# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aca14f23-e2d0-5b89-acf0-65ef7daefb8c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240105-O2
**Docket/Reference:** UE240105-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240105-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240105-O/U/GRO

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. K. Eichenberger sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. R. Linder

Beschluss vom 28. August 2025

in Sachen

A._____ in Liquidation,

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,

gegen

1.

2.

3.

B._____,

C._____,

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,

Beschwerdegegner

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____,

2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____,

betreffend Teileinstellung etc.  

Beschwerde gegen die implizite, partielle Einstellung/Nichtanhandnahme 

einer Strafuntersuchung durch die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft 

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Zürich-Limmat, je vom 22. März 2024, sowie durch den Beweisergänzungs-

entscheid der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 22. März 2024

- 3 -

Erwägungen:

I.

1.

Auf  entsprechende  Strafanzeige  der  A._____  in  Liquidation  (fortan  Beschwerde-

führerin;  Kommanditgesellschaft;  Domiziladresse  c/o  D._____  gem.  Urk. 7)  vom 

31. Juli 2019 hin (Urk. 15/1/1/3) führte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (fortan 

Staatsanwaltschaft) unter der gemeinsamen Referenz … je eine Strafuntersuchung 

gegen  B._____  (fortan  Beschwerdegegner 1)  sowie  gegen  C._____  (fortan 

Beschwerdegegner 2).

Nach Abschluss beider Untersuchungen erhob die Staatsanwaltschaft am 22. März 

2024 beim Bezirksgericht Zürich gegen den Beschwerdegegner 1 Anklage wegen 

mehrfacher Veruntreuung und Urkundenfälschung zum Nachteil der Beschwerde-

führerin sowie von D._____ (Urk. 6/1); zudem erhob sie am 22. März 2024 (sepa-

rat) Anklage gegen den Beschwerdegegner 2 wegen versuchter Nötigung (allein) 

zum Nachteil von D._____ (Urk. 6/2).

Mit Verfügung (Beweisergänzungsentscheid; Art. 318 Abs. 2 StPO) vom 22. März 

2024 lehnte die Staatsanwaltschaft diverse Beweisanträge der Beschwerdeführerin 

ab (Urk. 6/3). Mit ihren Beweisanträgen (vgl. Urk. 3/4) wollte die Beschwerdeführe-

rin  unter  anderem  die  Durchführung  einer  Strafuntersuchung  hinsichtlich  solcher 

Tatvorwürfe bezwecken, in Bezug auf welche die Staatsanwaltschaft keine Anklage 

vorgesehen hatte.

2.

Auf die erfolgte Anklageerhebung sowie die Ablehnung von Beweisanträgen hin, je 

vom 22. März 2024 (vgl. Urk. 6/1–3), wurde mit Eingabe vom 8. April 2024 im Na-

men der A._____ in Liquidation bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kan-

tons Zürich fristwahrend Beschwerde erhoben, dies mit folgenden Anträgen (Urk. 2 

S. 2 f.):

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1.

Die implizite partielle Einstellung, eventualiter implizite partielle Nichtanhandnahme des Vor-

verfahrens der Staatsanwaltschaft … hinsichtlich der nachfolgend genannten, mutmasslichen 

Delikte sei aufzuheben und die Sache an die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung und ge-

gebenenfalls Anklageerhebung zurückzuweisen:

a.

Qualifizierte Geldwäscherei durch B._____ mittels Investition bzw. Verkauf veruntreu-

ter Sachen und Vermögenswerte, inklusive mittels Bezahlung des Gründungskapitals 

der E._____ AG aus Geldmitteln bzw. Vermögenswerten der Beschwerdeführerin;

b.

Teilnahme von F._____ und C._____ an der soeben unter lit. a. genannten Tathypo-

these sowie an den am 22. März 2024 angeklagten weiteren mutmasslichen Delikten 

von B._____;

c.

Urkundenfälschung und Falschbeurkundung durch B._____ und (als Mittäterin, gege-

benenfalls Gehilfin) F._____ mittels unautorisierter Ausstellung von fünf Rechnungen 

im Namen der Beschwerdeführerin am 31. Dezember 2016;

d.

Blankett-Missbrauch  und  Verwendung  einer  falschen  Urkunde  durch  B._____  und 

diesbezügliche Teilnahme von Rechtsanwalt G._____ im Zusammenhang mit einem 

H._____ [Bank] Vollmachtsformular;

e.

Versuchte Erpressung zulasten der Beschwerdeführerin durch C._____.

2.

Die Abweisung der Anträge auf Restitutions- bzw. Einziehungsbeschlagnahme von deliktisch 

herrührenden  Vermögenswerten  (inklusive  möglichen  Surrogaten)  bei  der  E._____  AG  sei 

aufzuheben und es sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, solche Vermögenswerte zu er-

mitteln und zu beschlagnahmen.

3.

Die Abweisung der Anträge auf Ersatzforderungsbeschlagnahme von Vermögenswerten von 

B._____ und/oder F._____ inklusive der korrespondierenden Anträge auf Vermögensfahn-

dung seien aufzuheben und es sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, nach Vermögenswer-

ten  dieser  Personen  zu  fahnden  und  diese  bis  zur  Höhe  von  mindestens  insgesamt 

Fr. 516'928.– zu beschlagnahmen.

4.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zulasten des Staates. 

Gleichentags  erhob  auch  D._____  im  eigenen  Namen  eine  entsprechende 

Beschwerde  mit  weitgehend  denselben  Anträgen.  Jenes  Beschwerdeverfahren 

wird separat geführt (vgl. UE240107-O).

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Mit Präsidialverfügung vom 13. Mai 2024 wurde der Beschwerdeführerin aufgege-

ben, eine Prozesskaution von einstweilen Fr. 3'000.– zu leisten (Urk. 8). Die Kau-

tion ging innert Frist auf dem betreffenden Konto des Obergerichts ein (Urk. 11).

Im Hinblick auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens – wonach auf die Be-

schwerde  nicht  einzutreten  sein  wird  –  wurden  keine  Stellungnahmen  eingeholt 

(vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO).

Für  das  Beschwerdeverfahren  wurden  beim  Bezirksgericht  Zürich  in  den  abge-

schlossenen Verfahren DG240041-L sowie DG240040-L die relevanten Akten bei-

gezogen (Ersuchen gem. Urk. 12; Akten Urk. 13/1–8); weiter wurden die Untersu-

chungsakten der Staatsanwaltschaft … umfassend in elektronischer Form einge-

holt (Ersuchen gem. Urk. 14 bei der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons 

Zürich; Akten gem. Urk. 15). 

3.

Am 2. Dezember 2024 (geraume Zeit nach Eingang der Beschwerde) erging ein 

erstinstanzliches Urteil in Bezug auf den Beschwerdegegner 1 (Urk. 13/2; Verfah-

ren DG240041-L). Dabei wurde zunächst festgestellt, dass die A._____ in Liquida-

tion (mithin die Beschwerdeführerin) nicht als Privatklägerin gelte (sondern diese 

Stellung allein D._____ zukomme, da sie die einzige Geschädigte sei); das Verfah-

ren  betreffend  mehrfacher  Veruntreuung  wurde  eingestellt;  der  Beschwerdegeg-

ner  1 wurde vom Vorwurf der mehrfachen Urkundenfälschung freigesprochen; auf 

die Zivilklage  der Beschwerdeführerin  wurde  nicht eingetreten  und diejenige  von 

D._____ auf den Zivilweg verwiesen (Dispositivziffern 1–5).

Am 4. Dezember 2024 erging zudem in Bezug auf den Beschwerdegegner 2 ein 

erstinstanzliches Urteil (Urk. 13/1; Verfahren DG240040-L), wonach erkannt wurde, 

dass dieser nicht schuldig sei und vom Vorwurf der (versuchten) Nötigung freige-

sprochen  werde.  Die  Zivilklage  von  D._____  wurde  auf  den  Zivilweg  verwiesen 

(Dispositivziffern 1–2).

Die beiden Urteile werden nachfolgend – soweit das Beschwerdeverfahren davon 

tangiert ist – entsprechend zu berücksichtigen sein. Sie sind indes (noch) nicht in 

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Rechtskraft erwachsen; gegen beide Urteile wurde Berufung beim Obergericht des 

Kantons Zürich (I. Strafkammer) erhoben.

Soweit die Beschwerdeführerin (alternativ) eine Erweiterung der Anklage im Sinne 

von Art. 333 StPO beantragt  wird darauf nicht weiter einzugehen sein, zumal das 

Sachgericht dies mit Beschluss vom 13. November 2024 bereits abgewiesen hat 

(vgl. Urk. 13/6). Eine separate Beschwerde liegt diesbezüglich nicht vor.

1.

II.

1.1 Der Beschwerde liegt kurz zusammengefasst (und mutmasslich) der folgende 

Sachverhalt zugrunde: I._____, damals noch Komplementär der Beschwerdefüh-

rerin, verstarb im mm. 2015, womit die A._____ von Gesetzes wegen in Liquidation 

fiel. I._____ habe ein gültiges, unangefochten gebliebenes Testament hinterlassen, 

gemäss welchem seine Witwe, D._____, die einzige Erbin sei. Dabei habe bis Ende 

2015 B._____ (Beschwerdegegner 1; Sohn von D._____) das Vermögen der Be-

schwerdeführerin interimistisch verwaltet, bis schliesslich D._____ (auf ihr entspre-

chendes Ersuchen hin) vom Handelsgericht Zürich als Liquidatorin eingesetzt wor-

den sei. Der Beschwerdegegner 1 habe  mutmasslich diverse Handelswaren und 

Vermögenswerte im Gesamtumfang von mindestens Fr. 500'000.– dem Vermögen 

der  Beschwerdeführerin  ohne  Gegenleistung  entnommen  und  zu  Gunsten  der 

Ende 2015 gemeinsam mit seiner Ehefrau, F._____, gegründeten E._____ AG ver-

wendet. Letztgenannte sei Mitaktionärin und Geschäftsführerin bei der E._____ AG 

gewesen (vgl. hierzu Urk. 2 S. 8 f. Ziff. 15 ff.).

1.2 Vor  diesem  Hintergrund  reichte  die  Beschwerdeführerin  am  31. Juli  2019 

Strafanzeige (unter anderem) gegen den Beschwerdegegner 1 ein wegen des Ver-

dachts auf Veruntreuung, Geldwäscherei, Urkundenfälschung etc. und ebenso ge-

gen  den  Beschwerdegegner 2  wegen  des  Verdachts  auf  versuchte  Erpressung, 

eventualiter Nötigung (vgl. Urk. 15/1/1/3).

1.3 In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft gegen die Beschwerdegegner 1 

und  2  (wie  bereits  erwähnt)  je  ein  Strafverfahren  unter  der  gemeinsamen  Refe-

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renz … und erhob letztlich, nach durchgeführter Untersuchung, am 22. März 2024 

gegen beide Beschuldigten (hier beide Beschwerdegegner) je Anklage (Urk. 6/1–

2), nachdem sie gewisse Beweisanträge der Beschwerdeführerin hinsichtlich der 

Untersuchung  mit  Verfügung  (ebenfalls)  vom  22. März  2024  abgelehnt  hatte 

(Urk. 6/3).

2.

2.1 Mit der Beschwerde wird nun geltend gemacht, die Staatsanwaltschaft habe 

lediglich in Bezug auf gewisse Tatvorwürfe – die Beschwerdeführerin bezeichnet 

diese als sog. Tathypothesen – Anklage erhoben (vgl. Urk. 6/1 und Urk. 6/2). Die 

in den Beschwerdeanträgen unter Ziff. 1 lit. a–e genannten Tathypothesen, welche 

bereits Gegenstand der Strafanzeige gewesen seien, habe sie hingegen nicht zur 

Anklage gebracht, sondern die entsprechenden Beweisanträge (in Bezug auf die 

Untersuchung  dieser  zusätzlichen  Tathypothesen)  mit  Beweisergänzungsent-

scheid vom 22. März 2024 (vgl. Urk. 6/3) pauschal mit der Begründung eines feh-

lenden Tatverdachts abgelehnt. Die Beschwerdeführerin habe sich hinsichtlich all 

dieser (zusätzlichen) Tathypothesen jedoch rechtsgültig als Privatklägerin konstitu-

iert.  Die  Staatsanwaltschaft  wäre  unter  diesen  Umständen  gehalten  gewesen,  in 

Bezug auf diese Tathypothesen das Verfahren (teilweise) explizit einzustellen oder 

nicht anhand zu nehmen, wenn sie diese nicht weiter verfolge. Erlasse die Staats-

anwaltschaft  keine  entsprechende  Einstellung  oder  Nichtanhandnahme,  sondern 

erfolge diese in Bezug auf gewisse Tatvorwürfe (wie hier) lediglich stillschweigend, 

so könne dies dennoch im Sinne von Art. 322 Abs. 2 StPO angefochten werden. 

Dem stehe auch der Grundsatz ne bis in idem nicht entgegen; denn gemäss jüngs-

ter bundesgerichtlicher Rechtsprechung handle es sich beim eingestellten und an-

geklagten Teil eines Vorgangs um zwei unterschiedliche Lebenssachverhalte, was 

auch für implizite partielle Nichtanhandnahmen gelte (Urk. 2 S. 4 ff. mit Hinweis auf 

BGE 148 IV 124 E. 2.6.6). 

2.2 Die Beschwerdeführerin habe zudem ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an 

der vorliegenden Beschwerde, denn die Entscheidung, ob Anklage zur erheben sei, 

richte  sich  nach  dem  Grundsatz  in  dubio  pro  duriore.  Dieser  Grundsatz  komme 

auch  bei  der  Frage  zum  Tragen,  welche  Vorwürfe  in  der  Anklage  aufzunehmen 

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seien sowie bei der Beurteilung einer von der Privatklägerschaft beantragten Än-

derung oder Ergänzung der Anklage (vgl. Art. 331 Abs. 1 StPO). Dem Sachgericht 

müsse gestützt auf die Anklage eine umfassende Beurteilung der Sache möglich 

sein; dabei sei auch das rechtlich geschützte Interesse der Privatklägerschaft zu 

berücksichtigen, ihren Standpunkt im gerichtlichen Verfahren ausreichend geltend 

machen zu können (Urk. 2 S. 6 unter Hinweis auf BGE 148 IV 124 E. 2.6.7).

Die Beschwerdeführerin sei ausgehend von der soeben zitierten Rechtsprechung 

nicht nur mit Bezug auf die partiell und stillschweigend eingestellten oder nicht an-

hand  genommenen  Vermögensdelikte  und  die  damit  verbundene  Geldwäsche-

reihypothese geschädigte Person bzw. Privatklägerin und damit beschwerdelegiti-

miert. Eine Geschädigtenstellung ergebe sich auch hinsichtlich der nicht angeklag-

ten bzw. stillschweigend eingestellten Urkundendelikte, wenn diese (wie hier) spe-

zifisch die Benachteiligung der betroffenen Privatperson (mithin der Beschwerde-

führerin) bezwecken würden (Urk. 2 S. 7 Ziff. 10).

2.3 Sodann  habe  die  Staatsanwaltschaft  in  ihrer  Beweisergänzungsverfügung 

(Urk. 6/3) die Anträge der Beschwerdeführerin auf Restitutions- und Einziehungs-

beschlagnahme bzw. auf Ersatzforderungsbeschlagnahme abgewiesen. Auch die 

Ablehnung dieser Zwangsmassnahmen würden der Beschwerde an das Oberge-

richt unterliegen, denn soweit sich diese Anträge der Beschwerdeführerin (hinsicht-

lich  entsprechender  Zwangsmassnahmen)  auf  Vermögenswerte  im  Zusammen-

hang mit den partiell eingestellten Tathypothesen beziehen würden und die Einstel-

lung diesbezüglich nicht in Rechtskraft erwachsen sei, liege die Verfahrensleitung 

weiterhin bei der Staatsanwaltschaft, und nicht etwa infolge Anklageerhebung beim 

Bezirksgericht. Die Beschwerdeführerin habe diesbezüglich ein aktuelles Rechts-

schutzinteresse  an  der  Beschwerde,  denn  die  staatsanwaltschaftlich  abgelehnte 

Beschlagnahme bezwecke unter anderem die Sicherung der Restitution der betref-

fenden Vermögenswerte an diese (Urk. 2 S. 7 Ziff. 11 f.).

2.4 Ob die Beschwerdeführerin oder aber D._____ letztlich geschädigte Perso-

nen hinsichtlich der zur Debatte stehenden Delikte seien, stelle eine materiellrecht-

liche Frage dar und sei deshalb vom Sachgericht zu beurteilen. Im Beschwerde-

verfahren UE230246-O habe das Obergericht die Partei- und Prozessfähigkeit der 

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Beschwerdeführerin  jedenfalls  anerkannt,  mithin  die  Eigenständigkeit  der  Kom-

manditgesellschaft bestätigt (Urk. 2 S. 8 Ziff. 13).

3.

3.1 Zur Beschwerde legitimiert ist gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO jede Partei, die 

ein  rechtlich  geschütztes  Interesse  an  der  Aufhebung  oder  Änderung  des  Ent-

scheids hat. Ein rechtlich geschütztes Interesse liegt nur vor, wenn die Beschwer-

deführerin selbst in ihren eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist. Eine 

blosse Reflexwirkung genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 1B_440/2021 vom 

17. Februar 2022 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 145 IV 161 E. 3.1). 

Parteien  sind  namentlich  die  beschuldigte  Person  und  die  Privatklägerschaft 

(Art. 104 Abs. 1 lit. a und b StPO). Als Privatklägerin gilt die geschädigte Person, 

die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren im Straf- oder Zivilpunkt zu beteili-

gen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in eigenen Rech-

ten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO), mithin wer Trägerin des 

durch die verletzte Strafnorm (mit-)geschützten Rechtsguts ist.

3.2 Die  Beschwerdeführerin  hat  zur  Frage  der  eigenen  Beschwerdelegitimation 

bereits selbst festgehalten, gerade weil ihre Rechts- und Prozessfähigkeit umstrit-

ten sei, habe sich alternativ– sollte sie nicht als Geschädigte hinsichtlich der zur 

Debatte stehenden Delikte gelten – auch D._____ (bei der Staatsanwaltschaft) im 

gleichen Umfang als Privatklägerin konstituiert, da folglich sie als einzige Erbin des 

Komplementärs geschädigt wäre. Es sei bei einer strittigen Geschädigtenstellung 

praxisgemäss angezeigt, bis zum Vorliegen eines Urteils des Sachgerichts über die 

Geschädigtenstellung (ein erstinstanzliches Urteil liegt nunmehr vor, Urk. 13/2) alle 

konkurrierenden geschädigten Personen bzw. Privatklägerinnen am Verfahren teil-

nehmen zu lassen. Deshalb habe separat auch D._____ eine Beschwerde mit weit-

gehend gleichem Inhalt erhoben (Urk. 2 S. 8 Ziff. 14). 

3.3 Im Verfahren DG240041-L wegen mehrfacher Veruntreuung und Urkunden-

fälschung hat das Bezirksgericht Zürich im Urteil vom 2. Dezember 2024 zunächst 

festgehalten,  die  Beschwerdeführerin  habe  mit  Strafanzeige  vom  31. Juli  2019 

zwar ausdrücklich erklärt, Straf- und Zivilklägerin zu sein, womit sie im Verfahren 

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bei  der  Staatsanwaltschaft  denn  auch  als  Privatklägerin  zugelassen  worden  sei. 

Aufgrund fehlender Geschädigtenstellung sei die Beschwerdeführerin im gerichtli-

chen  Verfahren  jedoch  nicht  als  Privatklägerin  zugelassen  (Urk. 13/2  S. 6  I./3.2; 

ebenso Prot. S. 11 = Urk. 13/4). Weiter hat es erwogen, dass die Eigenschaft als 

Geschädigte sowohl natürlichen wie auch juristischen Personen zustehen könne. 

Bei Kollektiv- und Kommanditgesellschaften handle es sich aber nicht um juristi-

sche Personen; sie würden lediglich im Aussenverhältnis als solche behandelt. In-

wiefern  eine  Kommanditgesellschaft  (als  solche  gilt  die  Beschwerdeführerin)  ge-

schädigt sein könne, beurteile sich nach der Frage, ob sie Trägerin des geschützten 

Rechtsguts  sei  (Urk. 13/2  S. 19  II./C./3.2.2).  Gemeinschaften  zur  Gesamthand 

ohne  eigene  Rechtspersönlichkeit  würden  dabei  nicht  als  geschädigte  Personen 

gelten. Gemäss Rechtsprechung sei (lediglich) das einzelne Mitglied der Gemein-

schaft zur gesamten Hand geschädigt (Urk. 13/2 S. 19 II./C./3.2.3 f.).

Das erstinstanzliche Gericht hatte sich mit dem Anklagevorwurf zu befassen, wo-

nach  sich  der  Beschwerdegegner 1  Vermögenswerte  der  A._____  in  Liquidation 

unrechtmässig angeeignet, mithin diese veruntreut haben soll. Dabei sei zu beach-

ten,  dass  die  betreffende  Kommanditgesellschaft  weder  eigene  Rechtsfähigkeit 

noch eigene Rechtspersönlichkeit besitze. Ihr komme lediglich im Aussenverhältnis 

eine gewisse Verselbständigung zu. So sei die Kommanditgesellschaft etwa hand-

lungs- und prozessfähig. Im Innenverhältnis, also im Verhältnis zwischen den Ge-

sellschaftern, komme ihr allerdings keine Verselbständigung zu, dies gelte insbe-

sondere für die Frage der Eigentumsverhältnisse; am Vermögen der Kommandit-

gesellschaft seien lediglich die Gesellschafter zur gesamten Hand berechtigt. Die 

Gesellschaft an sich sei nicht Trägerin des Gesellschaftsvermögens, sondern dies 

seien die Gesellschafter in ihrer Gesamtheit. Der Gesellschaft kämen somit im In-

nenverhältnis keine eingeständigen Eigentumsrechte zu. Da sie nicht Trägerin des 

durch  den  Tatbestand  der  Veruntreuung  (oder  anderer  Vermögensdelikte)  ge-

schützten  Rechtsguts  des  Vermögens  sei,  könne  sie  auch  nicht  Geschädigte  im 

Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO sein (Urk. 13/2 S. 19 f. II./C./3.3.1). 

Hinsichtlich der A._____ in Liquidation sei davon auszugehen, dass im Innenver-

hältnis die Gesellschafter, vorliegend D._____ und der Beschwerdegegner 1 (vgl. 

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hierzu auch Urk. 7), Träger der Rechte und Pflichten am Gesellschaftsvermögen 

und somit auch Eigentümer zur Gesamthand daran seien. Zudem sei im konkreten 

Fall  von  einem  klassischen  Innenverhältnis  auszugehen,  denn  der  Beschwerde-

gegner 1 (als beschuldigte Person) sei im Zeitpunkt der vorgeworfenen Handlun-

gen Kommanditär der Gesellschaft gewesen. Er soll die ihm vorgeworfenen Taten 

intern  als  Gesellschafter  vorgenommen  haben  und  nicht  als  Organ  nach  aussen 

(Urk. 13/2 S. 21 II./C./3.4.2 f.). 

Da  ein  Verhältnis  zur  gesamten  Hand  zu  beurteilen  sei,  rechtfertige  es  sich,  die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den Erbengemeinschaften analog anzu-

wenden: Bei diesen seien die einzelnen Erben die Geschädigten (mit Hinweis auf 

BGE 141  IV  380  E. 2.3.3).  Hinsichtlich  der  Kommanditgesellschaft  bedeute  dies, 

dass die Gesellschafter – und nicht etwa die Gesellschaft – geschädigt seien. Somit 

sei die A._____ in Liquidation (die Beschwerdeführerin) hinsichtlich der fraglichen 

Vermögensdelikte nicht Geschädigte und könne demnach im gerichtlichen Verfah-

ren auch nicht Privatklägerin sein (Urk. 13/2 S. 22 II./C./3.4.4). Die einzige Geschä-

digte sei D._____, die Mutter des Beschuldigten bzw. des Beschwerdegegners 1 

(Urk. 13/2 S. 23 II./C./3.4.6).

3.4 Diese Erwägungen des Sachgerichts sind auch hinsichtlich der Frage zu be-

rücksichtigen,  ob  die  Beschwerdeführerin  im  Beschwerdeverfahren  in  Bezug  auf 

die von ihr gestellten Anträge legitimiert ist. Denn die Beschwerdelegitimation setzt 

gleichermassen  voraus,  dass  die  Beschwerdeführerin  in  eigenen  Rechten  direkt 

betroffen ist, mithin als Geschädigte derjenigen Delikte gilt, hinsichtlich welcher sie 

die Rückweisung an die Staatsanwaltschaft zur Fortsetzung der Strafuntersuchung 

verlangt (vgl. vorangehend II./3.1), nachdem die Staatsanwaltschaft diesbezüglich 

das Verfahren implizit eingestellt habe. 

Die soeben zitierten Erwägungen stehen auch nicht im Widerspruch zu den Aus-

führungen der Kammer im Beschluss UE230246-O vom 30. Januar 2024, wonach 

grundsätzlich auch Kommanditgesellschaften zur Beschwerde zugelassen seien, 

auch  wenn  ihnen  die  juristische  Persönlichkeit  fehle.  [...]  Die  Kommanditgesell-

schaft könne (sogar) selbständig Vermögensrechte unter eigener Firma erwerben; 

allerdings sei zu beachten, dass Trägerin der das Vermögen betreffenden Rechte 

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und Pflichten der Kommanditgesellschaft einzig die Gesellschafter seien, welche 

zur gesamten Hand am Gesellschaftsvermögen berechtigt seien. Das Sonderver-

mögen (der Kommanditgesellschaft) stehe somit nicht der Gesellschaft an sich zu 

(vgl. II./1.2 lit. f des erwähnten Beschlusses mit weiteren Hinweisen). 

Sodann hat das Sachgericht zutreffend darauf hingewiesen, dass das Obergericht 

in  jenem  Verfahren  (UE230246-O)  lediglich  darüber  entschieden  habe,  ob  die 

A._____ in Liquidation als konstituierte und von der Staatsanwaltschaft vorerst zu-

gelassene Privatklägerin gewisse Verfahrensrechte besitze; über eine potentielle 

Geschädigtenstellung  derselben  im  gerichtlichen  Verfahren  sei  damals  (mangels 

Relevanz dieser Frage im Beschwerdeverfahren) hingegen nicht entschieden wor-

den (Urk. 13/2 S. 20 II./C./3.4.1). 

In  rechtlicher  Hinsicht  ergibt  sich  unter  Berücksichtigung  der  Erwägungen  des 

Sachgerichts (vgl. Urk. 13/2) sowie des Obergerichts (UE230246-O) dieselbe Aus-

gangslage: In Bezug auf das strafrechtlich geschützte Rechtsgut des Vermögens 

gelten die Gesellschafter zur gesamten Hand als Träger, nicht die Kommanditge-

sellschaft, weshalb ihr hierbei auch keine Geschädigtenstellung zukommen kann.

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst (Ziff. 1a) geltend, es sei von einem 

dringenden Tatverdacht wegen qualifizierter Geldwäscherei gegen den Beschwer-

degegner 1 auszugehen, indem er veruntreute Sachen und Vermögenswerte der 

Beschwerdeführerin investiert bzw. verkauft habe und zudem aus entsprechenden 

(ebenfalls veruntreuten) Geldmitteln/Vermögenwerten der Beschwerdeführerin das 

Gründungskapital der E._____ AG bezahlt habe (vgl. Urk. 2 S. 2 und S. 11 ff.). Die 

Staatsanwaltschaft  habe  dies  nicht  zur  Anklage  gebracht;  diese  implizit  erfolgte 

Einstellung des Verfahrens sei aufzuheben, mithin das Verfahren diesbezüglich an 

die Staatsanwaltschaft zur (weiteren) Untersuchung zurückzuweisen. 

Die  (erweiterte)  Tathypothese  der  Geldwäscherei  macht  die  Beschwerdeführerin 

allein  korrespondierend  zur  Vortat  der  mehrfachen  Veruntreuung  geltend.  Der 

Geldwäschereivorwurf hängt damit entscheidend von den mutmasslich durch den 

Beschwerdegegner 1 begangenen Veruntreuungen ab.

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Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, wer eine 

Handlung  vornimmt,  die  geeignet  ist,  die  Ermittlung  der  Herkunft,  die  Auffindung 

oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder an-

nehmen muss, aus einem Verbrechen oder aus einem qualifizierten Steuerverge-

hen herrühren. Ein schwerer Fall der Geldwäscherei liegt insbesondere vor, wenn 

der Täter gewerbsmässig handelt (Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB). Durch die strafbare 

Handlung wird der Zugriff der Strafbehörde auf die aus einem Verbrechen stam-

mende Beute behindert. Das strafbare Verhalten liegt in der Sicherung der durch 

die  Vortat  unrechtmässig  erlangten  Vermögenswerte.  Der  Tatbestand  schützt  in 

erster Linie die Rechtspflege in der Durchsetzung des staatlichen Einziehungsan-

spruchs bzw. das öffentliche Interesse an einem reibungslosen Funktionieren der 

Strafrechtspflege. Nach der Rechtsprechung dient der Tatbestand in Fällen, in de-

nen die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte aus Delikten gegen das 

Vermögen  herrühren,  neben  dem  Einziehungsinteresse  des  Staates  auch  dem 

Schutz der individuell durch die Vortat Geschädigten (BGE 145 IV 335 E. 3.1).

In Bezug auf das erstgenannte (öffentliche) Schutzobjekt scheidet eine Geschädig-

tenstellung (und damit Beschwerdelegitimation) der Beschwerdeführerin mangels 

direkter  Betroffenheit  in  eigenen  Rechten  von  Vornherein  aus.  Darüber  hinaus 

macht sie geltend, sie sei in ihren Vermögenswerten von den mutmasslichen, der 

Geldwäscherei  zugrunde  liegenden  Veruntreuungshandlungen  des  Beschwerde-

gegners 1 betroffen und habe daher als von der Geldwäscherei betroffene Geschä-

digte zu gelten (Urk. 2 S. 11 ff.). 

Die  Beschwerdeführerin  beruft  sich  damit  auf  eine  Schädigung  eigener  Vermö-

genswerte, die der Beschwerdegegner 1 durch Veruntreuung derselben im Innen-

verhältnis  der  A._____  in  Liquidation  bewirkt  haben  soll.  Es  wurde  vorangehend 

dargetan,  dass  bei  dieser  Ausgangslage  lediglich  die  Gesellschafter  Träger  ent-

sprechender Rechte am Gesellschaftsvermögen und Eigentümer zur Gesamthand 

daran sein können. Für die Gesellschaft an sich – hier die Beschwerdeführerin – 

hat dies zur Folge, dass sie in dieser Konstellation nicht als Geschädigte gilt. Folg-

lich ist sie in diesem Punkt mangels direkter Betroffenheit in eigenen Rechten nicht 

zur Beschwerde legitimiert.

- 14 -

Zudem hat die erste Instanz die Beschwerdeführerin in Bezug auf die anklagege-

genständlichen  Veruntreuungshandlungen  nicht  als  Privatklägerin  anerkannt  und 

das Verfahren wegen mehrfacher Veruntreuung eingestellt (Urk. 13/2). Damit ent-

fallen die der geltend gemachten Geldwäscherei zugrunde liegenden Vortaten (dies 

gilt  auch  nachfolgend  bei  Ziff. 4.2).  Auch  insofern  hat  eine  Rückweisung  an  die 

Staatsanwaltschaft zur weiteren Untersuchung diesbezüglich nicht zu erfolgen.

4.2 Aus denselben Gründen (vgl. vorangehend Ziff. 4.1) hat auch eine Untersu-

chung gegen F._____ sowie den Beschwerdegegner 2 in Bezug auf den gleichen 

Tatvorwurf der Geldwäscherei und die entsprechenden Vortaten der mehrfachen 

Veruntreuung, nicht zu erfolgen (vgl. Beschwerdeantrag Ziff. 1b). In Bezug auf all-

fällige Geldwäschereihandlungen, die zulasten der Vermögenswerte der A._____ 

in Liquidation erfolgt sein sollen, wurde bereits dargetan, dass der Beschwerdefüh-

rerin keine Geschädigtenstellung zukommt. Daran ändert sich auch nichts bei einer 

mutmasslichen Teilnahme von F._____ sowie des Beschwerdegegners 2, welche 

zur Gesellschaft grundsätzlich im Aussenverhältnis stehen; denn die mutmassliche 

Tatbegehung (Geldwäscherei; Veruntreuungen) wird nach wie vor dem Beschwer-

degegner 1, der zur Gesellschaft im Innenverhältnis steht, vorgeworfen; ein eigen-

ständiges deliktisches Verhalten von F._____ und C._____ wurde weder geltend 

gemacht noch dargetan. Folglich kommen auch hier lediglich die Gesellschafter als 

Träger des betreffenden Rechtsguts (des Vermögens) in Frage. Es fehlt der Be-

schwerdeführerin auch in diesem Punkt (Beschwerdeantrag Ziff. 1b) an der erfor-

derlichen Beschwerdelegitimation. 

4.3 Gegenstand der Anklage vom 22. März 2024 war in Bezug auf den Beschwer-

degegner 1 – neben den erwähnten Veruntreuungen – sodann die Begehung von 

Urkundenfälschung (vgl. Urk. 3/1 S. 6); auch darauf bezieht sich die Beschwerde-

führerin,  wenn  sie  unter  Ziff. 1b  (zudem)  beantragt,  die  Staatsanwaltschaft  habe 

eine Teilnahme von F._____ sowie des Beschwerdegegners 2 an den weiteren zur 

Anklage gebrachten Delikten des Beschwerdegegners 1 zu untersuchen.

Mit Urteil vom 2. Dezember 2024 hat die erste Instanz entschieden, dass sich der 

Anklagesachverhalt betreffend der Fälschung einer Vollmacht in Erbschaftssachen 

nicht  erstellen  lasse  und  der  Beschuldigte  (hier  Beschwerdegegner 1)  somit  von 

- 15 -

jenem  Vorwurf  vollumfänglich  freizusprechen  sei  (Urk. 13/2  S. 8  II./A./2.).  Das 

Sachgericht stützte sich dabei auf ein Gutachten des Forensischen Instituts Zürich 

FOR  (Urk. 15/1/9/2/6),  wonach  in  den  entsprechenden  Unterschriften  keine  Fäl-

schungsmerkmale  festgestellt  werden  konnten.  Damit  entfällt  auch  eine  allfällige 

Teilnahme weiterer Personen an der betreffenden Urkundenfälschung. Eine Rück-

weisung  an  die  Staatsanwaltschaft  im  Sinne  des  Beschwerdeantrags Ziff. 1b  hat 

unter diesen Umständen nicht zu erfolgen.

4.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Staatsanwaltschaft hätte in Bezug 

auf  Urkundenfälschung  und  Falschbeurkundung  durch  den  Beschwerdegegner 1 

und – als Mittäterin, gegebenenfalls Gehilfin – F._____ mittels unautorisierter Aus-

stellung von fünf Rechnungen im Namen der A._____ am 31. Dezember 2016 das 

Verfahren nicht implizit einstellen dürfen. Sie beantragt, diese stillschweigend er-

folgte Einstellung sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, diesbe-

züglich eine Untersuchung zu führen (Urk. 2 S. 2; Beschwerdeantrag Ziff. 1c).

Urkundendelikte schützen in erster Linie die Allgemeinheit. Geschütztes Rechtsgut 

ist das besondere Vertrauen, welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als Beweis-

mittel entgegengebracht wird. Eine Schädigung von Individualinteressen und damit 

die Geschädigtenstellung des durch die tatbestandsmässige Handlung Verletzten 

ist bei Urkundendelikten jedoch grundsätzlich dann denkbar, wenn die Urkunden-

fälschung  auf  die  Benachteiligung  (vermögensrechtlicher  oder  anderer  Art)  einer 

bestimmten Person abzielt (BGE 140 IV 155 E. 3.3.3 mit weiteren Hinweise), wenn 

also das private Interesse eines Einzelnen als unmittelbare Folge der tatbestands-

mässigen Handlung tatsächlich und unmittelbar beeinträchtigt wurde. Das ist bei 

behaupteter Urkundenfälschung namentlich der Fall, wenn die Urkundenfälschung 

Bestandteil eines – den Betroffenen – direkt schädigenden Vermögensdeliktes ist 

(BGE 119 Ia 342 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts 6B_26/2012 vom 16. Februar 

2012 E. 2.4; 6B_416/2013 vom 5. November 2013 E. 2.3).

Soweit das allgemeine Rechtsgut des Vertrauens, das einer Urkunde im Rechts-

verkehr zukommt, vorliegend (wenn überhaupt) tangiert erscheint, fehlt es der Be-

schwerdeführerin an der Legitimation, diesbezüglich Beschwerde zu führen, da sie 

hierbei nicht direkt in eigenen Rechten betroffen ist. 

- 16 -

Soweit  die  Beschwerdeführerin  geltend  macht,  die  erwähnten  fünf  Rechnungen 

habe der Beschwerdegegner 1 im Namen der Gesellschaft für übertragbare, aber 

nie bezahlte Handelsware im Betrag von knapp Fr. 140'000.– (unter Teilnahme von 

F._____) an die von ihm gegründete E._____ AG ausgestellt (vgl. Urk. 2 S. 21 ff.), 

ist darauf hinzuweisen, dass sie damit eine Schädigung des (Sonder-)Vermögens 

der Gesellschaft in der entsprechenden Höhe geltend macht, zumal es offenbar um 

unbezahlte Handelsware der Beschwerdeführerin geht. Die Urkundenfälschung (ei-

gentlich die unbezahlte Rechnung) soll dabei auf eine finanzielle Benachteiligung 

der Beschwerdeführerin hinauslaufen. Da solches wiederum dem Beschwerdegeg-

ner 1  vorgeworfen  wird,  ist  das  gesellschaftsinterne  Verhältnis  betroffen  und  die 

Beschwerdeführerin gilt dabei – wie mehrfach erwähnt – nicht als Trägerin des tan-

gierten Rechtsguts des Vermögens. Mangels Stellung als direkt Geschädigte und 

somit mangels Legitimation kann sie daher mit der Beschwerde keine Rückweisung 

der Sache an die Staatsanwaltschaft zur weiteren Untersuchung diesbezüglich ver-

langen. 

Inwiefern F._____ – die zur A._____ in Liquidation im Aussenverhältnis steht, was 

die Frage der Beschwerdelegitimation (der Beschwerdeführerin) in diesem Punkt 

allenfalls  in  einem  anderen  Licht  erscheinen  liesse  –  in  diesem  Zusammenhang 

(gemeint ist die fragliche Fälschung von fünf Rechnungen aus dem Geschäftsjahr 

2016) als Mittäterin (vgl. Wortlaut Antrag Ziff. 1c) und nicht bloss als Teilnehmerin 

im Sinne einer Gehilfin gelten sollte, wird mit der Beschwerde nicht dargetan. Oh-

nehin  ist  fraglich,  ob  die  Beschwerde  überhaupt  so  zu  verstehen  ist,  zumal  bei 

Urk. 2 S. 21 f. Ziff. 40 lediglich von einer mutmasslichen "Teilnahme" derselben die 

Rede ist und nicht von einer eigenständigen Tatbegehung. Ausgehend davon, dass 

die Tatbegehung insbesondere dem Beschwerdegegner 1 zur Last gelegt wird und 

der Vorwurf demnach das Innenverhältnis der Gesellschaft betrifft, ergibt sich der-

selbe  Schluss  wie  im  vorangehenden  Absatz,  wonach  die  Beschwerdeführerin 

nicht zur Beschwerde legitimiert ist. 

Zudem hat die erste Instanz im Sachurteil DG240041-L einschlägig festgehalten, 

dass  der  Beschwerdegegner 1  gemäss  Anklageschrift  am  31. Dezember  2016, 

also zur mutmasslich tatrelevanten Zeit, noch im Handelsregister mit Einzelprokura 

- 17 -

eingetragen gewesen sei (vgl. Urk. 7) und sich somit ohnehin nicht zweifelsfrei er-

stellen  liesse,  dass  er  im  Zeitpunkt  der  fraglichen  Rechnungsstellung  nicht  mehr 

zeichnungsberechtigt gewesen sei; daran vermöge auch ein Schreiben eines Drit-

ten nichts zu verändern. Ein strafbares Verhalten sei somit nicht ersichtlich und der 

Beschuldigte  (hier  Beschwerdegegner  1)  sei  wegen  mehrfacher  Urkundenfäl-

schung – auch in Bezug auf die fünf Rechnungen, wobei die Anklageschrift dies-

bezüglich ungenügend sei – freizusprechen (Urk. 13/2 S. 11 II./B./3.3).

Insofern hat auch im Beschwerdeverfahren keine Rückweisung an die Staatsan-

waltschaft in diesem Punkt (Beschwerdeantrag Ziff. 1c) zu erfolgen.

4.5 Weiter  (unter  Ziff. 1d)  beantragt  die  Beschwerdeführerin,  die  Staatsanwalt-

schaft habe in Bezug auf die mutmassliche Begehung von Blankettmissbrauch hin-

sichtlich  einer  H._____  [Bank]-Vollmacht  in  Erbschaftsangelegenheiten  von 

Mai/Juli 2016 und ebenso wegen Verwendung dieser falschen Urkunde (je) durch 

den Beschwerdegegner 1 eine erweiterte Untersuchung zu führen. Diese Tathypo-

these sei zu Unrecht nicht in die Anklage aufgenommen bzw. stillschweigend ein-

gestellt worden, indem die Staatsanwaltschaft mit Beweisverfügung vom 22. März 

2024 einen Tatverdacht diesbezüglich pauschal verneint habe (vgl. Urk. 6/3 S. 13 

Ziff. 3.2.9).

Gemäss der Strafanzeige vom 31. Juli 2019 soll der Beschwerdegegner 1 die da-

mals noch auf seinen Namen ausgestellte Einzelprokura bei der A._____ in Liqui-

dation (also bei der Beschwerdeführerin, die in der Strafanzeige als Geschädigte 

bezeichnet wird) und die gegenüber der H._____ bestehende Bankenvollmacht we-

nige Tage nach dem Tod seines Vaters (I._____, vgl. oben bei II./1.1) missbraucht 

haben, um den – auf den Namen von I._____ lautenden – Safe der Beschwerde-

führerin bei der H._____ zu öffnen und dort diverse (ihr gehörende) Vermögens-

werte zu entnehmen (vgl. Urk. 15/1/1/3 S. 4 f.).

Es ist bereits fraglich, ob die Beschwerdeführerin in Bezug auf den (vagen) Sach-

verhalt  als  Geschädigte  zu  gelten  hat,  da  der  betreffende  Safe  bei  der  H._____ 

offenbar auf I._____ und nicht etwa auf die Gesellschaft (A._____) lautete. Ebenso 

stellt  sich  die  Frage,  ob  angesichts  des  beanzeigten  Sachverhalts,  wonach  eine 

- 18 -

Vollmacht  "in  Erbschaftsangelegenheiten"  durch  den  Beschwerdegegner 1  miss-

braucht worden sei, nicht in erster Linie die Erbengemeinschaft bzw. die Gesamt-

heit  der  daran  beteiligten  Erben  betroffen  ist  und  nicht  die  Beschwerdeführerin. 

Sollte das inkriminierte Verhalten des Beschwerdegegners 1 (dennoch) solche Ver-

mögenswerte betreffen, die der Beschwerdeführerin zuzuschreiben wären, ergibt 

sich zudem (wie schon zuvor) die Ausgangslage, wonach im Innenverhältnis ledig-

lich die Gesellschafter Träger entsprechender Rechte am Gesellschaftsvermögen 

und Eigentümer zur Gesamthand daran sind, mithin der Beschwerdeführerin dies-

bezüglich keine Beschwerdelegitimation zukommt.

Daran – am Umstand, dass auf das Innenverhältnis abzustellen ist – ändert auch 

nichts, dass Rechtsanwalt G._____ eine Teilnahme am Blankettmissbrauch sowie 

an der Verwendung einer falschen Urkunde vorgeworfen wird; denn die angebliche 

Tatbegehung an sich wird allein dem Beschwerdegegner 1 zugeschrieben. Ein ei-

genständiges deliktisches Vorgehen von Rechtsanwalt G._____ wird nicht darge-

tan. Eine Rückweisung der Sache an die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung hat 

diesbezüglich nicht zu erfolgen. 

4.6 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin (unter Ziff. 1e) eine Rückweisung an 

die Staatsanwaltschaft zur Untersuchung in Bezug auf den Vorwurf der Erpressung 

durch  den  Beschwerdegegner 2,  nachdem  die  Staatsanwaltschaft  den  betreffen-

den Sachverhalt lediglich als versuchte Nötigung zur Anklage gebracht und eine 

allfällige Erpressung implizit eingestellt habe (Urk. 2 S. 2). 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie hätte mit der Strafanzeige vom 31. Juli 

2019 (Urk. 15/1/1/3) die versuchte Erpressung sowohl zulasten ihrer Liquidatorin 

(D._____) als auch zum Schaden der Gesellschaft im Sinne einer Dreieckserpres-

sung angezeigt, weil Art. 156 StGB sowohl die persönliche Freiheit der Liquidatorin 

als auch das Vermögen der Beschwerdeführerin schütze. Indem die Staatsanwalt-

schaft – in Bezug auf denselben Sachverhalt – lediglich eine versuchte Nötigung 

zulasten von D._____ zur Anklage gebracht habe, sei das von Art. 156 StGB mit-

geschützte Rechtsgut des Vermögens ausgeblendet worden. Damit sei der Tatver-

dacht  der  Dreieckserpressung  stillschweigend  eingestellt  worden.  Dabei  sei  evi-

dent,  dass  das  zulasten  von  D._____  angeklagte  Verhalten  von  C._____  (Be-

- 19 -

schwerdegegner 2) – die von ihm (ihr gegenüber) in einem Brief schriftlich ange-

drohte Exkommunikation für den Fall, dass sie ihr Begehren beim Handelsgericht 

um Einsetzung als Liquidatorin nicht zurückziehe – auf die Vereitelung von Liqui-

dationsansprüchen der Beschwerdeführerin bzw. deren Schädigung in vermögens-

rechtlicher Hinsicht abgezielt habe (Urk. 2 S. 29 Ziff. 57 ff.).

Die  Staatsanwaltschaft  hielt  im  Beweisergänzungsentscheid  vom  22. März  2024 

diesbezüglich fest, dass eine "Ausweitung" des Anklagesachverhalts auf eine ver-

suchte Erpressung nicht nötig sei, da der betreffende Sachverhalt in der Anklage 

bereits  so  umschrieben  sei,  dass  er  vom  Sachgericht  allenfalls  auch  unter  ver-

suchte Erpressung subsumiert werden könnte (Urk. 6/3 S. 14). 

Denselben Sachverhalt, wie die Beschwerdeführerin im Hinblick auf eine allenfalls 

versuchte  Erpressung  geltend  macht,  hat  die  erste  Instanz  im  Verfahren 

DG240040-L  bereits  in  der  Sache  beurteilt  (vgl.  Urteil  vom  4. Dezember  2024, 

Urk. 13/1). Dabei ist in Bezug auf eine versuchte Nötigung, welche der Beschwer-

degegner 2 begangen haben soll, ein Freispruch erfolgt. Das Sachgericht hat die 

schriftliche Androhung der Exkommunikation von D._____ bzw. deren Ausschluss 

aus der israelitischen Gemeinschaft für den Fall, dass sie ihre Klage beim Handels-

gericht  um  Einsetzung  als  Liquidatorin  der  A._____  in  Liquidation  nicht  zurück-

ziehe,  als  rechtmässig  erachtet,  mithin  eine  unzulässige  Androhung  ernstlicher 

Nachteile im Sinne des Nötigungstatbestands verneint (Urk. 13/1 S. 14). Eine all-

fällige Erpressung hat die erste Instanz in diesem Zusammenhang nicht geprüft; 

dazu war sie auch nicht gehalten, da sie den Anklagesachverhalt in rechtlicher Hin-

sicht frei würdigt (vgl. Art. 350 Abs. 1 StPO).

Ohnehin ist zu berücksichtigen, dass die Tatbestandsvariante der Androhung ernst-

licher Nachteile bei der Erpressung nach Art. 156 Ziff. 1 StGB sowie bei der Nöti-

gung nach Art. 181 StGB gleich zu verstehen ist. Es gelten hinsichtlich einer Er-

pressung durch Androhung ernstlicher Nachteile dieselben Anforderungen, welche 

Lehre und Rechtsprechung zum Nötigungstatbestand entwickelt haben (WEISSEN-

BERGER, in: Basler Kommentar StGB, 4. Auflage 2019, N 10 zu Art. 156 StGB mit 

Hinweisen). Da das Sachgericht eine unzulässige Androhung ernstlicher Nachteile 

- 20 -

– wenn auch unter dem Titel der versuchten Nötigung – entsprechend verneint hat, 

entfällt eine solche auch hinsichtlich einer allfälligen Erpressung.

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Staatsanwaltschaft hätte in Be-

zug auf eine mutmasslichen Erpressung, die sie im Rahmen der Beweisverfügung 

vom 22. März 2024 abgelehnt habe (Urk. 6/3 S. 14), eine anfechtbare Einstellungs-

verfügung erlassen müssen, ist darauf hinzuweisen, dass die Staatsanwaltschaft in 

Bezug auf denselben Sachverhalt (wegen versuchter Nötigung) Anklage erhoben 

hat  (vgl.  Urk. 6/2)  und  diesbezüglich  auch  bereits  ein  Freispruch  erfolgt  ist 

(Urk. 13/1).  Hierbei  stellt  sich  die  Frage  nach  der  Tragweite  des  Doppelbestra-

fungsverbotes  (ne  bis  in  idem;  Art. 11  Abs. 1  StPO).  Danach  darf,  wer  in  der 

Schweiz rechtskräftig verurteilt oder freigesprochen worden ist, wegen der gleichen 

Straftat nicht erneut verfolgt werden. Zudem bleibt für eine teilweise Einstellung des 

Verfahrens kein Raum, wenn (wie hier) lediglich eine andere rechtliche Würdigung 

des identischen Lebensvorgangs in Frage steht.

Eine Rückweisung an die Staatsanwaltschaft im Beschwerdeverfahren hat (auch) 

deshalb in Bezug auf diesen bereits beurteilten Sachverhalt nicht zu erfolgen.

4.7 Die eingangs bereits einmal zitierten Beschwerdeanträge Ziff. 2 und 3 betref-

fen einerseits die Abweisung von Restitutions- und Einziehungsbegehren von (mut-

masslich) deliktisch herrührenden Vermögenswerten der E._____ AG und anderer-

seits die Abweisung von Anträgen auf Ersatzforderungsbeschlagnahme von Ver-

mögenswerten des Beschwerdegegners 1 und/oder von F._____ (mit korrespon-

dieren Anträgen auf Vermögensfahndung) durch die Staatsanwaltschaft (vgl. Urk. 2 

S. 2).

Damit richtet sich die Beschwerde in diesem Punkt gegen den Beweisergänzungs-

entscheid der Staatsanwaltschaft vom 22. März 2024, gemäss welchem die Bewei-

santräge der Beschwerdeführerin (unter anderem gem. Urk. 3/4 betr. Beweisergän-

zung  vom  8. März  2024)  gesamthaft  abgelehnt  wurden  (vgl.  Dispositivziffer 1 

Urk. 6/3). 

- 21 -

Es wurde bereits erwähnt, dass ein ablehnender Beweisergänzungsentscheid nicht 

anfechtbar ist (vgl. Art. 318 Abs. 3 StPO). Darauf hat auch die Staatsanwaltschaft 

in der betreffenden Verfügung (Urk. 6/3) hingewiesen. Insofern steht das Rechts-

mittel der Beschwerde in Bezug auf solche Anträge, welche die Beschwerdeführe-

rin bei der Staatsanwaltschaft bereits einmal als Beweisanträge gestellt hat und die 

abgelehnt wurden, nicht zur Verfügung.

Soweit die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde eine Verletzung der Begrün-

dungspflicht  im  Hinblick  auf  den  ergangenen  Beweisergänzungsentscheid  durch 

die Staatsanwaltschaft rügt (vgl. Urk. 2 S. 9 ff. III./A.), ist darauf hinzuweisen, dass 

eine kurze Begründung genügt (vgl. Art. 318 Abs. 2 StPO); insofern ist die Beweis-

verfügung der Staatsanwaltschaft (Urk. 6/3) nicht zu beanstanden. Die Staatsan-

waltschaft hat darauf hingewiesen, das aufgrund der (bisherigen) langen Verfah-

rensdauer keine akute Gefahr der Verschleuderung bestehe, weshalb eine vorsorg-

liche Sicherung der betreffende Vermögenswerte im Hinblick auf eine mögliche Ein-

ziehung  bzw.  Ersatzforderung  nicht  angezeigt  erscheine 

(Urk. 6/3  S. 15 

Ziff. 3.2.14). In Bezug auf die beantragte Einziehung von Vermögenswerten oder 

Surrogaten der E._____ AG zugunsten des Kantons hat sie festgehalten, die Be-

weisanträge 5 a–d seien abzulehnen, da die Staatsanwaltschaft von Gesetzes we-

gen lediglich zur vorübergehenden Beschlagnahme befugt sei und die Einziehung 

in die Kompetenz des Sachgerichts falle, sollte es zu einer Verurteilung kommen 

(Urk. 6/3  S. 14  Ziff. 3.2.11).  Damit  ist  die  Ablehnung  betreffender  Beweisanträge 

ausreichend begründet. Eine materielle Prüfung der Begründung hat im Beschwer-

deverfahren hingegen nicht zu erfolgen; der ablehnende Beweisentscheid ist (wie 

erwähnt) nicht anfechtbar, auch wenn den Beweisanträgen allenfalls eine erhebli-

che  Bedeutung  zugemessen  wird  (vgl.  hierzu  WIPRÄCHTIGER/HAND/STEINER,  in: 

Basler Kommentar [BSK] StPO, 3. Auflage 2023, N 18 zu Art. 318).

Ausserdem  hat  die  Beschwerdeführerin  die  entsprechenden  Beweisanträge  im 

Hauptverfahren DG240041-L erneut gestellt; mit Verfügung der ersten Instanz vom 

25. November  2024  wurden  die  Beweisanträge  erneut  umfassend  abgewiesen, 

nun mit der Begründung, da ein Bezug der Beweisanträge zum Anklagesachverhalt 

nicht gegeben sei (Gründung der E._____ AG aus deliktischen Mitteln sowie Geld-

- 22 -

wäschereivorwurf  vom  Anklagesachverhalt  gem.  Urk. 6/1  nicht  erfasst;  Urk. 13/8 

S. 3). Ein Rechtsmittel kann bzw. konnte auch gegen diesen Entscheid nicht erho-

ben werden (Art. 331 Abs. 3 StPO). Auch insofern steht die Beschwerde nicht zur 

Verfügung (vgl. Art. 394 lit. b StPO). 

Soweit  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  deliktisch  herrührende  Vermögenswerte 

bei der E._____ AG bezieht, und in der Beschwerde ausführt, diese ergäben sich 

aus  der  Anklage  bzw.  den  dort  aufgelisteten,  mutmasslich  veruntreuten  Sachen 

und Vermögenswerten (vgl. Urk. 2 S. 32 Ziff. 68 lit. b), so ist darauf hinzuweisen, 

dass mit Urteil DG240041-L der ersten Instanz vom 2. Dezember 2024 das Verfah-

ren betreffend mehrfacher Veruntreuung (gegen den Beschwerdegegner 1) einge-

stellt wurde (was einem Freispruch gleichkommt, Art. 320 Abs. 4 StPO; Urk. 13/2 

S. 27, Dispositivziffer 2). Folglich hat in dieser Hinsicht auch keine Anweisung an 

die Staatsanwaltschaft zu erfolgen, die betreffenden Vermögenwerte zu ermitteln 

und zu beschlagnahmen. Zudem gilt die Beschwerdeführerin in Bezug auf die frag-

liche Veruntreuung (wie vorangehend dargetan) nicht als direkt Geschädigte und 

hat diesbezüglich keine prozessuale Stellung als Privatklägerin (Dispositivziffer 1 

Urk. 13/2);  folglich  kann  sie  hinsichtlich  allenfalls  veruntreuter  Vermögenswerte 

auch  kein  entsprechendes  Restitutions-  oder  Einziehungsbegehren  stellen.  Das-

selbe gilt in Bezug auf Vermögenswerte, die aus Geldwäschereihandlungen stam-

men sollen; denn wie dargetan, ist sie auch diesbezüglich nicht beschwerdelegiti-

miert.

Eine Einziehung von Vermögenswerten bei der E._____ AG zugunsten des Kan-

tons Zürich (vgl. Antrag 5 Urk. 3/4 S. 4) kann die Beschwerdeführerin mangels Gel-

tendmachung eigener Interessen nicht beanspruchen. Dasselbe gilt hinsichtlich ei-

ner Ersatzforderung von Fr. 516'928.− zugunsten des Kantons, da sie ausserhalb 

eigener Interessen nicht beschwerdelegitimiert ist (vgl. Antrag 7 bei Urk. 3/4 S. 5). 

Es sind keine Vermögenswerte erkennbar, die der Einziehung unterliegen würden, 

zumal, wie erwähnt, in Bezug auf mögliche Veruntreuungshandlungen erstinstanz-

lich eine Einstellung des Verfahrens in diesem Punkt erfolgt ist (und der Beschwer-

degegner 1  im  Übrigen  freigesprochen  wurde,  Urk. 13/2).  Das  Sachgericht  hat 

demnach auch nicht auf eine entsprechende Ersatzforderung erkannt.

- 23 -

5.

5.1 Dies führt insgesamt dazu, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Es 

hat somit weder eine Rückweisung der Sache an die Staatsanwaltschaft zur Wei-

terführung einer Strafuntersuchung im Sinne der gestellten Anträge noch eine An-

weisung der Strafbehörden zur Beschlagnahmung von Vermögenswerten aus all-

fälligen  Delikten  zu  erfolgen,  von  welchen  die  Beschwerdeführerin  nicht  direkt  in 

eigenen Rechten betroffen ist oder hinsichtlich welcher das Verfahren eingestellt 

oder der Beschwerdegegner 1 freigesprochen wurde. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens, wonach auf die Beschwerde mangels 

direkter Betroffenheit der Beschwerdeführerin in eigenen Rechten nicht einzutreten 

ist, sowie unter Berücksichtigung, dass eine Geschädigtenstellung in der betreffen-

den Sache allenfalls allein noch D._____ zukommen kann, die separat Beschwerde 

erhoben hat (vgl. UE240107-O), ist entgegen dem prozessualen Ersuchen der Be-

schwerdeführerin  keine  Vereinigung  der  beiden  Beschwerdeverfahren  vorzuneh-

men, da sich sowohl in prozessualer wie auch materieller Hinsicht eine unterschied-

liche Beurteilung aufdrängt. 

1.

III.

Damit unterliegt die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren und sie hat folg-

lich die Kosten hierfür zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung 

und Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts ist die Gerichts-

gebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'500.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und 

§ 2 GebV OG) und aus der von der Beschwerdeführerin geleisteten Prozesskaution 

zu beziehen. Im Mehrbetrag ist ihr die Prozesskaution unter dem Vorbehalt allfälli-

ger Verrechnungsansprüche des Staates zurückzuerstatten.

2.

Da die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren unter-

liegt, ist sie nicht zu entschädigen. Da im Beschwerdeverfahren keine Stellungnah-

men eingeholt wurden, ist auch den (teilweise amtlich verteidigten) Beschwerde-

gegnern 1 und 2 mangels Aufwands keine Entschädigung zuzusprechen. 

- 24 -

Es wird beschlossen:

1.

2.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1500.– festge-

setzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der von ihr geleisteten Pro-

zesskaution bezogen.

3.

Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution unter Vorbehalt allfälliger Verrech-

nungsansprüche des Staates der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

4.

5.

Es werden im Beschwerdeverfahren keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:











Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerde-
führerin (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____, zweifach, für sich und den Beschwer-
degegner 1 (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____, zweifach, für sich und den Beschwer-
degegner 2 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad … (gegen Empfangsbestäti-
gung)

die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, ad … sowie 
… (gegen Empfangsbestätigung)

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-

mäss  Art. 35  und  35a  des  Reglements  für  das  Bundesgericht  zuständigen 

strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes  vorgeschriebenen  Weise  schriftlich  einzureichen.  Die  Be-

schwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten 

sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

- 25 -

Zürich, 28. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

lic. iur. R. Linder