# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ce23729-af3f-55b9-bc39-6d2f87b112a1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 30.09.2020 SK2 2020 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2020-36_2020-09-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 30. September 2020

Referenz SK2 20 36

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Brunner
Gustin, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Sascha M. Duff
Via dil Parc 2b, 7018 Flims Waldhaus 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Rechtsverzögerung/Rechtsverweigerung

Mitteilung 06. Oktober 2020

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I. Sachverhalt

A. A._____ reichte mit Schreiben vom 27. November 2014 bei der Staatsan-
waltschaft Graubünden einen Strafantrag gegen drei Angestellte des D.________ 
und gegen weitere unbekannte Beteiligte ein. Er warf Dr. med. B.________ (nach-
folgend Beschuldigte 1) und Dr. med. C.________ (nachfolgend Beschuldigter 2) 
vor, ihn während eines Spitalaufenthalts am _____ 2014 wahrheitswidrig vor an-
deren Patienten und Spitalmitarbeitenden der sexuellen Belästigung beschuldigt 
zu haben. Der ebenfalls am D.________ angestellte und damalige Verlobte von 
Dr. med. B.________, E.________ (nachfolgend Beschuldigter 3), habe ihn zu-
dem am Abend des 28. August 2014 in seinem Patientenzimmer aufgesucht, und 
ihn bedroht und herabgewürdigt.

In der Strafanzeige warf A._____ den genannten Personen und weiteren unbe-
kannten Beteiligten verschiedene strafbare Handlungen gegen die Ehre und den 
Geheim- und Privatbereich im Sinne der Art. 173 ff. StGB sowie die Verletzung 
des Berufsgeheimnisses im Sinne von Art. 321 StGB vor. E.________ beschuldig-
te er zudem einer Drohung im Sinne von Art. 180 StGB. A._____ konstituierte sich 
als Privatkläger im Strafverfahren und machte gleichzeitig im Rahmen einer adhä-
sionsweisen Zivilklage Schadenersatz und Genugtuung im Betrag von CHF 
30'000.00, unter Nachklagevorbehalt, geltend.

B. Nach Eingang der Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Graubünden am 
28. November 2014 führte diese zusammen mit der Kantonspolizei Graubünden 
im Wesentlichen die folgenden Untersuchungshandlungen durch:

02. Dezember 2014 Ermittlungsauftrag an Kantonspolizei Graubünden

04. Mai 2015 Einvernahme A._____

14. August 2015 Vorladung der Beschuldigten 1 zur Einvernahme als be-
schuldigte Person

10. Dezember 2015 Einvernahme der Beschuldigten 1

30. Mai 2016 Kriminalrapport der Kantonspolizei Graubünden zuhan-
den der Staatsanwaltschaft

27./30. Juni 2016 Bestellung Strafregister- und Steuerauszüge der be-
schuldigten Personen

17. März 2017 Schreiben der Staatsanwaltschaft an das Advokatur- und 
Notariatsbüro Lüthi & Lazarrini betreffend Entbindung der 
beschuldigten Personen durch A._____ von ärztlicher 
Schweigepflicht

23. März 2017 Interne Aktennotiz: Neu Staatsanwalt F.________ für das 

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Strafverfahren zuständig

22. September 2017 Eröffnung Strafuntersuchung

22. September 2017 Ermittlungsauftrag an Kantonspolizei Graubünden zur 
Einvernahme der Beschuldigten 2 und 3

03. Oktober 2017 Ergänzung des Ermittlungsauftrags

04. September 2018 Schriftliche Nachfrage der Staatsanwaltschaft bei der 
Kantonspolizei betreffend Verfahrensstand

13. November 2018 Telefonat zwischen Staatsanwaltschaft und Kantonspoli-
zei betreffend Weiterführung der Untersuchung

11. Januar 2019 Einvernahme des Beschuldigten 2

04. Februar 2019 Einvernahme des Beschuldigten 3

17. Juli 2019 Nachtragsbericht der Kantonspolizei Graubünden zuhan-
den der Staatsanwaltschaft

02. November 2019 Vorladung von A._____ und den beschuldigten Personen 
zu Konfrontationseinvernahmen

06. Dezember 2019 Verschiedene Konfrontationseinvernahmen

22. Januar 2020 Vorladung von G.________ zur Einvernahme als Zeugin

05. März 2020 Absage Zeugeneinvernahme aufgrund Coronavirus

03. Juni 2020 2. Vorladung von G.________ zur Einvernahme als Zeu-
gin am 19. Juni 2020

C. Mit Eingabe vom 9. Juni 2020 an das Kantonsgericht von Graubünden er-
hob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) Beschwerde gegen die Staatsan-
waltschaft Graubünden wegen Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung. Er 
stellte die folgenden Anträge:

1. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin das Recht im lau-
fenden Strafverfahren Pr. VV.2016.1832 infolge Strafantrags vom 27. 
November 2014 unangemessen verzögert und verweigert.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, sämtliche Akten im Zu-
sammenhang mit allfälligen Administrativverfahren (Disziplinarverfah-
ren oder dergleichen) bzgl. die Beschuldigten 1, 2 und 3 gemäss 
Strafantrag vom 27. November 2014 betreffend die Vorfälle vom 27. 
und 28. August 2014 aus Händen des D.________ unverzüglich her-
auszuverlangen und den Parteien betreffend diese Akten das rechtli-
che Gehör zu gewähren.

3. Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, nach Aktenedition 
gemäss Ziffer 2 die relevanten Zeugen im Zusammenhang mit dem 
Strafantrag vom 27. November 2014 unverzüglich einzuvernehmen, 
insbesondere H.________, Frau Dr. iur. I.________ sowie Frau Dr. 
med. J.________ und evtl. Herr Dr. K.________.

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4. Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, das Strafverfahren Pr. 
VV.2016.1832 nach den Massnahmen gemäss den Ziffern 2. und 3. 
unverzüglich einem Entscheid zuzuführen.

5. Unter gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST.

D. Mit Stellungnahme vom 24. Juni 2020 beantragte die Staatsanwaltschaft 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten des 
Beschwerdeführers.

E. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften wird, soweit erfor-
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO kann gegen Verfügungen und Verfah-
renshandlungen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Übertretungsstraf-
behörden Beschwerde geführt werden. Eine Verfahrenshandlung kann sowohl in 
einem Tun als auch in einem Unterlassen bestehen, wobei Letzteres Fälle von 
Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung betrifft (vgl. Beschluss des Kantons-
gerichts von Graubünden SK2 14 26 vom 7. August 2014 E. 1; Patrick Guidon, Die 
Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich 2011, N 23 
m.w.H.).

1.2. Gemäss Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO kann mit der Beschwerde unter ande-
rem eine Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung gerügt werden. Beschwer-
den wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung sind an keine Frist ge-
bunden (Art. 396 Abs. 2 StPO). Die Behandlung der Beschwerde fällt in die Zu-
ständigkeit der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden (Art. 22 des 
Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; 
BR 350.100]; Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 173.110]). 

1.3. Zur Beschwerde legitimiert ist zunächst jede Partei im Sinne von Art. 104 
StPO, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
eines Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 379 und 393 ff. StPO). Die 
Privatklägerschaft nimmt am Strafverfahren als Partei teil (Art. 104 Abs. 1 lit. b 
StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, 
sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 
StPO). Vorliegend hat sich der Beschwerdeführer in seinem Strafantrag vom 
27. November 2014 als Privatkläger konstituiert (StA act. 5/2, S. 3). Anspruch auf 
Verfahrensbeschleunigung haben primär beschuldigte Personen, in etwas gerin-
gerem Mass aber auch die übrigen Verfahrensbeteiligten wie die Privatkläger-

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schaft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1014/2016 vom 24. März 2017 E. 1.3.1 
m.H.). Insofern ist vorliegend auch ein Rechtsschutzinteresse des Beschwerdefüh-
rers zu bejahen. Da die erhobene Beschwerde vom 7. Februar 2020 (Poststem-
pel) frist- und formgerecht eingereicht wurde und die übrigen Prozessvorausset-
zungen zu keinen Bemerkungen Anlass geben, ist auf die Beschwerde einzutre-
ten.

2.1. Die Beschwerde nach Art. 393 ff. StPO wird in einem schriftlichen Verfah-
ren behandelt. Heisst die Behörde die Beschwerde gut, so fällt sie einen neuen 
Entscheid oder hebt den angefochtenen Entscheid auf und weist ihn zur neuen 
Entscheidung an die Vorinstanz zurück (Art. 397 Abs. 1 und 2 StPO). Stellt sie 
eine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung fest, so kann sie der betreffen-
den Behörde Weisungen erteilen und für deren Einhaltung Fristen setzen (Art. 397 
Abs. 4 StPO). 

2.2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverlet-
zungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechts-
verweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhaltes (lit. b) sowie Unangemessenheit (lit. c) gerügt 
werden. Rechtsverletzungen liegen insbesondere in Verstössen gegen Bundes- 
und kantonales Recht (Andreas Keller, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Auflage, Zürich 
2014, N 38 zu Art. 393 StPO). Die Rechtsmittelinstanz verfügt über eine volle Ko-
gnition und kann die angefochtene Verfügung vollständig in allen Rechts- und Tat-
fragen überprüfen. Die Beschwerdeinstanz ist weder an die Begründung der Par-
teien noch – ausser bei der Beurteilung von Zivilklagen – an deren Anträge ge-
bunden (vgl. Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2014, N 15 f. zu Art. 
393 StPO).

3.1. Vorliegend beantragt der Beschwerdeführer einerseits die Feststellung ei-
ner Rechtsverzögerung und einer Rechtsverweigerung durch die Staatsanwalt-
schaft. Andererseits verlangt er die gerichtliche Anweisung der Staatsanwaltschaft 
zu verschiedenen Untersuchungshandlungen und zum Abschluss des Strafverfah-
rens. Im Folgenden ist in einem ersten Schritt zu prüfen, inwiefern eine Rechtsver-
zögerung vorliegt.

3.2. Zur Garantie eines gerechten Verfahrens nach Art. 29 Abs. 1 BV gehören 
der ausdrückliche Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist und das 
Verbot der Rechtsverzögerung. Sie gelten in allgemeiner Weise für sämtliche 

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Sachbereiche und alle Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden. Art. 5 
StPO konkretisiert das Beschleunigungsgebot für den Bereich des Strafrechts. 
Nach Abs. 1 dieser Bestimmung nehmen die Strafbehörden die Strafverfahren 
unverzüglich an die Hand und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum 
Abschluss. Verletzungen des Beschleunigungsgebots manifestieren sich nach der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung in einer zu langen Dauer entweder der Ge-
samtheit des Verfahrens oder einzelner Verfahrensabschnitte (Urteil des Bundes-
gerichts 6B_605/2014 vom 22. Dezember 2014 E. 2.2). Die Beurteilung der an-
gemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln; vielmehr ist jeweils 
eine Gesamtwürdigung der fallspezifischen Umstände vorzunehmen. Neben dem 
Verhalten der Strafverfolgungsbehörde sind auch weitere Faktoren, wie der Um-
fang und die Komplexität des Falles, das Verhalten der in die Untersuchung invol-
vierten Personen und die Schwere der zu untersuchenden Delikte, zu berücksich-
tigen (Sarah Summers, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2014, N 7 zu Art. 5 StPO). 
Insbesondere kann von den Strafbehörden nicht verlangt werden, dass sie sich 
ständig mit einem Fall beschäftigen. Es ist unvermeidlich, dass ein Verfahren Zei-
ten aufweist, während denen nichts unternommen wurde. Dabei können Perioden 
intensiver Untersuchungshandlungen die Tatsache aufwiegen, dass das Dossier 
wegen anderer Fälle zeitweise zurückgestellt wurde (Urteil des Bundesgerichts 
6B_785/2009 vom 23. Februar 2010 E. 5.3). Eine Rechtsverzögerung liegt dem-
nach vor, wenn die Strafverfolgungsbehörde bei objektiver Betrachtung des Ein-
zelfalls in der Lage gewesen wäre oder dies hätte sein müssen, das Verfahren 
oder den Verfahrensabschnitt innert wesentlich kürzerer Zeit abzuschliessen. Dies 
ist insbesondere in Fällen zu bejahen, in denen die Behörde über mehrere Monate 
untätig geblieben ist oder durch unnötige Massnahmen Zeit verschwendet hat (Ur-
teil des Bundesgerichts 1B_441/2019 vom 23. März 2020 E. 2.1; Wolfgang Wohl-
ers, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur StPO, 2. Auflage, 
Zürich 2014, N 9 zu Art. 5 StPO). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
gilt als krasse Zeitlücke, welche eine Sanktion aufdrängt, etwa eine Untätigkeit von 
13 oder 14 Monaten im Stadium der Untersuchung, eine Frist von vier Jahren für 
den Entscheid über eine Beschwerde gegen eine Anklagehandlung oder eine Frist 
von zehn oder elfeinhalb Monaten für die Weiterleitung eines Falles an die Be-
schwerdeinstanz (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgerichts 
6B_390/2012 vom 18. Februar 2013 E. 4.4 m.w.H.; vgl. auch Beispiele in Beat 
Schnell/Simone Steffen, Schweizerisches Strafprozessrecht in der Praxis, Bern 
2019, S. 27). Mit Urteil 1B_55/2017 vom 24. Mai 2017 beurteilte das Bundesge-
richt allerdings auch bereits eine Verzögerung von sechs Monaten ohne jegliche 

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Verfahrenshandlung in einem einfachen Straffall als Verletzung des Beschleuni-
gungsgebots.

3.3. Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag auf Rechtsverzögerung mit 
der schleppenden Verfahrensführung der Staatsanwaltschaft. Weder der Sach-
verhalt noch die damit verbundenen Rechtsfragen seien umfangreich oder kom-
plex, was eine beförderliche Behandlung nahelegen würde. Die lange Verfahrens-
dauer von bisher über fünfeinhalb Jahren sei auf einzelne längere Perioden von 
nicht zu erklärender Untätigkeit der Strafverfolgungsbehörden zurückzuführen.

In seiner Beschwerdeschrift listet der Beschwerdeführer die verschiedenen Unter-
suchungshandlungen der Staatsanwaltschaft ab Einreichung des Strafantrags auf 
(Beschwerde, act. A.1, S. 6 ff.). Darauf, und auf die jeweilige Begründung der 
Staatsanwaltschaft ist im Folgenden einzugehen.

3.4.1. Die vorliegende Beschwerde wurde am 11. Juni 2020 am Kantonsgericht 
von Graubünden anhängig gemacht, also rund fünfeinhalb Jahre nach Einreichung 
der Strafanzeige. In dieser Zeit hat die Staatsanwaltschaft verschiedene Untersu-
chungshandlungen durchgeführt, das Strafverfahren jedoch offenbar noch nicht 
der Entscheidreife zugeführt. In Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer er-
scheint diese Verfahrensdauer auf den ersten Blick als eher lange, namentlich weil 
sich die Verfahrensdauer nicht durch besondere Schwierigkeiten des Strafverfah-
rens erklären lässt. Alleine eine lange Verfahrensdauer stellt jedoch nicht zwangs-
läufig eine Rechtsverzögerung dar (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts 
SK.2010.15 vom 27. Juli 2010 E. 2.4; Sarah Summers, a.a.O. N, 8 zu Art. 5 
StPO). Inwiefern tatsächlich eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt, 
ist angesichts der spezifischen Umstände zu prüfen. Einzelne Lücken von weni-
gen Monaten zwischen Untersuchungshandlungen stellen unter gewöhnlichen 
Umständen nicht bereits eine Verletzung des Beschleunigungsgebots dar, zumal 
der Staatsanwaltschaft grundsätzlich ein weites Ermessen hinsichtlich der Verfah-
rensführung zusteht.

3.4.2. Vorliegend sind – wie auch der Beschwerdeführer geltend macht – ver-
schiedene längere Zeiträume vorhanden, in welchen die Strafbehörden die Straf-
sache nur langsam vorangetrieben haben. Bereits die erste Untersuchungshand-
lung (Einvernahme des Beschwerdeführers) fand erst am 4. Mai 2015 und damit 
sechs Monate nach der Einreichung des Strafantrags statt (StA act. 5/10). Die 
Einvernahme der Beschuldigten 1 als zweite Untersuchungshandlung fand am 10. 
Dezember 2015 und damit wiederum erst sieben Monate nach der ersten Einver-
nahme statt (StA act. 5/11). Wie die Staatsanwaltschaft zurecht einwendet, lag der 

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Hauptgrund für die Verzögerungen allerdings bei den Parteien (act. A.2, N 1). Der 
Beschwerdeführer konnte aufgrund seines stationären Rehabilitationsaufenthalts 
in Valens und Nottwil erst im Mai 2015 einvernommen werden (vgl. StA act. 5/1, S. 
3; 5/10, Frage 2). Die Einvernahme der Beschuldigten 1 fand schliesslich erst im 
Dezember statt, weil ihr Rechtsbeistand längere Zeit ferienabwesend war und sie 
zuerst vom Berufsgeheimnis entbunden werden musste (vgl. StA act. 1/3, 1/5). 
Den Strafverfolgungsbehörden kann deshalb bis zu diesem Zeitpunkt keine Ver-
letzung des Beschleunigungsgebots vorgeworfen werden.

3.4.3. Anders ist die Situation nach der Einvernahme der Beschuldigten 1 am 10. 
Dezember 2015 zu beurteilen. Die nächste Untersuchungshandlung, welche die 
Sachverhaltsabklärung wirklich vorantrieb, fand mit der Einvernahme des Be-
schuldigten 2 erst am 11. Januar 2019 – also rund 37 Monate später – statt. In 
den ersten 22 Monaten dieser Zeit erstellten die Untersuchungsbehörden einen 
Kriminalrapport (30. Mai 2016, StA act. 5/1), bestellten Strafregister- und Steuer-
auszüge (27./30. Juni 2016, StA act. 2, 3, 4) und erliessen eine Eröffnungsverfü-
gung (22. September 2017; StA act. 1/1). Weitere Sachverhaltsabklärungen fan-
den nicht statt. Die Begründung der Staatsanwaltschaft für die schleppende Ver-
fahrensführung bis zur Eröffnung der Strafuntersuchung vermag dabei nur bedingt 
zu überzeugen. Sie bringt vor, dass der Beschwerdeführer seine Zustimmung zur 
Entbindung der Beschuldigten 2 und 3 von ihrer Schweigepflicht erst am 6. April 
2017 erteilt habe, und das Verfahren deshalb erst dann weitergeführt werden 
konnte (act. A.2, N 1). Zwar hat der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. Ja-
nuar 2016 das Verfahren tatsächlich verlangsamt, indem er die Entbindung der 
Beschuldigten 2 und 3 von ihrer beruflichen Schweigepflicht zunächst ablehnte 
(StA act. 1/16). Die Staatsanwaltschaft hat anschliessend jedoch nichts unter-
nommen, um eine Entbindung auf anderem Wege zu erreichen. Dies wäre durch-
aus möglich gewesen. In einem Schreiben vom 12. Juli 2016 boten die Beschul-
digten 2 und 3 an, die Entbindung unter Umständen selbst beim zuständigen Amt 
zu beantragen, was gemäss Art. 321 Ziff. 2 StGB auch ohne Zustimmung der be-
troffenen Person möglich ist (vgl. StA act. 1/18). Eine Antwort auf dieses Schrei-
ben blieb die Staatsanwaltschaft jedoch schuldig. Erst acht Monate später, am 30. 
März 2017, versuchte sie, die Entbindung vom Berufsgeheimnis direkt beim Be-
schwerdeführer zu erlangen (vgl. StA act. 1/19). Dieser entband die Beschuldigten 
2 und 3 schliesslich mit Schreiben vom 6. April 2017 von ihrem Berufsgeheimnis 
(StA act. 1/22), woraufhin das Strafverfahren am 22. September 2017 eröffnet 
werden konnte. Insgesamt vermag das Verhalten des Beschwerdeführers die 
schleppende Verfahrensführung der Untersuchungsbehörden deshalb nur bedingt 
zu rechtfertigen.

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3.4.4. Auch nach der Eröffnung der Strafuntersuchung verbesserte sich die Ver-
fahrensgeschwindigkeit nicht. Die Staatsanwaltschaft beauftragte am 22. Septem-
ber 2017 zwar die Kantonspolizei mit ergänzenden Ermittlungen, namentlich der 
Einvernahme der Beschuldigten 2 und 3 (StA act. 5/12). Danach blieben die Straf-
verfolgungsbehörden jedoch abermals für längere Zeit – dieses Mal 11 Monate – 
untätig. Erst, als der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 31. August 2018 auf 
den Verfahrensstillstand hinwies, erhielt er mit Schreiben vom 15. November 2018 
die Antwort, dass das Verfahren nun umgehend weitergeführt werde (StA act. 
1/27, 1/30). Die Einvernahmen der Beschuldigten 2 und 3 fanden schliesslich am 
11. Januar 2019 und am 4. Februar 2019 statt (StA act. 5/15, 5/16), also mehr als 
15 Monate nach der letzten Verfahrenshandlung. Als Grund für diese Verzögerung 
geben die Strafuntersuchungsbehörden Probleme bei der Terminvereinbarung mit 
den Beschuldigten 2 und 3 an (act. A.2, N 2 [vgl. StA act. 5/14]). Das vermag an-
gesichts der langen Zeitdauer nicht zu überzeugen und ist aus den Akten auch 
nicht ersichtlich. Bleibt darauf hinzuweisen, dass die Kantonspolizei die Beschul-
digten auch im Sinne von Art. 206 Abs. 2 StPO hätte vorladen können.

3.4.5. Es ist damit festzuhalten, dass angesichts der schleppenden Verfahrens-
führung im Zeitraum vom 10. Dezember 2015 bis zum 22. September 2017 und 
der anschliessenden Untätigkeit von über 11 Monaten ohne eine ersichtliche Ver-
fahrenshandlung das Beschleunigungsgebot im Sinne von Art. 5 StPO verletzt ist. 
Weder das Verhalten des Beschwerdeführers hinsichtlich der Entbindung vom 
Berufsgeheimnis noch das sonstige Verhalten der Parteien vermögen die Verfah-
rensverzögerung vollständig zu rechtfertigen. Das gleiche gilt auch für den erfolg-
ten Wechsel des zuständigen Staatsanwaltes aufgrund einer Pensionierung und 
der daraufhin benötigten Einarbeitungszeit (act. A.2 N 2 [vgl. StA act. 1/20]). Ver-
zögerungen werden durch Arbeitsüberlastung oder sonstige Probleme der Verfah-
rensorganisation nicht gerechtfertigt (Sarah Summers, a.a.O., N 14 zu Art. 5 
StPO). Es ist Sache der zuständigen politischen Instanzen, die Strafbehörde mit 
genügend Personal und Mitteln auszustatten, so dass die Strafverfahren in ange-
messener Frist erledigt werden können.

3.4.6. Im Weiteren sind abgesehen von der Zeitlücke von fünf Monaten zwischen 
der Einvernahme des Beschuldigten 3 am 4. Februar 2019 (StA act. 5/16) und 
dem Nachtragsbericht der Kantonspolizei am 17. Juli 2019 (StA act. 5/14) keine 
unbegründeten Verzögerungen ersichtlich. Die Konfrontationseinvernahmen fan-
den erst im Dezember 2019 statt, weil sich die Terminfindung zwischen den vier 
involvierten Parteien nachweislich als schwierig gestaltete (vgl. StA act. 1/46 ff.). 
Die Verschiebung der ursprünglich am 11. März 2020 angesetzten Zeugeneinver-

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nahme aufgrund der Corona-Pandemie erscheint angesichts der zu diesem Zeit-
punkt unklaren Pandemiesituation schliesslich als angemessen (vgl. StA act. 1/59, 
1/66, 1/74).

3.5. Zusammenfassend erweist sich die Kritik des Beschwerdeführers als be-
gründet. Mit der insgesamt sehr langen Verfahrensdauer von fünfeinhalb Jahren 
und den mehrfachen Perioden von etlichen Monaten ohne Verfahrenshandlung 
verletzten die Strafuntersuchungsbehörden das Beschleunigungsgebot gemäss 
Art. 5 StPO.

4.1. Stellt die Beschwerdeinstanz eine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzö-
gerung fest, kann sie gestützt auf Art. 397 Abs. 4 StPO der Staatsanwaltschaft für 
den weiteren Gang des Verfahrens Weisungen erteilen und für deren Einhaltung 
Fristen setzen. Aufgrund der strafverfahrensrechtlichen Gewaltenteilung hat sich 
die Beschwerdeinstanz bei der Ausübung des Weisungsrechts jedoch eine gewis-
se Zurückhaltung aufzuerlegen. Die Beschwerdeinstanz ist nach der gesetzlichen 
Konzeption nicht eine Art Ersatzuntersuchungsbehörde, welche über den Gegen-
stand der Beschwerde bildenden Entscheide oder Verfahrenshandlungen hinaus 
auf die Untersuchung oder die Modalitäten der Untersuchungsführung gestaltend 
Einfluss nimmt (Patrick Guidon, Basler Kommentar, a.a.O., N 6b zu Art. 397 StPO; 
Beschlüsse des Kantonsgerichts SK2 16 16 vom 19. Juli 2016 E. 6.a und SK2 15 
6 vom 13. Mai 2015 E. 5). Entgegen dem Wortlaut von Art. 397 Abs. 4 StPO kann 
nicht jede Form der Rechtsverweigerung das Weisungsrecht auslösen. Dies ist 
vielmehr nur dann der Fall, wenn der betreffenden Behörde ein Unterlassen im 
Sinne einer formellen Rechtsverweigerung i.e.S. oder einer Rechtsverzögerung 
vorzuwerfen ist. Von einer solchen Unterlassung ist dann zu sprechen, wenn eine 
Strafbehörde sich weigert, eine ihr nach Gesetz obliegende hoheitliche Verfah-
renshandlung vorzunehmen, ohne dies ausdrücklich schriftlich oder mündlich mit-
zuteilen, oder nicht innerhalb der angemessen erscheinenden Zeit tätig wird (Pa-
trick Guidon, Basler Kommentar, a.a.O., N 9 zu Art. 397 StPO; ders., Beschwerde, 
a.a.O., N 558).

4.2. Der Beschwerdeführer beantragt zunächst die Anweisung der Staatsan-
waltschaft, Akten des D.________ einzuverlangen, ihm im Anschluss daran hierzu 
das rechtliche Gehör zu gewähren sowie Zeugen einzuvernehmen (Beschwerde, 
act. A.1 Anträge Ziff. 2, 3). Der Inhalt von Weisungen nach Art. 397 Abs. 4 StPO 
kann zwar darin bestehen, dass die betreffende Behörde gewisse Beweismittel 
abzunehmen hat (Patrick Guidon, Basler Kommentar, a.a.O., N 10 zu Art. 397 
StPO). Vorliegend hat aber die Staatsanwaltschaft ebendiese Beweisanträge mit 
Verfügung vom 9. April 2020 behandelt und abgewiesen (StA act. 1/76). Somit 

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liegt keine Unterlassung der Staatsanwaltschaft vor, womit die Voraussetzungen 
für die Erteilung von Weisungen nicht gegeben sind. Ein Rechtsmittel gegen die 
Abweisung der Beweisanträge ist im Übrigen nicht gegeben, zumal der Be-
schwerdeführer keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bei einem Zuwarten 
mit einer allfälligen Beweisabnahme bis zum erstinstanzlichen Hauptverfahren 
substantiierte (Art. 318 Abs. 3 und Art. 394 lit. b StPO; vgl. Patrick Guidon, Basler 
Kommentar, a.a.O., N 5 f. zu Art. 394 StPO). Eine Aufhebung der Abweisungsver-
fügung kann selbstredend auch nicht auf dem Weg über die Rechtsverweige-
rungs-/-verzögerungsbeschwerde erlangt werden. Die beschwerdeführerischen 
Anträge in Ziffer 2 und 3 sind deshalb abzuweisen.

4.3. Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich die Anweisung der Staatsan-
waltschaft, das Strafverfahren VV.2016.1832 unverzüglich einem Entscheid zuzu-
führen (Beschwerde, act. A.1, Antrag Ziff. 4). Nach der festgestellten Rechtsver-
zögerung ist diesem Antrag stattzugeben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, 
das Strafverfahren unverzüglich weiterzubearbeiten und ohne unbegründete Ver-
zögerung zum Abschluss zu bringen.

5.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 
ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend dringt der 
Beschwerdeführer in der Hauptsache durch, unterliegt jedoch in zwei Nebenpunk-
ten. Es erscheint deshalb als angemessen, dass der Beschwerdeführer 1/5 der 
Gerichtsgebühren zu tragen hat. Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen 
von CHF 1'000.00 bis CHF 5'000.00 (Art. 8 der Verordnung über die Gerichtsge-
bühren im Strafverfahren [VGS; BR 350.210]) erscheint vorliegend eine Gebühr 
von CHF 1'500.00 als angemessen. Der Kanton Graubünden trägt die Kosten zu 
4/5 und damit im Umfang von CHF 1'200.00. Dem Beschwerdeführer sind 1/5 der 
Kosten und damit CHF 300.00 aufzuerlegen. 

5.2.1. Wird von der beschwerdeführenden Partei keine Honorarnote eingereicht 
oder ist diese nicht ausreichend detailliert, wird der anwaltliche Aufwand 
grundsätzlich nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt. Vorliegend ist jedoch – 
im Sinne einer lex specialis – Art. 433 Abs. 2 StPO zu beachten, wonach die Pri-
vatklägerschaft ihre Entschädigungsforderung bei der Strafbehörde zu beantra-
gen, zu beziffern und zu belegen hat. Kommt sie dieser Pflicht nicht nach, so tritt 
die Strafbehörde auf den Antrag nicht ein. Diese Bestimmung gilt auch im 
Rechtsmittelverfahren (vgl. Art. 436 Abs. 1 StPO; Stefan Wehrenberg/Friedrich 
Frank, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2014, N 7 zu Art. 436 StPO; Beschluss 
des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 19 11 vom 18. Juni 2020 E. 6.3; Be-

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schluss des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 19 66 vom 23. April 2020 E. 
6.2 m.w.H.; ZR 2/2014 Nr. 12 E. 5.2). Die Privatklägerschaft muss dementspre-
chend von sich aus aktiv werden und zunächst überhaupt einen Antrag stellen und 
diesen sodann beziffern und belegen. Der Untersuchungsgrundsatz gilt hierbei 
nicht (Urteil des Bundesgerichts 1B_475/2011 vom 11. Januar 2012 E. 2.2; Weh-
renberg/Frank, a.a.O., N 22 zu Art. 433 StPO; Yvonna Griesser, in: Do-
natsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung [StPO], 2. Auflage, Zürich 2014, N 4 zu Art. 433 StPO).

5.2.2. Der Beschwerdeführer hat vorliegend zwar eine ausseramtliche Entschädi-
gung beantragt, den entsprechenden Anspruch jedoch weder beziffert noch be-
legt. Praxisgemäss ist ihm deshalb keine ausseramtliche Entschädigung zuzu-
sprechen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Die Staats-
anwaltschaft des Kantons Graubündens wird angewiesen, das Strafverfah-
ren VV.2016.1832 unverzüglich weiterzubearbeiten und ohne unbegründete 
Verzögerung zum Abschluss zu bringen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 1'500.00 festge-
setzt. Sie werden im Betrag von CHF 1'200.00 dem Kanton Graubünden 
und im Betrag von CHF 300.00 A._____ auferlegt.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: