# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2532ecd2-4d59-5d71-b1c9-44a31fcfda81
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2010 D-7680/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7680-2010_2010-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7680/2010/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

A.___________, geboren (...),
Iran,
vertreten durch Dominik Löhrer, 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); 
Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7680/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin,  eine  iranische  Staatsangehörige  mit 
letztem Wohnsitz in B.__________, ihr Heimatland eigenen Angaben 
zufolge am 13. oder 14. September 2010 in Richtung Türkei verliess, in 
der Folge in Istanbul ein Flugzeug bestieg und von dort herkommend 
am 2. Oktober 2010 im Flughafen C.___________ eintraf,

dass sie tags darauf am Flughafen ein Asylgesuch stellte,

dass das BFM der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 
2010 die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und ihr für die  
Dauer des Asylverfahrens bis maximal 60 Tage den Transitbereich des 
Flughafens C.___________ als Aufenthaltsort zuwies,

dass die Beschwerdeführerin am 6. Oktober 2010 summarisch befragt 
wurde,

dass  das  BFM  (Dienst  Flughafenverfahren)  die  Beschwerdeführerin 
am 20. Oktober 2010 ausführlich zu ihren Asylgründen befragte,

dass diese zur  Begründung ihres  Asylgesuchs im Wesentlichen gel-
tend machte, ihr Vater sei im Jahr 1991 aus politischen Gründen hin-
gerichtet worden, sie wisse darüber jedoch nichts Genaueres,

dass sie bei der Sittenpolizei ihrer Hochschule aktenkundig gewesen 
sei, weil sie für die Studentenzeitschrift über hundert kritische Artikel 
verfasst habe und deswegen (sowie unter anderem auch wegen ihrer 
Kleidung) verwarnt worden sei,

dass  sie  ausserdem einmal  im Mai  2009 anlässlich  eines  Vortrages 
der Ehefrau von Moussawi Broschüren verteilt  habe, worauf sie zwei 
Tage lang in Untersuchungshaft genommen worden sei,

dass die Hochschule ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet und 
sie deswegen kein Abschlusszeugnis erhalten habe, weshalb sie nach 
Abschluss ihres Studiums als Coiffeuse habe arbeiten müssen,

dass  sie  am  18.  Juni  2009  festgenommen  worden  sei,  weil  sie  an 
einem Sitzprotest im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen 
teilgenommen habe,

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dass sie ungefähr 20 Tage lang inhaftiert  gewesen sei, wobei sie zu 
ihren politischen Aktivitäten befragt und ausserdem einmal vergewal-
tigt worden sei,

dass man sie schliesslich freigelassen habe, weil man ihr nichts habe 
nachweisen können,

dass sie jedoch nach ihrer Freilassung observiert worden sei und der 
Nachrichtendienst ihre Telefongespräche abgehört habe,

dass ihre Freundin D._________ sowie deren Familie Christen seien 
und in deren Haus eine Art Hauskirche bestehe,

dass ihre Mutter schon vor über sechs Jahren zum Christentum kon-
vertiert und auch ihr Bruder Christ geworden sei,

dass ihre Mutter seit über sechs Jahren regelmässig in die Hauskirche 
von D._________s Familie zum Beten gehe und ihr (der Beschwerde-
führerin) oft Bibelgeschichten erzählt habe,

dass sie ihre Mutter schon längere Zeit zum Beten in die Hauskirche 
begleitet  habe,  aber  erst  im  Mai/Juni  2010  selber  zum Christentum 
konvertiert sei, nachdem sie von der Heiligen Maria geträumt habe,

dass ihre  Freundin  D._________ ungefähr  im August  2010 auf  dem 
Uniareal  festgenommen  worden  sei,  weil  sie  für  das  Christentum 
missioniert habe,

dass  daraufhin  das  Haus  von  D._________  durchsucht  worden  sei, 
wobei  der  iranische  Nachrichtendienst  mehrere  Unterlagen 
beschlagnahmt habe,

dass die Behörden aufgrund dieser Unterlagen erfahren hätten, dass 
sie und ihre Familie ebenfalls Christen seien,

dass sie am 6. September 2010 zusammen mit ihrer Mutter und ihrem 
Bruder zu einer Tante nach S. gegangen seien, an die Hochzeit eines 
Cousins,

dass die iranischen Behörden während ihrer Abwesenheit in ihr Haus 
eingedrungen und mehrere Sachen beschlagnahmt hätten,

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dass die Sicherheitsbehörden später ausserdem einen Onkel festge-
nommen  hätten,  welcher  im  Haus  nach  dem  Rechten  habe  sehen 
wollen,

dass sie dies von ihrem Grossvater erfahren hätten und daraufhin um-
gehend zu einer Hühnerfarm ausserhalb der Stadt S. geflüchtet seien, 
wo sie sich einige Tage lang versteckt hätten,

dass der Mann ihrer  Tante sie in der Folge an die türkische Grenze 
gebracht habe,

dass sie den Iran in der Nacht vom 13. auf den 14. September 2010 in 
Richtung  Türkei  verlassen  habe,  wobei  sie  sich  an  der  Grenze  auf 
Geheiss  des  Schleppers  von  ihrer  Mutter  und  ihrem  Bruder  habe 
trennen müssen,

dass sie befürchte, bei einer Rückkehr in den Iran zum Tode verurteilt  
zu werden,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass die Beschwerdeführerin ihre Identitätskarte,  den Geburtsschein 
sowie einen gefälschten (vgl. das Ergebnis der Ausweisprüfung durch 
die Kantonspolizei E.________) kanadischen Reisepass zu den Akten 
reichte,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 22. Oktober 2010 – gleichentags eröffnet – ablehnte und die Weg-
weisung aus dem Transitbereich des Flughafens sowie den Vollzug an-
ordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  die Beschwerdeführerin habe selber angegeben, der aus-
schlaggebende Grund für ihre Flucht sei nicht die Inhaftierung im Jahr 
2009 gewesen, sondern die Probleme im Zusammenhang mit der gel -
tend gemachten Konversion,

dass indessen die Schilderung der geltend gemachten Probleme kons-
truiert und stereotyp wirke,

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dass  die  entsprechenden  Vorbringen  unsubstanziiert,  unlogisch  und 
daher insgesamt unglaubhaft seien,

dass im Übrigen auch die Aussagen zur Hinrichtung ihres Vaters, die 
geltend gemachte  politische Aktivität  während der  Studienzeit  sowie 
die angebliche Inhaftierung und Vergewaltigung wenig glaubhaft seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  aus  diesen  Gründen  die  Flüchtlings-
eigenschaft nicht erfülle, weshalb das Asylgesuch abzulehnen sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für den weiteren Inhalt der Verfügung auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
29. Oktober  2010 (Faxeingabe sowie  Poststempel)  beim Bundesver-
waltungsgericht anfechten und dabei beantragen liess, die vorinstanz-
liche  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei  Asyl  zu  gewähren  oder  zu-
mindest  die Flüchtlingseigenschaft  festzustellen,  eventuell  sei  infolge 
Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs die  vorläufige  Auf-
nahme anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass  der  Beschwerde  ein  Kurzbericht  der  Hilfswerkvertretung  vom 
20. Oktober  2010,  ein  Schreiben  der  Beschwerdeführerin  inklusive 
Übersetzung,  mehrere  medizinische  Unterlagen  aus  dem  Iran  be-
treffend psychische und physische Probleme der Beschwerdeführerin 
wegen  Vergewaltigung,  je  ein  Auszug  aus  der  Geburtsurkunde  des 
Vaters und einer Tante sowie der kanadische Asylantrag eines Onkels 
(alles in Kopie) beilagen,

dass für den Inhalt der Beschwerdebegründung auf die Beschwerde-
schrift zu verweisen ist,

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dass  die  vorinstanzlichen  Akten  (Faxkopie)  am  1.  November  2010 
beim  Bundesverwaltungsgericht  eintrafen  (vgl.  Art.  109  Abs.  2  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyl-
rechts entscheidet (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 105 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass vorab auf die in der Beschwerde erhobene Rüge, es sei der An-
spruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt worden, 
einzugehen ist,

dass gerügt wird, die Befragung zu den Asylgründen sei nicht fair ver-
laufen und  das  BFM habe  einseitig  diejenigen Elemente  verwendet, 
welche gegen die Glaubhaftigkeit der Beschwerdeführerin sprächen,

dass die Beschwerdeführerin in ihrem persönlichen Schreiben zudem 
ausführte, sie sei anlässlich der Befragung total gestresst gewesen,

dass indessen dem Befragungsprotokoll keine Hinweise auf einen in-
korrekten Ablauf der Befragung zu entnehmen sind,

dass die von der Beschwerdeführerin beschriebene Stresssituation auf 
praktisch alle Asylbewerber zutrifft, welche sich einer Anhörung stellen 
müssen,

dass  es  zwar  im  Verlauf  der  Befragung  offenbar  zu  kleineren  Aus-
einandersetzungen zwischen der Beschwerdeführerin und der Befra-
gerin gekommen ist,

dass aufgrund des Protokolls  jedoch davon auszugehen ist,  die  Be-
schwerdeführerin  habe  alle  Asylgründe  umfassend  darlegen  können 
ohne dabei unfair behandelt oder unter Druck gesetzt worden zu sein,

dass die  bei  der  Anhörung anwesende Hilfswerkvertreterin  ebenfalls 
zum Schluss kam, die Stimmung bei der Anhörung sei zwar teilweise 
angespannt gewesen, aber insgesamt habe sich alles im Rahmen des 
Legitimen abgespielt (vgl. den als Beweismittel eingereichten Zusatz-
bericht der Hilfswerkvertreterin),

dass  die  Hilfswerkvertreterin  denn  auch  auf  dem Unterschriftenblatt 
zur Anhörung keinen Kommentar anfügte (vgl. A13 S. 23),

dass die Rüge, wonach die Befragung inkorrekt respektive unfair ver-
laufen sei, demnach unbegründet ist,

dass  das  BFM  die  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  aufgrund  der 
protokollierten Aussagen der Beschwerdeführerin fällte,

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dass nicht ersichtlich ist und in der Beschwerde auch nicht näher aus-
geführt  wird,  inwiefern  das  BFM  dabei  einseitig  nur  die  gegen  die 
Glaubhaftigkeit  sprechenden  Elemente  verwendet  hat,  weshalb  der 
entsprechende Einwand ebenfalls als unbegründet zu erachten ist,

dass somit kein formeller Mangel besteht,  welcher zur Kassation der 
angefochtenen Verfügung führen würde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit  zu  einer  bestimmten sozialen Gruppe oder  ihrer  politischen An-
schauungen  wegen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  be-
gründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art.  3 
Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Vorfälle im 
Jahr  2009  (Disziplinarmassnahmen  an  der  Hochschule  sowie  20-
tägige Inhaftierung und Vergewaltigung während der Haft) nicht asyl-
relevant sind, da offensichtlich kein enger zeitlicher und sachlicher Zu-
sammenhang zur Ausreise besteht,

dass  diese Vorfälle  nämlich  über  ein  Jahr  zurückliegen  und die  Be-
schwerdeführerin selber erklärte, diese Ereignisse seien für ihre Aus-
reise  aus dem Iran im September  2010 nicht  massgeblich  gewesen 
(vgl. A13 S. 14),

dass die Beschwerdeführerin als Fluchtgrund geltend machte, sie sei 
im Mai/Juni 2010 zum Christentum konvertiert und fürchte sich nun vor 

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asylrelevanter Verfolgung seitens der Behörden, nachdem die von ihr 
besuchte Hauskirche und in der Folge auch ihr eigenes Haus von den 
iranischen  Behörden  durchsucht  und  ihre  Freundin  D._________ 
verhaftet worden sei,

dass aufgrund der Aktenlage indessen bereits die geltend gemachte 
Konversion zum Christentum als unglaubhaft zu erachten ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  nämlich  praktisch  keine  Kenntnisse 
dieser Religion hat, keine konkreten Angaben zu ihrer Glaubenszuge-
hörigkeit sowie zur Bibel machen und keine der Standard-Gebete auf -
sagen konnte, obwohl sie angeblich seit längerer Zeit (auch schon vor 
ihrer angeblichen Konversion) ihre Mutter zum Beten in die Hauskirche 
von Freunden begleitet habe und von ihr angesichts ihrer Ausbildung 
(Studium) eine gesteigerte Merkfähigkeit erwartet werden kann,

dass die Beschwerdeführerin vorbrachte, sie sei nach der Entlassung 
aus der  Haft  im Jahr  2009 ständig  vom Sicherheitsdienst  observiert 
und abgehört worden,

dass mit  Blick auf diese Aussage das Vorbringen, wonach sie regel-
mässig mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in die Hauskirche zum Beten 
gegangen sei und im Coiffeursalon mit Kundinnen über das Christen-
tum gesprochen habe  (vgl.  A13 S. 15 und 16)  äusserst  unplausibel 
erscheint,

dass angesichts der Tatsache, dass im Iran Missionierungstätigkeiten 
seitens evangelikaler  Gruppierungen verpönt sind,  auch das Vorbrin-
gen, wonach D._________, die christliche Freundin der Beschwerde-
führerin,  öffentlich an der Universität  missioniert  habe und daraufhin 
verhaftet worden sei, wenig plausibel erscheint,

dass die Beschwerdeführerin aussagte, die Behörden hätten im Haus 
von D._________ Bildmaterial  und Anwesenheitsformulare betreffend 
die Gebetsveranstaltungen in der  Hauskirche gefunden und dadurch 
von ihrer Konversion erfahren,

dass  jedoch  ein  derart  unvorsichtiges  Verhalten  seitens  der  Familie 
von D._________ mit  Blick auf  die Haltung der iranischen Behörden 
gegenüber  Christen  respektive  muslimischen  Konvertiten  realitäts-
fremd ist,

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dass die Beschwerdeführerin geltend machte, die Behörden hätten bei 
ihr zuhause eine Hausdurchsuchung vorgenommen,

dass sie sich jedoch in  Bezug auf  die Person,  von welcher sie dies 
erfahren haben will, widersprach, indem sie zunächst den Grossvater 
väterlicherseits  erwähnte,  später  jedoch  aussagte,  der  Grossvater 
mütterlicherseits habe ihnen von der Durchsuchung erzählt  (vgl. das 
Protokoll vom 6. Oktober 2010, S. 7 und 9),

dass  die  Beschwerdeführerin  schliesslich  auch  nicht  plausibel  dar-
legen  konnte,  weshalb  ihre  Mutter,  welche  seit  über  sechs  Jahren 
Christin sei und regelmässig missioniert habe, nun plötzlich ebenfalls 
habe flüchten müssen (vgl. A13 S. 17),

dass  nach  dem Gesagten  sowohl  die  geltend  gemachte  Konversion 
zum Christentum als auch die in diesem Zusammenhang geltend ge-
machte Verfolgung durch die iranischen Behörden als unglaubhaft zu 
erachten ist,

dass das BFM daher zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und 
das Asylgesuch der Beschwerdeführerin abgelehnt hat,

dass an dieser Einschätzung auch die weiteren Ausführungen in der 
Beschwerde  sowie  die  damit  eingereichten  Beweismittel  nichts  zu 
ändern vermögen, weshalb darauf nicht mehr näher einzugehen ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass in Bezug auf die Geltendmachung von Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts beziehungs-
weise  der  vormals  zuständigen  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission  (ARK),  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlings-
eigenschaft  –  das  heisst  mindestens  Glaubhaftmachung  –  gilt  (vgl. 
WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländer-
recht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen zulässig  ist,  da  es  der 
Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 
Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, und 
überdies  keine  konkreten  und  glaubhaften  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  ihr  im  Iran 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass im Iran keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,  welche für 
die Beschwerdeführerin bei ihrer Rückkehr zu einer konkreten Gefäh-
rdung führen würde,

dass auch keine individuellen Gründe ersichtlich sind, die dem Vollzug 
der Wegweisung allenfalls entgegenstehen könnten,

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dass es sich bei der Beschwerdeführerin den Akten zufolge um eine 
junge Frau ohne relevante gesundheitliche Probleme handelt,

dass sie im Heimatland eine gute Ausbildung absolviert  und vor der 
Ausreise als Coiffeuse gearbeitet hat,

dass es ihr daher zuzumuten ist, bei einer Rückkehr in den Iran erneut 
eine  Erwerbstätigkeit  aufzunehmen,  um damit  ihren  Lebensunterhalt 
zu bestreiten,

dass sie im Iran zudem über ein tragfähiges familiäres Beziehungsnetz 
verfügt, welches sie bei Bedarf unterstützten könnte,

dass ihren Angaben zufolge namentlich zahlreiche Onkel und Tanten 
sowie alle ihre Grosseltern in ihrer Herkunftsregion leben,

dass der Vollzug der  Wegweisung daher  insgesamt als  zumutbar  zu 
erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Iran 
schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung gültiger 
Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die  Be-
schwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG),

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dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  angesichts  des  vorliegenden,  direkten  Entscheids  in  der 
Hauptsache gegenstandslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Dienst  Flughafenverfahren  (per  Telefax  zu  den  Akten 
Ref.-Nr. N (...))

- die  Flughafenpolizei,  Grenzpolizeiliche  Massnahmen  /  Asyl  (per 
Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

Versand:

Seite 14