# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b412781f-57e7-5a39-9549-fa89c3e0fc90
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-28
**Language:** de
**Title:** Bidisziplinäres Gutachten überzeugend
**Docket/Reference:** IV.2013.00592
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00592.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00592
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiber Kreyenbühl
Urteil
vom
28. August 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
,
geboren 1962,
Mutter zweier Töchter, geboren 1987 und 1997,
reiste 1998
aus der
Y.___
in die Schweiz ein
(
Urk.
6/8/1-3).
Zuletzt war sie
vom
1
0.
Mai 2010 bis zum 3
1.
Juli
2011
in ei
nem 80%-Pensum
als Reinigungsangestellte bei
der
Z.___
angestellt
(
Urk.
6/15/1-2
). Am 3
0.
August 2011
(Eingangsdatum)
wurde die Versiche
rte von
der
Z.___
wegen eines Bandscheibenvorfalls
bei der
Sozialversi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung gemeldet (
Urk.
6/1)
.
Die IV-Stelle
liess
der Versicherten das Formular zum Bezug von IV-L
eistungen zu
kommen
, das diese
am 2
6.
September 2011
(Eingangsdatum) a
us
gefüllt retournierte (
Urk.
6/8
).
Weiter
holte
die IV-Stelle
einen Auszug aus d
em individuellen Konto
(IK-Auszug v
om 1
9.
Oktober 2011, Urk.
6/12),
den Bericht von
Dr.
med.
A.___
,
FMH Allgemeine Medizin, vom 3
0.
Oktober 2011 (
Urk.
6/14), den Arbeitgeber
bericht der
Z.___
vom
4.
November 2011 (
Urk.
6/15) und den Bericht von
Dr.
med.
B.___
,
FMH Orthopädische
Chirurgie, speziell Wirbelsäulenchirurgie, vom
5.
Dezember 2011
(
Urk.
6/16) ein.
Am
6.
März 2012
teilte
die IV-Stelle
der Versicherten mit, dass
von
L
etzte
rer
der
zeit
keine beruflichen
Einglieder
ungsmassnahmen
gewünscht
würden
(
Urk.
6/23)
.
In der Folge nahm die IV-Stelle
den Bericht von Dr.
A.___
vom
5.
Juli 2012 (
Urk.
6/34)
und den Berich
t von Dr.
B.___
vo
m 6.
August
2012 (
Urk.
6/36) zu
den Akten und gab bei Dr. med.
C.___
,
FMH Innere Medizin, spe
zi
ell
Rheumaerkrankungen, und PD Dr.
med.
D.___
,
FMH Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein
bidisziplinäres
Gutachten in Auftrag, das
am
6.
Dezember 2012 erstattet wurde (
Urk.
6/41 und
Urk.
6/47). Daraufhin holte
sie
den Bericht von Dr.
B.___
vom 2
7.
Dezember 2012
ein
(Urk.
6/48)
.
Nach entsprechendem Vorb
escheid vom 2
8.
März 2013 (Urk.
6/51) verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
4.
Mai 2013 einen Rentenanspruch der Versicherten
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0
%
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
4.
Juni 2013 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
August 2013 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5),
was der Beschwerdeführerin am 26
.
August 2013
angezeigt wurde (
Urk.
7).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nach
folgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali
denrente.
1.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zialversicherungsrechts
(ATSG) festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufga
benbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem
im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rück
sicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, so
zialen und
erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E.
3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes
bzw. ärztlichen Gutachtens
ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1
2.1.1
Dr.
C.___
stellte
in ihrem internistisch-rheumatologischen Teilgutachten vom 2
0.
November 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkei
t (
Urk.
6
/41/32):
ein intermittierendes
lumbovertebrales
bis
lum
b
ospondylogenes
Syndrom beidseits linksbetont bei
-
leichter Wirbelsäulenfehlform (s-förmige lumbal
e
linkskonvexe Skoliose) und
-
leichten degenerativen Veränderungen (Spondylose und
Spondylarthrose
)
sowie
-
Status nach zwei lumbalen Operationen
•
v
entrale
Spondylodese
L5/S1 am
1.
April 2009
u
nd
•
d
orsale
Spon
d
ylodese
L5/S1 am 1
8.
April 2011 mit
g
utem
Sitz
der Implantate
-
vermehrtem
Narbengewebe im Segment L5/S1 links mit leichter Irritation
d
er
Nervenwurzel L5
links ohne eindeutige
Nervenwurzelkompression
•
MRI 06/2012
-
ohne
radi
kuläre
Zeichen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie
(1)
a
us
ge
dehnte chronische Schmerzen, (2) eine
Hyper
cholesterinämie
(6.3
mnol
/l)
und
(3)
einen
Vitamin D-Mangel
(
Urk.
6
/41/32)
.
2.1
.2
Dr.
D.___
erwähnte
in seinem psychiatrischen Tei
lgutachten vom 24.
Novem
ber 2012
keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Di
agnosen ohne
Einfluss auf die Arbei
tsfähigkeit
nannte er
folgende (
Urk.
6
/47/17):
(1)
psychologische Faktoren und Verhaltenseinflüsse
bei anderen klassifizierten
Erkrankungen (Schmerzverarbeitungsstörung, ICD-10 F54
)
(2)
ein Verdacht au
f eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2); Differenzialdiagnose:
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung mit
psychos
ozialen und beruflichen Problemen
(ICD-10 Z56)
2.1
.3
Im Rahmen der
bidisziplinären
Beurteilung
vom
6.
Dezember 2012
gaben Dr.
C.___
und
Dr.
D.___
an, dass die Beschwerdeführerin aus rheumato
logischer Sicht in einer adaptierten rückenschonenden Tätigkeit mit Hantieren von Lasten bis 10 kg zu 100
%
bzw. ganztags arbeitsfähig sei. Auch aus
bidis
ziplinärer
Sicht könne sie gegenwärtig in einer adaptierten Tätigkeit
ganztags
bzw. zu 100
%
arbeiten
. Aus
bidiszip
linärer
Sicht sei sie
dabei
ab dem 8.
April 2011
im
beschriebenen Ausmass arbeits
un
fähig gewesen
(U
rk.
6
/47/1)
. Weiter
erklärte
Dr.
C.___
,
dass die Beschwerdeführerin
auch
Haushalt
s
arbeiten ohne
Gewichts
belastungen über 10 kg
ausführen könne, wobei zu berücksic
hti
gen sei,
dass sie die Arbeit
frei einteilen könne und die Hilfe ihrer beiden Töchter habe (
Urk.
6/41/36).
2.2
Dr.
B.___
diagnostizierte im Ber
icht vom 2
7.
Dezember 2012
Status nach dorsaler
Spon
d
ylodese
L5/S1 am 1
8.
April 2011 bei
Pseudarthrose
L5/S
1.
Er
er
klärte
, dass die Beschwerdeführerin jetzt für leichte körperliche Arbeiten in
Wechselbelastungen, Heben und Tragen bis maximal 10 kg zu 50
%
arbeitsfä
hig
sei. Eine weitere Arbeitssteigerung s
ei für ihn unrealistisch (Urk.
6
/48).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin wurde
im Rahmen des vorliegenden IV-Verfahrens
von
Dr.
C.___
am
7.
November 2012 in internistischer und rh
eumatologischer Hin
sicht (
Urk.
6
/41) und von
Dr.
D.___
am 2
4.
November 2012 (
Urk.
6
/47) in psychiatrischer Hinsicht
für die zu klärenden Fragen umfassend
untersucht.
3.2
Im
internistisch-rheumatologischen
Teilgutachten vom 2
0.
November 2012
legte
Dr.
C.___
– in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
-
dar,
dass sich bei der Beschwerdeführerin in der Kindheit eine leichte s-förmige lum
bale linkskonvexe Skoliose entwickelt habe. Im untersten Segment der
Len
den
wirbelsäule
sei sie inzwischen zwei Mal operiert worden. Dabei seien im April 2009 eine ventrale
Spondylodese
L5/S1 und im April 2011 eine dorsale
Spon
dy
lodese
L5/S1 implantiert worden. Die Implantate würden alle gut sitzen. Im Segment L5/S1 links sei etwas vermehrtes Narbengewebe vorhanden, das zur leichten Irritation der Nervenwurzel L5 links führe, jedoch nicht zu einer ein
deutigen Nervenwurzelkompression. Bei der vorliegenden
Untersuchung
habe die
Beschwerdeführerin
sehr diffuse und unpräzise Angaben zu ihren Be
schwer
den gemacht.
So habe sie
angegeben, dass sie ständi
g
e Schmerzen spüre, die immer
schlimmer würd
en vom Kopf bis zu den Füssen
vor allem
links. Als sie
dann aber
gebeten worden sei zu zeigen,
welche Körperstellen schmerzen wür
den, sei sie
plötzlich gänzlich schmerzf
r
ei gewesen. Sie habe dies auf die
Medi
kamente zurü
ck
geführt
, die sie am Morgen des Unte
rsuchungstages einge
nom
men
hätte
. Allerdings sei
nur
Irfen
ret
.
-
eines der fünf
von ihr
genannten
Medikamente
-
in ihrem Blut
tatsächlich
vorhanden
gewesen, und zwar
im
un
te
ren
thera
peu
t
ischen Bereich
.
Es könne daher nicht sein, dass sie
– wie
s
ie
er
klärt
habe
–
am Morgen
zwei zusätzliche maximal dosierte
Irfen
-Tabletten (800 mg) geschluckt
habe.
Bei der
dolorimetrischen
Untersuchung der 18 Tender
points
und acht Kon
trollpunkte seien ihre Angaben derart inkonsisten
t
gewe
sen
, dass sie nicht hätten
verwendet
werden können.
D
ie
Beweglichkeit
der Lendenwir
belsäule
sei in der klinischen Untersuchung
nicht prüfbar
gewesen
, weil die Beschwerdeführerin
diese Untersuchung nicht zugelassen habe.
Sodann habe
sich
in der
direkten Untersuchung eine deutlich eing
eschränkte Beweg
lichkeit
der Halswirbelsäule
ge
zeigt
. Unter Ablenkung sei die Beweglichkeit
aber
gänzlich normal
gewesen
. Weiter
habe
sie
mit
und ohne Stock
einen hin
kenden Gang
gezeigt
. Unter Ab
lenkung
habe sich
jedoch
auch
der Gang
voll
ständig
normalisiert
.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden
gewesen
.
In der
Bioimpedanz-Analyse
sei
eine
erfreulich grosse Muskelmasse von 45
%
, welche den Normwert von 40
%
sogar deutlich übertreffe
, festgestellt worden
.
Der
Slump
-T
est sei beidseits normal
ge
wesen
.
Bei der Pr
üfung des
Lasègue
-Manö
vers habe die Beschwerdeführerin
links
keine Hebung über 20° zu
gelassen
. Da kein reflektorischer
Bewegungswider
stand
feststellbar gewesen sei, handle es sich keinesfalls um einen patho
logi
schen
Lasègue
, sondern am ehesten um eine Verdeutlichungstendenz.
Der
Hand
einsatz
sei bei d
er Untersuchung gänzlich normal
gewesen
. Die Beschwerde
füh
rerin
habe angegeben, dass sie den Stock seit der zw
eiten Operation
vom 1
8.
April 2011 jeden Tag verwe
n
det habe, so
wohl draussen wie auch im Haus. Dennoch
seien
an beiden Händen keine
Ge
brauc
h
sspuren
festzustellen
gewesen
. Es könne deshalb
nicht sein, dass ihre Angaben zum
Stockeinsatz stimmen würden.
Schliesslich habe die Beschwer
deführerin b
ei der
Prüfung der maxi
malen Handkraft
rechts 67
%
und links 54
%
der Norm
gezeigt
. Aus rheu
ma
tologischer Sicht gebe es
indessen
keine Ursache für eine deutlich verminderte Handkraft beidseits. Hier habe bei der Messung wohl eine Selbstlimitierung be
standen.
Die vorhandenen Befunde würden das Ausmass ihrer Beschwer
den so
mit nicht erklären (
Urk.
6
/41/33-34).
Im Rahmen der
bidisziplinären
Beurtei
lung
vom
6.
Dezember 2012 kamen
Dr.
C.___
und Dr.
D.___
zum Schluss
, dass die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht in einer adaptierten rückenschonenden Tätigkeit mit Hantieren von Lasten bis 10 kg zu 100
%
bzw. ganztags
arbeitsfähig sei
.
Weiter gab
Dr.
C.___
an, dass die Beschwerde
füh
rerin
auch
Haushalt
s
arb
eiten ohne Gewichtsbelastungen
über 10 kg
ausführen könne, wobei zu berücksichtigen sei, dass sie
die Arbe
it frei einteilen könne und
die Hilfe i
hrer beiden Töchte
r habe (vgl. E. 2.1
.3
).
Diese Beurteilung
en
von
Dr.
C.___
und
Dr.
D.___
sind
angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu ohne Wei
teres nachvollziehbar
.
Zu präzisieren ist einzig, dass
in erster Linie die jüngere Tochter, die
noch bei
der Beschwerdeführerin lebt, bei Haushalt
s
arbeiten Un
terstützung leisten kann.
Anhaltspunkte dafür, dass im Zeitraum zw
ischen der Untersuchung bei Dr.
C.___
am
7.
November 2012 und dem Erlass der angefochtenen Verfü
gung am 2
4.
Mai 2013 eine erhebliche Verschlechterung des somatischen Ge
sund
heitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten wäre, sind nicht ersicht
lich und lassen sich insbesondere auch dem Bericht von
Dr.
B.___
vom 2
7.
Dezem
ber 2012 nicht entnehmen (
Urk.
6
/48). Im Übrigen hat
Dr.
B.___
in diesem Bericht auch nicht nachvollziehbar begründet, weshalb die Beschwer
deführerin selbst in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit Heben und Tragen bis zu 10 kg lediglich zu 50
%
arbeitsfähig sein soll.
3.3
Im psychiatrischen Teilgutachten vom 2
4.
November 2012 führte
Dr.
D.___
–
ebenfalls
in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
-
aus, dass
die
Untersuchung bezüglich einer Depression
völlig unauffällig gewesen sei
, wobei vor allem s
ämtliche
Kardinalsymptome einer Depression nicht nachweis
bar gewesen
seien
.
So habe k
e
ine
depressive Grundstimmung vorgelegen
, die
Beschwerdeführerin sei bei situationsadäquatem Affekt
vielmehr
gut
schwin
gungsfähig
gewesen.
Nur
beim Erzählen
ihrer
psychosoziale
n
Situation
(verbale Herabsetzungen durch ihren Ex-Ehemann, Scheidung, schwierige finanzielle Lage)
sei ihre Stimmung
gedrückt gewesen. Dabei sei
sie auch ins Weinen ge
raten.
Auch eine
Freudlosigkei
t oder Interessenverarmung sei
bei der Beschwer
de
führerin
aber nicht festzustellen
. Sie
habe
zwar darüber
geklagt
, dass sie
schmerzbedingt nicht mehr in der Lage sei, verschiedene soziale Aktivitäten wahr
zunehmen, die sie früher gerne gemacht habe. Ihr Interesse
an solchen
Ak
tivitäten bestehe
allerdings
nach wie vor
. So würde sie
gerne wieder Velo
tou
ren unternehmen, ins Kon
zert gehen etc.
Auch habe sie Freu
de an ihren Töchtern und ihrer Herkunftsfamilie. Ein verminderter Antrieb der Beschwer
deführerin sei nicht zu konstatieren,
der
Antrieb
wirke vielmehr
regelrecht, teilweise sogar
kämpferisch. Die beklagte Schlafstörung sei nicht einer
depres
siven Komponen
te
zuzurechnen, sondern entspringe dem Schmerzgeschehen, wie dies die Beschwer
de
führerin auch selbst berichte
t habe
. Eine Minderung des Selbstwertgefühls
liege nicht vor. Störungen der Konzentration und Aufmerk
samkeit seien wäh
rend
der psychiatrischen Untersuchung nicht aufgefallen, so dass bei der Beschwer
de
führerin auch keine Zusatzsymptome zu erheben seien.
Die Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45)
würde
sodann
unter anderem voraussetzen, dass das Schmerzgeschehen permanent bes
tehe und von emo
tionalen/psycho
sozialen Stressoren in seiner Intensität beeinfluss
bar sei. Der Be
schwerdeführerin gebe aber an, dass das Schmerzgeschehen vor allem von ihrer Körperhaltung abhängig sei, nicht jedoch von psychischen Faktoren. Emotionaler Stress oder psychosoziale Faktoren würden den Schmerz nach den Angaben der Beschwerdeführerin in seiner Intensität nicht beeinflus
sen. Daher könne auch die Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung nicht ge
stellt werden.
Dr.
D.___
war daher der Auffassung
, dass aus psychiatri
scher Sicht keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
6
/47/
7 und
Urk.
6/47/15-
18)
.
Dr.
C.___
und
Dr.
D.___
kamen zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin aus
bidisziplinärer
Sicht in einer körperlich adaptierten Tä
tigkeit
seit dem
8.
April 2011
zu 100
%
bzw. g
anztags arbeiten könne (vgl. E.
2.1
.3).
Auch diese
Einschätzungen erscheinen
angesichts der unauffälligen Befunde einleuchtend und nachvollziehbar.
3.4
Zusammenfassend ist somit
festzuhalt
en, dass die
Beschwerdeführerin in einer
adaptierten rückenschonenden Tätigkeit mit Hantieren von Lasten bis 10 kg zu 100
%
bzw. ganztags arbeitsfähig
ist. Des Weiteren kann sie auch
die
anfallen
den Haushalt
s
arbeiten bewältigen, nötigenfalls
mit Unterstützung ihrer jünge
ren To
chter.
4.
Die
von der Beschwerdegegnerin
im Rahmen der Invaliditätsbemessung
er
mittelten
Grundlagen für die Bestimmung des Validen- und
Invali
deneinkom
mens
(vgl.
Urk.
2 S. 2
) wurden von der Beschwerdeführerin nicht
in Zweifel ge
zogen
.
Es besteht kein
Anlass für eine nähere Prüfung
von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c).
Da die Beschwerdeführerin – wie dargelegt – auch im Haushaltbereich nicht eingeschränkt ist, hat die
Beschwer
degegnerin
einen Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf
einen
Invalidi
tätsgrad
von 0
%
zu Recht verneint.
Die angefochtene Verfügung
ist damit
rechtens, weshalb die Beschwerde abzu
weisen ist.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt. Rech
nung
und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstKreyenbühl