# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e95d5133-084a-5870-aa83-9ed8ee50b8c8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 23.10.2018 I 2018 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-43_2018-10-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 43

Entscheid vom 23. Oktober 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
gesetzlich vertreten durch die Eltern B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilflosenentschädigung, Intensivpflege-
zuschlag)

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Sachverhalt:

A. Am 30. April 2015 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Be-
zug von IV-Leistungen für A.________ ein (geb. 2008). Das Gesuch wurde von 
den Eltern B.________ mit einem POS (Psycho-Organisches Syndrom) bzw. ei-
nem Geburtsgebrechen (Ziffer 404) begründet (vgl. IV-act. 1).

B. Nach Abklärungen teilte die IV-Stelle den Eltern am 1. Juni 2015 mit, es 
werde Kostengutsprache für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 404 
für den Zeitraum vom 16. September 2014 bis 30. September 2016 erteilt (IV-act. 
10). Seit März 2016 wurde A.________ vom Kinder- und Jugendpsychiatrischen 
Dienst Schwyz (KJPD) begleitet (IV-act. 11). Am 12. September 2016 verlängerte 
die IV-Stelle den Kostenanspruch bis zum 30. September 2018 (IV-act. 21).

C. Am 10. August 2017 erhielt die IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug einer 
Hilflosenentschädigung für Minderjährige. Die Art der gesundheitlichen Störung 
wurde mit "Autismus Spektrum Störung 405" umschrieben (IV-act. 23-4/8). Im 
beigelegten Arztbericht von Dr.med. C.________ (KJPD) vom 12. Juli 2017 wur-
de die Diagnose eines Asperger-Syndroms gestellt (IV-act. 25-3/4). Am 24. No-
vember 2017 nahm der RAD-Arzt Dr.med. D.________ (Facharzt für Pädiatrie) 
zur Aktenlage Stellung (IV-act. 29). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle mit Vorbe-
scheid vom 7. Dezember 2017 mit, es sei nicht vorgesehen, Kostengutsprache 
für medizinische Massnahmen zu erteilen (IV-act. 31). 

D. Am 16. Oktober 2017 war eine Abklärung der Hilflosigkeit vor Ort erfolgt 
(unter Mitwirkung der Eltern und unter Einbezug einer telefonischen Abklärung 
bei der Hauptlehrperson). Der Abklärungsbericht wurde am 16. November 2017 
erstattet (IV-act. 33). 

Der RAD-Arzt Dr.med.univ. Dr.phil. E.________ (FMH Psychiatrie/ Psychothera-
pie/ dipl. Neuropsychologie etc.) führte in einer Stellungnahme vom 11. Dezem-
ber 2017 sinngemäss aus, eine leichtgradige Hilflosigkeit sei aus versicherungs-
psychiatrischer Sicht nachvollziehbar und begründet (IV-act. 32-3/3). 

Mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2017 erklärte die IV-Stelle, ab 1. Juli 2017 
eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zu gewähren (IV-act. 34). 

E. Mit Eingaben vom 5. Januar 2018 und vom 8. Februar 2018 opponierten 
die Eltern von A.________ gegen den Vorbescheid vom 7. Dezember 2017 (IV-
act. 36, 39). 

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F. Am 29. März 2018 verfügte die IV-Stelle, dass für A.________ mit Wirkung 
ab 1. Juli 2017 ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades 
bestehe (IV-act. 40).

G. Gegen diese Verfügung reichten die Eltern von A.________ (unter Berück-
sichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG i.V.m. Art. 60 
ATSG) rechtzeitig am 7. Mai 2018 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein mit 
den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 29. März 2018 dahingehend aufzuheben, als dass 
dem Beschwerdeführer eine mittlere Hilflosenentschädigung auszurichten sei.

2. Es sei dem Beschwerdeführer ein Intensivpflegezuschlag zu gewähren.

3. Eventualiter sei eine Begutachtung betreffend notwendigem Betreuungsgrad 
vorzunehmen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführe-
rin.

Mit Vernehmlassung vom 28. Mai 2018 beantragte die IV-Stelle, die Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Be-
schwerdeführers.

Am 7. September 2018 beantworteten die Eltern des Beschwerdeführers einen 
gerichtlichen Fragenkatalog vom 20. August 2018. 

Am 11. September 2018 fand die von den Eltern des Beschwerdeführers ge-
wünschte mündliche Anhörung vor Gericht statt. Dazu nahm die IV-Stelle in einer 
Eingabe vom 2. Oktober 2018 Stellung. Die Eltern des Beschwerdeführers äus-
serten sich noch in einem Schreiben vom 12. Oktober 2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, 
die hilflos sind, haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 
Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). 
Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für 
alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Die massgebenden alltäglichen 
Lebensverrichtungen betreffen sechs Bereiche (Kreisschreiben über Invalidität 
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, in der ab 1.1.2015 gültigen 
Fassung, Stand 1.1.2018, Rz. 8010):

– Ankleiden, Auskleiden (inkl. allfälliges Anziehen oder Ablegen der Prothese);
– Aufstehen, Absitzen, Abliegen (inkl. ins Bett gehen oder das Bett verlassen);

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– Essen (Nahrung ans Bett bringen, Nahrung zerkleinern, Nahrung zum Mund 
führen, Nahrung pürieren und Sondenernährung);

– Körperpflege (Waschen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen);
– Verrichten der Notdurft (Ordnen der Kleider, Körperreinigung/ Überprüfen der Rein-

lichkeit, unübliche Art der Verrichtung der Notdurft); 
– Fortbewegung (in der Wohnung, im Freien, Pflege gesellschaftlicher Kontakte).

Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). Ist eine Person 
lediglich dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt immer ei-
ne leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 Satz 3 IVG). 

Minderjährige sind hinsichtlich der Hilflosenentschädigung grundsätzlich den 
Versicherten gleichgestellt (vgl. Art. 42bis Abs. 1 IVG). Minderjährige haben kei-
nen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung, wenn sie lediglich auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen sind (Art. 42bis Abs. 5 IVG).

1.1.2  Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abga-
be von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regel-
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 
lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.20), einer dau-
ernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch das Gebrechen be-
dingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c), wegen einer 
schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur 
dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche 
Kontakte pflegen kann (lit. d) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. e). Eine lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV betrifft nur volljährige versicherte Personen und fällt hier 
ausser Betracht.

1.1.3  Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln

- in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher 
Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV)

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden 
persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV), oder

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische 
Begleitung im Sinne von Artikel 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. c 
IVV).

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1.2 Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich benötigt 
oder eventuell täglich nötig hat (vgl. Rz. 8025 KSIH mit Verweis auf das Urteil 
des Bundesgerichts 9C_562/2016 vom 13.1.2017).

1.3 Ein Abklärungsbericht zur Hilfsbedürftigkeit hat grundsätzlich folgende An-
forderungen zu erfüllen: Als Berichterstatter/in wirkt eine qualifizierte Person, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische 
Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück-
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen 
sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert be-
züglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestands-
mässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwa-
chung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. 
Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An-
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent-
scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen 
auf BGE 133 V 450 Erw. 11.1.1; 130 V 61 Erw. 6.2; 128 V 93; SVR 2012 IV 
Nr. 54 S. 195; Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12.7.2012 Erw. 3.2).

1.4.1  Massgebend für die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Ausmass der 
persönlichen Hilflosigkeit. Die Hilflosenentschädigung wird personenbezogen 
ausgerichtet und soll die Wahlfreiheit in den zentralen Lebensbereichen erleich-
tern. Die monatliche Entschädigung beträgt bei schwerer Hilflosigkeit 80 Prozent, 
bei mittelschwerer Hilflosigkeit 50 Prozent und bei leichter Hilflosigkeit 20 Prozent 
des Höchstbetrages der Altersrente nach Artikel 34 Absätze 3 und 5 AHVG. Die 
Entschädigung für minderjährige Versicherte berechnet sich pro Tag (Art. 42ter 
Abs. 1 IVG).

1.4.2  Die Hilflosenentschädigung für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive 
Betreuung brauchen, wird um einen Intensivpflegezuschlag erhöht; dieser Zu-
schlag wird nicht gewährt bei einem Aufenthalt in einem Heim. Der monatliche In-
tensivpflegezuschlag beträgt bei einem invaliditätsbedingten Betreuungsaufwand 

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von mindestens 8 Stunden pro Tag 100 Prozent, bei einem solchen von mindes-
tens 6 Stunden pro Tag 70 Prozent und bei einem solchen von mindestens 4 
Stunden pro Tag 40 Prozent des Höchstbetrages der Altersrente nach Artikel 34 
Absätze 3 und 5 AHVG. Der Zuschlag berechnet sich pro Tag. Der Bundesrat 
regelt im Übrigen die Einzelheiten (Art. 42ter Abs. 3 IVG).

1.4.3  Eine intensive Betreuung im Sinne von Artikel 42ter Absatz 3 IVG liegt bei 
Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infolge Beeinträchtigung 
der Gesundheit zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden benötigen 
(Art. 39 Abs. 1 IVV). 

Anrechenbar als Betreuung ist der Mehrbedarf an Behandlungs- und Grundpfle-
ge im Vergleich zu nicht behinderten Minderjährigen gleichen Alters. Nicht anre-
chenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete medizinische Massnahmen, 
welche durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen werden, sowie für päd-
agogisch-therapeutische Massnahmen (Art. 39 Abs. 2 IVV).

Bedarf eine minderjährige Person infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zu-
sätzlich einer dauernden Überwachung, so kann diese als Betreuung von zwei 
Stunden angerechnet werden. Eine besonders intensive behinderungsbedingte 
Überwachung ist als Betreuung von vier Stunden anrechenbar (Art. 39 Abs. 3 
IVV).

1.4.4  Die richtige Auslegung des Rechtsbegriffs der "besonders intensiven 
behinderungsbedingten Überwachung" (Art. 39 Abs. 3 Satz 2 IVV) bildet eine frei 
überprüfbare Rechtsfrage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2017 vom 
17.7.2018 Erw. 3.2 mit Verweis auf 9C_608/2007 vom 31.1.2008 Erw. 2.2). 
Gleiches gilt für die Abgrenzung dieses Begriffs von der "dauernden 
Überwachung" gemäss Art. 39 Abs. 3 Satz 1 IVV. 

1.4.5  Der Anspruch auf einen pauschalen Intensivpflegezuschlag im Sinne von 
Art. 39 Abs. 3 IVV entsteht gemäss den bundesrätlichen Erläuterungen zur 
Verordnungsänderung vom 21. Mai 2003 nicht bereits dann, wenn ein Kind bloss 
während bestimmter Stunden am Tag pflegerische Unterstützung benötigt. 
Abgegolten werden soll vielmehr die für die Eltern extrem belastende Tatsache, 
dass das Kind darüber hinaus rund um die Uhr invaliditätsbedingt überwacht 
werden muss - sei es aus medizinischen Gründen (z.B. Gefahr epileptischer 
Anfälle), sei es infolge spezifischer geistiger Behinderung oder bei Autismus. Der 
"gewöhnliche" Überwachungsbedarf (wie er für den Anspruch auf eine leichte 
Hilflosenentschädigung definiert ist [Art. 37 Abs. 3 lit. b IVV]), ist mit zwei 
Stunden Pflege zu gewichten. Eine besonders grosse, mit vier Stunden zu 
gewichtende Überwachungsintensität ist beispielsweise anzunehmen in 

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schweren Fällen von Autismus, bei denen ein Kind keine fünf Minuten aus den 
Augen gelassen werden kann und die Eltern permanent intervenieren müssen 
(vgl. zit. Urteil 8C_741/2017 vom 17.7.2018 Erw. 3.3.1). 

1.4.6  Eine dauernde persönliche Überwachungsbedürftigkeit darf angenommen 
werden, wenn die versicherte Person infolge ihres physischen und/oder 
psychischen Gesundheitszustands ohne Überwachung mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit sich selbst oder andere Personen gefährden würde (vgl. Ziff. 
8035 i.V.m. Ziff. 8078 KSIH; auch zum Folgenden). Die Überwachung ist z.B. 
erforderlich, wenn eine versicherte Person wegen geistiger Absenzen nicht 
während des ganzen Tages allein gelassen werden kann oder wenn eine 
Drittperson mit kleineren Unterbrüchen bei der versicherten Person anwesend 
sein muss, da sie nicht allein gelassen werden kann (BGE 107 V 136 Erw. 1b S. 
139; 106 V 153 Erw. 2a S. 158; Urteil des Bundesgerichts 9C_831/2017 vom 
3.4.2018 Erw. 3.1 mit Hinweisen). Um als anspruchsrelevant zu gelten, muss die 
persönliche Überwachung ein gewisses Mass an Intensität aufweisen. "Dauernd" 
heisst nicht rund um die Uhr, sondern ist als Gegensatz zu "vorübergehend" zu 
verstehen. Dies kann nach der Rechtsprechung erfüllt sein, wenn bei einer 
versicherten Person z.B. Anfälle zuweilen nur alle zwei bis drei Tage auftreten, 
diese aber unvermittelt und oft auch täglich oder täglich mehrmals erfolgen, 
sodass tägliche Überwachung vonnöten ist (Urteil des Bundesgerichts 
9C_598/2014 vom 21.4.2015 Erw. 5.2.1, in: SVR 2015 IV Nr. 30 S. 92). Das 
Erfordernis der Dauer bedingt auch nicht, dass die betreuende Person 
ausschliesslich an die überwachte Person gebunden ist. Ob Hilfe und 
persönliche Überwachung notwendig sind, ist objektiv nach dem Zustand der 
versicherten Person zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 9C_608/2007 vom 
31.1.2008 Erw. 2.2.1; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_598/2014 
vom 21.4.2015 Erw. 5.2.1, in: SVR 2015 IV Nr. 30 S. 92).  

1.4.7  Demgegenüber liegt eine besonders intensive dauernde Überwachung 
nach Ziff. 8079 KSIH vor, wenn von der Betreuungsperson eine 
überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und ständige Interventionsbereitschaft 
gefordert wird. Zur Bejahung einer besonders intensiven Überwachung stellt die 
Nachtwache keine Voraussetzung dar. Das KSIH illustriert dies zunächst mit dem 
Beispiel eines autistischen Kinds, das erhebliche Probleme habe, seine Umwelt 
wahrzunehmen und mit ihr zu kommunizieren. Dies zeige sich in seinem 
alltäglichen Umgang mit Gegenständen (z.B. Ausleeren von Behältern, 
Herumwerfen beliebiger Gegenstände, Beschädigung von Möbeln etc.). Auch 
könne das Kind keine Gefahren erkennen: So könne es z.B. unvermittelt aus 
dem Fenster steigen. Es sei allenfalls auch nicht in der Lage, auf verbale Rufe 

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oder Warnungen entsprechend zu reagieren. In bestimmten Situationen könne 
es beispielsweise zu selbstverletzendem oder fremdaggressivem Verhalten 
kommen. Die Betreuungsperson müsse deshalb dauernd mit erhöhter 
Aufmerksamkeit in unmittelbarer Nähe des Kindes bleiben und jederzeit bereit 
sein einzugreifen. Als zweites Beispiel nennt das KSIH ein Kind, das an einer 
schweren Form von Epilepsie leide und das täglich mehrere Serienanfälle habe, 
die plötzlich auftreten und bei denen jeweils die Atmung unterbreche. Die 
Betreuungsperson müsse deshalb dauernd mit erhöhter Aufmerksamkeit in 
unmittelbarer Nähe des Kindes bleiben und jederzeit bereit sein, eingreifen zu 
können (vgl. zitiertes Urteil 8C_741/2017 vom 17.7.2018 Erw. 3.3.3).

1.4.8 Im Urteil 9C_666/2013 vom 25. Februar 2014 hat das Bundesgericht bei 
einem sechsjährigen autistischen Mädchen eine besonders intensive 
Überwachung bejaht. Dieses dürfe im Alltag nie aus den Augen gelassen 
werden, weil es ansonsten blitzschnell Sachen zerstöre oder durcheinander 
bringe, nicht in der Lage sei, Gefahren und das Geschehen um sich herum 
einzuschätzen. Auch müsse es ausserhalb der Wohnung oder der Schule stets 
an der Hand geführt werden, weil es keine Berührungsängste gegenüber 
Fremden kenne und mit diesen auch mitgehen würde. Wo es nicht möglich und 
auch nicht sinnvoll sei, das Kind an der Hand zu nehmen, etwa auf Spielplätzen, 
müsse die Begleitperson besonders aufmerksam und ständig bereit sein 
einzugreifen, um zu verhindern, dass es weglaufe, sich bei der Benutzung von 
Spielgeräten verletze oder Sachen Dritter beschädige (Urteil des Bundesgerichts 
9C_666/2013 vom 25.2.2014 Erw. 8.2.2.2, in: SVR 2014 IV Nr. 14 S. 55). 

1.4.9  Demgegenüber erachtete das Bundesgericht in seinem Urteil I 684/05 vom 
19. Dezember 2006 einen dauernden Überwachungsbedarf von zwei Stunden 
als angemessen bei einem rund fünfjährigen Versicherten, der an einer 
angeborenen cerebralen Lähmung und angeborenen Herz- und 
Gefässmissbildungen litt und von den Eltern rund um die Uhr überwacht wurde. 
Die Überwachung sei notwendig wegen epileptischer Anfälle und weil der 
Versicherte seinen jüngeren Bruder dauernd plage, ihn umstosse und ihm mit 
den Fingern in die Augen greife. Zudem höre er nicht auf Verbote und weise 
einen Entwicklungsstand eines zweieinhalb- bis dreijährigen, nichtbehinderten 
Kindes auf. Die Eltern müssten sich daher stets in Sicht- und Hörkontakt 
aufhalten (siehe Urteil I 684/05 vom 19.12.2006 Erw. 4.3). 

2.1 Vorab ist klarzustellen, dass sich die vorliegende Beschwerde ausschliess-
lich gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 29. März 2018 richtet, welche den 
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige betrifft. Die weitere 

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Verfügung vom 25. April 2018, mit welcher die IV-Stelle es ablehnte, Kostengut-
sprache für (weitere) medizinische Massnahmen zu erteilen (vgl. IV-act. 42), 
wurde in der vorliegenden Beschwerde vom 7. Mai 2018 nicht in Frage gestellt 
(vgl. auch die Überschrift dieser Beschwerde sowie das Rechtsbegehren Ziffer 1, 
welche nur die Verfügung vom 29. März 2018 betreffen). Demnach ist die zweite 
Verfügung vom 25. April 2018 unangefochten geblieben und bildet somit nicht 
Gegenstand der vorliegenden Beschwerde. 

2.2 Im zu behandelnden Fall ist unbestritten, dass der Versicherte aufgrund ei-
nes Geburtsgebrechens (gemäss Bericht des KJPD-Chefarztes vom 12. Juli 
2017 handelt es sich um ein Asperger-Syndrom, ICD-10: F84.5) eine bestimmte 
Hilflosigkeit aufweist und deswegen ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-
gung besteht. Streitig ist das Ausmass dieser Hilflosigkeit bzw. zum einen die 
Fragestellung, ob ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades 
(= Standpunkt der Vorinstanz) oder ein Entschädigungsanspruch aufgrund einer 
mittelschweren Hilflosigkeit (= Standpunkt des Versicherten bzw. seiner Eltern) 
besteht. Andererseits wird in der Beschwerde argumentiert, dass ein Intensiv-
pflegezuschlag geschuldet sei, derweil die Vorinstanz einen solchen Anspruch 
verneint.

3. Im Abklärungsbericht vom 16. November 2017, welcher integrierender Be-
standteil der angefochtenen Verfügung vom 29. März 2018 bildet, wird ein rele-
vanter Unterstützungsbedarf in den Lebensbereichen An-/Auskleiden, Essen/ 
Trinken sowie Körperpflege bejaht. Dass der Beschwerdeführer in den weiteren 
alltäglichen Lebensbereichen (Aufstehen/Absitzen/Abliegen; Notdurft; Fortbewe-
gung) regelmässig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen sei, 
wird vor Gericht nicht geltend gemacht, weshalb sich diesbezüglich weitere Aus-
führungen erübrigen.

4. Streitig und näher zu prüfen ist zum einen, ob und inwieweit der zwischen-
zeitlich 10-jährige Versicherte einer dauernden persönlichen Überwachung be-
darf. Zum andern sind sich die Parteien uneinig, ob ein Anspruch auf eine inten-
sive Betreuung im Sinne von Art. 42ter Abs. 3 IVG besteht.

4.1.1  Beim Ausfüllen des Anmeldeformulars für eine Hilflosenentschädigung 
wurde die Frage Ziffer 5.4 "Persönliche Überwachung: Muss Ihr Kind überwacht 
werden" unmissverständlich mit "nein" beantwortet (vgl. IV-act. 23-7/8). Dieses 
Formular wurde am 2. August 2017 ausgefüllt, als der Beschwerdeführer 9 Jahre 
alt war.

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4.1.2  Im der IV-Anmeldung beigelegten Bericht des KJPD-Chefarztes Dr.med. 
C.________ vom 12. Juli 2017, welcher auf einer Untersuchung vom 7. Juli 2017 
basiert, wurde eine kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung des Versicher-
ten unter engem Einbezug der Eltern, eine spezifische Unterstützung im schuli-
schen Alltag sowie eine autismusspezifische Beratung sowohl zu Hause als auch 
in der Schule empfohlen (IV-act. 25-4/4). Dass der Versicherte ständig überwacht 
werden müsse, ist diesem Bericht nicht zu entnehmen. Zwar bejaht dieser Arzt 
einen behinderungsbedingten Mehraufwand an Hilfeleistung oder persönlicher 
Überwachung im Vergleich zu einem Nichtbehinderten gleichen Alters, allerdings 
begründete er diese Einschätzung wie folgt (IV-act. 25-2/4, Ziff. 1.8):

E. braucht schon immer in vielen Dingen im Alltag Unterstützung, Anleitung und 
Überwachung, z.B. beim Anziehen, da er nach wie vor alleine nicht die richtige 
Reihenfolge der Kleidungsstücke hinbekommt.

4.2 Dem vorliegenden Abklärungsbericht vom 16. November 2017 sind bezüg-
lich Unterstützungsbedarf unter anderem die folgenden Angaben zu entnehmen:

- dass der Versicherte viel Unterstützung im sozialen Bereich benötigt (An-
gaben der Eltern, IV-act. 33-2/7, 2. Abs.);

- dass er, sobald er am Morgen wach wird, eine Begleitung benötigt (Anga-
ben der Eltern, IV-act. 33-2/7, 2. Abs.);

- dass er aktuell die 4. Primarklasse der kommunalen öffentlichen Schule 
besuche und seit August 2017 im Unterricht über eine Begleitperson ver-
füge (Angaben der Eltern, IV-act. 33-2/7, 4. Abs.);

- dass er in der Schule jeweils montags und freitags eine Begleitperson im 
Unterricht habe (Angaben der Lehrperson, IV-act. 33-2/7, 5. Abs.);

- dass er sich in der Schule oft langweilt, da er unterfordert sei; dann wolle 
er sich bewegen und laufe herum oder gehe auf die Toilette, um etwas zu 
trinken (Angaben der Lehrperson, IV-act. 33-2/7, 5. Abs.);

- dass er in der Pause (Schule) viel allein sei und Comics lese (Angaben 
der Lehrperson, IV-act. 33-2/7 unten);

- dass er (gemäss Angaben der Lehrperson) seit einem Jahr Fortschritte 
gemacht habe (IV-act. 33-2/7 unten);

- dass er sich in der Schule selbständig an- und auskleide, allerdings Anlei-
tung benötige, damit die Kleider nicht überall herumliegen würden (IV-act. 
33-3/7, Ziff. 2.1.1);

- dass er zuhause ca. zweimal wöchentlich pro Woche duscht; er könne 
nach Anweisung alleine duschen, "auch wenn es nicht ordentlich" sei; 
meistens am Sonntag werde er mit Unterstützung der Eltern umfassend 
geduscht; in der Schule dusche er selbständig, allerdings könne die Lehr-
person nicht beurteilen, wie gründlich er sich dusche (IV-act. 33-4/7 un-
ten);

- dass er den kurzen Schulweg selbständig bewältige, wofür aber ein gros-
ser Aufwand der Eltern nötig gewesen sei (IV-act. 33-5/7, Ziff. 2.6.2);

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- dass er auch mit dem Velo ins Dorf fahre, allerdings nur auf dem Trottoir; 
Fussgängerstreifen könne er alleine überqueren; er habe einen guten 
Orientierungssinn (IV-act. 33-5/7, Ziff. 2.6.2);

- dass er im Umgang mit dem kleinen Bruder "beinahe eine 1:1-Betreuung" 
brauche, ansonsten es schnell Reibereien gebe (IV-act. 33-5/7, Ziff. 
2.6.3);

- dass er zwei bis drei Spielkameraden habe, mit welchen er nur ca. 30 Mi-
nuten spielen könne und sich dann zurückziehe (IV-act. 33-5/7, Ziff. 
2.6.3);

- dass er täglich grosse Unterstützung/ Coaching für eine möglichst pro-
blemlose Interaktion benötige (IV-act. 33-5/7 unten);

- dass keine dauernde medizinisch-pflegerische Behandlungsmassnahme 
notwendig sei (IV-act. 33-6/7 oben);

- dass für Arzt- und Therapiebesuche eine Begleitung nötig sei, und zwar 
einmal wöchentlich Ergotherapie in Lachen und seit Sommer 2017 einmal 
monatlich ein Aufklärungsgespräch beim KJPD (IV-act. 33-6/7, Ziff. 3.2).

Des Weiteren verneinte die Abklärungsperson die Frage nach der Notwendigkeit 
einer dauernden persönlichen Überwachung mit den folgenden Ausführungen 
(IV-act. 33-6/7, Ziff. 4.1):

Er kann ca. eine Stunde allein gelassen werden. Es muss einfach einiges abge-
schlossen werden zuhause und es muss geplant und vorbereitet werden. Sie [die 
Eltern] machen einen Zettel. E. macht das dann gut und er ist gerne ganz allein. 
Wenn seine Mutter spontan z.B. etwas einkaufen geht im Dorf, geht max. eine 
Viertelstunde. Längere Abwesenheiten müssen geplant sein. Wenn andere Per-
sonen zu ihm schauen, versucht er an die Grenze zu gehen. Er ist für diese Per-
sonen extrem anstrengend und anspruchsvoll.

4.3 In einem Schreiben vom 6. Februar 2018 an die Rechtsschutzversicherung 
der Eltern führte Dr.med. G.________ (Fachärztin für Kinder- u. Jugendmedizin), 
welche den Versicherten seit September 2011 betreut, u.a. aus, dass bei ihm 
schon vor dem 5. Geburtstag und auch weiterhin folgende krankheitsspezifischen 
Symptome vorhanden sind (IV-act. 39-9/11 unten):

- Entwicklungsstörung im Bereich der sozialen Interaktion;
- Spezialinteresse (Strom/ elektrische Geräte etc.);
- Eingeschränkte Fähigkeit zu sozialer Interaktion;
- relative Unfähigkeit, ein Gespräch aufrecht zu erhalten, ausser er kann 

einen Monolog über seine Spezialinteressen halten;
- Mangel an sozio-emotionaler Reziprozität;
- nur sehr geringes Interesse an anderen Kindern.

4.4 In der Beschwerde wird sinngemäss gerügt, der vorinstanzliche Ab-
klärungsbericht werde dem effektiven persönlichen Überwachungsbedarf und 
dem Mehraufwand in der nötigen Betreuung nicht gerecht. Für den Fall, dass der 

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Versicherte einmal ausnahmsweise eine Stunde alleine gelassen werde, müss-
ten die Eltern den Sohn einige Tage im Voraus intensiv darauf vorbereiten, was 
im Abklärungsbericht nicht enthalten sei. Es müsse ein klarer Ablauf abgespro-
chen werden, welcher in Listen festgehalten und dann zur Unterstützung des 
Versicherten im Hause aufgehängt werde. Darüber hinaus seien diverse Vorkeh-
rungen zu treffen, damit der Versicherte während der Abwesenheit der Eltern 
"nicht die gesamte Hauselektrik" auseinandernehme, bzw. damit kein Brand ver-
ursacht und niemand gefährdet werde. Alles, was mit Elektrizität zu tun habe so-
wie alle elektrischen Geräte müssten gesichert und verriegelt werden. Es sei also 
nicht so, dass - wie bei anderen gleichaltrigen Kindern - sich die Mutter mit dem 
Kind bespreche und es anschliessend ohne weitere Vorkehrungen für eine Stun-
de alleine gelassen werden könne. Sodann müsse der Schulweg - damit ihn der 
Versicherte alleine bewältigen könne – "immer und immer wieder abgefahren und 
der genaue Ablauf abgesprochen" werden. Es sei nicht so, dass der Beschwer-
deführer zum Spielen mit anderen oder mit seinem Velo nach draussen gelassen 
werden könne. Er benötige klare Strukturen; genau wiederkehrende Abläufe sei-
en für ihn unerlässlich. Dies sei Teil des Krankheitsbildes. Die kleinste Unregel-
mässigkeit oder Veränderung bringe ihn aus seinem Konzept. Dies komme vor 
allem auch bei der Ferienplanung zum Vorschein. Hinsichtlich der Schule komme 
- um Eskalationen während des Unterrichts oder in den Pausen zu vermeiden - 
während 8 Stunden pro Woche eine Pädagogin des schulpsychologischen 
Dienstes als Coach zum Einsatz. Auch mit seinem jüngeren Bruder wisse er nicht 
viel anzufangen und könne nicht unbeaufsichtigt mit ihm alleine im Zimmer ge-
lassen werden. 

4.5 In einer Eingabe vom 7. September 2018 nahmen die Eltern auf gerichtli-
che Fragen unter anderem sinngemäss dahingehend Stellung,

- dass der Sohn ein ständiges "Coaching" bzw. eine ständige "Begleitung" 
benötige;

- dass Räume abgeschlossen werden müssten, wo sich Gerätschaften be-
finden würden (dies gelte insbesondere für neu erworbene Elektrogeräte),

- dass das "Nicht-Wissen der Funktion eines solchen Gerätes" beim Sohn 
starke Impulse auslöse, namentlich körperliche Reaktionen wie Drang, in-
nere Nervosität, Wut, ununterbrochene Nachbefragung (was typische au-
tistische Merkmale seien);

- dass dann, wenn der Impuls sehr stark vorhanden sei und die Mutter aus-
ser Hause gehe (z.B. um den Müll zu entsorgen oder für Gartenarbeiten) 
der Sohn die Maschine in Betrieb nehme;

- dass der Sohn bei Gelegenheit die Waschmaschine, Abwaschmaschine, 
den Föhn, Laptop, den Backofen, die Autoschlüssel, Stehlampen, Radio, 
Wasserbettmatratze, Solarlampen, Computermaus, Computer, Kaffeema-

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schine (etc.) bei Gelegenheit auseinandernehme, um die Funktion zu er-
forschen;

- dass dann, wenn ein Durchgang erledigt und dem Sohn die Funktion be-
kannt sei, dieser Gegenstand nicht nochmals auseinandergenommen 
werde ("ein Föhn muss nicht mehrmals auseinander genommen wer-
den");

- dass der Sohn einen PC auseinander genommen, selber Komponenten 
erworben und dann seinen eigenen PC Tower zusammengebaut habe;

- dass der Sohn bereits mehrere Stromschläge bewirkt habe; ein grösserer 
habe er im Alter von ca. 4 Jahren erlitten ("E. hat von einem Stromkabel 
mit Anschluss das Kabel angeschnitten und den Stecker in die freiste-
hende Dose gesteckt. Dabei ist der Strom durch seine Hand ausgeschie-
den");

- dass der Sohn einen neu erworbenen Fingerscanner programmiert und 
dabei einen Kurzschluss verursacht habe;

- dass der letzte Vorfall sich vor den Sommerferien ereignet habe, als die 
Schulklasse zum ersten Mal eine Nähmaschine benützte und er nieman-
den ans Gerät gelassen habe, weil er die ganze Funktion erforschen woll-
te;

- dass der Sohn gerne lese und diese Beschäftigung alleine ausüben kön-
ne; er verbringe auch Zeit vor dem Computer, wobei diese Zeit von Seiten 
der Eltern beschränkt werde auf ca. ½ bis ¾ Stunden pro Tag; demge-
genüber sei beim Velofahren, Wandern, Schwimmen, Skifahren, Schlitt-
schuhlaufen jeweils die Anwesenheit eines Elternteils erforderlich;

- und dass durch das Coaching erreicht werden konnte, dass sich einige 
Punkte verbesserten.

4.6 Im Rahmen der von den Eltern gewünschten mündlichen Anhörung brach-
ten sie u.a. sinngemäss vor, 

- dass der als Geschäftsführer tätige Vater mehrmals pro Monat wegen des 
Verhaltens des Sohnes erst später zur Arbeit fahren könne;

- dass die Mutter aktuell in einem Pensum von 50% im IT-Bereich auswärts 
arbeite;

- dass beide Kinder schulpflichtig seien, indessen der Sohn E. nach dem 
Erwachen am Morgen ständig begleitet werden müsse (Tageshygiene, 
Frühstück, Schulsachen rüsten);

- dass an gewissen Tagen der Sohn das Gefühl habe, nicht richtig atmen 
zu können, was dann einen besonderen Einsatz der Eltern erfordere;

- dass der Sohn den (kurzen) Schulweg alleine meistere;

- dass der Sohn mittags (nach der Rückkehr von der Schule) einen starken 
Erzähldrang habe (wenn er still sitzen müsse, führe dies dazu, dass er 
nervös und wütend werde bzw. quasi hyperventiliere);

- dass der Sohn am liebsten nur Teigwaren und Brot esse (für andere Le-
bensmittel müsse er besonders motiviert werden); zudem esse er mit den 

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Händen und nicht mit dem Besteck; nach dem Essen sei er dreckig und 
müsse umgezogen werden (sodann müssten regelmässig Essensreste 
vom Boden aufgewischt werden);

- dass die Eltern durch ein Autismus-Coaching vieles gelernt hätten, u.a. 
Plakate zu gestalten, um Abläufe aufzuzeigen und Wegweiser aufzustel-
len (was indessen nur vorübergehend hilfreich sei);

- dass von 7 Tagen der Woche etwa die Hälfte (3-4 Tage) sehr schwierig 
(bzw. besonders aufwändig und intensiv) seien;

- dass man den Sohn gut eine ¾-Stunde am PC alleine lassen könne;

- dass die Türen zum Heizungsraum, Stromkasten und zur Waschküche, 
Keller etc. immer geschlossen würden, wenn der jeweilige Elternteil weg-
gehe;

- dass der Sohn letzte Woche den Eltern eine Freude machen und deswe-
gen etwas kochen wollte; dabei habe er die Kochfeld-Sperre dadurch um-
gangen, dass er zunächst den Strom vollständig aus- und dann wieder 
einschaltete (womit die Sperrung aufgehoben war);

- dass der Sohn sich erkundige, ob er etwas richtig gemacht habe und dass 
man ihm durch ständiges Wiederholen schon gewisse Sachen beibringen 
könne, aber dies sei anstrengend und energieraubend. Vom Sicherheits-
aspekt betrachtet finde eine Verlagerung statt: Zuerst habe er den PC zu-
sammengebaut und momentan würde ihn die Software, welche etwas ge-
fahrloser sei, interessieren. Er habe früher Dampfgeräte, die Abwasch-
maschine, den Tumbler, die Kaffeemaschine, das Bügeleisen, den Stea-
mer, den Föhn etc. auseinandergenommen; dies habe sich nun zwar et-
was gebessert, allerdings habe es sich verlagert;

- dass der Sohn sicherlich alle Elektro-Geräte aus dem Haushalt einmal 
auseinandergenommen habe (eine solche Gefahr bestehe vor allem bei 
neuen Geräten);

- dass der Sohn vergangene Woche hinsichtlich des neuen Dienstautos 
des Vaters mit der Fernbedienung versucht habe, das schwere Fahrzeug 
"automatisch zu parkieren"; zudem habe er den Sitz und das Navigati-
onsgerät verstellt;

- dass dann, wenn der Sohn nach draussen (im Quartier) gehe (um dort 
z.B. mit dem Velo zu fahren), schon bald ein anderes Kind weine;

- dass der Sohn im Alter zwischen 3 - 7 Jahren ständig begleitet werden 
musste, da er mit keinem anderen Kind länger als 5 Minuten zusammen-
spielen konnte;

- dass der Sohn in der Schule früher von einer Lehrperson unterrichtet 
wurde, welche im Umgang mit autistischen Kindern sehr erfahren war, 
zwischenzeitlich aber der Leidensdruck der involvierten Lehrpersonen 
gross sei;

- dass dann, wenn der Sohn den Turnunterricht störe und deswegen vom 
Turnunterricht ausgeschlossen werde, er während solchen Zeiten einfach 
lese oder in die Turnhalle rein- und rausgehe;

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- dass der Sohn (zusammen mit den Eltern) wöchentlich die Bibliothek auf-
suche und regemässig 7 bis 8 Bücher hole (wobei er während des Lesens 
ruhig sei, allerdings nach dem Lesen über den Inhalt berichten möchte 
und insofern eine Ansprechperson nötig sei);

- und dass zusammenfassend die Eltern mit dem ständig erforderlichen 
Coaching des Sohnes bzw. mit der ständigen Begleitung stark bean-
sprucht würden.

5.1 Vergleicht man die konkrete Situation beim Versicherten mit der Recht-
sprechung des Bundesgerichts, wie sie unlängst im Urteil 8C_741/2017 vom 
17. Juli 2018 zusammengefasst wurde, ergibt sich unmissverständlich, dass hier 
kein derartiger Fall vorliegt, in welchem "ein Kind keine fünf Minuten aus den Au-
gen gelassen werden kann und die Eltern permanent intervenieren müssen" (vgl. 
Erw. 1.4.5 in fine). Zum einen ist der Versicherte in der Lage, den kurzen Schul-
weg alleine zu meistern (vgl. Anhörungsprotokoll, S. 3 oben). Zum andern liest er 
gerne, was er alleine ausübt (vgl. Eingabe vom 7.9.2018, Ziff. 6; Anhörungspro-
tokoll, S. 3 unten). Sodann beschäftigt er sich auch alleine mit dem Computer 
(Laptop, Anhörungsprotokoll, S. 4 oben, S. 5 unten, S. 6 Ziff. 6), soweit ihm die 
Eltern diesbezüglich nicht zeitliche Grenzen setzen. Überdies kann er auch nach 
draussen gehen (Anhörungsprotokoll, S. 10 unten e contrario). Damit wird eine 
derart intensive Überwachungsintensität, welche nach Massgabe von Art. 39 
Abs. 3 Satz 2 IVV einen Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag rechtfertigt, 
nach den konkreten Umständen nicht erreicht. Demzufolge gibt die vorinstanzli-
che Ablehnung eines Anspruchs auf einen pauschalen Intensivpflegezuschlag 
entgegen der Auffassung der Eltern des Versicherten keinen Anlass zur Bean-
standung.

5.2.1  Hingegen ist es glaubhaft und von den Eltern hinreichend dargelegt wor-
den, dass beim Versicherten - im Quervergleich zu gesunden Kindern gleichen 
Alters - grundsätzlich eine relevante dauernde persönliche Überwachungsbedürf-
tigkeit gegeben ist. Dabei ist "dauernd" rechtsprechungsgemäss nicht mit "rund 
um die Uhr", sondern wie erwähnt als Gegensatz zu "vorübergehend" zu verste-
hen (Erw. 1.4.6). Für eine derart zu verstehende tägliche Überwachungsbedürf-
tigkeit sprechen die angeführten Beispiele, wie sich der Versicherte regelmässig 
mit elektrischen bzw. elektronischen Geräten auseinandersetzt ("Auseinander-
nehmen von Geräten", "Sperre beim Kochherd mit Stromabschaltung über-
brückt", "Manipulationen mit Fernbedienung am Dienstauto des Vaters" etc.) und 
dabei keine Risiken/ Gefahren erkennen kann.

5.2.2  Hinzu kommt, dass der Überwachungsaufwand nicht täglich gleich ist, 
sondern glaubhaft von Tag zu Tag unterschiedlich ausfällt, mithin an einem "gu-

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ten Tag" ein geringeres Coaching nötig ist, derweil an einem "schlechten Tag" 
eine wesentlich intensivere Begleitung erforderlich ist. Die Schwierigkeit besteht 
darin, dass im Voraus nicht zuverlässig abgeschätzt werden kann, wie der Be-
treuungsaufwand im Einzelnen am nächsten Tag ausfallen wird, mithin letztlich 
täglich die Präsenz einer Begleitperson (Mutter, Vater oder eine andere Person) 
sicherzustellen ist (in Unkenntnis, wie stark die Beanspruchung der Begleitper-
son effektiv ausfallen wird). Als Erfahrungswert gilt, dass der Versicherte sich mit 
neuen Situationen (Veränderung im Alltag, Krankheit etc.) schwer tut und für eine 
Umstellung des Tagesablaufes eine intensivere Betreuung benötigt (vgl. An-
hörungsprotokoll, S. 4 unten).

5.3 Im Lichte der glaubhaften Vorbringen der Eltern ist im konkreten Fall ein 
dauernder persönlicher Unterstützungs- und Überwachungsbedarf im Sinne von 
Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV im Ergebnis zu bejahen. Dass die Eltern im Zusammen-
hang mit der Erarbeitung des Abklärungsberichtes die Frage, ob eine dauernde 
persönliche Überwachung notwendig sei, damals verneint haben (vgl. IV-act. 33-
6/7, Ziff. 4.1), gereicht ihnen hier nicht zum Nachteil, zumal sie vor Gericht glaub-
haft vorbrachten, dass sie sinngemäss "dauernd" mit "ununterbrochen bewacht" 
(miss-)verstanden haben (vgl. Eingabe vom 7.9.2018, Ziff. 1). Bereits erwähnt 
wurde, dass nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine "lückenlose" An-
wesenheit einer Betreuungsperson nötig ist für die Annahme einer dauernden 
persönlichen Überwachungsbedürftigkeit (vgl. Urteil 8C_741/2017 vom 17.7.2018 
Erw. 3.3.2 bzw. oben, Erw. 1.4.6).

6. Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheis-
sen, als ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades aner-
kannt wird. Die Festlegung des Anspruchsbeginns und der nachzuzahlenden 
Leistungen ist Sache der Verwaltung. Soweit die Eltern des Versicherten bean-
tragen, es sei zusätzlich ein Intensivpflegezuschlag zu gewähren, wird die Be-
schwerde als unbegründet abgewiesen. Diesem Ergebnis entsprechend werden 
die Verfahrenskosten den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Die Zusprechung einer 
(reduzierten) Parteientschädigung fällt (mangels Rechtsvertretung) ausser Be-
tracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen teilweise gutge-
heissen, als ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Gra-
des anerkannt wird. Die Festlegung des Anspruchsbeginns und der nach-
zuzahlenden Leistungen ist Sache der Verwaltung. Im Übrigen wird das 
Begehren um Zusprechung eines Intensivpflegezuschlages abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien je 
zur Hälfte (je Fr. 250.--) auferlegt. Nachdem von Seiten des Beschwerde-
führers ein Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbezahlt wurde, wird die Re-
gelung der Verfahrenskosten so umgesetzt, dass das Gericht den Kosten-
vorschuss einbehält und die IV-Stelle den Eltern des Versicherten noch 
Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Eltern des Beschwerdeführers (R)
- die Vorinstanz (R)
- die Z.________-Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG (z.H. 

Frau lic.iur. H.________, 8134 Adliswil /A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 23. Oktober 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 30. Oktober 2018