# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3db24073-dd33-5f62-92a4-373612d276e0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.11.2016 PQ160067
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ160067_2016-11-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ160067-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. S. Kröger 

Urteil vom 9. November 2016 

 

in Sachen 

 
A._____, lic. iur.,  

Beschwerdeführerin 

betreffend Entschädigung 

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Winterthur vom  

26. August 2016; VO.2016.17 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Win-
terthur-Andelfingen) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhaltsübersicht/Prozessverlauf 

1.1. A._____, lic. iur., hat in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit als Rechts-

anwältin B._____ im Beschwerdeverfahren mit der Geschäfts-Nr. VO.2016.17 vor 

dem Bezirksrat Winterthur vertreten. Das Verfahren betraf die Belange von 

C._____, der am tt.mm.2010 geborenen Tochter von B._____ und D._____. 

1.2. B._____, der die alleinige elterliche Sorge zusteht, übt die Obhut über 

C._____ aus. Nachdem sich B._____ wegen Schwierigkeiten im Zusammenhang 

mit dem persönlichen Verkehr zwischen C._____ und dem Vater an die KESB 

gewandt und eine behördliche Regelung verlangt hatte, fällte die KESB am 10. 

Juni 2014 einen entsprechenden Entscheid. Neben einer konkreten Regelung des 

persönlichen Verkehrs enthält der Entscheid die Anordnung einer Besuchsbei-

standschaft (vgl. KESB-act. 53). 

1.3. Mit Eingabe an die KESB vom 3. Juni 2015 beantragte die Beiständin von 

C._____, E._____, die Einschränkung des persönlichen Verkehrs zwischen 

C._____ und ihrem Vater (KESB-act. 54). Die nachfolgenden Abklärungen der 

KESB ergaben, dass der Vater sich entschieden hatte, auf Kontakte einstweilen 

zu verzichten (KESB-act. 57, 58, 61 und 63). In ihrer Stellungnahme vom 13. No-

vember 2015 beantragte die Mutter, inzwischen durch die Beschwerdeführerin 

vertreten, unter anderem die Aufhebung der Besuchsbeistandschaft (KESB-

act. 75). 

 Mit Entscheid vom 26. Januar 2016 (KESB-act. 77) wies die KESB den An-

trag der Beiständin auf Einschränkung des Besuchsrechts ab (Dispositiv-Ziff. 1) 

und bestätigte die Regelung des persönlichen Verkehrs gemäss Entscheid vom 

10. Juni 2014 (Dispositiv-Ziff. 2). Der Beiständin erteilte sie die besonderen Auf-

gaben, a) alternative Kontaktmöglichkeiten zwischen C._____ und ihrem Vater, 

etwa Briefkontakt, zu prüfen und zu unterstützen, b) die Eltern und C._____ bei 

einer Wiederaufnahme der Kontakte zu unterstützen und c) mit C._____ ein Ge-

spräch über das Ausbleiben der Besuche des Vaters zu führen (Dispositiv-Ziff. 4). 

- 3 - 

Den Antrag der Mutter auf Aufhebung der Beistandschaft verwies sie in ein sepa-

rates Verfahren (Dispositiv-Ziff. 3). 

1.4. B._____ wehrte sich gegen diesen Entscheid und beantragte beim Bezirks-

rat Winterthur mit Beschwerde vom 3. März 2016 die Aufhebung von Dispositiv 

Ziff. 4, mit welcher der Beiständin die vorstehend erwähnten besonderen Aufga-

ben erteilt wurden, und zwar unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der KESB. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege, umfassend die Ernennung von RAin lic. iur. A._____ zur un-

entgeltlichen Rechtsbeiständin (BR-act. 1). 

 Während der Hängigkeit dieses Beschwerdeverfahrens befasste sich die 

KESB mit dem pendenten Antrag von B._____ auf Aufhebung der Besuchsbei-

standschaft. Am 28. Juni 2016 entschied die KESB, dass die Besuchsbeistand-

schaft für C._____ aufgehoben werde (KESB-act. 108). 

 Mit Eingabe an den Bezirksrat vom 16. Juli 2016 kritisierte B._____ das 

prozessuale Vorgehen der KESB. Obschon sie bereits am 13. November 2015 

die Aufhebung der Beistandschaft beantragt habe, sei dieser Antrag von der 

KESB ohne Begründung auf ein separates Verfahren verwiesen worden. Damit 

sei sie gezwungen gewesen, den Entscheid der KESB vom 21. Januar 2016 an-

zufechten, wodurch ihr Prozesskosten, insbesondere Anwaltskosten, entstanden 

seien, die bei korrektem Vorgehen, nämlich gleichzeitigem Entscheid, hätten ver-

mieden werden können. Sie wiederholte ihren Antrag, dass der KESB die Pro-

zesskosten, insbesondere ihre Anwaltskosten, aufzuerlegen seien, und erklärte, 

dass das Gesuch um Bewilligung der umfassenden unentgeltlichen Rechtspflege 

als Eventualantrag zu verstehen sei (BR-act. 15). 

 Mit Beschluss vom 26. August 2016 fällte der Bezirksrat folgenden Ent-

scheid (act. 6 [= act. 3/1 = BR-act. 18): 

"I. Das vorliegende Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos gewor-

den abgeschrieben. 

II. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

- 4 - 

III. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben, 

soweit es die Auferlegung der Prozesskosten betrifft. 

IV. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung wird gutgeheissen und es wird in der Per-

son von RAin lic. iur. A._____ der Beschwerdeführerin eine unentgeltli-

che Rechtsvertreterin, unter Hinweis auf die gesetzlich geregelte Nach-

schusspflicht gemäss Art. 123 ZPO, eingesetzt. 

V. RAin lic. iur. A._____ wird für ihren Aufwand in diesem Verfahren mit 

CHF 1'000.00 (inkl. Auslagen und MwSt von 8%) entschädigt. Sie wird 

eingeladen, einen entsprechenden Einzahlungsschein beim Bezirksrat 

einzureichen. 

VI. Es werden keine Entscheidgebühren erhoben. 

VII. (Rechtsmittel) 

VIII. (Mitteilung)" 

1.5. Mit Eingabe vom 12. September 2016 erhob RAin lic. iur. A._____ (nach-

folgend Beschwerdeführerin) im eigenen Namen Beschwerde bei der Kammer 

und beantragte (act. 2): 

"1. 
Es sei in Aufhebung des Dispositivs Ziff. II und Ziff. V die KESB Win-
terthur/Andelfingen zu verpflichten, B._____ eine an die Unterzeichnende 
auszuzahlende Entschädigung von CHF 2'525.40 (inkl. MWST) zu bezahlen. 

 

2. 

Eventuell: 

Es sei Dispositiv Ziff. V aufzuheben und der Beschwerdeführerin für das Ver-
fahren vor Bezirksrat eine Entschädigung von CHF 2'525.40 (inkl. 8% MWST) 
zuzusprechen 

 

3. subeventuell 

Es seien die Dispositiv Ziffern II und V aufzuheben und zur Neuentscheidung 
an den Bezirksrat zurückzuweisen 

4. 

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Es seien die Verfahrensakten VO.2016.17/3.02.00 vom Bezirksrat Winterthur 
und die KESB-Akten C._____ von der KESB Winterthur/Andelfingen beizu-
ziehen 

 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenpartei" 

Die Akten des Bezirksrats (BR-act. 1-19) und der KESB (KESB-act. 1-113) wur-

den beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Voraussetzungen und Grundsätze der Beschwerde 

2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im 

EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZPO). 

2.2. Die Beschwerdeführerin hat den Beschluss des Bezirksrats am 1. Septem-

ber 2016 entgegengenommen (BR-act. 19). Ihre Beschwerde vom 12. September 

2016 erweist sich damit als rechtzeitig (act. 2 i.V.m. Art. 450b Abs. 1 ZGB). Die 

Beschwerdeschrift enthält Anträge, die soweit erforderlich beziffert sind. Die Be-

schwerdeführerin hat diese begründet. Damit sind auch die Beschwerdevoraus-

setzungen von Art. 450 Abs. 3 ZGB erfüllt. Soweit die Beschwerdeführerin, im 

Eventualstandpunkt, die Höhe ihrer Entschädigung als unentgeltliche Rechtsbei-

ständin von B._____ anficht (Dispositiv Ziff. V des vorinstanzlichen Entscheids), 

ist ihre Legitimation zur Beschwerde im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB oh-

ne Weiteres zu bejahen. Ebenso ist sie zur Anfechtung der Verweigerung einer 

Parteientschädigung befugt (Dispositiv Ziff. II des vorinstanzlichen Entscheids), da 

diese, sollte die Gegenpartei zur Zahlung einer Parteientschädigung verpflichtet 

werden, nach Praxis der Kammer direkt der unentgeltlichen Rechtsbeiständin zu-

zusprechen wäre (vgl. KUKO ZPO-JENT, Art. 122 N 5; HUBER, DIKE-Komm-ZPO, 

Art. 122 N 19). 

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3. Parteientschädigung 

3.1. Der Bezirksrat hielt in Dispositiv Ziff. II des angefochtenen Beschlusses 

fest, dass keine Parteientschädigung ausgerichtet werde, und wies damit den An-

trag der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Klientin, die KESB sei zu einer Parteient-

schädigung für das Beschwerdeverfahren zu verpflichten, ab. Die KESB, so die 

Begründung der Vorinstanz, habe mit dem angefochtenen Entscheid vom 26. Ja-

nuar 2016 über die Anträge zum persönlichen Verkehr, welche von der Beiständin 

am 3. Juni 2015 gestellt worden seien, entschieden und zum Antrag von B._____ 

vom 13. November 2015 um Aufhebung der Beistandschaft festgehalten, darüber 

in einem separatem Verfahren zu entscheiden. Die KESB sei damit der zeitlichen 

Reihenfolge der gestellten Anträge gefolgt. Von einem qualifizierten Fehlverhalten 

der KESB, wie es für die Entschädigungspflicht einer Behörde vorausgesetzt wer-

de, könne nicht die Rede sein (act. 6 Erw. 4). 

3.2. Die Beschwerdeführerin widerspricht der Auffassung des Bezirksrats. 

B._____ habe ihr den Auftrag erteilt, alles zu unternehmen, um sie, ihre Klientin, 

von der "penetranten" Beiständin zu befreien. Ihr Antrag an die KESB vom 13. 

November 2015, die Beistandschaft aufzuheben, sei von der KESB nicht behan-

delt sondern ohne jede Begründung vom laufenden Verfahren abgetrennt worden. 

Stattdessen habe die KESB der Beiständin weitere, unnötige Aufgaben übertra-

gen. Dieses qualifiziert unrichtige Vorgehen habe ihre Klientin gezwungen, eine 

Beschwerde gegen die erweiterten Befugnisse der Beiständin einzureichen, und 

damit zu unnötigen Kosten geführt. Die KESB sei daher in Anwendung von 

Art. 107 Ziff. 1c und Ziff. 2 ZPO zu einer Parteientschädigung in der Höhe der an-

gefallenen Vertretungskosten von Fr. 2'525.40 zu verpflichten (act. 2 S. 3 ff.). 

3.3. In ihrem Entscheid vom 28. Juli 2014 (Geschäft-Nr. PQ140037) hat sich 

die Kammer mit der Frage der Entschädigungspflicht von Behörden, insbesonde-

re der KESB, auseinandergesetzt. Voraussetzung für die Entschädigungspflicht 

bildet danach eine qualifiziert unrichtige Anordnung, gegen die sich eine Verfah-

renspartei erfolgreich wehrt und mit welcher eine allfällige Gegenpartei sich nicht 

identifiziert. Der Umstand allein, dass ein Entscheid im Rechtsmittelverfahren auf-

gehoben oder abgeändert wird, genügt nicht, um eine Entschädigungspflicht aus-

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zulösen. Als Abgrenzungs-Kriterium kann gelten, ob das Beschwerdeverfahren 

und die damit verbundenen Kosten noch adäquat kausal damit verbunden sind, 

dass ein formelles Verfahren im Gange ist und dabei naturgemäss auch unter den 

Behörden unterschiedliche Auffassungen herrschen. Ist der angefochtene Ent-

scheid qualifiziert unrichtig, so dass eine adäquate Kausalität verneint werden 

muss und es etwa auch nicht gerechtfertigt wäre, die Verlegung der Kosten dem 

Endentscheid in der Sache vorzubehalten, kann das Anlass für das Zusprechen 

einer Parteientschädigung durch die Behörde bzw. das Gericht sein. 

3.4.  

3.4.1. Das Verfahren, das zum Entscheid der KESB vom 26. Januar 2016 führte, 

wurde von der Beiständin von C._____ veranlasst. Mit Eingabe vom 3. Juni 2015 

hatte sie die Einschränkung des persönlichen Verkehrs zwischen C._____ und ih-

rem Vater beantragt (KESB-act. 54). 

 Die Mutter von C._____ nahm zu den Anträgen anlässlich ihrer Anhörung 

vom 21. Juli 2015 mündlich Stellung und erklärte dabei ihre Zustimmung zu den 

Anträgen der Beiständin. Die Fachmitarbeiterin der KESB informierte die Mutter 

bei dieser Gelegenheit über die Mitteilung des Vaters, dass er auf einen Kontakt 

zu C._____ bis auf Weiteres verzichte. Sie, die Fachmitarbeiterin, werde deshalb 

der Behörde voraussichtlich keine Sistierung des Besuchsrechts beantragen, 

vielmehr müsse der Aufgabenkatalog der Beiständin erweitert werden, etwa dass 

sich der Vater bei der Beiständin melden müsse, wenn er C._____ wieder sehen 

wolle (KEBS-act. 59, insbes. S. 2 f.). 

 Es folgten weitere Abklärungen, insbesondere führte die Fachmitarbeiterin 

der KESB mit einer Mitarbeiterin des Marie Meierhofer Instituts für das Kind (MMI) 

einen fachlichen Austausch durch (KESB-act. 64). 

 Mit Schreiben vom 16. Oktober 2016 informierte die KESB B._____, zwi-

schenzeitlich vertreten durch die Beschwerdeführerin, über die in Aussicht ste-

henden Anordnungen, insbesondere die geplante Erweiterung der Befugnisse der 

Beiständin, und räumte ihr Gelegenheit zur Stellungnahme ein (KESB-act. 71). In 

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ihrer Stellungnahme vom 13. November 2016 sprach sich B._____ dagegen aus, 

dass die Beiständin mit C._____ ein Gespräch über den Verzicht des Vaters auf 

Besuche führen soll, und hielt fest, dass auch die weiteren Aufträge an die Bei-

ständin − zu prüfen, wann Besuche wieder installiert werden sollen und ob in der 

Zwischenzeit Briefkontakt möglich sei − nicht angezeigt seien. Sie würden vom 

Vater als behördlichen Druck empfunden und seine Bereitschaft, Besuche wieder 

aufzunehmen, nicht fördern. Es sei deshalb die Besuchsbeistandschaft aufzuhe-

ben (KESB-act. 75). 

 Die KESB entschied in der Folge am 26. Januar 2016 über die Anträge der 

Beiständin auf Einschränkung des persönlichen Verkehrs. Dabei hielt sie an ihrer 

Absicht fest und ordnete die geplante Erweiterung der Aufgaben der Beiständin 

an. Den Antrag von B._____ auf Aufhebung der Beistandschaft verwies sie in ein 

separates Verfahren (KESB-act. 77). 

3.4.2. Art. 125 ZPO, der auch für Verfahren vor der KESB anwendbar ist (vgl. 

§ 40 Abs. 3 EGKESR), räumt der Behörde die Befugnis ein, zur Vereinfachung 

des Prozesses das Verfahren auf einzelne Fragen oder auf einzelne Rechtsbe-

gehren zu beschränken (lit. a) bzw. eine Widerklage vom Hauptverfahren zu tren-

nen (lit. d). Am 26. Januar 2016, dem Zeitpunkt der Entscheidfällung, war das 

Verfahren der KESB zum Thema persönlicher Verkehr zwischen C._____ und ih-

rem Vater und Aufgaben der Beiständin spruchreif, nicht so hinsichtlich des (Wei-

ter-) Bestandes der Beistandschaft, der von B._____ mit ihrem Antrag auf Aufhe-

bung der Beistandschaft erstmals mit Eingabe vom 13. November 2016 in Frage 

gestellt worden war, was zunächst die Stellungnahmen der betroffenen Beiständin 

sowie des Vaters von C._____ erforderte. Darüber, ob das prozessuale Vorgehen 

der KESB tatsächlich eine Vereinfachung des Verfahrens bewirkte, lässt sich 

streiten, zumal die prozessleitenden Befugnisse gemäss Art. 125 ZPO einen er-

heblichen Ermessensspielraum enthalten. Darauf näher einzugehen, erübrigt sich 

indessen. Der Entscheid der KESB mag allenfalls unangemessen gewesen sein. 

Unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Prozessstandes hinsichtlich der 

Anträge der Beiständin und des Antrages von B._____ (der Bezirksrat sprach 

diesbezüglich von "der zeitlichen Reihenfolge der gestellten Anträge") erweist er 

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sich jedenfalls nicht als willkürlich, was für einen qualifiziert unrichtigen Entscheid 

aber vorauszusetzen wäre. Die Beschwerdeführerin unterliess es denn auch, die 

Missbräuchlichkeit des Vorgehens der KESB konkret zu begründen. 

3.4.3. Ist im Vorgehen der KESB, zunächst über die Anträge der Beiständin und 

erst später über den Antrag von B._____ auf Aufhebung der Beistandschaft zu 

entscheiden, keine qualifiziert unrichtige Entscheidung zu erblicken, fehlt es an 

der Voraussetzung, um die KESB zu einer Parteientschädigung an B._____ bzw. 

deren unentgeltliche Rechtsbeiständin, die Beschwerdeführerin, zu verpflichten. 

Der Entscheid des Bezirksrats, keine Parteientschädigung auszurichten, erweist 

sich somit als zutreffend, und es ist die Beschwerde im Hauptstandpunkt abzu-

weisen. 

4. Entschädigung der Beschwerdeführerin als unentgeltliche Rechtsbeiständin 

4.1. Für den Fall, dass die KESB nicht zu einer Parteientschädigung verpflichtet 

werden sollte und sie, wie vom Bezirksrat angeordnet, als unentgeltliche Rechts-

beiständin von B._____ nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zu ent-

schädigen ist, beantragt die Beschwerdeführerin eine Entschädigung zu Lasten 

des Kantons in der Höhe von Fr. 2'525.40 (inkl. 8% MWST). 

4.2. Der Bezirksrat setzte die Entschädigung auf Fr. 1'000.− (inkl. Auslagen und 

8% MwSt) fest. Er bezog sich dabei auf § 5 Abs. 1 der Verordnung des Oberge-

richts über die Anwaltsgebühren (AnwGebV) und hielt dazu ergänzend fest, dass 

sich die Entschädigung nach dem notwendigen Zeitaufwand zu richten und sich 

auch daran zu messen habe, was ein zahlungskräftiger Klient dem Anwalt als 

Aufwand zugestanden hätte. Der zeitliche Aufwand der Beschwerdeführerin, der 

ihrer Rechnung über Fr. 2'525.40 (inkl. 8% MWST) zu Grunde liege, gehe über 

das Notwendige hinaus, insbesondere mit Blick darauf, dass es sich vorliegend 

um einen Abschreibungsbeschluss gehandelt habe (act. 6 Erw. 5.5 und 5.6). 

4.3. Die Beschwerdeführerin wandte ein, dass B._____ von ihr verlangt habe, 

alles zu unternehmen, um die Absetzung der als penetrant empfundenen Bei-

ständin zu erreichen. Der Interessewert von B._____ sei deshalb sehr hoch ge-

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wesen. Einen Honorarrahmen habe B._____ nicht vorgegeben. Sodann sei 

falsch, dass es sich nur um einen Abschreibungsbeschluss gehandelt habe. Nach 

der Verordnung über die Anwaltsgebühren betrage die Minimalgebühr Fr. 1'400.−. 

Bei einem offensichtlichen Missverhältnis zwischen Streitwert bzw. Interessewert 

und dem notwendigen Zeitaufwand könne diese Gebühr erhöht oder herabgesetzt 

werden (§ 2 Abs. 2 AnwGebV). Die von ihr geltend gemachten und spezifizierten 

Aufwandpositionen, Zeitaufwand und Auslagen, seien vom Bezirksrat nicht be-

stritten worden, weshalb nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (5A_157/2015 

Erw. 3.4.1) eine Reduktion der Entschädigung nicht zulässig sei. Ziehe man von 

der zugesprochenen Entschädigung die Auslagen und Mehrwertsteuer ab, ver-

bleibe eine Entschädigung von Fr. 80.− pro Stunde, was den Richtwert gemäss 

Anwaltstarif von Fr. 220.− massiv unterschreite. Ihre Entschädigung sei daher un-

ter Berücksichtigung von  § 2 Abs. 2 AnwGebV entsprechend ihrem Antrag fest-

zulegen. Auch die Minimalgebühr gemäss Anwaltstarif von Fr. 1'400.− wäre selbst 

unter Hinzurechnung der Auslagen von Fr. 120.− und der Mehrwertsteuer von 8% 

MwSt willkürlich tief. 

4.4. Gemäss Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 96 ZPO spricht das Gericht die Partei-

entschädigung nach den kantonalen Tarifen zu. Im Kanton Zürich finden sich die 

entsprechenden Bestimmungen in der Verordnung des Obergerichts über die 

Anwaltsgebühren (AnwGebV). Entschädigt wird ein unentgeltlicher Rechtsbei-

stand damit in gleicher Weise wie ein von einer Partei selbst bestellter und zu 

entschädigender Anwalt, wenn eine Parteientschädigung zugesprochen wird 

(§ 23 Abs. 1 AnwGebV). Im Berufungs- oder Beschwerdeverfahren bemisst sich 

die Gebühr nach Massgabe dessen, was vor der Rechtsmittelinstanz noch im 

Streit liegt (§ 13 Abs. 1 AnwGebV). Handelt es sich wie hier um eine nicht vermö-

gensrechtliche Streitigkeit, wird die Grundgebühr nach der Verantwortung und 

dem notwendigen Zeitaufwand des Anwalts und nach der Schwierigkeit des Falls 

festgesetzt und beträgt in der Regel Fr. 1'400.− bis Fr. 16'000.− (§ 5 Abs. 1 Anw-

GebV). Bei endgültiger Streiterledigung wird die Gebühr auf einen Drittel bis zwei 

Drittel herabgesetzt (§ 13 Abs. 2 AnwGebV). Diese Grundgebühr deckt die Bear-

beitung oder Beantwortung der Klage bzw. des Rechtsmittels und den Aufwand 

für die Teilnahme an der Hauptverhandlung ab. Für die Teilnahme an zusätzli-

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chen Verhandlungen oder für weitere notwendige Rechtsschriften wird ein Einzel-

zuschlag von je höchstens der Hälfte der Grundgebühr oder ein Pauschalzu-

schlag berechnet (§ 11 Abs. 1 und 2 ZPO). 

4.5. Wie diesen Bestimmungen entnommen werden kann, bildet der notwendi-

ge Zeitaufwand des Anwalts weder das einzige noch das massgebliche Kriterium 

für die Festsetzung der Grundgebühr, sondern eines unter mehreren. Eine Ent-

schädigung nach Zeitaufwand ist nach dem anwendbaren Anwaltstarif im Zivilpro-

zess denn auch gar nicht vorgesehen. Dazu kann es nur kommen, wenn die Be-

hörde, die den Beistand bestellt, bei der Bestellung eine Entschädigung nach 

Stundenaufwand festsetzt (es gilt dann § 3 AnwGebV). Im Übrigen gelten Stun-

denansätze gemäss § 3 AnwGebV nur in Strafverfahren gemäss § 16 Abs. 1  

AnwGebV. Dies übergeht die Beschwerdeführerin, soweit sie die konkrete Bezif-

ferung der beantragten Entschädigung (abgesehen von den aufgeführten Ausla-

gen) auf die beiden Faktoren Zeitaufwand und Stundenansatz beschränkt (vgl. 

act. 3/4). 

4.6. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens waren der persönlichen Verkehr 

zwischen C._____ und ihrem Vater sowie eine allfällige Anpassung der Aufgaben 

der Beiständin. Dem ursprünglich bei der KESB eingeleiteten Verfahren lag kein 

Streit der Eltern zu Grunde, sondern es war die Beiständin von C._____, die das 

Verfahren einleitete, wohl in der Absicht, das behördlich festgelegte Besuchsrecht 

den tatsächlichen Verhältnissen, nämlich der nur sporadischen und deswegen für 

C._____ problematischen Ausübung des Besuchsrechts, anzupassen. Verglichen 

mit anderen Verfahren um Kinderbelange war die Verantwortung der Beschwer-

deführerin noch gering. 

 Der Streit- bzw. Interessewert von B._____ ist ebenfalls noch als gering zu 

betrachten. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwer-

de, welche sie im Namen von B._____ beim Bezirksrat eingereicht hatte, den 

Entscheid der KESB vom 26. Januar 2016 zum persönlichen Verkehr zwischen 

C._____ und dem Vater und zu den in diesem Zusammenhang erweiterten Be-

fugnissen der Beiständin zum Gegenstand hatte. Über den (Weiter-)Bestand der 

Beistandschaft hatte die KESB noch nicht entschieden, und diese Frage war auch 

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nicht Anfechtungsgegenstand der Beschwerde vom 3. März 2016 (vgl. BR-act. 1). 

Für die Bewertung des Interessewerts von B._____ ist die Frage nach dem Fort-

bestand der Beistandschaft daher nicht von Bedeutung. 

 Den Zeitaufwand bezifferte die Beschwerdeführerin mit rund 10 Stunden 

(act. 2 S. 5). Der Aufstellung der Beschwerdeführerin über ihren Stundenaufwand 

(vgl. act. 3/4) kann allerdings entnommen werden, dass ein erheblicher Teil ihrer 

Bemühungen sich auf das Verfahren der KESB betreffend den Antrag von 

B._____ auf Aufhebung der Beistandschaft bezog. Auf das hier massgebliche Be-

schwerdeverfahren vor dem Bezirksrat entfallen die Bemühungen und Auslagen 

vom 2. Februar 2016 bis und mit 3. März 2016, wobei die Aufwendungen vom 5. 

März 2016 aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs zur Einreichung der 

Beschwerde vom 3. März 2016 auch noch dazu gerechnet werden können. Zu 

berücksichtigen sind sodann die Bemühungen und Auslagen vom 6. und 8. Mai 

2016 (vgl. dazu BR-act. 11 f.) und vom 16. Juli 2016 (vgl. dazu BR-act. 15 f.). Ins-

gesamt ergeben sich ein Stundenaufwand von 6 ¾ Stunden und Auslagen von 

Fr. 73.−. Dieser zeitlicher Aufwand, der in der hier zu beurteilenden Sache als 

notwendig bezeichnet werden kann, ist ebenfalls als gering zu bezeichnen. 

 Der Fall war weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht schwierig. 

 Dass der Bezirksrat das Verfahren abschreiben konnte, ist, wie die Be-

schwerdeführerin zu Recht beanstandete, für die Bemessung der Entschädigung 

irrelevant. 

4.7. Die vorstehende Bewertung der massgeblichen Kriterien führt zu einer 

Grundgebühr, die am unteren Rand des ordentlichen Gebührenrahmens von  

§ 5 Abs. 1 AnwGebV liegt und mit Fr. 1'400.− zu beziffern ist. Da das Verfahren 

bezogen auf die Frage des persönlichen Verkehrs und die Befugnisse der Bei-

ständin vom Bezirksrat endgültig zu erledigen war, ist diese Gebühr auf mindes-

tens zwei Drittel herabzusetzen (§ 13 Abs. 2 AnwGebV), so dass ein Betrag von 

rund Fr. 935.− verbleibt. Die beiden zusätzlichen schriftlichen Eingaben an den 

Bezirksrat vom 8. Mai 2016 (act. 11) und vom 16. Juli 2016 (act. 15) rechtfertigen 

einen Zuschlag von je 15%. Es resultiert eine Summe von Fr. 1'215.−. Die Ausla-

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gen sind im Umfang von Fr. 73.− belegt und hinzuzurechnen. Dazu kommt, wie 

beantragt, die Mehrwertsteuer von 8%. 

4.8. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist Dispositiv-Ziff. V des Be-

schlusses des Bezirksrats vom 26. August 2016 somit aufzuheben, und es ist die 

Beschwerdeführerin für ihre Bemühungen und Auslagen im Beschwerdeverfahren 

vor dem Bezirksrat aus der Staatskasse, zahlbar durch die Kasse des Bezirksrats, 

mit Fr. 1'288.− zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, total Fr. 1'391.−, zu entschädigen. 

Im Mehrumfang ist die Beschwerde abzuweisen. B._____ ist darauf hinzuweisen, 

dass sie unter den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO zur Nachzahlung dieses 

Betrages verpflichtet ist. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

5.1. Der Streit um die Entschädigungspflicht und die Höhe der Entschädigung 

ist vermögensrechtlicher Natur. Der Streitwert bemisst sich nach Massgabe des-

sen, was vor der Rechtsmittelinstanz noch im Streit liegt (§ 12 Abs. 2 GebV OG 

und § 13 Abs. 1 AnwGebV). Die Beschwerdeführerin beantragte nicht nur eine 

höhere Entschädigung für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Vertreterin von 

B._____ im Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat, sondern sie forderte die 

Verpflichtung der KESB, zur Zahlung einer Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 2'525.40, weil diese einen qualifiziert unrichtigen Entscheid getroffen habe und 

damit, materiell betrachtet, unterliegende Gegenpartei sei. Der Streitwert ist dem-

nach mit Fr. 2'525.40 zu beziffern, und nicht bloss mit der Differenz zwischen der 

zugesprochenen und der beantragten Summe, welche sich auf Fr. 1'525.40 be-

laufen würde. 

5.2. In Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 GebV OG) ist die 

Entscheidgebühr auf Fr. 550.− festzulegen. Hinsichtlich ihres Hauptantrags um 

Verpflichtung der KESB zur Zahlung einer Parteientschädigung unterliegt die Be-

schwerdeführerin vollständig, was die Höhe ihrer Entschädigung als unentgeltli-

che Rechtsbeiständin betrifft zu drei Viertel. Insgesamt betrachtet sind ihr die Kos-

ten des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens zu 7/8 aufzuerlegen. Im restli-

chen Umfang sind sie auf die Staatskasse zu nehmen. 

- 14 - 

5.3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens fällt es ausser Betracht, die Gegen-

partei − die Beschwerdeführerin liess offen, ob es sich dabei um die KESB oder 

den Bezirksrat handelt (vgl. act. 2) − zu einer Parteientschädigung zu verpflichten. 

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziff. V des Be-

schlusses des Bezirksrats Winterthur vom 26. August 2016 aufgehoben und 

durch folgende Fassung ersetzt: 

V. RAin lic. iur. A._____ wird für ihre Bemühungen und Auslagen im Be-

schwerdeverfahren vor dem Bezirksrat aus der Staatskasse, zahlbar 

durch die Kasse des Bezirksrats, mit Fr. 1'288.− zuzüglich 8% Mehrwert-

steuer, total Fr. 1'391.−, entschädigt. 

 Die Beschwerdeführerin (B._____) wird darauf hingewiesen, dass sie un-

ter den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO zur Nachzahlung dieses Be-

trages verpflichtet ist. 

Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren wird 

auf Fr. 550.− festgesetzt und zu 7/8 der Beschwerdeführerin auferlegt. Im 

restlichen Umfang wird sie auf die Staatskasse genommen. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für das zweitinstanzlichen Beschwerdeverfah-

ren keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an B._____ (persönlich), 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und 

Andelfingen, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des 

Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an 

den Bezirksrat Winterthur, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

- 15 - 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 2'525.40. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 9. November 2016
	Erwägungen:
	1. Sachverhaltsübersicht/Prozessverlauf
	1.1. A._____, lic. iur., hat in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit als Rechts-anwältin B._____ im Beschwerdeverfahren mit der Geschäfts-Nr. VO.2016.17 vor dem Bezirksrat Winterthur vertreten. Das Verfahren betraf die Belange von C._____, der am tt.m...
	1.2. B._____, der die alleinige elterliche Sorge zusteht, übt die Obhut über C._____ aus. Nachdem sich B._____ wegen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem persönlichen Verkehr zwischen C._____ und dem Vater an die KESB gewandt und eine behördliche R...
	1.3. Mit Eingabe an die KESB vom 3. Juni 2015 beantragte die Beiständin von C._____, E._____, die Einschränkung des persönlichen Verkehrs zwischen C._____ und ihrem Vater (KESB-act. 54). Die nachfolgenden Abklärungen der KESB ergaben, dass der Vater s...
	Mit Entscheid vom 26. Januar 2016 (KESB-act. 77) wies die KESB den Antrag der Beiständin auf Einschränkung des Besuchsrechts ab (Dispositiv-Ziff. 1) und bestätigte die Regelung des persönlichen Verkehrs gemäss Entscheid vom 10. Juni 2014 (Dispositiv-...
	1.4. B._____ wehrte sich gegen diesen Entscheid und beantragte beim Bezirksrat Winterthur mit Beschwerde vom 3. März 2016 die Aufhebung von Dispositiv Ziff. 4, mit welcher der Beiständin die vorstehend erwähnten besonderen Aufgaben erteilt wurden, und...
	Während der Hängigkeit dieses Beschwerdeverfahrens befasste sich die KESB mit dem pendenten Antrag von B._____ auf Aufhebung der Besuchsbeistandschaft. Am 28. Juni 2016 entschied die KESB, dass die Besuchsbeistandschaft für C._____ aufgehoben werde (...
	Mit Eingabe an den Bezirksrat vom 16. Juli 2016 kritisierte B._____ das prozessuale Vorgehen der KESB. Obschon sie bereits am 13. November 2015 die Aufhebung der Beistandschaft beantragt habe, sei dieser Antrag von der KESB ohne Begründung auf ein se...
	Mit Beschluss vom 26. August 2016 fällte der Bezirksrat folgenden Entscheid (act. 6 [= act. 3/1 = BR-act. 18):
	"I. Das vorliegende Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	II. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.
	III. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben, soweit es die Auferlegung der Prozesskosten betrifft.
	IV. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird gutgeheissen und es wird in der Person von RAin lic. iur. A._____ der Beschwerdeführerin eine unentgeltliche Rechtsvertreterin, unter Hinweis auf die gese...
	V. RAin lic. iur. A._____ wird für ihren Aufwand in diesem Verfahren mit CHF 1'000.00 (inkl. Auslagen und MwSt von 8%) entschädigt. Sie wird eingeladen, einen entsprechenden Einzahlungsschein beim Bezirksrat einzureichen.
	VI. Es werden keine Entscheidgebühren erhoben.
	VII. (Rechtsmittel)
	VIII. (Mitteilung)"
	1.5. Mit Eingabe vom 12. September 2016 erhob RAin lic. iur. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) im eigenen Namen Beschwerde bei der Kammer und beantragte (act. 2):
	Die Akten des Bezirksrats (BR-act. 1-19) und der KESB (KESB-act. 1-113) wurden beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Voraussetzungen und Grundsätze der Beschwerde
	2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften des EG KESR (insbe...
	2.2. Die Beschwerdeführerin hat den Beschluss des Bezirksrats am 1. September 2016 entgegengenommen (BR-act. 19). Ihre Beschwerde vom 12. September 2016 erweist sich damit als rechtzeitig (act. 2 i.V.m. Art. 450b Abs. 1 ZGB). Die Beschwerdeschrift ent...

	3. Parteientschädigung
	3.1. Der Bezirksrat hielt in Dispositiv Ziff. II des angefochtenen Beschlusses fest, dass keine Parteientschädigung ausgerichtet werde, und wies damit den Antrag der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Klientin, die KESB sei zu einer Parteientschädigung für...
	3.2. Die Beschwerdeführerin widerspricht der Auffassung des Bezirksrats. B._____ habe ihr den Auftrag erteilt, alles zu unternehmen, um sie, ihre Klientin, von der "penetranten" Beiständin zu befreien. Ihr Antrag an die KESB vom 13. November 2015, die...
	3.3. In ihrem Entscheid vom 28. Juli 2014 (Geschäft-Nr. PQ140037) hat sich die Kammer mit der Frage der Entschädigungspflicht von Behörden, insbesondere der KESB, auseinandergesetzt. Voraussetzung für die Entschädigungspflicht bildet danach eine quali...
	3.4.
	3.4.1. Das Verfahren, das zum Entscheid der KESB vom 26. Januar 2016 führte, wurde von der Beiständin von C._____ veranlasst. Mit Eingabe vom 3. Juni 2015 hatte sie die Einschränkung des persönlichen Verkehrs zwischen C._____ und ihrem Vater beantragt...
	Die Mutter von C._____ nahm zu den Anträgen anlässlich ihrer Anhörung vom 21. Juli 2015 mündlich Stellung und erklärte dabei ihre Zustimmung zu den Anträgen der Beiständin. Die Fachmitarbeiterin der KESB informierte die Mutter bei dieser Gelegenheit ...
	Es folgten weitere Abklärungen, insbesondere führte die Fachmitarbeiterin der KESB mit einer Mitarbeiterin des Marie Meierhofer Instituts für das Kind (MMI) einen fachlichen Austausch durch (KESB-act. 64).
	Mit Schreiben vom 16. Oktober 2016 informierte die KESB B._____, zwischenzeitlich vertreten durch die Beschwerdeführerin, über die in Aussicht stehenden Anordnungen, insbesondere die geplante Erweiterung der Befugnisse der Beiständin, und räumte ihr ...
	Die KESB entschied in der Folge am 26. Januar 2016 über die Anträge der Beiständin auf Einschränkung des persönlichen Verkehrs. Dabei hielt sie an ihrer Absicht fest und ordnete die geplante Erweiterung der Aufgaben der Beiständin an. Den Antrag von ...
	3.4.2. Art. 125 ZPO, der auch für Verfahren vor der KESB anwendbar ist (vgl. § 40 Abs. 3 EGKESR), räumt der Behörde die Befugnis ein, zur Vereinfachung des Prozesses das Verfahren auf einzelne Fragen oder auf einzelne Rechtsbegehren zu beschränken (li...
	3.4.3. Ist im Vorgehen der KESB, zunächst über die Anträge der Beiständin und erst später über den Antrag von B._____ auf Aufhebung der Beistandschaft zu entscheiden, keine qualifiziert unrichtige Entscheidung zu erblicken, fehlt es an der Voraussetzu...

	4. Entschädigung der Beschwerdeführerin als unentgeltliche Rechtsbeiständin
	4.1. Für den Fall, dass die KESB nicht zu einer Parteientschädigung verpflichtet werden sollte und sie, wie vom Bezirksrat angeordnet, als unentgeltliche Rechtsbeiständin von B._____ nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zu entschädigen ist, be...
	4.2. Der Bezirksrat setzte die Entschädigung auf Fr. 1'000.− (inkl. Auslagen und 8% MwSt) fest. Er bezog sich dabei auf § 5 Abs. 1 der Verordnung des Obergerichts über die Anwaltsgebühren (AnwGebV) und hielt dazu ergänzend fest, dass sich die Entschäd...
	4.3. Die Beschwerdeführerin wandte ein, dass B._____ von ihr verlangt habe, alles zu unternehmen, um die Absetzung der als penetrant empfundenen Beiständin zu erreichen. Der Interessewert von B._____ sei deshalb sehr hoch gewesen. Einen Honorarrahmen ...
	4.4. Gemäss Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 96 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung nach den kantonalen Tarifen zu. Im Kanton Zürich finden sich die entsprechenden Bestimmungen in der Verordnung des Obergerichts über die Anwaltsgebühren (AnwGeb...
	4.5. Wie diesen Bestimmungen entnommen werden kann, bildet der notwendige Zeitaufwand des Anwalts weder das einzige noch das massgebliche Kriterium für die Festsetzung der Grundgebühr, sondern eines unter mehreren. Eine Entschädigung nach Zeitaufwand ...
	4.6. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens waren der persönlichen Verkehr zwischen C._____ und ihrem Vater sowie eine allfällige Anpassung der Aufgaben der Beiständin. Dem ursprünglich bei der KESB eingeleiteten Verfahren lag kein Streit der Eltern zu G...
	Der Streit- bzw. Interessewert von B._____ ist ebenfalls noch als gering zu betrachten. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerde, welche sie im Namen von B._____ beim Bezirksrat eingereicht hatte, den Entscheid der KESB vom ...
	Den Zeitaufwand bezifferte die Beschwerdeführerin mit rund 10 Stunden (act. 2 S. 5). Der Aufstellung der Beschwerdeführerin über ihren Stundenaufwand (vgl. act. 3/4) kann allerdings entnommen werden, dass ein erheblicher Teil ihrer Bemühungen sich au...
	Der Fall war weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht schwierig.
	Dass der Bezirksrat das Verfahren abschreiben konnte, ist, wie die Beschwerdeführerin zu Recht beanstandete, für die Bemessung der Entschädigung irrelevant.
	4.7. Die vorstehende Bewertung der massgeblichen Kriterien führt zu einer Grundgebühr, die am unteren Rand des ordentlichen Gebührenrahmens von  § 5 Abs. 1 AnwGebV liegt und mit Fr. 1'400.− zu beziffern ist. Da das Verfahren bezogen auf die Frage des ...
	4.8. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist Dispositiv-Ziff. V des Beschlusses des Bezirksrats vom 26. August 2016 somit aufzuheben, und es ist die Beschwerdeführerin für ihre Bemühungen und Auslagen im Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat aus...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	5.1. Der Streit um die Entschädigungspflicht und die Höhe der Entschädigung ist vermögensrechtlicher Natur. Der Streitwert bemisst sich nach Massgabe dessen, was vor der Rechtsmittelinstanz noch im Streit liegt (§ 12 Abs. 2 GebV OG und § 13 Abs. 1 Anw...
	5.2. In Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 GebV OG) ist die Entscheidgebühr auf Fr. 550.− festzulegen. Hinsichtlich ihres Hauptantrags um Verpflichtung der KESB zur Zahlung einer Parteientschädigung unterliegt die Beschwerdeführerin vol...
	5.3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens fällt es ausser Betracht, die Gegenpartei − die Beschwerdeführerin liess offen, ob es sich dabei um die KESB oder den Bezirksrat handelt (vgl. act. 2) − zu einer Parteientschädigung zu verpflichten.

	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziff. V des Beschlusses des Bezirksrats Winterthur vom 26. August 2016 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	V. RAin lic. iur. A._____ wird für ihre Bemühungen und Auslagen im Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat aus der Staatskasse, zahlbar durch die Kasse des Bezirksrats, mit Fr. 1'288.− zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, total Fr. 1'391.−, entschädigt.
	Die Beschwerdeführerin (B._____) wird darauf hingewiesen, dass sie unter den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO zur Nachzahlung dieses Betrages verpflichtet ist.
	Im übrigen Umfang wird die Beschwerde abgewiesen.

	2. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 550.− festgesetzt und zu 7/8 der Beschwerdeführerin auferlegt. Im restlichen Umfang wird sie auf die Staatskasse genommen.
	3. Der Beschwerdeführerin wird für das zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an B._____ (persönlich), die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rück...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...