# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50e644df-4e51-55cc-983a-1fd50dc20622
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-30
**Language:** de
**Title:** RAD-Untersuchung, Abweisung
**Docket/Reference:** IV.2013.01157
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.01157.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.01157
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Geiger
Urteil
vom
30. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Marino Di Rocco
Bahnhofstrasse 148, ''Im Leue'', Postfach 503, 8622 Wetzikon ZH
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1955 geborene
X.___
arbeitete
seit 1996 bei der
Y.___
bei einem Pensum von 14
%
und
von Mai 2010 bis August 2012 bei der
Z.___
bei einem 60
%-Pensum als
Reini
gungsmitarbeiterin
(
Urk.
7/2,
Urk.
7/13 und
Urk.
7/16). Am
9.
Juli 2012 (Ein
gangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
wegen
eines generalisierten weichteilrheumatischen Schmerzsyndroms sowie wegen
Thalassämie
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2). Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und die medizinische
n
Verhältnisse ab
(
Urk.
7/6,
Urk.
7/13-14, Urk.
7/16,
Urk.
7/21-22
). Am 1
8.
Dezember 2012
teilte die IV-Stelle
X.___
mit, dass zurzeit keine Eingliederungsmass
nahmen möglich seien
, weil sie sich nicht arbeitsfähig fühle (
Urk.
7/25). Am 1
9.
Juli 2013
führte
med.
pract
.
A.___
, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), eine orthopädische Untersuchung der Versicherten durch (Untersuchungsbericht vom 2
5.
Juli 2013,
Urk.
7/37, und ergänzende RAD-Stellungnahme vom 1
9.
August 2013,
Urk.
7/4
2/4-5). Zusätzlich wurde am 19.
September 2013 eine Haushaltsabklärung durchgeführt (
Urk.
7/40). Mit Vorbescheid vom 2
6.
September 2013 (
Urk.
7/43) stellte die IV-Stelle
X.___
die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 2
3.
Oktober 2
013 (
Urk.
7/48) Einwand. Am 11.
November 2013 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von
X.___
(
Urk.
2). Die Invaliditätsbemessung beruhte auf der gemischten Methode (80
%
Erwerb und 20
%
Haushalt).
2.
Hiergegen erhob
X.___
am 1
3.
Dezember 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihr unter Aufhebung der Verfügung vom 1
1.
November 2013 ab Juli 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei eine medizi
nische Untersuchung durchzuführen und gestützt d
a
rauf ein neuer Entscheid zu fällen
;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegne
rin
(
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Januar 2014 auf Abweisung der
Beschwerde (Urk.
6, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-53), wa
s der Beschwerdeführerin am 29.
Januar 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird - soweit erfor
derlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei
nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins
besondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei handelt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf
Sozi
alversicherungsleistungen
seit jeher vorausgesetzt und hat im Rahmen der 5. IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis
kriminierung der betroffenen Versicherten in
verfassungsmässigem
Sinne bezie
hungsweise nach
Massgabe
der EMRK kann daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in
fine
und E. 5.7).
Die im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (Urteil des Bundesgerichts
9C_1
0/2014 vom 20. August 2014 E. 3.3, SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende),
und
Konversi
onsstörungen
/dissoziativen Bewegungsstörungen (Urteile des Bundesgerichts 8C_810/2013 vom
9.
April 2014 E. 5.2.2 mit Hinweisen, 9C
_903/2007 vom 30. April 2008 E.
3.4)
sowie bei
Chronic
Fatigue
Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile
des Bundesgerichts
9C_
662/2009 vom 17. August 2010 E.
2.3
,
9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I
70/07 vom 14. April 2008 E.
5), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2013 vom 16. Februar 2014 E. 4.1-2) sowie bei nicht organischer
Hypersomnie
(BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet, nicht hingegen,
wenn sich die Frage nach der invalidisie
renden Wirkung einer
Cancer-related
Fatigue
stellt (
BGE
139 V 346 E. 3 mit Hinweisen).
Praxisgemäss
stellt die Diagnose einer "sonstigen andauernden
Persönlichkeitsän
derung
" nach ICD-10: F62.8 - und damit auch diejenige einer "nicht näher bezeichneten andauernden Persönlichkeitsänderung" nach ICD-10: F62.9 - für sich allein nicht einen invalidisierenden Gesundheitsschaden im Rechtssinne dar. Vielmehr ist auch bei dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung die Frage der invalidisierenden Wirkung nach den rechtlichen Kriterien zu beurteilen, die für
somatoforme
Schmerzstörungen und ähnliche Leiden gelten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_822/2013 vom 4. Juni 2014 E.
4.4 mit Hinweis auf in BGE
136 V 362
nicht publizierte
E. 2.3 des Urteils
9C_55/2010 vom 8. Oktober 2010).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad
entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch
auf
eine Invali
denrente hat. Unbestritten ist
hierbei
die von der Beschwerdegegnerin vorge
nommene Qualifikation (Erwerb 80 % und Haushalt 20 %) sowie das
Abklä
rungsergebnis
(Einschränkung im Haushalt 15 %, Urk. 7/40).
2.2
Die
Beschwerdegegnerin begründet
die Verneinung des Rentenanspruchs gestützt auf den RAD-Untersuchungsbericht vom 25. Juli 2013 (Urk. 7/37)
im Wesentlichen damit, d
ass der Beschwerdeführerin die a
ngestammte Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin
zwar nur noch zu 50 % möglich sei, ihr hingegen eine
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen
, ohne häufige wirbelsäulen
belastende und
hüft
gelenks
-/
kniegelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeit, Arbeiten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen
und auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe- und Kälteexposition wie zum Beispiel leichte sitzende
Fertigungsarbei
ten
, Überwachung oder sitzende Kontrolltätigkeiten zu 100 % zumutbar sei.
Der Einkommensvergleich ergebe unter Anwendung der gemischten Methode einen Invaliditätsgrad von 3 % (Urk. 2).
2.3
Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansich
t,
dass ein medizinischer Gesundheitsschaden
ausgewiesen sei
, welcher länger andauere und sie derart beeinträchtige, dass sie keiner
lei
Erwerbstätigkeit mehr nachgehen könne (Urk. 1).
3.
3.1
Dr.
med.
B.___
, Chirurgie FMH,
Chiroprakt
SAMM und Schmerztherapie SSIPM, stellte in seinem Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin (undatiert, Eingangsdatum 19. September 2012, Urk. 7/14) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Lumbovertebralsyndrom
bei degenerativer Veränderung und
Spondylarthrose
des
thorakolumbalen
Übergangs und leichte links-
konvexe Skoliose seit 2008
-
beginnende Cox- und Gonarthrose beidseits
-
generalisiertes
myofasciales
Schmerzsyndrom (Differenzialdiagnose:
Fibromyalgie seit Januar 2011)
-
komplexe mediale Meniskusläsion links seit April 2012
-
rezidivierende
Fascitis
plantaris
Als
D
iagnosen
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
nannte er eine Hypertonie, eine
Thalassämie
, eine rezidivierende
athmoide
Bronchitis sowie einen
Harn
weginfekt
.
Das
fibromyalgie
-ähnliche Syndrom und das
Lumbovertebralsyn
drom
seien stationär und benötigten medizinische Analgesie sowie zeitweise Physiotherapie (3 Serien im Jahr). Die Knieschmerzen seien noch in Behandlung und würden prognostisch die Beschwerdeführerin bei körperlicher Anstrengung einschränken. Die Beschwerdeführerin könne nicht länger als
eine
Stunde ste
hen, keine Lasten über 15 Kilogramm tragen und habe nur eine schmerzfreie Gehstrecke von 300 Metern. Ausserdem habe sie kein Deutschverständnis und keine berufliche Ausbildung. Die Beschwerdeführerin sei seit dem 23. Mai 2012 bis auf
Weiteres
zu 100 % arbeitsunfähig. Auf längere Sicht und nach der Behandlung der Knieschmerzen beidseitig sei sie im Erwerbsbereich zu 40 % arbeitsfähig. Im eigenen Haushalt (mit ihrem Ehemann) sei die Beschwerdefüh
rerin zu 100 % einsatzfähig. Eine leichte Tätigkeit sei halbtags zumutbar
(S. 1)
. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin noch zu 50
% zumutbar. Und
auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin noch für 4 Stunden pro Tag möglich
(S. 3)
. Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Massnahmen nicht vermindern.
3.2
Im
Schreiben vom 1. November 2012
(Urk. 7/22/6) zuhanden der Beschwerde
-
geg
nerin
hielt
Dr.
med.
C.___
, Allgemeinmedizin FMH, fest, dass die Beschwerdeführerin sie am 23. Mai 2012 konsultiert habe, nach
dem sie am 2
2.
Mai 2012 auf das linke Knie gestolpert sei. In diesem Zusam
menhang habe sie vom 23. Mai bis 6. Juni 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit
bescheinigt. Die Beschwerdeführerin habe per 9. Juni 2012 ihre Arbe
it zum üblichen Pensum wieder a
ufgenommen und habe sich erst am 2. August 2012 erneut bei ihr gemeldet.
Sie habe von ihr erfahren, dass am 18. Juni 2012 eine Arthr
oskopie des linken Knies durch
Dr.
B.___
durchgeführt worden sei.
Wäh
rend der Ferienabwesenheit von
Dr.
B.___
habe sie für die Beschwerdeführerin ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt: 50
% vom 30.
Juli bis 24. August 2012 dreimal wöchentlich mit je einem Tag Pause dazwischen. Erst am 1
8.
Oktober 2012 habe sich die Beschwerdeführerin wegen erhöhtem Bluthoch
druck gemeldet. Sie behandle keine invalidisierenden Erkrankungen. Falls sich die Invalidität auf die Kniesymptomatik beziehen sollte, sei
Dr.
B.___
der Ansprechpartner.
3.3
In den beiden Berichten der
D.___
, Orthopädie, vom 26. Oktober 2012 (Urk. 7/31/3-4) und vom 21. Januar 2013 (Urk. 7/31/5-6) wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert:
-
persistierende Knieschmerzen links bei
-
Status nach
Teilmenis
k
ektomie
mediales
Hinterhorn
am 18. Juni
2012 (
Dr.
B.___
)
-
medial betonte
mässige
femorotibiale
Ch
ondropathie
-
radikuläre
Symptomatik L5 rechts mehr als links
-
Coxarthrose
links mehr als rechts
Als Nebendiagnosen wurden
ein
generalisierte
s
myofasciale
s
Schmerzsyndrom (DD: Fibromyalgie),
ein
Paravertebralsyndrom
, eine Hypertonie sowie eine soli
täre, kortikale Nierenzyste am linken
Unterpol
angeführt.
Bei der Beschwerde
führerin seien mehrfache, wahrscheinlich
spondylodäre
Infiltrationen durchge
führt worden, wobei die Beschwerden etwas besser geworden seien, insbeson
dere nach den LWS-Infiltrationen. D
ie Beschwerdeführerin habe angegeben, das
Hauptproblem sei h
auptsächlich der Rücken und
in zweiter Linie
das linke Knie.
3.4
Dem Bericht des Zentrum
s
für Paraplegie der
D.___
vom 7. Februar 2013 (Urk. 7/31/7-9)
über die neurologische und neuropsychologische
Untersu
chung vom 6. Februar 2013 sind folgende Diagnosen zu entnehmen:
1.
Generalisiertes
myofasciales
Schmerzsyndrom
2.
Panvertebrales Schmerzsyndrom
-
Wirbelsäulen-
Fehlform
(leichte links-konvexe
skoliotische
Fehlhaltung lumbal)
-
beginnende degenerative Veränderungen
3.
Persistierendes Schmerzsyndrom Knie links mit/bei:
-
Status nach Teil-
Menis
k
ektomie
mediales
Hinterhorn
am 18. Juni
2012
-
medial betonte mässige
femorotibiale
Chondropathie
4.
Beginnende
Coxarthrose
-
Coxa
profunda
beidseits,
Osteophytenkranz
lateraler Schenkelhals,
leichtgradige
Taillierungsstörung,
Enthesiophyt
an der Ala
ossis
ilii
beidseits, Ossifikation in Projektion auf
spina
ilica
anterior
superior
-
beginnende
Symphysendegenerationen
5.
Arterielle Hypertonie
6.
Thalassämie
Klinisch neurologisch bestehe eine erschwerte Beurteilbarkeit aufgrund der hohen Schmerzhaftigkeit der Beschwerdeführerin
, doch lasse sich keine neuro
pathische Ursache für das schmerzhafte Beschwerdebild der Beine feststellen.
3.5
Die
D.___
, Orthopädie, hielt in ihrem Bericht vom 27. Februar 2013 (Urk. 7/31/10-12) zuhanden
Dr.
B.___
folgende Diagnosen fest:
1.
Generalisiertes
myofasciales
Schmerzsyndrom
2.
Panvertebrales Schmerzsyndrom
-
MRI der LWS am 3
.
Januar 2013: multisegmentale beginnende
degenerative Veränderungen mit
Diskusprotrusion
L5/S1 mit
Kontakt zur Nervenwurzel S1 links
-
Röntgen der HWS am 25. J
anuar 2013:
ossäre
Einengung des
Neuroforamens
C3/4 rechts
-
neurophysio
logische Untersuchung am 6. b
eziehungsweise
7. Februar 2013: ohne Befund
-
Wirbelsäulen-
Fehlform
(leichte links-konvexe
skoliotische
Fehlhaltung lumbal)
3.
Persistierendes Schmerzsyndrom Knie links mit/bei:
-
Status nach Teil-
Menis
k
ektomie
mediales
Hinterhorn
am 1
8.
Juni
2012
-
medial betonte mässige
femorotibiale
Chondropathie
4.
Beginnende
Coxarthrose
-
Coxa
profunda
beidseits,
Osteophytenkranz
lateraler Schenkelhals,
leichtgradige
Taillierungsstörung,
Enthesiophyt
an der Ala
ossis
ilii
beidseits, Ossifikation in Projektion auf
spina
ilica
anterior
superior
-
beginnende
Symphysendegenerationen
5.
Arterielle Hypertonie
6.
Thalassämie
7.
Vitamin-D-Mangel: 25-OH-Vitamin D3 43nmol/l
Klinisch sei
en
kein sicherer Kniegelenkserguss palpabel
und
die
Knie-Binnen
strukturen
aufgrund von
Schmerzexerzebationen
nicht prüfbar.
Es bestünden weder Hinweise auf eine lumbale Neurokompression noch für ein
florides
CRPS
(komplexes regionales Schmerzsyndrom)
.
Sie interpretier
t
en das Beschwerdebild als generalisiertes
myofasciales
Schmerzsyndrom mit im Vordergrund stehen
de
m
Panvertebralsyndrom
lumbalbetont sowie persistierendem
Schmerzsyn
drom
Knie links.
3.6
Im Bericht vom 1
6.
Mai 2013 (
Urk.
7/31/1-2) zuhanden der Beschwerdegegnerin bestätigte
Dr.
B.___
die bereits genannte Diagnose
polytoper
Gelenk- und Weichteilschmerzen an der Wirbelsäule und an den Extremitäten im Sinne einer Fibromyalgie. Die Beschwerdeführerin sei weiterhin in ihrer bisherigen, vorwie
gend stehenden Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine leichte Tätigkeit teils im Sitzen und teils im Stehen sei ihr für 3 Stunden zumutbar und sie könne Auto fahren. Das zumutbare Belastungsprofil erfordere eine abwechselnde Tätigkeit ohne körperlich und geisti
g grossen Ansprüchen sowie eine
körperlich vorwiegend sitzende und teilweise stehende Tätigkeit, mit Laufen bis
15 Minuten, ohne Gewicht über 5
Kilogramm, ohne Überkopfarbeit, ohne Arbeit auf einem Gerüst oder einer Leiter und Treppensteigen höchstens ein Stockwerk. Die Beschwerdeführerin verfüge über keine Deutschkenntnisse, ihre Muttersprache sei Italienisch. Die Konzentrations- und Auffassungsvermö
gen seien reduziert. Ausserdem lägen eine eingeschränkte Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit (Angstzustände) vor. Dieser Zustand werde wahrscheinlich das Endstadium beziehungsweise der Dauerzustand sein. Hilfsmittel seien keine angezeigt.
3.7
Anlässlich der
orthopädischen
Untersuchung vom 19. Juli 2013 (Urk. 7/37) stellte RAD-Ärztin
A.___
als Hauptdiagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ein
Lumbovertebralsyndrom
bei Degeneration der LWS und eine beginnende De
generation der Hüften und Knie f
est. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verbleibe dagegen das generalisierte Schmerzsyndrom.
Bei der Untersuchung hätten sich folgende vorliegend relevante Befunde gezeigt: Das Auskleiden sei zögerlich mit demonstrativen Einschränkungen der Beweglichkeit, jedoch
mit
deutlichen Inkonsistenzen beim An- und Auskleiden erfolgt. Insgesamt sei die Untersuchung sogar von zah
lreichen Inkonsistenzen geprägt, so habe die Beschwerdeführerin eine nahezu aufgehobene Beweglich
keit der Wirbelsäule demonstriert, sei aber gleichzeitig in der Lage, im
Langsitz
zu sitzen und auf der Untersuchungsliege sitzend die Hose vom Boden aufzuhe
ben. Auch die Beweglichkeit der Schultern werde als massiv eingeschränkt gezeigt, jedoch sei die Beschwerdeführerin in der Lage, mit beiden Armen die schmerzhaften Regionen zu zeigen. 5 von 5
Waddel
-Zeichen
seien
positiv.
Anhand der bereits vorliegenden Akten sei erstellt, dass bei der Beschwerdeführe
rin degenerative Veränderungen des Kniegelenks, eine begin
nende
Coxarthrose
sowie beginnende Spondylosen der LWS vorlägen. Wie in den Untersuchungsbefunden der
D.___
vom 20. (recte: 21.) Januar 2013 (Urk. 7/31/5-6), vom 7. Februar 2013 (Urk. 7/31/7-9) und vom 27. Februar 2013 (Urk.
7/31/10-12) dokumentiert sei, sei
auch bei der RAD-Untersuchung kein Hinweis auf sensomotorische Ausfälle entdeckt worden. Die geklagten Schmerzen stünden in keinem Verhältnis zum klinischen Untersuchungsbefund. Es zeige sich eine massive Symptomausweitung.
Versicherungsmedizinisch beurteilt sei bei der Beschwerdeführerin ein somati
scher Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In ihrer bisherigen Tätigkeit als
Reinigungskraft bestehe seit dem 19. Juli 2013 (RAD-Untersuchung) eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. In angepasster Tätigkeit (mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regelmässige
Hebe- und Tragebela
stungen über 10 Kilogramm, ohne
A
rbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige
wirbel
säulenbelastende und
knie
gelenks
-/hüftgelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten
[Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbeiten in Armvorhalte], ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälteexposition)
sei
eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit gegeben seit dem 30. Juli 2012.
4.
4.1
Gemäss
Art.
59
Abs.
2 IVG stehen die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungs-anspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Nach
Art.
49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigne
ten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (
Abs.
1). Die Regionalen Ärztlichen Dienste können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schriftlich fest (
Abs.
2).
Sinn und Zweck dieser Bestimmung liegen darin, dass die IV-Stellen zur Beurtei
lung der medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen
versi
cherungsmedizinischen
Kenntnisse für die Bestimmung der für die Invaliden
versicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten verantwortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unzumutbaren Funkti
onen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Scho
nung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektive Festlegung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten ermöglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicherten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht. Auch auf Stellungnahmen des RAD kann indessen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begründen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgericht 9C_904/2009 vom
7.
Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
4.
2
4.2.1
Die Einschätzung der RAD-Ärztin
A.___
, welche als Fachärztin der orthopädi
schen Chirurgie und Traumatologie FMH offensichtlich über die erfor
derlichen
persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügt, beruht auf einer persönlichen orthopädischen Untersuchung vom 1
9.
Juli 2013 und entspricht den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht.
Die untersuchende Ärztin
A.___
stellte schlüssig fest, dass bei der Beschwerdeführerin
zwar
ein somatischer Gesundheitsschaden, der ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, ausgewiesen ist
, ihre geklagten Schmerzen jedoch in keinem Verhältnis zum
somatischen
Untersuchungsbefund stehen und sich dabei sogar eine massive Symptomausweitung zeigte. So erfolgte das Aus
kleiden durch die Beschwerdeführerin nur zögerlich und mit demonstrativen Einschränkungen der Beweglichkeit, jedoch mit zahlreichen Inkonsistenzen beim An- und Auskleiden. So war die Beschwerdeführerin in der Lage, im
Langsitz
zu sitzen und auf der Untersuchungsliege sitzend die Hose vom Boden aufzuheben, obwohl sie zuvor eine nahezu aufgehobene Beweglichkeit der Wir
belsäule demonstriert hatte.
Zudem wurde auch die Beweglichkeit der Schultern als massiv eingeschränkt gezeigt, wogegen die Beschwerdeführerin in der Lage war, mit beiden Armen die schmerzhaften Regionen zu zeigen. Ausserdem waren 5 von 5
Waddel
-Zeichen positiv.
Angesichts der Beobachtungen der RAD-Ärztin
A.___
, wonach die Beschwer
deführerin sich anlässlich der Untersuchung inkonsistent bewegte, erscheint
ihre
Schlussfolgerung, dass die geklagten Schmerzen und gezeigten Bewegungseinschränkungen
in keinem Verhältnis zum klinischen Untersu
chungsbefund liegen und entsprechend auch keine gänzliche Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben k
ön
n
en
, nachvollziehbar.
Indem RAD-Ärztin eine Gesamtbeurteilung vornahm und dabei den ausgewiese
nen somatischen Gesundheitsschaden sowie das symptomausweitende und
aggravierende
Verhalten der Beschwerdeführerin berücksichtigte,
attestierte sie
der Beschwerdeführerin
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätig
keit als Reinigungsmitarbeiterin. Sie führte aber auch schlüssig aus, dass diese festgestellten Einschränkungen einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100 % mit einem besonderen Anforderungsprofil, welches auf die geklagten Schmerzen abgestimmt ist, nicht entgegensteh
en
.
Bezüglich der festgestellten Diagnosen setzte
sie
sich auch nicht in Widerspruch zu den Einschätzungen des behandelnden Hausarztes
Dr.
B.___
und der Orthopädie-Abteilung der
D.___
.
4.2.2
In rein somatischer Hinsicht kann dem nachvollziehbaren und widerspruchs
freien RAD-Untersuchungsbericht vom 25. Juli 2013 (Urk. 7/37) sowohl hin
sichtlich der Diagnosestellung als auch den Schlussfolgerungen ohne
Weiteres
gefolgt werden. Danach ist die Beschwerdeführerin
in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin noch zu 50 % arbeitsfähig. In einer ange
passten Tätigkeit, das heisst in einer körperlich leichten wechselbelastenden
Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastende und kniegelenks-/hüftgelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten [Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbeiten in Armvorhalte], ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälteexposition
ist die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig.
5.
Die von der Beschwerdegegnerin
für die Invaliditätsbemessung
verwendeten Bemessungsfaktoren werden weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstand
et und es besteht angesichts des
klar rentenausschliessenden
Invali
ditätsgrades
auch kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 600.-- anzusetzen und ausgangsgemäss de
r
Beschwerde
führerin
als unterliegender Partei aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird
abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Marino Di Rocco
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstGeiger