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**Case Identifier:** 1de4545c-098e-5386-89bd-4761eb6fe976
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.01.2007 UV 2006/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-36_2007-01-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/36

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 10.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2007
Art. 6 UVG. Leistungseinstellung im Fall einer dem Schleudertrauma 
ähnlichen Verletzung bei krankheitsbedingtem Vorzustand. Verneinung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs und Bestätigung der 
Leistungseinstellung rund eineinhalb Jahre nach dem Unfall (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, UV 2006/36). Bestätigt durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_46/2007.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 10. Januar 2007

In Sachen

W.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Marianne Sonder, Münstergasse 38, 3011 Bern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1979 geborene W.___ war bei W.___ tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 6. Januar 2002 mit seinem Auto einen Selbstunfall erlitt 

(Suva-act. II/1). Dr. med. B.___ stellte am 22. Januar 2002 die Diagnose einer 

"Schleuderkontusion der HWS, BWS und LWS-Kontusion" (Suva-act. II/2). In der Folge 

teilte der Versicherte der Suva am 7. Februar 2002 mit, er sei im Wesentlichen wieder 

beschwerdefrei. Seit dem 6. Februar 2002 arbeite er wieder zu 100%. Vor dem Unfall 

habe er hie und da leichte Rückenbeschwerden gehabt. Seit Dezember 2001 leide er 

unter Schulterbeschwerden rechts; die Behandlung laufe über die 

Krankenversicherung. Der Zustand habe sich wegen des Unfalls vom 6. Januar 2002 

nicht verschlechtert (Suva-act. II/4; vgl. auch Suva-act. I/32 S. 1 [Anamnese]).

b) Am 10. Juni 2004 wurde der Versicherte auf der Autobahn in einen Auffahrunfall 

verwickelt (Suva-act. I/1). Dr. med. C.___ bei welchem die Erstbehandlung am 11. Juni 

2004 erfolgt war, bestätigte am 28. Juni 2004 als Diagnose ein HWS-

Beschleunigungstrauma mit eingeschränkter Seitneigung und Inklination der HWS 

(Suva-act. I/2). Nachdem die Suva ihre Leistungspflicht anerkannt und weitere ärztliche 

Abklärungen durchgeführt worden waren, gab Dr. B.___ am 15. Juli 2005 bekannt, 

nach Angaben des Patienten habe sich am 11. Mai 2005 ein weiterer Unfall ereignet. In 

dessen Folge habe er von einer beteiligten Person eine Ohrfeige auf die rechte Wange 

sowie einen Tritt in die rechte Gesässhälfte erhalten. Aufgrund der Ohrfeige klage der 

Patient jetzt wieder über stärkere HWS-Schmerzen (Suva-act. I/73). Der Versicherte 

teilte diesbezüglich mit, dass sich kein neuer Unfall ereignet habe (Suva-act. I/74 S. 2). 

Nach weiteren Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 

22. November 2005, die heute bestehenden Beschwerden seien nicht mehr 

unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur. Der Zustand, wie er sich auch 

ohne den Unfall vom 10. Juni 2004 eingestellt hätte, sei somit wieder erreicht. Der Fall 

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werde daher, was die Unfallfolgen anbelange, per 30. November 2005 abgeschlossen 

und die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) eingestellt (Suva-act. I/88). 

Die gegen diese Verfügung vom Rechtsvertreter des Versicherten erhobene Einsprache 

vom 7. Dezember 2005 (Suva-act. I/92, 96) wies die Suva mit Einsprache-Entscheid 

vom 7. Februar 2006 ab.

B.- Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, 

Altstätten, mit Eingabe vom 4. Mai 2006 Beschwerde erheben mit den Anträgen, der 

Entscheid sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer seien weiterhin Taggelder 

auszuzahlen; eventuell sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen zur Feststellung des Invaliditätsgrades und Zusprechung einer 

entsprechenden Rente. Zur Begründung liess der Beschwerdeführer unter anderem 

ausführen, er habe sich zum technischen Kaufmann ausbilden lassen, weil er den 

Betrieb seines Vaters einmal übernehmen möchte. Vor dem Unfall vom 10. Juni 2004 

habe er keine Rückenbeschwerden gehabt, die einen Berufswechsel und deshalb eine 

Umschulung erforderlich gemacht hätten. Er arbeite rund 80% in zeitlicher Hinsicht. 

Seine Leistung betrage jedoch nur 50%. Dies sei möglich, weil er im elterlichen Betrieb 

angestellt sei. Kein anderer vergleichbarer Betrieb würde ihm für die erbrachte Leistung 

einen Lohn für ein 50%-Pensum bezahlen. Die Beschwerden würden unvermindert 

bestehen. Der Nachweis, dass die nach dem 30. November 2005 nach wie vor 

bestehenden Beschwerden nicht auf den Unfall vom 10. Juni 2004 zurückzuführen 

seien, sei der Beschwerdegegnerin insbesondere in Berücksichtigung des Gutachtens 

des regionalen ärztlichen Dienstes der Invalidenversicherung vom 28. März 2006 nicht 

gelungen. Der Gesundheitszustand, wie er vor dem Unfall gewesen sei, sei nicht 

erreicht. Es könne auch nicht angenommen werden, dass sich der heutige 

Gesundheitszustand aufgrund eines krankhaften Vorzustandes früher oder später auch 

ohne den Unfall vom 10. Juni 2004 einmal eingestellt hätte. Sollte das Gericht der 

Meinung sein, der Einfluss früherer Beschwerden auf den Gesundheitszustand sei zu 

wenig abgeklärt, sei darüber ein ärztliches Gutachten einzuholen. Dabei gelte es zu 

berücksichtigen, dass allfällige, auf den Unfall vom 6. Januar 2002 zurückzuführende 

Beschwerden ebenfalls zulasten der Beschwerdegegnerin gehen würden. Aufgrund der 

Akten sei davon auszugehen, dass am 30. November 2005 der Endzustand noch nicht 

erreicht gewesen sei. Andernfalls sei über eine Rente zu entscheiden und die Sache zur 

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weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ebenfalls werde über 

eine Integritätsentschädigung zu befinden sein.

C.- In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2006 beantragte Rechtsanwältin Dr. 

Marianne Sonder, Bern, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Am 

angefochtenen Entscheid werde, gestützt auf dessen Erwägungen, welche zum 

integrierenden Bestandteil der Rechtsschrift erklärt würden, festgehalten. Die Aussagen 

des Beschwerdeführers hinsichtlich Rückenbeschwerden, bezüglich Berufswechsel 

und hinsichtlich eines angeblich zweiten Unfalls vom August 2004 seien 

widersprüchlich. Sodann sei nicht das gesamte typische Beschwerdebild in den ersten 

72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten. Die Beschwerdegegnerin habe ihre 

Leistungen zu Recht eingestellt. Es lägen keine organisch bedingten Folgen des Unfalls 

mehr vor, und den Beschwerden fehle die adäquate Kausalität zum Ereignis.

D.- Mit Replik vom 11. Juli 2006 bestätigte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

seinen Antrag und seine Ausführungen. In der Duplik vom 8. August 2005 hielt auch die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest.

E.- Das Versicherungsgericht zog die vollständigen Akten der Invalidenversicherung 

betreffend den Beschwerdeführer bei. Nach Einsicht in den Akten äusserte sich sein 

Rechtsvertreter mit Schreiben vom 6. September 2006 (act. G 16). Die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin reichte eine Stellungnahme vom 26. 

September 2006 ein (act. G 18).

F.- Am 10. Januar 2007 wurde auf Begehren des Beschwerdeführers eine mündliche 

Verhandlung in dieser unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeit durchgeführt. Die 

Beschwerdegegnerin nahm daran nicht teil. Auf die Ausführungen des 

Beschwerdeführers und der ihn an dieser Verhandlung ersatzweise vertretenden 

Rechtsanwältin lic.iur. Tanja Strauch-Frei wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachstehenden Erwägungen Bezug genommen.

II.

1.- a) Streitig ist vorliegend, ob die Einstellung der Leistungen durch die 

Beschwerdegegnerin per 30. November 2005 zu Recht erfolgt war. Nicht Gegenstand 

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des angefochtenen Entscheids und der ihm zu Grunde liegenden Verfügung bildet die 

vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage der Rente und der 

Integritätsentschädigung; diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

b) Eine am 21. März 2001 - bei Indikation des lumbovertebralen Schmerzsyndroms - 

durchgeführte lumbale-vertebrospinale Kernspintomographie ergab ein 

altersentsprechend normales Kernspintomogramm, ohne Nachweis einer 

Diskusdegeneration, Diskushernie oder Nervenwurzelkompression (Suva-act. I/31; vgl. 

auch Suva-act. I/37). Dr. B.___ bestätigte auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin vom 

21. Januar 2005, dass der Beschwerdeführer letztmals am 21. März 2001 wegen 

Rückenbeschwerden bei ihm in Behandlung gestanden habe (Suva-act. I/46 

[Klebezettel]) bzw., dass er letztmals am 4. Mai 2004 in seiner Sprechstunde gewesen 

sei (Suva-act. I/59). Auf eine erneute Anfrage vom 13. April 2005 (Suva-act. I/61) gab 

Dr. B.___ bekannt, anlässlich der Untersuchung vom 13. Januar 2001 habe der 

Beschwerdeführer über Schmerzen des gesamten Rückens, besonders im LWS-

Bereich geklagt. Deshalb sei am 21. März 2001 eine lumbale-vertebrospinale 

Kernspintomographie durchgeführt worden (Suva-act. I/65). Dr. med. D.___ hielt im 

Bericht vom 18. Juni 2004 unter anderem fest, schon seit der Jugend beklage der 

Patient lumbale Rückenschmerzen, welche in letzter Zeit zunehmen würden. Wegen 

dieser Rückenschmerzen mache er derzeit eine Umschulung zum technischen 

Kaufmann, weil sein ursprünglicher Beruf als Automechaniker nicht ertragbar gewesen 

sei. Vor einer Woche habe der Auffahrunfall stattgefunden; seither bestünden 

vermehrte Schmerzen lumbal und neu auch etwas cervikal. Zu diagnostizieren seien 

eine chronische Lumbago bei muskulärer Insuffizienz sowie Hyperkyphose der BWS. 

Aufgrund der aktuellen Beschwerdesituation, verschlechtert auch durch den Autounfall, 

habe er dem Patienten die Verschiebung des im August 2004 vorgesehenen 

militärischen Wiederholungskurses empfohlen (Suva-act. I/4; vgl. auch Suva-act. I/86). 

In dem vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Zeugnis vom 6. Juni 2005 

vermerkte Dr. B.___ unter anderem, im Frühjahr 2001 habe der Beschwerdeführer über 

Rückenbeschwerden bei Belastung geklagt. Er könne sämtliche Arbeits- und 

Sportaktivitäten ausführen. Der Beschwerdeführer erklärte hiezu, der Untersuchung im 

März 2001 sei ein Sturz auf dem Eis vorausgegangen. Die Schmerzen im unteren 

Rückenbereich seien Folge des Sturzes gewesen (Suva-act. I/71).

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c) Dr. med. E.___ sowie PD Dr. med. FMH Radiologische Medizin gaben in den 

Berichten vom 19. Juli 2004 bekannt, es liege ein altersentsprechend normales 

vertebrospinales cervikales Kernspintomogramm, insbesondere ohne Nachweis 

posttraumatischer Veränderungen, vor. Sodann bestehe ein unauffälliges CT der LWS 

(Suva-act. I/8f, I/81). Dr. C.___ bestätigte am 30. August 2004 das Vorliegen eines 

Panvertebralsyndroms mit protrahiertem Verlauf (Suva-act. I/14). Am 14. September 

2004 berichtete Dr. D.___ unter anderem, er habe anlässlich der Erstkonsultation die 

Nackenbeschwerden unterschätzt; sicher müsse hier noch recht viel Arbeit vom 

Patienten geleistet werden (Suva-act. I/19). Dr. med. G.___ FMH für Allgemeinmedizin, 

Walzenhausen, bestätigte am 28. Oktober 2004 und 28. Januar 2005, dass der 

Beschwerdeführer wegen eines Panvertebralsyndroms bzw. chronischen 

Zervikalsyndroms nach Autounfall vom 10. Juni 2004 bei ihm in Behandlung stehe 

(Suva-act. I/28 und 50). Eine kreisärztliche Untersuchung vom 1. Dezember 2004 durch 

Dr. med. H.___ FMH für Chirurgie, hatte unter anderem ergeben, dass ab 6. Dezember 

2004 eine (ganztags zu verwertende) Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe. Die 

Behandlung im unteren Rückenanteil werde der Beschwerdegegnerin bis heute als 

vorübergehende Verschlimmerung zur Übernahme empfohlen. Ein halbes Jahr nach 

dem Unfallereignis ohne strukturelle Läsionen im Bereich von BWS und LWS seien 

jedoch allfällige Beschwerden nicht mehr als Unfallfolgen medizinisch erklärbar (Suva-

act. I/32). Gemäss Bericht der T.___ vom 13. Juni 2005 erlitt der Beschwerdeführer am 

10. Juni 2004 eine HWS-Distorsion. Die bisherigen Sitzungen hätten gezeigt, dass der 

Beschwerdeführer auf die Nazarov-Stimulation gut anspreche. Gewisse 

gesundheitliche (Grippe) und arbeitsintensive (Schulbesuch und Räderwechsel) 

Momente hätten die Behandlung ein wenig beeinträchtigt (Suva-act. I/68). Dr. C.___ 

stellte im Bericht vom 16. August 2005 die Diagnosen einer chronischen Lumbago bei 

muskulärer Insuffizienz und Hyperkyphose der BWS sowie HWS-

Beschleunigungstrauma, bestehend seit Auffahrunfall vom 10. Juni 2004. Der 

Beschwerdeführer sei seit 6. Dezember 2004 zu 50% arbeitsfähig, wobei ein Heben 

von schweren Lasten bereits ab 10-15 kg Schmerzen bereite und somit eine Arbeit in 

der elterlichen Werkstatt kaum noch möglich sei. Trotz verschiedener Therapien 

würden sich bis heute nur sehr rudimentäre Verbesserungen der nun chronischen 

cervikalen Beschwerden zeigen (IV-act. 13-3/16). Leichtere Arbeiten mit abwechselnd 

sitzender und stehender Tätigkeit sowie Heben von Lasten bis 10-15kg seien vier bis 

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fünf Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 13-6/16). Am 26. September 2005 berichtete 

Dr. H.___ unter anderem, bei Ereignis vom Mai 2005 (vgl. dazu vorstehend Sachverhalt 

A.b) habe sich keine Auffahrkollision ergeben; hingegen habe der Beschwerdeführer 

eine Tätlichkeit (Ohrfeige, Tritt) erlitten. Dieses Ereignis sei dem Patienten bei der 

kreisärztlichen Untersuchung spontan nicht erwähnenswert gewesen. Folgen des 

Unfalls vom 6. Januar 2002 seien wahrscheinlich zu verneinen (Suva-act. I/83). Als 

Ergebnis der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. September 2005 hielt Dr. H.___ am 

27. September 2005 unter anderem fest, nach der HWS-Distorsion vom 10. Juni 2004 

bestünden unveränderte Nackenbeschwerden und gelegentliche lumbale 

Beschwerden. Objektiv zeige die heutige Untersuchung blande Befunde bis auf die 

Bewegungseinschränkung der HWS (in etwa ähnlich wie im Dezember 2004), die 

Druckdolenz paranuchal rechts ohne Hartspann oder Myogelosen. Die subjektiven 

Angaben der Residualbeschwerden seien schwierig mit den objektivierbaren Befunden 

in dem Ausmass zu korrelieren, auch unter Berücksichtigung der kräftigen beidseitigen 

palmaren Beschwielung. Hingegen zeige sich die Druckdolenz zwar eher auf der 

Gegenseite, aber doch auf der Höhe der radiologisch sichtbaren Osteochondrose. 

Diese habe im Vergleich zur Voraufnahme 2004 keine erhebliche Veränderung erfahren. 

Es würden sich auch im übrigen keine monosegmentalen Veränderungen zeigen, die 

auf indirekte Zeichen von Läsionen aus Unfallfolgen hinweisen würden. Am 

wahrscheinlichsten seien die Beschwerden im Rahmen des degenerativen Leidens zu 

interpretieren, wobei er heute objektiv keine behandlungsbedürftigen Befunde finde. 

Aus der klinischen Untersuchung lasse sich aus seiner chirurgisch-traumatologischen 

Sicht keine Therapieempfehlung ableiten und auch keine Arbeitsunfähigkeit begründen 

(Suva-act. I/84). Im Bericht des regionalen ärztlichen Dienstes der 

Invalidenversicherung vom 28. März 2006 wurden eine chronische Zervikalgie bei 

radiologisch gesehen leichten degenerativen Veränderungen und Status nach HWS-

Schleudertrauma, eine verminderte Belastungsfähigkeit des Rückens, rezidivierende 

Lumbalgien bei radiologisch gesehenen geringen Veränderungen sowie eine 

chronische Omalgie der rechten Schulter als Diagnosen aufgeführt. Der 

Beschwerdeführer arbeite zur Zeit überwiegend administrativ im elterlichen Geschäft. 

Von einer Besserung der Situation sei nach fast zweijährigem chronifiziertem Verlauf 

nicht mehr auszugehen. Hinweise für ein psychiatrisches Geschehen oder eine 

Schmerzfehlverarbeitungsstörung fänden sich nicht. Hinweise für Aggravation oder 

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Simulation fänden sich nicht. Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr vollumfänglich 

ausübbar; seit Dezember 2005 betrage die dauerhafte Arbeitsunfähigkeit 50%. In einer 

leidensadaptierten (überwiegend körperlich leichten und wechselbelastenden) Tätigkeit 

sei medizinisch-theoretisch eine 100%-Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Der 

Beschwerdeführer scheine im elterlichen Geschäft, wo er wechselbelastend und 

überwiegend eigenbestimmt sich einbringen könne, optimal eingegliedert. Er sei zurzeit 

für berufliche Massnahmen innerlich nicht bereit. Sein Herz schlage für den elterlichen 

Betrieb (IV-act. 29-6/7).

2.- a) Ist ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung 

typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit in der 

Regel anzunehmen. Hiebei genügt es für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung 

eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e). 

Im Rahmen freier rechtlicher Beweiswürdigung haben die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auch solche medizinische Berichte zu würdigen, welche 

die Wahrscheinlichkeit der natürlichen Kausalität nicht allein vom sicheren Nachweis 

neurologischer Ausfälle oder entsprechender Befunde mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden (Computertomogramme usw.) abhängig machen. 

Einzubeziehen sind in diesem Zusammenhang zudem auch nichtärztliche Auskünfte 

über Leistung und Verhalten des Versicherten vor und nach dem Unfall (BGE 117 V 369 

Erw. 3e). Hingegen bilden auch bei Schleudertraumen der Halswirbelsäule zuallererst 

die medizinischen Fakten die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung. 

Die geklagten Beschwerden müssen medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zugeschrieben werden können, welche ihrerseits mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfall 

steht. Dass eine Teilursächlichkeit des Unfalls für eine Kausalitätsbejahung ausreicht, 

bedeutet nicht, dass blosse Klagen über diffuse Beschwerden für den Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs genügen (vgl. BGE 119 V 335 Erw. 2b; vgl. auch 

BGE 122 V 415). - Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung können bei 

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einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule auch ohne nachweisbare pathologische 

bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob die im Anschluss an 

ein Schleudertrauma der HWS auftretenden Beschwerden medizinisch eher als 

organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, zumal diese 

Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich grosse 

Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 Erw. 5d aa). Diese für Schleudertraumata entwickelte Rechtsprechung 

ist auch anwendbar, wenn analoge Beschwerdebilder nach Distorsionen der HWS und 

Schädelhirntraumata auftreten (BGE 117 V 369 Erw. 7b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 

Erw. 2). Von Seiten der medizinischen Forschung wird festgehalten, dass das Ausmass 

einer Schädel-Hirn-Beteiligung durch die Charakteristika der akuten 

Verletzungssituation und nicht durch die Schwere der Symptomatik zu einem 

beliebigen Zeitpunkt nach dem Trauma definiert werde (Gerhard Jenzer, Klinische 

Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; 

Grenzbereich zum leichten Schädel-Hirn-Trauma, SZS 1996, 462ff, 464). Der typische 

posttraumatische Verlauf nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma entspreche einer 

Erholung innert sechs bis zwölf Wochen (Jenzer, a.a.O., 467). Ungewöhnlich lang 

dauernde und schwere Verläufe nach Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen 

der klinischen Kriterien einer traumatischen Hirnschädigung nach einer Interpretation 

ausserhalb einer hirnorganischen Schädigung rufen; in diesen Zusammenhang würden 

unter anderem Prädiktoren (Schmerzintensität, frühere Kopfschmerzen, Alter usw.), die 

unmittelbare psychische Reaktion auf das Unfallerlebnis, iatrogene Einflüsse (auf 

"Chronizität" angelegte Betreuung), ungeeignete Behandlung (z.B. längeres Tragen des 

Stützkragens) sowie ganz allgemein psychosoziale Faktoren gehören (Jenzer, a.a.O., 

469 mit Hinweis und 463; vgl. auch B.P. Radanov, Über den Stellenwert der 

neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, SZS 1996, 

471ff, 472f und 475).

b) Im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen gab der Beschwerdeführer am 

30. Juli 2004 an, sein Fahrzeug sei anlässlich der Kollision vom Juni 2004 ausgerollt. 

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Sein Blick sei geradeaus nach vorne gerichtet gewesen. Ein Kopfanprall oder ein 

Anprall anderer Körperteile habe nicht stattgefunden. Ein Bewusstseinsverlust habe 

nicht vorgelegen. Er sei auf die Kollision gefasst gewesen; er habe sich am Lenkrad 

festgehalten und versucht, sich in den Sitz zu drücken. Innerhalb von drei Tagen seien 

Kopfschmerzen, Sehstörungen (verschwommenes Sehen), Konzentrationsprobleme 

sowie Rücken- und Nackenbeschwerden aufgetreten. Äusserlich sichtbare 

Verletzungen hätten sich nicht ergeben. Als Vorzustand hätten Rückenbeschwerden im 

oberen Bereich bestanden. Früher habe er jedoch keine Probleme im Nacken- und 

unteren Rücken-Bereich gehabt (Suva-act. I/5). Am 30. Juli 2004 erklärte der 

Beschwerdeführer gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin 

unter anderem, im Betrieb seines Vaters würden viele körperlich strenge Arbeiten 

anfallen, so dass er diese beschwerdebedingt nicht ausüben könne. Er bilde sich zum 

technischen Kaufmann weiter (Abendschule); die Ausbildung dauere von April 2004 bis 

Sommer 2006. Sein Ziel sei es, die Bürotätigkeiten im elterlichen Betrieb auszuführen. 

Er weise nochmals darauf hin, dass er vor dem Unfall vom Juni 2004 weder 

Nackenbeschwerden noch Rückenbeschwerden im unteren Bereich gehabt habe. 

Lediglich im oberen Rückenbereich (Schultern) hätten zeitweise Probleme vorgelegen 

(Suva-act. I/7). Gemäss der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 18. Juni 2004 lag 

die durch die Heckkollision bedingte Geschwindigkeitsänderung für das Fahrzeug des 

Beschwerdeführers knapp innerhalb oder oberhalb eines Bereiches von 10-15 km/h; 

durch die dabei wirksamen Beschleunigungskräfte habe sich der Beschwerdeführer 

relativ zum Fahrzeug nach hinten bewegt. Im weiteren Verlauf des Ereignisses sei 

zudem eine frontale Streifkollision mit der Mittelleitplanke erfolgt. Diese sei aus 

technischer Sicht jedoch als gering einzustufen. Da sie auch im Hinblick auf die 

Halswirbelsäulenverletzung von untergeordneter biomechanischer Bedeutung sei, 

beschränke sich der Bericht ausschliesslich auf die Heckkollision. Biomechanisch 

relevante Besonderheiten seien bezüglich der individuellen Gegebenheiten in dem Sinn 

aktenkundig, als seit der Jugend lumbale Rückenschmerzen bekannt seien; es sei eine 

diskrete Höhenminderung L4/5 und eine Hyperkyphose der BWS festgestellt worden. 

Es liege somit eine Abweichung vom Normalfall vor. Bezüglich der LWS sei 

anzumerken, dass dieser Teil der Wirbelsäule wesentlich besser durch die Sitzlehne 

abgestützt werde, als dies in der Regel bei der HWS möglich sei. Die anschliessend an 

das Ereignis festgestellten Beschwerden und Befunde seien durch die 

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Kollisionseinwirkung bereits im Normalfall erklärbar, ohne dass auf die vorbestandenen 

Zustände hingewiesen werden müsse (Suva-act. I/25). Am 8. August 2005 führte der 

Beschwerdeführer unter anderem aus, er habe bereits damals (im Nachgang zum 

Unfall vom 10. Juni 2004) mitgeteilt, dass er schon vor dem Ereignis vom 10. Juni 2004 

Rückenprobleme gehabt habe, die sich aber im unteren Bereich gezeigt hätten. Die 

Probleme hinsichtlich des Ereignisses vom 10. Juni 2004 hätten sich aber eindeutig im 

oberen bzw. Nackenbereich gezeigt; sie stünden in keinem Zusammenhang mit den 

Beschwerden im unteren Rückenbereich. Zwischenzeitlich habe er die Handelsschule 

erfolgreich beenden können (Suva-act. I/74). Am 15. September 2005 ergänzte der 

Beschwerdeführer, dass er zwar die Handelsschule, nicht jedoch die Ausbildung zum 

technischen Kaufmann absolviert habe (Suva-act. I/81). Am 4. November 2005 hielt der 

Beschwerdeführer unter anderem fest, im unteren Rückenbereich habe er 

Beschwerden aufgrund eines Sturzes im März 2001 gehabt. Diese Beschwerden seien 

aber lediglich einen Monat vorhanden gewesen. Danach sei er praktisch 

beschwerdefrei gewesen (Suva-act. I/87).

3.- a) Nach Lage der medizinischen Akten, insbesondere der Berichte von Dr. E.___, 

PD Dr. F.___ und Dr. H.___ (Suva-act. I/8f, I/81, I/84) ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass die vom Beschwerdeführer aktuell 

angegebenen Beschwerden sich nicht auf eine objektivierbare organische Schädigung 

bzw. strukturelle Veränderung der Wirbelsäule zurückführen lassen, die mit dem Unfall 

vom 10. Juni 2004 in Zusammenhang zu bringen wäre. Es ist hingegen davon 

auszugehen, dass er an diesem Datum eine dem HWS-Schleudertrauma äquivalente 

Verletzung erlitt und einzelne, zum typischen Beschwerdebild gehörende 

Beeinträchtigungen innerhalb von 72 Stunden nach dem Ereignis auftraten (Nacken- 

und Kopfschmerzen sowie Sehstörungen und Konzentrationsprobleme). Allein 

aufgrund des Umstandes, dass für die Zeit nach dem Unfall "lediglich" zwei 

Beschwerdeausprägungen (Kopfweh sowie Seh- und Konzentrationsstörungen) als 

nachgewiesen gelten können, lässt sich eine Beschwerdehäufung nicht verneinen. 

Auch nach der neueren Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) muss - entgegen der 

Auffassung der Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin (act. G 5 S. 6) - nicht der 

gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu 

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können. Den Standpunkt, wonach der "gesamte" Beschwerdekatalog vorliegen müsse, 

nahm das st. gallische Versicherungsgericht auch im Entscheid vom 2. Mai 2006 (UV 

2005/66) nicht ein. Ein solcher Standpunkt liesse sich schon deshalb nicht zu Recht 

vertreten, da es sich beim Katalog um eine nicht abschliessende Aufzählung handelt. 

Auch ergäbe sich diesfalls ein unauflösbarer Widerspruch zur Erfahrungstatsache, dass 

eine schleudertraumaähnliche Verletzung auch Jahre nach dem Ereignis noch 

Symptome hervorrufen kann (BGE 117 V 359 Erw. 5d).

b) Unter diesen Umständen ist zu klären, inwieweit die vom Betroffenen angeführten 

Beschwerden auch für die Zeit nach dem 30. November 2005 eine natürlich- und 

adäquat-kausale Folge des Unfalls darstellen. Dabei ist von Bedeutung, dass das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Da es sich hiebei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - der 

Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid 

zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 1992 S. 75 Erw. 4b). Wird durch einen Unfall ein 

krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der (krankhafte) Zustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige 

Zustand, der sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustandes auch ohne den Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b, 

je mit Hinweisen). Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 18. Februar 2003 i/S. S., U 287/02, Erw. 4.4). 

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Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; 

RKUV 2000, 214). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen 

tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als 

schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung 

eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (RKUV 1997, 281 Erw. 1a).

c) Bei der geschilderten medizinischen Aktenlage und den Angaben des 

Beschwerdeführers ist als ausgewiesen zu erachten, dass Rückenbeschwerden schon 

vor dem - hier in erster Linie - streitigen Unfallereignis vom 10. Juni 2004 immer wieder 

Behandlungen erforderlich machten. Als erstellt anzusehen ist auch, dass diese 

Beschwerden weder mit dem vom Beschwerdeführer erwähnten Sturz auf dem Eis im 

März 2001 (vgl. Suva-act. I/71; lediglich einmonatige Dauer der Beschwerden [Suva-

act. I/87]) noch mit dem früheren Autounfall vom Januar 2002 (vgl. Suva-act. II/4 und I/

32 S. 1) oder mit dem Ereignis vom Mai 2005 (Ohrfeige und Tritt in das Gesäss) - dabei 

handelte es sich gemäss Angaben des Beschwerdeführers nicht um einen neuen Unfall 

(Suva-act. I/74) - ursächlich in Verbindung gebracht werden können. Dr. H.___ hielt am 

26. September 2005 im übrigen fest, das Ereignis vom Mai 2005 sei dem 

Beschwerdeführer nicht spontan erwähnenswert gewesen (Suva-act. I/83). Gegenüber 

dem regionalen ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung hatte der 

Beschwerdeführer sodann angegeben, im August 2004 einen weiteren Unfall erlitten zu 

haben; dabei sei allerdings nur Blechschaden, nicht ein eigentlicher körperlicher 

Gesundheitsschaden entstanden (IV-act. 29-3/7). Dieses Ereignis ist denn auch in den 

dem Gericht vorliegenden Akten nicht weiter dokumentiert und wird auch vom 

Beschwerdeführer selbst nicht erwähnt.

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Im Nachgang zum Suva-versicherten Unfall vom 6. Januar 2002 hatte der 

Beschwerdeführer unter anderem mitgeteilt, vor diesem Unfall habe er hie und da 

leichte Rückenbeschwerden gehabt. Seit Dezember 2001 leide er unter 

Schulterbeschwerden rechts; die Behandlung laufe über die Krankenversicherung. Der 

Zustand habe sich wegen des Unfalls vom 6. Januar 2002 nicht verschlechtert (Suva-

act. II/4). Dr. D.___ ging im Bericht vom 17. Juni 2004 von einer Verschlechterung der 

(vorbestehenden) Beschwerdesituation im LWS- und BWS-Bereich durch den 

Autounfall vom 10. Juni 2004 aus (Suva-act. I/4). Aus diesem eine Woche nach dem 

Unfall erstellten Bericht ergibt sich klar, dass das Hauptproblem damals nicht der 

Unfall bzw. dessen Einwirkung auf die HWS war, sondern dass das Augenmerk der 

Behandlung in erster Linie den bereits seit der Jugend vorbestehenden lumbalen 

Beschwerden, welche sich verstärkten, galt. Der Arzt empfahl dementsprechend die 

Auftrainierung der insuffizienten lumbalen Rumpfmuskulatur. Letztere Notwendigkeit 

lässt sich offensichtlich nicht mit dem streitigen Unfall in Zusammenhang bringen. 

Hieran vermag der Umstand, wonach Dr. D.___ am 14. September 2004 erklärte, dass 

er die Nackenbeschwerden unterschätzt und diesbezüglich noch viel Arbeit vom 

Patienten geleistet werden müsse (Suva-act. I/19), nichts zu ändern. Die vorerwähnten 

Feststellungen finden sich übrigen auch bestätigt in den Angaben des 

Beschwerdeführers anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 10. Januar 2007, 

wonach im Nachgang zum Unfall vom 10. Juni 2004 Beschwerden im Kreuz 

vorgelegen hätten. Am 30. Juli 2004 hatte der Beschwerdeführer als Vorzustand 

Rückenbeschwerden im oberen Bereich (Schultern) angegeben (Suva-act. I/5, I/7). Am 

8. August 2005 gab er demgegenüber als Vorzustand (vor dem Unfall vom 10. Juni 

2004) Rückenbeschwerden im unteren Bereich an; die Probleme hinsichtlich des 

Ereignisses vom 10. Juni 2004 hätten sich demgegenüber im oberen bzw. 

Nackenbereich gezeigt (Suva-act. I/74). Dr. B.___ hatte am 20. Mai 2005 bestätigt, 

dass der Beschwerdeführer am 13. März 2001 über Schmerzen des gesamten 

Rückens, besonders im LWS-Bereich, geklagt habe (Suva-act. I/65). Diese Angaben 

des Beschwerdeführers lassen sich nicht ohne weiteres miteinander in Einklang 

bringen. Die geschilderten Angaben legen die Annahme nahe, dass vor dem erwähnten 

Unfall Beschwerden im gesamten Rückenbereich aufgetreten waren. So stellte denn 

auch Dr. H.___ am 1. Dezember 2004 inkohärente Untersuchungsbefunde und eine 

Inkonsistenz bezüglich der persönlichen Anamnese im Vergleich zu den Akten fest 

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(Suva-act. I/32). Unabhängig vom letzterwähnten Umstand ist angesichts der 

geschilderten Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer schwere Tätigkeiten im Familienbetrieb auch ohne Eintritt 

des Unfalls vom 10. Juni 2004 aufgrund seiner seit langer Zeit bestehenden, nicht 

unfallbedingten Rückenprobleme früher oder später nicht mehr hätte vollumfänglich 

ausüben und auf eine wechselbelastende Tätigkeit hätte umstellen bzw. eine teilweise 

Verlagerung auf leichtere (administrative) Arbeit hätte vornehmen müssen. Bereits vor 

dem Unfall vom 10. Juni 2004, d.h. im April 2004, hatte er aus eigenem Antrieb (vgl. 

Suva-act. I/7) eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich (technischer Kaufmann) in 

Angriff genommen und im April 2005 mit einem Handelsdiplom abgeschlossen (IV-act. 

3-3/3; vgl. auch die vom Beschwerdeführer nunmehr teilweise bestrittenen 

anamnestischen Angaben in Suva-act. I/4 oben). Nach Auffassung des regionalen 

ärztlichen Dienstes der IV ist der Beschwerdeführer im elterlichen Geschäft, wo er 

wechselbelastend und überwiegend eigenbestimmt tätig sein könne, optimal 

eingegliedert. Zur Unfallkausalität der Beschwerden konnte der RAD-Arzt keine "valide" 

Aussage machen (IV-act. 29-6/7). Hingegen vermerkte er in seinem Bericht 

(krankheitsbedingte) Befunde betreffend der Halswirbelsäule, indem er festhielt, die 

Röntgenbilder der HWS vom Juli 2005 würden eine deutliche Streckhaltung mit 

verminderter Lordosierung sowie eine miminale Osteochondrose von C3-C6 zeigen. In 

einer Kernspintomographie der Halswirbelsäule vom Juli 2004 würden sich diskrete 

Höhenminderungen C4-C6 mit diskreter Dehydratation dieser Bandscheiben sowie 

kleine mediane Protrusionen C3-C6 zeigen (IV-act. 29-3/7).

Ein nach dem 30. November 2005 weiterhin andauernder natürlicher 

(Teil-)Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. Juni 2004 und den 

Rückenbeschwerden ist angesichts der dargelegten medizinischen Befunde und 

vorbestehenden Rückenschäden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

ausgewiesen. Hinsichtlich der Dauer der Unfalleinwirkung ist auf die einschlägige 

medizinische Literatur (BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff) zu verweisen, wonach 

nach einem Unfall mit fehlenden strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule - wie er 

auch konkret in Frage steht - nach spätestens einem Jahr eine vorübergehende 

Verschlimmerung als abgeschlossen zu betrachten ist. Selbst wenn ein möglicher 

Zusammenhang gegeben wäre, vermöchte dies eine (weitere) Leistungspflicht der 

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Beschwerdegegnerin nicht zu begründen, da ein Zusammenhang mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss. Weitere medizinische 

Abklärungen wären mit Blick auf die dargelegten Umstände nicht geeignet, zu einem 

anderen Ergebnis zu führen. Dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines 

natürlichen (Teil-)Zusammenhangs zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 

10. Juni 2004 für die Zeit nach dem 30. November 2005 verneinte, lässt sich somit 

nicht beanstanden.

d) Selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang im erwähnten Sinn zu bejahen 

wäre, müsste - wie nachstehend zu zeigen sein wird - die Adäquanz verneint werden. 

Hinsichtlich der funktionellen, organisch nicht nachweisbaren Ausfälle als Folge von 

Schleudertraumata der Halswirbelsäule hat das Eidgenössische Versicherungsgericht 

die Adäquanz analog zu den psychischen Unfallfolgen bejaht, falls diese in der 

charakteristischen Erscheinungsform einer Häufung von schleudertraumatypischen 

Beschwerden nach einem mittleren oder schweren Unfall auftreten und eine Arbeits- 

oder Erwerbsunfähigkeit nach sich ziehen (BGE 117 V 359 Erw. 6). Dabei wird im 

Gegensatz zu den bei psychischen Fehlentwicklungen relevanten Kriterien nach BGE 

115 V 140 E. 6c/aa auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen 

Komponenten verzichtet, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden 

medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 

117 V 359 Erw. 6a).

Beim Ereignis vom 10. Juni 2004 ist von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Der 

Umstand, dass das Fahrzeug des Beschwerdeführers Totalschaden erlitt, lässt noch 

nicht den Schluss auf einen schweren Unfall zu, zumal es bei der Bezeichnung 

Totalschaden um einen wirtschaftlichen Begriff geht, bei dem die Reparaturkosten dem 

Fahrzeug-Restwert gegenübergestellt werden. Dies ist zumindest bei älteren 

Fahrzeugen - wie demjenigen des Beschwerdeführers - relevant. Zudem ist bei der 

Vornahme der Einstufung der Unfallschwere vom Unfallereignis selbst und nicht vom 

subjektiven Erlebnis durch die betroffene Person auszugehen (Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A., S. 54). In der biomechanischen Beurteilung wurde 

von einer Geschwindigkeitsänderung knapp innerhalb oder oberhalb eines Bereiches 

von 10-15 km/h ausgegangen; die Beschwerden und Befunde seien (unabhängig vom 

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vorbestehenden Zustand) durch die Kollisionseinwirkung erklärbar (Suva-act. I/25). Aus 

diesen Gegebenheiten lassen sich jedoch keine besonders dramatischen 

Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls (vgl. die Kasuistik zu 

diesem Kriterium in Rumo-Jungo, a.a.O, S. 58-64, sowie Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. 

März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]) ableiten. Auch handelt es sich bei der erlittenen 

HWS-Distorsion nicht um eine Verletzung, die durch ihre Schwere oder besondere Art 

charakterisiert wäre. Zu beachten ist auch, dass der Beschwerdeführer auf die Kollision 

gefasst und dementsprechend der Einwirkung nicht in derselben Weise ausgesetzt war 

wie eine vom Ereignis überraschte Person, welche keine Möglichkeit hatte, mit dem 

Körper reflexartig auf die bevorstehende Kollision zu reagieren.

Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer nach seinen Angaben gegenüber dem regionalen ärztlichen Dienst 

der IV vom 16. März 2006 jeden Tag ein Fitness-Studio zur medizinischen 

Trainingstherapie besucht und regelmässig auch Physiotherapie durchführt. Inwiefern 

sich diese Therapien auf den HWS-Bereich beziehen, führte er nicht aus (IV-act. 

29-3/7). Eine lange Dauer einer - im Einstellungszeitpunkt andauernden - ärztlichen 

Behandlung lässt sich bei diesem Sachverhalt nicht bejahen. Eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, ist nicht ersichtlich. 

Was den Grad und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit betrifft, so ist festzuhalten, dass 

die Arbeitsfähigkeit ab 6. Dezember 2004 wieder 50% betrug (IV-act. 13-3/16). Der 

RAD-Arzt bestätigte im Bericht vom 28. März 2006, dass in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit medizinisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen und der 

Beschwerdeführer beruflich im elterlichen Geschäft optimal eingegliedert sei (IV-act. 

29-6/7). Angesichts dieser Gegebenheiten lässt sich eine im Zeitpunkt des 

angefochtenen Entscheids weiter andauernde, unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit bzw. 

eine lange Dauer derselben nicht bejahen. Selbst wenn vom Vorliegen von 

Dauerschmerzen auszugehen wäre - der Beschwerdeführer hatte gegenüber dem 

RAD-Arzt fast über die ganze Tageszeit vorhandene Schmerzen im Nacken 

unterschiedlichen Ausmasses angegeben (vgl. IV-act. 29-3/7) -, könnte bei Vorliegen 

eines einzigen Adäquanz-Kriteriums die adäquate Unfallkausalität der HWS-

Beschwerden für die Zeit 1. November 2005 nicht als gegeben erachtet werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einsprache-Entscheids vom 7. Februar 2006 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2007
	Art. 6 UVG. Leistungseinstellung im Fall einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung bei krankheitsbedingtem Vorzustand. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs und Bestätigung der Leistungseinstellung rund eineinhalb Jahre nach dem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, UV 2006/36). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_46/2007.

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