# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9cf1986-e3ac-59df-963e-08275fd33a2e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 25.09.2017 II 2017 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-42_2017-09-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2017 42

Entscheid vom 25. September 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bezirksrat Küssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176, 6403 Küss-
nacht,
Vorinstanz,

Gegenstand Vorteilsabgabe nach § 58 Strassengesetz

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Sachverhalt:

A. Mit Beschluss Nr. 598 des Bezirksrates Küssnacht (BRB) vom 19. Oktober 
2016 wurde der kantonale Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung 
vom 26. September 2016 eröffnet und die Baubewilligung für das Bauprojekt 
"B.________" auf den Grundstücken KTN 1.___, 2.___ und 3.___, C.________ 
in Küssnacht (publ. im Amtsblatt x.________) mit Bedingungen und Auflagen er-
teilt (Bf-act. 2).

B. Mit Schreiben vom 11. November 2016 stellte der Bezirksrat Küssnacht der 
Bauherrschaft die Erhebung einer Vorteilsabgabe in der Höhe von Fr. 72'438.40 
in Aussicht und gewährte ihr das rechtliche Gehör. Die (neue) Grundeigentüme-
rin, D.________ AG, liess mit Schreiben vom 30. November 2016 den Verzicht 
auf die Festlegung einer Vorteilsabgabe beantragen (Bf-act. 3).

C. Mit Planeingabe vom 21. Dezember 2016 ersuchte die A.________ AG um 
Erteilung einer Baubewilligung für diverse Projektänderungen bei dem mit BRB 
Nr. 598 vom 19. Oktober 2016 bewilligten Bauprojekt (publ. im Amtsblatt 
y.________).

D. Gegen die Projektänderung gingen innert Frist keine Einsprachen ein. Un-
ter gleichzeitiger Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides vom 8. Februar 
2017 wurde mit BRB Nr. 130 vom 8. März 2017 die Baubewilligung für die Pro-
jektänderung mit Bedingungen und Auflagen erteilt, so u.a. (Bf-act. 1):

4. Die Vorteilsabgabe für die direkte Erschliessung ab der bezirkseigenen 
E.________strasse wird in Höhe von Fr. 69'494.65 festgesetzt.

E. Gegen den BRB Nr. 130 vom 8. März 2017 erhebt die A.________ AG am 
3. April 2017 fristgerecht Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kan-
tons Schwyz mit den Rechtsbegehren:

1. Die Ziff. 4 der Baubewilligungsverfügung vom 8. März 2017 (Festsetzung Vor-
teilsabgabe in der Höhe von Fr. 69'494.65) sei aufzuheben. Der Bezirksrat Küss-
nacht sei anzuweisen, auf die Erhebung einer Vorteilsabgabe zu verzichten.

2. Die Sache sei gemäss § 52 VRP als Sprungbeschwerde an das Verwaltungsge-
richt zu überweisen.

3. Es sei mit einem Zwischenbescheid festzustellen, dass die Baubewilligungsver-
fügung vom 8. März 2017 mit Ausnahme der angefochtenen Vorteilsabgabe 
(Ziff. 4) in Rechtskraft erwachsen ist und der Beschwerde gegen die Festset-
zung der Vorteilsabgabe keine aufschiebende Wirkung zukommt.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

F. Mit Verfügung vom 11. April 2017 überweist der Regierungsrat die Be-
schwerde zum Entscheid an das Verwaltungsgericht.

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G. Der Bezirksrat Küssnacht beantragt mit Vernehmlassung innert erstreckter 
Frist vom 17. Mai 2017 (Postaufgabedatum):

1. Die Beschwerde sei hinsichtlich den Anträgen 1 und 4 vollumfänglich abzuwei-
sen.

2. Der Beschwerde-Antrag 3 kann gutgeheissen werden.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.

H. Mit Zwischenbescheid II 2017 55 vom 18. Mai 2017 stellt der Einzelrichter 
im Sinne der Erwägungen fest, dass das (abgaberechtliche) Beschwerdeverfah-
ren II 2017 42 einem Baubeginn bzw. einer Baufreigabe nicht entgegensteht. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Frage, ob 
der Bezirksrat Küssnacht die Beschwerdeführerin zu Recht verpflichtet hat, eine 
Vorteilsabgabe in der Höhe von Fr. 69'494.65 zu bezahlen.

2.1 Laut § 6 des Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 
1999 ist in der Regel der Bezirk oder die Gemeinde Träger von 
Verbindungsstrassen (Verbindungsfunktionen zwischen Ortschaften). Der 
Strassenträger trägt die Kosten für den Bau und Unterhalt seiner Strassen (§ 49 
Abs. 1 StraG). Das Erstellen neuer und der Aus- oder Umbau bestehender 
Zufahrten und privater Zugänge zu Strassen bedürfen einer Bewilligung des 
Strassenträgers. Eine Bewilligung ist auch erforderlich, wenn über eine 
bestehende Zufahrt ein wesentlich grösserer oder andersartiger Verkehr in eine 
Strasse geleitet werden soll (§ 47 StraG). Der Strassenträger erhebt gemäss § 
58 Abs. 1 StraG u.a. für die Erstellung von Zufahrten und Zugängen eine 
Vorteilsabgabe. Die Abgabepflicht entsteht bei Zufahrten und Zugängen im 
Zeitpunkt der Bewilligungserteilung für die Bebauung oder für die bauliche 
Erweiterung der Nutzfläche (§ 58 Abs. 2 lit. b StraG). Die Vorteilsabgabe beträgt 
höchstens 5 Prozent des Verkehrswertes der wie folgt bestimmten Fläche: bei 
Zufahrten und Zugängen nach der effektiv bebauten Nutzfläche, aber ohne 
Fläche der Zugänge und Zufahrten selbst (§ 58 Abs. 3 lit. b StraG). 

§ 25 Abs. 3 der Strassenverordnung vom 18. Januar 2000 (StraV, SRSZ 442.111) 
umschreibt private Zugänge, als befahrbare Flächen entlang von Strassen, die 
nicht der Öffentlichkeit dienen und nicht als Fahrbahn ausgestaltet sind. Nach 
§ 28 Abs. 2 StraV beträgt die Vorteilsabgabe bei Zufahrten und privaten 
Zugängen zu Hauptstrassen (a) 5 Prozent bei der Erschliessung von Gebäuden 
mit erheblichem Auto- oder Publikumsverkehr oder zu Parkplatzanlagen, (b) 4.5 

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Prozent bei der Erschliessung von Mehrfamilienhäusern oder mehreren 
Einfamilienhäusern und (c) 3 Prozent bei der Erschliessung eines 
Einfamilienhauses. Der Verkehrswert wird auf Grund einer Schätzung der 
kantonalen Güterschätzungskommission festgelegt (§ 28 Abs. 4 StraV). 

Der Bezirksrat beziehungsweise der Gemeinderat legt die Höhe der 
Vorteilsabgabe für Bewilligungen an den anderen Strassen fest (§ 28 Abs. 3 
StraV). Gemäss Auszug aus dem BRB Nr. 241 vom 20. April 2005 (Beilage in 
den Vorakten, Mappe 'Schriftenwechsel') erfolgt die Festlegung der 
Vorteilsabgabe bei Zufahrten und privaten Zugängen im Bezirk Küssnacht 
entsprechend § 58 Abs. 3 lit. b StraG (nach der effektiv bebauten Nutzfläche, 
aber ohne die Fläche der Zugänge und Zufahrten selbst) und wird identisch 
bestimmt, wie im soeben angeführten § 28 Abs. 2 StraV. In VGE 711/02 vom 
12. Dezember 2002 hat das Verwaltungsgericht u.a. festgehalten, dass eine vom 
Bezirksrat festgelegte Abstufung, welche mit der in § 28 Abs. 2 StraV 
enthaltenen Differenzierung übereinstimmt, nicht zu beanstanden ist. 

2.2 Gemäss der Rechtsprechung wird als abgeltungspflichtiger Sondervorteil 
der Umstand bezeichnet, dass derjenige mit einer privaten Zufahrt bzw. mit 
einem Direktzugang zur öffentlichen Strasse ohne Abgeltung insofern bevorteilt 
wäre, als er keine Beteiligung an Erschliessungskosten leisten müsste. Die 
innere Rechtfertigung für die Vorteilsabgabe ist darin zu erblicken, dass − falls 
keine Vorteilsabgabe eingeführt worden wäre − der betreffende Grundeigentümer 
mit einem direkten Zugang zur Kantons-, Bezirks- oder Gemeindestrasse sich an 
keinen Erschliessungskosten beteiligen müsste (EGV-SZ 2006, B 5.1 Erw. 3.1.3 
mit Hinweisen). Ob in einem konkreten Fall für die private Erschliessung 
tatsächlich Erstellungs- und Unterhaltskosten anfallen, ist unerheblich. 
Entscheidend ist, ob es sich um eine Erschliessungsstrasse handelt, welche 
normalerweise dem Erschliessungsberechtigten Kosten verursacht (EGV-SZ 
2004, B 5.1 Erw. 2.5 mit Hinweis auf VGE 721/03 vom 6.2.2004 Erw. 3.5 i.f.). Der 
Vorteil, eine direkte Zufahrt zur übergeordneten öffentlichen Strasse eingeräumt 
zu erhalten, ist gegenüber dem Staat bzw. dem entsprechenden Strassenträger 
somit abzugelten (VGE II 2015 66 vom 15.9.2015 Erw. 3.2 i.f.). 

2.3 Der Gesetzgeber wollte als Abgabepflichtige im Wesentlichen diejenigen 
Grundeigentümer erfassen, welche in erschliessungsmässiger Hinsicht quasi nur 
eine Hauszufahrt (direkt) zur Kantons-, Bezirks- oder Gemeindestrasse 
(Basiserschliessung) zu erstellen haben (EGV-SZ 2003, B 5.2 Erw. 3.a). Die 
Vorteilsabgabe dient letztlich auch dazu, anstelle von mehreren Hauszufahrten 
(welche jeweils direkt in eine Kantons-, Bezirks- oder Gemeindestrasse 
einmünden) eine gemeinsame Erschliessungslösung zu fördern und damit die 

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Anzahl der Einfahrten zu beschränken. Mit einer Zusammenlegung wird zudem 
die Verkehrssicherheit verbessert. Kein abgabepflichtiger Sondervorteil liegt auch 
vor, wenn der Grundeigentümer einer bestehenden Zufahrtsfläche für den 
Zubringerverkehr zu anderen Grundstücken freihalten muss (EGV-SZ 2004, B 
5.1 Erw. 2.5, mit Hinweis auf VGE 713/03 vom 14.11.2003 Erw. 3). Die Eigen-
tumsverhältnisse an der in die öffentliche Strasse mündenden Zufahrt sind für die 
Beurteilung der Vorteilsabgabepflicht nicht massgebend (EGV-SZ 2004, B. 5.1 
Erw. 2.5). Das Verwaltungsgericht bejahte hingegen die Abgabepflicht bei einer 
Hangüberbauung (12 Wohnbauten) eines Grundstückes, welches direkt an eine 
übergeordnete öffentliche Strasse grenzt und auf welchem eine 
grundstücksinterne Erschliessung für den motorisierten Verkehr von ca. 15m 
Länge zu einem ca. 80m langen bis zu 10m breiten Vorplatz führt. Auf diesem 
Vorplatz waren 15 Besucherparkplätze vorgesehen, welcher auch eine Zufahrt 
zu den 12 Garagen ermöglicht. Das Verwaltungsgericht befand, die konkrete 
Situation sei mit einer Terrassenhaussiedlung vergleichbar, welche direkt an eine 
Gemeinde-, Bezirks- oder Kantonsstrasse grenze und über diese erschlossen 
werde und deshalb ebenfalls der Vorteilsabgabepflicht unterstehe (VGE 715/02 
vom 12.12.2002 Erw. 2). Zu ergänzen ist dabei, dass die Situierung einer 
Liegenschaft im Einmündungsbereich einer Fein-erschliessungsstrasse in eine 
Gemeindestrasse, d.h. eine kurze Strassenzufahrt zu einer öffentlichen Strasse 
keine Vorteilsabgabe zu begründen vermag (EGV-SZ 2004 B.5.1 Erw. 2.5).

3.1 Die Baubewilligung, mit welcher die Vorteilsabgabe angekündigt (BRB Nr. 
598 vom 19.10.2016, Bf-act. 2) resp. festgesetzt (BRB Nr. 130 vom 8.3.2017, Bf-
act. 1) wurde, betrifft 2 Mehrfamilienhäuser A und B mit Einstellhalle und stellt die 
1. Etappe der Überbauung "B.________" dar, welche auf dem Perimeter des Ge-
staltungsplans "B.________" GP 2/2014 (Bf-act. 7), der vom Bezirksrat mit BRB 
Nr. 431 vom 24. Juni 2015 erlassen und vom Regierungsrat mit Beschluss (RRB) 
Nr. 823/2015 vom 1. September 2015 genehmigt worden ist (Bf-act. 4 und 4.1), 
erstellt wird. 

3.2 Die Baugrundstücke KTN 1.___, 2.___ und 3.___ befinden sich in der 
Wohn- und Gewerbezone WG3. Der Perimeter des Gestaltungsplans 
"B.________" umfasst insgesamt die Parzellen KTN 4.___, 5.___, 1.___, 2.___, 
6.___, 7.___ und 3.___ (vgl. Art. 2 der Sonderbauvorschriften des Gestaltungs-
plans "B.________" [SBV; Bf-act. 8]). Das Gestaltungsplangebiet "B.________" 
weist total eine Fläche von 7'828m2 auf (Bf-act. 1 S. 2) und liegt nordwestlich der 
kantonalen F.________strasse (Hauptstrasse), nordöstlich der kommunalen 
E.________strasse (Bezirksstrasse) sowie südöstlich G.________strasse (Pri-
vatstrasse). Es umfasst bisher unbebaute sowie altbebaute Grundstücke. Ergän-

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zend zur bestehenden Bebauung sieht der Gestaltungplan "B.________" die Er-
stellung von drei Mehrfamilienhäusern (Häuser A, B und C mit total 20 Wohnein-
heiten) sowie einer Einstellhalle (unter den Baubereichen A,B,C) vor (vgl. Bf-act. 
4 S. 1 Sachverhalt und S. 6 Ziff. D.3; Bf-act. 7 Bauobjekt und Plan Situation 249-
01). Betreffend Erschliessung besagen die Sonderbauvorschriften Art. 14:

1 Der Anschluss ans übergeordnete Strassennetz ist die E.________strasse. Die 
interne Erschliessung erfolgt auf den als Arealerschliessung gekennzeichneten 
Flächen. Die tatsächliche Ausgestaltung ist Gegenstand des entsprechenden Bau-
gesuches.
2 Die Parzelle 6.___ wird weiterhin über G.________strasse erschlossen.
3 Die Parzelle 4.___ und 5.___ wird im Altbestand über die F.________strasse und 
E.________strasse erschlossen.
4 Der Motorfahrzeugverkehr ist auf den südwestlichen Bereich der Überbauung be-
schränkt. Fussgänger erreichen ihre Ziele über interne Fusswege.
5 Alle Nutzungszonen sind rollstuhlgängig über Lifte erreichbar.

Der Erläuterungsbericht zum Gestaltungsplan hält dazu fest (Ziff. 7): "Für den 
neu projektierten Teil wird G.________strasse nicht belegt. Auf dieser Quartier-
strasse entsteht kein Mehrverkehr und keine zusätzliche Belastung. Die Areal-
Erschliessung erfolgt ab der E.________strasse, führt über den südwestlich vor-
gelagerten Teil direkt auf die Besucherparkplätze, respektive in die unterirdische 
Autoeinstellhalle." Die Erschliessung der neuen Aussenabstellplätze sowie der 
neuen Einstellhalle erfolge direkt ab der E.________strasse am südwestlichen 
Perimeterrand. Diese Parkplatzzufahrt diene der Erschliessung des Gebietes 
durch Langsam- und motorisierten Verkehr. Mittels Rampe gelange der Lang-
samverkehr von den Aussenabstellplätzen auf den verkehrsfreien Quartierplatz 
zwischen den Baubereichen A, B und C. Der motorisierte Verkehr werde am 
südwestlichen Perimeterrand gefasst und in die Einstellhalle geleitet. So bleibe 
das restliche Gebiet weitgehend frei vom Verkehr. Neben den bestehenden ober-
irdischen Parkplätzen würden auf KTN 3.___ 17 neue Aussenparkplätze (vor-
aussichtlich hauptsächlich Besucherparkplätze) vorgesehen (vgl. Bf-act. 4 S. 3 f. 
Ziff. B.1 und B.3 f.). Ebenso enthält der (nicht verbindliche) Erläuterungsbericht 
einen Ausblick. Da im Hinblick auf die Zonenplan-Teilrevision ein Gesuch auf ei-
ne Aufzonung (in WG4) deponiert wurde, zeigt das Richtprojekt auf, dass auf 
dem Areal ein Verdichtungspotential vorhanden ist (nach Abbruch der Altbauten 
auf KTN 8.___, 9.___ und 7.___; Erläuterungsbericht Ziff. 12). Entsprechend 
wurde im BRB Nr. 431 vom 24. Juni 2015 (Erlass Gestaltungsplan) festgehalten, 
die Projektverfasser hätten die mögliche Weiterentwicklung des Gestaltungs-
plangebietes (Überbauung bereits bebaute Gebiete) vorgestellt. Somit sei das 

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vorliegende Richtprojekt ein Fragment aus dem weitergedachten Gesamten, 
welches aber auch alleine als Bauprojekt möglich sei. 

4.1 Hinsichtlich Vorteilsabgabe wurde im BRB Nr. 598 vom 19. Oktober 2016 
ausgeführt, das Baugrundstück werde direkt ab der bezirkseigenen 
E.________strasse erschlossen, weshalb die Voraussetzungen zur Erhebung ei-
ner Vorteilsabgabe erfüllt sei. Die Festlegung über die Leistung einer Vorteilsab-
gabe sowie deren Höhe erfolge in einem separaten Beschluss (Bf-act. 2 S. 7, vgl. 
dazu Ingress lit. A und B hiervor). Im BRB Nr. 130 vom 8. März 2017 wurde die 
Vorteilsabgabe für das abgeänderte Bauprojekt festgelegt. Dabei wurde u.a. er-
wogen, vorliegend werde eine Tiefgarage über eine direkte Zufahrt in die Be-
zirksstrasse erschlossen, die mehreren Gebäuden einer Überbauung diene. 
Zwar bestehe die Überbauung aus mehreren Wohn- und Gewerbeblöcken, sei 
jedoch als eine zusammenhängende Überbauung zu betrachten, die über ge-
meinsame Erschliessungs-anlagen verfüge. Der Umstand, dass die Überbauung 
auf mehreren Grundstücken zu liegen komme, sei nicht ausschlaggebend. Über 
die Garagenzufahrt werde ausschliesslich die Tiefgarage der Überbauung er-
schlossen. Eine Nutzung oder Erweiterung der Zufahrt oder Tiefgarage für ande-
re Grundstücke in der Nachbarschaft liege nicht vor und sei auch nicht geplant. 
Mithin werde das Baugrundstück nicht über eine Feinerschliessungsstrasse er-
schlossen, die auch noch anderen Grundeigentümern in der Nachbarschaft als 
Erschliessung diene. Vorliegend seien auch gar keine eigenständigen Zufahrten 
für die Gebäude der Überbauung "B.________" denkbar, da es sich nicht um 
einzelne und abtrennbare Gebäude handle. Die Vorteilsabgabe sei zu entrichten. 

4.2 Demgegenüber trägt der Beschwerdeführer vor, der Bezirksrat und der Re-
gierungsrat hätten den Gestaltungsplan "B.________" genehmigt. Darin sei fest-
gelegt, der motorisierte Verkehr werde südwestlich ab der E.________strasse 
gefasst und zu den Aussenparkplätzen und der Einstellhalle geleitet. Die Formu-
lierung "gefasst" zeige auf, dass es sich um eine gemeinsame Sammelzufahrt 
mehrerer Baugrundstücke handle. Es sei sodann vorgesehen, die Tiefgarage 
dereinst für die noch im Altbestand bebauten Grundstücke zu erweitern. Wenn 
auch die Liegenschaften KTN 4.___, 5.___ und 7.___ neu bebaut seien, würden 
auch diese die dannzumal erweiterte Tiefgarage nutzen und über die eine Zu-
fahrt in die E.________strasse erschlossen. Die Sonderbauvorschriften würden 
klar besagen, dass nur die Altbauten noch über separate Zufahrten verfügen dür-
fen; bei Neubebauung müssen auch sie über eine einzige gemeinsame (Areal-
)Zufahrt erschlossen werden. Im VGE 718/04 (EGV-SZ 2004 B.5.1 S. 144 ff.) sei 
ausführlich begründet, weshalb für das vorliegende Bauvorhaben keine Vorteils-
abgabe geschuldet sei. Es sei unschwer zu erkennen, dass die gesamtheitliche 

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Erschliessungslösung zum Gestaltungsplangebiet "B.________" dereinst dazu 
führen werde, dass die heute bestehenden Zufahrten ab der F.________strasse 
wie auch ab der E.________strasse auf eine einzige verkehrssichere Zufahrt re-
duziert werde. Da mithin die Baugrundstücke über eine gemeinsame Zufahrt er-
schlossen werden, sei keine Vorteilsabgabe geschuldet und die Beschwerde 
gutzuheissen.

5.1 In casu führt die projektierte Einfahrt direkt ab der bezirkseigenen 
E.________strasse in die Einstellhalle unter den Baubereichen A,B,C auf KTN 
2.___ und 1.___ und dient der Erschliessung der geplanten Überbauung auf dem 
zusammenhängenden Baugrundstück auf KTN 1.___, 2.___ und 3.___ mit den 
Mehrfamilienhäuser A, B und C (vgl. Art. 8 SBV; Grundrissplan 1. UG 270-32.2_1 = 
Beilage in den Vorakten, Mappe 'Projektänderung'; Bf-act. 4.1 S. 3 f. Ziff. B.3), 
wobei zunächst in einer ersten Etappe die beiden Mehrfamilienhäuser A und B 
sowie die Einstellhalle konkret projektiert sind (vgl. Bf-act. 1 und 2). Der Bezirksrat 
behandelte die drei neuen Mehrfamilienhäuser samt gemeinsamer Einstellhalle 
und Zufahrt zu Recht als abgabepflichtige Einheit. Zu Recht stellt er weiter fest, 
dass auf dem Areal keine Feinerschliessungsstrasse für mehrere Liegenschaften 
erstellt und unterhalten werden muss. Vielmehr erfolgt ab der Bezirksstrasse eine 
direkte private Zufahrt in die Einstellhalle der Gesamtüberbauung. Eine 
weiterführende, für den motorisierten Verkehr bestimmte Strassenführung ist 
nicht vorgesehen, weshalb eine direkte Zufahrt der Gesamtüberbauung vorliegt. 
Mithin ist der innere Rechtfertigungsgrund der Vorteilsabgabe erfüllt. Es handelt 
sich um einen vergleichbaren Sachverhalt wie oben in Erwägung 2.3 in fine 
dargestellt. 

5.2 Für andere Grundstücke ausserhalb der Gesamtüberbauung dient diese 
Einfahrt dagegen nicht als Erschliessung, und sie muss auch nicht für den 
Zubringerverkehr zu anderen Grundstücken in der Nachbarschaft freigehalten 
werden. Sämtliche der bereits überbauten Parzellen im Gestaltungsplangebiet 
"B.________" (KTN 6.___, 4.___, 5.___ und 7.___) verfügen nach wie vor über 
eine je eigene Erschliessung, welche durch die mit BRB Nr. 130 vom 8. März 
2017 erteilte Baubewilligung (und die darin erhaltene Zufahrtsbewilligung; vgl. Bf-
act. 1 S. 7 i.V.m. Disp.Ziff. 3 auf S. 10) nicht tangiert werden. Ein Dahinfallen der 
Rechtfertigung für die Erhebung einer Vorteilsabgabe ist vorliegend nicht er-
kennbar. 

Daran vermag auch nichts zu ändern, dass zu einem späteren Zeitpunkt 
allenfalls eine Weiterentwicklung des Gestaltungsplangebietes (d.h. eine 
Überbauung der bereits bebauten Gebiete − unter Berücksichtigung einer 
möglichen Aufzonung in die Zone WG4) möglich werden könnte (vgl. Bf-act. 4 S. 

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3 Ziff. B.1). Die bloss hypothetische, von einer künftigen Zonenplanänderung ab-
hängigen Möglichkeit, dass verkehrstechnisch selbständig erschlossene und be-
reits bebaute Parzellen im Gestaltungsplangebiet bei einer zukünftig allenfalls 
möglich werdenden (erweiterten) Überbauung, über die direkte private Zufahrt in 
die Einstellhalle der Gesamtüberbauung erschlossen werden könnten (unter 
gänzlicher oder teilweiser Aufgabe der aktuell bestehenden Erschliessung), ist 
einer Überprüfung im vorliegenden Verfahren nicht zugänglich, und kann nicht zu 
einem Verzicht auf die Erhebung der Vorteilsabgabe für die bewilligte direkte 
direkte Zufahrt der Gesamtüberbauung im konkreten Fall führen. Im Übrigen er-
gibt sich aus der Möglichkeit einer künftigen Erweiterung der aktuell projektierten 
Gesamtüberbauung auch keine Neuerung bezüglich der Feststellung, dass eine 
direkte Zufahrt der Gesamtüberbauung vorliegt und auf dem Areal keine 
Feinerschliessungsstrasse für mehrere Liegenschaften erstellt und unterhalten 
werden muss (vgl. Erw. 5.1). Vielmehr sieht auch die Richtplanung vor, dass die 
dannzumal erweiterte Gesamtüberbauung weiterhin über eine direkte private 
Zufahrt unmittelbar in die Einstellhalle verfügt.

5.3 Auch der Umstand, dass in der geplanten Einstellhalle deutlich mehr 
Parkplätze (67) projektiert werden, als die (für die Häuser A und B der ersten 
Etappe - ohne Haus C) minimal erforderliche Anzahl (35), ändert grundsätzlich 
nichts daran, dass sämtliche der bereits überbauten Parzellen im Gestaltungs-
plangebiet "B.________" nach wie vor über eine je eigene Erschliessung verfü-
gen. Wem die Eigentümerin dereinst die 'überschüssigen' Parkplätze zur 
Benützung überlässt (z.B. vermietet) oder veräussert, ist nicht aktenkundig und 
für die vorliegende Beurteilung auch nicht erheblich.

5.4 In masslicher Hinsicht ist festzustellen, dass die Höhe der vom Bezirksrat 
errechneten Vorteilsabgabe in der Höhe von Fr. 69'494.65 als solche nicht (je-
denfalls nicht substantiiert) bestritten worden ist. Anzufügen ist, dass der Ver-
kehrswert von Fr. 1'500.--/m2 entsprechend § 28 Abs. 4 StraV durch die kantona-
le Güterschatzungskommission in der Verkehrswertschätzung vom 23. Mai 2016 
festgelegt wurde (Beilage in den Vorakten, Mappe 'Schriftenwechsel') und der 
Bauherrschaft am 11. November 2016 das rechtliche Gehör gewährt worden ist. 
Die Berechnung der effektiv bebauten Nutzfläche, aber ohne die Fläche der 
Zugänge und Zufahrten selbst (vgl. § 58 Abs. 3 lit. b StraG) entspricht 
unbestrittenerweise dem Baugesuch 2016 / 39 Projektänderung (vgl. Bf-act. 1 S. 
8) und der Prozentsatz von 4.5% ist in Übereinstimmung mit § 28 Abs. 2 lit. c 
StraV und BRB Nr. 241 vom 20. April 2005 (vgl. Erw. 2.1 i.f. hiervor) angewendet 
worden. Die Berechnung der Vorteilsabgabe als solche (Fr. 1'500 x 1'029.55m2 
[786.67m2 + 242.88m2] x 0.045 = Fr. 69'494.65) ist mithin nicht zu beanstanden. 

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6.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
daher abzuweisen.

6.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Kosten (Gerichts-
gebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'500.-- zu Lasten der Be-
schwerdeführerin (§72 Abs.2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 
234.110] vom 6.6.1974). Eine Parteientschädigung ist der Vorinstanz nicht 
zuzusprechen (§ 74 Abs. 2VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens (Gerichts-
gebühren, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'500.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. Nachdem sie am 21. April 2017 einen Kosten-
vorschuss von Fr. 1'500.-- geleistet hat, ist die Rechnung ausgeglichen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (A)
- und den Regierungsrat (z.K.). 

Schwyz, 25. September 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Oktober 2017