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**Case Identifier:** 8e629115-5e1e-540b-a4f0-fee076debd37
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-08
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 08.01.2021 S 2020 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-101_2021-01-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 8. Januar 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 101

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Urteil S 2020 101

A. Nachdem die IV-Stelle Zug ein erstes Leistungsbegehren im August 2015 
abgewiesen hatte (IV-act. 16), meldete sich A.________, geb. 1977, im Juli 2016 unter 
Hinweis auf ein panvertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Sturz auf das Gesäss 
und ein depressives Syndrom bei psychosozialer Belastungssituation erneut bei der IV-
Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 17). Die IV-Stelle gewährte Beratung und 
Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 53) und übernahm die Kosten für eine 
Integrationsmassnahme – Aufbautraining vom 1. März bis 31. August 2019 bei der 
C.________ in D.________ (IV-act. 141). Da der ungünstige Verlauf der beruflichen 
Eingliederungsmassnahmen aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht restlos 
nachvollzogen werden konnte, wurde eine polydisziplinäre Begutachtung 
(Allgemeine/Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie) in die Wege geleitet (IV-act. 160 und 
162). Gestützt auf das Gutachten der GA eins GmbH Gutachtensstelle Einsiedeln vom 
25. November 2019 (IV-act. 183) wies die IV-Stelle den Rentenanspruch schliesslich mit 
Vorbescheid vom 10. März 2020 (IV-act. 187) bzw. Verfügung vom 30. Juni 2020 (IV-
act. 195) ab. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 27. August 2020 liess A.________ 
beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie 
Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung habe. Eventualiter sei vom 
angerufenen Gericht direkt oder auf dem Weg der Rückweisung eine psychiatrische 
Oberbegutachtung durchzuführen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung stellte sich die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen auf den Standpunkt, das psychiatrische Teilgutachten sei ungenügend; es 
weise zahlreiche Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten auf. Entgegen der Empfehlung 
des RAD sei die Hauptbegutachtung in die Allgemeinmedizin verlegt worden. Folgerichtig 
habe auch der Allgemeinmediziner die aus seiner Sicht wichtigen Dokumente ausgewählt. 
Dabei seien ausgerechnet zwei für die psychiatrische Begutachtung entscheidende 
Berichte in dieser Auflistung nicht enthalten: der Konsiliarbericht der E.________ und der 
Bericht über die fehlgeschlagenen Integrationsmassnahmen. Der psychiatrische 
Teilgutachter habe diese beiden Berichte somit nicht gekannt, weshalb diese beiden 
wichtigen Dokumente in der Folge unkommentiert geblieben seien. An anderer Stelle 
merkte die Beschwerdeführerin an, Persönlichkeitsstörungen seien schwierig einzuordnen. 
Der behandelnde Psychiater habe in seiner Stellungnahme vom 2. April 2020 denn auch 
festgehalten, dass eine Diskussion einer Persönlichkeitsstörung anders ablaufen müsste. 
Sodann habe das Bundesgericht unmissverständlich festgehalten, dass ein Gutachten, 
aus dem nicht hervorgehe, ob eine Person ihre Behinderungsüberzeugung steuern könne, 

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Urteil S 2020 101

keine Entscheidungsgrundlage bilden könne. Im Ergebnis zeige sich, dass das 
psychiatrische Teilgutachten nach flüchtiger Befragung und einem summarischen Blick auf 
die Akten-Zusammenfassung geschrieben worden sei und so das psychiatrische 
Beschwerdebild verfehle.

C. Der mit Verfügung vom 28. August 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt.

D. Mit Vernehmlassung vom 24. September 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, 
das psychiatrische Teilgutachten erfülle sämtliche rechtsprechungsgemäss an die 
Verwertbarkeit und Beweiskraft eines medizinischen Gutachtens im IV-Bereich zu 
stellenden Anforderungen. Insbesondere könne den Gutachtern nicht vorgeworfen 
werden, dass der Fachbereich der Psychiatrie irgendwie vernachlässigt bzw. nicht 
rechtsgenüglich abgehandelt worden wäre. Dass der begutachtende Internist die 
Fallführung gehabt habe, habe letztlich überhaupt keinen Einfluss auf die Richtigkeit und 
Verwertbarkeit des psychiatrischen Teilgutachtens. Des Weiteren sei der Bericht der 
E.________ im Gutachten durchaus aufgeführt. Sodann sei davon auszugehen, dass den 
Gutachtern auch der Bericht über die Integrationsmassnahme der C.________ vorgelegen 
habe, habe sich dieser doch in den der Gutachterstelle zur Verfügung gestellten 
Unterlagen befunden. Im Gutachten selbst sei er wohl deshalb nicht aufgeführt worden, 
weil es sich nicht um einen medizinischen Bericht handle. Demgegenüber erscheine 
ohnehin weit wichtiger, dass dem psychiatrischen Gutachter die Berichte des 
behandelnden Psychiaters vorgelegen hätten und er sich damit auch eingehend 
auseinandergesetzt habe. Dass der psychiatrische Teilgutachter nicht explizit auf den 
Bericht der E.________ eingehe, mache sein Gutachten weder falsch noch unverwertbar, 
zumal die diesbezügliche Abklärung nicht von einem Psychiatrie-Facharzt, sondern 
lediglich von einer Fachpsychologin durchgeführt worden sei, was den Beweiswert der 
E.________-Beurteilung doch ganz erheblich mindere. Keinesfalls vermöge diese 
Beurteilung die Richtigkeit und Verwertbarkeit des psychiatrischen Teilgutachtens aber in 
Frage zu stellen. 

E. Mit Schreiben vom 28. September 2020 stellte das Gericht der 
Beschwerdeführerin die Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zu. In der Folge gingen bei 
Gericht keine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der Schriftenwechsel per Ende 
September 2020 als abgeschlossen gilt. 

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
30. Juni 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 27. August 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 30. Juni 2020; diese ging am 
2. Juli 2020 beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein. In Anwendung von Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 27. August 2020 der Post übergeben und 
ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG 
vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung von Art. 38 
Abs. 4 lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit dem 15. August – gewahrt. 
Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 

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Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

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sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (BGer 
8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 8.2) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von 
Expertise und Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 
allgemein praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für 
den therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum 
Patienten, welches die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 
9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Immerhin 
verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der 
Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob 
sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom 
Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern 
vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen).

4.
4.1 Wurde eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit verweigert, so wird nach Art. 87 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) eine neue 
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung 

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erfüllt sind. Danach ist in der Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der 
Invalidität oder der Hilflosigkeit in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. 

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4.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung demnach zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; 
verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch 
Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die vom Versicherten glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach 
in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. 
dazu BGE 130 V 71 E. 3.1). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Ablehnungsverfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 
sie das neue Gesuch ab. Anderenfalls hat sie zusätzlich zu prüfen, ob nunmehr ein 
anspruchsbegründender oder ein anspruchserhöhender Invaliditätsgrad zu bejahen ist. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht dem Gericht 
(Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 30–
31 N 119 f.).

4.3 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, 
herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Dies beurteilt sich stets durch Vergleich der Sachlagen 
in zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (revisionsrechtlicher Vergleichszeitraum). Zeitliche 
Vergleichsbasis bilden dabei die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Am Ende des 
revisionsrechtlichen Vergleichszeitraums steht immer die angefochtene 
Revisionsverfügung (BGE 133 V 108 E. 5.4; Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 30–31 N 39 
ff.).

5. Fest steht vorliegend, dass sich die Beschwerdeführerin im Januar 2015 ein erstes 
Mal bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug anmeldete, dass der Leistungsanspruch in der 
Folge abgewiesen wurde und dass die zweite und vorliegend zu prüfende Neuanmeldung 
vom 2. Juli 2016 datiert. Als erstellt gilt weiter, dass die IV-Stelle den Rentenanspruch im 
Wesentlichen gestützt auf das Gutachten der GA eins GmbH mit Verfügung vom 30. Juni 
2020 erneut abwies. Somit gilt es nachfolgend zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin seit dem Zeitpunkt der Verfügung vom 31. August 2015 bis zum 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 30. Juni 2020 in einer für den 

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Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Zum Gesundheitszustand und zur 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bzw. zu deren Entwicklung lässt sich den Akten 
Folgendes entnehmen:

5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 31. August 2015 im 
Wesentlichen auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 15. Juni 2015. Der RAD-Arzt führte darin aus, die Versicherte 
habe im Zusammenhang mit einer familiären Konfliktsituation (richterlich getrennt lebend, 
Erziehungsprobleme mit dem Sohn) sowie zunehmenden Schwierigkeiten am Arbeitsplatz 
eine reaktiv-depressive Symptomatik entwickelt, die sich unter einer fachgerechten 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung gut zurückgebildet habe. Mit Abschluss 
der stationären Behandlung könne eine medizinisch ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit 
nicht mehr begründet werden. Ein dauerhafter psychischer oder somatischer 
Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit sei nicht ausgewiesen (IV-act. 14). 

5.2 Aus den nach der Neuanmeldung vom 2. Juli 2016 eingereichten bzw. von der IV-
Stelle eingeholten medizinischen Berichten ergibt sich Folgendes:

5.2.1 Ausgelöst durch einen Sturz auf die linke Gesässhälfte vom 18. Januar 2016 
entwickelte die Versicherte ein Panvertebralsyndrom mit ausgeprägter 
Schmerzsymptomatik, das zu anhaltender vollständiger Arbeitsunfähigkeit und zu einem 
stationären Rehabilitationsaufenthalt führte. Zusätzlich wiesen die Behandler auf ein 
depressives Syndrom mit Zunahme der depressiven Symptomatik und einer 
psychosozialen Belastungssituation (Scheidungssituation, finanzielle Probleme, 
notwendiger Wohnungswechsel, drohender Arbeitsplatzverlust) hin (IV-act. 25 und 29). 
Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung begab sich die Versicherte im Juli 2016 
beim G.________ in ambulante psychiatrische Behandlung. H.________ vom G.________ 
ging zu Beginn der Behandlung von einer auf ca. 70 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit 
aus, die sich im weiteren Verlauf jedoch deutlich gebessert habe. Da die Versicherte Ende 
August 2016 nach D.________ zog, wurde die Behandlung im G.________ 
abgeschlossen (IV-act. 42). Die hausärztliche Behandlung wurde in der Folge durch 
Dr. med. I.________, Ärztin für Allgemeine Medizin FMH, übernommen, die Tätigkeiten 
mit grösseren Gewichtsbelastungen für nicht mehr zumutbar erachtete. Auch die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit in der Postzustellung war nach Einschätzung der Hausärztin nicht 
mehr möglich. Doktor I.________ attestierte der Versicherten Ende Oktober 2016 eine 

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50%ige Arbeitsfähigkeit in gut angepasster Tätigkeit mit stufenweiser Steigerung (IV-
act. 49). 

5.2.2 Vom 15. März bis 14. September 2017 besuchte die Versicherte im Rahmen von 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen ein Bewerbungs- und Jobcoaching bei der 
C.________ in D.________. Gemäss entsprechendem Bericht vom 21. September 2017 
beteiligte sich die Versicherte sehr engagiert an der Arbeitsvermittlung und schien bemüht 
zu sein, wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen. Trotz mehrerer Kontakte bei 
Arbeitgebern kam indes bis zum Ende der Arbeitsvermittlung kein Arbeitsversuch 
zustande (IV-act. 66). Da die Versicherte schliesslich am 19. September 2017 einen 
weiteren Unfall erlitt, wobei sie sich am linken Sprunggelenk einen Bänderriss zuzog und 
vom 19. September 2017 bis zum 1. Januar 2018 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben 
wurde, wurde die Arbeitsvermittlung am 5. Oktober 2017 abgeschlossen (IV-act. 68). 

5.2.3 In psychiatrischer Hinsicht liess sich die Versicherte nach dem Wohnortswechsel 
seit Oktober 2016 durch Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, behandeln. Im Arztbericht vom 14. Dezember 2017 ist von 
rezidivierenden depressiven Einbrüchen und einer anhaltenden mindestens 30%igen 
Arbeitsunfähigkeit die Rede (IV-act. 90). Dementsprechend ging RAD-Arzt J.________, 
Facharzt für Allgemeinmedizin (D), mit Stellungnahme vom 5. März 2018 von einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit dem 16. März 2016 
aus, während er in einer körperlich angepassten Tätigkeit seit Oktober 2016 eine 70%ige 
Arbeitsfähigkeit annahm (IV-act. 98). 

5.2.4 Infolge Zuweisung durch den behandelnden Psychiater erfolgten im Dezember 
2018 zwei Konsultationen in der E.________. Die Abklärung wurde von lic. phil. 
L.________, Fachpsychologin, durchgeführt. Im Rahmen der konsiliarischen Beurteilung 
vom 11. Dezember 2018 wurden folgende Diagnosen festgehalten: rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1); dissoziierte 
Intelligenz (ICD-10 F74.9), gestützt auf in den Vorberichten beschriebene 
Intelligenztestung vom 1. Juli 2014 und kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 
abhängigen und selbstunsicheren Zügen (ICD-10 F61). Eine vermutete posttraumatische 
Belastungsstörung erfüllte gemäss E.________ nicht vollständig die Diagnosekriterien. Im 
Rahmen der konsiliarischen Beurteilung wurden sodann erstmalig eine schwierige 
Persönlichkeitsentwicklung durch Konflikte in der Stammfamilie mit Verdacht auf sexuelle 
Übergriffe durch den Grossvater sowie traumatisierende Erfahrungen in der Ehe 

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dargestellt. Zudem wurde die Minderbegabung thematisiert und eine Adipositas erwähnt 
(IV-act. 134). 

5.2.5 Um die Tagesstruktur zu erhalten und eine weitere psychische Dekompensation 
im Hinblick auf die Herstellung einer ausreichenden Arbeitsfähigkeit für berufliche 
Eingliederungsmassnahmen zu verhindern, wurden am 28. März 2019 
Integrationsmassnahmen gewährt, d.h. die IV-Stelle übernahm die Kosten für ein 
Aufbautraining vom 1. März bis 31. August 2019 bei der C.________ in D.________ (IV-
act. 141). Das Aufbautraining endete schliesslich per 31. August 2019 und wurde nicht 
verlängert, da der Versicherten eine Steigerung ihrer Arbeitsfähigkeit nicht gelang (vgl. IV-
act. 155 S. 1 und IV-act. 170). 

5.2.6 Mit Berichterstattung vom 9. Juli 2019 diagnostizierte der behandelnde Psychiater 
Dr. K.________ eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und selbstunsicheren Zügen und eine schwere 
Essstörung bei grenzwertiger Intelligenzminderung und kam entgegen seiner früheren 
Beurteilung zum Ergebnis, dass lediglich eine (maximale) Arbeitsfähigkeit von 30 % im 
geschützten Rahmen realistisch sei (IV-act. 154 S. 1 f.). 

5.2.7 Da der unerwartet ungünstige Verlauf der beruflichen Eingliederungsmassnahmen 
versicherungsmedizinisch nicht widerspruchsfrei plausibel nachvollziehbar war, wies RAD-
Arzt N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 9. August 2019 darauf 
hin, dass nunmehr nach mehrjährigen beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine 
medizinische Standortbestimmung, d.h. eine polydisziplinäre Begutachtung in den 
Disziplinen Psychiatrie (Haupt-Gutachten), Innere Medizin – Allgemeinmedizin und 
Orthopädie, notwendig sei (IV-act. 160). 

5.2.8 Am 25. November 2019 erstattete die GA eins GmbH das polydisziplinäre 
Gutachten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Orthopädie. Als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter lediglich 
chronische Beschwerden im Bereich des linken Rückfusses nach wiederholter Distorsion 
und diversen operativen Eingriffen fest. In psychiatrischer Hinsicht wurde die Diagnose 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.00) 
gestellt. Diese Diagnose wurde indes nicht als die Arbeitsfähigkeit beeinflussend taxiert. In 
der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass in der angestammten 
und jeder anderen körperlich mittelschweren sowie überwiegend stehenden und gehenden 

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Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe. In einer angepassten Tätigkeit bestehe 
eine volle Arbeitsfähigkeit. Dabei sollte es sich um eine körperlich leichte, immer wieder 
auch sitzende Tätigkeit unter Wechselbelastung handeln. Das wiederholte Heben und 
Tragen von Lasten über 5 kg sollte vermieden werden (IV-act. 183). 

5.2.9 Am 30. Januar 2020 nahm RAD-Psychiater N.________ zum polydisziplinären 
Gutachten Stellung und hielt fest, das Gutachten entspreche formal und inhaltlich den 
Ansprüchen, die von einem versicherungsmedizinischen Gutachten erwartet werden 
dürften. Es berücksichtige die umfangreiche Aktenlage, basiere auf eigenen 
Untersuchungen und die Gutachter würden ihre diagnostische Einschätzung 
einschliesslich Auseinandersetzung mit den Differentialdiagnosen begründen sowie zur 
Konsistenz Stellung nehmen. Aus RAD-Sicht könne auf das Gutachten abgestützt werden. 
Die Versicherte sei aufgrund der chronischen Fussbeschwerden in der Leistungsfähigkeit 
beeinträchtigt. Die sonstigen geklagten somatischen Beschwerden könnten diagnostisch 
keinem Gesundheitsschaden mit dauerhafter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
zugeordnet werden. Es habe insbesondere keine gravierende und dauerhafte 
psychiatrische Störung objektiviert werden können, sodass in einer dem somatischen 
Leiden angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 185). 

5.2.10 Im Rahmen des durchgeführten Einwandverfahrens gab schliesslich auch der 
behandelnde Psychiater eine Stellungnahme zum psychiatrischen Teilgutachten ab und 
merkte einleitend an, der psychiatrische Gutachter habe eine ausführliche psychiatrische 
Diagnose und Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit erstellt. Anschliessend wies 
Dr. K.________ darauf hin, dass die Versicherte sowohl in der Ursprungsfamilie als auch 
später in ihrer Ehe und im Erwachsenenleben bis heute eine schwierige Biographie habe; 
auch die Arbeitsbiographie sei wenig geradlinig verlaufen. Soweit der psychiatrische 
Teilgutachter eine ausgeprägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung beschreibe, 
sei zu erwähnen, dass in der Vergangenheit bei sämtlichen Untersuchungen bzw. 
Gutachten nie eine Aggravation oder Bagatellisierung der Symptomatik festgestellt worden 
sei. Des Weiteren würden im 10-seitigen Teilgutachten aussergewöhnlich wenige 
Vorbefunde hinsichtlich Diagnose und Arbeitsfähigkeit wie z.B. die Berichte der 
E.________ oder der C.________ diskutiert. Sodann werde die Diskussion der 
Persönlichkeitsstruktur mit zwei Sätzen abgekürzt und die feste Stimme sowie die 
Trennung vom Ehemann als Beweis für eine normale Persönlichkeitsstruktur angesehen. 
Dies erscheine einer Expertenmeinung wenig würdig. Zu guter Letzt wies der behandelnde 
Psychiater auf die zu erfüllenden ICD-10-Kriterien einer PTBS hin und merkte an, dass 

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sich die Kriterien teilweise gegenseitig ausschliessen würden. Hierzu gehöre gemäss ICD-
10 die teilweise oder vollständige Unfähigkeit, sich an Aspekte der Belastung oder 
Traumatisierung zu erinnern. Dies schliesse ein wiederholtes Erleben traumatischer 
Erinnerungen aus, welches der psychiatrische Teilgutachter jedoch für eine 
Diagnosestellung der PTBS einfordere. Leider nehme er hierzu keine Stellung (IV-act. 193 
S. 4). 

6. Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beurteilung des erneuten Leistungsgesuchs 
auf das Gutachten der GA eins GmbH vom 25. November 2019 ab, wonach in einer 
körperlich leichten, wechselbelastenden, immer wieder auch sitzenden Tätigkeit und ohne 
wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
bestehe. Wie unter Erwägung 3.3 ausgeführt, ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen.

6.1 In formeller Hinsicht ist diesbezüglich festzustellen, dass das MEDAS-Gutachten 
auf einer eingehenden internistischen, psychiatrischen und orthopädischen Abklärung 
beruht. Zudem enthält das Gutachten anamnestische Angaben, es berücksichtigt die von 
der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild ihres 
Gesundheitszustandes. Die Schlussfolgerungen sind zudem begründet, einleuchtend und 
nachvollziehbar. Dem Gutachten kommt damit grundsätzlich voller Beweiswert zu. Im 
Folgenden bleibt zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen und 
Einwendungen gegen das Gutachten stichhaltig sind und an dessen Beweiswert etwas zu 
ändern vermögen.

6.1.1 Gegen die beweisrechtliche Verwertbarkeit des MEDAS-Gutachtens wendet die 
Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht zunächst ein, mit der Fallführung hätte der 
psychiatrische Teilgutachter und gerade nicht der Allgemeinmediziner betraut werden 
müssen. Diesbezüglich ist auf die Stellungnahme vom 9. August 2019 zu verweisen, in 
welcher der RAD-Arzt eine Begutachtung in den Fachdisziplinen Psychiatrie, Innere 
Medizin – Allgemeinmedizin und Orthopädie vorgeschlagen hat. Gleichzeitig hat er 
angemerkt, dass das Hauptgutachten ein psychiatrisches sein solle (vgl. IV-act. 160). 
Dass die Fallführung dem begutachtenden Psychiater obliegen solle, geht daraus jedoch 

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Urteil S 2020 101

nicht hervor. Wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung zu Recht 
darauf hingewiesen hat, hat der RAD-Arzt damit lediglich betont, dass dem Fachbereich 
der Psychiatrie bei der Begutachtung ein besonderes Gewicht zukommen sollte. In diesem 
Zusammenhang ist sodann auch die Mustervereinbarung zwischen dem Bundesamt für 
Sozialversicherungen (BSV) und den Gutachterstellen zu beachten, worin das 
polydisziplinäre Gutachten bestehend aus einer allgemeinmedizinischen/internistischen 
Gesamtbeurteilung und zwei oder mehreren fachärztlichen Spezialistenbeurteilungen 
(Teilgutachter) definiert wird. Daraus geht hervor, dass in der Regel ein 
Allgemeinmediziner die Fallführung übernimmt, wie dies auch im vorliegenden Fall 
geschehen und wogegen nichts einzuwenden ist. Dass der Fachbereich der Psychiatrie 
vernachlässigt worden wäre, kann daraus jedenfalls nicht abgeleitet werden. Vielmehr ist 
festzustellen, dass das MEDAS-Gutachten auf eingehenden orthopädischen, 
internistischen und eben gerade auch psychiatrischen Untersuchungen beruht. Die 
Tatsache, dass die Fallführung bei einem Allgemeinmediziner lag, hat letztlich, wie dies 
die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Vernehmlassung zu Recht festgestellt hat, 
keinen Einfluss auf die Richtigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens. Hierfür ist vielmehr 
ausschlaggebend, ob das Gutachten den praxisgemässen Anforderungen an den 
Beweiswert einer Expertise entspricht, was nachfolgend zu prüfen sein wird. 

6.1.2 Zum Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Gutachter hätten insbesondere den 
Bericht der E.________ vom 11. Dezember 2018 und denjenigen der C.________ vom 
3. September 2019 nicht berücksichtigt, ist zunächst festzuhalten, dass die 
Beschwerdegegnerin der Gutachtensstelle mit Gutachtensauftrag vom 4. September 2019 
zusammen mit einer Fallzusammenfassung sämtliche IV-Akten zur Verfügung gestellt hat 
(vgl. IV-act. 169). Darin befand sich unzweifelhaft auch der Bericht der E.________ vom 
11. Dezember 2018 (IV-act. 134), wird dieser doch auch im Verzeichnis der den 
Gutachtern zur Verfügung gestellten Akten erwähnt (vgl. IV-act. 183 S. 14). Mit der 
Beschwerdegegnerin ist somit davon auszugehen, dass der psychiatrische Gutachter von 
diesem Bericht ebenfalls Kenntnis hatte, zumal der genannte Bericht auch in der von der 
IV-Stelle für das Begutachtungsinstitut erstellten Fallzusammenfassung aufgeführt wird 
und darin die durch das E.________ gestellten Diagnosen erwähnt werden (vgl. IV-
act. 168 S.  2 f.). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Bericht im Auszug aus 
den wichtigsten Vordokumenten schliesslich nicht mehr explizit aufgeführt ist (vgl. IV-
act. 183 S. 18 ff.). 

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Was sodann den Bericht der C.________ vom 3. September 2019 betreffend 
Integrationsmassnahme (IV-act. 170) anbelangt, ist festzustellen, dass die IV-Stelle diesen 
Bericht dem Begutachtungsinstitut ergänzend zu den bereits zugestellten Akten mit 
Schreiben vom 5. September 2019 hat zukommen lassen (vgl. IV-act. 172). Der 
Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass dieser Bericht den Gutachtern ebenfalls 
vorgelegen hat. Im Gutachten selbst wurde er zwar nicht aufgeführt; wie die 
Beschwerdegegnerin jedoch zutreffend angemerkt hat, ist dies wohl darauf 
zurückzuführen, dass es sich um keinen medizinischen Bericht handelt. Dennoch darf 
davon ausgegangen werden, dass die Gutachter Kenntnis vom ungünstigen Verlauf der 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen hatten, geht dies doch auch aus der 
Fallzusammenfassung der IV-Stelle hervor (vgl. IV-act. 168 S. 5). Die fehlende Erwähnung 
der Erkenntnisse der beruflichen Eingliederung vermag den Beweiswert des MEDAS-
Gutachtens nicht entscheidend zu schmälern. Rechtsprechungsgemäss ist die 
Arbeitsfähigkeit primär gestützt auf ärztliche Befunde zu den gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und den daraus folgenden körperlich-funktionellen 
Belastbarkeitsgrenzen festzulegen (BGer 9C_273/2018 vom 28. Juni 2018 E. 5.3). Der 
unerwartet ungünstige und versicherungsmedizinisch nicht widerspruchsfrei plausibel 
nachvollziehbare Verlauf der beruflichen Eingliederungsmassnahmen gab vorliegend denn 
auch gerade Anlass dazu, eine polydisziplinäre Begutachtung in die Wege zu leiten. 

Im Übrigen gilt es zu berücksichtigen, dass die Gutachterstelle nicht verpflichtet ist, 
sämtliche sich im IV-Dossier befindenden medizinischen Berichte aufzulisten und 
zusammenzufassen, es mithin Aufgabe der Gutachter ist, die für sie relevanten Berichte 
zu erwähnen und für die Beurteilung des Falles heranzuziehen. Der Umstand, dass die 
Gutachterstelle gewisse Akten weniger schwer gewichtet als die versicherte Person dies 
möchte, führt nicht zur Unbrauchbarkeit des Gutachtens. Vorliegend bestehen für das 
Gericht jedenfalls keine Zweifel daran, dass die wichtigsten Akten von den Gutachtern 
nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch gebührend berücksichtigt wurden. 
Weitere Ausführungen hierzu erfolgen im Rahmen der materiellen Beurteilung des 
psychiatrischen Teilgutachtens. 

6.1.3 Schliesslich kann die Beschwerdeführerin aus der Dauer der psychiatrischen 
Exploration (in casu 55 Minuten) nichts zu ihren Gunsten ableiten, verkennt sie doch, dass 
es für den Aussagegehalt eines Gutachtens nicht auf die Dauer der Untersuchung 
ankommen kann. Massgeblich ist vielmehr, ob das Gutachten inhaltlich vollständig und im 
Ergebnis schlüssig ist, was vorliegend zu bejahen sein wird. Sodann ist auf den Grundsatz 

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hinzuweisen, wonach der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche 
Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein 
muss. Wie hoch dieser im Einzelfall zu veranschlagen ist, unterliegt letztlich aber der 
Fachkenntnis und dem Ermessensspielraum des damit befassten Experten (BGer 
9C_44/2017 vom 9. Mai 2017 E. 4.3). 

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6.1.4 Aus rein formeller Sicht ist mithin kein Grund ersichtlich, weshalb auf das 
Gutachten nicht abgestellt werden könnte.

6.2 Des Weiteren ist zu prüfen, ob das Gutachten in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
schliesslich die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar ist. 

6.2.1 Dabei ist insbesondere das psychiatrische Teilgutachten (IV-act. 183 S. 30 ff.) von 
Dr. med. M.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, einer eingehenden Prüfung 
zu unterziehen, beschränkt sich die Kritik der Beschwerdeführerin doch darauf. 
Diesbezüglich ist zunächst zu erwähnen, dass Dr. M.________ unter Ziff. 6.3 seines 
Gutachtens unter Hinweis auf die Klassifikationskriterien gemäss ICD-10 seine gestellte 
Diagnose der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode 
begründend hergeleitet hat. Unter Ziff. 7.3.3 ging der psychiatrische Teilgutachter sodann 
auf die in den Vorakten gestellten Diagnosen ein und überprüfte diese. Was die seitens 
des behandelnden Psychiaters diagnostizierte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 
abhängigen und selbstunsicheren Zügen betrifft, legte Dr. M.________ detailliert dar, dass 
die Beschwerdeführerin im Gespräch mit ihm nicht abhängig gewirkt, sondern vielmehr mit 
fester Stimme gesprochen und ihre Meinung klar zum Ausdruck gebracht habe. Sie habe 
sich auch von ihrem verbal aggressiven Mann trennen können. Unter Ziff. 6.3 wies der 
Gutachter sodann auf die sonst normale Sozialisation und die früher volle 
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin hin und merkte an, dass dies gegen die Achse-
2-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung spreche. Hat Dr. M.________ unter diesen 
Umständen das Vorliegen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und 
selbstunsicheren Zügen verneint, erscheint dies nach dem soeben Ausgeführten 
nachvollziehbar. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich der begutachtende 
Psychiater nicht über viele Seiten mit der Persönlichkeitsstruktur der Beschwerdeführerin 
befasst hat und Persönlichkeitsstörungen schwierig einzuordnen sind, wie dies 
Dr. K.________ dem psychiatrischen Teilgutachter vorwirft (vgl. IV-act. 193 S. 4). Es darf 
davon ausgegangen werden, dass sich ein psychiatrischer Gutachter dieses Umstands 
ebenfalls bewusst ist. Soweit Dr. M.________ die durch den behandelnden Psychiater 
diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung ebenfalls nicht bestätigen konnte, 
begründete er dies damit, dass die Beschwerdeführerin nicht unter wiederholtem Erleben 
traumatischer Erinnerungen leide, sie auch nicht abgestumpft sei gegenüber ihrer 
Umgebung und es bei ihr nicht zu Erregungszuständen bei Konfrontation mit einem 
Trauma, dem möglichen sexuellen Missbrauch in der Familie, komme. Seine Erklärung 

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erfolgte somit wiederum in einleuchtender Weise und steht im Einklang mit der 
konsiliarischen Beurteilung durch die E.________, waren gemäss dieser die 
Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung doch ebenfalls nicht 
vollständig erfüllt. Zu guter Letzt hat der psychiatrische Gutachter die durch 
Dr. K.________ diagnostizierte grenzwertige Intelligenzminderung zu Recht als ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in einer entsprechenden Tätigkeit eingestuft. Eine IV-
relevante Intelligenzminderung besteht bei einem Verbal-IQ von 76, einem Handlungs-IQ 
von 98 und einem Gesamt-IQ von 84 (vgl. IV-act. 13 S. 2, Wechsler Intelligenztest vom 
1. Juli 2017) jedenfalls nicht. Das soeben Ausgeführte zeigt, dass sich Dr. M.________ in 
seinem Teilgutachten sehr ausführlich mit den behandlerseits gestellten psychiatrischen 
Diagnosen auseinandergesetzt und detailliert und nachvollziehbar dargelegt hat, weshalb 
er die entsprechenden Störungen nicht diagnostizieren kann. Dass er dabei nicht auch 
noch explizit auf den Bericht der E.________ vom 11. Dezember 2018 eingegangen ist, tut 
dem Beweiswert des Gutachtens keinen Abbruch. Wie unter Erwägung 6.1.2 vorstehend 
dargelegt, darf davon ausgegangen werden, dass der psychiatrische Gutachter von 
diesem Bericht Kenntnis hatte. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass neben der 
E.________ auch der behandelnde Psychiater von einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und selbstunsicheren Zügen ausgegangen ist und 
sich der Gutachter mit seinen Berichten und damit auch der genannten Diagnose ja 
gerade auseinandergesetzt hat. Dies hat im Übrigen auch im Hinblick auf die festgestellten 
Lernschwierigkeiten und die damit zusammenhängende grenzwertige 
Intelligenzminderung zu gelten. Im Zusammenhang mit der Diagnosestellung ist die 
Beschwerdeführerin sodann darauf hinzuweisen, dass für den Rentenanspruch nicht allein 
die Diagnose ausschlaggebend ist, sondern die funktionellen Auswirkungen der Störung. 
Invalidenversicherungsrechtlich kommt es somit einzig darauf an, welche Auswirkungen 
eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (BGer 9C_273/ 2018 vom 28. Juni 2018 E. 
4.2). Mit dieser Frage hat sich die E.________ jedoch gerade nicht auseinandergesetzt, 
ging es im Rahmen der konsiliarischen Beurteilung vom 11. Dezember 2018 doch 
vielmehr darum, abzuklären, ob die Beschwerdeführerin an einer posttraumatischen 
Belastungsstörung leidet. Zu guter Letzt ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass 
die Abklärung in der E.________ nicht von einem Psychiatrie-Facharzt, sondern lediglich 
von einer Fachpsychologin durchgeführt wurde. Der sich ohnehin nur auf die 
diagnostische Einordnung beschränkende Bericht ist somit nicht geeignet, die 
ausschlaggebende Beweiskraft des psychiatrischen Teilgutachtens in Frage zu stellen. 

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Was die weiteren Kritikpunkte betrifft, erweisen sich diese ebenfalls als unbegründet. Wie 
die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf hingewiesen 
hat, hat Dr. M.________ unter Ziff. 6.3 seines Gutachtens eine stationäre Behandlung 
erwähnt und darüber hinaus ausgeführt, dass die Anamnese sonst früher psychiatrisch 
bland mit voller Leistungsfähigkeit während mehrerer Jahre gewesen sei. Was daran 
falsch sein sollte, erschliesst sich dem Gericht ebenso wenig wie der 
Beschwerdegegnerin, hat die Beschwerdeführerin doch immerhin bis Ende 2014 
weitgehend störungsfrei gearbeitet, sodass die erste psychiatrische Hospitalisation auch 
erst zu diesem Zeitpunkt aktenkundig ist (vgl. IV-act. 8). Des Weiteren hat die 
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung zutreffend angemerkt, dass der 
psychiatrische Gutachter lediglich von einer deutlich ausgeprägten Krankheits- und 
Behinderungsüberzeugung im Untersuchungsgespräch spreche, er der 
Beschwerdeführerin aber gerade keine Aggravation unterstellt habe. Entgegen der 
Auffassung des behandelnden Psychiaters (vgl. IV-act. 193 S. 4) besteht somit auch darin 
kein Widerspruch zu den Vorakten. Im Zusammenhang mit der deutlich ausgeprägten 
Krankheits- und Behinderungsüberzeugung ist sodann auch die vom Gutachter gestellte 
ungünstige Prognose für die Wiederaufnahme einer ausserhäuslichen Tätigkeit zu sehen. 
Dass ein Wiedereinstieg ins Erwerbsleben aus objektiver Sicht aber möglich wäre, ergibt 
sich aus der klaren Einschätzung der 100%igen Arbeitsfähigkeit. Inwiefern darin ein 
Widerspruch zu erblicken ist, ist für das Gericht nicht nachvollziehbar. Nicht unwichtig 
erscheint in diesem Kontext im Übrigen der Hinweis der Beschwerdegegnerin, wonach der 
psychiatrische Gutachter die regelmässige Einnahme eines Antidepressivums auch bei 
einer leichtgradig ausgeprägten depressiven Störung empfehle.

Schätzt Dr. K.________ die verbleibende Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
schliesslich anders ein als der Gutachter, ist dies mit Vorsicht zu würdigen, handelt es sich 
dabei doch um den behandelnden Psychiater, der erfahrungsgemäss in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten seiner Patienten aussagt (vgl. E. 3.3 vorstehend). Des Weiteren spricht 
selbst der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme vom 2. April 2020 davon, dass 
der psychiatrische Gutachter eine ausführliche psychiatrische Diagnose und 
Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit erstellt habe (vgl. IV-act. 193 S. 4). Mit den einzelnen 
Einwänden seinerseits gegen das psychiatrische Teilgutachten hat sich das Gericht 
bereits weiter oben auseinandergesetzt. Darüber hinaus sind lediglich zwei weitere 
Arztberichte des behandelnden Psychiaters aktenkundig (IV-act. 90 und 154 S. 1 f.), die 
allesamt nur sehr rudimentär begründet sind und die keine Aspekte enthalten, mit denen 
sich der psychiatrische Gutachter nicht auseinandergesetzt hat. Rechtsprechungsgemäss 

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lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen 
(Fach)-Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) jedenfalls nicht zu, ein 
Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein 
subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind, was vorliegend ja gerade nicht der Fall ist. 

Das psychiatrische Teilgutachten erweist sich somit in sämtlichen Belangen als 
beweiskräftig, weshalb es nicht zu beanstanden ist, wenn sich die Beschwerdegegnerin 
darauf stützt.

6.2.2 Dies hat im Übrigen auch für das internistische (IV-act. 183 S. 22 ff.) und 
orthopädische (IV-act. 183 S. 40 ff.) Teilgutachten zu gelten, haben die Gutachter doch die 
chronischen Beschwerden im Bereich des linken Rückfusses als 
Gesundheitsbeeinträchtigungen anerkannt und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
berücksichtigt. So führte dies gerade dazu, dass der Beschwerdeführerin ihre bisherige 
Tätigkeit nicht mehr vollschichtig zugemutet wurde. Die in orthopädischer Hinsicht 
festgestellten Einschränkungen wurden schliesslich auch bei der Formulierung des 
Zumutbarkeitsprofils betreffend angepasste Tätigkeiten berücksichtigt (körperlich leichte, 
immer wieder auch sitzende Tätigkeit unter Wechselbelastung ohne wiederholtes Heben 
und Tragen von Lasten über 5 kg). Der somatische Teil des Gutachtens steht im Einklang 
mit den Akten und wird von der Beschwerdeführerin nicht in Zweifel gezogen, weshalb in 
internistischer und orthopädischer Hinsicht ebenfalls auf das MEDAS-Gutachten abgestellt 
und in angepasster Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden 
kann. 

6.3 Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin 
nicht geeignet sind, die ausschlaggebende Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens 
der GA eins GmbH vom 25. November 2019 in Frage zu stellen. Entgegen der Rüge der 
Beschwerdeführerin kann daher vollumfänglich auf das Gutachten abgestellt werden, 
womit kein Raum für eine erneute psychiatrische Begutachtung bleibt und der 
entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin in Anwendung der antizipierten 
Beweiswürdigung abzuweisen ist.

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7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint, sich die angefochtene 
Verfügung vom 30. Juni 2020 mithin als rechtmässig erwiesen hat. Die Beschwerde 
erweist sich somit als unbegründet, weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist.

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
IV-Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 8. Januar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am