# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5bab24b0-0728-5423-b5bf-ee7e08d683b8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 09.12.2021 R 2020 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2020-56_2021-12-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 20 56

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

RichterInnen Audétat, Racioppi, von Salis und Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 9. Dezember 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer 1

B._____,

Beschwerdeführer 2

C._____,

Beschwerdeführer 3

alle vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer,

Kanzlei Kornplatz, 

gegen

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Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung des Kantons 

Graubünden, Graues Haus, 

wiederum vertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und

Soziales Graubünden, 

Beschwerdegegner

und

Gemeinde D._____, 

Beschwerdegegnerin

und

H._____, 

Beigeladene

betreffend Ortsplanungsrevision (Arealplan E._____)

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I. Sachverhalt:

1. A._____ sind Eigentümer der Parzelle G._____ in I._____, welche am 

nördlichen Dorfrand unterhalb des J._____ im Gebiet K._____ liegt und 

mit einem Wohnhaus überbaut ist. Im östlichen Bereich grenzt die Liegen-

schaft an den J._____ (Strassenparzelle L._____ und M._____), über wel-

che sie, wie auch die Liegenschaft Parzelle N._____ von B._____ ver-

kehrsmässig erschlossen ist. Nordöstlich der Liegenschaft von A._____ 

befindet sich die im Eigentum der Gemeinde D._____ stehende unüber-

baute Parzelle O._____ im Halte von 3'432 m², die im südöstlichen Be-

reich in der Dorfzone, im mittleren Bereich in der Dorferweiterungszone 

und im nördlichen Bereich in der Landwirtschaftszone sowie in der Zone 

übriges Gemeindegebiet liegt.

2. Die Gemeinde I._____ beschloss am 7. Dezember 2011 die Totalrevision 

der Ortsplanung I._____ mit dem Zonen- und Generellen Gestaltungsplan 

(ZP/GGP) 1:1000 und Generellen Erschliessungsplan (GEP) 1:2000, wel-

che durch die Regierung am 15. Mai 2012 genehmigt wurde. Der J._____ 

ist gemäss noch heute geltendem GEP 'Verkehr' vom 7. Dezember 2011 

als 'Quartierstrasse' klassifiziert, der primär der verkehrsmässigen Er-

schliessung des überbauten Gebietes dient. Der GEP beinhaltet zudem 

eine 'Quartierstrasse geplant', welche von der bestehenden Quartier-

strasse P._____ (Parzelle Q._____) abzweigt und von Norden her zum 

Bauzonenteil der Parzelle O._____ heranführt, unterbrochen von der Fest-

setzung 'Fussweg'.

3. Der Vorstand der ehemaligen Gemeinde I._____ beschloss am 8. Dezem-

ber 2014 den Arealplan (AP) E._____ für die gemeindeeigene Parzelle 

O._____ und die gemeindeeigene Wegparzelle M._____. Mit Beschluss 

vom 22. August 2017 hob der Gemeindevorstand D._____ den Arealplan 

vom 8. Dezember 2014 wieder auf und erliess stattdessen einen neuen 

Arealplan E._____, bestehend aus dem Arealplan, dem Gestaltungsplan 

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1:500 und den Arealplanbestimmungen (APB). Die Gemeinde reichte zu-

dem einen Planungs- und Mitwirkungsbericht ein. Auf der Arealplanpar-

zelle O._____ sollte durch die aus Teilen der I._____ Bevölkerung akti-

vierte neue 'Wohnbaugenossenschaft R._____ (H._____) eine erschlies-

sungs- und kostenmässig günstigere Überbauung des Gebiets E._____ 

unter Beizug des Architekten S._____ erfolgen. Der neue Arealplan bein-

haltete diverse Abweichungen und Konkretisierungen gegenüber der 

rechtskräftigen Ortsplanung vom 7. Dezember 2011, unter anderem be-

trug die Erhöhung der Gesamthöhe nach Art. 13 Baugesetz der ehemali-

gen Gemeinde I._____ (BG) bezogen auf das geplante Haus T._____ al-

lein rund 25 % resp. +2.30 m.

4. Gegen den neuen Arealplan erhoben am 14. Oktober 2017 A._____ (Pla-

nungs-)Beschwerde an die Regierung des Kantons Graubünden (nachfol-

gend Regierung) und beantragten, die Firsthöhe (Kote +11.30) für das am 

Südwestrand geplante Gebäude sei zu hoch und müsse im Arealplan um 

mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt werden (Ziff. 1), zudem seien 

die nach Baugesetz verlangten Parkplätze (inkl. Besucherparkplätze) 

zwingend in der Tiefgarage der neuen Überbauung zugunsten von frei 

nutzbarem Grünraum anzuordnen (Ziff. 2). Zur Begründung führten die 

(Planungs-)Beschwerdeführer im Wesentlichen an, dass mit der Umset-

zung des vorliegenden Arealplans die Typologie von I._____, der Sied-

lungscharakter des Dorfes, 'weitergesponnen' und in ihm grundsätzlich ein 

Gespür für die örtlichen Begebenheiten erkannt werde. Eine Ausnahme 

bilde hingegen das freistehende Volumen der in den Südwesten, unmittel-

bar an den J._____ gestellten Baute, welche wenig Rücksicht auf die ge-

wachsenen Strukturen der direkten Nachbarschaft nehme. Dieses mas-

sige, dreistöckige Gebäude, vom Architekten als 'Kontrapunkt' innerhalb 

der Überbauung gedacht, lasse den bis anhin sehr feinen Dorfeingang ex-

trem grob erscheinen und schotte sich durch seinen Massstabsprung ab 

und schliesse gleichzeitig das bestehende E._____-Quartier aus. Die am 

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15. Oktober 2017 eingereichte (Planungs-)Beschwerde von B._____ (Ei-

gentümer der Parzelle N._____) sowie C._____ (Mieter im Gebäude der 

Parzelle N._____) behandelte die Regierung (irrtümlicherweise) nicht. Mit 

Eingabe vom 19. Dezember 2017 zogen die (Planungs)

Beschwerdeführer A._____ und die ebenfalls unterzeichnenden B._____ 

sowie C._____ das Rechtsbegehren betreffend die Parkplätze wieder 

zurück.

5. Unter gleichzeitiger Abweisung der (hier nicht relevanten) (Planungs-)Be-

schwerde, AA.________, genehmigte die Regierung die Aufhebung des 

bisherigen Arealplans E._____ vom 8. Dezember 2014 im Sinne der Er-

wägungen (Ziff. 1) und den neuen Arealplan vom 22. August 2017 mit ei-

ner Korrektur, einem Vorbehalt und einem Hinweis (Ziff. 2). Sie korrigierte 

den Eintrag betreffend die Firsthöhe (Ziff. 2a) und sistierte das Genehmi-

gungsverfahren für die Arealplaninhalte betreffend das Einzelgebäude 

Südwest 'Baufeld Hauptbauten', 'Baubereich Hauptbauten', 'Baulinien', 

'Firstrichtung' und 'Höhenkote' angesichts der noch pendenten Be-

schwerde, A.________, bis die konkrete Bauprojektierung und/oder eine 

gütliche Einigung vorliege (Ziff. 2b). Sie wies den Gemeindevorstand dar-

auf hin, dass aus Verkehrssicherheitsgründen entlang des J._____ keine 

sichtbehindernden Elemente wie Mauern, Zäune, Bepflanzungen oder 

Container erstellt werden dürften (Ziff. 2c) und sistierte das Verfahren zur 

Behandlung der (Planungs-)Beschwerde A.________ (Ziff. 3).

6. Nachdem die Gemeinde D._____ mit Eingabe vom 26. November 2019 

die Wiederaufnahme des sistierten Genehmigungsverfahren für die fünf 

Arealplanfestlegungen betreffend das Haus T._____ sowie auch das sis-

tierte Beschwerdeverfahren A.________ beantragt hatte, hob die Regie-

rung die Sistierung (stillschweigend) auf. Mit Stellungnahme vom 27. Ja-

nuar 2020 formulierte die neu mandatierte Rechtsanwältin der Beschwer-

deführer A._____ folgende Rechtsbegehren:

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1. Die Firsthöhe (Kote + 11.30 m) für das am Südwestrand geplante Einzelgebäude 
('Haus T._____') ist zu hoch und muss im Arealplan um mindestens ein Stock-
werk tiefer festgelegt werden. Die Höhenkote darf maximal auf 7.50 m festgelegt 
werden.

2. Der Arealplan ist dahingehend abzuändern, als dass das Baufeld und der Bau-
bereich des am Südwestrand geplanten Einzelgebäudes ('Haus T._____') auf fol-
gendes Mass redimensioniert wird: 8.56 m x 9.76 m.

3. Der Arealplan ist dahingehend abzuändern, als dass die Baulinie, das Baufeld 
und der Baubereich des Einzelgebäudes Südwest ('Haus T._____') um mindes-
tens 2.50 m nach Osten verschoben werden und als dass die Quartierstrasse 
J._____ durchgehend ist.

4. Eventualiter sei der Arealplan an die Vorinstanz zur Überarbeitung im Sinne der 
Erwägungen zurückzuweisen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gemeinde D._____.

6. Prozessualer Antrag: 
Die Stellungnahme der Wohnbaugenossenschaft R._____ vom 28. Oktober 
2019 sei aus dem Recht zu weisen.

7. Am 18. März 2020 reichten die Beschwerdeführer eine Noveneingabe ein, 

womit sie geltend machten, dass sich aus dem Plan 'Vorentscheid der Ge-

meinde: Einstufung als autofreies Projekt' ergebe, dass etliche Parkplätze 

oberirdisch entlang des J._____ geplant würden, woraus sich Sicherheits-

probleme ergäben, die zwingend dazu führten, dass das Haus T._____ 

den ordentlichen Grenzabstand von 2.50 m zum J._____ einhalten müsse.

8. Mit Beschluss hiess die Regierung die (Planungs-)Beschwerde von 

A._____ betreffend das Haus T._____ (Arealplan E._____ vom 22. August 

2017) teilweise gut, reduzierte die Höhenkote für den First um 0.70 m, d.h. 

neu auf 10.60 m (Ziff. 1.1), verschob die Baulinie entlang der Wegparzelle 

M._____ resp. die südliche Baulinie um 1.54 m bergwärts resp. um 2.20 m 

in nord-nordwestlicher Richtung (Ziff. 1.2), so dass das 'Baufeld Haupt-

bauten' eine Verkleinerung um ca. 57 m² auf neu ca. 207 m² (statt ur-

sprünglich ca. 264 m²) und der 'Baubereich Hauptbauten' entsprechend 

eine Verkleinerung um ca. 46 m² auf neu ca. 127 m² (statt ursprünglich ca. 

173 m²) erfuhren und demgemäss festgelegt wurden (Ziff. 1.3). Sie ent-

schied weiter, dass die in Art. 8 Abs. 1 Satz 2 der Arealplanbestimmungen 

vorgesehene Möglichkeit zur Unterschreitung der Baubereiche beim Bau-

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bereich Haus T._____ maximal –10 % (statt maximal –5 %) betragen 

dürfe, dies zur Ermöglichung kleinerer Gebäudeflächen, insbesondere als 

Folge der Baulinienverschiebung gemäss Ziff. 1.2 (Ziff. 1.4) und die Fir-

strichtung um 90 Grad gedreht werde (Ziff. 1.5). Im Übrigen wies die Re-

gierung die (Planungs-)Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten werden 

konnte. Sie legte die Verfahrenskosten zu 5/6 den Beschwerdeführern 

A._____ sowie zu 1/6 solidarisch der Gemeinde D._____ und der H._____ 

auf.

9. Gegen diesen Entscheid erhoben am 25. Mai 2020 A._____, B._____ 

sowie C._____ (nachfolgend Beschwerdeführer 1–3) Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden betreffend die Teilrevi-
sion der Ortsplanung D._____ (Arealplan E._____, I._____) sei aufzuheben und 
dahingehend anzupassen, als dass

- die Beschwerdeführer B._____ sowie C._____ als legitimierte, beschwerde-
führende Parteien aufgenommen werden;

- die Firsthöhe (Kote + 10.60 m) für das am Südwestrand geplante Einzelge-
bäude (Haus T._____) um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt wird. 
Die Höhenkote darf maximal auf 7.50 m festgelegt werden.

- die Baulinie, das Baufeld und der Baubereich des Einzelgebäudes Südwest 
(Haus T._____) einen Strassenabstand von mindestens 2.50 m einhalten 
und dementsprechend nach Osten verschoben werden.

2. Eventualiter sei der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden N betref-
fend die Teilrevision der Ortsplanung D._____ (Arealplan E._____, I._____) auf-
zuheben, und die Sache sei an die Regierung des Kantons Graubünden zur er-
gänzenden Sachverhaltsabklärung und Neuentscheidung zurückzuweisen.

3. Subeventualiter sei der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden be-
treffend die Teilrevision der Ortsplanung D._____ (Arealplan E._____, I._____) 
dahingehend aufzuheben und anzupassen, als dass die Prozesskosten einer-
seits zu ¾ zu Lasten der Gemeinde D._____ und allenfalls in Solidarhaftung mit 
der Wohnbaugenossenschaft R._____ und andererseits zu ¼ zu Lasten der Be-
schwerdeführer gehen, wobei den Beschwerdeführern eine angemessene Par-
teientschädigung zuzusprechen sei.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin-
nen.

5. Prozessualer Antrag:
Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen.

6. Es seien die Akten der Vorinstanz beizuziehen.

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Weiter beantragten die Beschwerdeführer die Einholung einer schriftlichen 

Auskunft von der Kantonspolizei Graubünden, Abteilung Verkehrstechnik, 

betreffend die Verkehrssicherheit zum geplanten Arealplan, inkl. Ein- und 

Ausfahrt der Tiefgarage; die Edition der Stellungnahmen der Mitwirkungs-

auflage bei der Gemeinde D._____ betreffend den vormaligen Arealplan 

E._____ vom 8. Dezember 2014 sowie die Edition der (Planungs-)Be-

schwerde von B._____ sowie von C._____ vom 15. Oktober 2017 bei der 

H._____. Schliesslich beantragten die Beschwerdeführer, es sei ein Au-

genschein an diversen Standorten durchzuführen und die Gemeinde 

D._____ und/oder die H._____ anzuweisen, die Profilierung zu erstellen. 

Die Beschwerdeführer führen dazu u.a. an, dass die Vorinstanz die Be-

schwerdeführer B._____ sowie C._____, die am 15. Oktober 2017 form- 

und fristgerecht (Planungs-)Beschwerde erhoben hätten, versehentlich 

nicht als Partei zugelassen hätten, was es zu korrigieren gelte. Neben der 

Firsthöhe des Hauses T._____ sei auch dessen Volumen und Lage Be-

schwerdegegenstand, ansonsten von einem überspitzten Formalismus 

auszugehen sei.

10. In der Vernehmlassung vom 4. Juni 2020 nahm der Kanton Graubünden 

(nachfolgend Beschwerdegegner), vertreten durch die Regierung und wie-

dervertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden (DVS), Stellung zur Beschwerde und beantragte, in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde seien B._____ sowie C._____ als Be-

schwerdeführer aufzunehmen, mit entsprechender Anpassung der Kos-

tentragungspflicht im Dispositiv des angefochtenen Regierungsentscheids 

(solidarische Kostentragungspflicht für 5/6 der Verfahrenskosten; Fehler-

korrektur), im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen (Ziff. 1). Im Weite-

ren beantragte er die Beiladung der H._____ (Ziff. 2), alles unter gesetzli-

cher Kostenfolge (Ziff. 3). Zur Begründung verwies der Beschwerdegeg-

ner im Wesentlichen auf den angefochtenen (Planungs-)Beschwerdeent-

scheid.

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11. Mit Vernehmlassung vom 5. Juni 2020 beantragte die Gemeinde D._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, un-

ter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer.

12. Mit Vernehmlassung vom 10. Juni 2020 beantragte die H._____ (Bauherr-

schaft in spe; nachfolgend Beigeladene) die Abweisung der Beschwerde, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdefüh-

rer.

13. Die Beschwerdeführer 1–3 hielten am 23. Juni 2020 replicando an ihren 

Anträgen und Begründungen fest.

14. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juni 2020 erkannte der zustän-

dige Instruktionsrichter der Beschwerde gestützt auf Art. 53 VRG die auf-

schiebende Wirkung zu.

15. Die Beschwerdegegnerin hielt am 2. Juli 2020 an ihren Anträgen und Be-

gründungen und der Beschwerdegegner am 27. August 2020 duplicando 

an seinen Anträgen und Begründungen fest.

16. Die Beigeladene hielt am 27. August 2020 duplicando an ihren Anträgen 

und Begründungen fest.

17. Mit Eingabe vom 26. November 2020 wiesen die Beschwerdeführer darauf 

hin, dass die Beschwerdegegnerin gemäss Schreiben vom 11. November 

2020 im KRL-Plan die durchgehende Verbindung zwischen J._____ und 

P._____ für den motorisierten Verkehr aufgenommen habe. Das KRL sei 

behördenverbindlich und bilde die Grundlage für die anstehende Ortsplan-

revision. Mit diesem Novum seien die Ausführungen der Beschwerdegeg-

ner widerlegt, wonach die Verbindung zwischen E._____ und der P._____ 

nicht durchgehend als Verkehrsstrasse vorgesehen sei. Baulinie, Baufeld 

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und Baubereich des Hauses T._____ seien folglich unter Aufnahme eines 

Strassenabstandes von mindestens 2.50 m nach Osten zu verschieben.

18. Zu dieser Eingabe nahmen am 2. Dezember 2020 die Beigeladene, am 

8. Dezember 2020 die Beschwerdegegnerin und am 9. Dezember 2020 

der Beschwerdegegner Stellung.

19. Am 14. September 2021 beantragten die Beschwerdeführer die Edition 

sämtlicher Akten des Baubewilligungsverfahrens betreffend das Gesuch 

AL 2019-08 aus den Händen der Beschwerdegegnerin.

20. Am 20. September 2021 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen 

Augenschein vor Ort durch, an welchem die Beschwerdeführer 1–3 mit 

ihrem (stellvertretenden) Rechtsvertreter, wobei die Beschwerdeführer 3 

selber durch F._____ vertreten waren, der Beschwerdegegner vertreten 

durch den Juristischen Mitarbeiter Raumplanung, Pius Derungs, die Be-

schwerdegegnerin vertreten durch den Vizepräsidenten U._____ und den 

Leiter Bauamt V._____ sowie die Beigeladene, vertreten durch den Ge-

schäftsleiter W._____, anwesend waren. Anlässlich des Augenscheins 

wurde den Anwesenden Gelegenheit geboten, sich an Ort und Stelle zur 

Sache und den eingenommenen Standorten zu äussern. Seitens des Ge-

richts wurden Fotoaufnahmen gemacht und dem Augenscheinprotokoll 

angefügt. Dieses wurde den Parteien am 22. September 2021, mitsamt 

der Information der Beigeladenen vom 21. September 2021, wonach die 

Modellfotos (Modell inkl. Styropormodell des Hauses T._____ gemäss In-

formations-Tafel) im Masstab 1:50 und damit die dreigeschossige Variante 

dargestellt worden sei, zur (freiwilligen) Stellungnahme zugestellt.

21. Mit Eingabe vom 27. September 2021 präzisierte die Beigeladene das Au-

genscheinprotokoll hinsichtlich Seite 6 (8. Absatz, 2. Satz, wonach an-

stelle „Die Gebäude seien….ˮ präziser „Der westliche First des Gebäude 

Z._____ ist ….ˮ zu vermerken sei, um Missverständnissen vorzubeugen. 

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Am 26. Oktober 2021 wies die Beigeladene zudem darauf hin, dass ein 

neues, am 21. Oktober 2021 publiziertes Baugesuch eingereicht worden 

sei, so dass vielmehr diese Akten zu edieren seien.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

(Planungs-)Beschwerdeentscheid des Beschwerdegegners vom 21., mit-

geteilt am 22. April 2020, sowie die weiteren Akten, wird sofern erforder-

lich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen den Regie-

rungsbeschluss vom 21., mitgeteilt am 22. April 2020 (Prot.-Nr. 327), be-

treffend die Beschwerdeangelegenheit A.________, welcher die Teilrevi-

sion der Ortsplanung D._____ bzw. den neuen Arealplan E._____ zum 

Gegenstand hat. Im angefochtenen (Planungs-)Beschwerdeentscheid 

hiess die Regierung des Kantons Graubünden die (Planungs-)Be-

schwerde von A._____ teilweise gut und wies die Beschwerde im Übrigen 

ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.

Gemäss Art. 102 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 201.100) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide 

der Regierung über die Genehmigung von kommunalen Grundordnungen 

sowie über (Planungs-)Beschwerden mit Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht weitergezogen werden. Somit ist das angerufene Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden zur Beurteilung der vorliegenden 

Angelegenheit örtlich und sachlich zuständig. Das Verwaltungsgericht ent-

scheidet gemäss Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in Fünferbesetzung über Be-

schwerden gegen Entscheide der Regierung, womit das vorliegende, in 

Fünferbesetzung ergangene Urteil, auch hinsichtlich der funktionellen Zu-

ständigkeit die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Zur Beschwerde legitimiert 

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ist nach Art. 50 VRG, wer vom angefochtenen Entscheid berührt ist und 

ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat 

oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist (vgl. dazu auch 

bereits die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 101 Abs. 2 KRG für die 

Planungsbeschwerde). Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes 

über die Raumplanung (RPG; SR 700) hat das kantonale Recht die Be-

schwerdelegitimation (gegen Verfügungen und Nutzungspläne die sich auf 

das RPG oder seine eidgenössischen oder kantonalen Ausführungsbe-

stimmungen stützen) mindestens im gleichen Umfang wie für die Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht 

zu gewährleisten (siehe dazu Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; BGE 141 II 50 E.2.2 und 136 II 281 

E.2.1 f.; Urteile des Bundesgerichts 1C_547/2019 vom 16. April 2020 

E.3.1 f., 1C_475/2019 vom 29. Januar 2020 E.3.3.1 und 1C_566/2017 

vom 22. März 2018 E.2; vgl. dazu auch Art. 111 Abs. 1 BGG). Die Be-

schwerdeführer 1 sind vom angefochtenen Beschluss formell beschwert, 

da ihrem Antrag in der (Planungs-)Beschwerde nicht entsprochen und ihre 

(Planungs-)Beschwerde nur teilweise gutgeheissen wurde. Die beantragte 

Aufnahme der Beschwerdeführer 2 und 3 als legitimierte beschwerde-

führende Parteien wurde von der Regierung anerkannt. Diese Beschwer-

deführer, die vom Beschwerdegegner irrtümlicherweise nicht als Parteien 

zugelassen wurden, haben jedoch mit Eingabe vom 15. Oktober 2017 

frist- und formgerecht beim Beschwerdegegner (Planungs-)Beschwerde 

erhoben, so dass sie auch aus diesem Grund als Beschwerdeführer legi-

timiert sind (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 12 f.). Die Be-

schwerdeführer 2 und 3 haben als Eigentümer bzw. Mieter der in der nähe-

ren Umgebung des von der Ortsplanungsrevision bzw. dem Arealplanpe-

rimeter betroffenen Gebiet gelegenen Liegenschaft (Parzelle N._____) un-

bestrittenermassen eine hinreichende Beziehungsnähe zur vorliegenden, 

strittigen Angelegenheit. Die Beschwerdeführer 1–3 sind vom angefochte-

nen Entscheid berührt und weisen im Rahmen der vorliegend vor Verwal-

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tungsgericht zulässigen Vorbringen ein schutzwürdiges Interesse an des-

sen Aufhebung oder Änderung auf. Da die Beschwerde zudem frist- und 

formgerecht erhoben wurde, ist auf sie einzutreten (Art. 52 Abs. 1 und 

Art. 38 f. VRG).

2. Zur Kognition des Verwaltungsgerichts im vorliegenden Verfahren ist fol-

gendes zu bemerken. Das Verwaltungsgericht wirkt als zweite kantonale 

Rechtsmittelinstanz, womit in solchen raumplanungsrechtlichen Angele-

genheiten bloss die (ordentliche) Kognition nach Art. 51 Abs. 1 VRG gilt. 

Demnach überprüft das Verwaltungsgericht den Sachverhalt und die 

Rechtsfragen frei. Der Prüfungsumfang beschränkt sich bezüglich der Er-

messensausübung aber auf eine Rechtskontrolle, das heisst auf die Prü-

fung, ob die Ermessensausübung mit Rechtsfehlern im Sinne der Ermes-

sensüberschreitung bzw. eines Ermessensmissbrauchs behaftet ist (vgl. 

zum Ganzen Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

[VGU] R 18 69 vom 7. Januar 2020 E.2, R 18 60 vom 2. Dezember 2019 

E.2, R 17 44 vom 2. Dezember 2019 E.1.2, R 17 50 vom 2. Dezember 

2019 E.1.2, R 17 63 vom 14. November 2017 E.4a f., R 16 51 vom 10. Ja-

nuar 2017 E.1b und R 14 3 vom 21. Oktober 2014 E.2d m.w.H.).

3.1. Mit (Planungs-)Beschwerde A.________ vom 14. bzw. 15. Oktober 2017 

an die Regierung (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1/1) wurde 

Folgendes beantragt:

1. Die Firsthöhe (Kote +11.30) für das am Südwestrand geplante Gebäude ist zu 

hoch und muss im Arealplan um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt wer-

den.

2. Wir fordern, dass die nach Baugesetz verlangten Parkplätze (inkl. Besucher-PP) 

zwingend in der Tiefgarage der neuen Überbauung zugunsten von frei nutzbarem 

Grünraum angeordnet werden.

Das Begehren betreffend die Parkplätze (Ziff. 2) zogen die Beschwerde-

führer am 19. Dezember 2017 wieder zurück (vgl. Bf-act. 9 = Bg-act. 8). In 

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der (Planungs-)Beschwerde wurde somit schliesslich nur der Antrag auf 

Änderung im Zusammenhang mit der beantragten Senkung der im Areal-

plan festgelegten Firsthöhe für das Haus T._____, das heisst eine Reduk-

tion von 11.30 m auf 7.50 m, gestellt. Damit ist die Regierung des Kantons 

Graubünden in ihrem Entscheid über die (Planungs-)Beschwerde 

A.________, zu Recht nur auf diesen Punkt eingetreten.

3.2. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vom 

25. Mai 2020 wurde von den Beschwerdeführern beantragt, dass die 

Firsthöhe (jetzt noch Höhenkote +10.60 m) für das am Südwestrand ge-

plante Haus T._____ um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt wer-

den müsse (Höhenkote maximal 7.50 m). Vorliegend geht es korrekter-

weise um die Gesamthöhe im Sinne von Ziff. 5.1 des Anhanges zur Inter-

kantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe in der 

Schweiz (IVHB; vgl. dazu den Verweis in Art. 15 des nach wie vor gültigen 

Baugesetzes der Gemeinde I._____ vom 7. Dezember 2011, RRB 15. Mai 

2012). Die Gesamthöhe ist als Ersatz für die bisher sehr unterschiedlichen 

kantonalen Definitionen bei der Gebäude- und bei der Firsthöhe gedacht. 

Die bisherigen Firsthöhen entsprechen am ehesten der neuen Gesamt-

höhe gemäss Ziff. 5.1 (vgl. IVHB-Erläuterungen zu Ziff. 5.1, Stand 3. Sep-

tember 2013, m.H.). Der Kanton Graubünden hat die bisherigen Definitio-

nen durch die neuen Konkordatsbegriffe 'Gesamthöhe' und 'Fassaden-

höhe' abzulösen. Die Gesamthöhe ist der grösste Höhenunterschied zwi-

schen dem höchsten Punkt der Dachkonstruktion und den lotrecht darun-

ter liegenden Punkten auf dem massgebenden Terrain (vgl. IVHB – An-

hang 1: Begriffe und Messweisen vom 31. Juli 2014, Ziff. 5.1). Bei den 

höchsten Punkten der Dachkonstruktion handelt es sich bei Gie-

beldächern um die Firsthöhe, bei Flachdächern um die Dachfläche, bezie-

hungsweise um den Dachflächenbereich über dem tiefstgelegenen Teil 

des massgebenden Terrains. Als massgebendes Terrain gilt der natürlich 

gewachsene Geländeverlauf (vgl. Musterbotschaft IVHB Teil 2; Erläute-

- 15 -

rungen der einzelnen Definitionen des Anhangs, Stand 31. Juli 2014, 

Ziff. 1.1 und 5.1).

3.3. Nach Art. 51 Abs. 2 VRG können die Parteien Rechtsbegehren, die sie im 

vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen. Auf den im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren neu vorgebrachten Antrag der Be-

schwerdeführer, wonach Baulinie, Baufeld und Baubereich für das Haus 

T._____ einen Strassenabstand von mindestens 2.50 m einzuhalten und 

dementsprechend nach Osten verschoben werden müssten, ist somit, da 

er Art. 51 Abs. 2 VRG verletzt, konsequenterweise durch das Verwal-

tungsgericht nicht einzutreten. Daran ändert nichts, dass die Regierung in 

ihrem (Planungs-)Beschwerdeentscheid, ohne dazu verpflichtet gewesen 

zu sein, gewisse Zugeständnisse gemacht hat (Reduktion der Gesamt-

höhe Haus T._____, Verschiebung der südlichen Baulinie um 1.54 m 

bergwärts resp. um 2.20 m in nord-nordwestliche Richtung, dadurch be-

wirkte Verkleinerung des Baufeldes Hauptbauten insb. Verkleinerung des 

Baufeldes T._____ und des Baubereichs Hauptbauten, etc.; vgl. Bf-act. 9).

3.4. Weiter beantragen die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht eventu-

aliter die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung der 

Sache an die Regierung zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und 

neuer Entscheidung (Ziff. 2) sowie subeventualiter die Aufhebung des an-

gefochtenen Beschlusses und Anpassung, als dass einerseits die Pro-

zesskosten zu ¾ zu Lasten der Gemeinde und allenfalls in Solidarhaftung 

mit der H._____ und andererseits zu ¼ zulasten der Beschwerdeführer 

gingen, wobei letzteren eine angemessene Parteientschädigung zuzu-

sprechen sei (Ziff. 3). Auf die Anträge 2 (Rückweisungsantrag) und 3 (Kos-

tenverteilungsantrag) kann seitens des Verwaltungsgerichts nur im Rah-

men von Antrag 1 (Höhenkote) eingetreten werden.

3.5. Dem Antrag der Beschwerdeführer, vor Ort an diversen Standorten einen 

Augenschein vorzunehmen, kam das Gericht am 20. September 2021 

- 16 -

nach, womit der in diesem Zusammenhang stehende Antrag um Profilie-

rung hinfällig geworden ist. Eine Profilierung zur Visualisierung der maxi-

mal möglichen Bauten gemäss vorliegendem Arealplan und der maximal 

zulässigen Höhe gemäss Zonenplan, wäre indes in antizipierter Beweis-

würdigung ebenfalls abzuweisen gewesen, da eine solche (voraussicht-

lich) im Rahmen des Bauverfahrens erfolgen wird und damit zum jetzigen 

Zeitpunkt nicht von Relevanz ist bzw. die Ausmasse der geplanten Über-

bauung auf der Parzelle O._____ aus den vorliegenden Unterlagen genü-

gend ersichtlich sind (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 E.3).

3.6. Eine schriftliche Auskunft der Kantonspolizei über die Verkehrssicherheit 

zum geplanten Projekt/Arealplan, inkl. Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage, 

wie sie von den Beschwerdeführern beantragt wurde, wäre, selbst wenn 

die Verkehrssicherheit hier Thema wäre, (momentan) nicht notwendig, da 

die Erschliessung von der P._____ her schon aufgrund der Pläne kurz und 

übersichtlich ist und somit durch das Verwaltungsgericht ohne Beizug von 

Spezialisten beurteilt werden könnte, und es überdies ohnehin Sinn 

macht, allenfalls eine Stellungnahme der Kantonspolizei erst aufgrund ei-

nes konkreten Bauprojektes einzuholen. Dieser Schluss ist auch aus den 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu entnehmen, wonach eine Stel-

lungnahme der Kantonspolizei nicht nötig sei, da die Ein- und Ausfahrt der 

Tiefgarage sowie die detaillierte Ausgestaltung der Zufahrt zur Überbau-

ung R._____ von der P._____ her im Rahmen des Baubewilligungsver-

fahrens geprüft würde. Im Übrigen richtet sich die Strassenbenützung 

nach dem gültigen Generellen Erschliessungsplan vom 15. Mai 2012 

(GEP), welcher den J._____ gerade nicht als Durchgangsstrasse für den 

motorisierten Verkehr klassifiziert (vgl. Bg-act. 5; Flugbild Bg-act. 6). Auch 

der beschwerdeführerische Einwand betreffend Kommunalen räumlichen 

Leitbildes (KRL) geht ins Leere. Ein KRL bildet die Grundlage für eine künf-

tige Ortsplanung. Eine grundeigentümerverbindliche Festlegung des KRL 

ist erst im Rahmen der Revision der Ortsplanung möglich, wozu die Zu-

- 17 -

stimmung der Gemeindeversammlung notwendig ist. Auch wenn das KRL 

behördenverbindlich ist, hat sich die Gemeinde an der rechtskräftigen 

Ortsplanung zu orientieren. Somit ist das KRL vorliegend nicht massge-

bend, wurde der Arealplan doch bereits mit (rechtskräftigem) Beschluss 

der Regierung hinsichtlich der vorgebrachten Thematik genehmigt. Auch 

dieser Antrag ist somit in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen.

3.7. Zum Editionsantrag sämtlicher Stellungnahmen der Mitwirkungsauflage 

betreffend den vormaligen Arealplan E._____ vom 8. Dezember 2014 ist 

festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, zu was die Stellungnahmen dienen 

sollten, da jener Arealplan aufgehoben wurde und damit vorliegend nicht 

von Relevanz ist, womit auch dieser Antrag abzuweisen ist.

3.8. Dem Antrag um Edition der (Planungs-)Beschwerde samt Zustellkuvert 

vom 15. Oktober 2017, unterzeichnet von den Beschwerdeführern 2 und 

3, wurde durch entsprechenden Beizug der Akten entsprochen.

4.1. Materielles Prozessthema ist nach dem Gesagten lediglich die Höhe des 

Hauses T._____. Strittig ist, ob sich dieses in die Umgebung einfügt, was 

u.a. am Augenschein des Gerichts verifiziert werden konnte, bzw. ob die 

festgesetzte Gesamthöhe des Hauses T._____ rechtmässig ist.

4.2. Mit angefochtenem Beschluss wies der Beschwerdegegner das Begehren 

um Reduktion der Firsthöhe auf 7.50 m ab, reduzierte aber im Interesse 

und zugunsten der Beschwerdeführer und unter Berücksichtigung der 

Firsthöhe im Vorprojekt dennoch die im Arealplan festgelegte Höhenkote 

für den First ('Kote First') um 0.70 m neu auf +10.60 m. Der Beschwerde-

gegner begründete seinen Entscheid damit, dass einzig auf den Antrag 

um Senkung der im Arealplan festgelegten Firsthöhe für das Haus 

T._____ materiell einzutreten sei, da es sich um das einzige (ausdrückli-

che) verbleibende Rechtsbegehren gemäss Beschwerdeschrift handle. 

Auch wenn auf die Begehren um Redimensionierung des Baubereichs 

- 18 -

resp. des Baufeldes beim Haus T._____ nicht eingetreten werden könne, 

rechtfertige es sich trotzdem, an den sistierten Arealplanfestlegungen ge-

wisse Korrekturen vorzunehmen, die im Interesse der Beschwerdeführer 

lägen, nachdem die Beigeladene selbst in ihrer Eingabe vom 18. Februar 

2020 entsprechende Änderungsanträge gestellt habe. Im Weiteren trat der 

Beschwerdegegner auf die Anträge betreffend Anzahl und Lage der 

Pflichtparkplätze und um Abänderung des Arealplans zwecks Gewährleis-

tung eines durchgehenden J._____ bis zur P._____, nicht ein.

4.3. Die Beschwerdeführer rügen im Wesentlichen, dass der Arealplan 

E._____ in verschiedenster Hinsicht die Grundsätze nach Art. 46 KRG 

missachte, es seien zahlreiche massive Abweichungen vom Zonenplan 

und von der Regelbauweise vorgesehen, ohne dass dabei Rücksicht auf 

die überwiegenden nachbarschaftlichen Interessen genommen werde. 

Beim Einzelgebäude Südwest (Haus T._____) spitze sich dies in einem 

nicht vertretbaren Ausmass zu. Das Haus T._____ wirke wie ein riesiger, 

ortsfremder Turm, der den Liegenschaften der Beschwerdeführer die Aus-

sicht und die Besonnung nehme und das Dorfbild verunstalte. Durch die 

Reduktion der Höhe des Hauses T._____ werde der fliessende Übergang 

hin zu den nachbarschaftlichen Gebäuden (Angleichung an Stall X._____) 

und den Gebäuden im Quartier gewährleistet. Das Haus T._____ stehe 

zudem, nicht wie von der Vorinstanz behauptet, im Norden, sondern im 

Osten der Liegenschaft der Beschwerdeführer, also dort, wo die Sonne 

aufgehe und habe damit eine massive Beeinträchtigung der Parzellen der 

Beschwerdeführer zur Folge, was ein Augenschein verdeutlichen würde.

4.4. Der Beschwerdegegner genehmigte den neuen Arealplan 'E._____', der – 

mit Ausnahme der Arealplaninhalte betreffend das Baufeld 'Haus T._____' 

– in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Bg-act. 4). Beim Arealplan handelt es 

sich – obwohl er wie der Quartierplan nach Art. 51 ff. Raumplanungsge-

setz für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]) ein (fakultatives) 

Planungsmittel der Folgeplanung darstellt – um einen Plan der Grundord-

- 19 -

nung, der der Genehmigung durch die Regierung bedarf (siehe Art. 49 

Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 KRG, Art. 19a Abs. 2 Ziffer 1 KRG und Art. 25 

Abs. 2 Satz 2 KRG; Botschaft der Regierung des Kantons Graubünden an 

den Grossen Rat vom 11. Mai 2004 zur Revision des Raumplanungsge-

setzes für den Kanton Graubünden [KRG-Revision], Heft Nr. 3/2004-2005, 

S. 304, 322 und 327). Der Arealplan legt gemäss Art. 46 Abs. 1 KRG die 

Entwicklung, Gestaltung und Erneuerung von Siedlungen sowie von Pro-

jekten in der Landschaft fest. Er kann Elemente des Zonenplans (ZP), des 

Generellen Gestaltungsplans (GGP) und des Generellen Erschliessungs-

plans (GEP) enthalten und mit Vorschriften ergänzt werden. Abweichun-

gen vom Zonenplan und von der Regelbauweise sind nach Art. 46 Abs. 2 

KRG zulässig, wenn keine überwiegenden nachbarlichen Interessen ent-

gegenstehen. Art und Mass der Nutzung dürfen nur für räumlich begrenzte 

Flächen zur Entflechtung von Nutzungen oder Herstellung zweckmässiger 

Zonengrenzen geändert werden. Gemäss Art. 25 Abs. 4 KRG können die 

Gemeinden vorsehen, dass im Rahmen von Quartierplänen und Arealplä-

nen von der (in den Zonenvorschriften für Bauzonen des Baugesetzes zu 

regelnden) Regelbauweise im Sinne von Art. 25 Abs. 1 KRG abgewichen 

werden darf, wobei die Voraussetzungen und der Umfang der Abweichun-

gen im Baugesetz festzulegen sind. Bei Arealplänen betrifft dies nur die 

im Vergleich zur ohnehin bestehenden Abweichungsmöglichkeit gemäss 

Art. 46 Abs. 2 KRG hinausgehenden Abweichungen (siehe Botschaft der 

Regierung des Kantons Graubünden an den Grossen Rat vom 26. Juni 

2018 zur Teilrevision des kantonalen Raumplanungsgesetzes, Heft 

Nr. 5/2018-2019, S. 439). Ist das Mass der Nutzung für einzelne Bauzo-

nen als Richtwert oder Rahmen bestimmt, legt der Arealplan die genauen 

Gebäudeabmessungen und Nutzungsziffern fest (Art. 46 Abs. 2 Satz 3 

KRG). Der Arealplan wird erlassen für Gebiete, für die (in einem Bestand-

teil der Grundordnung) eine Folgeplanung festgelegt ist, und er kann für 

weitere Gebiete innerhalb oder ausserhalb der Bauzonen erlassen werden 

(Art. 46 Abs. 3 KRG). Wird (bereits) im Zonenplan eine Arealplanung als 

- 20 -

Folgeplanung vorgesehen, legen die Gemeinden zusammen mit der Ab-

grenzung des Gebietes die Rahmenbedingungen für die Folgeplanung 

fest (Art. 46 Abs. 4 KRG). Zuständig für den Erlass von Arealplänen ist der 

Gemeindevorstand, sofern die Gemeinden dafür nicht ausdrücklich den 

Gemeinderat (Gemeindeparlament) für zuständig erklären (siehe Art. 48 

Abs. 2 KRG; Botschaft KRG 2004, S. 326). Das rechtskräftige, von der 

Gemeindeversammlung am 7. Dezember 2011 beschlossene Baugesetz 

der Gemeinde I._____ ändert die Zuständigkeit des Gemeindevorstandes 

für den Erlass von Arealplänen nicht ab, womit dessen (bereits im vom 

Grossen Rat des Kantons Graubünden erlassenen KRG vorgesehene) 

Kompetenz hinreichend demokratisch legitimiert ist.

4.5. Laut Zonenschema der Gemeinde I._____ liegt die Parzelle O._____ 

grösstenteils in der Dorferweiterungszone (DE), die eine Gesamthöhe der 

Gebäude von 9 +z m (z maximal 3 m) erlaubt. Die maximalen Höhen (Ge-

samthöhe, traufseitige Fassadenhöhen) ergeben sich im geneigten 

Gelände aus den festgelegten Höhen und einem Zuschlag z, welcher der 

halben Höhendifferenz des massgebenden Terrains gemessen bei den 

berg- und talseitigen Eckpunkten der projizierten Fassadenlinie entspricht 

(Art. 13 und 15 BG). Vorliegend setzte der Beschwerdegegner die Ge-

samthöhe des Hauses T._____ auf 10.60 m fest, womit es zu prüfen gilt, 

ob diese Abweichung der Gesamthöhe vom Zonenplan im Lichte der Vor-

aussetzungen gemäss Art. 46 Abs. 2 KRG zulässig ist.

4.6. Betreffend die Rüge der (Planungs-)Beschwerdeführer, wonach die im 

Arealplan für das Haus T._____ vorgesehene Firsthöhe die zulässige Ge-

samthöhe gemäss Baugesetz (Grundordnung) um ein im Lichte von 

Art. 46 Abs. 2 KRG nicht vertretbares Mass überschreite, stellt sich der 

Beschwerdegegner im – mit voller Kognition nach Art. 101 Abs. 3 KRG zu 

treffenden – (Planungs-)Beschwerdeentscheid auf den Standpunkt, dass 

der Arealplan in der Tat nachbarliche Interessen tangiere. Es benötige je-

doch überwiegende nachbarliche Interessen, damit ein Arealplan nicht ge-

- 21 -

nehmigt werden dürfe, wobei eine Interessenabwägung der privaten Inter-

essen einerseits und der öffentlichen Interessen an der Planung anderer-

seits vorzunehmen sei. Solche überwiegenden nachbarlichen Interessen 

seien vorliegend nicht gegeben, die geplante Überbauung und damit auch 

das Haus T._____ befänden sich auf der Nordseite der Liegenschaft der 

Beschwerdeführer 1 (Parzelle G._____), nicht auf der bevorzugten Süd-

Südwestseite, und damit auf der für die Aussicht und Besonnung weniger 

bedeutenden Seite. Das Haus T._____ bringe bezüglich Besonnung an-

scheinend überhaupt keine Nachteile. Aber auch wenn das Haus T._____ 

die Aussicht in eine bestimmte Himmelsrichtung beeinträchtigen würde, 

wäre das hinzunehmen. Es gebe – vor allem vor dem Hintergrund der Re-

vision der Raumplanungsgesetzgebung (RPG1) – keinen Anspruch auf 

ewige Beibehaltung einer einmal bestehenden Besonnungs- und Aus-

sichtssituation. Die privaten Interessen würden deshalb gegenüber dem 

öffentlichen Interesse an einer konzeptionell hochwertigen und bodenspa-

renden Bauplanung nicht überwiegen. Zudem sehe das kommunale Bau-

gesetz in Art. 11 Abs. 3 vor, dass im Rahmen einer Quartierplanung 

Höhenmasse unlimitiert erhöht werden dürften, wenn die Vorrausetzungen 

des haushälterischen Umgangs mit dem Boden bei überdurchschnittlicher 

Wohn- und Gestaltungsqualität erfüllt seien. Dies müsse gemäss Recht-

sprechung und Praxis auch für die Arealplanung gelten, da beide Instru-

mente Folgeplanungen darstellten und die Voraussetzungen gemäss 

Art. 11 Abs. 3 BG vorliegend erfüllt seien. Bezüglich der beschwerdefüh-

rerischen Rüge, wonach die geplante Überbauung angesichts des dreistö-

ckigen Hauses T._____ unter dem Aspekt der Einordnung in das gewach-

sene feingliedrige Siedlungsmuster von E._____ nicht tragbar sei, schloss 

sich der Beschwerdegegner der Argumentation des für das Gestaltungs-

konzept und den neuen Arealplan verantwortlichen Architekten S._____:

[…] Wichtig für die Abgeschlossenheit – die erst die Bebauung zu einem Ensemble macht 

– ist das kleinere Haus T._____. Von entscheidender Bedeutung ist vor allem seine Höhe. 

Dadurch wird das Haus einerseits Teil des neuen Ensemble, andererseits entsteht ein 

- 22 -

harmonischer Übergang zum Dorf. Das Haus ist ein Vermittler zwischen dem Alten und 

dem Neuen. Durch das Fehlen dieses Hauses oder mit der Reduktion der Gebäudehöhe 

– beispielsweise durch das Weglassen eines Geschosses – wäre E._____ ein Wohnvier-

tel und kein Ensemble. Zudem wird mit dem Haus T._____ die Präsenz der hinteren 

(höheren) Bebauung relativiert. Eine Frontalansicht ist durch die räumliche Mehrschich-

tigkeit erst aus der Nähe möglich. […].

Das Musterbaugesetz für Bündner Gemeinden empfehle für Dorferweite-

rungszonen zwei- bis dreistöckige Gebäude und das geplante dreistöckige 

Haus T._____ lasse sich auch im Lichte der Revision der Raumplanungs-

gesetzgebung nicht beanstanden. Architektonisch resultiere eine über-

durchschnittliche Wohn- und Gestaltungsqualität. Der Arealplan könne ge-

samthaft betrachtet als Resultat einer guten und zweckmässigen Planung 

zur Ergänzung des Siedlungsgebietes und dessen Einpassung in die be-

stehende Dorfstruktur betrachtet werden. Daraus ergebe sich, dass die im 

Arealplan vorgesehenen Abweichungen von der Grundordnung im Rah-

men der in Art. 46 Abs. 2 KRG abgesteckten Möglichkeiten lägen und als 

zulässig betrachtet werden könnten, so dass auch keine Teilrevision der 

Grundordnung nach Art. 47 ff. KRG durchzuführen sei.

In seiner Vernehmlassung nahm der Beschwerdegegner auch Bezug auf 

das näher liegende Grundstück der Beschwerdeführer 2 (Parzelle 

N._____), und wies darauf hin, dass das Haus T._____ auch diesbezüg-

lich, trotz der geplanten Höhe, indessen praktisch keinen Einfluss auf die 

Besonnungsverhältnisse habe. Es könnte höchstens der unüberbaute 

Bauplatz auf Parzelle N._____ in den längsten Tagen wegen des Hauses 

T._____ morgens um wenige Minuten später besonnt sein, ein entspre-

chender Nachweis liege jedoch nicht vor. Nur weil die Sonne auf einem 

Grundstück eventuell um wenige Minuten später aufgehe, reiche dies nicht 

aus, um die vorgenommene Interessenabwägung ins Gegenteil zu verkeh-

ren.

- 23 -

4.7. Auch die Beschwerdegegnerin bestreitet in ihrer Vernehmlassung die 

gerügte massive Beeinträchtigung der Besonnung betreffend die Parzelle 

N._____. Der Schattenwurf durch den Berg am Horizont bestehe unab-

hängig davon, ob das Haus T._____ aus einem oder zwei Obergeschos-

sen oder gar nicht bestehe. Vermutungsweise könnte einzig der unüber-

baute Bauplatz auf der Parzelle N._____ an den längsten Tagen um we-

nige Minuten leicht tangiert sein. Fakten legten die Beschwerdeführer 

dazu keine vor. Im übrigen Jahresverlauf gehe die Sonne südöstlicher auf, 

womit eine Beschattung mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne. 

Eine Beschattung des Bauplatzes auf der Parzelle N._____ sei durch die 

beiden Gebäude der Beschwerdeführer in einem Ausmass selbst möglich, 

wie es in Dörfern üblich sei. Ein überwiegend nachbarliches Interesse 

könne damit nicht begründet werden.

4.8. Das Gericht kann sich den Ausführungen des Beschwerdegegners und 

der Beschwerdegegnerin anschliessen. Der Beschwerdegegner legt die 

der Arealplanung zugrundeliegende Interessenabwägung, insbesondere 

hinsichtlich der Abweichung der Gesamthöhe des Hauses T._____ nach-

vollziehbar dar, und diese ist, auch unter der Berücksichtigung der dem 

Verwaltungsgericht vorliegend zustehenden Kognition, nicht zu beanstan-

den. Dies auch mit Blick auf die Vorgaben des Raumplanungsgesetzes 

sowie der (kantonalen) Richtplanung, wonach die Beschwerdegegnerin 

zur kompakten Besiedelung bzw. der inneren Verdichtung von (bereits 

ausgeschiedenen) Bauzonen innerhalb des Siedlungsgebietes gehalten 

ist, was dem im öffentlichen Interesse liegenden Ziel der haushälterischen 

Bodennutzung dient (vgl. dazu Art. 1 Abs. 2 lit. abis, Art. 3 Abs. 3 lit. abis, 

Art. 8a Abs. 1 lit. c RPG; Urteile des Bundegerichts 1C_300/2020 vom 

1. Dezember 2020 E.2.5, 1C_128/2019, 1C_134/2019 vom 25. August 

2020 E.9.2; AEMISEGGER/KISSLING, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHAN-

NEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich/Basel/Genf 

2016, Vorb. zur Nutzungsplanung Rz. 40). Im Weiteren erscheint die un-

- 24 -

belegte Behauptung der Beschwerdeführer, der Schattenwurf durch das 

Haus T._____ beeinträchtige überwiegende nachbarliche Interessen, we-

nig glaubhaft. Das Haus T._____ liegt gemäss dem GEP 2012 und dem 

Arealplan bergseitig am nördlichen Rand des Ortskerns I._____ und in 

nordöstlicher Richtung hinter den Liegenschaften der Beschwerdeführer 1 

und 2. Diese Art von Schattenwurf ist, auch als Resultat des Augen-

scheins, von den Nachbarn bzw. Beschwerdeführern hinzunehmen.

4.9. Diese Beurteilung wird auch durch den Bericht der Bauberatung, Y._____ 

AG für Raumplanung, vom 14. September 2021, betreffend Prüfung der 

Ortsbildverträglichkeit und Gestaltung (vgl. Art. 3 und 9 APB, Bg-act. 4) 

des Bauvorhabens auf der Parzelle O._____, gestützt, womit die Baube-

ratung in der Beurteilung des Beschwerdegegners eine zeitgemässe, den 

Anforderungen an die haushälterische Siedlungsentwicklung einerseits 

und der angepassten Integration ins Ortsbild angemessene Ausformulie-

rung andererseits, entsprechende Ausgestaltung des Bauvorhabens er-

kennt. Gemäss Vorprüfungsbericht des Amts für Raumentwicklung (ARE) 

zum Arealplanentwurf vom 26. April 2017 sei das Überbauungskonzept 

des Architekten S._____ in der Vorprüfung bezogen auf die Notwendigkeit 

einer ˮeinheitlichen und gesamthaften Überbauungˮ mit ˮausreichender 

hoher Dichteˮ und eine ˮangemessene Wohnqualität bei guter Einbettung 

der Bauten ins Orts- und Landschaftsbildˮ als architektonisch hochwertig 

und ortsbaulich verträglich, sowie effizient und verdichtet bewertet worden. 

Die Bauberaterin weist darauf hin, dass das Gesamtensemble teils auch 

von der Setzung und der Volumetrie des künftigen Baukörpers im Baufeld 

'Haus T._____' mitbestimmt werde. Sie unterstützt die Beurteilung des Be-

schwerdegegners im Genehmigungsbeschluss vom 1. Mai 2018, wonach 

durch die ˮdrei- bis viergeschossigen, jeweils dicht aneinander liegenden 

Gebäudegruppen entlang der Gassen eine gute Einordnung in das histo-

rische Bebauungsmuster und das Ortsbild von I._____ gewährleistet wer-

deˮ. Die Gliederung und Gestaltung der angestrebten Dichte der Bauten 

- 25 -

könnten als neuer nördlicher Abschluss des Dorfes ein neues Wahrzei-

chen von I._____ mit eigenem, städtebaulichem Parameter bilden, wo-

durch die geforderte Lenkung der Siedlungsentwicklung nach innen durch 

eine qualitativ hochwertige Verdichtung der Siedlungsfläche erreicht wer-

den könne. Die Genehmigung des Arealplans E._____ durch die Regie-

rung unterstütze somit eine neue Gestaltung des Dorfrandes (vgl. Edition 

Akten Baubewilligungsverfahren, Gerichtsakte F.19). Aufgrund des Ge-

sagten erweist sich damit die Rüge der Beschwerdeführer als unbegrün-

det, so dass die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.

5.1. Mit ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht beantragen die Be-

schwerdeführer überdies, dass die Baulinie, das Baufeld und der Baube-

reich des Hauses T._____ einen Strassenabstand von mindestens 2.50 m 

einzuhalten hätten und dementsprechend nach Osten verschoben werden 

sollten. Die Baulinie des Hauses T._____ sei unter dem Aspekt der Ver-

kehrssicherheit zu prüfen. Betreffend den Strassenabstand seien Art. 17 

Abs. 4 in Verbindung mit Art. 13 BG I._____ anwendbar und damit für den 

Grenzabstand massgebend, ob die Strasse öffentlich sei oder öffentlichen 

Zwecken diene, was vorliegend beim J._____ der Fall sei, so dass der 

Strassenabstand von 2.50 m aus Sicherheitsgründen zwingend einzuhal-

ten sei, was eine entsprechende Verschiebung der Baulinie, des Bauvor-

habenfeldes und des Baubereichs des Hauses T._____ nach Osten zur 

Folge habe.

5.2. In seinem Beschluss trat der Beschwerdegegner auf das Begehren der 

(Planungs-)Beschwerdeführer um Redimensionierung des Baubereichs 

resp. Baufeldes beim Haus T._____ auf 83.55 m² sowie um Verschiebung 

der Baulinie und des Baubereichs resp. Baufeldes um mindestens 2.50 m 

Richtung Osten wegen verspätetem Begehren nicht ein. Er hielt dazu fest, 

dass diese Begehren – wollte man gleichwohl auf sie eintreten – materiell 

abgewiesen werden müssten. Es handle sich vorliegend um ein architek-

tonisch hochwertiges Überbauungskonzept der gemeindeeigenen Rand-

- 26 -

parzelle E._____, das hohen Ansprüchen bezüglich Siedlungsgestaltung, 

Ortsbildverträglichkeit und haushälterischer Bodennutzung genüge. Es 

seien keine Gründe oder rechtliche Grundlagen ersichtlich, die gegen die 

dem Gesamtkonzept zugrundeliegenden und aufeinander abgestimmten 

Baufelder, Baubereiche und Firsthöhen in der festgelegten Dimension und 

Lage sprechen würden. Die Siedlungsplanungen hätten sich aufgrund der 

Teilrevision des RPG1 sowie des neuen Kantonalen Richtplans Siedlung 

(KRIP-S) im Vergleich zum im Jahre 2000 erlassenen Quartierplan 

E._____ komplett geändert, es entstünden kompaktere, dichtere und vo-

luminösere Bebauungen. Betreffend Baulinie könnten höchstens Gründe 

der Verkehrssicherheit zu einer materiellen Gutheissung führen. Mit dem 

Argument eines durchgehenden J._____ lasse sich das Begehren um Ver-

schiebung der Baulinie um 2.50 m bergwärts jedoch nicht begründen. Tat-

sache sei, dass der J._____ gemäss GEP 2012 gerade nicht als durchge-

hende Strasse ausgestaltet werden würde, die Signatur Quartierstrasse 

geplant schliesse sich im GEP nicht unmittelbar an die Signatur Quartier-

strasse bestehend an, er weise vielmehr ein als bestehender Fussweg 

klassifiziertes Zwischenstück von ca. 14 m auf, was wiederum darauf 

schliessen lasse, dass das geplante neue Quartier auf der Gemeindepar-

zelle O._____ ausschliesslich von Norden resp. der P._____ her erschlos-

sen werden solle, und der J._____ ausschliesslich der Erschliessung der 

bereits bestehenden Überbauung (inkl. Bauplatz auf Parzelle N._____) 

dienen solle. Andere verkehrssicherheitstechnische Argumente für eine 

Verschiebung der Baulinie beim Haus T._____ um 2.50 m nach Osten 

seien nicht ersichtlich. Im Weiteren sei der Arealplan E._____ mit Aus-

nahme der Festlegungen bezüglich des Hauses T._____ rechtskräftig ge-

nehmigt, was auch für die darin enthaltenen Erschliessungsfestlegungen 

(wie Signatur 'private Erschliessung', 'Zufahrt Garage', 'Zufahrt Fussgän-

ger/Abstellplätze Velo' und 'öffentliche Erschliessung') gelte, nachdem der 

Regierungsbeschluss Nr. 343 vom 1. Mai 2018 zur Genehmigung des 

neuen Arealplans E._____ unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei.

- 27 -

5.3. Auch betreffend diese Rüge kann sich das Gericht den Ausführungen des 

Beschwerdegegners anschliessen. Wie bereits erläutert, wurde als einzi-

ges Rechtsbegehren der (Planungs-)Beschwerde A.________ die Sen-

kung der Firsthöhe des Hauses T._____ vorgebracht, womit der Be-

schwerdegegner zu Recht auf das neue und damit verspätet eingebrachte 

Rechtsbegehren um Einhaltung des Strassenabstandes von mindestens 

2.50 m und entsprechender Verschiebung der Baulinie, des Baufeldes und 

des Baubereiches des Hauses T._____ nach Osten, nicht eingetreten ist. 

Selbst wenn jedoch darauf eingetreten würde, wäre das Begehren – wie 

der Beschwerdegegner zu Recht dargelegt hat – abzuweisen. Der be-

schwerdeführerische Einwand, dass der J._____ gemäss GEP eine Quar-

tierstrasse und durchgehend bis zur P._____ geplant sei und der vorma-

lige (aufgehobene) Arealplan eine durchgehende Verbindung über die 

Quartierstrasse auf Parzelle M._____ vorgesehen habe, geht ins Leere, 

da diese Frage nicht Gegenstand der (Planungs-)Beschwerde war. Der 

J._____ ist gemäss gültigem GEP 2012 vom 7. Dezember 2011 gerade 

nicht als durchgehende Strasse ausgestaltet, die Signatur Quartierstrasse 

geplant schliesst sich im GEP 2012 nicht unmittelbar an die Signatur Quar-

tierstrasse bestehend (J._____) an, sondern weist ein als bestehenden 

Fussweg klassifiziertes Zwischenstück von ca. 14 m auf (vgl. Bg-act. 5). 

Die Frage, ob der J._____ durchgehend auszugestalten sei, wird vom 

rechtskräftig genehmigten Teil des Arealplans vom 1. Mai 2018 beantwor-

tet, da jener in diesem Punkt nicht angefochten wurde (vgl. Bg-act. 4). 

Art. 10 APB bestimmt zudem als einzige Zufahrt für die Bauparzelle für 

den motorisierten Verkehr die öffentliche Erschliessung von der P._____ 

her (vgl. Bg-act. 4). Somit ist der J._____ eben gerade nicht als durchge-

hend auszugestalten, so dass auch deswegen keine Veranlassung für ei-

nen Strassenabstand von mindestens 2.50 m beim Haus T._____ besteht. 

Auch das Vorbringen, dass die Quartierstrasse bis zur nördlichen Grenze 

der Parzelle M._____ als Quartier- und Erschliessungsstrasse ausgebaut 

und nicht nur mit Koffermaterial, sondern auch mit einem Bitumenüberzug 

- 28 -

versehen sei, überzeugt nicht, da nicht der Belag der Strasse, sondern 

vielmehr der Arealplan massgebend ist.

5.4. Baulinien dienen u.a. der Freihaltung von Flächen im Interesse des Orts-

bildes und des Natur- und Umweltschutzes (Art. 55 Abs. 1 KRG). Sie ge-

hen allen anderen öffentlich-rechtlichen Abstandsvorschriften vor und be-

stimmen die Grenze, bis zu der ober- und unterirdisch gebaut werden darf 

(Art. 55 Abs. 2 KRG). Bereits der Arealplan 2014 legte die Baulinie bei 

1.50 m entlang des Wegs fest (vgl. act. E.1A und E.1B). Die Einwände der 

Polizei betreffend Verkehrssicherheit führten damals zur Zurückverset-

zung der Garageneinfahrt des Gebäudes 2 (entspricht Haus Z._____) um 

rund zwei bis drei Metern. Die Baulinie des Einfamilienhauses (Haus 

T._____) wurde hingegen bei 1.50 m Strassenabstand belassen, obwohl 

damals eine durchgehende Strasse geplant war (vgl. Bg-act. 7; act. E.2). 

Auch wenn die Strasse nach Art. 35 BG öffentlich ist und öffentlichen Zie-

len dient, ist der Strassenabstand gemäss BG I._____ nicht mehr anwend-

bar, da Baulinien gemäss Art. 55 Abs. 2 Satz 1 KRG allen anderen öffent-

lich-rechtlichen Abstandsvorschriften vorgehen, was sich auch aus Art. 17 

Abs. 4 letzter Satz BG, wonach der Vorbehalt von Bau- und Gestaltungs-

linien gilt, ergibt. Damit erweist sich auch diese Rüge als unbegründet.

5.5. Aus dem beigezogenen Bau- und Einspracheentscheid der Beschwerde-

gegnerin betreffend das Gesuch Nr. AL 2019-08 vom 27. April 2021 lässt 

sich für den vorliegenden Entscheid – entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdeführer – nichts herleiten, äussert sich dieser doch lediglich zur 

Nichteinhaltung der baugesetzlichen Vorschriften über die Pflichtabstell-

plätze für Motorfahrzeuge sowie die Verletzung des Baugesetzes und Are-

alplanbestimmungen durch den Kreuzgang und Parkplätze, was wie be-

reits ausgeführt, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet.

5.6. Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Vorinstanz das Begehren 

um Senkung der im Arealplan vom 22. August 2017 festgelegten Firstkote 

- 29 -

zu Recht abgewiesen und auf die übrigen Begehren nicht eingetreten ist, 

womit der angefochtene (Planungs-)Beschwerdeentscheid – abgesehen 

von der (versehentlichen) Nichtberücksichtigung der Beschwerdeführer 2 

und 3 als Parteien – nicht zu beanstanden ist und sich als rechtmässig 

erweist, so dass die dagegen erhobene Beschwerde teilweise gutzuheis-

sen (Aufnahme der beschwerdelegitimierten Beschwerdeführer 2 und 3) 

und im Übrigen abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.

6.1. Die Beschwerdeführer beantragen subeventualiter die Anpassung des an-

gefochtenen Entscheids, als dass die Prozesskosten einerseits zu ¾ zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin und allenfalls in Solidarhaftung mit der 

Beigeladenen und andererseits zu ¼ zu Lasten der Beschwerdeführer ge-

hen sollten, wobei den Beschwerdeführern eine angemessene Parteien-

tschädigung zuzusprechen sei.

6.2. Der Beschwerdegegner berücksichtigte im angefochtenen Entscheid bei 

der Verteilung der Verfahrenskosten, dass die Beschwerdeführer mit ihren 

Hauptanliegen betreffend Reduktion der Firsthöhe auf 7.50 m sowie der 

Verschiebung der Baulinie um 2.50 m bergwärts nicht hätten durchzudrin-

gen vermögen und auferlegte die Verfahrenskosten zu 5/6 zu Lasten der 

Beschwerdeführer und zu 1/6 solidarisch zu Lasten der Beschwerdegeg-

nerin und der Beigeladenen. Eine Parteientschädigung sprach er den Be-

schwerdeführern für ihre anwaltliche Vertretung keine zu, da die von der 

Rechtsanwältin gestellten neu eingebrachten Rechtsbegehren abzuwei-

sen waren, soweit überhaupt auf sie eingetreten wurde.

6.3. Im Rechtsmittel- und Klageverfahren hat in der Regel die unterliegende 

Partei die Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Beschwerdeführer 

sind grundsätzlich im (Planungs-)Beschwerdeverfahren unterlegen, wäre 

doch die Beschwerde (Begehren um Reduktion der Höhe des Hauses 

T._____) abzuweisen gewesen, soweit darauf hätte eingetreten werden 

können. Lediglich die Korrekturen an den bislang sistierten Festlegungen 

- 30 -

beim Haus T._____, die grösstenteils auf Zugeständnissen zur Erzielung 

einer Einigung beruhten und entsprechend von der Beigeladenen im Rah-

men des Schriftenwechsels gleichwohl noch eingebracht wurden, führten 

zu einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde, womit sich die Kosten-

folge als rechtmässig erweist. Weiter ergibt sich, dass eine Einigung an-

lässlich der Einigungsverhandlung vom 17. September 2019 (vgl. Bg-act. 

2) materiell zum selben Ergebnis betreffend das Haus T._____ geführt 

hätte, womit der Beizug der Rechtsanwältin keinen Beitrag geleistet hat 

und eine Parteientschädigung deshalb unbegründet wäre. Damit erweist 

sich auch die Rüge gegen den Kostenentscheid der Vorinstanz als unbe-

gründet, so dass sie abzuweisen ist. Die Aufnahme der Beschwerdeführer 

2 und 3 als Prozessparteien ins Rubrum des angefochtenen Regierungs-

entscheids führt zu einer entsprechenden Anpassung der (solidarischen) 

Kostentragungspflicht im Dispositiv des angefochtenen Entscheids für die 

5/6 der Verfahrenskosten.

7.1. Schliesslich ist auch noch über die Kosten- und Entschädigungsregelung 

für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu befinden. Gemäss Art. 73 

Abs. 1 VRG hat im Rechtsmittel- und Klageverfahren in der Regel die un-

terliegende Partei die Kosten zu tragen. Mehrere Parteien tragen ihre Kos-

ten zu gleichen Teilen, soweit die Behörde nichts Anderes entscheidet 

(Art. 73 Abs. 2 VRG). Der Kanton Graubünden (Regierung) amtete vorlie-

gend als Planungsbeschwerde- und Genehmigungsbehörde im Sinne von 

Art. 26 RPG bzw. Art. 49 und Art. 101 Abs. 1 KRG. In diesem Zusammen-

hang ist festzuhalten, dass der Kanton bzw. die Regierung in dieser Ei-

genschaft in der Regel keine Verfahrenskosten zu tragen hat und auch 

nicht entschädigungspflichtig wird (vgl. dazu etwa VGU R 21 51 vom 

26. Oktober 2021 E.7.1, R 20 33 vom 16. Juni 2020 E.3.1). Indem der Be-

schwerdegegner jedoch die Beschwerden der Beschwerdeführer 2 und 3 

nicht behandelt hat, hat er einen klaren formellen Fehler begangen. Die 

beschwerdeführenden Parteien 2 und 3 fehlen im Rubrum, ein Eröffnungs-

- 31 -

fehler liegt indes nicht vor, wurde der Entscheid doch der Rechtsvertrete-

rin, die auch die beschwerdeführenden Parteien 2 und 3 vertritt, zugestellt. 

Damit rechtfertigt es sich – entgegen dem obgenannten Grundsatz – auch 

dem Beschwerdegegner Kosten aufzuerlegen. Bei diesem Ausgang des 

Verfahrens sind die Verfahrenskosten des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens, bestehend aus der Staatsgebühr sowie den Kanzleiauslagen 

(Art. 75 Abs. 1 VRG), somit gemäss Art. 72 Abs. 2 sowie Art. 73 Abs. 1 

und 2 VRG den teilweise unterliegenden Beschwerdeführern 1–3 zu glei-

chen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit zu 9/10 und dem Be-

schwerdegegner zu 1/10 aufzuerlegen. Die Staatsgebühr beträgt höchs-

tens CHF 20'000.--, sie richtet sich nach dem Umfang und der Schwierig-

keit der Sache sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen Leis-

tungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2 VRG). Im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren wird die Staatsgebühr in Anwendung von Art. 75 

Abs. 2 VRG auf CHF 5'000.-- festgesetzt und zusammen mit den Kanzlei-

ausgaben auferlegt.

7.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursach-

ten notwendigen Kosten zu ersetzen. Wie bereits bei der Kostenregelung 

(siehe E.7.1) ausgeführt, wird der Kanton Graubünden (Regierung) als 

Planungsbeschwerde- und Genehmigungsbehörde in der Regel nicht ent-

schädigungspflichtig. Davon ist vorliegend jedoch aufgrund des teilweisen 

Unterliegens des Beschwerdegegners (Aufnahme von B._____ sowie 

C._____ als legitimierte, beschwerdeführende Parteien) bzw. bloss teil-

weisen Obsiegens der Beschwerdeführer abzuweichen und der Be-

schwerdegegner zu verpflichten, den Beschwerdeführern entsprechend 

1/10 der Parteikosten zu ersetzen.

Die Beschwerdeführer machen für die Zeit vom 16. Januar 2019 bis zum 

3. September 2020 einen Aufwand von insgesamt CHF 21'004.80 (77 h à 

CHF 240.-- zzgl. 3 % Kleinspesenzulage von CHF 568.05 und 7.7 % 

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MWST) geltend. Da der angefochtene Entscheid am 21. April ergangen 

bzw. am 22. April 2020 mitgeteilt wurde, ist für das verwaltungsgerichtliche 

Verfahren lediglich der geltend gemachte Aufwand im Zeitraum vom 

23. April 2020 bis am 3. September 2020 von insgesamt CHF 9'131.85 (to-

tal 34.3 h à CHF 240.-- [CHF 8'232.--], plus Spesen von 3 % [CHF 246.96] 
und 7.7 % MWST [CHF 652.87]) zu berücksichtigen. Die vor dem 23. April 

2020 geltend gemachten Kosten betreffen hingegen den (vorliegend nicht 

zu berücksichtigenden) Aufwand betreffend die Planungsbeschwerde. 

Zum geltend gemachten Aufwand hinzuzurechnen ist ausserdem der Auf-

wand für den Augenschein vom 21. September 2021, d.h. die Hin- und 

Rückfahrt (Kornplatz 2, Chur, bis J._____, I._____, gemäss Google Maps 

2 x 27 Min.) sowie die Dauer des Augenscheins von einer halben Stunde, 

damit insgesamt rund 1.5 h (CHF 360.--). Daraus ergibt sich ein vorliegend 

zu berücksichtigender Aufwand von insgesamt CHF 9'531.20 (total 35.8 h 

à CHF 240.-- [CHF 8'592.--], plus Spesen von 3 % [CHF 257.76] und 
7.7 % MWST [CHF 681.43]). Der Beschwerdegegner hat somit die Be-

schwerdeführer gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG mit 1/10 bzw. CHF 953.10 

(inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen.

Der nicht anwaltlich vertretenen Beigeladenen ist keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen, eine solche wurde auch nicht anbegehrt. Gemäss 

Art. 78 Abs. 2 VRG wird Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffent-

lich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wir-

kungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, 

weshalb weder der Vorinstanz noch der Beschwerdegegnerin eine Partei-

entschädigung zuzusprechen sind.

III. Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositivziffer 2 des an-

gefochtenen Entscheids der Regierung des Kantons Graubünden wie folgt 

abgeändert:

Die Verfahrenskosten, bestehend aus

Staatsgebühr Fr. 2'000.00

Kanzlei- und Ausfertigungsgebühren Fr. 592.00

Total Fr. 2'592.00

gehen zu 5/6 unter solidarischer Haftung zu Lasten der Beschwerdeführer 

A._____, B._____ sowie C._____ und zu je 1/12 zu Lasten der Gemeinde 

D._____ und der H._____. […].

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten 

ist.

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 5'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 836.--

zusammen CHF 5'836.--

gehen unter solidarischer Haftung zu 9/10 zulasten von A._____, B._____ 

und C._____ sowie zu 1/10 zu Lasten der Regierung des Kantons 

Graubünden.

4. Die Regierung des Kantons Graubünden hat A._____, B._____ sowie 

C._____ mit insgesamt CHF 953.10 (inkl. MWST) aussergerichtlich zu 

entschädigen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

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6. [Mitteilungen]