# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d72d910f-874e-5036-a5b9-809356c6db42
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.10.2011 A-4650/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4650-2011_2011-10-10.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung I
A­4650/2011

Zw i s ch enen t s ch e i d   v om  
1 0 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter André Moser (Vorsitz),
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Richter Christoph Bandli,
Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman.

Parteien A._______
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Polizei fedpol, Nussbaumstrasse 29, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Ausstandsgesuch im Verfahren A­3763/2011.

A­4650/2011

Seite 2

Sachverhalt:

A. 
Mit Schreiben vom 17. Mai 2011 ersuchte A._______ das Bundesamt für 
Polizei  (fedpol)  um  Einsicht  in  die  ihn  betreffenden  Daten.  Am  24. Mai 
2011  erteilte  das  fedpol  A._______  Auskunft  darüber,  in  welchen 
Datenbanken  er  verzeichnet  bzw.  nicht  verzeichnet  sei  und  welche 
Informationen das Amt über ihn gespeichert habe. Weiter wies das fedpol 
ihn  darauf  hin,  dass  die  Auskunft  über  das  Informationssystem  JANUS 
aufgeschoben  werde,  er  aber  berechtigt  sei,  bezüglich  rechtmässiger 
Datenbearbeitung  an  den  Eidgenössischen  Datenschutz­  und 
Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) zu gelangen.

B. 
Dagegen  wandte  sich  A._______  (Beschwerdeführer)  mit  Eingabe  vom 
6. Juni 2011 (Eingang 9. Juni 2011) an das Bundesverwaltungsgericht. Er 
verlangte  darin  die  uneingeschränkte  Auskunft  über  sämtliche  beim 
fedpol  bzw.  beim  Eidgenössischen  Justiz­  und  Polizeidepartement 
(EJPD) gespeicherten Daten zu seiner Person sowie die Zustellung der 
entsprechenden  vollständigen  Auszüge.  Das  beim 
Bundesverwaltungsgericht  per  Telefax  eingegangene  Schreiben 
adressierte er indes an das Zivilgericht in Bern. 

C. 
Unter Hinweis auf die geltenden Formvorschriften nach Art. 52 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  forderte  das 
Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. 
Juni  2011  auf,  innert  Frist  bis  zum  30. Juni  2011  zu  erklären,  ob  er 
tatsächlich  gewillt  sei,  ein  förmliches Beschwerdeverfahren  am hiesigen 
Gericht  anzustrengen.  Falls  ja  sei  innert  gleicher  Frist  eine  allfällig 
vorhandene Verfügung einzureichen.

D. 
Am 24. Juni 2011 überwies das Regionalgericht Bern­Mittelland die dort 
in  derselben  Sache  eingegangene  Beschwerde  zuständigkeitshalber  an 
das  Bundesverwaltungsgericht.  Die  weitergeleiteten  Akten  enthielten 
neben einem Schreiben des Beschwerdeführers  vom 6. Juni  2011 auch 
die angefochtene Verfügung des fedpol vom 24. Mai 2011. 

E. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  6. Juli  2011  (Verfahrensnummer 

A­4650/2011

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A­3763/2011)  wurde  der  Eingang  der  überwiesenen  Beschwerde  den 
Verfahrensbeteiligten  bestätigt  und  der  Beschwerdeführer  aufgefordert, 
einen Kostenvorschuss  von  Fr. 500.­  bis  zum  27. Juli  2011  zu Gunsten 
der Gerichtskasse zu überweisen. Gleichzeitig wurde der Spruchkörper, 
bestehend  aus  Richter  Beat  Forster  (Instruktionsrichter  und  möglicher 
Einzelrichter), Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter Christoph 
Bandli und Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman bekanntgegeben und 
eine  Frist  für  ein  allfälliges  Ausstandsbegehren  gegen  die  eingesetzten 
Gerichtspersonen eingeräumt.

F. 
Mit  Eingabe  vom  26.  Juli  2011  erklärte  der  Beschwerdeführer,  er  habe 
am  4.  Juli  2011  beim  fedpol  erneut  die  Aktenherausgabe  sowie  eine 
anfechtbare  Verfügung  eingefordert,  denn  er  habe  davon  ausgehen 
müssen,  dass  seine  Beschwerde  vom  6. Juni  2011  verloren  gegangen 
sei.  Mit  der  Begründung,  er  beabsichtige,  sich  in  dieser  Angelegenheit 
zunächst an den EDÖB zu wenden, beantragte der Beschwerdeführer in 
prozessualer  Hinsicht  die  Sistierung  des  Beschwerdeverfahrens. 
Ausserdem stellte er sinngemäss ein Gesuch um Erlass des verlangten 
Kostenvorschusses und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. 

G. 
Infolgedessen wurde das fedpol (Vorinstanz) mit Zwischenverfügung vom 
4. August  2011  ersucht,  dem  Bundesverwaltungsgericht  mitzuteilen,  ob 
ein  Gesuch  des  Beschwerdeführers  vom  4. Juli  2011  betreffend 
Aktenherausgabe  noch  hängig  und  auf  wann  mit  einem  Entscheid  zu 
rechnen sei. Ferner wurde dem Beschwerdeführer die Frist zur Zahlung 
des Kostenvorschusses abgenommen,  verbunden mit  der Aufforderung, 
das  beigefügte  Formular  "Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege" 
vollständig ausgefüllt und mit den nötigen Beweismittel versehen bis zum 
17. August 2011 einzureichen.

H. 
Die Vorinstanz kam mit Eingabe vom 9. August 2011 der vorgenannten 
Aufforderung  des  Bundesverwaltungsgerichts  nach  und  teilte  mit,  die 
Eingabe  des  Beschwerdeführers  vom  4. Juli  2011  sei  mit  Datum  vom 
8. August  2011  vollumfänglich  beantwortet  worden.  Das  Geschäft  sei 
daher abgeschlossen. 

I. 
Mit  Zwischenverfügung  vom 11. August  2011 wurde  das Schreiben  der 

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Vorinstanz samt Beilagen dem Beschwerdeführer zur Kenntnis zugestellt 
und  ihm  Gelegenheit  gegeben,  Stellung  zu  der  sich  abzeichnenden 
Gegenstandslosigkeit des Verfahrens zu nehmen. Im Übrigen wurde der 
Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass er  im Falle des Festhaltens 
an der Beschwerde seine Beschwerdeschrift näher zu präzisieren und zu 
begründen  habe.  Dabei  dürften  die  Beschwerdeanträge  nicht  über  den 
Gegenstand des Gesuchs vom 17. Mai 2011 bzw. den Inhalt der beiden 
Verfügungen  der  Vorinstanz  vom  24. Mai  und  8. August  2011 
hinausgehen.  Bezüglich  des  Gesuchs  um  unentgeltliche  Rechtspflege 
wurde  dem  Beschwerdeführer  die  Frist  zum  Nachweis  seiner 
Bedürftigkeit von Amtes wegen bis zum 24. August 2011 erstreckt. 

J. 
Am 19. August 2011 beantragt der Beschwerdeführer den Ausstand von 
Richter  Beat  Forster  als  Instruktionsrichter  sowie  Vorsitzender  des 
Spruchkörpers  für  den  Entscheid  in  der  Sache.  Der  Beschwerdeführer 
begründet sein Ausstandsbegehren im Einzelnen wie folgt: 

Am  26. Juli  2011  habe  er  ein  Sistierungsgesuch  gestellt,  welches  der 
Instruktionsrichter  in  Verletzung  des  Anspruches  auf  rechtliches  Gehör 
nicht  behandelt  habe.  Stattdessen  seien  ihm  am  17. August  2011  zwei 
Verfügungen vom 4. und 11. August 2011 zugestellt worden, welche  für 
ihn nicht  verständlich gewesen seien. So habe der  Instruktionsrichter  in 
der  zuletzt  ergangenen  Verfügung  behauptet,  die  Vorinstanz  hätte  ihm 
bereits  am  24.  Mai  und  8. August  2011  vollumfänglich  Akteneinsicht 
gewährt.  Diese  Behauptung  sei  falsch,  denn  die  Auszüge  der  AFIS­
Datenbank zu seiner Person sowie weitere über  ihn gespeicherte Daten 
(Fingerabdruck, DNA­Profil und Foto) seien ihm gegenüber nach wie vor 
nicht  offengelegt  worden.  Auch  sei  weder  die  Richtigkeit  der 
aufgenommenen Daten noch die Herkunft des verleumderischen Eintrags 
"Gefährdung des Lebens" geklärt. 

Weiter werde in der Verfügung vom 11. August 2011 ausgeführt, er dürfe 
seine  Anträge  nicht  ergänzen.  Dies  hätte  aber  zur  Folge,  dass  er  die 
Richtigstellung der Dateneinträge zu seiner Person nicht mehr im selben 
Verfahren verlangen könnte. Damit werde das Verfahren in unzulässiger 
Weise verzögert. Schliesslich sei es  inakzeptabel, dass er das Formular 
"Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" noch gleichentags beim Gericht 
vollständig ausgefüllt hätte einreichen müssen. 

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Aus  den  genannten  Gründen  lehne  er  Instruktionsrichter  Beat  Forster 
namentlich wegen Befangenheit und Begünstigung ab.

K. 
Mit  Verfügung  vom  25.  August  2011  wird  der  vom  Ausstandsbegehren 
betroffene  Richter  für  das  anstehende,  vorab  zu  behandelnde 
Ausstandsverfahren  A­4650/2011  durch  Richter  André  Moser 
(Instruktionsrichter und möglicher Einzelrichter) ersetzt, unter Ansetzung 
einer Frist bis zum 1. September 2011 für die Einreichung eines allfälligen 
Ausstandsbegehrens gegen die neu eingesetzte Gerichtsperson. 

L. 
In seiner Stellungnahme vom 31. August 2011 führt Richter Beat Forster 
aus,  er  habe  mit  Bezug  auf  den  Beschwerdeführer  keine  vorgefasste 
Meinung und  fühle sich nicht befangen, weshalb er  keine Veranlassung 
sehe, in den Ausstand zu treten.

M. 
Der  Beschwerdeführer  hält  mit  Eingabe  vom  2.  September  2011  an 
seinem Ausstandsbegehren vom 19. August 2011 fest. Zudem äussert er 
Bedenken  hinsichtlich  einer  möglichen  Befangenheit  des  für  die 
Beurteilung  des  Ausstandsverfahrens  eingesetzten  Instruktionsrichters 
André Moser.

N. 
Auf  die  weiteren  Ausführungen  wird  nachfolgend  –  soweit 
entscheiderheblich – eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht  richtet sich nach dem 
Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021), soweit das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über 
das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 
173.32) nichts anderes bestimmt (Art. 2 Abs. 4 VwVG; Art. 37 VGG). Das 
Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist 
(Art.  31  VGG).  Eine  solche  liegt  nicht  vor.  Das  fedpol  ist  zudem  als 

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Behörde  im  Sinn  von  Art.  33  VGG  zu  qualifizieren.  Das 
Bundesverwaltungsgericht ist daher im Hauptverfahren zuständig. 

Im  Rahmen  des  Hauptverfahrens  ist  das  Bundesverwaltungsgericht 
ebenfalls  zur  Behandlung  von  Fragen  formeller  Natur  und  damit  auch 
zum  Entscheid  über  Ausstandsbegehren  zuständig  (vgl.  BVGE  2007/4 
E. 1.1), wobei die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) über 
den  Ausstand  (Art.  34  ff.  BGG)  im  Verfahren  vor 
Bundesverwaltungsgericht sinngemäss gelten (Art. 38 VGG).

1.2. Bestreitet die Gerichtsperson, deren Ausstand verlangt wird, oder ein 
Richter  beziehungsweise  eine  Richterin  der  Abteilung  den 
Ausstandsgrund,  so  entscheidet  die  Abteilung  unter  Ausschluss  der 
betroffenen  Gerichtsperson  über  den  Ausstand  (Art.  37  Abs.  1  BGG). 
Diese Bestimmung äussert sich nicht darüber,  in welcher Besetzung der 
Entscheid über ein Ausstandsbegehren zu ergehen hat. Die allgemeinen 
Bestimmungen  zur  Bildung  der  Spruchkörper  in  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  sehen  in  der  Regel  die  Besetzung  mit  drei 
Richtern oder Richterinnen vor (Art. 21 Abs. 1 und Art. 24 VGG i.V.m. Art. 
32  Abs. 1  des  Geschäftsreglements  vom  17.  April  2008  für  das 
Bundesverwaltungsgericht  [VGR,  SR  173.320.1]).  Beim  Entscheid  über 
ein  Ausstandsbegehren  handelt  es  sich  zwar  um  einen 
Zwischenentscheid  (vgl. Art. 45 Abs. 1 VwVG bzw. Art. 92 Abs. 1 BGG). 
Da  aber  mit  diesem  Entscheid  abschliessend  über  das  Vorliegen  von 
Ausstandsgründen  befunden  wird,  erscheint  es  auch  in  diesen  Fällen 
angebracht,  den Spruchkörper  gemäss  den  allgemeinen Bestimmungen 
zu bilden. Entsprechend ist auch über Ausstandsbegehren in der Regel in 
der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  zu  entscheiden 
(Zwischenentscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­5698/2008  vom 
20. Oktober 2008 E. 1.2 und A­3544/2010 vom 23. August 2010 E. 1.2).

1.3.  Ausstandsgründe,  die  der  betroffenen  Partei  erst  im  Laufe  des 
Verfahrens  bekannt  werden  oder  erst  dann  auftreten,  sind  umgehend 
geltend zu machen (vgl. Art. 36 Abs. 1 BGG). Die Zwischenverfügungen, 
die  nach  Auffassung  des  Beschwerdeführers  die  Befangenheit  des 
Instruktionsrichters  begründen,  wurden  am  4. und  11. August  2011 
erlassen. Das am 19. August 2011 eingereichte Ausstandsbegehren kann 
als rechtzeitig entgegengenommen werden. 

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2. 
Art. 34  Abs. 1  BGG  gewährleistet  –  wie  schon  Art. 30  Abs. 1  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  (BV,  SR  101)  und  Art. 6  Ziff. 1  der  Konvention  vom  4. November 
1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101) – die Beurteilung durch ein unparteiisches, unbefangenes und 
unvoreingenommenes  Gericht.  Nach  der  Rechtsprechung  des 
Bundesgerichts  zu  Art. 30  Abs. 1  BV,  welche  bei  der  Auslegung  und 
Anwendung  von  Art. 34  BGG  sinngemäss  heranzuziehen  ist,  muss  zur 
Ablehnung  einer  Gerichtsperson  nicht  deren  tatsächliche  Befangenheit 
nachgewiesen werden. Es reicht aus, wenn Umstände vorliegen, die den 
Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit  zu 
begründen  vermögen,  wobei  jedoch  das  Misstrauen  in  die 
Unvoreingenommenheit  in  objektiver Weise begründet  erscheinen muss 
und  nicht  auf  das  subjektive  Empfinden  einer  Partei  abgestellt  werden 
kann.  Die  Tatsache,  die  den  Ausstandsgrund  bewirkt,  muss  von  der 
Partei, die sich darauf berufen will, zumindest glaubhaft gemacht werden 
(BGE 133 I 89 E. 3.2, BGE 131 I 113 E. 3.4, je mit Hinweisen). 

In  Art. 34  Abs. 1  Bst. a­e  BGG  werden  die  einzelnen  Ausstandsgründe 
genannt: persönliches  Interesse  (Bst. a); Tätigkeit  in anderer Stellung  in 
der  gleichen  Sache  (Bst.  b);  Verwandtschaft,  Ehe,  Partnerschaft  und 
Lebensgemeinschaft (Bst. c und Bst. d); andere Gründe (Bst. e). Bei Art. 
34  Abs.  1  Bst.  e  BGG,  auf  den  der  Beschwerdeführer  sein 
Ausstandsbegehren sinngemäss stützt, handelt es sich  im Verhältnis zu 
Art. 34 Abs. 1 Bst. a­d BGG um einen Auffangtatbestand. 

Die  Ausstandsregelung  steht  in  einem  gewissen  Spannungsverhältnis 
zum Anspruch auf  ein  gesetzmässiges Gericht  (Art.  30 Abs.  1 BV)  und 
auf  Beurteilung  der  Streitsache  durch  einen  auf  abstrakte  Weise 
bestimmten Spruchkörper (Art. 24 VGG i.V.m. Art. 32 Abs. 1 zweiter Satz 
und  Art. 31  Abs.  3  VGR).  Bei  Fehlen  eines  Ausstandsgrunds  hat 
namentlich  eine  allfällige  Gegenpartei  Anspruch  darauf,  dass  die 
Streitsache durch den ursprünglich vorgesehenen Spruchkörper und nicht 
durch  andere  Richter  oder  Richterinnen  beurteilt  wird.  Aus  diesen 
Gründen  muss  der  Ausstand  eine  Ausnahme  bleiben.  Die  persönliche 
Unbefangenheit  eines  Richters  oder  einer  Richterin  ist  deshalb  im 
Grundsatz zu vermuten, und von der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung 
darf  –  auch  im  Interesse einer  beförderlichen Rechtspflege  (vgl. Art.  29 
Abs. 1 BV) – nicht leichthin abgewichen werden (vgl. zum Ganzen: BGE 
134 I 20 E. 4.2, BGE 133 I 1 E. 5.2 und 6.2, BGE 122 II 477 E. 3b, BGE 

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116  Ia  19 E.  4; Urteil  des Bundesgerichts  2C_171/2007  /  2C_283/2007 
vom  19.  Oktober  2007  E.  5.1;  Zwischenentscheid  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­787/2008 vom 29. Februar 2008). 

3. 
Der Beschwerdeführer bringt  in seiner Eingabe vom 2. September 2011 
zunächst  vor,  es  könnte  auch  gegen  Richter  André  Moser, 
Instruktionsrichter  im  vorliegenden  Ausstandsverfahren,  ein 
Ausstandsgrund  bestehen,  da  dieser  in  einem  anderen  vor 
Bundesverwaltungsgericht  hängigen  Verfahren  betreffend 
Rechtsverweigerung ebenfalls als  Instruktionsrichter eingesetzt sei. Sein 
Einwand  begründet  der  Beschwerdeführer  indes  nicht  näher,  weshalb 
unklar bleibt,  ob der Beschwerdeführer  tatsächlich auch die  vorliegende 
Besetzung  des Spruchkörpers  beanstandet  oder  nicht.  Selbst  wenn  die 
besagte Eingabe des Beschwerdeführers als Ausstandsbegehren gegen 
Richter  André  Moser  zu  qualifizieren  wäre,  so  wäre  darauf  nicht 
einzutreten: Weder bildet die Mitwirkung in einem früheren Verfahren (vgl. 
Art.  34  Abs.  2  BGG)  noch  jene  in  einem  ebenfalls  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  hängigen  und  den  Beschwerdeführer 
betreffenden  Verfahren  für  sich  allein  einen  hinreichenden 
Ausstandsgrund (gemäss Art. 34 Abs. 1 Bst. b. BGG). Bei einer solchen 
Ausgangslage  ist  es  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ohne 
weiteres  zulässig,  wenn  die  vom  Begehren  betroffene  Gerichtsperson 
selbst  an  der  Feststellung  der  Unzulässigkeit  mitwirkt  (Urteil  des 
Bundesgerichts 2C_253/2007 vom 26. Juni 2007 E. 2 mit Hinweisen insb. 
auf  BGE  114  Ia  278  E. 1,  105  Ib  301  E. 1c;  vgl.  ferner  Urteil  des 
Bundesgerichts 6B_463/2009 vom 20. Juli 2009 E. 2.3.3). 

Die  Prüfung  ist  somit  nachfolgend  auf  das  Ausstandsbegehren  des 
Beschwerdeführers  vom  19.  August  2011  gegen  Beat  Forster, 
Instruktionsrichter im Verfahren A­3763/2011, zu beschränken.  

4. 

4.1.  Der  Beschwerdeführer  macht  in  seinem  Ausstandsgesuch  vom 
19. August  2011  sinngemäss  geltend,  der  eingesetzte  Richter  Beat 
Forster  erscheine  aufgrund  seiner  Verfahrensführung  im  Verlaufe  des 
Instruktionsverfahrens  als  befangen.  Nach  der  höchstrichterlichen 
Rechtsprechung  ist  davon  auszugehen,  dass  durch  die  Vornahme  der 
üblichen Prozesshandlungen  in der Regel, d.h. beim Fehlen besonderer 
Umstände, kein Ausstandsgrund gesetzt wird. So wird in BGE 131 I 118 

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Seite 9

E. 3.6 festgehalten, mehrfache Funktionen einer Gerichtsperson, die sich 
in  demselben  Verfahren  wiederholt  mit  einer  Streitsache  zu  befassen 
habe,  begründeten  für  sich  allein  nicht  ohne  weiteres  einen 
Ausstandsgrund.  Eine  den  Ausstand  begründende  Befangenheit  ist 
ausschliesslich  in den Fällen anzunehmen,  in denen sich  in richterlichen 
Fachfehlern während des Instruktionsverfahrens gleichzeitig eine Haltung 
manifestiert, die auf fehlender Distanz und Neutralität beruht. Darauf kann 
aber  erst  dann  geschlossen  werden,  wenn  besonders  krasse  und 
wiederholte Irrtümer vorliegen, die einer schweren Amtspflichtsverletzung 
gleichkommen  und  sich  einseitig  zu  Lasten  einer  der  Prozessparteien 
auswirken können (BGE 125 I 119 E. 3e mit weiteren Hinweisen; Urteile 
des Bundesgerichts 1B_60/2008 vom 4. Juni 2008 E. 4 und 1B_234/2007 
vom 31. Januar 2008 E. 4.4; REGINA KIENER, Richterliche Unabhängigkeit, 
Verfassungsrechtliche  Anforderungen  an  Richter  und  Gerichte,  Bern 
2001, S. 105 f.). 

Strittig  und  zu  prüfen  ist  daher,  ob  konkrete  Anhaltspunkte  für  die 
Annahme  von  qualifizierten  Fehlern  in  der  Verfahrensführung  durch 
Instruktionsrichter  Beat  Forster  vorliegen,  wie  dies  vom 
Beschwerdeführer geltend gemacht wird.

4.2. Der Beschwerdeführer führt zunächst an, der Instruktionsrichter habe 
es versäumt, sein eingereichtes Sistierungsgesuch zu behandeln. Damit 
sei sein Anspruch auf Wahrung des rechtlichen Gehörs verletzt worden. 
Dem hält der Instruktionsrichter in seiner Stellungnahme vom 31. August 
2011 entgegen, er habe mit dem Sistierungsentscheid abwarten wollen, 
bis  sich  der  Beschwerdeführer  zum  Verfahrensstand  gemäss 
Zwischenverfügung vom 11. August 2011 geäussert haben werde. 

Nach  bundesgerichtlichter  Rechtsprechung  muss  eine  Sistierung  des 
Beschwerdeverfahrens  durch  zureichende  Gründe  gerechtfertigt  sein. 
Andernfalls  wäre  von  einer mit  dem  Beschleunigungsgebot  von  Art.  29 
Abs. 1  BV  nicht  zu  vereinbarenden  Rechtsverzögerung  auszugehen 
(BGE  130  V  90  E.  5).  Beim  Entscheid  darüber,  ob  das  Verfahren  zu 
sistieren  ist,  steht  dem  Richter  oder  der  Richterin  ein  erheblicher 
Ermessensspielraum  zu  (BGE 119  II  386  E. 1b,  ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 113 f. Rz. 3.14 ff. mit weiteren 
Hinweisen). Vorliegend lag es somit grundsätzlich im Ermessen von Beat 
Forster,  als  Instruktionsrichter  zu  beurteilen,  ob  das  Verfahren  auf 
Ersuchen  des  Beschwerdeführers  sistiert  werden  kann.  Aus 

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nachvollziehbaren Gründen wurde dies von ihm zum damaligen Zeitpunkt 
verneint. 

4.3.  Hinsichtlich  der  zweiten  Zwischenverfügung  vom  11. August  2011 
rügt  der  Beschwerdeführer  insbesondere,  der  Instruktionsrichter  habe 
sich mit  der Ankündigung,  das Verfahren  als  gegenstandslos  geworden 
abzuschreiben,  bereits  auch  in  der  Hauptsache  in  eindeutiger  Weise 
festgelegt  und  sei  für  seine  Beschwerdegründe  nicht  mehr  offen 
gewesen. 

Auf den ersten Blick erscheint es verständlich, dass die Bekanntgabe des 
Instruktionsrichters,  das  Verfahren  möglichenfalls  infolge 
Gegenstandslosigkeit  abzuschreiben,  beim  Beschwerdeführer  den 
Eindruck  der  Befangenheit  erwecken mag.  Doch  der  Beschwerdeführer 
verkennt  dabei,  dass  ein  Richter  oder  eine  Richterin  in  bestimmten 
Verfahrenskonstellationen  nicht  umhin  kommt,  sich  bereits  in  einem 
früheren Verfahrensstadium,  im Rahmen prozessleitender Anordnungen, 
zu Fragestellungen zu äussern, die auch  für den Endentscheid  relevant 
sind.  Dies  trifft  namentlich  bei  Zwischenentscheiden  zu,  mit  denen  im 
Hinblick  auf  eine  mögliche  Gegenstandslosigkeit  des  Verfahrens  das 
rechtliche  Gehör  gewährt  wird.  Vielmehr  liegt  die  gerichtliche 
Auseinandersetzung mit dem Fall geradezu im Interesse der Partei, ist es 
doch  erforderlich,  dass  sie  ihren  Entscheid,  die  Beschwerde 
zurückzuziehen  oder  aufrechtzuerhalten,  im  Wissen  um  die 
ausschlaggebenden  Gesichtspunkte  treffen  kann,  welche  das  Gericht 
anlässlich  einer  ersten  summarischen  Prüfung  des  Falles  bewogen 
haben,  eine  Abschreibung  infolge  Gegenstandslosigkeit  ins  Auge  zu 
fassen  (Urteil  des  Bundesgerichts  U 391/04  vom  13. September  2005 
E. 3.2.2 und 4.2, 8C_555/2007/8C_556/2007 vom 31. Juli 2008 E. 6.1.3, 
je mit  weiteren  Hinweisen).  Mit  Verfügung  vom  11. August  2011  wurde 
dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu der sich abzeichnenden 
Gegen­standslosigkeit  des  Verfahrens  gewährt.  Der  Instruktionsrichter 
hat  die  Stellungnahme  des  Beschwerdeführers  eingeholt,  um 
anschliessend eine  abschliessende  verfahrensrechtliche Beurteilung  der 
Beschwerde vornehmen zu können. Seine diesbezüglichen Erwägungen 
gingen nicht über das prozessual Erforderliche hinaus. Dementsprechend 
ist  auch  eine  daraus  resultierende  mögliche  Befangenheit  von 
Instruktionsrichter Beat Forster zu verneinen.

4.4. Streitgegenstand  in  der  nachträglichen  Verwaltungsrechtspflege  ist 
das  Rechtsverhältnis,  das  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung 

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bildet, soweit es  im Streit  liegt. Fragen, über welche die erstinstanzliche 
Behörde  nicht  entschieden  hat,  darf  die  zweite  Instanz  nicht  beurteilen; 
sonst  würde  in  die  funktionelle  Zuständigkeit  der  ersten  Instanz 
eingegriffen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 25 f. Rz. 2.7 f.). Der 
Hinweis  des  Instruktionsrichters,  die  Beschwerdeanträge  dürften  nicht 
über den Gegenstand des Gesuches vom 17. Mai 2011 bzw. den  Inhalt 
der  beiden  vorinstanzlichen  Verfügungen  vom  24. Mai  und  8. August 
2011  hinausgehen,  ist  demgemäss  als  allgemeiner  Verweis  auf  die 
Rechtslage  zu  verstehen.  Er  enthält  –  entgegen  der  Auffassung  des 
Beschwerdeführers  –  keine  präjudizielle  Aussage  zur  tatsächlichen 
Zulässigkeit der erhobenen Rügen.

4.5.  Mit  Zwischenverfügung  vom  4.  August  2011  wurde  der 
Beschwerdeführer aufgefordert, das Formular "Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege" bis zum 17. August 2011 vollständig ausgefüllt zusammen 
mit den nötigen Beweismitteln einzureichen. 

Gemäss  Art. 65  Abs. 1  VwVG  kann  die  unentgeltliche  Prozessführung 
grundsätzlich  nur  gewährt  werden,  wenn  der  Beschwerdeführer 
nachweist, dass er nicht über die nötigen  finanziellen Mittel verfügt, den 
Prozess aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Hierzu hat er seine finanzielle 
Situation  offenzulegen  und  soweit  als möglich  zu  belegen.  (vgl. MARTIN 
KAYSER, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz 
über das Verwaltungsverfahren  (VwVG), Zürich 2008, Rz. 12 zu Art. 65; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S. 228 Rz. 4.109;  Beschluss  der 
Präsidentenkonferenz  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  20. Februar 
2007). Das vom Instruktionsrichter gewählte Vorgehen betreffend Gesuch 
um  unentgeltliche  Rechtspflege  entspricht  somit  der  gängigen 
Gerichtspraxis  und  es  ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern  aus  dieser 
prozessleitenden Handlung ein Ausstandsgrund abzuleiten wäre.

Auch der Einwand des Beschwerdeführers,  er  habe die Verfügung  vom 
4. August  2011 erst  am 17. August  2011  zur Kenntnis  nehmen  können, 
erweist  sich  als  nicht  stichhaltig.  Dem  Beschwerdeführer  wurde  mit 
Verfügung  vom  4.  August  2011  eine  gerichtsübliche  Frist  bis  zum  17. 
August 2011 angesetzt, um den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen. 
Aus  den  vorliegenden  Akten  geht  hervor,  dass  jene  Verfügung 
gleichentags  versandt  wurde.  Der  Beschwerdeführer  befindet  sich  mit 
Einreichung  der  Beschwerde  in  einem  Prozessrechtsverhältnis  und  ist 
daher grundsätzlich gehalten,  für die  rechtzeitige Empfangnahme seiner 
Post  besorgt  zu  sein  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O,  S. 200 f. 

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Rz. 4.29 f.  mit  weiteren  Hinweisen).  Ohnedies  wurde  die  vom 
Beschwerdeführer  beanstandete  Frist  im  Rahmen  der 
Zwischenverfügung  vom  11.  August  2011  nochmals  von  Amtes  wegen 
bis  zum  24. August  2011  erstreckt.  Der  Beschwerdeführer  hätte  daher 
genügend  Zeit  gehabt,  seinen  prozessualen  Mitwirkungspflichten 
nachzukommen. 

4.6.  Der  Vorwurf  der  Begünstigung  wird  vom  Beschwerdeführer  nicht 
näher substantiiert. Nach Art. 305 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs 
vom  21. Dezember  1937  (StGB,  SR  311.0)  ist  wegen  Begünstigung 
strafbar, wer jemandem der Strafverfolgung, dem Strafvollzug oder einem 
Massnahmenvollzug  entzieht.  Vorliegend  bestehen  indes  keinerlei 
Anhaltspunkte für ein strafbares Handeln des Instruktionsrichters. 

4.7. Nur der Vollständigkeit halber  ist  festzuhalten, dass sich weder aus 
der Begründung des Ausstandsbegehrens des Beschwerdeführers noch 
aus der Stellungnahme des Richters konkrete Hinweise auf das Bestehen 
einer persönlichen Feindschaft zwischen den Genannten ergeben.

4.8. 
Gestützt  auf  die  vorstehenden  Erwägungen  bleibt  zusammenfassend 
festzustellen, dass bei objektiver Betrachtung keine Umstände vorliegen, 
die  den  Anschein  der  Befangenheit  und  die  Gefahr  der 
Voreingenommenheit  zu begründen vermögen. Das Ausstandsbegehren 
gegen  Richter  Beat  Forster  im  Verfahren  A­3762/2011  ist  daher 
abzuweisen.

5. 

5.1. Bezüglich der Verfahrenskosten  regelt  das VwVG  in Art. 63 Abs. 1, 
dass  die  Kosten  grundsätzlich  der  unterliegenden  Partei  aufzuerlegen 
sind,  jedoch  ausnahmsweise  erlassen  werden  können.  Ein  Erlass  ist 
namentlich  aus  Billigkeitsgründen  möglich  (vgl.  MARCEL  MAILLARD,  in: 
Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar 
zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/Basel/Genf 
2009,  Art. 63  Rz.  18 f.).  Soweit  dem  Beschwerdeführer  für  sein 
Unterliegen  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  wären,  sind  ihm  diese  in 
Anwendung  der  genannten  Bestimmung  (vgl.  auch  Art. 6  Bst. b  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  zu  erlassen 
und auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

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5.2.  Infolge  Unterliegens  steht  dem  Beschwerdeführer  von  vornherein 
keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Das Ausstandsbegehren wird abgewiesen.

2. 
Für  den  vorliegenden  Zwischenentscheid  werden  weder 
Verfahrenskosten  erhoben  noch  wird  eine  Parteientschädigung 
zugesprochen.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Einschreiben)
– das Generalsekretariat des EJPD (Einschreiben mit Rückschein)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

André Moser Flurina Peerdeman

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss 
den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer 
Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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