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**Case Identifier:** 8f925fb4-8c09-5e44-9d64-2e8b0839b676
**Source:** St. Gallen (entscheidsuche) (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.01.2026 IV 2025/195
**Docket/Reference:** IV 2025/195
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-195_2026-01-06.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/195

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.02.2026

Entscheiddatum: 06.01.2026

Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2026
Art. 15, Art. 17 bis Art. 18a IVG, Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG 
Invaliditätsgrad von maximal 7 % berechtigt weder zum Rentenbezug noch 
zu einer Umschulung. Auch auf die übrigen in Frage kommenden beruflichen 
Massnahmen besteht kein Anspruch (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung 
und Arbeitsversuch). Abweisung der Beschwerde betreffend Rente und 
betreffend berufliche Massnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2026, IV 2025/195).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 6. Januar 2026 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam 
Angehrn und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin 
Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/195 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  berufliche Massnahmen / Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/195 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich im Juni 1995 unter Hinweis auf eine 
Hornhautverkrümmung erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 3). Mit Verfügung vom 11. September 1995 sprach die zuständige IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) ihm Hilfsmittel in Form von Kontaktlinsen inkl. Zubehör 

zu (IV-act. 9). 

A.b Am 3. April 2006 beantragte der Versicherte aufgrund von Rückenschmerzen in Form eines 
chronischen lumbovertebralen Syndroms bei der IV eine Umschulung. Er erklärte, für die B.___ AG als 

Sanitär-Heizungsinstallateur tätig, jedoch seit 28. Februar 2006 (teilweise) arbeitsunfähig zu sein (IV-

act. 10-5 und 19-5). Laut Anlehr-Ausweis vom 22. Januar 1992 verfügte er über eine Ausbildung zum 

Baupraktiker (Sänitärinstallationen; IV-act. 12-2 f.). Mit Mitteilung vom 15. September 2006 sprach ihm 

die IV-Stelle die Kostenübernahme der ersten Etappe (23. Oktober 2006 bis 29. März 2007) der 

berufsbegleitenden Umschulung zum Technischen Kaufmann an der C.___ zu (IV-act. 32). Am 11. Mai 

2007 erlangte der Versicherte das KS Kaufmännische Basisdiplom (IV-act. 83-1). Die IV-Stelle sicherte 

ihm am 23. Mai 2007 auch die Kostenübernahme für die zweite Etappe (1. April 2007 bis 31. März 

2008) der Umschulung zu (IV-act. 47). Mit Mitteilung vom 2. August 2007 erteilte sie ihm zusätzlich 

Kostengutsprache für Nachhilfeunterricht (13. August 2007 bis 31. März 2008; IV-act. 56). Am 6. August 

2007 unterzeichnete der Versicherte mit der D.___ AG einen Praktikumsvertrag als Disponent ab 6. 

August 2007 (IV-act. 57). Mit Mitteilung vom 2. April 2008 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

Kostengutsprache für eine Verlängerung des Praktikums vom 1. April bis 31. Oktober 2008 (IV-act. 62). 

Am 28. November 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass die beruflichen Massnahmen 
(Umschulung zum Technischen Kaufmann) erfolgreich abgeschlossen seien und er mit seiner 

Beschäftigung als Personalberater für die D.___ AG rentenausschliessend eingegliedert sei (IV-act. 

73). 

B.  

B.a Am 20. Februar 2025 meldete der Versicherte sich erneut bei der IV an für berufliche 
Massnahmen/Rente (IV-act. 78). Er erklärte, seit 3. Januar 2025 arbeitsunfähig zu sein (IV-act. 78-4). 

Zuletzt sei er bis 14. Oktober 2023 als Projektleiter Sanitär & Industrie für die E.___ AG tätig gewesen 

(IV-act. 78-6). Laut Operationsbericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Neurochirurgie, G.___, vom 7. 

Januar 2025 hatte sich der Versicherte am 3. Januar 2025 einer Mikrodiskektomie L5/S1 links 

unterzogen (IV-act. 81-2 f.). Nach einer Kontrolluntersuchung vom 9. Januar 2025 hatte Dr. F.___ 

zuhanden der IV-Stelle festgehalten, der bisherige Verlauf nach der Operation sei erfolgversprechend. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Die Beinschmerzen seien praktisch verschwunden. Der Versicherte sei für die nächsten 2 bis 3 Monate 

sicher noch arbeitsunfähig. Da der Versicherte zuletzt auf dem Bau gearbeitet habe, werde er diese 

Arbeit nicht mehr durchführen können. Hingegen sollte er für eine körperlich leichte, rückengerechte 

Arbeit wieder arbeitsfähig werden. Notwendig sei aber ein regelmässiges Krafttraining in Verbindung 

mit Dehnübungen. Aus medizinischer Sicht sei eine Berufsberatung und allenfalls Umschulung indiziert 
(IV-act. 81-1).  

B.b Am 27. März 2025 befand Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD), beim Versicherten bestehe in einer körperlich leichten, rückengerechten Arbeit eine volle 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 89-2). 

B.c Mit Vorbescheid vom 3. April 2025 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten das rechtliche Gehör 
zur beabsichtigten Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen. Zur 

Begründung führte sie aus, gemäss ihren Abklärungen bestehe keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung, welche zu anhaltenden Funktionseinschränkungen führe und eine Arbeitsunfähigkeit 

begründe. Somit bestehe kein Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen. Für die 

Unterstützung bei der Stellensuche sei das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig (IV-

act. 93). 

B.d Dr. F.___ wandte sich am 10. April 2025 unter Bezugnahme auf den Vorbescheid an die IV-Stelle 
und teilte ihr mit, dass eine Rentenleistung beim Versicherten nicht notwendig sei. Eine Berufsberatung 
respektive Unterstützung bei der Jobsuche wäre jedoch medizinisch und psychologisch äusserst 

wichtig (IV-act. 95). Am 17. April 2025 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sein Arzt nicht 

einwandberechtigt sei, er jedoch nach wie vor Gelegenheit habe, neue Tatsachen bzw. Befunde gegen 

den Vorbescheid einzureichen (IV-act. 96). Der Versicherte erhob am 10. Juni 2025 Einwand gegen 

den Vorbescheid, insbesondere in Hinblick auf die Ablehnung des Anspruchs auf berufliche 

Massnahmen. Er sei aufgrund seiner erheblichen körperlichen Einschränkungen bei der Suche nach 

einer geeigneten Arbeitsstelle auf die Unterstützung der IV angewiesen. Er sei bei der 

Arbeitslosenversicherung ausgesteuert und habe sich beim Sozialamt anmelden müssen (IV-act. 101-

1; vgl. auch IV-act. 100-1). Dem Einwand war ein Eintrag in die Krankengeschichte des Versicherten 

durch Dr. F.___ vom 21. Mai 2025 beigelegt, wonach der Versicherte aufgrund der Schwere der 

Degeneration längerfristig nur mehr für eine körperlich leichte Arbeit arbeitsfähig sei. Er sollte keine 

Gewichte über 10 bis 12 Kilogramm (kg) regelmässig anheben (IV-act. 101-2 f.). 

B.e Dr. H.___ vom RAD notierte am 8. Juli 2025, die Behauptung im Vorbescheid, es bestünden 
keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit begründeten, 
sei zu undifferenziert und müsse versicherungsmedizinisch nochmals definiert werden. Der Versicherte 

sei seit der Erstanmeldung im Jahr 2006 für alle körperlich schweren Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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jedoch vollumfänglich arbeitsfähig in allen körperlich leichten Tätigkeiten. Durch die stattgehabte 

Rückenoperation vom 3. Januar 2025 sei es lediglich zu einer kurzfristigen Verschlechterung 

gekommen (IV-act. 102-1). 

B.f Am 11. Juli 2025 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen 
und Rentenleistungen abgewiesen werde (IV-act. 104). 

C.  

C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 22. August 2025 
(Postaufgabe: 25. August 2025) Beschwerde mit den Anträgen, es sei die angefochtene Verfügung vom 

11. Juli 2025 aufzuheben, es sei eine detaillierte Prüfung des Einkommensvergleichs zu veranlassen, 

es sei eine ernsthafte berufliche Massnahme zu prüfen und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren (act. G1). 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2025 ersuchte die IV-Stelle (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) um Abweisung der Beschwerde (act. G5). 

C.c Am 13. Oktober 2025 gewährte der verfahrensleitende Richter dem Beschwerdeführer die 
unentgeltliche Rechtspflege (act. G6). 

C.d Die vom Gericht angesetzte Frist für Akteneinsicht und Einreichung einer Replik lief unbenutzt 
ab, worauf der Schriftenwechsel am 19. November 2025 abgeschlossen wurde (act. G7 f.). 

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.  

Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet die angefochtene Verfügung vom 11. Juli 2025, mit 
welcher die Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen und Rente abgelehnt wurden. Bei den in 

Frage kommenden beruflichen Eingliederungsmassnahmen handelt es sich beim Beschwerdeführer, 

der über eine abgeschlossene Anlehre zum Baupraktiker (Sanitärinstallationen; IV-act. 12-2 f.) sowie 

über ein „KS Kaufmännisches Basisdiplom“ der C.___ (IV-act. 83-1) verfügt, um eine Berufsberatung 

(Art. 15 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]), eine Umschulung 

(Art. 17 IVG), eine Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) und einen Arbeitsversuch (Art. 18a IVG). 

2.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche 

Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die 

Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).  

2.2 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 

Aufgabebereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Die Erwerbsunfähigkeit 

zeichnet sich gegenüber der Arbeitsunfähigkeit dadurch aus, dass sie nicht auf den bisherigen Beruf 

bzw. den bisherigen Aufgabenbereich, sondern auf den allgemeinen Arbeitsmarkt Bezug nimmt. Zudem 

ist die Arbeitsunfähigkeit im Grundsatz eine vorübergehende Betrachtung, wogegen betreffend 

Erwerbsunfähigkeit eine längerfristige Betrachtung erfolgen muss. Zwischen der Arbeitsunfähigkeit 

nach Art. 6 ATSG und der Erwerbsunfähigkeit nach Art. 7 ATSG bzw. der Invalidität nach Art. 8 ATSG 

besteht indessen ein Konnex, da eine Arbeitsunfähigkeit Voraussetzung für die Erwerbsunfähigkeit und 

diese wiederum Voraussetzung für die Invalidität darstellt (vgl. MICHAEL E. MEIER, N 9 zu Art. 7, Ueli 
Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar 

ATSG]). 

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 

2.4 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu 

verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind 

(Art. 8 Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen 

beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). 

2.4.1 Versicherte, die infolge Invalidität Schwierigkeiten bei der Berufswahl haben, haben Anspruch auf 
Berufsberatung und eine vorbereitende Massnahme zum Eintritt in die Ausbildung (Art. 15 Abs. 1 IVG).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.4.2 Der Versicherte hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die 
Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten 

oder verbessert werden kann. Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die 

Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Art. 17 Abs. 1 und 2 IVG). 

2.4.3 Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG; vgl. vorstehend E. 2.2) Versicherte, welche eingliederungsfähig 
sind, haben Anspruch auf Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im 

Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 IVG [Arbeitsvermittlung]).  

2.4.4 Die IV kann einer versicherten Person versuchsweise einen Arbeitsplatz für längstens 180 Tage 
zuweisen (Arbeitsversuch), um die tatsächliche Leistungsfähigkeit der versicherten Person im 

Arbeitsmarkt abzuklären (Art. 18a Abs. 1 IVG). 

2.5 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 

gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.  

2.6 Um die Erwerbsunfähigkeit bzw. die Invalidität festlegen zu können, sind die Verwaltung und im 
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die 

urteilenden Instanzen haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG [Urteil des Bundesgerichts vom 

1. September 2021, 9C_549/2020, E. 3.1; Kommentar ATSG-RENÉ WIEDERKEHR, N 64 zu Art. 43], und 

Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

2.7 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (Kommentar ATSG-MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61). Im 
Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde resp. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 
von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58). 

3.  

Da die Frage nach den dem Beschwerdeführer aus gesundheitlicher Sicht noch zumutbaren Tätigkeiten 

für beide Leistungsarten (berufliche Massnahmen und Rente) entscheidend ist, ist diese Frage als 

Erstes und unabhängig von den Voraussetzungen für die einzelnen Leistungsarten zu beantworten. 

Der RAD-Arzt Dr. H.___ wies in seinen Beurteilungen vorab darauf hin, dass der Beschwerdeführer seit 

2006 für alle körperlich schweren Tätigkeiten 100 % arbeitsunfähig und für alle körperlich leichten 

Tätigkeiten 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 89-2 i.V.m. IV-act. 102-1). Alsdann würdigte er die bei den 

Akten liegenden Berichte von Dr. F.___ und kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ab 

Dezember 2024 vorübergehend und ohne dauerhafte Auswirkung aufgrund der grossvolumigen 

Diskushernie LS/S1 links mit chronischer linksseitiger Lumboischialgie und sensomotorischem 

Ausfallsyndrom, Retrolisthesis L5/S1, Protrusionen L3/L4 und L4/L5 bei Zustand nach 
Mikrodiskektomie L5/S1 links vom 3. Januar 2025 in seiner Arbeitsfähigkeit [auch für körperlich leichte 

Tätigkeiten] eingeschränkt gewesen sei (IV-act. 89-2 und 102-1). Dr. H.___s Schlussfolgerung vom 8. 

Juli 2025, dass der Beschwerdeführer in körperlich leichten Tätigkeiten nach vorübergehender 

Verschlechterung im Dezember 2024 mit Rückenoperation vom 3. Januar 2025 nun wieder vollzeitlich 

arbeitsfähig sei (IV-act. 102-1), wird weder vom Beschwerdeführer noch von Dr. F.___ in Abrede 

gestellt (IV-act. 95, 101-1 und 101-2 sowie act. G1) und erscheint angesichts der auf den Rücken des 

Beschwerdeführers beschränkten gesundheitlichen Probleme nachvollziehbar. Und auch die von Dr. 

H.___ genannten Adaptionskriterien (leichte körperliche Arbeit in Wechselhaltung ohne Arbeiten in 

unergonomischer Zwangshaltung oder mit Bewegungsmonotonien, ohne Heben, Tragen, Ziehen oder 

Schieben von Lasten von über 10 kg, ohne repetitive Vorbeugehaltungen der Wirbelsäule, 

insbesondere mit zusätzlicher Rotation, ohne Knien, Kauern oder Hocken in Zwangsposition, ohne 

Schläge oder Vibrationen, ohne Überkopfarbeiten, ohne Notwendigkeit in unebenem Gelände zu gehen 

oder Leitern und Gerüste zu besteigen; IV-act. 89-2) werden weder vom Beschwerdeführer noch von 

seinem behandelnden Wirbelsäulenspezialisten in Frage gestellt. Da mit diesen Adaptionskriterien der 
Rücken des Beschwerdeführers umfassend entlastet wird, erscheinen sie als ausreichend. Angesichts 

der Schlüssigkeit der Einschätzung des RAD und mangels anderslautender medizinischer Darlegungen 

bestehen keine Zweifel an dieser und der medizinische Sachverhalt erscheint ausreichend abgeklärt. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten ist ab spätestens 2006 bis 30. November 

2024 (IV-act. 102-1 sowie 81-6) und wiederum spätestens ab 10. April 2025 auszugehen (vgl. Schreiben 

von diesem Tag von Dr. F.___ an die IV-Stelle betreffend berufliche Massnahmen in IV-act. 95). Da ein 

Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs entsteht (Art. 29 IVG) ist im Falle des Beschwerdeführers ab dem Zeitpunkt des 
hypothetischen Rentenbeginns am 1. August 2025 (Anmeldung datiert vom 20. Februar 2025) eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen.  

4.  

4.1 Im Folgenden gilt es, die erwerblichen Auswirkungen der nur für körperlich leichte Tätigkeiten 
bestehenden Arbeitsfähigkeit (vgl. soeben E. 3) mittels Einkommensvergleich zu prüfen (vgl. 

vorstehend E. 2.3). Diesbezüglich gilt es festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der körperlich 

schweren Tätigkeit als Baupraktiker im Bereich Sanitärinstallationen (IV-act. 12-2 f.) bereits zum 

Zeitpunkt seiner ersten Anmeldung für berufliche Massnahmen im Jahr 2006 eine relevante 

Einschränkung aufwies (vgl. IV-act. 21-2 und 102-1). Die IV legte der von ihr im Rahmen dieser 

Anmeldung zugesprochenen Umschulung das Adaptionsprofil von Tätigkeiten mit maximal 10 kg 

Lastenhandhabung zu Grunde (IV-act. 21-2). Sodann ging sie angesichts des vom Beschwerdeführer 

bei der D.___ AG absolvierten Praktikums mit anschliessender Anstellung als Personalberater von einer 

rentenausschliessenden Eingliederung aus, ohne einen konkreten Einkommensvergleich 
durchzuführen oder auch nur die Vergleichseinkommen festzulegen (IV-act. 73). Unklar ist, wieso die 

Beschwerdegegnerin von einer erfolgreichen Umschulung zum technischen Kaufmann ausging, obwohl 

der Beschwerdeführer lediglich das Basisdiplom zu erreichen vermochte (vgl. IV-act. 69, 70 sowie 83-

1 und -2). Eine Betrachtung des Auszugs aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) des 

Beschwerdeführers (IV-act. 90) zeigt sodann, dass seine jährlichen Einkommen nach Abschluss der 

Anlehre zum Baupraktiker im Bereich Sanitärinstallationen bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens 

(1992 - 2006) zwischen Fr. 13'415 im Jahr 1994 und Fr. 69'996.-- im Jahr 2002 und nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens ab 2008 zwischen Fr. 5'783.-- (unterjährige Tätigkeit im Jahr 2020) und Fr. 

115'182.-- im Jahr 2012 schwankten. Vor und nach Eintritt des Gesundheitsschadens sind neben der 

Einkommenshöhe auch die Branchen mannigfaltig und die Anstellungsdauern eher kurz. Bei dieser 

Ausgangslage gilt es im Folgenden den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers festzulegen. 

4.2  

4.2.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt verdient hätte (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 125 V 58 E. 

3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8C_196/2013, E. 3.1; sog. Valideneinkommen). Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in der die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht. Hat sie nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen, können gemäss Bundesgericht die Tabellenlöhne der schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 296 f. 

E. 2.2 und 135 V 301 E. 5.2).  

4.2.2 Im Falle des Beschwerdeführers kommt als Valideneinkommen das von ihm zum Zeitpunkt der 
ersten Anmeldung wegen Rückenproblemen (IV-act. 10) erzielte Einkommen bei der B.___ AG in 

Frage, welches zuletzt Fr. 63'300.-- betrug (IV-act. 90-3), da durchaus angenommen werden kann, dass 

der Beschwerdeführer dieses seit dem Jahr 2002 bestehende Arbeitsverhältnis (IV-act. 18-1) ohne 

Eintritt des Gesundheitsschadens weitergeführt hätte (vgl. zu dieser Thematik Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. März 2009, 9C_24/2009, E. 3.2). Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung wäre diesfalls von einem Valideneinkommen von Fr. 76'176.55 

(Nominallohnindex 2005 im Baugewerbe: 114.0 und 2024: 134.5 gemäss Tabelle T1.93 = Fr. 63'300.-- 

: 114 x 134.5 = Fr. 74'682.90; Quartalsschätzung der Nominallohnentwicklung 2025 im 3. Quartal: 2 % 

Veränderung gegenüber dem Vorjahr; Fr. 74'682.90 : 100 x 102 = Fr. 76'176.55) auszugehen. 

Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist vom LSE-Hilfsarbeiterlohn auszugehen. Dieser hat im Jahr 
2022 aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden monatlich 

Fr. 5'530.45 betragen (Fr. 5'305.-- : 40 x 41.7 = Fr. 5'530.45; vgl. LSE-Tabellenlöhne 2022, Tabelle 

TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, Schweiz 2022, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art], Totalwert Männer sowie Tabelle T 03.02.03.01.04.01, Total). 

Nominallohnindexiert auf das Jahr 2025 resultiert ein erzielbarer Monatslohn von Fr. 5'803.10 ([Fr. 

5'530.45 : 132.3 x 136.1 gemäss Tabelle T1.93, Total Männer, = Fr. 5'689.30] : 100 % x 102 %) 

respektive ein Jahreslohn von Fr. 69’637.00. Dies führt zu einem Invaliditätsgrad von aufgerundet 9 % 

(Fr. 76'176.55 - Fr. 69'637.00 = Fr. 6'539.55 / Fr. 76'176.55 x 100).  

4.2.3 Denkbar wäre angesichts des langen Zeitablaufs (2008 bis 2024) und der aus dem IK-Auszug 
ersichtlichen Invalidenkarriere (IV-act. 90) aber auch die Festlegung des Valideneinkommens anhand 

des vom Beschwerdeführer bei Eintritt des Gesundheitsschadens am 1. Dezember 2024 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erzielbaren Einkommens. Da angesichts der lediglich 

vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit auch in adaptierten Tätigkeiten (vgl. vorstehende E. 3) diesfalls 

die beiden Vergleichseinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen wären, erübrigt 
sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad nämlich dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021, E. 6.2 mit 

Hinweisen) von vorliegend 0 % (vgl. vorstehende E. 3). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5.  

Im Folgenden gilt es, gestützt auf die dargelegten Parameter den Anspruch auf die geltend gemachten 

konkreten Leistungen zu prüfen. Angesichts des in der IV normierten Grundsatzes „Eingliederung vor 

Rente“ (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG) geschieht dies zuerst für die in Frage kommenden beruflichen 

Massnahmen (E. 5.1 bis 5.4) und dann für die ebenfalls beantragte Rente (E. 5.5).  

5.1 Der Anspruch auf Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG (vgl. vorstehende E. 2.4.1) setzt voraus, 
dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl (oder zur beruflichen Neuorientierung) fähig, infolge 

ihres Gesundheitsschadens aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche 

Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf zu 

wählen (vgl. dazu auch ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

IVG, 4. Auflage 2022, N 3 zu Art. 15 mit Hinweis). Beim Beschwerdeführer ist angesichts der auf seinen 

Rücken beschränkten gesundheitlichen Probleme jedoch keine auf eine leistungsspezifische Invalidität 

respektive auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung zurückgehende Schwierigkeit bei der Berufswahl 

ersichtlich, weshalb er keinen Anspruch auf Berufsberatung hat. 

5.2 Invalid im Sinne von Art. 17 IVG (vgl. vorstehend E. 2.4.2) ist eine versicherte Person, wenn sie 
wegen der Art und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens in den bisher ausgeübten und in 

den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren 

Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet 
(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., N 3 zu Art. 17 mit Hinweisen). Dieses umschulungsspezifische Erfordernis 

ist nicht gegeben, wenn es – bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage – ein genügend breites Spektrum an 

Tätigkeiten gibt, die dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil der versicherten Person 

entsprechen, von der Ausbildung und beruflichen Erfahrung her zumutbar sind und im Durchschnitt 

nicht schlechter entlöhnt werden als die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (Urteil des Bundesgerichts vom 15. 

Oktober 2015, 9C_511/2015, E. 3). Letzteres trifft auf den Beschwerdeführer zu und sein 

Invaliditätsgrad ist mit maximal 9 % ohnehin zu tief (vgl. vorstehende E. 4.2.2 und E. 4.2.3). Folglich 

besteht kein Umschulungsanspruch. 

5.3 Art. 18 Abs. 1 IVG setzt – wie gesagt – als Anspruchsvoraussetzung eine Arbeitsunfähigkeit im 
Sinne von Art. 6 ATSG voraus (vgl. vorstehende E. 2.2 und E. 2.4.3). Damit ist laut bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung nicht nur dessen erster Satz gemeint, sondern wird auch auf den zweiten verwiesen: 

"Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 

berücksichtigt“. Bei – qualitativ und quantitativ – voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 

Tätigkeit besteht mit Blick auf Art. 6 zweiter Satz ATSG keine Arbeitsunfähigkeit und mithin auch kein 
Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Ein solcher setzt bei voller Zumutbarkeit leichter Tätigkeiten zusätzlich 

eine spezifische Einschränkung gesundheitlicher Art voraus. Ist die fehlende berufliche Eingliederung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen, sondern auf 

invaliditätsfremde Probleme, sind die Voraussetzungen für Arbeitsvermittlung durch die IV nicht erfüllt. 

Die leistungsspezifische Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der 

Stellensuche verursacht. Dies trifft z.B. zu, wenn die versicherte Person sich wegen Stummheit oder 

mangelnder Mobilität ausserstande sieht, ein Bewerbungsgespräch zu führen, oder dem potenziellen 
Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden 

müssen (z.B. welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit die Person mit 

Behinderung überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten. Es genügt nicht, 

dass der versicherten Person die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden ist 

(Urteil des Bundesgerichts vom 30. August 2023, 8C_199/2023, E. 6.2 mit Hinweisen). Da dem 

Beschwerdeführer adaptierte Tätigkeiten zu 100 % und ohne Leistungseinschränkung zumutbar sind 

(vgl. E. 6.4 im soeben genannten Entscheid sowie vorstehende E. 3) und keine gesundheitlich 

bedingten Schwierigkeiten bei der Stellensuche geltend zu machen vermag, hat er keinen Anspruch 

auf Arbeitsvermittlung.  

5.4 Ein Arbeitsversuch im Sinne des Art. 18a IVG (vgl. vorstehend E. 2.4.4) wäre angezeigt, wenn 
die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt abgeklärt werden 

müsste. Das ist aber nicht der Fall, denn die vorliegenden medizinischen Beurteilungen erlauben es, 

die massgebende Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers mit dem erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu bestimmen (vgl. vorstehende E. 3). Der Beschwerdeführer hat 

folglich auch keinen Anspruch auf einen Arbeitsversuch. 

5.5 Zusammenfassend besteht kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, weshalb es im 
Folgenden den Rentenanspruch zu prüfen gilt. Angesichts der vorstehend in E. 4.2.2 und E. 4.2.3 

errechneten möglichen Invaliditätsgraden von 9 respektive 0 % erreicht der Beschwerdeführer die 

rentenbegründende Schwelle von 40 % jedoch offensichtlich nicht (vgl. vorstehende E. 2.5), weshalb 

die Beschwerdegegnerin auch den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat. 

6.  

6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 25. August 2025 abzuweisen. 

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, 
sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272] i.V.m. Art. 

99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1]). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde betreffend berufliche Massnahmen wird abgewiesen. 

2.  
Die Beschwerde betreffend Rente wird abgewiesen. 

3.  
Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.– zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege befreit. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2026
	Art. 15, Art. 17 bis Art. 18a IVG, Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG Invaliditätsgrad von maximal 7 % berechtigt weder zum Rentenbezug noch zu einer Umschulung. Auch auf die übrigen in Frage kommenden beruflichen Massnahmen besteht kein Anspruch (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung und Arbeitsversuch). Abweisung der Beschwerde betreffend Rente und betreffend berufliche Massnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2026, IV 2025/195).

		2026-02-04T03:55:44+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen