# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e9ec079-043d-5892-b906-7845ebeaa34b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 08.11.2016 S 2016 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-10_2016-11-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 10

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuar Decurtins

URTEIL

vom 8. November 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt H._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____, geboren im Jahre ____, war bei der B._____ AG als Vorarbeiter 

angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 13. Dezember 2013 kam der von ihm 

geführte Bagger auf eisigem Untergrund ins Rutschen und kippte eine 3.5 

Meter hohe Mauer hinunter. Dabei prallte A._____, der in der 

Führerkabine sitzen blieb, mit der rechten Körperseite auf und schlug sich 

die rechte Schulter sowie die rechte Kopfseite an.

2. Dieser Berufsunfall wurde der SUVA mit Schadensmeldung vom 

16. Dezember 2013 mitgeteilt. Nach einer erfolglosen konservativen 

Therapie erfolgte am 28. März 2014 eine Schulteroperation, Ende 2014 

ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Bellikon sowie im 

März 2015 eine erfolglose Arbeitsaufnahme beim bisherigen Arbeitgeber. 

Da die Schulter-, Kopf- und Nackenbeschwerden weiterhin bestehen 

blieben, stellte die SUVA die Taggeldleistungen per 31. August 2015 ein 

und beurteilte den Rentenanspruch von A._____ gestützt auf diverse 

medizinische Berichte. Mit Verfügung vom 15. September 2015 sprach 

sie A._____ ab dem 1. September 2015 eine Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von 17 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer 

Integritätseinbusse von 10 % zu.

3. Hiergegen erhob A._____ am 16. Oktober 2015 Einsprache und 

beantragte eine Rückweisung zur Neubeurteilung unter Berücksichtigung 

der Beschwerden am ZNS. Bereits am 8. Oktober 2015 hatte der 

Krankenversicherer C._____ sinngemäss Einsprache erhoben und die 

eindeutige Unfallkausalität der vorliegenden Beschwerden 

hervorgehoben.

4. Mit Entscheid vom 14. Dezember 2015 wies die SUVA diese Einsprachen 

ab und legte dar, inwiefern hinsichtlich der geklagten HWS-, Kopf- und 

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äquivalenten Beschwerden zufolge fehlender Unfallkausalität keine 

Leistungspflicht bestehe. In Bezug auf die unbestrittenen organisch-

strukturellen Schulterbeschwerden rechts bestünde jedoch – wie 

ursprünglich auch verfügt – ein Anspruch auf eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung, weshalb die SUVA in der Folge aufzeigte, wie 

sie das Invalideneinkommen berechnet hatte und weshalb eine 

Integritätsentschädigung von 10 % zuerkannt worden war.

5. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

28. Januar 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

"1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin (SUVA) vom 14.12.2015, 

bzw. die Verfügung vom 15.09.2015 sei aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 

100 % zuzusprechen.

Für die Bemessung des Integritätsschadens sei die Sache an die 

Beschwerdegegnerin (SUVA) zurückzuweisen und sie sei zu verpflichten, die als 

nicht adäquat kausal erachteten Beschwerden zu berücksichtigen und dem 

Beschwerdeführer eine entsprechend erhöhte Integritätsentschädigung 

zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die ganze Sache an die Beschwerdegegnerin (SUVA) 

zurückzuweisen zur Bestimmung der Leistungsansprüche (Rente und 

Integritätsentschädigung) aus UVG.

In diesem Zusammenhang sei ein umfassendes Gutachten betr. die Frage der 

natürlichen (medizinischen) Kausalität zwischen den Schulterproblemen und den 

HWS-, Kopf- und äquivalenten Schmerzen und ein solches betreffend die 

Restarbeitsfähigkeit einzuholen.

3. Unter voller Entschädigungsfolge zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (SUVA)."

Begründend führte er unter ausführlicher Abhandlung der 

rechtssprechungsgemässen Adäquanzkriterien aus, weshalb die SUVA 

den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

heute geklagten HWS-, Kopf- und äquivalenten Beschwerden – sollten 

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diese nicht ohnehin hinreichend nachweisbar sein und sich eine solche 

Adäquanzprüfung demnach erübrigen – zu Unrecht verneint habe. 

Ausserdem beanstandete er die Würdigung der Schulterproblematik 

hinsichtlich der Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit, des im 

Rahmen der Festlegung des Invalideneinkommens lediglich im Umfang 

von 10 % gewährten Leidensabzuges sowie des Integritätsschadens, 

welcher auf mindestens 15 % festzusetzen sei.

6. In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. März 2016 beantragte die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde 

sowie die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Dabei 

legte sie erneut dar, inwiefern die HWS-, Kopf- und äquivalenten 

Beschwerden weder natürlich noch adäquat unfallkausal seien. 

Hinsichtlich der Schulterbeschwerden resp. der Invaliditätsbemessung 

und der Integritätsentschädigung habe sie überdies zu Recht auf das 

Zumutbarkeitsprofil von Kreisarzt Dr. med. D._____ abgestellt.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Dezember 

2015 wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

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Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz in X._____ (GR), weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

14. Dezember 2015, mit welchem die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen hat, stellt 

demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist somit einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer gestützt auf die Schulterbeschwerden zu Recht eine 

Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 17 % und eine 

Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % 

zugesprochen hat, oder ob sie namentlich auch die HWS-, Kopf- und 

äquivalenten Beschwerden als unfallkausal hätte berücksichtigen müssen 

(vgl. nachfolgend Erwägungen 3-5). Hinsichtlich der unbestrittenermassen 

vorliegenden und rentenanspruchsbegründenden Schulterbeschwerden 

ist des Weiteren die Invaliditätsbemessung (mithin die Zumutbarkeit der 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit sowie die Höhe des gewährten 

Leidensabzuges; vgl. nachfolgend Erwägungen 7-9) und die Festsetzung 

der Integritätsentschädigung (vgl. nachfolgend Erwägung 10) zu prüfen.

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2. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss 

Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 

die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 177 E.3).

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 

129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b, je mit Hinweisen sowie 

RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 2012, Art. 6 S. 53). Ob 

zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht 

im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

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Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b, je mit 

Hinweisen sowie RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54).

c) Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind Ursachen im Sinne 

des adäquaten Kausalzusammenhangs Ereignisse, die nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung 

an sich geeignet sind, einen Gesundheitsschaden von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Gesundheitsschadens 

also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 

129 V 177 E.3.2). Die Adäquanz spielt als rechtliche Eingrenzung der sich 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 134 V 109 E.2.1) und 

127 V 102 E.5b/bb). Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch 

nicht objektiv ausgewiesenen Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu 

differenzieren (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

U 377/01 vom 7. November 2002 E.4.3): Zunächst ist festzustellen, ob die 

versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, einen 

äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma 

erlitten hat, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas 

vergleichen lassen (erste Fallgruppe), oder ob es sich um einen Unfall mit 

anderen somatischen Verletzungen und gesundheitlichen Folgen handelt 

(zweite Fallgruppe). Bei der zweiten Fallgruppe erfolgt die 

Adäquanzbeurteilung nach den in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien 

(sogenannte Psychopraxis). Bei Unfällen der ersten Fallgruppe ist 

hingegen die Adäquanz gemäss BGE 117 V 359 zu beurteilen 

(sogenannte Schleudertraumapraxis). Der Unterschied besteht darin, 

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dass bei diesen Unfällen auf eine Differenzierung zwischen physischen 

und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird, da nicht entscheidend ist, 

ob die Beschwerden medizinisch eher als organisch oder psychischer 

Natur zu bezeichnen sind (vgl. BGE 134 V 109 E.2.1 und 117 V 359 

E.6a). Bei den Unfällen der zweiten Fallgruppe sind für die Beurteilung 

der Adäquanz von psychischen Fehlentwicklungen lediglich das 

Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen 

Gesundheitsschäden sowie deren objektiven Folgen massgebend (vgl. 

BGE 115 V 133 E.6c/aa). Die Frage, ob bei Vorliegen eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der 

eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche 

adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln 

vom Gericht und der Verwaltung zu beurteilen ist (vgl. BGE 112 V 33 

E.1b).

3. a) Wie soeben dargelegt, kommt der Adäquanz bei gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen, welche ein organisches Substrat im Sinne einer 

bildgebend oder allenfalls anderswie klar nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen haben, keine selbständige Bedeutung, zumal sich die 

adäquate Kausalität in solchen Fällen mit der natürlichen Kausalität deckt. 

Dies ist in Bezug auf die organisch ausgewiesenen und 

unbestrittenermassen vorliegenden Schulterbeschwerden der Fall, 

weshalb sich diesbezüglich weitere Ausführungen erübrigen (vgl. hierzu 

jedoch nachfolgend Erwägungen 6 ff.). Näher einzugehen ist in diesem 

Zusammenhang indes auf die umstrittene Einordnung der HWS-, Kopf- 

und äquivalenten Beschwerden.

b) Gestützt auf die medizinischen Berichte von Dr. med. E._____ vom 

16. September 2014 (Beilage der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 86) 

sowie Dr. med. F._____ vom 22. September 2014 (Bg-act. 87) ist die 

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Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid davon ausgegangen, 

dass (mit Ausnahme der bereits erwähnten Schulterproblematik) aufgrund 

des Unfallereignisses vom 13. Dezember 2013 keine objektivierbaren 

somatischen Unfallfolgen struktureller Art bestünden. In Bezug auf die 

geklagten HWS-, Kopf- und äquivalenten Beschwerden sei allerhöchstens 

von organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beeinträchtigungen 

auszugehen, weshalb eine Adäquanzprüfung vorzunehmen sei (vgl. 

angefochtener Entscheid S. 8). Dem entgegnet der Beschwerdeführer, 

dass nach Dr. med. F._____ für die Zervikozephalgie – mithin für die 

Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf, die 

Kopfschmerzen und den Schwindel mit Ohrgeräuschen – nicht nur der 

Zustand nach HWS-Distorsion, sondern vermutungsweise auch die 

erlittene Schulterverletzung verantwortlich sei. Mit anderen Worten sei die 

unbestrittenermassen organisch nachweisbare Schulterverletzung unter 

anderem verantwortlich für die weiteren beklagten Beschwerden, weshalb 

die natürliche und die adäquate Kausalität zusammenfielen und die 

Adäquanz gar nicht erst zu prüfen sei (vgl. Beschwerde S. 9).

c) Hierzu ist festzuhalten, dass sich aus dem MRI Schädel/HWS vom 

16. September 2014 gemäss Dr. med. E._____ mit Ausnahme diskreter 

degenerativer Veränderungen der HWS keine Auffälligkeiten ergeben 

haben (vgl. Bg-act. 86 S. 2). Sodann diagnostizierte Dr. med. F._____ 

unter anderem einen Zustand nach Contusio capitis rechts und vermutlich 

Commotio cerebri sowie eine HWS-Distorsion mit persistierender 

rechtsseitiger Zervikozephalgie nach dem Baggerunfall (vgl. Bg-act. 87 

S. 1). Diesbezüglich weist die Beschwerdegegnerin auf S. 5 ihrer 

Beschwerdeantwort zutreffend darauf hin, dass eine Zervikozephalgie 

definitionsgemäss keine eigentliche Diagnose sei, sondern eine 

Symptombeschreibung für von der HWS ausgehende Schmerzen, welche 

in den Kopf ausstrahlten. Sodann hielt Dr. med. F._____ fest, dass dem 

MRI der HWS vom 16. September 2014 keine posttraumatischen 

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Läsionen in Form von Frakturen, Dislokationen oder Weichteilläsionen 

und nur diskrete vorbestehende degenerative Veränderungen zu 

entnehmen seien. Klinisch-neurologisch bestünden keine Hinwiese auf 

zervikale Radikulopathien, und auch für eine zervikale Myelopathie 

fehlten Anzeichen. Hauptschmerzen gebe der Patient – bei Zustand nach 

Contusio capitis rechts – über der rechten Schädelkalotte an. Im detailliert 

erhobenen Neurostatus fänden sich keine Hinweise auf fokale 

neurologische Ausfälle oder Hirndruckzeichen. Auch sei das MRI 

Neurokranium vom 16. September 2014 normal und ohne die geringsten 

Anhaltspunkte für posttraumatische zerebrale Residuen (vgl. Bericht von 

Dr. med. F._____ vom 22. September 2014 in Bg-act. 87 S. 2). Wenn Dr. 

med. F._____ auch ausführte, dass für die rezidivierende 

Zervikozephalgie rechts nicht nur der Zustand nach HWS-Distorsion, 

sondern vermutlich auch die erlittene schwere Schulterverletzung rechts 

verantwortlich sein dürfte (vgl. Bericht von Dr. med. F._____ vom 

22. September 2014 in Bg-act. 87 S. 2 sowie Beschwerde S. 9), äusserte 

er damit lediglich eine Vermutung, ohne jedoch weiter darauf einzugehen. 

Sodann wurden diese Beschwerden (mithin die mehrsegmentalen 

degenerativen HWS-Veränderungen, die chronifizierten Kopfschmerzen 

rechts sowie die beidseitige mittelschwere Hörstörung mit Ohrgeräusch 

rechts) auch durch Kreisarzt Dr. med. D._____ als unfallfremd beurteilt 

(vgl. dessen Bericht vom 28. Juli 2015 zur Abschlussuntersuchung in Bg-

act. 165 S. 4 f. sowie dessen Stellungnahme vom 13. Oktober 2015 in Bg-

act. 189; zum Beweiswert der Einschätzungen des Kreisarztes vgl. 

nachfolgend Erwägung 7d). Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers ist aufgrund der medizinischen Akten somit 

ausgewiesen, dass die noch geklagten Beschwerden nicht auf einem 

objektivierbaren organischen Substrat beruhen, welches nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 

zurückzuführen ist. In Anbetracht der vorzitierten ärztlichen 

Einschätzungen und insbesondere der Würdigungen der MRI-

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Bildgebungen erübrigt es sich entgegen dem Antrag des 

Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 9), diesbezüglich ein 

umfassendes medizinisches Gutachten einzuholen.

d) Aufgrund des Gesagten ist es demnach nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin davon ausgegangen ist, dass die fraglichen 

Beschwerden zwar organisch imponierten, weil sie klinisch fassbar seien, 

diesen jedoch ein durch apparative/bildgebende, wissenschaftlich 

anerkannte Untersuchungsmethoden erhobenes organisches Substrat im 

Sinne einer strukturellen Veränderung fehle (vgl. angefochtener Entscheid 

S. 7 f. mit zutreffenden Verweisen auf die einschlägige Rechtsprechung). 

Mit anderen Worten liegen in Bezug auf HWS-, Kopf- und äquivalenten 

Beschwerden keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vor, 

weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den bestehenden 

Beschwerden und dem Unfallereignis – anders als dies bei klar 

ausgewiesenen organischen Unfallfolgen in der Regel der Fall ist (vgl. 

vorstehend Erwägung 2c) – nicht ohne Weiteres zusammen mit dem 

natürlichen Kausalzusammenhang bejaht werden kann. Vielmehr bedarf 

es in diesen Fällen einer besonderen Adäquanzprüfung (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_357/2009 vom 14. Dezember 2009 E.7.5), weshalb 

das entsprechende Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu 

beanstanden ist.

4. a) Nach der Rechtsprechung des BGE 117 V 133 setzt die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall voraus, dass dem 

Unfallereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- 

beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung 

zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere 

aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die 

Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 

ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen 

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respektive leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden 

wird. Während bei leichten beziehungsweise banalen Unfällen der 

adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint 

werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber 

auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon 

ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, 

einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen 

in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, 

invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 

Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf 

Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, 

objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen 

("adäquanzrelevante Kriterien").

b) Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 die Praxis zur 

Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalenter 

Verletzung der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv 

ausgewiesene Beschwerden in mehrfacher Hinsicht präzisiert. Am 

Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit solchen 

Verletzungen hat es festgehalten, jedoch die Anforderungen an den 

Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bei solchen 

Verletzungen erhöht (vgl. E.7 - 9 des erwähnten Urteils). Die bewährten 

Grundsätze hinsichtlich der bei dieser Prüfung vorzunehmenden 

Einteilung der Unfälle nach deren Schweregrad und des abhängig von der 

Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezugs weiterer Kriterien 

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in die Adäquanzbeurteilung hat es ebenfalls beibehalten (vgl. E.10.1). 

Das Bundesgericht hat aber die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise 

modifiziert. Dies betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen 

Dauer der ärztlichen Behandlung", das nur dann vorliegt, wenn nach dem 

Unfall fortgesetzt spezifische und die versicherte Person belastende 

ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss notwendig 

gewesen war (vgl. E.10.2.3). Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums 

"Dauerbeschwerden" vorausgesetzt, dass diese erheblich sind, was 

aufgrund glaubhaft geltend gemachter Schmerzen und nach der 

Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebensalltag erfährt, 

zu beurteilen ist (vgl. E.10.2.4). Hinsichtlich des Kriteriums "Grad und 

Dauer der Arbeitsunfähigkeit" ist sodann nicht die Dauer an sich, sondern 

eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche massgeblich, die zu 

überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt 

(vgl. E.10.2.7). Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog 

der bisherigen adäquanzrelevanten Kriterien wie folgt neu gefasst:

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
 fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
 erhebliche Beschwerden;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Weiterhin gilt, dass nicht in jedem Fall der Einbezug sämtlicher Kriterien 

in die Gesamtwürdigung erforderlich ist. Je nach den konkreten 

Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft 

einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den 

schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall 

zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im 

gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in 

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besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium 

besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so 

müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Diese 

Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur 

Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs (vgl. 

BGE 117 V 367 E. 6b).

5. Die Beschwerdegegnerin hat den Unfall vom 13. Dezember 2013 zu 

Recht als mittelschwer im mittleren Bereich eingestuft. Soweit der 

Beschwerdeführer ohne nähere Begründung vorbringt, der mittelschwere 

Unfall sei im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen anzusiedeln 

(vgl. Beschwerde S. 14), ist ihm nicht zu folgen (zur entsprechenden 

Kasuistik vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 61 ff.). Die Prüfung 

anhand der Schleudertraumapraxis (vgl. BGE 134 V 109; Präzisierung 

von BGE 117 V 359) wurde seitens des Beschwerdeführers zu Recht 

nicht beanstandet, weshalb sich diesbezüglich weitere Ausführungen 

erübrigen. Umstritten und im Folgenden zu klären gilt es jedoch die 

Beurteilung der vorerwähnten Adäquanzkriterien. Da vorliegend von 

einem mittelschweren Ereignis im mittleren Bereich auszugehen ist, 

müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

entweder mindestens drei der sieben Kriterien oder eines davon in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_579/2011 vom 5. Dezember 2011 E.3.2 m.w.H.).

a) Das Kriterium "Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen" 

(vgl. hierzu BGE 134 V 109 E.10.2.2) ist gemäss der Auffassung des 

Beschwerdeführers insofern erfüllt, als die erheblichen 

Schulterverletzungen, gestützt auf welche die Beschwerdegegnerin 

letztlich eine Unfallrente im Rahmen von 17 % verfügt habe, nicht 

losgelöst neben den übrigen erlittenen Schäden stünden, sondern diese 

zumindest beeinflussten, soweit sie nicht ohnehin bereits deren Ursache 

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seien. Ausweichbewegungen, Schmerzen etc. führten wiederum zu einer 

ungewohnten Haltung, welche die Symptome eines Schleudertraumas 

(Schwindel, Hörstörungen, Schlafstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen 

etc.) zu verstärken oder zumindest zu beeinflussen vermöchten. In den 

medizinischen Berichten der beschwerdegegnerischen Akten sei nichts 

Gegenteiliges festgehalten (vgl. Beschwerde S. 10 f.). Diesbezüglich führt 

die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort unter Verweis auf 

die einschlägige Rechtsprechung jedoch zutreffend aus, weshalb die 

zusätzlich zur HWS-Distorsion zugezogene Schulterverletzung keine 

besonders schwere oder besondere Verletzung im Sinne der 

vorerwähnten Rechtsprechung darstelle. So sei das Kriterium der 

besonderen Schwere oder Art der Verletzung ursprünglich in Bezug auf 

die psychischen Unfallfolgen entwickelt worden und betreffe insbesondere 

die erfahrungsgemässe Eignung einer Verletzung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen. Übertragen auf die 

Schleudertraumapraxis habe dieses demnach als erfüllt zu gelten, wenn 

die Unfallverletzung in besonderer Weise geeignet sei, eine intensive, 

dem sogenannten typischen Beschwerdebild entsprechende Symptomatik 

zu bewirken (vgl. Beschwerdeantwort S. 6 mit Verweis auf Urteil des 

Bundesgerichts 8C_593/2012 vom 19. Dezember 2012 E.2.4.1). Vor 

diesem Hintergrund erscheint die stattgehabte Schulterverletzung – trotz 

deren negativen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit – als nicht in 

besonderer Weise geeignet, eine intensive, dem sogenannten typischen 

Beschwerdebild entsprechende Symptomatik zu bewirken. Damit hat die 

Beschwerdegegnerin dieses Kriterium zu Recht als nicht erfüllt betrachtet.

b) Das Kriterium "fortgesetzte spezifische, belastende ärztliche Behandlung" 

verlangt eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die 

Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete fachärztliche 

Behandlung, welche von ungewöhnlich langer Dauer oder in anderer 

Hinsicht mit einer deutlichen Mehrbelastung verbunden gewesen ist. 

- 16 -

Dabei zählen Abklärungsmassnahmen von Versicherungsträgern und 

blosse ärztliche Kontrollen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

ebenso wenig zu Behandlungen im Sinne dieses Kriteriums wie die 

Verabreichung schmerzstillender Medikamente. Vielmehr müssen die 

getroffenen Vorkehren mit einer erheblichen zusätzlichen 

Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden sein (vgl. angefochtener 

Entscheid S. 11 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_174/2011 vom 

1. Juni 2011 E.2.4 m.w.H.). Es ist zwar aktenkundig, dass der 

Beschwerdeführer mit Analgetika behandelt worden ist und dass sowohl 

Dr. med. F._____ als auch Dr. med. D._____ zwecks Vermeidung einer 

weiteren Chronifizierung der Schmerzen von einem täglichen 

Analgetikakonsum abraten (vgl. Bg-act. 87 S. 3 sowie 165 S. 4). Nicht klar 

ist jedoch, ob die Schmerzmitteleinnahme – wie dies von Dr. med. 

D._____ vermutet wird – in der Tat täglich erfolgt und ob dies – was in 

Anbetracht der erwähnten Ausführungen von Dres. med. F._____ und 

D._____ zu bezweifeln ist – ärztlicherseits so verordnet worden ist. 

Jedenfalls ist vor dem Hintergrund der vorzitierten Rechtsprechung mit 

der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass die Verabreichung 

schmerzstillender Medikamente nicht eine die Lebensqualität 

beeinträchtigende Belastung im vorerwähnten Sinne darstellt. Entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 13) ist das 

Kriterium einer fortgesetzten spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung demnach nicht erfüllt.

c) Sodann lässt die Einnahme von Schmerzmitteln entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 13) auch nicht auf eine 

ärztliche Fehlbehandlung schliessen, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte. Es entspricht nämlich einem üblichen Vorgehen, 

Patienten bei Bedarf schmerzstillende Medikamente zu verordnen, 

ansonsten die Schmerzen für die Patienten unerträglich wären. 

Ausserdem ist – wie vorstehend dargelegt – nicht erstellt, dass die 

- 17 -

Einnahme von Schmerzmitteln tatsächlich über eine längere Zeit täglich 

stattgefunden hat und dass dies ärztlicherseits so verordnet worden wäre. 

Insbesondere lässt sich den erwähnten Ausführungen von Dres. med. 

D._____ und F._____ nicht entnehmen, dass in der Vergangenheit zu 

Unrecht ein täglicher Analgetikakonsum verordnet worden sei, sondern 

dass eine Entwöhnung von demselben bezüglich der Kopfbeschwerden 

prioritär sei (vgl. Bg-act. 165 S. 4 sowie sinngemäss 87 S. 3). Andere 

Hinweise auf eine allfällige ärztliche Fehlbehandlung lassen sich den 

Akten nicht entnehmen, weshalb auch das Kriterium "ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert" 

vorliegend nicht erfüllt ist.

d) Das Kriterium "erhebliche Beschwerden" beurteilt sich nach den 

glaubhaften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte 

Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (vgl. BGE 134 V 

109 E.10.2.4). Die üblicherweise mit Schleudertraumata verbundenen 

Beschwerden können dabei jedoch nicht genügen, ansonsten dieses 

Kriterium bei jeder solchen Verletzung zu bejahen wäre und damit als 

Differenzierungsmerkmal keine Bedeutung mehr hätte (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_938/2011 vom 14. August 2012 E.5.3.4 und 

8C_730/2011 vom 9. Dezember 2011 E.6.2.2). Diesbezüglich führt der 

Beschwerdeführer aus, er leide unter erheblichen Beschwerden 

(Hinterkopfschmerzen rechtsseitig, Schlafstörungen, Schwindelattacken, 

Nackenverspannungen, Ameisenlaufen und Kribbelparästhesien in der 

rechten Hand, Ohrgeräusche etc.), welche es ihm trotz ernsthaftem 

Genesungswunsch verunmöglicht hätten, die Arbeitsunfähigkeit zu 

überwinden. Ausserdem sei er auch im normalen Lebensalltag erheblich 

eingeschränkt. Die Beschwerdegegnerin habe zudem die 

Wechselwirkung der unbestrittenen Schulterbeschwerden auf die übrigen 

HWS- und äquivalenten Beschwerden zu Unrecht nicht berücksichtigt 

(vgl. Beschwerde S. 14). In Würdigung sämtlicher medizinischer Berichte 

- 18 -

sowie in Anbetracht der geklagten Beschwerden kann mit guten Gründen 

angenommen werden, dieses Kriterium sei in einfacher Form erfüllt. So 

hat der Beschwerdeführer durch die unbestrittenermassen vorliegende 

Schulterproblematik in der Tat gewisse Einschränkungen zu gewärtigen, 

welche nicht nur seine Arbeitsfähigkeit, sondern in gewissem Masse auch 

seinen Lebensalltag beeinträchtigen. Was jedoch die Wechselwirkung der 

Schulterbeschwerden auf die übrigen HWS-, Kopf- und äquivalenten 

Beschwerden betrifft, so ist vor dem Hintergrund der vorstehenden 

Ausführungen in Erwägung 3c festzuhalten, dass nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, die Schulterproblematik sei für 

die rezidivierende Zervikozephalgie verantwortlich. Im Ergebnis ist 

demnach mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass dieses 

Kriterium wohl in einfacher, nicht jedoch in besonders ausgeprägter Form 

vorliegt.

e) Zum Kriterium "erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen" ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten 

bis mittelschweren Schleudertraumata der HWS ein längerer oder gar 

dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen 

Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person 

ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die 

versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise 

arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, 

ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr 

Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder 

optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Dies gebietet schon der 

allgemeine sozialversicherungsrechtliche Grundsatz der 

Schadenminderungspflicht. Danach hat die versicherte Person nach 

Eintritt des Schadens alle ihr möglichen und zumutbaren Massnahmen zu 

- 19 -

treffen, um diesen zu mindern oder zu beheben (vgl. BGE 129 V 460 

E.4.2, 123 V 230 E.3c). Solche Anstrengungen der versicherten Person 

können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger 

persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der 

persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen 

zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten 

ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 

Abs. 1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche 

Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (vgl. 

BGE 134 V 109 E.10.2.7 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_590/2007 

vom 6. Oktober 2008 E.7.7). Diesbezüglich ist dem Beschwerdeführer 

gestützt auf die Aktenlage zwar insofern zuzustimmen, als er offenbar 

motiviert ist und sich stets gewillt gezeigt hat, wieder ganz oder teilweise 

arbeitstätig zu sein, mithin die Wiedereingliederung zu schaffen (vgl. 

hierzu etwa Beschwerde S. 11 f. sowie insbesondere Austrittsbericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 27. November 2014 in beschwerdeführerische 

Beilage [Bf-act.] 11). Zur Erfüllung dieses Kriteriums fehlt es jedoch 

bereits an einer "erheblichen Arbeitsunfähigkeit". Der Beschwerdeführer 

weist zwar zutreffend darauf hin, dass er aufgrund der erlittenen 

Verletzungen nach dem Unfall vom 13. Dezember 2013 bis Mitte 2014 zu 

100 % arbeitsunfähig gewesen sei (vgl. Arztberichte von Dr. med. 

G._____ vom 13. Mai resp. 23. Juni 2014 in Bf-act. 19 und 20). Dabei ist 

jedoch darauf hinzuweisen, dass die "erhebliche Arbeitsunfähigkeit" nicht 

nur zu Beginn, sondern auch zum Zeitpunkt des Fallabschlusses noch 

vorliegen muss (vgl. BGE 134 V 109 E.10.2.7). Schon in seinem Bericht 

vom 15. September 2014 spricht Dr. med. G._____ nämlich schon nicht 

mehr von einer Arbeitsunfähigkeit, sondern – bei im Vergleich zum 

Vorbefund etwas verbessertem Bewegungsumfang – lediglich von einer 

eingeschränkten Belastbarkeit (keine Belastungen von mehr als 5 kg über 

Bauchhöhe; keine repetitiven Bewegungen auch ohne Belastung über 

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- 20 -

Schulterhöhe hinaus; vgl. Arztbericht von Dr. med. G._____ vom 

15. September 2014 in Bg-act. 81). Im Frühling 2015 hielt Dr. med. 

G._____ sodann fest, dass für die schwere Belastung im bisherigen Beruf 

weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe, bei möglicher 

Anpassung der Belastbarkeit jedoch eine nicht repetitive Tätigkeit mit 

Belastung von maximal 2 kg bis Brusthöhe vor dem Körper (keine 

Überkopfbewegungen) möglich sei (vgl. Arztbericht von Dr. med. G._____ 

vom 16. März 2015 in Bg-act. 135). Mit anderen Worten attestiert sowohl 

der operierende und nachbehandelnde Dr. med. G._____ als auch 

Kreisarzt Dr. med. D._____ dem Beschwerdeführer eine (wenn auch mit 

gewissen Einschränkungen verbundene) Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit in vollem Umfang, weshalb zum Zeitpunkt des Fallabschlusses 

nicht von einer "erheblichen Arbeitsunfähigkeit" die Rede sein kann (vgl. 

hierzu auch angefochtener Entscheid S. 12 m.w.H.). Damit kann offen 

bleiben, ob in Anbetracht der nur bedingt an sein Leiden angepassten 

Tätigkeit bei seinem ehemaligen Arbeitgeber – wie dies von der 

Beschwerdegegnerin in Zweifel gezogen wird (vgl. Beschwerdeantwort 

S. 7) – überhaupt von "ernsthaften Anstrengungen" zur Überwindung der 

(ohnehin nicht vorliegenden) Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden 

kann. Somit ist dieses Kriterium ebenfalls nicht erfüllt.

f) Unbestrittenermassen ist weder das Kriterium "besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls" noch das 

Kriterium "schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen" 

erfüllt, weshalb sich diesbezüglich weitere Ausführungen erübrigen. 

Insgesamt ist demnach keines oder höchstens ein Adäquanzkriterium 

("erhebliche Beschwerden") in nicht ausgeprägter Weise gegeben, 

weshalb die adäquate Kausalität zwischen den HWS-, Kopf- und 

äquivalenten Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 13. Dezember 

2013 vorliegend zu verneinen ist. Damit hat die Beschwerdegegnerin 

- 21 -

einen Anspruch auf Versicherungsleistungen nach UVG in Bezug auf 

diese Beschwerden zu Recht verneint.

6. Wie bereits erwähnt, ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Invalidenrente und Integritätsentschädigung in Bezug auf die organisch 

strukturellen Schulterbeschwerden rechts unbestritten (vgl. vorstehend 

Erwägung 3a). Umstritten ist jedoch der Invaliditätsgrad des 

Beschwerdeführers. Dieser ist bei erwerbstätigen Versicherten gemäss 

Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu 

wird zunächst das Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 

(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 

E.3.4.2). Während vorliegend die Festsetzung des Valideneinkommens 

auf Fr. 72'100.-- nicht beanstandet worden ist (vgl. Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 15. September 2015 in Bg-act. 181 S. 2), 

bemängelt der Beschwerdeführer in Bezug auf das Invalideneinkommen 

die Beweiswertigkeit des Zumutbarkeitsprofils von Kreisarzt Dr. med. 

D._____ vom 28. Juli 2015 und moniert die Verwertbarkeit seiner 

Restarbeitsfähigkeit sowie die Höhe des gewährten Leidensabzuges.

7. a) Voraussetzung für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist die 

sachgerechte Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit. Als solche gilt gemäss 

- 22 -

Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 

im bisherigen Beruf oder in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbare 

Arbeit zu leisten. Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind 

Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte auf 

medizinische Experten angewiesen (vgl. BGE 125 V 256 E.4). Aufgabe 

des Arztes ist es, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu 

beurteilen und Stellung zu nehmen zu der Frage, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 132 V 

93 E.4 und BGE 125 V 261 E.4). Arztberichte unterliegen wie sämtliche 

Beweismittel in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes 

eines Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

abgegeben worden ist, in der Darstellung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(vgl. BGE 134 V 231 E.5.1 und 125 V 351 E.3a). Auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

- 23 -

ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(vgl. zum Ganzen BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 125 V 351 

E.3b/ee, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012).

b) Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin vollumfänglich auf den Bericht 

ihres Kreisarztes Dr. med. D._____ vom 28. Juli 2015 abgestellt. Diesem 

lässt sich entnehmen, dass dem Beschwerdeführer die frühere 

Berufstätigkeit als Vorarbeiter Gartenbau aufgrund seiner 

Schulterprobleme nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar sei ihm jedoch eine 

sehr leichte Tätigkeit (Gewichtslimite 5 kg bis auf Brusthöhe) ohne 

Handeinsatz rechts über Brusthöhe, ohne groben Krafteinsatz des 

rechten Armes und ohne Ersteigen von Leitern oder Gerüsten. Für eine 

derart geeignete Tätigkeit sei er ganztags einsetzbar (vgl. Bericht der 

Abschlussuntersuchung von Dr. med. D._____ vom 28. Juli 2015 in Bg-

act. 165 S. 4). Diese Einschätzung bemängelt der Beschwerdeführer 

insofern, als sie sich nicht mit den übrigen medizinischen Unterlagen 

decke. So habe Dr. med. G._____ immer wieder betont, dass ihm das 

Heben nur bis zu max. 2 kg möglich sei, was eine zusätzlich zu 

beachtende Einschränkung darstelle. Dieser Auffassung sei offensichtlich 

zu folgen, zumal Dr. med. G._____ ihn einerseits operiert und 

andererseits danach mehrmals postoperativ untersucht habe, während 

der Kreisarzt ihn nur einmal gesehen habe. Ausserdem liefere Dr. med. 

D._____ keine Begründung, weshalb er von der Einschätzung von Dr. 

med. G._____ abweiche (vgl. Beschwerde S. 15 f.).

c) Es trifft zu, dass Kreisarzt Dr. med. D._____ in seinem 

Zumutbarkeitsprofil von einer Gewichtslimite von 5 kg bis Brusthöhe 

ausgeht, während Dr. med. G._____ in seinem in die Zeit des 

Behandlungsabschlusses fallenden Konsultationsbericht vom 16. März 

2015 eine belastungsangepasste Tätigkeit in einer nicht repetitiven 

- 24 -

Tätigkeit mit Belastung von maximal 2 kg bis Brusthöhe vor dem Körper 

ohne Überkopfbewegungen als zumutbar erachtet (vgl. 

Konsultationsbericht von Dr. med. G._____ vom 16. März 2015 in Bg-act. 

135). Hierzu ist jedoch auch festzuhalten, dass Dr. med. G._____ in 

seinem Bericht vom 15. September 2014 ebenfalls noch festgehalten hat, 

dass unter anderem keine Belastungen von mehr als 5 kg über 

Bauchhöhe hinaus abgefordert werden sollten (vgl. Konsultationsbericht 

von Dr. med. G._____ vom 15. September 2014 in Bg-act. 81). In einem 

Bericht vom 13. Mai 2014, mithin sechs Wochen postoperativ, hat er die 

Belastungsgrenze zwar auf 2 kg festgesetzt, doch aufgrund der Wortwahl 

und des Datums dieses Berichts ist dies lediglich als zeitlich limitierte 

Empfehlung zu verstehen (vgl. Konsultationsbericht von Dr. med. 

G._____ vom 13. Mai 2014 in Bg-act. 44). Es ist nun nicht 

nachvollziehbar und wird von Dr. med. G._____ auch nicht dargelegt, 

weshalb er noch im September 2014 von einer Belastungslimite von 5 kg 

und ein halbes Jahr später sodann von einer solchen von 2 kg ausgeht, 

zumal in beiden Berichten dieselbe Diagnose und derselbe Befund 

festgehalten wird (ausser, dass im März 2015 zusätzlich von einer leicht 

eingeschränkten Kraft gegen Widerstand in Abduktion und Anteversion 

berichtet wird; vgl. Bg-act. 135).

d) Die Beschwerdegegnerin führt zutreffend aus, dass Kreisärzte in ihrer 

Funktion und Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin seien und 

ihnen im Verhältnis zu Allgemeinpraktikern eine spezialärztliche Stellung 

zukomme (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 

2008 E.7.5.4). Bei Dr. med. G._____ handelt es sich zwar nicht um einen 

Allgemeinpraktiker, sondern – wie beim Kreisarzt Dr. med. D._____ – 

ebenfalls um einen Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, weshalb seiner Beurteilung grundsätzlich nicht 

weniger Gewicht zukommt als derjenigen des Kreisarztes. Da Dr. med. 

G._____ in seinen Berichten jedoch nicht "immer wieder betont" hat (so 

- 25 -

Beschwerde S. 15 f.), die Maximalbelastung betrage 2 kg, sondern 

zwischenzeitlich wie dargelegt von 5 kg ausgegangen ist und diese 

Abweichung mit keinem Wort begründet hat, ist seine Einschätzung der 

maximalen Gewichtslimite nicht geeignet, die Zumutbarkeitsbeurteilung 

des Kreisarztes hinreichend in Zweifel zu ziehen. Denn obschon Dr. med. 

D._____ seine von Dr. med. G._____ abweichende Beurteilung (5 statt 

2 kg) ebenfalls nicht explizit begründet, hat er den letzten Bericht von Dr. 

med. G._____ in seiner Beurteilung im aktenmässigen Verlauf 

berücksichtigt und hat nach persönlicher Untersuchung des 

Beschwerdeführers eine Belastungslimite von 5 kg festgehalten. 

Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin handelt es sich dabei 

zwar nicht um ein knappes Abweichen – 5 kg sind immerhin mehr als das 

Doppelte von 2 kg –, doch ist diese Frage, wie sogleich aufzuzeigen sein 

wird, vorliegend nur von bedingter Relevanz. Jedenfalls erweisen sich die 

einleuchtenden und schlüssigen Ausführungen des Kreisarztes, welche 

für die streitigen Belange umfassend sind und nebst den geklagten 

Beschwerden auch die Anamnese berücksichtigen, vor dem Hintergrund 

des vorstehend Gesagten als voll beweiswertig. Insbesondere sind den 

Akten – wie soeben dargelegt – keine Dokumente zu entnehmen, welche 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

kreisärztlichen Feststellungen aufkommen lassen. Demnach hat sich die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid zu Recht auf das 

Zumutbarkeitsprofil von Kreisarzt Dr. med. D._____ gestützt, während die 

diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers (Willkür, Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes und des Anspruchs auf rechtliches Gehör; 

vgl. Beschwerde S. 16) ins Leere zielen.

8. a) Hinsichtlich der Ermittlung des Invalideneinkommens beanstandet der 

Beschwerdeführer zwar zu Recht nicht, dass die Beschwerdegegnerin 

hierfür die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 

periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

- 26 -

herangezogen hat (vgl. angefochtener Entscheid S. 14 f.). Diesbezüglich 

gibt er jedoch zu bedenken, dass dabei nicht von realitätsfremden 

Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden dürfe. In Anbetracht der 

Gewichtslimite von 2 kg (wobei dies auch bei zumutbarem Hebegewicht 

von bis zu 5 kg geltend würde) könne nicht davon ausgegangen werden, 

ihm würde eine Einsatzmöglichkeit in einem manuell betonten Beruf offen 

stehen. Von einer Arbeitsgelegenheit könne dort nicht gesprochen 

werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 

möglich sei, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 

kenne oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich sei und das Finden einer 

entsprechenden Stelle daher zum vornherein als ausgeschlossen 

erscheine. Eine Arbeitsstelle, welche einfache Tätigkeiten körperlicher 

und handwerklicher Art, jedoch keine Belastungen von über 2 kg 

abverlange, gebe es schlicht und einfach nicht (vgl. Beschwerde S. 16 f.). 

Damit rügt der Beschwerdeführer mit anderen Worten, dass ihm die 

wirtschaftliche Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit auf dem ihm 

offen stehenden Arbeitsmarkt weder möglich noch zumutbar sei, mithin 

dass das Finden einer seinem Leiden angepassten Stelle unmöglich sei.

b) Referenzpunkt für die Beantwortung dieser Frage ist nicht der effektive 

Arbeitsmarkt, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). 

Hierbei handelt es sich um einen theoretischen und abstrakten Begriff, 

der die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt. Er umfasst in 

wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene 

Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen 

gesundheitlich Beeinträchtigter, tatsächlich eine zumutbare und geeignete 

Stelle zu finden, ab. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umschliesst 

einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der 

Nachfrage nach Stellen. Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, 

der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

- 27 -

umfasst (vgl. BGE 134 V 64 E.4.2.1 sowie Urteil des Bundesgerichts 

8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E.5.2.1). An die Konkretisierung von 

Arbeitsgelegenheiten (und Verdienstaussichten) sind praxisgemäss nicht 

übermässige Anforderungen zu stellen. So geht die Gerichtspraxis etwa 

davon aus, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für Personen, welche 

funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte 

Arbeiten verrichten können, genügend realistische 

Betätigungsmöglichkeiten bietet. Zu denken sei etwa an einfache 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und 

Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen und 

Produktionseinheiten, die keinen Einsatz des rechten Arms und der 

rechten Hand voraussetzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E.3.4 sowie zum Ganzen RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18 S. 133).

c) Die Einwände des Beschwerdeführers haben wohl etwas für sich, wenn 

er ausführt, dass ihm eine Tätigkeit als Vorarbeiter – in deren Rahmen er 

teilweise auch Koordinationsaufgaben wahrgenommen habe und 

körperliche Tätigkeiten in beschränktem Rahmen habe delegieren können 

– nicht mehr zumutbar sei und darauf hinweist, dass selbst ein 

Wiedereingliederungsversuch bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, 

welcher ihm stets viel Wohlwollen entgegengebracht habe und bei dem 

auch seine beiden Söhne arbeiten würden, nicht erfolgreich gewesen sei. 

Auch trifft es zu, dass ein Einsatz in einer hierarchisch höheren Tätigkeit 

mit administrativen Aufgaben wohl an seiner fehlenden Ausbildung 

scheitern würde (vgl. Beschwerde S. 16 ff. sowie zum gescheiterten 

Arbeitsversuch resp. zu den laufend abnehmenden Schätzungen seiner 

Eingliederungsfähigkeit und entsprechenden Bereitschaft Bg-act. 82, 129, 

144 und 146). Jedoch entspricht es einer zu engen Betrachtungsweise, 

die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit lediglich anhand der Definition 

des LSE 2012 TA1 Position Kompetenzniveau 1 (Männer = einfache 

- 28 -

Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) zu beurteilen. Vielmehr 

ist mit Blick auf die vorstehend erwähnte Rechtsprechung festzuhalten, 

dass ein ausgeglichener Arbeitsmarkt selbst für funktionell Einarmige – 

von denen sich der Beschwerdeführer puncto Belastungsmöglichkeit gar 

noch leicht abhebt – noch genügend Einsatzmöglichkeiten bietet, und 

zwar etwa in Form von einfachen Überwachungs-, Prüf- und 

Kontrolltätigkeiten (vgl. soeben Erwägung 7b). Vor diesem Hintergrund ist 

es denn auch nicht von entscheidender Bedeutung, ob die 

Belastungslimite des Beschwerdeführers 2  oder 5 kg beträgt.

d) Ausserdem legt der Beschwerdeführer nicht näher dar, inwiefern nicht 

von einem 100%-Pensum auszugehen sei (vgl. hierzu Beschwerde 

S. 18). Weshalb der Beschwerdeführer mit den im Zumutbarkeitsprofil 

festgehaltenen Einschränkungen in einer adaptierten Tätigkeit nicht ein 

volles Arbeitspensum zu absolvieren imstande wäre, ist weder ersichtlich 

noch lassen sich den Akten – selbst den Beurteilungen von Dr. med. 

G._____ nicht – entsprechende Hinweise entnehmen. Von weiteren 

Abklärungen hinsichtlich der arbeitsbezogenen körperlichen 

Leistungsfähigkeit resp. seiner Restarbeitsfähigkeit, wie sie der 

Beschwerdeführer beantragt, ist demnach in antizipierter 

Beweiswürdigung abzusehen (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3 m.w.H.). Damit ist 

festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer die wirtschaftliche 

Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit vollumfänglich zumutbar ist, 

weshalb die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens zu Recht auf den LSE 2012 TA1 Position Total 

Kompetenzniveau 1 Männer abgestellt hat (vgl. angefochtener Entscheid 

S. 15).

9. a) Schliesslich ist der im Umfang von 10 % gewährte Leidensabzug zu 

beurteilen, welchen die Beschwerdegegnerin mit dem Zumutbarkeitsprofil 

resp. mit den leidensbedingten Einschränkungen (nur noch sehr leichte 

- 29 -

Arbeit zumutbar, Handeinsätze rechts über Brusthöhe sowie allgemein 

grobe Krafteinsätze des rechten Arms und das Besteigen von 

Leitern/Gerüsten seien zu unterlassen) begründet hat (vgl. angefochtener 

Entscheid S. 15 sowie Beschwerdeantwort S. 11). Der Beschwerdeführer 

bemängelt diesen gewährten Leidensabzug nämlich insofern als zu 

niedrig, als die Beschwerdegegnerin verkenne, dass er erheblich mehr 

eingeschränkt sei, als es aus dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. 

D._____ erhelle, dass er nur max. 2 kg heben könne und dass eine 

Neuanstellung in seinem fortgeschrittenen Alter mehr als 

unwahrscheinlich sei. Seit er in die Schweiz gekommen sei, habe er beim 

gleichen Arbeitgeber gearbeitet, und obschon er seit langem in der 

Schweiz lebe, seien seine Deutschkenntnisse bescheiden. Ausserdem 

habe er stets in einem 100%-Pensum gearbeitet, habe nun aber infolge 

des Unfalls schon seit zwei Jahren nicht mehr arbeiten können. Aus 

diesen Gründen sei ein voller Leidensabzug von 25 % gerechtfertigt (vgl. 

Beschwerde S. 18 f.).

b) Der Leidensabzug bezweckt, ausgehend von statistischen Werten (vgl. 

hierzu soeben Erwägung 8) ein Invalideneinkommen zu ermitteln, 

welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch 

möglichen Verrichtungen im Rahmen der Restarbeitsfähigkeit am besten 

entspricht. Mit anderen Worten soll ein solcher Abzug jene Nachteile 

ausgleichen, welche die versicherte Person bei der statistischen 

Erhebung des Invalideneinkommens anhand der Tabellenlöhne – welche 

gestützt auf gesunde Arbeitskräfte festgesetzt werden und auf den realen 

Arbeitsmarkt bezogen deshalb eine zusätzliche Lohneinbusse bewirken 

können – erleidet. Dieser Gesichtspunkt ist auch hinsichtlich der übrigen 

in Betracht fallenden einkommensbeeinflussenden Merkmale wie des 

Lebensalters, der Anzahl Dienstjahre, der Nationalität bzw. der 

Aufenthaltskategorie und des Beschäftigungsgrades zu berücksichtigen. 

Ein solcher Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen, sondern erst 

- 30 -

dann, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der 

Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine 

gesundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg 

verwerten kann (vgl. BGE 126 V 75 E.5b/aa). Der Einfluss aller Merkmale 

auf das Invalideneinkommen ist unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 

wobei der Abzug vom statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % 

begrenzt ist (vgl. BGE 125 V 75 E.5b sowie auch BGE 135 V 297 E.5.2 

und RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18 S. 137 f.). In Bezug auf die 

Überprüfung des Leidensabzuges ist die Kognition des kantonalen 

Versicherungsgerichts nicht auf Rechtsverletzungen beschränkt, sondern 

erstreckt sich auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der 

Verwaltungsverfügung (vgl. BGE 137 V 71 [= Pra 100 Nr. 91] E.5.2).

c) Nicht überzeugend sind die beschwerdeführerischen Vorbringen 

hinsichtlich der geltend gemachten mangelnden Deutschkenntnisse, 

zumal der Beschwerdeführer – obschon Y._____scher Herkunft – 

zunächst fünf Jahre in Deutschland gelebt hat, nun seit fast dreissig 

Jahren in der Schweiz lebt und seit 2004 Schweizer Staatsbürger ist (vgl. 

Rentenanmeldung vom 27. Juni 2014 in Bg-act. 56 S. 2 und 4). Auch der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer stets zu 100 % beim gleichen 

Arbeitgeber gearbeitet hat und nun seit zwei Jahren nicht mehr 

erwerbstätig gewesen ist, rechtfertigt noch keinen Abzug. 

Rechtsprechungsgemäss ist eine lange Dienstdauer beim gleichen 

Arbeitgeber – obschon ein Versicherter eines allfälligen lohnrelevanten 

Vorteils der bisherigen Dienstjahre verlustig geht – auf dem 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich nämlich als 

positiv zu werten, zumal sich die durch die langjährige Betriebstreue 

ausgewiesene Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit bei einem anderen 

Arbeitgeber im Anfangslohn niederschlägt. Ausserdem nimmt die 

- 31 -

Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedriger das 

Anforderungsprofil ist. Einer langen Betriebszugehörigkeit kommt deshalb 

bei einer Festlegung des Invalideneinkommens gestützt auf das 

Anforderungsniveau 4 – wie vorliegend – keine relevante Bedeutung zu 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E.4.1 

m.w.H.). Zu beachten ist dieser Umstand jedoch insofern, als sich die 

Berufserfahrung des Beschwerdeführers, der über keine fundierte 

Ausbildung verfügt, praktisch auf eine einzige Branche beschränkt, in 

welcher sich – wie angesichts des Zumutbarkeitsprofils sowie des 

geschilderten Arbeitsversuches beim bisherigen Arbeitgeber 

angenommen werden muss – keine zumutbare Verweistätigkeit finden 

lassen wird. Mit anderen Worten fehlt ihm ein "solides berufliches 

Rüstzeug", welches für eine reibungslose Reintegration in den 

Arbeitsmarkt resp. in eine andere als seine angestammte Branche 

vonnöten wäre (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 8C_839/2013 vom 

13. März 2014 E.5.3.2).

d) In Bezug auf das fortgeschrittene Alter von über 60 Jahren zum Zeitpunkt 

des angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Dezember 2015 ist 

festzuhalten, dass dieses für sich alleine grundsätzlich keinen Abzug 

rechtfertigt resp. sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eher 

lohnerhöhend auswirkt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2011 vom 

9. Juni 2011 E.4.4 mit weiteren Hinweisen sowie RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., Art. 18 S. 137 ff.). Soweit der Beschwerdeführer erneut das 

Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes bemängelt, ist unter Verweis auf die 

vorstehenden Ausführungen in Erwägung 7d festzuhalten, dass dieses 

nicht zu beanstanden ist. Zu korrigieren ist im vorliegenden Kontext indes 

die vorinstanzliche Würdigung dieses Zumutbarkeitsprofils resp. die 

gestützt darauf erfolgte Festsetzung eines Leidensabzuges von 10 %. 

Wie sich dem Zumutbarkeitsprofil entnehmen lässt, sind dem 

Beschwerdeführer – im Gegensatz zu seiner nicht mehr zumutbaren 

- 32 -

bisherigen schweren Tätigkeit als Bauarbeiter in der Stellung eines 

Vorarbeiters – nämlich nur noch sehr leichte Tätigkeiten ohne 

Handeinsatz rechts über Brusthöhe, ohne groben Krafteinsatz des 

rechten Armes und ohne Ersteigen von Leitern oder Gerüsten zumutbar 

(vgl. hierzu vorstehend Erwägung 7). Gestützt auf diese erheblichen 

leidensbedingten Einschränkungen des dominanten Armes ist – 

insbesondere in Anbetracht ähnlich gelagerter Fälle und unabhängig 

davon, ob dem Beschwerdeführer eine Maximalbelastung von 2 oder 5 kg 

zumutbar ist (vgl. vorstehend Erwägung 7d) – davon auszugehen, dass 

die erwerbliche Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit an einem 

konkreten Arbeitsplatz verglichen mit einem gesunden Versicherten ganz 

erheblich erschwert ist, weshalb in Würdigung der gesamten Umstände 

ein Leidensabzug von 15 % als angemessen erscheint (vgl. zum 

Leidensabzug bei gesundheitlichen Einschränkungen der rechten Hand 

etwa Urteile des Bundesgerichts 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E.3.3, 

8C_1050/2009 vom 28. April 2010 4.2, 8C_971/2008 vom 23. März 2009 

E.4.2.6.2 oder U 420/2004 vom 25. Juli 2005 E.2.5).

e) Diesbezüglich ist die vorliegende Beschwerde folglich teilweise 

gutzuheissen und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen, damit diese den Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers unter Gewährung eines Leidensabzuges von 15 % 

neu ermittle.

10. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu 

Recht eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 10 % 

zugesprochen hat oder ob – wie vom Beschwerdeführer beantragt – von 

einer Integritätseinbusse von mindestens 15 % auszugehen wäre.

a) Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

- 33 -

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, 

wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang besteht. Erheblich ist er, wenn die körperliche, geistige 

oder psychische Integrität einer versicherten Person, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 25 Abs. 2 

UVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 

Kapitalleistung gewährt und ist entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens, welche nach dem medizinischen Befund beurteilt 

wird, abzustufen (Art. 25 UVG). Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich, d.h. er wird abstrakt 

und egalitär bemessen (vgl. BGE 124 V 29 E.3c sowie RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 25 S. 166 und FREI, Die 

Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung, Diss., Freiburg 1998, S. 79 ff.). Gemäss Art. 36 

Abs. 2 UVV gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 

Richtlinien des Anhangs 3. In diesem Anhang finden sich Richtwerte, 

welche für eine Reihe von häufig vorkommenden Integritätsschäden die 

Höhe der Integritätseinbusse in Prozenten des maximal versicherten 

Verdienstes bestimmen. Diese Richtwerte hat die SUVA weiterentwickelt, 

indem sie für weitere Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet hat. Diese 

so genannten SUVA-Tabellen stellen keine Rechtssätze, sondern 

Verwaltungsweisungen dar, die als solche für das im Streitfall angerufene 

Versicherungsgericht nicht verbindlich sind. Soweit sie allerdings 

Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll, sind sie nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar und vom 

angerufenen Versicherungsgericht im Einzelfall zu beachten (vgl. 

BGE 124 V 29 E.1c). Findet sich für einen zu beurteilenden 

Gesundheitsschaden weder im Anhang 3 zur UVV noch in den SUVA-

- 34 -

Tabellen ein Richtwert, so ist die Schwere des Integritätsschadens durch 

den Vergleich mit den geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 

Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3).

b) Ob im Einzelfall ein Gesundheitsschaden vorliegt, der vom Typus her eine 

Integritätsentschädigung zu begründen vermag, hat ein medizinischer 

Sachverständiger zu beurteilen. Der Verwaltung und dem im Streitfall 

angerufenen Gericht obliegt es alsdann, gestützt auf die ärztliche 

Befunderhebung zu beurteilen, ob eine gesundheitliche Beeinträchtigung 

die Erheblichkeitsschwelle erreicht und, bejahendenfalls, welches 

Ausmass die als erheblich einzustufende Schädigung aufweist. Dass sie 

sich hierfür an die medizinischen Angaben zu halten haben, ändert nichts 

daran, dass die Beurteilung des Integritätsschadens als Grundlage des 

gesetzlichen Leistungsanspruchs letztlich Sache der zuständigen 

Behörden und nicht der medizinischen Fachperson ist. Gelangt eine 

zuständige Behörde im Rahmen der freien Beweiswürdigung indes zur 

Auffassung, es lägen keine schlüssigen medizinischen Angaben zum 

Bestehen eines Integritätsschadens vor, führt dies regelmässig zu 

weiteren medizinischen Sachverhaltsabklärungen. Nur in Ausnahmefällen 

kann die zuständige Behörde die Integritätsentschädigung ohne weitere 

Abklärungen aufgrund der existierenden Unterlagen bemessen (vgl. SVR 

2009 UV Nr. 27 S. 97; Urteile des Bundesgerichts 8C_826/2012 vom 28. 

Mai 2013 E.2.2 und U 121/06 vom 23. April 2007 E.4.2 sowie FREI, 

a.a.O., 68 ff.).

c) In Bezug auf den Integritätsentschädigung hat die Beschwerdegegnerin in 

der angefochtenen Verfügung vollumfänglich auf die entsprechende 

Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. D._____ abgestellt (vgl. 

angefochtener Entscheid S. 15 ff.). Dieser hat den Integritätsschaden in 

seiner Beurteilung vom 29. Juli 2015 in Anbetracht der aus dem 

Unfallereignis vom 13. Dezember 2013 resultierenden dauernden und 

- 35 -

erheblichen Restfolgen auf 10 % geschätzt, zumal Tabelle 1 in 

"Integritätsentschädigung gemäss UVG" (www.suva.ch > Unfall > 

Versicherungsmedizin > Fachpublikationen > Tabellen betreffend 

Integritätsschäden im Unfallversicherungsbereich > Tabelle 1; zuletzt 

aufgerufen am 2. November 2016) für eine Periarthropathie mässigen 

Grades einen solchen vorsehe (vgl. Beurteilung des Integritätsschadens 

von Dr. med. D._____ vom 29. Juli 2015 in Bg-act. 164). Diese 

Einschätzung rügt der Beschwerdeführer insofern, als die Beweglichkeit 

seiner rechten Schulter – wie vom Kreisarzt in dessen 

Abschlussuntersuchungsbericht vom 28. Juli 2015 festgestellt – stark 

eingeschränkt sei und deshalb entsprechend der Tabelle 1 an die 

Funktionsstörung der Schulter "bis zur Horizontalen beweglich" 

anzuknüpfen und von einem Integritätsschaden von mindestens 15 % 

auszugehen sei (vgl. Beschwerde S. 20).

d) Es trifft zwar zu, dass Kreisarzt Dr. med. D._____ in seiner 

Abschlussbeurteilung die Schulterabduktion rechts mit 80° sowie die 

Aussen-/Innenrotation rechts mit 10-0-45° angegeben hat (vgl. Bericht der 

Abschlussuntersuchung von Dr. med. D._____ vom 28. Juli 2015 in Bg-

act. 165 S. 3). Dennoch vermögen die Ausführungen des 

Beschwerdeführers die fachärztliche Einschätzung des Kreisarztes nicht 

in Zweifel zu ziehen. Dieser hat den Integritätsschaden nämlich nach 

persönlicher Untersuchung des Beschwerdeführers und in ausdrücklicher 

Berücksichtigung der verminderten Beweglichkeit der rechten Schulter 

(mässiggradige Periarthropathie Schulter rechts bei frozen shoulder mit 

verminderter Kraft Arm rechts und verminderter Schulterbeweglichkeit 

rechts) geschätzt. Ausserdem liegen keine weiteren medizinischen 

Unterlagen bei den Akten, welche sich zum Integritätsschaden äusserten 

oder die Schätzung des Kreisarztes in Zweifel ziehen würden. Damit ist 

es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die 

Einschätzung des Kreisarztes abgestellt und die Integritätseinbusse auf 

http://www.suva.ch

- 36 -

10 % festgesetzt hat. Die konkrete Berechnung der 

Integritätsentschädigung, bei welcher die Beschwerdegegnerin von einem 

Jahresverdienst von Fr. 126'000.-- ausgegangen ist und folglich eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- zugesprochen hat (vgl. 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. September 2015 in Bg-act. 

181 S. 3), wird seitens des Beschwerdeführers nicht beanstandet.

11. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin in 

jeder Hinsicht zu Recht auf die voll beweiswertigen Einschätzungen ihres 

Kreisarztes Dr. med. D._____ abgestellt hat und gestützt darauf zu Recht 

zum Schluss gekommen ist, dass die HWS-, Kopf- und äquivalenten 

Beschwerden zufolge fehlendem adäquatem Kausalzusammenhang mit 

dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2013 nicht 

rentenanspruchsbegründend sind. Während die im Zusammenhang mit 

der unbestrittenermassen rentenanspruchsbegründenden 

Schulterproblematik zugesprochene Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 10 % nicht zu beanstanden ist, ist die vorliegende 

Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen, als zufolge der erheblichen 

leidensbedingten Einschränkungen und der Tatsache, dass dem 

Beschwerdeführer seine bisherige schwere Tätigkeit nicht mehr zumutbar 

ist, zum verfügten Leidensabzug von 10 % ein zusätzlicher Abzug von 

5 % zu gewähren ist. Diesbezüglich ist die vorliegende Angelegenheit 

deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers vor diesem Hintergrund ermittle 

und neu verfüge.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – abgesehen von hier nicht vorliegenden 

Ausnahmen – kostenlos. Gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG hat der teilweise 

obsiegende Beschwerdeführer jedoch Anspruch auf eine angemessene 

Parteientschädigung, welche vom Versicherungsgericht festgesetzt wird. 

- 37 -

Mit seiner Honorarnote vom 12. April 2016 hat der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers für das vorliegende Verfahren einen Aufwand von 

Fr. 6'052.90, bestehend aus einem Honorar nach Zeitaufwand von 22.35 

Stunden à Fr. 250.-- (Fr. 5'587.50) zzgl. Spesen in Höhe von Fr. 17.-- und 

8 % MWST, geltend gemacht. Da jedoch nur ein einfacher 

Schriftenwechsel stattgefunden hat, erscheint der geltend gemachte 

Zeitaufwand nicht als angemessen im Sinne von Art. 61 lit. g ATSG. 

Überdies erscheint der geschätzte Aufwand von zwei Stunden für die 

Prüfung des Urteils und den Mandatsabschluss überhöht. Vor diesem 

Hintergrund und in Anbetracht des lediglich teilweisen Obsiegens des 

Beschwerdeführers ist die von der Beschwerdegegnerin zu leistende 

Parteientschädigung ermessensweise auf pauschal Fr. 1'500.-- inkl. 

MWST festzusetzen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die vorliegende 

Angelegenheit an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

zurückgewiesen, damit diese über den Rentenanspruch von A._____ 

unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 15 % neu verfüge. Im 

Übrigen ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen und der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2015 zu 

bestätigen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat A._____ mit 

Fr. 1'500.-- (inkl. MWST) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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