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**Case Identifier:** c57e2298-2841-5dce-8606-398a12ef3576
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.07.2020 200 2020 253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-253_2020-07-06.pdf

## Full Text

200 20 253 IV
JAP/BRM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juli 2020

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Februar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
dem bereits im Jahr 1995 von der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) Leistungen für Rumpforthesen gewährt worden waren (vgl. Akten 
der IVB [act. II] 1.1), meldete sich im Oktober 2010 bei der IVB zum Bezug 
von Leistungen (berufliche Massnahmen) der Invalidenversicherung an. Als 
Art der Behinderung gab er Schmerzen in verschiedenen Körperregionen 
und eine Erschöpfung an (act. II 4). Nach Einholung diverser erwerblicher 
und medizinischer Unterlagen wies die IVB das Leistungsbegehren mit 
Mitteilung vom 1. Februar 2011 ab (act. II 22).

Im Dezember 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Ein-
schränkungen im täglichen Leben seit Januar 2013 erneut bei der IVB zum 
Leistungsbezug an (act. II 27). In der Folge holte die IVB verschiedene er-
werbliche und medizinische Unterlagen ein – insbesondere veranlasste sie 
eine interdisziplinäre Begutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie (Gutachten vom 22. und 27. 
Oktober 2014 bzw. interdisziplinäre Beurteilung vom 27. Oktober 2014, act. 
II 48.1 - 49.2). Nach durchgeführten Vorbescheidverfahren (act. II 51, 64) 
lehnte die IVB das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 3. September 
2015 ab (act. II 76). Die hiergegen erhobene Beschwerde (act. II 77) wies 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 8. September 
2016, IV/2015/862, ab (act. II 87).

B.

Im Dezember 2016 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf täglich 
neue Blockaden sowie Einschränkungen im täglichen Leben (Bewegungs-
apparat) erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an und machte eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend (act. II 93). Dazu reichte 
er verschiedene medizinische Unterlagen ein (act. II 93, 97 f.). Die IVB be-

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schied auch dieses Leistungsbegehren nach verschiedenen Abklärungen 
(act. II 99, 105) und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 100, 
102) mit Verfügung vom 1. September 2017 (act. II 106) abschlägig.

Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 10. Oktober 2017 (act. II 113) 
hiess das Verwaltungsbericht des Kantons Bern mit Urteil vom 6. Septem-
ber 2018, IV/2017/896, gut und wies die Sache zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück (act. II 
119). Aufgrund der in der Folge eingeholten medizinischen Berichte (act. II 
128) und der Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
act. II 130, 140) veranlasste die IVB eine Verlaufsbegutachtung bei den 
Dres. med. C.________ und D.________ (act. II 134 f.), woran sie auf Ein-
wand gegen die vorgeschlagenen Gutachter hin (act. II 137) nach Konsul-
tation des RAD (act. II 140) verfügungsweise festhielt (act. II 141). Die da-
gegen erhobene Beschwerde vom 28. Mai 2019 (act. II 147) wies das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 18. Juli 2019, 
IV/2019/424, ab (act. II 155). Gestützt auf die am 16. September 2019 er-
statteten Teilgutachten samt Konsensbeurteilung (act. II 162.1, 162.2 und 
163.1-163.3) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. 
September 2019 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 5 % die Abwei-
sung des Leistungsbegehrens hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht 
(act. II 164) und verfügte am 20. Februar 2020 dementsprechend; zu dem 
am 28. Oktober 2019 erhobenen Einwand nahm sie in der Verfügung Stel-
lung (act. II 174). 

C.

Mit Eingabe vom 23. März 2020 erhob der Versicherte, wie bereits in vor-
angegangenen Verfahren vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Be-
schwerde. Er beantragt, die Verfügung vom 20. Februar 2020 sei aufzuhe-
ben und die Sache zwecks umfassenden medizinischen Abklärungen an 
die IVB zurückzuweisen; eventualiter sei dem Beschwerdeführer rückwir-
kend seit dem frühestmöglichen Rentenbeginn eine Invalidenrente in ge-
setzlicher Höhe zuzusprechen, subeventualiter seien Umschulungsmass-
nahmen zu finanzieren. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend ge-

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macht, dass die IVB den medizinischen Sachverhalt in Verletzung der Un-
tersuchungspflicht nicht genügend abgeklärt habe, indem insbesondere 
weder aktuelle Berichte der den Beschwerdeführer seit der erneuten An-
meldung regelmässig und ununterbrochen behandelnden Dres. med. 
E.________, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, sowie 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, eingeholt noch diese 
zum erwarteten Verlauf befragt worden seien. Ebenso sei bei Dr. med. 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Prakti-
scher Arzt, bei dem sich der Beschwerdeführer seit kurzem in neurologi-
scher Therapie befinde, kein Bericht eingefordert worden. Sodann wird das 
Gutachten der Dres. med. D.________ und C.________ hinsichtlich der 
Unparteilichkeit der Gutachter und dessen Genügen hinsichtlich der Anfor-
derungen an eine ärztliche Expertise in Zweifel gezogen. Nicht nachvoll-
ziehbar sei im Übrigen die Festlegung sowohl des Validen- als auch des 
Invalideneinkommens.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2020 beantragt die IVB, die Be-
schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Mit unaufgeforderter Eingabe vom 26. Mai 2020 nimmt der Beschwerdefüh-
rer zu den Ausführungen in der Beschwerdeantwort Stellung. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vor-
behalt der nachstehenden Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 20. Februar 2020 (act. II 
174). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. Soweit mit der Be-
schwerde subeventualiter Umschulungsmassnahmen beantragt werden, 
liegt dies ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist somit – worauf 
auch in der Beschwerdeantwort (S. 3 lit. C lit. b Ziff. 7) zutreffend hingewie-
sen wurde – auf die Beschwerde nicht einzutreten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Ja-
nuar 1961 [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, 
wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebe-
darfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 
2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). 
Dies gilt analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener 
rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme bean-
tragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Erheblich ist 
eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der 
Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, 
falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten 
(SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-

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gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1).

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit 
erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und 
Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls 
sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des 

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erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195; SVR 2017 IV Nr. 75 S. 231 E. 4.1.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung – es geht, wie 
bereits im Verfahren IV/2017/896, nach wie vor um diejenige vom Dezem-
ber 2016 – eingetreten, womit die Eintretensfrage gerichtlich nicht zu beur-
teilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Zu prüfen ist, ob eine für den Leistungsanspruch potentiell relevante Ver-
änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, wobei der 
Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen ablehnenden Verfü-
gung vom 3. September 2015 (act. II 76), bestätigt durch den VGE 
IV/2015/862 (act. II 87), mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend ange-
fochtenen Verfügung vom 20. Februar 2020 (act. II 174) zu vergleichen ist 
(E. 2.2 hiervor).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der Verfügung vom 
3. September 2015 (act. II 76) auf die bidisziplinäre Expertise vom Oktober 
2014 (act. II 48.1-49.2). Darin wurden in rheumatologischer Hinsicht als 
Diagnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Go-
narthrose links und als solche ohne langdauernde Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit ein chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom (nicht aus-
reichend somatisch abstützbar, primäres Fibromyalgie-Syndrom, betont im 
Bereich der linken im Vergleich zur rechten Körperhälfte, Panalgie, diffuse 
Druckschmerzangabe, Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke, mul-
tiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Schmerzen im Bauch, 
Kopfschmerzen), ein chronisches lumbalbetontes Panvertebralsyndrom mit 
spondylogener Ausstrahlung in den Kopf und alle Extremitäten, eine Tendi-
nose der Achillessehne rechts, ein Übergewicht mit Body-Mass-Index 27.2 
kg/m2, eine gestörte Gluconeogenese, eine Hyperurikämie sowie anamnes-
tisch ein Reizmagen-Syndrom festgehalten (act. II 49.1 S. 9 f.). Aus psych-
iatrischer Sicht (act. II 48.1 S. 6) wurden keine Diagnosen mit langdauern-
der Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt; ohne langdauernde Aus-

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wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe diagnostisch eine anhaltende so-
matoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine kranke Ehefrau 
(ICD-10: Z63.7). Gemäss der interdisziplinären Beurteilung vom 27. Okto-
ber 2014 sei die Arbeitsfähigkeit, aus rein somatisch-rheumatologischer 
Sicht beurteilt, für körperlich schwergradig belastende Arbeiten, wie sie der 
Versicherte früher während der Ausbildung als ... ausgeübt habe, seit ei-
nem Zeitpunkt seit Jahren, den der rheumatologische Gutachter nicht ge-
nauer definieren könne, nicht mehr gegeben. Für die seit Januar 2001 aus-
geübte berufliche Tätigkeit als ... könne aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Zeitlich limitierte Einschrän-
kungen der Arbeitsfähigkeit von maximal ein bis zwei Monaten seien aus-
gewiesen im Zusammenhang mit den Operationen und der Schmerzbe-
strahlung, somit zuletzt von Mitte September bis Mitte Oktober 2013. Für 
Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden 
Arbeitsprofil könne aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Aus psychiatrischer 
Sicht habe nie eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden (act. II 
48.2).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 20. Februar 2020 basiert auf dem 
Verlaufsgutachten der Dres. med. C.________ (act. II 162.1) und 
D.________ (act. II 163.1). Im rheumatologischen Teilgutachten hielt Dr. 
med. D.________ als Diagnose mit langdauernder Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit Gonarthrosen fest; ohne langdauernde Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit bestünden ein chronisches, generalisiertes Schmerzsyn-
drom (nicht ausreichend somatisch abstützbar, primäres Fibromyalgie-
Syndrom, Panalgie, diffuse Berührungsempfindlichkeit, Polyarthralgien axi-
aler und peripherer Gelenke, multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, 
Müdigkeit, Schmerzen im Bauch, Kopfschmerzen), ein chronisches Panver-
tebralsyndrom mit spondylogener Ausstrahlung in den Kopf und alle Extre-
mitäten, eine Tendinose der Achillessehne rechts, ein Übergewicht mit Bo-
dy-Mass-Index 26.5 kg/m2, eine gestörte Gluconeogenese sowie anamnes-
tisch ein Reizmagen-Syndrom (act. II 163.1 S. 16 f.). Im Wesentlichen 
könnten die Ausführungen im Gutachten vom 27. Oktober 2014 bestätigt 
werden. An den oberen Extremitäten sei kein gesicherter klinisch-

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pathologischer Befund und kein gesicherter Hinweis auf eine funktionelle 
Einschränkung zu objektivieren. Die im Bereich der Wirbelsäule weiterhin 
geschilderte Schmerzhaftigkeit könne in der klinischen Untersuchung 
ebenso wenig objektiviert werden. An den unteren Extremitäten seien die 
Hüftgelenke beidseits frei beweglich und die Kniegelenke klinisch beurteilt 
weiterhin unauffällig und es bestünden keine Hinweise auf eine Gonarthro-
se; seit der Erstbegutachtung müsse aber – wie sich aus der MRI-
Abklärung aus dem Jahre 2016 ergebe – rechtsseitig passager ein patho-
logischer Befund vorgelegen haben. Formal sei jedoch mit diesen zusätzli-
chen pathologischen Befunden im Bereich des rechten Kniegelenks eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur Erstbegut-
achtung ausgewiesen. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... bestehe – 
abgesehen von kurzdauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten in den 
Jahren 2016 und 2017 – seit Anfang 2016 eine maximale Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit von 20 %; körperlich belastendere Arbeiten als diejeni-
gen als ... oder einer angepassten Verweistätigkeit seien weiterhin nicht 
mehr zumutbar. Für eine angepasste Tätigkeit (temperierter Raum, leicht- 
bis mittelgradig körperlich belastende Arbeiten mit der Möglichkeit, zwi-
schen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln, Ein-
haltung der Rückenergonomie wünschenswert) bestehe aus somatisch-
rheumatologischer Sicht keine Einschränkung. Aus fachärztlicher Sicht sei 
die Prognose gut, krankheitsfremde Faktoren (langanhaltende berufliche 
Abstinenz, ärztlicherseits längerdauernd attestierte Arbeitsunfähigkeiten, 
Alter des Versicherten und möglicherweise limitierte Motivation) könnten 
sich ungünstig auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung auswirken (vgl. 
act. II 163.1 S. 22 ff.).

Der psychiatrische Gutachter konnte keine Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit erheben; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizierte er eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), den 
Verlust der Arbeitsstelle (ICD-10: Z56) sowie den Tod der Ehefrau (ICD-10: 
Z63.4). Der Explorand sei aus psychiatrisch-psychosomatischer Sicht in 
seinen früheren, angepassten Tätigkeiten nie anhaltend eingeschränkt ge-
wesen. Gegenüber der Erstbegutachtung habe sich der Gesundheitszu-
stand nicht erheblich verändert (act. II 162.1 S. 10 ff.). 

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In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wird – zusammengefasst – 
festgehalten, dass für die Beurteilung der Gesamt-Arbeits(un)fähigkeit 
weitgehend vollumfänglich auf den somatisch-rheumatologischen Stand-
punkt abgestellt werden könne (act. II 162.2).

4.

4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353). Eine von anderen mit der versicherten Person befassten 
Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität der Experten nicht 
in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten der Gutachter, sich 
kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständi-
ge Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt 
werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu 
klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

4.2 Das oben erwähnte bidisziplinäre Verlaufsgutachten samt Ergebnis 
der interdisziplinären Gesamtbeurteilung erfüllt die nach der geltenden 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an eine Expertise gestellten Anforde-

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rungen (vgl. E. 4.1 hiervor). Es ist für die streitigen Belange umfassend, 
beruht auf einlässlichen gutachterlichen Untersuchungen und wurde in 
Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der geklagten Beschwer-
den abgegeben. Es überzeugt auch inhaltlich, indem es in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begrün-
det sind. Den medizinischen Grundlagen, auf welche sich die Beschwerde-
gegnerin in ihrer Verfügung stützt, kommt somit voller Beweiswert zu. Zwar 
besteht insoweit ein scheinbarer Widerspruch, als Dr. med. D.________ 
einerseits explizit erklärte, die leichtgradige Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes bedeute nicht automatisch eine gegenüber dem Vorgutach-
ten in deutlicherem Ausmass eingeschränkte Arbeitsunfähigkeit (act. II 
163.1 S. 24 Ziff. 8.5), er aber andererseits sehr wohl eine – wenn auch ge-
ringfügige – zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als ... seit An-
fang 2016 attestierte (act. II 163.1 S. 23 Ziff. 8.1.4). Bei Lichte betrachtet 
ergibt sich aber ohne weiteres, dass der Sachverständige, insbesondere 
aufgrund der akzentuierten Knieprobleme links und der nunmehr auch 
rechtsseitig befundeten Gonarthrose, bewusst in Abweichung zum Vorgut-
achten eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Dies zumal der Explo-
rand angab, er habe als "2. Abwart" auch körperlich belastende Arbeiten 
übernehmen müssen (act. II 163.1 S. 9 Ziff. 3.1.1), womit nachvollziehbar 
erscheint, dass die funktionellen Einschränkungen am Bewegungsapparat 
in der Tätigkeit als ... zunehmend auf die medizinisch-theoretische Arbeits-
fähigkeit durchschlugen. Mithin liegt diesbezüglich nicht etwa eine – unter 
revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche – unterschiedliche Beur-
teilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor (BGE 
144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 
2.2.1), sondern eine seit dem Referenzzeitpunkt tatsächlich eingetretene 
Gesundheitsverschlechterung.

4.3 Was der Beschwerdeführer gegen den Beweiswert des Gutachtens 
vorbringen lässt, ist nicht stichhaltig: 

4.3.1 Vorab ist der pauschale Vorwurf, den Sachverständigen gehe die 
erforderliche Unabhängigkeit ab (vgl. Beschwerde IV. Rechtliches, Ziff. 7 
S. 14 unten und Ziff. 8 S. 15), unbegründet. Das Verwaltungsgericht hatte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 13

sich bereits im VGE IV/2019/424 (act. II 155) mit der entsprechenden Rüge 
zu befassen und hat dabei unter Hinweis auf die einschlägige höchstrich-
terliche Rechtsprechung erkannt, dass unter den gegebenen Umständen 
von einer die neutrale und sachliche Einschätzung beeinträchtigenden 
Vorbefassung der Gutachter keine Rede sein könne und keine Anhalts-
punkte für eine allfällige Voreingenommenheit der Gutachter bestünden 
(VGE IV/2019/424 E. 3.3 S. 8 f.). Der Beschwerdeführer macht denn auch 
nicht substanziiert geltend, dass und inwiefern sich nach der Auflage der 
Expertisen in dieser Hinsicht neue Aspekte ergeben hätten.

4.3.2 Soweit der Beschwerdeführer behauptet „dass das Gutachten vom 
16. September 2019 lediglich sechs Seiten umfasst“ (vgl. Beschwerde IV. 
Rechtliches, Ziff. 8 S. 16 Mitte), ist dies aktenwidrig. Tatsächlich ist die in-
terdisziplinäre Gesamtbeurteilung auf sechs Seiten zusammengefasst (act. 
II 171 S. 3-8 [unterzeichnetes Exemplar]), während das rheumatologische 
Teilgutachten 25 (act. II 163.1) und das psychiatrische Teilgutachten 18 
(act. II 162.1) Seiten umfasst. Wenn der Beschwerdeführer des Weiteren 
den Beweiswert des Gutachtens mit dem Argument in Frage stellt, es wer-
de „grösstenteils“ auf das Vorgutachten aus dem Jahr 2014 verwiesen, 
verkennt er, dass es im Rahmen der veranlassten Verlaufsbegutachtung 
nicht zuletzt auch Aufgabe der Gutachter war, die damaligen sowie die 
aktuellen Anamnesen und Diagnosen bzw. Befunde im Lichte des 
revisionsrechtlichen Beweisthemas gegenüberzustellen. 

4.3.3 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde 
IV. Rechtliches, Ziff. 7 S. 12 Mitte) hat die Beschwerdegegnerin im 
Nachgang zum VGE IV/2017/896 (act. II 119) sehr wohl einen 
Verlaufsbericht – nämlich denjenigen vom 15. Februar 2019 (act. II 128) – 
beim behandelnden Arzt, Dr. med. E.________, eingeholt. Dieser Bericht 
lag auch dem rheumatologischen Gutachter vor (vgl. act. II 163.1 S. 8 
oben) und dieser hat ihn in seiner Beurteilung berücksichtigt. Die 
Diskussion des Berichtes (vgl. act. II 163.1 S. 22) führte den Gutachter zum 
nachvollziehbaren Schluss, dass die attestierte Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit dem 2. September 
2016 von Dr. med. E.________ nicht näher begründet wurde, sondern 
dieser diesbezüglich einfach auf die beteiligten Fachärzte verwies. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 14

Offenbar war den Gutachtern auch bekannt, dass Dr. med. E.________ 
seine Praxis altershalber schliessen werde (vgl. act. II 162.1 S. 7 Ziff. 3.2). 
Der Verzicht auf das Einholen zusätzlicher fremdanamnestischer Angaben 
bei ihm bzw. seinem Nachfolger lag im gutachterlichen Ermessen und ist 
nicht zu beanstanden (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. 
Oktober 2010, 9C_762/2010, E. 3.1). 

Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass der 
Beschwerdeführer beschwerdeweise weder einen Bericht des neuen 
Hausarztes noch einen solchen des seit kurzem konsultierten Dr. med. 
G.________ aufgelegt hat. Nach eigenen Angaben steht der 
Beschwerdeführer beim genannten Arzt allerdings in einer neurologischen 
Therapie, sodass dieser – obwohl er Praktischer Arzt und Psychiater ist – 
mangels entsprechender fachärztlicher Untersuchung kaum imstande 
wäre, wichtige Aspekte zu benennen, die im Rahmen der psychiatrischen 
und rheumatologischen Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben wären (vgl. SVR 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3, 2017 IV Nr. 49 S. 
148 E. 5.5). 

Erst mit der unaufgefordert eingereichten Replik vom 26. Mai 2020 legte 
der Beschwerdeführer unter anderem ein Schreiben seines neuen 
Hausarztes Dr.  med. F.________ vom 11. Mai 2020 ins Recht (Akten des 
Beschwerdeführers [act. I] 9). Darin verwies dieser, insbesondere auch 
hinsichtlich der Diagnoseliste, auf den Bericht von Dr. med. E.________ 
vom 15. Februar 2019 und bezeichnete den Gesundheitszustand als „stabil 
schlecht seit 01.10.19“; damit postulierte Dr. med. F.________ nichts 
anderes, als dass seit dem Verlaufsgutachten vom 16. September 2019 
keine Veränderung der gesundheitlichen Situation eingetreten ist. Der neue 
Hausarzt erhob denn auch keine neuen Befunde oder Diagnosen und 
vermochte – ebenso wie Dr. med. G.________ – auf keine medizinischen 
Fakten hinzuweisen, die den Sachverständigen in der 
Administrativexpertise verborgen oder von ihnen unberücksichtigt 
geblieben wären. 

4.3.4 Schliesslich ist den Verlaufsgutachten ein differenziertes und klar 
formuliertes Zumutbarkeitsprofil zu entnehmen (vgl. act. II 163.1 S. 23 
Ziff. 8.2.1). Im Rahmen dieses Zumutbarkeitsprofils legte Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 15

D.________ – entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung (vgl. Be-
schwerde IV. Rechtliches, Ziff. 8 S. 17) – sehr wohl dar, an welchen 
Einschätzungen des Belastbarkeitsniveaus resp. der Belastungstoleranz er 
sich orientierte (act. II 163.1 S. 22 Ziff. 7.4). Die diesbezügliche Rüge stösst 
mithin ins Leere. 

4.4 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin den 
rechtserheblichen Sachverhalt mit dem im Nachgang zum VGE 
IV/2019/896 (act. II 119) eingeholten bidisziplinären Gutachten hinreichend 
abgeklärt hat, weshalb sich weitere medizinische Sachverhaltserhebungen 
in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) erüb-
rigen. Basierend auf dem Teilgutachten von Dr. med. C.________ steht 
ferner fest, dass keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt werden konnte; unter diesen Umständen bedarf es 
keiner Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens anhand eines 
normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren, wie es 
nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung für sämtliche psychischen 
Störungen – soweit sie lege artis diagnostiziert sind – vorgesehen ist (BGE 
143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296, 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

Sodann ist erstellt, dass im Vergleich zur Referenzlage im September 2015 
(vgl. E. 3.1 hiervor) in revisionsrechtlicher Hinsicht insoweit eine wesentli-
che Änderung eintrat, als seit Anfang 2016 in der zuletzt ausgeübten Tätig-
keit aus rheumatologischer Sicht eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestand 
(vgl. E. 4.2 hiervor). Zudem lag während des Zeitraums des Frühjahrs und 
Sommers 2016 für die ...stätigkeit während maximal drei bis vier Monaten 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vor (act. II 163.1 S. 23 Ziff. 8.1.4), was 
mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV ebenfalls geeignet ist, den Rentenan-
spruch zu berühren (vgl. Entscheid des BGer vom 18. April 2017, 
9C_675/2016, E. 2.3.1). Damit ist der Rentenanspruch in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten 
für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums 
neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 
E. 5).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 16

5.

5.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Ob der Beschwerdeführer nach Ablauf der Karenzfrist im Juni 2017 (vgl. 
Art. 29 Abs. 1 IVG; act. II 93) die Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG bestanden hatte, ist fraglich (vgl. zu deren Ermittlung Art. 29ter IVV; 
MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 
2014, Art. 28 N. 33-35; Rz. 2008 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes 
für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Inva-
lidenversicherung [KSIH]). Zwar genügt die 20%ige Arbeitsunfähigkeit in 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zur Eröffnung der Wartezeit, die drei bis 
viermonatige vollständige Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum des "Frühjahrs 
und Sommer 2016" (act. II 163.1 S. 23 Ziff. 8.1.4) wurde jedoch zeitlich 
nicht näher spezifiziert und die maximal vier- bis sechswöchige 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit nach der Knieoperation vom 24. April 2017 (act. II 163.1 
S. 23 Ziff. 8.1.4) würde, zusammen mit der in der übrigen Zeit andauernden 
20%igen Arbeitsunfähigkeit, nicht genügen. Wie es sich damit verhält kann 
aber letztlich offen bleiben, denn selbst unter der Prämisse einer im Juni 
2017 erfüllten Wartezeit hätte nach deren Ablauf nicht mindestens eine 
40%ige Invalidität bestanden (vgl. E. 5.1 hiervor bzw. E. 5.2 ff. hiernach).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 17

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Das letzte Arbeitsverhältnis mit der H.________ wurde aus medizinischen 
Gründen arbeitgeberseitig mit Wirkung auf den 30. Juni 2017 ausgelöst 
(act. II 102 S. 11 f.; Beschwerde, IV. Rechtliches, Ziff. 7 S. 15 in fine) und 
wäre überwiegend wahrscheinlich im hypothetischen Gesundheitsfall wei-
tergeführt worden. Angesichts dessen ist es nicht zu beanstanden, wenn 
die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des Invalideneinkommens auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin in der E-Mail vom 5. Februar 
2020 (act. II 173 S. 1) abstellte. Der darin ausgewiesene Betrag von 
Fr. 83'588.15, den der Beschwerdeführer im Jahr 2017 bei einer 100 % 
Anstellung verdient hätte, korreliert auch in etwa (jeweils aufgerechnet auf 
ein Vollpensum) mit den auf das Jahr 2017 indexierten Werten gemäss IK-
Auszug (vgl. act. II 36 S. 4) sowie den Angaben im Fragebogen für Arbeit-
gebende aus dem Jahr 2014 (act. II 41). Es ist nicht ersichtlich und wird 
auch nicht näher substanziiert, inwiefern diese Werte unzutreffend sein 
sollten.

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3).

Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (Beschwerde IV. Rechtli-
ches, Ziff. 9 S. 18) ist aus der angefochtenen Verfügung ohne weiteres 
ersichtlich, wie die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 18

Fr. 63'747.-- ermittelt hat, wird doch darin ausdrücklich festgehalten, dass 
dies anhand der LSE des Jahres 2016, Tabelle TA1, Total, Kompetenzni-
veau 1, Männer, umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 
Stunden pro Woche sowie indexiert auf das Jahr 2017 erfolgte. Soweit der 
Beschwerdeführer diese Grundlage für die Ermittlung des Invalidenein-
kommens sinngemäss mit dem Argument moniert, gemäss Gutachten vom 
16. September 2019 könne er körperlich belastende Arbeiten als ... seit 
2014 nicht mehr ausführen, ist ihm einerseits entgegenzuhalten, dass für 
die bisher ausgeübte ...stätigkeit – abgesehen von vorübergehenden höhe-
ren Arbeitsunfähigkeiten – gutachterlich (lediglich) eine Einschränkung von 
20 % attestiert wurde. Andererseits verkennt der Beschwerdeführer, dass 
für die Invaliditätsbemessung einzig die qualitativ eingeschränkte Arbeits-
fähigkeit in einer zumutbaren Verweisungstätigkeit massgebend ist. Eine 
solche wurde durch das Heranziehen der von der Beschwerdegegnerin 
gewählten Bemessungsgrundlage korrekt abgebildet. Der berücksichtigte 
leidensbedingte Abzug vom Tabellenlohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3) im Umfang von 
5 % ist nicht zu beanstanden und wurde auch zu Recht nicht gerügt.

5.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von aufgerundet 24 % 
([Fr. 83'588.-- ./. Fr. 63'747.--] / Fr. 83'588.-- x 100). Die angefochtene Ver-
fügung vom 20. Februar 2020 ist damit nicht zu beanstanden; die Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 19

lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2020, IV/20/253, Seite 20

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.