# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 161dc5bd-be3a-537d-b10f-0f1b3f110f9a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 23.04.2025 110 2024 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2024-110_2025-04-23.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2024/110

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 23. April 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

F.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen, Gemeindeverwaltung, Kernstrasse 1, 
3067 Boll

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen vom 15. Juli 
2024 (Baubewilligung Nr. 359/047-18; Verlängerung der Baubewilligung)

I. Sachverhalt

1. Mit Gesamtbauentscheid vom 23. August 2019 erteilte die Gemeinde Vechigen der Be-
schwerdegegnerin die Baubewilligung für den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern auf der Pa-
rzelle Vechigen Grundbuchblatt Nr. I.________. Nachdem die Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD) die dagegen erhobenen Beschwerden mit Entscheid vom 31. August 2020 
abgewiesen hat, erwuchs der erwähnte Gesamtbauentscheid in Rechtskraft. 

2. Mit Schreiben vom 31. August 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin bei der Gemeinde 
Vechigen die Verlängerung des Gesamtbauentscheids um zwei Jahre. Nach der Publikation des 
Verlängerungsgesuchs erhoben die Beschwerdeführenden dagegen Einsprache.

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3. Mit Entscheid vom 15. Juli 2024 verlängerte die Gemeinde Vechigen die Geltungsdauer des 
Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 um zwei Jahre, «das heisst bis zum 30. September 
2025» und wies die von den Beschwerdeführenden erhobene Einsprache ab. 

4. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 15. August 2024 Beschwerde bei der BVD 
ein. Sie beantragen die teilweise Aufhebung des Verlängerungsentscheids und die Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz zwecks Fortsetzung des Verfahrens unter Wahrung sämtlicher Par-
teirechte. Sie verlangen hinsichtlich der heutigen Bepflanzung auf dem Baugrundstück die Prü-
fung, ob es sich dabei allenfalls um geschützte Hecken handeln könnte. Zudem sei die Verlänge-
rung der Baubewilligung nur unter der Auflage zu gewähren, dass auch eine Photovoltaikanlage 
erstellt werde. Im Übrigen sei der angefochtene Entscheid zu bestätigen; so insbesondere die 
vorinstanzliche Anordnung, dass die Baubewilligung endgültig erlösche, wenn nicht vor dem 
30. September 2025 mit den Bauarbeiten begonnen werde. 

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 edierte die Vorakten und 
führte den Schriftenwechsel durch. Die Gemeinde Vechigen beantragt mit Schreiben vom 16. Sep-
tember 2024 unter Verzicht auf eine inhaltliche Stellungnahme sinngemäss die Abweisung der 
Beschwerde. Auch die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 18. Septem-
ber 2024 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Weiter verlangt sie, dass 
festzustellen sei, dass die verlängerte Geltungsdauer des Gesamtbauentscheids erst ab Rechts-
kraft der Verlängerungsbewilligung zu laufen beginne. Eventualiter verlangt sie die Feststellung, 
dass die Vorinstanz die Geltungsdauer des Gesamtbauentscheids nicht um zwei Jahre verlängert 
habe. Schliesslich verlangt sie, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen 
sei. 

6. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2024 gab das Rechtsamt den Beschwerdeführenden Gele-
genheit, sich zum beantragten Entzug der aufschiebenden Wirkung zu äussern. Mit Stellung-
nahme vom 29. Oktober 2024 beantragen die Beschwerdeführenden die Abweisung des Gesuchs 
betreffend Entzug der aufschiebenden Wirkung. Mit ihrer Eingabe vom 5. November 2024 hält die 
Beschwerdegegnerin am Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde fest. 

7. Mit Verfügung vom 26. November 2024 wies das Rechtsamt der BVD das Gesuch der Be-
schwerdegegnerin um Entzug der aufschiebenden Wirkung ab. Es hielt dabei insbesondere fest, 
dass die Frist von zwei Jahren, um welche die Vorinstanz den Gesamtbauentscheid verlängert 
hat, erst mit Rechtskraft des Verlängerungsentscheids zu laufen beginnen würde und das im an-
gefochtenen Entscheid festgehaltene, fixe (Ablauf-)Datum nichts daran ändere.

8. Mit Verfügung vom 7. Januar 2025 holte das Rechtsamt bei der Abteilung Naturförderung 
des Amts für Landwirtschaft und Natur (ANF) einen Fachbericht zur Beurteilung der Bepflanzung 
auf der Bauparzelle (bzw. den entsprechenden neuen Parzellen Vechigen Grundbuchblatt 
Nr. K.________, A.________ und B.________) ein. Mit Verfügung vom 26. Februar 2025 stellte 
das Rechtsamt den von der ANF erstellten Fachbericht Naturschutz vom 14. Februar 2025 den 
Verfahrensbeteiligten zu und gab ihnen gelichzeitig Gelegenheit zur Einreichung von Schlussbe-
merkungen.

9.  Gemäss Schreiben vom 10. März 2025 halten die Beschwerdeführenden vollumfänglich an 
den Rechtsbegehren und den Ausführungen in ihrer Beschwerde fest. Weiter verlangen sie das 
Nichteintreten auf die Feststellungsbegehren der Beschwerdegegnerin betreffend die konkrete 
Dauer des verlängerten Gesamtbauentscheids. Mit ihrer Stellungnahme vom 20. März 2025 be-

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirek-
tion (Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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antragt die Beschwerdegegnerin neu und eventualiter zur Abweisung der Beschwerde, dass die 
Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen sei. Diese habe die Möglichkeit zu prüfen, den 
Gesamtbauentscheid vom 23. August 2019 unter der Auflage des Erhalts einer Ausnahmebewil-
ligung betreffend Beseitigung der strittigen Hecken und Vornahme entsprechender Ersatzpflan-
zungen zu verlängern.

10. Nachdem die Beschwerdeführenden gemäss ihrem Schreiben vom 3. April 2025 eine Ent-
fernung der strittigen Hecken durch die Beschwerdegegnerin befürchteten, teilte die Gemeinde 
Vechigen mit E-Mail vom 7. April 2025 mit, dass die von den Beschwerdeführenden beobachteten 
Erdarbeiten auf den Bauparzellen nicht das strittige Bauprojekt betreffen würden und somit kein 
baupolizeiliches Handeln angezeigt gewesen sei. Mit Schreiben vom 9. April 2025 äusserten sich 
die Beschwerdeführenden erneut und abschliessend zur Sache.

11. Auf die Rechtsschriften, die Vorakten und den Fachbericht der ANF wird, soweit für den 
Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Entscheide über die Verlängerung der Geltungsdauer einer Baubewilligung können gemäss 
Art. 41 Abs. 4 BewD2 wie ein Bauentscheid angefochten werden. Bauentscheide können nach 
Art. 40 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten wer-
den. Die BVD ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind 
die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die 
zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 

b) Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind durch den vorin-
stanzlichen Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

c) Das Beschwerdeverfahren ist auf den Streitgegenstand beschränkt. Ausgangspunkt für des-
sen Bestimmung bildet die angefochtene Verfügung, das sogenannte Anfechtungsobjekt. Dieses 
gibt den Rahmen des Streitgegenstands vor, welcher folglich nicht über das hinausgehen kann, 
was die Vorinstanz geregelt hat. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Ver-
fahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.4

Nach Art. 42 Abs. 2 BauG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BewD wird die Gültigkeitsfrist einer Baubewilligung 
gehemmt, wenn die Baubewilligung aus rechtlichen Gründen noch nicht genutzt werden kann und 
die Bauherrschaft die zumutbaren Schritte zur Beseitigung des Ausführungshindernis unternimmt. 

Die Beschwerdegegnerin bringt in ihrer Beschwerdeantwort sowie in den Schlussbemerkungen 
vor, dass zivilrechtliche Ausführungshindernisse die ursprüngliche Gültigkeitsfrist des Gesamt-
bauentscheids vom 23. August 2019 hemmen würden: Es hätten noch keine Vereinbarungen mit 

2 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
4 Vgl. Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 ff.; Michel Daum, a.a.O., 

Art. 20a N. 5 ff. 

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der Nachbarschaft betreffend die zur Hangsicherung notwendigen Erdanker abgeschlossen wer-
den können, weswegen sie vom Gesamtbauentscheid noch nicht habe Gebrauch machen können. 
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist allerdings einzig die Verlängerung die-
ses Gesamtbauentscheids mittels des nun angefochtenen Entscheids vom 15. Juli 2024. Ob und 
inwiefern die ursprüngliche Gültigkeitsdauer des Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 ge-
hemmt sein könnte, kann hier vor dem Hintergrund des seitens der Beschwerdegegnerin anhängig 
gemachten und nun strittigen Verlängerungsverfahrens offenbleiben. Diese Beurteilung liegt denn 
auch ausserhalb des Streitgegenstands und kann nach dem Gesagten auch gar nicht zum Ge-
genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens gemacht werden. Auf die betreffenden Vor-
bringen der Beschwerdegegnerin hinsichtlich angeblicher Ausführungshindernisse ist somit nicht 
einzugehen.

2. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden machen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör 
geltend. Insbesondere seien sie während des vorinstanzlichen Verfahrens niemals darüber infor-
miert worden, welche Amts- und Fachberichte die Vorinstanz betreffend die Verlängerung des 
Gesamtbauentscheids eingeholt habe. Die Beschwerdeführenden hätten nach Einreichung ihrer 
Einsprache bis zur Zustellung des nun angefochtenen Entscheids vom 15. Juli 2024 nichts mehr 
von der Vorinstanz gehört. Die betreffenden Stellungnahmen, Fach- und Amtsberichte habe ihnen 
die Vorinstanz sodann erst auf das entsprechende Akteneinsichtsgesuch vom 23. Juli 2024 zuge-
stellt.

Die Beschwerdegegnerin entgegnet, dass das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden bereits 
mit der Ermöglichung ihrer Einsprache im vorinstanzlichen Verfahren vollumfänglich gewahrt wor-
den sei. Ausserdem hätten sich die Beschwerdeführenden nun im vorliegenden Beschwerdever-
fahren frei und umfassend äussern können, weswegen keine Gehörsverletzung vorliegen könne.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG5 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör umfasst auch das Recht der Parteien, von jedem eingereichten Aktenstück bzw. 
jeder Stellungnahme von Parteien und Behörden Kenntnis zu nehmen und sich dazu äussern zu 
können. Das gilt unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen oder Argumente enthalten und ob 
sie die Entscheidbehörde tatsächlich zu beeinflussen vermögen. Die Beteiligten sind deshalb über 
jede Eingabe zu informieren, damit sie Gelegenheit haben, sich dazu zu äussern, wenn sie dies 
als notwendig erachten. Daher sind den Parteien im Baubewilligungsverfahren sämtliche Amts- 
und Fachberichte sowie die Stellungnahmen der Gegenpartei zuzustellen.6

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine Gehörs-
verletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition hat 
wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein Nachteil erwächst. 
Eine Heilung kommt in erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden Gehörsverletzungen in 
Frage. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei schwerwiegenden 

5 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
6 BGE 138 I 484 E. 2.1, 133 I 100 E. 4.3 ff.; BVR 2009 S. 328 ff. E. 2.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum 

Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 38-39 N 9b; Urs Eymann, Das rechtliche Gehör im 
erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren, in KPG-Bulletin 2006 S. 47 ff.

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Gehörsverletzungen eine Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die Rückweisung zu 
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinba-
ren wären.7 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der Kostenverlegung zu berück-
sichtigen.8

c) Indem die Vorinstanz es unterlassen hat, den Beschwerdeführenden vor dem Erlass des 
nun angefochtenen Entscheids vom 15. Juli 2024 die im vorinstanzlichen Verfahren eingeholten 
Amts- und Fachberichte zuzustellen, hat sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Der 
Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör ist eine grundlegende Verfahrensgarantie, die als 
verfassungsmässiges Recht9 auch im baurechtlichen Verfahren besteht. Entgegen dem Vorbrin-
gen der Beschwerdegegnerin kann die Anhörung im Baubewilligungsverfahren nicht einfach mit 
der Möglichkeit zur Einsprache gemäss Art. 35 ff. BauG kompensiert werden.10 

Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt grundsätzlich zur Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids. Zwar kann, wie oben dargelegt, eine Gehörsverletzung geheilt werden, 
wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition wie die Vorinstanz hat und den Beschwerde-
führenden aus der Heilung kein Nachteil erwächst. Die BVD verfügt über volle Kognition (vgl. 
Art. 40 Abs. 3 BauG). Die Vorinstanz hat die erwähnten Unterlagen im Anschluss an den ergan-
genen Entscheid vom 15. Juli 2024 den Beschwerdeführenden zugestellt und diese konnten im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren dazu Stellung nehmen, womit die Gehörsverletzung 
grundsätzlich geheilt wurde. Da dadurch den Beschwerdeführenden – mit Blick auf ihre daraufhin 
sowieso eingereichte Beschwerde – allerdings kein grosser Mehraufwand entstanden ist, ist die 
erfolgte Heilung bei der Kostenverlegung nicht zu berücksichtigen. Wie sich nachfolgend zeigen 
wird, ist der angefochtene Entscheid ausserdem aus anderen Gründen ohnehin aufzuheben und 
die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (dazu die nachfolgenden Erwägungen 3 und 4). Es 
erübrigt sich somit auch zu prüfen, ob die Vorinstanz zudem auf andere Weise, als nur durch die 
Nichtzustellung der erwähnten Unterlagen, den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtli-
ches Gehör verletzt hat.

3. Geschützte Hecken; Verlängerung der Baubewilligung

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass die Beschwerdegegnerin bis heute keinen Ge-
brauch von der im Jahr 2019 erteilten Baubewilligung gemacht habe und sich seither nur spora-
disch um das Baugrundstück bzw. die davon neu abparzellierten Grundstücke Vechigen Grund-
buchblatt Nr. K.________, A.________ und B.________ gekümmert habe. Deshalb seien die Bau-
parzellen inzwischen von Pflanzen überwuchert und es sei davon auszugehen, dass es sich bei 
der nun vorhandenen Vegetation um schützenswerte Hecken und Feldgehölze im Sinne des Bun-
desgesetzes über den Natur- und Heimatschutz handelt. Da sich damit die massgeblichen 
tatsächlichen Verhältnisse wesentlich verändert hätten, sei eine Verlängerung der Baubewilligung 
ausgeschlossen oder höchstens noch unter Erteilung einer entsprechenden Ausnahmebewilli-
gung möglich.

Die Vorinstanz hielt in Ziffer 2.4. auf Seite 4 im angefochtenen Entscheid vom 15. Juli 2024 fest, 
dass die Frage der zwischenzeitlich weiter gewachsenen Naturhecke auf dem Grundstück des 
Bauvorhabens keine grundlegende Neubeurteilung erfordere. Die Rechtslage habe sich diesbe-

7 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 9 bis 11.
8 Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 21 und 39.
9 Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 19. April 1999 (BV; SR 101); 

Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1). 
10 Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 37.

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züglich nicht verändert und der Blick in die Vorakten bestätige den bereits langjährigen Vorbestand 
dieser Naturhecke in geringerem Umfang. Einzig die Tatsache, dass sich eine bestehende Hecke 
aufgrund vernachlässigten Unterhalts weiter ausgebreitet habe, rechtfertige keine grundsätzliche 
Neuüberprüfung des Gesamtbauentscheids.

Auch die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass die strittige Bepflanzung auf den betreffenden 
Grundstücken bereits zum Zeitpunkt des Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 bestanden 
habe. Die tatsächlichen Verhältnisse hätten sich somit inzwischen nicht wesentlich verändert. Aus-
serdem handle es sich bei der Bepflanzung nicht um geschützte Hecken, da die gesetzlichen 
Anforderungen an die Fläche und Artenvielfalt nicht erfüllt seien. 

b) Hecken und Feldgehölze, welche die Begriffsumschreibung von Art. 28 NSchG11 erfüllen, 
sind in ihrem Bestand geschützt (Art. 27 Abs. 1 NSchG; Art. 18 Abs. 1bis NHG). Gemäss der De-
finition von Art. 28 Abs. 1 NSchG sind Hecken linienförmige Bestockungen mit einheimischen 
Sträuchern, allenfalls mit Krautsaum und Bäumen. Die Grenzen von Hecken verlaufen mindestens 
3 m ausserhalb der Stämme der äussersten Bäume und Sträucher. In der konkreten Umsetzung 
gilt eine Länge von zehn Metern bzw. eine Fläche von 50 Quadratmetern als Mindestmass für 
eine Hecke.12 Der Bestandesschutz nach Art. 27 NSchG gilt generell und unabhängig davon, ob 
eine Hecke oder ein Gehölz inventarisiert oder in einem Schutzplan verzeichnet ist.13 Eine schüt-
zenswerte Hecke darf nicht einfach so beseitigt werden. Gestattet ist nur eine dem Schutzzweck 
entsprechende Pflege und Nutzung von Hecken und Feldgehölzen nach Art. 16 NSchV14. 

Ausnahmen zum Schutz gemäss Art. 27 NSchG sind in Art. 13 NSchV geregelt. Demnach kann 
das Regierungsstatthalteramt unter gewissen Voraussetzungen eine Ausnahmebewilligung zur 
Beseitigung einer Hecke oder eines Feldgehölzes erteilen, wobei die Gesuchstellenden dann aber 
zu ökologischem Ersatz zu verpflichten sind. 

Gemäss Fachbericht Naturschutz vom 14. Februar 2025 hat die ANF auf den vom Bauvorhaben 
der Beschwerdegegnerin betroffenen Parzellen drei Hecken festgestellt, welche die obgenannten 
Kriterien erfüllen. Die ANF führt diesbezüglich im erwähnten Fachbericht folgendes aus: 

«Die Hecke 1 befindet sich im mittleren Bereich der Parzelle K.________ entlang der Stützmauer. Sie be-
steht hauptsächlich aus rotem Hartriegel, schwarzem Holunder, Liguster, Sal-Weide und gemeiner Hasel. 
Sie erfüllt somit die Voraussetzungen nach Art. 28 NSchG. Da die Hecke sowie die Umgebung seit Jahren 
nicht mehr gepflegt wurden, hat sich die armenische Brombeere sehr stark ausgebreitet und wuchert auch 
in die Hecke. Diese Fläche wird nicht zur schützenswerten Hecke gerechnet. Die Hecke ist bereits auf den 
Luftbildern von 1998 deutlich zu erkennen.

Die Hecke 2 befindet sich entlang der Parzellengrenze K.________ / H.________ und J.________. Es han-
delt sich um eine artenarme Hecke hauptsächlich aus rotem Hartriegel, die früher in Form geschnitten 
wurde. Da die Pflege jedoch vernachlässigt worden ist, hat sich über die Jahre aus der Formhecke eine 
wildwachsende Hecke entwickelt und somit erfüllt sie strengrechtlich die Kriterien gemäss Art. 28 NSchG 
und ist in ihrem Bestand geschützt.

Die Hecke 3 befindet sich an der nördlichen Parzellengrenze der Parzelle A.________. Es wurden überwie-
gend einheimische Arten festgestellt mit einzelnen Neophyten (armenische Brombeere und Sommerflieder). 
Somit sind auch hier die Kriterien nach Art. 28 NSchG erfüllt und die Hecke ist in ihrem Bestand geschützt.»

11 Naturschutzgesetz vom 15. September 1992 (NSchG; BSG 426.11).
12 Arbeitshilfe zu Schutz und Unterhalt von Hecken, Feld- und Ufergehölzen; Heckenrichtlinie der Abteilung Naturför-

derung des Amts für Landwirtschaft und Natur der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern 
vom September 2021, S. 3 f.

13 BVR 2002 S. 400 ff. E. 2.d.
14 Naturschutzverordnung vom 10. November 1993 (NSchV; BSG 426.111).

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Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin ist folglich erwiesen, dass sich zum heutigen 
Zeitpunkt auf den betreffenden Bauparzellen mehrere Hecken befinden, welche die Kriterien 
gemäss Art. 28 NSchG erfüllen und somit in ihrem Bestand geschützt sind. Es besteht keinerlei 
Anlass, an der fachbehördlichen Einschätzung der ANF zu zweifeln. So erscheint insbesondere 
mit Blick auf die dem Fachbericht beigelegten Fotos und dem Luftbild offensichtlich, dass die er-
forderlichen Mindestmasse der Flächen und Längen der drei festgestellten Hecken erfüllt sind: Sie 
erstrecken sich alle über eine Länge von rund 30 m und weisen eine Breite von jeweils mehreren 
Metern aus. Auch was die Qualität der Gewächse angeht, hat die ANF aufgezeigt, dass alle drei 
Hecken die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Der von einer ausgewiesenen Fachperson er-
stellte Fachbericht Naturschutz der ANF vom 14. Februar 2025 ist schliesslich weder mangelhaft 
noch unvollständig.

c) Nach Art. 42 Abs. 3 BauG kann die Baubewilligungsbehörde nach Anhörung der betroffenen 
Behörden die Geltungsdauer der Baubewilligung um höchstens zwei Jahre verlängern. Unter den 
«betroffenen Behörden» sind die Behörden zu verstehen, die im Baubewilligungsverfahren einen 
Amts- oder Fachbericht zu erstatten oder eine besondere Bewilligung zu erteilen hatten, aber auch 
allenfalls infolge veränderter Verhältnisse neu betroffene Behörden. Die Verlängerung ist aller-
dings ausgeschlossen, wenn sich die massgebenden tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse 
seit dem Bauentscheid wesentlich verändert haben. Veränderte Verhältnisse liegen jedenfalls 
dann vor, wenn die Baubewilligung nicht mehr erteilt werden könnte. Möglicherweise könnte aber 
eine Verlängerung mit Auflagen bewilligt werden. Ausgeschlossen ist die Verlängerung einer zu 
Unrecht erteilten Baubewilligung.15 In Art. 42 BauG nicht ausdrücklich erwähnt ist die sachliche 
Geltung der Baubewilligung. Demnach ist das Bauvorhaben so bewilligt, wie es Gegenstand des 
Bauentscheids war. Jede davon abweichende bewilligungspflichtige Ausführung setzt die vorgän-
gige Bewilligung einer Projektänderung oder allenfalls die Durchführung eines neuen Baubewilli-
gungsverfahrens voraus.16 

Fraglich ist, ob sich im vorliegenden Fall die massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse zwischen 
der Erteilung des Gesamtbauentscheids im Jahr 2019 und dessen Verlängerung mit Entscheid 
vom 15. Juli 2024 wesentlich verändert haben. Wie oben dargestellt, befinden sich auf den Bau-
parzellen drei Hecken, die heute in ihrem Bestand geschützt sind. Allerdings ist bestritten, ob sich 
alle diese Gewächse – allenfalls in geringerem Umfang – auch schon zum Zeitpunkt des Gesamt-
bauentscheids dort befunden haben. Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass die Hecken in 
der Zwischenzeit mindestens teilweise gerodet worden seien, so dass es sich bei der heutigen 
Vegetation nicht mehr um jene aus dem Jahr 2019 handeln würde. Die Beschwerdegegnerin ent-
gegnet, dass sich die betreffende Vegetation zwischen 2018 und 2024 nicht wesentlich geändert 
habe. Im Fachbericht vom 14. Februar 2025 äussert sich die ANF nur betreffend die Hecke 1 
dahingehend, dass diese bereits auf alten Luftbildern deutlich zu erkennen sei. Betreffend die 
Hecke 2 erwähnt sie, dass diese früher in Form geschnitten worden sei, mangels Pflege sie sich 
über die Jahre zu einer wildgewachsenen Hecke entwickelt habe. 

Insbesondere betreffend die sich im nördlichen Bereich der neuen Parzelle Vechigen Grundbuch-
blatt Nr. K.________ befindende Hecke 2 ist folglich von wesentlich veränderten Verhältnissen 
auszugehen. Auf den von der Beschwerdegegnerin mit ihrer Stellungnahme vom 20. März 2025 
eingereichten Luftbildern und den in der Beschwerde vom 15. August 2024 eingefügten Fotos ist 
offensichtlich erkennbar, dass diese ursprüngliche Formhecke in den letzten Jahren nicht mehr 
geschnitten wurde und daher zunehmend verwilderte. Mit Blick auf die anderen beiden erwähnten 
Hecken und die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin, wo-
nach diese schon viel länger bestehen würden, könnte sogar davon ausgegangen werden, dass 

15 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 42 N. 5.
16 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 42 N. 1.

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diese bereits zum Zeitpunkt der Erteilung des Gesamtbauentscheids im Jahr 2019 in einem zu 
schützenden Bestand auf den Bauparzellen vorhanden waren. Da diesem Punkt im damaligen 
Baubewilligungsverfahren aber offenbar nicht Rechnung getragen wurde, ist einerseits nicht aus-
geschlossen, dass der Gesamtbauentscheid vom 23. August 2019 in der vorliegenden Form, das 
heisst ohne Beurteilung und Berücksichtigung der damaligen Vegetation auf den Bauparzellen, zu 
Unrecht erfolgt sein könnte und dessen Verlängerung somit von vornherein ausgeschlossen wäre. 
Andererseits liegt die wesentliche Veränderung der massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse 
vorliegend auch darin, dass die Schutzwürdigkeit der fraglichen Bepflanzung inzwischen mit dem 
Fachbericht Naturschutz der ANF vom 14. Februar 2025 festgestellt wurde.

Schliesslich oblag es entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin während des Baubewil-
ligungsverfahrens nicht einfach den Einsprechenden, auf bestehende und gegebenenfalls ge-
schützte Hecken hinzuweisen, sondern vielmehr hätte dies von der Baubewilligungsbehörde 
selbständig abgeklärt und im entsprechenden Entscheid behandelt werden müssen. Gleiches gilt 
nun für den Zeitpunkt der Verlängerung des Gesamtbauentscheids: Die Vorinstanz wäre vor dem 
Entscheid über die Verlängerung gemäss Art. 42 Abs. 3 BauG verpflichtet gewesen, die ANF als 
betroffene Behörde im Verfahren miteinzubeziehen und sodann gestützt auf ihren – nun erst im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren vom Rechtsamt der BVD eingeholten – Fachbericht hinsicht-
lich der geschützten Hecken das entsprechende weitere Vorgehen zu befolgen. 

Zusammengefasst kann somit festgehalten werden, dass sich die massgeblichen tatsächlichen 
Verhältnisse aufgrund der sich nun auf den Bauparzellen befindenden geschützten Hecken we-
sentlich verändert haben. Der Gesamtbauentscheid kann somit nicht ohne Weiteres verlängert 
werden, sondern es bedürfte hierzu gegebenenfalls einer Ausnahmebewilligung und entsprechen-
der Auflagen.

4. Rückweisung

a) Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Regel in der Sache. Sie weist die Akten nur aus-
nahmsweise und mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück (vgl. Art. 72 Abs. 1 
VRPG). Es müssen besondere Gründe, die prozessökonomische Gesichtspunkte in den Hinter-
grund treten lassen, dafür sprechen, dass die Vorinstanz noch einmal zum Entscheid über das 
streitige Rechtsverhältnis aufgerufen wird. Mangelnde Entscheidreife der Angelegenheit kann ei-
nen solchen Grund darstellen.17 

b) Aus den vorangehenden Ausführungen in Erwägung 3 geht hervor, dass aufgrund der 
gemäss dem Fachbericht Naturschutz der ANF vom 14. Februar 2025 auf den Bauparzellen fest-
gestellten geschützten Hecken weitere Handlungsschritte und Abklärungen notwendig sind: Allem 
voran ist zu prüfen, inwiefern das vorliegende Bauvorhaben einen Eingriff in die Hecken bewirkt. 
Falls die Hecken zumindest teilweise den projektierten Bauten und Anlagen weichen müssten, 
bedürfte es vorliegend einer Ausnahmebewilligung für deren Beseitigung. Zuständig dafür ist nach 
Art. 13 Abs. 1 NSchV das Regierungsstatthalteramt. Dieses hätte gemäss Art. 13 Abs. 2 NSchV 
auch darüber zu entscheiden, inwiefern die Beschwerdegegnerin bei Erteilung einer Ausnahme-
bewilligung zu ökologischem Ersatz für die zu beseitigenden Hecken zu verpflichten wäre. Mit den 
entsprechenden Auflagen könnte daraufhin möglicherweise eine Verlängerung des Gesamtbau-
entscheids bewilligt werden. Allenfalls müsste die Beschwerdegegnerin aber auch ein angepass-
tes Projekt einreichen, was gegebenenfalls die Bewilligung einer Projektänderung oder sogar die 
Durchführung eines neuen Baubewilligungsverfahrens voraussetzen würde und unter Umständen 
einer Verlängerung des ursprünglichen Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 entgegen-

17 Zum Ganzen: Ruth Herzog, a.a.O., Art. 72, N. 2 f.

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stehen würde. Den betroffenen Verfahrensbeteiligten ist ferner erneut das rechtliche Gehör zu 
gewähren. 

Die Angelegenheit ist folglich nicht entscheidreif. Es ist nicht Aufgabe der BVD und liegt nicht in 
deren Zuständigkeit, die genannten Handlungsschritte vorzunehmen und das Verlängerungsver-
fahren weiterzuführen. Vielmehr hat die Vorinstanz dieses gemäss den obigen Ausführungen fort-
zusetzen. Der angefochtene Entscheid vom 15. Juli 2024 ist daher in Gutheissung der Be-
schwerde aufzuheben und das Verfahren wird – entsprechend dem Eventualbegehren der Be-
schwerdegegnerin gemäss ihrer Stellungnahme vom 20. März 2025 – zur erneuten Beurteilung 
an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

c) Bei diesem Ausgang erübrigen sich die von den Beschwerdeführenden und der Beschwer-
degegnerin gegenseitig gestellten (Feststellungs-)Anträge betreffend die von der Vorinstanz per 
bestimmtes Datum verlängerte Geltungsdauer des Gesamtbauentscheids. Auch der von den Be-
schwerdeführenden beantragte Augenschein erübrigt sich. Diese Beweismassnahme wird dem-
nach abgewiesen.

5. PV-Anlage 

a) Die Beschwerdeführenden bringen des Weiteren vor, dass sich auch die rechtlichen Ver-
hältnisse seit dem Erlass des Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 wesentlich verändert 
hätten: Namentlich stünde die aktuelle kantonale Energiegesetzgebung, wonach bei gewissen 
Neubauten eine Pflicht zur Nutzung der Sonnenenergie besteht, einer Verlängerung des Gesamt-
bauentscheids entgegen.

Die Vorinstanz hielt in Ziffer 2.4. auf Seite 4 im angefochtenen Entscheid vom 15. Juli 2024 fest, 
dass Baugesuche nach dem zum Zeitpunkt der Baueingabe geltenden Recht zu beurteilen seien, 
was vorliegend auch hinsichtlich der Bestimmungen zur Energiegesetzgebung zutreffen würde. 

Gemäss der beim Amt für Umwelt und Energie, Abteilung Energie von der Vorinstanz eingeholten 
Stellungnahme vom 9. Februar 2024 seien die Anforderungen an die Energiegesetzgebung, die 
zum Zeitpunkt der erteilten Baubewilligung massgeblich gewesen seien, auch jetzt für deren Ver-
längerung massgeblich.18

b) Art. 31a KEnV19 verlangt bei Neubauten mit einer anrechenbaren Gebäudefläche von mehr 
als 300 m2 gemäss Art. 45a EnG20 die Nutzung der Sonnenenergie, soweit es nicht wirtschaftlich 
unverhältnismässig ist. Diese Vorschrift wurde am 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. Gemäss der 
Übergangsbestimmung in Art. 75b EnG unterstehen allerdings Gesuche, die vor dem 1. Januar 
2023 eingereicht wurden der Pflicht gemäss Art. 45a Abs. 1 EnG nicht.

Das vorliegend relevante Baugesuch wurde unbestrittenermassen vor dem 1. Januar 2023 einge-
reicht und das Bauvorhaben untersteht somit der erwähnten Pflicht zur Nutzung der Sonnenener-
gie nicht. Zumal die betreffenden Rechtsgrundlagen für das strittige Bauvorhaben der Beschwer-
degegnerin nicht massgeblich sind, liegen diesbezüglich keine veränderten rechtlichen Verhält-
nisse vor, welche der Verlängerung des Gesamtbauentscheids vom 23. August 2019 entgegen-
stehen könnten. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.

18 Vorakten, pag 10.
19 Kantonale Energieverordnung vom 26. Oktober 2011 (KEnV; BSG 741.111).
20 Energiegesetz vom 30. September 2016 (EnG; SR 730.0).

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6. Kosten

a) Mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 15. Juli 2024 wird auch die Kosten-
regelung in Ziffer 3.4. des Dispositivs aufgehoben. Aufgrund der Rückweisung wird die Gemeinde 
ihre Kosten in diesem Verfahren aber neu verlegen können. Daher müssen die vorinstanzlichen 
Kosten im vorliegenden Beschwerdeentscheid nicht verlegt werden. 

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird gemäss Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 2 GebV21 eine Pauschalgebühr von CHF 200.– 
bis CHF 4000.– erhoben. In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschalgebühr für dieses 
Beschwerdeverfahren auf CHF 2800.– festgesetzt. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Mit dem Eventualbegeh-
ren auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz gemäss ihrer Stellungnahme vom 20. März 
2025 unterzieht sie sich schliesslich im Grundsatz dem Anliegen der Beschwerdeführenden. Sie 
hat somit die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

c) Die Beschwerdegegnerin hat zudem den Beschwerdeführenden die Parteikosten zu erset-
zen (Art. 108 Abs. 3 VRPG).

Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand 
(Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV22 beträgt das Honorar in verwaltungsrechtlichen 
Beschwerdeverfahren CHF 400.– bis CHF 11 800.– pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs be-
misst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand sowie der Be-
deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG23). Der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführenden macht in seiner Kostennote vom 10. März 2025 Parteikosten 
im Umfang von CHF 9775.50 (Honorar CHF 9000.–, Auslagen CHF 43.– und Mehrwertsteuer 
CHF 732.50) geltend.

Im vorliegenden Fall ist der gebotene Zeitaufwand allerdings nur als durchschnittlich zu werten, 
da nebst dem Schriftenwechsel einzig ein kurzes Beweisverfahren durchgeführt wurde. Entgegen 
der Angabe des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden in seiner Kostennote fand im vorlie-
genden Fall insbesondere kein Augenschein statt. Die Bedeutung der Streitsache kann ebenso 
als durchschnittlich bezeichnet werden. Die umstrittenen Rechtsfragen sind schliesslich kaum 
komplex, weswegen die Schwierigkeit des Prozesses insgesamt als knapp durchschnittlich einzu-
stufen ist. Daher erscheint eine Ausschöpfung des Rahmentarifs zu ca. 50 % und somit ein Ho-
norar von CHF 6000.– als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden 
somit die Parteikosten von CHF 6532.50 (Honorar CHF 6000.–, Auslagen CHF 43.– und Mehr-
wertsteuer CHF 489.50) zu ersetzen.

21 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

22 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 
168.811).

23 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11).

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Gemeinde Vechigen vom 15. Juli 
2024 wird aufgehoben und die Sache wird zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von CHF 2800.– werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auf-
erlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im Betrag von 
CHF 6532.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.