# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83f19ad5-d775-50e8-b3d7-4761b7321a1a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.08.2025 VR3 2024 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-41_2025-08-25.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 25. August 2025
mitgeteilt am 27. August 2025

[Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am 
Bundesgericht hängig (1C_555/2025)]

Referenz VR3 24 41

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Schmid Christoffel, Vorsitz
Brun, Audétat, Righetti, von Salis 
Parolini, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just

gegen 

Regierung des Kantons Graubünden
Graues Haus, Reichsgasse 35, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Departement für Volkswirtschaft und Soziales 
Graubünden

und

Gemeinde Tamins
Aligstrasse 1, 7015 Tamins
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally

Gegenstand Teilrevision Ortsplanung "Gewässerräume"

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Sachverhalt

A. A._____ ist u.a. Eigentümer der 10'733 m2 umfassenden Parzelle Z.1._____, 
Plan Z.2._____, "B._____", im Grundbuch der Gemeinde Tamins. Diese liegt 
gemäss rechtskräftiger Nutzungsplanung aus dem Jahr 2008 zum grössten Teil in 
der Landwirtschaftszone und zu einem geringen Teil im Wald. Zudem grenzt sie an 
das Quartierplangebiet C._____ mit den Parzellen Z.3._____, Z.4._____, 
Z.5._____, Z.6._____, Z.7._____, Z.8._____, Z.9._____ und Z.10._____. 

B. Der (projektbezogene) Quartierplan C._____ war im Jahr 2015 rechtskräftig 
beschlossen worden. Auf Ersuchen der hauptsächlich betroffenen 
Grundeigentümerin hin gab die Gemeinde im Jahr 2018 die Absicht bekannt, den 
Quartierplan zu revidieren und in diesem Zusammenhang u.a. auch den Dorfbach 
zu verlegen. Mit Entscheid vom 6. Oktober 2020 leitete die Gemeinde ein Verfahren 
auf Revision des Quartierplans ein. Nachdem ein Entwurf des revidierten 
Gestaltungsplans öffentlich aufgelegt worden war, teilte die Gemeinde mit 
Schreiben vom 1. Februar 2022 den Verfahrensbeteiligten mit, dass das 
Einsprache- und Genehmigungsverfahren betreffend Revision des Quartierplans 
C._____ bis zur Genehmigung der hängigen Nutzungsplanung betreffend 
Gewässerraumausscheidung sistiert werde.

C. Geplant ist im Gebiet C._____ eine Neugestaltung mit Umlegung und 
Offenlegung des derzeit unterirdisch das ganze Gebiet querenden Dorfbaches. Als 
Grundlage dient der seitens der Grundeigentümerin in Auftrag gegebene 
Evaluationsbericht "Umlegung Dorfbach Tamins / Evaluation möglicher 
Massnahmen zur ökologischen Gestaltung des Gewässers" von D._____, 
D.1._____, Büro für Fischereifragen und Gewässerökologie vom Dezember 2020. 
Gemäss deren Beurteilung würde sich der Bach natürlicherweise einen Weg 
entlang der Falllinie durch das Gelände suchen, was allerdings eine Verringerung 
der Ausnützungsziffer der – geplanten – Überbauung mit sich bringen würde. 
Entsprechend solle die neue Linienführung in Absprache mit dem Kanton nicht in 
der Falllinie, sondern entlang der nordwestlichen und südlichen Berandungen der 
geplanten Überbauung verlaufen. Dazu soll das Wasser teilweise in ein Gerinne mit 
hangseitigen Stützmauern und überbauungsseitig lokalen Dämmen verlegt werden, 
sowie teilweise in einem Entlastungsstollen abfliessen. Dabei gelte es, einen 
Kompromiss zwischen ökologisch sinnvollem Abfluss und Hochwasserschutz mit 
zugehörigen Verbauungen zu finden. Als Fazit wurde festgehalten, dass mit einer 
guten Planung ein wertvolles neues Habitat geschaffen werden könne, auch wenn 
die Linienführung nicht dem natürlichen Verlauf des Gewässers entspreche und mit 
Uferverbauungen zu arbeiten sei.

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D. An der Gemeindeversammlung vom 18. Mai 2022 beschlossen die 
Stimmberechtigten der Gemeinde Tamins die Ortsplanungs-Teilrevision betreffend 
Ausscheidung der Gewässerraumzonen. Sie verabschiedeten den Zonenplan 
1:2000 Dorf, Gewässerräume, u.a. mit einem Gewässerraum von 11 Metern Breite 
für die geplante Umlegung des Dorfbaches, den Zonenplan 1:5000 Tamins, 
Gewässerräume, und den Zonenplan 1:5000 Kunkels, Gewässerräume. Neben 
diesen Planungsmitteln reichte die Gemeinde der Regierung u.a. auch den 
Planungs- und Mitwirkungsbericht vom 23. Mai 2022 (nachfolgend PMB) ein. 

E. Die Beschwerdeauflage erfolgte vom 6. Juni 2022 bis zum 5. Juli 2022 (vgl. 
eKAB-Nr. 00.069.949). Gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss erhob 
A._____ am 4. Juli 2022 Planungsbeschwerde an die Regierung des Kantons 
Graubünden. 

F. Die Regierung des Kantons Graubünden erliess am 27. Februar 2024, 
mitgeteilt am 28. Februar 2024, den Entscheid betreffend die Planungsbeschwerde 
von A._____ (PB 27/22; Protokoll Nr. 151/2024; nachfolgend 
Beschwerdeentscheid). Gleichentags erliess sie auch den Entscheid betreffend 
Genehmigung der Ortsplanungs-Teilrevision "Gewässerräume" (Protokoll 
Nr. 150/2024; nachfolgend Genehmigungsentscheid). 

G. Gegen letzteren Entscheid erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 
am 15. April 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 
(seit dem 1. Januar 2025 Obergericht) mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Genehmigungsbeschluss sei vollumfänglich 
aufzuheben und die an der Gemeindeversammlung vom 18. Mai 2022, 
Teilrevision Ortsplanung Gewässerräume Zonenplan 1:2000 Dorf, 
beschlossene Änderung der Gewässerraumausscheidung, 
insbesondere auf den Grundstücken Nrn. Z.3._____, Z.4._____, 
Z.5._____, Z.7._____ und Z.10._____, Grundbuch Tamins, sei nicht zu 
genehmigen. 

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

In beweisrechtlicher Hinsicht beantragte er den "Beizug der Verfahrensakten 
betreffend den Quartierplan C._____ inkl. Revision" aus Händen der Gemeinde 
Tamins sowie die Durchführung eines Augenscheins. In materieller Hinsicht brachte 
der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz sei ihrer Pflicht zur umfassenden Prüfung 
nicht nachgekommen, weil sie den Sachverhalt in wesentlichen Punkten 
unvollständig festgestellt und darauf abstellend die Interessenabwägung nicht in 

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genügender Form vorgenommen habe. Vorliegend stelle sich die Frage, ob 
angesichts des rechtskräftigen Quartierplans 2015, in dem ein offener Bachverlauf 
verbindlich vorgeschrieben werde, noch von einem eingedolten Gewässer die Rede 
sein könne. Jedenfalls hätten die Überlegungen, die bei der Festsetzung des 
dortigen Verlaufs eine Rolle gespielt hätten, bei der aktuellen 
Gewässerraumausscheidung auch berücksichtigt werden müssen. Auch müsse das 
Projekt den früheren Verhältnissen bestmöglich Rechnung tragen, was vorliegend 
nicht der Fall sei. Selbst wenn auf der Siegfriedkarte von 1874 nur ein ungefährer 
Verlauf ersichtlich sei, zeige diese, dass der Bach nach dem Dorf in direkter Linie in 
Richtung des fraglichen Quartierplangebiets geflossen sei, ähnlich wie im 
Quartierplan 2015 festgehalten. Mit der geplanten unnatürlichen Verlegung in den 
Hang habe die Gemeinde ihr Ermessen klar überschritten. Art. 37 GSchG sei kein 
Freipass für jegliche noch so unvernünftige Massnahme. Vielmehr sei diese 
Bestimmung nur dann anwendbar, wenn die umfassende Interessenabwägung für 
eine allenfalls nicht optimale Massnahme spreche. Die Gemeinde habe mit dem 
Quartierplan 2015 selbst gezeigt, dass eine Überbauung auch mit einer offenen 
Linienführung möglich sei. Weder die Gemeinde noch die Vorinstanz hätten 
dargelegt, dass mit der neuen Bebauungsvariante die raumplanerischen Ziele 
besser verwirklicht werden könnten. Die angeführten Erschwernisse – mehrere 
Bachüberführungen und Erschwerung der unterirdischen Parkierungsanlage – 
würden nicht näher erläutert. Diese dürften sich wohl auf finanzielle Interessen der 
Grundeigentümerin beschränken. Ein öffentliches Interesse an der Bachverlegung 
sei nicht ersichtlich. Das Interesse dürfte sich damit auf Renditeüberlegungen der 
privaten Bauherrschaft reduzieren. Die Gewässerraumausscheidung verletze 
sämtliche Grundsätze, die bei der Renaturierung von eingedolten Gewässern zu 
beachten seien. Es sei nicht ersichtlich, wie die unnatürliche Linienführung 
langfristig das natürliche Funktionieren des Gewässers sicherstellen solle. 

H. Mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2024 beantragte die Gemeinde Tamins 
(nachfolgend Gemeinde), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei 
diese abzuweisen. Sie hielt vorab, zwecks Vermeidung von Missverständnissen 
u.a. fest, dass die Gewässerraumausscheidung im Quartierplan 2015 in rechtlicher 
Hinsicht wahrscheinlich bereits ursprünglich nicht korrekt erfolgt, jedoch spätestens 
ab dem 1. April 2019 hinfällig geworden sei, weil mit Inkrafttreten von Art. 37a KRG 
die Gewässerraumausscheidung zwingend auf Stufe Grundordnung erfolgen 
müsse und der Quartierplan 2015 gemäss Art. 21 Abs. 1 Satz 2 KRVO (Anpassung 
bei geänderten Vorschriften der Grundordnung) angepasst werden müsse. Deshalb 
und aufgrund des Stufenbaus der Raumplanungsgesetzgebung komme dem 

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Quartierplan 2015 keine präjudizierende Wirkung für die erstmalige 
Gewässerraumausscheidung auf Stufe Grundordnung zu.

Das Fehlen der Beschwerdelegitimation begründete die Gemeinde mit der 
fehlenden Betroffenheit bzw. Beziehungsnähe und dem Fehlen von 
entsprechenden Immissionen durch das fragliche Gewässer. Ein praktischer 
Nutzen fehle schon deshalb, weil im Bereich bis zu 150 Metern Entfernung von der 
Parzelle des Beschwerdeführers sowohl gemäss der von ihm verlangten wie auch 
gemäss der angefochtenen Gewässerraumausscheidung eine Überbauung 
realisiert werde bzw. sich an der Überbaubarkeit nichts ändere. Eine mögliche 
künftige Einzonung der teils im Wald teils in der Landwirtschaftszone liegenden 
Parzelle Z.1._____ des Beschwerdeführers sei, entgegen den Ausführungen der 
Regierung, wegen des Rodungsverbots (Art. 5 WaG) ausgeschlossen bzw. 
deshalb, weil es sich um Fruchtfolgeflächen handle (Art. 30 Abs. 1bis RPV). 

In materieller Hinsicht brachte die Gemeinde als Eventualbegründung vor, es dürfte 
unbestritten sein, dass die vorgesehene Ausdolung im Bereich C._____ zu einer 
ökologischen Verbesserung des Gewässers führe und damit in Kombination mit 
einer Verbauung/Korrektur grundsätzlich zulässig sei, sofern die übrigen 
Voraussetzungen von Art. 37 GschG erfüllt seien. Bei der Wiederherstellung des 
früheren Gewässerverlaufs komme der Vollzugsbehörde ein gewisser Spielraum für 
die vorzunehmende umfassende Interessenabwägung zu, wobei auch das 
raumplanerische Ziel des haushälterischen Umgangs mit dem Boden und das 
Verdichtungsgebot berücksichtigt werden müssten. Mit der vorliegenden 
Gewässerraumausscheidung werde ein Ausdolungs- und Bauprojekt ermöglicht, 
mit dem die ökologische Funktion des Fliessgewässers massiv aufgewertet und 
eine dem Gebot der haushälterischen Bodennutzung und der angemessenen 
Verdichtung entsprechende Wohnüberbauung realisiert werden könne. Damit seien 
die Vorgaben von Art. 37 Abs. 2 GSchG erfüllt. In jedem Fall hätten weder 
Gemeinde noch Regierung den ihnen zustehenden Ermessensspielraum 
überschritten. Im Übrigen entgegnete die Gemeinde dem Beschwerdeführer, dass 
(vernünftige) Rentabilitätsinteressen der Bauherrschaft legitime Interessen seien 
und sich mit dem öffentlichen Interesse an einer zeitnahen Baulandmobilisierung 
deckten. Bezüglich der neuen Linienführung würden die öffentlichen Interessen 
überwiegen, nämlich die haushälterische Bodennutzung mit angemessener 
Verdichtung, die Einordnung der Überbauung in das Orts- und Landschaftsbild 
sowie die Wohnqualität bei autofreiem Wohnbereich.

I. Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2024 beantragte die Regierung unter 
Verweis auf die Erwägungen im angefochtenen Beschwerdeentscheid vom 

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27. Februar 2024 bzw. den gleichentags ergangenen Genehmigungsentscheid die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig reichte sie die Akten 
betreffend die Gesamtrevision der Ortsplanung vom 21. August 2008 (rechtskräftige 
Planung) und die Akten der Teilrevision der Ortsplanung Gewässerräume vom 
18. Mai 2022 (angefochtene Planung) ins Recht. 

J. Mit Replik vom 1. Juli 2024 bestätigte der Beschwerdeführer seine 
Rechtsbegehren und hielt daran fest, dass er zur Beschwerdeerhebung legitimiert 
sei, zumal der nördliche Ausläufer des Dorfbaches, der über seine Parzellen 
Z.1._____, Z.11._____ und Z.12._____ fliesse, von der Ausgestaltung des 
südlichen Ausläufers und den damit verbundenen Auswirkungen auf den 
Wasserfluss, insbesondere aufgrund seiner Funktion als Hochwasserentlastung, 
beeinflusst werde. Materiell-rechtlich rügte er eine unvollständige 
Sachverhaltsfeststellung bzw. eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, weil 
entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerinnen der ursprüngliche 
Bachverlauf anhand der eingereichten Siegfriedkarte von 1874 und einem Auszug 
aus der Landeskarte von 1934 eruierbar sei. Dieser entspreche im Wesentlichen 
dem Bachverlauf gemäss Quartierplan 2015. Die Interessenabwägung habe folglich 
auf der Grundlage eines ungenügend festgestellten Sachverhalts und damit zu 
Ungunsten des Gewässerschutzes stattgefunden. Die Beschwerdegegnerinnen 
würden nicht aufzeigen, worin die unbefriedigende Überbauungslösung gemäss 
Quartierplan 2015 bestehe. Dass entgegen deren Behauptungen grosse 
oberirdische Parkierungsanlagen zu erstellen seien, sei tatsachenwidrig. Eine 
autofreie Überbauung sei auch im Rahmen des bestehenden Quartierplans 
realisierbar. Unklar sei, worin das lediglich behauptete ernsthafte planerische und 
finanzielle Hindernis bestehe, dass im Falle des Quartierplans 2015 zwei 
Tiefgaragen gebaut werden müssten. Klare planerische Vorteile einer einzigen 
Tiefgarage lägen nicht vor. Eine solche stelle lediglich einen subjektiven 
Gestaltungswunsch im Hinblick auf eine höhere Rendite der Grundeigentümerin 
dar. Bei genauerer Betrachtung der Umstände und des zeitlichen Ablaufs (z.B. Kauf 
der für die Überbauung nötigen Grundstücke durch die Grundeigentümerin im 
Dezember 2016) müsse davon ausgegangen werden, dass von Anfang an keine 
umfassende Interessenabwägung stattgefunden habe, sondern reine 
Renditeüberlegungen massgeblich gewesen seien, dass die Gemeinde mithin 
bereits im 2018 klare Vorstellungen davon gehabt habe, wie der Quartierplan zu 
revidieren sei, obwohl der Einleitungsbeschluss erst zwei Jahre später ergangen 
sei, bzw. dass die Grundeigentümerin klare Vorstellungen davon gehabt habe, wie 
sie das Areal entgegen der geltenden Nutzungsordnung ohne Berücksichtigung des 
Gewässer- und Hochwasserschutzes überbauen wolle. Bei einer raumplanerisch 

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vergleichbaren Ausgangslage müssten die Interessen des Gewässer- und 
Hochwasserschutzes für die Ausscheidung des Gewässerraums ausschlaggebend 
sein. Selbst wenn die Gewässerraumfestlegung mit dem unnatürlichen Bachverlauf 
rechtmässig wäre, müsste diese wegen der Notwendigkeit, einen 
Entlastungsstollen eingedolt neu zu bauen, an Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG scheitern, 
da die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung für eine neue Eindolung 
nicht gegeben wären.

K. Mit Duplik vom 7. August 2024 bestätigte die Gemeinde ihre Rechtsbegehren 
und vertiefte ihren Standpunkt. Insbesondere legte sie dar, dass die beiden 
Wasserentnahmepunkte für den nördlichen Ausläufer des Dorfbaches oberhalb des 
seitens des Beschwerdeführers beanstandeten Teils der Linienführung lägen und 
die Linienführung unterhalb dieser Punkte somit keinen Einfluss auf die 
Wasserführung im nördlichen Ausläufer habe, womit der Beschwerdeführer daraus 
weder eine spezifische Beziehungsnähe noch einen praktischen Nutzen ableiten 
könne. In materieller Hinsicht betonte die Gemeinde, es sei unbestritten, dass das 
frühere Gewässer vor mehreren Generationen komplett eingedolt worden sei. Da 
die mit der ausgeschiedenen Gewässerraumzone vorgesehene neue 
Linienführung, die mit der ursprünglichen nicht übereinstimme, rechtmässig sei, 
müsse auch der frühere Verlauf des Baches nicht rekonstruiert werden. Was der 
Beschwerdeführer bezüglich der Interessenabwägung vorbringe, sei nicht 
überzeugend. Insbesondere sei eine vernünftige unterirdische Parkierung aufgrund 
des im Quartierplan 2015 vorgesehenen Gewässerverlaufs nicht sinnvoll möglich 
bzw. wäre sie bautechnisch wie finanziell unsinnig. Die vom Beschwerdeführer 
vorgebrachte Rüge, die Entlastungsleitung sei unzulässig, sei verfrüht, weil nicht 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, und im Übrigen auch materiell 
unbegründet, weil Eindolungen in Art. 38 Abs. 2 GSchG vorgesehen seien und 
solche Entlastungsleitungen gerade in überbauten Gebieten eine ideale Lösung für 
den Hochwasserschutz bildeten.

L. Mit Schreiben vom 26. August 2024 verzichtete die Regierung auf die 
Einreichung einer Duplik.

M. Mit Stellungnahme vom 9. September 2024 hielt der Beschwerdeführer an 
seinen Anträgen und Ausführungen fest. Insbesondere verwies er darauf, dass der 
nördliche Ausläufer bekanntlich die Funktion einer Hochwasserentlastung habe, 
weshalb er im Hochwasserfall mehr als ein Dritter von der 
Gewässerraumausscheidung betroffen sei und er ein Interesse daran habe, dass 
der neue Gewässerverlauf möglichst alles Wasser aufnehmen könne, was beim 
geplanten Verlauf nicht der Fall sei. Entgegen den Ausführungen der Gemeinde 

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treffe es nicht zu, dass der natürliche Verlauf nicht entscheidrelevant sei, vielmehr 
beeinflusse der Grundsatz, dass dieser möglichst beibehalten oder 
wiederhergestellt werden solle, die Interessenabwägung entscheidend. Die von der 
Gemeinde angeführte "Testplanung" stelle eine reine Behauptung ohne 
Beweischarakter dar. Eine Bebauung im Rahmen des bestehenden Quartierplans 
2015 sei ohne Weiteres realisierbar. Eine Entlastungsleitung wäre 
bewilligungsfähig, wenn sie einzig im Hochwasserfall Wasser führen würde. Da sie 
aber während der gesamten Schneeschmelze Wasser führe, wäre Art. 38 Abs. 2 
lit. a GSchG nicht erfüllt. Würde die Gewässerraumfestlegung genehmigt, führte 
dies zur Notwendigkeit einer materiell rechtswidrigen Entlastungsleitung. Die 
Gewässerraumausscheidung widerspreche folglich dem Gewässerschutzgesetz.

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des Kan-
tons Graubünden fusioniert, das ab diesem Datum die Verwaltungsgerichtsbarkeit 
ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des Kantons Graubünden; 
BR 110.100). Gemäss Art. 122 Abs. 5 GOG (BR 173.000) werden Verfahren, die 
bei Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 1. Januar 2025) beim Kantons- oder 
Verwaltungsgericht hängig sind, auf diesen Zeitpunkt hin dem Obergericht 
übertragen. Das vorliegende Verfahren mit der ursprünglichen Verfahrensnummer 
R 24 41 wurde ab diesem Zeitpunkt als Verfahren VR3 24 41 weitergeführt.

2. Damit das Gericht auf eine Beschwerde eintritt, die Sache materiell prüft und 
einen Sachentscheid fällt, müssen die Prozessvoraussetzungen erfüllt sein. Dazu 
gehören u.a. die Zuständigkeit der Rechtsmittelinstanz, die Anfechtbarkeit des 
Entscheidobjekts und die (Beschwerde-)Legitimation. Die angerufene Behörde prüft 
von Amtes wegen, ob diese gegeben sind.

2.1.1. Gemäss Art. 102 Abs. 1 KRG (BR 801.100) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. d VRG 
(BR 370.100) können Entscheide der Regierung über die Genehmigung von 
kommunalen Grundordnungen sowie über Planungsbeschwerden mit Beschwerde 
an das Obergericht weitergezogen werden. 

2.1.2. Gemäss Wortlaut des Rechtsbegehrens des Beschwerdeführers richtet sich 
seine Beschwerde gegen den "angefochtenen Genehmigungsbeschluss" der 
Regierung. Der Beschwerdeentscheid der Regierung hingegen wird im 
Rechtsbegehren nicht erwähnt, weshalb sich die Frage stellt, ob der 

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Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde das richtige Anfechtungsobjekt ins Auge 
gefasst hat. Mit dem Genehmigungsentscheid (Protokoll Nr. 150/2024) genehmigte 
die Regierung die revidierten Zonenpläne (vgl. act. C.2.1, Dispositiv-Ziff. 1), mit dem 
Beschwerdeentscheid (PB 27/22; Protokoll Nr. 151/2024) wies sie die gegen den 
Gemeindeversammlungsbeschluss erhobene Planungsbeschwerde ab (vgl. 
act. B.1 und C.2.2, jeweils Dispositiv-Ziff. 1). Es handelt sich somit um zwei 
unterschiedliche Anfechtungsobjekte mit unterschiedlichem Inhalt, die jedoch in der 
Sache selbst zusammenhängen, was sich auch aus Dispositiv-Ziff. 2 des 
Genehmigungsentscheids ergibt, in dem darauf verwiesen wird, dass die 
Planungsbeschwerde in einem separaten Regierungsbeschluss behandelt werde. 
Würde das Gericht die vorliegende Beschwerde gutheissen sowie antragsgemäss 
nur den Genehmigungsbeschluss aufheben, würde der abschlägige 
Beschwerdeentscheid gegen die Ortsplanungs-Teilrevision in Rechtskraft 
erwachsen, womit zwei sich widersprechende Entscheide im Raum stehen würden, 
was zu vermeiden ist.

Das Gericht kann daher entweder auf die Beschwerde nicht eintreten, weil nicht 
beide Entscheide angefochten wurden, oder auf die Beschwerde eintreten, weil 
beide Entscheide derart verknüpft sind, dass mit der Anfechtung des einen auch die 
Anfechtung des anderen mitgemeint sein muss. Letzteres ergibt sich im 
vorliegenden Fall aus dem Rubrum der Beschwerdeschrift, wo der 
Beschwerdeentscheid (PB 27/22; Protokoll Nr. 151/2024) (nicht jedoch der 
Genehmigungsentscheid) aufgeführt ist, und auch aus der Begründung der 
Beschwerde, in der nur noch vom Beschwerdeentscheid die Rede (vgl. z.B. 
Beschwerde Ziff. II./2, S. 2, III./11-14, S. 7 ff., Replik Ziff. III./2.2) und nur dieser als 
Beweismittel aufgeführt ist (vgl. Ziff. II./2, S. 2). 

Abgesehen davon besteht keine gefestigte Praxis, wonach das Gericht auf 
Beschwerden nicht eintreten würde, die sich nur gegen den Beschwerdeentscheid, 
nicht aber gegen den Genehmigungsentscheid richten (vgl. Urteil des Obergerichts 
des Kantons Graubünden VR3 24 45 vom 18. Februar 2025 E. 2.8 f. mit Hinweis 
auf Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 22 14 vom 16. Mai 
2023 und R 21 18 vom 9. September 2022), was grundsätzlich auch in der 
umgekehrten Konstellation gelten muss, dass nur gegen den 
Genehmigungsentscheid, nicht aber gegen den Beschwerdeentscheid Beschwerde 
erhoben wurde. Folglich kann vorliegend von einem tauglichen Anfechtungsobjekt 
ausgegangen und diese Eintretensvoraussetzung bejaht werden. 

2.2. Seitens der Gemeinde wird die Beschwerdelegitimation des 
Beschwerdeführers bestritten, weshalb diese im Nachfolgenden vorab zu prüfen ist.

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2.2.1. Zur Beschwerde legitimiert ist u.a., wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 
hat (Art. 50 VRG). Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG (SR 700) hat das kantonale 
Recht die Legitimation für die Beschwerde gegen raumplanerische Verfügungen 
und Nutzungspläne mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zu gewährleisten. Zur 
Beschwerde ist gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am 
Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a), 
durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (lit. b) und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (lit. c). 

Zur Anfechtung eines Entscheids ist nur legitimiert, wer von diesem stärker als 
jedermann betroffen ist und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen 
Beziehung zur Streitsache steht (HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes 
Umweltschutzrecht, 7. Aufl. 2022, S. 608 f.). Verlangt wird neben der formellen 
Beschwer, dass der Beschwerdeführer über eine spezifische Beziehungsnähe zur 
Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids zieht (BGE 141 II 50 E. 2.1, BGE 137 II 
30 E. 2.2.2).

2.2.2. Die Gemeinde bestritt im Sinne einer Gesamtwürdigung sowohl die 
spezifische Beziehungsnähe wie auch einen praktischen Nutzen des 
Beschwerdeführers. Sie führte aus, die Distanz zwischen dem nach der Ausdolung 
beginnenden Gewässerraum und dem nächstgelegenen Teil des Grundstücks 
Z.1._____ des Beschwerdeführers betrage zwar nur rund 83 Meter. Dabei handle 
es sich aber um einen schmalen Waldstreifen, der aufgrund des Rodungsverbots 
nur als Wald und nie anders genutzt werden könne und damit mit Sicherheit nie zu 
einer Bauzone werde. Die Distanz vom landwirtschaftlich genutzten Teil der 
Parzelle Z.1._____ bis zum Gewässerraum, wie er nach den Vorstellungen des 
Beschwerdeführers verlaufen sollte, betrage rund 150 Meter, bzw. bis zum 
geplanten Gewässerraum noch mehr. Es sei ausgeschlossen, dass das fragliche 
Gewässer auf der Parzelle des Beschwerdeführers Immissionen verursachen 
werde. Auch könne der geforderte praktische Nutzen nicht darin bestehen, dass der 
Beschwerdeführer mit seinem Rechtsmittel eine bauliche Nutzung in der Nähe 
seiner Parzelle verhindern könnte, denn in beiden Konstellationen werde eine 
Überbauung realisiert. Da es sich bei Parzelle Z.1._____ um Fruchtfolgeflächen 
handle, deren Einzonung zu 100 % ausgeschlossen sei (Art. 30 Abs. 1bis RPV 
[SR 700.1]), könne auch eine mögliche Einzonung zu Bauland ausgeschlossen 
werden, weshalb das Kriterium der Beziehungsnähe strenger zu beurteilen sei. In 

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der Duplik bestritt die Gemeinde eine spezifische Beziehungsnähe sowie einen 
praktischen Nutzen auch deswegen, weil die beiden Wasserentnahmepunkte für 
den nördlichen Ausläufer des Dorfbaches oberhalb des seitens des 
Beschwerdeführers beanstandeten Teils der Linienführung lägen und somit keinen 
Einfluss auf die Wasserführung im nördlichen Ausläufer hätten.

2.2.3. In ihrer Vernehmlassung verwies die Regierung auf den angefochtenen 
Beschwerdeentscheid. Dort hatte sie das Eintreten auf die Beschwerde damit 
begründet, dass die Ausscheidung des Gewässerraums Auswirkungen auf die 
konkret möglichen baulichen Massnahmen auf den Parzellen Z.7._____ und 
Z.3._____ habe. Zu Ersterer betrage die Distanz von der Parzelle des 
Beschwerdeführers 95 Meter, was einer räumlichen Nähe gleichkomme, die nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung regelmässig zur Bejahung der Legitimation 
führe. Weiter erscheine es möglich, dass die durch die Bachverlegung bedingte 
Verschiebung der Bauten im Quartierplanperimeter zu einer Zunahme von 
Immissionen auf der Parzelle des Beschwerdeführers führen könnten. Auch könne 
nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass das am Bauzonenrand gelegene 
Landwirtschaftsland des Beschwerdeführers dereinst eingezont und überbaut 
werden könnte.

2.2.4. Gemäss dem Beschwerdeführer verkennt die Gemeinde, dass sich der 
Dorfbach im Bereich C._____ in zwei Ausläufer aufteile. Der südliche Ausläufer sei 
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Dieser verlaufe in Richtung 
Südosten, bevor er in den Rhein münde. Der nördliche Ausläufer verlaufe eingedolt 
in Richtung Osten unter der Überbauung am F._____weg entlang und 
anschliessend offen durch die Landwirtschaftszone, u.a. auch auf seinen Parzellen 
Z.1._____, Z.11._____ und Z.13._____. Die Ausgestaltung des südlichen 
Ausläufers und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Wasserfluss würden 
den nördlichen Ausläufer des Dorfbaches, insbesondere in seiner Funktion als 
Hochwasserentlastung, beeinflussen, weshalb er im Hochwasserfall mehr als ein 
Dritter von der Gewässerraumausscheidung betroffen sei. Entgegen den 
Ausführungen der Gemeinde spiele es keine Rolle, ob die möglichen Immissionen, 
wozu auch der Wasserfluss zu subsumieren sei, innerhalb oder ausserhalb der 
Bauzone anfallen würden. Deshalb spiele es auch keine Rolle, ob die Einzonung 
einer Fruchtfolgefläche unwahrscheinlich sei. Jedenfalls sei die Behauptung, auf 
der Parzelle Z.1._____ könne nie etwas gebaut werden, unzutreffend. 

2.2.5. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen hat und damit formell beschwert ist (Art. 89 Abs. 1 lit. a 
BGG; HÄNNI, a.a.O., S. 608 f.). Fraglich ist, ob die materielle Beschwer gegeben ist, 

12 / 27

mithin ob der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt ist (Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG) und ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung hat (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG) (HÄNNI, a.a.O., S. 609 f.). 

2.2.5.1. Geht es um ein Bauprojekt muss die Nähe der Beziehung zum 
Streitgegenstand insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein (BGE 141 II 50 
E. 2.1, BGE 137 II 30 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_668/2017 vom 
31. Oktober 2018 E. 2.2 [nicht publiziert in BGE 145 I 156]). Die Rechtsprechung 
bejaht in der Regel die Legitimation von Nachbarn, deren Liegenschaften sich in 
einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden, ohne vertiefte Abklärungen. Bei 
grösseren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung glaubhaft gemacht werden 
(HÄNNI, a.a.O., S. 609; BGE 140 II 214 E. 2.3, BGE 136 II 281 E. 2.3.1; Urteile des 
Bundesgerichts 1C_547/2019 vom 16. April 2020 E. 3.2, 1C_668/2017 vom 
31. Oktober 2018 E. 2.3, 1C_340/2017 vom 25. Juni 2018 E. 1.2.2). Die 
Legitimation ergibt sich aber nicht schon aus der blossen räumlichen Nähe, sondern 
erst aus einer daraus herrührenden besonderen Betroffenheit (HÄNNI, a.a.O., 
S. 609; BGE 140 II 214 E. 2.3, BGE 133 II 181 E. 3.2.2; Urteile des Bundesgerichts 
1C_625/2022 vom 19. August 2024 E. 4, 1C_547/2019 vom 16. April 2020 E. 3.2). 
Der Beeinträchtigung muss ein gewisses Gewicht zukommen, um eine Betroffenheit 
zu begründen, die grösser ist als diejenige der Allgemeinheit (Urteile des 
Bundesgerichts 1C_547/2019 vom 16. April 2020 E. 3.2, 1C_475/2019 vom 
29. Januar 2020 E. 3.3.2). Dabei wird auch betont, dass nicht schematisch auf 
einzelne Kriterien (insbesondere Distanzwerte) abgestellt werden dürfe, sondern 
eine Gesamtwürdigung anhand der konkreten Verhältnisse erforderlich sei 
(BGE 140 II 214 E. 2.3, BGE 136 II 274 E. 2.3.2; Urteil des Bundesgerichts 
1C_625/2022 vom 19. August 2024 E. 4.1.2). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung sind Nachbarn zur Beschwerdeführung gegen ein Bauvorhaben 
legitimiert, wenn sie mit Sicherheit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch 
Immissionen wie Lärm, Staub, Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen 
betroffen werden, die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft 
(BGE 140 II 214 E. 2.3, BGE 136 II 281 E. 2.3.1; Urteile des Bundesgerichts 
1C_625/2022 vom 19. August 2024 E. 4.1.2, 1C_547/2019 vom 16. April 2020 
E. 3.2). 

Neben der spezifischen Beziehungsnähe zur Streitsache muss der 
Beschwerdeführer einen praktischen Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids ziehen, d.h. seine Situation muss durch 
den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst werden können. Das 
schutzwürdige Interesse besteht im Umstand, einen materiellen oder ideellen 

13 / 27

Nachteil zu vermeiden, den der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Ein 
bloss mittelbares oder ausschliesslich allgemeines öffentliches Interesse genügt 
nicht (BGE 142 II 451 E. 3.4.1, BGE 141 II 307 E. 6.4, BGE 138 II 191 E. 5.2; Urteile 
des Bundesgerichts 1C_625/2022 vom 19. August 2024 E. 4.1.1). Insbesondere 
kann ein Beschwerdeführer mit Vorbringen, mit denen er einzig ein allgemeines 
öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt, ohne dass 
ihm im Falle des Obsiegens ein Vorteil entsteht, nicht zur Beschwerde zugelassen 
werden (BGE 141 II 50 E. 2.1, BGE 137 II 30 E. 2.2.3, BGE 133 II 249 E. 1.3.2; 
Urteil des Bundesgerichts 1C_25/2019 vom 5. März 2020 E. 3.1). Das Element des 
praktischen tatsächlichen Nutzens bildet somit ein wichtiges Eintretenskriterium, mit 
dem ein "Ausufern" der Beschwerdemöglichkeiten verhindert werden kann 
(BGE 137 II 30 E. 2.2.3).

Ist die besondere Beziehungsnähe in räumlicher Hinsicht gegeben, braucht das 
Anfechtungsinteresse nicht mit dem Interesse übereinzustimmen, das durch die 
vom Beschwerdeführer als verletzt bezeichneten Normen geschützt wird. Dieser 
kann mithin die Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze 
verlangen, die sich rechtlich oder tatsächlich in dem Sinne auf seine Stellung 
auswirken, dass ihm im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht 
(BGE 141 II 50 E. 2.1). 

2.2.5.2. Wie aus dem rechtskräftigen Zonenplan aus dem Jahr 2008 hervorgeht 
(act. C.1), berühren sich die am Fusse des Kirchhügels gelegene Parzelle 
Z.3._____ und der äusserste, nordwestlichste im Wald gelegene Spickel der 
Parzelle Z.1._____ des Beschwerdeführers im Bereich der Parzelle Z.14._____ 
direkt. Der Dorfbach fliesst im nordwestlichen Teil der Parzelle Z.3._____ ein kurzes 
Stück frei. Die dann folgende Eindolung soll aufgehoben, der Bach verlegt und offen 
geführt werden (PMB S. 27 f., Ziff. 10.4 und Abb. 21 [act. C.2.1]). Der ganze 
entsprechende Bereich wurde in der laufenden Ortsplanungs-Teilrevision als 
Gewässerraumzone ausgeschieden. Wie sich dem genehmigten Zonenplan (act. 
C.2.1) entnehmen lässt, beträgt die Distanz zwischen dem Bereich der 
Gewässerraumzone auf der Parzelle Z.3._____, am Fuss des Kirchhügels, und dem 
fraglichen am nächsten gelegenen, nordwestlichsten Spickel der Parzelle 
Z.1._____, weniger als 100 Meter. Auch die Distanz zwischen dem süd-westlichsten 
Teil der Parzelle Z.1._____, der in der Landwirtschaftszone liegt, und der Parzelle 
Z.7._____ beträgt weniger als 100 Meter (vgl. auch Beschwerdeentscheid S. 10 
[act. B.1]), während die Distanz zum geplanten Gewässerraum auf der Parzelle 
Z.7._____ hingegen mehr als 100 Meter beträgt (vgl. auch Visualisierungen in der 
Vernehmlassung der Gemeinde, S. 6). 

14 / 27

Da die fraglichen Parzellen zumindest in einem Punkt unmittelbar aneinander 
grenzen und ansonsten teilweise weniger als 100 Meter voneinander entfernt sind, 
ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein besonderes Berührtsein 
allein schon aufgrund der räumlichen Nähe zu bejahen. Dass es sich dabei um 
einen schmalen Waldstreifen handelt, der voraussichtlich nie als Bauzone werde 
genutzt werden können, sowie um Fruchtfolgeflächen, die kaum je zu Bauland 
eingezont würden, wie die Gemeinde geltend macht, kann vorliegend nicht 
ausschlaggebend sein. Denn gemäss Bundesgericht ist grundsätzlich nicht auf die 
besondere Beschaffenheit oder Lage einer Parzelle abzustellen, und genauso 
wenig komme es darauf an, ob die benachbarten Parzellen überbaut oder 
überbaubar sind (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 1C_547/2019 vom 
16. April 2020 E. 3.3). 

Darüber hinaus erscheint das Argument der Gemeinde, das Gewässer werde auf 
der dem Beschwerdeführer gehörenden Parzelle keine Immissionen verursachen, 
nicht überzeugend. Wie der Beschwerdeführer darlegte, ist es zumindest denkbar, 
dass der Wasserfluss im fraglichen Dorfbach (südlicher Ausläufer), Auswirkungen 
auf den nördlichen Ausläufer hat, der offen über den südöstlichen Bereich der 
Parzelle Z.1._____ und das Landwirtschaftsland fliesst. Somit kann (noch) nicht 
gesagt werden, es bestehe keine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache und 
der Beschwerdeführer hätte keinerlei praktischen Nutzen aus der allfälligen 
Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids.

2.3. Nach dem Gesagten ist auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde einzutreten (Art. 52 Abs. 1 und Art. 38 Abs. 1 und 2 VRG).

2.4. Das Obergericht entscheidet gemäss Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in 
Fünferbesetzung über Beschwerden gegen Entscheide der Regierung, womit das 
vorliegende, in Fünferbesetzung ergehende Urteil auch hinsichtlich der 
funktionellen Zuständigkeit die gesetzlichen Vorgaben erfüllt.  

3. Amtet die Regierung nicht bloss als Genehmigungs-, sondern wie vorliegend 
auch noch als erste Beschwerdeinstanz und ist das Obergericht somit die zweite 
kantonale Rechtsmittelinstanz, gilt auch in Ortsplanungssachen die Kognition nach 
Art. 51 Abs. 1 VRG. Danach erstreckt sich die Kontrollbefugnis des Obergerichts im 
Beschwerdeverfahren auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder 
Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie auf unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. b). Das streitberufene Gericht 
überprüft demnach Sachverhalt und Rechtsfragen frei. Demgegenüber beurteilt es 
nicht, ob der angefochtene Entscheid zweckmässig und angemessen ist (Urteile 

15 / 27

des Verwaltungsgerichts R 23 20 vom 19. März 2024 E. 2 und R 18 69 vom 
7. Januar 2020 E. 2).

4. Vorliegend geht es um die Ortsplanungs-Teilrevision mit Ausscheidung des 
Gewässerraums gestützt auf Art. 36a GschG (SR 814.20; in Kraft seit dem 
1. Januar 2011) bzw. um die Festlegung der Gewässerraumzonen gestützt auf 
Art. 37a KRG (in Kraft seit dem 1. April 2019). Demnach sind im Kanton 
Graubünden die Gemeinden verpflichtet, den Gewässerraum mittels Ausscheidung 
von Gewässerraumzonen im Zonenplan festzulegen. Massgeblich ist dabei der 
Raumbedarf der oberirdischen Gewässer, der erforderlich ist für die Gewährleistung 
der natürlichen Funktionen der Gewässer (Art. 36a Abs. 1 lit. a GschG), des 
Schutzes vor Hochwasser (lit. b) und der Gewässernutzung (lit. c). Gemäss den 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 der 
Gewässerschutzverordnung (GSchV; SR 814.201) haben die Kantone den 
Gewässerraum bis zum 31. Dezember 2018 festzulegen (Abs. 1). Bis der 
Gewässerraum ausgeschieden ist, gelten die Vorschriften der GSchV (vgl. 
Übergangsbestimmungen Abs. 2 und Art. 108b Abs. 1 KRG), die u.a. bei 
Fliessgewässern die Mindestbreite der Gerinnesohle bestimmt (vgl. Art. 41a 
GSchV). 

4.1. Die Festsetzung des Gewässerraums ist eine raumwirksame Aufgabe und 
im Sinne von Art. 2 Abs. 1 RPG mit anderen Planungen abzustimmen (FRITZSCHE, 
in: Hettich/Jansen/Norer, Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum 
Wasserbaugesetz, 2016, Art. 36a Rz. 38). Bei einer raumwirksamen Tätigkeit ist 
auch Art. 3 RPV zu beachten: Stehen den Behörden bei Erfüllung und Abstimmung 
raumwirksamer Aufgaben Handlungsspielräume zu (was bei der Ausscheidung von 
Gewässerräumen regelmässig der Fall ist), so wägen sie die Interessen 
gegeneinander ab, indem sie die betroffenen Interessen ermitteln, beurteilen und 
auf Grund der Beurteilung im Entscheid möglichst umfassend berücksichtigen 
(FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a Rz. 39).

4.2. Die Festlegung der Gewässerraumzone im Gebiet C._____ hängt mit der 
geplanten zukünftigen Überbauung des Gebiets zusammen. Gemäss den Angaben 
im PMB (act. C.2.1) soll der bisherige kurze offene Abschnitt des Dorfbaches im 
Norden des Gebiets zukünftig nur noch mit einer Restwassermenge gespeist, 
eingedolt und verlegt werden, um eine Bebauung zu ermöglichen (S. 27, Ziff. 10.4 
Abs. 2 und Abb. 20). Ein Teil des Dorfbaches (Anm. des Gerichts: im 
nordwestlichen Teil der Parzelle Z.3._____) soll zukünftig ausgehend vom 
Dotierbauwerk weiterhin eingedolt und parallel zum geplanten zukünftig offenen Teil 
des Gewässers geführt werden (PMB S. 27 f., Ziff. 10.4 und Abb. 20 und 21). 

16 / 27

4.2.1.  Die Verlegung eines Gewässers ist im Lichte von Art. 37 GSchG zu 
beurteilen. Diese Bestimmung wurde per 1. August 2025 geändert bzw. angepasst 
(vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über den Wasserbau vom 10. März 2023, BBl 
2023 858, S. 24 [nachfolgend Botschaft]). In einem Rechtsmittelverfahren ist 
grundsätzlich auf die materielle Rechtslage im Zeitpunkt des erstinstanzlichen 
Entscheids abzustellen, also auf den gleichen Zeitpunkt wie im 
Verwaltungsverfahren (GRIFFEL, Intertemporales Recht aus dem Blickwinkel des 
Verwaltungsrechts, in: Uhlmann, Intertemporales Recht aus dem Blickwinkel der 
Rechtsetzungslehre und des Verwaltungsrechts, 2014, S. 10; BGE 139 II 470 
E. 4.2). Eine Ausnahme ist jedoch dann zu machen, wenn zwingende Gründe dafür 
bestehen, das neue Recht sogleich anzuwenden (BGE 139 II 470 E. 4.2, BGE 125 
II 591 E. 5e/aa). Dies trifft vor allem dann zu, wenn Vorschriften um der öffentlichen 
Ordnung willen oder zur Durchsetzung erheblicher öffentlicher Interessen erlassen 
worden sind (BGE 139 II 470 E. 4.2, BGE 123 II 359 E. 3) oder wenn es milder ist 
(GRIFFEL, a.a.O., S. 11). Zwingende Gründe für eine sofortige Anwendung des 
neuen Rechts erachtet das Bundesgericht regelmässig im Bereich des Gewässer-, 
Natur-, Heimat- und Umweltschutzrechts als gegeben (BGE 139 II 470 E. 4.2, 
BGE 135 II 384 E. 2.3; GRIFFEL, a.a.O., S. 11).

4.2.2. Die per 1. August 2025 erfolgte Änderung von Art. 37 GSchG ist im 
Wesentlichen redaktioneller Natur, weshalb im Nachfolgenden jeweils beide 
Versionen aufgeführt werden. Neu ist im Titel anstatt von "Verbauungen und 
Korrektion" die Rede von "Eingriffen". Darunter fallen alle Massnahmen, die das 
Gewässer in seiner Gestalt oder ökologischen Funktion verändern (Botschaft, 
S. 24). Durch die Änderung des Fachbegriffs "Fliessgewässer" in "oberirdische 
Gewässer" wird verdeutlicht, dass neben den Erstgenannten auch stehende 
Gewässer gemeint sind, etwa Seen, nicht aber das Grundwasser (Botschaft, S. 24; 
vgl. zur Definition des oberirdischen Gewässers Art. 4 lit. a GschG). Zu den 
oberirdischen Gewässern gehören auch eingedolte Gewässerabschnitte sowie 
künstliche Gewässer, soweit sie im Gewässernetz eingebunden sind (vgl. BAFU, 
Belastete Standorte und Oberflächengewässer, Übersicht und Hilfestellung für den 
Altlastenvollzug, 2021, S. 12). 

Art. 37 Abs. 1 GSchG schreibt vor, dass Fliessgewässer bzw. oberirdische 
Gewässer nur verbaut oder korrigiert werden dürfen, wenn dadurch u.a. der Zustand 
eines bereits verbauten oder korrigierten oberirdischen Gewässers im Sinn dieses 
Gesetzes verbessert werden kann (Art. 37 Abs. 1 lit. c [ursprüngliche Fassung] bzw. 
lit. d [Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025] GSchG). Dabei muss dessen 
natürlicher Verlauf möglichst beibehalten oder wiederhergestellt werden (Art. 37 

17 / 27

Abs. 2 Satz 1 [ursprüngliche Fassung] bzw. Abs. 2 [Fassung in Kraft seit dem 
1. August 2025] GSchG). Oberirdische Gewässer und Gewässerraum müssen so 
gestaltet – und unterhalten (Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025) – werden, 
dass sie einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dienen können, 
die Wechselwirkungen zwischen ober- und unterirdischem Gewässer weitgehend 
bzw. so weit als möglich erhalten bleiben und eine standortgerechte Ufervegetation 
gedeihen kann (Art. 37 Abs. 2 Satz 2 Satz 2 lit. a-c [ursprüngliche Fassung] bzw. 
Abs. 3 lit. a-c [Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025] GSchG). Für die Schaffung 
künstlicher Fliessgewässer gilt Abs. 2 (Art. 37 Abs. 4 GSchG [ursprüngliche 
Fassung]) bzw. für die Schaffung künstlicher Gewässer, die Instandstellung und die 
Verstärkung bestehender Schutzbauten nach Schadenereignissen gelten Abs. 2 
und 3 sinngemäss (Art. 37 Abs. 5 GSchG [Fassung in Kraft seit dem 1. August 
2025]). Die Verlegung eines Fliessgewässers ist etwa dann zulässig, wenn sonst 
ein Areal nicht sinnvoll überbaut werden könnte (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a Rz. 29 
m.H. auf Urteil des Bundesgerichts 1C_164/2012 vom 30. Januar 2013 [Suvretta 
House], wo der verdolte bzw. kanalisierte Bach mitten durch einen Baubereich 
führte).

4.2.3. Die zuständigen Behörden haben dem Gesichtspunkt der Renaturierung von 
Gewässern im Rahmen von Sondernutzungs- oder Baubewilligungsverfahren 
frühzeitig in koordinierter Weise Rechnung zu tragen. Sofern die 
Gewässersanierung in einem engen räumlichen und sachlichen Zusammenhang 
mit einer geplanten Überbauung steht, besteht die Verpflichtung, die 
Überbauungsordnung und die Renaturierungsplanung hinreichend zu koordinieren. 
Diese Koordination setzt eine umfassende Interessenabwägung unter Einbezug 
aller von der Überbauung einerseits und der Bachsanierung andererseits berührten 
Interessen, namentlich der Raumplanung, des Umwelt-, Natur- und 
Gewässerschutzes, voraus (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 37 Rz. 39).

5. Auf dieser rechtlichen Grundlage ist im Nachfolgenden zu prüfen, ob die 
Regierung die Teilrevision der Ortsplanung "Gewässerräume" zu Recht genehmigt 
und die gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss erhobene 
Planungsbeschwerde zu Recht abgewiesen hat. 

5.1. Dabei ist vorerst auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, der 
Untersuchungsgrundsatz sei verletzt, weil der rechtserhebliche Sachverhalt nicht 
richtig oder unvollständig festgestellt worden sei. Gemäss dem in Art. 11 VRG 
verankerten Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu 
ermitteln (Abs. 1), wobei auch die am Verfahren Beteiligten verpflichtet sind, an der 
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (Abs. 2 Satz 1 VRG). Die Behörde 

18 / 27

erhebt die notwendigen Beweise, wobei sie an Begehren zur Ermittlung des 
Sachverhalts nicht gebunden ist (Art. 11 Abs. 3 VRG).

5.1.1. Im angefochtenen Beschwerdeentscheid hielt die Regierung vorab fest, der 
Beschwerdeführer könne aus den Festlegungen im Quartierplan C._____ aus dem 
Jahr 2015 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch wenn sich die Gemeinde im 
Quartierplan 2015 zur Linienführung des Dorfbaches geäussert habe, genüge dies 
der in Art. 37a KRG vorgeschriebenen Anforderung an die Planungsstufe nicht. Eine 
rechtsgenügliche Gewässerraumausscheidung sei auf Stufe Quartierplan nicht 
möglich, vielmehr sei eine Anpassung der Grundordnung erforderlich. Dem 
Quartierplan 2015 komme daher keine präjudizierende Wirkung zu. Aus diesem 
Grund könne dem Beschwerdeführer auch nicht gefolgt werden, wenn er geltend 
mache, dass der Dorfbach im Hinblick auf die im Quartierplan vorgesehene 
Offenlegung im fraglichen Perimeter als bestehendes offenes Gewässer qualifiziert 
werden müsse. In tatsächlicher Hinsicht handle es sich beim fraglichen Abschnitt 
des Dorfbaches um ein bereits verbautes bzw. korrigiertes Fliessgewässser im 
Sinne von Art. 37 Abs. 1 lit. c GSchG.

Sofern der Beschwerdeführer auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren geltend 
macht, es sei fraglich, ob es sich beim Dorfbach um ein eingedoltes Gewässer 
handle, weil im rechtskräftigen Quartierplan 2015 ein offener Bachverlauf 
vorgesehen sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie den Planungsmitteln, 
insbesondere dem genehmigten Zonenplan und dem PMB (act. C.2.1) entnommen 
werden kann, ist der Dorfbach mehrheitlich eingedolt und soll renaturiert werden. 
Allein die Festlegung in einem Quartierplan macht aus einem eingedolten noch 
keinen offen fliessenden Bach. Ferner ist der Quartierplan 2015 vorliegend auch 
nicht massgeblich, zumal dieser gemäss den zutreffenden Ausführungen der 
Regierung (vgl. Beschwerdeentscheid Ziff. 4.1, S. 11 f.) bzw. der Gemeinde (vgl. 
Vernehmlassung Ziff. 8 ff., S. 4 f.) überholt ist, keine präjudizierende Wirkung hat 
und damit vorliegend unbeachtlich ist. Ferner kann der Vorinstanz beigepflichtet 
werden, dass es sich beim fraglichen Bach um ein bereits verbautes oder 
korrigiertes Fliess- bzw. oberirdisches Gewässer im Sinne von Art. 37 Abs. 1 lit. c 
(ursprüngliche Fassung) bzw. lit. d (Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025) 
GSchG handelt. 

Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern die Überlegungen im 
Zusammenhang mit der Festsetzung des Bachverlaufs im Quartierplan 2015 bei der 
aktuellen Gewässerraumausscheidung relevant wären bzw. was er mit seinem nicht 
näher substanziierten Editionsbegehren beweisen will. Sofern er geltend macht, 
eine Interessenabwägung sei schon einmal vorgenommen worden (Beschwerde 

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Ziff. 12 f., S. 8, und Ziff. 5, S. 10), muss ihm entgegengehalten werden, dass eine 
solche im Zusammenhang mit dem Quartierplan 2015, wenn überhaupt, dann unter 
anderen Vorzeichen im Rahmen eines kommunalen Gestaltungsplans und im 
Hinblick auf eine andere Überbauungsvariante stattgefunden hat, und vorliegend 
somit nicht massgeblich sein kann. Seinem Beweisantrag auf Edition der 
Verfahrensakten betreffend den Quartierplan C._____ 2015 inkl. Revision sowie auf 
Durchführung eines Augenscheins ist daher in antizipierter Beweiswürdigung nicht 
stattzugeben (BGE 147 IV 534 E. 2.5.1, BGE 145 I 167 E. 4.1, BGE 144 II 427 
E. 3.1.3; Urteile des Bundesgerichts 1C_631/2023 vom 18. Februar 2025 E. 4.1 und 
1C_522/2022 vom 25. März 2024 E. 1.2 und 2.3). 

5.1.2. Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass der frühere bzw. ursprüngliche 
Verlauf des Dorfbaches nicht eruiert worden sei und dass die Regierung 
tatsachenwidrig zum Schluss komme, der ursprüngliche Verlauf des Dorfbachs sei 
unbekannt bzw. auf der Siegfriedkarte nicht eingezeichnet. Auf dem ins Recht 
gelegten Auszug aus der Siegfriedkarte sowie einem Auszug aus der Landeskarte 
von 1934 ergebe sich aber, dass der Dorfbach früher durch das Dorf geflossen sei 
und sich dann der Schwerkraft folgend ins Gebiet der heutigen Gärtnerei ergossen 
habe, so wie er im Quartierplan 2015 in etwa festgelegt worden sei. Die Behörden 
wären gehalten gewesen, die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands nach 
Möglichkeit anzustreben. Von einer bestmöglichen Berücksichtigung dieses 
Zustands könne mit der unnatürlichen Verlegung in den Hang des Kirchhügels nicht 
die Rede sein.

Zutreffend ist, dass die Regierung und die Gemeinde davon ausgingen, der 
natürliche Verlauf des Dorfbaches sei unbekannt (vgl. Beschwerdeentscheid 
Ziff. 5.1, S. 14, bzw. Vernehmlassung der Gemeinde, Ziff. 8, S. 4). Auch D._____ 
spricht in ihrem Evaluationsbericht vom Dezember 2020 davon, dass es "im 
vorliegenden Fall keinen natürlichen Gewässerverlauf gibt und dieser auch 
unbekannt" sei (act. C.2.2, S. 5). Entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers, der im Wesentlichen vom "früheren" bzw. "ursprünglichen" 
Verlauf spricht, als wäre damit der "historische" Gewässerverlauf gemeint (vgl. z.B. 
Beschwerde Ziff. 5 und 6, S. 10), geht es gemäss dem Wortlaut von Art. 37 Abs. 2 
Satz 1 (ursprüngliche Fassung) bzw. Abs. 2 (Fassung in Kraft seit dem 1. August 
2025) GSchG um den "natürlichen" Verlauf des Gewässers. Dieser soll beibehalten 
bzw. wiederhergestellt werden mit dem Ziel – wie sich dies aus der Aufzählung in 
Art. 37 Abs. 2 Satz 2 lit. a-c (ursprüngliche Fassung) bzw. Abs. 3 lit. a-c (Fassung 
in Kraft seit dem 1. August 2025) GSchG ergibt –, eine vielfältige Tier- und 
Pflanzenwelt, die Wechselwirkungen zwischen ober- und unterirdischem Gewässer 

20 / 27

sowie eine standortgerechte Ufervegetation zu erhalten. Vorliegend wurde der 
Dorfbach im fraglichen Bereich gemäss den glaubhaften und nicht bestrittenen 
Angaben der Gemeinde bereits vor mehreren Generationen komplett eingedolt. 
Dieser durch- bzw. unterquert seither unterirdisch das ganze Gebiet 
(Evaluationsbericht S. 4). Folglich ist nachvollziehbar, dass oberirdisch kein 
natürlicher Bachverlauf bzw. keine Reste eines ursprünglichen bzw. historischen 
Bachverlaufs erkennbar oder rekonstruierbar sind (vgl. Art. 37 Abs. 2 [ursprüngliche 
Fassung] bzw. Abs. 3 [Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025] GSchG). 

Der Beschwerdeführer behauptet auch nicht, dass der ursprüngliche bzw. 
historische Verlauf, wie er auf der Siegfriedkarte von 1874 und auf dem Auszug aus 
der Landeskarte von 1934 (act. B.9 und 10) ersichtlich ist, mit dem Verlauf des 
aktuell eingedolten Baches übereinstimme. Vielmehr geht er davon aus, dass er in 
etwa dem Bachverlauf im Quartierplan 2015 entspreche (Beschwerde Ziff. 11, S. 7, 
Ziff. 6, S. 11). 

Im Evaluationsbericht hält D._____ fest, dass der Gewässerverlauf in der geplanten, 
neuen Linienführung so nie existiert habe (Evaluationsbericht S. 5 [act. C.2.2]) bzw. 
die geplante Linienführung nicht dem natürlichen Verlauf des Gewässers 
entspreche (Evaluationsbericht S. Z.2._____). Ein natürlich fliessender Bach würde 
sich einen Weg entlang der Falllinie durch das Gelände suchen (Evaluationsbericht 
S. 5). Um jedoch eine bessere Ausnützung zu erreichen, solle die Linienführung 
nicht entlang der Falllinie, sondern entlang der nordwestlichen und südlichen 
Berandungen der geplanten Überbauung verlaufen (Evaluationsbericht S. 5). Damit 
wird klar, dass die neue Linienführung aus Gründen der besseren Ausnützung der 
Überbauung (Evaluationsbericht S. 5) so geplant wurde, mithin abweichend von 
einem natürlichen Gewässerverlauf. 

Nach dem Gesagten kann nicht von einer unrichtigen oder ungenügenden 
Feststellung des Sachverhalts und damit auch nicht von einer Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes gesprochen werden.

5.1.3. Sofern der Beschwerdeführer in sachverhaltlicher Hinsicht rügt, im PMB 
werde mit dem Hinweis auf den von der E._____ AG erarbeiteten, noch nicht 
rechtskräftigen Quartierplan tatsachenwidrig festgehalten, dass es einen 
rechtskräftigen Quartierplan aus dem Jahr 2015 gebe (vgl. Beschwerde Ziff. 2 S. 4 
und Ziff. 6 S. 8), kann ihm nicht gefolgt werden, zumal das eine (rechtskräftiger 
Quartierplan 2015) das andere (Quartierplanentwurf der E._____ AG für die 
Revision) nicht ausschliesst. Wenn die Gemeinde feststellt, dass der im 
Quartierplan 2015 (act. C.2.2) festgelegte Gewässerraum (mit einer anderen 

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Verlaufslinie als im aktuell genehmigten Zonenplan Dorf, Gewässerräume 
[act. C.2.1]) nicht KRG-konform ist, weil ein solcher gemäss Art. 37a KRG im 
Zonenplan auszuscheiden ist, hat sie korrekterweise die erforderliche 
Ortsplanungs-Teilrevision "Gewässerraum" durchgeführt sowie angesichts der in 
der Grundordnung geänderten Verlaufslinie ein Verfahren zur Änderung bzw. 
Anpassung des Quartierplans eingeleitet (vgl. Art. 21 Abs. 1 Satz 2 KRVO 
[BR 801.110]) bzw. dieses bis zum rechtskräftigen Abschluss der Ortsplanungs-
Teilrevision "Gewässerraum" sistiert. 

5.2. Die Regierung kam in ihrem Beschwerdeentscheid (act. B.1) zum Schluss, 
dass die auf den Parzellen Z.3._____, Z.4._____, Z.5._____, Z.7._____ und 
Z.10._____ festgelegten Gewässerraumzonen die einschlägigen gewässerschutz- 
und planungsrechtlichen Vorgaben erfüllten. Sie zeigte gestützt auf Art. 37 Abs. 1 
und 2 GschG auf, dass es zulässig sei, für den schon vor längerer Zeit eingedolten 
Bach im südlichen Bereich des Gebiets C._____ eine neue Linienführung 
festzulegen, zumal diese im Zusammenhang mit der Offenlegung des Dorfbaches 
zu einer Verbesserung des ökologischen Zustands des betreffenden 
Gewässerabschnitts führe (act. B.1, Ziff. 5.1 f., S. 14 f.). 

5.2.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Behörden wären gehalten gewesen, die 
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands nach Möglichkeit anzustreben. Von 
einer bestmöglichen Berücksichtigung dieses Zustands könne mit der unnatürlichen 
Verlegung des Dorfbaches in den Hang nicht die Rede sein. Es sei nicht ersichtlich, 
wie diese Linienführung langfristig das natürliche Funktionieren des Gewässers 
sicherstellen solle. Damit habe die Gemeinde ihr Ermessen klar überschritten. 
Art. 37 GSchG sei kein Freipass für jegliche noch so unvernünftige Massnahme. 
Vielmehr sei diese Bestimmung nur dann anwendbar, wenn die umfassende 
Interessenabwägung für eine allenfalls nicht optimale Massnahme spreche. Ein 
öffentliches Interesse an der Bachverlegung sei nicht ersichtlich. Das Interesse 
dürfte sich damit auf Renditeüberlegungen der privaten Bauherrschaft reduzieren. 
Die Gewässerraumausscheidung verletze sämtliche Grundsätze, die bei der 
Renaturierung von eingedolten Gewässern zu beachten seien. 

5.2.2. Dem hält die Gemeinde entgegen, der natürliche Verlauf des Gewässers 
müsse nicht zwingend, sondern nur möglichst beibehalten werden. Stehe die 
Gewässersanierung in engem Zusammenhang mit einer geplanten Überbauung 
(wie vorliegend), müssten Überbauung und Renaturierung im Rahmen einer 
umfassenden Interessenabwägung koordiniert werden, wobei sowohl die 
Interessen der Gewässerschutz- wie auch der Raumplanungsgesetzgebung 
(haushälterischer Umgang mit dem Boden/Verdichtung) zu berücksichtigen seien. 

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Die vorliegende Gewässerraumausscheidung ermögliche ein Ausdolungs- und 
Bauprojekt, das der vorgeschriebenen Interessenabwägung optimal entspreche. 

5.3. Wie bereits erwähnt (Erwägung 4.2.2) dürfen Fliessgewässer verbaut oder 
korrigiert werden, u.a. wenn dadurch der Zustand eines bereits verbauten oder 
korrigierten Gewässers verbessert werden kann (Art. 37 Abs. 1 lit. c [ursprüngliche 
Fassung] bzw. lit. d [Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025] GSchG). Im 
Vordergrund steht bei lit. c (bzw. lit. d nach der neuen Fassung) die Verlegung eines 
Fliessgewässers; eine solche ist etwa dann zulässig, wenn sonst ein Areal nicht 
sinnvoll überbaut werden könnte (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 37 Rz. 29 mit Hinweis auf 
Urteil des Bundesgerichts 1C_164/2012 vom 30. Januar 2013 E. 8). Gemäss 
Art. 37 Abs. 2 GSchG muss dabei der natürliche Verlauf des Gewässers möglichst 
beibehalten oder wiederhergestellt werden. D.h. der natürliche Verlauf muss nicht 
zwingend beibehalten oder wiederhergestellt werden (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 37 
Rz. 41), die Renaturierung ist erwünscht, wird aber nicht erzwungen (FRITZSCHE, 
a.a.O., Art. 37 Rz. 44). Die Bestimmung belässt den Behörden einen Spielraum für 
eine Interessenabwägung im Einzelfall (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 37 Rz. 45). Bei der 
vorzunehmenden umfassenden Interessenabwägung (vgl. Erwägung 4.2.2) sind in 
raumplanerischer Hinsicht die Ziele und Planungsgrundsätze gemäss RPG zu 
beachten, insbesondere das Gebot der haushälterischen Nutzung des Bodens und 
kompakten Besiedlung (Art. 1 RPG), die u.a. auch eine Bekämpfung der 
Baulandhortung beeinhalten (Art. 15a RPG; Gebot der Baulandmobilisierung), und 
der angemessenen Verdichtung der Siedlungsfläche (Art. 3 RPG) 
(AEMISEGGER/KISSLING, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen, Praxiskommentar 
RPG: Nutzungsplanung, 2016, Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung Rz. 10 ff., 
29, 40, sowie Art. 15a Rz. 11 f.).

5.3.1. Wenn der Beschwerdeführer auf der Rüge beharrt, der ursprüngliche Verlauf 
des Baches sei nicht eruiert worden, obwohl er rekonstruierbar gewesen wäre 
(act. C.2.2 [Beschwerde vom 4. Juli 2022]), so mag dies zwar zutreffen, ist aber, wie 
bereits dargelegt, nicht entscheidrelevant (vgl. Erwägung 5.1.2). Letztlich hält auch 
der Beschwerdeführer fest, dass die geplante Linienführung nicht mit der alten 
übereinstimmen müsse (vgl. Beschwerde Ziff. 6, S. 10). Mangels überzeugender 
Gründe nicht nachvollziehbar ist dessen Behauptung, gestützt auf den Verlauf in 
der Siegfriedkarte müsse der Bach in direkter Linie in Richtung des 
Quartierplangebiets fliessen, nur so könne der frühere Verlauf bestmöglich 
berücksichtigt werden. Vielmehr ist, wie die Gemeinde zu Recht ausführt, nebst dem 
früheren und dem aktuellen bzw. dem natürlichen Verlauf auch und v.a. die 
vorzunehmende Interessenabwägung massgeblich. Auch leuchtet ein, dass – so 

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die Darstellung der Regierung –, die Möglichkeiten der Linienführung von den 
bestehenden baulichen Gegebenheiten bestimmt werden und der Bach im Bereich 
der auf den Parzellen Z.9._____ und Z.10._____ liegenden Gebäude ohnehin nach 
Osten abgelenkt werden muss, damit das Wasser in die bestehende 
Strassenunterquerung eingeleitet werden kann. 

5.3.2. Was die Interessenabwägung betrifft, bestreitet der Beschwerdeführer nicht, 
dass die Ausdolung des eingedolten Dorfbaches eine ökologische Aufwertung des 
Gewässers im Sinne von Art. 37 Abs. 1 lit. c [ursprüngliche Fassung] bzw. lit. d 
[Fassung in Kraft seit dem 1. August 2025] GSchG mit sich bringt, womit der 
Zustand des bereits verbauten Gewässers verbessert wird. Die Ausdolung bzw. 
Umlegung ist folglich grundsätzlich zulässig und erwünscht. 

Die Regierung betonte im Beschwerdeentscheid das öffentliche Interesse an der 
haushälterischen Nutzung des Bodens und begründete dieses damit, dass sich das 
Gebiet in einer bestehenden Bauzone befinde, die es zu mobilisieren und zu 
bebauen gelte. Sie erachtete es als nachvollziehbar, dass die aktuelle Bachführung 
gemäss Quartierplan 2015, die das Baugebiet diagonal durchschneide, zu 
unbefriedigenden Überbauungslösungen, u.a. auch für die Fussgängerführung und 
die unterirdische Parkierungsanlage, führe. 

Die Gemeinde hielt diesbezüglich fest, schon der Umstand, dass bis heute keine 
dem Quartierplan 2015 entsprechende Überbauung erfolgt sei, lasse vermuten, 
dass sich damit keine rentable, den aktuellen Marktbedürfnissen entsprechende 
Überbauung habe realisieren lassen. Die geplante Linienführung ermögliche eine 
dem Gebot der haushälterischen Bodennutzung mit angemessener Verdichtung 
entsprechende Wohnüberbauung, wobei auch das Orts- und Landschaftsbild sowie 
die Wohnqualität massiv verbessert würden, weil nach dem Quartierplan 2015 
wegen des mitten durch das Quartier verlaufenden Gewässers grosse oberirdische 
Parkierungsanlagen vorgesehen waren, während mit der vorgesehenen 
Gewässerraumausscheidung eine komplett unterirdische Parkierung und damit ein 
komplett autofreier Wohnbereich realisierbar sei. 

Das Gericht erachtet das in der Replik vorgebrachte Argument des 
Beschwerdeführers, dass das Gebiet C._____ im Wesentlichen unüberbaut sei, 
weshalb sich der Ermessensspielraum zur Festlegung eines unnatürlichen 
Bachverlaufs verringere, und dass folglich, bei raumplanerisch vergleichbarer 
Ausgangslage, die Interessen des Gewässer- und des Hochwasserschutzes 
ausschlaggebend sein müssten, als nicht überzeugend. Wie bereits ausgeführt, 
steht die Gewässerverlegung im Zusammenhang mit der Überbauung des 

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fraglichen Quartierplangebiets, weshalb nicht von einem unüberbauten Gebiet 
gesprochen werden kann und im Zusammenhang mit der geplanten Überbauung 
auch die raumplanerischen Interessen zu beachten sind (vgl. Erwägung 4.2.2). 

Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführt, weder die Vorinstanz noch die 
Gemeinde hätten dargelegt, dass die raumplanerischen Ziele mit der neuen 
Bebauungsvariante besser verwirklicht werden könnten bzw. dass mit dem 
Quartierplan 2015 eine maximale Überbauung und Verdichtung nicht möglich 
wären, womit ein öffentliches Interesse an der Verlegung des Baches nicht 
ersichtlich sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer verkennt, dass 
es nicht darum geht, die Variante gemäss Quartierplan 2015 gegenüber der 
Variante, die dem auszuscheidenden Gewässerraum zugrunde liegt, abzuwägen, 
sondern im Hinblick auf die aktuell geplante Überbauung des Gebiets eine 
Interessenabwägung in Bezug auf die vorgesehene Ausdolung und Verlegung des 
Dorfbaches an den Hang des Kirchhügels vorzunehmen. Eine Überbauung im 
Sinne des Quartierplans 2015 steht nicht zur Debatte, zumal diesbezüglich ein 
Revisionsverfahren zwar sistiert, aber doch hängig ist. 

Was der Beschwerdeführer gegen die Interessenabwägung vorbringt, ist letztlich 
appellatorische Kritik, zumal er selbst nicht einleuchtend begründet, weshalb das 
Gebiet auf der Basis des Quartierplans 2015 besser überbaubar sein soll als mit der 
neuen Linienführung des Gewässers. Auch sein Vorbringen, dass die seitens der 
Vorinstanz und der Gemeinde dargelegten Erschwernisse im Zusammenhang mit 
den erforderlichen Bachüberführungen für die Fussgänger und den Schwierigkeiten 
bei der Erstellung der unterirdischen Parkierungsanlage nicht ersichtlich seien, dass 
diese rein finanzieller Natur sein dürften, und dass keine der beiden Varianten der 
Quartierplanung das Konzentrationsprinzip besser verwirklichten, sind nicht 
geeignet, die Darstellungen von Regierung und Gemeinde bezüglich des 
öffentlichen Interesses an der vorgesehenen Gewässerraumausscheidung zu 
entkräften. Diesbezüglich ist, wie auch die Gemeinde ausführte, festzuhalten, dass 
Rentabilitätsgründe bei der Überbauung des Gebiets nicht per se unbeachtlich sind, 
hat doch auch die Gemeinde ein Interesse daran, dass ein brachliegendes Gebiet 
innerhalb der Bauzone (W2 und W3) bautechnisch sinnvoll, zeitnah und finanziell 
rentabel überbaut werden kann. Auch die erwähnten Erschwernisse wegen der 
erforderlichen Bachüberführungen für die Fussgänger und im Zusammenhang mit 
der Realisierung der unterirdischen Parkierung sind für das Gericht nachvollziehbar, 
zumal es einleuchtet, dass es anderer, insbesondere bautechnisch und damit auch 
finanziell aufwändigerer Lösungen bezüglich Zugänglichkeit für Fussgänger und 
motorisierter Zufahrt bedarf, wenn der Bach offen mitten durch die Überbauung führt 

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als wenn er am Rand des Bebauungsgebiets durchfliesst. Dies zeigt auch die von 
der Gemeinde zur Veranschaulichung in der Duplik aufgezeigte "Testplanung" auf 
(Ziff. 5, S. 7). Was die diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers betrifft, diese 
stelle eine reine Behauptung ohne Beweischarakter dar, muss ihm 
entgegengehalten werden, dass nicht verlangt werden kann, bereits im jetzigen 
Verfahrensstadium konkrete Baupläne vorzulegen.

5.4. Im Übrigen hat die Regierung im angefochtenen Beschwerdeentscheid 
überzeugend dargelegt, dass die Voraussetzungen für die Ausscheidung des 
fraglichen Gewässerraums in Sinne von Art. 36a GSchG gegeben sind (Ziff. 6.2, 
S. 16). Dagegen bringt der Beschwerdeführer nichts Konkretes vor, weshalb darauf 
verwiesen werden kann.

5.5. Sofern der Beschwerdeführer schliesslich mit Blick auf Art. 38 GSchG 
ausführt, selbst wenn die Gewässerraumfestlegung mit dem unnatürlichen 
Bachverlauf rechtmässig wäre, bedürfe die Erstellung des geplanten 
Entlastungsstollens einer Ausnahmebewilligung und die entsprechenden 
Voraussetzungen seien nicht gegeben, ist ihm entgegenzuhalten, dass diese Frage 
nicht im vorliegenden Verfahren zu klären ist. Vielmehr betrifft sie das konkrete 
Bauprojekt, ist somit nicht Gegenstand des vorliegenden nutzungsplanerischen 
Verfahrens, mit der einzig die Ausscheidung des Gewässerraums im Rahmen der 
Grundordnung zu prüfen ist. 

5.6. Das Gericht kommt zum Schluss, dass die ökologische Funktion des 
Fliessgewässers mit dessen Ausdolung aufgewertet und dass mit dessen 
Verlegung eine dem Gebot der haushälterischen Bodennutzung und der 
angemessenen Verdichtung entsprechende Wohnüberbauung ermöglicht wird, 
womit im Rahmen der Gewässerraumausscheidung, auch im Hinblick auf die 
vorgesehene Umlegung des Dorfbaches im Sinne von Art. 37 GSchG, die 
Interessen des Gewässerschutzes und der Raumplanung gleichermassen und 
ausreichend berücksichtigt und die Voraussetzungen gemäss Art. 36a GSchG 
eingehalten sind. Eine Ermessensüberschreitung liegt nicht vor. Der Beschwerde- 
sowie der Genehmigungsbeschluss der Regierung vom 25. April 2023 erweisen 
sich als rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist folglich 
abzuweisen.

6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten, bestehend 
aus den Kanzleiauslagen und einer Staatsgebühr, die auf CHF 4'000.00 
festzusetzen ist, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 72 
Abs. 1 und Art. 73 Abs. 1 VRG).

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6.2. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht weder der Regierung noch der 
Gemeinde zu, da beide in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 
VRG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 4'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 621.00

total CHF 4'621.00

gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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