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**Case Identifier:** 7d589d62-2a9b-5556-b927-d3c29b951c6d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.05.2018 720 17 426 / 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-426---127_2018-05-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Mai 2018 (720 17 426 / 127) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

IV-Taggeld: Der Anspruch auf IV-Taggelder besteht während der gesamten Dauer des für 

die Umschulung vorausgesetzten Praktikums; Bemessung der IV-Taggelder unter Be-

rücksichtigung des während der Eingliederungsmassnahme erzielbaren hypothetischen 

Einkommens; Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Robert Schibli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advo-
kat, Kirchplatz 16, Postfach 916, 4132 Muttenz 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Taggeld  
 
 
 
A. Der 1990 geborene A.____ erlangte im Juni 2010 das eidgenössische Fähigkeitszeugnis 
als Automechaniker und arbeitete danach bis 30. Juni 2012 in seinem Lehrbetrieb, der B.____ 
AG, weiter. Am 5. Januar 2012 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Rückenschmerzen bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an, namentlich zur Be-
rufsberatung und Umschulung auf eine neue Tätigkeit. Nach Abklärung der gesundheitlichen 

 

 
 
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und erwerblichen bzw. beruflichen Verhältnisse schloss die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) mit Mitteilung vom 13. Juni 2013 die beruflichen Massnahmen mangels Massnahmefä-
higkeit ab und kündigte die Überweisung des Dossiers zur Prüfung der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit an. Mit Schreiben vom 24. Februar 2014 ersuchte der Versicherte 
um Wiederaufnahme der beruflichen Massnahmen. Er habe einen Beruf gefunden, in dem er 
auch mit den Schmerzen arbeiten könne. Mit Verfügung vom 6. November  2014 lehnte die IV-
Stelle die beantragte Umschulung zum Fitnessinstruktor ab. Die gewünschte Umschulung sei 
bei Rückenbeschwerden nicht zielführend und auf lange Sicht nicht eingliederungswirksam. Der 
Versicherte könne sich wieder melden, wenn er bereit sei, eine berufliche Massnahme zu ak-
zeptieren, die seinen Einschränkungen gerecht werde.  
 
Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 9. Dezember 2014 Beschwerde, die mit Entscheid 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) 
gutgeheissen und zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde. Die weiteren 
Abklärungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ergaben, dass die Umschulung zum 
Fitnesstrainer aus medizinischer Sicht zumutbar sei. Die IV-Stelle erteilte mit Mitteilung vom 
13. November 2017 nachträglich eine Kostengutsprache für die Umschulung zum Fitnesstrainer 
BP, welche A.____ bereits im Juli 2017 abgeschlossen hatte. 
 
Gestützt auf die Mitteilung vom 13. November 2017, mit welcher die Kostengutsprache für die 
Umschulung zum Fitnessinstruktor erfolgte, sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 24. 
November 2017 168 Taggelder für die im Rahmen der Umschulung absolvierten Kurs- und 
Vorbereitungstage zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Nicola Mo-
ser, am 22. Dezember 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, die IV-Stelle sei 
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu verpflichten, ihm Taggelder für die gesamte 
Dauer des zweijährigen Praktikums auszurichten; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 20. Februar 2018 die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 

 

 
 
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Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 22. Dezember 2017 ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die ein-
zelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen laut Art. 8 
Abs. 3 lit. b IVG unter anderen in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige Be-
rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe). 
 
2.2 Nach Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine 
neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die 
Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann. Unter Umschulung im 
Sinne von Art. 17 IVG ist rechtsprechungsgemäss grundsätzlich die Summe der Eingliede-
rungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor 
Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren 
annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln (Urteil des Bundesgerichts vom 
5. August 2010, 9C_244/2010, E. 3.1, BGE 124 V 108 E. 2a mit Hinweisen). 
 
3.1 Gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung von Eingliede-
rungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei 
aufeinander folgenden Tagen wegen der Eingliederung verhindert sind, einer Arbeit nachzuge-
hen oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind (Art. 6 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000). Das Taggeld besteht aus einer Grundentschädigung, auf die alle Versicherten Anspruch 
haben, und einem Kindergeld für Versicherte mit Kindern (Art. 22 Abs. 2 IVG).  
 
3.2 Die Grundentschädigung beträgt nach Art. 23 Abs. 1 IVG 80 % des letzten ohne ge-
sundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens, jedoch nicht mehr als 80 % des 
Höchstbetrages des Taggeldes nach Art. 24 Abs. 1 IVG (= Höchstbetrag des versicherten Ta-
gesverdienstes nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG] vom 
20. März 1981). Grundlage für die Ermittlung des Erwerbseinkommens nach Absatz 1 bildet das 
durchschnittliche Einkommen, von dem Beiträge nach dem Bundesgesetz über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 erhoben werden (massgebendes 

Erwerbseinkommen; Art. 23 Abs. 3 IVG). Gemäss Art. 21
bis

 Abs. 3 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 wird das massgebende Einkommen auf den 
Tag ausgerechnet. Für Versicherte mit Monatslöhnen wird der letzte ohne gesundheitliche Ein-
schränkungen erzielte Monatslohn mit zwölf vervielfacht. Dem ermittelten Jahreslohn wird ein 
allfälliger 13. Monatslohn hinzugerechnet. Der so ermittelte Jahresverdienst wird durch 365 ge-
teilt (Art. 21

bis
 Abs. 3 lit. a IVV). 

 
3.3 Übt eine versicherte Person während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit aus, so 
wird das Taggeld soweit gekürzt, als es zusammen mit dem aus dieser Tätigkeit erzielten Ein-

 

 
 
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kommen das gemäss den Artikeln 21-21quinquies IVV massgebende Erwerbseinkommen über-
steigt (Art. 21septies Abs. 1 IVV), jedoch gemäss Art. 24 Abs. 1 IVG nur bis zum Tageshöchstbe-
trag nach Art. 22 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) (Fr. 406.– gemäss 
Stand des UVV vom 1. April 2018). Für die Kürzung des Taggeldes ist der massgebende Lohn 
im Sinne von Art. 5 AHVG zu berücksichtigen, den die versicherte Person aufgrund der wäh-
rend der Eingliederung ausgeübten Tätigkeit erzielt (Art. 21septies Abs. 2 IVV). Dabei wird der 
während der Eingliederung erzielte Lohn auf den Tag umgerechnet. Hierzu wird der Monatslohn 
durch 30 geteilt, wobei das Resultat auf die nächsten 10 Rappen abgerundet wird (Kreisschrei-
ben über die Taggelder der Invalidenversicherung [KSTI], gültig ab 1. Januar 2001, Stand vom 
1. Januar 2018, Rz. 3073). Das Taggeld entspricht in diesem Fall der Differenz zwischen dem 
massgebenden Erwerbseinkommen und dem während der Eingliederung erzielten Verdienst 
(KSTI Rz. 3072). Nach der Rechtsprechung des früheren Eidgenössischen Versicherungsge-
richts ist für die Kürzung des Taggeldes grundsätzlich der Lohn massgebend, den die versicher-
te Person durch zumutbare Arbeit erzielen könnte. Aus dem Rechtsgleichheitsgebot ergibt sich, 
dass nicht nur der tatsächlich erzielte, sondern auch der aus invaliditätsfremden Gründen nicht 
erwirtschaftete mögliche Verdienst für die Kürzung heranzuziehen ist. Es wäre mit Art. 8 Abs. 1 
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 nicht 
vereinbar, den teilweise arbeitsunfähigen Versicherten, der in Erfüllung der generell in der Sozi-
alversicherung geltenden Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 117 V 278 E. 2b) während der 
Umschulung eine Erwerbstätigkeit ausübt, schlechter zu stellen, als den im gleichen Ausmass 
Arbeitsunfähigen, der im selben Zeitraum keiner ihm an sich zumutbaren Arbeit nachgeht 
(EVG-Urteile I 632/99 vom 14.4.2000 E. 2b = SVR 2001 IV Nr. 28 und I 137/05 vom 26.10.2005 
E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Aus den zitierten Bestimmungen und der Rechtsprechung ergibt sich, dass das IV-
Taggeld von Erwerbstätigen stets zu kürzen ist, wenn dieses zusammen mit dem während der 
Eingliederung erzielten bzw. zumutbarerweise möglichen Lohn das massgebende Erwerbsein-
kommen der versicherten Person überschreitet. Der Kürzung der Taggeldleistungen liegt die 
Überlegung zugrunde, dass das Taggeld eine Entschädigung für einen Erwerbs- und nicht für 
einen Zeitausfall bildet (vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invali-
denversicherung (IVG), in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2014, S. 280). Soweit die versi-
cherte Person während der Eingliederung durch Ausübung einer Erwerbstätigkeit bzw. durch 
eine ihr zumutbare Arbeit keine Erwerbseinbusse erleidet, besteht auch kein Taggeldanspruch 
(ULRICH MEYER-BLASER, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, 
Diss. Bern 1985, S. 147). Das Rechtsgleichheitsgebot erheischt, dass auch bei Ausübung einer 
Teilerwerbstätigkeit das Taggeld zu kürzen ist, wenn dieses zusammen mit dem Eigenverdienst 
das massgebende Einkommen in der Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung übersteigt. 
Bei Ausrichtung ungekürzter Taggelder würde ansonsten die versicherte Person während der 
Eingliederung mehr verdienen, als wenn sie als Gesunde ihrer früheren Tätigkeit nachgehen 
würde. Der Zweck von Art. 21septies IVV ist, mit der Kürzung des Taggeldes einer solchen uner-
wünschten Überversicherung entgegenzuwirken. 
 

 

 
 
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4.1 Im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren und im Sozialversiche-
rungsprozess gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben Versicherungsträger und Sozial-
versicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vor-
bringen oder Beweisanträge der Parteien, für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt; er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprü-
fungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993 in Verbindung mit Art. 
61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 
dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, 
S. 135 f.). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 126 V 360 
E. 5b mit Hinweisen). 
 
5. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich 
Taggelder für die Kurs- und Vorbereitungstage ausgerichtet hat. 
 
5.1 Wie in E. 3.1 hiervor erwähnt, werden gemäss Art. 22 Abs. 1 Var. 2 während der Dauer 
von Eingliederungsmassnahmen Taggelder ausgerichtet, wenn die versicherte Person in ihrer 
gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig ist. Als gewohnte Tätigkeit wird die 
bisherige Erwerbstätigkeit verstanden, die die versicherte Person vor Eintritt der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung ordentlicherweise ausgeübt hatte. Im vorliegenden Fall ist der Be-
schwerdeführer unbestrittenermassen in seiner gewohnten Tätigkeit als Automechaniker voll-
ständig arbeitsunfähig, womit ein Taggeldanspruch gemäss der zweiten Variante im genannten 
Artikel besteht. Mit der Formulierung „während der Durchführung der Eingliederungsmassnah-
men“ der erwähnten Bestimmung wird in Lehre und Rechtsprechung ein durchgehender Tag-
geldanspruch während der gesamten Eingliederungsperiode verstanden (siehe ERWIN MURER, 
IVG-Kommentar, Art. 22 Rz. 65 und Rz. 130; vgl. Entscheid des Sozialversichungsgerichts des 

 

 
 
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Kantons Zürich vom 24. Oktober 2008, IV.2007.00656 E.1 und Entscheid des Sozialversi-
chungsgerichts des Kantons Zürich vom 14. November 2005, IV.2004.00473 E. 6.1). In Anbe-
tracht der Rechtslage ist dem Beschwerdeführer somit in dem Sinne Recht zu geben, als 
grundsätzlich – wie in dem von ihm vorgebrachten ähnlich gelagerten Fall aus dem Kanton So-
lothurn – ein durchgehender Taggeldanspruch während der von der Prüfungsordnung des 
C.____ verlangten zweijährigen Berufspraxis (1. Februar 2015 bis 28. Februar 2017) besteht. 
An diesem Ergebnis ändern auch die Einwände der Beschwerdegegnerin nichts, die einbringt, 
dass der Versicherte an den kursfreien Tagen hätte arbeiten können und dass dessen umschu-
lungsbedingte Erwerbseinbusse durch die Gewährung der Taggelder für Absenz bzw. Vorberei-
tungstage sowie durch die Finanzierung der Zusatzausbildung an der D.____-Akademie bereits 
genügend abgegolten wurde. Einer Überversicherung ist vielmehr mit einer Kürzung der ausge-
richteten Taggelder entgegenzuwirken (siehe sogleich E. 5.3). 
 
5.2 Zusätzlich zu den während der zweijährigen Arbeitstätigkeit auszurichtenden Taggelder 
sind ebenfalls die Tage zu entschädigen, an welchen der Beschwerdeführer aufgrund der Schu-
lungen an der E.____ und an der D.____-Akademie verhindert war, einer Erwerbstätigkeit 
nachzugehen, da diese wie die vorausgesetzte Berufserfahrung Teil der Umschulung war. Aus 
den Akten ergibt sich jedoch nicht eindeutig, wie hoch der notwendige Zeitaufwand für die 
Schulungen war, der mit Taggeldern zu entschädigen ist. Die IV-Stelle wird diesen genauen 
Schulungsaufwand noch abzuklären haben (siehe E. 6 hiernach). 
 
5.3 Die zugesprochenen Taggelder werden – wie zuvor ausgeführt (siehe E. 3.3) – gekürzt, 
wenn während der Dauer der Eingliederungsmassnahme ein Erwerbseinkommen erzielt wird 
(Art. 21septies Abs. 2 IVV). Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer während zweier Jahre 
als Fitnessinstruktor gearbeitet und dabei ein Erwerbseinkommen erwirtschaften können. Da er 
die geforderte Berufspraxis in seinem eigenen, in selbstständiger Tätigkeit geführten Betrieb 
erlangte, war es ihm möglich, sich selber einen beliebig ausgewählten oder wie vorliegend gar 
keinen Lohn auszahlen zu lassen, was mitunter eine Folge auf die Höhe der Taggelder hat. 
Deshalb ist vorliegend bei der Bemessung des Taggeldanspruchs auf einen objektiven Monats-
lohn abzustellen (siehe die in E. 3.3 zitierte Rechtsprechung des früheren Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts). Hierbei kann jedoch nicht die Lohnempfehlung des C.____ für Prakti-
kanten vom 27. September 2011 als Ansatz für die Kürzung der IV-Taggelder dienen. Der Be-
schwerdeführer hatte nämlich als mitarbeitender Geschäftsführer in seinem eigenen Fitness-
studio keine Stellung als Praktikant, welche aufgrund ihres Ausbildungscharakters üblicher-
weise mit Betreuungsaufwänden von Mitarbeitern desselben Betriebes verbunden ist, was pra-
xisgemäss die Auszahlung eines grundsätzlich tieferen Lohnes rechtfertigt. Vielmehr war der 
Beschwerdeführer als Mitarbeiter ohne Ausbildung für die F.____ GmbH tätig, weshalb – mit 
Blick auf die Schadenminderungspflicht der versicherten Person (siehe E. 3.3) – im vorliegen-
den Fall für die Kürzung der Taggelder als Ansatz auch die Entlöhnung einer derartigen Tätig-
keit herangezogen werden muss. Bei der Neubeurteilung der Angelegenheit durch die Vor- 
instanz hat die IV-Stelle als erzielbares Erwerbseinkommen während der Eingliederungsmass-
nahme auf den vom C.____ empfohlenen Mindestlohn für Fitnessinstruktoren als Quereinstei-
ger (MitarbeiterInnen ohne EFZ, FA oder gleichwertige Ausbildung; Fr. 3`000.– pro Monat) ab-
zustellen. Dieser Ansatz ist auch deshalb angemessen, weil der Versicherte von November 

 

 
 
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2014 bis Mai 2015 in einem ca. 50%igen Pensum bei der G.____ Fitness- und Gesundheitscen-
ter GmbH angestellt war und dabei im Durchschnitt monatlich Fr. 2`000.– verdiente. 
 
6. Zusammenfassend ist im Ergebnis festzuhalten, dass der Beschwerdeführer während 
der zweijährigen Praktikumsdauer vom 1. Februar 2015 bis 28. Februar 2017 einen durchge-
henden IV-Taggeldanspruch hat. Die IV-Stelle hat im Rahmen der Rückweisung der Angele-
genheit jedoch den genauen zeitlichen Umfang des Schulungsaufwandes auch vor und nach 
diesen zwei Jahren abzuklären und neu über die mit den Kurs- und Prüfungstagen verbundene 
Gesamtanzahl der Taggelder zu entscheiden. Bei der Bemessung der Taggelder hat die Vor- 
instanz ferner das während der Eingliederungsmassnahme erworbene Einkommen in dem Sin-
ne zu berücksichtigen, als das von dem vom C.____ empfohlenen Mindestlohn für Fitnessin-
struktoren als Quereinsteiger (MitarbeiterInnen ohne EFZ, FA oder gleichwertige Ausbildung; 
Fr. 3`000.– pro Monat) ausgegangen werden muss. Die angefochtene Verfügung vom 
24. November 2017 ist demzufolge in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Ange-
legenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden: 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 

die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Beim Ausgang des vorliegen-
den Verfahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrens-
kosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 
Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 
VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle 
als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskosten aufzukommen. Es werden des-
halb keine Verfahrenskosten erhoben und der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.– ist zurückzuerstatten. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führen-
den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sa-
che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick 
auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be-
schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 
auszurichten. Der in der Honorarnote vom 13. März 2018 für das vorliegende Verfahren geltend 
gemachte Zeitaufwand von insgesamt 11 Stunden erweist sich in Anbetracht der sich stellen-
den Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in der 
Honorarnote angegebenen und dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durch-

 

 
 
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schnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädi-
gen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen in der 
Höhe von insgesamt Fr. 252.30. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 3`242.15 (11 Stunden à Fr. 250.– + Auslagen von Fr. 252.30 zuzüglich 8 % 
bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.  
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken 
können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen 
Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenent-
scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 24. November 2017 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3`242.15 (inkl. Auslagen und 8 % 
bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 18. Juli 2018 Beschwerde erhoben (siehe Ur-

teil des Bundesgerichts vom 29. August 2018, 9C_514/2018). 

 
 
 
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