# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4138370-87b8-5d39-aa03-4e479f307b09
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.09.2011 E-7506/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7506-2007_2011-09-13.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­7506/2007

U r t e i l   v om   1 3 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn,
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;  
Gerichtsschreiber Urs David.

Parteien A._______,
Afghanistan,  
vertreten durch Urs Ebnöther, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Wiedererwägung);
Verfügung des BFM vom 11. Oktober 2007 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Mit  Verfügung  vom  18.  Dezember  2006  lehnte  das  BFM  das mit  einer 
politisch motivierten Verfolgung  (wegen Zugehörigkeit  zur Hezb­e­Islami 
von  Gulbuddin  Hekmatyar)  begründete  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  vom  9.  November  2006  ab  und  ordnete  dessen 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  an.  Zur  Begründung 
des  ablehnenden  Asylentscheids  qualifizierte  das  BFM  die  geltend 
gemachten Verfolgungsvorbringen als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 
des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31).  Für  den 
detaillierten  Inhalt  des  Asylgesuchs  und  der  Verfügung  vom  18. 
Dezember  2006  wird,  soweit  für  das  vorliegende  Verfahren  wesentlich, 
auf die Erwägungen und im Übrigen auf die Akten verwiesen.

Auf eine gegen diese Verfügung – soweit den Vollzug der Wegweisung 
betreffend  –  erhobene  Beschwerde  vom  15.  Januar  2007  trat  das 
Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  7.  März  2007  infolge 
Nichtbezahlung des eingeforderten Kostenvorschusses nicht ein.

B. 
Mit  Eingabe  vom  29.  August  2007  ersuchte  der  Beschwerdeführer  das 
BFM um Wiedererwägung der  gesamten Verfügung  vom 18. Dezember 
2006. Das Gesuch begründete er – soweit die Flüchtlingseigenschaft und 
das Asyl betreffend – mit neuen Tatsachen und Beweismitteln  im Sinne 
von Art. 66 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das Verwaltungsverfahren  (VwVG, SR  172.021)  und  –  soweit  den 
Vollzug der Wegweisung betreffend – mit einer nachträglich veränderten 
Sachlage. Auf die detaillierte Begründung wird, soweit wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen. 

C. 
Nachdem der Beschwerdeführer am 24. September 2007 einen vom BFM 
eingeforderten  Kostenvorschuss  im  Betrage  von  Fr.  1'200.­­  bezahlt 
hatte, lehnte dieses das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom 11. 
Oktober  2007  unter  Kosten­  und  Verrechnungsfolge  ab;  gleichzeitig 
erklärte es seine Verfügung vom 18. Dezember 2006 als rechtskräftig und 
vollstreckbar  und  sprach  einer  allfälligen  Beschwerde  die  Zuerkennung 
aufschiebender Wirkung ab. Auf die detaillierte Begründung wird, soweit 
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

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D. 
Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 6. November 2007 gegen 
diesen Entscheid vom 11. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde.  Dabei  beantragt  er  die  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung,  die  Gewährung  von  Asyl,  eventualiter  die  Gewährung  der 
vorläufigen  Aufnahme  infolge  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  und  in  prozessualer  Hinsicht  insbesondere  die 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  für  die  Verfahrenskosten. 
Auf  die  Begründung  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  Erwägungen 
eingegangen. 

E. 
Die  Instruktionsrichterin  setzte  den  Vollzug  der  Wegweisung  mit 
Zwischenverfügung vom 8. November 2007 einstweilen aus.

Mit  Zwischenverfügung  vom  13.  November  2007  erkannte  die 
Instruktionsrichterin  die  Beanstandung  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  unter  wiedererwägungsrechtlichen  Aspekten  als 
mit  gewissen  Erfolgsaussichten  behaftet.  Entsprechend  verzichtete  sie 
auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und  entschied,  die 
vorsorglich angeordnete Aussetzung des Wegweisungsvollzugs aufrecht 
zu  erhalten.  Den  Entscheid  über  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG stellte sie auf 
einen späteren Verfahrenszeitpunkt  in Aussicht. Auf die Begründung der 
Zwischenverfügung  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  Erwägungen 
eingegangen.

F. 
Mit  Vernehmlassung  vom  3.  Dezember  2007  beantragt  das  BFM  unter 
Verweis auf seine Erwägungen vom 11. Oktober 2007 die Abweisung der 
Beschwerde.

Die  Vernehmlassung  wurde  dem  Beschwerdeführer  am  4.  Dezember 
2007 zur Kenntnis gebracht.

G. 
Mit Eingaben vom 3. August  2009, 1. März 2010 und vom 3. Mai 2011 
ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerde. Auf deren Inhalte und 
Beweismittel wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

H. 
Mit  Entscheid  vom  29.  Juni  2011  zog  das  BFM  seine  Verfügung  vom 

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18. Dezember  2006  im  Rahmen  eines  weiteren  Schriftenwechsels 
insoweit  teilweise in Wiedererwägung, als es dem Beschwerdeführer die 
vorläufige Aufnahme  infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 
gewährte.

I. 
Mit  Instruktionsverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  21.  Juli 
2011  wurde  dem  Beschwerdeführer  unter  Hinweis  auf  die 
Aussichtslosigkeit  seiner  Beschwerde  hinsichtlich  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft,  Gewährung  des  Asyls  und  Anordnung  der 
Wegweisung  als  solcher Gelegenheit  gewährt,  bis  zum  5.  August  2011 
einen  allfälligen  Rückzug  seiner  Beschwerde  zu  erklären.  Gleichzeitig 
wurde  er  im  Hinblick  auf  sein  faktisches  Obsiegen  hinsichtlich  des 
Vollzugs  der  Wegweisung  eingeladen,  innert  derselben  Frist  eine 
Kostennote  betreffend  die  ihm  erwachsenen  Parteikosten  einzureichen, 
wobei  bei  ungenutzter  Frist  die  Parteientschädigung  von  Amtes  wegen 
festzusetzen wäre.

Innert  erstreckter  Frist  teilte  der  Beschwerdeführer  dem  Gericht  mit 
Schreiben  vom  17.  August  2011  mit,  dass  er  an  seiner  Beschwerde 
festzuhalten gedenke. Auf die Begründung wird, soweit wesentlich, in den 
Erwägungen  eingegangen.  Eine  Kostennote  reichte  der 
Beschwerdeführer nicht ein.

Auf  die  detaillierten  Inhalte  der  Instruktionsverfügung  und  des 
Antwortschreibens  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  Erwägungen 
eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 

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eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert  (Art. 105  und  Art. 108  Abs. 1  AsylG,  Art. 48  Abs. 1  sowie 
Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Entscheid  vom  29.  Juni  2011  hat  das  BFM  seine  Verfügung  vom 
18. Dezember  2006  im  Rahmen  eines  weiteren  Schriftenwechsels 
insoweit  teilweise  in  Wiedererwägung  gezogen,  als  es  dem 
Beschwerdeführer  die  vorläufige  Aufnahme  infolge  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  gewährte.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  mit 
seiner  Beschwerde  vom  6. November  2007  im  Eventualantrag 
durchgedrungen und nicht mehr beschwert. Das Beschwerdeverfahren ist 
dementsprechend  als  gegenstandslos  geworden  abzuschreiben,  soweit 
es den Vollzug der Wegweisung beschlägt. 

Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  sich  deshalb  nachfolgend 
gegenständlich einzig noch mit den Fragen der (wiedererwägungsweise) 
Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  Gewährung  des  Asyls  und 
Anordnung der Wegweisung als solcher zu befassen.

3. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

4. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art.  111  Bst.  e  AsylG).  Wie 
nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  betreffend  den 
materiell  verbleibenden  Prüfungsgegenstand  um  eine  solche,  weshalb 
der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 2 AsylG). 

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5. 

5.1. Die Wiedererwägung  im Verwaltungsverfahren  ist ein Rechtsbehelf, 
auf dessen Behandlung durch die verfügende Behörde grundsätzlich kein 
Anspruch besteht. Gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des 
Bundesgerichts  wird  jedoch  aus  Art. 29  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101) 
unter  bestimmten  Voraussetzungen  ein  verfassungsmässiger  Anspruch 
auf  Wiedererwägung  abgeleitet  (vgl.  BGE 127 I 133  E. 6  S. 137 f.  mit 
weiteren  Hinweisen).  Danach  ist  auf  ein  Wiedererwägungsgesuch 
einzutreten,  wenn  sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  seit  dem 
ursprünglichen  Entscheid  beziehungsweise  seit  dem  Urteil  der  mit 
Beschwerde  angerufenen  Rechtsmittelinstanz  in  wesentlicher  Weise 
verändert  hat  und  mithin  die  ursprüngliche  (fehlerfreie)  Verfügung  an 
nachträglich  eingetretene Veränderungen  der  Sachlage  anzupassen  ist. 
Sodann  können  auch  Revisionsgründe  einen  Anspruch  auf 
Wiedererwägung  begründen,  sofern  sie  sich  auf  eine  in  materielle 
Rechtskraft  erwachsene  Verfügung  beziehen,  die  entweder 
unangefochten  geblieben  oder  deren  Beschwerdeverfahren  mit  einem 
formellen Prozessurteil abgeschlossen worden ist. Ein solchermassen als 
qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zu bezeichnendes Rechtsmittel ist 
grundsätzlich  nach  den  Regeln  des  Revisionsverfahrens  zu  behandeln 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f. mit weiteren 
Hinweisen).

5.2.  Nach  der  teilweisen  Wiedererwägung  des  BFM  betreffend  den 
Vollzug  der  Wegweisung  infolge  nachträglich  veränderter  Sachlage 
beschränkt sich der materielle Prüfungsgegenstand auf die Frage, ob das 
BFM  zurecht  die  wiedererwägungsweise  Gewährung  des  Asyls  (unter 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft) verweigert und als Regelfolge die 
Wegweisung angeordnet hat. Hinsichtlich dieses Prüfungsgegenstandes 
beschränkt  sich  der  Beschwerdeführer  auf  die  Anrufung  des 
Revisionstatbestandes von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG (neue Tatsachen 
und Beweismittel). Diese Anrufung des Revisionsrechts des VwVG beim 
BFM  (statt  des  Revisionsrechts  des  BGG  beim 
Bundesverwaltungsgericht)  ist  korrekt,  da  das  ordentliche Asylverfahren 
bloss  mit  einem  formellen  Prozessurteil  (Nichteintretensurteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  7. März  2007  infolge  Nichtleistens  des 
eingeforderten Kostenvorschusses) abgeschlossen wurde. 

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6.  

6.1.  Das  am  29.  August  2007  beim  BFM  gestellte 
Wiedererwägungsgesuch begründete der Beschwerdeführer im Asylpunkt 
mit  neuen Beweismitteln  im Sinne  von Art.  66 Abs.  2 Bst.  a VwVG. So 
könne er nun drei Beweismittel vorlegen (Mitgliederausweis der Hezb­e­
Islami vom  (…) April 2007, Bestätigungsschreiben der Dorfältesten vom 
(…) April 2007 und eine undatierte Fahndungsbestätigung der "Direktion 
der  Straftat­  und  Verbrechensbekämpfung  des  Bezirks  Baghlan"  [je mit 
deutscher Übersetzung]). Durch diese nach Abschluss  des ordentlichen 
Asylverfahrens  entstandenen  und  durch  seinen  Cousin  erhältlich 
gemachten Beweismittel seien die geltend gemachte Parteimitgliedschaft, 
die  er  von  seinem  Vater  "sozial  vererbt"  erhalten  habe,  und  die  darauf 
basierende  behördliche  Verfolgung  nunmehr  belegt.  Dadurch  falle  die 
damalige Unglaubhaftigkeitseinschätzung des BFM dahin und der sich in 
einem  neuen  Licht  präsentierende  Sachverhalt  sei  flüchtlingsrechtlich 
relevant  und  mithin  erheblich,  zumal  die  Gefährdungssituation  von 
Mitgliedern  der  Hezb­e­Islami  trotz  der  Parlamentseinbindung  dieser 
Partei  durch  einen  Bericht  des  UK  Home  Office  vom  18.  August  2006 
bestätigt werde. 

6.2. Den ablehnenden Wiedererwägungsentscheid vom 11. Oktober 2007 
begründete  das  BFM  betreffend  den  Asylpunkt  dahingehend,  dass 
Beweismitteln  der  vorgelegten  Art  kein  ausreichender  Beweiswert 
zukomme,  da  solche  Dokumente  einfach  fälschbar  und  leicht  käuflich 
erwerbbar  seien.  Ferner  weiche  der  in  der  Fahndungsbestätigung 
aufgeführte Sachverhalt  in  verschiedenen Punkten  (Parteifunktion  und  ­
tätigkeit  sowie  fluchtauslösende  Ursache)  erheblich  von  den 
Asylvorbringen  ab.  Die  im  ordentlichen  Asylverfahren  festgestellte 
Unglaubhaftigkeit  der  Parteimitgliedschaft  und  der  darauf  basierenden 
Verfolgung  könne  daher  mit  den  vorgelegten  Beweismitteln  nicht 
widerlegt werden und die Rechtskraft der Verfügung vom 18. Dezember 
2006 bleibe bestehen.

6.3.  In  der  Beschwerde  wird  demgegenüber  zwar  die  grundsätzliche 
käufliche  Erwerbbarkeit  und  Fälschungszugänglichkeit  von Dokumenten 
der  vorliegenden  Art  eingeräumt,  jedoch  sei  eine  entsprechende 
Pauschalannahme nicht haltbar. Das BFM hätte somit die Dokumente auf 
ihre Echtheit  prüfen müssen. Da  dies  nicht  geschehen  sei,  verletze  die 
Vorinstanz  den  Untersuchungsgrundsatz.  Die  vom  BFM  erkannten 
Sachverhaltswidersprüche  zwischen  Asylvorbringen  und 

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Fahndungsbestätigung  seien  ferner  insoweit  vermeintlicher  Art,  als  sie 
durch  den  Umstand  der  von  väterlicher  Seite  sozial  vererbten 
Parteimitgliedschaft  erklärbar  seien  und  der  Fahndungsbericht  zudem 
reine  Vermutungen  des  Dokumentverfassers  beinhalte,  die  sich  somit 
nicht zwingend mit seinen tatsächlichen Beweggründen decken müssten. 
"Auffallend"  sei  schliesslich,  dass  sich  das  BFM  in  keiner  Weise  zum 
vorgelegten Parteiausweis äussere.

6.4.  Mit  Zwischenverfügung  vom  13.  November  2007  nahm  die 
Instruktionsrichterin  (im  Hinblick  auf  die  Prüfung  einer  allfälligen 
Vollzugsaussetzung)  eine  Beurteilung  der  Erfolgsaussichten  der 
Beschwerde  insoweit  vor,  als  sie  erkannte  (Zitat:),  "dass  vorliegend 
insbesondere  die  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
unter  wiedererwägungsrechtlichen  Aspekten  einer  näheren  Prüfung 
bedarf" (a.a.O. S. 3 unten).

6.5.  In  seiner  die  Beschwerdeabweisung  beantragenden 
Vernehmlassung  vom  3.  Dezember  2007  verweist  das  BFM  auf  seine 
bisherigen Standpunkte und Erwägungen, ohne substanziell Stellung zum 
Beschwerdeinhalt zu nehmen.

6.6.  In  seinen Ergänzungseingaben  vom 3. August  2009,  1. März  2010 
und vom 3. Mai 2011 nimmt der Beschwerdeführer auf den Asylpunkt nur 
in  der  erstgenannten Eingabe Bezug. Darin macht  er  geltend,  aus  dem 
neu  vorlegbaren  Schreiben  vom  (…)  Juni  2008  der  afghanischen 
"Vizedirektion  der  Sicherheitsangelegenheiten"  an  den 
Sicherheitskommandanten  der  Provinz  Baghlan  (mit  deutscher 
Übersetzung)  gehe  die  zentralstaatliche  Fahndung  nach  dem 
Beschwerdeführer wegen dessen Zugehörigkeit zur "zerstörerischen und 
aufrührenden Gruppe der islamischen Partei" deutlich hervor.

6.7. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Juli 
2011  nahm  die  Instruktionsrichterin  hinsichtlich  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft,  Gewährung  des  Asyls  und  Anordnung  der 
Wegweisung  als  solcher  eine  summarische  Prüfung  der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde vor. Dabei erkannte sie (Zitat:), "dass 
diesbezüglich  nach  einer  Aktenprüfung  von  geringen  Erfolgsaussichten 
der  Beschwerde  auszugehen  ist,  welche  Einschätzung  ansatzweise 
bereits aus dem Inhalt der Zwischenverfügung vom 13. November 2007 
(vgl.  dort  S.  3  unten)  erkennbar  ist",  und  "dass  die  betreffenden 
vorinstanzlichen Erkenntnisse gemäss Verfügung vom 11. Oktober 2007 

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aller Voraussicht nach zu be­ stätigen sein werden, die Gegenargumente 
gemäss  Beschwerdeschrift  und  Ergänzungseingaben  nicht  stichhaltig 
erscheinen und darüber hinaus revisionsspezifische Aspekte (z.B. Art. 66 
Abs.  3  VwVG)  zusätzlich  erfolgsschmälernd  erscheinen".  Weiter  wurde 
erwogen,  "dass  im Übrigen seit der Mandatsübernahme des rubrizierten 
Rechtsvertreters  auch  der  Beanstandungsfokus  des  Beschwerdeführers 
ausschliesslich auf den Vollzug der Wegweisung gerichtet ist". 

6.8.  In  seinem  Schreiben  vom  17.  August  2011,  mit  welchem  er  das 
Festhalten  an  seiner  Beschwerde  erklärt  hat,  macht  der 
Beschwerdeführer  darauf  aufmerksam,  dass  er  die  mit  dem 
Wiedererwägungsgesuch  eingereichten  neuen  Unterlagen  nicht  früher 
habe  beschaffen  können,  weil  er  zuvor  keinen  Kontakt  zu  seinen 
Familienangehörigen habe aufnehmen können.

7. 

7.1. Die Vorinstanz hat gesetzes­ und praxiskonform festgestellt, dass die 
im rechtskräftig abgeschlossenen ordentlichen Asylverfahren festgestellte 
Unglaubhaftigkeit  der  Parteimitgliedschaft  und  der  darauf  basierenden 
Verfolgung  mit  den  vorgelegten  neuen  Beweismitteln  nicht  widerlegt 
werden  könnten  und  die  Dokumente  ihrerseits  neue  Unstimmigkeiten 
enthielten,  welche  das  bisherige  Ergebnis  stützten.  Diese  Erwägungen 
gemäss angefochtener Verfügung sind vollumfänglich zu bestätigen, und 
es kann – zur Vermeidung von Wiederholungen – auf die diesbezüglichen 
Zusammenfassungen  oben  sowie  die  betreffenden  Aktengrundlagen  im 
Detail verwiesen werden. Der Inhalt der Beschwerde öffnet offensichtlich 
keinen neuen Blickwinkel. Die Instruktionsrichterin hat denn auch in ihrer 
Zwischenverfügung vom 13. November 2007 implizit die Bestätigung der 
vorinstanzlichen  Erkenntnisse  zu  erkennen  gegeben,  indem  sie  der 
Beschwerde  ausdrücklich  nur  –  aber  immerhin  –  im 
Wegweisungsvollzugspunkt  Erfolgschancen  zumass.  Darüber  hinaus 
stufte  sie  die  Beschwerde  im  Hauptantrag  mit  Zwischenverfügung  vom 
21.  Juli  2011  ausdrücklich  als  aussichtslos  ein.  Auf  die  betreffenden 
Erwägungen ist ebenfalls zu verweisen.

Dem  Beschwerdeführer  ist  beizupflichten,  wenn  er  moniert,  aus  der 
einzuräumenden käuflichen Erwerbbarkeit und Fälschungszugänglichkeit 
von  Dokumenten  der  eingereichten  Art  dürfe  nicht  eine  entsprechende 
Pauschalannahme  abgeleitet  werden.  Den  Erwägungen  in  der 
angefochtenen  Verfügung  kann  indessen  keine  entsprechende 

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Schlussfolgerung  entnommen werde.  Vielmehr  stellt  das  BFM  zunächst 
den  sich  daraus  ergebenden  verminderten  Beweiswert  der  Dokumente 
fest,  um  in  der  Folge  einzelfallspezifische,  dokumentenbezogene 
Unstimmigkeiten  anzuführen,  welche  die  Beweismittel  in  ihrem 
eigentlichen  Bestand  und  jedenfalls  die  darauf  gestützte  Verfolgung  in 
ihrer  Glaubhaftigkeit  untergraben.  Anlass  zu  einer  Dokumentenanalyse 
bestand somit objektiv betrachtet nicht, zumal gerade käuflich oder durch 
Gefälligkeit  erworbene  Dokumente  in  der  Regel  durchaus  formal  echt 
sein können, wenngleich inhaltlich nicht der Wahrheit entsprechend. Auch 
die vom Beschwerdeführer betreffend die neu erkannten Unstimmigkeiten 
unternommenen  Erklärungsversuche  (insb.  sozial  vererbte 
Parteimitgliedschaft  oder  angeblich  reine  Vermutungen  des 
Dokumentverfassers  anstelle  tatsächlicher  Beweggründe)  können 
offensichtlich  weder  verfangen  noch  logisch  nachvollzogen  werden;  sie 
bleiben  untauglich.  Dementsprechend  bestand  für  das  BFM  im 
Besonderen auch  keine Veranlassung,  den eingereichten Parteiausweis 
näher  zu  würdigen.  Letzterer  stützt  vielmehr  die  Erkenntnis  der 
notorischen  käuflichen  Erwerbbarkeit  und  Fälschungszugänglichkeit 
solcher  Dokumente.  Auch  kann  nicht  logisch  nachvollzogen  werden, 
weshalb  die  "Islamische  Partei  Afghanistans"  einen  Parteiausweis  für 
eine  Person  ausstellen  sollte,  die  im  Ausstellungszeitpunkt  (April  2007) 
Afghanistan bereits fünf Jahre zuvor verlassen hat. Gleichsam unstimmig 
ist  der  Inhalt  der  wiedererwägungsweise  eingereichten,  undatierten 
Fahndungsbestätigung  insofern,  als  dort  von  einem  Durchlaufen 
sämtlicher Instanzen die Rede ist, wogegen der Beschwerdeführer in den 
durchgeführten  Anhörungen  und  seinen  schriftlichen  Eingaben  nie 
erwähnte, sich zur Wehr gesetzt zu haben und dies gar negierte (vgl. z.B. 
Akte A1 S. 6 unten). Es erübrigt  sich, die eingereichten Dokumente auf 
weitere inhaltliche oder formale Unzulänglichkeiten hin näher zu erörtern. 
Hinsichtlich  der  mittels  Beschwerdeergänzung  vom  3.  August  2009 
nachgereichten  Verhaftungsanordnung  fällt  immerhin  auf,  dass  es  sich 
dabei  um  eine  Fotokopie  mit  nachträglich  angebrachten  originalen 
Stempeln  und  Unterschriften  handelt  und  inhaltlich  von  vorgesehenen 
Untersuchungsmassnahmen  wegen  der  Parteimitgliedschaft  des 
Beschwerdeführers  die  Rede  ist,  obwohl  dieser  gemäss  der  erwähnten 
Fahndungsbestätigung  genau  deswegen  bereits  zu  einer  lebenslangen 
Gefängnisstrafe  verurteilt  worden  sei.  Zudem  bleibt  der 
Beschwerdeführer  eine  schlüssige  Erklärung  schuldig,  wie  er 
beziehungsweise  ein  Verwandter  in  den  Besitz  dieses  rein 
behördeninternen Dokumentes hätte kommen sollen.

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Aufgrund  des  Gesagten  bleiben  sämtliche  auf  Wiedererwägungs­  und 
Beschwerdestufe  eingereichten  Beweismittel  ohne  Beweiswert,  womit 
ihnen auch die revisionsrechtliche Erheblichkeit abgeht.

7.2.  Die  Revision  und  mithin  die  revisionsrechtlich  begründete 
Wiedererwägung kann nicht aus einem Grund verlangt werden, der schon 
im  ordentlichen  Verfahren  hätte  geltend  gemacht  werden  können. 
Unbesehen des bislang Erwogenen  ist unter Hinweis auf Art. 66 Abs. 3 
VwVG  daher  nicht  nachvollziehbar,  wieso  der  Beschwerdeführer  die 
eingereichten Beweismittel  (vorab Parteiausweis, Bestätigungsschreiben 
der  Dorfältesten  und  Fahndungsbestätigung)  in  Beachtung  der  ihm 
zumutbaren  und  pflichtgemässen  Sorgfalt  und  der  ihm  obliegenden 
umfassenden  Mitwirkungspflicht  nach  Art.  8  AsylG  nicht  bereits  im 
ordentlichen  Asylverfahren  hätte  beschaffen  oder  zumindest  mit  dem 
ordentlichen Rechtsmittel hätte geltend machen können. Der mit Eingabe 
vom  17.  August  2011  unternommene  Erklärungsversuch,  wonach  er 
zuvor keinen Kontakt zu Familienangehörigen habe aufnehmen können, 
entbehrt  in  der  geltend  gemachten  Form  jeglicher  Substanz  und 
Glaubhaftigkeit.

7.3. Schliesslich ist festzuhalten, dass ausserordentliche Rechtsmittel und 
Rechtsbehelfe  wie  insbesondere  ein  Revisionsgesuch  beziehungsweise 
ein  revisionsrechtlich  begründetes  Wiedererwägungsgesuch  nicht  dazu 
dienen  dürfen,  bisherige  rechtskräftige  Entscheidungen  zu  untergraben 
oder prozessuale Versäumnisse nachzuholen, ohne die von Gesetz und 
Praxis  gestellten  Anforderungen  zu  beachten.  Ein 
Wiedererwägungsverfahren  kann  ebenso  wenig  eine  verpasste 
Beschwerdemöglichkeit  oder  eine  durch  Nichtleistung  des 
Kostenvorschusses  verpasste  materielle  Beurteilung  der  ordentlichen 
Beschwerde  ersetzen.  Dabei  ist  betreffend  den  Beschwerdeführer 
anzumerken, dass er mit seiner ordentlichen Beschwerde vom 15. Januar 
2007  unmissverständlich  auf  eine  Anfechtung  der  Verweigerung  der 
Flüchtlingseigenschaft  und  des  Asyls  verzichtete  und  sich  auf  die 
Beanstandung des angeordneten Wegweisungsvollzuges beschränkte.

7.4. Das BFM hat nach dem Gesagten das Wiedererwägungsgesuch des 
Beschwerdeführers  zu  Recht  abgelehnt,  soweit  damit  die 
wiedererwägungsweise  Gewährung  des  Asyls  (unter  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft)  anbegehrt  wurde.  Damit  bleibt  gleichzeitig  kein 
Raum  für  einen  wiedererwägungsweise  Verzicht  auf  die 
Wegweisungsanordnung als solche, da diese nach Art. 44 Abs. 1 AsylG 

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die  Regelfolge  der  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  darstellt  und  kein 
zwischenzeitlich  entstandener Anspruch auf Erteilung einer  ordentlichen 
fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung auszumachen ist.

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde  ist abzuweisen, soweit sie nicht als durch Wiedererwägung 
gegenstandslos  geworden abzuschreiben  ist. Es erübrigt  sich,  auf  ihren 
Inhalt und die eingereichten Beweismittel noch näher einzugehen.

9.  

9.1. Mit Entscheid vom 29. Juni 2011 hat das BFM seine Verfügung vom 
18. Dezember  2006  –  und  damit  implizit  den  angefochtenen 
Wiedererwägungsentscheid  vom  11. Oktober  2007  –  im Rahmen  eines 
weiteren  Schriftenwechsels  insoweit  teilweise  in  Wiedererwägung 
gezogen, als es dem Beschwerdeführer die vorläufige Aufnahme  infolge 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  gewährte.  Damit  ist  die  in 
Ziffer 3 des Dispositivs des Wiedererwägungsentscheid vom 11. Oktober 
2007 getroffene Kostenregelung  revidierungsbedürftig und entsprechend 
aufzuheben.  Das  BFM  ist  anzuweisen,  den  Kostenpunkt  unter 
Berücksichtigung  des  teilweisen  faktischen  Obsiegens  des 
Beschwerdeführers neu zu verfügen und unter Berücksichtigung der am 
24.  September  2007  erfolgten  Vorschusszahlung  von  Fr.  1'200.­­ 
abzuwickeln. 

9.2.  Da  der  Beschwerde  zumindest  zum  Zeitpunkt  der  Einreichung 
hinsichtlich  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  gewisse 
Erfolgsaussichten  zugekommen  sind  und  von  der  Fürsorgeabhängigkeit 
des Beschwerdeführers auszugehen  ist,  ist das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen 
und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

9.3. Der Beschwerdeführer hat  in Anwendung von Art.  64 Abs. 1 VwVG 
und Art. 7 VGKE zulasten der Vorinstanz Anspruch auf Ausrichtung einer 
Parteientschädigung  für  die  ihm  erwachsenen  notwendigen  und 
verhältnismässig  hohen  Kosten,  soweit  er  mit  seiner  Beschwerde  im 
Eventualantrag  faktisch  durchgedrungen  ist  (wiedererwägungsweise 
Gewährung  der  vorläufigen  Aufnahme  auf  Vernehmlassungsstufe).  Das 

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(hälftige) Obsiegen wurde nebst der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
wesentlich  durch  den  Inhalt  der  Beschwerde  beziehungsweise  der 
Folgeeingaben  bewirkt.  Der  Beschwerdeführer  verzichtete  trotz 
ausdrücklicher  Einladung  auf  die  Einreichung  einer  Kostennote.  Der 
Vertretungsaufwand für den Eventualantrag ist somit androhungsgemäss 
von  Amtes  wegen  festzusetzen.  Dabei  ist  mangels  gegenteiliger 
Anhaltspunkte nicht davon auszugehen, dem Beschwerdeführer seien bis 
zur  Mandatsanzeige  seines  Rechtsvertreters  am  1.  März  2010 
irgendwelche  entschädigungspflichtigen  Kosten  entstanden.  Unter 
Berücksichtigung  der  massgebenden  Berechnungsfaktoren  (Art.  9  ff. 
VGKE) ist die Entschädigung vorliegend auf Fr. 600.­­ (inkl. Auslagen und 
MWSt)  festzusetzen.  Das  BFM  ist  anzuweisen,  dem  Beschwerdeführer 
diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  als  durch 
Wiedererwägung gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.

2. 
Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen Wiedererwägungsentscheids 
vom 11. Oktober 2007 wird aufgehoben. Das BFM wird angewiesen, den 
Kostenpunkt unter Berücksichtigung des teilweisen faktischen Obsiegens 
des Beschwerdeführers neu zu verfügen.

3. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. 

4. 
Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet. 

5. 
Das  BFM  hat  dem  Beschwerdeführer  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  eine  Parteientschädigung  von  gesamthaft  Fr. 
600.­­auszurichten.

6. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

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Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand:

 

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