# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49069cc3-f03c-5b9f-bca4-a297dd9e133d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.07.2017 725 17 90 / 192
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-90---192_2017-07-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Juli 2017 (725 17 90 / 192) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallbegriff / natürlicher Kausalzusammenhang 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 GENERALI Allgemeine Versicherungen AG, Generaldirektion, 
Departement Leistungen / Rechtsdienst, Avenue Perdtemps 23, 
1260 Nyon 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitet bei der B.____ und ist bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG 
(Versicherung) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 
12. August 2015 knickte der Versicherte am 5. Juli 2015 beim Fussballspiel mit dem rechten 
Fuss stark ab und verdrehte bzw. verstauchte sich dabei das Fussgelenk. Am 7. August 2015 
verletzte sich A.____ erneut am rechten Fuss, als er beim Aufstehen von einem Barhocker ei-
nem versetzt hinter ihm liegenden Hund habe ausweichen müssen. Am 2. September 2015 

 

 
 
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musste sich der Versicherte auf Veranlassung seines Hausarztes Dr. med. C.____, FMH Physi-
kalische und Rehabilitation, einer MRI-Untersuchung im Institut D.____ unterziehen, welche 
unter anderem eine ausgedehnte zweiteilige Teilruptur der Fibularis longus-Sehne sowohl 
inframalleolär wie distal prämalleolär unmittelbar vor der plantaren Umschlagsfalte ergab. Der 
Versicherte wurde in der Folge konservativ behandelt und am 8. Januar 2016 in der Kli-
nik E.____ durch Prof. Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, untersucht. Dieser stellte eine posttraumatische chronische laterale 
OSG-Instabilität rechts mit einer Läsion der Peroneus longus-Sehne und einem Rückfuss Varus 
fest und ging von einer klaren OP-Indikation aus. A.____ holte sodann bei der Klinik G.____ in 
Basel eine Zweitmeinung ein. In deren Verlaufsbericht wurde am 23. Februar 2016 eine post-
traumatische OSG-Instabilität rechts mit Verletzung des fibulären Kapselbandapparates und 
einer Partialläsion der Peroneus longus-Sehne rechts diagnostiziert. Gestützt auf das Ergebnis 
der im Spital H.____ veranlassten MRI-Untersuchung vom 26. April 2016 empfahl auch die Kli-
nik G.____ dem Versicherten eine Operation zur Bandstabilisierung des Sprunggelenks. Die 
Versicherung unterbreitete das Patientendossier in der Folge ihrem Vertrauensarzt Dr. med. 
I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, welcher 
am 5. Oktober 2016 im Wesentlichen zum Schluss kam, dass die Ereignisse vom 5. Juli 2015 
und 7. August 2015 nur möglicherweise eine Schädigung an der Aussenseite des rechten 
Sprunggelenks verursacht hätten. Gestützt auf diese Einschätzung des Vertrauensarztes teilte 
die Versicherung A.____ mit Schreiben vom 20. Oktober 2016 mit, dass sie keine weiteren 
Leistungen mehr erbringen werde. Mit Verfügung vom 10. November 2016 lehnte sie die Aus-
richtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen mit Wirkung ab 1. Juli 2016 ab. Daran hielt 
sie auch auf Einsprache des Versicherten hin in ihrem Entscheid vom 13. Februar 2017 fest.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, am 16. März 2017 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er be-
antragte, dass der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. Februar 2017 aufzu-
heben und diese zu verpflichten sei, die gesetzlichen Leistungen über den 30. Juni 2016 hinaus 
zu erbringen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. Die Versicherung reichte am 21. April 2017 ihre Vernehmlassung ein und beantragte 
unter Hinweis auf die Ausführungen in der Verfügung und im Einspracheentscheid die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g  
 
1.1 Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 16. März 2017 ist einzutreten.  
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1984 
sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft ge-
treten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro-

 

 
 
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chen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 
1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird.  
 
2. Strittig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistungen zu Recht 
per 30. Juni 2016 eingestellt hat. 
 
3.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Das 
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 
sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, 
dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der 
äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg-
lichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätz-
lich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 129 V 402 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 
V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Ein Unfall liegt vor, wenn ein äusserer Faktor auf den Körper 
einwirkt. Das Ereignis muss sich in der Aussenwelt zutragen. Die Folgen davon können sich 
jedoch unter Umständen ausschliesslich im Körperinnern zeigen. Nach Lehre und Rechtspre-
chung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Be-
wegung bestehen. Der ungewöhnliche äussere Faktor liegt in solchen Fällen darin, dass die 
körperliche Bewegung durch etwas Programmwidriges gestört wird, was beispielsweise dann 
zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst, 
oder wenn sie um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder 
auszuführen versucht (RKUV 1999 U 345 S. 422 E. 2b). Bei körpereigenen Traumen, das 
heisst bei Schädigungen infolge einer im Körperinnern vor sich gehenden Krafteinwirkung (wie 
etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder Hernien), ist somit erforderlich, 
dass die unmittelbare Ursache der Schädigung entweder die Folge einer bestimmten sinnfälli-
gen Überanstrengung ist oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden ist. Die 
Aussergewöhnlichkeit ist aber nicht schon dann gegeben, wenn die Gesundheitsschädigung bei 
einer etwas ungewohnten, der zu verrichtenden Arbeit aber angepassten Körperstellung erfolgt. 
Die Aussergewöhnlichkeit einer Anstrengung ist jeweils im Hinblick auf die Konstitution sowie 
die berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person zu beurteilen 
(ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Zürich/Basel/Genf 2012, 
4. Auflage, S. 31 ff. mit Hinweisen).  
 
3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 
ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sportverletzung zu verneinen (BGE 130 V 117 
E. 2.2; in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 3.2 des Urteils vom 10. Mai 2004, U 199/03; Urteil des 
Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 3.3). Der äussere Faktor ist nur dann unge-
wöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was 
für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die 
gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (vgl. in BGE 130 V 
380 nicht publ. E. 4.2 des Urteils vom 10. Mai 2004, U 199/03; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39; Ur-
teile des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 5 und vom 9. Juli 2010, 

 

 
 
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8C_189/2010, E. 5.1). Es finden sich folgende Beispiele für die Bejahung des Unfallbegriffs: das 
Ausgleiten des Skifahrers auf einer vereisten Stelle in buckligem Gelände mit anschliessendem 
harten Aufschlagen auf dem Boden bei verdrehter Oberkörperhaltung (RKUV 1999 Nr. U 345 
S. 420), ein Bandencheck im Eishockey (BGE 130 V 117), ein Aufschlagen mit dem Steissbein 
auf der harten Schneepiste beim Snow-Tubing (SVR 2008 UV Nr. 4 S. 13, U 411/05) oder ein 
Sturz beim Kampfsporttraining (Urteil des Bundesgerichts vom 2. April 2009, 8C_826/2008, 
E. 5.1). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungspro-
zess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-
gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt es 
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der 
Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu 
erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser 
Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 
erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich 
zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hinweis; 
Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 20. Februar 
2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Was speziell den Unfallbeweis anbelangt, sind die einzelnen Umstände des Unfallge-
schehens von der Leistungsansprecherin bzw. vom Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. 
Zur Glaubhaftmachung eines Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue 
und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in 
die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objek-
tiver Weise abzuschätzen (vgl. Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heu-
te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 25. November 2004, U 209/04, vom 

 

 
 
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15. September 2004, U 234/04 und vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden 
Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuwei-
sen, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefan-
gener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nach-
träglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. 
Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, 
die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach 
Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinwei-
sen; Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1). Der Grundsatz, wonach die 
ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverläs-
siger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu be-
rücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von zu-
sätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 
S. 546 f., U 236/03 E. 3.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 2013, 8C_696/2013, 
E. 2). 
 
4.4 Der mangelhafte Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses 
lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im Rahmen 
der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der 
Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 260 E. 5, 1990 Nr. U 86 
S. 51 E. 2). Dabei ist zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit 
dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis oder Trauma im medizinischen Sinne kann 
neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse umfassen, denen der Charakter 
der Ungewöhnlichkeit und/oder Plötzlichkeit abgeht (nicht publizierte E. 1 des BGE 130 V 380 
mit Hinweis). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass die Ereignisse vom 5. Juli 2015 und 
7. August 2015 Unfälle im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind. Sie führt diesbezüglich im 
Einspracheentscheid vom 13. Februar 2017 im Wesentlichen aus, dass keine besonders sinn-
fälligen Umstände vorgelegen hätten, weshalb die Voraussetzungen von Art. 4 ATSG nicht er-
füllt seien. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Er äussert sich in der Beschwerde zum Vorfall 
vom 5. Juli 2015 allerdings dahingehend, dass diesbezüglich die Heilbehandlungskosten über-
nommen worden und keine andere Leistung mehr offen seien. Daraus kann geschlossen wer-
den, dass er für dieses Ereignis keine Leistungen mehr fordert. Unter diesen Umständen erüb-
rigen sich hierzu weitere Ausführungen. Zu den Geschehnissen vom 7. August 2015 hält der 
Beschwerdeführer hingegen fest, dass es sich um einen Unfall im Rechtssinne handle, denn es 
liege die von der Rechtsprechung geforderte Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf vor.  
 
5.2. Die strittige Frage ist im Wesentlichen aufgrund nachfolgender Unterlagen zu beurtei-
len: 
 
5.2.1 Dem Besprechungsprotokoll vom 11. Januar 2016, welches im Nachgang zur persönli-
chen Unterredung mit dem Schadensinspektor der Beschwerdegegnerin am 8. Januar 2015 
(recte: 2016) verfasst wurde, ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 7. August 2015 
an seinem Arbeitsplatz mit einem Kunden an einem Bartisch auf einem hohen Barhocker ge-

 

 
 
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sessen sei. Als er aufgestanden sei, habe er dem seitlich versetzt hinter ihm liegenden Hund 
ausweichen müssen. Dabei sei es zu einem seitlichen Abknicken des rechten Fusses gekom-
men.  
 
5.2.2 Die Klinik G.____ äussert sich in ihrem Bericht vom 23. Februar 2016 dahingehend, 
dass es am 7. August 2015 zu einer Distorsionsverletzung des rechten Fuss gekommen sei, 
nachdem der Beschwerdeführer über einen Hund gestolpert sei.  
 
5.2.3 Schliesslich wird im Bericht des Vertrauensarztes vom 5. Oktober 2016 der Gesche-
hensablauf so geschildert, dass der Beschwerdeführer bei einem Kundengespräch auf einem 
Barhocker gesessen sei und beim Absteigen wegen eines in der Nähe liegenden Hundes eine 
Distorsion des rechten Sprunggelenks erlitten habe.  
 
5.3 In den Akten finden sich nur wenige Dokumente, die sich auf den Unfallhergang bezie-
hen und insbesondere liegt keine Unfallmeldung vor, welcher zeitnah die konkreten Gescheh-
nisse vom 7. August 2015 zu entnehmen wären. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass die 
Beschwerdegegnerin selbst ursprünglich den Unfallcharakter des Ereignisses vom 7. August 
2015 nicht in Frage stellte und auf das Einreichen einer konkreten, dieses Ereignis betreffenden 
Unfallmeldung verzichtete. Dennoch lässt sich der Hergang aufgrund der vorstehend zitierten 
Aussagen rechtsgenüglich würdigen. Dabei ist auf die erste dokumentierte Aussage im Bespre-
chungsprotokoll vom 11. Januar 2016 abzustellen und der in diesem Zusammenhang geschil-
derte Sachverhalt der Beurteilung zu Grunde zu legen. Demnach sass der Beschwerdeführer 
während einer Besprechung mit einem Kunden an einem Bartisch auf einem Barhocker. Als er 
von diesem aufstehen wollte, nahm er den versetzt hinter ihm liegenden Hund wahr und wurde 
dadurch unvermittelt zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Diese Schilderung ist glaubhaft, 
widerspruchfrei und nachvollziehbar. Ein anderer als der geschilderte Geschehnisablauf hätte 
nämlich zur Folge gehabt, dass der Beschwerdeführer auf den Hund getreten wäre. Dabei ist 
unerheblich, ob er den Hund erst beim Aufstehen wahr nahm oder er sich dessen Präsenz 
schon vorher bewusst war. Denn durch den Hund war der Beschwerdeführer so oder so ge-
zwungen, den vorgesehenen Ablauf reflexartig zu ändern. Dabei zog er sich die Verletzung am 
rechten Sprunggelenk zu. Zwar ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, wenn sie vorbringt, 
das Absteigen von einem Barhocker sei immer mit dem Risiko eines Abknickens des Fusses 
verbunden. Im vorliegenden Fall hat das Absteigen vom Barhocker aber durch den am Boden 
liegenden Hund zu einem unkoordinierten und sinnfälligen Bewegungsablauf geführt. Daran 
vermag auch der Hinweis der Beschwerdegegnerin auf BGE 134 V 72 E. 4.3.2.1 nichts zu än-
dern, da im vorliegenden Fall eine Zuordnung des Gesundheitsschadens zum programmwidri-
gen Bewegungsablauf ohne weiteres erstellt ist.  
 
5.4 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der Beschwerdeführer am 7. August 
2015 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. 
 
6.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-

 

 
 
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lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 

6.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
6.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglich-
keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es 
sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als 
bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; 
RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). 
Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfall-

 

 
 
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fremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den 
negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versi-
cherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursa-
chen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen 
sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
6.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die 
noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wie-
der erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben 
den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch 
die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 
2014, 8C_637/2013, E. 2.3.2).  
 
7.1 Die rechtsanwendende Behörde ist zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürli-
cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - regelmässig auf Unterlagen angewiesen, 
die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Das 
Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gül-
tigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht [ATSG] vom 6. Oktober 2000) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
7.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 

 

 
 
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sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 
8.1 Der Beurteilung der umstrittenen Frage sind im Wesentlichen folgende Berichte zu-
grunde zu legen: 
 
8.2.1 Gemäss den Angaben im Besprechungsprotokoll der Beschwerdegegnerin vom 
11. Januar 2016 habe sich der Beschwerdeführer am 7. August 2015 beim Aufstehen von ei-
nem Barhocker den rechten Fuss seitlich abgeknickt. Er habe nach diesem Ereignis stärkere 
Schmerzen verspürt, weshalb er am 10. August 2015 seinen Hausarzt Dr. C.____ aufgesucht 
habe. Dieser habe ihn in seinem ärztlichen Zeugnis vom 28. August 2015 rückwirkend ab 5. Juli 
2015 und bis auf weiteres wegen eines Unfalls zu 50% arbeitsunfähig geschrieben.  
 
8.2.2 Dem Bericht der MRI-Untersuchung im Institut D.____ vom 4. September 2015 sind 
folgende Diagnosen zu entnehmen: keine Infrakturen und osteochondralen Defekte, ein intakter 
medialer und lateraler kapsuloligamentärer Apparat im Sprunggelenk, eine ausgedehnte zwei-
teilige Teilruptur der Fibularis longus-Sehne sowie inframalleolär wie distal prämalleolär unmit-
telbar vor der plantaren Umschlagfalte. An beiden Orten sei die Sehne fusiform aufgetrieben. Im 
plantaren Bereich zeige die Fibularis longus-Sehne langstreckig ein opaques Kontrast-
enhencement, vereinbar mit einer leichteren Teilruptur. Die Fibularis brevis-Sehne sei hingegen 
unverletzt und es läge keine Subluxation derselben vor; ebenso sei das Retinaculum im Über-
gang von retro- zu inframalleolär intakt.  
 
8.2.3 Am 24. November 2015 diagnostizierte Dr. C.____ einen Status nach Distorsion des 
oberen Sprunggelenks (OSG) rechts, mit multiplen Rupturen der Fibularis longus-Sehne und 
einen protrahierten Heilungsverlauf. Der Beschwerdeführer werde gegenwärtig mit Physiothe-
rapie behandelt und sei weiterhin zu 50% arbeitsunfähig.  
 
8.2.4 Prof. Dr. F.____ diagnostizierte am 8. Januar 2016 eine posttraumatische chronische 
laterale OSG-Instabilität rechts mit Peroneus longus-Sehnenläsion und Rückfuss Varus. Der 
Beschwerdeführer habe am 5. Juli 2015 eine OSG-Distorsion rechts erlitten, welche nach erster 
Abklärung konservativ behandelt worden sei. Im Verlauf sei es im August 2015 zu einer weite-
ren OSG-Distorsion gekommen. In der Folge seien die Beschwerden trotz stabilisierenden Or-
thesen stärker geworden und der Patient habe aktuell Schmerzen bei jedem Schritt. Er könne 
nicht lange Autofahren, da er beim Gasgeben Beschwerden habe. Des Weiteren beschreibe er 
einen brennenden Nachtschmerz und das Tennisspielen sei nicht mehr möglich. ln der klini-
schen Untersuchung habe sich am rechten Sprunggelenk eine Varus-Rückfussstellung von 5° 
sowie eine laterale Schwellung des OSG und über den Peronealsehnen gezeigt. Palpatorisch 
lasse sich eine Druckdolenz am lateralen Bandapparat sowie auch an den Peronealsehnen 
auslösen. Die Testung der OSG-Bandstabilität zeige eine starke laterale Instabilität beim Ever-
sion- und Schubladentest. Der Rückfuss Varus sei flexibel. Gemäss Auffassung von 
Prof. Dr. F.____ läge hier eine klare OP-Indikation vor. 
 
8.2.5 Der Beschwerdeführer liess sich auch in der Klinik G.____ untersuchen. Am 23. Feb-
ruar 2016 wurden eine posttraumatische Instabilität des rechten OSG mit Verletzung des 

 

 
 
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fibulären Kapselbandapparates und eine Partialläsion der Peroneus longus-Sehne rechts  
diagnostiziert. Es wurde in Bezug auf den Unfall vom 7. August 2015 festgehalten, dass es 
dabei zur Ausbildung einer deutlich ausgeprägten lokalen Schwellung retromalleolär, aber 
auch anterolateral mit entsprechenden deutlich ausgeprägten Beschwerden gekommen 
sei. Die MRI-Untersuchung vom 2. September 2015 habe eine Teilruptur der fibularis lon-
gus-Sehne auf der rechten Seite ergeben. Der Patient spiele gerne Tennis, was momentan 
nicht möglich sei. Es bestünden Alltagsbeschwerden beim Treppensteigen, aber auch beim 
Autofahren (Gaspedalbewegung). Er habe neben den belastungsabhängigen funktionellen 
Beschwerden auch Ruheschmerzen. 
 
8.2.6 Der Befund im MRI-Bericht des Spitals H.____ vom 27. April 2016 lautete auf eine Par-
tialläsion des Ligamentum fibulo akaneare betont proximal und Zeichen der Zerrung des Liga-
mentum fibulotalare anterior sowie eine vordere Syndesmose proximal. Weiter lägen eine fort-
geschrittene Tendinose, eine Partialruptur der Peroneus longus-Sehne bei prominentem Tuber-
culum peronei, eine Peritendinitis und ein Stressödem des Tuberculums vor. Diese Ergebnisse 
der MRI-Untersuchung wurden am 13. Mai 2016 mit dem Beschwerdeführer besprochen und es 
wurde eine OP-Indikation im Sinne der anterolateralen Bandstabilisation und des Abtragens des 
Tuberculum peronei und der Tendinose der Peronalsehne gestellt. 
 
8.2.7 Die Beschwerdegegnerin holte in der Folge einen Bericht bei ihrem Vertrauensarzt 
Dr. I.____ ein. Am 5. Oktober 2016 hielt er fest, dass durch das Ereignis vom 5. Juli 2015 ledig-
lich ein Vorschaden manifest geworden sei. Anlässlich der ersten MRI-Untersuchung am 
2. September 2015 seien keine Verletzungen des vorderen oder hinteren Anteils des Aussen-
bandes beschrieben worden. Bis zur zweiten MRI-Untersuchung am 26. April 2016 hätten durch 
eine chronische Instabilität zusätzliche Schäden im Seitenbandbereich ausgelöst werden kön-
nen. Denkbar sei auch, dass diese offenbar nicht sehr ausgeprägten Veränderungen bei der 
ersten MRI-Untersuchung übersehen worden seien. Zusammenfassend - unter Berücksichti-
gung aller Faktoren - sei möglicherwiese eine Schädigung an der Aussenseite des rechten 
Sprunggelenkes durch die Ereignisse vom 5. Juli 2015 und 7. August 2015 eingetreten. Über-
wiegend wahrscheinlich habe bereits am 5. Juli 2015 ein massgeblicher - bis dahin aber noch 
nicht manifester - Schaden an zwei Stellen der Sehne des langen Wadenbeinmuskels vorgele-
gen. Die damalige Prellung des Fusses sei nur geeignet gewesen, eine Reizung am Schädi-
gungsort auszulösen. 
 
8.2.8 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer 
einen weiteren Bericht von Prof. Dr. F.____ vom 24. Februar 2017 ein, in welchem eine post-
traumatische chronische laterale OSG-Instabilität rechts mit Peroneus longus-Sehnenläsion und 
Rückfuss Varus diagnostiziert wurden. Unter Hinweis auf die Ausführungen im Bericht vom 
8. Januar 2016 führte Prof. Dr. F.____ aus, dass der Beschwerdeführer eine unveränderte Kli-
nik aufweise. Er verspüre aktuell bei unebenem Boden rezidivierend Schmerzen und ein Insta-
bilitätsgefühl mit gelegentlichen Distorsionen. Klinisch zeige sich unverändert eine Druckdolenz 
am lateralen OSG-Bandapparat mit einer starken lateralen Instabilität. Prof. Dr. F.____ wieder-
holte denn auch die Operationsindikation. Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, dass der Fall 
des Beschwerdeführers - wie bereits im Bericht vom 8. Januar 2016 ausgeführt - klar posttrau-
matisch sei und einen deutlichen unklaren (recte wohl: deutlichen und klaren) Kausalzusam-

 

 
 
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menhang mit dem Ereignis vom 5. Juli 2015 habe. Bezugnehmend auf die Ausführungen des 
Vertrauensarztes Dr. I.____ vom 5. Oktober 2016 führte Prof. Dr. F.____ aus, dass dieser - oh-
ne den Patienten persönlich untersucht zu haben - versuche, einen klaren UVG-Fall in einen 
KVG-Fall umzuwandeln. Es sei jedoch verständlich und klar, dass ein Rückfuss Varus zu Ver-
änderungen der Peronealsehnen führen könne. Es brauche aber immer einen äusseren Faktor, 
um eine solche Gewebeveränderung auszulösen. Dies sei auch beim Beschwerdeführer pas-
siert. Somit sei die posttraumatische Läsion zwischen dem Ereignis und den Symptomen klar 
gegeben.  
 
9.1  Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 13. Februar 
2017 in Bezug auf die Frage, ob zwischen dem Unfall vom 7. August 2015 und dem noch be-
stehenden Gesundheitsschaden ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, sinngemäss 
auf die Ausführungen von Dr. I.____ vom 5. Oktober 2016. Sie führt diesbezüglich aus, dass 
dem Unfall eine gewisse Sinnfälligkeit nicht abgesprochen werden könne. Dennoch mangle es 
an der natürlichen Kausalität, weil gemäss der Beurteilung von Dr. I.____ bereits vor dem Er-
eignis ein massgeblicher Schaden an zwei Stellen der Sehne des langen Wadenbeinmuskels 
vorgelegen hätte, welcher sich durch die Ereignisse vom 5. Juli 2015 und 7. August 2015 mani-
festiert habe. Aus diesem Grund seien mit Wirkung ab 1. Juli 2016 keine Leistungen mehr ge-
schuldet. Daran hielt sie im Wesentlichen auch in ihrer Beschwerdeantwort fest.  
 

9.2.1 Dieser Auffassung kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden. Zunächst 
ist darauf hinzuweisen, dass Dr. I.____ als Vertrauensarzt ein verwaltungsinterner Arzt ist. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seines Konsiliarbe-
richts, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 
E. 4.4 i.f., je mit Hinweisen). Solche Zweifel sind vorliegend nicht von der Hand zu weisen. So 
hat Dr. I.____ in seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 zur Frage der Kausalität Stellung 
genommen und ausgeführt, dass durch die Ereignisse vom 5. Juli 2015 und 7. August 2015 ein 
Vorschaden manifestiert worden sei. Dadurch bestätigt er eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden, was aufgrund der zeitnahen Berichte von Dr. C.____ und dem 
Institut D.____ ohne weiteres nachvollziehbar ist. Diese Berichte gehen denn auch implizit da-
von aus, dass zwischen dem Unfall vom 7. August 2015 und den Beschwerden eine natürliche 
Kausalität besteht. In der Folge führte Dr. I.____ jedoch aus, dass die Vorfälle lediglich mög-
licherweise eine Schädigung an der Aussenseite des rechten Fusses verursacht hätten, weil mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ein massgeblicher Schaden an zwei Stellen der Seh-
ne bestanden habe. Diese Schlussfolgerung überzeugt nicht und steht im Widerspruch zu den 
Ausführungen von Prof. Dr. F.____ vom 8. Januar 2016 und 24. Februar 2017, welcher gestützt 
auf eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers überzeugend angibt, dass dieser an 
einer posttraumatischen chronischen lateralen OSG-Instabilität mit Läsion der Peroneus longus-
Sehne leide. Am 24. Februar 2017 bestätigte er diese Klinik und machte deutlich, dass der 
Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen des Sommers 2015 und diesen Beschwerden 
klar zu bejahen sei. Auch nahm er zur Diagnose des Rückfuss Varus Stellung und führte aus, 
dass es für dessen Entstehung immer eines äusseren Faktors bedürfe. Dass er diesen nicht 
konkret bezeichnete, ist aufgrund der übrigen Angaben im Bericht zu den Ereignissen im Juli 
und August 2015 nachvollziehbar. Aufgrund dieser einleuchtenden Ausführungen von 
Prof. Dr. F.____ bestehen jedoch erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung von 

 

 
 
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Dr. I.____, weshalb gemäss der Rechtsprechung ergänzende Abklärungen vorzunehmen wären 
(vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.4 i.f., je mit Hinweisen). Aus nachfolgenden 
Gründen kann vorliegend jedoch darauf verzichtet werden.  
 
9.2.2 Der Beschwerdeführer erlitt am 7. August 2015 einen Unfall, bei welchem er sich eine 
Distorsion des rechten OSG zugezogen hat. Im Nachgang zu diesem Ereignis manifestierten 
sich starke Schmerzen und Beschwerden, welche eine ärztliche Behandlung notwendig mach-
ten. Ob diese auf einen Vorzustand zurückzuführen sind, spielt aus Sicht der Unfallversicherung 
letztlich keine Rolle, reicht doch für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs und 
damit für ihre Leistungspflicht bereits die Teilursächlichkeit des Unfalls aus (vgl. oben E. 6.3 f.). 
Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 
7. August 2015 anfänglich anerkannt und Leistungen erbracht. Erst im Rahmen des Ein-
spracheverfahrens führte sie aus, dass das Ereignis vom 7. August 2015 weder einen Unfall 
noch eine unfallähnliche Körperschädigung darstelle und daher auch kein natürlicher Kausalzu-
sammenhang vorliege. Da dieser Auffassung - wie in Erwägung 5 dargelegt - nicht gefolgt wer-
den kann, obliegt es ihr nachzuweisen, dass der Status quo sine am 30. Juni 2016 erreicht war 
und die Kausalität weggefallen ist (vgl. oben E. 6.3). Dieser Beweis gelingt ihr jedoch nicht. 
Gemäss den vorliegenden medizinischen Unterlagen kann nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerden im rechten Sprungge-
lenk per 30. Juni 2016 gebessert hätten bzw. der Status quo sine eingetreten ist. Gegen diese 
Einschätzung spricht die Tatsache, dass Prof. Dr. F.____ am 24. Februar 2017 überzeugend 
festhielt, dass der Beschwerdeführer weiterhin an posttraumatischen Beschwerden leide. Vor 
diesem Zeitpunkt kann daher entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht von einer 
Besserung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden, welcher zu einer Einstellung der 
Leistungen per 30. Juni 2016 berechtigen würde.  
 
9.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet ist, auch 
über den 30. Juni 2016 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die Beschwerde ist 
daher gutzuheissen. 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben.  
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozes-
ses bemessen. Nachdem der Beschwerdeführer obsiegt hat, hat er Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
27. April 2017 einen Zeitaufwand von 9 Stunden und 35 Minuten geltend gemacht, was in An-
betracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die zeit-
lichen Bemühungen sind zu dem seit dem 1. Januar 2004 in Sozialversicherungsprozessen für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschä-
digen. Hinzu kommen die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 35.60. Somit ist 
dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in 

 

 
 
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der Höhe von Fr. 2'895.95 (9 Stunden und 35 Minuten à Fr. 250.-- sowie Auslagen von 
Fr. 35.60.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
13 Februar 2017 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflich-
tet, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen über den 
30. Juni 2016 hinaus auszurichten. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'895.95 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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