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**Case Identifier:** 0519a60a-7c46-5173-a126-80982fd12907
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.09.2021 S 2019 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-150_2021-09-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. September 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2019 150

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Urteil S 2019 150

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1962, erlitt am 19. Januar 2000 bei der 
Arbeit als Hilfsschreiner einen Unfall, als ein ca. 100 kg schweres Schiebetürteil über die 
Brüstung einer Terrasse zu ihm nach unten gereicht werden sollte. Die MDF-Holzplatte mit 
glatter Oberfläche rutschte dabei dem oben stehenden Mitarbeiter aus den Händen, 
weswegen sie direkt auf den mit Decken geschützten Boden fiel, von dort wieder 
aufsprang und dabei den Versicherten im Brust- und Beinbereich touchierte und auch links 
gegen seinen Kopf schlug (IV-act. 8 S. 4 f.). Aufgrund diverser Beschwerden (Distorsions-
Trauma des Gesichtsschädels, HWS-Distorsion, HWS- und Kopfschmerzen, 
Schlafstörungen, Muskelblockaden und Sensibilitätsstörungen in der rechten Hand) 
meldete er sich im Juli 2001 bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen an (IV-
act. 1). Mit Verfügung vom 6. Januar 2005 sprach die IV-Stelle dem Versicherten bei 
einem Invaliditätsgrad von 79 % ab dem 1. Januar 2002 eine ganze IV-Rente zu (IV-
act. 46). 

Im Zuge einer im Dezember 2012 eingeleiteten Rentenrevision holte die IV-Stelle vom 
Aerztlichen Begutachtungsinstitut (ABI) in Basel ein polydisziplinäres (internistisches, 
orthopädisches, neurologisches und psychiatrisches) Gutachten ein (IV-act. 92). Gestützt 
darauf reduzierte sie in der Folge den Rentenanspruch mit Verfügung vom 21. Januar 
2015 per 1. März 2015 von einer ganzen auf eine Viertelsrente mit der Begründung, der 
Gesundheitszustand habe sich im Sinne von Art. 17 ATSG verbessert (IV-act. 103 und 
105). Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde (IV-act. 107) hiess das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil S 2015 24 vom 12. November 2015 in dem 
Sinne gut, als die Verfügung vom 21. Januar 2015 aufgehoben und die Sache zur 
ergänzenden Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 
Neuentscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (IV-act. 115). Das Bundesgericht trat 
auf eine dagegen erhobene Beschwerde des Versicherten (IV-act. 113) mit Urteil 
9C_950/2015 vom 1. Februar 2016 nicht ein (IV-act. 114). 

In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten polydisziplinär (internistisch, neurologisch, 
neuropsychologisch, orthopädisch und psychiatrisch) begutachten. Gestützt auf das 
Gutachten des Zentrums für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen (ZIMB) vom 
14. Oktober 2016 (IV-act. 130) hob die IV-Stelle den Rentenanspruch schliesslich mit 
Verfügung vom 10. März 2017 wiedererwägungsweise ab 1. März 2015 auf (IV-act. 140). 
Die dagegen erhobene Beschwerde (IV-act. 141) hiess das Verwaltungsgericht des 
Kantons Zug mit Urteil S 2017 38 vom 26. April 2018 wiederum in dem Sinne gut, als die 
Verfügung vom 10. März 2017 aufgehoben und die Sache zur ergänzenden 

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Urteil S 2019 150

Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 
Neuentscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (IV-act. 152). 

Im Nachgang dazu liess die IV-Stelle den Versicherten erneut polydisziplinär (internistisch, 
neurologisch, psychiatrisch und rheumatologisch) begutachten. Gestützt auf das 
Gutachten des Begutachtungszentrums BL (BEGAZ) vom 6. März 2019 (IV-act. 183) 
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 17. Oktober 2019 schliesslich 
eine ganze Rente ab 1. Januar 2018 zu. Für den Zeitraum vom 1. März 2015 bis 
31. Dezember 2017 verneinte sie hingegen einen Rentenanspruch (IV-act. 194 und 196). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28. Oktober 2019 liess A.________ das 
Folgende beantragen:

1. Es sei die IV-Stelle anzuweisen, in Abänderung der Verfügung vom 17. Oktober 2019 
sowie der Urteile des Verwaltungsgerichtes Zug vom 12. November 2015 und 
26. April 2018 die Rentenverfügung vom 6. Januar 2005 (Zusprache einer ganzen IV-
Rente ab 1. Januar 2002) zu bestätigen;

Eventualiter sei festzustellen, dass die IV-Verfügung vom 6. Januar 2005 bis zum 
Erlass der Verfügung vom 17. Oktober 2019 formell rechtskräftig war.

2. Entsprechend sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ihm auch für den Zeitraum 
vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2017 eine ganze IV-Rente zu bezahlen.

3. Eventualiter sei ihm in Abänderung der Verfügung vom 17. Oktober 2019 für den 
Zeitraum vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2017 eine Viertelsrente zuzusprechen; 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

Der Rentenanspruch für den Zeitraum vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2017 wurde 
damit begründet, dass bis zum Erlass der neuen Verfügung vom 17. Oktober 2019 die alte 
Verfügung vom 6. Januar 2005 formell immer noch in Kraft gewesen sei; neue 
medizinische Erkenntnisse die Diagnose eines multiplen Myeloms und eines Stiff-Man-
Syndroms zutage gefördert hätten, die gemäss Gutachten des BEGAZ zu einer 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit führten und last but not least die Voraussetzungen für eine 
wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 6. Januar 2005 i.S.v. Art. 53 Abs. 2 
ATSG nie gegeben gewesen seien (act. 1).

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C. Der mit Verfügung vom 29. Oktober 2019 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 26. November 2019 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 7 und 9). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
17. Oktober 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 28. Oktober 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

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des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 17. Oktober 2019. In Anwendung 
von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 28. Oktober 2019 
der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (Revision der Invalidenrente) wird, wenn sich der 
Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert, die Rente von Amtes wegen oder 
auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. 
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

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Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu 
beeinflussen (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 
2014, Art. 30–31 N 12). Dies beurteilt sich stets durch Vergleich der Sachlagen in zwei 
unterschiedlichen Zeitpunkten (revisionsrechtlicher Vergleichszeitraum [Meyer/Reichmuth, 
a.a.O., Art. 30–31 N 39]). Dabei ist zu beachten, dass neue Elemente tatsächlicher Natur 
vorliegen müssen, welche nach der ursprünglichen Rentenverfügung eingetreten sind und 
zum damals gegebenen Sachverhalt hinzugekommen sind oder diesen verändert haben 
(Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 17 N 34). Eine bloss unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitsschadens bzw. 
Sachverhalts gehört nicht zu den im Rentenrevisionsverfahren massgeblichen, relevanten 
Änderungen (Kieser, a.a.O., Art. 17 N 31). Gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist die anspruchsbeeinflussende Änderung, 
wenn sich die Erwerbsfähigkeit verschlechtert, zu berücksichtigen, sobald sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. 

3.4 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs 1 IVG kann die IV-Stelle auf formell 
rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn 
ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Das Erfordernis der zweifellosen 
Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder 
unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche 
Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der 
Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren 
Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung 
einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen 
(Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, 
Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im 
Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die 
Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein 
vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein 
einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. Eine auf keiner 
nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende 
Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos 
unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (BGer 9C_401/2014 vom 26. November 
2014 E. 2 mit weiteren Hinweisen). 

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3.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 
S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd 
mit Hinweis). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und 
wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht 
eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur 
Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung 
ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung 
hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum 
und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (EVG I 
526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit Hinweisen). 

4.
4.1 Der Sachverhalt stellt sich vorliegend wie folgt dar: Mit Urteil S 2015 24 vom 
12. November 2015 (IV-act. 115) stellte das Verwaltungsgericht fest, dass die 
ursprüngliche Verfügung vom 6. Januar 2005 (IV-act. 46), mit welcher dem 
Beschwerdeführer ab 1. Januar 2002 eine ganze Rente zugesprochen wurde, auf keiner 
nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruht 
habe, weshalb die Verfügung vom 6. Januar 2005 zweifellos unrichtig gewesen und 
gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise ex nunc et pro futuro aufzuheben 
sei (E. 6.3 und 7.3 des genannten Urteils). Da keine ausreichende medizinische 
Grundlage für eine neue Verfügung vorlag – das ABI-Gutachten wurde wegen 
Nichtprüfung der Foerster-Kriterien als mangelhaft beurteilt (E. 7.2) –, wurde die Sache zur 
ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 

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Neuentscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen. Mit Urteil S 2017 38 vom 26. April 2018 
(IV-act. 152) bestätigte das Verwaltungsgericht nochmals, dass die ursprüngliche 
Rentenzusprache auf keiner rechtsgenüglichen medizinischen Grundlage beruht habe und 
die Verfügung vom 6. Januar 2005 zu Recht in Wiedererwägung gezogen worden sei 
(E. 7.1). Da auch auf das ZIMB-Gutachten nicht abgestellt werden konnte – Grund hierfür 
war, dass das Gutachten nicht alle erforderlichen Angaben für die Prüfung der Frage 
enthielt, ob sich ein invalidisierender Gesundheitsschaden anhand der 
Standardindikatoren verifizieren lässt (E. 7.2.2) –, wurde die Sache erneut zur 
ergänzenden Sachverhaltsabklärung und zum anschliessenden Neuentscheid an die IV-
Stelle zurückgewiesen. Im zuletzt genannten Urteil legte das Gericht auch dar, weshalb 
die Verfügung vom 6. Januar 2005 bereits mit Urteil S 2015 24 vom 12. November 2015 
als aufgehoben zu gelten hat (E. 4.1) und weshalb keine Verletzung des Verbots der 
reformatio in peius vorliegt (E. 4.2). An diese soeben dargelegten Erwägungen der 
Rückweisungsentscheide S 2015 24 und S 2017 38 ist das hiesige Gericht gebunden, 
weshalb auf eine erneute Überprüfung derselben Einwände des Beschwerdeführers – 
Dauer der formellen Rechtskraft der Verfügung vom 6. Januar 2005, Voraussetzungen von 
Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht gegeben und Verletzung des Verbotes der reformatio in peius – 
an dieser Stelle zu verzichten ist und stattdessen auf die zutreffenden Erwägungen 
verwiesen wird. Dementsprechend ist auf das erste Rechtsbegehren des 
Beschwerdeführers – Bestätigung der Rentenverfügung vom 6. Januar 2005, eventualiter 
Feststellung, dass die Verfügung vom 6. Januar 2005 bis zum Erlass der Verfügung vom 
17. Oktober 2019 formell rechtskräftig gewesen sei – nicht einzutreten. 

4.2 Nach den vorstehenden Ausführungen präsentierte sich die Sachlage im 
Nachgang zu den beiden Rückweisungsentscheiden des Verwaltungsgerichts also so, 
dass die ursprüngliche Verfügung vom 6. Januar 2005 wiedererwägungsweise ex nunc et 
pro futuro aufgehoben wurde und über den Rentenanspruch ab 1. März 2015 neu verfügt 
werden musste. Dies hat die Beschwerdegegnerin mittels angefochtener Verfügung vom 
17. Oktober 2019 (IV-act. 194 und 196) nun getan und dem Beschwerdeführer ab dem 
1. Januar 2018 eine unbefristete ganze IV-Rente zugesprochen, für die Zeit vom 1. März 
2015 bis 31. Dezember 2017 einen Rentenanspruch hingegen verneint. 

5. Den vorliegenden Akten ist zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im 
Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

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5.1 Mit Gutachten vom 17. Mai 2004 hielten Dr. med. C.________, Facharzt FMH für 
Neurologie, und Prof. Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, von der E.________ Klinik die folgenden Diagnosen fest: 
belastungsabhängig zunehmendes thorako-zerviko-zephales Syndrom rechts mehr als 
links; belastungsabhängig zunehmendes thorako-zerviko-brachiales Syndrom rechts, 
myofaszial und differentialdiagnostisch radikuläre Komponente bei mehrsegmentalen 
Diskusprotrusionen zervikal mediolateral rechts bis Herniation C5/6; subjektiv rechts 
sensiblem inkonstantem paramedian begrenzten Hemisyndrom bei myofaszialer 
Komponente und Krankheitsverarbeitungsstörung; thorako-lumbo-spondylogenes 
Syndrom links im Rahmen der Symptomausweitung bei Krankheitsverarbeitungsstörung; 
Krankheitsverarbeitungsstörung mit unspezifischem, undifferenziertem Schmerzsyndrom 
(fast Panalgie) mit Schwerpunkt der Beschwerden im Nacken-/Kopfbereich (zerviko-
brachiale und zerviko-okzipitale Schmerzen, Spannungskopfschmerzen); 
psychovegetative Symptome und unspezifische affektive Symptome, auffälliges regressiv-
resignatives Verhalten (die psychische Störung sei am ehesten codierbar mit ICD-10 
F68.0). Den Antworten zu den Zusatzfragen ist sodann – unter anderem – zu entnehmen, 
dass Monate nach dem Unfall Konzentrationsstörungen sowie in der Folge auch 
Reizbarkeit, Affektlabilität und auch eine diagnostizierte leichte reaktive Depression 
aufgetreten seien, was allerdings auch im Verlauf unspezifisch sei und jede Kontinuität 
auch in direktem Rückbezug vermissen lasse. Weiter würden beim Versicherten 
degenerative Veränderungen an der HWS vorliegen, dokumentiert C3/4, C4/5 und C5/6. 
Diese würden zwar auffallen, seien aber insgesamt doch auch nicht massiv übermässig; 
auch nicht im Verlauf dargestellt. Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, der 
Versicherte sei im aktuellen Zustand auch für leichte Arbeiten voll arbeitsunfähig. 
Grundlage für die Beantwortung dieser Frage seien nicht nur der eigene Eindruck und die 
Gesamtentwicklung, sondern auch der Bericht und die Details aus der Abklärung im 
Zentrum für berufliche Abklärungen am Kantonsspital F.________ vom 6. November 2002 
(IV-act. 8). 

5.2 Bei den Akten liegt weiter ein Gutachten des ABI vom 22. Juli 2014. Die Gutachter 
hielten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: 1. Chronisches 
zervikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2); 2. Chronisches lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5); 3. Chronische Knieschmerzen links (ICD-10 
M79.66/Z98.8); 4. Chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10 M79.66/Z98.8); 5. 
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 
F33.0/F33.1). Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 

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im Übrigen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), ein 
Übergewicht mit BMI 28 kg/m2 (ICD-10 E66.99) sowie einen Nikotinabusus (ICD-10 F17.1) 
fest. Bei der Gesamtbeurteilung führten die Gutachter unter Ziff. 6.2 zur Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten aus, dass bei der orthopädischen Untersuchung mindestens vier von fünf 
Waddell-Zeichen positiv gewesen seien als Hinweis für eine nicht-organische 
Beschwerdeursache. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule habe sich eine massiv 
eingeschränkte bis aufgehobene Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte gezeigt, an den 
oberen und unteren Extremitäten dagegen eine weitgehend freie Beweglichkeit mit 
Ausnahme einer Einschränkung für Überkopfbewegungen an den Schultern unter in 
eindrucksvoller Weise aufgebauter Gegenspannung. An den Knien habe der Explorand 
federnde Bewegungen samt Streckdefizit gezeigt. Radiologisch würden Diskopathien der 
zervikalen und lumbalen Wirbelsäule ohne klaren Hinweis für eine Neurokompression 
vorliegen. Am rechten Kniegelenk würden Meniskusläsionen im Bereich des medialen 
Hinter- und lateralen Vorderhorns sowie links gleichfalls posteromedial einschliesslich 
deutlich trochlearer Knorpelschäden bestehen. Zusammenfassend hätten sich die vom 
Exploranden diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologischen 
Befunde kaum begründen lassen. Es hätten deutliche Inkonsistenzen und klare Hinweise 
für eine erhebliche nicht-organische Beschwerdekomponente bestanden. Aus 
orthopädischer Sicht bestehe für die als angestammt anzusehende Tätigkeit als 
Hilfsschreiner ebenso wie für jede andere körperlich schwere Verrichtung eine bleibende 
und vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere 
Tätigkeiten unter wechselnder Belastung, ohne wiederholtes Heben und Tragen von 
Lasten über 10 kg bis intermittierend 15 kg und ohne die Einnahme kniender oder 
hockender Positionen, bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit. Bei der neurologischen Untersuchung habe der Explorand eine 
ausgeprägte Schwäche und Minderinnervation am rechten Arm gezeigt. Die angegebenen 
Sensibilitätsstörungen seien insgesamt schwierig abgrenzbar gewesen, sodass sehr 
wahrscheinlich eine radikuläre Symptomatik aktuell nicht vorliege. Es hätten Hinweise für 
eine Symptomverdeutlichung bestanden. An den unteren Extremitäten habe ebenfalls eine 
stark ausgeprägte Minderinnervation mit ruckartigem Nachgeben in allen Muskelgruppen 
bestanden. Am rechten Bein habe der Explorand eine Sensibilitätsverminderung proximal 
betont, vorwiegend an der Innenseite des Oberschenkels, aber auch an der Innenseite 
des Unterschenkels angegeben. Die sensiblen Defizite würden jedoch deutlich über das 
Versorgungsgebiet des Nervus saphenus hinausgehen. Sie liessen sich weder einem 
peripheren Nerv noch einem radikulären Syndrom zuordnen. Bei der Prüfung von Stehen 
und Gehen habe der Versicherte ein dysfunktionelles Verhalten gezeigt, sodass die 

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Beurteilbarkeit relevant eingeschränkt gewesen sei. Aus neurologischer Sicht könne 
insgesamt keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Bei der 
psychiatrischen Untersuchung sei aufgefallen, dass für die vom Exploranden 
angegebenen körperlichen Beschwerden kein hinreichendes organisches Korrelat habe 
gefunden werden können. Es müsse von einer subjektiven Schmerzempfindungsstörung 
ausgegangen werden, welche einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
zuzuordnen sei. Ausserdem habe sich der Explorand in einem depressiven Zustand 
präsentiert und es habe eine gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode einer 
rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert werden können. Aus psychiatrischer 
Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %. Aus 
allgemeininternistischer Sicht habe keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
gestellt werden können. Insgesamt würden die Gutachter aus polydisziplinärer Sicht zum 
Schluss kommen, dass beim Exploranden für die angestammte Tätigkeit als Hilfsschreiner 
ebenso wie für jede andere körperlich schwer belastende Tätigkeit keine zumutbare 
Arbeitsfähigkeit vorliege. Für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere 
angepasste Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % (ganztags 
verwertbar mit erhöhtem Pausenbedarf und leicht reduziertem Rendement; IV-act. 92). 

5.3 In Nachachtung des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 12. November 2015 
liess die IV-Stelle den Versicherten durch das ZIMB polydisziplinär (internistisch, 
neurologisch, neuropsychologisch, orthopädisch und psychiatrisch) begutachten. Das 
Gutachten datiert vom 14. Oktober 2016. Die Gutachter hielten folgende Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: 1. Medial betonte Gonarthrose und 
Femoropatellararthrose im Bereich des linken Kniegelenkes mit einer Chrondropathie 
Grad II bzw. III nach Kellgren mit/bei: Status nach arthroskopischer medialer 
Teilmeniskektomie, Teilsynovektomie und Resektion einer Plica infrapatellaris links am 10. 
September 2012; 2. Chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom mit/bei: 
degenerativen Veränderungen der HWS (MRI vom 27. Mai 2014), aktuell ohne 
Radikulopathie; 3. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei: 
degenerativen Veränderungen der LWS (MRI vom 17. März 2014), aktuell ohne 
Radikulopathie. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 
im Übrigen Folgendes fest: 1. Initiale, medial betonte Gonarthrose im Bereich des rechten 
Kniegelenks mit einer Chondropathie Grad I nach Kellgren; 2. Beginnender Knick-Senk-
Spreizfuss beidseits; 3. Status nach Kopftrauma 19. Januar 2000 mit HWS-Distorsion 
mit/bei: Status nach möglicher leichter Commotio cerebri, kein Hinweis auf eine 
traumatische hirnorganische Schädigung oder sonstige persistierende unfallbedingte 

12

Urteil S 2019 150

Läsion nervaler Strukturen; 4. Arterielle Hypertonie mit/bei: normal dimensionierter linker 
Ventrikel mit konzentrischem Remodelling als Vorstufe einer linksventrikulären 
Hypertrophie (Echokardiographie vom 27. Mai 2015); 5. Obstruktives 
Schlafapnoesyndrom, unter CPAP-Therapie gut eingestellt; 6. Leichte depressive Episode 
ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.00). Zusammenfassend kamen die Gutachter 
zum Schluss, dass der Versicherte aus rein somatischer Sicht aufgrund seiner 
funktionellen Einschränkungen im Bereich des linken Kniegelenkes bei medial und 
femorotibial betonter Gonarthrose als auch aufgrund der Funktionseinschränkungen durch 
das chronische zervikozephale und chronische lumbospondylogene Schmerzsyndrom in 
seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfsschreiner nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer 
behinderungsangepassten, wechselbelastenden, leichten Tätigkeit ohne das körpernahe 
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, das körperferne Heben und Tragen von Lasten 
über 5 kg, ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe, ohne Tätigkeiten mit repetitivem 
Bücken, Kauern oder Hocken, ohne das mehr als gelegentliche Arbeiten in 
Zwangshaltungen, ohne das Gehen auf unebenem Gelände, ohne das Besteigen von 
Leitern, Gerüsten und schrägen Ebenen, ohne das mehr als gelegentliche 
Treppensteigen, ohne Tätigkeiten mit vermehrter Vibrationsbelastung, ohne Tätigkeiten 
ohne Schutz vor Kälte, Zugluft, Nässe sowie ohne Tätigkeiten auf regen- und eisglattem 
Untergrund, ohne Überkopfarbeiten (Hyperlordosierung der HWS) sowie ohne das mehr 
als gelegentliche Verrichten von Tätigkeiten in kniender Position sowie im Hocksitz 
bestehe bezogen auf ein volles Pensum eine unlimitierte Arbeitsfähigkeit von 100 %. Aus 
fachneurologischer Sicht bestehe bei dem Status nach Kopftrauma vom 19. Januar 2000 
mit HWS-Distorsion mit einer möglichen leichten Commotio cerebri, aber ohne Hinweis auf 
eine traumatische hirnorganische Schädigung oder sonstige persistierende unfallbedingte 
Läsion nervaler Strukturen und ohne radikuläre Ausfallsymptomatik keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit. In der neuropsychologischen Untersuchung im Rahmen dieses 
interdisziplinären Gutachtens würden die Ergebnisse der formalisierten kognitiven 
Beschwerdenvalidierung erhebliche Inkonsistenzen und Unplausibilitäten auf eine 
negative Antwortverzerrung bei dem Versicherten hinweisen und insbesondere keine 
Wertung der formal in verschiedenen Bereichen weit unterdurchschnittlichen Ergebnisse 
zulassen. Aus rein versicherungspsychiatrischer Sicht bestehe die Diagnose einer leichten 
depressiven Episode ohne somatisches Syndrom, welche aber keinen limitierenden 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe. Aus interdisziplinärer Sicht gingen 
die Gutachter demzufolge für eine dem orthopädischen Leiden optimal angepassten 
Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 130). 

13

Urteil S 2019 150

5.4 Nachdem das Verwaltungsgericht auch die darauffolgende Verfügung der IV-
Stelle mit Urteil S 2017 38 vom 26. April 2018 aufgehoben hatte, gab die IV-Stelle eine 
Verlaufsbegutachtung in Auftrag. Das polydisziplinäre Gutachten des BEGAZ datiert vom 
6. März 2019. Die Gutachter gingen dabei von folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit aus: 1. Verdacht auf Stiff-Man-Syndrom (ED Juli 2018): wahrscheinlich 
paraneoplastisch bei multiplem Myelom (ED April 2018), chronisches generalisiertes 
Schmerzsyndrom, Status nach Arbeitsunfall vom 19. Januar 2000, chronisches cervico-
vertebrales Schmerzsyndrom, Status nach Kopfkontusion am 19. Januar 2000, Diskus-
protrusionen HWK3 bis HWK6 mit Foraminalstenosen rechtsbetont (MRI der HWS vom 
31. Mai 2018), multisegmentale degenerative HWS-Veränderungen insbesondere mit 
Diskopathie C5/6, chronisches lumbo-spondylogenes Schmerzsyndrom bds., 
Diskusprotrusionen LWK3/4 und LWK5/S1 (MRI der LWS vom 17. März 2014); 2. Medial 
betonte Gonarthrose links: Status nach arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie am 
10. September 2012, radiologisch Menikusriss im Bereich des medialen Hinterhornes 
gemäss MRI vom 16. August 2013, Femoropatellararthrose links und 3. Chronische 
Knieschmerzen rechts: Status nach Kniearthroskopie ca. 1997, degenerative 
Meniskusläsion im Bereich des medialen Hinterhornes und kleine Ruptur am lateralen 
Vorderhorn gemäss MRI vom 28. April 2014, initiale mediale Gonarthrose rechts. Unter 
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden die Folgenden genannt: 4. 
Muskuläre Dysbalance am Schultergürtel rechtsbetont (Trapezius, rechts mehr als links 
und Rhomboidei rechts und am Beckengürtel [Knieflexoren bds.]); 5. Beginnende 
Heberden-Arthrosen am rechten Kleinfinger und am linken Zeigefinger; 6. Leichte 
depressive Störung möglich (ICD-10 F32.0) und 7. Verdacht auf Entwicklung körperlicher 
Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 F68.0). Was die Arbeitsfähigkeit anbelangt, 
kamen die Gutachter zum Schluss, dass in der angestammten Tätigkeit unverändert von 
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Betreffend Arbeitsfähigkeit in 
angepasster Tätigkeit wurde darauf hingewiesen, dass aus rheumatologischer Sicht 
bezüglich des Bewegungsapparates keine objektiven neuen Befunde bestünden, die eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes begründen würden. Sowohl aus 
rheumatologischer Sicht als auch in der orthopädischen Beurteilung im ABI- und ZIMB-
Gutachten sei dem Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit mit leichten Gewichts-
belastungen bis zehn Kilogramm und wechselbelastenden Tätigkeiten ohne stereotype 
repetitive Bewegungsabläufe und ohne spezifische Belastung der Wirbelsäule und der 
Kniegelenke jeweils eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert worden. Dies gelte 
weiterhin. Unter Berücksichtigung der neu gestellten Diagnosen eines multiplen Myeloms 
beziehungsweise eines damit assoziierten Stiff-Man-Syndroms müsse jedoch aktuell aus 

14

Urteil S 2019 150

somatischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch in angepassten leichten 
Tätigkeiten attestiert werden. Es bestehe daher zurzeit auch in einer adaptierten leichten 
Tätigkeit keine verwertbare Arbeitsfähigkeit. Der Beginn dieser Einschränkung sei 
retrospektiv schwierig festzulegen; arbiträr könne er ab dem Zeitpunkt der in G.________ 
vorgenommenen Abklärungen im Oktober 2017 angenommen werden, wo mit dem 
pathologischen Liquorbefund erstmals die zur aktuellen Diagnose führende Erkrankung 
des Immunsystems festgestellt worden sei (IV-act. 183). 

6. Diese medizinischen Unterlagen gilt es nachfolgend nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 
vom 20. März 2006 E. 5.4) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und 

15

Urteil S 2019 150

Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den 
therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, 
welcher die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 
vom 23. September 2008 E. 3 mit Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede 
substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung 
aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 
rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 
oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 
dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). 

7.
7.1 Unbestrittenermassen leidet der Beschwerdeführer unter multisegmentalen 
degenerativen HWS- und LWS-Veränderungen, welche eine reduzierte Belastbarkeit des 
Achsenskeletts zur Folge haben. Dementsprechend gingen bereits die Vorgutachter (ABI 
und ZIMB) von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in einer körperlich schweren Tätigkeit 
und damit auch in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers aus (IV-act. 92 
S. 29 und 130 S. 128). Daran hat sich gemäss der Begutachtung durch das BEGAZ nichts 
geändert. Es ist weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit auszugehen (IV-act. 183 S. 11), was auch die Beschwerdegegnerin anerkennt.

Die neueren medizinischen Unterlagen ergaben sodann, dass der Beschwerdeführer unter 
einem multiplen Myelom und einem damit assoziierten Stiff-Man-Syndrom (Synonym Stiff-
Person-Syndrom) leidet. Die Diagnose eines multiplen Myeloms wurde durch PD Dr. med. 
H.________, Facharzt FMH Innere Medizin und Hämatologie, im April 2018 gestellt (IV-
act. 157) und Dr. med. I.________, FMH Neurologie, bestätigte im Januar 2019 die bereits 
im Juli 2018 (IV-act. 161) und August 2018 (IV-act. 164) gestellte Verdachtsdiagnose 
eines Stiff-Person-Syndroms (IV-act. 181). Diese Diagnose wurde auch aus Sicht des 
neurologischen Gutachters bestätigt (IV-act. 183 S. 98 f.). Infolge der mit dieser 
Krankheitsdiagnose grundsätzlich plausibilisierbaren Symptomen wie 
Ganzkörperschmerzen, intermittierende starke Krämpfe, Gangunsicherheiten sowie 
ausgeprägter Müdigkeit ist der Beschwerdeführer gemäss dem BEGAZ-Gutachter auch in 
alltäglichen, nicht arbeitsbezogenen Aktivitäten erheblich eingeschränkt (IV-act. 183 
S. 102). Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass infolgedessen auch für körperlich 
leichte Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht, die in neurologischer 

16

Urteil S 2019 150

Hinsicht begründet ist (IV-act. 183 S. 104). Diese für sämtliche Tätigkeiten attestierte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit wird von der Beschwerdegegnerin akzeptiert und führt dazu, 
dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat.

7.2 Umstritten ist hingegen die Frage, ab welchem Zeitpunkt von dieser 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. Während sich der Beschwerdeführer unter Hinweis auf 
die Berichte von Dr. I.________ auf den Standpunkt stellt, das Stiff-Man-Syndrom habe 
sich bereits im Jahre 2000 manifestiert, weshalb die gemäss BEGAZ-Gutachten attestierte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit bereits seit diesem Zeitpunkt ausgewiesen sei, schliesst sich 
die Beschwerdegegnerin der Ansicht des neurologischen Gutachters Dr. med. 
J.________, Facharzt FMH für Neurologie, an, welcher einen Krankheitsbeginn erst im 
Oktober 2017, als mit dem pathologischen Liquorbefund die Erkrankung erstmals 
festgestellt wurde, annimmt und ab diesem Zeitpunkt von einer 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit ausgeht. 

7.2.1 Sowohl Dr. I.________ als auch Dr. J.________ gehen von einem 
paraneoplastisch bedingten Stiff-Man-Syndrom aus (IV-act. 161 und 183 S. 100). Die 
Diagnose eines multiplen Myeloms wurde im April 2018 gestellt (IV-act. 157). Soweit 
Dr. J.________ als diagnostisch hierfür wegweisender Befund die Liquorentnahme in der 
Klinik G.________ vom Oktober 2017 annimmt (IV-act. 183 S. 101 und 104), kann ihm 
nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass die Lumbalpunktion vom 3. Oktober 2017 
einen pathologischen Liquorbefund ergab, woraufhin der Verdacht einer systematischen 
Immunaktivierung und einer monoklonalen Gammopathie geäussert wurde (IV-act. 146 
S. 1). Doktor J.________ übersieht in seiner Argumentation jedoch, dass bereits der 
Laborbefund vom 10. Januar 2017 auf eine monoklonale Gammopathie hinwies (IV-
act. 149). Diese Laborwerte lagen dem Gutachter vor (IV-act. 183 S. 24). Weshalb 
Dr. J.________ in seiner Argumentationsweise dennoch nicht weiter darauf eingegangen 
ist, erschliesst sich dem Gericht nicht. Insbesondere trifft es in Anbetracht der im Januar 
2017 durchgeführten Laboruntersuchungen aber gerade nicht zu, dass die zur aktuellen 
Diagnose führende Erkrankung des Immunsystems erstmals im Oktober 2017 festgestellt 
wurde. Dementsprechend kann dem neurologischen Sachverständigen auch nicht gefolgt 
werden, als der Beginn der 100%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erst auf Oktober 
2017 festgelegt werden soll. Angesichts der Tatsache, dass der Laborbefund vom 
10. Januar 2017 bereits auf eine monoklonale Gammopathie hinwies, rechtfertigt es sich 
schon aus diesem Grund, von einer früheren Manifestation der Krankheit auszugehen.

17

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7.2.2 Hinzu kommt, dass es sich beim Stiff-Man-Syndrom um eine sich schleichend 
entwickelnde neurologische Erkrankung handelt, was dazu führt, dass sich der genaue 
Beginn der Erkrankung im Nachhinein nur schwierig feststellen lässt. Davon geht auch 
Dr. J.________ aus, hält er doch explizit fest, dass der Beginn der Einschränkung 
retrospektiv schwierig festzulegen sei (IV-act. 183 S. 100 und 104 f.). Dementsprechend 
handelt es sich bei dem von ihm angenommenen Beginn der Arbeitsunfähigkeit seinen 
eigenen Ausführungen nach denn auch nur um eine arbiträre Einschätzung. Dabei kann 
dem neurologischen Sachverständigen insofern gefolgt werden, als eine Manifestation der 
Krankheit vor fast 20 Jahren nicht sehr wahrscheinlich erscheint, sodass eher von einem 
Krankheitsbeginn in den letzten Jahren auszugehen ist. Wann genau sich die Krankheit 
manifestiert hat, kann letztendlich aber offenbleiben; dies einerseits deshalb, weil es 
vorliegend lediglich noch um den Rentenanspruch ab 1. März 2015 geht, während die 
Periode vom 1. Januar 2002 bis Ende Februar 2015 als abschliessend beurteilt zu gelten 
hat, und der Beschwerdeführer andererseits in den für die vorliegende Beschwerde 
massgebenden Jahre ab 2015 bereits unter Gangstörungen, Schmerzen am ganzen 
Körper, Muskelspasmen, Müdigkeit etc. litt. In den doch sehr umfangreichen IV-Akten 
werden die soeben aufgezählten Beschwerden in zahlreichen Arztberichten umschrieben. 
Während es zum damaligen Zeitpunkt noch keine plausible Erklärung für diese 
Beschwerden gab, konnte mit der neuen Diagnose eines Stiff-Man-Syndroms nun eine 
medizinische Erklärung für die Beschwerdesymptomatik des Beschwerdeführers gefunden 
werden. Gemäss Dr. J.________ kann damit das präsentierte Beschwerdebild jedenfalls 
zu massgeblichen Teilen erklärt werden (IV-act. 183 S. 101 und 105). Insbesondere die 
Symptome der Ganzkörperschmerzen, intermittierend starken Krämpfe, 
Gangunsicherheiten sowie der ausgeprägten Müdigkeit sind nach Auffassung des 
neurologischen Experten mit dem Stiff-Man-Syndrom vereinbar und damit erklärbar (IV-
act. 183 S. 102). Wie der Beschwerdeführer richtigerweise festgestellt hat, handelt es sich 
dabei aber im Wesentlichen um die gleichen Symptome, die bereits in den umfangreichen 
Vorakten wiederholt beschrieben wurden. Die insbesondere auch in den Jahren 2015 bis 
2017 bestehende Beschwerdesymptomatik deckt sich somit weitgehend mit der zum 
Zeitpunkt der neurologischen Untersuchung geklagten und der neuen Diagnose eines 
Stiff-Man-Syndroms zugerechneten Symptomatik. Angesichts dessen erscheint es auch in 
Anbetracht der gleichen Beschwerdesymptomatik überwiegend wahrscheinlich, dass sich 
die Erkrankung des Stiff-Man-Syndroms zu einem früheren Zeitpunkt manifestiert hat als 
von Dr. J.________ angenommen. 

18

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7.2.3 Unter Berücksichtigung des soeben Ausgeführten ist festzuhalten, dass sich der 
genaue Beginn der Stiff-Man-Erkrankung und der damit einhergehenden 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit im Nachhinein nicht mehr feststellen lässt. Als erstellt gilt aber 
immerhin, dass bereits die Laborresultate vom Januar 2017 auf eine monoklonale 
Gammopathie hinwiesen und der Beschwerdeführer schon in den Jahren zuvor über 
typische dem Stiff-Man-Syndrom zuordenbare Beschwerden klagte. Angesichts dessen ist 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Stiff-Man-Syndrom 
schon damals massgebenden Einfluss hatte. Für das Gericht erscheint es jedenfalls 
überwiegend wahrscheinlich, dass sich die Krankheit im Jahre 2015 bereits manifestiert 
hatte. Daraus folgt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers entgegen 
der Annahme der Beschwerdegegnerin zumindest schon zu diesem Zeitpunkt 
verschlechtert hatte, sodass der Beschwerdeführer auch für den Zeitraum ab März 2015 
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 

7.3 Angesichts der in neurologischer Hinsicht für sämtliche Tätigkeiten 
ausgewiesenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit kann schlussendlich offenbleiben, ob das 
psychiatrische Teilgutachten zu überzeugen vermag oder nicht. Eine Auseinandersetzung 
mit den vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorgebrachten Einwände kann 
daher unterbleiben. 

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auch für den 
Zeitraum vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Rente der 
Invalidenversicherung hat. Insofern erweist sich seine Verwaltungsgerichtsbeschwerde als 
begründet und ist gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. 

9. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. 

Dem Beschwerdeführer ist zulasten der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung 
nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, welche ermessensweise auf Fr. 2'800.– (inkl. 
Barauslagen und MWST) festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als der Beschwerdeführer in 
Abänderung der Verfügung vom 17. Oktober 2019 auch für den Zeitraum vom 
1. März 2015 bis 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Rente der 
Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt. Dem 
Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 29. September 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am