# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50ca3576-3124-5c5a-a98e-1ae0720bced1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.01.2015 BVGE 2015/7
**Docket/Reference:** BVGE-2015-7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2015-7_2015-01-13

## Full Text

Direkte Bundessteuer | 
Erlass der direkten Bundessteuer. Erlasswürdigkeit einer durch Glücksspiel
entstandenen Notlage.
Art.&#160;167 Abs.&#160;1 DBG. Art.&#160;7 Abs.&#160;1 Bst.&#160;a und Bst.&#160;b,
Art.&#160;12 Abs.&#160;2 Steuererlassverordnung.
1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Anwendbares Recht. Das Steuererlassgesetz vom 20.&#160;Juni 2014 wird am 1.&#160;Januar 2016 in
Kraft treten. Es ist damit vorliegend nicht anwendbar (E.&#160;1.1).
2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Der Erlass von Steuern (inkl. Nachsteuern), Zinsen oder Bussen wegen Verfahrensverletzungen oder
Übertretungen bei der direk­ten Bundessteuer setzt insbesondere eine Notlage und eine grosse
Härte voraus. Hat sich die steuerpflichtige Person freiwillig ihrer Einkommensquellen oder Vermögenswerte
entäussert, ist die Notlage selbstverschuldet und nicht erlasswürdig. Ein gesetzlich nicht
vorgesehener «&#160;gnadenweiser&#160;» Erlass ist ausgeschlossen (E.&#160;2).
3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Das Verspielen grösserer Geldbeträge durch Kauf von Losen, Teilnahme an Pokerspielrunden
und den Besuch von Kasinos bil­det eine leichtsinnige, einem Steuererlass entgegenstehende Ver­äusserung
von Vermögenswerten (E.&#160;3).

2015-08-03T11:08:03Z