# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa8f5630-3172-5839-bbad-e388e6e2f144
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.04.2014 S 2013 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2013-110_2014-04-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 110

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, Verwaltungsrich-

terin Moser und Verwaltungsrichter Audétat, 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 24. Juni 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, 

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. Die am 23. Dezember 1980 geborene A._____ meldete sich am 20. März 

2006 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) 

zum Bezug von Versicherungsleistungen an. Daraufhin klärte die IV-Stelle 

deren medizinische und erwerbliche Situation ab. Mit Verfügung vom 

23. Januar 2009 gewährte sie A._____ in der Folge für die Dauer der be-

ruflichen Abklärung im Appisberg ein Taggeld von Fr. 100.--. Nach Durch-

führung des Vorbescheidverfahrens schloss die IV-Stelle die beruflichen 

Massnahmen daraufhin mit Verfügung vom 30. Juli 2009 ab. Mit Vorbe-

scheid vom 17. Juli 2012 gewährte die IV-Stelle A._____ in der Folge 

rückwirkend drei befristete Invalidenrenten. Dagegen erhob A._____ am 

7. September 2012 Einwand. Mit Verfügungen vom 17. Juli 2013 sprach 

die IV-Stelle A._____ sodann ab dem 1. Januar 2007 bis zum 31. Mai 

2007 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 48 % eine Viertelsrente, 

ab dem 1. September 2007 bis zum 29. Februar 2008 ausgehend von ei-

nem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente sowie ab dem 1. Mai 

2010 bis zum 31. Oktober 2010 ausgehend von einem Invaliditätsgrad 

von 100 % eine ganze Rente zu. Im Übrigen wies sie das Leistungsbe-

gehren von A._____ ab. 

2. Gegen diese Verfügungen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rerin) am 16. September 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden, mit dem Antrag, die drei Verfügungen vom 17. Juli 

2013 seien teilweise aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei für die 

Zeit vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Oktober 2010 eine ganze Rente ba-

sierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % und ab dem 1. November 

2010 eine ganze Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 70 % 

auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die unent-

geltliche Prozessführung. Zur Begründung ihrer materiellen Anträge führte 

die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, nach wie vor der Ansicht zu 

sein, seit dem 1. Januar 2007 bis zum 31. Oktober 2010 zu 100 % ar-

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beitsunfähig gewesen zu sein. Die Gutachter der Klinik N._____ hätten 

sie in der Vergangenheit nicht für arbeitsfähig erachtet. Vielmehr würden 

sie die Auffassung vertreten, sie sei ab sofort, d.h. ab dem Vorliegen des 

Gutachtens, zu 100 % arbeitsfähig. Für die Vergangenheit sei deshalb 

von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die IV-Stelle vernei-

ne sodann ab dem 1. November 2010 jeglichen Rentenanspruch und ver-

trete die Auffassung, der IV-Grad der Beschwerdeführerin betrage 0 %. 

Wie aus dem interdisziplinären Gutachten der Klinik N._____ vom 2. April 

2012 hervorgehe, sei die Wirbelsäule der Beschwerdeführerin indes er-

heblich geschädigt, was zu Dauerschmerzen führe. Diesbezüglich hätten 

die Gutachter unter anderem eine chronische Lumboischialgie linksbe-

tont, eine Wirbelsäulenfehlhaltung, degenerative Wirbelsäulenverände-

rungen mit Spondylarthrosen L3/4 beidseits und Sensibilitätsstörungen 

am Fuss diagnostiziert. Die Gutachter der Klinik N._____ hätten zwar die 

Auffassung vertreten, der Beschwerdeführerin sei eine ganztägige Er-

werbstätigkeit gleichwohl zumutbar, aber nicht ausgeführt, was dies für 

die Frage der Erwerbsfähigkeit bedeute. Sodann würden die Gutachter 

eine schrittweise Steigerung des Arbeitspensums unter externer Beglei-

tung empfehlen. Diese Funktion habe bis anhin der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin übernommen. Mit dessen Hilfe sei es der Beschwer-

deführerin gelungen, ihr Arbeitspensum von 0 % auf 40 % zu erhöhen. 

Die dabei gemachten Erfahrungen hätten jedoch gezeigt, dass eine wei-

tergehende Steigerung des Beschäftigungsgrads aufgrund der vorhande-

nen Dauerschmerzen trotz der Bemühungen der Beschwerdeführerin 

(noch) nicht möglich sei. Schliesslich hätte die IV-Stelle das Invalidenein-

kommen der Beschwerdeführerin auf der Grundlage des von ihr effektiv 

erzielten Bruttoeinkommens von Fr. 20'400.-- pro Jahr festlegen müssen, 

womit die Beschwerdeführerin Anspruch auf die begehrte IV-Rente habe.

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3. In der Vernehmlassung vom 1. Oktober 2013 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie aus, die Gutachter 

der Klinik N._____ hätten hinsichtlich der bis November 2011 bestehen-

den Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin die Angaben in den vorhan-

denen Arztberichten bestätigt oder unkommentiert übernommen. Daraus 

könne nicht gefolgert werden, dass die Beschwerdeführerin bis dahin zu 

100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Vielmehr sei diesbezüglich auf die 

vorliegenden echtzeitlichen Arztberichte abzustellen, woraus sich die den 

angefochtenen Verfügungen zugrunde liegenden Grade der Arbeitsun-

fähigkeit ergeben würden. Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen 

sinngemäss rügen sollte, dass ihr ein Berufswechsel nicht zugemutet 

werden könne, sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin 32 Jahre alt 

und damit erst in über 30 Jahren das gesetzliche Rentenalter erreichen 

werde. Dies sowie deren bisherige berufliche Laufbahn würden klar für 

die Zumutbarkeit eines Berufswechsels sprechen. Mit einer adaptierten 

Tätigkeit vermöge die Beschwerdeführerin gemäss den zur Berechnung 

des Invalideneinkommens heranzuziehenden Lohnstrukturerhebungen 

des Bundesamts für Statistik 2010 (LSE) ein Bruttoeinkommen von 

Fr. 53'787.80 zu erzielen. Werde dieses Einkommen dem Validenein-

kommen der Beschwerdeführerin gegenübergestellt, so resultiere keine 

Erwerbseinbusse. Die Beschwerdeführerin habe somit keinen Anspruch 

auf eine IV-Rente.

4. Nachdem die Beschwerdeführerin innert Frist keine Replik eingereicht 

hatte, schloss der zuständige Instruktionsrichter mit prozessleitender Ver-

fügung vom 20. November 2013 den Schriftenwechsel.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit rechtserheblich in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügungen der IV-

Stelle vom 17. Juli 2013. Solche Anordnungen, die gemäss Bundesrecht 

der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle unter-

liegen, können beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ange-

fochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-

setzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde fällt somit in die Zuständigkeit des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden. Als formelle und materielle Ver-

fügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von den angefochtenen 

Rentenverfügungen ausserdem unmittelbar betroffen und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung, womit sie zur Be-

schwerdeführung berechtigt ist (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 des All-

gemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]). Über-

dies hat sie ihre Beschwerde frist- und formgerecht beim Verwaltungsge-

richt eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

Demzufolge ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. Das Invalidenversicherungsgesetz wurde im interessierenden Zeitraum 

vom 1. Januar 2006 bis zum 17. Juli 2013 mehrfach einer Teilrevision 

unterzogen (vgl. AS 2012 5559, AS 2012 3745, AS 2011 5659, AS 2011 

4745, AS 2010 3835, AS 2009 2411, AS 2008 3437, AS 2007 5953, AS 

2007 5779, AS 2007 5129, AS 2006 979). Für die Beurteilung des vorlie-

genden Falles sind die entsprechenden Teilrevisionen jedoch nur insoweit 

von Bedeutung, als sie die für die Rentenzusprache massgeblichen Re-

gelungen betreffen. Dies trifft ausschliesslich auf die im Zuge der 5. IV-

Revision vorgenommenen Änderungen von Art. 7 ATSG, Art. 28, 28a, 29 

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und 31 IVG zu, die am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (vgl. AS 2007 

5129; Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invaliden-

versicherung vom 22. Juni 2005, 5. Revision, BBl 2005 4459). Ob die 

fraglichen Regelungen in der geltenden oder in der bis zum 31. Dezember 

2007 in Kraft stehenden Fassung (nachfolgend: aIVG) anzuwenden sind, 

ist in Ermangelung einer spezialgesetzlichen Übergangsregelung auf-

grund der allgemeinen von Lehre und Rechtsprechung entwickelten inter-

temporalrechtlichen Grundsätze zu entscheiden. Danach sind grundsätz-

lich diejenigen Regelungen anzuwenden, welche im Zeitpunkt der Ver-

wirklichung des Sachverhalts Geltung hatten, der rechtlich zu würdigen ist 

oder zu Rechtsfolgen führt (BGE 138 V 475 E.3.1, 137 V 369 E.4.4.2, 132 

V 215 E.3.1.1, 130 V 329, 129 V 1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_606/2011 vom 13. Januar 2012 E.3.1). Für den vorliegenden Fall be-

deutet dies, dass sich der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bis 

zum 31. Dezember 2007 grundsätzlich nach dem alten Recht, anschlies-

send nach dem neuen Recht richtet. Indes sind die im Zuge der 5. IV-

Revision vorgenommenen Änderungen, soweit sie vorliegend von Bedeu-

tung sind, nur von terminologischer und systematischer Natur, weshalb 

mit den Verfahrensbeteiligten auf eine gesonderte Prüfung des Renten-

anspruchs der Beschwerdeführerin nach altem und neuem Recht verzich-

tet werden kann (vgl. BGE 138 V 475 [Neufestlegung des Zeitpunkts der 

Entstehung des Rentenanspruchs]; BGE 137 V 369 [anrechenbare Ein-

künfte gemäss Art. 31 IVG], BGE 135 V 215 [Zumubarkeit]; BBl 2005 

4554 ff.; vgl. ERWIN MURER, Zur 5. IV-Revision, in: WEBER [Hrsg.], HAVE, 

Personen-Schaden-Forum 2007, Zürich/Basel/Genf 2007, S. 205 ff. und 

S. 15; HARDY LANDOLT, Auswirkungen der 5. IVG-Revision auf die Scha-

denminderungspflicht, in: WEBER [Hrsg.], HAVE, Personen-Schaden-

Forum 2007, Zürich/Basel/Genf 2007, S. 231 ff.). 

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3. a) Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen Gesund-

heitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des 

Anspruchs erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 

Der Rentenanspruch entsteht grundsätzlich, wenn eine versicherte Per-

son ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-

stellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid im Sinne von 

Art. 8 ATSG ist (Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 

aIVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Per-

son bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei 

einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG 

und Art. 28 Abs. 1 aIVG). Die Stufe der zu gewährenden Rente ist dabei 

nach dem Ausmass der während der Wartezeit durchschnittlich beste-

henden Arbeitsunfähigkeit und nach Massgabe der nach zurückgelegter 

Wartezeit verbliebenen Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen (BGE 121 V 

264 E.6a = AHI-Praxis 1996 S. 185). Eine ganze Rente kann demnach 

nur zugesprochen werden, wenn die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 

für das abgelaufene Wartejahr mindestens 70 % betragen hat und weiter-

hin eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens demselben Umfang besteht 

(BGE 105 V 160 E.2c = ZAK 1980 S. 284 f.; Kreisschreiben über Invali-

dität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung vom 1. Januar 2014 

Rz. 4002).

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b) Bei erwerbstätigen Versicherten, wie der Beschwerdeführerin, ist der ren-

tenbegründende Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs 

zu ermitteln (Art. 28a Abs. 1 IVG bzw. Art. 28 Abs. 2 aIVG i.V.m. Art. 16 

ATSG). Im Falle einer rückwirkenden Festlegung der IV-Rente kann es 

dabei erforderlich sein, den massgeblichen Invaliditätsgrad für zurücklie-

gende Zeitspannen gesondert festzulegen. Dies kann dazu führen, dass 

in derselben Verfügung eine Rente zuzusprechen und diese zugleich re-

visionsweise herauf-, herabzusetzen oder aufzuheben ist. Ein solches 

Vorgehen ist jedoch nur zulässig, wenn Revisionsgründe im Sinne von 

Art. 17 ATSG vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herab-

setzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a der Verord-

nung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zu bestimmen ist 

(vgl. BGE 121 V 264 E.6b/dd = AHI 1996 S. 187 f., BGE 109 V 125 ff. = 

ZAK 1977 S. 23, 106 V 16 E.3; vgl. dazu: ULRICH MEYER, in: MU-

RER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozial-

versicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 

2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2010, S. 394). Ob eine für den Rentenan-

spruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads eingetreten ist und da-

mit ein für die Befristung oder Herabsetzung der Rente erforderlicher Re-

visionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachver-

halts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und des Rentenbeginns mit 

demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente 

(BGE 125 V 413 E.2d). Spricht die IV-Stelle der versicherten Person eine 

befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der 

Leistung angefochten, so wird der Streitgegenstand dadurch nicht in dem 

Sinne eingeschränkt, als die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von 

der Beurteilung ausgeklammert bleiben. Die gerichtliche Prüfung hat 

vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten in der angefochtenen 

Verfügung geregelten Zeitraum und damit sowohl für die Zusprache als 

auch die Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente zu erfassen (BGE 131 

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V 163 E.2.3.2; Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 1. Oktober 2006 

E.2.3).

c) Um die für die Rentenzusprache massgeblichen Invaliditätsgrade zu er-

mitteln, sind die zuständigen Verwaltungsbehörden und das im Be-

schwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, in denen 

der Gesundheitszustand der versicherten Person beurteilt und dazu Stel-

lung genommen wird, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Diese Auskünfte und Be-

funde sind im Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche beruflichen Tätigkeiten einer versicherten Person noch zu-

gemutet werden können (BGE 125 V 261 E.4, 115 V 134 E.2, 114 V 314 

E.3c). Hinsichtlich des Beweiswertes solcher Unterlagen ist entscheidend, 

ob diese für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend sind, auf 

den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen und sich mit diesen sowie dem Verhalten 

der untersuchten Person auseinandersetzen, in Kenntnis der Vorakten 

und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit darin enthaltenen Stel-

lungnahmen abgegeben worden sind, in der Beurteilung der medizini-

schen Zusammenhänge einleuchtend sind und Schlussfolgerungen in ei-

ner Weise begründet sind, dass sie von der rechtsanwendende Person 

prüfend nachvollzogen werden können (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 

E.3a, 122 V 157 E.1c). 

4. a) Die Beschwerdeführerin meldete sich am 20. März 2006 wegen Schmer-

zen im Kreuzbereich bei vorhandener Funktionsstörung der Lendenwir-

belsäule mit Ausstrahlung in Beine und Arme bei der IV-Stelle zum Bezug 

von Versicherungsleistungen an. In der Folge klärte die IV-Stelle die me-

dizinische und erwerbliche Situation der Beschwerdeführerin ab, indem 

sie Arztberichte einholte und zwei interdisziplinäre Gutachten sowie eine 

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berufliche Abklärung des Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin in 

Auftrag gab. Die fraglichen Unterlagen erlauben eine rechtsgenügliche 

Beurteilung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Dies wird 

denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt. Diese ist 

jedoch der Auffassung, die IV-Stelle habe die fraglichen Unterlagen in der 

angefochtenen Verfügung falsch interpretiert, indem sie zur Auffassung 

gelangt sei, die Beschwerdeführerin sei im Zeitraum vom 1. Januar 2007 

bis zum 31. Oktober 2010 nicht durchwegs zu 100 % und in der Folge 

weniger als zu 70 % arbeitsunfähig gewesen. 

b) Um die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der interessierenden 

Zeitspanne vom 1. Januar 2006 bis zum 17. Juli 2013 zu bestimmen, hat 

die IV-Stelle insbesondere die Klinik N._____ mit einer interdisziplinären 

Begutachtung der Beschwerdeführerin beauftragt (IV-act. 89 S. 1). 

Dr. med. B._____, Leitende Ärztin Rheumatologie, zertifizierte medizini-

sche Gutachterin, Dr. med. C._____, Leitender Arzt Psychosomatik, zerti-

fizierter medizinischer Gutachter, und D._____, Therapeutin Ergonomie, 

kamen in ihrem Gutachten vom 2. April 2012 zum Schluss, die Be-

schwerdeführerin leide an einer chronischen Lumboischialigie linksbetont 

(Status nach Dynesys-Implantation L4/S1, Status nach anteriorer Disek-

tomie L4/5 und L5/S1 mit interkorporeller Fusion L5/S1 und Implantation 

einer Bandscheibenprothese Typ Maverick, Wirbelsäulenfehlhaltung und -

fehlform, einer lumbosakralen Übergangsanomalie mit Hemilumbalisation 

von S1 rechts und Nearthrose rechts, degenerativen Wirbelsäulenverän-

derungen mit Spondylarthrose L3/4 beidseits, muskuläre Dysbalance mit 

Myogelosen, Sensibilitätsstörung am Fuss und distalem Unterschenkel 

links mit Hypoästhesie und Parästhesie, ICD-10 M54.4), welche ihre Ar-

beitsfähigkeit beeinträchtigen würde. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig-

keit diagnostizierten sie eine Hyperlaxizität, eine Thoracic outlet-

Symptomatik beidseits bei bekannten Halsrippen beidseits und psycholo-

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gischen Faktoren sowie Verhaltensfaktoren bei chronischer Lumboischi-

algie linksbetont (ICD-10 F54; IV-act. 100 S. 4). 

Für die aktuelle Tätigkeit in der Kindertagesstätte und im Jugendzentrum, 

welche einer leichten wechselbelasteten Tätigkeit entspreche, sei die Be-

schwerdeführerin aus rheumatologischer/orthopädischer und internisti-

scher Sicht ganztags arbeitsfähig. Im Übrigen sei ihr jede andere leichte 

bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ganztags zumutbar mit ei-

ner Gewichtsbelastung Heben horizontal selten maximal 17.5 kg, Heben 

von der Taille zur Kopfhöhe selten maximal 10 kg, Heben vom Boden zur 

Taille selten maximal 12.5 kg. Dabei sollte die Beschwerdeführerin die 

Möglichkeit haben, statische Positionen nach Bedarf zu unterbrechen. Ar-

beiten über Schulterhöhe und im Stehen vorgeneigt seien der Beschwer-

deführerin nur selten zumutbar, d.h. maximal während 30 Minuten bezo-

gen auf einen ganzen Arbeitstag. Im Übrigen sei darauf zu achten, dass 

der Wiedereinstieg in eine solche angepasste Tätigkeit langsam erfolge. 

Empfohlen werde initial ein Arbeitspensum von 50 %, das innert sechs 

Monaten auf eine vollzeitliche Tätigkeit erhöht werde (IV-act. 100 S. 9, 

vgl. dazu detailliert: Bericht zur funktionellen Leistungsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin vom 1. Februar 2012 [IV-act. 101 S. 2 f.]). 

Zur psychischen Verfassung der Beschwerdeführerin führte Dr. med. 

C._____ im Teilgutachten vom 22. Februar 2012 ergänzend aus, in den 

Akten sei im Jahr 2006 von einer depressiven Verstimmung mit dem Ver-

dacht auf eine Somatisierungsstörung die Rede (IV-act. 100 S. 61). In den 

späteren Akten verschwinde diese Verdachtsdiagnose, tauche jedoch 

wieder auf. Zum Zeitpunkt der Untersuchung und wahrscheinlich bereits 

seit geraumer Zeit sei die Beschwerdeführerin nicht mehr klinisch mani-

fest depressiv oder irgendwie in höherem Sinne anpassungsgestört. 

Ebenso wenig leide sie an einer somatoformen Schmerzstörung. Die ur-

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sprünglich seitens der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin vor-

geschlagene und bis vor kurzem gutachterlich häufig verwendete Diagno-

se einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren wäre jedoch gut geeignet, die Symptomatik und den Krankheits-

verlauf der Beschwerdeführerin zu beschreiben. Da diese Diagnose in die 

Internationale Klassifikation der psychischen Störungen ICD-10, 8. Aufl., 

indes nicht aufgenommen worden sei, könne sie im Rahmen dieses Gut-

achtens nicht gestellt werden. Was bleibe sei die Möglichkeit das Zu-

standsbild der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht als psycho-

logische Faktoren und Verhaltensauffälligkeiten bei andernorts klassifi-

zierten Krankheiten zu bezeichnen. Hierbei handle es sich um eine meist 

leichte und oft lang anhaltende psychische Störung im Sinne von Sorgen, 

emotionaler Konflikte und Erwartungsängste, welche sich nicht sicher ei-

ner anderen Kategorie im Kapitel ICD-10 V (F) zuordnen liesse. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe deswegen keine relevante Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 100 S. 62) und habe sie im bisherigen Krank-

heitsverlauf mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinem Zeitpunkt 

bestanden (IV-act. 100 S. 63). Jedoch sei es wichtig, der Beschwerdefüh-

rerin, die sich infolge des lang anhaltendes Rückenleidens und der erst im 

Jahr 2011 nach mehrjähriger Unterbrechung aufgenommenen Teiler-

werbstätigkeit nur noch vorstellen könne, im Umfang von 50 % erwerbs-

tätig zu sein, bei der Umsetzung der Restarbeitsfähigkeit entgegenzu-

kommen. Es empfehle sich daher, der Beschwerdeführerin, welche aus 

rheumatologischer und internistischer Sicht für eine leichte bis mittel-

schwere wechselbelastende Tätigkeit ganztags arbeitsfähig sei, eine Ein-

arbeitungszeit von drei bis sechs Monaten mit Steigerung des ursprüngli-

chen 50%igen Arbeitspensums auf eine vollzeitliche Tätigkeit zuzugeste-

hen (IV-act. 100 S. 7, 8 f., 65).

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c) Das fragliche Gutachten der Klinik N._____ beleuchtet die internistisch-

rheumatologische und psychiatrische Problematik umfassend. Im Übrigen 

beruht es auf einer eingehenden Untersuchung der Beschwerdeführerin, 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden, setzt sich mit diesen sowie 

dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander und ist in Kenntnis 

der Vorakten erarbeitet worden. Abweichende Stellungnahmen diskutie-

ren die Gutachter und erläutern, weshalb sie diese Auffassung als unzu-

treffend erachten. So hat Dr. med. C._____ die erstmals von Dr. med. 

E._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, postulierte psychi-

sche Erkrankung der Beschwerdeführerin, die letztmals im Austrittsbericht 

der RehaClinic M._____ vom 6. Oktober 2010 erwähnt wird, in seinem 

Teilgutachten nicht nur aufgeführt, sondern nachvollziehbar begründet, 

weshalb die Beschwerdeführerin daran nicht (mehr) leidet. Die von ihm 

stattdessen gestellte Diagnose vermag die Arbeitsfähigkeit nach über-

zeugender Darlegung nicht zu beeinträchtigen. Soweit die Gutachter die 

Beschwerdeführerin sodann aus rheumatologischer/internistischer Sicht 

in grösserem Umfang als arbeitsfähig erachten als die behandelnden Ärz-

te, vermögen sie die attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mittels 

der zwischenzeitlich durchgeführten Operationen, der physiotherapeuti-

schen Massnahmen sowie der Schmerztherapie überzeugend zu begrün-

den. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass bereits Dr. med. F._____, 

Facharzt für Innere Medizin, welcher die Beschwerdeführerin im Auftrag 

der IV-Stelle gemeinsam mit Dr. med. E._____ begutachtet hat, im Gut-

achten vom 23. Februar 2007 zum Schluss kam, dass die Beschwerde-

führerin in einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit 

aus rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ist (IV-act. 26 S. 6; 

vgl. E.5c hernach). Die von der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten 

der Klinik N._____ erhobenen Einwände erweisen sich nach dem Gesag-

ten als unbegründet, womit dem fraglichen Gutachten voller Beweiswert 

zuzuerkennen ist. 

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d) Demzufolge bestehen bei der Beschwerdeführerin als arbeitsrelevante 

Probleme Schmerzen im Kreuzbereich bei vorhandener Funktionsstörung 

der Wirbelsäule mit Ausstrahlung ins linke Bein, Schmerzen im oberen 

Rückenbereich, Ellenbogen links sowie am Daumen rechts, die sich bei 

Belastung verstärken. Diese körperlichen Beeinträchtigungen schliessen 

eine schwere körperliche Tätigkeit aus, während die Beschwerdeführerin 

in jeder leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit, bei der 

Lasten horizontal maximal im Umfang von 17.5 kg, Heben von der Taille 

zur Kopfhöhe selten maximal 10 kg, Heben vom Boden zur Taille selten 

maximal 12.5 kg, nur selten Arbeiten in inklinierter Oberkörperhaltung 

oder kniender Stellung ausgeführt werden müssten, voll arbeitsfähig ist. 

Die Gutachter schränken diese Aussage jedoch insofern ein, als es wich-

tig sei, der Beschwerdeführerin mit einer Einarbeitungszeit entgegenzu-

kommen, in der sie ihr anfängliches Teilzeitpensum von 50 % innert drei 

bis sechs Monaten sukzessive auf eine vollzeitliche Tätigkeit ausbaue (IV-

act. 100 S. 7, 13, 63). Die Notwendigkeit einer solchen Heranführung an 

eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit begründen die Gutachter mit dem lang-

jährigen Unterbruch der Erwerbstätigkeit, der es als verständlich erschei-

nen lasse, dass sich die Beschwerdeführerin zurzeit nur im Umfang von 

50 % als erwerbsfähig erachte. Das subjektive Empfinden der versicher-

ten Person ist für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit und des auf dieser 

Grundlage festzulegenden rentenbegründenden Invaliditätsgrads indes 

nicht massgebend. Die IV-Stelle und das im Beschwerdefall angerufene 

Versicherungsgericht haben aus objektiver Sicht zu bestimmen, ob und in 

welchem Masse eine versicherte Person infolge ihres Gesundheitsscha-

dens auf dem ihr offenstehenden ausgeglichen Arbeitsmarkt einer Arbeit 

nachgehen und ein Erwerbseinkommen erzielen kann. Dabei kommt es 

darauf an, welche Tätigkeit der in ihrer gesundheitlichen Verfassung be-

einträchtigten, versicherten Person aus objektiver Sicht zugemutet wer-

- 15 -

den kann. Entscheidend ist mit anderen Worten, ob die erhobenen Be-

funde eine derartige Schwere aufweisen, dass die Verwertung der Resta-

rbeitsfähigkeit der versicherten Person nicht zugemutet werden kann oder 

dies für die Gesellschaft nicht mehr tragbar ist (BBl 2005 4577; MEYER, 

a.a.O., S. 19). Gemessen an diesen Kriterien ist die Beschwerdeführerin 

nach Überzeugung der Gutachter der Klinik N._____ in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, begründen sie doch den empfohlenen 

sukzessiven Ausbau des Erwerbspensums nicht mit der gesundheitlichen 

Verfassung der Beschwerdeführerin, sondern deren Einschätzung, nur 

einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen zu können. Soweit sie sich 

im Übrigen auf den langjährigen Unterbruch der Erwerbstätigkeit berufen, 

handelt es sich hierbei um einen invaliditätsfremden Faktor, der als sol-

cher bei der Bestimmung des rentenbeanspruchenden Invaliditätsgrads 

ausser Betracht fällt (Art. 7 Abs. 2 ATSG; vgl. BGE 127 V 299 E.5a). Da-

mit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten 

bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig 

ist.

5. a) Hinsichtlich des Zeitpunkts, ab welchem die Beschwerdeführerin in die-

sem Umfang arbeitsfähig ist, halten die Gutachter lediglich fest, die aktu-

elle Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin in der Kindertagesstätte und 

im Jugendtreff würde einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit ent-

sprechen, die der Beschwerdeführerin weiterhin ganztags zumutbar sei 

(IV-act. 100 S. 39). Daraus kann gefolgert werden, dass die Beschwerde-

führerin spätestens seit dem 8. Februar 2012, als sie vom letzten der drei 

Gutachter untersucht wurde, in diesem Umfang arbeitsfähig ist (vgl. IV-

act. 100 S. 16). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lassen 

die entsprechenden Ausführungen jedoch nicht darauf schliessen, dass 

die Gutachter die Beschwerdeführerin bis zum Vorliegen des Gutachtens, 

d.h. bis April 2012, als zu 100 % arbeitsunfähig einschätzen würden. Ei-

- 16 -

ner solchen Interpretation steht bereits die von den Gutachtern gewählte 

Formulierung entgegen, wonach die Beschwerdeführerin weiterhin in ei-

ner adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Im Übrigen geben sie in der 

Diskussion etliche Arztberichte unkommentiert wieder, in denen die Be-

schwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit für arbeitsfähig erachtet 

wird. Wären die Gutachter der Meinung gewesen, diese Auffassungen 

seien unzutreffend, hätten sie entsprechende Stellungnahmen kaum un-

kommentiert übernommen, sondern dargelegt, weshalb diese Einschät-

zungen aus ihrer Sicht nicht zu überzeugen vermögen. Solche Auseinan-

dersetzungen finden sich im Gutachten der Klinik N._____ jedoch nur, um 

die von den Gutachtern im Unterschied zu anderen ärztlichen Stellung-

nahmen angenommene 100%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

in einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit zu be-

gründen. Soweit diese Ausführungen Rückschlüsse auf die Arbeitsfähig-

keit der Beschwerdeführerin zulassen, so wohl eher dahingehend als die 

Gutachter die Beschwerdeführerin (zumindest) im attestierten Umfang für 

arbeitsfähig erachten. Nachfolgend ist demnach aufgrund der echtzeitli-

chen Arztberichte zu bestimmen, in welchem Umfang die Beschwerdefüh-

rerin im Zeitraum vom 1. Januar 2006 bis zum April 2012 arbeitsunfähig 

gewesen ist.

b) Als Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit wird in sämtlichen ärztli-

chen Unterlagen der 5. Januar 2006 genannt (vgl. IV-act. 27 und 41). Für 

die folgenden Monate weichen die ärztlichen Stellungnahmen insofern 

voneinander ab, als Dr. med. F._____ und Dr. med. E._____ in ihrem 

Gutachten vom 23. Februar 2007 angaben, die Beschwerdeführerin sei in 

ihrer angestammten Tätigkeit vom 5. Januar 2006 bis zum 9. März 2006 

zu 100 %, vom 10. März 2006 bis zum 30. April 2006 zu 50% und vom 

27. November 2006 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig gewesen 

(vgl. IV-act. 27, S. 6, vgl. zur hausärztlichen Krankschreibung. IV-act. 20 

- 17 -

S. 1), während Dr. med. G._____, Leitender Arzt Orthopädie, Kantonsspi-

tal Graubünden, der Beschwerdeführerin in seinem Arztbericht vom 

23. Juni 2008 für den Zeitraum vom 5. Januar 2006 bis zum 9. März 2006 

eine 100%ige, vom 10. März bis zum 30. April 2006 eine 50%ige, vom 

1. September 2006 bis zum 26. November 2006 eine 70%ige und ab dem 

27. November 2006 bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit at-

testierte (IV-act. 41 S. 2). Selbst wenn jedoch auf den für die Beschwer-

deführerin günstigeren Arztbericht von Dr. med. G._____ abgestellt wird, 

wäre die Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitraum vom 1. Mai bis zum 

31. August 2007 zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Eine solche Einschät-

zung der Arbeitsfähigkeit steht im Widerspruch zum progredienten Krank-

heitsverlauf. Dies dürfte die IV-Stelle veranlasst haben, von einer durch-

gängigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen. Dieses 

Vorgehen vermag zu überzeugen, weshalb in Anlehnung an die fraglichen 

Arztberichte anzunehmen ist, dass die Beschwerdeführerin vom 5. Januar 

2006 bis zum 9. März 2006 zu 100 %, vom 10. März bis zum 31. Oktober 

2006 zu 50 %, vom 1. September 2006 bis zum 26. November 2006 zu 

70 % und ab dem 27. November 2006 bis auf weiteres zu 100 % arbeits-

unfähig gewesen ist.

c) Um diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, die, 

soweit ersichtlich, auf entsprechenden hausärztlichen Bescheinigungen 

beruht, zu überprüfen, hat die IV-Stelle Dr. med. F._____ und Dr. med. 

E._____ am 25. Januar 2007 mit einer bidisziplinären Begutachtung der 

Beschwerdeführerin beauftragt. Diese gelangten in ihrem Gutachten vom 

23. Februar 2007 zur Überzeugung, die Beschwerdeführerin leide an ei-

nem chronischen, rezidivierenden Panvertebralsyndrom, chronifizierter 

Epicondylitis humeri medialis, einer seit Sommer 2006 bestehenden psy-

chosomatischen Überlagerung und Status nach Operation am Daumen-

sattelgelenk rechts bei Arthrose, welche die Arbeitsfähigkeit der Be-

- 18 -

schwerdeführerin beeinträchtigen würden. Ohne Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit diagnostizierten sie einen Status nach CTS-Operation 

rechts 1998, Status nach TOS bei Halsrippe beidseits, einen Nikotinabus 

und eine Aspirinallergie (IV-act. 27 S. 5). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 

führten sie aus, die linksseitigen Ellenbogen/Vorderarmschmerzen wür-

den durch das Tragen von Lasten (Teller etc.) respektive sämtliche Arbei-

ten mit Kraftanwendung links verstärkt. Zudem würde das ständige Ste-

hen und Gehen ohne die Möglichkeit, sich zwischendurch hinzusetzen, 

die Rückenschmerzen intensivieren. Die bisherige Tätigkeit sei der Be-

schwerdeführerin deshalb nur mehr in reduziertem Umfang von ungefähr 

50 % zumutbar (IV-act. 27 S. 6). Aus rheumatologischer Sicht sei statt-

dessen eine körperlich nicht besonders schwere Arbeit anzustreben, bei 

welcher sich die Beschwerdeführerin weder wiederholt vornüber beugen, 

noch Lasten von über 15 kg heben müsse und welche ausserdem die 

Möglichkeit biete, wechselnde Positionen einzunehmen. In einer solchen 

Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig, sobald sich 

deren psychische Situation derart verbessert habe, dass ihre körperlichen 

Beschwerden durch somatische Massnahmen reduziert werden könnten 

(IV-act. 27 S. 7). Diese Angaben ergänzte Dr. med. E._____ aus psychia-

trischer Sicht dahingehend, als zwar bei der Beschwerdeführerin keine 

groben psychopathologischen Befunde auszumachen seien. Jedoch sei-

en aufgrund der speziellen Vorgeschichte mit der Häufung von chirurgi-

schen Eingriffen und der panisch anmutenden Reaktion in N._____ weite-

re Abklärungen erforderlich, um die psychische Belastbarkeit der Be-

schwerdeführerin zu bestimmen. Bezüglich des weiteren Vorgehens sei 

zurzeit von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, die mit spezifi-

schen Massnahmen, z.B. einem Behandlungsprogramm für Schmerzpati-

enten in der Klinik M._____, zu verbessern sein sollte (IV-act. 27 S. 10). 

- 19 -

d) Dieser Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hielt die 

RAD-Ärztin, Dr. med. H._____, Fachärztin für Neurologie, entgegen, die 

Gutachter würden keine relevanten psychischen Funktionsstörungen be-

schreiben, welche die postulierte Beeinträchtigung der Arbeitsunfähigkeit 

zu begründen vermöchten. Ausserdem werde keine Diagnose nach ICD-

10 gestellt und es seien keine eindeutigen Hinweise auf eine behand-

lungsbedürftige Erkrankung sichtbar (vgl. IV-act. 125). Konfrontiert mit 

diesen Einwänden räumte Dr. med. E._____ am 23. März 2007 ein, dass 

zwischen den subjektiven Beschwerden und den objektivierbaren Befun-

den eine Diskrepanz bestünde, da die Beschwerdeführerin im Gespräch 

psychisch unauffällig gewirkt und keine Aussagen gemacht habe, die auf 

eine behandlungsbedürftige, psychische Krankheit hätten schliessen las-

sen. Das Unbehagen der Gutachter gründe zum einen auf der langen 

Vorgeschichte mit anhaltenden und operativ angegangenen Gelenksbe-

schwerden, zum anderen auf der merkwürdigen panisch-phobischen Re-

aktion vom 27./28. November 2006 in N._____. Mit der Attestierung einer 

Teilarbeitsunfähigkeit solle der Beschwerdeführerin die Möglichkeit offen-

gehalten werden, nochmals eine stationäre Behandlung zu wagen und 

danach mit Hilfe der Invalidenversicherung wieder in den Arbeitsmarkt 

eingegliedert zu werden (IV-act. 29 S. 2).

e) Diese Ausführungen von Dr. med. E._____ vermögen nicht zu überzeu-

gen. Zur Annahme einer durch ein psychisches Leiden verursachten Inva-

lidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das auf der 

Grundlage eines anerkannten medizinischen Klassifikationssystems (vor-

zugsweise ICD-10 oder DSM IV) fachärztlich schlüssig erhoben wird 

(BGE 127 V 294 E.4c). Nur ein solcher Gesundheitsschaden ist geeignet, 

die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person dauernd und erheblich zu 

schmälern (vgl. Urteil des Bundegerichts 8C_842/2013 vom 11. März 

2013 E.4.1). Dass die Beschwerdeführerin am 20. Februar 2007 an einer 

- 20 -

derartigen psychischen Störung gelitten hat, ist aufgrund des Gutachtens 

vom 23. Februar 2007 nicht ausgewiesen. Mit der RAD-Ärztin, Dr. med. 

H._____, ist deshalb anzunehmen, dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund der 

psychischen Verfassung der Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt war. 

Zu demselben Ergebnis gelangt man, wenn, der Auffassung von Dr. med. 

C._____ im Gutachten der Klinik N._____ folgend, angenommen wird, die 

Beschwerdeführerin habe im fraglichen Zeitraum an einer leicht depressi-

ven Episode gelitten, da eine solche Krankheit die Arbeitsfähigkeit nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel nicht zu beein-

trächtigen vermag (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_454/2013 vom 

23. Oktober 2013 E.4.1, 8C_842/2013 vom 11. März 2013 E.4.2) und von 

Dr. med. C._____ denn auch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus-

geschlossen wurde (vgl. IV-act. 100 S. 63 und E.4b hiervor). Damit litt die 

Beschwerdeführerin im Explorationszeitpunkt (20. Februar/5. März 2007) 

an keiner invalidisierenden psychischen Erkrankung und war aufgrund ih-

rer körperlichen Beschwerden in einer schweren Tätigkeit nur einge-

schränkt arbeitsfähig, jedoch in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

zu 100 % arbeitsfähig.

f) Dieser Grad der Arbeitsfähigkeit veränderte sich, als sich die Beschwer-

deführerin am 9. September 2007 einer Rückenoperation (dorsale Resta-

bilisierung L4 – S1 mit Dysnesys-Instrumentation) unterzog, um die auf-

getretene Fussheberparese zu beseitigen (IV-act. 32, 34). Nach Auffas-

sung des RAD-Arztes, Dr. med. I._____, war sie nach diesem Eingriff bis 

Mitte Dezember 2007, d.h. drei Monate postoperativ, vollständig arbeits-

unfähig, vermochte jedoch ab Januar 2008 eine leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit zu 100 % auszuüben (IV-act. 125 S. 9). Diese Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit steht im Widerspruch zur Einschätzung von Dr. med. 

G._____, der die Beschwerdeführerin operiert und anschliessend betreut 

hat. Dieser teilte der IV-Stelle in seinem Arztbericht vom 23. Juni 2008 

- 21 -

mit, die Beschwerdeführerin klage weiterhin über chronische lumbale Rü-

ckenschmerzen, die sich bei längerem Sitzen sowie nachts im Liegen 

verstärken würden. Die bis anhin durchgeführten physiotherapeutischen 

Massnahmen sowie die verschiedenen Schmerzmittel hätten die Be-

schwerden nicht zu lindern vermocht. Die Prognose müsse infolge der 

Chronifizierung des Leidens mit Verdacht auf psychosomatische Überla-

gerung als ungünstig angesehen werden (IV-act. 41 S. 2). Die Beschwer-

deführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit seit November 2006 zu 

100 % arbeitsunfähig. In jeder Tätigkeit mit Wechselbelastung, bei der 

keine Lasten über 10 kg gehoben oder getragen werden müssten, keine 

Arbeiten in inklinierter Oberkörperhaltung oder kniender Stellung ausge-

führt werden müssten, sei die Beschwerdeführerin bei einer verminderten 

Leistungsfähigkeit von 25 % voll arbeitsfähig (IV-act. 41 S. 5). Diese Ein-

schätzung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin liegt ebenfalls 

der BEFAS-Abklärung zugrunde, welche die IV-Stelle am 12. Januar 2009 

zur Prüfung der Möglichkeit einer beruflichen Umschulung der Beschwer-

deführerin im Appisberg angeordnet hat (IV-act. 48 S. 1 und IV-act. 54). 

g) Weshalb diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des behandelnden Arztes, 

Dr. med. G._____, der sich Dr. med. K._____, FMH für physikalische Me-

dizin und Rehabilitation, in der BEFAS-Abklärung angeschlossen hat, un-

zutreffend sein sollte, hat die IV-Stelle nicht dargelegt. Allein die abwei-

chende Einschätzung des RAD-Arztes, Dr. med. I._____, vermag keine 

Zweifel an deren Richtigkeit zu wecken, zumal Dr. med. I._____ sich zur 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bereits am 25. September 2007 

und damit in Unkenntnis der anderslautenden ärztlichen Stellungnahmen 

geäussert hat. Weder der Arztbericht von Dr. med. G._____ noch die BE-

FAS-Abklärung enthalten allerdings Angaben zum Zeitpunkt der Wieder-

erlangung der Restarbeitsfähigkeit. Dr. med. I._____ hält diesbezüglich 

fest, nach einer Operation sei bei einem normalen postoperativen Verlauf 

- 22 -

mit einem Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit nach drei bis vier Monaten 

zu rechnen (IV-act. 125 S. 11). Von dieser Erfahrungsregel ausgehend 

und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im Arztbericht vom 

23. Juni 2008 die Frage nach dem Zeitpunkt der Wiedererlangung der Ar-

beitsfähigkeit offengelassen wird, ist anzunehmen, dass die Beschwerde-

führerin seit dem 1. Januar 2008 in einer adaptierten Tätigkeit bei einer 

Leistungseinbusse von 25 % zu 100 % arbeitsfähig ist.

h) Dieser Grad der Arbeitsfähigkeit ist weggefallen, als sich die Beschwerde-

führerin am 21. Mai 2010 erneut am Rücken operieren liess (Anteriore Di-

sektomie L4/5 und L5/S1 mit Implantation einer lumbalen Bandscheiben-

prothese Typ Maverick L4/5; IV-act. 68 und IV-act. 78). In der Folge be-

fand sie sich vom 23. August bis zum 17. September 2010 in der Re-

haClinic M._____. Im fraglichen Austrittsbericht vom 6. Oktober 2010 wird 

hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin festgehalten, die 

Beschwerdeführerin leide an einer ausgeprägten myofaszialen panverte-

bralen Beschwerdesymptomatik mit Impingement-Symptomatik des N. is-

chiadcius links gluteal bei Status nach anteriorer, lumbaler Disektomie 

L4/5 und L5/S1, interkorporeller Fusion L5/S1 und Implantation einer Pro-

these L4/5 und Status nach Dynesis-Implantation L4 bis S1 sowie an ei-

ner zunehmenden Schmerzverarbeitungsstörung bei mehrjähriger 

Schmerzsymptomatik. Ihr sei eine Teilzeitarbeit mit Wechselbelastung sit-

zend/stehend ohne Überkopfarbeit und ohne bückende Tätigkeit zumut-

bar. Eine Wiedereingliederung in eine solche Tätigkeit sei anzustreben. 

Die Arbeitsunfähigkeit werde jedoch zunächst weiterhin bescheinigt (IV-

act. 78). Die Gutachter der Klinik N._____ haben zu dieser Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit insoweit Stellung genommen, als sie darauf hinge-

wiesen haben, dass es sich hierbei um eine Beurteilung handle, die drei 

Monate nach der Operation erfolgt sei. Definitiv lasse sich die Arbeits-

- 23 -

fähigkeit der Beschwerdeführerin indes erst sechs Monate postoperativ 

beurteilen (IV-act. 100 S. 14).

i) Diese ärztlichen Stellungnahmen deuten darauf hin, dass die Beschwer-

deführerin nach der Rückenoperation vom 21. Mai 2010 länger gebraucht 

hat, um sich von den Operationsfolgen zu erholen als nach der Operation 

vom 9. September 2007. Allerdings ist zu beachten, dass die behandeln-

den Ärzte in der RehaClinic M._____ eine zunehmende Schmerzverarbei-

tungsstörung bei mehrjähriger Schmerzsymptomatik diagnostiziert haben, 

die in keinem der anerkannten medizinischen Klassifikationssysteme auf-

geführt ist und infolgedessen nicht geeignet ist, eine Arbeitsunfähigkeit zu 

begründen. Inwieweit die von ihnen attestierte Teilarbeitsfähigkeit auf die-

ses psychische Leiden zurückzuführen ist, geht aus dem Austrittsbericht 

vom 6. Oktober 2010 nicht hervor. Im Übrigen fehlt eine umfangmässige 

Bestimmung der Teilarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Bei dieser 

Ausgangslage bleibt nichts anders übrig, als zur Bestimmung der Arbeits-

fähigkeit auf die allgemeine Erfahrungsregel zurückzugreifen, wonach bei 

einem komplikationslosen postoperativen Verlauf nach drei bis vier Mona-

ten mit einer Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen ist. Infol-

gedessen gilt als überwiegend wahrscheinlich, dass sich die Beschwerde-

führerin vier Monate nach der Operation von deren Folgen erholt hatte 

und ab dem 1. Oktober 2010 bei einer Leistungseinbusse von 25 % 

abermals zu 100 % in einer leichten bis mittelschweren wechselbelasten-

den Tätigkeit arbeitsfähig gewesen ist. Diese Einschätzung wird durch 

das Verhalten der Beschwerdeführerin insoweit gestützt, als diese im 

April 2011 aus eigenem Antrieb eine teilzeitliche Erwerbstätigkeit aufge-

nommen (IV-act. 85 S. 1) und diese im Januar 2012 ausgebaut hat.

j) Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Beschwer-

deführerin im Zeitraum vom 5. Januar bis zum 9. März 2006 zu 100 %, 

- 24 -

vom 10. März bis zum 31. August 2006 zu 50 %, vom 1. September bis 

zum 26. November 2006 zu 70 %, vom 27. November 2006 bis zum 

19. Februar 2007 zu 100 %, vom 9. September 2007 bis zum 31. Dezem-

ber 2007 zu 100 %, vom 1. Januar 2008 bis zum 20. Mai 2010 bei einer 

Leistungseinbusse von 25 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 

100 %, vom 21. Mai 2010 bis zum 30. September 2010 zu 100 %, ab dem 

1. Oktober 2010 bis zum 31. März 2012 in einer leidensadaptierten Tätig-

keit bei einer Leistungseinbusse von 25 % zu 100 % und ab dem 8. Fe-

bruar 2012 in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig 

gewesen ist.

6. Bei dieser Sachlage nehmen die Verfahrensbeteiligten zu Recht an, die 

Beschwerdeführerin sei vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 

durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen. Die diesbe-

züglich in Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG enthaltene Regelung entspricht inhalt-

lich jener von Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG. Dabei ist unter dem Begriff der 

Arbeitsunfähigkeit die durch den Gesundheitsschaden bedingte Einbusse 

an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder anerkann-

ten Aufgabenbereich zu verstehen, wohingegen die finanziellen Einbus-

sen zur Beurteilung einer solchen Einbusse während der einjährigen War-

tezeit unerheblich sind (BGE 130 V 97 E.3.2, 97 V 231 E.2, 105 V 156 

E.2a = ZAK 1980 S. 283; MEYER, a.a.O., S. 278). Demzufolge war die Be-

schwerdeführerin im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 

ohne wesentlichen Unterbruch (vgl. Art. 29ter IVV) durchschnittlich zu 

67.78 % arbeitsunfähig (64 % [64 x 100% (27 [31-4] + 37 [28 + 9])] + 

87.50 % (175 x 50 % [22 + 30 + 31 + 30 + 31 + 31]) + 60.90 % (87 x 70 % 

[30 + 31 + 26]) + 35 % (35 x 100 % [4 + 31]) : 365; vgl. zur Berechnung: 

KSIH Rz. 2018). Damit ist die Voraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 

bzw. Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG erfüllt. 

- 25 -

7. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin nach Ablauf dieses Jahres 

trotz zumutbarer Eingliederungsmassnahmen weiterhin zu mindestens 

40 % Invalid gewesen ist (Art. 28 Abs.1 lit. a und c IVG, Art. 29 Abs. 1 

aIVG). 

a) Was die Ermittlung des hierfür zunächst zu bestimmenden Validenein-

kommens betrifft, ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeit-

punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, vorliegend mithin am 1. Ja-

nuar 2007, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

als Gesunde verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 

wäre (BGE 135 V 297 E.5.1). Diesen Vorgaben entsprechend hat die IV-

Stelle das Valideneinkommen der Beschwerdeführerin ausgehend von 

der von dieser zuletzt ausgeübten vollzeitlichen Erwerbstätigkeit als Mit-

arbeiterin im Service berechnet und nach Anpassung an die Nominalloh-

nentwicklung mit Fr. 51'483.50 beziffert hat. Dieses Valideneinkommen ist 

aufgrund der Akten ausgewiesen und wird von der Beschwerdeführerin 

nicht bestritten, weshalb es sich erübrigt, darauf näher einzugehen. Der 

Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ist somit basierend auf einem Va-

lideneinkommen von Fr. 51'483.50 zu bestimmen.

b) Diesem Valideneinkommen ist jener Verdienst gegenüberzustellen, den 

die Beschwerdeführerin nach Durchführung der medizinischen Massnah-

men und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zumutbarerweise erzielen 

kann. Dieses sog. Invalideneinkommen ist in Abhängigkeit zu den ausge-

wiesenen Graden der Arbeitsunfähigkeit im interessierenden Zeitraum 

festzulegen. Diesbezüglich steht zunächst fest, dass die Beschwerdefüh-

- 26 -

rerin vom 1. Januar bis zum 19. Februar 2007 zu 100 % arbeitsunfähig 

gewesen ist. Demzufolge vermochte sie in der fraglichen Zeitspanne kei-

ne Erwerbstätigkeit auszuüben, mit der Folge, dass sie für den fraglichen 

Zeitraum als zu 100 % invalid einzustufen ist (Valideneinkommen: 

Fr. 51'483.50; Invalideneinkommen von Fr. 0.--; Erwerbseinbusse: 

Fr. 51'483.50). Die Stufe der zu gewährenden Rente richtet sich jedoch, 

wie vorangehend dargelegt (vgl. E.3a hiervor), nicht nur nach dem Aus-

mass der nach der Wartezeit bestehenden Invalidität, sondern ebenfalls 

nach der während der Wartezeit durchschnittlich bestehenden Arbeitsun-

fähigkeit von 67.78 %. Ausgehend von dieser durchschnittlichen Beein-

trächtigung der Arbeitsfähigkeit während der Wartezeit steht der Be-

schwerdeführerin deshalb nach Ablauf der einjährigen Wartefrist, d.h. ab 

dem 1. Januar 2007, eine Dreiviertelsrente zu. 

8. Diese Situation erfährt am 20. Februar 2007 eine unter revisionsrechtli-

chen Gesichtspunkten erhebliche Änderung, da sich der Gesundheitszu-

stand der Beschwerdeführerin bis dahin insoweit verbessert hat, als ihr 

leichte und mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten im Rahmen ei-

nes vollzeitlichen Erwerbspensums zumutbar sind. Zwischen den Verfah-

rensbeteiligten ist strittig, welches Einkommen die Beschwerdeführerin 

mit der Ausschöpfung dieser Restarbeitsfähigkeit zu erzielen vermag. 

Während die IV-Stelle das Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin 

auf der Basis der LSE 2010, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetiti-

ve Tätigkeiten), weiblich, ermittelt hat, verlangt die Beschwerdeführerin, 

das Invalideneinkommen müsse auf der Grundlage des von ihr zurzeit ef-

fektiv erzielten Bruttoeinkommens als Angestellte in der Kindertagesstätte 

sowie im Jugendtreff festgelegt werden, womit von einem jährlichen Brut-

toeinkommen von Fr. 20'400.-- auszugehen sei.

- 27 -

a) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 

konkreten beruflich-erwerblichen Situation der versicherten Person 

auszugehen. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, 

bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind 

und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu-

mutbarer Weise ausschöpft und erscheint das Einkommen der Arbeits-

leistung als angemessen, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Ver-

dienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächliches Erwerbseinkom-

men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtspre-

chung entweder die sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation 

von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) oder die LSE-Tabellenlöhne zur 

Berechnung des Invalideneinkommens heranzuziehen (BGE 135 V 297 

E.5.2, 126 V 75 3.b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je mit Hinweisen). Im 

letztgenannten Fall ist freilich der Erfahrungstatsache Rechnung zu 

tragen, dass in ihrer gesundheitlichen Verfassung beeinträchtigte 

Versicherte im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend 

einsetzbaren Arbeitnehmern im Allgemeinen lohnmässig benachteiligt 

werden. Deshalb ist bei eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und/oder 

behinderungsbedingter zusätzlicher Limitierung grundsätzlich ein 

leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen, der 25 % nicht 

überschreitet, jedoch über 10 % liegt (BGE 134 V 322 E.5 und 6, BGE 

126 V 75 E.5b/aa; SVR 2003 IV 1 S. 1; AHI 2002 S. 62; MEYER, a.a.O., 

S. 314 f.). 

b) Die Beschwerdeführerin hat eine Lehre als Serviceangestellte begonnen, 

diese jedoch wegen gesundheitlicher Probleme kurz vor der Beendigung 

abgebrochen. Dennoch arbeitete sie vor Eintritt des invalidisierenden Ge-

sundheitsschadens vorwiegend als Serviceangestellte. Die fragliche 

- 28 -

Tätigkeit kann sie indes wegen ihrer körperlichen Funktionseinschränkun-

gen nur noch eingeschränkt ausüben. Dies hat die Beschwerdeführerin im 

April 2011 veranlasst, ihre angestammte Tätigkeit aufzugeben und eine 

teilzeitliche Erwerbstätigkeit in einer Kindertagesstätte aufzunehmen (IV-

act. 85 S. 1). Seit Januar 2012 ist sie zusätzlich im Stundenlohn von 

Fr. 25.-- als Aushilfe im Jugendzentrum tätig (IV-act. 95 S. 1 und 104 

S. 1). Mit der Tätigkeit als ungelernte Hilfskraft in der Kinderkrippe hat die 

Beschwerdeführerin im August 2013 ein monatliches Bruttoeinkommen, 

einschliesslich 13. Monatslohn, von Fr. 1'298.80 erzielt (Nettoeinkommen: 

Fr. 1'238.80 + Fr. 60.-- [Verpflegung]; vgl. Beilage zur URP-Eingabe vom 

2. Oktober 2013). Wird dieses Einkommen, das nach Angaben der Be-

schwerdeführerin einem 40%igen Erwerbspensum entspricht, auf eine 

vollzeitliche Erwerbstätigkeit hochgerechnet, so entspricht dies einem 

Bruttoeinkommen von Fr. 3'247.-- pro Monat (Fr. 1'298.80 : 40 x 100) 

bzw. 38'964.-- pro Jahr. Der Verdienst im Jugendzentrum dürfte sich in 

derselben Grössenordnung bewegen, wenn die Beschwerdeführerin in 

diesem Bereich eine 100 % Erwerbstätigkeit ausüben würde. 

c) Nach Auffassung der IV-Stelle schöpft die Beschwerdeführerin ihre Rest-

arbeitsfähigkeit mit diesen Tätigkeiten nicht aus, da sie aufgrund der LSE 

2010 bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41 Stunden mit einer 

einfachen und repetitiven Tätigkeit, Anforderungsniveau 4, weiblich, ein 

Jahreseinkommen von Fr. 53'787.80 erzielen könnte (vgl. IV-act. S. 120 

S. 2, 110 S. 1). In der Tat kann die Beschwerdeführerin ausgehend von 

den in der LSE 2010 ausgewiesenen Tabellenlöhnen mit einer einfachen 

und repetitiven Tätigkeit durchschnittlich in sämtlichen Wirtschaftszweigen 

jährlich Fr. 53'787.80 verdienen. Dabei steht der Beschwerdeführerin laut 

dem Bericht der BEFAS Appisberg vom 31. März 2009 eine vielfältige Pa-

lette von Berufen offen, die von verschiedenen Bürotätigkeiten, der Ma-

schinenüberwachung, (Qualitäts-/End-)Kontrollen bis zu angepassten 

- 29 -

leichten Lieferdiensten (z.B. Medikamententransporte) reicht (IV-act. 54 

S. 9). Dass die Beschwerdeführerin in einem dieser Berufe aufgrund ihrer 

gesundheitlichen Einschränkung mit einer unterdurchschnittlichen Entlöh-

nung zu rechnen hat, kann aufgrund der Akten ausgeschlossen werden 

und wird denn auch nicht geltend gemacht. Demzufolge ist davon auszu-

gehen, dass die Beschwerdeführerin auf dem ihr offenstehenden Ar-

beitsmarkt ein Einkommen von Fr. 53'787.80 erzielen kann.

d) Soweit die Beschwerdeführerin dagegen sinngemäss einwendet, es kön-

ne ihr nicht zugemutet werden, die gerade erst aufgenommenen Tätigkei-

ten in der Kindertagesstätte sowie im Jugendtreff aufzugeben, ist festzu-

halten, dass die Frage nach der Zumutbarkeit eines Wechsels der berufli-

chen Tätigkeit nach Rechtsprechung und Lehre aufgrund der gesamten 

subjektiven wie auch objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu be-

antworten ist. Bei den zu beachtenden subjektiven Umständen stehen 

dabei die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die persönlichen Verhält-

nisse der versicherten Person, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurze-

lung am Wohnort, der Arbeitsweg, die Ausbildung, der soziale Abstieg 

sowie die familiäre Situation im Vordergrund. Bei den objektiven Umstän-

den ist insbesondere der noch bestehenden Aktivitätsdauer und der Lage 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen (vgl. dazu 

ausführlich: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 

10 87 vom 14. September 2010 E.3b; Urteil des Bundesgerichts I 287/00 

vom 18. Februar 2002 E.3a; KIESER, ATSG-Kommentar, a.a.O., Art. 16 

N. 23; vgl. KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 16 N. 23; 

DERS., Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG], in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht 

[SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl., 2007, Rz. 36). Wird der vor-

liegende Fall an diesen Kriterien gemessen, so steht ausser Frage, dass 

der Beschwerdeführerin ein abermaliger Wechsel ihrer beruflichen Tätig-

http://links.weblaw.ch/de/GR:%20GRVG-S-10-87
http://links.weblaw.ch/de/GR:%20GRVG-S-10-87

- 30 -

keit zumutbar ist. Bei der hierfür vorzunehmenden Interessenabwägung 

fällt vor allem ins Gewicht, dass die 33-jährige Beschwerdeführerin das 

gesetzliche Rentenalter erst in über 30 Jahren erreichen wird und die ak-

tuellen Tätigkeiten, für welche sie keine berufliche Ausbildung absolviert 

hat, erst seit knapp drei Jahren ausübt. Im Übrigen wohnt die alleinste-

hende Beschwerdeführerin erst seit einigen Jahren in O.1._____ und hat 

dort keine familiären Bezugspunkte. Unter diesen Umständen überwiegt 

das öffentliche Interesse an der vollständigen Ausschöpfung der Restar-

beitsfähigkeit das Interesse der Beschwerdeführerin ihre in O.1._____ 

aufgenommenen, teilzeitlichen Erwerbstätigkeiten weiterhin auszuüben. 

Mit der IV-Stelle ist somit anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin ab 

dem 20. Februar 2007 ohne Eingliedermassnahmen in einer adaptierten 

Tätigkeit zumutbarerweise ein Invalideneinkommen von Fr. 53'787.80 er-

zielen kann. 

e) Es bleibt zu prüfen, ab wann diese Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu 

berücksichtigen ist. Diese Frage regelt Art. 17 ATSG nicht. Gemäss 

Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV ist einer solchen Veränderung von dem Zeit-

punkt an Rechnung zu tragen, in welchem angenommen werden kann, 

dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird und damit stabilisiert er-

scheint. Lässt hingegen der evolutive Charakter eine sofortige Beurteilung 

nicht zu, liegt mithin eine abermalige Verschlechterung der Erwerbsfähig-

keit im Bereich des Möglichen, so ist hiermit drei Monate zuzuwarten 

(Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV; BGE 104 V 147 E.1 und 2, 105 V 262 E.2; 

ZAK 1984 S. 133 ff.; vgl. URS MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen 

der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, Diss. Freiburg 2003, 

S. 123; KSIH Rz. 4016). Sowohl Dr. med. F._____ als auch Dr. med. 

E._____ gehen in ihrem Gutachten von einem stabilen Gesundheitszu-

stand aus. Demzufolge ist die verbesserte Erwerbsfähigkeit ab dem ers-

ten Tag des der Verbesserung folgenden Monats zu berücksichtigen. Der 

- 31 -

Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin entspricht demnach ausgehend 

von einem Valideneinkommen von Fr. 53'483.50 und einem Invalidenein-

kommen von Fr. 53'787.80 0 %. Damit kann die Beschwerdeführerin ab 

dem 1. März 2007 keine Rente mehr beanspruchen. 

9. Die gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführerin hat sich in der 

Folge unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten insofern massgeblich 

verändert, als die Beschwerdeführerin vom 9. September bis zum 31. De-

zember 2007 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ist und in diesem Zeit-

raum keine Erwerbstätigkeit ausüben konnte. 

a) Eine solche Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist gemäss Art. 88a 

Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald diese ohne wesentliche Unterbre-

chung mehr als drei Monate gedauert hat. In sinngemässer Anwendung 

von Art. 29bis IVV ist bei der Berechnung der dreimonatigen Wartefrist ei-

ne früher zurückgelegte Wartefrist indes anzurechnen, wenn die Rente 

nach Verminderung des Invaliditätsgrads aufgehoben wurde, jedoch in 

den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzu-

führenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass 

erreicht. Trifft dies zu, so ist der versicherten Person die Rente ohne Ab-

warten der dreimonatigen Wartefrist zuzusprechen, wobei sich die Stufe 

der wiederauszurichtenden Rente nach der durchschnittlichen Arbeitsun-

fähigkeit während der bereits früher zurückgelegten Wartezeit und der 

nach dem Wiederaufleben der Invalidität bestehenden Erwerbsunfähigkeit 

bestimmt (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom I 

11/00 22. August 2001 E.3c; MEYER, a.a.O., S. 394; KSIH vom 1. Januar 

2004 Nr. 4005). Schliesslich ist nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung von der Berücksichtigung der dreimonatigen Wartefrist abzusehen, 

wenn die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit durch einen stabilisierten 

Zustand bedingt ist, welcher, im Gegensatz zu im Krankheitsbild der ver-

- 32 -

sicherten Person liegenden Veränderungen der tatsächlichen Verhältnis-

se, nicht das Resultat einer evolutiven Entwicklung ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts I 930/05 vom 15. September 2006 E.5; I 599/05 vom 

6. Februar 2002 E.5.2.2; MÜLLER, a.a.O., S. 124).

b) Die Beschwerdeführerin unterzog sich am 9. September 2007 einer Rü-

ckenoperation mit dem Ziel, ihre gesundheitliche Verfassung, insbesonde-

re die aufgetretene Fussheberparese, zu verbessern. Die durch diese 

Operation verursachte Verschlechterung der gesundheitlichen Ver-

schlechterung der Beschwerdeführerin war auf den Zeitraum beschränkt, 

in welchem sich die Beschwerdeführerin von den Folgen der Operation 

erholte. Sie ist folglich das Ergebnis einer evolutiven Entwicklung, wes-

halb ein Absehen von der dreimonatige Wartefrist ausscheidet. Jedoch ist 

zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin am 9. September 

2007 wegen desselben Leidens operieren liess, dass sie im Zeitraum vom 

1. Januar 2006 bis zum 19. Februar 2007 in rentenbegründendem Um-

fang in ihrer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit beeinträchtigte. Folglich ist der 

Beschwerdeführerin für die Berechnung der Wartefrist die früher zurück-

gelegte Wartezeit anzurechnen. Ausgehend von der damaligen durch-

schnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 67.78 % steht der Beschwerdeführe-

rin demnach ab dem 1. September 2007 eine Dreiviertelsrente zu. Ab 

dem 1. Dezember 2007, mithin nach Ablauf der dreimonatigen Wartefrist, 

ist sodann die durch die Operation verursachte gänzliche Erwerbsun-

fähigkeit zu berücksichtigen, weshalb die Beschwerdeführerin für den 

fraglichen Zeitraum als zu 100 % invalid einzustufen ist 

(Valideneinkommen: Fr. 51'483.50; Invalideneinkommen von Fr. 0.--; Er-

werbseinbusse: Fr. 51'483.50). Damit kann die Beschwerdeführerin ab 

dem 1. Dezember 2007 eine ganze Rente beanspruchen.

- 33 -

10. Ab dem 1. Januar 2008 hatte sich die gesundheitliche Verfassung der 

Beschwerdeführerin wiederum insoweit verbessert, als es ihr aus ärztli-

cher Sicht zumutbar war, eine leichte bis mittelschwere wechselbelasten-

de Tätigkeit bei einer Leistungseinbusse von 25 % zu 100 % ausüben. 

Hätte die Beschwerdeführerin diese Arbeitsfähigkeit in Form einer leich-

ten und repetitiven Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) ausgeschöpft, so 

hätte sie laut der Lohnstrukturerhebung 2010 ein der Nominallohnentwick-

lung angepasstes Invalideneinkommen von Fr. 40'340.80 erzielen können 

(Fr. 53'787.80 x 0.75). Demzufolge hat sich der rechtserhebliche Sach-

verhalt am 1. Januar 2008 wesentlich verändert, womit ein Revisions-

grund im Sinne von Art. 17 ATSG vorliegt. Diese Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit, die auf einem labilen pathologischen Gesundheitszustand 

beruht, ist indes gemäss Art. 88 Abs. 1 IVV erst nach Ablauf einer drei-

monatigen Wartefrist, mithin ab dem 1. April 2008, zu berücksichtigen. 

Wird das der Beschwerdeführerin dannzumal anzurechnende Invaliden-

einkommen von Fr. 40'340.80 vom Valideneinkommen von Fr. 51'483.50 

in Abzug gebracht, so resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 11'142.65, 

d.h. ein Invaliditätsgrad von 21.60 %. Demzufolge ist die der Beschwerde-

führerin ab dem 1. Dezember 2007 zugesprochene ganze Invalidenrente 

ab dem 1. April 2008 wieder aufzuheben.

11. Im Weiteren war die Beschwerdeführerin vom 21. Mai bis zum 30. Sep-

tember 2010 infolge einer abermaligen Rückenoperation zu 100 % ar-

beitsunfähig und damit vollständig erwerbsunfähig. Hinsichtlich des Zeit-

punkts, ab welchem diese unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten er-

hebliche Verschlechterung der erwerblichen Situation der Beschwerde-

führerin zu beachten ist, gilt es zu berücksichtigen, dass es sich bei der 

durch die Rückenoperation verursachten Verschlechterung um einen labi-

len pathologischen Zustand handelt, der indes auf dasselbe Leiden 

zurückzuführen ist, welches die Beschwerdeführerin im Zeitraum vom 

- 34 -

1. Januar 2006 bis zum 19. Februar 2007 in ihrer Arbeits- und Erwerbs-

fähigkeit beeinträchtigte und zur Zusprache einer befristeten Rente führte. 

Demzufolge ist der Beschwerdeführerin für die Berechnung der Wartefrist 

die früher zurückgelegte Wartezeit anzurechnen (Art. 88a Abs. 2 IVV). 

Damit kann sie ausgehend von der damaligen durchschnittlichen Arbeits-

unfähigkeit von 67.78 % ab dem 1. Mai 2010 eine Dreiviertelsrente bean-

spruchen. Ab dem 1. August 2010, mithin nach Ablauf der dreimonatigen 

Wartefrist, ist sodann die durch die Operation verursachte gänzliche Er-

werbsunfähigkeit zu berücksichtigen, weshalb sie für den fraglichen Zeit-

raum als zu 100 % invalid einzustufen (Valideneinkommen: Fr. 51'483.50; 

Invalideneinkommen von Fr. 0.--; Erwerbseinbusse: Fr. 51'483.50). Dem-

nach steht der Beschwerdeführerin ab dem 1. August 2010 eine ganze 

Rente zu.

12. Ab dem 1. Oktober 2010 hatte sich die Beschwerdeführerin von den Fol-

gen der Operation vom 20. Mai 2010 insoweit erholt, als sie in einer leich-

ten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Leistungs-

einbusse von 20 % zu 100 % arbeitsfähig war. Diese Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin stellt einen Revisionsgrund im 

Sinne von Art. 17 ATSG dar und ist gemäss Art. 88bis Abs. 1 IVV nach ei-

ner Wartefrist von drei Monaten, d.h. ab dem 1. Januar 2011, zu berück-

sichtigen, da sie auf einem labilen pathologischen Zustand beruht. Ab 

diesem Zeitpunkt vermag die Beschwerdeführerin ein rentenausschlies-

sendes Invalideneinkommen von Fr. 40'340.80 zu erzielen. Die der Be-

schwerdeführerin ab dem 1. August 2010 zustehende Invalidenrente ist 

somit ab dem 1. Januar 2011 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 

21.60 % aufzuheben. Der Vollständigkeit halber bleibt schliesslich festzu-

halten, dass sich dieser Invaliditätsgrad am 8. Februar 2012 verändert, da 

die Beschwerdeführerin dannzumal in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

zu 100 % arbeitsfähig ist, mit der Folge, dass ihr dannzumal ein Invali-

- 35 -

deneinkommen von Fr. 53'787.80 anzurechnen ist (Art. 88a Abs. 1 Satz 1 

IVV), womit ihr Invaliditätsgrad ausgehend von einem Valideneinkommen 

von Fr. 53'483.50 0 % beträgt.

13. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass der Beschwer-

deführerin ab dem 1. Januar bis zum 28. Februar 2007 ausgehend von 

einem Invaliditätsgrad von 67.78 % eine Dreiviertelsrente, ab dem 1. Sep-

tember 2007 bis zum 30. November 2007 ausgehend von einem Invali-

ditätsgrad von 67.78 % eine Dreiviertelsrente, ab dem 1. Dezember 2007 

bis zum 31. März 2008 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % 

eine ganze Rente, ab dem 1. Mai 2010 bis zum 31. Juli 2010 ausgehend 

von einem Invaliditätsgrad von 67.78 % eine Dreiviertelsrente, ab dem 

1. August 2010 bis zum 31. Dezember 2011 ausgehend von einem Invali-

ditätsgrad von 100 % eine ganze Rente zusteht. Im Übrigen ist das Leis-

tungsbegehren der Beschwerdeführerin abzuweisen. Die IV-Stelle hat das 

Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin in den angefochtenen Verfü-

gungen dagegen insoweit gutgeheissen, als sie dieser ab dem 1. Januar 

2007 bis zum 31. Mai 2007 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 

48 % eine Viertelsrente, ab dem 1. September 2007 bis zum 29. Februar 

2008 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente 

sowie ab dem 1. Mai 2010 bis zum 31. Oktober 2010 ausgehend von ei-

nem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente zusprach. Damit er-

weist sich die vorliegende Beschwerde teilweise als begründet, weshalb 

die angefochtenen Verfügungen aufzuheben sind, der Beschwerdeführe-

rin fünf befristete Renten im festgelegten Umfang zuzusprechen sind und 

die Angelegenheit im Übrigen zu deren Neuberechnung an die IV-Stelle 

zurückzuweisen ist.

14. Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1bis IVG auf Fr. 700.-- festzulegenden 

Verfahrenskosten hat entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Ver-

- 36 -

fahrens zu sechs Siebteln, d.h. im Umfang von Fr. 600.--, die Beschwer-

deführerin und zu einem Siebtel, d.h. im Betrag von Fr. 100.--, die IV-

Stelle zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Nach demselben Verteilschlüssel 

hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin überdies die durch den vorlie-

genden Rechtsstreit verursachten Kosten zu ersetzen (Art. 61 lit. g 

ATSG). Darunter fallen insbesondere die Kosten für die anwaltliche Ver-

tretung (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, 

Art. 61 N. 113). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine 

Honorarnote eingereicht. Deshalb wird dessen Zeitaufwand für das Ver-

fassen der Beschwerdeschrift aufgrund der Akten geschätzt und ermes-

sensweise auf Fr. 1'400.-- (inkl. MWST und Barauslagen) festgelegt. 

Demnach hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin eine reduzierte Par-

teientschädigung von Fr. 200.-- (inkl. MWST und Barauslagen) zu bezah-

len. 

15. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführerin die beantragte unentgeltliche 

Rechtspflege (Prozessführung und Rechtsverbeiständung) zu gewähren 

ist.

a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgelt-

liche Rechtspflege explizit. Laut diesen Bestimmungen sind die Voraus-

setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, 

wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und 

die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin geboten er-

scheint (BGE 125 V 201 E.4a m.w.H.). Bedürftig im Sinne von Art. 61 lit. f 

- 37 -

ATSG ist eine Partei, die zur Leistung der Parteikosten die Mittel zur De-

ckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie angreifen müsste. Da-

bei liegt die Grenze der Bedürftigkeit höher als diejenige des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums (SVR 2007 AHV Nr. 7 S. 20). Aussichtslos 

ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die 

Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hinge-

gen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich 

Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder je-

ne nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die 

über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 

Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 

eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein deshalb an-

strengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4, 129 I 129 

E.2.3.1, 122 I 267 E.2b; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 

2009, Art. 61 N. 102). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten be-

stehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prü-

fung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Ein-

reichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 138 III 217 E.2.2.4).

b) Die Beschwerdeführerin lebt einerseits von ihrem Einkommen aus der 

teilzeitlichen Erwerbstätigkeit in der Kindertagesstätte und im Jugendtreff, 

andererseits wird sie von ihrer Wohnsitzgemeinde unterstützt. Sie ist so-

mit als bedürftig im Sinne von Art. 61 lit. f ATSG anzusehen. Hinsichtlich 

der Prozessaussichten der vorliegenden Beschwerde ist anzumerken, 

dass die Beschwerde vorliegend teilweise gutgeheissen wurde, womit die 

hiermit verbundenen Prozessaussichten nicht von vornherein als deutlich 

geringer eingestuft werden können als die Verlustgefahr. Im Übrigen wa-

ren bei der Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sowohl in tatsäch-

licher als auch rechtlicher Sicht Fragen zu beantworten, welche den Bei-

zug eines Rechtsvertreters rechtfertigen. Damit sind die Voraussetzungen 

- 38 -

für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung mit Rechtsvertre-

tung durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener erfüllt. Demzufolge ge-

hen die von der Beschwerdeführerin zu tragenden Verfahrenskosten zu 

lasten der Gerichtskasse. Unter Berücksichtigung des von der IV-Stelle zu 

übernehmenden Kostenanteils steht dem unentgeltlichen Rechtsbeistand 

der Beschwerdeführerin für seine berechtigten Aufwände im vorliegenden 

Verfahren ausserdem eine Entschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. MWST 

und Barauslagen) zu, die ihm zulasten der Gerichtskasse zuzusprechen 

ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen, 

die Verfügungen der IV-Stelle vom 17. Juli 2013 werden aufgehoben und 

was folgt festgestellt: 

A._____ hat ab dem 1. Januar 2007 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, 
die bis zum 28. Februar 2007 befristet ist.

Ab dem 1. September 2007 hat sie Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, 
die bis zum 30. November 2007 befristet ist. 

Ab dem 1. Dezember 2007 hat sie Anspruch auf eine ganze Rente, die 
bis zum 31. März 2008 befristet ist. 

Ab dem 1. Mai 2010 hat sie Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, die bis 
zum 31. Juli 2010 befristet ist. 

Ab dem 1. August 2010 hat sie Anspruch auf eine ganze Rente, die bis 
zum 31. Dezember 2010 befristet ist.

Im Übrigen wird ihr Begehren auf Bezug von Versicherungsleistungen 
abgewiesen und die Angelegenheit zur Neuberechnung der zugespro-
chenen Invalidenrenten an die IV-Stelle zurückgewiesen.

- 39 -

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zu einem Siebtel, mithin im Umfang von 

Fr. 100.--, zulasten der IV-Stelle und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen. 

3. Die IV-Stelle hat A._____ eine reduzierte aussergerichtliche Parteientschä-

digung im Betrag von Fr. 200.-- (inkl. MWST und Barauslagen) zu bezah-

len.

4. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden 

die zulasten von A._____ gehenden Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 600.-- von der Gerichtskasse übernommen. 

b) A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener ein 

Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die Ge-

richtskasse mit Fr. 1'200.-- (inkl. MWST und Barauslagen) entschädigt. 

c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und sie hierzu in der Lage ist, hat sie das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]