# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4961358-3c5a-5864-a96b-0f15870e3b7d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-30
**Language:** de
**Title:** Statusfrage; gemischte Methode; Haushaltsbericht. (BGE 9C_88/2015)
**Docket/Reference:** IV.2013.00947
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00947.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00947
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiber Stocker
Urteil
vom
30. Oktober 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
Y.___
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
,
geboren 1965, arbeitete zuletzt
ab
1. März 2007 als Raumpfle
gerin bei der
Z.___
mit einem Wochenpensum von etwa 10 Stunden (Urk. 7/8).
Nach dem Verlust der Arbeitsstelle aus wirt
schaftlichen Gründen per 30. September 2010
bezog sie während eines Monats Taggelder der Arbeitslosenversicherung (vgl. Urk. 7/19/3 und Urk. 7/35). Auch in der Folge ging sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Am 27. April 2012 meldete sie unter Hinweis auf eine chronische Lumbago (vgl. auch Urk. 7/7) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/1).
Nach Abklärung der beruflich-erwerblichen und medizinischen Verhältnisse (unter anderem Einholung des Berichts der Rheumaklinik des
A.___
vom
9
. August 2013 [Urk. 7/32]), Erstellung ein
e
s Abklärungsberichts Beruf und Haushalt (Urk. 7/19) und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl. Urk.
7
/21-26 und Urk. 7/33) verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versi
cherten auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 14. Oktober 2013 (Urk. 2 = Urk. 7/37). Dabei qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte als zu 20 % Er
werbstätige und zu 80 % als im Haushalt Tätige (vgl. Urk. 2).
2.
Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 19. Oktober 2013 (Urk. 1) Be
schwerde erheben mit dem sinngemässen Antrag, es sei ihr eine Rente der
Eid
genössischen
Invalidenversicherung zuzusprechen. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 18. November 2013 (Urk. 6) auf Abweisung der Be
schwerde, wovon der Versicherten am 21. November 2013 Kenntnis gegeben wurde (vgl. Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbemessungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensentschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsa
chen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Ur
teil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom
8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
1.4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben
stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
1.5
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
1.6
1.6.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6.2
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Ge
richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdeführerin
ohne
Gesundheits
schaden
weiterhin als Raumpflegerin mit einem Pensum von 20 % arbeiten würde. Die restlichen 80 % entfielen auf den Haushalt. Im Haushaltsbereich be
stehe gemäss Abklärung eine Einschränkung von 18 %, was einen
Teilinvalidi
tätsgrad
von 14,4 % ergebe. In der zuletzt ausgeübten Arbeitstätigkeit als Raumpflegerin sei die Beschwerdeführerin gemäss dem Bericht des
A.___
vom 9. August 2013 zu 75 % arbeitsfähig; mithin wäre sie nach wie vor in der Lage, ihrer angestammten Erwerbstätigkeit im
Umfang
ihres früheren Pensums von 20 % nachzugehen. Im Erwerbsbereich sei somit keine Einschrän
kung gegeben. Angesichts eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades von 14,4 % habe die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
Im vorliegenden Prozess hielt die Beschwerdegegnerin an der Qualifikation der Beschwerdeführerin als Teilzeiterwerbstätige fest. Soweit die Beschwerdeführe
rin nunmehr geltend machen lasse, sie würde bei guter Gesundheit zu 100 % arbeiten, könne ihr nicht gefolgt werden. Man habe diesbezüglich auf die an
lässlich der Haushaltsabklärung gemachten Aussagen der Beschwerdeführerin abgestellt. Dabei handle es sich um sogenannte Aussagen der ersten Stunde (Urk. 6).
2.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend machen, dass sie ihre Erwerbstätigkeit bereits früher aus gesundheitlichen Gründen auf 20 % reduziert habe. Ansonsten hätte sie stets zu 100 % gearbeitet. Nach der
Entlassung habe sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Die
Aussagen be
treffend die Qualifi
k
a
tion als Teilzeiterwerbstätige beziehungsweise die Angaben im Abklärungsbericht entsprächen nicht der Wahrheit. Sie sei Analphabetin und verstehe kein Deutsch. Es gehe auch nicht an, dass die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht einzig auf den Bericht des
A.___
ab
gestellt habe (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat. Dabei ist vor allem umstritten, ob sie von der Beschwerdegegnerin zu Recht als Teilzeiterwerbstätige qualifiziert wurde.
3.
3.1
3.1.1
Assistenzarzt
B.___
und der Leitende Oberarzt
Dr.
med.
C.___
von der
D.___
diagnostizierten in ihrem Bericht vom 3. Mai 2012 (Urk. 7//7/6-7) ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
-
High
intensity
zone
im Sinne eines
Annular
tear
des Segmentes L4/5
-
Modic
II-Veränderungen Deckplatte LWK5
-
geringgradiger
Osteochondrose
des Segmentes L5/S1
-
St.n
. 2x CT-gesteuerter Facettengelenksinfiltration L4/5, ohne Besse
rung.
Die Ärzte führten aus, b
ei der Beschwerdefü
h
r
erin liege seit 2002 ein an Intensi
tät
zunehmendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom vor, das gelegentlich in beide Beine (entlang der
dorsolateralen
Oberschenkel- und Unterschenkelseite bis zum oberen Sprunggelenk) ausstrahle. Anhand der konventionellen Rönt
genuntersuchung sowie der MRI-Untersuchung könne die
Beschwerdesympto
matik
am ehesten auf die degenerativen Veränderungen zurückgeführt werden, speziell den
Annular
tear
des Segmentes L4/5 sowie die
Modic
II-Veränderun
gen des
5.
Lendenwirbelkörpers.
3.1.2
Dr.
med.
E.___
,
Spezialarzt FMH für Allgemeine Medizin, führte in seinem Bericht vom 25. Mai 2012 (Urk. 7/7/1-4) aus, dass die Beschwerdeführerin seit 2002 unter einer chronischen Lumbago leide. Die bisherige Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar.
3.1.3
Der
Chiropraktor
Dr.
F.___
erklärte am 11. Juli 2012, dass die Beschwerde
führerin wegen tief lumbaler Beschwerden von August bis Novem
ber 2011 sowie seit dem 29. Mai 2012 bei ihm in Behandlung stehe. Die Be
schwerden seien mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine
Facettengelenksüber
lastung
bei statischer Insuffizienz zurückzuführen (Urk. 3/1).
3.1.4
Am 31. Januar 2013
(
Urk.
7/17)
sahen sich Assistenzarzt
B.___
und
Dr.
C.___
nicht imstande
,
die ihnen von der Beschwerdegegnerin gestellte Frage, welche Arbeiten der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen in einer behinderungsangepassten Tätigkeit noch zumutbar seien, zu beantworten. Dafür wäre die Durchführung einer Evaluation der funk
tionellen Le
istungsfähigkeit angebracht; sie
würde weiteren Aufschluss liefern. Die bildgebende Untersuchung zeige degenerative Veränderungen, welche die Schmerzangabe der Beschwerdeführerin durchaus glaubhaft erscheinen lasse.
3.1.5
Oberarzt
Dr.
med.
G.___
und die Ergo- und Physiotherapeutin
H.___
von der Rheumaklinik des
A.___
stellten in ihrem Bericht vom 9. August 2013 (Urk. 7/32)
über ein
Arbeitsassessment
, einen Basistest, eine
psychologische Abklärung sowie eine Nachbesprechung
folgende
arbeits
relevante
Diagnosen nach ICD-10 (S. 2):
1.
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont (M54.4)
-
thorakaler und lumbaler Flachrücken, Haltungsinsuffizienz,
my
ofasziale
Befunde
-
MRI LWS 11/2010: high
intensity
zone
im Sinne eines
annular
tear
des Segmentes L4/5,
Modic
II-Veränderungen Deckplatte LWK5,
geringgradige
Osteochondrose
Segment L5/S1
-
St.n
. 2x CT-gesteuerter Facettengelenksinfiltration L4/5 ohne Therapieansprechen
2.
Chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom (M53.0)
-
Haltungsinsuffizienz,
myofasziale
Befunde
3.
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (M79)
-
DD
Fibromyalgie
-
keine Hinweise auf entzündliche Genese, BSR 11 mm/h, CRP 1,6 mg/l (04/2013)
Die ergänzende psychologisch-psychiatrische Beurteilung durch
lic
. phil
.
I.___
und
Dr.
med.
J.___
habe - so die beiden Berichterstatter weiter - erge
ben, dass die Beschwerdeführerin seit etwa zehn Jahren unter chronischen Rü
ckenschmerzen leide. Im Laufe der Zeit habe sich die Schmerzproblematik aus
geweitet, so dass sie nunmehr auch über Nacken- und Armschmerzen klage. Die gemäss ICD-10 erforderliche
n Kriterien für eine depressive
Episode seien nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin habe bisher keinen Zugang zu einem psychiat
rischen oder psych
osomatischen Behandlungskonzept
gefunden; sie stehe einem solchen skeptisch gegenüber. Das Ausmass der demonstrierten physischen Ein
schränkungen lasse sich mit den geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nicht erklären. Die nachfolgende Beurtei
lung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb primär auf mediz
i
nisch-theoretische Überlegungen, ergänzt durch die Beobachtungen bei den Leistungstests (S. 3).
Aufgrund der ausgeprägten Selbstlimitierung sei gestützt auf die Test
s
kein
ar
beitsrelevantes
Problem feststellbar gewesen. Es sei davo
n auszugehen, dass bei gutem
Eff
ort
in den ergonomischen Tests eine bessere Leistung hätte erbracht werden können. Die demonstrierte Leistu
ngsfähigkeit entspreche aber jedenfalls der
Belastungsanforderung der bisherigen Arbeit. Bezogen auf ein 100%-Pen
sum könne nicht ausgeschlossen werden, dass aufgrund eines somatischen
Be
schwerdekerns
derzeit eine Leistungsminderung von bis zu 25 % bestehe, und zwar infolge der sich im Tagesverlauf verstärkenden Beschwerden. Die Arbeits
fähigkeit in einem Vollzeitpensum betrage somit aktuell mindestens 75 % und könnte bei optimaler Kooperations- und Leistungsbereitschaft durch medizini
sche Trainingsmassnahmen auf eine volle Leistungsfähigkeit gesteigert werden. In einer angepassten Tätigkeit bestehe aus somatischer Sicht eine Arbeitsfähig
keit von 100 % (S. 3; vgl. auch S. 5).
3.2
3.2.1
Im Haushaltsbericht vom 22. November 2012 (Urk. 7/19) hielt die
Abklärungsper
son
fest, die Beschwerdeführerin habe in Anwesenheit ihres Ehe
mannes erklärt, dass sie an ihrer letzten Arbeitsstelle für die Reinigung von zwei kleinen Bür
os und der Toiletten in der Werkstatt verantwortlich ge
wesen sei. Sie habe vorwiegend am Freitagabend oder am Samstag geputzt. Sie habe pauschal Fr. 600.-- pro Monat bekommen, obwohl sie nicht immer zehn Wo
chenstunden gearbeitet habe (S. 2). Wenn ihr nicht gekündigt worden und sie nicht krank geworden
wäre
, würde sie heute weiterhin noch bei dieser Firma putzen, wie sie es vorher gemacht habe. Sie würde nicht mehr Stunden arbeiten, da diese paar Stunden für sie so stimmig gewesen seien. Dies sei vor Ort mit der Beschwerdeführerin u
nd ihrem Ehemann geklärt
und nochmals zwecks korrek
ter Wiedergabe im Bericht mündlich wiederholt worden. Die Beschwerdeführe
rin habe sich mit dieser Formulierung einverstanden erklärt (S. 3).
Im Einzelnen wurden im Rahmen de
r Haushaltsabklärung folgende
Einschränkun
gen/Behinderungen festgestellt (S. 5-7):
-
Haushaltführung (Planung, Organisation, Arbeitseinteilung, Kontrolle): Ein
schränkung von 30 % bei einer Gewichtung von 20 %, mithin eine Behinderung von 6 %.
-
Ernährung (Rüsten Kochen, Anrichten, Reinigungsarbeiten, Küche, Vorrat Kontrolle): Einschränkung von 20 % bei einer Gewichtung von 40 %, mithin eine Behinderung von 8 %. Es sei dem Ehemann der Beschwerde
führerin zumutba
r, sie diesbezüglich bei einzel
nen Arbeiten zu unterstüt
zen.
-
Wohnungspflege (Abstauben, Staubsaugen, Bodenpflege, Fenster putzen, Betten)
: Einschränkung von 30 % bei ei
n
e
r Gewichtung von 20 %, mithin eine Behinderung von 6 %. Auch insoweit finde die zumutbare Mithilfe des Ehemannes eine Berücksichtigung.
-
Einkauf und weitere Besorgungen (gewöhnlicher Einkauf, Post, Bank, Versi
cherungen, Amtsstellen): keine Einschränkungen. Die Einkäufe erle
dige der Ehemann ebenso wie die Post- und Bankgeschäfte (seit jeher).
-
Wäsche und Kleiderpflege (Waschen, Aufhängen, Bügeln, Flicken). Ein
schränkung von 20 % bei einer Gewichtung von 20 %, mithin eine Be
hinderung von 4 %. Mithilfe des Ehemannes.
-
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen: entfällt.
-
V
erschiedenes (etwa Pflanzenpflege): keine Einschränkung.
Total ergebe sich daraus eine Einschränkung im Haushaltsbereich von 18 % und angesichts einer 80%igen Haushaltstätigkeit ein entsprechender
Teilinvaliditäts
grad
von 14,4 % (S. 7).
3.2.2
In
masslicher
Hinsicht ist diesbezüglich vorweg ein offensichtlicher
Additionsfeh
ler
der Beschwerdegegnerin zu korrigieren:
Die Summe der festgestellten Behinderungen beträgt nämlich nicht 18 %, son
dern 24 % (6% bei der Haushaltsführung, 8 % bei der Ernährung, 6 % bei der Wohnungspflege und 4 % bei der Wäsche und Kleiderpflege). Daraus resultiert (bei Übernahme der übrigen Annahmen der Beschwerdegegnerin) ein
Teilinvali
ditätsgrad
im Haushaltsbereich von 19,2 % (= 80 % von 24 %).
4.
4.1
4.1.1
Hinsichtlich der Statusfrage liess die Beschwerdeführerin im vorliegenden Pro
zess ausführen, dass sie ihre Erwerbstätigkeit bereits früher aus gesundheitli
chen Gründen auf 20 % reduziert habe. Ansonsten hätte sie stets zu 100 % ge
arbeitet. Nach der Entlassung habe sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Die A
ussagen betreffend die Qualifika
tion als Teilzeiterwerbstätige beziehungs
weise die Angaben im Abklärungsbericht entsprächen nicht der Wahrheit. Sie sei Analphabetin und verstehe kein Deutsch (vgl. Urk. 1). Wie sich aus de
m oben in E. 3.2.1 wiedergegebenen
Abklärungsbericht vom 22. November 2012
(Urk. 7/19) ergibt, entspricht diese neue Darstellung nicht den Aussagen, welche die Beschwerdeführerin in Anwesenheit ihres Ehemannes gegenüber der
Ab
klärungsperson
gemacht hatte. Ihr gegenüber hatte sie nämlich erklärt, dass sie auch bei guter Gesundheit nicht mehr arbeiten würde. Diese „paar Stunden“ seien für sie „stimmig“ gewesen. Diese Aussage sei -
gemäss Angaben im
Ab
klärungsber
icht
- mit der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann klar bespro
chen worden; es sei mündlich wiederholt worden. Die Beschwerdeführerin habe sich mit dieser Feststellung einverst
a
nden erklärt (vgl. Urk. 7/19/3).
Mit anderen Worten stellte die Beschwerdegegnerin bei der Beantwortung der Statusfrage auf die eigenen Aussagen der Beschwerdeführerin ab, welche diese in Anwesenheit ihres Ehemannes gemacht hatte. Der Einwand der Beschwerde
führerin, dass sie Analphabetin und der deutschen Sprache nicht mächtig sei, verfängt nicht. Anlässlich der Haushaltsabklärung war ihr Ehegatte anwesend, welcher - was aus den Akten ersichtlich ist - mit den hiesigen Verhältnissen (insbesondere auch was den Verkehr mit Amt
s
stellen angeht) vertraut ist (vgl. etwa
Urk.
7/24 und 7/29). Der von der Beschwerdeführerin beziehungsweise ihrem Ehemann (
unsubstantiiert
) erhobene Vorwurf, dass die A
ussagen betref
fend die Qualifika
tion als Teilzeiterwerbstätige beziehungsweise die Angaben im Abklärungsbericht nicht der Wahrheit entsprächen, wird durch nichts gestützt. Vielmehr sind keine Hinweise dafür ersichtlich, dass die Abklärungsperson die Aussagen der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes unzutreffend protokol
liert hätte.
4.1.2
Angesichts des oben in E. 1.5 wiedergegebenen Beweisgrundsatzes de
r
„Aussa
gen der ersten Stunde“
, welcher auch in Bezug auf Angaben gegenüber der
Ab
klärungsperson
zur Anwendung kommt (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2011 vom 1
5.
Mai 2012 E. 4.2),
erweist sich das Abstellen der Beschwerdegegnerin auf die von der Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärung ge
machten Aussagen als gerechtfertigt. Da die oben genannten
Beweiswürdi
gungskriterien
(Siehe E. 1.4) auch für jenen Teil des Abklärungsberichts gelten, die den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von
teilerwerbstäti
gen
Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betreffen, kommt dem Abklärungsbericht volle Beweiskraft zu. Die Beschwerdeführerin ist mithin zu Recht als zu 20 % Erwerbstätige und zu 80 % im Haushalt Tätige qualifiziert worden.
4.1.3
Anzufügen bleibt, dass sich für die neu vorgebrachte Behauptung der Beschwer
deführerin, sie habe bereits früher ihr Pensum aus gesundheitlichen Gründen reduziert, keinerlei Anhaltpunkte in den Akten ergeben. Gestützt auf die Beur
teilung von
Dr.
G.___
und der Therapeutin
H.___
kann auch festge
halten
werden, dass für eine derartige Reduktion (sollte sie denn tatsächlich stattgefunden haben) offenbar keine medizinische Notwendigkeit bestand.
4.2
Die von der Abklärungsperson durchgeführte Haushaltsabklärung ergab einen Teilinvaliditätsgrad im Haushaltsbereich von (korrigiert [vgl. oben E. 3.2.2]) 19,2 %. Dabei wurden die von der Beschwerdeführerin geklagten
Gesundheits
beeinträchtigungen
, die Familien- und Wohnve
rhältnisse, die technischen Ein
richtungen und die örtliche Lage sowie der Umstand, dass es ihrem Ehemann in gewissem Umfang zumutbar ist, bei der Hausarb
eit mitzuhelfen, berücksichtigt.
Der Bericht befasst sich einlässlich mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentuale
r
Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkei
ten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Berei
chen, so dass er den erwähnten, von der Rechtsprechung geforderten Kriterien entspricht (vgl. E. 1.4).
Aus dem Gesag
ten folgt, dass dem Haushaltsbericht auch insoweit volle Beweis
kraft zukommt, weshalb von einem Teilinvaliditätsgrad von (korrigiert) 19,2 % auszugehen ist.
5.
5.1
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Bericht von
Dr.
G.___
und der Ergo- und Physiotherapeutin
H.___
vom 9. August 2013 (Urk. 7/32; vgl. E. 3.1.5) davon aus, dass in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin bezogen auf ein Vollzeitpensum eine Arbeitsfähigkeit von 75 % bestehe. Da ihr angestammtes Pensum rund 20 % betragen habe, ergebe sich im Erwerbsbereich keine Einschränkung. Die Beschwerdeführerin liess
hiegegen
einwenden, dass die Berichte von
Dr.
E.___
und
Dr.
F.___
zu Unrecht nicht berücksichtigt worden seien.
5.2
Vorweg ist festzuhalten, dass der Bericht von
Dr.
G.___
und der Therapeutin
H.___
vom 9. Au
gust 2013 (Urk. 7/32) sämtliche
praxisgemässen Anfor
derungen an einen Arztbericht erfüllt (vgl. dazu oben E. 1.6.1). Er ist umfas
send, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Be
schwerden und ist in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben worden. Die darin gezo
genen Schlüsse und Beurteilungen sind einleuchtend und nachvollziehbar. Ins
besondere erklärten
Dr.
G.___
und die Therapeutin
H.___
,
dass das Ausmass der von der Beschwerdeführerin demonstrierten physischen Ein
schränkungen nicht mit den geringfügigen pathologischen Befunden der klini
schen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung vereinbar sei. Es sei eine erhebliche Selbstlimitierung vor
handen; die Resultate der ergon
omischen Tests seien
inkonsistent. Schliesslich kommen sie zum Schluss, dass der Beschwerde
führerin nicht nur weiterhin das frühere Arbeitspensum zumutbar wäre, sondern sogar ein solches von 75 % (als Raumpflegerin) beziehungsweise ein
Vollzeit
pensum
in einer leidensangepassten Tätigkeit.
5.3
Was den Einwand der Beschwerdeführerin betrifft, ist zunächst festzuhalten, dass
Dr.
F.___
keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vornahm (vgl. Urk. 3/1 und E. 3.1.3). Er erklärte lediglich, dass die Beschwerdeführerin unter lumbalen Beschwerden leide, die wahrscheinlich von einer
Facettengelenks
überlastung
herrührten. Dies wurde aber - neben weiteren Aspekten - auch im Bericht von
Dr.
G.___
und der Therapeutin
H.___
berücksichtigt. In Be
zug auf den Bericht von
Dr.
E.___
vom 25. Mai 2012 (Urk. 7/7/1-4)
fällt auf
, dass der Beschwerdeführerin seines Erachtens nicht nur die angestammte Tätig
keit überhaupt nicht mehr zumutbar, sondern offenbar auch bereits seit 2002 keine irgendwie geartete andere Tätigkeit mehr möglich sein soll (vgl. dazu ins
besondere die tabellarische Übersicht auf S. 4 seines Berichts). Eine (eingehende) Begründung für eine solche weitgehende und angeblich seit einem Jahrzehnt bestehende Einschränkung
trotz effektiver Ausübung einer Arbeitstätigkeit
gibt
Dr.
E.___
nicht. Das kann den Beweisanforderungen nicht genügen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass den Berichten von behandelnden Ärzten und Ärz
tinnen in beweisrechtlicher Hinsicht ohnehin mit einer gewissen Zurückhaltung zu begegnen ist (vgl. E. 1.6.2).
5.4
Aus dem Gesagten folgt, dass kein Grund ersichtlich ist, weshalb vorliegend nicht auf die einleuchtende und nachvollziehbare Beurteilung von
Dr.
G.___
und der Therapeutin
H.___
abzustellen sein sollte. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist somit erstellt, dass die Beschwerdeführerin ihrer ange
stammte
n
Tätigkeit
nicht nur weiterhin im früher a
u
s
geübten Pensum von rund 20 % nachgehen, sondern aus medizinischer Sicht dieses Pensum
zumutbarer
weise
auch auf mindestens 75 % erhöhen könnte. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestünde gar keine Einschränkung. Im Erwerbsbereich liegt demzu
folge keine Einschränkung vor; der entsprechende Teilinvaliditätsgrad beträgt 0 %.
6.
Angesichts eines Invaliditätsgrades von 0 % im Erwerbs
-
und eines
Invaliditäts
grades
von 19,2 %
im Haushaltsbereich
ergibt sich ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von 19,2 %, weshalb sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als korrekt erweist und die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Y.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubStocker