# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8079aac5-c2e4-5530-a29a-46c90fd523a2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 18.01.2018 608 2017 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2017-43_2018-01-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2017 43

Urteil vom 18. Januar 2018

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Klägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Anton Henninger    

gegen

B.________, Beklagter 

Gegenstand Berufliche Vorsorge (Teilung der Austrittsleistungen infolge Scheidung)

Überweisung der Angelegenheit durch das Zivilgericht des Seebezirks am 
24. Februar 2017 

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Am 16. Dezember 2016 wurde die am 8. August 1988 geschlossene Ehe von A.________ 
(Klägerin), geboren im Jahr 1958, und B.________ (Beklagter), geboren im Jahr 1962, beide 
wohnhaft in C.________, durch Scheidung aufgelöst. Das vom Zivilgericht des Seebezirks gefällte 
Scheidungsurteil ist am 18. Februar 2017 unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

Im Scheidungsurteil ordnete das Zivilgericht unter anderem an, dass die während der Ehe 
erworbenen Pensionskassenguthaben der Parteien per Rechtskraft des Scheidungsurteils hälftig 
zu teilen und auszugleichen seien und die Angelegenheit zu diesem Zweck an das Kantonsgericht 
Freiburg überwiesen werde (Dispositiv-Ziffer 4). 

B. Nach Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils überwies das Zivilgericht die 
Angelegenheit (Dossier 15 2013 33/10 2016 229/10 2016 230) am 24. Februar 2017 an den 
zweiten Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts zur Durchführung des 
Vorsorgeausgleichs.

Das Kantonsgericht lud die Parteien mit Schreiben vom 2. März 2017 ein, ihre Stellungnahmen zur 
verordneten Teilung der Austrittsleistung einzureichen, ihren jeweiligen beruflichen Werdegang 
während der Ehe darzulegen und die Vorsorgeeinrichtungen zu nennen, bei welchen ihnen 
Guthaben zustünden, sowie entsprechende aktualisierte Belege einzureichen. Mit Schreiben vom 
2. März 2017 holte das Kantonsgericht zudem bei der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg 
aktuelle Auszüge der individuellen Konten der Parteien ein.

Mit Stellungnahmen vom 1. und 22. Juni 2017 beantragte die Klägerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Anton Henninger, die Austrittsleistungen seien – in Anwendung der seit dem 
1. Januar 2017 geltenden neuen Bestimmungen zum Vorsorgeausgleich – auf den Zeitpunkt der 
Einreichung der Scheidungsklage (22. Oktober 2013) zu teilen. Sollte ihre zu teilende 
Austrittsleistung höher als diejenigen des Beklagten sein, dann seien die Austrittsleistungen im 
Verhältnis von drei Vierteln zu ihren Gunsten und einem Viertel zugunsten des Beklagten zu teilen. 
Sollte der Vorsorgeausgleich hingegen nach dem alten Recht vorgenommen werden, so seien die 
Austrittsleistungen auf den 18. Februar 2017, eventualiter auf den 24. November 2016, zu teilen. 
Der Beklagte liess sich auf die Anfrage des Kantonsgerichts bezüglich seines beruflichen 
Werdegangs und seiner Vorsorgeguthaben nicht vernehmen.

Das Kantonsgericht kontaktierte in der Folge die mit der Verwaltung der Vorsorgeguthaben der 
geschiedenen Ehegatten betrauten Vorsorgeeinrichtungen und holte Auskünfte bei der 
Zentralstelle 2. Säule sowie der Auffangstiftung BVG ein.

Mit Schreiben vom 8. November 2017 stellte das Kantonsgericht den Parteien die eingegangenen 
Unterlagen zur Vorsorgesituation zu und legte ihnen die Berechnung der Austrittsleistungen sowie 
des nach hälftiger Teilung vorzunehmenden Vorsorgeausgleichs dar. Den Parteien wurde eine 
Frist bis am 7. Dezember 2017 eingeräumt, um zum Beweisergebnis, der Berechnung des 
Vorsorgeausgleichs sowie dem anwendbaren Recht Stellung zu beziehen. Falls keine 
Stellungnahmen eingehen sollten, dann werde das Kantonsgericht einen Entscheid ausfertigen, 
der auf der dargelegten Berechnung beruhe. 

Mit Schreiben vom 6. Dezember 2017 verzichtete die Klägerin auf eine Stellungnahme. Der 
Beklagte liess sich nicht vernehmen.

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Im vorliegenden Fall hat das Zivilgericht nach Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils 
am 18. Februar 2017 die Angelegenheit am 24. Februar 2017 ans Kantonsgericht überwiesen 

Gemäss Art. 25a des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1993 über die Freizügigkeit in der 
beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG; SR 831.42) hat das am Ort der 
Scheidung zuständige Versicherungsgericht gestützt auf den vom Scheidungsgericht bestimmten 
Teilungsschlüssel die Teilung von Amtes wegen durchzuführen, nachdem ihm die Streitsache 
überwiesen worden ist. 

Im Kanton Freiburg ist das Kantonsgericht für die Teilung der Austrittsleistungen zuständig (Art. 9a 
des kantonalen Einführungsgesetzes vom 10. Februar 2012 zum Schweizerischen 
Zivilgesetzbuch, EGZGB; SGF 210.1). Die betreffenden Angelegenheiten werden vom zweiten 
Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts beurteilt (Art. 28 lit. f des Reglements für das 
Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise, 
RKG; SGF 131.11).

Die Parteistellung der Klägerin und des Beklagten sowie der betroffenen Vorsorgeeinrichtungen ist 
gegeben (vgl. Art. 25a Abs. 2 FZG).

2. Im vorliegenden Fall ist zunächst zu klären, ob das Verfahren gemäss der Bestimmungen 
zum Vorsorgeausgleich zu beurteilen ist, die bis am 31. Dezember 2016 galten, oder ob die am 
1. Januar 2017 in Kraft getretenen neuen Regelungen anwendbar sind.

a) Die gesetzlichen Bestimmungen zum Vorsorgeausgleich wurden auf den 1. Januar 2017 
in mehrfacher Hinsicht geändert. Vorliegend ist insbesondere die Bestimmung von Art. 122 ZGB 
von Bedeutung, die neu vorsieht, dass die Austrittsleistungen für den Zeitraum ab Heirat bis zum 
Datum der Einleitung des Scheidungsverfahrens – und nicht wie bisher bis zur Rechtskraft des 
Scheidungsurteils – für die Teilung und den Ausgleich massgebend sind.

Die Anwendbarkeit des neuen Rechts wurde in der Übergangsbestimmung von Art. 7d SchlT ZGB 
wie folgt geregelt:

„1 Für die berufliche Vorsorge bei Scheidung gilt das neue Recht, sobald die Änderung vom 19. Juni 2015 in Kraft 
getreten ist.

2 Auf Scheidungsprozesse, die beim Inkrafttreten der Änderung vom 19. Juni 2015 vor einer kantonalen Instanz 
rechtshängig sind, findet das neue Recht Anwendung.

3 Das Bundesgericht entscheidet nach bisherigem Recht, wenn der angefochtene Entscheid vor dem Inkrafttreten 
der Änderung vom 19. Juni 2015 ergangen ist; dies gilt auch bei einer allfälligen Rückweisung an die kantonale 
Instanz.“

In der Botschaft zur Gesetzesrevision wird zu Art. 7d SchlT ZGB ausgeführt, dass für das 
Übergangsrecht inhaltlich die gleichen Grundsätze wie bei der Einführung des neuen 

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Scheidungsrechts vom 26. Juni 1998 (Art. 7a f. SchlT ZGB) gelten würden. Deshalb würden 
beispielsweise gleich wie bei Artikel 7b Abs. 1 SchlT ZGB auch Scheidungsprozesse erfasst, die 
im Zeitpunkt des Inkrafttretens vor einer oberen kantonalen Instanz rechtshängig seien (Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Vorsorgeausgleich bei Scheidung] vom 29. 
Mai 2013, BBl 2013 4923). Die Übergangsbestimmung zum neuen Scheidungsrecht präzisiert in 
Art. 7b Abs. 1 SchlT ZGB zur Anwendbarkeit der Rechtsänderung folgendes:

„1 Auf die Scheidungsprozesse, die beim Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 26. Juni 19982 rechtshängig und 
die von einer kantonalen Instanz zu beurteilen sind, findet das neue Recht Anwendung.“

Übertragen auf die Anwendbarkeit des neuen Vorsorgerechts ist daraus zu schliessen, dass auf 
rechtshängige Scheidungsverfahren, die am 1. Januar 2017 bereits durch Urteil entschieden 
waren, das bisherige Recht anwendbar bleibt (vgl. Art. 7d Abs. 3 SchlT ZGB). Dies nicht zuletzt 
auch deshalb, weil sich die Frage des anwendbaren Rechts bei bereits gefälltem Urteil, das nicht 
an die nächsthöhere Instanz weitergezogen wird, gar nicht mehr stellt.

In der schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) wird die 
Anwendbarkeit des neuen Vorsorgeausgleichs auf hängige Scheidungsverfahren in Art. 407c ZPO 
wie folgt geregelt: 

„1 In Scheidungsverfahren, die beim Inkrafttreten der Änderung vom 19. Juni 2015 rechtshängig sind, gilt das 
neue Recht.

2 Neue Rechtsbegehren, die durch den Wandel des anwendbaren Rechts veranlasst werden, sind zulässig; nicht 
angefochtene Teile des Urteils bleiben verbindlich, sofern sie sachlich nicht derart eng mit noch zu beurteilenden 
Rechtsbegehren zusammenhängen, dass sinnvollerweise eine Gesamtbeurteilung stattfinden muss.“

Aus dieser Übergangsregelung geht somit ebenfalls hervor, dass die neuen Bestimmungen zum 
Vorsorgeausgleich nur dann anwendbar sind, wenn in einem rechtshängigen Scheidungsverfahren 
noch kein Urteil ergangen ist, da andernfalls gar keine (neuen) Rechtsbegehren mehr gestellt 
werden können (vgl. Art. 229 Abs. 3 ZPO; OBERSON/WAELTI, Nouvelles règles de partage de la 
prévoyance: les enjeux du point de vue judiciare in FamPra 2017, S. 104 ff.).

In der Lehre wurde die Übergangsregelung von Art. 7d SchlT ZGB aus verschiedenen Gründen 
kritisiert. Insbesondere wurde moniert, dass die Anwendung des neuen Vorsorgeausgleichs auf 
hängige Scheidungsverfahren dazu führe, dass für den Vorsorgeausgleich neu auf den Stichtag 
der Einleitung des Scheidungsverfahrens abgestellt werde und damit eine Rückwirkung des neuen 
Rechts auf einen Zeitpunkt vor dessen Inkrafttreten stattfinde. Deshalb sei für die Beurteilung von 
Scheidungsverfahren, die am 1. Januar 2017 rechtshängig und noch nicht beurteilt seien, als 
Stichtag des Vorsorgeausgleichs der 1. Januar 2017 heranzuziehen.

Zur vorliegenden Fallkonstellation eines Verfahrens, das am 1. Januar 2017 bereits erstinstanzlich 
beurteilt, aber noch nicht rechtskräftig war, finden sich nur vereinzelte Lehrmeinungen. 
JUNGO/GRÜTTER führen hierzu aus, dass der Zeitpunkt des Entscheides massgeblich sei. Ergehe 
dieser vor dem 1. Januar 2017, so sei altes Recht anzuwenden, und zwar unabhängig davon, ob 
die Eröffnung des Urteils nach dem 1. Januar 2017 erfolge oder die Rechtsmittelfrist über den 1. 
Januar 2017 hinauslaufe. Falle der Entscheid hingegen nach dem 1. Januar 2017, komme bereits 
das neue Recht zum Zug (JUNGO/GRÜTTER in FamKomm, Band I: ZGB, 3. Auflage, 2017, Art. 7d 
SchlT N. 8). Diese Ansicht vertritt auch SCHWANDER, der ebenfalls dafürhält, dass die neuen 
Bestimmungen zum Vorsorgeausgleich nicht zur Anwendung gelangen können, wenn das 
Scheidungsurteil am 1. Januar 2017 schon gefällt gewesen sei, selbst wenn das Urteil erst nach 

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dem 1. Januar 2017 zugestellt werde (SCHWANDER, Grundsätze des intertemporalen Rechts und 
ihre Anwendung auf neuere Gesetzesrevisionen in AJP 2016 S. 1586).

Dieser Lehrmeinung ist nach Ansicht des Kantonsgerichtes zu folgen: Die Anwendung des neuen 
Rechts auf Scheidungsverfahren, die am 1. Januar 2017 bereits entschieden, aber noch nicht 
rechtskräftig waren und nach Eintritt der Rechtskraft zur Teilung der Austrittsleistung ans 
Versicherungsgericht überwiesen wurden, wäre höchst problematisch, würden sich doch diesfalls 
einzelne Aspekte des Vorsorgeausgleichs (wie z.B. das Teilungsverhältnis) nach altem Recht, 
andere Aspekte (wie z.B. der Stichtag) nach neuem Recht richten, was zu stossenden 
Ergebnissen führen könnte, ist doch der Scheidungsrichter bei der Festlegung des 
Teilungsverhältnisses wie auch bei der Regelung der übrigen Scheidungsfolgen (wie z.B. der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung) davon ausgegangen, die zu teilende Austrittsleistung der 
Ehegatten entspreche der Differenz zwischen der Austrittsleistung im Zeitpunkt der 
Eheschliessung und jener im Zeitpunkt der Rechtskraft des Scheidungsurteils.

b) Im vorliegenden Fall war der Scheidungsprozess bei Inkrafttreten der neuen 
Regelungen zum Vorsorgeausgleich am 1. Januar 2017 bereits erstinstanzlich beurteilt. Das Urteil 
vom 16. Dezember 2016 und damit auch die vom Zivilgericht angeordnete hälftige Teilung der 
Vorsorgeleistungen sind am 18. Februar 2017 unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Zwar hat 
das Zivilgericht die Angelegenheit zur Teilung der Austrittsleistungen am 24. Februar 2017 an das 
Kantonsgericht überwiesen; diese Überweisung stellt aber keinen Weiterzug an die 
Rechtsmittelinstanz dar. Die Aufgabe des Kantonsgerichts ist vorliegend darauf beschränkt, den zu 
überweisenden Betrag festzulegen und bei den beteiligten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge 
die Bestätigung über die Durchführbarkeit der in Aussicht genommenen Regelung einzuholen 
(vgl. Art. 281 ZPO). Alle anderen Aspekte wurden bereits im Scheidungsurteil (rechtskräftig) 
entschieden.

c) Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Scheidungsverfahren zum Zeitpunkt des 
Inkrafttretens der neuen Regelungen zum Vorsorgeausgleich bereits erstinstanzlich beurteilt war, 
weshalb für das vorliegende Verfahren das bis zum 31. Dezember 2016 geltende Recht zur 
Anwendung kommt und der Vorsorgeausgleich die Austrittsleistungen der Parteien für den 
Zeitraum ab Heiratsdatum (8. August 1988) bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils (18. Februar 
2017) umfasst.

3.  Strittig und zu prüfen ist nachfolgend, in welchem Verhältnis die Austrittsleistungen zu teilen 
sind. 

a) Die Klägerin beantragt mit Stellungnahme vom 2. Juni 2017, dass die Austrittsleistungen 
im Verhältnis von drei Viertel zu ihren Gunsten und einem Viertel zugunsten des Beklagten zu 
teilen seien, sofern ihre zu teilende Austrittsleistung höher als diejenige des Beklagten sei.

b) Gemäss Art. 281 Abs. 3 ZPO überweist das Scheidungsgericht die Streitsache erst bei 
Rechtskraft des Entscheides über das Teilungsverhältnis von Amtes an das nach FZG zuständige 
Gericht. Aus dem vom Gesetzgeber vorgesehenen System ergibt sich, dass der Scheidungsrichter 
alleine zuständig ist für die Bestimmung des Teilungsverhältnisses, in welchem die 
Austrittsleistungen der Ehepartner geteilt werden müssen. Hingegen obliegt es dem 
Sozialversicherungsrichter, die konkreten Beträge zu bestimmen (BGE 133 V 147 E. 5.3.4). Die 
Klärung von Besonderheiten des Vorsorgeausgleichs sind daher primär im Scheidungsverfahren 
vorzunehmen, damit die Durchführung des berufsvorsorgerechtlichen Ausgleichs von 
Interessenüberlegungen und anderen Unwägbarkeiten soweit als möglich freigehalten wird. 

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Andernfalls wird das Verfahren unpraktikabel und ausufernd, kann doch ein geschiedener 
Ehegatte im Nachhinein immer sagen, er sei im Scheidungsprozess bei wirtschaftlicher 
Betrachtung ungerecht behandelt worden, was im Vollzugsstadium des Vorsorgeausgleichs nun 
berücksichtigt werden müsse (BGE 136 III 449 E. 3.5).

c) Laut dem Scheidungsurteil vom 16. Dezember 2016 des Zivilgerichts des Seebezirks 
sind die während der Dauer der Ehe erworbenen Austrittsleistungen per Rechtskraft des 
Scheidungsurteils hälftig zu teilen (Dispositiv Ziff. 4 des Scheidungsurteils). An das im 
rechtskräftigen Scheidungsurteil festgelegte hälftige Teilungsverhältnis ist das Kantonsgericht 
gebunden. Auf das Rechtsbegehren, welches diesen Teilungsschlüssel abändern will, ist nicht 
einzutreten. 

4. Abschliessend sind die zu überweisenden Austrittsleistungen der Parteien festzulegen.

a) Stehen beiden Ehegatten Ansprüche auf die Hälfte der nach dem FZG für die Ehedauer 
zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen 
(Art. 122 ZGB). Dabei sind grundsätzlich sämtliche Ansprüche aus Vorsorgeverhältnissen zu 
teilen, die dem FZG unterstehen, somit auch Freizügigkeitspolicen oder Freizügigkeitskonti (BGE 
128 V 41 E. 2b mit Hinweisen). Die zu teilende Austrittsleistung eines Ehegatten entspricht der 
Differenz zwischen der Austrittsleistung zuzüglich allfälliger Freizügigkeitsguthaben im Zeitpunkt 
der Ehescheidung und der Austrittsleistung zuzüglich allfälliger Freizügigkeitsguthaben im 
Zeitpunkt der Eheschliessung (vgl. Art. 24 FZG). Für diese Berechnung sind die Austrittsleistung 
und das Freizügigkeitsguthaben im Zeitpunkt der Eheschliessung auf den Zeitpunkt der 
Ehescheidung aufzuzinsen. 

Der Vorbezug für die Wohneigentumsförderung (WEF) ist ein Vorsorgesurrogat; der vorbezogene 
Betrag fällt zwar aus dem Vermögen der Vorsorgeeinrichtung hinaus, dient aber nach wie vor der 
Vorsorge, einerseits indem das damit erworbene Wohneigentum benützt werden kann, wodurch 
die Wohnkosten (Hypothekarzinsen) reduziert werden, und andererseits indem eine bedingte und 
gesicherte Rückzahlungspflicht besteht (Art. 30d und 30e des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 
über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG; SR 831.40). 
Dementsprechend gilt der Vorbezug im Falle der Scheidung als Freizügigkeitsleistung und wird 
geteilt (Art. 30c Abs. 6 BVG). Dies erfolgt dadurch, dass der Vorbezug zur Austrittsleistung im 
Zeitpunkt der Scheidung hinzugerechnet wird, soweit eine Rückzahlungspflicht besteht (BGE 137 
V 440 E. 3.1 und 135 V 436 E. 3.3, je mit Hinweisen).

b) Mit Schreiben vom 8. November 2017 wurden den Parteien die eingeholten 
Informationen zur Vorsorgesituation zugestellt und basierend darauf die voraussichtliche Teilung 
der Austrittsleistung berechnet, die zu keinen Bemerkungen Anlass gab. 

Als Vorbemerkung zur Berechnung der Austrittsleistungen ist darauf hinzuweisen, dass die 
während der Ehedauer von den Parteien getätigten WEF-Vorbezüge vollumfänglich zur 
Freizügigkeitsleistung dazuzurechnen sind, zumal deren Rückzahlung bei Veräusserung der 
Liegenschaft nicht durch eine Verlustgefahr gefährdet erscheint (Erwägung 5.2.8 des 
Scheidungsurteils). Aufgrund der güterrechtlichen Auseinandersetzung wurde die Klägerin zudem 
verpflichtet, den durch den Beklagten getätigten WEF-Vorbezug in der Höhe von CHF 24‘400.- auf 
sein Vorsorgekonto zurückzuerstatten (Dispositiv Ziff. 2.4 des Scheidungsurteils). Dieser Vorgang 
ist somit ohne Einfluss auf die Berechnung der Austrittsleistungen.

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Das Vorsorgeguthaben des Beklagten wird von der Pensionskasse D.________ verwaltet. Es wies 
am 18. Februar 2017 (Rechtskraft des Scheidungsurteils) einen Betrag von CHF 410‘178.70 aus. 
Zur Berechnung der Austrittsleistung ist von diesem Betrag der voreheliche Anteil von 
CHF 18‘239.30 (aufgezinst bis am 18. Februar 2017) abzuziehen und der WEF-Vorbezug vom 
1. Juni 2003 von CHF 24‘400.- (unverzinst) hinzuzurechnen. Die Austrittsleistung des Beklagten 
beträgt demnach am Stichtag des 18. Februar 2017 CHF 416‘339.40. 

Das Vorsorgeguthaben der Klägerin wird von der Pensionskasse E.________ verwaltet. Der 
Kontostand betrug am 18. Februar 2017 (Rechtskraft des Scheidungsurteils) CHF 299‘867.10. Zur 
Berechnung der Austrittsleistung ist von diesem Betrag der voreheliche Anteil von CHF 61‘209.35 
(aufgezinst bis am 18. Februar 2017) abzuziehen und die beiden WEF-Vorbezüge vom 30. Juni 
2003 von CHF 136‘000.- und vom 4. Juli 2003 von CHF 4‘251.55 (unverzinst) hinzuzurechnen. 
Damit beträgt die Austrittsleistung der Klägerin am Stichtag des 18. Februar 2017 
CHF 378‘909.30. 

c) Die Summe der Austrittsleistungen der Parteien beläuft sich auf CHF 416‘339.40 + 
CHF 378‘909.30 = CHF 795‘248.70. Jede Partei hat Anspruch auf die Hälfte dieses Betrags, d.h. 
CHF 397‘624.35.

Die Austrittsleistung des Beklagten übersteigt seinen hälftigen Vorsorgeanspruch von 
CHF 397‘624.35 um CHF 18‘715.05 (CHF 416‘339.40 - CHF 397‘624.35), während die 
Austrittsleistung der Klägerin um CHF 18‘715.05 unter ihrem Anspruch von CHF 397‘624.35 liegt 
(CHF 378‘909.30 - CHF 397‘624.35). Für den Vorsorgeausgleich ist daher ein Betrag von 
CHF 18‘715.05 vom Vorsorgekonto des Beklagten auf dasjenige der Klägerin zu überweisen. Die 
Pensionskasse D.________, die das Vorsorgeguthaben des Beklagten verwaltet, hat am 25. 
September 2017 die Durchführbarkeit der Teilung seiner Austrittsleistung bestätigt.

d) Zur Durchführung des Vorsorgeausgleichs wird die Pensionskasse D.________ 
angewiesen, vom Freizügigkeitskonto des Beklagten (SV-Nummer fff) einen Betrag von CHF 
18‘715.05 auf das Freizügigkeitskonto der Klägerin (SV-Nummer ggg) bei der Pensionskasse 
E.________ zu überweisen. Der Betrag ist ab dem 18. Februar 2017 in reglementarischer oder 
gesetzlicher (Mindest-)Höhe zu verzinsen (vgl. BGE 129 V 251 E. 3 und 4; Urteil EVGer B 105/02 
vom 4. September 2003 E. 2.1). 

Ab dem 31. Tag nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils ist auf der geschuldeten 
Austrittsleistung einschliesslich des bis dahin aufgelaufenen Zinses ein Verzugszins zu entrichten 
(BGE 129 V 251 E. 4.2 und 5; Urteil EVGer B 105/02 vom 4. September 2003 E. 3). Dieser 
entspricht dem geltenden BVG-Mindestzinssatz plus 1 Prozent (Art. 7 der Verordnung über die 
Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [FZV, SR 831.425]).

5. Nach Art. 25 FZG i.V.m. Art. 73 Abs. 2 BVG ist das Verfahren in Sachen beruflicher 
Vorsorge in der Regel kostenlos. Vorbehalten bleiben allerdings Fälle mutwilliger oder 
leichtsinniger Prozessführung (BGE 124 V 287 E. 3a). Mutwillige Prozessführung liegt gemäss 
Rechtsprechung insbesondere dann vor, wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft 
obliegende Pflicht (Mitwirkungs- oder Unterlassungspflicht) verletzt (BGE 128 V 323 E. 1b; Urteil 
BGer B 57/05 vom 3. Juli 2006 E. 3). Im vorliegenden Verfahren machte der Beklagte weder 
Angaben zu seinen früheren Arbeitgebern noch den betreffenden Vorsorgeeinrichtungen. Es sind 
ihm daher wegen Verletzung seiner Mitwirkungspflicht Verfahrenskosten im Umfang von CHF 
400.- aufzuerlegen.

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Auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge besteht für das kantonale Verfahren kein bundesrechtlich 
geregelter Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 73 Abs. 2 BVG). Da das Verfahren 
bezüglich Teilung der Austrittsleistungen von Amtes wegen vom Scheidungs- ans Kantonsgericht 
überwiesen wurde und damit keine der Parteien eindeutig gegenüber der anderen obsiegt hat, 
sind die Parteikosten wettzuschlagen.

Der Hof erkennt:

I. Die Vorsorgeeinrichtung D.________ wird angewiesen, vom Freizügigkeitskonto von 
B.________ (SV-Nummer fff) einen Betrag von CHF 18‘715.05 auf das Freizügigkeitskonto 
von A.________ (SV-Nummer ggg) bei der Pensionskasse E.________ zu überweisen. Der 
zu überweisende Betrag von CHF 18‘715.05 ist ab dem 18. Februar 2017 in 
reglementarischer oder gesetzlicher (Mindest-)Höhe zu verzinsen. 

II. B.________ werden Verfahrenskosten von CHF 400.- auferlegt.

III. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 18. Januar 2018 /asp

Präsident Gerichtsschreiberin