# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 363c8a29-40d2-5ce7-a8e0-310428fc7ef8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-05-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.05.2004 ZF 2004 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2004-7_2004-05-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 04. Mai 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 04 7

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und Sutter-Ambühl
Aktuarin ad hoc Honegger Droll

——————

In der zivilrechtlichen Berufung und Anschlussberufung

des A. X., Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten 
durch Helen Hueber, Amtsvormundschaft der Stadt Zürich, Bäckerstrasse 7, 8039 
Zürich,

und der Erben B. X., Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte, be-
stehend aus

C. X., 

D. X., 

H. X., 

I. X., 

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. et oec. Pius Fryberg, Postfach 731, Vaze-
rolgasse 2, 7002 Chur,

gegen

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das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 9. Oktober 2003, mitgeteilt am 11. De-
zember 2003, in Sachen der Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbe-
klagten gegen K. X., Beklagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Victor Benovici, Goldgasse 11, 7002 Chur,

betreffend Erbteilung, Ausgleichung, ev. Herabsetzung,

hat sich ergeben:

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A. Am 16. Mai 1983 verstarb M. X., geboren am 22. September 1910. Als 
gesetzliche Erben hinterliess sie ihre Kinder D. X., geboren am 7. Oktober 1930, K. 
X., geboren am 12. November 1934, und A. X., geboren am 26. Juni 1937. Am 27. 
März 1991 verstarb D. X.. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Ehefrau L. X., 
und seine vier Kinder C. X., geboren am 7. September 1954, D. X., geboren am 6. 
August 1956, H. X., geboren am 30. Juli 1958, und I. X., geboren am 25. Oktober 
1959. L. X. verstarb am 27. April 2002.

B. Der Nachlass der am 16. Mai 1983 verstorbenen M. X. wurde nicht 
geteilt. Zum Nachlass gehören verschiedene kleinere Grundstücke in der Gemeinde 
N., welche zu einem Wert von Fr. 6'850.-- geschätzt worden sind. Bei der O.-Bank 
besteht ein Depositenkonto, welches mit Valuta 13. August 2002 einen Saldo von 
Fr. 2'062.95 auswies. Ebenfalls im Nachlass befindet sich das am 4. September 
1958 von M. X. an ihren Sohn D. X. auf Rechnung künftiger Erbschaft abgetretene 
Grundstück "Garten im Alber", welches gemäss Abtretungsvertrag bei der Erbtei-
lung mit Fr. 1'000.-- anzurechnen ist.

C. Mit öffentlich beurkundetem Abtretungsvertrag vom 28. September 
1979 trat M. X. ihrer Tochter K. X. auf Rechnung künftiger Erbschaft die in ihrem 
Eigentum stehende Liegenschaft, Grundbuchblatt P., Parzelle P., Plan Q., des 
Grundbuches der Gemeinde N. ab. Als Übernahmepreis wurden Fr. 190'000.--, ent-
sprechend dem Verkehrswert gemäss der amtlichen Schatzung vom 22. November 
1978 festgelegt. Zu tilgen war er durch Übernahme der Schuld- und Zinspflicht für 
die bestehende Grundpfandverschreibung und durch Verrechnung mit dem künfti-
gen Erbanteil und im übrigen mit den Lidlohnansprüchen für Arbeitsleistungen und 
Pflege im elterlichen Haushalt. Im Weiteren wird ausgeführt, dass die Miterben Fritz 
und A. X. somit gegenüber K. X. keinerlei Ansprüche mehr zu stellen haben.

Zwischen den Parteien ist strittig, ob die von K. X. durch Erbvorbezug erhal-
tene Liegenschaft der Ausgleichungspflicht, eventuell der Herabsetzung unterliegt.

D. Am 23. Januar 2003 meldeten A. X. und die Erben des D. X. beim 
Vermittleramt des Kreises Trins eine Erbteilungsklage, eventualiter verbunden mit 
einer Herabsetzungsklage, gegen K. X. an. Die Sühneverhandlung vom 27. Februar 
2003 blieb erfolglos. So bezogen A. X. und die Erben des D. X. am 10. März 2003 
den Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 28. März 2003 unterbreiteten sie die Streit-
sache dem Bezirksgericht Imboden. Ihre Rechtsbegehren lauteten:

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"1. Es sei festzustellen, dass sämtliche Zuwendungen, welche die Beklagte 
von der Erblasserin erhalten hat, der Ausgleichung, eventuell der Her-
absetzung unterliegen, insbesondere

a) das ihr mit Abtretungsvertrag vom 28. September 1979 übertragene 
Grundstück P., Plan Q. (Wohnhaus, Zwischenbau und Stall mit Ga-
rage), Grundbuch der Gemeinde N.,

b) sämtliche weitere unentgeltlichen Zuwendungen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, die ihr von der Erblasserin am 28. Sep-
tember 1979 abgetretene Liegenschaft in N.

a) entweder in die Erbmasse einzuwerfen

b) oder sie mit ihrem heutigen Wert der zwischen den Parteien massge-
blichen Berechnungsmasse hinzuzuzählen und ihrem eigenen Erbteil 
anrechnen zu lassen.

3. Es sei der Nachlass der am 16. Mai 1983 verstorbenen M. X., geb. 22. 
September 1910, unter Hinzurechnung sämtlicher lebzeitiger Zuwen-
dungen an die Beklagte festzustellen.

4. Es sei festzustellen, dass der Kläger A. X. sowie die Erben des D. X. zu 
je 1/3 an diesem Nachlass berechtigt sind.

5. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern mit Rechtskraft des Urteils 
einen Geldbetrag im Umfange ihres Erbanspruches zuzüglich 5% seit 
22. Januar 2003 zu bezahlen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten."

E. Mit Prozessantwort vom 25. April 2003 liess K. X. was folgt beantra-
gen:

"1. Die Forderungen der Gegenparteien seien abzuweisen, mit folgenden 
Ausnahmen:

2. Die im Nachlass befindlichen Grundstücke und das Depositenkonto CD 
R. überlässt die Beklagte den Klägern.

3. Damit ist festzustellen, dass die Beklagte aus der Erbengemeinschaft 
M. X. ausgeschieden ist.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerschaft."

F. Mit Urteil vom 9. Oktober 2003, mitgeteilt am 11. Dezember 2003, er-
kannte das Bezirksgericht Imboden was folgt:

"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, den 
Klägern je Fr. 2'997.10 nebst 5% Zins seit 22. Januar 2003 zu bezahlen.

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass das auf E. Roth-Gebert lau-
tende Depositenkonto bei der O.-Bank (Konto-Nr. CD R.) über den Be-
trag von Fr. 2'062.95 (Valuta 13. August 2002) sowie die im Grundbuch 
der Gemeinde N. als Eigentum von M. X. sel.,, wohnhaft gewesen in N., 
eingetragenen Grundstücke im Gesamtwert von Fr. 6'850.-- A. X. und 

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den Erben des D. X., nämlich C. X., D. X., H. X. und I. X. je zur Hälfte 
zu Eigentum zustehen.

3. Die Kosten des Vermittleramtes des Kreises Trins in der Höhe von Fr. 
200.-- sowie diejenigen des Bezirksgerichts Imboden, bestehend aus 
einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'100.--, einer Schreibgebühr von Fr. 840.-
- und Barauslagen von Fr. 60.--, total somit Fr. 3'000.-- werden je zu ¼ 
A. X. und den Erben des D. X. (zu gleichen Teilen und unter solidari-
scher Haftung) und zur Hälfte der Beklagten auferlegt. Der auf A. X. 
anfallende Anteil wird dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt, 
unter Vorbehalt des Rückforderungsanspruchs des Gemeinwesens.

Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

Über die Höhe der Entschädigung des Rechtsvertreters von A. X. wird 
im Verfahren nach Art. 47 Abs. 4 ZPO entschieden. Letzterer wird auf-
gefordert, innert 20 Tagen seit Mitteilung dieses Urteils eine detaillierte 
und tarifgemässe Honorarnote für den auf A. X. anfallenden Aufwand 
einzureichen.

4. (Mitteilung)."

G. Gegen dieses Urteil liessen die Kläger am 8. Januar 2004 Berufung 
an das Kantonsgericht Graubünden erklären mit folgenden Anträgen:

"1. Ziff. 1 + 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die Zuwendungen, welche die Beklagte und 
Berufungsbeklagte von der Erblasserin mit Abtretungsvertrag vom 28. 
September 1979 erhalten hat (Grundstück P., Plan 7, Wohnhaus, Zwi-
schengebäude und Stall mit Garage, Grundbuch der Gemeinde N.) der 
Ausgleichung, eventuell der Herabsetzung unterliegen.

3. Es sei festzustellen, dass sich der Nachlass der am 16. Mai 1983 ver-
storbenen M. X., geb. 22. September 1910, wie folgt zusammensetzt:

Grundstücke Fr.    6'850.00

Depositenkonto Fr.    2'062.95

Von der Beklagten zur Ausgleichung zu bringen Fr. 642'394.00

Total somit Fr. 651'307.00

Es sei festzustellen, dass A. X., K. X. sowie die Erben des D. X. an 
diesem Nachlass zu je einem Drittel, somit zu je Fr. 217'102.-- beteiligt 
sind.

4. Die Beklagte und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Kläger A. 
X. Fr. 212'645.50 nebst 5% Zins seit 23. Januar 2003 und den Erben 
des D. X. Fr. 212'645.50 nebst 5% Zins seit 23. Januar 2003 zu bezah-
len.

5. Die Kosten des Bezirksgerichts Imboden seien der Beklagten aufzuer-
legen, welche zudem zu verpflichten sei, die Kläger für das erstinstanz-
liche Verfahren aussergerichtlich mit Fr. 15'000.--, allenfalls einem Be-
trag nach richterlichem Ermessen, zu entschädigen.

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6. Auf die von der Beklagten am 5. Januar 2004 gegen das Urteil des Be-
zirksgerichts Imboden eingereichte Beschwerde sei nicht einzutreten, 
eventualiter sei sie abzuweisen.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten für 
das Verfahren vor Kantonsgericht Graubünden."

H. K. X. erhob daraufhin am 2. Februar 2004 die Anschlussberufung mit 
folgendem Rechtsbegehren:

"1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei vollumfänglich aufzuheben und 
die Klage vollumfänglich abzuweisen.

3. Ziffer 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben. Die vorinstanzlichen 
Kosten seien vollumfänglich der Klägerschaft aufzubürden und sie sei 
zu verpflichten, der Beklagten ausseramtlich eine Entschädigung von 
CHF 17'645.35 zu bezahlen.

4. Das Beiurteil vom 2. Juni / 8. Juli 2003 sei aufzuheben. Jene Kosten 
seien der Gerichtskasse der Vorinstanz aufzuerlegen oder der Gegen-
partei und die Vorinstanz oder die Gegenpartei sei zu verpflichten, der 
Beschwerdeführerin für jenes Verfahren eine ausseramtliche Entschä-
digung von CHF 200.-- zu bezahlen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei."

I. Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 4. Mai 2004 waren 
die Rechtsvertreter der Parteien zugegen. Der Rechtsvertreter der Berufungskläger 
und Anschlussberufungsbeklagten bestätigte seine Berufungsanträge und begrün-
dete diese. Der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten und Anschlussberufungs-
klägerin hielt ebenfalls an seinen Anträgen vom 2. Februar 2004 fest. Beide Rechts-
vertreter gaben von ihren Vorträgen im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. b OG eine schrift-
liche Ausführung zu den Akten. Sie erhielten das Recht auf Replik und Duplik.

Mit Verfügung vom 4. Mai 2004 wurde die zivilrechtliche Beschwerde von K. 
X. gegen das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 9. Oktober 2003 als durch 
Rückzug erledigt am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Rechtsbegehren 
und die Erwägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, nachfolgend 
eingegangen.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Die Vorinstanz hat das der Berufungsbeklagten mit öffentlicher Ur-
kunde auf Rechnung künftiger Erbschaft abgetretene Grundstück im Betrage der 
unentgeltlich erfolgten Zuwendung von Fr. 181'310.85 als ausgleichungspflichtig er-
kannt und bei der Berechnung des Gesamtnachlasses berücksichtigt. In Beachtung 
von Art. 630 Abs. 1 ZGB hat sie in Anwendung des Landesindexes der Konsumen-
tenpreise für die ausgleichungspflichtige unentgeltliche Zuwendung zum Zeitpunkt 
des Erbganges einen Wert von Fr. 215'247.70 ermittelt. An Nachlassaktiven insge-
samt stellte sie Fr. 225'160.65 fest. Unbestritten ist zwischen den Parteien, dass 
zum Nachlass verschiedene kleinere Grundstücke in der Gemeinde N. zu einem 
Wert von Fr. 6'850.--, ein Depositenkonto mit einem Saldo von Fr. 2'062.95 (Valuta 
13. August 2002) und das dem Sohn D. X. auf Rechnung künftiger Erbschaft abge-
tretene Grundstück "Garten im Alber" zu einem Anrechnungswert von Fr. 1'000.-- 
gehören. An Erbschaftsschulden stellte die Vorinstanz den Lidlohnanspruch der Be-
rufungsbeklagten fest und bezifferte diesen mit Fr. 202'800.--. Der Nettonachlass-
wert von Fr. 22'360.65 wurde entsprechend der gesetzlichen Erbanordung zu je 
einem Drittel aufgeteilt. In Beachtung, dass die Berufungsbeklagte keinen Anspruch 
auf die neben ihrer Liegenschaft vorhandenen Nachlasswerte erhebt, ermittelte die 
Vorinstanz eine Ausgleichszahlung zu Lasten der Berufungsbeklagten von Fr. 
5'994.15, davon je Fr. 2'997.10 zu Gunsten der Berufungskläger.

Umstritten ist zwischen den Parteien, ob und zu welchem Wert das der Be-
rufungsbeklagten übertragene Grundstück der Ausgleichung unterliegt, die Höhe 
des Lidlohnanspruchs der Berufungsbeklagten, eventualiter ob die Zuwendung der 
Herabsetzung unterliegt und schliesslich der vorinstanzliche Kostenspruch.

2. Gemäss Art. 626 Abs. 1 ZGB sind die gesetzlichen Erben verpflichtet, 
im Rahmen der Teilung all das zur Ausgleichung zu bringen, was ihnen der Erblas-
ser bei Lebzeiten auf Anrechnung an ihren Erbteil (unentgeltlich) zugewendet hat. 
Was der Erblasser seinen Nachkommen als Heiratsgut, Ausstattung oder durch 
Vermögensabtretung, Schulderlass oder dergleichen zugewendet hat, steht, sofern 
der Erblasser nicht ausdrücklich das Gegenteil verfügt, unter der Ausgleichungs-
pflicht (Art. 626 Abs. 2 ZGB). Der Begriff der Vermögensabtretung umfasst auch 
einzelne bedeutende Vermögenswerte wie eine Liegenschaft. Der Ausgleichungs-
pflicht unterliegen nur unentgeltliche Zuwendungen, das heisst Vermögensver-
schiebungen vom künftigen Erblasser zum präsumtiven Erben, deren Gegenwert 
sich nicht im Nachlass befindet; gemischte Schenkungen somit für deren unentgelt-

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lichen Teil. Gesetzliche Erben sind zur Ausgleichung verpflichtet, das heisst, sie 
müssen das in den Nachlass real einwerfen oder sich an ihre Erbquote anrechnen 
lassen, was sie vom Erblasser vor dem Erbgang auf Anrechnung an ihren Erbteil 
erhalten haben. Bei den Nachkommen hat der Gesetzgeber die Ausgleichungs-
pflicht vorgeschrieben, dabei jedoch wiederum den Willen des Erblassers in den 
Vordergrund gerückt und ihm die Möglichkeit eröffnet, den Erlass der Ausglei-
chungspflicht, welcher aber ausdrücklich zu sein hat, zu verfügen (vgl. zum Ganzen: 
Berner Kommentar, Dr. Paul Eitel, Band III, Die Ausgleichung, Art. 626 ZGB, Basler 
Kommentar, Honsell/Vogt/Geiser, Zivilgesetzbuch II, 2. Auflage, Art. 626 ZGB).

Die Berufungsbeklagte beantragt die Befragung von S., welcher als Grund-
buchverwalter den öffentlich beurkundeten Abtretungsvertrag auf Rechnung künfti-
ger Erbschaft vom 28. September 1979 redigiert hat, als Zeugen zum inhaltlichen 
Willen der Erblasserin. Die Berufungsbeklagte beruft sich auf die im Erbteilungspro-
zess geltende Offizialmaxime, woraus sie einen absoluten Anspruch auf Beweisab-
nahme abzuleiten scheint. Zum ersten verkennt sie dabei, dass im Erbteilungspro-
zess lediglich eine gemässigte, das heisst beschränkte Offizialmaxime gilt (Art. 85 
EGzZGB). Zum zweiten setzt auch bei Geltung der beschränkten Offizialmaxime 
der Anspruch auf Beweisführung voraus, dass der beantragte Beweis für die Sach-
verhaltsabklärung und Beweiswürdigung erheblich ist. An der Voraussetzung der 
Erheblichkeit fehlt es vorliegend. Der urkundliche Wille der Erblasserin ergibt sich 
klar aus der Urkunde selbst, weshalb der prozessuale Antrag in antizipierter Be-
weiswürdigung abgelehnt wird. Die Ausgleichungspflicht wird bereits durch Be-
zeichnung der Zuwendung im Titel der Urkunde als "Abtretung auf Rechnung künf-
tiger Erbschaft", mit welcher Formulierung die Anrechnung an den Erbteil ausge-
drückt wird, statuiert. Im Weiteren ist zu lesen, dass die Berufungsbeklagte die Lie-
genschaft "als Erbvorempfang zu Eigentum" erhält. Mit dem Begriff Erbvorempfang 
wird ebenfalls die Anrechnungspflicht an die künftige Erbquote ausgedrückt. Die 
Ausgleichungspflicht für den unentgeltlich abgetretenen Teil der Liegenschaft ergibt 
sich aber auch unmittelbar aus dem Kontext der Urkunde. Der Übernahmepreis 
wurde entsprechend dem Verkehrswert der amtlichen Schatzung vom 22. Novem-
ber 1978 mit Fr. 190'000.-- festgelegt. Im Weiteren wird bestimmt, wie der Übernah-
mepreis zu bezahlen ist. Nach dem klaren Wortlaut der Urkunde ist der Übernah-
mepreis einerseits durch Übernahme der Schuld- und Zinspflicht für die bestehende 
Grundpfandverschreibung zu tilgen und andererseits durch Verrechnung mit dem 
künftigen Erbteil sowie den Lidlohnansprüchen für Arbeitsleistungen und Pflege im 
elterlichen Haushalt. Mit der Anordnung der Tilgungsweise des Übernahmepreises 
durch Verrechnung mit dem künftigen Erbanteil wird der klare Wille zum Ausdruck 

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gebracht, dass die Zuwendung, soweit sie unentgeltlich erfolgt, auszugleichen ist. 
Im Ergebnis liegt folglich - wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat - eine ausglei-
chungspflichtige Zuwendung im Umfange des Übernahmepreises von Fr. 190'000.-- 
abzüglich der Gegenleistung in Form der Übernahme der auf der Liegenschaft las-
tenden Grundpfandverschreibung von Fr. 8'689.15 vor. Aus dem Abtretungsvertrag 
auf Rechnung künftiger Erbschaft ergibt sich unmissverständlich, dass die Vermö-
gensabtretung für deren unentgeltlichen Teil an den Erbteil anzurechnen, das heisst 
auszugleichen ist; eine Entbindung von der Ausgleichungspflicht, die ausdrücklich 
erklärt werden müsste, ist damit nicht erfolgt. Im scheinbaren Widerspruch dazu 
steht der Zusatz im Abtretungsvertrag, wonach die Miterben Fritz und A. X. somit 
gegenüber K. X. keinerlei Ansprüche mehr zu stellen haben. Mit der Bedeutung 
dieser Anordnung hat sich die Vorinstanz nicht näher auseinandergesetzt. Sie ging 
- basierend auf dem Wortlaut des Vertrages - aber davon aus, dass die Erblasserin 
der Meinung gewesen sei, dass der Erbanspruch zusammen mit dem Lidlohnan-
spruch die unentgeltliche Zuwendung von Fr. 181'310.85 kompensiere, so dass der-
einst faktisch nichts mehr auszugleichen sei; nichtsdestotrotz unterliege die unent-
geltliche Zuwendung der Ausgleichungspflicht. Dementsprechend erkannte die Vor-
instanz auf einen ausgleichungspflichtigen Betrag von Fr. 181'310.85. Damit ist die 
Frage, was unter dem die Anordnungen der Erblasserin abschliessenden Satz, die 
Miterben Fritz und A. X. hätten somit gegenüber K. X. keinerlei Ansprüche mehr zu 
stellen, welchen die Berufungsbeklagte als Dispens von der Einwerfpflicht interpre-
tiert, zu verstehen ist, nicht beantwortet. Wie bereits ausgeführt, ist gemäss Urkunde 
die Abtretung für deren unentgeltlichen Teil mit dem künftigen Erbanteil zu verrech-
nen, womit die Ausgleichungspflicht erklärt worden ist. Der die Abtretung abschlies-
sende Satz kann mithin nicht als Dispens von der Ausgleichungspflicht verstanden 
werden. Die Verfügung wäre in sich widersprüchlich, wenn einerseits die Ausglei-
chungspflicht erklärt wird und andererseits davon befreit würde. Die Bestimmung, 
dass die erwähnten Erben gegenüber der Berufungsbeklagten somit keinerlei An-
sprüche mehr zu stellen haben, ist so zu verstehen, wie sie formuliert ist. Die Erb-
lasserin hat mit der bezifferten Festlegung des Übernahmepreises und dessen Til-
gungsweise durch Übernahme der Schuld- und Zinspflicht und für den unentgeltli-
chen Teil durch Anrechnung an den Erbteil bzw. durch Verrechnung mit den Lid-
lohnansprüchen den ausgleichungspflichtigen Betrag genau definiert. Weitere An-
sprüche haben die Miterben nicht. Das bedeutet, dass der Ausgleichung allein der 
Übernahmepreis abzüglich der geleisteten Zahlung durch Übernahme der Schuld- 
und Zinspflicht von Fr. 8'689.15 unterliegt. Ein allfälliger Mehrwert ist dahingegen 
nicht auszugleichen. Nach dem Willen der Erblasserin ist allein die unentgeltliche 
Zuwendung von Fr. 181'310.85 auszugleichen. 

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3. Davon ausgehend ergeben sich Nachlassaktiven von insgesamt Fr. 
191'223.80 (Fr. 181'310.85 + Fr. 6'850.-- + Fr. 2'062.95 + Fr. 1'000.--). Gemäss Art. 
603 Abs. 2 ZGB sind Lidlohnansprüche der Kinder des Erblassers zu den Erb-
schaftsschulden zu rechnen, soweit dadurch nicht eine Überschuldung der Erb-
schaft entsteht. Nach Art. 334 ZGB steht den mündigen Kindern eine angemessene 
Entschädigung (Lidlohn) zu, wenn sie den Eltern im gemeinsamen Haushalt ihre 
Arbeit oder Einkünfte zuwenden. Diese Entschädigung wird grundsätzlich mit dem 
Tod des Schuldners fällig. Die Berufungskläger anerkennen unter diesem Titel ei-
nen Lidlohnanspruch von Fr. 12'000.--; weitergehende Forderungen erachten sie 
als nicht substanziiert. In der Tat hat die Berufungsbeklagte an der Vermittlungsver-
handlung bezüglich des Lidlohnanspruchs kein eigenes Rechtsbegehren gestellt 
noch hat sie diesen in der Prozessantwort vom 25. April 2003 näher begründet, 
geschweige denn beziffert. Die Berufungsbeklagte begnügt sich damit, die Ausglei-
chungspflicht zu bestreiten ohne eventualiter den Lidlohnanspruch zu substanziie-
ren. Es wird lediglich erwähnt und unter Beweis gestellt, dass sie sich um die Erb-
lasserin gekümmert und diese gepflegt hatte. Weder hat sie behauptet noch bewie-
sen, dass die geleistete Arbeit umfangmässig den Wert der aus der Hausgemein-
schaft bezogenen Vorteile übertrifft, noch hat sie ihren Anspruch beziffert. Von der 
Regelung in Art. 85 EGzZGB bleibt nun unter anderem die Dispositionsmaxime 
nach Art. 119 ZPO unberührt, wonach die richterliche Entscheidung in jedem Fall 
den Rahmen der Parteianträge nicht überschreiten darf. Mangels prozessual gehö-
riger Behauptung des konkreten Lidlohnanspruchs durch die Berufungsbeklagte 
kann ihr nicht mehr zugesprochen werden als die Berufungskläger anerkennen. Der 
Gesamtnachlass beläuft sich damit auf Fr. 179'223.80 (Fr. 191'223.80 - Fr. 12'000.--
). Der gesetzliche Erbteil eines jeden Nachkommen beträgt 1/3, mithin Fr. 
59'741.25.

4. Der Herabsetzung unterliegen wie die Verfügungen von Todes wegen 
unter anderem die Zuwendungen auf Anrechnung an den Erbteil, als Heiratsgut, 
Ausstattung oder Vermögensabtretung, wenn sie nicht der Ausgleichung unterwor-
fen sind (Art. 527 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Eine lebzeitige Zuwendung des nachmaligen 
Erblassers unterliegt der Herabsetzung, wenn sie ganz oder teilweise unentgeltlich 
war. Das trifft zu, wenn keine oder eine Gegenleistung von erheblich geringerem 
Wert erbracht worden ist, das heisst, wenn der Leistung des Erblassers keine 
gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht, so dass ein Missverhältnis besteht 
(BGE 120 II 420 mit weiteren Hinweisen). Diese Zuwendungen können jedoch nur 
herabgesetzt werden, wenn sie der Ausgleichung entgehen. Das Bundesgericht 
lässt in konstanter Rechtsprechung unter Art. 527 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB alle diejenigen 

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Zuwendungen fallen, welche ihrer Natur nach - objektiv - der Ausgleichung unter-
ständen, ihr aber durch eine gegenteilige Verfügung des Erblassers - subjektiv - 
entzogen worden sind. In Frage kommen beispielsweise Zuwendungen des Erblas-
sers an Nachkommen im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB, die er von der Ausglei-
chungspflicht befreit hat. Gemäss Art. 533 Abs. 1 ZGB verjährt die Herabsetzungs-
klage mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von 
der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf 
von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkt der Eröff-
nung, bei den anderen Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet 
werden. Gemäss Art. 533 Abs. 3 ZGB kann der Herabsetzungsanspruch einrede-
weise jederzeit geltend gemacht werden.

Soweit die fragliche Liegenschaft der Berufungsbeklagten unentgeltlich über-
tragen worden ist, was für die auf den unentgeltlichen Teil der Zuwendung entfal-
lende Wertsteigerung zwischen dem Zeitpunkt der Abtretung und dem Tod der Erb-
lasserin der Fall ist, unterliegt diese Zuwendung also grundsätzlich der Herabset-
zung. Die Berufungsbeklagte wendet ein, dass die Herabsetzungsklage verwirkt ist. 
Dies ist grundsätzlich zutreffend; die Berufungskläger machen die Herabsetzung 
jedoch einredeweise geltend. Die Herabsetzungseinrede verwirkt nicht und kann 
von den Pflichtteilserben jederzeit geltend gemacht werden, so auch im Teilungs-
prozess und zwar unabhängig von der Verteilung der Parteirollen. Entscheidend ist 
das Vorhandensein von Mitbesitz am Nachlassvermögen. Entgegen der Auffassung 
der Berufungsbeklagten ist vorliegend Mitbesitz gegeben. Im Umfange des Pflicht-
teils sind die Berufungskläger sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht 
Gesamteigentümer und Mitbesitzer des Nachlasses der Erblasserin. Dass das Her-
absetzungsbegehren die lebzeitige Zuwendung einer Sache durch die Erblasserin 
betraf, ist ohne Belang (BGE 120 II 419 mit weiteren Hinweisen). Die Berufungsklä-
ger sind zur Erhebung der Herabsetzungseinrede berechtigt.

5. Zu prüfen bleibt, ob die Pflichtteilsansprüche der Berufungskläger ver-
letzt sind. Gemäss Art. 474 Abs. 1 ZGB berechnet sich der verfügbare Teil nach 
dem Stande des Vermögens zur Zeit des Todes des Erblassers. Hinzuzurechnen 
sind die herabsetzbaren Zuwendungen unter Lebenden (Art. 475 ZGB), die lebzei-
tigen Zuwendungen, welche der Ausgleichung unterliegen (Basler Kommentar, 
a.a.O., N. 4 zu Art. 475 ZGB, Jean Nicola Druey, Grundriss des Erbrechts, 5. Auf-
lage, § 6 N 78 und § 13 N 7) und der Rückkaufswert der vom Erblasser zu Gunsten 
Dritter begründeten Versicherungsansprüche (Art. 476 ZGB). Abzuziehen sind die 
Erbgangs- und Erbschaftsschulden (Art. 474 Abs. 2 ZGB). Die Pflichtteilsberech-

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nung erfolgt zum Wert am Todestag (Art. 474 ZGB) und nicht zum Wert zum Zeit-
punkt der Teilung des Nachlasses. Die Berufungskläger machen einen Verkehrs-
wert von Fr. 718'000.-- geltend. Dieser Wert ergibt sich aus einer amtlichen Schat-
zung aus dem Jahre 1991; massgebend ist vorliegend jedoch der 16. Mai 1983, an 
welchem Tag M. X. verstorben ist. Der Verkehrswert zum Zeitpunkt des Erbganges 
wurde von den Berufungsklägern weder behauptet noch unter Beweis gestellt. Es 
ist nun auch nicht im Lichte von Art. 85 EGzZGB Sache des Gerichtes, die fehlende 
Mitwirkung der Parteien zu ersetzen und den Verkehrswert der Liegenschaft zum 
Zeitpunkt des Erbganges von Amtes wegen zu ermitteln. Die in Art. 85 EGzZGB 
statuierte beschränkte Offizialmaxime steht nämlich unter dem allgemeinen zivilpro-
zessualen Vorbehalt, dass Darstellung und Nachweis des Prozessstoffes in erster 
Linie Sache der Parteien sind (PKG 1990 Nr. 2). Die Vorinstanz berechnete den 
Wert der Liegenschaft zum Zeitpunkt des Erbganges anhand des Landesindexes 
der Konsumentenpreise. Der Zivilkammer erscheint es als sachgerechter, den Wert 
anhand des von der Gebäudeversicherungsanstalt (GVA) und dem Amt für Schät-
zungswesen Graubünden verwendeten Indexes zu ermitteln. Die unentgeltliche Zu-
wendung betrug zum Zeitpunkt des Abschlusses des Abtretungsvertrages am 28. 
September 1979 Fr. 181'310.85. Der GVA-Index belief sich im Jahre 1979 auf 510 
und im Jahre 1983 auf 670 Punkte. Dies bedeutet zum Zeitpunkt des Todes der 
Erblasserin einen Wert von Fr. 238'192.70. Es bestanden damit Nachlassaktiven 
von insgesamt Fr. 236'105.65 (Fr. 238'192.70 + Fr. 6'850.-- + Fr. 2'062.95 + Fr. 
1'000.-- - Fr. 12'000.--). Der Pflichtteil beträgt ¾ des gesetzlichen Erbanspruchs (Art. 
471 ZGB in Verbindung mit Art. 457 Abs. 1 ZGB), mithin ¼ und somit Fr. 59'026.40. 
Bei einem gesetzlichen Erbanteil von Fr. 59'741.25 wird der Pflichtteil offensichtlich 
nicht verletzt. 

Der Anspruch der Berufungskläger beträgt je Fr. 59'741.25. Die Berufungs-
beklagte erhebt auf die sich im Nachlass befindlichen Aktiven im Wert von Fr. 
9'912.95 keinen Anspruch; die Berufungskläger haben darauf je zur Hälfte An-
spruch. Davon hat D. X. Fr. 1'000.-- vorbezogen, was bei der Aufteilung unter den 
Berufungsklägern derart zu berücksichtigen ist, dass die Erben B. X. lediglich noch 
Fr. 3'956.45 erhalten. Befinden sich im Nachlass Fr. 9'912.95 zur gleichmässigen 
Aufteilung unter den Berufungsklägern hat die Berufungsbeklagte ihnen noch eine 
Ausgleichszahlung von je Fr. 54'784.80 (Fr. 59'741.25 - Fr. 4'956.45) zu bezahlen. 
In diesem Umfange ist die Berufung gutzuheissen.

6. Mit zutreffender Begründung, auf die im Sinne von Art. 229 Abs. 3 ZPO 
verwiesen werden kann und welche auch nach der vorgenommenen Korrektur des 

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Ergebnisses keine Änderung erfährt, auferlegte das Bezirksgericht Imboden die 
Verfahrenskosten vor erster Instanz der Klägerschaft je zu einem Viertel und der 
Beklagten zur Hälfte, wobei es die ausseramtlichen Kosten wettschlug. Für das Be-
rufungsverfahren gelten die gleichen Grundsätze und Überlegungen. Im Erbtei-
lungsprozess kann nicht allein auf das Verhältnis des Obsiegens und Unterliegens 
abgestellt werden (vgl. PKG 1997 Nr. 14, S. 69f). Es rechtfertigt sich vorliegend 
auch im Berufungsverfahren, die Verfahrenskosten den Berufungsklägern je zu ei-
nem Viertel, zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit, und der Beru-
fungsbeklagten zur Hälfte aufzuerlegen. Der auf A. X. entfallende Anteil wird unter 
Vorbehalt des Rückforderungsanspruchs dem Kanton Graubünden in Rechnung 
gestellt. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Anschlussberufung wird 
abgewiesen.

2. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils wird aufgehoben und K. X. wird in teilwei-
ser Gutheissung der Klage verpflichtet, A. X. Fr. 54'784.80 und den Erben B. 
X. Fr. 54'784.80 , je zuzüglich Zins zu 5% seit 23. Januar 2003 zu bezahlen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.-- zuzüglich einer 
Schreibgebühr von Fr. 210.--, total Fr. 6'210.--, gehen je zu ¼ zu Lasten von 
A. X. und den Erben B. X., zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung, 
und zu ½ zu Lasten von K. X.. 

Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

4. a) Die A. X. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens und die 
in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten der Rechtsvertretung 
werden gestützt auf die mit Verfügung vom 26. Februar 2004 gewährte un-
entgeltliche Rechtspflege dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt.

b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den bleibt im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO vorbehalten.

c) Der Rechtsvertreter von A. X. wird aufgefordert, innert 10 Tagen seit Mit-
teilung dieses Entscheids eine detaillierte und tarifgemässe Honorarnote ein-
zureichen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist wird die Entschädigung des 
Rechtsvertreters nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt.

5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: