# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f0084fc-9c40-5730-a904-43a527112799
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 01.11.2017 RB170024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RB170024_2017-11-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RB170024-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. P. Higi sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming 

Urteil vom 1. November 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
B._____, 

Beschwerdegegner 

 

betreffend paulianische Anfechtung (Kostenfolgen) 

 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 4. Abteilung des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 27. April 2017; Proz. CG160074 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 
Sachverhalt / Prozessgeschichte 

 1. Anlass zur Beschwerde gibt die vorinstanzliche Kostenverlegung. Die 

A._____, welcher die Prozesskosten des (zufolge Löschung der beklagten 

C._____ AG) gegenstandslos gewordenen Verfahrens auferlegt wurden, wirft der 

Vorinstanz vor, Art. 108 ZPO trotz Vorliegens entsprechender Gründe zu Unrecht 

nicht angewendet und die Prozesskosten nicht B._____ (am vorinstanzlichen 

Prozess nicht beteiligter Dritter) auferlegt zu haben.  

 2. Nachdem das Handelsgericht des Kantons Zürich auf die von der 

A._____ gegen die C._____ AG am 11. März 2014 erhobene Anfechtungsklage 

nach Art. 285 ff. SchKG mangels sachlicher Zuständigkeit nicht eingetreten war 

(act. 3/2; act. 4), erhob Erstere die entsprechende Klage mit Eingabe vom 15. Au-

gust 2016 (act. 2) und Klagebewilligung des Friedensrichteramtes D._____ der 

Stadt Zürich vom 12. Mai 2016 (act. 1) beim Bezirksgericht Zürich (fortan Vo-

rinstanz). Nach Eingang des ihr auferlegten Prozesskostenvorschusses in Höhe 

von Fr. 12'500.-- (act. 6 und act. 8) wurde das Verfahren mit Beschluss der Vo-

rinstanz vom 29. September 2016 antragsgemäss (act. 2 S. 3; act. 11) sistiert bis 

zur rechtskräftigen Erledigung des vor Bundesgericht hängigen Verfahrens in Sa-

chen A._____ gegen B._____ (vormals Präsident des Verwaltungsrates und Ge-

schäftsführer der C._____ AG, act. 19/1 = act. 38) betreffend aktienrechtliche 

Verantwortlichkeit (act. 12). Auf Nachfrage der Vorinstanz (act. 14) teilte die 

A._____ (fortan Beschwerdeführerin) mit Schreiben vom 6. März 2017 mit, dass 

im vorerwähnten Verfahren noch kein rechtskräftiger Entscheid in der Sache vor-

liege (act. 15). Hierauf wurde den Parteien Frist zur Stellungnahme zur weiteren 

Sistierung des Verfahrens angesetzt (act. 16), worauf der damalige Vertreter der 

C._____ AG mit Eingabe vom 16. März 2017 mitteilte, dass er beim Versuch der 

Rücksprache mit der Mandantschaft erfahren habe, dass die C._____ AG am 25. 

Oktober 2016 in Anwendung von Art. 155 HRegV von Amtes wegen aus dem 

- 3 - 

Handelsregister gelöscht und die Massnahme am tt.mm 2016 im SHAB publiziert 

worden sei (act. 18; act. 19/1-2). 

 3. In der Folge wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung der Vor-

instanz vom 20. März 2017 betreffend Fortgang des Verfahrens sowie Kosten- 

und Entschädigungsfolgen das rechtliche Gehör gewährt (act. 20). Mit Eingabe 

vom 28. März 2017 beantragte sie die Abschreibung des Verfahrens zufolge Ge-

genstandslosigkeit sowie die Auferlegung der Prozesskosten, bestehend aus der 

(festzusetzenden) Entscheidgebühr, den Kosten des Schlichtungsverfahrens in 

Höhe von Fr. 950.-- sowie der verlangten Parteientschädigung von Fr. 2'613.-- 

(exkl. MwSt) an B._____, welcher ihrer Ansicht nach die unnötigen Prozesskosten 

verursacht habe (act. 22 inkl. Beilagen act. 23). 

 4. Mit Beschluss der Vorinstanz vom 27. April 2017 wurde das Verfahren 

wieder aufgenommen und als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Die Ent-

scheidgebühr wurde auf Fr. 4'200.-- festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt 

und mit dem von ihr geleisteten Vorschuss verrechnet. Parteientschädigungen 

wurden keine zugesprochen. Der Beschluss wurde der Beschwerdeführerin und 

B._____ zugestellt (act. 27 = act. 34). 

 5. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Schriftsatz 

vom 29. Mai 2017 (Poststempel) fristgerecht (vgl. act. 28) Beschwerde beim 

Obergericht des Kantons Zürich (act. 32 inkl. Beilagen act. 33/1-5). Sie verlangt 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Auferlegung der Prozess-

kosten (vgl. Ziff. I.3) an B._____. Eventualiter beantragt sie die Rückweisung an 

die Vorinstanz (act. 32 S. 2).  

 6. Mit Verfügung der Kammer vom 11. August 2017 (act. 35) wurde das 

Rubrum angepasst; der vom Kostenentscheid betroffene B._____ wurde in das 

Rechtsmittelverfahren einbezogen und die C._____ AG, welche mit der Löschung 

aus dem Handelsregister (act. 38) ihrer Rechtspersönlichkeit und damit ihrer Par-

teifähigkeit verlustig ging, wurde aus dem Rubrum gestrichen. Der der Beschwer-

deführerin mit selbiger Verfügung auferlegte Kostenvorschuss für das Rechtsmit-

telverfahren in Höhe von Fr. 1'440.-- wurde rechtzeitig geleistet (act. 36 und act. 

- 4 - 

37). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort wurde abgesehen (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1 - 30). Die Sa-

che ist spruchreif. 

II. 
Prozessuales 

 Beim Eventualantrag, mit welchem die Beschwerdeführerin die Rückwei-

sung an die Vorinstanz verlangt, weil ihre Stellungnahme vom 28. März 2017 inkl. 

Beilagen (vgl. Ziff. I.3) B._____ erst mit dem Endentscheid vom 27. April 2017 zu-

gestellt worden war (act. 32 S. 6; act. 34 S. 7) und somit sinngemäss die Verlet-

zung dessen Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend macht wird, fehlt es an ei-

nem Rechtsschutzinteresse seitens der Beschwerdeführerin, weshalb auf die Be-

schwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist.  

III. 
Materielles 

 1.1 Die Prozesskosten sind immer der klagenden Partei, welche sie durch 

Inanspruchnahme des Gerichts veranlasst hat, aufzuerlegen, wenn die Kosten-

auflage an die beklagte Partei (wie im vorliegenden Fall zufolge Verlustes der 

Rechtspersönlichkeit) nicht in Betracht kommt, die Kosten nicht einem Dritten 

(Art. 108 ZPO) auferlegt werden können und auch kein Anlass zur Übernahme 

der Kosten auf die Staatskasse besteht (Art. 106 ff. ZPO). Das gehört zum Pro-

zessrisiko der klagenden Partei (ZR 103/2004 Nr. 51 E. 3c und 4; ZR 75/1976 

Nr. 89). 

 1.2 Nach Art. 108 ZPO hat unnötige Prozesskosten zu bezahlen, wer sie 

verursacht hat. Das Gesetz statuiert damit für unnötige Kosten das Verursacher-

prinzip unabhängig vom Prozessausgang. Gestützt auf diese Bestimmung können 

auch Dritte, die nicht Partei des Prozesses waren, zur Bezahlung von Prozess-

kosten verpflichtet werden. In der Lehre ist umstritten, ob diesfalls ein Verschul-

den des Dritten erforderlich ist (statt vieler:  Adrian Urwyler/Myriam Grütter, DIKE-

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Komm ZPO, 2. Aufl. 2016, N 1 und FN 10 zu Art. 108 ZPO; BSK ZPO-

Rüegg/Rüegg, 3. Aufl. 2017, N 2 zu Art. 108 ZPO; offen gelassen im Urteil BGer 

4A_93/2015 vom 22. September 2015, E. 2.4.4). 

 Unnötige Kosten sind in erster Linie solche, die durch ein Verhalten inner-

halb des Prozesses (z.B. trölerische Begehren, Säumnis, späte Vorbringen etc.) 

verursacht wurden und zu den üblichen bzw. ohnehin entstehenden Prozesskos-

ten hinzukommen. Als unnötige Prozesskosten kommen aber auch solche in Fra-

ge, die durch ein Verhalten (einer Partei oder eines Dritten) ausserhalb des Pro-

zesses verursacht wurden und die gesamten Prozesskosten umfassen können 

(vgl. Urteil BGer 4A_42/2015 vom 15. März 2016 E. 4.1 und 4.5; BGE 141 III 426 

E. 2.4.3; Urteil BGer 5P.167/2004 vom 3. Juni 2004 E. 3; für weitere Beispiele vgl. 

Fischer, Stämpflis Handkommentar, N 8 zu Art. 108 ZPO).  

 2. Die Vorinstanz auferlegte die Prozesskosten der Beschwerdeführerin, 

da diese den Prozess veranlasst und für die Klage das Prozessrisiko zu tragen 

habe. Die beantrage Kostenauflage an B._____ wies sie mit folgender Begrün-

dung ab: Die C._____ AG sei gemäss den sich mit den Akten deckenden Ausfüh-

rungen der Beschwerdeführerin bereits am 16. Februar 2016 überschuldet gewe-

sen bzw. habe kein pfändbares Vermögen aufgewiesen, worauf am 15. April 2016 

ein Verlustschein über Fr. 7'159.-- ausgestellt worden sei. Da die zur Ausstellung 

des betreffenden Verlustscheins führende Betreibung als auch der Verlustschein 

selber dem Betreibungsregisterauszug der C._____ AG hätten entnommen wer-

den können, hätte die Beschwerdeführerin mittels einfacher Betreibungsauskunft 

bereits vor Durchführung der Schlichtungsverhandlung vom 12. Mai 2016 von der 

Überschuldung der C._____ AG Kenntnis erlangen können. Überdies sei am tt., 

tt. und tt.mm.2016, und damit vor Einreichung der Klage am 15. August 2016, der 

dreimalige Rechnungsruf nach Art. 155 Abs. 2 HRegV im Schweizerischen Han-

delsamtsblatt öffentlich publiziert worden. Dabei sei darauf hingewiesen worden, 

dass die C._____ AG keine Geschäftstätigkeit mehr aufweise, über keine ver-

wertbaren Aktiven mehr verfüge und gelöscht werde, falls innert 30 Tagen kein In-

teresse an der Aufrechterhaltung der Eintragung geltend gemacht werde. Es wäre 

der Beschwerdeführerin ohne Weiteres möglich gewesen, sich vor Einreichung 

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der Klageschrift über die wirtschaftliche Situation der C._____ AG zu informieren 

sowie die bevorstehende Löschung zu erkennen und im Sinne von Art. 938a 

Abs. 2 OR ihr Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung geltend zu ma-

chen, um die Löschung der C._____ AG gegebenenfalls zu verhindern (act. 34 S. 

4 f.). 

 Es sei nicht ersichtlich und werde von der Beschwerdeführerin auch nicht 

dargelegt, inwiefern B._____ ihr gegenüber verpflichtet gewesen wäre, von sich 

aus und ungefragt auf die prekäre finanzielle Situation der C._____ AG und deren 

bevorstehende Löschung bzw. auf die allgemein zugänglichen Informationen 

aufmerksam zu machen und die Beschwerdeführerin so vor einem unnötigen 

Prozess zu bewahren. Vielmehr wäre es ihre Sache gewesen, ihr Prozessrisiko 

vor Einleitung des Prozesses abzuklären und gegebenenfalls von einer Klage ab-

zusehen (act. 34 S. 5 f.).  

 3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine Missachtung von 

Art. 725 Abs. 2 OR und Art. 52 ZPO sowie eine Verletzung von Art. 108 ZPO vor. 

 Sie rügt, die Vorinstanz negiere die auf Art. 725 Abs. 2 OR beruhende Pflicht 

zur Anzeige der Überschuldung. Unnötige Prozesskosten im Sinne von Art. 108 

ZPO verursache, wer diese bei gehöriger Sorgfalt habe vermeiden können. Die 

Verletzung der Sorgfalt ergebe sich ohne Weiteres aus dem Unterdrücken der 

Überschuldungsanzeige (act. 32 S. 4 f.). 

 Des Weiteren wird der Vorinstanz vorgeworfen, sie verneine kategorisch und 

ohne Begründung eine Informationspflicht aus dem Prozessrechtsverhältnis. Eine 

solche sei bezüglich der Überschuldung und bevorstehenden Löschung gestützt 

auf den Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben (Art. 52 ZPO) bzw. der 

sich daraus ergebenden Mitwirkungspflicht und des Verbots der schikanösen 

Rechtsausübung gegeben (act. 32 S. 4 f.). Letztere sieht sie darin, dass B._____, 

welcher an der Schlichtungsverhandlung vom 12. Mai 2016 als Präsident des 

Verwaltungsrates der C._____ AG mit deren Rechtsvertreter erschienen sei, 

durch das Verschweigen keinen praktischen Nutzen habe erreichen, sondern ihr 

lediglich Schaden habe zufügen können, indem er sie ein Schlichtungsverfahren 

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habe durchlaufen und eine Klage einreichen lassen, im Wissen, dass dieser Auf-

wand infolge der bevorstehenden Löschung der C._____ AG nutzlos sein werde 

(act. 32 S. 5). 

 4.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, dass sie am 18. März 

2016 das Gesuch um Durchführung des Schlichtungsverfahrens erst gar nicht 

eingereicht hätte, wenn B._____ rechtzeitig die am 16. Februar 2016 bestehende 

Überschuldung angezeigt hätte (act. 22 S. 2), verkennt sie, dass selbst wenn 

B._____ die gesetzlichen Pflichten bei Überschuldung der Gesellschaft gemäss 

Art. 725 Abs. 2 OR missachtet haben sollte (act. 32 S. 4), sich diesfalls zwar die 

Frage der Haftung für Versäumnisschäden (Art. 754 OR) stellt. Die Verletzung der 

Benachrichtigungspflicht des Richters fällt indes nicht unter die ausserhalb des 

Prozesses vorgenommene bzw. im vorliegenden Fall unterlassene Handlung, die 

es im Rahmen der Kostenverlegung im gegen die C._____ AG angestrengten 

Prozess nach Art. 285 ff. SchKG zu berücksichtigen gälte. Denn zurückzuführen 

ist dieser Prozess auf einen Anfechtungstatbestand gemäss Art. 286-288 SchKG, 

was die Beschwerdeführerin zur Anstrengung eines Verfahrens gegen die 

C._____ AG veranlasst hat (vgl. act. 4/1 S. 4 f.), und nicht auf das Unterlassen 

aktienrechtlicher Pflichten. Aus der Verweisung auf Literaturstellen zu Art. 725 

Abs. 2 OR, wonach Dritte, welche mit einer Gesellschaft in Geschäftsverkehr tre-

ten, grundsätzlich davon ausgehen dürften, dass diese nicht überschuldet sei 

(act. 32 S. 4 und 6), kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ablei-

ten. In prozessualer Hinsicht trug nämlich sie als Veranlasserin des Schlichtungs-

verfahrens bzw. des Prozesses nach Art. 285 ff. SchKG das allgemeine Pro-

zessrisiko und damit die Gefahr, dass die Belangung der Gegenpartei aus wel-

chem Grund auch immer letztlich nicht möglich sein würde (vgl. ZR 75/1976 

Nr. 89). 

 Vor diesem Hintergrund war es der Beschwerdeführerin im weiteren Verfah-

rensverlauf – wie die Vorinstanz richtig erwog – bereits vor Durchführung der 

Schlichtungsverhandlung am 12. Mai 2016 (in welchem Stadium die Kosten noch 

verhältnismässig gering waren, vgl. § 3 GebV OG) und insbesondere auch vor 

Klageeinleitung bei der Vorinstanz am 15. August 2016 durchaus möglich und 

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zumutbar, allein mittels Betreibungsauskunft vom Verlustschein bzw. der Über-

schuldung der C._____ AG Kenntnis zu erlangen. Überdies wurde auch im Rah-

men des dreimaligen Rechnungsrufs im SHAB vom tt., tt und tt. mm 2016 und 

damit vor der Klageeinleitung bei der Vorinstanz öffentlich bekannt gemacht, dass 

die C._____ AG keine Geschäftstätigkeit mehr aufweise und über keine verwert-

baren Aktiven mehr verfüge (act. 26/1-3; vgl. auch nachstehend Ziff. 4.2.3).  

 4.2.1    Die Beschwerdeführerin, welche sich auf den Standpunkt stellt, sie 

habe zufolge der seitens B._____ vor, während und nach der Schlichtungsver-

handlung unterlassenen Information betreffend Überschuldung und bevorstehen-

de Löschung davon ausgehen dürfen, dass die im Prozess auftretende Gesell-

schaft nicht überschuldet sei, weshalb ihrerseits gerade keine Obliegenheit be-

standen habe, Betreibungsauskünfte einzuholen oder öffentliche Bekanntma-

chungen zu verfolgen (act. 32 S. 6), geht fehl.  

 4.2.2    Für B._____ bestand weder vor noch im Rahmen der Schlichtungs-

verhandlung vom 12. Mai 2016 eine prozessuale Pflicht, proaktiv über die finanzi-

elle Lage bzw. die fehlenden Aktiven der belangten C._____ AG, deren Organ er 

war, oder deren möglicherweise bevorstehende Löschung aus dem Handelsregis-

ter zu informieren. Würde man die prozessualen Mitwirkungspflichten der am Ver-

fahren beteiligten Personen dermassen weit fassen, würde das bedeuten, dass 

jede ins Recht gefasste mittellose Partei die Gegenpartei unaufgefordert über die-

sen Umstand informieren und sie damit implizit darauf aufmerksam machen 

müsste, dass sie mit der Klage letzten Endes nicht an das beabsichtigte Ziel ge-

langen werde. Ein solcher prozessualer Anspruch besteht nicht. Sodann war die 

Löschung der C._____ AG im Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung noch offen. 

Die 30tägige Frist gemäss des an ihren Verwaltungsrat adressierten Schreibens 

des Handelsregisteramtes vom 25. April 2016, mit welchem dieser gestützt auf 

Art. 155 Abs. 1 HRegV aufgefordert worden war mitzuteilen, ob die Eintragung 

der C._____ AG im Handelsregister aufrecht erhalten bleiben solle, war noch 

nicht verstrichen (act. 23 Blatt 3). Des weiteren hatte auf diese Aufforderung noch 

zwingend der dreimalige Rechnungsruf (act. 23 Blatt 5) zu erfolgen, anlässlich 

welchem innert der Frist von erneut 30 Tagen u.a. jeder Gläubiger (und so auch 

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die Beschwerdeführerin) sein Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung 

hätte anmelden können. Von einer schikanösen Rechtsausübung kann daher 

entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (act. 32 S. 5; vorstehend Ziff. 

II.3) keine Rede sein.  

 4.2.3    Eine prozessuale Informationspflicht seitens B._____ bestand nach 

dem Gesagten auch (und erst recht) nicht nach Abschluss der Schlichtungsver-

handlung vom 12. Mai 2016. Er handelte somit nicht treuwidrig (und schon gar 

nicht offenbar rechtsmissbräuchlich), indem er nach abgeschlossenem Schlich-

tungsverfahren nicht von sich aus die Beschwerdeführerin kontaktiert hatte, um 

sie über die am tt.tt. und tt.mm 2016 im SHAB publizierten Vorgänge bzw. allge-

mein zugänglichen Informationen betreffend die bevorstehende Löschung der 

C._____ AG sowie deren wirtschaftliche Situation (act. 26/1-3) zu informieren und 

allenfalls von der Einreichung der Klage beim Gericht abzuhalten. 

 Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass es der Beschwerdeführerin vor Ein-

reichung der Klageschrift bei der Vorinstanz ohne Weiteres möglich gewesen wä-

re, die bevorstehende Löschung der C._____ AG zu erkennen. Die entsprechen-

den Informationen einzuholen wäre nahe gelegen wegen des allgemeinen Pro-

zessrisikos, welches sie als Klägerin zu tragen hatte und damit einhergehend der 

Gefahr, dass die Belangung der einzuklagenden Gesellschaft – in vorliegenden 

Fall zufolge Löschung aus dem Handelsregister – nicht möglich sein würde. In 

diesem Sinne hätte sie ihr Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung gel-

tend machen und die Löschung der C._____ AG gegebenenfalls verhindern, oder 

aber im Rahmen der Prozessrisikoabschätzung von der Klage absehen können. 

 5. Die Beschwerdeführerin machte nicht geltend, dass sie über die finan-

zielle Lage der C._____ AG und deren Löschung seitens B._____ aktiv getäuscht 

worden sei. Somit fällt auch unter diesem Gesichtspunkt eine Kostenüberbindung 

an B._____ ausser Betracht. 

 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Prozess-

kosten zu Recht der Beschwerdeführerin und nicht B._____ auferlegt hat. Die Be-

schwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.  

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IV. 
Kosten- und Entschädigungsfolge 

 Beim vorliegenden Streitwert von Fr. 7'760.-- ist die zweitinstanzliche Ent-

scheidgebühr in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 GebV 

OG auf Fr. 1'440.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von ihr geleis-

teten Kostenvorschuss zu verrechnen.  

 Im Beschwerdeverfahren sind keine Prozessentschädigungen zuzu-

sprechen, der Beschwerdeführerin zufolge Unterliegens und B._____ mangels 

Umtrieben im Rechtsmittelverfahren. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'440.-- festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter 

Beilage der Doppel von act. 32 und act. 33/1-5, sowie an die 4. Abteilung 

des Bezirksgerichtes Zürich und an die Obergerichtskasse, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

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schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 7'760.--. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 1. November 2017
	Erwägungen:
	I. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	II. Prozessuales
	III. Materielles
	IV. Kosten- und Entschädigungsfolge
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'440.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage der Doppel von act. 32 und act. 33/1-5, sowie an die 4. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...