# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0978d2f7-10d3-5cc2-963e-d4b02483aeb0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.04.2025 B-5341/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5341-2024_2025-04-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 25 60 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 
 

Geschäfts-Nr. B-5341/2024 

stm/bub/fma 
  

 Z w i s c h e n v e r f ü g u n g  

v o m  1 5 .  A p r i l  2 0 2 5   

  In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 X._______,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Galli,  

Grossenbacher Rechtsanwälte AG,  

Zentralstrasse 44, 6003 Luzern,  

Beschwerdeführerin,  

  

  gegen 

  
Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG),  

Direktionsbereich Grundlagen, Sektion Recht,  

Taubenstrasse 16, 3003 Bern,   

vertreten durch die Rechtsanwältinnen 

Julia Bhend und/oder Alexandra Williams-Winter, 

Probst Partner AG Rechtsanwälte,  

Bahnhofplatz 18, 8401 Winterthur,  

Vergabestelle,  

 

Z._______, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Marco Kaeslin,  

Kaeslin Bänziger David & Partner,  

Eichwaldstrasse 7, 6005 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 

Gegenstand 
 Öffentliches Beschaffungswesen -  

Zuschlag betreffend das Projekt "Kleiderlogistik BAZG" 

(SIMAP-Meldungsnummer 1432649; Projekt-ID 259874), 

B-5341/2024 

Seite 2 

wird festgestellt 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 26. August 2024 beim Bun-

desverwaltungsgericht gegen die auf der Internetplattform simap.ch am 

6. August 2024 publizierte Verfügung der Vergabestelle betreffend den Zu-

schlag im Beschaffungsverfahren "Kleiderlogistik BAZG" (SIMAP-Mel-

dungsnummer 1432649; Projekt-ID 259874) Beschwerde erhob, und ins-

besondere beantragte, (1) es sei die Zuschlagsverfügung der Vergabe-

stelle vom 6. August 2024 vollumfänglich aufzuheben und (2) es sei der 

Zuschlag direkt der Beschwerdeführerin zu erteilen, 

dass die Beschwerdeführerin ausserdem den prozessualen Antrag stellte, 

der Beschwerde sei, zunächst superprovisorisch, die aufschiebende 

Wirkung zuzuerkennen,  

dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde schliesslich bean-

tragte, es sei ihr umfassende Einsicht in die Akten, welche Grundlage der 

hier angefochtenen Verfügungen bilden bzw. in deren Zusammenhang 

stehen, zu gewähren, 

dass die Vergabestelle die Evaluation der Angebote wie folgt im Register 5 

verurkundet hat (vgl. Aktenverzeichnis der Vergabeakten):  

– Register 5.1 "Evaluationsbericht inkl. Anhänge" 
– Register 5.2 "Detaillierte Auswertung" 
– Register 5.3 "Anbieterpräsentation und Protokoll Beschwerdeführerin" 
– Register 5.4 "Anbieterpräsentation und Protokoll Beschwerdegegnerin" 

dass zum in Register 5.1 abgelegten Evaluationsbericht 259874 

Kleiderlogistik BAZG gemäss dessen Ziff. 7 (S. 14) folgende Anhänge 

gehören:  

– Anhang 1 Ausschreibungstext SIMAP 
– Anhang 2 + 2.1 Evaluation konsolidiert 
– Anhang 3 Punkterangliste Preis 
– Anhang 4 Unternehmen Download 
– Anhang 5 Protokoll Offertöffnung 
– Anhang 6 Schutzbedarfsanalyse 
– Anhang 7 Fragenkatalog 
– Anhang 8 Protokoll Anbieterpräsentation der Beschwerdegegnerin 
– Anhang 8.1 Protokoll Anbieterpräsentation der Beschwerdeführerin 

dass der Beschwerdeführerin mit Instruktionsverfügung vom 3. Oktober 

2024 aus Register 5.1 folgende Dokumente zur Einsicht zugestellt worden 

sind: 

– ohne Schwärzungen: Anhang 1, Seite 5 des Anhangs 6 (Schutzbedarfs-
analyse), Anhang 7 und Anhang 8.1;  

B-5341/2024 

Seite 3 

– einstweilen nur bezüglich ihren eigenen Informationen offengelegt: 
Evaluationsbericht 259874 Kleiderlogistik BAZG sowie die Anhänge 2, 2.1 
und 3; 

dass der Beschwerdeführerin im Einverständnis mit der Vergabestelle und 

der Beschwerdegegnerin mit Instruktionsverfügung vom 9. Oktober 2024 

der Evaluationsbericht 259874 Kleiderlogistik BAZG dahingehend weiter 

offengelegt wurde, dass ihr im Evaluationsbericht selber (d.h. exkl. 

Anhänge) – mit Ausnahme des Namens des Subunternehmens der 

Beschwerdegegnerin, der Preisaufteilung zwischen Grundauftrag und 

Option (Ziff. 3.1 auf S. 5) sowie der Angaben unter Ziff. 6.3.2 (Bereinigung 

der technischen Spezifikationen) – sämtliche Angaben zur Beschwerde-

gegnerin offengelegt wurden,  

dass der Beschwerdeführerin mit derselben Instruktionsverfügung auch 

Anhang 3 des Evaluationsberichts bezüglich den Angaben der 

Beschwerdegegnerin sowie im Anhang 8 des Evaluationsberichtes die 

Protokollierung des ZK 6.8 im Einverständnis mit der Beschwerdegegnerin 

und der Vergabestelle offengelegt wurden (vgl. Stellungnahme der 

Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 14; Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024, Ziff. 4), 

dass die im vorliegenden Beschwerdeverfahren mit Zwischenverfügung 

zur Akteneinsicht vom 10. Oktober 2024 verfügte Einsicht der 

Beschwerdeführerin in die Preisaufteilung der Beschwerdegegnerin 

betreffend Grundauftrag und Option (Ziff. 3.1 aus S. 5 des Evaluations-

berichtes) sowie in die Detailbenotung der Beschwerdegegnerin (Anhang 2 

des Evaluationsberichtes) mit Instruktionsverfügung vom 15. Oktober 2024 

vollzogen worden ist,  

dass mit Zwischenentscheid vom 19. Dezember 2024 nicht nur das 

Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung, sondern einstweilen auch die mit Beschwerde vom 26. August 

2024 gestellten Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin 

abgewiesen worden sind, soweit ihnen nicht bereits im Rahmen der 

Instruktion entsprochen worden war (vgl. E. 8), 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 10. Januar 2025 

beantragt, es seien ihr sowohl die vollständige Offerte der 

Beschwerdegegnerin als auch der Evaluationsbericht 259874 

Kleiderlogistik BAZG ohne Schwärzungen zur Einsichtnahme zuzustellen, 

B-5341/2024 

Seite 4 

dass mit Instruktionsverfügung vom 14. Januar 2025 [Datum im Ausdruck 

fehlend] festgehalten wurde, es erscheine aus prozessökonomischen 

Gründen im Rahmen des Hauptverfahrens sachgerecht, zunächst der 

Vergabestelle und der Beschwerdegegnerin Frist zur Stellungnahme zum 

Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin vom 10. Januar 2025 

anzusetzen und den Schriftenwechsel im Hauptverfahren erst danach zu 

eröffnen,  

dass die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 10. Februar 2025 die 

Abweisung des Akteneinsichtsbegehrens der Beschwerdeführerin vom 

10. Januar 2025 beantragt und zur Begründung in erster Linie vorbringt, 

der Beschwerdeführerin sei im Evaluationsbericht bereits in nahezu alle 

Angaben und Bewertungen betreffend der Beschwerdegegnerin Einsicht 

gewährt worden, nämlich insbesondere auch in die Detailbenotung der 

Beschwerdegegnerin sowie die Preisgestaltung bezüglich Grundauftrag 

und Option, weshalb nicht die Rede davon sein könne, sie habe noch nicht 

sämtliche entscheidrelevanten Akten im Sinne von Art. 57 Abs. 2 BöB zur 

Einsicht erhalten, 

dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 13. Februar 2025 beantragt, dass 

von der Akteneinsicht der Beschwerdeführerin (1) die Namen der an der 

Evaluation und Genehmigungsinstanzen beteiligten Personen (Ziff. 3.2, 

3.3 und 4.1 des Evaluationsberichts) sowie (2) der Anhang 4 des 

Evaluationsberichts (Unternehmen Download) auszunehmen seien,  

dass die Vergabestelle insbesondere beantragt, es sei auch in Bezug auf 

Anhang 6 des Evaluationsberichtes niemandem weitergehend als in die 

bereits offengelegte letzte Seite Einsicht zu gewähren, da es sich hierbei 

um ein internes Dokument gemäss Art. 13 Abs. 1 ISG (SR 128) handle, 

deren Kenntnisnahme durch Unberechtigte die öffentlichen Interessen 

beeinträchtigen könne, weshalb es im Sinne von Art. 15 ISG i.V.m. Art. 27 

Abs. 1 lit. a VwVG und Art. 57 Abs. 2 BöB von einer Akteneinsicht 

auszunehmen sei (Stellungnahme der Vergabestelle vom 13. Februar 

2025, Rz. 22 ff.),  

dass die Vergabestelle sowohl zur beantragten Einsicht in die 

zugeschlagene Offerte als auch in Bezug auf die restlichen, die 

Beschwerdegegnerin betreffenden Abdeckungen im Evaluationsbericht 

(betreffend Ziff. 6.3.2 bzw. die Identität der Subunternehmen) sowie 

dessen Anhänge ausgeführt hat, es stehe der Geheimnisherrin anheim, 

diesbezüglich ein überwiegendes Geheimhaltungsinteresse geltend zu 

machen, weshalb sie der Beschwerdegegnerin die Entscheidung 

B-5341/2024 

Seite 5 

überlasse, ob und welche der sie betreffenden Informationen gegenüber 

der Beschwerdeführerin offengelegt werden dürfen (Stellungnahme der 

Vergabestelle vom 13. Februar 2025, Rz. 5, 16, 18 und 26), 

dass die Vergabestelle schliesslich ausgeführt hat, dass wenngleich sie der 

Ansicht sei (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 13. Februar 2025, 

Rz. 29), das Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin vom 

10. Januar 2025 gemäss Antrag-Nr. 1 umfasse einzig Einsicht in die unter 

Register 5.1 abgelegten Dokumente, nicht aber Einsicht in die unter 

Register 5.2 abgelegte detaillierte Auswertung der Angebote, welche der 

Beschwerdeführerin bislang einzig bezüglich ihrer eigenen Angaben 

offengelegt worden sei, die Vergabestelle es jedenfalls der 

Beschwerdegegnerin als Geheimnisträgerin überlasse, Stellung zu 

nehmen zu einer allfälligen Offenlegung dieser Angaben gegenüber der 

Beschwerdeführerin (Stellungnahme der Vergabestelle vom 13. Februar 

2025, Rz. 31), 

dass das Gericht mit Instruktionsverfügung vom 27. Februar 2025 

festgehalten hat, dass der Vergabestelle in Bezug auf den von der 

Beschwerdeführerin gestellten Antrag-Nr. 1 wohl formell zuzustimmen sei, 

indes aus der Begründung des Antrages der Beschwerdeführerin prima 

facie in hinreichender Klarheit hervorgehe, dass diese nebst Einsicht in die 

unter Register 5.1 abgelegten Dokumente des Evaluationsberichtes (inkl. 

Anhänge) insbesondere Einsicht in die Detailbegründung, welche in 

Anhang 2 und 2.1 des Evaluationsberichts (Evaluation konsolidiert) gerade 

nicht enthalten ist, und damit letztendlich Einsicht in die unter Register 5.2 

abgelegte Detailbegründung der Evaluation verlange (vgl. Stellungnahme 

der Beschwerdeführerin vom 10. Januar 2025, Teil B, Ziff. 3 und 7),  

dass der Beschwerdegegnerin daher mit Instruktionsverfügung vom 

27. Februar 2025 die gerichtlichen Abdeckungsvorschläge zu den Regis-

tern 5.1 und 5.2 der Beschwerdegegnerin – sowie freigestellt auch der 

Vergabestelle – zur Stellungnahme bis zum 31. März 2025 zugestellt wor-

den sind,  

dass die Beschwerdegegnerin zunächst mit Eingabe vom 27. März 2025 

(Posteingang: 31. März 2025) den Abschluss des Vertrages mit der 

Vergabestelle mitgeteilt hat,  

dass die Beschwerdegegnerin hernach mit Eingabe vom 31. März 2025 

ihre Stellungnahme zum gerichtlichen Abdeckungsvorschlag vom 26. Feb-

ruar 2025 eingereicht hat und beantragt, es sei auf die Offenlegung der 

B-5341/2024 

Seite 6 

Identität des Subunternehmens der Beschwerdegegnerin zu verzichten 

(vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 31. März 2025, Ziff. 1),  

dass die Beschwerdegegnerin ausserdem mitteilt, sie erkläre sich darüber 

hinaus mit den gerichtlichen Abdeckungsvorschlägen vom 26. Februar 

2025 betreffend die Register 5.1 und 5.2 – d.h. exklusive Offenlegung der 

Identität des Subunternehmens – einverstanden (vgl. Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin vom 31. März 2025, Ziff. 2),  

dass die Vergabestelle ihrerseits mit Eingabe vom 31. März 2025 den Ver-

tragsabschluss mit der Beschwerdegegnerin bestätigt, und ausserdem mit 

Hinweis auf ihre Eingabe vom 13. Februar 2025 ausgeführt hat, sie ver-

zichte auf eine erneute inhaltliche Stellungnahme zur Akteneinsicht, 

dass nachdem die Beschwerdegegnerin sich in Bezug auf den gerichtli-

chen Abdeckungsvorschlag vom 26. Februar 2025 zu den Registern 5.1 

und 5.2 lediglich mit der Offenlegung der Identität ihres Subunternehmens 

nicht einverstanden erklärt hat (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegeg-

nerin vom 31. März 2025, Ziff. 1 f.) und die Vergabestelle eine Offenlegung 

weiterer Passagen in den Registern 5.1 und 5.2 der Beschwerdegegnerin 

überlasse, der Beschwerdeführerin in der Folge mit Instruktionsverfügung 

vom 2. April 2024 folgende, unbestrittene Passagen aus den Registern 5.1 

und 5.2 in aufgedeckter Form zugestellt worden sind: 

– aus dem Register 5.1 "Evaluationsbericht inkl. Anhänge": Die Angaben 

zur Beschwerdeführerin (exkl. Offenlegung der Identität des Subunter-

nehmens) unter Ziff. 6.3.2 "Bereinigung der technischen Spezifikatio-

nen" (gerichtliche Version vom 2. April 2025 der Seite 11 des Evaluati-

onsberichtes aus Register 5.1); 

– Register 5.2 "Detaillierte Auswertung": Die detaillierte Begründung der 

Bewertung des Angebots der Beschwerdegegnerin (exkl. Offenlegung 

der Identität des Subunternehmens; gerichtliche Version vom 2. April 

2025 des Registers 5.2), 

 

  

B-5341/2024 

Seite 7 

und in Erwägung gezogen, 

dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 

Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

(VwVG, SR 172.021) bestimmt, soweit das Bundesgesetz vom 

21. Juni 2019 über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, 

SR 172.056.1) und das VGG nichts anderes bestimmen (Art. 55 BöB und 

Art. 37 VGG), 

dass das Ziel des Rechtsmittelverfahrens in Beschaffungssachen ist, das 

Vorgehen der Vergabestelle nachvollziehbar zu machen, unter anderem 

mit Hilfe der Akteneinsicht (Zwischenverfügung des BVGer B-1606/2020 

vom 7. Oktober 2020 E. 3.4 mit Hinweisen "Mediamonitoring ETH-Be-

reich"; Zwischenentscheid B-2675/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 6.6 "Er-

satzbeschaffung Billettautomaten"), 

dass dies in Beschaffungssachen besonders darum relevant ist, weil im 

Verfügungsverfahren selbst gemäss Art. 57 Abs. 1 BöB (im Sinne einer lex 

specialis gegenüber Art. 26-28 VwVG) kein Anspruch auf Akteneinsicht be-

steht, 

dass der Beschwerdeführerin gemäss Art. 57 Abs. 2 BöB im Beschwerde-

verfahren auf Gesuch hin Einsicht in die Bewertung ihres Angebotes und 

in weitere entscheidrelevanten Verfahrensakten zu gewähren ist, sofern 

dem nicht ein überwiegendes öffentliches oder privates Interesse entge-

gensteht,  

dass demnach vom allgemeinen Einsichtsrecht jene Akten ausgenommen 

bleiben, bezüglich derer ein überwiegendes Geheimhaltungsinteresse vor-

liegt (Art. 27 Abs. 1 Bst. b VwVG; vgl. zum Ganzen die Zwischenverfügung 

des BVGer B-1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 3.1 "Mediamonitoring 

ETH-Bereich"), 

dass in Bezug auf den Evaluationsbericht als Kernstück der Dokumenta-

tion (vgl. Art. 40 Abs. 1 Satz 2 BöB) besonders darauf zu achten ist, dass 

bei Abdeckungen die Verhältnismässigkeit gewahrt wird (Zwischen-

verfügung des BVGer B-1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 3.2 mit Hin-

weisen "Mediamonitoring ETH-Bereich"), 

dass gemäss ständiger Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren in Ver-

gabesachen ohne Zustimmung der Betroffenen insbesondere kein allge-

meiner Anspruch auf Einsichtnahme in Konkurrenzofferten besteht, da das 

B-5341/2024 

Seite 8 

in anderen Bereichen übliche allgemeine Akteneinsichtsrecht gegenüber 

dem Interesse der Anbieter an der vertraulichen Behandlung ihrer Ge-

schäftsgeheimnisse sowie des in den Offertunterlagen zum Ausdruck kom-

menden unternehmerischen Know-hows zurückzutreten hat (BGE 139 II 

489 E. 3.3 "Mehreignung“; Urteile des Bundesgerichts 2P.193/2006 vom 

29. November 2006 E. 3.1 "Rettungsgeräte" sowie 2P.274/1999 vom 

2. März 2000 E. 2c "Girsbergtunnel"; Zwischenverfügung B-2675/2012 

vom 5. Dezember 2012 E. 3.1 "Ersatzbeschaffung SBB-Billetautomaten"; 

GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1364), 

dass demgegenüber der Akteneinsicht auch in Offertunterlagen nichts ent-

gegensteht, wenn die Einwilligung der betroffenen Anbieter vorliegt (Zwi-

schenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B-562/2015 vom 23. Juni 

2015 E. 4.4.1 "Support Software ORMA"), 

dass das Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin nach dem Ge-

sagten offensichtlich abzuweisen ist, soweit es sich auf die Offerte der Be-

schwerdegegnerin bezieht, 

dass die Vergabestelle zwar zu Unrecht geltend macht, von den Anträgen 

der Beschwerdeführerin sei nur das Register 5.1 "Evaluationsbericht inkl. 

Anhänge", nicht aber das Register 5.2 "Detaillierte Auswertung" erfasst, 

dass indessen die Schutzbedarfsanalyse "Webshop Kleiderlogistik" (An-

hang 6 zum Register 5.1) und das Protokoll der Anbieterpräsentation der 

Beschwerdegegnerin (Anhang 8 zum Register 5.1) nicht Teil der Offertbe-

wertung sind, womit diese beiden Dokumente vom Akteneinsichtsgesuch 

jedenfalls nicht umfasst sind, 

dass demnach offen bleiben kann, ob – wie von der Vergabestelle geltend 

gemacht – öffentliche Daten- und Informationssicherheitsinteressen an der 

Geheimhaltung der diesbezüglichen Analyse bestehen bzw. den Doku-

menten betreffend die Anbieterpräsentation im Ergebnis Offertqualität zu-

kommt,  

dass vorliegend ausserdem festgehalten werden kann, dass der Be-

schwerdeführerin zur Bewertung des Angebotes der Beschwerdegegnerin, 

mit welchem sie den Zuschlag erhalten hat, bis anhin in den Registern 5.1 

und 5.2 mit Ausnahme der Identität des Subunternehmens sämtliche An-

gaben zur Bewertung des Angebotes der Beschwerdegegnerin offengelegt 

worden sind, 

B-5341/2024 

Seite 9 

dass die Beschwerdeführerin unter anderem die Falschbewertung ihres 

Angebotes unter dem Zuschlagskriterium ZK2 "Onlineshop" rügt, und zur 

Begründung auch vorbringt, die Beschwerdegegnerin sei unter diesem Zu-

schlagskriterium zu Unrecht bevorzugt und die Beschwerdeführerin ohne 

stichhaltige Gründe herabgesetzt worden (vgl. Zwischenentscheid zur auf-

schiebenden Wirkung vom 19. Dezember 2024 im vorliegenden Verfahren 

E. 9.1 und E. 9.11 mit Hinweisen), 

dass der vorliegend strittige Beschaffungsgegenstand in fünf Arbeitspakete 

aufgeteilt ist, wobei es sich beim Arbeitspaket "Onlineshop" und dem da-

zugehörenden Zuschlagskriterium ZK2 "Onlineshop" mit einer Gewichtung 

von 20% und der maximalen Punktzahl von 2000 um das zweitgrösste Ar-

beitspaket bzw. das zweitwichtigste Zuschlagskriterium handelt (vgl. 

E. 5.4.5 des Zwischenentscheides zur aufschiebenden Wirkung vom 

19. Dezember 2024 im vorliegenden Verfahren mit Verweis auf die Aus-

schreibungsunterlagen), 

dass es in Bezug auf das Zuschlagskriterium ZK2 "Onlineshop" vorliegend 

darum geht, nebst der Bewertung des Angebotes der Beschwerdeführerin 

(vgl. E. 9.11.1 des Zwischenentscheides zur aufschiebenden Wirkung vom 

19. Dezember 2024 im vorliegenden Verfahren) auch die Bewertung des 

Angebots der Beschwerdegegnerin, welche zur Erfüllung ihrer Verpflich-

tungen unter diesem Zuschlagskriterium auf einen Subunternehmer zu-

rückgreift, auf ihre Rechtswidrigkeit hin zu prüfen, 

dass die Vergabestelle in ihrer Ausschreibung – im Gegensatz zu den aus-

geschlossenen Bietergemeinschaften (vgl. Ziffer 3.5 der Ausschreibung 

[SIMAP-Meldungsnummer 1345259; vi-act. 1.2]) – Subunternehmen sowie 

deren Mehrfachbewerbung ausdrücklich zugelassen hat (vgl. Ziffer 3.6 der 

Ausschreibung [SIMAP-Meldungsnummer 1345259; vi-act. 1.2]),  

dass die Beschwerdegegnerin jedenfalls zwei Offerten eingereicht hat, und 

zwar jeweils mit unterschiedlichen Subunternehmen bezüglich der Leis-

tung unter dem Zuschlagskriterium ZK2 (vgl. Register 5.1, Evaluationsbe-

richt, Ziff. 5.4, S. 8), 

dass gemäss Art. 31 Abs. 3 BöB die charakteristische Leistung grundsätz-

lich vom Anbieter erbracht werden muss (vgl. hierzu auch den Hinweis un-

ter Ziffer 3.6 der Ausschreibung [SIMAP-Meldungsnummer 1345259; 

vi-act. 1.2]), sich die Qualifikation der charakteristischen Leistung im kon-

kreten Fall aufgrund des tatsächlich ausgeschriebenen 

B-5341/2024 

Seite 10 

Beschaffungsgegenstandes bestimmt (vgl. BEAT JOSS, in: Handkommentar 

BöB, Art. 31 N. 41),  

dass der Onlineshop nach dem Gesagten einen funktionell wesentlichen 

Teil der nachgefragten Leistung ausmacht, was auch nachvollziehbar er-

scheinen lässt, dass die Beschwerdegegnerin mit zwei verschiedenen –

insoweit einschlägige Kompetenzen aufweisenden – Subunternehmerin-

nen offeriert hat, 

dass die Beschwerdeführerin, wenn neben der Verweigerung der Akten-

einsicht in die Offerte auch die Identität des Subunternehmers nicht offen 

gelegt wird, nicht in der Lage ist, die von ihm in Zusammenarbeit mit der 

Beschwerdegegnerin offerierten Leistungen zum Onlineshop zu überprü-

fen und andererseits ihre Argumente im Zusammenhang mit deren Bewer-

tung des Zuschlagskriteriums ZK2 wirksam geltend zu machen, 

dass die Beschwerdegegnerin die Offenlegung der Identität ihres Subun-

ternehmens mit der Begründung ablehnt, dass ihr Partner-Netzwerk sowie 

die Auswahl des Subunternehmens schützenswerte Geschäftsgeheim-

nisse darstellen würden, deren Offenlegung das Risiko berge, dass die Be-

schwerdeführerin dieses Wissen im Hinblick auf zukünftige Vergabeverfah-

ren für sich selber nutze und sich dank der dazugewonnenen internen 

Marktkenntnisse der Beschwerdegegnerin einen Wettbewerbsvorteil zu ih-

ren Gunsten schaffen könnte (vgl. Stellungnahme der Beschwerde-

gegnerin vom 31. März 2025, Ziff. 1),  

dass sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Geschäftsgeheim-

nisse dadurch auszeichnen, dass der Geheimnisherr ein berechtigtes (ob-

jektives) Geheimhaltungsinteresse an deren Geheimhaltung hat, wobei 

massgebend ist, ob die geschäftlich relevanten Informationen objektiv ge-

sehen als geheimhaltungswürdig gelten (BGE 144 II 91 E. 3.1; 142 II 268 

E. 5.2.2.1; Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3 mit 

Hinweisen; Urteile des BVGer A-1460/2022 vom 4. Juli 2024 E. 7.6, 

B-4714/2021 vom 12. Februar 2024 E. 5.1.2), 

dass der Gegenstand des Geschäftsgeheimnisses geschäftlich relevante 

Informationen betreffen und demnach einen betriebswirtschaftlichen oder 

kaufmännischen Charakter aufweisen muss, wobei entscheidend ist, ob 

die geheimen Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 

haben können, oder mit anderen Worten, ob die geheimen Informationen 

Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen haben 

B-5341/2024 

Seite 11 

(BGE 142 II 268 E. 5.2.3; Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 

2019 E. 3.3; Urteile des BVGer A-1460/2022 vom 4. Juli 2024 E. 7.6, 

B-4714/2021 vom 12. Februar 2024 E. 5.1.2; BÜHLER, a.a.O., Art. 57 BöB 

N. 26 f.), 

dass als Geschäftsgeheimnisse insbesondere nicht allgemein bekannte 

Angaben betreffend technische Problemlösung und Detailkalkulationen 

gelten (Zwischenentscheid des BVGer B-562/2015 vom 23. Juni 2015 

E.  4.2.1 "Support Software ORMA"; Zwischenentscheid des BVGer 

B-2675/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 5.2 und E. 5.4 "Ersatzbeschaffung 

SBB-Billetautomaten"), wobei auch Angaben zu den projektbeteiligten 

Schlüsselpersonen der Zuschlagsempfängerin unter Umständen schüt-

zenswert sein können (Zwischenverfügung des BVGer B-1606/2020 vom 

7. Oktober 2020 E. 4.3 "Mediamonitoring ETH-Bereich"), 

dass ein Subunternehmen zwar im Auftrag der Zuschlagsempfänger tätig 

wird, es sich aber nicht um einen Mitarbeiter der Zuschlagsempfänger han-

delt, weshalb dessen Identität nicht mit einem Qualifikationsprofil eines Mit-

arbeiters – und damit mit einem möglichen Geschäftsgeheimnis (vgl. 

GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1192) – gleichzusetzen ist, auch 

wenn der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen ist, dass die Auswahl 

des geeigneten Subunternehmens durchaus auf über viele Jahre erarbei-

tete Erfahrung der Beschwerdegegnerin basieren kann (vgl. Stellung-

nahme der Beschwerdegegnerin vom 31. März 2025, Ziff. 1), und die Qua-

lifikation eines solchen Unternehmens (in gewisser Weise dem Qualifikati-

onsprofil eines Mitarbeiters vergleichbar) bei dessen Wahl mitspielt, 

dass vorliegend der Vertrag mit der Zuschlagsempfängerin geschlossen 

ist, womit es jedenfalls in Bezug auf das vorliegende Verfahren nicht mehr 

zu einem Abwerben der Subunternehmerin kommen kann, und die bezu-

schlagte Beschwerdegegnerin ausserdem über eine Marktstellung verfügt, 

die es im ökonomischen Interesse der Subunternehmerin naheliegend er-

scheinen lässt, im Zweifel wieder mit dieser zusammenzuarbeiten, 

dass unter diesen Umständen das Interesse der Beschwerdeführerin an 

einer rechtsgenüglichen Begründung ihrer Beschwerde in Bezug auf das 

Zuschlagskriterium ZK2 jedenfalls höher zu gewichten ist als der Schutz 

vor einem hypothetischen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit der Beschwer-

degegnerin, 

B-5341/2024 

Seite 12 

dass der Beschwerdeführerin demnach die Identität der Subunternehme-

rin, mit welcher die Beschwerdegegnerin den Zuschlag erhalten hat, offen-

zulegen ist,  

dass indessen die Akteneinsichtsanträge der Beschwerdeführerin soweit 

weitergehend abzuweisen sind, 

dass mit Blick auf den bereits geschlossenen Vertrag keine Anordnungen 

betreffend die Vollstreckung der vorliegenden Verfügung vor Ablauf der 

Rechtsmittelfrist zu treffen sind (vgl. dazu GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 

a.a.O., Rz. 1371), es der Vergabestelle und Beschwerdegegnerin indessen 

freisteht, das Verfahren durch die Erklärung eines Verzichts auf das Erhe-

ben eines Rechtsmittels zu beschleunigen, 

dass über die Kosten der vorliegenden Verfügung mit dem Endentscheid 

zu befinden ist. 

  

B-5341/2024 

Seite 13 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

1.1 Der Beschwerdeführerin wird die Identität der Subunternehmerin, mit 

welcher die Beschwerdegegnerin den Zuschlag erhalten hat, offengelegt. 

1.2 Die Information gemäss Ziffer 1.1 hiervor wird der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt der Rechtskraft der vorliegenden Zwischenverfügung mit se-

parater Verfügung mitgeteilt.  

1.3 Soweit weitergehend werden die Akteneinsichtsanträge der 

Beschwerdeführerin abgewiesen.  

2.  

Über die Kosten der vorliegenden Zwischenverfügung wird im Endent-

scheid befunden. 

3.  

Diese Verfügung geht an die Beschwerdeführerin, die Vergabestelle und 

die Beschwerdegegnerin. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Instruktionsrichter  

  

Marc Steiner  

 

  

B-5341/2024 

Seite 14 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG), soweit er einen 

nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. 

a BGG) und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt 

(Art. 83 Bst. f Ziff. 2 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist 

(Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache 

abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

Versand: 15. April 2025