# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 634f65a2-7476-5e64-be85-1286bf338f33
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.06.2018 200 2018 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-6_2018-06-21.pdf

## Full Text

200 18 6 UV
SCJ/GUA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Juni 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler 
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. November 2017 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2018, UV/18/6, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Unfallfolgen 
versichert, als sie am ... Juli 2015 auf einer Treppe vornüber mehrere Stu-
fen nach unten stürzte und sich eine distale Vorderarmfraktur links zuzog 
(Antwortbeilagen der Suva [AB] 1 und 17 Ziff. 2). Die Suva erbrachte die 
gesetzlichen Leistungen und holte medizinische Unterlagen, Stellungnah-
men der Suva-Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, und Dr. med. E.________, Facharzt für Arbeitsmedizin und 
Chirurgie des versicherungsmedizinischen Dienstes der Suva, sowie die 
Akten der Invalidenversicherung ein (AB 49, 86, 119, 143 und 160). Mit 
Schreiben vom 5. September 2017 stellte die Suva die Taggeldleistungen 
auf den 31. Oktober 2017 ein (AB 171 S. 1) und lehnte mit Verfügung vom 
20. September 2017 den Anspruch auf eine Invalidenrente sowie auf eine 
Integritätsentschädigung ab, da eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit wieder gegeben sei (AB 175 S. 1 f.). Die dagegen 
erhobene Einsprache (AB 181) wies die Suva mit Einspracheentscheid 
vom 20. November 2017 ab (AB 189).

B.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 3. Januar 2018 Beschwerde erheben und beantragen, der Einspra-
cheentscheid vom 20. November 2017 sei aufzuheben und der Beschwer-
deführerin seien die ihr im Zusammenhang mit dem Unfall vom 14. Ju-
li 2015 gesetzlich zustehenden Versicherungsleistungen, namentlich eine 
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung, rückwirkend seit der Ein-
stellung der Taggeldleistungen zuzusprechen. Eventualiter sei der Einspra-
cheentscheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. 

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Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, be-
antragte mit Beschwerdeantwort vom 18. April 2018 die Abweisung der 
Beschwerde.

Mit Replik vom 30. April 2018 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträ-
gen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Novem-
ber 2017 (AB 189). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invali-
denrente sowie eine Integritätsentschädigung der Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er-
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfol-
ges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 
UV Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

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2.4 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3). 

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann 
somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit ap-
parativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und 
die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 
E. 3.3). 

2.5

2.5.1 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig 
von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung 
einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte ge-
prüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

2.5.2 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwi-
schen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüs-
sig beantworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, 

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objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zu-
sammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erschei-
nen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien 
sind zu nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Ver-
letzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychi-
sche Fehlentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;

- körperliche Dauerschmerzen;

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert;

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 

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(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 
E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.6 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.7 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

2.8 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwer-
deführerin am ... Juli 2015 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (AB 1 
Ziff. 4 und 6 sowie AB 4; vgl. E. 2.2 hiervor) und danach unfallkausale Be-
schwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen erbracht. Des weiteren ist zu Recht 
ebenfalls nicht bestritten, dass spätestens per Ende Oktober 2017 von der 
Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustandes (soweit unfallkausal) mehr zu erwarten war (AB 86 S. 5), sodass 
der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeiti-
ger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Inte-
gritätsentschädigung abzuschliessen war (vgl. BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 
132). Zu prüfen bleibt somit der Anspruch auf Dauerleistungen ab Novem-
ber 2017. 

3.2 Den massgeblichen medizinischen Unterlagen ist dazu im Wesentli-
chen Folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie 
und Handchirurgie, diagnostizierte im Bericht vom 17. Februar 2016 eine 
distale Vorderarmfraktur links mit Kontusion des linken Unterschenkels und 
frontal sowie eine beginnende Rhizarthrose links. Anlässlich der Operation 
vom 21. Juli 2015 sei der Radius aufgerichtet und mit einer palmaren Win-
kelstabilplatte versorgt worden. Postoperativ sei die Knochenheilung pro-
blemlos verlaufen. Klinisch sei der Verlauf jedoch von unerwartet grossen 
Schmerzen begleitet gewesen. Insbesondere aufgrund des sehr ängstli-
chen Verhaltens der Beschwerdeführerin und der erheblichen Kommunika-
tionsschwierigkeiten - mangelhafte Deutschkenntnisse - habe sich eine 
Situation entwickelt, die wahrscheinlich als CRPS bezeichnet werden kön-
ne. Funktionell seien die Einschränkungen nicht erheblich. Die Schmerzen 
seien jedoch so hinderlich gewesen, dass die Handtherapie habe intensi-
viert und die Medikation durch zentral wirkende, die Schmerztoleranz er-

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höhende Medikamente habe ergänzt werden müssen. Nach vier Monaten 
sei es gelungen, eine teilweise Arbeitsaufnahme (25%) zu realisieren, wo-
bei dann aber im Verlauf sehr wenige Fortschritte zu verzeichnen gewesen 
seien. Obschon die Therapie und die medikamentöse Schmerzbehandlung 
weitergeführt worden seien, habe die Arbeitsfähigkeit über Monate nicht 
gesteigert werden können (AB 31 S. 1). Am 27. Januar 2016 habe die Be-
schwerdeführerin immer noch nur zwei Stunden pro Tag arbeiten können, 
wobei dann im Nachlauf während einiger Stunden Schmerzen aufgetreten 
seien. Den Haushalt habe sie nur unter Schmerzen an der Daumenbasis 
und palmar im Vorderarm erledigen können. Nachts habe sie zudem ein 
„Gramseln“ in den Fingern gehabt. Klinisch sei die Situation nun anders als 
zuvor, im Bereich des Handgelenks bzw. des distalen Radius gebe es kei-
nerlei Schmerzen mehr, das Sattelgelenk sei hingegen sehr schmerzhaft 
geworden. Eine Steroidinfiltration ins Sattelgelenk habe gute Ergebnisse 
gezeigt, eine Woche später habe weitgehende Schmerzfreiheit und keine 
Druckdolenz mehr festgestellt werden können. Aufgrund dessen sei dann 
versucht worden, die Arbeitsfähigkeit auf 50% zu steigern. Die Beschwer-
deführerin habe sich dies aber nicht vorstellen können. Die jetzigen 
Schmerzen würden von einer Sattelgelenksarthrose herrühren und seien 
nicht unfallbedingt. Die stets nur sehr diskreten Dystrophiezeichen seien in 
der Zwischenzeit verschwunden, sodass man nicht mehr von einer CRPS 
sprechen dürfe (AB 31 S. 2).

3.2.2 Im Bericht vom 2. Mai 2016 stellte die Suva-Kreisärztin Dr. med. 
D.________ fest, das Unfallereignis habe zu zusätzlichen strukturellen Lä-
sionen geführt, die hätten objektiviert werden können. Die Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit sei ab sofort über die nächsten sechs Wochen auf 100% 
möglich (AB 49).

3.2.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte im 
Bericht vom 1. November 2016 unter anderem neu eine diskrete Tendova-
ginitis stenosans Höhe A1 am Daumen links sowie ein palmares Handge-
lenksganglion links (AB 69 S. 1). Die Unfallfolgen seien grundsätzlich pro-
blemlos abgeheilt. Dies bestätige sich sowohl radiologisch als auch kli-
nisch, es bestehe eine sehr schöne Handgelenksbeweglichkeit ohne 
Schmerzen. Vielmehr seien Schmerzen im Daumensattelgelenk aufgetre-

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ten, aufgrund derer die Beschwerdeführerin bei manueller Belastung ge-
stört sei. Das Ganglion sei asymptomatisch. Die beginnende Rhizarthrose 
und die Tendovaginitis stenosans seien nicht als Unfall, sondern als Krank-
heit zu werten. Die seit 24. Oktober 2016 attestierte Arbeitsfähigkeit von 
50% sei weiterhin gegeben (AB 69 S. 2).

3.2.4 Dem Bericht der Suva-Kreisärztin Dr. med. D.________ vom 22. 
Februar 2017 ist zu entnehmen, klinisch bestehe ein leichtes Bewegungs-
defizit im Handgelenk links: Die Extension sei um 20% und die Flexion um 
10% vermindert. Pro- und Supination seien symmetrisch. Die Kraft, gemes-
sen mit dem Baseline Dynamometer, und der Schlüsselgriff seien links 
deutlich vermindert (AB 86 S. 4). Zusammenfassend bestünden bewe-
gungs- und belastungsabhängige Restbeschwerden im linken Handgelenk, 
zusätzlich auch Schmerzen im linken Daumensattelgelenk und in der linken 
Schulter bei bekannter Rhizarthrose, einer diskreten Tendovaginitis ste-
nosans und einer Tendinitis calcarea links. Wie bereits Dr. med. 
G.________ im Bericht vom 1. November 2016 (AB 69) beschrieben habe, 
seien die Beschwerden im Daumensattelgelenk, an der linken Schulter 
sowie die Tendovaginitis stenosans nicht im Rahmen des Unfalls zu wer-
ten. Dennoch bestünden Restbeschwerden, die von der Radiusfraktur 
herrührten, die sich versicherungsmedizinisch wie folgt auswirken würden: 
Nach linksseitiger Radiusfraktur sei die Zumutbarkeit eingeschränkt, repeti-
tive monotone Tätigkeiten links, ständige Zwangshaltungen sowie Schlag- 
und Vibrationsbelastungen seien zu vermeiden. Gewichtsbelastungen bis 
zu maximal 5 kg seien links möglich. Mit zusätzlichen Pausen morgens und 
nachmittags von je einer Stunde sei zudem ein ganztägiger Einsatz mög-
lich. In dem Sinne sei die Rückkehr in die bisherige Tätigkeit zum selben 
Pensum, wie in der Zumutbarkeitsbeurteilung beschrieben, nicht mehr ganz 
möglich. Von weiteren Behandlungen werde keine namhafte Besserung 
des aktuellen unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet (AB 86 
S. 5).

3.2.5 Die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invaliden-
versicherung, Dr. med. H.________, Fachärztin für Orthopädie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, stellte im Rahmen der Abklärungen 
der IV-Stelle Bern in einer Aktenbeurteilung vom 13. April 2017 fest, die 

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Beschwerdeführerin sei in der angestammten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig 
(AB 143 S. 6). Aus handchirurgischer Sicht hätte aufgrund der somatischen 
Gesundheitsschäden bereits ab Februar 2016 eine höhere Arbeitsfähigkeit 
in der angestammten Tätigkeit resultieren müssen. In einer angepassten 
wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von mittelschweren 
und schweren Lasten mit dem linken Arm, ohne Umwelteinflüsse wie Zug-
luft, Kälte oder Nässe, ohne Überkopfarbeit, dauerhaftem Handeinsatz über 
Brusthöhe links und allzu grosse mechanische Belastung der linken Hand, 
ohne absturzgefährdetes Arbeiten und Steigen auf Gerüsten, Leitern und 
Dächern bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Eine derartige Tätigkeit sei 
seit Februar 2016 möglich (AB 143 S. 7).

3.2.6 Schliesslich nahm Dr. med. E.________ vom versicherungsmedizi-
nischen Dienst der Suva im Bericht vom 6. Juli 2017 zu den vorliegenden 
medizinischen Akten Stellung. Zu berücksichtigen sei lediglich der Zustand 
nach distaler Radiusfraktur, wobei übereinstimmend mit der Beurteilung 
des behandelnden Handchirurgen massgebend sei, dass die Fraktur 
knöchern vollständig konsolidiert und die Funktion weitestgehend wieder-
hergestellt worden sei. Hinweise auf die tatsächliche Existenz einer zwi-
schenzeitlich vermuteten CRPS seien nicht zu finden. In Kenntnis der klini-
schen Befunde und der beruflichen Tätigkeit lasse sich versicherungsmedi-
zinisch festhalten, dass unter alleiniger Berücksichtigung der Unfallfolgen 
eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wieder 
gegeben sei. Insofern sei der Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________ vom 13. April 2017 (AB 143) zuzustimmen. Ein Integritäts-
schaden resultiere nicht (AB 160 S. 2). 

3.2.7 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
attestierte der Beschwerdeführerin vom 5. Juli bis 30. November 2017 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100% (AB 159, 167 S. 3 f., 177 und 188).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

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Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3.2 Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formel-
len Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn 
Leistungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 
EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den 
Entscheid ausschlaggebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinter-
ne Abklärungen zu stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c 
S. 165). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweis-
grundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.4

3.4.1 In somatischer Hinsicht ist die Schlussfolgerung der Beschwerde-
gegnerin nicht zu beanstanden, soweit sie allein die distale Vorderarmfrak-
tur als zum Unfall vom 14. Juli 2015 kausal erachtet und die weiteren Dia-

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gnosen einer Rhizarthrose und einer Tendovaginitis stenosans am linken 
Daumen sowie einer Tendinitis calcarea an der linken Schulter (AB 160 
S. 2) als unfallfremde Beschwerden qualifiziert (AB 189 S. 6 Ziff. 2.1.3). 
Allein der Sturz auf einer Treppe ist offenkundig nicht geeignet, die ent-
sprechenden degenerativen Gesundheitsschäden zu verursachen (vgl. 
auch den Bericht des Dr. med. G.________ vom 1. November 2016 [AB 69 
S. 2]), zumal von Anfang an keine Hinweise dafür bestanden haben, dass 
sich die Beschwerdeführerin, abgesehen von der Vorderarmfraktur, andere 
Verletzungen zugezogen hat. Entsprechende radiologische Befunde lagen 
jedenfalls nicht vor (vgl. Berichte der J.________ vom 17. Juli, 10. und 27. 
November 2015 [AB 40 - 42]). Soweit die Beschwerdeführerin hierzu gel-
tend macht, die Gesundheitsschädigungen würden indirekte Unfallfolgen 
darstellen, weil eine durch das Unfallereignis ausgelöste Schonhaltung 
vorgelegen habe, ist ihr nicht zu folgen. Dr. med. G.________ wies bereits 
im Bericht vom 1. November 2016 darauf hin, die Unfallfolgen seien pro-
blemlos abgeheilt und es bestehe „…eine sehr schöne Handgelenksbe-
weglichkeit…“(AB 69 S. 2). Damit entfällt die natürliche Kausalität der so-
matischen Beschwerden mit Ausnahme des Status nach Vorderarmfraktur 
links zum Unfallereignis.

3.4.2 Sodann verneint die Beschwerdegegnerin zu Recht die Adäquanz 
zwischen dem Unfall vom 14. Juli 2015 und den geltend gemachten und 
nicht näher bezeichneten psychischen Beschwerden, aufgrund derer der 
Beschwerdeführerin ab 5. Juli 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes-
tiert wurde (AB 167 S. 3 und 180 S. 3). Ein adäquater Kausalzusammen-
hang psychischer Beschwerden zu einem Unfallereignis kann rechtspre-
chungsgemäss nur bejaht werden, wenn dem Unfallereignis eine massge-
bende Bedeutung zukommt resp. objektiv eine gewisse Schwere gegeben 
ist (vgl. E. 2.5.1 hiervor), wobei sogenannte banale Unfälle aufgrund der 
allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizini-
scher Erkenntnisse, nicht geeignet sind, einen erheblichen Gesundheits-
schaden zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139). Die Beschwerdeführerin ist auf der Treppe über mehrere Stufen 
gestürzt und hat sich dabei eine Radiusfraktur links zugezogen. In der Fol-
ge hat die Beschwerdegegnerin den Unfall ausgehend vom augenfälligen 
Geschehensablauf als höchstens mittelschwer bis leicht klassifiziert und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2018, UV/18/6, Seite 14

kam zum Schluss, dass höchstens zwei der Adäquanzkriterien gemäss 
Rechtsprechung des Bundesgerichts erfüllt seien (AB 189 S. 7 Ziff. 2.2.2; 
vgl. E. 2.5.2 hiervor). Gestützt auf die Akten ist diese Schlussfolgerung 
nicht zu beanstanden. 

Die Beschwerdeführerin vermag dem nichts entgegenzuhalten; die Argu-
mentation, vorliegend seien mindestens vier der rechtsprechungsgemäss 
erforderlichen Adäquanz-Kriterien erfüllt (Beschwerde, S. 10 f.), überzeugt 
nicht. Offenkundig ist weder ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien in 
besonders ausgeprägter Weise vorhanden noch tritt eines in gehäufter 
oder auffallender Weise auf. Den Akten sind keine Hinweise auf besonders 
dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalls wie auch eine Schwere oder besondere Art der erlittenen (somati-
schen) Verletzungen zu entnehmen, die erfahrungsgemäss geeignet 
wären, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Hinsichtlich des Kriteri-
ums der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, verkennt 
die Beschwerdeführerin, dass die Prüfung gemäss höchstrichterlicher 
Rechtsprechung unter Ausschluss psychischer Aspekte zu erfolgen hat 
(vgl. E. 2.5.1 hiervor); somit kann nicht ausschlaggebend sein, dass sich 
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Beschwerden seit dem 
Unfall fachärztlich betreuen lässt (vgl. Beschwerde, S. 10). Sodann ist we-
der von einem schwierigen Heilungsverlauf noch von erheblichen Kompli-
kationen auszugehen (vgl. Beschwerde, S. 11 Ziff. 2). Die Operation am 
Radius links ist problemlos verlaufen und die Handbeweglichkeit war – wie 
Dr. med. G.________ im Bericht vom 1. November 2016 feststellte (AB 69 
S. 1) – wiederhergestellt. Damit ist auch eine ärztliche Fehlbehandlung, 
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert haben könnte, ausge-
schlossen. Unter den gegebenen Umständen zeigt sich denn auch keine 
erhebliche somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 
Anstrengungen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Ju-
ni 2009, 8C_116/2009, E. 4.6). Somit kann offen bleiben, ob die Beschwer-
deführerin an körperlichen Dauerschmerzen leidet. Die Adäquanz der psy-
chischen Beschwerden zum Unfallereignis ist nicht erstellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2018, UV/18/6, Seite 15

3.5 Folglich bleibt zu prüfen, ob erwerbliche Folgen eines Status nach 
distaler Vorderarmfraktur vorliegen, für welche die Beschwerdegegnerin 
einzustehen hat (vgl. E. 2.6 hiervor).

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass eine unfallbedingte Ar-
beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht nachgewiesen werden 
könne. Dabei stützt sie sich auf die – einzig aufgrund der Akten erfolgte - 
Einschätzung des Dr. med. E.________ im Bericht vom 6. Juli 2017 (AB 
160), in welchem dieser zum Schluss kommt, die Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit sei unter Berücksichtigung der Unfallfolgen wieder 
gegeben. Diese Einschätzung genügt vor dem Hintergrund der Berichte der 
Suva-Kreisärztin Dr. med. D.________ und der RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________ für eine abschliessende Beurteilung nicht (AB 49, 86 und 143).

Dr. med. D.________ hat aufgrund einer persönlichen Untersuchung der 
Beschwerdeführerin noch am 22. Februar 2017 festgehalten, es würden 
ihres Erachtens von Seiten der Radiusfraktur Restbeschwerden vorliegen, 
welche die Zumutbarkeit insbesondere insofern einschränken würden, als 
ein ganztägiger Einsatz lediglich mit zusätzlichen Pausen morgens und 
nachmittags von je einer Stunde möglich sei. In diesem Sinne sei eine 
Rückkehr der Beschwerdeführerin in ihre angestammte Tätigkeit mit vollem 
Pensum wohl nicht mehr möglich (AB 86 S. 5). Dr. med. E.________ setzte 
sich mit dieser Einschätzung nicht auseinander.

Soweit Dr. med. E.________ auf die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________ vom 13. April 2017 verweist (AB 143), lässt auch dies Fragen 
offen. So führt Dr. med. H.________ den Sturz mit distaler Vorderarmfrak-
tur links vom 21. Juli 2015 unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit auf und hält eine 50%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin in der angestammte Tätigkeit für möglich. In einer angepassten 
Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Aus handchirurgischer Sicht 
hätte aufgrund der somatischen Gesundheitsschäden bereits ab Febru-
ar 2016 eine höhere Arbeitsfähigkeit resultieren müssen (AB 143 S. 6 f.). 
Damit äussert sich Dr. med. H.________ nicht eindeutig zum Ausmass der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit, 
was indessen aus Sicht der Invalidenversicherung angesichts der uneinge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2018, UV/18/6, Seite 16

schränkten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch nicht erfor-
derlich war. 

Angesichts dieser zumindest geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der Arbeitsfähigkeitseinschätzung durch den versicherungsin-
ternen Dr. med. E.________ kann darauf nicht abschliessend abgestellt 
werden, sondern es sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 
V 465 E. 4.4 S. 470). Dies gilt umso mehr, als auch Dr. med. D.________ 
letztlich nicht überzeugend begründet, weshalb die Restbeschwerden sei-
tens der Radiusfraktur zusätzliche Pausen notwendig machen würden, zu-
mal Dr. med. G.________ am 1. November 2016 eine eigentliche problem-
lose Abheilung der Unfallfolgen bestätigt hat (AB 69 S. 2). Zusätzliche Ab-
klärungen sind bereits deshalb unerlässlich, als nicht ausgeschlossen wer-
den kann, dass es bei einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit trotz voller Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit zu einer leistungsbegründenden Invalidität von mindestens 10% 
(Art. 18 Abs. 1 UVG) kommen könnte. 

4.

Den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung lehnte die Beschwerde-
gegnerin gestützt auf die Beurteilungen der Dres. D.________ und 
E.________ ab. Diese Einschätzungen sind schlüssig, weshalb darauf ab-
gestellt werden kann. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin kei-
ne substantiierten Rügen hinsichtlich der Beurteilung der SUVA-Ärzte er-
hebt. Die Ablehnung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung lässt 
sich deshalb nicht beanstanden, so dass die Beschwerde in diesem Punkt 
abzuweisen ist. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als der 
Einspracheentscheid vom 20. November 2017 (AB 189), soweit den An-
spruch auf eine Invalidenrente betreffend, aufzuheben und die Sache zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juni 2018, UV/18/6, Seite 17

Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen ist. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung 
(BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 

Nach dem Ausgeführten obsiegt die Beschwerdeführerin zu vier Fünfteln. 
Gemäss der nicht zu beanstandenden Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 30. April 2018 hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin vier Fünftel der Parteikosten, ausmachend Fr. 2‘554.-- 
(Fr. 3‘192.50 ./. 4/5 ; inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva vom 20. November 2017 aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu ver-
füge. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘554.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.