# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9864b357-ae83-50f2-a98d-278d4257c15a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 27.10.2008 RR.2008.253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2008-253_2008-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid vom 27. Oktober 2008  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré, 
Gerichtsschreiberin Andrea Bütler  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwältin Sabine Burkhalter 
Kaimakliotis,  

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
Beschwerdegegnerin 

 
Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Nie-

derlande 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Be-
schlagnahme von Vermögenswerten (Art. 33a IRSV) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.253 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 
- die Staatsanwaltschaft Niederlande gegen B. und Weitere ein Strafverfahren 

wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei 
führt;  

- die Niederlande mit Rechtshilfeersuchen vom 10. Mai 2007 und Ergänzung 
vom 18. Juni 2007 an die Schweiz gelangt ist und unter anderem um Edition 
von Bankunterlagen betreffend Konti bei der Bank C., in Z., und weiteren 
Banken ersucht hat, welche auf A. lauten/lauteten oder an denen diese zu-
mindest bevollmächtigt oder wirtschaftlich berechtigt ist/war und ebenso um 
Sperrung der auf sie lautenden Konti, Schliessfächer etc. ersucht hat 
(act. 1.10, 1.11, 1.19); 

- die Bundesanwaltschaft mit Eintretens- und Zwischenverfügungen vom 
27. Juni 2007 (ergänzt am 23. Juli 2007) sowie 28. und 29. Juli 2008 unter 
anderem die Herausgabe von Bankunterlagen von auf A. lautenden Konti bei 
den Banken C. und D. verfügt hat und verschiedene Konti, Depots und 
Schliessfächer von A. bei den genannten Banken sperren lassen hat 
(act. 1.3, 1.4, 1.5, 1.6, 1.20); 

- die Bundesanwaltschaft mit Schlussverfügung vom 21. August 2008 die Her-
ausgabe der durch die Bank C. edierten Bankunterlagen von einem auf A. 
und E. lautenden Kontos verfügt hat sowie die in der Eintretens- und Zwi-
schenverfügung vom 27. Juni 2007 (mit Ergänzung vom 23. Juli 2007) aufge-
führten Konto- und Schliessfächersperren bei der Bank C. bestätigt hat 
(act. 1.2); 

- die Vertreterin von A. am 22. September 2008 an die II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts gelangt ist mit den Anträgen, es sei die Schlussver-
fügung der Bundesanwaltschaft vom 21. August 2008 aufzuheben, die edier-
ten Bankunterlagen seien nicht herauszugeben und die in den Eintretens- 
und Zwischenverfügungen angeordneten Konto-, Depot- und Schliessfächer-
sperren seien aufzuheben. Eventualiter seien die Kontosperren im Betrag von 
CHF 100'000.00 aufzuheben (act. 1); 

- A. am 25. September 2008 aufgefordert worden ist, bis zum 6. bzw. nach 
Fristerstreckung bis zum 16. Oktober 2008 einen Kostenvorschuss von 
CHF 6'000.00 zu leisten (act. 3, 4); 

- die Vertreterin von A. mit Schreiben vom 16. Oktober 2008 den Rückzug der 
Beschwerde mitgeteilt hat (act. 5);  

- 3 - 

 

 

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-
digt abzuschreiben ist; 

- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als 
unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 30 lit. b SGG i.V.m. 
Art. 63 Abs. 1 VwVG die Gerichtskosten zu tragen hat (TPF RR.2007.4 vom 
6. März 2007 und RR.2007.70 vom 30. Mai 2007), wobei die Gerichtsgebühr 
auf Fr. 300.00 anzusetzen ist (vgl. Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 
2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, 
SR 173.711.32).  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge-

schrieben. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.00 wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 27. Oktober 2008 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 

 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwältin Sabine Burkhalter Kaimakliotis 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

 Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 
gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).