# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9d3b1cd-10ff-5be1-9699-bf06e9af998f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 07.07.2014 S 2014 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-45_2014-07-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 45

Versicherungsgericht

Verwaltungsrichterin Moser als Einzelrichterin und Decurtins als 

Aktuar ad hoc 

URTEIL
vom 7. Juli 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Rückforderung von Versicherungsleistungen nach 

AVIG - Erlassgesuch

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1. A._____ meldete sich per 1. Januar 2009 zum Bezug von Arbeitslosen-

versicherungstaggelder an. Daraufhin eröffnete ihm die Arbeitslosenkasse 

(nachfolgend Arbeitslosenkasse) eine Rahmenfrist für den Leistungsbe-

zug vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 und bezahlte ihm auf der 

Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 5‘388.-- Arbeitslosenversi-

cherungstaggelder in Höhe von Fr. 173.80 aus.

2. Durch einen Abgleich mit den Daten der AHV-Ausgleichskasse stellte sich 

im Nachhinein heraus, dass A._____ von Dezember 2009 bis April 2010 

bei der B._____ GmbH gearbeitet hatte. Dies hatte er jedoch zu keinem 

Zeitpunkt auf dem Formular „Angaben der versicherten Person“ angege-

ben, weshalb der im Rahmen dieser Tätigkeit erzielte Verdienst von der 

Arbeitslosenkasse nicht als Zwischenverdienst angerechnet wurde. Mit 

Verfügung vom 23. Januar 2013 forderte die Arbeitslosenkasse von 

A._____ deshalb die zu viel ausbezahlten Leistungen im Betrag von Fr. 

1‘075.45 zurück. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache von 

A._____ wies die Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 8. März 2013 ab, 

wobei dieser Abweisungsentscheid in der Folge unangefochten in 

Rechtskraft erwuchs.

3. Am 21. April 2013 stellte A._____ bei der Arbeitslosenkasse ein Gesuch 

um (Teil-)Erlass der Rückforderung. Darin führte er aus, dass er den Ne-

benverdienst infolge Geringfügigkeit als nicht verrechnungspflichtig gehal-

ten habe, dass er wegen erhöhter Auslagen im Zusammenhang mit der 

Tätigkeit bei der B._____ GmbH am Ende finanziell ohnehin schlechter 

gestellt gewesen sei, als wenn er nicht gearbeitet hätte, und dass er unter 

dem Existenzminimum gelebt habe. Nachdem die Arbeitslosenkasse das 

Erlassgesuch dem dafür zuständigen Amt für Industrie, Gewerbe und Ar-

beit Graubünden (KIGA) zur Entscheidung überwiesen hatte, wies dieses 

das Erlassgesuch mit Verfügung vom 30. September 2013 ab.

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4. Am 6. November 2013 liess die Arbeitslosenkasse dem KIGA zwei 

Schreiben von A._____ vom 15. resp. 29. Oktober 2013 zukommen, in 

welchen sich dieser sinngemäss zur vorerwähnten Abweisungsverfügung 

des KIGA vom 30. September 2013 geäussert hatte. Aus dieser Korre-

spondenz ging jedoch nicht eindeutig hervor, ob A._____ mit der genann-

ten Verfügung nicht einverstanden war resp. es fehlte die für eine Ein-

sprache notwendige Begründung.

5. Zwecks Klärung der Absichten von A._____ gelangte das KIGA daraufhin 

mit Schreiben vom 22. November 2013 an diesen und setzte ihm – sollte 

er trotz zwischenzeitlich abgelaufener Rechtsmittelfrist noch Einsprache 

erheben wollen – eine kurze Nachfrist an, innert welcher er ein Rechtsbe-

gehren sowie eine Begründung hätte nachreichen können. Zudem wurde 

er in diesem Schreiben darauf hingewiesen, dass bei einem Verzicht auf 

die Einreichung einer formell korrekten Einsprache innert der angesetzten 

Nachfrist anhand der vorliegenden Akten entschieden oder gegebenen-

falls auf die via der Arbeitslosenkasse eingereichte Korrespondenz nicht 

eingetreten werde. Dieses Schreiben blieb indes unbeantwortet, weshalb 

das KIGA mit Entscheid vom 17. Dezember 2013 – mangels Vorliegen ei-

ner formell korrekten Einsprache – auf die Eingaben von A._____ nicht 

eintrat.

6. Mit Schreiben vom 7. Februar 2014 forderte die Arbeitslosenkasse von 

A._____ abermals den Betrag von Fr. 1‘075.45 zurück. Daraufhin teilte 

dieser der Arbeitslosenkasse am 16. Februar 2014 mit, dass er gegen ih-

ren Entscheid Beschwerde einlege. Die Arbeitslosenkasse ihrerseits liess 

diese "Beschwerde" am 21. Februar 2013 dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden zukommen, welches die Eingabe von A._____ nach 

telefonischer Rücksprache mit dem KIGA zur neuerlichen Überprüfung an 

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dieses überwies. Das KIGA hatte nämlich in der Zwischenzeit festgestellt, 

dass der Entscheid vom 17. Dezember 2013 – und wohl auch das 

Schreiben vom 22. November 2013 – an eine falsche Adresse von 

A._____ geschickt worden war, weshalb es das Einspracheverfahren neu 

aufrollen und in der Sache materiell entscheiden wollte.

7. Nach erneuter Überprüfung der Angelegenheit wies das KIGA die Ein-

sprache vom 16. Februar 2014 mit Entscheid vom 14. März 2014 (wel-

cher den Entscheid vom 17. Dezember 2013 ersetzte) ab. Angesichts der 

unmissverständlich formulierten Frage „Haben sie bei einem oder mehre-

ren Arbeitgebern gearbeitet?“ auf dem monatlich auszufüllenden Formu-

lar „Angaben der versicherten Person“, welche A._____ stets mit „Nein“ 

beantwortet habe, sei davon auszugehen, dass er beim Bezug der Leis-

tungen der Arbeitslosenversicherung nicht gutgläubig gewesen sei, wes-

halb das Erlassgesuch vom 21. April 2013 mit Verfügung vom 30. Sep-

tember 2013 zu Recht abgewiesen worden sei.

8. Gegen diesen abschlägigen Einspracheentscheid des KIGA vom 

14. März 2014 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) beim 

Verwaltungsgericht von Graubünden am 2. April 2014 Beschwerde, mit 

welcher er sinngemäss die Aufhebung des Abweisungsentscheids und 

die Gutheissung des Erlassgesuchs beantragte. Dabei machte er geltend, 

dass ihm sein damaliger Betreuer erklärt habe, dass ein geringer Zusatz-

verdienst ohne weiteres möglich, jedoch über eine entsprechende Be-

scheinigung meldepflichtig sei. Als Hilfsskilehrer bei der B._____ GmbH 

habe er derart viele Aufwendungen für Saisonkarte, Skibekleidung und 

Fahrspesen etc. tätigen müssen, dass aus seiner Tätigkeit kaum noch ein 

effektiver Verdienst übrig geblieben sei. Wenn er nun den geforderten Be-

trag zurückzahlen müsse, hätte er für seine Tätigkeit als Hilfsskilehrer im 

Endeffekt gar ca. Fr. 300.-- bezahlt, was er nicht nachvollziehen könne. 

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Mit den Einnahmen aus der Tätigkeit als Skilehrer habe er seinen Le-

bensunterhalt bestreiten können und habe so – nach der Scheidung von 

seiner damaligen Frau vor einigen Jahren – ein Stück Lebensqualität 

zurückgewonnen. Die Rückzahlung des geforderten Betrags von Fr. 

1‘075.45 würde für ihn deshalb eine grosse Härte darstellen.

9. In seiner Stellungnahme vom 13. Mai 2014 wiederholte das KIGA (nach-

folgend Beschwerdegegner) – nebst einer ausführlichen Darlegung des 

Geschehens – seine Argumente aus dem angefochtenen Einspracheent-

scheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

10. Mittels prozessleitender Verfügung vom 14. Mai 2014 stellte es die In-

struktionsrichterin des Verwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer frei, 

bis zum 26. Mai 2014 eine Replik zur Stellungnahme des Beschwerde-

gegners einzureichen. Von dieser Möglichkeit machte der Beschwerde-

führer Gebrauch und reichte am 23. Mai 2014 eine Replik ein, in welcher 

er erneut betonte, dass er davon ausgegangen sei, alles richtig gemacht 

zu haben. Das von seinem damaligen Betreuer angesprochene Formular 

habe er beantragt und in der Skischule abgegeben. Entgegen der Darstel-

lung des Beschwerdegegners habe er weder arglistig noch grobfahrlässig 

gehandelt. Er könnte sich sein damaliges Verhalten nur so erklären, dass 

er die Frage, ob er bei einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet ha-

be, mit „Nein“ beantwortet habe, weil er ja seinen einzigen Arbeitgeber – 

die B._____ GmbH – bereits angegeben habe. Jedenfalls liege kein be-

wusstes Verschweigen seines Zusatzverdienstes vor.

11. Mit Schreiben vom 3. Juni 2014 verzichtete der Beschwerdegegner aus-

drücklich auf die Einreichung einer Duplik.

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12. Am 16. Juni 2014 reichte der Beschwerdegegner die von der Instruktions-

richterin angeforderten Taggeldabrechnungen der Arbeitslosenkasse für 

die Monate Januar bis Dezember 2009 ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefoch-

tenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-

gungen eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege (VGR) entscheidet das Verwaltungsgericht in einzel-

richterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5‘000.-- nicht überschrei-

tet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der Streitwert vor-

liegend Fr. 1‘075.45 beträgt und auch keine Fünferbesetzung vorge-

schrieben wird, ist die Zuständigkeit der Einzelrichterin offensichtlich ge-

geben.

2. Der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse vom 8. März 2013 er-

wuchs unangefochten in Rechtskraft, weshalb der unrechtmässige Bezug 

von Arbeitslosentaggeldern in der Höhe von Fr. 1‘075.45 nicht mehr strei-

tig ist. Strittig und zu prüfen ist indes, ob dem Beschwerdeführer die 

Rückforderungsschuld erlassen werden kann.

3. Gemäss Art. 25 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-

zialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 95 des 

Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-

schädigung (AVIG; SR 837.0) sind unrechtmässig bezogene Leistungen 

durch den Empfänger grundsätzlich zurückzuerstatten.

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4. a) Gestützt auf Art. 25 Abs. 1 zweiter Satz ATSG in Verbindung mit Art. 4 

der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSV; SR 830.11) kann die Rückerstattung von zu Unrecht bezogenen 

Leistungen auf Gesuch hin ganz oder teilweise erlassen werden, wenn 

kumulativ Gutgläubigkeit beim Bezug der Leistungen sowie eine grosse 

Härte für den Fall der Rückerstattung vorliegen.

b) Zu prüfen ist zunächst die Erlassvoraussetzung des guten Glaubens. Die 

Rechtsprechung unterscheidet zwischen dem guten Glauben als fehlen-

dem Unrechtsbewusstsein und der Frage, ob sich jemand unter den ge-

gebenen Umständen auf den guten Glauben berufen konnte oder bei zu-

mutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel hätte erken-

nen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_391/2008 vom 14. Juli 

2008 E.4.2; BGE 122 V 221 E.3). Der gute Glaube als Voraussetzung für 

den Erlass gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG ist somit nicht schon mit der Un-

kenntnis des Rechtsmangels gegeben. Vielmehr darf sich der Bezüger 

unrechtmässiger Leistungen nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern 

auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Demnach 

liegt der gute Glaube – dessen Vorhandensein gemäss Art. 3 Abs. 1 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) zu vermuten ist – 

beim Bezug der Leistung nicht vor, wenn die unrechtmässige Auszahlung 

der Leistung auf arglistiges oder grobfahrlässiges Verhalten des Rücker-

stattungspflichten zurückzuführen ist, wenn also bei der Anmeldung oder 

der Abklärung der Verhältnisse in arglistiger oder grobfahrlässiger Weise 

Tatsachen verschwiegen oder unrichtige Angaben gemacht wurden. 

Grobfahrlässig handelt, wer nicht das ihm nach Fähigkeit und Bildungs-

grad zuzumutende Mindestmass an Sorgfalt anwendet (vgl. GERHARDS, 

Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band II, Bern 1988, 

Art. 95 Rz. 41 mit weiteren Hinweisen). Gemäss konstanter bundesge-

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richtlicher Rechtsprechung ist grobe Fahrlässigkeit dann gegeben, wenn 

jemand das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in glei-

cher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten 

müssen (vgl. BGE 108 V 199 E.3a mit weiteren Hinweisen; BGE 110 V 

176 E.3c). Die Leistung beziehende Person darf somit das von ihr gefor-

derte, zumutbare „Mindestmass an Sorgfalt“ beim Leistungsempfang nicht 

fehlen lassen. Wie auch in anderen Bereichen beurteilt sich die geforderte 

Sorgfalt nach einem objektiven Massstab, wobei jedoch das den Betroffe-

nen in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Ge-

sundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht ausgeblendet werden darf 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_784/2009 vom 17. März 2010 E.3.1). 

Eine versicherte Person kann sich allerdings dann auf den guten Glauben 

berufen, wenn ihre fehlerhafte Handlung oder Unterlassung nur eine 

leichte Verletzung der Melde- oder Auskunftspflicht darstellt (vgl. zum 

Ganzen BGE 110 V 176 E.3; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 

2009, Art. 25 Rz. 33). Ungeschicklichkeiten oder Versäumnisse, die im 

sozialen Lebensalltag einer vernünftig und sorgfältig handelnden Person 

üblicherweise vorkommen können, schliessen das Vorliegen des guten 

Glaubens demnach nicht aus. Ein gutgläubiger Leistungsbezug liegt somit 

dann vor, wenn das Bewusstsein über den unrechtmässigen Bezug fehlt, 

sofern dieses Fehlen in einer objektiven Betrachtungsweise unter den 

konkret gegebenen Umständen als entschuldbar erscheint (vgl. KIESER, 

a.a.O., Art. 25 Rz. 33).

c) Gemäss Art. 29 Abs. 2 ATSG hat die einen Anspruch auf Leistung erhe-

bende Person zur Erfüllung ihrer Auskunfts- und Meldepflichten die von 

den Versicherungsträgern unentgeltlich abzugebenden Formulare für die 

Anmeldung und zur Abklärung des Anspruchs auf Leistungen vollständig 

und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem Versicherungsträger zuzustel-

len. Zudem haben Leistungsbezüger gemäss Art. 31 Abs. 1 ATSG jede 

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wesentliche Änderung in den für die Leistung massgebenden Verhältnis-

sen dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden. Eine we-

sentliche Änderung liegt vor, wenn durch sie eine nicht bloss geringfügige 

Auswirkung auf den Leistungsanspruch erfolgt (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 31 

Rz. 7). Auf den guten Glauben berufen kann sich in der Regel deshalb 

nur, wer im Administrativverfahren seine Auskunfts- und Meldepflicht ge-

bührend erfüllt hat. Der gute Glaube entfällt daher zum Vornherein, wenn 

die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grob-

fahrlässige Verletzung der Melde- und Auskunftspflichten im Sinne von 

Art. 29 und 31 ATSG zurückzuführen ist.

5. a) Erstellt und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer von Dezember 

2009 bis April 2010 bei der B._____ GmbH gearbeitet hat und den Ver-

dienst aus dieser Tätigkeit auf dem Formular „Angaben der versicherten 

Person“ gegenüber der Arbeitslosenkasse nicht als Zwischenverdienst 

deklariert resp. die entsprechende Frage (vgl. beschwerdegegnerische 

Beilage 15 Ziff. 1) mit „Nein“ beantwortet hat. Somit stellt sich die Frage, 

ob und in welchem Grad der Beschwerdeführer durch das Verschweigen 

seines Zwischenverdienstes seine Melde- und Auskunftspflicht verletzt 

hat.

b) Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe das bei der 

B._____ GmbH erzielte Einkommen infolge Geringfügigkeit für nicht de-

klarationspflichtig gehalten, kann ihm nicht gefolgt werden. Die entspre-

chende Frage auf dem Formular „Angaben der versicherten Person“ ist 

unmissverständlich formuliert. Insbesondere gehen daraus keine Ein-

schränkungen der Deklarationspflicht hinsichtlich eines allfälligen Min-

desteinkommens hervor. Auch die Bezugnahme auf die unbelegte Aus-

kunft seines damaligen Betreuers sowie der Hinweis, dass er das ent-

sprechende Formular „dann beantragt und in der Skischule abgegeben“ 

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habe, sind unbehelflich. Selbst wenn der Beschwerdeführer der B._____ 

GmbH irgendwelche Formulare abgegeben haben sollte, so ist festzuhal-

ten, dass für die richtigen und vollständigen Angaben gegenüber der Ar-

beitslosenversicherung der Beschwerdeführer allein verantwortlich ist. 

Fakt ist, dass der Arbeitslosenkasse der Zwischenverdienst des Be-

schwerdeführers bis zum Abgleich mit dessen AHV-Daten nicht bekannt 

war, da dieser die entsprechende Frage auf dem Formular „Angaben der 

versicherten Person“ stets mit „Nein“ beantwortet und dem Formular – 

entgegen der Klammerbemerkung unterhalb der Frage – weder eine Be-

scheinigung über den Zwischenverdienst noch Lohnabrechnungen beige-

legt hatte. Schliesslich ist auch sein Einwand, er habe die Frage, ob er bei 

einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet habe, mit „Nein“ beantwor-

tet, weil er die B._____ GmbH als „den einen und auch den einzigen“ Ar-

beitgeber ja bereits angegeben habe, nicht zu hören. Angesichts der un-

missverständlich formulierten Frage im besagten Formular nach allfällig 

erzielten Einkünften sowie vor dem Hintergrund, dass er von seinem Be-

treuer laut eigenen Angaben in seiner Beschwerde vom 2. April 2014 auf 

die Meldepflicht eines (noch so geringen) Zwischenverdienstes hingewie-

sen worden war, er diese Angaben gegenüber dem Beschwerdegegner 

jedoch nachweislich unterlassen hat, liegt in Bezug auf die Verletzung der 

Auskunfts- und Meldepflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 und Art. 31 Abs. 1 

ATSG nicht bloss eine leichte Nachlässigkeit vor. Bei einem zumutbaren 

Mindestmass an Aufmerksamkeit und Sorgfalt hätte der Beschwerdefüh-

rer erkennen können und müssen, dass er die Zwischenverdiensttätigkeit 

bei der B._____ GmbH in jedem Fall auf dem jeden Monat wahrheitsge-

treu und vollständig auszufüllenden und einzureichenden Formular „An-

gaben der versicherten Person“ hätte angeben müssen.

c) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Melde- 

und Auskunftspflicht in nicht leicht wiegender, mithin zumindest grobfahr-

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lässiger Weise verletzt hat, weshalb er sich nach der eingangs zitierten 

Rechtsprechung nicht auf seinen guten Glauben berufen kann. Das 

Scheitern an der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens genügt be-

reits, um den Einspracheentscheid vom 14. März 2014 als rechtmässig zu 

qualifizieren. Das kumulativ erforderliche Kriterium der grossen Härte ist 

folglich nicht mehr zu prüfen, weshalb es sich erübrigt, auf die entspre-

chenden Einwände des Beschwerdeführers bezüglich seiner finanziellen 

und privaten Situation einzugehen. Die vorliegende Beschwerde erweist 

sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt die Einzelrichterin

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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