# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31d663fa-9a40-5ed3-b50e-a5edb0a06643
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2008 C-827/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-827-2008_2008-12-09.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-827/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  0 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

O._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV; Invalidenrente

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-827/2008

Sachverhalt:

A.
Frau O._______, geboren am (...) 1964, ist österreichische Staatsan-
gehörige. Sie arbeitete in der Zeit von 1987 bis 1994 mit Unterbrüchen 
in der Schweiz in der Gastronomie (act. 2, 3). Die Versicherte ist allein-
erziehende Mutter eines schwer kranken Sohnes (geb. ...).

B.
Die Versicherte meldete sich am 21. Januar 2002 bei der Pensionsver-
sicherungsanstalt  der  Arbeiter  (PVA),  Landesstelle  Y._______,  zum 
Bezug von Leistungen aus der schweizerischen Invalidenversicherung 
an und machte geltend, seit 1997 wegen Krankheit behindert zu sein. 
Die PVA leitete das Formular an die Schweizerische Ausgleichskasse, 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle), weiter (act. 1, 3).

C.
Am 19. November 2003 erging der Bescheid der österreichischen PVA, 
Landesstelle  X._______,  betreffend  den  Anspruch  der  Versicherten 
auf eine Invaliditätspension für die Zeit vom 1. Februar 2002 bis zum 
30. September 2005 (act. 19, 21, 22). Mit Bescheid vom 20. September 
2005  der  PVA wurde die  befristet  zuerkannte  Invaliditätspension  für 
die weitere Dauer der Invalidität weiter gewährt (act.119).

D.
Im Anschluss an die Anmeldung in der Schweiz (oben Bst. B) nahm 
die IV-Stelle die nötigen medizinischen und wirtschaftlichen Abklärun-
gen vor.  Nach Einsichtnahme in die Unterlagen gelangte der IV-Stel-
lenarzt,  Dr. med. A._______,  in  seinem  Bericht  vom  15.  Dezember 
2003 zum Schluss, dass die zahlreichen physischen Leiden der Versi-
cherten heilbar und diskreter Natur seien und die sicher bestehende 
reaktive Depression die Arbeitsfähigkeit  in einer vorwiegend leichten 
Tätigkeit zu maximal 30% einschränke (act. 82). Gestützt auf die Aus-
führungen ihres Vertrauensarztes wies die IV-Stelle das Leistungsbe-
gehren der Versicherten mit Verfügung vom 22. Dezember 2003 wegen 
Fehlens einer rentenbegründenden Invalidität ab (act. 83).

E.
Mit Einsprache vom 5. Januar 2004 liess die Versicherte geltend ma-
chen, dass die vielfältigen gesundheitlichen Störungen ihre Arbeitsfä-
higkeit erheblich beeinträchtigten und sie nicht mehr in der Lage sei, 

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ihren  hauptsächlich  ausgeübten  Beruf  als  Restaurantfachfrau 
weiterhin auszuüben, sie somit erwerbsunfähig sei (act. 84).

F.
Mit  Einspracheentscheid vom 24. September 2004 wies die IV-Stelle 
die  gegen  die  leistungsabweisende  Verfügung  vom  22. Dezember 
2003 gerichtete Einsprache ab (act. 94).

G.
Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte bei der Eid-
genössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und In-
validenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen (Rekurs-
kommission) am 19. Oktober 2004 fristgerecht Beschwerde und mach-
te darin unter anderem geltend, dass der Hauptgrund für ihre renten-
begründende  Arbeitsunfähigkeit  ein  hereditäres  Angioödem  sei  und 
sie nach österreichischem Recht als begünstigte Behinderte mit einem 
Behinderungsgrad  von  70%  eingestuft  sei.  Sollten  die  vorliegenden 
Unterlagen nicht ausreichen, beantrage sie, in der Schweiz einem me-
dizinischen Gutachter zugeführt zu werden (act. 95).

H.
Mit  Urteil  vom 25. September 2006 hiess die Rekurskommission die 
Beschwerde gut und wies die Akten an die IV-Stelle zurück zur voll-
ständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts in Form einer 
ganzheitlichen Begutachtung der Versicherten in einem spezialisierten 
Universitätsspital in der Schweiz (act. 114).

I.
Mit Schreiben vom 13. Februar 2007 übertrug die IV-Stelle der medizi-
nischen Abklärungsstelle  (MEDAS)  des  Z._______ einen Auftrag  für 
eine medizinische Abklärung der Versicherten (act. 123). Die Untersu-
chungen  für  das  interdisziplinäre  Gutachten  fanden  vom  11. bis 
13. Juli 2007 in Z._______ statt (act. 129).

J.
Das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 10. September 2007 er-
stellten diverse Fachärzte. Diese kamen gestützt auf eine interdiszipli-
näre Beurteilung zum Schluss, dass eine medizinisch begründete Ar-
beitsunfähigkeit von 20% oder mehr bei der Versicherten objektiv wohl 
wiederholt  kurzzeitig,  nie aber  für  längere Zeit  bestanden habe. Der 
Grad der Arbeitsfähigkeit sei im Langzeitverlauf konstant hoch geblie-
ben. Prinzipiell  bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit sowohl für die bis-

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herige ausserhäusliche Tätigkeit als auch im Haushalt (act. 235 S. 50).

Zusätzlich  wurden  diverse  Arztberichte  des  Landeskrankenhauses  - 
Universitätsklinikums  Y._______  zu  den  Akten  genommen 
(act. 132-228).

K.
Das MEDAS-Gutachten wurde vom IV-Stellenarzt Dr. med. B._______ 
am 22. Oktober 2007 beurteilt. Er stellte fest, dass an der bisherigen 
Beurteilung festgehalten müsse,  was bedeute,  dass eine höhere  Ar-
beitsunfähigkeit als 30% sicher nicht vorliege (act. 243).

L.
Daraufhin erliess die IV-Stelle am 25. Oktober 2007 ihren Vorbescheid 
und teilte der Versicherten mit, aus den ergänzten Akten ergebe sich, 
dass weder eine bleibende Erwerbsunfähigkeit noch eine ausreichen-
de durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. 
Trotz des Gesundheitsschadens sei eine dem Gesundheitszustand an-
gepasste  gewinnbringende  Tätigkeit  noch  immer  in  rentenausschlie-
ssender Weise zumutbar. Es liege somit keine Invalidität vor, die einen 
Rentenanspruch zu begründen vermöge. Das Leistungsbegehren müs-
se somit abgewiesen werden (act. 244). Die Versicherte liess sich zum 
Vorbescheid nicht vernehmen.

M.
Mit Verfügung vom 11. Januar 2008 wurde das Leistungsbegehren der 
Versicherten  von der  IV-Stelle  (nachfolgend: Vorinstanz)  abgewiesen 
(act. 246).

N.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwer-
deführerin) am 8. Februar 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht und beantragte sinngemäss die Ausrichtung einer Rente. Die 
Verfügung sei unzureichend begründet. Des Weiteren sei bei objektiver 
Betrachtung nicht nachvollziehbar, wieso die gleiche Krankheit in Ös-
terreich zu einer 70%-igen Behinderung führe und in der Schweiz nicht 
einmal einen 40%-igen Invaliditätsgrad begründe.

O.
Nach  einer  gewährten  Fristverlängerung  reichte  die  Vorinstanz  am 
17. Juni 2008 ihre Vernehmlassung ein und beantragte, die Beschwer-
de sei abzuweisen.

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P.
Replikando  hielt  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom  7. Juli 
2008 an ihrer Beschwerde fest und führte aus, dass sie wegen ihren 
Angioödemanfällen  pro  Jahr  mindestens  40  Mal  den  Rettungsnot-
dienst benötige, was die diversen notfallärztlichen Befunde beweisen 
würden. Die Beanspruchung durch ihren Sohn übersteige kaum merk-
lich  das  Ausmass  eines  normalen  (...)-jährigen  Kindes. Leider  habe 
das keinen Einfluss auf ihre gesundheitliche Lage. Sie sei jederzeit be-
reit,  eine Arbeit anzunehmen, wenn ihr ein Arbeitgeber genannt wer-
den könne, welcher es akzeptiere, dass sie jede Woche die Arbeits-
stelle mit der Rettung verlasse und anschliessend mindestens 2 Tage 
nicht mehr einsetzbar sei.

Q.
Mit  Verfügung vom 29. Juli  2008  schloss  der  Instruktionsrichter  des 
Bundesverwaltungsgerichts den Schriftenwechsel.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-Stelle 
für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bundesver-
waltungsgerichts gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Ju-
ni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist vorliegend nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG; SR 830.1)  anwendbar  ist 
(Art. 3 Bst. dbis VwVG).

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1.3 Durch die angefochtene Verfügung ist die Beschwerdeführerin be-
sonders  berührt.  Ihr  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Änderung 
oder Aufhebung und damit ihre Beschwerdelegitimation sind zu beja-
hen (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

1.4 Die  Beschwerdeführerin  hat  fristgerecht  Beschwerde  erhoben 
(Art. 60 ATSG; vgl. auch Art. 50 VwVG). Auch die gesetzlichen Form-
vorschriften sind erfüllt (vgl. Art. 52 VwVG). Auf das ergriffene Rechts-
mittel ist einzutreten.

2.
Streitig und daher im Folgenden zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente zu Recht verneinte.

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.2 Die Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige eines Mitgliedstaa-
tes der Europäischen Gemeinschaft, so dass vorliegend das am 1. Ju-
ni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit  (Freizügigkeitsabkommen;  FZA;  SR 0.142.112.681),  welches 
die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mit-
gliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit absetzt, als dar-
in derselbe Sachbereich geregelt wird, anzuwenden ist (Art. 20 FZA). 
Soweit  dieses  Abkommen,  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
keine  abweichenden  Bestimmungen  vorsieht,  ist  mangels  einer  ein-
schlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Re-
gelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der  An-
spruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grund-
sätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 
Erw. 2.4).  Daraus  folgt,  dass  die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall 
das Gericht  den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin  gemäss 
Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung (EWG) Nr. 1408/71 grund-
sätzlich nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Re-
geln zu beurteilen haben.

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2.3 Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistun-
gen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, bestimmt sich 
demnach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für 
die Beurteilung eines Rentenanspruchs sind daher die Feststellungen 
eines  ausländischen  Versicherungsträgers  bezüglich  Invaliditätsgrad 
und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der 
Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996 
S. 177 E. 1).

2.4 Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf 
die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar, 
wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorse-
hen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invali-
denversicherung  anwendbar  (Art. 1a-70),  soweit  das  IVG nicht  aus-
drücklich  eine  Abweichung  vom ATSG vorsieht.  Dabei  finden  in  for-
mellrechtlicher Hinsicht nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen 
Regeln grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im 
Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE 130 V  1 
E. 3.2).

2.5 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-
men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden 
Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, 
die bei  Eintritt  der Invalidität  der Beschwerdeführerin,  spätestens je-
doch bei Erlass der Verfügung vom 11. Januar 2008 in Kraft standen; 
weiter  aber auch solche Vorschriften,  die zu jenem Zeitpunkt  bereits 
ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allen-
falls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind,  d.h. für 
das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 
(AS 2003 3837; 4. IV-Revision).

2.6 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 11. Januar 2008) 
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Sach-
verhaltsänderungen,  die nach dem massgebenden Zeitpunkt  des Er-
lasses des streitigen Entscheides eingetreten sind, sind im vorliegen-

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den Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Allerdings kön-
nen  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither  verändert  haben,  unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 
121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der  bis  Ende 2003 gültig  gewesenen 
Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 
versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal-
be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier-
telsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Die seit dem 1. Ja-
nuar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 
Abs. 1 IVG (heute: Art. 28  Abs. 2 IVG) geben bei  einem Invaliditäts-
grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  60 % Anspruch  auf  eine 
Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % 
Anspruch auf eine ganze Rente.

3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Wei-
se  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenüberge-
stellt  werden,  worauf  sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit  die fraglichen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  nicht  genau  ermittelt  werden  können,  sind  sie  nach 
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die 
so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allge-

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meine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE  128  V  30  E. 1, 
BGE 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdeverfahren das Gericht)  auf  Unterlagen angewie-
sen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-
gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist  es, den Gesundheits-
schaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher-
ten noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Er-
werbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumut-
baren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invali-
dität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Be-
hinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fest-
gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs-
sen (BGE 110 V 275 E. 4a).

3.4 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger 
Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem ande-
ren Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen und anzunehmen,  soweit 
sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter 
seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumut-
barem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. 
Diese sogenannte Verweisungstätigkeit muss sich der Versicherte an-
rechnen  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK  1986 
S. 204 f.).

4.
4.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  in  ihrer  Beschwerde sinngemäss 
geltend, aufgrund ihrer erwiesenen nicht heilbaren und in ihren Auswir-
kungen  und  Häufigkeiten  der  Ödemattacken  nicht  vorhersehbaren 
Krankheit sei sie zu mindestens 40% invalid.

4.2 Folgende relevante Arztberichte befinden sich in den Akten:

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- Dr. med. C._______ und Dr. med. D._______ beurteilten am 23. Mai 
2002 den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu Handen 
der österreichischen PVA. Invalidität liege bei der Beschwerdeführe-
rin nicht vor. Sie sei als Hilfsarbeiterin arbeitsfähig. Ihr seien am all-
gemeinen  Arbeitsmarkt  leichte  und  vereinzelt  mittelschwere  Er-
werbstätigkeiten  unter  den  üblichen  Bedingungen  für  ungelernte 
Kräfte zumutbar. Ausgenommen seien Arbeiten mit atemtraktreizen-
den Substanzen,  an exponierten Stellen und in  Nässe,  Kälte  und 
unter Zuglufteinwirkung (act. 72).

- Im Rahmen des österreichischen Sozialversicherungsverfahrens für 
das Landesgericht Y._______ erstellte Dr. med. E._______ ein ab-
schliessendes Gutachten vom 10. Januar 2003, in welchem die in-
ternen, neurologisch/psychiatrischen, dermatologischen, orthopädi-
schen und lungenfachärztlichen Diagnosen im Einzelnen aufgeführt 
sowie Leistungskalkül,  Verweisbarkeit und Krankenstandsprognose 
beschrieben werden. Demnach könne die Beschwerdeführerin  nur 
mehr  leichte  Arbeiten  verrichten.  Zudem müssten  hinsichtlich  der 
Umgebungssituation im Rahmen der  Berufstätigkeit  diverse Aufla-
gen erfüllt werden. Ein normaler Arbeitsablauf sei ganztätig möglich. 
Die Beschwerdeführerin sei auch auf andere als die bisher geleiste-
ten Tätigkeiten verweisbar. Im Rahmen dieser Verweisungsfähigkeit 
sei die Beschwerdeführerin unterweis- und anlernbar. Schulbarkeit 
sei nicht gegeben. Die Gesamtkrankenstandsdauer pro Jahr betra-
ge acht Wochen (act. 75-80).

- In einer ausführlichen Stellungnahme vom 2. März 2004 zu den vor-
handenen  Unterlagen  erachtete  der  IV-Stellenarzt  Dr. med. 
F._______, dass aufgrund der diversen Leiden für die bisher ausge-
übte Tätigkeit als Serviererin eine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit von 70% gegeben sei und für körperlich wie psychisch wenig 
belastende Tätigkeiten, beispielsweise im Bürobereich, wo die Ver-
sicherte eine teilweise Ausbildung als Finanzbuchhalterin genossen 
habe,  lediglich  eine  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  von  30% 
vorliege  (act.  87).  In  einer  ergänzenden  Stellungnahme  führte 
Dr. med. F._______ aus, dass die festgehaltene Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ab 21. Januar 2002 zu gelten habe (act. 89).

- Univ.-Prof. Dr. G._______, Dermatologe, diagnostizierte am 12. Ok-
tober 2004 ein hereditäres Angioödem, an welchem die Beschwer-
deführerin  seit  vielen  Jahren leide. Die  Schwellungen  könnten le-

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bensbedrohlich  werden. Der  zur  Behandlung  benötigte  Faktor  sei 
immer beim nächstgelegenen Krankenhaus oder Arzt bereitzuhalten 
oder vom Patienten selbst mitzuführen (act. 155).

- Der IV-Stellenarzt  Dr. med. H._______ erkannte in seinem Bericht 
vom 23. März 2005 die besondere Stresssituation der Beschwerde-
führerin  infolge  der  schweren Erkrankung des Sohnes,  wies  aber 
darauf  hin, dass diese nicht  mit  der bekannten Krankheit  und der 
diesbezüglichen Behinderung in Verbindung zu bringen sei. An der 
bisherigen Beurteilung könne festgehalten werden (act. 106).

- Dr. I._______, Arzt für Allgemeinmedizin, und Dr. J._______, Fach-
ärztin für Neurologie und Psychiatrie, führten am 23. August 2005 
eine  Untersuchung  der  Beschwerdeführerin  zu  Handen  der  PVA, 
Landesstelle X._______, durch. Sie diagnostizierten eine angebore-
ne  Gefässerkrankung  durch  Fehlen  eines  Komplimentfaktors  mit 
zum  Teil  lebensbedrohenden,  anfallartigen  Schwellungen  an  der 
Haut, des Verdauungs- und Atmungstraktes (ICD-10: D84.1), Zervi-
kalneuralgie (ICD-10: M54.2), eine neurotisch reaktive somatisierte 
Depression  (mässiger  Krankheitswert)  sowie  Spannungskopfs-
chmerz.  Aus  neurologisch-psychiatrischer  Sicht  seien  der  Be-
schwerdeführerin  noch  leichte  und  mittelschwere  Erwerbsarbeiten 
mit umseitigen Einschränkungen zumutbar. Aus allgemeinärztlicher 
Sicht seien Änderungen nicht zu erwarten,  sodass eine Arbeitsfä-
higkeit auf Dauer nicht gegeben sein werde (act. 119).

- Die Notfallambulanz Dermatologie des Landeskrankenhauses - Uni-
versitätsklinikums  Y._______  erstellte  für  den  Zeitraum  von  Mai 
2004 bis Juni 2007 regelmässige Berichte über die Behandlung der 
Beschwerdeführerin (act. 132-228).

- Die  Medizinische  Abklärungsstation  (MEDAS)  des  Z._______  er-
stellte am 10. September 2007 ein interdisziplinäres Gutachten. Zu-
sammenfassend  stellten  die  Gutachter  fest,  bei  der 
Beschwerdeführerin  sei  ein  Mangel  an  C1-Esterase  Inhibitor  seit 
1994  bekannt.  Werde  nun aufgrund  dieses  Mangels  das  Komple-
mentsystem ungenügend inaktiviert  bzw. spontan aktiviert,  komme 
es zu mehr  oder  weniger  häufigen,  unterschiedlich ausgedehnten 
Schwellungen  (Angioödemen)  im  Magendarmtrakt  oder  in  den 
Atemwegen, beispielsweise im Larynx (Kehlkopf). Die letztgenann-
ten könnten tödlich verlaufen,  weshalb  Personen mit  C1-Esterase 
Inhibitormangel und deren Umgebung diesbezüglich informiert sein 

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müssten.  Die  Betroffenen  benötigten  in  diesem  Fall  die  sofortige 
intravenöse  Injektion  von  C1-Esterase  Inhibitor. Zur  Langzeit-Pro-
phylaxe  von  Angioödemen  könne  C1-Esterase  Inhibitor  regel-
mässig, beispielsweise wöchentlich, intravenös verabreicht werden. 
Bei  Durchsicht  der  Akten  falle  die  zeitliche  Koinzidenz  gehäufter 
und  ausgedehnter  Ödeme  mit  dem  Gesundheitszustand  des 
Sohnes auf, welche die Versicherte bei der persönlichen Befragung 
auch einräume. Es sei bemerkt, dass sich die behandlungsbedürf-
tigen Episoden erst nach Aufgabe der ausserhäuslichen Tätigkeit zu 
häufen begonnen hätten. Anlässlich der im Rahmen des Gutachtens 
erfolgten ärztlichen Befragungen sei wiederholt deutlich geworden, 
dass sich die Beschwerdeführerin mit ganzer Kraft für ihren kranken 
Sohn  einsetze  und  sich  dadurch  nicht  nur  an  der  Verwertbarkeit 
ihrer objektiv erhaltenen Arbeitsfähigkeit hindere, sondern auch ihre 
Gesundheit  vernachlässige.  Ihre  Arbeitsunfähigkeit  begründe  die 
Beschwerdeführerin heute selbst einerseits mit der Beanspruchung 
durch den Sohn, andererseits aber mehr mit arbeitsmarktlichen als 
mit  objektiv  krankheitsbedingten  Limitierungen.  Die  Beschwerde-
führerin sei im strikt medizinischen Sinn nicht arbeitsunfähig. Es be-
stünden wesentliche krankheitsfremde Faktoren, welche die Vermitt-
lungsfähigkeit der Versicherten stark limitierten. Es seien noch The-
rapieoptionen offen. Es stelle sich die Frage, ob die häufigen Vor-
stellungen in  der  Universitätsklinik  Y._______ aus einer  effektiven 
Notfallsituation oder nicht eher zur Prophylaxe erfolgt seien, zumal 
die heutige Serologie für einen eher benignen Verlauf spreche. Es 
handle  sich  jeweilen  nicht  um stationäre,  sondern  um  ambulante 
Behandlungen. Auch unter optimaler ärztlicher Führung sei bei der 
Beschwerdeführerin immer wieder mit  kurzzeitigen Arbeitsunfähig-
keiten  zu  rechnen. Mit  Nachdruck sei  aus  interdisziplinärer  Warte 
auf die bei der Beschwerdeführerin dringend erforderliche Kontrolle 
der  gesundheitlichen Risikofaktoren hinzuweisen. Angesichts  ihrer 
psychischen Stabilität und ihrer mindestens durchschnittlichen Intel-
ligenz sei die Beschwerdeführerin unter Anspannung ihres Willens 
durchaus  in  der  Lage,  die  notwendigen  Massnahmen  durchzu-
führen.

Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20% oder mehr 
habe  bei  der  Beschwerdeführerin  objektiv  wohl  wiederholt  kurz-
zeitig,  nie  aber für  längere Zeit  bestanden. Der Grad der Arbeits-
fähigkeit sei im Langzeitverlauf konstant hoch geblieben. Prinzipiell 
bestehe  volle  Arbeitsfähigkeit  sowohl  für  die  bisherige  ausser-

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häusliche Tätigkeit als auch im Haushalt. Es sei weiter festzustellen, 
dass die Beschwerdeführerin ihre zuletzt in der Schweiz ausgeübte 
Tätigkeit im Gastgewerbe nicht krankheitsbedingt aufgegeben habe. 
Auch die danach begonnene Ausbildung in Buchhaltung und Lohn-
verrechnung sei aus familiären und nicht Krankheitsgründen abge-
brochen  worden.  Der  Gesundheitszustand  habe  weder  vor  noch 
nach  dem  24.  September  2004  eine  Verschlechterung  erfahren, 
welche  die  Arbeitsfähigkeit  für  längere  Zeit  oder  sogar  dauerhaft 
vermindert hätte oder mindern würde (act. 235).

- Der  IV-Stellenarzt  Dr. B._______  beurteilte  am  22.  Oktober  2007 
den  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  anhand  der  in 
den  Akten  vorliegenden  medizinischen  Unterlagen.  Er  kam  zum 
Schluss,  dass  die  Beschwerdeführerin  an  einem  ganz  seltenen 
Stoffwechselproblem mit rezidivierenden Haut- und Schleimhautma-
nifestationen  (Angioödem)  leide.  Sie  brauche  wiederholt  ärztliche 
Hilfe. Aufgrund der aus Österreich vorliegenden unzähligen Gutach-
ten sei der medizinische Dienst der IV-Stelle bis zum Urteil der Re-
kurskommission  wiederholt  zur  Auffassung  gekommen,  dass  eine 
30%-ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Das nun vorliegende MEDAS-
Gutachten bestätige vollumfänglich die bisherige Beurteilung durch 
den medizinischen Dienst der IV-Stelle. Das bedeute, dass im Gut-
achten eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit nicht attestiert  wer-
de. Anzumerken sei, dass die Beschwerdeführerin wohl bisher nicht 
ganz optimal behandelt worden sei und die prophylaktische Selbst-
applikation des fehlenden Stoffwechselproduktes, was bisher nicht 
erfolgte, allfälligen Anfällen vorbeugen könnte, dies zudem der Be-
schwerdeführerin  zusätzliche innere Sicherheit  geben würde. Man 
müsse damit an der bisherigen Beurteilung festhalten. Eine höhere 
Arbeitsunfähigkeit als 30% liege sicher nicht vor (act. 243).

4.3 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me-
dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung  –  wie  alle  anderen  Beweismittel  –  frei,  d.h.  ohne  Bindung  an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-
gen. Dies bedeutet für das Gericht,  dass es alle Beweismittel,  unab-
hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 

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und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei-
nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet  und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  oder 
des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 
E. 1c mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Beweiswert 
umfasst  allerdings  nur medizinische Fragen,  zu  deren Beantwortung 
Ärzte im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber 
weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung.

5.
Die Vorinstanz stützt ihre Begründung des Einspracheentscheids auf 
die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 22. Oktober 2007, wel-
che  ihrerseits  auf  das  MEDAS-Gutachten  vom 10.  September  2007 
verweist.

5.1 Die diversen bei  den Akten liegenden Befunde der  Notfallambu-
lanz belegen lediglich, dass die Beschwerdeführerin seit 2002 zahlrei-
che akute Ödemattacken hatte und jeweilen behandelt wurde. Aussa-
gen über die Arbeitsfähigkeit  sind diesen Berichten nicht  zu entneh-
men.

5.2 Die ärztlichen Gutachten zu Handen der österreichischen Pensi-
onskasse  aus  den  Jahre  2002  bis  2005  umschreiben  den  Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin und äussern sich zur Arbeitsfä-
higkeit. Gemäss diesen ärztlichen Unterlagen ist die Beschwerdeführe-
rin  in  Verweistätigkeiten  durchaus  arbeitsfähig.  Einzig  Dr. I._______ 
beurteilte, dass eine Arbeitsfähigkeit auf Dauer nicht gegeben sei. Sie 
begründete ihre Aussage lediglich mit den mehrmals wöchentlich auf-
tretenden lebensbedrohlichen Zuständen, welche sich in Zukunft nicht 
ändern  werden. Eine vertieftere Begründung führte  sie  nicht  an. Die 
genannten ärztlichen Atteste haben insofern einen geringeren Beweis-
wert, als sie z.T. älteren Datums sind.

5.3 Die  MEDAS  führte  in  ihrem  interdisziplinären  Gutachten  in 
minuziöser Art und Weise die Anamnese der Beschwerdeführerin und 
deren Beschwerden auf. Das Gutachten erfüllt alle von der Rechtspre-
chung geforderten Voraussetzungen für ein Gutachten mit umfassen-

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dem  Beweiswert  (vgl.  E. 4.3).  Diese  sehr  ausführliche  medizinische 
Dokumentation  des  Gesundheitszustandes  der  Beschwerdeführerin 
und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestattet es, eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rentenanspruches vorzunehmen. 
Gestützt  darauf  ist  davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 
praktisch uneingeschränkt arbeitsfähig war und ist.

5.4 Insgesamt kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass gemäss 
dem  im  Sozialversicherungsrecht  massgeblichen  Beweisgrad  der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) der Invalidi-
tätsgrad der Beschwerdeführerin weniger als 40% beträgt; damit kann 
sie keine Rente der schweizerischen IV beanspruchen.

6.
Die Beschwerdeführerin wirft in ihrer Beschwerde auf, dass es bei ob-
jektiver Betrachtung vernünftig nicht nachvollziehbar sei,  dass in Ös-
terreich  ihre  Krankheit  zu  einer  70%-igen Behinderung führe  und in 
der Schweiz nicht einmal zu einem Invaliditätsgrad von 40%.

Wie oben (vgl. E. 2.2 und 2.3) erwähnt, beurteilt sich der Anspruch der 
Beschwerdeführerin  auf  eine  Rente  der  IV  ausschliesslich  nach  der 
schweizerischen  Gesetzgebung.  Die  Vorinstanz  führte  in  ihrer  Ver-
nehmlassung vom 17. Juni 2008 richtig aus, dass die Berechnung des 
Behinderungsgrades  in  Österreich  und  des  Invaliditätsgrades  nach 
schweizerischem Recht auf völlig unterschiedlichen Kriterien beruhen. 
Ein direkter Vergleich ist daher nicht möglich.

7.
Die Abweisung des Leistungsbegehrens durch die Vorinstanz ist dem-
nach nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

8.
Die  Verfahrenskosten  von  CHF 400.-  sind  der  unterliegenden  Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

9.
Der  unterliegenden,  nicht  anwaltlich  vertretenen Beschwerdeführerin 
ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und 
Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2] e contrario). Die obsiegende Vorinstanz hat keinen Ent-
schädigungsanspruch (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von CHF 400.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG). Versand:

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