# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9e4a4a6-85a0-5dfb-a886-f89610f45f08
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.01.2012 BB.2011.143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2011-143_2012-01-09.pdf

## Full Text

Beschluss vom 9. Januar 2012  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Joséphine Contu,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Trennung von Verfahren (Art. 30 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2011.143 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Bundesanwaltschaft gegen A. sowie gegen Mitbeschuldigte eine Straf-
untersuchung führt wegen des Verdachts der Widerhandlungen gegen das 
Bundesgesetz vom 13. Dezember 1996 über das Kriegsmaterial (Kriegs-
materialgesetz, KMG; SR 514.51); 

 
- sie mit Verfügung vom 8. Dezember 2011 die hängige Strafuntersuchung 

gegen A. vom Verfahren gegen die Mitbeschuldigten trennte (act. 3); 
 

- A. mit Eingabe vom 17. Dezember 2011 an die Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts gelangte, in welcher er einige Ausführungen zum Ge-
genstand des Strafverfahrens aus seiner Sicht machte und in allgemeiner 
Art Kritik an der Verfahrensführung durch die Bundesanwaltschaft übte 
(act. 1); 

 
- die Beschwerdekammer A. angesichts der angefochtenen Verfügung und 

der eingereichten Beschwerde mit Schreiben vom 22. Dezember 2011 auf-
forderte, seine Beschwerde mit einer genügenden Begründung zu verse-
hen, andernfalls auf diese unter Kostenfolge nicht eingetreten werden kön-
ne (act. 4); 

 
- A. der Beschwerdekammer am 31. Dezember 2011 eine weitere Eingabe 

zugehen liess, mit welcher er u. a. sinngemäss die Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung verlangt, im Übrigen aber sich lediglich in genereller 
Weise zu Vorgeschichte und Sachverhaltselementen des Gegenstandes 
des Strafverfahrens äussert und erneut Kritik an der Vorgehensweise der 
Bundesanwaltschaft übt (act. 5). 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 
bei der Beschwerdekammer Beschwerde nach den Art. 393 ff. StPO ge-
führt werden kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 
- die Bundesanwaltschaft aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen 

oder vereinen kann (Art. 30 StPO); 
 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerdegegnerin die Trennung damit begründete, dass sie hinsicht-
lich der geständigen Mitbeschuldigten das abgekürzte Verfahren gemäss 
Art. 358 ff. StPO durchführe, währenddem die Untersuchung hinsichtlich 
des hiervon abgegrenzten, A. vorgeworfenen Sachverhalts mittels Strafbe-
fehlsverfahren im Sinne von Art. 352 ff. StPO abzuschliessen sei; 

 
- sich angesichts der unterschiedlichen von der Bundesanwaltschaft ins Au-

ge gefassten Verfahrensarten eine Trennung geradezu aufdrängt; 
 

- der Beschwerdeführer weder in seiner Beschwerdeschrift noch in seiner 
nachträglichen Eingabe vom 31. Dezember 2011 Gründe aufführt, welche 
an der Rechtmässigkeit der vorgenommenen Verfahrenstrennung zweifeln 
liessen; 

 
- er seine Einwände gegen die ihm zum Vorwurf gemachten Sachverhalte im 

voraussichtlich einzuleitenden Strafbefehlsverfahren und gegebenenfalls 
vor dem Strafgericht vorzutragen hat; 

 
- sich die gegen die angeordnete Verfahrenstrennung eingelegte Beschwer-

de demnach als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb diese ohne 
weiteren Schriftenwechsel abzuweisen ist (Art. 390 Abs. 2 Satz 1 StPO); 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 
 

- diese vorliegend auf das reglementarische Minimum von Fr. 200.-- festge-
setzt werden (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des 
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); 
 
 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezah-

lung auferlegt.  
 
 

Bellinzona, 10. Januar 2012 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.