# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb54bb98-ff9f-506b-8d30-6856e87994d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2010 C-3992/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3992-2007_2010-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3992/2007/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, 
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Portugal),
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert P. Gehring, 
Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X.________,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 2. Mai 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3992/2007

Sachverhalt:

A.
A._______  (nachfolgend:  Versicherte  oder  Beschwerdeführerin), 
geboren am (...) 1958, portugiesische Staatsangehörige, arbeitete ab 
September 1976 im Kantonsspital W.________ im Hausdienst und seit 
April 1994 zusammen mit dem Ehemann als selbständige Geschäfts-
führerin  eines  portugiesischen  Spezialitäten-  und  Getränkeladens. 
Daneben arbeitete sie zweimal pro Woche als Raumpflegerin in einer 
Arztpraxis (act. IV/1 S. 4 und 6, IV/4.5,  IV/28,  Beschwerdeakte [act.] 
18.1).

B.
B.a Am 7. September 1999 stellte die Versicherte bei der IV-Stelle des 
Kantons  V.________  (nachfolgend:  IV  V._______)  einen  Antrag  auf 
eine Invalidenrente. Sie begründete diesen damit,  dass sie seit  etwa 
Juni  1992  durch  Schmerzen  im  Handgelenk  und  Kraftverlust  in  der 
rechten Hand behindert sei; im Juni 1993 sei sie an der rechten Hand 
wegen eines Carpaltunnelsyndroms (CTS) operiert worden (act. IV/1). 
Ab  Mai  1998  seien  erneut  Schmerzen  in  beiden  Händen  und 
Parästhesien im Ulinarisgebiet  [nervus ulinaris: „Ellennerv,“  Armnerv 
vom  kleinen  Finger  bis  zur  Schulter]  der  linken  Hand  sowie  eine 
Schwäche der rechten Hand aufgetreten (act. IV/4.1, 4.11, 4.14).

B.b Mit  Verfügung  vom  10.  April  2000  wies  die  IV  V._______  den 
Rentenantrag  ab,  da  die  Voraussetzung  einer  ein  Jahr  dauernden, 
mindestens  40%-igen  Arbeitsunfähigkeit  nicht  erfüllt  sei  (act.  IV/14). 
Die Versicherte erhob dagegen Beschwerde (vgl. act. IV/16).

Gestützt auf den neuen Verlaufsbericht des behandelnden Arztes vom 
5. Juli  2000,  wonach die Patientin im Herbst  2000 wegen eines Re-
zidivs CTS rechts nochmals operiert werde, hob die IV V._______ die 
Verfügung vom 10. April 2000 am 21. Juli 2000 auf (act. IV/15, 17). 

B.c Die  AHV/IV-Rekurskommission  des  Kantons  V._______  schrieb 
das  Beschwerdeverfahren  in  der  Folge  mit  Abschreibungsbeschluss 
vom 26. Juli 2000 wegen Gegenstandslosigkeit ab (act. IV/20).

C.
C.a Die IV V._______ stellte per 14. August 2001 den Antrag, es sei 
der Versicherten ab 1. Oktober 2000 eine halbe Rente auszurichten. 

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Diese  sei  wegen  möglicher  gesundheitlicher  Verbesserung  per 
1. Oktober 2001 revisionsweise zu prüfen. 

Da die Versicherte im November 2000 ihren Wohnsitz nach Portugal 
verlegt hatte (act. IV/23), überwies die IV V._______ die Akten am 30. 
August 2001 zur weiteren Bearbeitung an die IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland IVSTA (Vorinstanz; act. IV/33).

C.b Da  gestützt  auf  den  letzten  Bericht  des  Spitals  U._______ 
(nachfolgend: U-Spital)  vom 18. Januar 2001, wo die Versicherte am 
5. Oktober  2000 operiert  worden war, noch keine definitive Aussage 
zur  Arbeitsfähigkeit  der  Versicherten  gemacht  werden  konnte  (act. 
IV/27, 36), holte die IVSTA aktuelle medizinische Beurteilungen in Por-
tugal ein (act. IV/43 – 49). 

Der  ärztliche  Dienst  der  IV-Stelle  (nachfolgend:  RAD)  stellte  am 
19. Juni 2002 fest,  die Akten seien teilweise unklar  und es fehle ein 
Haushaltsbogen. Eine  totale  Arbeitsunfähigkeit  für  jegliche  Tätigkeit, 
wie  dies  die  portugiesische  Versicherung  annehme,  bestehe  jedoch 
sicher nicht. Aus seiner Sicht sei die Versicherte als Putzfrau voll ar -
beitsunfähig, als Geschäftsfrau zu 50% arbeitsfähig und als Hausfrau 
zu 50% arbeitsfähig. In allen nicht manuellen Tätigkeiten (z.B. als Wär-
terin, Botin, Kontrolleurin von Messgeräten) sei sie zu höchstens 10% 
eingeschränkt (act. IV/50). Der Erwerbsvergleich vom 22. August 2002 
ergab einen IV-Grad von 21.96 % (act. IV/51).

C.c Mit  Vorbescheid vom 30. August  2002 stellte  die Vorinstanz der 
Versicherten  die  Abweisung  des  Rentenantrags  in  Aussicht  (act. 
IV/54). Mit Einwand vom 1. November 2002 liess die Versicherte unter 
Beilage eines Arztzeugnisses geltend machen, dass sie aufgrund der 
Situation mit ihren Händen zu keiner Arbeit fähig sei, weshalb sie die 
Ausrichtung  einer  ganzen  Invalidenrente  gestützt  auf  einen  IV-Grad 
von 100% beantrage. Eventualiter sei ein Gutachten einzuholen (act. 
IV/57).

Nach erneuter Einholung einer ausführlichen medizinischen Dokumen-
tation in Portugal (act. IV/59 – 66, 68 – 70, 80 – 83) führte der medizi -
nische Dienst der IV-Stelle aus, die linke Hand sei einwandfrei, bei der 
rechten Hand sei es zu einer verzögerten Heilung mit Restbeschwer-
den gekommen, der Nerv (N. Medianus rechts) habe sich erholt. Neu 
würden  Lumbalgien  beschrieben,  jedoch  mit  nur  leichten  Abnutzun-

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gen. Der  Versicherten  seien  deshalb  Verweistätigkeiten  zu  praktisch 
100% zumutbar; als Hausfrau könne sie sogar wieder zu 80% arbei -
ten. Die Ersteinschätzung vom 19. Juni 2002 sei zu bestätigen (IV/84). 
Die  Vorinstanz hielt  gestützt  hierauf  an ihrer  ursprünglichen Beurtei-
lung  fest  und  wies  das  Rentenbegehren  am  7.  Mai  2004  ab  (act. 
IV/85).

C.d Mit Eingaben vom 7. Juni 2004 und 1. November 2004 erhob die 
Versicherte – vertreten durch Rechtsanwalt Robert P. Gehring – gegen 
diesen  Bescheid  Einsprache  und  beantragte  die  Einholung  eines 
MEDAS-Gutachtens (act. IV/89, 96). 

C.e Mit  Einspracheentscheid  vom 3. März  2005 wies  die  Vorinstanz 
die  Einsprache  unter  eingehender  Bezugnahme auf  die  Beurteilung 
des medizinischen Dienstes der  IV-Stelle  ab und bestätigte  die Ver-
fügung vom 7. Mai 2004 (act. IV/97).

C.f Die Beschwerdeführerin erhob am 25. April 2005 Beschwerde bei 
der  Eidgenössischen  Rekurskommission  der  Alters-,  Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen 
(nachfolgend: Reko AHV/IV, Reko-Akten act. 1).

C.g Mit Urteil  der Reko AHV/IV vom 23. Januar 2006 wurde die Be-
schwerde gutgeheissen,  der  Einspracheentscheid  vom 3. März  2005 
aufgehoben und die  Akten an die Vorinstanz zurückgewiesen,  damit 
diese  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  in  medizinischer  und  wirt-
schaftlicher Hinsicht vollständig abkläre und dazu die Beschwerdefüh-
rerin zu einer polydisziplinären (MEDAS-)Begutachtung in die Schweiz 
aufbiete. Dabei sei der Grad der Tauglichkeit in den früher ausgeübten 
Tätigkeiten (Verkäuferin/Geschäftsführerin,  Raumpflegerin und Haus-
frau)  und den in Frage kommenden,  noch zu definierenden,  Verwei-
sungsberufen  zu  bestimmen,  und  zwar  einerseits  bis  zum  3.  März 
2005 und andererseits bis zum Zeitpunkt der Untersuchung. Nach Ver-
vollständigung der  Akten habe die  Vorinstanz zu prüfen,  ob die  Be-
schwerdeführerin  als  ganztägig  oder  teilweise  Erwerbstätige  bzw. 
Hausfrau  einzustufen  sei,  anschliessend  den  Invaliditätsgrad  zu  be-
stimmen und eine neue einsprachefähige Verfügung zu erlassen (act. 
IV/104 E. 5e f.).

D.
D.a Am  10.  Mai  2006  beauftragte  die  IVSTA  die  C._______  in 
T._______  (nachfolgend:  MEDAS)  mit  der  polydisziplinären 

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Begutachtung der Beschwerdeführerin (orthopädisch-rheumatologisch, 
neurologisch  und  falls  nötig  psychiatrisch,  act.  IV/106).  Die 
Untersuchung fand am 9. und 10. August 2006 statt (Gutachten vom 8. 
September 2006, act. IV/126).

D.b Gestützt  auf  die  Ergebnisse  der  polydisziplinären  Begutachtung 
sowie die Beurteilung des medizinischen Dienstes der IV-Stelle  vom 
7. Februar 2007 (act. IV/149) teilte die Vorinstanz der Beschwerdefüh-
rerin  mit  Vorbescheid vom 20. Februar 2007 mit,  aus den ergänzten 
Akten ergebe sich, dass trotz des Gesundheitsschadens eine Betäti -
gung im bisherigen Aufgabenbereich noch immer in rentenausschlies-
sender Weise zumutbar sei, weshalb das Leistungsbegehren abgewie-
sen werden müsse (act. IV/150).

D.c Mit Verfügung vom 2. Mai 2007 wies die Vorinstanz das Leistungs-
begehren  ab,  da  keine  Invalidität  vorliege,  welche  einen  Rentenan-
spruch zu begründen vermöge. Die mit  Einwand vom 16. April  2007 
(act. IV/151) teilweise erneuerten und neuen Anträge der Beschwerde-
führerin  auf  Beizug von Zeugen,  der  Durchführung  einer  Haushalts- 
und  Berufsabklärung  sowie  Einholung  eines  weiteren  medizinischen 
Gutachtens,  fokussiert  auf  die Schmerzproblematik  der  Hände,  wies 
sie ab (act. IV/152 = Beschwerdeakte act. 1.1).

D.d Am 11. Juni 2007 erhob die Beschwerdeführerin – wiederum ver-
treten durch Rechtsanwalt  Robert  P. Gehring – beim mittlerweile  zu-
ständigen  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  (act. 1). Sie  bean-
tragte die Aufhebung der Verfügung und die Feststellung, es stehe ihr 
eine halbe Rente zu. Sie hielt an ihren bisherigen Ausführungen fest 
und  beantragte  sinngemäss  die  Einholung  eines  ärztlichen  Gutach-
tens, um die bisher noch nicht beurteilten Aspekte ihrer gesundheitli-
chen Behinderungen zu erfassen. Das eingeholte polydisziplinäre Gut-
achten sei  –  bezüglich  der  Beurteilung ihrer  Arbeitsfähigkeit  –  nicht 
ausreichend. Ausserdem beantragte sie die Durchführung einer öffent-
lichen und mündlichen Verhandlung und die Entschädigung der Pro-
zess- und Vertretungskosten.

D.e In ihrer Vernehmlassung vom 7. September 2007 beantragte die 
Vorinstanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  die  Bestätigung  der 
angefochtenen  Verfügung. Sie  begründete  dies  mit  Verweis  auf  das 
MEDAS-Gutachten,  welches den versicherungsgerichtlichen Anforde-
rungen  an  ein  beweiskräftiges  Gutachten  in  allen  Teilen  entspreche 
und  eindeutig  sei.  Die  Beschwerdeführerin  bringe  beschwerdeweise 

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auch nichts vor, was geeignet sei, um das Gutachten in Frage zu stel-
len. Auf ergänzende Beweiserhebungen könne deshalb in antizipierter 
Beweiswürdigung verzichtet werden (act. 5).

D.f Den mit Zwischenverfügung vom 18. September 2007 erhobenen 
Kostenvorschuss in  Höhe von Fr. 400.--  leistete  die  Beschwerdefüh-
rerin fristgerecht (act. 6, 8).

D.g Die Beschwerdeführerin hielt in ihrer Replik vom 11. Juni 2007 an 
ihren  Anträgen  und  bisherigen  Ausführungen  fest,  insbesondere  an 
ihrer Kritik  am MEDAS-Gutachten. Gleichzeitig erneuerte sie sinnge-
mäss ihre Anträge, dass die Angelegenheit betreffend die theoretisch 
im  Gutachten  festgestellte  Arbeitsfähigkeit  praktisch  abzuklären  sei 
(act. 9).

D.h Das  Bundesverwaltungsgericht  liess  am 7.  November  2007  der 
Vorinstanz die Replik zugehen und schloss den Schriftenwechsel  ab 
(act. 10). 

D.i Mit  Verfügung  vom  23.  März  2010  forderte  das  Bundesverwal-
tungsgericht die Beschwerdeführerin auf, mitzuteilen, ob sie an ihrem 
Antrag auf öffentliche und mündliche Parteiverhandlung festhalte, und 
dies bejahendenfalls zu begründen. Weiter wurde sie aufgefordert, ver-
neinendenfalls  die  schriftlichen  Aussagen  der  beantragten  Zeugen 
nachzureichen.

D.j Die  Beschwerdeführerin  verzichtete  mit  Eingabe  vom  24.  April 
2010 auf die Durchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhand-
lung (act. 12). Die schriftliche Zeugenaussage ihres Bekannten wurde 
mit Eingabe vom 28. Mai 2010 nachgereicht (act. 14). Sie beantragte 
weiter,  eventualiter  seien  der  Ehemann  und  die  Tochter,  falls  nötig, 
trotzdem mündlich einzuvernehmen und ein Augenschein im Haushalt 
oder eine berufliche Abklärung an ihrem Wohnort durch die portugiesi-
sche Sozialversicherung zu veranlassen oder  durch eine Abordnung 
des Gerichts vorzunehmen.

D.k Die Vorinstanz nahm mit Eingabe vom 8. Juni 2010 von den Ein-
gaben der Beschwerdeführerin Kenntnis  und hielt  an ihren Anträgen 
fest (act. 16).

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Das Bundesverwaltungsgericht übermittelte am 11. Juni 2010 die Ein-
gabe  der  Vorinstanz  an  die  Beschwerdeführerin  und  schloss  den 
Schriftenwechsel ab (act. 17).

D.l Am  2.  August  2010  reichte  die  Vorinstanz  dem  Bundesverwal-
tungsgericht aufforderungsgemäss einen Auszug aus dem individuel-
len Konto (IK-Auszug) der Beschwerdeführerin nach (act. 18).

D.m Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung  vom  19.  Juni  1959  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des  Bun-
desgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Aus-
land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt  nicht  vor. Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur Behandlung der Beschwerde 
zuständig.

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. Sie hat Rechtsanwalt 
Robert  G.  Gehring  im  Rahmen  des  IV-Verfahrens  mit  der  Wahrung 
ihrer Interessen beauftragt (vgl. act. IV/89 S. 4). Sowohl die Vorinstanz 
wie auch die Reko AHV/IV gingen im Laufe des Verfahrens von einer 
gültigen Bevollmächtigung von Dr. Gehring aus. Behörden sind ausser-
dem  nicht  zwingend  verpflichtet,  Vertretungsvollmachten  einzuholen 
(Art. 37 Abs. 2 ATSG entsprechend: Art. 11 Abs. 2 VwVG). Aufgrund 
dieser Aktenlage ist davon auszugehen, dass der die Beschwerde un-
terzeichnende Rechtsanwalt Dr. Robert G. Gehring somit rechtsgültig 
bevollmächtigt ist.

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1.3 Die  Beschwerdeführerin  bringt  in  der  Beschwerde  vor,  sie  habe 
die per 2. Juni  2007 datierte  und am Montag,  7. Mai  2007 per Ein -
schreiben an die Schweizer Adresse ihres Rechtsvertreters verschick-
te Verfügung am Freitag, 11. Mai 2007, erhalten.

Da  sich  in  den  Akten  keine  Angaben  zum Zustellungszeitpunkt  der 
Verfügung finden und die Vorinstanz den Ausführungen der Beschwer-
deführerin diesbezüglich nicht widersprochen hat, ist zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin  von  der  Rechtzeitigkeit  der  Beschwerde  auszu-
gehen  (Art.  60  Abs.  1  ATSG).  Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  den 
formellen Voraussetzungen gemäss Art.  Art. 52  VwVG  entspricht,  ist 
darauf einzutreten. 

2.
2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  be-
stimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine An-
wendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) an-
wendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 
auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, 
soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom  ATSG 
vorsieht.

2.2
2.2.1 Die Beschwerdeführerin ist portugiesische Staatsangehörige mit 
Wohnsitz in Portugal, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 
getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang 
II  betreffend die Koordinierung der  Systeme der sozialen Sicherheit, 
anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

2.2.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienange-
hörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1), haben die in den persönlichen Anwendungsbe-

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reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-
sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates.

2.2.3 Soweit  das  FZA  bzw. die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren 
gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestim-
mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie 
die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen In-
validenrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der 
anderen  Staaten  erhaltenen  ärztlichen  Unterlagen  und  Berichte 
gemäss  Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  574/72  des  Rates  vom 
21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 (SR 0.831.109.268.11;  vgl. auch Art. 51 der  Verordnung 
574/72)  berücksichtigt.  Gemäss  Art. 40  Abs. 4  der  Verordnung 
Nr. 1408/71  ist  die  vom Träger  eines  Mitgliedstaates  getroffene Ent-
scheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines 
anderen  betroffenen  Staates  nur  dann  verbindlich,  wenn  die  in  den 
Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbestandsmerkmale 
der Invalidität in Anhang V dieser Verordnung als übereinstimmend an-
erkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen  Portugal  und  der 
Schweiz (ebenso wie für das Verhältnis zwischen den übrigen EU-Mit-
gliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. 

2.2.4 Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reich der Sozialversicherung bei  der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier der Verfügung vom 2. Mai 2007, eingetretenen Sach-
verhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen), 
sind  die  ab  1.  Januar  2003  geltenden  Bestimmungen  des  ATSG 
anwendbar.  Das  IVG  ist  somit  in  der  Fassung  vom 31.  März  2003 
[4. IVG-Revision]  anwendbar  (in  Kraft  seit  1. Januar  2004). Nicht  zu 

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berücksichtigen  sind  demnach  die  durch  die  5.  IVG-Revision  ein-
geführten  Änderungen,  welche  am 1. Januar  2008  in  Kraft  getreten 
sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die ab 1. Januar 
2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des ATSG, des 
IVG und der IVV zitiert.

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.2.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen).

3.2.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die  
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob die IV-Stelle der Beschwerdeführerin die bean-

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tragte Invalidenrente zu Recht verweigert hat. 

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer invalid im Sinn des Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16 ATSG; 
Art. 4,  28,  29  IVG)  und  beim Versicherungsfall  mindestens  während 
eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali -
denversicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

Die  Versicherte  hat  während  mehr  als  einem  Jahr  Beiträge  an  die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet,  so  dass  sie  die  gesetzliche  Mindestbeitragsdauer  erfüllt 
(act. IV/16,  Beschwerdeakte 18.1). Zu prüfen bleibt,  ob sie im Sinne 
des Gesetzes in rentenbegründendem Ausmass invalid geworden ist.

4.2 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.3 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende  ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Erwerbsunfähig-
keit ist, vereinfacht ausgedrückt, gesundheitlich bedingte Unfähigkeit, 
durch  zumutbare  Arbeit  ein  Erwerbseinkommen  zu  verdienen  (vgl. 
ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozialver-
sicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16).

4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art.  29 
Abs. 1 IVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, 
in  dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder  während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-

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C-3992/2007

tens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, Art. 6 
ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6).

4.4.1 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG besteht  bei  einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf  eine Dreiviertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine hal-
be  Rente  und  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  40%  An-
spruch auf eine Viertelsrente. 

4.4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen  und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz -
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 
versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt  eingeschränkt  ist.  Die  Frage,  welche  konkreten  berufli -
chen Tätigkeiten auf Grund der medizinischen Angaben und unter Be-
rücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Fra-
ge  kommen,  ist  demgegenüber  nicht  von der  Ärztin  oder  dem Arzt, 
sondern  von  der  Verwaltung  bzw.  von  der  Berufsberatung  zu  be-
antworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts 
I 457/04  vom 26. Oktober  2004,  in: SVR 2006  IV  Nr. 10,  E. 4.1  mit 
Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.6 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisheri-

Seite 12

C-3992/2007

gen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, 
innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbs-
zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar 
erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es 
am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu ent -
scheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Ar-
beitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem Einsatz  auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (lei-
densangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

4.7 Der  Begriff  des  ausgeglichenen  Arbeitsmarktes  ist  ein  theoreti-
scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich 
der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab-
zugrenzen. Nach der Gerichtspraxis ist für die Annahme eines ausge-
glichenen  Arbeitsmarktes  zu  prüfen,  ob  die  verbliebene  Arbeitskraft 
nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  (unveröffentlichter  Entscheid  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus-
geglichene  Arbeitsmarkt  kennzeichnet  sich  durch  ein  Gleichgewicht 
zwischen  Angebot  von  Stellen  und  Nachfrage  nach  solchen;  dabei 
muss  zudem  ein  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  vorliegen,  und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek-
tuellen  Fähigkeiten wie  auch  hinsichtlich  des körperlichen  Einsatzes 
(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 321 E. 3b, ZAK 1989 322 E. 4a 
am  Ende  sowie  THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungs-
rechts,  3. Auflage,  Bern  2003,  S. 124,  und  UELI KIESER,  ATSG-Kom-
mentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz. 26 zu Art. 7, je mit weiteren Hin-
weisen). 

Massgebend ist, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Lei-
stungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lässt (BGE 110 V 276 E. 4b, ZAK 
1991 S. 321 E. 3b). Daraus folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung 
nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkre-
ten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig 
darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nut-
zen  könnte,  wenn  die  verfügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an 
Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b).

Seite 13

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4.8 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in 
der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-
pertinnen und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hin-
weis auf BGE 125 V 352 E. 3a). In Bezug auf Berichte von Hausärzten 
darf  und  soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache  Rechnung  tragen, 
dass  Hausärzte  mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aus-
sagen. Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, 
dass eine ärztliche Stellungnahme von einer  Partei  eingeholt  und in 
das  Verfahren  eingebracht  wird,  nicht,  Zweifel  an  ihrem Beweiswert  
(ZAK 1986 S. 189 E. 2a in fine) anzubringen. Den Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, 
sofern  sie  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  begründet  sowie  in 
sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  konkreten  Indizien  gegen  ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 
in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht,  lässt 
nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 178 
E. 3.4  sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich 2009, 
Art. 43 Rz. 35). 

5.
Die  Beschwerdeführerin  beantragt  materiell  sinngemäss  die  Aufhe-
bung der Verfügung vom 2. Mai 2007 und die Zusprache einer mindes-

Seite 14

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tens  halben  Invalidenrente. Eventualiter  beantragt  sie  die  Einholung 
von Berichten behandelnder Ärzte in Portugal sowie die Durchführung 
einer Haushalts-  und Berufsabklärung, subeventualiter  die Einholung 
von weiteren Zeugenaussagen sowie die anschliessende Neubeurtei-
lung der Angelegenheit (act. 1 S. 1 f. und 5).

Nachdem  die  Vorinstanz  im  Nachgang  zum  Entscheid  der  Reko 
AHV/IV vom 23. Januar 2006 eine polydisziplinäre Begutachtung sowie 
weitere Akten eingeholt (act. IV/106 ff.) und darauf gestützt neu verfügt 
hat, ist nachfolgend zu prüfen, ob der Sachverhalt rechtsgenüglich er-
stellt  wurde und die Vorinstanz den Rentenanspruch zu Recht abge-
lehnt hat.

5.1 Soweit  sich die  nachfolgenden Ausführungen auf  vor dem Urteil 
der Reko AHV/IV eingeholte medizinische Akten beziehen, ist auf die 
umfassenden  Aufzählungen  der  Akten  und  diesbezüglichen  Ausfüh-
rungen im Urteil vom 23. Januar 2006 zu verweisen (act. IV/104).

Die  Akten  enthalten  folgende  seit  dem 23.  Januar  2006  eingeholte 
Dokumente: 

- Mandat d'expertise médicale an das C._______ (MEDAS) vom 10. 
Mai 2006 (act. IV/106);

- Fragebogen für Selbständigerwerbende vom 11. August 2006 
(act. IV/123);

- Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten 
vom 11. August 2006 (act. IV/124);

- Fragebogen für den Versicherten vom 11. August 2006 
(act. IV/125);

- Expertise médicale, C._______, vom 8. September 2006 
(act. IV/126);

- Questionnaire servant à determiner le statut d'assuré 
vom 15. Dezember 2006 (act. IV/138);

- Questionario per indipendenti vom 29. Dezember 2006 
(act. IV/142);

- Exposé d'une demande de prestations (act. IV/146);

- Prise de position médicale, Dr. D.________, RAD, vom 7. Februar 
2007 (act. IV/149),

- Zeugenaussage von E.________ vom 27. Mai 2010 
(Beschwerdeakte act. 14.1).

5.2 Vorab  ist  festzuhalten,  dass  das  Gutachten  vom  8.  September 
2006 (act. IV/126), auf welches sich die Vorinstanz in ihrer Neubeur-

Seite 15

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teilung  hauptsächlich  stützt,  ein  verwaltungsexternes  Gutachten  ge-
mäss Art. 44 ATSG ist und grundsätzlich volle Beweiskraft besitzt. 

Die  MEDAS stützt  ihre  Beurteilung  auf  je  eine somatisch-rheumato-
logische,  neurologische  und  psychiatrische  Untersuchung  sowie  auf 
ein Röntgenbild der Hände vom 10. August 2006, eine Computertomo-
graphie der Lendenwirbelsäule vom 17. Juni 2003 und Untersuchun-
gen der Elektroneurographie-Station (ENMG: Elektroneurographie des 
Nervus meridianus und des Nervus ulnaris [nerf cubital], Elektromyo-
graphie beider Arme und Beine).

5.2.1 Die Gutachter beurteilten in medizinischer Hinsicht beim rechten 
Arm einen normalen Zustand ohne Einschränkungen und fanden keine 
Entzündungszeichen,  eine reiz-  und wundlose Abheilung der Opera-
tionsnarben und auch keine Hinweise auf die Entwicklung eines CRPS 
(Complex regional  pain syndrome, früher Morbus Sudeck oder Algo-
dystrophie) oder einer Knochenläsion. Es ergaben sich keine Hinweise 
auf  Nervenschädigungen  oder  Entsensibilisierungen  derselben,  aber 
auf weniger starke Leitströme (act. IV/126 S. 23). Bedeutende Nerven-
einschränkungen im Bereich des rechten Arms waren nicht feststellbar 
(S. 27). Auch aufgrund der gemessenen Muskelmassen (kein Muskel-
schwund) kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Funktionalität 
des rechten Arms im dominanten Sinn erhalten sei (act. IV/126 S. 31). 
Beim linken Arm fanden sie keine Hinweise für eine Behinderung.

Die geltend gemachten Rückenschmerzen beurteilten sie als normale 
mechanische,  altersgerechte,  nicht  invalidisierende  Lumbalgien  auf-
grund einer Protrusion L4-L5 ohne Hinweise auf neurologische Ausfäl-
le  bei  einer  etwas  dekonditionierten  und  übergewichtigen  Patientin. 
Aus dem Rücken ergäben sich auch keine neurologischen Einschrän-
kungen für den rechten Arm. Die Rückenbeschwerden seien mit Phy-
siotherapie und einfachen Schmerzmitteln behandelbar (S. 31 – 34). 

5.2.2 Aus klinischer (neurologischer) Sicht beschrieben die Gutachter 
atypische sensomotorische Probleme der  rechten Hand ohne Beein-
trächtigungszeichen  der  Nervenwurzeln.  Sie beobachteten,  dass  die 
Explorandin ihre dominante rechte Hand schonte und hängen liess, als 
sie sich darauf bezog, und angab, die Hand nicht schliessen zu kön-
nen, jedoch die Hand beim Suchen eines Gegenstands in ihrer Tasche 
und  beim  Ausziehen  funktionell  ohne  Einschränkung  mit  normaler 
Kraft und guter Gewandtheit gebrauchte und die Tasche und den Kar -

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ton mit dem Röntgenbild halten konnte (S. 29, 30). Allgemein nahmen 
sie Hinweise auf eine Übersteigerung der Symptome wahr. Sie stellten 
weiter  fest,  die  Intensität  der  seit  vielen  Jahren  beschriebenen 
Schmerzen  –  ohne  dass  therapeutische  Massnahmen  darauf  einen 
Einfluss hätten – und die Diskrepanz zwischen den Klagen der Patien-
tin und der wahrgenommenen Darstellung der Behinderung seien als 
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-
10 F68.0) mit Aggravationszeichen und Krankheitsgewinn zu bewerten 
(S. 31, 35). 

5.2.3 Aus psychischer Sicht wurde keine Beeinträchtigung mit Krank-
heitswert,  aber  eine  Fixierung  der  Explorandin  auf  die  Folgen  der 
Symptome nach mehreren CPS-Operationen mit Selbstlimitierung und 
Krankheitsgewinn gegenüber ihrer Umgebung festgestellt (S. 35).

5.2.4 Zusammenfassend stellten die Gutachter fest, es bestehe keine 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von mehr als 20%, es habe auch 
keine  solche  bestanden,  ausser  kurzzeitig  während  und  nach  den 
Operationen (S. 36 f.). Bezüglich der rechten Hand bestehe ein chroni-
scher  unbeeinflussbarer  Schmerz  (ICD-10  R52.1)  „avec  description 
subjective d'une sous-utilisation sans substrat objectif“ (S. 37).

5.3
5.3.1 Die Beschwerdeführerin  führt  in  ihrer  Beschwerde aus,  es  sei 
unbestritten,  dass  bei  ihr  ein  invalidisierender  Gesundheitsschaden 
bestehe. Streitig sei das Ausmass der bleibenden Beeinträchtigung. Im 
Vordergrund  stünden  die  massiven  funktionellen  Beeinträchtigungen 
beider Hände, wobei die rechte dominante Hand so schwer beschädigt 
sei, dass sie sie zu nichts mehr gebrauchen könne. Hinzu kämen Lum-
balgien. Sie legt Wert darauf,  dass auch die linke Hand in ihrer Funk-
tion weiterhin erheblich beeinträchtigt sei. Somit sei jede Tätigkeit, für 
welche die  Hände irgendwie  benötigt  würden,  unmöglich. Dies gelte 
selbstverständlich  auch  für  den Haushalt  (act. 1  Rz. 4,  6). Sie  führt 
weiter aus, aufgrund ihrer ungenügenden Schul- und Berufsausbildung 
kämen für  sie  ohnehin nur Hilfsarbeiten in  Frage,  welche ohne Nut-
zung ihrer Hände nicht auszuüben seien (Rz. 5). 

Sie fährt  fort,  das von der Vorinstanz eingeholte Gutachten sei nicht  
ausreichend.  Die  darin  gezogenen Schlüsse  seien  Fehlinterpretatio-
nen: Aus dem kurzzeitigen und nebensächlichen Gebrauch der Hände 
ohne jegliche Anstrengung könne nicht auf volle Funktionsfähigkeit im 

Seite 17

C-3992/2007

Haushalt oder Beruf geschlossen werden. Sie habe seit Jahren keine 
Arbeiten im Haushalt ausführen können und sei vollständig auf die Mit-
hilfe der Tochter, des Ehemanns oder sonstiger Personen angewiesen, 
und ihre Hände seien unbenutzt geblieben. Auf die Auswirkungen der 
festgestellten  Schmerzen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  sei  im  Gutachten 
nicht in genügendem Mass eingegangen worden, weshalb ein Zusatz-
gutachten eines Schmerzzentrums einzuholen sei. Das Gutachten sei 
im Übrigen unvollständig, da es die ärztlichen Berichte der behandeln-
den Ärzte in Portugal nur erwähne (Rz. 7).

5.3.2 In  der  Replik  erneuerte  die  Beschwerdeführerin  ihre  Kritik  am 
Gutachten und stellte fest, dieses erweise sich als ungenügend, zum 
Teil mangelhaft und teilweise sogar unrichtig. Im Übrigen enthalte es 
nur eine theoretische Einschätzung ihrer Arbeitsfähigkeit. Die zusätz-
liche Einholung einer  Beurteilung der  praktischen Einsatzfähigkeit  in 
Haushalt  bzw. einer beruflichen Tätigkeit  erweise sich vorliegend als 
angezeigt.

5.3.3 Die Beschwerdeführerin reichte ergänzend die Zeugenaussage 
von  E._______  ein.  Es  bestehe  eine  freundschaftliche  Beziehung 
zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  seiner  Frau,  welche  sie 
kennengelernt habe, als sie in der Schweiz im Spital gearbeitet habe. 
Das Ehepaar  E._______  habe sie  im Frühling  2005  in  Portugal  be-
sucht.  Herr  E._______  gibt  in  seiner  Aussage  an,  es  sei  ihm  auf -
gefallen, dass die Tochter und der Ehemann die Beschwerdeführerin 
laufend  bei  Haushaltsarbeiten  unterstützen  müssten,  weshalb  er 
nachgeforscht  habe.  Er  stelle  fest,  die  Beschwerdeführerin  könne 
keine  manuellen  Tätigkeiten,  wie  z.B. Gemüse rüsten,  gleichzeitiges 
Umrühren und Fixieren eines Topfes oder Auswringen eines Lappens, 
ausführen oder im Garten arbeiten und sei im Haushalt auf viel Hilfe 
angewiesen. 

Da er bis zu seiner Pensionierung ein Alterszentrum geleitet habe, sei  
er mit der gesundheitlichen Problematik und deren Auswirkungen auf 
Leben und Beruf  der  Beschwerdeführerin  vertraut. Er sei  überzeugt, 
dass die Beschwerdeführerin  ihm und seiner  Frau nichts vorgespielt 
habe, er hätte dies gemerkt.

6.
Einleitend  ist  festzustellen,  dass  entgegen  der  Auffassung  der  Be-
schwerdeführerin die Aussagen der MEDAS im 38 Seiten umfassen-

Seite 18

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den und sehr ausführlichen Gutachten klar und eingehend begründet 
ausfallen. Ebenso sind die Schlussfolgerungen der Gutachter für das 
Bundesverwaltungsgericht begründet und nachvollziehbar. 

6.1
6.1.1 Es besteht eine grosse Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung 
der Behinderung durch die Beschwerdeführerin und der im Gutachten 
erhobenen medizinischen Situation. Entgegen ihrer Auffassung spricht 
die Feststellung, dass sie ihre dominante rechte Hand im Rahmen der 
Begutachtungssituation adäquat und mit normaler Kraft nutzen konnte, 
dafür, dass die Behinderung objektiv nicht im behaupteten Mass vor-
liegt.  Die  Gutachter  halten  fest,  es  fänden  sich  keine  Hinweise  auf 
Muskelatrophien  an  der  rechten  Hand,  auf  eine  Algodystrophie  im 
operierten Bereich und keine medizinisch bedingten Defizite an Bän-
dern, Gelenken und Muskelgruppen der rechten Hand (vgl. Gutachten 
S. 29, 30, 32). Auch die von den Gutachtern gemessene Muskelmasse 
spricht  dafür,  dass  die  Hand  aktiv  eingesetzt  wird  (vgl.  Gutachten 
S. 30) und die Beschwerdeführerin zumindest leichtere Gegenstände 
auch halten kann. Aus medizinischer Hinsicht wird weiter darauf hin-
gewiesen, dass der Knochenaufbau der  rechten Hand trotz  angege-
bener jahrelanger Einschränkungen keine Degenerierungen aufweise, 
keine  relevanten  Einschränkungen  der  Nervenleitbahnen  gemessen 
und keine neurologischen Schädigungen festgestellt werden könnten, 
im operierten  Bereich  keine Entzündungen bestünden und die  Haut 
einen normalen Befund aufweise (vgl. Gutachten S. 29, 32 – 34). Es 
wurde  zwar  eine  allgemeine  Dekonditionierung  aufgrund  der  jahre-
langen Schonung und Fixierung auf die Schmerzsituation festgestellt. 
Dies  ist  indes  nicht  invaliditätsrelevant  und  kann  mit  Training  ver-
bessert werden (vgl. Gutachten S. 31). Im Gutachten finden sich auch 
keine Angaben dazu, dass die Problematik der rechten Hand in Por-
tugal in irgend einer Form behandelt würde: Die in der Anamnese an-
gegebenen Schmerzmittel  beziehen sich auf  den Rücken (vgl. S. 13 
und 15) und es sind auch keine Behandlungen mit Physiotherapie er -
sichtlich, was weiter gegen eine Einschränkung im geltend gemachten 
Mass spricht. Die  Aussage,  die  Hände seien für  jegliche Tätigkeiten 
unbrauchbar, lässt sich demnach nicht medizinisch bestätigen. Diesbe-
züglich erwähnen die Gutachter eine nicht nachvollziehbare Behand-
lungsresistenz über Jahre hinweg sowie eine bedeutende Diskrepanz 
zwischen  den  beschriebenen  und  den  medizinisch  erhobenen  Ein-
schränkungen.

Seite 19

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Soweit  die Beschwerdeführerin  zur  linken Hand ausführen lässt,  ge-
stützt auf die Beurteilungen des behandelnden Arztes im Mai 2001 sei 
auch diese Hand zunehmend beeinträchtigt, ist ihr entgegenzuhalten, 
dass diese Hand im Januar 2002 operiert wurde und die Beschwerde-
führerin im Jahr 2006 selber erklärte, die Operation sei erfolgreich ge-
wesen  (act. IV/123  S. 3,  IV/142,  S. 3).  Im Übrigen  stellten  die  Gut-
achter im Sommer 2006 bei der linken Hand keine Einschränkung fest 
(vgl. Gutachten S. 32).

6.1.2 Es handelt  sich hier  um eine langjährige Krankheitsgeschichte 
bei einer zuvor stark geforderten Berufsfrau (eigener Laden, Putzen im 
Stundenlohn, Haushalt, Familie), welche im Jahr 1992 begonnen hatte 
(act. IV/1 S. 5, 4.14, 27) und mehrere Operationen der rechten (1993, 
2000) und linken (2002) Hand beinhaltete.  Die Operationen und Be-
handlungen haben trotz deutlicher Entlastung der rechten Hand (Auf-
gabe des Ladens, Rückkehr nach Portugal im Herbst 2000, Beschrän-
kung der Tätigkeit auf den Haushalt, Entlastung durch die Familie) für  
die  Beschwerdeführerin  nicht  den  gewünschten  Erfolg  erbracht.  Sie 
scheint sich indes mit der bestehenden Situation arrangiert zu haben 
und zumindest noch teilweise den Haushalt zu führen oder die Hand 
anderweitig einzusetzen, dafür sprechen unter anderem die unverän-
dert  erhaltene  Muskulatur  und die  nach so langer  Zeit  kaum einge-
schränkte Nervenleitung der rechten Hand. 

Aufgrund des Gutachtens mag es sein, dass die Beschwerdeführerin 
nicht mehr im Sinne einer Vollzeittätigkeit schwere Putzarbeiten leisten 
oder  selbständig  einen  Lebensmittelladen  führen  und  dabei  aus-
schliesslich schwere manuelle Tätigkeiten, wie Waren und Getränke-
flaschen  einräumen und  herumtragen,  ausüben kann. Leichtere  Ge-
genstände kann sie jedoch gemäss den Feststellungen im Gutachten 
halten, ohne dass sie ihr aus der Hand fallen. Das Spektrum möglicher 
Tätigkeiten bleibt – wie die Vorinstanz zu Recht ausführt – gross, auch 
für nicht qualifizierte Tätigkeiten, auch in Portugal (oben E. 4.7). Was 
die Haushaltsführung angeht, ist diese – im Rahmen einer gewissen 
Einschränkung für die ganz schweren Arbeiten (bis 20%) – ebenfalls 
zumutbar, zumal bei der linken Hand keine Einschränkung festgestellt 
werden konnte.

6.1.3 Der  von  der  Beschwerdeführerin  als  Zeuge  bezeichnete 
E._______ gibt an, er sei Leiter eines Altersheims gewesen. Er dürfte 

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damit  unbestrittenermassen  eine  reiche  Erfahrung  mit  Patienten  mit 
gesundheitlichen Problemen und mit  Personal  im Pflege-  und Reini-
gungsbereich und dessen allfälligen gesundheitlichen Problemen auf-
weisen.  Seine  anschaulichen  und  nachvollziehbaren  Beobachtungen 
(vgl.  act.  14.1)  können  indes  die  gutachterlich  erhobenen  medizini-
schen Befunde und Diagnosen nicht ersetzen, weshalb der eingereich-
ten  Zeugenaussage  nur  beschränkter  Beweiswert  zugemessen  wer-
den  kann  und  in  ihrer  Würdigung  zu  keinen  anderen  Ergebnissen 
führt.

Gleiches muss für die eventualiter beantragte weiteren Zeugeneinver-
nahmen des Ehemannes und der Tochter, den Augenschein im Haus-
halt der Beschwerdeführerin sowie die berufliche Abklärung am Wohn-
ort gelten (act. 14), zumal diese keine medizinische Beurteilung erset-
zen können und damit auch keine Rückschlüsse auf die von den Gut -
achtern  erwähnten  Aggravationstendenzen  zulassen.  Diese  Anträge 
sind  deshalb  in  antizipierter  Beweiswürdigung  abzuweisen  (oben 
E. 3.2.1 f. und 4.8).

6.2 Bei  dieser  Sachlage  ist  festzustellen,  dass  das  Gutachten  in 
rechtsgenüglicher  Form  Aussagen  und  Schlussfolgerungen  zur 
Gesundheitssituation  der  Beschwerdeführerin  und  ihrer  Arbeits-
fähigkeit  enthält,  sodass  das  Rentengesuch  abschliessend  beurteilt 
werden kann – auch wenn die Gutachter nicht explizit auf die (auf den 
Seiten  4  bis  10)  zusammenfassend  aufgeführten  Beurtei lungen  der 
behandelnden  Ärzte  eingehen.  Die  Ausführungen  der  Beschwer-
deführerin sind – was die Kritik am Gutachten angeht – unbehelflich 
und wenig begründet. Die wiederkehrende Aussage, die Beschwerde-
führerin  könne ihre  Hände zu gar  nichts  brauchen,  erweist  sich  ge-
stützt auf das Gutachten als nicht nachvollziehbar und unbegründet. 
Soweit  die  Beschwerdeführerin  zusätzlich  geltend  macht,  sie  sei 
wegen Rückenschmerzen in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, wur-
den die  Lumbalgien mit  Protrusionen L4-L5 von den Gutachtern  als 
altersgerecht  und  nicht  relevant  beeinträchtigend  beurteilt  (vgl.  Gut-
achten S. 37). Auch der von den Gutachtern festgestellten psychischen 
Fixierung auf den Schmerz wird kein Krankheitswert zugemessen (vgl. 
Gutachten S. 35), weshalb diese keinen Einfluss auf den Invaliditäts-
grad hat.

6.3 Was die  zeitliche  Entwicklung  der  Behinderung  betrifft,  gibt  das 
Gutachten eine Entwicklung der Arbeitsfähigkeit ab dem 3. März 2005 

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wieder. Die MEDAS führt darüber hinaus an: „pas d'incapacité retenue 
au  plan  rhumatologique  (ostéo-articulaire)  en  dehors  des  périodes 
d'incapacité  passagères  liées  aux  interventions“ (act.  IV/126  S.  36 
Frage 5). Die gesundheitliche Entwicklung bis zum 3. März 2005 bzw. 
ein  allfällig  früherer  Rentenanspruch  der  Beschwerdeführerin  ist  an-
hand der  aktenkundigen früheren Beurteilungen ergänzend zu über-
prüfen (s. unten).

6.3.1 Dr.  F._______,  Spezialarzt  FMH  für  Neurologie,  stellte  am 
22. März  1998 fest,  dass nach der  im Jahr 1993 operierten rechten 
Hand  keine  Medianusparästhesien  mehr  auftraten,  dass  indes  seit 
November  1997 intermittierende  Schmerzen  bei  Belastungen  und  in 
Ruhe von verschieden langer Dauer auftraten und die Patientin fest-
stelle,  die  Kraft  der  rechten  Hand  „sei  nicht  normal“.  Im  EEG  vom 
23. Juni  1998 konnte rechts eine ganz minime sensible Leitungsstö-
rung im Carpalsegment des N. Medianus festgestellt werden. Ein CTS-
Rezidiv hielt er für unwahrscheinlich (vgl. act. IV/4.9, 4.10). Es folgten 
umfangreiche  Abklärungen  durch  Spezialärzte  (Dr.  F._______,  Dr. 
G._______,  Spezialarzt  für  Physikalische Medizin  und Rehabilitation 
FMH,  sowie  Dr. H._______,  Handchirurgie  FMH),  und  konservative 
Behandlungen  (Ruhigstellung  in  der  Nacht,  Physiotherapie,  an-
algetische Therapie). Am 9. Februar 1999 stellte Dr. H._______ fest, 
das Szintigramm sei normal gewesen, im MRI hätten sich keine Hin-
weise für  einen Sudeck ergeben,  weder  was den N. meridianus an-
belange, noch das Knochenskelett  im Bereich des Handgelenks und 
der Hand oder der übrigen Weichteile. Die Patientin sei ab 15. Februar 
1999 im Laden zu 100% arbeitsfähig. Die Physiotherapie sei weiterzu-
führen,  wenn  sie  eindeutig  eine  Verbesserung  bringe  (act.  IV/4.5  – 
4.14). Auf diese Angaben gestützt stellte der Hausarzt, Dr. I._______, 
Innere  Medizin  FMH,  gegenüber  der  IV  V._______  am  29.  Oktober 
1999  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  als  Raumpflegerin  vom  1. 
September  1998  bis  17. November  1998  und  von  40%  ab  18. 
November 1998 bis 12. Januar 1999 fest. Ab 1. September 1998 be-
stehe als Geschäftsführerin im Laden und im Haushalt  eine Arbeits-
unfähigkeit von 20%, welche sich auf das nicht mögliche Anheben von 
Lasten über 15 kg beziehe (act. IV/4 – 4.2). 

Im Mai  2000 stellte  das Spital  U._______ (U-Spital)  nach Durchfüh-
rung eines neuen EMG eindeutige Hinweise auf ein Rezidiv des CTS 
fest, welches am 5. Oktober 2000 operiert  wurde. Die behandelnden 
Ärzte gaben am 18. Januar 2001 an, bei der letzten ambulanten Be-

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handlung vom 21. November 2000, sieben Wochen postoperativ,  sei 
die Arbeitsfähigkeit mit 50% zu beurteilen, wobei jede schwere Arbeit 
mit der rechten Hand zu vermeiden sei. Dies gelte für alle bisherigen 
Tätigkeiten (Raumpflegerin, Haushalt, Ladengeschäft). Eine endgültige 
Beurteilung sei jedoch nach diesem langen Verlauf nicht möglich, die-
ser sei frühestens 4 – 6 Monate nach dem Eingriff  sinnvoll (vgl. act.  
IV/27).

6.3.2 Aus den  Akten  der  behandelnden  Schweizer  Ärzte  geht  dem-
nach hervor,  dass  die  Beschwerdeführerin  zwar  ca. ab Herbst  1997 
wiederum Beschwerden (Schmerzen, Kraft) der rechten Hand – nach 
der Operation im Jahr 1993 – hatte, jedoch – unter Vermeidung ganz 
schwerer  Arbeit  bzw.  Entlastung  mit  einer  Schiene  bei  strengerer 
Arbeit – ohne zeitliche Einschränkung arbeitete (act. IV/4.6, 15 S. 3).  
Einzig für die zusätzliche Putzarbeit in der Arztpraxis (2 x 2 Std. pro 
Woche) musste sie vermehrt für Ersatz sorgen (vgl. act. IV/28). Keiner 
der  behandelnden  Ärzte  stellte  eine  bedeutende  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit fest (vgl. act. 4.2).

Gestützt  auf  die  Resultate  des U-Spital  im Mai  2000 korrigierte  der 
Hausarzt  seine  Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  für  die  bisherigen 
Tätigkeiten rückwirkend per 29. Oktober 1999 auf noch 50% als Haus-
frau  und  Laden  und  keine  Arbeitsfähigkeit  mehr  als  Raumpflegerin 
(act. IV/15, 27).

6.3.3 Aufgrund der Akten aus dem U-Spital ist festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin Ende November 2000 wieder eine Arbeitsfähigkeit 
von  50%  in  den  bisherigen  Tätigkeiten  (unter  strikter  Vermeidung 
schwerer Belastung für die rechte Hand) erlangt hatte. Mit der Aufgabe 
des Ladens und der Putzstelle sowie der Rückkehr nach Portugal im 
November  2000  (act.  IV/23)  ist  auch  davon  auszugehen,  dass  die 
schwere bisherige Arbeit  –  ausser der Haushaltführung – zumindest 
vorläufig wegfiel  und die rechte Hand entlastet werden konnte. Auch 
wenn aufgrund des langdauernden Verlaufs eine längere Heilungszeit 
anzunehmen ist (endgültige Beurteilung erst 4 – 6 Monate postopera-
tiv sinnvoll, act. IV/27), ist aufgrund der Akten auf die Zumutbarkeit der 
bisherigen Tätigkeiten spätestens ab April  2001 (6 Monate nach der 
Operation) zu schliessen. 

Im Lauf der weiteren Abklärungen der Vorinstanz stellte Dr. J._______ 
vom medizinischen Dienst am 19. Juni 2002 gestützt auf neue Unter-

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suchungen  in  Portugal  fest,  die  rechte  Hand  könne  trotz  Gefühls-
störung, Kraftminderung und Schmerzen noch gebraucht werden, auf-
grund des EMG vom 30. Januar 2002 sei rechts eine persistierende, 
aber  geringe  Kompression  festgestellt  worden (act.  IV/43  –  45,  50). 
Das EMG des rechten Arms fiel am 19. März 2004 wiederum normal 
aus (act. IV/82). Dr. K._______ stellte am 5. Mai 2004 fest, der Nerv 
habe  sich  erholt  und  auch  die  Betreuung  des  Haushalts  sei  sicher 
wieder zu 80% möglich (act. 84). Was die Operation der linken Hand 
vom 8. Januar 2002 betreffe, sei diese komplikationslos abgeheilt.

6.3.4 In  ihrer  Beurteilung  vom  6.  August  2001  stützte  sich  die  IV 
V._______ auf die Einschätzungen des Hausarztes und des U-Spital 
sowie die Jahreseinkommen als Raumpflegerin für  die Jahre 1998 – 
2000 (2 x 2 Std./Wo, wobei ungeklärt blieb, wieviel die Versicherte an 
dieser  Stelle  noch  selbst  gearbeitet  hatte,  da  sie  jeweils  für  Ersatz 
gesorgt hatte, act. IV/28). Die IV-Stelle ermittelte weder Verweistätig-
keiten noch führte sie einen Erwerbsvergleich durch. Festzustellen ist 
aber,  dass  die  IV  den  IV-Grad  nach  der  allgemeinen  Methode  be-
rechnete.  Die  IV-Stelle  nahm  weiter  gestützt  auf  den  Bericht  des 
Hausarztes vom Juli  2000 an,  der IV-Grad von 50% bestehe ab 29. 
Oktober 1999 und der Rentenanspruch beginne demnach nach dem 
Wartejahr ab 1. Oktober 2000 (act. IV/32).

6.3.5 Wie indes  oben  dargelegt  wurde,  galt  die  Beschwerdeführerin 
mindestens bis  zum Mai  2000 (EMG im U-Spital)  als  arbeitsfähig in 
ihren  bisherigen  Tätigkeiten  mit  einer  Einschränkung  von  20%  für 
schwere Tätigkeiten (act. IV/4.2) und allenfalls erhöhter Einschränkung 
beim Putzen, hatte sie doch gemäss den Akten bei ihrer Putztätigkeit  
von 2 x 2 Stunden pro Woche meistens für Ersatz gesorgt. Dem steht 
gegenüber, dass sie auch noch im Jahr 2000 für die Monate Januar 
bis September für  die Putztätigkeit  im Schnitt  mehr verdiente als im 
Jahr 1999, allerdings weniger als im Jahr 1998 – vor der geltend ge-
machten  gesundheitlichen  Verschlechterung  (vgl.  act.  18).  Auch  gab 
der Hausarzt noch im Juli 2000 an, die Patientin sei bei seiner letzten 
telefonischen Erkundigung im Laden tätig gewesen (act. IV/15. S. 3). 
Es ist daher festzustellen, dass erst ab Mai 2000 anhand der eindeu-
tigen Diagnose des CTS-Rezidivs von einer erhöhten Arbeitsunfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit auszugehen ist.

Ab Ende November 2000 bestand für die bisherigen Tätigkeiten wegen 
der Einschränkungen der rechten Hand wiederum eine Arbeitsfähigkeit 

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von  50%. Auch  wenn  vorliegend  wegen des  längerfristigen  Verlaufs 
davon auszugehen ist, dass der Heilungsprozess und die Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit durch die rechte Hand einen längeren Zeit-
raum als üblich beanspruchte, ergeben sich aus den Akten keine Hin-
weise, dass noch im April  2001 (sechs Monate nach der Operation) 
eine  Einschränkung  in  einem  invaliditätsrelevanten  Mass  von  über 
40% (unter  Berücksichtigung  der  bisherigen Tätigkeit  und von leich-
teren Verweistätigkeiten) vorlag. 

Was  die  Operation  der  linken Hand  betrifft,  ist  davon  auszugehen, 
dass je  einige Wochen vor und nach der  Operation im Januar 2002 
eine gewisse Einschränkung bezüglich der linken Hand vorlag.

6.3.6 Demnach  ergibt  sich  eine  erhöhte  Arbeitsunfähigkeit,  in  der 
bisherigen  Tätigkeit  ab  Mai  2000  bis  Ende  November  2000,  welche 
sich bis zum Frühling 2001 in einem Mass normalisiert hatte, dass kein 
IV-Grad von 40% (insgesamt bisherige Tätigkeit und Verweistätigkeit) 
oder mehr vorlag. Auch wenn weiterhin gewisse Einschränkungen der 
rechten Hand festgestellt wurden (vgl. EMG vom 30. Januar 2002, act. 
IV/45), lag aufgrund der Akten keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von 
mindestens  40%  vor.  Ausserdem  bestand  kurz  vor  und  nach  der 
Operation der linken Hand im Januar 2002 nochmals eine zeitlich ein-
geschränkte  erhöhte  Arbeitsunfähigkeit.  Den  Feststellungen  der 
MEDAS-Gutachter vom 8. September 2006 ist daher im Ergebnis zu-
zustimmen. 

Da sich die Perioden, in welchen die Beschwerdeführerin tatsächlich in 
einem höheren Umfang arbeitsunfähig war, jeweils auf einen Zeitraum 
von einigen Monaten beschränkten und demnach nie eine Arbeitsun-
fähigkeit von mindestens 40% während mindestens eines Jahres vor-
lag (vgl. oben E. 4.4), entstand auch kein befristeter (Teil-)Rentenan-
spruch. In dieser Hinsicht bestätigt das Gutachten nachträglich die Er-
gebnisse der vor dem 3. März 2005 liegenden medizinischen Erhebun-
gen und Feststellungen.

6.4 Da aus dem Gutachten keine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 40% 
in irgendeiner Tätigkeit hervorgeht und damit auch kein Einkommens-
vergleich notwendig ist,  kann die von der Rekurskommission AHV/IV 
aufgeworfene Frage nach dem Status  der  Beschwerdeführerin  unter 
den  vorliegenden  Umständen  offengelassen  werden.  Anzumerken 
bleibt, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin im Nachgang zum 

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Urteil  der  Rekurskommission AHV/IV einen Fragebogen zur  Klärung 
des Status zukommen liess, welchen diese am 15. Dezember 2006 mit 
dem Hinweis auf ihre Nichterwerbstätigkeit  retournierte (act. IV/138). 
Die  IVSTA  liess  ihr  in  der  Folge  nochmals  einen  Fragebogen  für 
Selbstständigerwerbende zukommen, den die Beschwerdeführerin am 
29. Dezember 2006 ausfüllte (act. IV/146, letzte Beschäftigung: Putz-
frau;  Nichterwähnung  der  Mitarbeit  im  Laden  des  Ehemannes, 
deckungsgleiche Antworten wie im am 11. August 2006 ausgefüllten 
Fragebogen, act. IV/123). In einer internen Notiz vom 12. Januar 2007 
hielt die IVSTA sodann fest, die Versicherte hätte ohne Gesundheits-
schaden nicht mehr gearbeitet, weshalb – im Gegensatz zu ihrer Ver-
fügung vom 7. Mai  2004 – ein Betätigungsvergleich nach der spezi-
fischen Methode anzustellen sei (act. IV/147).

6.5 Zusammenfassend ist gestützt auf das ausführlich begründete und 
nachvollziehbare  Gutachten  der  MEDAS  erstellt,  dass  bei  der  Be-
schwerdeführerin  seit  ihrem  Rentenantrag  vom  7.  September  1999 
kein Invaliditätsgrad von mindestens 40% während mindestens eines 
Jahres bestanden hat. Somit dringt die Beschwerdeführerin mit ihrem 
Hauptantrag, es sei ihr mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen, 
nicht durch. 

In antizipierter Beweiswürdigung besteht auch kein Anlass, vorliegend 
weitere  Abklärungen  vorzunehmen.  Die  Beschwerde  ist  deshalb  – 
auch bezüglich der Subsidiäranträge – vollumfänglich abzuweisen.

7.
Zu befinden ist schliesslich über die Verfahrenskosten und eine allfälli -
ge Parteientschädigung.

7.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan-
ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren 
auf Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 
und  mit  dem am 24.  Oktober  2007  geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen. 

7.2 Weder  die  unterliegende  Beschwerdeführerin  noch  die  obsie-
gende  Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung 

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(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 

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beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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