# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f31677f6-4baa-5ac3-be1a-0331dae4dd39
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.07.2023 UV 2022/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-6_2023-07-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2023

Entscheiddatum: 11.07.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2023
Art. 6, 10, 16, 19 UVG. Art. 6, 45 ATSG. Bei Erreichen des medizinischen 
Endzustands hat die Unfallversicherung zu Recht die temporären 
Versicherungsleistungen eingestellt und die unrechtmässig bezogenen 
Taggelder zurückgefordert resp. mit der Integritätsentschädigung 
verrechnet. In diesen Punkten Abweisung der Beschwerde. Die Auferlegung 
der Observationskosten erfolgte zu Unrecht und bezüglich des Sachverhalts 
nach Fallabschluss bedarf es weiterer Abklärungen. In diesen Punkten 
Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2023, UV 2022/6).

Entscheid vom 11. Juli 2023

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn (Vorsitz), Tanja Petrik-Haltiner und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2022/6

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Schwager Mätzler Schneider, 

Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,

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gegen

AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Marianne I. Sieger, SILK Rechtsanwälte, 

Kuttelgasse 8, Postfach 2610, 8022 Zürich,

Gegenstand

Taggeldleistungen / Heilbehandlung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war vom 1. bis 23. September 2013 mit einem 

Pensum von 60 % als Fachfrau Gesundheit bei der B.___ GmbH angestellt und 

dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert (UV-act. A1 ff.). Mit Schadenmeldung UVG vom 8. Oktober 2013 

meldete die Versicherte der AXA, sie sei am 20. September 2013 beim Einkaufen auf 

einer Rolltreppe ausgerutscht und habe sich eine Sprunggelenksfraktur am linken Fuss 

zugezogen (UV-act. A5; vgl. zum Hergang auch UV-act. A8).

A.a. 

Vom 20. bis 24. September 2013 war die Versicherte im Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, hospitalisiert. Konventionell-radiologisch ergab sich der 

Nachweis einer Bimalleolarluxationsfraktur am linken oberen Sprunggelenk (OSG; UV-

act. M4, M7). Am 30. September 2013 wurde die Versicherte im Spital C.___ am linken 

Fuss operiert (Plattenosteosynthese Fibula, Schraubenosteosynthese Tibia, 

Stellschraube; UV-act. M13, M18). Am 28. November 2013 wurde die Stellschraube 

entfernt (UV-act. M12). In der Verlaufskontrolle vom 14. Januar 2014 klagte die 

Versicherte über eine anhaltende schmerzhafte Schwellungstendenz des linken OSG. 

Die Röntgenuntersuchung zeigte eine vollständig konsolidierte Fraktur, einen 

A.b. 

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grenzwertig weiten Syndesmosespalt, eine Regredienz der periartikulären 

Verknöcherungen im ventralen OSG-Bereich, eine gute Gelenkskongruenz, keine 

sekundäre Dislokation des Osteosynthesematerials und keine Lockerungszeichen (UV-

act. M19). Nachdem der Operateur die Beschwerden mit grösster Wahrscheinlichkeit 

als durch die Schraubenköpfe verursacht erachtete, kam es am 20. Januar 2014 zu 

einem weiteren Eingriff im Spital C.___ (Entfernung der zwei 3.5er Schrauben medial 

am Malleolus links in Lokalanästhesie; UV-act. M14). Am 26. Februar 2014 berichtete 

die Hausärztin Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, von einer zunehmenden 

Besserung. Per 1. März 2014 sei eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 20 % vorgesehen 

(UV-act. M15; vgl. dazu auch das Verlaufsgespräch mit der Case Managerin vom 6. 

Februar 2014 in UV-act. A23). An einem Gespräch mit der Case Managerin vom 18. 

März 2014 führte die Versicherte aus, dass sie sich gut fühle und aktuell ohne 

Belastung schmerzfrei sei. Beschwerden würden nach ca. ein bis zwei Stunden laufen 

(gehen) auftreten. Die Physiotherapie sei beendet (UV-act. A25). Mit Bericht vom 

27. Mai 2014 attestierte Dr. D.___ per 1. Mai 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, 

per 1. Juni 2014 eine solche von 25 % (UV-act. M21). Im September 2014 wurde in 

gemeinsamem Einverständnis die Arbeit mit dem Case Management beendet und von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit per 1. Juni 2014 ausgegangen (UV-act. A36).

Am 20. November 2014 wurde das Osteosynthesematerial am Malleolus lateralis 

links entfernt und eine Narbenrevision am Malleolus lateralis und medialis durchgeführt 

(UV-act. M25). In der Röntgenuntersuchung vom 12. Januar 2015 zeigten sich 

regelrechte Artikulationsverhältnisse, keine wesentlichen degenerativen Verhältnisse, 

eine regelrechte Syndesmose sowie konsolidierte Frakturen (UV-act. M24). Mit Bericht 

vom 22. Juni 2015 führte Dr. D.___ aus, dass die von der Versicherten nach wie vor 

angegebenen Schmerzen bei längerer Belastung (Gehen von ca. zwei Kilometer) oder 

längerem Stehen (mehr als eine Stunde) nicht objektivierbar seien. Bei einer weniger 

fussbelastenden Tätigkeit, beispielsweise einer sitzenden Bürotätigkeit, bestehe eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit. Spezifische Therapien seien nicht mehr vorgesehen (UV-

act. M31).

A.c. 

Bei leichtem Instabilitätsgefühl und rezidivierenden Schwellungen des OSG bei 

Belastung (UV-act. M32) veranlasste das KSSG am 22. Juli 2015 eine 

Magnetresonanztomographie (MRT) des linken OSG. Dieses ergab eine beginnende 

A.d. 

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Arthrose im OSG nach Fraktur und eine chronische rupturierte vordere Syndesmose 

(UV-act. M34). Im Weiteren zeigte sich ein Ossikel (UV-act. M35), welches am ehesten 

für die Beschwerden verantwortlich gemacht wurde (UV-act. M38). Am 19. Oktober 

2015 wurde die Versicherte erneut operiert (Entfernung Ossikel prämalleolor links und 

Readaptation der Syndesmose, Ausschneiden der Narbe medial links sowie Entfernung 

von Fadenresten; UV-act. M39 f.). Am 18. Januar 2016 führte Dr. D.___ zuhanden der 

AXA aus, dass der Heilungsverlauf seit der Reoperation erfreulich sei. Die Versicherte 

habe praktisch keine Schmerzen mehr, einzig nach längerem Stehen und längerer 

Belastung beklage die Versicherte noch eine deutliche Schwellungsneigung und leichte 

Schmerzen. Es könnten keine speziellen objektiven Befunde erhoben werden und es 

würden keine Behandlungen oder Therapien mehr durchgeführt. Bei einer sitzenden 

Tätigkeit bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. In der Tätigkeit als Fachangestellte 

Gesundheit erwartete Dr. D.___ ab März 2016 eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 

100 % (UV-act. M45). In der Folge attestierte die Hausärztin der Versicherten im Januar 

und Februar 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % sowie im März 2016 eine solche 

von 60 % in der angestammten Tätigkeit, bezogen auf ein 100 %-Pensum (UV-act. 

A69).

Bei persistierenden Schmerzen im Bereich des linken OSG (UV-act. M50) wurde 

am 15. April 2016 eine weitere MRT veranlasst. Diese zeigte keine neu aufgetretenen 

Knorpelveränderungen im Vergleich zur MRT-Untersuchung vom 22. Juli 2015 (UV-

act. M51 f.). Anlässlich eines Gesprächs mit einem Schadenspezialist der AXA vom 

25. April 2016 wurde die Versicherte darauf hingewiesen, dass sie in einer den 

Beschwerden angepassten Tätigkeit als voll arbeitsfähig beurteilt werde. Es wurde der 

Versicherten für eine Umorientierung eine Übergangsfrist von drei Monaten (bis 

längstens 31. Juli 2016) gewährt. Während der Übergangsfrist werde das Taggeld nach 

ärztlicher Attestation abgerechnet. Danach bestehe kein Anspruch mehr auf Taggelder 

(UV-act. A73; bestätigt im Schreiben vom 26. April 2016 [UV-act. A74]).

A.e. 

Ab dem 1. Juni 2016 begab sich die Versicherte für eine Zweitmeinung in die Klinik 

E.___, Zentrum F.___, Fusschirurgie (UV-act. M54 f., M57, M60). Diagnostiziert wurden 

weiterhin persistierende Beschwerden am linken OSG und es wurden Untersuchungen 

sowie Behandlungen veranlasst (UV-act. M58 f., M61, M63 ff.). In einer SPECT-CT-

Aufnahme vom 18. Januar 2017 zeigte sich unter anderem eine acht Millimeter 

A.f. 

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messende osteochondrale Läsion (OCL) in der ventrolateralen Tibia links (UV-act. M66, 

M71). Nachdem diese und eine Zyste als für die Schmerzen der Versicherten ursächlich 

erachtet wurden (UV-act. M71), erfolgte am 28. Februar 2017 ein weiterer operativer 

Eingriff (Syndesmoserevision und Refixation mittels Tight rope, OSG-Arthroskopie und 

Débridement OSG links; UV-act. M73). Der Operateur Dr. med. G.___, Teamleiter Fuss 

und Sprunggelenk des KSSG, bescheinigte der Versicherten rückwirkend ab dem 1. 

Dezember 2016 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten (UV-act. 

M78, M82, M86, M88 f.). Mit Verlaufsbericht vom 1. Juni 2017 führte er aus, dass die 

Versicherte weiterhin belastungsabhängige Schmerzen, aber auch Schmerzen beim 

Sitzen beklage. Der Nachtschmerz zeige sich deutlich regredient. Insgesamt habe sie 

von der Operation aber wenig profitiert. Eine Wiederaufnahme der Arbeit sei bisher 

nicht möglich gewesen (UV-act. M84). Dr. G.___ sah keine weitere Möglichkeit, das 

Beschwerdebild der Versicherten zu verbessern und verwies diese an Dr. med. H.___, 

FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Zürich 

(UV-act. M87).

Dr. H.___ veranlasste im September 2017 abermals eine SPECT-CT-Untersuchung 

(UV-act. M90) und führte am 19. Februar 2018 einen operativen Eingriff durch (OSG-

Arthroskopie links mit Débridement gesamtes Gelenk mediolateral sowie Denovation 

nach Zwipp, Resektion des anterolateralen Osteophytens und Débridement der 

Zystenformation Tibia distal anterolateral links; UV-act. M92). Nach einer weiteren MRT 

am 22. Mai 2018 (UV-act. M99) bei anhaltender Schmerzproblematik kam es am 4. Juli 

2018 zu einem weiteren Eingriff (OSG-Arthroskopie links mit Débridement und 

Inspektion der gesamten anterolateralen Knorpelpartie, Débridement Knorpelschaden 

tibial und talar lateral sowie lokale Denervation anterolateral OSG links, Rekonstruktion 

der Fibulaposition und Syndesmoseverschraubung links; UV-act. M103, M105). Am 29. 

August 2018 wurden die Stellschrauben entfernt (UV-act. M111).

A.g. 

Bei anhaltender Problematik (UV-act. M115) wurde am 20. November 2018 eine 

weitere MRT-Untersuchung durchgeführt, welche eine schwere 

Achillessehnentendinopathie, eine OSG-Arthrose mit zystischen Veränderungen, 

Knorpelschäden und Signalalterationen des Knochenmarks, ein rupturiertes anteriores 

talofibulares Ligament sowie deutliche narbige Veränderungen des medialen 

Bandapparats zeigte. Aufgrund dieser Befunde empfahl Dr. H.___ einen weiteren 

A.h. 

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Eingriff (AMIC-Plastik und Achillesehnenreparatur; UV-act. M117, M119). Am 28. 

Januar 2019 wurde dieser durchgeführt (posteriore Endoskopie mit Synovialektomie, 

anterograde Anbohrung am posterolateralen und medialen Knorpeldefekt, 

Tubularisierung Achillessehne links; UV-act. M121). Am 19. März 2019 wurde der 

Unterschenkel-Gehgips (UV-act. M121) abgenommen (UV-act. M127). Mit Bericht vom 

28. Oktober 2019 führte Dr. H.___ aus, dass sich klinisch aktuell keine Verbesserung 

zeige. Auch die Mobilisation mit den Serienschuhen habe keine Verbesserung 

gebracht. Es bestünden zwei mögliche operative Optionen, die OSG-Prothese links 

oder die OSG Arthrodese links. Für eine Zweitmeinung wurde die Versicherte an Dr. 

med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, verwiesen (UV-act. M137), welcher sich gegen die 

genannten Operationsoptionen aussprach UV-act. M140, M143).

Vom 12. Dezember 2019 bis 26. Januar 2020 wurde die Versicherte auf 

Veranlassung der AXA observiert (vgl. UV-act. A181).

A.i. 

Am 30. Januar 2020 wurde eine weitere SPECT-CT-Untersuchung veranlasst (UV-

act. M145). Mit Bericht vom 30. Januar 2020 führte Dr. H.___ aus, dass sich im SPECT-

CT keine fortgeschrittene OSG-Arthrose links gezeigt gezeigt. Die Problemzone liege 

zwischen Tibia und Fibula distal, bei der Syndesmose. Geplant sei eine Syndesmose-

Versteifung mit autologen Knochen (Tibia) links (UV-act. M146).

A.j. 

In der Folge wurde der Fall mit dem Observationsmaterial den beratenden Ärzten 

Dr. med. J.___, FMH Innere Medizin, Leiter des medizinischen Dienstes der AXA, und 

Dr. med. K.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vorgelegt, welche am 17. März 

2020 (UV-act. M149) und 9. Juli 2020 (UV-act. M153) Stellungnahmen abgaben. Am 7. 

August 2020 wurde die Versicherte durch Dr. H.___ operiert (Arthrodese Syndesmose 

links mit Interposition von allogenem Knochen links; UV-act. M154).

A.k. 

Am 7. August 2020 verfügte die AXA das Folgende: - Die Taggeldleistungen 

werden rückwirkend per 11. Dezember 2019 eingestellt; - Es besteht kein Anspruch auf 

eine Invalidenrente der obligatorischen Unfallversicherung; - Es besteht Anspruch auf 

eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 18'900.--. Dieser Betrag wird jedoch 

mit der Taggeld- und Überwachungskostenrückforderung verrechnet, weshalb keine 

A.l. 

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B.  

Auszahlung unter diesem Titel erfolgt; - Es besteht ein Rückforderungsanspruch von 

netto Fr. 15'271.20; - Für die auf den 4. August 2020 angesetzte Operation erfolgt 

keine Kostenübernahme durch den obligatorischen Unfallversicherer; - Es besteht ab 1. 

März 2020 vorbehältlich von Rückfällen und Spätfolgen kein Anspruch mehr auf die 

Vergütung von Heilungskosten aus der obligatorischen Unfallversicherung; - Während 

eines allfälligen Einspracheverfahrens werden die Leistungen in dem Umfang 

ausgerichtet, wie sie aus dieser Verfügung hervorgehen. Bei Verfügungsbestandteilen, 

welche die bisherigen Leistungen herabsetzen oder aufheben, gilt die aufschiebende 

Wirkung einer Einsprache in diesem Sinne als aufgehoben (UV-act. A209).

Gegen die Verfügung vom 7. August 2020 erhob der Rechtsvertreter der 

Versicherten, lic. iur. Lorenz Gmünder, St. Gallen, am 14. September 2020 Einsprache 

mit folgenden Anträgen: 1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der 

Versicherten seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen – insbesondere Taggeld und 

Heilbehandlungskosten – zu gewähren. 2. Die Taggeldleistungen seien rückwirkend ab 

11. Dezember 2019 bis zum Erreichen des medizinischen Endzustands zu erbringen. 3. 

Der Versicherten sei nach Erreichen des medizinischen Endzustands eine 

Integritätsentschädigung und gegebenenfalls eine Invalidenrente in noch zu 

bestimmender Höhe auszurichten. 4. Auf die Rückforderung von Taggeld- und 

Überwachungskosten sei zu verzichten. 5. Es sei eine umfassende 

versicherungsexterne medizinische Begutachtung durch eine unabhängige 

Gutachterstelle anzuordnen. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

AXA. In prozessualer Hinsicht beantragte Rechtsanwalt Gmünder, es sei der 

Versicherten nach dem Entscheid über die medizinische Begutachtung eine 

angemessene Frist zur nachträglichen Begründung der Einsprache anzusetzen (UV-act. 

A213).

B.a. 

Am 14. Dezember 2020 teilte die AXA der Versicherten mit, dass in antizipierter 

Beweiswürdigung auf die Einholung eines Gutachtens verzichtet werde (UV-act. A216).

B.b. 

Am 28. Januar 2021 reichte der Rechtsvertreter der Versicherten eine ergänzende 

Einsprachebegründung ein (UV-act. A218).

B.c. 

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C.  

Während des Einspracheverfahrens wurde der Fall dem beratenden Arzt Dr. med. 

L.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, vorgelegt, 

welcher der AXA am 27. Oktober 2021 seine Beurteilung übermittelte (UV-act. M167).

B.d. 

Mit Entscheid vom 26. November 2021 wies die AXA die Einsprache ab (UV-

act. A239).

B.e. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 26. November 2021 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Gmünder, 

am 14. Januar 2022 Beschwerde erheben und folgendes beantragen: 1. Der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien 

weiterhin die gesetzlichen Leistungen – insbesondere Taggeld und 

Heilbehandlungskosten – zu gewähren. 2. Die Taggeldleistungen und 

Heilbehandlungskosten seien rückwirkend ab 12. Dezember 2019 bzw. 1. März 2020 

bis zum Erreichen des medizinischen Endzustands zu erbringen. 3. Auf die 

Rückforderung von Taggeld- und Überwachungskosten sei zu verzichten. 4. 

Eventualiter sei eine umfassende versicherungsexterne medizinische Begutachtung 

durch eine unabhängige Gutachterstelle anzuordnen. 5. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1). 

Mit der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin unter anderem 

ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, 

Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie der Medas Zürich vom 8. Oktober 2021, 

veranlasst durch die IV-Stelle des Kantons St. Gallen, ins Recht (act. G 1.4).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2022 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Marianne I. Sieger, Zürich, die 

Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 26. November 2021 sei 

zu bestätigen (act. G 7).

C.b. 

Mit Replik vom 21. Oktober 2022 liess die Beschwerdeführerin durch ihren 

Rechtsvertreter unverändert an den Anträgen festhalten (act. G 15). Auch die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 2. Februar 2023 an 

ihren Anträgen vollumfänglich fest (act. G22).

C.c. 

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Erwägungen

1.  

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in 

Marc Hürzeler/ Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 

53 ff.).

1.1. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls resp. daraus resultierenden 

Rückfällen (vgl. Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) 

voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld 

(Art. 16 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 

10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet 

die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.2. 

Nach Gesetz und Praxis ist der (Rück-)Fall unter Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf 

eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des – unfallbedingt beeinträchtigten 

– Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann 

(sogenannter medizinischer Endzustand; vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Der 

1.3. 

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Taggeldanspruch erlischt auch vor Erreichen des medizinischen Endzustands beim 

Wegfall der Anspruchsvoraussetzung der Arbeitsunfähigkeit, somit im Zeitpunkt der 

vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf 

zumutbare Arbeit zu leisten und ein taggeldausschliessendes Einkommen zu erzielen 

(Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG in Verbindung mit Art. 6 ATSG; vgl. ferner BGE 137 V 201 f. 

E. 2.1).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht 

(BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Die Rechtsprechung hat es als mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So weicht das Gericht bei 

Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der 

Einschätzung der medizinischen Fachpersonen ab. Weiter darf es den von 

Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen 

der Rechtsprechung genügenden Gutachten externer Spezialärzte vollen Beweiswert 

zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann sodann 

nicht abgestellt werden und es sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch 

1.4. 

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2.  

nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. Was 

schliesslich die Berichte von behandelnden Ärzten anbelangt, so sind diese zwar nicht 

von vornherein ohne Beweiswert, doch ist bei ihnen der Erfahrungstatsache Rechnung 

zu tragen, dass behandelnde Ärzte wegen ihrer auftragsrechtlichen Stellung eher 

zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 469 ff. E. 4.4 und 4.6; 125 V 351). 

Ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten sind nicht an sich unzuverlässig, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin über den 11. 

Dezember 2019 hinaus Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld hat.

2.1. 

Die Beschwerdeführerin hat am 20. September 2013 anlässlich eines bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Ereignisses eine Bimalleolarluxationsfraktur (UV-

act. M13, act. G 1.4 S. 131, 216) am linken OSG erlitten. In der Folge erbrachte die 

Beschwerdegegnerin aufgrund der durch die behandelnden Ärzte und Ärztinnen 

attestierten Arbeitsunfähigkeiten Taggeld bis am 29. Februar 2020 (vgl. dazu die 

Übersicht in act. G 1.3) und erstattete sämtliche Heilbehandlungskosten, inklusive die 

im Sachverhalt aufgeführten operativen Eingriffe. Rückwirkend stellte die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 7. August 2020 die Taggelder per 11. 

Dezember 2019 ein. Dies geschah rechtens, wenn spätestens per dieses Datum der 

(unfallkausale) medizinische Endzustand erreicht und/oder die 

Anspruchsvoraussetzung der (unfallkausalen) Arbeitsunfähigkeit weggefallen war (vgl. 

vorstehende E. 1.3).

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/24

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Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin – auch 

im Verlauf – liegt unter anderem ein umfassendes Gutachten der Medas Zürich vom 

8. Oktober 2021 im Recht (act. G 1.4), welches sich auch eingehend mit der vorliegend 

relevanten Problematik am linken OSG auseinandersetzt. Für die Beantwortung der 

sich aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht stellenden Fragen stehen die 

orthopädische und die neurologische Expertise im Zentrum.

2.3. 

Das neurologische Gutachten wurde von med. pract. M.___, Facharzt FMH für 

Neurologie, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Gutachter SIM, erstellt (act. G 1.4 

S. 142 ff.). Dieser erhob als Diagnosen mit Bezug auf die Beschwerden im linken OSG 

eine Allodynie und Parästhesien im Bereich des Nervus peroneaus superficialis links 

nach wahrscheinlicher leichter Läsion infolge mehrerer orthopädischer Operationen 

(act. G 1.4 S. 151). In Beachtung der medizinischen Akten, nach ausführlicher 

Anamnese (act. G 1.4 S. 143 ff.) sowie nach umfassender persönlicher Untersuchung 

und Befunderhebung (act. G 1.4 S. 150 ff.) führte med. pract. M.___ zusammengefasst 

aus, dass die Neuropathie des Nervus peronaeus superficialis links für sich allein 

betrachtet keine invalidisierende Erkrankung darstelle. Vor allem im Sitzen und Liegen 

sei die Beschwerdeführerin schmerzfrei. Beschwerden im Zusammenhang mit der 

Neuropathie würden nur bei Berührung auftreten, im Sinne von Parästhesien 

(Ameisenlaufen) oder einer Schmerzüberempfindlichkeit. Eine Beteiligung des Nervus 

peronaeus superficialis links sei als wahrscheinlich anzunehmen. Es sei aber nur eine 

geringe Läsion, da in der aktenkundigen Elektrophysiologie keine pathologischen 

Werte hätten gemessen werden können. Die Schmerzen seien auch nicht so stark 

ausgeprägt, dass die Beschwerdeführerin kein Schuhwerk tragen könnte oder 

deswegen in ihrer Mobilität oder Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden würde. Die 

Neuropathie spiele im Kontext des Beschwerdebildes eine untergeordnete Rolle und 

sei durch die Einnahme von Schmerzmitteln zusätzlich unterdrückbar, so dass die 

Beschwerdeführerin auch problemlos gehen könne, wie sich das auch auf dem 

Observationsmaterial zeige (act. G 1.4 S. 152 ff.). Auf neurologischem Fachgebiet 

bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. G 1.4 S. 157).

2.3.1. 

Das orthopädische Teilgutachten wurde von Dr. med. univ. N.___, Facharzt FMH 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Gutachter 

SIM, erstellt (act. G 1.4 S. 114 ff.). Dieser diagnostizierte in Beachtung der 

medizinischen Akten, nach eingehender Befragung (act. G 1.4 S. 115 ff.), persönlicher 

umfassender Untersuchung und Befunderhebung (act. G 1.4 S. 120 ff.), in Würdigung 

der ergangenen und der aktuellen Bildgebung sowie in Beachtung der Observation in 

Bezug auf das Beschwerdebild am linken OSG eine leichte posttraumatische obere 

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/24

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Sprunggelenksarthrose links nach Bimalleolarluxationsfraktur (act. G 1.4 S. 131). In der 

zusammenfassenden Beurteilung führte Dr. N.___ im Wesentlichen aus, dass es sich 

bei den aktuell geklagten Beschwerden im Bereich des linken Sprunggelenks um 

leichte, belastungsabhängige Beschwerden handle, welche bei Einhalten der Limite zu 

keiner namhaften Progression der Beschwerden führen würden. Bei stehenden und 

gehenden Tätigkeiten bis 30 Minuten seien keine nicht zumutbaren Schmerzen zu 

erwarten und es bestehe keine Gefahr für die Beschleunigung einer Progression durch 

Tätigkeiten im Rahmen dieser Belastungen. Bei den Beschwerden im Bereich des 

linken Sprunggelenks handle es sich überwiegend wahrscheinlich um läsional übliche 

Beschwerden nach einer Luxationsfraktur des Sprunggelenks, einer schweren 

Verletzung, welche eine richtunggebende Verschlimmerung herbeiführe. Seit dem 

Ereignis seien knapp neun Jahre vergangen und es sei damit zu rechnen, dass es im 

Lauf des Lebens durch natürliche Progression der Arthrose im OSG zu einer 

Verschlimmerung bis hin zu einer mittelschweren Sprunggelenksarthrose kommen 

werde. In der angestammten Tätigkeit als Fachfrau Gesundheit sei die 

Beschwerdeführerin nicht mehr arbeitsfähig. Im Aufgabenbereich und in einer leichten 

wechselbelastenden und vorwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe eine volle 

Leistungsfähigkeit. Es würden sich keine Hinweise für qualvolle Ruheschmerzen finden, 

welche eine Einschränkung der Leistung in angepasster Tätigkeit begründen würden. 

Diese Arbeitsfähigkeit bestehe spätestens sechs Monate nach der zuletzt 

durchgeführten Arthrodese vom 7. August 2020. Zu diesem Zeitpunkt sei der stabile 

medizinische Zustand und die bestmögliche Gewöhnung und Anpassung an die neue 

Situation erreicht (act. G 1.4 S. 132 ff.). Anhand des Observationsmaterials hätten keine 

Einschränkungen beim Stehen und Gehen bis 17 Minuten auf ebenem Gelände und 

beim Treppensteigen, beim Heben und Tragen der jüngeren Tochter und beim 

Versorgen von Einkäufen mit unbekannten Gewichten objektiviert werden können. Das 

Gangbild sei durchgehend im Wesentlichen unauffällig gewesen ohne Hinweise auf 

eine Mobilitätseinschränkung oder eine eingeschränkte Belastbarkeit. Die Erkenntnisse 

aus dem Videomaterial von Dezember 2019 und Januar 2020 würden dem 

entsprechen, wie es nach dem natürlichen Verlauf der posttraumatischen leichten 

Arthrose zu erwarten sei. Es könne davon ausgegangen werden, dass eine 

gleichlautende geringe Mobilitätseinschränkung seit Februar 2018 bestanden habe 

(act. G 1.4 S. 226).

Der Beweiswert des Gutachtens der Medas Zürich vom 8. Oktober 2021 ist nicht in 

Zweifel zu ziehen. Die Teilgutachten beruhen auf einem umfassenden Aktenstudium 

und setzen sich eingehend mit den bisherigen fachärztlichen Berichten auseinander. 

Sie erfolgten gestützt auf ausführliche und umfangreiche klinische Untersuchungen, 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/24

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berücksichtigen alle von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und sind in 

ihren Schlussfolgerungen uneingeschränkt nachvollziehbar und überzeugend. 

Widersprüchlichkeiten oder Unklarheiten sind keine auszumachen und werden seitens 

der Parteien auch nicht geltend gemacht. Es ist demnach darauf abzustellen. Ein 

relevant einschränkender neurologischer Gesundheitsschaden lag und liegt nicht vor. 

Die objektivierbare unfallkausale leichte posttraumatische obere 

Sprunggelenksarthrose führt zwar dazu, dass der Beschwerdeführerin eine Tätigkeit als 

Fachfrau Gesundheit nicht mehr zumutbar ist. In angepasster wechselbelastender 

Tätigkeit besteht indes aus medizinisch-theoretischer Sicht seit Februar 2018, und 

damit auch im Einstellungszeitpunkt per 11. Dezember 2019, grundsätzlich eine volle 

Leistungsfähigkeit. Diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Gutachter der Medas Zürich 

wird auch durch die Observationsergebnisse untermauert (UV-act. A181). Das dort von 

der Beschwerdeführerin gezeigte Aktivitätsniveau mit durchgehend unauffälligem, 

flüssigem Gang, mit der Möglichkeit von zeitlich langem Stehen (bei Einkäufen) und 

Sitzen (im Auto), Treppengehen ohne Benutzung des Handlaufs sowie teils 

vollständiger Belastung auf der linken unteren Extremität ohne jegliche verbale oder 

nonverbale Schmerzbekundung bei sämtlichen Aktivitäten lässt darauf schliessen, dass 

die Schmerzproblematik der Beschwerdeführerin bei objektiver Betrachtung nicht 

derart schwerwiegend war, allenfalls auch aufgrund einer zeitlichen Angewöhnung, wie 

sie es bei den behandelnden Ärzten jeweils beschrieb und macht die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der Medas Zürich plausibel. Sie stimmt im 

Weiteren auch mit den Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin, 

Dr. J.___ und Dr. K.___ vom 17. März 2020 und 9. Juli 2020 überein (vgl. UV-act. M149 

S. 6 oben, UV-act. M153 S. 3 Ad. 8). Nebst der uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in 

angepasster Tätigkeit war spätestens ab dem 12. Dezember 2019 auch der 

(unfallkausale) medizinische Endzustand nach Gesetz und Rechtsprechung erreicht. 

Zwar hatten sich die Gutachter der Medas Zürich nicht ausdrücklich dazu zu äussern. 

Indem Dr. N.___ aber ausführte, dass seine Beurteilung der Leistungsfähigkeit seit 

Februar 2018 gelte, kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass spätestens 

ab dann von ärztlichen Behandlungen keine (anhaltende) namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mehr zu erwarten war resp. ein 

grundsätzlich stabiler Gesundheitszustand vorlag. Daran ändert nichts, dass sich die 

Beschwerdeführerin am 4. Juli 2018 und 28. Januar 2019 weiteren Eingriffen am linken 

OSG unterzog (vgl. im Sachverhalt lit. A.g f.), im August 2020 eine weitere Operation 

(Arthrodese Syndesmose) durchgeführt wurde und Dr. N.___ diesbezüglich ausführte, 

dass spätestens sechs Monate danach der stabile medizinische Zustand und die 

bestmögliche Gewöhnung und Anpassung an die neue Situation erreicht sei (act. G 1.4 

S. 137). In Bezug auf die vielen Eingriffe nach Abschluss der Behandlung im KSSG (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

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dazu im Sachverhalt bis lit. A.e) führte Dr. N.___ medizinisch einleuchtend aus, dass 

diese Gelenksoperationen der Verlangsamung der natürlichen Progression dienten (act. 

G 1.4 S. 134) und auch der aktuelle Eingriff vom 7. August 2020 keine namhafte 

Besserung erwarten liess resp. damit keine Steigerung der Leistungsfähigkeit erreicht 

werden konnte, sondern gemäss subjektiver Einschätzung der Beschwerdeführerin 

lediglich eine Schmerzlinderung erzielt werden konnte (act. G 1.4 S. 139). In diesem 

Sinne äusserten sich auch Dr. L.___ und die Hausärztin Dr. D.___, welche in Beachtung 

der unauffälligen Bildgebung des linken OSG nachvollziehbar zum Schluss gelangten, 

dass nach den (erfolgreichen) Eingriffen im KSSG, abgesehen von einer beginnenden 

Arthrose, keine relevant einschränkenden Unfallfolgen mehr objektivierbar seien, 

welche die Schmerzen im beklagten Ausmass erklären könnten (UV-act. M45, M47, 

M167 S. 15 f.). Entsprechend diesen Ausführungen handelte es sich nach den 

Eingriffen im KSSG, spätestens aber nach Februar 2018 und auch in Bezug auf die 

Arthrodese der Syndesmose vom 7. August 2020 um (elektive) Eingriffe, welche, selbst 

wenn sie einen unfallkausalen Gesundheitsschaden adressierten, lediglich 

Rückfalltatbestände per Operationstermin begründen konnten und einem 

medizinischen Endzustand nach der jeweiligen Rehabilitationszeit mit Wiedererlangung 

der vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht entgegenstanden.

Gestützt auf das Gesagte ist in Beachtung der medizinischen Aktenlage damit 

hinlänglich erstellt, dass spätestens ab dem 12. Dezember 2019 bei 100%-iger 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit der medizinische Endzustand im Grundfall, 

eventualiter nach allfälligen Rückfällen, mit Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf 

eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung erreicht war. Die 

Beschwerdegegnerin stellte damit zu Recht die Taggeldleistungen auf den 12. 

Dezember 2019 ein. Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich abzuweisen. Nur der 

Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch aufgrund des Wegfalls einer 

anspruchsbegründenden Arbeitsunfähigkeit und in Bejahung der übrigen 

Voraussetzungen (stabiler Gesundheitszustand, voraussichtlich dauernde 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf sowie Zumutbarkeit 

einer beruflichen Neueingliederung bei Einräumung einer Anpassungsfrist; vgl. dazu 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 1. Oktober 2003, U 301/02, E. 

1.3, 2.2) spätestens ab dem 12. Dezember 2019 und zumindest bis zum elektiven 

Eingriff vom 7. August 2020 – auch bei Verneinung eines medizinischen Endzustands – 

kein Anspruch mehr auf Taggelder über den 11. Dezember 2019 hinaus bestehen 

würde (vgl. vorrstehende E. 1.3).

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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3.

Weiter im Streit liegt die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das vom 12. Dezember 

2019 bis 29. Februar 2020 gestützt auf vorstehende Ausführungen zu Unrecht 

geleistete Taggeld in Höhe von Fr. 5'881.60 zurückfordern resp. verrechnen durfte.

Nach Art. 25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. 

Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, 

wenn eine grosse Härte vorliegt (Abs. 1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem 

Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten 

hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der 

einzelnen Leistung (Abs. 2 Satz 1). Die Rückforderung zu Unrecht ausbezahlter 

Leistungen ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen der Wiedererwägung (Art. 53 

Abs. 2 ATSG) oder der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der ursprünglichen 

Verfügung (oder formlosen Leistungszusprechung) erfüllt sind (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. Januar 2013, 8C_155/2012, E. 6.1, mit Hinweisen).

3.1. 

Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und 

Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 

der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder 

Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Solche neue 

Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu 

machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der 

Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG). 

Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) 

gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert 

angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich 

hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige 

Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des 

geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben oder bei Säumnis in dem Zeitpunkt, in 

welchem der Versicherungsträger den unvollständigen Sachverhalt mit dem 

erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 25. Januar 2013, 8C_694/2012, E. 3.1.2, mit Hinweisen).

3.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat zwar weder in der die Rückforderung anordnenden 

Verfügung vom 7. August 2020 noch im Einspracheentscheid vom 26. November 2021 

näher begründet, weshalb eine Rückforderung zulässig sein soll. Bei den 

Observationsberichten sowie den im Anschluss bei den beratenden Ärzten Dr. J.___ 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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4.

Die Beschwerdegegnerin verfügte auch die Rückerstattung/Verrechnung der 

Überwachungskosten in Höhe von Fr. 28'289.60 zulasten der Beschwerdeführerin (UV-

act. A209). Erstmals in der Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2022 verweist sie dabei 

auf Art. 45 Abs. 4 ATSG (act. G 7 S. 15).

und Dr. K.___ eingeholten Beurteilungen vom 17. März 2020 und 9. Juli 2020, mit 

welchen die Ermittlungsergebnisse medizinisch erhärtet wurden (höhere/volle 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit; vgl. UV-act. M149 S. 

6 oben, UV-act. M153 S. 3 Ad. 8), handelt es sich aber um neue erhebliche Tatsachen 

im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG, welche geeignet waren, die Grundlage der 

(formlosen) Taggeldleistungszusprache ab 12. Dezember 2019 zu erschüttern und 

schliesslich zusammen mit der Beurteilung des Gutachtens der Medas Zürich die 

Zumutbarkeit der Erzielung eines taggeldausschliessenden Verdienstes überwiegend 

wahrscheinlich auszuweisen. Entsprechend ist ein Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 

ATSG ausgewiesen. Bei Einhaltung der 90-tägigen Revisionsfrist (ärztliche Beurteilung 

vom 9. Juli 2020; Leistungseinstellungsverfügung/Rückerstattungsverfügung vom 7. 

August 2020) verfügte die Beschwerdegegnerin zu Recht die Rückerstattung der in 

ihrem Umfang unbestrittenen Taggeldleistungen. Die Beschwerde ist folglich in diesem 

Punkt abzuweisen und der Rückerstattungsbetrag in Höhe von Fr. 5'881.60 kann in 

Anwendung von Art. 50 UVG mit der Integritätsentschädigung verrechnet werden (vgl. 

dazu nachfolgende E. 6).

Gemäss dem am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Art. 45 Abs. 4 ATSG kann der 

Versicherungsträger der versicherten Person, die wissentlich mit unwahren Angaben 

oder in anderer rechtswidriger Weise eine Versicherungsleistung erwirkt oder zu 

erwirken versucht, die Mehrkosten auferlegen, die ihm durch den Beizug von 

Spezialistinnen und Spezialisten, die zur Bekämpfung des unrechtmässigen 

Leistungsbezugs mit der Durchführung der Observationen beauftragt wurden, 

entstanden sind. Voraussetzung für die Kostenauflage ist ein bestimmtes Verhalten der 

observierten Person. Diese muss "wissentlich" gehandelt haben. Dabei muss der 

betreffenden Person ein Vorwurf gemacht werden können. Sie muss sich entgegen 

halten lassen, dass sie trotz Wissen um Unwahrheit resp. Rechtswidrigkeit 

entsprechend gehandelt hat. In "anderer rechtswidriger Weise" handelt die Person im 

Wesentlichen bei einer bewussten Simulation, wobei bei jeder Verhaltensweise ein 

aktives Tun vorausgesetzt ist. Eine weitere Voraussetzung für die Kostenauflage stellt 

es dar, dass durch die Observation festgestellt werden kann, dass ein massgebender 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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5.

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

spätestens ab dem 12. Dezember 2019 ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Zwar wird 

im Beschwerdeverfahren ein Rentenanspruch nicht ausdrücklich beantragt und auch 

die Höhe der Integritätsentschädigung nicht explizit moniert. Nachdem der Zeitpunkt 

des medizinischen Endzustands aber bestritten war und zu diesem Zeitpunkt die 

Renten- und Integritätsentschädigung zu prüfen ist, rechtfertigen sich Ausführungen 

per Fallabschluss auch zu diesen Punkten.

unrechtmässiger Leistungsbezug in Frage steht (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. 

Aufl. 2020, N 59 f. zu Art. 45).

Ob Art. 45 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 82a ATSG als gesetzliche Grundlage 

vorliegend herangezogen werden kann, nachdem im Zeitpunkt der Observation und 

des Verfügungserlasses vom 7. August 2020 diese Bestimmung noch nicht in Kraft 

war, bei Beschwerdeerhebung am 14. Januar 2022 indes schon, kann dahingestellt 

bleiben. Der Beschwerdeführerin kann nicht hinlänglich unterstellt werden, sie hätte der 

Beschwerdegegnerin oder den behandelnden Ärzten wissentlich unwahre Angaben in 

Bezug auf ihren Gesundheitszustand resp. ihre Leistungsfähigkeit zur Erwirkung von 

Versicherungsleistungen gemacht. Zwar zeigt sich durch das Observationsmaterial 

eine gewisse Diskrepanz zwischen den geschilderten Einschränkungen und dem 

medizinisch-theoretisch tatsächlich Zumutbaren; der Vorwurf einer bewussten 

Simulation ginge aber zu weit. Entsprechend sind die Voraussetzungen zur 

Anwendbarkeit von Art. 45 Abs. 4 ATSG nicht erfüllt und eine andere gesetzliche 

Grundlage zur Auferlegung von Observationskosten nicht ersichtlich, womit eine 

Rückerstattung/Verrechnung der Observationskosten nicht statthaft ist. Die 

Beschwerde ist in diesem Punkt folglich gutzuheissen.

4.2. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

5.1. 

Bei ihrer letzten Tätigkeit vor dem Unfall hätte die Beschwerdeführerin als Fachfrau 

Gesundheit bei 100%-iger Tätigkeit jährlich ein Einkommen von Fr. 55'900.-- erzielen 

können (Fr. 33'540.-- / 6 x 10; UV-act. A3). Nominallohnindexiert resultiert für das 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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6.

Die Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf die Beurteilung 

von Dr. J.___ vom 17. März 2020 eine Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 

18'900.--, basierend auf einem Integritätsschaden von 15 %, zu.

Jahr 2019 (möglicher Rentenbeginn) ein Einkommen von Fr. 58'250.-- (Fr. 55'900.-- / 

130.8 [2013] x 136.3 [2019]; Nominallohnindex 2011-2021). Damit ist von einem 

Valideneinkommen in dieser Höhe auszugehen.

In Beachtung der LSE-Tabellenlöhne (LSE = Schweizerische Lohnstrukturerhebung 

des Bundesamtes für Statistik) könnte die Beschwerdeführerin in adaptierter Tätigkeit 

als Bürokraft zumindest ein gleich hohes Einkommen erzielen wie als Gesunde als 

Fachfrau Gesundheit (vgl. Tabelle T17 gemäss der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung [LSE] 2018 des Bundesamtes für Statistik [Monatlicher 

Bruttolohn (Zentralwert) nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht, Privater und 

öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften) zusammen], 

Position 44 [Sonstige Bürokräfte und verwandte Berufe]). Nachdem nicht erkennbar ist, 

dass die Beschwerdeführerin gegenüber gesundheitlich nicht beeinträchtigten 

Personen lohnmässig benachteiligt wäre, rechtfertigt sich kein Abzug zum Tabellenlohn 

(vgl. zu den Abzugsgründen BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Entsprechend erleidet die 

Beschwerdeführerin keine Erwerbseinbusse, welche eine Rente begründen würde.

5.3. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet werden soll; sie sind mit 

dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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7.

Schliesslich steht zur Beurteilung, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf den Eingriff 

vom 7. August 2020 (Syndesmoseversteifung) und die anschliessende 

Rehabilitationsphase im Sinne eines Rückfalls leistungspflichtig ist.

Dr. J.___ führte in seiner Beurteilung vom 17. März 2020 aus, dass die 

Beschwerdeführerin an einer unfallbedingten Arthrose im oberen Sprunggelenk sowie 

möglicherweise an einer gewissen Instabilität derselben leide. Die Instabilität sei nicht 

schwer, weshalb gestützt auf die Suva-Tabelle 6 (Integritätsschaden bei 

Gelenkinstabilitäten) keine Integritätsentschädigung geschuldet sei. Bezüglich der 

Arthrose sei gemäss den Unterlagen von einer mittelschweren Arthrose im OSG 

auszugehen. Diese rechtfertige eine Integritätsentschädigung im Rahmen von 15 % 

(UV-act. M149 letzte Seite). Diese Ausführungen leuchten bezüglich Herleitung als auch 

Höhe ein. Ein Wert von 15 % erscheint gestützt auf die Suva-Tabelle 5 

(Integritätsschaden bei Arthrosen) bei einer mässigen, keinesfalls schweren, OSG-

Arthrose zwar am oberen Rahmen, indes gerade noch angemessen. Eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung steht jedenfalls nicht zur Diskussion.

6.2. 

Nach Abzug der zurückzuerstattenden Taggelder im Umfang von Fr. Fr. 5'881.60 

(vgl. dazu vorstehende E. 3) resultiert ein Anspruch zugunsten der Beschwerdeführerin 

von Fr. 13'018.40 (Fr. 18'900.-- Integritätsentschädigung - Fr. 5'881.60 zu Unrecht 

bezogener Taggelder) anstatt des verfügten Rückforderungsanpruchs zulasten der 

Beschwerdeführerin in Höhe von Fr. 15'271.20. In diesem Umfang ist die Beschwerde 

gutzuheissen.

6.3. 

Wie bereits unter E. 2.4 und 2.5 ausgeführt, handelte es sich beim Eingriff vom 

7. August 2020 um einen elektiven Eingriff, welcher dem Erreichen des medizinischen 

Endzustands nicht entgegenstand resp. lediglich eine Leistungspflicht aufgrund eines 

Rückfalls begründen kann (vgl. zur Möglichkeit einer Rückfallprüfung während eines 

noch hängigen Unfallversicherungsverfahrens das Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

September 2022, 8C_299/2022, E. 4.2). Bis zum Zeitpunkt des Eingriffs bestand 

überwiegend wahrscheinlich keine einen Taggeldanspruch auslösende 

Arbeitsunfähigkeit, weshalb Leistungen erst ab 7. August 2020 und bis 7. Februar 2021 

(Zeitpunkt des Erreichens des stabilen Zustands/medizinischen Endzustands und 

Wiedererlangung der 100%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit; vgl. dazu das 

beweiswertige Gutachten der Medas Zürich, act. G 1.4 S. 137) wieder zur Diskussion 

stehen.

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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Allein aus dem Umstand, dass es durch den Eingriff vom 7. August 2020 gestützt 

auf das Gutachten der Medas Zürich zu keiner namhaften Besserung der Beschwerden 

im Sinne einer Steigerung der Leistungsfähigkeit gekommen ist (act. G 1.4 S. 225) und 

aus prospektiver Sicht auch keine Steigerung bei 100%-iger Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit zu erwarten war, kann nicht ohne weiteres abgeleitet werden, dass 

ein Rückfall zu verneinen ist und keine Leistungspflicht besteht. Gemäss Art. 10 Abs. 1 

UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen, unabhängig einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit (vgl. dazu das Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juli 2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.; vgl. ferner e contrario für 

eine rentenbeziehende Person Art. 21 Abs. 1 UVG). Damit ein Anspruch zur 

Kostenübernahme des Eingriffs vom 7. August 2020 und die anschliessende 

Rehabilitation durch die Beschwerdegegnerin besteht, müssen zwei Voraussetzungen 

erfüllt sein. Zum einen muss der operative Eingriff mit Syndesmoseversteifung eine 

Unfallfolge adressieren und zum anderen zweckmässig im Sinne des Gesetzes sein.

7.2. 

Bezüglich beider vorgenannter Voraussetzungen liegen keine genügend 

beweiskräftigen Beurteilungen im Recht. Zwar ist durch die medizinischen 

Beurteilungen hinlänglich erstellt, dass die Beschwerdeführerin an einer unfallkausalen 

oberen Sprunggelenksarthrose links nach Bimalleolarluxationsfraktur leidet und die 

Gelenksoperationen grundsätzlich das Ziel verfolgten, der natürlichen Progression 

dieser Arthrose entgegenzuwirken (act. G 1.4 S. 134). Dies lässt zumindest auf eine 

Teilkausalität auch in Bezug auf den Eingriff vom 7. August 2020 schliessen. Eine 

eingehende Auseinandersetzung zur Kausalität in Bezug auf die 

Syndesmoseversteifung findet sich, mangels entsprechender Fragestellung, im 

Gutachten des Medas Zürich aber nicht. Gegen eine Kausalität der anhaltenden 

Beschwerden bereits seit 2015 spricht sich Dr. L.___ aus. Seine Beurteilung, wonach 

die Fraktur des OSG per Ende 2014 abgeheilt war (UV-act. M167 S.15 f.), was aufgrund 

der Bildgebung ausgewiesen und unbestritten ist, reicht aber auch nicht aus, 

sämtlichen Eingriffen ab dem Jahr 2015 die (direkte oder indirekte) (Teil-)Kausalität 

abzusprechen. Dass es anlässlich der Bimalleolarluxationsfraktur zu keiner 

Beeinträchtigung der Syndesmose kam resp. eine solche Schädigung bereits früh 

abgeheilt war, könnte zwar aus der Röntgenuntersuchung vom 12. Januar 2015 

abgeleitet werden, welche eine regelrechte Syndesmose sowie konsolidierte Frakturen 

zum Vorschein brachte (UV-act. M24). Bereits in der MRT vom 22. Juli 2015 zeigte sich 

aber eine beginnende Arthrose im OSG nach Fraktur und eine chronische rupturierte 

vordere Syndesmose (UV-act. M34) und in der MRT vom 15. April 2016 eine 

Readapation der Syndesmose bei chronisch rupturierter vorderer Syndesmose (UV-act. 

M51), sodass dem Eingriff mit Syndesmoseversteifung nicht ohne weitere Abklärung 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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8.  

die Unfallkausalität abgesprochen werden kann. Es bestehen zumindest geringe 

Zweifel bezüglich der Kausalitätsbeurteilung von Dr. L.___, womit es diesbezüglich 

weiterer Abklärungen bedarf. Nachdem die Beurteilung von Dr. L.___ nicht als 

Entscheidungsgrundlage herangezogen wird, erübrigen sich Ausführungen zu einer 

allfälligen Verletzung des rechtlichen Gehörs (vgl. dazu act. G 1 S. 12).

Bezüglich Zweckmässigkeit des Eingriffs vom 7. August 2020 liegen verschiedene 

Beurteilungen im Recht. Während die Dres. J.___ und K.___ die Operationsindikation 

verneinen (UV-act. M149 S. 6 Ziff. 9, M153 S. 4 Ad. 11.), führt Dr. N.___ aus, dass über 

die medizinische Notwendigkeit der Durchführung einer Operation der verantwortliche 

Chirurg die Indikation stelle. Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin liege ein 

Operationserfolg vor, der zu einer Schmerzlinderung geführt habe (act. G 1.4 S. 139). 

Diese Ausführungen lassen darauf schliessen, dass Dr. N.___ aufgrund der gestellten 

Indikation durch den Operateur Dr. H.___ von der Zweckmässigkeit dieser Behandlung 

ausging. Die divergierenden ärztlichen Beurteilungen führen dazu, dass auch bezüglich 

Zweckmässigkeit resp. Operationsindikation ein weiterer Abklärungsbedarf besteht. 

Zur Klärung der Unfallkausalität und Zweckmässigkeit des Eingriffs vom 7. August 

2020 bedarf es einer externen Beurteilung. Diesbezüglich und auch zur allfälligen 

Abwicklung des Rückfallverfahrens ab dem 7. August 2020 ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.4. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Sinne von E. 4 dahingehend 

gutzuheissen, als die Observationskosten in Höhe von Fr. 28'289.60 nicht der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind, damit gestützt auf E. 6.3 ein Anspruch 

zugunsten der Beschwerdeführerin von Fr. 13'018.40 resultiert und die Sache zu 

ergänzenden Abklärungen im Sinne von E. 7 an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen 

abzuweisen resp. der Einspracheentscheid vom 27. November 2021 zu bestätigen.

8.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

8.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Am 

3. März 2023 reichte Rechtsanwalt Gmünder eine Honorarnote für das 

Beschwerdeverfahren ein. Darin macht er einen Aufwand von 23.75 Stunden und ein 

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen dahingehend gutgeheissen, als die 

Observationskosten in Höhe von Fr. 28'289.60 nicht der Beschwerdeführerin auferlegt 

werden, netto ein Anspruch zugunsten der Beschwerdeführerin von Fr. 13'018.40 

resultiert und die Sache zu ergänzenden Abklärungen betreffend Kostenübernahme der 

Operation vom 7. August 2020 und Voraussetzungen eines Rückfalls an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Honorar von Fr. 6'650.50 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend 

(act. G 24.1). Ein Honorar nach Zeitaufwand sieht die Honorarordnung (HonO; sGS 

963.75) im Verfahren vor dem Versicherungsgericht indes nicht vor. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. Praxisgemäss wird bei einem durchschnittlichen Verfahren eine 

Entschädigung von Fr. 4'000.-- zugesprochen. Dieses Verfahren war, wie es 

Rechtsanwalt Gmünder in der Eingabe vom 3. März 2023 zu Recht ausführt (act. G 24), 

überdurchschnittlich anspruchsvoll, weshalb mit Blick auf vergleichbar aufwändige 

Fälle eine Parteientschädigung von Fr. 6'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) angemessen erscheint. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

hat bezüglich Auferlegung der Observationskosten zu Recht den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin angefochten und obsiegt in diesem Punkt. Bezüglich 

Versicherungsleistungen für den Eingriff vom 7. August 2020 und die anschliessende 

Rehabilitationsphase ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, womit 

auch in diesem Punkt von Obsiegen auszugehen ist (als Obsiegen gilt auch die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen [BGE 127 

V 234 E. 2b/bb]). Im Übrigen (Zeitpunkt des medizinischen Endzustands, Einstellung 

der Taggelder, Rückerstattung von Taggeldern) unterliegt die Beschwerdeführerin. Vor 

diesem Hintergrund erscheint es in Beachtung des gerechtfertigten Aufwands 

angemessen, eine um Fr. 1'500.-- reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2023
	Art. 6, 10, 16, 19 UVG. Art. 6, 45 ATSG. Bei Erreichen des medizinischen Endzustands hat die Unfallversicherung zu Recht die temporären Versicherungsleistungen eingestellt und die unrechtmässig bezogenen Taggelder zurückgefordert resp. mit der Integritätsentschädigung verrechnet. In diesen Punkten Abweisung der Beschwerde. Die Auferlegung der Observationskosten erfolgte zu Unrecht und bezüglich des Sachverhalts nach Fallabschluss bedarf es weiterer Abklärungen. In diesen Punkten Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2023, UV 2022/6).

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