# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3045a856-0605-546b-917f-e6cf80540b90
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.04.2016 BVGE 2017 IV/4
**Docket/Reference:** BVGE-2017-IV-4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-IV-4_2016-04-13

## Full Text

&Ouml;ffentliches Beschaffungswesen | Öffentliches Beschaffungswesen. Ausschluss von öffentlich-rechtlich
konstituierten Anbieterinnen bei Unterangeboten. Verpflichtung zur Abklärung des relevanten Sachverhalts.
			

			

				Art. 27 und Art. 94 BV. Art. XIII Abs. 4 Bst. a des Übereinkommens
über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. April 1994 (GPA). Art. 12 VwVG. Art. 11
BöB. Art. 25 Abs. 4 VöB. 
			

			

				1.      Weder aus Art. XIII
Abs. 4 Bst. a GPA noch aus Art. 11 BöB ergibt sich eine gesetzliche Grundlage für
den Ausschluss von Unterangeboten (E. 3.3â¿¿3.5). Indessen ist die Aufzählung der
Ausschlussgründe gemäss Art. 11 BöB nicht abschliessend (E. 4.1). 
		

			

				2.      Die Teilnahme von
öffentlich-rechtlich konstituierten Rechtssubjekten an Vergabeverfahren ist aus wirtschaftsverfassungsrechtlicher
Sicht grundsätzlich erlaubt, solange diese nicht durch unzulässige Quersubventionierung zu
einer Wettbewerbsverzerrung führt (E. 4.6 und E. 4.7.1 f.). 
			

			

				3.      Das Vermeiden von
Wettbewerbsverzerrungen entspricht zwei klassischen Zielen des Vergaberechts. Dies trifft in erster Linie
auf die Wettbewerbszielsetzung zu, aber auch auf das Gebot der Gleichbehandlung. Damit ist in der Frage
nach der Quersubventionierung kein vergabefremder Aspekt zu sehen (E. 4.8).
			

			

2018-09-26T12:13:48Z