# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3d33435-b56d-5c8a-bc81-bd0440e97f80
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2015 100 2015 145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-145_2015-10-27.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 22. April 2016 abgewiesen 
(BGer 2C_1087/2015).

100.2015.145U
DAM/BAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Oktober 2015

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied 
Verwaltungsrichter Daum und Müller     
Gerichtsschreiberin Baldegger      

A.________
vertreten durch Fürsprecherin ...
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 30. März 2015; BD 178/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der nigerianische Staatsangehörige A.________, geb. am ... 1972, reiste 
am 28. November 2002 in die Schweiz ein und reichte hier ein Asylgesuch 
ein. Das Bundesamt für Flüchtlinge (heute: Staatssekretariat für Migration) 
wies dieses mit (rechtskräftiger) Verfügung vom 21. Mai 2003 ab. Am 
7. Dezember 2006 reiste A.________ unkontrolliert aus der Schweiz aus 
und heiratete am 11. Januar 2007 in Nigeria die Schweizerin B.________. 
Daraufhin reiste er am 13. Juli 2007 im Rahmen des Familiennachzugs 
wieder in die Schweiz ein, wo ihm gestützt auf die Ehe der Aufenthalt 
bewilligt wurde. Am ... 2011 wurde Sohn C.________ und am ... 2013 
Tochter D.________ geboren. Beide besitzen das Schweizer Bürgerrecht.

Am 13. Dezember 2012 wurde A.________ vom Bezirksgericht Uster 
wegen mehrfacher, schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz (Handel mit Kokain), begangen von Ende Januar bis Mitte März 
2012, im abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten 
verurteilt. Am 18. Dezember 2012 erteilte ihm das Amt für Migration und 
Personenstand (MIP), Migrationsdienst (MIDI), aufgrund der fünfjährigen 
Ehedauer die Niederlassungsbewilligung. Mit Verfügung vom 16. Juli 2014 
widerrief das MIP die Niederlassungsbewilligung von A.________, wies ihn 
aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz bis am 31. Oktober 
2014 zu verlassen. 

B.

Dagegen erhob A.________ am 14. August 2014 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das 
Rechtsmittel am 30. März 2015 ab und setzte eine neue Ausreisefrist an 
(Ziff. 1 und 2 des Dispositivs). Zudem gewährte sie ihm antragsgemäss die 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seiner Rechtsvertreterin als 
amtliche Anwältin (Ziff. 3-5 des Dispositivs). 

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C.

Hiergegen hat A.________ am 30. April 2015 Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht erhoben mit dem Rechtsbegehren, es seien die Ziffern  1 
und 2 des Entscheids der POM aufzuheben. Gleichzeitig hat er auch für 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege und 
Beiordnung seiner Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht. Am 
26. Mai 2015 hat A.________ sein Gesuch ergänzt und weitere Unterlagen 
zu den Akten gegeben. Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 
29. Mai 2015 die Abweisung der Beschwerde. Hinsichtlich des Gesuchs um 
unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines Antrags enthalten. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

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2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.  

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann wider-
rufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer länger-
fristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr ver-
urteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht kumuliert wer-
den dürfen und es keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b 
AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in 
Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). Der Bewilligungs-
widerruf ist in diesem Fall auch möglich, wenn sich die Ausländerin oder 
der Ausländer länger als 15 Jahre ordnungsgemäss und ununterbrochen in 
der Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). – Der Beschwerdeführer 
wurde vom Bezirksgericht Uster mit rechtskräftigem Urteil vom 13. De-
zember 2012 wegen mehrfacher, schwerer Widerhandlung gegen das 
Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die 
psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121) zu 
einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt und hat damit unbestrit-
tenermassen einen Widerrufsgrund gesetzt (Vorakten MIDI, pag. 147).  

2.2 Der Beschwerdeführer rügt allerdings, der Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung seien 
unverhältnismässig. – Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung und 
die Wegweisung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zuläs-
sig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenab-
wägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfas-
sung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Beurteilung sind 
die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen 
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der 
betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 

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abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, das 
Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemei-
nen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die 
Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie oder 
anderen Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 
135 II 377 E. 4.3 und 4.5; BVR 2013 S. 543 E. 4.1 mit Hinweisen). Be-
einträchtigt die Entfernungsmassnahme die Pflege familiärer Beziehungen 
im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV, 
bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und 
Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4 mit Hinweisen auf die Recht-
sprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]). 
In diese Beurteilung sind ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 
20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und nach 
Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen einzubeziehen 
(BGE 135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

3.

Zum öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
an der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Folgendes 
festzuhalten: 

3.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses ist das 
Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Frei-
heitsstrafe auf sich geladen hat. Seine Schwere bemisst sich regelmässig 
nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 
E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.2). Praxisgemäss spre-
chen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Verschulden, da 
dieses bereits als so gravierend eingestuft wird, dass ein vollständiger Auf-
schub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und mindestens ein Teil zwin-
gend vollzogen werden muss. Auch aus fremdenpolizeilicher Sicht bedeu-
tet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in 
jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizeri-

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sche Rechtsordnung (vgl. für die massgeblichen Erwägungen zum Ver-
schulden BGE 135 II 377 E. 4.4; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3).

3.1.1 Der Beschwerdeführer wurde wegen mehrfacher, schwerer Wider-
handlung gegen das BetmG zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verur-
teilt (12 Monate unbedingt, 24 Monate bedingt mit einer Probezeit von 
2 Jahren; Vorakten MIDI, pag. 147). Seine Handlungen erfüllen den Tat-
bestand eines qualifizierten Betäubungsmitteldelikts, weil er mit der trans-
portierten und in Verkehr gesetzten Menge von rund 2'700 Gramm Kokain-
gemisch in Kauf genommen hat, die Gesundheit vieler Menschen jedenfalls 
mittelbar in Gefahr zu bringen (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG; Vorakten MIDI, 
pag. 152). Weiter hat die Vorinstanz zu Recht zulasten des Beschwerde-
führers gewichtet, dass er bei seinen Drogengeschäften professionell und 
planmässig vorging (internationale Drogenschäfte und Vernetzung, Benüt-
zung zahlreicher Mobiltelefonnummern mit falscher Registrierung, Telefon-
gespräche mit verschlüsselter Sprache) und sein kriminelles Verhalten 
nicht aus eigener Motivation, sondern erst infolge der Verhaftung aufgab 
(angefochtener Entscheid, E. 4b; Vorakten MIDI, pag. 45 ff.). Der Be-
schwerdeführer konsumierte zwar offenbar zuweilen selber Drogen (vgl. 
Vorakten MIDI, pag. 23). Da er aber nicht geltend macht, er sei von Be-
täubungsmitteln abhängig und seine Straftaten hätten der Finanzierung des 
eigenen Betäubungsmittelkonsums gedient, ist ebenso wenig zu be-
anstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vorhält, aus ego-
istischen, finanziellen Motiven gehandelt zu haben (E. 4b).

3.1.2 Der Beschwerdeführer bringt zwar vor, dass er im Jahr 2011 wegen 
wirtschaftlicher Schwierigkeiten seines Arbeitgebers weniger arbeiten 
konnte und damit einen geringeren Lohn erzielte. Selbst wenn diese Be-
hauptung zutreffen und er sich mit Blick auf die finanzielle Unterstützung 
seines kranken Vaters in Nigeria und aufgrund der Geburt seines ersten 
Kindes finanziell unter Druck gefühlt haben sollte (Beschwerde, S. 3), relati-
viert das seine Straftat und sein Verschulden nicht. Immerhin erzielten der 
Beschwerdeführer und seine Ehefrau 2011 Einkünfte von rund 
Fr. 108'600.-- (Nettolohn Beschwerdeführer: Fr. 40'457.--, Nettolohn Ehe-
frau: Fr. 68'220.--; Vorakten MIDI, pag. 103). Zudem hat der Beschwerde-
führer … Geschwister, sodass die Unterstützung des Vaters kaum an ihm 

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allein gelegen haben wird (angefochtener Entscheid, E. 5b). Bei ernst-
haften finanziellen Schwierigkeiten wegen allfälliger Lohneinbussen hätten 
die Eheleute überdies in Betracht ziehen können, dass die Ehefrau ihren 
Beschäftigungsgrad nach der Geburt des Sohnes weniger stark reduziert 
und an deren Stelle der Beschwerdeführer vermehrt Hausarbeit und 
Kinderbetreuung übernimmt. Im Übrigen fällt auf, dass der Beschwerde-
führer zwar ausführt, er habe sich wegen finanzieller Sorgen zum Drogen-
handel hinreissen lassen, dabei aber weder zu den von ihm geleisteten 
Unterstützungsbeiträgen an seinen Vater und dessen krankheitsbedingten 
Kosten noch zu seinen Lohneinbussen detaillierte Angaben macht. Mit der 
POM ist beim Beschwerdeführer daher von einem schweren Verschulden 
auszugehen, was letztlich auch der Beschwerdeführer nicht bestreitet (an-
gefochtener Entscheid, E. 4b; Beschwerde, S. 6).

3.2 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten des Beschwerde-
führers gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemei-
nen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert 
haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheits-
polizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte 
oder gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die 
betreffende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und 
führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige 
Rechtsordnung zu halten (BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). In die-
sem Zusammenhang wird namentlich geprüft, ob die Person, deren Aufent-
haltstitel entzogen werden soll, abgesehen von der Straftat, welche Anlass 
für die fremdenpolizeiliche Massnahme gegeben hat, weitere Verfehlungen 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit begangen hat (vgl. 
etwa BGE 139 I 145 E. 3.8 und BGer 2C_295/2014 vom 12.1.2015, E. 4.3; 
ferner BGer 2C_621/2012 vom 15.8.2012, E. 4.3 zum täuschenden Verhal-
ten eines Ausländers im Asylverfahren). Anders als der Beschwerdeführer 
annimmt (vgl. Beschwerde, S. 6), ist derartiges Verhalten damit auch nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der umfassenden ausländer-
rechtlichen Interessenabwägung zu berücksichtigen. – Der Beschwerde-
führer hat in den letzten Jahren nicht regelmässig delinquiert. Jedenfalls ist 
solches nicht aktenkundig. Allerdings gründet seine Verurteilung vom 
13. Dezember 2012 auch nicht auf einer einzelnen Straftat. Er betätigte 

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sich vielmehr innerhalb von eineinhalb Monaten dreimal als Drogenkurier, 
wobei die transportierte Drogenmenge stets zunahm (Vorakten MIDI, 
pag. 152 ff.). Die wiederholten Einsätze im Drogenhandel fanden erst durch 
seine Verhaftung ein Ende. Zudem wurde der Beschwerdeführer bereits 
am 28. August 2008 vom Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland 
wegen Fälschung von Ausweisen zu einer Geldstrafe von Fr. 800.-- (be-
dingt vollziehbar mit einer Probezeit von 2 Jahren) und einer Busse von 
Fr. 300.-- verurteilt. Das Strafmandat wurde mangels Anfechtung rechts-
kräftig, weshalb es sich der Beschwerdeführer vorhalten lassen muss, 
selbst wenn zutreffen sollte, dass er die Verurteilung nicht nachvollziehen 
kann (vgl. Beschwerde, S. 7; Vorakten MIDI, pag. 187 und 205). Überdies 
hat er im Asylverfahren eine falsche Identität verwendet und dadurch die 
Behörden getäuscht (Vorakten MIDI, pag. 29, 74 und 79; vgl. zu den 
Mitwirkungspflichten von Asylbewerbenden und den Strafbestimmungen 
bei Übertretungen insb. Art. 8 Abs. 1 Bst. a und Art. 116 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG; SR 142.31]), was ebenfalls nicht für ihn spricht. 
Selbst wenn der Beschwerdeführer nicht mehrfach wegen schwerer 
Straftaten verurteilt worden ist, kann sein Verhalten gegenüber der öffent-
lichen Sicherheit und Ordnung insgesamt nicht positiv bewertet werden, 
was dem Interesse am Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung zusätz-
liches Gewicht verleiht. 

3.3 Mit Blick auf die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. 

3.3.1 Wie bereits die POM ausgeführt hat (angefochtener Entscheid, 
E. 4d), ist aus fremdenpolizeilicher Sicht das Risiko eines Rückfalls umso 
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische 
Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, wozu namentlich auch Drogen-
delikte aus rein finanziellen Motiven gehören können, muss, angesichts der 
von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, 
ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hinge-
nommen werden (BGE 139 I 145 E. 2.5; BVR 2015 S. 391 E. 5.3). Da 
Art. 5 Anhang I des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; 
SR 0.142.112.681) hier nicht Anwendung findet, ist zudem das Vorliegen 

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einer gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung einer Wegweisungs-
massnahme. Vielmehr dürfen auch generalpräventive Überlegungen 
mitberücksichtigt werden (BGer 2C_1074/2014 vom 28.7.2015, E. 2.2, 
2C_940/2014 vom 30.5.2015, E. 5.3). Der konkreten Prognose über das 
Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisie-
rungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; 
die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 
E. 4.2; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit weiteren Hinweisen).

3.3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass bei ihm Anhaltspunkte für 
ein Rückfall- bzw. Sicherheitsrisiko vorhanden sind (Beschwerde, S. 7). Es 
trifft zu, dass er sich seit seiner Festnahme im März 2012, soweit ersicht-
lich, wohlverhalten hat. Sein Verhalten in Gefangenschaft wird als ange-
nehm und kooperativ beschrieben (act. 1C, Beschwerdebeilagen [BB] 4 
und 5). Positiv fällt auf, dass er bereits knapp zwei Monate nach Ende sei-
ner Untersuchungshaft wieder eine Beschäftigung als temporärer Mitarbei-
ter fand und auch während des gesamten Gefängnisaufenthalts in Burgdorf 
(Halbgefangenschaft) sowie unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem 
Freiheitsentzug arbeitete. Auch hat er sich offenbar wieder gut in seine 
Familie integriert und trotz seiner Abwesenheit im Gefängnis insbesondere 
(wieder) eine enge Beziehung zu seinen Kindern aufbauen können (vgl. zur 
beruflichen und familiären Situation hinten E. 4.2 und 4.3). Trotz dieser 
positiven Entwicklungen ist es nicht zu beanstanden, wenn die POM ein 
gewisses Rückfallrisiko bejaht hat. Kooperatives Verhalten im Gefängnis 
darf ohne weiteres erwartet werden, und die Bedeutung des Wohlverhal-
tens nach der Haftentlassung ist mit Blick auf die Rückfallgefahr insofern 
stark zu relativieren, als sich der Beschwerdeführer noch bis vor kurzem 
(Mitte Dezember 2014) in der Probezeit befand und deshalb und wegen 
des laufenden ausländerrechtlichen Verfahrens unter erheblichem Druck 
stand und steht, sich tadellos zu verhalten. Hinsichtlich des längerfristigen 
zukünftigen Verhaltens kommt dem Wohlverhalten seit der Haftentlassung 
hier mithin nur eine beschränkte Aussagekraft zu (vgl. BGE 137 II 233 
E. 5.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3). Hinzu kommt, dass der Beschwerde-
führer seine Tätigkeit als Drogenkurier anfangs 2012 mit finanziellem Druck 
infolge eines Minderverdiensts im Jahr 2011 begründet (vgl. vorne 

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E. 3.1.2). Zwar arbeitet er gegenwärtig vollzeitlich und erzielt einen regel-
mässigen Verdienst; die Ehefrau arbeitet Teilzeit. Das Ehepaar bezahlt 
aber die durch die Straftaten des Beschwerdeführers entstandenen Schul-
den zurück und hat zwei kleine Kinder, welche eine Kindertagesstätte (Kita) 
besuchen. Die finanzielle Situation ist deshalb eher angespannt (Vorakten 
POM, Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege [UR-Gesuch], act. 5A2, Bei-
lage 8; UR-Gesuch, act. 2A und 4A, Beilage 1 f. und 13; BB 7). Vor allem 
aber besteht keine Sicherheit, dass sich die finanzielle Situation inskünftig 
nicht wieder verschlechtert, weil er oder die Ehefrau weniger oder keine 
Arbeit hat. Es kann daher jedenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass 
sich der Beschwerdeführer in einer solchen Situation wieder zu illegalem 
Handeln hinreissen lässt. Dies umso weniger, als Hauptlieferant der Dro-
gen sein in …land ansässiger Bruder war und der Beschwerdeführer nicht 
geltend macht, mit diesem und seinen nicht offen gelegten Bekanntschaf-
ten aus dem Drogenmilieu nicht mehr in Kontakt zu stehen (angefochtener 
Entscheid, E. 4d). Damit ist der POM darin zu folgen, dass beim Be-
schwerdeführer ein Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Da 
bei schweren Betäubungsmitteldelikten ausländerrechtlich praxisgemäss 
wie erwähnt selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hinzunehmen ist, 
fällt dieser Aspekt zu Ungunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht.

3.4 Im Ergebnis ist ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse am 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Weg-
weisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz zu bejahen.  

4.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit, die Integration in 
der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen.

4.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, 
desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines 
Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer 

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ist insofern zu relativieren, als die Jahre, welche die ausländische Person in 
Illegalität, im Strafvollzug oder aufgrund einer vorläufigen Duldung ver-
bracht hat, für die Interessenabwägung nicht ausschlaggebend sein kön-
nen (BGE 137 II 1 E. 4.3 mit Hinweisen, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 
Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 5.1).

4.1.1 Der Beschwerdeführer ist im November 2002 mit dreissig Jahren in 
die Schweiz eingereist und nach der (rechtskräftigen) Ablehnung seines 
Asylgesuchs am 21. Mai 2003 im Dezember 2006 unkontrolliert ausgereist. 
Im Januar 2007 hat er in Nigeria seine Ehefrau geheiratet und ist daraufhin 
im Juli desselben Jahres im Rahmen des Familiennachzugs erneut in die 
Schweiz eingereist. Damit hält er sich abzüglich seines Aufenthalts in 
Nigeria von Januar bis Juli 2007 insgesamt seit ca. 13 Jahren in der 
Schweiz auf. Diese Aufenthaltsdauer ist nach der dargelegten Rechtspre-
chung allerdings dahin zu relativieren, dass als ordnungsgemässer Aufent-
halt lediglich sechs Jahre voll ins Gewicht fallen, nämlich die Zeit seit der 
Einreise nach der Heirat im Juli 2007 bis zum Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung im Juli 2014 abzüglich der im Strafvollzug verbrachten 
12 Monate. Darüber hinaus beruhte bzw. beruht seine Anwesenheit ledig-
lich auf dem (erfolglosen) Asylgesuch oder der aufschiebenden Wirkung 
von Rechtsmitteln; nach der rechtskräftigen Abweisung des Asylgesuchs 
bis zu seiner Ausreise dürfte sich der Beschwerdeführer illegal in der 
Schweiz aufgehalten haben.

4.1.2 Soweit der Beschwerdeführer verlangt, es sei auch die Zeit von 
2002-2007 als integrationswirksame Aufenthaltsdauer anzurechnen (Be-
schwerde, S. 7 f.), kann ihm daher nicht gefolgt werden. Wohl trifft zu, dass 
das Bundesgericht im Leitentscheid, auf den er verweist, nicht näher zwi-
schen dem Aufenthalt als Asylbewerber und demjenigen mit einer regulä-
ren Aufenthaltsbewilligung differenziert hat (BGE 139 I 145 E. 3.5). In die-
sem Urteil, das die Frage nicht vertieft behandelt, kann jedoch keine Abwei-
chung von der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung gesehen 
werden, die davon ausgeht, dass ein Aufenthalt als Asylbewerber wenig 
integrationswirksam ist. Asylsuchende müssen jederzeit mit der Ablehnung 
ihres Gesuchs und der Verpflichtung zur Ausreise rechnen. Ihr Status ist 
ähnlich jenem einer ausländischen Person, deren Aufenthalt nur während 

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des laufenden Verfahrens toleriert wird. Wird das Asylgesuch rechtskräftig 
abgewiesen, gilt der bisherige Aufenthalt denn auch nicht als ordnungs-
gemäss im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AuG (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.6). Dem 
darf auch in der ausländerrechtlichen Interessenabwägung Rechnung ge-
tragen werden (vgl. neben den in E. 4.1.1 hiervor zitierten Urteilen etwa 
auch BGer 2C_575/2013 vom 17.2.2014, E. 4.3.3 mit Hinweisen). Weshalb 
es sich hier (ausnahmsweise) anders verhalten sollte, ist nicht erkennbar. 
Der Umstand allein, dass sich der Beschwerdeführer Mitte 2004 in seine 
heutige Ehefrau verliebt haben soll (Beschwerde, S. 8), dürfte zwar zum 
besseren Verständnis der hiesigen Gepflogenheiten beigetragen haben, 
lässt aber für sich allein noch nicht auf eine integrationswirksame An-
wesenheit in der Schweiz schliessen. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers ist sodann die Praxis, dass namentlich der Aufenthalt, der 
auf der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels beruht, nicht voll an-
gerechnet wird, nicht willkürlich; sie verunmöglicht insbesondere nicht das 
Ergreifen eines Rechtsmittels gegen einen Wegweisungsentscheid, son-
dern will vielmehr verhindern, dass ein illegaler oder ein lediglich gedulde-
ter Aufenthalt als Argument für die Begründung oder Verlängerung eines 
Aufenthaltstitels verwendet werden kann. Weiter scheint der Beschwerde-
führer zu verkennen (vgl. Beschwerde, S. 8), dass die Aufenthaltsdauer 
und die Integration nicht deckungsgleiche Kriterien sind, weshalb von einer 
langen Aufenthaltsdauer nicht direkt auf eine gute Integration geschlossen 
werden darf. Nach dem Gesagten ist es im Ergebnis zutreffend, dass die 
POM eine Aufenthaltsdauer von sechs Jahren berücksichtigt und diese als 
«nicht mehr kurz», «aber auch nicht als besonders lang» qualifiziert hat 
(angefochtener Entscheid, E. 5a).

4.2 Zur Integration des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhalten:

4.2.1 Der Beschwerdeführer hat nie Sozialhilfe bezogen. Aufgrund des 
gegen ihn geführten Strafverfahrens ist er allerdings verschuldet, wobei er 
jedoch die nach einer Lohnpfändung verbleibende Restschuld von knapp 
Fr. 13'000.-- gegenwärtig mittels Raten abzahlt (BB 6 f. und UR-Gesuch, 
Beilage 19). Abgesehen davon wurde er 2010 und 2012 vereinzelt für klei-
nere Beträge betrieben, welche mittlerweile beglichen sind; Verlustscheine 
liegen keine vor (Vorakten POM, act. 5A3, Auszug aus dem Betreibungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 13

register vom 2.3.2015; Vorakten MIDI, pag. 179). Zu Gute zu halten ist ihm, 
dass er vor seiner Verhaftung im März 2012 während vier Jahren un-
unterbrochen beim selben Arbeitgeber in der Spedition und der Vor-
montage gearbeitet hat, wenn auch im Stundenlohn und mit unterschiedli-
chen Pensen (Vorakten POM, BB 13 und Vorakten MIDI, pag. 86 ff.). Posi-
tiv hervorzuheben ist weiter, dass es ihm bereits kurz nach dem Ende der 
Untersuchungshaft gelungen ist, wieder eine Beschäftigung zu finden und 
er während der Gefangenschaft und die meiste Zeit danach gearbeitet hat. 
Nach einer kurzen Phase der Arbeitslosigkeit anfangs 2014 ist er gegen-
wärtig seit gut einem Jahr als Lagermitarbeiter bei einem Grossverteiler 
tätig (Vorakten POM, BB 18; BB 9 und 11). Obschon der Beschwerdeführer 
abgesehen von seiner Zeit in Untersuchungshaft fast ununterbrochen be-
schäftigt war, ist er allerdings nur schwach im Arbeitsmarkt verankert, da er 
seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft bis heute über eine 
Personalverleihfirma angestellt ist und im Stundenlohn arbeitet. Anders als 
der Beschwerdeführer kritisiert (Beschwerde, S. 8), durfte die POM daher 
seine Erwerbssituation als nicht gefestigt bezeichnen (angefochtener Ent-
scheid, E. 5a).

4.2.2 Sprachlich kann sich der Beschwerdeführer in Alltagssituationen auf 
Deutsch (mündlich und schriftlich) verständigen, darüber hinaus kommuni-
ziert er jedoch auf Englisch (BB 14-16; Vorakten MIDI, pag. 163, 190 und 
205 ff.). Seine Deutschkenntnisse erscheinen mit Blick auf seinen mehr-
jährigen Aufenthalt in der Schweiz bestenfalls durchschnittlich. In sozialer 
Hinsicht pflegt der Beschwerdeführer offenbar einen guten Kontakt zur Fa-
milie seiner Ehefrau; darüber hinaus macht er nicht geltend, vertiefte Be-
ziehungen zu Schweizerinnen und Schweizern oder anderen hier nieder-
gelassenen Personen, welche nicht aus seinem Kulturkreis stammen, zu 
pflegen, sodass in sozialer Hinsicht von einer unterdurchschnittlichen In-
tegration auszugehen ist. Daran ändert nichts, dass sich der Lebensmittel-
punkt des Beschwerdeführers in der Schweiz befindet (Beschwerde, S. 8), 
kann daraus doch nicht automatisch auf eine Verwurzelung in den hiesigen 
kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnissen geschlossen werden. 
Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer sodann aus 
dem Umstand, dass er nicht nur über eine Aufenthalts-, sondern eine 
Niederlassungsbewilligung verfügt. Dass ihm mit Blick auf die fünfjährige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 14

Ehedauer eine solche noch nach Begehung des qualifizierten Betäubungs-
mitteldelikts erteilt wurde, ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass 
in diesem Zeitpunkt noch keine rechtskräftige Verurteilung vorlag; das Ur-
teil des Bezirksgerichts Uster ist dem MIDI erst am 4. März 2013 zugegan-
gen (vgl. Vorakten MIDI, pag. 143 und 158).

4.2.3 Angesichts der mittlerweile nicht mehr kurzen Aufenthaltsdauer in 
der Schweiz ist die wirtschaftliche, soziale und sprachliche Integration des 
Beschwerdeführers gesamthaft als eher unterdurchschnittlich bis höchs-
tens durchschnittlich zu werten. Negativ ins Gewicht fällt vor allem die 
schwere Straffälligkeit, ist doch die Respektierung der rechtsstaatlichen 
Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration (Art. 4 Bst. a der Verord-
nung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und 
Ausländern [VIntA; SR 142.205]; BVR 2013 S. 543 E. 5.2). Insgesamt kann 
daher nicht von einer gelungenen Integration ausgegangen werden. 

4.3 Zu würdigen sind schliesslich die dem Beschwerdeführer und sei-
nen Angehörigen durch die Wegweisung drohenden Nachteile. 

4.3.1 Der Beschwerdeführer reiste im Alter von dreissig Jahren erstmals 
in der Schweiz ein und lebt seit diesem Zeitpunkt mehrheitlich hier. Wie die 
POM richtig erwogen hat, ist er folglich mit den gesellschaftlichen und kul-
turellen Gepflogenheiten in Nigeria noch bestens vertraut, da er dort den 
überwiegenden und prägenden Teil seines Lebens verbracht hat. Dies 
umso mehr, als er auch während seines Aufenthalts in der Schweiz wieder-
holt nach Nigeria gereist ist (Vorakten MIDI, pag. 84 und 189). Mit der POM 
ist daher zu schliessen, dass dem Beschwerdeführer die soziale und wirt-
schaftliche Wiedereingliederung in Nigeria ohne weiteres möglich und zu-
mutbar ist. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-
instanz verwiesen werden (angefochtener Entscheid, E. 5b). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer lebt mit seiner Ehefrau und den beiden ge-
meinsamen Kindern zusammen. Diese tatsächlich gelebten familiären Be-
ziehungen sind unbestrittenermassen vom Recht auf Familienleben nach 
Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geschützt (vgl. auch vorne 
E. 2.2). – Der Beschwerdeführer erachtet eine Wegweisung als unver-
hältnismässigen Eingriff in das Recht auf Familienleben (Beschwerde, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 15

S. 9 f.). Für die Kinder, zu denen er eine enge, harmonische Beziehung 
habe, sei es nicht nachvollziehbar, wenn ihnen durch die Wegweisung der 
Vater entrissen werde. Durch die Entfernungsmassnahme werde zudem 
die Mutter alleinerziehend, was sich wiederum negativ auf die Kinder aus-
wirke. Die vaterlose Familie würde entweder in die Sozialhilfeabhängigkeit 
rutschen oder die Mutter würde mehr arbeiten und die Kinder vier bis fünf 
Tage durch Dritte betreuen lassen müssen. Damit würden die bisherigen 
Strukturen im Leben der Kinder gerade nicht bestehen bleiben, sondern 
sich grundsätzlich und zu ihrem Nachteil ändern. Aus Sicht der Ehefrau sei 
die Wegweisung mit katastrophalen wirtschaftlichen und mentalen Be-
lastungen verbunden. Das Zerstören einer intakten Familie lasse sich im 
vorliegenden Fall nicht durch generalpräventive Überlegungen rechtferti-
gen, könne doch das öffentliche Interesse an der Wahrung der öffentlichen 
Sicherheit und dem Schutz der Bevölkerung vor weiteren Drogendelikten 
auch mit dem Entzug der Niederlassungsbewilligung und der Erteilung 
einer befristeten Aufenthaltsbewilligung und einer Verwarnung erreicht 
werden. 

4.3.3 Das Interesse des Beschwerdeführers, nicht von seiner Familie ge-
trennt zu werden, hat die POM zu Recht nicht stark gewichtet (angefochte-
ner Entscheid, E. 5b). Zwar begründen seine Ehe und seine Vaterschaft 
grundsätzlich ein erhebliches Interesse am Verbleib in der Schweiz, um die 
Beziehung zu seiner Frau und seinen zwei kleinen Kindern hier leben zu 
können. Die Wegweisung würde dies verhindern und ihn dementsprechend 
hart treffen. Allerdings hat sich der Beschwerdeführer weder durch seine 
intakte Ehe noch seinen kleinen Sohn von schwerer Drogenkriminalität ab-
halten lassen. Die Zeugung seiner Tochter erfolgte, nachdem er straffällig 
und verhaftet worden war, und damit im Bewusstsein um die möglichen 
ausländerrechtlichen Konsequenzen für die Familie. Der Beschwerdeführer 
hat demnach sein Familienleben aus finanziellen Motiven selber aufs Spiel 
gesetzt und damit letztlich in Kauf genommen und muss selbst verantwor-
ten, dass die Beziehung zu seiner Frau und den Kindern – sofern sie ihm 
mit den Kindern nicht nach Nigeria folgt – nicht auf Dauer in der Schweiz 
gelebt werden kann und seine Angehörigen ohne enge Beziehung zu ihm 
leben bzw. aufwachsen müssen (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 E. 5.3.1 und 
BGer 2C_814/2011 vom 16.12.2011, E. 2.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 16

4.3.4 Der POM ist weiter darin beizupflichten, dass der Ehefrau und den 
Kindern, welche alle Schweizer Staatsangehörige sind, die Nachfolge nach 
Nigeria kaum zumutbar wäre. Die Wegweisung des Beschwerdeführers ist 
daher aller Voraussicht nach mit einer starken Beeinträchtigung des 
Familienlebens verbunden (angefochtener Entscheid, E. 5c). Für die Ehe-
frau hätte sie einschneidende Konsequenzen, weil die Beziehung zum Be-
schwerdeführer durch die räumliche Distanz wesentlich erschwert würde 
und sie zudem bei der Betreuung der Kinder auf sich allein gestellt wäre. 
Als (faktisch) Alleinerziehende wäre sie einer grossen physischen und psy-
chischen Mehrbelastung ausgesetzt. Zudem hätte sie erhebliche finanzielle 
Nachteile zu gewärtigen, erscheint es doch wenig wahrscheinlich, dass der 
Beschwerdeführer sie und die Kinder im Fall der Wegweisung aus der 
Schweiz weiterhin im bisherigen Rahmen wird finanziell unterstützen kön-
nen. Die Ehefrau musste im Zeitpunkt des Eheschlusses im Jahr 2007 
auch nicht damit rechnen, ihre Ehe nicht in der Schweiz leben zu können; 
Sohn C.________ wurde ebenfalls noch vor der deliktischen Tätigkeit und 
der Verhaftung des Beschwerdeführers geboren. Anders verhält es sich mit 
Bezug auf Tochter D.________, bei der sie sich im Wissen um die schwere 
Straffälligkeit ihres Ehemanns und die Möglichkeit einer allfälligen 
Wegweisung für die Mutterschaft entschieden hat (vgl. BGer 2C_740/2014 
vom 27.4.2015, E. 4.2.4, 2C_898/2014 vom 6.3.2015, E. 4.2.5; ferner 
allgemein BGE 139 I 145 E. 2.4, 135 II 377 E. 4.3, je mit Hinweisen auch 
auf die Rechtsprechung des EGMR; BVR 2015 S. 391 E. 6.4). Für die 
Kinder hätte die Wegweisung gravierende Konsequenzen. Der 
Beschwerdeführer arbeitet zwar Vollzeit, kümmert sich daneben aber aktiv 
um die Kinder und holt sie regelmässig aus der Kita ab. Er hat trotz seines 
insgesamt einjährigen Freiheitsentzugs eine enge Beziehung zu diesen 
aufbauen können und namentlich die zweijährige Tochter ist auf ihn fixiert 
(BB 14-16; Vorakten POM, BB 20-24). Mit der Wegweisung verlieren die 
Kinder eine enge Bezugsperson; das Aufrechterhalten der intensiven 
Beziehung wird nicht mehr möglich sein. Insgesamt haben nach dem 
Gesagten die Ehefrau und die Kinder grundsätzlich ein bedeutendes 
privates Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
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4.3.5 Die POM hat richtigerweise darauf hingewiesen, dass das Ehe- und 
Familienleben in gewissem, wenn auch bescheidenem Rahmen auch über 
die Grenzen hinweg gelebt werden kann. Möglich ist insbesondere, dass 
die Ehefrau und die Kinder den Beschwerdeführer von Zeit zu Zeit in 
Nigeria besuchen. Zudem sind Besuche des Beschwerdeführers bei seiner 
Familie denkbar. Zwar beabsichtigt der MIDI, beim zuständigen Bundesamt 
die Verhängung eines Einreiseverbots gegen ihn zu beantragen (Vorakten 
MIDI, pag. 214). Ein solches kann aber praxisgemäss zwecks Ermögli-
chung der Pflege des Familienlebens vorübergehend aufgehoben werden 
(vgl. Art. 67 Abs. 5 AuG; BVR 2015 S. 391 E. 7.2; BGer 2C_1140/2012 
vom 27.11.2012, E. 2.2). Neben sporadischen Besuchen kann der Kontakt 
zwischen der Ehefrau und dem Sohn und schon bald auch mit der zwei-
jährigen Tochter mittels der üblichen Kommunikationsmittel gepflegt wer-
den (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 E. 5.4). Zu berücksichtigen ist im Hinblick 
auf das Kindeswohl überdies, dass die beiden Kinder bei ihrer Mutter und 
in ihrem vertrauten Umfeld (Kita, Grosseltern, weitere Verwandtschaft) ver-
bleiben und von den hiesigen Lebensbedingungen und Ausbildungs-
möglichkeiten profitieren können, sollte die Mutter nicht mit dem Be-
schwerdeführer nach Nigeria ausreisen (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 E. 5.4 
mit Hinweis; BGer 2C_660/2009 vom 7.6.2010, E. 2.3.3). Dass der Vater 
als Betreuungsperson ausfällt, ändert entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers nichts daran, dass die bisherigen, den Kindern vertrauten 
Strukturen im Wesentlichen bestehen bleiben (Beschwerde, S. 10). Die 
Ehefrau musste sich denn auch mit den Kindern aufgrund der Unter-
suchungshaft und des anschliessenden Freiheitsentzugs des Beschwerde-
führers bereits während fast eines Jahres ohne ihn organisieren und 
zurechtfinden. Der mit der Entfernungsmassnahme bewirkte Eingriff in das 
Familienleben kann schliesslich insofern nicht als «irreparabel» (Be-
schwerde, S. 10) bezeichnet werden, als die Verurteilung aus dem Jahr 
2012 einen neuen Aufenthaltstitel für den Beschwerdeführer nicht ein für 
alle Mal ausschliesst. Besteht ein Bewilligungsanspruch fort und wird dann-
zumal anzunehmen sein, dass er sich in seiner Heimat bewährt und keine 
Gefahr mehr für die hiesige Sicherheit und Ordnung mehr bildet, kann um 
Neuerteilung einer Bewilligung ersucht werden (vgl. BVR 2015 S. 391 E. 4 
und 7.4; BGer 2C_659/2015 vom 20.8.2015, E. 5.2.4, 2C_898/2014 vom 
6.3.2015, E. 4.2.8, je mit Hinweisen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 18

4.3.6 Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass neben dem 
privaten Interesse der Familie des Beschwerdeführers auch ein gewisses 
finanzielles Interesse der Öffentlichkeit gegen seine Wegweisung spricht, 
da diesfalls damit zu rechnen ist, dass er seine Schulden aus dem Straf-
verfahren nicht mehr begleichen und ferner eine zukünftige Sozialhilfe-
abhängigkeit der Ehefrau nicht ausgeschlossen werden kann (Beschwerde, 
S. 10; vgl. etwa BGer 2C_1000/2013 vom 20.7.2014, E. 3.3.2). Diesem ist 
aber mit Blick auf die schwere Straffälligkeit des Beschwerdeführers im hier 
interessierenden Zusammenhang nur untergeordnetes Gewicht beizu-
messen (vgl. etwa VGE 2013/210 vom 22.8.2014, E. 5.3.3 [bestätigt durch 
BGer 2C_898/2014 vom 6.3.2015]). 

4.4 Zusammenfassend ist vorab aufgrund der familiären Beziehungen 
und des Kindeswohls ein sehr gewichtiges privates Interesse am Verbleib 
des Beschwerdeführers in der Schweiz zu bejahen.

5.

Die Abwägung der massgeblichen Interessen für und gegen den Entzug 
der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung ergibt Folgendes:

5.1 Das öffentliche Interesse an der fremdenpolizeilichen Massnahme 
ist sehr hoch zu veranschlagen. Der Beschwerdeführer hat sich aus finan-
ziellen Motiven mehrfach professionell, planmässig und mit zunehmenden 
Mengen als Drogenkurier betätigt und mit dem Handel von insgesamt rund 
2'700 Gramm Kokaingemisch in Kauf genommen, die Gesundheit einer 
Vielzahl von Menschen jedenfalls mittelbar zu gefährden. Für sein quali-
fiziertes Betäubungsmitteldelikt wurde er zu einer dreijährigen Freiheits-
strafe verurteilt, was sein erhebliches Verschulden zum Ausdruck bringt 
(vorne E. 3.1). Gemäss der ständigen strengen Praxis bei derartigen Delik-
ten und den generalpräventiven Überlegungen, welche die Ausländer-
behörden zulässigerweise in die Beurteilung einfliessen lassen dürfen, 
müssten in der vorliegenden Konstellation daher ausserordentliche Um-
stände vorliegen, um den Bewilligungswiderruf und die Wegweisung als 
unverhältnismässig erscheinen zu lassen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 6.1 mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 19

Hinweis). Nach dem Willen des Verfassungsgebers gehört der Drogenhan-
del zu den Anlasstaten, die zum Verlust des Aufenthaltsrechts führen 
sollten (Art. 121 Abs. 3 Bst. a BV; vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2)

5.2 Derartige Umstände sind beim Beschwerdeführer nicht auszu-
machen. Gegen die fremdenpolizeiliche Massnahme fallen zwar vor allem 
das private Interesse der Ehefrau und der beiden zwei- und vierjährigen 
Kinder ins Gewicht, mit welchen der Beschwerdeführer im gemeinsamen 
Haushalt lebt. Er kümmert sich regelmässig um seinen Sohn und seine 
Tochter, hat eine enge Beziehung zu ihnen und trägt finanziell wesentlich 
zum Familienunterhalt bei. Die Wegweisung würde seine Angehörigen hart 
treffen, zumal es der Ehefrau kaum zumutbar ist, ihm nach Nigeria zu fol-
gen. Auch wenn die familiären Beziehungen über eine grössere räumliche 
Distanz aufrechterhalten werden können, wären sie wesentlich erschwert 
(vorne E. 4.3.4 und 4.3.5). Darüber hinaus sprechen aber keine gewichti-
gen privaten Interessen für den Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz, der gemessen an seiner Aufenthaltsdauer beruflich, sozial und 
sprachlich höchstens durchschnittlich integriert ist. Er gehört denn auch 
nicht zu den ausländischen Personen, die sich schon seit langer Zeit hier 
aufhalten und deren Niederlassungsbewilligung praxisgemäss nur mit 
besonderer Zurückhaltung widerrufen werden soll (BGE 139 I 16 E. 2.2.1; 
Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländer-
rechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in Alberto 
Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, 2013, 
S. 31 ff., 121). Weder ist er in der Schweiz geboren oder bereits als Kind 
hierher gekommen («Ausländer der zweiten Generation»), noch kann er 
zur Gruppe der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen gezählt werden, 
die im Aufnahmestaat sozialisiert worden sind (vgl. dazu 
BGer 2C_896/2014 vom 25.4.2015, E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). Damit 
lässt sich der hier zu beurteilende Sachverhalt namentlich nicht mit 
demjenigen eines straffälligen, in der Schweiz niederlassungsberechtigten 
Afghanen vergleichen, dessen Wegweisung das Bundesgericht als unver-
hältnismässig betrachtet hat (BGE 139 I 145). Jener Ausländer reiste 
jünger in die Schweiz ein (25 Jahre) und konnte sich auf eine längere (als 
integrationswirksam anerkannte) Aufenthaltsdauer berufen (12 Jahre). Er 
handelte zudem mit deutlich geringeren Drogenmengen (60 Gramm 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 20

Kokain- und 125 Gramm Heroingemisch). Die Freiheitsstrafe, die zum Be-
willigungswiderruf führte, lag mit zwei Jahren denn auch deutlich unter dem 
Strafmass des gegen den Beschwerdeführer verhängten Urteils. Im vor-
liegenden Fall ist sodann von Bedeutung, dass der Beschwerdeführer nicht 
als Ersttäter bezeichnet werden kann, der sich mit einer bloss einmaligen 
Handlung strafbar gemacht hat; auch sein Verhalten im Asylverfahren zeigt 
kein positives Verhältnis zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung (vorne 
E. 3.2). Es besteht daher auch unter diesem Gesichtswinkel kein Grund, 
das gewichtige Fernhalteinteresse zu relativieren, wie es das Bundes-
gericht unter Hinweis auf die einmalige bzw. im Übrigen nur sehr unter-
geordnete Straffälligkeit im Fall eines wegen Brandstiftung und versuchter 
qualifizierter Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteil-
ten Türken getan hat. Die Tat lag in jenem Fall – gemessen am Zeitpunkt 
des vorinstanzlichen Urteils – zudem bereits mehr als fünf Jahre zurück. 
Abgesehen davon war zugunsten jenes Ausländers massgeblich die lange 
Aufenthaltsdauer von rund 20 Jahren zu berücksichtigen (vgl. 
BGer 2C_1000/2013 vom 20.7.2014); sie fällt hier wesentlich kürzer aus.

5.3 Die POM hat somit keinen Rechtsfehler begangen, wenn sie das 
öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers höher ge-
wichtet hat als das entgegenstehende private Interesse an dessen Verbleib 
in der Schweiz. Sie durfte den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
die Wegweisung mithin auch unter Berücksichtigung des Anspruchs auf 
Familienleben (Art. 8 EMRK und Art. 13 BV) und des Kindeswohls ohne 
vorangehende Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 AuG) als verhältnismässig ein-
stufen. Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich dabei mit hinreichen-
der Klarheit aus den Akten, weshalb sich ein Parteiverhör erübrigt und der 
entsprechende Antrag des Beschwerdeführers abgewiesen wird (vgl. zur 
antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3 mit 
Hinweisen). Hat der Beschwerdeführer wie hier den Widerrufsgrund von 
Art. 62 Bst. b AuG erfüllt und erweist sich der Bewilligungswiderruf als ver-
hältnismässig, kommt die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als mildere 
Massnahme zum Entzug der Niederlassungsbewilligung nicht in Betracht 
(vgl. etwa BGer 2C_200/2015 vom 18.6.2015, E. 4 mit Hinweis). Gleiches 
gilt für die ermessensweise Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss 
Art. 33 Abs. 3 AuG (vgl. BVR 2015 S. 39 E. 8.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 21

5.4 Der angefochtene Entscheid hält demnach der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde ist abzuweisen. Da die gesetzte Ausreisefrist be-
reits abgelaufen ist, ist dem Beschwerdeführer praxisgemäss eine neue 
Ausreisefrist anzusetzen.

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
grundsätzlich kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikosten-
ersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indessen für das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
seiner Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht. Die Verwaltungs-
justizbehörde befreit eine Partei von den Kostenpflichten, wenn sie nicht 
über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aus-
sichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessord-
nung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer Par-
tei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 
VRPG).

6.2 Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung be-
steht, ihn zu gewinnen, das heisst, wenn Gewinnaussichten und Verlust-
gefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind 
als diese. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis dem-
gegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als 
ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist, ob eine Partei, die 
über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 
Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll 
einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen 
würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2015 
S. 487 E. 7.1, 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2). – Die POM hat 
den Entscheid zwar sorgfältig begründet. Mit Blick auf die bundesgerichtli-
che Rechtsprechung kann die Beschwerde aber nicht als aussichtslos be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 22

zeichnet werden, zumal namhafte familiäre Interessen auf dem Spiel ste-
hen.

6.3 Nach der Rechtsprechung gilt eine Partei als prozessbedürftig, 
wenn sie die Kosten eines Verfahrens nicht aufzubringen vermag, ohne 
Mittel anzugreifen, derer sie zur Deckung des notwendigen Lebensunter-
halts für sich und die Familie bedarf. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt 
sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation der rechtsuchenden Per-
son im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung. Dazu gehören einerseits sämtli-
che finanziellen Verpflichtungen sowie andererseits die Einkommens- und 
Vermögensverhältnisse (BVR 2014 S. 437 E. 7.2; vgl. auch BGE 135 I 221 
E. 5.1 [Pra 99/2010 Nr. 25]). Der Nachweis der Prozessbedürftigkeit obliegt 
der gesuchstellenden Partei. Sie hat ihre Einkommens- und Vermögens-
verhältnisse umfassend darzulegen und soweit möglich auch zu belegen 
(BVR 2010 S. 283 E. 2.2). Bei unselbständig erwerbstätigen Personen ist 
die Prozessbedürftigkeit anhand der Gegenüberstellung des monatlichen 
Nettoeinkommens und des zivilprozessualen Zwangsbedarfs zu ermitteln, 
wobei allfälliges Vermögen zu berücksichtigen ist und bei Eheleuten, die im 
gleichen Haushalt leben eine Gesamtrechnung vorzunehmen ist (Kreis-
schreiben Nr. 1 der Zivilabteilung des Obergerichts und des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Januar 2011 über die Ermittlung 
und den Nachweis der Prozessarmut [nachfolgend: KS 1], Bst. A und D; die 
in E. 6 angeführten Kreisschreiben sind einsehbar auf: 
<www.justice.be.ch>, Rubriken «Verwaltungsgerichtsbarkeit», «Verwal-
tungsgericht», «Downloads & Publikationen»).

6.4 Der Gesuchsteller und seine Frau erzielen ein monatliches Netto-
einkommen von Fr. 8'491.-- (Nettolohn Beschwerdeführer: Fr. 4'118.-- 
[Durchschnittslohn berechnet auf der Basis der Nettolöhne 12.2014-
5.2015]; Nettolohn Ehefrau: Fr. 4'373.-- [monatlicher Nettolohn von 
Fr. 4'036.85 zuzüglich Anteil 13. Monatslohn; UR-Gesuch, Beilage 1 f. und 
Vorakten POM, BB 5, Art. 5]). Nennenswertes Vermögen ist keines vorhan-
den (UR-Gesuch, Beilage 20).

6.5 Dem Einkommen der Eheleute steht gemäss den eingereichten 
Unterlagen folgender zivilprozessualer Zwangsbedarf gegenüber (Beleg-
stellen aus act. 2, 2A, 4 und 4A, soweit nicht anders vermerkt):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2015, Nr. 100.2015.145U, 
Seite 23

6.5.1 Auszugehen ist von einem um 30 % erweiterten monatlichen betrei-
bungsrechtlichen Grundbetrag von Fr. 3'250.-- (Grundbetrag für Ehepaare: 
Fr. 1'700.--; Grundbetrag für zwei Kinder unter 10 Jahren: Fr. 800.--; zuzüg-
lich 30 %; KS 1, Bst. A i.V.m. Kreisschreiben Nr. B 1 des Obergerichts des 
Kantons Bern vom 1. April 2010 betreffend Richtlinien über die Berechnung 
des Existenzminimums [nachfolgend: KS B 1] Beilage 1, Ziff. I). Hinzu-
zurechnen sind die nachfolgend aufgeführten Zuschläge für nachgewie-
sene monatliche Aufwendungen.

6.5.2 Die Miete von Fr. 950.-- (inkl. Nebenkosten; zu den Autoabstell-
plätzen vgl. E. 6.5.3 hiernach), die Krankenkassenprämien für die Grund-
versicherung von Fr. 814.-- (Beschwerdeführer: Fr. 313.--, Ehefrau: 
Fr. 291--; beide Kinder: je Fr. 105.--), die Kosten für die externe Kinder-
betreuung (Kita) von Fr. 690.-- und die Ratenzahlungen von Fr. 250.-- für 
die Begleichung der Schulden des Beschwerdeführers aus dem 
Strafverfahren (UR-Gesuch, Beilage 19; vgl. auch BB 7; vgl. KS 1, Bst. C 
und KS B 1, Beilage 1, Ziff. II).

6.5.3 Unumgängliche Berufsauslagen können wie folgt berücksichtigt 
werden: Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau wohnen in ... und 
arbeiten in ... (Beschwerdeführer) bzw. in ... (Ehefrau). Damit können die 
geltend gemachten Verpflegungskosten von insgesamt Fr. 440.-- 
berücksichtigt werden (Beschwerdeführer: Kosten für auswärtige 
Verpflegung von Fr. 220.-- und Zulage von Fr. 110.-- für erhöhten 
Nahrungsbedarf bei Schichtbetrieb; Ehefrau: Fr. 110.-- für auswärtige 
Verpflegung; KS 1, Bst. C/d und KS B1, Beilage 1, Ziff. II/4/a und b). Fahr-
kosten können im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit angerechnet 
werden, wenn für die Zurücklegung des Arbeitswegs oder die Berufs-
ausübung die Benützung eines Autos unbedingt notwendig ist. Anzurech-
nen sind diesfalls die festen und veränderlichen Kosten ohne Amortisation, 
wobei Letztere anhand eines pauschalisierten Kilometerpreises berechnet 
werden (KS 1, Bst. C/d; KS B 1, Beilage 1, Ziff. II/4/d; BGer 5A_27/2010 
vom 15.4.2010, E. 3.2.2 ff.; BVR 2014 S. 437 E. 7.7.3; VGE 2011/50-51 
vom 18.1.2012, E. 4.3). Der Beschwerdeführer ist zur Berufsausübung auf 
ein Auto angewiesen, da er im Schichtbetrieb arbeitet und mit dem öffent-
lichen Verkehr die um fünf Uhr beginnende Frühschicht nicht rechtzeitig 

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erreichen könnte (vgl. UR-Gesuch, Ziff. 4 und den elektronisch abrufbaren 
Fahrplan, einsehbar unter: <www.sbb.ch>). Der Beschwerdeführer macht 
zwar geltend, weist aber nicht nach, dass er teils sechs Tage pro Woche 
arbeitet, weshalb von einer Fünftagewoche und damit durchschnittlich 
20 Arbeitstagen im Monat auszugehen ist. Bei einem Arbeitsweg von 
92 km (Hin- und Rückfahrt) legt er demnach monatlich 1'840 km zurück. 
Bei Fahrwegen von jährlich zwischen 5'000 und 30'000 km sind gemäss 
KS 1 (Bst. C/d) variable Kosten von Fr. 0,5-0,7 pro Kilometer anzurechnen 
(mittlere Strecken). Bei einem Kilometerpreis von Fr. 0,6 pro Kilometer 
resultieren beim Beschwerdeführer entsprechend monatliche (variable) 
Fahrkosten von Fr. 1'104.--, welche um die nachgewiesenen monatlichen 
Fixkosten von Fr. 510.-- zu ergänzen sind (Leasingkosten: Fr. 375.--; Fahr-
zeugversicherung: Fr. 135.--). Angerechnet werden können zudem die 
Parkplatzkosten von Fr. 65.-- (hälftiger Anteil der Parkplatzkosten von total 
Fr. 130.--; UR-Gesuch, Beilage 4; BGer 9C_365/2013 vom 25.7.2013, 
E. 4.2.1). Insgesamt können folglich gesamthaft Fahrkosten von monatlich 
Fr. 1'679.-- berücksichtigt werden (vgl. zur Fahrzeugsteuer hinten E. 6.5.5). 
Dass der Beschwerdeführer selber bloss monatliche Fahrkosten von 
Fr. 733.20 veranschlagt, schadet nicht und ist im Wesentlichen darauf zu-
rückzuführen, dass er die variablen monatlichen Fahrkosten nicht gemäss 
KS 1 anhand des pauschalisierten Kilometerpreises berechnet, sondern 
einzig auf den monatlichen Benzinverbrauch abstellt (Fr. 193.20 [138 Liter 
x Fr. 1.40]; act. 4).

6.5.4 Zu berücksichtigen sind schliesslich die laufenden Steuern (KS 1, 
Bst. C/g). Der Beschwerdeführer macht (geschätzte) laufende Steuern von 
Fr. 900.-- geltend. Im Jahr 2013 bezahlten er und seine Ehefrau monatlich 
knapp Fr. 860.-- Steuern. Das in der Steuererklärung 2014 deklarierte 
Nettoeinkommen aus Erwerb und Arbeitslosenentschädigung (Fr. 86'128.--) 
liegt unter demjenigen im Jahr 2013 (Fr. 96'538.--; UR-Gesuch, Beilage 20 
und Vorakten POM, UR-Gesuch, Beilage 9), weshalb die Steuern für 2014 
im Vergleich zu denen des Vorjahrs tiefer ausfallen dürften. Damit erscheint 
der geltend gemachte Betrag von Fr. 900.-- zu hoch und es werden statt-
dessen monatlich Fr. 700.-- für die laufenden Steuern angerechnet.

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6.5.5 Die monatlichen Auslagen für den Grundbedarf (Fr. 3'250.--), die 
Miete (Fr. 950.--), die Krankenkassenprämien (Fr. 814.--), die Kita 
(Fr. 690.--), die Schuldentilgung (Fr. 250.--), die auswärtige Verpflegung 
(Fr. 440.--), die Fahrkosten des Beschwerdeführers (Fr. 1'679.--) und die 
Steuern (Fr. 700.--) übersteigen mit Fr. 8'773.-- bereits das monatliche 
Nettoeinkommen von Fr. 8'491.--, sodass die Prozessbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers zu bejahen ist. Offengelassen werden kann deshalb, 
ob – was fraglich erscheint – die Ehefrau zur Berufsausübung auf ein Auto 
angewiesen ist und damit ihre Fahrkosten sowie die Kosten des zweiten 
Parkplatzes bei der Ermittlung des prozessualen Zwangsbedarfs ebenfalls 
zu berücksichtigen sind, und wie es sich mit der Anrechnung der vom Be-
schwerdeführer zwar geltend gemachten, aber nicht belegten Fahrzeug-
steuer verhält. 

6.6 Die Voraussetzungen von Art. 111 Abs. 1 VRPG sind nach dem 
Gesagten erfüllt. Die sich stellenden Fragen rechtfertigen zudem den Bei-
zug einer Anwältin. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher 
gutzuheissen, und dem Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtli-
che Verfahren seine Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin beizuordnen. 
Die Verfahrenskosten sind vorläufig vom Kanton Bern zu tragen und die 
amtliche Anwältin ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers (Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 42a Abs. 2 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
[KAG; BSG 168.11] und Art. 123 ZPO).

6.7 Der tarifmässige Parteikostenersatz ist im vorliegenden Fall ent-
sprechend der Kostennote, welche mit Blick auf den in der Sache gebote-
nen Zeitaufwand, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des 
Prozesses zu keinen Bemerkungen Anlass gibt (vgl. Art. 41 Abs. 3 KAG), 
auf ein pauschales Honorar von Fr. 3'375.--, zuzüglich Fr. 190.60 Auslagen 
und Fr. 285.25 MWSt (8 % von Fr. 3'565.60), insgesamt Fr. 3'850.85, fest-
zusetzen (vgl. Art. 42a Abs. 3 KAG).

Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 VRPG 
i.V.m. Art. 42 KAG. Demnach bezahlt der Kanton den amtlich bestellten 
Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich 
nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar 

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gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht (Art. 42 
Abs. 1 Satz 1 KAG). Der Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 Abs. 4 
KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]). Aus-
lagen und Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 
Satz 3 KAG). Bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 13,5 Stunden ist 
die amtliche Entschädigung auf Fr. 2'700.-- (13,5 x Fr. 200.--), zuzüglich 
Fr. 190.60 Auslagen und Fr. 231.25 MWSt (8 % von Fr. 2'890.60), insge-
samt Fr. 3'121.85, festzusetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 14. Dezember 2015. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerde-
führer Fürsprecherin ... als amtliche Anwältin beigeordnet. Der 
tarifmässige Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf 
Fr. 3'850.85 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Für-
sprecherin ... aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'121.85 (inkl. Aus-
lagen und MWSt) festgesetzte Entschädigung vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

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5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.