# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fb23eb2-d0f3-59f0-aae1-d2878b9837e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2012 D-332/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-332-2012_2012-03-01.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­332/2012/sed

U r t e i l   v om   1 .  Mä r z   2 0 1 2

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richterin Regula Schenker Senn, Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

Partei A._______, geboren am … ,
Afghanistan,  
vertreten durch lic. iur. Guido Ehrler, Advokat, 
Gesuchsteller, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Revision; 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­2763/2010 
vom 24. November 2011 / N … .

D­332/2012

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Gesuchsteller  –  ein  Staatsangehöriger  von  Afghanistan  aus 
Herat  – am 30.  Juni  2009  in  der Schweiz um Asyl  nachsuchte, wie am 
gleichen  Tag  auch  seine  Eltern  und  seine  drei  minderjährigen 
Geschwister, 

dass  das  BFM  am  26.  Januar  2010  zwar  deren  Asylgesuche  ablehnte 
und  die  Wegweisung  verfügte,  jedoch  gleichzeitig  die  vorläufige 
Aufnahme der Eltern und minderjährigen Geschwister des Gesuchstellers 
in der Schweiz anordnete, 

dass  das  Bundesamt  im  Falle  des  Gesuchstellers  davon  abweichend 
entschied,  indem  das  BFM  mit  Verfügung  vom  18.  März  2010  sowohl 
dessen Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung verfügte, als auch den 
Wegweisungsvollzug nach Afghanistan anordnete,

dass  der  Gesuchsteller  gegen  diesen  Entscheid  am  21.  April  2010 – 
handelnd durch seine vormalige Rechtsvertreterin und beschränkt auf die 
Frage des Wegweisungsvollzuges – Beschwerde einreichte, 

dass er in seiner Beschwerde namentlich geltend machte, nachdem seine 
Eltern  und  drei  minderjährige  Geschwister  in  der  Schweiz  bleiben 
könnten,  verfüge  er  in  seiner  Heimat  über  keinerlei  persönliche 
Anknüpfungspunkte  mehr,  da  der  Kontakt  zu  seinen  Angehörigen  in 
Herat  (gemäss  den  Akten  seine  Grossmutter  und  eine  Tante 
väterlicherseits sowie seine Grosseltern und ein Onkel mütterlicherseits) 
abgerissen sei, 

dass  die  Beschwerde  des  Gesuchstellers  mit  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­2763/2010  vom  24.  November  2011 
abgewiesen wurde,

dass in diesem Urteil namentlich festgehalten wurde, gemäss den Akten 
verfüge  der  Gesuchsteller  in  Herat  über  ein  tragfähiges  soziales 
Beziehungsnetz,  weshalb  er  dort  auf  Unterstützung  sowohl  hinsichtlich 
der Existenzsicherung als auch der Wohnsituation zählen könne, 

dass das Bundesverwaltungsgericht dabei schloss, beim Vorbringen des 
Gesuchstellers,  seine  Verwandten  hätten  sich  aus  Herat  abgesetzt, 
handle  es  sich  um  eine  blosse  Schutzbehauptung,  mit  welcher  die 
Existenz  eines  tragfähigen  Beziehungsnetzes  nicht  in  Frage  gestellt 
werde,

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dass der Gesuchsteller am 18. Januar 2012 durch seinen Rechtsvertreter 
ein Revisionsgesuch betreffend dieses Urteil einreichen liess,

dass er  in seiner Eingabe die  revisionsweise Aufhebung des Urteils, die 
Wiederaufnahme  des  Beschwerdeverfahrens  und  in  der  Folge  die 
Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte, 

dass er gleichzeitig um ein Aussetzen des Wegweisungsvollzuges für die 
Dauer  des  Revisionsverfahrens  ersuchte,  wie  auch  um  die  Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsanwaltes 
als unentgeltlicher Rechtsbeistand, 

dass er in seiner Eingabe den Revisionsgrund nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a 
des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
anrief  und  in  dieser  Hinsicht  vorbrachte,  er  habe  nach  dem Erlass  des 
angefochtenen Urteils erfahren, dass sich seine Grosseltern, seine Tante 
und sein Onkel tatsächlich nicht mehr in Herat, sondern vielmehr in einem 
Flüchtlingslager  in  der  Nähe  der  iranischen  Stadt  Mashhad  aufhalten 
würden,  was  er  durch  einen  inzwischen  durch  Vermittlung  des  IKRK 
erfolgten Briefwechsels auch belegen könne, 

dass  er  in  diesem  Zusammenhang  vorbrachte,  sein  Landsmann 
X._______  sei  im  September  2011  im  Iran  gewesen,  wo  X._______  in 
einer Moschee in der Stadt Mashhad zufälligerweise den Grossvater des 
Gesuchstellers zu erkennen geglaubt habe, 

dass X._______  den Eltern  des Gesuchstellers  am 28. November  2011 
anlässlich eines Besuches von seiner Wahrnehmung berichtet habe, 

dass  es  seiner  Familie  aufgrund  dieser  Information  mit  Hilfe  des  IKRK 
gelungen  sei,  zu  den  im  Iran  lebenden  Verwandten  Kontakt 
aufzunehmen, mithin ein Kontakt mit diesen nicht früher möglich gewesen 
sei,  sondern  es  erst  der  Nachforschungen  des  IKRK  bedurft  habe  (vgl. 
Revisionsgesuch, S. 4, Ziff. 12 Bst. b), 

dass der Gesuchsteller als Beweismittel einen angeblichen Briefwechsel 
mit  seinen  Verwandten  vorlegte  (basierend  auf  einer  sogenannten 
Message Croix Rouge [MCR]), als zusätzliches Beweismittel das Zeugnis 
seines  Landsmannes  X._______  anerbot  und  zusätzlich  drei 
Bestätigungsschreiben  betreffend  seine  gute  Integration  in  der  Schweiz 
einreichte, 

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dass  mit  Zwischenverfügung  vom  24. Januar  2012  –  zufolge 
Aussichtslosigkeit der Begehren – sowohl das Gesuch um ein Aussetzen 
des  Wegweisungsvollzuges  (nach  Art. 112  des  Asylgesetzes  vom  26. 
Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31])  als  auch  die  Gesuche  um  Erlass  der 
Verfahrenskosten  und  um  Beiordnung  eines  unentgeltlichen 
Rechtbeistandes (gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) abgewiesen wurden, 

dass der Gesuchsteller gleichzeitig aufgefordert wurde, innert Frist einen 
Kostenvorschuss  von  Fr.  1'200.–  einzuzahlen,  unter  Androhung  des 
Nichteintretens im Unterlassungsfall (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG),

dass der Gesuchsteller am 3. Februar 2012 durch seinen Rechtsvertreter 
die  wiedererwägungsweise  Aufhebung  der  vorgenannten 
Zwischenverfügung, das Aussetzen des Wegweisungsvollzuges und den 
Verzicht auf den einverlangten Kostenvorschuss beantragen liess, 

dass  er  in  dieser  Eingabe  seine  bisherigen  Vorbringen  bekräftigte, 
gleichzeitig  aber  neu  vorbrachte,  sein  Landsmann  X._______  habe 
seinen Grossvater in der Moschee von Mashhad angetroffen, weshalb er 
(der  Gesuchsteller)  dem  IKRK  bereits  die  genaue  Adresse  seiner 
Verwandten habe übermitteln können (vgl. a.a.O., ab S. 2 oben), 

dass  er  dabei  als  neue Beweismittel  die  eMail­Bestätigung  einer  IKRK­
Mitarbeiterin  vom  1. Februar  2012  und  eine  auszugsweise  Kopie  des 
afghanischen  Reisepasses  von  X._______  vorlegte  und  wiederum  als 
zusätzliches Beweismittel  das Zeugnis  seines Landsmannes X._______ 
anerbot, 

dass er mit Eingaben vom 8. Februar 2012 um eine Erstreckung der noch 
laufenden  Zahlungsfrist  bis  zum  Entscheid  über  die  Eingabe  vom  3. 
Februar 2012 ersuchen liess, 

dass mit Zwischenverfügung vom 9. Februar 2012 ein Rückkommen auf 
die  vorgenannte  Zwischenverfügung  abgelehnt  und  dem  Gesuchsteller 
zur  Zahlung  des  einverlangten  Kostenvorschusses  –  im  Sinne  einer 
Notfrist – einmalig eine kurze Nachfrist eingeräumt wurde, 

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 13. Februar 2012 fristgerecht 
eingezahlt wurde,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem Beschwerden gegen 
Verfügungen  des  BFM  beurteilt,  wobei  es  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (vgl.  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31  und  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32] und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass es auch zuständig für die Revision von Urteilen ist, die es in seiner 
Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  über  Revisionsgesuche  in  einer 
Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen entscheidet (Art. 21 Abs. 1 
VGG),  sofern  das  Revisionsgesuch  nicht  in  die  einzelrichterliche 
Zuständigkeit  fällt  (vgl. Art. 23 Abs. 1 VGG  i.V.m. Art. 111 Bst. a und b 
AsylG),

dass  mit  dem  ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  die 
Unabänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen 
Beschwerdeentscheides  angefochten  wird,  im  Hinblick  darauf,  dass  die 
Rechtskraft  beseitigt  wird  und  über  die  Sache  neu  entschieden werden 
kann  (vgl.  dazu  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Auflage, Bern 2005, S. 269),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus den 
in Art. 121­123 BGG aufgeführten Gründen  in Revision  zieht, mithin die 
im  BGG  genannten  Revisionsgründe  im  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  sinngemäss  gelten  (Art. 45  VGG),  wobei 
Vorbringen, welche bereits  im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätten 
vorgebracht  werden  können,  nicht  als  Revisionsgründe  gelten  (Art.  46 
VGG),

dass  der  Gesuchsteller  legitimiert  ist  (Art.  48  Abs.  1  VwVG),  er  den 
Revisionsgrund  nach  Art. 123  Abs.  2  Bst.  a  BGG  anruft  und  er  seine 
Eingabe  innert  der  vorliegend  zu  beachtenden  Frist  von  90  Tagen  seit 
Eröffnung des angefochtenen Urteils eingereicht hat (vgl. Art. 124 Abs. 1 
Bst.  d  BGG),  weshalb  auf  die  Eingabe  als  frist­  und  formgerecht 
eingereichtes Revisionsgesuch einzutreten ist, 

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dass  gemäss  der  Bestimmung  von  Art.  123  Abs.  2  Bst.  a  BGG  die 
Revision  eines  Urteils  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  dann 
verlangt  werden  kann,  wenn  die  ersuchende  Partei  nachträglich 
erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, 
die sie  im  früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss 
der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden 
sind, 

dass  die  vorgelegten  Beweismittel  jüngeren  Datums  als  das 
angefochtene  Urteil  sind,  weshalb  bereits  fraglich  erscheint,  ob  sie 
überhaupt als Grundlage für eine Revision herangezogen werden können 
(vgl. dazu Art. 123 Abs. 2 Bst. a [letzter Satz] BGG),

dass  dies  letztlich  aber  offen  bleiben  kann,  da  die  Vorbringen  des 
Gesuchstellers – wie nachfolgend aufgezeigt – unter revisionsrechtlichen 
Gesichtspunkten als nicht erheblich zu erkennen sind, 

dass als neue Tatsachen und Beweismittel  im Sinne dieser Bestimmung 
nur  diejenigen  gelten,  die  sich  bis  zum  Abschluss  des  ordentlichen 
Verfahrens  verwirklicht  haben  respektive  zu  diesem  Zeitpunkt  bereits 
bestanden  hatten,  die  jedoch  trotz  hinreichender  Sorgfalt  nicht  bekannt 
waren  und  daher  nicht  geltend  gemacht  werden  konnten,  wobei  solche 
Tatsachen und Beweismittel  nur dann als erheblich gelten, wenn sie zu 
einem anderen Entscheid hätten führen können (vgl. BGE 108 V 171 E. 
1), 

dass  vom  Gesuchsteller  zwar  das  Vorliegen  einer  solchen  neuen  und 
erheblichen  Tatsache  behauptet  wird,  indem  er  geltend  macht,  seine 
Familie  habe  am  28. November  2011  durch  den  Bericht  ihres  aus  dem 
Iran  zurückgekehrten Landsmannes X._______ erfahren,  dass  sich  ihre 
gesamte  Verwandtschaft  nicht  mehr  im  heimatlichen  Herat,  sondern 
schon seit einiger Zeit  in einem Flüchtlingslager  im  iranischen Mashhad 
aufhalte, 

dass  indes die Ausführungen des Gesuchstellers über den Erhalt dieser 
angeblich  neuen  und  zugleich  entscheidrelevanten  Information,  an 
welche er  just vier Tage nach Erlass des angefochtenen Urteils gelangt 
sein will – nachdem das ordentliche Verfahren nota bene über zwei Jahre 
gedauert hatte – in keiner Weise zu überzeugen vermögen, sondern von 
insgesamt konstruierten Gesuchsvorbringen auszugehen ist, woran auch 
die vorgelegten Beweismittel nichts zu ändern vermögen, 

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dass  der  vom  Gesuchsteller  bezeichnete  Landsmann  X._______  zwar 
soweit ersichtlich aus Herat  stammt, er  seine Heimat  jedoch bereits  vor 
mehr  als  zehn  Jahren  verlassen  hat,  weshalb  als  nicht  nachvollziehbar 
erscheint, dass dieser Mann gerade kürzlich (angeblich anlässlich seiner 
Reise in den Iran von Ende September 2011) in Mashhad (immerhin der 
zweitgrössten Stadt des Irans mit mutmasslich über zweieinhalb Millionen 
Einwohnern),  und dort  an einem sehr weitläufigen und belebten Ort  (im 
Imam  Reza  Komplex,  eine  der  grössten  Moscheen  der  Welt),  ganz 
zufällig auf den Grossvater des Gesuchstellers  (angeblich ein Flüchtling 
in einem iranischen Lager) gestossen sein soll, 

dass  sich  der  Gesuchsteller  zusätzlich  in  klare Widersprüche  verstrickt 
hat,  indem  er  im  Rahmen  seiner  Eingabe  vom  18.  Januar  2012 
ausdrücklich  von  einer  blossen  Sichtung  des  Grossvaters  durch 
X._______  berichtet  hat  (was  weiteren  Abklärungen  über  das  IKRK 
notwendig gemacht haben soll, bis der Kontakt zur Verwandtschaft habe 
hergestellt werden können), wogegen er  in der Eingabe vom 3. Februar 
2012  neu  geltend  gemacht  hat,  X._______  habe  den  Grossvater  doch 
vielmehr  persönlich  angetroffen,  wodurch  seine  Familie  direkt  in  den 
Besitz  der  Adresse  der  Verwandtschaft  gelangt  sei,  womit  eine  IKRK­
Suchanfrage  gar  nicht  notwendig  gewesen  sei  (wie  zuvor  noch 
behauptet),  sondern  er  dem  IKRK  bereits  eine  genaue  Adresse  hätten 
übermitteln können  (was  ihm  in der Zwischenverfügung vom 24. Januar 
2012 entgegen gehalten worden war),

dass mit der klar erkennbaren Anpassung der Sachverhaltsschilderungen 
die Gesuchsvorbringen nicht  plausibilisiert,  sondern  vielmehr  vollständig 
erschüttert werden, 

dass insbesondere nicht klar wird, weshalb unter diesen Umständen das 
Einschalten des IKRK überhaupt hätte nötig sein sollen,

dass zudem nicht nachvollziehbar erscheint, dass der mit der Familie des 
Gesuchstellers befreundete X._______ nach seiner Iran­Reise von Ende 
September 2011 nicht sofort über seine verblüffende Begegnung mit dem 
verschollen geglaubten Grossvater berichtet haben soll, sondern er damit 
noch zwei ganze Monate zugewartet haben soll, um erst Ende November 
2011 – und damit just vier Tage nach Erlass des angefochtenen Urteils – 
bei  einem  Besuch  seiner  Freunde  doch  noch  über  seine  persönliche 
Begegnung  zu  berichten  und  der  Familie  doch  noch  die  Adresse  der 
verschollen geglaubten Verwandtschaft zu überbringen, 

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dass das behauptete Ereignis  auch mit  dem Vorbringen  in  der Eingabe 
vom 3. Februar 2012, es gebe eben Zufälle, welche zu akzeptieren seien, 
nicht plausibilisiert wird, 

dass  in  diesem  Zusammenhang  auf  die  wiederholt  als  zusätzliches 
Beweismittel  angebotene  Zeugenbefragung  von  X._______  im  Sinne 
einer antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten ist (vgl. Art. 33 Abs. 1 
VwVG),  da  in  asylrechtlichen  Verfahren  den  Aussagen  von  persönlich 
nahestehenden Personen wie X._______  –  erklärtermassen  ein  Freund 
der  Familie  –  zumeist  keine  relevante Beweiskraft  zugemessen werden 
kann  und  vorliegend  nichts  anderes  zu  erkennen  sein  dürfte,  zumal 
bereits  die  bisherigen  Ausführungen  zur  angeblichen  Sichtung  oder 
Begegnung von X._______ im Iran massive Widersprüche aufweisen, 

dass schliesslich der angebliche MCR­Briefwechsel und die Bestätigung 
durch eine Mitarbeiterin die angeführten Unglaubhaftigkeitselemente nicht 
in einem anderen Licht erscheinen zu lassen vermögen, 

dass  ein  solcher  Briefwechsel  insbesondere  auch  nichts  über  den 
tatsächlichen  Aufenthalt  der  Verwandtschaft  des  Gesuchstellers 
auszusagen vermag, sondern darin lediglich dargelegt wird, dass sich der 
Gesuchsteller über das  IKRK an einen Kontakt  im Iran gewandt hat, bei 
welchem  es  sich  –  alleine  seinen  Angaben  zufolge  –  um  seine 
Verwandten handeln soll, 

dass gerade der letztgenannte Umstand die leichte Manipulierbarkeit des 
angeblichen MCR­Briefwechsels aufzeigt, 

dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  die  Vorbringen  über  eine 
angebliche  Begegnung  des  Familienfreundes  X._______  mit  dem 
Grossvater  des  Gesuchstellers  in  Mashhad  aufgrund  verschiedener 
Ungereimtheiten  als  unglaubhaft  zu  erkennen  sind  und  demnach  der 
behauptete  Aufenthalt  angeblich  der  gesamten  Verwandtschaft  des 
Gesuchstellers  nicht  in  Herat,  sondern  im  iranischen  Mashhad,  nicht 
glaubhaft  erscheint,  beziehungsweise  diesbezüglich  keine  erheblichen 
Revisionsgründe vorgebracht werden konnten,

dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  im  Resultat  geschlossen 
werden  muss,  das  vorliegende  Revisionsgesuch  ziele  einzig  auf  eine 
nochmalige  Prüfung  der  bereits  bekannten  und  namentlich  bereits 
beurteilten  Sachverhaltsmomente  ab,  zumal  der  Beschwerdeführer  in 
seiner Eingabe nochmals auch auf seine gute Integration in der Schweiz 

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verweist, alleine dieser Umstand jedoch eine Revision des angefochtenen 
Urteils nicht rechtfertigen kann,

dass  nach  dem  Gesagten  das  Gesuch  um  Revision  des  Urteils  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­2763/2010  vom  24.  November  2011 
abzuweisen ist,

dass  der  Gesuchsteller  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die 
Verfahrenskosten zu  tragen hat  (vgl. Art. 63 Abs. 1  i.V.m. Art. 68 Abs. 2 
VwVG  sowie  Art.  1­3  des  Reglements  vom  22. Februar  2008  über  die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2]), 

dass  die  Kosten  im  vorliegenden  Revisionsverfahren  praxisgemäss  auf 
Fr. 1'200.– anzusetzen sind, wobei dieser Betrag mit dem am 13. Februar 
2012 geleisteten Kostenvorschuss vollständig gedeckt und mit diesem zu 
verrechnen ist. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1'200.­­  werden  dem  Gesuchsteller 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss 
verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Gesuchsteller,  das  BFM  und  die  zuständige 
kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: