# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 032bd9e4-25d1-5f29-ac43-194cd2f0c8a8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2025 725 2024 236 (725 24 236)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2024-236_2025-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2025 (725 24 236) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die kreisärztliche Einschätzung, der zufolge vom Fehlen der für eine fortdauernde Leis-

tungsausrichtung erforderlichen Unfallkausalität ausgegangen wird, ist schlüssig. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis Leroux, Advokat, 
Rue Léopold Robert 73, 2300 La Chaux-de-Fonds 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Christian Leupi, Rechtsanwalt, Grossenba-
cher Rechtsanwälte AG, Zentralstrasse 44, 6003 Luzern 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. A.____ war seit Januar 2018 als Gipser-Gehilfe bei der B.____ GmbH angestellt und in 
dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 
von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 
3. März 2023 stürzte der Versicherte am 16. Februar 2023 bei der Arbeit von einer Trittleiter und 
verletzte sich dabei am Rücken, an der linken Schulter sowie am linken Knie. Eine echtzeitliche 

 

 
 
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Untersuchung ergab mit Ausnahme degenerativer Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) 
unauffällige Befunde. In der Folge übernahm die Suva zunächst die gesetzlichen Leistungen in 
Form von Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten. 
 
B. Aufgrund persistierender Beschwerden mit funktionellen Einschränkungen an der linken 
Schulter unterzog sich der Versicherte am 29. Juni 2023 einem Arthro-Scan, der einen feinen 
Längsriss in den oberen Fasern des Subscapularis bei ansonsten normalen Verhältnissen zu 
Tage förderte. Am 23. September 2023 erfolgte an der linken Schulter eine Reinsertion der lan-
gen Bizepssehne in Verbindung mit einer subakromialen Dekompression und einer akromiokla-
vikulären Chrondroplastik.  

 
C. Gestützt auf eine kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 9. Oktober 2023 stellte die Suva mit 
Verfügung vom 31. Oktober 2023 ihre Leistungen infolge Erreichens des Status quo ante per 
Ende Oktober 2023 ein. Auf eine gleichentags erhobene Einsprache des Versicherten hin nahm 
sie diese Verfügung mit Schreiben vom 20. Februar 2024 wieder zurück. Gestützt auf eine weitere 
Aktenbeurteilung ihres Kreisarztes vom 22. Februar 2024 stellte sie ihre Leistungen mit Verfü-
gung vom 29. Februar 2024 schliesslich per Ende Februar 2024 mit der Begründung ein, dass 
spätestens drei Monate nach dem erlittenen Unfall keine schädlichen Auswirkungen mehr in Be-
zug auf die linke Schulter vorhanden gewesen seien. Die Kosten für den am 23. September 2023 
erfolgen Eingriff würden unter dem Titel eines diagnostischen Hilfsmittels übernommen, obschon 
diese Operation  keine kausale Unfallfolge darstelle. Eine hiergegen erhobene Einsprache des 
Versicherten vom 12. März 2024 wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2024 ab. 

 
D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Denis Leroux, am 29. August 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen über Feb-
ruar 2024 hinaus auszurichten. Eventualiter sei zur ergänzenden Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts ein unabhängiges Gutachten anzuordnen, alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, dass ihm die kreisärztliche Beur-
teilung vom 22. Februar 2024 überhaupt nicht bzw. zumindest nicht in französischer Sprache 
zugestellt worden sei und sie von seinen behandelnden Ärzten deshalb nicht habe beurteilt wer-
den können. Vor diesem Hintergrund könne das Postulat der Suva nicht akzeptiert werden, dass 
der Status quo sine bereits spätestens drei Monate nach dem erlittenen Unfallereignis wieder 
eingetreten sei. Zumal der Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht worden sei, fehle auch 
eine Erhebung seines Leistungsvermögens. Weil seinen behandelnden Ärztinnen und Ärzten 
kein vollständiges Aktendossier zur Verfügung gestellt worden sei, könne auch der Vorwurf nicht 
nachvollzogen werden, dass keine Aussage der behandelnden Ärzteschaft zur strittigen Kausa-
litätsfrage vorliege. Sein behandelnder Arzt, der ihn seit Beginn begleite, habe stets bestätigt, 
dass der Beschwerdeführer seine Arbeit angesichts seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht 
wieder habe aufnehmen können.  
 
E. Die Suva, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Leupi, schloss mit Vernehmlassung 
vom 14. Oktober 2024 auf Abweisung der Beschwerde.  

 

 

 
 
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F. Mit verfahrensleitender Verfügung der Präsidentin des Kantonsgerichts vom 21. Oktober 
2024 wurde die Angelegenheit schliesslich dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. 

 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. 
Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, so ist gemäss Absatz 2 derselben 
Bestimmung das Versicherungsgericht jenes Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schwei-
zerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber seinen Sitz hatte. 
Vorliegend hat der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Ausland. Der Sitz seines letzten Ar-
beitgebers befindet sich indessen im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Streitigkeit zuständig. Auf die im Übrigen frist- 
und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 29. August 2024 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Der Beschwerdeführer rügt, dass ihm die kurz vor der Einstellungsverfügung der Suva 
vom 29. Februar 2024 ergangene kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 22. Februar 2024 weder 
zur Verfügung gestellt noch auf Französisch übersetzt worden sei. Diese habe von seinen be-
handelnden Ärzten somit nicht diskutiert werden können. Mit diesem Einwand macht er letztlich 
eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend, weshalb vorab in formeller Hinsicht zu prüfen 
ist, wie es sich damit verhält. Der aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 fliessende Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst 
das Recht, sich vor Erlass eines belastenden Entscheids zu äussern, das Recht, Beweismittel 
beizubringen, das Recht auf Akteneinsicht sowie das Recht, an der Erhebung wesentlicher Be-
weise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet 
ist, den Entscheid zu beeinflussen. In Konkretisierung dieses Anspruchs hat das Bundesgericht 
entschieden, dass die Einreichung eines Gesuchs um Akteneinsicht voraussetzt, dass die am 
Verfahren Beteiligten über den Beizug neuer und Entscheid relevanter Akten informiert werden 
(BGE 132 V 387 E. 6.2 f.). Der Versicherungsträger hat deshalb darüber zu informieren, wenn er 
Akten beizieht oder zugestellt erhält. Nur so wird die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts 
gewährleistet (Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2017, 4A_233/2017, E. 2.1). Diese 
Orientierungspflicht bildet demnach ebenfalls Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör (UELI 
KIESER / MATTHIAS KRADOLFER / MIRIAM LENDFERS, ATSG-Kommentar, 5. Aufl., Zürich / Genf 
2024, Art. 47 Rz. 44). Indessen lässt sich daraus kein Anspruch der versicherten Person auf eine 
Übersetzung eines in einer Amtssprache verfassten medizinischen Berichts ableiten. Ein solcher 

 

 
 
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Anspruch ergibt sich aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung gerade nicht (BGE 131 V 35 E. 
3). Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang sodann darauf, dass eine allfällige Verletzung des 
rechtlichen Gehörs im Rechtsmittelverfahren grundsätzlich geheilt werden kann, wenn das recht-
liche Gehör nachträglich gewährt wurde, die Rechtsmittelinstanz über freie Kognition in Rechts- 
und Sachverhaltsfragen verfügt und dem Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte wie vor ers-
ter Instanz zustehen (BGE 127 V 437 E. 3d/aa sowie 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen). Darüber 
hinaus ist im Sinne der Heilung eines allfälligen Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des Gehörsanspruches – von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz dann 
abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 
unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 201 E. 2.2, 132 V 
387 E. 5.1).  
 

2.2 Entgegen der in seiner Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung wurde dem Be-
schwerdeführer die kreisärztliche Beurteilung vom 22. Februar 2024 zusammen mit der vor-
instanzlichen Verfügung vom 29. Februar 2024 zugestellt (Suva-Dok 200). Die Verfügung vom 
29. Februar 2024 erging in französischer Sprache, die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 
22. Februar 2024 in deutscher Sprache. Aus der fehlenden Übersetzung dieser Aktenbeurteilung 
alleine lässt sich keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ableiten (oben, E. 2.1). Daran ändert 
nichts, dass dem Versicherten die erste kreisärztliche Einschätzung vom 9. Oktober 2023 auf 
Französisch übersetzt worden war (Suva-Dok 150), zumal mit der anschliessend mit Verfügung 
vom 29. Februar 2024 eröffneten neuerlichen Einschätzung des Kreisarztes – wie nachfolgend 
aufzuzeigen sein wird – keine neue medizinische Beurteilung erfolgt ist. Dem Versicherten war 
die medizinische Einschätzung der Beschwerdegegnerin mit anderen Worten bereits vor der 
Durchführung des in französischer Sprache geführten Einspracheverfahrens bekannt. Im an-
schliessenden Einspracheverfahren konnte er seine Einwände dagegen vorbringen. Eine Verlet-
zung seines rechtlichen Gehörs im Verwaltungsverfahren liegt unter diesen Umständen nicht vor. 
Ausserdem konnte er seine Gegenargumente nunmehr auch im Rahmen der vorliegenden Be-
schwerde, welche das Kantonsgericht mit umfassender Kognition zu prüfen verpflichtet ist, um-
fassend darstellen. Soweit in der Vorgehensweise der Suva überhaupt eine Verletzung des recht-
lichen Gehörs zu erkennen wäre, würde sie im vorliegenden Verfahren deshalb ohnehin geheilt. 
Von einer Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz aus formellen Gründen ist unter 
diesen Umständen ohne Weiteres abzusehen, zumal eine Rückweisung der Angelegenheit zu 
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die letztlich 
auch mit dem Interesse des Versicherten an einer beförderlichen Streiterledigung nicht zu ver-
einbaren wären. 
 
3. Materiell ist zu prüfen, ob die Suva ihre Leistungen zu Recht per Ende Februar 2024 
eingestellt hat. Umstritten ist dabei, ob die Beschwerden an der linken Schulter des Versicherten 
über diesen Zeitpunkt hinaus mit dem am 16. Februar 2023 erlittenen Unfallereignis in einem 
rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Versicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, 
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, seine Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

 

 
 
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Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versi-
cherten Person Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie ge-
mäss Art. 16 Abs. 1 UVG zudem Anspruch auf ein Taggeld. 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt allerdings voraus, dass 
zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähig-
keit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 
129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in 
der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt daher, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt 
mithin eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des obliga-
torischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des 
Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest und ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also ausschliesslich 
nur noch auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 
aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor-
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist 
(Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 
206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

 

 
 
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Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss indes nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso 
wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Ge-
sundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob jegliche unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale 
Bedeutung verloren haben und dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 
2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt jegliche (Teil-)Ursächlichkeit für 
weiterhin bestehende Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange der Status quo sine 
vel ante allerdings noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 
Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 
zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt 
selbst dann, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursa-
chen zum stark überwiegenden Teil eine Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet, dass die versi-
cherte Person unter Umständen Anspruch auf einen operativen Eingriff mit anschliessender 
zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit einer (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverur-
sachten Beschwerden diente und dabei nicht gesagt werden kann, die Operation sei im selben 
Zeitpunkt auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahr-
scheinlich notwendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008). 
Art. 36 UVG setzt mit anderen Worten voraus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusam-
menwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen 
ist. 
 
4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozial-
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

 

 
 
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Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 f.). So kommt beispielsweise den Berichten und Gutachten versicherungs-
interner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die 
Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
5.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 31. Juli 2024 stützte sich die Suva auf zwei 
kreisärztliche Aktenbeurteilungen von Dr. med. C.____, FMH Orthopädie und Chirurgie. In seiner 
Einschätzung vom 9. Oktober 2023 hält der Kreisarzt fest, dass die initiale Partialruptur der Ro-
tatorenmanschette, auf Grund welcher die Indikation für eine Operation gestellt worden sei, letzt-
lich nicht behandelt worden sei, da es sich – wie bereits bildgebend im Arthro-CT beschrieben – 
nur um eine nicht traumatisch bedingte oberflächliche Aufrauhung einiger Fasern der Subsca-
pularis-Sehne gehandelt habe. Bezüglich der Bizepssehne bleibe unklar, ob diese während der 
Operation durchtrennt oder repariert worden sei. Entsprechende arthroskopische Bilder, welche 
Aufschluss geben könnten, seien keine vorgelegt worden. Aufgrund dieser widersprüchlichen Ak-
tenlage bezüglich des Nachweises einer allfälligen Schädigung der operierten Bizepssehne, so 
der Vertrauensarzt weiter, sei vor dem Hintergrund des vorliegenden Normalbefunds im Arthro-
CT von einer nur vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes auszugehen. Die Aus-
heilung dieser vorübergehenden Verschlimmerung sollte nach drei Monaten grundsätzlich abge-
schlossen sein. Es werde jedoch empfohlen, die geplante Schulteroperation unter dem Titel eines 
diagnostischen Hilfsmittels zu übernehmen (Suva-Dok 134).  
 
5.2 In seiner neuerlichen kreisärztlichen Aktenbeurteilung vom 22. April 2024 hält Dr. C.____ 
fest, dass keine Rotatorenmanschetten-Problematik vorgelegen habe. Die im Arthro-CT beschrie-
bene minimale Fissur der oberflächlichen Fasern des Subscapularis sei nicht als traumatisch be-
dingte strukturelle Läsion zu interpretieren, zumal arthroskopisch keine Auffälligkeiten an der 
Subscapularis-Sehne visualisiert worden seien. Eine initial vorgesehene Intervention im Bereich 
der Rotatorenmanschette habe konsequenterweise auch gar nicht stattgefunden. Die durchge-
führte Acromio- und AC-Chrondroplastik habe eindeutig ein unfallfremdes und anlagebedingtes 
bzw. degeneratives Problem behandelt. Somit verbleibe einzig die auf dem OP-Bericht hand-
schriftlich vermerkte SLAP-Läsion, deren mögliche Verbindung zum Unfallereignis vom 16. 

 

 
 
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Februar 2023 auf den Prüfstand gelegt werden müsse. Die Beschaffenheit des Labrums und der 
langen Bizepssehne werde auf dem Vordruck des Operationsberichts leider nicht beschrieben. 
Grundsätzlich könne jedoch festgehalten werden, dass eine SLAP-Läsion nur dann als unfallbe-
dingte Schädigung zu werten sei, wenn entsprechende Begleitverletzungen vorlägen. Solche Be-
gleitverletzungen seien weder radiologisch noch arthroskopisch nachgewiesen, so dass die hier 
gemäss OP-Bericht vorliegend isolierte SLAP-Läsion Typ II, aufgrund derer es zu einem Eingriff 
an der langen Bizepssehne gekommen sei, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das 
erlittene Ereignis vom 16. Februar 2023 zurückzuführen sei. Zusätzliche Untersuchungsmass-
nahmen würden nachträglich keine neuen Erkenntnisse bringen. Beispielsweise würde eine neue 
MRI-Untersuchung keine Aussage zulassen, ob und was für eine SLAP-Läsion ursprünglich vor-
gelegen habe. Das Unfallereignis habe somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinen 
zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt. Der Schaden, welcher operiert worden sei, sei mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit deshalb nicht auf das Unfallereignis zurückzuführen. Es sei 
von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen, deren Ausheilungszeit in Anlehnung 
an den «Reintegrationsleitfaden Unfall» des Schweizerischen Verbandes nach spätestens drei 
Monaten als abgeschlossen angesehen werden könne, wobei der im Vorfeld durchgeführte arth-
roskopische Eingriff als diagnostisches Hilfsmittel angesehen und übernommen werden sollte 
(Suva-Dok 202). 
 

5.3.1 Den übrigen Akten ist ein radiologischer Erstuntersuchungsbericht des Spitals D.____ 
vom 16. Februar 2023 zu entnehmen, wonach mit Ausnahme diskreter degenerativer Verände-
rungen an der HWS auf Höhe C 6/7 ausschliesslich unauffällige Befunde erhoben werden konn-
ten. Insbesondere geht daraus hervor, dass keine Frakturen und auch keine Zeichen einer schwe-
ren Verrenkung vorgelegen hätten (Suva-Dok 27). 
 
5.3.2 Aus dem Arthro-CT-Bericht der linken Schulter vom 29. Juni 2023 ergibt sich, dass eine 
feine Längsfissur der oberflächlichen Fasern des Subscapularis bei im Übrigen normalen Ver-
hältnissen erhoben worden ist (Suva-Dok 92).  
 
5.3.3 Gemäss Bericht von Dr. med. E.____, Orthopädische Chirurgie, vom 5. Juli 2023 leide 
der Patient unter einer partiellen und tiefen Ruptur der Rotatorenmanschette an der linken Schul-
ter. Es sei eine endoskopische Reparation mit Verstärkung der Manschette vorgeschlagen wor-
den (Suva-Dok 127, S. 3).  
 
5.3.4 Dem Operationsbericht von Dr. E.____ vom 23. September 2023 ist zu entnehmen, dass 
am 23. September 2023 eine Arthroskopie der linken Schulter bei Vorliegen einer SLAP-Läsion 
Typ II und eine Resektion der langen Bizepssehne mit Acromioplastik erfolgt sei (Suva-Dok 121). 
 
5.3.5 Dem Austrittsbericht von Dr. E.____ vom 23. September 2023 zufolge habe die Opera-
tion in einer Reinsertion und Reparation der langen Bizepssehne mit Acromioplastik und AC-
Chondroplastik bestanden (Suva-Dok 127, S. 8). 
 
6.1 Wie bereits erwähnt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall wie hier ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden 

 

 
 
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werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind deshalb ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (oben, E. 4.3 hiervor und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Solche Zweifel an der 
Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. C.____, auf welche die Suva in ihrem Ent-
scheid abgestellt hat, liegen hier jedoch keine vor. Gestützt auf die beiden kreisärztlichen Beur-
teilungen vom 9. Oktober 2023 und vom 22. April 2024 argumentiert die Suva, dass der erlittene 
Sturz vom 16. Februar 2023 keine neuen strukturellen Läsionen zur Folge gehabt habe. Es sei 
vielmehr von einer Verschlimmerung eines krankhaft-degenerativen Vorzustandes auszugehen, 
welche spätestens drei Monate nach dem erlittenen Unfall wieder verheilt gewesen sei. Diese 
Schlussfolgerung basiert auf einer umfassenden Analyse aller wesentlichen medizinischen Akten 
sowie bildgebenden Abklärungen. Der Kreisarzt kommt bei deren Analyse vor dem Hintergrund 
medizinischer Prämissen zum Ergebnis, dass im vorliegenden Fall keine Rotatorenmanschetten-
Problematik vorgelegen hat und die bildgebend festgestellte nur minimale Fissur keine trauma-
tisch bedingte Läsion struktureller Natur darstellt. Diese Auffassung ist nachvollziehbar und 
schlüssig. Sie beruht zunächst auf einer Analyse der Bildgebung vom 29. Juni 2023, wonach 
lediglich eine feine Längsfissur der oberflächlichen Fasern des Subscapularis erhoben werden 
konnte (oben, E. 5.3.2). Dieser Befund im Sinne einer Aufrauhung der oberflächlichen Fasern 
des Subscapularis spricht gegen eine traumatische Genese (Suva-Dok 134), weil im Übrigen 
keine Auffälligkeiten an der betroffenen Sehne festgestellt worden sind. Diese Einschätzung ih-
rerseits wird untermauert durch die Tatsache, dass die ursprünglich vorgesehene Intervention im 
Bereich der Rotatorenmanschette gemäss den vorliegenden Operationsberichten gar nicht statt-
gefunden hat und demnach letztlich keine Rotatorenmanschetten-Problematik vorgelegen haben 
kann. Dem massgebenden Austritts-Bericht von Dr. E.____ vom 23. September 2023 ist denn 
auch vielmehr zu entnehmen, dass anlässlich der gleichentags durchgeführten Operation eine 
Arthroskopie der linken Schulter bei Vorliegen einer SLAP-Läsion Typ II und eine Resektion der 
langen Bizepssehne mit Acromioplastik erfolgt ist, bei welcher eine Reinsertion und Reparation 
der langen Bizepssehne vorgenommen worden ist (Suva-Dok 121). Dem Kreisarzt ist beizupflich-
ten, dass mit der durchgeführten Acromioplastik und AC-Chondroplastik (Suva-Dok 127, S. 8) 
vielmehr eine anlagebedingt degenerative und mithin unfallfremde Problematik behoben worden 
ist (Suva-Dok 199, S. 2). So stellt die Acromioplastik eine operative Glättung des Schulterdachs 
dar, bei welcher ein Teil des oberflächlichen Knochengewebes abgetragen wird, um eine 
schmerzhafte Enge im Schultergelenk zu beheben. Auch bei der AC-Chrondroplastik handelt es 
sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Glättung des Gelenkknorpels. Die Durchführung die-
ser beiden Eingriffe vermag keine traumatische Genese nahezulegen, sondern deutet im Regel-
fall auf die Behebung anlagebedingt ungünstiger anatomischer Verhältnisse hin (Urteil des Sozi-
alversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. März 2024, UV.2023.00134, E. 4.5). Eine 
Unfallkausalität kann in diesem Zusammenhang deshalb nicht als überwiegend wahrscheinlich 
bezeichnet werden.  
 
6.2 Damit verbleibt zu prüfen, wie es sich in Bezug auf die im OP-Bericht von Dr. E.____ 
vom 23. September 2023 erhobene SLAP-Läsion Typ II verhält. Auch hier gilt es zu beachten, 
dass die überwiegende Zahl der SLAP-Läsionen im Regelfall nicht auf eine traumatische Schä-
digung zurückzuführen ist, sondern vielmehr eine verschleissbedingte Verursachung degenera-
tiver Natur im Vordergrund steht, was namentlich für Tätigkeiten mit häufigen Überkopfarbeiten 

 

 
 
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gilt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_167/2917, E. 5.2 und 6.3 f.; Urteil des 
Bundesgerichts vom 14. März 2019, 8C_855/2018, E. 6.2.2). Zu berücksichtigen ist ferner, dass 
in der medizinischen Literatur bezüglich der Ursache von SLAP (superior labrum anterior poste-
rior)-Läsionen weitgehend Einigkeit herrscht, wonach vornehmlich nur Traktionsverletzungen 
(z.B. beim Auffangen eines fallenden Gegenstands mit gebeugtem Ellbogen) oder Kompressi-
onsverletzungen (z.B. durch Sturz auf den gestreckten Arm) geeignete Mechanismen darstellen. 
Diskutiert werden zwar auch direkte Krafteinwirkungen (z.B. im Zuge eines Autounfalls, bei dem 
beispielsweise ein Sicherheitsgurt die Bewegung des Armes und der Schulter nach vorne ab-
bremst). Hier ist jedoch eine erhebliche Krafteinwirkung erforderlich; in aller Regel besteht dies-
falls vielmehr ein Luxations- bzw. Subluxationsmechanismus nach vorne. Bei den traumatischen 
Ursachen einer SLAP-Läsion müssen somit das Kompression- und (unter gewissen Vorausset-
zungen) das Traktionstrauma nachgewiesen werden können. Direkte Krafteinwirkungen (direktes 
Trauma) als Ursache einer SLAP-Läsion sind hingegen hypothetischer Natur (Urteil des Sozial-
versicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. März 2024, UV.2023.00134, E. 4.2, mit Ver-
weis auf HEMPFLING/KRENN, Schadenbeurteilung am Bewegungssystem, Band 2: Meniskus, Dis-
kus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen, Berlin/Boston 2017, S. 229; ferner Urteil des 
Bundesgerichts 8C_167/2018 vom 28. Februar 2019 E. 6.4). Im vorliegenden Fall fehlt es am 
Nachweis eines entsprechenden Unfallmechanismus. Aus der radiologischen Erstbefundung am 
Unfalltag geht im Gegenteil hervor, dass mit Ausnahme diskreter degenerativer Veränderungen 
an der HWS nur unauffällige Befunde erhoben werden konnten und namentlich weder Frakturen 
und noch allfällige Zeichen für eine schwere Verrenkung vorgelegen haben (Suva-Dok 27). All-
fällige Begleitverletzungen, wie sie bei traumatisch bedingten SLAP-Läsionen notorisch vorlie-
gen, wurden im vorliegenden Fall weder radiologisch noch arthroskopisch erhoben. Auch aus den 
Unterlagen des operierenden Chirurgen geht in dieser Hinsicht nichts hervor. Die isolierte SLAP-
Läsion, welche am 23. September 2023 operativ saniert worden ist, kann unter diesen Umstän-
den nicht als unfallkausale Folge des am 16. Februar 2023 erlittenen Sturzes betrachtet werden 
und die kreisärztliche Auffassung erweist bei dieser Ausgangslage als schlüssig. Daran vermag 
nichts zu ändern, dass der Versicherte durch den Kreisarzt nicht persönlich untersucht worden 
ist. Hintergrund bildet der Umstand, dass sich eine reine Aktenbeurteilung rechtsprechungsge-
mäss als zulässig erweist, sofern die vorhandenen medizinischen Unterlagen ein vollständiges 
Bild über Anamnese, Verlauf und den gegenwärtigen Status ergeben, so dass sich die oder der 
Sachverständige ein lückenloses Bild zu machen in der Lage ist (Kranken- und Unfallversiche-
rung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988, Nr. U 56 S. 370 E. 5b). Eine solche 
Konstellation liegt hier vor.  
 
6.3 Der Beschwerdeführer hält der kreisärztlichen Schlussfolgerung letztlich einzig entge-
gen, dass seine über den Februar 2024 hinaus bestehenden Schulterbeschwerden auf den erlit-
tenen Unfall zurückzuführen seien. Diese Behauptung aber findet in den medizinischen Unterla-
gen keine Bestätigung, sondern entspricht der unzulässigen Beweisregel «post ergo propter 
hoc». Demnach ist die blosse Annahme, die Beschwerden müssten alleine deshalb unfallbedingt 
sein, weil eine allenfalls vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, medizinisch 
nicht haltbar und beweisrechtlich unzulässig (Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2016, 
8C_359/2016, E. 5.2; BGE 119 V 335 E. 2b). Eine gesundheitliche Schädigung gilt mit anderen 
Worten nicht schon deshalb durch den Unfall verursacht, weil sie nach diesem aufgetreten ist 

 

 
 
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oder weiterhin andauert. Nicht anders verhält es sich im hier vorliegenden Fall. Dass der behan-
delnde Arzt, wie der Beschwerdeführer einwenden lässt, seit Beginn weg stets bestätigt habe, 
dass er seine Arbeit angesichts seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht wieder habe aufneh-
men können, bezieht sich einzig auf die Arbeitsfähigkeit, sagt jedoch nichts über den im Unfall-
versicherungsrecht erforderlichen Kausalitätsnachweis aus. Mit der Rüge alleine, wonach der 
Versicherte vor seinem Unfall keinerlei Schulterbeschwerden zu beklagen hatte, vermag er ent-
gegen der in seiner Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung den erforderlichen Kausali-
tätsnachweis mithin nicht zu erbringen. Dies gilt umso mehr, weil die Aktenlage auch seines ope-
rierenden Facharztes nur sehr dünn ausgefallen ist und letztlich keinerlei Aussagen zur strittigen 
Kausalitätsfrage beinhaltet. Besonders fällt in diesem Zusammenhang ins Gewicht, dass seit dem 
Operationsbericht vom 23. September 2023 mit Ausnahme diverser Arbeitsunfähigkeitsatteste 
des nachbetreuenden Hausarztes keine medizinischen Unterlagen mehr ergangen sind, welche 
sich mit der kreisärztlichen Analyse des Fehlens unfallbedingter und struktureller Schäden aus-
einandersetzen oder die strittige Kausalitätsfrage generell in Frage stellen würden. Ein abwei-
chende, fachärztliche Kausalitätsbeurteilung liegt jedenfalls nicht vor. Wenn der Beschwerdefüh-
rer in diesem Zusammenhang einwendet, dass er nicht akzeptieren könne, dass der Status quo 
sine bereits spätestens drei Monate nach dem erlittenen Unfallereignis wieder eingetreten sei, ist 
darauf hinzuweisen, dass die Leistungseinstellung ohnehin erst per Ende Februar 2024 und damit 
mehr als ein Jahr seit dem erlittenen Unfall verfügt worden ist.  
 

6.4 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, die SUVA habe die Kausali-
tätsfrage in medizinischer Hinsicht nur ungenügend abgeklärt und sei damit dem Untersuchungs-
grundsatz im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen, ist auf das bereits Dargelegte 
zu verweisen (oben, E. 4.2 hiervor). Sofern die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von 
Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei um-
fassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 
4.1 S. 400) zur Überzeugung führen, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich 
(BGE 126 V 353 E. 5b S. 360, 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen), und es könnten weitere 
Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht 
auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (anti-
zipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4 S. 28; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 
157 E. 1d, je mit Hinweisen). Vorliegend beruhen die kreisärztliche Einschätzung der medizini-
schen Situation und die Beurteilung der strittigen Kausalitätsfrage auf einer umfassenden Würdi-
gung aller relevanten Vorakten. Die entsprechenden Schlussfolgerungen führen insgesamt zu 
einem nachvollziehbaren Ergebnis. Dies gilt umso mehr, weil sich in den übrigen medizinischen 
Akten keine Anhaltspunkte befinden, welche die versicherungsinternen Schlussfolgerungen in 
Zweifel ziehen oder gar in überzeugender Art und Weise gegen den Wegfall der Kausalität nach 
Februar 2024 sprechen würden. Aufgrund dieser klaren Sachlage ist dem Untersuchungsgrund-
satz im hier vorliegenden Fall demnach Genüge getan. Zumal von zusätzlichen Untersuchungs-
massnahmen gemäss den Ausführungen des Kreisarztes keine neuen Kenntnisse zu erwarten 
sind und insbesondere auch eine ergänzende Bildgebung keine Aussage mehr zulassen würde, 
ob und in welcher Form eine SLAP-Läsion ursprünglich vorgelegen hat, kann in antizipierter Be-
weiswürdigung demnach von weiteren Abklärungen abgesehen werden (BGE 136 I 236 E. 5.3, 
122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 

 

 
 
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6.5 Zusammengefasst greifen die Argumente des Beschwerdeführers nicht. Es erweist sich 
im Gegenteil als schlüssig, dass in medizinischer Hinsicht vom Fehlen der für eine über Februar 
2024 hinaus fortdauernde Leistungsausrichtung erforderlichen Unfallkausalität ausgegangen 
werden muss. Auch wenn an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen sind, wenn 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, liegen 
hier keine Zweifel vor, aufgrund welcher die kreisärztlichen Beurteilungen in Frage zu stellen wä-
ren. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 

7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Laut Art. 61 lit. g ATSG hat nur die obsiegende Beschwerde führende 
Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem unterliegenden Beschwerdeführer kann da-
her keine Parteientschädigung zugesprochen werden.  
 

Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.