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**Case Identifier:** bdac533f-8568-55d1-ab21-63f89a120105
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2015 200 2014 933
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-933_2015-08-07.pdf

## Full Text

200 14 933 IV und 
200 14 934 IV (2)
LOU/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. August 2015

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend zwei Verfügungen vom 28. August 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1972 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 19. Januar 2012 unter Hinweis auf ein Impingement Hüfte 
beidseits und eine Fibromyalgie bei der Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 2). Daraufhin führte 
die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und er-
werbliche Erhebungen durch. Dabei liess sie die Versicherte insbesondere 
durch Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Physikalische Medizin und 
Rehabilitation FMH, begutachten (Gutachten vom 14. Mai 2012, AB 22.1; 
vgl. auch Ergänzung zum Gutachten vom 15. Juli 2013, AB 41). 

Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 56) und eines Abklärungsberichts Haushalt (AB 57) stellte die 
IVB der Versicherten mit Vorbescheid vom 30. April 2014 (AB 58) bei ei-
nem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 100% ab August 2013 die 
Zusprache einer ganzen IV-Rente und von März bis April 2014 bei einem 
IV-Grad von 40% die Zusprache einer Viertelsrente in Aussicht. Dagegen 
verneinte sie von August 2012 bis Juli 2013 und ab Mai 2014 bei einem 
IV-Grad von 25% einen Rentenanspruch. Mit diesem Vorbescheid zeigten 
sich sowohl die Versicherte wie auch deren Berufsvorsorgeversicherer 
nicht einverstanden (AB 59 und 69). 

Nach Einholung einer weiteren Stellungnahme des RAD (AB 63) sprach die 
IVB – wie im Vorbescheid angekündigt – mit Verfügung vom 28. August 
2014 (AB 71 S. 1 – 11) vom 1. August 2013 bis am 28. Februar 2014 eine 
ganze IV-Rente und mit einer gleichentags erlassenen Verfügung (AB 71 
S. 12 – 22) vom 1. März bis am 30. April 2014 eine Viertelsrente zu. Soweit 
weitergehend verneinte sie einen Rentenanspruch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 3

B.

Gegen diese beiden Verfügungen erhob die Versicherte am 26. September 
2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügungen und die (Weiter-)Ausrichtung einer IV-Rente. Ferner stellte sie ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Am 2., 16. und 29. Oktober 2014 reichte die Beschwerdeführerin weitere 
medizinische Unterlagen zu den Akten. Ferner gingen am 13. Oktober 
2014 Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege beim Gericht 
ein.

Mit Eingabe vom 3. November 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin 
auf eine ausführliche Stellungnahme in Form einer Beschwerdeantwort und 
schloss auf Abweisung der Beschwerde.

Im weiteren Verlauf gingen am 20. November 2014, am 4. und 10. Dezem-
ber 2014 sowie am 4. Januar 2015 weitere Unterlagen beim Gericht ein.

Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege gut.

Am 4. Februar 2015 nahm die Beschwerdegegnerin zu den neu eingereich-
ten Unterlagen Stellung. Dabei hielt sie unter Hinweis auf einen Bericht des 
RAD-Arztes Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 27. Januar 2015 
(in den Gerichtsakten) an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde 
fest. Mit Stellungnahme vom 5. März 2015 bestätigte die Beschwerdeführe-
rin ihrerseits ihren Antrag auf (Weiter-)Ausrichtung einer IV-Rente. Ferner 
reichte sie am 26. Mai 2015 einen weiteren Bericht zu den Akten.

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juni 2015 machte der Instruktions-
richter die Beschwerdeführerin auf eine mögliche Schlechterstellung (re-
formatio in peius) aufmerksam und bot ihr bis am 8. Juli 2015 Gelegenheit 
zur Stellungnahme resp. zum Rückzug der Beschwerde. Mit Eingabe vom 
6. Juli 2015 hielt die Beschwerdeführerin an ihrer Beschwerde fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die beiden Verfügungen vom 28. August 
2014 (AB 71). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Be-
schwerdeführerin. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 5

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 6

2.5.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 
dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur 
Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetre-
ten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 
IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1).

2.5.2 Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, 
des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs ist für die 
Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu 
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussicht-
lich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]). 

2.5.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der 
in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende 
Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden 
Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Mai 
2011, 9C_996/2010, E. 8 mit Hinweisen).

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3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.1.1 Dr. med. B.________ diagnostizierte im Gutachten vom 14. Mai 
2012 (AB 22.1) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein kombiniertes 
Impingement Hüfte rechts (ICD-10 M24.85) sowie ein Cam Impingement 
Hüfte links mit Labrumläsion (ICD-10 M24.85). Ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit führte er eine Fibromyalgie (ICD-10 M79.0), eine Gonalgie 
rechts nach Distorsion und Aussenmeniskus Läsion (ICD-10 M23.86), Zer-
vikobrachialgien (ICD-10 M53.1) sowie eine Zöliakie (ICD-10 K90.0) an 
(S. 10 Ziff. 4). Von der beidseitigen Hüftpathologie sowie von der operierten 
Kniepathologie sei es prognostisch zu erwarten, dass die bis jetzt durchge-
führte 60%-ige Arbeitstätigkeit als … durchführbar sei. Die weiteren Dia-
gnosen (Fibromyalgie, Zervikobrachialgien) verursachten axiale Schmerzen 
sowie Schmerzen auf allen vier Extremitäten, ohne dass bei der Untersu-
chung strukturelle Anomalien gefunden worden seien. Die angegebenen 
Schmerzen seien auf allen Niveaus medizinisch erklärbar und benötigten 
eine angepasste medikamentöse Therapie (S. 10 lit. B). Weiter liege eine 
Verminderung in der Hebe- und Tragfähigkeit sowie eine Behinderung bei 
statischen Stellungen vor. Es träten Schmerzen bei Treppensteigen, Berg-
auf- und Bergabgehen sowie beim Knien und Kauern auf. Laufen auf ebe-
nem Gelände sei bis zu einer Stunde, Heben bis zu 10kg resp. 2kg repetitiv 
und Tragen auf kurze Distanzen bis zu 10kg körpernah, länger 2kg, mög-
lich. Die Sitz- und Stehdauer liege bei 15 Minuten ohne Positionswechsel. 
Die Sitzdauer mit Stellungswechseln betrage bis zu 90 Minuten und dyna-
misches Stehen sei bis zu 20 Minuten möglich. Die angestammte Tätigkeit 
sei ganztägig zumutbar. Die jetzige Tätigkeit werde nur im Rahmen eines 
40%-igen Arbeitspensums durchgeführt. Ab Juli 2012 sei vorgesehen, auf 
ein 60%-iges Arbeitspensum zu erhöhen. Zusätzlich bestehe eine Leis-
tungsminderung von ca. 10% bis 15%. Dies in dem Sinne, dass die Be-
schwerdeführerin immer einen Stuhl zur Verfügung haben müsse und keine 
… stossen dürfe. In einer angepassten Tätigkeit, wie z.B. in einer … oder 
im …, müsse sie die Möglichkeit haben eine wechselhafte Tätigkeit ma-
chen zu können mit regelmässigen Sitzpausen und ohne mittelschwere 

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Gewichte regelmässig heben und tragen zu müssen. Statische Stellungen 
seien nicht zumutbar (S. 11). Schliesslich führte der Gutachter an, seit dem 
Jahr 2004 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 20% bestanden (S. 10 lit. B 
und S. 11 Ziff. 6).

3.1.2 In einem undatierten Bericht des Spitals D.________, welcher der 
Beschwerdegegnerin am 2. Oktober 2012 zugegangen ist (AB 28), wurden 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit persistierende Hüftgelenks-
schmerzen beidseits bei Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts und 
nach wiederholten Arthroskopien beidseits, eine Fibromyalgie mit Tendenz 
zur Hyperlaxizität und persistierende Knieschmerzen rechts diagnostiziert. 
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde insbesondere eine in-
termittierend leichte depressive Symptomatik aufgeführt (S. 2 Ziff. 1.1). Die 
Beschwerdeführerin könne nicht lange sitzen, stehen, gehen, sich bücken 
und Lasten tragen. Bei starker Belastung sei ihre Konzentrationsfähigkeit 
reduziert und sie ermüde schneller. Die Schmerzen würden im Verlauf ei-
nes Arbeitstages stark ansteigen. Die bisherige Tätigkeit sei noch zu 40% 
zumutbar. Zudem bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit, da sie nicht 
so schnell wie früher oder wie andere sei. Sie brauche länger für gewisse 
Handlungen, könne aber anamnestisch ihre Arbeit im Aufwachraum zu aller 
Zufriedenheit erfüllen, wenn sie zu 40% arbeite (S. 4 Ziff. 1.7 und 1.8).

Im Bericht vom 3. Januar 2013 (AB 34 S. 3 f.) wurde ein Status nach Infil-
tration Kniegelenk rechts und loco dolenti sowie eine rezidivierende antero-
laterale Einklemmsymptomatik Knie rechts diagnostiziert. Aus orthopädi-
scher Sicht könne hinsichtlich der Kniegelenkssymptomatik keine weitere 
therapeutische Option angeboten werden. Die Pensumsanpassung auf ca. 
40% werde ausdrücklich unterstützt, da hier die resultierenden Belastungen 
noch zu keiner Exazerbation der Beschwerden führten (S. 3 f.).

3.1.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, erachtete in ihrer Stellungnahme vom 5. Juni 2013 
(AB 37) das Gutachten von Dr. med. B.________ vom 14. Mai 2012 als 
sorgfältig abgefasst und nachvollziehbar. Soweit von den behandelnden 
Ärzten eine 60%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde, könne darauf nicht 
abgestellt werden, da diese keine neuen Diagnosen oder Befunde angege-
ben hätten, die die Arbeitsfähigkeit beeinflussten (S. 3). 

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3.1.4 Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin nahm Dr. med. 
B.________ am 15. Juli 2013 zu seinem Gutachten vom 14. Mai 2012 er-
gänzend Stellung (AB 41). Die beidseitige Hüftproblematik schränke die 
Beschwerdeführerin in der aktiven Hebe- und Tragefähigkeit wie auch bei 
gehaltenen statischen Stellungen und beim Sitzen und Stehen ein. Zusätz-
lich sei das Treppensteigen problematisch. Falls die Beschwerdeführerin in 
einem vollen Pensum arbeiten würde, sei zu erwarten, dass eine Vermin-
derung der Leistungsfähigkeit von 25% aufgrund der Hüftproblematik 
bestünde.

3.1.5 Im Bericht des Spitals D.________ vom 12. August 2013 (AB 52.6 
S. 37 f.) wurden neu eine subcapitale Metatarsale V-Fraktur links und ein 
Verdacht auf eine laterale, ventrale Meniskusläsion Knie links diagnosti-
ziert. Am 2. August 2013 sei die Beschwerdeführerin im Urlaub von einer 
Leiter abgerutscht und mit dem linken Fuss an einer Sprosse angeschlagen 
(S. 37). Nachdem die bestehende Metatarsale V-Fraktur links am 21. Au-
gust 2013 operativ saniert worden war (S. 42), wurde der Heilungsverlauf 
im Austrittsbericht des D.________ vom 29. August 2013 (S. 43 f.) als 
komplikationslos bezeichnet (S. 43). Ferner wurde vom 2. August bis am 
6. Oktober 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 34 und 
S. 44). 

Im weiteren Verlauf wurde die attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis 
am 18. Januar 2014 verlängert (AB 52.6 S. 32 f. und S. 36). Nachdem am 
14. Januar 2014 Osteosynthesematerial (nach Metatarsale V-Fraktur links) 
operativ entfernt worden war, wurde der Heilungsverlauf im Austrittsbericht 
des Spitals D.________ vom 21. Januar 2014 (AB 53 S. 2 f.) wiederum als 
komplikationslos bezeichnet (S. 2). Schliesslich wurde vom 14. bis am 
28. Januar 2014 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 3).

3.1.6 Im Bericht des Spitals D.________ vom 28. November 2013 
(AB 52.14 S. 1 f.) wurde ausgeführt, radiologisch liege ein gutes postopera-
tives Resultat fünf Jahre nach Hüftarthroskopie links sowie neun Jahre 
nach chirurgischer Hüftluxation sowie Revisionsoperationen vor. Die Be-
schwerdeführerin sei jedoch nach wie vor stark schmerzgeplagt im Bereich 
beider Hüften, wobei diese Symptomatik auch im Rahmen der 2012 dia-
gnostizierten Fibromyalgie gesehen werden müsse. Diesbezüglich habe die 

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Beschwerdeführerin eine gute multimodale Therapie eingeleitet, womit sie 
momentan zufrieden sei. Bezüglich der Hüfte bestehe zurzeit keine Indika-
tion für ein therapeutisches Vorgehen (S. 2).

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ hielt im Bericht vom 21. März 
2014 (AB 56) fest, aus orthopädischer Sicht könne vollumfänglich auf das 
Gutachten von Dr. med. B.________ vom 14. Mai 2012 (inkl. Stellungnah-
me vom 15. Juli 2013) abgestellt werden. In der Folge hätten sich – ausser 
der Metatarsale V-Fraktur links und deren Behandlung – keine weiteren 
relevanten Fakten oder Erkenntnisse aus dem orthopädischen Fachbereich 
ergeben. Bei der Metatarsale V-Fraktur links handele es sich um eine Ba-
gatellverletzung, die mittlerweile ohne Folge ausgeheilt sei (S. 3).

Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm der RAD-Arzt Dr. med. 
C.________ am 20. Juni 2014 nochmals Stellung (AB 63). Zusammenfas-
send ergäben sich keine neuen Aspekte, die in der Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht schon berücksichtigt 
worden seien. Entsprechend könne weiterhin uneingeschränkt auf das 
Gutachten von Dr. med. B.________ vom 14. Mai 2012 abgestellt werden 
(S. 3).

3.1.8 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 20. Oktober 2014 (Beschwerdebeilage [BB] 14) namentlich eine 
Schmerzpersistenz im Bereich beider Hüften und eine Fibromyalgie mit 
Tendenz zur Hyperlaxizität (S. 1). Die Beschwerdeführerin leide nach wie 
vor an Schmerzen im Bereich beider Hüften sowie im Bereich der LWS. 
Insgesamt sei die Situation laut Angaben der Beschwerdeführerin sehr be-
lastend, weil sie wegen ihren medizinischen Einschränkungen das von ihr 
geforderte Arbeitspensum nicht leisten könne und es damit regelmässig zu 
Exazerbationen ihrer Beschwerden komme. Sie leide an einem sehr pro-
trahierten Verlauf mit residuellen Beschwerden nach mehrmaligen Hüftge-
lenkseingriffen. Die Indikation zu weiteren hüfterhaltenden Eingriffen sei 
sicherlich nicht gegeben. Der nächste definitive Schritt bestünde in der Im-
plantation von Hüfttotalendoprothesen. Ob dies die Beschwerden völlig 
lindern würde, sei fraglich. Deshalb werde das Bestreben der Beschwerde-
führerin, ihre Arbeitsfähigkeit auf 40% festzulegen, unterstützt. Dieses Ar-

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beitspensum erscheine realistisch und würde sie im Arbeitsprozess erhal-
ten. Sollte die Beschwerdeführerin gezwungen sein, ein höheres Arbeits-
pensum zu leisten, bestehe ein sehr grosses Risiko, dass es zu einer 
vollständigen Dekompensation mit anschliessender 100%-iger Arbeitsun-
fähigkeit komme (S. 2). Hinsichtlich des Gutachtens von Dr. med. 
B.________ vom 14. Mai 2012 (AB 22.1) führte Dr. med. F.________ aus, 
die Aussagen des Gutachters stützten durchaus den jetzigen Verlauf. Der 
Gutachter sage, dass die Beschwerdeführerin zu 40% arbeitsfähig sei und 
eine Steigerung auf 60% in der Zukunft vorgesehen wäre. Der Verlauf habe 
nun gezeigt, dass sie nicht fähig gewesen sei, diese Steigerung zu leisten. 
Zudem erwähne der Gutachter, der Erfolg der Schmerztherapie werde erst 
in Zukunft beurteilt werden können. Auch hier habe sich gezeigt, dass der 
erhoffte Effekt der Schmerztherapie ausgeblieben sei und Restbeschwer-
den dauerhaft vorhanden seien. Die Festlegung des IV-Grades auf 25% 
könne sich deswegen weder auf das Gutachten noch auf die ausführliche 
Dokumentation des Spitals D.________ stützen (S. 3).

3.1.9 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ hielt in seiner im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens verfassten Stellungnahme vom 27. Januar 2015 (in 
den Gerichtsakten) fest, es ergäben sich keine neuen Fakten oder Tatsa-
chen, die in der Beurteilung berücksichtigt werden müssten. Auch eine 
Verschlechterung werde nicht geltend gemacht und sei nicht ersichtlich. 
Entsprechend könne bezüglich des Gesundheitszustandes weiterhin un-
eingeschränkt auf das Gutachten von Dr. med. B.________ vom 14. Mai 
2012 abgestellt werden (S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Vorliegend erfüllt das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 
14. Mai 2012 (AB 22.1) samt Ergänzung vom 15. Juli 2013 (AB 41) die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Der 
Gutachter hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den ge-
sundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinanderge-
setzt und seine Schlussfolgerungen in Kenntnis der Vorakten und gestützt 
auf seine eigene Untersuchung getroffen. Die Ausführungen in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezo-
genen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar be-
gründet. Der Gutachter hat schlüssig dargelegt, dass die Beschwerdeführe-
rin (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) an einem kombinierten Im-
pingement Hüfte rechts sowie an einem Cam Impingement Hüfte links mit 
Labrumläsion leidet. Ferner hat er nachvollziehbar begründet, welche Ein-
schränkungen aufgrund dieser Diagnosen bestehen und warum die ange-
stammte Tätigkeit als … (weiterhin) ganztags zumutbar ist mit einer Leis-
tungsminderung von 25% (womit er seine ursprüngliche Einschätzung einer 
um 10% – 15% verminderten Leistungsfähigkeit auf Nachfrage der Be-
schwerdegegnerin hin präzisiert hat; vgl. AB 22.1 S. 11 und AB 41). Entge-
gen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 1 f.) hat sich 
der Gutachter im Übrigen mit der diagnostizierten Fibromyalgie und den 
bestehenden Knieschmerzen auseinandergesetzt. Er hat denn auch ent-
sprechende Diagnosen (Fibromyalgie und Gonalgie) gestellt, diesen jedoch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 13

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt (AB 22.1 S. 10 
Ziff. 4). Die Beurteilung des Gutachters ist nicht nur für sich allein nachvoll-
ziehbar und überzeugend, sondern sie wurde im weiteren Verlauf sowohl 
von der RAD-Ärztin Dr. med. E.________ in der Stellungnahme vom 5. Ju-
ni 2013 (AB 37) als auch vom RAD-Arzt Dr. med. C.________ in seinen 
Stellungnahmen vom 21. März 2014 (AB 56), vom 20. Juni 2014 (AB 63) 
und vom 27. Januar 2015 (in den Gerichtsakten) mehrmals bestätigt. Wei-
ter geht aus den vorliegenden Akten (unbestrittenermassen) hervor, dass 
die Beschwerdeführerin aufgrund der erlittenen Metatarsale 
V-Fraktur links, welche operativ saniert werden musste, vom 2. August 
2013 bis am 28. Januar 2014 zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist (AB 52.6 
S. 32 – S. 44, AB 56 S. 3 unten). Darauf ist abzustellen.

An der Beurteilung des Dr. med. B.________ ändern der undatierte Bericht 
des Spitals D.________, welcher der Beschwerdegegnerin am 2. Oktober 
2012 zugegangen ist (AB 28), und derjenige vom 3. Januar 2013 (AB 34 
S. 3 f.) nichts, in welchen insbesondere aufgrund von persistierenden Hüft-
gelenksschmerzen beidseits, einer Fibromyalgie und persistierenden Knie-
schmerzen rechts eine 40%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. Denn eine 
nachvollziehbare Begründung für diese 60%-ige Arbeitsunfähigkeit fehlt in 
diesen Berichten. Darüber hinaus bleibt darauf hinzuweisen, dass die von 
den behandelnden Ärzten angeführten Einschränkungen der Beschwerde-
führerin (Einschränkungen beim sitzen, stehen, gehen, sich bücken und 
Lasten tragen; AB 28 S. 4 Ziff. 1.7) in Übereinstimmung zu denjenigen ste-
hen, die der Gutachter aufgeführt hat (AB 22.1 S. 11). Warum sie trotzdem 
eine 40%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert haben, ist nicht nachvollziehbar. 
Und letztlich haben die behandelnden Ärzte keine Ausführungen zur Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemacht. Soweit Dr. med. 
F.________ im Bericht vom 20. Oktober 2014 (BB 14) ebenfalls eine 40%-
ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat, ist darauf hinzuweisen, dass dieser sich 
bei seiner Beurteilung stark auf die subjektiven Angaben der Beschwerde-
führerin gestützt zu haben scheint („Ich unterstütze deshalb das Bestreben 
der Patientin, ihre Arbeitsfähigkeit auf 40% festzulegen“; S. 2). Und 
schliesslich fehlt auch in diesem Bericht eine nachvollziehbare Begründung 
für die attestierte 60%-ige Arbeitsunfähigkeit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 14

Dass die Beschwerdegegnerin vorliegend keine psychiatrische Begutach-
tung veranlasst hat, ist – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 
(Eingabe vom 6. Juli 2015; in den Gerichtsakten) – nicht zu beanstanden, 
zumal sich aufgrund der vorliegenden Akten keine Anhaltspunkte ergeben, 
dass eine massgebende psychische Problematik, die sich auf die Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken könnte, vorliegt. So haben die 
behandelnden Ärzte des Spitals D.________ zwar eine intermittierend 
leichte depressive Symptomatik diagnostiziert, dieser aber explizit keine 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt (AB 28 S. 2 Ziff. 1.1). 
Darüber hinaus ist eine leichte depressive Episode allein (grundsätzlich) 
nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG i.V.m. 
Art. 8 ATSG) zu begründen, zumal bei einem derartigen Gesundheitsscha-
den in der Regel davon auszugehen ist, dass die versicherte Person die 
daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit bei Aufbie-
tung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, 
abwenden könnte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Januar 
2010, 9C_260/2009, E. 2.3). Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Stel-
lungnahme vom 6. Juli 2015 (erstmals) auf ein im Jahr 2009 erlittenes 
Schleudertrauma hinweist, welches sie bis heute beeinträchtige, ändert 
auch dies vorliegend nichts. Denn die behandelnden Ärzte haben dem Sta-
tus nach Distorsionstrauma klar keine Langzeitfolgen zuerkannt (AB 32 
S. 2, 34 S. 3, 53 S. 2). Zudem hat die Beschwerdeführerin gegenüber dem 
Gutachter keine Einschränkungen aufgrund des erlittenen Schleudertrau-
mas erwähnt.

Auch die zahlreichen im Beschwerdeverfahren eingereichten medizini-
schen Berichte ändern vorliegend nichts, da sie sich nicht zum Gesund-
heitszustand bis zum hier massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügungen äussern. Dass bis zum Verfügungszeitpunkt Ende August 
2014 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten wäre, 
geht aus den Akten nicht hervor resp. wurde vom RAD-Arzt Dr. med. 
C.________ in seinen Stellungnahmen vom 21. März 2014 (AB 56), vom 
20. Juni 2014 (AB 63) und vom 27. Januar 2015 (in den Gerichtsakten) 
schlüssig verneint. Eine allfällig später eingetretene Verschlechterung wäre 
im Rahmen einer Neuanmeldung geltend zu machen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 15

3.4 Entsprechend ist vorliegend gestützt auf das Gutachten von 
Dr. med. B.________ vom 14. Mai 2012 (AB 22.1) samt Ergänzung vom 
15. Juli 2013 (AB 41) – seit der Begutachtung vom 14. Mai 2012 – in der 
angestammten Tätigkeit grundsätzlich von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit 
mit einer Leistungsminderung von 25% auszugehen, wobei aufgrund der 
erlittenen Metatarsale V-Fraktur links vom 2. August 2013 bis am 28. Janu-
ar 2014 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist davon ausgegangen, dass die Be-
schwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 100% einer Erwerbstätigkeit nach-
gehen würde (AB 57 S. 8 Ziff. 4). Dies ist mit Blick auf das Alter der beiden 
Kinder der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1996 und 1998) und dem Um-
stand, dass ihr Lebenspartner Hausmann ist (AB 57 S. 3 Ziff. 2.1), nicht zu 
beanstanden. Gegenteiliges wird denn auch von der Beschwerdeführerin 
nicht geltend gemacht. Nachfolgend ist somit der IV-Grad mittels Einkom-
mensvergleich zu ermitteln.

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 16

turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu 
erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 
Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind 
(BGE 129 V 222). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf 
eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf-
gabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

4.4 Vorliegend ist seit dem Jahr 2004 eine 20%-ige Arbeitsunfähigkeit, 
seit der Begutachtung vom 14. Mai 2012 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit mit 
einer 25%-igen Leistungsminderung, vom 2. August 2013 bis am 28. Janu-
ar 2014 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem 29. Januar 2014 
wiederum eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit mit einer 25%-igen Leistungsmin-
derung in der angestammten Tätigkeit ausgewiesen (vgl. E. 3.1.1 und 3.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 17

hiervor). Somit hat (frühestens) ab November 2013 während eines Jahres 
eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% resp. vorlie-
gend 43.75% (November 2012 bis Juli 2013: 25%; August bis Oktober 
2013; 100%) bestanden. Der frühest mögliche Rentenbeginn ist deshalb 
unter Berücksichtigung des Wartejahres und der Anmeldung im Januar 
2012 (AB 2) in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf 
November 2013 festzusetzen (vgl. diesbezüglich bereits die prozessleiten-
de Verfügung vom 8. Juni 2015). Auf diesen Zeitpunkt hin ist ein Einkom-
mensvergleich durchzuführen.

4.5 Im November 2013 bestand bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
E. 3.3 und 3.4 hiervor) ein IV-Grad von 100%, was grundsätzlich einen An-
spruch auf eine ganze IV-Rente ergäbe. 

Nach Art. 28 i.V.m. Art. 29 IVG entsteht der Anspruch auf eine ganze 
Invalidenrente jedoch nur, wenn die versicherte Person während eines 
Jahres durchschnittlich mindestens zu 70% arbeitsunfähig gewesen und 
weiterhin in mindestens gleichem Umfang, somit wenigstens 70%, invalid 
ist. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während 
eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsun-
fähigkeit müssen kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen 
erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entspre-
chenden Umfang zugesprochen werden kann (Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 2. Dezember 2008, 9C_718/2008, E. 4.1.1 mit Hinwei-
sen; vgl. dazu auch ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über 
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 410).

Da im vorangegangenen Wartejahr ab August 2011 keine durchschnittlich 
mindestens 70%-ige, sondern eine 43.75%-ige Arbeitsunfähigkeit ausge-
wiesen ist (vgl. E. 4.4 hiervor), entstand trotz der seit dem 2. August 2013 
attestierten 100%-igen Arbeitsunfähigkeit ab November 2013 kein An-
spruch auf eine ganze, sondern ein solcher auf eine Viertelsrente (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 16. Mai 2013, 9C_1022/2012, E. 2.1 f.; vgl. auch 
ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, a.a.O., S. 452 f.). Diese könnte erst 
nach drei Monaten – und somit ab Februar 2014 – auf eine ganze Rente 
erhöht werden (Art. 88a Abs. 2 IVV). Da die 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 
nur bis am 28. Januar 2014 bestanden hat (vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 18

somit im massgebenden Zeitpunkt vom 1. Februar 2014 nicht mehr vorlag, 
ist eine entsprechende Rentenerhöhung jedoch nicht vorzunehmen. 

4.6 Ab dem 29. Januar 2014 ist in der angestammten Tätigkeit bei ei-
nem vollen Arbeitspensum von einer 75%-igen Leistungsfähigkeit auszu-
gehen (vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor). Dies stellt einen Revisionsgrund dar. 
Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV ist der IV-Grad somit ab 
dem 1. Mai 2014 neu zu ermitteln (vgl. E. 2.5.1 f. hiervor).

4.6.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin, dem 
G.________, ermittelt und – auf der Basis eines 100%-igen Arbeitspen-
sums und ausgehend von der Gehaltsklasse 15 Gehaltsstufe +32 (vgl. 
AB 17 S. 9 [Jahresgehalt im 2011]) – auf Fr. 84‘969.30 festgelegt (AB 57 
S. 7 Ziff. 3.9 – 3.11; vgl. Personalamt des Kantons Bern, Gehaltsklassenta-
belle ab 01.01.2014 Kantonspersonal, Jahresgehalt; abrufbar unter 
www.fin.be.ch). Dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, wenn sie nicht krank wäre, hätte 
sie im August 2012 eine zweijährige Weiterbildung zur … begonnen, nach 
deren Bestehen sie ca. Fr. 500.-- resp. Fr. 650.-- mehr im Monat erzielt 
hätte als bisher (AB 57 S. 4 f. Ziff. 3.2 und 3.5 und Beschwerde S. 3 Ziff. 2). 
Ob die Beschwerdeführerin tatsächlich eine solche Weiterbildung absolviert 
hätte und ob diese Weiterbildung zu einem Mehrverdienst von maximal 
Fr. 650.-- im Monat geführt hätte, kann vorliegend offen bleiben. Selbst 
wenn das Valideneinkommen – zu Gunsten der Beschwerdeführerin – auf 
Fr. 92‘769.30 (Fr. 84‘969.30 + Fr. 7‘800.-- [12 x Fr. 650.--]) festgelegt wird, 
würde dies – wie nachfolgend dargelegt wird – am Ergebnis nichts ändern.

4.6.2 Die Beschwerdeführerin hat zwar per 1. März 2014 eine neue Stelle 
als … im H.________ angetreten. Da sie jedoch bei dieser Stelle nur zu 
einem Pensum von 60% angestellt war (AB 57 S. 4 Ziff. 3.2) und sie damit 
ihre Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig ausschöpft, rechtfertigt es sich 
vorliegend, das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne 
(LSE 2012) zu ermitteln (vgl. E. 4.2.2 hiervor).

Der Beschwerdeführerin ist die angestammte Tätigkeit weiterhin zumutbar 
(vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor). Somit ist das Invalideneinkommen gestützt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 19

die Ziffern 86 – 88 (Gesundheits- und Sozialwesen) der LSE 2012 zu ermit-
teln. Aufgrund ihrer langjährigen Arbeitserfahrung als … (seit 1994; AB 2 
S. 4 Ziff. 5.3 und AB 10) rechtfertigt es sich vorliegend, auf das Kompe-
tenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen 
in einem Spezialgebiet voraussetzen) abzustellen. Dies rechtfertigt sich 
vorliegend umso mehr, als die Tabellenlöhne des Gesundheits- und Sozi-
alwesens im Kompetenzniveau 3 sogar tiefer sind, als derjenige Lohn, den 
die Beschwerdeführerin als … im G.________ (vgl. E. 4.6.1 hiervor) aber 
auch im H._______ erzielt hat. Denn dieser (ausmachend Fr. 84‘630.65 bei 
einem Vollzeitpensum [AB 17 S. 9]) entsprach offenbar ihrem bisherigen 
Einkommen (AB 57 S. 4 Ziff. 3.2).

Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Frauen beträgt Fr. 6‘283.--. Auf 
die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.5 Stunden (Bundesamt für 
Statistik [BFS], Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-
lungen, Ziff. 86 – 88) und auf das massgebende Jahr 2014 aufgerechnet, 
resultiert daraus ein jährliches Einkommen von Fr. 79‘005.60 (Fr. 6‘283.-- : 
40 x 41.5 x 12 : 100 x 101; vgl. BFS, Nominallöhne 2010 – 2014, Tabelle 
T1.2.10, lit. Q Frauen). Unter Berücksichtigung der 75%-igen Leistungs-
fähigkeit, ergibt dies ein Einkommen von Fr. 59‘254.20 (Fr. 79‘005.60 x 
0.75) im Jahr. Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.2.2 hier-
vor) ist hier nicht gerechtfertigt. Insbesondere sind die behinderungsbeding-
ten Einschränkungen bereits im Rahmen der eingeschränkten Leistungs-
fähigkeit von 25% berücksichtigt.

4.6.3 Bei einem Valideneinkommen von maximal Fr. 92‘769.30 und einem 
Invalideneinkommen von Fr. 59‘254.20 resultiert ein IV-Grad von gerundet 
höchstens 36% (zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3). 
Folglich besteht ab Mai 2014 kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente, wes-
halb der Rentenanspruch auf Ende April 2014 zu befristen ist.

4.7 Nach dem Dargelegten besteht vom 1. November 2013 bis am 
30. April 2014 ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Somit ist die angefoch-
tene Verfügung vom 28. August 2014, in welcher vom 1. März 2014 bis am 
30. April 2014 2014 eine Viertelsrente zugesprochen worden ist (AB 71 
S. 12 – 22), nicht zu beanstanden. Dagegen ist die zweite angefochtene 
Verfügung vom 28. August 2014, in welcher vom 1. August 2013 bis am 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 20

28. Februar 2014 eine ganze IV-Rente zugesprochen worden ist (AB 71 
S. 1 – 11), aufzuheben und es ist der Beschwerdeführerin vom 1. Novem-
ber 2013 bis am 28. Februar 2014 eine Viertelsrente zuzusprechen. Die 
Voraussetzungen zur Vornahme dieser reformatio in peius sind vorliegend 
erfüllt (Art. 61 lit. d ATSG). Das angerufene Gericht hat die Beschwerdefüh-
rerin mit der prozessleitenden Verfügung vom 8. Juni 2015 (in den Ge-
richtsakten) auf die drohende Schlechterstellung und auf die Möglichkeit 
eines Beschwerderückzugs aufmerksam gemacht.

Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist 
abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der mit Verfügung vom 7. Januar 2015 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird sie – unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – 
vorläufig von der Zahlungspflicht befreit.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2015, IV/14/933, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 28. August 2014 wird den Zeit-
raum von August 2013 bis Februar 2014 betreffend aufgehoben und 
der Beschwerdeführerin vom 1. November 2013 bis am 28. Februar 
2014 eine Viertelsrente zugesprochen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern (samt Eingaben der Beschwerdeführerin vom 26. Mai 

und 6. Juli 2015, inkl. Beilagen)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.