# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fd40a35-0982-54de-9893-3853e4099e10
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.02.2022 III 2021 220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-220_2022-02-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 220

Entscheid vom 18. Februar 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2021 hat das kantonale Strassenver-
kehrsamt gegenüber A.________ (geb. ______) einen Sicherungsentzug (des 
Führerausweises) auf unbestimmte Zeit angeordnet (Vi-act. 7; Dispositiv-Ziffer 1 
und 2). Die Voraussetzungen für die Aufhebung des Sicherungsentzugs wurden 
von der Erfüllung folgender Auflagen abhängig gemacht (Dispositiv-Ziffer 5): 

- Einhaltung einer mindestens 6-monatigen Alkoholabstinenz gemäss der im 
Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

- Regelmässige Besprechungen bei einer Fachperson für Suchtprobleme 
(Fachstelle für Suchtprobleme, Psychiater oder Psychologe);

- Neubegutachtung (inkl. Haaranalyse) bei einem Arzt/einer Ärztin mit der Aner-
kennungsstufe 4 frühestens im März 2022;

- Die Abstinenz sowie die Begleitgespräche ist/sind über den Mindestzeitraum 
bis zur Neubegutachtung fortzusetzen; 

- Die Überprüfung der Abstinenz erfolgt mittels Haaranalyse. Für die Haaranaly-
se werden mindestens 5 cm lange, kosmetisch unbehandelte, d.h. nicht ge-
färbte, nicht getönte und nicht gebleichte Kopfhaare benötigt. Bei fehlender 
oder zu kurzer Kopfhaare (weniger als 5 cm) dürfen die Körperhaare (Arm-, 
Bein- oder Brusthaare) bis zur Neubegutachtung nicht rasiert werden. 

- Bei einer Neubegutachtung ist ein entsprechender Bericht über die Begleitge-
spräche (Zeugnis: Fahreignung und Suchtmittel oder Bericht Therapiestelle) 
vorzulegen; 

- Evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung. 

Diese Sicherungsentzugsverfügung wurde folgendermassen begründet:

Am 23.06.2021 lenkten Sie auf der B.________-strasse in C.________ einen Per-
sonenwagen in stark angetrunkenem Zustand (0.91 mg/l).

Vorliegend handelt es sich um eine schwere Verkehrsregelverletzung. 

Gestützt auf den Bericht vom 29.10.2021 von der Universität Zürich, Institut für 
Rechtsmedizin, Verkehrsmedizin (…) muss Ihre Fahreignung zum aktuellen Zeit-
punkt aufgrund eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs bei noch nicht nach-
gewiesener Alkoholkonsumverhaltensänderung als negativ beurteilt werden. Sie 
haben die unter Punkt fünf aufgeführten Auflagen einzuhalten. 

B. Gegen die Sicherungsentzugsverfügung reicht A.________ mit der Einga-
be "Einsprache der Verfügung betr. Sicherungsentzug des Führerausweises" am 
22. Dezember 2021 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein mit 
folgendem Rechtsbegehren:   

Der Beschwerdeführer sei mit Ausnahme der 6-monatigen Alkoholabstinenz, und 
diese unter Anpassung des Startdatums der Frist, vollumfänglich frei zu sprechen. 
Der Führerausweis wird dem Beschwerdeführer nach Ablauf der 6-monatigen Frist 
mit Beginn der neu zu berechnenden Frist ab 23. Juli 2021 ohne weitere Mass-
nahmen ausgehändigt. Einem Schnellverfahren von Seiten des Verwaltungsge-
richts des Kantons Schwyz wird zugestimmt. 

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C. Mit ergänzender Eingabe vom 5. Januar 2022 hält der Beschwerdeführer 
die Einzahlung des Kostenvorschusses von Fr. 900.-- fest und legt als Beweis-
mittel einen Auszug der angefochtenen Verfügung ins Recht. 

D. Vernehmlassend beantragt die Vorinstanz am 18. Januar 2022, die Be-
schwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, unter 
Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Dazu äusserte sich der Be-
schwerdeführer in einem per 28. Januar 2022 datierten Schreiben, welches am 
3. Februar 2022 beim Gericht einging.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheids prüft das Gericht nach § 27 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 von Amtes wegen, 
ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. insbe-
sondere die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches 
(§ 27 Abs. 1 lit. f VRP). Nach § 38 Abs. 2 VRP muss die Eingabe einen Antrag, 
eine Begründung, die Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der Partei 
oder ihres Vertreters enthalten. Genügt eine Beschwerdeeingabe den Anforde-
rungen des § 38 VRP nicht und erweist sich das Rechtsmittel nicht als offensicht-
lich unzulässig, so wird nach § 39 Abs. 1 VRP der Partei eine Frist unter Andro-
hung der Rechtsfolgen zur Verbesserung oder Ergänzung angesetzt.

1.2 Aus dem Rechtsbegehren der Vorinstanz geht hervor, dass sie Zweifel 
daran hegt, ob alle Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt seien, indes hat sie diese 
Zweifel nicht näher begründet (vgl. Ziff. 3 der Vernehmlassung). 

Die Beschwerdeschrift enthält einen ausdrücklichen Antrag, wonach der Führer-
ausweis sechs Monate nach dem 23. Juli 2021, mithin konkludent dem Be-
schwerdeführer per 23. Januar 2022 auszuhändigen sei. Soweit die Vorinstanz 
hinsichtlich der erwähnten Zweifel eine unzureichende Begründung im Auge hat, 
verhält es sich so, dass praxisgemäss bei Laienbeschwerden keine hohen An-
forderungen gestellt werden (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2C_1053/2020 
vom 22.12.2020 Erw. 2.3.2; VGE III 2021 11 vom 5.3.2021 Erw. 1.5). Es genügt, 
wenn aus dem Zusammenhang heraus und unter Zuhilfenahme der Begründung 
zumindest sinngemäss erkennbar ist, was die Beschwerde führende Partei errei-
chen will (vgl. VGE III 2014 72 vom 22.5.2014 Erw. 1.1 m.H.). Diesen Anforde-
rungen vermag die vorliegende Beschwerde ohne weiteres zu genügen, indem er 
konkrete Gründe vorgebracht hat ("falsche behördliche Auskunft", "Gehörsverlet-
zung", "Unverhältnismässigkeit der Massnahme"), weshalb ihm der Führeraus-

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weis sechs Monate nach dem 23. Juli 2021 auszuhändigen sei. Wie diese vorge-
brachten Gründe zu beurteilen sind, bildet Gegenstand der materiellen Prüfung 
der Beschwerde.

2.1 Zunächst ist auf die geltend gemachte Gehörsverletzung einzugehen, da 
der Anspruch formeller Natur ist (BGE 142 I 188 Erw. 3). Der Beschwerdeführer 
bringt diesbezüglich vor, er habe mit Schreiben vom 15. November 2021 sein 
Recht auf Anhörung vor Erlass einer Verfügung wahrgenommen und zusätzlich 
um "einen Termin für ein mündliches Gehör" gebeten, worauf die Vorinstanz 
nicht eingegangen sei. Dadurch sei (sinngemäss) sein Anspruch auf rechtliches 
Gehör verletzt worden. 

2.2 Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt grundsätzlich 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen Entscheids. 
Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten 
Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. 
die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheids veranlasst hätte oder nicht 
(BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa; 126 V 132 Erw. 2b mit Hinweisen). Nach der 
Rechtsprechung kann eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des 
rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit 
erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz mit voller Kognition zu äussern (BGE 
127 V 437 Erw. 3d/aa; BGE 126 I 172, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen; 
Urteil des BGer H 26/05 vom 13.7.2006 Erw. 3.2 f.). Von einer Rückweisung der 
Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne 
einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des 
rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu 
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen 
Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGE 132 V 387 Erw. 5.1 mit Hinweis auf BGE 116 V 187 Erw. 3d).

2.3 Nach § 21 Abs. 1 VRP räumt die Behörde den Parteien das Recht ein, sich 
zu den für die Verfügung oder den Entscheid massgebenden Tatsachen zu 
äussern und an den Beweisabnahmen teilzunehmen. Nach der Aktenlage hat die 
Vorinstanz mit Schreiben vom 12. November 2021 dem Beschwerdeführer die 
Möglichkeit eingeräumt, sich innert 10 Tagen zur vorgesehenen Massnahme zu 
äussern. Davon hat der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 15. November 
2021 Gebrauch gemacht. Aus dieser Eingabe geht nicht hervor, dass und aus 
welchem Grunde dem betroffenen Lenker zwingend noch eine mündliche 

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Anhörung zu gewähren gewesen wäre. Mit der Formulierung "gerne bin ich 
bereit, einen Termin für ein mündliches Gehör wahrzunehmen", hat der 
Beschwerdeführer die Bereitschaft für eine solche mündliche Unterredung 
bekundet, was nicht als Antrag zu verstehen ist, dass eine mündliche Anhörung 
zwingend durchzuführen sei. Abgesehen davon ist nicht ersichtlich, dass der 
Beschwerdeführer gewisse Aspekte nur mündlich und nicht schriftlich (in seiner 
Eingabe vom 15.11.2021) hätte vorbringen können. Ferner wurden nach dem 
Eingang des Schreibens vom 15. November 2021 keine neuen, als 
Entscheidungsgrundlage dienende Aktenstücke registriert, welche einen 
Einbezug bzw. eine Benachrichtigung des Beschwerdeführers erfordert hätten. 
Zusammenfassend liegt keine relevante Gehörsverletzung vor.

3.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz ver-
fügen (Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 741.01 vom 
19.12.1958]). Über Fahreignung verfügt, wer nach Art. 14 Abs. 2 SVG: 

a. das Mindestalter erreicht hat; 
b. die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren 
Führen von Motorfahrzeugen hat; 
c. frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträch-
tigt; und 
d. nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die 
Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. 

Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die Fahreig-
nung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen Diszi-
plinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperlichen 
und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Strassenver-
kehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss grundsätzlich dauernd vor-
liegen (vgl. Urteil des BGer 1C_79/2007 vom 6.9.2007 Erw. 3.1 mit Verweis auf 
die bundesrätliche Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung des Strassenver-
kehrsgesetzes; BBl 1999 S. 4462 ff., 4483 f.). 

3.2.1  Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, 
dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr be-
stehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Art. 16d Abs. 1 SVG bestimmt überdies, dass der 
Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen wird, wenn ihre kör-
perliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein 
Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahr-
eignung ausschliesst (lit. b) oder sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht 
Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschrif-
ten beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (lit. c). 

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3.2.2  Die einzelnen Tatbestände des Katalogs von Art. 16d Abs. 1 SVG dürfen 
weder eng noch streng ausgelegt werden; geboten ist eine Gesamtbetrachtung 
des Einzelfalls im Hinblick auf die Fahreignung. Nach dem früheren Recht ver-
hielt es sich nicht anders und die diesbezügliche Gesetzesrevision hat nicht be-
zweckt, den Anwendungsbereich des Sicherungsentzugs einzuengen. Vielmehr 
kommt es darauf an, dass der Entscheid über den Sicherungsentzug, der einen 
schwerwiegenden Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen bedeu-
tet, auf einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte beruht 
(Urteil des BGer 6A.44/2006 vom 4.9.2006 Erw. 2.2).

3.2.3  Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein 
Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, wenn die Fahreignung nicht 
mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen und 
psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen (vgl. die Botschaft, 
BBl 1999 S. 4491). 

3.3.1  Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, ist ein Sicherungsentzug zwin-
gend anzuordnen. Die Behörden haben in dieser Frage folglich kein Ermessen, 
was dem Zweck des Sicherungsentzugs (Gefahrenabwehr) entspricht und sich 
aus dem Wortlaut von Art. 16d Abs. 1 und 3 SVG ("wird … entzogen") ergibt. Ein 
Aufschub des Vollzuges eines Sicherungsentzugs, d.h. ein Aufschub der Rechts-
wirksamkeit eines Entzugs und der Rückgabe des Führerausweises, ist mit Blick 
auf die Wahrung der Verkehrssicherung ausgeschlossen (vgl. Bernhard Rütsche/ 
Nadja D'Amico, in: Basler Kommentar zum SVG, Basel 2014, Art. 16d SVG N 6 
mit Hinweisen). 

3.3.2  Nach Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Füh-
rerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige 
gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die 
Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. 

3.3.3  Während es beim Warnungsentzug um die Stichhaltigkeit einer strafrecht-
lichen Anklage geht, bezweckt der Sicherungsentzug die Fernhaltung eines 
Fahrzeugführers vom Strassenverkehr aus Gründen der Verkehrssicherheit, und 
dies unabhängig vom Verschulden. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung 
(Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrech-
te und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101, i.K. seit 28.11.1974]) findet in Verfah-
ren betreffend Sicherungsentzüge daher keine Anwendung (vgl. Urteil des BGer 
1C_308/2012 vom 3.10.2012 Erw. 2.4 mit Verweis auf BGE 122 II 359 Erw. 2c 
S. 363; 1C_384/2011 vom 7.2.2012 Erw. 2.3.2). Allerdings ist zu beachten, dass 
nicht vage Verdachtsmomente ausreichen, sondern vielmehr konkrete Anhalts-

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punkte gegeben sein müssen, die den Fahrzeugführer als besonderes Risiko für 
die anderen Verkehrsteilnehmer erscheinen lassen und ernsthafte Bedenken an 
seiner Fahreignung erwecken (vgl. u.a. BGE 122 II 364 Erw. 3a mit Hinweisen).

3.4 Das Gericht ist gemäss ständiger Rechtsprechung an die Auffassung von 
Sachverständigen gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und keine trifti-
gen Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (vgl. Urteil BGer 
1C_164/2020 vom 20.8.2020 Erw. 4.4 mit Verweis auf BGE 145 II 70 Erw. 5.5 
S. 78; vgl. auch Urteil 1C_147/2018 vom 5.10.2018 Erw. 5.1, BGE 132 II 257 
Erw. 4.4.1; Urteil 1C_5/2014 vom 22.5.2014 Erw. 3.3). Hinsichtlich des Beweis-
werts eines Fachberichts einer sachverständigen Person ist namentlich von Be-
deutung, ob dieser Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti-
gen Untersuchungen beruht, in voller Kenntnis der Aktenlage abgegeben worden 
ist, in der Beurteilung der Zusammenhänge und der Situation einleuchtet sowie 
ob die Schlussfolgerungen der sachverständigen Person begründet sind (vgl. zit. 
Urteil 1C_164/2020 vom 20.8.2020 Erw. 4.4 in Anlehnung an den Beweiswert 
von Arztberichten im Sozialversicherungsrecht, namentlich BGE 125 V 352 
Erw. 3a).

4.1 Mit Strafbefehl vom 26.10.2021 wurde der Beschwerdeführer wegen Fah-
rens in stark alkoholisiertem Zustand (am Mittwochabend, 23. Juni 2021) rechts-
kräftig verurteilt. Dieser Vorfall, welcher grundsätzlich Bedenken bezüglich der 
Fahreignung auslöst, ist erstellt und unbestritten. Sodann hat der Beschwerde-
führer die vorsorgliche Sicherungsentzugsverfügung vom 6. August 2021 konklu-
dent akzeptiert, indem er auf eine Anfechtung verzichtet hat. Damit wusste der 
Beschwerdeführer bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit, dass die Wiederaushän-
digung des Führerausweises grundsätzlich vom Ergebnis einer verkehrsmedizi-
nischen Untersuchung abhängig ist.

4.2.1  Die verkehrsmedizinische Untersuchung erfolgte am 28. September 2021 
am D.________ (Gutachterstelle) und basiert auf den Akten der Vorinstanz, den 
Angaben des Untersuchten (Exploranden), den Untersuchungsbefunden und den 
Laboranalysen (anhand der am 28.9.2021 asservierten Kopfhaare). Das am 29. 
Oktober 2021 fertiggestellte Gutachten, welches von Dr.med. E.________ (As-
sistenzärztin) und von Dr.med. F.________ (Oberärztin/ Fachärztin für Rechts-
medizin/ Verkehrsmedizinerin SGRM) unterzeichnet wurde sowie einen Bericht 
von PD Dr. G.________ zur Haaranalyse enthält, ging am 2. November 2021 bei 
der Vorinstanz ein. Die Gutachterinnen fassten ihre Beurteilung wie folgt zusam-
men (vgl. Vi-act. 4, S. 3f.):

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Aufgrund des Ereignisses vom 23.06.2021, der Erkenntnisse aus den Vorakten 
und der aktuellen Untersuchung liegt bei Herrn … ein verkehrsrelevanter Alkohol-
missbrauch vor.

Die Urinprobe anlässlich der Untersuchung vom 28.09.2021 ergab einen insge-
samt negativen Befund.

Die Haaranalyse zur Abklärung des Alkoholkonsums ergab für den Zeitraum von 
Mitte April bis Mitte September 2021 einen Befund für Ethylglucuronid von 55 
pg/mg, was für einen starken, chronischen Alkoholkonsum spricht.

Herr … zeigte sich im Gespräch eher wenig problemeinsichtig hinsichtlich des Fah-
rens unter Alkoholeinfluss. Eine Verhaltensänderung seit dem Ereignis habe nicht 
stattgefunden. Das Ergebnis der Haaranalyse spricht für einen starken, chroni-
schen Alkoholkonsum in den letzten sechs Monaten. Aus verkehrsmedizinischer 
Sicht besteht daher ein deutlich erhöhtes Risiko, dass Herr … künftig wieder ein 
Fahrzeug unter Alkoholeinfluss lenken wird, wenn es ihm nicht gelingt, eine länger-
fristige Alkoholabstinenz nachzuweisen.

Weitere verkehrsmedizinisch relevanten Befunde. Der Visus ist nur korrigiert 
genügend.

Die Fahreignung von Herrn … muss aufgrund eines verkehrsrelevanten     
Alkoholmissbrauchs bei noch nicht nachgewiesener Alkoholkonsumver-
haltensänderung derzeit negativ beurteilt werden. 

Im Anschluss daran formulierten die Gutachterinnen die Wiederzulassungs-
voraussetzungen, welche von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
weitgehend übernommen wurden. 

4.3 Das vorliegende D.________-Gutachten wurde lege artis erstellt und erfüllt 
grundsätzlich die von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen. Es beruht 
auf einer Auseinandersetzung mit den Akten der Vorinstanz, den Angaben des 
Untersuchten (mit Sozialanamnese, medizinische Anamnese, psychiatrische 
Anamnese, Verkehrsanamnese, Anamnese zum Untersuchungsanlass, Sucht-
mittelanamnese) sowie auf umfassenden Untersuchungen und Abklärungen (inkl. 
Urinscreening/Haaranalyse). Es besteht kein Anlass, die Angaben sowie die Ein-
schätzung der begutachtenden Fachpersonen in Frage zu stellen. Relevante 
Gründe für eine abweichende Beurteilung sind nicht ersichtlich.

4.4 An diesem dargelegten Ergebnis vermögen die Einwände des Beschwer-
deführers vor Gericht nichts zu ändern. Er bringt namentlich vor, im Vorfeld vor 
der verkehrsmedizinischen Untersuchung von der Vorinstanz hinsichtlich Alko-
holkonsum bzw. -abstinenz falsch informiert worden zu sein. Ihm sei bei einem 
Telefongespräch vom 23. Juli 2021 von der Vorinstanz die Auskunft erteilt wor-
den, dass ein moderater/risikoarmer Alkoholkonsum (zwei Standardgläser pro 
Tag und mind. zwei alkoholfreie Tage pro Woche) im Hinblick auf eine verkehrs-
medizinische Untersuchung unproblematisch sei. Daran habe er sich gehalten, 
wie er sich auch an eine sechsmonatige Alkoholabstinenz gehalten hätte. Es sei 

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weder anlässlich der telefonischen Auskunft noch der verkehrsmedizinischen Un-
tersuchung die Rede von Abstinenz gewesen. Folglich habe er aufgrund der 
Auskunft, dass er weiterhin (moderat) Alkohol konsumieren dürfe, seit dem 
23. Juli 2021 über vier Monate Abstinenzzeit "verloren". Demgemäss sei die an-
geordnete sechsmonatige Frist ab dem 23. Juli 2021 anzusetzen. Hinzu komme, 
dass es aufgrund der falschen Auskunft gerechtfertigt sei, die anderen verfügten 
Massnahmen aufzuheben. Sinngemäss beruft sich der Beschwerdeführer auf 
den Schutz des Vertrauens in behördliche Auskünfte. 

4.5.1  Im Gegensatz zu Verfügungen haben formlose Auskünfte, Empfehlungen 
oder Belehrungen in der Regel keine Rechtswirkung. Nach dem Grundsatz von 
Treu und Glauben können sie indessen in bestimmten Fällen Bindungswirkung 
entfalten (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5220/2014 vom 7.5.2018 
Erw. 2.2.3 mit Verweisen auf BGE 121 II 473 Erw. 2c; 129 III 503 Erw. 3.5; 130 V 
388 Erw. 2.5; 126 II 514 Erw. 3b und 3e). Voraussetzung dafür ist, dass:

- es sich um eine vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt (a);

- die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit be-
zieht (b);

- die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war oder der 
Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte (c);

- der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen kön-
nen (d);

- der Bürger im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende 
Dispositionen getroffen hat (e);

- die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im Zeitpunkt 
der Auskunftserteilung (f);

- und das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjeni-
ge am Vertrauensschutz nicht überwiegt (g); (vgl. VGE II 2021 99 Erw. 4 mit 
Verweisen auf BGE 143 V 95 Erw. 3.6.2; BGE 137 II 182 Erw. 3.6.2; siehe auch 
Keller, in: Biaggini/Gächter/Kiener, Hrsg., Staatsrecht, 3. Aufl, Zürich 2021, § 39 
N. 21). 

4.5.2  Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe sich an die Auskunft 
bzw. Empfehlung gehalten, einen moderaten/risikoarmen Alkoholkonsum zu 
praktizieren, drängen sich folgende Bemerkungen auf. Nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung gilt eine Haaranalyse als geeignetes Mittel zum Nachweis 
eines übermässigen Alkoholkonsums. Nach dem Alkoholkonsum wird das Ab-
bauprodukt Ethylglucuronid (EtG) im Haar eingelagert und erlaubt über ein grös-
seres Zeitfenster als bei der Blutuntersuchung Aussagen über den erfolgten 
Konsum. Die festgestellte EtG-Konzentration korreliert mit der aufgenommenen 
Menge an Trinkalkohol (vgl. BGE 140 II 334 Erw. 3 mit Hinweisen). 

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Die Analyse der am 28. September 2021 entnommenen Kopfhaare des Be-
schwerdeführers, welcher eine Aussagekraft für den Zeitraum von Mitte April bis 
Mitte September 2021 zukommt, ergab hinsichtlich des erwähnten Alkohol-
markers einen Wert von 55 pg/mg EtG, was nach ständiger Rechtsprechung ein-
deutig einem übermässigen Alkoholkonsum entspricht (vgl. Urteil des BGer 
1C_491/2017 vom 9.5.2018 Erw. 3.2; BGE 140 II 334 Erw. 7 S. 340; siehe auch 
VGE III 2020 33 vom 3.6.2020 Erw. 1.3; VGE III 2017 28 vom 16.5.2017 Erw. 2.5). 
Damit trifft die Sachdarstellung des Beschwerdeführers, wonach er im betreffen-
den Zeitraum lediglich moderat Alkohol konsumiert habe, offenkundig nicht zu 
(andernfalls der EtG-Wert in der Bandbreite von 7 pg/mg EtG bis maximal 29 
pg/mg EtG ausgefallen wäre). Hinzu kommt, dass die Gutachterinnen den Be-
schwerdeführer als "eher wenig problemeinsichtig" erlebten und keine Verhal-
tensänderung sei dem Ereignis vom 23. Juni 2021 feststellen konnten.

4.5.3  Bei dieser Sachlage kann der Beschwerdeführer aus der betreffenden 
Auskunft der Vorinstanz, welche sich auf einen moderaten Alkoholkonsum be-
zog, hier nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal die vorgenommene Haarana-
lyse den vom Beschwerdeführer geltend gemachten moderaten Alkoholkonsum 
klar widerlegt und einen übermässigen Alkoholkonsum dokumentiert hat. Anzu-
fügen ist, dass der Beschwerdeführer die Auskunft der Vorinstanz anlässlich der 
Begutachtung wie folgt umschrieb: "man habe ihm gesagt, er solle an mindes-
tens zwei Tagen in der Woche keinen Alkohol trinken und an den anderen könne 
er schon 1-2 Bier trinken" (vgl. zit. Gutachten, S. 2 unten). Hätte er sich an diese 
Auskunft gehalten, wäre kein EtG-Wert von 55 pg/mg erreicht worden, was ge-
richtsnotorisch ist. 

Abgesehen davon ist hier die Voraussetzung für eine (zu schützende) Vertrau-
ensgrundlage allein schon deshalb nicht gegeben, weil die erforderliche Interes-
senabwägung zur Folge hat, dass das Interesse an der richtigen Durchführung 
des objektiven Rechts die individuellen Interessen des Beschwerdeführers am 
Festhalten an der betreffenden Auskunft bzw. an einer früheren Aushändigung 
des Führerausweises grundsätzlich überwiegt. Liegen Fahreignungsmängel vor, 
wie im Gutachten nachvollziehbar hergeleitet wurde, fällt die Fernhaltung vom 
Strassenverkehr aufgrund der zumindest abstrakten Gefährdung anderer Ver-
kehrsteilnehmer grundsätzlich stärker ins Gewicht als das individuelle Interesse 
daran, am Strassenverkehr teilnehmen zu können.

4.5.4  Nicht zu hören ist ferner der Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach sich 
die Funktionäre der Polizei am 23. Juni 2021 nicht korrekt verhalten hätten, zu-
mal dies für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht von Belang ist.

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4.6 Anzufügen ist, dass gemäss der angefochtenen Verfügung der Beschwer-
deführer sich frühestens ab März 2022 für eine erneute verkehrsmedizinische 
Untersuchung anmelden kann, um die Einhaltung der betreffenden Auflagen (u.a. 
eine mindestens 6-monatige Alkoholabstinenz) zu belegen. Es wird seine Sache 
sein, unter Einbezug des Beginns dieser Alkoholabstinenz - welche gemäss den 
Ausführungen in der Eingabe vom 28. Januar 2022 am 12. November 2021 be-
gonnen hat - die erneute Anmeldung für eine verkehrsmedizinische Untersu-
chung in die Wege zu leiten.

5. Aus den dargelegten Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegrün-
det, weshalb sie abzuweisen ist. Ausgangsgemäss werden die Verfahrenskosten 
dem Beschwerdeführer auferlegt (§ 72 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 18. Februar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. März 2022