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**Case Identifier:** 4dc77064-9f51-5c56-9f33-e56d70eaec8d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2017 200 2017 331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-331_2017-10-13.pdf

## Full Text

200 17 331 IV
MAW/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Februar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/331, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Urteil vom 9. September 2013, IV/2013/187 (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 60), 
verneinte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern (in Übereinstimmung 
mit der Vorinstanz) nach Würdigung der medizinischen Akten – insbeson-
dere des interdisziplinären Gutachtens der C.________ (MEDAS) vom 
10. Februar 2012 (AB 25.1) – bei einem krankheitsbedingten IV-Grad von 
22 % einen Anspruch des 1955 geborenen A.________ (nachfolgend: Ver-
sicherter bzw. Beschwerdeführer) auf eine IV-Rente. Ein dagegen einge-
reichtes und sich im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten des 
H.________ vom 9. September 2013 (zu Handen der Taggeldversicherung; 
AB 61.2) stützendes Revisionsgesuch wies das Verwaltungsgericht mit 
Urteil vom 23. Oktober 2014, IV/2013/974 (AB 83), ab. Beide Urteile wur-
den durch das Bundesgericht am 16. März 2015 (8C_741/2013 [AB 104] 
und 8C_861/2014 [AB 105]) bestätigt.

B.

Unter Verweis auf eine am 21. März 2014 infolge eines Unfalls erlittene 
Fersenbeinfraktur, die verschiedene Operationen (teils wegen aufgetrete-
nen Infekten) nach sich zog, erfolgte im November 2014 eine Neuanmel-
dung bei der IVB (AB 89, vgl. auch AB 90, 97.3 f.). Nach medizinischen und 
erwerblichen Abklärungen (AB 110 ff.) erstellte der Regionale Ärztliche 
Dienst (RAD) im Bericht vom 14. November 2016 (AB 186) eine Chronolo-
gie der Arbeitsunfähigkeiten (lit. B) und legte in Anlehnung an die kreisärzt-
liche Abschlussuntersuchung der Unfallversicherung vom 24. Oktober 2016 
(AB 180; in der Folge verfügte diese eine 17%-Rente [AB 197], welche mit 
Einspracheentscheid vom 24. April 2017 auf 18 % erhöht wurde [AB 204]) 
das Zumutbarkeitsprofil fest (lit. D). Mit Vorbescheid vom 2. Dezember 
2014 stellte die IVB eine befristete Rente (ganze Rente von 1. Mai bis 
30. November 2015 und eine halbe Rente von 1. Dezember 2015 bis 
31. Mai 2016) in Aussicht; für die Zeit ab 15. Februar 2016 betrage der IV-

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Grad weniger als 40 %, so dass ab Juni 2016 kein Anspruch mehr auf eine 
IV-Rente bestehe (AB 187). Auf Einwand hin (AB 193) und nach Eingang 
eines weiteren Arztberichts (AB 195) verfügte die IVB am 24. Februar 2017 
dem Vorbescheid entsprechend (AB 200). 

C.

Hiergeben liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 29. März 2017 Beschwerde erheben und beantragen, in teilweiser Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sei ihm die halbe Rente unbefristet 
auszurichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Gleichzeitig bean-
tragte er die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsan-
walt B.________ als amtlicher Anwalt.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Mai 2017 ersuchte der Instrukti-
onsrichter den Beschwerdeführer um Präzisierung seiner Tätigkeit als … im 
Nebenerwerb und machte ihn auf die Möglichkeit einer Schlechterstellung 
(reformatio in peius) aufmerksam.

Mit Stellungnahme vom 22. Juni 2017 machte der Beschwerdeführer Aus-
führungen zum … und beantragte die Durchführung einer öffentlichen 
Schlussverhandlung.

Mit Schlussbemerkungen vom 3. Juli 2017 hielt die Beschwerdegegnerin 
an den in der Beschwerdeantwort gestellten Rechtsbegehren fest. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Februar 2017 
(AB 200).

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der generelle Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine IV-Rente – unter Einschluss der grundsätzlich 
unbestritten gebliebenen Zusprechung einer ganzen IV-Rente von 1. Mai 
bis 30. November 2015 und einer halben Rente von 1. Dezember 2015 bis 
31. Mai 2016 (AB 200/4) – zu prüfen.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

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allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 

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eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

2.6

2.6.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.6.2 Ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
vorliegt, die überhaupt geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10 und E. 3.1 
hiervor), beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren – analog zur Rentenre-
vision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich des Sachverhalts, wie 
er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ab-
lehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfü-
gung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 
S. 84 E. 1b).

2.6.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 7. Novem-
ber 2014 (AB 89) eingetreten und hat den Leistungsanspruch des Be-
schwerdeführers materiell geprüft. Die Eintretensfrage ist somit vom Ge-
richt nicht zu überprüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114 f.).

3.2 Im Rahmen der Neuanmeldung machte der Beschwerdeführer neu 
eine im März 2014 erlittene Fersenbeinfraktur geltend (AB 89/5 Ziff. 6.2), 
aufgrund derer er vom 21. März 2014 bis 1. November 2015 zu 100 %, 
vom 2. November 2015 bis 14. Februar 2016 zu 50 %, vom 15. Februar bis 
24. Juli 2016 zu 25 %, vom 25. Juli bis 13. September 2016 zu 100 %, ab 
14. September 2016 zu 25 % und ab 24. Oktober 2016 zu 0 % arbeitsun-
fähig war (AB 186/3 lit. B) und die eine Anpassung des Zumutbarkeitspro-
fils zur Folge hatte (AB 186/3 lit. A und D). Dies ist medizinisch hinreichend 
erstellt (vgl. auch AB 180) und vorliegend denn auch nicht umstritten; dabei 
handelt es sich zweifellos um eine wesentliche Änderung des Gesund-
heitszustandes, die an sich geeignet ist, den Invaliditätsgrad und somit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.6.2 hiervor). In der Folge ist der 
Rentenanspruch allseitig ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen 
(vgl. E. 2.6.3 hiervor).

3.3 Die angefochtene Verfügung (AB 200) bezieht sich in medizinischer 
Hinsicht auf den RAD-Bericht von Dr. med. D.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin, für Physikalische Medizin und Rehabilitation so-
wie für Tropen- und Reisemedizin, vom 14. November 2016 (AB 186), wel-
cher sich seinerseits auf die Akten und dabei insbesondere auf die 
kreisärztliche Abschlussuntersuchung der Unfallversicherung vom 24. Ok-
tober 2016 (AB 180) stützt; der RAD-Arzt übernimmt denn auch das Zu-
mutbarkeitsprofil des Kreisarztes der Unfallversicherung.

3.3.1 Dabei stellt sich vorab die Frage, ob die Übernahme dieses Zumut-
barkeitsprofils sachgerecht ist, nachdem der Kreisarzt der Unfallversiche-
rung lediglich rein unfallbedingte Einschränkungen zu beurteilen hatte, im 
vorliegenden IV-Verfahren dagegen auch krankheitsbedingte Einschrän-
kungen zu berücksichtigen sind. Insbesondere psychische Einschränkun-
gen werden vom RAD-Arzt, der nicht über einen entsprechenden Facharzt-

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titel verfügt, ohne weitere Begründung verneint (AB 186/3 lit. D), obschon 
die Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Me-
dizin, und von ihr zugezogene Spezialärzte im Jahr 2016 auf psychische 
Probleme des Beschwerdeführers bei Status nach Trümmerfraktur Calca-
neus links hingewiesen haben (AB 167/6) bzw. eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes auch psychisch begründen (der Beschwerdeführer 
sei psychisch und finanziell am Limit; AB 147/2 f. Ziff. 1, 4 und 7). Die 
Hausärztin machte zudem eine kardiale Verschlechterung geltend 
(AB 147/2 Ziff. 1), doch ergab eine aktuelle spezialärztliche Untersuchung 
alsdann normale Untersuchungsbefunde mit Ausnahme einer verminderten 
körperlichen Leistungsfähigkeit (AB 185/2 f.).

3.3.2 In Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand konstatiert der 
RAD-Arzt eine wesentliche Verschlechterung seit der dem VGE 
IV/2013/187 (AB 60) zugrunde liegenden Verfügung vom 4. Februar 2013 
(AB 50), die eine Anpassung des Zumutbarkeitsprofils notwendig mache 
(AB 186/3). Allein für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 
21. März 2014 richtet die Unfallversicherung nunmehr eine Invalidenrente 
von 18 % aus (AB 204). Nicht nachvollziehbar ist deshalb, warum die Be-
schwerdegegnerin gestützt auf dieses angepasste Zumutbarkeitsprofil letzt-
lich einen tieferen IV-Grad ermittelte (18 % [ab 24. Oktober 2016]; 
AB 187/4) als ohne Berücksichtigung dieser (zusätzlichen) Einschränkun-
gen (22 %; AB 50/2 bzw. 60/14 Ziff. 4.3).

3.3.3 Nach dem hiervor Dargelegten kann deshalb nicht allein auf die 
Einschätzung des RAD-Arztes abgestellt werden (vgl. auch E. 2.5 zweiter 
Abschnitt hiervor). Unter diesen Umständen ist nicht von einem vollständi-
gen oder gar unbestrittenen Bild über den Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers auszugehen und die medizinische Situation bzw. deren 
Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit kann gestützt auf die 
vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilt werden. Vielmehr drängt 
sich eine umfassende Abklärung des Beschwerdeführers auf, zumal die 
letzte (von der Beschwerdegegnerin veranlasste) interdisziplinäre Begut-
achtung mittlerweile mehr als fünf Jahre zurückliegt (vgl. AB 25.1). Ansch-
liessend wird die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch neu zu 
verfügen haben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/331, Seite 10

3.4 Damit ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigen sich grundsätzlich Aus-
führungen zu den Vergleichseinkommen, doch gilt es an dieser Stelle unter 
Verweis auf die prozessleitende Verfügung vom 23. Mai 2017 auf Folgen-
des hinzuweisen: Die Ungereimtheit, wonach der Beschwerdeführer einer-
seits im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 24. Oktober 2016 
angegeben hat, neben seiner Stelle bei der F.________ einen … mit … zu 
führen (AB 180/8), während er andererseits gleichentags auf der 
G.________ erklärte, er erziele kein Einkommen aus Nebenerwerb 
(AB 181/1), erscheint durch die Stellungnahme vom 22. Juni 2017 (in den 
Gerichtsakten) einleuchtend geklärt (ähnlich schon AB 130), sodass sich 
dazu weitere Abklärungen erübrigen. Allerdings steht es der Beschwerde-
gegnerin frei, diesen Punkt in die weiteren Abklärungen miteinzubeziehen. 

Bei diesem Ergebnis und in Anbetracht dessen, dass der Antrag auf Durch-
führung einer öffentlichen Schlussverhandlung verspätet gestellt worden ist 
(vgl. BGE 134 I 331), ist dieser Antrag abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/331, Seite 11

4.2

4.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

4.2.2 Mit am 18. Mai und 22. Juni 2017 eingereichten und nicht zu be-
anstandenden Kostennote hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von 
total Fr. 1'763.35 (5.66 h + 2 h à je Fr. 230.--), Auslagen von Fr. 144.10 
(Fr. 108.90 + Fr. 35.20) und Mehrwertsteuer (MWSt) von Fr. 152.60 
(Fr. 113.-- + 39.60) geltend gemacht. Der gesamte Parteikostenersatz wird 
somit auf Fr. 2'060.05 (inkl. Auslagen, Portokosten und MWSt) festgesetzt.

4.3 Bei diesem Ausgang ist das Rechtsschutzinteresse an der Beurtei-
lung des in diesem Verfahren gestellten Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege dahingefallen. Entsprechend ist das Verfahren um Erteilung 
der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden vom Ge-
schäftsverzeichnis abzuschreiben (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 39 N. 1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/331, Seite 12

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 24. Februar 2017 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Der Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung 
wird abgewiesen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgeschrieben.

4. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

5. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'060.05 (inkl. Auslagen und MWSt), zu er-
setzen.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.