# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27c966b8-f9d6-5153-b32d-b29c6f6a59ae
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 12.10.2021 410 21 189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_410-21-189_2021-10-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 12. Oktober 2021 (410 21 189) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht 

 

 

Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit des Schuldners für die Aufhebung der  

Konkurseröffnung (Art. 174 Abs. 2 SchKG) 

 

 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin i.V. Eylem Kutay 

  
 

Parteien  A.____,  

vertreten durch Advokat Dr. Lukas Bopp,  

Henric Petri-Strasse 35, Postfach 257, 4010 Basel,  

Beschwerdeführer 

  gegen 

  B.____ AG,  

Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Konkurseröffnung ordentlich in Betreibung Nr. XXXXXXXX  

Beschwerde gegen den Entscheid des Gerichtspräsidenten des Zivil-

kreisgerichts Basel-Landschaft West vom 17. August 2021 

 
 
Seite 2  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Am 10. Juni 2021 stellte die B.____ AG unter Vorlegung des Zahlungsbefehls und der 

Konkursandrohung in der Betreibung Nr. XXXXXXXX des Beitreibungsamtes Basel-Land-

schaft gegen A.____, welcher als Gesellschafter der C.____ KIG im Handelsregister des Kan-

tons Basel-Landschaft eingetragen ist, beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West das Kon-

kursbegehren. Die Parteien wurden mit Verfügung vom 14. Juni 2021 zur Konkursverhandlung 

auf den 17. August 2021 vorgeladen. Mit Entscheid vom 17. August 2021 sprach der Präsident 

des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West in Anwendung von Art. 171 SchKG in Abwesen-

heit beider Parteien um 9:30 Uhr die Konkurseröffnung über A.____ aus. Der betreffenden 

Betreibung lag gemäss Angaben des Zivilkreisgerichts eine Forderung von insgesamt 

CHF 734.25 (inkl. Zinsen und Kosten und einem Gerichtskostenanteil von CHF 200.00) zu-

grunde. 

B. Mit Eingabe vom 30. August 2021 gelangte der Konkursit (nachfolgend: Beschwerde-

führer), vertreten durch Advokat Dr. Lukas Bopp, an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Zivilrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), und erhob Beschwerde gegen das vorer-

wähnte Konkursdekret. Er beantragte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ge-

währen und der über den Beschwerdeführer eröffnete Konkurs sei aufzuheben. Zur Begrün-

dung brachte er im Wesentlichen vor, die vorliegende Schuld in der Betreibung 

Nr. XXXXXXXX, welche zur Konkurseröffnung geführt habe, sei innert der 10-tätigen Be-

schwerdefrist (inkl. Zinsen und Kosten) beglichen worden. Im Weiteren gab er unter Hinweis 

auf eine auf ihn lautende, zu den Akten gegebene Schuldnerinformation des Betreibungsamts 

Basel-Landschaft an, dass gegen ihn offene Betreibungen für eine Gesamtschuld von 

CHF 46'715.33 (inkl. Konkursforderung) hängig seien. Ausser der Forderung, die zur Kon-

kurseröffnung geführt habe, befinde sich jedoch keine weitere Forderung im Stadium der Kon-

kursandrohung. 

C. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 31. August 2021 wurde der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung erteilt und der Beschwerdeführer aufgefordert, bis am 10. Septem-

ber 2021 einen Kostenvorschuss in Höhe von CHF 750.00 zu leisten. Dieser traf mit Valuta 

vom 7. September 2021 beim Kantonsgericht ein. Der B.____ AG (nachfolgend: Beschwerde-

gegnerin) wurde die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt. 

D. Mit Verfügung vom 15. September 2021 stellte das Präsidium des Kantonsgerichts fest, 

dass die Beschwerdegegnerin keine Stellungnahme eingereicht hatte, schloss den Schriften-

wechsel und kündigte den Parteien den Entscheid aufgrund der Akten an. 

Erwägungen 

1. Der Entscheid des Konkursgerichtes kann gemäss Art. 174 Abs. 1 SchKG mit Be-

schwerde nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) angefochten wer-

den. Zur Anwendung kommt das summarische Verfahren (Art. 251 lit. a ZPO). Die Be-

schwerde ist daher bei der Rechtsmittelinstanz innert zehn Tagen seit der Zustellung des be-

gründeten Entscheides schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO). 

Der vorinstanzliche Konkursentscheid vom 17. August 2021 ist dem Beschwerdeführer ge-

mäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 18. August 2021 zugestellt worden. 

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Die 10-tägige Rechtsmittelfrist hat unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO am Mon-

tag, 30. August 2021 geendet, sodass die Beschwerde vom 30. August 2021 (Eingang beim 

Kantonsgericht: 31. August 2021) fristgerecht erfolgt ist. Der Kostenvorschuss für das Rechts-

mittelverfahren in Höhe von CHF 750.00 ist ebenfalls fristgerecht geleistet worden. Gemäss 

§ 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide von Zivil-

kreisgerichtspräsidien das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts zuständig. 

Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. Der Entscheid erfolgt in Anwendung von Art. 327 

Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten. 

2. Die Beschwerde als ausserordentliches Rechtsmittel richtet sich nach den Bestimmun-

gen von Art. 319 ff. ZPO. Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO können im Beschwerdeverfahren keine 

neuen Anträge, Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel vorgebracht werden. Vorbehalten 

bleiben jedoch besondere Bestimmungen des Gesetzes (Art. 326 Abs. 2 ZPO). So können die 

Parteien nach Art. 174 Abs. 1 Satz 2 SchKG im Verfahren betreffend Konkurseröffnung neue 

Tatsachen geltend machen, wenn diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind. 

Diese sog. unechten Noven können deshalb uneingeschränkt vorgebracht werden (ROGER 

GIROUD, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], BSK SchKG II, 2. Aufl., Basel 2010, Art. 174 N 

19). 

3. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung auf-

heben, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels oder spätestens innert der 

Rechtsmittelfrist seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass 

inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der geschul-

dete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder 

der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). Gemäss Art. 12 Abs. 2 

SchKG erlischt die Schuld durch Zahlung ans Betreibungsamt. Neue Behauptungen und Ur-

kundenbeweise über diese konkurshindernden Tatsachen sind innert der Rechtsmittelfrist 

selbst dann zulässig, wenn sie nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind (DANIEL 

STAEHLIN, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], BSK SchKG EB, Basel 2017, Art. 174 ad N 

20b). 

4. Der Konkurseröffnung liegt gemäss Konkursbegehren vom 10. Juni 2021 eine Forde-

rung der Beschwerdegegnerin von CHF 529.25 (inkl. Betreibungskosten, aber ohne Gebühren 

des konkursgerichtlichen Verfahrens) zu Grunde. Der Beschwerdeführer führt in seiner Ein-

gabe vom 30. August 2021 aus, er habe die offene Konkursforderung gegenüber der Be-

schwerdegegnerin nach Konkurseröffnung beim Beitreibungsamt Basel-Landschaft beglichen. 

Wie das Kantonsgericht mit Verfügung vom 31. August 2021 bereits festgestellt hat, hat der 

Beschwerdeführer als Tilgungsnachweis eine Einzahlungsquittung (Nr. 221148815, Be-

schwerdebeilage 4) des Betreibungsamtes Basel-Landschaft vom 20. August 2021 mit Refe-

renz auf die Betreibung Nr. XXXXXXXX über den Betrag von CHF 740.25 (ursprüngliche For-

derung plus Verzugszinsen bis zum Zeitpunkt der Zahlung plus anteilige Gerichtskosten im 

Umfang von CHF 200.00 plus zusätzlich entstandene Kosten des Betreibungsamtes von 

CHF 6.00) sowie eine weitere Einzahlungsquittung (Nr. 221153219, Beschwerdebeilage 5) 

des Betreibungsamtes Basel-Landschaft über einen Betrag von CHF 1’400.00 mit dem Ver-

merk «Hinterlegung der erstinstanzlichen Gerichtskosten gemäss Urteil 160 21 1554 I vom 

17.08.2021» ins Recht gelegt. Es liegt somit ein Nachweis über die vollständige Tilgung der 

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Konkursforderung (einschliesslich Zinsen und Kosten) sowie der erstinstanzlichen Gerichts-

kosten von CHF 400.00 nach der Konkurseröffnung vom 17. August 2021, 9:30 Uhr, und der 

Kostenpauschale für die allfällige Durchführung eines Konkursverfahrens in Höhe von 

CHF 1’000.00 vor. Die Zahlung des Beschwerdeführers in der Gesamthöhe von CHF 2’140.25 

erfolgte damit sowohl in ausreichender Höhe als auch zeitlich noch während der Rechtsmittel-

frist ab dem erstinstanzlichen Entscheid der Konkurseröffnung vom 17. August 2021. Ein al-

lenfalls zu viel bezahlter Betrag wird der Beschwerdeführer vom Konkursamt zurückerstattet 

erhalten. Der Konkursaufhebungsgrund der Schuldtilgung im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 

SchKG liegt folglich vor. 

5. Nebst dem Nachweis des Eintrittes eines Konkursaufhebungsgrundes hat der Schuldner 

im Rechtsmittelverfahren innert der Rechtsmittelfrist seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu ma-

chen. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG bereits dann, 

wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit 

der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (BGE 132 III 715 E. 3.1). 

Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, dass die Zahlungsfähigkeit 

des Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsunfähigkeit. In diesem Bereich 

dürfen keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden. Es liegt am Schuldner, Beweismit-

tel vorzulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. 

Der Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 

ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 

vollstreckbaren Betreibungen vorliegen (BGer 5A_810/2015 vom 17. Dezember 2015 

E. 3.2.1). Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fäl-

ligen Schulden vorhanden sind (BGer 5A_606/2014 vom 19. November 2014, E. 3.1 m.w.H.). 

Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner demgegenüber, der beispiels-

weise Konkursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst 

kleinere Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den 

Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen An-

haltspunkte für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf 

unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem 

aufgrund der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindrucks (BGer 

5A_810/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 3.2.1). Die nachträgliche Aufhebung des Konkurser-

kenntnisses muss zudem wirtschaftlich sinnvoll sein, was nur dann der Fall ist, wenn der 

schuldnerische Betrieb lebensfähig ist. Anhaltspunkte hierfür sind unter anderem eine positive 

Auftragslage sowie der Umstand, dass die Liquiditätsprobleme nicht dauerhafter Natur sind 

(BGer 5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3). Die wichtigste Unterlage zur Glaubhaftma-

chung der Zahlungsfähigkeit ist in ständiger Praxis der Auszug aus dem Betreibungsregister, 

welcher einen wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle Lage 

eines Schuldners abgibt (BGer 5A_80/2007 vom 4. September 2007 E. 5.2). Zu diesem und 

den einzelnen als nicht erledigt ausgewiesenen Betreibungen hat der Schuldner schriftlich 

Stellung zu nehmen. Daneben können auch Zahlungsbelege, Belege über die dem Schuldner 

zur Verfügung stehenden Mittel, Debitorenlisten, Auftragsbestätigungen, aktuelle Jahresrech-

nungen oder Zwischenbilanzen eingereicht werden (ROGER GIROUD, a.a.O., Art. 174 N 26). 

6. Zur Glaubhaftmachung seiner Zahlungsfähigkeit hat der Beschwerdeführer zusammen 

mit seiner Beschwerde vom 30. August 2021 diverse Unterlagen eingereicht. Diese umfassen 

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unter anderem eine auf den Beschwerdeführer lautende Schuldnerinformation des Betrei-

bungsamtes Basel-Landschaft vom 26. August 2021, eine Bestätigung über eine Überweisung 

von CHF 60’000.00 am 27. August 2021 durch D.____ auf das Notariatsklientenkonto der No-

tarin E.____, sodann ein Zahlungsversprechen der Notarin E.____, mehrere Belege betreffend 

zusätzliche noch ausstehende Forderungen und schliesslich ein Jahresabschluss der C.____ 

KIG vom Finanzjahr 2020 (Beschwerdebeilagen 6-10). Aus der auf ihn lautenden Schuldner-

information erhellt, dass gegen den Beschwerdeführer laufende Betreibungen in Höhe von 

CHF 46’715.33 (inkl. Konkursforderung) hängig sind. Der Beschwerdeführer bringt vor, ausser 

der Forderung, die zur Konkurseröffnung geführt habe, würde sich keine weitere Forderung im 

Stadium der Konkursandrohung befinden. Die Transaktionsbestätigung vom 27. August 2021 

betreffe einen Erbvorzug in Höhe von CHF 60’000.00, welcher dem Beschwerdeführer von 

dessen Vater in Aussicht gestellt werde. Dieser Betrag sei auf dem Notariatsklientenkonto der 

Basler Notarin E.____ hinterlegt und würde im Fall einer Gutheissung der Konkursbeschwerde 

an den Beschwerdeführer für die Erfüllung der im Zeitpunkt der Konkurseröffnung bestehen-

den Verbindlichkeiten freigegeben (siehe Zahlungsversprechen, Beschwerdebeilage 9). Den 

Belegen betreffend zusätzlich ausstehende Forderungen sei weiter zu entnehmen, dass noch 

nicht in Betreibung gesetzte Schulden in Höhe von CHF 4’595.70 (CHF 895.70 an offenen 

Krankenkassenprämien sowie CHF 3’700.00 für laufende Hypothekarzinsschulden) bestehen 

würden (Beschwerdebeilage 8). Gegenüber der Kollektivgesellschaft bestünden keine hängi-

gen Betreibungen. 

7. Gemäss der vom Beschwerdeführer zur Beschwerde vom 30. August 2021 eingereich-

ten Beilage zum Erbvorzug von CHF 60’000.00, welcher bei einer Konkursaufhebung an den 

Beschwerdeführer ausbezahlt wird, werden genügend liquide Mittel verfügbar sein, um die 

gesamten Verbindlichkeiten gemäss der Schuldnerinformation vollständig zu tilgen. Als Grund 

für die vorübergehende Anhäufung von Schulden gibt der Beschwerdeführer die erlittene, pan-

demiebedingte Umsatzeinbusse seines Geschäftsbetriebs (Fitnesscenter) an. Die mangeln-

den Einnahmen hätten dazu geführt, dass er seinen privaten Verpflichtungen nicht mehr re-

gelmässig habe nachkommen können. Diese Ausführungen erscheinen genauso glaubhaft, 

wie die vom Beschwerdeführer geäusserten Zukunftsaussichten, wonach die wirtschaftliche 

Baisse des Fitnesscenters aufgrund der erfolgten Wiedereröffnung nach pandemiebedingter 

behördlicher Schliessung und der Rückkehr der Besucher überstanden sei, so dass er im Jahr 

2021 einen Gewinn ausweisen werde und seinen laufenden Verpflichtungen wieder nachkom-

men könne. Aufgrund einer Gesamtbetrachtung erscheint die Zahlungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers somit wahrscheinlicher als seine Zahlungsunfähigkeit und es ist mit einer 

positiven Umsatzprognose ab dem Geschäftsjahr 2021 zu rechnen, weshalb die Beschwerde 

gutzuheissen und die Konkurseröffnung vom 17. August 2021 aufzuheben ist. Allerdings ist 

der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass sich eine erneute Konkurseröffnung 

negativ auf die Beurteilung seiner Zahlungsfähigkeit auswirken könnte und er in einem 

künftigen, gestützt auf Art. 174 Abs. 2 SchKG geführten Rechtsmittelverfahren aller Vo-

raussicht nach nicht mehr mit einer Gutheissung einer Beschwerde rechnen kann. 

8. Gemäss Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt. Dieser Grundsatz wird jedoch eingeschränkt durch Art. 107 ZPO, welcher in gewis-

sen Fällen eine Verteilung der Prozesskosten nach Ermessen vorsieht. Gemäss 

Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO kann dabei insbesondere von der Verteilung nach dem Ausgang des 

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Verfahrens abgesehen werden, wenn besondere Umstände vorliegen, welche dies als unbillig 

erscheinen lassen. Vorliegendes Verfahren ist einzig durch das Versäumnis des Beschwerde-

führers, die Konkursforderung rechtzeitig und vollständig zu begleichen, veranlasst worden 

und hätte durch die rechtzeitige und vollständige Bezahlung der Forderung verhindert werden 

können. Es ist deshalb angebracht, dass der Beschwerdeführer trotz seines Obsiegens im 

Beschwerdeverfahren die Gerichtskosten beider Instanzen trägt. Die Gerichtskosten für das 

erstinstanzliche Verfahren belaufen sich auf CHF 400.00 und sind demnach – im Unterschied 

zur erstinstanzlichen Kostenverteilung – dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Gerichts-

kosten für das Rechtsmittelverfahren werden in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 52 lit. b GebV SchKG auf CHF 750.00 festgesetzt und mit dem einverlangten Kostenvor-

schuss verrechnet. Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten, da die Gegenpartei nicht 

anwaltlich vertreten ist und ihr kein nennenswerter Aufwand entstanden ist. 

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. Demgemäss wird die Konkurseröff-

nung über A.____ gemäss Ziffer 1 des Entscheids des Präsidenten des 

Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 17. August 2021 in der Be-

treibung Nr. XXXXXXXX im Verfahren 160 21 1554 I aufgehoben. 

 2.  Die Gerichtsgebühr des erstinstanzlichen Verfahrens 160 2021 1554 I in 

Höhe von CHF 400.00 wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

Jede Partei hat für ihre eigenen Parteikosten aufzukommen. 

 3.  Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 750.00 werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

  Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

Präsident 

 

 

Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin i.V. 

 

 

Eylem Kutay 

 

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