# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5c98f8b-1443-55df-90cc-7176e8e3c6fe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2025 200 2025 416
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-416_2025-10-31.pdf

## Full Text

IV 200 2025 416 
ISD/FRJ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 31. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

C.________
Beigeladene 

betreffend Verfügung vom 23. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2025, IV 200 2025 416

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung,

- Mit Verfügung vom 23. Mai 2025 sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2023 eine Rente von 
60 % einer ganzen Rente und vom 1. Januar 2024 bis zum 30. April 
2024 sowie wiederum vom 1. bis zum 30. September 2024 eine Rente 
von 64 % einer ganzen Rente zu; einen weitergehenden Rentenan-
spruch verneinte sie. 

- Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, mit Ein-
gabe vom 26. Juni 2025 Beschwerde mit folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 23. Mai 2025 sei vollumfäng-
lich aufzuheben. Die Sache sei zur Abklärung des vollständigen und richti-
gen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Anschliessend sie über das Leistungsbegehren neu zu verfügen.  

2. Eventuell sei unter Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin 
vom 23. Mai 2025 der Invaliditätsgrad gestützt auf die Aktenlage neu ab 
1. Oktober 2022 zu ermitteln und eine unbefristete Invalidenrente gemäss 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 64 % auch ab 1. Oktober 2024 zu-
zusprechen.

3. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege, beschränkt auf die Verfahrenskos-
ten, zu gewähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzu-
sehen. 

- Mit Eingabe vom 21. Juli 2025 zog der Beschwerdeführer sein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege zurück. Mit prozessleitender Verfügung 
vom 22. Juli 2025 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

- Mit Beschwerdeantwort vom 28. August 2025 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2025, IV 200 2025 416

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- Mit Eingabe vom 19. September 2025 reichte der Beschwerdeführer 
Schlussbemerkungen sowie ein weiteres Beweismittel ein. 

- Mit Stellungnahme vom 9. Oktober 2025 passte die Beschwerdegegne-
rin ihren Antrag dahingehend an, als die Beschwerde insofern gutzu-
heissen sei, als dass dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 und 
bis auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuzuspre-
chen sei. 

- Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Oktober 2025 hielt der Instruk-
tionsrichter fest, dass nach vorläufiger Einschätzung ein gemeinsamer 
Antrag vorliegen dürfte, womit das Beschwerdeverfahren gegebenen-
falls mit einem vereinfachten einzelrichterlichen Urteil abgeschlossen 
werden könnte. Im weiteren lud er die C.________ (Beigeladene) als 
zuständige Berufsvorsorgeeinrichtung zum Verfahren bei und gab ihr 
Gelegenheit zur Stellungnahme.

- Die Beigeladene verzichtete mit Eingabe vom 16. Oktober 2025 auf 
eine Stellungnahme.

- Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Oktober 2025 wurde der Be-
schwerdeführer aufgefordert, mitzuteilen, ob er mit dem Antrag der Be-
schwerdegegnerin auf Zusprache einer Rente von 64 % einer ganzen 
Rente ab 1. Oktober 2022 und bis auf weiteres sowie der daraus fol-
genden vereinfachten Verfahrenserledigung einverstanden sei oder an 
seinem Rückweisungsantrag festhalte. 

- Mit Eingabe vom 28. Oktober 2025 erklärte sich der Beschwerdeführer 
mit dem Antrag der Beschwerdegegnerin und mit der vereinfachten 
Verfahrenserledigung einverstanden. 

- Es liegt ein übereinstimmender Antrag der Parteien auf Abänderung der 
angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2025 vor. Dieser entspricht 
gemäss den eingereichten Akten wie auch den schlüssigen Ausführun-
gen der Parteien der Sach- und Rechtslage, weshalb ihm zu entspre-
chen ist (vgl. BGE 104 V 162 E. 1 S. 165). In Gutheissung der Be-

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schwerde ist die angefochtene Verfügung vom 23. Mai 2025 daher in-
soweit abzuändern, als der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 bis 
auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuzusprechen 
ist.

 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). 
Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, hat bei die-
sem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin 
zu tragen (Art. 108 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]).

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

Die Beigeladene verzichtete auf eine Stellungnahme und stellte keine 
Anträge, sodass sie mangels aktiver Teilnahme am Verfahren von der 
Kostenpflicht ausgenommen ist (vgl. RUTH HERZOG, in: HERZOG/DAUM 
[Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im 
Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 5 und 8 mit Hinweisen). 

 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz der Partei-
kosten (Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 
SR 830.1]). Der von B.________ mit Kostennote vom 28. Oktober 2025 
geltend gemachte Aufwand erweist sich mit Blick auf die sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie die erforderlichen wiederholten 
Eingaben als angemessen und die Kostennote ist auch im Übrigen 
nicht zu beanstanden. Folglich ist die Parteientschädigung entspre-
chend der Kostennote vom 28. Oktober 2025 auf Fr. 2'595.70 (in-
kl. Auslagen) festzusetzen.

 Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 4 des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 23. Mai 2025 
insoweit abgeändert, als dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 
2022 bis auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuge-
sprochen wird. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird dem 
Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'595.70 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (inkl. Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 

28. Oktober 2025)
- C.________ (inkl. Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 

28. Oktober 2025)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.