# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4844781-6ba9-5ff3-94a0-4beb50858202
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 03.06.2020 UV 2018/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2018-59_2020-06-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2020

Entscheiddatum: 03.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2020
Art. 59 ATSG: Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin bejaht. Art. 4 
ATSG: Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer beim Aussteigen aus dem LWK sein Knie nicht an der 
Lenkradsäule angeschlagen hat, sondern die Lenkradsäule mit seinem Knie 
im Sinne eines gewöhnlichen, alltäglichen Vorfalls lediglich leicht gestreift 
hat, weshalb ein Unfallereignis im Rechtssinne zu verneinen ist, zumal der 
Beschwerdeführer bereits vor dem Ereignis an einer ausgeprägten 
Knieproblematik gelitten hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2020, UV 2018/59 und UV 2018/61).

Entscheid vom 3. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2018/59, UV 2018/61

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hansjörg Lingg, BWB Rechts-anwälte AG, 

Am Schrägen Weg 2, Postfach 105, 9490 Vaduz,

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und

Schweizerische Mobiliar Versicherungs-gesellschaft AG, Bundesgasse 35, 

Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. Februar 2017 bei der B.___ AG 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

unfallversichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 19. Januar 2018 liess der Versicherte 

der Suva einen Unfall vom 6. Juli 2017 melden, wobei er sich das rechte Knie am 

Lenkrad angeschlagen und den Schleimbeutel verletzt habe. Gleichzeitig wies er auf 

einen früheren Unfall hin, der über die Schweizerische Mobiliar 

Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) laufe (Suva-act. 1). Die Mobiliar 

hatte ein Ereignis vom 17. April 2014, bei dem sich der Versicherte das rechte Knie 

überdreht hatte, als Unfall anerkannt und dafür Versicherungsleistungen erbracht (UV-

act. 1-1 ff.). Nach ambulanten Behandlungen war beim Versicherten am 20. November 

2014 eine Kniearthroskopie mit Knorpelversiegelung, Meniskustoilette, Plicaresektion 

und offener Retinakulumraffung durchgeführt worden (UV-act. 1-5). Nach einer 

Patellaluxation anfangs des Jahres 2016 und aufgrund bereits früher erfolgten 

A.a. 

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Patellaluxationen (vgl. UV-act. 1-104 und 1-18) hatte Dr. med. C.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

Orthopädie D.___, beim Versicherten am 8. April 2016 einen operativen Eingriff mit 

Trochleaplastik und MPFL-Refixation durchgeführt (UV-act. 1-23), dessen Kosten die 

Mobiliar ebenfalls als Folge des Unfalls anerkannt hatte (vgl. UV-act. 1-28 S. 3). 

Aufgrund eines schwierigen postoperativen Verlaufs waren am 12. und 14. April 2016 

operative Hämatomausräumungen gefolgt (UV-act. 1-105 und 1-106). Aufgrund 

persistierender Beschwerden am rechten Knie (vgl. UV-act. 1-107 ff.) hatte Dr. C.___ 

am 25. November 2016 eine Revisionsoperation mit Narbenkorrektur, Faden- und 

Ankerentfernung sowie lateralem Release durchgeführt (UV-act. 1-114). Am 1. 

Dezember 2016 hatte sich der Versicherte wegen einer postoperativen Schwellung und 

Hämatombildung notfallmässig bei Dr. C.___ vorgestellt, woraufhin dieser eine 

Punktion vorgenommen hatte (UV-act. 1-115). Anlässlich einer Verlaufskontrolle bei Dr. 

C.___ vom 13. Dezember 2016 hatte das Knie noch immer eine starke Schwellung und 

subkutane Hämatombildung aufgewiesen. Nach einem erneuten Punktierungsversuch 

war das Hämatom unter Lokalanästhesie exprimiert worden (UV-act. 1-116). In 

Verlaufsuntersuchungen vom 10. Januar 2017 (UV-act. 1-117) und 16. März 2017 (UV-

act. 1-118) hatte sich das Knie gebessert gezeigt. In einem Bericht vom 3. Juli 2017 

über eine Vorstellung des Versicherten vom 22. Juni 2017 hatte Dr. C.___ erwähnt, 

dass der Versicherte seit kurzem eine blutende Stelle im Bereich der Haut vorne am 

Kniegelenk habe. Er habe auch etwas angeschlagen. Die Öffnung sei äusserst klein, 

wobei die Blutung gemäss dem Versicherten zuvor viel stärker gewesen sei. Nach einer 

Desinfektion der Wunde sei ein Kompressionsverband angelegt worden. Bei 

persistierender Belastung würde sich der Versicherte wieder melden (UV-act. 1-119).

Mit Schreiben vom 10. Juli 2017 hatte die Mobiliar dem Versicherten mitgeteilt, 

dass er gemäss den medizinischen Akten das Knie angeschlagen habe, weshalb 

medizinische Untersuchungen in der Orthopädie D.___ erfolgt seien. Da es sich 

scheinbar um ein neues Unfallereignis handle, sei er gebeten, dieses bei der neuen 

Unfallversicherung über den aktuellen Arbeitgeber anmelden zu lassen (UV-act. 1-74). 

In einer E-Mail vom 25. Juli 2017 hatte der Versicherte der Mobiliar erklärt, dass es das 

bereits mehrfach operierte Knie sei, welches ihm Probleme bereite, weshalb er denke, 

dass er keine Meldung an die neue Unfallversicherung machen müsse, da bisher ja 

A.b. 

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alles über die Mobiliar gelaufen sei (UV-act. 1-78). Am 25. August 2017 hatte die 

Mobiliar dem Versicherten per E-Mail geantwortet, dass sie inzwischen die 

medizinischen Berichte bei der Orthopädie D.___ einverlangt und ihrem beratenden 

Arzt zur Beurteilung unterbreitet habe. Gemäss dessen Einschätzung handle es sich 

bei den aufgetretenen Beschwerden nicht um Folgen des Unfalls vom 17. April 2014, 

weshalb der Versicherte das neue Ereignis der neuen Unfallversicherung melden sollte 

(UV-act. 1-83). Nach weiteren zwischenzeitlich erfolgten ambulanten Vorstellungen in 

der Orthopädie D.___, in welchen sich eine Bursitis sowie eine Fistel gezeigt hatten 

(UV-act. 1-75 f. und 1-120 ff.), und einer durch Dr. C.___ veranlassten Vorstellung bei 

Dr. med. E.___, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH, 

Facharzt für Handchirurgie FMH, Orthopädie D.___ (UV-act. 1-79), hatte sich der 

Versicherte am 31. August 2017 für eine Zweitmeinung bei Dr. med. F.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie 

G.___ AG, vorgestellt (Suva-act. 11). Am 4. Oktober 2017 war der Versicherte erneut 

mit einer E-Mail an die Mobiliar gelangt und hatte die Ansicht vertreten, dass die 

aktuellen Kniebeschwerden nicht auf einen neuen Unfall zurückzuführen seien, 

woraufhin die Mobiliar ihm die E-Mail vom 25. August 2017 am 9. Oktober 2017 

nochmals zugestellt hatte. Am 10. Oktober 2017 hatte der Versicherte per E-Mail 

erwidert, seine behandelnden Ärzte seien der Auffassung, dass es sich um einen 

Folgeschaden handle (UV-act. 1-80). Mit Schreiben vom 17. Oktober 2017 hatte Dr. 

C.___ die Mobiliar darum gebeten, ihren Entscheid zu überdenken bzw. zumindest zu 

begründen, da er auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sei (UV-act. 1-82). Am 18. 

Oktober 2017 war bei der Mobiliar ein Kostengutsprachegesuch der Klinik H.___ für 

eine auf den 13. Dezember 2017 geplante Operation bei der Diagnose Fistelöffnung im 

Bereich der anterolateralen Patella rechts eingegangen (UV-act. 1-81). Am 12. 

Dezember 2017 hatte sich der Versicherte von Dr. F.___ schliesslich erneut operieren 

lassen. Gemäss Operationsbericht waren eine Fistel-Exzision ventrales Knie rechts, 

eine Bursectomie der Bursa präpatellaris, ein ausführliches Débridement perifokal 

sowie eine ausführliche Blutstillung bei Blutungsneigung vorgenommen worden (Suva-

act. 10; UV-act. 1-89). Mit E-Mail vom 18. Dezember 2017 hatte die Mobiliar der Klinik 

H.___ in Aussicht gestellt, ihre Zuständigkeit mittels Aktengutachtens zu klären (UV-

act. 1-100 S. 2). In einem Aktengutachtem vom 11. Januar 2018 war Dr. med. I.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, zum Schluss gekommen, dass die nachvollziehbaren 

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Unfallfolgen des Ereignisses vom Jahr 2014 im Jahr 2015 überwiegend wahrscheinlich 

abgeheilt gewesen seien. Der Eingriff vom Dezember 2017 stehe nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang zum Unfall vom 17. April 

2014. Bei den weiteren medizinischen Behandlungen handle es sich ausschliesslich um 

die Folgen des neuen Ereignisses. Beim neuen Ereignis habe sich der Versicherte eine 

präpatellare Verletzung zugezogen, während bis zur Kontusion 2017 mit Blutungsfolge 

präpatellar und spezifisch an der Bursa präpatellaris keine Verletzung bestanden habe 

(UV-act. 1-97). Mit E-Mail vom 5. Februar 2018 teilte die Mobiliar der Klinik H.___ mit, 

dass sie gemäss des in Auftrag gegebenen Aktengutachtens für die Übernahme der 

Operationskosten nicht zuständig sei (UV-act. 1-100 S. 1).

In einem Fragebogen der Beschwerdegegnerin schilderte der Versicherte am 24. 

Januar 2018 den Hergang des Ereignisses vom Sommer 2017 nochmals aus seiner 

Sicht (Suva-act. 8).

A.c. 

In einer Beurteilung vom 1. März 2018 hielt der Suva-Kreisarzt J.___, Facharzt 

Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, fest, dass er starke Zweifel am Vorliegen eines 

Ereignisses vom 6. Juli 2017 habe. Selbst wenn aber ein solches Ereignis 

stattgefunden haben sollte, sei dadurch keine Gesundheitsschädigung verursacht 

worden (Suva-act. 21).

A.d. 

Anlässlich eines Gesprächs mit einem Mitarbeiter der Suva vom 27. März 2018 

gab der Versicherte erneut Auskunft über das gemeldete Ereignis, wobei er unter 

anderem aussagte, sich nicht mehr ganz sicher zu sein, ob sich das Schadenereignis 

genau am 6. Juli 2018 (recte: 2017) oder einige Tage zuvor ereignet habe. Ausserdem 

gab er an, dass er mit dem vorderen Teil vom rechten Knie über die Plastikverkleidung 

der Lenkradsäule gestreift sei und es nicht zu einem eigentlichen Anschlagen 

gekommen sei (Suva-act. 26).

A.e. 

Mit Verfügung vom 29. März 2018 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht für das ihr 

vom Versicherten gemeldete Ereignis vom Sommer 2017 mit der Begründung ab, dass 

sie den Unfallbegriff hinsichtlich des geschilderten Ereignisses nicht als erfüllt und das 

Beschwerdebild als nicht durch den gemeldeten Vorfall verursacht, sondern als 

vorbestehend erachte (Suva-act. 27).

A.f. 

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B.  

C.  

Gegen diese Verfügung erhob die Mobiliar unter Verweis auf das Aktengutachten 

von Dr. I.___ am 16. April 2018 Einsprache (Suva-act. 28). Der Versicherte liess gegen 

die Verfügung der Suva vom 29. März 2018 durch seine Rechtsschutzversicherung am 

4. Mai 2018 ebenfalls Einsprache erheben (Suva-act. 30; zur ergänzenden 

Einsprachebegründung vgl. Suva-act. 36).

B.a. 

In einer Stellungnahme vom 14. Mai 2018 hielt Dr. I.___ fest, dass sich aus den 

Akten der Suva keine neuen Informationen ergäben, die ihm bei seinem 

Aktengutachten vom 11. Januar 2018 noch nicht vorgelegen hätten. Die Durchschicht 

der Akten ändere nichts an seiner Beurteilung (UV-act. 1-140; Suva-act. 32).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 wies die Suva die Einsprachen ab, da 

kein Unfallereignis und keine Listendiagnose vorlägen (Suva-act. 39).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt H. Lingg, Vaduz, am 3. September 

2018 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 sei 

aufzuheben und es sei festzustellen, dass es sich beim Ereignis vom 6. Juli 2017 um 

einen Unfall im Rechtssinne handle und dementsprechend ein Anspruch auf 

unfallversicherungsrechtliche Leistungen bestehe; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin [act. UV 

2018/59/G 1]). Am 7. September 2018 erhob auch die Mobiliar (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) gegen den Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 Beschwerde. 

Sie beantragte, der Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 

Leistungen auszurichten (act. UV 2018/61/G 1).

C.a. 

In ihrer im Verfahren UV 2018/59 eingereichten Beschwerdeantwort vom 11. 

Oktober 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde 

(act. UV 2018/59/G 3). In der gleichentags im Verfahren UV 2018/61 erstatteten 

Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin, auf die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin vom 7. September 2018 sei nicht einzutreten, eventualiter sei die 

C.b. 

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Beschwerde abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 zu bestätigen. 

Den Nichteintretensantrag begründete die Beschwerdegegnerin mit der fehlenden 

Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin und damit, dass letztere die 

Rechtzeitigkeit ihrer Beschwerde nicht belegt habe (act. UV 2018/61/G 5).

Mit Schreiben vom 25. Oktober 2018 reichte die Beschwerdeführerin im Verfahren 

UV 2018/61 einen Liefernachweis für ihre Beschwerde ein und stellte den Antrag, die 

Verfahren UV 2018/59 und UV 2018/61 seien zu vereinigen (act. UV 2018/61/G 7).

C.c. 

Mit Schreiben vom 30. Oktober 2018 wies das Versicherungsgericht die 

Beschwerdeführerin im Verfahren UV 2018/61 auf die Voraussetzungen einer 

Verfahrensvereinigung hin und hielt fest, dass eine solche nur dann angezeigt sei, wenn 

die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin bejaht werden könne. Im Rahmen 

der Beurteilung der Beschwerdelegitimation stelle sich die Frage, ob einer der 

unfallversicherungsrechtlich geregelten Koordinationstatbestände vorliege. Zur 

Beurteilung dieser Fragestellung ersuchte das Versicherungsgericht die 

Beschwerdeführerin um Mitteilung (inkl. entsprechendem aktenmässigen Beleg), bis 

wann sie dem Beschwerdeführer für das versicherte Unfallereignis vom 17. April 2014 

Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen erbracht habe bzw. ob der Schadenfall im 

Zeitpunkt des neu gemeldeten Ereignisses vom 6. Juli 2017 bereits abgeschlossen 

gewesen sei (act. UV 2018/61/G 8). In einer Stellungnahme vom 11. Dezember 2018 im 

Verfahren UV 2018/61 informierte die Beschwerdeführerin darüber, dass der Fall von 

ihr per Ende 2017 abgeschlossen worden sei. Letztmalig habe sie eine Leistung per 11. 

Dezember 2017 erbracht. Sie reichte diesbezügliche Abrechnungen ein (act. UV 

2018/61/G 11).

C.d. 

In der im Verfahren UV 2018/59 eingereichten Replik vom 6. November 2018 hielt 

der Beschwerdeführer an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest. Neu 

beantragte er die Vereinigung der Verfahren UV 2018/59 und UV 2018/61 (act. UV 

2018/59/G 5).

C.e. 

In einer im Verfahren UV 2018/59 eingereichten Stellungnahme vom 11. Dezember 

2018 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem in der Beschwerdeantwort gestellten 

Antrag fest und verzichtete auf die Erstattung einer ausführlichen Duplik. Weiter machte 

C.f. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend zu beurteilen sind zwei Beschwerden (act. UV 2018/59/G1 und UV 2018/61/

G1), die sich gegen denselben Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 6. 

Juli 2018 richten (Suva-act. 39). Mit Schreiben vom 14. Februar 2019 hat das 

Versicherungsgericht den Parteien die Vereinigung der beiden Verfahren UV 2018/59 

und UV 2018/61 angezeigt (vgl. act. UV 2018/59/G 9 und UV 2018/61/G 13). Über 

beide Beschwerden wird demnach in diesem Entscheid gemeinsam befunden.

2.  

sie geltend, dass das Versicherungsgericht eine Vereinigung der beiden Verfahren UV 

2018/59 und UV 2018/61 mit Schreiben an die Beschwerdeführerin vom 30. Oktober 

2018 einstweilen abgelehnt habe (act. UV 2018/59/G 7).

Mit Schreiben vom 20. Dezember 2018 kündigte das Versicherungsgericht 

sämtlichen Parteien an, dass es vorsehe, die beiden Verfahren UV 2018/59 und UV 

2018/61 zu vereinigen (vgl. act. UV 2018/59/G 8 und UV 2018/61/G 12).

C.g. 

Mit Mitteilung vom 14. Februar 2019 informierte das Versicherungsgericht 

sämtliche Parteien über die Vereinigung der Verfahren UV 2018/59 und UV 2018/61, 

stellte ihnen die Akten des jeweils anderen Verfahrens zu und eröffnete eine Frist zur 

Stellungnahme (act. UV 2018/59/G 9 und UV 2018/61/ G 13).

C.h. 

In einer Stellungnahme vom 21. Mai 2019 hielt die Beschwerdeführerin sinngemäss 

an den in ihrer Beschwerde gestellten Anträgen fest (UV 2018/59/G 14 und UV 

2018/61/G 18). Mit Schreiben vom 18. Juli 2019 nahm die Beschwerdegegnerin zu den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin vom 21. Mai 2019 Stellung (UV 2018/59/G 18 

und UV 2018/61/G 22). Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine erneute 

Stellungnahme (vgl. act. UV 2018/59/G 19 und UV 2018/61/G 23).

C.i. 

Zunächst zu prüfen ist, ob auf beide Beschwerden eingetreten werden kann.2.1. 

Der Sitz des im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung letzten Arbeitgebers des 

Beschwerdeführers befindet sich im Kanton St. Gallen (vgl. Suva-act. 1). Die örtliche 

Zuständigkeit des Versicherungsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde des 

2.2. 

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Beschwerdeführers ist damit gegeben (vgl. Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die örtliche 

Zuständigkeit hat sich bei gleichzeitiger Beschwerdeerhebung durch einen anderen 

Versicherungsträger nicht nach dessen Sitz, sondern nach dem Wohnsitz der 

versicherten Person zu richten (vgl. BGE 143 V 366 E. 3 mit Hinweis; Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 4. Aufl. Zürich 2020, N 27 zu Art 58 mit Hinweisen). In solchen 

Fällen ist aus Praktikabilitätsgründen nur ein einheitlicher Gerichtsstand angezeigt 

(vgl. BGE 139 V 170 E. 5.3). Vorliegend besteht zwar kein Schweizer Wohnsitz des 

Beschwerdeführers, aber gestützt auf Art. 58 Abs. 2 ATSG doch ein Gerichtsstand im 

Kanton St. Gallen, sodass die sinngemässe Anwendung der Praxis gemäss BGE 143 V 

366 gerechtfertigt ist. Folglich ist die örtliche Zuständigkeit für die Beschwerde des 

Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin zu bejahen.

Der Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 ist dem Beschwerdeführer gemäss 

dessen unbestritten gebliebener Aussage am 10. Juli 2018 zugegangen (vgl. act. UV 

2018/59/G 1). Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. 

August 2018 (vgl. Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 ATSG) hat der Beschwerdeführer 

durch Einreichung seiner Beschwerde am 3. September 2018 (act. UV 2018/59/G 1) die 

30-tägige Beschwerdefrist gewahrt (vgl. Art. 60 Abs. 1 ATSG). Auch die von der 

Beschwerdeführerin am 7. September 2018 eingereichte Beschwerde (vgl. act. UV 

2018/61/G 1, G 7 und G 7.1) erweist sich als rechtzeitig, nachdem ihr der 

Einspracheentscheid gemäss der Aktenlage ebenfalls am 10. Juli 2018 zugegangen ist 

(vgl. UV-act. 1-153 S. 1).

2.3. 

 2.4. 

Während die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers als dem direkten 

Adressaten des Einspracheentscheides ohne Weiteres gegeben ist, ist die 

Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin eingehender zu prüfen.

2.4.1. 

Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene 

Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Aufhebung oder Änderung hat. Verfügungen, welche die Leistungspflicht 

eines anderen Trägers berühren, sind diesem zu eröffnen, wobei der betroffene 

Versicherungsträger die gleichen Rechtsmittel wie die versicherte Person ergreifen 

kann (Art. 49 Abs. 4 ATSG). Die Beschwerdelegitimation einer nicht direkt in den 

Rechtsstreit verwickelten Versicherung setzt demnach voraus, dass diese ein 

selbständiges eigenes Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdeerhebung hat. Dies 

trifft dann zu, wenn sie damit zu rechnen hat, fortan für die Ausrichtung von 

2.4.2. 

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3.

Im vorliegenden Fall materiell zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das vom 

Beschwerdeführer gemeldete Ereignis vom Sommer 2017 zu Recht nicht als Unfall 

anerkannt hat und ihre Leistungspflicht infolgedessen zu Recht verneint hat. Dass der 

Versicherungsleistungen hinsichtlich der noch bestehenden gesundheitlichen 

Beschwerden von der versicherten Person in Anspruch genommen zu werden (Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. August 2017, 8C_302/2017, E. 3.4 mit Hinweisen). 

Möglich ist dies namentlich dann, wenn die Verneinung einer Leistungspflicht des 

verfügenden Versicherungsträgers unmittelbar jene des anfechtungswilligen Trägers 

begründet, wenn die Anspruchsbeurteilung durch den einen Versicherer für den 

anderen Bindungswirkung entfaltet, wenn die strittige Verfügung unmittelbare 

quantitative Auswirkungen auf seine Leistungspflicht zeitigt oder wenn sie eine 

Vorleistungspflicht des anfechtenden Sozialversicherungsträgers begründet (BGE 134 

V 154 f. E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2017, 8C_302/2017, E. 3.4, 

je mit Hinweisen).

Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin nach ihren eigenen Angaben 

für das Unfallereignis vom April 2014 noch bis zum 11. Dezember 2017 

Heilbehandlungsleistungen erbracht hat und den Fallabschluss erst per Ende 2017 

vorgenommen hat (vgl. act. UV 2018/61/G 11), hat die Anerkennung eines neuen 

Unfallereignisses, welches sich im Juli 2017 ereignet hatte, aufgrund der in Art. 100 

UVV enthaltenen Koordinationsregelungen durchaus direkte Auswirkungen auf ihre 

Leistungspflicht (vgl. dazu insbesondere Art. 100 Abs. 2 UVV). Die 

Beschwerdegegnerin behauptet zwar, dass Art. 100 UVV keine für den vorliegenden 

Fall einschlägigen Konstellationen enthalte, ohne diese Ansicht jedoch zu begründen 

(act. UV 2018/61/G 5 S. 3). Darüber hinaus kann die Frage, ob ein weiteres 

Unfallereignis stattgefunden hat, für deren Folgen ein anderer Unfallversicherer 

aufzukommen hat, auch für die Einstufung der Beschwerden als Rückfall wesentlich 

sein, was wiederum Auswirkungen auf die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin hat. 

Schliesslich spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin den 

angefochtenen Einspracheentscheid der Beschwerdeführerin zugestellt hat (act. UV 

2018/61/G 1.1), für deren Rechtsschutzinteresse. Die Beschwerdelegitimation der 

Beschwerdeführerin ist demnach ebenso wie diejenige des Beschwerdeführers zu 

bejahen.

2.4.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die beiden Beschwerden gegen den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 6. Juli 2018 einzutreten ist.

2.5. 

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Beschwerdeführer durch das der Beschwerdegegnerin gemeldete Ereignis eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) erlitten hätte, geht aus den Akten nicht hervor 

und wird auch von keiner Partei geltend gemacht.

4.  

Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven 

Massstab - den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen 

überschreitet (BGE 134 V 76 E. 4.1 und 129 V 404 E. 2.1; je mit Hinweisen). Das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit ist entwickelt worden, um die "tausendfältigen 

kleinen und kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche gänzlich 

unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas Besonderem 

Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden. Das Merkmal 

des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall (BGE 134 

V 77 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat (BGE 112 

V 202 f. E. 1). Gemäss der Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei 

Körperbewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit bzw. des äusseren Faktors 

erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 118 E. 2.1; 

Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2; je mit Hinweisen). 

Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder 

an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 

reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2 mit Hinweis). Bei einer 

solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; 

denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen 

der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 

118 E. 2.1).

4.1. 

Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/17

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5.  

Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses 

ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es 

dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 

sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann 

aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Alexandra 

Rumo-Jungo/ André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 29 mit Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 2 ff. und N 20 mit Hinweisen). 

Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu BGE 115 V 142 f. 

E. 8b; Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht). Der im 

Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz schliesst eine 

Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast grundsätzlich nur 

insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 

117 V 264 E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4 mit Hinweisen).

In der Unfallmeldung vom 19. Januar 2018 hat der Beschwerdeführer angegeben, 

dass er am 6. Juli 2017 sein Knie am Lenkrad angeschlagen und dabei den 

Schleimbeutel verletzt habe (Suva-act. 1). In einem am 24. Januar 2018 ausgefüllten 

Fragebogen der Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführer zum Unfallereignis 

ausgeführt, dass er das rechte Knie am Lenkrad des Lastkraftwagens (LKW) 

angeschlagen habe. Danach habe er starke Blutungen aus dem Gang im Knie rechts 

gehabt. Das Anstossen am Lenkrad sei nur sehr leicht gewesen. Die Beschwerden 

hätten sich erstmals zwei Wochen nach der Operation vom 25. November 2016 

bemerkbar gemacht (Suva-act. 8). Anlässlich einer Besprechung vom 27. März 2018 

mit einem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführer 

angegeben, dass er nicht mehr sicher sagen könne, ob er sich das rechte Knie genau 

am 6. Juli 2018 (richtig: 6. Juli 2017) angeschlagen habe. Vielleicht sei dies auch einige 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/17

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Tage früher passiert. Sicher sei aber, dass er noch am gleichen Tag zu Dr. C.___ 

gegangen sei. Er habe sich das rechte Knie verletzt, als er aus dem LKW ausgestiegen 

sei, wobei er mit dem vorderen Teil vom rechten Knie über die Plastikverkleidung der 

Lenkradsäule gestreift sei. Zu einem eigentlichen Anschlagen sei es nicht gekommen. 

Er habe das Ereignis der Beschwerdegegnerin erst im Januar 2018 gemeldet, weil die 

Beschwerdeführerin ihre Leistungspflicht verneint habe. Für ihn habe es sich 

klarerweise um einen Rückfall gehandelt. Bevor er mit dem rechten Knie die 

Lenkradsäule gestreift habe, habe er rechts von der Kniescheibe eine kleine offene 

Wunde in Form eines Punktes gehabt. Wie spätere Abklärungen ergeben hätten, habe 

von der kleinen Wunde aus ein Kanal bis hinunter zum Schleimbeutel geführt. Der 

offene Punkt rechts von der Kniescheibe sei kurz nach der Operation am Ende des 

Jahres 2016 aufgetreten. Aus der kleinen Wunde habe es immer wieder geeitert, 

jedoch sei er deswegen nicht zum Arzt gegangen, da er gehofft habe, dass die Wunde 

wieder von alleine abheilen würde. Nachdem er mit dem rechten Knie Ende Juni oder 

anfangs Juli 2017 die Lenkradsäule gestreift habe, sei neben dem Eiter auch noch Blut 

herausgekommen. Es habe ziemlich stark geblutet, weshalb er noch gleichentags zu 

Dr. C.___ gegangen sei. Beim Arztbesuch habe das Knie dann weniger geblutet. Da er 

mit Dr. C.___ nicht mehr zufrieden gewesen sei, habe er zu Dr. F.___ gewechselt. Im 

Dezember 2017 sei eine Operation erfolgt. Danach sei er eine Zeit lang arbeitsunfähig 

gewesen. Ende Januar 2018 sei die Behandlung abgeschlossen worden. Er habe 

seither keine Beschwerden mehr (Suva-act. 26).

In allen Ereignisschilderungen hat der Beschwerdeführer konstant und glaubhaft 

einen Kontakt mit der Lenkradsäule eines LKW angegeben (vgl. Suva-act. 1, 8 und 26). 

Anlässlich der Besprechung vom 27. März 2018 hat er die Schilderung des 

Unfallherganges in nachvollziehbarer Weise dahingehend ergänzt, dass sich der 

Kontakt mit der Lenkradsäule beim Aussteigen aus dem LKW ereignet habe (Suva-

act. 26). Beim Aussteigen aus dem LKW handelt es sich für den Beschwerdeführer um 

einen alltäglichen, routinemässigen Vorgang, dem kein gesteigertes 

Gefährdungspotential innewohnt. Daran ändert auch nichts, dass im Fahrerbereich des 

LKW die Verhältnisse möglicherweise eng sind (vgl. act. UV 2018/59/G 1 S. 5). 

Demgegenüber stellt das Anstossen an einen Gegenstand in der Regel keinen 

gewöhnlichen Vorfall dar. Vielmehr führt ein Anstossen meistens dazu, dass der 

normale, vorgesehene Bewegungsablauf programmwidrig gestört wird (vgl. E. 4.1). Wie 

der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zutreffend ausgeführt hat (vgl. act. UV 

2018/59/G 1 S. 5), schlägt man nämlich beim Aussteigen aus dem LKW in der Regel 

das Knie nicht an. Nicht zugestimmt werden kann dem Beschwerdeführer allerdings 

darin, dass es unerheblich sei, ob er das Knie heftig angeschlagen oder lediglich leicht 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/17

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gestreift habe (vgl. UV 2018/59/G 1 S. 5). Für die Abgrenzung eines alltäglichen 

Ereignisses von einem ungewöhnlichen Ereignis ist die Heftigkeit eines Vorfalls, 

vorliegend des Kontaktes mit der Lenkradsäule, durchaus entscheidend, zumal die 

Intensität eines Vorfalls auch ein Indiz dafür ist, ob der Vorfall überhaupt geeignet 

gewesen ist, eine Gesundheitsschädigung hervorzurufen (vgl. E. 4.1). Beim Aussteigen 

aus einem Fahrzeug mit engen Platzverhältnissen dürfte ein leichtes Streifen der 

Lenkradsäule - im Gegensatz zu einem Anprall - nichts Ungewöhnliches sein und in der 

Regel zu keinen gesundheitlichen Problemen führen. Gemäss den Ausführungen des 

Beschwerdeführers anlässlich der Besprechung vom 27. März 2018 hat es sich nicht 

um ein eigentliches Anschlagen gehandelt, sondern nur um ein leichtes Streifen 

(vgl. Suva-act. 26). Passend dazu hat der Beschwerdeführer im Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin angegeben, dass er sich nur sehr leicht angeschlagen habe 

(vgl. Suva-act. 8). Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer dem Ereignis als 

Unfall zunächst keine eigenständige Bedeutung beigemessen hat, sondern eindeutig 

von einem Rückfall ausgegangen ist, deutet darauf hin, dass das Streifen am Lenkrad 

nicht sehr schwerwiegend gewesen ist (vgl. Suva-act. 26). Sodann hat Kreisarzt J.___ 

in seiner Beurteilung vom 1. März 2018 zu Recht darauf hingewiesen (vgl. Suva-act. 

21), dass das vermeintliche Unfallereignis, soweit ersichtlich, einzig im Arztbericht von 

Dr. C.___ vom 3. Juli 2017 über eine Sprechstunde vom 22. Juni 2017 genannt werde 

(vgl. UV-act. 1-119), was die These eines unbedeutenden Vorfalls stützt. Zumindest bei 

einem einschneidenden Trauma, dem die Ärzte bedeutende Auswirkung auf den 

Gesundheitszustand beigemessen hätten, wäre nämlich in der Regel zu erwarten, dass 

das Unfallereignis in den Berichten Erwähnung finden würde (vgl. Suva-act. 21). Dr. 

C.___ hat überdies nicht angegeben, wie, wann oder wo sich ein Unfall oder das 

Anschlagen ereignet hat, welchen Körperteil der Beschwerdeführer angeschlagen hat 

und ob die gesundheitliche Problematik am Knie darauf zurückzuführen ist. Vielmehr 

hat er das vermeintliche Anschlagen lediglich nebenbei erwähnt, wobei unklar ist, ob er 

dem Vorfall überhaupt Einfluss auf die Knieproblematik des Beschwerdeführers 

beigemessen hat (vgl. UV-act. 1-119). Nach dem Gesagten ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim Aussteigen 

aus dem LWK sein Knie nicht an der Lenkradsäule angeschlagen hat, sondern die 

Lenkradsäule mit seinem Knie im Sinne eines nicht ungewöhnlichen, immer wieder 

einmal vorkommenden Vorfalls lediglich leicht gestreift hat.

Angesichts des anzunehmenden Ereignishergangs und des Umstandes, dass der 

Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall an einer ausgeprägten Knieproblematik 

gelitten hat, ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen, dass das leichte Streifen 

des Knies als Zufallsursache, welche die Knieproblematik (erneut) zum Vorschein 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/17

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gebracht hat, erscheint (vgl. act. UV 2018/59/G 3 S. 4). Dazu passt, dass der 

Beschwerdeführer bereits im Fragebogen der Beschwerdegegnerin angegeben hat, 

dass die Beschwerden erstmals kurz nach der Operation Ende des Jahres 2016 

aufgetreten seien (vgl. Suva-act. 26 S. 1); er demzufolge also nicht den Vorfall beim 

Aussteigen aus dem LKW für die Beschwerden am Knie verantwortlich gemacht hat. Er 

hat in der Besprechung vom 27. März 2018 auch nachvollziehbar dargelegt, dass 

bereits nach der Operation Ende des Jahres 2016 eine kleine offene Wunde neben dem 

Knie vorhanden gewesen sei, die immer wieder geeitert habe und nach dem Streifen 

der Lenkradsäule dann auch noch geblutet habe (vgl. Suva-act. 26). Zwar mag es sein, 

dass eine Blutung grundsätzlich eine Strukturverletzung darstellt, wie Dr. I.___ in seiner 

Beurteilung vom 14. Mai 2018 ausgeführt hat (UV-act. 1-139). Damit ist aber nicht 

bewiesen, dass die Blutung aus einer Wunde, die laut Ausagen des Beschwerdeführers 

bereits im Nachgang zu einer Operation bestanden hatte und aus welcher es bereits 

zuvor geeitert hatte, in erster Linie auf das Streifen einer Lenkradsäule zurückzuführen 

ist. Dies ist vielmehr unwahrscheinlich. Wie aus der Beurteilung von Dr. I.___ vom 11. 

Januar 2018 hervorgeht, ist dieser auch nicht von einem leichten Streifen der 

Lenkradsäule, sondern einer eigentlichen Kontusion ausgegangen (vgl. UV-act. 1-97 

S. 10). Eine solche ist aber nach dem Gesagten gerade nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. E. 5.2). Ausserdem hat Dr. I.___ selber angemerkt 

(vgl. UV-act. 1-139), dass beim Knie des Beschwerdeführers nach der Operation vom 

25. November 2016 (UV-act. 1-114) aufgrund einer Schwellung und Hämatombildung 

in dieser Region auch schon Blut abpunktiert worden sei (vgl. UV-act. 1-115 f.). 

Schliesslich ist auch seine Begründung, wonach vor dem gemeldeten Ereignis vom 

Sommer 2017 beim Beschwerdeführer präpatellar und spezifisch an der Bursa 

präpatellaris keine Verletzung bestanden habe (vgl. UV-act. 1-97 S. 10), nicht ohne 

Weiteres nachvollziehbar. Denn Dr. E.___ hat in einem Bericht vom 14. August 2017 

über eine Sprechstunde vom 10. August 2017 festgehalten, dass ein Zustand nach 

wiederholten Eingriffen mit Hämatomausräumungen im Bereich der Bursa präpatellaris 

vorliege (UV-act. 1-79) und Dr. I.___ hat, wie bereits erwähnt, die im Nachgang zur 

Operation vom November 2016 erfolgte Punktion eines Hämatoms selbst in der 

gleichen Region wie die nach dem Vorfall im Sommer 2017 blutende Wunde lokalisiert 

(vgl. UV-act. 1-139). Demnach stellt auch die vorhandene medizinische Aktenlage kein 

gewichtiges Indiz für einen durch das Ereignis vom Sommer 2017 entstandenen 

Gesundheitsschaden dar, was zusätzlich gegen die Annahme eines Unfallereignisses 

spricht.

Dass ein Unfallereignis im Rechtssinn nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen ist, wird auch durch die unsichere zeitliche Einordnung des Schadenfalls 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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6.  

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden gegen den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 6. Juli 2018 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Entsprechend dem 

Verfahrensausgang haben der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin auch 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

gestützt. Der Beschwerdeführer hat zugegeben, dass er das genaue Datum, an dem 

der Kontakt mit der Lenkradsäule stattgefunden habe, nicht mehr kenne. Es sei 

durchaus möglich, dass sich der Vorfall bereits einige Tage vor dem 6. Juli 2017 

ereignet habe (vgl. Suva-act. 26 S. 1). Aufgrund des Berichts von Dr. C.___ vom 3. Juli 

2017 über die Sprechstunde vom 22. Juni 2017, in welchem er festgehalten hat, dass 

der Beschwerdeführer seit kurzem eine blutende Stelle im Bereich der Haut vorne am 

Kniegelenk habe und er auch etwas angeschlagen habe (UV-act. 1-119) und dessen 

Aussage, er sei sicher, dass er am Tag des Anschlagens Dr. C.___ aufgesucht habe 

(Suva-act. 26 S. 1), ist anzunehmen, dass sich der Unfall am ehesten am 22. Juni 2017 

ereignet haben dürfte. Letztlich bleibt jedoch die genaue zeitliche Einordnung unsicher. 

Die Konsequenzen der Beweislosigkeit des geltend gemachten Unfalls sind vom 

Beschwerdeführer zu tragen, der aus dem Sachverhalt eine Leistung der 

Beschwerdegegnerin ableiten will (vgl. E. 4.2).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der vorhandenen Aktenlage ein 

Unfallereignis nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann. 

Demnach hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das ihr vom 

Beschwerdeführer gemeldete Ereignis zu Recht abgelehnt.

5.5. 

Ob der Beschwerdeführer wegen der Knieverletzung, die er sich wahrscheinlich 

am 22. Juni 2017 zugezogen hat, Ansprüche gegenüber seiner Krankenkasse und einer 

Krankentaggeldversicherung geltend machen kann oder - was wahrscheinlicher 

erscheint - die Beschwerdeführerin im Rahmen eines Rückfalls für Heilbehandlung und 

Taggeld aufzukommen hat, kann in diesem allein die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin betreffenden Verfahren nicht geprüft werden und muss deshalb 

offenbleiben.

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/17

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerden in den Verfahren UV 2018/59 und UV 2018/61 werden abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2020
	Art. 59 ATSG: Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin bejaht. Art. 4 ATSG: Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim Aussteigen aus dem LWK sein Knie nicht an der Lenkradsäule angeschlagen hat, sondern die Lenkradsäule mit seinem Knie im Sinne eines gewöhnlichen, alltäglichen Vorfalls lediglich leicht gestreift hat, weshalb ein Unfallereignis im Rechtssinne zu verneinen ist, zumal der Beschwerdeführer bereits vor dem Ereignis an einer ausgeprägten Knieproblematik gelitten hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2020, UV 2018/59 und UV 2018/61).

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		2024-05-27T00:02:39+0200
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