# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad2588c3-de6f-56d6-bf11-e6f8baaf9617
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.08.2023 I 2022 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-61_2023-08-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 61

Entscheid vom 10. August 2023 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ____1963), verheiratet seit ____ 1989 mit C.________ 
(geb. ____1952) und Mutter von drei erwachsenen Kindern, besuchte die Primar- 
und Sekundarschule in D.________ und absolvierte in der Folge keine Berufs-
ausbildung (Vi-act. 1, 15). Am 14. Juli 2005 hatte sie sich, selbstdeklariert als 
Nichterwerbstätige mit Hauptbeschäftigung Hausfrau und Landwirtin, für einen 
Rentenbezug bei der Invalidenversicherung angemeldet. Darin umschrieb sie ih-
re gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie folgt: 100% Arbeitsunfähigkeit durch 
komplizierten Ellenbogenbruch am rechten Arm (Steifheit in den Fingern, Bewe-
gungseinschränkungen mit dem Arm, keine Kraft, Schmerzen). Eine weitere OP 
stehe noch an. Durch den Unfall am 1. April 2005 könne sie ihre Arbeit auf dem 
Landwirtschaftsbetrieb nicht mehr ausüben (Vi-act. 1). Nachdem die Abklärungen 
ergeben hatten, dass aus medizinischer Sicht per 1. Februar 2006 wieder eine 
volle Arbeitsaufnahme attestiert worden war (Vi-act. 12 f.), verfügte die IV-Stelle 
am 17. März 2006, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde, da kein An-
spruch auf eine Invalidenrente bestehe (Vi-act. 14).

B. Am 23. September 2020 unterzeichnete A.________ eine neue IV-
Anmeldung, welche am 24. September 2020 bei der IV-Stelle einging (Vi-act. 
15). Die in der Folge von der IV-Stelle vorgenommenen Abklärungen umfassen 
neben solchen in medizinischer Hinsicht auch eine Abklärung Landwirtschaft 
durch einen Experten des Amts für Landwirtschaft (Erhebung am 23.2.2021, Be-
richt vom 22.6.2021; Vi-act. 42) sowie eine Haushaltsabklärung (vom 2.8.2021 
mit Bericht desselben Tages; Vi-act. 44); letztere erfolgte telefonisch während   
41 Min., nachdem A.________ einen Termin vor Ort offenbar nicht hatte verein-
baren wollen oder können (vgl. Vi-act. 44-1/6).

C. Mit Vorbescheid vom 20. Oktober 2021 stellte die IV-Stelle Schwyz die Ab-
lehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Vi-act. 55). Dagegen liess 
A.________ am 19. November 2021 Einwand erheben (Vi-act. 59). Nachdem 
weitere Abklärungen seitens der IV-Stelle getroffen worden waren, namentlich 
durch das Einholen einer weiteren Haushaltsabklärung (vor Ort am 16.3.2022 mit 
Bericht vom 21.3.2022; Vi-act. 70) sowie einer Stellungnahme des Landwirt-
schaftsexperten (vgl. Vi-act. 76), verfügte die IV-Stelle Schwyz am 19. Septem-
ber 2022 unter dem Titel "Kein Anspruch auf eine Invalidenrente", dass das Leis-
tungsbegehren abgewiesen werde (Vi-act. 78). 

D. Gegen diese Verfügung lässt A.________ am 20. Oktober 2022 Beschwer-
de beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit dem Antrag, der 

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angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihr sei eine Invalidenrente zuzu-
sprechen, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung zurückzuweisen.

E. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Dezember 
2022 die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge zu 
Lasten der Beschwerdeführerin. Mit Stellungnahme vom 15. Dezember 2022 
lässt sich die Beschwerdeführerin hierzu vernehmen. Die Vorinstanz lässt sich in 
der Folge nicht mehr vernehmen.   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 
2000 gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheits-
schaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die 
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähig-
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31.12.2021 gel-
tenden Fassung):
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.1.2 Der Gesetzgeber hat mit der Gesetzesrevision "Weiterentwicklung der IV" 
(WE IV) bzw. den Änderungen des IVG vom 19. Juni 2020, welche per 1. Januar 
2022 in Kraft getreten sind, ein neues, stufenloses Rentensystem eingeführt. Mit 
diesem Wechsel wird die Höhe des Anspruchs auf eine Invalidenrente neu in 
prozentualen Anteilen einer ganzen Rente festgelegt und nicht mehr wie bisher 
nach Viertelsrentenstufen (vgl. Erw. 1.1.1 in fine). Allerdings wird das stufenlose 
Rentensystem auf Rentenansprüche angewendet, die ab dem 1. Januar 2022 
neu entstehen. Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, 
werden noch nach altem Recht zugesprochen (vgl. die Übergangsbestimmungen 
zur IVG-Änderung vom 19.6.2020; Kreisschreiben über die Übergangsbestim-
mungen zum Rentensystem im Rahmen der WE IV).

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1.1.3 Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 
1. Januar 2022, welche aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 be-
gründet, sind die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung 
gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreisschreiben über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung, KSIR [Fassung ab 1.7.2022] Rz. 9101; 
KOSS - Gerber, Art. 28b IVG, N 102). Dies gilt auch bei erstmalig abgestuften 
bzw. befristeten Rentenzusprachen und Revisionsfällen (KSIR Rz. 9102).

Vorliegend hat die Vorinstanz einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mit 
Verfügung vom 19. September 2022, also nach dem 1. Januar 2022 verneint. Zu 
beurteilen war jedoch ein geltend gemachter Anspruch, der weit über die Zeit vor 
dem 1. Januar 2022 zurückreicht. Es sind daher die bis 31. Dezember 2021 gül-
tigen Bestimmungen anwendbar (vgl. VGE I 2022 69 vom 15.5.2023 Erw. 1.2.3).

1.2 Um den Invaliditätsgrad im Einzelfall festzulegen, werden in der Invaliden-
versicherung unterschiedliche Bemessungsmethoden verwendet. 

1.2.1 Die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kommt grundsätzlich 
bei allen Vollerwerbstätigen zur Anwendung sowie bei Teilerwerbstätigen, welche 
daneben nicht auch noch in einem Aufgabenbereich tätig sind. Der Invaliditäts-
grad wird hier durch die Gegenüberstellung der zumutbaren Erwerbseinkommen 
ohne und mit Gesundheitsschaden ermittelt (Ralph Leuenberger/Gisella Mauro, 
Invalidenversicherung, Änderungen bei der gemischten Methode, in: Soziale Si-
cherheit/CHSS 1/2018, S. 40f.). Hier bestimmt sich der Invaliditätsgrad gemäss 
Art. 28a Abs.1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, wonach zur Ermittlung des Invaliditäts-
grades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In-
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invalideneinkom-
men), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Valideneinkom-
men). Es ist für diese Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob die versi-
cherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ver-
bliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist hier die Invalidität auf 
der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versicher-
te Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/Reichmuth, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

Die Invalidität bemisst sich hier nicht nach medizinischen, sondern nach wirt-
schaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in  

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Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.2.2 Die gemischte Methode betrifft Personen, die einem Teilerwerb nachgehen, 
d.h. nicht auf die im betreffenden Beruf übliche Arbeitszeit kommen, und zusätz-
lich noch in einem Aufgabenbereich beschäftigt sind. Der Invaliditätsgrad wird für 
die Erwerbstätigkeit (wie bereits erwähnt) nach der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs ermittelt, der Invaliditätsgrad für die Tätigkeit im Aufga-
benbereich nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs (vgl. Art. 
28a Abs. 3 IVG). Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft nach 
Art. 28a Abs. 2 IVG Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und sich in ei-
nem Aufgabenbereich wie dem Haushalt betätigen. Der Invaliditätsgrad wird bei 
einer Abklärung vor Ort durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Gesund-
heitsschaden ausgeübten bzw. möglichen Tätigkeiten im Aufgabenbereich fest-
gelegt (vgl. Leuenberger/Mauro, a.a.O., S. 41). 

1.2.3 Für die Bemessung des Invaliditätsgrads werden bei der gemischten Me-
thode der Erwerbsteil und der Aufgabenbereich zunächst separat betrachtet. Für 
den Erwerbsteil wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs ange-
wendet (vgl. Erw. 1.2.1). Dabei wird zunächst die Einkommenseinbusse berech-
net, d.h. es wird das Einkommen, welches die versicherte Person zumutbarer-
weise mit dem Gesundheitsschaden noch erzielen kann (Invalideneinkommen), 
vom Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsschaden er-
zielen konnte (Valideneinkommen), abgezogen. Danach wird die Einbusse als 
Anteil des Valideneinkommens in Prozenten ausgewiesen. Der so erhaltene In-
validitätsgrad aus dem Erwerbsteil wird mit dem Anteil der Erwerbstätigkeit (Pen-
sum, welche von der Versicherten ohne gesundheitliche Beeinträchtigung aus-
geübt würde) multipliziert, um den gewichteten Invaliditätsgrad zu erhalten. 

Im erwerblichen Bereich wurde bei Anwendung der gemischten Methode als Va-
lideneinkommen früher berücksichtigt, was die versicherte Person im Gesund-
heitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde (vgl. u.a. BGE 125 V 146 
Erw. 2b S. 150; Ueli Kieser, Gemischte Methode - ein Blick auf die bisherige 
Rechtsprechung, HAVE 4/2016 S. 471 ff., S. 474). Seit dem 1. Januar 2018 be-
stimmt Art. 27bis Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, 
SR 831.201), dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 16 ATSG richtet, wobei das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen 

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könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit 
hochgerechnet wird (vgl. Urteil BGer 9C_690/2019 vom 20.1.2020 Erw. 2.2).

Die Invalidität in Bezug auf den Aufgabenbereich wird durch einen Betätigungs-
vergleich bestimmt. Die ermittelte Invalidität wird sodann mit dem Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich (also dem verbleibenden Pensum, wenn der Anteil 
der Erwerbstätigkeit von 100 abgezogen wird) multipliziert. Daraus ergibt sich der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich.

Der gesamte Invaliditätsgrad ergibt sich letztlich durch Addition der in beiden Be-
reichen berechneten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Leuenberger/Mauro, 
a.a.O., S. 41 f.; Art. 27bis Abs. 2 lit. a und b IVV).

1.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a). Im Rahmen der Rechtsanwen-
dung von Amtes wegen hat das Sozialversicherungsgericht auf den festgestellten 
Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden ansieht, 
und ihm auch die Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Das Gericht hat 
sich nicht darauf zu beschränken, den Streitgegenstand bloss im Hinblick auf die 
von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen zu überprüfen. Es kann eine Be-
schwerde gutheissen oder abweisen aus anderen Gründen als von der Be-
schwerde führenden Partei vorgetragen oder von der Vorinstanz erwogen (BGE 
122 V 34 Erw. 2b). Die beiden erwähnten Grundsätze gelten allerdings nicht un-
eingeschränkt. Zu beachten ist namenltich das Rügeprinzip, wonach die Be-
schwerdeinstanz nicht zu prüfen hat, ob sich die angefochtene Verfügung unter 
schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist, sondern im 
Prinzip nur die vorgebrachten Beanstandungen untersucht. Von den Verfahrens-
beteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden von der Beschwerdeinstanz 
nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus 
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 119 V 
347 Erw. 1a). 

1.4.1 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 

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Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versi-
cherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.4.2 In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 122 V 
157 Erw. 1c).

1.4.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.4.4 Es können auch reine Aktenberichte beweiskräftig sein, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die di-
rekte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt 
(vgl. Urteil BGer 9C_138/2021 vom 12.4.2021 Erw. 3.2.1 mit Verweis auf das Ur-
teil 8C_224/2020 vom 13.5.2020 Erw. 4.3). Sodann ist auch dem Umstand 
Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte infolge des beson-
deren Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihres Patienten 
aussagen (vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc S. 353). 

1.5 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-

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rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil BGer 8C_424/2010 vom 19.7.2010 
Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

1.6 Zum Beweiswert einer Haushaltsabklärung sind analog zur Rechtspre-
chung zur Beweiskraft von Arztberichten verschiedene Faktoren zu berücksichti-
gen (Urteil BGer I 741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Hier ist ebenfalls wesentlich, 
dass als Berichterstatterin eine qualifizierte Person wirkt, welche Kenntnis der 
örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner 
gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen − 
auch mit Blick auf eine allfällige erwerbliche Beschäftigung − hat. Ferner sind 
nebst der Aussage der betroffenen Person zur Haushaltsbewältigung und Er-
werbstätigkeit zusätzlich die Angaben von Familienangehörigen und anderen im 
gleichen Haushalt Lebenden zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen 
der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind (Urteil BGer I 741/01 vom 18.8.2003 
Erw. 4.1). Schliesslich muss die Haushaltsabklärung plausibel begründet und de-
tailliert bezüglich der einzelnen Haushaltsverrichtungen sein und in Übereinstim-
mung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Wenn diese        
Voraussetzungen erfüllt sind, darf der Richter nur in das Ermessen der Ab-
klärungsperson eingreifen, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder An-
haltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen (Urteil BGer I 
741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Nach konstanter Rechtsprechung ist den Aus-
sagen der versicherten Person im Rahmen der Haushaltsabklärung erhöhtes 
Gewicht beizumessen, da diese noch nicht von möglichen versicherungsrechtli-
chen Überlegungen geprägt sind (Hansjörg Seiler, Anforderungen an die Beweis-
führung zu Status und Invalidität in der IV-Haushaltsabklärung, in: Schaffhauser/ 
Schlauri [Hrsg.]: Sozialversicherungsrechtstagung 2009, S. 18 f.; BGE 117 V 194 
Erw. 3b S. 195). Analoges geht aus der Beweismaxime hervor, wonach die so-
genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art be-
einflusst sein können. Wenn der Versicherte seine Darstellung im Laufe der Zeit 
wechselt, kommt den Angaben, die er unmittelbar gemacht hat, meistens grösse-
res Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versi-
cherers (BGE 121 V 45 Erw. 2a mit Hinweis auf BGE 115 V 143 Erw. 8c; RKUV 
1988 Nr. U 55, S. 363 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). 

Eine landwirtschaftliche Abklärung an Ort und Stelle ist geeignet, die der Be-
schwerdeführerin zumutbaren Arbeiten festzulegen (auch wenn dies von ihr nicht 
so umgesetzt wird). Zum Beweiswert einer solchen Abklärung ist ebenso analog 

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die Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten beizuziehen (vgl. Urteil 
BGer I 352/01 vom 26.4.2002 Erw. 2c/bb). 

2. In der angefochtenen Verfügung vom 19. September 2022 hielt die Vor-
instanz im Wesentlichen sinngemäss fest, die Beschwerdeführerin sei seit 2018 
in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Abklärungen hätten ergeben, 
dass seit ca. März 2020 von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% in der angestamm-
ten sowie in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei; eine anhaltende Ar-
beitsunfähigkeit in geringerem Ausmass "um 25% Arbeitsunfähigkeit" sei bereits 
seit ca. 2018 anzunehmen. Angepasst sei eine körperlich leichte Tätigkeit in 
Wechselposition. Da die Anmeldung am 24. September 2020 eingegangen sei, 
handle es sich um eine verspätete Anmeldung und der Leistungsanspruch würde 
ab 1. März 2021 beginnen. Die Beschwerdeführerin werde zu 20% als Erwerbs-
tätige und zu 80% als im Aufgabenbereich Haushalt tätig beurteilt. Gemäss 
landwirtschaftlicher Abklärung bzw. Landwirtschaftsbericht resultiere ein Er-
werbsausfall von 59%. Ab 1. März 2021 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50% 
für sämtliche Tätigkeiten, im Haushalt werde jedoch für März 2021 von einer Ein-
schränkung von 0% ausgegangen. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 10%, 
was keinen Anspruch auf eine IV-Rente begründe. Aufgrund der Schulterproble-
matik sei eine Arbeitsunfähigkeit ab 15. März 2021 bis 11. August 2021 ausge-
wiesen; am 16. April 2021 habe eine Operation stattgefunden; ab 11. August 
2021 bestehe wieder 100% Arbeitsfähigkeit rein aufgrund der Schulter und ins-
gesamt 50% Arbeitsfähigkeit in leichten Tätigkeiten. Da ab 1. März 2021 kein 
rentenbegründender Anspruch bestehe und die erneute Arbeitsunfähigkeit ab 
15. März 2021 aufgrund des neuen Leidens entstanden sei, beginne die einjähri-
ge Wartezeit wieder von vorne. Ab 11. August 2021 bestehe wieder eine Arbeits-
fähigkeit von 50% in leichten Tätigkeiten; die Abklärung im Aufgabenbereich ha-
be eine Behinderung von 14% ergeben; im Erwerbsteil Landwirtschaft betrage 
die Behinderung 59%; daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 23%, sodass 
auch nach Ablauf der einjährigen Wartezeit kein Rentenanspruch bestehe. Es sei 
am 16. März 2023 nochmals eine Haushaltsabklärung vor Ort vorgenommen 
worden. Dem entsprechenden Bericht könnten Einschränkungen im Haushalts-
bereich wie folgt entnommen werden: Bis März 2021: 0%; April 2021 - Juni 2021: 
50%; Juli 2021 - August 2021: 14%; ab September 2021: 7%. Die Berechnungen 
des neuerlich konsultierten Landwirtschaftsexperten hätten ergeben, dass der 
Betrieb einen Gesamtarbeitsanfall von 941 AKh ausweise, somit also minim 
höher als bei der ersten Berechnung mit 907 AKh. Im Gespräch vor Ort hätten 
die Versicherte und ihr Gatte erwähnt, dass die Versicherte valid vor allem die 
körperlich leichten Arbeiten erledigt habe; die anstrengenden und das Fahren der 
Maschinen seien durch den Gatten und in zunehmendem Masse durch den 

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Sohn, welcher ab 2021 den Hof weitergeführt habe, erledigt worden. Auf diese 
Aussagen der ersten Stunde sei abzustellen. Die Beschwerdeführerin sei mit 618 
AKh mit einem Anteil von 24% als Landwirtin zu beurteilen, die restlichen 74% 
würden auf den Bereich Hausfrau fallen, wobei im letzteren Bereich während der 
Zeit von April bis Juni 2021 eine hohe Einschränkung von 50% anzunehmen sei, 
ab September 2021 betrage die Einschränkung 7%. Im Landwirtschaftsbetrieb 
habe sie noch eine Arbeitsleistung von 286 AKh erbringen können, was einer Ar-
beitsunfähigkeit von 54% entspreche. Selbst unter Berücksichtigung der Einwän-
de sei von einer Gesamteinschränkung von 18% und somit von deutlich unter 
40% auszugehen. Auch wenn die Versicherte seit der Hofübernahme durch den 
Sohn per 1. Januar 2021 einer anderweitigen, der Behinderung besser ange-
passten ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen könnte, ergäben sich keine Hin-
weise für eine Einschränkung in rentenbegründendem Ausmass; auf weitere Be-
rechnungen/Abklärungen könne verzichtet werden. 

3.1 Die Beschwerdeführerin macht vor Verwaltungsgericht geltend, strittig sei 
vorab die Pensenverteilung. Sie habe im Jahr 2017 den Landwirtschaftsbetrieb in 
Bennau übernommen und sei bereits seit 2018 in der angestammten Tätigkeit als 
Bäuerin mit 25% erheblich eingeschränkt, seit März 2020 zu 50%. Die Ein-
schränkung in der Betreuung der Pferde und das auf die Pferdehaltung entfallen-
de Pensum seien nicht abgeklärt worden "(ev. Hobby)". Die Einschätzung, wo-
nach im landwirtschaftlichen Betrieb 907 AKh anfallen würden, stehe im Wider-
spruch zur alljährlichen Einschätzung des Betriebsaufwands; die Beschwerdefüh-
rerin habe für die Jahre 2019 und 2020 vom Amt für Landwirtschaft (AfL) 
bestätigt erhalten, dass der Betrieb 0.78 bzw. 0.79 Standardarbeitskräfte (SAK) 
umfasse, wobei 1 SAK 2'800 AKh entspreche. 0.78 SAK entsprächen rund 2'200 
AKh, womit die Basis der angefochtenen Verfügung entfalle (S. 3 f. Ziff. 4 f.). 

Gemäss IV-Stelle werde das Haushaltspensum so berechnet, "dass 100% ab-
züglich das Pensum in der Landwirtschaft Haushalt sei." Setze man aber beim 
vom Landwirtschaftsexperten verwendeten Berechnungstool zwei Personen im 
Haushalt und eine mittlere Mechanisierung ein, ergebe sich ein anderes Bild und 
man komme auf 457.6 AKh, bei geringer Mechanisierung gar nur auf 301 AKh. 
Dies entspreche 17.6% bzw. 11.5% der von der IV-Stelle herangezogenen 2'600 
AKh; die restlichen rund 60% würden damit auf die Pferdehaltung entfallen, bei 
welcher die Einschränkung derjenigen in der Landwirtschaft entspreche; dies er-
gebe einen IV-Grad von rund 50% (S. 4 Ziff. 6). 

Sollte wider Erwarten auf die Methodik der IV-Stelle abgestellt werden, ergebe 
sich ein Haushaltpensum von 20%, was sich bereits aus dem Haushaltsbericht 
vom 2. August 2021 ergebe, wonach sie sieben Tage pro Woche ohne Ferien zu 

11

80% im Landwirtschaftsbetrieb gearbeitet habe; der Anteil der Landwirtschaft sei 
zu tief eingesetzt bzw. - weil gemäss IV-Stelle das Restpensum, welches nicht 
landwirtschaftlich sei, im Haushalt anfalle und die Pferdehaltung unberücksichtigt 
geblieben sei, der Haushaltanteil zu hoch eingeschätzt worden. Gäbe es auf dem 
Hof so wenig zu tun, wie dies gemäss Bericht der Fall sein solle, hätte die Be-
schwerdeführer als Gesunde eine Tätigkeit auswärts als Lohnempfängerin auf-
genommen. In einer anderen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin heute eben-
falls 50% arbeitsunfähig/invalid. Sollte das Gericht auf die Pensenbeurteilung der 
IV-Stelle abstellen, wäre davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin eine 
angepasste Tätigkeit in einem 60%-Pensum angenommen hätte (S. 5 Ziff. 7). 

Bei der Einschätzung in der Landwirtschaft sei fälschlicherweise davon ausge-
gangen worden, dass die relevanten gesundheitlichen Einschränkungen erst 
2020 eingetreten seien; der Bericht basiere auf einer vollen Arbeitsfähigkeit in 
den Jahren 2018 und 2019. Offenbar sei dem Bericht von Dr.med. E.________ 
vom  7. Oktober 2020 falsche Bedeutung zugemessen worden (S. 5 Ziff. 8). 

Sodann sei der Landwirtschaftsbericht widersprüchlich, wenn im Schreiben vom 
6. September 2022 die Beschwerdeführerin als zierliche Person beschrieben 
werde, dann aber ohne Einschränkungen von statistischen Werten für die Be-
wirtschaftung ausgegangen werde; wenn sie eine zierliche Person sei, habe sie 
mehr Arbeit als ein durchschnittlicher Bauer, um dasselbe zu bewältigen (S. 5 
f. Ziff. 9). 

Die Einwände der Beschwerdeführerin vom 19. November 2021 seien unbestrit-
ten geblieben; die Arbeiten im Stall, die den grössten Anteil an der Arbeit umfass-
ten, seien vollständig von Hand zu erledigen und sicher als schwer zu bezeich-
nen (S. 6 Ziff. 10). 

Tatsächlich habe die Beschwerdeführerin nach der Pensionierung des Gatten   
alle Arbeiten auf dem Hof ausgeführt; schon im Feststellungsblatt stehe hierzu 
als Wiedergabe des Berichts von Dr.med. E.________, dass der Ehemann keine 
nennenswerten Verrichtungen auf dem Hof mehr vornehmen könne. Die Be-
schwerdeführerin habe angegeben, dass der Ehemann nach der Pensionierung 
nur noch in Ausnahme- bzw. Einzelfällen auf dem Hof geholfen habe; keinesfalls 
seien die Arbeiten beispielsweise hälftig aufgeteilt worden; die Angaben im Be-
richt zur landwirtschaftlichen Einschränkung würden diesen Angaben widerspre-
chen. Der Ehegatte sei wegen sehr knappen finanziellen Verhältnissen in einer 
leichten Tätigkeit in einem Teilpensum erwerbstätig (S. 6 Ziff. 11). Nicht nachvoll-
ziehbar sei, weshalb der Sohn im Bericht von 2021 unerwähnt geblieben sei, im 
Schreiben vom 6. September 2022 aber erscheine; auf diesen Bericht könne 
nicht abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin gebe an, der Betrieb sei nicht 

12

mechanisiert und es falle viel Handarbeit an; im Bericht des Landwirtschaftsex-
perten sei dies eher abweichend beschrieben (S. 7 Ziff. 12). 

Der Haushaltsabklärungsbericht sei bzgl. Garten- und Umgebungsarbeit nicht 
vollständig. Die Wohnungs- und Hauspflege seien ungenügend erwähnt; der 
Ehegatte habe ebenfalls Rückenprobleme und könne keine Garten- oder Umge-
bungsarbeiten erledigen oder bei Reinigungsarbeiten helfen. Behinderungsbe-
dingt sei auch das Verhalten angepasst worden. Insgesamt erscheine eine Ein-
schränkung von 7% als deutlich zu tief (S. 7 f. Ziff. 15). 

3.2 Die Vorinstanz hält vernehmlassend fest, bei der Betreuung der Pferde 
handle es sich um ein Hobby/eine Freizeitbeschäftigung; im Abklärungsbericht 
vom 22. Juni 2022 werde festgehalten, dass auch 2-3 Pferde gehalten würden, 
die aber keinen Erwerbshintergrund hätten. Nicht ausgewiesen sei, dass die Be-
schwerdeführerin aufgrund der Pferdehaltung in einem geringeren Pensum in der 
Haushaltsführung tätig gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin bringe lediglich 
vor, dass die restlichen 60% auf die Pferdehaltung entfallen würden, was bedeu-
ten würde, dass die meiste Zeit für 2 bis 3 Pferde aufgewendet würde, was un-
wahrscheinlich sei. Bei den auf 455 auf die Beschwerdeführerin entfallenden AKh 
von 907 handle es sich um den mit der "Software AVIV 20" berechneten Schnitt 
der Jahre 2018 und 2019; die Datengrundlage der Software bildeten wissen-
schaftliche Erhebungen von Arbeitszeiten für alle möglichen Arbeiten in der 
Landwirtschaft. Die SAK sei nicht geeignet, den effektiven Arbeitsaufwand auf 
betrieblicher Ebene abzubilden; mit der Software ART Arbeitsvoranschlag hinge-
gen werde der Arbeitszeitbedarf individuell auf den Betrieb abgestimmt berech-
net. Die Arbeiten auf dem Hof und im Haushalt seien gemäss den beschwerde-
führerischen Angaben ineinandergeflossen, weshalb auch deshalb die Aufteilung 
20% bzw. 24% Betrieb und 80% bzw. 76% Haushalt nicht zu beanstanden sei. 

Abzustellen sei auf tatsächliche Verhältnisse vor Invaliditätsbeginn und nicht auf 
hypothetische Annahmen, wie dies die Beschwerdeführerin wünsche, wenn sie 
festhalte, dass davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin in einem 
60%-Pensum eine angepasste Tätigkeit angenommen hätte (S. 3 Ziff. 5 i.f.). Es 
dürfe davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin dem Landwirt-
schaftsexperten im Sinne einer Aussage der ersten Stunde dargelegt habe, dass 
ihr Leistungsausfall durch den Ehemann kompensiert worden sei; die Aufteilung 
der Arbeiten werde auch im Haushaltsbericht erwähnt. Herr F.________, bei 
welchem es sich um einen Experten handle, habe den Betrieb besucht. Bezüg-
lich der Angaben zur Mechanisierung könne durchaus auf seine Ausführungen 
abgestellt werden (S. 3 Ziff. 6). 

13

Im Haushaltsbericht vom 21. März 2022 sei der Umschwung des Hauses er-
wähnt, ebenfalls, dass die Umgebung meistens durch den Ehemann gemacht 
werde; die abklärende Person habe um den Garten/die Umgebung gewusst und 
habe diese bei der Beurteilung gebührend berücksichtigt (S. 4 Ziff. 8).  

3.3 Replizierend ergänzt die Beschwerdeführerin, für die Pferde würden Direkt-
zahlungen ausgerichtet, weshalb die Pferdehaltung einen erwerblichen Hinter-
grund habe (S. 1). Was Inhalt der Software AVIV 20 sein solle, sei unklar. Nicht 
ersichtlich sei, weshalb diese Grundlagen verlässlicher sein sollten, als die SAK-
Angaben, welche für die Direktzahlungen massgeblich seien. Auf der von der  
Vorinstanz angegebenen Homepage sowie in deren Vernehmlassung sei sodann 
von einer Software ART Arbeitsvorschlag die Rede; was der Unterschied zu 
AVIV 20 sei, sei nicht klar. Wäre in der Landwirtschaft effektiv lediglich ein Pen-
sum von 20% angefallen, wäre die Beschwerdeführer sicher auswärts arbeiten 
gegangen (S. 2). 

Die Angaben im Landwirtschaftsbericht seien zu wenig spezifisch, um erhebliche 
Schlüsse daraus zu ziehen und es bestehe kein genügender Grund zur Annah-
me, was die Beschwerdeführerin genau gesagt haben soll. Was es konkret heis-
se, Arbeiten seien gemeinsam zu verrichten, sei offen. Auch zwei Personen, von 
denen eine hin und wieder bei gewissen Gelegenheiten aktiv werde, verrichte 
Arbeiten mit einer Person gemeinsam, welche diese fast ausschliesslich erledige. 
Auch nach der zweiten Haushaltsabklärung seien unspezifische Beschreibungen 
benutzt und vorsorglich präzisiert worden. Beim zweiten Haushaltsabklärungsbe-
richt sei die erwähnte Präzisierung zur Beteiligung des Ehegatten akzeptiert wor-
den (S. 2). Im Landwirtschaftsbericht werde lediglich erwähnt, der Sohn habe 
2021 behinderungsbedingt den Betrieb übernommen; in der Stellungnahme vom 
6. September 2022 solle hingegen nahegelegt werden, er habe schon vorher zu-
nehmend mitgeholfen. Dies sei widersprüchlich. Erhebliche Mitarbeit hätte jeden-
falls für den Ehegatten als auch den Sohn eine unverhältnismässige Belastung 
dargestellt aufgrund deren Erwerbstätigkeit, Familie bzw. eigener gesundheitli-
cher Einschränkung. Hinzu komme, dass die Mitarbeit des Ehegatten im Haus-
halt übermässig berücksichtigt werde (S. 3). 

4. Den (insbesondere medizinischen) Unterlagen lässt sich zum Gesund-
heitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin u.a. was folgt ent-
nehmen:

4.1 Am 23. September 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine Anmeldung 
Berufliche Integration/Rente bei der IV-Stelle ein und führte als gesundheitliche 
Beeinträchtigungen an: Osteoporose, Morbus Bechterew, eingebrochener Rü-

14

ckenwirbel; starke Gelenkschmerzen verbunden mit Atemnot und im unteren Rü-
ckenbereich Ausstrahlung auf das Becken und die Beine mit erheblicher Bewe-
gungseinschränkung. Die bis auf weiteres andauernde Arbeitsunfähigkeit wurde 
mit 50% angegeben, als Beschäftigung Landwirtin in einem Pensum zu 100% 
seit 1. Januar 2018 mit einem Bruttoeinkommen von Fr. 51'247.75 (Vi-act. 15). 

4.2 Im Arztbericht zuhanden der IV-Stelle vom 7. Oktober 2020 stellte Dr.med. 
E.________ (Facharzt FMH für Rheumatologie) folgende Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 27-1 ff.): 1. Chronisches thorakolumbos-
pondylogenes Syndrom linksbetont mit/bei: Wirbelsäulenfehlform/-Haltung mit 
Hyperkyphose der BWS, Hyperlordose der LWS, leichte Skoliose, schwere De-
konditionierung der Rumpfmuskulatur bei konstitutionellem Untergewicht, gene-
ralisierter Muskelhartspann, MRI BWS/LWS, ISG: Alte Deckplattenimpressions-
fraktur BWK 7 mit leicht gestörtem sagittalem Alignement, ausgeprägtere dege-
nerative Veränderungen tieflumbal mit Spondylolyse L5, Olisthesis, Facettenar-
throsen tieflumbal ohne Nervenwurzelkompression, keine Spondyloarthritis, ISG 
unauffällig; 2. Tendovaginitis flexor carpi radialis Daumen bds mit/bei St.n. De-
kompression der FPL-Sehne Dig. I rechts Mai 2017 (fecit Dr. G.________, 
Schwyz), Tendovaginitis flexor carpi radialis links, aktuell florid; 3. V.a. periphere 
Spondyloarthritis mit/bei HLA-B27 positiv, ANA negativ, Anti-CCP negativ, 
Rheumafaktoren negativ, St.n. Synovitiden linksbetont beider Kniegelenke, frag-
liche entzündliche Manifestationen auch Daumen rechts, Aktuell: Salazopyrin 
1500 mg täglich; 4. Symptomatische Osteoporose mit/bei Status nach leichtgra-
diger alter Deckplattenimpressionsfraktur BWK 7, Spezifische antiosteoporoti-
sche Therapie mit Zolendronat seit August 2017, DEXA Juli 2017: Schenkelhals 
T-Score: -2.8;       5. Status nach ausgeprägter Ileitis terminalis, NSAR bedingt 
2017. Der Rheumatologe hielt erkannte für die als alleine verantwortliche Bäuerin 
mit Viehwirtschaft aufgrund der multifaktoralen Problematik eine bleibende Ein-
schränkung von 50%. 

Dem Bericht lässt sich sodann entnehmen, die Patientin (bzw. Beschwerdeführe-
rin) betreibe selbständig einen Bauernhof mit ihrem Ehemann, der seit 3 Jahren 
pensioniert und gesundheitlich bedingt keine nennenswerten Verrichtungen mehr 
durchführen könne; die Arbeit bleibe dabei bei der Beschwerdeführerin; seit min-
destens einem halben Jahr sei jedoch deren Leistungsfähigkeit massiv beein-
trächtigt; sie habe "keine Arbeitsfähigkeit verlangt, da sie keine Krankentaggeld-
versicherung" habe. Nur mit Unterstützung durch Nachbarschaftshilfe und dem 
Sohn könne der Bauernhof und damit die Lebensgrundlage der Patientin knapp 
aufrechterhalten bleiben; es sei seit einem halben Jahr nur noch von einer 
50%igen Arbeitsfähigkeit in ihrer Tätigkeit als Landwirtin "mit Viehwirtschaft, 

15

Pferden auszugehen" (Ziff. 1.3, vgl. Ziff. 3). Der Rheumatologe berichtet weiter 
von einem konstitutionellen Untergewicht der Patientin seit deren Kindheit, das 
durch Krafttraining nicht korrigierbar sei, verbunden mit einer Dekonditionierung 
der Rumpfmuskulatur und überlastungsbedingtem generellen muskulären Hart-
spann, welche die Leistungsfähigkeit für ihre körperliche Arbeit zusätzlich er-
schwere (Ziff. 2.1, 2.7). Eine Umschulung bei der ungelernten Bäuerin, deren Le-
bensgrundlage der Hof darstelle, sei unrealistisch. Sie könne als alleine tätige 
Bäuerin bei dem hohen Arbeitspensum auch nicht eine 2. Arbeit annehmen 
(Ziff. 4). 

4.3 Der RAD(Regionaler ärztlicher Dienst)-Arzt Dr.med. H.________ (Facharzt 
für Allgemeinmedizin) kommt mit Beurteilung vom 26. November 2020 zum Er-
gebnis, dass i) bei der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit von 
einer Arbeitsfähigkeit knapp 50% bzw. dass ii) bei ihr aufgrund der beschriebe-
nen Gesundheitsschäden von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auch für körperlich 
leichte Tätigkeiten, Wechselposition, auszugehen sei, dies ab März 2020 ("ca. ab 
3/20"). Eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit in geringerem, ca. hälftigem Ausmass 
von ca. 25% ("um 25%") sei bereits seit ca. 2018 anzunehmen. Eine Verbesse-
rung sei im Verlauf nicht zu erwarten (Vi-act. 31-1/2). 

4.4 Am 16. April 2021 hat sich die Beschwerdeführerin im Spital I.________ ei-
ner Schulteroperation durch Dr.med. J.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) 
unterzogen (Schultergelenksarthroskopie rechts, Tenotomie und Tenodese der 
langen Bizepssehne im Sulkus, Mini open-Rekonstruktion der Supraspinatus-
sehne und des vorderen Intervalls, Subakromiale Dekompression mit Bursekto-
mie und Akromioplastik (Vi-act. 46-3 ff./8). Im Austrittsbericht vom 27. April 2021 
(Vi-act. 46-3 f./8) zur Hospitalisation vom 16. bis 19. April 2021 wird von Dr.med. 
K.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) ein guter perioperativer Verlauf be-
schrieben; nach deutlichem Rückgang der postoperativen Schmerzen und lokal 
reizlosen und trockenen Wundverhältnissen sei die Patientin nach Hause entlas-
sen worden. 

4.5 Im IV-Verlaufsbericht vom 10. August 2021 beschreibt Dr.med. E.________ 
einen verschlechterten Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin (Vi-act. 46-
1 f./8). Gegenüber seinem Bericht vom Oktober 2020 habe sich die Schulterpro-
blematik deutlich verschärft und habe im April 2021 operiert werden müssen. 
Damit werde die labile und komplexe, multifaktorale Schmerzproblematik am 
Bewegungsapparat verstärkt, welche derzeit ganz vorwiegend mechanisch-
degenerativ bedingt sei. Er habe die Beschwerdeführerin im Juni 2021 letztmals 
gesehen. Wegen der zusätzlich aufgetretenen Schulterproblematik würden sei-

16

nerseits nachvollziehbare Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit in ihrer kör-
perlichen schwer belastenden Tätigkeit als Bäuerin bestehen. Er verbleibe bei 
der Meinung, dass eine bleibende Arbeitsunfähigkeit von 50% in ihrer ange-
stammten Tätigkeit gerechtfertigt sei. Derzeit sei rein die Schulterproblematik 
noch nicht gesichert und in ihrer Tragweite für die Arbeitsfähigkeit abschätzbar. 

4.6 In einer weiteren RAD-Beurteilung durch Dr.med. H.________ wurde zum 
"weiteren Verlauf" am 6. September 2021 festgehalten bzw. empfohlen (Vi-
act. 48), "bei den Operateuren ein AZ" zu verlangen. Der RAD-Arzt hielt in Be-
antwortung einer entsprechenden Frage der IV-Stelle fest, eine passagere Ver-
schlechterung seit seiner Stellungnahme vom 26. November 2020 sei ausgewie-
sen; unklar sei, ob eine anhaltende Verschlechterung persistieren werde; weder 
Dr.med. E.________ noch er würden dies wissen. 

4.7 Im Arztbericht vom 9. September 2021 zuhanden der IV-Stelle hielt 
Dr.med. K.________ u.a. fest (Vi-act. 50-2 ff./17), bzgl. Schulter gehe es der Be-
schwerdeführerin ordentlich und sie hätten die Behandlung abgeschlossen. In 
Beurteilung der Gesamtsituation sei es sicherlich so, dass die Patientin an das 
Limit ihrer Arbeitsfähigkeit komme, dies wegen den diversen Erkrankungen. 

Die Patientin sei am 11. August 2021 letztmalig zur Kontrolle gekommen und ihr 
sei vom 15. März 2021 bis 10. August 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit at-
testiert worden; ab 11. August 2021 sei sie "wieder voll arbeitsfähig" geschrieben 
worden. Subjektiv gehe es der Patientin nach der 2021 erfolgten Rekonstruktion 
der Rotatorenmanschette deutlich besser als präoperativ. Auch bzgl. einer 
2004/2005 behandelten Radiusköpfchenfraktur (Behandlungsabschluss nach 
Metallentfernung) gehe es ihr gut. 

5.1 In einer weiteren RAD-Beurteilung hielt Dr.med. H.________ am 14. Sep-
tember 2021 sinngemäss fest, es sei "wegen Operation" eine passagere Ver-
schlechterung seit seiner Stellungnahme vom 26. November 2020 ausgewiesen, 
dies von März 2021 bis August 2021. In diesem Zeitraum habe die Arbeitsfähig-
keit "generell 0%" betragen. Am 11. August 2021 sei dann wieder der Status quo 
ante punkto Arbeitsfähigkeit erreicht gewesen. Weitere Abklärungen seien nicht 
angezeigt (Vi-act. 52). 

5.2 Diese Annahmen werden von der Beschwerdeführerin vor Verwaltungsge-
richt nicht, jedenfalls nicht substantiiert, in Frage gestellt. Es sind denn aus einer 
objektiven Betrachtungsweise auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass der 
Beschwerdeführerin leichte wechselbelastende Tätigkeiten in Wechselposition 
nicht zumutbar sein sollten. Zwar hielt der Orthopäde Dr.med. K.________ im 

17

September 2021 u.a. fest, es sei sicherlich so, dass die Beschwerdeführerin auf-
grund der gesamten Situation - mithin mit Einbezug der Schulterproblematik - 
ans Limit ihrer Arbeitsfähigkeit komme. Indes legte sich dieser Arzt nicht auf eine 
Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Gesamtsituation fest und verwies vielmehr auf 
den Kollegen E.________; im Übrigen attestierte dieser Arzt ab 11. August 2021 
gar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, was derweil deshalb zu relativieren ist, weil 
sich dies "vorallem auf die Schulterproblematik" bezieht (vgl. oben Erw. 4.7; Vi-
act. 50-4/17). Im Übrigen ging selbst der behandelnde Arzt Dr.med. E.________ 
(stets) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus, was ebenso und übereinstim-
mend vom RAD-Arzt erkannt worden war. Eine höhere Arbeits(un)fähigkeit ist 
nicht aktenkundig und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gel-
tend gemacht. 

6. Die Beschwerdeführerin bemängelt eine ungenügende Abklärung, sowohl 
hinsichtlich Landwirtschaft als auch hinsichtlich Haushalt. 

6.1 Der von der Vorinstanz konsultierte Landwirtschaftsexperte des Amts für 
Landwirtschaft (AfL) hielt mit Bericht vom 22. Juni 2021 zur betrieblichen Situati-
on u.a. fest (Vi-act. 42-2 ff./7), das Ehepaar der versicherten Person habe valid 
einen kleinen Berglandwirtschaftsbetrieb mit Mutterkuhhaltung betrieben; auf 
14.32 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche (LN) sei Raufutter für ca. 9 Mutterkühe 
und deren Kälber produziert worden. Auch seien 2-3 Pferde gehalten worden, 
welche aber keinen Erwerbshintergrund gehabt hätten. Rund 3.55 ha seien hän-
gig und 0.33 ha seien steil, wobei die steilen Flächen einen vermehrten Handar-
beitsteil benötigten. Die Mechanisierung sei einfach und der Betriebsstruktur an-
gepasst. Das Ausbringen der Dünger und das Einlagern des Raufutters seien 
durch eine Lohnunternehmung ausgeführt worden. Die Stallarbeiten könnten ra-
tionell und körperlich wenig anstrengend erledigt werden; die Futtervorlage und 
das Entmisten erfolgten z.T. von Hand; die anstrengenden Arbeiten seien aber 
mechanisiert. Bis zur Pensionierung des Ehemannes der Versicherten sei dieser 
als selbständiger Landwirt bei der Ausgleichskasse gemeldet gewesen. Er habe 
hauptsächlich aber als Unselbständiger gearbeitet. Die Landwirtschaft sei im Ne-
benerwerb betrieben worden und viele leichtere Arbeiten habe bereits damals die 
Versicherte verrichtet. Sie habe den Betrieb von 2018 bis 2020 als Selbständige 
weitergeführt und diesen ab 2021 behinderungsbedingt dem gemeinsamen Sohn 
übergeben. Die Versicherte und ihr Ehemann hätten die täglichen Stallarbeiten 
immer gemeinsam betrieben. Von den Feldarbeiten habe die Versicherte vor al-
lem das Wenden und Schwaden des Erntegutes sowie die Nacharbeiten verrich-
tet. Der Leistungsausfall der Versicherten sei durch ihren Ehemann kompensiert 
worden. Der Landwirtschaftsbetrieb weise einen Arbeitsaufwand von 907 AKh 

18

aus, wovon auf die Versicherte valid rund 455 AKh entfallen würden. Zum Nebe-
nerwerb/Status hielt der Experte fest, in der Abklärung würde keine Berechnung 
bzgl. Status der Versicherten gemacht; die Berechnung der Leistungsfähigkeit 
und des Erwerbsausfalls beziehe sich ausschliesslich auf die Landwirtschaft. Im 
Abklärungsbericht werden der Erwerbsausfall und der daraus resultierende Inva-
liditätsgrad wie folgt berechnet:

Ohne gesundheitliche 
Einschränkung

Mit gesundheitlicher 
Einschränkung

Arbeitsstunden AKh AKh
Versicherte Person 455 221
Unentgeltliche mitarb. 
Familienmitglieder

452 686

Versicherte Person + 
Familie

907 907

Angestellte in der 
Landwirtschaft
Total Arbeitsstunden 
Landwirtschaft

907 907

Übrige Tätigkeiten
Total Arbeitsstunden 907 907

Einkommen Ohne gesundheitliche 
Einschränkung

Mit gesundheitlicher 
Einschränkung

Einkommen Landw. vor 
Personalkosten

49'104 49'104

Behinderungsbedingte 
Veränderungen

0 -7'500

Einkommen Landwirtschaft 
vor Personalkosten nach 
Korrekturen

49'104 41'604

Einkommen Landwirtschaft 49'104 41'604
- Eigenkapitalverzinsung 0 0
Zwischentotal 49'104 41'604
+ persönliche AHV/IV/EO-
Beiträge
Arbeitsverdienst 
Landwirtschaft

49'104 41'604

Arbeitsverdienst Landw. Pro 
Arbeitsstunde

54.14 45.87

Arbeitsverdienst der Familie 24'471 31'467
Arbeitsverdienst der vers. 
Person

24'633 10'137

Einkommen v. P. aus der 
Landwirtschaft

24'633 10'137

Übrige Einkommen
Gesamteinkommen der 
vers. Person

24'633 10'137

Behinderungsbedingter 14'496

19

Erwerbsausfall
Invaliditätsgrad 59%

Zur Errechnung des Valideneinkommens seien die Buchhaltungsabschlüsse der 
Jahre 2018 und 2019 zur Verfügung gestanden. Normalerweise müsse auf ein 
durchschnittliches Valideneinkommen aus fünf Buchhaltungsabschlüssen abge-
stellt werden. Für die beiden Jahre als "SE Landwirt der vP" betrage das Vali-
deneinkommen aus der Landwirtschaft Fr. 24'633.--. Die Auswirkungen auf den 
behinderungsbedingten Erwerbsausfall durch die Abgabe von 3.5 ha Pachtland 
seien mitberücksichtigt worden. Die zeitliche Kapazität der Beschwerdeführerin 
für Arbeiten auf dem Betrieb betrage 455 AKh, infolge der gesundheitlichen Be-
einträchtigung sei die Leistungsfähigkeit reduziert und betrage gemäss der dem 
Bericht beiliegenden Berechnung 49%, was einer Leistungsfähigkeit von (recte: 
abgerundet [221.8]) 221 AKh entspreche. Die Arbeitsunfähigkeit bzw. der ar-
beitswirtschaftliche Invaliditätsgrad betrage demnach 51%; der behinderungsbe-
dingte Arbeitsausfall der Beschwerdeführerin betrage Fr. 14'469; der betriebs-
wirtschaftliche Invaliditätsgrad betrage somit 59%. 

6.2 Nach negativem Vorbescheid, mit welchem auch der Abklärungsbericht 
Landwirtschaft vom 22. Juni 2021 zugestellt wurde, liess die Beschwerdeführerin 
am 19. November 2021 Einwände erheben (vgl. Vi-act. 59). Sie machte u.a. gel-
tend, der Abklärungsbericht Landwirtschaft kranke an verschiedenen Mängeln. 
Hiernach ersuchte die IV-Stelle am 9. Dezember 2021 den Landwirtschaftsexper-
ten um eine Stellungnahme zum Einwand (Vi-act. 61-1/4). Nachdem er dem Er-
suchen vom 9. Dezember 2021 auch nach der 3. Mahnung durch die IV-Stelle 
vom 8. August 2022 (Vi-act. 74) nicht nachgekommen war, gelangte die IV-Stelle 
schliesslich am 29. August 2021 erneut an den Landwirtschaftsexperten mit der 
Bitte, zu den Streitpunkten, bei welchen es sich um landwirtschaftliche Fragen 
handle, von fachlicher Seite her Stellung zu beziehen, (u.a.) den folgenden Fra-
gen bzw. Einwänden (Vi-act. 75-1/2): 

1. Beim Valideneinkommen wurde als Vergleichsbasis auf 2018 und 2019 
abgestützt, obwohl die Vers. bereits seit Anfang 2018 eingeschränkt war. 
Der Anteil an geleisteter Arbeit der Vers. im Betrieb werde deshalb zu tief 
eingeschätzt (…). 

2. Die Vers. habe nach der Pensionierung ihres Gatten alle Arbeiten auf dem 
Hof ausgeführt. Der Ehemann habe gesundheitsbedingt keine 
nennenswerten Verrichtungen mehr vornehmen können (Anmerkung: Er 
arbeitet aber auch nach Pensionierung weiterhin in einem Teilpensum bei 
der Firma L.________, ca. 1-2 Tage/Woche). Somit ist er sicherlich auch auf 
dem Hof für gewisse Arbeiten arbeitsfähig.). Der Rechtsvertreter beantragt, 
die vollen 907 AKh der Vers. anzurechnen.

20

3. Die AKh seien allgemein zu tief berechnet. Die Vers. habe sieben Tage die 
Woche zu 80 % im LW-Betrieb gearbeitet. Der Arbeitsaufwand auf dem 
Betrieb sei viel höher, da sehr viel von Hand gemacht werden müsse und 
maschinelle Unterstützung fehlt. 

4. Für die behinderungsbedingt erfolgte Abgabe von 3.5 ha werde lediglich ein 
Betrag von Fr. 7'500.-- in Abzug gebracht. Dies sei falsch berechnet und 
auch nicht begründet. 

6.3 Am 6. September 2022 erstattete der Landwirtschaftsexperte der IV-Stelle 
seine "Antwort auf Einwand zum Rentenbescheid" (Vi-act. 76). Er hielt 

- zur Frage 1 fest, eine gesundheitliche Einschränkung bestehe gemäss der 
versicherten Person seit anfangs 2020. Gemäss Arztbericht von Dr.med. 
E.________ vom 7. Oktober 2020 bestehe die Einschränkung seit einem hal-
ben Jahr. Der Einwand sei deshalb nicht richtig; 

- zur Frage 2 fest, der Gesundheitszustand des Gatten der Versicherten sei 
nicht Abklärungsgegenstand und nicht aktenkundig. Es sei nicht schlüssig zu 
behaupten, die Versicherte habe valid alle anfallenden Arbeiten auf dem Hof 
selber verrichtet. Sie und ihr Gatte hätten im Gespräch vor Ort erwähnt, dass 
die Versicherte valid vor allem die körperlich leichten Arbeiten erledigt habe; 
die anstrengenden Arbeiten und das Fahren mit den Maschinen seien durch 
den Gatten und in zunehmendem Masse auch durch den Sohn, welcher ab 
2021 den Hof weitergeführt habe, erledigt worden. Es sei weiter nicht glaub-
haft, wenn eine so zierliche Person wie die Versicherte alle, sprich auch die 
körperlich schweren Arbeiten auf einem Landwirtschaftsbetrieb verrichtet ha-
ben solle;

- zur Frage 3 fest, der berechnete Arbeitsaufwand für den Betrieb betrage im 
Schnitt für die Jahre 2018 und 2019 907 AKh. Die Berechnungen seien mit 
der Software AVIV 20 durchgeführt worden. Die Datengrundlagen für diese 
Software bildeten wissenschaftliche Erhebungen von Arbeitszeiten für alle 
möglichen Arbeiten in der Landwirtschaft, bearbeitet durch Agroscope Täni-
kon. Für die Berechnung des Arbeitszeitanfalles eines Einzelbetriebes wür-
den dessen Betriebsstrukturen (Flächen, Distanzen zum Betriebszentrum, 
Hangneigung etc.), die Tierzahlen, die Einrichtungen und der Mechanisie-
rungsgrad miteinbezogen. Somit sei gewährleistet, dass der berechnete Ar-
beitsaufwand eine grösstmögliche Annäherung an die tatsächlichen Verhält-
nisse darstelle. Zur Beantwortung dieses Einwandes sei der Betrieb noch-
mals mit Hilfe des aktuellsten Programm-Updates berechnet worden. Der 
Gesamtbetrieb weise gemäss dieser Berechnung einen gesamthaften        
Arbeitsanfall von 941 AKh aus. Der Versicherten könne valid ein Anteil von 

21

66% oder 618 AKh zugewiesen werden. Die Leistungsfähigkeit invalid betra-
ge 286 AKh oder 46%; 

- zur Frage 4 fest, die im persönlichen Gespräch geltend gemachte Aufgabe 
von 3.5 ha Pachtland und die damit verbundene Einkommenseinbusse habe 
in Wirklichkeit nicht stattgefunden. Gemäss Flächenstatistik habe die Versi-
cherte immer 14.32 ha LN bewirtschaftet. Die Korrektur von Fr. 7'500.-- sei 
somit nicht statthaft und müsse rückgängig gemacht werden. 

Aus der dieser Stellungnahme beigefügten Berechnung (Vi-act. 76-3 f./5, mit 
dem [damals] wie erwähnt offenbar aktuellsten Programm-Update [Basisdaten 
Version 185 ggü. Version 176, welche noch im Rahmen des Abklärungsberichts 
vom 22.6.2021 verwendet worden war, vgl. Vi-act. 42-4/7]) ergibt sich, dass bei 
der Bewirtschaftung des Gesamtbetriebs jährlich 941 betriebsnotwendige Ar-
beitsstunden anfallen, hiervon deren 417.5 AKh für Acker- und Futterbau,    
476.7 AKh für Mutterkühe Laufstall sowie 46.6 AKh für Aufzuchtrinder > 730 Ta-
ge, Laufstall. Neben den "AKh bewertet", sprich der für die Beschwerdeführerin 
im Validenfall zugewiesenen AKh (sowie prozentualen Anteilen), wurden auch 
die Leistungsfähigkeiten invalid in den verschiedenen Arbeitsbereichen jeweils in 
Prozenten festgelegt und zudem in Arbeitsstunden umgerechnet. Ausgehend von 
einem Arbeitsanteil im Validenfall von 618.4 AKh (bei einem Arbeitsanfall für den 
gesamten Betrieb von 941 AKh, entsprechend 65.7%) und einer Leistungsfähig-
keit invalid von 286.6 AKh entspricht die prozentuale Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin invalid gemäss Abklärungsbericht [rund] 46% (286.6/618.4). 

Eine aufgrund dieser gegenüber seinem Bericht vom Juni 2021 abweichenden 
Zahlen hinsichtlich Arbeitsstunden und Leistungsfähigkeit (allenfalls) vorgenom-
mene Berechnung des behinderungsbedingten Erwerbsausfalls bzw. des "be-
triebswirtschaftlichen IV-Grades" (vgl. oben Erw. 6.1) legte der Landwirtschafts-
experte seiner Stellungnahme vom 6. September 2022 nicht bei und ist auch im 
Übrigen - soweit ersichtlich - nicht aktenkundig. 

6.4.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet sinngemäss (wie bereits im Einwand 
vom 19. November 2021), bei der Einschätzung in der Landwirtschaft mit Beizug 
eines "Validenlohn[es] 2018 und 2019 als Vergleichsbasis" sei fälschlicherweise 
davon ausgegangen worden, dass die relevanten gesundheitlichen Einschrän-
kungen erst 2020 eingetreten seien bzw. eine erhebliche Einschränkung von 
25% bereits ab 2018 sei nicht berücksichtigt worden.

6.4.2 Der von der IV-Stelle konsultierte RAD-Arzt Dr.med. H.________ attestierte 
in seiner ersten Stellungnahme, eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit in geringe-
rem, ca. hälftigem Ausmass von ca. 25% ("um 25%") sei bereits seit ca. 2018 

22

anzunehmen. Zu Recht weist die Beschwerdeführerin auf diesen Umstand hin. 
Ebenfalls zu Recht macht sie geltend, dass die IV-Stelle selber eine entspre-
chende Arbeitsunfähigkeit von 25% bereits ab 2018 angenommen hatte: Dieser 
Umstand fand Eingang in die Feststellungsblätter (zuletzt 19.11.2022, Vi-act. 77-
4/11 und 7/11); ebenso wurde im Vorbescheid (Vi-act. 55-2/5, oben) als auch in 
der angefochtenen Verfügung einleitend (Vi-act. 78-1/6, Abklärungsergebnis) 
festgehalten, die Beschwerdeführerin sei seit 2018 in ihrer Arbeit erheblich ein-
geschränkt. 

Als nicht verständlich erweist sich nach dem Gesagten, dass der mit dem ent-
sprechenden Einwand konfrontierte Landwirtschaftsexperte in seiner Stellung-
nahme vom 6. September 2022 festhält, laut Akten bestehe eine gesundheitliche 
Einschränkung seit anfangs 2020. Diese Auffassung stützt der Experte offenbar 
auf Angaben der Versicherten als auch auf den Arztbericht von Dr.med. 
E.________ vom 7. Oktober 2020. Damit aber wird ausgeblendet, dass - wie er-
wähnt - der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 26. November 2020 eine 
25%ige Arbeitsunfähigkeit bereits ab 2018 attestiert hatte; dieser Bericht lag nota 
bene auch dem Landwirtschaftssexperten vor (vgl. Vi-act. 42-3/7, Eingliederung). 

6.4.3 Damit aber kann es sich, wie die Beschwerdeführerin sinngemäss zu Recht 
geltend macht, beim anhand der Buchhaltungsabschlüsse 2018 und 2019 gemit-
telten und für die Abklärung Landwirtschaft verwendeten Erwerbseinkommen 
grundsätzlich nicht um das massgebliche Valideneinkommen handeln, d.h. das-
jenige Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsschaden 
erzielen konnte bzw. könnte (vgl. oben Erw. 1.2.1 ff.). Unbesehen dessen, trotz 
einer entsprechenden Nachfrage beim Landwirtschaftsexperten und trotz eigener 
gegenteiliger Erwägung in der angefochtenen Verfügung, wonach bereits ab 
2018 eine erhebliche Einschränkung bestanden habe - was nur so verstanden 
werden kann, dass damit die vom RAD-Arzt attestierte 25%ige Arbeitsunfähigkeit 
gemeint ist - hat die Vorinstanz auf die Angaben des Landwirtschaftsexperten 
abgestellt, womit sie sich widersprüchlich verhält und Recht verletzt hat. Wenn 
die IV-Stelle derweil davon ausgehen sollte, es handle sich beim eingesetzten 
Erwerbseinkommen ohne Berücksichtigung einer um 25% verminderten Arbeits-
fähigkeit um das massgebliche Valideneinkommen, so hätte sie dies, zumal auf-
grund des Einwandes der Beschwerdeführerin, stichhaltig zu begründen gehabt. 

6.4.4 Die Rüge erweist sich als begründet, da mithin nicht das Invaliden- dem 
massgeblichen Valideneinkommen gegenübergestellt worden ist bzw. die Vor-
instanz ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen ist und insofern den be-
schwerdeführerischen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat, zumal ange-
sichts der Widersprüchlichkeiten in der angefochtenen Verfügung hinsichtlich 

23

dieses entscheidwesentlichen Punktes nicht mehr gesagt werden kann, die Vor-
instanz habe wenigstens kurz die Überlegungen genannt, von denen sie sich hat 
leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. statt vieler VGE I 2020 77 
vom 12.2.2021 Erw. 2.2). Die Sache ist, da es nicht Aufgabe des Verwaltungsge-
richts ist und aufgrund mangelnder Fachkenntnis im Landwirtschaftsbereich auch 
nicht sein kann, die Auswirkungen einer ab 2018 attestierten 25%igen Arbeitsun-
fähigkeit der Beschwerdeführerin auf ihren Betrieb als erste Instanz zu beurtei-
len, an die Vorinstanz zur vertiefteren Prüfung und insbesondere nachvollziehba-
ren Begründung zurückzuweisen. Es wird unter allfälligem Beizug eines Land-
wirtschaftsexperten Sache der Vorinstanz sein, klarzustellen, wie in casu das 
massgebliche Valideneinkommen zu bestimmen ist, sowie nachvollziehbar zu 
begründen, wie sich dies auf die Bemessung der Leistungsfähigkeit (vgl. Vi-
act. 42-4/7) der Beschwerdeführerin auswirkt. 

6.5 Im Rahmen der Rückweisung wird die Vorinstanz sodann nicht umhin-
kommen, sich erneut mit der Frage des Wartejahres zu befassen. Die beanwalte-
te Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzlichen Erwägungen hinsichtlich 
der Wartezeit bzw. des Neubeginns derjenigen zwar nicht. Indes kann der       
Vorinstanz insoweit nicht gefolgt werden, als sie mit Verweis auf einen fehlenden 
Rentenanspruch ab 1. März 2021 sowie eine neuerliche Arbeitsunfähigkeit ab  
15. März 2021 aufgrund eines neuen Leidens das erneute Bestehen der einjähri-
gen Wartezeit verlangt (und verneint). Sofern die im Rahmen der Rückweisung 
zu tätigenden weiteren Abklärungen die Erzielung eines rentenausschliessenden 
Erwerbseinkommens ab März 2021 ergeben sollten, ist Folgendes zu beachten: 
Liegt für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer 
und Ausprägung vor, während vorerst mit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in 
angepassten Tätigkeiten ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden 
kann resp. könnte, so entsteht - unter Vorbehalt anderer Voraussetzungen (vgl. 
insbesondere Art. 29 Abs. 1 IVG) - bei Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes ein Rentenanspruch, sobald die Invalidität mindestens 40% beträgt (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 9C_352/2020 vom 28.9.2020 E. 4.1 m.w.H., 
9C_878/2017 vom 19.2.2018 E. 5.3). Die Unterscheidung der Beschwerden in 
bisherige (multifaktorale Probleme, namentlich Osteoporose, Morbus Bechterew, 
Rückenschmerzen, Sehnenprobleme Daumen, Kniebeschwerden) sowie neue 
Leiden (Schulterproblematik) für die Beurteilung der Entstehung des Rentenan-
spruchs hält vor dem Gesetz nicht stand. Namentlich finden sich keine entspre-
chenden Vorgaben in Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG. Nach dieser Bestimmung genügt 
eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40% ohne wesentlichen 
Unterbruch während eines Jahres. Diese Voraussetzung ist bei andauernder Ar-
beitsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf in jedem späteren Zeitpunkt gege-

24

ben. Die Verneinung eines Rentenanspruchs aufgrund eines IV-Grades von we-
niger als 40% (vgl. aArt. 28 Abs. 2 IVG) ist lediglich insofern von Bedeutung, als 
dass in diesem Zeitpunkt die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. c 
IVG nicht erfüllt ist. Während des laufenden Verwaltungsverfahrens muss die ge-
sundheitliche Verschlechterung (aufgrund eines neuen Leidens) auch nicht mit-
tels Neuanmeldung geltend gemacht werden, weshalb die sechsmonatige Ka-
renzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG nicht zu bestehen ist. Die Rechtsprechung, wo-
nach ein neues Ereignis eine neue Wartefrist auslöst, gilt nur in jenen Fällen, in 
denen die aufgrund des ersten Schadens zugesprochene Rente bereits vor dem 
zweiten Ereignis aufgehoben wurde (Kaspar Gerber, in: Kommentar zum schwei-
zerischen Sozialversicherungsrecht, IVG, 2022, Art. 28 Rz. 161). 

Nachdem vorliegend unbestrittenermassen bereits seit dem Jahr 2018 eine (we-
sentliche) Arbeitsunfähigkeit von 25% in angestammter Tätigkeit vorlag, welche 
ab ca. März 2020 dauerhaft auf 50% anstieg, ist das Wartejahr (unter Berück-
sichtigung der verspäteten Anmeldung vom 24.9.2020) per März 2021 grundsätz-
lich als erfüllt anzusehen, wovon auch die Vorinstanz auszugehen scheint. Die-
ses Wartejahr musste ungeachtet eines (gemäss angefochtener Verfügung nicht 
erreichten) IV-Grades von mindestens 40% in der vorliegenden Konstellation 
nicht aufgrund eines neuen Leidens erneut bestanden werden. Richtig ist dem-
gegenüber, dass Art. 88a Abs. 2 IVV keine Anwendung finden kann, wenn bei 
Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung noch keine rentenbegründende 
Invalidität vorgelegen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_777/2014 vom 
28.1.2015 E. 4.2). Ebenso wenig liegt nach der im Ergebnis zutreffenden Darstel-
lung in der angefochtenen Verfügung ein Fall von Art. 29bis IVV (Wiederaufleben 
der Invalidität nach Aufhebung der Rente) vor. Diese Bestimmung kommt schon 
deshalb nicht zur Anwendung, weil vorliegend nie ein Rentenanspruch entstan-
den war. Zusammenfassend ist das Wartejahr vorliegend auch in Bezug auf die 
Schulterproblematik grundsätzlich als erfüllt anzusehen. Über die Auswirkungen 
wird die Vorinstanz im Rahmen der Rückweisung zu befinden haben. Randver-
merkt sei, dass bei der Berücksichtigung der per 15. März 2021 aufgetretenen 
Schulterproblematik die Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV jedenfalls 
dann keine Anwendung finden kann, wenn vor Beginn der Schulterproblematik 
kein Rentenanspruch bestand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_352/2020 vom 
28.9.2020 E. 4.2.2).

7.1 Die Beschwerdeführerin bemängelt einerseits die vom Landwirtschaftsex-
perten verwendete Software als auch das Abstellen auf die Einheit AKh anstelle 
von SAK. Sie moniert weiter die vom Experten berücksichtigte Mechanisierung 
des Betriebs und bringt vor, alle Arbeiten im Stall seien von Hand auszuführen; 

25

ferner habe sie nach der Pensionierung des Ehegatten alle Arbeiten auf dem Hof 
ausgeführt.

7.1.1 Die Abklärungsperson ermittelte die entsprechenden Parameter im Rah-
men einer ART-Arbeitsvoranschlagskalkulation (auf Basis der von der For-
schungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) entwickelten Software zur 
landwirtschaftlichen Betriebsplanung (vgl. Vernehmlassung der Vorinstanz S. 3 
mit zugehöriger Fn 2). Bei der erwähnten Software "AVIV 20" (vgl. Vernehmlas-
sung der Vorinstanz S. 2 unten; recte wohl: IVAV 20) handelt es sich um das 
"Modul Invaliden-Arbeitsvoranschlag", mithin um ein Zusatztool zur Software 
ART-Arbeitsvoranschlag (vgl. Handbuch Hilfesystem ART-AV, Arbeitsvoran-
schlag und Modellkalkulationssystem, S. 36 , abrufbar unter https:// 
www.agroscope.admin.ch/dam/agroscope/de/dokumente/themen/wirtschaft-tech-
nik/betriebswirtschaft/arbeitsvoranschlag/arbeitsvoranschlag-hilfsdatei.pdf, zu-
letzt besucht am 3.8.2023). Die Verwendung bzw. Berücksichtigung der entspre-
chenden Software ist praxisgemäss anerkannt (vgl. z.B. Urteil des Verwaltungs-
gerichts Graubünden S 2022 17 vom 31.5.2022 Erw. 5.3 insbesondere, vgl. be-
reits VGE I 2012 80 vom 16.10.2012 Erw. 4.3 ff.). Im Übrigen kann auf die zu 
bestätigenden Ausführungen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 3 
Ziff. 5) verwiesen werden, wonach insbesondere die SAK nicht geeignet sei, den 
effektiven Arbeitsaufwand auf betrieblicher Ebene abzubilden. Festzuhalten ist 
abschliessend, dass gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Direktzah-
lungen an die Landwirtschaft (Direktzahlungsverordnung, DZV; SR 910.13) vom 
23. Oktober 2013 Direktzahlungen nur ausgerichtet werden, wenn mindestens 50 
Prozent der Arbeiten, die für die Bewirtschaftung des Betriebs erforderlich sind, 
mit betriebseigenen Arbeitskräften ausgeführt werden. Abs. 2 von Art. 6 DZV be-
stimmt dabei, dass sich der Arbeitsaufwand nach dem ART-Arbeitsvoranschlag 
von Agroscope berechnet. 

7.1.2 Dem Vorbringen, dass deshalb nicht auf von der Software verwendete sta-
tistische Werte abgestellt werden könne, weil es sich bei der Beschwerdeführerin 
um eine zierliche Person handle, die mehr Arbeit habe als ein durchschnittlicher 
Bauer, der dasselbe bewältige, kann nicht gefolgt werden. Soweit die erwähnte 
Zierlichkeit nicht bereits in die die Arbeitsunfähigkeit betreffenden Diagnosen 
eingeflossen ist (vgl. Arztbericht vom 7.10.2020 mit Hinweis auf das konstitutio-
nelle Untergewicht der Beschwerdeführerin) ist sie als invaliditätsfremder Grund 
zu betrachten, wofür die Invalidenversicherung grundsätzlich nicht einzustehen 
hat. 

26

7.1.3 Betreffend Mechanisierung weist die Vorinstanz vernehmlassend zutreffend 
darauf hin, dass der Experte, der den Betrieb besucht hatte, im Abklärungsbe-
richt eine einfache Mechanisierung, die der Betriebsstruktur angepasst sei, be-
schrieben hatte; das Ausbringen des Hofdüngers und das Einlagern des Rau-
futters würden durch eine Lohnunternehmung ausgeführt; die Stallarbeiten könn-
ten rationell und körperlich wenig anstrengend erledigt werden, die Futtervorlage 
und das Entmisten erfolgten z.T. von Hand; die anstrengenden Arbeiten aber 
seien mechanisiert. Diese Angaben lassen sich insofern nicht nachvollziehen 
bzw. können deshalb nicht abschliessend als (un-)schlüssig bezeichnet werden, 
da aus dem Abklärungsbericht - und auch aus der angefochtenen Verfügung - 
nicht weiter hervorgeht, inwiefern, d.h. durch welche konkrete Mechanisierung 
(welche Maschinen?), entsprechende Arbeit im Stall gerade nicht von Hand 
durchgeführt werden müsste. Dem von der Beschwerdeführerin ausgefüllten 
Fragebogen Landwirtschaft (Vi-act. 20) lässt sich immerhin entnehmen, dass für 
die Kühe und Rinder ein Boxen- oder Tiefstrohlaufstall bestehe und eine 
Schwemm- oder Triebentmistung für die Kühe und ein Schorrgraben mit Entmis-
tung von Hand bestehe, die Futtertenne befahrbar sei und ein Traktor, Kreisel- 
sowie Motormäher, Kreiselheuer, Heuraupe (Bandrechen) zu 2-Achsmäher vor-
handen seien. Hieraus Rückschlüsse auf anteilige Handarbeit im Stall zu ziehen 
gebietet sich für das fachunkundige Verwaltungsgericht nicht. Die Arbeitsberei-
che "Mutterkühe Laufstall" sowie "Aufzuchtrinder > 730 Tage, Laufstall" machen 
zusammen mehr als die Hälfte der errechneten AKh aus (vgl. Vi-act. 76-4/5) und 
die Beschwerdeführerin weist insofern zu Recht auf einen gewichtigen Arbeitsan-
teil im Stall hin (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 10). Im Rahmen der Rückweisung ist 
die Vorinstanz daher gehalten, auch zu diesem gewichtigen Sachverhaltselement 
weitergehende Abklärungen zu tätigen bzw. vom einem Experten diesbezüglich 
eine umfassende sowie nachvollziehbare, mithin einleuchtende Begründung (vgl. 
oben Erw. 1.6; Urteil BGer I 352/01 vom 26.4.2002 Erw. 2c/bb) unter Angabe der 
konkreten Mechanisierung mit zugehörigem Zweck einzuholen. 

7.1.4 Grundsätzlich nicht zu hören ist die Beschwerdeführerin demgegenüber, 
wenn sie geltend macht, sie habe nach der Pensionierung ihres Gatten alle Ar-
beiten auf dem Hof ausgeführt. Dem ist mit der Vorinstanz zu entgegnen, dass 
gegenüber dem Landwirtschaftsexperten gemachte Aussagen, welche als solche 
der ersten Stunde zu gelten haben und daher als unbefangen und zuverlässiger 
zu werten sind als spätere Darstellungen (vgl. Erw. 1.6), dem widersprechen. Der 
Landwirtschaftsexperte hielt fest, die Versicherte habe die täglichen Stallarbeiten 
gemeinsam mit dem Ehemann verrichtet, von den Feldarbeiten habe sie vor al-
lem das Wenden und Schwaden sowie die Nachbearbeitung übernommen; der 
beschwerdeführerische Leistungsausfall sei durch den Ehemann kompensiert 

27

worden (Vi-act. 42-2/7). Diese vom Landwirtschaftsexperten verschriftlichten 
Aussagen legen eine Aufteilung der Betriebsarbeiten nahe. Mit dem im Grund-
satz übereinstimmend erklärte die Beschwerdeführerin auch gegenüber der Ab-
klärungsperson im Rahmen der Haushaltsabklärung, dass das Ehepaar den Be-
trieb seit Jahren zusammen geführt habe, der Ehemann teilweise ausserhäuslich 
gearbeitet habe und die Arbeiten nach dessen Pensionierung weiterhin aufgeteilt 
worden seien (Vi-act. 44-2 f./6 und 70-3/7). Zutreffend weist die Beschwerdefüh-
rerin zwar darauf hin, dass im Arztbericht vom 7. Oktober 2020 festgehalten wor-
den war, dass der Ehemann keine nennenswerten Verrichtungen mehr durch-
führen könne (vgl. Vi-act. 27-1). Dabei handelte es sich indes um eine Aussage 
zur damalig aktuellen Situation im Herbst 2020, welche die im vorliegenden Ver-
fahren reflektiert und gegenüber zwei Abklärungspersonen (Landwirtschaftsex-
perte sowie Haushaltsabklärungsperson) deckungsgleich geschilderten Verhält-
nisse nach Betriebsübernahme im Jahr 2018 nicht umzustossen vermögen. 

7.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Haltung der Pferde sei zu Un-
recht als Hobby beurteilt worden. Die Pferdehaltung habe einen erwerblichen 
Hintergrund. 

Die Beschwerdeführerin moniert zwar zutreffend, dass für zwei Pferde Direktzah-
lungen ausgerichtet worden sind (vgl. Bf-act. 3 [Pferde TDV, Code 1222 bzw. 
1262 mit massgeb. GVE von 0.6329 und 0.3193] und Bf-act. 6 [selbige Codes 
mit veranschlagten Direktzahlungen von Fr. 12.25 bzw. 60.67]). Entscheidend ist 
für das Verwaltungsgericht aber, dass der fachkundige Landwirtschaftsexperte 
den Pferden für den Landwirtschaftsbetrieb keinen Erwerbshintergrund zuer-
kannte, sie demgemäss mithin keine betriebliche Funktion haben und sie damit in 
keiner Weise betriebsnotwendig sind und sie deshalb im Abklärungsbericht 
Landwirtschaft berechtigterweise keine weitere Berücksichtigung fanden. Hinwei-
se bzw. substantiierte Vorbringen, dass der Pferdehaltung Erwerbsfunktion zu-
kommt, sind denn auch nicht ersichtlich bzw. werden nicht geltend gemacht. 
Daran vermögen die eingangs erwähnten und betragsmässig tiefen Direktzah-
lungen nichts zu ändern, zumal diesen Beiträgen höhere Unterhaltskosten ge-
genüberstehen dürften, sodass nicht von einer wirtschaftlich gestalteten Pferde-
haltung gesprochen werden kann. Zu ergänzen ist, dass (z.B.) im Jahresab-
schluss 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung lediglich Kuhhalterbeiträge ge-
führt werden und auch unter "Viehbestand" Angaben hinsichtlich der Pferde feh-
len (vgl. Vi-act. 33-4 f./7, vgl. bereits für die Jahresrechnung 2018 Vi-act. 21-4 
f./7). 

Mit der Vorinstanz festzuhalten ist schliesslich, dass sich der beschwerdeführe-
risch vorgebrachte Aufwand von 60% für die Pferdehaltung von vornherein als 

28

unwahrscheinlich erweist. In diesem Zusammenhang ist sodann hinzuweisen, 
dass in der Regel davon ausgegangen wird, dass Erwerbstätigkeit und nichter-
werblicher Aufgabenbereich in dem Sinne komplementär sind, als was nicht Er-
werbstätigkeit ist, unter die Besorgung des Haushaltes fällt. Mit anderen Worten 
geben die beiden Bereiche zusammen im Regelfall einen Wert von 100% (vgl. 
OFK/AHVG/IVG-Mosimann, Art. 28a IVG N 7 m.H.a. BGE 141 V 15 Erw. 4.5; 
KSIR Rz. 3701 ff.). Das vorinstanzliche Vorgehen, einerseits auf das eruierte 
Pensum im Landwirtschaftsbereich abzustellen und anderseits den "Rest" (vgl. 
auch Beschwerde S. 3 unten), d.h. die fehlende Differenz zu einem 100%-
Pensum, dem Haushaltsbereich zuzuschlagen, ist demnach nicht zu beanstan-
den. 

7.3 Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Haushaltsabklärung 
in verschiedener Hinsicht. Sie rügt zunächst, bezüglich Garten- und Umge-
bungsarbeit sei der Bericht unvollständig. Sie habe "zusätzlich einen aufwändi-
gen Garten" sowie eine aufwändige Umgebung, die valid von ihr gepflegt wür-
den; sie könne in diesem Bereich nur mehr sehr wenig tun. Das Gemüse sei 
zwar erwähnt, dafür werde aber keine besondere Tätigkeitsgruppe ausgesondert 
bzw. es werde zu wenig berücksichtigt. Auch die Erwähnung unter der Woh-
nungs- und Hauspflege sei ungenügend. 

Sodann sei das Verhalten angepasst worden: Es werde nur noch ein leichtes 
Abendessen zubereitet; aufgrund des Wegfalls der landwirtschaftlichen Arbeiten 
habe sich beispielsweise das Mass an Schmutzwäsche verändert: Die Be-
schwerdeführerin wasche heute behinderungsbedingt nur noch einen Bruchteil 
der früheren Wäsche. Ebenfalls unzumutbar sei dem Ehegatten das Tragen von 
schweren Lasten beim Einkauf und bei Besorgungen, so dass der Einkauf erheb-
lich verteilt werden müsse. Insgesamt erscheine eine Einschränkung von 7% als 
deutlich zu tief, weil u.a. die Pflicht zur Mitarbeit des Ehegatten "zu viel herange-
zogen" werde und weil behinderungsbedingte Anpassungen keine Berücksichti-
gung fänden.

7.3.1 Im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Haushalt ist nicht die me-
dizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der 
Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich konkret auswirkt, was grundsätzlich 
durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (Urteil BGer 8C_748/2019 
vom 7.1.2020 Erw. 5.1 mit Verweis auf Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV). Die Abklärung 
erstreckt sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von 
Familienangehörigen, welche im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu 
berücksichtigen ist und weiter geht, als die ohne Gesundheitsschädigung übli-

29

cherweise zu erwartende Unterstützung (vgl. BGE 133 V 504 Erw. 4.2 S. 509 f. 
m.H.; zit. Urteil 8C_748/2019 m.w.H.).

7.3.2 Vorab ist, da sie sich als unverständlich erweist, auf die weitere Rüge, 
"Auch die Erwähnung unter der Wohnungs- und Hauspflege ist ungenügend" 
nicht weiter einzugehen.

7.3.3 Die Abklärungsperson - und ihr folgend die Vorinstanz in der angefochte-
nen Verfügung - berücksichtigte für keinen Aufgabenbereich eine relevante Ein-
schränkung, mit Ausnahme des Bereichs Wohnungs- und Hauspflege/Haustier-
haltung (mit 35% gewichtet; Einschränkung: 20%; entsprechend einer Behinde-
rung bzw. gewichteten Einschränkung von 7% [= 35 x 0.2]). Diesbezüglich hin-
zuweisen ist, dass im ersten Abklärungsbericht vom 2. August 2021 in diesem 
Aufgabenbereich noch eine Einschränkung von 40%, entsprechend einer Behin-
derung von 14% (= 40 x 0.4) berücksichtigt worden war - dies aufgrund damalig 
grösserer Einschränkung wegen der Schulterproblematik. Nachvollziehbar wird 
im Bericht vom März 2022 nun aber festgehalten, dass sich die damalige Ein-
schätzung, wonach die Versicherte nach der Schulteroperation wieder vermehrt 
Arbeiten selbständig ausführen könne, bestätigt. Hiergegen wendet die Be-
schwerdeführerin nichts, jedenfalls nichts Substantiiertes, ein.

Soweit im Bericht zur Haushaltabklärung im Übrigen gewisse Einschränkungen 
thematisiert werden (z.B. Umkehren von schweren Pfannen, Schütteln der Bett-
decke, Umgebungsarbeiten, schwere Lasten tragen, Grosseinkauf, Aufhängen 
Bettwäsche, vgl. Vi-act. 112-5 ff./7), rechnete die Vorinstanz diesbezüglich eine 
zumutbare Mithilfe des Ehegatten an. 

7.3.4 Dass, abgesehen vom mit 35% gewichteten Bereich Wohnungs- und 
Hauspflege/Haustiere, für den übrigen Haushaltbereich überhaupt keine relevan-
te Einschränkung bestehen soll, erweist sich nach der Aktenlage grundsätzlich 
als eher streng. 

Allerdings können einerseits die geltend gemachten Einschränkungen nicht tel 
quel berücksichtigt werden, nachdem die Versicherte in allen Haushaltbereichen 
gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen der Abklärungsperson etappen-
weise bzw. mit Aufschieben/Verschieben gewisser Arbeiten das Meiste bzw. sehr 
vieles selber bewältigen kann und sie auf die Mithilfe des Ehemannes zählen 
kann. Diesbezüglich gilt es festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin 
vor Verwaltungsgericht geltend gemachte Einschränkung des Ehegatten einer-
seits nicht mit den gegenüber der Abklärungsperson gemachten Schilderungen 
in Einklang stehen. So wird in der Beschwerde bspw. geltend gemacht, das Tra-
gen schwerer Lasten beim Einkauf/Besorgungen sei dem Ehegatten nicht zu-

30

mutbar, wohingegen gegenüber der Abklärungsperson geltend gemacht wurde, 
dass einmal pro Woche ein Grosseinkauf gemacht werde, einmal sie selber, 
einmal der Ehegatte einkaufen gingen, sie richtig schwere Lasten aber nicht tra-
gen dürfe; daraus ergibt sich implizit, dass die "richtig schweren Sachen" vom 
Ehemann eingekauft werden. Soweit im Übrigen im Grundsatz die Auffassung 
vertreten wird, die Pflicht zur Mitarbeit des Ehegatten werde zu stark gewichtet, 
so ist dem entgegen zu halten, dass dieser Ehegatte gemäss eigener Aussage 
der Beschwerdeführerin vorübergehend aufgrund der Schulteroperation im      
April 2021 fast alle Arbeiten im Haushalt hat erledigen müssen. Dies verdeutlicht, 
dass es dem Ehegatten einerseits möglich und damit anderseits auch zumutbar 
ist, im Haushalt behilflich zu sein bzw. selber Arbeiten zu übernehmen. 

Soweit bemängelt wird, dass behinderungsbedingte Anpassungen keine Berück-
sichtigung gefunden hätten, so ist dem zu entgegnen, dass einerseits - wie er-
wähnt - im Rahmen der Schadenminderungspflicht bspw. ein Auf-/Verschieben 
oder Aufteilen der Aufgaben der Beschwerdeführerin durchaus zumutbar ist. An-
derseits ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin im Rahmen der 
spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs aus dem Umstand, dass wegen 
der aufgegebenen landwirtschaftlichen Arbeit weniger Wäsche als früher anfällt, 
etwas zu ihren Gunsten ableiten könnte. 

Es trifft zu, dass kein besonderer Tätigkeitsbereich für die Garten-/Um-
gebungspflege ausgesondert worden ist. Vielmehr wurde der Garten/die Umge-
bung im Bereich Wohnungs- und Hauspflege/Haustierhaltung integriert mit ange-
gebener maximal möglicher Gewichtung von 40% (Vi-act. 70-5/7). Gemäss KSIR 
Rz. 3609 werden einerseits die Bereiche Wohnungs- und Hauspflege mit maxi-
maler Gewichtung von 30% und anderseits Garten- und Umgebungspflege und 
Haustierhaltung mit maximaler Gewichtung von 10% bei einem Total von 40% 
(30+10) gesondert als Teiltätigkeitsbereiche erwähnt. Vor diesem Hintergrund ist 
es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz diese Bereiche bei einer mögli-
chen und ihr explizit erwähnten Maximalgewichtung von 40% - und eingesetzter 
Gewichtung von 35% - zusammengeführt hat. Es ist nicht ersichtlich, dass der 
Beschwerdeführerin vorliegend ein entscheidwesentlicher Nachteil erwachsen 
würde. 

7.3.5 Zusammenfassend bleibt die vorinstanzlich festgestellte Einschränkung im 
Haushaltsbereich im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens, weshalb das Ge-
richt keinen Anlass hat, eine davon abweichende Einschränkung anzunehmen. 

8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz 

31

zurückzuweisen ist, damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehen und neu 
entscheiden kann. Dem beschwerdeführerisch beantragten Wechsel der 
landwirtschaftlichen Abklärungsperson bzw. gar -einrichtung ist nicht 
stattzugeben, zumal entgegen der sinngemässen Auffassung der 
Beschwerdeführerin nicht gesagt werden kann, die Abklärung sei ungewohnt 
oder schwierig und würde den Experten mithin überfordern. 

9. Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der 
Vorinstanz. Zudem wird der beanwalteten Beschwerdeführerin zu Lasten der  
Vorinstanz eine Parteientschädigung zugesprochen. In Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411), welcher 
für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 
GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, 
Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in 
Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist das Honorar (inkl. Auslagen und 
MwSt) auf Fr. 2'000.-- festzulegen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-
gung vom 19. September 2022 aufgehoben und die Sache an die Vor-
instanz zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen vorge-
hen und alsdann neu entscheiden kann.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen) wer-
den auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz auferlegt. Sie hat diesen 
Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids auf das Post-
financekonto CH10 0900 0000 6002 2238 6 zu bezahlen.

3. Die Beschwerdeführerin hat am 25. Oktober 2022 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 500.-- bezahlt, der ihr aus der Gerichtskasse zurückzuzahlen ist. 

4. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 2'000.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 10. August 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. September 2023