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**Case Identifier:** 11e0ed03-030e-5e24-8133-4efe786d5415
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.10.2021 200 2021 383
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-383_2021-10-05.pdf

## Full Text

200 21 383 UV
JAP/SVE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Oktober 2021

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. April 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als 
sie gemäss Schadenmeldung UVG am 31. März 2016 beim Treppe hinun-
tersteigen stürzte und sich dabei einen Bruch am rechten Fussgelenk so-
wie einen Bänderriss am linken Fuss zuzog (Akten der Suva, Antwortbeila-
ge [AB] 1). Die Suva erbrachte im Zusammenhang mit diesem Ereignis die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeldern (vgl. AB 4, 6 ff., 107 ff.). Gestützt auf eine kreisärztliche Beur-
teilung von Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie (AB 142), stellte 
die Suva mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 11. September 
2017 (AB 143) die Versicherungsleistungen gleichentags ein. 

Nachdem die Dres. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin, und E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, am 4. September 2019 explizit (vgl. 
AB 185) bzw. am 21. Oktober 2019 sinngemäss (vgl. AB 191) ein Wieder-
erwägungsgesuch gestellt hatten, anerkannte die Suva mit Schreiben vom 
23. Dezember 2019 (AB 201) weiterhin ihre Leistungspflicht für die Kno-
chenläsion am rechten Fussgelenk, nicht jedoch für die Behandlung des 
komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS). Am 29. April 2020 ver-
fügte die Suva eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse 
von 15 % (AB 247). Diese Verfügung blieb unangefochten. Die Suva 
schloss den Fall sodann mit Verfügung vom 30. April 2020 (AB 249) ge-
stützt auf eine Beurteilung von Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 20. Februar 2020 (AB 227) sowie die kreisärztlichen Beurteilungen 
von Dr. med. G.________, Fachärztin für Chirurgie, vom 24. April (AB 241), 
9. Juli 2020 (AB 259) und 19. April 2021 (AB 268) ab und stellte die vorü-
bergehenden Leistungen auf denselben Zeitpunkt hin ein, da von weiteren 
Behandlungen anhand der medizinischen Unterlagen keine namhafte Ver-
besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Die dage-

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gen erhobene Einsprache (AB 253, 257) wies die Suva mit Entscheid vom 
21. April 2021 (AB 270) ab, wobei sie den Anfechtungsgegenstand aus-
dehnte und mangels noch bestehender unfallkausaler Arbeitsunfähigkeit 
auch einen Rentenanspruch verneinte.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. Mai 2021 Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Einspracheentscheid ist aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, betreffend den unfallbedingten Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf ihre 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit eine medizinische Begutachtung anzu-
ordnen.

2. Eventualiter ist betreffend den unfallbedingten Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf ihre Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit ein medizinisches Gerichtsgutachten anzuordnen.

unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 6. August 
2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. April 
2021 (AB 270). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf gesetzliche Un-
fallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
31. März 2016 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die 
vorübergehenden Leistungen zu Recht per 30. April 2020 einstellte und 
einen Anspruch auf weitere Unfallversicherungsleistungen verneinte.

Nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch 
auf Integritätsentschädigung, erwuchs doch die diesbezügliche Verfügung 
vom 29. April 2020 (AB 248) unangefochten in Rechtskraft.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 

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sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Hier ist 
somit die bisherige Rechtslage massgebend, wobei sich diese intertempo-
ralrechtliche Ausgangslage nicht entscheidwesentlich auswirkt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

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recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

2.5 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 

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S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296). Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, 
so besteht eine Leistungspflicht im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversi-
cherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be-
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund-
heitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-
steht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren Rückfall be-
haftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 
und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 
E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, 
das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 
neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungs-
recht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nach-
zuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 
Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anfor-
derungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Las-
ten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Ent-
scheid des BGer vom 19. Dezember 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 
S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 31. März 2016 die kumulativen Tatbe-
standsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.2 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. So erbrachte die Beschwer-
degegnerin denn auch die gesetzlichen Leistungen.

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Wenngleich die Dres. med. D.________ und E.________ nach dem 
rechtskräftigen Fallabschluss im September 2017 (AB 143) für die Be-
schwerdeführerin explizit (vgl. AB 185) bzw. sinngemäss (vgl. AB 191) ein 
Wiedererwägungsgesuch gestellt hatten, hob die Beschwerdegegnerin die 
diesbezügliche Verfügung nicht wiedererwägungsweise auf, sondern aner-
kannte ihre weitere Leistungspflicht für die osteochondrale Tibia-Läsion 
medial am oberen Sprunggelenk (OSG) rechts offensichtlich unter dem 
Titel eines Rückfalls (AB 201 f.; vgl. Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. II Ziff. 3). 
Ob in Bezug auf die weitere Leistungspflicht die natürliche Unfallkausalität 
unter dem Aspekt eines Grundfalls (vgl. E. 2.3.1 hiervor) oder eines Rück-
falls bzw. einer Spätfolge zu prüfen ist, kann offen bleiben, beschlägt dies 
doch einzig die Frage der objektiven Beweislastverteilung (vgl. E. 2.5 hier-
vor) im Falle einer vorliegend nicht gegebenen Beweislosigkeit.

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten – soweit entscheid-
wesentlich – das Folgende entnehmen:

3.2.1 Im Austrittsbericht des Spitals H.________, über die Hospitalisation 
vom 31. März bis 13. April 2016 (AB 18) wurden eine dislozierte laterale 
Malleolarfraktur Typ Weber B mit Syndesmosenruptur und dislozierter 
Volkmannfraktur am rechten OSG sowie eine Distorsion des linken OSG 
diagnostiziert. Als Therapiemassnahmen wurden am rechten OSG eine 
geschlossene Reposition, eine Gipsanlage sowie eine Röntgenkontrolle am 
31. März 2016 und eine offene Reposition, eine laterale Plattenosteosyn-
these, eine Stellschraubenosteosynthese, eine dorsale Plattenosteosyn-
these am Volkmanndreieck am 4. April 2016 und am linken OSG ein Sal-
benverband sowie ein Splint aufgeführt.

3.2.2 Im Bericht über die Sprechstunde vom 23. November 2016 (AB 61) 
hielt Dr. med. I.________, Oberarzt, fest, vier Wochen nach kompletter 
Osteosynthesematerialentfernung bestehe ein hartnäckiger Heilungsverlauf 
mit noch deutlicher Reizung des Sprunggelenkes und Unterschenkels.

3.2.3 Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, diagnostizierte anlässlich der rheumatologischen Verlaufs-
kontrolle vom 8. Februar 2017 (AB 134) ein Fibromyalgie-Syndrom (DD 
Polyarthritis ANA und RF, CCP negativ, HLA-B27 negativ), eine Malleolar-

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fraktur rechts (März 2016; Osteosynthese), eine lumbospondylogene, frag-
lich radikuläre Schmerzsymptomatik rechts (…), eine Enthesiopathie der 
Plantarfaszie rechts und eine Ganglionzyste am Talonavikulargelenk 
rechts. Hauptverantwortlich für die generalisierten und anhaltenden 
Schmerzen sei unverändert ein Fibromyalgiesyndrom. Als neues Problem 
sei die Malleolarfraktur rechts hinzugekommen, wobei die Beschwerdefüh-
rerin aktuell im Bereich dieser stattgehabten Fraktur anhaltend massiv ak-
zentuierte Schmerzen habe. Bezüglich der Frakturheilung scheine der Ver-
lauf adäquat zu sein. Auf dem mitgebrachten konventionellen Röntgenbild 
sehe er residuelle knöcherne Veränderungen mit leichter Osteopenie in 
den vormals frakturierten Knochen. Die Frakturen seien jedoch konsolidiert. 
Ein abortives, komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I müsse zumin-
dest differentialdiagnostisch erwogen werden. Das Vollbild mit entspre-
chender Störung der Sudmotorik und Behaarungsstörung liege jedoch mit 
Sicherheit nicht vor.

3.2.4 Im Bericht über die Sprechstunde vom 24. März 2017 (AB 131) führ-
te Dr. med. I.________ als Diagnose u.a. ein aktiviertes Fibromyalgie-
Syndrom mit/bei: DD Polyarthritis ANA und RF, CCP neg. HLA-B27 neg. 
(…) auf. Es bestünden weiterhin diffuse Beschwerden im Bereich des unte-
ren Sprunggelenkes und der unteren Extremität. Aus orthopädischer Sicht 
sei die Malleolarluxationsfraktur adäquat therapiert und verheilt.

Derselbe Arzt hielt im Sprechstundenbericht vom 21. Juli 2017 (AB 129) 
fest, aus orthopädischer Sicht werde kein Korrelat für die geschilderten 
diffusen Beschwerden gesehen.

3.2.5 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. C.________ diagnostizierte in der Be-
urteilung vom 4. September 2017 (AB 142) eine persistierende Beschwer-
desymptomatik im Bereich des rechten OSG, jedoch auch ubiquitär am 
rechten Bein sowie einen Status nach Sprunggelenksfraktur Typ Weber C 
und Abriss des Volkmannschen Dreiecks anlässlich des Unfalls vom 
31. März 2016 und operativer Plattenosteosynthese sowie Syndesmosen-
rekonstruktion und Stellschraubeneinlage, im weiteren Verlauf Entfernung 
des Osteosynthesematerials und Zeichen der vollständigen knöchernen 
Durchbauung der Fraktur sowie einer stabilen Situation im Bereich des 
Syndesmosenbandes. Die bereits vorbestehende Plantarfasziitis sei nach 

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Mobilisation wieder in den Vordergrund getreten. Diesbezüglich sei auf die 
Untersuchung aus dem Jahre 2014 verwiesen, als die bereits floride Plan-
tarfasziits beschrieben worden sei. Bei der ausführlich durchgeführten 
postoperativen Diagnostik habe kernspintomografisch eine komplette Kon-
solidierung der ligamentären Strukturen im Bereich des OSG nachgewie-
sen werden können. Die Ursache der Schmerzsymptomatik sei bildtech-
nisch nicht nachvollziehbar. Die Folgen der Frakturen vom 31. März 2016 
seien verheilt. Hier sei ein Endzustand erreicht. Eine weitere Behandlung 
sei nicht erforderlich. Die Möglichkeit der Entwicklung einer posttraumati-
schen Arthrose sei gegeben, jedoch ergäben sich aus den Röntgenbildern 
keine Hinweise auf eine unmittelbar posttraumatisch entstandene Arthrose 
im Bereich des Sprunggelenks. Die Beschwerden im rechten Fuss seien zu 
einem geringen Anteil auch noch durch die Folgen des Unfalls vom 
31. März 2016 erklärbar, hier sei eine Teilkausalität vorhanden. Das Fibro-
myalgiesyndrom sei bereits vor dem Unfallereignis nachgewiesen worden. 
Es gebe keinen Hinweis auf eine Aktivierung des Fibromyalgiesyndroms 
durch eine Fraktur im Bereich des Sprunggelenkes. Diesbezüglich sei fest-
zuhalten, dass es sich bei der Fibromyalgie um eine Erkrankung des rheu-
matischen Formenkreises handle, die bereits im Vorfeld diagnostiziert wor-
den sei. Eine unfallbedingte Behandlung sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht 
mehr erforderlich. Die Behandlung der Erkrankung des rheumatischen 
Formenkreises sei unfallunabhängig und solle konsequent fortgeführt wer-
den (S. 3 f.).

3.2.6 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie, führte im Bericht 
über die Konsultation vom 21. November 2017 (AB 195) als Diagnosen 
anhaltende Schmerzen nach Fraktur des OSG rechts und operativer Ver-
sorgung (April 2016; DD: komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I: 
Trauma ohne Nervenverletzung […]) und eine rezidivierende depressive 
Störung mit möglicher Aggravation körperlicher Beschwerden auf (S. 1). In 
der neurologischen Untersuchung habe sich bei Schmerzhemmung eine 
leichte Schwäche für die Fusshebung und Fusssenkung rechts sowie ein 
von der Beschwerdeführerin hypästhetisch angegebenes Areal im gesam-
ten Fuss, keiner abgrenzbaren neuroanatomischen Struktur entsprechend, 
gezeigt. Die vorbeschriebenen Parästhesien durch Beklopfen des Malleo-
lus medialis liessen sich heute ebenfalls auslösen. In der elektroneurogra-

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phischen Untersuchung habe sich jedoch ein unauffälliger Befund im N. 
tibialis rechts, auch im Seitenvergleich, gezeigt. Der elektroneurographi-
sche Befund im N. peroneus rechts sei ebenso unauffällig. Im Sudoscan 
sei bei normaler sudmotorischer Funktion an den Füssen zudem eine nor-
male Funktion der autonomen Fasern des N. tibialis rechts anzunehmen. 
Eventuell könne es sich bei den Beschwerden der Beschwerdeführerin 
auch um ein komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ I (ohne Nerven-
schädigung) handeln (S. 2).

3.2.7 Die Dres. med. L.________ und E.________, Fachärztin resp. 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, diagnostizierten im Bericht vom 16. Juli 2019 (AB 181) eine Os-
teochondrosis dissecans (OCD) an der posteromedialen tibialen Gelenk-
fläche des rechten OSG.

3.2.8 Im Bericht vom 21. Oktober 2019 (AB 191) diagnostizierte Dr. med. 
E.________ einen Status nach OSG-/Fusstrauma rechts (31. März 2016) 
mit/bei aktuell nachweisbarer posttraumatischer osteochondraler Tibia-
Läsion medial OSG rechts (…), progredienter Beschwerdesymptomatik mit 
rheumatologischer Abklärung (Dg: Aktivierung Fibromyalgie-Syndrom/DD: 
CRPS Typ I), Verdacht auf CRPS Typ I (kein Nachweis N. tibialis-Läsion/N. 
peroneus) sowie chronischem Schmerzsyndrom OSG rechts (S. 1). Es sei 
einerseits durchaus von einer CRPS-Situation postoperativ auszugehen. 
Andererseits bestehe aber auch zusätzlich in der aktuellen SPECT-CT-
Untersuchung vom 9. April 2019 eine ostechondrale Läsion der tibialen 
Gelenksfläche posteromedial, dies ebenfalls posttraumatisch bedingt mit 
auch einem freien Ossikel. Die zwischenzeitliche Infiltration mit Synovial 
bewirke keine Beschwerdebesserung bei kurzzeitig sogar zunehmender 
Schmerzsituation, ohne Hinweis auf eine Komplikation nach Infiltration. Es 
bestehe durchaus ein Kausalzusammenhang zwischen dem initialen Unfal-
lereignis vom 31. März 2016 und der jetzigen komplexen Beschwerdepro-
blematik. Mögliche operative Massnahmen am OSG seien aktuell kritisch 
zu sehen (S. 2).

3.2.9 Dr. med. G.________ führte in der Stellungnahme vom 27. Novem-
ber 2019 (AB 196) aus, ein CRPS werde differentialdiagnostisch von meh-
reren Untersuchern für möglich gehalten. Die Budapest-Kriterien seien je-

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doch zu keinem Zeitpunkt erfüllt gewesen. Ebenso seien keine radiologi-
schen Hinweise auf ein CRPS dokumentiert. Die inzwischen diagnostizierte 
OCD sowie die degenerativen Veränderungen im OSG könnten für die Be-
schwerden verantwortlich gemacht werden und seien unfallbedingt.

3.2.10 Der durch die Beschwerdegegnerin beauftragte (vgl. AB 214) 
Prof. Dr. med. F.________ diagnostizierte in der Beurteilung vom 20. Fe-
bruar 2020 (AB 227) unspezifisch „neuropathische“ Schmerzen nach Mal-
leolarfraktur rechts am 31. März 2016 ([…]; S. 1). Objektiv bestehe vier 
Jahre nach dem Unfall und der operativen Versorgung ein exzellentes Re-
sultat im rechten OSG. Die Schmerzen seien angesichts der bisherigen 
Untersuchungen als „neuropathisch anmutend“ ohne klinisches Korrelat zu 
deuten. Ein CRPS habe nie vorgelegen. Invasive Massnahmen am 
Sprunggelenk seien klar kontraindiziert wegen hohem Potential der Ver-
schlechterung der Gesamtsituation (S. 2). 

3.2.11 Dr. med. G.________ führte in der kreisärztlichen Beurteilung vom 
24. April 2020 (AB 241) aus, die Beschwerdepersistenz sei nach Beurtei-
lung der Behandler sowie des Konsiliarius Prof. Dr. med. F.________ nicht 
vollumfänglich durch organische Unfallfolgen erklärbar. Von weiteren Be-
handlungen könne mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet 
werden. Sowohl im Bericht von Dr. med. E.________ vom 21. Oktober 
2019 (vgl. AB 191) als auch von Prof. Dr. med. F.________ vom 20. Fe-
bruar 2020 (AB 227) würden weitere operative Massnahmen aufgrund des 
hohen Potenzials der Verschlechterung der Gesamtsituation als sehr kri-
tisch bzw. als klar kontraindiziert bewertet. An dieser Einschätzung hielt sie 
sowohl am 9. Juli 2020 (vgl. AB 259) als auch am 19. April 2021 (vgl. 
AB 268) fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 13

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). Eine von ande-
ren mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung 
vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört 
vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenma-
terial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. 
Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 14

waltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweis-
würdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Die Tatsache allein, 
dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungs-
träger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befan-
genheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von 
einer Versicherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen 
wird. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4).

Werden bei der Anordnung von im Verwaltungsverfahren eingeholten 
Gutachten externer Spezialärzte Beteiligungsrechte der versicherten 
Person (vgl. insbesondere BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258, 139 V 349 E. 
5.4 S. 357) verletzt, so machen bereits relativ geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Expertise eine neue Begutachtung 
erforderlich (BGE 139 V 99 E. 2.3.2 S. 103; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 
4.2.2).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützt sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid (AB 270) massgeblich auf die Beurteilung von Prof. Dr. med. 
F.________ vom 20. Februar 2020 (AB 227) sowie die versicherungsmedi-
zinischen Aktenbeurteilungen der Dr. med. G.________ vom 24. April 
(AB 241), 9. Juli 2020 (AB 259) und 19. April 2021 (AB 268). 

3.4.1 Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, die Beschwerdegegnerin 
hätte durch die Vorgehensweise in Bezug auf die Einschätzung von Prof. 
Dr. med. F.________ vom 20. Februar 2020 (AB 227) ihr rechtliches Gehör 
verletzt, indem sie vorgängig nicht mit dem Fragenkatalog bedient worden 
sei und keine Ergänzungsfragen habe stellen können (Beschwerde S. 4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 15

Ziff. III Art. 3). Zwar trifft zu, dass die Auftragsvergabe ohne Wahrung der 
Partizipationsrechte der Beschwerdeführerin erfolgte (vgl. hierzu BGE 138 
V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). Allerdings handelt es 
sich bei der Beurteilung von Prof. Dr. med. F.________ nicht um ein i.S.v. 
Art. 44 ATSG eingeholtes Sachverständigengutachten (vgl. Beschwerde-
antwort S. 3 Ziff. III Ziff. 7.1), weshalb der entsprechende Bericht – ebenso 
wie die verwaltungsinternen Beurteilungen der Dr. med. G.________ – 
nicht vom erhöhten Beweiswert einer verwaltungsunabhängigen Adminis-
trativexpertise profitiert (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Was die Frage der Objekti-
vität der beiden Suva-Kreisärzte Dres. med. G.________ und C.________ 
betrifft (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. III Art. 6), ist Befangenheit bei 
Sachverständigen anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet 
sind Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 132 V 93 E. 7.1 
S. 109; SVR 2020 UV Nr. 10 S. 36 E. 5.2; 2018 UV Nr. 28 S. 98 E. 3.1). 
Solche Gründe sind vorliegend indes nicht ersichtlich. Überdies stützt sich 
die Beschwerdegegnerin insbesondere auch auf die Einschätzung von 
Prof. Dr. med. F.________ und nicht einzig auf die Beurteilungen der Suva-
Kreisärztin Dr. med. G.________.

Damit bestehen in formeller Hinsicht keine Gründe, nicht auf die Einschät-
zungen von Prof. Dr. med. F.________ und Dr. med. G.________ abzustel-
len.

3.4.2 Sowohl Prof. Dr. med. F.________ als auch Dr. med. G.________ 
trafen ihre Schlussfolgerungen gestützt auf die medizinischen Vorakten, 
wobei sie insbesondere auch die bildgebenden Untersuchungen berück-
sichtigten. Prof. Dr. med. F.________ untersuchte die Beschwerdeführerin 
denn auch persönlich, was nicht zwingend war, können doch auch reine 
Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 
und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche 
Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 
IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Die Beurteilung von Prof. Dr. med. F.________ 
wie auch die der Dr. med. G.________ erfüllen die höchstrichterlichen Be-
weisanforderungen und erbringen vollen Beweis, weshalb sich weitere 
Sachverhaltserhebungen, insbesondere in Form des eventualiter beantrag-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 16

ten Gerichtsgutachtens (Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 2), in antizipierter Be-
weiswürdigung erübrigen (vgl. hierzu BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4), 
und auf die Beurteilungen abzustellen ist. 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin liegen keine divergierenden 
Berichte vor (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 7), die geeignet wären, auch 
nur geringe Zweifel an den Schlussfolgerungen von 
Prof. Dr. med. F.________ und Dr. med. G.________ zu begründen. Zwar 
manifestierten sich gemäss den Sprechstundenberichten von 
Dr. med. I.________ innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen 
nach der letzten unfallbedingten Operation (Osteosynthesematerialentfer-
nung am OSG rechts vom 18. Oktober 2016 [AB 56]) akzentuierte Schmer-
zen im Bereich der stattgehabten Fraktur (vgl. AB 61, 79 f., 89), womit eine 
natürliche Unfallkausalität eines CRPS rechtsprechungsgemäss nicht von 
vornherein ausgeschlossen wäre (vgl. Entscheid des BGer vom 2. Sep-
tember 2020, 8C_308/2020, E. 3.2 m.H.), indes waren die Diagnosekriteri-
en (Budapest-Kriterien) nicht erfüllt und radiologisch keine Hinweise auf ein 
CRPS dokumentiert (vgl. AB 196). Entgegen der Ansicht der Beschwerde-
führerin bejahten denn auch die involvierten Fachärzte eine CRPS nicht 
ohne weiteres (Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 3). So hielt etwa Dr. med. 
J.________ lediglich fest, differentialdiagnostisch sei ein CRPS grundsätz-
lich in Betracht zu ziehen, allerdings liege das entsprechende Vollbild mit 
Sicherheit nicht vor (AB 134). Überdies äusserten auch die 
Dres. med. E.________ (vgl. AB 191) und K.________ (vgl. AB 195) einzig 
differenzialdiagnostisch einen Verdacht auf ein CRPS, ohne dies jedoch 
näher zu begründen.

Ob die teilweise auch ubiquitär geklagten Schmerzen ferner im Rahmen 
einer Fibromyalgie zu interpretieren sind (Beschwerde S. 6 Ziff. III Art. 6), 
kann letztlich offenbleiben. Denn die adäquate Kausalität ist in Bezug auf 
allfällige organisch nicht ausgewiesene Gesundheitsschäden bei leichten 
Unfällen wie vorliegend einem gewöhnlichen Sturz in der Regel ohne weite-
res zu verneinen (vgl. BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139), womit die Frage, ob der natürliche Kausalzusammenhang tatsäch-

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lich besteht, nicht geprüft werden muss (vgl. BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472; 
SVR 2019 UV Nr. 41 S. 157 E. 7.3).

Schliesslich war auch der medizinische Endzustand i.S.v. Art. 19 Abs. 1 
UVG im Zeitpunkt des Fallabschlusses klarerweise eingetreten (vgl. Be-
schwerde S. 7 Ziff. III Art. 7), weshalb die vorübergehenden Leistungen 
(Taggelder und Heilbehandlung) zu terminieren waren (vgl. E. 2.4 hiervor). 
Weil objektiv nach den diversen operativen Eingriffen (AB 17, 23, 56, 64) 
einerseits nach Einschätzung der behandelnden Ärzte der Behandlungs-
verlauf adäquat war (vgl. hierzu AB 129, 131, 134) und insbesondere auch 
gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung von Prof. Dr. med. F.________ 
ein exzellentes Resultat im rechten OSG vorlag und andererseits für die 
geklagten Beschwerden ein klinisches Korrelat fehlt (vgl. AB 227 S. 2), be-
stehen überdies von vornherein keine unfallkausalen funktionellen Ein-
schränkungen, die in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit 
(vgl. dazu AB 268) bzw. einen Rentenanspruch zu begründen vermögen, 
setzt letzterer doch einen Invaliditätsgrad von mindestens 10 % voraus 
(Art. 18 Abs.1 UVG). Insoweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich vor-
bringt, die Beschwerdegegnerin habe mit Zusprache der Integritätsent-
schädigung (AB 247) einen Dauerschaden anerkannt (Beschwerde S. 7 
Ziff. III Art. 7), lässt sie ausser Acht, dass eine Integritätsentschädigung 
i.S.v. Art. 36 Abs. 1 UVV unabhängig von der Erwerbsfähigkeit zu beurtei-
len ist. 

3.4.3 Nach dem Dargelegten stellte die Beschwerdegegnerin die Leistung 
per 30. April 2020 folglich zu Recht ein. Der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 21. April 2021 (AB 270) ist nicht zu beanstanden und die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.

4.

Abschliessend ist festzustellen, dass das Dokument AB 85 nicht die 
Beschwerdeführerin betrifft. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2021, UV/21/383, Seite 19

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine 
Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.