# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58e59737-67e8-576b-9aea-eb08389f7185
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.09.2011 UV 2011/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-26_2011-09-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.03.2020

Entscheiddatum: 09.09.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 09.09.2011
Art. 38 Abs. 4 lit. a. ATSG; Art. 39 Abs. 1 ATSG; Art. 6 Abs. 1 UVG. 
Fristgerechte Beschwerde, weil die Beschwerdefrist vom siebten Tag vor 
Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern stillsteht. Kein natürlicher 
Kausalzusammenhangs zwischen einem Misstritt und Beschwerden im 
rechten Knie (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 9. September 2011, UV 2011/26).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiberin Beatrice Rohner

Entscheid vom 9. September 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war bei der B.___GmbH in einem unbefristeten Teilzeitverhältnis beschäftigt 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) versichert, als 

er am 6. Juni 2010 beim Aussteigen aus dem Auto einen Fehltritt machte. Der 

Versicherte begab sich am 17. Juni 2010 erstmals bei Dr. med. C.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie FMH, in Behandlung. Dieser gab im Arztzeugnis UVG vom 5. 

November 2010 an, der Versicherte habe nach dem Fehltritt am 6. Juni 2010 starke 

Schmerzen im rechten Knie verspürt. Dr. C.___ diagnostizierte einen postoperativen 

Zustand nach einer Tibiakopffraktur vom November 2006 und nachgängiger operativer 

Behandlung, eine leichte Valgusachse und eine Ergussbildung im rechten Knie. Das 

MRI vom 8. Juli 2010 zeige, dass die VKB-Plastik nicht mehr abgrenzbar sei und eine 

Subluxation des lateralen Meniskushinterhorns sowie ein Riss im Vorderhorn und eine 

Verkürzung des medialen Meniskus mit Riss im Hinterhorn bestehe. Es seien 

ausschliesslich Unfallfolgen, die auf einen nicht bei der Suva versicherten Unfall vom 

Jahr 2006 zurückzuführen seien (act. G 3.1/4). Das Ereignis vom 6. Juni 2010 wurde 

am 6. Juli 2010 der Suva als Bagatellunfall gemeldet. In der Meldung wird der Unfall 

mit "Knöchel umgeknickt" beschrieben und als betroffener Körperteil das "Fussgelenk 

rechts" bezeichnet (act. G 3.1/1).

A.b   Dr. med. D.___, Facharzt für Radiologie FMH, hatte das oben erwähnte MRI des 

rechten Knies vom 8. Juli 2010 durchgeführt. Im Bericht vom gleichen Tag 

diagnostizierte er eine massive Knorpelschädigung am posterolateralen Tibiaplateau 

sowie eine Signalanhebung in den Bereichen des Knochenmarks medialer 

Femurkondylus, laterales Tibiaplateau und vor allem auch Eminentia intercondylica 

(act. G 3.1/8).

A.c   In einem Bericht vom 19. November 2010 stellte Dr. med. E.___ fest, dass der 

Versicherte bei einem Verkehrsunfall im Jahr 2004 eine Tibiakopffraktur rechts erlitten 

habe, die operativ versorgt worden sei. Die Metallentfernung sei im Jahr 2005 erfolgt. 

Zudem sei im Jahr 2007 zweimal eine VKB-Operation durchgeführt worden, worauf der 

Versicherte relativ beschwerdefrei gewesen sei und seine Tätigkeit an einer Tankstelle 

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weiterführen könnte. Am 6. Juni 2010 sei der Versicherte am aus dem Auto gestiegen 

und habe sich dabei das rechte Knie verdreht. In der Folge seien starke Schmerzen 

aufgetreten (act. G 3.1/6).

A.d   Am 10. Dezember 2010 berichtete Dr. E.___ erneut über den Gesundheitszustand 

des Versicherten. Aktuell sei kein Gelenkerguss zu erkennen. Der Versicherte mache 

aber beim lateralen und medialen Meniskustest diffuse Schmerzangaben im 

Kniegelenk. Die übrigen Befunde seien gegenüber dem Bericht vom 19. November 

2010 unverändert (act. G 3.1/9).

A.e   Am 7. Januar 2011 beurteilte Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, die 

natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 6. Juni 2010 und dem 

Gesundheitszustand des Versicherten anhand der ihm zur Verfügung gestellten 

medizinischen Akten. Hinsichtlich der Anamnese führte er aus, dass im Jahr 2004 eine 

Tibiakopffraktur rechts operativ versorgt worden sei, bevor dann 2005 das Metall 

entfernt worden sei. 2007 sei eine hintere Kreuzbandruptur versorgt worden und 2008 

habe am hinteren Kreuzband operiert werden müssen. Im selben Jahr seien eine 

vordere Kreuzbandplastik und eine Teilmeniskektomie durchgeführt worden. Auffallend 

sei, dass die Unfallmeldung nicht mit den ausgeführten Behandlungen übereinstimme. 

So sei die Behandlung am rechten Kniegelenk erfolgt, während in der Unfallmeldung 

vom 6. Juli 2010 die Knöchelregion rechts angegeben worden sei (act. G 3.1/11).

B.     

Mit Verfügung vom 20. Januar 2011 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie nicht 

leistungspflichtig sei und entsprechend keine Versicherungsleistungen erbracht 

würden. Es liege kein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. 

Juni 2010 und den Kniebeschwerden vor (act. G 3.1/14).

C.     

C.a   Am 28. Januar 2011 erhob die avanex Versicherungen AG vorsorglich Einsprache 

gegen die Verfügung vom 20. Januar 2011, zog diese jedoch mit Schreiben vom 

21. Februar 2011 wieder zurück (act. G 3.1/15 und 19).

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C.b   Am 27. Februar 2011 erhob auch der Versicherte gegen die Verfügung vom 

20. Januar 2011 Einsprache (act. G 3.1/20).

C.c   Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom 18. März 2011 unter Bestätigung 

der angefochtenen Verfügung ab (act. G 3.1/23).

D.     

D.a   Gegen diesen Entscheid vom 18. März 2011 richtet sich die erhobene 

Beschwerde vom 18. April 2011, die am 21. April 2011 bei der Schweizerischen Post 

aufgegeben wurde. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, der 

Einspracheentscheid vom 18. März 2011 sei aufzuheben und die Suva habe ihrer 

Leistungspflicht nachzukommen. Für ihn sei der Zusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis und den Beschwerden im rechten Knie eindeutig erwiesen (act. G 1).

D.b   In der Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2011 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. Sie macht geltend, 

der Beschwerdeführer habe die 30-tägige Rechtsmittelfrist nicht eingehalten. Falls 

jedoch auf die Beschwerde eingetreten werde, sei die Beschwerdegegnerin nicht 

leistungspflichtig. Es sei fraglich, ob überhaupt ein versichertes Ereignis vorliege, 

sicherlich sei aber ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis 

und den geklagten Knieschmerzen zu verneinen (act. G 3).

D.c   Mit Replik vom 10. Juni 2011 gibt der Beschwerdeführer an, er sei nur deshalb 

erst am 17. Juni 2010 zu einem Arzt gegangen, weil er sich zuerst selbst versorgt und 

trotz Bemühungen seinerseits keinen früheren Arzttermin bekommen habe. Dr. C.___ 

sei bei der Erstbehandlung sofort der Überzeugung gewesen, dass die Schmerzen 

eindeutig Folge des Unfallereignisses vom 6. Juni 2010 seien (act. G 5).

D.d   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:

1.      

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1.1    Nach Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 

Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheids einzureichen. Die Art. 38-41 

ATSG sind sinngemäss anwendbar. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach 

Tagen oder Monaten bestimmt sind, stehen gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. a. ATSG vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern still.

1.2    Der am 18. März 2011 verfasste Einspracheentscheid wurde dem 

Beschwerdeführer eingeschrieben zugestellt, worauf dieser am 21. April 2011 die 

Beschwerde bei der Schweizerischen Post aufgegeben hat. Die Frist ist damit 

unabhängig davon gewahrt, wann der Einspracheentscheid dem Beschwerdeführer 

mitgeteilt worden ist. Die Beschwerde wurde klarerweise während des besagten 

Fristenstillstands (Ostersonntag am 24. April 2011) und deshalb auf jeden Fall 

fristgerecht eingereicht (Art. 39 Abs. 1 ATSG), weshalb auf das Rechtsmittel einzutreten 

ist.

2.      

2.1    Die Unfallversicherung gewährt laut Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Leistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten.

2.2    Zunächst hängt die Leistungspflicht des Unfallversicherers davon ab, ob 

zwischen dem Unfall und dem eingetreten Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Es ist nicht erforderlich, dass der 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache der Gesundheitsschädigungen ist. Mit 

anderen Worten reicht es aus, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat 

und der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 

gesundheitliche Störung entfällt (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).

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2.3    Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 

ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihr/ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 

129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).

2.4    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt gemäss Art. 

61 lit. c ATSG der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U S. 311, BGE 125 V 353 

f. E. 3b/ee mit Hinweis).

3.      

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer infolge des Ereignisses vom 6. Juni 

2010 an Gesundheitsschädigungen leidet, für welche die Beschwerdegegnerin 

Versicherungsleistungen schuldet.

4.      

Die Beschwerdegegnerin bezweifelt, dass sich überhaupt ein Misstritt mit unmittelbar 

anschliessenden Schmerzen im rechten Knie ereignet habe, zumal die Unfallmeldung 

vom 6. Juli 2010 keine Hinweise auf eine Schädigung des Knies enthalte und sich der 

Beschwerdeführer erst am 17. Juni 2010 einer ärztlichen Behandlung unterzogen habe. 

Weshalb bei der Unfallmeldung vom 6. Juli 2010 das Fussgelenk als betroffener 

Körperteil vermerkt wurde, ist fraglich, haben doch sowohl Dr. E.___ als auch Dr. D.___ 

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in den jeweiligen Arztberichten ein Distorsionstrauma des rechten Knies diagnostiziert, 

was auch von Dr. F.___ nicht weiter in Zweifel gezogen wurde (act. G 3.1/6, 8 und 11). 

Der Vorwurf der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der späten ärztlichen Erstbehandlung 

wird von dieser nicht weiter begründet. Der Beschwerdeführer führt indes 

nachvollziehbar aus, dass er sich zuerst selbst versorgen wollte und in der Folge 

keinen früheren Termin bekommen habe (act. G 5). Obschon verschiedene 

Darstellungen des Ereignisses vom 6. Juni 2010 erfolgten, kann die Frage, ob es sich 

dabei um einen Unfall im Sinn des UVG handelt, offen bleiben. Denn auch wenn davon 

ausgegangen würde, dass es sich um einen Unfall handelt, wäre dieser, wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, nicht kausal zu den Kniebeschwerden.

5.      

5.1    Die Suva muss Versicherungsleistungen nur dann erbringen, wenn zwischen dem 

Unfallereignis vom 6. Juni 2010 und den Kniebeschwerden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Sowohl die behandelnden Ärzte als auch Dr. F.___ 

stellten nach einer VKB-Plastik und einer Tibiaplateaufraktur erhebliche postoperative 

Veränderungen im rechten Knie fest (act. G 3.1/6, 8, 9 und 11). Dr. E.___ stellte in 

seinem Arztbericht vom 10. Dezember 2010 fest, dass das letzte, relativ milde 

Unfallereignis, das möglicherweise ein Giving-way gewesen sei, höchstens für die 

Meniskusläsion verantwortlich gemacht werden könne, jedoch sicherlich nicht für die 

bereits vorbestehend vorhandene Gonarthrose nach der Tibiakopffraktur (act. G 3.1/9). 

Gemäss Dr. D.___ sind wahrscheinlich teils reaktive degenerative Veränderungen, 

vermutlich in Folge einer Traumatisierung mit Knochenmarkskontusionen, aufgetreten 

(act. G 3.1/8), während Dr. C.___ im Rahmen der Erstbehandlung vom 17. Juni 2010 

feststellte, dass ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen, die auf den Unfall des Jahres 

2006 zurückzuführen seien (act. G 3.1/4). Kreisarzt Dr. F.___ schloss daraus, dass es 

sich bei den Schmerzen im rechten Knie um Restfolgen von verschiedenen 

Knieoperationen handelt. Insbesondere seien die Kreuzbandinstabilität und die 

Meniskusveränderungen klare Symptome dieser Vorschädigungen. Abschliessend hielt 

er fest, dass ein Zusammenhang mit dem Ereignis vom 6. Juni 2010 nicht erkannt 

werden könne (act. G 3.1/11). Die teilweise widersprüchlichen Angaben bezüglich des 

Zeitpunkts der Tibiakopffraktur und der nachfolgenden Operationen sind für die 

Beurteilung durch das Gericht irrelevant, weil die Beschwerdegegnerin ausschliesslich 

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beweisen muss, dass die gesundheitlichen Beschwerden nicht mit dem Unfall vom 6. 

Juni 2010 in Zusammenhang stehen. Wann sich der erste Unfall tatsächlich ereignet 

hat, ist dafür nicht von Bedeutung.

5.2     Den Ausführungen von Dr. F.___ folgend sind die Schmerzen im rechten Knie mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den ersten Unfall im Jahr 2004 oder 2006 und 

die darauffolgenden Operationen zurückzuführen. Die Feststellungen von Dr. E.___ und 

von Dr. D.___, wonach die erneute Distorsion vom 6. Juni 2010 die Meniskusläsionen 

bzw. degenerative Veränderungen erzeugt haben könnte, erfüllen das erforderliche 

Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht und vermögen an der 

Beweiskraft des Berichts von Dr. F.___ nichts zu ändern. Gleiches gilt für die 

Behauptung des Beschwerdeführers, Dr. C.___ habe im Rahmen der Erstbehandlung 

sofort erkannt, dass die Knieschmerzen nicht auf die früheren Operationen 

zurückzuführen seien. Das Arztzeugnis UVG vom 5. November 2010 und der Bericht 

vom 16. Dezember 2010 sprechen eher für das Gegenteil. Dr. C.___ weist darin 

ausdrücklich auf die Anamnese, den Unfall vom Jahr 2006 und die daraus folgenden 

Verletzungen hin und unterstreicht damit die Bedeutung der Krankheitsgeschichte für 

den aktuellen Gesundheitszustand. Gemäss den schlüssigen und nachvollziehbaren, 

wenn auch kurzen Ausführungen von Dr. F.___ hatte das Ereignis vom 6. Juni 2010 

überwiegend wahrscheinlich keine der festgestellten Veränderungen im rechten Knie 

zur Folge, welche beim Beschwerdeführer in der Folge Schmerzen verursacht haben. 

Die Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs wird durch die Berichte von Dr. 

C.___ und Dr. E.___ gestützt, der gegenüber Dr. F.___ ausdrücklich erklärt hat, dass 

dessen Kausalitätsbeurteilungen nachvollziehbar seien.

5.3    Damit ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen 

Beschwerden und dem Ereignis vom 6. Juni 2010 zu verneinen. Entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin zu Recht keine Versicherungsleistungen ausgerichtet.

6.      

Nach den vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 18. März 2011 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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