# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a348dce8-a329-580a-8edb-546faf657d6e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.10.2010 D-6999/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6999-2010_2010-10-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6999/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli; 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren B._______,
Irak,
D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen Wieder-
erwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
26. August 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6999/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  irakischer  Staatsangehöriger 
E._______ Ethnie aus der Provinz F._______, am 18. September 2006 
in der Schweiz ein Asylgesuch stellte, 

dass  er  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  vor-
brachte,  er  sei  von  2000  bis  2004  bei  einer  Sondereinheit  der 
G._______ als  H._______  und anschliessend als  I._______  bei  der 
J._______ unter anderem als K._______ tätig gewesen,

dass er auch Waffen ins Haus seines Vorgesetzten transportiert habe, 
welcher mit diesen Handel betrieben habe,

dass sein Vorgesetzter deswegen verhaftet, kurze Zeit später aber aus 
der Haft entlassen worden sei und seinen Posten wieder übernommen 
habe, 

dass er (der Beschwerdeführer) in eine andere Einheit versetzt worden 
sei, 

dass man ihn dort habe degradieren wollen, weshalb er zirka im März 
2006 den Dienst quittiert habe,

dass er am 20. Juni 2006 aufgrund des Verdachts, in den Waffenhan-
del  seines ehemaligen Vorgesetzten involviert  gewesen zu sein,  ver-
haftet worden sei,

dass ihm am 1. Juli 2006 die Flucht gelungen sei,

dass  das BFM mit  Verfügung vom 22. Januar  2008 das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom 18.  September  2006  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht mit Einga-
be vom 18. Februar  2008 gegen den mit  Entscheid  vom 22.  Januar 
2008 verfügten Wegweisungsvollzug Beschwerde erhob, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
19. Februar 2010 abwies (D-1026/2008),

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dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  3.  März 
2010 eine neue Frist  bis 31. März 2010 zum Verlassen der Schweiz 
ansetzte,

dass gemäss Mitteilung der zuständigen kantonalen Behörden der Be-
schwerdeführer seit dem 8. März 2010 als verschwunden galt,

dass er am 1. Juli 2010 in Zürich verhaftet und in Ausschaffungshaft 
genommen wurde, aus welcher er am 16. August 2010 entlassen wur-
de,

dass der Beschwerdeführer am 9. Juli 2010 beim BFM ein Wiederer-
wägungsgesuch einreichte, worin er unter Berufung auf einen Haftbe-
fehl vom 3. August 2006 unter anderem beantragte, es sei ihm Asyl zu 
gewähren, eventualiter sei er wegen Unzulässigkeit des Wegweisungs-
vollzugs vorläufig aufzunehmen,

dass das BFM dieses Gesuch am 21. Juli 2010 mit der Begründung an 
das  Bundesverwaltungsgericht  weiterleitete,  in  der  Eingabe  würden 
keine Gründe aufgeführt, welche im Rahmen eines Wiedererwägungs-
verfahrens oder erneuten Asylverfahrens zu beurteilen wären, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  dem  BFM  mit  Schreiben  vom 
4. August 2010 mitteilte,  bei der Eingabe vom 9. Juli 2010 handle es 
sich um ein Wiedererwägungsgesuch in der Variante des Gesuchs um 
Widerruf einer unangefochten in Rechtskraft  erwachsenen Verfügung 
wegen ursprünglicher Fehlerhaftigkeit (unter Hinweis auf Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1b S. 203),  weshalb es Sache des BFM sei, 
über das Gesuch zu befinden,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  26.  August  2010  –  eröffnet  am 
29. August 2010 – das Wiedererwägungsgesuch vom 9. Juli 2010 ab-
wies,  die  Verfügung vom 22. Januar  2008 als  rechtskräftig  und voll-
streckbar  erklärte,  eine  Gebühr  von  Fr. 600.--  erhob  und  feststellte, 
einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  27.  September  2010 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM vom 
26. August 2010 sei aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft 
zuzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei ihm infolge 

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Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  die  vorläufige  Aufnahme zu  ge-
währen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, die 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie die An-
weisung an das L._______ im Sinne einer vorsorglichen Massnahme, 
den Vollzug während der  Behandlung der  Beschwerde auszusetzen, 
beantragte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 26.  Juni  1998  [AsylG,  SR 
142.31]) i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  darunter  auch  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  BFM  (vgl. 
Art. 33 Bst. d VGG) ein Gesuch um Wiedererwägung eines rechtskräf-
tigen Entscheides abgewiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ein gesetzlich nicht 
geregelter  Rechtsbehelf  ist,  auf  dessen  Behandlung  durch  die  ver-
fügende  Behörde  grundsätzlich  kein  Anspruch  besteht,  jedoch  nach 
herrschender  Lehre  und  ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts  aus 
Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April  1999 (BV, SR 101) unter bestimmten Voraussetzungen 
ein  verfassungsmässiger  Anspruch  auf  Wiedererwägung  abgeleitet 
wird (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen),

dass demnach auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten ist, wenn 
sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  seit  dem  ursprünglichen  Ent-
scheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufe-
nen Rechtsmittelinstanz in wesentlicher Weise verändert hat und mit-
hin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetre-
tene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 
Nr. 17 E. 2a S. 103 f. mit weiteren Hinweisen), 

dass sodann auch Revisionsgründe einen Anspruch auf Wiedererwä-
gung begründen können, sofern sie sich auf eine rechtskräftige Verfü-
gung beziehen, die entweder unangefochten geblieben oder deswegen 
niemals einer materiellen Prüfung unterzogen worden ist, weil das an-
gehobene Beschwerdeverfahren mit einem formellen Prozessurteil ge-
endet hat, wobei ein derartiges, als qualifiziertes Wiedererwägungsge-
such zu bezeichnendes Rechtsmittel  grundsätzlich nach den Regeln 
des Revisionsverfahrens zu behandeln ist,

dass  die  Vorinstanz  das  Wiedererwägungsgesuch  des  Beschwerde-
führers abwies und zur Begründung im angefochtenen Entscheid an-
führte, es lägen keine Gründe vor, welche die Rechtskraft der Verfü-
gung vom 22. Januar 2008 beseitigen könnten, 

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dass  das  vorgebrachte  Beweismittel  nicht  erheblich  im  Sinne  von 
Art. 66 Abs. Bst. a VwVG sei,

dass  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  des 
BFM vom 22. Januar  2008 als  unglaubhaft  qualifiziert  worden seien 
und sein Asylgesuch abgelehnt  worden sei,  wobei  das BFM im We-
sentlichen ausgeführt habe, die Vorbringen seien widersprüchlich, re-
alitätsfremd und zu wenig substanziiert ausgefallen,

dass das zu den Akten gereichte Dokument beweisen solle, er werde 
in  seinem  Heimatland  tatsächlich  gesucht,  indessen  komme  dem 
Schreiben aufgrund des grossen Risikos, dass es sich dabei um ein 
Gefälligkeitsschreiben oder  eine Fälschung handle,  kein genügender 
Beweiswert zu, 

dass  das  eingereichte  Beweismittel  die  geltend  gemachten  Asylvor-
bringen nicht zu stützen vermöge, zumal diese mit Verfügung des BFM 
vom 22. Januar 2008 aufgrund der vorgenannten Gründe als unglaub-
haft qualifiziert worden seien, 

dass mit Beschwerde gegen den Entscheid vom 22. Januar 2008 be-
zeichnenderweise  einzig  der  Wegweisungspunkt  gerügt  worden  sei 
und die Erwägungen des BFM im Asylpunkt unangefochten geblieben 
seien,

dass in der Rechtsmitteleingabe vom 27. September 2010 keine Argu-
mente vorgebracht werden, welche an der Richtigkeit  dieser Beurtei-
lung Zweifel aufkommen lassen, 

dass  der  Beschwerdeführer  im Wesentlichen an der  Echtheit  seines 
im  Rahmen des  Wiedererwägungsgesuchs  eingereichten  Beweismit-
tels - ein vom 3. August 2006 datierender Haftbefehl - festhält und an-
führt, das BFM wäre zumindest verpflichtet gewesen, die vorgehaltene 
Fälschung des Dokumentes mittels der ihm zur Verfügung stehenden 
internen Analysen zu belegen,

dass die Angaben auf dem Haftbefehl, wie beispielsweise sein Name, 
Geburtsdatum,  Wohnsitz  und Beruf,  mit  seinen anlässlich der  Befra-
gung gemachten Angaben übereinstimmen würden, was für die Echt-
heit des neuen Aktenstückes spreche,

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dass  der  Beschwerdeführer  durch  Einreichung  eines  vom 3. August 
2006 datierenden Beweismittels darzulegen versucht, die unangefoch-
ten  in  Rechtskraft  erwachsenen  Ziffern  1  und  2  der  Verfügung  des 
BFM vom 22. Januar 2008 seien ursprünglich fehlerhaft gewesen,

dass bezüglich des eingereichten Beweismittels festzuhalten ist, dass 
nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts – gefälschte oder 
von der zuständigen Stelle mit gewünschtem Inhalt versehene – Doku-
mente  im Nordirak  leicht  käuflich  erworben  werden  können  und  die 
Zweifel an der Echtheit des Dokuments insofern bestärkt werden, als 
anhand des {.......} worden ist,

dass gleichzeitig nicht konkret aufgezeigt wird, inwiefern es dem Be-
schwerdeführer aus nicht von ihm selber zu verantwortenden Gründen 
nicht  möglich gewesen sei,  das vorerwähnte Beweismittel  bereits  im 
Verlauf des ordentlichen erstinstanzlichen Verfahrens beziehungsweise 
mit der Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Januar 2008 vorzu-
legen,

dass nämlich der Beschwerdeführer mit Beschwerde gegen den Ent-
scheid des BFM vom 22. Januar 2008 lediglich den Wegweisungsvoll -
zug anfocht, womit Ziffer 1 (Nichterfüllung der Flüchtlingseigenschaft) 
sowie Ziffer 2 (Ablehnung des Asylgesuchs) des Dispositivs unange-
fochten in Rechtskraft erwachsen sind,

dass er zwar auf die Schwierigkeiten der Beschaffung und Weiterlei-
tung des Dokumentes  hinweist,  indessen in zeitlicher  Hinsicht  keine 
Angaben macht und nicht einmal angibt, wann er erstmals vom gegen 
ihn ergangenen Haftbefehl vernommen habe,

dass die Ausführungen in der Beschwerde, wonach die Beschaffung 
des Dokuments einige Zeit  in Anspruch genommen habe, da er den 
Haftbefehl über seinen Cousin habe beschaffen müssen, weil im Nord-
irak nur Männer  Kontakt  mit  den Behörden hätten,  als  unbeholfener 
Erklärungsversuch zu qualifizieren ist,  zumal  das eingereichte Doku-
ment am 3. August 2006 ausgestellt worden sein soll, d.h. vor mehr als 
vier Jahren,

dass, auch wenn das Dokument Angaben betreffend den Beschwerde-
führer enthält, die dieser übereinstimmend im ordentlichen Asylverfah-
ren machte, dies nicht bedeutet, dass dieses Beweismittel echt ist,

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dass es dem Beschwerdeführer weder gelingt, die Zweifel an der Echt-
heit  des eingereichten Dokuments auszuräumen, noch dessen späte 
Einreichung plausibel und nachvollziehbar zu erklären,

dass indessen – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt – 
die Frage der Echtheit des Dokuments in casu offen gelassen werden 
kann, weil es selbst bei Echtheit nicht geeignet ist, in Bezug auf die als  
unglaubhaft  qualifizierten Asylvorbringen zu einer von der Vorinstanz 
abweichenden Einschätzung zu führen, 

dass das BFM – entgegen der diesbezüglichen Rüge in der Beschwer-
de – nicht verpflichtet war, das eingereichte Beweismittel einer weiter-
gehenden Prüfung auf  dessen Echtheit  zu  unterziehen,  und in  casu 
eine Verletzung von Art. 32 Abs. 1 VwVG zu verneinen ist,

dass nach dem Gesagten das eingereichte Beweismittel – unabhängig 
dessen Echtheit – nicht geeignet ist, die ursprüngliche Fehlerhaftigkeit 
der Verfügung des BFM vom 22. Januar 2008 zu belegen,

dass ergänzend festzuhalten ist,  dass eine Wiedererwägung nicht  in 
Betracht fällt, wenn lediglich eine neue Würdigung der beim früheren 
Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt werden soll oder 
Gründe  vorgebracht  werden,  die  bereits  in  einem  ordentlichen  Be-
schwerdeverfahren  gegen  die  frühere  Verfügung  hätten  geltend  ge-
macht  werden  können  (Art.  66  Abs.  3  VwVG; EMARK  2003  Nr. 17 
E. 2b S. 104;  URSINA BEERLI-BONORAND,  Die ausserordentlichen Rechts-
mittel  in  der  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes  und  der  Kantone, 
Zürich 1985, S. 108 ff.),

dass  es  abgesehen  von  der  verspäteten  Einbringung  ins  Verfahren 
dem Beweismittel und Tatsachenvorbringen auch an der Vorbedingung 
der  Erheblichkeit  nach  dem  Verständnis  von  Art.  66  Abs.  2  Bst.  a 
VwVG fehlt, 

dass nämlich den Vorbringen des Beschwerdeführers, der wegen ver-
muteter Beteiligung an einem Waffenhandel verhaftet worden sein soll, 
nicht zu entnehmen ist, die Untersuchungsmassnahmen der Behörden 
würden sich aus einem Grund nach Art. 3 AsylG gegen ihn richten,

dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten keinen wiedererwä-
gungsrechtlich (beziehungsweise revisionsrechtlich)  relevanten Sach-
verhalt darzutun vermag,

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dass der Beschwerdeführer ferner mit den Vorbringen im Wiedererwä-
gungsgesuch und in der Beschwerde – soweit sie den Wegweisungs-
vollzug betreffen – verglichen mit der Situation bei Eintritt der Rechts -
kraft der ursprünglichen Verfügung in Anbetracht der vorherigen Erwä-
gungen  keine  entscheidrelevant  veränderte  Sachlage  darzutun  ver-
mag, 

dass es sich erübrigt,  auf weitere Einwendungen in der Beschwerde 
näher einzugehen, da diese nicht  geeignet sind, einen anderen Ent-
scheid hinsichtlich des Fehlens von Wiedererwägungsgründen herbei-
zuführen,

dass das BFM nach dem Gesagten das Wiedererwägungsgesuch vom 
9. Juli 2010 zu Recht abgewiesen hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der Hauptsache der Antrag 
auf  Erteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  bezie-
hungsweise  auf  Anweisung  des  L._______,  im  Sinne  einer 
vorsorglichen  Massnahme  den  Vollzug  der  Wegweisung  vorläufig 
auszusetzen, sowie das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos werden,

dass sich die Beschwerde aufgrund vorstehender Erwägung als aus-
sichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet einer 
allfälligen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das L._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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