# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c55f36c-a9ad-5954-9b76-2de385022cfa
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.11.2022 VBE.2022.223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2022-223_2022-11-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

 

VBE.2022.223 / nba / fi  
Art. 125 

 

 

Urteil vom 8. November 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Schircks  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Battaglia 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

vertreten durch Rebecca Gisler, c/o DEXTRA Rechtsschutz AG,  

substituiert durch MLaw Sandra Altwegg, c/o DEXTRA Rechtsschutz AG, 

Hohlstrasse 556, 8048 Zürich     

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern   

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 6. Mai 2022) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1982 geborene, aufgrund seines Arbeitsverhältnisses obligatorisch bei 

der Beschwerdegegnerin versicherte Beschwerdeführer meldete der Be-

schwerdegegnerin am 14. Oktober 2020, er habe sich am 30. September 

2020 beim Sport das rechte Knie verdreht. Die Beschwerdegegnerin tätigte 

in der Folge Abklärungen betreffend den Ereignishergang, holte medizini-

sche Berichte ein und nahm Rücksprache mit dem Kreisarzt. Mit Verfügung 

vom 19. Juli 2021 verneinte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht 

ihrerseits, da die Kniebeschwerden "weder auf einen Unfall noch auf eine 

unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen" seien und auch keinen 

Rückfall zum im Jahr 2016 erlittenen Unfall darstellten. Die dagegen vom 

Beschwerdeführer erhobene Einsprache wies sie nach erneuter Rückspra-

che mit dem Kreisarzt mit Einspracheentscheid vom 6. Mai 2022 ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 6. Mai 2022 erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 7. Juni 2022 Beschwerde und stellte folgende 

Rechtsbegehren: 

 

" 1. Es sei der Einspracheentscheid vom 6. Mai 2022 aufzuheben. 
 
 2. Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen aus UVG 

auszurichten. 
 
 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwer-

degegnerin." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 22. Juni 

2022 die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid 

zusammengefasst aus, dass beim Ereignis vom 30. September 2020 nicht 

von einem Unfall ausgegangen werden könne. Auch liege keine Leistungs-

pflicht aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung vor, da die Menis-

kusschädigung überwiegend auf Abnutzung bzw. Überlastung zurückzu-

führen sei (vgl. Vernehmlassungsbeilage [VB] 69). Der Beschwerdeführer 

macht demgegenüber im Wesentlichen geltend, das Ereignis vom 30. Sep-

tember 2020 sei als Unfall zu qualifizieren und die Beschwerdegegnerin 

 - 3 - 

 

 

 

dementsprechend leistungspflichtig (vgl. insbesondere Beschwerde, 

Ziff. 7). 

 

Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin Ihre Leis-

tungspflicht in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 30. September 2020 

zu Recht verneint hat. 

 

2. 

2.1. 

Gemäss Art. 6 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-

chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträch-

tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Der Unfallbegriff enthält somit fünf Tatbestandsmerk-

male (Körperverletzung [bzw. Tod], äussere Einwirkung, Plötzlichkeit, feh-

lende Absicht und Ungewöhnlichkeit [der äusseren Einwirkung]; BGE 134 

V 72 E. 2.3 S. 75). 

 

2.2. 

Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er – 

nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, 

was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 

V 219 E. 4.3.1 S. 221; SVR 2022 UV Nr. 13 S. 55, 8C_430/2021 E. 2.3). 

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann unter anderem 

in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 

dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-

lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" be-

einflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-

wöhnliche äussere Faktor zu bejahen, denn der äussere Faktor – Verän-

derung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-

grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 

E. 2.1 S. 118; SVR 2021 UV Nr. 21 S. 101, 8C_586/2020 E. 3.3; zum Gan-

zen: Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2022 vom 20. September 2022 

E. 3.2). 

 

3. 

3.1. 

Den vorliegenden Akten lässt sich betreffend das Ereignis vom 30. Sep-

tember 2020 im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

 

 - 4 - 

 

 

 

3.1.1. 

Die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers meldete der Beschwerdegegne-

rin am 14. Oktober 2020, dieser habe sich am 30. September 2020 beim 

Sport bei einem Drehschlag das rechte Knie verdreht (VB 1).  

 

3.1.2. 

Im Bericht von Dr. med. B., Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, C., Q., vom 4. Dezember 2020 

wurde angegeben, der Beschwerdeführer habe "Beschwerden im Bereich 

des rechten Kniegelenkes, hier beim Kampfsport Drehbewegung und High-

Kick anschliessend Schmerzen im medialen Knie" (VB 5). 

 

3.1.3. 

Der Beschwerdeführer gab am 9. Februar 2021 auf dem Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin zum Ereignishergang an, im Rahmen des Kick-

boxtrainings einen Drehkick mit dem linken Bein gegen einen Boxsack aus-

geführt zu haben, wobei das rechte (Stand-)Bein nicht mitgedreht habe 

(VB 12). 

 

3.1.4. 

Anlässlich eines Telefonates mit einer Sachbearbeiterin der Beschwerde-

gegnerin teilte der Beschwerdeführer am 23. Februar 2021 mit, er habe auf 

einer Gummimatte ein Kickboxtraining durchgeführt. Beim Ausführen eines 

Drehkicks mit dem linken Unterschenkel gegen den Boxsack hätten sich 

bei der entsprechenden Drehbewegung sein rechter Fuss und somit auch 

das rechte Knie nicht mitgedreht. Dadurch habe er sich beim Abdrehen des 

Oberkörpers und der Hüfte das rechte Knie verdreht, woraufhin er wegen 

der Schmerzen gestürzt sei und das Training umgehend habe abbrechen 

müssen (VB 14).  

 

3.1.5. 

Bei einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin am 

10. März 2021 wiederholte der Beschwerdeführer im Wesentlichen seine 

Schilderungen vom 23. Februar 2021 und ergänzte, nach dem Verdrehen 

einen starken Schmerz auf der Innenseite des rechten Knies verspürt zu 

haben. Aufgrund der Schmerzen sei er zusammengesackt. In der Hocke 

seien die Schmerzen noch stärker gewesen, sodass er sich "nach vorne 

links" habe fallen lassen. Aufgrund der Schmerzen sei ihm sofort klar ge-

wesen, dass er sich eine Verletzung zugezogen habe. Die der Beschwer-

degegnerin zudem am 13. Oktober 2020 gemeldeten linksseitigen Kniebe-

schwerden bestünden schon seit längerem und seien wohl auf einen Unfall 

beim Joggen zurückzuführen (VB 28). 

 

 - 5 - 

 

 

 

3.2. 

Das Merkmal der Ungewöhnlichkeit, und damit das Vorliegen eines Unfalls, 

ist bei einer Sportverletzung ohne besonderes Vorkommnis rechtspre-

chungsgemäss zu verneinen (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.2 Ingress S. 118; 

SVR 2014 UV Nr. 21 S. 67, 8C_835/2013 E. 5.1; Urteil des Bundesge-

richts 8C_24/2022 vom 20. September 2022 E. 5.2). Der äussere Faktor ist 

nicht gegeben, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der 

Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (SVR 2014 UV Nr. 21 

S. 67, 8C_835/2013 E. 5.2; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39, 8C_693/2010 E. 5; 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 199/03 vom 10. Mai 

2004 E. 4.2 [nicht publiziert in BGE 130 V 380]). 

 

3.3. 

Im dargelegten, vom Beschwerdeführer mehrfach und konsistent geschil-

derten Ereignisablauf (E. 3.1.) ist kein äusserer Faktor im Sinne der Recht-

sprechung erkennbar. Die Ausführung eines Drehkicks entspricht einem 

üblichen Geschehen im Rahmen eines Kickboxtrainings. Der Umstand, 

dass dabei das Standbein ohne weitere Einwirkung nicht mitdrehte, be-

gründet noch keine Ungewöhnlichkeit. Zwar entspricht dies nicht dem ge-

wohnten Ablauf, jedoch reicht es für die Annahme einer Ungewöhnlichkeit 

noch nicht aus, wenn die Übung nicht ideal verläuft, solange sich die Art 

der Ausführung noch in der Spannweite des Üblichen des betreffenden 

Sportes bewegt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E. 4.4). Davon ist im vorliegenden Fall aus-

zugehen; den Schilderungen des Beschwerdeführers lassen sich keine für 

einen Kick unüblichen Bewegungsabläufe oder Einwirkungen entnehmen. 

Das Auftreten von Schmerzen nach Ausführung der entsprechenden Be-

wegung gilt für sich allein ebenfalls noch nicht als äusserer Faktor im Sinne 

der Rechtsprechung (BGE 129 V 466 E. 4.2.1 S. 469 f.; Urteil des Bundes-

gerichts 8C_333/2018 vom 25. September 2018 E. 5.1).  

 

3.4. 

Aufgrund eines fehlenden äusseren ungewöhnlichen Faktors ist der Unfall-

begriff nach Art. 4 ATSG nicht erfüllt, weshalb unter dem Titel "Unfall" keine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Zusammenhang mit dem Er-

eignis vom 30. September 2020 besteht. 

 

4. 

4.1. 

Die vom Beschwerdeführer erlittene Verletzung (mediale Meniskusläsion 

[vgl. etwa VB 22/1] stellt eine Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 

lit. c UVG dar.  

 

4.2. 

Die Unfallversicherung erbringt ihre Leistungen auch für die in Art. 6 Abs. 2 

UVG aufgezählten Verletzungen, sofern diese Körperschädigungen nicht 

 - 6 - 

 

 

 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Damit 

wird der Unfallversicherer bei Vorliegen einer diagnostizierten Listenver-

letzung grundsätzlich leistungspflichtig, solange er nicht den Nachweis da-

für erbringt, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesam-

ten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 8.2.2 S. 64 f.). 

  

4.3. 

Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid da-

von aus, die Meniskusläsion sei vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen 

(VB 69/6 ff.). Dabei stützte sie sich auf die Beurteilung des Kreisarztes 

Dr. med. D., Praktischer Arzt, in dessen Stellungnahmen vom 9. Juli 2021 

(VB 50) und 26. April 2022 (VB 67). Dieser führte aus, bereits anlässlich 

der MRI-Abklärung von 2016 (vgl. VB 67/3 f.) habe sich eine beginnende 

degenerative horizontale Läsion im Bereich des medialen Hinterhorns 

gezeigt, welche im zeitlichen Verlauf von vier Jahren zugenommen habe. 

Entsprechend finde sich im MRI von 2020 (vgl. VB 67/2, 4; Bericht 

Röntgeninstitut R. vom 21. Oktober 2020; VB 13) eine deutlichere Sig-

nalanhebung mit nun bis an die Unterfläche reichender Läsion. Im vorlie-

genden MRI zeige sich eine Signalanhebung im Bereich der Kapsel und 

perivaskulären Weichteile medial, was ein Hinweis auf eine mediale Über-

lastung im Sinne einer Dehnung sei. Aufgrund der Dokumentation mit be-

reits im Jahre 2016 bestehenden degenerativen Veränderungen und dem 

"jetzigen" Befund handle es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 

mehrheitlich degenerative Veränderungen durch chronische Überbelas-

tung, welche im zeitlichen Verlauf zugenommen hätten (VB 50/2). Der kern-

spintomographische Befund stelle sich im vorliegenden Fall als "typisch de-

generativ bedingt" dar. Ein solcher Befund löse gemäss der diesbezügli-

chen Literatur "häufig «bis in der Mehrzahl»" keine Beschwerden aus. Kick-

boxen belaste die Kniegelenke/Kniebinnenstrukturen sehr stark. Sowohl 

durch die Schlagbewegungen bzw. Schläge als auch durch die Einbeinbe-

lastungen bei den Schlägen komme es zu "permanenten Mikrotraumen und 

Überbelastungen der Kniegelenksstrukturen", was naturgemäss und wie im 

vorliegenden Fall zu einem erhöhten Verschleiss mit entsprechend typi-

schen degenerativen Veränderungen führe (VB 67/2, 4). 

 

4.4. 

Die Beurteilung von Dr. med. D. erfüllt die Anforderungen an den Be-

weiswert einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung (vgl. BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 f.; Urteil des Bundesgerichts 9C_411/2018 vom 

24. Oktober 2018 E. 4.2). Dieser führte unter Berücksichtigung der medizi-

nischen Akten nachvollziehbar und schlüssig aus, weshalb die Meniskus-

läsion des Beschwerdeführers auf degenerative Gründe und dabei insbe-

sondere die hohe Belastung durch das Kickboxen zurückzuführen seien. 

Entgegenstehende medizinische Stellungnahmen lassen sich den Akten 

mit Ausnahme des Berichtes des Dr. med. B. vom 1. September 2021 denn 

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auch nicht entnehmen. In diesem wurde ausgeführt, dass "die mediale 

Meniscushinterhornläsion am rechten Knie vom 30.09.2020 ganz klar auf 

einen Unfall zurückzuführen" sei. Der Beschwerdeführer habe "einen High-

Kick gemacht mit Drehbewegungen, was die Schmerzen plötzlich 

ausgelöst habe. Zudem sei es im Alter des Beschwerdeführers "ohne vor-

heriges Trauma des medialen rechten Meniscus sehr unwahrscheinlich die 

Läsion auf degenerative Veränderungen zurückzuführen" (VB 60/5). Mit 

dieser Einschätzung setzte sich Dr. med. D. ausführlich auseinander 

(VB 67) und wies zu Recht daraufhin, dass Dr. med. B. im Wesentlichen 

lediglich eine beweisrechtlich unzulässige "post hoc ergo propter hoc"-Wür-

digung vornimmt (vgl. dazu BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2 S. 330). Der Be-

schwerdeführer macht beschwerdeweise auch nicht geltend, es bestehe 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aufgrund einer Listenver-

letzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG, weshalb sich diesbezügliche Weiterungen 

erübrigen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 

das Ereignis vom 30. September 2020 bzw. die ihr am 14. Oktober 2020 

gemeldete rechtsseitige Knieverletzung betreffend zu Recht verneint. Die 

gegen den Einspracheentscheid vom 6. Mai 2022 erhobene Beschwerde 

ist daher abzuweisen. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) keine Parteient-

schädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

 - 8 - 

 

 

 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreterin; 2-fach)   

die Beschwerdegegnerin    

das Bundesamt für Gesundheit 

 
 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. November 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Battaglia