# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7a27296-ee61-5dca-b481-68bb8707c70a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2014 200 2013 920
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-920_2014-02-18.pdf

## Full Text

200 13 920 IV
ACT/TOZ/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Februar 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Stirnimann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/920, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene, als selbstständig erwerbende … tätige A.________ 
(Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) meldete sich am 12. Dezember 
2011 wegen Schlaganfall und Störung der Sprachfindung bei der Invaliden-
versicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der Invalidenversi-
cherung [AB] 1). Nach Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hin-
sicht verneinte die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) am 
1. Mai 2012 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen, da solche auf-
grund des Gesundheitszustandes zurzeit nicht möglich seien (AB 11). Ge-
stützt auf den Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 24. Juni 
2013 (AB 23) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 12. Juli 2013 (AB 24) bei 
einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 28 % die Abweisung des Rentenbe-
gehrens in Aussicht. Die entsprechende Verfügung erging am 24. Septem-
ber 2013 (AB 25). 

B.

Hiergegen erhebt die Versicherte am 21. Oktober 2013 Beschwerde und 
beantragt die Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes bzw. die Zu-
sprechung einer Viertelsrente. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Am 27. Januar 2014 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme 
ein. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 24. September 
2013 (AB 25). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenren-
te.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der IV-Grad bestimmen lässt. Insoweit 
die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt wer-
den können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstän-
de zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu 
vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 
29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverläs-
sig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode 
für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) zunächst anhand eines Betäti-
gungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen. Diese ist 

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alsdann im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen noch besonders zu 
gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsver-
mögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwen-
digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben 
(ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1 S. 31, 104 
V 135 E. 2c S. 138). 

2.3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 
sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer-
den kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemes-
sung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische 
Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei 
Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die 
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf-
gabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle 
sind der Anteil der Erwerbstätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad in beiden Bereichen zu be-
messen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des erstbehandelnden Spitals B.________ vom 13. Au-
gust 2012 (AB 15) wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit ein ischämischer zerebrovaskulärer Insult im vorderen Medias-
tromgebiet links vom 9. November 2011 genannt (AB 15 S. 1). Zum Zeit-
punkt des Spitalaustritts (bzw. vor Eintritt in die Rehaklinik) habe ein ge-
besserter Allgemeinzustand mit gebesserter Aphasie bestanden. Weitere 
Fortschritte würden durch die weiterführende rehabilitative Behandlung, 
insbesondere Logopädie, erwartet (AB 15 S. 3). 

3.1.2 Im Bericht der Klinik C.________ vom 7. Februar 2012 (Hospitalisa-
tion vom 21. November bis 16. Dezember 2011; AB 17.11 S. 3 f.) wurde als 
Diagnose ein zerebraler hämischer Insult im vorderen Mediastromgebiet 
links vom 9. November 2011 genannt. Zum Austrittszeitpunkt habe ein dis-
kretes sensomotorisches Hemisyndrom rechts bestanden. Im Hintergrund 
und vordergründig lägen kognitive Defizite mit einer residuellen Aphasie 
sowie kognitive Minderleistungen in den Bereichen Rechnen und Konzen-
tration vor. Bezüglich der Tätigkeit als … bestünden Einschränkungen im 
Bereich der Kommunikation, insbesondere bei formellen Diskussionen wie 
z.B. mit Kunden. Bei administrativen Angelegenheiten, namentlich im Be-
reich Buchhaltung und Rechnen, benötige die Beschwerdeführerin Unter-
stützung sowie Kompensationsstrategien (Taschenrechner, Notizen ma-
chen). Weiter lägen eine verringerte Feinmotorik der rechten Hand, eine 
Verlangsamung bei manuellen Tätigkeiten sowie eine eingeschränkte Aus-
dauer vor (AB 17.11 S. 3). Ab dem 1. Februar 2012 sei die Wiederaufnah-
me der Tätigkeit im reduzierten Umfang geplant (AB 17.11 S. 4). 

3.1.3 Der behandelnde Arzt Dr. med. D.________ hielt im Bericht vom 
17. Februar 2012 (AB 17.11 S. 1) fest, dass der Rehabilitationsprozess 
weitgehend abgeschlossen sei. Die Beschwerdeführerin habe die Arbeit 
am 4. Februar 2012 im Umfang von 50 % wieder aufgenommen; die volle 
Arbeitsaufnahme sei auf Anfang März 2012 vorgesehen.

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Zu Handen des Krankentaggeldversicherers attestierte Dr. med. 
D.________ im März bzw. April 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % ab 
dem März 2012 bis auf weiteres (AB 17.10 S. 1).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 24. September 2013 (AB 25) letztlich massgeblich auf den Be-
richt der Klinik C.________ vom 7. Februar 2012 (AB 17.11 S. 3 f.) ge-
stützt, wonach bezüglich der Tätigkeit als selbstständig erwerbende … Ein-
schränkungen im Bereich der Kommunikation, eine verringerte Feinmotorik 
der rechten Hand, eine Verlangsamung bei manuellen Tätigkeiten und eine 
eingeschränkte Ausdauer bestünden (AB 17.11 S. 3 unten). Diese Beurtei-
lung überzeugt und lässt sich ohne weiteres in das von sämtlichen übrigen 
Ärzten gezeichnete Gesamtbild einfügen; zu Handen des Krankentaggeld-
versicherers attestierte Dr. med. D.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 
25 % ab dem März 2012 (act. II 17.10 S. 1). Darauf kann abgestellt wer-

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den. Der am Auffahrtstag 2013 erlittene „kleine Anfall“ hat offensichtlich 
keine zusätzliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. AB 23 S. 2 un-
ten), weshalb es ausnahmsweise nicht schadet, dass die Verwaltung in 
dieser Hinsicht keine weiteren medizinischen Abklärungen getätigt hat. 
Anhaltspunkte, dass weitere abklärungsbedürftige Befunde vorliegen wür-
den, sind weder ersichtlich noch werden solche von der Beschwerdeführe-
rin geltend gemacht.

4.

4.1 Im Abklärungsbericht vom 24. Juni 2013 (AB 23 S. 4) wurde mittels 
Betätigungsvergleichs am Arbeitsplatz eine behinderungsbedingte Ein-
schränkung in der Tätigkeit als … von insgesamt 28 % ermittelt, beruhend 
auf 20 % im anteilsmässig mit 25 % gewichteten Bereich "Administration: 
Organisation, Offert- und Bestellwesen, Fakturieren, administrative Arbei-
ten, Bewilligungen erstellen und Kundenkontakt“ (= 5 %), und 30 % im an-
teilsmässig mit 75 % gewichteten Bereich "Tätigkeit als …: Beschriften, …, 
Formen, …“ (= 23 %). Die erwerbliche Gewichtung des Betätigungsver-
gleichsergebnisses ergab einen IV-Grad von 28 % (AB 23 S. 6). Es steht 
dabei zu Recht ausser Frage, dass die Beschwerdegegnerin den IV-Grad 
der selbstständig erwerbenden Beschwerdeführerin letztlich nach der aus-
serordentlichen Bemessungsmethode ermittelt hat. 

4.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-

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schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

4.3 Der Abklärungsbericht vom 24. Juni 2013 (AB 23) überzeugt und 
erfüllt die Kriterien der Beweistauglichkeit (vgl. E. 4.2 hiervor) vollumfäng-
lich. Er enthält eine eingehende Abklärung der Verhältnisse vor Ort sowie 
der im Betrieb anfallenden Tätigkeiten. Weiter hält er in angemessener 
Ausführlichkeit die Aussagen der Beschwerdeführerin zu den einzelnen 
Betriebstätigkeiten, mit Einschluss der behinderungsbedingten Einschrän-
kungen, fest; hierbei berücksichtigt er die medizinischen Diagnosen und die 
sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen. Sodann ist der Abklärungsbe-
richt hinsichtlich der Einkommensverhältnisse gestützt auf die Geschäfts-
abschlüsse der Jahre 2006 bis 2010 bzw. die im Auszug aus dem individu-
ellen Konto ausgewiesenen Einkommen der Jahre 2005 bis 2009 nachvoll-
ziehbar und schlüssig begründet (AB 23 S. 5 f.).

Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, vermag daran nichts zu 
ändern. Zunächst hat die Beschwerdegegnerin im Abklärungsbericht die 
Spalte „Art der Einschränkung, Erledigung von Arbeiten durch Dritte“ - ent-
gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 2) - 
korrekt bezeichnet und in die Tabelle des Betätigungsvergleichs richtig ein-
gefügt (AB 23 S. 4), da in dieser Spalte die Begründung für die angenom-
menen Einschränkungen auch in der Tätigkeit als … aufgeführt wird. Wei-
ter ist die Aufteilung der Bereiche „Administration“ und „Tätigkeit als …“ im 
Verhältnis von 25 % und 75 % (AB 23 S. 4) nicht zu beanstanden. Der Um-
stand, dass die Beschwerdeführerin nicht den ganzen Umfang der Adminis-
tration in Rechnung setzen kann (vgl. Beschwerde, S. 2 oben), vermag 
daran nichts zu ändern. So ist für die Bemessung der Einschränkungen die 
effektiv aufgewendete Zeit resp. der effektiv anfallende Umfang der Arbei-
ten massgebend, nicht allein der den Kunden verrechenbare Aufwand. Es 
fallen denn auch in jedem Betrieb Arbeiten an, welche nicht resp. nur im 
Rahmen des allgemeinen Stundenansatzes überwälzbar sind, so z.B. der 
Verkehr mit Behörden oder das Betreiben von Werbung. Sodann ist die als 
… angenommene Einschränkung von 30 % (AB 23 S. 4) nicht zu bean-

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standen, wird der Beschwerdeführerin gemäss der Krankenkarte des Kran-
kentaggeldversicherers doch eine Einschränkung von 25 % attestiert (AB 
17.10 S. 1), was im Einklang mit den im Bericht der Klinik C.________ vom 
7. Februar 2012 festgehaltenen Beeinträchtigungen (Einschränkungen im 
Bereich der Kommunikation, verringerte Feinmotorik der rechten Hand, 
Verlangsamung bei manuellen Tätigkeiten, eingeschränkte Ausdauer; AB 
17.11 S. 3 unten) steht. Die Berechnung des IV-Grades im Bereich der 
Erwerbstätigkeit ist damit nicht zu beanstanden. Schliesslich beanstandet 
die Beschwerdeführerin die Festsetzung des Status, indem sie nicht in ei-
nem Pensum von 100 % tätig gewesen sei, sondern teilweise Aufgaben im 
Haushalt übernommen habe (vgl. Beschwerde, S. 1 f.). Zunächst ist der 
seit der Behinderung zusätzlich frei genommene Nachmittag (vgl. Be-
schwerde, S. 1 unten) von vornherein für die Statusfestsetzung nicht 
massgebend, da diese Frage nach den Tätigkeiten ohne Gesundheits-
schaden zu beantworten ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). Die Frage, ob 
vorliegend die gemischte Methode (vgl. E. 2.3.2 hiervor) anzuwenden wäre, 
kann offen gelassen werden, da selbst bei Anwendung dieser Invaliditäts-
bemessungsmethode - wie nachfolgend dargelegt wird - kein rentenbe-
gründender IV-Grad resultieren würde. Gestützt auf die Angaben der Be-
schwerdeführerin, wonach sie vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträch-
tigung ein Wochenpensum von 23 Stunden geleistet habe (vgl. Beschwer-
de, S. 2 oben), wäre somit von einem Anteil Erwerb von ca. 60 % und ei-
nem Anteil Haushalt von ca. 40 % auszugehen. Angesichts der attestierten 
Einschränkungen (vgl. AB 17.11 S. 3 unten) läge im Aufgabenbereich - 
gewichtet - allein eine geringe Einschränkung vor, welche zusammen mit 
der zu Recht nicht beanstandeten Einschränkung im Erwerbsbereich von 
28 % (AB 23 S. 6) bzw. gewichtet von 16.8 % (60 % von 28 %) einen ren-
tenausschliessenden Gesamtinvaliditätsgrad von jedenfalls unter 40 % 
ergäbe. Gleich verhielte es sich im Übrigen auch mit einem Wochenpen-
sum von 30 Stunden (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 27. 
Januar 2014, S. 1). 

4.4 Zusammenfassend liegt gestützt auf den beweiskräftigen Ab-
klärungsbericht vom 24. Juni 2013 (AB 23) ein IV-Grad von 28 % vor, wo-
mit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/920, Seite 11

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 24. September 
2013 (AB 25) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
somit abzuweisen.

6.

6.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Vorliegend werden die Verfahrenskosten gerichtlich auf Fr. 700.-- festge-
setzt, der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt und 
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/920, Seite 12

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 27. Januar 

2014)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.