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**Case Identifier:** 5da081c6-594b-51bc-b4d8-08c35c54ed31
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.04.2016 810 15 245
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-15-245_2016-04-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 27. April 2016 (810 15 245) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuerrecht 

 

 

Steuerdomizil  

 
 

Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus 
Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin Chiara Piras 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Andreas Waldmann, Advo-
kat und Notar 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Staats- und Gemeindesteuer 2011, Steuerdomizil  
(Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 19. Juni 2015) 

 
 
 
  

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A. Herr A.____ zog am 1. Juli 2008 nach B.____ (BL), wo er mit seiner damaligen 

Partnerin - und heutigen Ehefrau - bereits am 13. Mai 2008 eine Liegenschaft erworben hatte. 

Er ist massgeblicher Aktionär und Verwaltungsratspräsident der C.____ AG, eine am 12. No-

vember 1998 ins Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft eingetragene Aktiengesell-

schaft mit Hauptsitz in B.____ und weiteren Standorten in der Schweiz, Österreich, der Tsche-

chischen Republik und den USA.  

 

B. Am 19. Dezember 2011 meldete sich A.____ bei der Einwohnerkontrolle B.____ ab 

und am darauffolgenden Tag in D.____ (SZ) an, wo er am 19. Dezember 2011 einen Unter-

mietvertrag für die Benutzung eines Zimmers inkl. Mitbenützung von Küche, Bad und Waschkü-

che mit Mietbeginn ab 15. Dezember 2011 unterzeichnet hatte.  

 

C. Am 27. Februar 2014 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-

Landschaft (Steuerverwaltung) A.____ für die Staats-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer 

2011. Vertreten durch die Treuhandgesellschaft E.____ AG, erhob A.____ am 3. März 2014 

Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung von 2011. 

 

D. Mit Eingabe vom 31. März 2014 hielt A.____, neu vertreten durch Andreas Wald-

mann, an der Einsprache fest und begründete diese hauptsächlich mit der Tatsache, dass sein 

Lebensmittelpunkt weder in B.____, noch anderswo im Kanton Basel-Landschaft liege. Er sei 

aufgrund seiner international tätigen Gesellschaft und seines Weingutes F.____ (Ungarn) sehr 

viel unterwegs bzw. würde sich oft in Ungarn aufhalten. Ferner sei er aufgrund der zu Miteigen-

tum mit seiner Partnerin in B.____ erworbenen Liegenschaft als sekundär- und nicht als primär-

steuerpflichtig anzusehen. Die Steuerverwaltung wies die Einsprache mit Entscheid vom 

7. Januar 2015 mit der Begründung ab, A.____ habe weder in Ungarn, noch im Kanton Schwyz 

ein neues Steuerdomizil begründet.  

 

E. A.____ gelang mit Rekurs vom 6. Februar 2015 an das Steuer- und Enteignungsge-

richt Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Er beantragte, der angefochte-

ne Entscheid sei aufzuheben und seine Steuerplicht im Kanton Schwyz, eventualiter in Ungarn, 

festzustellen, unter o/e-Kostenfolge. Das Steuergericht wies den Rekurs mit Entscheid vom 

19. Juni 2015 ab.  

 

F. Mit Eingabe vom 31. August 2015 hat A.____, weiterhin vertreten durch Andreas 

Waldmann, beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsgericht (Kantonsge-

richt), gegen den Entscheid des Steuergerichtes Beschwerde erhoben. Er beantragt die Aufhe-

bung des Entscheides und die Feststellung seiner Steuerpflicht in der Gemeinde D.____ 

(Ziff. 1), eventualiter in Ungarn (Ziff. 2). Subeventualiter beantragt der Beschwerdeführer die 

Aufhebung der Steuerveranlagung des Kantons Schwyz für das Steuerjahr 2011 und die An-

weisung an diesen Kanton, ihm die bezogenen Steuern zurückzuerstatten (Ziff. 3), alles unter 

o/e-Kostenfolge. Im Übrigen beantragt er die Sistierung des Verfahrens und die Ansetzung ei-

ner angemessenen Frist, um sich in Ungarn rückwirkend für das Jahr 2011 zur Steuerpflicht 

anzumelden. Zur Begründung seiner Beschwerde bringt er im Wesentlichen vor, dass er auf-

grund der internationalen Tätigkeit der C.____ AG sowie seiner Tätigkeit für sein Weingut im 

Jahr 2011 während rund 160 Tagen in Ungarn und nur während 100 Tagen im Kanton Basel-

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Landschaft verweilt habe. Sein Lebensmittelpunkt befinde sich somit in Ungarn, weshalb dort 

auch sein steuerrechtlicher Wohnsitz begründet sei. Die Vorinstanz habe dies zu Unrecht auf-

grund der Tatsache verneint, dass er keine Besteuerungsnachweise vorgelegt habe. Des Wei-

teren habe die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle in B.____ und die Anmeldung in D.____ 

eine neue Steuerpflicht im Kanton Schwyz begründet, wo der Beschwerdeführer für das 

Jahr 2011 auch Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern bezahlt habe.  

 

G. Mit Verfügung vom 2. September 2015 wies das Kantonsgericht das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Sistierung des Verfahrens ab. 

 

H. Die Steuerverwaltung stellte in ihrer Vernehmlassung vom 15. September 2015 An-

trag auf Abweisung der Beschwerde.  

 

I. In der Stellungnahme vom 21. September 2015 beantragte das Steuergericht die 

Abweisung der Beschwerde und verwies auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides.  

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1. Nach § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 

7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichtes mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beim Kantonsgericht als letzte kantonale Instanz angefochten werden. Die formellen Voraus-

setzungen nach §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 

(VPO) vom 16. Dezember 1993 sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde grundsätzlich einzutre-

ten ist. Da sich das Kantonsgericht allerdings nur zur Veranlagung des Kantons Basel-

Landschaft äussern kann, ist auf das Subeventualbegehren des Beschwerdeführers, den Kan-

ton Schwyz zur Aufhebung der Steuerveranlagung 2011 und zur Zurückerstattung der bereits 

bezogenen Steuern anzuweisen (Ziff. 3), nicht einzutreten. 

 

2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel 

des angefochtenen Entscheides und des vorausgegangenen Verfahrens gerügt werden. Dem-

nach prüft das Kantonsgericht den vorliegend angefochtenen Entscheid mit voller Kognition.  

 

3. Der Beschwerdeführer macht in seiner Eingabe geltend, im für das vorliegende Ver-

fahren relevanten Jahr 2011 seinen Lebensmittelpunkt in Ungarn gehabt zu haben und deshalb 

nur sekundär im Kanton Basel-Landschaft steuerpflichtig zu sein. Strittig und zu beurteilen ist 

deshalb, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2011 seinen steuerrechtlichen Wohnsitz in der 

Schweiz bzw. im Kanton Basel-Landschaft hatte.  

 

4.1 Das schweizerische Steuerrecht bestimmt, inwieweit die Schweiz bei Personen mit 

Auslandbezug das Besteuerungsrecht in Anspruch nimmt (subjektive und objektive Steuer-

pflicht). Die nach dem schweizerischen Aussensteuerrecht bestehende Steuerpflicht wird durch 

allfällige Doppelbesteuerungsabkommen gegebenenfalls wieder eingeschränkt (vgl. MARTIN 

ARNOLD/ALFRED MEIER/PETER SPINNLER, Steuerpflicht bei Auslandbezug, in: ASA 70 2001, 

Rz. 8 f., 41 ff.).  

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4.2 Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Ungarn besteht ein Abkom-

men zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und 

vom Vermögen (DBA-H 2013) vom 12. September 2013, welches das Abkommen vom 9. April 

1981 (DBA-H 1981) ersetzt. Letzteres ist jedoch weiterhin auf Steuerjahre und Steuerperioden 

anwendbar, die vor dem Tag enden, an dem die Bestimmungen des DBA-H 2013 Anwendung 

finden (vgl. Art. 28 Abs. 3 DBA-H 2013). Da im vorliegenden Verfahren die Steuerpflicht des 

Beschwerdeführers im 2011 strittig ist, bleibt das DBA-H aus dem Jahre 1981 anwendbar.  

 

4.3 Das Doppelbesteuerungsabkommen gilt gemäss Art. 1 DBA-H 1981 für Personen, 

die in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind. Als in einem Vertrags-

staat ansässig gilt, wer nach dem Recht dieses Staates dort aufgrund seines Wohnsitzes, sei-

nes ständigen Aufenthaltes, des Ortes seiner Geschäftsleitung oder eines anderen ähnlichen 

Merkmales steuerpflichtig ist (Art. 4 Abs. 1 DBA-H 1981). Die Bestimmung definiert die Voraus-

setzungen der Ansässigkeit nicht selbst, sondern verweist auf Merkmale, die nach dem jeweili-

gen innerstaatlichen Recht der Vertragsstaaten die unbeschränkte Steuerpflicht begründen. Ist 

eine Person aufgrund von Art. 4 Abs. 1 DBA-U 1981 nur in einem Vertragsstaat ansässig, ist 

dies die für die Abkommensanwendung massgebende Ansässigkeit (vgl. ARNOLD/MEIER/

SPINNLER, a.a.O., Rz. 49 f.).  

 

Da der Beschwerdeführer in der vorliegend strittigen Steuerperiode 2011 zu mehreren Staaten 

Beziehungen aufweist, ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2011 seinen 

Steuerwohnsitz weiterhin in B.____ oder diesen ins Ausland, namentlich nach Ungarn, verlegt 

hat. 

 

5.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) 

vom 14. Dezember 1990 bzw. § 4 Abs. 1 StG ist eine natürliche Person in der Schweiz bzw. im 

Kanton Basel-Landschaft aufgrund persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig, 

wenn sie im Kanton wohnt oder ihren gesetzlichen Wohnsitz hat (Art. 3 Abs. 2 StHG, Art. 3 

Abs. 2 DBG und § 4 Abs. 2 StG). Das Steuergesetz definiert den steuerrechtlichen Wohnsitz 

selbständig (vgl. auch MADELEINE SIMONEK, in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum 

Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, Rz. 4 zu § 4 StG).  

 

5.2 Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes setzt sich aus dem objektiven, äusse-

ren Element des Aufenthaltes und dem subjektiven, inneren Element der Absicht dauernden 

Verbleibens zusammen (vgl. Art. 3 Abs. 2 DBG und § 4 Abs. 2 StG; Urteil des Bundesgerichtes 

2C_627/2011 / 2C_653/2011 vom 7. März 2012 E. 4.1). Der Aufenthalt bzw. das tatsächliche 

Verbleiben einer Person (objektives Element) äussert sich in der physischen Anwesenheit der-

selben an einem bestimmten Ort. Die Absicht, dauernd dort zu verbleiben (subjektives Ele-

ment), ist nicht abhängig von einer ausdrücklichen Willenserklärung des Betroffenen. Obwohl 

es sich um ein subjektives Merkmal handelt, ist die Absicht dauernden Verbleibens anhand von 

objektiven, äusseren Umständen zu ermitteln. Gemeinhin kann darüber kein klarer Beweis ge-

führt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen (Urteil des 

Bundesgerichtes 2C_793/2013 vom 7. Mai 2014 E. 4.2). Die Absicht eines dauernden Verblei-

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bens ist gegeben, wenn sich aus den gesamten äusseren Umständen erschliesst, dass die 

Person auf unbestimmte Zeit und nicht nur vorübergehend an einem bestimmten Ort verweilen 

will (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1; SIMONEK, a.a.O., Rz. 6 zu § 4 StG). Dabei wird nicht die Absicht 

vorausgesetzt, an diesem Ort auf Lebzeiten zu verweilen; es genügt, dass die Person dort auf 

unbestimmte Zeit verweilen will, bis spätere Umstände Änderungen veranlassen (vgl. FELIX 

RICHNER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS-ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 

2. Aufl., Bern 2009, Rz. 17 zu Art. 3 DBG). Die Absicht ist ferner an demjenigen Ort gegeben, 

an dem eine Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, was sich vor allem durch die 

Wohnsituation, die Aufenthaltsdauer und die an diesem Ort gelebten familiären und gesell-

schaftlichen Beziehungen äussern kann (vgl. SIMONEK, a.a.O., Rz. 6 zu § 4 StG). Zu berück-

sichtigen sind etwa Zivilstand und Familienverhältnisse, die Art der Erwerbstätigkeit, regelmäs-

sige oder nicht regelmässige Rückkehr an einen vom Arbeitsort verschiedenen Ort, Dauer und 

Zweck der Aufenthalte an den jeweiligen Orten sowie die dortigen Wohnverhältnisse (vgl. 

RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 3 DBG). Bei Konkubinatspartnern an-

erkennt die bisherige Rechtsprechung zwar, dass das Zusammenleben ohne oder vor der Ehe 

nicht immer und sogleich als Wohnsitz beider Partner betrachtet werden kann. Eheähnliche 

Partnerschaften können sich aber von losen zu festeren Bindungen entwickeln, was für die 

Feststellung der massgeblichen persönlichen und familiären Beziehungen beachtet werden und 

bei Dauerhaftigkeit des Konkubinatsverhältnisses eine ganz wesentliche Rolle bei der Bestim-

mung des Steuerdomizils zukommen muss (vgl. Aargauische Gerichts- und Verwaltungsent-

scheide [AGVE] 1991, S. 205, 207 f. E. 4b m.w.H.). Im Übrigen kommt es auf die gefühlsmässi-

ge Bevorzugung eines Ortes nicht an; der Steuerwohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (vgl. 

BGE 138 II 300 E. 3.2 m.w.H.). Es ist deshalb weder auf die bloss erklärten Wünsche des 

Steuerpflichtigen noch auf irgendwelche formellen Momente, wie Hinterlegung der Schriften 

oder Ausübung der politischen Rechte abzustellen. Auch die polizeiliche An- und Abmeldung ist 

für die Frage des steuerrechtlichen Wohnsitzes bzw. des tatsächlichen Aufenthaltes nicht ent-

scheidend (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 3 DBG; SIMONEK, 

a.a.O., Rz. 5 ff. zu § 4 StG). 

 

5.3 Gemäss § 11 Abs. 2 StG endet die Steuerpflicht im Kanton unter anderem mit dem 

Wegzug des Steuerpflichtigen. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügt für 

eine Wohnsitzverlegung ins Ausland allerdings nicht, die Verbindungen zum bisherigen Wohn-

sitz zu lösen; entscheidend ist vielmehr, dass nach den gesamten Umständen ein neuer Wohn-

sitz im Ausland begründet worden ist. Da grundsätzlich niemand an mehreren Orten zugleich 

Wohnsitz haben kann, bleibt in Anlehnung an den Wohnsitzbegriff im Zivilgesetzbuch der ein-

mal begründete Wohnsitz grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen bestehen 

(sog. rémanence du domicile). Nicht entscheidend ist, wann sich der Steuerpflichtige am bishe-

rigen Wohnort abgemeldet oder diesen verlassen hat (BGE 138 II 300 E. 3.3; Urteil des Bun-

desgerichtes 2C_1267/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.3). Dass eine Wohnsitzverlegung stattgefun-

den hat, ist vom Steuerpflichtigen darzulegen. Dazu gehört nicht nur die endgültige Lösung der 

Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz, sondern auch die Darstellung der Umstände, welche 

zur Begründung des neuen Wohnsitzes geführt haben. Solche werde etwa anerkannt, wenn der 

Steuerpflichtige im Ausland besteuert wird bzw. den Nachweis erbringt, dass er von der Steuer-

pflicht befreit ist (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.6.3). Wird der Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht 

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erbracht, besteht gemäss dem Gesagten das bisherige Domizil fort (Urteil des Bundesgerichtes 

2C_855/2016 / 2C_856/2014 vom 11. September 2015 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichtes 

2C_793/2013 vom 7. Mai 2014 E. 4.4). Ein einmal begründeter steuerrechtlicher Wohnsitz in 

der Schweiz besteht selbst dann weiter, wenn sich die Person längere Zeitabschnitte im Aus-

land aufhält, sofern der Wille, den Ort in der Schweiz als Mittelpunkt der Lebensinteressen auf-

recht zu erhalten, durch gewisse Beziehungen in Erscheinung tritt (vgl. ARNOLD/MEIER/

SPINNLER, a.a.O., Rz. 12).  

 

Grundsätzlich ist die subjektive Steuerpflicht als steuerbegründende Tatsache von der Steuer-

behörde nachzuweisen. Der steuerpflichtigen Person kann jedoch auch im interkantonalen Ver-

hältnis der Beweis für die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort aufer-

legt werden, sofern die von der Steuerbehörde angenommene bisherige subjektive Steuerpflicht 

in der strittigen Steuerperiode als sehr wahrscheinlich erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

2C_1267/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.4). 

 

6.1 Im vorliegenden Fall kam das Steuergericht in seinen Erwägungen zum Schluss, 

dass der Beschwerdeführer in Ungarn keinen Wohnsitz begründet habe und deshalb das bishe-

rige Steuerdomizil in B.____ als fortbestehend zu betrachten sei. Obwohl der Beschwerdeführer 

vorbringe, mehr als 160 Tage im Jahr auf seinem Weingut in Ungarn zu verbringen, habe er 

keine Belege für eine Wohnsitzverlegung in der Steuerperiode 2011 vorlegen können.  

 

6.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, im Jahre 2011 neben den 160 in Un-

garn verbrachten Tagen, nur während 100 Tagen im Kanton Basel-Landschaft verweilt zu ha-

ben. Er rügt, dass die Vorinstanz nicht untersucht habe, ob sich sein Lebensmittelpunkt in Un-

garn befunden hätte. Dies sei von der Vorinstanz aus rein formalistischen Argumenten abge-

lehnt worden, weil er keine Besteuerungsausweise zu Ungarn vorgelegt habe. Im Übrigen sei 

im internationalen Verhältnis die sog. 183-Tage Regel massgeblich. Diese sei aufgrund der 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer mehr als 160 Tage jährlich in Ungarn verbringe als erfüllt 

zu betrachten, womit Ungarn als steuerrechtlicher Wohnsitz zählen würde.  

 

7.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es zweifelhaft, ob dieser in der 

relevanten Zeitperiode seine Verbindungen zur Schweiz aufgelöst und einen neuen Wohnsitz in 

Ungarn begründet hat. Es bestehen zwar Anhaltspunkte für den Aufenthalt des Beschwerdefüh-

rers in Ungarn. Dieser führt aus, sich in Ungarn für den Erfolg seines Weingutes einzusetzen 

und von dort die Entwicklung der nahe gelegenen Niederlassungen der C.____ AG in Öster-

reich und Tschechien zu steuern. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Steuer-

pflichtige jedoch die Umstände darzulegen, welche zur Begründung des neuen Wohnsitzes ge-

führt haben. Der Beschwerdeführer konnte im vorliegenden Verfahren jedoch keine Belege für 

die Anmeldung bei den lokalen Behörden bzw. die Besteuerung in Ungarn für das Jahr 2011 

vorlegen. Die eingereichten Belege für Renovationsarbeiten auf dem Weingut, die Kopien der 

Strom- und Heizungsrechnungen sowie die Fotos der Hochzeit des Beschwerdeführers datieren 

alle aus den Jahren 2012 bis 2014 und vermögen ohnehin nicht eine Verlegung des Wohnsit-

zes des Beschwerdeführers zu beweisen.  

 

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Auch die persönliche Situation des Beschwerdeführers weist darauf hin, dass der Mittelpunkt 

seiner Lebensinteressen in der für das vorliegende Verfahren massgeblichen Periode in B.____ 

lag: Massgebliche Beziehungen zu Ungarn, im Sinne der Ansässigkeit, konnte der Beschwerde-

führer nicht nachweisen. Dieser wohnte stattdessen mit seiner Partnerin – und heutigen Ehe-

frau – immerhin während 100 Tagen in der zu Miteigentum erworbenen Liegenschaft in B.____. 

Auch wenn die Eheschliessung erst im 2014 stattfand, lässt die Tatsache, dass der Beschwer-

deführer mit seiner damaligen Partnerin eine Villa in B.____ bewohnte, sich auch unter der Wo-

che dort aufhielt (vgl. E-Mail des Beschwerdeführers vom 4. Juni 2012 an die Abteilung Steuern 

der Verwaltung B.____) und jederzeit in die Liegenschaft zurückkehren konnte, vermuten, dass 

der Beschwerdeführer im Jahr 2011 die engsten Verbindungen zur Schweiz bzw. zu B.____, wo 

auch der Sitz der C.____ AG liegt, aufwies. Es ist zwar nachvollziehbar, dass sich der Be-

schwerdeführer auf seinem Weingut in Ungarn wohl fühlt. Die blosse affektive Bevorzugung 

eines Ortes fällt allerdings nicht ins Gewicht und vermag keinen steuerrechtlichen Wohnsitz zu 

begründen. 

 

7.2 Insoweit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz vom Weiterbestehen des 

schweizerischen Steuerdomizils ausgegangen ist. Bei einer Gesamtbetrachtung der Umstände 

ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2011 keinen neuen Wohnsitz in Ungarn 

begründet hat. Seinen steuerrechtlichen Wohnsitz hatte der Beschwerdeführer deshalb nach 

wie vor in der Schweiz, wo er auch steuerpflichtig war.  

 

7.3 Im Übrigen ist nicht näher auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

sog. 183-Tage Regelung gemäss Art. 15 Abs. 2 DBA-H 1981 einzugehen, da ein Besteue-

rungsrecht des Tätigkeitsstaates voraussetzt, dass sich der Steuerpflichtige länger als 183 Ta-

ge dort aufhält. Bei einem kürzeren Aufenthalt von 160 Tagen verbleibt das Besteuerungsrecht 

grundsätzlich im Ansässigkeitsstaat, vorliegend also in der Schweiz (vgl. SAMUEL DÜRR, in: 

Zweifel/Beusch/Matteotti [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Internationales 

Steuerrecht, Basel 2015, Rz. 38 zu Art. 15). Die vom Beschwerdeführer gerügte Verletzung des 

einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommens ist somit nicht ersichtlich. 

 

8.1 Der Beschwerdeführer vertritt im vorliegenden Fall ferner den Standpunkt, durch die 

Abmeldung im Kanton Basel-Landschaft und die Anmeldung im Kanton Schwyz im Jahr 2011 in 

letzterem Kanton steuerpflichtig gewesen zu sein.  

 

8.2 In Bezug auf die interkantonale Steuerpflicht wies das Steuergericht darauf hin, 

dass der Beschwerdeführer mit einer Aufenthaltsdauer von 10 Tagen im Jahr 2011 keine Ab-

sicht dauernden Verbleibens in D.____ darlegen könne. Auch sei nicht anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer bei einer derart kurzen Aufenthaltsdauer soziale Kontakte aufgebaut und 

gepflegt habe, mit welchen er stärker als mit denjenigen in B.____, wo insbesondere der Sitz 

der C.____ AG liege und seine heutige Ehefrau wohne, verbunden sei. Somit bleibe für das 

Jahr 2011 der steuerliche Wohnsitz des Beschwerdeführers in B.____ bestehen. 

 

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9.1 Im vorliegenden Fall bleibt zu prüfen, ob D.____ im Jahr 2011 zum Mittelpunkt der 

Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers, der sich in der Beschwerde darauf beschränkt hat 

auszuführen, weshalb er in Ungarn steuerdomiziliert sein soll, geworden ist.  

 

Der Beschwerdeführer verbrachte gemäss eigenen Angaben im Jahr 2011 rund 100 Tage in 

B.____ und nur 10 Tage in D.____. Letzteres wurde mit E-Mail vom 4. Dezember 2014 auch 

von seiner Vermieterin bestätigt. Bei dieser Ausgangslage ist es Sache des Beschwerdeführers 

nachzuweisen, dass in der strittigen Periode eine Wohnsitzverlegung nach D.____ tatsächlich 

stattgefunden hat. 

 

9.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist für die Frage des steuerrecht-

lichen Wohnsitzes nicht entscheidend, dass er sich am 19. Dezember 2011 bei der Einwohner-

kontrolle B.____ ab und am darauffolgenden Tag in D.____ angemeldet hat. Nach der bundes-

gerichtlichen Praxis ist vielmehr entscheidend, wo sich nach der Gesamtheit der Umstände der 

Mittelpunkt seiner persönlichen und wirtschaftlichen Interessen befindet. Insgesamt vermögen 

die vom Beschwerdeführer aufgelegten Belege (Anmeldung in D.____, Untermietvertrag, Bestä-

tigung der Vermieterin) aber weder eine ernstliche Absicht dauernd in D.____ zu bleiben, noch 

eine enge Beziehung zu dieser Gemeinde zu belegen. Vielmehr liegen gewichtige Indizien vor, 

welche gegen eine Verlegung des Wohnsitzes nach D.____ sprechen. So hat der überwiegen-

de Aufenthalt des Beschwerdeführers zusammen mit seiner heutigen Ehefrau in seinem eige-

nen Haus in B.____ offensichtlich ein grösseres Gewicht als die unregelmässigen, kurzen Auf-

enthalte in D.____, wo ihm keine eigene Wohnung zur Verfügung stand und wo er sich auch 

nicht auf enge persönliche Beziehungen berufen kann. Aus den Akten ist zudem ersichtlich, 

dass Bank-, Versicherungs- und Kreditkartenauszüge im Jahr 2012 an die Adresse des Be-

schwerdeführers in B.____ adressiert waren. Es ist zwar nachvollziehbar, dass D.____, da in 

der Nähe des Flughafens Zürich, aus geschäftstechnischen Gründen für den Beschwerdeführer 

gut gelegen ist. Diese Tatsache alleine begründet jedoch noch keinen Lebensmittelpunkt im 

Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Auch eine allfällige Absicht des Beschwerde-

führers, die Liegenschaft in B.____ zu verkaufen und ein Haus im Kanton Schwyz zu erwerben, 

genügt nicht, um das Steuerdomizil nach D.____ zu verlegen bzw. um eine Absicht dauernden 

Verbleibens in B.____ auszuschliessen. Gesamthaft vermag der Beschwerdeführer folglich 

nicht zu überzeugen, im Jahr 2011 den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen nach D.____ ver-

legt und dort einen Wohnsitz begründet zu haben. Infolgedessen ist auch der Schluss des 

Steuergerichtes, dass sich der Beschwerdeführer in der strittigen Periode nicht mit der Absicht 

weiteren Verbleibens in D.____ aufgehalten hat, nicht zu beanstanden. 

 

9.3 Nach dem Gesagten bestand das Steuerdomizil des Beschwerdeführers im Jahr 

2011 in B.____ fort, weshalb sein Einkommen und Vermögen für diese Steuerperiode primär im 

Kanton Basel-Landschaft zu besteuern war. Demzufolge erweist sich seine Beschwerde, soweit 

darauf eingetreten werden kann, als unbegründet und ist abzuweisen.  

 

10 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 

vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 

die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 

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unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dementsprechend sind die Verfahrenskos-

ten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss ist keine Par-

teientschädigung zuzusprechen (§ 21 Abs. 1 VPO).  

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.  

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet.  

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

 

 

 

 

 

Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

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