# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04a2785a-0853-5afc-b61a-e92ee6b44ac7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Sozialversicherungsgericht 25.11.2014 IV.2013.01090
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Sozialversicherungsgericht/ZH_SVG_001_IV-2013-01090_2014-11-25.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
	

	

	IV.2013.01090

IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Möckli
Urteil vom 25. November 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
Dufourstrasse 140, 8008 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:
1.    
1.1    X.___, geboren 1971, reiste im Jahr 1997 in die Schweiz ein (Urk. 8/3/3). Vom 1. August 2001 bis 31. Dezember 2002 war er bei der Y.___ AG und vom 1. Januar bis 31. März 2003 bei der Z.___ AG als Chauffeur angestellt (Urk. 8/9 und Urk. 8/11). Am 25. März 2003 zog er sich bei einem Auffahrunfall eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu (Unfallmeldung der Z.___ AG vom 31. März 2003, Urk. 8/2/377; vgl. Urk. 8/2/354). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Vom 23. Juli bis 25. August 2003 hielt sich X.___ in der Klinik A.___ auf (Urk. 8/2/250). Mit Verfügung vom 29. August 2003 stellte die SUVA unter Hinweis darauf, dass laut Bericht der Klinik A.___ ab Austritt vom 27. August 2003 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit resp. Vermittelbarkeit für angepasste mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten bestehe, ihre Taggeldleistungen per 1. Oktober 2003 ein (Urk. 8/2/266-267). Dagegen erhob X.___ am 23. September 2003 vorsorglich Einsprache und beantragte, es seien ihm weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und er sei neuropsychologisch und psychiatrisch abklären zu lassen (Urk. 8/2/240-241). Nachdem ihm sein Hausarzt, Dr. med. B.___, FMH Innere Medizin, ab dem 26. November 2003 erneut eine 100%ige und ab dem 1. Januar 2004 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte (Urk. 8/2/227 und Urk. 8/2/197), teilte er der SUVA am 19. Januar 2004 mit, dass X.___ ab dem 1. Februar 2004 wieder voll vermittlungsfähig sei (Urk. 8/2/192). 
1.2    Indessen zog sich X.___ am 31. Januar 2004 bei einer neuerlichen Auffahrkollision – er wurde von hinten angefahren und prallte in der Folge mit seinem Personenwagen in eine Mauer – wiederum eine HWS-Distorsion sowie eine Kontusion der Brustwirbelsäule (BWS) zu (Unfallmeldung der Z.___ AG vom 5. Februar 2004, Urk. 8/2/182; vgl. Urk. 8/2/142). Seither war er erneut arbeitsunfähig (Arztzeugnis UVG vom 27. Februar 2004, Urk. 8/2/133). Die SUVA erbrachte deshalb weiterhin die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 31. August 2004 (Urk. 8/10/1-3) stellte sie diese per 30. September 2004 ein, wobei sie dies damit begründete, dass in Bezug auf die durch die Unfallereignisse vom 25. März 2003 und 31. Januar 2004 bedingten Beschwerden keine weitere Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen sei. Für die jetzt noch geklagten psychischen Beschwerden bestehe keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. 
2.    
2.1    Zuvor hatte die SUVA der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, 
IV-Stelle, am 30. Juli 2004 die von X.___ am 28. Juli 2004 unterzeichnete Anmeldung zum Leistungsbezug samt Unfallakten zur weiteren Veranlassung zugestellt (Urk. 8/1 und Urk. 8/2/1-377). Die IV-Stelle liess die Auszüge aus dem Individuellen Konto des Versicherten erstellen (Urk. 8/7), erkundigte sich bei dessen Arbeitgeberinnen nach den Arbeitsverhältnissen (Urk. 8/9 und Urk. 8/11), aktualisierte die Unfallakten (Urk. 8/10) und holte die Berichte von Dr. B.___ vom 19. Oktober 2004 (Urk. 8/12/1-4, mit diversen Beilagen [Urk. 8/12/5-25]), von Dr. med. C.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. November 2004 (Urk. 8/13/1-7, unter Beilage des Berichtes der D.___ des E.___ vom 2. April 2004 [Urk. 8/13/8-10]) sowie des F.___, G.___, vom 22. Dezember 2004 (Urk. 8/14) ein. Nach Beizug einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 8/15/3) sprach sie dem Versicherten, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 %, mit Verfügung vom 17. März 2005 (Urk. 8/24) mit Wirkung ab 1. März 2004 eine ganze Invalidenrente zu. 
2.2    Die im Februar 2006 und Juli 2008 von der Beschwerdegegnerin eingeleiteten Rentenrevisionen ergaben einen unveränderten Invaliditätsgrad (100 %; Mitteilungen vom 23. Mai 2006 [Urk. 8/37] und 25. August 2008 [Urk. 8/50]). 
2.3    Im Jahr 2012 führte die IV-Stelle eine neuerliche Rentenrevision durch, in deren Rahmen sie das psychiatrische Gutachten von Dr. med. H.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Februar 2013 (Urk. 8/65) einholte. Nach Beizug je einer Stellungnahme des RAD (Urk. 8/67/3-4) sowie ihres Rechtsdienstes (Urk. 8/67/4 und Urk. 8/70) sowie stattgehabtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 19. August 2013 [Urk. 8/69], Einwand des Versicherten vom 25. August 2013 [Urk. 8/71]) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Oktober 2013 die mit Verfügung vom 17. März 2005 zugesprochene Rente wiedererwägungsweise auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (Urk. 8/74 = Urk. 2).

3.    Dagegen erhob der Versicherte am 27. November 2013 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 30. Oktober 2013 sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei zu seinem Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zunächst ein neues, umfassendes und korrektes psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 20. Januar 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 9).

4.    Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.    
1.1    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
    Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
1.2.1    Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2.2    Der Revisionsordnung gemäss Art. 17 ATSG geht der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a; Art. 53 Abs. 2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 Abs. 1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). 
1.2.3    Gleich wie die substituierte Begründung der Wiedererwägung (vgl. E. 1.2.2) erfolgt im umgekehrten Fall jene der Revision bei vorgängiger Wiedererwägung im Rahmen der Anwendung des Gesetzes von Amtes wegen, wobei den Parteien vorgängig Gelegenheit zu geben ist, um sich zum Prozessthema der Revision zu äussern (Urteil des Bundesgerichtes 9C_566/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 2.3 mit Hinweis).
1.3    Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt  was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist , in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. MeyerBlaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.4    Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
    Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der - anschliessend reformatorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3).

2.    
2.1    Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin die mit Verfügung vom 17. März 2005 (Urk. 8/24) zugesprochene ganze Rente zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben hat. 
2.2    Die Beschwerdegegnerin machte geltend, die der Verfügung vom 17. März 2005 zugrunde liegenden Arztberichte wiesen grosse Differenzen auf und stellten auch nach damaliger Rechtslage keine genügende Grundlage für eine Rentenzusprache dar. Weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht sowie die Prüfung von beruflichen bzw. Eingliederungsmassnahmen wären zwingend erforderlich gewesen. Dass solche unterblieben seien und somit die Sachverhaltsabklärung unvollständig gewesen sei, stelle eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des Grundsatzes „Eingliederung vor Rente“ dar. Das Gutachten vom 27. Februar 2013 erfülle die praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftig Expertise, weshalb auf die darin gestellten Diagnosen und die daraus abgeleitete Arbeitsfähigkeit abgestellt werde. Danach sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 2).

2.3    Der Beschwerdeführer hielt in der Beschwerdeschrift vom 27. November 2013 vorab dafür, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache nicht entscheidend bzw. zumindest nicht derart verbessert habe, dass er nun eine Erwerbstätigkeit ausüben könnte. Eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG wäre daher zum vornherein nicht zulässig. Das Gleiche gelte auch für eine wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG. Die ursprüngliche Rentenzusprache sei nämlich im Rahmen der damaligen Praxis zu Recht erfolgt. Selbst im Falle einer unrichtigen Rentenzusprache habe ganz sicher keine zweifellose Unrichtigkeit vorgelegen. Auch die aktuelle, strengere Praxis ändere nichts daran, dass die Rentenzusprache aufgrund der seinerzeitigen Praxis zumindest vertretbar gewesen sei. Sie habe auf umfassenden Abklärungen beruht und sei aufgrund der vorliegenden Arztberichte auch durchaus korrekt. Die Berufung der Beschwerdegegnerin auf das psychiatrische Gutachten von Dr. H.___ gehe fehl, denn damit lasse sich keine zweifellose Unrichtigkeit der acht Jahre vor diesem Gutachten erfolgten Rentenzusprache nachweisen. Zudem leide dieses Gutachten unter erheblichen Mängeln und erfülle die beweismässigen Anforderungen gemäss BGE 125 V 352 nicht (Urk. 1 S. 6ff.). 

3.    
3.1    
3.1.1    Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 17. März 2005 (Urk. 8/24) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 
3.1.2    Im Austrittsbericht der Klinik A.___ vom 10. September 2003 (Urk. 8/2/250-262) wurden als Diagnosen (A) ein HWS-Distorsionstrauma (Unfall vom 25. März 2003, Heckauffahrkollision als Lenker) und (B) eine Anpassungsstörung mit multiplen Ängsten, Besorgtheit, innerer Anspannung bei (narzisstisch) akzentuierten Persönlichkeitszügen und psychosozialen Belastungsfaktoren angeführt. Als aktuelle Probleme wurden (1) Restbeschwerden eines zervikalen und thorako-lumbovertebralen Schmerzsyndroms, (2) Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Angespanntheit und (3) ein vermindertes Hörvermögen (subjektiv) sowie zunehmende Handgelenksbeschwerden beidseits seit dem Unfall vom 25. März 2003 angeführt. Unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufes und der aktuellen Beschwerden bestehe eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen des Zumutbaren für leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeit mit Einschränkungen bei Überkopfarbeiten oder bei Arbeiten in Zwangshaltungen (Urk. 8/2/250). 
3.1.3    Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch (17. bis 25. November 2003) attestierte Dr. B.___ dem Beschwerdeführer ab dem 26. November 2003 wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem 1. Januar 2004 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/2/227 und Urk. 8/2/197). Wegen des neuerlichen Auffahrunfalles vom 31. Januar 2004 war der Beschwerdeführer indessen vom 31. Januar bis 1. Februar 2004 in der Klinik für Unfallchirurgie des E.___ hospitalisiert, wobei dort eine HWS-Distorsion sowie eine Kontusion der BWS diagnostiziert wurden (Urk. 8/2/142). Laut Arztzeugnis UVG vom 27. Februar 2004 bestand nebst einer HWS-Distorsion eine posttraumatische Belastungsstörung und war der Beschwerdeführer ab dem 30. Januar 2004 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 8/2/133). Auf Veranlassung von Dr. B.___ (Urk. 8/2/84-85) fanden am 11. und 15. März 2004 Abklärungsgespräche in der D.___ statt. 
3.1.4    Im betreffenden Bericht der D.___ vom 2. April 2004 (Urk. 8/2/59-61) wurden halluzinatorisch-wahnhafte Zustandsbilder (ICD-10 F22.0; Differentialdiagnose: epileptogen, drogeninduziert, psychogen) sowie Schwierigkeiten in Verbindung mit Arbeitslosigkeit und fehlender Tagesstruktur (ICD-10 Z56) diagnostiziert. Unter dem Titel „Beurteilung“ wurde angeführt, dass sich aus den Schilderungen des Beschwerdeführers sowie fremdanamnestisch primär Hinweise auf halluzinatorisch-wahnhafte Zustandsbilder ergäben. Ob die weitere Symptomatik (Hypervigilanz, Ängstlichkeit etc.) eine posttraumatische Belastungsstörung ausreichend begründeten, könne zur Zeit nicht beantwortet werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung werde darüber Klarheit bringen (Urk. 8/2/61). Daraufhin wurde der Beschwerdeführer am 15. April 2004 und 24. Juni 2004 im F.___, G.___, behandelt (Urk. 8/2/19-24; vgl. E. 3.1.7). 
3.1.5    Am 24. August 2004 wurde der Beschwerdeführer durch Kreisarzt Dr. med. I.___, FMH Orthopädische Chirurgie, untersucht. Im Bericht vom gleichen Tag hielt er fest, die Beschwerden im Bewegungsapparat bestünden auch nach Angaben des Beschwerdeführers weit im Hintergrund. Zentrales Problem seien seine Angstzustände. Bekanntlich sei eine schizophreniforme psychotische Störung diagnostiziert worden. Auf somatischer Ebene müsse keine Beeinträchtigung angenommen werden. Es wäre eine volle Arbeitsfähigkeit zu postulieren. Besondere Behandlungsmassnahmen seien nicht nötig. Weiterhin sehr behandlungsbedürftig sei die psychische Problematik (Urk. 8/10/5-7). 
3.1.6    Dr. B.___ führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 19. Oktober 2004 (Urk. 8/12/1-4) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) halluzinatorisch-wahnhafte Zustandsbilder, (2) einen Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung sowie (3) einen Status nach HWS-Distorsion bei Autounfall am 24. (richtig: 25.) März 2003 und 31. Januar 2004 an. Wie bereits nach dem ersten Unfall seien auch nach dem zweiten Unfall zunächst die körperlichen Beschwerden (Nacken-/Kopfschmerzen, Schulter-/Armbeschwerden) im Vordergrund gewesen. Nach kurzer Zeit hätten akustische und optische Halluzinationen den Alltag zu dominieren begonnen. Nachdem bereits nach dem ersten Unfall Alpträume, Flashbacks und Hyperarousal aufgetreten seien, hätten sich die Angstzustände aufgrund der Halluzinationen gesteigert, so dass der Beschwerdeführer nicht mehr alleine sein könne und ständig Begleiter aus der Familie oder dem Freundeskreis brauche. Bezüglich des körperlichen Status verweise er auf den Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr. I.___ vom 24. August 2004. Dem Beschwerdeführer sei keine Tätigkeit mehr zumutbar. 
3.1.7    Dr. med. J.___, stellvertretender Oberarzt des F.___, führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2004 (Urk. 8/14) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizophreniforme psychotische Störung (ICD-10 F23.2), bestehend seit 15. April 2004, anamnestisch zunehmend seit 24. (richtig: 25.) März 2003 und verstärkt seit 1. Januar 2004 an. Der Beschwerdeführer sei am 15. April und am 24. Juni 2004 im F.___ in Behandlung gewesen, wobei sein Zustand am 24. Juni 2004 verschlechtert gewesen sei. Es sei die bereits von der D.___ empfohlene Behandlung mit Zyprexa 10 Milligramm und Zoloft eingeleitet worden mit Dosiserhöhung des Zyprexas auf 15 Milligramm. Die Prognose sei als günstig geschätzt worden, eine gute Compliance beim Beschwerdeführer und ein gutes Ansprechen auch der Medikation vorausgesetzt. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte Dr. J.___ an, die Anpassungsfähigkeit sowie die Belastbarkeit des Beschwerdeführers seien am 15. April und am 24. Juni 2004 eingeschränkt gewesen. An diesen beiden Tagen sei ihm keine Tätigkeit mehr zumutbar gewesen. Ab wann und in welchem Umfang wieder eine Arbeitsfähigkeit gegeben sei, könne er nicht sagen, da er keinen Kontakt mehr zum Beschwerdeführer gehabt habe, dürfte aber vor allem auch vom Erfolg der Behandlung abhängen. 
3.1.8    Dr. C.___ erhob in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 22. November 2004 (Urk. 8/13/1-7) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine paranoide Schizophrenie, unvollständige Remission 
(ICD-10 F20.04), bestehend seit Jahren. Der Beschwerdeführer stehe seit dem 18. Juni 2004 bei ihm in Behandlung (Psychotherapie, unterstützt mit Neuroleptika, zurzeit Zyprexa 15 Milligramm und Buspar 10 Milligramm). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei sich verschlechternd. Die paranoide Schizophrenie sei der Grund der Invalidisierung. Eine Erwerbsfähigkeit werde dadurch verunmöglicht. 
3.1.9    RAD-Arzt Dr. K.___ hielt in seiner Stellungnahme vom 19. Januar 2005 fest, dass aufgrund der vorhandenen psychiatrischen Berichte von einer schizophreniformen Erkrankung mit 100%iger Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit ab dem 25. März 2003 auszugehen sei (Urk. 8/15/3). 
3.2    Im Rahmen der im Jahr 2006 durchgeführten Rentenrevision holte die Beschwerdegegnerin die Verlaufsberichte von Dr. B.___ vom 30. März 2006 (Urk. 8/33) sowie von Dr. C.___ vom 15. Mai 2006 (Urk. 8/35) ein. 
    Dr. B.___ führte darin aus, dass sich die Situation nicht verändert habe. Die Prognose sei ungünstig. Die Beschwerden seien chronifiziert. Er habe dem Beschwerdeführer schon mehrfach empfohlen, sich einer stationären psychiatrischen Therapie zu unterziehen. Dieser habe sich bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht dafür entscheiden können (Urk. 8/33/2). 
    Dr. C.___ diagnostizierte im Verlaufsbericht vom 15. Mai 2006 eine paranoide Schizophrenie (vollentwickeltes Wahnsystem) nach ICD-10 F20.04, ihm bekannt seit Juni 2004. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär. Die paranoide Schizophrenie nehme einen chronischen Verlauf. Unter diesem Krankheitsbild sei eine Erwerbstätigkeit nicht zumutbar (Urk. 8/35/2). 
3.3    Im Zuge des im Juli 2008 eingeleiteten Revisionsverfahrens zog die Beschwerdegegnerin den Verlaufsbericht von Dr. B.___ vom 18. August 2008 (Urk. 8/48) bei. Darin führte Dr. B.___ bei gleichen Diagnosen wie im Vorbericht vom 30. März 2006 aus, der Gesundheitszustand sei stationär. Die Situation mit den vorwiegend nächtlichen Halluzinationen habe sich leicht gebessert. Dennoch träten regelmässig akustische und visuelle Halluzinationen auf. Um die soziale Situation zu verbessern, sei 2007 ein Kontakt zu einer Frau in L.___ vermittelt worden, welche er schon früher gekannt und unterdessen geheiratet habe. Für sie sei ein Visum für die Schweiz beantragt worden. Damit sehe er seine Zukunft positiver und sei zuversichtlich, ein normaleres Leben führen zu können. Weiterhin sei es ihm nicht möglich, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. 
3.4    
3.4.1    Anlässlich des aktuellen Revisionsverfahrens verlangte die Beschwerdegegnerin zunächst den „Fragebogen: Revision der Invalidenrente“ samt Angaben des behandelnden Arztes (Dr. med. M.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie) vom 22. September/3. Oktober 2012 ein (Urk. 8/62). Dr. M.___ hielt darin fest, dass der Beschwerdeführer seit Mai 2011 alle drei bis vier Wochen bei ihm in Behandlung sei. Er leide unter unklaren Wahnvorstellungen gefärbt mit leichter Depression. Er sollte begutachtet werden. Es sei unklar und durch einen Gutachter zu beurteilen, in welchem Umfang und seit wann eine der Behinderung angepasste Tätigkeit möglich sei (Urk. 8/62/3). 
3.4.2    Im daraufhin von der Beschwerdegegnerin eingeholten psychiatrischen Gutachten vom 27. Februar 2013 (Urk. 8/65) erhob Gutachter Dr. H.___ keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er anamnestisch unklare, atypische halluzinatorische Symptome sowie einen Verdacht auf Simulation (ICD-10 Z76.5). Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Arbeitsunfähigkeit (S. 10). Im Weiteren führte er aus, dass die Krankheitsgeschichte sowie die in den Vorakten beschriebenen und in der aktuellen Untersuchung wiederholten Symptome untypisch für eine psychotische Erkrankung seien. Insbesondere habe der Beschwerdeführer immer wieder über vorwiegend nächtliche Halluzinationen berichtet, während solche im Rahmen einer psychotischen Erkrankung typischerweise nur im Wachzustand aufträten. Die in den Vorakten geschilderten Befunde seien insgesamt widersprüchlich und reichten nicht aus, um die Diagnose einer schizophreniformen oder schizophrenen Psychose nachvollziehbar zu begründen. Es falle auch auf, dass sich trotz fachärztlicher sowie medikamentöser Behandlung keine nennenswerte Verbesserung des Zustandsbildes eingestellt habe. Eine bei Therapieresistenz indizierte Intensivierung der Behandlung durch Änderung oder Kombination der Medikation habe ebenso wenig stattgefunden wie eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik. Der aktuell behandelnde Psychiater Dr. M.___ habe massive Vorbehalte gegenüber der Glaubwürdigkeit der Diagnose einer psychotischen Erkrankung beim Versicherten geäussert. In der aktuellen Untersuchung hätten sich keine klaren Hinweise auf einen schweren psychischen Gesundheitsschaden, der eine langfristige Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen würde, ergeben. Der Beschwerdeführer führe zudem ein aktives Privatleben. Er habe 2007 erneut geheiratet und mit seiner neuen Ehefrau eine zweite Familie mit zwei Kindern gegründet. Die bei schweren psychotischen Erkrankungen oft erkennbare Überforderung im Alltag mit sozialem Rückzug scheine nicht ausgeprägt vorzuliegen, obwohl er gemäss Vorakten zeitweise auf intensive Betreuung durch Drittpersonen angewiesen gewesen sei. Gemäss eigenen Angaben sei er nach seinem Krankheitsausbruch auch nach L.___, N.___, O.___ und in die P.___ gereist, wobei er sich mehrfach ärztlich habe behandeln lassen und grosse Geldbeträge dafür ausgegeben habe. Sollte bei der Rentenzusprache 2004 tatsächlich ein schwerer psychischer Gesundheitsschaden vorgelegen haben, habe sich dieser im Verlauf bis heute zweifellos signifikant gebessert. Zusammenfassend gehe er eher davon aus, dass der Beschwerdeführer seine halluzinatorischen Beschwerden vortäusche, um Versicherungsleistungen zu erschleichen. Um den Sachverhalt weiter zu untersuchen, wäre allenfalls eine Observation zu diskutieren (S. 14). 

4.    
4.1    Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der Leistungszusprechung dargeboten hat, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_63/2014 vom 8. Mai 2014 E. 2 mit Hinweisen). Um eine zugesprochene Rente wiedererwägungsweise aufheben zu können, muss zudem – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruches zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (Urteil des Bundesgerichtes 8C_778/2012 vom 27. Mai 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). 
    Rechtsprechungsgemäss ist eine Verfügung unter anderem dann zweifellos unrichtig, wenn ihr ein unhaltbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde, insbesondere, wenn eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu einem unvollständigen Sachverhalt führte (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichtes 9C_33/2014 vom 26. März 2014 E. 1 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_928/2010 vom 7. Februar 2010 3.4.1 mit Hinweisen). Auch eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_63/2014 vom 8. Mai 2014 E. 2 mit Hinweisen). 
4.2    Die Zusprache der ganzen Rente mit Verfügung vom 17. März 2005 beruhte im Wesentlichen auf den damals vorliegenden psychiatrischen Arztberichten (vgl. Stellungnahme des RAD vom 19. Januar 2005 im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 20. Januar 2005, Urk. 8/15/3), mithin auf dem - in den Unfallakten befindlichen - Bericht der D.___ vom 2. April 2004 (Urk. 8/2/59-61) sowie den von der Beschwerdegegnerin eingeholten Berichten von Dr. J.___ vom F.___ vom 22. Dezember 2004 (Urk. 8/14) und von Dr. C.___ vom 22. November 2004 (Urk. 8/13). Entgegen der nunmehr von der Beschwerdegegnerin resp. ihrem Rechtsdienst (Urk. 8/70/2) vertretenen Auffassung kann nicht gesagt werden, dass diese fachärztlichen Berichte keine genügende Grundlage für eine Rentenzusprache dargestellt hätten. Wohl wurden seitens der D.___ halluzinatorisch-wahnhafte Zustandsbilder (ICD-10 F22.0; Differentialdiagnose: epileptogen, drogeninduziert, psychogen) sowie Schwierigkeiten in Verbindung mit Arbeitslosigkeit und fehlender Tagesstruktur (ICD-10 Z56 [Urk. 8/2/61]), von Dr. J.___ jedoch eine schizophreniforme psychotische Störung (ICD-10 F23.2 [Urk. 8/14/1]) und von Dr. C.___ eine paranoide Schizophrenie gemäss ICD-10 F20.04 (Urk. 8/13/5) erhoben. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Ärzte der D.___ am 11. und 15. März 2004 lediglich eine vorläufige Beurteilung vorgenommen und den Beschwerdeführer zur weiteren Abklärung und Behandlung ans F.___ überwiesen hatten. Die dort von Dr. J.___ gestellte Diagnose einer „akuten“ schizophreniformen psychotischen Störung (ICD-10 F23.2 [Urk. 8/14/1, vgl. Urk. 8/2/19-24]) erscheint aufgrund der von ihm am 24. Juni 2004 erhobenen Befunde (Urk. 8/14/3), welche weitgehend mit denjenigen im Bericht der D.___ vom 2. April 2004 (Urk. 8/2/60) übereinstimmen, nachvollziehbar. Gleiches gilt für die von ihm vorgenommene Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der im F.___ durchgeführten ambulanten Untersuchungen vom 15. April und 24. Juni 2004 nicht arbeitsfähig gewesen sei in der freien Wirtschaft (Urk. 8/14/1). Laut den damals anwendbaren diagnostischen Leitlinien galt für die von Dr. J.___ erhobene Diagnose (ICD-10 F23.2) unter anderem, dass die Kriterien für Schizophrenie (F20-F20.3), ausser dem Zeitkriterium, erfüllt sein müssen und die Gesamtdauer der Störung nicht mehr als einen Monat betragen darf (Weltgesundheitsorganisation, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 3. Auflage, Bern 2004, S. 94), mithin bei Fortbestehen der Störung eine Änderung der Kodierung vorzunehmen ist. Dass Dr. C.___ in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 22. November 2004 eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F.20.04) erhob und dem Beschwerdeführer weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, erscheint von daher nicht widersprüchlich und stellt angesichts der Art der Erkrankung auch keinen ungewöhnlichen Verlauf dar. Sodann mag es zwar zutreffen, dass psychosoziale Belastungsfaktoren zur Entstehung des psychischen Beschwerdebildes beigetragen hatten. Da gemäss den Beurteilungen von Dr. J.___ und Dr. C.___ vom Vorliegen einer deutlich ausgeprägten psychischen Störung mit Krankheitswert auszugehen war, war deren Einschätzung deswegen nicht unbedingt in Frage zu stellen (BGE 127 V 294 E. 5.a; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_252/2014 vom 17. Juni 2014 3.1.3). Das Absehen von zusätzlichen Abklärungen hinsichtlich der psychischen Problematik erscheint daher als vertretbar, weshalb – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - nicht davon gesprochen werden kann, dass die damalige Leistungszusprache aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erfolgte. 
    Soweit die Beschwerdegegnerin geltend machte, bei der ursprünglichen Rentenzusprache sei der Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ verletzt worden, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Mit Blick auf die damals fachärztlicherseits festgestellte vollständige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit erscheint es als vertretbar, dass die Beschwerdegegnerin davon abgesehen hat, berufliche Massnahmen zu prüfen (vgl. Feststellungsblatt für den Beschluss vom 20. Januar 2005, Urk. 8/15/4). 
    Schliesslich ist zum Vorbringen der Beschwerdegegnerin zu bemerken, dass sich auch mit den von Dr. H.___ – rund acht Jahre nach der in Frage stehenden Rentenverfügung vom 17. März 2005 - im Gutachten vom 27. Februar 2013 (Urk. 8/65) gemachten Feststellungen eine zweifellos unrichtige fachärztliche Beurteilung des Gesundheitszustandes oder eine entsprechend unzutreffende Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit für den Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache nicht belegen lässt (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_63/2014 vom 8. Mai 2014 E. 3.3 und 9C_86/2013 vom 30. April 2013 E. 2.3). 
    Anzumerken bleibt, dass sich in den Akten Anhaltspunkte dafür finden, dass der Beschwerdeführer der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht sowohl im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache (2005) als auch im Zeitpunkt der erstmaligen Überprüfung des Rentenanspruches (2006) nicht vollumfänglich nachgekommen sein könnte (Urk. 8/14/2-3 [regelmässige Medikamenteneinnahme erst ab dem 16. Juni 2004]; Urk. 8/33/2 [Ablehnung der von Dr. B.___ vorgeschlagenen stationären Behandlung]). Da die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer jedoch gleichwohl nie dazu angehalten hatte, sich einer regelmässigen psychiatrischen (inklusive psychopharmakologischen) Behandlung, allenfalls auch in einem stationären Rahmen, zu unterziehen, kann dies nicht zur Verneinung des – damaligen - Rentenanspruches führen (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_940/2012 vom 12. Dezember 2013 E. 5.2) und liesse sich deshalb auch damit eine Wiedererwägung nicht begründen. 
4.3    Es ergibt sich somit, dass die damalige – ermessensgeprägte – Anspruchsprüfung jedenfalls nicht geradewegs als zweifellos unrichtig erscheint. Damit entfällt die Möglichkeit, mittels Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG auf die Rentenverfügung vom 17. März 2005 zurückzukommen. 

5.
5.1    Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung vom 30. Oktober 2013 (Urk. 2) einzig mit der Frage der Wiedererwägung befasst. Die Frage, ob die Leistungen allenfalls gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG herabzusetzen oder aufzuheben sind, hat sie nicht geprüft. 
    Wie eingangs dargelegt (vgl. E. 1.2.3), ist diese Frage von Amtes wegen zu klären. Da der Beschwerdeführer seinen Standpunkt zur Frage, ob eine massgebliche Sachverhaltsveränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, in seiner Beschwerdeschrift vom 27. November 2013 bereits von sich aus dargelegt hat (Urk. 1 Seite 6; vgl. E. 2.3) und sich die Sache insoweit aufgrund der nachfolgenden Erwägungen ohnehin nicht als spruchreif erweist, kann davon abgesehen, den Parteien Frist zur Stellungnahme zum Prozessthema Revision anzusetzen. 
5.2
5.2.1    Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss aufgrund der medizinischen Unterlagen deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist dann genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störung geführt haben (Urteil des Bundesgerichtes 8C_484/2013 vom 12. August 2013 E. 3.2 mit Hinweis mit Hinweis).
5.2.2    Die Beschwerdegegnerin ging anlässlich der Überprüfungen des Rentenanspruches in den Jahren 2006 und 2008 – einzig gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte (vgl. E. 3.3 und 3.4) - von einem gegenüber den Verhältnissen im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache vom 17. März 2005 stationären Zustand aus, weshalb der aktuelle Sachverhalt im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Oktober 2013) mit demjenigen im März 2005 zu vergleichen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_701/2011 vom 3. Februar 2012 E. 2.2). 
5.3
5.3.1    Vorweg zu nehmen ist, dass Dr. B.___ bereits in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 18. August 2008 (Urk. 8/48) darauf hingewiesen hatte, dass beim Beschwerdeführer zwar immer noch regelmässig akustische und visuelle Halluzinationen aufträten, sich die Situation insoweit aber leicht gebessert habe. Ausserdem habe er unterdessen in L.___ geheiratet, und für seine Frau sei ein Visum für die Schweiz beantragt worden, weshalb er seine Zukunft positiver sehe und zuversichtlich sei, ein normaleres Leben führen zu können. 
    Laut der  – vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten – „ärztlichen Beurteilung zur Ablehnung der IV-Rente“ von Dr. B.___ vom 25. November 2013 (Urk. 3/3) hat er den Beschwerdeführer in den ersten Jahren intensiv behandelt, in den letzten drei Jahren aber nur noch selten (ca. zwei- bis dreimal pro Jahr) gesehen. Anlässlich der letzten Kontrolle im August 2013 habe er den Eindruck gehabt, dass die Ängste nicht mehr so dominant seien. Der Beschwerdeführer habe sich mit Hilfe seiner Familie und von Freunden ein bescheidenes Leben eingerichtet, werde medikamentös mit Neuroleptika behandelt und habe so an Selbstwert gewonnen. Er beurteile den Beschwerdeführer insoweit als selbständig, als er seine täglichen persönlichen Verrichtungen und familiären Verpflichtungen erfüllen könne. Hingegen sei er seines Erachtens nicht in der Lage zusätzliche Aufgaben zu erledigen, geschweige denn, einer regelmässigen und bezahlten Arbeit nachzugehen. 
5.3.2    Das psychiatrische Gutachten von Dr. H.___ vom 27. Februar 2013 (Urk. 8/65) basiert auf einer fachärztlichen Untersuchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. 
    Unterzieht man die von Dr. H.___ vorgenommene „fachspezifische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ (Urk. 8/65/10-14) einer genauen Betrachtung, fällt auf, dass er sich dabei im Wesentlichen darauf beschränkt hat, die Vorakten wiederzugeben und darzulegen, dass und weshalb die darin geschilderten Befunde keine schizophreniforme oder schizophrene Psychose zu begründen vermocht hätten resp. vermöchten. Als neue Fakten, welche auf eine objektive Verbesserung des Gesundheitszustandes schliessen lassen, hat er nur (aber immerhin) den – sich auch aus der erwähnten Beurteilung von Dr. B.___ vom 25. November 2013 ergebenden - Umstand angeführt, dass der Beschwerdeführer ein aktives Familienleben führe und die bei schweren psychotischen Erkrankungen oft erkennbare Überforderung im Alltag mit sozialem Rückzug nicht ausgeprägt vorzuliegen scheine, obwohl er gemäss Vorakten zeitweise auf intensive Betreuung durch Drittpersonen angewiesen gewesen sei.
    Die von Dr. H.___ erhobenen objektiven Befunde (Urk. 8/65/9-10) deuten zwar insofern auf eine Verbesserung des psychischen Beschwerdebildes hin, als er den Beschwerdeführer als „im Affekt eher herabgestimmt, aber euthym, ist dabei gut schwingungsfähig und gut spürbar“ beschrieben hat, wohingegen Dr. J.___ in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2004 (Urk. 8/14) festgehalten hatte, dass am 24. Juni 2004 die Stimmung des Beschwerdeführers besorgt und bedrückt gewesen sei und er etwas schlecht spürbar geblieben sei. Zudem hatte Dr. J.___ jedoch den Antrieb als vermindert, die Psychomotorik als leicht verlangsamt und die Anpassungsfähigkeit sowie Belastbarkeit als eingeschränkt bezeichnet. Ob diesbezüglich objektiv eine Verbesserung eingetreten ist, geht aus den äusserst knapp und vage gehaltenen Angaben von Dr. H.___ nicht hervor. Auch mit den vom Beschwerdeführer aktuell geltend gemachten Beschwerden – offenbar klagte dieser anlässlich der Begutachtung nach wie vor über Angst unter anderem vor Geistern, das ständige Hören von Tönen, Summen, Hammer, Musik und von rufenden Stimmen, auch im Schlaf, über Atemnot sowie über einen Kontrollverlust, wenn er die medikamentöse Behandlung teilweise für zwei Tage unterbreche (Urk. 8/65/8) – sowie mit dessen Verhalten, namentlich auch der Compliance (zur aktuellen Medikation vgl. Urk. 8/65/8-9 und Urk. 3/3), hat sich Dr. H.___ nicht auseinandergesetzt. Dies wäre aber erforderlich gewesen (vgl. E. 1.3 und E. 4.2 letzter Absatz). 
    Zur Frage der Beschwerdegegnerin, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache verbessert oder verschlechtert habe, führte Dr. H.___ schliesslich lediglich an: „Sollte bei der Rentenzusprache 2004 tatsächlich ein schwerer Gesundheitsschaden vorgelegen haben, hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Verlauf bis heute zweifellos erheblich gebessert. In der aktuellen gutachterlichen Untersuchung fanden sich keine Hinweise auf einen schweren psychischen Gesundheitszustand, der eine langfristige AUF rechtfertigen würde.“ Diese Beurteilung erscheint nach dem Gesagten insbesondere hinsichtlich des aktuellen Gesundheitszustandes sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit befundmässig nicht hinreichend untermauert, weshalb darauf nicht ohne Weiteres abgestellt werden kann. 
5.3.3    Nach dem Gesagten bestehen gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen und auch aufgrund der besagten Angaben von Dr. B.___ (vgl. E. 5.3.1) zwar gewichtige Indizien dafür, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprache im März 2005 bis zum massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 30. Oktober 2013 objektiv verbessert hat. Hinsichtlich des Ausmasses einer allfälligen Verbesserung sowie hinsichtlich der Frage, ob es dem Beschwerdeführer nunmehr bei Aufbietung allen guten Willens und in Nachachtung des Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten (gewesen) wäre, vollzeitlich einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen, erweist sich jedoch eine Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes als unabdingbar. Da seit der Begutachtung (November 2012) bereits zwei Jahre verstrichen sind, erscheint - nebst dem Beizug eines Berichtes des behandelnden Psychiaters Dr. M.___, von welchem bislang erst die dürftigen Angaben im „Fragebogen: Revision der Invalidenrente“ vom 3. Oktober 2012 (Urk. 8/62/3) sowie seine telefonischen Aussagen gegenüber dem Gutachter vom 1. Februar 2013 (Urk. 8/65/9) vorliegen, sowie eines aktuellen Berichtes von Dr. B.___ – jedenfalls eine umfassende gutachterliche psychiatrische Abklärung erforderlich. 

6.    Zusammenfassend ergibt sich, dass eine Aufhebung der ursprünglichen Rentenverfügung vom 17. März 2005 unter dem Titel Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ausser Betracht fällt und aufgrund der vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilt werden kann, ob die Leistungen allenfalls gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG herabzusetzen oder aufzuheben sind. Die angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 2013 ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie – in Aktualisierung und Ergänzung der medizinischen Akten im Sinne von Erwägung Ziff. 5.3.3 – die Voraussetzungen für die Aufhebung der Invalidenrente gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ASTG prüfe und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_86/2013 vom 30. April 2013 E. 3). 
    In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 

7.    Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch des Beschwerdeführers vom 27. November 2013 um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1 S. 2) gegenstandslos geworden.

8.
8.1    Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen.
8.2    Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
8.3    Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘900.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen. 

Das Gericht erkennt:

1.    Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 2013 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch neu verfüge.
2.    Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 
    Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.    Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.    Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.    Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
    Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
    Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

HurstMöckli