfügung vom 10.7.2020]; Vi-act. 11).

E. Mit Verfügung vom 10. Juli 2020 informierte die C.________ - nach 
Konsultation ihres beratenden Arztes - A.________, die Ausrichtung von 
Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung werde ab 
dem 13. Februar 2020 mangels Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfallereignis und den behandlungsbedürftigen Beschwerden abgelehnt; auf 
die Rückforderung der zu viel geleisteten Zahlungen werde verzichtet (vgl. Vi-act. 
10/11).

F. Am 31. Juli 2020 ersuchte die Hausärztin Dr.med. E.________ die 
C.________ um nochmalige Beurteilung der Leistungspflicht (vgl. Vi-act. 12). Mit 
Schreiben vom 26. August 2020 forderte die C.________ A.________ auf, das 
Schreiben der Hausärztin entsprechend zu ergänzen, sofern sie an den 
Ausführungen von Dr.med. E.________ festhalten bzw. damit Einsprache gegen 
die Verfügung vom 10. Juli 2020 erheben wolle (vgl. Vi-act. 14). In der Folge erhob 
A.________ mit Eingabe vom 15. September 2020 sinngemäss Einsprache gegen 
die Verfügung vom 10. Juli 2020 und verlangte sinngemäss die Ausrichtung von 
Versicherungsleistungen über den 13. Februar 2020 hinaus (vgl. Vi-act. 15).

G. Nach erneuter Konsultation ihres beratenden Arztes (vgl. Vi-act. 16) wies die 
C.________ mit Einspracheentscheid vom 22. März 2021 die Einsprache von 

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A.________ ab und bestätigte die Verfügung vom 10. Juli 2020; gleichzeitig entzog 
sie einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (vgl. Vi-act. 17).

H. Mit Eingabe vom 6. Mai 2021 (Postaufgabe: gleichentags) lässt A.________ 
gegen den Einspracheentscheid vom 22. März 2021 (unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes) fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22.03.2021 auf-
zuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 
die ihr zustehenden Versicherungsleistungen (insb. Heilkosten- und Taggeldleis-
tungen) weiterhin resp. über den 13.02.2020 hinaus zu erbringen.

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
22.03.2021 aufzuheben und nach Massgabe der nachstehenden sowie der ge-
richtlichen Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Es sei der mittellosen Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren die in-
tegrale unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, namentlich sei sie von der 
Leistung eines Gerichtskostenvorschusses zu befreien und der Unterzeichnete 
als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Beschwer-
degegnerin.

5. Es sei zwecks Klärung der Frage, ob die Beschwerden der Beschwerdeführerin 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 02.01.2020 
zurückzuführen sind, bei einem unabhängigen Gutachter (m/w) ein medizini-
sches Gutachten einzuholen.

6. Der Beschwerdeführerin ist nach Eingang der Vernehmlassung der Beschwer-
degegnerin das Bundesgericht anerkannte Replikrecht einzuräumen (BGE 138 I 
485 E. 2.1).

I. Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2021 beantragt die C.________ die 
Abweisung der Beschwerde vom 6. Mai 2021 in Bestätigung des angefochtenen 
Einspracheentscheides vom 22. März 2021. Mit Replik vom 11. November 2021 
hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest, wozu sich die C.________ mit 
Duplik vom 13. Januar 2022 äusserte.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Zunächst gilt es darauf hinzuweisen, dass die Bestimmungen des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 
830.1) vom 6. Oktober 2000 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, soweit 
das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 
1981 nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Das Verfahren vor 
dem Sozialversicherungsgericht (d.h. im Kanton Schwyz vor dem Verwaltungsge-

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richt) richtet sich gemäss Art. 61 (Einleitungssatz) ATSG grundsätzlich nach kan-
tonalem Recht, d.h. im Kanton Schwyz nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6.  Juni 1974. Gemäss § 38 Abs. 2 VRP muss eine 
Rechtsmitteleingabe unter anderem die Unterschrift der Partei oder ihres Vertre-
ters enthalten. Ist dies nicht der Fall, wird der Partei eine Frist unter Androhung der 
Rechtsfolgen zur Verbesserung oder Ergänzung angesetzt (§ 39 Abs. 1 VRP). 
Rechtsfolge ist ein Nichteintreten (vgl. § 39 Abs. 2 VRP).

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, die Eingaben der Vorinstanz aus dem 
Recht zu weisen, da sie nicht rechtsgenüglich unterzeichnet seien. 

Die Eingaben der Vorinstanz vom 26. August 2021 bzw. vom 13. Januar 2022 
wurden von einer kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigten Person unterzeich-
net (vgl. Bf-act. 11). Bei diesen Eingaben handelt es sich einerseits um Stellung-
nahmen im Rahmen der von der Beschwerdeführerin erhobenen Beschwerde; an-
dererseits kann vorliegend ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass auf 
gerichtliche Aufforderung die Eingaben auch von einer weiteren (kollektiv zu 
zweien zeichnungsberechtigten) Person unterzeichnet worden wären, zumal diese 
eigens im Interesse der Vorinstanz eingereicht wurden. Im Weiteren darf von einer 
Duldungsvollmacht (zur Duldungsbevollmächtigung vgl. BGE 141 II 289 Erw. 4.1 
m.H.; vgl. Unterschriftenreglement der C.________ vom 12.1.2009 Ziff. 14b) aus-
gegangen werden. Damit bestand auch kein Anlass für eine Fristansetzung zur 
Verbesserung der Eingaben.

2.1 Die Vorinstanz anerkannte das Unfallereignis vom 2. Januar 2020 und 
erbrachte unbestrittenermassen Versicherungsleistungen. Mit Verfügung vom 
10. Juli 2020 - bestätigt mit vorliegend angefochtenem Einspracheentscheid vom 
22. März 2021 - stellte die Vorinstanz die Versicherungsleistungen per 13. Februar 
2020 ein mit der Begründung, nach Konsultation ihres beratenden Arztes ergebe 
sich, dass für eine Kontusion/Distorsion maximal eine vorübergehende Verschlim-
merung von sechs Wochen ab Unfalldatum anerkannt werden könne und dass per 
12. Februar 2020 der Status quo sine erreicht sei, sodass per 13. Februar 2020 
kein Kausalzusammenhang mehr zwischen dem Unfallereignis und den behand-
lungsbedürftigen Beschwerden bestehe (vgl. Vi-act. 10 i.V.m. angefochtenem Ein-
spracheentscheid vom 22.3.2021 Erw. 7).

2.2 Mit Beschwerde vom 9. September 2021 bzw. Replik vom 11. November 
2021 rügt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine unzutreffende Sachver-
haltsdarstellung insbesondere hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes, wonach 
entgegen der - zu den behandelnden Ärzten widersprüchlichen - Einschätzung des 

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Versicherungsmediziners sehr wohl objektivierbare strukturell traumatische Schä-
den an der Hand (Knochenmarködem/Rhizarthrose) wie auch am Knie (mediale 
Meniskusläsion/Knorpelläsionen) vorliegen würden (Ziff. 8-13; 15-19/22 bzw. Ziff. 
6f./9ff./13). Die Beschwerdeführerin leide nach wie vor an Beschwerden, welche 
vor dem Unfall nicht bestanden hätten (Ziff. 12 bzw. Ziff. 8/14); die aktuellen Be-
schwerden hätten sich ohne diesen Unfall nicht eingestellt (Ziff. 21 bzw. Ziff. 
8/14/15); es würden weiterhin unfallkausale Beschwerden vorliegen, weshalb die 
Vorinstanz auch über den 13. Februar 2020 hinaus Versicherungsleistungen zu 
erbringen habe (vgl. Antrag Ziff. 1). Die Vorinstanz habe den Beweis für den Weg-
fall der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens nicht zu erbringen vermocht (Ziff. 20f. bzw. Ziff. 16).

2.3 Vernehmlassend hält die Vorinstanz mit Eingaben vom 26. August 2021 bzw. 
13. Januar 2022 an ihrer Verfügung vom 10. Juli 2020 bzw. ihrem Einspracheent-
scheid vom 22. März 2021 fest; sie ergänzt diese dahingehend, als ohnehin nicht 
ganz klar sei, wie sich die Beschwerdeführerin die Verletzungen zugezogen habe; 
Angaben zum Unfallhergang würden sich widersprechen bzw. vollständig fehlen; 
die Unfallmeldung enthalte hierzu keine Angaben; zudem seien zwischen dem gel-
tend gemachten Unfallereignis und der erstmaligen ärztlichen Untersuchung bzw. 
der erstmalig attestierten Arbeitsunfähigkeit rund zwei Monate vergangen; mithin 
liege bezüglich des Unfallgeschehens Beweislosigkeit vor, sodass nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit von einem Unfall ausgegangen werden könne (vgl. 
Ziff. 6 bzw. Ziff. 8/9). Selbst wenn von einem Unfallereignis auszugehen wäre, so 
könnten die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Schäden nicht auf 
den Unfall zurückgeführt werden bzw. lasse sich damit noch keine Unfallkausalität 
beweisen, zumal davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin an beiden 
Händen an einer vorbestehenden, degenerativ bedingten Rhizarthrose leide und 
eine Meniskusläsion ebenfalls degenerative Ursachen haben könne; es hätten 
keine objektivierbaren strukturellen traumatischen Läsionen nachgewiesen wer-
den können (Ziff. 7/9 bzw. Ziff. 2/5/9).

2.4 Streitig und nachfolgend zu beurteilen ist, ob die Vorinstanz die Leistungen 
mangels Kausalität zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Ereignis 
vom 2. Januar 2020 ab dem 13. Februar 2020 zu Recht eingestellt hat.

3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, 
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Fak-
tors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

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geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Zudem erbringt die Versiche-
rung ihre Leistungen u.a. auch bei unfallähnlichen Körperschädigungen gemäss 
Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. nachstehend Erw. 3.4).

3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 134 V 109 
Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

3.2.1  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das 
schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrscheinlich zumindest 
eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist (vgl. BGE 142 V 
435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 9.3.2020 
Erw. 5.3 je m.H.). 

3.2.2  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau-
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges 
also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 177 
Erw. 3.2 und BGE 125 V 456 Erw. 5a, je m.H.). 

3.2.3  Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausal-
zusammenhänge zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben 
ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 
Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach 
den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. BGE 129 V 
181 Erw. 3.1; BGE 123 III 110 Erw. 2; BGE 112 V 30).

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3.3.1  Wenn der Unfallversicherer den Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fall und einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt und entsprechende Leis-
tungen erbracht hat, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nicht 
(mehr) die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 
der Gesundheitsschaden mit anderen Worten nur noch und ausschliesslich auf 
unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 
ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver-
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge-
stellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1 m.w.H.). Dabei 
genügt eine Vielzahl möglicher Ursachen für einen Gesundheitsschaden für sich 
allein nicht, damit dem Unfall jegliche kausale Bedeutung für nachfolgend aufge-
tretene Beschwerden abgesprochen werden kann. Im Falle ätiologisch unspezifi-
scher Beschwerden sowie einer Ursachenkonkurrenz kann jedoch aus der Domi-
nanz unfallfremder Gründe in Verbindung mit der fraglichen Eignung des Unfall-
ereignisses, dauernde Schädigungen zu erzeugen, unter Umständen auf den 
Wegfall der Kausalität geschlossen werden (vgl. Urteil BGer 8C_439/2007 vom 
24.10.2007 Erw. 3.2 m.H.).

3.3.2  Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht be-
standen haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein 
(zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist (es wurde 
der degenerative Vorzustand vorübergehend verschlimmert), so hat der Unfallver-
sicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall ste-
hende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem Errei-
chen des status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch be-
stehenden Beschwerden und damit die Leistungspflicht des Unfallversicherers 
(vgl. SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer 8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 
2.1.1; SVR 2010 UV Nr. 4 S. 17, Urteil BGer 8C_181/2009 vom 30.9.2009 Erw. 
5.4 f. m.H.; SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, Urteil BGer 8C_816/2009 vom 21.5.2010 
Erw. 4.3; Urteile BGer 8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 vom 
5.9.2013 Erw. 3.1). Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, 
hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen. 
Steht indes aus ärztlicher Sicht fest, dass weder der status quo ante noch der sta-
tus quo sine je wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von 
einer richtunggebenden Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Auflage, Zürich/ Basel/Genf 2012, S. 54; 
Urteil BGer 8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1).

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3.4.1  Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver-
renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, Seh-
nenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (vgl. Art. 6 Abs. 2 
UVG).

3.4.2  Liegt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, so besteht die 
Rechtsvermutung, dass eine leistungspflichtige unfallähnliche Körperschädigung 
gegeben ist, auch wenn die Definitionsmerkmale eines Unfalls nicht erfüllt sind. 
Der Unfallversicherer kann sich von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er nach-
weist, dass die eingetretene Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkran-
kung zurückzuführen ist (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 8.2.2.1; Heinrich, 1. UVG-Revi-
sion - Entwicklung der Gesetzgebung, JaSo 2017, S. 21 f.). 

3.4.3  Liegt ein anerkanntes Unfallereignis vor, ergeben die medizinischen Beur-
teilungen aber, dass die gemeldete und diagnostizierte Listenverletzung nicht auf 
dieses anerkannte Ereignis zurückzuführen ist, so ist der Nachweis erbracht, dass 
das anerkannte Unfallereignis keine auch nur geringe Teilursache der Listenver-
letzung bildet. Damit ist aber gleichzeitig auch erstellt, dass diese Listenverletzung 
vorwiegend, d.h. zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist, soweit kein Hinweis auf ein nach dem anerkannten Unfall eingetretenes 
initiales Ereignis besteht, das Anlass zu Weiterungen geben könnte. Die Vermu-
tung der Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ist diesfalls umgestossen und 
der Unfallversicherer von seiner Pflicht befreit. Mithin erübrigt sich bei fehlendem 
natürlichem Kausalzusammenhang zwischen einem anerkannten Unfallereignis 
im Sinne von Art. 4 ATSG und einer Listenverletzung eine Prüfung der Leistungs-
pflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, wenn kein anderes initiales Ereignis als Verlet-
zungsursache in Frage kommt (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 9.2; vgl. auch Urteil BGer 
8C_59/2020 vom 14.4.2020 Erw. 6). 

3.5.1  Der Sozialversicherungsprozess ist gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG bzw. 
Art. 61 lit. c ATSG vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat die Ver-
waltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 
130 I 183 Erw. 3.2; BGE 125 V 195 Erw. 2; BGE 122 V 158 Erw. 1a m.H.). Was 
notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vor-
zunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. 
Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzu-
stecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären, bis er mit dem im 
Sozialversicherungsbereich erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit erstellt ist (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Rich-
ter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die 
sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 
(vgl. BGE 144 V 427 Erw. 3.2; BGE 138 V 218 Erw. 6). 

3.5.2  Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts 
(oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Be-
weismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit 
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund-
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zu-
mindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. 
BGE 144 V 427 Erw. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 Erw. 3.2.2). Auf 
ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des 
Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflicht-
gemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine 
Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis ver-
möge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten 
Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 
101) vom 18. April 1999 erblickt werden (vgl. BGE 144 V 361 Erw. 6.5).

3.5.3  Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich um eine leistungs-
aufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt demnach - anders als 
bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 
gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer 
(vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). 

Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nach-
weis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom 
Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheits-
schaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. 
Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (vgl. Urteile BGer 
8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_855/2018 vom 14.3.2019 Erw. 3.1). 

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Ein solcher Schluss kann sich im Falle von ätiologisch unspezifischen Beschwer-
den sowie einer Ursachenkonkurrenz, umgekehrt aber auch aus der Dominanz 
unfallfremder Gründe in Verbindung mit der fraglichen Eignung des Unfallereignis-
ses, dauernde Schädigungen zu erzeugen, ergeben (vgl. Urteil BGer 8C_58/2017 
vom 9.6.2017 Erw. 6.3).

3.5.4  Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
(vgl. vorstehend Erw. 3.2.1) muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächli-
cher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1).

3.6.1  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

3.6.2  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin 
ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf Anga-
ben ärztlicher Fachkräfte angewiesen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.3). Hinsichtlich des 
Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Fachperson begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlag-
gebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 
351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 f. Erw. 1c m.H.; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199).

3.6.3  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 

11

Erw. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versi-
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(vgl. Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 Erw. 3.2 m.H.; BGE 145 V 97 
Erw. 8.5; BGE 139 V 225 Erw. 5.2). Den Beurteilungen der versicherungsinternen 
Ärzte sind jene der die Versicherung beratenden Ärzte gleichgestellt (Urteil BGer 
8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3).

3.6.4  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
jedoch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr 
Gewicht zukommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 m.H.; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht 
nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärztlich 
behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteil BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 
Erw. 4.3.3; Urteil BGer 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-) Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 m.H.).

3.6.5  Schliesslich ist eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten nicht an sich 
unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist vielmehr, dass genü-
gend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 
Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zu-
kommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um 
die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes 
geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten 
Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden 
sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und 
das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen 
kann in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinun-
gen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beur-
teilung deutlich gemacht werden (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 
8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2).

12

4.1 Was den der Leistungsprüfung zu Grunde gelegten Sachverhalt bezüglich 
des Unfallhergangs anbelangt, so rechtfertigen sich zunächst die folgenden Aus-
führungen: Die Beschwerdeführerin hat gemäss Unfallmeldung vom 16. Januar 
2020 als Pflegeassistentin beim Transfer ihres pflegbedürftigen Arbeitgebers vom 
Bett in den Rollstuhl sowohl ihre linke Hand bzw. ihren linken Daumen als auch ihr 
linkes Bein angeschlagen bzw. verletzt. Diesen Sachverhalt beschrieben bzw. wie-
derholten sowohl die behandelnden Ärzte Dr.med. F.________ (vgl. Vi-act. 7) und 
Dr.med. I.________ (vgl. Vi-act. 13) als auch der beratende Arzt Dr.med. 
J.________ einhellig, wobei letzterer damit übereinstimmend denn auch von Ver-
letzungen bzw. Distorsion/Kontusion des linken Daumens bzw. des linken Beines 
ausging (vgl. Vi-act. 9, 16). Auch stimmen diese darin überein, dass die Beschwer-
deführerin zeitnah zum Unfallereignis über Beschwerden im linken Daumen sowie 
im linken Bein bzw. Knie geklagt hatte. Der von der Beschwerdeführerin geschil-
derte Unfallhergang lässt sich somit aufgrund der vorliegenden Aktenlage im We-
sentlichen widerspruchsfrei bestätigen. Demgegenüber finden die von der Vorin-
stanz im Beschwerdeverfahren lediglich pauschalen Vorbringen der widersprüch-
lichen bzw. fehlenden Angaben zum Unfallgeschehen (vgl. Beschwerdeant-wort 
vom 26.8.2021 Ziff. 6) in den Akten keine Stütze.

Kommt hinzu, dass das Unfallereignis bzw. der Unfallhergang vom 2. Januar 2020 
im vorinstanzlichen Verfahren nie umstritten war (vgl. Vi-act. 10). Selbst im ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 22. März 2021 hat die Vorinstanz den ge-
schilderten Unfallhergang bzw. das Vorliegen eines Unfalls nach Art. 4 ATSG nie 
in Zweifel gezogen (vgl. lit. I Ziff. 1/4 und lit. II Ziff. 7). Zudem hat die Vorinstanz 
nach erfolgter Unfallmeldung vom 16. Januar 2020 (vgl. nachstehend Erw. 5.1.1) 
das Ereignis vom 20. Januar 2020 denn auch als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 
anerkannt und in der Folge Versicherungsleistungen für die Folgen des geschil-
derten Unfalls ohne Vorbehalt erbracht (vgl. Ingress lit. A/B/D/E; vorstehend 
Erw. 2.1 m.H.a. Vi-act. 10 [Verfügung vom 10.7.2020 S. 1 letzter Absatz] und Ein-
spracheentscheid vom 22.3.2021 Erw. 4). Mithin ist vorliegend von einem aner-
kannten Unfallereignis auszugehen.

4.2 Damit stellt sich die Frage, ob die gemeldeten und diagnostizierten (z.T. 
Listen-) Verletzungen zumindest teilweise auf das Unfallereignis vom 2. Januar 
2020 zurückzuführen sind oder nicht. Wenn das Unfallereignis vom 2. Januar 2020 
im Mindesten eine Teilursache für die über den 13. Februar 2020 anhaltenden 
Beschwerden im linken Knie sowie in der linken Hand darstellt, dann wird die Vor-
instanz (bis zum Wegfall der Kausalität) leistungspflichtig aus Art. 6 Abs. 1 UVG. 
Muss hingegen die überwiegende Wahrscheinlichkeit des Kausalzusammenhangs 
verneint werden, dann besteht (selbst bei Vorliegen von Listendiagnosen nach 

13

Art. 6 Abs. 2 UVG) weder eine Leistungspflicht aus Art. 6 Abs. 1 UVG noch aus 
Art. 6 Abs. 2 UVG, weil damit gleichzeitig auch die Vermutung der Leistungspflicht 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG umgestossen, resp. der Nachweis erbracht ist, dass die 
Körperschädigung (vorwiegend) auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 
ist (vgl. vorstehend Erw. 3.4.3), zumal die Beschwerdeführerin kein anderes, initi-
ales Ereignis als jenes vom 2. Januar 2020 zu benennen vermag.

5. Bezüglich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und dessen 
Behandlung sowie den fachärztlichen Beurteilungen und der versicherungsmässi-
gen Fallbearbeitung ergibt sich aus den vorliegenden Akten was folgt:

5.1.1  Mit Unfallmeldung UVG vom 16. Januar 2020 meldete der Arbeitgeber der 
Beschwerdeführerin bezüglich des geltend gemachten Unfallereignisses vom 
2. Januar 2020 Folgendes (vgl. Vi-act. 1 [S. 1; Ziff. 6]):

Am Morgen habe ich meinen Patienten, der gleichzeitig mein Chef ist und im Roll-
stuhl sitzt, vom Bett aufgenommen. Da er sehr starke Spasmen und Schmerzen hat, 
habe ich beim Transfer auf den Rollstuhl meinen li. Arm vor allem li. Daumen und li. 
Bein stark verletzt, ganz fest mit beiden Knien auf meine Hand gedrückt und seither 
habe ich starke Schmerzen auf li. Arm (Daumen).

Es wurde eine Verletzung eines Körperteils links und rechts genannt mit Schädi-
gung der ganzen linken Hand, v.a. des linken Daumens und des linken Beins (vgl. 
Vi-act. 1 [S. 1 Ziff. 9]). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde verneint; als erstbehandelnde 
Ärztin wurde Dr.med. E.________ aufgeführt (vgl. Vi-act. 1 [S. 1; Ziff. 10/11]). Das 
in den Akten liegende undatierte und nicht unterzeichnete Arztzeugnis UVG wurde 
nur teilweise ausgefüllt (vgl. Vi-act. 1).

5.1.2  Mit Formular 'Ergänzende Fragen zum Unfallhergang' vom 17. Februar 2020 
konkretisierte die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz den Sachverhalt 
des Ereignisses vom 2. Januar 2020 dahingehend, als dass sie am Metall der Roll-
stuhlstange angeschlagen habe; sie sei zwar arbeitsfähig, arbeite jedoch die 
ganze Zeit unter sehr starken Schmerzen (vgl. Vi-act. 2 [Ziff. 1/2/4]).

5.2.1  Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 25. Februar 2020 attestierte Dr.med.  
E.________ der Beschwerdeführerin vom 25. Februar 2020 bis 1. März 2020 eine 
volle Arbeitsunfähigkeit infolge Unfalls (vgl. Vi-act. 3).

5.2.2  Mit Bericht vom 10. März 2020 hielt Dr.med. K.________ (Facharzt für dia-
gnostische Radiologie) zu Handen der zuweisenden Ärztin Dr.med. E.________ 
nach dem am gleichen Tag erfolgten MRI des linken Fingers fest (vgl. Vi-act. 4):

Klinik
Seit 2 Monaten Schmerzen im Handgelenk links und im Daumensattelgelenk

14

Fragestellung
Aktivierte Arthrose?

Befund
In der T2-gewichteten fettsupprimierten Sequenz besteht ein ausgeprägtes Ödem in 
der Basis OS metacarpale Dig. 1 sowie im Os trapezium. Die übrigen Karpalknochen 
zeigen normale Signalverhältnisse.

Subkortikale in der Basis OS metakarpale Dig. 1 bestehen zystische Veränderungen 
über eine Ausdehnung von 5 mm. Zusätzlich besteht ein ausgeprägtes Ödem. Sub-
kortikal im Os trapezium ist ebenfalls ein deutliches Ödem nachzuweisen mit einer 
maximalen Tiefe von 5 mm. Zusätzlich finden sich kleine Zysten mit einer Grösse 
bis zu 2 mm.

Das trapezioscaphoidale Gelenk zeigt normale Verhältnisse. Normale Signalverhält-
nisse der Flexoren- und Extensorensehnen am Daumen kein Nachweis einer Patho-
logie der Muskulatur.

Beurteilung
Schwere Rhizarthrose mit deutlichem Ödem sowohl im Os metakarpale Dig. 1 als 
auch im Os trapezium.

Mit einem weiteren Bericht vom 10. März 2020 hielt Dr.med. K.________ ebenfalls 
zu Handen der zuweisenden Ärztin Dr.med. E.________ nach dem gleichentags 
erfolgten MRI des linken Knies folgendes fest (vgl. Vi-act. 5):

Klinik
Knieschmerzen medial betont

Fragestellung
Knie Binnenläsion?

Befund
Der mediale Meniskus weist eine schräge Läsion auf im Hinterhorn, welche übergeht 
ins mediale Drittel des medialen Meniskus. Das Vorderhorn des medialen Meniskus 
ist intakt. Ausgehend vom lädierten medialen Drittel des medialen Meniskus besteht 
der Nachweis eines Ganglions medial mit einer kraniokaudalen Ausdehnung von 38 
mm und einem Durchmesser von 17 mm.
Intakte Verhältnisse beider Kreuzbänder.
Der laterale Meniskus gestaltet sich regelrecht.
Normale Verhältnisse beider Seitenbänder. Kein Kniegelenkerguss.
Femorotibial zeigt der Knorpel Unregelmässigkeiten am medialen Femurkondylus 
Grad 2-3. Im lateralen Femurkondylus besteht ein kleiner Substanzdefekt über eine 
Weite von 3 mm. Der patelläre Knorpel weist kleine Substanzdefekte auf in der late-
ralen Facette und zentral über eine Weite von 2 mm. Die Knorpelbeschichtung des 
femoralen Patellagleitlagers fehlt zentral über eine kraniokaudale Ausdehnung von 
8 mm. Die Patella ist zentriert. Intakte Verhältnisse des medialen und lateralen Re-
tinakulums. Baker-Zyste mit einem Durchmesser von 3 mm. Normale Signalverhält-
nisse der Quadrizeps- und der Patellarsehne.

Beurteilung
Läsion des medialen Meniskus mit Ausbildung eines Ganglions. Knorpelläsion am 
lateralen Femurkondylus, in der Patella und im femoralen Patellagleitlager.

15

5.2.3  In der Folge stellte Dr.med. E.________ am 30. März 2020, nach Diagnose 
einer schweren Rhizarthrose links (aktuell aktiviert) und einer medialen Meniskus-
läsion (Knie links), zur Analgesie/Entzündungshemmung, Verbesserung der Ge-
lenksfunktion sowie der Muskelfunktion eine Verordnung zur Physiotherapie aus 
(vgl. Vi-act. 6).

5.2.4  Mit Bericht vom 4. April 2020 hielt Dr.med. F.________ (Facharzt FMH für 
Orthopädische Chirurgie) zu Handen der zuweisenden Ärztin Dr.med. E.________ 
nach einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin vom gleichen Tag 
fest (vgl. Vi-act. 7):

Diagnose(n)
· Mediale Meniskusläsion links
· Rhizarthrose links

Anamnese
Am 02.01.2020 musste sie ihren Chef, der auch ihr Bruder ist und im Rollstuhl wegen 
einer schweren Krankheit ist, vom Bett aufnehmen und ihn in den Rollstuhl setzen, 
dabei hat sie sich beim Transfer das Knie verletzt mit Traumatisierung des linken 
Daumens. Seitdem Schmerzen im linken Knie.

Status
1.56m, 70kg
Varikosis der unteren Extremität (Stammvarikosis links). Neutralachse der unteren 
Extremität.
Linkes Knie: Flex/Ex 140/0/5°, Vorwölbung über dem medialen Meniskus und Sei-
tenband, Druckdolenz im medialen Gelenkspalt mit positiven Meniskuszeichen, 
Lachman 2mm guter Anschlag. Knie ohne Erguss.
Linke Hüfte: Flex/Ex 100/0/0°, AR/IR 30/0/20°
Fusspulse palpabel.
Linke Hand: Leichte Schwellung im Bereich des Daumensattels, Druckdolenz Hand 
sehr empfindlich, Daumenflexion nicht mehr vollständig, Fingerpulpa Abstand zur 
Daumenkappe etwa 3cm. 

Röntgen
MRI- Untersuchung des Knies vom 10.03.2020: Läsion des medialen Meniskus mit 
Ausbildung eines Ganglions. Knorpelläsion am lateralen Femurkondylus, in der Pa-
tella und im femoralen Patellagleitlager.

MRI-Untersuchung Finger links vom 10.03.2020: Schwere Rhizarthrose mit deutli-
chem Ödem sowohl im Os metakarpale Dig. 1 als auch im Os trapezium.

Beurteilung/Procedere
Ad linkes Knie: Hier ist es zu einer medialen Meniskusläsion durch das Knietrauma 
mit Ausbildung eines sekundären sehr voluminösen Ganglions gekommen. Ich 
würde jetzt Folgendes durchführen:

1. In einer ersten Phase Punktion des Ganglions und Instillation von etwas Ste-
roid.

2. Physiotherapie
3. Sollten die Schmerzen dadurch nicht besser werden, würde ich eine Arthro-

skopie mit Sanierung des Meniskus und Resektion des Ganglions empfehlen.

16

Ad Daumensattel links: hier besteht eine traumatisierte Rhizarthrose, wobei hier die 
Beweglichkeit jetzt schmerzbedingt eingeschränkt ist, weswegen ich Folgendes vor-
schlage:

1. Beginn mit Ergotherapie
2. Infiltration des Daumensattels mittels Ultraschall-Kontrolle.

Eine Kontrolle ist bei uns wieder am 08.05.2020 geplant.

5.2.5  Mit Bericht vom 13. Mai 2020 bestätigen Dr.med. F.________ sowie 
Dr.med. G.________ (Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie) nach erfolgter 
Verlaufskontrolle vom 8. Mai 2020 die Diagnosen gemäss Bericht vom 4. April 
2020; ergänzend weisen sei darauf hin, dass angesichts der Pandemie weder mit 
der Ergo- noch mit der Physiotherapie begonnen werden konnte; die Patientin 
habe an beiden Handgelenken noch Schmerzen; die Infiltration der Rhizarthrose 
sei am 20. Mai 2020 geplant; anlässlich der Verlaufskontrolle werde eine Infiltration 
mit Depotsteroid (Kenacort und Procaine) am linken Kniegelenk durchgeführt; es 
sei am 17. Juli 2020 eine klinische Nachkontrolle geplant (vgl. Vi-act.8).

5.3.1  Im Rahmen der Leistungsabklärung durch die Vorinstanz bzw. in Beantwor-
tung der vorinstanzlichen Fragen gelangte der beratende Arzt Dr.med. J.________ 
(Allgemeine Innere Medizin FMH; FA Vertrauensarzt SGV) am 24. Juni 2020 zur 
folgenden Beurteilung (vgl. Vi-act. 9):

1. Sind die vorhandenen Beschwerden als kausal oder zumindest als teilkausal zum 
Ereignis vom 02.01.2020 zurück zu führen?
Nein. Alles degenerative Veränderungen.

2. Spielen neben unfallkausalen Faktoren auch unfallfremde Faktoren (Vorzustän-
de) eine Rolle? Wenn ja, welche und in welchem Ausmass wirken sich diese 
aus?
Jawohl. Knie als auch Hand/Daumen erhebliche degenerative Veränderungen.

3. Falls hier unfallfremde Vorzustände bestehen sollten, per wann ist der Status quo 
sine/ante erreicht?
Max. kann für Kontusion/Distorsion Unfallkausalität für eine vorübergehende Ver-
schlimmerung von 6 Wochen anerkannt werden.

4. Kann durch weitere Behandlungsmassnahmen eine wesentliche/namhafte Ver-
besserung des Gesundheitszustandes erreicht werden? Wenn ja, durch welche?
Entfällt, da alles degenerative Leiden.

5.3.2  Nachdem die Vorinstanz mit Verfügung vom 10. Juli 2020 gestützt auf den 
Bericht des beratenden Arztes vom 24. Juni 2020 die Ausrichtung von Versiche-
rungsleistungen ab dem 13. Februar 2020 ablehnte, gelangte die die Beschwer-
deführerin behandelnde Ärztin Dr.med. E.________ mit Schreiben vom 31. Juli 
2020 an die Vorinstanz und bat um nochmalige Überprüfung. Sie wies dabei auf 
die Befunde einer Meniskusläsion im linken Knie sowie einer schweren Rhizar-

17

throse in der linken Hand hin; wegen persistierenden Beschwerden sowohl im lin-
ken Knie wie auch in der linken Hand sei die Beschwerdeführerin weiterhin in Be-
handlung; die Meniskusläsion links dürfte traumatisch durch den Unfall im Januar 
bedingt sein; die Beschwerdeführerin habe zuvor keine Knieschmerzen gehabt 
(vgl. Vi-act. 12).

5.3.3  Ausgehend von einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin 
am 11. August 2020 gelangte Dr.med. I.________ (Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Handchirurgie) 
in seiner Stellungnahme vom 12. August 2020 zu Handen von Dr.med. 
F.________ zur folgenden Beurteilung (vgl. Vi-act.13):

Diagnose(n)
1. Dringender Vd. a. Conversion disorder mit Pseudoparese Daumen links (ICD-9-

CM: 300.11) bei
- im Verlauf von Diagnose 2

2. Vd. a. aktivierte Rhizarthrose links bei St. n. Handverstauchung vom 2.1.20 (mit 
zusätzlicher Prellung des linken Knies)
- St. n. Sattelgelenks-Infiltration mit 40 mg Kenacort am 20.5.2020, fecit Frau 

Dr. M.________ mit paradoxaler Schmerz-Exazerbation
…

Aktuelle Bildgebung
… [Verweis auf Befundberichte von Dr.med. K.________ vom 10.3.2020; vgl. vor-
stehend Erw. 5.2.2]

Meine persönliche Einsichtnahme: Zusätzlich leichte Verschmälerung des ulnaren 
Überganges des Trapezoideums des Scaphoidealgelenkes (siehe Serie 5 Bild 6).

Aktuell
Zuweisung aufgrund sehr starker Daumenschmerzen seit einem Unfall am 2.1.20 
(Betriebsunfall). Bis vor dem Unfall war die Patientin auf beiden Händen beschwer-
defrei. Sie hat auch rechts keine besonderen Daumenbeschwerden.

Die Patientin ist Rechtshänderin, sie arbeitet in einem 100-Prozent Pensum als Pfle-
gehilfskraft (aktuell ist sie voll arbeitsfähig), wobei sie einen schwer kranken Patien-
ten betreut, der zuhause wohnt. Aktuell macht die Patientin keine Transporte des 
Patienten mehr, nachts wird dieser durch zwei auswärtige Pfleger der Spitex ins Bett 
gebracht.

Im Verlauf des Unfalls vom 2.1.20 mit Anschlagen des Daumens und Knies ist es zu 
starken Daumenschmerzen links gekommen. Eine einmalige Kortisoninfiltration 
führte zu einer paradoxialen Schmerzexazerbation. Eine Behandlung mit Ergothera-
pie wurde nach zwei Sitzungen unterbrochen aufgrund stark zunehmender Schmer-
zen. Die aktuelle physiotherapeutische Behandlung … bringe nur wenig Besserung. 
Aktuell trägt die Patientin eine Kurzopponense-Schiene für den Daumen, welche sie 
von der Hausärztin erhalten habe. Ohne die Schiene könne sie nichts machen.

Befund

18

Während der gesamten Untersuchung bewegt die Patientin den Daumen überhaupt 
nicht, der Daumen wirkt paretisch. Die Untersuchung ist sehr schwierig, da jede Be-
lastung des Daumens sehr schmerzhaft ist, insbesondere im Bereich des Sattelge-
lenkes.

... Keine besondere Daumendeformität beidseits. Rechts deutliches Knacken bei 
Grind-Test. Grind-Test links nicht durchführbar. Rechts ergibt die Kraftmessung mit 
dem Jamargerät 30 kgF, die Kraftmessung des terminoterminalen Schlüsselgriffs 
2.5 kgF, links sind beide Werte nicht messbar. Keine Hypertrichose oder Hyperhi-
drose links. … Keine knotenartigen Veränderungen in der linken Handballe.

Beurteilung und Procedere
Schwierige Situation. Der begleitende Sohn scheint nach der Sprechstunde mit mei-
nen Erläuterungen unzufrieden zu sein und meint, dass er mir einen entsprechenden 
Brief schreiben wird.

Ich bestätige, dass der Unfall sehr wahrscheinlich kaum die Ursache für die aktuelle 
Problematik ist, da die mittels MRI nachgewiesene Rhizarthrose wahrscheinlich eine 
alte Geschichte ist. Die Patientin hat sehr wahrscheinlich auch rechts eine nicht sym-
ptomatische Rhizarthrose. Die Entscheidung, ob die aktuellen Beschwerden unfall-
bedingt sind, obliegt der Unfallversicherung. Für eine Unfallkausalität spricht das auf 
dem MRI ersichtliche Knochenmarködem.

Das Hauptproblem ist, dass die aktuell bestehende Pseudoparese des Daumens 
sowie die Unverträglichkeit jeglicher Mobilisation überhaupt nicht dem Grad der 
Rhizarthrose entspricht. Auch sprechen die paradoxale Reaktion auf die Infiltration 
und absolut keine Toleranz der Ergotherapie für eine Somatisierung der Situation. 
Es gibt überhaupt keine vegetativen Zeichen als Hinweis auf ein CRPS Typ 1/Dis-
proportionate Pain Syndrom.

Leider glaube ich, dass hier eine psychologische Evaluation durchgeführt werden 
sollte. Da dieser Rat vom Sohn der Patientin überhaupt nicht akzeptiert wird, kann 
ich heute leider keine vernünftige Behandlung empfehlen. In der aktuellen Situation 
ist selbstverständlich die Wiederholung einer Sattelgelenks-Infiltration und auch eine 
operative Behandlung sicher nicht angezeigt.

5.4 Im Rahmen des durch die Beschwerdeführerin eingeleiteten Einsprachever-
fahrens stellte die Vorinstanz ihrem beratenden Arzt Dr.med. J.________ erneut 
die bereits zuvor gestellten Fragen. In seiner versicherungsmedizinischen Stel-
lungnahme vom 11. Januar 2021 fasste Dr.med. J.________ zunächst den akten-
mässigen Verlauf zusammen (vgl. Vi-act. 16 [lit. A]); ferner hielt er im Wesentlichen 
an seiner bisherigen Stellungnahme vom 24. Juni 2020 (vgl. vorstehend Erw. 
5.3.1) fest bzw. präzisierte er diese wie folgt (vgl. Vi-act. 16 [lit. B/C]):

B. Versicherungsmedizinische Beurteilung

… Die Abklärungen des linken Daumens können keine objektivierbaren strukturellen 
traumatischen Schäden ergeben. Befund ist eine schwere Rhizarthrose, d.h. 
schwere degenerative Veränderung des Daumengelenks. Es liegen keine Bandver-
letzungen vor oder knöcherne Veränderungen im Sinne einer Fraktur. Es liegt eine 
schwere Rhizarthrose vor, die einem Vorzustand entspricht. Es ist unmöglich, in so 
kurzer Zeit nach einem Ereignis ohne strukturelle traumatische Läsion eine derart 
schwere Rhizarthrose zu generieren. … Eine Kontusion oder Distorsion heilt innert 

19

Tage bis Wochen folgenlos ab. Die Persistenz der Beschwerden des linken Dau-
mens ist nicht bedingt durch ein Unfallereignis vom 02.01.2020, sondern ist der 
schweren Rhizarthrose geschuldet. Folglich ist es korrekt hier maximal nur eine 
vorübergehende Verschlimmerung zu anerkennen. Distorsionen heilen innert Tage 
bis wenigen Wochen folgenlos ab. Da hier eine Beschwerdepersistenz durch eine 
Degeneration vorliegt, muss Status quo sine 6 Wochen nach Ereignis festgesetzt 
werden.

Im linken Knie wird bildgebend eine Läsion im Innenmeniskus mit Ganglionausbil-
dung diagnostiziert. Der Nachweis einer Meniskusläsion beweist jedoch einen trau-
matischen Schaden nicht, denn es ist kein spezifischer traumatischer Befund. … 
Dass die Versicherte bereits innert weniger Wochen bereits eine Ganglionbildung 
aufweist, spricht gegen eine traumatische Genese, denn eine Ganglionausbildung 
bedarf eine initiale Schädigung des Meniskus mit anschliessenden Reparaturme-
chanismen an belasteten Stellen und benötigt Zeit. Dass bereits zeitnah zum Ereig-
nis eine Ganglionbildung besteht, spricht für eine degenerative Schädigung des Me-
niskus.

Bei der Versicherten liegt ein isolierter Meniskusschaden vor. Es fehlen Begleitver-
letzungen. Meist sind Meniskusrisse Bestandteil von Kombinationsverletzungen. Bei 
Kombinationsverletzungen mit Meniskusschäden wird eine relevante Krafteinwir-
kung als bewiesen erachtet. Bei der Versicherten fehlen jedoch Begleitverletzungen. 
Gemäss Ludolph, der Unfallmann, Springer Verlag, 13. Auflage, 2013, bedarf es für 
einen isolierten Meniskusschaden den sogenannten Drehsturz. … Ein solcher Dreh-
sturzmechanismus ist bei der Versicherten nicht dokumentiert und nachgewiesen.

Auch weist die Versicherte bildgebend bereits Knorpelschäden auf als Hinweis auf 
Degeneration. Der Meniskusschaden ist Bestandteil von degenerativen Veränderun-
gen. …

Auch gegen eine traumatische Ursache spricht der Sachverhalt, dass der zeitnahe 
Funktionsverlust fehlt. Für einen frischen traumatischen Schaden wird der sofortige 
Funktionsverlust gefordert, d.h. das Bein kann nicht mehr belastet werden. In einer 
körperlichen Tätigkeit der Versicherten würde deswegen eine sofortige Arbeitsun-
fähigkeit und ein sofortiger Arztbesuch erfolgen müssen. Dies ist bei der Versicher-
ten ebenfalls nicht der Fall.

Auch das Alter der Versicherten spricht gegen eine traumatische Ursache. So wer-
den die meisten Meniskusrisse zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr beobachtet. 
Dabei handelt es sich um eine vorzeitige Degeneration.

Die Meniskusläsion klassifiziert als vorwiegend abnützungsbedingt und ist nicht trau-
matischer Ursache. …

…

C. Zu Ihren Fragen:

Sind die vorhandenen Beschwerden als kausal oder zumindest als teilkausal 
zum Ereignis vom 02.01.2020 zurück zu führen?

Aufgrund der vorliegenden Unterlagen kann eine vorübergehende Verschlimmerung 
akzeptiert werden, d.h. die Beschwerden der Versicherten sind überwiegend wahr-
scheinlich zumindest teilkausal zum Ereignis vom 02.01.2020 zu klassifizieren.

20

Spielen neben unfallkausalen Faktoren auch unfallfremde Faktoren (Vorzu-
stände) eine Rolle? Wenn ja, welche und in welchem Ausmass wirken sich 
diese aus?

Sowohl am Knie als auch Hand/Daumen liegen erhebliche degenerative Verände-
rungen vor. Die Persistenz der Beschwerden ist auf die degenerativen Veränderun-
gen zurückzuführen.

Falls unfallfremde Vorzustände bestehen sollten, per wann ist der Status quo 
sine/ante erreicht?

Ohne Nachweis objektivierbarer struktureller traumatischer Schäden kann kein Dau-
erschaden geltend gemacht werden. Es kann maximal eine vorübergehende Ver-
schlimmerung akzeptiert werden. Für Kontusion/Distorsion kann eine vorüberge-
hende Verschlimmerung von 6 Wochen anerkannt werden. Dann ist der Status quo 
sine festzusetzen.

6.1 Gestützt auf die Beurteilung vom 11. Januar 2021 bzw. jene vom 24. Juni 
2020 ihres beratenden Arztes Dr.med. J.________ lehnte die Vorinstanz - in 
Bestätigung der Verfügung vom 10. Juli 2020 - mit Einspracheentscheid vom 22. 
März 2021 die Ausrichtung von Versicherungsleistungen ab dem 13. Februar 2020 
im Wesentlichen mit der Begründung ab, es würden keine objektivierbaren struk-
turellen traumatischen Schäden an der linken Hand vorliegen; vielmehr leide die 
Beschwerdeführerin an einer schweren, degenerativ bedingten Rhizarthrose; 
durch den Unfall vom 2. Januar 2020 sei es lediglich zu einer temporären Ver-
schlimmerung der degenerativen Veränderung gekommen (vgl. Einspracheent-
scheid vom 22.3.2021 Erw. 4). Auch die Läsion des Innenmeniskus (mit Ausbil-
dung eines Ganglions) sei kein spezifisch traumatischer Befund, zumal keine Be-
gleitverletzungen hätten festgestellt werden können; komme hinzu, dass sowohl 
die Knorpelschäden wie auch die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf ei-
nen, seit längerem bestehenden, degenerativen Vorzustand hinweisen würden; 
schliesslich genüge es nicht, dass die Meniskusläsion vor dem Unfall keine Be-
schwerden verursacht habe (vgl. Erw. 6). Mithin bestünden an der linken Hand 
bzw. am linken Daumen sowie am linken Knie degenerative Veränderungen, die 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits vor dem Unfall vorhanden gewesen 
seien; der Bagatellunfall vom 2. Januar 2020 habe die Beschwerdesymptomatik 
höchstens ausgelöst, spätestens nach einigen Wochen sei der Status quo 
sine/ante jedoch erreicht und die Beschwerden seien spätestens ab dem 13. Fe-
bruar 2020 nicht mehr auf den Unfall zurückzuführen gewesen (vgl. Erw. 7). Damit 
verneinte die Vorinstanz die Unfallkausalität der über den 13. Februar 2020 an-
dauernden Beschwerden im linken Daumen und im linken Knie (vgl. auch vorste-
hend Erw. 2.1). Auf die Rückforderung bereits erbrachter Versicherungsleistungen 
verzichtete die Vorinstanz. 

21

6.2 Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz ver-
möge den Beweis für den Wegfall der kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitszustandes nicht zu erbringen, zumal sie einzig auf die 
Einschätzung des Versicherungsmediziners abstelle, an welcher erhebliche Zwei-
fel bestünden, da diese den Einschätzungen der behandelnden Ärzte widerspre-
chen würde (vgl. Beschwerde vom 6.5.2021 Ziff. 15/16/22). Die Behauptung, es 
seien keine objektivierbaren strukturellen, traumatischen Schäden an der Hand so-
wie am Knie erkennbar, sei aktenwidrig; es würden ein Knochenmarködem und 
eine traumatisierte Rhizarthrose in der linken Hand sowie eine Meniskus- und eine 
Knorpelläsion im linken Knie vorliegen, die auf ein traumatisches Ereignis schlies-
sen lassen (vgl. Ziff. 17/19). Es möge zwar zutreffen, dass eine Rhizarthrose be-
reits vor dem Unfall vorgelegen habe; diese sei jedoch beschwerdefrei gewesen; 
es sei durch den Unfall nicht zu einer temporären, sondern zu einer langfristigen 
Verschlimmerung des Gesundheitszustandes gekommen (vgl. Ziff. 18; vorstehend 
Erw. 2.2).

7.1.1  Als unbestritten hat zu gelten, dass die Beschwerdeführerin am 2. Januar 
2020 beim Transfer eines Patienten vom Bett in den Rollstuhl sowohl ihre linke 
Hand als auch ihr linkes Bein angeschlagen und dabei eine Kontusion bzw. 
Distorsion erlitten hat (vgl. vorstehend Erw. 4.1 / 5.1.1 / 5.1.2 / 5.3.1 / 5.4).

7.1.2  Sodann steht fest, dass die involvierten Ärzte übereinstimmend die 
Diagnose einer schweren Rhizarthrose in der linken Hand sowie eine mediale 
Meniskusläsion (Knie links) mit Ausbildung eines Ganglions erhoben bzw. erkannt 
haben (vgl. vorstehend Erw. 5.2.2 - 5.2.4 / 5.3.2 / 5.3.3 / 5.4). Gleichermassen 
wurden die bildgebenden Befunde einer Knorpelläsion im linken Knie (vgl. 
vorstehend Erw. 5.2.2 / 5.2.4) bzw. eines ausgeprägten (Knochenmark-)Ödems in 
der linken Hand (vgl. vorstehend Erw. 5.2.2 / 5.2.4 / 5.3.3) diagnostiziert. Diese 
Diagnosen und Befunde gelten vorliegend als unbestritten.

7.1.3  Uneinigkeit besteht bezüglich der Frage, ob diese Diagnosen resp. die von 
der Beschwerdeführerin über den 13. Februar 2020 hinaus geklagten 
Beschwerden der linken Hand und dem linken Knie durch das Unfallereignis vom 
2. Januar 2020 mindestens teilweise verursacht sind oder ob sich per 13. Februar 
2020 der Status quo sine vel ante eingestellt hat, mithin der Unfall bis dahin 
jegliche Kausalität verloren hat. 

7.2 Die Vorinstanz, welche die Versicherungsleistungen wegen Dahinfallen 
jeglicher Kausalität per 13. Februar 2020 eingestellt hat, stützt sich diesbezüglich 
auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr.med. J.________ ab. Dies ist nur 

22

dann nicht zu beanstanden, wenn keine auch nur geringen Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen des die Versicherung be-
ratenden Arztes bestehen (vgl. vorstehend Erw. 3.6.3).

7.3 Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, Dr.med. J.________ begründe 
seine Beurteilung nicht, kann dem nicht gefolgt werden. Zutreffend ist, dass er die 
Anfrage vom 24. Juni 2020 nur stichwortartig beantwortete, aber schon damals 
festhielt, es lägen alles degenerative Veränderungen vor (Vi-act. 9). Die Beurtei-
lung vom 11. Januar 2021 ist dann aber ausführlich begründet; der Zusammenfas-
sung des aktenmässigen Verlaufs folgt eine ausführliche Begründung, wobei 
Dr.med. J.________ je gesondert auf die Situation der linken Hand und des linken 
Knies eingeht, was auch nachfolgend getrennt zu betrachten ist.

7.4.1  Gemäss Dr.med. J.________ können die Abklärungen des linken Daumens 
keine objektivierbaren strukturellen traumatischen Schäden ergeben. Der Befund 
sei eine schwere Rhizarthrose, mithin eine schwere degenerative Veränderung 
des Daumengelenks. Bandverletzungen oder knöcherne Veränderungen im Sinne 
einer Fraktur lägen keine vor. Es sei unmöglich, in so kurzer Zeit nach einem Er-
eignis ohne strukturelle traumatische Läsion eine derart schwere Rhizarthrose zu 
generieren. Ohne objektivierbare strukturelle traumatische Läsion könne weder ein 
Dauerschaden noch eine richtungsgebende Verschlechterung geltend gemacht 
werden. Eine Kontusion oder Distorsion heile innert Tagen bis Wochen folgenlos 
ab. Die Beschwerdenpersistenz sei nicht durch das Unfallereignis bedingt, son-
dern der schweren Rhizarthrose geschuldet. Aus diesem Grunde setzt Dr.med. 
J.________ den Status quo sine sechs Wochen nach Ereignis fest.

7.4.2  Soweit die Beschwerdeführerin darin einen Widerspruch zu den Beurteilun-
gen der behandelnden Ärzte sieht, so ist folgendes festzuhalten:

Keine Zweifel zu erwecken vermag der Bericht von Dr.med. E.________. In der 
Physiotherapieverordnung vom 13. Mai 2020 nennt diese als Diagnose eine 
schwere  Rhizarthrose links aktuell aktiviert. Über die Ursache sagt dies nichts aus. 
Wenn eine Interpretation möglich ist, dann die, dass es sich bei der Rhizarthrose 
um einen Vorzustand handelt, der durch das Unfallereignis aktiviert wurde. Dies 
steht indes nicht im Widerspruch zur Beurteilung von Dr.med. J.________. In ih-
rem Schreiben an die Vorinstanz vom 31. Juli 2020 verweist Dr.med. E.________ 
auf das MRI der linken Hand, das als Befund eine schwere Rhizarthrose ergeben 
habe. Weder dieser - letztlich unbestrittene - Hinweis, noch die Feststellung, die 
Beschwerdeführerin sei deswegen in fachärztlicher Behandlung, sagen irgendet-
was über die Ursache aus. Im Gegensatz zum Knie äussert Dr.med. E.________ 
zur Rhizarthrose nicht einmal eine Vermutung.

23

Dr.med. F.________ äussert sich hinsichtlich Ursache nur insoweit, als er von ei-
ner traumatisierten Rhizarthrose spricht. Mehr Angaben macht er nicht bzw. lassen 
sich seinen Berichten nicht entnehmen. Aber auch Dr.med. F.________ spricht 
nicht von einer traumatischen Rhizarthrose, sondern von einer traumatisierten, 
was gleichbedeutend ist mit einer unfallbedingten Aktivierung eines zuvor stum-
men Vorzustandes. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Begriff 
'traumatisiert' schliesse eine degenerative Ursache aus, kann dem so nicht gefolgt 
werden. Die so kurz nach dem Unfallereignis bildgebend festgestellte, schwere 
Rhiz-arthrose ist ein Vorzustand; durch das Ereignis wurde sie traumatisiert, d.h. 
aktiviert, wie das auch schon Dr.med. E.________ formulierte. Unfallbedingt ist die 
Aktivierung, nicht die Rhizarthrose als solche. Letztlich anerkennt dies auch die 
Beschwerdeführerin, führte sie doch in der Beschwerde selbst aus, es möge zu-
treffen, dass die Rhizarthrose bereits vor dem Unfall bestanden habe (vgl. vorste-
hend Erw. 6.2).

Deutlicher wird Dr.med. I.________. Dies aber insofern, als seines Erachtens "der 
Unfall sehr wahrscheinlich kaum die Ursache für die aktuelle Problematik ist, da 
die mittels MRI nachgewiesene Rhizarthrose wahrscheinlich eine alte Geschichte 
ist" (Vi-act. 13).

Im Sinne eines Zwischenfazits kann damit festgehalten werden, dass keine 
Berichte vorliegen, welche die Beurteilung von Dr.med. J.________, wonach es 
sich bei der nachgewiesenen Rhizarthrose um einen Vorzustand handelt, nicht tei-
len. Auch die Beschwerdeführerin widerspricht dem nicht. Mithin bestehen hieran 
keine Zweifel.

7.4.3  Übereinstimmung herrscht ebenso, dass die Rhizarthrose durch das Ereig-
nis vom 2. Januar 2020 aktiviert wurde. Diesbezüglich bestreitet auch Dr.med. 
J.________ nicht, dass das Unfallereignis Beschwerden ausgelöst hat. 

Laut Dr.med. J.________ verliert das Unfallereignis aber spätestens nach sechs 
Wochen jegliche Ursächlichkeit. Er begründet dies mit dem Fehlen von Begleitver-
letzungen, von objektivierbaren strukturellen traumatischen Läsionen. Soweit 
Dr.med. J.________ damit von einer vorübergehenden und nicht von einer rich-
tungsgebenden Verschlechterung ausgeht, finden sich in den Berichten der be-
handelnden Ärzte keine Hinweise, welche auch nur geringe Zweifel an dieser Be-
urteilung zu erwecken vermöchten.

Wie bereits ausgeführt, lassen sich den Berichten von Dr.med. E.________ und 
Dr.med. F.________ ohnehin keine entscheidwesentlichen Aussagen betreffend 
Kausalität entnehmen. 

24

Dr.med. I.________ seinerseits macht zwei Aussagen. Zum einen die - in keinem 
Bericht bestrittene - Aussage, dass die Rhizarthrose nicht unfallbedingt ist. Zum 
andern führt er die aktuellen Beschwerden, welche er in seiner persönlichen Un-
tersuchung am 12. August 2020 feststellte, nicht zwingend allein auf die Rhizar-
throse zurück. Vielmehr hält er fest, die Entscheidung, ob die aktuellen Beschwer-
den unfallbedingt seien, obliege der Unfallversicherung. Seinerseits fügt er dem 
an, für eine Unfallkausalität der aktuell noch bestehenden Beschwerden spräche 
das Knochenmarködem. 

Das Knochenmarködem konnte bildgebend am 10. März 2020 nachgewiesen wer-
den (vgl. Vi-act. 4). Damit also lange nach dem 12. Februar 2020, als gemäss 
Dr.med. J.________ der Status quo sine hätte erreicht sein sollen. Wenn aber das 
Knochenmarködem einerseits durch den Unfall verursacht sein kann und ander-
seits zumindest Teilursache der über den 12. Februar 2020 hinaus geklagten Be-
schwerden sein kann, dann bestehen mindestens geringe Zweifel, dass der Unfall 
binnen sechs Wochen jegliche Ursächlichkeit verloren hat. Der Feststellung von 
Dr.med. J.________, es lägen neben der Rhizarthrose keine Bandverletzungen, 
keine knöchernen Veränderungen im Sinne einer Fraktur, mithin keine objektivier-
bare strukturelle traumatische Läsion vor, widerspricht zwar kein behandelnder 
Arzt. Dr.med. J.________ seinerseits geht aber nicht auf das Knochenmarködem 
ein, obwohl Dr.med. I.________ genau dieses als unfallkausal bezeichnet. Er be-
gründet nicht, inwiefern das noch am 10. März 2020 nachweisbare, deutliche 
Ödem sowohl im Os metakarpale Dig. 1 als auch im Os trapezium zum einen nicht 
auf den Unfall zurückzuführen ist und zum andern trotz dieses im März noch nach-
weisbaren Knochenmarködems der Unfall jegliche Ursächlichkeit für die dannzu-
mal noch bestehenden Beschwerden verloren hatte. Mithin setzt sich Dr.med. 
J.________ mit einem wesentlichen Aspekt überhaupt nicht auseinander, obwohl 
Dr.med. I.________ genau diesen als mögliche Ursache erwähnt hatte. 

Was den von Dr.med. J.________ genannten Zeitraum von sechs Wochen nach 
Ereignis für das Erreichen des Status quo sine anbelangt, ist sodann auf VGE I 
2019 73 vom 11. Dezember 2020 zu verweisen (bestätigt in Urteil BGer 
8C_80/2021 vom 7.7.2021). Jener Fall ist insofern vergleichbar, als ihm ebenfalls 
eine aktivierte Rhizarthrose zugrunde lag, das Unfallereignis nur zu einer vorüber-
gehenden Verschlimmerung, aber keiner neuen Gelenkssituation geführt hatte. 
Bei der (späteren) Operation lagen keine unfallbedingten objektivierbaren Verän-
derungen mehr vor. Mithin führte der Unfall nicht zu einer zusätzlich verschlimmer-
ten arthrotischen Veränderung. Gemäss damaligem Gutachter musste davon aus-
gegangen werden, dass es bei einem entsprechend krankheitsbedingt vorgeschä-
digten Gelenk (der Gelenkknorpel war signifikant arthrotisch alteriert) ca. sechs bis 
zwölf Monate dauern könne, bis der Vorzustand wieder erreicht sei (VGE I 2019 

25

73 vom 11.12.2020 Erw. 2). Auch wenn die beiden Einzelfälle aufgrund ihrer Be-
sonderheiten (im genannten Fall war von massiver Krafteinwirkung des Unfalls 
auszugehen, der wahrscheinlich zu einer undislozierten Absprengung eines vor-
bestehenden Osteophyten führte und - wie vorliegend - zu einem Knochenmarkö-
dem) nicht 1:1 vergleichbar sind, so scheint doch der Wegfall jeglicher Unfallur-
sächlichkeit binnen sechs Wochen bei einer Aktivierung einer schweren Rhizar-
throse durch einen Unfall, der womöglich ein nach über zwei Monaten noch nach-
weisbares Knochenmarködem verursachte, doch auch aus diesem Grunde 
überaus kurz zu sein. Die Unfallkausalität der von der Beschwerdeführerin über 
den 12. Februar 2020 hinaus geklagten Beschwerden ist damit noch nicht nach-
gewiesen, aber es sind Zweifel an der Richtigkeit der Beurteilung des beratenden 
Arztes berechtigt.

7.5.1  Auch bezüglich die Kniebeschwerden links geht Dr.med. J.________ davon 
aus, der Status quo sine sei sechs Wochen nach dem Ereignis festzusetzen. 
Grundsätzlich beweise der Nachweis einer Meniskusläsion allein keinen traumati-
schen Schaden; es sei kein spezifisch traumatischer Befund. Vorliegend klassifi-
ziere die Läsion als vorwiegend abnützungsbedingt und sei nicht traumatischer 
Ursache, was Dr.med. J.________ wie folgt begründet:

- Der Nachweis eines Ganglions wenige Wochen nach dem Unfall spreche gegen 
eine traumatische Genese, da eine Ganglionausbildung eine initiale Schädi-
gung des Meniskus mit anschliessenden Reparaturmechanismen an belasteten 
Stellen bedürfe und Zeit benötige.

- Es liege ein isolierter Meniskusschaden ohne Begleitverletzungen und ohne 
Bone Bruise vor. Traumatische Meniskusrisse seien indes meist Bestandteil 
von Kombinationsverletzungen. 

- Gemäss Literatur bedürfe es für einen isolierten Meniskusschaden eines Dreh-
sturzes; ein solcher sei weder dokumentiert noch nachgewiesen.

- Bildgebend seien Knorpelschäden nachgewiesen, was einen Hinweis auf De-
generationen darstelle. Der Meniskusschaden sei Bestandteil von degenerati-
ven Veränderungen. 

- Für einen frischen traumatischen Schaden des Meniskus werde der sofortige 
Funktionsverlust gefordert. In einer körperlichen Tätigkeit der Beschwerdefüh-
rerin würde deswegen eine sofortige Arbeitsunfähigkeit und ein sofortiger Arzt-
besuch erfolgen, was nicht der Fall gewesen sei.

- Das Alter der Beschwerdeführerin (Jg. 1965) spreche gegen eine traumatische 
Ursache; die meisten Meniskusrisse würden zwischen dem 40. und 60. Lebens-
jahr beobachtet, wobei es sich um vorzeitige Degenerationen handle.

26

Da der Unfall keinen Dauerschaden und keine richtunggebende Verschlechterung 
verursacht habe, könne maximal von einer vorübergehenden Verschlimmerung ei-
nes Vorzustandes ausgegangen werden. Der Status quo sine sei sechs Wochen 
nach Ereignis festzusetzen.

7.5.2 An dieser Beurteilung vermögen die behandelnden Ärzte keine auch nur ge-
ringen Zweifel zu erwecken. Dr.med. I.________ äussert sich überhaupt nicht zur 
Situation des linken Knies; sein Untersuch fokussierte allein auf die linke Hand. 
Dr.med. E.________ verwies einzig auf persistierende Beschwerden, eine noch 
laufende Behandlung und die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin zuvor keine 
Knieschmerzen gehabt habe, weshalb die Läsion unfallbedingt sein dürfte. Abge-
sehen davon, dass sie selbst nur eine Vermutung äussert (was keine überwiegend 
wahrscheinliche Unfallkausalität zu belegen vermag), läuft ihr einziges Argument 
der zuvor fehlenden Beschwerden beweisrechtlich auf die unzulässige Beweisma-
xime "post hoc ergo propter hoc" hinaus (BGE 142 V 325 Erw. 2.3.2.2). Aber auch 
Dr.med. F.________ führt keine Begründung an für seine Aussage, das Knie-
trauma habe zu einer medialen Meniskusläsion mit Ausbildung eines sekundären 
sehr voluminösen Ganglions geführt. Diese ohne jegliche Begründung gemachte 
Feststellung vermag weder einen Kausalzusammenhang mit dem geforderten Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, noch auch nur 
geringe Zweifel an der nachvollziehbaren und schlüssigen Begründung von 
Dr.med. J.________ zu erwecken.

7.6 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als teilweise begrün-
det. Nicht zu beanstanden ist die Leistungseinstellung per 12. Februar 2020 das 
linke Knie betreffend. Was hingegen die linke Hand anbelangt, so stützte sich die 
Vorinstanz zu Unrecht auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes ab, beste-
hen doch mehr als nur geringe Zweifel an seiner Beurteilung, der Unfall habe nach 
sechs Wochen jegliche Bedeutung für die noch bestehenden Beschwerden verlo-
ren. 

8.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Beschwerdeinstanz in 
der Regel ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie im Rahmen der 
Beweiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer 
Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachterlich 
geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen 
Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung ist hingegen zulässig, wenn sie allein 
in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage 
begründet ist oder, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung 
von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. Urteil BGer 9C_463/2019 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-142-V-325

27

vom 25.9.2019 Erw. 2.1 m.H.a. BGE 139 V 99 Erw. 1.1 und BGE 137 V 210 Erw. 
4.4.1ff.; VGE I 2019 92 vom 12.12.2019 Erw. 2.1 m.H.a. Furrer, Rechtliche und 
praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversiche-
rung; SZS 2019 S. 4 und Slavik, Gerichtliche Qualitätssicherung medizinsicher 
Gutachten, JaSo 2018, S. 172).

8.2 Vorliegend rechtfertigt sich die Rückweisung an die Vorinstanz, damit sie ein 
externes Gutachten nach Art. 44 ATSG einholt zur Frage, per wann der Status quo 
sine vel ante erreicht ist, zu welchem Zeitpunkt jede kausale Bedeutung von un-
fallbedingten Ursachen der Handbeschwerden links überwiegend wahrscheinlich 
dahingefallen ist. Denn mit dem Bericht von Dr.med. I.________, namentlich sei-
ner Beurteilung, das bildgebend nachgewiesene Knochenmarködem spreche für 
eine Unfallkausalität der über den 12. Februar 2020 hinaus geklagten Beschwer-
den, hat sich die Vorinstanz resp. Dr.med. J.________ noch gar nicht auseinan-
dergesetzt. 

9.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

9.2 Die Beschwerdeführerin beantragt die unentgeltliche Rechtsprechung und 
Rechtsverbeiständung. 

9.2.1  Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für sie nicht 
aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege; soweit es zur 
Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf 
unentgeltlichen Rechtsbeistand. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
gilt diese verfassungsrechtliche Minimalgarantie im Straf- und Zivilprozess, im 
Verwaltungsbeschwerde- und Verwaltungsgerichtsverfahren und auch im 
nichtstreitigen Verwaltungsverfahren (vgl. Urteil BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004 
Erw.4.2 mit Verweis auf BGE 125 V 32 Erw. 4a S.34 f. mit zahlreichen Hinweisen 
auf die Entwicklung der Rechtsprechung und auf die Literatur). Die 
Vertretungskosten trägt das Gemeinwesen, soweit sie nicht eine andere Partei 
tragen muss (§ 75 Abs. 2 VRP). Vermag eine Partei, der die unentgeltliche 
Prozessführung oder Vertretung bewilligt wurde, die Kosten und die 
Entschädigung zu decken, so ist sie zur Rückzahlung an die Gerichtskasse 
verpflichtet. Die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt der 
Rechtskraft des Entscheides (§ 75 Abs. 3 VRP). 

9.2.2  Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung verlangt nach 
ständiger Praxis grundsätzlich das kumulative Vorliegen von drei 
Voraussetzungen, nämlich der finanziellen Bedürftigkeit des Rechtsuchenden, der 
Nichtaussichtslosigkeit seines Parteistandpunktes und der sachlichen 

28

Notwendigkeit der Verbeiständung (vgl. Urteil BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004 
Erw. 4.2 in fine, mit Verweis auf BGE 128 I 232 ff.; siehe auch ZB III 2010 103 vom 
21.6.2010 Erw. 2.2 mit weiteren Hinweisen, u.a. auf VGE III 2009 54 vom 
27.10.2009 Erw. 4.2.1). 

9.2.3  Dass das Rechtsmittelverfahren nicht aussichtslos war, ist allein schon 
durch das teilweise Obsiegen belegt. Aber auch hinsichtlich der 
Beschwerdeabweisung kann nicht gesagt werden, die erhobenen Rügen hätte 
nicht auch eine nicht bedürftige Person vorgetragen. Zudem ist es aufgrund des 
Streitgegenstandes mit versicherungsrechtlichen und medizinischen Aspekten 
nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin einen Rechtsbeistand beizog (vgl. 
BGE 142 III 138 Erw. 5.1; BGE 139 III 475 Erw. 2.2; Urteil BGer 2C_770/2020 vom 
2.3.2021 Erw. 3.2; 2C_246/2021 vom 28.5.2021 Erw. 3.1).

Was die Bedürftigkeit anbelangt, so weist die verheiratete Beschwerdeführerin ein 
Einkommen von Fr. 4383.--/Mt aus. Für die Wohnungsmiete hat sie Fr. 1'920.--/Mt 
aufzuwenden, für Krankenkasse Fr. 327.-- und als Berufsauslagen macht sie 
Fr. 250.-- monatlich geltend. Hinzu kommt der um 20% erhöhte Grundbedarf für 
ein Ehepaar von Fr. 2'000.--, d.h. Fr. 2'400.--. Damit ist die Bedürftigkeit 
ausgewiesen (BGE 135 I 221 Erw. 5.1; Urteile BGer 2C_409/2017 vom 2.8.2018 
Erw. 6.1.3; VGE I 2007 291 vom 12.12.2007 Erw. 3.2.1; Urteil BGer 2C_409/2017 
vom 2.8.2018 Erw. 6.1.4).

9.2.4  Entsprechend ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
gutzuheissen und der Beschwerdeführerin RA MLaw B.________ als 
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

9.3.1  Die ganz oder teilweise obsiegende Partei hat Anspruch auf angemessenen 
Ersatz der Parteikosten entsprechend ihrem Obsiegen (Art. 61 lit. g ATSG / § 74 
Abs. 1 VRP). Die Parteikosten sind in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für 
das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des 
Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens auf insgesamt Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

9.3.2  Die Vorinstanz hat davon der Beschwerdeführerin - dem 
Verfahrensausgang entsprechend - eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu entrichten.

29

9.3.3  Soweit die Beschwerdeführerin unterliegt, wird das reduzierte Honorar für 
den unentgeltlichen Rechtsbeistand in Anwendung der massgebenden Kriterien 
gemäss Gebührentarif auf Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgelegt. 

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 
vom 22. März 2021 insoweit aufgehoben, als Versicherungsleistungen die 
Handgelenksbeschwerden links betreffend über den 12. Februar 2020 hin-
aus abgelehnt wurden, und es wird die Sache im Sinne der Erwägungen zur 
Einholung eines versicherungsexternen fachärztlichen Gutachtens gemäss 
Art. 44 ATSG und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen; 
im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten. 

4. Der Beschwerdeführerin wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren - so-
weit sie unterliegt - die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt und 
Rechtsanwalt MLaw B.________, als unentgeltlicher Rechtsbeistand be-
stellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein reduziertes Honorar 
(inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 1'200.-- zu entrichten.

5. Die Beschwerdeführerin hat die Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbei-
ständung von Fr. 1'200.-- dem Gericht zurückzuerstatten, wenn sie dazu in-
nert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage 
ist (§ 75 Abs. 3 VRP). 

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizer-
hofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesge-
setzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

7. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. März 2022

31

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. März 2022