# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ee19349-b3f0-5d4d-8ae2-9d8eb61d87c7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2017 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2017-10_0000-00-00.pdf

## Full Text

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Einkommenssteuer. Nichtberücksichtigung des Gewin- 
nungskostenüberschusses aus einer Liegenschaft in Itali- en.
– Die Praxis der kantonale Steuerverwaltung, wonach ein 

Aufwandsüberschuss aus einem im Ausland gelegenen 
Grundstück nicht vom steuerbaren Einkommen einer im 
Kanton Graubünden unbeschränkt steuerpflichtigen Per- son 
abgezogen werden kann, ist nicht zu beanstanden; 
obschon das StG diesbezüglich keine explizite Bestim- 
mung enthält und die Frage nach einem entsprechenden 
Gestaltungsspielraum der Kantone nicht abschliessend 
geklärt ist, ergibt sich dies aus der einschlägigen Recht- 
sprechung des Bundesgerichtes; zudem entspricht es 
anerkannten Grundsätzen der internationalen Steuer- 
ausscheidung, dass Aufwandsüberschüsse aus auslän- 
dischen Liegenschaften analog zu den bundesrechtli- 
chen Bestimmungen zu beurteilen sind und damit bei der 
Ermittlung des steuerbaren Einkommens im Kanton 
Graubünden nicht in Abzug gebracht werden können; die 
Literatur erlaubt keine andere Beurteilung und auch aus der 
Entstehungsgeschichte des StG ergeben sich keinerlei 
Anhaltspunkte, wonach der Kanton Graubün- den mit der 
Nichtübernahme von Art. 6 Abs. 3 DBG ins kantonale 
Recht eine abweichende Regelung habe ein- führen wollen 
resp. diesbezüglich von einem qualifizier- ten Schweigen 
des Gesetzgebers auszugehen wäre.

Imposta sul reddito. Mancata presa in considerazione del- le 
spese necessarie al conseguimento del reddito per un 
immobile sito in Italia.
– La prassi dell’amministrazione imposte cantonale – giu- sta 

la quale le spese in esubero derivate da un immobile sito 
all’estero non siano deducibili dal reddito imponibi- le per 
una persona che sottostà illimitatamente all’ob- bligo 
fiscale nel Cantone dei Grigioni – non è criticabile; anche se 
la LIG non contiene alcuna disposizione al ri- guardo e la 
questione inerente all’eventuale margine di apprezzamento 
spettante ai cantoni non sia ancora sta- ta definitivamente 
chiarita, risulta dalla costante giuri- sprudenza del Tribunale 
federale e corrisponde a principi riconosciuti della 
ripartizione fiscale internazionale che spese in esubero da 
fondi siti all’estero siano da valuta-

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re analogamente alle disposizioni conosciute dal diritto 
federale e che quindi per la determinazione del reddito 
imponibile nei Grigioni esse non possano venire dedot- te; 
la letteratura non permette una conclusione diversa e 
neppure dalla genesi della LIG vi sono elementi che 
lascino concludere che il Cantone dei Grigioni abbia, con la 
mancata ripresa di una disposizione come l’art. 6 cpv. 3 LID, 
voluto adottare una diversa regolamentazione o 
rispettivamente che occorra partire da un silenzio quali- 
ficato da parte del legislatore.

Erwägungen:
1 b) Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die in Italien 

getätigten Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 449‘742.– bei der 
Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuern 2013 nicht nur 
beim satzbestimmenden Einkommen, sondern auch beim steuer- 
baren Einkommen zu berücksichtigen gewesen wären. Nicht Streit- 
gegenstand bildet demgegenüber die unangefochten gebliebene 
Veranlagung der direkten Bundessteuer 2013.

2. a) Ein Aufwandsüberschuss resp. ein Gewinnungskos- 
tenüberschuss einer Liegenschaft ergibt sich, wenn die Unterhalts- 
kosten und die in der Bemessungsperiode aufgelaufenen Schuld- 
zinsen höher sind als die Erträge aus der Liegenschaft. Dass ein 
solcher Liegenschaftsaufwandsüberschuss im nationalen Verhält- 
nis grundsätzlich von den steuerbaren Einkünften abgezogen wer- 
den kann (Art. 35 Abs. 1 lit. b StG), folgt aus der Natur der Einkom- 
menssteuer als einer Steuer auf dem gesamten reinen Einkommen 
(sog. Grundsatz der Gesamtreineinkommenssteuer, vgl. REICH, 
Steuerrecht, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012 § 10 N 29 ff.). Demnach 
können Verluste aus einzelnen Einkommensquellen – wie etwa Ge- 
schäftsverluste und Verluste aus dem Betrieb von Liegenschaften
– mit Überschüssen aus anderen Quellen verrechnet werden. Vor-
liegend geht es jedoch um die steuerrechtliche Behandlung eines solchen 
Aufwandsüberschusses, der aus einer im Ausland, mithin in Italien 
gelegenen Liegenschaft resultiert. Wie sogleich aufzuzei- gen sein wird, 
gilt der Grundsatz der Gesamtreineinkommensbe- steuerung in 
internationalen Verhältnissen nicht absolut (vgl. hierzu nachfolgend 
Erwägung 3c). So weist das Abkommen vom 27. März 1979 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und Itali- en zur Vermeidung der 
Doppelbesteuerung und zur Regelung eini- ger anderer Fragen auf dem 
Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (DBA-Italien; 
SR 0.672.945.41) die Grundstücke

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und die daraus fliessenden Einkünfte dem Belegenheitsstaat zur 
ausschliesslichen Besteuerung zu (Art. 6 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 1 DBA-
Italien). Ausserdem statuiert Art. 24 Abs. 3 DBA-Italien folgen- des: 
Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte oder hat sie 
Vermögen und können diese Einkünfte oder dieses Vermö- gen nach 
diesem Abkommen in Italien besteuert werden, so nimmt die Schweiz 
diese Einkünfte oder dieses Vermögen vorbehaltlich des Absatzes 4 
(betreffend Dividenden, Zinsen und Lizenzgebüh- ren) von der 
Besteuerung aus; sie kann aber bei der Festsetzung der Steuer für das 
übrige Einkommen oder das übrige Vermögen dieser ansässigen Person 
den Steuersatz anwenden, der dem Ge- samteinkommen oder dem 
Gesamtvermögen entspricht, ohne die Befreiung zu berücksichtigen. 
Dabei handelt es sich um die soge- nannte Freistellungsmethode mit 
Progressionsvorbehalt, welche von der Schweiz auf dem Gebiet der 
internationalen Doppelbe- steuerung bevorzugt wird. Diese gilt unbedingt, 
d.h. unabhängig davon, ob der Partnerstaat seine Besteuerungsbefugnis 
effektiv ausschöpft (vgl. SIMONEK, in: ZWEIFEL/BEUSCH/MATTEOTTI [Hrsg.], Kom- 
mentar zum Internationalen Steuerrecht, Basel 2015, Art. 23 A, B  N 24 ff. 
sowie LOCHER, Beiträge zur Methodik und zum System des 
schweizerischen Steuerrechts, Bern 2014, S. 94). Abgesehen von diesen 
Bestimmungen enthält das DBA-Italien indes keine Rege- lung zur 
Aufteilung von Einkünften und Gewinnungskosten aus ausländischen 
Liegenschaften, weshalb diesbezüglich auf das in- terne Recht, d.h. auf 
die Regeln des inländischen Rechts zurückzu- greifen ist (vgl. LOCHER, 
Einführung in das internationale Steuerrecht der Schweiz, 3. Aufl., Bern 
2005, S. 314 sowie BGE 140 II 157 [= Pra
103 Nr. 84] E.2.4).

b) Für die direkte Bundessteuer ist die Frage der Behand- lung 
ausländischer Verluste gesetzlich explizit geregelt. Gemäss Art. 6 Abs. 3 
Satz 2 und Art. 52 Abs. 3 Satz 2 DBG sind Auslandsver- luste von 
Geschäftsbetrieben, Betriebsstätten und Grundstücken nicht 
abzugsfähig, sondern ausschliesslich satzbestimmend zu be- 
rücksichtigen (vgl. hierzu SIMONEK, a.a.O., Art. 23 A, B N 87 m.w.H.). Dabei 
handelt es sich um eine bundesrechtliche Konkretisierung der 
vorerwähnten Freistellungsmethode mit Progressionsvorbe- halt (vgl. BGE 
140 II 157 [= Pra 103 Nr. 84] E.2.3). In Anbetracht die- ser 
unmissverständlichen Regelung haben die Beschwerdeführer denn auch 
zu Recht darauf verzichtet, die Veranlagung der direkten Bundessteuer 
2013 anzufechten. Im Gegensatz zu anderen Kan- tonen hat der Kanton 
Graubünden diese bundessteuerrechtliche Regelung von Art. 6 Abs. 3 
DBG jedoch nicht übernommen und

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kennt bezüglich der streitgegenständlichen Berücksichtigung von 
Aufwandsüberschüssen aus ausländischen Liegenschaften auch keine 
anderweitigen Bestimmungen. Aufgrund der vorerwähnten Freistellung 
resp. der Zuweisung von ausländischen Grundstücken und den daraus 
fliessenden Einkünften zur ausschliesslichen Be- steuerung an den 
Belegenheitsstaat (vgl. vorstehend Erwägung 2a) sind die 
Beschwerdeführer, welche Eigentümer einer Liegenschaft in Italien sind, 
im Kanton Graubünden – trotz ihres Wohnsitzes in X. , welcher gemäss 
Art. 6 Abs. 1 StG grundsätzlich eine unbe- schränkte Steuerpflicht 
begründen würde – nur für einen Teil ihres Vermögens steuerpflichtig. Mit 
anderen Worten wird ihre unbe- schränkte Steuerpflicht und damit der 
Grundsatz der Gesamtrein- einkommensbesteuerung durch den 
anerkannten Grundsatz zur internationalen Ausscheidung von 
Liegenschaften durchbrochen. Als im Kanton nur für einen Teil ihres 
Einkommens und Vermögens steuerpflichtige Personen haben die 
Beschwerdeführer gemäss  Art. 9 Abs. 1 StG die Steuern für die in der 
Schweiz steuerbaren Werte deshalb nach demjenigen Steuersatz zu 
entrichten, der ih- rem gesamten, weltweiten Einkommen und Vermögen 
entspricht. Damit ist jedoch noch nicht geklärt, ob die Freistellung 
ausländi- scher Einkunftsquellen auch die negativen Faktoren umfasst, 
mit- hin ob beispielsweise ausländische  Liegenschaftsverluste  auch  bei 
der Berechnung des steuerbaren Einkommens zu berücksich- tigen sind 
und demnach mit Überschüssen aus anderen Quellen verrechnet werden 
können. Im Folgenden gilt es deshalb zu klä- ren, wie diese Frage im 
Kanton Graubünden für die Kantons- und Gemeindesteuer zu 
beantworten ist. Dabei gilt es insbesondere zu untersuchen, ob 
hinsichtlich der vorerwähnten Nichtübernahme einer Art. 6 Abs. 3 DBG 
entsprechenden Regelung ins StG von ei- nem qualifizierten Schweigen 
des Gesetzgebers, mithin von einer bewussten Abweichung von der 
bundesrechtlichen Regelung aus- zugehen ist, oder ob die 
Abzugsfähigkeit von Auslandsverlusten im Kanton Graubünden auch 
ohne explizite Bestimmung analog der bundesrechtlichen Regelung und 
der anerkannten Grundsätze der internationalen Steuerausscheidung 
zu beurteilen ist.

c) Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass
aus dem Fehlen einer Art. 6 Abs. 3 DBG entsprechenden Bestim- mung 
im kantonalen Recht nicht einfach der Umkehrschluss ge- zogen werden 
könne, der Gewinnungskostenüberschuss der Lie- genschaft in Italien sei 
vom steuerbaren Einkommen im Kanton Graubünden in Abzug zu bringen. 
Obschon Art. 6 Abs. 1 StG bei per- sönlicher Zugehörigkeit von einer 
unbeschränkten Steuerpflicht im

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Kanton Graubünden spreche, würden ausländische Liegenschaften und 
daraus fliessende Einkünfte nicht in die Bemessungsgrundlage im Kanton 
Graubünden einbezogen, sondern dem Belegenheitsort zugewiesen. 
Dass ausländische Liegenschaften und deren  Erträ- ge vom Staat der 
gelegenen Sache besteuert würden, sei nämlich ein anerkannter und 
unbestrittener Grundsatz, welcher sich nicht nur im OECD-
Musterabkommen zur Vermeidung der Doppelbe- steuerung von 
Einkommen und Vermögen (OECD-MA) und dem 
Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien widerspiegle, sondern auch in 
Rechtsprechung und Doktrin zum nationalen und interna- tionalen 
Steuerrecht zum Ausdruck komme. Gerade weil dieser 
Ausscheidungsgrundsatz seit Langem auch in der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts anerkannt werde, stelle dieser hinsichtlich der 
internationalen Steuerausscheidung implizit einen Bestandteil der 
Steuerordnung des Kantons Graubünden dar, ohne dass diesbe- züglich 
eine ausdrückliche Erwähnung im Steuergesetz notwendig sei. Demnach 
erstrecke sich die Steuerpflicht auch bei persönlicher Zugehörigkeit im 
Kanton Graubünden nicht auf die (positiven) Er- träge von Grundstücke im 
Ausland, weshalb es nur konsequent und sachlich richtig sei, wenn auch 
die negativen Ergebnisse einer ausländischen Liegenschaft wie die 
streitgegenständlichen Gewin- nungskostenüberschüsse bei der 
Ermittlung des steuerbaren Ein- kommens im Kanton Graubünden nicht in 
Abzug gebracht werden könnten. Dies entspreche denn auch ihrer 
langjährigen Praxis (vgl. angefochtener Entscheid S. 2 f. sowie 
Vernehmlassung S. 4 f.).

Demgegenüber stellen sich die Beschwerdeführer im
Wesentlichen auf den Standpunkt, dass der Grundsatz der Ge- 
samtreineinkommensbesteuerung, gemäss welchem Aufwand- 
süberschüsse aus einzelnen Einkunftsarten von der Summe der positiven 
Einkommensbestandteile abzuziehen seien, überall dort zum Tragen 
komme, wo der Steuergesetzgeber nicht klar und deut- lich davon 
abgewichen sei. Dies sei vorliegend nicht der Fall, exis- tiere im StG doch 
gerade keine Regelung. Aus diesem Grunde liege ein klarer Verstoss 
gegen den Grundsatz der Gesetzmässigkeit vor. Ausserdem kenne das 
StHG keine einschlägige Bestimmung, wes- halb die Kantone in der 
Regelung dieses Bereichs grundsätzlich frei seien. Auch im 
interkantonalen Steuerrecht würden allfällige Ge- 
winnungskostenüberschüsse übernommen.

3. a) Dabei ist zunächst die Entstehungsgeschich- te 
des StG heranzuziehen. Diesbezüglich ist unter Verweis auf die 
chronologische Darstellung der Beschwerdeführer (vgl. Replik
S. 2 f.) festzuhalten, dass dem bündnerischen Gesetzgeber der Ent-

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wurf des DBG und die entsprechende Botschaft des Bundesrates bereits 
bekannt waren, als das per 1. Januar 1987 in Kraft getretene StG 
entworfen, beraten und beschlossen wurde. Die Beschwerde- gegnerin 
wendet zwar zu Recht ein, dass der hier interessierende Art. 6 Abs. 3 
Satz 3 DBG erst Ende 1988 im Rahmen der parlamen- tarischen 
Beratungen ins Gesetz aufgenommen worden sei und dem 
bündnerischen Gesetzgeber die entsprechende Regelung be- treffend 
der Berücksichtigung von Auslandsverlusten demnach gar nicht habe 
bekannt sein können (vgl. Duplik S. 2). Aus diesem Grun- de kann aus der 
Aussage der Regierung des Kantons Graubünden, wonach bei der 
Ausarbeitung des Entwurfes zum StG den Harmo- 
nisierungsbestrebungen auf eidgenössischer Ebene soweit mög- lich 
Rechnung getragen worden sei (vgl. Botschaft der Regierung des 
Kantons Graubünden zur Totalrevision des Steuergesetzes für den 
Kanton Graubünden vom 5. März 1985 in Heft Nr. 3 / 1985 – 86,
S. 191), nicht geschlossen werden, der Kanton Graubünden habe 
bewusst auf die Einführung einer Bestimmung wie im DBG ver- 
zichtet, um die Übernahme von Auslandsverlusten zu ermöglichen. 
Ausserdem weist die Beschwerdegegnerin berechtigterweise da- rauf 
hin, dass sich diese Ausführungen der Regierung wohl auf das StHG 
bezogen haben, zumal sich dieses zu jenem Zeitpunkt ebenfalls in der 
Ausarbeitung befand. Es ist jedoch auch zu bemer- ken, dass im 
Rahmen einer per 1. Januar 2013 erfolgten StG-Re- vision eine DBG-
Regelung hinsichtlich der Berücksichtigung aus- ländischer 
Betriebsverluste für juristische Personen, nicht jedoch Art. 6 Abs. 3 
DBG für natürliche Personen analog ins kantonale Recht übernommen 
worden ist. Warum dies nicht geschehen ist
– mithin ob im Bereich der natürlichen Personen mangels stritti- ger 
Anwendungsfälle kein Handlungsbedarf auszumachen war (so die 
Auffassung der Beschwerdegegnerin in Duplik S. 3) oder ob  der 
kantonale Gesetzgeber hinsichtlich der Berücksichtigung von 
Aufwandsüberschüssen aus ausländischen Liegenschaften  expli- zit von 
der bundesrechtlichen Regelung abweichen wollte (so die Auffassung der 
Beschwerdeführer in Replik S. 3 ff.) – ist aus den entsprechenden 
Materialien jedoch nicht ersichtlich. Damit lassen sich der 
Entstehungsgeschichte des StG hinsichtlich der streitge- genständlichen 
Anrechnung von Aufwandsüberschüssen aus aus- ländischen 
Liegenschaften weder für die eine noch für die andere Auffassung 
sachdienliche Anhaltspunkte entnehmen, weshalb auf die 
entsprechenden Ausführungen der Parteien nicht weiter ein- zugehen ist. 
In Anbetracht der nachfolgenden Ausführungen ist davon  auszugehen,  
dass  sich  der  kantonale  Gesetzgeber dieser

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Problematik bei natürlichen Personen nicht bewusst gewesen war, 
andernfalls er diese Frage wohl aufgegriffen und sich zumindest  in der 
Botschaft in die eine oder andere Richtung geäussert hätte. 
Insbesondere ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber es im 
Rahmen der Beratung der Vorlage resp. der Revision im Jahre 2013 
hinreichend klar zum Ausdruck gebracht hätte, wenn er hinsicht- lich der 
Übernahme von Auslandsverlusten eine unterschiedliche Rechtslage 
für juristische und natürliche Personen angestrebt hätte (vgl. hierzu 
Duplik S. 5 f.). Mit anderen Worten ist nicht von einem qualifizierten 
Schweigen des Gesetzgebers, sondern vielmehr von einer 
planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes auszugehen.

Allenfalls ist der Gesetzgeber auch davon ausgegangen, dass 
ihm aufgrund der anerkannten Grundsätze der internationa- len 
Steuerausscheidung gar keine Regelungskompetenz zukomme. Auch 
diesfalls könnte nicht von einer Gesetzeslücke die Rede sein.

b) Sodann ist zu untersuchen, ob der Kanton Graubünden 
aufgrund des verfassungsrechtlichen Harmonisierungsauftrages (Art. 129 
Abs. 2 BV) gehalten wäre, die bundesrechtliche Regelung zu 
übernehmen. Dieser umfasst nämlich nicht nur den Auftrag zur 
horizontalen Harmonisierung, sondern auch die Angleichung der 
Steuerordnungen von Bund und Kantonen (sog. vertikale Harmo- 
nisierung). Es liegt nämlich im Interesse der Transparenz und der 
Vereinfachung des schweizerischen Steuerrechts, wenn sich die Kantone 
möglichst weitgehend den vom Bund getroffenen Lösun- gen 
anschliessen. So kann bei gleichlautenden oder ähnlichen For- 
mulierungen im kantonalen Steuergesetz von der Annahme ausge- 
gangen werden, der Kanton habe seine Regelung dem Bundesrecht 
angleichen und keine kantonalrechtliche Differenzierung schaffen wollen. 
Bei der Gewichtung des Aspekts der vertikalen Harmonisie- rung ist die 
im Verfassungsauftrag und in der Harmonisierungsme- thode angelegte 
föderalistische Zurückhaltung jedoch insofern zu berücksichtigen, als das 
Argument der vertikalen Harmonisierung nicht zur Einengung kantonaler 
Gestaltungsspielräume herangezo- gen werden darf. Mit anderen Worten: 
Soweit einem Kanton in ei- nem gewissen Bereich ein 
Gestaltungsspielraum zukommt, ist er in keiner Weise verpflichtet, die 
vom Bundesgesetzgeber getroffene Regelung zu übernehmen. Aus der 
Optik der Verfassung und des StHG stellt das DBG somit nicht die, 
sondern bloss eine mögliche Konkretisierung der rahmenhaften Vorgaben 
des  StHG  dar  (vgl. zum Ganzen REICH, a.a.O., § 9 N 29 sowie 
REICH/BEUSCH, in: ZWEIFEL/ BEUSCH [Hrsg.], Basler Kommentar zum StHG, 3. 
Aufl., Basel 2017,

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Art. 1 N 41 ff.).
aa) Diesbezüglich gilt es zunächst festzuhalten, dass das StG 

bezüglich der Berücksichtigung von Auslandsverlusten wie bereits 
erwähnt keine „gleichlautenden oder ähnlichen Formulie- rungen» wie das 
DBG enthält, weshalb die soeben erwähnte Aus- legungshilfe, wonach 
kantonale Regelungen diesfalls im Einklang mit den bundesrechtlichen 
Bestimmungen auszulegen sind, vorlie- gend nicht greift.

bb) Zur Beurteilung der Frage, ob den Kantonen hinsicht- lich der 
Abzugsfähigkeit von im Ausland erwirtschafteten Verlusten vom 
steuerbaren Einkommen ein Gestaltungsspielraum zukommt, ist auf die 
einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts abzu- stellen. Dabei gilt 
es vorab zu bemerken, dass sich die nachfolgend auszugsweise und mit 
hinzugefügten Hervorhebungen wiederge- gebenen Urteile allesamt auf 
Kantone beziehen, welche den Wort- laut von Art. 6 Abs. 3 DBG ins 
eigene Recht übernommen haben.

Urteil des Bundesgerichts 2C_18/2014 vom 15. Januar 2015:
E.2.2.3 Im Bereich der direkten Steuern fallen der Umfang der Steu- erpflicht 

und die Steuerberechnung bei anteilmässiger oder teilweiser Steu- erpflicht in die 
Kompetenz des Bundes (Art. 129 Abs. 2 BV). Dennoch fehlen im 
Steuerharmonisierungsgesetz Bestimmungen dazu. Das Bundesgericht hat sich in der 
jüngsten Vergangenheit verschiedentlich mit dem Fehlen solcher 
harmonisierungsrechtlicher Anordnungen befasst. Dies betraf zum einen das 
Steuerrecht des Kantons Genf (BGE 140 II 141 E. 8 S. 155 f. und 140 II 157 E.
5.1 S. 159), zum andern jenes des Kantons Schaffhausen (Urteil 2C_1011/2012 / 
2C_1012/2012 vom 5. Mai 2014 E. 7.3, in: ASA 83 S. 54; StR 69/2014 S. 523). In al- len 
Konstellationen ging es um persönlich zugehörige natürliche Personen, die im 
Ausland über Grundeigentum verfügten. Dabei konnte das Bundesgericht die Frage 
nach der Rechtsnatur der kantonalen Kollisions- und Ausscheidungs- regeln offen 
lassen, nachdem der kantonale Gesetzgeber jeweils den Wortlaut von Art. 6 und 7 
DBG weitgehend übernommen hatte. Hinzu kam, dass die Be- schwerden ohnehin 
abzuweisen waren. Es war damit nicht zu entscheiden, ob von harmonisiertem 
kantonalem oder rein kantonalem Recht auszugehen ist, was wiederum Einfluss auf 
die vor Bundesgericht herrschende Kognition ge- habt hätte (vorne E. 1.3.3).

In einer spiegelbildlichen Konstellation – ausländische juristische Per- son 
mit wirtschaftlicher Zugehörigkeit (Betriebsstätte) – hat das Bundesgericht freilich 
erwogen, es liege im Interesse der Transparenz und der Vereinfachung des 
schweizerischen Steuerrechts, dass die Kantone sich weitgehend den Re- gelungen 
des Bundessteuergesetzes anschlössen (Urteil 2P.140/2005 vom 28. November 2005 
E. 4.3 [Kanton ZH], in: StE 2006 A 31.2 Nr. 7, StR 61/2006 S. 433;

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Xavier Oberson, Précis de droit fiscal international, 4. Aufl. 2014, N. 481). Dies ist eine 
Folge der anzustrebenden vertikalen Harmonisierung zwischen Bund und Kantonen 
(dazu namentlich BGE 139 II 363 E. 3.2 S. 371 [aufwärts, StHG/ DBG], Urteil 
2C_509/2013 / 2C_510/2013 und 2C_527/2013 / 2C_528/2013 vom 8. Juni 2014 E. 3.2 
[abwärts, DBG/StHG] und Urteil 2C_404/2013 vom 2. Mai 2014
E. 3.3.3 [seitwärts, interkantonal]). Wie es sich damit verhält, bedarf aber hier keiner 
abschliessenden Klärung.

BGE 140 II 157 (= Pra 103 Nr. 84):
Regeste Anders als das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer regelt 

das Steuerharmonisierungsgesetz die Frage nicht, ob im Ausland erwirt- schaftete 
Verluste vom steuerbaren Einkommen in der Schweiz abgesetzt werden können. Daraus 
kann jedoch noch nicht geschlossen werden, dass den Kantonen diesbezüglich eine 
Regelungsautonomie zukommt. Diese Frage kann hier aber offenbleiben, zumal der 
Kanton Genf eine Lösung statuiert hat, welche mit jener der direkten Bundessteuer 
identisch ist. Es verstösst weder gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit noch gegen jenen der Gleichheit der Besteuerung, 
wenn der Aufwandsüberschuss betreffend eine im Ausland gelegene Immobilie bei der 
Bemessung der Genfer Staats- und Ge- meindesteuern nicht zum Abzug vom 
steuerbaren Einkommen zugelassen wird. Die Veranlagungsverfügungen haben 
grundsätzlich nur für die betreffende Steu- erperiode Gültigkeit und binden die 
Veranlagungsbehörde nicht im Hinblick auf nachfolgende Steuerperioden.

E.5.1 Das Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 StHG regelt in seinem Art. 
3 die Steuerpflicht aufgrund der persönlichen Zugehörigkeit. Im Gegensatz zum 
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer enthält das Steuerharmoni- 
sierungsgesetz keine Bestimmung zum Umfang dieser Steuerpflicht. Es regelt somit 
die Frage nicht, ob im Ausland erlittene Verluste in der Schweiz steuerlich abzugsfähig 
sind. Deswegen lässt sich aber noch nicht behaupten, dass die Kan- tone in dieser 
Frage über einen gesetzgeberischen Gestaltungsspielraum ver- fügen, und zwar umso 
weniger, als es sich um einen Bereich handelt, dessen Harmonisierung in der 
Bundesverfassung ausdrücklich vorgesehen ist (BGE 130 II 65 E. 4.1 S. 70 = Pra 2004 
Nr. 37). Die Frage wurde im Übrigen bereits in [BGE 140 II 141 E. 8] offen gelassen, 
denn der Kanton Genf übernahm wie die meisten Schweizer Kantone die Bestimmungen 
von Art. 6 DBG, [...].

Urteil des Bundesgerichts 2C_1011/2012 vom 5. Mai 2014:
E.7.1 Das StHG enthält keine Bestimmung zur Frage, wie die Kantone in 

Bezug auf Auslandsverluste zu legiferieren haben (vgl. auch Urteil 2C_585/2012 / 
2C_586/2012 vom 6. März 2014 E. 5, zur Publikation vorgesehen [BGE 140 II 157]). Der 
Kanton Schaffhausen hat jedoch in Art. 7 Abs. 4–6 StG/SH die bundesrecht- liche 
Regelung im Wesentlichen übernommen […].

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E.7.3 Wie in E. 7.1 erwähnt, gehört der gesetzgeberische Umgang mit 
Auslandsverlusten nicht zum harmonisierten Bereich des Steuerrechts. Die ent- 
sprechenden kantonalen Normen sind daher nicht auf ihre Vereinbarkeit mit dem StHG 
zu überprüfen. Da die Verletzung von kantonalem Gesetzes- und Verord- nungsrecht 
keinen eigenständigen Rügegrund bildet, wird sie nur unter dem Ge- sichtswinkel der 
Willkür geprüft (BGE 134 II 207 E. 2 S. 209 f.). Diesbezüglich gilt, wie generell bei der 
Verletzung von Grundrechten, eine qualifizierte Rüge- und Substanziierungspflicht 
(Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314). […]

cc) Wie bereits erwähnt, lassen sich den zitierten Bundes- 
gerichtsurteilen in Bezug auf die streitgegenständliche Frage in- sofern 
keine direkten Schlüsse ableiten, als die Kantone Genf und Schaffhausen 
hinsichtlich der Abzugsfähigkeit von im Ausland erwirtschafteten 
Verlusten – im Gegensatz zum Kanton Graubün- den – die Regelung des 
DBG in ihr kantonales Recht übernommen haben. Zur Frage, ob den 
Kantonen diesbezüglich ein Gestaltungs- spielraum zukommt, lassen sich 
den wiedergegebenen Bundes- gerichtsurteilen – obwohl diese Frage 
darin jeweils explizit of- fengelassen wurde – in Bezug auf den 
vorliegenden Fall dennoch gewisse Aussagen ableiten. Wie sich bereits 
aus Art. 129 Abs. 2 BV ergibt und im vorerwähnten Bundesgerichtsurteil 
2C_18/2014 fest- gehalten wurde, fallen bei den direkten Steuern der 
Umfang der Steuerpflicht und die Steuerberechnung bei anteilsmässiger 
oder teilweiser Steuerpflicht in die Kompetenz des Bundes. Des Weite- 
ren führte das Bundesgericht aus, dass aus der fehlenden Rege- lung 
dieser Frage im StHG nicht geschlossen werden könne, dass den 
Kantonen hinsichtlich der Beurteilung von Aufwandsüber- schüssen im 
internationalen Verhältnis eine Regelungskompetenz zukomme, zumal es 
sich um einen Bereich handle, für welchen die BV ausdrücklich eine 
Harmonisierung vorsehe (vgl. BGE 140 II 157 [= Pra 103 Nr. 84] E.5.1 mit 
Verweis auf Urteil des Bundesgerichts 2A.355/2003 vom 19. Dezember 
2003 [= Pra 93 Nr. 37] E.4.1). Zu be- merken ist, dass das Bundesgericht 
die Frage nach diesem gesetz- geberischen Gestaltungsspielraum der 
Kantone in den vorzitierten Urteilen deshalb offen gelassen hat, weil 
beide betroffenen Kan- tone (Genf und Schaffhausen) die 
bundesrechtliche Bestimmung von Art. 6 Abs. 3 DBG in ihre kantonalen 
Steuerordnungen über- nommen hatten. Daraus ist abzuleiten, dass die 
Kantone diese Fra- ge nicht autonom, sondern nur in Analogie zum DBG 
regeln dür- fen, denn: Wenn nämlich der Bund Auslandsverluste beim in 
der Schweiz steuerbaren Einkommen nicht berücksichtigt, ein Kanton (wie 
Genf oder Schaffhausen) dies ebenfalls tut und das Bundes-

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gericht – welches dies als eine Harmonisierungsfrage betrachtet
– offen lässt, ob diese Kantone Auslandsverluste beim steuerba- ren 
Einkommen zu Recht nicht berücksichtigen, dann impliziert das 
Bundesgericht damit, dass im Sinne einer vertikalen Steuerharmo- 
nisierung und vor dem Hintergrund der Bundeskompetenz von Art. 129 
Abs. 2 BV, den Kantonen auch ohne ausdrückliche Regelung im StHG der 
hier strittigen Frage keinen eigenen Handlungsspielraum zukommt. Mit 
anderen Worten ist die Frage so zu behandeln, wie wenn das StHG diese 
Frage – sofern es denn eine solche Regelung enthielte – ebenfalls im 
Sinne des DBG regeln würde und die Kan- tone nicht davon abweichen 
dürfen.

dd) Vor diesem Hintergrund könnte man argumentieren, dass 
den Kantonen in dieser Harmonisierungsfrage kein Gestal- 
tungsspielraum zukomme und sie sich hinsichtlich der Berücksich- tigung 
von Auslandsverlusten aus ausländischen Liegenschaften  an die 
Ausscheidungsregel des DBG zu halten haben. Einer derarti- gen 
Anwendung des Harmonisierungsgrundsatzes liesse sich zwar 
entgegenhalten, dass den Kantonen in Nachachtung des Subsidia- 
ritätsprinzips auch innerhalb der auf den Bund übertragenen Ma- terie ein 
gewisser Gestaltungsspielraum zukommen soll. So halten diverse 
Autoren dafür, dass die angestrebte Rechtsangleichung unter 
grösstmöglicher Schonung der kantonalen Finanzautonomie 
bewerkstelligt werden solle (vgl. REICH/BEUSCH, a.a.O., Vor  Art. 1/2 N 35). 
In diesem Sinne ist auch BEHNISCH zu interpretieren, gemäss welchem 
ohne Regelung im StHG nicht das DBG analog Anwen- dung finden dürfe 
resp. das StHG nicht gestützt auf das DBG inter- pretiert werden dürfe, 
ansonsten die kantonalen Steuergesetze zu einem 
„Bundeseinheitsgesetz» umgeformt würden  (vgl.  BEHNISCH, in: 
EHRENZELLER/SCHINDLER/SCHWEIZER/VALLENDER, St. Galler Kommentar zur 
Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich/St.  Gal- len 2014, 
Art. 129 N 23). Diese grundsätzlichen Vorbehalte resp. Befürchtungen 
sind vorliegend jedoch insofern  zu  relativieren,  als das DBG mit der 
Ausscheidungsregel von Art. 6 Abs. 3 DBG einzig die Grundsätze des 
internationalen Steuerrechts kodifiziert, welche unbestritten sind und – 
obschon nicht ausdrücklich statu- iert – auch für den Kanton Graubünden 
gelten (vgl. hierzu sogleich Erwägung 3c). Auch aus der Tatsache, dass 
gewisse Kantone wie beispielsweise Zürich oder Basel-Stadt eine im 
Vergleich zum DBG günstigere Regelung getroffen haben (vgl. SIMONEK, 
a.a.O., Art. 23 A, B N 89 sowie nachfolgend Erwägung 4b), lässt sich 
nicht ablei- ten, dass dem kantonalen Gesetzgeber bei der Frage nach 
der An- rechenbarkeit von ausländischen Verlusten ein Gestaltungsspiel-

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raum zukommt. Da sich gegen solche harmonisierungswidrigen 
kantonalen Bestimmungen, welche den Steuerpflichtigen begüns- tigen, 
niemand zur Wehr setzt resp. zur Wehr setzen kann (vgl. BEH- NISCH, 
a.a.O., Art. 129 N 20, 24 und 27 sowie CAVELTI, Die Durchset- zung der 
Steuerharmonisierung – Grenzen und Möglichkeiten, in: IFF Forum für 
Steuerrecht 2004, S. 106 ff.), ist die Rechtmässigkeit solcher 
Bestimmungen wie beispielsweise im Kanton Zürich auch nie Gegenstand 
einer gerichtlichen Überprüfung. Auch die von den Beschwerdeführern 
zitierten Ausführungen von LAMPERT,  wonach das StHG den Umfang der 
Steuerpflicht nicht regle und die Kan- tone demnach frei seien, die im 
DBG vorgesehenen Einschränkun- gen oder anderslautende Regelungen 
in ihre Steuergesetze aufzu- nehmen und somit auch eigenständige 
Regeln für die Behandlung von Auslandsverlusten vorzusehen (vgl. Replik 
S. 4 mit Verweis   auf LAMPERT, Die Verlustverrechnung von juristischen 
Personen im Schweizer Steuerrecht, Basel/Genf/München 2000, S. 281 
und 317), legen keinen anderen Schluss nahe. Wie der Titel schon sagt, 
be- zieht sich diese Abhandlung von LAMPERT nämlich ausschliesslich auf 
die Verlustverrechnung von juristischen Personen. Ausserdem sind diese 
Ausführungen um einiges älter als die vorzitierte bun- desgerichtliche 
Rechtsprechung und wird auf S. 317 relativierend angefügt, es empfehle 
sich, dass die Kantone – welche bezüglich der Ausscheidung von 
ausländischen Gewinnen und Verlusten  nicht durch das StHG 
eingeschränkt seien – insbesondere in Bezug auf die Verlustverrechnung 
die  DBG-Normen  übernehmen  oder die objektmässige Ausscheidung 
vorschreiben. Obschon die Fra- ge nach einem entsprechenden 
Gestaltungsspielraum der Kantone in der Literatur umstritten und vom 
Bundesgericht bewusst offen gelassen worden ist, halten auch 
OESTERHELT/SEILER dafür, dass sich die für die Staatssteuer (mithin die 
Kantons- und Gemeindesteuer) anwendbare Ausscheidungsmethode im 
internationalen Verhältnis an der Regelung von Art. 6 DBG zu orientieren 
habe (vgl. OESTER- HELT/SEILER, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum StHG,
3. Aufl., Basel 2017, Vor 1. Kapitel N 9).

ee) Damit ist zum einen festzuhalten, dass es weder ge- gen den 
Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 
noch gegen jenen der Gleichheit der Besteue- rung verstösst, wenn der 
Aufwandsüberschuss betreffend eine im Ausland gelegene Immobilie bei 
der Bemessung der Kantons- und Gemeindesteuern nicht zum Abzug 
vom steuerbaren Einkommen zugelassen wird (vgl. BGE 140 II 157 [= Pra 
103 Nr. 84] Regeste). Zum anderen kann aus den vorstehenden 
Ausführungen – ohne die

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umstrittene Frage nach einem entsprechenden Gestaltungsspiel- raum 
der Kantone abschliessend klären zu müssen – geschlossen werden, 
dass die im StG nicht geregelte Frage der Anrechnung von ausländischen 
Liegenschaftsverlusten vor dem Hintergrund der anzustrebenden 
vertikalen Harmonisierung anhand der einschlä- gigen Bestimmungen des 
DBG zu beurteilen ist. Auch vor diesem Hintergrund ist aus der 
Nichtübernahme der bundesrechtlichen Regelung ins kantonale Recht 
nicht zwingend der Umkehrschluss zu ziehen, dass 
Aufwandsüberschüsse von ausländischen Liegen- schaften vom im 
Kanton Graubünden steuerbaren Einkommen ab- gezogen werden 
können.

c) Zu behandeln ist sodann das Argument des Beschwerde- 
führer, die Verweigerung des Abzugs des Aufwandsüberschusses der 
Liegenschaft in Italien verletze den Grundsatz der Gesamtrein- 
einkommensbesteuerung. Die Beschwerdeführer weisen zwar zu Recht 
darauf hin, dass gemäss dem Grundsatz der Gesamtreinein- 
kommenssteuer resp. dem daraus fliessenden objektiven Netto- prinzip 
Aufwandsüberschüsse aus einzelnen Einkunftsarten von der Summe 
der positiven Einkommensbestandteile abgezogen werden können und 
dass dieser Grundsatz überall dort zum Tragen kommt, wo der 
Steuergesetzgeber nicht klar und deutlich davon ab- gewichen ist (vgl. 
Beschwerde S. 4 und Replik S. 4 f. mit Verweis auf REICH, a.a.O., § 10 N 30 
und weitere Autoren). Diese Aussage ist aber insofern zu relativieren, als 
schon aus der zitierten Literatur hervor- geht, dass dieser fundamentale 
Grundsatz der Einkommenssteuer nicht absolut gilt, sondern dass 
zahlreiche Einkommensbestandtei- le aus sozialen, wirtschaftspolitischen 
oder steuersystematischen Gründen nicht der allgemeinen 
Einkommenssteuer unterworfen sind (vgl. REICH, a.a.O., § 10 N 29). 
Ausserdem beziehen sich die sei- tens der Beschwerdeführer 
diesbezüglich zitierten Literaturstellen allesamt lediglich auf Verhältnisse 
innerhalb der Schweiz, während vom Grundsatz der 
Gesamtreineinkommenssteuer gerade  auch  bei internationalen 
Verhältnissen abgewichen werden darf  (vgl. BGE 140 II 157 [= Pra 103 
Nr. 84] E.3.1 und 7.6.1 sowie vorstehend Erwägung 2a). Es entspricht 
nämlich einem anerkannten und unbe- strittenen Grundsatz, dass die 
Besteuerung von Grundeigentum im internationalen Verhältnis dem Staat 
der gelegenen Sache zusteht (sog. objektmässige Steuerausscheidung 
im internationalen Ver- hältnis, vgl. vorstehend Erwägung 2a sowie Art. 6 
des OECD-Mus- terabkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung 
von Einkommen und Vermögen und Art. 6 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 1 DBA- 
Italien). Diesbezüglich hält die Beschwerdegegnerin zu Recht dafür,

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dass dieser Ausscheidungsgrundsatz auch in der Literatur und in der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts seit  Langem  anerkannt sei und 
hinsichtlich der internationalen Steuerausscheidung impli- zit einen 
Bestandteil der Steuerordnung des Kantons Graubünden darstelle, ohne 
dass diesbezüglich eine ausdrückliche Erwähnung im Steuergesetz 
notwendig wäre (vgl. Vernehmlassung S. 4). Damit kann der in 
internationalen Verhältnissen nur eingeschränkt gel- tende Grundsatz der 
Gesamtreineinkommensbesteuerung von den Beschwerdeführern nicht 
als Argument für die geltend gemachte Berücksichtigung eines 
ausländischen Aufwandsüberschusses beim steuerbaren Einkommen 
vorgebracht werden, weshalb die entsprechenden nicht zu hören sind.

d) Zuzustimmen ist der Beschwerdegegnerin auch inso- fern, als 
es – wenn anerkanntermassen feststeht, dass sich die Steuerpflicht auch 
bei persönlicher Zugehörigkeit im Kanton Grau- bünden nicht auf die 
(positiven) Erträge von Grundstücken im Aus- land erstreckt – nur 
konsequent und sachlich richtig ist, wenn auch die negativen Ergebnisse 
einer ausländischen Liegenschaft, mit- hin entsprechende 
Aufwandsüberschüsse, bei der Ermittlung des steuerbaren Einkommens 
im Kanton Graubünden nicht in Abzug gebracht werden können (vgl. 
hierzu auch BGE 140 II 157 [= Pra 103 Nr. 84] E.3.1, wenn auch im 
Zusammenhang mit Art. 6 Abs. 3 DBG). Mit anderen Worten handelt es 
sich bei der von der Be- schwerdegegnerin praxisgemäss 
vorgenommenen Ausscheidung um ein Korrelat zur unbestrittenen 
Ausscheidungsregel, wonach Einkünfte aus ausländischen 
Liegenschaften im Kanton Graubün- den nicht besteuert werden dürfen 
(vgl. Vernehmlassung S. 4 f.). Die Beschwerdegegnerin weist auch 
zutreffend darauf hin, dass nicht einzusehen sei, wieso eine Abweichung 
vom Grundsatz der Gesamtreineinkommensbesteuerung nur einseitig zu 
Gunsten der Beschwerdeführer – in Italien erfolgt nämlich keine 
Besteuerung der Eigennutzung einer dort gelegenen Liegenschaft –, im 
Falle ei- nes Auslandsverlustes jedoch nicht zu Ungunsten der Beschwer- 
deführer zulässig sein soll (vgl. hierzu Vernehmlassung S. 6). Nicht 
ersichtlich ist sodann, inwiefern für den beantragten Abzug eine 
gesetzliche, ja sogar eine verfassungsmässige Grundlage bestehen soll 
(so Replik S. 4 f.). Entgegen der Auffassung der Beschwerde- führer liegt 
auch keine Verletzung des Legalitätsprinzips vor resp. fehlt es nicht an 
einer expliziten Bestimmung zur Verweigerung der Berücksichtigung des 
geltend gemachten Aufwandsüberschusses aus der ausländischen 
Liegenschaft. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen sowie 
insbesondere in Anbetracht der anerkann-

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ten Grundsätze der internationalen Steuerausscheidung und der 
erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nämlich fest- 
zuhalten, dass es – im Gegenteil – einer gesetzlichen Grundlage bedürfte, 
welche eine Berücksichtigung von solchen Auslandsver- lusten beim 
steuerbaren Einkommen im Kanton Graubünden zu- lassen würde.

e) Nicht zuletzt ist auch zu erwähnen, dass das Bundes- gericht 
die auch in der internationalen Rechtsprechung und Leh-   re kontrovers 
diskutierte Frage, ob die Freistellung ausländischer Einkunftsquellen 
immer auch die negativen Faktoren umfasse, unter der Geltung des 
ehemaligen Bundesbeschlusses über die direkte Bundessteuer (aBdBSt; 
abgelöst per 1. Januar 1995 durch das heutig DBG) im Jahre 1982 
entschieden hatte. Obschon das damalige BdBSt – wie heute der Kanton 
Graubünden – keine Be- stimmung zur Abzugsfähigkeit ausländischer 
Verluste kannte, kam das Bundesgericht zum Schluss, dass die (in Art. 19 
aBdBSt sta- tuierte) Befreiung ausländischer Geschäftsbetriebe, 
Betriebsstät- ten und Grundstücke sowohl Gewinne als auch Verluste 
umfasse (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 1982, in: ASA 
52,
S. 228). Ausserdem bestätigte das Bundesgericht diese Rechtspre- chung 
später in einem Urteil betreffend den Kanton Schaffhausen, dessen 
damaliges Steuergesetz ebenfalls keine Bestimmung zur Abzugsfähigkeit 
ausländischer Verluste enthielt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 
1986, E.3, in: StE 1986 B 23.9 Nr. 2). Daraus schliesst SIMONEK nun 
folgerichtig, dass die Übernahme ei- nes ausländischen Verlustes im Falle 
einer objektmässigen Steu- erausscheidung in Kantonen, in denen eine 
gesetzliche Regelung zur internationalen Steuerausscheidung fehlt, 
verweigert werden kann (vgl. SIMONEK, a.a.O., Art. 23 A, B N 90). Auch vor 
diesem Hin- tergrund kann es entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer keine Verletzung des Legalitätsprinzips darstellen, 
wenn der Abzug von Auslandsverlusten vom in der Schweiz steuerbaren 
Einkom- men ohne Vorliegen einer entsprechenden gesetzlichen 
Grundlage verweigert wird.

4. a) Wie sogleich aufzuzeigen sein wird, erweisen sich auch die 
übrigen Vorbringen der Beschwerdeführer als unbehelflich. In Erwägung 
3c wurde bereits erwähnt, dass sämtliche Ausführungen in Bezug auf den 
Grundsatz der Gesamtreineinkommensbesteue- rung – obschon im 
Grundsatz zutreffend – ins Leere zielen, zumal das 
Gesamtreineinkommensprinzip gerade im internationalen Ver- hältnis 
nicht absolut gilt resp. davon – auch ohne Vorliegen einer expliziten 
gesetzlichen Bestimmung – abgewichen werden darf.

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Insbesondere die mehrfach zitierten Aussagen von REICH beziehen sich 
allesamt lediglich auf innerstaatliche Verhältnisse und sind im 
vorliegenden Kontext deshalb unbeachtlich. Erst in einem späte- ren – 
und von den Beschwerdeführern vorliegend nicht zitierten
– Abschnitt seines Buches äussert sich REICH zur Verrechenbarkeit von 
ausländischen Verlusten, wobei er – nebst Ausführungen  zu Art. 6 Abs. 3 
Satz 3 DBG – zur Rechtslage in den Kantonen lediglich festhält, dass das 
StHG zum Umfang der Steuerpflicht keine Rege- lungen enthalte und im 
kantonalen Recht deshalb ein gewisser, al- lerdings stark eingeschränkter 
Freiraum bestehe (vgl. REICH, a.a.O.,
§ 11 N 27 ff.). Aus dem gleichen Grunde sind auch die beschwer- 
deführerischen Ausführungen zu Art. 9 StHG unbehelflich, zumal sich 
diese ebenfalls lediglich auf nationale Verhältnisse beziehen und auch 
das StHG gerade keine Regelung zur Handhabung von ausländischen 
Liegenschaftsverlusten statuiert.

b) Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen die Be- 
schwerdeführer sodann aus den Ausführungen von BAUER-BAL- 
MELLI/NYFFENEGGER, wonach lediglich die Kantone Graubünden und 
Thurgau keine Begrenzung der unbeschränkten Steuerpflicht von 
natürlichen Personen vorsähen, weshalb in diesen Kantonen ins- 
besondere auch Auslandsverluste vollumfänglich von der Bemes- 
sungsgrundlage der kantonalen Einkommenssteuer abzugsfähig seien 
(vgl. BAUER-BALMELLI/NYFFENEGGER, in: ZWEIFEL/ATHANAS [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum StHG, 2. Aufl., Basel 2002, Art. 3 N 33). Die- se 
Ausführungen sind in der Neuauflage dieses Kommentars näm- lich nicht 
mehr enthalten, und OESTERHELT/SEILER halten dort als neue 
Kommentatoren dieser Bestimmung gar fest, dass «sich die für die 
Staatssteuer anwendbare Ausscheidungsmethode im internatio- nalen 
Verhältnis nach hier vertretener Auffassung an der Regelung von Art. 6 
DBG zu orientieren» habe (vgl. OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Vor 1. Kapitel N 
9). Nicht zu folgen ist des Weiteren den Ausführun- gen von PETER, 
gemäss welcher Gewinnungskosten- und Schuld- zinsenüberschüsse 
bei der Staatssteuer in der Regel so zu über- nehmen seien, wie sie 
auch im interkantonalen Verhältnis getragen werden müssten, was 
bedeute, dass ausländische Verluste sowohl vom satzbestimmenden 
wie auch vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden 
könnten (vgl. PETER, in: ZWEIFEL/BEUSCH/MAT- TEOTTI [Hrsg.], Kommentar 
zum Internationalen Steuerrecht, Basel 2015, Art. 6 OECD-MA N 4). 
Diese Aussage kann in Anbetracht der vorzitierten 
Bundesgerichtsurteile nämlich allein schon angesichts der Absolutheit 
ihrer Formulierung nicht zutreffend sein. Ausser- dem wird mit keinem 
Wort begründet, weshalb ausländische Auf-

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wandsüberschüsse bei der Kantonssteuer analog der interkantona- len 
Steuerausscheidung zu übernehmen seien. Dass dem allgemein so wäre, 
lässt sich auch nicht aus der seitens der Beschwerdefüh- rer 
eingereichten „Mitteilung» des Steueramtes des Kantons Zü- rich (vgl. 
beschwerdeführerische Beilage 8) ableiten. Dabei handelt es sich nämlich 
zum einen nicht um eine Rechtsquelle und zum anderen wird in dieser 
Mitteilung die Regelung des Kantons Zürich
– welcher die Steuerausscheidung für  ausländische  Grundstücke in § 5 
Abs. 3 StG-ZH den Grundsätzen des interkantonalen Doppel- 
besteuerungsverbots unterstellt (vgl. hierzu auch SIMONEK, a.a.O., Art. 23 
A, B N 89) – undifferenziert und unzutreffenderweise auch für andere 
Kantone verallgemeinert. Überdies steht diese Aussage Ausführungen 
von PETER im Widerspruch zu den nachvollziehbaren und fundierten 
Ausführungen von SIMONEK im selben Kommentar (vgl. SIMONEK, a.a.O., Art. 
23 A, B N 24 ff.). Schliesslich kann auch nicht auf die Auffassung von 
ATHANAS abgestellt werden, wonach ausländische Verluste ein Teil der 
ordentlichen Bemessungsgrund- lage darstellten und unter dem StHG 
ohne Einschränkung abzugs- fähig seien, obschon Betriebsstätte- und 
Grundstücksgewinne qua DBA zu befreien seien (vgl. ATHANAS, in: 
HÖHN/ATHANAS [Hrsg.], Das neue Bundesrecht über die direkten Steuern, 
Bern 1993, S. 433). Die- se Ausführungen erweisen sich nämlich insofern 
als überholt, als sie aus dem Jahre 1993 (und damit dem Jahr des 
Inkrafttretens des StHG) stammen. Überdies können sie angesichts der 
vorstehenden Ausführungen – in Anbetracht der achtjährigen 
Übergangsfrist für die Kantone (Art. 72 Abs. 1 StHG) bereits aus 
damaliger Sicht – in dieser Absolutheit nicht zutreffen.

c) Schliesslich vermögen auch die beschwerdeführeri- schen 
Ausführungen zum interkantonalen Steuerrecht an den vor- stehenden 
Erwägungen nichts zu ändern. Dies wäre lediglich der Fall, wenn im 
Kanton Graubünden – wie dies etwa in den Kantonen Basel-Stadt und 
Zürich der Fall ist – bezüglich der Steuerausschei- dung für ausländische 
Grundstücke auf das interkantonale Steu- errecht resp. auf die 
quotenmässige Ausscheidungsmethode ver- wiesen würde (vgl. hierzu 
SIMONEK, a.a.O., Art. 23 A,B N 89 sowie soeben Erwägung 4b). Ohne 
einen entsprechenden Verweis gelten die für das interkantonale 
Steuerrecht entwickelten Normen näm- lich nicht für das internationale 
Steuerrecht (vgl. Vernehmlassung
S. 7). Die interkantonalen Ausscheidungsgrundsätze sind auch nicht etwa 
per Analogieschluss heranzuziehen, zumal gemäss bun- desgerichtlicher 
Rechtsprechung ausreichend objektive Gründe bestehen, um in der 
Schweiz unbeschränkt steuerpflichtige Eigen-

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tümer von Zweitwohnungen in einem anderen Kanton anders zu 
behandeln als solche von Zweitwohnungen im Ausland (vgl. etwa BGE 
140 II 157 [= Pra 103 Nr. 84] E.7.6.1).

5. a) Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass 
die streitgegenständliche Praxis der Beschwerdegegnerin, wonach ein 
Aufwandsüberschuss aus einem im Ausland gele- genen Grundstück 
nicht vom steuerbaren Einkommen einer im Kanton Graubünden 
unbeschränkt steuerpflichtigen Person abge- zogen werden kann, nicht 
zu beanstanden ist. Obschon das StG diesbezüglich keine explizite 
Bestimmung enthält und die Frage nach einem entsprechenden 
Gestaltungsspielraum der Kantone nicht abschliessend geklärt ist, ergibt 
es sich aus der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesgerichts und 
entspricht es anerkann- ten Grundsätzen der internationalen 
Steuerausscheidung, dass Aufwandsüberschüsse aus ausländischen 
Liegenschaften analog zu den bundesrechtlichen Bestimmungen zu 
beurteilen sind und damit bei der Ermittlung des steuerbaren Einkommens 
im Kanton Graubünden nicht in Abzug gebracht werden können. Die von 
den Beschwerdeführern zahlreich zitierten Literaturstellen  vermögen an 
dieser Beurteilung nichts zu ändern, und auch aus der Entste- 
hungsgeschichte des StG ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte, wonach 
der Kanton Graubünden mit der  Nichtübernahme  von  Art. 6 Abs. 3 DBG 
ins kantonale Recht eine abweichende Regelung habe einführen wollen 
resp. diesbezüglich von einem qualifizier- ten Schweigen des 
Gesetzgebers auszugehen wäre. Damit erweist sich auch der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 24. Novem- ber 2015 betreffend 
Kantons- und Gemeindesteuern 2013 als recht- mässig, weshalb die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen  ist.
A 16 1 Urteil vom 22. März 2017