# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82a7f69d-8884-584a-abe5-af35da98d5f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2008 E-8026/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8026-2007_2008-08-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8026/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Kurt Gysi (Vorsitz), Richter Bendicht Tellenbach, 
Richter François Badoud, 
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Afghanistan,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom
30. Oktober 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8026/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, tadschikischer Herkunft und sunnitischen 
Glaubens, eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 29. Septem-
ber 2007 verlassen habe und am 7. Oktober 2007 in die Schweiz ein-
gereist sei, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Chiasso vom 16. Oktober 2007 sowie der direkten  Anhörung 
vom 26. Oktober 2007 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentli-
chen geltend machte, nach dem Tod seiner Eltern habe er sich in den 
Iran  begeben,  um zu arbeiten,  sei  jedoch nach einiger  Zeit   wieder 
nach Afghanistan zurückgewiesen worden,

dass er zusammen mit anderen Leuten, die sein Schicksal geteilt hät-
ten, in Kabul vor einem öffentlichen Gebäude demonstriert und ein Bild 
von Präsident Karzai zerstört habe, worauf er festgenommen und einer 
viermonatigen Haft zugeführt worden sei,

dass er während der Haft geschlagen und misshandelt und deshalb in 
ein Spital eingeliefert worden sei,

dass ihm aus dem Spital die Flucht gelungen sei und er kurz danach 
sein Heimatland verlassen habe,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 30. Oktober 2007 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. November 2007 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung des BFM vom 
30. Oktober 2007 sei aufzuheben, es sei ihm Asyl oder die vorläufige 
Aufnahme zu gewähren und von einer Wegweisung sei abzusehen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege ersuchte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 3. Dezember 
2007  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 

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abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, innert Frist einen Kos-
tenvorschuss zu leisten,

dass der verlangte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Dezember 2007 zwei 
in afghanischer Sprache verfasste Schreiben mit französischer Über-
setzung und ein Arztzeugnis  vom 26. November  2007 zu den Akten 
reichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 28. Dezember 
2007 dem BFM Gelegenheit gab, zu den neu eingereichten Dokumen-
ten Stellung zu nehmen,

dass das BFM mit Vernehmlassung vom 2. Januar 2008 zur Beschwer-
de und den nachgereichten Unterlagen Stellung nahm und die Abwei-
sung der Beschwerde beantragte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 8. Januar 2008 
dem Beschwerdeführer Gelegenheit gab, sich schriftlich zur Vernehm-
lassung der Vorinstanz zu äussern und er mit Eingabe vom 21. Januar 
2008 davon Gebrauch machte,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde zu Recht 
eingetreten wurde (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat-
staat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, 
Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM in seiner Verfügung feststellte, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers  würden  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 AsylG aufgrund schwerwiegender Widersprüche in den 
Aussagen, tatsachenwidriger Vorbringen und nicht hinreichend konkre-
tisierter  Schilderungen  in  wesentlichen  Punkten  nicht  standhalten, 
weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,

dass er somit die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und deshalb der 
Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG keine 
Anwendung finde und ferner aus den Akten keine Anhaltspunkte er-
sichtlich seien, wonach er im Falle seiner Rückkehr in den Heimatstaat 
dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer durch Art. 3 der Konven-
tion zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. No-
vember 1950 (EMRK, SR 0.101) verbotenen Strafe oder Behandlung 
ausgesetzt wäre, sodass der Vollzug der Wegweisung zulässig sei,

dass das BFM in seiner Verfügung weiter ausführt, die Rückschaffung 
des  Beschwerdeführers  in  dessen  Heimatland  erscheine  angesichts 
der allgemeinen Lage in Afghanistan grundsätzlich als zumutbar, da in 

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Afghanistan keine Situation allgemeiner Gewalt  herrsche und zudem 
seien keine individuellen Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbar-
keit eines Wegweisungsvollzuges sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer unglaubhafte, unsubstanziierte und wider-
sprüchliche Aussagen zu seinen Verwandten, seinem Beziehungsnetz 
und seiner wirtschaftlichen Lage gemacht habe und es nicht Aufgabe 
der Asylbehörden sei, bei fehlenden Hinweisen seitens des Beschwer-
deführers  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  zu  forschen, 
wenn er der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht im Rahmen der Sach-
verhaltsfeststellung  nicht  nachkomme und  die  Asylbehörden  zu  täu-
schen versuche,

dass zudem als  gesichert  gelten könne,  dass der Beschwerdeführer 
aus Kabul stamme, wo nicht eine permanente instabile Lage herrsche,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vorbringt, er 
habe vorgängig anzumerken, dass der bei der Anhörung eingesetzte 
Dolmetscher aus dem Iran stamme und er ihn nicht immer gut verstan-
den habe, was im Protokoll nicht vermerkt worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seiner  Beschwerde  im 
Wesentlichen  geltend  macht,  entgegen  der  Einschätzung  der  Vorin-
stanz sei das von ihm Geschilderte plausibel und rügt, das BFM habe 
bei seiner Prüfung der Glaubwürdigkeit falsche Massstäbe verwendet,

dass seine Furcht vor zukünftiger Verfolgung begründet sei,

dass im Weiteren aufgrund der generellen prekären Situation in Afgha-
nistan und seiner persönlichen Verhältnisse ein Vollzug der Wegwei-
sung unzumutbar sei,

dass die  Vorinstanz  eine vertiefte  Klärung der  zu erwartenden Lage 
bei einer Rückkehr in sein Heimatland in seinem Fall vermissen lasse,

dass er in Afghanistan über kein soziales Netz mehr verfüge und auch 
aus diesem Grund keine Chance hätte, bei einer Rückkehr ein men-
schenwürdiges Leben zu führen,

dass der Vorhalt des Beschwerdeführers, die Verständigung mit  dem 
Dolmetscher sei nicht immer gut gewesen, nicht gehört werden kann, 
hat er doch unterschriftlich bestätigt, den Dolmetscher gut verstanden 

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zu haben (vgl. A1/9 S. 7 und A4/8 S. 2) und unterschriftlich versichert, 
das Protokoll sei vollständig und entspreche seinen gemachten Aussa-
gen (A4/8 S. 7),

dass daran auch der Hinweis in der Beschwerde auf eine Nachfrage 
anlässlich der Bundesanhörung (vgl. A4/8 S. 3) klarerweise nichts zu 
ändern vermag,

dass aufgrund der Aktenlage der vom Beschwerdeführer dargestellte 
Sachverhalt  in  den  wesentlichen  Elementen  unglaubhaft  erscheinen 
muss,

dass die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefoch-
tenen Verfügung - auf die verwiesen werden kann - und in ihrer Ver-
nehmlassung nicht  zu beanstanden sind und die in der Beschwerde 
und in der Stellungnahme zur Vernehmlassung erhobenen Erklärungs-
versuche nicht überzeugen,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung zutreffend feststellte, die auf 
Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel könnten eine Änderung 
seines Standpunktes nicht rechtfertigen,

dass die im eingereichten Arztzeugnis diagnostizierte Mittelhandfraktur 
unterschiedlichste Ursachen haben kann und jedenfalls nicht geeignet 
ist, den vorgebrachten Sachverhalt glaubhafter erscheinen zu lassen,

dass das BFM im Weiteren in der Vernehmlassung zu Recht ausführte, 
das  eingereichte  Schreiben bezüglich  des Todes der  Eltern  des  Be-
schwerdeführers (assassiné en 2001) bestätige seine eigenen Anga-
ben zum Zeitpunkt  des Todes (Hut 1380) nicht und der Einwand des 
Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme, wonach es sich um eine 
falsche Dateninterpretation  des  BFM handle,  da  nach  afghanischem 
Kalender  das  Jahr  im  Frühling  wechsle,  nicht  nachvollziehbar  er-
scheint, da der nach afghanischer Kalenderrechnung letzte Monat des 
Jahres Hut 1380 den Monatsteilen Februar/März 2002 entspricht,

dass auch der Einschätzung des BFM zu folgen ist, wonach es sich 
beim  eingereichten  Schreiben  der  Nationalen  Sicherheitsdirektion  - 
selbst wenn es als echt betrachtet werden könnte - um ein Gefällig-
keitsschreiben handeln müsse,

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dass das BFM in der Vernehmlassung die Gründe, die zu dieser Ein-
schätzung führen, hinreichend substanziierte, dem Beschwerdeführer 
hiezu  vom  Bundesverwaltungsgericht  das  rechtliche  Gehör  gewährt 
wurde und die diesbezüglichen Einwendungen in seiner Stellungnah-
me nicht stichhaltig sind,

dass die Vorinstanz nachvollziehbar begründete, weshalb sie die Be-
weiskraft der beiden eingereichten Dokumente als äusserst gering be-
ziehungsweise  nicht  ausreichend  erachtet,  um ihre  Erwägungen  be-
treffend  die  mit  zahlreichen  Unglaubhaftigkeitselementen  behafteten 
Vorbringen des Beschwerdeführers im erstinstanzlichen Verfahren um-
zustossen,

dass  über  die  Feststellungen  des  BFM  bezüglich  der  Einschätzung 
des eingereichten Schreibens als Gefälligkeitsschreiben hinaus anzu-
fügen bleibt, dass der Inhalt des Schreibens als zielgerichtet diktierte 
Zusammenfassung des vom Beschwerdeführer im Asylgesuch geltend 
gemachten  Sachverhaltes  erscheint  und  in  dieser  Form  von  der 
angeblich  ausstellenden  afghanischen  Behörde  nicht  hätte  verfasst 
werden können, ohne entsprechend gezielt instruiert worden zu sein,

dass es dem Beschwerdeführer somit in Prüfung der gesamten Akten-
lage nicht  gelingt,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen oder  zu-
mindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb das Bundesamt das Asylge-
such zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass sich weder aus den Vorbringen des Beschwerdeführers noch aus 
den Akten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ihm für den Fall  einer 
Rückkehr  nach  Afghanistan  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit 
eine Verletzung nach Art. 3 EMRK oder Art. 3 des Übereinkommens 
vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  un-
menschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, 
SR 0.105) drohen würde,

dass gemäss Praxis  des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-
rechte  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  der  Beschwerde-
führer eine konkrete Gefahr nachweisen oder glaubhaft machen müss-
te, dass ihm im Falle einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche 
Behandlung drohen (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, Nr. 17 S. 130 f. 
sowie 1996 Nr. 18 S. 182 ff. mit weiteren Hinweisen) und dies der Be-
schwerdeführer nicht darzutun vermag,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass sich die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) eingehend 
zur  Lage  in  Kabul  geäussert  und  die  Unterschiede  zwischen  dem 
Grossraum Kabul und anderen Regionen Afghanistans dargestellt hat 
(vgl.  die  weiterhin  geltende  Praxis  der  ehemaligen  ARK  in  EMARK 
2003 Nr. 10 und 30) und infolge der vergleichsweise günstigeren Situa-
tion den Wegweisungsvollzug nach Kabul unter bestimmten strengen 
Voraussetzungen,  insbesondere  einem  tragfähigen  Beziehungsnetz 
und einer gesicherten Wohnsituation, als zumutbar erachtet hat, und in 
einem weiteren Urteil  (EMARK 2006 Nr. 9) ihre Rechtsprechung aus 
dem Jahre 2003 bestätigte und aktualisierte,

dass sie zusätzlich zu Kabul den Wegweisungsvollzug in weitere Pro-
vinzen im Norden von Kabul (Parwan, Baghlan, Takhar, Badakhshan, 
Kunduz, Balkh, Sari Pul, Herat und die Gegend von Samangan) unter 
den in EMARK 2003 Nr. 10 erwogenen strengen Bedingungen als zu-
mutbar erachtete und das Bundesverwaltungsgericht aktuell keine Ver-
anlassung hat, von dieser Rechtsprechung abzuweichen,

dass der Beschwerdeführer in  der Hauptstadt  Kabul  geboren wurde, 
dort  mit seiner Familie lebte und wohnte und - wie die Vorinstanz zu 
Recht feststellte - seine tatsachenwidrigen Aussagen zur angeblichen 
Todesursache seiner Eltern nicht glaubhaft sind, so dass es überwie-
gend nicht wahrscheinlich ist, wonach keine engere Verwandte des Be-
schwerdeführers weiterhin in Kabul leben und wohnen würden, da ge-
genteiligenfalls der Beschwerdeführer nicht zu tatsachenwidrigen An-
gaben greifen müsste,

dass die Vorinstanz aufgrund der Aktenlage in der angefochtenen Ver-
fügung zu Recht dargelegt hat, der Beschwerdeführer habe unglaub-
hafte, unsubstanziierte und widersprüchliche Aussagen zu seinen Ver-
wandten, seinem Beziehungsnetz und seiner wirtschaftlichen Lage ge-
macht und es nicht Aufgabe der Asylbehörden sei, bei fehlenden Hin-
weisen seitens des Beschwerdeführers nach allfälligen Wegweisungs-
hindernissen  zu forschen,  wenn er  der  Mitwirkungs-  und  Wahrheits-
pflicht im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung nicht nachkomme und 
diese Einschätzung durch die Vorbringen in  der  Rechtsmitteleingabe 
offensichtlich nicht in einem anderen Licht erscheint,

dass zudem davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer könne sich 
als  Automechaniker  nach  seiner  Rückkehr  auch  eine  wirtschaftliche 
Existenz aufbauen, womit es ihm folglich offensteht und es ihm zuzu-
muten ist, sich wieder in der Stadt Kabul niederzulassen,

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dass sich insgesamt aus den Akten damit keine Hinweise auf ein spe-
zifisches Schutzbedürfnis des Beschwerdeführers ergeben,

dass demnach weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine kon-
krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb 
der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG) und diese durch den geleisteten Kostenvorschuss voll-
umfänglich gedeckt sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Diese sind durch den geleisteten Kostenvorschuss vollum-
fänglich gedeckt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- Y._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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