# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64e8628e-5a91-56cd-9019-d3e24b9da616
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.06.2019 I 2019 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-17_2019-06-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 17

Entscheid vom 19. Juni 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Abbruch Integrationsmassnahme /
Abweisung Leistungsanspruch)

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Sachverhalt:

A. Am 18. April 2016 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum 
Bezug von IV-Leistungen für A.________ (geb. ________1977) ein. In dieser 
Anmeldung wurden die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit "starker 
Schmerz im linken Bein" und mit weiteren Problemen (Angstzustände - Zitteran-
fälle - Schlafstörungen - Legasthenie - Tinnitus) umschrieben. Was frühere Be-
schäftigungen anbelangt, machte A.________ geltend, dass er "nie einer 'richti-
gen' Arbeit nachgehen" konnte. Zudem wurde auf Unterstützung durch das 
kommunale Sozialamt hingewiesen (vgl. IV-act. 1). 

B. Nach diversen Abklärungen empfahl die zuständige RAD-Ärztin die Durch-
führung einer psychiatrischen Begutachtung (IV-act. 12-3/3). Der Begutach-
tungsauftrag wurde Dr.med. B.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH) zugewiesen, welcher sein Gutachten am 29. Juni 2017 erstattete 
(IV-act. 18). Der zuständige RAD-Psychiater (C.________) kam in seiner Beurtei-
lung vom 9. Oktober 2017 zum Ergebnis, dass auf das psychiatrische Gutachten 
abgestellt werden könne (IV-act. 19-4ff./6). 

C. Am 22. Februar 2018 unterzeichnete A.________ eine Eingliederungsver-
einbarung für eine Integrationsmassnahme bei der D.________-Stiftung (mit Ein-
satzort in E.________, vgl. IV-act. 24). Die IV-Stelle übernahm die Kosten für 
diese vom 1. März 2018 bis zum 31. August 2018 geplante Integrationsmass-
nahme (IV-act. 28). Zudem hat die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. April 2018 für 
die Dauer der IV-Massnahme ein IV-Taggeld zugesprochen (IV-act. 30). In der 
Folge übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belastbarkeitstraining im Zeit-
raum vom 1. September 2018 bis zum 28. Februar 2019 (IV-act. 38). Auch der 
IV-Taggeldanspruch wurde verlängert (IV-act. 40). 

D. Mit Einschreibebrief vom 31. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle fest, dass 
A.________ letztmals am 5. Oktober 2018 an der Massnahme teilgenommen 
habe und seither als krank gemeldet sei, ohne ein Arztzeugnis einzureichen. Zu-
dem sei er telefonisch nicht erreichbar und den Termin vom 18. Oktober 2018 
beim Therapeuten habe er nicht wahrgenommen. Die IV-Stelle mahnte 
A.________, seine Mitwirkungspflichten wahrzunehmen und gab ihm Gelegen-
heit, sich bis zum 23. November 2018 zu melden. Im Unterlassungsfall wurde an-
gedroht, die Integrationsmassnahme definitiv abzubrechen und das Verfahren 
wegen Verletzung der Mitwirkungspflichten einzustellen (IV-act. 42). 

E. Mit Vorbescheid vom 11. Dezember 2018 kündigte die IV-Stelle an, die 
Integrationsmassnahme (Belastbarkeitstraining) abzubrechen, das IV-Taggeld 

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bis zum 5. Oktober 2018 auszuzahlen und wegen Verletzung der Mitwirkungs-
pflicht keine weitere Leistungsprüfung vorzunehmen (IV-act. 46). Nachdem sich 
A.________ nicht vernehmen liess, setzte die IV-Stelle die im Vorbescheid ent-
haltenen Ankündigungen mit Verfügung vom 8. Februar 2019 um (IV-act. 47).

F. Gegen diese Verfügung erhob A.________ rechtzeitig am 4. März 2019 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit den folgenden Ausführungen:

Hiermit erhebe ich A.________ Einspruch gegen die Verfügung vom 8.2.2019. Be-
gründung: Durch psychischen Einbruch war es mir nicht möglich zu telefonieren. 
Durch meine Ängste war ich arbeitsunfähig. Ich bin bei Herrn F.________ in Be-
handlung.

G. Mit Vernehmlassung vom 8. April 2019 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. 
Mit Schreiben vom 24. April 2019 unterbreitete das Gericht dem behandelnden 
Therapeuten der Ambulanten Psychiatrie und Psychotherapie Schwyz (APP 
G.________) einen Fragenkatalog, welcher am 2. Mai 2019 beantwortet wurde. 
Daraufhin erhielten die Parteien Gelegenheit, sich zu den Angaben des Thera-
peuten zu äussern. Innert der angesetzten Frist verwies die IV-Stelle mit Eingabe 
vom 31. Mai 2019 auf ihre Ausführungen in der Vernehmlassung und verzichtete 
auf die Erstattung weiterer Bemerkungen. Der Beschwerdeführer liess sich innert 
angesetzter Frist nicht vernehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Art. 21 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) lautet wie folgt: Entzieht oder 
widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder 
Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der 
Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie 
nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die 
Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie 
muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; 
ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder 
Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit 
darstellen, sind nicht zumutbar.

1.2 Diese Regelung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ist im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht zu sehen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 
2015, Rz. 98 zu Art. 21 ATSG; BGE 134 V 189 Erw. 2.3 S. 194), welche im 

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gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts gilt (BGE 133 V 511 Erw. 4.3 
S. 513 mit Hinweis; vgl. auch Art. 7 Abs. 1 IVG). Ungeachtet der Durchführung 
eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens steht bereits von Gesetzes wegen fest, 
dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur 
Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins 
Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich 
dienen, aktiv teilnehmen muss (Art. 7 Abs. 2 IVG). Das Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren von Art. 21 Abs. 4 ATSG bezweckt, dass die versicherte 
Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen soll, über dessen Auswirkungen 
sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_667/2015 vom 6.9.2016 Erw. 5.2 mit Verweis u.a. auf Ueli 
Kieser, a.a.O., Rz. 133 i.f. zu Art. 21 ATSG).

2.1 Im vorliegenden Fall ist aktenmässig erstellt, 

- dass die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining bei der 
D.________-Stiftung (Einsatzort: E.________) im Zeitraum vom 1. 
September 2018 bis zum 28. Februar 2019 erteilte (IV-act. 38),

- dass der Beschwerdeführer letztmals am 5. Oktober 2018 zur Arbeit 
erschien (IV-act. 43-4/4),

- dass der Beschwerdeführer auf verschiedene Bemühungen um 
Kontaktaufnahme und Wiederaufnahme des Belastbarkeitstrainings nicht 
reagierte (IV-act. 43, 45),

- dass die Vorinstanz daraufhin ein schriftliches Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren einleitete (IV-act. 42),

- dass der Beschwerdeführer weder auf dieses schriftliche Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren, noch auf den Vorbescheid vom 11. Dezember 2018 
(mit angekündigtem Abbruch der Integrationsmassnahme) reagierte (IV-
act. 42 - 47),

- und dass der Beschwerdeführer erst nach Kenntnisnahme der Verfügung 
vom 8. Februar 2019 in seiner Beschwerde ans Gericht sein Verhalten mit 
einem "psychischen Einbruch" begründete.

2.2 Zur Abklärung des Sachverhaltes unterbreitete das Gericht der behandeln-
den Fachperson der APP G.________ einen Fragenkatalog, welcher von 
F.________ (Therapeut APP G.________, visiert von der Chefärztin Dr.med. 
H.________) wie folgt beantwortet wurde:

1. Gemäss der Aktenlage hat Herr … am 18. Oktober 2018 einen Termin bei 
Ihnen unentschuldigt nicht wahrgenommen. Ab wann hat er die Behandlung 
bei Ihnen wieder aufgenommen?
Nach dem letzten persönlichen Patientenkontakt am 23.8.2018 hatte ich bis 
am 11.1.2019 keinen Kontakt mit dem Patienten. Auf meine Anrufversuche 
und Briefe reagierte er nicht. Am 11.1.2019 rief mich der Patient an, er sei 
in einer schweren psychischen Krise gewesen, er habe kein Geld mehr und 

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möchte die Behandlung wieder aufnehmen. Wir vereinbarten einen Termin 
auf den 22.1.2019. Seitdem ist er wieder in laufender ambulanter Behand-
lung.

2. Wie verhält es sich mit dem geltend gemachten "psychischen Einbruch"? 
(Ausprägung? Symptomatik? Dauer? Auswirkungen auf Kooperations-
bereitschaft?)

Der Patient berichtet am 22. Januar 2019, dass er seit Oktober 2018 in ein 
depressives Zustandsbild geraten sei, welches ihm nicht ermöglicht habe, 
Kontakt nach aussen zu suchen und Hilfe anzunehmen. Seine Stimmung 
sei stark depressiv gewesen, er habe quälende negative Gedanken zu sich 
selbst, der Zukunft gehabt, sein Antrieb sei deutlich reduziert gewesen, es 
habe gerade gereicht, um mit dem Hund spazieren zu gehen und jeden 
fünften Tag Essen einzukaufen. Ansonsten habe er sich Zuhause zurück-
gezogen. Weil er kein Geld mehr hatte, hätte er uns nicht telefonisch kon-
taktieren können. Aus der Not sei er dann schliesslich zum Sozialamt ge-
gangen.

3. Wie können Sie sich zum Verlauf seit Oktober 2018 äussern? Finden wei-
terhin regelmässig Behandlungsgespräche bei Ihnen statt?

Aufgrund des fehlenden Kontaktes mit dem Patienten vom 23.8.18 bis 
11.1.2019 können wir hinsichtlich seines gesundheitlichen Zustandes in 
dieser Zeit nur Vermutungen anstellen. Unter Berücksichtigung der bisheri-
gen Krankheitsgeschichte, des Behandlungsverlaufes und des gemachten 
Eindruckes am 22.1.2019 gehen wir anhand der Schilderungen des Patien-
ten von einer über den Zeitraum Herbst/Winter 2018 sich zunehmend ent-
wickelten mittel- bis schwergradigen depressiven Episode aus. Bei der 
Wiederaufnahme der ambulanten Behandlung am 22.1.2019 verordneten 
wir dem Patienten bei deutlich depressiven Zustandsbild ein Antidepressi-
vum (Venlax ER 75 mg), welches der Patient in der Folge bis heute regel-
mässig einnimmt. Unter dieser Medikation hat sich die depressive Sympto-
matik leichtgradig verbessert.

4. Trifft es nach Ihrer Einschätzung/ Beurteilung zu, dass Herr … ab Oktober 
2018 (gegebenenfalls wie lange) nicht in der Lage ("blockiert") war, eine 
gewisse Beschäftigung beim D.________ auszuüben? Hat sich diesbezüg-
lich etwas geändert? Ist nach den konkreten Umständen davon auszuge-
hen, dass eine Eingliederungsmassnahme wieder Sinn machen würde? 
Aus welchen Gründen?

Ob es zutrifft, dass Herr … ab Oktober 2018 nicht in der Lage war, einer 
gewissen Beschäftigung in der D.________ auszuüben, können wir man-
gels Kontakt mit ihm in dieser Zeit nicht abschliessend beurteilen. Wir hal-
ten es aber für möglich, dass er aufgrund der o.g. schweren psychischen 
Beschwerden nicht in der Lage war, an der Beschäftigung im D.________ 
nachzugehen.
Im Verlauf stellten wir ab 21. Februar 2019 eine leichte Verbesserung der 
depressiven Symptome fest. Der Patient ist hinsichtlich seiner psychischen 
Krankheit mehrfach belastet und leidet nebst der depressiven Episode un-
ter einer tief greifenden Persönlichkeitsstörung, einhergehend mit starkem 
sozialem Rückzug, Abkapselung von der Umwelt und deutlich verringerter 
psychischen Belastbarkeit. Bei zunehmender Remission der depressiven 
Symptomatik sehen wir den Patienten in der Lage, Eingliederungsmass-
nahmen wieder aufzunehmen.

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5. Ergänzende Bemerkungen?

(keine)

2.3 Des Weiteren ist dem vorliegenden psychiatrischen Gutachten von Dr.med. 
B.________ vom 29. Juni 2017 zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer seit 
der Adoleszenz folgende psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit vorliegt (IV-act. 18-15/42): kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 
schizoiden und ängstlich-selbstunsicheren Anteilen (ICD-10 F61.0). Als weitere 
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden im zitierten Gutach-
ten u.a. ein Status nach Internetspielsucht, nicht näher bezeichnete abnorme 
Gewohnheit und Störung der Impulskontrolle (ICD-10 F63.9, bestehend 2004 
bis 2016) sowie ein Abhängigkeitssyndrom durch multiplen Substanzgebrauch 
(Cannabinoide, LSD, Halluzinogene), gegenwärtig abstinent (ICD-10 F19.20) 
sowie ein schädlicher Gebrauch von Tabak (ICD-10 F17.1) aufgeführt (IV-act. 18-
15/42). 

3.1 Eine gerichtliche Würdigung des vorliegenden Falles zeitigt die nachfol-
genden Ergebnisse. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren wurde nach der Akten-
lage korrekt durchgeführt. Ungeachtet seiner Mitwirkungspflichten hat es der 
Versicherte unterlassen, auf die Bemühungen der Vorinstanz um Fortsetzung 
des begonnenen Belastbarkeitstrainings bei der Stiftung D.________ zu reagie-
ren, weshalb die Vorinstanz kein Vorwurf trifft, dass sie in der angefochtenen 
Verfügung die betreffende Integrationsmassnahme abgebrochen hat. Analog ist 
es auch nicht zu beanstanden, dass der Taggeldanspruch mit der Beendigung 
der Eingliederungsmassnahme (per 5.10.2018) verfügungsweise eingestellt wur-
de.

3.2 Was die in der angefochtenen Verfügung zusätzlich enthaltene Abweisung 
des Leistungsanspruchs gegenüber der IV anbelangt, ist auf die vom Gericht ge-
troffenen Abklärungen hinzuweisen, welche ergeben haben, dass der in der Be-
schwerde geltend gemachte "psychische Einbruch" (ab anfangs Oktober 2018) 
grundsätzlich glaubhaft erscheint, wie auch im Bericht der angefragten APP-
Fachperson bescheinigt wurde. Nachdem in diesem Fachbericht vom 2. Mai 
2019 eine seit dem 22. Januar 2019 andauernde Behandlung (mit antidepressi-
ver Medikation) sowie eine gewisse Verbesserung des Gesundheitszustandes 
des Versicherten dokumentiert wird, rechtfertigt es sich mit Blick auf die Ein-
schätzung am Schluss dieses Fachberichts (wonach bei zunehmender Remis-
sion der depressiven Symptomatik der Versicherte in der Lage sei, Eingliede-
rungsmassnahmen wieder aufzunehmen), die Sache an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, um eine Fortsetzung des begonnenen Belastbarkeitstrainings und/ 

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oder einer anderen geeigneten Eingliederungsmassnahme zu prüfen und dies-
bezüglich neu zu verfügen. Für dieses Ergebnis spricht schliesslich, dass der 
Gesetzgeber in Art. 21 Abs. 4 ATSG ausdrücklich auch eine "vorübergehende" 
Verweigerung von IV-Leistungen vorgesehen hat, welche hier mit der Dauer des 
geltend gemachten "psychischen Einbruchs" korrespondiert.

Der Beschwerdeführer wird mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass es an ihm 
liegt, die mit der vorliegenden Rückweisung gewährte (wohl letzte) Chance zu 
nutzen und uneingeschränkt zu kooperieren. Sollte der Beschwerdeführer seinen 
Mitwirkungspflichten nicht nachkommen, könnte er in einem künftigen Beschwer-
defall nicht nochmals mit einem Entgegenkommen der vorliegenden Art rechnen.

3.3 Im Übrigen drängen sich im Hinblick auf den vorliegenden "psychischen 
Einbruch" noch folgende Bemerkungen auf: Wenn Personen/ Institutionen aus 
dem Umfeld einer psychisch angeschlagenen Person (wie Vorinstanz, APP 
G.________, D.________, Sozialamt etc.) bemerken, dass sich deren psychi-
scher Zustand verschlechtert und deswegen eine Überforderung dieser betroffe-
nen Person bzw. letztlich eine Einstellung von sozialversicherungsrechtlichen 
Leistungen droht, wäre hinsichtlich des weiteren Verlaufs grundsätzlich nicht "ein 
Zusehen", sondern vielmehr weitere Schritte/ Bemühungen zu erwarten, welche 
dieser drohenden Verschlechterung entgegenwirken könnten (z.B. "Gespräche/ 
Aussprache am runden Tisch" hinsichtlich eines "wie weiter?", allenfalls Gefähr-
dungsmeldung an die KESB zur Prüfung von erwachsenenschutzrechtlichen 
Massnahmen u.a.m.). Auch wenn dies "leichter gesagt als getan ist", scheint es 
dennoch geboten, in vergleichbaren Konstellationen mehr zu unternehmen, als 
sich nur auf einen eng verstandenen (eigenen) Aufgabenbereich zu beschrän-
ken.

4. Unter Hinweis auf die Bedürftigkeit des Versicherten und des grundsätzlich 
korrekten Vorgehens der Vorinstanz wird auf die Erhebung von Verfahrenskosten 
ausnahmsweise verzichtet. Damit erübrigt es sich, das Begehren um unentgelt-
liche Rechtspflege zu prüfen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Ver-
fügung vom 8. Februar 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen die Fortsetzung 
bzw. Wiederaufnahme einer Eingliederungsmassnahme prüfen und als-
dann diesbezüglich neu verfügen kann.

2. Es werden im Sinne der Erwägungen keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- APP G.________ (A, mit Verweis auf Erwägung 3.3)
- KESB I.________ (z.K. mit Verweis auf Erwägung 3.3)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 19. Juni 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juli 2019