# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89aa3b9d-ef4b-5eea-9fc8-8b3501f50531
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2008 D-7327/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7327-2007_2008-07-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7327/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Robert Galliker, Richter Gérard Scherrer,
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______, Türkei,
vertreten durch Peter Frei, Rechtsanwalt, B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. Sep-
tember 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7327/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 1. August 2007 auf dem Landweg verliess und am 9. August 
2007 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz einreiste, wo 
er am 14. August 2007 im C._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er anlässlich der Kurzbefragung im C._______ vom  16. August 
2007  sowie  der  direkten Anhörung  vom  24.  September  2007  zur 
Begründung  seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend  machte, er 
sei  während  seines  Studiums  von  staatlichen  Beamten  wiederholt 
aufgefordert  worden,  als  Spitzel  zu  arbeiten  und  dabei  seine 
Kameraden auszuspionieren, was er jedoch abgelehnt habe, worauf er 
sein Studium habe abbrechen müssen,

dass er sowohl in dieser Zeit  als auch später jeweils das Parteilokal 
der pro-kurdischen DEHAP (Demokratische Volkspartei) - diese habe 
sich im November 2005 aufgelöst und sei der Partei für eine Demokra-
tische Gesellschaft (DTP) beigetreten - besucht habe,

dass er deswegen im April, Mai und Juli des Jahres 2007 von der Poli-
zei  angehalten,  verhört  und auch kurzzeitig festgehalten worden sei, 
wobei diese auch bei seinen Eltern angerufen und diese aufgefordert 
habe, auf ihn aufzupassen,

dass er wegen dieser ständigen Schikanen und weil er nicht habe stu-
dieren können, seine Heimat verlassen habe,

dass er zudem als Kurde keinen Militärdienst habe leisten respektive 
dem türkischen Staat nicht habe dienen wollen,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. September 2007 - eröffnet am 
1. Oktober 2007 - das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 14. Au-
gust 2007 ablehnte und die Wegweisung sowie deren Vollzug anordne-
te,

dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides 
anführte, die Einberufung zum Militärdienst wie auch eine allfällige Be-
strafung wegen eines Dienstversäumnisses würden keine asylrelevan-
te Verfolgung darstellen,  da eine entsprechende Bestrafung aus rein 
militärstrafrechtlichen Gründen erfolge und selbst aus einer allenfalls 

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drohenden schweren Strafe keine asylbeachtliche Verfolgung gemäss 
Art. 3  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) abge-
leitet werden könne,

dass zudem aufgrund diverser Unstimmigkeiten in den Vorbringen des 
Beschwerdeführers dessen vorgebrachten Asylgründe nicht glaubhaft 
seien,

dass  es  aufgrund  der  Tätigkeiten  des  Beschwerdeführers  für  die 
DEHAP/DTP zwar nicht  ausgeschlossen werden könne,  dass es tat-
sächlich zu kurzen Festnahmen und Kontakten mit den Behörden ge-
kommen sei, auch wenn die heutige DTP eine legale Partei sei,

dass hingegen nicht nachvollziehbar bleibe, welches Interesse die tür-
kischen Behörden an einem Ausschluss des Beschwerdeführers vom 
Studium gehabt haben könnten,  zumal  er  damals ein einfaches Mit-
glied des Jugendflügels der DEHAP gewesen sei und seine Kenntnis-
se über die Partei und über seine Freunde - ebenfalls nur einfache Mit-
glieder der DEHAP - für die Behörden kaum von Nutzen gewesen wä-
ren,

dass die Befürchtung, die Freunde des Beschwerdeführers hätten in-
haftiert werden können, wenn er diese denunziert hätte, überzeichnet 
wirke, da die alleinige Mitgliedschaft bei der DEHAP/DTP für die An-
nahme einer begründeten Furcht nicht genüge, was auch für die bei-
den vorgebrachten Festnahmen im April 2007 zu gelten habe,

dass im Übrigen die erst anlässlich der direkten Anhörung vorgebrach-
te Festnahme vom 23. Juli 2007 nachgeschoben wirke, da sie erst auf 
Nachfrage angeführt worden sei und überdies im Widerspruch zu den 
Angaben des Beschwerdeführers in der Befragung zur Person stehe, 
als er noch angegeben habe, der letzte Kontakt zu den Behörden sei 
nach den Wahlen vom 22. Juli  2007 gewesen, als man ihm lediglich 
mit einer Festnahme gedroht habe,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Widerspruch auf  Vorhalt  nicht  habe 
plausibel aufzulösen vermögen,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Oktober 2007 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und beantragte, die angefochtene Verfügung des BFM sei aufzuheben, 
es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und es sei Asyl zu ge-

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währen, eventualiter sei die Unzulässigkeit sowie die Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme 
anzuordnen,

dass er  in  formeller  Hinsicht  um die Gewährung der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  unentgeltliche  Verbeiständung  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 2 VwVG ersuchte, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 9. November 
2007 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abwies und den Beschwerdefüh-
rer aufforderte, bis zum 26. November 2007 einen Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen, unter Androhung des Nichteintre-
tens im Unterlassungsfall,

dass  der  mit  Zwischenverfügung  vom  9.  November  2007  verlangte 
Kostenvorschuss am 20. November 2007 geleistet wurde,

dass zur Begründung für die Ablehnung des Gesuchs um Gewährung 
der unentgeltlichen Prozessführung angeführt wurde, dass in der Be-
schwerdeschrift keine Argumente vorgebracht würden, welche an den 
vorinstanzlichen Erwägungen Zweifel aufkommen lassen dürften,

dass der  in  der  Rechtsmitteleingabe gemachte Hinweis,  wonach der 
Beschwerdeführer aus einer bekannten "politischen Familie" stamme, 
welche der kurdischen Oppositionsbewegung sehr nahe stehe, was zu 
diversen Inhaftierungen, verbunden mit Folter, geführt  habe, weshalb 
die Angehörigen der Familie durchwegs unter einem hohen behördli-
chen  Druck  stünden  (willkürliche  Verhaftungen  und  Verurteilungen; 
Meldepflicht,  soweit  nicht  an Guerilla angeschlossen oder zur Flucht 
ins Ausland gezwungen) und in der Schweiz mehrere Verwandte des 
Beschwerdeführers als anerkannte Flüchtlinge leben würden, in dem 
Sinne zu präzisieren und korrigieren sei, als dass - nach Beizug der 
Asylakten  (N_______)  von  D._______,  eines  Onkels  väterlicherseits 
des  Beschwerdeführers,  dem  am  Y._______  seitens  der  Vorinstanz 
Asyl gewährt worden sei und welcher mittlerweile die schweizerische 
Staatsbürgerschaft besitze - der behördliche Druck auf die Familie des 
Beschwerdeführers  sich  im  Wesentlichen  auf  die  80-er  Jahre  nach 
dem Militärputsch (1980) in der Türkei konzentriert habe, es teilweise 
auch  zu  Freisprüchen  gekommen  sei  und  auch  keine  Verbindungen 

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der  Familie  des  Beschwerdeführers  zur  kurdischen  Arbeiterpartei 
(PKK) ersichtlich würden,

dass  der  Beschwerdeführer  -  entgegen  den  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe -  selber  anlässlich  der  Anhörung im Empfangs-
zentrum einzig  diesen einen in  der  Schweiz  lebenden Onkel  väterli-
cherseits angeführt habe,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Asylvorbringen selber 
weder auf seine Familienzugehörigkeit noch auf daraus ihm möglicher-
weise  erwachsende  Probleme  Bezug  genommen  habe,  woraus  der 
Schluss zu ziehen sein dürfte, dass dem familiären Hintergrund vorlie-
gend  in  keiner  Art  und  Weise  eine  solche  Bedeutung  beigemessen 
werden könne, wie dies in der Beschwerdeschrift darzustellen versucht 
werde,

dass die entsprechenden Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe unter 
diesen  Umständen  als  Versuch  gewertet  werden  dürften,  den  Be-
schwerdeführer lediglich aufgrund seiner familiären Herkunft in ein po-
litisch aktives Umfeld von flüchtlingsrechtlicher Bedeutung einzubetten,

dass weiter der Einwand, der Beschwerdeführer sei über seine legalen 
Aktivitäten für  die Partei  mit  Personen in engen Kontakt  gekommen, 
welche die Guerilla der PKK logistisch unterstützt hätten, in den Akten 
keine Stütze finde und so vom Beschwerdeführer anlässlich der Befra-
gung nie geltend gemacht worden sei (vgl. Protokoll direkte Anhörung, 
S. 6),

dass daher auch die Vermutung des Beschwerdeführers nicht geglaubt 
werden könne, wonach die türkischen Behörden diese Kontakte zu ille-
gal tätigen Personen wahrgenommen hätten und ihn deshalb als Spit-
zel hätten anwerben wollen respektive er deswegen einem grösseren 
Verfolgungsrisiko ausgesetzt gewesen sei als andere Basismitglieder 
der DTP,

dass ferner der in der Rechtsmitteleingabe gemachte Hinweis, wonach 
der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung unter Stress gestanden 
sei  und  die  Festnahme  vom  23.  Juli  2007  zu  erwähnen  vergessen 
habe,  nicht  gehört  werden  könne,  zumal  der  Beschwerdeführer  die 
Wahrheit  und Korrektheit  seiner Angaben im Empfangszentrum nach 
Rückübersetzung am Schluss unterschriftlich bestätigt habe und wäh-

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rend  dieser  Befragung  explizit  nach  seinem  Behördenkontakt  nach 
dem 22. Juli 2007 befragt worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  überdies  am Schluss  der  Erstbefragung 
nach anderen als den bisher genannten Gründen für seine Ausreise 
gefragt  worden  sei,  was  dieser  ausdrücklich  verneint  (vgl.  Protokoll 
Empfangszentrum, S. 5) und anlässlich der Rückübersetzung auch kei-
ne Korrekturen oder Ergänzungen mehr angebracht habe,

dass ferner eine Durchsicht des Protokolls des Empfangszentrums kei-
ne Hinweise erkennen lasse, wonach der Beschwerdeführer so unter 
Stress gestanden wäre, dass ihm die Nennung sämtlicher Festnahmen 
verunmöglicht gewesen wäre und dadurch Zweifel an der Verwertbar-
keit des Protokolls entstünden,

dass zwar einzuräumen ist, dass Asylbewerber eine gewisse Nervosi-
tät in den für sie zweifellos wichtigen Befragungen empfinden mögen, 
sich die Nichtnennung der Festnahme vorliegend aber nicht mit einer 
solchen Nervosität erklären lasse, umso mehr, als es sich bei der erst 
anlässlich der zweiten Befragung geschilderten Festnahme um ein ein-
schneidendes und unmittelbar vor der Ausreise geschehenes Ereignis 
handeln soll, das erfahrungsgemäss besonders gut im Gedächtnis haf-
ten bleibe,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  auf  Be-
schwerdeebene  ein  Referenzschreiben  des  Dorfvorstehers  von 
E._______, welches mit seinen Schilderungen, namentlich mit seiner 
Festnahme vom 23. Juli 2007 korrespondiere, eingereicht habe,

dass dieses Beweismittel  jedoch nicht  geeignet  sein dürfte,  zu einer 
anderen Schlussfolgerung als im angefochtenen Entscheid zu führen, 
zumal  in  diesem Schreiben lediglich  angeführt  werde,  dass  der  Be-
schwerdeführer  das  Quartier  am 23. Juli  2003 verlassen  habe,  sich 
aber nicht über eine Festnahme auslasse,

dass überdies nicht ersichtlich sein dürfte, weshalb der Kommandant 
des Postens ständig den Dorfvorsteher und die Eltern des Beschwer-
deführers nach dessen Verbleib hätten befragen sollen, wenn der Be-
schwerdeführer  sich tatsächlich am fraglichen Tag noch im behördli-
chen Gewahrsam befunden hätte,

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dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren nirgends an-
geführt  habe, es werde gegen seine Familienangehörigen durch den 
Gendarmerieposten ständig ermittelt,

dass auch angesichts der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-
richts zum Vollzug der Wegweisung betreffend kurdische Volkszugehö-
rige  in  die Türkei  in  Berücksichtigung der  wie  vorliegend gelagerten 
Gesamtumstände - so verfüge der Beschwerdeführer über gute Kennt-
nisse des Türkischen, sei Student der F._______ gewesen und verfüge 
in seiner Herkunftsregion über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz, 
- die Gewinnaussichten im vorliegenden Fall deshalb als von allem An-
fang  an  beträchtlich  geringer  einzustufen  seien  als  die  Verlust-
gefahren,

dass unter diesen Umständen die Beschwerdebegehren als aussichts-
los erscheinen würden, womit es - selbst bei nachgewiesener Bedürf-
tigkeit  des Beschwerdeführers - an den materiellen Voraussetzungen 
zur  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG fehle, weshalb das diesbezügliche Gesuch abge-
wiesen werde,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts in der Regel in 
der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  entscheiden 

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(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG), aber auch in solchen Fällen 
auf  die  Durchführung des Schriftenwechsels  verzichtet  werden kann 
(Art. 111a Abs. 1 AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass das  Bundesverwaltungsgericht  nach Würdigung der  Akten zum 
Schluss  kommt,  dass  die  Erwägungen  der  Vorinstanz  zur  fehlenden 
Glaubhaftigkeit  der Vorbringen des Beschwerdeführers sowie zu den 
fehlenden Voraussetzungen an die Zuerkennung der Flüchtlingseigen-
schaft im Sinne von Art. 3 AsylG zutreffen und die Ausführungen in der 
Beschwerdeschrift  nicht geeignet  sind, diese in einem anderen Licht 
erscheinen zu lassen,

dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Gründe, weshalb 
aufgrund der Aktenlage die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Be-
fürchtungen im Zusammenhang mit  der  möglichen Einberufung zum 
Militärdienst sowie der behördlichen Behelligungen (Aufforderung zur 
Spitzeltätigkeit;  Abbruch  des  Studiums;  polizeiliche  Mitnahmen  und 
Verhöre im Nachgang zu seinen Aktivitäten für die DEHAP respektive 
DTP) einerseits nicht asylrelevant und andererseits nicht glaubhaft sei-
en, in schlüssiger Weise aufzeigte,

dass in der Beschwerdeschrift  keine Argumente vorgebracht werden, 
welche  bezüglich  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  Zweifel  aufkom-
men lassen, weshalb diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholun-
gen auf die detaillierten Ausführungen in der Zwischenverfügung des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 9. November 2007 zu verweisen ist,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und der Beschwerdeführer zudem keinen Anspruch 
auf Erteilung einer solchen hat (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]   2001  Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet  und 
keine Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im 
Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersicht-
lich sind, die dem Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Grün-
de auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle ei-
ner Rückkehr schliessen lassen,

dass insbesondere festzuhalten ist,  dass der  Beschwerdeführer  Stu-
dent der F._______ war, über gute Kenntnisse des Türkischen und in 
seiner  Herkunftsregion  über  ein  intaktes  familiäres  Beziehungsnetz 
verfügt, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu er-
achten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine Voll-
zugshindernisse bestehen, und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 20. November 2007 in 
gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an:

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- G._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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