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**Case Identifier:** 0cd674d0-e8b9-5e64-a9cb-0472b9d47538
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.05.2015 200 2013 453
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-453_2015-05-15.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 2. September 2015 abgewiesen (8C_436/2015)

200 13 453 UV
KNB/TOZ/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Mai 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG
Generaldirektion, Postfach 357, 8401 Winterthur
vertreten durch lic. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. April 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) stürzte laut 
Unfallmeldung vom 29. Februar 2012 am 16. Februar 2012 auf einer vereisten Zu-
fahrtsrampe in der Tiefgarage (Akten der AXA Versicherungen AG [AXA resp. Be-
schwerdegegnerin; act. IIB] A1). Die AXA, bei welcher die Versicherte gegen die Fol-
gen von Unfällen obligatorisch versichert war, erbrachte die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen. Nach Beizug verschiedener Arztberichte stellte die AXA - gestützt auf 
einen Bericht ihres beratenden Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, vom 18. Dezember 2012 (act. IIB M26) - mit Verfügung vom 
4. Januar 2013 (act. IIB A21) die Leistungen auf den 4. Januar 2013 ein, da die 
darüber hinaus anhaltend geklagten Beschwerden nicht mehr in einem 
rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden. Daran hielt sie 
auf Einsprache hin (act. IIB A28) mit Entscheid vom 30. April 2013 (act. IIB A35) fest.

B.

Mit Verfügung vom 11. Februar 2014 hatte die IV-Stelle Obwalden (IVO) das 
Leistungsbegehren der Versicherten (Invalidenrente, berufliche Massnahmen) 
abgewiesen (Akten der IVO [act. IIIA], unpaginiert).

C.

Gegen den Einspracheentscheid der AXA vom 30. April 2013 liess die Versicherte, 
vertreten durch Fürsprecher E.________, am 29. Mai 2013 Beschwerde erheben und 
die Weiterausrichtung der Versicherungsleistungen über den 4. Januar 2013 hinaus 
beantragen, dies unter Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin 
die Abweisung der Beschwerde. 

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Mit Replik vom 31. Oktober 2013 hielt die Beschwerdeführerin an den gestellten 
Rechtsbegehren fest. Am 17. Februar 2014 reichte sie die Verfügung der IVO vom 
11. Februar 2014 ein. 

In der Folge edierte der Instruktionsrichter die Akten der IVO und der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (SUVA), welche am 19. März 2014 resp. 15. April 2014 
beim Gericht eingingen.

Mit Duplik vom 26. August 2014 hielt die Beschwerdegegnerin am gestellten Antrag 
fest. 

Mit Zuschrift vom 17. September 2014 reichte die Beschwerdeführerin 
Schlussbemerkungen ein.

Nachdem sich gestützt auf die eingeholten Akten der IVO hinsichtlich des Wohnsitzes 
der Beschwerdeführerin Unklarheiten ergeben hatten, nahm die Beschwerdeführerin 
mit Zuschrift vom 16. April 2015 aufforderungsgemäss zur Frage der örtlichen 
Zuständigkeit Stellung und reichte diesbezügliche Beweismittel ein (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I], 5 f.).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht 
ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beur-
teilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Ent-
scheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt 
ist (Art. 59 ATSG). Unbesehen des schriftenpolizeilichen Status der Beschwerdeführe-

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rin als blosse Wochenaufenthalterin in ... (Aktennotiz vom 26. März 2015 [in den Ge-
richtsakten]) spricht die Gesamtheit der konkreten Umstände (vgl. etwa DANIEL STAE-
HELIN in Basler Kommentar, 4. Aufl. 2010, S. 225 ff. Art. 23 N. 5 ff.) dafür, dass sich ihr 
Wohnsitz (Art. 13 Abs. 1 ATSG) zur Zeit der Beschwerdeerhebung im Kanton Bern 
befand. Sie war über 30 Jahre alt, arbeitete in ..., wohnte unter der Woche im Arbeits-
kanton, war hier ein Konkubinatsverhältnis eingegangen und die Inanspruchnahme der 
Steuerhoheit durch den Kanton Bern blieb unangefochten (act. I 5 f.; act. IIB A1; Ver-
laufsprotokoll der IVO vom 23. Oktober 2013 S. 2 Ziff. 5 [act. IIIA, unpaginiert]). Die 
örtliche Zuständigkeit ist folglich gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 30. April 2013 (act. IIB A35), mit 
welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung der Versicherungsleistungen per 
4. Januar 2013 bestätigt hat. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf Leistungen der Unfallversicherung über den 4. Januar 2013 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Rich-
terinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begeh-
ren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 
84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer 
Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte 
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli-

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chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt nebst 
anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; 
SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 
Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erfor-
derlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträch-
tigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 129 V 
177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdi-
gung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges 
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3

2.3.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 
Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der all-
gemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetre-
tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 
UV Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs 
zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln 
zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfall-
folgen als einer Rechtsfrage - im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausal-
zusammenhang - nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier praktisch 
keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der 
Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von 
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen wer-
den, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen, insbesondere bildgebenden Ab-
klärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251).

2.3.3 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beurteilung 
der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je 
nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Bei psychischen Fehlent-
wicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer 
Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während 
bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie 
Schädel-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen 
Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versi-
cherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleu-

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dertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 
S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV 
Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung 
findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der 
Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 
E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. 
Ergeben die Abklärungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben er-
wähnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen (diffuse Kopf-
schmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche 
Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensverän-
derung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vor-
liegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem 
Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe 
der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine 
sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten 
sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurtei-
lung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufge-
stellten Grundsätze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 
gemäss den in der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten 
Kriterien, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103). Die Grundsätze 
gemäss BGE 115 V 133 sind auch anwendbar, wenn die im Anschluss an den Unfall 
auftretenden psychischen Störungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-
Traumas gehören. Erforderlichenfalls ist vorgängig der Adäquanzbeurteilung zu prüfen, 
ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeinträchtigun-
gen um blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstständige 
(sekundäre) Gesundheitsschädigung handelt, wobei für die Abgrenzung insbesondere 
Art und Pathogenese der Störung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder 
der Zeitablauf von Bedeutung sind (SVR 2007 UV Nr. 8 S. 28 E. 2.2).

Die Diskussion der Frage, nach welchen Regeln die Adäquanz zu beurteilen ist, kann 
unterbleiben, wenn der Kausalzusammenhang auch nach der Schleudertrauma-Praxis 
(BGE 134 V 109) zu verneinen ist (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.3; Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 17. Juni 2010, 8C_248/2010, E. 3.3).

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2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Rechtsprechung hat 
der Versicherer - sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung abgeschlossen sind - die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu ge-
währen, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der 
Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschlies-
sen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaf-
ten Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verstehen ist, 
umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversiche-
rung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich 
dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstel-
lung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die 
durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un-
bedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage 
einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur prognostisch und nicht 
aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung 
und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Beru-
fung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision 
einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes 
Ereignis liege - bei richtiger Betrachtungsweise - gar nicht vor. In gleichem Sinne ist 
auch hinsichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Gesund-
heitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz vorheriger Aus-
richtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung auf Wiedererwägung oder 
prozessuale Revision die Adäquanz verneinen und gestützt hierauf die Leistungen ex 
nunc einstellen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die 
Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

2.5 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes 
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 10

beitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 
am 16. Februar 2012 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (act. IIB A1; vgl. E. 2.1 
hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. Die Beschwerde-
gegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten 
ist hingegen, ob die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus (4. Januar 
2013; act. IIB A35) geklagten Beschwerden in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem besagten Unfall stehen. Die 
massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Im Bericht des Spitals I.________, vom 16. Februar 2012 (act. IIB M7) wurden 
als Diagnosen eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) sowie eine 
Hinterkopfprellung genannt. Es seien keine Bewusstlosigkeit, kein Erbrechen und keine 
Erinnerungslücke aufgetreten, so dass sich die Beschwerdeführerin schlafen gelegt 
habe. Nach drei Stunden hätten beidseits Nackenschmerzen begonnen, weshalb sie 
um 20 Uhr auf dem Notfall erschienen sei. Eine Röntgenaufnahme der HWS (in zwei 
Ebenen und Dens spezial) sowie eine CT-Aufnahme des Neurocraniums und der HWS 
hätten keine Fraktur, keine Luxation und kein Hämatom gezeigt (act. IIB M7 S. 1). Es 
sei ein weicher Kragen für drei Tage empfohlen und eine Arbeitsunfähigkeit von zwei 
Tagen attestiert worden (act. IIB M7 S. 2).

3.1.2 Der behandelnde Arzt, Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, hielt im Bericht vom 4. April 2012 (act. IIB M6) als Diagnosen eine Schädel-
kontusion und eine HWS-Distorsion bei Sturz auf Hinterkopf vom 16. Februar 2012 
fest. Es liege ein schleppender Verlauf mit Kopf- und Nackenschmerzen sowie 
Schwindel vor. Es habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 16. Februar bis 4. 
März 2012 bestanden. Die Beschwerdeführerin habe ihre Arbeit am 5. März 2012 zu 
50 % wieder aufgenommen und das Pensum per 10. März 2012 auf 100 % erhöht bzw. 
per 19. März 2012 wieder auf 50 % reduziert. Geplant sei eine neurologische Beurtei-
lung.

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3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 13. April 2012 (act. IIB M10) ein HWS-Beschleunigungstrauma bei unauffälliger 
CT-Aufnahme des Schädels, unauffälliger Röntgenaufnahme der HWS, unauffälligem 
neurologischem Status sowie unauffälliger MRI-Aufnahme der HWS. Am 16. Februar 
2012 sei die Beschwerdeführerin auf Glatteis ausgerutscht und auf die Ellbogen sowie 
den Hinterkopf gestürzt. Sie sei für eine kurze Zeit (wahrscheinlich für nur ein paar Se-
kunden) bewusstlos gewesen (act. IIB M10 S. 1). Die von ihr angegebenen Symptome 
würden zu einem HWS-Beschleunigungstrauma passen. In der klinischen Untersu-
chung fänden sich keine Hinweise für ein fokal-neurologisches Defizit. Es liege zwar 
ein etwas protrahierter Verlauf vor, allerdings sei es relativ häufig, dass eineinhalb Mo-
nate nach einem solchen Geschehen noch entsprechende Symptome auftreten könn-
ten; in der Regel sollten die Beschwerden innerhalb von drei Monaten abklingen. 
Glücklicherweise bestehe auch kein Risiko für einen übermässigen Analgetikakonsum 
(und vor allem kein NSAR-Gebrauch). Der Arzt empfahl eine Weiterführung der Phy-
siotherapie (act. IIB M10 S. 2)

3.1.4 Im Bericht vom 13. Juli 2012 (act. IIB M14) führte Dr. med. F.________ aus, 
dass die Beschwerdeführerin am 16. Februar 2012 beim Sturz auf Glatteis eine HWS-
Distorsion und eine Hinterkopfprellung erlitten habe. Radiologisch habe am Schädel 
und an der HWS kein pathologischer Befund erhoben werden können. Wegen des 
schleppenden Verlaufs mit anhaltenden anstrengungsabhängigen Kopfschmerzen, 
verbunden mit rascher Erschöpfung, Konzentrationsstörung, Wortfindungsstörungen 
und Vergesslichkeit, habe im April 2012 eine neurologische Untersuchung bei Dr. med. 
G.________ stattgefunden. Dieser habe die Symptomatik einem HWS-
Beschleunigungstrauma zugeordnet, ansonsten jedoch keine Auffälligkeiten im Neuro-
status festgestellt. Die Beschwerden seien unter Physiotherapie und analgetischer Be-
handlung langsam am Abklingen, so dass das Arbeitspensum schrittweise habe ge-
steigert werden können. Die Beschwerdeführerin arbeite derzeit zu 70 %. Der lange 
Arbeitsausfall habe zu Problemen am Arbeitsplatz mit entsprechend psychischer Be-
lastung der Beschwerdeführerin geführt, weshalb eine Auflösung des Arbeitsverhält-
nisses geplant sei. 

3.1.5 Dr. med. F.________ hielt im Bericht vom 25. Oktober 2012 (act. IIB M18) neu 
eine Schädelkontusion mit Beschleunigungstrauma der HWS fest. Durch die Konflikte 
am Arbeitsplatz sei die Beschwerdeführerin gestresst und vermehrt anfällig für Kopf-

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schmerzen. Zurzeit werde sie mit Physiotherapie und Osteopathie behandelt. Es sei 
eine Verlaufskontrolle bei Dr. med. G.________ vorgesehen. 

3.1.6 Im Bericht vom 30. Oktober 2012 (act. IIB M19) diagnostizierte Dr. med. 
G.________ neu ein postcommotionelles Syndrom sowie ein Restless Legs Syndrom. 
Die Beschwerdeführerin berichte, dass es ihr eigentlich nicht schlecht gegangen sei. 
Seit dem Frühling habe sie eine Verbesserung verspürt, wobei das alte Niveau noch 
nicht erreicht sei. Häufig habe sie gegen Abend wieder Kopfschmerzen von okzipital 
her ausstrahlend, teilweise brennend oder auch drückend. Bei längeren Arbeiten (d.h. 
über fünf bis sechs Stunden) bemerke sie auch deutliche Konzentrationsstörungen. Am 
Arbeitsplatz stehe sie unter Druck, da bereits zwei neue Mitarbeiter für ihre Stelle ein-
gestellt worden seien (act. IIB M19 S. 1). Die beschriebenen Symptome liessen sich 
durchaus einem postcommotionellen Syndrom zuordnen, beim Unfall habe eine Com-
motio cerebri vorgelegen. Es sei fraglich, ob die derzeitige Arbeitsleistung von 70 % 
nicht zu hoch angesetzt sei, da die Beschwerdeführerin regelmässig an ihre Grenzen 
stosse und auch privat erschöpft wirke. Durch diese zusätzliche, auch psychische Be-
lastung werde eine schnelle Erholung verhindert. Auch der schlechte Nachtschlaf, wel-
cher neuerdings durch ein Restless Legs Syndrom gestört werden, trage nicht zur 
Erholung bei. Die Arbeitsfähigkeit sei allenfalls auf 50 % zu reduzieren (act. IIB M19 
S. 2). 

3.1.7 Hierzu nahm der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. 
D.________, im Gutachten vom 18. Dezember 2012 (act. IIB M26) Stellung und führte 
aus, dass es sich vorliegend nicht um ein Akzelerations-Dezelerations-Trauma der 
HWS, sondern um eine Hinterkopfprellung mit HWS-Distorsion handle (act. IIB M26 
S. 2). Anlässlich der Erstuntersuchung im Spital I.________ seien die typischen Zei-
chen für eine Commotio cerebri nicht gefunden resp. zielgerichtet ausgeschlossen 
worden. Die hausärztliche Behandlung müsse als angemessen und korrekt beurteilt 
werden. Der Beizug eines Fachneurologen sei zeitgerecht erfolgt. Die Erweiterung der 
Anamnese anlässlich der ersten neurologischen Untersuchung durch Dr. med. 
G.________ habe zur neurologischen Diagnose eines postcommotionellen Syndroms 
geführt, was aus internistisch-rheumatologischer Sicht in Frage gestellt werden müsse. 
Es hätten keine organisch-strukturellen Läsionen festgestellt werden können. Die ent-
sprechenden bildgebenden Untersuchungen hätten mit den normalen objektiven Be-
funden korreliert und seien zeitgerecht und ausführlich durchgeführt worden. In den 
Vordergrund seien hingegen zunehmend subjektive Symptome der vegetativen Dysto-

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nie getreten (act. IIB M26 S. 3). Es lägen Beschwerden des Spannungskopfschmerzes 
und der vegetativen Dystonie vor. Von Bedeutung sei, dass die Beschwerdeführerin 
unter Druck am Arbeitsplatz stehen dürfte, da bereits zwei neue Mitarbeiter für ihre 
Stelle angestellt worden seien. Sie schlafe schlecht und habe wegen der unruhigen 
Beine ein komisches Gefühl. Es handle sich somit um unspezifische Beschwerden, 
welche medizinisch nicht auf die Kopfaufprallverletzung auf eisiger Unterlage zurück-
geführt werden könnten. Die geklagten Beschwerden könnten ab Ende 2012 nur noch 
möglicherweise auf den Unfall vom 16. Februar 2012 zurückgeführt werden. Keine der 
geklagten Beschwerden seien organisch nachweisbar. Aus Krankheitsgründen sei die 
Arbeitsfähigkeit wohl eingeschränkt. Die Symptome der vegetativen Dystonie, welche 
sich vor dem Hintergrund von Spannungen am Arbeitsplatz ausweiteten, und die 
Spannungskopfschmerzen allein könnten zu einer Teilarbeitsunfähigkeit führen, welche 
aber nicht durchgehend sei, sich aber im Verlauf der Behandlung noch ausgeweitet 
habe (act. IIB M26 S. 4 f.). Es müsse dem Verhaltensmuster der Beschwerdeführerin 
zugeschrieben werden, dass die Unfallverarbeitung nicht gelingen wolle, dies obwohl 
verschiedenste Therapien wie Osteopathie und Physiotherapie durchgeführt worden 
seien. Die angegebenen Konzentrationsstörungen seien kein Grund, anhaltend zu 
50 % arbeitsunfähig zu sein. Die Teilarbeitsfähigkeit sei seit Dezember 2012 nicht 
mehr als unfallbedingt zu betrachten. Von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
könne keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden (act. IIB 
M26 S. 5). 

3.1.8 Am 21. Dezember 2012 berichtete Dr. med. F.________, dass die Beschwerde-
führerin, wie von Dr. med. G.________ empfohlen worden sei, nun zu 50 % arbeite, da 
sie bei einem höheren Pensum aufgrund der zunehmenden Kopfschmerzen sowie 
Konzentrationsstörung überfordert wäre. Für den hartnäckigen Verlauf mit einge-
schränkter Arbeitsfähigkeit scheine auch eine Stresssituation am Arbeitsplatz mitver-
antwortlich zu sein. Wegen der langen krankheitsbedingten Absenzen seien dort Um-
stellungen vorgenommen worden, welche die Beschwerdeführerin psychisch stark be-
lasteten. Die Beschwerdeführerin sei zur psychiatrischen Abklärung und Betreuung bei 
Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, angemel-
det worden (act. IIB M25). 

3.1.9 Dr. med. H.________ diagnostizierte im (zu Handen der IVO erstellten) Bericht 
vom 21. April 2013 (act. IIIA, unpaginiert) unter anderem einen Status nach 
Anpassungsstörung mit schwerer depressiver Reaktion und Ängsten bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 14

Psychotraumatisierung im Beruf (Mobbing; seit Dezember 2012). Zurzeit bestünden 
keine Einschränkungen. Die Behandlung habe am 16. April 2013 abgeschlossen 
werden können. Die Beschwerdeführerin suche intensiv eine neue Arbeitsstelle. Sollte 
sie bis Ende Juli 2013 keine neue Stelle gefunden haben, werde sie sich beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum melden. 

3.1.10 Im Bericht vom 15. Mai 2013 (act. I 2) hielt Dr. med. F.________ fest, dass die 
Beschwerdeführerin nach wie vor unter posttraumatischen Beschwerden in Form von 
Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Schwindelzuständen leide, dies obschon 
das Problem am Arbeitsplatz gelöst worden und der entsprechende Stress verschwun-
den sei. Zur Behandlung der geschilderten Beschwerden seien erneut eine Physiothe-
rapie und ergänzend Medikamente verschrieben worden. Die Beschwerdeführerin be-
richte, dass sie ab dem 1. August 2013 stellenlos sein und anschliessend vermutlich in 
Zusammenarbeit mit der Arbeitslosenversicherung eine neue Stelle suchen werde. Der 
Arzt erachtete einen beruflichen Wiedereinstieg zu 80 % als sinnvoll, falls sich die Be-
schwerden bis zu diesem Zeitpunkt nicht deutlich bessern würden. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozial-
versicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere 
darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 
6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 15

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 30. April 2013 (act. IIB A35) massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 18. Dezember 2012 (act. IIB M26) gestützt. Dieses erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutach-
tens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor). Es ist nachvollziehbar sowie 
schlüssig begründet und wurde in Berücksichtigung und Würdigung sämtlicher medizi-
nischer Vorakten erstellt, so dass auf die darin enthaltenen Feststellungen abzustellen 
ist. Dass es sich dabei um ein Aktengutachten handelt (vgl. Beschwerde, S. 3. Art. 3), 
ist nicht zu beanstanden, ergeben die Akten doch ein vollständiges Bild über Anamne-
se, Verlauf und gegenwärtigen Zustand und der Gutachter konnte sich aufgrund der 
vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen (RKUV 2006 U 578 
S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.4 Gestützt auf das besagte Gutachten vom 18. Dezember 2012 (act. IIB M26) 
konnte bei Fallabschluss per 4. Januar 2013 (act. IIB A21) von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte, ins Ge-
wicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden (act. IIB 
M26 S. 5). Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt (vgl. Beschwerde, S. 8 f. 
Art. 5), vermag daran nichts zu ändern. Soweit sie geltend macht, der Fall sei zu früh 
abgeschlossen worden, da gemäss Bericht von Dr. med. F.________ vom 15. Mai 
2013 (act. I 2) von einer erneuten Durchführung der Physiotherapie sowie einer ent-
sprechenden Medikation eine Besserung der Beschwerden erwartet werden könne, 
kann ihr nicht beigepflichtet werden. Angesichts des Umstandes, dass die Beschwer-
deführerin gemäss ihren eigenen Angaben mit Inanspruchnahme der Hilfe der Arbeits-
losenversicherung ab dem 1. August 2013 eine neue Stelle suchen wollte (act. I 2; vgl. 
auch Bericht von Dr. med. H.________ vom 21. April 2013 [act. IIIA, unpaginiert]), 
kann die von Dr. med. F.________ empfohlene Therapie lediglich in dem Sinne ver-
standen werden, dass die nach wie vor geklagten Beschwerden (Nacken-, Kopf- und 
Rückenschmerzen sowie Schwindelzustände) durch die therapeutischen Vorkehrun-
gen gelindert werden sollen. Es handelt sich dabei um eine blosse Erhaltungstherapie 
und nicht um eine auf eine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes gerich-
tete Massnahme (vgl. Entscheide des BGer vom 31. Januar 2007, U 167/06, E. 4.4, 
vom 5. Oktober 2007, U 395/06, E. 4.4, und vom 1. Dezember 2008, 8C_445/2008, 
E. 3.2.2). Der mit Verfügung vom 4. Januar 2013 (act. IIB A21) vorgenommene Fallab-
schluss unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen ist somit nicht zu bean-
standen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 16

3.5 Für die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden liessen sich zum 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine (hinreichend) nachweisbaren organischen 
Unfallfolgen feststellen. Die eingehenden neurologischen und bildgebenden Untersu-
chungen (an HWS und Schädel bzw. Neurocranium) zeigten unauffällige Befunde ohne 
Hinweise auf ossäre, sonstige strukturelle Läsionen, Luxationen oder Hämatome 
(act. IIB M7 S. 1, act. IIB M9, act. IIB M10 S. 1, act. IIB M14, act. IIB M26 S. 3 f.); dies-
bezüglich sind sich alle Ärzte einig. Anhaltspunkte, dass weitere Befunde vorliegen 
würden, welche einem organisch nachweisbaren unfallbedingten Substrat zuzuordnen 
wären, sind weder ersichtlich noch werden solche von der Beschwerdeführerin geltend 
gemacht (vgl. auch E. 4.1 nachfolgend). 

Es bestehen somit zusammenfassend keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen, 
welche die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten Beschwerden 
der Beschwerdeführerin zu erklären vermöchten. Wie es sich beim Fehlen organisch 
objektivierbarer unfallkausaler Befunde mit dem natürlichen Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall vom 16. Februar 2012 sowie den geklagten Beschwerden verhält, 
braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, da es vorliegend an der für die Leis-
tungspflicht im Weiteren vorausgesetzten Adäquanz des Kausalzusammenhanges fehlt 
(zur Zulässigkeit dieser Vorgehensweise: BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Was die Kau-
salität der psychischen Beschwerden angeht, so erübrigen sich Ausführungen dazu, da 
aufgrund des diagnostizierten Status nach Anpassungsstörung mit schwerer 
depressiver Reaktion und Ängsten bei Psychotraumatisierung im Beruf keine 
Einschränkungen bestehen bzw. die diesbezügliche (dreimonatige) Behandlung bei Dr. 
med. H.________ am 16. April 2013 abgeschlossen werden konnte (Bericht von Dr. 
med. H.________ vom 21. April 2013; act. IIIA, unpaginiert).

Bei dieser Ausgangslage kann auch auf Weiterungen zur Glaubhaftigkeit der von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden bzw. zu den Unfällen aus den Jahren 
1999, 2000 und 2003 (vgl. Duplik, S. 4) verzichtet werden.

4.

4.1 Gemäss dem überzeugenden Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
18. Dezember 2012 (act. IIB M26) hatte der von der Beschwerdeführerin erlittene Un-
fall vom 16. Februar 2012 eine HWS-Distorsion zur Folge (act. IIB M26 S. 2). Diese 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 17

Beurteilung findet Rückhalt im echtzeitlichen Bericht des Spitals I.________ vom 16. 
Februar 2012 (act. IIB M7). Daran vermag nichts zu ändern, dass die Dres. med. 
F.________ und G.________ in den Berichten vom 13. April, 25. Oktober und 30. 
Oktober 2012 (act. IIB M10 S. 1, act. IIB M18 und act. IIB M19 S. 1) neu von einem 
HWS-Beschleunigungstrauma bzw. einem postcommotionellen Syndrom ausgegangen 
sind, braucht doch die Frage, ob die Beurteilung der Adäquanz nach der Rechtspre-
chung von BGE 115 V 133 oder nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) 
vorzunehmen ist nicht abschliessend beantwortet zu werden, da selbst bei Anwendung 
der - für die Beschwerdeführerin günstigeren - Schleudertrauma-Praxis der adäquate 
Kausalzusammenhang nicht gegeben ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor sowie E. 4.2 f. hiernach).

4.2 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychischen Fehlent-
wicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 133) für die Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die 
Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zu-
kommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen 
Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfaller-
eignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den 
sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.4) - zwischen banalen 
bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem 
dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlitte-
nen Verletzungen Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, 
gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausalzusam-
menhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten 
Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus 
dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantwor-
ten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall 
in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach den 
konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen 
Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder 
sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im 
gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders 
ausgeprägter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 18

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein (SVR 2012 
UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich 
zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben 
sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen 
mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausa-
lzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c S. 384).

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog der adäquanz-
relevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 E. 4b S. 383) in BGE 134 
V 109 E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu gefasst, wobei die Aufzählung der Krite-
rien abschliessend ist: 

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un-
falls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;

 fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;

 erhebliche Beschwerden;

 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;

 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

 erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der vorstehend ge-
nannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen 
Komponenten verzichtet, weil hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch 
eher als organisch und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 
5d aa S. 364 und E. 6a S. 367; RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 
4a). Voraussetzung für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen 
Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Be-
schwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes 
Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 S. 48 E. 3b).

4.3 Am 16. Februar 2012 stürzte die Beschwerdeführerin auf einer vereisten Zu-
fahrtsrampe in der Tiefgarage auf den Hinterkopf (act. IIB A1; act. IIB M7 S. 1). Die 
Beschwerdegegnerin hat diesen Unfall als leicht im Grenzbereich zu den mittelschwe-
ren Unfällen qualifiziert, was nicht zu beanstanden ist und von der Beschwerdeführerin 
auch nicht bestritten wird (vgl. Beschwerde, S. 9). Demnach wäre die Adäquanz hier 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 19

nur zu bejahen, wenn vier der sieben Adäquanzkriterien erfüllt wären oder eines be-
sonders ausgeprägt vorläge (vgl. E. 4.2 hiervor).

4.3.1 Unbestrittenermassen kann weder von besonders dramatischen 
Begleitumständen noch von einer besonderen Eindrücklichkeit des Unfallereignisses 
gesprochen werden.

4.3.2 Die Diagnose einer HWS-Distorsion für sich allein genügt zur Bejahung des 
Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung nicht (BGE 134 V 
109 E. 10.2.2 S. 127 f.). 

4.3.3 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung 
erfordert eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine 
Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgerichtete ärztliche Behandlung, 
verbunden mit einer erheblichen zusätzlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. 
Ambulante Physiotherapie, alternativ-medizinische Massnahmen sowie 
Verlaufskontrollen sind nicht im Sinne der Rechtsprechung als belastend zu 
qualifizieren (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 84 E. 8.3.3; 
Entscheid des BGer vom 16. Februar 2009, 8C_327/2008, E. 4.2).

Die medizinischen Vorkehren haben hier im Wesentlichen in Abklärungsmassnahmen, 
Verlaufskontrollen, medikamentöser Schmerzbehandlung sowie physiotherapeutischen 
Massnahmen bestanden und können nicht als belastend im Sinne der Rechtsprechung 
bezeichnet werden. 

4.3.4 Für die Adäquanzfrage wesentlich können im Weiteren in der Zeit zwischen 
Unfall und Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche 
Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen 
und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden 
im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128).

Dieses Kriterium kann allenfalls als erfüllt betrachtet werden. Die Beschwerden wei-
chen jedoch in Intensität und Ausmass von den üblicherweise bei Schleudertraumata 
und äquivalenten Verletzungen auftretenden Beeinträchtigungen nicht derart ab, dass 
das Kriterium in besonders ausgeprägter Weise bejaht werden könnte.

4.3.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert 
hätte, ist nicht ersichtlich. Ebenso sind ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 20

Komplikationen zu verneinen. Denn aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung 
und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsver-
lauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer 
Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt haben (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 
134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Nicht darunter fallen 
etwa die Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapi-
en wie auch die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwer-
defreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit er-
reicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 42 E. 4.3). 

4.3.6 Damit verbleibt das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausge-
wiesener Anstrengungen. Derartige Anstrengungen können sich insbesondere in 
ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifes-
tieren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Thera-
piemassnahmen zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der 
gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 
fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Masse arbeitsunfähig 
ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 
134 V 109 E. 10.2.7 S. 130; SVR 2009 UV Nr. 13 S. 56 E. 7.7.1).

Initial wurde nach dem Unfallereignis vom 16. Februar 2012 bis 4. März 2012 eine 
vollständige und danach bis 9. März 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
(act. IIB M6 f.). Die Steigerung des Arbeitspensums auf 100 % scheiterte, worauf der 
Hausarzt Dr. med. F.________ ab 19. März bis 30. April 2012 wiederum eine 50%ige 
und sodann bis auf weiteres eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (act. IIB M6, 
M8, M15-M17). Für die Zeit vom 8. November bis 31. Dezember 2012 ging er erneut 
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus (act. IIB M21, M24 f.). Demgegenüber erach-
tete Dr. med. D.________ in seinem Gutachten die Teilarbeitsfähigkeit ab Dezember 
2012 nicht mehr als unfallbedingt (act. IIB M26). Somit bestand bloss für 18 Tage eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit und für die übrigen Monate bis zum Fallabschluss 
durchwegs eine mindestens hälftige Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Argumentation der 
Beschwerdeführerin (vgl. Replik S. 7 Ziff. III ad Art. 5 Ziff. 14) war sie bei dieser Aus-
gangslage in der betreffenden Zeit nicht in erheblichem Masse arbeitsunfähig, womit – 
unbesehen der getätigten Arbeitsbemühungen – das entsprechende Adäquanz-
kriterium nicht als erfüllt betrachtet werden kann. Selbst wenn es zu bejahen wäre, 
könnte es mit Blick auf die höchstrichterliche Kasuistik nicht als besonders ausgeprägt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 21

erfüllt qualifiziert werden (vgl. Entscheide des BGer vom 20. März 2009, 8C_217/2008, 
E. 10.7, und vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.4).

4.4 Damit liegt allenfalls ein einziges Kriterium – jedoch nicht in besonders 
ausgeprägter Weise – vor (E. 4.3.4 hievor), was für die Bejahung der Adäquanz nicht 
ausreicht (vgl. E. 4.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat demnach die 
vorübergehenden Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 
16. Februar 2012 zu Recht per 4. Januar 2013 terminiert bzw. einen Anspruch auf 
weitere Unfallversicherungsleistungen verneint.

5. Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. April 
2013 (act. IIB A35) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 
29. Mai 2013 erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschädigung zu-
gesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher E.________ z.H. der Beschwerdeführerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Mai 2015, UV/13/453, Seite 22

- lic. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin (samt Aktennotiz vom 
26. März 2015, Schreiben des Instruktionsrichters vom 31. März 2015 und Ein-
gabe der Beschwerdeführerin vom 16. April 2015 inkl. Beilagen)

- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.