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**Case Identifier:** a1efe2b1-3bfb-54dd-af27-7af245bb807a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.03.2024 810 23 300 (810 2023 300)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-300_2024-03-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 18. März 2024 (810 23 300) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Regelung der Obhut / vorsorgliche Massnahmen 
 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiberin i.V. Fiona 

Loretz 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Cinzia Fallegger-Santo, 
Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner 

  
  
Betreff Regelung der Obhut / Vorsorgliche Massnahmen  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
15. November 2023) 

 
 
 

A. D.____ (geb. 2014), E.____ (geb. 2016) und F.____ (geb. 2017) sind die gemeinsa-
men Kinder von A.___ und C.____. Die Kindseltern sind verheiratet und verfügen über die ge-
meinsame elterliche Sorge. 
 

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B. Am 26. Juni 2023 wurde die Polizei Basel-Landschaft (Polizei) wegen eines Vorfalls 
häuslicher Gewalt zwischen A.____ und C.____ alarmiert. Infolgedessen wies die Polizei 
C.____ mündlich für 12 Tage aus der Wohnung der Familie weg, worauf er zu seinem Vater 
und der Familie seines Bruders in deren Wohnung umzog. Mit Bericht vom 28. Juni 2023 orien-
tierte die Polizei die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) über den Vorfall 
und empfahl eine Intervention durch die KESB. Mit E-Mails vom 6. Juli 2023 und 10. Juli 2023 
gelangte G.____, Präsident des Vereins H.____, auf Wunsch von C.____ an die KESB, um 
eine Kindeswohlgefährdung geltend zu machen. 
 
C. Am 7. Juli 2023 und 20. Juli 2023 sowie – unangekündigt – am 20. Oktober 2023 er-
folgten Hausbesuche durch die KESB bei A.____ und am 6. Oktober 2023 bei C.____. 
 
D. Am 13. November 2023 wurden die Kindseltern und am 15. November 2023 F.____, 
E.____ und D.____ durch die KESB angehört. 
 
E. Mit Entscheid der KESB vom 15. November 2023 wurde A.____ vorsorglich das Auf-
enthaltsbestimmungsrecht über F.____, E.____ und D.____ entzogen (Ziff. 1). Die drei Kinder 
wurden vorsorglich unter die Obhut von C.____ gestellt (Ziff. 2). Der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts wurde bis zum 30. April 2024 befristet (Ziff. 3). Der persönliche Verkehr von 
A.____ mit den drei Kindern wurde vorsorglich und befristet bis zum 15. Januar 2024 auf vier 
Stunden Betreuung pro Woche festgesetzt (Ziff. 4 und 7). Für die Besuche wurde vorsorglich 
eine Besuchsbegleitung durch I.____ angeordnet (Ziff. 5). Alsdann wurde für die drei Kinder 
eine Erziehungsbeistandschaft errichtet und J.____ als Mandatsperson eingesetzt (Ziff. 9 und 
10). Einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung ent-
zogen (Ziff. 14). 
 
F. Mit Eingabe vom 27. November 2023 erhob A.____, vertreten durch Cinzia Fallegger-
Santo, Advokatin in Basel, gegen den Entscheid der KESB vom 15. November 2023 Beschwer-
de beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht). Sie beantragt, es seien die Ziffern 1 bis 3 des angefochtenen Entscheids vollum-
fänglich aufzuheben. F.____, E.____ und D.____ seien umgehend wieder unter ihre Obhut zu 
stellen und es sei ihr das uneingeschränkte Aufenthaltsbestimmungsrecht einzuräumen. Even-
tualiter wird die Ausweitung des persönlichen Verkehrs zwischen ihr und den drei Kindern in 
Abänderung von Ziffer 4 des Entscheids vom 15. November 2023 beantragt. Zudem sei ihr die 
unentgeltliche Rechtspflege mit Cinzia Fallegger-Santo, Advokatin, als Rechtsbeiständin zu 
gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, die Akten der Polizei über den 
Kindsvater beizuziehen. 
 
G. In ihrer Vernehmlassung vom 2. Januar 2024 beantragt die Vorinstanz, die Beschwer-
de sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.  
 
H. Mit Entscheid der KESB vom 23. Januar 2024 wurden die Aufgaben der Mandatsper-
son betreffend die Organisation und Überwachung des persönlichen Verkehrs rückwirkend per 
16. Januar 2024 angepasst und dahingehend festgelegt, dass die Beiständin in Zusammenar-

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beit mit den Kindseltern den persönlichen Verkehr zwischen der Beschwerdeführerin und 
F.____, E.____ sowie D.____ zu organisieren und zu überwachen sowie im Falle von Uneinig-
keit die behördliche Genehmigung zu beantragen habe. 
 
I. Mit Eingabe vom 29. Januar 2024 übermittelte die Vorinstanz die zwischenzeitlich er-
gangenen Verfahrensakten. 
 
J. Am 14. Februar 2024 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre  
Honorarnote ein. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De- 
zember 1907 in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Von Bun-
desrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie Zwi-
schenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die vorliegend stritti-
gen Ziffern 1 bis 4 des angefochtenen Entscheids haben vorsorgliche Massnahmen zum Ge-
genstand. Der angefochtene Entscheid ist insofern als Zwischenentscheid im Sinne von 
Art. 445 Abs. 3 ZGB zu qualifizieren. Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streit-
sache liegt damit in Anwendung von § 66 Abs. 2 des Gesetzes über die Einführung des Zivilge-
setzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 i.V.m. § 1 Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 bei der präsi-
dierenden Person. Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Be-
schwerde legitimiert. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 
 
1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrem Eventualantrag die Erweiterung des per-
sönlichen Verkehrs gemäss Ziffer 4 des angefochtenen Entscheids. Die vorsorgliche Regelung 
des persönlichen Verkehrs war indes bis zum 15. Januar 2024 befristet und hat somit zum Zeit-
punkt dieses Urteils keine Geltung mehr. Mit Entscheid der KESB vom 23. Januar 2024 wurde 
alsdann die Mandatsperson beauftragt, den persönlichen Verkehr in Zusammenarbeit mit den 
Kindseltern zu organisieren. Somit kann bereits eingangs festgehalten werden, dass der Even-
tualantrag der Beschwerdeführerin infolge Befristung der vormaligen Regelung und des neuen 
Entscheids der KESB vom 23. Januar 2024 gegenstandslos geworden ist. 
 
1.3 Bezüglich des Verfahrensantrags der Beschwerdeführerin auf Beizug der Akten der 
Polizei über den Kindsvater kann festgehalten werden, dass sich in den Akten der KESB bereits 
der Bericht der Polizei vom 28. Juni 2023 sowie die Einvernahmeprotokolle des Kindsvaters 
vom 27. Juni 2023 und der Beschwerdeführerin vom 30. Juni 2023 befinden. Es ist nicht er-
sichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert dargelegt, welche zu-
sätzlichen Erkenntnisse der Beizug der (vollständigen) Akten der Polizei hinsichtlich der vorlie-
gend in Frage stehenden vorsorglichen Obhutsregelung zeitigen könnte. Vom Beizug der Akten 

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der Polizei über den Kindsvater wird demnach abgesehen und der entsprechende Verfahrens-
antrag wird abgewiesen. 
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der vorsorgliche 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Beschwerdeführerin über ihre Kinder und deren 
vorsorgliche Unterstellung unter die Obhut des Kindsvaters zu Recht erfolgt sind. 
 
4.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ist gemäss Art. 445 Abs. 1 ZGB zustän-
dig, die für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen zu treffen. Sie 
kann insbesondere eine Massnahme des Kindesschutzes vorsorglich anordnen. Vorsorgliche 
Massnahmen müssen unumgänglich, d.h. so dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Ent-
scheid nicht abgewartet werden kann, ohne einen erheblichen Nachteil für die betroffene Per-
son in Kauf zu nehmen (CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz-
recht, 3. Aufl., Bern 2021, Rz. 826). Sie ergehen gestützt auf eine bloss summarische Prüfung 
der Sach- und Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der Glaubhaftmachung 
genügt (LUCA MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetz-
buch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 11 zu Art. 445 ZGB). 
 
4.2 In materieller Hinsicht ist vorliegend von Art. 310 Abs. 1 ZGB auszugehen, wonach die 
Kindesschutzbehörde, wenn einer Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, 
dieses den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen hat. Die Gefähr-
dung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert 
wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, 
auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in 
einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen 
spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die 
Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich 
sein (Subsidiarität), und es ist immer die mildeste erfolgsversprechende Massnahme anzuord-
nen (Proportionalität); diese sollen elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen 
(Komplementarität). Der Entzug der elterlichen Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Mas-
snahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_561/2013 vom 10. Januar 2014 E. 7.2). Ein Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts kann etwa bei einem Defizit an erzieherischer/elterlicher Kompetenz ange-
zeigt sein. Darunter fallen die Unfähigkeit eines Elternteils, sich adäquat um das Kind zu küm-
mern, weil er oder sie durch persönliche oder eheliche Probleme übermässig absorbiert ist,  
oder auch eine allgemeine Überforderung, adäquat auf die entwicklungsbedingten Bedürfnisse 
der Kinder einzugehen (HÄFELI, a.a.O., Rz. 1095).  
 

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5.1.1 Den Akten der KESB kann bezüglich der Lebenssituation der Kinder im Haushalt der 
Beschwerdeführerin und der Frage einer Kindeswohlgefährdung folgendes entnommen werden: 
Aus dem Bericht der Polizei vom 28. Juni 2023 geht hervor, dass die Wohnung der Familie in 
unaufgeräumtem Zustand gewesen sei und sich Berge von verschmutzter Wäsche getürmt hät-
ten. Der Kindsvater habe angegeben, dass die Beschwerdeführerin ununterbrochen bzw. die 
ganze Nacht am Mobiltelefon verbringe, am Morgen verschlafe und es unterlasse, die Kinder 
für die Schule bereit zu machen. Aus diesem Grund sei es einmal mehr zu einem Streit ge-
kommen, anlässlich welchem ihn seine Frau beleidigt und mit der flachen Hand ins Gesicht ge-
schlagen habe, worauf er sie weggeschubst und ihr mit der Faust in den Rippenbereich ge-
schlagen habe. Er komme mit der Situation nicht mehr klar und sei überfordert. Die drei Kinder 
seien beim gemeinsamen Streit anwesend gewesen und hätten diesen mitbekommen. Im Ab-
klärungsbericht der KESB vom 2. November 2023 wird ausgeführt, anlässlich eines unange-
kündigten Hausbesuchs am 20. Oktober 2023 bei der Beschwerdeführerin sei festgestellt wor-
den, dass deren Haushalt sehr unordentlich sei. Es seien offen Essensreste herumgestanden 
und abgesehen von Tiefkühlprodukten nur wenige Nahrungsmittel vorhanden gewesen. Zudem 
hätten die drei Kinder berichtet, dass es im Haushalt der Beschwerdeführerin kaum Lebensmit-
tel habe. Anlässlich eines Hausbesuchs beim Kindsvater am 6. Oktober 2023 habe dessen 
Wohnsituation eruiert werden können. Der Kindsvater verfüge in der 5-Zimmerwohnung, in wel-
cher er mit seinem Vater und seinem Bruder und dessen Familie lebe, über ein grosses Schlaf-
zimmer, wo er mit den Kindern schlafen könne. Der Kindsvater sei auf der Suche nach einer 
grösseren Wohnung, wo alle Kinder ein eigenes Zimmer hätten. Er arbeite in einem 100% Pen-
sum als Logistiker. Die Beschwerdeführerin lebe von der Sozialhilfe. Beide Elternteile seien mit 
Verlustscheinen im Betreibungsregister verzeichnet. Die Beschwerdeführerin habe einen Aus-
zahlungsbetrag der Sozialhilfe innert kürzester Zeit ausgegeben. Sie verbringe nach Angaben 
der Kinder und des Kindsvaters sehr viel Zeit am Handy, verneine allerdings, eine Handysucht 
zu haben. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich eines Gesprächs vom 7. Juli 2023 angege-
ben, einen Suizidversuch hinter sich zu haben, wobei sie die ambulante Therapie im Zusam-
menhang mit einer Depression nicht fortgesetzt habe. Die älteste Tochter D.____ müsse oft-
mals bei der Beschwerdeführerin bleiben, wenn es dieser nicht gut gehe. Die Kinder hätten an-
gegeben, dass sie zum Vater gehen möchten und bei der Mutter oftmals kein Frühstück erhal-
ten würden. Von Seiten der Lehrerschaft der Kinder sei berichtet worden, dass D.____ und 
E.____ oft zu spät zur Schule kommen würden. Die Beschwerdeführerin sei in solchen Momen-
ten telefonisch nicht erreichbar. Während des Aufenthalts beim Kindsvater seien sie hingegen 
wach und pünktlich in der Schule erschienen und hätten zu Hause gefrühstückt. Dem Vater sei 
es seit der Trennung gelungen, auf die Bedürfnisse seiner Kinder einzugehen, und es liege ihm 
viel daran, dass sie pünktlich in der Schule eintreffen. Die Zusammenarbeit mit den Kindseltern 
werde von mehreren Lehrpersonen als herausfordernd beschrieben. Das Verhältnis zwischen 
den Kindseltern sei von gegenseitigen Vorwürfen geprägt. Die Beschwerdeführerin übergebe 
den Kindern regelmässig die Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden. Es könnten diverse 
Risikofaktoren ausgemacht werden; die Schulden und das rasche Ausgeben finanzieller Mittel 
durch die Beschwerdeführerin, der Verdacht einer Suchterkrankung der Beschwerdeführerin, 
die Überforderung der Beschwerdeführerin und eine daraus resultierende Vernachlässigung der 
Kinder, eine Entwicklungsverzögerung der ältesten Tochter und die geringen sozialen Kontakte 

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ausserhalb des Familiensystems. Als Fazit empfehle die abklärende Person den Obhutswech-
sel zum Kindsvater.  
 
5.1.2 Anlässlich der persönlichen Anhörung der Kindseltern durch die KESB am 
13. November 2023 führte der Kindsvater aus, dass er mit der von der KESB angedachten Lö-
sung, die Kinder unter seine Obhut zu unterstellen, einverstanden sei. Die Situation unter der 
Obhut der Beschwerdeführerin sei nicht gut für die Kinder. Er sei auf der Suche nach einer 
grösseren Wohnung und die Anwesenheit der Kinder in der Schule sei ihm wichtig. Die Be-
schwerdeführerin führte aus, dass sie nicht unter Depressionen leide und sich nicht in einer 
Klinik aufgehalten habe. Es habe sich um schwarze Magie gehandelt, welche sie im Kosovo 
habe behandeln können. Aktuell leide sie weder unter schwarzer Magie noch Depressionen, 
nur die Trennungssituation sei belastend. Sie sei nicht einverstanden, die Kinder nur für vier 
Stunden pro Woche zu sehen, sondern wünsche sich eine Betreuung von mindestens zwei Ta-
gen. Es treffe nicht zu, dass die Kinder bei ihr kein Frühstück erhalten würden. An ihrer Anhö-
rung am 15. November 2023 gaben die Kinder an, dass sie bei ihrem Vater im Gegensatz zur 
Beschwerdeführerin genügend zu Essen erhalten würden. Deswegen würden sie gerne für län-
gere Zeit beim Vater sein. D.____ äusserte den Wunsch, nicht mehr bei der Beschwerdeführe-
rin zu übernachten, sondern sie lediglich zu besuchen. 
 
5.2.1 Die Vorinstanz verweist im angefochtenen Entscheid auf den Bericht der Polizei vom 
28. Juni 2023, den Abklärungsbericht betreffend die Notwendigkeit von Kindesschutzmassnah-
men vom 2. November 2023 und die Anhörung der Eltern und Kinder vom 13. und 15. Novem-
ber 2023. Zur Begründung der strittigen Massnahme führt die Vorinstanz aus, die Kindseltern 
hätten die Kinder bis zum 28. Juni 2023 gemeinsam im elterlichen Haushalt betreut. Seither 
bestehe eine nicht abschliessend geregelte Form der Betreuung, wobei die Kindseltern die Kin-
der abwechselnd betreuen würden. Da die Kindsmutter während ihrer Betreuungszeit nicht in 
der Lage sei, dafür zu sorgen, dass die Kinder ihre Schulpflicht angemessen wahrnehmen und 
eine angemessene Ernährung erhalten, entspreche die Obhut der Kindsmutter aktuell nicht 
dem Kindeswohl. Weiter liessen die Ausführungen im Abklärungsbericht den Schluss zu, dass 
die Kinder bei der Kindsmutter sozial nicht umfassend integriert seien und die Kindsmutter auf-
grund ihrer ausgeprägten Handynutzung die Kinder teils vernachlässige, womit ebenfalls von 
einer nicht dem Kindeswohl entsprechenden Betreuungssituation auszugehen sei. Die Obhuts-
situation beim Kindsvater sei aktuell nicht abschliessend geklärt und dürfte sich in nächster Zu-
kunft auch nochmals ändern, da er auf der Suche nach einer neuen Wohnung sei, womit auch 
unklar sei, inwiefern die Unterstützung durch seine weiteren Familienmitglieder zukünftig ge-
währleistet sei. Dem Abklärungsbericht lasse sich jedoch klar entnehmen, dass die Kinder wäh-
rend der Betreuungszeit beim Kindsvater pünktlich zur Schule gingen und eine angemessene 
Nahrungsversorgung gewährleistet sei. Zudem sei der Kindsvater für die Lehrpersonen ange-
messen erreichbar und die Kinder seien während seiner Betreuungszeit – mit Blick auf die mit 
ihm wohnhaften Familienmitglieder – in ein ausgeprägtes soziales Umfeld integriert. Es sei folg-
lich davon auszugehen, dass im aktuellen Zeitpunkt ein Obhutswechsel zum Kindsvater gebo-
ten sei, um das Kindeswohl zu wahren. Da jedoch noch unklar sei, wie sich die Betreuungssitu-
ation beim Kindsvater entwickle und ob ein allfälliges Scheidungsverfahren eingeleitet werde, 
könne noch kein abschliessender Entscheid getroffen werden. Aufgrund der akuten Gefährdung 

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des Kindeswohls durch die aktuelle Situation rechtfertige es sich jedoch, die Kinder bis zur wei-
teren Klärung der Situation in die Obhut des Kindsvaters zu geben. 
 
5.2.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, dass der vorinstanzli-
che Entscheid auf einer unrichtigen und unvollständigen Ermittlung des Sachverhalts beruhe 
und unangemessen sei. Sie sei die Geschädigte des Vorfalls am 26. Juni 2023 gewesen und 
werde nun durch den Entzug der Obhut "bestraft". Die Wohnsituation beim Kindsvater sei noch 
nicht hinreichend geklärt. Die Vorwürfe hinsichtlich der Handynutzung beider Eltern hätten 
ebenfalls noch nicht abschliessend geklärt werden können und es sei unzutreffend, dass sie 
eine Handysucht habe. Die vorinstanzlichen Ausführungen betreffend Depressionen und eines 
Suizidversuchs würden bestritten. Dass sie zu wenig Geld habe, sei darauf zurückzuführen, 
dass sie von der Sozialhilfe abhängig sei und der Kindsvater nichts an ihren Unterhalt zahle. 
Die Vorinstanz habe im Weiteren nicht hinreichend abgeklärt, worauf die Verspätungen der 
Kinder in der Schule zurückzuführen seien. Auf ihre telefonische Erreichbarkeit abzustellen, 
erscheine als willkürlich. Die vorinstanzliche Annahme, dass sie überfordert sei, weise sie von 
sich. Es sei aus diesen Gründen nicht verhältnismässig, dass ihr von Seiten der Vorinstanz als 
erste Massnahme sogleich das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen worden sei. Als milde-
res Mittel hätte ein verbindlicher Betreuungsplan oder eine alternierende Obhut angeordnet 
werden können. Schliesslich habe sie während der Dauer des ehelichen Zusammenlebens 
mehrheitlich die Verantwortung für die Kindererziehung übernommen. 
 
5.2.3 In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, dass der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts der Beschwerdeführerin aktuell verhältnismässig sei. Es bestehe eine Kin-
deswohlgefährdung, welche insbesondere die schulische Situation und die Betreuungssituation 
bei der Beschwerdeführerin zuhause betreffe. Bis das Familiensystem weiter stabilisiert worden 
sei und die Beschwerdeführerin eine angemessene Betreuungssituation gewährleisten könne, 
sei der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht als geeignetes und verhältnismässiges Mittel 
zu werten, um der bestehenden Gefährdungssituation zu begegnen und eine Beruhigung der 
Situation herbeizuführen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Aufhebung des Entzugs der Obhut ge-
genüber der Beschwerdeführerin nicht angezeigt. 
 
5.3 Soweit die Beschwerdeführerin eine falsche Feststellung des Sachverhalts geltend 
macht, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin vermag namentlich nicht darzu-
legen, dass die ihr vorgeworfenen Mängel in der Betreuung der Kinder, namentlich was die 
Nahrungsversorgung und die Einhaltung der Schulpflicht anbelangt, nicht bestanden hätten. Die 
Situation bezüglich der Nahrungsversorgung im Haushalt der Beschwerdeführerin wurde von 
den Kindern (Aktennotiz vom 15. November 2023) und anlässlich des Hausbesuchs vom  
20. Oktober 2023 bestätigt. Gleichermassen berichteten die Kinder von den Schwierigkeiten, 
während des Aufenthalts bei der Beschwerdeführerin rechtzeitig in der Schule zu erscheinen 
(Aktennotiz vom 6. Oktober 2023), und dies wurde auch von den Lehrpersonen bestätigt (Ak-
tennotiz vom 6. Juli 2023; E-Mail vom 6. November 2023). Der massgebliche Sachverhalt er-
scheint somit – zumal im Hinblick auf den vorsorglichen Charakter der strittigen Massnahme – 
als hinreichend belegt und richtig festgestellt. Bezüglich der Rüge der Unangemessenheit der 
Massnahme gilt festzuhalten, dass sich das Kantonsgericht bei der Ermessensüberprüfung eine 

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gewisse Zurückhaltung auferlegt, da die KESB als Fachbehörde entscheidet (Urteil des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 7. August 2020 [810 
20 111] E. 2). Aufgrund der dargelegten Sachlage ist hinreichend erstellt, dass die Beschwerde-
führerin aktuell nicht in der Lage ist, eine angemessene Betreuung ihrer Kinder zu gewährleis-
ten. Entsprechend bestehen konkrete Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung bei einem 
Verbleib der Kinder im Haushalt der Beschwerdeführerin. Im Weiteren ist nicht dargetan, dass 
die von der Beschwerdeführerin angeführten milderen Mittel (Betreuungsplan, alternierende 
Obhut) die drohende Kindeswohlgefährdung abwenden könnten. Um die angemessene Nah-
rungsversorgung der Kinder und ihr rechtzeitiges Erscheinen in der Schule durchgehend zu 
gewährleisten, hat die Vorinstanz die Obhut über die drei Kinder richtigerweise vorsorglich dem 
Vater zugeteilt, welcher gemäss den Akten eine dem Kindeswohl genügende Betreuungssitua-
tion gewährleisten kann. In diesem Zusammenhang ist zudem festzuhalten, dass sich der Vor-
fall betreffend häusliche Gewalt, welcher Anlass zur vorliegend strittigen vorsorglichen Mass-
nahme gegeben hat, nicht gegen die Kinder richtete. Es bestehen mithin keine Anhaltspunkte, 
dass in diesem Zusammenhang aus der Unterstellung unter die Obhut des Kindsvaters eine 
Kindeswohlgefährdung resultieren würde, und dies wird von der Beschwerdeführerin auch nicht 
geltend gemacht. 
 
5.4 Aus den zwischenzeitlich ergangenen Akten ergeben sich weitere Hinweise, dass die 
vorinstanzliche Regelung der Obhut im aktuellen Zeitpunkt angezeigt ist. In der Aktennotiz der 
Vorinstanz vom 17. Januar 2024 wird festgehalten, dass die Beschwerdeführerin anlässlich 
eines Besuchs der Kinder vom 12. Januar 2024 infolge Krankheit keine Lebensmittel für das 
Mittagessen besorgt gehabt habe. Zudem kann den Akten entnommen werden, dass sich die 
älteste Tochter weiterhin gegen Übernachtungen bei der Beschwerdeführerin ausgesprochen 
habe (E-Mail vom 23. Januar 2024).  
 
6. Nach dem Gesagten erweisen sich der vorsorglich angeordnete Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts der Beschwerdeführerin über die drei Kinder und deren vorsorgliche 
Unterstellung unter die Obhut des Kindsvaters gestützt auf die gebotene summarische Würdi-
gung der Sach- und Rechtslage als verhältnismässig und angemessen. Folglich ist die Be-
schwerde abzuweisen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind aus-
gangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen 
(§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
7.2.1 Die Beschwerdeführerin stellt das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung und Verbeiständung. Die Voraussetzungen von § 22 Abs. 1 und 2 VPO sind erfüllt, 
weshalb dem Gesuch entsprochen werden kann. 
 

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7.2.2 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten 
zulasten der Gerichtskasse. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist eine Entschädi-
gung aus unentgeltlicher Verbeiständung auszurichten. Der in der Honorarnote vom 14. Febru-
ar 2024 ausgewiesene Aufwand von knapp 10 Stunden erweist sich für das vorliegende Verfah-
ren als angemessen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte (TO) 
vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro 
Stunde. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist demnach ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 2'192.-- (inkl. Auslagen und 7.7 bzw. 8.1% MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
7.2.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001).  
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos 

geworden ist. 
   
 2. Der Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Verfahren die unent-

geltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskas-
se. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der un- 

entgeltlichen Verbeiständung wird der Rechtsvertreterin der Beschwer-
deführerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'192.-- (inkl. Auslagen und 
7.7 % bzw. 8.1 % MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.