# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49f81ba5-87e5-586e-9f64-de849129b05b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.09.2015 RA150022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RA150022_2015-09-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RA150022-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 11. September 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____ ag,  

Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts am Arbeitsgericht 
Bülach vom 23. Juni 2015 (AH150010-C) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Am 20. April 2015 reichte der Kläger beim Bezirksgericht Bülach 

(Vorinstanz) eine Klage für eine arbeitsrechtliche Forderung über Fr. 1'111.30 

brutto ein, unter Beilage der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes Opfikon-

Glattbrugg vom 20. Februar 2015 (Urk. 1 und 2). Auf entsprechende Fristanset-

zung bestritt die Beklagte am 30. April 2015 die örtliche Zuständigkeit der Vor-

instanz (Urk. 4 und 6). Der Kläger nahm dazu am 16. Mai 2015 Stellung (Urk. 6 

und 7). Mit Verfügung vom 23. Juni 2015 trat die Vorinstanz auf die Klage nicht 

ein (Urk. 10 = Urk. 14). 

b) Hiergegen hat der Kläger am 22. Juli 2015 fristgerecht (Urk. 11) Be-

schwerde erhoben und stellt den Beschwerdeantrag (Urk. 13): 

"Ich bin mit der Entscheid und der Verfügung des Bezirksgericht Bülach nicht 
einverstanden. […] Ich kann und werde auf mein Recht nicht verzichten und 
bitte Sie ein Verfahren zu eröffnen." 

c) Da nicht klar war, ob die Eingabe des Klägers vom 22. Juli 2015 schon 

die Beschwerde sei oder erst die Ankündigung einer solchen, wurde der Kläger 

mit Schreiben vom 23. Juli 2015 darauf hingewiesen, dass eine Beschwerde in-

nert der Rechtsmittelfrist begründet einzureichen sei (Urk. 16). Es ist keine weite-

re Eingabe erfolgt. 

d) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer 

Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und  

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 

ZPO). Dazu gehört, dass in der Beschwerde im Einzelnen dargelegt werden 

muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll; was nicht in 

dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht über-

prüft zu werden und hat insofern grundsätzlich Bestand. 

- 3 - 

b) Die Vorinstanz erwog, der Kläger stütze seine Forderung auf verschie-

dene zwischen ihm und der Beklagten geschlossene Einsatzverträge. Diese seien 

als Arbeitsverträge zu qualifizieren. Die örtliche Zuständigkeit für arbeitsrechtliche 

Klagen befinde sich am Wohnsitz bzw. Sitz der beklagten Partei oder am Ort, an 

dem der Arbeitnehmer gewöhnlich seine Arbeit verrichte. Die Beklagte sei eine ju-

ristische Person mit Sitz in Zürich. Gemäss den Einsatzverträgen habe der Kläger 

von März bis Juli 2014 auf verschiedenen Baustellen in Zürich, Opfikon und Bas-

sersdorf gearbeitet, wobei die Einsatzzeit auf jeweils drei Monate beschränkt ge-

wesen sei. Damit scheine kein Ort gegenüber dem anderen als überwiegend, 

womit kein gewöhnlicher Arbeitsort im vorinstanzlichen Gerichtskreis vorliege. 

Somit sei die Vorinstanz hieraus örtlich nicht zuständig (Urk. 14 S. 2 f.). 

Die Vorinstanz erwog weiter, ihre Zuständigkeit wäre demnach nur dann ge-

geben, wenn sich die Beklagte auf die Klage eingelassen hätte. Deren Teilnahme 

an der Schlichtungsverhandlung – ohne ausdrücklichen Verzicht auf die Einrede 

der örtlichen Unzuständigkeit – bedeute keine Einlassung. Daher und weil die Be-

klagte im vorinstanzlichen Verfahren die Einrede der örtlichen Unzuständigkeit er-

hoben habe, sei die Vorinstanz örtlich nicht zuständig. Auf die Klage sei daher 

nicht einzutreten (Urk. 14 S. 3). 

c) Der Kläger bringt in seiner Beschwerde lediglich vor, er sei mit dem 

angefochtenen Entscheid nicht einverstanden; er habe ein Guthaben bei der Be-

klagten und diese wolle ihm das Guthaben nicht auszahlen. Die Frage, ob der 

Kläger einen Anspruch gegenüber der Beklagten hat oder nicht, wurde jedoch im 

angefochtenen Entscheid gar nicht geprüft, weil die Vorinstanz ihre (örtliche) Zu-

ständigkeit zu einer solchen Prüfung verneint hat. Zu den Erwägungen der Vor-

instanz zu ihrer Zuständigkeit (vorstehend Erwägung 2.b) enthält die Beschwerde 

demgegenüber keinerlei Beanstandungen, womit eine materielle Prüfung nicht 

möglich ist. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. 

- 4 - 

3. a) Das Beschwerdeverfahren betrifft eine arbeitsrechtliche Streitig-

keit mit einem Streitwert von Fr. 1'111.30. Demgemäss sind keine Kosten zu er-

heben (Art. 114 lit. c ZPO). 

b) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Kläger zufolge seines Unterliegens, der Beklagten mangels rele-

vanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des 

Doppels von Urk. 13, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 5 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine arbeits-
rechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'111.30. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 11. September 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
kt 

	Beschluss vom 11. September 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage des Doppels von Urk. 13, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...