# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 692d6d74-f32b-51bb-b3ed-6ffacb5764ac
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.08.2023 II 2023 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-27_2023-08-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 27

Entscheid vom 22. August 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsverfügung 2017-
2021 inkl. Verzugszinsen)

2

Sachverhalt:

A. Die A.________ GmbH (nachstehend Arbeitgeberin) mit Sitz in 
C.________ wurde am 4. Juli 2007 im Handelsregister des Kantons Schwyz ein-
getragen. Sie bezweckt "Anbieten aller bekannten natur- und schulmedizinischen 
Leistungen, inkl. Beratungen, Ausbildung sowie Durchführen von Kursen". Sie 
verfügt über zwei Stammanteile zu je Fr. 10'000.--, d.h. ein Stammkapital von 
insgesamt Fr. 20'000.--. Diese werden seit dem 2. Juni 2017 von D.________ 
gehalten, welche gleichzeitig als einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin 
(mit Einzelunterschrift) zeichnet. Bis zum 26. Juni 2017 verfügte eine Drittperson 
über den einen Stammanteil, die als Gesellschafter und Vorsitzender der Ge-
schäftsführung bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls mit Einzelunterschrift zeichnete. 

B. Gestützt auf einen Arbeitgeberkontrollbericht vom 18. Oktober 2022 (Vi-
act. 198) erhob die Ausgleichskasse Schwyz mit fünf Nachtragsverfügungen vom 
20. Oktober 2022 und fünf Verzugszinsenverfügungen vom gleichen Tag von der 
Arbeitgeberin folgende Lohnbeiträge (AHV/IV/EO, ALV, FAK sowie Verwaltungs-
kosten) bzw. Verzugszinsen für die Jahre 2017 bis 2021 (je in Franken):

Jahr Beiträge Verzugszinsen
2017 5'606.05 1'296.15
2018 12'245.05 2'159.90
2019 10'296.05 1'301.30
2020 7'408.90 668.85
2021 3'206.30 129.15

Mit Revisionsrechnungen ebenfalls vom 20. Oktober 2022 stellte die Ausgleichs-
kasse der Arbeitgeberin folgende Beträge in Rechnung:

Jahr Betrag
2017 6'875.25
2018 14'404.90
2019 11'597.40
2020 8'077.70
2021 3'335.40

C. Mit Eingabe vom 15. November 2022 erhob die Arbeitgeberin gegen die 
Ausgleichskasse Schwyz als Beschwerdegegnerin Ziff. 1, den Revisor 
E.________ als "Beschwerdegegnerin 2" (recte: Beschwerdegegner 2) sowie 
F.________ (Mitarbeiterin bei der Ausgleichskasse) "Einsprache gegen Revisi-
onsbericht 607.580 vom 18. Oktober 2022" mit den folgenden Anträgen:

1. Der Revisionsbericht von Beschwerdegegner 2 (E.________ (unterzeichnet 
mit E.________, Revisor) vom 18. Oktober 2022 ist abzuweisen.

3

2. Die nachfolgend aufgeführten Abrechnungen vom 20. Oktober 2022 mit der 
immer gleichbleibenden Abrechnungsnummer 607.580 / UID: CHE-
1 13.719.271 sind zurückzuweisen:
a. Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2019 über CH 10’296.05
b. Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2017 über CHF 5'606.05
c. Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2021 über CHF 3'206.30
d. Verzugszinsen für Beitragsnachforderung 2018 über CHF 2'159.90
e. Verzugszinsen für Beitragsnachforderung 2020 über CHF 668.85
f. Lohnbeiträge 01.01.21-31.12.21, Revisionsrechnung über CHF 3'335.40
g. Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2018 über CH 12'245.05
h. Verzugszinsen für Beitragsnachforderung 2021 über CHF 129.15
i. Lohnbeiträge 01.01.17-31.12.17, Revisionsrechnung über 6'875.25
j. Lohnbeiträge 01.01.19-31.12.19, Revisionsrechnung über CHF 11'597.40
k. Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2020 über CHF 7'408.90
l. Lohnbeiträge 01.01.18-31.12.18, Revisionsrechnung über CHF 14’404.90
m. Verzugszinsen für Beitragsnachforderung 2019 über CHF 1'301.30
n. Lohnbeiträge 01.01.20-31.12.20, Revisionsrechnung über CHF 8'077.70
o. Verzugszinsen für Beitragsnachforderung 2017 über CHF 1'269.15

3. Der Beschwerdegegner 2 (sogenannter Revisor E.________ (oder wie er sich 
nennt E.________)) ist aufzufordern, die in der Mail der Beschwerdeführerin 
vom 25. September 2022 (Beilage 1) vollständig und korrekt zu beantworten. 
Konkret:
a. Präzise Rechtsgrundlagen über die Offenlegung von Verträgen zwischen 

der Beschwerdeführerin mit Dritten.
b. Der detaillierte Beweis der Einhaltung Datenschutzes ist zu belegen.
c. Die Legitimation des sogenannten Revisors und die Offenlegung der 

hoheitlichen Rechte sind zu belegen, d.h. seinen Beamtenausweis 
vorzuweisen.

4. Sollten die Beweise gemäss Rechtsbegehren 3 nicht erbracht werden können, 
ist gegen den Beschwerdegegner 2 von «Amtes» wegen, eine Strafanzeige 
u.a. wegen Amtsanmassung (Art. 287 StGB), einzureichen.

5. Beschwerdegegnerin 1, 2 + 3 sind zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die 
Policen deren Haftpflichtversicherungen offenzulegen.

6. Beschwerdegegnerin 1 ist zu verpflichten, sämtliche Mitarbeiter darauf 
hinzuweisen, dass diese all ihre Tätigkeiten in eigener Verantwortung und 
Haftung ausführen und allfällige Konsequenzen daraus nicht durch die AHV/IV 
Schwyz abgesichert sind.

7. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu Lasten der Gegenparteien.

D. Mit Entscheid Nr. 1262/22 vom 23. Februar 2023 wies die Vorinstanz bei 
Kostenlosigkeit des Verfahrens (vgl. Disp.-Ziff. 2) die Einsprache ab, soweit dar-
auf einzutreten war (Disp.-Ziff. 2). 

4

E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 23.2.2023) lässt die Ar-
beitgeberin mit Eingabe vom Montag, 27. März 2023 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz er-
heben mit den folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 23. Februar 2023 
betreffend ihre Nachzahlungsverfügungen vom 20. Oktober 2022 für die Jahre 
2017, 2018, 2019, 2020 und 2021 sei aufzuheben.

2. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 23. Februar 2023 
betreffend ihre Verfügungen vom 20. Oktober 2022 für Verzugszinsen für die 
Jahre 2017, 2018, 2019, 2020 und 2021 sei aufzuheben.

3. Die Akten seien bei der Beschwerdegegnerin zu edieren.

Unter Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

F. Mit Vernehmlassung vom 10. Mai 2023 beantragt die Vorinstanz, die Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Gleichzeitig reicht sie per Daten-
transfer die Akten ein (act. 1 bis 261, total 836 Seiten). 

G. Mit Replik vom 13. Juni 2023 lässt die Beschwerdeführerin um Gutheis-
sung der mit der Beschwerde vom 27. März 2023 gestellten Anträge ersuchen. 
Die Vorinstanz hat sich nicht mehr vernehmen lassen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im Rahmen der Arbeitgeberkontrolle vom 18. Oktober 2022 (Vi-act. 198) 
der Vorinstanz bei der Beschwerdeführerin in deren sowie deren Treuhänderin 
Anwesenheit ergab sich unter anderem, dass Leistungen in der Lohnbuchhaltung 
nicht erfasst waren und Differenzen bei den Lohnsummen bestanden, dass bei 
einer Person (G.________) eine "Abstimmdifferenz" im Jahr 2020 bestand, in-
dem eine Lohnkürzung aufgrund unbezahltem Urlaub bei der Lohndeklaration 
nicht berücksichtigt worden war, und dass die Belastung des Privatanteils Fahr-
zeug bei der Geschäftsführerin in den Jahren 2017 und 2018 zu tief ausgefallen 
war; es wurden entsprechende Korrekturen vorgenommen. Des Weiteren war bei 
einer Person (N.B.) die Lohnfortzahlung irrtümlich als nicht AHV-pflichtiges Kran-
kentaggeld erfasst worden und kein Zahlungseingang der Versicherung festge-
stellt worden; es wurde daher eine Netto-/Bruttoaufrechnung vorgenommen. Zu-
dem wurden zu Fremdleistungen dreier Ärzte unter "Anträge intern/ Sonderfest-
stellungen" folgende Ausführungen angebracht:

5

Für schulmedizinische Dienstleistungen bestehen Zusammenarbeitsverträge mit 
Ärzten. Rückfragen zu der konkreten Umsetzung der Vertragsbestimmungen sowie 
der Leistungsabrechnung der Ärzte wurden durch das Mitglied nicht beantwortet.

Anhand der vorliegenden Unterlagen und Informationen wird der Sachverhalt wie 
folgt beurteilt:

A.________ weist ihre Patienten für schulmedizinische Dienstleistungen den 
Ärzten zu. Die Ärzte sind verpflichtet, die Dienstleistungen in den Räumlichkeiten 
der A.________ zu erbringen. A.________ erledigt für die Ärzte sämtliche 
administrativen Leistungen wie die Erstellung und der Versand von Rechnungen, 
Terminkoordination, Inkasso, Werbung und stellt medizinische Assistenz zur 
Verfügung.

Die vertraglich vereinbarte Abgeltung der Ärzte an A.________ für die Nutzung der 
Räumlichkeiten und der administrativen Dienstleistungen ist aus den Unterlagen 
nicht ersichtlich. Ebenfalls ist nicht klar, wie und in welchem Namen die 
schulmedizinischen Leistungen gegenüber den Leistungserbringern 
(Versicherungen) abgerechnet werden. 

Folglich ist davon auszugehen, dass den Ärzten von der A.________ lediglich die 
Arbeitsleistung vergütet wird. Die Ärzte sind arbeitsorganisatorisch in den Betrieb 
der A.________ eingebunden und treten für die erbrachten schulmedizinischen 
Dienstleistungen gegenüber den Patienten nicht im eigenen Namen auf. Daher 
werden die erbrachten Dienstleistungen als unselbständige Erwerbstätigkeit 
qualifiziert.

Die Entschädigungen an die Ärzte gemäss Fibu-Konto "4400/4060 
Fremdarbeiten/Gutachten" werden demnach Netto-/Brutto als massgebende 
Lohnbestandteile aufgerechnet. Die Entschädigungen an H.________ liegen 
jeweils unter dem Rentnerfreibetrag von Fr. 16'800.-/Jahr, weshalb keine 
Aufrechnung vorzunehmen ist.

1.2 Im Einspracheentscheid hielt die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdefüh-
rerin keine sachdienlichen Argumente für ihren Standpunkt vorgebracht habe, 
dass die Nachzahlungsverfügungen nicht korrekt sein sollten. Aufgrund der Er-
kenntisse aus den zur Verfügung gestellten Unterlagen würden die ärztlichen 
Dienstleistungen als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert (Erw. 4). Da Ein-
sprache nur gegen Verfügungen erhoben werden könne, sei auf die Einsprache 
gegen die Revisionsrechnungen nicht einzutreten (Erw. 5). 

1.3 Mit der Beschwerde wird bestritten, dass die Leistungen der Ärzte als un-
selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren seien. Richtig sei, dass die Be-
schwerdeführerin für ihre Patienten als Naturalmedizinpraxis keine schulmedizi-
nischen Dienstleistungen erbringen dürfe und daher mit den betreffenden Ärzten 
Zusammenarbeitsverträge abgeschlossen habe (S. 4 Ziff. 4). Diese Leistungen 
würden in von der Beschwerdeführerin gemieteten Räumlichkeiten erbracht. Dies 
ändere nichts daran, dass es sich aus Sicht der Ärzte um eigene Räumlichkeiten 
im Sinne des Sozialversicherungsrechts handle (vgl. S. 5 Ziff. 7). Von einer Ein-

6

gliederung in die Arbeitsorganisation der Beschwerdeführerin könne deswegen 
jedoch keine Rede sein. Die Beschwerdeführerin sei auch nicht weisungsberech-
tigt. Die Ärzte bestimmten ihre Präsenzzeit selber und verfügten selbstredend 
über eine Bewilligung zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit (S. 4 Ziff. 5). 
Bemerkenswert sei, dass die Bewilligungen zur selbständigen Berufsausübung 
an die Ärzte H.________ und I.________ ausdrücklich im Hinblick auf ihre Zu-
sammenarbeit mit der Beschwerdeführerin erteilt worden seien. Dies sei schon 
deshalb einleuchtend, weil sie andernfalls der Weisungsbefugnis einer nicht 
schulmedizinisch ausgebildeten Person unterworfen gewesen wären (S. 4 
Ziff. 6). Ärzte wie Zahnärzte liessen ihre administrativen Angelegenheiten häufig 
von externen Stellen besorgen; dies mache die selbständige Tätigkeit nicht zu 
einer unselbständigen. Die Abgeltung hierfür wie für die Raummiete sei vertrag-
lich klar und deutlich geregelt (S. 5 Ziff. 8 f.); sie erfolge auf der Basis des Brut-
toumsatzes (S. 6 Ziff. 12). Die schulmedizinischen Leistungen würden im Namen 
der Ärzte und nicht der Beschwerdeführerin abgerechnet. Unverständlicherweise 
seien die entsprechenden TP[Tiers payant]-Rechnungen von der Vorinstanz 
nicht geprüft worden. Die Zahlungen der Versicherungen für die von den Ärzten 
erbrachten Leistungen erfolgten auf ein separates Konto der J.________ (S. 5 f. 
Ziff. 10 f.). Die Ärzte träten in eigenem Namen auf und stellten jeweils Rechnung 
in eigenem Namen; sie trügen entsprechend das Inkassorisiko (S. 6 Ziff. 13; vgl. 
Replik S. 3 Ziff. 5). 

1.4 Die Vorinstanz entgegnet vernehmlassend unter anderem, es sei im Allge-
meinen zu betrachten, wer von wem in wirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatori-
scher Hinsicht abhängig sei und wer ein spezifisches Unternehmerrisiko trage 
oder nicht. Die Beschwerdeführerin habe folgende Fragen nicht klären können:

- In der Finanzbuchhaltung der Jahre 2017 bis 2021 seien lediglich die Zahlun-
gen an die Ärzte ersichtlich, nicht aber Abrechnungsdetails zu den verrechne-
ten Dienstleistungen sowie die Verrechnung allfälliger Unkosten für Raum-
miete, Administration etc. 

- Die Vereinbarungen gemäss den nachgereichten Zusammenarbeitsverträgen 
der Beschwerdeführerin mit den Ärzten könnten in der Buchhaltung mangels 
Abrechnungsdetails nicht nachvollzogen werden. Offen bleibe, auf wen das 
Bankkonto der J.________ laute und wer daran wirtschaftlich berechtigt sei.

- Für die Abgrenzung selbständige/unselbständige Tätigkeit stellten sich zu-
dem weitere Fragen:

- Werden die Dienstleistungen der Ärzte mit den Versicherungen im Na-
men der Beschwerdeführerin oder Ärzte abgerechnet?

7

- Wie wird die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten, Zuweisung und 
administrative Dienstleistungen der Beschwerdeführerin abgegolten?

- Wer sei wirtschaftlich Begünstigter des Kontos bei der K.________ 
gemäss Ziff. 4.2 der Zusammenarbeitsverträge (Vi-act. 201, und 238 bis 
240).

1.5 Replizierend macht die Beschwerdeführerin unter anderem geltend, die 
Abgeltung der Kosten für Miete und Administration gehe sowohl aus den Zu-
sammenarbeitsverträgen als auch den Abrechnungen der Ärzte klar hervor (S. 2 
Ziff. 3 mit Hinweis auf Beschwerde-Beilagen 16 bis 12 und Replikbeilage 1 = Be-
schwerdebeilage 16). Wirtschaftlich Berechtigter am Konto der J.________ sei 
Dr. H.________ (S. 2 Ziff. 4 mit Hinweis auf Replikbeilage 2). Dr. H.________ 
werde von Medisuisse als Selbständigerwerbender abgerechnet. Dass von den 
beiden anderen Ärzten (H.________ und I.________) keine entsprechende 
Bestätigung beigebracht werden könne, liege daran, dass mit diesen Ärzten kein 
Kontakt mehr bestehe (Replik S. 3 Ziff. 6 mit Hinweis auf Replikbeilagen 3 bis 5).

2.1.1 Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, massgebender 
Lohn genannt, werden paritätische Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge erho-
ben (Art. 5 Abs. 1 und Art. 13 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] vom 20.12.1946). Als massgebender 
Lohn gilt jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbe-
stimmte Zeit geleistete Arbeit (Art. 5 Abs. 2 Satz 1 AHVG). Demgegenüber wird 
vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ein Beitrag des Selbständi-
gerwerbenden erhoben (Art. 8 AHVG). Einkommen aus selbständiger Erwerbs-
tätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger 
Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).  

2.1.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der 
Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend 
sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnis-
se vermögen allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikati-
on zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Die Vielfalt der im wirt-
schaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtli-
che Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten 
Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider 
Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche 
im konkreten Fall überwiegen (BGE 146 V 139 Erw. 3.1; 144 V 111 Erw. 4.2).  

8

2.1.3 Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von 
einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hin-
sicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt (BGE 146 V 139 
Erw. 3.1; 144 V 111 Erw. 4.2). Von einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ist 
auszugehen, wenn die für den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. 
wenn der Versicherte Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitge-
benden" abhängig ist und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb einge-
ordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. Indizien 
dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die Notwendigkeit, über 
den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das Angewiesensein auf die 
Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche Risiko des Versicherten erschöpft 
sich diesfalls in der (alleinigen) Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg   
oder, bei einer regelmässig ausgeübten Tätigkeit, darin, dass bei Dahinfallen des 
Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust 
von Arbeitnehmenden der Fall ist (BGE 122 V 169 Erw. 3c und 281 Erw. 2b mit 
Hinweisen).  

2.1.4 Eine selbständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall vor, wenn der Bei-
tragspflichtige durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei bestimmter Selbstor-
ganisation und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit 
dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen oder Produkte zu schaffen, deren Inan-
spruchnahme oder Erwerb durch finanzielle oder geldwerte Gegenleistungen ab-
gegolten wird (BGE 143 V 177 Erw. 3.3). Charakteristische Merkmale für eine 
selbständige Erwerbstätigkeit sind nach der Rechtsprechung die Tätigung erheb-
licher Investitionen, die Benutzung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die 
Beschäftigung von eigenem Personal. Das spezifische Unternehmerrisiko be-
steht dabei darin, dass unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die der 
Versicherte selber zu tragen hat. Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit 
spricht sodann die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem 
Namen, ohne indessen von diesen abhängig zu sein. Massgebend ist dabei nicht 
die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftraggebern anzunehmen, 
sondern die tatsächliche Auftragslage (BGE 122 V 169 Erw. 3c und 281 Erw. 2b, 
je mit Hinweisen; zum Ganzen vgl. Urteil BGer 9C_70/2022 sowie 9C_76/2022 
vom 16.2.2023 [i.Sa. Uber]= SVR 2023 AHV Nr. 12 Erw. 6.1 ff., zur Publikation in 
der amtlichen Sammlung [BGE] vorgesehen). 

2.1.5 In Grenzfällen, in denen sowohl Merkmale unselbständiger als auch solche 
selbständiger Erwerbstätigkeit vorliegen, ohne dass das Pendel eindeutig in die 
eine oder die andere Richtung ausschlagen würde, ist rechtsprechungsgemäss 
namentlich auch Koordinationsgesichtspunkten Rechnung zu tragen. Dies gilt 

9

vorab bei Mehrfachbeschäftigten, welche dieselbe Erwerbstätigkeit für verschie-
dene Arbeit- oder Auftraggeber oder verschiedene Erwerbstätigkeiten für densel-
ben Arbeit- oder Auftraggeber ausüben (vgl. BGE 123 V 161 Erw. 4a; Urteile 
BGer [vormals Eidg. Versicherungsgericht EVG] 9C_1094/2009 vom 31.5.2010 
Erw. 2.2; H 55/01 vom 27.5.2003 Erw. 4.2 und H 300/98 vom 4.7.2000 
Erw. 8d/aa). Der Gesichtspunkt der Koordination gebietet, dass ein und dieselbe 
Erwerbstätigkeit in den einzelnen Zweigen des Sozialversicherungsrechts gleich 
gewertet wird, soweit dem nicht eine gesetzliche Regelung entgegensteht (BGE 
119 V 161 Erw. 3.b).

2.1.6 Die beitragsrechtliche Qualifikation des Erwerbseinkommens aus ärztlicher 
Tätigkeit wird grundsätzlich wie folgt vorgenommen: Sämtliche Vergütungen, die 
der Arzt in abhängiger Stellung erzielt, gehören zum massgebenden Lohn. Ein-
künfte aus der eigenen Praxis stellen Einkommen aus selbständiger Erwerbs-
tätigkeit dar (BGE 122 V 284 Erw. 3; Urteil BGer H 5/99 vom 1.6.2001 Erw. 4). 
Gemäss dem Urteil H 122/05 vom 21. März 2006 (Erw. 4.2) gilt als ein wichtiges 
Indiz für selbständige Erwerbstätigkeit bei Zahnärzten der Umstand, dass sie für 
den Erfolg ihrer Arbeit selbst einzustehen haben. Nichts anderes kann für 
grundsätzlich frei praktizierende (Haus-)Ärzte gelten. 

2.1.7 Im Sozialversicherungsrecht - so auch vorliegend - gilt der Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteile BGer 9C_281/2018 vom 
9.10.2018 Erw. 5.2, H 318/01 vom 10.7.2003 Erw. 3, je betr. Beitragspflicht und 
mit Hinweis auf BGE 126 V 353 Erw. 5b). 

2.2.1 Aktenkundig sind drei im Wesentlichen identische Zusammenarbeitsverträ-
ge der Beschwerdeführerin mit den drei Ärzten Dr.med. H.________ vom 
21. November 2015 (Vi-act. 238 = Bf-act. 3), G.A. vom 6. Dezember 2016 (Vi-
act. 239 = Bf-act. 4) sowie Dr.med. L.________ vom 15. Mai 2022 (Vi-act. 240 = 
Bf-act. 5).

Zwei Verträge halten unter "Vorbemerkungen" fest, dass "der schulmedizinische 
Teil durch einen zugelassenen Schulmediziner erfolgen" muss. Weiter lassen 
sich den Verträgen folgende Vereinbarungen entnehmen (zitiert gemäss dem 
Zusammenarbeitsvertrag mit Dr.med. H.________):

1.  Vertragsgegenstand

1.1. Die Parteien beschliessen eine Zusammenarbeit. Diese bezieht sich auf die 
Schnittstellen zwischen naturärztlichen und schulmedizinischen 
Dienstleistungen.

10

1.2. Dr. med. H.________ übernimmt dabei die Erbringung der schulmedizinischen 
Leistungen, welche die Patienten der A.________ benötigen. Voraussetzung 
dafür ist eine Berufsausübungsbewilligung des Kantons Schwyz.

1.3. Die Parteien sind weiterhin selbständige Unternehmen bzw. selbständig 
Erwerbende. Ihre Geschäftstätigkeit ausserhalb ihrer Zusammenarbeit wird 
von diesem Vertrag nicht berührt. Die Parteien erklären ausdrücklich, dass sie 
keine Einfache-Gesellschaft im Sinne von Art 530 ff. OR bilden.

2. Leistungen der Parteien

2.1. Dr. med. H.________ verpflichtet sich, die schulmedizinischen 
Dienstleistungen, welche die Patienten der A.________ benötigen, in den 
Räumlichkeiten der A.________ zu erbringen. Die Behandlung des Patienten 
kann schul- oder komplementärmedizinisch erfolgen.

2.2. Dr. med. H.________ erbringt seine Leistungen auf eigene Rechnung und 
trägt das Inkassorisiko für seine Leistungen.

2.3. A.________ besorgt sämtliche administrativen Leistungen für Dr. med. 
H.________, wie Z.B.:

- Erstellen u. Versand von Rechnungen
- Terminkoordination und -organisation
- Unterstützung bei Behörden
- Inkasso
- Werbung
- zur Verfügungsstellung medizinischer Assistenz
- Einkauf von Medikamenten und Verbrauchsmaterial

3. Spesen und Unkosten

3.1 Jede Partei trägt ihre Spesen und Unkosten selbst. Soweit Dr. med. 
H.________ die Infrastruktur der A.________ in Anspruch nimmt, schuldet er 
hierfür folgende Entschädigung: 

4 Honorierung / Abgeltung

4.1 Für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten, die Abgeltung für die 
Zuweisungen durch die A.________ und deren administrative 
Dienstleistungen (vgl. Ziff. 2.4 [recte Ziff. 2.3] vorstehend) bezahlt Dr. med. 
H.________ an die A.________ GmbH:

- 40% vom Bruttoumsatz 1, (Bruttoumsatz 1 - Bruttoumsatz abzüglich 
Medikamenteneinkaufpreise).

4.2 Abgerechnet wird monatlich. Zahlungen der Leistungserbringer werden auf 
dem Konto IBAN: CH 6930781161034612408 bei der K.________ 
gutgeschrieben.

4.3 Dr. med. H.________ erlaubt der A.________ Zugriff auf das erwähnte Konto, 
um die vertraglichen Leistungen erbringen zu können.

5. Haftung

5.1 Jede Partei trägt gegenüber Dritten die Haftung für Schäden, die sie im 
Rahmen der Zusammenarbeit selber verursacht hat. Die Parteien haften nicht 
solidarisch gegenüber Dritten. 

11

6. Dauer der Zusammenarbeit

6.1 Es ist geplant, dass die medizinischen Leistungen von Dr. med. H.________ 
stundenweise erbracht werden. 

6.2 Die Zusammenarbeit beginnt am 01.03.2021 und wird auf unbestimmte Zeit 
geplant Sie kann von beiden Parteien jederzeit in gegenseitigem 
Einvernehmen beendigt werden. Eine Kündigung zur Unzeit ist nicht zulässig 
(Art. 404, Abs. 2 OR), d.h. bereits verabredete Konsultationen müssen auf alle 
Fälle wahrgenommen werden. 

7. (Weitere Bestimmungen). 

2.2.2 Aufgrund der Arbeitgeberkontrolle wurde namentlich aufgrund der Ver-
pflichtung der Ärzte, ihre schulmedizinischen Leistungen in den Räumlichkeiten 
der Beschwerdeführerin anzubieten, der Erledigung sämtlicher administrativer 
Leistungen für die Ärzte durch die Beschwerdeführerin sowie des Fehlens von 
Angaben zur vertraglich vereinbarten Abgeltung der Ärzte und der Abrechnung 
gegenüber den Versicherungen auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit der 
Ärzte geschlossen. 

Zu diesen offenen Fragen hat sich die Beschwerdeführerin vor dem Verwal-
tungsgericht geäussert unter Einreichung diverser Unterlagen. Dem ist bei der 
nachstehenden Beurteilung des Beitragsstatus der Ärzte Rechnung zu tragen. 

2.3.1 Für eine unselbständige Erwerbstätigkeit spricht die vertragliche Verpflich-
tung der Ärzte, die schulmedizinischen Leistungen, welche die Patienten der Be-
schwerdeführerin benötigen, in deren Räumlichkeiten zu erbringen. Eine weiter-
gehende Verpflichtung der Ärzte besteht jedoch nicht. Dies gilt namentlich für ir-
gendwelche Vorgaben/Weisungen, was die Behandlungen der Patienten anbe-
langt. Dessen war/ist sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Vorbringen auch 
durchaus bewusst. Dies zeigt sich nicht nur in der Vorbemerkung, sondern na-
mentlich auch in der vertraglichen Bestimmung, dass die Behandlung schul- oder 
komplementärmedizinisch erfolgen "kann". 

2.3.2 Auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit der Ärzte deutet auch die Home-
page der Beschwerdeführerin hin. Neben über 20 verschiedenen Therapieange-
boten und ohne Abgrenzung von diesen wird an letzter Stelle auch die "Schul-
medizin" genannt (https://www.A.________.ch/therapieangebot/; eingesehen am 
26.7.2023). Während bei den anderen Therapien die jeweiligen Therapeuten und 
Therapeutinnen allerdings nicht namentlich bezeichnet werden, findet sich unter 
"Schulmedizin" der Eintrag " Dr.med. H.________, innere Medizin. Unser Schul-
mediziner ist gerne für Ihre Anliegen am Montag, Dienstag für Sie da". Als medi-
zinische Massnahmen werden konkret hausärztliche Untersuchungen, Laborana-
lysen, Ultraschall, Notfalldienst, Infusionstherapie und Verkehrsuntersuchungen 

12

genannt. Dieser Eintrag lässt sich allerdings auch als die im Zusammenarbeits-
vertrag erwähnte "Werbung" verstehen. Insofern ist der Aussagewert dieses Ein-
trags trotz des verwendeten Possessivpronomens "Unser" hinsichtlich der Beur-
teilung des Beitragsstatus zu relativieren. 

Anzufügen ist allerdings, dass der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 
fehlende Kontakt zu Dr. H.________ (Replik S. 3 Ziff. 6) wenig überzeugen kann, 
da dieser Arzt aktuell als einziger Schulmediziner auf der Homepage der Be-
schwerdeführerin geführt wird.

2.3.3 Neben der Pflicht zur Nutzung der Räumlichkeiten kann eine gewisse Ein-
gliederung der Ärzte in die Arbeitsorganisation allenfalls auch darin gesehen 
werden, dass "geplant" ist, dass die medizinischen Leistungen stundenweise er-
bracht werden. Wie diese Formulierung zeigt, ist dieser Vertragsbestimmung in-
des ein programmatischer Charakter im Sinne einer Absichtserklärung zuzuspre-
chen, was für arbeitsvertragliche Verhältnisse eher ungewöhnlich ist. 

2.3.4 Ohne Vorbehalt wird eine Leistungserbringung auf eigene Rechnung und 
eigenes (Inkasso-)Risiko vereinbart. Es bestehen keine Anhaltspunkte, welche 
dagegensprechen, dass dies auch in der gelebten Arbeitsrealität so gehandhabt 
wurde/wird. Aus Ziff. 4.2 und Ziff. 4.3 der Vereinbarung ergibt sich, dass die Leis-
tungserbringer ihre Zahlungen auf ein Konto des jeweiligen Arztes (bei der       
K.________ im Falle von Dr.med. H.________ und M.________ oder der 
J.________ im Falle von L.________ [vgl. Replikbeilage 2]) erbrachten. Die 
(schulmedizinischen) Dienstleistungen der Ärzte wurden entsprechend auch in 
deren Namen abgerechnet, wie die Beschwerdeführerin belegt (Bf-act. 9 bis 13). 
Betreffend das Arbeiten auf eigene Rechnung und das allfällige (Inkasso-)Risiko 
- soweit bei zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung tätigen Ärzte 
überhaupt von einem solchen die Rede sein kann - ist vorliegend jedenfalls kein 
Unterschied zur Tätigkeit selbständigerwerbender (Haus-)Ärzte, ob diese allein 
oder in einer Gemeinschaftspraxis tätig sind, erkennbar. 

Das eigene Tragen von Kosten und Spesen spricht ebenfalls gegen eine un-
selbständige Tätigkeit, verbietet Art. 327a Abs. 3 OR doch Abreden, dass der Ar-
beitnehmer die notwendigen Auslagen ganz oder teilweise selber zu tragen hat 
bzw. sind solche Abreden nichtig. Dass die Beschwerdeführerin entgegen dieser 
Vereinbarung Kosten und Spesen der Ärzte übernommen hat, ist weder ersicht-
lich noch wird dies behauptet. 

Der eigenen Risikotragung entspricht auch die jeweils eigene Haftung der Zu-
sammenarbeitsvertragsparteien, was rechtsprechungsgemäss als wichtiges Indiz 
für selbständige Erwerbstätigkeit eines Arztes gilt (vgl. vorstehend Erw. 2.1.6). 

13

2.3.5 Die Besorgung (sämtlicher) administrativer Leistungen der Ärzte durch die 
Beschwerdeführerin kann durchaus mit der nicht seltenen Auslagerung der ad-
ministrativen Praxistätigkeiten verglichen werden, was einem Arzt die Konzentra-
tion auf sein Kerngeschäft ermöglicht. Zwar gehen diese Leistungen vorliegend 
über die blosse Bereitstellung eines Inkassos hinaus. Eine Eingliederung der Ärz-
te in arbeitsorganisatorische Abläufe der Beschwerdeführerin und/oder Wei-
sungsbefugnisse derselben, welche auf eine unselbständige Tätigkeit hindeuten 
könnten, lassen sich den Zusammenarbeitsverträgen diesbezüglich nicht ent-
nehmen. Dies gilt insbesondere für die Zurverfügungsstellung medizinischer As-
sistenz sowie den Einkauf von Medikamenten und Verbrauchsmaterialien: viel-
mehr erfolgt das eine auf Verlangen des Arztes, das andere nach dessen Vorga-
ben/Anweisungen. 

2.3.6 Die Beschwerdeführerin entrichtete den Ärzten keinen Lohn. Vielmehr stell-
te diese der Beschwerdeführerin Rechnung gemäss der Zusammenarbeitsver-
einbarung (vgl. Beschwerdebeilagen 16 bis 21). 

2.3.7 Vorliegend wurde offensichtlich auch das gesamte Einkommen von 
Dr. med. L.________ von der medisuisse-Ausgleichskasse als Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit erfasst (vgl. Replikbeilagen 3 bis 5). Hiervon ab-
zuweisen besteht vorliegend kein überzeugender Grund. Nichts anderes gilt auch 
hinsichtlich des Beitragsstatus der beiden anderen Ärzte. 

2.3.8 Im Rahmen des Gesamtkontextes darf auch den Berufsausübungsbewilli-
gungen des Amtes für Gesundheit ein Indiziencharakter zu Gunsten einer Quali-
fikation als selbständige Erwerbstätigkeit zuerkannt werden. Diese Bewilligungen 
wurden explizit mit Blick auf die Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin zur Berufs-
ausübung "in eigener fachlicher Verantwortlichkeit" (Bf-act. 6 [betr. Dr.med. 
H.________]) bzw. "zur selbstständigen Berufsausübung" (Bf-act. 7 [betr. Dr. 
M.________ erteilt mit gleichzeitiger Erteilung der Führung einer Patientenapo-
theke. 

2.4 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen erlaubt die Aktenlage mit dem er-
forderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Schluss auf 
eine selbständige Erwerbstätigkeit der von den Ärzten bei der Beschwerdeführe-
rin erbrachten Leistungen. Die Aufhebung der fünf Nachtragsverfügungen vom 
20. Oktober 2022 sowie der jeweiligen Verzugszinsverfügungen, wie beantragt, 
kommt gleichwohl nicht in Frage, da in diese weitere Korrekturen eingeflossen 
sein dürften (vgl. vorstehend Erw. 1). 

14

In Gutheissung der Beschwerde ist die Sache daher an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, damit sie die von der Beschwerdeführerin für die Jahre 2017 bis 2021 
geschuldeten Beiträge und Verzugszinsen neu ermittelt und hierüber neu verfügt. 

3.1.1 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn 
dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen (Art. 61 lit. fbis 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000 , in Geltung seit 1.1.2021). Bezüglich der Ver-
fahrenskosten kommt also das kantonale Recht zur Anwendung (Art. 61 Einlei-
tungssatz ATSG i.V.m. § 71 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 
234.110; VRP] vom 6.6.1974), soweit nicht die Kostenlosigkeit greift. Die Mög-
lichkeit einer Kostenauflage bei mutwilligem oder leichtsinnigem Verhalten er-
laubte bereits Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 geltenden Fassung. 

Vorliegend handelt es sich um eine Streitigkeit über Beiträge, womit grundsätz-
lich bei Unterliegen Kosten auferlegt werden. 

3.1.2 Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung kann (unter anderem) vorlie-
gen, wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von 
dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er un-
richtig ist. Mutwillige Prozessführung kann etwa auch angenommen werden, 
wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. Mitwir-
kungs-, Unterlassungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der Rekursbehörde 
an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält (BGE 112 V 333 
Erw. 5). Berücksichtigt wird nicht nur das Verhalten während des Beschwerde-
verfahrens, sondern auch jenes in früheren Verfahren sowie vor der Beschwer-
deerhebung (BGE 124 V 285 Erw. 4.b; Urteil BGer 8C_242/2021 vom 2.11.2021 
Erw. 8; vgl. BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 22).

3.1.3 Die Beschwerdeführerin weigerte sich, im Rahmen und im Nachgang zur 
Arbeitgeberkontrolle weitere Unterlagen einzureichen und Angaben zu machen 
(vgl. Vi-act. 200-1 ff./8), ebenso in der Einsprache (Vi-act. 219), mit welcher sie 
vielmehr Forderungen an die Adresse von Personen stellte (Einsprache S. 2 
Ziff. 3 f.), denen keine Parteistellung zukam. Zu Recht hielt die Vorinstanz im an-
gefochtenen Entscheid (S. 3 Erw. 4) daher fest, dass die Beschwerdeführerin 
"keine sachdienlichen Argumente" vorgebracht und die Möglichkeit des Erklärens 
nicht in Anspruch genommen habe. 

15

Entsprechend sind der Beschwerdeführerin die Hälfe der Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 800.--, d.h. Fr. 400.--, auf-
zuerlegen. Die andere Hälfte (Fr. 400.--) geht zu Lasten der Vorinstanz. 

3.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 

3.2.2 Der gesetzlichen Wendung "obsiegende Beschwerde führende Person" 
liegt die gesetzgeberische Absicht zu Grunde, den Sozialversicherern keinen An-
spruch auf Parteientschädigung einzuräumen. Ein ausnahmsweiser Anspruch 
auf Parteientschädigung besteht etwa bei mutwilliger oder leichtsinniger Prozess-
führung durch die versicherte Person (BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 77 mit 
Hinweis auf BGE 126 V 143 Erw. 4b). 

Da die Vorinstanz nicht beanwaltet ist, ist ihr keine Parteientschädigung zu Las-
ten der Beschwerdeführerin zuzusprechen. 

3.2.3 Auch im Anwendungsbereich von Art. 61 lit. g ATSG gilt das Verursacher-
prinzip. Selbst einer obsiegenden Partei kann unter Umständen eine Entschädi-
gung verwehrt werden, z. B. wenn sie das Beschwerdeverfahren in schuldhafter 
Weise selbst verursacht hat, so etwa, wenn sie sich den Vorwurf gefallen lassen 
muss, sie habe ihre Mitwirkungspflicht verletzt und deswegen einen unnötigen 
Prozess verursacht (BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 80 mit Hinweis auf Urteil 
BGer 9C_507/2015 vom 26.2.2016 Erw. 3.1).

Entsprechend zur Verlegung der Verfahrenskosten ist der Beschwerdeführerin 
daher trotz ihres Obsiegens nur eine reduzierte Parteientschädigung zuzuspre-
chen. Diese wird in Anwendung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwäl-
te (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der in § 14 für das Honorar in 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie Beachtung der in § 2 Abs. 1 genannten massgeben-
den Kriterien unter Beachtung des pflichtgemässen richterlichen Ermessens auf 
insgesamt Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid Nr. 1262/22 vom 23. Februar 2023 aufgehoben. Die Sache wird an 
die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie die von der Beschwerdeführerin 
für die Jahre 2017 bis 2021 geschuldeten Beiträge und Verzugszinsen neu 
ermittelt und hierüber neu verfügt. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von insgesamt Fr. 800.-- werden je zur Hälfte (je Fr. 400.--) der Vorinstanz 
sowie der Beschwerdeführerin auferlegt. Die Beschwerdeführerin hat am 
3. April 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- geleistet, womit ihr 
Fr. 400.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind.

Die Vorinstanz hat ihr Betreffnis (Fr. 400.--) innert 30 Tagen seit Zustellung 
des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des 
Verwaltungsgerichts zu überweisen. 

3. Die Vorinstanz hat der beanwalteten Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.  

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 22. August 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

17

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. September 2023