# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f02c7317-7d43-5ed4-8f88-3cc30cf3cb9a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.09.2020 SB190440
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190440_2020-09-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB190440-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, Ersatzoberrichterin 

Dr. iur. S. Bachmann und Ersatzoberrichter lic. iur. M. Gmünder  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer 

Urteil vom 21. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. A. Fischbacher, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 13. Mai 2019  
(GG190004) 
  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 29. Januar 

2019 (Urk. 40) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 60 S. 18 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. 

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten, wovon 36 

Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Das gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestell-

te und bei der Asservate-Triage der Kantonspolizei Zürich aufbewahrte Mobiltelefon, Marke 

Samsung, inkl. SIM-Karte, (Asservat-Nr. 1) wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

5. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte 

und bei der Bezirksgerichtskasse Dielsdorf aufbewahrte Barschaft von Euro 1'700.– wird 

B._____, geb. tt. Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Zürich, nach telefonischer Vo-

ranmeldung (Telefon Nr. 2) und unter Vorweisen eines Personalausweises nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. 

6. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte 

und bei der Gerichtskasse des Obergerichts Zürich aufbewahrte Barschaft von Fr. 1'520.– 

wird B._____, geb. tt. Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Zürich, nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen vom Obergericht herausgegeben. 

7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten wird auf Fr. 7'615.25 festgesetzt, nämlich Fr. 6'820.– für den Aufwand und 

Fr. 250.80 für die Auslagen, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 544.45. 

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8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr für das Vorverfahren  

Fr. 618.20   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 805.00   Auslagen Polizei 

Fr. 7'615.25   Entschädigung amtlicher Verteidiger 

Fr. 12'838.45   Total 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, ermässigt sich die Entscheid-

gebühr um einen Drittel auf Fr. 1'200.–. 

9. Die Kosten des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen 

(im Umfang von Fr. 1'023.15 definitiv); vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von Fr. 6'592.10.  

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel)" 

Anträge im Berufungsverfahren: 
(Prot. II S. 7) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 96 S. 1) 

1. In Abänderung von Ziff. 2 des angefochtenen Urteils sei der Appellant mit 

maximal 150 Tagen Geldstrafe zu je Fr. 30.– zu bestrafen, wovon 36 Tage 

durch Haft erstanden sind. 

2. In Abänderung von Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei der Vollzug der 

Geldstrafe aufzuschieben bei einer Probezeit von 3 Jahren. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien inkl. die Kosten der amtlichen 

Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen.  

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b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 103) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im ange-

fochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 60 S. 4). 

2. Mit eingangs im Dispositiv wiedergegebenem Urteil des Bezirksgerichts 

Dielsdorf (Einzelgericht) vom 13. Mai 2019 wurde der Beschuldigte A._____ des 

Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c 

BetmG schuldig gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten bestraft, 

unter Anrechnung von 36 Tagen Haft. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde nicht 

aufgeschoben. Das beschlagnahmte Mobiltelefon wurde eingezogen und dessen 

Vernichtung angeordnet. Betreffend die beschlagnahmten Barschaften wurde 

entschieden, diese an B._____ herauszugeben. Die Kosten des Vorverfahrens 

und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Vertei-

digung, wurden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung wurden im Umfange von Fr. 1'023.15 definitiv und im Betrag von 

Fr. 6'592.10 unter Nachforderungsvorbehalt auf die Gerichtskasse genommen 

(Urk. 60 S. 18 f.). 

3. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte mit Eingabe vom 16. Mai 

2019 die Berufung an (Urk. 57). Mit Eingabe vom 2. September 2019 reichte der 

Beschuldigte die Berufungserklärung ein und beantragte eine mildere Strafe 

sowie den bedingten Strafvollzug (Urk. 61). In der Folge wurde der Staatsanwalt-

schaft mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 Frist angesetzt, um zu erklären, ob sie 

Anschlussberufung erhebe oder ein Nichteintreten auf die Berufung beantrage 

(Urk. 64). Innert Frist teilte die Staatsanwaltschaft mit, sie verzichte auf eine 

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Anschlussberufung und beantrage die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

(Urk. 67). Zudem reichte die Staatsanwaltschaft mit ihrer Eingabe die Strafmass-

empfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich in der Fassung 

vom 13. Mai 2019 ein (Urk. 69). Ebenfalls mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 

wurde der Beschuldigte aufgefordert, das Datenerfassungsblatt und Unterlagen 

zu seinen finanziellen Verhältnissen einzureichen (Urk. 64). 

4. Die Berufungsverhandlung war zunächst auf den 6. Februar 2020 terminiert. 

Diese Verhandlung wurde infolge Verhandlungsunfähigkeit des Beschuldigten 

(Urk. 73; Urk. 74; Urk. 78; Urk. 80) auf den 6. Mai 2020 verschoben. Da sich der 

Beschuldigte und die Staatsanwaltschaft jedoch zwischenzeitlich mit der 

schriftlichen Durchführung des Berufungsverfahrens einverstanden erklärt hatten 

(Urk. 85; Urk. 86; Urk. 89), ordnete das Gericht mit Präsidialverfügung vom 

29. April 2020 dieses an und setzte dem Beschuldigten Frist an, um schriftlich 

Berufungsanträge zu stellen und zu begründen sowie letztmals Beweisanträge zu 

stellen. Dabei wies es darauf hin, dass insbesondere auch die aktuellen per-

sönlichen und finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten darzulegen seien und 

die Berufung als zurückgezogen gelte, wenn innert Frist keine schriftliche Eingabe 

des Beschuldigten eingehe (Urk. 90). Mit Eingabe vom 6. Juli 2020 ging die Beru-

fungsbegründung der Verteidigung zusammen mit einem Handelsregisterauszug 

der D._____ GmbH innert erstreckter Frist ein (Urk. 96; Urk. 98; Urk. 92; Urk. 94). 

Mit Präsidialverfügung vom 8. Juli 2020 wurde der Staatsanwaltschaft sowie der 

Vorinstanz je ein Doppel der Berufungsbegründung zugestellt und der Staats-

anwaltschaft Frist angesetzt, um schriftlich die Berufungsantwort einzureichen 

sowie letztmals Beweisanträge zu stellen. Letzteres erfolgte mit dem Hinweis, 

dass Säumnis als Verzicht gelte und aufgrund der Akten entschieden werde. Die 

Vorinstanz erhielt Gelegenheit zur freigestellten Vernehmlassung (Urk. 99), auf 

welche sie am 10. Juli 2020 verzichtete (Urk. 101). Mit Eingabe vom 30. Juli 2020 

reichte die Staatsanwaltschaft ihre Berufungsantwort ein (Urk. 103). Mit Präsidial-

verfügung vom 31. Juli 2020 wurde die Berufungsantwort dem Beschuldigten zur 

freigestellten Stellungnahme zugestellt und das Beweisverfahren für geschlossen 

erklärt (Urk. 105). Diese Frist lief unbenützt ab. 

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5. Mit seinen Berufungsanträgen ficht der Beschuldigte die Dispositivziffern 2 

(Strafzumessung) und 3 (Strafvollzug) des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 96 

S. 1). Nicht angefochten – und damit in Rechtskraft erwachsen – sind die Disposi-

tivziffern 1 (Schuldspruch), 4 (Einziehung des Mobiltelefons), 5 (Entscheid über 

Barschaft von Euro 1'700.–), 6 (Entscheid über Barschaft von Fr. 1'520.–), 7 (Ent-

schädigung des amtlichen Verteidigers), 8 (Kostenfestsetzung) sowie 9 (Kosten-

auflage). Davon ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 402 StPO). 

6. Beweisanträge für das Berufungsverfahren wurden keine gestellt. 

II. Sanktion 

1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 

acht Monaten bestraft. Die Verteidigung beantragt eine Bestrafung mit maximal 

150 Tagessätzen Geldstrafe (Urk. 61; Urk. 96). 

2. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundregeln der Strafzumessung und 

den gesetzlichen Strafrahmen von Art. 19 Abs. 1 BetmG, welcher Freiheitsstrafe 

bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vorsieht, korrekt angeführt. Es kann darauf 

verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 60 S. 6 f.). Anzufügen ist, dass der 

Beschuldigte anerkannte, an zwei verschiedenen Tagen im Auftrag von E._____ 

Marihuana an Dritte gegen Entgelt weitergegeben zu haben. Damit liegt wohl eine 

mehrfache Tatbegehung vor. Da der Beschuldigte gemäss rechtskräftigem 

Schuldspruch indessen des (einfachen) Vergehens gegen das Betäubungsmittel-

gesetz schuldig gesprochen wurde, ist kein Strafschärfungsgrund zu berücksichti-

gen. 

3. Zunächst ist die objektive Tatschwere als Ausgangskriterium für die Ver-

schuldensbewertung festzulegen und zu bemessen. Es gilt zu prüfen, wie stark 

das strafrechtlich geschützte Rechtsgut überhaupt beeinträchtigt worden ist. 

Darunter fallen das Ausmass des Erfolges, die Gefährdung, das Risiko sowie die 

Art und Weise des Vorgehens. Von Bedeutung ist auch die kriminelle Energie, wie 

sie durch die Tat und die Tatausführung offenbart wird, ebenso die Grösse des 

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Tatbeitrages bei mehreren Tätern und die hierarchische Stellung (WIPRÄCHTIGER/ 

KELLER, in: BSK Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2019, Art. 47 N 91 ff.). 

3.1 Bei Drogenstraftätern sind bei der Verschuldensbeurteilung auch die Art und 

Menge der umgesetzten Drogen mit zu berücksichtigen. Je grösser die Menge 

und je schädlicher die Gattung der vom Täter gehandelten, weitergegebenen oder 

transportierten Betäubungsmittel, um so gewichtiger erweist sich die von ihm mit 

der Tatverübung herbeigeführte gesundheitliche Gefährdung für Dritte. Allerdings 

darf der Drogenmenge – und damit verbunden auch der Gefährlichkeit – bei der 

Strafzumessung keine vorrangige Bedeutung zukommen. Auch kommt es nicht 

auf den genauen Reinheitsgehalt der Droge an, wenn nicht feststeht, dass der 

Beschuldigte ein ausgesprochen reines oder ein besonders stark gestrecktes 

Betäubungsmittel liefern wollte. Die Drogenmenge ist allerdings nur einer von 

verschiedenen Faktoren bei der Strafzumessung (WIPRÄCHTIGER/KELLER, in: BSK 

Strafrecht I, a.a.O., Art. 47 N 93 f.).  

Grundsätzlich gilt es zu bewerten, wie der Beschuldigte mit den Drogen in Kontakt 

gekommen ist und was er damit gemacht hat. Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts trifft den Transporteur einer bestimmten Betäubungsmittelmenge 

ein geringeres Verschulden als denjenigen, der diese Betäubungsmittelmenge 

verkauft oder zum Zwecke des Weiterverkaufes erwirbt (WIPRÄCHTIGER/KELLER, 

in: BSK Strafrecht I, a.a.O., Art. 47 N 100). Wesentlich bei der Strafzumessung ist 

auch die Stellung des Beschuldigten in der Hierarchie des Drogenhandels und die 

Zahl der Geschäfte, welche ein Indiz für die kriminelle Energie und damit für die 

Gefährlichkeit des Täters ist (HANSJAKOB, Strafzumessung in Betäubungsmittel-

fällen, in: ZStrR 1997, S. 243). Auch ein Beschuldigter ohne Mitbestimmungs-

recht, der auf einer tiefen Hierarchiestufe nur Anweisungen ausführt, kann unter 

Umständen eine wichtige und unabdingbare Rolle innerhalb des Verteilungs-

netzes spielen und muss sich somit einem erheblichen strafrechtlichen Vorwurf 

aussetzen (BGE 135 IV 191 E. 3.4). 

3.2 Der Beschuldigte hat im Auftrag und auf Anweisung von E._____ am 

20. Mai 2018 ein Kilogramm Marihuana und am 23. Mai 2018 fünf Kilogramm 

Marihuana an Dritte verkauft, was doch eine erhebliche Menge an illegalen Be-

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täubungsmitteln ist. Auch wenn es sich bei Marihuana nicht um eine harte, son-

dern eine weniger gefährliche Droge handelt und bei Cannabis kein schwerer Fall 

gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG möglich ist, gilt diese Droge laut bundesge-

richtlicher Rechtsprechung nicht als unbedenklich. Insbesondere kann ein lange 

dauernder und übermässiger Gebrauch durchaus zu psychischen und physischen 

Belastungen führen. Die Gefahren, die vom Konsum für die menschliche 

Gesundheit ausgehen, sind jedoch vergleichsweise gering und unterschreiten 

deutlich jene der harten Drogen (vgl. BGE 120 IV 256 E. 2b; BGE 117 IV 314 

E. 2g aa). Leicht verschuldensmindernd wirkt sich aus, dass der Beschuldigte 

zweimal im Abstand von wenigen Tagen und damit nur über einen sehr kurzen 

Zeitraum handelte. Zu berücksichtigen ist aber weiter, dass es sich zumindest 

beim Verkauf des einen Kilogramms Marihuana nicht um eine spontane Aktion 

handelte. E._____ hatte den Beschuldigten vor seiner Abreise nach Deutschland 

instruiert und der Beschuldigte war auch im Besitz der entsprechenden Garagen-

schlüssel (Urk. 53 S. 12). 

Was die Stellung des Beschuldigten innerhalb der Drogenhandelsorganisation 

anbelangt, ist mangels anderer Hinweise zu Gunsten des Beschuldigten davon 

auszugehen, dass er den Marihuanaverkauf vom 20. Mai 2018 lediglich infolge 

Ortsabwesenheit von E._____ ausgeführt hat und eine untergeordnete Stellung 

innerhalb der Drogenhandelsorganisation innehatte, was sein Verschulden etwas 

relativiert und leicht strafreduzierend zu werten ist. Auch wenn davon auszugehen 

ist, dass der Beschuldigte im Wesentlichen als Befehlsempfänger ohne Mitbe-

stimmungsrecht operierte, so tat er dies innerhalb der Hierarchie angesichts der 

ihm übergebenen Mengen aber nicht auf ganz unterster Stufe. Obwohl dem Be-

schuldigten nur zwei Verkäufe mit einem Transport der Betäubungsmittel über ei-

ne sehr geringe Distanz anzulasten ist, hat er mit dem Verkauf der nicht mehr 

kleinen Drogenmenge innerhalb des Verteilnetzes einen unerlässlichen und nicht 

zu verharmlosenden Tatbeitrag geleistet. Mit seinem Handeln offenbarte er des-

halb durchaus einige kriminelle Energie. 

3.3 Insgesamt ist die objektive Tatschwere und damit die Schwere des 

Verschuldens aber – mit der Verteidigung (Urk. 96 S. 3) – als leicht zu gewichten. 

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4. Bei der subjektiven Tatschwere ist festzustellen, wie dem Täter die objektive 

Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist. Zum subjektiven Verschulden gehören 

etwa die Frage der Schuldfähigkeit, die Intensität des verbrecherischen Willens, 

das Motiv sowie das Mass an Entscheidungsfreiheit. 

4.1 Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte für eine verminderte Schuldfähig-

keit; eine solche wurde auch nicht geltend gemacht (Urk. 96). 

4.2 Was die Intensität des verbrecherischen Willens anbelangt, so handelte der 

Beschuldigte hinsichtlich der Drogenart und -menge mit direktem Vorsatz. 

4.3 Zu seinen Beweggründen führte der Beschuldigte aus, er habe in der 

Garage von E._____ gearbeitet bzw. ab und zu ausgeholfen, ohne dafür einen 

Lohn zu erhalten (Urk. 21 S. 1 f.; Urk. 22 S. 3). Er habe sich jedoch erhofft, eine 

Lehre als Automechaniker in der Garage beginnen zu können (Urk. 53 S. 11 f.). 

Für die Marihuanaverkäufe habe er nichts erhalten und sei auch nichts vereinbart 

gewesen (Urk. 53 S. 14). Zudem habe er zusammen mit E._____ eine Autover-

mietung eröffnen wollen (Urk. 22 S. 4). Auch in der Berufungsbegründung macht 

der Beschuldigte geltend, er habe seinem Vorgesetzten lediglich einen Gefallen 

getan und in finanzieller Hinsicht in keiner Art und Weise profitiert (Urk. 96 S. 2). 

Selbst wenn der Beschuldigte immer wieder betont, dass er nicht aus eigenem 

Antrieb gehandelt und die Drogen nur verkauft habe, weil es ihm gesagt worden 

sei (Urk. 25 S. 6), so kann ein gewisses finanzielles Motiv nicht von der Hand ge-

wiesen werden. Wohl hat der Beschuldigte für sich kein Entgelt für die Drogen-

verkäufe erhalten. Er erwartete jedoch insoweit eine künftige finanzielle Besser-

stellung, als er hoffte, eine Automechanikerlehre zu beginnen und zusammen mit 

E._____ eine Autovermietung zu betreiben. Zudem stellte E._____ dem Beschul-

digten unentgeltlich eine Wohnung zur Verfügung (Urk. 53 S. 5). Eine finanzielle 

Notlage als Motiv fällt ausser Betracht. Wohl hatte der Beschuldigte Schulden im 

vierstelligen Bereich, konnte jedoch unentgeltlich wohnen und führte nie aus, die 

Drogenverkäufe wegen seiner Schulden durchgeführt zu haben. Dies ist auch 

konsequent, nachdem er – wie gesehen – für sich kein Entgelt erhalten hat und 

ihm ein solches auch nicht in Aussicht gestellt worden war. 

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4.4 Der Beschuldigte hat vor Jahren mit dem Drogenkonsum aufgehört (Urk. 53 

S. 3). Beschaffungskriminalität fällt somit ausser Betracht. 

4.5 Weiter ist das Mass an Entscheidungsfreiheit des Beschuldigten zu berück-

sichtigen. Je leichter es für ihn gewesen wäre, die von ihm übertretene Norm zu 

respektieren, desto schwerer wiegt seine Entscheidung gegen sie und damit sei-

ne Schuld (BGE 127 IV 101 E. 2a). Das Geschehene entsprach dem Willen des 

Beschuldigten. Er handelte somit weder in schwerer Bedrängnis noch unter dem 

Eindruck einer schweren Drohung. Der Beschuldigte besass somit hinsichtlich 

seines Entscheides, Drogen zu veräussern, jegliche Entscheidungsfreiheit. 

4.6 Insgesamt wird die objektive Tatschwere durch die subjektiven Komponen-

ten nicht relativiert. 

5. Zusammenfassend ist das Verschulden des Beschuldigten in Anbetracht 

des vorgegebenen Strafrahmens als leicht zu qualifizieren. Die Einsatzstrafe auf-

grund der Tatkomponente liegt mithin im Bereich von 150 Tagen. Gegenüber der 

vorinstanzlich angesetzten Einsatzstrafe von 7 Monaten (Urk. 60 S. 11) hat diese 

insbesondere darum etwas tiefer auszufallen, weil zugunsten des Beschuldigten 

stärker zu gewichten ist, dass er letztlich als Bote oder gar Handlanger von 

E._____ ohne direktes eigenes finanzielles Interesse gehandelt hat. 

6. Täterkomponente 

6.1 Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen kann auf die Unter-

suchungsakten und die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen 

werden (Urk. 60 S. 11).  

Zusammenfassend ist Folgendes festzuhalten: Der am tt. Februar 1994 in der 

Türkei geborene Beschuldigte wuchs dort bis zu seinem 10. Altersjahr auf. Im 

Jahre 2004 kam er im Rahmen des Familiennachzuges in die Schweiz zu seiner 

Mutter. Nach dem Besuch der Primarschule besuchte er die Sekundarschule C. 

Danach machte er ein halbjähriges Praktikum als Lagerist in einem Gartencenter 

und anschliessend ein halbjähriges Praktikum als Detailhandelsassistent. Als 

Detailhandelsassistent absolvierte er sodann eine zweijährige Lehre, bestand je-

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doch die Abschlussprüfung aufgrund seiner Drogenabhängigkeit nicht. Zwischen 

seinem 14. und 16. Lebensjahr machte er eine Drogentherapie. Im Alter von 

18 Jahren hat er sich entschieden, einen dreimonatigen Drogenentzug in der 

Türkei zu machen, um von seinem Marihuana-, Ecstasy- und Kokainkonsum 

wegzukommen. Seit Mai 2019 arbeitet der Beschuldigte in einer Temporär-

anstellung bei der DPD, bei welcher er Fr. 30.– pro Stunde verdient. Für die plant 

er zusammen mit einem Bekannten einen Abschleppdienst zu gründen und mit 

seiner Freundin zusammenzuziehen. Inzwischen hat sich der Beschuldigte 

selbständig gemacht und mehr als Fr. 20'000.– in sein sich im Aufbau befind-

liches Handelsgeschäft mit CBD investiert (Urk. 96 S. 6; Urk. 98). Vermögen hat 

er keines, jedoch Schulden im Umfange von Fr. 4'700.–. 

Aus dem Werdegang des Beschuldigten und seinen persönlichen und finanziellen 

Verhältnissen ergeben sich, wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren. 

6.2 Vorstrafen 

Der Beschuldigte weist fünf Vorstrafen auf (Urk. 72). Mit Entscheid der Jugend-

anwaltschaft Zürich-Stadt vom 18. Juni 2012 wurde er wegen mehrfacher Über-

tretung des Betäubungsmittelgesetzes und wegen Vergehens gegen das Waffen-

gesetz zu 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer Busse von Fr. 50.– verur-

teilt. Am 28. Mai 2014 verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach wegen 

Vergehens gegen das Bundesgesetz über explosionsgefährliche Stoffe zu einer 

Geldstrafe von 50 Tagessätzen à Fr. 20.–. Am 7. April 2016 bestrafte ihn die 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Vergehens gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz mit 10 Tagessätzen Geldstrafe à Fr. 30.–. Kurze Zeit später, 

am 2. Mai 2016, verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wegen 

Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 120 Tagessätzen Geldstrafe à 

Fr. 30.–. Schliesslich wurde der Beschuldigte mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

vom 9. September 2016 wegen fahrlässiger grober Verletzung der Verkehrsregeln 

zu 20 Tagessätzen Geldstrafe à Fr. 20.– verurteilt. Zu diesen in hoher Kadenz 

erwirkten, allesamt vollziehbaren Strafen hinzu gilt es zu berücksichtigen, dass 

der Beschuldigte die Tat, welche zur Verurteilung vom 2. Mai 2016 führte, teilwei-

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se während laufender Strafuntersuchung, die zum Strafbefehl vom 7. April 2016 

führte, beging. Die Taten, die zu den Verurteilungen vom 7. April 2016 und 2. Mai 

2016 führten, beging er während der laufenden Strafuntersuchung, die zur Verur-

teilung vom 9. September 2016 führte. Die Vorstrafen des Beschuldigten – wovon 

drei einschlägig sind – wirken sich deutlich straferhöhend aus. Wenn die Verteidi-

gung von nur einer einschlägigen Vorstrafe ausgeht (Urk. 96 S. 4), trifft dies – wie 

gerade aufgezeigt – nicht zu. Er wurde drei Mal, am 18. Juni 2012, am 7. April 

2016 und am 2. Mai 2016, wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungs-

mittelgesetz verurteilt (Urk. 72).  

6.3 Nachtatverhalten 

Bei der Strafzumessung ist auch das Nachtatverhalten eines Täters zu beachten. 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein Geständnis zugunsten 

des Täters zu berücksichtigen, wenn es auf Einsicht in das begangene Unrecht 

oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter dadurch zur Tataufdeckung über 

den eigenen Tatanteil beiträgt (BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Diese Praxis beruht auf 

der Überlegung, dass Geständnisse zur Vereinfachung und Verkürzung des 

Verfahrens und zur Wahrheitsfindung beitragen können. Mit der Berücksichtigung 

des Geständnisses wird dem Umstand Rechnung getragen, dass dieses zur Ver-

einfachung und Verkürzung des Verfahrens und zur Wahrheitsfindung beitragen 

kann. Erleichtert das Geständnis die Strafverfolgung indes nicht, etwa weil der 

Täter nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung 

des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden ist, ist eine Strafminderung nicht 

angebracht (Urteil des Bundesgerichtes 6B_1278/2017 vom 21. Februar 2019 

E. 7.5.4 mit Hinweisen).  

Der Beschuldigte führte zu Beginn der Untersuchung am 24. Mai 2018 lediglich 

aus, er habe einen Sack mit unbekanntem Inhalt von einem Fahrzeug in ein ande-

res Fahrzeug gelegt. Weitere Angaben dazu machte er keine (Urk. 21 S. 2). Als-

dann gab er zu, gewusst zu haben, dass sich fünf Kilogramm Marihuana im Sack 

befanden, da er angewiesen worden sei, es in einen Sack zu legen und den Sack 

in einem Fahrzeug zu deponieren. Die Strafbarkeit seiner Handlung verneinte er 

(Urk. 21 S. 3). In der Hafteinvernahme vom 25. Mai 2018 bestätigte der Beschul-

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digte, er habe in der ersten Einvernahme die ganze Wahrheit gesagt (Urk. 22 

S. 3). Erst im Rahmen der Konfrontationseinvernahme vom 27. Juni 2018 und 

nach anfänglichem Abstreiten der Marihuanaübergabe vom 20. Mai 2018, gab der 

Beschuldigte schliesslich beide Marihuanaverkäufe zu, nachdem er diesbezüglich 

belastet worden war (Urk. 23). Reue zeigte der Beschuldigte erstmals anlässlich 

der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 53 S. 14). Es kann dem Beschuldig-

ten daher nicht zugute gehalten werden, dass er von Anfang an ein Geständnis 

abgelegt hätte. Erst nachdem er in der Konfrontationseinvernahme belastet wor-

den war, legte er ein Geständnis ab. Dieses Geständnis hat die Untersuchung 

gegen den Beschuldigten allerdings nicht erleichtert. Die entsprechenden Vor-

bringen der Verteidigung, wonach sich der Beschuldigte in der Untersuchung 

durchwegs kooperativ und geständig gezeigt habe (Urk. 96 S. 4) sind daher nicht 

zu hören. Auch zeigte der Beschuldigte kein kooperatives Verhalten, wozu gehö-

ren würde, dass beispielsweise aufgrund seiner Aussagen weitere Delikte aufge-

klärt oder andere Personen zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Seine 

Aussagen beschränkten sich auf seine eigenen Handlungen, zu denen er 

während der Untersuchung in strafrechtlicher Hinsicht nicht stand, indem er 

immer wieder betonte, er habe nicht aus eigenem Antrieb gehandelt und das nur 

gemacht, weil es ihm gesagt worden sei. Somit fehlt es an einem mit aufrichtiger 

Reue und Einsicht verbundenen Geständnis, weshalb das Nachtatverhalten ledig-

lich leicht strafmindernd berücksichtigt werden kann. 

6.4 Eine erhöhte Strafempfindlichkeit des Beschuldigten ist nicht ersichtlich und 

wurde auch nicht geltend gemacht (Urk. 96). 

6.5 Aufgrund der Täterkomponente ist insgesamt eine moderate Straferhöhung 

angezeigt. 

7. Fazit 

7.1 Unter Berücksichtigung sämtlicher massgebender Strafzumessungsgründe 

erscheint für das vorliegend vom Beschuldigten begangene Delikt insgesamt eine 

Strafe von 180 Tagen dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen 

angemessen. 

- 14 - 

7.2 Im Strafbereich von drei Tagen bis sechs Monaten kommen nebeneinander 

Geldstrafe und Freiheitsstrafe in Betracht (Art. 34 Abs. 1 und Art. 40 Satz 1 

StGB). Aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip folgt, dass bei alternativ zur Ver-

fügung stehenden Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden soll, die 

weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn am 

wenigsten hart trifft. Aufgrund des Verhältnismässigkeitsprinzips steht dabei die 

Geldstrafe als gegenüber der Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensive Sanktion 

im Vordergrund. Freiheitsstrafen sollen nur verhängt werden, wenn der Staat kei-

ne anderen Mittel hat, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten (BGE 132 IV 82 

E. 4.1). Bei der Wahl der Sanktionsart sind als wichtigste Kriterien die Zweck-

mässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein 

soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen. Namentlich zu 

beachten ist das Vorleben des Täters, wobei Vorstrafen und einschlägig ausge-

fällte Freiheitsstrafen meist nicht dafür sprechen, dass die notwendige präventive 

Wirkung durch eine blosse Geldstrafe erzielt werden kann (BGE 134 IV 82 E. 4.1; 

BGE 134 IV 97 E. 4.4.2; vgl. auch Entscheide des Bundesgerichtes 6B_721/2009 

vom 18. Februar 2010 E. 4., 6B_218/2010 vom 8. Juni 2010 E. 3.2., 6B_449/2011 

vom 12. September 2011 E. 3.6.1). 

Der Beschuldigte wurde bereits viermal mit unbedingten Geldstrafen bestraft  

– unter anderem am 2. Mai 2016 mit einer solchen von immerhin 

120 Tagessätzen – und befand sich 2016 auch schon zwei Tage in Untersu-

chungshaft, was ihn nicht davon abgehalten hat, wiederum straffällig zu werden. 

Zudem weist er einschlägige Vorstrafen auf. Entsprechend wäre die Ausfällung 

einer erneuten Geldstrafe heute weder angemessen noch zweckmässig. Der 

Beschuldigte ist daher mit einer Freiheitsstrafe zu bestrafen. 

7.3 Insgesamt in der Beschuldigte daher mit einer Freiheitstrafe von 180 Tagen 

bzw. sechs Monaten zu bestrafen. Der Anrechnung der erstandenen Untersu-

chungshaft von 36 Tagen steht nichts im Weg (Art. 51 StGB). 

- 15 - 

III. Vollzug 

1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer 

Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte 

Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer 

Verbrechen und Vergehen abzuhalten. Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf 

Jahre vor der Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt, 

so ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen.  

Bei der Prüfung, ob der Verurteilte für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr bie-

tet, ist eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die 

Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen auch das Vorleben 

und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den 

Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die 

Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit un-

erlässlich. Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisa-

tionsbiographie und Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer Bindungen, Hinweise 

auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum 

Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen. Es ist unzulässig, einzelnen Um-

ständen eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen 

oder überhaupt ausser Acht zu lassen (BGE 134 IV 1 E. 4.2.1). 

2. Der Beschuldigte wird zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, 

was grundsätzlich einen bedingten Vollzug zulassen würde. Da der Beschuldigte 

noch nie zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde, 

liegt kein Fall von Art. 42 Abs. 2 StGB vor, der für den Aufschub der Strafe 

besonders günstige Umstände verlangt. Die günstige Prognose wird vermutet. 

3. Wie bereits erwähnt, weist der Beschuldigte jedoch fünf Vorstrafen auf, wo-

von drei einschlägig sind. Weshalb vorliegend nicht von einer einschlägigen Vor-

belastung ausgegangen werden könne (Urk. 96 S. 5), ist angesichts der bereits 

dargelegten strafrechtlichen Vergangenheit des Beschuldigten nicht ersichtlich. 

Zudem delinquierte der Beschuldigte während mehrerer laufenden Strafuntersu-

chungen. Die Vorstrafen, welche allesamt unbedingt ausgefällt wurden (Urk. 72), 

- 16 - 

und auch eine Untersuchungshaft von 2 Tagen haben ihn somit nicht von der 

Begehung neuer Delikte abgehalten. Er zeigte im vorliegenden Verfahren lediglich 

teilweise Einsicht und Reue. Es besteht somit die grosse Gefahr, dass er sich in 

einer vergleichbaren Situation erneut strafbar machen wird. Aus den weiteren 

Lebensumständen kann – entgegen der Verteidigung, die anführt, die positive 

Entwicklung werde von der Vorinstanz verkannt (Urk. 96 S. 6) – nichts zugunsten 

des Beschuldigten abgeleitet werden. Nach dem Scheitern bei der LAP und dem 

anschliessenden Drogenentzug in der Türkei konnte der Beschuldigte beruflich 

nicht Fuss fassen. Er arbeitete jahrelang nicht und liess sich von seiner Familie 

unterstützen. Im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Hauptverhandlung arbeitete er 

erstmals wieder, und zwar seit zehn Tagen in einer Temporäranstellung. In der 

Zwischenzeit hat sich der Beschuldigte zwar selbständig gemacht und für sein 

sich im Aufbau befindliches Handelsgeschäft mit CBD Investitionen von mehr als 

Fr. 20'000.– getätigt (Urk. 96 S. 6; Urk. 98). Ob er sich mit seinem Handels-

geschäft etablieren kann, indem er daraus ein regelmässiges Einkommen zur 

Deckung seines Lebensunterhalts erzielt, ist jedoch offen. Der Beschuldigte ist 

ledig und hat keine Kinder. Unter diesen Umständen muss dem Beschuldigten 

eine schlechte Prognose gestellt werden. Die Prognose wird auch nicht durch die 

36 Tage erstandene Untersuchungshaft im vorliegenden Verfahren verbessert. 

Die auszufällende Freiheitsstrafe ist daher zu vollziehen. 

IV. Kostenfolgen 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– anzu-

setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 lit. a 

GebV OG). 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unter-

liegt teilweise beim Strafmass, der Strafart sowie beim Vollzug. Die Kosten des 

Berufungsverfahrens sind daher dem Beschuldigten zu zwei Dritteln aufzuerlegen 

und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen. Davon ausgenommen 

sind die Kosten der amtlichen Verteidigung. Diese sind zu einem Drittel definitiv 

- 17 - 

und zu zwei Dritteln einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Vorbehalten 

bleibt die Rückzahlungspflicht (Art. 135 Abs. 4 StPO) für zwei Drittel dieser 

Kosten.  

3. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten reichte für das Berufungsver-

fahren eine Honorarnote für Aufwendungen von 17.5 Stunden und Auslagen von 

Fr. 63.50 ein (Urk. 109) und beantragte eine Kostengutsprache von insgesamt 

Fr. 4'214.85 inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen (Urk. 107). Dabei berück-

sichtigte er den Aufwand für den Verfahrensabschluss bereits (a.a.O.), weshalb 

keine Zuschläge zu machen sind. Die Aufwendungen und Auslagen des amt-

lichen Verteidigers sind ausgewiesen und erscheinen angemessen. Er ist somit 

für das Berufungsverfahren mit Fr. 4'214.85 (inkl. Auslagen und MwSt.) aus der 

Gerichtskasse zu entschädigen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

13. Mai 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. 

2.-3. (…) 

4. Das gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte 

und bei der Asservate-Triage der Kantonspolizei Zürich aufbewahrte Mobiltelefon, Marke 

Samsung, inkl. SIM-Karte, (Asservat-Nr. 1) wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils de-

finitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

5. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte 

und bei der Bezirksgerichtskasse Dielsdorf aufbewahrte Barschaft von Euro 1'700.– wird 

B._____, geb. tt..Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Zürich, nach telefonischer Voran-

meldung (Telefon Nr. 2) und unter Vorweisen eines Personalausweises nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. 

 

 

- 18 - 

6. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte 

und bei der Gerichtskasse des Obergerichts Zürich aufbewahrte Barschaft von Fr. 1'520.– wird 

B._____, geb. tt.Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in  Zürich, nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils auf erstes Verlangen vom Obergericht herausgegeben. 

7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten wird auf Fr. 7'615.25 festgesetzt, nämlich Fr. 6'820.– für den Aufwand und 

Fr. 250.80 für die Auslagen, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 544.45. 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr für das Vorverfahren  

Fr. 618.20   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 805.00   Auslagen Polizei 

Fr. 7'615.25   Entschädigung amtlicher Verteidiger 

Fr. 12'838.45   Total 

9. Die Kosten des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen (Im 

Umfang von Fr. 1'023.15 definitiv); vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO im Umfang von Fr. 6'592.10.  

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil sowie im Auszug hinsichtlich 

der vorstehenden Dispositivziffern 5 und 6 an B._____. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit sechs Monaten Freiheitsstrafe, 

wovon 36 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'214.85   amtliche Verteidigung. 

 

- 19 - 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu zwei Dritteln 

auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden zu einem Drittel definitiv und zu 

zwei Dritteln einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, wobei die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten im Umfange von zwei Dritteln 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

5. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

- 20 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 21. September 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 

	Urteil vom 21. September 2020
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 60 S. 18 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG.
	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten, wovon 36 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Das gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Asservate-Triage der Kantonspolizei Zürich aufbewahrte Mobiltelefon, Marke Samsung, inkl. SIM-Karte, (Asservat-Nr. 1) wird nach Eintritt der Rech...
	5. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Dielsdorf aufbewahrte Barschaft von Euro 1'700.– wird B._____, geb. tt. Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Zürich, nac...
	6. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Gerichtskasse des Obergerichts Zürich aufbewahrte Barschaft von Fr. 1'520.– wird B._____, geb. tt. Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Züric...
	7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 7'615.25 festgesetzt, nämlich Fr. 6'820.– für den Aufwand und Fr. 250.80 für die Auslagen, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 544.45.
	8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, ermässigt sich die Entscheidgebühr um einen Drittel auf Fr. 1'200.–.
	9. Die Kosten des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen (im Umfang von Fr. 1'023.15 definitiv); vorbehalten bleibt eine Nachforder...
	Anträge im Berufungsverfahren: (Prot. II S. 7)
	1. In Abänderung von Ziff. 2 des angefochtenen Urteils sei der Appellant mit maximal 150 Tagen Geldstrafe zu je Fr. 30.– zu bestrafen, wovon 36 Tage durch Haft erstanden sind.
	2. In Abänderung von Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben bei einer Probezeit von 3 Jahren.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien inkl. die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	II.  Sanktion
	III.  Vollzug
	IV.  Kostenfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 13. Mai 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG.
	2.-3. (…)
	4. Das gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Asservate-Triage der Kantonspolizei Zürich aufbewahrte Mobiltelefon, Marke Samsung, inkl. SIM-Karte, (Asservat-Nr. 1) wird nach Eintritt der Rech...
	5. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Dielsdorf aufbewahrte Barschaft von Euro 1'700.– wird B._____, geb. tt..Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in Zürich, nac...
	6. Die gemäss Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 24. Mai 2018 sichergestellte und bei der Gerichtskasse des Obergerichts Zürich aufbewahrte Barschaft von Fr. 1'520.– wird B._____, geb. tt.Juli 1993, wohnhaft C._____-strasse … in  Züric...
	7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten wird auf Fr. 7'615.25 festgesetzt, nämlich Fr. 6'820.– für den Aufwand und Fr. 250.80 für die Auslagen, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 544.45.
	8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen (Im Umfang von Fr. 1'023.15 definitiv); vorbehalten bleibt eine Nachforder...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil sowie im Auszug hinsichtlich der vorstehenden Dispositivziffern 5 und 6 an B._____.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit sechs Monaten Freiheitsstrafe, wovon 36 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu zwei Dritteln auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu einem D...
	5. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.