# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a21ac28-fe64-54f9-8921-4e92055dfdb2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 28.05.2019 608 2018 262
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2018-262_2019-05-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2018 262

Urteil vom 28. Mai 2019 

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener,

Anne-Sophie Peyraud 
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Patrik Gruber    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 19. Oktober 2018 gegen die Verfügung vom 18. Septem-
ber 2018

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1963, verheiratet, Vater von drei volljährigen Kindern, wohn-
haft in B.________, ist ausgebildeter Schreiner. Seit dem Jahr 1995 führt er einen eigenen Schrei-
nereibetrieb mit mittlerweile drei Angestellten.

Aufgrund von multiplen gesundheitlichen Beschwerden (Postdiscectomiesyndrom L4/5 und L5/S1, 
beginnende Coxarthrose links, Bursitis präpatellaris beidseits) sowie einer seit 22. Juli 2015 ohne 
wesentlichen Unterbruch andauernden Arbeitsunfähigkeit meldete sich A.________ am 28. Okto-
ber 2015 bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an. Diese klärte die medizinische und wirtschaftliche Situation des Versicherten ab 
und holte eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD) ein.

Mit Vorentscheid vom 14. November 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass ihm für 
den Zeitraum vom 1. Juli 2016 (Ablauf der einjährigen Wartefrist) bis 31. Oktober 2016 eine 
befristete halbe Rente zugesprochen werde. Es wurde erwogen, dass der Versicherte seine ange-
stammte Tätigkeit am 11. Juli 2016 zu 50 Prozent wieder aufgenommen habe, weshalb er bis zum 
31. Oktober 2016 Anspruch auf eine befristete halbe Rente habe. Da ihm ab dem 19. August 2016 
auch eine angepasste Verweistätigkeit (z.B. in der leichten industriellen Produktion) zu 100 
Prozent zumutbar gewesen wäre und er in dieser Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkom-
men hätte erzielen können, bestehe ab dem 1. November 2016 kein Rentenanspruch mehr (IV-
Grad: 20.46 Prozent).

Gegen diesen Vorentscheid erhob der Versicherte am 20. November 2017 mündliche Einwände. 
Am 6. Dezember 2017 und 15. Januar 2018 reichte er weitere Arztzeugnisse zu den Akten.

Am 26. Januar 2018 annullierte die IV-Stelle den angefochtenen Vorentscheid vom 14. November 
2017 und ersetzte ihn durch einen neuen Vorentscheid. Darin hielt sie sowohl an der befristeten 
Rentenzusprache (halbe Rente für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016) als auch 
an deren Begründung fest, anerkannte dem Versicherten indessen zusätzlich eine Leistungsmin-
derung von 20 Prozent, was einen IV-Grad von nunmehr 36.37 Prozent ergab.

Auch gegen diesen Vorentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. Februar 2018 
schriftlich Einsprache.

Mit Verfügung vom 21. August 2018 bestätigte die IV-Stelle den Vorentscheid vom 26. Januar 
2018 und sprach dem Versicherten eine vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 befristete halbe 
Invalidenrente zu. Da die Verfügung irrtümlicherweise direkt dem Versicherten (anstatt seinem 
Rechtsvertreter) zugestellt worden war, wurde sie in der Folge annulliert und durch eine neue 
Verfügung vom 18. September 2018 mit identischem Inhalt ersetzt.

B. Gegen die Verfügung vom 18. September 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Patrik Gruber, mit Eingabe vom 19. Oktober 2018 Beschwerde an das Kantonsge-
richt Freiburg. Er beantragt, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm ab 1. Mai 
2016 eine unbefristete Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei seine 
medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit durch ein pluridisziplinäres Gutachten festzulegen. Zur 
Begründung seiner Beschwerde bringt er im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe den Sachver-
halt nicht richtig erfasst resp. nicht richtig abgeklärt. Insbesondere sei die psychiatrische Kompo-
nente nicht geprüft worden.

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Der mit Verfügung vom 25. Oktober 2018 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
1. November 2018 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 18. Januar 2019 beantragt die Vorinstanz, es sei die Beschwerde inso-
fern teilweise gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer auch für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 
bis um 30. September 2018 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei. Soweit 
darüber hinausgehend sei die Beschwerde abzuweisen.

Am 14. März 2018 reichte der Beschwerdeführer Gegenbemerkungen ins Recht. Die Schlussbe-
merkungen der Vorinstanz datieren vom 29. März 2019. Beide Parteien hielten an ihren letzten 
Standpunkten fest.

C. Auf die einzelnen Parteivorbringen wird, soweit für die Beurteilung der Beschwerde massge-
bend, in den folgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Die Beschwerde vom 19. Oktober 2018 gegen die Verfügung vom 18. September 2018 ist 
durch den rechtsgültig vertretenen Beschwerdeführer frist- und formgerecht bei der sachlich und 
örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutz-
würdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob ihm die 
Vorinstanz zu Recht nur eine befristete Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2. Die Vorinstanz beantragt in ihren Bemerkungen vom 18. Januar 2019 lite pendente, es sei 
die Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer auch für den Zeitraum 
vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzu-
sprechen ist. Dabei handelt es sich nicht um eine neue Verfügung, sondern um einen Antrag im 
laufenden Beschwerdeverfahren, der nicht die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens 
zur Folge hat. Da das Kantonsgericht an die Rechtsbegehren der Parteien nicht gebunden ist, ist 
auch über diesen (nicht mehr streitigen) Zeitraum zu befinden.

2.

2.1. Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwen-
dung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

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Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40 Prozent invalid sind.

2.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 
ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch 
zu beeinflussen. Der zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 
bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweis-
würdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die 
Rechtsprechung zur Wiedererwägung (BGE 133 V 108; 130 V 71 E. 3.2.3).

Wird in einer Verfügung dem Versicherten gleichzeitig eine Rente mit rückwirkender Wirkung zuge-
sprochen und diese in der Folge erhöht, gekürzt oder aufgehoben, so entspricht dies einer 
Revisionsverfügung. Dabei ist es irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften 
und/oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums 
eröffnet wird. In einem solchen Fall muss der Sachverhalt im Moment der Zusprechung der Rente 
mit dem verglichen werden, bei welchem die Rente erhöht, gekürzt oder aufgehoben wird (BGE 
131 V 164 E. 2; 125 V 413 E. 2d). Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen 
angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, 
dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 
V 417 E. 2d mit Hinweisen).

Der Zeitpunkt der Rentenanpassung bzw. Rentenaufhebung muss entsprechend Art. 88a der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vorgenom-
men werden (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil EVG I 21/05 vom 12. Oktober 2005 E. 3.3). Gemäss 
dieser Bestimmung ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhe-
bung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, 
dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nach-
dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin 
andauern wird. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.

2.3. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d.h. arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 130 V 97 E. 3.3.2). Der Grad der 
Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem der Versicherte aus gesundheitlichen 
Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig 
sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der 
Arbeitsunfähigkeit (Urteil BGer 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.3.3). Bei langdauernder Arbeits-

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unfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere ihm offen stehende Erwerbsmög-
lichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer 
Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt 
aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 20 E. 2b; OMLIN, Die 
Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf 
das subjektive Empfinden der versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in 
der Hand, ihren Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der Schadenminderungspflicht 
alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein 
Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn der Versicherte selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, 
nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessen-
des Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der 
zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im 
Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu 
berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene 
Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse (wie Alter, berufliche Stellung, 
Verwurzelung am Wohnort etc.). Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli-
chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Betriebsaufga-
be ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar. Sofern dem Versicherten im Lichte der 
gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Falles ein Berufswechsel zumutbar ist 
und er damit ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen kann, kann er somit nicht 
verlangen, auf Kosten der Invalidenversicherung einen Betrieb aufrecht zu erhalten, auch wenn er 
darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteile BGer 8C_460/2011 vom 
22. September 2011 E. 4.4; 9C_624/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 3.1.1; 9C_644/2015 vom 
3. Mai 2016 E. 4.3.1). Eine versicherte Person ist daher unter Umständen invalidenversicherungs-
rechtlich so zu behandeln, wie wenn sie ihre Tätigkeit als Selbständigerwerbende aufgibt, d.h. sie 
muss sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen lassen, welche sie bei 
Aufnahme einer leidensangepassten unselbständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen 
könnte (Urteil BGer 8C_654/2012 vom 21. Februar 2013 E. 5.1 mit Hinweisen).

2.4. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma-
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen).

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3. Vorliegend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht nur eine vom 
1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 befristete Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat. 

Um diese Frage beantworten zu können, ist zunächst auf die massgebenden medizinischen Unter-
lagen näher einzugehen.

3.1. Der Beschwerdeführer leidet seit dem Jahr 1997 unter rezidivierenden Schmerzen im 
lumbalen Bereich und musste bereits mehrmals operiert werden. So wurde in den Jahren 1999 
und 2000 eine zweimalige Discectomie L5/S1 durchgeführt (Orthopädie C.________, Bericht vom 
22. Dezember 2015, Vorakten S. 75). 

Bei zunehmenden lumbalen Schmerzen unterzog sich der Beschwerdeführer am 17. Juli 2014 
einer Infiltration (D.________ Spital, Austrittsbericht vom 21. Juli 2014, Vorakten S. 91) und am 
22. Juli 2014 einer Sequesterectomie L4/5 links. In diesem Zusammenhang wurde ihm bis 
15. September 2014 eine volle und danach für weitere vier Wochen eine 50-prozentige Arbeitsun-
fähigkeit attestiert (Orthopädie C.________, Berichte vom 23. und 24. Juli 2014 sowie vom 
15. September 2014, Vorakten S. 84, 85, 88). 

Seit dem Jahr 2014 leidet der Beschwerdeführer ausserdem unter einer chronischen Bursitis 
präpatellaris beidseits sowie unter einer beginnenden Omarthrose (Dr. med. E.________, Bericht 
vom 14. Februar 2016, Vorakten S. 71; Orthopädie C.________, Berichte vom 8. Oktober 2015 
und 19. August 2016, Vorakten S. 106, 125).

Am 13. Januar 2015 erlitt der Beschwerdeführer einen Arbeitsunfall (Eisenstangenschlag), bei dem 
er sich eine Rissquetschwunde an der Wange und eine Schulterkontusion links zuzog. Bei anhal-
tenden Beschwerden wurde der Beschwerdeführer konservativ (Physiotherapie) behandelt, wobei 
vorübergehend auch eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit bestand (D.________ Spital, Orthopä-
dische Klinik, diverse Berichte, Vorakten S. 93-96). 

3.2. Aufgrund einer Exazerbation der Schmerzen im lumbalen Bereich wurde – nach einer 
weiteren Infiltration vom 20. August 2015 – am 6. Oktober 2015 eine ALIF (anterior lumbar 
interbody fusion) L4/5 und L5/S1 durchgeführt (Orthopädie C.________, Berichte vom 6. und 
8. Oktober 2015 sowie vom 10. September 2015, Vorakten S. 79, 81, 106). Dem Beschwerdefüh-
rer wurde vom 5. Oktober 2015 bis 1. Februar 2016 eine 100-prozentige und ab dem 2. Februar 
2016 eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Orthopädie C.________, Bericht vom 
1. Februar 2016, Vorakten S. 32-34). Bereits seit dem 22. Juli 2015 bezog der Beschwerdeführer 
Krankentaggeldleistungen für eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit (vgl. die Zusammenstellung 
des Krankentaggeldversicherers, Vorakten S. 5).

Am 23. März 2016 wurde ein MRI des Schultergelenks durchgeführt und eine subtotale Ruptur der 
Subscapularissehne am Ansatz mit Retraktion des Sehnenstupfes und ein Abriss der langen 
Bizepssehne vom Bizepsanker mit einer markanten Retraktion festgestellt (Radiologie & Nuklear-
medizin F.________, Bericht vom 23. März 2016, Vorakten S. 150). 

Bei einer fortschreitenden Impingement-Coxarthrose links mit belastungs- und bewegungsabhängi-
gen Schmerzen erfolgte am 18. April 2016 eine Operation mit Einsetzen einer Hüft-Totalprothese 
links (Orthopädie C.________, Bericht vom 18. April 2016, Vorakten S. 127). Bei einem sehr 
erfreulichen postoperativen Verlauf war der Beschwerdeführer bis zum 5. Juni 2016 zu 
100 Prozent und vom 6. Juni 2016 bis 10. Juli 2016 zu 75 Prozent arbeitsunfähig. Danach bestand 
von Seiten der Hüftchirurgie wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Orthopädie C.________, Berichte 
vom 7. Juni 2016, 19. August 2016 und 21. März 2017, Vorakten S. 125, 126, 220). 

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Am 9. Mai 2016 berichteten die Orthopäden der Klinik C.________ über einen zufriedenstellenden 
Verlauf sechs Monate nach ALIF. Sowohl klinisch als auch radiologisch würden stabile Verhält-
nisse vorliegen. Von wirbelsäulen-chirurgischer Seite würde ein Zustand bestehen, der eine Teil-
belastung des Rückens zulasse; sicherlich reduziert werden sollten aber körperlich belastende 
Tätigkeiten. Da aktuell von Seiten der Hüftchirurgie noch eine Restrekonvaleszenz bestehe, bleibe 
abzuwarten, inwieweit die bisherige Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen werden könne. Sofern 
die körperlichen Tätigkeiten reduziert oder delegiert und administrative Arbeiten in den Vorder-
grund gestellt werden könnten, könne die angestammte Tätigkeit weiterhin ausgeübt werden 
(Vorakten S. 99 f.). Am 19. August 2016 äusserten sich die Orthopäden der Klinik C.________ 
dahingehend, dass von Seiten der Hüftchirurgie wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Aller-
dings sei die Arbeitsfähigkeit aufgrund der Wirbelsäulenbeschwerden nach wie vor eingeschränkt. 
Der Beschwerdeführer arbeite aktuell 50 Prozent (Vorakten S. 125).

Der Hausarzt, Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, attestierte dem 
Beschwerdeführer seinerseits von August 2015 bis 28. Februar 2016 eine 100-prozentige, vom 
29. Februar 2016 bis 21. März 2016 eine 50-prozentige, vom 22. März 2016 bis 9. Juli 2016 eine 
100-prozentige und vom 10. Juli 2016 bis 30. Oktober 2016 eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit. 
Ab dem 31. Oktober 2016 könne mit der Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit zu 100 Prozent 
gerechnet werden (Bericht vom 23. Oktober 2016, Vorakten S. 124).

3.3. Im Frühjahr 2017 kam es erneut zu einer Verschlechterung der Rückenproblematik. Ein im 
Mai 2017 durchgeführtes MRI zeigte eine erosive aktivierte Osteochondrose L3/4 mit zusätzlicher 
dorsaler Discushernie und entsprechender Spinalkanalstenosierung. L2/3 wiesen ebenfalls eine 
Discopathie auf mit flüssigkeitsvermindertem Bandscheibensignal (Orthopädie C.________, 
Bericht vom 22. Mai 2017, Vorakten S. 234). Deshalb wurde dem Beschwerdeführer seit Anfang 
April 2017 wieder eine (teilweise) Arbeitsunfähigkeit attestiert (Berichte vom 6. Juni 2017, Vorakten 
S. 231 [die bisherige Tätigkeit kann schmerzbedingt nicht ausgeübt werden] und vom 4. August 
2017, Vorakten S. 273 [die bisherige Tätigkeit kann täglich zu 4 Stunden ausgeübt werden, wobei 
eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50-100 Prozent besteht]). Die Orthopäden der Klinik 
C.________ berichteten zudem, es sei insgesamt fraglich, ob der Beschwerdeführer seine 
angestammte Tätigkeit je wieder vollzeitig werde ausüben können. Derzeit seien sowohl das 
zeitliche Ausmass wie auch die Belastbarkeit in dieser Tätigkeit schwer abschätzbar (Bericht vom 
6. Juni 2017, Vorakten S. 231 ff.). 

Auch Dr. med. E.________ ging in seinem Bericht vom 4. August 2017 davon aus, dass dem 
Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit nur noch zu 50 Prozent zumutbar sei. Eine angepasste 
Tätigkeit (keine schwere Arbeit) sei dem Beschwerdeführer aber zu 6 bis 8 Stunden täglich 
zumutbar, wobei für langes Sitzen und Stehen eine 50-prozentige Leistungsminderung bestehe 
(Vorakten S. 273). Am 24. November 2017 und 5. Dezember 2017 bestätigte er, dass der 
Beschwerdeführer aktuell und bis auf weiteres zu 50 Prozent arbeitsunfähig sei (Vorakten S. 298, 
299). 

Schliesslich ging auch der RAD-Arzt G.________, Facharzt für Chirurgie, in seinem Bericht vom 
29. September 2017 davon aus, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit nicht mehr 
zugemutet werden könne. Allerdings bestehe seit dem 19. August 2016 in einer angepassten 
Tätigkeit (kein Heben von Lasten von mehr als 20kg, wechselpositionierende Tätigkeit, keine 
Arbeit in kniender Stellung, keine Arbeit auf Leitern, rückenschonende und vor allem sitzende 
Tätigkeit) eine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 20 Prozent. Nach 

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der anstehenden Operation lasse sich aber keine Leistungsminderung mehr begründen (Vorakten 
S. 282 f.).

3.4. Bei zunehmenden Beschwerden wurde der Beschwerdeführer am 18. Januar 2018 erneut 
am Rücken operiert (X-LIF und Implantation eines Cage L3/4). Die Ärzte stellten in Aussicht, dass 
nach einer Rekonvaleszenz von 3 Monaten die aktuelle Situation deutlich verbessert sein werde 
(Orthopädie C.________, Bericht vom 10. Januar 2018, Vorakten S. 303 f.). Am 7. August 2018 
berichteten die Orthopäden der Klinik C.________ indessen, dass nach wie vor eine 100-prozenti-
ge Arbeitsunfähigkeit bestehe, was nicht ungewöhnlich sei. Da es sicher noch 2-3 Monate gehen 
werde, bis man die ersten Konsolidationsanzeichen sehe, mit denen häufig auch eine deutliche 
Beschwerdereduktion im Verlauf nochmals einhergehe, sei die 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit 
verlängert worden. Eine Rückkehr in den angestammten Beruf mache bei der bestehenden Wirbel-
säulensituation wohl keinen Sinn mehr. Hingegen sei zu erwarten, dass nach Abschluss der 
Behandlung wechselnd sitzende, stehende und auch gehende Tätigkeiten in einem gewissen 
Umfang noch möglich sein sollten (Vorakten S. 320; vgl. hierzu auch das Zeugnis vom 12. Juni 
2018, mit welchem dem Beschwerdeführer noch eine Arbeitsunfähigkeit von 80 Prozent vom 
7. März 2018 bis 30. Juni 2018 und eine solche von 50 Prozent vom 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 
2018 attestiert wurde, Vorakten S. 335).

In einem weiteren Arztbericht vom 9. Oktober 2018 äusserten sich die Orthopäden der Klinik 
C.________ wie folgt: Gesamthaft sei hier ein über 3 Segmente operierter und stabilisierter, 
fusionierter Rücken gegeben. Eine schwere körperliche Tätigkeit sei definitiv nicht mehr zumutbar. 
Leichtere Tätigkeiten, zum Beispiel Büroarbeiten, in einem Pensum von 30 – 40 Prozent sowie 
leicht- bis mittelschwere Schreinereiarbeiten in einem Pensum von 10 – 20 Prozent dürften jedoch 
gut möglich sein. Dem Patienten werde eine Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent attestiert; mit dieser 
Lösung könne das Schreinergeschäft weiter bestehen. Es gelte auch zu bedenken, dass, wenn 
man den Patienten jetzt aus seinem Betrieb nehme und ihn eine leichte Bürotätigkeit ausführen 
lasse, dies aufgrund der relevanten Restbeschwerden wahrscheinlich nicht in einem vollen 
Pensum möglich sei (Vorakten S. 380).

3.5. Am 21. Dezember 2018 stellte der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Nuklear-
medizin, folgende Diagnosen:

1. Lumbalgien (ICD-10: M42.9)
bei St.n. Diskushernien Operationen 1999 und 2000, St.n. Sequesterektomie L4/L5 vom 22. Juli 2014, St.n. 
ALIF L4/5 und L5/S1 am 6. Oktober 2015, Abschlusssegmentdekompensation L3/4, St.n. X-LIF und 
Implantation eines Cage L3/4 am 18. Januar 2018

2. Coxarthrose links (ICD-10: M16)
bei St.n. Hüft TP am 18. April 2016

3. Chronische Bursitis präpatellaris beidseits links > rechts

4. St.n. zweimaliger Schulterluxation links 2001
Anamnestisch Status nach Refixation der linken Supraspinatussehne 1997

Bei deutlich reduzierter Bewegungsfähigkeit der LWS nach Operationen und reduzierter Beweg-
lichkeit der unteren Extremität ebenfalls nach Operation sei dem Beschwerdeführer die angestam-
mte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Indessen könne ihm bis Januar 2018 und ab Juli 2018 eine 
angepasste Tätigkeit gemäss Zumutbarkeitsprofil zugemutet werden. Da in den vorliegenden 
Berichten keine psychischen Pathologien erwähnt seien, werde das Ausmass eines allfälligen 

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psychischen Leidensdruckes als gering beurteilt. Eine pluridisziplinäre Begutachtung sei nicht 
angezeigt (Beilage zu den Bemerkungen).

3.6. Ein am 28. Januar 2019 durchgeführtes Arthro-MRT des Schultergelenks links zeigte eine 
chronische Re-Ruptur der Supraspinatussehne links, eine Subscapularissehnenläsion und eine 
rupturierte lange Bizepssehne. Als Therapieoptionen wurden ein Revisionseingriff mit Rekonstruk-
tion der Rotatorenmanschette und Patch-Augmentation bei einer über mindestens vier Monaten 
bestehenden Rehabilitation (mit entsprechendem Arbeitsausfall) diskutiert (F.________ Spital, 
Berichte vom 22., 29. und 30. Januar 2019, Beilagen 1-3 zu den Gegenbemerkungen).

4.

4.1. Vorliegend ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer am 28. Oktober 2015 bei der 
Vorinstanz zum Leistungsbezug angemeldet hat; dies nachdem eine seit Juli 2015 andauernde 
(teilweise) Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Zuvor war der Beschwerdeführer aufgrund der 
bestehenden Rückenproblematik seit Mitte Oktober 2014 wieder voll arbeitsfähig. Die ihm in 
Zusammenhang mit den Schulterproblemen attestierte 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit war bloss 
vorübergehender Natur. Ein allfälliger Rentenanspruch kann somit frühestens am 1. Juli 2016 (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 IVG) entstehen.

Aus den bei den Akten liegenden Arztzeugnissen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer am 
1. Juli 2016 wegen der am 18. April 2016 eingesetzten Hüft-Totalprothese links zu 75 Prozent 
arbeitsunfähig war; dies noch bis zum 10. Juli 2016 (Vorakten S. 220). Danach bestand von Seiten 
der Hüftchirurgie zwar wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Allerdings dauerte die dem Beschwerde-
führer aufgrund der Rückenbeschwerden seit 2. Februar 2016 attestierte 50-prozentige Arbeits-
fähigkeit weiterhin an (Vorakten S. 32, 99, 124, 125).

Ob es zwischenzeitlich zu einer vorübergehenden 100-prozentigen Arbeitsfähigkeit gekommen 
war, lässt sich den medizinischen Akten nicht eindeutig entnehmen. Fest steht jedoch, dass der 
Beschwerdeführer wegen der Wirbelsäulenproblematik seit Anfang April 2017 wieder (teilweise) 
arbeitsunfähig war, wobei sich weder die Dauer noch das Ausmass dieser Arbeitsunfähigkeit 
eindeutig eruieren lassen (Vorakten S. 231, 273, 298, 299). Bei zunehmenden Beschwerden 
wurde er am 18. Januar 2018 am Rücken operiert. Die Operation zog eine 100-prozentige Arbeits-
unfähigkeit bis zum 9. Oktober 2018 nach sich. Seither ist der Beschwerdeführer wieder zu 
50 Prozent arbeitsfähig (Vorakten S. 320, 380).

Diese Arbeitsunfähigkeiten beziehen sich allesamt auf die bisherige Tätigkeit als selbständig 
erwerbstätiger Schreiner.

4.2. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mit der hier angefochtenen Verfügung eine vom 
1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 befristete halbe Rente der Invalidenversicherung zugesprochen. 
Sodann beantragt sie im Beschwerdeverfahren, es sei dem Beschwerdeführer auch für den Zeit-
raum vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 eine befristete ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen. Den befristeten Rentenanspruch begründet sie damit, dass der Beschwerdeführer ab dem 
19. August 2016 in einer angepassten Tätigkeit, wie zum Beispiel als Mitarbeiter in der leichten 
industriellen Produktion (kein Heben von Lasten von mehr als 20 kg, wechselpositionierende 
Tätigkeit, keine Arbeit in kniender Stellung, keine Arbeit auf Leitern, rückenschonende Tätigkeit, 
vor allem sitzend), zu 100 Prozent arbeitsfähig (gewesen) sei, wobei eine Leistungsminderung von 
20 Prozent bestehe.

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4.3. Vorab ist festzustellen, dass die Orthopäden der Klinik C.________ in ihrem Bericht vom 
9. Oktober 2018 ausführen, dass der Beschwerdeführer wegen der relevanten Restbeschwerden 
selbst leichte Büroarbeiten wahrscheinlich nicht in einem vollen Pensum werde ausüben können. 
Eine leichtere Tätigkeit, zum Beispiel Büroarbeiten in einem Pensum von 30 – 40 Prozent sowie 
leicht- bis mittelschwere Schreinerarbeiten in einem Pensum von 10 – 20 Prozent, dürfte jedoch 
gut möglich sein (Vorakten S. 380). Dem RAD kann somit nicht gefolgt werden, wenn er, ohne den 
Beschwerdeführer zu untersuchen, in seinen Berichten vom 29. September 2017 und 
21. Dezember 2018 zum Schluss kommt, dieser sei in einer angepassten Verweistätigkeit zu 
100 Prozent arbeitsfähig mit einer Leistungsminderung von 20 Prozent, zumal er mit dieser 
Meinung den behandelnden Fachärztin widerspricht und seine abweichende Meinung auch nicht 
weiter begründet. In keiner Art nachvollziehbar ist schliesslich auch die Aussage der Vorinstanz, 
nach der Operation vom 18. Januar 2018 könne mit einer nochmaligen Verbesserung der aktuel-
len Situation gerechnet werden.

Da divergierende Meinungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bestehen 
und diese – wie bereits aufgezeigt wurde (vgl. zuvor E. 4.1) – auch für die Vergangenheit nicht 
eindeutig und lückenlos festgestellt werden kann, muss die medizinische Situation weiter abgeklärt 
werden. Namentlich ist abzuklären, welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer in welchem Umfang 
noch zugemutet werden können. Da seit Jahren multiple Beschwerden bestehen, welche den 
Rücken, die Hüften, die linke Schulter und beide Knie betreffen und immer wieder länger andau-
ernde Arbeitsunfähigkeiten zur Folge hatten, drängt sich eine Begutachtung des Beschwerdefüh-
rers nahezu auf.

4.4. Sodann fällt auf, dass bislang nicht abgeklärt wurde, ob dem Beschwerdeführer die 
Aufgabe seiner selbständigen Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann. Zwar hat die Vorinstanz in 
der angefochtenen Verfügung die diesbezügliche Rechtsprechung zitiert, sie hat es aber unterlas-
sen, den konkreten Fall darunter zu subsumieren (subjektive und objektive Zumutbarkeit). Dies 
obschon der Beschwerdeführer wiederholt vorbrachte, die Aufgabe seiner selbständigen Erwerbs-
tätigkeit sei ihm nicht zumutbar, er wolle diese weiterführen (vgl. Vorakten S. 296, 317). 

Weiter fällt auf, dass die behandelnden Ärzte, obwohl sie seit Juli 2014 immer wieder längerdau-
ernde Arbeitsunfähigkeiten attestierten, lange Zeit davon ausgingen, dass der Beschwerdeführer 
wieder vollzeitig in seinen angestammten Beruf zurückkehren kann. Dies wurde erstmals im Juni 
2017 in Frage gestellt (vgl. Klinik C.________, Bericht vom 6. Juni 2017, Vorakten S. 231 ff.). Es 
kann somit keine Rede davon sein, der Beschwerdeführer habe seine Schadensminderungspflicht 
verletzt, indem er nicht bereits im August 2016 – zu einem Zeitpunkt also, als sich die Frage nach 
einer gesundheitsbedingten beruflichen Neuorientierung noch gar nicht stellte – seinen Betrieb 
aufgegeben und eine angepasste Verweistätigkeit angenommen hat. Dies nicht zuletzt auch 
deshalb, weil der Beschwerdeführer von der Vorinstanz nachweislich nie dazu aufgefordert worden 
ist, seine selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben und sich beruflich neu zu orientieren. So hat er 
frühestens mit Vorentscheid vom 14. November 2017, annulliert und ersetzt durch den Vorent-
scheid vom 26. Januar 2018, Kenntnis darüber erlangt, was die Vorinstanz von ihm verlangt, 
namentlich dass er seine selbständige Tätigkeit aufgibt und eine angepasste Tätigkeit aufnimmt. 
Vor diesem Zeitpunkt kann ihm eine Verletzung der Schadensminderungspflicht auf jeden Fall 
nicht entgegengehalten werden. Da sich die Aufgabe eines Schreinereibetriebs mit insgesamt drei 
Angestellten und laufenden Verträgen auch nicht von einem Tag auf den anderen bewerkstelligen 
lässt, wäre dem Beschwerdeführer zudem eine angemessene Übergangs- resp. Anpassungszeit 
einzuräumen gewesen, um den Berufswechsel zu vollziehen. Zudem wäre zu prüfen gewesen, ob 
dem Beschwerdeführer die Verwertung seines Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchführung 

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befähigender Massnahmen allein mittels Eigenanstrengung überhaupt möglich ist (Selbsteingliede-
rung) oder ob allfällige Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (selbständige Erwerbstä-
tigkeit seit 25 Jahren; keine Aus- oder Weiterbildungen seit etwa 35 Jahren; zum Zeitpunkt der 
verlangten Umschulung bereits über 55-jährig; vgl. hierzu BGE 141 V 5 E. 4.2.2 mit weiteren 
Hinweisen).

4.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Unrecht ab dem 1. November 
2016 auf das in einer angepassten Verweistätigkeit erzielbare Invalideneinkommen abgestellt hat.

Die angefochtene Verfügung ist folglich aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, damit sie ein Gutachten in Auftrag gibt, das Aufschluss darüber gibt, in welchem 
Umfang der Beschwerdeführer sowohl in seiner bisherigen Tätigkeit als selbständiger Schreiner 
als auch in einer angepassten Verweistätigkeit arbeitsfähig ist.

Gestützt auf dieses Gutachten wird die Vorinstanz zu prüfen haben, ob dem Beschwerdeführer die 
Aufgabe seiner selbständigen Erwerbstätigkeit zumutbar ist und ob allenfalls berufliche Massnah-
men durchzuführen sind.

5.

5.1. Die Gerichtskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen und der unterliegenden Vorinstanz 
aufzuerlegen.

Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von CHF 800.- zurückzuerstatten.

5.2. Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Entschädigung seiner Parteikos-
ten. Diese ist angesichts des getätigten Aufwandes (zweifacher Schriftenwechsel) sowie der 
Komplexität der Angelegenheit gestützt auf die Honorarnote vom 15. Mai 2019 auf CHF 2‘975.20 
festzusetzen, wobei dieser Betrag Honorar (11 Stunden 20 Minuten à CHF 250.-, ausmachend 
CHF 2‘833.50) und Auslagen (CHF 141.70) des Rechtsvertreters umfasst, zuzüglich der Mehrwert-
steuer von CHF 229.10 (7,7 Prozent von CHF 2‘975.20). Der Totalbetrag von CHF 3‘204.30 geht 
zu Lasten der Vorinstanz.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg vom 18. September 2018 aufgehoben.

Die Angelegenheit wird zu weiteren Instruktionsmassnahmen und neuer Verfügung im Sinne 
der Erwägungen an die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg zurückgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- zulasten der Invalidenversicherungs-
stelle des Kantons Freiburg erhoben. 

III. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 800.- zurückerstattet.

IV. A.________ wird zulasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von CHF 2‘975.20, 
zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 229.10 (7,7 Prozent von CHF 2‘975.20), ausma-
chend total CHF 3‘204.30, zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 28. Mai 2019/dki

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: