# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5295f63-b66a-5e9e-a69a-7e5bca13d997
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.09.2025 810 2025 248 (810 25 248)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2025-248_2025-09-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 8. September 2025 (810 25 248) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Rechtsverzögerung / Anspruch auf vorgängigen Zwischenentscheid über unentgeltliche 
Rechtspflege / Prozessfähigkeit des Kindes 
 
 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch André M. Brunner, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Beschwerde-
gegnerin 
 

 B.A.____, Beigeladener, vertreten durch Daniel Urs Helfenfinger, 
Rechtsanwalt 
 
C.A.____, Beigeladene, vertreten durch Stefanie Mathys, Advokatin 

  
 

Betreff Rechtsverzögerungsbeschwerde 
 
  

 

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A. A.A.____, geboren am XX.XX.2012, ist die Tochter von B.A.____ und C.A.____. Bei den 
Kindseltern besteht eine Drogenproblematik und das Familiensystem ist belastet. Die Eltern 
wurden im Jahr 2023 gerichtlich getrennt und die vier gemeinsamen Kinder unter die Obhut des 
Kindsvaters gestellt. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens wurde für A.A.____ und ihre drei 
jüngeren Geschwister eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 errichtet. Die Beiständin 
hat im Wesentlichen den Auftrag, den Kindseltern bei der Ausübung des Besuchsrechts zur 
Seite zu stehen, namentlich die begleiteten Besuche der beiden jüngsten Geschwister bei der 
Kindsmutter zu organisieren, die Eltern bei der Ausübung der elterlichen Sorge zu unterstützen 
und die Gesamtsituation der Familie langfristig zu stabilisieren. Die Kindseltern stehen heute in 
einem Scheidungsverfahren vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost. Für das Schei-
dungsverfahren wurde - wie bereits im vorangegangenen Eheschutzverfahren - André M. Brun-
ner, Advokat, gestützt auf den entsprechenden Antrag von A.A.____ als deren Kindsvertreter 
eingesetzt (Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 3. Juli 2025). 
 
B. Mit Eingabe vom 9. August 2025 gelangte André M. Brunner, Advokat, namens und im 
Auftrag von A.A.____ an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ und stell-
te den Antrag, es sei für A.A.____ eine andere Beistandsperson einzusetzen. Es sei der Unter-
zeichnete im Rahmen des den Beistandswechsel betreffenden Verfahrens als Kindesanwalt 
von A.A.____ einzusetzen bzw. es sei A.A.____ die unentgeltliche Verbeiständung mit dem 
Unterzeichneten als Vertreter zu bewilligen; eventuell sei der Unterzeichnete insofern als Fach-
beistand einzusetzen. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. Am 14. August 2025 
reichte er die von A.A.____ unterzeichnete Vollmacht nach. 
 
C. Die KESB B.____ bestätigte am 14. August 2025 den Eingang des Gesuches und bat 
Advokat Brunner unter Verweis auf die Empfehlungen der Kinderanwaltschaft Schweiz um die 
Beantwortung von Fragen zu seiner spezifischen Aus- oder Weiterbildung in psychologischen 
oder psychosozialen Themen, zu seiner Erfahrung im Umgang mit Kindern, zu seinem Rollen-
verständnis sowie zu einem potentiellen Rollenkonflikt als Kindsvertreter im Eheschutz- resp. 
Scheidungsverfahren der Eltern. Advokat Brunner antwortete am 15. August 2025 per E-Mail, 
dass er stets die anwaltschaftlichen Standesregeln einhalte. Er sei bereits als Kinderanwalt für 
seine Mandantin eingesetzt und weise die Fragen der Behörde "als verspätet" zurück. Der Ent-
scheid "über die Kostenstelle" sei umgehend zu treffen, wobei auch für die Bearbeitung des 
Schreibens vom 14. August 2025 Kostengutsprache zu erteilen sei. 
 
D. Mit Schreiben vom 29. August 2025 teilte die KESB B.____ Advokat Brunner mit, dass 
sie im Rahmen einer Spruchkörpersitzung entschieden habe, dem Antrag auf Einsetzung einer 
neuen Beistandsperson für A.A.____ zu entsprechen und eine neue Mandatsperson einzuset-
zen. Es sei geplant, der Beiständin folgende Aufgaben zu erteilen: "die Eltern in ihrer Sorge um 
A.A.____ mit Tat und Rat zu unterstützen; die Eltern und A.A.____ insbesondere betreffend 
Themen der Gesundheit von A.A.____ und Schule/Ausbildung zu unterstützen; die Eltern in 
ihrer Verantwortlichkeit zu stärken; Hilfestellungen bei Familien- und Erziehungsthemen zu bie-
ten, um die Gesamtsituation langfristig zu stabilisieren; der Mutter bei Bedarf beim Thema 
Suchttherapie als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen; die sozialpädagogische Familien-

 

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begleitung zu organisieren, zu überwachen und insbesondere für die Finanzierung besorgt zu 
sein sowie regelmässigen Austausch zu haben; mit A.A.____ regelmässig Gespräche über ihre 
persönliche Situation zu führen." Der Anhörungstermin für A.A.____, die von der Behörde eine 
separate Einladung erhalte, sei für den 25. September 2025 angesetzt. Eventuell bestehe die 
Möglichkeit, an diesem Termin auch die vorgesehene neue Beistandsperson kennenzulernen. 
 
E. Mit Eingabe vom 2. September 2025 erhebt A.A.____, vertreten durch André M. Brun-
ner, Advokat, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen die KESB B.____. Sie stellt das 
Rechtsbegehren, "es sei eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung festzustellen und 
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, sofort einen Entscheid mit Rechtsmittelbelehrung zur 
unentgeltlichen Verbeiständung der Beschwerdeführerin, eventuell zur Einsetzung des Unter-
zeichneten als Verfahrens-Fachbeistand für die Beschwerdeführerin, jeweils mit dem Unter-
zeichneten als Vertreter im verwaltungsinternen Verfahren, den Wechsel der Beistandsperson 
betreffend, zu erlassen." Weiter sei der Beschwerdeführerin für das kantonsgerichtliche Be-
schwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung mit dem Unterzeichneten als Vertreter zu 
bewilligen. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. 
 
F. Das Kantonsgericht hat von Instruktionsmassnahmen abgesehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450a Abs. 2 ZGB kann wegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-
rung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde erho-
ben werden. Die Beschwerde kann jederzeit erhoben werden (Art. 450b Abs. 3 ZGB). Eine Ver-
fügung als Anfechtungsobjekt ist nicht vorausgesetzt. Die Beschwerde richtet sich vielmehr di-
rekt gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern eines Entscheids. Zuständig ist das 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassung- und Verwaltungsrecht, als ordentliche Beschwer-
deinstanz (§ 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches 
[EG ZGB] vom 16. November 2006; vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. Januar 2018 [810 17 229] E. 1.1, m.w.H.). Das Verfahren 
richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantona-
len Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
2. Das Kantonsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an. Es prüft insbesondere von 
Amtes wegen, ob die Eintretens- bzw. Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 
1993). 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin ist als Gesuchstellerin im erstinstanzlichen Verwaltungsverfah-
ren grundsätzlich zur Beschwerde befugt. Die selbständige Ergreifung eines Rechtsmittels setzt 
allerdings entsprechend den allgemeinen Rechtsgrundsätzen die Handlungsfähigkeit bzw. Pro-
zessfähigkeit voraus (LORENZ DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

 

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Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 7. Aufl., Basel 2022, Art. 450 ZGB Rz. 27; KGE VV vom 
13. Mai 2025 [810 24 273] E. 3.1; KGE VV vom 3. Februar 2023 [810 22 275] E. 2.3; KGE VV 
vom 3. Dezember 2019 [810 19 60] E. 2). 
 
2.2 Die Prozessfähigkeit ist das Recht, den Prozess als Partei selbst oder durch selbst be-
stellte Vertreter zu führen. Die Prozessfähigkeit ist die prozessuale Seite der Handlungsfähig-
keit und leitet sich mithin aus dem materiellen Recht (Bundeszivilrecht) ab (EUGEN BUCHER/
REGINA E. AEBI-MÜLLER, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, 2. Aufl., Bern 
2017, Art. 12 ZGB Rz. 22; KGE VV vom 13. Juli 2016 [810 16 50] E. 1.3.2). Die Handlungsfä-
higkeit ist die Fähigkeit einer Person, durch ihre eigenen Handlungen Rechte und Pflichten zu 
begründen (Art. 12 ZGB). Positive Voraussetzungen der (vollen) Handlungsfähigkeit sind kumu-
lativ die Volljährigkeit (Art. 14 ZGB) und die Urteilsfähigkeit (Art. 16 ZGB). Negativ vorausge-
setzt ist das Fehlen einer Massnahme des Erwachsenenschutzes, welche die Handlungsfähig-
keit ganz aufhebt oder beschränkt (Art. 19d ZGB). 
 
2.3 Volljährig ist, wer das 18. Lebensjahr zurückgelegt hat (Art. 14 ZGB). Die Beschwerde-
führerin ist erst 13 Jahre alt und damit als Minderjährige handlungsunfähig. Gemäss Art. 19c 
Abs. 1 ZGB üben urteilsfähige handlungsunfähige Personen die Rechte, die ihnen um ihrer 
Persönlichkeit willen zustehen, selbstständig aus. Unter die Ausübung solcher Rechte fällt na-
mentlich das Recht, zwecks Durchsetzung solcher Ansprüche selbständig - oder durch einen 
Vertreter eigener Wahl - ein Gericht anzurufen und gegebenenfalls Rechtsmittel zu ergreifen 
(ROLAND FANKHAUSER, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, a.a.O., 
Art. 19c ZGB Rz. 1). Bei höchstpersönlichen Rechten handelt es sich allgemein um Rechte, die 
sich durch ihren hohen persönlichkeitsbezogenen Gehalt auszeichnen und einer Person wegen 
ihres Menschseins zustehen. Dementsprechend muss eine besonders enge Beziehung zur 
Person und zu ihrem affektiven, emotionalen Leben bestehen (CHRISTOPHE A. HERZIG, Das 
Kind in den familienrechtlichen Verfahren, Zürich 2012, Rz. 46; FANKHAUSER, a.a.O., Art. 19c 
ZGB Rz. 2). Die Beschwerdeführerin lässt ausführen, der Wechsel der Beistandsperson stehe 
im Zusammenhang mit höchstpersönlichen Rechten. Sie sei "zweifellos urteilsfähig". Soweit sie 
damit unterstellt, dass mit dem Wechsel der Mandatsperson die Ausübung eines höchstpersön-
lichen Rechts im Sinne von Art. 19c ZGB zur Beurteilung stehe, täuscht sich die Beschwerde-
führerin. Die Erziehungsbeiständin ist im vorliegenden Fall Vertrauens- und Ansprechperson 
aller Beteiligten (vgl. PETER BREITSCHMID, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilge-
setzbuch, a.a.O., Art. 308 ZGB Rz. 4; YVO BIDERBOST, Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 
ZGB], Freiburg 1996, S. 227 ff.). Dies scheint die Beschwerdeführerin zu verkennen, wenn sie 
in der Beschwerde davon ausgeht, die Unterstützung der Eltern gehöre nicht zum Aufgabenbe-
reich der Beiständin. Auch wenn die Beistandschaft auf den Namen des Kindes lautet und die 
Beiständin primär dem Kindeswohl verpflichtet ist, wobei sie auf die Meinung des Kindes ge-
bührend Rücksicht nehmen soll, unterstützt sie im Auftrag der Behörde das gesamte Familien-
system. Sie ist grundsätzlich auch ohne Einverständnis des Kindes zu allen geeigneten Vorkeh-
ren befugt, die in ihren Aufgabenbereich fallen. Das Kind, ob es diesbezüglich nun urteilsfähig 
ist oder nicht, kann nicht selbst und allein darüber entscheiden, wer mit der Aufgabe betraut 
wird. Fragen der Organisation der professionellen Unterstützung der Erziehungsberechtigen 

 

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und des Kindes betreffen keine höchstpersönlichen Rechte des Kindes (vgl. Urteil des BGer 
5A_796/2019 vom 18. März 2020 E. 2). 
 
2.4 Nach dem Ausgeführten ist äusserst zweifelhaft, ob die Beschwerdeführerin vor Kan-
tonsgericht prozessfähig ist und auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Die Frage muss 
aber mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens nicht abschliessend beantwortet werden. 
 
3. Einziger Gegenstand einer Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde 
ist die Prüfung des beanstandeten Verweigerns resp. Verzögerns einer Verfügung (vgl. KGE VV 
vom 28. September 2016 [810 16 121] E. 3.2). Eine Rechtsverzögerung (als besondere Form 
der formellen Rechtsverweigerung) im Sinne von Art. 450a Abs. 2 ZGB liegt vor, wenn die Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde das Verfahren in ungerechtfertigter Weise nicht innert 
angemessener Frist erledigt (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, 
S. 7085; DROESE, a.a.O., Art. 450a ZGB Rz. 20). Gemäss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 hat jede Person in Verfahren 
vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen einen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener 
Frist (sog. Beschleunigungsgebot). Das Verbot der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzöge-
rung ist verletzt, wenn eine Behörde untätig bleibt oder das gebotene Handeln über Gebühr 
hinauszögert, obschon sie zum Tätigwerden verpflichtet wäre. Ist der mit der Beschwerde ge-
forderte Entscheid ein Zwischenentscheid - wie beispielsweise hier ein Entscheid über die un-
entgeltliche Rechtspflege -, muss zusätzlich ein Anspruch auf einen vorgängigen Entscheid 
bestehen. Die Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Es 
ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Umständen als ange-
messen erweist. Der Streitgegenstand und die damit verbundene Interessenlage können ra-
schere Entscheide erfordern oder längere Behandlungsperioden erlauben. Zu berücksichtigen 
sind die Art des Verfahrens, der Umfang und die Komplexität der aufgeworfenen Sachverhalts- 
und Rechtsfragen, das Verhalten der Verfahrensbeteiligten und der Behörden und die Zumut-
barkeit für den Betroffenen (vgl. BGE 144 I 318 E. 7.1; BGE 135 I 265 E. 4.4; KGE VV vom 
27. November 2024 [810 24 177] E. 4.1; GEROLD STEINMANN/BENJAMIN SCHINDLER/DAMIAN 
WYSS, in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfas-
sung, 4. Aufl., Zürich 2023, Art. 29 BV Rz. 33 ff.). 
 
4.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde zusammengefasst geltend, nachdem 
von der Beschwerdegegnerin die Einsetzung einer neuen Beistandsperson in Aussicht gestellt 
worden sei, gelte es nun für das weitere Verfahren dafür zu sorgen, dass der Wechsel sorgfältig 
umgesetzt werde. Es gehe darum, A.A.____ zum (allfälligen) Anhörungstermin (vom 25. Sep-
tember 2025) zu begleiten und zu prüfen, ob die von der Behörde vorgeschlagene Berufsbei-
ständin als neue Beistandsperson in Frage komme. Zudem sei der Inhalt der für die Beiständin 
geplanten Aufgaben zu prüfen. Zur Frage der unentgeltlichen Verbeiständung (bzw. der Einset-
zung als Fachbeistand für das den Beistandswechsel betreffende Verfahren) habe die Be-
schwerdegegnerin am 29. August 2025 weiterhin nichts geschrieben, obwohl die Beschwerde-
führerin dringend eine Beistandsperson ihres Vertrauens benötige. Dieses Vorgehen stelle eine 
Rechtsverzögerung dar. 

 

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4.2 Wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zusammen mit der Eingabe in der 
Hauptsache eingereicht, besteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann ein 
Anspruch auf vorgängige Beurteilung des Rechtspflegegesuchs, wenn weitere Verfahrens-
schritte des Rechtsvertreters erforderlich sind (Urteil des BGer 9C_423/2017 vom 10. Juli 2017 
E. 4.1; Urteil des BGer 8C_911/2011 vom 4. Juli 2012 E. 6.1). Im vorliegenden Fall hat die Be-
schwerdeführerin bei der KESB ein begründetes Gesuch um Beistandswechsel eingereicht, 
dessen Gutheissung die Beschwerdegegnerin bereits angekündigt hat. Zu weiteren Verfah-
renshandlungen wurde die Beschwerdeführerin von der Behörde nicht aufgefordert. Weitere 
Schritte erscheinen zur adäquaten Interessenwahrnehmung auch nicht notwendig. Das Kind 
hat - anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint - namentlich kein Vetorecht bei 
der Wahl der Beistandsperson. In dieser Hinsicht verfügt die KESB bei ihrem Entscheid über 
ein grosses Ermessen (BGE 145 I 183 E. 5.1.3). Im Rahmen der unentgeltlichen Verbeistän-
dung wird nur der für das amtliche Mandat notwendige Aufwand vergütet, der für die Wahrung 
der rechtlichen Interessen im konkreten Verfahren geeignet, kausal und verhältnismässig ist 
(KGE VV vom 19. September 2023 [810 23 63] E. 5.2; KGE VV vom 17. Oktober 2018 [840 18 
272] E. 12.2; DANIEL WUFFLI/DAVID FUHRER, Handbuch unentgeltliche Rechtspflege im Zivilpro-
zess, Zürich 2019, Rz. 556). Bei der vom Rechtsvertreter in Aussicht gestellten umfangreichen 
Überprüfung der Geeignetheit der Fachperson handelt es sich in Anbetracht der Tatsache, dass 
die vorgesehene neue Mandatsträgerin ausgebildete Sozialpädagogin und langjährige Berufs-
beiständin ist, um der Sache nicht angemessenen Aufwand. Bezüglich der Zulässigkeit des 
vorgesehenen Aufgabenbereichs unterliegt die Beschwerdeführerin weiter dem Irrtum, dass die 
Unterstützung der Eltern nicht zum Aufgabenbereich einer Erziehungsbeiständin gehöre (vgl. 
oben E. 2.3). Die genannten, gesucht wirkenden anwaltlichen Vorkehrungen hat sich der (ge-
willkürte) Rechtsvertreter offenkundig eigenmächtig zur Aufgabe gemacht. Diese unnötigen Tä-
tigkeiten würden im Rahmen der unentgeltlichen Verbeiständung ohnehin nicht entschädigt. 
Ebenso wenig ist eine anwaltliche Begleitung des Kindes zur persönlichen Anhörung notwen-
dig, dient doch die Kindesanhörung gerade dazu, dass sich die Behördenmitglieder unmittelbar 
und ungefiltert über die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes ein eigenes Bild machen (vgl. 
HERZIG, a.a.O., Rz. 377). Es ist somit fraglich, ob überhaupt ein Anspruch auf eine vorgängige 
Beurteilung des Rechtspflegegesuchs besteht. 
 
4.3 Gestützt auf die Ausführungen in der Beschwerde und die in der Beilage eingereichten 
Aktenstücke liegen aber sowieso keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass sich die KESB weigern 
würde, das Gesuch der Beschwerdeführerin um Finanzierung der Vertretungskosten aus der 
Staatskasse mit dem gebührenden Tempo zu bearbeiten, zumal sie die Hauptsache, den Bei-
standswechsel, zügig an die Hand genommen hat. Bei einer Zeitspanne von zwei Wochen zwi-
schen der (vollständigen) Einreichung des Rechtspflegegesuchs und der Beschwerdeerhebung 
kann offensichtlich nicht von einer Rechtsverzögerung gesprochen werden. Dabei ist auch zu 
berücksichtigen, dass sich die Angelegenheit weniger trivial darstellt, als die Beschwerdeführe-
rin meint. Diese blendet insbesondere aus, dass sie das Gesuch um unentgeltliche Verbeistän-
dung mit einem Gesuch um Einsetzung ihres gewillkürten Rechtsvertreters als Kindsvertreter 
nach Art. 314abis ZGB verknüpft hat. Da sich die beiden Rollen gegenseitig ausschliessen, ist 
über beide Anträge gleichzeitig zu entscheiden. Nachdem sich der Rechtsvertreter geweigert 
hat, der Behörde dazu sachdienliche Auskünfte zu erteilen, darf er sich nicht darüber beklagen, 

 

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dass sich die Bearbeitung womöglich verzögert. Wenn er in der Beschwerde ausführt, es sei 
keine Option, dass die Beschwerdeführerin im hängigen Verfahren vor dem Zivilkreisgericht 
Basel-Landschaft Ost durch ihn und im Verfahren der KESB durch eine andere Person vertre-
ten werde, rückt er die sich stellenden heiklen Abgrenzungs- und Koordinationsfragen gleich 
selber in den Fokus. 
 
5. Für den Fall, dass die Prozessfähigkeit der Beschwerdeführerin bejaht würde, erweist 
sich die Rechtsverzögerungsbeschwerde als offensichtlich unbegründet. Sie ist dementspre-
chend präsidialiter abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Art. 1 Abs. 3 lit. e VPO). 
 
6. Umständehalber ist gestützt auf § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der Ge-
richte (GebT) vom 15. November 2010 auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 
Da keine Vernehmlassungen eingeholt wurden, ist den von Amtes wegen zum Verfahren beige-
ladenen - und jeweils anwaltlich vertretenen - Eltern kein entschädigungspflichtiger Aufwand 
entstanden. Die Parteikosten sind dementsprechend wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
 
7. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege steht unter dem Vorbehalt der Nichtaus-
sichtslosigkeit (§ 22 VPO; KGE VV vom 19. September 2024 [810 24 193] E. 9.2.2). Wie die 
vorstehenden Ausführungen aufgezeigt haben, konnten die Gewinnaussichten für die vorlie-
gende Beschwerde kaum als ernsthaft bezeichnet werden, weshalb das Gesuch der Beschwer-
deführerin um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung für das kantonsgerichtliche Ver-
fahren abzuweisen ist. 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Verbeiständung 

wird abgewiesen. 
   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
   
 5. Die Beschwerdeeingabe vom 3. September 2025 geht in Kopie an die 

übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme. 
 
 
Präsident  
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber