# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51d268df-cc31-5efa-beb7-3bb088f7cefd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 07.12.2022 SK1 2021 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2021-17_2022-12-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 07. Dezember 2022

Referenz SK1 21 8/17/29

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Thöny
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur 

B._____
Beschuldigter

C._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Alexander Egli, Buchli Just, 
Masanserstrasse 35, Postfach 414, 7001 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
D._____
E._____
F._____
G._____
H._____
I._____
J._____
K._____

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L._____
M._____
Privatkläger

Gegenstand Mehrfacher Raub und damit im Zusammenhang stehende Delikte

Anfechtungsobj. Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 01.10.2019, mitgeteilt am 
08.02.2021 (Proz. Nr. 515-2018-41)

Mitteilung 29. November 2023

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Sachverhalt

A. Die Staatsanwaltschaft Graubünden (fortan: Staatsanwaltschaft) eröffnete 
mit Verfügung vom 8. April 2015 eine Strafuntersuchung gegen A._____, N._____, 
B._____ sowie C._____ (Proz. Nr. VV.2015.676) wegen Raubes gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB etc. 

B. Mit Verfügung vom 9. April 2015 ernannte die Staatsanwaltschaft Rechts-
anwalt Jean-Pierre Menge als amtlichen Verteidiger von A._____. Mit Verfügung 
vom 17. April 2015 ernannte sie Rechtsanwalt Peter Philipp als amtlichen Vertei-
diger von B._____. Mit Verfügung vom 14. April 2015 wurde Rechtsanwältin Flavia 
Buchli als amtliche Verteidigerin von C._____ ernannt. Mit Verfügung vom 21. No-
vember 2016 wurde sodann Rechtsanwalt Alexander Egli als neuer amtlicher Ver-
teidiger von C._____ ernannt. Rechtsanwältin Flavia Buchli wurde mit Verfügung 
der Staatsanwaltschaft vom 2. Dezember 2016 als amtliche Verteidigerin entlas-
sen. 

C. Die Beschuldigten befanden sich wie folgt in Polizei- bzw. Untersuchungs-
haft:
A._____: 70 Tage, vom 

10. Februar 2015 (21:30 Uhr) – 12. Februar 2015 (15:05 Uhr),
07. April 2015 (07:30 Uhr) – 09. Juni 2015 (11:00 Uhr) und
01. April 2016 (19:27 Uhr) – 03. April 2016 (15:15 Uhr).

B._____: 66 Tage, vom
11. Februar 2015 (12:38 Uhr) – 12. Februar 2015 (14:00 Uhr) und 
07. April 2015 (08:51 Uhr) – 09. Juni 2015 (14:30 Uhr).

C._____ 64 Tage, vom 
07. April. 2015 (08:15 Uhr) – 09. Juni 2015 (11:30 Uhr).

D. Mit Parteimitteilung vom 12. Juni 2018 stellte die Staatsanwaltschaft die 
Anklageerhebung beim Gericht gemäss Art. 324 ff. StPO wegen diverser Delikte in 
Aussicht. Ebenso stellte sie den Erlass einer Teil-Einstellung in Aussicht und er-
suchte um Stellung von Beweisanträgen innert zehn Tagen.

E. Mit Verfügungen vom 13. September 2018 und 8. November 2018 stellte 
die Staatsanwaltschaft das gegen die Beschuldigten geführte Strafverfahren hin-
sichtlich diverser Sachverhaltsvorwürfe ein. 

F. Mit Anklageschrift vom 8. November 2018, mitgeteilt am 14. November 
2018, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Beschuldigten. Den Be-
schuldigten wird darin die Begehung diverser Delikte vorgeworfen, teilweise ge-
meinschaftlich sowie in unterschiedlicher Zusammensetzung und teilweise ein-
zeln.

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G.a. Mit Urteil vom 1. Oktober 2019, schriftlich mitgeteilt am 8. Februar 2021 
(Proz. Nr. 515-2018-41), sprach das Regionalgericht Plessur A._____ in Bezug 
auf Ziffer 5 der Anklageschrift vom Vorwurf der mehrfachen Drohung gemäss Art. 
180 Abs. 1 StGB frei. A._____ wurde wegen des mehrfachen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB, des versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB, des versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, 
des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, der Erpressung 
gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB, der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, der 
mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB, des mehrfachen Hausfriedens-
bruchs gemäss Art. 186 StGB, der Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 lit. a WG, 
des mehrfachen Vergehens gegen des BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, 
und der mehrfachen Übertretung des BetmG gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
schuldig gesprochen. Hierfür wurde er mit einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten 
und einer Busse von CHF 200.00 bestraft. Ferner wurde die gerichtliche Einzie-
hung und Vernichtung der beschlagnahmten 0.1 Gramm Marihuana sowie eines 
Joints Marihuana angeordnet und es wurde verfügt, das beschlagnahmte Mobilte-
lefon iPhone 5s mit Ladekabel an A._____ auszuhändigen. Sämtliche Zivilklagen 
wurden auf den Zivilweg verwiesen. 

G.b. Mit Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 1. Oktober 2019, schriftlich 
mitgeteilt am 26. Februar 2021 (Proz. Nr. 515-2018-44), wurde B._____ in Bezug 
auf Ziffer 1.2 der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfachen Raubes gemäss 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB und 
des mehrfachen Hausfriedensbuchs gemäss Art. 186 StGB, in Bezug auf Ziffer 
7.1.c der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens gegen das 
BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie in Bezug auf Ziffer 7.2.c der An-
klageschrift vom Vorwurf der mehrfachen Übertretung des BetmG gemäss 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG freigesprochen. Das Regionalgericht sprach ihn wegen des 
versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, 
des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des versuchten 
Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des ge-
werbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Hehlerei 
gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB 
und des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig. 
B._____ wurde mit einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten bestraft, wovon ein Teil 
von 18 Monaten bedingt aufgeschoben wurde, bei einer Probezeit von fünf Jah-
ren. Es wurde die gerichtliche Einziehung und Vernichtung von 5 Ampullen Tes-

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tosteron sowie eines Joints Marihuana angeordnet. Weiter wurde die Rückgabe 
der beschlagnahmten 70 Gemeindetageskarten an die Gemeinde O._____ ver-
fügt. Sämtliche Zivilklagen wurden auf den Zivilweg verwiesen. 

G.c. Ebenfalls mit Urteil vom 1. Oktober 2019 (Proz. Nr. 515-2018-45), schriftlich 
mitgeteilt am 19. März 2021, stellte das Regionalgericht Plessur das Verfahren 
gegen C._____ hinsichtlich des Vorwurfes der Beschimpfung (Anklageschrift Ziffer 
1.1) und der mehrfachen Übertretung des BetmG (Anklageschrift Ziff. 7.2.d) ein. 
Es sprach ihn in Bezug auf Ziffer 1.1 der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfa-
chen versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB, betreffend Ziffer 1.5 der Anklageschrift vom Vorwurf des Raubes gemäss 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB 
zum Nachteil von P._____, betreffend Ziffer 1.8 der Anklageschrift vom Vorwurf 
des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB und vom Vorwurf des Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB und betreffend Ziffer 2.c der Anklageschrift vom 
Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB frei. Das 
Regionalgericht sprach C._____ schuldig des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 
StGB, des versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 
1 StGB, des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des ver-
suchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, 
des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 
144 Abs. 1 StGB, des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, 
der mehrfachen Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Nötigung 
gemäss Art. 181 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB, des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c 
BetmG. Hierfür wurde er mit einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten bestraft, wovon 
18 Monate bedingt aufgeschoben während einer Probezeit von fünf Jahren aus-
gesprochen wurden. Es wurde die gerichtliche Einziehung und Vernichtung der 
beschlagnahmten 6 Ampullen Sustanon, 1 Ampulle Nandrolon, 0.3 Gramm Mari-
huana und eines Joints Marihuana angeordnet. Sodann wurde die Rückgabe der 
beschlagnahmten zwei Tageskarten an die Gemeinde O._____ sowie des be-
schlagnahmten Mobiltelefons iPhone 5 an C._____ angeordnet. Sämtliche Zivil-
klagen wurden auf den Zivilweg verwiesen. 

G.d. Auch gegen N._____ erging am 1. Oktober 2019 ein Urteil des Regionalge-
richts Plessur (Proz. Nr. 515-2018-43). Dagegen erhob er Berufung (SK1 21 16). 
Das Berufungsverfahren wurde mit Verfügung vom 4. November 2022 infolge 
Rückzugs am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben (vgl. KGer GR SK1 21 16 v. 
4.11.2021). Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich. 

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H.a. Nachdem der damalige (notwendige) amtliche Verteidiger von A._____, 
Rechtsanwalt Jean-Pierre Menge, gegen das Urteil Berufung angemeldet hatte 
und das schriftlich begründete Urteil am 8. Februar 2021 mitgeteilt worden war, 
wurde mit Verfügung SK1 21 9 v. 17.5.2021 dem Gesuch vom 22. Februar 2021 
um Wechsel der amtlichen Verteidigung entsprochen und Rechtsanwalt Michael 
Fleischhauer als neuer amtlicher Verteidiger eingesetzt. Dieser liess mit Beru-
fungserklärung vom 23. Februar 2021 die Aufhebung von Dispositivziffer 3 (Straf-
punkt) des Urteils des Regionalgerichts Plessur beantragen. A._____ sei stattdes-
sen zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten und einer Busse von CHF 200.00 zu 
verurteilen. Es sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter richterlicher An-
setzung einer Probezeit. Im Vollzugsfalle sei die erstandene Polizei- und Untersu-
chungshaft von 70 Tagen anzurechnen (Berufungsverfahren SK1 21 8). 

Mit Verfügung SK1 21 48 v. 27.7.2021 wurde dem Gesuch von Rechtsanwalt Mi-
chael Fleischhauer um Entlassung als amtlicher Verteidiger entsprochen und die 
Ernennung eines neuen amtlichen Verteidigers für das Berufungsverfahren SK1 
21 8 auf einen späteren Zeitpunkt in Aussicht gestellt. Mit Verfügung vom 13. Mai 
2022 wurde Rechtsanwalt Mario Thöny als amtlicher Verteidiger ernannt. 

H.b.a. Mit Berufungserklärung vom 17. März 2021 liess B._____, (notwendig) amt-
lich verteidigt durch Rechtsanwalt Peter Philipp, die Aufhebung von Ziffer 2 
(Schuldpunkt), 3 (Strafpunkt), 7 (Verfahrenskosten) und 8 (Abweisung Entschädi-
gung nach Art. 429 StPO) beantragen. Er sei stattdessen wegen mehrfachen 
Raubes nach Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, versuchten Diebstahls nach Art. 139 
Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB und Nötigung gemäss Art. 181 StGB zu verurteilen, von den übrigen Vor-
würfen sei er freizusprechen. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten zu 
bestrafen. Diese sei unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren bedingt aus-
zusprechen. Ihm sei eine angemessene ausseramtliche Entschädigung zuzuspre-
chen (Berufungsverfahren SK1 21 17). 

H.b.b. Die Staatsanwaltschaft erhob mit Eingabe vom 7. Mai 2021 Anschlussberu-
fung und beantragte die Aufhebung von Dispositivziffer 1, erstes Lemma (Frei-
spruch vom Vorwurf des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 
der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB und des mehrfachen Hausfrie-
densbruchs gemäss Art. 186 StGB gemäss Ziff. 1.2 der Anklageschrift) sowie die 
anklagemässige Schuldigsprechung von B._____. 

H.c.a. C._____, (notwendig) amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Alexander Egli, 
liess mit Berufungserklärung vom 7. April 2021 die Aufhebung von Dispositivziffer 

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3 (Schuldpunkt), 4 (Strafpunkt), 8 (Zivilpunkt) sowie 9 und 10 (Kosten-, Entschädi-
gung- und Genugtuungspunkt) beantragen. Er sei wegen einer einmaligen Sach-
beschädigung und einem einmaligen Hausfriedensbruch, beides zum Nachteil von 
P._____, schuldig zu sprechen. Von den übrigen Vorwürfen sei er freizusprechen. 
Für den einmaligen Hausfriedensbruch sei er mit einer milden, bedingten Gelds-
trafe zu bestrafen. Von einer Bestrafung wegen Sachbeschädigung sei abzuse-
hen. Die Zivilklagen von M._____, G._____, der Zahnarztpraxis K._____ und der 
Gemeinde O._____ seien abzuweisen. Er sei im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. b 
StPO angemessen zu entschädigen (Berufungsverfahren SK1 21 29). 

H.c.b. In ihrer Anschlussberufung vom 7. Mai 2021 beantragte die Staatsanwalt-
schaft, das Urteil des Regionalgerichts Plessur sei hinsichtlich Dispositivziffer 2, 
Lemmata 1 bis 4 (Freisprüche von den Vorwürfen des mehrfachen versuchten 
Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB [Anklage-
ziffer 1.1], des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und des Hausfrie-
densbruches gemäss Art. 186 StGB z.N. von P._____ [Anklageziffer 1.5], des 
Hausfriedensbruches gemäss Art. 186 StGB [Anklageziffer 1.8] und des Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB [Anklageziffer 1.8]) aufzuheben. C._____ sei zusätz-
lich zu den Schuldsprüchen gemäss Dispositivziffer 3 der genannten Delikte 
schuldig zu sprechen. Weiter beantragte die Staatsanwaltschaft in Aufhebung von 
Dispositivziffern 4a und 4c, C._____ mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, da-
von 20 Monate bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 5 Jahren, zu bestra-
fen. 

I.a.a. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 8. November 2022 liess A._____ 
in Abweichung zu den Anträgen der Berufungserklärung neu auch die Aufhebung 
von Dispositivziffer 2 (Schuldpunkt) beantragen. In der Hauptsache beantragte er, 
dass das Strafverfahren im Übrigen wegen grober Verletzung des Beschleuni-
gungsgebotes einzustellen sei. Da wie noch zu zeigen sein wird, der Schuldpunkt 
nicht wieder aufgeworfen werden muss, wird an dieser Stelle auf die Wiedergabe 
des Eventualantrages verzichtet.

I.a.b. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragte die Abweisung der Beru-
fung. 

I.b.a. B._____ präzisierte seine Anträge anlässlich der Berufungsverhandlung 
vom 8. November 2022 insoweit, als er hinsichtlich jedes Sachverhaltsvorwurfes 
aufgeschlüsselt einen entsprechenden Schuld- bzw. Freispruch beantragte. Neu 
beantragte er auch die Aufhebung von Dispositivziffer 5. Dispositivziffer 7 ist dem-
gegenüber nicht angefochten. 

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I.b.b. Die Staatsanwaltschaft wiederholte vor der Berufungsinstanz ihre bereits im 
Rahmen der schriftlichen Anschlussberufung gestellten Anträge. Zusätzlich er-
suchte sie um Abweisung der Berufung. 

I.c.a. Auch die von C._____ anlässlich der Berufungsverhandlung gestellten An-
träge blieben, mit Ausnahme des zurückgezogenen Antrages um Aufhebung von 
Dispositivziffer 8 (Zivilklagen), mit denjenigen gemäss Berufungserklärung iden-
tisch. 

I.c.b. Die Staatsanwaltschaft erneuerte ebenfalls vor Schranken des Berufungs-
gerichts ihre bereits mit schriftlicher Anschlussberufung vom 7. Mai 2021 gestell-
ten Anträge. 

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Die Berufungsverfahren SK1 21 8, SK1 21 17 und SK1 21 29 sind zu verei-
nigen und gemeinsam zu beurteilen (Art. 30 StPO), zumal die Staatsanwaltschaft 
eine gemeinsame Anklage erhob (StA act. 1.23). 

1.2. Gegen die angefochtenen erstinstanzlichen Urteile des Regionalgerichts 
Plessur ist jeweils Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die Eintretensvor-
aussetzungen geben – auch hinsichtlich der teilweise erhobenen Anschlussberu-
fungen – zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufungen sowie die An-
schlussberufungen ist einzutreten. 

2.1. Berufungsumfang

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochte-
nen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Soweit die Einschränkung der Berufung auf 
einzelne Punkte eindeutig und der Grundsatz der Untrennbarkeit oder inneren 
Einheit nicht verletzt ist, muss die Einschränkung durch das Berufungsgericht re-
spektiert werden (BGer 6B_492/2018 v. 13.11.2018 E. 2.3; 6B_769/2016 v. 
11.1.2017 E. 2.3; 6B_349/2016 v. 13.12.2016 E. 2.3 m.w.H.). Die nicht angefoch-
tenen Urteilspunkte werden – unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO – 
rechtskräftig (vgl. Art. 402 StPO; BGer 6B_492/2018 v. 13.11.2018 E. 2.3; 
6B_533/2016 v. 29.11.2016 E. 4.2). 

2.2. Berufungsumfang SK1 21 8 (A._____)

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A._____, damals vertreten durch Rechtsanwalt Michael Fleischhauer, focht mit 
Berufungserklärung vom 23. Februar 2021 lediglich Dispositivziffer 3 (Strafpunkt) 
an (vgl. SK1 21 8, act. A.2). Anlässlich der Berufungsverhandlung liess er durch 
seinen neuen amtlichen Verteidiger die Berufungsanträge auf den Schuldpunkt 
erweitern. Eine solche spätere Ausdehnung der Berufung ist ausgeschlossen (vgl. 
BGer 6B_1403/2019 v. 10.6.2020 E. 1.3 m.w.H.). A._____ war in Kenntnis der 
lediglich eingeschränkten Berufungserhebung. Er hat sich mit dem beabsichtigten 
Vorgehen schriftlich einverstanden erklärt (vgl. SK1 21 8, act. A.2, S. 2). Dass er 
dabei einem Irrtum unterlag, ist nicht glaubhaft. Es bleibt beim mit Berufungser-
klärung (eingegrenzten) Berufungsumfang. Folglich ist noch über die Strafzumes-
sung zu befinden. Dispositivziffern 1 (Freispruch), 2 (Schuldsprüche), 4 (gerichtli-
che Einziehung und Vernichtung der beschlagnahmten Gegenstände), 5 (Aushän-
digung beschlagnahmtes Mobiltelefon), 6 (Zivilklagen), 8 und 9 (Entschädigungs-
folge gemäss Art. 429 StPO und Art. 432 StPO) sind folglich unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. Ein Anwendungsfall von Art. 404 Abs. 2 StPO liegt nicht 
vor.

2.3. Berufungsumfang SK1 21 17 (B._____)

Mit Berufungserklärung vom 17. März 2021 (act. A.2) focht B._____ die Disposi-
tivziffern 2 (Schuldpunkt), 3 (Strafpunkt), 7 (Kosten) und 8 (Ausbleiben einer Ent-
schädigung gemäss Art. 429 StPO) an. Anlässlich der Berufungsverhandlung 
focht er neu Dispositivziffer 5 (Aushändigung der beschlagnahmten Gemeindeta-
geskarten) an, wendete sich aber nicht mehr gegen Dispositivziffer 7 (Kosten). 
Wie gesehen ist eine Erweiterung der Berufungsanträge zu einem späteren Zeit-
punkt nicht mehr möglich. Eine Eingrenzung demgegenüber schon. Die Staatsan-
waltschaft focht ihrerseits mit Anschlussberufung Dispositivziffer 1, erstes Lemma, 
an (Freispruch in Bezug auf Ziffer 1.2 der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfa-
chen Raubes [Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB], der mehrfachen Nötigung [Art. 181 
StGB] und des mehrfachen Hausfriedensbruchs [Art. 186 StGB]). Damit sind die 
Dispositivziffern 1, hinsichtlich Lemmata 2 und 3 (Freisprüche in Bezug auf Ankla-
geziffern 7.1c und 7.2c), 4 (gerichtliche Einziehung und Vernichtung beschlag-
nahmter Gegenstände), 5 (Aushändigung der beschlagnahmten Gemeindetages-
karten), 6 (Zivilklagen), 9 (Unterbleiben der Entschädigung nach Art. 432 StGB) 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

2.4. Berufungsumfang SK1 21 29 (C._____)

C._____ wendet sich gegen die Dispositivziffern 3 (Schuldpunkt), 4 (Strafpunkt), 9 
(Verfahrenskosten) und 10 (Ausbleiben einer Entschädigung gemäss Art. 429 

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StPO). Vom ursprünglichen Aufhebungsantrag betreffend Dispositivziffer 8 (Zivil-
punkt) nahm er Abstand. Die Staatsanwaltschaft focht ihrerseits Dispositivziffer 2, 
Lemmata 1 bis 4 (Freisprüche in Bezug auf Ziffer 1.1, Ziff. 1.5 sowie Ziff. 1.8) an. 
Damit sind die Dispositivziffern 1 (Verfahrenseinstellung hinsichtlich Ziff. 1.1 und 
7.2.d der Anklageschrift), 2 Lemma 5 (Freispruch [gewerbsmässiger Betrug]), 5 
(gerichtliche Einziehung und Vernichtung der beschlagnahmten Gegenstände), 6 
und 7 (Aushändigung der beschlagnahmten Tageskarten sowie des Mobiltele-
fons), 8 (Zivilklagen) sowie 11 (Abweisung des Entschädigungsantrages nach Art. 
432 StPO) unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

3. Allgemeines zur Beweiswürdigung 

Gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus 
dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Eine Rangordnung der Be-
weismittel gibt es nicht. Entscheidend ist allein die innere Autorität eines Beweis-
mittels, bestehend in dessen zwingender überzeugender Kraft. Bestehen unüber-
windbare Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der ange-
klagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren 
Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Gemäss diesem Grundsatz darf sich das Ge-
richt nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigeren Sachver-
halts überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtungsweise erhebliche und 
nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich so 
verwirklicht hat. Bloss abstrakte und theoretische Zweifel genügen nicht, weil sol-
che immer möglich sind. Relevant sind mithin nur unüberwindliche Zweifel, d.h. 
solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen (vgl. Art. 10 Abs. 3 
StPO; vgl. BGE 138 V 74 E. 7; 127 I 38 E. 2a, je m.w.H.). Der Grundsatz "in dubio 
pro reo" verlangt indes nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln un-
besehen auf den für den Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die 
Entscheidregel kommt nur zur Anwendung, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung 
als Ganzem relevante Zweifel verbleiben (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2; BGer 
6B_1302/2020 v. 3.2.2021 E. 1.2.3; 6B_299/2020 v. 13.11.2020 E. 2.2.2; 
6B_910/2019 v. 15.6.2020 E. 2.3.3; je m.w.H.).

4.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziff. 1.1 der Anklageschrift:

Mehrfacher versuchter Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1StGB und Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB vom 
1. Juli 2014 - 11. Januar 2015 z.N. von R._____

In der Zeitspanne zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 11. Januar 2015 
drohte C._____ in Q._____ R._____, welchen er auch betrogen hatte 
(vgl. Ziffer 2.a) nachfolgend), wiederholt, ihn bei der Polizei anzuzeigen 
und mit Kollegen zu ihm zu kommen und ihn zu holen, wenn er ihm kein 

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Geld gebe. Einmal bedrohte er ihn zudem mit einem offenen Sackmesser 
und sagte, er könne sich auf etwas gefasst machen, wenn er ihm kein 
Geld gebe. R._____ kam diesen Forderungen aber nicht nach. 
Schliesslich beschimpfte der Beschuldigte R._____ in Q._____ als 
„Schwuchtel“. 

Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der Beschimpfung 
ein, sprach C._____ vom Vorwurf des versuchten Raubes (mehrfache Tatbege-
hung) frei und sprach ihn stattdessen wegen einfachen versuchten Raubes (Be-
drohung mit einem Messer) schuldig. Aufgrund der Berufungs- sowie Anschluss-
berufungsanträge ist vorliegend lediglich noch über den Vorwurf des mehrfachen 
versuchten Raubes zu entscheiden. 

4.2.1. C._____ moniert eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Aus der An-
klageschrift gehe nicht hervor, wann er R._____ in welcher Art und Weise an wel-
cher Örtlichkeit bedroht haben soll (SK1 21 8, act. H.4, S. 4, Ziff. 2.1). 

4.2.2. Es ist mit der Verteidigung einig zu gehen, dass die Formulierung der An-
klageschrift zumindest im Hinblick auf die notwendige Informationsfunktion pro-
blematisch ist. Klarheit besteht einzig über den Inhalt der mutmasslichen Drohun-
gen. Der Begehungszeitpunkt wird mittels eines Zeitraumes von 6 ½ Monaten de-
finiert. Solche zeitlichen Ungenauigkeiten sind zulässig, wenn für die beschuldigte 
Person kein Zweifel besteht, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird (BGer 
6B_1416/2020 v. 30.6.2021 E. 1.3). Dies mag hinsichtlich des Vorwurfes der Dro-
hung mittels Messers zutreffen, ist dieser, auch ohne konkrete zeitliche oder örtli-
che Eingrenzung, noch genügend eindeutig, sodass sich der Beschuldigte hierzu 
verteidigen kann. Hinsichtlich der übrigen Drohungen ist demgegenüber unklar, ob 
dem Beschuldigten mehrere Drohungen über den gesamten Zeitraum verteilt, d.h. 
an unterschiedlichen Tagen, oder – im Sinne einer Tateinheit – mehrere zusam-
menhängende Drohungen am gleichen Tag vorgeworfen werden. Das verwendete 
Wort "wiederholt" schafft hierüber keine Klarheit, sondern stiftet vielmehr Verwir-
rung. Aus dem Verfahrensgang und den Akten erhellt sodann, dass die entspre-
chenden Androhungen anlässlich eines Chatverkehrs via WhatsApp am 9. Januar 
2015 erfolgt sein sollen und keine weiteren Vorwürfe entsprechender Art erhoben 
wurden. Diesbezüglich hätte ohne weiteres eine zeitliche Eingrenzung präziser 
vorgenommen werden können, sodass für den Beschuldigten ohne Umwege er-
kennbar gewesen wäre, was ihm letztlich vorgeworfen wird. Ob damit der Informa-
tionsfunktion und letztlich der Verteidigungsmöglichkeit i.S.v. Art. 9 StPO genüge 
Getan wurde, kann offenbleiben. C._____ ist nämlich ohnehin von den eingangs 
erwähnten Vorwürfen freizusprechen, was nachfolgend aufzuzeigen sein wird. 

4.3. Tatvorwurf: Drohung, die Polizei zu verständigen etc.

12 / 85

Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde anerkannt, dass C._____ am 9. Ja-
nuar 2015 per WhatsApp gegenüber R._____ erklärte, ihn zu suchen, zu holen 
und die Polizei zu verständigen (SK1 21 29, act. H.4, Ziff. 2.3.1). Der diesbezügli-
che Anklagesachverhalt von Ziff. 1.1 gilt mithin als eingestanden. Gleichwohl führt 
dies nicht zu einer Verurteilung wegen versuchten Raubes. Der Tatbestand von 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB setzt eine Nötigungshandlung voraus. Das Gesetz 
nennt alternativ drei Nötigungshandlungen: Gewalt gegen eine Person, Androhung 
gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben und Bewirken der Widerstandsunfähig-
keit. Der anklagegemässe Sachverhaltsvorwurf lässt sich nun unter keine der ge-
nannten Nötigungsvarianten subsumieren. C._____ soll nämlich nicht unmittelbar 
physisch auf den Körper von R._____ eingewirkt haben. Das Androhen einer An-
zeige, eines "Besuches" mit Kollegen und eines "Holens" via WhatsApp stellt kei-
ne gegenwärtige Gefahr dar, da ihm hierdurch gewissermassen eine Bedenkzeit 
eingeräumt wird, noch richtet sie sich gegen den Leib oder das Leben von 
R._____. Auch wird damit nicht vorgeworfen, C._____ habe R._____ mit andere 
Tatmitteln widerstandsunfähig gemacht (vgl. zum Ganzen Marcel Alexander Nigg-
li/Christof Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. 
Aufl., Basel 2019, N 15 ff. zu Art. 140 StGB). C._____ ist folglich hinsichtlich des 
Vorwurfes, R._____ wiederholt gedroht zu haben, ihn bei der Polizei anzuzeigen 
und mit Kollegen zu ihm zu kommen und ihn zu holen, wenn er ihm kein Geld ge-
ben werde, vom Vorwurf des versuchten Raubes freizusprechen. 

4.4.1. Tatvorwurf: Drohung mit einem Sackmesser

Weiter soll C._____ R._____ mit einem Sackmesser bedroht haben. Der Anklage-
sachverhalt stützt sich einzig auf die belastenden Aussagen von R._____ anläss-
lich dessen polizeilicher Einvernahme (vgl. StA act. 27.12). 

4.4.2. Der amtliche Verteidiger moniert eine Verletzung des Konfrontationsan-
spruches. Die Aussagen von R._____ seien unverwertbar (vgl. SK1 21 29, act. 
H.4, S. 5, Ziff. 2.2). 

4.4.3. Der in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierte Anspruch der beschuldigten 
Person, den Belastungszeugen Fragen zu stellen, ist ein besonderer Aspekt des 
Rechts auf ein faires Verfahren. Er wird als Konkretisierung des rechtlichen 
Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) auch durch Art. 32 Abs. 2 BV gewährleistet. Eine be-
lastende Zeugenaussage ist grundsätzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte 
wenigstens einmal während des Verfahrens angemessene und hinreichende Ge-
legenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungs-
zeugen zu stellen (BGE 140 IV 172 E. 1.3; 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2). Da-

13 / 85

mit die Verteidigungsrechte gewahrt sind, muss der Beschuldigte namentlich in 
der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer Aussage prüfen und den Beweiswert in 
kontradiktorischer Weise auf die Probe und infrage stellen zu können (BGE 133 I 
33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 4.2). Dies setzt in aller Regel voraus, dass 
sich der Einvernommene in Anwesenheit des Beschuldigten (nochmals) zur Sache 
äussert (BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_1003/2020 v. 21. 4.2021 E. 
2.2). Soweit der Konfrontationsanspruch zur Diskussion steht, gilt dies unabhängig 
von der Regelung in Art. 147 Abs. 1 StPO auch in Bezug auf die in der Vorunter-
suchung gegenüber der Polizei gemachten Aussagen (vgl. BGE 125 I 127 E. 6a; 
BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.4). Beschränkt sich die Wiederholung der 
Einvernahme im Wesentlichen auf eine formale Bestätigung der früheren Aussa-
gen, wird es dem Beschuldigten verunmöglicht, seine Verteidigungsrechte wirk-
sam wahrzunehmen (BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; 6B_1080/2020 v. 
10.6.2021 E. 6.1; 6B_1003/2020 v. 21.4.2021 E. 2.2). Das wörtliche Vorhalten un-
verwertbarer Aussagen stellt eine unzulässige Verwertung im Sinne von Art. 141 
Abs. 4 StPO dar (BGE 143 IV 457 E. 1.6.1). Es genügt somit nicht, wenn der Be-
lastungszeuge in Anwesenheit der beschuldigten Person auf die in einem früheren 
Zeitpunkt gemachten Aussagen verweist und diese pauschal als richtig bestätigt. 
Ebenso bleiben frühere belastende Aussagen unverwertbar, wenn sich die befrag-
te Person bei einer späteren Konfrontation gar nicht mehr oder nicht frei und un-
beeinflusst zur Sache äussert (vgl. BGE 143 IV 457 E. 1.6.1 ff.). Von einer Nicht-
verwertbarkeit der ersten Einvernahme ist auch auszugehen, wenn eine (Aus-
kunfts-)Person in einer späteren Konfronteinvernahme von ihrem Aussageverwei-
gerungsrecht Gebrauch macht (BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4). 

Die Frage, ob bei widersprüchlichen Aussagen oder späteren Erinnerungslücken 
auf die ersten, in Abwesenheit des Beschuldigten erfolgten Aussagen abgestellt 
werden kann, betrifft nicht die Verwertbarkeit, sondern die Würdigung der Beweise 
(BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4).

Dem Konfrontationsanspruch gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK kommt grundsätz-
lich absoluter Charakter zu (BGE 131 I 476 E. 2.2). Davon kann nur unter beson-
deren Umständen abgesehen werden. Die ausgebliebene Konfrontation mit dem 
Belastungszeugen verletzt die Garantie aber nicht, wenn dieser berechtigterweise 
das Zeugnis verweigert oder die erneute Befragung nicht möglich ist, weil dieser 
trotz angemessener Nachforschung unauffindbar bleibt, dauernd oder für lange 
Zeit zur Einvernahme unfähig wird oder in der Zwischenzeit verstorben ist. Ge-
stützt auf Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. d EMRK erfordert die Verwertbarkeit der ur-
sprünglichen Aussage allerdings, dass die beschuldigte Person zu den belasten-

14 / 85

den Erklärungen hinreichend Stellung nehmen konnte, diese sorgfältig geprüft 
wurden und ein Schuldspruch sich nicht allein darauf abstützt bzw. sie nicht den 
einzigen oder einen wesentlichen Beweis darstellt (BGE 131 I 476 E. 2.2; BGer 
6B_173/2022 v. 27.4.2022 E. 1.3.1). Ausserdem darf der Umstand, dass die be-
schuldigte Person ihre Rechte nicht (rechtzeitig) wahrnehmen konnte, nicht in der 
Verantwortung der Behörde liegen (BGer 6B_1454/2022 v. 20.3.2023 E. 2.3.4).

4.4.4. R._____ wurde am 27. November 2015 im Vorverfahren gegen C._____ 
zur Sache befragt. Eine Konfrontation mit C._____ fand nie statt. Zu beachten ist 
vorliegend, dass gemäss Vorinstanz der amtliche Verteidiger weder im Ermitt-
lungs- noch im erstinstanzlichen Verfahren einen Antrag auf Konfrontation gestellt 
hatte. Daraus einen Verzicht abzuleiten, geht fehl, ist dem Verteidiger dies doch 
grundsätzlich noch im Berufungsverfahren möglich (vgl. etwa BGer 6B_529/2014 
v. 10.12.2014 E. 5.2). Dies tat die Verteidigung vorliegend nicht, sondern be-
schränkte sich vielmehr auf die Rüge des unterbliebenen Konfronts. Der vorlie-
gende Sachverhalt ist insoweit spebesonders, als der Tatvorwurf zum Zeitpunkt 
der Berufungsverhandlung rund 7 Jahre zurückliegt. Nach einer derart langen 
Zeitdauer sind aussagekräftige Angaben von R._____ unwahrscheinlich. Ein Kon-
front verkäme zur inhaltsleeren Hülse. Unter diesen Umständen zu verlangen, die 
Verteidigung hätte im Berufungsverfahren einen entsprechenden Beweisantrag 
stellen müssen, andernfalls ein Verzicht vorliege, erscheint widersinnig. In einer 
Konstellation wie der vorliegenden kann ein unterbliebener Konfront, welcher auf-
grund der – im Wesentlichen von den Strafbehörden verschuldeten – langen Ver-
fahrensdauer faktisch nicht nachgeholt werden kann, nicht zulasten der beschul-
digten Person gehen. Ein Schuldspruch würde sodann einzig gestützt auf die be-
lastenden Aussagen von R._____ erfolgen. Unter Berücksichtigung des Gesagten 
sind die unkonfrontierten Aussagen von R._____ unverwertbar. 

4.4.5. Da keine (weiteren) belastenden Beweise im Recht liegen, lässt sich der 
Anklagesachverhalt in Bezug auf die Drohung mit einem Sackmesser nicht erstel-
len. C._____ ist folglich diesbezüglich vom Vorwurf des versuchten Raubes freizu-
sprechen. 

4.5. Zwischenfazit

C._____ ist vor dem Hintergrund des Gesagten in Bezug auf Anklageziffer 1.1 
vom Vorwurf des mehrfachen versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB freizusprechen. Die Berufung ist in diesem Punkt gutzuheissen und die An-
schlussberufung entsprechend abzuweisen. 

15 / 85

5.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziff. 1.2 der Anklageschrift:

Mehrfacher Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, mehrfache Nöti-
gung gemäss Art. 181 StGB und mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss 
Art. 186 StGB vom 24. Dezember 2014 - 24. März 2015 z.N. von P._____

In der Zeitspanne zwischen dem 24. Dezember 2014 und dem 24. März 
2015 betraten A._____, N._____, B._____ und C._____ in unterschiedli-
cher Zusammensetzung mehrmals gegen den Willen von P._____ dessen 
Wohnung am S._____ in Q._____ und verlangten von diesem Betäu-
bungsmittel und Geld. Als P._____ diesen Aufforderungen nicht nachkam, 
drohten sie ihm mit Schlägen, gaben ihm Ohrfeigen und durchsuchten 
seine Wohnung. Sie drohten ihm auch, ihn bei der Polizei anzuzeigen, 
falls er ihnen kein Geld gebe oder ihnen keine Betäubungsmittelkonsu-
menten vermittle, die sie „abzocken“ könnten. P._____ wurde auf diese 
Weise derart eingeschüchtert, dass er den Beschuldigten unter mehreren 
Malen insgesamt CHF 800.00 und 20 Gramm Marihuana aushändigte. 
Die Gewalt und Drohungen der Beschuldigten stellen unerlaubte Mittel 
dar, um P._____ zur Herausgabe von Marihuana zu veranlassen.

In Bezug auf B._____ erwog die Vorinstanz, es lasse sich lediglich eine Beteili-
gung erstellen. Infolgedessen sprach sie B._____ vom Vorwurf der mehrfachen 
Tatbegehung frei, verurteilte ihn aber jeweils wegen einfacher Tatbegehung. 
B._____ ficht die Schuldpunkte umfassend an und beantragt einen Freispruch. Die 
Staatsanwaltschaft fordert in ihrer Anschlussberufung einen anklagegemässen 
Schuldspruch. 

C._____ wurde im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. In seiner Berufung 
wendet er sich gegen den Schuldspruch und beantragt einen Freispruch von 
sämtlichen Vorwürfen. 

5.2. Unverwertbare Beweismittel

Die Aussagen von P._____ anlässlich seiner polizeilichen Einvernahmen vom 24. 
März 2015 (StA act. 27.3) und 17. Dezember 2015 (StA act. 27.13) sind in Erman-
gelung einer Konfrontation unverwertbar. Gleiches ist hinsichtlich der belastenden 
Aussagen von T._____ (StA act. 27.14), U._____ (StA act. 27.15), V._____ (StA 
act. 27.16), W._____ (StA act. 17.19) und X._____ (StA act. 27.20) festzuhalten. 
Zur Begründung kann auf die Ausführungen in E. 4.4.3 f. verwiesen werden. Hin-
sichtlich der Aussagen von P._____ ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass dieser 
am 21. Juli 2021 verstarb (SK1 21 17, act. H.4, S. 3). Weshalb sich die Staatsan-
waltschaft bzw. auch die Vorinstanz angesichts des sich in die Länge ziehenden 
Verfahrensganges nicht um eine Konfronteinvernahme bemühte, ist nicht nach-
vollziehbar. Die Unmöglichkeit der Wiederholung der Einvernahme ist damit den 
Behörden anzulasten.

5.3. Tatvorwurf: Unberechtigtes Betreten der Wohnung (B._____)

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B._____ belastende Äusserungen finden sich einzig in den Einvernahmen von 
N._____. Dieser bestätigte auf Vorhalt des Anklagesachverhalts die Aussage von 
P._____, wonach sie wiederholt in die Wohnung von P._____ gegangen seien. 
Wenn P._____ die Türe nicht geöffnet habe, seien sie wieder in die Wohnung von 
B._____ zurückgegangen, um nach einer Stunde wieder hoch zu gehen und ihr 
Glück wieder zu versuchen. Dieses Spiel hätten sie wiederholt, bis P._____ die 
Türe aufgemacht habe. Sobald er dies gemacht habe, hätten sie ihn gefragt, ob 
sie hereinkommen dürfen. Wenn er dies verneint habe, hätten sie die Türe aufge-
schoben und ihn (P._____) einfach nach links zur Badezimmertüre weggedrückt 
(StA act. 20.2, F. 4). Auch gab N._____ im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahme in Bestätigung des Sachverhaltsvorwurfes (StA act. 23.1, F. 1) an, 
diese Delikte zusammen mit den anderen drei Beschuldigten begangen zu haben 
(F. 2). Gleichzeitig hielt N._____ aber auch ausdrücklich fest, er sei meistens mit 
C._____ zu P._____ hochgegangen (StA act. 20.2, F. 4). Ebenso führte er aus, 
dass sie nicht immer zu viert gewesen seien, sondern manchmal auch nur zu 
zweit oder zu dritt (StA act. 23.1., F. 2). Trotz des Geständnisses von N._____ 
lässt sich nun nicht ohne Weiteres ableiten, dass auch B._____ dabei gewesen 
war, als sie die Wohnung gegen den Willen von P._____ betreten hatten. So hielt 
im Übrigen schon P._____ fest, B._____ sei das erste Mal am 23. März 2015 bei 
ihm gewesen und habe eigentlich nichts gemacht (StA act. 27.3, F. 2). Aus den 
Aussagen von C._____ geht nicht hervor, dass B._____ die Wohnung gegen den 
Willen von P._____ betreten hätte. Dieser wies nämlich einzig darauf hin, dass er, 
C._____, manchmal auch mit B._____ in die Wohnung gegangen sei (StA act. 
23.2, F. 2). Die Umstände dieser mutmasslichen Besuche bleiben unklar. A._____ 
gab an, dass er sich nicht daran erinnern könne, bei seinen Besuchen bei P._____ 
in Begleitung von B._____ gewesen zu sein (StA act. 19.2, F. 4). Angesichts die-
ser Ausgangslage bestehen erhebliche und unüberwindbare Zweifel, sodass sich 
der B._____ in Ziffer 1.2 der Anklageschrift vorgeworfene Sachverhalt, die Woh-
nung von P._____ gegen dessen Willen mehrfach betreten zu haben, nicht erstel-
len lässt. B._____ ist mithin in Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo vom 
entsprechenden Vorwurf freizusprechen. 

5.4. Tatvorwurf: Unberechtigtes Betreten der Wohnung (C._____) 

5.4.1. Die Verteidigung moniert eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Dies 
ist hinsichtlich des Vorwurfes des unberechtigten Betretens der Wohnung nicht 
auszumachen. Obschon die Formulierung relativ offen ist und nicht näher definiert 
wird, wie viele Male der Beschuldigte die Wohnung gegen den Willen von P._____ 
betreten haben soll, vermag sie der von Art. 9 Abs. 1 StPO geforderten Informati-

17 / 85

onsfunktion zu genügen. Das Tatverhalten wird insoweit näher definiert, als es 
zumindest approximativ während eines Zeitraumes umschrieben wird. Auch örtlich 
ist der Vorwurf genügend bestimmt. Dass nicht näher definiert wird, mit wem die 
Taten jeweils begangen worden sein sollen, ist angesichts des konkreten und ein-
fachen Vorwurfes des Hausfriedensbruches nicht relevant. Die Ungenauigkeiten 
sind nicht von entscheidender Bedeutung, bestehen für den Beschuldigten doch 
keine Zweifel, welches Verhalten ihm angelastet wird (BGer 6B_684/2017 v. 
13.3.2018 E. 2.2). 

5.4.2. C._____ selbst bestätigte an unterschiedlichster Stelle, die Wohnung von 
P._____ ohne dessen Zustimmung bzw. gegen dessen Willen betreten zu haben 
(vgl. etwa StA act. 22.4, F. 10; 23.2, F. 2). Sodann fällt das teilweise merkwürdige 
sowie ausweichende Aussageverhalten des Beschuldigten auf. Er gab anlässlich 
seiner polizeilichen Befragung vom 7. April 2015 auf die Frage, ob er sich seit dem 
1. November 2014 jemals in der Wohnung von P._____ aufgehalten habe, etwa 
ausdrücklich an, sich dort ab und zu aufgehalten zu haben. Sie seien aber nur 
herumgehängt und hätten die Wohnung nie gegen den Willen von P._____ betre-
ten (StA act. 22.1, F. 8). Es erstaunt, dass der Beschuldigte von sich aus das Be-
dürfnis verspürte, klarzustellen, die Wohnung nie gegen den Willen von P._____ 
betreten zu haben. Dies, obwohl ihm der Vorhalt nicht gemacht worden war. Noch 
mehr erstaunt, dass er sogleich auf die konkrete Frage, ob er die Wohnung gegen 
den Willen von P._____ betreten habe, relativierend und ausweichend festhielt, 
dies nicht zu wissen, es aber nicht denke (F. 14). Das Aussageverhalten des Be-
schuldigten lässt seine Äusserungen als wenig glaubhaft erscheinen. Kommt hin-
zu, dass N._____, welcher nicht davor scheute, sich selbst zu belasten, auch den 
Beschuldigten belastete. So wies dieser darauf hin, dass meistens er und C._____ 
zu P._____ hochgegangen seien (StA act. 20.2., F. 4). Wenn er sie nicht hineinge-
lassen habe, hätten sie die Türe aufgeschoben und ihn (P._____) einfach nach 
links zur Badezimmertüre weggedrückt (F. 4). Insbesondere der letzte Teil des 
geschilderten Geschehensablaufes erscheint kreativ, sehr erlebnisbasiert und 
damit glaubhaft. Sodann finden sich auch belastende Aussagen in der Einver-
nahme von Y._____. Dies zumindest in dessen polizeilicher Einvernahme vom 15. 
April 2015 (vgl. StA act. 27.6). Bei dieser Ausgangslage hat als erstellt zu gelten, 
dass der Beschuldigte in der Zeitspanne vom 24. Dezember 2014 und dem 24. 
März 2015 mehrmals gegen den Willen von P._____ dessen Wohnung am 
S._____ in Chur betrat. Der angeklagte Sachverhalt hat in Bezug auf C._____, 
soweit ihm der Vorwurf gemacht wird, die Wohnung von P._____ gegen dessen 
Willen bzw. unrechtmässig betreten zu haben, als erstellt zu gelten. Nun gilt es in 
diesem Kontext aber der Kritik der Verteidigung am Anklagesachverhalt von Ziff. 

18 / 85

1.2 Rechnung zu tragen. Der Sachverhaltsvorwurf des unberechtigten Betretens 
der Wohnung von P._____ erweist sich nämlich insoweit als zu pauschal, als er 
sich nicht von weiteren Anklagesachverhalten abgrenzen lässt. So wird dem Be-
schuldigten auch in Ziffer 1.5 und 3.2 der Anklageschrift ein unrechtmässiges Be-
treten der Wohnung von P._____ vorgeworfen, wobei die Vorwürfe zeitlich genau 
bestimmt werden (18. Januar 2015 bzw. zwischen dem 23. und 27. Dezember 
2014). Der Beschuldigte wird hinsichtlich dieser Anklageziffern des Hausfriedens-
bruches schuldig gesprochen. Aufgrund der im Recht liegenden Beweismittel und 
der Unmöglichkeit der zeitlichen Präzisierung lässt sich nicht klären, ob der Be-
schuldigte die Wohnung weitere Male als die bereits in Ziff. 1.5 und 3.2 angeklag-
ten Hausfriedensbrüche begangen hätte. Mithin geht der Anklagesachverhalt hin-
sichtlich des Vorwurfs des mehrfachen Hausfriedensbruchs bereits in den Ankla-
gesachverhalten von Ziff. 1.5 und 3.2 auf. Dies hat zur Folge, dass hinsichtlich 
Ziffer 1.2 weder ein Frei- noch ein Schuldspruch betreffend den Vorwurf des mehr-
fachen Hausfriedensbruchs ergeht. 

5.5. Zwischenfazit

B._____ ist hinsichtlich Ziff. 1.2 der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfachen 
Hausfriedensbruchs freizusprechen. Die Berufung ist in diesbezüglich gutzuheis-
sen. Die Anschlussberufung ist in diesem Punkt abzuweisen. 

C._____ ist hinsichtlich Ziff. 1.2 der Anklageschrift vom Vorwurf des mehrfachen 
Hausfriedensbruchs weder frei- noch schuldig zu sprechen, da der entsprechende 
Sachverhaltsvorwurf im Schuldspruch gemäss Ziffer 1.5 und 3.2 der Anklage-
schrift aufgeht. 

5.6.1 Tatvorwurf: Nötigung und Raub (B._____ und C._____)

5.6.2. Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand 
des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 
Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Die An-
klage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sach-
verhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver 
Hinsicht genügend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den 
Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und garantiert den An-
spruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion). Entscheidend ist, dass die 
beschuldigte Person genau weiss, welcher konkreter Handlungen sie beschuldigt 
und wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit sie sich in ihrer Verteidigung 
richtig vorbereiten kann. Solange klar ist, welcher Sachverhalt der beschuldigten 

19 / 85

Person vorgeworfen wird, kann auch eine fehlerhafte und unpräzise Anklage nicht 
dazu führen, dass es zu keinem Schuldspruch kommen darf. Die nähere Begrün-
dung der Anklage erfolgt an Schranken; es ist Sache des Gerichts, den Sachver-
halt verbindlich festzustellen. Dieses ist an den in der Anklage umschriebenen 
Sachverhalt, nicht aber an die darin vorgenommene rechtliche Würdigung gebun-
den (Art. 350 Abs. 1 StPO; BGE 143 IV 63 E. 2.2; BGer 6B_879/2018 v. 26. 
4.2019 E. 1.1).  

5.6.3. Als Mittäter gilt, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung ei-
nes Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusam-
menwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob 
der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für 
die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass die Tat "mit ihm steht oder 
fällt". Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat 
auch tatsächlich mitwirken. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an 
der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Tat-
bestandsmässige Ausführungshandlungen sind nicht notwendige Voraussetzung 
für die Annahme von Mittäterschaft (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; 135 IV 152 E. 
2.3.1). Die Folge der Mittäterschaft ist, dass jedem Mittäter die gesamte Handlung 
zugerechnet wird. 

5.6.4. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Qualifikation der 
Täterschafts- resp. Teilnahmeform (Mittäterschaft, Anstiftung, Gehilfenschaft) eine 
Rechtsfrage und tangiert das Anklageprinzip nicht. Es spielt keine Rolle, ob ein 
Beschuldigter ausdrücklich als Mittäter angeklagt worden ist. Es genügt für die 
Wahrung des Anklageprinzips, wenn die Anklageschrift die Sachverhaltselemente 
nennt, welche zur Annahme von Mittäterschaft führen (BGer 6B_112/2018 v. 
4.3.2019 E. 2.3. und 7.2. a.E.).

5.6.4. Der in Anklageziffer 1.2 vorgeworfene Sachverhalt erweist sich in Bezug 
auf den Tatbestandsvorwurf des Raubes sowie der Nötigung als unzureichend. 
Der Vorwurf, die Beschuldigten hätten die Delikte in unterschiedlicher Zusammen-
setzung und in unterschiedlicher Anzahl begangen ist zu pauschal und unspezi-
fisch. Dieser lässt unbeantwortet, ob sämtliche Tatbegehungen in Mittäterschaft 
erfolgten, auch wenn nicht alle Beschuldigten zugegen waren. Diese – zugegebe-
nermassen weite – Interpretation des Anklagesachverhaltes liesse sich zumindest 
auf die zusammengerechnete und allen angelastete Beute von CHF 800.00 und 
20 Gramm Marihuana stützen. Sodann erhellt aus der Anklageschrift nicht, inwie-
weit die Beschuldigten einzeln mit- bzw. gemeinsam zusammengewirkt haben sol-
len. Gänzlich unbeantwortet gelassen wird, wer welchen Tatbeitrag erfüllt haben 

20 / 85

soll. Mit anderen Worten fehlt der Anklageschrift im vorliegenden Fall eine genü-
gende Umschreibung derjenigen Sachverhaltselemente, welche zur Annahme ei-
ner Mittäterschaft führen würden. Eine Verurteilung wegen Raubes und Nötigung 
fällt damit ausser Betracht, ginge dies doch letztlich über den Anklagesachverhalt 
hinaus. Eine solche verletzt das von Art. 9 StPO geschützte Anklageprinzip (ge-
nauer Immutabilitätsprinzip). 

5.7. Zwischenfazit 

B._____ und C._____ sind in Bezug auf Ziffer 1.2 der Anklageschrift vom Vorwurf 
der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB und des mehrfachen Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB freizusprechen. Die im Verfahren SK1 21 17 
erhobene Anschlussberufung ist in diesem Punkt abzuweisen. 

6.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziff. 1.3 der Anklageschrift:

Versuchter Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 
Art. 22 Abs. 1 StGB sowie Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB vom 
3. Januar 2015 z.N. von Z._____ und AA._____

In der ehemaligen Wohnung von AB._____ an der AC._____ in Q._____ 
beschlossen am 3. Januar 2015 N._____, B._____ und AD._____ (sepa-
rates Verfahren Staatsanwaltschaft Graubünden, VV.2014.917/TH), in die 
darunter im Hochparterre gelegene Wohnung von AA._____ einzudringen 
und sich Geld und Cannabis anzueignen. N._____ und B._____ nahmen 
dazu Stoffmasken mit. AD._____ nahm eine weiss/schwarze Kunststoff-
maske (sog. "Vendettamaske") mit. Zwischen 05.00 und 05.10 Uhr läutete 
einer der drei am Haupteingang an der Türglocke. Als niemand öffnete, 
begaben die drei sich über eine Treppe auf den Balkon der Wohnung von 
AA._____. Mutter Z._____, die auf dem Sofa geschlafen hatte und durch 
das Läuten geweckt worden war, stand auf, sah durch die Balkontüre ei-
nen Schatten, war der Ansicht, beim Schatten handle es sich um einen 
ehemaligen Freund ihrer Tochter AA._____, und öffnete deshalb die Bal-
kontüre. Der maskierte N._____ betrat die Wohnung. Aus Angst trat 
Z._____ zurück und begab sich in AA._____ Zimmer. N._____ folgte ihr. 
In der Hand hielt er einen Notfallhammer. AA._____ begann zu schreien. 
N._____ forderte die Frauen auf, sich auf das Bett zu setzen und sich ru-
hig zu verhalten. Die Täterschaft rechnete bei ihrem Vorgehen mit der 
Widerstandsunfähigkeit der beiden Frauen. In der Zwischenzeit hatten die 
anderen zwei maskierten Täter die Wohnung ebenfalls betreten. N._____ 
verlangte Bargeld. AA._____ und Z._____ gaben zu verstehen, dass sie 
kein Bargeld hätten. Daraufhin durchsuchten die Täter die Wohnung, dar-
unter auch ein Zimmer mit zwei Kindern, die jedoch nicht aufwachten. Die 
beiden Frauen begannen zu schreien und forderten die Täter auf zu ver-
schwinden. Dieses Verhalten irritierte die Täter, die in der Folge die Frau-
en nicht am Verlassen des Schlafzimmers hinderten. AA._____ ging ins 
Wohnzimmer, behändigte ihr Mobiltelefon und machte von einem Täter 
eine Aufnahme. Nachdem die drei Täter weder Cannabis noch Bargeld 
gefunden hatte, verliessen sie die Wohnung über den Einstiegsbalkon.

21 / 85

6.2. Die Vorinstanz sprach B._____ wegen versuchten Raubes sowie Haus-
friedensbruchs schuldig. B._____ anerkennt den Schuldspruch wegen Hausfrie-
densbruchs. Er ficht lediglich den Schuldspruch wegen versuchten Raubes an 
(act. H.4, S. 4, Ziff. 18). 

6.3. Einleitend ist festzuhalten, dass die (belastenden) Aussagen von 
AA._____ (StA act. 27.1), Z._____ (StA act. 27.2), AB._____ (StA act. 27.21) so-
wie AD._____ (StA act. 27.22) infolge unterbliebener Konfronteinvernahme nicht 
verwertbar sind. Es kann im Wesentlichen auf die in E. 4.4.3 f. enthaltene Begrün-
dung verwiesen werden. 

6.4.1. B._____ stritt anfänglich eine Tatbeteiligung ab (StA act. 23.4, F. 3). Auf 
Vorhalt der ihn belastenden Aussagen von N._____ und C._____ gestand er je-
doch eine Tatbeteiligung zu. Er hielt – in Übereinstimmung mit den Ausführungen 
von C._____ und N._____ – fest, dass sie nicht mit der Anwesenheit von 
AA._____ gerechnet hätten. Dies, weil ihnen ein Mädchen einen Facebook-
Eintrag von AA._____ gezeigt habe, welcher AA._____ in AE._____ zeigen solle. 
Dieses geschilderte Detail erscheint äusserst glaubhaft, wurde es doch von allen 
drei jeweils spontan und unabhängig voneinander geäussert. Übereinstimmend 
führten N._____ und B._____ ferner aus, dass N._____ einen Nothammer mit sich 
geführt habe, um die Balkontüre einzuschlagen. Die von B._____ geschilderte 
plötzliche und unerwartete Begegnung mit Z._____ deckt sich mit derjenigen von 
N._____. Diese sei plötzlich vor ihnen gestanden, erschrocken und dann schrei-
end ins Zimmer gerannt. Die wiederum übereinstimmend geäusserte Reaktion von 
N._____ und B._____ erscheint unter Berücksichtigung dieser Situation nachvoll-
ziehbar. So gaben beide an, sofort Z._____ gefolgt zu sein. Dies wohl deshalb, um 
eine Alarmierung Dritter zu verhindern. Auch hinsichtlich des jeweiligen Tatbeitra-
ges stimmen die Aussagen von B._____ und N._____ grundsätzlich überein. 
N._____ soll etwa von den beiden Frauen Geld und "Gras" gefordert und begon-
nen haben, die Plantage zu suchen, während B._____ die beiden Frauen in 
Schach gehalten habe. B._____ wies hierbei jeweils kongruent darauf hin, sie hät-
ten versucht, die Frauen zu beruhigen. Beispielsweise hätten sie ihnen gesagt, 
dass sie ihnen nichts antun würden (vgl. StA act. 21.4, F. 3; StA act. 23.3, F. 26). 
N._____ führte hierzu aus, die Frauen weder angefasst noch verletzt zu haben 
(StA act. 20.4, F. 3). Das beruhigende Zureden überrascht zwar, lässt sich aber 
durch die Überforderung der Beschuldigten, die nicht mit der Anwesenheit der 
beiden Frauen gerechnet haben, erklären. Auch das beutelose Verlassen der 
Wohnung wird von N._____ und B._____ beschrieben. Die Übereinstimmungen in 
den Aussagen sind umso bemerkenswerter, als sie unabhängig voneinander, 

22 / 85

spontan und in freier Rede erfolgten. Mit unterschiedlichen Worten erzählen beide 
die gleiche Geschichte. 

6.4.2. Vor diesem Hintergrund hat als erstellt zu gelten, dass B._____ gemein-
sam mit N._____ am 3. Januar 2015 in der Wohnung von AB._____ an der 
AC._____ in Q._____ beschlossen haben, in die darunter gelegene Wohnung von 
AA._____ einzudringen, um sich Geld und Cannabis anzueignen. N._____ und 
B._____ nahmen dazu Stoffmasken mit. Nicht erstellen lässt sich, dass zuvor an 
der Hausglocke geklingelt worden war, jedoch niemand geöffnet hatte. Dies 
bestätigte lediglich C._____ in seiner letzten Einvernahme, nachdem ihm dieser 
Sachverhalt vorgeworfen wurde. N._____ und B._____ verschafften sich Zutritt 
über die unverschlossene Balkontüre und trafen dort direkt auf Z._____, die er-
schrak und schreiend in ein Zimmer rannte, wo sich auch AA._____ aufhielt. 
N._____ und B._____ folgten ihr. Entgegen der Anklageschrift lässt sich nicht mit 
genügender Sicherheit erstellen, dass N._____ dabei noch den Nothammer in der 
Hand hielt. Konkrete Aussagen hierzu fehlen. N._____ hat die Wohnung nach 
Geld und Gras durchsucht. B._____ verhielt sich passiv, hielt aber mit seiner Prä-
senz die beiden Frauen in Schach. Beide verlangten von den Frauen Geld bzw. 
wiesen sie darauf hin, nur Marihuana und Geld zu suchen. N._____ und B._____ 
versuchten, die Frauen zu beruhigen. Sie sagten ihnen, dass sie ihnen nichts an-
tun würden. Nachdem N._____ und B._____ weder Bargeld noch Cannabis ge-
funden hatten, verliessen sie die Wohnung über den Einstiegsbalkon. 

6.5.1. Des Raubes macht sich schuldig, wer mit Gewalt gegen eine Person oder 
unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben oder nachdem er den 
Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht 
(Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB).

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt der Raubtatbestand eine in 
Diebstahlsabsicht begangene qualifizierte Nötigung dar, um damit eine Eigen-
tumsverschiebung herbeizuführen (BGE 133 IV 207 E. 4.2; BGer 6B_612/2020 v. 
1.11.2021 E. 5.3; vgl. zur Nötigung durch Gewalt: BGE 133 IV 207 E. 4.2 ff.; BGer 
6B_787/2019 v. 24.10.2019 E. 1.1). Ein derartiges Nötigungsmittel ist die Andro-
hung gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben (Art. 140 Abs. 1 Ziff. 1 StGB). Da-
bei wird an so intensive Nötigungsmittel gedacht, dass ein vernünftiger Mensch 
sinnvollerweise keinen Widerstand leisten würde. Bei diesem Grundtatbestand 
genügt die Drohung, ohne dass sich eine Gefahr tatsächlich verwirklichen muss 
(BGer 6B_694/2017 v. 19.10.2017 E. 3). Die Androhung muss ernst gemeint sein, 
auch wenn das Opfer nicht daran glaubt (BGer 6B_356/2012 v. 1.10.2012 
E. 1.2.1). Die Androhung kann auch durch konkludentes Handeln erfolgen (BGer 

23 / 85

6B_1433/2019 v. 12.2.2020 E. 5.6; 6B_356/2012 v. 1.10.2012 E. 1.2.1). Es wird 
nicht vorausgesetzt, dass das Opfer zum Widerstand unfähig gemacht wird. Es 
genügt, dass sich der Täter der Gewalt oder der Androhung gegenwärtiger Gefahr 
für Leib und Leben bedient hat und der Diebstahl ausgeführt wurde (BGE 133 IV 
207 E. 4.3.1; BGer 6B_356/2012 v. 1.10.2012 E. 1.2.1).

In subjektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand - über die Diebstahlsabsicht hinaus 
- Vorsatz, der sich auf die Ausführung der Nötigungshandlung gegenüber dem 
Opfer zum Zwecke eines Diebstahls bezieht. Der Täter muss also die Wegnahme 
der Sache erzwingen wollen oder zumindest in Kauf nehmen, dass er den Wider-
stand des Opfers durch die ausgeübte Gewalt bricht (BGE 133 IV 207 E. 4.3.3; 
BGer 6B_612/2020 v. 1.11.2021 E. 5.3; 6B_787/2019 v. 24.10.2019 E. 1.1). Dies 
gilt gleichermassen, wenn die Nötigungshandlung durch die Androhung gegenwär-
tiger Gefahr für Leib und Leben erfolgt.

6.5.2. Vorliegend kommt als mögliche Nötigungshandlung einzig das Androhen 
gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben in Betracht, da weder unmittelbare Ge-
walt gegen Z._____ und AA._____ ausgeübt worden war noch mittels anderen 
Tatmitteln als Gewalt oder Drohung ihre Widerstandsfähigkeit hätte herbeigeführt 
werden können. Nun gilt es mit Blick auf den festgestellten Sachverhalt zu konsta-
tieren, dass der Beschuldigte gemeinsam mit N._____ maskiert in die Wohnung 
eindrang und der fliehenden Z._____ unmittelbar ins Zimmer folgte. Die sich 
Z._____ und AA._____ zu Beginn darstellende Situation sowie das Verhalten der 
Beschuldigten wird die beiden Frauen zweifelsfrei verängstigt haben. Aus der von 
den Beschuldigten geschaffenen Situation sowie ihrem Verhalten kann jedoch 
keine Drohung, auch nicht konkludent, abgeleitet werden. Keiner der beiden Be-
schuldigten führte sodann den Nothammer mit sich. Sogleich versicherten nämlich 
B._____ und N._____ den beiden Frauen, ihnen keine Gewalt anzutun. Die 
Schwelle zur Annahme einer Drohung als Nötigungshandlung i.S.v. Art. 140 Abs. 
1 Ziff. 1 StGB wird damit nicht erreicht. Selbst wenn aufgrund der Umstände (Ein-
dringen von zwei maskierten Personen während der Nacht und zu Beginn noch 
mit einem Nothammer) bereits auf eine konkludent zum Ausdruck gebrachte Dro-
hung zu schliessen wäre, scheiterte eine Verurteilung letztlich am subjektiven Tat-
bestand. Aus den Umständen ergibt sich nämlich, dass B._____ keine Kenntnis 
von der Anwesenheit von Personen in der Wohnung hatte. Er sowie N._____ wa-
ren selbst über die Anwesenheit von Z._____ und AA._____ überrascht. Aufgrund 
des kurzen Moments kann ihnen kein bewusster Willensentschluss nachgewiesen 
werden. Entsprechend ist ihr Auftritt – zumindest zu Beginn der Tat – nicht vom 

24 / 85

Willen getragen gewesen, den Widerstand der beiden Frauen mittels Nötigungs-
handlung zu brechen. 

Weil wie gesehen eine Verurteilung wegen (versuchten) Raubes bereits aufgrund 
fehlender Nötigungshandlungen scheitert, braucht der Tatbestand der Nötigung 
gemäss Art. 181 StGB nicht weiter geprüft zu werden. Ein Freispruch erfolgt dabei 
nicht, da der Sachverhaltsvorwurf – wie noch zu zeigen sein wird – als versuchter 
Diebstahl zu qualifizieren ist.

6.6.1. Zu prüfen bleibt, ob sich B._____ des versuchten Diebstahls gemäss Art. 
139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht hat. 

6.6.2. Einen Diebstahl gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB begeht, wer jemandem 
eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen an-
dern damit unrechtmässig zu bereichern. Ein Versuch liegt gemäss Art. 22 Abs. 1 
StGB vor, wenn der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens 
oder Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende führt oder der 
zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt oder dieser nicht eintreten 
kann. Subjektiv wird verlangt, dass der Täter einen auf die Begehung der Tat ge-
richteten Entschluss gefasst hat. Die objektive Seite hingegen setzt voraus, dass 
der Täter mit der Ausführung der Tat begonnen hat. Der Versuch erfordert somit, 
dass der Täter sämtliche subjektiven Tatbestandsmerkmale erfüllt und seine Tat-
entschlossenheit manifestiert hat, ohne dass alle objektiven Tatbestandsmerkmale 
verwirklicht wären. Die subjektiven Tatbestandsmerkmale müssen vollständig er-
füllt sein, in erster Linie der Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts gehört zur "Ausführung" der Tat im Sinne 
von Art. 22 Abs. 1 StGB jede Tätigkeit, die nach dem Plan, den sich der Täter ge-
macht hat, auf dem Weg zur Tatbestandsverwirklichung den letzten entscheiden-
den Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein Zurück mehr gibt, es sei denn 
wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung der Absicht erschweren 
oder verunmöglichen (BGE 119 IV 224, E. 2; 114 IV 112 E. 2c/bb). 

Gemäss der Praxis des Bundesgerichts ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, 
Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise 
mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Hier-
bei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten 
Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie 
mit ihm steht oder fällt (BGE 118 IV 397 E. 2b, 120 IV 271 E. 2c/aa). Mittäterschaft 
setzt unter anderem einen gemeinsamen Tatentschluss voraus. Dieser muss in-
des nicht ausdrücklich bekundet werden; es genügt, wenn er konkludent zum 

25 / 85

Ausdruck kommt (BGE 115 IV 161). Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mittäter 
bei der Entschlussfassung mitwirkte; es genügt, dass er sich später den Vorsatz 
seines Mittäters zu eigen macht (BGer 6B_1149/2020 v. 17.4.2023 E. 2.4.5.2. 
m.w.H.).

6.6.3. Wie in E. 6.4.2. festgestellt wurde, haben B._____ und N._____ gemein-
schaftlich den Entschluss gefällt, in die Wohnung von AA._____ einzudringen, um 
sich dort Cannabis bzw. eine Indooranlage sowie Geld anzueignen. Immerhin das 
Bargeld, dessen Aneignung beabsichtigt war, stellt eine verkehrsfähige Sache im 
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB dar (vgl. zur Verkehrsfähigkeit BGE 122 IV 179 E. 
3.c.aa). Es war zudem aus Sicht der Beschuldigten fremd. B._____ und N._____ 
wollten den fremden Gewahrsam durch Wegnahme brechen und eigenen Ge-
wahrsam daran begründen, in der Absicht, sich zu bereichern. B._____ sowie 
N._____ haben dabei bewusst und gewollt zusammengewirkt. B._____ hatte ei-
nen für die Tat unverzichtbaren Beitrag zu leisten. Während N._____ die Woh-
nung durchsuchte, hielt B._____ AA._____ und Z._____ in Schach. Zweifellos war 
der point of no return überschritten, als sie maskiert in die Wohnung eindrangen. 
Der objektive Tatbestand hat sich letztlich nur deswegen nicht verwirklicht, weil sie 
kein Geld auffanden. B._____ hat sich damit des versuchten Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 StGB schuldig gemacht. 

6.7. Zwischenfazit

B._____ ist rechtlich abweichend von der Anklageschrift nicht wegen versuchten 
Raubes, sondern wegen versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. Die Berufung ist in diesem Punkt 
abzuweisen. 

7.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziff. 1.4 der Anklageschrift:

Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Nötigung gemäss Art. 181 
StGB vom 17. Januar 2015 z.N. von G._____

Am 17. Januar 2015 lockten A._____, N._____ und B._____ am Bahnhof 
Chur G._____ unter dem Vorwand, zusammen einen Joint zu rauchen, in 
die dortige Tiefgarage an der AF._____. Dort drückten sie ihn gegen die 
Wand, hielten ihn fest und durchsuchten ihn. Sie entwendeten ihm CHF 
100.00 aus seinem Portemonnaie sowie diverse Lebensmittel im Wert von 
CHF 20.00 aus einer Einkaufstasche. Aufgrund der angewendeten 
Gewalt, welche ein unerlaubtes Mittel darstellt, gelang es ihnen zudem, 
G._____ 50 Gramm Marihuana wegzunehmen. 

7.2. B._____ wendet sich einzig gegen den Schuldspruch wegen Raubes. Der 
Schuldspruch wegen Nötigung gemäss Art. 181 StGB wird anerkannt (SK1 21 17, 

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act. H.4, S. 4, Ziff. 20 f.). Es ist mithin lediglich noch zu prüfen, ob sich der Be-
schuldigte des Raubes schuldig gemacht hat. 

7.3.1. B._____ äusserte einmal, im Rahmen seiner Einvernahme vom 5. Mai 
2015, G._____ eine Tüte Chips entwendet zu haben (StA act. 21.3, F. 4). In den 
übrigen Befragungen gab er demgegenüber zu Protokoll, dass G._____ lediglich 
Marihuana entwendet worden sei, und bestritt explizit die Wegnahme von Geld 
(vgl. StA act. 21.2 und StA act. 23.3). Es ist denkbar, dass B._____ Einzelheiten 
dieses Tatvorvorwurfes mit anderen Vorfällen vermischte. 

7.3.2. A._____ bestritt in sämtlichen Befragungen, dass G._____ Geld oder Le-
bensmittel entwendet worden sei, bestätigte aber, dass Marihuana entwendet 
worden sei (vgl. StA act. 8.5, F. 3; StA act. 19.2, F. 3, StA act. 23.4, F. 7 und StA 
act. 23.6, F. 7). Auch auf entsprechenden Vorhalt einer Aussage von N._____, 
wonach er, A._____, ein paar Pommes Chips weggenommen haben soll, führte 
A._____ nichts weiter aus, als dass er angab, alleine dort gewesen zu sein (StA 
act. 23.6, F. 8). Die Aussage von A._____, sie hätten nur Marihuana entwendet, 
erscheint mit Blick auf die von ihm spontan beschriebene Aufteilung der Beute, die 
nur aus Marihuana bestanden habe (was auch von N._____ bestätigt wird [StA 
act. 20.2, F.3]), realitätsbasiert und glaubhaft. Es hätte auf der Hand gelegen, 
dass die erzielte Beute unter den beteiligten Mittätern gleichmässig aufgeteilt wor-
den wäre und somit auch das Geld und die Lebensmittel, was letztlich Eingang in 
die Aussage von A._____ hätte finden müssen (StA act. 19.2, F. 3). 

7.3.3. N._____ seinerseits gab an, dass einer der Beteiligten G._____ aufgefor-
dert habe, ihnen das mitgeführte Geld herauszugeben, was er getan habe. 
N._____ konnte aber weder angeben, wer dazu aufgefordert habe noch wieviel 
Geld es gewesen ist (StA act. 20.1, F. 3). Anlässlich der tags darauf stattgefunde-
nen Festnahmeeröffnungseinvernahme führte N._____ demgegenüber aus, dass 
sie G._____ lediglich Gras abgenommen hätten (StA act. 10.5, F. 4) um sogleich 
auf Vorhalt der eigenen Aussage vom 7. April 2015 (StA act. 20.1, F. 3) A._____ 
und B._____ zu belasten, indem er ausführte, er habe nur Marihuana abgenom-
men und die anderen beiden hätten Geld abgenommen (StA act. 10.5, F. 8). An-
lässlich seiner Einvernahme vom 10. April 2015 relativierte er die Aussage und 
gab an, nicht zu wissen, ob A._____ und B._____ Geld im Portemonnaie gefun-
den hätten. Anlässlich der anschliessenden Beuteteilung habe er lediglich Marihu-
ana erhalten, aber kein Geld (StA act. 20.2, F. 3). Im Widerspruch dazu hielt er 
dann in der Einvernahme vom 1. Mai 2015 fest, G._____ habe ein wenig Geld in 
seinem Portemonnaie gehabt (StA act. 20.3, F. 10), um dann am 16. Mai 2015 in 
der Konfronteinvernahme auf Vorhalt seiner Aussage, sie hätten G._____ Bargeld 

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entwendet, anzugeben, dies stimme nicht, sie hätten lediglich Marihuana entwen-
det (StA act. 23.1, F. 6). Dabei blieb er dann auch anlässlich seiner Befragung 
vom 4. Juni 2016 (StA act. 23.5, F. 3) und präzisierte, dass sie ihm ein paar Pom-
mes Chips entwendet hätten, jedoch nicht mehr zu wissen, wer diese genommen 
habe. Sie hätten aber sicher kein Geld weggenommen. Das betreffend die ent-
wendeten Gegenstände teilweise mäandernde Aussageverhalten von N._____ ist 
mit Vorsicht zu würdigen. Auch ist in seinen Aussagen eine gewisse Tendenz er-
kennbar, sich in einem besseren Licht darzustellen und hierfür die anderen Betei-
ligten stärker zu belasten. Unklar bleibt zudem, inwieweit N._____ den Vorfall vom 
17. Januar 2015 mit anderen Vorfällen vermengt bzw. nicht genügend abgrenzt. 
So schien er schon anlässlich seiner Befragung vom 7. April 2015 Probleme zu 
haben, mit G._____ in Verbindung stehende Vorfälle genau trennen zu können 
(vgl. die Ausführungen in StA act. 20.1, F. 3 [ab initio]). Hervorzuheben ist jeden-
falls, dass auch N._____ angab, lediglich Marihuana erhalten zu haben (vgl. StA 
act. 20.2, F.3). Es hätte auf der Hand gelegen, dass die Beute gerecht aufgeteilt 
worden wäre und – wäre Geld oder Lebensmittel erbeutet worden – auch N._____ 
daran beteiligt worden wäre. 

7.3.4. Trotz umfassender Würdigung der massgebenden Aussagen lässt sich 
kein genügend eindeutiges Beweisergebnis erzielen. Es bestehen nach wie vor 
begründete Zweifel, dass anlässlich des Vorfalles vom 17. Januar 2015 G._____ 
Lebensmittel und CHF 100.00 gestohlen wurden. Es verbleibt beim – zugestande-
nen – Entwenden von Marihuana (vgl. SK1 21 17, act H.4, S. 4, Ziff. 20). 

7.4. Der Tatbestand des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB setzt ei-
nen Diebstahl voraus. Diebstahl an nicht oder nur beschränkt verkehrsfähigen Sa-
chen ist nicht möglich (BGE 122 IV 179). Weil vorliegend im Rahmen der einge-
standenen Nötigungshandlung gemäss Anklagesachverhalt Ziffer 1.4 lediglich Ma-
rihuana, mithin eine nicht verkehrsfähige Sache (Betäubungsmittel), entwendet 
wurde, ist der Tatbestand des Raubes nicht einschlägig. B._____ ist entsprechend 
vom Vorwurf des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB freizusprechen. 

7.5. Zwischenfazit

B._____ ist vom Vorwurf des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB freizu-
sprechen. Die Berufung ist in diesem Punkt begründet. 

8.1. Anklagesachverhalt Ziffer 1.5 der Anklageschrift:

Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Hausfriedensbruch 
gemäss Art. 186 StGB vom 18. Januar 2015 z.N. von M._____ und 
P._____

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Am 18. Januar 2015 betraten N._____ und C._____ die Wohnung von 
P._____ am S._____ in Q._____ gegen dessen Willen und forderten 
P._____ und M._____ unter Androhung von Schlägen auf, ihnen Geld zu 
geben. M._____ wurde auf diese Weise derart eingeschüchtert, dass er 
den Tätern CHF 100.00 aushändigte.

8.2. Die Vorinstanz sprach C._____ vom Vorwurf des Raubes in Bezug auf 
P._____ frei. Der Anklagsachverhalt sei zwar erstellt, doch werde in der Anklage-
schrift nicht ausgeführt, dass P._____ durch die Anwendung von Gewalt oder 
sonstiger Einwirkung die Wegnahme einer Sache erdulden musste. Ebenso erfolg-
te ein Freispruch vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs, da dieser bereits vom 
Schuldspruch gemäss Anklageziffer 1.2 erfasst sei. C._____ sei jedoch des Rau-
bes zum Nachteil von M._____ schuldig. 

C._____ erhob Berufung gegen den Schuldspruch. Die Staatsanwaltschaft erhob 
Anschlussberufung gegen beide Freisprüche.

8.3. Die Aussagen von M._____ (StA act. 27.5) sowie von P._____ (StA act. 
27.3 und 27.13) sind unverwertbar. Es kann auf das in E. 4.4.3 f. Gesagte verwie-
sen werden. Ein Konfront fand nicht statt. 

8.4.1. C._____ bestätigte allgemein und undifferenziert, dass er einfach in die 
Wohnung von P._____ gegangen sei, dies teilweise auch gegen dessen Willen 
(StA act. 23.2, F. 1). Dabei wies er auch darauf hin, dass er M._____ CHF 100.00 
abgezockt habe. Er hielt fest, dass er einmal bei P._____ zu Hause CHF 100.00 
von M._____ "erbeutet" habe. Aus dem Kontext geht indessen hervor, dass er 
damit seine "Masche" beschrieb, Gras zu versprechen, Geld zu nehmen und dann 
nicht zu liefern. Anlässlich seiner Einvernahme vom 16. Dezember 2015 hielt 
C._____ auf den Vorhalt, am 18. Januar 2015 mit N._____ in der Wohnung von 
P._____ einen Raub zum Nachteil von M._____ begangen zu haben, die Woh-
nung von P._____ gegen dessen Willen betreten zu haben und P._____ und 
M._____ unter Androhung von Schlägen aufgefordert zu haben, ihnen das Geld 
zu geben, worauf M._____ ihm CHF 100.00 aushändigte, an, dass es schon sein 
könne, dass M._____ ihm Geld gegeben habe. Er habe ihm aber nicht gedroht. Er 
habe sicher wieder Gras gewollt (StA act. 23.7, F. 10.). Er präzisierte sogleich, 
dass es nicht stimme, dass er ihm Geld weggenommen habe. M._____ habe es 
ihm gegeben (F. 11). Es fällt auf, dass in diesem Kontext C._____ zwar explizit die 
Drohungen und das "Wegnehmen" der CHF 100.00 bestritt, jedoch nicht das "ge-
gen den Willen erfolgte Betreten der Wohnung", was zu erwarten gewesen wäre. 
Unter Berücksichtigung des allgemeinen, aber glaubhaften Eingestehens, teilwei-
se gegen den Willen von P._____ dessen Wohnung betreten zu haben, und in 
diesem Kontext auch auf die Anwesenheit von M._____ hinwies, hat als erstellt zu 

29 / 85

gelten, dass C._____ am 18. Januar 2015 die Wohnung von P._____ gegen des-
sen Willen betrat. Er soll M._____ nämlich nur einmal in der Wohnung P._____ 
angetroffen und "abgezockt" haben (StA act. 23.2, F. 4), was nur hinsichtlich am 
18. Januar 2015 eingestanden wurde. Nicht erstellen lässt sich demgegenüber, 
dass N._____ und C._____ am 18. Januar 2015 in der Wohnung von P._____ 
diesen und M._____ bedroht hätten. Die Anklageschrift schränkt den Tatvorwurf 
explizit auf den 18. Januar 2015 ein. Aufgrund der Aussagen der Beschuldigten 
lässt sich keine konkrete Bedrohungslage am 18. Januar 2015 entnehmen. So 
gab C._____ stets kongruent und spontan wieder, dass er in der Wohnung von 
P._____ lediglich einmal von M._____ Geld "betrogen" habe und M._____ ihm 
das Geld freiwillig gegeben habe (StA act. 23.2, F. 11, 13 und 14). N._____ konn-
te sich an das Tatgeschehen vom 18. Januar 2015 nicht mehr erinnern. Er führte 
nur aus, der konkrete Anklagevorhalt könne sich schon so zugetragen haben (StA 
act. 23.5, F. 4). Bei dieser Gemengenlage von unterschiedlichen, gegensätzlichen 
und unpräzisen Aussagen, lässt sich nicht wie angeklagt erstellen, dass M._____ 
aufgrund von Drohungen Geld übergab. 

8.4.2. Damit hat als erstellt zu gelten, dass C._____ in Anwesenheit von 
N._____ am 18. Januar 2015 die Wohnung von P._____ gegen dessen Willen 
betrat. P._____ stellte am 24. März 2015 Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs 
(StA act. 36.2). 

8.5.1. Wer gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in 
einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem 
Haus gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder einen Werkplatz un-
rechtmässig eindringt, oder trotz der Aufforderung eines Berechtigten sich zu ent-
fernen, darin verweilt, wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe bestraft (Art. 186 StGB). 

8.5.2. C._____ drang am 18. Januar 2015 in die Wohnung von P._____ ein, ob-
schon ihm bewusst war, dass er dies gegen dessen Willen tat. M._____ war nur 
zu Besuch bei P._____ und folglich nicht Hausrechtsberechtigter. P._____ stellte 
rechtsgültig Strafantrag. C._____ ist folglich des Haufriedensbruchs gemäss Art. 
186 StGB schuldig. 

8.6. Infolge nicht erstellbarer Bedrohungslage durch C._____, die sich am 18. 
Januar 2015 in der Wohnung von P._____ zugetragen haben soll, lässt sich keine 
Nötigungshandlung und damit kein Raub erstellen. C._____ ist vom entsprechen-
den Vorwurf (in Bezug auf P._____ wie auch M._____) freizusprechen. 

30 / 85

8.7. Zwischenfazit

C._____ ist vom Vorwurf des Raubes zum Nachteil von M._____ freizusprechen. 
Die Berufung ist in diesem Punkt begründet. Die Anschlussberufung ist insoweit 
gutzuheissen, als C._____ wegen Hausfriedensbruchs schuldig zu sprechen ist. 
Soweit mit Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ein Schuldspruch wegen 
Raubes zum Nachteil von P._____ beantragt wird, ist diese als unbegründet ab-
zuweisen. 

9.1. Anklagesacherhalt gemäss Ziffer. 1.6 der Anklageschrift:

Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vom 28. Januar 2015 z.N. von 
G._____

Am 28. Januar 2015 hielten B._____ und C._____ an der AG._____ in 
Q._____ G._____ fest, drückten ihn an die Wand, durchsuchten ihn und 
nahmen CHF 10.00 aus seinem Portemonnaie. Zudem nahmen sie ihm 
ein Päckchen Zigaretten im Wert von CHF 9.00 weg.

9.2. Die Vorinstanz sprach sowohl B._____ und C._____ gestützt auf den ihrer 
Ansicht nach erstellten Sachverhalt anklagegemäss für schuldig. 

9.3.1. B._____ anerkennt den Vorwurf gemäss Anklageziffer 1.6. Er habe 
G._____ zusammen mit einem Mittäter unter Druck gesetzt und ihm CHF 10 aus 
dem Portemonnaie genommen und ein Päckchen Zigaretten im Wert von 
CHF 9.00 entwendet (SK1 21 17; act. H.4, Ziff. 22). Weitere Ausführungen in Be-
zug auf B._____ erübrigen sich folglich. Es kann vollumfänglich auf die zutreffen-
den Erwägungen der Vorinstanz (vgl. SK1 21 17, E.1/58, E. 2 und E. 3.5 ff.) ver-
wiesen werden. 

9.3.2. C._____ wendet sich gegen den Schuldspruch und bestreitet den Ankla-
gesachverhalt begangen zu haben (SK1 21 29 act. H.4, Ziff. 5.1). 

9.4. Die Aussagen von G._____ sind in Ermangelung einer Konfronteinver-
nahme unverwertbar. Es kann auf die Ausführungen in E. 4.4.3 verwiesen werden. 
Dies betrifft StA act. 27.4 und 27.10.

9.5.1. C._____ gab auf entsprechenden Vorhalt entweder zu Protokoll, sich nicht 
mehr an den Vorfall an der AG._____ erinnern zu können, oder bestritt explizit den 
Anklagesachverhaltsvorwurf (vgl. StA act. 22.4, F. 12; 23.2, F. 6; 23.7, F. 15, F. 16 
und F. 17). 

9.5.2. B._____ führte ursprünglich aus, nicht mehr zu wissen, ob er alleine an 
der Tat beteiligt gewesen sei (StA act. 21.2, F. 21). Erst auf entsprechenden Vor-
halt gab er an, dass es schon sein könne, dass C._____ dabei gewesen sei (F. 

31 / 85

29). Auch in seiner späteren Befragung gab er auf Nachfrage an, es sei möglich, 
dass C._____ an der Tat beteiligt gewesen sei. Er sei sich aber nicht mehr sicher 
(StA act. 21.3, F. 10). Anlässlich seiner letzten Einvernahme vom 27. Mai 2015 
gab B._____ den Sachverhaltsvorwurf zu. Er konnte sich aber wiederum nicht 
daran erinnern, ob er das Delikt zu zweit begangen habe bzw. wer daran beteiligt 
gewesen sein soll (StA act. 23.3, F. 15). B._____ belastete damit C._____ nie ex-
plizit. Vielmehr beliess er es bei reinen Mutmassungen. Solche können nicht 
Grundlage einer Verurteilung bilden. In Anwendung des Grundsatzes in dubio pro 
reo kann keine entsprechende Tatbeteiligung von C._____ erstellt werden. 
C._____ ist folglich vom Vorwurf des Raubes gemäss Anklageziffer 1.6 freizu-
sprechen. 

9.6. Zwischenfazit

C._____ ist vom Vorwurf des Raubes gemäss Anklageziffer 1.6 freizusprechen. 
Die Berufung ist in diesem Punkt begründet.

10.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziffer 1.7 der Anklageschrift:

Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vom 10. Februar 2015 z.N. von 
D._____ 

Am 10. Februar 2015 fragten A._____, N._____ und B._____ am Bahn-
hof Q._____ D._____ vor dem AH._____ nach Marihuana und Geld. 
D._____ entgegnete, dass er nichts habe. Sie forderten D._____ sodann 
auf, mit ihnen in die dortige Tiefgarage an der AF._____ zu kommen, 
worauf sie sich ins 2. UG begaben. Dort verlangte A._____ von D._____ 
Geld. Dieser erwiderte, dass er kein Geld habe. Die Täter schüchterten 
D._____ ein, indem sie um ihn herum standen und ihm mit Problemen 
drohten, worunter D._____ Schläge und Gewalt verstand. Sie durchsuch-
ten sodann den Rucksack und die Kleider von D._____, entnahmen aus 
dessen Portemonnaie CHF 600.00 und nahmen das Geld an sich. Sie 
nahmen auch die Kreditkarte von D._____, gaben diese aber zurück, als 
D._____ sagte, dass er kein Geld auf dem Konto habe. D._____ war 
durch diese Drohungen dermassen eingeschüchtert, dass er die Täter 
gewähren liess.

10.2. B._____ gestand bereits vor Vorinstanz ein, den Tatbestand des Raubes 
in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt zu haben. Er relativiert indessen je-
doch seinen eigenen Tatbeitrag. Er habe nicht aktiv ins Geschehen eingegriffen 
(vgl. SK1 21 17, act. H.4). Da der übrige Sachverhalt sowie die objektive und sub-
jektive Tatbestandsverfüllung von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zugestanden sind, 
kann auf im Wesentlichen auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden 
(SK1 21 17, E. 1/58, E. 2 und E. 3.6 ff.). Der nachfolgend festzustellende Sach-
verhalt dient einzig der Beurteilung des konkreten Beitrages von B._____ in Bezug 
auf die Strafzumessung. 

32 / 85

10.3. Die im Recht liegenden Aussagen von D._____ (StA act. 15.7) sind in Er-
mangelung des gewährten Konfronts nicht verwertbar (vgl. dazu die Ausführungen 
in E. 4.4.3 f.). 

10.4.1. Die bestehenden Videoaufzeichnungen (vgl. StA act. 15.1 ff.) lassen kaum 
Rückschlüsse auf das konkrete Tatgeschehen zu. Insbesondere die Vergrösse-
rung der Videoaufzeichnung von "Kamera 14, 2. UG" (vgl. StA act. 15.4; Video 
"Raub Tiefgarage 2 UG.avi") dokumentiert zwar das Betreten der Tiefgarage 
durch vier Personen (ab ca. 16:02.33 Uhr), die sich sodann rechtsseitig der Türe 
an der Wand aufhalten. Die Gruppe teilt sich in zwei Zweiergruppen auf, die einen 
Abstand von ca. 2 Meter zueinander aufweisen (bis ca. 16:02:45 Uhr). Die Vi-
deoaufnahme springt ab 16:02.45 Uhr auf 16:04:02 Uhr. Die entscheidende Tat-
handlung dürfte dadurch übersprungen worden sein. Ab 16:04:20 Uhr ist nur noch 
zu sehen, wie eine Person mit einer Tasche separiert von der Dreiergruppe steht, 
welche nach einem erneuten kurzen Kontakt zur Einzelperson die Tiefgarage ver-
lässt. In der nicht vergrösserten Videoversion (vgl. StA act. 15.4, Video "Tiefgara-
ge alle Kameras.avi", Kamera 14. Eingang 2. UG) ist wiederum erkennbar, wie 
vier Personen die Tiergarage betreten und sich zwei Zweiergruppen bilden. Zwei 
Personen begeben sich einige Meter weiter nach links – wobei sie vom Schriftzug 
der Kamera verdeckt werden und nicht mehr sichtbar sind (vgl. vgl. StA act. 15.4, 
Video "Tiefgarage alle Kameras.avi", Kamera 14. Eingang 2. UG, ab. ca. 16:02:38 
Uhr ff.) –, während eine Zweiergruppe gleich neben dem Eingang verbleibt. Von 
letztgenannter Gruppe ist die ganze Zeit über lediglich eine Person sichtbar, die 
andere wird von einem Stützpfeiler verdeckt (vgl. StA act. 15.4, Video "Tiefgarage 
alle Kameras.avi", Kamera 14. Eingang 2. UG, ab ca. 16:02:38 ff.). 

10.4.2. B._____ gab an, er sei lediglich in einigen Metern Entfernung zum Opfer 
gestanden (StA act. 18.2, F. 11). A._____ hielt dies bereits anlässlich seiner Ein-
vernahme vom 11. Februar 2015 fest, gab er doch an, seine beiden Kollegen sei-
en 2-3 Meter hinter ihnen gestanden und hätten geraucht, jedoch nichts gemacht 
(StA act. 15.8, F. 3). Zumindest implizit bestätigte N._____ diese Aussage, indem 
er ausführte, der andere Kollege, der nicht das Geld genommen habe, habe ein-
fach ca. 2 Meter entfernt gestanden und zugeschaut. Er, N._____, glaube, dass 
dieser nichts gemacht und nichts gesagt habe (StA act. 17.2, F. 10). Die Video-
aufzeichnung scheint diese Aussagen zu bestätigen, kann ihr doch eine Aufteilung 
der Personen in zwei Gruppen, die sich in ca. 2 Meter Abstand zueinander aufhal-
ten, entnommen werden. Damit kann als erstellt gelten, dass B._____ nicht unmit-
telbar und aktiv in das Tatgeschehen einwirkte, sondern sich durch den bewussten 
Einsatz seiner Präsenz im Hintergrund an der Tat beteiligte. Der Schuldspruch 

33 / 85

wegen Raubes wurde – wie erwähnt – anerkannt. Weitere Ausführungen hierzu 
erübrigen sich (vgl. E. 10.2.). 

11.1. Anklagesachverhalt Ziffer 1.8 der Anklageschrift:

Raub gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB und Hausfriedensbruch gemäss Art. 
186 StGB vom 14. Februar 2015 z.N. von P._____ und G._____

Am 14. Februar 2015, während der Fasnacht in Q._____, betrat C._____ 
mit einem Kuhkostüm bekleidet die Wohnung von P._____ am S._____ in 
Q._____ gegen dessen Willen. Er bedrohte P._____ und G._____ mit ei-
nem Klappmesser, dessen Klinge geöffnet war, und verlangte Geld. 
G._____ wurde dadurch derart eingeschüchtert, dass er C._____ CHF 
20.00 aushändigte.

11.2. Die Vorinstanz sprach C._____ vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei, 
da es nicht erstellbar sei, ob er die Wohnung gegen den Willen von P._____ betre-
ten habe. Aus der Begründung der Vorinstanz geht sodann hervor, dass sie 
C._____ wegen Raubes schuldig sprach. Im Dispositiv spricht sie ihn gleichwohl 
vom Raubvorwurf frei. In der Strafzumessung fand der Raubvorwurf wiederum im 
Sinne eines Schuldspruches Eingang. C._____ beantragt einen vollen Freispruch 
vom Vorwurf des Raubes. Weil dieser jedoch Eingang in die Strafzumessung fand, 
ist er, trotz formellen Freispruchs, letztlich beschwert und zur Anfechtung legiti-
miert. Die Staatsanwaltschaft ficht ihrerseits den Freispruch wegen Hausfriedens-
bruch an (vgl. SK1 21 29, act. E.1/54, E. 2.6 und E. 3.5 ff.). 

11.3. Weder mit G._____ noch P._____ fand eine Konfronteinvernahme statt. 
Deren (belastende) Aussagen (vgl. StA act. 27.3, 27.4, 27.10 und 27.13) sind un-
verwertbar. Es kann hierfür auf das in E. 4.4.3 f. Gesagte verwiesen werden. 

11.4. Es finden sich im Recht keine den Anklagesachverhalt stützende Beweise. 
C._____ bestritt den Anklagesachverhalt stets vehement, wenn auch teilweise mit 
gewissen Widersprüchen. Der Anklagesachverhalt lässt sich nicht erstellen. 
C._____ ist vom Vorwurf des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 2 StGB und des Haus-
friedensbruchs gemäss Art. 186 StGB freizusprechen. Die Berufung von C._____ 
ist entsprechend gutzuheissen, beantragte er doch die Aufhebung des Schuld-
spruches wegen Raubes. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ist be-
treffend ihren Antrag auf Schuldspruch wegen Hausfriedensbruch abzuweisen. 

12. Einleitendes zur Anklageziffer 2 (gewerbsmässiger Betrug)

In Ziffer 2 der Anklageschrift wird A._____, N._____, B._____ und C._____ die 
Begehung von gewerbsmässigem Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB vorgewor-
fen. Sie sollen in der Zeitspanne zwischen Juli 2014 und April 2015 alleine oder 

34 / 85

gemeinsam in wechselnder Zusammensetzung in Q._____ vorwiegend gegen Ju-
gendliche, von einem einheitlichen Entschluss getragen, diverse Betrüge began-
gen haben. Sie sollen vorgegeben haben, gegen Vorauszahlung Betäubungsmittel 
zu besorgen, wobei sie diese nicht lieferten. Sie hätten fast täglich solche Delikte 
verübt. Sie hätten durch die Einkünfte, mangels Erwerbseinkommen, einen nam-
haften Beitrag an die Finanzierung ihrer Lebenshaltung erzielen wollen. Sie hätten 
die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausgeübt. In den folgenden lit. 
wird gegenüber den Beschuldigten jeweils ein konkreter Sachverhaltsvorwurf er-
hoben. 

Der Freispruch von C._____ hinsichtlich Anklageziffer 2.c ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. 

13.1. Anklagesachverhalte gemäss Ziffer 2.a, 2.b und 2d der Anklageschrift:

In der Zeitspanne zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 11. Januar 2015 
wollte R._____ in Q._____ bei C._____ Kokain erwerben und übergab 
ihm hierfür unter mehreren Malen insgesamt CHF 3'200.00. C._____ 
übergab R._____ aber jeweils kein Kokain, sondern lediglich einmal eine 
Kugel einer gehaltlosen Substanz.

Zwischen dem 28. und 30. November 2014 wollte M._____ bei C._____ 
und einem unbekannten Mittäter am Bahnhof Q._____ Marihuana kaufen 
und übergab diesen dazu CHF 200.00. C._____ und der unbekannte Mit-
täter nahmen das Geld, lieferten jedoch kein Marihuana.

Zwischen dem 18. und 19. Februar 2015 übergab AI._____ am S._____ 
in Chur C._____ CHF 50.00 für den Kauf von Marihuana, C._____ lieferte 
dieses aber nicht.

13.2. C._____ anerkennt die Sachverhaltsvorwürfe. Bestritten wird einzig deren 
rechtliche Qualifikation als Betrugshandlungen. Es gehe nicht um eine soziala-
däquate Geschäftsausübung und einen Regelfall des Geschäftsalltags. Es könn-
ten bei Drogendelikten naturgemäss, wenn überhaupt, nicht die gleichen Vertrau-
enstatbestände vorliegen. Bei Drogengeschäften bestehe kein Vertrauensschutz. 
Es sei üblich, keine Vorkasse zu leisten und sich die zum Kauf beabsichtigten 
Betäubungsmittel zeigen zu lassen. Die Käufer seien ein erhebliches Risiko ein-
gegangen. Es liege keine Arglist vor (vgl. SK1 21 29, act. H.4, S. 19, Ziff. 7.4). 

13.3.1. Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der 
Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch 
Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in 
einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, 
wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt.  

35 / 85

13.3.2. Angriffsmittel des Betruges ist die Täuschung des Opfers. Die Täuschung 
ist eine unrichtige Erklärung über Tatsachen, die darauf gerichtet ist, bei einem 
andern eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen (BGE 
140 IV 11 E. 2.3.2; 135 IV 76 E. 5.1). Als Tatsachen, über welche getäuscht wer-
den kann, gelten auch innere Tatsachen, wie etwa Leistungswille und Erfüllungs-
bereitschaft (Stefan Maeder/Marcel Alexander Niggli, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl., Basel 2019, N 43 zu Art. 146 
StGB). 

13.3.3. Die Erfüllung des Tatbestandes erfordert eine qualifizierte, arglistige Täu-
schung. Art und Intensität des angewandten Täuschungsmittels müssen sich 
durch eine gewisse Raffinesse oder Durchtriebenheit auszeichnen und eine er-
höhte Gefährlichkeit offenbaren. In diesem Sinne liegt nach der Rechtsprechung 
Arglist vor bei einem Lügengebäude, d.h. bei mehrfachen, raffiniert aufeinander 
abgestimmten Lügen, durch welche sich selbst ein kritisches Opfer täuschen lässt, 
oder bei besonderen Machenschaften im Sinne von eigentlichen Inszenierungen, 
die durch intensive, planmässige und systematische Vorkehrungen, nicht aber 
notwendigerweise durch eine besondere tatsächliche oder intellektuelle Komple-
xität gekennzeichnet sind. Bei einfachen falschen Angaben bejaht die Rechtspre-
chung Arglist, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe mög-
lich oder wenn sie nicht zumutbar ist, wenn der Täter das Opfer von der möglichen 
Überprüfung abhält oder wenn er nach den Umständen voraussieht, dass jenes 
die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnis-
ses unterlassen werde (BGE 143 IV 302 E. 1.3.1; 135 IV 76 E. 5.2).

Gestützt auf diese Rechtsprechung wird Arglist grundsätzlich verneint, wenn das 
Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte 
vermeiden können (BGE 135 IV 76 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 72 IV 126 E. 1). 
Damit trägt das Bundesgericht bei der Würdigung des Merkmals der Arglist dem 
Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung Rechnung (BGE 125 IV 124 E. 3a). Das 
Mass der vom Täuschungsopfer zu erwartenden zumutbaren Selbstschutzmög-
lichkeiten beurteilt sich dabei nach einem individuellen Massstab, der den beson-
deren Verhältnissen des Täuschungsopfers Rechnung trägt. Die Rechtsprechung 
nimmt dabei Rücksicht auf unerfahrene und aufgrund von Alter oder Krankheit 
beeinträchtigte Opfer oder auf solche, die sich in einem Abhängigkeitsverhältnis 
oder in einer Notlage befinden und deshalb nur eingeschränkt im Stande sind, 
dem Täter zu misstrauen.

Ob das täuschende Verhalten des Täters als arglistig und das Opferverhalten als 
leichtfertig erscheint und letzterem allenfalls überwiegendes Gewicht zukommt, 

36 / 85

lässt sich nur unter Berücksichtigung der näheren Umstände, unter denen die 
Täuschung erfolgt ist, sowie der persönlichen Beziehungen zwischen den beteilig-
ten Personen schlüssig beantworten. Denn der Tatbestand des Betruges ist ein 
Kommunikations- bzw. Interaktionsdelikt, bei welchem Täter und Opfer notwendig 
zusammenwirken, der Täter auf die Vorstellung des Opfers einwirkt und dieses zur 
schädigenden Vermögensverfügung veranlasst (BGer 6B_97/2019 v. 6.11.2019 
E. 2.1.1 m.w.H.). Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfor-
dert die Erfüllung des Tatbestands nicht, dass das Täuschungsopfer die grösst-
mögliche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehrungen trifft. Als Aus-
gangspunkt gilt in jedem Fall, dass beim Abschluss eines Vertrages beim Partner 
ein Minimum an Redlichkeit vorausgesetzt werden kann und diesem nicht 
grundsätzlich mit Misstrauen begegnet werden muss (BGer 6S.467/2002 v. 
26.9.2003 E. 3.5 und 6S.291/2001 v. 15.5.2001 E. 2d). Arglist scheidet lediglich 
aus, wenn das Täuschungsopfer die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht 
beachtet hat. Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahr-
lässigkeit des Opfers, sondern nur bei einer Leichtfertigkeit, welche das betrügeri-
sche Verhalten des Täters in den Hintergrund treten lässt (BGE 143 IV 302 E. 
1.4.1 m.w.H.).

13.3.4. Die Vorspiegelung des Leistungswillens ist nach der Rechtsprechung 
grundsätzlich arglistig im Sinne von Art. 146 StGB, weil sie eine innere Tatsache 
betrifft, die vom Vertragspartner ihrem Wesen nach nicht direkt überprüft werden 
kann (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2). Arglist scheidet lediglich aus, wenn die Behaup-
tung des Erfüllungswillens mittels Nachforschungen über die Erfüllungsfähigkeit 
des Täuschenden überprüfbar ist und sich aus einer möglichen und zumutbaren 
Prüfung ergeben hätte, dass jener zur Erfüllung gar nicht in der Lage war. Dies 
folgt aus dem Gedanken, dass, wer zur Erfüllung offensichtlich nicht fähig ist, auch 
keinen ernsthaften Erfüllungswillen haben kann (BGE 135 IV 76 E. 5.2; BGE 118 
IV 359 E. 2; BGer 6B_1232 und 1233/2017 v. 30.7.2018 E. 3.4.2 bzw. 4.2.2; 
6B_150/2017 v. 11.1.2018 E. 5.2.4, nicht publ. in: BGE 144 IV 52; 6B_518/2012 v. 
5.2.2013 E. 2.3; 6B_663/2011 v. 2.2.2012 E. 2.3.3).

13.4. Zwar ist mit der Verteidigung festzuhalten, dass bei Drogengeschäften 
grundsätzlich ein grösseres Misstrauen gegenüber dem "Vertragspartner" gefor-
dert werden dürfte. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil eine zivilrechtliche Durch-
setzung der vereinbarten Leistungspflichten nicht möglich ist. Es darf aber ebenso 
wenig ausser Acht gelassen werden, dass auch im Drogenmilieu die ökonomi-
schen Grundregeln gelten und Dealer um zufriedengestellte und treue Kundschaft 
bemüht sind. Auch sie leben letztlich von ihrem "Ruf", sodass grundsätzlich mit 

37 / 85

der Lieferung von bestellter Ware zu rechnen ist. Den Geschädigten kann in casu 
keine besondere Leichtfertigkeit vorgeworfen werden. Es handelte sich einerseits 
nicht um derart hohe Beträge, die weitere Sicherheitsüberlegungen oder Mass-
nahmen erfordert hätten. C._____ trat als Dealer auf. Er ist kein Konsument harter 
Drogen, sodass kein akzentuiertes Risiko bestand, dass er das ihm übergebene 
Geld für den Eigenkonsum missbrauchen würde. Bei R._____ tritt hinzu, dass er 
bereits im Vorfeld Kontakt mit C._____ via WhatsApp hatte und ihm zu vertrauen 
schien (vgl. allgemein StA act. 24.4). Das Vorspiegeln des Leistungswillens stellt 
an sich bereits Arglistigkeit dar. Gründe, an diesem zu zweifeln, lagen aus Sicht 
von R._____ keine vor. Dies trifft jedenfalls auf den ersten Betrug zu. R._____ gab 
an, beim ersten Treffen CHF 1'100.00 übergeben zu haben. Soweit in Anklagezif-
fer 2.a über diesen Betrug hinausgehende Betrugsvorwürfe im Raume stehen, 
fehlt es diesen an der Arglistigkeit. Bezüglich dieser Nachtaten hätte R._____ ge-
warnt sein müssen und er hätte erkennen müssen, dass auf Seiten von C._____ 
kein Leistungswille vorliegt. 

Zu Recht stellt der Verteidiger nicht in Abrede, dass auch bei Betäubungsmittelde-
likten ein Vermögensschaden vorliegen kann (vgl. dazu BGE 117 IV 139 E. 3). 
Auch die übrigen objektiven sowie subjektiven Tatbestandsmerkmale geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass und werden nicht moniert. Es kann auf die zutreffen-
den Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. SK1 21 29, act. E.1/54, 
E. 3.6 bis 3.8). C._____ hat sich mithin (mehrfach) des Betruges gemäss Art. 146 
Abs. 1 StGB schuldig gemacht (Anklageziffern 2.a [einfach, im Betrag von 
CHF 1'100.00], 2.b [einfach, im Betrag von CHF 200.00] und 2.d [einfach, im Be-
trage von CHF 50.00]). Soweit er diesbezüglich einen Freispruch beantragte, ist 
die Berufung abzuweisen. 

14.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziffer 2.f der Anklageschrift:

In der Zeitspanne zwischen Juli 2014 und April 2015 begingen A._____, 
N._____, B._____ und C._____ eine unbekannte Anzahl weiterer, nicht 
detailliert bekannter gleichgelagerter Betrugsfälle.

14.2. A._____ focht, wie gesehen, den vorinstanzlichen Schuldpunkt nicht an. 
B._____ und C._____ monieren im Zusammenhang mit Anklageziffer 2.f eine Ver-
letzung des Anklageprinzips. Diesbezüglich kann auf die entsprechenden rechtli-
chen Ausführungen in E. 5.6.2. verwiesen werden. 

14.3. Zwar wird in zeitlicher Hinsicht der mutmassliche Deliktszeitraum einge-
grenzt, bleibt aber mit rund 9 Monaten immer noch äusserst vage. In örtlicher oder 
sachlicher Hinsicht wird der Sachverhalt nicht näher definiert. Es werden weder 
Opfer noch nähere Umstände der mutmasslichen Taten aufgeführt. Selbst wenn 

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man Anklageziffer 2.f im Kontext der Einleitung von Ziffer 2 liest, bleiben zu viele 
Aspekte hinsichtlich des vorgeworfenen Tatgeschehens unklar. Dies scheint auch 
die Staatsanwaltschaft einzugestehen, spricht sie in der entsprechenden Anklage-
ziffer 2.f doch selbst von einer "unbekannten Anzahl weiterer, nicht detailliert be-
kannter" Betrugsfälle. Damit wird der Anklagesachverhalt nicht genügend um-
grenzt, sodass eine adäquate Verteidigung nicht möglich ist. 

14.4. Aufgrund der mangelhaften Umschreibung des Sachverhaltsvorwurfes von 
Ziff. 2.f lässt sich dieser nicht erstellen. C._____ sowie B._____ sind entsprechend 
freizusprechen. Ihre diesbezüglichen Berufungen sind gutzuheissen. 

14.5.1. Gewerbsmässigkeit

B._____ wird wie gesehen vom Anklagesachverhaltsvorwurf 2.f freigesprochen. 
Da ihm keine weiteren Delikte in diesem Kontext angelastet werden, ist er vom 
Vorwurf des gewerbsmässigen Betruges freizusprechen. Die Berufung von 
B._____ ist in diesem Punkt gutzuheissen. 

Zu prüfen bleibt, ob aufgrund der erstellten Betrugsdelikte von C._____ von einer 
Gewerbsmässigkeit i.S.v. Art. 146 Abs. 2 StGB auszugehen ist. 

14.5.2. Art. 146 Abs. 2 StGB normiert die Qualifikation der Gewerbsmässigkeit. 
Der Ansatzpunkt für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit liegt nach neuerer 
Rechtsprechung im Begriff des berufsmässigen Handelns. Der Täter handelt be-
rufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätig-
keit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeit-
raums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die 
deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufs ausübt. Diese abstrakte Umschrei-
bung kann nur Richtlinienfunktion haben. Eine quasi "nebenberufliche" deliktische 
Tätigkeit kann genügen. Wesentlich ist, dass sich der Täter, wie aus den gesam-
ten Umständen geschlossen werden muss, darauf eingerichtet hat, durch delikti-
sche Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kos-
ten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen; dann ist die erforderliche 
soziale Gefährlichkeit gegeben. Es ist nach wie vor notwendig, dass der Täter die 
Tat bereits mehrfach begangen hat, dass er in der Absicht handelte, ein Erwerbs-
einkommen zu erlangen, und dass aufgrund seiner Taten geschlossen werden 
muss, er sei zu einer Vielzahl von unter die fraglichen Tatbestände fallenden Ta-
ten bereit gewesen (vgl. zum Ganzen: BGE 123 IV 113 E. 2c und BGer 
6B_333/2018 v. 23.04.2019 E. 2.3.1; 6B_793/2019 v. 12.9.2019 E. 1.2).

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14.5.3. Vor dem Hintergrund des in E. 13.2 ff. Gesagten erhellt, dass C._____ 
während des Zeitraumes vom 1. Juli 2014 bis 19. Februar 2015 insgesamt drei 
Betrugshandlungen angelastet werden können. Dabei erwirtschaftete er einen Be-
trag von total CHF 1'350.00 (CHF 1'100.00 z.N. von R._____; CHF 200.00 z.N. 
von M._____ und CHF 50.00 z.N. von AI._____). Aus den erzielten Einkünften, 
den eingesetzten Mitteln oder der Anzahl an Delikten kann nicht auf Gewerbs-
mässigkeit geschlossen werden. Dies schon deshalb, weil daraus gerade einmal 
ein monatliches Einkommen von rund CHF 180.00 (CHF 1'350.00 / 7.5 Monate) 
resultiert. Aus der geringen Anzahl an Delikten während einer langen Zeitspanne 
kann zudem nicht ohne weiteres die Prognose angestellt werden, C._____ wäre 
zu einer Vielzahl von unter die fraglichen Tatbestände fallenden Taten bereit ge-
wesen. 

14.5.4. C._____ sowie B._____ sind vom Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs 
gemäss Anklageziffer 2.f freizusprechen. Ihre Berufungen sind in diesem Punkt 
gutzuheissen. C._____ ist indessen des mehrfachen Betruges gemäss Anklagezif-
fern 2.a, 2.b und 2.d schuldig zu sprechen, sodass seine Berufung insoweit unbe-
gründet ist.

15.1. Anklagesachverhalt gemäss Ziff. 3.2 der Anklageschrift:

Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 
144 Abs. 1 StGB und Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB vom 23. - 
27. Dezember 2014 z.N. von P._____

Zwischen dem 23. und dem 27. Dezember 2014 brachen N.__