# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 998aabce-da33-5eb8-b830-58fba1f0cd34
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 18.11.2016 510 2016 69 (510 16 69)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2016-69_2016-11-18.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 18. November 2016 (510 16 69) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Vermögenverwaltungskosten  

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Gerichtsschreiberin i.V. K. Hänggi 
 
 

Parteien A.____ 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2014 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung vom 21. Januar 2016 wurden dem Pflichtigen die geltend 

gemachten Vermögenverwaltungskosten von Fr. 1‘250.-- auf Fr. 162.-- reduziert und ein Pau-

schalabzug für freiwillige Zuwendungen in Höhe von Fr. 300.-- nicht gewährt.  

 

 

2. Mit Schreiben vom 2. Februar 2016 erhob der Rekurrent mit den Begehren, 1. Es seien 

die ausgewiesenen Vermögensverwaltungskosten im Steuerjahr 2014 vollumfänglich zum Ab-

zug zuzulassen, 2. Es seien die freiwilligen Zuwendungen von Fr. 300.-- zum Abzug zuzulas-

sen, 3. Ohne Kostenfolge, Einsprache. Zur Begründung führte er u.a. aus, die geltend gemach-

ten Vermögensverwaltungskosten der B.____ AG in Höhe von insgesamt Fr. 1‘146.50 seien 

effektive Kosten für die Führung seiner beiden Fondsprodukte und als abzugsfähige Auslagen 

zu akzeptieren.  

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 5. August 2016 hiess die Steuerverwaltung die Einspra-

che teilweise gut, indem sie die nachgewiesenen Beiträge als freiwillige Zuwendungen zum Ab-

zug zuliess. Bezüglich der Vermögensverwaltungskosten führte sie aus, darin seien sowohl 

abzugsfähige als auch nicht abzugsfähige Kosten für den An- und Verkauf von Wertpapieren 

enthalten. Es können jedoch nur effektiv bezahlte Kosten angerechnet werden, sodass ohne 

weiteren Nachweis pauschal ein Abzug von 3 Promille des betreffenden Wertschriftenbestan-

des zugelassen werde. Da im vorliegenden Fall lediglich die Depotgebühren in Höhe von Fr. 

80.-- als abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten für die beiden Fondsprodukte nachgewie-

sen worden seien, lasse sie den Pauschalabzug von Fr. 178.20 (3‰ von 86‘074.70 = Fr. 258.20 

./. Fr. 80.--) zu, sodass sich der Vermögensverwaltungsabzug von Fr. 162.-- auf neu Fr. 260.-- 

erhöhe (Fr. 178.-- + Fr. 60.-- + Fr. 12.-- + Fr. 10.--).  

 

 

4.  Mit Schreiben vom 15. August 2016 erhob der Pflichtige mit den Begehren, 1. Es seien 

die im Steuerjahr 2014 angefallenen Vermögensverwaltungskosten vollumfänglich zum Abzug 

zuzulassen, 2. Ohne Kostenfolge, Rekurs. Dabei führte er aus, die Fondsprodukte bei der 

B.____ AG hätten im Jahr 2014 Vermögensverwaltungskosten in Höhe von Fr. 1‘146.50 und die 

von der Steuerverwaltung anerkannten Depotgebühren in Höhe von Fr. 80.-- verursacht. Übrige 

Kosten, wie Kosten für Auszüge, seien nach Auskunft von B.____ AG zusätzlich in Rechnung 

 
 
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gestellt und vom Rekurrenten bis dato nie geltend gemacht worden. In sämtlichen eingereichten 

Auszügen sei kein Hinweis betreffend Kosten für den An- und Verkauf von Wertpapieren er-

sichtlich. Bei beiden Fondsprodukten würden solche Kosten pauschal und vorab erhoben. 

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 30. September 2016 beantragte die Steuerverwaltung die Ab-

weisung des Rekurses und führte aus, gemäss dem Bestätigungsschreiben der B.____ AG vom 

12. August 2016 handle es sich bei den ausgewiesenen Vermögensverwaltungskosten weder 

um Verkaufsspesen noch um Courtagen etc. Es stelle sich deshalb die Frage, um was für Ge-

bühren es sich denn überhaupt handeln würde. Die Vermutung liege nahe, dass diese Gebüh-

ren Aufwendungen für die Vermögensvermehrung seien, sodass diese nicht geltend gemacht 

werden könnten.  

 

 

6. Mit Replik vom 27. Oktober 2016 hielt der Rekurrent an den im Rekurs gestellten Begeh-

ren fest und führte u.a. aus, bei der Einrichtung der Fondsprodukte sei vorweg eine Einrich-

tungsgebühr erhoben worden. Diese Gebühr würde u.a. Kosten für die Beratung, Ausgabe-

/Rücknahmekosten oder Vorzugspreise der C.____-Gebühren enthalten und er habe sie man-

gels Abzugsfähigkeit bislang nie geltend gemacht. Aus der Beilage drei sei ersichtlich, dass 

keine Fees und nur bei einem Kauf Bankgebühren der C.____ und die Stempelsteuer angefal-

len seien. Die Belastungen in Beilage vier würden aufzeigen, dass es sich bei den strittigen 

Vermögensverwaltungskosten um „Asset Management Fees“ handeln würde. Switchgebühren 

bzw. Gewinnbeteiligung seien bisher nicht angefallen. 

 

 

7. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. 

 

 

 

 

Der Präsident des Steuergerichts zieht   in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

 
 
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vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuer-

gerichts als Einzelrichter beurteilt. 

 Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist 

ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob es sich bei den geltend gemachten und als 

„Asset-Management-Fees“ bezeichneten Kosten der B.____ AG in Höhe von Fr.1‘146.50 um 

abzugsfähige oder nicht abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten handelt und ob im Falle 

der Nichtabzugsfähigkeit dieser Kosten die Grundsätze der 3-Promille-Praxis von der Steuer-

verwaltung im Einsprache-Entscheid vom 5. August 2016 korrekt angewendet worden sind.  

 

 a) Gemäss § 29 Abs. 1 lit. e StG werden von den steuerbaren Einkünften die not-

wendigen Kosten für die Verwaltung des Vermögens abgezogen. 

 

 b) Vom rohen Vermögensertrag (aus beweglichem Vermögen) abziehbar sind die 

Kosten der Verwaltung durch Dritte (Bspw.: Banken, Vermögensverwalter, Vormund, Erb-

schaftsverwalter, Willensvollstrecker). Als abzugsfähig gelten nicht nur die notwendigen Verwal-

tungskosten, sondern auch diejenigen, deren Vermeidung dem Pflichtigen nicht zugemutet 

werden kann. Wird die Vermögensverwaltung durch den Steuerpflichtigen persönlich besorgt, 

fehlt es für die Abzugsfähigkeit der kalkulatorischen Verwaltungskosten schon am Erfordernis 

der tatsächlichen Ausgabe (vgl. Funk, Der Begriff der Gewinnungskosten nach schweizeri-

schem Einkommenssteuerrecht, Diss. St. Gallen 1989, S. 172; Urteil des Kantonsgerichts Ab-

teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 10. März 2010, 810 09 400, E. 2.1; 

Steuergerichtsentscheid [StGE] vom 13. August 2010, 510 10 13, E. 2b; StGE vom 2. Juli 2010, 

510 10 12, E. 2b; StGE vom 26. Juni 2009, 510 09 11, E. 2b). 

  Die Verwaltung im steuerrechtlichen Sinne umfasst nicht alle Tätigkeiten, welche 

unter dem Titel der Vermögensverwaltung ausgeübt werden, sondern nur jene, welche der Er-

tragserzielung dienen (sogenannte allgemeine Verwaltung). Als solche gelten Aufbewahrung im 

Depot oder im Safe, Inkasso, Erledigung der durch die Ausgeber von Titeln veranlassten Mass-

nahmen sowie Wiederanlage von fällig gewordenen Anlageobjekten, da nur dadurch der Ertrag 

sichergestellt werden kann (Höhn/Waldburger, Steuerrecht Band II, 9. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 

2002, § 39 N 30). Im Weiteren gehören zu den abzugsfähigen Vermögensverwaltungskosten 

Kommissionen und Spesen auf Bankguthaben, Kontoführungsspesen, Einsätze bei Sport-Toto, 

Lotto, Lotterien und ähnlichen Veranstaltungen bis zur Höhe der in der entsprechenden Wett-

 
 
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bewerbsart erzielten Gewinne (Schweighauser in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar 

zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, § 29 N 104; KGE VV vom 10. März 2010, 

810 09 400, E. 2.2; StGE vom 13. August 2010, 510 10 13, E. 2c; StGE vom 2. Juli 2010, 510 

10 12, E. 2c; StGE vom 26. Juni 2009, 510 09 11, E. 2c). 

 

 c) Nicht zu den Gewinnungskosten zählen die Aufwendungen für die Vermögens-

vermehrung und für die Erzielung von Kapitalgewinnen, wie auf die Performance ausgerichtete 

Anlageberatung, Käufe und Verkäufe von Vermögensobjekten (soweit es sich nicht um blosse 

Wiederanlage fällig gewordener Anlagen handelt) oder Vermögensverwaltung nach Ermessen 

des Verwalters aufgrund entsprechender Vollmacht (Höhn/Waldburger, a.a.O., § 39 N 32). Kei-

ne abzugsfähigen Vermögensverwaltungskosten sind z.B.: Beurkundungsgebühren, Kommissi-

onen und Spesen für den Ankauf oder Verkauf von Wertschriften, Courtagen und Stempelge-

bühren bei Ankauf und Verkauf von Wertschriften, Kosten für die Anlageberatung, Steuerbera-

tung, Ausfertigung von Steuererklärungen, Gebühren für EC-Karten und Kreditkarten, Kosten 

für Seminare (Schweighauser, a.a.O., § 29 N 105). Gewinnungskosten für Vermögenserträge 

und damit abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten sind daher nur solche, die der Erhaltung 

des Vermögens und damit der unmittelbaren Ertragserzielung und -sicherung dienen (vgl. Der 

Steuerentscheid [StE], 2002, B 24.7 Nr. 4, E. 2; KGE VV vom 10. März 2010, 810 09 400, E. 

2.2; StGE vom 13. August 2010, 510 10 13, E. 2d; StGE vom 2. Juli 2010, 510 10 12, E. 2d; 

StGE vom 26. Juni 2009, 510 09 11, E. 2d). 

 

 d) Das Verwaltungsverfahren und der Verwaltungsgerichtsprozess sind vom Unter-

suchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 

indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 

(Bundesgerichtsentscheid [BGE] 115 V 133, E. 8). Dies gilt insbesondere auch bei der Selbst-

taxation im Steuerrecht. Kann eine in der Steuererklärung enthaltene Angabe nicht bewiesen 

werden, so ist zu Ungunsten desjenigen zu entscheiden, der die Beweislast trägt. Die trägt, in 

analoger Anwendung von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-

zember 1907, derjenige, der aus dem vorgebrachten Vorhandensein einer Tatsache Rechte 

ableitet. Der Steuerpflichtige hat demnach diejenigen Tatsachen zu beweisen, die seine Steu-

erschuld mindern oder aufheben (Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungs-

verfahren, Zürich 1989, S. 110; KGE VV vom 10. März 2010, 810 09 400, E. 1.4). 

 

 
 
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 e)  Als Alternative zu den nachgewiesenen Vermögensverwaltungskosten existiert 

die 3-Promille-Praxis, nach welcher in der Regel pauschal ein Abzug von 3 Promille des Wert-

schriftenbestandes ohne Nachweis zugelassen wird und für die keine gesetzliche Grundlage 

besteht. Sie dient der Beweiserleichterung, da der Nachweis abzugsfähigen Vermögensverwal-

tungskosten, die durch den Steuerpflichtigen zu belegen sind, schwierig sein kann. Übersteigen 

die tatsächlichen Kosten für die allgemeine Vermögensverwaltung diesen errechneten Betrag, 

so müssen sie durch den Steuerpflichtigen nachgewiesen werden (Schweighauser, a.a.O., § 29 

N 109). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass kein Abzug möglich ist, wenn der 

Steuerpflichtige die Verwaltung seiner Vermögens selber besorgt (Schweighauser, a.a.O., § 29 

N 107). Demnach kann der Pauschalabzug nur auf dem durch Dritte verwalteten Vermögen 

vorgenommen werden (KGE VV vom 10. März 2010, 510 09 400, E. 3.1, 3.2; StGE vom 13. 

August 2010, 510 10 13, E. 6c; StGE vom 2. Juli 2010, 510 10 12, E. 5; StGE vom 26. Juni 

2009, 510 09 11, E. 5c). Eine Kumulation der anerkannten allgemeinen Verwaltungskosten mit 

dem Pauschalabzug ist nicht vorgesehen und widerspricht dem Sinn und Zweck der 3-Promille-

Praxis, die Beweisführung zu erleichtern, indem auf eine Abgrenzung zwischen abzugsfähigen 

und nicht abzugsfähigen Kosten verzichtet wird (KGE VV vom 10. März 2010, 510 09 400, E. 

3.2).  

 

 

3.  a) Vorliegend machte der Rekurrent in seiner Steuererklärung 2014 im Rahmen der 

Staats- und direkten Bundessteuer einen Abzug für Vermögensverwaltungskosten in Höhe von 

Fr. 1‘250.-- geltend, die sich aus diversen Depot- sowie Administrativgebühren in Höhe von Fr. 

162.--, wovon Fr. 80.-- auf die beiden Fondsprodukte der B.____ AG fallen, sowie Vermögens-

verwaltungskosten der B.____ AG in Höhe von Fr. 1‘088.--, zusammensetzen. Die Steuerver-

waltung liess jedoch in ihrer definitiven Veranlagungsverfügung vom 21. Januar 2016 lediglich 

die diversen Depot- und Administrativgebühren in Höhe von Fr. 162.-- zu. In der Einsprache 

vom 21. Januar 2016 brachte der Pflichtige vor, es sei ihm beim Ausfüllen der Steuererklärung 

ein Fehler unterlaufen, da die Vermögensverwaltungskosten der B.____ AG nicht Fr. 1‘088.--, 

sondern Fr. 1‘146.50 betragen würden. Diese seien zum Abzug zuzulassen, da es sich dabei 

nicht um Kosten für eine Anlageberatung, Steuerberatung oder dergleichen, sondern um effek-

tive Kosten für die Führung seiner beiden Fondsprodukte handeln würde. Eine detaillierte Auf-

schlüsselung der in Rechnung gestellten Vermögensverwaltungskosten (Asset Management 

Fees) liegt jedoch nicht vor.  

 

 
 
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 b) Aus den Dispositionsvollmachten betreffend Depot-Nr. 227018 vom 7. Februar 

2005 und betreffend Depot-Nr. 230238 vom 1. Februar 2006 zwischen der damaligen D.____ 

AG, heute B.____ AG, und dem Rekurrenten ist zu entnehmen, dass eine Vollmacht über die 

jeweiligen Guthaben, Wertpapiere und sonstige Vermögenswerte der entsprechenden Kon-

ten/Depots in der Weise ausgesprochen wurde, dass der Bevollmächtigte Aufträge und Wei-

sungen (Dispositionen) nach eigenem Ermessen und ohne vorherige Zustimmung erteilen 

kann. Die Befugnis zur Disposition umfasst insbesondere den An- und Verkauf von in der 

Schweiz zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds. Des Weiteren wurde in den Dispositi-

onsvollmachten geregelt, dass für den Fall, dass das Depot nach Ablauf des Kalenderjahres 

einen Nettozuwachs von mehr als 10 % aufweist, dem Vermögensverwalter eine Gewinnbeteili-

gung von 15 % (zzgl. MWST) des Nettogewinnes zusteht und dass die Vermögensverwal-

tungsgebühr pro Kalendervierteljahr 0.2 %, resp. 0.45 % (zzgl. MWST) des Depotwerts beträgt. 

Aus den Portfolio-Wertentwicklungen der Konto-Nr. 230238 sowie Konto-Nr. 227018 vom 

20.01.2015 geht hervor, dass das Vermögen im Kalenderjahr per 31. Dezember 2014 um 5.30 

%, resp. um 6.08 % zugenommen hat. Solche Wertzunahmen sind auf ein aktives Bewirtschaf-

ten des Portfolios zurückzuführen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die B.____ AG gemäss 

Dispositionsvollmachten nach freien Ermessen Investmentfonds an- und verkaufen kann. Fer-

ner kommt wie bereits hiervor dargelegt hinzu, dass der Steuerpflichtige diejenigen Tatsachen 

zu beweisen hat, die seine Steuerschuld mindern. Der Rekurrent hat vorliegend keinen Beweis 

erbracht, der darauf schliessen lässt, dass die Vermögensverwaltungskosten der B.____ AG 

lediglich der Werterhaltung seines Vermögens dienen würden oder wie sich die in Rechnung 

gestellten Asset Management Fees im Detail zusammensetzen. Daher ist festzuhalten, dass es 

sich bei den Vermögensverwaltungskosten der B.____ AG in Höhe von Fr. 1‘146.50 um nicht 

abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten handelt.  

 

c) Da es sich vorliegend bei den Kosten der B.____ AG um nicht abzugsfähige 

Vermögensverwaltungskosten handelt, ist über die Anwendung der 3-Promille-Praxis zu befin-

den. Bei der Überprüfung, ob die Steuerverwaltung in ihrem Einsprache-Entscheid vom 5. Au-

gust 2016 die Grundsätze der 3-Promille-Praxis eingehalten hat, hat das Steuergericht festge-

stellt, dass im Ergebnis der korrekte Betrag errechnet wurde, der Steuerverwaltung jedoch bei 

dessen Herleitung ein Fehler unterlaufen ist. Die Steuerverwaltung hat den errechneten Pau-

schalabzug von Fr. 258.20 (86‘074.70 x 0.003) um die im Zusammenhang mit den Fondspro-

dukten anerkannten Depotgebühren in Höhe von insgesamt Fr. 80.-- auf Fr. 178.20 reduziert 

und diesen Betrag wiederrum mit den übrigen anerkannten allgemeinen Vermögensverwal-

tungskosten in Höhe von Fr. 82.-- (Fr. 60.-- + Fr. 12.-- + Fr. 10.--) kumuliert. Eine Kumulation 

 
 
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des Pauschalabzuges mit den anerkannten Vermögensverwaltungskosten ist, wie bereits hier-

vor ausgeführt, nicht vorgesehen. Die korrekte Herleitung des Pauschalabzuges ist demnach 

wie folgt: Der Rekurrent lässt insgesamt Fr. 86‘074.95 seines Wertschriftenbestandes durch die 

B.____ AG fremdverwalten, sodass dem Pflichtigen nach Anwendung der 3-Promille-Praxis ein 

Abzug von rund Fr. 260.-- (86‘074.95 x 0.003) zu gewähren ist. Da der errechnete Pauschalab-

zug von Fr. 260.-- um Fr. 98.-- höher ist, als der in der Veranlagungsverfügung vom 21. Januar 

2016 anerkannte Abzug für die Vermögensverwaltungskosten in Höhe von Fr. 162.--, wird der 

letztgenannte durch den Pauschalabzug ersetzt und dem Pflichtigen somit gestützt auf die 3-

Promille-Praxis ein Abzug für die Vermögensverwaltungskosten in Höhe von Fr. 260.-- gewährt.  

 

 

4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sich bei den Vermögensverwal-

tungskosten der beiden Fondsprodukte Konto-Nr. 227018 und Konto-Nr. 230238 der B.____ 

AG um nicht abzugsfähige Kosten handelt. Der Pauschalabzug gemäss der 3-Promille-Praxis 

ist für den Rekurrenten die günstigere Variante, weshalb für die Staatssteuer 2014 nicht die 

effektiv nachgewiesenen abzugsfähigen Verwaltungskosten in Höhe von insgesamt Fr. 162.-- 

sondern der Pauschalabzug in Höhe von rund Fr. 260.-- für die Veranlagungsverfügung vom 

21. Januar 2016 massgebend ist. Im Ergebnis ist der Steuerverwaltung im Einsprache-

Entscheid vom 5. August 2016 zuzustimmen. 

 

Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.  

 

 

5. Ausgangsgemäss sind dem unterliegenden Rekurrenten die Verfahrenskosten in Höhe 

von Fr. 500.-- aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes vom 16. 

Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO]). 

  

 
 
Seite 9   

Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 2. Der Rekurrent hat gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 500.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden.  

 3. Mitteilung an den Rekurrenten (1), die Gemeinde E.____ (1) und die Steuerverwaltung 

des Kantons Basel-Landschaft (3).