# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6abe1cf1-bf7c-5e11-951a-1ed2a42bd72b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.04.2008 D-2273/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2273-2008_2008-04-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2273/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic,
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A.______, geboren (...), dessen Ehefrau B._______, 
geboren (...), Mongolei,
(....),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. April 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2273/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  am  21.  April 
2006 in  C._______, wo sie als Ehepaar gelebt  und beide als Ange-
stellte der (...) gearbeitet haben, einen Zug mit Enddestination Moskau 
bestiegen,

dass sie nach ihren Schilderungen nach der  Ankunft  in  Moskau da-
selbst sechs Tage verblieben, ehe sie ihre Reise auf Anweisung des 
Schleppers mit einem Lastwagen fortsetzten,

dass sie am 30. April 2006 in der Schweiz gemeinsam um Asyl nach-
suchten,

dass das BFM sie am 8. Mai 2006 im Transitzentrum Altstätten sum-
marisch und am 20. September 2007 beziehungsweise am 8. Oktober 
2007 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Chiasso ausführlich 
zu den Gründen ihres Asylgesuchs befragte,

dass der Beschwerdeführer dabei im Wesentlichen geltend machte, er 
sei nach einer Verwicklung in eine gewaltsame Auseinandersetzung in 
einem Park mit  tödlichem Ausgang zu Unrecht  von den eigentlichen 
Unruhestiftern, die sich für die Aufdeckung eines Alkoholschmuggels 
durch seine Ehefrau hätten rächen wollen,  für  die Tat verantwortlich 
gemacht worden,

dass er in Ergänzung dazu vorbrachte, die mit der Untersuchung des 
Falles betraute Polizeiinspektorin,  welche vom einflussreichen Draht-
zieher  des  Schmuggels  bestochen gewesen sei,  habe ihn  zu einem 
Geständnis  zu  bewegen  versucht,  mit  dem  Angebot,  die  gegen  ihn 
ausgesprochene Haftstrafe würde für  diesen  Fall  nicht  höher  als  10 
oder 15 Jahre ausfallen,

dass er das Angebot ausgeschlagen habe, worauf er in die berüchtigte 
Haftanstalt D._______ verlegt worden sei,

dass er dank den Bemühungen seiner Verteidigerin, seiner angeschla-
genen Gesundheit und der Bürgschaft seiner Eltern wieder auf freien 
Fuss gesetzt worden sei, wenn auch mit der Auflage, sich bis zum Ge-
richtstermin im April 2006 regelmässig auf dem Posten der Eisenbahn-
polizei in C._______ zu melden,

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dass er es angesichts der verbreiteten Korruption nicht auf den Urteils-
spruch des Gerichts habe ankommen lassen wollen und es vorgezo-
gen habe, zusammen mit seiner Ehefrau das Land zu verlassen,

dass die Beschwerdeführerin in den Grundzügen dieselben Angaben 
wie ihr Ehemann machte,

dass  sie  für  sich  selbst  vorbrachte,  nachdem sie  bei  der  Ausübung 
ihrer beruflichen Tätigkeit einen Alkoholschmuggel im grossen Stil auf-
gedeckt habe, sei sie von den Leuten aus der Entourage des in Haft 
genommenen  Drahtziehers  des  Schmuggels,  eines  einflussreichen 
Geschäftsmannes, unter Druck gesetzt worden,

dass sie eines Tages von Unbekannten,  die sie dem Umfeld des er-
wähnten Geschäftsmannes zuordne,  in  ein Auto gezerrt  und an den 
Stadtrand von C._______ gefahren worden sei, wo zwei der insgesamt 
drei Männer sie vergewaltigt hätten,

dass auf ihre Anzeige hin eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet 
worden sei, in deren Rahmen von den Behörden zwar eine Vergewalti-
gung an ihrer Person bestätigt worden sei, eine Identifizierung der Tä-
ter jedoch niemals stattgefunden habe,

dass für weitere Einzelheiten in den Aussagen der Beschwerdeführer 
auf die Protokolle sowie auf die Zusammenfassung des Sachverhalts 
in der Verfügung des BFM vom 1. April 2008 (siehe sogleich), welche 
sich bei einer Nachprüfung als deckungsgleich mit den Akten heraus-
stellt, zu verweisen ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 1. April 2008 - eröffnet am 3. April 
2008 - in Anwendung von Art. 34 Abs.1 des Asylgesetzes vom 26. Ju-
ni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf die Asylgesu-
che im Wesentlichen anführte,  der Bundesrat  habe die Mongolei  mit 
Beschluss  vom  28.  Juni  2000  als  verfolgungssicheren  Staat  (safe 
country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet,

dass  es  im  Weiteren  argumentierte,  aus  den  Anhörungen  der  Be-
schwerdeführer hervorgegangene Hinweise, welche die Vermutung der 

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Verfolgungssicherheit  gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umzustos-
sen vermöchten, seien aus den Akten nicht ersichtlich,

dass die Beschwerdeführer gegen diese Verfügung  mit  Eingabe vom 
8. April 2008  (Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhoben,

dass sie im Hauptpunkt  beantragten,  es sei  die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und die Sache zwecks neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückzuweisen,  verbunden  mit  der  Anweisung,  auf  die 
Asylgesuche einzutreten,

dass die Beschwerdeführer im Eventualpunkt  das Begehren stellten, 
es sei  die Unzulässigkeit,  allenfalls  die Unzumutbarkeit  des Vollzugs 
der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuord-
nen,

dass  die  Beschwerdeführer  zusammen  mit  der  Rekursschrift  drei 
fremdsprachige Dokumente zu den Akten reichten, bei denen es sich 
nach  ihrer  eigenen  Darstellung  um  eine  Unschuldsbestätigung  der 
Strafverteidigerin des Beschwerdeführers sowie um Protokolle zweier 
gerichtsmedizinischer Untersuchungen handelt, denen sie sich in der 
Heimat zu unterziehen hatten,

dass auf diese Beweismittel und auf die Begründung der Beschwerde, 
soweit  für  das Urteil  von Belang,  in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. April 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31,  32 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführer  durch  die  Nichteinretensverfügung  des 
BFM vom 1. April 2008 besonders berührt sind, ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und 

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daher  zur  Einreichung einer  dagegen gerichteten Beschwerde legiti-
miert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Beschwerde von ihnen innert der gesetzlichen Frist von fünf 
Arbeitstagen  in  gültiger  Form  eingereicht  wurde,  weshalb  auf  diese 
einzutreten  ist  (vgl.  Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol-
gung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführer nach eigenen Angaben die Staatsangehö-
rigkeit der Mongolei besitzen,

dass  sie  bei  der  Einreichung  ihrer  Gesuche  im  EVZ  E._______  zu 
ihrer Identifizierung je eine mongolische Identitätskarte zu den Akten 
gegeben  haben,  an  deren  Echtheit  mangels  Anhaltspunkten  keine 
Vorbehalte anzubringen sind,

dass mittels der beiden Identitätskarten ein genügender Beweis dafür 
erbracht  worden ist,  dass es sich bei der Mongolei  um den Heimat-
staat der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 
handelt  (vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.; EMARK 2005 Nr. 8 E. 3.1. 
S. 76 i.V.m. 2004 Nr. 30 E. 6.1. S. 210),

dass  der  Bundesrat  mit  Beschluss  vom 28. Juni  2000  die  Mongolei 
zum  "safe  country"  erklärt  hat  und  seither  im  Rahmen  der  periodi-
schen Prüfung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) nicht auf diese Einschätzung 
zurückgekommen ist,

dass  somit  vorliegend  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides  auf  der  Grundlage  von  Art.  34  Abs.  1 
AsylG erfüllt ist,

dass in  einem zweiten Schritt  die materielle  Bedingung des Fehlens 
von Verfolgungshinweisen zu prüfen ist, wobei gemäss Praxis derselbe 
weite Verfolgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 
AsylG zur Anwendung gelangt (zu den beiden erstgenannten Bestim-
mungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247), welcher nicht bloss 
ernsthafte  Nachteile  nach Art.  3  AsylG,  sondern  auch die von Men-
schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44  Abs. 2  AsylG i.V.m. Art.  83  Abs. 3  und  4  AuG umfasst  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247),

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dass dabei ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - Beweismass 
des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzuwenden 
ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssicheren Staat 
das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft werden muss, sobald in 
den Akten Hinweise  auf  Verfolgung (im soeben erläuterten Sinn)  zu 
verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon auf den ersten 
Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. S. 16 f.),

dass  vorliegend das BFM zur  Erkenntnis  gelangt  ist,  die  Vorbringen 
der Beschwerdeführer seien insgesamt vage, stereotypisch und wider-
sprüchlich,

dass sich dieser Gesamteindruck bei einer Überprüfung der massgeb-
lichen Stellen in den Akten vollauf bestätigt,

dass sich die in der Entscheidbegründung der Vorinstanz erwähnten 
Widersprüche  bei  einer  Konsultation  der  bezeichneten  Passagen  in 
den Protokollen durchwegs als solche bestätigen,

dass für die einzelnen Widersprüche und anderen Unglaubhaftigkeits-
merkmale weitgehend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass die Beschwerdeführer die vom BFM festgestellten Unstimmigkei-
ten in den Protokollen als Faktum nicht bestreiten, diese jedoch nicht 
als  Indizien  für  die  Unglaubhaftigkeit  ihrer  Aussagen  gelten  lassen, 
sondern  im Wesentlichen auf  Fehler  bei  der Übersetzung,  auf  ihnen 
unterlaufene Verwechslungen,  auf  den Zeitdruck in  den Befragungen 
oder  auf  ihre  generelle  Unerfahrenheit  als  Gesuchsteller  in  einem 
Asylverfahren zurückzuführen versuchen,

dass sie indes nach der Kurzbefragung im Transitzentrum übereinstim-
mend erklärt haben, sie hätten den Dolmetscher "sehr gut" verstanden 
(vgl. A1/9, S. 7; A2/9, S. 7),

dass sie ebenso am Ende der einlässlichen Anhörung versichert  ha-
ben, sie hätten den Übersetzer "molto bene" (vgl. A20/14, S. 11) be-
ziehungsweise "bene" (vgl. A18/13, S. 11) verstanden,

dass unter diesen Umständen genügend Garantien für die Annahme 
vorliegen, die an die Beschwerdeführer gerichteten Fragen und deren 
darauf  gegebene Antworten seien mit  ausreichender  Präzision über-

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setzt worden, so dass es zu keinen nennenswerten Abänderungen der 
ursprünglichen Erklärungsinhalte gekommen ist,

dass demnach der Einwand des Beschwerdeführers in der Beschwer-
de, seine Aussagen zur Häufigkeit seiner Meldebesuche auf dem Pos-
ten der Eisenbahnpolizei nach der Haftentlassung seien von der Über-
setzerin  nicht  richtig  zusammengefasst  worden,  kein  Gehör  finden 
kann,

dass  der  Einwand  der  fehlerhaften  Übersetzung  auch  deshalb  nicht 
verfängt, weil die Beschwerdeführer in den strittigen Punkten ihrer Vor-
bringen  nach  der  satzweisen  Rückübersetzung  nicht  reagiert  haben 
und realistischerweise  auszuschliessen  ist,  der  Inhalt  ihrer  Angaben 
sei vom Dolmetscher gleich zweimal unkorrekt übersetzt beziehungs-
weise vom Sachbearbeiter des BFM falsch protokolliert worden,

dass die Fülle und Deutlichkeit der Divergenzen sowie die - vermeintli-
che - Tragweite der davon betroffenen Punkte bezogen auf die gesam-
ten  Gesuchsbegründungen  zum  Schluss  führen,  das  von  den  Be-
schwerdeführern Behauptete habe sich nicht so zugetragen,

dass es namentlich beim Datum der Haftentlassung, bei der Zahl der 
anwesenden  Polizisten,  bei  der  optischen  oder  bloss  akustischen 
Wahrnehmung einer Ambulanz oder  beim Drücken eines Messers in 
die  Hand  um  aussergewöhnliche  und  einprägsame  Sachumstände 
handelt,  die  im Wahrheitsfall  von den damit  konfrontierten  Personen 
auch nach einer gewissen Zeit noch anschaulich und präzise wieder-
gegeben werden können,

dass  im Übrigen  bei  einer  Sichtung  der  Protokolle  in  Ergänzung  zu 
den Argumenten der  Vorinstanz  auf  den ersten Blick weitere  Wider-
sprüche in den Aussagen der Beschwerdeführer festzustellen sind,

dass bedeutende Unterschiede namentlich  auch in  der  Frage vorlie-
gen, worauf die Vermutung der Beschwerdeführer gründet, wonach so-
wohl hinter der Vergewaltigung der Beschwerdeführerin als auch hinter 
dem Überfall im Park und dem Messerangriff gegen den Beschwerde-
führer derselbe einflussreiche Geschäftsmann steht,  der sich für den 
aufgedeckten  Alkoholschmuggel  zu  rächen  versucht  (vgl.  A2/9,  S. 5 
unten und S. 6 oben; im Gegensatz dazu A18/13, S. 10,  D 106 und 
107, sowie A20/14, S. 10, D 85),

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dass in den Aussagen der Beschwerdeführer neben Abweichungen in 
bestimmten Punkten in genereller Form eine fehlende Anschaulichkeit 
und  Lebendigkeit  bei  der  Beschreibung  einzelner  Handlungsabläufe 
klar erkennbar ist,

dass dies beispielhaft auf die stereotypen Aussagen der Beschwerde-
führerin  zur angeblich erlittenen Vergewaltigung zutrifft,  die  den Ein-
druck einer einstudierten Geschichte ohne realen Hintergrund hinter-
lassen,

dass unter den soeben dargelegten Umständen auf eine Übersetzung 
und  nähere  Prüfung  der  im  Beschwerdeverfahren  eingereichten  Be-
weismittel  zu  verzichten  ist,  weil  diese  mit  annähernder  Gewissheit 
nichts an der offensichtlichen Unglaubhaftigkeit der Vorbringen der Be-
schwerdeführer zu ändern vermöchten (vgl. EMARK 2004 Nr. 17 E. 8 
S. 111 f.; 2003 Nr. 13 E. 4c S. 84),

dass für weiter gehende Erörterungen in dieser Hinsicht gerade auch 
deshalb kein Anlass besteht,  weil  vollkommen unklar  bleibt,  auf wel-
chen Kanälen  die  Beweismittel  den  Beschwerdeführern  zugegangen 
sind, und worauf es im Einzelnen zurückzuführen ist, dass die Hinder-
nisse, die vom Beschwerdeführer in einem früheren Stadium noch als 
Erklärung für das Schuldigbleiben von Beweismitteln angegeben wor-
den waren (vgl. A20/14, S. 2 oben und S. 10, D 85), nun offenbar in-
nert Kürze weggefallen sind,

dass sich aufgrund der Akten die vorinstanzlichen Erwägungen als zu-
treffend erweisen und die Schlussfolgerung des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung, wonach die Beschwerdeführer die Vermutung fehlen-
der Verfolgung nicht haben widerlegen können, zu bestätigen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1  AsylG zu 
Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, weil keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen, die sich nicht als of-
fensichtlich haltlos erweisen und gleichzeitig  keine Anhaltspunkte für 
eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die den Be-
schwerdeführern im Heimatstaat droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat der Beschwerdeführer 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen,

dass sich in  dieser  Hinsicht  den Akten ausreichende Garantien  ent-
nehmen lassen, die offenbar gesunden Beschwerdeführer gerieten im 
Falle einer Rückkehr ins Heimatland nicht in eine existenzbedrohende 
Situation, zumal sie über eine ausreichende Bildung und über Berufs-
erfahrung sowie über ein intaktes Beziehungsnetz in C._______ ver-
fügen,

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dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführern obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier, in Kopie)
- das (...) des Kantons (...) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

Versand: 

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