# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b10fedbb-816b-5a4f-8c02-5aaa82933945
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2008 D-6918/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6918-2008_2008-11-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6918/2008
law/bah/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren _______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 27 Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6918/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Igbo mit letztem Wohnsitz 
in (...),  Nigeria eigenen Angaben zufolge am 3. August 2008 verliess 
und am 18. August 2008 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung, welche am 26. August 2008 im Emp-
fangszentrum  (...)  durchgeführt  wurde,  und  der  Anhörung  zu  den 
Asylgründen vom 3. Oktober 2008 im Wesentlichen geltend machte, er 
habe nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahre 2006 eine Studentin ken-
nengelernt, die er im Jahre 2008 habe heiraten wollen,

dass deren Eltern - ihr Vater sei Führer einer Gruppe von fanatischen 
Muslimen gewesen - nicht damit einverstanden gewesen seien, dass 
ihre Tochter einen Igbo und Christen heirate,

dass  seine  mittlerweile  schwangere  Freundin  eine  Abtreibung  habe 
durchführen lassen wollen,

dass  er  sich  diesem  Ansinnen  zuerst  widersetzt,  die  Abtreibung 
schliesslich jedoch finanziert habe,

dass seine Freundin bei der Abtreibung verstorben sei, worauf er sich 
bei einem Freund versteckt habe,

dass das Haus seiner Eltern von einer Gruppe fanatischer Moslems in 
Brand gesetzt worden sei, 

dass er  zu einem Freund nach Lagos geflohen sei,  der  ihm bei  der 
Ausreise behilflich gewesen sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 27. Oktober 2008 - eröffnet am fol-
genden Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-
trat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug an-
ordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen von Identitätspa-
pieren vor, da keine Hinweise dafür vorlägen, dass der Beschwerde-
führer sich um die Beschaffung solcher bemüht habe,

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dass seine Darstellung, er habe bei der Kontrolle auf seinem Flug von 
Benin in die Schweiz den Reisepass nicht persönlich vorzeigen müs-
sen, nicht glaubhaft sei,

dass  er  bei  der  Erstbefragung  angegeben  habe,  er  sei  mit  seiner 
Freundin in ein anderes Spital gegangen, nachdem der erste Arzt die 
Abtreibung nicht habe durchführen wollen, wogegen er bei der Anhö-
rung gesagt habe, seine Freundin sei alleine zum zweiten Arzt gegan-
gen, da er gegen die Abtreibung gewesen sei,

dass er bei der Erstbefragung geschildert  habe, er habe von seinem 
Freund, der seine Sachen geholt habe, von der Brandstiftung am Haus 
seiner Eltern erfahren, während er bei der Anhörung ausgesagt habe, 
er  habe  dies  von  Zeugen  erfahren,  die  den  Brand  gesehen  hätten 
bzw., er habe vom Bruder seines Freundes vom Brand erfahren,

dass er ausgesagt habe, seine Freundin zum Arzt begleitet zu haben, 
jedoch nicht habe erklären können, wie man zu diesem Arzt gelange,

dass er emotionslos vom Tode seiner Freundin erzählt habe, was dar-
auf schliessen lasse, er habe das Geschilderte nicht selbst erlebt,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit als unglaubhaft zu 
qualifizieren seien, weshalb ihre Asylrelevanz nicht zu prüfen sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. November 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, auf sein Asylgesuch sei einzutreten, es sei ihm 
Asyl zu gewähren, eventuell sei ihm zufolge Unzulässigkeit und Unzu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme zu ge-
währen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgelt-
lichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), die Vornahme weiterer Abklärungen gemäss Art. 41 AsylG 
und die Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung beantragte, 

dass  der  Eingabe  die  Kopie  eines  Artikels  aus  der  Daily  Sun  vom 
8. September 2008 beilag,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung 
hat  und daher  zur Einreichung der  Beschwerde legitimiert  ist  (Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  aufgrund  des oben Gesagten auf  den Antrag,  es  sei  dem Be-
schwerdeführer Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist,

dass der Beschwerde grundsätzlich aufschiebende Wirkung zukommt 
(Art. 42 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorin- 
stanz in der angefochtenen Verfügung einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 55 
Abs. 2 VwVG), 

dass daher auch auf  den Antrag, der Vollzug sei auszusetzen, man-
gels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist,

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer-
de einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass das Urteil in deutscher Sprache abzufassen ist (Art. 33a Abs. 2 
 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-

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schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass er geltend machte, er sei von Cotonou vermutlich direkt nach Zü-
rich geflogen und habe die Reisepapiere, die die Person, die ihn  be-
gleitet habe, bei sich getragen habe, nicht selbst vorzeigen müssen,

dass er nichts Genaues über die Reisepapiere sagen könne, und von 
(...) den Leuten übergeben worden sei, die ihn hierher gebracht hätten,

dass er in der Beschwerde im Widerspruch dazu geltend macht, (...) 
habe ihn bis in die Schweiz begleitet,

dass  er  das  Boot,  mit  welchem  er  gereist  sei,  nicht  habe  erkennen 
können, da er während der Nacht ein- und ausgestiegen sei,

dass er mit dem Bus in die Schweiz weitergereist sei,

dass  diese  Angaben  in  der  Beschwerde  seiner  Aussage,  er  sei  mit 
dem Flugzeug in die Schweiz gereist, eklatant widersprechen,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der in mehrerer Hinsicht 
widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers  davon ausgeht, 
er  sei  mit  seinen eigenen Reisepapieren in die Schweiz gereist  und 
habe diese pflichtwidrig (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Asylbehörden nicht abgegeben,

dass auch das nachträgliche Beschaffen von Reisepapieren in Nigeria 
an dieser Schlussfolgerung nichts zu ändern vermöchte, weshalb der 
sinngemässe  Antrag  des  Beschwerdeführers,  es  sei  ihm  Frist  zur 
Nachreichung von Identitätspapieren anzusetzen, abzuweisen ist (vgl. 
auch EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.),

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dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 3. Oktober 2008 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und 
ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hin-
dernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl.  BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.), weshalb der Antrag, es seien weitere Abklä-
rungen gemäss Art. 41 AsylG vorzunehmen, abzuweisen ist,

dass der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung ausgesagt hat, sie 
(seine Freundin und er) seien zuerst zu einem Arzt, der die Abtreibung 
nicht habe durchführen wollen, und anschliessend in ein anderes Spi-
tal gegangen, in dem man sich zur Vornahme derselben bereit erklärt 
habe,

dass er bei der Anhörung angab, sie hätten einen Arzt getroffen, der 
die Abtreibung nicht habe vornehmen wollen, und er (der Beschwerde-
führer) habe sie in das Spital, in dem diese durchgeführt worden sei, 
nicht begleitet,

dass er hinsichtlich der Frage, wie man den (zuerst aufgesuchten) Arzt 
finde, sagte, er sei  nur einmal dort  gewesen und erinnere sich nicht 
sehr gut,

dass er in der Beschwerde hingegen behauptet, er habe seine Freun-
din nur ins Quartier begleitet, sei mit ihr jedoch nicht in die Praxis des 
Arztes gegangen,

dass  diese  Aussagen  entgegen  der  in  der  Beschwerde  vertretenen 
Auffassung sehr wohl widersprüchlich sind,

dass die Auffassung des Beschwerdeführers, er habe die verschiede-
nen Personen angegeben, von denen er vom Brand des Hauses erfah-
ren habe, weshalb seine Aussagen nicht widersprüchlich seien, nicht 
zu überzeugen vermag,

dass er bei der Erstbefragung angab, von (...) vom Brand des Hauses 
erfahren zu haben, 

dass er bei der Anhörung hingegen behauptete, der erste, der ihn vom 
Brand in Kenntnis gesetzt habe, sei der Bruder von (...) gewesen,

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dass diese Aussagen klarerweise widersprüchlich sind,

dass die Behauptung in der Beschwerde, das BFM habe den Sachver-
halt  nicht richtig festgestellt,  weshalb der Beschwerdeführer nochmal 
zu befragen sei, jeglicher Grundlage entbehrt, eine erneute Anhörung 
sich mithin nicht als notwendig erweist,

dass der Beschwerdeführer in  seiner Beschwerde geltend macht,  er 
habe erfahren, dass die Familie seiner verstorbenen Freundin gegen 
ihn Strafanzeige erstattet habe, 

dass es sich dabei um eine durch nichts gestützte Parteibehauptung 
handelt,  die  angesichts  der  Unglaubhaftigkeit  seiner  bisherigen  Vor-
bringen nicht zu überzeugen vermag,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 

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Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass daran auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf die allgemei-
ne Situation in Nigeria nichts ändert, zumal das Bundesverwaltungsge-
richt nicht davon ausgeht, ein Vollzug der Wegweisung dorthin sei auf-
grund der allgemeinen Lage generell unzulässig oder unzumutbar,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass aufgrund seines Persönlichkeitsprofils (gesunder Mann mit einem 
familiären  und  freundschaftlichen  Beziehungsnetz,  berufliche  Erfah-
rung) davon auszugehen ist,  der Beschwerdeführer könne sich nach 
einer Rückkehr in sein Heimatland eine Existenz aufbauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  der  Antrag,  es  sei  die  unentgeltliche  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65  VwVG zu  gewähren,  unbesehen  der  geltend  gemachten  Be-
dürftigkeit  abzuweisen  ist,  da  sich  die  Beschwerde  als  aussichtslos 
darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N (...) (vorab per Telefax, in Kopie per Kurier)
- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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