# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e1cfc87-24f7-5e5e-aa5c-0fc10152ba40
**Source:** TA (TA)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-15
**Language:** de
**Title:** Schiedsgerichte Schweizer Sportgericht 15.03.2025 SSG 2024/E/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/TA_SST/TA_SST_001_SSG-2024-E-5_2025-03-15.pdf

## Full Text

1 

 
 

SSG 2024/E/5 - SSI v. A._____ 
 
 

 
 
 
 

Entscheid 
 

des 
 

SCHWEIZER SPORTGERICHTS 
 

in folgender Besetzung: 
 

Vorsitzender Richter:  Roy Levy, Rechtsanwalt, Winterthur 
Richterin:   Sarah Umbricht, M.A. HSG, Solothurn 
Richterin:   Anita Züllig, Rechtsanwältin, Zug 
 
 

 
In der Sache zwischen 

 
 
 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity (SSI), Eigerstrasse 60, 3007 Bern 
vertreten durch Hanjo Schnydrig, Verantwortlicher Rechtsdienst und Rechtsanwältin Yvonne Stad-
ler, Krneta Advokatur Notariat, Bern 

- Antragstellerin, SSI - 
und 

 
A._____, Präsident FC X._____ 
vertreten durch Rechtsanwalt Christian von Rohr, Strausak Rechtsanwälte, Solothurn  

- Angeschuldigte Person - 
und 

 
Schweizerischer Fussballverband, Worbstrasse 48, 3074 Muri,  
vertreten durch Dominique Schaub, Leiter Rechtsdienst 

- SFV - 
und 

 
B._____ und C._____  

- Melderin, Melder, Meldende Personen - 
und  

 
D._____ 

- Mutmassliches Opfer, Spieler - 

 

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I. Die Parteien 

1. Die Stiftung Swiss Sport Integrity ("SSI" oder "Antragstellerin") ist eine Stiftung nach schwei-
zerischem Recht mit Sitz in Bern (Schweiz). Seit dem 1. Januar 2022 ist SSI sowohl als Nati-
onale Agentur zur Bekämpfung von Doping (Art. 19 Abs. 2 SpoFöG1 und Art. 73 SpoFöV2) als 
auch als Nationale Meldestelle für Ethikverstösse und Missbrauchsfälle im Schweizer Sport 
(Art. 72f SpoFöV) zuständig. 
 

2. A._____ ("angeschuldigte Person") ist Präsident des Fussballclubs X._____ ("der Club"). 
 

3. Der Schweizerische Fussballverband ("SFV") ist die betroffene nationale Sportorganisation 
im Sinne des Ethikstatuts. Der SFV ist Mitglied von Swiss Olympic. 

 
4. B._____ und C._____ ("Melderin", "Melder", zusammen "meldende Personen")) sind die Eltern 

und damit im relevanten Zeitpunkt die gesetzlichen Vertreter des mutmasslichen Opfers. Sie 
haben im vorliegenden Verfahren zugleich Parteistellung als meldende Personen. 

 
5. D._____ ("Mutmassliches Opfer" oder "Spieler") (geb. 2006) war zum relevanten Zeitpunkt 

Spieler in der Nachwuchsmannschaft (U16) des Clubs. 

II. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

6. Das vorliegende Verfahren betrifft einen potenziellen Verstoss gegen das Swiss Olympic 
Ethik-Statut des Schweizer Sports vom 1. Januar 2022 ("Ethik-Statut"). 
 

7. Nachfolgend ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Elemente des Sachverhalts basie-
rend auf den eingereichten Akten sowie den Schilderungen der Parteien in ihren schriftlichen 
Eingaben und anlässlich der mündlichen Verhandlung vor dem Schweizer Sportgericht vom 
31. Januar 2025 ("Hauptverhandlung") wiedergegeben. Für weiterführende Details wird auf 
die Eingaben der Parteien, die Verfahrensakten und die Inhalte der Hauptverhandlung verwie-
sen respektive im nachfolgenden Entscheid nur dort auf sie eingegangen, wo dies für die Be-
urteilung der betreffenden Fragen relevant ist. 

A. Verfahren vor Swiss Sport Integrity 

8. Am 22. März 2022 ging - im Nachgang zu einer vorgängigen telefonischen Kontaktaufnahme - 
bei SSI eine Meldung (Nr. 81) der Melderin ein, mit welcher sie SSI zwei E-Mails, datierend 
vom 21. März 2022 und einen Printscreen von einem Nachrichten-Verlauf, ebenfalls datie-
rend vom 21. März 2022, zukommen liess. Gemäss der Meldung und den Beilagen geht es um 
den Ausschluss des Spielers, Sohn der Melderin, durch E._____ ("Nachwuchsverantwortli-
cher"), Verantwortlicher Nachwuchs des Clubs. Sie habe "in der Mobbingmeldung (Doku-
ment) kurz die Vorgeschichte geschildert", damit sich SSI ein Bild machen könne. Sie reichte 
verschiedene Unterlagen ein, welchen unter anderem zu entnehmen ist, dass sie den Nach-
wuchsverantwortlichen um eine für sie "nachvollziehbare Erklärung" betreffend den "Raus-
wurf" ihres Sohnes bat. In der Folge führte SSI am 28. März 2022 mit der Melderin ein Telefo-
nat, anlässlich welchem diese den Inhalt der Meldung bestätigte und unter anderem aus-
führte, es habe Mobbing-Vorfälle gegeben und die Kinder hätten Angst vor einem Ausschluss, 
falls sie etwas sagen würden. 

 
1  Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011, SR 415.0 (Sportförde-

rungsgesetz, SpoFöG). 
2  Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012, SR 415.01 (Sportförde-

rungsverordnung, SpoFöV). 

 

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9. Am 30. März 2022 führte SSI mit dem Nachwuchsverantwortlichen des Clubs und am 5. April 
2022 mit der angeschuldigten Person Telefongespräche und tätigte weitere schriftliche und 
telefonische Abklärungen bei der angeschuldigten Person und bei der Melderin. Unter ande-
rem stellte der Nachwuchsverantwortliche SSI den (von der Melderin, dem Melder und vom 
Spieler) unterzeichneten Verhaltenskodex des Clubs zu, in welchem neben verschiedenen 
anderen Regeln festgehalten war, dass sie als Eltern "still die Entscheide der Trainer (Aufstel-
lung/Spielzeit) und des Schiedsrichters" akzeptieren würden. 

 
10. Im Nachgang zum Telefonat zwischen SSI und der angeschuldigten Person teilte diese SSI per 

E-Mail unter anderem mit, die "Freistellung" beziehe sich auf den Verhaltenskodex, welcher 
das mutmassliche Opfer mehrmals gebrochen habe. Sie stellte SSI in der Folge die Statuten 
des Clubs zu, und führte aus, ein Protokoll des Ausschlusses gebe es nicht. da der Nach-
wuchsverantwortliche die Prokura habe, einen Spieler nach mehrmaligen Fehlverhalten ge-
mäss Verhaltenskodex aus dem Club auszuschliessen. Weiter wies die angeschuldigte Per-
son auf Diskussionen mit dem Spieler und dessen Eltern in der Vergangenheit hin. 

 
11. Mit E-Mail vom 11. April 2022 ersuchte SSI die angeschuldigte Person um Stellungnahme zu 

diversen Fragen in Bezug auf den Ausschluss-Entscheid. Die angeschuldigte Person meldete 
sich am 12. April 2022 telefonisch bei SSI und erklärte sinngemäss, sie werde nach Rückspra-
che mit ihrem Anwalt die Fragen nicht beantworten, der Aufwand sei unverhältnismässig und 
SSI könne sich künftig an ihren Anwalt richten. Mit E-Mail am selben Tag bestätigte sie im We-
sentlichen ihre bisherigen Ausführungen. 

1. Vorabklärungen 

12. Aufgrund der Abklärungsergebnisse erhärtete sich für SSI der Verdacht gegen die angeschul-
digte Person und sie entschied, Vorabklärungen zu treffen. Die Eröffnung der Vorabklärungen 
wurde der Melderin und dem mutmasslichen Opfer am 11. Mai 2022 und der angeschuldigten 
Person am 5. Juli 2022 mitgeteilt.  
 

13. In der Folge telefonierte SSI mit weiteren betroffenen Spielern und Eltern des Clubs. Am 24. 
Mai 2022 wurde der Spieler formell befragt. Im Rahmen der Befragung machte er Ausführun-
gen zu verschiedenen Situationen und Verhaltensweisen seines Trainers und zu den Vorgän-
gen und Gesprächen in Bezug auf den Ausschluss aus dem Club, unter anderem sagte er aus, 
sein Trainer habe ihm mitgeteilt, dass der Nachwuchsverantwortliche über den Ausschluss 
entschieden habe. Er habe bei seinem Trainer zweimal nachgefragt, warum er nicht durch-
spiele und immer nach 60-70 Minuten ausgewechselt werde. Der Trainer habe geantwortet, 
dass auch andere spielen sollten, was der Spieler akzeptiert habe - "nicht 100%, aber eini-
germassen". Die für Probetrainings benötigte Unterschrift des Nachwuchsverantwortlichen 
habe dieser verweigert, wobei im Zusammenhang mit dem einen Probetraining vorgängig ein 
Gespräch zwischen seinem Vater und dem Nachwuchsverantwortlichen stattgefunden habe. 
Die Gründe für den Ausschluss seien "wohl die Einladung des FCY._____ und seine WhatsApp 
vom 19.3.". Der Spieler wisse nicht, weshalb er ausgeschlossen worden sei, es sei ihm aber 
klar, dass der Nachwuchsverantwortliche den Entscheid getroffen habe. Nach dem Aus-
schluss habe er Mühe mit Essen gehabt. Er sei nicht einmal mehr mit Kollegen rausgegangen.  
 

14. In der Folge führte SSI Telefongespräche mit mehreren Eltern von aktuellen und Spielern des 
Clubs. 

  
15. Am 26. September 2022 reichte die angeschuldigte Person eine schriftliche Stellungnahme 

ein, worin sie auch die Fragen des Schreibens von SSI vom 5. Juli 2022 beantwortete. Unter 
anderem verwies sie auf den Verhaltenskodex und darauf, dass der Spieler und seine Eltern 

 

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wiederholt gegen den Kodex verstossen hätten, was zum Ausschluss geführt habe. Weiter 
machte sie Angaben zum Vorfall vom 19. März 2022 im Rahmen eines Auswärtsspieles, in 
dessen Zusammenhang ein Austausch über Nachrichtenchats einerseits zwischen dem 
Spieler und seinem Trainer und andererseits zwischen dem Vater des Spielers und dem Nach-
wuchsverantwortlichen stattfand, welcher mit dem Ausschluss des Spielers endete. Die an-
geschuldigte Person führte aus, der Ausschluss habe dem Wunsch des Spielers und dessen 
Eltern entsprochen. 

2. Untersuchungsverfahren 

16. Mit Schreiben vom 1. November 2022 eröffnete SSI ein Untersuchungsverfahren gegen die 
angeschuldigte Person. Am 16. Januar 2023 wurden der Trainer des Spielers, und am 18. Ja-
nuar 2023 der Nachwuchsverantwortliche formell von SSI befragt. Der Trainer bestätigte im 
Wesentlichen die bisherigen Erkenntnisse. Anlässlich der Befragung des Nachwuchsverant-
wortlichen führte dieser unter anderem aus, er sei für alle Nachwuchs-Mannschaften von 
FE12 bis zu den 20-Jährigen wie auch für die Frauenabteilung zuständig. Sein Vorgesetzter sei 
G._____, Vize-Präsident "Sport" im Club. Er selbst sei zwecks Beobachtung regelmässig bei 
den Teams und stehe im Austausch mit den Trainern der Mannschaften. Er sehe auch das 
eine oder andere Spiel. Mit den Spielern der Sportklasse habe er mehr Kontakt, da er auch 
Ansprechperson für die Sportschulen betreffend Standortgespräch etc. sei. Es würden ei-
gentliche keine Spieler ausgeschlossen, ausser bei Nichteinhaltung der Regeln. Weiter 
machte er Angaben zum Ausschlussprozedere, den bisherigen drei bis vier Ausschlüssen in 
20 Jahren sowie in Bezug auf die Probetrainings, die Anforderungen an den jeweiligen Spieler 
und zu seiner Zuständigkeit für den Entscheid, ob ein Spieler ein Probetraining absolvieren 
dürfe. In Bezug auf den Ausschluss des mutmasslichen Opfers führte er aus, die Eltern hätten 
gegen den Kodex verstossen, indem sie sich gegen die Spielzeit gewehrt hätten. Die Eltern des 
Spielers hätten den Ausschluss entschieden, indem der Vater in einer Nachricht an den Trai-
ner auf das Angebot des Trainers, die Spielzeit bei nächster Gelegenheit zu besprechen ant-
wortete "können wir gerne, macht aber glaube ich keinen Sinn mehr, denn er [der Spieler] wird 
wahrscheinlich nicht mehr kommen […]". Er habe dies dann dem Vater bestätigt. Schliesslich 
sagte er aus, er habe niemanden über den Ausschluss informiert. Vielleicht sei sein direkter 
Vorgesetzter informiert worden. Im Vorstand sei der Ausschluss ansonsten nicht "gross dis-
kutiert" worden. 
 

17. Die angeschuldigte Person wurde von SSI zu keinem Zeitpunkt persönlich befragt. 

B. Verfahren vor der Disziplinarkammer des Schweizer Sports 

18. Am. 5. Juni 2024 ging bei der Disziplinarkammer des Schweizer Sports ("DK") der Untersu-
chungsbericht vom 4. April 2024 in Sachen SSI gegen die angeschuldigte Person betreffend 
Ethikverstoss mit folgenden Rechtsbegehren ein: 

 
"1. Es sei durch die Disziplinarkammer des Schweizer Sports in Feststellung ihrer 

Zuständigkeit ein Verfahren gegen A._____ zu eröffnen. 

 2. Das in Übereinstimmung mit Ziff. 1 eröffnete Verfahren sei in deutscher Sprache 
zu führen. 

 3.  Es sei durch die Disziplinarkammer des Schweizer Sports ein durch A._____ be-
gangener Verstoss gegen Art. 2.1.5 Ethik-Statut des Schweizer Sports von Swiss 
Olympic festzustellen. 

Eventualiter: Es sei durch die Disziplinarkammer des Schweizer Sports ein durch 
A._____ begangener Verstoss gegen Art. 2.3 Ethik-Statut des Schweizer Sports 
von Swiss Olympic festzustellen. 

 

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 4.  Gegen A._____ sei eine Busse von CHF 2'000.00 gemäss Art. 6.1 lit. e Ethik-Sta-
tut des Schweizer Sports von Swiss Olympic auszusprechen. 

 5.  Der Entscheid der Disziplinarkammer des Schweizer Sports sei im Sinne von 
Art. 6.3 Abs. 2 Ethik-Statut des Schweizer Sports von Swiss Olympic zu veröf-
fentlichen, unter namentlicher Nennung von A._____ in seiner Eigenschaft als 
Präsident des FC X._____. 

 6.  Ein Teil der Kosten des Untersuchungsverfahrens vor der Stiftung Swiss Sport 
lntegrity im Betrag von CHF 2'000.00 sei A._____ zu überbürden. 

 7.  Die Verfahrenskosten vor der Disziplinarkammer des Schweizer Sports seien 
A._____ aufzuerlegen. 

Eventualiter: Der Stiftung Swiss Sport lntegrity seien keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen. 

 8.  Unter Vorbehalt anderslautender Rechtsbegehren bis zum Ende der Hauptver-
handlung sei zugunsten der Stiftung Swiss Sport lntegrity durch A._____ zu be-
gleichendem [recte: begleichender] Ersatz der Parteikosten in der Höhe von min-
destens CHF 2'500.00 zu sprechen. 

Eventualiter: Es seien keine Parteikosten zu Lasten der Stiftung Swiss Sport In-
tegrity zu sprechen. 

19. Die Antragstellerin verband ihre Rechtsbegehren zudem mit der dringenden Empfehlung an 
die angeschuldigte Person, sich beim mutmasslichen Opfer für ihr Verhalten im Zusammen-
hang mit dem Ausschluss aus dem Club zu entschuldigen. 
 

20. Mit E-Mail vom 31. Mai 2024 schloss sich der SFV den Anträgen von SSI vollumfänglich an.  
 

21. Am 1. Juli 2024 wurde der Untersuchungsbericht an das Sekretariat des Schweizer Sportge-
richts geschickt. 

III. Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht 

22. Die DK hat ihre Tätigkeit gemäss Beschluss des Sportparlaments von Swiss Olympic vom 24. 
November 2023 am 30. Juni 2024 eingestellt. Gemäss diesem Beschluss gehen sämtliche 
Kompetenzen der DK an die Stiftung Schweizer Sportgericht über. 
 

23. Mit Eröffnungsschreiben vom 15. Juli 2024 benachrichtigte der Direktor der Stiftung Schwei-
zer Sportgericht die Parteien über die Einreichung des Untersuchungsberichts und informierte 
sie unter anderem darüber, dass die Disziplinarkammer des Schweizer Sports ihre Tätigkeit 
am 30. Juni 2024 eingestellt habe und sämtliche Kompetenzen an die Stiftung Schweizer 
Sportgericht übergegangen seien. Mit gleichem Schreiben vom 15. Juli 2024 wurde den Par-
teien ausserdem die Bestellung des Gerichts, die zuständige Kammer sowie die Sprache des 
vorliegenden Verfahrens mitgeteilt. Darüber hinaus wurden die Parteien über die Kommuni-
kationsmittel mit dem Schweizer Sportgericht sowie die Möglichkeit eines Beistands und die-
jenige der unentgeltlichen Rechtspflege informiert. Des Weiteren wurde dem SFV als natio-
nalem Sportverband eine Frist von 10 Arbeitstagen gesetzt, um die Parteistellung im vorlie-
genden Verfahren beantragen zu können. Schliesslich wurden die Parteien darüber informiert, 
dass sie bis zum 2. August 2024 das Recht hätten, in schriftlicher oder mündlicher Form Stel-
lung zu nehmen sowie Anträge zu stellen, wobei darauf hingewiesen wurde, dass diese Frist 
auch für den SFV gelte, falls er Parteistellung beantragen würde. 
 

24. Mit E-Mail vom 15. Juli 2024 konstituierte sich der SFV als Partei. 
 

 

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25. Mit Eingabe vom 24. Juli 2024 teilte SSI mit, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Stellung-
nahme verzichte.  

 
26. Die angeschuldigte Person respektive ihr Rechtsvertreter ersuchte mit Schreiben vom 26. Juli 

2024 um Zugang zu den Akten und um Fristverlängerung bis 2. September 2024, worauf der 
Direktor des Schweizer Sportgerichts mit Schreiben vom 27. Juli 2024 entschied, keine Frist-
verlängerung zu gewähren, insbesondere weil die angeschuldigte Person seit 15. Juli 2024 Zu-
gang zu den Akten habe und ausdrücklich aufgefordert wurde, die notwendigen Schritte zu 
unternehmen, um ihrem Rechtsvertreter ab dem 16. Juli 2024 Zugang zu den Akten auf dem 
SharePoint zu gewähren.  

 
27. Mit Eingabe vom 29. Juli 2024 reichte die angeschuldigte Person durch ihren Rechtsvertreter 

fristgerecht eine Stellungnahme ein mit folgenden Rechtsbegehren: 
 

"1. Es sei festzustellen, dass durch Herrn A._____ kein Verstoss gegen Art. 2.1.5 und 
Art. 2.3 Ethik Statut des Schweizer Sports von Swiss Olympic vorliegt. 

 2. Entsprechend seien keine Sanktionen / Disziplinarmassnahmen gegen A._____ 
auszusprechen. 

 Eventualiter sei aufgrund eines sehr geringen Vergehens eine Verwarnung auszu-
sprechen. 

 3.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

 
28. Mit Schreiben vom 5. August 2024 bestätigte das Sekretariat den Parteien die eingegangenen 

Stellungnahmen und informierte sie, dass der vorsitzende Richter und Referent die Leitung 
des Verfahrens übernehme. 

 
29. Mit Schreiben vom 4. September 2024 wies das Schweizer Sportgericht SSI an, den melden-

den Personen sowie dem mutmasslichen Opfer die Möglichkeit einzuräumen, sich am Ver-
fahren zu beteiligen. Der inzwischen volljährige Spieler sowie seine Eltern (die meldenden 
Personen) konstituierten sich in der Folge mit E-Mail vom 9. September 2024 als Parteien im 
vorliegenden Verfahren.  

 
30. Mit Schreiben vom 19. September 2024 setzte das Schweizer Sportgericht den meldenden 

Personen und dem Spieler Frist zu Stellungnahme, welche diese ungenutzt verstreichen lies-
sen.  
 

31. Am 28. Oktober 2024 erliess der Direktor des Schweizer Sportgerichts im Namen des Ge-
richts eine Verfahrensverfügung unter anderem in Bezug auf die Gerichtsbarkeit und Zustän-
digkeit des Schweizer Sportgerichts, wobei die Parteien gebeten wurden, die Verfügung bis 
zum 11. November 2024 zu unterzeichnen. Mit gleicher Verfügung wurden die Parteien darauf 
hingewiesen, dass das Gericht die Untersuchung als vollständig erachte, und es wurde ihnen 
eine Frist von 10 Arbeitstagen zur Stellung von kurz begründeten Ergänzungsbegehren ge-
setzt. Weiter wurde den Parteien Frist angesetzt, um ihr Einverständnis zum Verzicht auf eine 
mündliche Verhandlung zu erteilen. Sodann wurden die Parteien darüber informiert, dass das 
Urteil nach Massgabe des VerfRegl3 unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte der Be-
troffenen auf der Website des Schweizer Sportgerichts publiziert werde. 

  
32. Mit Eingabe vom 7. November 2024 verzichtete SSI auf das Stellen von Ergänzungsbegehren 

und beantragte eine mündliche Verhandlung. Mit E-Mail vom 8. November 2024 retournierte 

 
3  Reglement betreffend das Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht vom 1. Juli 2024 (VerfRegl). 

 

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die angeschuldigte Person die unterzeichnete Verfahrensverfügung. Die weiteren Parteien 
liessen sich nicht vernehmen. 

 
33. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2024 verlängerte der Direktor das Verfahren um zwei Monate 

bis am 15. Januar 2024. Mit Verfügung vom selben Datum teilte das Gericht mit, dass eine 
Hauptverhandlung stattfinden werde. 

 
34. Am 20. Januar 2025 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung am 31. Januar 2025 um 09.30 

Uhr im Hotel Astoria in Olten vorgeladen. Ausserdem wurden die Parteien über den Ablauf der 
Verhandlung informiert. Gleichzeitig wurde die Frist für das Verfahren bis 15. März 2025 ver-
längert. 
 

35. Am 31. Januar 2025 fand die Hauptverhandlung im Hotel Astoria in Olten statt. Das Gericht 
wurde während der gesamten Verhandlung von Miro Vuille, Case Manager am Sekretariat der 
Stiftung Schweizer Sportgericht, unterstützt. Ausserdem nahmen an der Verhandlung die an-
geschuldigte Person, vertreten durch Rechtsanwalt Christian von Rohr, die Antragstellerin, 
vertreten durch Rechtsanwältin Yvonne Stadler, der SFV, vertreten durch Paulo Soares, sowie 
die meldenden Personen und das mutmassliche Opfer teil. 
 

36. Die Parteien erhielten Gelegenheit, ihre Ausführungen und Argumente vorzutragen, die Fragen 
des Gerichts zu beantworten sowie Ergänzungsfragen zu stellen. SSI verwies im Grundsatz 
auf den Untersuchungsbericht vom 4. April 2024. Die meldenden Personen und der Spieler 
führten aus, dieser habe den Club nie verlassen wollen. Der SFV äusserte sich nicht konkret 
zum vorliegenden Fall. Die angeschuldigte Person reichte ihre Notizen zum Parteivortrag ein, 
in denen sie grundsätzlich vollumfänglich auf die Ausführungen in der Stellungnahme vom 
29. Juli 2024 und die darin gestellten Rechtsbegehren verwies. Die Parteien erhielten Gele-
genheit zur Replik und Duplik. Nach der Befragung der angeschuldigten Person, SSI, dem SFV 
sowie den meldenden Personen und des Spielers hielten die Parteien ihre Schlussvorträge.  

IV. Positionen der Parteien 

37. Dieser Abschnitt des Entscheids enthält keine abschliessende Auflistung der Behauptungen 
der Parteien, sondern soll eine Zusammenfassung des Inhalts der wichtigsten Argumente der 
Parteien bieten. Bei der Prüfung und Entscheidung über die Ansprüche der Parteien in diesem 
Entscheid hat das Gericht alle von den Parteien vorgebrachten Argumente und Beweise be-
rücksichtigt und sorgfältig geprüft, einschliesslich der Behauptungen und Argumente, die in 
diesem Abschnitt des Entscheids oder in der nachstehenden Erörterung der Ansprüche nicht 
erwähnt werden. 

A. Die Position der Antragstellerin 

38. Die Vorbringen der Antragstellerin basierend auf ihren schriftlichen Eingaben und mündlichen 
Ausführungen anlässlich der Hauptverhandlung vom 31. Januar 2025 können wie folgt zu-
sammenfasst werden: 
 

39. Die angeschuldigte Person als Präsident des Clubs habe sich trotz Kenntnis der Missstände 
nie aktiv gegen die Machtkonzentration und das Schaffen einer Angstkultur durch den Nach-
wuchsverantwortlichen zur Wehr gesetzt und keine Massnahmen getroffen, um die Nach-
wuchsspieler zu schützen. Dem Nachwuchsverantwortlichen seien sämtliche Freiheiten be-
lassen worden. Die angeschuldigte Person habe akzeptiert, dass der Nachwuchsverantwort-
liche wichtige Entscheide allein treffe, dass an diesem kein Weg vorbeiführe und dass er seine 
Machtposition ausnutze. Der angeschuldigten Person obliege als Präsident eine 

 

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Aufsichtspflicht betreffend die operative Tätigkeit des Clubs, welche er nicht wahrgenommen 
habe. Zudem habe er zugelassen, dass der Spieler unrechtmässig aus dem Club, der die 
Rechtsform eines Vereins hat, ausgeschlossen wurde. Beim Club seien massive strukturelle 
Missstände vorhanden, für die die angeschuldigte Person die Verantwortung trage. 

 
40. Die beschriebenen Handlungen stellten nach Ansicht von SSI eine Verletzung von Art. 2.1.5 

Ethik-Statut (Verletzung der Fürsorgepflicht) und eventualiter von Art. 2.3 Ethik-Statut (Un-
sportliches Verhalten) dar. 
 

41. In Bezug auf die Zumessung der Disziplinarmassnahme wertete SSI verschärfend, dass die 
angeschuldigte Person über einen langen Zeitraum gegen die geltenden Ethik-Bestimmungen 
verstossen habe. Auch nachdem sie mit dem Verstoss konfrontiert worden sei, habe sie keine 
Einsicht oder Reue gezeigt. Ebenfalls zu einer Verschärfung der Sanktion führe, dass die be-
troffenen Spieler noch minderjährig gewesen seien. Zwischen der angeschuldigten Person 
und den betroffenen Spielern habe zweifellos ein Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnis 
bestanden, es würden aber keine Anhaltspunkte vorliegen, welche für eine Ausnützung die-
ses Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne von Art. 6.2 Ethik-Statut sprechen 
würden. Sanktionsmildernd sei vorliegend zu berücksichtigen, dass die angeschuldigte Per-
son im Verfahren mitgewirkt und der Untersuchung insgesamt offen gegenübergestanden 
habe. Da es sich vorliegend um ein leichtes Verschulden der angeschuldigten Person handle, 
erscheine in Anbetracht der Umstände eine Busse von CHF 2'000.00 als angemessen. 

B. Die Position der angeschuldigten Person 

42. Die angeschuldigte Person erklärte im Wesentlichen, ihr rechtliches Gehör sei verletzt wor-
den, sie sei nie formell befragt worden und die anonymen Aussagen weiterer Spieler und de-
ren Eltern könnten nicht verwertet werden. Weiter sei sie nicht im täglichen Geschäft auf dem 
Fussballplatz involviert. Sie sei durch die Eltern oder Spieler nie kontaktiert worden, nehme 
gegenüber dem Spieler keine Betreuungsfunktion wahr und habe deshalb auch keine Fürsor-
gepflicht verletzt. Selbst wenn gegen den Nachwuchsverantwortlichen eine Sanktion ausge-
sprochen werde, dürfe deshalb gegen die angeschuldigte Person keine solche ausgesprochen 
werden. Aus der langjährigen Tätigkeit des Nachwuchsverantwortlichen beim Club seien 
keine weiteren Reklamationen oder Vorwürfe bekannt, die sich mit denjenigen der meldenden 
Personen decken würden. Insofern greife der Vorwurf, die angeschuldigte Person habe Ver-
fehlungen, eine Angstkultur und ein Machtmissbrauch oder eine Machtkonzentration beim 
Nachwuchsverantwortlichen begünstigt, nicht. Der Ausschluss des Spielers sei zwar vereins-
rechtlich nicht statutenkonform abgelaufen, das sei aber kein Verstoss gegen das Ethik-Sta-
tut. Es wäre höchstens eine Verwarnung auszusprechen. Eine Busse sei nicht gerechtfertigt 
und eine Publikation des Entscheids unter namentlicher Nennung der angeschuldigten Per-
son sei zumindest unverhältnismässig. Überdies fehle es diesbezüglich an einem öffentlichen 
Interesse. 

C. Die Position der meldenden Personen und des Spielers 

43. Die meldenden Personen und der Spieler erklärten im Wesentlichen, der Spieler habe sehr 
unter der Situation gelitten. Der Nachwuchsverantwortliche habe ihn im Alleingang und will-
kürlich aus dem Verein ausgeschlossen. Anschliessend sei es dem Spieler sehr schlecht ge-
gangen und er habe bis im Juli 2022, also rund vier Monate keinen neuen Verein gefunden. Der 
Spieler habe ein Mentalcoaching besuchen müssen. Auf Nachfrage erklärte der Spieler, die-
ses Coaching habe nichts mit dem Rauswurf zu tun gehabt. Er habe dieses zwecks allgemei-
ner mentaler Stärkung schon vorher angefangen. Der Vater des Spielers sagte aus, er habe die 
WhatsApp-Nachricht, in der er geschrieben hatte, dass der Spieler eventuell gar nicht mehr 
komme, nicht so gemeint. Es sei eine emotionale Situation gewesen, weil der Spieler am 

 

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Auswärtsspiel am 19. März 2022 nicht in der Aufstellung stand. Die Nachricht sei aus diesen 
Emotionen heraus entstanden. Es sei aber nie die Absicht gewesen, dass der Spieler aus dem 
Verein austrete.  

D. Die Position des SFV 

44. Der SFV verwies im Wesentlichen auf die schriftlichen Stellungnahmen und auf den Untersu-
chungsbericht.  

V. Zuständigkeit 

45. Das Schweizer Sportgericht ist eine Stiftung, die von Swiss Olympic per 1. Juli 2024 gegründet 
wurde und den Zweck hat, ein unabhängiges Gericht zu betreiben, das bei Streitigkeiten im 
Sport oder möglichen Regelverstössen entscheidet. Als unabhängige Disziplinarstelle im 
Sinne von Art. 72g Abs. 1 lit. a SpoFöV ist das Schweizer Sportgericht zuständig für die Beur-
teilung der ihr von der Meldestelle überwiesenen Fälle von mutmasslichem Fehlverhalten 
oder mutmasslichen Missständen.  
 

46. Gemäss Art. 11 Abs. 1 VerfRegl entscheidet das Schweizer Sportgericht selbst über seine 
Zuständigkeit. Das VerfRegl ist per 1. Juli 2024 in Kraft getreten und ersetzt das Reglement 
betreffend das Verfahren vor der Disziplinarkammer des Schweizer Sports vom 1. Juli 2022. 
Das VerfRegl vom 1. Juli 2024 findet auf sämtliche Verfahren Anwendung, für die Swiss Olym-
pic und die nationalen Sportverbände auf die Zuständigkeit der bisherigen "Disziplinarkam-
mer des Schweizer Sports" oder des Schweizer Sportgerichts verweisen (Art. 29 Abs. 1°Ver-
fRegl). Gemäss Art. 1.2 Abs. 10 der Statuten von Swiss Olympic vom 24. November 2023 (mit 
Inkrafttreten per 1. Juli 2024) ist die "Sanktionierung von potenziellen Verstössen gegen das 
Dopingstatut und das Ethik-Statut […] Aufgabe der Stiftung Schweizer Sportgericht". Weiter 
sieht Art. 1.2 Abs. 10 vor, dass die Stiftung Schweizer Sportgericht "für die Beurteilung von 
Fällen [zuständig ist], die ihr durch die Stiftung Swiss Sport Integrity bezüglich potenzieller 
Verstösse gegen das Ethik-Statut des Schweizer Sports angetragen werden". Schliesslich ist 
das Schweizer Sportgericht für sämtliche Verfahren zuständig, die gemäss den Vorschriften 
des VerfRegl eröffnet werden oder eröffnet worden sind (Art. 30 Abs. 2 VerfRegl). 
  

47. In casu geht es um potenzielle Verstösse vor allem aus dem Jahr 2022 gegen das Ethik-Statut, 
welches am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist, mithin um die Beurteilung und Sanktionierung 
von potenziellen Ethikverstössen im Sinne von Art. 1.2 Abs. 10 der Statuten von Swiss Olym-
pic (Version mit Inkrafttreten per 1. Juli 2024). Basierend darauf sowie auf den obigen Ausfüh-
rungen ist die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts zur rechtlichen Beurteilung und 
möglichen Sanktionierung der vorliegend in Frage stehenden Vorfälle zu bejahen.  

 
48. Die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts zur Beurteilung des vorliegenden Falles ergibt 

sich ausserdem auch aus dem Beschluss vom 24. November 2023 des Sportparlaments von 
Swiss Olympic und dem Ethik-Statut, welches in Art. 5.6 auf die "Beurteilung durch die Dis-
ziplinarkammer" verweist. Wie dort unter Traktandum 9 festgehalten sind gemäss dem Be-
schluss vom 24. November 2023 die Änderungen der Statuten gutgeheissen worden und da-
mit sämtliche Kompetenzen der DK an die Stiftung Schweizer Sportgericht übergegangen. 
Entsprechend ist seit dem 1. Juli 2024 das Schweizer Sportgericht für Verfahren zuständig, 
für welche bis zum 30. Juni 2024 die DK zuständig gewesen ist (vgl. dazu auch Art. 10 Abs. 2 
der Statuten von Swiss Olympic, Version mit Inkrafttreten per 1. Juli 2024 vom 1. Juli 2024). 

49. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass das Schweizer Sportgericht zur 
Beurteilung des vorliegenden Falles zuständig ist. Im Übrigen haben die Parteien die Zustän-
digkeit des Schweizer Sportgerichts nicht bestritten und sogar unterschriftlich anerkannt. 

 

 10 

VI. Anwendbares Recht 

50. Rechtsgrundlage zur Definition, Untersuchung, Beurteilung und Sanktionierung von Ethik-
verstössen sowie des dazugehörigen Verfahrens bildet das Ethik-Statut 2022. Dieses trat per 
1. Januar 2022 in Kraft (vgl. Art. 8.3 Abs. 1 Ethik-Statut). Die Genehmigung des Ethik-Statuts 
erfolgte anlässlich der 25. Versammlung des Sportparlaments am 26. November 2021, an 
welcher das Sportparlament die entsprechenden Änderungen der Statuten von Swiss Olym-
pic per 1. Januar 2022 beschlossen hat.  
 

51. Wie in Art. 9 Ethik-Statut festgehalten, wurden seit dem Erlass des Ethik-Statuts vom Sport-
parlament am 25. November 2022 (mit Inkrafttreten per 26. November 2022) und vom Exe-
kutivrat am 21. September 2022 in Anwendung von Art. 8.6 Ethik-Statut (mit Inkrafttreten per 
26. November 2022) Anpassungen genehmigt. Im Folgenden ist daher, soweit nicht anders 
vermerkt, jeweils vom Ethik-Statut in seiner Version 2022 vom 26. November 2022 die Rede.  

 
52. Mit Genehmigung des Ethik-Statuts und den entsprechenden Änderungen der Statuten von 

Swiss Olympic per 1. Januar 2022 haben die nationalen Sportverbände die Kompetenz und 
Zuständigkeit im Bereich Ethik zur Untersuchung, rechtlichen Beurteilung sowie Sanktionie-
rung auf SSI und die DK übertragen. In organisatorischer Hinsicht wurden die Meldestelle und 
die Stelle zur Untersuchung von gemeldeten Tatbeständen SSI und die rechtliche Beurteilung 
auf die DK übertragen. Wie unter Rz. 45 ff. ausgeführt, ist seit dem 1. Juli 2024 das Schweizer 
Sportgericht für Verfahren zuständig, für welche bis zum 30. Juni 2024 die DK zuständig ge-
wesen ist. In casu geht es (in zeitlicher Hinsicht unbestritten) um die Beurteilung von Vorfällen 
aus dem Jahr 2022 (somit nach Inkrafttreten des Ethik-Statuts, aber vor Inkrafttreten der 
neuen Version des Ethik-Statuts 2025), weshalb der zeitliche Geltungsbereich des Ethik-Sta-
tuts in seiner Version 2022 vom 1. Januar 2022 in vorliegendem Verfahren vor dem Schweizer 
Sportgericht gegeben ist.  

 
53. Ist der zeitliche Anwendungsbereich des Ethik-Statuts gegeben, ist in einem weiteren Schritt 

der Geltungsbereich des Ethik-Statuts in persönlicher Hinsicht zu prüfen. Das Schweizer 
Sportgericht beurteilt unter anderem diejenigen Verstösse gegen das Ethik-Statut, die von Per-
sonen begangen worden sind, für die das Ethik-Statut gilt (Art. 1.1 Abs. 1 Ethik-Statut). 

 
54. Der vorliegend betroffene Club ist ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB und Mitglied des 

Schweizerischen Fussballverbands SFV (Art. 1.3 Statuten FC X._____). Der SFV ist eine Or-
ganisation im Sinne von Art. 1.1 Abs. 2 lit. b Ethik-Statut und der Club eine solche im Sinne 
von Art. 1.1 Abs. 2 lit. c Ethik-Statut. Gemäss Art. 1.1 Abs. 4 lit. b Ethik-Statut gilt dieses unter 
anderem auch für Personen, die eine Funktion in einem Organ einer Sportorganisation ausü-
ben.  

 
55. Die angeschuldigte Person war zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Verstösse gegen das Ethik-

Statut unbestrittenermassen Präsident des Clubs. Damit ist sie vom persönlichen Geltungs-
bereich gemäss Art. 1.1 Abs. 4 lit. b Ethik-Statut erfasst.  

 
56. In Bezug auf den sachlichen und räumlichen Geltungsbereich ist das Ethik-Statut gemäss 

dessen Art. 1.2 Abs. 1 "auf jegliches Verhalten der in Artikel 1.1 genannten Organisationen 
und Personen im In- oder Ausland anwendbar, soweit deren Verhalten im Zusammenhang mit 
dem Sportbetrieb steht oder sich auf den Sport und dessen Ansehen in der Öffentlichkeit aus-
wirken kann". Das vorliegend in Frage stehende Verhalten der angeschuldigten Person stand 
als Präsident des Clubs mit dem Sportbetrieb in Zusammenhang und fällt damit unter den 
sachlichen und räumlichen Anwendungsbereich des Ethik-Statuts nach dessen Art. 1.2 Abs. 
1. Ausserdem ist von einer Auswirkung auf den Sport und dessen Ansehen in der 

 

 11 

Öffentlichkeit im Sinne von Art. 1.2 Abs. 1 Ethik-Statut auszugehen. Damit ist das Ethik-Statut 
in casu zweifelsohne und von den Parteien unbestritten anwendbar. 

 
57. Die anwendbaren Verfahrensvorschriften finden sich gestützt auf Art. 72g Abs. 1 lit. b Ziff. 1 

SpoFöV in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 VerfRegl (Fassung vom 1. Juli 2024) im VerfRegl. Ge-
mäss Art. 29 Abs. 1 VerfRegl findet dies auf alle Verfahren Anwendung, die im Zeitpunkt sei-
nes Inkrafttretens eröffnet sind oder danach eröffnet werden. Da das vorliegende Verfahren 
vor dem Schweizer Sportgericht am 15. Juli 2024 eröffnet wurde, gilt damit die Fassung des 
VerfRegl vom 1. Juli 2024 (vgl. Art. 30 Abs. 2 VerfRegl i.V.m Art. 50 der Schiedsordnung des 
Schweizer Sportgerichts, gültig seit 1. März 2025). 

VII. Materielles 

A. Verstösse gegen das Ethik-Statut 

58. Das Ethik-Statut überschreibt seinen Art. 2 mit "Ethikverstösse", um sodann unter Art. 2.1 bis 
Art. 2.4 verschiedene Tatbestände und Handlungen aufzulisten, die gemäss Art. 2 Ethik-Sta-
tut "Verstösse gegen dieses Ethik-Statut dar[stellen], die zu Sanktionen führen können". Ge-
mäss SSI steht im vorliegenden Fall die Verletzung von Art. 2.1.5 Ethik-Statut (Vernachlässi-
gung einer Fürsorgepflicht) und Art. 2.3 (Unsportliches Verhalten) zur Beurteilung.  
 

59. Für eine allfällige Verletzung von weiteren Tatbeständen liegen weder Hinweise vor noch 
wurde dies von SSI vorgebracht. Entsprechend ist im Folgenden der vorgeworfene Vorfall un-
ter den Tatbeständen von Art. 2.1.5 und Art. 2.3 Ethik-Statut zu prüfen. 

1. Beweismass 

60. Das Ethik-Statut enthält keine Bestimmungen über den Beweismassstab zur Feststellung ei-
nes ethischen Verstosses. Es ist daher Sache des Gerichts, dies zu bestimmen (vgl. ANTONIO 
RIGOZZI/BRIANNA QUINN, Evidentiary issues before CAS, in: International sports law and juris-
prudence of the CAS : 4th CAS and SAV- FSA Conference, Lausanne 2012, p. 25 et 29). Die 
Rechtsprechung des Court of Arbitration for Sport (CAS) lässt eine Anwendung des Comfor-
table-Satisfication-Standards zu, wenn das anwendbare Regelwerk nichts anderes vorsieht 
(vgl. CAS 2009/A/1920, FK Pobeda, Aleksandar Zabrcanec, Nikolce Zdraveski v. UEFA, Ent-
scheid vom 15. April 2010, Ziff. 85, ähnlich auch CAS 2021/A/8344 Aris Football Club & The-
odoros Karypidis v. HFF, Entscheid vom 14. Juni 2022, Ziff. 107 ff.) oder unklar ist (CAS 
2011/A/2426, Amos Damau v. FIFA, Ziff. 87, 88).  
 

61. Zudem konkretisiert das seit dem 1. Januar 2025 geltende Ethik-Statut diesen Beweismass-
stab (vgl. Art. 7.2 Ethik-Statut, Version mit Inkrafttreten am 1. Januar 2025). Für den von der 
angeschuldigten Person zu führenden entlastenden Gegenbeweis gilt der Beweismass der 
leicht überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Art. 7.2 Abs. 2 Ethik-Statut, Version mit Inkrafttre-
ten am 1. Januar 2025). Diese Präzisierung ist im vorliegenden Verfahren sinngemäss anzu-
wenden (Vgl. BGer 5A_21/2011 vom 10. Februar 2012, E. 5.4.3.). 
 

62. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Parteien das Gericht im Sinne des jeweils für sie gel-
tenden Beweismassstabes überzeugen konnten.  

 

 12 

2. Ethikverstösse im Einzelnen 

2.1 Vernachlässigung einer Fürsorgepflicht gemäss Art. 2.1.5 Ethik-Statut 

63. Den Tatbestand von Art. 2.1.5 erfüllt in den Worten des Ethik-Statuts "eine Person, welche 
wahrnimmt, dass eine von ihr betreute Sportlerin oder ein von ihr betreuter Sportler Opfer ei-
ner Handlung im Sinne von Artikel 2.1.1 – 2.1.4 Ethik-Statut des Schweizer Sports ist und 
keine Massnahmen zur Verhinderung der Verletzungshandlung oder zum Schutz des Opfers 
vornimmt." 

 
64. Die angeschuldigte Person ist ehrenamtlicher Präsident des Clubs. Der Nachwuchsverant-

wortliche ist vom Club als Technischer Leiter Nachwuchs angestellt. Der Club ist ein grosser, 
professionell aufgebauter und geführter Verein mit mehreren Hundert Mitgliedern. Als Präsi-
dent kommen der angeschuldigten Person insbesondere strategische, repräsentative, admi-
nistrative und organisatorische Aufgaben zu. Der Verein wird vom Vorstand geführt und die 
angeschuldigte Person steht dem Vorstand als Präsident vor. Mit den Nachwuchssportlern 
wie dem mutmasslichen Opfer hatte die angeschuldigte Person nie direkt zu tun und kannte 
dieses auch nicht persönlich. Entsprechend erfuhr sie auch erst von den Unstimmigkeiten 
zwischen dem Nachwuchsverantwortlichen und dem Spieler sowie dessen Eltern, als SSI sie 
am 5. April 2022 telefonisch kontaktierte. Die Entscheidungen betreffend die Nachwuchs-
spieler traf in der Regel der Nachwuchsverantwortliche zusammen mit seinem direkten Vor-
gesetzten, dem Vizepräsidenten des Clubs. Da folglich keine direkten Berührungspunkte zwi-
schen der angeschuldigten Person und dem Spieler bestanden, kann entgegen der Einschät-
zung von SSI nicht davon ausgegangen werden, dass die angeschuldigte Person den Spieler 
im Sinne von Art. 2.1 Ethik-Statut als Sportler betreute und somit eine Fürsorgepflicht hatte, 
die sie hätte verletzen können. Eine solche Ausdehnung des Begriffs der Fürsorgepflicht auf 
die angeschuldigte Person, wie sie die Antragstellerin mit ihrem Antrag Ziffer 3 impliziert, ist 
zumindest im vorliegenden Fall und basierend auf der vorliegenden Aktenlage aus Art. 2.1.5 
Ethik-Statut nicht herauszulesen, weshalb diese Bestimmung auf die vorliegende Situation 
keine Anwendung findet. 

2.2 Unsportliches Verhalten gemäss Art. 2.3 Ethik-Statut 

65. SSI ruft weiter Art. 2.3 Ethik-Statut (unsportliches Verhalten) als Auffangtatbestand an. Diese 
Bestimmung lautet wie folgt: "Als unsportliches Verhalten gemäss diesem Ethik-Statut gelten 
grobe Verletzungen von fundamentalen Grundwerten des Sports, soweit diese nicht bereits 
durch Spiel- und Wettkampfreglemente oder andere Bestimmungen dieses Ethik-Statuts er-
fasst werden. Zu diesen Grundwerten gehören das Fair Play und der Verzicht auf unlautere 
Vorteile und Mittel im Wettkampf, sowie der Respekt und Achtung gegenüber sich selbst, den 
Gegnerinnen und Gegnern, den Spielregeln, den Entscheidungen der Schiedsrichterinnen und 
Schiedsrichter, der Zuschauerinnen und Zuschauer, von Tieren und der Umwelt." 
 

66. Zunächst ist festzuhalten, dass das fehlende Aufdecken von allfälligen Missständen in einem 
Verein kein unsportliches Verhalten im Sinne von Art. 2.3 Ethik-Statut darstellt. Art. 2.3 Ethik-
Statut stellt keine aufsichtsrechtliche Verantwortlichkeitsnorm dar, sondern regelt unlauteres 
Verhalten gegenüber ebenfalls an sportlichen Wettkämpfen beteiligten Personen. Zuständig 
für die Behebung von Missständen betreffend die Struktur und Organisation eines Vereins ist 
denn auch nicht der Präsident eines Vereins, sondern Swiss Olympic. Swiss Olympic hat über 
allfällige Missstände zu entscheiden und eine Umsetzungsvereinbarung mit der betroffenen 
Sportorganisation zu schliessen (vgl. Art. 3 und Art. 5.7 Ethik-Statut). Ein entsprechendes Ver-
fahren ist vorliegend bereits im Gang wie von den beteiligten Parteien anlässlich der Haupt-
verhandlung bestätigt. 
 

 

 13 

67. Art. 2.3 Ethik-Statut will nicht jedes unsportliche Verhalten sanktionieren, sondern nur "grobe 
Verletzungen von fundamentalen Grundwerten des Sports". Es braucht somit eine gewisse 
"Flughöhe" oder Schwelle, eben eine grobe Verletzung, damit dieser Tatbestand erfüllt ist. Es 
ist vorliegend jedoch nicht ersichtlich, mit welchem Verhalten die angeschuldigte Person eine 
solche grobe Verletzung eines fundamentalen Grundwertes des Sports begangen haben soll. 
 

68. Es ist zwar auch vorstellbar, dass eine Person eine solche grobe Verletzung durch Unterlas-
sung und nicht durch eine aktive Handlung begehen könnte, aber auch dies ist vorliegend nicht 
erstellt. Der Vorhalt von SSI, die angeschuldigte Person habe im Verlauf des Verfahrens ihre 
Argumentation im Zusammenhang mit dem Ausschluss des Spielers komplett geändert, kann 
zwar als nachgewiesen erachtet werden. So begründete sie in der E-Mail vom 5. April 2022 
den Ausschluss mit einer Verletzung des Verhaltenskodex durch das mutmassliche Opfer, 
widersprach dieser ersten Aussage jedoch in der Stellungnahme vom 26. September 2022 
damit, der Ausschluss sei der Wunsch des Spielers gewesen. Dies wirft durchaus Fragen in 
Bezug auf die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen auf. Aus Sicht des Schweizer Sportgerichts ist 
jedoch nicht grundsätzlich von der Hand zu weisen, dass die angeschuldigte Person bei ihrer 
ersten Aussage einen anderen Kenntnisstand hatte als in ihrer Stellungnahme ein knappes 
halbes Jahr später. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Schwere dieser möglichen 
Verfehlung ist jedoch aus Sicht des Schweizer Sportgerichts die Schwelle im Sinne von 
Art. 2.3 nicht erreicht. Abgesehen davon ist es SSI auch nicht gelungen, eine angebliche 
Pflichtverletzung der angeschuldigten Person nachzuweisen. So konnte die Antragstellerin 
nicht aufzeigen, dass die angeschuldigte Person von den behaupteten Missständen über-
haupt Kenntnis hatte. Im Gegenteil geht aus den Akten nicht hervor, dass sich die meldenden 
Personen je beim Präsidenten oder Vorstand direkt beklagt hätten.  
 

69. Aus Sicht des Schweizer Sportgerichts ist überdies zu berücksichtigen, dass SSI der ange-
schuldigten Person - im Gegensatz zum Nachwuchsverantwortlichen und zum Trainer des 
Spielers - das rechtliche Gehör nicht vollumfänglich hat zukommen lassen. Insbesondere 
kann den Akten nicht entnommen werden und wird von SSI auch nicht geltend gemacht, dass 
SSI mit der angeschuldigten Person versucht hat, einen Termin für eine Befragung zu finden 
und ihr im Rahmen einer Befragung eine umfassende Stellungnahme zu den Vorwürfen zu er-
möglichen. 

3. Fazit 

70. Nach Würdigung sämtlicher relevanter Umstände des vorliegenden Falles und der Positionen 
der Parteien gelangt das Schweizer Sportgericht deshalb zum Ergebnis, dass der eingeklagte 
Tatbestand nicht erstellt werden konnte und keine Verletzung von Art. 2.1.5 und Art. 2.3 Ethik-
Statut durch die angeschuldigte Person vorliegt. Die angeschuldigte Person ist deshalb von 
allen Vorwürfen freizusprechen. 

B. Konsequenzen und Massnahmen 

1. Kosten des Untersuchungsverfahrens vor SSI 

71. Gemäss Art. 15 Abs. 2 VerfRegl SSI4 kann SSI vor der DK Anträge zur Überbürdung der Kosten 
des Untersuchungsverfahrens an andere Parteien stellen, wobei das Schweizer Sportgericht 
gemäss Art. 15 Abs. 3 VerfRegl SSI sein Verfahrensreglement anwendet. Das VerfRegl enthält 
keine Bestimmungen dazu. 
 

 
4  Verfahrensreglement der Stiftung Swiss Sport Integrity betreffend Ethikverstösse und Missstände, Ver-

sion mit Inkrafttreten per 15. Februar 2023 (VerfRegl SSI). 

 

 14 

72. SSI beantragte, der angeschuldigten Person einen Teil der Kosten des Untersuchungsverfah-
rens in der Höhe von CHF 2'000.00 aufzuerlegen. 

 
73. Im Gegensatz zu dem seit dem 1. Januar 2025 geltenden Ethik-Statut (vgl. Art. 7.1 Abs. 1 lit. g 

Ethik-Statut in Kraft seit 1. Januar 2025) stellt das Schweizer Sportgericht fest, dass das zum 
Zeitpunkt der Tat geltende Ethik-Statut es nicht zulässt, die angeschuldigte Person zur Erstat-
tung der Ermittlungskosten oder eines Teils davon zu verurteilen. 
 

74. Da das seit dem 1. Januar 2025 geltende Ethik-Statut den Zuschuss zu den Kosten der Unter-
suchung als Disziplinarmassnahme betrachtet, ist das Schweizer Sportgericht der Ansicht, 
dass Art. 15 Abs. 2 VerfRegl SSI keine geeignete Regelungsgrundlage darstellt. Überdies wird 
für die Anordnung einer Disziplinarmassnahme ein Verstoss gegen das Ethik-Statut vorausge-
setzt, was vorliegend nicht gegeben ist. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, 
dass das Schweizer Sportgericht als Disziplinarstelle im Sinne von Art. 72g SpoFöV nur die 
Massnahmen ergreifen oder Sanktionen aussprechen kann (vgl. Art. 72g Abs. 1 lit. a Ziff. 2 
SpoFöV i.V.m die Änderungen der Sportförderungsverordnung: Erläuterungen des Bundesam-
tes für Sport BASPO vom Januar 2023, S. 18), die in den Reglementen der Dachorganisation 
vorgesehen sind.  
 

75. Das Schweizer Sportgericht weist den Antrag von SSI daher ab, soweit überhaupt darauf ein-
zutreten ist. 

2. Öffentlichkeit und Eröffnung 

76. SSI beantragt, der Entscheid des Schweizer Sportgerichts sei von Swiss Olympic zu veröf-
fentlichen, unter namentlicher Nennung der angeschuldigten Person in ihrer Eigenschaft als 
Präsident des Clubs. 

 
77. Im Gegensatz zu dem seit dem 1. Januar 2025 geltenden Ethik-Statut (vgl. Art. 7.1 Abs. 1 lit. h 

und Art. 8.2 Ethik-Statut, in Kraft seit 1. Januar 2025) stellt das Schweizer Sportgericht fest, 
dass das zum Zeitpunkt des relevanten Sachverhalts geltende Ethik-Statut die Veröffentli-
chung des Schuldspruchs und der Konsequenzen, d.h. die Veröffentlichung des Entscheids 
mit dem Namen der Person, nicht zulässt. Darüber hinaus und in Anbetracht der Unabhän-
gigkeit der Disziplinarstelle (d.h. des Schweizer Sportgerichts) von der nationalen Meldestelle 
(d.h. SSI) (und umgekehrt) und ihrer jeweiligen Rolle im Hinblick auf die SpoFöV ist es nicht 
Aufgabe des Schweizer Sportgerichts, SSI Anweisungen für seine externe Kommunikation zu 
erteilen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass auch das zur Beurteilung des vorliegenden 
Sachverhaltes massgebliche Ethik-Statut vorschreibt, dass die Persönlichkeitsrechte der be-
troffenen Personen zu berücksichtigen sind und im vorliegenden Verfahren gerade kein 
Verstoss gegen das Ethik-Statut festgestellt werden konnte. 
 

78. Gemäss Art. 72g Abs. 1 lit. b Ziff. 1 und 2 SpoFöV erlässt das Schweizer Sportgericht die zur 
Aufgabenwahrnehmung erforderlichen Organisations- und Verfahrensbestimmungen und in-
formiert dem Bundesamt für Sport (BASPO) über seine Entscheide. Art. 23 Abs. 2 lit. b Ziff. 3 
und Abs. 3 VerfRegl sehen zudem vor, dass das Schweizer Sportgericht auch Swiss Olympic 
über seine Entscheide informiert.  
 

79. Vor diesem Hintergrund weist das Schweizer Sportgericht die entsprechenden Anträge von 
SSI ab, soweit auf sie eingetreten werden kann. 

 

 15 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

A. Kosten des Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht 

1. Höhe der Verfahrenskosten 

80. Nach Art. 25 Abs. 1 VerfRegl befindet das Schweizer Sportgericht in seinem Entscheid auch 
über die Kosten des Verfahrens. 

 
81. Der vorliegende Sachverhalt war überschaubar und wies in rechtlicher Hinsicht vergleichs-

weise wenig Komplexität auf. Die Hauptverhandlung fand allerdings physisch in Olten statt, 
und es mussten Zeugen einvernommen werden. Vor diesem Hintergrund sind die Kosten des 
Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht auf CHF 1'000.00 festzulegen. Dabei ist festzu-
halten, dass dieser Betrag bei Weitem nicht kostendeckend ist. 

2. Verteilung der Verfahrenskosten 

82. Im Falle einer Verurteilung werden die Kosten gemäss Art. 25 Abs. 2 VerfRegl in der Regel der 
angeschuldigten Person auferlegt. Kommt es zu einem Freispruch, so werden die Kosten dem 
betreffenden Sportverband oder SSI auferlegt. Das Schweizer Sportgericht kann auch von den 
Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Kosten nach Ermessen verteilen, wenn die Um-
stände es rechtfertigen. Die Art. 107 und 108 der ZPO5 gelten sinngemäss 
(Art. 25°Abs.°2°VerfRegl). 
 

83. Die angeschuldigte Person wurde vollumfänglich freigesprochen, und SSI unterliegt entspre-
chend umfassend mit ihren Anträgen. Entsprechend sind die Verfahrenskosten in Höhe von 
CHF 1'000.00 vollumfänglich SSI aufzuerlegen. 

B. Parteikostenersatz 

84. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VerfRegl steht der beteiligten, nationalen Sportorganisation, Sportor-
ganisationen im Sinne von Art. 1.1 Abs. 2 Ethik-Statut, und natürlichen Personen im Sinne von 
Art. 1.1 Abs. 3 Ethik-Statut kein Anspruch auf ganzen oder teilweisen Ersatz der Parteikosten 
zu. Dies gilt nach Art. 25 Abs. 4 VerfRegl nicht für SSI.  
 

85. Da SSI mit ihren Anträgen vollumfänglich unterlag, hat sie keinen Anspruch auf Ersatz der gel-
tend gemachten Parteikosten. 

 
86. Gemäss Art. 25 Abs. 5 VerfRegl hat die angeschuldigte Person im Falle eines Freispruchs An-

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Aufgrund des vollumfänglichen Freispruchs der ange-
schuldigten Person ist SSI zu verpflichten, der angeschuldigten Person eine Parteientschädi-
gung in der Höhe seines berechtigten Aufwands von CHF 4'608.65 zzgl. MwSt. gemäss der 
eingereichten Kostennote vom 31. Januar 2025 zu bezahlen. 
 

 
 
 
 

 
5  Schweizerische Zivilprozessordnung vom 29. Dezember 2008, SR 272 (ZPO). 

 

 16 

Aus diesen Gründen 
 

entscheidet das Schweizer Sportgericht: 
 
 
1. A._____ wird vom Vorwurf des Verstosses gegen Art. 2.1.5 und Art. 2.3 Ethik-Statut freigespro-

chen.  
 
2. Die Verfahrenskosten vor dem Schweizer Sportgericht werden auf CHF 1'000.00 festgesetzt 

und vollumfänglich Swiss Sport Integrity auferlegt. 
 
3.  Swiss Sport Integrity wird verpflichtet, A._____ eine Parteientschädigung in der Höhe von 

CHF 4'608.65 zzgl. MwSt. zu bezahlen. 
 
4. Die weiteren Rechtsbegehren werden abgewiesen, soweit auf diese einzutreten ist.  
 
 
Bern, Schweiz 
Datum: 15. März 2025 
 
 
 

 
 

SCHWEIZER SPORTGERICHT 
 
 

 
 

 

    
Roy Levy 

Vorsitzender Richter 
 

  

Sarah Umbricht 
Richterin 

 Anita Züllig 
Richterin