# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b6e83af-a3bc-5294-a392-04a780eb5093
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.07.2015 ZK1 2015 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-62_2015-07-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 13. Juli 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 62 22. Juli 2015

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Aktuarin ad hoc Dedual

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
30. April 2015, mitgeteilt am selben Tag, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend Aufhebung einer Beistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ ist geschieden und wohnt zusammen mit ihrem bevormundeten 
Sohn A._____ in ihrem eigenen Haus in O.1_____. Mit Beschluss der Vormund-
schaftsbehörde des Kreises Seewis vom 24. Juni 1999 wurde für sie eine Beirat-
schaft mit Einkommensverwaltung gemäss Art. 395 Abs. 1 und 2 aZGB (alte Fas-
sung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, in Kraft bis 31. Dezember 2012; SR 
210) errichtet. Aus den Akten geht nicht hervor, aus welchem Grund die vormund-
schaftliche Massnahme angeordnet wurde. Es sind insbesondere keine Anhalts-
punkte dafür ersichtlich, dass X._____ mit ihrem Geld nicht umgehen konnte.

Im Zeitpunkt der Errichtung der kombinierten Beiratschaft verfügte X._____ 
nebst der Liegenschaft über ein beträchtliches Vermögen, welches zwischenzeit-
lich durch eine Erbschaft weiter angewachsen ist. Dieses Vermögen ist seither 
allerdings kontinuierlich geschrumpft. X._____ geht keiner bezahlten Arbeit nach. 
Sie erhält eine IV-Rente in Höhe von CHF 1'547.-- pro Monat. Der Unterhalt für 
ihren Sohn beläuft sich auf CHF 1'100.-- monatlich. Durch die Verbeiratung verfüg-
te sie zunächst über ein Haushaltsgeld von CHF 300.-- pro Woche, welches indes 
auf CHF 320.-- erhöht, aber zwischenzeitlich wieder gekürzt wurde. Aufgrund ihrer 
finanziellen Situation befindet sich X._____ in einem ständigen Kampf mit ihren 
Beiräten − bisher hatte sie deren drei. Sie hat stets nach mehr Haushaltsgeld ver-
langt und diverse Arbeiten gegen Rechnung in Auftrag gegeben. Als sich ihre 
Beiräte in Wahrnehmung der vormundschaftlichen Pflichten und zum Schutz ihres 
Vermögens jeweils nicht kooperativ zeigten, verlangte X._____ − wie nun auch mit 
der vorliegenden Beschwerde − stets deren Absetzung resp. Auswechslung.

B. X._____ ist der Meinung, sie brauche keine Beirätin und beantragte der 
Vormundschaftsbehörde resp. seit 1. Januar 2013 der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) wiederholt, die Massnahme aufzuheben. Sämtliche Versu-
che, X._____ zwecks Erstellung eines zur Feststellung ihrer Vermögensverwal-
tungsfähigkeit nötigen Gutachtens in die Klinik B._____ einzuweisen, scheiterten 
an ihrer ablehnenden Haltung (vgl. zuletzt KESB act. 89).

C. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2013 (KESB act. 78) sowie in diversen Te-
lefonanrufen ersuchte X._____ die KESB Prättigau/Davos um die ersatzlose Auf-
hebung der Beiratschaft, da sie mit C._____ als Beirätin nicht mehr einverstanden 
und selbständig genug sei, um ihre Angelegenheiten selbst zu regeln.

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D. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 6. Februar 2014, mitgeteilt am 
11. Februar 2014, lehnte die KESB Prättigau/Davos diesen Aufhebungsantrag ab 
und entschied, dass die bestehende Beiratschaft zur Mitwirkung, Vertretung, Ein-
kommens- und Vermögensverwaltung unverändert weitergeführt werden soll. 

E. Gegen diesen ablehnenden Entscheid vom 6. Februar 2014 erhob X._____ 
mit einem undatierten Schreiben an die KESB Prättigau/Davos (Poststempel vom 
13. Februar 2014) Beschwerde, welche die KESB am 17. Februar 2014 an das 
Kantonsgericht von Graubünden weiterleitete. Darin beantragte sie sinngemäss 
die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und damit die Aufhebung der Er-
wachsenenschutzmassnahme.

F. Aufgrund des nicht eingeholten, aber für die Weiterführung der Verbeira-
tung erforderlichen psychiatrischen Gutachtens zum Zustand von X._____ hat das 
Kantonsgericht von Graubünden die Beschwerde dahingehend entschieden, dass 
der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen 
zu weiteren Beweiserhebungen und zu neuem Entscheid an die KESB Prätti-
gau/Davos zurückgewiesen wurde (Entscheid vom 28. April 2014, ZK1 14 17).

G. Die KESB Prättigau/Davos hat sodann mit einem am 05. November 2014 in 
Einzelkompetenz gefällten Entscheid für X._____ eine ambulante Begutachtung 
durch Dr. med. D._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an-
geordnet. Gestützt darauf sollte beurteilt werden, ob die nach altem Recht ange-
ordnete Massnahme in eine Massnahme des neuen Rechts zu überführen sei.

H. Im Gutachten vom 17. März 2015 bestätigte Dr. med. D._____ die bereits 
früher gestellte Diagnose einer mittelgradigen Intelligenzminderung (ICD-10 F 71) 
bei X._____. Hierbei handelt es sich um eine Geisteskrankheit im juristischen Sin-
ne. Das Krankheitsbild manifestiere sich bei X._____ darin, dass sie nur teilweise 
und unkritisch mit Alltagsbegebenheiten umgehen könne. Insbesondere fehle es 
ihr an der Erkenntnis, das ihr zur Verfügung stehende Geld einzuteilen. Aufgrund 
ihrer Abklärungen spricht die Gutachterin X._____ die Urteilsfähigkeit im Hinblick 
auf ihre Finanzverwaltung klar ab. Dieser Zustand sei dauerhaft und nicht thera-
pierbar.

I. Auf Grundlage dieser Abklärungen hat die KESB Prättigau/Davos mit Ent-
scheid der Kollegialbehörde vom 30. April 2015 den Antrag von X._____ zur Auf-
hebung der Beiratschaft im Hinblick auf die Mitwirkung, Vertretung, Einkommens- 
und Vermögensverwaltung nach Art. 395 Abs. 1 und 2 aZGB abgewiesen. Da 
festgestellt wurde, dass X._____ in den Bereichen Administration, Rechtsverkehr 

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sowie mit Blick auf die umfassende Einkommens- und Vermögensverwaltung nicht 
handlungsfähig sei, wurde die vorbestehende Beiratschaft per 30. Juni 2015 auf-
gehoben und per 01. Juli 2015 in eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutz-
recht umgewandelt. Ihre vormalige Beirätin, C._____, wurde im Rahmen einer 
Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 ZGB in den Bereichen der Vermögens-
verwaltung (Art. 395 ZGB), des Wohnens, in der öffentlichen Verwaltung, im Kon-
takt mit Versicherungen und in der sozialen Teilhabe zu ihrer Beiständin ernannt. 
C._____ hat X._____ in diesen Bereichen zu unterstützen und, soweit erforderlich, 
zu vertreten. Zudem hat sie, soweit nötig, die Post von X._____ zu öffnen.

K. Gegen diesen Entscheid vom 30. April 2015, mitgeteilt am selben Tag, er-
hob X._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit einem undatierten Schreiben 
an die KESB Prättigau/Davos (Poststempel vom 07. Mai 2015) Beschwerde, wel-
che die KESB am 08. Mai 2015 an das Kantonsgericht von Graubünden weiterlei-
tete (act. 01). Darin beantragte die Beschwerdeführerin sinngemäss die Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheids und damit die Aufhebung der Beistandschaft. 
Eventualiter macht sie geltend, dass ihr eine andere Beiständin zugewiesen wer-
den soll.

L. Mit prozessleitender Verfügung vom 11. Mai 2015 setzte der Vorsitzende 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden der KESB Prätti-
gau/Davos eine Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort an. Die KESB 
Prättigau/Davos verzichtete indes auf eine eingehende Vernehmlassung und be-
antragte im Schreiben vom 04. Juni 2015 unter Verweis auf die Akten sowie die 
Ausführungen im angefochtenen Entscheid die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. 

M. Auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1. Am 1. Januar 2013 ist das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht in 
Kraft getreten. Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Schlusstitels zum Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuch (SchlT ZGB; SR 210) gilt das neue Recht, sobald es in Kraft getre-
ten ist. Auf das Verfahren zur Ablösung der altrechtlichen Beiratschaft in eine Bei-
standschaft nach neuem Recht sowie das zugehörige Abklärungsverfahren zur 

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Aufhebung der Massnahme auf Antrag der Beschwerdeführerin vom 07. Mai 2015 
findet somit das neue Erwachsenenschutzrecht Anwendung.

2.a) Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgeset-
zes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von 
Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert 
sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und 
damit in erster Linie die von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person 
(Daniel Steck, in: Geiser/Reusser, Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 29 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kom-
mentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdeführerin ist 
somit als unmittelbar Betroffene des Entscheids klar zu dessen Anfechtung legiti-
miert.

b) Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheides der KESB. Die Beschwerdeführerin reichte der 
KESB Prättigau/Davos und damit der sachlich unzuständigen Behörde gegen den 
am 30. April 2015 mitgeteilten Entscheid am 07. Mai 2015 (Poststempel) ihre Be-
schwerde ein. Die KESB leitete die Beschwerde am 08. Mai 2015 an das Kan-
tonsgericht von Graubünden weiter. Damit wurde die Beschwerde innert der dreis-
sigtägigen Frist an die zuständige Rechtsmittelinstanz gerichtet, weshalb die Be-
schwerdefrist als gewahrt gilt.

c) Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen, 
wobei in formeller Hinsicht keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen 
(Botschaft, a.a.O., S. 7085; Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). In ihrer handge-
schriebenen Beschwerde bringt die Beschwerdeführerin mit hinreichender Klarheit 
zum Ausdruck, dass sie mit dem Entscheid der KESB nicht einverstanden sei. Da 
sie selbständig mit ihrem Geld umgehen könne, sei sie auf eine Beistandschaft 
nicht angewiesen. Zudem wehrt sie sich gegen die Einsetzung von C._____ als 
ihre Beiständin, wobei jedoch offen bleibt, ob sie einen Austausch der Beiständin 
verlangt (vgl. Art. 423 Abs. 2 ZGB) oder ob die Vorwürfe gegen die Beiständin 
vom Aufhebungsantrag der Massnahme umfasst sind. Aufgrund der im Zivilpro-
zess geltenden richterlichen Fragepflicht werden die Vorbringen gegen die Bei-
ständin als Eventualbegehren zur Auswechslung der Beistandsperson gewertet 
(vgl. Art. 56 Schweizerische Zivilprozessordung, ZPO; SR 272). In formeller Hin-
sicht fehlt der Beschwerdeschrift die Signatur. Da die Beschwerde handgeschrie-

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ben wurde und in den Verfahrensakten mehrere handschriftliche Schreiben der 
Beschwerdeführerin an die KESB dokumentiert sind, lässt sich die Übereinstim-
mung von Schrift und Schreibstil ohne weiteres feststellen, so dass kein Zweifel 
besteht, dass die Beschwerdeschrift von der Beschwerdeführerin stammt. Indem 
das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und den niedrigen Begründungsanforderun-
gen Rechnung getragen wird, ist auf die frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde einzutreten.

3.a) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die entsprechenden kantona-
len Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB und Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 
bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer münd-
lichen Hauptverhandlung entscheiden.

b) Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Die Beurteilung des Betroffenen über die Notwendigkeit einer 
Massnahme ist daher grundsätzlich ohne Bedeutung für den Entscheid der KESB 
bzw. der Beschwerdeinstanz (vgl. Auer/Marti, a.a.O., N 40 zu Art. 446 ZGB).

c) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche 
Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann 
(Botschaft, a.a.O., S. 7085; Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB).

4.a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Ent-
scheid der KESB Prättigau/Davos vom 30. April 2015, mit welchem die altrechtli-
che Beiratschaft zur Mitwirkung, Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwal-
tung der Beschwerdeführerin aufgehoben und eine Beistandschaft nach neuem 
Recht errichtet wurde. Als Beiständin wurde die vormalige Beirätin, C._____, be-

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stellt. Sie wurde mit den Aufgaben und Kompetenzen betraut, X._____ im Rah-
men einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den Bereichen der Vermö-
gensverwaltung (Art. 395 ZGB), insbesondere bei der Bestreitung der Lebenskos-
ten, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, der sorgfälti-
gen Verwaltung sämtlicher verwalteter Mobilien und Immobilien, im Verkehr mit 
Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten, zu unterstützen und, soweit erforder-
lich, zu vertreten. Zudem ist die Beiständin um eine geeignete Wohnsituation be-
sorgt, hilft im Verkehr mit der öffentlichen Verwaltung und Versicherungen. Darü-
ber hinaus sorgt sie für eine angemessene Tagesstruktur und ausreichend soziale 
Kontakte. Schliesslich ist sie angehalten, die Post der Beschwerdeführerin zu öff-
nen, soweit es sich als nötig erweist.

b) Gemäss Art. 399 Abs. 2 ZGB hebt die Erwachsenenschutzbehörde eine 
Beistandschaft auf Antrag der betroffenen Person oder von Amtes wegen auf, so-
bald für deren Fortdauer kein Grund mehr besteht. Am 07. Mai 2015 hatte die Be-
schwerdeführerin einen Aufhebungsantrag, eventualiter einen Antrag auf Aus-
wechslung der Beiständin gestellt. Einen solchen können die betroffene Person 
oder ihr nahestehende Personen jederzeit stellen und erneuern (Philippe Meier, in: 
Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 
2013, N 30 zu Art. 399 ZGB). Für ein Abänderungs- oder Aufhebungsverfahren 
gelten die Offizial- und Untersuchungsmaxime: Gemäss Art. 446 Abs. 1 und 2 
ZGB erhebt die Erwachsenenschutzbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen 
und kann nebst eigenen Abklärungen nötigenfalls ein Fachgutachten anordnen.

c) Im Rahmen der Abklärungen hinsichtlich des Antrages der Beschwerdefüh-
rerin, die Beiratschaft ersatzlos aufzuheben, kam die KESB Prättigau/Davos zum 
Schluss, dass die Einholung eines Gutachtens durch die Psychiatrischen Dienste 
Graubünden (PDGR) notwendig sei, um abschliessend über ihre Schutzbedürftig-
keit zu befinden. Nur so könne festgestellt werden, ob die Aufrechterhaltung der 
Massnahme der Einkommens- und Vermögensverwaltung noch angebracht sei 
(vgl. angefochtener Entscheid vom 06. Februar 2014, S. 4; act. 91). Wie sich aus 
den Verfahrensakten ergibt, fanden die Vorbereitungen für eine solche Begutach-
tung in der Klinik B._____ statt und es wurden schon Eintrittstermine festgelegt. 
Die Beschwerdeführerin weigerte sich aber, sich freiwillig einer stationären Begut-
achtung zu unterziehen. Daraufhin hatte die KESB ihre Bemühungen, ein fachärzt-
liches Gutachten einzuholen, offenbar vorläufig aufgegeben und nach Anhörung 
der Betroffenen am 06. Februar 2014 einen Entscheid gefällt. Gegen diesen hatte 
die Beschwerdeführerin am 13. Februar 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht 
von Graubünden erhoben. Im Entscheid ZK 14 17 hat das Kantonsgericht der Be-

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schwerde stattgegeben. Begründet wurde dieser Entscheid damit, dass das Vor-
gehen der KESB Prättigau/Davos nicht nachvollziehbar sei. Zunächst sei ein 
Fachgutachten für notwendig befunden worden. Allein aufgrund der Renitenz der 
Beschwerdeführerin sei dieses später allerdings nicht eingeholt und damit der 
Entscheid auf Grundlage fehlender Tatsachenfeststellungen gefällt worden. Das 
Kantonsgericht hat den Entscheid der KESB Prättigau/Davos daher aufgehoben 
und zur weiteren Beweiserhebung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

d) Das anschliessend mit in Einzelkompetenz gefälltem Entscheid der KESB Prät-
tigau/Davos bei Dr. med. D._____ eingeholte Gutachten vom 17. März 2015 
kommt zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin an einer mittelgradigen Intelli-
genzminderung (ICD-10 F 71) leide. Diese dauerhafte und nicht therapierbare 
psychische Störung sei eine Geisteskrankheit im juristischen Sinne (vgl. Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Bei der Beschwerdeführerin führe diese Diagnose dazu, dass 
sie sich nur teilweise und unkritisch mit den Alltagsbegebenheiten und vor allem 
mit der Notwendigkeit, das zur Verfügung stehende Geld einzuteilen, auseinan-
dersetze. Sie sei unfähig, die Tragweite des eigenen Verhaltens einzusehen. Die 
Abklärungen zeigten, dass ihr insbesondere im Hinblick auf die Finanzverwaltung 
ihre Urteilsfähigkeit abgesprochen werden müsse. Zudem deute der Verlauf dar-
auf hin, dass auch in Zukunft keine Verbesserung ihres Zustandes zu erwarten 
sei. Die Gutachterin gibt die Empfehlung ab, dass die Beschwerdeführerin auf-
grund ihrer beschränkten Urteilsfähigkeit von externen Fachleuten zu überwachen 
sei, wobei insbesondere der Umgang mit Geld, im Alltag sowie für die Zukunft, zu 
kontrollieren sei. Das Gutachten stützt damit die von der KESB Prättigau/Davos 
verfolgte Massnahme in optima forma. Die Beschwerde ist folglich in diesem 
Punkt abzuweisen.

e) Gemäss Art. 423 Abs. 2 ZGB hat die KESB die Beistandsperson auf Antrag der 
betroffenen oder ihr nahestehenden Person zu entlassen, wenn die Eignung für 
die Führung der Beistandschaft nicht mehr besteht oder andere wichtige Gründe 
für die Entlassung sprechen (Art. 423 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB). Der KESB kommt 
hierbei ein weiter Ermessensspielraum zu. Gestützt auf Art. 400 Abs. 1 ZGB wird 
eine Person nur dann als Beistand eingesetzt, wenn sie fachlich und persönlich 
geeignet ist, das Amt zu übernehmen und über genügend Zeit zur Wahrnehmung 
der Aufgabe verfügt. Vorliegend ist weder die mangelnde Eignung noch sind ande-
re wichtige Gründe erkennbar, die die von der KESB Prättigau/Davos eingesetzte 
Beiständin, C._____, als nicht geeignet erscheinen lassen. Vielmehr hat die Be-
schwerdeführerin in den letzten Jahren bereits mehrfach nach einer neuen Bei-
standsperson verlangt und vor dem letzten Wechsel explizit C._____ vorgeschla-

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gen. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, C._____ als Beiständin zu ent-
lassen. Mithin ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.

5. Da die Beschwerde von X._____ offensichtlich unbegründet ist, ergeht der 
vorliegende Entscheid gemäss Art. 18 Abs. 3 GOG einzelrichterlich.

6. Nach Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren (VGZ; BR 320.210) beträgt die Entscheidgebühr in Verfahren der zivilrecht-
lichen Beschwerde zwischen CHF 500.-- und CHF 8‘000.--. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens werden vorliegend auf CHF 1'500.-- festgesetzt. Da die Be-
schwerde abzuweisen ist, gehen die Verfahrenskosten zulasten der Beschwerde-
führerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1500.-- gehen zulasten 
der Beschwerdeführerin.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: