# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a439813f-2c5f-558d-8d8c-a6a265a24727
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2010 C-1702/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1702-2008_2010-03-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1702/2008/mas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery.

X._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Einspracheentscheid vom 
14. Februar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1702/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  24.  April  1953  geborene  serbische  Staatsangehörige 
X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete in den Jahren 
1974 bis 1995 in der Schweiz, zuletzt als Hilfsmaurer (act 18). Dabei 
entrichtete  er  die  obligatorischen  Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlas-
senen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). 

Im August 1996 meldete er sich erstmals bei der IV-Stelle des Kantons 
Uri (im Folgenden: IV-Stelle Uri) wegen Rückenschmerzen zum Bezug 
von Leistungen der  Invalidenversicherung (IV)  an (act. 2). Mit  Verfü-
gung vom 11. März 1996 wies die IV-Stelle Uri das Leistungsbegehren 
ab  (act.  20).  Im  Februar  1997  musste  der  Beschwerdeführer  die 
Schweiz  verlassen.  Seine  gegen  die  Verfügung  vom 11. März  1996 
erhobene  Beschwerde  hiess  das  Obergericht  des  Kantons  Uri  am 
1. März  2000  gut  und  wies  die  Sache  zwecks  Abklärung  der 
Arbeitsfähigkeit  aus  psychiatrischer  Sicht  zur  Neubeurteilung an die 
IV-Stelle Uri zurück (act. 31). In der Folge wurde der Beschwerdeführer 
psychiatrisch  begutachtet  und  am  27.  März  2001  resp.  am  16.  No-
vember 2001 (nochmalige Eröffnung der Verfügung vom 27. März 2001 
an  die  korrekte  Adresse)  wies  die  IV-Stelle  Uri  gestützt  auf  das 
Gutachten vom 12. Juli  2000 von Dr. med. A._______ (act. 96)  das 
Leistungsbegehren  wiederum  ab  (act.  53  resp.  55)  –  mit  der  Be-
gründung,  der  Versicherte  habe  die  Schweiz  im  Februar  1997  ver-
lassen müssen, weshalb ab diesem Zeitpunkt die versicherungsmäs-
sigen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt seien. Zudem hätten die Ab-
klärungen ergeben,  dass  er  als  Industriearbeiter  seit  dem 1. Januar 
1999 zu 45% in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, und vor diesem 
Zeitpunkt keine rentenbegründende Einschränkung vorliege.

B.
Am 12. Januar  2004  reichte  der  Beschwerdeführer  beim serbischen 
Sozialversicherungsträger zu Handen der schweizerischen Behörden 
erneut ein Gesuch um Zusprache von Leistungen der IV ein (act. 58). 
Nach Prüfung der medizinischen Unterlagen wies die nun zuständige 
IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (im  Folgenden: IVSTA  oder 
Vorinstanz), dieses Gesuch am 8. Dezember 2005 ab. Zur Begründung 
wurde  ausgeführt,  dem  Beschwerdeführer  sei  eine  leichtere,  dem 
Gesundheitszustand  angepasste  gewinnbringende  Tätigkeit  noch  in 
rentenausschliessender  Weise zumutbar  (act. 146). Die  gegen diese 

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Verfügung  erhobene  Einsprache  wies  die  IVSTA mit  Entscheid  vom 
14. Februar 2008 ebenfalls ab (act. 153). 

C.
Am 7. März  2008  erhob  der  Beschwerdeführer  beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde und beantragte die Aufhebung des Einspra-
cheentscheides und die Durchführung einer  ärztlichen Begutachtung 
in der Schweiz. Zur Begründung führte er sinngemäss aus, es sei nicht 
nachvollziehbar, weshalb die IV-Stelle des Kantons Uri eine Arbeitsun-
fähigkeit von 45% ab dem 1. Januar 1999 festgestellt hätte, die IVSTA 
dagegen  im  angefochtenen  Einspracheentscheid  vom  14.  Februar 
2008 von einem Invaliditätsgrad von 32% ausgegangen sei, obschon 
sich sein Gesundheitszustand seither verschlechtert habe. 

D.
In ihrer Vernehmlassung vom 24. Juni 2008 beantragte die IVSTA die 
Abweisung der  Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen 
Einspracheentscheides. Zur Begründung führte sie aus, die vom Be-
schwerdeführer  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  bestätigten 
lediglich die bereits aktenkundigen Leiden, weshalb sich eine zusätzli-
che  medizinische  Begutachtung  erübrige.  In  der  Verfügung  vom 
16. November  2001  sei  festgehalten  worden,  dass  der  Beschwerde-
führer als Industriearbeiter ab dem 1. Januar 1999 zu 45% arbeitsfähig 
(recte: arbeitsunfähig) sei. Der regionale ärztliche Dienst (RAD) habe 
in seinem Bericht vom 18. Oktober 2005 zwar eine 100%ige Arbeits-
unfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, jedoch eine 80%ige Arbeitsfä-
higkeit  in  leidensangepassten  Tätigkeiten  angenommen.  Der  Be-
schwerdeführer  verkenne,  dass  sich  die  Invalidität  nach  schweize-
rischem Recht auch nach wirtschaftlichen Kriterien sowie gestützt auf 
einen  Einkommensvergleich  bemesse;  in  seinem  Fall  sei  eine  Er-
werbseinbusse  und  damit  ein  Invaliditätsgrad  von  32%  ab  dem 
19. März 2003 errechnet worden.

E.
In  seiner  Replik  vom  8.  August  2008  wiederholte  der  Beschwerde-
führer im Wesentlichen seine bisherigen Ausführungen und reichte ein 
ärztliches Zeugnis vom 22. Juli 2008 nach.

F.
In ihren abschliessenden Bemerkungen vom 24. September 2008 hielt 
die IVSTA an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest und 
verwies auf die bisherigen Ausführungen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Angefochten ist der Einspracheentscheid der IVSTA vom 14. Februar 
2008, mit welchem die Verfügung vom 8. Dezember 2005 bestätigt und 
das Gesuch des Beschwerdeführers um Ausrichtung einer Rente der 
schweizerischen Invalidenversicherung abgewiesen wurde.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172. 
021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstan-
zen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört 
auch  die  IVSTA,  die  mit  Verfügungen  über  Rentengesuche  befindet 
(Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 

1.2 Nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist 
zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert, 
wer  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist  und  ein  schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch 
Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer, der am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen hat, ist als Adressat durch die angefochtene 
Verfügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Ände-
rung  ein  schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Kostenvorschuss 
fristgerecht bezahlt worden ist, kann auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde eingetreten werden.

2.
Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-
sentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG (vgl.  Art.  37 
VGG) sowie des ATSG (vgl. Art. 3 Bst. dbis VwVG). Dabei finden nach 
den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  diejenigen  Verfah-
rensvorschriften  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerde-
beurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2, vgl. auch Art. 53 Abs. 
2 VVG).

2.1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden, die angefochtene Verfü-
gung  verletze  Bundesrecht  (einschliesslich  der  Überschreitung  oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen oder 

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unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.3.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt  den Beweisanfor-
derungen nicht.  Der  Richter  und  die  Richterin  haben vielmehr  jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 
E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das  Verwal-
tungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; 
GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 120 1b 229 
E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen).

2.3.2 Der  Sozialversicherungsprozess  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die rich-
tige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet 
zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 
125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen 

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umfasst  die  behördliche  und  richterliche  Abklärungspflicht  nicht  un-
besehen  alles,  was  von  einer  Partei  behauptet  oder  verlangt  wird. 
Vielmehr  bezieht  sie  sich  nur  auf  den  im  Rahmen  des  streitigen 
Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, 
ob  über  den  streitigen  Anspruch  so  oder  anders  zu  entscheiden ist 
(GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungs-
behörden  und  Sozialversicherungsgericht  zusätzliche  Abklärungen 
stets  vorzunehmen  oder  zu  veranlassen,  wenn  hierzu  aufgrund  der 
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhalts-
punkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hin-
weis; Urteil  des Eidgenössischen Versicherungsgerichts  [EVG] I 520/ 
99 vom 20. Juli 2000).

2.3.3 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss  zu  würdigen.  Für  das  Beschwerdeverfahren  bedeutet 
dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat,  ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streiti-
gen Rechtsanspruchs gestatten. Ein erhöhter  Beweiswert  kann aller-
dings ärztlichen Gutachten zukommen, welche für die streitigen Belan-
ge umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (An-
amnese) abgegeben worden und in der Darlegung der Zusammenhän-
ge  sowie  der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtend 
sind, und in welchen die Schlussfolgerungen der Experten begründet 
werden (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen; 
AHI 2001 S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 E. 2a/bb und 
RKUV 1998 Nr. U 313 S. 475 E. 2a).

3.
In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben. Ein allfälliger Leistungsanspruch ist 
für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab 
diesem Zeitpunkt  nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tem-
poris; vgl. BGE 130 V 445). 

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3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Serbien und hat 
dort  seinen Wohnsitz. Da die Schweiz mit diversen Nachfolgestaaten 
des ehemaligen Jugoslawiens neue Abkommen über  soziale Sicher-
heit abgeschlossen hat, nicht aber mit Serbien, findet vorliegend wei-
terhin das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1;  im Folgenden: Abkom-
men über Sozialversicherung) Anwendung (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, 
BGE  122  V  381  E. 1,  BGE  119  V  98  E. 3).  Nach  Art.  2  dieses 
Abkommens  stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in 
ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 Abkommen über Sozial-
versicherung  genannten  Rechtsbereichen,  zu  welchen  auch  die 
schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  IV  gehört,  einander 
gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Hinsichtlich der Vorausset-
zungen des Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente sowie 
der  anwendbaren  Verfahrensvorschriften  sieht  das  Abkommen  über 
Sozialversicherung keine im vorliegenden Verfahren relevanten Abwei-
chungen vom Grundsatz der Gleichstellung vor. 

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  IV besteht,  bestimmt sich daher  vorliegend alleine aufgrund der 
schweizerischen  Rechtsvorschriften.  Für  die  Beurteilung  eines  Ren-
tenanspruchs sind die Feststellungen ausländischer Versicherungsträ-
ger,  Krankenkassen,  Behörden  und  Ärzte  bezüglich  Invaliditätsgrad 
und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der 
Schweiz nicht verbindlich (BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI-Praxis 1996, S. 
179;  vgl.  auch  ZAK  1989  S.  320  E.  2).  Vielmehr  unterstehen  aus-
ländische Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. 
E. 2.3.3 hiervor; Urteil des EVG vom 11. Dezember 1981 i.S. D).

3.1 Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene 
schweizerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  des 
angefochtenen Einspracheentscheides vom 14. Februar 2008 in Kraft 
standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 
bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines 
allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für 
das IVG: ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 
[AS 2003 3837; 4. IVG-Revision]  und  ab dem 1. Januar 2008 in der 
Fassung  vom  6.  Oktober  2006  [AS  2007  5129;  5.  IV-Revision];  die 
Verordnung in der entsprechenden Fassung der 4. und 5. IV-Revision).

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Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) 
sowie die entsprechende Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV, 
SR 830.11) in Kraft getreten, welche für die Beurteilung des vorliegend 
geltend  gemachten  Leistungsanspruchs  ab  diesem  Zeitpunkt  an-
wendbar sind. Da die darin  enthaltenen Formulierungen der Arbeits-
unfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Ein-
kommensvergleichsmethode den bisherigen von der Rechtsprechung 
dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung entsprechen 
und die von der  Rechtsprechung dazu herausgebildeten Grundsätze 
unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung haben (vgl. BGE 130 
V 343 E. 3.1,  3.2  und 3.3),  wird  im Folgenden auf  die  dortigen Be-
griffsbestimmungen verwiesen. 

3.2 Rechts- und Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgeben-
den  Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  (14. Febru-
ar 2008) eintraten, sind im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht 
zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weisen). Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither ver-
ändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungs-
verfügung sein (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 

4.
Anspruch auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein-
tritt der Invalidität während der vom Gesetz geforderten Dauer Beiträ-
ge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumula-
tiv gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst 
wenn die andere erfüllt ist.

4.1 Ein  erstes  Rentengesuch  des  Beschwerdeführers  wurde  am 
16. November 2001 rechtskräftig abgewiesen. Bei der serbischen So-
zialversicherungsbehörde stellte er am 12. Januar 2004 (Eingangsda-
tum) zu Handen der schweizerischen Behörde ein weiteres Beitrags-
gesuch, welches am 20. Januar 2004 bei der IV-Stelle eingegangen ist 
(vgl. act. 58). Ob eine anspruchsbegründende Änderung der für den 
Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im 
Neuanmeldungsverfahren grundsätzlich analog zur Rentenrevision ge-
mäss Art. 17 Abs. 1 ATSG. Der Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt 
des letzten eröffneten und rechtskräftigen  Entscheides, der auf einer 

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materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerb-
lichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 
108 E. 5.4, mit Hinweisen), ist  mit demjenigen zur Zeit des streitigen 
neuen Entscheides zu vergleichen. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung im Falle einer Verschlechterung der 
Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-
terbrechung drei  Monate  gedauert  hat. In  derartigen Konstellationen 
ist Art. 29 Abs. 1 IVG in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen 
Fassung resp. Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 gel-
tenden  Fassung  nicht  anwendbar  (BGE 109 V  125 E. 4a; vgl. auch 
BGE 133 V 108).

Im  vorliegenden  Verfahren  ist  zu  prüfen,  ob  und  gegebenenfalls  ab 
wann  sich  der  gesundheitliche  Zustand  des  Beschwerdeführers  seit 
dem rechtskräftigen Entscheid vom 16. November 2001 und bis zum 
Erlass des hier streitigen Entscheides vom 12. Februar 2008 insoweit 
verändert  hat,  dass nunmehr eine rentenbegründende Invalidität  ein-
getreten ist (vgl. BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 133 V 108 und BGE 130 
V 71).

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben-
bereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit  zwei  Ele-
mente (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 
Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauer-
hafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG). 

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Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-
se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70%,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente,  wenn  sie  mindestens  60%  invalid  ist.  Bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher 
auf  eine  Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision  nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Laut 
Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen 
Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden 
Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad von weni-
ger als  50% entsprechen,  nur an Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 
haben – abgesehen von einer Ausnahme, die vorliegend ohne Belang 
ist. Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts (EVG; 
ab  1. Januar  2007:  Bundesgericht)  stellt  diese  Regelung  nicht  eine 
blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvor-
aussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

4.4 Nach den Vorschriften der 4. IV-Revision entsteht der Rentenan-
spruch  frühestens  in  dem  Zeitpunkt,  in  dem die  versicherte  Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig gewesenen Fassung). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab dem 
1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich 
im  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Einglie-
derungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-
nen (lit. a),  und die  zusätzlich während eines Jahres ohne wesentli-
chen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

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4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

4.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, 
Art. 16 ATSG).

Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist  ein dauernd in seiner 
Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert  nützli-
cher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder 
Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit  sie  noch möglich 
und zumutbar erscheint  (vgl. BGE 113 V 28 E. 4a,  BGE 111 V 239 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
der  IVSTA,  aus  medizinischer  Sicht  zu  entscheiden,  in  welchem 
Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zu-

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mutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  einsetzen  kann.  Diese  Arbeitsmöglichkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen zu lassen (leidensangepasste  Verweisungstä-
tigkeit; vgl. ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine 
Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

5.
Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, sein Gesundheits-
zustand habe sich verschlechtert,  weshalb er nun Anspruch auf eine 
IV-Rente habe.

5.1 Für  die  Beurteilung  der  gesundheitlichen  Situation  des  Be-
schwerdeführers  hat  sich  die  Vorinstanz  im  Rahmen  des  Einspra-
cheverfahrens  auf  die  Ausführungen  vom  16. Dezember  2007  (act. 
152) von Dr. med. B._______ vom ärztlichen Dienst der IVSTA abge-
stützt,  wonach  an  der  bisherigen  Beurteilung  durch  Dr.  C._______ 
festzuhalten sei. Dr. B._______ führte aus, dass der Versicherte radio-
logisch  feststellbare  mässige  degenerative  Veränderungen  an  der 
Wirbelsäule,  jedoch  keine  neurologischen  Ausfälle  habe,  und  dass 
kein relevantes  psychiatrisches Leiden vorliege. Eine erneute Unter-
suchung  in  der  Schweiz  werde  mit  Sicherheit  keine  neuen  Aspekte 
bringen. Der  Versicherte könne ganztags arbeiten,  wobei  wegen der 
Minderbelastbarkeit  seiner  Lendenwirbelsäule  keine  rückenbelasten-
den  Tätigkeiten  (wie  Schwerarbeit  als  Maurer,  Schlosser  oder  Hilfs-
arbeiter) und keine Tätigkeiten mit Zwangshaltungen (stetes Stehen an 
Ort,  vornübergeneigte  Haltung  oder  Arbeit  an  einer  Maschine) 
zumutbar  seien.  Als  zumutbare  Verweisungstätigkeiten  nannte  Dr. 
B._______ etwa die Tätigkeit als Hausmeister oder Parkaufseher, als 
Museumswächter,  als  Lieferant,  als  Billettverkäufer,  als  Kurier  oder 
Bote sowie die Reparatur kleinerer Apparate oder Haushaltsgeräte. In 
solchen Tätigkeiten schätzte er den Versicherte unter Berücksichtigung 
der  Einschränkung  aus  psychiatrischer  Sicht  als  zu  70  bis  80% ar-
beitsfähig ein. 

5.2 Im Hinblick auf die Verfügung vom 8. Dezember 2005 hatte bereits 
Dr. med. C._______ vom Regionalen Ärztlichen Dienst der Invaliden-
versicherung (RAD Rhone) in seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 
2005 (act. 144) festgehalten, der Versicherte sei aufgrund der Lumbo-
ischialgie  bei  Diskusprotrusion  L4/L5  und  L5/S1  sowie  bei  Spondyl-
arthrosen  in  seiner  bisherigen  Tätigkeit  ab  dem  19.  März  2003  zu 
100% arbeitsunfähig;  als  Nebendiagnosen  ohne  Auswirkung  auf  die 

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Arbeitsfähigkeit  nannte  Dr. C._______ die  arterielle  Hypertonie,  den 
Schwindel sowie die Nephrolithiasis links. Aufgrund der dokumentier-
ten  pathologischen Veränderungen  der  Lendenwirbelsäule  bestätigte 
er im strengen Beruf als Bauarbeiter eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
ab  dem  19.  März  2003,  während  er  leichte  angepasste  Tätigkeiten 
ohne Stress und ohne Belastung für den Rücken (mit vermehrten Pau-
sen) als "vollschichtig möglich" bezeichnete. Obschon er auf die vom 
Psychiater Dr. A._______ im Juli 2000 attestierte 30%ige Arbeitsunfä-
higkeit verwies, äusserte sich Dr. C._______ in seiner Stellungnahme 
vom 18. Oktober 2005 nicht zu allfälligen Einschränkungen in den Ver-
weisungstätigkeiten aus psychiatrischer Sicht.

5.3 Bei der Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwer-
deführers haben sich sowohl Dr. B._______ wie auch Dr. C._______ 
auf die diversen, vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Be-
richte aus Serbien abgestützt. So wurden insbesondere in den Attes-
ten vom 24. Juli 2002 (act. 106/107), vom 13. Februar 2003 (act. 108), 
vom 5. März 2003 (act. 109/110), vom 12. März 2003 (act. 113), vom 
13. März 2003 (act. 114) sowie vom 11. November 2004 (act. 133) von 
verschiedenen Ärzten eine Nephrolithiasis, eine chronische Prostatitis, 
eine Neuroasthenie, eine Discopathie, eine Lumboischialgie, eine Fib-
rositis, eine Polyarthralgie, eine Diskushernie, eine Spondylose sowie 
eine  Schädigung  des  Hörnerves  diagnostiziert.  Im  Bericht  vom 
19. März 2003 des Radiologen Dr. med. D._______ und Prof. Dr. med. 
E._______ (act.  117/118)  wurde  eine  Lumboischialgie  diagnostiziert 
und auch radiologisch dokumentiert; erwähnt wurden im Weiteren de-
generative  Wirbelveränderungen,  Anzeichen  für  eine  Protrusion  und 
eine  Wurzelreizung,  eine  leichte  Spinalkanal-Stenose  sowie  eine 
Arthropathie. 

Die  Verschlimmerung des bereits  bekannten  Rückenleidens  des  Be-
schwerdeführers  wurde  damit  bestätigt,  und  die  Vorinstanz  hat  zu 
Recht  aufgrund  dieser  mässig  degenerativen Veränderungen  an  der 
Wirbelsäule aus rein somatischer Sicht ab dem 19. März 2003 (Datum 
des Arztberichtes) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Bauhilfsarbei-
ter  angenommen. Andere  leichte  Tätigkeiten  ohne  rückenbelastende 
Arbeiten oder Zwangshaltungen, ohne Heben von mehr als 10 Kg und 
ohne Schichtarbeit erachtete sie indes als zu 80% zumutbar. Im ärztli-
chen Attest vom 17. Dezember 2005 eines Neuropsychiaters (act. 149) 
war allerdings beim Beschwerdeführer nebst der Lumboischialgie, der 
Diskushernien  und  der  Spondylose  auch  eine  Depression  (F 32.0) 

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diagnostiziert  worden,  ohne  dass  sich  der  Arzt  zur  Behandelbarkeit 
oder der Chronifizierung dieser psychischen Störung weiter äusserte. 
Nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  bedeutet  zwar  eine 
fachärztlich festgestellte psychische Krankheit nicht ohne weiteres das 
Vorliegen einer Invalidität (vgl. dazu BGE 127 V 294). Dennoch ist fest-
zuhalten,  dass bereits  im Verfahren vor der  kantonalen IV-Stelle  der 
psychische Aspekt nicht hinreichend abgeklärt  und im anschliessend 
erstellten Gutachten vom 12. Juli 2000 eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung,  konkomitierend mit  einer  depressiven Reaktion  be-
stätigt  und  eine  gewisse  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  aus 
psychiatrischer Sicht attestiert  worden war. Angesichts der Tatsache, 
dass  dieses  Gutachten  aus  dem  Jahr  2000  stammt  und  somit  im 
Zeitpunkt des Einspracheentscheides nicht mehr aktuell  gewesen ist, 
dass im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens von einem Neuro-
psychiater erneut eine Depression diagnostiziert wurde, und dass der 
Beschwerdeführer  keinen Anlass hatte,  speziell  auf  dieses bekannte 
psychische Leiden hinzuweisen, wäre es Sache der IVSTA gewesen, 
in dieser Beziehung eine neue ärztliche  Beurteilung zu veranlassen. 
Weder  Dr. C._______  noch Dr. B._______ verfügen  über  die  nötige 
fachliche Qualifikation, um eine abschliessend Beurteilung der psychi-
schen  Situation  vorzunehmen  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesgerichts 
9C_323/ 2009 vom 14. Juli 2009). 

In den Akten sind damit keine verwertbaren Unterlagen vorhanden, die 
Rückschlüsse auf die psychische Situation des Beschwerdeführers im 
massgeblichen  Zeitpunkt  und  deren  Auswirkungen  auf  seine  Leis-
tungsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten  zulassen  würden.  In  dieser 
Beziehung ist von einem unzureichend ermittelten Sachverhalt auszu-
gehen und die Sache ist  daher zwecks weiterer  Abklärungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. 

5.4 Das  erste  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers  war  am 
16. November 2001 (2. Eröffnung der Verfügung) abgewiesen worden, 
weil  die  versicherungsmässigen  Voraussetzungen  nach  seiner  Weg-
weisung  und  nachfolgenden  Ausreise  im  Februar  1997  nicht  mehr 
erfüllt  waren  –  und  die  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  erst  seit 
dem 1. Januar 1999 bestand. Die so genannte Versicherungsklausel 
(d.h. die Voraussetzung,  dass der Ansprecher  im Zeitpunkt  des Ein-
tritts  der  Invalidität  sowie  während  des  ganzen  Leistungsbezuges 
versichert ist) ist jedoch per 1. Januar 2001 mit der Revision von Art. 6 
IVG aufgehoben worden, so dass abzuklären gewesen wäre, ob allen-

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falls  ab  dem  1.  Januar  2001  ein  Rentenanspruch  bestanden  hätte. 
Diese  Verfügung  ist  in  Rechtskraft  erwachsen  und  vorliegend  nicht 
mehr zu überprüfen. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, 
dass damals aufgrund der umfassenden, somatische und psychische 
Leiden  berücksichtigenden  medizinischen  Abklärungen  von  einer 
Restarbeitsfähigkeit von 55% im zuletzt ausgeübten Beruf  und somit 
von einem Invaliditätsgrad 45% ausgegangen worden war – was kei-
nen Anspruch auf eine Rente begründete (vgl. oben E. 4.3). Nachdem 
sich die somatischen Leiden seit jener Beurteilung nach ärztlicher Be-
urteilung  verschlimmert  haben  und  mangels  einer  neuen  psychiatri-
schen Begutachtung nicht zu beurteilen ist, wie stark die die Restar-
beitsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten  nun  eingeschränkt  ist,  kann 
nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  der  Invaliditätsgrad  50%  über-
steigt.

6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zwar die vorinstanzliche Ein-
schätzung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers aus 
somatischer Sicht nicht zu beanstanden ist, die psychische Situation 
und  deren  Auswirkungen  auf  die  Leistungsfähigkeit  jedoch  ungenü-
gend abgeklärt wurden. Aufgrund des unzureichend ermittelten Sach-
verhalts  ist  die  Beschwerde  gutzuheissen  und  der  Einspracheent-
scheid vom 14. Februar 2008 aufzuheben. Die Vorinstanz wird ange-
wiesen, die erforderlichen psychiatrischen Abklärungen vornehmen zu 
lassen und anschliessend neu zu verfügen. 

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

7.1 Die Verfahrenskosten setzen sich aus der Gerichtsgebühr und den 
Auslagen  zusammen und  werden  für  das  vorliegende  Verfahren  auf 
Fr. 400.– festgelegt. Sie sind in der Regel von der unterliegenden Par-
tei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 und 2 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Da  der  Beschwerde-
führer im vorliegenden Verfahren vollständig obsiegt hat, werden ihm 
keine Verfahrenskosten auferlegt. Der von ihm bereits geleistete Ver-
fahrenskostenvorschuss von Fr. 400.– ist ihm nach Eintritt der Rechts-
kraft  des  vorliegenden Urteils  zurückzuerstatten. Eine Kostenauflage 

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an  die  unterliegende  Vorinstanz  ist  ausgeschlossen  (Art.  63  Abs.  2 
VwVG).

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1  VwVG; 
Art. 7 Abs. 4  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).  Dem  obsiegenden  Beschwerdeführer,  der  nicht  an-
waltlich vertreten ist, sind jedoch keine verhältnismässig hohen Kosten 
entstanden, so dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einsprache-

entscheid  vom  14.  Februar  2008 aufgehoben  und  die  Sache  an  die 

Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  damit  diese  nach  erfolgter 

psychiatrischer Abklärung über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der bereits geleistete Ver-
fahrenskostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 400.–  wird  dem  Be-
schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
zurückerstattet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. xxxxx; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

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Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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