# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf797ed4-6442-58b9-8718-f3d1a8e63612
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 20.05.2005 R 2005 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_R-2005-27_2005-05-20.pdf

## Full Text

R 05 27 und 28
4. Kammer 

URTEIL
vom 20. Mai 2005

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. … sind Eigentümer der im Gebiet …, Gemeinde …, gelegenen und mit einem 

Wohnhaus überbauten Parzelle Nr. 134. … sind Eigentümer der im Süden 

daran angrenzenden, ebenfalls mit einem Wohnhaus überbauten Parzelle 

734 (abparzelliert von Parzelle 133).

Die Überbauung basiert auf dem vom Gemeindevorstand … am 21. Januar 

2003 genehmigten Quartierplan …, der u.a. die erwähnten beiden Parzellen 

beschlägt. Die verkehrsmässige Erschliessung der Parzellen erfolgt über den 

östlich gelegenen, ca. 3,5 m breiten …weg. Am 23. Januar 2003 erhielten … 

die Baubewilligung für ihr Wohnhaus auf Parzelle 134. Gegen die Auflage, 

das Gebäude um mindestens 1 m tiefer zu setzen, setzten sie sich 

einspracheweise zur Wehr und konnten sich in der Folge mit der Gemeinde 

auf eine Anpassung an den …weg einigen.

Am 12. Mai 2004 liessen … ein Gesuch für den Neubau eines Wohnhauses 

auf Parzelle 734 einreichen. Gegen das ordnungsgemäss publizierte 

Bauvorhaben reichten die Eheleute … Einsprache ein. 

Mit Entscheid vom 15. Juni 2004 wies die Baubehörde die Einsprache ab und 

erteilte gleichentags auch die anbegehrte Baubewilligung mit Auflagen. So sei 

das neue Terrain, welches in den Plänen auf 785.27 m ü.M. festgesetzt sei, 

im Bereich um das Hauptgebäude um 0.5 m tiefer zu setzen. Die Höhenkote 

betrage demnach 784.77 m ü.M. und als Referenzpunkt gelte OK Mauer der 

Mistlegi ...

In der Folge begann die Bauherrschaft mit den Bauarbeiten. Im Zuge 

derselben wurden die Nachbarn … bei der Gemeinde mehrmals vorstellig und 

monierten, dass die Eheleute … ihr Haus nach den ursprünglichen Plänen 

bauen würden, dass mithin weder die Baute abgesenkt noch das neue Terrain 

im Bereich des Hauptgebäudes um 0.5 m tiefer gesetzt worden sei. 

Entsprechende gemeindliche Abklärungen bestätigen den gerügten 

Sachverhalt jedoch nicht.

Am 3. Dezember 2004 liess die Bauherrschaft … ein Projektänderungsgesuch 

einreichen. Anstelle des vorgesehenen Autounterstandes direkt neben dem 

Gebäude wurde neu ein gedeckter Sitzplatz mit einem darauf befindlichen 

Balkon geplant. Das Terrain sollte dort um 50 cm und der Autounterstand um 

56 cm (unter Berücksichtigung der in der ersten Baubewilligung verfügten 

Absenkung gar um insgesamt 1,06 m) erhöht werden. Auf der Westseite war 

eine Erhöhung um 15 cm (bzw. unter Berücksichtigung der ursprünglich 

verfügten Terrainabsenkung um 65 cm) vorgesehen. Auf der Nordseite war 

eine geringfügige Absenkung von ca. 20 cm (unter Berücksichtigung der 

ursprünglich verfügten Absenkung von 50 cm aber eine Mehrhöhe von 30 cm) 

geplant. 

Die dagegen von den Eheleuten … erhobene Einsprache wies die Gemeinde 

mit Entscheid vom 31. Januar 2005 ab und erteilte gleichentags die 

anbegehrte Baubewilligung. Sie bewilligte einerseits die geänderte 

Höhenkote 0.00 gleich 785.47 m ü.M. und anderseits auch die neue 

Höhenkote für das Terrain beim Hauseingang (minus 0.20 = 785.27), soweit 

es sich innerhalb des Baufensters befinde. Eine eventuell zu erstellende 

Treppe werde als auskragender Gebäudeteil betrachtet und dürfe demzufolge 

höchstens 1 m über das Baufeld hinausragen. Der Anhebung des Terrains 

auf der Ost- und Nordseite wurde demgegenüber die Bewilligung verweigert. 

Hier, wie auch für den Autounterstand, gelte unverändert die bewilligte 

Höhenkote von 784.77 m ü.M. Die Terrainanhebungen auf der Westseite 

würden bewilligt, weil sich rund die Hälfte des 4 m breiten Vorplatzes innerhalb 

des Baufensters befinde. Ebenso werde die niveaugleiche Verbindung von 

der Westseite zum gedeckten Sitzplatz bewilligt.

2. a) Dagegen liessen … (Rekurrenten 1) am 22. Februar 2005 beim 

Verwaltungsgericht frist- und formgerecht Rekurs (R 05 27) erheben mit dem 

Antrag, es sei der Baubescheides betreffend die bewilligte Erhöhung des 

Terrains auf der Westseite und die niveaugleiche Verbindung von der 

Westseite zum gedeckten Sitzplatz auf Parzelle 734 aufzuheben. Gemäss Art. 

15 QPB seien im fraglichen Bereich nur massvolle Terrainveränderungen zur 

Anpassung an den …weg zulässig. Die Gemeinde habe in der ursprünglichen 

Baubewilligung vom Juli 2004 festgestellt, dass mit der bewilligten Höhenkote 

von 784.77 m ü.M. für die Terrainaufschüttung die Einhaltung von Art. 15 Abs. 

2 QPB erfüllt sei. Die damals verfügte Absenkung des Terrains um 50 cm sei 

rechtskräftig. 

b) Gleichentags liessen auch … (Rekurrenten2/Rekursgegner 2) beim 

Verwaltungsgericht frist- und formgerecht Rekurs (R 05 28) erheben und 

beantragten, der angefochtene Entscheid sei, soweit die Anhebung des 

Terrains auf der Ost- und Nordseite nicht bewilligt worden sei, aufzuheben 

und ihnen die Anhebung des Terrains auch in diesem Bereich gemäss 

Baueingabe vom 4. Dezember 2004 zu bewilligen. Die Ablehnung der 

nachgesuchten Terrainveränderungen werde nicht begründet; darin sei eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken. Für Terrainveränderungen 

gelte die Bewilligungspflicht und die Bewilligung sei zu erteilen, soweit das 

Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigt werde (Art. 15 Ziff. 13 und Art. 

20 Abs. 1 BG). Art. 15 Abs. 2 QPV lasse massvolle Terrainveränderungen zur 

Anpassung an den …weg zu. Der Quartierplan wolle die Überbauung auf den 

Grundstücken 133, 734 und 134 auf das Niveau des …weges anheben, was 

mit dem Abänderungsgesuch angestrebt werde. 

3. a) Mit separaten Vernehmlassungen beantragte die Gemeinde … die 

Abweisung der beiden Rekurse, sofern darauf eingetreten werden könne. 

Hinsichtlich des Rekurses R 05 27 legte sie dar, dass zugunsten der 

Bauherrschaft Art. 15 QPB derart ausgelegt werde, als dass maximal 1 m 

noch als massvoll erachtet würden. Mit der zugestandenen 

Terrainveränderung sei die Zufahrt vom …weg mit minimalem 

Niveauunterschied bequem möglich. Auch der Kanalisationsanschluss sei 

gegen den …weg hin oder nach Westen hin möglich, was die Auflage der 

maximalen Terrainaufschüttung rechtfertige. Es sei Sache der Bauherrschaft, 

aufgrund der vorgegebenen Terrainhöhe das Gebäude zu senken oder mit 

einer Treppe auf das Gelände zu gelangen. Der Bauherrschaft sei in der 

ersten Baubewilligung nicht die Tiefersetzung des Gebäudes, sondern die 

maximale Terrainhöhenkote von 784.77 m ü.M. vorgeschrieben worden. Der 

Bereich des Haupteinganges liege innerhalb des Baufeldes, womit eine 

Projektänderung mit auskragender Treppe bewilligbar wäre. Auch der Bereich 

der Südwestecke des Gebäudes liege zum Teil innerhalb des Baufeldes. Bei 

Ablehnung der Terrainanhebung könnte die Bauherrschaft ein Projekt für eine 

podestartige Holz- oder Betonterrasse eingeben, was ästhetisch schlecht, 

gesetzlich aber möglich wäre. Deshalb sei die Terrainanhebung innerhalb des 

Baufeldes plus 2 m darüber hinaus optisch besser. Der gewählte Kompromiss 

(Beschränkung der Terrainerhöhung einzig auf die Südwestecke) sei 

vertretbar und angemessen und entspreche der tolerierten Abweichung beim 

Neubau …. Die Anhebung des Autounterstandes sei im Hinblick auf eine 

zukünftige Überbauung der verbleibenden Parzelle 133 vorgenommen 

worden.

Hinsichtlich des Rekurses R 05 28 bestritt sie vorweg die gerügte Verletzung 

des rechtlichen Gehörs. Aus dem Bau- und Einspracheentscheid gehe 

hinreichend klar hervor, weswegen das Gesuch teilweise nicht bewilligt 

worden sei. Die Gemeinde habe in ihrem Entscheid Bezug auf die 

unverändert bewilligte Höhenkote von 787.44 m gemäss Baubescheid vom 

22. Juni 2004 genommen, welcher längst unangefochten in Rechtskraft 

erwachsen sei. Auf die angestrebte Anhebung des Terrains auf der Ost- und 

Nordseite hätte die Gemeinde gar nicht eintreten müssen, weswegen sie 

keine Begründungspflicht treffe. Einem Rückkommen auf die ursprünglich 

verfügte Kote stehe die materielle Rechtskraft entgegen.

b) Die Eheleute … beantragten Abweisung des Rekurses R 05 27, soweit darauf 

eingetreten werden könne. Zur Begründung vertieften sie in materieller 

Hinsicht im Wesentlichen die bereits in ihrer Einsprache vorgebrachten 

Überlegungen. Vorweg stellten sie noch die Rekurslegitimation der Eheleute 

… in Frage, weil die beanstandeten Terrainveränderungen auf der von ihrem 

Haus abgekehrten Seite zu liegen kämen. Ferner stellten sie sich auf den 

Standpunkt, dass der Behandlung der Projektänderung keine materielle 

Rechtskraft entgegen gehalten werden könne. Die weitere Begründung folgt 

derjenigen der Vernehmlassung zur Einsprache.

4. Am 20. Mai 2005 führte die IV. Kammer des Verwaltungsgerichts einen 

Augenschein durch, an welchem die Eheleute …  und die Eheleute …, beide 

jeweils in Begleitung ihrer Rechtsvertreter, sowie der kommunale Baufachchef 

zusammen mit dem Anwalt der Gemeinde teilnahmen. Allen Anwesenden 

wurde dabei Gelegenheit erteilt, sich anhand der Örtlichkeiten auch noch 

mündlich ausführlich zu allen aufgeworfenen Fragen zu äussern.

Auf die Ausführungen am Augenschein, wie auch auf die weiteren 

Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Weil die Rekurse R 05 27 und R 05 28 sich gegen dieselbe Verfügung richten, 

denselben Sachverhalt und identische Rechtsfragen beschlagen, mithin in 

tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht gleich liegen, rechtfertigt es sich die 

beiden Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 2 VGG zu vereinigen und in einem 

einzigen Urteil zu erledigen.

2. a) Anfechtungsobjekt ist der kommunale Baubescheid vom 31. Januar 2005, mit 

welchem die von den Rekurrenten 2 vorgesehenen Projektänderungen (so 

u.a. geänderte Höhenkoten, die Anhebung des Terrains auf der Nord-, Ost- 

und der Westseite und die niveaugleiche Verbindung auf der Westseite zum 

Sitzplatz) nur teilweise bewilligt worden sind. Während die Rekurrenten 1 die 

Aufhebung sowohl der von der Gemeinde bewilligten Anhebung des Terrains 

auf der Westseite als auch und die niveaugleiche Verbindung auf der 

Westseite zum gedeckten Sitzplatz verlangen, wehren sich die Rekurrenten 2 

gegen die Verweigerung der von ihnen anbegehrten Anhebung des Terrains 

auf der Ost- und Nordseite des Wohnhauses.

b) Die Rekursgegner 2 stellen in ihrer Vernehmlassung die Rekurslegitimation 

der Rekurrenten 1 in Frage. Diesen würden aus der Terraingestaltung auf der 

West- und Südseite weder Vor- noch Nachteile erwachsen. Entsprechend sei 

aber auch kein hinreichendes Interesse ersichtlich, das ausreichenden Anlass 

für eine Überprüfung der streitigen Verfügung biete. Ihnen kann nicht gefolgt 

werden. Im Lichte der jüngeren verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung 

betrachtet (vgl. zum Ganzen PVG 2003 Nr. 34) ist diesem Antrag bereits 

deshalb kein Erfolg beschieden, weil in Fällen wie dem vorliegenden, wo die 

Rekurslegitimation der Rekurrenten als Nachbarn und Eigentümer einer direkt 

an das Baugrundstück angrenzenden Liegenschaft angesichts ihrer 

Beziehungsnähe und der daraus resultierenden stärkeren Betroffenheit als 

jede Drittperson bereits dem Grundsatze nach zu bejahen ist, alle Rügen 

zulässig sind, die den Streitgegenstand betreffen und für die Position der 

Partei Vorteile, z.B. einen praktischen oder ideellen Nutzen, erwarten lassen. 

Dies hat zur Folge, dass auf den Rekurs der Rekurrenten 2 ohne weiteres 

einzutreten ist, wobei von einer rechtsmissbräuchlichen Rekurserhebung 

keine Rede sein kann. 

c) Soweit die Rekurrenten 2 die Aufhebung des angefochtenen Baubescheides 

mit dem Einwand der ungenügenden Begründung, bzw. der Einrede der 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) 

verlangen, kann ihrem Antrag nicht stattgegeben werden. Zwar trifft es zu, 

dass die Gemeinde die Ablehnung der nachgesuchten Terrainveränderung im 

angefochtenen Entscheid nicht näher begründet hat. Darin ist in der Tat eine 

Verletzung des Gehörsanspruches der Rekurrenten zu erblicken. 

Verfügungen oder Entscheide, die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs 

ergangen sind, sind nach der strengen Praxis des Verwaltungsgerichtes 

grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines ordnungsgemässen 

Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden zurückzuweisen (statt 

vieler: PVG 1996 Nr. 107; 1987 Nr. 85). Wenn es sich jedoch - wie vorliegend 

- bereits aus verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt, ist die 

Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren 

zuzulassen (vgl. PVG 1996 Nr. 107). Die Rekurrenten 2 konnten im 

vorliegenden Rekursverfahren umfassend zu allen sich stellenden 

tatsächlichen und rechtlichen Fragen Stellung nehmen. Die angefochtene 

Verfügung würde im Falle einer blossen Rückweisung von der Vorinstanz 

nicht anders begründet, als sie dies im Schriftenwechsel vor 

Verwaltungsgericht getan hat, weshalb eine Aufhebung ohne materielle 

Beurteilung einem prozessualen Leerlauf gleichkäme.

d) Nicht gefolgt werden kann den Rekurrenten 1, soweit sie dem Bauvorhaben 

die formelle und materielle Rechtskraft der (ersten) Baubewilligung vom  22. 

Juni 2004 entgegenhalten. Vielmehr steht es jedem Bauherrn jederzeit frei, 

im Verlaufe der Bauausführung bei der Baubehörde Projektänderungen bzw. 

Ergänzungen zum ursprünglichen Baugesuch einzureichen, was in der Praxis 

denn auch relativ häufig vorkommt. Die Baubehörde hat diesfalls denn auch 

einzig und allein zu prüfen, ob sich die Projektänderungen/Ergänzungen im 

Rahmen der massgebenden bundes-, kantonal- und kommunalrechtlichen 

Vorgaben bewilligen lassen oder nicht. Einmal bewilligten Baugesuchen 

kommt nur unter dieser Einschränkung formelle und materielle Rechtskraft zu; 

vorbehalten bleiben die Wiedererwägung und die Revision von Amtes wegen. 

Entspricht eine nachgesuchte Projektänderung den gesetzlichen Vorgaben, 

ist sie zu bewilligen, andernfalls abzuweisen. Die angeführte PVG 1995 Nr. 

92 ist in diesem Zusammenhang nicht einschlägig.

e) Ohne Belang für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens sind die in den 

Rechtsschriften vorgebrachten gegenseitigen Vorhalte der Rekurrenten 1 und 

2, rechtswidrig gebaut zu haben, nachdem diese Fragen nicht Gegenstand 

des vorinstanzlichen Verfahrens bildeten. 

3. a) Für die Beurteilung der streitigen Projektänderung massgebend sind im 

Wesentlichen die von der Gemeinde am 21. Januar 2003 erlassenen 

Quartierplanvorschriften … (QPV). Soweit vorliegend von Interesse ergibt sich 

aus diesen Vorschriften u.a., dass innerhalb der Baufelder die Bestimmungen 

des kommunalen Baugesetzes über Grenz- und Gebäudeabstände nicht zur 

Anwendung gelangen (Art. 11 QPV). Terrainveränderungen sind gemäss Art. 

15 Abs. 1 QPV zu unterlassen. Nach Absatz 2 dieser Bestimmung sind im 

Bereich der Parzellen Nr. 133 und 134 jedoch massvolle 

Terrainveränderungen zur Anpassung an den …weg zulässig. 

Mit der Gemeinde ist davon auszugehen, dass sich das 

Terrainveränderungsverbot nicht auf den Bereich der eigentlichen Baufelder 

(vgl. Art. 11 QPV für Hauptbauten und Art. 12 QPV für An- und Nebenbauten) 

bezieht. In diesen darf im Rahmen der QPV gebaut werden, was 

Terrainveränderungen einschliesst. Damit steht aber ohne weiteres fest, dass 

Terrainveränderungen innerhalb der beiden Baufelder - somit also die 

Erhöhung von etwa der Hälfte des auf der Westseite des Hauses geplanten 

(ca. 4 m breiten) Vorplatzes sowie auch der auf der Südseite für den anstelle 

des Unterstandes 1 geplanten, niveaugleichen gedeckten Sitzplatz - ohne 

weiteres zulässig sind. In diesen Bereichen gilt denn auch die neue 

Höhenkote von 785.42 m.ü.M. Weil innerhalb der Baufelder bis auf die Grenze 

gebaut werden darf und weil überdies gestützt auf Art. 10 Abs. 2 QPV 

auskragende Gebäudeteile maximal 1 m über das Baufeld hinausragen 

dürfen, erhellt, dass massvolle Anböschungen (auch wenn sie in den Bereich 

ausserhalb der Baufenster ragen) zulässig sind. In diesem Rahmen, und nur 

in diesem, ist eine niveaugleiche Verbindung zwischen dem gedeckten 

Sitzplatz und dem (zulässigen Teil des) Vorplatzes auf der Westseite auf der 

neuen Höhenkote bewilligbar. Insoweit erweist sich auch der Rekurs R 05 27 

als unbegründet.

b) Als begründet erweist sich Rekurs R 05 27 demgegenüber, soweit die 

Gemeinde auf der Westseite des Einfamilienhauses den Vorplatz (abgesehen 

von einer massvollen Anböschung) auch für den ausserhalb des Baufeldes 

liegenden Bereich (ca. die Hälfte des Vorplatzes) sowie auf der Südseite eine 

niveaugleiche Verbindung zwischen Sitzplatz und Vorplatz bewilligt hat. Nach 

der klaren und unmissverständlichen Regelung in den QPV sind in diesem 

Bereich Terrainveränderungen wie die zur Beurteilung stehenden unzulässig, 

weil das Terrainveränderungsverbot gemäss den Bestimmungen des QPV 

generell für die ausserhalb der Baufelder liegenden Flächen gilt; lediglich zur 

Anpassung an den …weg wird es nach Art. 15 Abs. 2 QPV durchbrochen. Die 

anbegehrten Terrainerhöhung auf der West- und auf der Südseite des Hauses 

der Rekurrenten 2 liegen zur Hälfte (Vorplatz) bzw. fast vollumfänglich 

(Verbindung zwischen Sitzplatz und Vorplatz) ausserhalb der vorgesehenen 

Baufelder und dienen auch nicht zur Anpassung an den im Osten des Hauses 

liegenden …weg. Entsprechend muss für diesen Teil die ursprünglich verfügte 

Kote von 784.77 m gelten. Was die Rekurrenten 2 und die Rekursgegnerin 1 

dagegen vorbringen, zielt ins Leere. Der Rekurs R 05 27 ist daher im 

dargelegten Sinne teilweise gutzuheissen und der Baubescheid vom 31. 

Januar 2005, soweit damit Terrainerhöhungen auf der West- und der Südseite 

des Wohnhauses der Rekurrenten 2 im Bereich ausserhalb der eigentlichen 

Baufelder bewilligt worden sind, aufzuheben.

4. Zu prüfen bleiben damit noch die Einwendungen der Rekurrenten 2 im 

Rekursverfahren R 05 28. Im angefochtenen Baubescheid hat die Gemeinde 

die anbegehrte Anhebung des Terrains auf der Ost- und Nordseite für den 

Bereich ausserhalb der Baufelder die Bewilligung verweigert und damit 

gleichzeitig die in der ersten Baubewilligung festgelegte Höhenkote von 

784.77 m ü.M. bestätigt. Im Lichte des oben Dargelegten  (generelles 

Terrainveränderungsverbot für den Bereich ausserhalb der Baufelder; 

Anpassungen nur im Bereich zum …weg hin zulässig; im Bereich [ausserhalb 

der Baufelder] um das Haus rechtskräftig festgelegte Höhenkote von 784.77 

m ü.M.) erweist sich der Rekurs R 05 28 als vollumfänglich unbegründet. Der 

Einwand der Verletzung des rechtlichen Gehörs zufolge Verletzung der 

Begründungspflicht vermag - wie oben unter Ziff. 2c bereits ausgeführt - an 

diesem Ergebnis nichts zu ändern. Im Übrigen liegt es im Ermessen der 

Gemeinde, wenn sie die (bereits einmal rechtskräftig verfügte) Höhenkote für 

den Bereich ausserhalb der Baufelder als Grundlage für eine gemäss den 

QPV zulässige, massvolle Terrainveränderung zur Anpassung an den …weg 

bestätigt und weiteren Erhöhungen eine Absage erteilt hat. Jedenfalls kann 

nicht gesagt werden, dass sie mit ihrer Auslegung von Art. 15 Abs. 2 QPV 

eine Rechtsverletzung begangen oder die Bestimmung willkürlich ausgelegt 

hätte. Unzutreffend ist die rekurrentische Auffassung, dass der QP die 

Überbauung der Grundstücke auf das Niveau des Weges anheben wolle. 

Solches lässt sich den QPV, wo lediglich von massvollen Anpassungen des 

Terrains an den Weg die Rede ist, gerade nicht entnehmen. Unbeachtlich ist 

angesichts der klaren und unmissverständlichen Regelung in den QPV 

sodann auch der Hinweis auf das ebenfalls im QP-Gebiet liegende 

Postgebäude, dass ein noch höheres Niveau aufweise; von einer 

unzulässigen, rechtsungleichen Behandlung kann jedenfalls keine Rede sein. 

Auch aus den übrigen Vorbringen (so insbesondere die behauptete 

Beeinträchtigung der Einleitung des Abwassers) können die Rekurrenten 

nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Rekurs R 05 28 erweist sich im Lichte 

des Ausgeführten als vollumfänglich unbegründet und ist daher abzuweisen.

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zu zwei Dritteln zulasten 

der Rekurrenten 2, und zu je einem Sechstel zulasten der Rekurrenten 1 

sowie der Rekursgegnerin 1. Die Rekurrenten 2 haben überdies die anwaltlich 

vertretene Rekursgegnerin 1 für das Verfahren R 05 28 angemessen 

aussergerichtlich zu entschädigen. Im Übrigen rechtfertigt es sich angesichts 

des Verfahrensausganges die aussergerichtlichen Kosten für beide 

Rekursverfahren wettzuschlagen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Rekursverfahren R 05 27 und R 05 28 werden gestützt auf Art. 32 VGG 

zusammengelegt.

2. Der Rekurs R 05 27 wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen; 

im Übrigen wird er, wie auch Rekurs R 05 28, abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 252.--

zusammen Fr. 3'252.--

gehen zu zwei Dritteln zulasten der Eheleute … und zu je einem Sechstel 

zulasten der Eheleute … sowie der Gemeinde …. Die entsprechenden 

Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

4. Die Eheleute … haben die Gemeinde … für das Rekursverfahren R 05 28 

aussergerichtlich mit Fr. 1'500.-- zu entschädigen. Im Übrigen werden die 

aussergerichtlichen Kosten wettgeschlagen.