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**Case Identifier:** 5caa0551-244c-5ada-a16a-f6231c37fca1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2025 200 2023 771
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-771_2025-08-27.pdf

## Full Text

IV 200 2023 771 
KNB/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. August 2025

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
ausgebildeter ..., meldete sich erstmals im Juli 2016 wegen eines Rücken-
leidens, Abnützung der Wirbel und einer Diskushernie L4/5 sowie "fehlen-
den Bandscheiben" bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (Akten der 
IVB [act. II] 8, 12/2). Es wurden verschiedene medizinische Berichte der 
behandelnden Ärzte eingeholt bzw. eingereicht (act. II 20 f., 25, 31, 45); 
weiter nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) eine Aktenbeurteilung 
am 5. September 2017 (act. II 50/4 f.) vor, wonach dem Versicherten die 
bisherige Tätigkeit als ... nicht mehr zumutbar sei; er könne jedoch eine 
angepasste, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit einem 
Pensum von 80 % ausüben. Die IVB sprach dem Versicherten in der Folge 
verschiedene Massnahmen zu: Es erfolgten vom 18. Oktober 2017 bis 18. 
April 2018 Berufsberatung im C.________ (act. II 60; Bericht vom 13. No-
vember 2017 [act. II 76]) und vom 30. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018 
ein Aufbautraining in der D.________ (fortan Abklärungsstelle D.________; 
act. II 57; Bericht vom 13. Februar 2018 [act. II 75]) sowie ab dem 5. Fe-
bruar 2018 ein Arbeitstraining in der Abklärungsstelle D.________ (act. II 
70). Per 4. April 2018 wurde das Arbeitstraining abgebrochen (act. II 78) 
und der Versicherte absolvierte vom 5. bis 25. April 2018 eine stationäre 
Behandlung in der Klinik E.________ (act. II 86/2 ff.). Vom 30. April bis 29. 
Juli 2018 nahm er wiederum an einem Arbeitstraining in der Abklärungs-
stelle D.________ teil (act. II 82; Bericht vom 27. Juli 2018 [act. II 91]). Die 
IVB übernahm zudem vom 30. Juli bis 12. August 2018 die "Arbeit zur 
Zeitüberbrückung" in der Abklärungsstelle D.________ (act. II 94) und vom 
13. August bis 14. Oktober 2018 eine berufliche Abklärung in der 
F.________ AG mit begleitendem Coaching durch die Abklärungsstelle 
D.________ (act. II 96; Bericht vom 4. Dezember 2018 [act. II 103]) sowie 
vom 15. Oktober 2018 bis 14. Januar 2019 einen Arbeitsversuch in der 
G.________ AG mit Coaching durch die Abklärungsstelle D.________ (act. 
II 100, 102; Bericht vom 17. Januar 2019 [act. II 108]) und sprach ihm 
überdies im Dezember 2018 Arbeitsvermittlung zu (act. II 104). Nach 

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durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 115) sprach die IVB dem 
Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 (act. II 122) eine ganze 
Rente befristet vom 1. Juni bis 31. Dezember 2017 zu; diese Verfügung 
blieb unangefochten. Nachdem der Versicherte ab dem 1. Januar 2020 
eine Tätigkeit bei der H.________ GmbH, ..., mit einem Pensum von 60 % 
aufgenommen hatte (act. II 125/2 f.), wofür die IVB einen dreimonatigen 
Einarbeitungszuschuss geleistet hatte (act. II 127 ff.), schloss die IVB am 
26. Februar 2020 die Arbeitsvermittlung ab (act. II 126). 

Am 21. April 2021 (act. II 136) meldete sich der Versicherte erneut bei der 
IVB zum Bezug von Leistungen an. In der Aktenbeurteilung vom 29. Juni 
2021 (act. II 145/3 ff.) ging der RAD davon aus, dass sich das Zumutbar-
keitsprofil nicht geändert habe. In der Folge stellte die IVB mit Vorbescheid 
vom 1. Juli 2021 (act. II 146) in Aussicht, dass auf das Leistungsbegehren 
nicht eingetreten werde. Der Versicherte erhob am 26. August 2021 
(act. II 149) Einwand und meldete, er habe am TT. August 2021 einen Ver-
kehrsunfall erlitten. Nach Konsultation des RAD (act. II 152/2) holte die IVB 
Verlaufsberichte von dipl. Arzt I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, Praktischer Arzt, vom 27. November 2021 (act. II 161) und vom 
10. November 2022 (act. II 181/2 ff.) sowie weitere medizinische Berichte, 
u.a. des Spitals J.________, ein (act. II 164, 175, 181/7 ff., 181/11 f.). Nach 
Konsultation des RAD am 22. Februar 2023 (act. II 184/3 ff.) veranlasste 
die IVB eine bidisziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. K.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Praktische Ärztin, und 
L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologe des 
Bewegungsapparates (bidisziplinäres Gutachten vom 23. Juni 2023 
[act. II 203.1]; orthopädisches [act. II 203.2] und psychiatrisches Teilgutach-
ten [act. II 203.3]). Mit neuem Vorbescheid vom 13. Juli 2023 (act. II 206) 
stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Hierge-
gen erhob der Versicherte am 7. September 2023 (act. II 211) Einwand. 
Am 26. September 2023 (act. II 213) verfügte die IVB wie im Vorbescheid 
in Aussicht gestellt.

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B.

Am 1. November 2023 erhob der Versicherte, wie bereits im Vorbescheid-
verfahren vertreten durch Rechtsanwältin B.________, beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern Beschwerde. Er beantragt das Folgende:

1. Die Verfügung vom 26. September 2023 sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Leistungsanspruch ihres 

Versicherten nach korrekter Durchführung des medizinischen Ab-
klärungsverfahrens erneut zu prüfen.

3. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, bei der Festsetzung des Inva-
lideneinkommens einen Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 10 % 
vorzunehmen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge   -

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2023 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2023 
(act. II 213). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefoch-
tene Verfügung datiert vom 26. September 2023 (act. II 213), somit nach 
dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020. Mit Blick auf die 
Anmeldung zum Leistungsbezug vom 21. April 2021 (act. II 136) sowie 
unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist des Art. 29 Abs. 1 
IVG (vgl. E. 2.3.1 hiernach) liegt der frühestmögliche Zeitpunkt des poten-
ziellen Anspruchs auf eine Rente im Oktober 2021, weshalb die Bestim-
mungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 
geltenden Fassung (fortan aArt.) Anwendung finden (vgl. dazu auch 
Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungs-
recht über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur 

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Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 
V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). 

Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person auszu-
gehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen sollen 
die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen 
können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters 

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(BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtli-
che psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2.2 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbstständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbstständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.2 und 2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 256, 8C_165/2021 
E. 4.2.1).

Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicher-
te Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene 
anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikato-

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ren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksich-
tigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreich-
baren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Re-
gelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikato-
ren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien "funktionel-
ler Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und "Konsistenz" einteilen lassen (E. 4.4 
S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Aner-
kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, 
wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten ge-
sundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi-
katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 
Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen 
(E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3.1 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch 
entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

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2.3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). 

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 

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ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 21. No-
vember 2021 (act. II 136) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom 
Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, 
ob zwischen der (unangefochten gebliebenen) Verfügung vom 3. Dezem-
ber 2019 (act. II 122), mit welcher die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer befristet eine ganze Rente vom 1. Juni bis 31. Dezember 
2017 zugesprochen hatte, und der hier angefochtenen Verfügung vom 
26. September 2023 (act. II 213) eine wesentliche Änderung in medizini-
scher bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, welche geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.4.2 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 3. Dezember 2019 (act. II 122) stützte sich in 
medizinischer Hinsicht namentlich auf die Aktenbeurteilung des RAD vom 

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5. September 2017 (act. II 50/3 ff.). Darin wurde mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit das Folgende diagnostiziert (act. II 50/3):

- Funktioneller Muskelhartspann M. quadriceps beidseits bei 
Status nach ALIF L4/5 und L5/S1 am 10. November 2016

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde das Folgende diagnosti-
ziert (act. II 50/4):

- Diskushernie L5/S1 median bis rezessal rechts 
ohne Nervenkompression oder relevante Stenose (MRI LWS 12/2015)

- Partialruptur mediales Kollateralband Knie rechts 2007
- Motorradunfall 07/2013 mit 

vorderer Kreuzbandruptur und grossen Hämatom prapatellar rechtes 
Knie

- Status nach Meniskusoperation bei Hinterhornriss 12/14

In der angestammten Tätigkeit als ... sei der Beschwerdeführer auf Dauer 
nicht mehr arbeitsfähig. In einer angepassten wechselbelastenden, vorwie-
gend sitzenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von mittelschweren und 
schweren Lasten, ohne Zwangshaltungen wie Bücken, Knien und Kauern, 
ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, Kälte und Nässe, ohne vorwiegende 
Überkopfarbeit, ohne absturzgefährdetes Arbeiten und Steigen auf Gerüs-
ten, Leitern und Dächern und ohne repetitive Rumpfrotation im Sit-
zen/Stehen, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Die Einschränkung 
von 20 % sei einem erhöhten Pausenbedarf geschuldet. Bezogen auf einen 
8.5 Stundentag ergebe sich eine Anwesenheit von 6.8 Stunden.

3.3 Bezüglich des medizinischen Sachverhalts in der massgebenden 
Zeit nach der Verfügung vom 3. Dezember 2019 (act. II 122) bis zur Verfü-
gung vom 26. September 2023 (act. II 213) ist den Akten im Wesentlichen 
das Folgende zu entnehmen: 

3.3.1 Im Bericht vom 23. Dezember 2020 (act. II 142/7) diagnostizierte 
Dr. med. M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, das Folgende:

- Therapierefraktäres thorakales Schmerzsyndrom bei Status nach ALIF 
L4/5, L5/S1 am 10. November 2016 

- Funktioneller Hartspann M. quadriceps beidseits

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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Die Situation bleibe chronisch wechselhaft ohne Hinweis für eine Myelo-
pathie oder weitere relevante degenerative Veränderungen.

3.3.2 Im Bericht vom 9. Februar 2021 (act. II 142/5) diagnostizierte 
Dr. med. N.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere 
Medizin, im Wesentlichen das Folgende: 

- Verdacht auf Instabilität lumbal
- Rezidivierendes thorakovertebrales Schmerzsyndrom 

Klinisch handle es sich um eine Anschlusssegment-Instabilität bei Status 
nach anteriorer lumbar interbodyfusion. Der MRI-Befund zeige eine recht 
eindrückliche fettige Atrophie der tiefen autochtonen Rückenmuskulatur im 
Bereich L4/S1 mit ungenügender muskulärer Verankerung des Achsenske-
lettes mit dem Beckenring. Der Beschwerdeführer könne die dorsoabdomi-
nale Stabilität nicht gewährleisten. Weiter seien Hinweise für eine Dekondi-
tionierung vorhanden (act. II 142/6).

3.3.3 Im Verlaufsbericht von 27. November 2021 (act. II 161/4 ff.) dia-
gnostizierte Dr. med. I.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
das Folgende (act. II 161/5 Ziff. 2.5):

- Rezidivierende Lumboischialgie rechts mit Segmentdegeneration L4/5 
und L5/S1 mit Diskushernie L5/S1 rechts medio-lateral und Fazetten-
arthrose L4 bis S1

- Chronisches thorakales Schmerzsyndrom mittlere BWS bei Diskushernie
- HWS-Schmerzen nach Autoauffahrunfall am TT. August 2021

Der Beschwerdeführer sei zurzeit arbeitslos. Zu Hause sei er allerdings, 
soweit es die Schmerzen zuliessen, aktiv mit Hausarbeiten, kleineren 
Handwerksarbeiten und Einkäufe erledigen (act. II 161/6 Ziff. 3.1). Eine 
wechselbelastende Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu vier Stunden 
zumutbar (act. II 161/8 Ziff. 4.1).

3.3.4 Im Bericht vom 26. September 2022 (act. II 175) diagnostizierte 
Dr. med. O.________, Facharzt für Anästhesiologie, Spital J.________, 
das Folgende (act. II 175/1):

- HWS-Beschwerden nach klassischem Whiplash-Trauma am TT. August 
2021 mit/bei:

- Fazettenüberlastungssymptomatik beidseits C3-6 mit:
- Nacken-Schulter-Arm-Schmerzen initial rechts mehr als links

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- Occipitalis Beschwerden beidseits mit:
- Klassischem Spannungskopfschmerz
- FBSS (Postnukleotomie-Syndrom) mit/bei:
- Chronischen lumboradikulären Schmerzen beidseits mit:
- Schmerzen in beiden Beinen in Ruhe und unter Belastung bei:
- ALIF L4-S1 11/16 bei:
- Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1 rechts medio lateral und Fazette-

narthrosen
- Zervikothorakales Schmerzsyndrom aktuell rechts mehr als links mit/bei: 
- Zustand nach Whiplash-Trauma 8/21 mit midthorakaler DH ohne neuro-

logische Relevanz
- Zustand nach diversen Infiltrationen zervikal und lumbal in den letzten 

zwölf Monaten

Aufgrund der FBSS-Symptomatik mit zeitweilig radikulärem Abstrahlen in 
beide Ober- und Unterschenkel sei dreimalig eine translaminäre Ste-
roidinfiltration L5/S1 durchgeführt worden, was dem Beschwerdeführer eine 
länger andauernde Schmerzlinderung und Verbesserung der Gehfähigkeit 
gebracht habe. Mit der Infiltration der zervikalen Fazettengelenke C2-5 
rechts am 21. April 2022 und links am 19. Mai 2022 seien die zervikalen 
Beschwerden nochmalig verbessert worden, zusätzlich hätten die Span-
nungskopfschmerzen mittels sonographisch gesteuerten Blockaden der 
Occipitalisnerven beidseits deutlich verbessert werden können. Aufgrund 
der bisher fehlenden Nachhaltigkeit der interventionell angegangenen lum-
bo-radikulären Beschwerden im Sinne einer Failed-Back-Surgery-
Symptomatik sei langfristig die Implantation eines neuromodulativen Sys-
tems geplant (act. II 175/2).

3.3.5 Im Bericht vom 10. November 2022 (act. II 181/2 ff.) führte 
Dr. med. I.________ aus, der Gesundheitszustand sei stationär. Dem Be-
schwerdeführer seien Büroarbeiten, kleine handwerkliche Arbeiten ohne 
Gewichte, administrative Tätigkeiten usw. zumutbar. Stehen, Sitzen ab-
wechselnd, die Gehstrecke auf ebenem Untergrund sei nicht einge-
schränkt, in einer solch angepassten Tätigkeit betrage das Arbeitspensum 
ca. 60-80 %, je nach Verlauf sei es auf 100 % steigerbar (act. II 181/6 
Ziff. 14).

3.3.6 Am 21. November 2022 (act. II 203.5) erfolgte im Spital J.________ 
durch die Dres. med. P.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, und O.________ eine SCS 
(spinal cord stimulation) Vollimplantation.

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3.3.7 Im bidisziplinären (orthopädisch/psychiatrisch) Gutachten vom 
23. Juni 2023 (act. II 203.1-203.3) diagnostizierten die Dres. med. 
K.________ und L.________ das Folgende (act. II 203.1/6 Ziff. 4.3):

- Zervikospondylogenes Syndrom (ICD-10: M54.82) bei degenerativen 
Veränderungen ossärer Art im Bereich C3 bis C6 (ICD-10: M47.82) nach 
HWS-Distorsionstrauma (ICD-10: S13.4) im August 2021

- Lumbospondylogenes Syndrom (ICD-10: M54.87) bei degenerativen 
Veränderungen ossärer (ICD-10: M47.87) und diskogener (ICD-10: 
M51.3) Art im Bereich der LWS nach Dekompression und Spondylodese 
von L4 bis S1 im November 2016 (ICD-10: Z98.1) und Implantation eines 
SCS (ICD-10: Z96.82), DD Failed-Back-Surgery-Syndrom (ICD-10: 
M96.1) 

- Leichte antero-mediale Instabilität im Bereich des rechten Kniegelenks 
(ICD-10: M23.50) nach mehreren Distorsionstraumata (ICD-10: S83.7)

- Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21)
- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10: F45.41)
- Gastrointestinale Refluxkrankheit (ICD-10: K21.9) 
- Adipositas Grad I (ICD-10: E66.90) 
- Restbeschwerden im Bereich des rechten Handgelenks im Sinne einer 

Bewegungseinschränkung nach Osteosynthese (ICD-10: Z98.8) einer 
Radiusfraktur (ICD-10: S52.50) im August 2008

Zur Krankheitsentwicklung hielten die Gutachter fest, aktuell bestünden in 
orthopädischer Hinsicht lumbal lokalisierte brennende Dauerschmerzen mit 
Ausstrahlung in beide Gesässhälften, welche durch Belastungen verstärkt 
würden. Eine neurologische Ausfallsymptomatik werde nicht beschrieben. 
Im Bereich der HWS beschreibe der Beschwerdeführer druckartige, zeit-
weise stechende Dauerschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf, in 
die Schultergürtelmuskulatur und nach vorne in den Schulterbereich, wel-
che ebenfalls bei Belastungen zunähmen. Die Kopfbeweglichkeit werde im 
Sinne einer mechanischen Blockade als eingeschränkt beschrieben; über 
neurologische Ausfälle werde nicht berichtet. Aus psychiatrischer Sicht 
hätten chronifizierte Schmerzen und auch zunehmende psychosoziale Be-
lastungen psychische Beschwerden ausgelöst, diese seien aus gutachterli-
cher Sicht als Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion zu 
diagnostizieren. Zudem seien die diagnostischen Kriterien für eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren erfüllt 
(act. II 203.1/5 Ziff. 4.1).

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... hielten 
die Gutachter fest, die orthopädische Einschätzung sei diesbezüglich 

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führend, was bedeute, dass der Beschwerdeführer arbeitsunfähig sei. Die-
se Arbeitsunfähigkeit bestehe spätestens seit dem operativen Eingriff von 
November 2016 (act. II 203.1/7 Ziff. 4.5). In orthopädischer Hinsicht führten 
die Gutachter aus, dem Beschwerdeführer sei eine angepasste Tätigkeit zu 
70 % zumutbar (Arbeitsunfähigkeit von 30 %). Der Beschwerdeführer kön-
ne zweimal drei Stunden pro Tag arbeiten und sei auf eine verlängerte Mit-
tagspause zur Erholung angewiesen (act. II 203.1/8 Ziff. 4.7). Zum Zumut-
barkeitsprofil hielten die Experten fest, das Achsenskelett des Beschwerde-
führers sei vermindert belastbar, er könne keine Lasten über 5 kg, gele-
gentlich 10 kg heben oder tragen, keine Zwangspositionen der Wirbelsäule 
einnehmen, den Kopf nicht länger in der gleichen Position halten, keine 
brüsken Bewegungen des Kopfes, keine In-/Reklinations- oder Rotations-
bewegungen der Wirbelsäule durchführen und keinen axialen Schlägen 
und keiner Kälte ausgesetzt werden (act. II 203.1/6 Ziff. 4.3). Weiter führten 
sie aus, in psychischer Hinsicht bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine 
Arbeitsfähigkeit von 80 % (Arbeitsunfähigkeit von 20 %). Es sollten Berufe 
mit hoher Stressbelastung, unregelmässige Arbeitszeiten und Berufe, die 
mit starker sensorischer Stimulation wie beispielsweise in der …. oder in 
lauten, überfüllten Umgebungen vermieden werden, da diese für Menschen 
mit einer Schmerzverarbeitungsstörung herausfordernd sein könnten. 
Übermässige Geräusche, grelles Licht oder übermässige visuelle Reize 
könnten die Schmerzen verstärken. Von Vorteil seien ruhigere Tätigkeiten, 
ohne allzu grosse Lärmbelastung, ohne mehrere gleichzeitige Anforderun-
gen, ohne starken Zeitdruck mit einem überschaubaren geordneten Ar-
beitsablauf (act. II 203.1/8 Ziff. 4.7).

Zur Gesamtarbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, diese sei sowohl 
durch orthopädische als auch durch psychische Gesundheitsstörungen 
bedingt. Die eigenständigen psychischen Erkrankungen einer Anpassungs-
störung mit längerer depressiver Reaktion und einer chronischen Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren bedingten einerseits 
eine Verstärkung der somatischen Defizite und andererseits unterschiedli-
che Einschränkungen im Sinne eines leicht reduzierten Durchhaltevermö-
gens, einer reaktiv depressiven Verstimmung und einer Einengung der 
Denkinhalte auf das Körpererleben, so dass es gerechtfertigt erscheine, die 
Arbeitsunfähigkeit aus bidisziplinärer Sicht um 10 % zu erhöhen. Dies be-

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deute, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 60 % 
(Gesamtarbeitsunfähigkeit 40 %) zumutbar sei (act. II 203.1/7 Ziff. 4.5). 

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

3.5 Das bidisziplinäre (orthopädische/psychiatrische) Gutachten der 
Dres. med. L.________ und K.________ vom 23. Juni 2023 (act. II 203.1) 
und die dazugehörigen Teilgutachten (act. II 203.2, 203.3) erfüllen – soweit 
die Befunderhebung, die Diagnostik und die Folgeabschätzung in somati-
scher Hinsicht betreffend (zur Nachvollziehbarkeit der in psychischer Hin-
sicht attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit siehe E. 3.5.3 und 
3.5.4 hiernach) – die Anforderungen an den Beweiswert einer medizini-
schen Expertise und erbringen grundsätzlich vollen Beweis (E. 3.4.1 hier-
vor). 

3.5.1 In somatischer Hinsicht setzte sich der Gutachter Dr. med. 
L.________ mit den gesundheitlichen Einschränkung des Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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rers auseinander (act. II 203.1/5, 203.2/1 ff.). Seine Ausführungen und 
Feststellungen beruhen auf eingehenden fachärztlichen Abklärungen und 
sind in Kenntnis der Vorakten (act. II 203.4) getroffen worden. Basierend 
darauf hat der Experte die medizinischen Befunde (act. II 203.2/7 ff. Ziff. 4) 
nachvollziehbar dargestellt und die aus den Befunden und den Vorakten zu 
ziehenden Schlussfolgerungen überzeugen (act. II 203.2/10 ff. Ziff. 6). Der 
Gutachter äusserte sich nachvollziehbar und überzeugend zur Konsistenz 
und Plausibilität (act. II 203.2/10 f. Ziff. 6.2). Seine Einschätzung, dass die 
angegebenen Beschwerden und Einschränkungen zwar nicht im angege-
benen Ausmass nachvollziehbar seien, es bestünden jedoch keine Hinwei-
se auf Aggravation oder Inkonsistenzen (act. II 203.2/11 Ziff. 6.2), leuchtet 
ein. Zum Verlauf hielt er nachvollziehbar und schlüssig fest, im Bereich der 
HWS hätten degenerative Veränderungen ohne Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit vorgelegen sowie als Folge des Verkehrsunfalls von August 2021 
seien keine traumatischen Läsionen festgestellt worden, der Beschwerde-
führer habe aber ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom entwickelt 
und bezüglich der (lumbalen) Rückenschmerzen habe eine intensive 
schmerztherapeutische Behandlung im Spital J.________ lediglich für meh-
rere Wochen eine gute Wirkung gezeigt, sodass Ende November 2022 
dann eine SCS-Implantation durchgeführt worden sei, was zu einer deutli-
chen Besserung geführt habe (act. II 203.2/10 Ziff. 6.1). Dass der orthopä-
dische Gutachter in der Folge davon ausging, in somatischer Hinsicht liege 
eine Veränderung des Gesundheitszustandes vor und die Arbeitsfähigkeit 
sei neu einzuschätzen (act. II 203.2/14 Ziff. 8.4.1), leuchtet ein. Von Mitte 
März bis Anfang April 2021 hielt sich der Beschwerdeführer stationär in der 
Klinik E.________ auf und zudem erfolgte später eine SCS-Implantation, 
deshalb überzeugt die Beurteilung, es sei diesbezüglich jeweils von einer 
vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszugehen (act. II 
203.2/14 Ziff. 8.2, 203.2/15 Ziff. 8.4.1). Die Einschätzung des Experten, der 
Beschwerdeführer sei unverändert seit Jahren in der angestammten Tätig-
keit als ... zwar arbeitsunfähig (act. II 203.2/13 Ziff. 8.1), ihm sei jedoch eine 
angepasste wechselbelastende, körperlich leichte Tätigkeit zu 70 % (zwei-
mal drei Stunden pro Tag mit einer verlängerten Mittagspause) zumutbar 
(act. II 203.2/13 Ziff. 8.2), wobei dies spätestens vier Monate nach dem 
Unfall im August 2021 gelte (act. II 203.2/14 Ziff. 8.2), ist überzeugend und 
schlüssig. Damit ist in somatischer Hinsicht in einer angepassten Tätigkeit 

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auf die attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % abzustellen. Zudem ist dadurch 
im massgebenden Vergleichszeitraum (E. 3.1 hiervor) ein Revisionsgrund 
gegeben und der strittige Rentenanspruch ist in der Folge frei zu prüfen 
(E. 2.4.2 hiervor).

3.5.2 Im psychiatrischen Teilgutachten setzte sich die Gutachterin 
Dr. med. K.________ mit den gesundheitlichen Einschränkung des Be-
schwerdeführers auseinander und berücksichtigte seine Angaben zu den 
Beschwerden und zum Tagesablauf (act. II 203.3/1 ff. Ziff. 3). Die Expertin 
hatte Kenntnis der Vorakten (act. II 203.4) und damit auch vom Umstand, 
dass sich der Beschwerdeführer weder in psychiatrischer noch psychothe-
rapeutischer Behandlung befindet (act. II 203.3/3 Ziff. 3.2, 203.3/5 Ziff. 6.1; 
vgl. auch act. II 203.4). In der Schlussfolgerung hielt die Expertin in psych-
iatrischer Hinsicht fest, es seien eine leicht reduzierte psychische Stabilität, 
ein leicht reduziertes Durchhaltevermögen, eine reaktiv depressive Ver-
stimmung und eine Einengung der Denkinhalte auf das Körpererleben vor-
handen; es lägen Beeinträchtigungen vor, komplexe Mehrfachaufgaben 
auszuführen und mit Stress- und Krisensituationen umzugehen; es bestehe 
eine mangelnde Entschlusskraft und eine verminderte/veränderte Aufmerk-
samkeitsfokussierung (act. II 203.1/6 Ziff. 4.3, 203.3/6 Ziff. 6.3.1). Vor die-
sem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass Dr. med. K.________ basierend 
auf den anlässlich der Begutachtung gemachten Verhaltensbeobachtungen 
sowie den Untersuchungsbefunden (act. II 203.3/4 Ziff. 4) eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) sowie eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 
(ICD-10: F43.21) diagnostizierte (act. II 203.3/6 Ziff. 6.3.2). 

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt sie einerseits fest, dem Beschwerdefüh-
rer sei bisher aus rein psychischen Gründen keine Arbeitsunfähigkeit attes-
tiert worden, andererseits wies sie daraufhin, dass retrospektiv ab Ende 
2020 psychosoziale Faktoren vorgelegen hätten, so dass ab diesem Zeit-
punkt von einer leichten psychischen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 
von 20 % infolge der Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 
und der Schmerzverarbeitungsstörung auszugehen sei (act. II 203.3/6 
Ziff. 6.3.1, 203.3/7 Ziff. 7.1). 

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3.5.3 Von einer lege artis, normorientierten, d.h. nach Massgabe von 
BGE 141 V 281 erfolgten medizinischen Schätzung ist aus triftigen Grün-
den abzuweichen. Solche liegen vor, wenn die medizinisch-psychiatrische 
Annahme einer Arbeitsunfähigkeit unter dem entscheidenden Gesichtswin-
kel von Konsistenz und materieller Beweislast der versicherten, rentenan-
sprechenden Person zu wenig gesichert ist und insofern nicht überzeugt. 
Dabei ist zu beachten, dass die ärztliche Beurteilung Ermessenszüge auf-
weist, die auch den Rechtsanwender begrenzen. Für die Prüfung der Fra-
ge, ob und inwieweit die ärztlichen Experten ihre Arbeitsunfähigkeitsschät-
zung unter Beachtung der massgebenden Indikatoren (Beweisthemen) 
hinreichend und nachvollziehbar begründet haben, ist erforderlich, dass die 
Sachverständigen substanziiert darlegen, aus welchen medizinisch-
psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das funktionelle Leis-
tungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, quantitati-
ver und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen. Insbesondere hat der 
medizinisch-psychiatrische Sachverständige darzutun, dass, inwiefern und 
inwieweit wegen der von ihm erhobenen Befunde die beruflich-erwerbliche 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, und zwar – zu Vergleichs-, Plausibilisie-
rungs- und Kontrollzwecken – unter Miteinbezug der sonstigen persönli-
chen, familiären und sozialen Aktivitäten der rentenansprechenden Person. 
Kommen die Experten dieser Aufgabe unter Berücksichtigung der durch 
BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen überzeugend nach, wird die 
medizinisch-psychiatrische Folgenabschätzung auch aus der juristischen 
Sicht des Rechtsanwenders Bestand haben (BGE 145 V 361 E. 4.3 
S. 367). Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheits-
bedingte Arbeitsunfähigkeit kann somit als geleistet betrachtet werden, 
wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer um-
fassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in 
allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähig-
keit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbrin-
gen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuunguns-
ten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 145 V 361 E. 3.2.2 
S. 364, 144 V 50 E. 4.3 S. 54). 

Mit Blick auf die von der psychiatrischen Gutachterin diagnostizierten psy-
chischen Störungen und die weiteren Ausführungen in der versicherungs-

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medizinischen Beurteilung, worin sie auch invalidenversicherungsrechtlich 
nicht relevante psychosoziale Faktoren beizog, indem sie die attestierte 
Arbeitsunfähigkeit und deren Beginn ausdrücklich mit ebenjenen begründe-
te, sowie unter Berücksichtigung ihrer Ausführungen zu den Fähigkeiten, 
Ressourcen und Belastungen (act. II 203.3/7 Ziff. 7.1 f.) ist nachfolgend zu 
prüfen, ob die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 20 % durch die 
psychiatrische Gutachterin auch in rechtlicher Hinsicht beachtlich ist. Dies 
deshalb, da die Gutachterin Dr. med. K.________ die Indikatorenprüfung 
nicht rechtsgenüglich vorgenommen hat. Die entsprechende Prüfung er-
folgte unvollständig und inhaltlich mangelhaft. Namentlich fielen die Aus-
führungen zur Konsistenz und Plausibilität (act. II 203.3/5 Ziff. 6.2) rudi-
mentär aus und wären mit Blick auf die lediglich geringfügig erhobenen 
Einschränkungen weiter zu begründen gewesen. Zudem beschränkte sich 
Dr. med. K.________ bei der Würdigung von Fähigkeiten, Ressourcen und 
Belastungen auf die blosse Wiedergabe der Befunde des Mini-ICF-APP, 
was nicht genügt. Damit bestehen triftige Gründe im Sinne der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung, um die Indikatorenprüfung vorliegend gerichtlich 
vorzunehmen (vgl. E. 3.5.3 hiervor). Dabei erlauben das bidisziplinäre Gut-
achten vom 23. Juni 2023 (act. II 203.1) und die dazugehörigen Teilgutach-
ten (act. II 203.2, 203.3) eine zuverlässige rechtliche Beurteilung anhand 
der massgeblichen Indikatoren durch das Gericht.

4.

4.1 In der Herleitung der Diagnosen hielt die psychiatrische Gutachterin 
bezüglich der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10: F45.41) fest (act. II 203.3/6 Ziff. 6.3.1), das Aus-
mass der angegebenen Beschwerden aus orthopädischer Sicht sei bezüg-
lich der geschilderten Schmerzproblematik zwar nicht vollumfänglich nach-
vollziehbar, die chronischen Schmerzen würden jedoch durch einen soma-
tischen Krankheitsfaktor ausgelöst und aufrechterhalten, wobei zusätzlich 
auch psychologische Faktoren vorlägen, die für das Krankheitsverständnis 
und/oder die Behandlung von Relevanz seien. Zur Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) führte sie aus 
(act. II 203.3/5 f. Ziff. 6.3.1), der Beschwerdeführer habe im Rahmen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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aktuellen Untersuchung berichtet, dass von somatischer Seite die Behand-
lungsmethoden nun weitestgehend ausgeschöpft seien und dass sich zwar 
die Schmerzproblematik an der LWS gebessert habe, jedoch nicht die Be-
schwerden im HWS/BWS-Bereich. Er könne deswegen schlecht schlafen 
und brauche tagsüber viele Pausen. Die Stimmung sei schwankend. Im 
Kontakt mit seiner Ehefrau oder auch, wenn er Freunde oder Bekannte 
treffe, könne er sich ablenken. Allein frage er sich jedoch teilweise, ob das 
Leben so weiter für ihn Sinn machen würde, denke aber dann an seine 
Ehefrau und könne den Gedanken wieder beiseiteschieben (act. II 203.3/5 
Ziff. 6.3.1). Es ist davon auszugehen, dass die psychiatrische Gutachterin 
die klassifikatorischen Vorgaben zur chronischen Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41; act. II 203.3/6 
Ziff. 6.3.1) und zur Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 
(ICD-10: F43.21) einhielt (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT/SCHULTE-MARKWORT 
[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis, 10. Aufl. 2015, 
S. 209 f., 233 f.). Die Gutachterin wies jedoch auch auf nicht invalidenversi-
cherungsrechtlich relevante psychosoziale Faktoren hin (veränderte Rolle 
in der Familie und zunehmende Probleme im Beruf). Gemäss den Gutach-
tern liegen keine Hinweise auf Aggravation vor. Die Prüfung der ersten 
Ebene schliesst einen invalidisierenden Gesundheitsschaden somit nicht 
aus, so dass auf der zweiten Ebene anhand der Standardindikatoren die 
ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des tatsächlich erreichbaren 
Leistungsvermögens zu erfolgen hat.

4.2 Zum "funktionellen Schweregrad" (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.) 
und namentlich mit Bezug auf den Komplex "Gesundheitsschädigung" 
(BGE 141 281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich, dass die psychiatrische Gut-
achterin in den Befunden u.a. festhielt, die Mimik wirke teilweise schmerz-
verzerrt, die Stimmungslage sei je nach Thematik etwas niedergedrückt 
und deprimiert, über weite Strecken auch ambivalent, etwas klagsam und 
hoffnungsvermindert; das formale Denken sei teilweise grübelnd. Gleichzei-
tig habe der Beschwerdeführer keine schwerwiegenden psychischen Pro-
bleme angegeben, er sei kontaktbereit, emotional mitschwingend und zu-
gewandt freundlich (act. II 203.3/4 Ziff. 4). Damit bestehen keine konkreten 
Hinweise für eine schwerere Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, 

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als diese den gestellten Diagnosen bereits inhärent ist (Urteil des 
BGer 9C_755/2018 vom 9. Mai 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen); insgesamt 
erscheinen die psychopathologischen Befunde im Wesentlichen eher ge-
ring ausgeprägt.

Bezüglich des "Behandlungs- und Eingliederungserfolgs bzw. -resistenz" 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist festzuhalten, dass keine psychiatri-
sche oder psychotherapeutische Behandlung stattfindet und der Be-
schwerdeführer auch keine entsprechenden Medikamente einnimmt 
(act. II 203.3/5 Ziff. 6.1). Mithin bestehen etliche Behandlungsmöglichkei-
ten; eine Behandlungsresistenz ist nicht erstellt. Es ist auch keine Einglie-
derungsresistenz erstellt, denn der Beschwerdeführer absolvierte verschie-
dene Eingliederungsmassnahmen (act. II 70, 82, 91, 94, 96, 103, 100, 102, 
108) und war ab Januar 2019 zudem zu 60 % arbeitstätig (act. II 116/3, 
125/2 f., 127 ff.), wobei er diese Arbeit infolge Auftragsmangel des Betrie-
bes verlor (act. II 203.1/4). 

Was die "Komorbiditäten" (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) anbelangt, 
liegt keine schwere, persönliche Ressourcen raubende (psychische) Ko-
morbidität vor. Zwar finden sich zwei eigenständige Diagnosen, wobei 
diesbezüglich jedoch keine negativen Wechselwirkungen beschrieben wer-
den. Bei der Anpassungsstörung handelt es sich sodann um keine schwere 
psychische Krankheit und besteht zudem noch bedeutendes therapeuti-
sches Potential (vgl. BGE 148 V 49). Bezüglich der somatischen Begleiter-
krankungen fehlt es ebenfalls an der negativen Wechselwirkung, insbeson-
dere nachdem hier mit der SCS-Implantation (act. II 203.2/10 Ziff. 6.1) eine 
deutliche Verbesserung eintrat. Betreffend die "Komorbiditäten" besteht 
insgesamt keine Einschränkung. 

Beim Komplex "Persönlichkeit" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) bestehen 
keine Hinweise auf eine relevante Persönlichkeitsakzentuierung oder eine 
Persönlichkeitsstörung (act. II 203.3/6 Ziff. 6.3.1). 

Bezüglich des "sozialen Kontextes" (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) ist 
festzustellen, dass der Beschwerdeführer eine Familie (Ehefrau, zwei 
Töchter) hat (act. II 203.2/5), welche für seine Situation Verständnis zeigt 
(act. II 203.3/3 Ziff. 3.2), erhöhte doch die Ehefrau das Arbeitspensum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

- 23 -

(act. II 203.3/5 Ziff. 6.1). Bezüglich der Freizeit und Hobbies gibt der Be-
schwerdeführer an, er gehe dreimal pro Woche für ca. eine Stunde ins Fit-
ness (act. II 203.3/3 Ziff. 3.2), was auch eine gute Ablenkung für ihn sei; er 
habe ein paar gute Kollegen, mit denen er reden könne und auch die 
Nachbarschaft sei gut (act. II 203.3/3 Ziff. 3.2); er sei gerne in der freien 
Natur, mache Wanderungen, wobei diese wegen der Rückenbeschwerden 
weniger anspruchsvoll seien. Das ... gab er zwar auf, dies jedoch infolge 
der Rückenbeschwerden (act. II 203.2/6 Ziff. 3.2). Mithin liegt kein sozialer 
Rückzug vor; die Einschränkungen sind sodann nicht auf psychische, son-
dern vornehmlich auf die somatischen Beschwerden zurückzuführen.

4.3 Zur "Konsistenz", worunter die verhaltensbezogenen Kategorien 
fallen (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303), liegt mit Blick auf die Freizeitgestal-
tung und den Tagesablauf (act. II 203.2/5, 203.3/3) keine "gleichmässige 
Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei-
chen" vor (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.). Der Beschwerdeführer gibt 
an, er erledige die Haushaltsarbeiten (die Ehefrau ist zu 100 % erwerbs-
tätig), er mache Frühstück sowie das Mittagessen und wasche die Wäsche. 
Den Einkauf erledige er zusammen mit der Ehefrau. Er fahre Auto, wenn 
auch kleinere Strecken (act. II 203.2/5 f., 203.2/3). Der Teilbereich "Konsis-
tenz" ist damit nicht erfüllt.

Was die Inanspruchnahme von "therapeutischen Optionen" betrifft (vgl. 
BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304), erfolgen in psychiatrischer Hinsicht keine 
Behandlungen. Der Beschwerdeführer ist beim Hausarzt in Behandlung 
(act. II 203.3/3), welcher ihn als psychisch gut kompensiert und voll belast-
bar einschätzte (vgl. act. II 181/5 Ziff. 12). Auch dieser Teilbereich ist somit 
nicht erfüllt.

4.4 Die zu berücksichtigenden Indikatoren lassen demnach nicht den 
Schluss auf invalidisierende Funktionseinbussen im rechtlichen Sinne zu; 
ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert 
ist damit aus rechtlicher Sicht nicht erstellt. Nach dem Dargelegten ist die 
von der psychiatrischen Gutachterin vorgenommene Einschätzung der Ar-
beitsunfähigkeit von 20 % (act. II 203.1/8 Ziff. 4.7, 203.3/8 Ziff. 8.2) wie 
auch die aus psychischen Gründen im Gutachten erfolgte Erhöhung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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Arbeitsunfähigkeit in somatischer Hinsicht von 30 % um 10 % auf 40 % 
(act. II 203.1/7 Ziff. 4.5) invalidenversicherungsrechtlich nicht gerechtfertigt.

4.5 Soweit der Beschwerdeführer bezüglich der medizinischen Ab-
klärung kritisiert, die Beschwerdegegnerin habe unzulässigerweise das 
bidisziplinäre Gutachten dem RAD zur "Überprüfung, ob die medizinischen 
Angaben und Ausführungen zu den Themen der Standardindikatoren (…) 
fallbezogen ausreichend sind" nicht unterbreitet (Beschwerde S. 5 ff. 
Art. 2), kann ihm nicht gefolgt werden. Im Urteil 9C_389/2022 vom 3. Mai 
2023 E. 6.2, publiziert in der SVR 2023 IV Nr. 49 S. 166, hielt das Bundes-
gericht zwar fest, angesichts der namentlich mit Blick auf die verbliebene 
Arbeits(un)fähigkeit derart stimmig und in sich widerspruchsfrei dokumen-
tierten gesundheitlichen Situation sei die Beschwerdegegnerin gehalten 
gewesen, die Sache im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht dem RAD zur 
spezifisch versicherungsmedizinischen Stellungnahme vorzulegen, bevor 
sie anhand der Prüfung der rechtserheblichen Indikatoren einen invalidisie-
renden Gesundheitsschaden verneint habe. Diese Rechtsprechung ist hier 
jedoch nicht einschlägig, da keine widerspruchsfreie gesundheitliche Situa-
tion vorliegt. So nannten die Behandelnden vor der Begutachtung weder 
eine psychische Diagnose (auch keine Verdachtsdiagnose) noch attestier-
ten sie eine Arbeitsunfähigkeit aus rein psychischen Gründen. Der Haus-
arzt Dr. med. I.________ ging – wie erwähnt – vielmehr davon aus, der 
Beschwerdeführer sei kognitiv und psychisch gut kompensiert und voll be-
lastbar (act. II 181/5 Ziff. 5). Eine Überweisung an einen psychiatrischen 
Facharzt wurde offenbar nicht für notwendig erachtet. Nach Nennung von 
rein somatischen Diagnosen (act. II 181/2 Ziff. 3) attestierte der Hausarzt 
dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 60-80 %, steigerbar je nach Verlauf auf 100 % (act. II 181/6 Ziff. 14). 
Diese Einschätzung entspricht denn auch gemittelt (70 %) der Beurteilung 
der Gutachter in rein somatischer Hinsicht. Bei dieser Ausgangslage und 
mit Blick auf die erheblichen Mängel der gutachterlichen Herleitung der 
Arbeitsunfähigkeit anhand der Standardindikatoren musste vor dem Verfü-
gungserlass nicht zwingend der RAD konsultiert werden, wie in der Be-
schwerdeantwort (Ziff. 6 und 7) zutreffend dargelegt wird. Dass die Be-
schwerdegegnerin darauf verzichtete, ist daher nicht zu beanstanden und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

- 25 -

begründet vorliegend keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
(Art. 43 ATSG).

4.6 Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt hinrei-
chend abgeklärt. Weitere Beweismassnahmen (Beschwerde S. 9 Art. 4) 
sind nicht angezeigt, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu 
verzichten ist (in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4).

4.7 Nach dem Dargelegten liegt in psychischer Hinsicht keine invalidi-
sierende Störung vor und es bestehen einzig in somatischer Hinsicht Ein-
schränkungen. Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten vom 23. Juni 
2023 (act. II 203.1) ist dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit 
als ... spätestens seit November 2016 nicht mehr zumutbar und in einer 
angepassten Tätigkeit besteht eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Auf dieser 
Basis ist nachfolgend ein Einkommensvergleich vorzunehmen.

5.

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 62, 9C_63/2018 E. 4.4.2).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

- 26 -

gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222).

Aufgrund der erstellten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
(vgl. E. 4.7 hiervor) und der Neuanmeldung zum Leistungsbezug im April 
2021 (act. II 136) ist frühestmöglicher Rentenbeginn (Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG) der 1. Oktober 2021, weshalb ein Einkom-
mensvergleich für das Jahr 2021 erfolgt.

5.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2).

5.4

5.4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Da den Tabellenlöhnen generell eine 
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

- 27 -

auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich 
(BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

5.4.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481).

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 
E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 
8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3). 

5.5 Der Beschwerdeführer arbeitete seit August 2013 für die 
Q.________ AG als ... in einem Pensum von 100 % (act. II 22). Gemäss 
IK-Auszug hatte er im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 70'353.-- 
(act. II 18/1). Im Jahr 2016 hätte er ein monatliches Bruttoeinkommen von 
Fr. 5'444.-- (+ 13. Monatslohn; act. II 1/2, 3/1, 22/5, 83/1) bzw. ein Jahres-
einkommen von Fr. 70'777.-- (act. II 4/1) erzielt. Indexiert auf das Jahr 2021 
(Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 2016-2023, Bst. C Ziff.10-33 
verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren, 2016: 100.4, 2021: 101.5) 
ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 71'552.45 (Fr. 70'777.-- / 100.4 x 
101.5).

5.6 Medizinisch-theoretisch ist dem Beschwerdeführer eine angepasste 
Tätigkeit zu 70 % zumutbar. Diese Restarbeitsfähigkeit verwertet er jedoch 
nicht, weshalb für die Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens 
praxisgemäss die Zentralwerte der LSE heranzuziehen ist. Gestützt auf die 
LSE 2020, Tabelle TA1_tirage_skill-level, bei einem monatlichen Bruttolohn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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(Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
privater Sektor, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, von Fr. 5'261.--, ange-
passt an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit und aufgerechnet auf 
ein Jahr sowie indexiert auf das Jahr 2021 (Nominallohnindex, Männer, 
2016-2023, Bst. B-S Ziff. 05-96 Total; 2020: 103.2; 2021: 102.5) und unter 
Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten 
Tätigkeit, resultiert ein hypothetisches Invalideneinkommen von 
Fr. 45'758.10 (Fr. 5'261.-- / 40 x 41.7 x 12 / 103.2 x 102.5 x 0.7).

Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei ein Abzug vom Tabellen-
lohn von 10 % vorzunehmen (Beschwerde S. 8), kann nicht gefolgt werden. 
Mit der Arbeitsfähigkeit von 70 % sind die gesundheitlichen Einschränkun-
gen und die Erholungszeit bereits berücksichtigt (act. II 203.2/13 Ziff. 8.2), 
sie dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs 
einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts-
punkts führen (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; 
SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1). Die Einschränkungen 
in psychischer Hinsicht können – mit Blick auf die Prüfung gemäss 
BGE 141 V 281 (E. 4.4 hiervor) – nicht mit einem zusätzlichen Abzug vom 
Tabellenlohn berücksichtigt werden. Sodann hat gestützt auf die weiteren 
Merkmale (E. 5.4.2 hiervor) ebenfalls kein Abzug zu erfolgen. Wenn be-
schwerdeweise (sinngemäss) geltend gemacht wird, der in der Verfügung 
vom 3. Dezember 2019 vorgenommene Abzug von 5 % sei auch vorlie-
gend zu gewähren, kann dies nicht gehört werden. Die Verfügung vom 
3. Dezember 2019 wurde – da unangefochten – nicht gerichtlich überprüft. 
Zudem erfolgt vorliegend eine freie Prüfung durch das Gericht, ohne dass 
eine Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen bestünde (vgl. E. 2.4.2 
hiervor) und wurde vorstehend dargelegt, weshalb kein Anspruch auf einen 
Abzug besteht.

5.7 Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 71'552.45 
und des Invalideneinkommens von Fr. 45'758.10 ergibt eine Einbusse von 
Fr. 25'794.35 und damit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad 
gerundet von 36 % ([Fr. 71'552.45 ./. Fr. 45'758.10] / Fr. 71'552.45 x 100).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2025, IV 200 2023 771

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5.8 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
26. September 2023 (act. II 213) nicht zu beanstanden und die Beschwer-
de ist abzuweisen.

Inwieweit unter Berücksichtigung eines Pauschalabzugs von 10 % beim 
Invalideneinkommen (vgl. Art. 26bis Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2024 in 
Kraft stehenden Fassung) ein rentenbegründender IV-Grad resultieren 
würde, ist vorliegend nicht zu prüfen, da das Gericht bei der Beurteilung 
des Leistungsanspruchs auf die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-
nen Verfügung vom 26. September 2023 (act. II 213) geltenden Rechtssät-
ze abstellt, mithin hier die besagte Bestimmung intertemporalrechtlich nicht 
zur Anwendung gelangt (vgl. BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 89 E. 3.2.1 
S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213).

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.