# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53588f52-a743-5be9-ba25-f75e362c9b48
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.06.2009 D-3745/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3745-2009_2009-06-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3745/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren..., Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3745/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – 
eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 1. Mai 2008 ohne Rei-
sepapiere verliess und auf dem Seeweg sowie mit einem Lastwagen in 
die Schweiz reiste, wo er am 20. Juli 2008 um Asyl nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati-
onsblatt zur Abgabe von Identitätsdokumenten innerhalb von 48 Stun-
den aufgefordert wurde,

dass er am 5. August 2008 summarisch befragt und am 19. Mai 2009 
zu  seinen  Fluchtgründen  angehört  wurde  (vgl.  Art.  26  Abs.  2  und 
Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei homosexuell, was er im Alter von 
14 beziehungsweise 15 Jahren entdeckt habe,

dass ein Lehrer von seiner sexuellen Neigung erfahren habe, weshalb 
er (der Beschwerdeführer) von der Schule gewiesen worden sei, 

dass er deshalb nach Lagos gegangen sei, wo er beim Freund eines 
älteren Studenten gewohnt habe,

dass er sich einem der anglikanischen Kirche nahestehenden Verein 
namens B._______, welcher sich für die Rechte Homosexueller einset-
ze, angeschlossen habe,

dass er zusammen mit anderen vier Personen am 20. März 2008 nach 
Port Harcourt  zur Beerdigung der Schwester des Präsidenten dieses 
Vereins  gegangen  sei,  wobei  es  zu  tätlichen  Auseinandersetzungen 
mit der Polizei gekommen sei,

dass er und eine zweite Person deshalb nach Lagos gegangen seien,

dass er in Lagos von der Polizei und in seinem Heimatdorf von den an-
sässigen Familien gesucht worden sei, weshalb er sich an einen An-
walt gewandt habe,

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dass aufgrund eines Fingerabdruckvergleichs die deutschen Behörden 
mit Schreiben vom 2. Dezember 2008 mitteilten, dass der Beschwer-
deführer  in  Deutschland unter  dem Namen C._______,  geboren am 
(...),  erfasst sei  und am 11. Februar 2004 nach Österreich rücküber-
führt worden sei,

dass dazu dem Beschwerdeführer an einer Kurzbefragung vom 21. Ja-
nuar 2009 und an der Anhörung vom 19. Mai 2009 das rechtliche Ge-
hör gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  erklärte,  er  habe  sich  weder  in 
Deutschland noch in Österreich aufgehalten,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. Juni 2009 – am 4. Juni 2009 eröff-
net –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juni 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, der Entscheid vom 3. Juni 2009 
sei aufzuheben und die vorinstanzliche Behörde sei anzuweisen, auf 
das Asylgesuch einzutreten,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  beziehungsweise um Verzicht  der  Erhebung eines Kos-
tenvorschusses ersuchte,

dass er  zur  Begründung im Wesentlichen ausführte,  er  habe grosse 
gesundheitliche Probleme an der Leber und sei deshalb in D._______ 
bei einem Arzt in Behandlung gewesen,

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dass er einen entsprechenden Arztbericht in den nächsten Tagen ein-
reichen werde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass es nämlich der Beschwerdeführer unterliess, im Moment der Ein-
reichung seines Asylgesuchs im Transitzentrum (...) beziehungsweise 
in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung mittels eines 
Informationsblattes  ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identi-
fizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass somit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  keine  entschuldbaren  Gründe 
(vgl. hierzu BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.) für die Nichtabgabe eines rechtsgenüglichen Identitätsdoku-
ments innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge-
suchs namhaft zu machen vermag,

dass er in seiner Beschwerde vom 9. Juni 2009 lediglich ohne weitere 
Erklärung  angibt,  er  sei  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der 
Lage, Identitätspapier abzugeben,

dass daher vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte-
nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei dem Be-
schwerdeführer nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinrei-
chung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf ent-
schuldbaren Gründen basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG),

dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom 
offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon 
ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

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dass bereits aufgrund der unrealistischen Angaben bezüglich des Rei-
seweges in die Schweiz an der Glaubwürdigkeit des Beschwerdefüh-
rers Zweifel anzubringen sind,

dass sodann die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe in 
ihrer Gesamtheit  von einem Mangel an Substanz und Realitätskenn-
zeichen geprägt sind sowie zahlreiche Ungereimtheiten enthalten,

dass der Beschwerdeführer an der summarischen Befragung wesentli-
che Vorbringen nicht erwähnte, wie beispielsweise, dass an der Beer-
digung jemand umgebracht worden sei, 

dass er im Weiteren auch widersprüchlich darlegte, wohin er sich un-
mittelbar nach der Beerdigung begeben habe, 

dass er diesbezüglich einmal zu Protokoll gab, er habe sich an seinen 
Geburtsort nach E._______, begeben (Akte A22 S. 6, A1 S. 1) bezie-
hungsweise  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  erklärte,  er  sei  zu  jenem 
Zeitpunkt nach F._______, gegangen (Akte A22 S. 11), 

dass im Weiteren auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzli-
chen Verfügung vom 3. Juni 2009 (Ziff. 2 S. 4 und 5) verwiesen werden 
kann,

dass demnach die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe 
in ihrer Gesamtheit offensichtlich unglaubhaft sind,

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift  vorwie-
gend darauf beschränkt, Absätze aus dem Asylgesetz und der ange-
fochtenen Verfügung wiederzugeben beziehungsweise auf seine Aus-
sagen in den Protokollen zu verweisen, was nicht geeignet ist, die Vor-
bringen in einem glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen,

dass vor diesem Hintergrund der festgestellten Haltlosigkeit der Asyl-
vorbringen  des  Beschwerdeführers  das  Bestehen  der  Flüchtlingsei-
genschaft  ohne weiteres  ausgeschlossen werden kann und sich  zu-
sätzliche Abklärungen, auch in Bezug auf allfällige Wegweisungsvoll-
zugshindernisse, erübrigen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht (Art. 83 Abs. 3 AsylG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung, ungebunden sowie gesund ist und in 
seinem  Heimatland  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  verfügt  (die 
Mutter,  ein  Bruder,  zwei  Schwestern  und  ein  Onkel  väterlicherseits 
[Akte A1 S. 3]),

dass er an der Anhörung vom 19. Mai 2009 hauptsächlich zu Protokoll 
gab, er leide an Halsschmerzen (Akte A22 S. 15),

dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen sind und der Beschwer-
deführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  auch  nicht  weiter  begründete, 
warum er ernsthaft an Leberproblemen leide,

dass er anlässlich der Anhörung zwar ebenfalls zu Protokoll gab, vor 
drei Monaten – also im Februar 2009 – habe ihm der Arzt gesagt, es 
sei  vielleicht  ("magari")  die  Leber,  welche  seine  gesundheitlichen 
Probleme verursache,

dass ihm der  Arzt  jedoch bei  der  letzten Visite  erklärte,  er  leide  an 
Halsschmerzen, und ihm ein diesbezügliches Medikament verschrieb 
(Akte A22 S. 15),

dass bei dieser Sachlage die Einreichung des vom Beschwerdeführer 
in  Aussicht  gestellten  Arztberichtes  nicht  abgewartet  zu  werden 
braucht,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  über  einen  Primarschulab-
schluss sowie vier Jahre Sekundarschule verfügt (Akte A1 S. 2) und 
während drei Jahren als Fussballspieler gearbeitet hat,

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren 
keine ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren,  weshalb  das 
gleichzeitig  eingereichte  Gesuch  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftig-
keit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand:

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