# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cef0602b-29a2-5ea0-8000-e9697e95f37e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 07.06.2016 ZK1 2016 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-60_2016-06-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 7. Juni 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 60 14. Juni 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andri 
Hotz, Goldgasse 11, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
11. Februar 2016, mitgeteilt am 15. Februar 2016, in Sachen der Beschwerdefüh-
rerin,

betreffend Erziehungsbeistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. A._____, geboren am _____2008, ist die gemeinsame Tochter der unver-
heirateten Eltern X._____ und Y._____. Y._____ anerkannte seine Tochter am 23. 
Juni 2008. Gemäss Beschluss der damaligen Vormundschaftsbehörde des Krei-
ses Chur vom 29. Juli 2008 wurde den Eltern das gemeinsame Sorgerecht für 
A._____ erteilt. 

2. Am 4. November 2015 machte die Kantonspolizei Graubünden eine Mel-
dung gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. b PolG an die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde (nachfolgend: KESB) Nordbünden. Aufgrund des ausschweifenden Le-
bensstils der Mutter X._____ scheine die sichere Obhut der 7-jährigen Tochter 
A._____ unsicher. A._____ halte sich zurzeit mehrheitlich bei der Grossmutter auf. 

3. Aufgrund dieser Meldung eröffnete die KESB Nordbünden am 12. Novem-
ber 2015 ein Abklärungsverfahren gemäss Art. 57 EGzZGB. 

4. Die Grossmutter B._____ (Mutter von X._____) meldete sich am 17. No-
vember 2015 bei der KESB Nordbünden und teilte mit, dass A._____ derzeit bei 
ihrem Vater wohne, welcher gut für sie sorge. A._____ habe ihr berichtet, dass es 
am Morgen des 4. Novembers 2015 zu einem Vorfall gekommen sie. Sie sei ins 
Schlafzimmer ihrer Mutter gegangen. Als diese nicht reagiert habe, sei sie zu ihr 
ins Bett gegangen. Plötzlich habe sie eine Hand an ihren Genitalien gespürt und 
realisiert, dass ein Mann im Bett liegt.  

Y._____ führte an seinem Gespräch vom 23. November 2015 bei der KESB Nord-
bünden aus, dass sich A._____ auch ihm wegen des Vorfalls anvertraut habe. 
X._____ habe gemäss ihren Angaben am besagten Morgen nichts mitbekommen, 
weil sie unter Drogen gestanden sei. Er sei im Juli 2015 ausgezogen. Bis zum 
Vorfall habe A._____ von Sonntagmittag bis Mittwochmittag bei ihm gewohnt, die 
restlichen Tage bei der Mutter und den Grosseltern. Zurzeit lebe A._____ aber bei 
ihm. Er wolle nicht, dass A._____ im Moment bei der Mutter lebe. Der Grund sei 
die ungewisse Situation betreffend den Täter. Der 21-jährige C._____ sei Mitglied 
einer grossen Gruppe von Drogendealern. Er wisse nicht, welche Folgen die 
Strafanzeige mit sich bringen könne. X._____ habe nach ihrer Trennung verschie-
dene Männerbekanntschaften gehabt. 

X._____ führte in ihrem Gespräch vom 24. November 2015 aus, dass sie sich an 
den besagten Abend beziehungsweise Morgen nur in einzelnen Sequenzen erin-
nern könne. Sie sei von einem C._____ in einer Bar angesprochen worden. Sie 

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sei dann irgendwann in einem Raum mit zehn Männern gewesen und habe Kokain 
gesnifft. Dann sei sie zu Hause aufgewacht und habe festgestellt, dass ihre Toch-
ter mit ihr und diesem Mann im Bett liege. Ihr Mutterinstinkt habe insofern noch 
funktioniert, indem sie die Hand des Mannes festgehalten habe, der den Rücken 
ihrer Tochter gestreichelt habe. Der C._____ bewege sich in einer dubiosen Grup-
pe von Drogenkonsumenten. Sie selber habe nie harte Drogen konsumiert. Alko-
hol sei zwar ein Thema, A._____ habe sie aber nie betrunken gesehen. Sie habe 
Neuroleptika genommen. Im Moment nehme sie keine Medikamente. 

5. Die Kinderärztin Dr. med. D._____ äusserte sich in ihrem Schreiben vom 9. 
Dezember 2015 positiv über beide Eltern bezüglich der Bemühungen um eine ge-
sunde Entwicklung von A._____. Das Schulhaus E._____ teilte am 11. Dezember 
2015 mit, dass A._____ immer gepflegt, pünktlich und gut versorgt zur Schule 
komme. Sie zeige keine Auffälligkeiten und sei in der Klasse sehr gut integriert. 
A._____ äusserte sich in ihrem Gespräch bei der KESB Nordbünden vom 14. De-
zember 2015 sowohl positiv über ihren Vater als auch über ihre Mutter. Die 
Grossmutter B._____ führte am 21. Dezember 2015 Vorbehalte gegenüber ihrer 
Tochter insbesondere wegen ihres Lebenswandels, der Kindheit und ihrer Zuver-
lässigkeit an. Am 8. Januar 2016 meldete sich die Grossmutter bei der KESB 
Nordbünden. Sie mache sich Sorgen, da ihre Tochter A._____ wieder zu sich 
nehmen wolle, obwohl A._____ die letzten Monate nicht mehr bei ihrer Mutter ge-
wesen sei und sie A._____ eventuell nur ungenügend beaufsichtige und nicht in 
der Lage sei, zum Kind zu schauen. Y._____ führte am 8. Januar 2016 aus, er 
habe mit X._____ vereinbart, dass sich A._____ mittwochs und freitags ausser-
halb der Schulzeiten bei ihrer Mutter aufhalte und die Nächte bei ihrer Grossmutter 
verbringe. Er sei der Ansicht, dass sich die Grossmutter zu stark in ihre Angele-
genheiten einmische. 

6. Die Psychiatrischen Dienste Graubünden teilten am 13. Januar 2016 mit, 
dass X._____ zur diagnostischen Abklärung und Krisenintervention sowie psychi-
schen Stabilisierung seit dem 3. Juni 2015 in ambulanter Behandlung sei. Bei der 
Patientin würden eine Anpassungsstörung und der Verdacht auf eine posttrauma-
tische Belastungsstörung vorliegen. Sie zeige sich diesbezüglich einsichtig. Eine 
Eigen- oder Fremdgefährdung liege aktuell nicht vor. Weitere krankheitsbedingte 
Einschränkungen auf die spezifische Lebenssituation von Mutter und Kind könnten 
aktuell nicht genannt werden. 

7. Am 1. Februar 2016 fand bei der KESB Nordbünden ein Elterngespräch 
bezüglich Errichtung einer Beistandschaft statt. Die Eltern sprachen sich dabei 

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gegen eine Erziehungsbeistandschaft aus. Die Situation mit der Grossmutter habe 
sich beruhigt, obwohl sie die Fäden nach wie vor in der Hand habe und alles steu-
ere. Die KESB Nordbünden verzichtete daraufhin vorerst auf die Errichtung einer 
Erziehungsbeistandschaft.

8. Die Kinderärztin Dr. med. D._____ berichtete der KESB Nordbünden am 1. 
Februar 2016 über die Befürchtungen der Grossmutter hinsichtlich der Möglichkeit 
eines Suizides und sogar eines erweiterten Suizides von X._____ und über mögli-
che sexuelle Übergriffe auf A._____, wenn sich diese unbeaufsichtigt bei ihrer 
Mutter aufhalte. 

9. Am 2. Februar 2016 teilte X._____ der KESB Nordbünden mit, es sei zu 
einer Eskalation zwischen ihr und der Grossmutter von A._____ gekommen. 
A._____ habe dabei alles mitanhören müssen. Y._____ führte in dem darauf fol-
genden Telefongespräch aus, er spreche sich nach diesem Ereignis für die Errich-
tung einer Erziehungsbeistandschaft aus. Die Mutter sei noch ambivalent. 

10. Anlässlich des Gesprächs mit der KESB Nordbünden vom 3. Februar 2016 
waren sich die Eltern einig, dass die Mutter nicht suizidal sei und für A._____ kei-
ne Gefährdung darstelle. Auch stehe dem sukzessiven Übernachten von A._____ 
bei ihrer Mutter nichts im Wege. Die Eltern waren mit der Errichtung einer Erzie-
hungsbeistandschaft für A._____ einverstanden, was sie denn auch gleichentags 
unterschriftlich bestätigten. 

11. Am 5. Februar 2016 reichte Dr. med. F._____ diverse Unterlagen bei der 
KESB Nordbünden ein, aus denen hervorging, dass bei X._____ keine Infektion 
mit HIV oder Hepatitis B vorliegt. Ebenso lag ein Entscheid der Stadt Chur betref-
fend Sozialhilfe an X._____ in der Höhe von monatlich Fr. 1'296.15 bei. 

12. Gemäss dem Bericht des Schulhauses E._____ vom 10. Februar 2016 hät-
ten sich bei A._____ in einzelnen Punkten seit Mitte Januar 2016 Veränderungen 
ergeben. A._____ wirke oft nervös, fahrig und arbeite unkonzentriert. Ihr Interesse 
und ihre Freude an der Schule seien kaum mehr feststellbar. Es müsse seit Janu-
ar 2016 Änderungen bei der Betreuung gegeben haben. Sie seien diesbezüglich 
von der Grossmutter in Kenntnis gesetzt worden. Seitdem sei es nicht mehr nach-
vollziehbar, wer A._____ wann und wo betreue. 

B. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 11. Februar 2016, mitgeteilt am 
15. Februar 2016, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:

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"1. Für A._____ wird eine Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 
308 ZGB) errichtet.

2. Die Beistandsperson erhält folgende Aufgaben und Kompetenzen:

a. die Eltern von A._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft 
(Art. 308 Abs. 1 ZGB) angemessen zu beraten und zu unterstützen, 
insbesondere in folgenden Bereichen:

1. Erziehung/Freizeit;

2. Gesundheit/Therapie;

3. Vermittlung zwischen Eltern und Grosseltern;

4. Begleitung von A._____ und Mutter beim erneuten Zusammenle-
ben und Festlegen von geeigneten Rahmenbedingungen;

b. sämtlichen an der Betreuung und Förderung von A._____ Beteilig-
ten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen.

3. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen 
Kenntnisse zu verschaffen und mit den Eltern und A._____ persönlich 
Kontakt aufzunehmen. 

4. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 28. Februar 2018) einen 
schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage 
von A._____ und die Ausübung der Erziehungsbeistandschaft) ein-
zureichen;

b. insbesondere wenn sich der Gesundheitszustand der Mutter ver-
schlechtert und dadurch das Wohl von A._____ gefährdet sein soll-
te, der KESB Meldung zu erstatten. In diesem Fall sind vertiefte Ab-
klärungen zur Erziehungsfähigkeit der Mutter und allenfalls des Va-
ters notwendig. 

c. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von A._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB 
zu informieren und allenfalls eine geeignete Anpassung oder die 
Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen. 

5. G._____ (Berufsbeistandschaft Plessur) wird zur Beiständin von 
A._____ ernannt. 

6. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Errichtung Erziehungsbeistandschaft wer-
den auf Fr. 1'220.-- festgesetzt.

b. Diese Kosten im Betrag von Fr. 1'220.-- werden den Eltern von 
A._____ je zur Hälfte auferlegt.

c. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird aufgrund der besonde-
ren Umstände verzichtet. 

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung)."

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Zur Begründung wurde hauptsächlich ausgeführt, dass die Eltern grundsätzlich in 
der Lage seien, ihre Erziehungsverantwortung gegenüber A._____ wahrzuneh-
men. In der Schule sei seit Januar 2016 ein verändertes Verhalten von A._____ 
festgestellt worden. Es könne deshalb davon ausgegangen werden, dass A._____ 
aufgrund der innerfamiliären Dynamik belastet sei. Es erscheinen klare Regelun-
gen zur Wohn- und Betreuungssituation von A._____ nötig zu sein. Der Vorfall 
vom 4. November 2015 habe die bereits bestehende konfliktreiche Beziehung 
zwischen Mutter und Grossmutter weiter belastet. Zudem treffe die Grossmutter 
seit der vorläufigen Unterbringung von A._____ bei ihr offenbar auch viele Ent-
scheidungen eigenmächtig. Die Gefahr bestehe demnach, dass die Eltern in ihrer 
Elternrolle von der Grossmutter zunehmend verdrängt würden und sie eine ihr 
nicht zustehende Funktion übernehme. Die Eltern, insbesondere die Mutter, soll-
ten mit fachlicher Unterstützung einer Beistandsperson in ihrer Elternrolle gestärkt 
und befähigt werden, ihre Erziehungsverantwortung wieder alleine zu erfüllen. Die 
Rückkehr von A._____ zu ihrer Mutter müsse trotz derzeitiger Abstinenz von 
X._____ durch eine Beistandsperson eng begleitet werden. Es sei davon auszu-
gehen, dass die Eltern und insbesondere die Mutter eine langfristige Unterstüt-
zung in der Betreuung ihrer Tochter benötigen würden. Aufgrund der komplexen 
Ausgangslage stünden Angebote von privaten oder öffentlichen Diensten nicht zur 
Verfügung. Unter Berücksichtigung der Grundsätze der Subsidiarität und der Ver-
hältnismässigkeit von Massnahmen des Kindesschutzrechts sei somit die Errich-
tung einer Beistandschaft für A._____ angezeigt. 

C. Am. 12. Februar 2016 setzte der Rechtsvertreter von X._____, Rechtsan-
walt MLaw Andri Hotz, die KESB Nordbünden in Kenntnis, dass seine Mandantin 
und der Vater von A._____ ihre Zustimmung zur Einsetzung eines Erziehungsbei-
standes widerrufen würden. 

D. Gegen den Entscheid der KESB Nordbünden vom 11. Februar 2016, mitge-
teilt am 15. Februar 2016, erhob X._____ am 17. März 2016 Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträgen:

"1. Der Entscheid der KESB vom 11. / 15. Februar 2016 betreffend Errich-
tung Erziehungsbeistandschaft / Ernennung Mandatsträgerin und Auf-
tragserteilung sei aufzuheben.

2. Vorliegender Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ge-
währen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz."

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Eltern hätten die Zustim-
mung zur Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft widerrufen, weil sie nicht ein-

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gesehen hätten, weshalb es einen Beistand brauche, wenn das Problem bei der 
Grossmutter liege. Aktuell werde A._____ nur noch von ihrer Mutter und dem Va-
ter betreut. Die Voraussetzungen zur Anordnung einer Beistandschaft durch die 
KESB Nordbünden seien nicht erfüllt. Alleine schon aufgrund der Tatsache, dass 
die Eltern von der KESB als fähig angesehen worden seien, ihre Erziehungsver-
antwortung gegenüber A._____ wahrzunehmen, bleibe kein Platz für eine behörd-
liche Massnahme. Die Annahme, dass A._____ aufgrund der innerfamiliären Dy-
namiken belastet sei, treffe zu. Die Ursachen für die momentanen Schwierigkeiten 
lägen bei der Grossmutter. Die von der Grossmutter geäusserten Sorgen seien 
mitnichten begründet. X._____ habe einen Freund, der sie in dieser schwierigen 
Zeit unterstütze. Von wechselnden Männerbekanntschaften könne keine Rede 
sein. Sodann sei sie psychisch stabil. Der Entscheid der KESB Nordbünden ver-
stosse daher gegen geltendes Recht und widerspreche dem Grundsatz der Sub-
sidiarität von behördlichen Massnahmen. 

E. Mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden vom 21. März 2016 wurde das Gesuch um Gewährung der auf-
schiebenden Wirkung abgewiesen. 

F. Die KESB Nordbünden beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. 
April 2016 die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden kön-
ne. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen. Die 
KESB Nordbünden verzichte auf eine einlässliche Beschwerdeantwort und ver-
weise auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die Akten. 

G. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Vorliegend geht es um eine Beschwerde gegen den Erlass einer Kindes-
schutzmassnahme, für welche gemäss Art. 314 Abs. 1 ZGB sinngemäss die Vor-
schriften über die Beschwerde in Erwachsenenschutzsachen (vgl. Art. 450 ff. 
ZGB) anwendbar sind. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilge-
setzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die ein-
zige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie 

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die von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person (vgl. Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N. 29 zu Art. 450 ZGB [zit. Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz]; Hermann 
Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, N. 21 zu Art. 450 ZGB). Im 
angefochtenen Entscheid wird für die Tochter der Beschwerdeführerin eine Erzie-
hungsbeistandschaft errichtet, womit X._____ als unmittelbar Betroffene des Ent-
scheides klar zu dessen Anfechtung legitimiert ist. 

b) Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist beim Gericht schrift-
lich und begründet einzureichen (vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hin-
sicht keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Ände-
rung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht 
und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, in: 
Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 42 zu Art. 450 ZGB). Die 
Beschwerdeführerin reichte innert Rechtsmittelfrist eine schriftliche und begründe-
te Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden ein (vgl. act. A.1), weshalb 
darauf einzutreten ist. 

c) Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Kindesschutz-
behörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt (vgl. Art. 
450c ZGB). Vorliegend wurde die aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels 
gemäss Ziffer 7 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids entzogen. Mit Ver-
fügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 21. März 2016 wurde das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wir-
kung abgewiesen (vgl. act. D.1). Für die Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids der KESB Nordbünden in diesem Punkt bestand angesichts der vorlie-
genden Umstände kein Grund. 

2. a) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die Schweizerische Zivilprozessordnung so-
wie die entsprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss an-
wendbar (vgl. Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 beziehungsweise Art. 327 Abs. 2 ZPO 
aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung 
entscheiden. 

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b) Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 443 
ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (vgl. Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
a.a.O., N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB veran-
kerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher 
Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der 
Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämt-
liche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZGB und Christoph Au-
er/Michèle Marti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 1 zu 
Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Hermann Schmid, a.a.O., N. 7 zu Art. 446 
ZGB; Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler, FamKommentar Erwachse-
nenschutz, Bern 2013, N. 7 zu Art. 446 ZGB). Da die Behörde nur erforderliche 
Massnahmen verfügen darf und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat 
(vgl. Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist die Beurteilung des Betroffenen über die Notwen-
digkeit einer Massnahme grundsätzlich ohne Bedeutung für den Entscheid der 
KESB beziehungsweise der Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle Mar-
ti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 40 zu Art. 446 ZGB). 
Das Einverständnis der Eltern zur Errichtung einer Beistandschaft zum Schutze 
des Kindes ist somit eigentlich nicht vorausgesetzt. Oftmals braucht es eine Bei-
standschaft nach Art. 308 ZGB sogar gerade wegen des mangelnden Einver-
ständnisses beziehungsweise der fehlenden Mitwirkungsbereitschaft der Beteilig-
ten (vgl. Yvo Biderbost, Die Erziehungsbeistandschaft (Art. 308 ZGB), Diss. Fri-
bourg, 1996, S. 121). 

c) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7085; 
Hermann Schmid, a.a.O., N. 1 zu Art. 450a ZGB). 

3. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Ent-
scheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 11. Februar 2016 (vgl. 
act. B.1). Die KESB Nordbünden, welche unbestrittenermassen für den Entscheid 
zuständig war (vgl. Art. 440 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 315 Abs. 1 ZGB und Art. 

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38 Abs. 1 lit. c EGzZGB), ordnete darin für A._____ eine Beistandschaft gemäss 
Art. 308 ZGB an und hielt die Aufgaben der Beistandsperson in Ziffer 2 des Ent-
scheiddispositivs fest (vgl. Art. 314 Abs. 3 ZGB). So soll sie die Eltern von 
A._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB 
angemessen beraten und namentlich in den Bereichen Erziehung/Freizeit, Ge-
sundheit/Therapie, bei der Vermittlung zwischen Eltern und Grosseltern und bei 
der Begleitung von A._____ und ihrer Mutter beim erneuten Zusammenleben und 
Festlegen von geeigneten Rahmenbedingungen unterstützen. Als Beiständin wur-
de G._____ von der Berufsbeistandschaft Plessur ernannt. Die Beschwerdeführe-
rin beantragt, dass der Entscheid der KESB Nordbünden vom 11. Februar 2016 
vollständig aufzuheben sei. Sie macht geltend, dass die spezifischen Vor-
aussetzungen zur Anordnung einer Beistandschaft durch die KESB Nordbünden 
nicht erfüllt seien. 

b/aa) Gemäss Art. 308 ZGB ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen 
Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt, 
wenn es die Verhältnisse erfordern (Abs. 1). Sie kann dem Beistand besondere 
Befugnisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wahrung 
seines Unterhaltsanspruchs und anderer Rechte und die Überwachung des per-
sönlichen Verkehrs (Abs. 2). Die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB 
stellt eine Kindesschutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. ZGB dar. Diese 
Massnahme geht insofern weiter als die blosse Erziehungsaufsicht im Sinne von 
Art. 307 Abs. 3 ZGB, als der Erziehungsbeistand nicht bloss eine Aufsicht ausübt, 
sondern selber eine aktive Rolle zu übernehmen hat (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_732/2014 vom 26. Februar 2015 E. 4.3). Die Erziehungsbeistandschaft 
als allgemeinste Form einer Beistandschaft soll durch ambulante, aber kontinuier-
liche Behandlung erzieherische Missstände abbauen durch Kontakt mit Eltern und 
Kind. Instrumente sind Vermittlung, Anleitung und Weisung gegenüber Eltern (und 
unter ihnen), dem Kind und Dritten. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt er-
halten, soll aber durch stete persönliche Kontakte (insbesondere auch Hausbesu-
che) beobachtet werden. Der Beistand ist Vertrauens- und Ansprechperson aller 
Beteiligten und soll insbesondere auch zum Kind eine tragfähige Beziehung auf-
bauen (vgl. Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, N. 2 bis 4 zu Art. 308 ZGB; 
Cyrill Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, N. 27.19a und 
Yvo Biderbost, a.a.O., S. 117 ff.). 

b/bb) Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB setzt voraus, dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist (vgl. BGE 108 II 

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372 E. 1) und dieser Gefahr nicht durch die Eltern beziehungsweise durch weniger 
einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB begegnet werden kann 
(Grundsatz der Verhältnismässigkeit; vgl. Urteil des Bundesgericht 5C.109/2002 
vom 11. Juni 2002 E. 2.1 publiziert in: FamPra.ch 2002 S. 851). Gemäss Art. 389 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB sind etwaige Massnahmen der Erwachsenenschutzbehörde 
subsidiär und werden folglich nur angeordnet, wenn die Unterstützung der hilfsbe-
dürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen sowie private 
oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend er-
scheint. Das in Art. 389 Abs. 2 ZGB statuierte Prinzip der Verhältnismässigkeit 
gebietet, dass jede behördliche Massnahme erforderlich und geeignet sein muss. 
Die Massnahme soll so wenig wie möglich, aber so stark wie nötig in die Privats-
phäre und Rechtsstellung der hilfsbedürftigen Person eingreifen (vgl. Helmut Hen-
kel, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 8 zu Art. 388-399 
ZGB). 

4. a) Die KESB Nordbünden hat die familiäre Situation in ihrem Entscheid vom 
11. Februar 2016 aufgrund der sich aus den Akten ergebenden Tatsachen und 
vorgenommenen Abklärungen richtig dargestellt und eingeschätzt. Um Wiederho-
lungen zu vermeiden, kann grundsätzlich auf diese Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid verwiesen werden. Insbesondere die folgenden Gründe rechtferti-
gen in abweichender Meinung zur Beschwerdeführerin die Errichtung einer Erzie-
hungsbeistandschaft ohne weiteres. Y._____ und A._____ lösten ihren gemein-
samen Haushalt spätestens im Juli 2015 mit dem Auszug von Y._____ auf (vgl. 
Akten KESB, act. 7). Damit fiel der Vater von A._____, welcher aufgrund der Ak-
ten eine wichtige Betreuungsperson darstellt (vgl. Akten KESB, act. 8, 24, 33), als 
stabilisierender Faktor mehrheitlich weg. Die Beschwerdeführerin ist eher als labil 
und unzuverlässig zu bezeichnen und es fehlen ihr klare Strukturen. So musste 
die siebenjährige A._____ zeitweise alleine aufstehen, da die Beschwerdeführerin 
starke Medikamente nahm (vgl. Akten KESB, act. 30). Der Oberarzt H._____ hält 
in seinem Bericht vom 13. Januar 2016 fest, dass die Mutter seit dem 3. Juni 2015 
zur diagnostischen Abklärung, Krisenintervention sowie psychischen Stabilisierung 
in der Psychiatrischen Klinik Waldhaus ambulant behandelt werde (vgl. Akten 
KESB, act. 31). Nebst einer Anpassungsstörung und einer posttraumatischen Be-
lastungsstörung sei aus der Vorgeschichte ein übermässiger Alkoholmissbrauch 
bekannt. Zurzeit ist X._____ arbeitslos und bezieht gemäss dem Leistungsent-
scheid der Sozialen Dienste der Stadt Chur vom 26. Juni 2015 wirtschaftliche So-
zialhilfe seit dem 1. Juni 2015 in der Höhe von monatlich Fr. 1'296.15 (vgl. Akten 
KESB, act. 43, 59.2). Aus den Akten des Gesuches um unentgeltliche Rechtspfle-

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ge geht hervor, dass die Beschwerdeführerin die Hauswartarbeiten im Wohnblock 
noch ausführt und dabei einen Lohn von monatlich Fr. 892.85 erhält (vgl. Akten 
KESB, act. 7, S. 3 und Akten in ZK1 16 52, act. A.1.6). 

Die Situation der Beschwerdeführerin machte es offenbar nötig, dass die Gross-
mutter B._____ einspringen musste und A._____ bei sich aufnahm. A._____ lebte 
faktisch bei den Grosseltern und übernachtete, wenn nicht bei ihrem Vater 
Y._____, praktisch immer dort (vgl. dazu auch Akten KESB, act. 30, 27, 23, 22, 
20, 8, 7). Es werden erst allmählich Versuche gewagt, A._____, sofern dies von 
ihr gewünscht wird, wieder bei der Beschwerdeführerin übernachten zu lassen. 
Dies erfolgt aber auch stets mit dem Einverständnis von Y._____ (vgl. Akten 
KESB, act. 33). Die enge Bindung der Grossmutter B._____ zu A._____ führte 
wohl dazu, dass die Grossmutter nun offenbar Mühe bekundet, das Kind wieder 
loszulassen und es in die Obhut der Mutter zu belassen. Dies führte offenkundig 
zu Konflikten zwischen X._____ und ihrer Mutter B._____. Die Konflikte, die teil-
weise auch vor A._____ ausgetragen wurden (vgl. Akten KESB, act. 35), halten 
nach wie vor an und können durch die Beteiligten wohl kaum alleine gelöst wer-
den. Von einer Beruhigung der Situation kann jedenfalls nicht gesprochen werden 
(vgl. dazu Akten KESB, act. 53 und die E-Mails von B._____ vom 3. und 16. März 
2016 in act. 70-72 und 75). Die Konflikte hatten offensichtlich Auswirkungen auf 
das Kindeswohl und die schulischen Leistungen von A._____. Währenddem der 
erste Schulbericht des Schulhauses E._____ sehr positiv ausfiel (vgl. Akten 
KESB, act. 18.1), sah es beim Bericht vom 10. Februar 2016 (vgl. Akten KESB, 
act. 51.1) ganz anders aus. A._____ wirkte nervös, fahrig und arbeitete oft unkon-
zentriert. Ihr Interesse und ihre Freude an der Schule waren kaum mehr feststell-
bar. I._____ und J._____ gingen davon aus, dass es seit Januar 2016 Änderun-
gen bei der Betreuung von A._____ gegeben haben muss, von denen sie nur von 
der Grossmutter in Kenntnis gesetzt worden sind. Seitdem ist es für sie nicht 
nachvollziehbar, wer A._____ wann und wo betreut. Die zahlreichen Wechsel in 
der Betreuung (Vater, Mutter, Grosseltern) und die teilweise vor A._____ ausge-
tragenen Konflikte von X._____ mit ihrer Grossmutter hatten somit ganz offen-
sichtlich Auswirkungen auf das Kindeswohl von A._____. 

b) Die Akten sprechen hinsichtlich der Notwendigkeit des Eingreifens der Kin-
desschutzbehörde daher eine klare Sprache und es bestanden genügend Gründe 
für den Erlass einer kindesschutzrechtlichen Massnahme. Unter den gegebenen 
Umständen war nämlich nicht zu erwarten, dass die Beschwerdeführerin in der 
Lage gewesen wäre, der Kindeswohlgefährdung ohne Eingreifen der KESB Nord-
bünden Abhilfe zu schaffen (vgl. Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Davon gingen an-

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fänglich auch die Beschwerdeführerin und Y._____ aus, als sie am 3. Februar 
2016 der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft noch zustimmten (vgl. Akten 
KESB, act. 39). 

c) Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB 
erweist sich zudem als geeignet und verhältnismässig, um die erzieherischen 
Missstände, insbesondere im Rahmen der Betreuung von A._____, abzubauen 
(vgl. Art. 389 Abs. 2 ZGB). In diesem Bereich stünde zwar auch die blosse Erzie-
hungsaufsicht gemäss Art. 307 ZGB zur Verfügung. Die funktional gleichartige 
Erziehungsaufsicht, welche ebenfalls eine Einmischung in das familiäre Gesche-
hen voraussetzt, unterscheidet sich jedoch kaum von einer Erziehungsbeistand-
schaft. Allerdings haben grundsätzliche Weisungen eines Beistandes mehr Ge-
wicht. Bezogen auf den vorliegenden Fall erscheinen die besonderen Befugnisse 
der Beiständin als den Umständen angepasst. Die Begleitung der Beiständin beim 
erneuten Zusammenleben von Mutter und Tochter (mit klar definierten Rahmen-
bedingungen) bildet damit ein Mittel, um die Beschwerdeführerin in ihrer Rolle zu 
stärken und sie vor weiteren Vorwürfen der Grossmutter zu schützen. Die Unter-
stützung durch die Beiständin erweist sich als sinnvoll und notwendig. 

Die Beschwerdeführerin unterlässt es, die Aufgaben und Kompetenzen der Bei-
standsperson im Einzelnen zu beanstanden. Ebenso wenig wird in der Beschwer-
de die Ernennung von G._____ von der Berufsbeistandschaft Plessur zur Beistän-
din gerügt. Die von der KESB Nordbünden angeordnete Erziehungsbeistandschaft 
und die Bestimmung von G._____ als Beiständin erweisen sich aber auch unab-
hängig davon als rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Daran 
vermag auch der von den Eltern unterzeichnete Widerruf vom 12. Februar 2016 
(vgl. Akten KESB, act. 59) ebenso wenig etwas zu ändern wie der Einwand, den 
Eltern sei die Erziehungsfähigkeit von der KESB Nordbünden nicht abgesprochen 
worden.

5. Bei Abweisung der Beschwerde gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführerin (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Zu prüfen bleibt, ob allenfalls gestützt auf 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung einer Entscheidgebühr zu verzichten ist. 
Ein Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten im Sinne von Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB rechtfertigt sich nach Art. 28 Abs. 1 der Verordnung zum Kindes- und 
Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) unter anderem bei Kindesschutzmass-

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nahmen, sofern das Vermögen der Eltern unter dem Freibetrag von Fr. 10'000.00 
liegt und deren Einkommen nur knapp ausreicht, um ihren Verpflichtungen nach-
zukommen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten (Best. a) oder wenn die Per-
sonen nachweislich auf die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe angewiesen 
sind (Bst. c). X._____ ist aktuell auf die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe 
angewiesen (vgl. Akten KESB, act. 40 und 59.2). Sie verfügt damit nicht über ei-
gene Mittel oder Vermögen, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts nötig sind. 
Deshalb verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens, welche gestützt auf 
Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 
320.210] auf Fr. 1'500.00 festgesetzt werden, beim Kanton Graubünden. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf Fr. 1'500.00 festgesetzt 
und verbleiben beim Kanton Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: