# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cbdcc642-67c8-5f86-850f-dddeb5013f9d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.07.2019 200 2018 924
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-924_2019-07-02.pdf

## Full Text

200 18 924 UV
LOU/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juli 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. November 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2019, UV/18/924, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1975 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete mit Schadenmeldung vom 4. Dezember 2017 (Akten der Suva 
[Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1) eine am 13. Mai 2017 beim 
…-Training erlittene Verletzung am Daumen und Zeigefinger rechts. Zum 
Zeitpunkt des Ereignisses und noch bis Mitte Oktober 2017 bezog der Ver-
sicherte Arbeitslosentaggelder (AB 1, 22, 30) und war dadurch bei der Su-
va obligatorisch gegen Unfälle versichert. Nach medizinischen Abklärungen 
und Befragung des Beschwerdeführers (vgl. AB 15) verneinte die Suva mit 
Verfügung vom 24. Juli 2018 (AB 24) einen Anspruch auf Taggelder man-
gels ausgewiesener Arbeitsunfähigkeit infolge des Ereignisses vom 13. Mai 
2017. Daran hielt sie nach weiteren Abklärungen mit Einspracheentscheid 
vom 7. November 2018 fest (AB 32).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 9. Dezember 2018 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides sowie die Ausrichtungen von Taggeldern. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Januar 2019 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Nachdem der Beschwerdeführer am 24. April 2019 beim Verwaltungsge-
richt Akteneinsicht genommen hatte, hielt er mit Replik vom 28. Mai 2019 
an seinen Anträgen fest. In prozessualer Hinsicht beantragte er weiter, es 
seien medizinische Akten von B.________, Praktischer Arzt, einzuholen, 
verschiedene Zeugen einzuvernehmen und eine Parteibefragung durchzu-
führen. Zudem stellte er ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege. Eine Duplik wurde nicht eingeholt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehältlich der nachfolgen-
den Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 7. November 2018 
(AB 32). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Taggeldleistungen ab 
13. Mai 2017. Weiter zu prüfen ist das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege. Über den erstmals im Beschwerdeverfahren gel-
tend gemachten Anspruch auf „Genugtuung“ und „Schmerzensgeld“ (Re-
plik, S. 2), der als Verantwortlichkeitsanspruch i.S.v. Art. 78 ATSG auszu-
legen ist (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 32 N. 11), hätte die Verwaltung in einem selbstständigen 
Verwaltungsverfahren zu befinden, weshalb darauf mangels Anfechtungs-
objekt von vornherein nicht einzutreten ist (vgl. Art. 78 Abs. 4 ATSG; UELI 
KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 78 N. 87).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch 
bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnüt-
zung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), Verren-
kungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), 
Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), Trommel-
fellverletzungen (lit. h). Das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu über-
nehmenden unfallähnlichen Körperschädigung hängt nicht vom Vorliegen 
eines äusseren Ereignisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 
UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es 
sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom 
Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aus der 
Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung 
vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Botschaft 
vom 30. Mai 2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversi-
cherung, BBl 2008 5411 [Ziff. 2.1.2] und 5425 [zu Art. 6 Abs. 2]; Zusatzbot-
schaft vom 19. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über 
die Unfallversicherung, BBl 2014 7922 [Ziff. 2.2] und 7934 [zu Art. 6 
Abs. 2]).

2.2 Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 

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UVG). Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem 
Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 
Abs. 2 UVG). An arbeitslose Personen wird das Taggeld gemäss Art. 16 
Abs. 3 UVG unabhängig von zu bestehenden Wartezeiten (Art. 18 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) oder 
Einstelltagen (Art. 30 AVIG) ausgerichtet.

2.3 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Der 
Grad der Arbeitsunfähigkeit wird nach dem Masse bestimmt, in welchem 
die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem ange-
stammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein 
kann. Nicht massgebend ist dagegen die bloss medizinisch-theoretische 
Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG; BGE 114 V 281 E. 1c 
S. 283).

2.4 Um den Leistungsanspruch bemessen zu können, ist die Verwal-
tung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

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fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429 f., 138 V 
218 E. 6 S. 221).

2.6 Das Versicherungsgericht stellt unter Mitwirkung der Parteien die für 
den Entscheid erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Be-
weise und ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Der Unter-
suchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen des Sozial-
versicherungsprozesses. Danach hat das Gericht von Amtes wegen, aus 
eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge 
der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung und Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt in-
dessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungs-
pflichten der Parteien (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429 f., 122 V 157 E. 1a 
S. 158).

2.7 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 
S. 429 f., 138 V 218 E. 6 S. 222).

Für eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die objektive Beweislast bei 
der leistungsansprechenden Person (BGE 121 V 204 E. 6a S. 208). Das 
Sozialversicherungsrecht kennt keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, wo-
nach im Zweifelsfalle zugunsten der versicherten Person zu entscheiden 
sei. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen 

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dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 260 
E. 2b).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Auf dem Schreiben der Beschwerdegegnerin betreffend Arztzeugnis 
vom 20. Dezember 2017 vermerkte der Praktische Arzt B.________ am 
25. Dezember 2017 (AB 6) handschriftlich: „Kein Unfall von Ereignis vom 
13.05.17 bei uns gemeldet“.

3.1.2 Dem Bericht von Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und für Handchir-
urgie, vom 29. Mai 2018 (AB 16; Untersuchung inkl. Röntgen vom 28. Mai 
2018) ist als Hauptdiagnose „Instabiles MP I-Gelenk rechts mit beginnen-
der Kontraktur in der 1. Kommissur bei Status nach Ruptur des Kollateral-
bandes vom 13.05.2017“ zu entnehmen. Die jetzigen Beschwerden seien 
zweifelsfrei durch ein instabiles MP I-Gelenk bei einer Ruptur des ulnaren 
Kollateralbandes mit konsekutiver erheblicher Kommissureinengung und 
Hypertrophie des ulnaren Interosseus zu erklären. Eine damalige Arbeits-
unfähigkeit als ... wäre rückwirkend wohl adäquat mit 100 % vom Unfalltag 
bis ungefähr 6. Dezember 2017 zu datieren. 

3.1.3 Die Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, hielt in der ärztlichen Beurteilung vom 4. Oktober 2018 
(AB 31) fest, der Beschwerdeführer gebe in der Schadenmeldung vom 
4. Dezember 2017 an, er habe sich am 13. Mai 2017 den Daumen und 
Zeigefinger der rechten Hand verletzt. Eine erste ärztliche Beurteilung liege 
vom 28. Mai 2018 vor – ein Jahr nach dem Ereignis –, im Rahmen welcher 
die Diagnose eines instabilen MP-I-Gelenks rechts bei Status nach Ruptur 
des ulnaren Kollateralbandes gestellt worden sei. Der Beschwerdeführer 
gebe an, die Beschwerden vorher bereits dem Hausarzt geschildert zu ha-
ben. Dieser scheine jedoch keine Kenntnis vom Ereignis zu haben. Die 

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Diagnose mit Ruptur des Kollateralbandes MCP-I entspreche einer Listen-
diagnose g (wohl: Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG). 

Zur Arbeitsfähigkeit könnten – dies wurde von der Kreisärztin bereits in der 
versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 23. Juni 2018 (AB 18 S. 2) 
festgehalten – im vorliegenden Fall keine Angaben gemacht werden, da 
keine zeitnahen ärztlichen Berichte bestünden. Jeder Fall sei stets indivi-
duell zu beurteilen und ohne Dokumentation könne dies nicht gerecht ge-
macht werden. Müsste sie eine nicht fallbezogene Antwort auf die Frage 
nach der Arbeitsunfähigkeit nach Ruptur des Kollateralbandes MP-I geben, 
würde sie diese für mechanisch schwere und anspruchsvolle Arbeiten in 
der Regel auf drei bis vier Monate ansetzen. Dies sei aber eine approxima-
tive Angabe und könne nicht einfach für den individuellen Fall übernommen 
werden.

3.2 Nach Lage der medizinischen Akten handelt es sich beim Status 
nach Ruptur des Kollateralbandes – in Übereinstimmung mit der kreisärztli-
chen Einschätzung (vgl. AB 31 S. 2) – um eine sog. Listendiagnose 
gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG, sodass vermutungsweise eine Leistungs-
pflicht der Unfallversicherung besteht (vgl. E. 2.1 hiervor). Hinsichtlich der 
Diagnose stimmt die Beschwerdegegnerin bzw. ihre Kreisärztin in ihrer 
Beurteilung vom 4. Oktober 2018 (AB 31 S. 2) mit dem behandelnden Arzt 
Dr. med. C.________ (vgl. AB 16) überein, weshalb grundsätzlich ein Leis-
tungsanspruch zu bejahen ist, auch wenn hinsichtlich des Beginns der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen keine zeitnahen Dokumente vorliegen 
und – zu dessen Gunsten – allein auf die unbelegten Angaben des Be-
schwerdeführers abzustellen ist, in denen er selbst eingesteht, dass es 
keine Zeugen gibt (AB 1, 15 S. 2). 

3.3 Neben dem – hier unbestrittenen – Vorliegen einer (grundsätzlich) 
anspruchsbegründenden Listendiagnose (vgl. E. 3.2 hiervor) bedarf es für 
einen Anspruch auf Taggeldleistungen der Unfallversicherung gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG einer (unfallkausalen) Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 2.2 f. 
hiervor). Der Beschwerdeführer ist im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht 
(vgl. E. 2.6 hiervor) gehalten, durch geeignete Beweismittel (z.B. Arztzeug-
nisse) zur Ermittlung einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit beizutragen. Ist 
eine solche nämlich nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwie-

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genden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.5 hiervor) erstellt, so hat der Be-
schwerdeführer entsprechend der objektiven Beweislastverteilung die Fol-
gen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. E. 2.7 hiervor).

3.3.1 Eine belegte adäquate ärztliche Behandlung und Einschätzung der 
medizinischen Lage fand unbestrittenermassen erstmals am 28. Mai 2018 
und damit mehr als ein Jahr nach dem Ereignis vom 13. Mai 2017 statt. Im 
entsprechenden Arztbericht stellte Dr. med. C.________ anhand der erho-
benen klinischen und bildgebenden Befunde sowie anamnestischer Anga-
ben zwar eine von der Beschwerdegegnerin anerkannte Diagnose. Indes 
gab er betreffend die für den Taggeldanspruch massgebende Frage der 
Arbeitsunfähigkeit nur eine vermutungsweise allgemeine Einschätzung an, 
indem die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als ... „…rückwirkend 
wohl adäquat mit 100 % vom Unfalltag bis zum ca. 06.12.2017 zu datieren“ 
sei (AB 16 S. 2). Diese retrospektive zeitferne Einschätzung basiert letztlich 
alleine auf den subjektiven Beschwerdeangaben, ohne dass hierzu eine 
nachvollziehbare objektive Plausibilisierung erfolgte (zur Notwendigkeit der 
Plausibilisierung von subjektiven Schmerzangaben vgl. BGE 140 V 290 
E. 3.3.1 S. 296), was Dr. med. C.________ mangels echtzeitlicher medizi-
nischer Unterlagen sachlogisch nicht möglich war. Einen konkreten Bezug 
zur individuellen Sachlage vermochte er daher nicht herzustellen, sodass 
die Begründung der angenommenen Arbeitsunfähigkeit als „adäquat“ of-
fenkundig unzureichend ist. Die vermutungsweise Annahme einer vollstän-
digen Arbeitsunfähigkeit vom 13. Mai bis 6. Dezember 2017 vermag daher 
nicht zu überzeugen, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Über-
dies erstaunt, dass – entgegen dem erfahrungsgemäss zu erwartenden 
Verlauf – keine progrediente Reduktion der Arbeitsunfähigkeit beschrieben 
wurde, sondern ohne Begründung per 6. Dezember 2017 nach fast sieben 
Monaten mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit nunmehr plötzlich keine Ar-
beitsunfähigkeit mehr bestehen soll.

3.3.2 Sodann ergibt sich aus den beigezogenen Akten der Arbeitslosen-
versicherung, dass der Beschwerdeführer sich in den zeitnahen Angaben 
von Mai bis Dezember 2017 (ohne November 2017, vgl. dazu AB 28 S. 3 f.) 
stets und durchgehend als uneingeschränkt arbeitsfähig bezeichnete (vgl. 
AB 28 S. 13-26, 30). Hierin ist nach der im Sozialversicherungsrecht gel-

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tenden Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der 
ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 
spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), ein gewich-
tiges Indiz zu erblicken, welches gegen das Vorliegen einer relevanten Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit zwischen Mai und Dezember 2017 spricht. 
Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber die im Rahmen der Replik 
hierfür gemachte Begründung, wonach eine Arbeitsfähigkeit nur darum 
bejaht worden sei, da beim Hausarzt kein Arbeitsunfähigkeitszeugnis habe 
erhältlich gemacht werden können (Replik S. 1 f.), zumal der praktische 
Arzt B.________ eigenen Angaben zufolge keine Kenntnis vom Ereignis 
vom 13. Mai 2017 hatte (vgl. AB 6). Ferner fällt auf, dass die Angaben zum 
Monat November 2017 (Arbeitsunfähigkeit vom 13. Mai bis 6. Dezember 
2017 und Hinweis auf Beilagen, vgl. AB 28 S. 4) nicht zeitnah erfolgten, 
sondern vom Beschwerdeführer auf den 17. April 2018 datiert wurden, je-
doch bei der Arbeitslosenversicherung erst am 28. Mai 2018 eingingen (vgl. 
AB 28 S. 1). Hierbei handelt es sich um denselben Tag der ersten ausge-
wiesenen ärztlichen Konsultation bei Dr. med. C.________ mit Bekannt-
werden dessen (zeitlich identischen) ärztlichen Arbeitsfähigkeitseinschät-
zung (vgl. AB 16 S. 2). Auch wenn sich hieraus eine absichtliche Vordatie-
rung nicht nachweisen lässt, ergeben sich erhebliche Zweifel an den ge-
machten Angaben; namentlich aufgrund der auffälligen Datierung, der un-
begründeten grossen zeitlichen Diskrepanz zwischen angeblichem Erhalt 
des Fragebogens (16. April 2018; vgl. AB 28 S. 1) und Eingang bei der 
Arbeitslosenversicherung (28. Mai 2018) und der fehlenden respektive 
nicht nachgereichten Beilagen (vgl. AB 28 S. 4 Ziff. 4). Gestützt auf die 
widersprüchlichen subjektiven Angaben des Beschwerdeführers ist somit 
ebenfalls keine (unfallkausale) Arbeitsunfähigkeit im vorliegend zu beurtei-
lenden Zeitraum erstellt.

3.3.3 Die Kreisärztin Dr. med. D.________ ging in einer modellhaften, 
nicht einzelfallbezogenen Einschätzung von einer Arbeitsunfähigkeit von 
drei bis vier Monaten für mechanisch schwere und anspruchsvolle Arbeit 
aus (vgl. AB 31 S. 2), was insoweit im Widerspruch zur Annahme von 
Dr. med. C.________ steht. Sie stellte diesbezüglich aber explizit klar, dass 

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es sich hierbei um eine approximative und nicht auf den individuellen Fall 
übernehmbare Annahme handle (AB 31 S. 2). Demzufolge kann bereits 
aus diesem Grund und zudem mangels zeitnaher medizinischer Unterlagen 
auch darauf nicht abgestellt werden. 

3.3.4 Insgesamt liegen zum Umfang einer allfälligen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit zwischen dem 13. Mai und 6. Dezember 2017 sich wider-
sprechende Angaben und nicht beweistaugliche Unterlagen vor. Der Be-
stand respektive das Ausmass der im vorgenannten Zeitraum behaupteten 
Arbeitsunfähigkeit lässt sich demnach nicht mit dem erforderlichen Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.5 hiervor) erstellen. 
Weitere (medizinische) Abklärungen dürften, angesichts der vollständig 
fehlenden echtzeitlichen medizinischen Akten, keine besseren Erkenntnis-
se bringen, sodass in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. dazu BGE 136 I 
229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2) davon abzusehen ist. 

3.4 Soweit der Beschwerdeführer mit Replik vom 28. Mai 2019 weitere 
Beweismassnahmen, namentlich die Einvernahme von Zeugen, eine Par-
teibefragung sowie die Einholung von medizinischen Akten des praktischen 
Arztes B.________ beantragt, ist hievon abzusehen:

Die behandelnden Ärzte Dr. med. C.________ und der praktische Arzt 
B.________ haben den Stand ihrer Kenntnis respektive eine Beurteilung 
bereits in Form von ärztlichen Berichten schriftlich abgegeben, sodass auf 
das erneute Einholen von medizinischen Unterlagen verzichtet werden 
kann (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. August 2016, 
9C_317/2016, E. 5.1). Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern der 
Hausarzt B.________, nachdem er gemäss schriftlicher Anmerkung vom 
25. Dezember 2017 (AB 6) angab, vom Ereignis vom 13. Mai 2017 keine 
Kenntnis zu haben, beweisrechtlich relevante Informationen zu liefern ver-
möchte. Die von Dr. med. C.________ im Arztbericht vom 29. Mai 2018 
(AB 16 S. 1) gestellte Diagnose ist nach Lage der medizinischen Akten 
unbestritten (vgl. E. 3.2 hiervor); allein die retrospektiv attestierte Arbeitsun-
fähigkeit vermag nicht zu überzeugen (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Diesbezüglich 
ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Dr. med. C.________ – mittler-
weile rund zwei Jahre nach dem Ereignis vom 13. Mai 2017 – angesichts 

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nicht vorhandener echtzeitlicher medizinischer Unterlagen eine nunmehr 
beweiskräftige Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abzugeben vermag.

Ebenfalls nicht als zielführend erweist sich eine Zeugenbefragung des Be-
raters der Arbeitslosenversicherung, zumal es sich bei diesem um einen für 
die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht kompetenten medi-
zinischen Laien handelt (vgl. Entscheid des BGer vom 21. Juni 2016, 
9C_614/2015, E. 5.1 am Ende [im Zusammenhang mit der medizinischen 
Würdigung durch den Rechtsvertreter]). Zudem gab der Beschwerdeführer 
gegenüber der Arbeitslosenversicherung zwischen Mai und Dezember 
2017 im Rahmen der echtzeitlichen Unterlagen wiederholt und vorbehaltlos 
an, vollständig erwerbsfähig zu sein (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Es erscheint vor 
diesem Hintergrund geradezu ausgeschlossen, dass der Berater der Ar-
beitslosenversicherung zu einer davon abweichenden, beweistauglichen 
medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gelangen könnte.

Gleiches gilt für die Parteibefragung, welche einzig (nicht massgebende) 
subjektive Einschätzungen des Beschwerdeführers zum Gegenstand ha-
ben kann (vgl. Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 
9C_508/2016, E. 4.1.1). Dies insbesondere auch deshalb, weil eigene me-
dizinische Würdigungen des Beschwerdeführers unerheblich sind (Ent-
scheide des BGer vom 27. März 2018, 8C_794/2017, E. 4.2.2 und vom 
29. August 2017, 9C_283/2017, E. 4.1.2), zumal es primär ärztliche Aufga-
be ist, anhand der objektiven Befunderhebung die sich daraus ergebenden 
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu bestimmen (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195; vgl. auch Entscheid des BGer vom 23. Mai 2018, 
8C_874/2017, E. 5.2.2).

3.5 Nach dem Dargelegten ist hinsichtlich der geltend gemachten Ar-
beitsunfähigkeit zwischen dem Ereignis vom 13. Mai und dem 6. Dezember 
2017 Beweislosigkeit anzunehmen, welche sich bei unbewiesen gebliebe-
nen Tatsachen zulasten des leistungsansprechenden Beschwerdeführers 
auswirkt (vgl. E. 2.7 hiervor). Ein Taggeldanspruch wurde im angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 7. November 2018 (AB 32) folglich zu Recht 
verneint; die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2019, UV/18/924, Seite 13

4.

4.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG).

4.2 Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

4.3 Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich, es sei ihm die unent-
geltliche Rechtspflege zu gewähren und die Beiordnung eines Rechtsan-
waltes zu prüfen (Replik, S. 3). Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos 
(vgl. E. 4.1 hiervor), weshalb diesbezüglich nicht auf das Gesuch einzutre-
ten ist. Sodann ist der Beschwerdeführer nicht anwaltlich vertreten, wobei 
vom Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung (vgl. Art. 111 Abs. 2 
VRPG) lediglich die gewillkürte Vertretung erfasst wird (KIESER, a.a.O., 
Art. 61 N. 168). Eine infolge offensichtlichen Unvermögens erforderliche 
anwaltliche Vertretung (vgl. Art. 69 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]) besteht hier nicht. 
Ebenso erweist sich eine Verbeiständung im vorliegenden Beschwerdever-
fahren als nicht geboten, zumal sich weder in rechtlicher noch in tatsächli-
cher Hinsicht, namentlich aufgrund fehlender echtzeitlicher medizinischer 
Akten, schwierige Fragen stellen (BGE 128 I 225 E. 2.5.2 S. 232), sodass 
eine nicht bedürftige Partei unter sonst gleichen Verhältnissen vernünfti-
gerweise keine rechtskundige Person beiziehen würde, da das Interesse 
am Prozessausgang den Aufwand nicht zu rechtfertigen vermag (BGE 103 
V 46 E. 1b S. 47). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung ist da-
her abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2019, UV/18/924, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.