# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30c761e2-0469-5be7-b949-f7220adfccf9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.05.2015 SB150050
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150050_2015-05-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150050-O/U/cw 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Wasser-

Keller und Ersatzoberrichter lic. iur. Muheim sowie Gerichtsschreibe-

rin lic. iur. Schneeberger 

 

 

Urteil vom 12. Mai 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
betreffend gewerbsmässiger Betrug etc.   

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom 

16. September 2014 (DG140009) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 31. März 2014 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 29). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB, 

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 
und Abs. 2 StGB, 

- der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB, 

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 
StGB,  

- des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 
Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB,  

- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 
Abs. 1 lit. a SVG sowie 

- des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 
SVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis 

und mit heute 387 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstra-

fe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–, entsprechend Fr. 600.–. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen und die Geldstrafe ist zu bezahlen. 

4. Es wird keine Massnahme angeordnet. 

5. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 2008 unter An-

setzung einer Probezeit von 3 Jahren ausgefällte bedingte Freiheitsstrafe 

von 7 Monaten, deren Probezeit von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit 

Entscheid vom 17. August 2011 um ein Jahr verlängert wurde, wird widerru-

fen und vollzogen. 

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6. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides werden folgende mit Verfü-

gung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 31. März 2014 beschlag-

nahmten Gegenstände eingezogen und der Gerichtskasse zur gutscheinen-

den Verwendung überlassen: 

1. 1 Computer (Laptop, Marke Asus, Typ W1000, Seriennummer ...), 

2. 1 iPhone 5 (schwarz, Display defekt, IMEI-Nr. ...). 

Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Deckung der Verfahrenskosten ver-
wendet. 

7. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides werden folgende mit Verfü-

gung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 31. März 2014 beschlag-

nahmten Gegenstände dem Beschuldigten herausgegeben: 

1. 1 Kassenbeleg B._____, 

2. 1 Schreiben von C._____ vom 8. April 2013, 

3. 1 Bankkundenkarte (Maestrokarte …bank, lautend auf A._____, Kar-
ten-Nr. ...). 

8. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte nachfolgende 

Schadenersatzbegehren anerkennt: 

1. gegenüber der Privatklägerin 1 in der Höhe von Fr. 2'500.– zzgl. 5 % 
Zins seit 20. September 2012 (mittlerer Verfalltag), 

2. gegenüber dem Privatkläger 2 in der Höhe von Fr. 850.–, 

3. gegenüber dem Privatkläger 3 in der Höhe von Fr. 2'420.– zzgl. 5 % 
Zins seit 2. Februar 2012, 

4. gegenüber dem Privatkläger 4 in der Höhe von Fr. 450.– zzgl. 5 % Zins 
seit 31. Januar 2013, 

5. gegenüber dem Privatkläger 5 in der Höhe von Fr. 1'000.– zzgl. 5 % 
Zins seit 25. Januar 2013, 

6. gegenüber dem Privatkläger 6 in der Höhe von Fr. 1'006.– zzgl. 5 % 
Zins seit 6. Februar 2013, 

7. gegenüber dem Privatkläger 7 in der Höhe von Fr. 980.–, 

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8. gegenüber dem Privatkläger 8 in der Höhe von Fr. 2'600.–, 

9. gegenüber dem Privatkläger 9 in der Höhe von Fr. 300.–, 

10. gegenüber der Privatklägerin 10 in der Höhe von Fr. 10'000.–, 

11. gegenüber dem Privatkläger 12 in der Höhe von Fr. 406.–, 

12. gegenüber dem Privatkläger 13 in der Höhe von Fr. 420.–, 

13. gegenüber dem Privatkläger 14 in der Höhe von Fr. 300.–, 

14. gegenüber der Privatklägerin 15 in der Höhe von Fr. 890.– zzgl. 5 % 
Zins seit 11. März 2013. Für diese Forderung zzgl. Fr. 99.- Betrei-
bungskosten wird in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Sihltal 
(Zahlungsbefehl vom 10. April 2013) definitive Rechtsöffnung erteilt. 

15. Gegenüber dem Privatkläger 16 in der Höhe von Fr. 980.–, 

16. gegenüber der Privatklägerin 17 in der Höhe von Fr. 2'000.– zzgl. 5 % 
Zins seit 30. April 2013, 

17. gegenüber der Privatklägerin 18 in der Höhe von Fr. 1'600.– zzgl. 5 % 
Zins seit 26. Juni 2013, 

18. gegenüber dem Privatkläger 19 in der Höhe von Fr. 1'700.–, 

19. gegenüber dem Privatkläger 20 in der Höhe von Fr. 1'100.–, 

20. gegenüber dem Privatkläger 22 in der Höhe von Fr. 900.– zzgl. 5 % 
Zins seit 19. April 2013, 

21. gegenüber dem Privatkläger 23 in der Höhe von Fr. 500.– zzgl. 5 % 
Zins seit 24. April 2013, 

22. gegenüber dem Privatkläger 24 in der Höhe von Fr. 410.– zzgl. 5 % 
Zins seit 14. April 2012, 

23. gegenüber dem Privatkläger 25 in der Höhe von Fr. 550.– zzgl. 5 % 
Zins seit 13. August 2013, 

24. gegenüber dem Privatkläger 26 in der Höhe von Fr. 550.–, 

25. gegenüber der Privatklägerin 27 in der Höhe von Fr. 650.–, 

26. gegenüber dem Privatkläger 28 in der Höhe von Fr. 750.–, 

27. gegenüber der Privatklägerin 29 in der Höhe von Fr. 1'800.– zzgl. 5 % 
Zins seit 16. Mai 2013, 

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28. gegenüber der Privatklägerin 30 in der Höhe von Fr. 2'000.– zzgl. 5 % 
Zins seit 30. Mai 2011, 

29. gegenüber der Privatklägerin 31 in der Höhe von Fr. 362.– zzgl. 5 % 
Zins seit 4. April 2012, 

30. gegenüber dem Privatkläger 32 in der Höhe von Fr. 400.–, 

31. gegenüber dem Privatkläger 33 in der Höhe von Fr. 500.–, 

32. gegenüber dem Privatkläger 34 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % 
Zins seit 31. März 2013, 

33. gegenüber dem Privatkläger 35 in der Höhe von Fr. 318.–, 

34. gegenüber dem Privatkläger 36 in der Höhe von Fr. 450.– zzgl. 5 % 
Zins seit 30. April 2012, 

35. gegenüber dem Privatkläger 37 in der Höhe von Fr. 600.–, 

36. gegenüber der Privatklägerin 38 in der Höhe von Fr. 1'518.– zzgl. 5 % 
Zins seit 11. Juni 2013, 

37. gegenüber dem Privatkläger 40 in der Höhe von Fr. 900.–, 

38. gegenüber dem Privatkläger 41 in der Höhe von Fr. 650.– zzgl. 5 % 
Zins seit 18. Juni 2013, 

39. gegenüber dem Privatkläger 42 in der Höhe von Fr. 700.–, 

40. gegenüber dem Privatkläger 43 in der Höhe von Fr. 1'315.–, 

41. gegenüber der Privatklägerin 44 in der Höhe von Fr. 1'600.– zzgl. 5 % 
Zins seit 6. April 2013 (mittlerer Verfallstag), 

42. gegenüber der Privatklägerin 45 in der Höhe von Fr. 700.–, 

43. gegenüber dem Privatkläger 46 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % 
Zins seit 28. November 2012, 

44. gegenüber dem Privatkläger 47 in der Höhe von Fr. 6'500.–, 

45. gegenüber dem Privatkläger 48 in der Höhe von Fr. 325.–, 

46. gegenüber der Privatklägerin 49 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % 
Zins seit 22. November 2012, 

47. gegenüber dem Privatkläger 50 in der Höhe von 1'500.– zzgl. 5 % Zins 
seit 20. September 2011 (mittlerer Verfallstag), 

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48. gegenüber der Privatklägerin 51 in der Höhe von Fr. 6'500.– zzgl. 5 % 
Zins seit 19. Juli 2011. 

9. Überdies wird der Beschuldigte verpflichtet, wie folgt Schadenersatz zu be-

zahlen: 

1. dem Privatkläger 2 in der Höhe von Fr. 5.–, 

2. dem Privatkläger 7 in der Höhe von Fr. 20.–, 

3. der Privatklägerin 15 in der Höhe von Fr. 99.– zzgl. 5 % Zins seit 
10. April 2013, 

4. dem Privatkläger 32 in der Höhe von Fr. 25.–. 

10. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 2, 4, 7, 8, 9, 11, 22, 23, 24, 27, 

34, 38, 43, 44, 46 und 50 werden abgewiesen. 

11. Nachfolgende Schadenersatzbegehren werden auf den Weg des Zivilpro-

zesses verwiesen: 

1. der Privatklägerin 1 im Mehrbetrag von Fr. 50.– zzgl. 5 % Zins seit  
27. November 2012, 

2. des Privatklägers 8 im Mehrbetrag von Fr. 400.–, 

3. des Privatklägers 9 im Mehrbetrag von Fr. 740.20, 

4. des Privatklägers 11 im Betrag von Fr. 4'500.– zzgl. 5 % Zins seit 
1. November 2012, 

5. des Privatklägers 14 im Mehrbetrag von Fr. 300.–, 

6. der Privatklägerin 15 im Mehrbetrag von Fr. 300.–, 

7. des Privatklägers 24 im Mehrbetrag von Fr. 85.– zzgl. 5 % Zins seit  
Ereignisdatum, 

8. des Privatklägers 26 im Mehrbetrag von Fr. 450.–, 

9. der Privatklägerin 29 im Mehrbetrag von Fr. 112.– zzgl. 5 % Zins seit 
30. Mai 2013, 

10. des Privatklägers 32 im Mehrbetrag von Fr. 25.–, 

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11. des Privatklägers 43 im Mehrbetrag von Fr. 85.–, 

12. des Privatklägers 46 im Mehrbetrag von Fr. 100.– zzgl. 5 % Zins seit 
Ereignisdatum. 

12. Der amtliche Verteidiger wird entschädigt mit Fr. 18'360.– (inkl. Fr. 1'360.– 

MwSt). 

13.  Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 360.00   Kosten Kantonspolizei 
Fr. 5'000.00   Gebühr Strafuntersuchung 
Fr. 297.00   Auslagen Vorverfahren 
Fr. 610.00   Ausserkantonale Verfahrenskosten 

Fr. 2'400.00   Gerichtskosten Obergericht    (UB130099, UB130158, UB140021, UB 140061) 

Fr. 18'360.00   amtliche Verteidigung 
 
Die Kosten, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung werden 

dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden 

auf die Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 182 S. 1 f.) 

1. Es sei der Beschuldigte mit einer Zusatzstrafe von 18 Monaten Frei-

heitsstrafe sowie einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à SFr. 10.– zum 

Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Oktober 2014 zu bestra-

fen.  

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2. Es sei die Zusatzstrafe im Umfang von 4 Monaten zu vollziehen sowie 

die Geldstrafe zu bezahlen und im Umfang von 14 Monaten bedingt mit 

einer Probezeit von drei Jahren aufzuschieben.  

3. Es sei Disp.-Ziff. 5 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben.  

4. Es sei die Entschädigung für die amtliche Verteidigung vor Vorinstanz 

auf SFr. 30'190.– und die Barauslagen auf SFr. 1'377.– je zuzüglich 

MwSt. von 8%, mithin auf SFr. 34'092.35 festzusetzen.  

Eventualiter sei die Entschädigung für die amtliche Verteidigung auf 

SFr. 29'090.– und die Barauslagen auf SFr. 1'321.– je zuzüglich MwSt. 

von 8%, mithin auf SFr. 32'843.90 festzusetzen.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens inklusive derjenigen der amtli-

chen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. Die amtliche 

Verteidigung sei für ihre Beschwerde mit zusätzlich SFr. 870.50 zu ent-

schädigen.  

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis:  

(Urk. 152, schriftlich) 

 Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.  

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1.   Gegen das eingangs wiedergegebene, am Tag der Urteilsfällung mündlich 

eröffnete und den Parteien im Dispositiv übergebene Urteil des Bezirksgerichts 

Horgen, I. Abteilung, vom 16. September 2014, liess der Beschuldigte am 

25. September 2014 rechtzeitig Berufung anmelden (Urk. 147 und Urk. 107; 

Prot. I S. 25; Art. 399 Abs. 1 StPO). 

2.   Das begründete Urteil wurde dem Verteidiger am 30. Januar 2015 zugestellt 

(Urk. 145/2). Mit Eingabe vom gleichen Datum liess der Beschuldigte fristgerecht 

seine Berufungserklärung einreichen (Urk. 149; Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsi-

dialverfügung vom 11. Februar 2015 wurde den Privatklägern und der Staatsan-

waltschaft Limmattal/Albis Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben  

oder ein Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten zu beantragen 

(Urk. 150). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 16. Februar 2015 

auf Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des erstinstanzlichen Ur-

teils (Urk. 152). Die Privatkläger liessen sich allesamt nicht vernehmen. Anlässlich 

der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher nach dem Dispens für die 

Staatsanwaltschaft (Urk. 152) nur der Beschuldigte mit seinem amtlichen Vertei-

diger erschien, liess dieser die eingangs erwähnten Anträge stellen (Urk. 182 

S. 1 f.; Prot. II S. 6 f.). 

3.   Der Beschuldigte ersuchte mit Eingabe vom 19. Februar 2015 um umge-

hende Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug (Urk. 154/1). Die Staatsan-

waltschaft Limmattal/Albis verzichtete innert ihr angesetzter Frist auf eine Stel-

lungnahme zum Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten (Urk. 160). Nach er-

neuter Äusserung der Verteidigung wurde der Beschuldigte mit Präsidialverfü-

gung vom 27. Februar 2015 per 24. April 2015 aus dem vorzeitigen Strafvollzug 

entlassen (Urk. 165/1 und Urk. 167).  

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II.  Prozessuales 

1.   Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dement-

sprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche 

Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO).  

2.   Der Beschuldigte hat seine Berufung auf den Strafpunkt inkl. Vollzug, auf die 

Frage des Widerrufs des Urteils des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 

2008 und auf die Entschädigung der amtlichen Verteidigung beschränkt (Urk. 149, 

Urk. 182 und Prot. II S. 6 f.). Entsprechend ist festzustellen, dass das Urteil des 

Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, vom 16. September 2014 bezüglich der Dis-

positivziffern 1 (Schuldsprüche), 4 (Massnahme), 6 und 7 (Einziehung und Her-

ausgabe beschlagnahmter Gegenstände) und 8 bis 11 (Zivilansprüche) in 

Rechtskraft erwachsen ist.  

III. Strafzumessung und Vollzug 

1.   Allgemeines 

1.1.   Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 30 

Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wobei sie 

sowohl die Freiheitsstrafe als auch die Geldstrafe für vollziehbar erklärte (Urk. 147 

S. 21-45 und S. 58).  

1.2.   Dabei hat die Vorinstanz die allgemeinen Regeln der Strafzumessung und 

das Vorgehen für die Zumessung mehrerer Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 

StGB korrekt dargelegt. Sie hat insbesondere in Nachachtung der ständigen 

Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteil 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013, 

E. 2.1 und 2.3.2; mit Hinweisen, bestätigt in Urteil 6B_375/2014 vom 28. August 

2014, E. 2.6. a. E.) korrekterweise bei der Festsetzung der Einsatzstrafe zunächst 

alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände beachtet, in ei-

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nem weiteren Schritt die übrigen Delikte beurteilt und aufgezeigt, in welchem 

Ausmass die Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips zu erhöhen ist 

und schliesslich erst nach Festlegung der (hypothetischen) Gesamtstrafe für 

sämtliche Delikte die allgemeinen Täterkomponenten berücksichtigt (Urk. 147 

S. 21 und S. 26). Um Wiederholungen zu vermeiden kann vorweg darauf verwie-

sen werden. 

2.   Retrospektive Konkurrenz 

2.1.   Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er 

wegen einer anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in 

der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren 

Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Art. 49 

Abs. 2 StGB gelangt zur Anwendung, wenn das Gericht Delikte beurteilen muss, 

die der Täter begangen hat, bevor er wegen anderer Straftaten verurteilt wurde 

(vgl. BGE 129 IV 113 E. 1.1). Die Bestimmung will im Wesentlichen das Asperati-

onsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleisten. Der Täter, der meh-

rere Freiheitsstrafen verwirkt hat, soll nach einem einheitlichen, für ihn relativ 

günstigen Prinzip der Strafschärfung beurteilt werden, unabhängig davon, ob die 

Verfahren getrennt durchgeführt werden oder nicht. Der Täter soll damit trotz Auf-

teilung der Strafverfolgung in mehrere Verfahren gegenüber jenem Täter, dessen 

Taten gleichzeitig beurteilt wurden, nicht benachteiligt und so weit als möglich 

auch nicht besser gestellt werden (BGE 138 IV 113 E. 3.4.1.; BGE 132 IV 102 

E. 8.2 mit Hinweisen; Entscheid des Bundesgerichts 6B_964/2014 vom 2. April 

2015, E. 1.4.1. f.). Die Rechtsprechung stellt für die Frage, ob überhaupt und in 

welchem Umfang (d.h. ganz oder teilweise) das Gericht eine Zusatzstrafe aus-

sprechen muss, auf das Datum der ersten Verurteilung im ersten Verfahren ab 

(sog. Ersturteil, bei welchem es sich oftmals, aber nicht zwingend, um das erstin-

stanzliche Urteil handelt). Demgegenüber ist für die Bemessung bzw. die Höhe 

der Zusatzstrafe das rechtskräftige Urteil im ersten Verfahren massgebend 

(BGE 138 IV 113 E. 3.4.2.). 

2.2.  Die Ausfällung einer Zusatzstrafe bedingt stets, dass die Voraussetzungen 

nach Art. 49 Abs. 1 StGB erfüllt sind. Danach sind ungleichartige Strafen kumula-

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tiv zu verhängen, weil das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleicharti-

ge Strafen ausgesprochen werden. Die Bildung einer Gesamtstrafe und damit 

auch die Ausfällung einer Zusatzstrafe ist bei ungleichartigen Strafen nicht mög-

lich (BGE 137 IV 57 E. 4.3.1 mit Hinweisen).  

2.3.   Für das Vorgehen bei der Festsetzung der Zusatzstrafe bei retrospektiver 

Konkurrenz kann auf die ausführliche Rechtsprechung verwiesen werden (Urteile 

des Bundesgerichts 6B_964/2014 vom 2. April 2015, E. 1.4.1. f. und 6B_446/2013 

vom 17. Dezember 2013, E. 1.3.1; BGE 132 IV 102 E. 8 und BGE 129 IV 113 

E. 1.1; je mit zahlreichen Hinweisen). Demnach setzt das Gericht bei der Bemes-

sung der Zusatzstrafe gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB zunächst eine hypothetische 

Gesamtstrafe fest. Es hat sich zu fragen, welche Strafe es ausgesprochen hätte, 

wenn es sämtliche Delikte gleichzeitig beurteilt hätte. Dabei hat es nach den 

Grundsätzen von Art. 49 Abs. 1 StGB zu verfahren (vgl. BGE 138 IV 120 E. 5.2; 

Urteile des Bundesgerichts 6B_964/2014 vom 2. April 2015, E. 1.4.1. f. und 

6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4, nicht publ. in: BGE 137 IV 57; je mit 

Hinweisen). Die Einsatzstrafe ist die Strafe für die schwerste Tat, die nach dem 

Asperationsprinzip zu erhöhen ist (vgl. BGE 132 IV 102 E. 8.1). Anschliessend ist 

von dieser hypothetischen Gesamtstrafe die im früheren Urteil rechtskräftig aus-

gesprochene Strafe abzuziehen. Bei retrospektiver Konkurrenz hat der Richter 

ausnahmsweise mittels Zahlenangaben offenzulegen, wie sich die von ihm zuge-

messene Strafe quotenmässig zusammensetzt (BGE 132 IV 102 E. 8.3; Urteil 

6B_964/2014 vom 2. April 2015, E. 1.4.1; je mit Hinweisen).  

2.4.  Der Beschuldigte wurde mit Urteil vom 9. September 2013 vom Kreisgericht 

St. Gallen erstinstanzlich wegen mehrfacher Veruntreuung, gewerbsmässigem 

Betrug, mehrfacher Urkundenfälschung und Zechprellerei verurteilt (Urk. 78 

S. 31). Im vorliegenden Verfahren stehen Delikte zur Beurteilung, die der Be-

schuldigte in der Zeit von April 2011 bis August 2013 und damit vor der erstin-

stanzlichen Verurteilung durch das Kreisgericht St. Gallen begangen hat. Dem-

nach liegt ein Fall von retrospektiver Konkurrenz vor. Das Kantonsgericht St. Gal-

len verurteilte den Beschuldigten als zweite Instanz mit Urteil vom 30. Oktober 

2014 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten (Urk. 154/2 S. 7). Auch 

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im vorliegenden Verfahren stehen bei isolierter Betrachtung für die einzelnen De-

likte Freiheitsstrafen zur Diskussion, womit die Voraussetzung der gleichartigen 

Strafen gegeben ist. Es ist somit eine Zusatzstrafe zum Urteil des Kantonsge-

richts St. Gallen vom 30. Oktober 2014 auszufällen.  

3.   Konkrete Strafzumessung 

3.1.  Strafrahmen 

3.1.1.  Ausgangspunkt für die Bildung der hypothetischen Gesamtstrafe ist der 

Strafrahmen für das schwerste Delikt (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Vorinstanz hat 

zutreffend erwogen, dass der gewerbsmässige Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 

StGB, welcher mit einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder mit einer Geld-

strafe nicht unter 90 Tagessätzen bedroht ist, als schwerstes Delikt gilt (Urk. 147 

S. 21). Gleiches gilt auch unter Berücksichtigung der im st. gallischen Verfahren 

beurteilten Delikte. Auch da hat sich der Beschuldigte des gewerbsmässigen Be-

truges gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB als schwerstes Delikt schuldig gemacht 

(Urk. 78 S. 22).  

3.1.2.  Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, führen die Strafschärfungs-

gründe der Deliktsmehrheit und mehrfachen Tatbegehung nicht zu einer automa-

tischen Erweiterung des Strafrahmens, sondern sind stattdessen innerhalb des 

ordentlichen Strafrahmens zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8). Eben-

so hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass keine weiteren ausserordentlichen 

Umstände - insbesondere keine verminderte Schuldfähigkeit - vorliegen, welche 

die Erweiterung des Strafrahmens gebieten würden (Urk. 147 S. 26). Dies gilt 

auch unter der Berücksichtigung, dass vorliegend eine hypothetische Gesamtstra-

fe für die im st. gallischen und im zürcherischen Verfahren zu beurteilenden Delik-

te festzusetzen ist. Es ist somit vom ordentlichen Strafrahmen von einer Geldstra-

fe nicht unter 90 Tagessätzen bis zu einer Freiheitsstrafe von höchstens zehn 

Jahren auszugehen.  

-   14   - 

3.2.   Hypothetische Einsatzstrafe für den gewerbsmässigen Betrug 

3.2.1.  Zunächst ist für den gewerbsmässigen Betrug eine hypothetische Einsatz-

strafe festzulegen. Dabei sind sämtliche Einzelhandlungen, welche dem Beschul-

digten im vorliegenden und im st. gallischen Verfahren vorgeworfen werden, zu 

berücksichtigen, zumal es sich um eine einheitliche, teils identische und sich wie-

derholende Vorgehensweise des Beschuldigten handelte. Es rechtfertigt sich 

demgemäss eine Gesamtbetrachtung.    

3.2.2.  Vorweg kann auf die Erwägungen im Urteil des Kreisgerichts St. Gallen 

vom 9. September 2013 und im Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Ok-

tober 2014 (Urk. 78 S. 22 und Urk. 154/2 S. 5) sowie auf die umfassenden Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 147 S. 27-34). Das Kantonsge-

richt St. Gallen wie auch die Vorinstanz qualifizierten das Verschulden für die von 

ihnen jeweils zu beurteilenden Betrugshandlungen insgesamt als nicht mehr leicht 

(Urk. 154/2 S. 5; Urk. 147 S. 34). 

3.2.3.  Bei der Bestimmung der objektiven Tatschwere ist das Doppelverwer-

tungsverbot zu beachten (Urteile des Bundesgerichts 6B_294/2010 vom 15. Juli 

2010 E. 3.3.2 und 6B_242/2008 vom 24. September 2008, E. 2.1.2). Dieses be-

sagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren oder tieferen Strafrah-

mens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straf-

erhöhungs- oder Strafminderungsgrund herangezogen werden dürfen. Indessen 

darf der Richter zusätzlich berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizie-

render oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Der Richter verfeinert damit 

nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vor-

gezeichnet hat (BGE 120 IV 67 E. 2b und BGE 118 IV 342 E. 2b). 

 Der Beschuldigte hat innert einer Zeitdauer von etwas mehr als zwei Jahren 

(April 2011 bis August 2013) 77 Einzeldelikte begangen. Die Kadenz seiner be-

trügerischen Aktivitäten war damit sehr hoch, ergeben sich daraus im Durschnitt 

doch immerhin zwischen zwei und drei Einzeldelikte pro Monat. Durch seine delik-

tische Aktivität erzielte der Beschuldigte relativ regelmässige Einnahmen, weshalb 

denn auch die Vorinstanz und die st. gallischen Strafbehörden von einem ge-

-   15   - 

werbsmässigen betrügerischen Verhalten des Beschuldigten im Sinne der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung ausgegangen sind (BGE 123 IV 113 E. 2c; 

BGE 119 IV 129 E. 3; BGE 116 IV 319 insb. E. 4; Urk. 78 S. 11). Innerhalb des 

qualifizierten Tatbestands des gewerbsmässigen Betrugs fällt zulasten des Be-

schuldigten somit ins Gewicht, dass es sich um eine grosse Anzahl Einzeldelikte 

handelte und sich die Deliktsumme insgesamt auf einen Betrag von Fr. 153'420.– 

beläuft, wobei die von den Geschädigten geleisteten Zahlungen mehrheitlich im 

drei- oder vierstelligen Bereich liegen. Die effektive Schädigung der einzelnen 

Geschädigten ist damit durchaus beachtlich und die Verletzung des geschützten 

Rechtsguts insgesamt erheblich.  

 Der Beschuldigte ging bei seinen Betrugshandlungen sehr zielgerichtet und 

geplant vor. Er gab entweder vor, auf Internetplattformen zum Kauf gesuchte Ge-

genstände zu besitzen oder schrieb selber Waren zum Verkauf aus und bot 

Dienstleistungen an, die er gar nicht besass bzw. die er gar nie erbringen wollte. 

Dabei weist die Art und Weise seines Vorgehens bei sämtlichen Einzeltaten ein 

vergleichbares Muster auf, indem der Beschuldigte durch verschiedene Täu-

schungsmanöver, gefälschte Quittungen und Verträge oder auf den Einzelfall an-

gepasste Lügengeschichten, das Vertrauen der Geschädigten zu gewinnen ver-

suchte, um sie zu einer Vorauszahlung zu veranlassen, welche die Geschädigten 

schliesslich leisteten, ohne jemals eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten. 

Diese Vorgehensweisen hat die Vorinstanz umfassend und vollständig aufgezeigt 

(Urk. 147 S. 27-29; vgl. auch Urk. 78 S. 22). Weiter hat der Beschuldigte bereits 

bestehende Vertrauensverhältnisse zu Freunden und Bekannten ausgenutzt, um 

von diesen unter Angabe qualifizierter Lügen Geld zu erhalten, welches er nie zu-

rückzugeben beabsichtigte und auch nie zurückgab. Auch dies hat die Vorinstanz 

richtig erwogen (Urk. 147 S. 29-31). Das zielgerichtete Vorgehen des Beschuldig-

ten unter Verwendung von gefälschten Dokumenten und konstruierten Lügen zur 

Täuschung der Geschädigten ist verwerflich und offenbart eine beachtliche krimi-

nelle Energie sowie ein skrupelloses Handeln (vgl. dazu auch Urk. 78 S. 22). Al-

lerdings darf dieser Aspekt bei der Strafzumessung nur insoweit berücksichtigt 

werden, als diese Art der Tatbegehung nicht bereits zur Bejahung des Tatbe-

standsmerkmals der Arglist bei der rechtlichen Würdigung herangezogen wurde. 

-   16   - 

Arglistig ist das Verhalten, wenn sich der Täter eines ganzen Lügengebäudes, 

besonderer Machenschaften wie gefälschten Urkunden oder einer qualifizierten 

Lüge bedient (BGE 135 IV 79 f.). Zu den vom Beschuldigten verwendeten Tricks 

und Lügen ist festzuhalten, dass er sich nicht davor scheute, mit den Gefühlen 

der Geschädigten zu spielen und bei ihnen Mitleid zu erwecken, um sie zu veran-

lassen, die Vorauszahlung zu leisten oder auf die Einleitung von rechtlichen 

Schritten zu verzichten (HD Urk. 14/4 S. 12 und Urk. 26/1 S. 3, ND 3 Urk. 1 S. 3 

und Urk. 4 S. 2, ND 4 Urk. 1 S. 2-3, ND 4 Urk. 8 S. 3-4; ND 5 Urk. 4 S. 1, ND 8 

Urk. 3 S. 2-3, ND 11 Urk. 3 S. 7, ND 12 act. 4 S. 1, ND 13 act. 4 S. 8, ND 16 

act. 3 S. 2; ND 17 act. 4 S. 7, ND 20 Urk. 3 S. 3, ND 21 Urk. 2 S. 1-2, ND 26 

Urk. 4, ND 27 Urk. 8 S. 2, ND 30 Urk. 3 S. 13, ND 32 Urk. 3 S. 3 und 8, ND 34 

Urk. 4 S. 3-6 und Urk. 5 S. 2, ND 37 Urk. 4 S. 3-4, ND 39 Urk. 5 S. 16, ND 42 

Urk. 3, ND 43 Urk. 9 S. 3, ND 45 Urk. 1 S. 2, ND 48 Urk. 5 S. 7 und S. 10, ND 50 

Urk. 4 S. 4-6 und ND 51 Urk. 3 S. 3). Die vom Beschuldigten verwendeten Lügen 

und das Ausnützen der fehlenden bis geringen Kontrollmöglichkeiten der Ge-

schädigten vermögen demnach nicht nur ein arglistiges Vorgehen desselben zu 

begründen, sondern erweisen sich darüber hinaus als perfid und schamlos. Dies 

ist im Rahmen der objektiven Tatschwere zu Lasten des Beschuldigten zu veran-

schlagen. Demgegenüber gehen die gefälschten Dokumente und Fotos, die der 

Beschuldigte verwendete, um die Geschädigten zu einer Vorauszahlung zu moti-

vieren (ND 4 Urk. 7, ND 8 Urk. 2, ND 10 Urk. 1 S. 1-2, ND 16 Urk. 2, ND 20 

Urk. 2, ND 25 Urk. 3, ND 27 Urk. 2, ND 43 Urk. 9 S. 3, ND 44 Urk. 5, ND 45 

Urk. 10, ND 51 Urk. 3 S. 6 und ND 51 Urk. 4 S. 5) nicht über das die Arglist be-

gründende Mass hinaus. Es drängt sich daher nicht auf, den vom Beschuldigten 

zur Untermauerung seiner Täuschung verwendeten Machenschaften innerhalb 

des qualifizierten Tatbestands des (gewerbsmässigen) Betrugs zusätzlich Rech-

nung zu tragen. Demgegenüber erschwerend ist zu berücksichtigen, dass der Be-

schuldigte sich nicht davor scheute, bereits bestehende Vertrauensverhältnisse 

auszunutzen und auch Freunde und Bekannte zu betrügen, was überaus verwerf-

lich ist und über ein arglistiges Vorgehen hinausgeht. Zugunsten des Beschuldig-

ten ist hingegen zu berücksichtigen, dass die Geschädigten relativ leicht zu täu-

schen waren, ohne dass der Beschuldigte eine übermässige Hartnäckigkeit an 

-   17   - 

den Tag legen musste. Eine gewisse Mitverantwortung im Sinne einer Unvorsich-

tigkeit kann den Geschädigten nicht abgesprochen werden, relativiert aber das 

objektive Verschulden des Beschuldigten nur leicht. 

 Weiter ist erschwerend zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte seine de-

liktische Tätigkeit nicht von sich aus beendete, sondern seinem Tun erst durch 

seine Verhaftung ein Ende gesetzt wurde.  

 In objektiver Hinsicht ist das Verschulden des Beschuldigten für den ge-

werbsmässigen Betrug als nicht mehr leicht zu werten. Insoweit ist die diesbezüg-

liche Einschätzung der Vorinstanz (Urk. 147 S. 31) etwas zu relativieren bzw. die 

Einschätzung der St. Galler Strafbehörden zu bestätigen (Urk. 78 S. 22) und das 

Verschulden jedenfalls im oberen Bereich des unteren Drittels des Strafrahmens 

einzustufen.  

3.2.4.  In subjektiver Hinsicht ist der Vorinstanz Recht zu geben, wonach dem Be-

schuldigten weder eine verminderte Schuldfähigkeit noch eine Spielsucht mit 

Krankheitswert zu attestieren ist (Urk. 147 S. 32 f.). Für diese Beurteilung stützt 

sich die Vorinstanz richtigerweise auf das Gutachten der universitären psychiatri-

schen Kliniken Basel vom 11. August 2014 (Urk. 77), welches im Rahmen des 

st. gallischen Verfahrens über den Beschuldigten gemacht wurde. Korrekt erkennt 

die Vorinstanz, dass das Gutachten wohl gewisse formelle Ungenauigkeiten auf-

weist, in materieller Hinsicht jedoch klar und nachvollziehbar ist, so dass darauf 

abgestellt werden kann (Urk. 147 S. 33). An dieser vorinstanzlichen Schlussfolge-

rung ist festzuhalten. Damit verleibt in Bezug auf die subjektive Tatschwere nur 

noch festzuhalten, dass für den Beschuldigten einzig geldwerte und damit egoisti-

sche Motive ausschlaggebend waren. Die Vorinstanz hielt denn auch zu Recht 

fest, dass der Beschuldigte zwar unter einem erheblichen Schuldenberg litt, es 

ihm aber möglich gewesen wäre, die Schulden mit rechtmässig erworbenen Mit-

teln zu tilgen, weshalb nicht von einem Handeln in schwerer Bedrängnis im Sinne 

von Art. 48 lit. a Ziff. 2 StGB auszugehen ist (Urk. 147 S. 34). Entgegen den Ein-

wendungen der Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 182 S. 5) 

und den Erwägungen der st. gallischen Gerichte (Urk. 78 S. 22 und Urk. 154/2 

S. 5) ist dem Umstand, dass der Beschuldigte das ertrogene Geld gemäss seinen 

-   18   - 

eigenen Angaben in den Spielcasinos gewinnbringend einzusetzen versuchte und 

mit dem Gewinn die Geprellten entschädigen wollte (Prot. II S. 13), nicht ver-

schuldensmildernd zu veranschlagen. Zwar ist es zutreffend, dass sich der Be-

schuldigte dadurch in einem Teufelskreis bewegte, es wäre ihm aber dennoch 

möglich gewesen, auszusteigen. Eine Relativierung des objektiven Verschuldens 

durch die subjektive Tatschwere ist somit nicht angezeigt.  

3.2.5.  Gemäss vorstehenden Erwägungen und unter Berücksichtigung des Ver-

schuldens, welches als nicht mehr leicht zu qualifizieren ist, ist für den gewerbs-

mässigen Betrug eine hypothetische Einsatzstrafe von 33 Monaten Freiheitsstrafe 

festzusetzen.  

3.3.   Hypothetische Gesamtstrafe unter Berücksichtigung der übrigen Delikte bei-

der Verfahren 

3.3.1.  Straferhöhend ist zunächst die im vorliegenden und im st. gallischen Ver-

fahren zur Beurteilung gebrachte mehrfache Veruntreuung zu berücksichtigen. 

Bei den vom Beschuldigten begangenen Veruntreuungen sticht bezüglich der ob-

jektiven Tatschwere insbesondere ins Auge, dass der Beschuldigte im st. galli-

schen Verfahren zulasten einer einzigen Person rund Fr. 22'500.– (Urk. 78 S. 13 

und Urk. 154/2 S. 4) veruntreute und auch im vorliegenden Verfahren sticht eine 

Einzeltat heraus, bei welcher der Beschuldigte immerhin eine namhafte Summe 

von Fr. 10'000.– unterschlug (ND 9). Bei den beiden anderen Veruntreuungen im 

vorliegenden Verfahren ist der Deliktsbetrag mit insgesamt Fr. 900.– wesentlich 

geringer (ND 42 und ND 46). Insgesamt beläuft sich der Deliktsbetrag auf Fr. 

33'400.–, was nicht zu vernachlässigen ist. Weiter kann mit der Vorinstanz fest-

gehalten werden, dass der Beschuldigte ihm entgegengebrachtes Vertrauen 

schamlos ausnutzte (ND 9 Urk. 1 S. 1-2 und Urk. 5 S. 2, ND 42 Urk. 5 S. 1 und 

Urk 7 S. 1, ND 46 Urk. 1 S. 3 Urk. 5 S. 4), womit er eine Rücksichtslosigkeit sogar 

gegenüber Freunden und Bekannten offenbarte. In subjektiver Hinsicht ist zu Las-

ten des Beschuldigten zu werten, dass sein Handeln einzig in geldwerten Motiven 

gründete und er nur egoistische Ziele verfolgte. Insgesamt ist das Verschulden im 

Zusammenhang mit der mehrfachen Veruntreuung aus beiden Verfahren als ge-

-   19   - 

rade noch leicht einzustufen und die hypothetische Einsatzstrafe um zwei Monate 

zu erhöhen.  

3.3.2.  Hinsichtlich der Verschuldensbewertung im Zusammenhang mit der mehr-

fachen Urkundenfälschung im st. gallischen und im vorliegenden Verfahren kann 

auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 147 

S. 35; vgl. auch Urk. 154/2 S. 5). Wenngleich es sich bei der mehrfachen Urkun-

denfälschung um ein Begleitdelikt zum gewerbsmässigen Betrug handelt, ist der 

Unrechtsgehalt dieser Urkundenfälschungen nicht bereits durch den gewerbs-

mässigen Betrug erfasst und dort verschuldensmässig berücksichtigt worden. 

Dadurch diese Tatbestände nicht das gleiche Rechtsgut geschützt wird, konsu-

miert auch das Verschulden bei einem Delikt nicht dasjenige beim anderen. Der 

Beschuldigte fertigte diverse falsche Urkunden an und täuschte damit das Ver-

trauen, welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als einem Beweismittel entge-

gengebracht wird. Dabei fällt erschwerend in Betracht, dass der Beschuldigte 

nicht nur eine Form von Urkunden fälschte, wie die Vorinstanz zutreffend darlegt 

(a.a.O.). Dass die Vorinstanz das nicht mehr leichte objektive Verschulden ange-

sichts des kurzen deliktischen Zeitraumes von ca. zwei Monaten etwas relativier-

te, vermag nichts daran zu ändern, dass insgesamt und damit auch unter Berück-

sichtigung der Urkundenfälschung im st. gallischen Verfahren ein gerade noch 

leichtes bis nicht mehr leichtes Verschulden für die begangenen Urkundenfäl-

schungen resultiert. Die hypothetische Gesamtstrafe ist für die mehrfache Urkun-

denfälschung unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips daher um zwei Mo-

nate zu erhöhen.  

3.3.3.  Schliesslich ist den übrigen vom Beschuldigten begangenen Delikten an-

gemessen Rechnung zu tragen und die Gesamtstrafe unter Berücksichtigung des 

Asperationsprinzip entsprechend zu erhöhen.  

 In Bezug auf die Festlegung des Verschuldens betreffend die Sachentzie-

hung dürfen Zumessungskriterien, welche bereits im Rahmen des vom Beschul-

digten gleichzeitig begangenen Betruges berücksichtigt wurden, nicht erneut ein-

bezogen werden. Es handelt sich lediglich um eine einzige Tathandlung, wenn-

gleich diese für den Geschädigten einen nicht unwesentlichen finanziellen Auf-

-   20   - 

wand für die Beschaffung von Ersatzteilen und eine beachtliche Einschränkung in 

seiner Bewegungsfreiheit bedeutete. Hinzukommend handelt es sich beim Ge-

schädigten um einen Lehrling, dessen Unerfahrenheit der Beschuldigte ausnutzte. 

Subjektiv spielten wiederum rein finanzielle und damit egoistische Motive eine 

Rolle. Mit der Vorinstanz ist das Verschulden insgesamt als leicht zu bewerten, 

was zu einer minimen Erhöhung der hypothetischen Gesamtstrafe führt. 

 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist das Verschulden hinsichtlich des 

betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage als leicht einzustu-

fen, zumal es sich um eine einmalige Tatbegehung mit einer geringen Deliktsum-

me von Fr. 450.– handelte, der Beschuldigte aber demgegenüber direktvorsätz-

lich in die Privatsphäre der Geschädigten eingriff und sich dreist und egoistisch 

eine finanzielle Bereicherung verschaffte. Dass der Beschuldigte nicht davor zu-

rückschreckte, seine Freundin zu schädigen, offenbart die Verwerflichkeit seines 

Vorgehens, was zu seinen Lasten ins Gewicht fällt. Das Verschulden ist insge-

samt trotzdem gerade noch als leicht einzustufen, was eine leichte Erhöhung der 

hypothetischen Gesamtstrafe rechtfertigt. 

 Mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ist hinsichtlich der SVG-

Delikte von einem leichten Verschulden auszugehen (Urk. 147 S. 38). Eine mini-

me Straferhöhung ist angezeigt. Ebenso ist auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz zu verweisen, wonach gemäss Art. 96 Abs. 2 SVG mit der Freiheits-

strafe obligatorisch eine Geldstrafe auszufällen ist. Dem ist mit der Ausfällung ei-

ner Geldstrafe vom 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– angemessen Rechnung getragen 

(Urk. 147 S. 38).  

 Schliesslich ist auch bezüglich der im st. gallischen Verfahren zu beurteilen-

den Zechprellerei von einem leichten Verschulden auszugehen, zumal es sich um 

eine einmalige Tatbegehung und einen geringen Deliktsbetrag von rund Fr. 600.– 

handelte, der Beschuldigte aber direktvorsätzlich vorging und einzig geldwerte 

Motive vorlagen (Urk. 78 S. 17 f.).  

 Für die soeben erwähnten, bezüglich des Verschuldens als leicht eingestuf-

ten Delikte (Sachentziehung, Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, SVG-

-   21   - 

Delikte und Zechprellerei) erscheint es zusammengefasst angemessen, die Strafe 

leicht um zwei Monate zu erhöhen.  

3.3.4.  Insgesamt resultiert damit vorliegend eine hypothetische Gesamtstrafe von 

39 Monaten Freiheitsstrafe. Damit ist einerseits dem Asperationsprinzip, anderer-

seits der Deliktsmehrheit und dem Umstand, dass es sich teilweise um ähnlich 

gelagerte Delikte im Bereich des Vermögensstrafrechts handelt, angemessen 

Rechnung getragen.  

3.4.  Täterkomponenten 

3.4.1.  Die Vorinstanz hat sich zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen 

des Beschuldigten umfassend geäussert (Urk. 147 S. 38 f.). Darauf kann, um 

Wiederholungen zu vermeiden, umfassend verwiesen werden. Ergänzend führte 

der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung zu seinen persönlichen 

Verhältnissen aus, er habe für die Zeit nach dem Strafvollzug eine Arbeitsstelle 

als Aussendientsmitarbeiter und eine Wohnung organisiert und sich zudem von 

der IV abgemeldet. Ausserdem habe sich der Kontakt zu seiner Tochter intensi-

viert (Prot. II S. 9 f.). Zutreffend erwog die Vorinstanz, dass sich aus den persönli-

chen Verhältnissen des Beschuldigten und auch aus seiner Kindheit keine straf-

zumessungsrelevanten Faktoren entnehmen lassen. 

3.4.2.  Erheblich straferhöhend fallen allerdings die mehrfachen Vorstrafen des 

Beschuldigten ins Gewicht, die zudem einschlägig sind. Gemäss Strafregister-

auszug weist er - ohne Berücksichtigung des st. gallischen Verfahrens - drei ein-

schlägige Vorstrafen auf, wobei auffällt, dass er im Jahr 2003 erstmals straffällig 

wurde und hernach mit Unterbrüchen in den Jahren 2004, 2007 und 2008 mit ei-

ner gewissen Regelmässigkeit verschiedene Vermögensdelikte beging, ohne sich 

von den bereits erfolgten Verurteilungen und einer ihm auferlegten Probezeit ab-

halten zu lassen. Dies zeugt von einer ausgeprägten Geringschätzung der 

Rechtsordnung. Ebenso liess er sich von der Anklageerhebung im st. gallischen 

Verfahren am 8. Januar 2013 nicht beirren, sondern setzte seine deliktische Tä-

tigkeit in gleicher Weise unbeeindruckt fort, obwohl er mithin eindrücklich gewarnt 

worden war, was denn schliesslich auch zum vorliegenden Strafverfahren führte. 

-   22   - 

Dass der Beschuldigte also auch durch ein hängiges Strafverfahren nicht motiviert 

werden konnte, sich wohl zu verhalten, wiegt schwer und muss erheblich strafer-

höhend berücksichtigt werden.  

3.4.3.  Zu Recht hat die Vorinstanz die Geständnisse des Beschuldigten und sein 

kooperatives Verhalten strafmindernd veranschlagt (Urk. 147 S. 41). Darauf kann, 

um Wiederholungen zu vermeiden, verwiesen werden. 

3.4.4.  Die Vorinstanz hat umfassend dargelegt, dass dem Beschuldigten eine tat-

sächliche Einsicht und ehrliche Reue abzusprechen sei (Urk. 147 S. 41-44). Mit 

Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ist hervorzuheben, dass der Be-

schuldigte im Verlaufe seiner deliktischen Vergangenheit mehrfach Besserung 

und Einsicht beteuerte, um dann stets erneut straffällig zu werden. Nicht nur dass 

der Beschuldigte mehrfach Besserung gelobte, ohne sich hernach entsprechend 

zu verhalten, sondern auch der Umstand, dass er mehrfach auf eine Mitverant-

wortung der Geschädigten verwies und sich selber in der Opferrolle sehen wollte 

(Urk. 147 S. 42 f.), begründet erhebliche Skepsis an seiner Einsicht und Reue. Zu 

berücksichtigen ist aber dennoch, dass der Beschuldigte erhebliche Bemühungen 

unternommen hat, um das von ihm begangene Unrecht auszugleichen oder eine 

erneute Delinquenz seinerseits zu verhindern. So hat er auf freiwilliger Basis Ab-

zahlungen an die Geschädigten in der Höhe von rund Fr. 6'000.– geleistet und 

sich in sämtlichen Spielcasinos in der Schweiz sperren lassen, um zumindest im 

Inland nicht mehr dem Spielen zu verfallen. Gleichzeitig absolviert er eine Thera-

pie, in welcher auch das Spielen thematisiert und behandelt wird (Prot. II S. 10 

und S. 12 f.). Ebenso hat sich der Beschuldigte aus dem Vollzug heraus eine Ar-

beitsstelle organisiert und ist für die Zeit nach dem Vollzug von der IV losgekom-

men (Prot. II S. 9). Der Beschuldigte hat somit das ihm Mögliche unternommen, 

um eine erneute Delinquenz zu verhindern und das Geschehene wiedergutzuma-

chen. Seine Verhaltensweise zeigt eine gewisse Läuterung und lässt darauf 

schliessen, dass er durch den Strafvollzug letztlich eine Denkzettel erhalten hat, 

welcher ein gewisses Umdenken bewirkte. Dieser Umstand und seine Bemühun-

gen sind ihm strafmindernd anzurechnen.  

-   23   - 

3.4.5.  Insgesamt überwiegen die Strafminderungsgründe die Straferhöhungs-

gründe der Vorstrafen und der Delinquenz während eines laufenden Verfahrens 

bzw. während einer Probezeit, so dass eine Reduktion der hypothetischen Ge-

samtstrafe um rund 3 Monate zu erfolgen hat.  

3.5.   Ergebnis: hypothetische Gesamtstrafe 

Im Ergebnis resultiert unter Berücksichtigung sämtlicher dem Beschuldigten zur 

Last gelegten Delikte und der relevanten Strafzumessungsfaktoren eine hypothe-

tische Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe .  

3.6.   Berechnung der Zusatzstrafe 

Von der hypothetischen Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe ist die 

durch den Erstrichter rechtskräftig festgesetzte Strafe abzuziehen, wobei die dar-

aus resultierende Differenz die auszufällende Zusatzstrafe ergibt. Das Kantonsge-

richt St. Gallen verurteilte den Beschuldigten mit Urteil vom 30. Oktober 2014 zu 

einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten (Urk. 154/2 S. 7), womit sich eine Differenz 

von 18 Monaten ergibt. Der Beschuldigte ist demnach mit einer Freiheitsstrafe 

von 18 Monaten als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen 

vom 30. Oktober 2014 ausgesprochenen Strafe und mit einer Geldstrafe von 20 

Tagessätzen zu Fr. 30.– zu bestrafen.  

4.  Anrechnung der erstandenen Haft 

Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass das Gericht gemäss Art. 51 StGB 

dem Beschuldigten die in diesem oder einem anderen Verfahren erstandene Haft 

(Untersuchungs- oder Sicherheitshaft, oder vorzeitiger Strafvollzug) an die Strafe 

anzurechnen hat (Urk. 147 S. 47). Der Beschuldigte befand sich im Zusammen-

hang mit dem vorliegenden Verfahren in der Zeit vom 26. August 2013 (Urk. HD 

18/1) bis zum 24. April 2015 in Untersuchungshaft bzw. im vorzeitigen Strafvoll-

zug (Urk. 167), womit er insgesamt 606 Tage Haft erstanden hat. Diese sind ihm 

an die vorliegend ausgefällte Zusatzstrafe und an die Strafe basierend auf dem 

Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Oktober 2014 anzurechnen. 

-   24   - 

5.  Vollzug 

5.1.  Für die Bestimmung der Vollzugsform der Zusatzfreiheitsstrafe ist bei retro-

spektiver Konkurrenz auf die hypothetische Gesamtstrafe abzustellen (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_295/2012 vom 24. Oktober 2012, E. 5.7 mit Hinweisen; aus-

serdem Ackermann in: BSK Strafrecht I, 3. Auflage 2013 Art. 49 N 177). 

5.1.1.  Für Freiheitsstrafen von mehr als einem und höchstens drei Jahren sieht 

das Gesetz den teilbedingten Vollzug vor, wenn dies notwendig ist, um dem Ver-

schulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Vo-

raussetzung für den Teilaufschub ist, dass der Aufschub wenigstens eines Teils 

der Strafe aus spezialpräventiver Sicht erfordert, dass der andere Teil unbedingt 

ausgesprochen wird (BGE 134 IV 60 E. 7.4 mit Hinweisen). Die Freiheitsstrafe ist 

unbedingt auszufällen, wenn eine ungünstige Prognose gestellt werden muss, 

weil keinerlei Aussicht besteht, der Verurteilte werde sich durch den - ganz oder 

teilweise - gewährten Strafaufschub beeinflussen lassen (BGE 134 IV 60 E. 7.5). 

Eine Besonderheit in der Prognosestellung gilt für den Fall, dass der Täter inner-

halb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 

sechs Monaten oder einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt 

worden ist (Art. 42 Abs. 2 StGB). Liegt ein Rückfall im Sinne dieser Bestimmung 

vor, ist der Aufschub nur zulässig, "wenn besonders günstige Umstände vorlie-

gen". Darunter sind solche Umstände zu verstehen, die ausschliessen, dass die 

Vortat die Prognose verschlechtert. Der früheren Verurteilung kommt zunächst die 

Bedeutung eines Indizes für die Befürchtung zu, dass der Täter weitere Straftaten 

begehen könnte. Die Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges kommt daher 

nur in Betracht, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden Faktoren den 

Schluss zulässt, dass trotz der Vortat eine begründete Aussicht auf Bewährung 

besteht. Dabei ist zu prüfen, ob die indizielle Befürchtung durch die besonders 

günstigen Umstände zumindest kompensiert wird (BGE 134 IV 1 E. 4.2.3. mit wei-

teren Hinweisen). 

5.1.2.  Durch die Festsetzung einer hypothetischen Gesamtstrafe in der Höhe von 

36 Monaten ist die objektive Voraussetzung für die Gewährung des teilbedingten 

Strafvollzuges erfüllt (Art. 43 Abs. 1 StPO).  

-   25   - 

5.1.3.  Der Beschuldigte wurde mit Urteil vom 17. Januar 2008 zu einer Freiheits-

strafe von 7 Monaten und einer Busse von Fr. 500.– verurteilt (Urk. 159), womit 

ein Rückfall im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB vorliegt und ein Aufschub nur bei 

Vorliegen "besonders günstiger Umstände" möglich ist. 

 Der Beschuldigte weist mehrere einschlägige Vorstrafen auf. Trotz der ihm 

durch das Bezirksgericht Lenzburg mit einer Verlängerung der Probezeit auf drei 

Jahre gewährten Chance, sich zu bewähren, blieb er nicht straffrei, sondern de-

linquierte auch noch nach Einleitung eines erneuten Strafverfahrens unbeein-

druckt von der drohenden Freiheitsstrafe weiter. Aufgrund dieser Umstände kann 

jedenfalls keine günstige Prognose gestellt werden.  

 Ebenso spricht nicht für eine günstige Prognose, dass der Beschuldigte be-

reits in früheren Verfahren mehrfach beteuerte, aus seinen Taten und den sich 

daraus ergebenden Strafverfahren gelernt zu haben und sich zu bessern (Urk. HD 

28A/9 und 28A/11 S. 4-5; Urk. HD 28B/V/Kurzbegründung zum Urteilsdispositiv 

S. 1 und Protokoll vom 17. Januar 2008 S. 5), die gelobte Besserung jedoch in 

der Folge ausblieb. Von einer echten Einsicht des Beschuldigten in das Unrecht 

seiner Taten im Sinne einer Grundvoraussetzung für ein straffreies Leben kann 

daher nicht die Rede sein.  

 Dass der Beschuldigte, wie das Kantonsgericht St. Gallen in seinem Ent-

scheid vom 30. Oktober 2014 festhielt (Urk. 154/2 S. 6), in der Vergangenheit 

verschiedentlich von sich aus Anstrengungen unternahm, um Rückfälle zu verhin-

dern, lässt nicht ohne Weiteres auf eine günstige Legalprognose schliessen. Es 

ist zutreffend, dass sich der Beschuldigte während seiner Zeit im Gefängnis ver-

schiedentlich um Unterstützungsmassnahmen bemühte. So meldete er sich mit 

Hilfe des damals leitenden Arztes des psychiatrisch-psychologischen Dienstes 

des Justizvollzugs des Kantons Zürich, med. pract. D._____, für eine ambulante 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im Ambulatorium ... an (Urk. HD 

18/35 S. 1), bemühte sich um die Errichtung einer Beistandschaft (Urk. HD 18/35 

S. 4f.) und versuchte eine feste Wohnmöglichkeit und eine Arbeitsstelle zu finden 

(Urk. HD 18/35 S. 3, Urk. 154/5). Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es 

dem Beschuldigten auch mit psychiatrischer Betreuung nicht gelungen ist, straffrei 

-   26   - 

zu bleiben. Es bestehen demnach berechtigte Zweifel, dass sich der Beschuldigte 

auch bei entsprechender Betreuung und Beratung bewähren wird.  

 Das forensisch-psychiatrische Gutachten der universitären psychiatrischen 

Kliniken Basel vom 11. August 2014 attestiert dem Beschuldigten eine eher leicht 

ausgeprägte Panikstörung, nicht aber eine Spielsucht mit Krankheitswert (Urk. 77 

S. 37). Da die psychiatrische Erkrankung des Beschuldigten nicht in direktem Zu-

sammenhang mit den von ihm begangenen Delikte steht (Urk. 77 S. 38), kann 

aus dieser Diagnose nicht unmittelbar eine ungünstige Legalprognose abgeleitet 

werden.  

 Der Beschuldigte war vor seiner Verhaftung IV-Rentner und nicht erwerbstä-

tig. Davor arbeitete er gemäss eigenen Angaben einmal als Verkaufsmitarbeiter 

bei der ... Krankenkasse, wobei er anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung 

und erneut anlässlich der Berufungsverhandlung angab, eine entsprechende Stel-

le wieder aufnehmen zu wollen bzw. in Aussicht zu haben (Prot. I S. 4; Prot. II 

S. 9). Ausserdem hat der Beschuldigte eine mittlerweile 7-jährige Tochter und zu-

dem engen Kontakt zu seiner Patentante (Prot. I S. 5). Der Beschuldigte wurde 

am 24. April 2015 aus dem vorzeitigen Strafvollzug entlassen (Urk. 167) und be-

findet sich derzeit aufgrund des st. gallischen Verfahrens in der Strafanstalt ... im 

Strafvollzug. Es lässt sich wohl ein Wille des Beschuldigten erkennen, sich in Zu-

kunft straffrei zu verhalten, von besonders günstigen Umständen ist aber ange-

sichts der straffälligen Vergangenheit und der Tatsache, dass zumindest ein Teil 

dieser Begebenheiten auch schon in der Vergangenheit bestanden und der Be-

schuldigte dennoch delinquierte, nicht auszugehen. So änderte insbesondere die 

Geburt seiner Tochter nichts am deliktischen Verhalten des Beschuldigten.  

 Eine besonders günstige Prognose kann dem Beschuldigten unter Berück-

sichtigung der gesamten Umstände nicht gestellt werden. Demnach ist die Zu-

satzfreiheitsstrafe in der Höhe von 18 Monaten zu vollziehen. 

5.2.  Nach der Rechtsprechung kann die Geldstrafe bei kumulierten ungleicharti-

gen Strafen unabhängig von der Höhe der gleichzeitig ergangenen Freiheitsstrafe 

bedingt oder teilbedingt ausgesprochen werden, wenn die übrigen Voraussetzun-

-   27   - 

gen hierfür erfüllt sind (BGE 138 IV 120 E. 6 und Urteil des Bundesgerichts 

6B_165/2011 vom 19. Juli 2011, E. 2.3.4 und 3.3). Nachdem vorliegend kumulativ 

zur Zusatzfreiheitsstrafe eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– ausge-

fällt wurde, ist über deren Vollzugsform separat und unabhängig von der Frei-

heitsstrafe zu entscheiden. 

 Aufgrund der gegebenen Umstände kann vorliegend auch nicht mit der Be-

gründung, der Beschuldigte werde sich aufgrund der vollziehbaren Freiheitsstrafe 

von einer weiteren Deliktsbegehung abhalten lassen, der Vollzug der Geldstrafe 

aufgeschoben werden. Ein Aufschub der Geldstrafe in der Höhe von 20 Tagess-

ätzen zu Fr. 30.– rechtfertigt sich angesichts der nicht besonders günstigen Le-

galprognose nicht, weshalb sie zu vollziehen ist. 

6.  Reformatio in peius 

6.1.   Nachdem die Staatsanwaltschaft keine Anschlussberufung erhob, ist vorlie-

gend das Verbot der reformatio in peius zu berücksichtigen (Art. 391 Abs. 2 

StPO), so dass es unter Würdigung sämtlicher zumessungsrelevanter Faktoren 

nicht zulässig ist, eine höhere als die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe fest-

zusetzen. Für die Frage, ob eine unzulässige reformatio in peius vorliegt, ist allein 

das Dispositiv des vorinstanzlichen Urteils massgebend, denn die von der Vo-

rinstanz abweichenden Erwägungen der Rechtsmittelinstanz dürfen nicht zu ei-

nem schärferen Schuldspruch und auch nicht zu einer härteren Strafe führen, 

wenn ausschliesslich die beschuldigte oder verurteilte Person ein Rechtsmittel er-

griff (BGE 139 IV 282, E. 2.6). 

6.2.   Da das Urteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. September 2013 im Zeit-

punkt der Urteilsfällung durch die Vorinstanz am 16. September 2014 noch nicht 

rechtskräftig war, konnte sie (noch) keine Zusatzstrafe ausfällen und verurteilte 

den Beschuldigten für die im vorliegenden Verfahren neu zu beurteilenden Delikte 

unabhängig davon zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten und widerrief gestützt 

auf diesen Umstand die mit Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 

2008 unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren ausgefällte bedingte Frei-

heitsstrafe von 7 Monaten (Urk. 147 S. 46 f. und S. 58). Insgesamt erscheint die 

-   28   - 

vorliegende Bestrafung des Beschuldigten mit einer Zusatzstrafe von 18 Monaten 

als Zusatzstrafe zum (bereits rechtskräftigen) Urteil des Kantonsgerichts St. Gal-

len vom 30. Oktober 2014 insgesamt bezüglich des alleine massgeblichen Dispo-

sitivs nicht härter, so dass das Verschlechterungsverbot nicht verletzt ist. 

IV. Widerruf 

Mit Urteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. September 2013 wurde die Gewäh-

rung des bedingten Vollzuges der durch das Bezirksgericht Lenzburg am 17. Ja-

nuar 2008 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von sieben Monaten widerrufen und 

die Freiheitsstrafe für vollziehbar erklärt (Urk. 78 S. 24 und S. 31). Dieser Widerruf 

erwuchs in der Zeit seit dem vorinstanzlichen Urteil in Rechtskraft (vgl. dazu Ent-

scheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 30. Oktober 2014; 

Urk. 154/2 S. 3 f. und S. 7), weshalb im vorliegenden Verfahren nicht mehr dar-

über zu befinden ist.  

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.   Das erstinstanzliche Kostendispositiv blieb mit Ausnahme der Entschädi-

gung der amtlichen Verteidigung unangefochten (Urk. 149) und ist demnach zu 

bestätigen. Die Vorinstanz entschädigte den amtlichen Verteidiger mit 

Fr. 18'360.– (inkl. Fr. 1'360.– MwSt.; Urk. 147 S. 63), wobei dieser bis zum 

16. September 2014 Aufwendungen in der Höhe von Fr. 30'850.20 geltend mach-

te (Urk. 95).  

2.   Der amtliche Verteidiger erhob gegen den Entschädigungsentscheid selb-

ständig Beschwerde an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

(Urk. 110/1). Die Zuständigkeit für die Beurteilung der Honoraransprüche der amt-

lichen Verteidigung liegt bei der Berufungskammer, falls gleichzeitig zur Be-

schwerde Berufung erhoben und auf die Berufung eingetreten wird (BGE 139 IV 

199 E. 5.6). Dies ist vorliegend der Fall, weshalb nachstehend über den Honorar-

anspruch der amtlichen Verteidigung zu befinden ist.  

-   29   - 

2.1.   Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (Urk. 147 S. 56), berechnet 

sich die Gebühr für die amtliche Verteidigung gestützt auf § 23 Abs. 1 der Verord-

nung des Obergerichts des Kantons Zürich über die Anwaltsgebühren vom 

8. September 2010 (AnwGebV) nach dieser Verordnung. Im Vorverfahren eines 

Strafprozesses bemisst sich die Anwaltsgebühr nach dem notwendigen Zeitauf-

wand der Vertretung (§ 16 Abs. 1 AnwGebV). Für die Führung eines Strafprozes-

ses einschliesslich der Vorbereitung des Parteivortrags und Teilnahme an der 

Hauptverhandlung beträgt die Grundgebühr vor Bezirksgericht in der Regel 

Fr. 1'000.– bis Fr. 28'000.– (§ 17 Abs. 1 lit. b AnwGebV). Als notwendige Ausla-

gen zu ersetzen sind namentlich Reisespesen, Porti, Kosten für Telekommunika-

tion und Fotokopien (§ 22 AnwGebV). 

2.2.   Für das Vorverfahren (bis und mit 2. April 2014) macht der amtliche Vertei-

diger einen Aufwand von 100,22 Arbeitsstunden und Barauslagen in der Höhe 

von Fr. 936.– geltend (Urk. 95 S. 1 und S. 2). Davon machen zwölf Gefängnisbe-

suche beim Beschuldigten rund einen Drittel, nämlich 31,5 Stunden und Baraus-

lagen im Umfang von Fr. 336.–, der gesamten Aufwendungen bis zur Anklageer-

hebung aus, welche er in den Monaten September 2013 bis und mit März 2014 

absolvierte. Die Vorinstanz erachtete nicht sämtliche Gefängnisbesuche des Ver-

teidigers als notwendig, weshalb sie die Entschädigung des Verteidigers kürzte 

(Urk. 147 S. 57).  

 Hinsichtlich der Gefängnisbesuche des Verteidigers gilt es zu beachten, 

dass der Beschuldigte teils selbständig Haftentlassungsgesuche stellte (vgl. 

Urk. HD 18/18, 18/22 und 18/45) oder Beschwerde ans Obergericht erhob 

(Urk. HD 18/41 und 18), was zusätzliche Aufwendungen seitens der Verteidigung 

notwendig machte, die ihm grundsätzlich zu entschädigen sind. Von den insge-

samt zwölf Gefängnisbesuchen des Verteidigers während des Vorverfahrens ste-

hen acht im Zusammenhang mit der Haftsituation des Beschuldigten:  

− Der erste Gefängnisbesuch des am 27. August 2013 bestellten amtlichen 

Verteidigers (Urk. HD 21/2) vom 5. September 2013 kann nicht als unnötig 

taxiert werden, zumal der Beschuldigte erst wenige Tage zuvor - am 29. Au-

-   30   - 

gust 2013 - in Untersuchungshaft versetzt wurde (Urk. HD 18/11). Ein erstes 

Instruktionsgespräch zu diesem Zeitpunkt erweist sich als angebracht.  

− Aus dem Gefängnisbesuch vom 13. September 2013 resultierte ein Rückzug 

eines Haftentlassungsgesuches, welches der Beschuldigte unmittelbar nach 

Anordnung der Untersuchungshaft selbständig gestellt hatte (Urk. HD 

18/18). Dieser Besuch war notwendig, um den Beschuldigten über die Haft-

situation aufzuklären und ist demnach zu entschädigen. 

− Am 27. September 2013 besuchte der Verteidiger den Beschuldigten erneut 

im Gefängnis. Der Verteidiger macht geltend, der Besuch sei im Zusam-

menhang mit seiner Stellungnahme im Rahmen einer selbständig vom Be-

schuldigten gegen die Anordnung der Untersuchungshaft erhobenen Be-

schwerde (Urk. HD 18/14) und zur Besprechung der Erfolgsaussichten der-

selben notwendig gewesen (Urk. 110/1 S. 3). Dem ist entgegenzuhalten, 

dass der Verteidiger zu diesem Zeitpunkt aufgrund des nur gerade 14 Tage 

davor abgehaltenen Besuchs den Standpunkt des Beschuldigten kannte und 

auch der Beschuldigte über die Haftsituation Bescheid wusste. Ein erneuter 

Besucht erscheint angesichts der Tatsache, dass sich dannzumal keine we-

sentlichen Veränderungen ergeben hatten, als nicht notwendig, was der Ver-

teidiger auch in seinem Eventualantrag anerkannte (Urk. 110/1 S. 5). Dieser 

Gefängnisbesuch (2 Stunden Zeitaufwand inkl. Weg und Fr. 28.– Barausla-

gen) ist demnach nicht zu entschädigen.  

− Gleiches gilt für den Gefängnisbesuch vom 3. Oktober 2013, welcher nach 

Angabe des Verteidigers einem erneuten Haftentlassungsgesuch des Be-

schuldigten (Urk. HD 18/22) folgte. Auch dieser Gefängnisbesuch erweist 

sich als nicht notwendig, ergaben sich doch keine Neuerungen, welche mit 

dem Beschuldigten vor Ort hätten besprochen werden müssen. Die von der 

Verteidigung geltend gemachten Aufwendungen von 2 Stunden inkl. Weg 

und Fr. 28.– Barauslagen sind nicht zu entschädigen.  

− Demgegenüber war der Gefängnisbesuch vom 28. November 2013 ange-

messen und notwendig, zumal am 19. November 2013 die Untersuchungs-

-   31   - 

haft verlängert worden war (Urk. HD 18/31). Der Verteidiger erhob im Na-

men des Beschuldigten Beschwerde gegen den Entscheid über die Verlän-

gerung der Untersuchungshaft (Urk. HD 18/34). Dies hätte er nicht getan, 

wenn er die Erfolgschancen nicht als intakt beurteilt hätte, was er jedenfalls 

mit dem Beschuldigten besprechen musste. Diese Aufwendungen sind dem 

Verteidiger zu entschädigen.  

− Der Gefängnisbesuch vom 6. Januar 2014 war ebenfalls angezeigt. So ging 

es gemäss Ausführungen der Verteidigung nicht nur darum, den abschlägi-

gen Beschwerdeentscheid (Urk. HD 18/40) mit dem Beschuldigten zu be-

sprechen, sondern auch das weitere Vorgehen hinsichtlich der therapeuti-

schen Behandlung des Beschuldigten zu planen (vgl. dazu auch Urk. HD 

18/44). Dass sowohl der Verteidiger wie auch der Beschuldigte persönlich 

Wege suchten, um eine Haftentlassung des Beschuldigten zu erreichen, er-

scheint nachvollziehbar und entspricht der Aufgabe eines amtlichen Vertei-

digers. Dass er dafür den Beschuldigten im Gefängnis besuchte, ist ihm 

nicht anzulasten, sondern als konsequente Erfüllung seiner Verteidigerpflich-

ten anzurechnen und daher auch zu entschädigen.  

− Ähnlich verhält es sich mit dem Gefängnisbesuch vom 24. Februar 2014. 

Dieser Besuch erfolgte, nachdem der Beschuldigte anlässlich der 

Schlusseinvernahme vom 5. Februar 2014 ein Haftentlassungsgesuch ge-

stellt (Urk. HD 14/5 S. 70 und Urk. HD 18/45) und gegen den abweisenden 

Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts Horgen (Urk. HD 18/49) wiede-

rum selbständig Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich erhoben 

hatte (Urk. 18/53). Die Beurteilung der Haftsituation hatte sich insofern ver-

ändert, als eine Schlusseinvernahme stattgefunden hatte und es aus Sicht 

des Beschuldigten keine Gründe mehr gab, ihn noch länger in Untersu-

chungshaft zu behalten. Dass es der Verteidiger für angezeigt hielt, die neu-

erlichen Haftumstände mit dem Beschuldigten nach erfolgter Schlusseinver-

nahme zu besprechen, ist nicht zu beanstanden.  

− Demgegenüber anerkannte der Verteidiger in seinem Eventualantrag, dass 

der Gefängnisbesuch vom 20. März 2014 nicht zwingend notwendig war 

-   32   - 

(Urk. 110/1 S. 6). Dies ist zutreffend, weshalb ihm diese Aufwendungen im 

Umfang von 3,5 Stunden und Barauslagen in der Höhe von Fr. 28.– nicht zu 

entschädigen sind.  

 Die vier Gefängnisbesuche am 19. November 2013, am 16. Dezember 2013 

sowie am 22. und am 30. Januar 2014 dienten gemäss Angabe des Verteidigers 

zur Vorbereitung von polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen 

(Urk. 110/1 S. 4 f.). Ein Besuch pro Monat zur Besprechung und Vorbereitung von 

Einvernahmen erscheint aufgrund des Aktenumfangs und der zahlreichen Delikte 

als nicht unangemessen. Praxisgemäss sind periodische Gefängnisbesuche denn 

auch zu entschädigen (Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

15. September 1999, VB99041). Dass der Verteidiger den Beschuldigten Ende 

Januar 2014 innert weniger Tage gleich zwei Mal besuchte, ist nicht zu beanstan-

den, zumal er in der Zeit zwischen den beiden Besuchen Akteneinsicht genom-

men hatte und zudem die Schlusseinvernahme anstand.  

 Im Übrigen ergeben sich die Aufwendungen des amtlichen Verteidigers im 

Vorverfahren vor allem durch die Teilnahme an polizeilichen oder staatsanwalt-

schaftlichen Einvernahmen und durch die Kommunikation mit dem Beschuldigten 

per Briefpost oder Telefon. Die vom Verteidiger verrechneten Positionen erschei-

nen - mit Ausnahme der Gefängnisbesuche vom 27. September 2013, 3. Oktober 

2013 und vom 20. März 2014 - insgesamt als notwendig und dem Aktenumfang 

und der Schwierigkeit des Falles angemessen. Dem amtlichen Verteidiger sind 

somit für das Vorverfahren 92,72 Arbeitsstunden (entspricht Fr. 18'544.–) und 

Barauslagen in der Höhe von Fr. 852.–, mithin insgesamt Fr. 19'396.– (exkl. 

MwSt.) zu entschädigen.  

2.3.   Für das erstinstanzliche Verfahren weist der Verteidiger bis und mit 10. Sep-

tember 2014 Aufwendungen von 33,23 Arbeitsstunden und Barauslagen in der 

Höhe von Fr. 288.– aus. Hinzukommend macht er zusätzlich 9 Stunden Aufwand 

für die Vorbereitung der Hauptverhandlung und 6,5 Stunden für die Hauptver-

handlung inkl. Nachbesprechung und Weg geltend. An Barauslagen seien ihm 

zudem Fr. 72.– für Kopien und Fr. 60.– Wegentschädigung erwachsen 

(Urk. 110/1 S. 2).  

-   33   - 

 Die vom Beschuldigten für das erstinstanzliche Verfahren aufgeführten Posi-

tionen erweisen sich als angemessen, insbesondere sind auch die abgehaltenen 

Gefängnisbesuche nicht als unnötig einzustufen, dienten sie doch mehrheitlich 

der Vorbereitung der erstinstanzlichen Hauptverhandlung und der Besprechung 

des neu zu den Akten genommenen psychiatrischen Gutachtens über den Be-

schuldigten (Urk. 77). Unter Berücksichtigung, dass die pauschale Gebühr für das 

erstinstanzliche Gerichtsverfahren so zu bemessen ist, dass eine wirksame Ver-

teidigung gewährleistet werden kann und in Anbetracht des Umfangs der Akten 

und der anstehenden Rechtsfragen insbesondere im Zusammenhang mit der 

Strafzumessung erweisen sich die Aufwendungen des Verteidigers von insgesamt 

48,73 Arbeitsstunden und Barauslagen in der Höhe von Fr. 420.– als angemes-

sen. Der Verteidiger ist demnach für das erstinstanzliche Gerichtsverfahren mit 

Fr. 10'166.– (exkl. MwSt.) zu entschädigen, was ohne weiteres von den Ansätzen 

der AnwGebV gedeckt ist. 

2.4. Insgesamt ergibt sich somit eine Entschädigung von Fr. 29'562.– exklusive 

Mehrwertsteuer. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 8 % (entspre-

chend Fr. 2'364.96) ist der amtliche Verteidiger für das Vorverfahren und das erst-

instanzliche Gerichtsverfahren mit Fr. 31'927.– zu entschädigen.  

3.   Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ih-

res Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

 Der Beschuldigte obsiegt mit seiner Berufung hinsichtlich der Strafe inso-

fern, als durch das Aussprechen einer Zusatzstrafe eine relativierte Beurteilung 

vorgenommen wurde. Es rechtfertigt sich daher, ihm die Kosten des Berufungs-

verfahrens lediglich zur Hälfte aufzuerlegen und zur Hälfte auf die Gerichtskasse 

zu nehmen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgenommen sind die Kosten der amtli-

chen Verteidigung, welche gemäss Art. 426 Abs. 1 und Abs. 4 StPO auf die Ge-

richtskasse zu nehmen sind. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO bleibt im Umfang der Hälfte vorbehalten. 

4.   Für das Berufungsverfahren macht der amtliche Verteidiger Aufwendungen 

im der Höhe von Fr. 3'094.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.; Urk. 177/2) geltend. 

-   34   - 

Seine Aufwendungen erweisen sich angesichts des Aktenumfangs und der Kom-

plexität des Falles als angemessen. Hinzuzurechnen sind weiter die Aufwendun-

gen im Zusammenhang mit der Berufungsverhandlung womit er insgesamt mit 

Fr. 5'500.– (inkl. MwSt.) zu entschädigen ist.  

5.   Schliesslich ist dem amtlichen Verteidiger für das Beschwerdeverfahren 

(UP140039) bei der III. Strafkammer des Obergerichts eine Entschädigung in be-

antragter Höhe von Fr. 870.50 aus der Gerichtskasse zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, 

vom 16. September 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche), 

4 (Massnahme), 6 und 7 (Einziehung und Herausgabe beschlagnahmter 

Gegenstände) sowie 8 bis 11 (Zivilansprüche) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass über den Widerruf der mit Urteil 

des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 2008 ausgefällten Freiheits-

strafe von 7 Monaten seitens des Kantonsgerichts St. Gallen bereits rechts-

kräftig entschieden wurde. 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe als 

Zusatzstrafe zur mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Oktober 

2014 ausgefällten Strafe, wovon 606 Tage durch Untersuchungshaft sowie 

vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind, und mit einer Geldstrafe von 20 Ta-

gessätzen zu Fr. 30.–. 

2. Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen und die Geldstrafe zu bezahlen.  

-   35   - 

3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 13) wird mit Ausnahme der Kos-

ten der amtlichen Verteidigung bestätigt. 

4. Die amtliche Verteidigung wird für das Vorverfahren und das erstinstanzliche 

Gerichtsverfahren mit Fr. 31'927.– entschädigt.  

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'500.–   amtliche Verteidigung 

 
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und 

zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang der Hälfte vorbehalten.  

7. Der amtliche Verteidiger wird für das Beschwerdeverfahren (UP140039) mit 

weiteren Fr. 870.50 aus der Gerichtskasse entschädigt. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  
− die Privatkläger 

(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

− die Kantonale Strafanstalt ... 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons St. Gallen 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

-   36   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons St. Gallen 
− Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, 

Röntgenstrasse 17, Postfach, 7087 Zürich, AHV-Nr. ... 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten. 

9. Rechtsmittel: 
Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 12. Mai 2015 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Schneeberger 
 

 
 

	Urteil vom 12. Mai 2015
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB,
	- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB,
	- der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB,
	- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB,
	- des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB,
	- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a SVG sowie
	- des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 387 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–, entsprechend Fr. 600.–.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen und die Geldstrafe ist zu bezahlen.
	4. Es wird keine Massnahme angeordnet.
	5. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 2008 unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren ausgefällte bedingte Freiheitsstrafe von 7 Monaten, deren Probezeit von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit Entscheid vom 17. August 201...
	6. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides werden folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 31. März 2014 beschlagnahmten Gegenstände eingezogen und der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	1. 1 Computer (Laptop, Marke Asus, Typ W1000, Seriennummer ...),
	2. 1 iPhone 5 (schwarz, Display defekt, IMEI-Nr. ...).
	Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.

	7. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides werden folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 31. März 2014 beschlagnahmten Gegenstände dem Beschuldigten herausgegeben:
	1. 1 Kassenbeleg B._____,
	2. 1 Schreiben von C._____ vom 8. April 2013,
	3. 1 Bankkundenkarte (Maestrokarte …bank, lautend auf A._____, Karten-Nr. ...).

	8. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte nachfolgende Schadenersatzbegehren anerkennt:
	1. gegenüber der Privatklägerin 1 in der Höhe von Fr. 2'500.– zzgl. 5 % Zins seit 20. September 2012 (mittlerer Verfalltag),
	2. gegenüber dem Privatkläger 2 in der Höhe von Fr. 850.–,
	3. gegenüber dem Privatkläger 3 in der Höhe von Fr. 2'420.– zzgl. 5 % Zins seit 2. Februar 2012,
	4. gegenüber dem Privatkläger 4 in der Höhe von Fr. 450.– zzgl. 5 % Zins seit 31. Januar 2013,
	5. gegenüber dem Privatkläger 5 in der Höhe von Fr. 1'000.– zzgl. 5 % Zins seit 25. Januar 2013,
	6. gegenüber dem Privatkläger 6 in der Höhe von Fr. 1'006.– zzgl. 5 % Zins seit 6. Februar 2013,
	7. gegenüber dem Privatkläger 7 in der Höhe von Fr. 980.–,
	8. gegenüber dem Privatkläger 8 in der Höhe von Fr. 2'600.–,
	9. gegenüber dem Privatkläger 9 in der Höhe von Fr. 300.–,
	10. gegenüber der Privatklägerin 10 in der Höhe von Fr. 10'000.–,
	11. gegenüber dem Privatkläger 12 in der Höhe von Fr. 406.–,
	12. gegenüber dem Privatkläger 13 in der Höhe von Fr. 420.–,
	13. gegenüber dem Privatkläger 14 in der Höhe von Fr. 300.–,

	14. gegenüber der Privatklägerin 15 in der Höhe von Fr. 890.– zzgl. 5 % Zins seit 11. März 2013. Für diese Forderung zzgl. Fr. 99.- Betreibungskosten wird in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Sihltal (Zahlungsbefehl vom 10. April 2013) defin...
	15. Gegenüber dem Privatkläger 16 in der Höhe von Fr. 980.–,
	16. gegenüber der Privatklägerin 17 in der Höhe von Fr. 2'000.– zzgl. 5 % Zins seit 30. April 2013,
	17. gegenüber der Privatklägerin 18 in der Höhe von Fr. 1'600.– zzgl. 5 % Zins seit 26. Juni 2013,
	18. gegenüber dem Privatkläger 19 in der Höhe von Fr. 1'700.–,
	19. gegenüber dem Privatkläger 20 in der Höhe von Fr. 1'100.–,
	20. gegenüber dem Privatkläger 22 in der Höhe von Fr. 900.– zzgl. 5 % Zins seit 19. April 2013,
	21. gegenüber dem Privatkläger 23 in der Höhe von Fr. 500.– zzgl. 5 % Zins seit 24. April 2013,
	22. gegenüber dem Privatkläger 24 in der Höhe von Fr. 410.– zzgl. 5 % Zins seit 14. April 2012,
	23. gegenüber dem Privatkläger 25 in der Höhe von Fr. 550.– zzgl. 5 % Zins seit 13. August 2013,
	24. gegenüber dem Privatkläger 26 in der Höhe von Fr. 550.–,
	25. gegenüber der Privatklägerin 27 in der Höhe von Fr. 650.–,
	26. gegenüber dem Privatkläger 28 in der Höhe von Fr. 750.–,
	27. gegenüber der Privatklägerin 29 in der Höhe von Fr. 1'800.– zzgl. 5 % Zins seit 16. Mai 2013,
	28. gegenüber der Privatklägerin 30 in der Höhe von Fr. 2'000.– zzgl. 5 % Zins seit 30. Mai 2011,
	29. gegenüber der Privatklägerin 31 in der Höhe von Fr. 362.– zzgl. 5 % Zins seit 4. April 2012,
	30. gegenüber dem Privatkläger 32 in der Höhe von Fr. 400.–,
	31. gegenüber dem Privatkläger 33 in der Höhe von Fr. 500.–,
	32. gegenüber dem Privatkläger 34 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % Zins seit 31. März 2013,
	33. gegenüber dem Privatkläger 35 in der Höhe von Fr. 318.–,
	34. gegenüber dem Privatkläger 36 in der Höhe von Fr. 450.– zzgl. 5 % Zins seit 30. April 2012,
	35. gegenüber dem Privatkläger 37 in der Höhe von Fr. 600.–,
	36. gegenüber der Privatklägerin 38 in der Höhe von Fr. 1'518.– zzgl. 5 % Zins seit 11. Juni 2013,
	37. gegenüber dem Privatkläger 40 in der Höhe von Fr. 900.–,
	38. gegenüber dem Privatkläger 41 in der Höhe von Fr. 650.– zzgl. 5 % Zins seit 18. Juni 2013,
	39. gegenüber dem Privatkläger 42 in der Höhe von Fr. 700.–,
	40. gegenüber dem Privatkläger 43 in der Höhe von Fr. 1'315.–,
	41. gegenüber der Privatklägerin 44 in der Höhe von Fr. 1'600.– zzgl. 5 % Zins seit 6. April 2013 (mittlerer Verfallstag),
	42. gegenüber der Privatklägerin 45 in der Höhe von Fr. 700.–,
	43. gegenüber dem Privatkläger 46 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % Zins seit 28. November 2012,
	44. gegenüber dem Privatkläger 47 in der Höhe von Fr. 6'500.–,
	45. gegenüber dem Privatkläger 48 in der Höhe von Fr. 325.–,
	46. gegenüber der Privatklägerin 49 in der Höhe von Fr. 400.– zzgl. 5 % Zins seit 22. November 2012,
	47. gegenüber dem Privatkläger 50 in der Höhe von 1'500.– zzgl. 5 % Zins seit 20. September 2011 (mittlerer Verfallstag),
	48. gegenüber der Privatklägerin 51 in der Höhe von Fr. 6'500.– zzgl. 5 % Zins seit 19. Juli 2011.

	9. Überdies wird der Beschuldigte verpflichtet, wie folgt Schadenersatz zu bezahlen:
	1. dem Privatkläger 2 in der Höhe von Fr. 5.–,
	2. dem Privatkläger 7 in der Höhe von Fr. 20.–,
	3. der Privatklägerin 15 in der Höhe von Fr. 99.– zzgl. 5 % Zins seit 10. April 2013,
	4. dem Privatkläger 32 in der Höhe von Fr. 25.–.

	10. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 2, 4, 7, 8, 9, 11, 22, 23, 24, 27, 34, 38, 43, 44, 46 und 50 werden abgewiesen.
	11. Nachfolgende Schadenersatzbegehren werden auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen:
	1. der Privatklägerin 1 im Mehrbetrag von Fr. 50.– zzgl. 5 % Zins seit  27. November 2012,
	2. des Privatklägers 8 im Mehrbetrag von Fr. 400.–,
	3. des Privatklägers 9 im Mehrbetrag von Fr. 740.20,
	4. des Privatklägers 11 im Betrag von Fr. 4'500.– zzgl. 5 % Zins seit 1. November 2012,
	5. des Privatklägers 14 im Mehrbetrag von Fr. 300.–,
	6. der Privatklägerin 15 im Mehrbetrag von Fr. 300.–,
	7. des Privatklägers 24 im Mehrbetrag von Fr. 85.– zzgl. 5 % Zins seit  Ereignisdatum,
	8. des Privatklägers 26 im Mehrbetrag von Fr. 450.–,
	9. der Privatklägerin 29 im Mehrbetrag von Fr. 112.– zzgl. 5 % Zins seit 30. Mai 2013,
	10. des Privatklägers 32 im Mehrbetrag von Fr. 25.–,
	11. des Privatklägers 43 im Mehrbetrag von Fr. 85.–,
	12. des Privatklägers 46 im Mehrbetrag von Fr. 100.– zzgl. 5 % Zins seit Ereignisdatum.

	12. Der amtliche Verteidiger wird entschädigt mit Fr. 18'360.– (inkl. Fr. 1'360.– MwSt).
	13.  Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Beschuldigte mit einer Zusatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à SFr. 10.– zum Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Oktober 2014 zu bestrafen.
	2. Es sei die Zusatzstrafe im Umfang von 4 Monaten zu vollziehen sowie die Geldstrafe zu bezahlen und im Umfang von 14 Monaten bedingt mit einer Probezeit von drei Jahren aufzuschieben.
	3. Es sei Disp.-Ziff. 5 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben.
	4. Es sei die Entschädigung für die amtliche Verteidigung vor Vorinstanz auf SFr. 30'190.– und die Barauslagen auf SFr. 1'377.– je zuzüglich MwSt. von 8%, mithin auf SFr. 34'092.35 festzusetzen.
	Eventualiter sei die Entschädigung für die amtliche Verteidigung auf SFr. 29'090.– und die Barauslagen auf SFr. 1'321.– je zuzüglich MwSt. von 8%, mithin auf SFr. 32'843.90 festzusetzen.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. Die amtliche Verteidigung sei für ihre Beschwerde mit zusätzlich SFr. 870.50 zu entschädigen.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang
	1.   Gegen das eingangs wiedergegebene, am Tag der Urteilsfällung mündlich eröffnete und den Parteien im Dispositiv übergebene Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, vom 16. September 2014, liess der Beschuldigte am 25. September 2014 rechtz...
	2.   Das begründete Urteil wurde dem Verteidiger am 30. Januar 2015 zugestellt (Urk. 145/2). Mit Eingabe vom gleichen Datum liess der Beschuldigte fristgerecht seine Berufungserklärung einreichen (Urk. 149; Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsidialverfügun...
	3.   Der Beschuldigte ersuchte mit Eingabe vom 19. Februar 2015 um umgehende Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug (Urk. 154/1). Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis verzichtete innert ihr angesetzter Frist auf eine Stellungnahme zum Haftentla...
	II.  Prozessuales
	1.   Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dementsprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil nur in den angefocht...
	2.   Der Beschuldigte hat seine Berufung auf den Strafpunkt inkl. Vollzug, auf die Frage des Widerrufs des Urteils des Bezirksgerichts Lenzburg vom 17. Januar 2008 und auf die Entschädigung der amtlichen Verteidigung beschränkt (Urk. 149, Urk. 182 und...
	III.  Strafzumessung und Vollzug
	1.   Allgemeines
	1.1.   Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wobei sie sowohl die Freiheitsstrafe als auch die Geldstrafe für vollziehbar erklärte (Urk. 147 S. 21...
	1.2.   Dabei hat die Vorinstanz die allgemeinen Regeln der Strafzumessung und das Vorgehen für die Zumessung mehrerer Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB korrekt dargelegt. Sie hat insbesondere in Nachachtung der ständigen Rechtsprechung des Bund...
	2.   Retrospektive Konkurrenz
	2.1.   Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handl...
	2.2.  Die Ausfällung einer Zusatzstrafe bedingt stets, dass die Voraussetzungen nach Art. 49 Abs. 1 StGB erfüllt sind. Danach sind ungleichartige Strafen kumulativ zu verhängen, weil das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen...
	2.3.   Für das Vorgehen bei der Festsetzung der Zusatzstrafe bei retrospektiver Konkurrenz kann auf die ausführliche Rechtsprechung verwiesen werden (Urteile des Bundesgerichts 6B_964/2014 vom 2. April 2015, E. 1.4.1. f. und 6B_446/2013 vom 17. Dezemb...
	2.4.  Der Beschuldigte wurde mit Urteil vom 9. September 2013 vom Kreisgericht St. Gallen erstinstanzlich wegen mehrfacher Veruntreuung, gewerbsmässigem Betrug, mehrfacher Urkundenfälschung und Zechprellerei verurteilt (Urk. 78 S. 31). Im vorliegenden...
	3.   Konkrete Strafzumessung
	3.1.  Strafrahmen
	3.1.1.  Ausgangspunkt für die Bildung der hypothetischen Gesamtstrafe ist der Strafrahmen für das schwerste Delikt (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass der gewerbsmässige Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, welcher mit ei...
	3.1.2.  Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, führen die Strafschärfungsgründe der Deliktsmehrheit und mehrfachen Tatbegehung nicht zu einer automatischen Erweiterung des Strafrahmens, sondern sind stattdessen innerhalb des ordentlichen Stra...
	3.2.   Hypothetische Einsatzstrafe für den gewerbsmässigen Betrug
	3.2.1.  Zunächst ist für den gewerbsmässigen Betrug eine hypothetische Einsatzstrafe festzulegen. Dabei sind sämtliche Einzelhandlungen, welche dem Beschuldigten im vorliegenden und im st. gallischen Verfahren vorgeworfen werden, zu berücksichtigen, z...
	3.2.2.  Vorweg kann auf die Erwägungen im Urteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. September 2013 und im Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. Oktober 2014 (Urk. 78 S. 22 und Urk. 154/2 S. 5) sowie auf die umfassenden Erwägungen der Vorinsta...
	3.2.3.  Bei der Bestimmung der objektiven Tatschwere ist das Doppelverwertungsverbot zu beachten (Urteile des Bundesgerichts 6B_294/2010 vom 15. Juli 2010 E. 3.3.2 und 6B_242/2008 vom 24. September 2008, E. 2.1.2). Dieses besagt, dass Umstände, die zu...
	Der Beschuldigte hat innert einer Zeitdauer von etwas mehr als zwei Jahren (April 2011 bis August 2013) 77 Einzeldelikte begangen. Die Kadenz seiner betrügerischen Aktivitäten war damit sehr hoch, ergeben sich daraus im Durschnitt doch immerhin zwisc...
	Der Beschuldigte ging bei seinen Betrugshandlungen sehr zielgerichtet und geplant vor. Er gab entweder vor, auf Internetplattformen zum Kauf gesuchte Gegenstände zu besitzen oder schrieb selber Waren zum Verkauf aus und bot Dienstleistungen an, die e...
	Weiter ist erschwerend zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte seine deliktische Tätigkeit nicht von sich aus beendete, sondern seinem Tun erst durch seine Verhaftung ein Ende gesetzt wurde.
	In objektiver Hinsicht ist das Verschulden des Beschuldigten für den gewerbsmässigen Betrug als nicht mehr leicht zu werten. Insoweit ist die diesbezügliche Einschätzung der Vorinstanz (Urk. 147 S. 31) etwas zu relativieren bzw. die Einschätzung der ...
	3.2.4.  In subjektiver Hinsicht ist der Vorinstanz Recht zu geben, wonach dem Beschuldigten weder eine verminderte Schuldfähigkeit noch eine Spielsucht mit Krankheitswert zu attestieren ist (Urk. 147 S. 32 f.). Für diese Beurteilung stützt sich die Vo...
	3.2.5.  Gemäss vorstehenden Erwägungen und unter Berücksichtigung des Verschuldens, welches als nicht mehr leicht zu qualifizieren ist, ist für den gewerbsmässigen Betrug eine hypothetische Einsatzstrafe von 33 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen.
	3.3.   Hypothetische Gesamtstrafe unter Berücksichtigung der übrigen Delikte beider Verfahren
	3.3.1.  Straferhöhend ist zunächst die im vorliegenden und im st. gallischen Verfahren zur Beurteilung gebrachte mehrfache Veruntreuung zu berücksichtigen. Bei den vom Beschuldigten begangenen Veruntreuungen sticht bezüglich der objektiven Tatschwere ...
	3.3.2.  Hinsichtlich der Verschuldensbewertung im Zusammenhang mit der mehrfachen Urkundenfälschung im st. gallischen und im vorliegenden Verfahren kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 147 S. 35; vgl. auch Urk. ...
	3.3.3.  Schliesslich ist den übrigen vom Beschuldigten begangenen Delikten angemessen Rechnung zu tragen und die Gesamtstrafe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzip entsprechend zu erhöhen.
	In Bezug auf die Festlegung des Verschuldens betreffend die Sachentziehung dürfen Zumessungskriterien, welche bereits im Rahmen des vom Beschuldigten gleichzeitig begangenen Betruges berücksichtigt wurden, nicht erneut einbezogen werden. Es handelt s...
	In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist das Verschulden hinsichtlich des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage als leicht einzustufen, zumal es sich um eine einmalige Tatbegehung mit einer geringen Deliktsumme von Fr. 450.– hand...
	Mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ist hinsichtlich der SVG-Delikte von einem leichten Verschulden auszugehen (Urk. 147 S. 38). Eine minime Straferhöhung ist angezeigt. Ebenso ist auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu verweis...
	Schliesslich ist auch bezüglich der im st. gallischen Verfahren zu beurteilenden Zechprellerei von einem leichten Verschulden auszugehen, zumal es sich um eine einmalige Tatbegehung und einen geringen Deliktsbetrag von rund Fr. 600.– handelte, der Be...
	Für die soeben erwähnten, bezüglich des Verschuldens als leicht eingestuften Delikte (Sachentziehung, Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, SVG-Delikte und Zechprellerei) erscheint es zusammengefasst angemessen, die Strafe leicht um zwei Monate ...
	3.3.4.  Insgesamt resultiert damit vorliegend eine hypothetische Gesamtstrafe von 39 Monaten Freiheitsstrafe. Damit ist einerseits dem Asperationsprinzip, andererseits der Deliktsmehrheit und dem Umstand, dass es sich teilweise um ähnlich gelagerte De...
	3.4.  Täterkomponenten
	3.4.1.  Die Vorinstanz hat sich zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten umfassend geäussert (Urk. 147 S. 38 f.). Darauf kann, um Wiederholungen zu vermeiden, umfassend verwiesen werden. Ergänzend führte der Beschuldigte anläs...
	3.4.2.  Erheblich straferhöhend fallen allerdings die mehrfachen Vorstrafen des Beschuldigten ins Gewicht, die zudem einschlägig sind. Gemäss Strafregisterauszug weist er - ohne Berücksichtigung des st. gallischen Verfahrens - drei einschlägige Vorstr...
	3.4.3.  Zu Recht hat die Vorinstanz die Geständnisse des Beschuldigten und sein kooperatives Verhalten strafmindernd veranschlagt (Urk. 147 S. 41). Darauf kann, um Wiederholungen zu vermeiden, verwiesen werden.
	3.4.4.  Die Vorinstanz hat umfassend dargelegt, dass dem Beschuldigten eine tatsächliche Einsicht und ehrliche Reue abzusprechen sei (Urk. 147 S. 41-44). Mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ist hervorzuheben, dass der Beschuldigte im Verla...
	3.4.5.  Insgesamt überwiegen die Strafminderungsgründe die Straferhöhungsgründe der Vorstrafen und der Delinquenz während eines laufenden Verfahrens bzw. während einer Probezeit, so dass eine Reduktion der hypothetischen Gesamtstrafe um rund 3 Monate ...
	3.5.   Ergebnis: hypothetische Gesamtstrafe
	Im Ergebnis resultiert unter Berücksichtigung sämtlicher dem Beschuldigten zur Last gelegten Delikte und der relevanten Strafzumessungsfaktoren eine hypothetische Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe .
	3.6.   Berechnung der Zusatzstrafe
	Von der hypothetischen Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe ist die durch den Erstrichter rechtskräftig festgesetzte Strafe abzuziehen, wobei die daraus resultierende Differenz die auszufällende Zusatzstrafe ergibt. Das Kantonsgericht St. Galle...
	4.  Anrechnung der erstandenen Haft
	Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass das Gericht gemäss Art. 51 StGB dem Beschuldigten die in diesem oder einem anderen Verfahren erstandene Haft (Untersuchungs- oder Sicherheitshaft, oder vorzeitiger Strafvollzug) an die Strafe anzurechne...
	5.  Vollzug
	5.1.  Für die Bestimmung der Vollzugsform der Zusatzfreiheitsstrafe ist bei retrospektiver Konkurrenz auf die hypothetische Gesamtstrafe abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 6B_295/2012 vom 24. Oktober 2012, E. 5.7 mit Hinweisen; ausserdem Ackermann...
	5.1.1.  Für Freiheitsstrafen von mehr als einem und höchstens drei Jahren sieht das Gesetz den teilbedingten Vollzug vor, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Voraussetzung für den T...
	5.1.2.  Durch die Festsetzung einer hypothetischen Gesamtstrafe in der Höhe von 36 Monaten ist die objektive Voraussetzung für die Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges erfüllt (Art. 43 Abs. 1 StPO).
	5.1.3.  Der Beschuldigte wurde mit Urteil vom 17. Januar 2008 zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten und einer Busse von Fr. 500.– verurteilt (Urk. 159), womit ein Rückfall im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB vorliegt und ein Aufschub nur bei Vorliegen "...
	Der Beschuldigte weist mehrere einschlägige Vorstrafen auf. Trotz der ihm durch das Bezirksgericht Lenzburg mit einer Verlängerung der Probezeit auf drei Jahre gewährten Chance, sich zu bewähren, blieb er nicht straffrei, sondern delinquierte auch no...
	Ebenso spricht nicht für eine günstige Prognose, dass der Beschuldigte bereits in früheren Verfahren mehrfach beteuerte, aus seinen Taten und den sich daraus ergebenden Strafverfahren gelernt zu haben und sich zu bessern (Urk. HD 28A/9 und 28A/11 S. ...
	Dass der Beschuldigte, wie das Kantonsgericht St. Gallen in seinem Entscheid vom 30. Oktober 2014 festhielt (Urk. 154/2 S. 6), in der Vergangenheit verschiedentlich von sich aus Anstrengungen unternahm, um Rückfälle zu verhindern, lässt nicht ohne We...
	Das forensisch-psychiatrische Gutachten der universitären psychiatrischen Kliniken Basel vom 11. August 2014 attestiert dem Beschuldigten eine eher leicht ausgeprägte Panikstörung, nicht aber eine Spielsucht mit Krankheitswert (Urk. 77 S. 37). Da die...
	Der Beschuldigte war vor seiner Verhaftung IV-Rentner und nicht erwerbstätig. Davor arbeitete er gemäss eigenen Angaben einmal als Verkaufsmitarbeiter bei der ... Krankenkasse, wobei er anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung und erneut anlässli...
	Eine besonders günstige Prognose kann dem Beschuldigten unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht gestellt werden. Demnach ist die Zusatzfreiheitsstrafe in der Höhe von 18 Monaten zu vollziehen.
	5.2.  Nach der Rechtsprechung kann die Geldstrafe bei kumulierten ungleichartigen Strafen unabhängig von der Höhe der gleichzeitig ergangenen Freiheitsstrafe bedingt oder teilbedingt ausgesprochen werden, wenn die übrigen Voraussetzungen hierfür erfül...
	Aufgrund der gegebenen Umstände kann vorliegend auch nicht mit der Begründung, der Beschuldigte werde sich aufgrund der vollziehbaren Freiheitsstrafe von einer weiteren Deliktsbegehung abhalten lassen, der Vollzug der Geldstrafe aufgeschoben werden. ...
	6.  Reformatio in peius
	6.1.   Nachdem die Staatsanwaltschaft keine Anschlussberufung erhob, ist vorliegend das Verbot der reformatio in peius zu berücksichtigen (Art. 391 Abs. 2 StPO), so dass es unter Würdigung sämtlicher zumessungsrelevanter Faktoren nicht zulässig ist, e...
	6.2.   Da das Urteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. September 2013 im Zeitpunkt der Urteilsfällung durch die Vorinstanz am 16. September 2014 noch nicht rechtskräftig war, konnte sie (noch) keine Zusatzstrafe ausfällen und verurteilte den Beschul...
	IV.  Widerruf
	Mit Urteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. September 2013 wurde die Gewährung des bedingten Vollzuges der durch das Bezirksgericht Lenzburg am 17. Januar 2008 ausgesprochenen Freiheitsstrafe von sieben Monaten widerrufen und die Freiheitsstrafe fü...
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1.   Das erstinstanzliche Kostendispositiv blieb mit Ausnahme der Entschädigung der amtlichen Verteidigung unangefochten (Urk. 149) und ist demnach zu bestätigen. Die Vorinstanz entschädigte den amtlichen Verteidiger mit Fr. 18'360.– (inkl. Fr. 1'360....
	2.   Der amtliche Verteidiger erhob gegen den Entschädigungsentscheid selbständig Beschwerde an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Urk. 110/1). Die Zuständigkeit für die Beurteilung der Honoraransprüche der amtlichen Verteidigun...
	2.1.   Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (Urk. 147 S. 56), berechnet sich die Gebühr für die amtliche Verteidigung gestützt auf § 23 Abs. 1 der Verordnung des Obergerichts des Kantons Zürich über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 ...
	2.2.   Für das Vorverfahren (bis und mit 2. April 2014) macht der amtliche Verteidiger einen Aufwand von 100,22 Arbeitsstunden und Barauslagen in der Höhe von Fr. 936.– geltend (Urk. 95 S. 1 und S. 2). Davon machen zwölf Gefängnisbesuche beim Beschuld...
	Hinsichtlich der Gefängnisbesuche des Verteidigers gilt es zu beachten, dass der Beschuldigte teils selbständig Haftentlassungsgesuche stellte (vgl. Urk. HD 18/18, 18/22 und 18/45) oder Beschwerde ans Obergericht erhob (Urk. HD 18/41 und 18), was zus...
	 Der erste Gefängnisbesuch des am 27. August 2013 bestellten amtlichen Verteidigers (Urk. HD 21/2) vom 5. September 2013 kann nicht als unnötig taxiert werden, zumal der Beschuldigte erst wenige Tage zuvor - am 29. August 2013 - in Untersuchungshaft ...
	 Aus dem Gefängnisbesuch vom 13. September 2013 resultierte ein Rückzug eines Haftentlassungsgesuches, welches der Beschuldigte unmittelbar nach Anordnung der Untersuchungshaft selbständig gestellt hatte (Urk. HD 18/18). Dieser Besuch war notwendig, ...
	 Am 27. September 2013 besuchte der Verteidiger den Beschuldigten erneut im Gefängnis. Der Verteidiger macht geltend, der Besuch sei im Zusammenhang mit seiner Stellungnahme im Rahmen einer selbständig vom Beschuldigten gegen die Anordnung der Unters...
	 Gleiches gilt für den Gefängnisbesuch vom 3. Oktober 2013, welcher nach Angabe des Verteidigers einem erneuten Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten (Urk. HD 18/22) folgte. Auch dieser Gefängnisbesuch erweist sich als nicht notwendig, ergaben sich...
	 Demgegenüber war der Gefängnisbesuch vom 28. November 2013 angemessen und notwendig, zumal am 19. November 2013 die Untersuchungshaft verlängert worden war (Urk. HD 18/31). Der Verteidiger erhob im Namen des Beschuldigten Beschwerde gegen den Entsch...
	 Der Gefängnisbesuch vom 6. Januar 2014 war ebenfalls angezeigt. So ging es gemäss Ausführungen der Verteidigung nicht nur darum, den abschlägigen Beschwerdeentscheid (Urk. HD 18/40) mit dem Beschuldigten zu besprechen, sondern auch das weitere Vorge...
	 Ähnlich verhält es sich mit dem Gefängnisbesuch vom 24. Februar 2014. Dieser Besuch erfolgte, nachdem der Beschuldigte anlässlich der Schlusseinvernahme vom 5. Februar 2014 ein Haftentlassungsgesuch gestellt (Urk. HD 14/5 S. 70 und Urk. HD 18/45) un...
	 Demgegenüber anerkannte der Verteidiger in seinem Eventualantrag, dass der Gefängnisbesuch vom 20. März 2014 nicht zwingend notwendig war (Urk. 110/1 S. 6). Dies ist zutreffend, weshalb ihm diese Aufwendungen im Umfang von 3,5 Stunden und Barauslage...
	Die vier Gefängnisbesuche am 19. November 2013, am 16. Dezember 2013 sowie am 22. und am 30. Januar 2014 dienten gemäss Angabe des Verteidigers zur Vorbereitung von polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen (Urk. 110/1 S. 4 f.). Ein Be...

	Im Übrigen ergeben sich die Aufwendungen des amtlichen Verteidigers im Vorverfahren vor allem durch die Teilnahme an polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen und durch die Kommunikation mit dem Beschuldigten per Briefpost oder Telefon...
	2.3.   Für das erstinstanzliche Verfahren weist der Verteidiger bis und mit 10. September 2014 Aufwendungen von 33,23 Arbeitsstunden und Barauslagen in der Höhe von Fr. 288.– aus. Hinzukommend macht er zusätzlich 9 Stunden Aufwand für die Vorbereitung...
	Die vom Beschuldigten für das erstinstanzliche Verfahren aufgeführten Positionen erweisen sich als angemessen, insbesondere sind auch die abgehaltenen Gefängnisbesuche nicht als unnötig einzustufen, dienten sie doch mehrheitlich der Vorbereitung der ...
	2.4. Insgesamt ergibt sich somit eine Entschädigung von Fr. 29'562.– exklusive Mehrwertsteuer. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 8 % (entsprechend Fr. 2'364.96) ist der amtliche Verteidiger für das Vorverfahren und das erstinstanzliche Ger...
	3.   Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	Der Beschuldigte obsiegt mit seiner Berufung hinsichtlich der Strafe insofern, als durch das Aussprechen einer Zusatzstrafe eine relativierte Beurteilung vorgenommen wurde. Es rechtfertigt sich daher, ihm die Kosten des Berufungsverfahrens lediglich ...
	4.   Für das Berufungsverfahren macht der amtliche Verteidiger Aufwendungen im der Höhe von Fr. 3'094.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.; Urk. 177/2) geltend. Seine Aufwendungen erweisen sich angesichts des Aktenumfangs und der Komplexität des Falles als...
	5.   Schliesslich ist dem amtlichen Verteidiger für das Beschwerdeverfahren (UP140039) bei der III. Strafkammer des Obergerichts eine Entschädigung in beantragter Höhe von Fr. 870.50 aus der Gerichtskasse zuzusprechen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, vom 16. September 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche