# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ce0f5d6-d8d6-5856-b8c9-173102866b6f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2009 C-2802/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2802-2009_2009-10-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2802/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richterin Madeleine Hirsig,
Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Victoria 
Romeo Martín Hefti,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Rentenrevision, Verfügung vom 6. März 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2802/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  (IVSTA)  mit  Verfügung  vom  6. März  2009  Herrn 
A._______  (Beschwerdeführer)  ab  dem  1. Mai  2009  nur  noch  eine 
halbe Invalidenrente zusprach,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. April 2009 Beschwer-
de  gegen  die  Verfügung  vom  6. März  2009  beim  Bundesverwal-
tungsgericht erheben und beantragen liess, die Verfügung der IVSTA 
vom 6. März 2009 sei aufzuheben und es sei  ihm eine ganze Invali-
denrente zuzusprechen. Eventualiter sei eine neue ärztliche Untersu-
chung in der Schweiz anzuordnen und aufgrund derselben der Invalidi-
tätsgrad neu zu berechnen,

dass Dr. med. B._______, welcher von der IVSTA zur Beurteilung des 
Gesundheitszustandes  beauftragt  wurde,  in  seinem  Bericht  vom 
30. August 2009 festgehalten hat, dass die Invalidenrente wegen einer 
koronaren Erkrankung ausgesprochen worden sei, welche sich jedoch 
derart gebessert habe, dass eine Arbeit zumutbar sei. Nun werde aber 
eine psychiatrische Erkrankung für  die Weiterführung der  Rente gel-
tend gemacht. Es sei  demnach ein neuer Sachverhalt  zu beurteilen. 
Die subjektiven Klagen des Versicherten würden auf einem nicht mehr 
nachweisbaren körperlichen Gesundheitszustand beruhen. Es müsse 
daher eine somatoforme Schmerzstörung in Erwägung gezogen wer-
den.  Es  müsse  eine  bidisziplinäre  internistisch(kardiologische)-
psychiatrische Begutachtung in der Schweiz durchgeführt werden,

dass  die  Vorinstanz  – gestützt  auf  die  Stellungnahme  von 
Dr. med. B._______ vom 30. August 2009 – mit Vernehmlassung vom 
11. September 2009 beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sin-
ne der Stellungnahme von Dr. med. B._______ an die Verwaltung zu-
rückzuweisen,

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 17. September 2009 
den Schriftenwechsel abgeschlossen hat.

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz, 
VGG; SR 173.32) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügun-

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gen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl. auch 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Beurteilung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  die  unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be-
schwerdegrund nennt,

dass die angefochtene Verfügung vom 6. März 2009 nach übereinstim-
mender  Auffassung  der  Parteien  auf  einer  mangelhaften  Ermittlung 
des rechtserheblichen Sachverhalts beruht, 

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten 
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zu-
sätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, und es sich insbeson-
dere nicht veranlasst sieht, vom dahingehenden Antrag der Vorinstanz 
abzuweichen,

dass der Beschwerdeführer die Zusprechung einer ganzen Rente und 
eventualiter die Anordnung einer neuen ärztlichen Untersuchung in der 
Schweiz und Neuberechnung des Invaliditätsgrades beantragt hat,

dass die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen und die Sache 
zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art. 61 
Abs. 1 VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen Begut-
achtungen anzuordnen und in der Sache neu zu verfügen,

dass das  Verfahren gemäss Art. 69 Abs. 1bis  IVG in Verbindung mit 
Art. 69 Abs. 2 IVG grundsätzlich kostenpflichtig ist, dem obsiegenden 
Beschwerdeführer  wie  auch  der  Vorinstanz  jedoch  keine  Verfahren-
skosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz ei-
ne Parteientschädigung für ihm erwachsene notwendige und verhält-

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nismässig  hohe Kosten zuzusprechen sind  (Art. 64  VwVG in Verbin-
dung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.321.2]),

dass die Parteientschädigung unter  Berücksichtigung des gebotenen 
und aktenkundigen Aufwands pauschal  auf  CHF 1'200.-  festzusetzen 
und diese von der Vorinstanz zu leisten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen  und  die  angefochtene 
Verfügung vom 6. März 2009 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung, an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dem  Beschwerdeführer  wird  eine  Parteientschädigung  von 
CHF 1'200.- zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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