# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8472ca66-a58d-58bb-9ae3-b2abb312f73b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.09.2011 SB110061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110061_2011-09-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr. SB110061-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. Janssen und Ersatzoberrichter lic. iur. Gut sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. Schlegel 

 

Urteil vom 16. September 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Angeklagter und Erstappellant 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. Eckert,  

Anklägerin und Appellatin 

 

sowie 

 

B._____,  
Geschädigte und Zweitappellantin 

 

betreffend Betrug etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, 
vom 7. Juli 2010 (DG100171) 

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Das Gericht erwägt: 

I. 
 

(Verfahrensgang) 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil vom 7. Juli 2010 

sprach das Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, den Angeklagten A._____ des Be-

truges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer II (Betrug zum 

Nachteil des C._____) sowie des mehrfachen Pfändungsbetruges im Sinne von 

Art. 163 Ziff. 1 StGB (Anklageziffer III) schuldig, während es ihn vom Vorwurf des 

Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer I (Betrug 

zum Nachteil der B._____) freisprach. Die Vorinstanz bestrafte den Angeklagten 

mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe auf-

geschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt wurde. Ferner trat sie auf 

das Schadenersatzbegehren der Geschädigten B._____ nicht ein (Urk. 54 S. 18). 

2.1. Gegen das mündlich eröffnete Urteil meldete der Verteidiger des Angeklagten 

im Anschluss an die Hauptverhandlung vom 7. Juli 2010 mündlich Berufung an 

(Prot. I S. 19). Dies bestätigte er mit Eingabe vom 8. Juli 2010 (Urk. 47). Mit Ein-

gabe vom 4. August 2010 meldete auch die Geschädigte B._____ Berufung an 

(Urk. 49), zog diese indessen mit Eingabe vom 3. November 2010 (Urk. 57) zu-

rück. Das vollständig begründete Urteil wurde seitens der Verteidigung des Ange-

klagten am 28. Oktober 2010 entgegengenommen (Urk. 55/1). Mit Eingabe vom 

12. November 2010 nannte die Verteidigung innert Frist die Beanstandungen 

(Urk. 58). Die Anklagebehörde teilte mit Eingabe vom 14. Dezember 2010 mit, 

dass sie Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantrage und darauf verzichte, 

Beweisanträge zu stellen (Urk. 62). 

2.2. Nach Eingang der Akten beim Obergericht des Kantons Zürich am 8. Februar 

2011 wurde dem Angeklagten mit Präsidialverfügung vom 10. Februar 2011 Frist 

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angesetzt, um allfällige Beweisanträge zu stellen. Zudem wurde er aufgefordert, 

Unterlagen zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen einzureichen (Urk. 66). Der 

Verteidiger des Angeklagten stellte mit Eingabe vom 21. Februar 2011 fristgerecht 

Beweisanträge (Urk. 69 S. 2 ff.) sowie für die Einreichung der Unterlagen zu den 

wirtschaftlichen Verhältnissen des Angeklagten ein Fristerstreckungsgesuch, das 

mit Präsidialverfügung vom 22. Februar 2011 bewilligt wurde (Urk. 69 S. 4 f.). Mit 

Eingabe vom 7. März 2011 stellte der Verteidiger des Angeklagten für die Einrei-

chung der Unterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen des Angeklagten ein 

weiteres Fristerstreckungsgesuch, worauf die Frist letztmals bis 14. März 2011 

erstreckt wurde (Urk. 70). Innert Frist gingen die verlangten Unterlagen nicht ein 

(vgl. Urk. 71). Mit Eingabe vom 22. März 2011 liess der Verteidiger des Angeklag-

ten dem Gericht das vom Angeklagten ausgefüllte Datenerfassungsblatt 

(Urk. 72/2) zukommen. Ferner erklärte er, dass der Angeklagte ihm die verlangten 

Unterlagen nicht ausgehändigt habe (Urk. 72/1). 

2.3. In ihrer Eingabe vom 12. November 2010 macht die Verteidigung geltend, es 

sei ein Widerspruch in sich selbst, dass der Angeklagte von der Vorinstanz hin-

sichtlich des Vorwurfs des Betrugs zum Nachteil der B._____ freigesprochen, 

hingegen hinsichtlich des Vorwurfs des Betrugs zum Nachteil des C._____ schul-

dig gesprochen worden sei. So wie die B._____ habe wissen können, dass der 

Angeklagte zum Teil arbeitete und Unterstützung erhielt, habe dies auch das 

C._____ tun können. Dasselbe gelte bezüglich des Pfändungsbetrugs. Sodann 

sei der Angeklagte damals verbeiständet gewesen und alles über den Beistand 

gelaufen, der über die einzelnen Abläufe bestens informiert gewesen sei (vgl. Urk. 

58 S. 3 f.). 

 

II. 
 

(Prozessuales) 

1. Da der hier angefochtene Entscheid vor dem per 1. Januar 2011 erfolgten In-

krafttreten der neuen Schweizerischen Strafprozessordnung (SR 312) gefällt wur-

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de, ist für das vorliegende Berufungsverfahren das bisherige (kantonale) Verfah-

rensrecht anwendbar (Art. 453 Abs. 1 StPO). 

2. Die Geschädigte B._____ meldete am 4. August 2010 Berufung an (Urk. 49). 

Sie zog ihre Berufung mit Eingabe vom 3. November 2010 noch innerhalb der 

Beanstandungsfrist zurück (Urk. 57), wovon Vormerk zu nehmen ist. 

3. Gemäss § 413 Abs. 3 StPO/ZH wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils 

im Umfang der Anfechtung gehemmt. Die Berufung kann von Anfang an (§ 413 

Abs. 1 StPO/ZH) oder erst im Lauf des Verfahrens bis zum Abschluss der Beru-

fungsverhandlung eingeschränkt werden (§ 413 Abs. 2 StPO/ZH), namentlich 

auch bei der Nennung der konkreten Beanstandungen im Sinne von § 414 Abs. 4 

StPO/ZH. Die Beschränkung kann sich auf einzelne Schuldsprüche, die Strafzu-

messung, die Anordnung von Massnahmen, den Entscheid über Zivilforderungen 

sowie die besonderen Anordnungen beziehen. Soweit ein Urteil nicht angefochten 

ist, erwächst es in Rechtskraft (§ 413 Abs. 3 StPO/ZH e contrario). Die Verteidi-

gung erklärte zwar in ihrer Eingabe vom 12. November 2010 ausdrücklich, dass 

die Berufung nicht beschränkt werde (Urk. 58 S. 3). Den Freispruch hinsichtlich 

Anklageziffer I (Betrug zum Nachteil der Geschädigten B._____) sowie das Nicht-

eintreten auf die Schadenersatzforderung der Geschädigten B._____ beanstan-

dete sie indessen nicht. Insoweit ist der Entscheid der Vorinstanz daher in 

Rechtskraft erwachsen, weshalb vorab mit Beschluss die entsprechende Teil-

rechtskraft des Urteils vom 7. Juli 2010 festzustellen ist. 

4.1. Seinen Beweisantrag betreffend Einvernahme von D._____ als Zeugen be-

gründete der Verteidiger des Angeklagten damit, dass dieser der erste Beistand 

des Angeklagten gewesen sei und der Angeklagte immer geltend gemacht habe, 

D._____ seine gesamte finanzielle Situation offengelegt zu haben. D._____ habe 

auch die entsprechenden Anträge gestellt und entsprechende Auskünfte an das 

Betreibungsamt erteilt. Sodann habe dieser zu jedem Zeitpunkt gewusst, was der 

Angeklagte arbeitete und verdiente (Urk. 69 S. 2 f.). Mit der gleichen Begründung 

wurde der Beweisantrag betreffend Einvernahme von E._____ als Zeugin gestellt. 

Diese sei die neue Beiständin des Angeklagten gewesen und könne für die Zeit 

nach der Ablösung D._____s als Zeugin dasselbe bestätigen (Urk. 69 S. 3). 

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Schliesslich verlangte die Verteidigung die gerichtspsychiatrische Begutachtung 

des Angeklagten. Bei dieser Begutachtung werde die Frage zu stellen sein, in-

wieweit und inwiefern der Angeklagte aufgrund seiner konkreten Erkrankung 

überhaupt in der Lage gewesen sei, zu beurteilen, welche Amtsstellen er wie in-

formieren musste resp. er bewusst eine entsprechende Information unterlassen 

habe. Der Angeklagte mache geltend, dass seine psychische Erkrankung ein vor-

sätzlich schuldhaftes Verhalten ausschliesse. Er habe nie bewusst irgendjeman-

den hintergehen wollen und auch nicht bewusst Informationen zurückbehalten 

(Urk. 69 S. 3 f.). 

4.2. Wie unter IV./2.7. aufzuzeigen sein wird, war die Pflicht des Angeklagten, 

Änderungen der finanziellen Verhältnisse zu melden, von der Beistandschaft in 

keiner Weise betroffen. Ob D._____ oder E._____ als seine Beistände von seiner 

Arbeitstätigkeit und das dabei erzielte Einkommen wussten oder nicht, ist daher 

vorliegend nicht massgeblich. Die beantragten Zeugeneinvernahmen erübrigen 

sich demzufolge. Darauf, dass der Angeklagte zunächst aussagte, seinen Bei-

ständen nicht gesagt zu haben, inwieweit er von seinem Bruder finanziell unter-

stützt wurde (Urk. 18 S. 17 f.), seine diesbezüglichen Angaben dann aber anläss-

lich der Hauptverhandlung vor der Vorinstanz änderte (Prot. I S. 12), braucht un-

ter diesen Umständen nicht näher eingegangen zu werden.  

4.3. Wie ferner unter III./2.4. und III./2.4.2. darzulegen sein wird, kann ausge-

schlossen werden, dass der Angeklagte durch eine psychische Erkrankung daran 

gehindert gewesen sein könnte, die entsprechenden Amtsstellen korrekt zu infor-

mieren. An diesem Eindruck hat sich namentlich anlässlich der Berufungsver-

handlung nichts geändert. Der Angeklagte war vielmehr ohne ersichtliche Prob-

leme in der Lage, die Fragen des Gerichts flüssig und sachgerecht zu beantwor-

ten. Auf die Einholung des verlangten psychiatrischen Gutachtens kann daher 

ebenfalls verzichtet werden. 

 

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III. 
 

(Sachverhalt) 

1. Allgemeines 

Das Gericht legt seinem Urteil denjenigen Sachverhalt zugrunde, den es aus sei-

ner freien aus der Hauptverhandlung und aus den Untersuchungsakten geschöpf-

ten Überzeugung als verwirklicht erachtet (§ 284 StPO/ZH). Dabei sind die ein-

zelnen Beweismittel zu würdigen, und es ist zu überprüfen, ob sich damit der 

Sachverhalt anklagegemäss erstellen lässt. Der Richter ist bei der Beweiswürdi-

gung an keine festen Beweisregeln gebunden. Vielmehr gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung, wonach er nach seinem persönlichen Urteil und nur sei-

nem Gewissen verpflichtet darüber zu entscheiden hat, ob er die eingeklagten 

Tatsachen für erwiesen hält oder nicht (§ 284 StPO/ZH). Gemäss der aus Art. 32 

Abs. 1 BV fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Maxime "in dubio 

pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld zu vermuten, dass der 

wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweislastregel 

bedeutet die Maxime, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die Schuld des An-

geklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der 

Grundsatz "in dubio pro reo" findet als Beweislastregel aber keine Anwendung, 

wenn der Angeklagte eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, ohne dass er 

diese in einem Mindestmass glaubhaft machen kann. Es tritt nämlich insoweit ei-

ne Beweislastumkehr ein, als nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehaup-

tung von der Anklagebehörde durch hieb- und stichfesten Beweis widerlegt wer-

den muss. Ein solcher Beweis ist nur dann zu verlangen, wenn gewisse Anhalts-

punkte wie konkrete Indizien oder eine natürliche Vermutung für die Richtigkeit 

der Behauptung sprechen bzw. diese zumindest als zweifelhaft erscheinen las-

sen, oder wenn der Angeklagte sie sonstwie glaubhaft macht (vgl. Kassationsge-

richtsentscheid vom 2. November 2004, Nr. AC040082, E. 3.5; Stefan Trechsel, 

SJZ 1981 S. 320). Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime "in dubio pro 

reo", dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten 

ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrach-

tung erhebliche, nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachver-

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halt tatsächlich so verwirklicht hat (BGE 127 I 38 S. 40 f.). Erheblich sind Zweifel, 

die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen und sich jedem kritischen und 

vernünftigen Menschen stellen (Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches 

Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel/Genf/München 2005, S. 247 f.). Dabei sind 

an den Nachweis der Schuld hohe Anforderungen zu stellen. Anderseits setzt ei-

ne Verurteilung nicht einen absoluten Beweis voraus. Vielmehr ist aufgrund aller 

in Betracht fallender Umstände zu prüfen, ob sich die vorhandenen Zweifel über-

winden lassen und der nicht mit Sicherheit feststehende Sachverhalt als gegeben 

erachtet werden kann (ZR 71 Nr. 7; ZR 71 Nr. 110). Der Richter darf eine relevan-

te Tatsache dabei zuungunsten des Angeklagten nicht als erwiesen betrachten, 

solange er – mehr als nur theoretisch immer denkbare oder geringe – Zweifel an 

deren Vorliegen hat (vgl. zum Ganzen: Schmid, a.a.O., N 286 ff.). 

 

2. Anklageziffer II 

2.1. Die Vorinstanz kam bezüglich Anklageziffer II zum Schluss, dass eine Ar-

beitstätigkeit des Angeklagten bei seinem Bruder in der F._____ AG erst ab 22. 

April 2007 erstellt ist (Urk. 54 S. 11). Dies steht in Einklang mit dem unter Ankla-

geziffer I, 3. Absatz, eingeklagten Sachverhalt, während in Anklageziffer II zum 

Zeitpunkt der Arbeitstätigkeit der Zeitraum "spätestens ab April 2007" aufgeführt 

wird (Urk. 35 S. 2). Eine Begründung der Vorinstanz dazu fehlt – naheliegend ist, 

dass sie dies aus dem Artikel im … [Zeitung] vom tt. April 2007 (Urk. 14/2) ableite-

te, da darin festgehalten ist, dass der Angeklagte in der Nacht zuvor in der … 

[F._____] seines Bruders tätig gewesen sei. Der Angeklagte gab selber anlässlich 

seiner polizeilichen Befragung vom 29. Juli 2008 an, seinem Bruder in der 

F._____ seit ca. einem Jahr zu helfen (Urk. 9 S. 5). Dies würde bedeuten, dass er 

ca. ab Juli 2007 dort tätig gewesen wäre. Ferner machte er anlässlich der staats-

anwaltschaftlichen Einvernahme vom 17. September 2009 geltend, dass er nicht 

im April 2007 bereits in der F._____ gearbeitet habe, räumte jedoch in der Folge 

ein, dass er dort in der Nacht vom 22. zum 23. April 2007 … etc. verkauft habe 

(Urk. 18 S. 13). Die Behauptung des Angeklagten, es habe sich dabei damals – 

bezogen auf die dieser Nacht folgenden Monate – um einen einmaligen Einsatz 

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gehandelt (Urk. 18 S. 13), ist als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. Es ist 

demnach mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Angeklagte ab 22. April 

2007 bei seinem Bruder arbeitstätig war. Dies wirkt sich auf die von der Anklage-

behörde angeführte Summe zu Unrecht bezogener Leistungen aus, die unter Be-

rücksichtigung dieser Korrektur im Jahr 2007 Fr. 22'883.10 betragen müsste (8 x 

Fr. 2'757.– für die Monate Mai bis Dezember 2007 zuzüglich Fr. 827.10 für 9 Ta-

ge im April 2007; vgl. Urk. 25/20/6 S. 6), somit insgesamt für die Jahre 2007 und 

2008 Fr. 55'955.10. 

2.2.1. Der Angeklagte, der schon im Untersuchungsverfahren weitestgehend ana-

loge Angaben gemacht hatte, erklärte anlässlich der Hauptverhandlung vor der 

Vorinstanz, in der F._____ AG und der G._____ AG sei er nicht gewesen, um zu 

arbeiten. Er habe seinem Bruder geholfen und nicht kontinuierlich gearbeitet. 

Teilweise sei es nur eine Stunde und teilweise seien es zehn Stunden gewesen. 

Einmal sei er eine ganze Woche nicht dort gewesen. Es habe sich nicht um eine 

100 % Arbeit gehandelt. Er sei aber dort gewesen. Auf die Frage, welche Arbeiten 

er verrichtet habe, antwortete er, dass er alles gemacht habe, was er gekonnt ha-

be. Er sei im Verkauf und in der … tätig gewesen und habe auch Sandwiches 

gemacht. Beim Pensum von 50 % handle es sich um eine Schätzung seinerseits. 

Auf die Frage, ob es richtig sei, dass ihm sein Bruder für seine Tätigkeit mindes-

tens Fr. 3'400.– bis Fr. 4'500.– monatlich ausgerichtet und die Leasingraten für 

das von ihm benützte Auto bezahlt habe, erklärte der Angeklagte, es habe keinen 

festen Betrag gegeben, sein Bruder habe ihm das gegeben, was er benötigt habe. 

Sein Bruder habe auf den anlässlich der Hausdurchsuchung gefundenen Auflis-

tungen einen Lohn von Fr. 3'400.– aufgeführt, obwohl es kein Lohn gewesen, 

sondern um eine eigene Kontrolle gegangen sei. Es habe sich um eine Familien-

sache gehandelt; er habe kein Einkommen resp. keinen Lohn gehabt. Von seinem 

Bruder habe er in etwa den Betrag erhalten, den er vom C._____ erhalten habe, 

aber der Betrag sei nicht immer gleich hoch gewesen. Er habe die Meldung nicht 

absichtlich unterlassen. Er habe nicht daran gedacht, dass er Geld von zwei Sei-

ten erhalte. Es sei einfach so gelaufen. Von seinem Bruder habe er nicht immer 

die gleiche Summe erhalten. Wenn er Geld benötigt habe, habe dieser ihm Geld 

gegeben. Er sei gar nicht auf die Idee gekommen, dass er das hätte melden müs-

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sen. Er sei sein Bruder und habe ihn unterstützt (Prot. I S. 11 ff.; Prot. II S. 10 ff.). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Angeklagte ergänzend aus, er 

habe durchschnittlich Fr. 1'000.– oder Fr. 2'000.– erhalten. In einem Monat habe 

ihn sein Bruder mit Fr. 5'000.– unterstützt, da er ihm Krankenkassenrechnungen 

und Bussen bezahlt habe (Prot. II S. 13). Diese Beträge stehen nicht mit dem Un-

tersuchungsergebnis in Einklang, weshalb sie als Schutzbehauptung der Ange-

klagten einzuordnen sind. 

2.2.2. Dass der Angeklagte, wenn er seinem Bruder im Umfang eines ca. 50 %-

igen Pensums in der F._____ "half" und sein Bruder ihn im Gegenzug finanziell 

"unterstützte", nach allgemeinem Sprachverständnis, aber auch im rechtlichen 

Sinne in der F._____ arbeitete, bedarf keiner näheren Erläuterung. Entgegen den 

Ausführungen der Verteidigung (Urk. 74 S. 8) ist es nicht entscheidend, ob zwi-

schen dem Angeklagten und seinem Bruder ein schriftlicher Arbeitsvertrag be-

stand. Wird Arbeit gegen Lohn geleistet, so handelt es sich dabei um ein Ver-

tragsverhältnis (Art. 319 Abs. 1 OR). Ein solches kann auch konkludent vereinbart 

werden (Art. 320 OR). Ob auf den Lohn Sozialleistungen abgerechnet wurden, ist 

überdies für die Qualifikation nicht entscheidend. Darauf, ob der Angeklagte re-

gelmässige oder unregelmässige Arbeitszeiten hatte, kann es selbstverständlich 

ebenfalls nicht ankommen. Ferner bestritt der Angeklagte weder, für seine Arbeit 

monatlich ein Entgelt von mindestens Fr. 3'400.– bis Fr. 4'500.– erhalten zu ha-

ben, noch, dass u.a. auch die Leasingraten für die von ihm benützten Fahrzeuge 

von den Arbeitgebern beglichen wurden. Damit ist der eingeklagte Sachverhalt in 

diesen Punkten erstellt. 

2.3. Im Übrigen hat der Angeklagte den ihm von der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat in Anklageziffer II zur Last gelegten Sachverhalt (vgl. Urk. 35, S. 4 ff.), 

was den äusseren Hergang der Geschehnisse betrifft, sowohl während der Unter-

suchung als auch anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung und der heu-

tigen Berufungsverhandlung anerkannt (Urk. 9, S. 5; Urk. 17, S. 2 ff.; Urk. 18 S. 1 

f. und S. 10 ff.; Urk. 23 S. 4 ff.; Prot. I S. 10 ff.; Prot. II S. 11). Sein diesbezügli-

ches Geständnis deckt sich mit dem Untersuchungsergebnis. Somit ist der unter 

Anklageziffer II eingeklagte Sachverhalt, was den äusseren Hergang der Ge-

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schehnisse betrifft, mit den beiden genannten Einschränkungen betreffend De-

liktszeitraum und Deliktssumme erstellt. 

2.4.1. Der Angeklagte bestritt indessen während des gesamten Verfahrens, dem 

C._____ mit Bedacht Einkünfte verschwiegen zu haben. Er habe nicht gewusst, 

dass er die Einkünfte resp. die Tätigkeit den Ämtern hätte melden müssen (Urk. 

17 S. 3 und S. 6; Prot. I S. 14; Prot. II S. 11). Im Zusammenhang mit seinen IV-

Bezügen darauf angesprochen, dass jede Änderung der Verhältnisse, welche den 

Wegfall, die Herabsetzung oder die Erhöhung der zugesprochenen Leistung zur 

Folge haben könne, unverzüglich hätte gemeldet werden müssen, erklärte der 

Angeklagte, bei ihm habe es keine solche Umstellung gegeben, dass er angestellt 

worden wäre und einen Lohn bekommen hätte. Er habe bei seinem Bruder gear-

beitet und von diesem Geld bekommen, aber er habe nicht so "tief" gedacht und 

nicht gewusst, dass er das hätte melden müssen (Urk. 18 S. 4 f.). Auf die Ausrich-

tung der Zusatzleistungen und auf den im Zusammenhang damit erfolgten Hin-

weis, dass leistungsrelevante Veränderungen dem C._____ zur AHV/IV zu mel-

den seien, angesprochen, erklärte der Angeklagte, Bezug nehmend auf seine 

vorstehend wiedergegebenen Antworten zur Meldepflicht bei den IV-Leistungen, 

wie schon gesagt habe er eben nicht daran gedacht, dass er sich melden müsse 

(Urk. 18 S. 7). An diesen Aussagen hielt er anlässlich der Hauptverhandlung vor 

der Vorinstanz und auch an der Berufungsverhandlung fest (Prot. I S. 10 ff.; 

Prot. II S. 11). Die Verteidigung machte zudem vor Vor- und Berufungsinstanz 

geltend, es sei alles über das zuständige Amt resp. über die Beistände gelaufen, 

die Kenntnis davon gehabt hätten, dass der Angeklagte seinem Bruder geholfen 

resp. sich viel bei diesem aufgehalten habe (Urk. 44 S. 7 ff.; Prot. II S. 16, Ergän-

zung 5 und 6). Ferner stellte die Verteidigung in Abrede, dass der Angeklagte mit 

Bereicherungsabsicht gehandelt und bewusst resp. zumindest billigend in Kauf 

genommen habe, auf die ihm zugesprochenen Zusatzleistungen keinen Anspruch 

zu haben (Urk. 44 S. 2 f.; Urk. 74 S. 13). 

2.4.2. Dass der Angeklagte entgegen seinen Bestreitungen Kenntnis von der 

Meldepflicht hatte, muss einerseits aus dem Umstand geschlossen werden, dass 

er am 4. April 2007 seine Unterschrift direkt unter den entsprechenden Hinweis 

-   11   - 

betreffend Meldepflicht setzte und zudem unterschriftlich bestätigte, das entspre-

chende Merkblatt erhalten zu haben (vgl. Urk. 25/20/4). Heute hat der Angeklagte 

ausdrücklich bestätigt, dass er des Deutschen mächtig ist und dieses insbesonde-

re auch zu lesen vermag (Prot. II S. 12). Ferner stellt sein Aussageverhalten an-

lässlich der ersten polizeilichen Befragung am 29. Juli 2008 – notabene während 

des von der Anklagebehörde bezeichneten Deliktszeitraums – zumindest ein Indiz 

für entsprechende Kenntnisse dar, gab er doch anlässlich dieser Befragung 

wahrheitswidrig zu Protokoll, dass er von seinem Bruder nur hin und wieder etwas 

Geld erhalte, "mal CHF 100.00 oder so" (Urk. 9 S. 5). Es ist nicht ersichtlich, wes-

halb der Angeklagte bezüglich der Höhe dieser Geldbeträge nicht von Anfang an 

die Wahrheit sagte, sondern sie in massivster Weise hinunterspielte, wenn nicht, 

um die Unterlassungen bezüglich der Meldepflicht zu verschleiern. Einschlägige 

Kenntnisse hatte der Angeklagte aber offensichtlich schon während seiner "Hilfe-

leistungen" (in diesem Sinne der Angeklagte: Urk. 19 S. 7) für die "H._____", d.h. 

im Jahr 2006. Zu einer früheren Mitarbeiterin dieser Firma befragt gab er nämlich 

zu Protokoll: "Sie wusste alles, dass ich nicht arbeiten durfte, weil ich IV bekam" 

(Urk. 9 S. 4). Daraus kann ohne weiteres geschlossen werden, dass dem intelli-

genten Angeklagten, der in seiner Heimat auch während zwei Jahren an einer 

Universität studiert hatte (Urk. 20 S. 4), klar war, dass Einkünfte zu deklarieren 

sind, und zwar nicht nur im Zusammenhang mit IV-Bezügen, sondern auch be-

züglich der damit zusammenhängenden Ergänzungsleistungen. Es kann kein 

Zweifel daran bestehen, dass der Angeklagte von der Meldepflicht wusste und sie 

vorsätzlich missachtete. Dass dabei eine entsprechende Bereicherungsabsicht 

bestand und der Angeklagte wusste resp. zumindest billigend in Kauf nahm, dass 

er keinen Anspruch auf die ihm zugesprochenen Zusatzleistungen hatte, bedarf 

unter den gegebenen Umständen keiner näheren Erläuterung. Zugleich kann un-

ter den gegebenen Umständen ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte im 

fraglichen Zeitraum durch eine psychische Erkrankung daran gehindert gewesen 

sein könnte, die entsprechenden Amtsstellen korrekt zu informieren. Die von der 

Verteidigung beantragte gerichtspsychiatrische Begutachtung des Angeklagten 

kann daher unterbleiben. 

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2.5. Somit ist der unter Anklageziffer II eingeklagte Sachverhalt mit den Präzisie-

rungen, dass der Angeklagte bei seinem Bruder in der F._____ AG ab 22. April 

2007 einer Arbeitstätigkeit nachging und die Summe zu Unrecht bezogener Leis-

tungen Fr. 22'883.10 für das Jahr 2007 resp. Fr. 55'955.10 insgesamt beträgt, er-

stellt. 

 

3. Anklageziffer III: 

3.1.1. Die Ausführungen der Verteidigung, der Angeklagte sei im gesamten Ver-

fahren nicht involviert gewesen; sämtliche Angaben im Betreibungsverfahren sei-

en immer von der Amtsvormundschaft erhoben worden, weshalb nichts basierend 

auf dem Willen des Angeklagten stattgefunden habe (Urk. 44 S. 8 f.), wurden von 

der Vorinstanz verworfen (Urk. 54 S. 12 ff.). 

3.1.2. Hinsichtlich des Pfändungsvollzugs vom 25. Juni 2007 kann den vo-

rinstanzlichen Erwägungen ohne weiteres gefolgt werden. Entgegen den Ausfüh-

rungen der Verteidigung ist den Verlustscheinen in den Betreibungen Nrn. …, … 

und … vom 25. Juni 2007 zu entnehmen, dass der Angeklagte anlässlich des die-

se Betreibungen betreffenden Pfändungsvollzugs persönlich anwesend war. Un-

ter "Weitere Angaben zum Pfändungsvollzug" wurde in diesen Verlustscheinen 

festgehalten, dass der Angeklagte auf die Straffolgen bei Pfandverheimlichung 

und Pfändungsbetrug aufmerksam gemacht worden sei (Urk. 26/2/7-9). Es be-

steht kein Anlass, daran zu zweifeln, dass diese Angaben korrekt erfolgten. Dass 

der Angeklagte in diesen Betreibungen bereits am 16. März 2007 wahrheitswidri-

ge Angaben gemacht hätte, lässt sich dagegen nicht erstellen. Wie unter 2.1. dar-

gelegt, ist von einer Arbeitstätigkeit des Angeklagten erst ab dem 22. April 2007 

auszugehen. Dafür, dass er am 16. März 2007 bereits von der bevorstehenden 

Arbeitstätigkeit gewusst hätte, liegen keinerlei Anhaltspunkte vor. Auf diesen Vor-

wurf ist daher schon aus diesem Grund nicht weiter einzugehen. Nicht erstellen 

lässt sich weiter aber auch, dass der Angeklagte anlässlich des Pfändungsvoll-

zugs vom 10. Juli 2008 anwesend war. Aus den am 17. Juli 2008 ausgestellten 

Verlustscheinen in den Betreibungen Nrn. … (in der Anklageschrift im zweiten 

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Absatz der Anklageziffer III versehentlich als Betreibung Nr. … bezeichnet, wobei 

ferner fälschlicherweise festgehalten wurde, dass der Pfändungsvollzug am 

25. Juni 2007 anstatt am 10. Juli 2008 stattgefunden habe und der Verlustschein 

am 25. Juni 2007 anstatt am 17. Juli 2008 ausgestellt wurde: Urk. 26/2/4) und … 

ergibt sich dies nicht. Vielmehr war gemäss den näheren Angaben über das Er-

gebnis des Pfändungsvollzugs seine Beiständin anwesend und wurde sie auf die 

Pflichten gemäss Art. 91 SchKG und Art. 323 Abs. 2 StGB aufmerksam gemacht 

(Urk. 26/2/3-4). Mithin kann der unter Anklageziffer III eingeklagte Sachverhalt 

bezüglich des Vorwurfs, der Angeklagte habe am 16. März 2007 wahrheitswidrige 

Angaben gemacht, sowie bezüglich des Vorwurfs, er habe anlässlich des Pfän-

dungsvollzugs in den Betreibungen Nrn. … und … am 10. Juli 2008 wahrheitswid-

rige Angaben gemacht, nicht erstellt werden. 

3.2. Im Übrigen hat der Angeklagte den in Anklageziffer III geschilderten Sach-

verhalt (vgl. Urk. 35 S. 6 f.) während der Untersuchung, anlässlich der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung und in der heutigen Berufungsverhandlung – was den 

äusseren Ablauf angeht – jedenfalls sinngemäss anerkannt (Urk. 20 S. 2 f.; 

Prot. I, S. 14 f.; Prot. II, S. 14). Diese Anerkennung deckt sich, was den äusseren 

Ablauf angeht, mit dem Untersuchungsergebnis, weshalb der Sachverhalt mit den 

genannten Einschränkungen betreffend wahrheitswidrige Angaben am 16. März 

2007 sowie betreffend wahrheitswidrige Angaben anlässlich des Pfändungsvoll-

zugs vom 10. Juli 2008 in den Betreibungen Nrn. … und … insoweit erstellt ist. 

3.4.1. Bezüglich dieses Sachverhalts macht der Angeklagte geltend, nicht ge-

wusst zu haben, dass er seine Nebeneinkünfte hätte angeben müssen; so weit 

habe er nicht gedacht (Urk. 20 S. 2 f.; Prot. I S. 14 f.). Er habe nicht absichtlich 

gelogen; was passiert sei, sei nicht bewusst passiert (Prot. I S. 15; Prot. II S. 14). 

3.4.2. Mit Bezug auf die gemäss der Anklagebehörde am 25. Juni 2007 unterblie-

benen Angaben in den Betreibungen Nrn. …, … und … ist die Vorinstanz dieser 

Argumentation zu Recht nicht gefolgt (vgl. Urk. 54 S. 14). Dass der Angeklagte 

seine Aufklärungspflicht kannte, ergibt sich, wie bereits dargelegt, aus den ent-

sprechenden Vermerken in den Verlustscheinen. Aufgrund des unter 2.1. Ausge-

führten war der Angeklagte seit dem 22. April 2007 erwerbstätig. Dass er "nicht so 

-   14   - 

weit gedacht habe", ist unter den gegebenen Umständen, insbesondere, nach-

dem der Angeklagte in jenem Zeitpunkt sogar – wenn auch selbstverständlich zu 

Unrecht – davon ausging, dass er wegen des Erhalts einer IV-Rente nicht arbei-

ten dürfe (!),als unbeachtliche Schutzbehauptung zu qualifizieren. Unter diesen 

Umständen kann ferner auch bezüglich dieser Anklageziffer ausgeschlossen wer-

den, dass der Angeklagte im fraglichen Zeitraum durch eine psychische Erkran-

kung daran gehindert gewesen sein könnte, korrekte Angaben zu machen. Die 

von der Verteidigung beantragte gerichtspsychiatrische Begutachtung des Ange-

klagten kann daher auch in diesem Zusammenhang unterbleiben.  

3.5. Somit ist der unter dem Titel "Pfändungsbetrug" (Anklageziffer III) eingeklagte 

Sachverhalt, soweit er den Pfändungsvollzug in den Betreibungen Nrn. …, … und 

… vom 25. Juni 2007 betrifft, erstellt. 

 

IV. 
 

(Rechtliche Würdigung) 

1. Anklageziffer II: 

1.1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wirft dem Angeklagten vor, sich bezüg-

lich Anklageziffer II des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, eventualiter 

der Widerhandlung gegen Art. 16 Abs. 1 aELG sowie Art. 31 Abs. 1 lit. a und d 

ELG schuldig gemacht zu haben (Urk. 35 S. 4 und 7). 

1.2. Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, sich 

oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung 

oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arg-

listig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser 

sich selbst oder einen anderen am Vermögen schädigt. 

1.3. Vorliegend kommt als Täuschungsverhalten im Rahmen des Tatbestandes 

des Betruges nur das Schweigen des Angeklagten, somit eine Unterlassung, in 

-   15   - 

Betracht. Eine Unterlassung kann dann strafbar sein, wenn der Täter eine Garan-

tenstellung innehatte. Diese kann sich insbesondere aus dem Gesetz ergeben 

(vgl. Art. 11 StGB). 

1.4. Das Bundesgericht hat im Bereich der Ergänzungsleistungen mehrfach ent-

schieden, dass Art. 16 aELG resp. Art. 24 ELV keine Garantenstellung begründet. 

Art. 24 ELV statuiert eine Pflicht des Anspruchsberechtigten, jede persönliche 

Änderung und jede ins Gewicht fallende Veränderung der wirtschaftlichen Ver-

hältnisse unverzüglich der kantonalen Durchführungsstelle zu melden. Als Grund-

lage für die Garantenpflicht kommt für das Bundesgericht höchstens eine gesetz-

liche Pflicht in Frage, deren Vorliegen es jedoch verneint (BGer., Urteil vom 

28. September 2000, 6S.288/2000 E. 4b; BGE 127 IV 163 ff.; BGE 131 IV 83 

E. 2.1.3). Zur Begründung verweist das Bundesgericht im genannten Urteil vom 

28. September 2000 auf Thomas Homberger (Die Strafbestimmungen im Sozial-

versicherungsrecht, Bern 1993, S. 61). Dieser hält fest, dass die Entstehung einer 

Garantenpflicht durch Gesetz nur bejaht werden kann, wenn neben dem blossen 

Handlungsgebot eine gesteigerte Verantwortlichkeit für einen bestimmten Aufga-

benbereich oder ein bedrohtes Rechtsgut vorliegt; dies lehnt er für die AHV-

Gesetzgebung mit der Begründung ab, es bestehe keine besonders enge Bezie-

hung zwischen AHV-Behörde und Leistungsbezügern. Zwar waren in dem den 

einschlägigen Bundesgerichtsentscheiden zugrundeliegenden Sachverhalten, 

Art. 31 ATSG und Art. 31 ELG noch nicht in Kraft. Es ist indessen davon auszu-

gehen, dass sich an der Argumentation nichts ändert, da diese Bestimmungen 

keinen über das Bisherige hinausgehenden Einfluss auf die Beziehung zwischen 

Behörde und Leistungsbezügern haben (vgl. zum Ganzen Salome Krieger Aebli, 

forumpoenale 2010, S. 171).  

1.5. Gestützt auf die bundesgerichtliche Praxis zu Widerhandlungen gegen die 

Meldepflicht durch Bezüger von Ergänzungsleistungen kommt eine Verurteilung 

wegen Betrugs entgegen dem vorinstanzlichen Urteil somit nicht in Frage. 

1.6. Auf spezialgesetzlicher Ebene liegt mit Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG erst für den 

Zeitraum ab 1. Januar 2008 eine einschlägige strafrechtliche Norm vor, indem seit 

diesem Zeitpunkt mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft wird, wer die ihm 

-   16   - 

obliegende Meldepflicht verletzt. Der bis 31. Dezember 2007 in Kraft stehende 

Art. 16 aELG wies keine entsprechende Regelung für die Verletzung der Melde-

pflicht auf (vgl. BGE 131 IV 83 E. 2.1.3; ferner auch Botschaft des Bundesrates 

vom 7. September 2005, BBl 2005 6234 sowie AS 2007 5150). Entgegen der An-

sicht der Anklagebehörde kann der Sachverhalt daher auch nicht unter Art. 31 

Abs. 1 lit. a ELG subsumiert werden, denn diese Bestimmung entspricht mit Be-

zug auf den vorliegend relevanten Sachverhalt dem vorherigen Art. 16 Abs. 1 a-

ELG. Bei der Verletzung der Meldepflicht handelt es sich um ein Dauerdelikt. Es 

kann daher nicht argumentiert werden, der Angeklagte hätte die Aufnahme der 

Arbeitstätigkeit für seinen Bruder im April 2007 melden müssen, damals sei die 

Verletzung dieser Pflicht aber noch nicht strafbar gewesen. Vielmehr bestand die 

Meldepflicht während der ganzen Dauer des Bezugs von Ergänzungsleistungen, 

mithin bis Ende Dezember 2008 fort, denn der Angeklagte war gemäss dem er-

stellten Sachverhalt während des ganzen Zeitraums vom 22. April 2007 bis 

31. Dezember 2008 arbeitstätig. Indem der Angeklagte der Meldepflicht auch ab 

dem 1. Januar 2008 nicht nachkam, erfüllte er den objektiven Tatbestand von 

Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG.  

1.7. Erfüllt ist, nachdem der eingeklagte Sachverhalt diesbezüglich erstellt ist, 

auch der subjektive Tatbestand von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG. Selbst wenn der An-

geklagte seine Beistände über die Arbeitstätigkeit und die Erzielung eines Ein-

kommens orientiert hätte, würde sich daran nichts ändern: Da der Angeklagte le-

diglich verbeiständet war, behielt er – anders, als wenn er bevormundet gewesen 

wäre – die volle Handlungsfähigkeit, d.h. Geschäftsfähigkeit und Deliktsfähigkeit. 

Der Beistand ist zwar Vertreter des Verbeiständeten, aber in dem Sinne, dass 

beide unabhängig voneinander handeln können. Der Angeklagte kann sich daher 

nicht darauf berufen, dass sein Beistand oder seine Beiständin Meldung im Sinne 

von Art. 31 ATSG resp. Art. 24 ELV hätte machen resp. das zusätzliche Einkom-

men aus der Tätigkeit für seinen Bruder hätte bekanntgeben müssen und er für 

die Unterlassung nicht verantwortlich gemacht werden könne. Die Frage, ob die 

beiden Beistände über entsprechendes Wissen verfügten und ob sie allenfalls ei-

ne disziplinarische oder strafrechtliche Verantwortung getroffen hätte, braucht da-

her auch in diesem Zusammenhang nicht geklärt zu werden. 

-   17   - 

1.8. Der Einwand der Verteidigung, so wie die B._____ habe wissen können, dass 

der Angeklagte zum Teil arbeitete und Unterstützung erhielt, habe dies auch das 

C._____ tun können (vgl. Urk. 58 S. 3), ist unberechtigt. Der B._____ war mit Er-

öffnungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. April 2007 mit-

geteilt worden, dass die Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten eine Strafun-

tersuchung betreffend strafbare Handlungen gegen das Vermögen eröffnet hatte 

(Urk. 28). Zudem hatte sie bereits aufgrund der Editionsverfügung der Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl vom 21. Februar 2007 erfahren, dass der Angeklagte drin-

gend verdächtigt werde, in betrügerischer Absicht Leistungen der Invalidenversi-

cherung zu beziehen (Urk. 2/1). Zwar liegt ein vom 11. Juni 2009 datierendes 

Schreiben der Stadtpolizei Zürich an das C._____ bei den Akten, in dem über das 

Strafverfahren wegen Betrugs/Widerhandlungen gegen das AHVG und IVG in-

formiert und in diesem Zusammenhang nach dem Bezug von Zusatzleistungen 

gefragt wird (Urk. 14/5/1). Da dem Angeklagten in der Anklageschrift der unge-

rechtfertigte Bezug von Ergänzungsleistungen nur für den Zeitraum bis Ende De-

zember 2008 vorgeworfen wird, ist dieses Schreiben indes nicht relevant. Dass 

das C._____ von der Staatsanwaltschaft vorher entsprechende Mitteilungen er-

halten hätte, wird weder von der Verteidigung behauptet noch ergeben sich dafür 

Anhaltspunkte aus den Akten. Die Staatsanwaltschaft war auch nicht verpflichtet, 

eine solche Mitteilung zu machen, denn dies gehört nicht zu ihren Aufgaben. Das 

Wissen der B._____ muss sich die Geschädigte Stadt I._____ [C._____ ist eine 

ihrer Dienstabteilungen] schon deshalb nicht anrechnen lassen, weil die B._____ 

und die Stadt I._____ nicht miteinander verbunden sind. Dass das C._____ auf 

andere Art von der Arbeitstätigkeit des Angeklagten erfahren hätte, wird von Sei-

ten der Verteidigung nicht geltend gemacht. Ersichtlich ist ferner auch nicht, wie 

sie dies ohne unverhältnismässigen Aufwand in Erfahrung hätte bringen können.  

1.9. Sodann kann nicht argumentiert werden, den für die Ausrichtung der Ergän-

zungsleistungen zuständigen Behörden sei ein allfälliges Wissen der beiden Bei-

stände anzurechnen. Zwar ist diesbezüglich die Stadt I._____ Geschädigte und 

waren die beiden Beistände, die der Angeklagte im fraglichen Zeitraum hatte, bei 

der Stadt I._____ angestellt. Es kann indes nicht angehen, dass sich die Stadt 

I._____ jedes Wissen eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin anrechnen zu 

-   18   - 

lassen hat. Vielmehr ist darauf abzustellen, dass keine Mitarbeiter des C._____ 

Kenntnis von den fraglichen Informationen erhielten. Die Frage, ob die beiden 

Beistände über entsprechendes Wissen verfügten, kann daher in diesem Zu-

sammenhang ebenfalls offen bleiben. 

1.10 Schliesslich ist dem Einwand der Verteidigung, der Angeklagte sei als Direk-

tor der F._____ AG im Handelsregister publiziert gewesen, wovon das C._____ 

aufgrund der Öffentlichkeitswirkung des Handelsregisters hätte Kenntnis haben 

müssen (Urk. 74 S. 11) entgegen zu halten, dass die positive Publizitätswirkung 

des Handelsregisters nicht zur Folge hat, dass das eingetragene rechtliche Ver-

hältnis rechtsbeständig ist. Auch resultiert daraus nicht ohne Weiters, dass die 

Eintragung gegenüber einem auf sie vertrauenden Dritten als richtig gilt (Vogt, 

Der öffentliche Glaube des Handelsregisters, Zürich 2003, S. 356). Selbst wenn 

das C._____ über den Handelsregistereintrag informiert gewesen wäre, hätte es 

folglich nicht davon ausgehen können, dass der Angeklagte tatsächlich die Funk-

tion eines Direktors wahrgenommen hätte und – entscheidend im vorliegenden 

Zusammenhang – für seine Tätigkeit entlöhnt worden wäre.  

1.11. Abschliessend sei bemerkt, dass "…" [Zeitung] nicht das Amtsblatt der Stadt 

I._____ ist, weshalb sein Inhalt vom C._____ - entgegen den Ausführungen der 

Verteidigung (Urk. 74 S. 11) - nicht zu Kenntnis genommen werden muss.  

1.12. Der Tatbestand der Verletzung der Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 

lit. d ELG ist somit sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. 

 

2. Anklageziffer III:  

2.1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wirft dem Angeklagten bezüglich An-

klageziffer III vor, sich des mehrfachen Pfändungsbetrugs im Sinne von Art. 163 

Ziff. 1 StGB schuldig gemacht zu haben (Urk. 35 S. 7). 

2.2. Da der unter Anklageziffer III eingeklagte Sachverhalt lediglich hinsichtlich 

des Pfändungsvollzugs vom 25. Juni 2007 erstellt ist, handelt es sich nicht um ei-

-   19   - 

ne mehrfache Tatbegehung. Im Übrigen ist die von der Vorinstanz vorgenomme-

ne rechtliche Würdigung korrekt, weshalb auf die diesbezüglichen Erwägungen im 

vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden kann (Urk. 53 S. 13 f.). 

Der Einwand der Verteidigung als freiwillige Leistungen hätten die finanziellen 

Beiträge des Bruders des Angeklagten nicht gepfändet werden können (Prot. II 

S. 17 Ergänzung 10), trifft so nicht zu. Gelder, über die der Angeklagte frei verfüg-

te, wären grundsätzlich pfändbar gewesen (BGE 97 III 23 E. 1). Folglich wäre 

auch die Entschädigung, welche ihm für seine Arbeitsleistung in der F._____ des 

Bruders ausgerichtet wurde, der Pfändung unterlegen. Rechnet man die IV-

Beiträge, die Ergänzungsleistungen (welche beide zu den unpfändbaren Vermö-

genswerten zählen; vgl. Art. 92 Ziff. 8 SchKG) und die finanziellen Beiträge, wel-

che der Bruder dem Angeklagten überwies, zusammen, so lag das Einkommen 

des Angeklagten über dem Existenzminimum. Im das Existenzminimum überstei-

genden Umfange wären die Beiträge des Bruders der Pfändung unterlegen (vgl. 

Art. 93 SchKG und Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts 

des Kantons Zürich vom 16. September 2009 betreffend Richtlinien für die Be-

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums). 

3. Der Angeklagte ist somit des Pfändungsbetrugs im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 

StGB sowie der Verletzung der Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG 

schuldig zu sprechen. 

 

V. 
 

(Sanktion) 

1. Strafrahmen 

1.1. Bei der Bemessung der Strafe ist vom gesetzlichen Strafrahmen auszuge-

hen. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zur Strafe der 

schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass 

-   20   - 

der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das 

gesetzliche Höchstmass der Strafe gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).  

1.2. Die schwerste vom Beschuldigten begangene Straftat ist vorliegend der 

Pfändungsbetrug, der mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe 

bestraft wird. Für dieses Delikt ist vorliegend, wie nachfolgend aufzuzeigen sein 

wird, die Bestrafung mit Geldstrafe angemessen. Für den Verstoss gegen die 

Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG ist einzig die Bestrafung mit 

Geldstrafe vorgesehen. Somit wären im konkreten Fall gleichartige Strafen aus-

zusprechen, weshalb in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB eine Gesamtstrafe 

zu bilden ist. Strafschärfend ist gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB die Deliktsmehrheit 

zu berücksichtigen. Dabei darf das Höchstmass der angedrohten Strafe allerdings 

nicht um mehr als die Hälfte erhöht werden, weshalb sich der Strafrahmen von ei-

ner Geldstrafe von 2 Tagessätzen bis zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb 

Jahren erstreckt. Dieser erweiterte Strafrahmen ist aber nur in Ausnahmefällen 

anwendbar; in der Regel sind Strafschärfungsgründe innerhalb des ordentlichen 

Strafrahmens, dies dann aber zwingend, straferhöhend zu berücksichtigen 

(Schwarzenegger/Hug/Jositsch, Strafrecht II, Strafen und Massnahmen, 

8. Auflage, Zürich 2007, S. 74; BGE 136 IV 55 E. 5.8). 

 

2. Strafzumessung 

2.1. Strafzumessungsregeln 

Die Strafe ist nach dem Verschulden des Täters zu bemessen, wobei das Vorle-

ben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Le-

ben des Täters zu berücksichtigen sind (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden 

wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-

guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des 

Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 

Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 

(Art. 47 Abs. 2 StGB).  

-   21   - 

Der Begriff des Verschuldens muss sich auf den gesamten Unrechts- und 

Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Zu unterscheiden ist zwischen der 

Tat- und der Täterkomponente. Bei der Tatkomponente sind das Ausmass des 

verschuldeten Erfolgs, die Art und Weise der Herbeiführung des Erfolgs, die Wil-

lensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, und dessen Beweggründe zu be-

achten. Sodann sind für das Verschulden auch das "Mass an Entscheidungsfrei-

heit" beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen Willens bedeut-

sam. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse 

sowie das Verhalten nach der Tat oder im Strafverfahren, allenfalls Reue und 

Einsicht sowie die Strafempfindlichkeit (Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, 

Schweizerisches Strafgesetzbuch, 17. Auflage, Zürich 2006, S. 117 mit weiteren 

Hinweisen; vgl. auch Schwarzenegger/Hug/Jositsch, a.a.O., S. 90; BSK StGB I-

Wiprächtiger, Art. 47 N 65). Je leichter es für den Täter gewesen wäre, die Norm 

zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie (Urteile des 

Bundesgerichts 6S.43/2001 vom 19. Juni 2001 E. 2. und 6S.333/2004 vom 

23. Dezember 2004 E. 1.1.; BGE 122 IV 2141 und Pra 2001 S. 832 lit. a; Straten-

werth, Schweizerisches Strafrecht AT II, 2. Auflage, Bern 2006, § 6 N 13). Das 

Gericht hat in seinem Urteil die Überlegungen, die es bei der Bemessung der 

Strafe angestellt hat, in den Grundzügen darzustellen. Dabei muss es in der Re-

gel die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten so erörtern, 

dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgeblichen Gesichtspunkte 

Berücksichtigung fanden und wie sie gewichtet wurden. Insgesamt müssen seine 

Erwägungen die ausgefällte Strafe rechtfertigen, d.h. das Strafmass muss als 

plausibel erscheinen (BGE 127 IV 101 E. 2.; Urteil des Bundesgerichts 

6S.83/2006 vom 5. Februar 2007 E. 3.1.; Art. 50 StGB). 

 
 
 
 

2.2. Tatkomponente 

2.2.1. Objektive Tatschwere 

-   22   - 

Der Angeklagte verschwieg am 25. Juni 2007 auf entsprechende Nachfrage das 

Einkommen, das er bei seinem Bruder erzielte, um so dessen Pfändung zu ent-

gehen, wodurch mehrere Gläubiger geschädigt wurden. Bei den Forderungen, für 

welche eine Pfändung hätte vorgenommen werden können, handelte es sich aber 

nicht um exorbitante Beträge (Fr. 270.15 [in der Betreibung Nr. …] + Fr. 678.35 [in 

der Betreibung Nr. …] + Fr. 2'581.50 [in der Betreibung Nr. …]; vgl. Urk. 35 S. 7 

und Urk. 26/2/7-9). Angesichts der Bandbreite möglicher Deliktssummen kann 

das Verschulden des Angeklagten hinsichtlich des Pfändungsbetrugs in objektiver 

Hinsicht noch als leicht eingestuft werden.  

 

2.2.2. Subjektive Tatschwere 

Der Angeklagte beging den Pfändungsbetrug aus rein finanziellen und somit ei-

gennützigen Motiven. Zwar muss davon ausgegangen werden, dass er im fragli-

chen Zeitpunkt Schulden in Höhe von über Fr. 100'000.– hatte (Urk. 20 S. 5), in 

einem finanziellen Engpass befand er sich jedoch angesichts seiner verschiede-

nen Einkommensquellen nicht. Der Angeklagte ging offensichtlich davon aus, 

dass man ihm kaum auf die Schliche würde kommen können, da das Einkommen, 

das er von seinem Bruder erhielt, nirgends gemeldet war. Die subjektive Tat-

schwere kann nicht mehr als leicht bezeichnet werden. 

 

2.2.3. Hypothetische Einsatzstrafe 

Unter den dargelegten Umständen erscheint eine hypothetische Einsatzstrafe in 

Form einer Geldstrafe von etwa 80 Tagessätzen als für den Pfändungsbetrug an-

gemessen. 

 

 

2.3. Täterkomponente 

2.3.1. Persönliche Verhältnisse und Vorleben 

-   23   - 

Die Vorinstanz hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Angeklag-

ten zutreffend wiedergegeben. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann 

auf diese Erwägungen verwiesen werden (§ 161 GVG; Urk. 68 S. 15). Zu den 

persönlichen Verhältnissen des Angeklagten ist zu ergänzen, dass dieser sich in-

zwischen von seiner Ehefrau getrennt hat und nunmehr alleine lebt (Urk. 72/2). 

Aus den persönlichen Verhältnissen und dem Vorleben lassen sich, wie die Vo-

rinstanz zutreffend festgehalten hat, weder Straferhöhungs- noch Strafminde-

rungsgründe ableiten. 

 

2.3.2. Vorstrafen 

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft, weshalb dieses Kriterium für die Strafzumes-

sung irrelevant ist. Am 25. Juni 2007 lief zwar ein Strafverfahren gegen den An-

geklagten, doch ergibt sich nicht aus den Akten, dass dieser Kenntnis davon hat-

te, wurde doch in der Eröffnungsverfügung vom 3. April 2007 festgehalten, dass 

die Mitteilung an den Angeklagten zur Sicherstellung der unbeeinflussten Beweis-

sicherung vorläufig ad acta erfolge (Urk. 28). Dass polizeiliche Ermittlungen ge-

gen ihn liefen, war dem Angeklagten aber spätestens aufgrund einer Vorladung 

der Stadtpolizei Zürich vom 7. Februar 2007 bekannt (vgl. Urk. 2/3). Dass er 

nichtsdestotrotz am 25. Juni 2007 delinquierte, ist straferhöhend zu berücksichti-

gen. 

 

2.3.3. Nachtatverhalten 

Der Angeklagte war während des gesamten Verfahrens in den wesentlichen 

Punkten nicht geständig, weshalb sich aus seinem Nachtatverhalten nichts zu 

seinen Gunsten ableiten lässt. 

 
 

2.4. Würdigung Strafzumessung 

-   24   - 

Unter Einbezug der Täterkomponente erweist sich für den Pfändungsbetrug eine 

hypothetische Einsatzstrafe in Form einer Geldstrafe von etwa 90 Tagessätzen 

als angemessen. 

 

3. Gesamtstrafe 

Die für den Pfändungsbetrug eingesetzte Strafe ist gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB in 

Anwendung des Asperationsprinzips unter Einbezug des Verstosses gegen die 

Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG angemessen zu erhöhen. Da-

bei ist zu berücksichtigen, dass das objektive Verschulden hinsichtlich dieses De-

likts erheblich wiegt. Der Angeklagte bezog während des Jahres 2008 Monat für 

Monat ungerechtfertigt Ergänzungsleistungen, die sich auf den Gesamtbetrag von 

Fr. 33'072.– kumulierten, obwohl er jederzeit die Pflicht und die Möglichkeit ge-

habt hätte, die zuständigen Behörden von seinem seit 22. April 2007 bei seinem 

Bruder erzielten Einkommen in Kenntnis zu setzen. Der Vorinstanz ist darin bei-

zupflichten, dass der Angeklagte durch sein Schweigen das Vertrauen des Amtes 

für Zusatzleistungen in erheblicher Weise missbrauchte. Hinsichtlich der subjekti-

ven Tatschwere ist wiederum das rein finanzielle und somit eigennützige Motiv 

des Angeklagten hervorzuheben, der sich keineswegs in einem finanziellen Eng-

pass befand. Der Angeklagte beging dieses Delikt zudem während des laufenden 

Strafverfahrens, was zu seinen Ungunsten zu gewichten ist. Demgegenüber ist 

das Teilgeständnis des Angeklagten hinsichtlich dieses Sachverhalts strafreduzie-

rend zu berücksichtigen.  

In Anwendung des Asperationsprinzips ist die Bestrafung des Angeklagten mit ei-

ner Geldstrafe von 150 Tagessätzen angemessen. 

 

4. Tagessatzbemessung 

Für die Tagessatzbemessung ist von den persönlichen und wirtschaftlichen Ver-

hältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils auszugehen; der Tagessatz be-

stimmt sich namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälli-

gen Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum 

-   25   - 

(Art. 34 Abs. 2 StGB). Gemäss der Praxis des Bundesgerichts bildet das Ein-

kommen, das dem Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, den Ausgangs-

punkt für die Bemessung der Tagessatzhöhe. Davon ist abzuziehen, was gesetz-

lich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, so beispielsweise 

Steuern, Beiträge an die obligatorische Kranken- und Unfallversicherung etc. 

(BGE 134 IV 68 f.). Anderweitige finanzielle Lasten (Ratenzahlungen für Kredite, 

Schadenersatzleistungen etc.) können nur im Rahmen der persönlichen Verhält-

nisse berücksichtigt werden (BGE 134 IV 70 f.). 

Betreffend seine finanziellen Verhältnisse hat der Angeklagte ausgeführt, die 

Wohnungsmiete betrage Fr. 800.– und werde von seinem Bruder bezahlt. Dieser 

lasse ihm überdies ein Sackgeld von ungefähr Fr. 800.– pro Monat zukommen. 

Zudem stehe ihm ein Auto, ein 3er BMW, zur Verfügung, für dessen Kosten eben-

falls sein Bruder aufkomme. Um die Bezahlung der Krankenkasse kümmere sich 

die Beiständin. Alimente müsse er weder für seine Frau noch für die Kinder be-

zahlen. Über ein Einkommen verfüge er nicht (Prot. II S. 6 f.). In Nachachtung der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach die Geldstrafe auch einem mittello-

sen Täter zur Verfügung stehen soll und unter Berücksichtigung der Tatsache, 

dass der Angeklagte jederzeit eine Verdienstmöglichkeit als … bei seinem Bruder 

annehmen könnte (BGE 134 IV 60 E. 5.4 mit Hinweisen), rechtfertigt es sich, die 

Tagessatzhöhe auf den Betrag von Fr. 30.– festzusetzen. 

 

5. Vollzug 

Hinsichtlich der Vollzugsform ist dem Angeklagten allein schon wegen des Ver-

bots der reformatio in peius der bedingte Strafvollzug zu gewähren. Der Vollzug 

der Geldstrafe ist demnach gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB aufzuschieben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festzusetzen. 

 
 
 

6. Fazit 

-   26   - 

Der Angeklagte ist somit mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 10.– zu 

bestrafen, wobei der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben und die Probezeit auf 

2 Jahre festzusetzen ist. 

 

VI. 
 

(Kosten- und Entschädigungsfolgen) 

1. Bei diesem Verfahrensausgang ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dis-

positivziffern 6 und 7) zu bestätigen. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass 

die Vorinstanz dem Angeklagten trotz des Freispruchs betreffend Anklageziffer I 

in Anwendung von § 189 Abs. 1 StPO/ZH die gesamten Kosten auferlegt hat. Der 

Angeklagte verstiess mit seinem Verhalten jedenfalls gegen verwaltungsrechtliche 

Normen und verursachte so adäquat-kausal die auf die Anklageziffer I entfallen-

den Kosten. Mithin liegt in optima forma ein Anwendungsfall für die genannte Be-

stimmung vor. 

2.1. Gemäss § 396a StPO/ZH erfolgt die Auflage der Kosten und die Zuspre-

chung einer Entschädigung im Berufungsverfahren in der Regel im Verhältnis von 

Obsiegen und Unterliegen der Verfahrensbeteiligten. 

2.2. Da die Geschädigte B._____ ihre Berufung noch während der laufenden Be-

anstandungsfrist zurückzog (Urk. 57), sind ihr für das vorliegende Verfahren pra-

xisgemäss keine Kosten aufzuerlegen. 

2.3. Der Angeklagte hat im Berufungsverfahren einen vollumfänglichen Freispruch 

beantragt, weshalb er zum grösseren Teil unterliegt. Die Kosten des Berufungs-

verfahrens sind daher zu zwei Drittel dem Angeklagten aufzuerlegen und zu ei-

nem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen. Angesichts der desolaten finanziel-

len Verhältnisse des Angeklagten sind die Kosten der amtlichen Verteidigung ab-

zuschreiben.  

 

-   27   - 

Das Gericht beschliesst: 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Geschädigte B._____ ihre Be-

rufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 7. Juli 

2010 zurückgezogen hat. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, 

vom 7. Juli 2010 bezüglich Dispositivziffer 2 (Freispruch vom Vorwurf des 

Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer I [Be-

trug zum Nachteil der B._____]) sowie Dispositivziffer 5 (Nichteintreten auf 

das Schadenersatzbegehren der Geschädigten B._____) in Rechtskraft er-

wachsen ist. 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

4. Rechtsmittel: 

Gegen Ziffer 1 dieses Beschlusses kann bundesrechtliche Beschwerde in 
Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Das Gericht erkennt: 

1. Der Angeklagte A._____ ist schuldig 

− des Pfändungsbetrugs im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 StGB sowie 

− der Verletzung der Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG. 

-   28   - 

2. Der Angeklagte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffer 6 und 7) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung. 

 
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Angeklagten zu zwei Drit-

teln auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung werden abgeschrieben. 

7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Ange-
klagten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat 
− die Geschädigten 

− B._____ , …, 
− Stadt I._____, C._____ …, 
− Steueramt der Stadt I._____, …, 
− Stadt I._____, vertreten durch … 
− J._____ GmbH, …, 
(Geschädigten wird eine vollständige Ausfertigung dieses Entscheides 
nur auf Verlangen zugestellt [§ 186 Abs. 2 des kantonalen 
Gerichtsverfassungsgesetzes].) 

in vollständiger Ausfertigung an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Ange-
klagten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an 

-   29   - 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Walchenstrasse 19, Postfach, 8090 

Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

8. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

II. Strafkammer 

 Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 Oberrichter lic. iur. Th. Meier lic. iur. Schlegel 
 

	Urteil vom 16. September 2011
	Das Gericht erwägt:
	I.   (Verfahrensgang)
	II.   (Prozessuales)
	III.   (Sachverhalt)
	IV.   (Rechtliche Würdigung)
	V.   (Sanktion)
	VI.   (Kosten- und Entschädigungsfolgen)

	Das Gericht beschliesst:
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Geschädigte B._____ ihre Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 7. Juli 2010 zurückgezogen hat.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 7. Juli 2010 bezüglich Dispositivziffer 2 (Freispruch vom Vorwurf des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB betreffend Anklageziffer I [Betrug zum Nachteil der...
	3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	4. Rechtsmittel:
	Das Gericht erkennt:
	1. Der Angeklagte A._____ ist schuldig
	 des Pfändungsbetrugs im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 StGB sowie
	 der Verletzung der Meldepflicht im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG.

	2. Der Angeklagte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffer 6 und 7) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Angeklagten zu zwei Dritteln auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden abgeschrieben.
	7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat
	 die Geschädigten
	 B._____ , …,
	 Stadt I._____, C._____ …,
	 Steueramt der Stadt I._____, …,
	 Stadt I._____, vertreten durch …
	 J._____ GmbH, …,
	(Geschädigten wird eine vollständige Ausfertigung dieses Entscheides nur auf Verlangen zugestellt [§ 186 Abs. 2 des kantonalen Gerichtsverfassungsgesetzes].)
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Walchenstrasse 19, Postfach, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	8. Rechtsmittel: