# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57401289-906a-5c3c-9c2a-7961112ec706
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.03.2024 200 2023 586
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-586_2024-03-06.pdf

## Full Text

200 23 586 ALV
SCI/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. März 2024

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse Unia
Kompetenzzentrum D-CH-West, Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 
3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1977 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
schloss am 1. Mai 2020 mit der B.________ GmbH (Arbeitgeberin) auf dem 
Formular des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des ... einen ab dem gleichen 
Tag laufenden Arbeitsvertrag als Aushilfe/Allrounderin ab (Akten der Unia 
Arbeitslosenkasse [Unia bzw. Beschwerdegegnerin], act. II 118-120). Das 
Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen Gründen 
per 31. März 2023 aufgelöst (act. II 117). Am 1. April 2023 meldete sich die 
Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Ar-
beitsvermittlung an (act. II 98 f.) und stellte am 29. April 2023 einen Antrag 
auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. April 2023 (act. II 111-114). Mit 
Verfügung vom 12. Mai 2023 (act. II 61-64) verneinte die Unia einen An-
spruch auf Arbeitslosenentschädigung mit der Begründung, der Ehegatte 
der Versicherten, C.________, habe während der gesamten Beschäfti-
gungsdauer der Versicherten sowie darüber hinaus eine arbeitgeberähnli-
che Stellung bei der B.________ GmbH innegehabt, weshalb die Versi-
cherte von der Anspruchsberechtigung ausgeschlossen sei. Mit Schreiben 
vom 15. Mai 2023 (act. II 68 bzw. 72) hielt der Ehemann der Versicherten 
im Namen der Arbeitgeberin fest, die Versicherte sei im D.________ als 
Aushilfe angestellt gewesen. Per 1. April 2023 sei das D.________ "weiter-
gegeben" worden, weshalb die Versicherte nicht mehr dort arbeiten könne. 
Die B.________ GmbH existiere weiterhin, weil er noch ...-Aufträge an-
nehme. Dieser Tätigkeitsbereich betreffe die Versicherte nicht. Mit entspre-
chender Begründung erhob die Versicherte am 17. Mai 2023 Einsprache 
gegen die Verfügung der Arbeitslosenkasse (act. II 69). Die Unia traf weite-
re Abklärungen (vgl. act. II 38) und hielt mit Einspracheentscheid vom 
2. August 2023 (act. II 18-24) an der Abweisung des Leistungsgesuchs 
hinsichtlich Arbeitslosenentschädigung fest.

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B.

Mit Schreiben vom 16. August 2023 wandte sich die Versicherte erneut an 
die Unia und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheids sowie die Zusprache von Arbeitslosenentschädi-
gung. Das Schreiben wurde von der Unia am 17. August 2023 an das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern weitergeleitet.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. August bzw. 4. September 2023 beantrag-
te die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 10. September 2023 hielt die Beschwerdeführerin sinn-
gemäss an ihren Anträgen fest. 

Am 13. September 2023 reichte die Beschwerdegegnerin die Akten des 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums nach (RAV; act. IIA; vgl. dazu 
Ziff. 2 der prozessleitenden Verfügung vom 6. September 2023).

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. September 2023 gab der Instrukti-
onsrichter den Parteien Gelegenheit, sich zum Umstand zu äussern, dass 
gemäss dem Verlaufsprotokoll des RAV die Beschwerdeführerin zuletzt 
vom 21. April 2022 bis am 31. März 2023 zu 70 % als ... beim E.________ 
gearbeitet habe (vgl. act. IIA 55 bzw. act. II 40). 

Mit Eingabe vom 18. September 2023 teilte die Beschwerdeführerin mit, 
allenfalls habe sie sich im Februar 2023 beim E.________ um eine Arbeits-
stelle bemüht, jedoch nie dort gearbeitet. Vielmehr sei sie von Mai 2020 bis 
März 2023 vollzeitlich im D.________ tätig gewesen.

Mit Eingabe vom 22. September 2023 hielt die Beschwerdegegnerin unter 
Verweis auf die korrigierte Wiedereingliederungsvereinbarung des RAV 
vom 4. Mai 2023 (act. IIB 6 f.) fest, die im Verlaufsprotokoll des RAV ange-
gebene ...tätigkeit sei auf einen Übertragungsfehler eines RAV-
Mitarbeitenden zurückzuführen und sei von der Beschwerdeführerin nicht 
ausgeübt worden. Im Übrigen hielt die Beschwerdegegnerin an ihren An-
trägen fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Oktober 2023 forderte der Instrukti-
onsrichter die B.________ GmbH auf, verschiedene (Lohn-)Buchhaltungs-

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unterlagen einzureichen und anzugeben, ob sie oder ihre Mitarbeitenden 
von den im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geschaffenen be-
sonderen Entschädigungen Gebrauch gemacht habe. Weiter wurde der 
Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben, weiter Beweismittel betreffend 
den Lohnfluss einzureichen.

Nach verpasster erstmaliger Frist (vgl. dazu prozessleitende Verfügungen 
vom 30. Oktober und vom 8. November 2023; Eingabe der B.________ 
GmbH vom 7. November 2023) reichte die B.________ GmbH mit Eingabe 
vom 16. November 2023 verschiedene Unterlagen ein (vgl. edierte Akten 
der B.________ GmbH [act. III]).

Mit Schlussbemerkungen vom 20. Dezember 2023 bzw. vom 21. Dezem-
ber 2023 hielten die Parteien sinngemäss an ihren jeweiligen Anträgen und 
Ausführungen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 

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[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. August 
2023 (act. II 18-24). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. April 2023.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer ganz oder teil-
weise arbeitslos ist, einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat, in der 
Schweiz wohnt, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder das 
Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, 
die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist, 
vermittlungsfähig ist und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 8 Abs. 1 AVIG).

2.2 Nach Art. 31 Abs. 1 AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Ar-
beitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurz-
arbeitsentschädigung, wenn sie bestimmte, in lit. a bis d näher umschrie-
bene Voraussetzungen erfüllen. Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschä-
digung haben gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG jene Personen, die in ihrer 
Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als 

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Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Ent-
scheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen 
können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten.

2.3 Gemäss ständiger Rechtsprechung ist Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG 
analog auf arbeitgeberähnliche Personen sowie ihre mitarbeitenden Ehe-
gatten anwendbar, welche Arbeitslosenentschädigung beanspruchen (BGE 
145 V 200 E. 4.1 S. 203, 133 V 133 E. 2.4.2 S. 135). Denn Kurzarbeit kann 
nicht allein in einer Reduktion der täglichen, wöchentlichen oder monatli-
chen Arbeitszeit, sondern auch darin bestehen, dass ein Betrieb (bei fort-
bestehendem Arbeitsverhältnis) für eine gewisse Zeit vollständig stillgelegt 
wird (100%ige Kurzarbeit). In einem solchen Fall ist ein Arbeitnehmer mit 
arbeitgeberähnlicher Stellung nicht anspruchsberechtigt. Wird das Arbeits-
verhältnis jedoch gekündigt, liegt Ganzarbeitslosigkeit vor, und es besteht 
unter den Voraussetzungen von Art. 8 ff. AVIG grundsätzlich Anspruch auf 
Entschädigung. Dabei kann nicht von einer Gesetzesumgehung gespro-
chen werden, wenn der Betrieb geschlossen wird, das Ausscheiden des 
betreffenden Arbeitnehmers mithin definitiv ist. Entsprechendes gilt für den 
Fall, dass das Unternehmen zwar weiterbesteht, der Arbeitnehmer aber mit 
der Kündigung endgültig auch jene Eigenschaft verliert, deretwegen er bei 
Kurzarbeit aufgrund von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG vom Anspruch auf Kurza-
rbeitsentschädigung ausgenommen wäre. Eine grundsätzlich andere Situa-
tion liegt jedoch dann vor, wenn der Arbeitnehmer nach der Entlassung 
seine arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb beibehält und dadurch die 
Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massgeblich 
beeinflussen kann (BGE 123 V 234 E. 7b bb S. 238).

Diese Rechtsprechung will nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch an 
sich begegnen, sondern bereits dem Risiko eines solchen, das der Ausrich-
tung von Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeberähnliche Personen und 
deren Ehegatten inhärent ist (BGE 142 V 263 E. 4.1 S. 266 und E. 5.3 
S. 270; ARV 2011 S. 242 E. 5.1; SVR 2007 ALV Nr. 21 S. 69 E. 3.1).

2.4 Im Betrieb mitarbeitende Ehegatten arbeitgeberähnlicher Personen 
haben gemäss ständiger Rechtsprechung keinen Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung. Das Missbrauchsrisiko ist dasselbe, ob es um Arbeits-
losen-, Kurzarbeits- oder Insolvenzentschädigung geht. Daher rechtfertigt 

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sich keine unterschiedliche Behandlung von Ehegatten arbeitgeberähnli-
cher Personen in Bezug auf diese drei Leistungsarten (BGE 142 V 263 
E. 4.1 S. 267 und E. 5.2 S. 268). Wie die Rechtsprechung im Zusammen-
hang mit der Kurzarbeitsentschädigung mehrmals betont hat, ist der Aus-
schluss absolut zu verstehen. Es ist somit nicht möglich, den betroffenen 
Personen unter bestimmten Voraussetzungen im Einzelfall Leistungen zu 
gewähren (BGE 142 V 263 E. 4.1 S. 267, 123 V 234 E. 7 S. 236).

2.5 Die Arbeitslosenentschädigung wird – bei erfüllten Anspruchsvor-
aussetzungen (vgl. vorne E. 2.1) – als Taggeld ausgerichtet (Art. 21 AVIG). 
Dieses beträgt abhängig von der persönlichen Situation der versicherten 
Person zwischen 70 % und 80 % des versicherten Verdienstes zuzüglich 
allfälliger Zuschläge (vgl. Art. 22 AVIG). 

2.5.1 Bei versicherten Personen, die vor der Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatten, 
sowie bei deren mitarbeitenden Ehegatten bzw. Ehegattinnen und Partner 
bzw. Partnerinnen in eingetragener Partnerschaft, muss die Arbeitslosen-
kasse hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende Abklärungen treffen (vgl. 
Rz. 146 der vom Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO] herausgegebene 
AVIG-Praxis ALE [abrufbar: www.arbeit.swiss, Rubrik: Publikationen 
> Weisungen/AVIG-Praxis > "Weisung AVIG ALE"]; zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Dem Nachweis tatsächlicher 
Lohnzahlungen kommt zwar nach der Rechtsprechung nicht der Sinn einer 
selbstständigen Anspruchsvoraussetzung für den Bezug der erwähnten 
Leistung zu, wie die Beschwerdeführerin korrekt einwendet, aber derjenige 
eines bedeutsamen, in kritischen Fällen ausschlaggebenden Indizes für die 
Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (Entscheid des Bundes-
gerichts [BGer] vom 8. April 2020, 8C_150/2020, E. 4). So kommt dem 
Nachweis des tatsächlich realisierten Lohnes nicht nur für die Bestimmung 
der Beitragszeit, sondern auch für die Festsetzung der Höhe des versicher-
ten Verdienstes eine entscheidende Bedeutung zu. Ohne genaue Angaben 
über den Lohnfluss ist es nicht möglich, die Höhe des versicherten Ver-
dienstes zu bestimmen (AVIG-Praxis ALE Rz. C2 mit Hinweisen).

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2.5.2 Als versicherter Verdienst gilt laut Art. 23 Abs. 1 AVIG (i.V.m. 
Art. 37 ff. AVIV) der massgebende Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) i.V.m. Art. 7 der Verordnung 
vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVV; SR 831.101), der während eines Bemessungszeitraumes aus ei-
nem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Dar-
in eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen 
(wie 13. Monatslohn, Treueprämien, Dienstaltersgeschenke, Orts- und 
Teuerungszulagen und Gratifikationen), soweit sie nicht Entschädigung für 
arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen. Diese Zulagen sind anteilsmäs-
sig auf jene Monate anzurechnen, auf die sie sich beziehen, weshalb uner-
heblich ist, wann sie (innerhalb des Bemessungszeitraums) zur Auszahlung 
gelangten. Massgeblich für die Ermittlung des versicherten Verdienstes 
sind die tatsächlichen Lohnbezüge, nicht die arbeitsvertraglich festgelegten 
Löhne (BGE 144 V 195 E. 4.1 S. 198 und 4.4 S. 199; ARV 2022 S. 440 
E. 2.2, 2020 S. 280 E. 4.1). Der versicherte Verdienst nach Art. 23 AVIG 
bildet denn auch ein Korrektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnverein-
barungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (Entscheid des BGer 
vom 29. November 2023, 8C_486/2023, E. 2.3 mit Hinweisen).

2.5.3 Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege über 
entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder 
der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto; bei behaupteter Bar-
auszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbei-
tern (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indi-
zien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom 
Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unterzeichnete Lohnabrechnungen 
und Steuererklärungen sowie Eintragungen im Individuellen Konto. Eine 
mangelnde Bestimmbarkeit der Lohnhöhe führt regelmässig dazu, dass 
sich ein versicherter Verdienst im Sinn von Art. 23 Abs. 1 AVIG i.V.m. 
Art. 40 AVIV nicht zuverlässig festlegen lässt, was in letzter Konsequenz 
auch die Verneinung eines Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung zur 
Folge haben kann (BGer 8C_486/2023 E. 2.4 mit Hinweisen).

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3.

3.1 Gemäss ihren Angaben war die Beschwerdeführerin vom 1. Mai 
2020 bis zum 31. März 2023 als Aushilfe/Allrounderin respektive Hilfs... in 
einem Vollzeitpensum bei der B.________ GmbH tätig. Der Arbeitseinsatz 
erfolgte während dieser Zeit in dem von der B.________ GmbH geführten 
D.________ in ... (vgl. act. II 68, 71, 98, 111, 115; Beschwerde; Eingabe 
der Beschwerdeführerin vom 18. September 2023). Mit Verweis auf die 
Verpachtung des D.________ an die F.________ GmbH (vgl. act. II 57, 31-
33) ab dem 1. April 2023 wurde das Arbeitsverhältnis von der vormaligen 
Arbeitgeberin per 31. März 2023 gekündigt (act. II 117). 

Die B.________ GmbH bezweckt gemäss Handelsregisterauszug die Her-
stellung, Wartung und den Vertrieb von ..., den Handel mit ... sowie die 
Erbringung von ...dienstleistungen, die Führung von ..., insbesondere ..., ... 
und ... und den Handel im Bereich ..., ... sowie ... und das Erbringen aller 
damit zusammenhängenden Dienstleistungen, den Im- und Export von ... 
und die Ausführung von ..., ..., ..., ...arbeiten und ... sowie alle damit zu-
sammenhängenden Dienstleistungen. Der Ehemann der Beschwerdeführe-
rin, C.________, ist alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer mit Ein-
zelunterschrift der B.________ GmbH (vgl. act. II 73). Gemäss den Einträ-
gen im Individuellen Konto (IK) der Beschwerdeführerin wurde zwischen 
Mai 2020 und Dezember 2022 ausschliesslich ein bei der B.________ 
GmbH erzieltes Erwerbseinkommen deklariert, anderweitige Erwerbsein-
kommen ergeben sich aus den Akten nicht (vgl. act. II 26 f.) und wurden 
von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht.

3.2 Der Ehegatte der Beschwerdeführerin übt als alleiniger Gesellschaf-
ter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der B.________ GmbH (vgl. 
act. II 73) unbestritten von Gesetzes wegen (vgl. Art. 804 ff. des Schweize-
rischen Obligationenrechts [OR; SR 220]) einen massgeblichen Einfluss 
auf die Entscheidfindung des Unternehmens aus (AVIG-Praxis ALE 
Rz. B17). Er ist daher als arbeitgeberähnliche Person i.S.v. Art. 31 Abs. 3 
lit. c AVIG zu qualifizieren (vgl. vorne E. 2.3). Dadurch ist die im Betrieb 
mitarbeitende Beschwerdeführerin rechtsprechungsgemäss von der An-
spruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen (vgl. 
vorne E. 2.4; AVIG-Praxis ALE Rz. B21). Daran ändert – wie von der Be-

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schwerdegegnerin im Einspracheentscheid zutreffend dargelegt (vgl. act. II 
22 Ziff. 12) – nichts, dass die B.________ GmbH das D.________ per 
1. April 2023 an die F.________ GmbH verpachtet hat (vgl. act. II 31-33). 
Denn die B.________ GmbH als Arbeitgeberin ging aufgrund der Verpach-
tung des D.________ nicht unter, sondern bestand respektive besteht fort 
(vgl. act. II 73) und verfügt weiterhin über eine operative Geschäftstätigkeit, 
insbesondere im Bereich ...-Dienstleistungen (vgl. act. II 68). Entsprechend 
führte die Verpachtung des D.________ und die damit einhergehende 
Verminderung der Beschäftigungsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin 
nicht zu einem (vollständigen) Wegfall der arbeitgeberähnlichen Stellung 
ihres Ehegatten (vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. B27 [Umkehrschluss]). Dabei ist 
nicht entscheidend, ob sich die noch verbleibende Geschäftstätigkeit der 
B.________ GmbH tatsächlich ausschliesslich auf andere Arbeiten bezie-
hen soll, als sie in einem ... anfallen (vgl. act. II 36, 68). Denn im Unter-
nehmen des Ehegatten des Beschwerdeführers, welches gemäss Handels-
registerauszug eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern aufweist (vgl. E. 3.1 hier-
vor), fallen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch Arbeiten an, welche 
die Beschwerdeführerin als Hilfskraft jederzeit übernehmen kann. In die-
sem Sinne gab die Beschwerdeführerin selbst denn auch an, bei Eröffnung 
eines neuen ... durch die B.________ GmbH bestünde eine hohe Chance, 
dass sie dort wieder arbeiten könnte (act. II 36). Aufgrund des Fortbestands 
des Unternehmens des Ehegatten der Beschwerdeführerin und der jeder-
zeit gegebenen Möglichkeit, die Beschwerdeführerin im Unternehmen für 
Hilfstätigkeiten einzusetzen, existiert das inhärente Risiko bzw. das Poten-
tial eines Missbrauchs oder einer Gesetzesumgehung unvermindert weiter 
(vgl. vorne E. 2.3; AVIG-Praxis ALE Rz. B15). Dies hat nach der strengen 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezüglich arbeitgeberähnlicher Per-
sonen und deren im Betrieb mitarbeitenden Ehegatten einen absoluten 
Leistungsausschluss der Beschwerdeführerin zur Folge (vgl. dazu vorne 
E. 2.4). Die Beschwerdeführerin vermag schliesslich auch keine ausserhalb 
des ehelichen Betriebs geleistete, an die Mindestbeitragszeit anrechenbare 
Beschäftigung nachzuweisen (vgl. act. II 27; vgl. dazu AVIG-Praxis ALE 
B31). 

3.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin im Zusammen-
hang mit dem Verlust der vormaligen Anstellung als Aushilfe/Allrounderin 

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respektive Hilfs... in einem Vollzeitpensum bei der B.________ GmbH per 
31. März 2023 keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. 

3.4 Selbst wenn vorliegend ein Leistungsanspruch nicht bereits auf-
grund der (ausschliesslichen) Mitarbeit im fortbestehenden Unternehmen 
des Ehegatten der Beschwerdeführerin zu verneinen wäre (vgl. E. 3.3 hier-
vor), würde sich am Ergebnis nichts ändern.

3.4.1 Im Arbeitsvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der 
B.________ GmbH vom 1. Mai 2020 (act. II 118-120) war ein monatlicher 
Bruttolohn von Fr. 3’759.15 (inkl. Anteil 13. Monatslohn) vereinbart worden. 
In der Arbeitgeberbescheinigung vom 8. April 2023 (act. II 115 f.) wurde der 
zuletzt erzielte Monatslohn auf Fr. 3'900.-- beziffert. In den Lohnabrech-
nungen der Monate April 2021 bis Oktober 2022 (act. II 79-97) – allesamt 
unterzeichnet von der Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten – wurde 
jeweils ein entsprechender Nettolohn ausgewiesen und festgehalten, die 
Beschwerdeführerin habe den Nettobetrag in bar erhalten. Gemäss den 
von denselben Personen unterzeichneten Lohnabrechnungen von Novem-
ber 2022 bis März 2023 (act. II 74-98) wurde betreffend den Nettolohn von 
Fr. 2'978.50 (November und Dezember 2022) bzw. Fr. 3'099.95 (Januar bis 
März 2023) festgehalten, der Nettobetrag werde auf das Konto der Mitar-
beiterin überwiesen.

3.4.2 Mit Schreiben vom 17. Juli 2023 (act. II 36) hielt die Beschwerdefüh-
rerin fest, sie habe selbstständig darum gebeten, ihren Lohn in bar zu er-
halten. Selten sei er auf ihr Konto überwiesen worden. Es sei ihr gestattet 
gewesen, täglich Geld aus der Kasse zu nehmen und dieses später "ent-
weder als Lohn oder als Abzug vom Lohn zu verrechnen".

3.4.3 Aus den gerichtlich bei der B.________ GmbH edierten Akten ergibt 
sich das Folgende: In der Buchhaltung der B.________ GmbH wurden auf 
dem Kontoblatt "5000 Lohnaufwand" Löhne zugunsten der Beschwerdefüh-
rerin von Fr. 30'073.20 (2020; act. III 3/3), Fr. 45'109.80 (2021; act. III 3/2) 
und Fr. 45'201.-- (2022; act. III 3/1) verbucht. Dieselben Lohnangaben fin-
den sich auf den (nicht unterzeichneten) Lohnblättern der Lohnbuchhaltung 
der B.________ GmbH betreffend die Beschwerdeführerin (vgl. act. III 4). 
Im IK-Auszug der Beschwerdeführerin (act. II 26 f.) wurden von der 

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B.________ GmbH folgende Einkünfte deklariert: Fr. 30'073.-- (2020), 
Fr. 45'109.-- (2021), Fr. 45'201.-- (2022) sowie Fr. 11'700.-- (2023). 

Von der B.________ GmbH wurden verschiedene Kontoauszüge des Ge-
schäftskontos der B.________ GmbH (IBAN: CH...; vgl. act. III diverse) und 
mehrere damit korrespondierende, von der Beschwerdeführerin unter-
zeichnete Bestätigungen, wonach sie Vorschusszahlungen in unterschied-
licher Höhe erhalten habe, eingereicht. Weiter wurde eine auf den 2. No-
vember 2021 datierte Bestätigung der Beschwerdeführerin eingereicht, 
wonach die B.________ GmbH eine Rechnung der G.________ AG über 
Fr. 458.45 im Sinne eines Vorschusses beglichen habe (act. III 27).

Aus den Unterlagen ergibt sich zudem, dass am 20. Mai 2021 auf dem Ge-
schäftskonto der B.________ GmbH eine Zahlung der Ausgleichskasse 
des Kantons Bern [AKB] von Kurzarbeitsentschädigung für arbeitgeberähn-
liche Personen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in der Höhe 
von Fr. 16'194.20 eingegangen war (vgl. act. III 20/4). Ein Betrag gleicher 
Höhe wurde am 21. Mai 2021 auf das Privatkonto der Beschwerdeführerin 
weiterüberwiesen (act. III 20/3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 13

Insgesamt ergibt sich damit folgendes Bild:

Im Verwaltungsverfahren von der 
Beschwerdeführerin eingereicht Unter-
lagen

Im Gerichtsverfahren von der 
B.________ GmbH edierte Unterlagen

Lohn gem. 
Arbeitsver-
trag 

Brutto inkl. 
13. Mo-
natslohn

Netto inkl. 
13. Mo-
natslohn

Zeitpunkt und 
Art des Be-
zugs

Betrag 
der Bezü-
ge

Datum Angegebene 
Bezugsart

Total

10/20 3'759.15 3'000.00* 02.10.20 Bar-Vorschuss 3'000.00
11/20 3'759.15 1'000.00* 30.11.20 Bar-Vorschuss 1'000.00
12/20 3'759.15 Keine Belege 

3'675.60* 05.01.21 Bar-Vorschuss
1'810.00* 06.01.21 Bar-Vorschuss

1/21 3'759.15

1'832.00* 26.01.21 Bar-Vorschuss
7'317.60

2/21 3'759.15 Keine Belege 
970.00* 01.03.21 Bar-Vorschuss3/21 3'759.15
200.00* 17.03.21 Bar-Vorschuss

1'170.00

4/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.04.21 Keine Belege 0.00
5/21 3'759.15 3'759.15 2'972.50 bar 30.05.21 16'194.20 21.05.21 Überweisung 16'194.00
6/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.06.21 Keine Belege 0.00

1'000.00* 13.07.21 Bar-Vorschuss7/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.07.21
1'000.00* 14.07.21 Bar-Vorschuss 2'000.00

8/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.08.21 Keine Belege 0.00
9/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.09.21 1'000.00 15.09.21 Überweisung 1'000.00

10/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.10.21 Keine Belege 
458.45* 02.11.21 Abgleichung 

einer Rechnung 
von 
G.________

11/21 3'759.15 3'759.15 2'971.55 bar 30.11.21

300.00* 11.11.21 Bar-Vorschuss

758.45

2'750.00* 23.12.21 Bar-Vorschuss12/21 3'759.15 3'759.15 2'972.50 bar 30.12.21
2'500.00* 28.12.21 Bar-Vorschuss 5'250.00

1/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.01.22 2'900.00 10.01.22 Bar-Vorschuss;
Bar-Bezug des 
Unternehmens 
CHF 2'971.55

2'900.00

2/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 28.02.22 175.00* 15.02.22 Bar-Vorschuss 175.00
3/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.03.22 500.00* 08.03.22 Bar-Vorschuss 500.00
4/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.04.22 1'000.00* 04.04.22 Bar-Vorschuss 1'000.00

250.00* 12.05.22 Bar-Vorschuss5/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.05.22
450.00* 16.05.22 Bar-Vorschuss 700.00

6/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.06.22 Kein Beleg 0.00
7/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.07.22 Kein Beleg 0.00
8/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.08.22 Kein Beleg 0.00
9/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.09.22 333.00 05.09.22 Überweisung 333.00

10/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 bar 30.10.22 1'500.00 04.10.22 Überweisung 1'500.00
1'500.00 07.11.22 Überweisung11/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 Überweisung
1'000.00 30.11.22 Bar-Vorschuss* 2'500.00

12/22 3'759.15 3'766.75 2'978.50 Überweisung Keine Belege 0.00
1/23 3'759.15 3'900.00 3'099.95 Überweisung Keine Belege 0.00
2/23 3'759.15 3'900.00 3'099.95 Überweisung Keine Belege 0.00
3/23 3'759.15 3'900.00 3'099.95 Überweisung Keine Belege 0.00

* korrespondierende Quittung mit einem Barbezug ab dem Konto des Unternehmens 

Ausserhalb Rahmenfrist für die Beitragszeit

3.4.4 Die Gegenüberstellung der geltend gemachten Lohnangaben und 
Überweisungen ergibt erhebliche Widersprüche zwischen den im Verwal-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 14

tungsverfahren eingereichten Lohnabrechnungen und den Angaben der 
Beschwerdeführerin bzw. der B.________ GmbH zu unregelmässigen an-
geblichen Bar-Vorschüssen respektive Überweisungen. Der von der Be-
schwerdeführerin behauptete tägliche eigenmächtige Lohnbezug in bar aus 
der Kasse mit späterer Verrechnung (vgl. act. II 36) findet weder in der 
Lohnabrechnung noch in den vom Gericht edierten Unterlagen eine Grund-
lage. Vielmehr ergaben sich nach den gerichtlichen Beweismassnahmen 
weitere Inkonsistenzen. So finden sich für die geltend gemachte Verrech-
nung weder in den Lohnabrechnungen (vgl. act. II 79-97) noch der übrigen 
Lohnbuchhaltung der B.________ GmbH (vgl. act. III 3) entsprechende 
Verrechnungen bzw. Hinweise für Abzüge von zuvor durch die Beschwer-
deführerin getätigte Barbezüge. Vielmehr bestätigte die Beschwerdeführe-
rin jeden Monat unterschriftlich – im Widerspruch zu ihren späteren Anga-
ben gegenüber der Verwaltung (act. II 36) –, die Lohnabrechnung kontrol-
liert und den Nettolohn in bar erhalten zu haben. Ebenso nicht mit den An-
gaben der Beschwerdeführerin vereinbar sind sodann die sowohl in betrag-
licher wie auch in zeitlicher Hinsicht wahllos anmutenden angeblichen Vor-
schusszahlungen der B.________ GmbH an die Beschwerdeführerin aus 
Barbezügen und eine angeblich für die Beschwerdeführerin durch die 
B.________ GmbH beglichene Rechnung der G.________ AG. Einen (ur-
sächlichen) Zusammenhang zwischen diesen nicht weiter nachverfolg- 
respektive nachvollziehbaren Bezügen und der Beschäftigung der Be-
schwerdeführerin ist damit weder glaubhaft, geschweige denn mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit erstellt. Vielmehr entsteht aufgrund des wider-
sprüchlichen Verhaltens, der teilweise sogar mit der offensichtlich falschen 
Firma versehenen Lohnabrechnungen (vgl. Lohnabrechnungen von Mai 
2021 bis Juni 2022: "H.________" [act. II 83-97]) und den erst im Rahmen 
der gerichtlichen Beweismassnahmen nachgereichten zusätzlichen (eben-
falls widersprüchlichen) Belege der Anschein, dass (erst) mit Blick auf die 
vom Gericht angeordneten Beweismassnahmen die Kontoauszüge der 
B.________ GmbH nach Positionen abgesucht wurden, welche mangels 
weiterer Dokumentation pauschal als Lohnzahlungen deklariert werden 
konnten und schliesslich mit zu den ursprünglichen Abrechnungen im Wi-
derspruch stehenden Belegen unterlegt wurden. Ein schlüssiger Nachweis 
eines tatsächlichen und regelmässigen Lohnflusses (vgl. vorne E. 2.5.3) 
stellt dies indes nicht dar. Für die angeblichen per Banküberweisungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 15

erfolgten Lohnzahlungen von November 2022 bis März 2023 wurde 
schliesslich einzig ein Überweisungsbeleg über Fr. 1'500.-- pro 7. Novem-
ber 2022 vorgelegt (vgl. E. 3.4.3 [Tabelle] hiervor). Darüber hinaus haben 
weder die Beschwerdeführerin noch die B.________ GmbH Belege für die 
behaupteten Banküberweisungen und schon gar nicht im Umfang des Ar-
beitsvertrags eingereicht.

Ebenso wenig lässt sich aus der am 21. Mai 2021 an die Beschwerdeführe-
rin weitergeleiteten Erwerbsersatzentschädigung von der AKB in der Höhe 
von Fr. 16'194.20 für einen nicht näher definierten Zeitraum (vgl. act. III 
20/3 f.) ein massgebender Lohnfluss innerhalb des hier relevanten Zeit-
raums (vgl. vorne E. 2.1; siehe auch Art. 9 AVIG) ableiten. In diesem Zu-
sammenhang verkennen die Beschwerdeführerin und insbesondere auch 
die B.________ GmbH, dass die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin 
gegenüber der Beschwerdeführerin als mit Arbeitsvertrag angestellter Mit-
arbeiterin (vgl. dazu Art. 324 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts 
[OR; SR 220]) der Erwerbsersatzentschädigung im Zusammenhang mit der 
Coronavirus-Pandemie vorging (vgl. Art. 2 Abs. 4 der Verordnung vom 
20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang 
mit dem Coronavirus [COVID-19; COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall; 
SR 830.31, in der vom 20. März bis 7. Oktober 2020 in Kraft gewesenen 
Fassung [AS 2020 871]) respektive die Geltendmachung eines Anspruchs 
auf Covid-19-Entschädigung durch die Arbeitgeberin die Lohnfortzahlung 
des Arbeitgebers voraussetzte (vgl. Art. 7 Abs. 2 COVID-19-Verordung 
Erwerbsausfall in der ab 16. April 2020 geltenden Fassung [AS 2020 
1257]). Insoweit hätte der Lohn, wie in den Lohnabrechnungen suggeriert 
(vgl. dazu vorne E. 3.4.2), fortlaufend an die Beschwerdeführerin ausge-
richtet werden müssen, was dem Voranstehenden zufolge aber nicht der 
Fall war. Daher ist auch eingedenk der erfolgten Überweisung der Er-
werbsausfallentschädigung (act. III 3) kein massgeblicher kontinuierlicher 
Lohnfluss im Sinne der Rechtsprechung nachgewiesen (vgl. vorne 
E. 2.5.2 f.).

Weiter ist festzustellen, dass den (unvollständig eingereichten) Bankunter-
lagen der B.________ GmbH keine Hinweise auf angebliche Lohnzahlun-
gen an weitere Mitarbeitenden der B.________ GmbH (vgl. act. III 3) von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 16

Fr. 75'455.-- zwischen 2020 und 2022 (vgl. act. III 3 [Total der angegebe-
nen Lohnsumme abzüglich der auf die Beschwerdeführerin entfallende 
buchhalterische Lohnanteil]) zu entnehmen sind. Es erscheint daher – ent-
gegen der Darstellung der Beschwerdeführerin – keinesfalls weniger wahr-
scheinlich, dass den wiederholten Barbezügen vom Unternehmenskonto 
der B.________ GmbH andere unternehmensbezogene Gründe bzw. Aus-
lagen zugrunde lagen. Auch wenn nicht ausgeschlossen ist, dass die Be-
schwerdeführerin neben der Betreuung ihrer Kinder im D.________ bzw. 
für die B.________ GmbH gearbeitet hat, lässt sich weder aufgrund der 
Abklärungen im Verwaltungsverfahren noch gestützt auf die gerichtlichen 
Beweismassnahmen die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung 
von mindestens zwölf Monaten innerhalb der Beitragsrahmenfrist (vgl. vor-
ne E. 2.1) respektive einen darauf entfallenden nachvollziehbaren tatsäch-
lichen Lohnfluss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen. Folg-
lich ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung auch aus diesem 
Grund zu verneinen.

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
2. August 2023 (act. II 18-24) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobe-
ne, offensichtlich unbegründete Beschwerde ist abzuweisen.

Gestützt auf das Ergebnis der gerichtlichen Beweisvorkehrungen bestehen 
erhebliche Hinweise für einen die gesetzlichen Anforderungen nicht erfül-
lenden, unrechtmässigen Bezug von Covid-19-Leistungen durch die 
B.________ GmbH. Hierauf ist einerseits die Beschwerdegegnerin hinzu-
weisen und andererseits ist das vorliegende Urteil gemäss Art. 32 Abs. 2bis 
ATSG der Ausgleichskasse des Kantons Bern mitzuteilen, damit diese die 
erforderlichen Untersuchungen betreffend die B.________ GmbH einleiten 
kann.

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 17

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Arbeitslosenkasse Unia  
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Mitteilung an (R):
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Rechtsdienst, Chutzenstrasse 10, 

3007 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. März 2024, ALV/23/586, Seite 18

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.