# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3209212b-5cc5-5203-8573-931bcc674380
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250003-O3
**Docket/Reference:** UE250003-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250003-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE250003-O/U/JST

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., Oberrichterin lic. iur. 

A. Meier, Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie Gerichtsschrei-

berin Dr. iur. E. Welte

Verfügung und Beschluss vom 22. April 2025

A._____, 

Beschwerdeführerin

in Sachen

gegen

1.

2.

B._____, 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland vom 18. Dezember 2024

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Erwägungen:

I.

1.

Die  Staatsanwaltschaft  Winterthur/Unterland  (nachfolgend:  Staatsanwalt-

schaft) führte eine Strafuntersuchung gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerde-

gegner 1) wegen übler Nachrede etc. zum Nachteil von A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin).  Gemäss  Strafanzeige  soll  der  Beschwerdegegner  1  der  Be-

schwerdeführerin  am  gemeinsamen  Arbeitsort  gesagt  haben,  dass  sie  "nichts 

könne", "für nichts fähig sei" und "keine Ahnung von Rechtschreibung habe", wo-

durch sie sich in ihrer Ehre verletzt gefühlt habe. Weiter habe er sie wiederholt vor 

Kunden blossgestellt und Unwahrheiten über sie im Arbeits-Chat verbreitet, durch 

welches Verhalten ihr Ruf geschädigt worden sei. Zudem sei der Beschwerdegeg-

ner 1 mit offener Hose vor der unverschlossenen Toilette gestanden, als die Be-

schwerdeführerin den Pausenraum betreten habe, habe seinem Vorgesetzten ei-

nen Kalender mit nackten Oberkörpern geschenkt, die Beschwerdeführerin nach 

ihrer Vorliebe für spanische Männer gefragt und sich erkundigt, ob alle rumänischen 

Frauen Prostituierte seien, welche Handlungen sie in ihrer sexuellen Integrität ver-

letzt hätten (Urk. 16/1). 

2. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2024 stellte die Staatsanwaltschaft die ge-

gen den Beschwerdegegner 1 geführte Strafuntersuchung ein (Urk. 4/1). 

3.

Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 30. Dezember 2024 fristgerecht 

Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die angefochtene Verfügung sei auf-

zuheben und die Strafuntersuchung gegen den Beschwerdegegner 1 sei weiterzu-

führen (Urk. 2; Urk. 3 und Urk. 6). 

4. Mit Verfügung vom 9. Januar 2025 wurde der Beschwerdeführerin aufgege-

ben, zur Deckung der sie allfällig treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution zu 

leisten (Urk. 7). Mit Eingabe vom 27. Januar 2025 ersuchte die Beschwerdeführerin 

um Befreiung von der Pflicht zur Leistung einer Prozesskaution infolge Mittellosig-

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keit (Urk. 10), woraufhin ihr die Frist abgenommen wurde (Urk. 12). Die Untersu-

chungsakten der Staatsanwaltschaft wurden beigezogen (Urk. 16). Da sich die Be-

schwerde  –  wie  zu  zeigen  sein  wird  –  als  unbegründet  erweist,  wurde  in 

Anwendung  von  Art. 390  Abs. 2  StPO  auf  das  Einholen  von  Stellungnahmen 

verzichtet. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

5.

Aufgrund von Abwesenheiten von Kammermitgliedern und hoher Geschäfts-

last ergeht der Entscheid in Nachachtung des Beschleunigungsgebots in teilweise 

anderer Besetzung als den Parteien angekündigt.

II.

1.

Angefochten ist eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Dagegen 

ist  die  Beschwerde  bei  der  hiesigen  Strafkammer  zulässig  (Art. 393  Abs. 1  lit. a 

StPO und § 49 GOG). 

2.

Die  Staatsanwaltschaft  gab  in  der  angefochtenen  Verfügung  zunächst  die 

Aussagen der beiden Beteiligten und der Auskunftspersonen wieder und erwog so-

dann, es lasse sich festhalten, dass den bestreitenden Aussagen des Beschwer-

degegners  1,  welche  weitestgehend  von  den  Arbeitskollegen  bestätigt  worden 

seien,  nur  die  Aussagen  der  an  einer  Verurteilung  unmittelbar  interessierten  Be-

schwerdeführerin gegenüberstünden. Diese Anschuldigungen fänden indes keine 

objektive  Bestätigung  im  Untersuchungsergebnis  und  die  Aussagen  erschienen 

auch nicht in jeder Hinsicht als unbefangen. Vor diesem Hintergrund lasse sich ein 

strafrechtlich relevanter Sachverhalt nicht anklagegenügend erstellen. 

Selbst  wenn  sich  die  angezeigten  Sachverhalte  erstellen  liessen,  erfüllten 

diese keinen Straftatbestand. Als objektives Beweismittel liege einzig der Gruppen-

chat vor. Diesem könne man entnehmen, dass der Beschwerdegegner 1 zwar ge-

schrieben habe, dass die Beschwerdeführerin "nichts könne", "sehr schlecht sei" 

und ein Layout nicht richtig erstellt habe. Diese Nachricht sei jedoch nicht nur eine 

Reaktion auf die vorgängigen, nicht unerheblichen Anschuldigungen durch die Be-

schwerdeführerin gewesen, sondern habe sich (wie aus dem Kontext ersichtlich) 

einzig auf die Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin bezogen. Der gesellschaftli-

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che Ruf, namentlich die Herabsetzung im Berufsleben, sei jedoch von den Ehrver-

letzungsdelikten nicht geschützt, weshalb das Verfahren diesbezüglich einzustellen 

sei. Der Straftatbestand der sexuellen Belästigung erfordere eine gewisse Intensität 

des betreffenden Verhaltens. Mithin würden einzig geradezu "grobe" unerwünschte 

sexuelle Annäherungen unter Strafe gestellt. So sei die Frage, ob man auf spani-

sche Männer stehe und ob alle rumänischen Frauen Prostituierte seien, unange-

bracht und gerade im Kontext unter Arbeitskollegen nicht angemessen und könnte 

auch arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hingegen erreichten diese 

Äusserungen das nötige Mass für die Erfüllung des Tatbestandes nicht und zielten 

auch  nicht  auf  eine  sexuelle  Annäherung  ab,  weshalb  der  objektive  Tatbestand 

nicht erfüllt sei. In Bezug auf den Vorfall mit der Toilette sei anzumerken, dass die 

Parteien  übereinstimmend  ausgeführt  hätten,  dass  die  Beschwerdeführerin  den 

Pausenraum erst betreten habe, als der Beschwerdegegner 1 bereits in der Toilette 

gewesen sei. Es habe ihm in diesem Moment somit gar nicht bewusst sein können, 

dass die Beschwerdeführerin den Raum ebenfalls betreten würde, weshalb ein vor-

sätzliches Verhalten in Bezug auf eine sexuelle Belästigung ausser Betracht falle. 

Mit E-Mail vom 4. Dezember 2024 habe die Beschwerdeführerin geschrieben, dass 

die beanzeigte Äusserung über rumänische Prostituierte den Straftatbestand von 

Art. 261bis StGB erfüllen würde, da dies eindeutig eine Diskriminierung ihrer rumä-

nischen Nationalität darstelle. Die angezeigte Äusserung, die bestritten sei und sich 

zudem auch nicht anklagegenügend erstellen lasse, ziele eindeutig auf die Natio-

nalität der Beschwerdeführerin als rumänische Staatsangehörige ab. Nationen und 

Nationalitäten würden jedoch als rechtliche Kategorien von Art. 261bis StGB nicht 

erfasst, weshalb der objektive Tatbestand klarerweise nicht erfüllt sei (Urk. 4/1). 

3.

Die Beschwerdeführerin moniert zusammengefasst, wesentliche Aspekte des 

Falles und relevante Beweise seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Der 

Fall werde auch zivilrechtlich verfolgt, welcher Aspekt ebenfalls in die Beurteilung 

einzubeziehen sei. Rechtsanwalt [recte: Staatsanwalt] C._____ habe ihr eine aus-

sergerichtliche  Erledigung  der  Angelegenheit  mit  einer  Entschädigung  von 

Fr. 100.– oder Fr. 200.– angeboten, welche Lösung sie für völlig unangemessen 

und entwürdigend halte. Der Fall müsse vor Gericht weiterverfolgt werden. Die an-

gefochtene  Verfügung  berücksichtige  die  falschen  Aussagen  der  befragten  Aus-

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kunftspersonen  nicht  ausreichend.  Die  Aussagen von D._____,  die  die Wahrheit 

gesagt  habe,  seien  nicht  vollständig  berücksichtigt  worden,  ebenso  ein  Wider-

spruch in den Aussagen des Beschwerdegegners 1 mit Bezug auf den Vorfall in 

der Toilette. Sie sei wiederholt Opfer sexueller Belästigung und verbaler Drohungen 

durch den Beschwerdegegner 1 geworden. Er habe ihr gedroht, ihr "zu zeigen, was 

er mit ihr tun könne", und sie aufgrund ihrer Herkunft beschimpft. Durch das Ver-

halten  des  Beschwerdegegners  1  und  anderer  Personen  bei  ihrem  Arbeitgeber 

habe sie erhebliche psychische und emotionale Belastungen erfahren. Später sei 

ihr unbegründet gekündigt worden. 

Während ihrer Anstellung sei sie wiederholt aufgrund ihrer Staatsangehörig-

keit diskriminiert worden. Der Beschwerdegegner 1 habe versucht, sie ständig zu 

erniedrigen und sie vor ihren Kollegen sowie vor Kunden in ein schlechtes Licht zu 

stellen. Dadurch habe er erheblichen psychischen Druck auf sie ausgeübt. Zudem 

habe sie wiederholt sexuelle Belästigung erfahren in Form von anstössigen Bemer-

kungen  bezüglich  eines  Kalenders,  betreffend  Urinieren  und  Diskussionen  über 

Prostitution. Als der Beschwerdegegner 1 mit offener Hose mit offenem Reissver-

schluss  aus  der  Toilette  gekommen  sei,  habe  er  sie  in  schwerwiegender  Weise 

körperlich und verbal bedroht. Er habe sie sehr laut angeschrien, weshalb sie Angst 

gehabt habe (Urk. 3). 

4. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den 

Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das 

Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht 

der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere hat sie 

diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentliches bei-

zutragen vermögen. Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens entscheidet 

die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu erheben oder 

das Verfahren einzustellen ist (Art. 318 StPO). Eine vollständige oder teilweise Ein-

stellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 StPO u.a., wenn sich ein Tatverdacht nicht in 

einem Mass erhärten lässt, das eine Anklage rechtfertigt (lit. a). Eine Anklage ist in 

der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend Anhaltspunkte vorliegen, welche 

es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, und die Staatsanwaltschaft die Tat-

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beteiligung sowie eine Strafe bzw. Massnahme im Zeitpunkt der Anklageerhebung 

für  wahrscheinlich  hält.  Keine  Anklage  ist  zu  erheben,  wenn  mit  Sicherheit  oder 

grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen ist. Sinn und Zweck 

des Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte Person vor Anklagen zu schützen, die 

mit  einiger  Sicherheit  zu  Freisprüchen  führen  müssten  (BGE  138  IV  186  E.  4.1; 

Urteil des Bundesgerichts 1B_184/2012 vom 27. August 2012 E. 3.3).

Bei  zweifelhafter  Beweis-  bzw.  Rechtslage  hat  jedoch  nicht  die  Untersu-

chungsbehörde über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entschei-

den, sondern das für die materielle Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz 

"in dubio pro reo" nach Art. 10 Abs. 3 StPO spielt hier nicht. Vielmehr gilt nach der 

bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  der  Grundsatz  "in  dubio  pro  duriore" 

(BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 114; BGE 137 IV 219 E. 7). Eine zu 

restriktive Rechtsanwendung würde allerdings dazu führen, dass selbst bei gerin-

ger Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ein Anklagezwang bestünde. Der Grund-

satz "in dubio pro duriore" verlangt lediglich, dass bei Zweifeln (über die Straflosig-

keit bzw. betreffend Prozesshindernisse) eine gerichtliche Beurteilung erfolgt. Als 

praktischer  Richtwert  kann  daher  gelten,  dass  Anklage  erhoben  werden  muss, 

wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch (BGE 138 IV 

86  E. 4.1.1  =  Pra  101  [2012]  Nr. 114;  BGE  137  IV  219  E. 7;  JOSITSCH/SCHMID, 

Schweizerische Strafprozessordnung, 4. Aufl. 2023, Art. 319 N 5). 

5.

5.1 Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung – in Würdigung 

der Aussagen sämtlicher befragten Personen – überzeugend dargelegt, aus wel-

chen  Gründen  (namentlich  mangels  weiterer  objektiver  Beweismittel  nebst  dem 

Gruppen-Chat)  sich  kein  anklagegenügender  Sachverhalt  erstellen  lasse,  zumal 

der Darstellung der an einer Verurteilung unmittelbar interessierten Beschwerde-

führerin die weitgehend übereinstimmenden Aussagen der weiteren befragten Per-

sonen gegenüberstünden. Ebenso hat die Staatsanwaltschaft aufgezeigt, weshalb 

weder ein Ehrverletzungsdelikt vorliegt noch die Tatbestände der sexuellen Beläs-

tigung und der Rassendiskriminierung erfüllt sind. 

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5.2. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise 

(substantiiert) auseinander. Vielmehr beschränkt sie sich weitgehend darauf, der 

Sichtweise der Staatsanwaltschaft ihre eigene Sachdarstellung gegenüberzustel-

len, ohne dass sie diese mit konkreten Sachbeweisen zu untermauern vermöchte. 

Mit ihren (in weiten Teilen an der Sache vorbeigehenden) Ausführungen vermag 

die Beschwerdeführerin mithin nicht aufzuzeigen, inwiefern die Schlussfolgerungen 

der Staatsanwaltschaft unzutreffend sein sollen. Soweit sie auf ein Vergleichsan-

gebot des zuständiges Staatsanwaltes sowie auf ein parallel laufendes zivilrechtli-

ches  Verfahren  und  ein  strafrechtliches  Verfahren  gegen  E._____  (ehemaliger 

Chef der Beschwerdeführerin, welcher den beanstandeten Kalender geschenkt er-

halten haben soll) verweist, tun ihre Vorbringen mit Bezug auf die Frage nach der 

Strafbarkeit des beanzeigten Verhaltens des Beschwerdegegners 1 nichts zur Sa-

che. Dass die Beschwerdeführerin die (in den wesentlichen Punkten übereinstim-

menden und die Darstellung des Beschwerdegegners 1 stützenden) Aussagen der 

befragten  Auskunftspersonen  für  wahrheitswidrig  hält  und  einen  Widerspruch  in 

den Aussagen des Beschwerdegegners 1 zum Vorfall mit der Toilette erkannt ha-

ben will, ändert sodann nichts daran, dass sich der Sachverhalt mangels objektiver 

Beweismittel offenkundig nicht rechtsgenügend erstellen lässt. Aus welchen Grün-

den sich die als Auskunftspersonen befragten Arbeitskollegen der Beschwerdefüh-

rerin allesamt zu Unrecht der Sichtweise des Beschwerdegegners 1 angeschlos-

sen haben sollten, ist nicht nachvollziehbar und tut auch die Beschwerdeführerin 

nicht dar. Ebenso wenig zeigt sie auf, welche weiteren Beweismittel zur Erstellung 

des Sachverhaltes herangezogen werden könnten. Wenn die Beschwerdeführerin 

schliesslich  wiederholt  auf  ihre  erhebliche  psychische  und  emotionale  Belastung 

durch die beanstandeten Handlungen des Beschwerdegegners  1 verweist, gehen 

ihre Ausführungen an der Sache vorbei. Auch damit vermag sie nicht darzutun, aus 

welchen  Gründen  die  angefochtene  Verfahrenseinstellung  zu  Unrecht  ergangen 

sein sollte. Davon abgesehen setzt sich die Beschwerdeführerin auch mit den über-

zeugenden Erwägungen der Staatsanwaltschaft, weshalb die zur Anzeige gebrach-

ten Straftatbestände offenkundig nicht erfüllt seien, mit keinem Wort auseinander.

5.3. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, der Beschwerde-

gegner 1 habe mehrfach verbale Drohungen sowohl gegenüber ihr selber als auch 

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gegenüber ihrer Familie geäussert (vgl. Urk. 2 S. 2), ist sie damit nicht zu hören. 

Dieser  Tatvorwurf  bildete  nicht  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  und 

kann somit auch nicht Thema des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein, wes-

halb darauf nicht einzugehen ist.

6.

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-

sen.

III.

1.

Die Beschwerdeführerin ersucht sinngemäss um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung für das Beschwerdeverfahren (Urk. 10).

2.

Jede bedürftige Person (so auch die Privatklägerschaft, vgl. Art. 136 StPO) 

hat – im Sinne einer grundrechtlichen Minimalgarantie – Anspruch auf unentgeltli-

che Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, und aus-

serdem – soweit zur Interessenwahrung notwendig – Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand  (Art. 29  Abs. 3  BV).  Als  aussichtslos  sind  Begehren  anzusehen, 

bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren 

und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein 

Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren 

ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massge-

bend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 

Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summa-

rischen  Prüfung  der  Prozessaussichten,  wobei  die  Verhältnisse  im  Zeitpunkt  der 

Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 133 III 614 E. 5; Urteil des Bun-

desgerichts 1B_263/2015 vom 16. September 2015 E. 2.2). 

Wie die vorstehenden Erwägungen deutlich machen, erweist sich die vorlie-

gende Beschwerde von vornherein als aussichtslos, weshalb die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege ausgeschlossen und das entsprechende Gesuch ab-

zuweisen ist. Somit erübrigt sich eine Prüfung der finanziellen Verhältnisse der Be-

schwerdeführerin. 

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3.

Die unterliegende Beschwerdeführerin hat die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit 

des Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Be-

schwerdeverfahren auf Fr. 1'200.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV 

OG).  Ausgangsgemäss  ist  die  Beschwerdeführerin  nicht  zu  entschädigen.  Auch 

dem Beschwerdegegner 1 ist mangels entschädigungsfähiger Umtriebe keine Ent-

schädigung zuzusprechen.

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. A. Flury)

1.

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung für 

das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Beschluss.

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'200.– fest-

gesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:







die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
gegner 1 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ad … (gegen Empfangs-
bestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ad … unter Rücksendung 
der beigezogenen Akten (Urk. 16; gegen Empfangsbestätigung).

5.

Rechtsmittel:

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Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 22. April 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V. :

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Flury

Dr. iur. E. Welte