# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1163872-99df-5b87-88c8-ec5c68ec4f65
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 17.02.2023 605 2022 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2022-57_2023-02-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2022 57

Urteil vom 17. Februar 2023

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz 
Fivian

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung – Befristete Rente; gemischte Methode; Eingliede-
rungsmassnahmen

Beschwerde vom 30. März 2022 gegen die Verfügung vom 24. Februar 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1965, getrennt lebend, Mutter von drei erwachsenen (geb. 1989, 1991 
und 1994) Kindern, wohnhaft in B.________, erwarb am 24. März 1986 das eidgenössische Fähig-
keitszeugnis als C.________. Seit Oktober 1989 war sie in erster Linie im Haushalt tätig. Von 2003 
bis am 30. September 2007 arbeitete sie in einem 30%-Pensum in einer Apotheke, ab 2008 in einem 
schwankenden Pensum zwischen 20% und 60% als D.________ bei der E.________ AG in 
F.________. Seit Ende August 2011 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Ihr wurde 
per 31. März 2012 gekündigt.

Seit ihrer Jugend litt sie an einer Beinlängendifferenz links von ca. 2 cm, für welche die Invalidenver-
sicherungsstelle des Kantons Freiburg (IV-Stelle), Givisiez, orthopädische Hilfsmittel zusprach. Am 
13. August 2008 erfolgte eine Hüftluxation links und am 23. März 2011 die Implantation einer Hüft-
totalendoprothese links. Dennoch blieben die Schmerzen im linken Hüft- und Beckenbereich beste-
hen. Ab 31. August 2011 entwickelte sie im Anschluss an eine manuellmedizinische Behandlung 
Zuckungen im Gesicht, an den Extremitäten und am Rumpf. Diverse Abklärungen ergaben, dass 
eine epileptische Ursache der Anfälle ausgeschlossen werden konnte.

B. Am 25. Januar 2012 meldete sie sich wegen seit dem 1. September 2011 bestehenden Hüft-
problemen und Anfällen zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an.

Diese ordnete am 19. Dezember 2012 ein orthopädisches Gutachten bei Dr. med. G.________, 
Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie ein 
psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
an. Da der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD) 
das Gutachten H.________ nicht als voll beweiskräftig ansah, ordnete die IV-Stelle am 25. Juni 2013 
ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und 
Psychotherapie, an.

C. Mit Verfügung vom 5. Januar 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren unter Anwen-
dung der gemischten Methode (40% Erwerbstätigkeit, 60% Haushalt) und einem globalen Invalidi-
tätsgrad von 10% ab. Sowohl in der letzten als auch in jeder anderen angepassten Tätigkeit bestehe 
eine Arbeitsfähigkeit von 50%.

Eine dagegen am 5. Februar 2015 erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht mit Urteil vom 
6. März 2017 (Dossier 605 2015 25) gutgeheissen und die Angelegenheit für die Ergänzung der 
medizinischen Unterlagen in Anwendung der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den 
somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281) und allenfalls auch für eine somatische Begut-
achtung an die IV-Stelle zurückgewiesen.

D. Am 12. Dezember 2017 ordnete die IV-Stelle eine bidisziplinäre (Orthopädie, Psychiatrie) 
Begutachtung beim J.________ an. Aus dem Gutachten vom 22. Juni 2018 ergab sich eine volle 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Einzig nach den Operationen habe jeweils eine 
Arbeitsunfähigkeit von vier bis sechs Monaten bestanden. Da die Gutachter eine neurologische 
Abklärung als sinnvoll erachteten, ordnete die IV-Stelle am 16. April 2019 eine Begutachtung bei 
Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie, an. Gemäss dessen Gutachten vom 2. September 
2019 bestand in einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Die Auswirkungen der 
vorhandenen Armparese links seien durch einen Psychiater zu beurteilen, weshalb die IV-Stelle am 

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13. Januar 2020 ein Verlaufsgutachten beim J.________ anordnete. Im Gutachten vom 16. April 
2020 wurden die Ergebnisse des Vorgutachtens bestätigt.

Mit Verfügung vom 24. Februar 2022 sprach ihr die IV-Stelle unter Anwendung der gemischten 
Methode (60% Erwerbstätigkeit, 40% Haushalt) für die Zeitperioden vom 1. November 2015 bis 
30. April 2016, vom 1. Mai bis 31. Oktober 2017 und vom 1. Februar bis 31. Juli 2019 jeweils eine 
Dreiviertelsrente zu, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 63%.

E. Am 30. März 2022 erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz Fivian, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt, die Verfügung vom 24. Februar 2022 sei 
aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und Neuverfügung an 
die IV-Stelle zurückzuweisen. Eventualiter sei ein polydisziplinäres Gutachten durch eine unabhän-
gige Gutachterstelle anzuordnen. Zur Begründung bringt sie u. a. vor, die Gutachten hätten die 
Berichte der behandelnden Ärzte zu wenig berücksichtigt.

Am 8. April 2022 begleicht die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss von CHF 800.-.

Die IV-Stelle bestätigt in ihren Bemerkungen vom 29. Juni 2022 ihre Ausführungen in der Verfügung 
und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

In ihren spontanen Gegenbemerkungen vom 19. Juli 2022 bringt die Beschwerdeführerin vor, sie 
sei zum Verfügungszeitpunkt 56 Jahre alt gewesen, weshalb es an der IV-Stelle gewesen wäre, 
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen. Die IV-Stelle verneinte dies in ihren Schlussbemerkun-
gen vom 19. August 2022.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend 
sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 30. März 2022 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 24. Februar 2022 ist 
durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdi-
ges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob sie Anspruch 
auf eine höhere oder eine weitergehende Rente als die ihr für drei Perioden jeweils befristet zuge-
sprochene Dreiviertelsrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der IV wurden das Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung (IVV; SR 831.201) und das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) mit Wirkung ab dem 1. Januar 2022 geändert 
(Änderung vom 19. Juni 2020; AS 2021 705; BBl 2017 2535).

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Generell bestimmt sich das anwendbare Recht nach den Regeln, die zum Zeitpunkt des rechtlich 
relevanten Sachverhalts in Kraft waren, wobei das Gericht keine Änderungen der Rechtslage oder 
des Sachverhalts nach dem Stichtag des streitigen Entscheids berücksichtigen muss (BGE 130 V 
445 E. 1.2.1 mit Hinweisen). 

Was im Speziellen das neue lineare Rentensystem, das am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist, 
betrifft, besagen die Übergangsbestimmungen der Änderung vom 19. Juni 2020 (Bst. b, Abs. 1), 
dass für Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger, deren Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten 
dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung noch nicht 55 Jahre alt 
waren, der Rentenquotient nicht geändert wird, solange ihr Invaliditätsgrad keine Änderung i. S. v. 
Art. 17 Abs. 1 ATSG erfährt. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hält in seinem Kreisschreiben 
über die Übergangsbestimmungen zum linearen Rentensystem (KS ÜB WS IV, Rz. 1007 f.) fest, 
Invalidenrenten nach altem Recht seien Renten, deren Anspruchsbeginn vor dem 31. Dezember 
2021 eingetreten ist, und Invalidenrenten nach neuem Recht solche, deren Anspruchsbeginn ab 
dem 1. Januar 2022 eingetreten ist. Somit bleiben bei einer Verfügung über die erstmalige Festset-
zung oder Änderung des Rentenanspruchs nach dem 1. Januar 2022 die bis zum 31. Dezember 
2021 geltenden gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen weiterhin anwendbar, wenn der 
Eintritt der Invalidität sowie der Beginn des Rentenanspruchs vor dem 31. Dezember 2021 liegen 
(vgl. auch KS ÜB WS IV, Rz. 1009, aus dem implizit hervorgeht, das alte Recht bleibe auch bei einer 
vor dem 1. Januar 2022 eingetretenen Änderung des Rentenanspruchs weiterhin anwendbar).

Somit sind die im Rahmen der Weiterentwicklung der IV eingeführten und am 1. Januar 2022 in Kraft 
getretenen neuen gesetzlichen Bestimmungen vorliegend nicht anwendbar, da der Anspruch auf die 
befristeten Renten jeweils den Zeitraum vor dem 1. Januar 2022 betrifft.

3.

3.1. Im Sinne von Art. 8 ATSG, welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung 
kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein.

Gemäss Art. 7 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver-
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Abs. 2).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie 
mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

3.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (Urteil BGer 8C_347/2015 vom 20. August 2015 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 140 V 193 

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E. 3.1 f. und BGE 132 V 93 E. 4). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in 
welchem der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz 
zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist die bloss medizi-
nisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 114 V 281 E. 1c mit Hinweisen). Bei lang-
dauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere ihm offen stehen-
de Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumut-
barkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sach-
verhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 20 E. 2b; 
OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist da-
bei nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, hätte es doch dieser ansonsten 
in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

3.3. Die Invaliditätsbemessung ist bei teilerwerbstätigen Versicherten nach der sog. gemischten 
Methode vorzunehmen. Es wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit 
im Aufgabenbereich (so u. a. im Haushalt) bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die 
versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die 
gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beur-
teilt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- 
und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinva-
lidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt 
(Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 130 V 393 E. 3; vgl. auch BGE 137 V 334 E. 3.1.3). Dabei wird – seit dem 
1. Januar 2018 – das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet 
und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV).

3.4. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen). Dies 
gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt 
mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz 
zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3 mit 
Hinweisen).

Ferner ist bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen, dass in Bezug auf Schmerzen mit den sich 
dabei naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die subjektiven Schmerzangaben der versi-
cherten Person für die Begründung einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen; viel-
mehr muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass 
die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinrei-

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chend erklärbar sind. Dabei müssen die Schmerzangaben zuverlässiger medizinischer Feststellung 
und Überprüfung zugänglich sein (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 mit Hinweis auf BGE 130 V 396 E. 5.3.2).

4.

Es ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin streitig. Die IV-Stelle hat ihr für drei Perioden 
jeweils eine befristete Dreiviertelsrente zugesprochen.

4.1. Dr. med. G.________ stellte in seinem Gutachten vom 15. April 2013 (IV-Akten, S. 268 ff.) 
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Chronisches Schmerzsyndrom am 
Tuber ischiadicum und proximalen Oberschenkel links bei Verdacht auf proximale Läsion des 
Musculus semitendinosus; Dysbalance der hüftnahen Muskulatur links bei Zustand nach chirurgi-
scher Hüftluxation mit Offset-Optimierung (08/2008) und Hüfttotalprothese (03/2011); Verdacht auf 
Faszienlücke und Narbenbeschwerden am Tochanter major links nach zwei Operationen sowie 
schmerzhafte Minderbelastung der linken unteren Extremität. Die Beeinträchtigungen durch das 
Schmerzsyndrom seien nicht hinreichend erklärbar. Die bisherige Arbeit sei nicht mehr zumutbar. 
Eine optimal angepasste Tätigkeit unter Wechselbelastung sei 4h/Tag zumutbar; eine Heimarbeit, 
mit selbständiger Organisation wäre ideal. Die Leistungsfähigkeit sei vermindert: Nach zweistündi-
ger Arbeit sei eine Pause von mindestens einer halben Stunde einzulegen, mit Vorteil im Liegen.

Dr. med. I.________ diagnostizierte eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) und 
dissoziative Krampfanfälle (F44.5). Die bisherige sei max. 6h/Tag mit einer Leistungseinschränkung 
von 20% und eine angepasste Tätigkeit 6h/Tag bei einer Leistungseinschränkung von 10% zumut-
bar. Bei Berücksichtigung des geschilderten Tagesablaufs sei von einer maximal mittelgradigen 
Ausprägung der Funktionseinschränkungen sowie einer gewissen Verdeutlichung und Dramatisie-
rungstendenz auszugehen. Soziale Belastungen im engeren Sinne lägen nicht vor (konstantes und 
harmonisches soziales Umfeld, glückliche Ehe, harmonisches Familienleben etc.). Es sei von durch-
aus guten mobilisierbaren Ressourcen auszugehen (gute Schulbildung, problemlos absolvierte 
Lehre, grosse Flexibilität bei Berufstätigkeiten etc.).

Das Kantonsgericht stellte in seinem Urteil vom 6. März 2017 (IV-Akten, S. 625 ff.) fest, da Dr. med. 
G.________ seiner Schätzung der Arbeitsfähigkeit unrealistische Begleitumstände zugrunde lege 
(zwingende Pausen, Heimarbeit), erscheine es fraglich, ob der RAD das Gutachten zu Recht als 
schlüssig und nachvollziehbar bezeichnet habe. Weil die Gutachten G.________ und H.________ 
konträre Aussagen zur Arbeitsunfähigkeit enthielten (50% bzw. 100%), sei es nicht zu beanstanden, 
dass die IV-Stelle weitere Abklärungen getroffen habe. Jedoch lasse auch das Gutachten 
I.________ Fragen offen. Es basiere auf der inzwischen überholten Überwindbarkeitsvermutung und 
es sei nicht klar, ob die Beschwerdeursachen überhaupt psychischen Ursprungs seien: Dr. med. 
G.________ verneine dies, Dr. med. I.________ sei davon überzeugt. Gemäss ihm würden sich die 
Merkmale der dissoziativen Störung und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung überlap-
pen. lm Widerspruch dazu ständen die von anderen Ärzten erkannte depressive Episode mittel-
schwerer Ausprägung (F32.1) sowie die von der L.________ am 4. Mai 2013 diagnostizierte rezidi-
vierende depressive Störung (F33.2), bei Eintritt schwere Episode (IV-Akten, S. 294 ff.). Beide 
Diagnosen würden von Dr. med. I.________ vehement verneint. Sein Gutachten genüge nicht, um 
den Fall gemäss der neuen Rechtsprechung (BGE 141 V 281) zu lösen. Es rechtfertige sich daher, 
den Fall zur Ergänzung des medizinischen Dossiers i. S. der neuen Rechtsprechung an die IV-Stelle 
zurückzuweisen. Da eine Weiterentwicklung der Situation in somatischer Sicht nicht auszuschlies-
sen sei, sei es allenfalls sinnvoll auch diesbezüglich eine Neubegutachtung vorzunehmen.

4.2. Die IV-Stelle stützt sich für ihren Entscheid zunächst auf die folgenden Gutachten.

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Gemäss dem J.________-Gutachten vom 22. Juni 2018 (IV-Akten, S. 721 ff.) haben folgende 
Diagnosen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Chronische Schmerzen an Becken und lateralem 
Oberschenkel links bei Hüft-Totalprothese links (23. März 2011) und Status nach chirurgischer Hüft-
luxation bei femoroazetabulärem Impingement (12. August 2008) mit Schraubenentfernung (1. April 
2009); ein chronisches, aktuell rechtsbetontes zervikobrachiales Schmerzsyndrom beidseits bei 
Status nach Diskektomie C4/5 und Cage-Einlage (10. Februar 2017) und Diskektomie C5/6 mit 
Einlage einer Diskusprothese (20. August 2005). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F33.0), eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) bei Symptomausweitung und 
Selbstlimitation sowie dissoziative Krampfanfälle (F44.5). Nachvollziehbar sei die Belastbarkeit im 
Achsenskelett deutlich vermindert, sodass körperlich schwere und mittelschwere Arbeiten unzumut-
bar seien. Es lägen deutliche funktionelle Überlagerungen vor. Gemäss Indikatoren- und Inkonsis-
tenzprüfung könne psychiatrisch keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit belegt 
werden. Es beständen gute familiäre und berufliche Ressourcen. Die Ressourcenlimitierung bestehe 
vor allem aufgrund der gesundheitlichen Probleme. Deren Ausmass scheine übergewichtet zu 
werden. Der angestammte Beruf als C.________ könne als leichte Arbeit eingestuft werden. Allge-
mein gelte in leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten, ohne Einnahme von Zwangshaltung der 
unteren Extremitäten oder des Kopfes, ohne Heben von Lasten über 5 kg eine volle Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit. Einzig nach den Operationen könne jeweils eine Arbeitsunfähigkeit von vier bis 
sechs Monaten bestätigt werden. Bezüglich der Nacken- und Armbeschwerden empfehle sich eine 
neurologische Beurteilung.

Dr. med. K.________ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 2. September 2019 (IV-Akten, 
S. 858 ff.) ein chronisches Zervikalsyndrom mit/bei Wirbelsäulenfehlhaltung und muskulärer Dysba-
lance, funktioneller Armparese links; ursprünglich organisches Korrelat möglich, residueller radiku-
lärer sensibler Ausfallssymptomatik der Wurzel C6 links, Status nach ventraler Diskektomie C6/7, 
Foraminotomie C7 beidseits und Cage-Platten-Stabilisation (8. November 2018), vorderer Diskekto-
mie C4/5 und Cage-Stabilisation (10. Februar 2017) und vorderer Mikrodiskektomie C5/6 und Einla-
ge einer Bandscheibenprothese (20. August 2015). Die dissoziativen Krampfanfälle seien ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es könne ein chronisches, aktuell linksbetontes Zervikalsyndrom 
nachgewiesen werden bei klinisch leichter Fehlhaltung, muskulärer Dysbalance, bildgebend dege-
nerativen Veränderungen und Status nach drei Wirbelsäuleneingriffen. Nebst den Schmerzen 
persistiere eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit. Erwähnenswert sei eine fast globale Schwä-
che am adominanten Iinken Arm, offenbar manifest seit letztem HWS-Eingriff 11/2018. Diese sei 
aktuell funktioneller Natur, habe aber wohl initial ein organisches Korrelat gehabt. Eine relevante 
Schädigung sei aber bereits rein klinisch auszuschliessen (z. B. fehlende Atrophien). Es gebe keine 
Hinweise auf eine Aggravation oder eine "Vorspielung" der Lähmung/Krampfanfälle. Es handle sich 
um unbewusste Mechanismen, die psychiatrischerseits eingeschätzt werden müssten. Falls im 
bisherigen Beruf als C.________ Lasten über 5 kg zu heben seien, sei diese nicht mehr zumutbar. 
Hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit bestätigte er die Sichtweise des J.________.

Im Verlaufsgutachten des J.________ vom 16. April 2020 (IV-Akten, S. 1016 ff.) wurde im Vergleich 
zum Vorgutachten bezüglich den chronischen Schmerzen am Becken und linkem Oberschenkel 
zusätzlich radiologisch geringe lSG-Arthrosen (MRI 11. September 2019) erwähnt. Das 
zervikobrachiale Schmerzsyndrom war nun linksbetont bei zusätzlich einem Status nach operativem 
Eingriff vom 8. November 2018 und radiologisch regelrechtem postoperativen Befund. Die dissozia-
tiven Krampfanfälle (F44.5) wurden neu als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
aufgeführt. Ohne Auswirkungen auf diese sei eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

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remittiert (F43.4). Zusammenfassend würden sich die Beschwerden aus orthopädischer Sicht durch 
die klinischen, radiologischen und infiltrativen Befunde nicht klar begründen lassen. Durchaus nach-
vollziehbar sei eine gewisse Restsymptomatik und vor allem eine Bewegungseinschränkung nach 
wiederholtem zervikalem Eingriff, doch könnten die Beschwerden an den Schultern weder einer 
Läsion von Rotatorenmanschette, Bizepssehne noch einem subakromialen Impingement zugeord-
net werden. Auch für die Beschwerden im Hüft- und Beinbereich der linken Seite liessen sich kein 
klares klinisches oder bildgebendes Korrelat finden. Insgesamt sei von einer deutlichen nicht-organi-
schen Beschwerdekomponente auszugehen. Für körperlich sehr leichte wechselbelastende Tätig-
keiten, ohne Heben/Tragen von Lasten über 5 kg und ohne Einsatz der oberen Extremitäten ober-
halb Schulterniveau bestehe aus orthopädischer Sicht eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. 
Seit dem Vorgutachten habe mit Ausnahme einer Periode von maximal sechs Monaten nach der 
Operation vom November 2018 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden.

Ferner stützte sich die IV-Stelle auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 18. Juni 2020 (IV-Akten, 
S. 1103 ff.), wonach unter Berücksichtigung der Mithilfe des Ehemanns im Sinne der Schadenmin-
derungspflicht eine Einschränkung im Haushalt von 6.91% vorliegt.

5.

5.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die nach dem Urteil des Kantonsgerichts vom 6. März 
2017 vorgenommenen medizinischen Abklärungen hätten zu einem einseitigen Schluss geführt. Es 
sei nicht berücksichtigt worden, dass sie aus orthopädischer Sicht und aufgrund der anhaltenden 
Schmerzen sowie dem Schwindel stark eingeschränkt sei. Auch habe das J.________ die Sichtwei-
se der behandelnden Ärzte zu wenig berücksichtigt. Es genüge nicht, sich einseitig auf die Einschät-
zungen der Gutachter und der diesen konsequent zustimmenden RAD abzustellen. Ferner fehle es 
dem J.________-Gutachten an einer umfassenden Beurteilung der komplexen Situation und an der 
relevanten Auseinandersetzung aller ärztlichen Aussagen unter Einbezug der Indikatoren, weshalb 
eine neue polydisziplinäre Begutachtung notwendig sei.

Es ist darauf hinzuweisen, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der thera-
peutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach-
medizinischen Experten anderseits nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztper-
sonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein 
subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil BGer 8C_909/2017 vom 26. Juni 2018 E. 9 mit Hinweisen). 
Dies ist hier nicht der Fall. Die Gutachter hatten Kenntnis der Berichte der behandelnden Ärzte und 
haben diese berücksichtigt. So anerkennen die Gutachter des J.________ z. B. explizit Bewegungs-
einschränkungen aufgrund der mehrfachen operativen Eingriffen. Jedoch konnte nicht für alle 
geltend gemachten Beschwerden ein körperliches Korrelat gefunden werden und insgesamt war 
deren Ausmass nicht vollständig nachziehbar. Dennoch wurden chronische Schmerzen am Becken 
und linken Oberschenkel sowie das zervikobrachiale Schmerzsyndrom als Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit gewertet. So sind gemäss dem Zumutbarkeitsprofil schwere und 
mittelschwere Arbeiten nicht mehr zumutbar und der Beschwerdeführerin sind nur noch sehr leichte 
Tätigkeiten möglich. Die IV-Stelle berücksichtigte ferner die nach dem Verlaufsgutachten des 
J.________ eingegangenen Berichte und legte diese jeweils den RAD-Fachärzten vor. Jedoch erga-
ben sich aus diesen Berichten keine relevanten Änderungen. Im Übrigen legt die Beschwerdeführe-
rin keine aktuellen Arztberichte, namentlich nicht von den von ihr erwähnten Schmerzspezialisten 

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des M.________ vor, aus welchen sich gemäss ihrer Beschwerde eine weitergehende Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit ergeben würde.

Hinsichtlich der depressiven Phasen verneinte Dr. med. I.________ eine Depression und die 
Gutachter des J.________ hielten zunächst eine leichte depressive Phase und im Verlaufsgutachten 
eine rezidivierende Depression aktuell remitiert fest. Auch aus den übrigen Akten ergeben sich keine 
Anhaltspunkte für eine langdauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Depression. 
So gab die N.________ am 15. Oktober 2015 (IV-Akten, S. 644 ff.) an, bei Eintritt präsentiere sich 
eine leicht depressive Patientin in gutem Allgemeinzustand. Im Bericht der O.________ vom 
14. März 2017 (IV-Akten, S. 638 ff.) finden sich keine Angaben zu psychischen Auffälligkeiten. 
Gemäss dem Austrittsbericht der P.________ vom 27. November 2017 (IV-Akten, S. 674 ff.) wurde 
die Beschwerdeführerin u. a. wegen depressiver Stimmungslage eingewiesen und die Klinik 
diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittlere Episode. Anlässlich eines 
weiteren Aufenthaltes in der Klinik wurde eine reaktive Depression notiert und die Beschwerdefüh-
rerin blieb während dem Aufenthalt über den Verlauf gesehen psychisch stabil (vgl. Austrittsbericht 
vom 14. Januar 2019; IV-Akten, S. 819 ff.). Die Q.________ erwähnte am 19. November 2019 (IV-
Akten, S. 955 ff.) eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte bis mittlere Episode. Es ist 
daran zu erinnern, dass gemäss aktueller Rechtsprechung eine leichte bis mittelschwere Depression 
nur in Ausnahmefällen invalidisierend ist (BGE 148 V 49). Überdies liegen keine fachpsychiatrischen 
Berichte vor, wonach die Beschwerdeführerin durch die rezidivierende depressive Störung in lang-
dauernder relevanter Weise in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist bzw. war.

Was den geltend gemachten Schwindel betrifft, ergibt sich aus dem Bericht des R.________ des 
S.________ vom 12. März 2020 (IV-Akten, S. 1000 f.) der Verdacht auf ein Vestibularisschwannom 
Koos Grad I links, ein peripheres vestibuläres Defizit links, Normakusis beidseits und der Verdacht 
auf Migräne. Die Beschwerdeführerin leide seit ca. einem Jahr an diskreten Schwindelbeschwerden, 
vor allem beim Gehen und Aufstehen. Zusätzlich bestehe eine Fallneigung nach links. Arlevert habe 
sehr gut geholfen. Aktuell persistiere nur die Gleichgewichtsproblematik. Die Untersuchung ergab 
ein peripher vestibuläres Defizit linksseitig mit beginnender Kompensation und es wurde eine inten-
sive vestibuläre Physiotherapie empfohlen. Ein Schädel-MRI vom 20. August 2020 (IV-Akten, 
S. 1128) zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung vom 4. November 2019 ein nach Grösse und 
Konfiguration unverändertes kleines Vestibularisschwannom. Ansonsten liege bis auf einzelne weni-
ge und primär unspezifische T2-hyperintense Marklagerläsionen weiterhin ein unauffälliges Schä-
del-MRI vor. Dr. med. T.________, Fachärztin für Neurologie des RAD, erklärte am 25. Januar 2021 
(IV-Akten, S. 1147 ff.), die berichtete Symptomatik mit diskretem Schwindel, Übelkeit, beides medi-
kamentös gebessert, sei gut vereinbar mit dem Vestibularisneurinom. Das Gehör sei intakt und es 
lägen leichtgradige Gleichgewichtsstörungen vor, indem sich die Beschwerdeführerin beim Gehen, 
vor allem im Dunkeln, mehr konzentrieren müsse. Vorübergehend könne es dadurch zu einer diskret 
erhöhten Ermüdbarkeit kommen. Aktuell sei durch das Vestibularisneurinom aufgrund der diskreten 
Symptomatik keine relevanten Einschränkungen des Zumutbarkeitsprofils zu erwarten. Somit führt 
ebenfalls der Schwindel nicht zu einer relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

Es kann damit auf die überzeugenden Gutachten des J.________ sowie von Dr. med. K.________ 
abgestützt werden. Diese erfüllen ferner die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen. Sie 
sind umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die beklagten Beschwer-
den, wurden in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben und die Beurteilung ist jeweils 
einleuchtend und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Auch berücksichtigen die psychiatri-
schen Gutachter die Indikatoren gemäss aktueller Rechtsprechung und äusserten sich beispielswei-
se zu den Einschränkungen, den vorhandenen Ressourcen sowie zur Konsistenz. Es ist deshalb 

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zusammen mit der den Gutachtern und der IV-Stelle von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer den 
Beschwerden angepassten Beschwerden auszugehen mit Ausnahme den jeweils sechs Monaten 
nach den operativen Eingriffen vom 20. August 2015, 10. Februar 2017 und 8. November 2018.

Ob der gelernte Beruf als C.________ dem vorerwähnten Zumutbarkeitsprofil entspricht, kann offen-
gelassen werden, da die zuletzt ausgeübte langjährige Arbeit als Beraterin für Säuglingsnahrung, 
welche im Telefondienst ausgeübt wurde, diesem entspricht.

5.2. Bezüglich der von der IV-Stelle vorgenommenen Hausabklärung bringt die Beschwerdeführe-
rin vor, die IV-Stelle erwähne zwar in der Verfügung den Umstand, dass sie getrennt von ihrem 
Ehemann lebe, schenke dem aber keine weitere Beachtung. Die IV-Stelle verweise regelmässig auf 
die Schadenminderungspflicht, wobei der Ehemann sieben Mal aufgeführt werde. Dieser sei jedoch 
ausgezogen. Werde die Schadenminderungspflicht des Ehemanns nicht berücksichtigt, ergebe sich 
im Haushaltsbereich eine Einschränkung von 21.56%. Weiter wäre sie nun gezwungen, soweit 
arbeitsfähig, heute einer ganzen Erwerbstätigkeit nachzugehen, was bei den zugesprochenen 
temporären Renten einen ganzen Rentenanspruch bei einem IV-Grad von über 70% zur Folge habe.

Während dem Vorbescheidverfahren, kurz vor Erlass der hier streitigen Verfügung vom 24. Februar 
2022, informierte die Beschwerdeführerin am 31. Januar 2022 (IV-Akten, S. 1214) die IV-Stelle, sie 
sei in Scheidung. Der Ehemann habe sie vor einem halben Jahr verlassen. Sie sei aus dem Einfa-
milienhaus ausgezogen, weil sie den Haushalt nicht selbständig bewältigen könne. Gemäss den 
Angaben in der Beschwerde demgegenüber lebt die Beschwerdeführerin seit Januar 2022 getrennt 
von ihrem Ehemann im bisher gemeinsam bewohnten Einfamilienhaus.

Zwar führt die Trennung vom Ehemann grundsätzlich zu einer geänderten Situation. Die Beschwer-
deführerin übersieht aber, dass dies vorwiegend für die Zukunft eine Rolle spielen wird, auch 
hinsichtlich eines allfälligen Wechsels zur gewöhnlichen Methode der Invaliditätsbemessung, nicht 
jedoch für die Periode bis zur hier streitigen Verfügung vom 24. Februar 2022. Gemäss Art. 88a IVV 
ist eine Änderung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen, wenn sie drei Monaten gedauert hat, 
was in Bezug auf die neue Wohnsituation beim Erlass der Verfügung vom 24. Februar 2022 nicht 
der Fall gewesen ist.

Weiter wird in der Stellungnahme des Abklärungsdienstes der IV-Stelle vom 20. Januar 2022 (IV-
Akten, S. 1211 f.) zu Recht darauf hingewiesen, gemäss dem J.________-Gutachten würden im 
Haushalt keine höhergradigen Einschränkungen bestehen. Lediglich beim Bewegen höherer Lasten 
i. S. eines Grosseinkaufs sollte die Beschwerdeführerin Hilfe durch andere Personen erhalten und 
wiederholte Überkopfverrichtungen wie das Aufhängen und Abnehmen von Wäsche sollten nicht 
zugemutet werden. Diese Einschränkungen seien berücksichtigt worden. Ferner geht die im 
Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familien-
angehörigen weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstüt-
zung (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen, bestätigt in Urteil BGer 8C_258/2022 vom 14. Dezember 
2022). Es ist deshalb nicht zu kritisieren, dass die Abklärungsperson i. S. der Schadenminderungs-
pflicht mehrmals den Ehemann erwähnt hat, zumal es dabei mit Ausnahme der Hilfeleistungen beim 
Kochen (Schneiden härterer Lebensmittel, Wasser abschütten, Reinigung der Küche) um nicht 
täglich anfallende Arbeiten handelt, die planbar sind (Staubsaugen, Wechseln der Bettwäsche, 
gründliche Reinigung, Gartenarbeit, Grosseinkauf).

Doch selbst wenn, rein hypothetisch, die Schadenminderungspflicht ausgeblendet würde, ergäbe 
sich keine Änderung. In diesem Fall würde im Haushalt eine Einschränkung von 21.56%, gewichtet 
mit 40% von 8.62% vorliegen, weshalb für die anerkannten Perioden einer vollständigen Arbeitsun-

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fähigkeit im Erwerbsbereich ein globaler Invalididätsgrad von gerundet 69% und für die übrige Zeit 
ein solcher von gerundet 9% resultieren würde, was zu keiner Änderung beim Rentenanspruch führt.

Damit gibt es auch nichts an der vorgenommenen Haushaltsabklärung auszusetzen und es ist im 
Haushalt von einer gewichteten Einschränkung von 2.69% auszugehen.

5.3. Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrades kritisiert die Beschwerdeführerin, die IV-
Stelle habe beim Invalideneinkommen keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen. Ein solcher 
sei aufgrund dem eingeschränkten Tätigkeitsbereich notwendig. Sie sei in jeder Überkopfbewegung, 
im Heben von Lasten und wegen den Rückenbeschwerden in jeder Tätigkeit eingeschränkt. Ferner 
rechtfertige sich ein Abzug wegen schwankender Arbeitsleistung und gesundheitlich bedingter 
Absenzen (Notwendigkeit sich liegend von den Schmerzen zu erholen, depressiven Episoden) 
sowie der langjährigen Absenz vom Arbeitsmarkt. Sie arbeite seit mindestens zehn Jahren nicht 
mehr.

Die vorgebrachten Einschränkungen wurden bereits im Zumutbarkeitsprofil vollumfänglich berück-
sichtigt. Weiter wurde die Notwendigkeit, sich von den Schmerzen liegend zu erholen, von den 
Gutachtern nicht bestätigt. Zudem führen die depressiven Phasen, wie dargestellt, nicht zu einer 
relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Was die geltend gemachte langjährige Absenz vom 
Arbeitsmarkt betrifft, beruht diese nicht auf objektive krankheitsbedingte Gründe, sondern nament-
lich auf die vom J.________ festgehaltene subjektive Krankheitsüberzeugung und hierfür rechtfertigt 
sich ebenfalls kein Abzug, zumal sich die langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt nicht zwingend 
lohnsenkend auswirkt (Urteil BGer 8C_267/2020 vom 9. September 2020 E. 6.3 mit Hinweis).

Doch selbst wenn ein allfälliger Abzug gemacht würde, ergäbe sich keine Änderung. Ein Abzug 
käme nur in Frage für die Perioden, in welchen die IV-Stelle keine Rente zugesprochen hat. Dabei 
ging die IV-Stelle sowohl für das Validen- als auch das Invalideneinkommen vom gleichen Lohn 
gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik aus, was von der Beschwer-
deführerin nicht beanstandet wird. Damit ergäbe sich maximal eine Einschränkung bei der Erwerbs-
tätigkeit von 25%, gewichtet mit 60%, von 15%, was ebenfalls nicht zu einem Rentenanspruch führt.

5.4. Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, sie sei zum Verfügungszeitpunkt 56 Jahre alt 
gewesen, weshalb es an der IV-Stelle gewesen wäre, Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen.

5.4.1.Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind 
nach mindestens 15 Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, in 
der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das 
medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung aus-
zuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der 
Regel die versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene 
Leistungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 
E. 5.1 mit Hinweisen).

Bei fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit, d. h. wenn die Eingliederungsbereitschaft aus 
invaliditätsfremden Gründen nicht gegeben ist, darf die Rente ohne vorgängige Prüfung von Mass-
nahmen der (Wieder-) Eingliederung und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens 
nach Art. 21 Abs. 4 ATSG herabgesetzt oder aufgehoben werden. Berufliche Massnahmen können 
zwar dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse i. S. einer Krankheitsüberzeugung zu 
beseitigen. Es bedarf indessen auch diesfalls eines Eingliederungswillens bzw. einer entsprechen-
den Motivation der versicherten Person. Es sind insbesondere die gegenüber der Verwaltung und 

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den medizinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung bzw. Arbeits-
motivation zu berücksichtigen. Ebenfalls von Belang sein können die im Vorbescheidverfahren und 
vor kantonalem Versicherungsgericht gemachten Ausführungen bzw. gestellten Anträge (Urteil 
BGer 8C_287/2022 vom 17. August 2022 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Es ist nur dann von fehlendem 
Eingliederungswillen bzw. fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit auszugehen, wenn er mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht (Urteil BGer 9C_231/2015 vom 
7. September 2015 E. 4.2 mit Hinweisen).

5.4.2.Die Beschwerdeführerin weist zu Recht auf das zur Publikation vorgesehene Urteil BGer 
8C_104/2021 vom 27. Juni 2022 hin, gemäss welchem für die Ermittlung des Eckwerts des 
55. Altersjahres ebenfalls bei rückwirkend befristeter und/oder abgestufter Rentenzusprache auf den 
Verfügungszeitpunkt abzustellen ist. Die 1965 geborene Beschwerdeführerin war im 
Verfügungszeitpunkt (24. Februar 2022) 56 Jahre alt, weshalb sich grundsätzlich die Frage stellt, ob 
die IV-Stelle Eingliederungsmassnahmen hätte vornehmen müssen. 

Diese hält fest, vom Mai bis August 2014 seien Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden. 
Sowohl im Vorbescheid vom 11. Juni 2021 als auch in der hier streitigen Verfügung sei die 
Beschwerdeführerin darauf hingewiesen worden, es könnten jederzeit Wiedereingliederungmass-
nahmen durchgeführt werden, sie habe aber nie den Wunsch nach solchen geäussert. Zudem lägen 
konkrete Anhaltspunkte vor, dass ihr die Selbsteingliederung trotz ihres Alters zumutbar sei. Sie 
habe eine vierjährige Ausbildung als C.________ mit Fähigkeitszeugnis abgeschlossen und Zusatz-
ausbildungen in Spagyrik und Ernährung gemacht. Neben Deutsch verfüge sie über sehr gute Fran-
zösisch- und gute Italienischkenntnisse sowie Kenntnisse in Buchhaltung. Sie habe bereits von 1989 
bis 1998 aus invaliditätsfremden Gründen (Kinder) die Arbeit aufgegeben und selbstständig den 
Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gefunden. Darüber hinaus sei sie seit Jahren teilzeitlich erwerbs-
tätig gewesen. Von einer langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt könne also nicht die Rede sein.

Hinsichtlich des letzten Punktes kann der IV-Stelle nicht gefolgt werden. Nach einen Arbeitsversuch 
vom 6. Mai bis 3. August 2014 beim Verein U.________ machte die Beschwerdeführerin ein Prakti-
kum bei der V.________, welches vom 5. Januar bis 5. April 2015 von der IV-Stelle übernommen 
wurde (vgl. IV-Akten, S. 475 ff., S. 549 f. und S. 638 ff.). Seitdem ging sie keiner Arbeitstätigkeit 
mehr nach. Im Übrigen kann der IV-Stelle gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin war in verschie-
denen Berufen tätig. Sie arbeitete jahrelang in ihrem Beruf, war Spielgruppenleiterin, half bei der 
Expo bei der Betreuung von Behinderten und war zuletzt Beraterin für Säuglingsnahrung. Weiter 
verfügt sie über gute Sprachkenntnisse, womit sie grundsätzlich über gute Ressourcen hinsichtlich 
einer Selbsteingliederung verfügt. Jedoch gibt es ernsthafte Zweifel am subjektiven Eingliederungs-
willen. Zwar erklärte sie anlässlich der Verlaufsbegutachtung durch das J.________ gegenüber dem 
Somatiker, sie würde gerne zumindest stundenweise arbeiten. Sie gebe Sonntagsschule, sei aber 
jeweils nach zwei Stunden erschöpft und könne nicht mehr sitzen. Demgegenüber gab sie gegen-
über dem Psychiater an, wegen ihrer Beschwerden könne sie nicht mehr arbeiten. Sie sei schon im 
Haushalt stark eingeschränkt, eine berufliche Tätigkeit könne sie sich nicht vorstellen. Die Gutachter 
erachteten aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung berufliche Massnahmen 
als nicht erfolgreich durchführbar an. Bereits im Vorgutachten des J.________ hielt der Somatiker 
fest, die Beschwerdeführerin fühle sich subjektiv nicht in der Lage, wieder in den Erwerbsprozess 
zurück zu kehren; berufliche Massnahmen könnten daher nicht empfohlen werden. Gegenüber dem 
Psychiater erwähnte sie damals, es sei zwar schon besser, ausserhäuslich zu arbeiten, wegen den 
Schmerzen könne sie aber nicht mehr arbeiten. Überdies wurde seit dem Ende des teilweise von 
der IV übernommenen Praktikums soweit ersichtlich zu keinem Zeitpunkt der Wunsch nach 
beruflichen Massnahmen geäussert. Somit muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 

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subjektive Eingliederungswille verneint werden und die IV-Stelle war nicht gehalten war, 
Massnahmen durchzuführen.

6.

Zusammenfassend hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu Recht einzig für die Zeitperioden 
vom 1. November 2015 bis 30. April 2016, vom 1. Mai bis 31. Oktober 2017 und vom 1. Februar bis 
31. Juli 2019 jeweils eine Dreiviertelsrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 63% zugespro-
chen. Die Verfügung vom 24. Februar 2022 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin werden auf CHF 800.- fest-
gesetzt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

Die mit ihren Anträgen unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten zu Lasten von A.________ werden auf CHF 800.- festgesetzt und mit dem 
von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 800.- verrechnet.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 17. Februar 2023/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: