# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17dc7b77-fab8-532f-989b-1f301a1e8dcc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.11.2021 LC210026
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC210026_2021-11-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC210026-O/U 

 
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 10. November 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Berufungskläger 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____  

 

 

gegen 

 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil 

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 20. August 2021 
(FP210011-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Die am tt. Juni 2000 geschlossene Ehe der Parteien wurde mit 

Entscheid des Cardiff County Court, Wales, vom 17. Dezember 2009 als aufge-

löst erklärt (Vi-Urk. 3/1 und 10/5). Mit Entscheid desselben Gerichts vom 25. Mai 

2012 wurde der vom Beklagten zu leistende Unterhalt für das am tt.mm 2008 ge-

borene Kind der Parteien auf GBP 1'500.-- pro Monat festgesetzt (Vi-Urk. 3/3). 

Am 29. Januar 2021 reichte die Klägerin beim Bezirksgericht Zürich (Vorinstanz) 

eine Klage auf Erhöhung des Kinderunterhaltsbeitrags auf mindestens Fr. 5'000.-- 

pro Monat ein (Vi-Urk. 1). Mit Verfügung vom 19. März 2021 wurde der Beklagte 

zur Bezeichnung einer Zustelladresse in der Schweiz aufgefordert (Vi-Urk. 12; 

dem Beklagten am 12. Mai 2021 rechtshilfeweise zugestellt, Vi-Urk. 18). Mit Ein-

gabe vom 21. Mai 2021 wies der Beklagte die Verfügung vom 19. März 2021 zu-

rück und bestritt die Zuständigkeit der Vorinstanz (Vi-Urk. 17). Mit Eingabe vom 

11. August 2021 beantragte der Beklagte, dass auf die Klage nicht eingetreten 

und die Verhandlung vom 20. August 2021 abgesagt werde (Vi-Urk. 27). Am 

20. August 2021 fand die Einigungsverhandlung statt, zu welcher der Beklagte 

nicht erschien (Vi-Prot. S. 6). Mit Verfügung vom gleichen Tag (Vi-Urk. 32 = 

Urk. 3) wies die Vorinstanz den Nichteintretensantrag des Beklagten ab (Disposi-

tiv-Ziffer 1) und setzte der Klägerin Frist zur ergänzenden Klagebegründung an 

(Disp.-Ziff. 2).  

b) Gegen diese am 24. August 2021 publizierte Verfügung (Vi-Urk. 33) 

erhob der Beklagte am 27. August 2021 fristgerecht Berufung (Urk. 1 in Englisch 

und deutsche Übersetzung als Urk. 2). Die Berufungsschrift enthält zwar keine 

ausdrücklichen Anträge, der Begründung kann aber der sinngemässe Berufungs-

antrag entnommen werden (Urk. 2): 

Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und auf die 
Abänderungsklage sei nicht einzutreten. 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung 

sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf weitere Prozesshand-

lungen verzichtet werden (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). 

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2. Die Vorinstanz hat als Rechtsmittel gegen die Abweisung des Nichtein-

tretensantrags des Beklagten die Beschwerde mit einer Frist von 10 Tagen be-

lehrt (Urk. 3 Disp.-Ziffer 4). Gegen den vorinstanzlichen Zwischenentscheid (vgl. 

Art. 237 Abs. 1 ZPO) ist jedoch die Berufung zulässig (Art. 308 Abs. 1 lit. a und 

Abs. 2 ZPO). Die als "Notice of Appeal" bzw. "Widerspruchsbescheid" über-

schriebene Rechtsmitteleingabe (Urk. 1 und Urk. 2, je S. 1) ist daher als Berufung 

entgegenzunehmen. 

3. a) Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufung ist begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Be-

gründungsanforderung gehört, dass in der Berufungsschrift dargelegt werden 

muss, weshalb der vorinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten un-

richtig sein soll; die Berufung muss sich dementsprechend mit den Entscheid-

gründen der  

Vorinstanz im Einzelnen auseinandersetzen. Das Berufungsverfahren ist nicht 

einfach eine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens, sondern es dient der 

Überprüfung des angefochtenen Entscheids im Lichte von konkret dagegen vor-

gebrachten Beanstandungen. 

b) Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, dass die Zustellung 

der Verfügung vom 19. März 2021 an den Beklagten auf dem Rechtshilfeweg gül-

tig erfolgt sei. Sie (die Vorinstanz) sei gestützt auf Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 59 lit. b IPRG bzw. Art. 79 und Art. 80 IPRG international und örtlich sowie 

gestützt auf Art. 284 ZPO i.V.m. § 24 lit. d GOG sachlich zuständig. Sodann sei 

nicht ersichtlich, dass bei Eintritt der Rechtshängigkeit des vorliegenden Verfah-

rens andernorts ein die Abänderung des zwischen den Parteien ergangenen 

Scheidungsurteils oder den Kinderunterhalt für den gemeinsamen Sohn betref-

fendes Verfahren rechtshängig gewesen sei. Daher sei der Nichteintretensantrag 

des Beklagten abzuweisen (Urk. 3 S. 2). 

c) Der Beklagte macht in seiner Berufung, soweit verständlich (die deut-

sche Übersetzung scheint auf elektronischem Weg angefertigt worden zu sein), 

geltend, der "Antragsbescheid" – womit aufgrund der geschilderten Umstände 

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(Ablage im Briefkasten) nur die Verfügung vom 19. März 2021 gemeint sein kann 

– sei ihm nicht gültig zugestellt worden und sei daher wirkungslos, denn in seinem 

Briefkasten sei ein Umschlag ohne Poststempel oder Frankierung hinterlassen 

worden; der Umschlag sei ihm nicht persönlich ausgehändigt worden und nie-

mand habe ihn unterschrieben. Dies stelle keine gültige Zustellung in Grossbri-

tannien dar (Urk. 2 Ziffer 1). Die richtige Gerichtsbarkeit sei in Grossbritannien; 

der britische Gerichtshof sei zuerst in dieser Angelegenheit angerufen worden. Er 

beantrage eine Änderung der britischen Gerichtsbeschlüsse bei den britischen 

Gerichten. Aufgrund des laufenden Verfahrens würden die britischen Gerichte 

keine Anordnungen der schweizerischen Gerichte durchsetzen, da die britischen 

Gerichte die Ansicht vertreten würden, dass die Zuständigkeit bei ihnen bleibe 

(Urk. 2 Ziffer 2). Schliesslich habe die Vorinstanz sich auch nicht mit seinen Vor-

bringen auseinandergesetzt bzw. keinerlei Gründe für die Zurückweisung seiner 

Eingaben zur Ungültigkeit und Gerichtsbarkeit dargelegt. Die angefochtene Ver-

fügung sei ihm nicht zugestellt worden (Urk. 2 Ziffer 3). 

d) Der Rüge der ungültigen Zustellung der Verfügung vom 19. März 2021 

ist entgegenzuhalten, dass die britischen Behörden die am 12. Mai 2021 erfolgte 

gültige Zustellung auf dem Rechtshilfeweg an den Beklagten bestätigt haben 

(Urk. 18); damit ist dieser Rüge der Boden entzogen. Der Rüge, dass in dieser 

Sache zuerst die britische Gerichtsbarkeit angerufen worden sei, ist entgegenzu-

halten, dass die vorinstanzliche Erwägung, wonach aus den Akten keine Anhalts-

punkte ersichtlich seien, dass bei Eintritt der Rechtshängigkeit des vorliegenden 

Abänderungsverfahrens in der gleichen Sache bereits irgendwo anders ein Abän-

derungsverfahren rechtshängig gewesen wäre (Urk. 3 S. 2), nicht konkret als un-

richtig beanstandet und geltend gemacht wird, woraus sich eine solche Rechts-

hängigkeit ergeben würde (nota bene: das ursprüngliche Verfahren betreffend 

Scheidung und Kinderunterhalt vor dem Cardiff County Court, Wales, ist abge-

schlossen und damit nicht mehr hängig). Der Rüge, dass die Vorinstanz keinerlei 

Gründe für ihren Entscheid genannt habe, ist entgegenzuhalten, dass die Vo-

rinstanz die Verfügung vom 20. August 2021 zwar kurz, aber genügend begründet 

hat (Urk. 3 S. 2; vgl. auch oben Erwägung 3.b). Dass im Publikationstext (Urk. 4) 

nur das Entscheiddispositiv aufgeführt ist, ändert nichts daran, dass die Verfü-

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gung vom 20. August 2021 begründet wurde. Nachdem der Beklagte entgegen 

der Verfügung vom 19. März 2021 keine Zustelladresse in der Schweiz bezeich-

net hatte, konnte ihm die angefochtene Verfügung durch Publikation im Amtsblatt 

gültig eröffnet werden (Art. 141 Abs. 1 lit. c ZPO). 

e) Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung als offensichtlich unbe-

gründet. Demgemäss ist die Berufung abzuweisen und die angefochtene Verfü-

gung zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). 

4. a) Das Berufungsverfahren beschlägt umstrittene Kinderunterhalts-

beiträge von ca. Fr. 3'150.-- pro Monat (Fr. 5'000.-- ./. GBP 1'500.-- à 1.23), womit 

von einem Streitwert von über Fr. 30'000.-- auszugehen ist. Die zweitinstanzliche 

Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 2 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 9 Abs. 2 und § 12 

der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 1'500.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Berufungsverfahren hat der Beklagte zufolge seines Unterlie-

gens keinen Anspruch auf eine Entschädigung; der Klägerin erwuchs kein erheb-

licher Aufwand. Demgemäss sind für das Berufungsverfahren keine Parteient-

schädigungen zuzusprechen (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen und die Verfügung des Einzelgerichts im or-

dentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 20. August 

2021 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten aufer-

legt. 

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4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage der 

Doppel von Urk. 1 und 2, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt mehr als Fr. 30'000.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 10. November 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. D. Scherrer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
ya 

	Urteil vom 10. November 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen und die Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 20. August 2021 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage der Doppel von Urk. 1 und 2, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...