# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a79ffba-f0f7-51eb-91c0-37d3530ffc78
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.07.2018 I 2018 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-30_2018-07-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 30

Entscheid vom 11. Juli 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw D.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geboren am ________1961, geschieden seit 2008, Vater von 
2 zwischenzeitlich erwachsenen Kindern) hat in einem Treuhandbüro eine kauf-
männische Berufsausbildung absolviert und sich beruflich weitergebildet (Reviso-
renschule, Organisationsschulung). Bis 1989 war er in einem Treuhandbüro und 
bis 1999 in einer Anwaltskanzlei erwerbstätig; anschliessend war er Geschäfts-
führer und Teilhaber der im Schuhverkauf tätigen A.________ in Zürich (vgl. IV-
act. 22). Mit Urteil vom 23. Mai 2012 hat der Konkursrichter des Bezirksgerichts 
Zürich über die A.________ den Konkurs eröffnet (IV-act. 28-2/5). Am 30. Mai 
2012 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-
Leistungen ein (IV-act. 1).

B. Vom 14. März 2012 bis zum 10. Mai 2012 hielt sich C.________ in der 
Psychiatrischen Klinik Zugersee auf; die Klinikärzte stellten folgende Diagnose: 
"F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyn-
drom" (IV-act. 36-2/8). Eine zweite Hospitalisation in der gleichen Klinik folgte 
vom 23. Mai 2012 bis 27. Juli 2012 (IV-act. 36-5/8). Im Rahmen der Abklärungen 
erstattete der RAD-Psychiater Dr.med. E.________ am 13. Dezember 2013 ein 
psychiatrisches Konsilium (inkl. Untersuchung vom 10.12.2013, vgl. IV-act. 48). 
Zudem veranlasste die IV-Stelle eine neuropsychologische Untersuchung bei 
lic.phil. F.________ (Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, Bern) mit Gut-
achten vom 3. Februar 2014 (IV-act. 54). Vom 28. November 2013 bis zum  6. 
März 2014 hatte sich C.________ im Therapiezentrum Meggen aufgehalten (IV-
act. 58). Am 3. Juli 2014 teilte die IV-Stelle mit, dass Beratung und Unterstützung 
bei der Stellensuche gewährt werde (IV-act. 67). Am 5. Januar 2015 erteilte die 
IV-Stelle Kostengutsprache für ein Arbeitstraining an einem Testarbeitsplatz bei 
der Firma B.________ und gewährte ein Taggeld (IV-act. 81 bis 85). Diese Ein-
gliederungsmassnahme wurde an sich am 30. Juli 2015 bis 7. Januar 2016 ver-
längert (IV-act. 94), allerdings war der Arbeitgeber mit dem Verhalten von 
C.________ im Team nicht zufrieden, weshalb der Arbeitsversuch am 31. Juli 
2015 abgebrochen wurde (IV-act. 104-3/4). 

C. Am 4. November 2015 erteilte die IV-Stelle erneut eine Kostengutsprache 
für einen Arbeitsversuch an einem neuen Testarbeitsplatz bei der Firma 
U.________ im Bereich Treuhand "Immobilienbewirtschaftung und Finanzverwal-
tung" (zunächst bis 25.1.2016, vgl. IV-act. 107 bis 110). Am  22. Januar 2016 
bewilligte die IV-Stelle eine Verlängerung dieser Eingliederungsmassnahme um 
weitere 3 Monate (IV-act. 120). Am 1. April 2016 vereinbarten die Firma 
U.________ sowie C.________ eine unbefristete Festanstellung, welche ab 26. 

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April 2016 auf ein 50%-Pensum festgelegt wurde (vgl. IV-act. 126 i.V.m. 128-3/3 
in fine). 

D. Zur Klärung der Leistungsansprüche veranlasste die IV-Stelle am 7. Juli 
2016 eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung (IV-act. 138). Der Begut-
achtungsauftrag wurde der V.________ zugelost (IV-act. 141), welches das po-
lydisziplinäre Gutachten am 12. Dezember 2016 erstattete (IV-act. 145). Mit Vor-
bescheid vom 2. Februar 2017 teilte die IV-Stelle C.________ mit, es sei vorge-
sehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 147). Dagegen erhob 
C.________ am 20. Februar 2017 vorsorglich Einwände und ersuchte um eine 
längere Frist (IV-act. 152). Innert der erstreckten Frist ergänzte die zwischenzeit-
lich von C.________ beigezogene Rechtsanwältin die Einwände und forderte die 
IV-Akten zur Einsichtnahme an. Zudem wurde u.a. ein Antrag auf unentgeltliche 
Verbeiständung gestellt (IV-act. 154), welcher im ergänzten Einwand-Schreiben 
vom 4. Juli 2017 erneuert wurde (IV-act. 157-2/67). Mit Verfügung vom 29. No-
vember 2017 hat die IV-Stelle die beantragte unentgeltliche Rechtsverbeistän-
dung im Verwaltungsverfahren abgelehnt (IV-act. 159). Eine dagegen am 19. Ja-
nuar 2018 erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 
2018 4 vom 14. März 2018 abgewiesen.

E. Nach einer Würdigung der medizinischen Akten veranlasste der konsultier-
te RAD-Arzt eine Rückfrage bei den MEDAS-Gutachtern (IV-act. 160-7/7, 161). 
Die Antwort des MEDAS-Psychiaters folgte am 18. Januar 2018 (IV-act. 162). 
Am 2. und 6. Februar 2018 liess C.________ der IV-Stelle weitere medizinische 
Unterlagen einreichen (IV-act. 164, 165), welche vom RAD-Arzt Dr.med. 
G.________W.________ am 8. Februar 2018 ausgewertet wurden (IV-act. 169-
8/8). Gestützt darauf verfügte die IV-Stelle am 16. Februar 2018 sinngemäss, 
dass kein rentenbegründender IV-Grad bestehe und deswegen das Leistungs-
begehren abgewiesen werde.

F. Gegen diese am 22. Februar 2018 eingegangene Verfügung liess 
C.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 
lit. a ATSG i.V.m. Art. 60 ATSG) rechtzeitig mit Eingabe vom 3. April 2018 beim 
Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16.2.2018 aufzuheben 
und diese anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine Rente aufgrund eines In-
validitätsgrads von mindestens 67% auszurichten.

2. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16.2.2018 auf-
zuheben und diese anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüg-
lich abzuklären.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

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Gleichzeitig beantragte er für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unent-
geltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche Rechtsverbeiständung. 

Mit Vernehmlassung vom 30. April 2018 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Dazu 
äusserte sich der Beschwerdeführer in einer Eingabe vom 9. Mai 2018. Am      
14. Mai 2018 folgte eine kurze Stellungnahme der IV-Stelle.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

1.2 Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des Inva-
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invaliden-
einkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die ver-
sicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ihr 
verbliebenen Erwerbsfähigkeit (ganz oder teilweise) Gebrauch macht. Vielmehr 
ist die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu 

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bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit er-
zielen könnte (vgl. Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundes-
gerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

1.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe dieser Fach-
leute ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 Erw. 4). Diese ärztlichen Angaben 
dienen als wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 141 V 
281 Erw. 5.2.1; 140 V 193 Erw. 3.2; 132 V 93 Erw. 4, je mit weiteren Hinweisen).

1.5.1  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Für den Beweiswert eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-
gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). 

1.5.2  In Bezug auf Berichte behandelnder Ärzte darf und soll der Richter der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass allgemein praktizierende Hausärzte 
wie behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, 
weshalb den (unabhängigen) Fachärzten grundsätzlich mehr Gewicht zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; Urteil des Bundes-
gerichts 9C_395/2016 vom 25.8.2016 Erw. 4.1; 9C_11/2016 vom 22.2.2016 
Erw. 4.3.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und 
Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteile des 

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Bundesgerichts 9C_419/2008 vom 12.3.2008 Erw. 3.3; I 701/05 vom 5.1.2007 
Erw. 2 mit Hinweisen).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 
Sozialversicherung, 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 
134 I 148 Erw. 5.3).

2. Aus den vorliegenden Akten sind hinsichtlich gesundheitlicher Beeinträchti-
gungen des Versicherten und dem zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrad u.a. die 
nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

2.1 Der Versicherte, welcher im Jahre 1991 geheiratet hatte und im Februar 
1995 Vater eines Sohnes (X.________) und im Dezember 1997 Vater einer 
Tochter (Y.________) geworden war, wies nach eigenen Angaben seit 2004 eine 
erhebliche psychosoziale Belastungssituation auf, welche vom Oberarzt der Kli-
nik Zugersee Dr.med. H.________ und vom Assistenzarzt med.pract. I.________ 
Z.________ im Bericht vom 10. August 2012 zum Klinikaufenthalt des Versicher-
ten (23.5.2012 bis 27.7.2012) wie folgt umschrieben wurde (IV-act. 19-2/6):

Ab 2004 erhebliche psychosoziale Belastungssituationen (Trennung von Ehefrau 
und Kindern, geschäftliche Turbulenzen, Missbrauch der Tochter durch neuen 
Partner der Ehefrau…) mit intermittierender, depressiv gefärbter Erschöpfung. Seit 
2009 mit Unterbrüchen 'übermässiger' Alkoholkonsum.
Erste stationäre Behandlung in der PK Zugersee vom 14.03.-10.05.2012 wegen 
unkontrolliertem Alkoholkonsum, depressiver Erschöpfung, Schlafstörungen, 
Albträumen, innerer Unruhe. Hauptbelastungsfaktor war berufliche Überforderung 
mit drohender Insolvenz.
(…)
Herr C.________ berichtete zum Eintrittszeitpunkt am 23.05.2012, er habe nach 
12-jähriger Selbständigkeit den Konkurs (2 Schuhgeschäfte) angemeldet. Aufgrund 
der ganzen Anstrengungen (3x richterliche Vorstellung) und Probleme einen 
Alkoholrückfall erlitten. Eine weitere schlechte Nachricht sei gewesen, dass er 
überraschenderweise auch sein Online-Geschäft aufgeben habe müssen, auch 
diese Aussichten seien nun 'begraben'. Er wolle in der Klinik wieder 'zu Kräften 
kommen', sich neu orientieren, nach 30-jähriger Berufstätigkeit sei er ausgepowert. 
(…)

Diese Klinikärzte stellten folgende Diagnosen (IV-act. 19-2/6):
Mittelgradige depressive Episode ICD10 F32.1 (ca. seit Dez. 2011)
Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent ICD10 F10.20 (ca. seit 2009)

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Cluster Kopfschmerz G44 (langjährig)

Für die Dauer des Klinikaufenthaltes veranschlagten die Klinikärzte eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Prognostisch gingen sie davon aus, dass unter 
fortgeführter Alkoholabstinenz und ausreichender Behandlung der depressiven 
Episode der Versicherte wieder voll arbeitsfähig werden sollte (IV-act. 19-4/6).

2.2 Dr.med. J.________ (FMH Psychiatrie/ Psychotherapie, Diesldorf) nahm im 
Auftrage der Taggeldversicherung Helsana am 11. Dezember 2012 eine "fach-
vertrauliche Untersuchung" vor. In seinem Bericht vom 15. Dezember 2012 stell-
te er die Diagnose einer anhaltenden leichten depressiven Episode (ICD-10 
F32.0), DD depressive Anpassungsstörung nach langer psychosozialer Überlas-
tung beruflich und privat (ICD-10 F43.21, IV-act. 50-15/29 unten). Hinsichtlich 
Arbeitsfähigkeit attestierte Dr.med. J.________ aktuell eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit; es bedürfte sicherlich noch einiger Zeit (wahrscheinlich mehrere Mo-
nate) zur Stabilisierung und weiteren Remission der Depression, um im Vollbe-
sicht seiner Kräfte sich beruflich neu orientieren zu können (IV-act. 50-20/29 un-
ten).

2.3 In einem Bericht, welcher bei der IV-Stelle am 24. Dezember 2012 einging, 
stellte die Hausärztin Dr.med. K.________ AA.________ die Diagnose einer mit-
telgradigen depressiven Episode sowie von Cluster headache (IV-act. 30-1/7). 
Zum aktuellen Zustand führte sie u.a. aus, der (damals) 51-jährige Patient sei 
freundlich, im Affekt schwingungsfähig, keine Denkstörungen, eher wieder Hoff-
nung schöpfend, was die Zukunft anbelange. Er beklage immer noch Konzentra-
tionsstörungen; die Cluster-Kopfschmerzen seien unter Dauertherapie ebenfalls 
deutlich in den Hintergrund getreten. Aktuell veranschlagte die Hausärztin eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit 
ging die Hausärztin davon aus, dass der maximale Belastungsumfang 4h pro 
Tag (mit Pause) umfasse; es sei fraglich, ob der Patient weiterhin eine selbstän-
dige Tätigkeit ausführen könne (IV-act. 30-1ff./7). 

2.4 Dr.med. L.________ (Facharzt für Psychiatrie FMH, AB.________), wel-
cher den Versicherten seit 27. Juli 2012 behandelt, ergänzte in einem Bericht 
vom          13. März 2013 an die IV-Stelle die bereits bekannten Diagnosen (siehe 
Erw. 2.1) mit "ADHS des Erwachsenen F90.0" (seit Kindheit, vgl. IV-act. 31-2/5 
Ziff. 1.1). In seinem Befund führte er aus (IV-act. 31-3/5, Ziff. 1.4).

Sehr unruhig, ungeduldig, nervös, Konz. schnell erschöpft, Stimmung sehr instabil, 
wenig Antrieb, Trauer, nicht belastbar, verletzlich, verunsichert.

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2.5 Am 9. November 2013 wurde der Versicherte infolge eines erstmaligen to-
nisch klonischen Krampfanfalls vom Rettungsdienst ins Spital Schwyz gebracht. 
Dort trat auf der Notfallstation ein weiterer Anfall auf, welcher im Rahmen der ge-
troffenen Abklärungen als Entzugskrampfanfall interpretiert wurde. Der Versi-
cherte hatte angegeben, seit Januar 2012 die Trinkmenge reduziert und noch ca. 
0.4 l Wodka pro Tag getrunken zu haben (am Einweisungstag hatte der Versi-
cherte noch nichts getrunken, vgl. IV-act. 50-25/29 oben). Im neurologischen Un-
tersuch durch Dr.med. M.________ und im durchgeführten EEG zeigten sich 
keine Auffälligkeiten. Am 21. November 2013 wurde der Versicherte in gebesser-
tem Allgemeinzustand für einen stationären Entzug in einer Einrichtung in Meg-
gen aus dem Spital Schwyz entlassen (IV-act. 50-26/29 oben).

2.6 Dr.med. E.________ (RAD-Arzt/ Psychiatrie und Psychotherapie FMH) 
nahm eine Auswertung der medizinischen Akten vor und untersuchte den Versi-
cherten am 10. Dezember 2013. In seinem psychiatrischen Konsilium stellte er 
folgende Diagnosen (IV-act. 48-5/6):

F10  Alkoholabhängigkeit
- Dringender Verdacht auf alkoholbedingte, hirnorganische, kognitive und 

mnestische Defizite, persistierend unter gut vierwöchiger Alkoholabstinenz 
unter stationären Bedingungen

- bei angeblich normalem Schädel-MRI
- St.n. tonisch-klonischem Krampfanfall am 9.11.13 wegen Alkoholentzugs, 

mit postiktalem Delirium
- Leber-Steatose
- Mit zeitweiliger depressiver Symptomatik, aktuell höchstens leichtgradig 

ausgeprägt
Z73.1  Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen Zügen

Die depressive Symptomatik wurde bis auf weiteres im Rahmen einer Alkoholab-
hängigkeit gesehen und nicht als eigene Diagnose erfasst (vgl. IV-act. 48-6/6 
oben, mit Verweis auf das Ausschlusskriterium Alkohol). In der Beurteilung führte 
Dr.med. E.________ u.a. was folgt aus (IV-act. 48-4f./6):

Bei dem 52-jährigen Versicherten besteht eine gewisse hereditäre Belastung mit 
psychiatrischen Erkrankungen. Sein Vater sei nach der Trennung von der Mutter 
alkoholabhängig geworden und habe sich im Alter von 53 Jahren mit Medikamen-
ten suizidiert. Bei der Schwester ist aufgrund der Schilderung von deren Lebens-
gestaltung eine gewisse Persönlichkeitspathologie zu vermuten. (…)

Dank seiner Intelligenz und gewisser narzisstischer Züge war der V. bis rund 2010 
beruflich sehr erfolgreich. Allerdings habe er während Jahren sehr viel gearbeitet, 
weshalb sich er und seine Ehefrau auseinander gelebt hätten; sie trennten sich um 
rund 2004. Er arbeitete sich zum Buchhalter, zum Revisor und zuletzt zum Finanz-
chef eines grossen Anwaltsbüros empor. Schliesslich trat er in das Schuhgeschäft 
seiner Schwiegermutter ein, welches er später übernahm und ausbaute (Vertrieb 
von Schuhen und Taschen, mehrere Filialen in Zürich, inkl. Online-Verkauf). 

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Der V. schildert, seit dem 20. Lebensjahr regelmässig Alkohol zu konsumieren, 
wobei er den Konsum jeweils bei Belastungen beruflicher und familiärer Art erheb-
lich gesteigert habe. Mengenmässig war der Konsum wahrscheinlich während lan-
ger Zeit hoch, oft Kombination von Rotwein und harten Getränken, unter anderem 
zeitweise eine Flasche Wodka täglich. 
(…)
Sowohl die Scheidung (2004 bis 2007) als auch das aktuelle Konkursverfahren 
seien in langwieriger und zermürbender Weise verlaufen. Zudem belasteten den V. 
Einstellungen der KTG-Zahlungen (8/12 vorübergehend, 8/13 definitiv), was ihn 
schliesslich zum Gang zur Sozialbehörde zwang. Ab 3/12 war er während zwei mal 
zwei Monaten in der PK Zugersee hospitalisiert, mit einem geplanten zweiwöchi-
gen Unterbruch, während welchem er in den Alkoholmissbrauch (eine Flasche 
Rotwein) zurück fiel. (…)
Zur Validierung der Beurteilungen in den Akten, im Hinblick auf auffällige berufliche 
Massnahmen und auf die Frage allfälliger Auflagen wurde am 10.12.13 eine eige-
ne Untersuchung durchgeführt. Aktuell ist der V. höchstens noch leicht depressiv. 
Im Vordergrund stehen Verflachung, Verarmung und eine gewisse Rigidität von 
Denken und Emotionen. Besonders auffällig sind Zeitgitterstörungen und Defizite 
des Langzeitgedächtnisses; der V. ordnet gewisse Ereignisse zeitlich falsch ein, 
und er realisiert teilweise nicht, dass seine Angaben logisch unmöglich sind.
Seiner Alkoholproblematik (welche retrospektiv im Gutachten von Dr. J.________ 
stark unterschätzt wurde) und deren Auswirkungen steht er in unkritischer, bagatel-
lisierender Weise gegenüber. (…).

Abschliessend empfahl der RAD-Psychiater Dr.med. E.________ zur Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit und allenfalls angemessener beruflicher Massnahmen die 
Durchführung einer neuropsychologischen Begutachtung (IV-act. 48-6/6).

2.7 Am 3. Februar 2014 erstattete lic.phil. F.________ (Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, Bern) der IV-Stelle ein neuropsychologisches Gutachten 
mit der Diagnose einer leichten unspezifischen kognitiven Funktionsbeeinträchti-
gung multidimensionaler Ursache sowie Hinweisen für eine erhöhte Ermüdbar-
keit (IV-act. 54-12/14). Aus rein neuropsychologischer Sicht bestehe in qualitati-
ver Hinsicht in der früheren Tätigkeit aufgrund der leichten neuropsychologischen 
Funktionsbeeinträchtigungen eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Aus-
mass von ca. 20% (IV-act. 54-13/14, Ziff. 2 in fine). Im Übrigen empfahl der Gut-
achter eine langsame berufliche Wiedereingliederung zu einem zumindest an-
fänglich zeitlich deutlich reduzierten Pensum in einem für ihn geeigneten Aufga-
bengebiet. Ob dies erfolgreich sein könne hänge insbesondere davon ab, ob es 
zu einer Verbesserung seiner Kopfschmerzproblematik, einer erfolgreichen Be-
handlung seiner Alkoholabhängigkeit sowie einer psychischen Stabilisierung 
komme (IV-act. 54-14/14).

2.8 Dr.med. N.________ (ärztlicher Leiter des Therapiezentrums Meggen, wo 
sich der Versicherte vom 28. November 2013 bis zum 6. März 2014 aufgehalten 
hatte) stellte in seinem Therapiebericht vom 7. März 2014 (ans Spital Schwyz), 

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welcher bei der IV-Stelle am 21. März 2014 einging, folgende Diagnosen (IV-act. 
58-1/4):

Alkoholabhängigkeitssyndrom, ggw. abstinent in beschützender Umgebung F10.21
Alkoholbedingtes amnestisches Syndrom F10.6
Cluster Kopfschmerzen G44.0

In der Beurteilung wurde u.a. ausgeführt, der Versicherte verlasse das Therapie-
zentrum in der Überzeugung, nicht mehr rückfällig zu werden. Aus therapeuti-
scher Sicht bleibe die Tagesstruktur das zentrale Moment einer erfolgreichen Al-
kohol-Abstinenz (IV-act. 58-3/4). 

2.9 Die Neurologin Dr.med. M.________ stellte in ihrem Bericht an die IV-Stelle 
vom 20. Juni 2014 folgende Diagnosen (IV-act. 65-1/11):

- Alkoholkrankheit, St.n. 2 generalisierten tonisch klonischen Anfällen am 
09.11.2013 und anschliessendes Alkoholentzugsdelir

- Depression
- Cluster Headache, DD Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜKS), DD 

Migräne

Zur Frage der medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeit antwortete die Neuro-
login, dass aus neurologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-act. 65-
2/11). 

2.10 Nachdem die IV-Stelle mit dem Versicherten am 17. Dezember 2014 als 
Eingliederungsmassnahme einen Arbeitseinsatz bei der B.________ vereinbart 
hatte (IV-act. 85), nahm er ab 8. Januar 2015 die Arbeit zunächst zu 50% auf (mit 
geplanter sukzessiver Steigerung). Bis zum Juli 2015 hatte der Versicherte - trotz 
gewisser Beschwerden im Hals-/Schulterbereich - den Arbeitseinsatz auf eine 
Präsenzzeit von ca. 7 Stunden pro Tag erhöht, was einer Leistung von ca. 80% 
entsprach (vgl. IV-act. 104-2/4). Nachdem es zu Spannungen im Team gekom-
men war, setzte der Arbeitgeber hinsichtlich geforderter Verhaltensänderungen 
eine Bewährungsfrist bis 31. Juli 2015. Obwohl der Versicherte bei einer Prä-
senzzeit von rund 7 Stunden pro Tag aus der Sicht des Arbeitgebers eine Leis-
tung von 80% bis 90% erreichte, wurde der Arbeitsversuch von Seiten des Ar-
beitgebers abgebrochen mit der Begründung, dass "keine Änderung des Versi-
cherten erkennbar sei" (IV-act. 104-3/4). 

2.11 In der Folge konnte der Versicherte ab 26. Oktober 2015 eine Arbeit an ei-
nem Testarbeitsplatz der Firma U.________ aufnehmen (IV-act. 107, 109). Bei 
Standortgespräch vom 11. Januar 2016 wies der Versicherte eine Präsenzzeit 
von 80% auf, derweil die Leistung je nach Arbeitsgebiet schwankend beurteilt 
wurde (im Bereich der Buchhaltung wurde die Leistungsfähigkeit auf ca. 80% 
veranschlagt, in den Bereichen Immobilienverwaltung und Steuern etwas tiefer). 

11

Des Weiteren klagte der Versicherte, weiterhin an Nackenschmerzen zu leiden 
(IV-act. 116-2/2). Bei der Besprechung vom 11. April 2016 wurde das Ergebnis 
des 6-monatigen Testarbeitsplatzes bei der Firma U.________ wie folgt zusam-
mengefasst (IV-act. 128-3/3):

Dabei zeigte sich, dass die vP bei Arbeitsgebieten, welche er aus den früheren 
Tätigkeiten kenne wie Versicherungen und Steuern sehr gute Arbeitsergebnisse 
abliefere. Oder auch bei Abklärungen oder Anfragen am Telefon. Bei Routinearbei-
ten wie der Fakturierung werde er recht schnell müde und es passieren Flüchtig-
keitsfehler. Die Konzentration nehme bei der Arbeit im Verlaufe des Tages stark 
ab. Dies führe dann vermehrt zu Fehlern und geringerer Produktivität. Allgemein 
sei er nicht mehr so belastbar wie früher als er in leitender Position arbeitete. 
Während der aktuellen Arbeitszeit von ca. 75% (09.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 
17.00 Uhr) müsse er auch viele Kurzpausen machen und er komme so gesamthaft 
auf eine Arbeitsleistung von ca. 50% gemessen an einem Vollzeitpensum.

2.12  Der behandelnde Psychiater bescheinigte der IV-Stelle mit Schreiben vom 
29. April 2016, dass der Versicherte noch ein reduziertes Pensum von 75% be-
wältigen könne, wobei insgesamt nur eine Arbeitsleistung von 50% erreicht wer-
de. Nach 5 Stunden Arbeit lasse die Konzentration deutlich nach und die Fehler-
rate nehme zu. Eine optimale Leistung erbringe der Versicherte bei 2 Stunden 
am Vormittag und 2 Stunden am Nachmittag; unter Druck werde der Versicherte 
langsamer, es bestehe kaum Stresstoleranz. Bei Erschöpfung verstärke sich der 
cluster headache (vgl. IV-act. 134-1/2).

2.13 In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische 
Untersuchung. Der Begutachtungsauftrag wurde der V.________ zugelost. Das 
am 12. Dezember 2016 erstattete MEDAS-Gutachten wurde von folgenden 
Fachpersonen unterzeichnet (vgl. IV-act. 145-38/54):

- Dr.med. O.________AC.________ (Fachärztin Allgem. Innere Medizin FMH/ 
zert. medizin. Gutachterin SIM)

- Dr.phil. A. T. AD.________ (Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP/ zert. 
medizin. Gutachterin SIM)

- Dr.med. P.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH)
- Dr.med. Q.________ (Neurologie FMH)

Die MEDAS-Gutachter stellten gemeinsam folgende Hauptdiagnose mit Ein-
schränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (IV-act. 145-32/54):

Leichte kognitive Störung mit komplexen neuropsychologischen Ausfällen (ICD-10 
F06.7)

Als Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der zumutbaren Arbeits-
fähigkeit führten die Gutachter was folgt auf (IV-act. 145-32/54):

- Adipositas Grad I mit/bei einem BMI von 32 kg/m2
- Arterielle Hypertonie unter Verapamil (Ca-Antagonist) Dauertherapie

12

- Akzentuierte narzisstische und leistungsorientierte Persönlichkeitszüge vom 
Typ-A-Verhalten (ICD-10 /73.1)

- Chronischer Alkoholabusus (ICD-10 F10.25)
o Status nach depressiver Störung

Diese vorstehenden Diagnosen wurden von den Gutachtern u.a. mit der folgen-
den Begründung hergeleitet (IV-act. 145-34f./54):

Herr C.________ leidet seit 2012 an psychischen Problemen und einer Alkoholab-
hängigkeit, sowie an Kopfschmerzen. Die Diagnose eines Clusterkopfschmerzes 
ist aus heutiger Sicht fraglich. In der Folge entwickelte sich offenbar ein erheblicher 
Triptanübergebrauch, der sich mit der Verbesserung der psychischen Verfassung 
und einer Alkoholabstinenz besserte. Auch die Kopfschmerzsituation besserte 
sich. Trotzdem ist Herr Z. bis anhin nicht beschwerdefrei geworden und leidet 
durchschnittlich noch an zwei Schmerzattacken pro Woche.

Wie bereits oben angeführt lassen sich diese Kopfschmerzattacken ätiologisch 
nicht klassieren, da sie weder den Diagnosekriterien eines Clusterkopfschmerzes 
noch einer Migräne erfüllen. Aus neurologischer Perspektive ist anzunehmen, dass 
die Kopfschmerzsymptomatik eng mit der psychiatrischen Problematik verknüpft 
ist.

Dazu passt auch die Tatsache, dass, nach Stabilisierung der psychischen Verfas-
sung und Reintegration in die Arbeitswelt, eine Besserung der Kopfschmerzsituati-
on eingetreten ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine weitere Stabili-
sierung des Umfeldes und der psychischen Verfassung auch zu einer weiteren 
Reduktion der Kopfschmerzen führen wird. Zusätzlich ist festzuhalten, dass Kopf-
schmerzattacken in der aktuellen Frequenz analgetisch behandelbar sind.

Aus neurologischer Sicht liegt aufgrund der Kopfschmerzen keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit vor.

Auch aus allgemein-internistischer Sicht liegt keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit vor. Der Versicherte ist kardiopulmonal kompensiert. Es besteht eine 
leichte Adipositas Grad I und eine medikamentös behandelte Hypertonie.

Aus psychiatrischer Sicht besteht ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, welches ak-
tenkundig ist und sich anamnestisch bestätigen lässt. Der Versicherte wurde be-
reits mehrfach stationär behandelt und befindet sich auch zum Gutachtenzeitpunkt 
in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Die depressiven 
Symptome sind aktuell soweit remittiert. Der Versicherte macht aber vermehrte 
Müdigkeit und eine Abnahme der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, als Ur-
sache für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geltend. Doch der Alkoholkon-
sum, auch wenn in geringerem Masse (glaubhaft angesichts der Laborbefunde), 
wird fortgesetzt und ist angesichts seiner Krankengeschichte als schädlicher Ge-
brauch zu bezeichnen (ICD-10 F120.25).

Die aktuelle neuropsychologische Untersuchung ergab eine leichte kognitive 
Störung (ICD-10 F06.7), die objektivierten Befunde würden sich meistens bei ab-
stinenten Alkoholikern zurückbilden. Rein theoretisch ist ein Einfluss der Medikati-
on auf die Befunde, bzw. auf die Müdigkeit denkbar.

Es ist jedoch in erster Linie eine absolute Alkoholabstinenz anzustreben, ange-
sichts der vorhandenen leichten kognitiven Störungen und der geltend gemachten 
Müdigkeit. Der Versicherte ist sich aber bezüglich der Vorteile und dem Gewinn ei-
ner vollen Alkoholabstinenz für seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit mutmass-

13

lich nicht voll bewusst. Es lässt sich hierzu ein Mangel an Einsichtigkeit erahnen. 
Andererseits bestehen keine Diskrepanzen zwischen unserer Diagnosestellung, 
dem gezeigten Verhalten während der Untersuchungssituation und den Aktendia-
gnosen. Eine krankheitsbedingte Unfähigkeit zur Therapieadhärenz liegt nicht vor.

Aus neuropsychologischer Sicht wird von einer Arbeitsunfähigkeit von 10-30% 
ausgegangen, was klinisch psychiatrisch nachvollziehbar ist. Eine höhere Arbeits-
unfähigkeit aufgrund von subjektiven Beschwerden kann aus psychiatrischer Sicht 
nicht begründet werden.

Polydisziplinär besteht aufgrund des fortgesetzten Aethylabusus keine Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit, weder aus somatischer, noch aus psychiatrischer 
Sicht. Aufgrund der leichten neurokognitiven Defizite besteht eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit um 10-30% sowohl angestammt wie adaptiert.

Aus somatischer (neurologischer/ allgemein-internistischer) Sicht veranschlagten 
die Gutachter in der angestammten Tätigkeit als Kaufmann eine zumutbare Ar-
beitsfähigkeit von 100%. Demgegenüber schätzten die Gutachter aus psychiatri-
scher und neuropsychiatrischer Sicht und mithin aus polydisziplinärer Sicht (auf-
grund einer leichten kognitiven Störung) die verbliebene zumutbare Leistungs-
fähigkeit auf 70% bis 90% bei einem Pensum von 100% (IV-act. 145-36/54, Ziff. 
7.1.1). 

2.14  Nachdem in der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24. Mai 2017 zum 
ablehnenden Vorbescheid vom 2. Februar 2017 ausdrücklich darauf hingewiesen 
wurde, dass im neuropsychologischen Teilgutachten aufgrund einer deutlich 
verminderten Belastbarkeit bzw. der raschen Ermüdbarkeit ein Arbeitsunfähig-
keitsgrad von 40-50% thematisiert wurde (vgl. IV-act. 154-2/4 i.V.m. 145-44/54) 
und diesbezüglich der RAD-Arzt Dr.med. G.________W.________ am 12. De-
zember 2017 eine entsprechende Rückfrage bei den MEDAS-Gutachtern anreg-
te (vgl. IV-act. 160-7/7 i.V.m. 161-1/4), nahm der MEDAS-Psychiater mit Schrei-
ben vom 18. Januar 2018 u.a. wie folgt Stellung (IV-act. 162):

Die neuropsychologische Untersuchung ergab eine leichte kognitive Störung (ICD-
10 F06.7), welche zum klinisch-psychiatrischen Bild passte. Unter Berücksichti-
gung des objektivierten kognitiven Leistungsprofils und der anamnestischen Anga-
ben wird aus neuropsychologischer Sicht davon ausgegangen, dass eine Tätigkeit 
mit hohen kognitiven Anforderungen, wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (die 
Tätigkeit als Kaufmann wird aus polydisziplinärer Sicht als adaptiert angesehen) 
möglich sein sollte. Aufgrund der leichten kognitiven Störung wird aus neuropsy-
chologischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von 10-30% ausgegangen, was 
aus psychiatrischer und polydisziplinärer Sicht nachvollziehbar ist. Die objektivier-
ten Befunde würden sich meistens bei abstinenten Alkoholikern zurückbilden. Rein 
theoretisch ist ein Einfluss der Medikation auf die Befunde bzw. auf die Müdigkeit 
denkbar.
Wie aus den Standardindikatoren zu entnehmen ist, bestehen nebst Einschrän-
kungen durch die leichte neuropsychologische Störung keine weiteren Beeinträch-
tigungen der weiteren psychosozialen Funktionen.

14

Es darf hinzugefügt werden, dass es sich bei der Neuropsychologie um eine Hilfs-
wissenschaft handelt. Die Ergebnisse einer neuropsychologischen Untersuchung 
sollen jeweils von einem Psychiater oder einem Neurologen validiert werden, was 
bei diesem Gutachten der Fall ist. Ausserdem ist die Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit eine ärztliche und nicht eine psychologische Aufgabe.

2.15  Zuvor hatte sich der Versicherte am 9. Juni 2017, am 20. Juli 2017, am    
2. August 2017, am 13. September 2017, am 22. November 2017 und am        
28. Dezember 2017 im Kopfwehzentrum Hirslanden (Zollikon) abklären und be-
handeln lassen. Dr.med. R.________ (FMH Neurologie) stellte in den am 2. Fe-
bruar 2018 eingereichten Unterlagen die Diagnose eines chronischen Cluster-
kopfschmerzes (IHS-Code 3.2.1) bei chronischem Alkoholkonsum und Status 
nach Erschöpfungsdepression 2012-2014. Im Bericht zur Nachkontrolle vom            
13. September 2017 führte der Neurologe Dr.med. R.________ u.a. aus, dem 
Versicherte „ginge es mit dem Cluster sehr gut“. Wenn er vereinzelt die Einnah-
me von Isoptin vergesse, würde er prompt mit einer Cluster Attacke bestraft. Als 
Nebenwirkung von Isoptin sei der Versicherte häufig sehr müde und fühle eine 
Art Deckel auf dem Kopf (IV-act. 164-8/14). Im Bericht zur Nachkontrolle vom 22. 
November 2017 erwähnte Dr.med. R.________ (IV-act. 164-9/14):

Herr Z. würde es nicht gut gehen. Vornehmlich von psychischer Seite. Die ange-
strebte Ausdehnung der beruflichen Arbeit hätte bis zuletzt nicht geklappt. Herr Z. 
fühle sich müde, abgeschlagen und antriebslos.

Bei der Nachkontrolle vom 28. Dezember 2017 thematisierte Dr.med. 
R.________ zur Behandlung der gesteigerten Müdigkeit eine Anpassung der 
Medikation mit Verlaufskontrolle in 4 Wochen. Aktuell verhalte es sich so, dass 
weiterhin etwa 1x pro Woche Clusterattacken auftreten würden, welche unter 
Imigran s.c. schnell sistieren würden, indes würde ein dumpfer Dauerkopf-
schmerz über der rechten Kopfseite fortbestehen (IV-act. 164-10/14).

2.16  Des Weiteren liess sich der Versicherte im Zeitraum vom 19. September 
2017 bis 4. Dezember 2017 im Zuger Kantonsspital von Dr.med. S.________ 
(Leitender Arzt Rheumatologie) untersuchen. Im Bericht vom 6. Dezember 2017 
an die Hausärztin Dr.med. K.________ AA.________ (Eingang bei der IV-Stelle 
am 2.2.2018) wurden folgende Diagnosen gestellt (IV-act. 164-11/14):

1. Chronifiziertes zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bds. mit/bei
- St.n. Sturzereignis bei Epianfall auf Hinterkopf 11/2013
- radiologisch Keilwirbeldeformität BWK 3 (sturzbedingt?)
- osteodensitometrisch normale Knochendichtewerte
- myofasziale Schmerzkomponente im Vordergrund 
- multisegmental degenerative HWS-Veränderungen mit Betonung 

C4/C5, C5/C6 und C6/C7
2. Chronischer Clusterkopfschmerz mit/bei

- Isoptin retard 120 mg - 120 mg - 200 mg

15

- Venlafaxin 150 mg 1-0-0
- Orfiril long 300 mg 1-0-1

3. Rezidivierende depressive Episoden

Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.med. S.________ dahingehend, dass der 
Versicherte derzeit nicht arbeitsfähig sei (IV-act. 164-11/14 unten).

2.17  Der behandelnde Psychiater Dr.med. L.________ führte in seinem Bericht 
vom 26. Januar 2018 u.a. aus, dass er den Versicherten aktuell ca. einmal pro 
Monat sehe. Der Versicherte sei mit einer Arbeitsleistung von 50% "an der Gren-
ze". Die kognitive Leistung nehme gegen Ende einer Woche immer mehr ab.  
Von der mittelschweren Depression im Jahre 2012,  welche zur Hospitalisation in 
der Psychiatrischen Klinik Zugersee führte, habe er sich nie mehr ganz erholt. Er 
organisiere sich selber Hyperforat aus Deutschland, was ihm helfe, sich zu kon-
zentrieren und ihn ruhiger mache. Synthetische Antidepressiva lehne er ab. Ein 
Versuch mit Venlafaxin auf Empfehlung des Neurologen sei ungünstig verlaufen, 
weshalb dieses Medikament abgesetzt worden sei. Der Cluster Headache mit 
entsprechend chronischen Schlafstörungen, sowie die chronischen Nacken-
/Rückenschmerzen würden wesentliche Belastungen darstellen. Die Erschöp-
fungszustände würden langsam im Verlauf zunehmen. In der Wochenplanung 
müsse er sich den zunehmenden kognitiven Einschränkungen anpassen. Am 
Feierabend sei er total erschöpft und müse sich zuhause erst mal ausruhen. Die 
massive Erschöpfung äussere sich beim Versicherten in mangelnder Stresstole-
ranz, Schreckhaftigkeit, Angstzuständen und emotionalen Tiefs (IV-act. 165-2/2).

2.18  In einer Stellungnahme vom 8. Februar 2018 erachtete der RAD-Arzt 
Dr.med. G.________W.________ die Antwort des MEDAS-Psychiaters auf die 
Rückfrage als nachvollziehbar. Namentlich pflichtete er der Auffassung bei, dass 
ein von einem Neurologen geschätzter Arbeitsfähigkeitsgrad durch einen Neuro-
logen und/oder durch einen Psychiater kontrolliert und gegebenenfalls angepasst 
werden müsse. Hinsichtlich der weiteren medizinischen Unterlagen (Dres.med. 
R.________,            S.________ und L.________) gelangte der RAD-Arzt zum 
Ergebnis, dass darin nichts wesentlich Neues erwähnt werde. Generell sei von 
relevanter Bedeutung, dass der Versicherte seinen schädlichen Alkoholkonsum 
ganz aufgebe, was zu einer Stabilisierung der kognitiven Funktion, der Leistungs-
fähigkeit und auch zu einer Verbesserung der Kopfschmerzen führen würde (IV-
act. 169-8/8).

2.19  In einem mit der Beschwerde (vom 3.4.2018) eingereichten Arztzeugnis 
vom 12. Januar 2018 veranschlagte die Hausärztin Dr.med. K.________ 
AA.________ die Arbeitsfähigkeit aufgrund der Kopfschmerzen, den chronischen 
Rücken- und Nackenschmerzen sowie unter Hinweis auf das allgemeine Er-

16

schöpfungssyndrom auf noch 50%, am besten wären 2 Arbeitsstunden vormit-
tags und 2 Arbeitsstunden nachmittags (vgl. Bf-act. 5).

3. Eine gerichtliche Würdigung dieser in den Erwägungen 2.1 bis 2.19 zu-
sammengefassten Angaben zeitigt die nachfolgend dargelegten Ergebnisse.

3.1 Der Versicherte wurde mehrfach und umfassend medizinisch abgeklärt. 
Beim Vergleich der medizinischen Berichte fällt auf, dass der überwiegende Teil 
der konsultierten Ärzte das Auftreten von Cluster-Kopfschmerzen anerkennen 
(so die Ärzte der Klinik Zugersee, vgl. Erw. 2.1; die Hausärztin Dr.med. 
K.________ AE.________ vgl. Erw. 2.3; Dr.med. L.________, vgl. Erw. 2.4 und 
2.12, Dr.med. N.________, vgl. Erw. 2.8; die Neurologin Dr.med. M.________, 
vgl. Erw. 2.9; Dr.med. R.________, vgl. Erw. 2.15), derweil die MEDAS-
Gutachter geltend machen, dass sich die Kopfschmerzattacken ätiologisch nicht 
klassieren liessen und die Diagnosekriterien eines Cluster-Kopfschmerzes nicht 
erfüllen würden (vgl. Erw. 2.13). Nachdem das MEDAS-Gutachten vom 12. De-
zember 2016 stammt und die Untersuchungen an einer für Kopfschmerzen spe-
zialisierten Einrichtung (Kopfwehzentrum Hirslanden Zürich) aktueller sind, da sie 
ab 9. Juni 2017 vorgenommen wurden (vgl. IV-act. 164-3ff./14 bzw. Erw. 2.15), 
sprechen die gewichtigeren Argumente für die Annahme, wonach das Auftreten 
solcher Kopfschmerzen nicht in Frage zu stellen ist, ohne dass diesbezüglich 
noch weitere Abklärungen angebracht wären. Dies gilt erst recht, als es im Rah-
men der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diagnose ankommt, 
sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeits-
fähigkeit hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_388/2016 vom 2.11.2016 Erw. 
4.2.2). Hinsichtlich solcher Auswirkungen ist zu berücksichtigen, dass die Kopf-
schmerzen nicht ständig auftreten, sondern nach der Aktenlage im Verlauf eine 
unterschiedliche bzw. z.T. wechselnde Häufung aufweisen (vgl. u.a. IV-act. 164-
10/14: "intermittierend"). Abgesehen davon ist zu berücksichtigen, dass solche 
Kopfschmerzen grundsätzlich mit einer geeigneten Medikation beseitigt bzw. 
zumindest gelindert werden können (wie z.T. Dr.med. R.________ bescheinigte, 
vgl. IV-act. 164-7/14, 164-8/14). Indes ist es grundsätzlich glaubhaft und nach-
vollziehbar, dass beim Auftreten solcher intermittierender Kopfschmerz-Attacken 
bzw. unter dem Einfluss der in diesem Zusammenhang eingenommenen Medi-
kamente mit Auswirkungen wie eine erhöhte Ermüdung bzw. einem vermehrten 
Pausenbedarf, mit einem Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit etc. zu rech-
nen ist und insofern die Leistungsfähigkeit des Versicherten tangiert wird. Darauf 
ist nachfolgend zurückzukommen. Anzufügen ist, dass nach der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung der Cluster-Kopfschmerz den organisch bedingten Leiden 

17

zugeordnet wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_350/2017 vom 30.11.2017, 
publ. in SVR-Rechtsprechung 6/2018 IV Nr. 31). 

3.2 Weitere somatische Diagnosen werden als Nebendiagnosen im MEDAS-
Gutachten aufgeführt (vgl. Erw. 2.13: Adipositas Grad I und Arterielle Hypertonie) 
sowie als chronifiziertes zervikospondylogenes Schmerzsyndrom von Dr.med.   
S.________  im Bericht vom 6. Dezember 2017 aufgeführt (vgl. Erw. 2.16). Dass 
solche zervikospondylogene Beschwerden zusammen mit dem Cluster-
Kopfschmerz und rezidivierenden depressiven Episoden zu einer vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit führen würden, wie Dr.med. S.________ in einem Bericht vom 
6. Dezember 2017 an die Hausärztin geltend macht (IV-act. 164-11/14 unten), 
vermag nicht zu überzeugen, zumal der Beschwerdeführer gemäss seinen eige-
nen Angaben in der Beschwerde (S. 5) weiterhin rund 3 Stunden vormittags und 
rund 3 Stunden nachmittags (mit vielen Kurzpausen) arbeitet und dabei eine 
Leistung von rund 50% erreiche.

3.3.1  Was die neuropsychologischen Beeinträchtigungen anbelangt, veran-
schlagte der Neuropsychologe lic.phil. T.________ in seinem Gutachten vom 3. 
Februar 2014 aufgrund der leichten neuropsychologischen Funktionsbeeinträch-
tigungen eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Ausmass von ca. 20% 
(vgl. IV-act. 54-13/14, Ziff. 2 in fine). 

3.3.2  Im neuropsychologischen Teilgutachten vom 21. November 2016, welches 
im Rahmen der MEDAS-Begutachtung erstattet wurde, nahm AD.________ zur 
Frage des Ausmasses der Arbeitsunfähigkeit wie folgt Stellung (IV-act. 145-
44/54):

Bezüglich der Einschätzung der Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit würde 
man rein unter Berücksichtigung des kognitiven Leistungsprofils (leichte neuropsy-
chologische Störung) aus rein neuropsychologischer Sicht von einer Arbeitsun-
fähigkeit von 10-30% ausgehen. Aufgrund der zusätzlich bestehenden deutlich 
verminderten Belastbarkeit bzw. raschen Ermüdbarkeit, welche sich auf die kogni-
tive Leistungsfähigkeit auswirkt (nach 2½ Stunden passieren z.B. Fehler), ist in 
zeitlicher Hinsicht von einer deutlicheren Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
bzw. Arbeitsfähigkeit auszugehen. Insgesamt ist unter Berücksichtigung des objek-
tivierten kognitiven Leistungsprofils und der deutlich verminderten Belastbarkeit 
bzw. raschen Ermüdbarkeit die Arbeitsunfähigkeit aus rein neuropsychologischer 
Sicht auf 40%-50% einzuschätzen. Allenfalls kann die Leistungsfähigkeit bzw. Ar-
beitsfähigkeit durch eine Belastungserprobung noch genauer eingeschätzt werden 
(gemäss Angaben des Versicherten sind die aktuellen 4 Stunden am Tag möglich).

3.3.3  Demgegenüber wurde in der interdisziplinären versicherungsmedizini-
schen Beurteilung das Ausmass des zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrades auf ei-
ne Bandbreite von 70% bis 90% veranschlagt, was einem Arbeitsunfähigkeits-

18

grad von 10% bis 30% für die evaluierte leichte kognitive Störung entspricht (vgl. 
IV-act. 145-36/54). Die Divergenz zur Einschätzung der begutachtenden Neuro-
psychologin (vgl. Erw. 3.3.2) wurde im Rahmen einer Rückfrage bei den MEDAS-
Gutachtern (an sich nachvollziehbar) damit begründet, dass die Ergebnisse einer 
neuropsychologischen Untersuchung grundsätzlich (hinsichtlich der Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit) von einem Psychiater oder einem Neurologen zu vali-
dieren sind (vgl. oben Erw. 2.14). Dies wurde im vorliegenden Fall auch vorge-
nommen. Auf die Frage, ob dieser Korrektur beigepflichtet werden kann, ist noch 
nachfolgend zurückzukommen.

3.4.1  Der Umstand, wonach unterschiedliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen vor-
liegen, erfordert nicht zwingend eine Vornahme weitere Abklärungen oder die 
Einholung eines weiteren Gutachtens. Vielmehr verhält es sich so, dass eine Ar-
beitsfähigkeitsschätzung von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfol-
gen kann und dem jeweiligen Sachverständigen deshalb praktisch immer einen 
gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen 
möglich, zulässig und im Rahmen einer Exploration lege artis zu respektieren 
sind (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_550/2016 vom 30.12.2016 Erw. 
4.2.1 per analogiam). In diesem Sinne wäre bei einer Rückweisung zur erneuten 
Abklärung nicht mit wesentlich neuen Erkenntnissen, sondern letztlich mit einer 
weiteren, ermessensbezogenen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen. 

3.4.2  Abgesehen davon darf bei Divergenzen zwischen behandelnden und be-
gutachtenden Fachpersonen die Rechtsprechung mitberücksichtigt werden, wo-
nach die Berichte der behandelnden Fachpersonen, welche in einem besonderen 
Vertrauensverhältnis zum Patienten stehen und die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen haben, mit einer gewissen Zurückhaltung gewürdigt wer-
den dürfen (vgl. vorstehend Erw. 1.5.2 mit Hinweisen). Allerdings hilft diese 
Rechtsprechung dort nicht weiter, wo (wie z.T. hier) begutachtende Fachperso-
nen aus den Befunden unterschiedliche Schlussfolgerungen hinsichtlich des zu-
mutbaren Arbeitsfähigkeitsgrades ziehen.

3.5 Nachdem im konkreten Fall eine weitere medizinische Untersuchung mit 
Arbeitsfähigkeitsschätzung grundsätzlich kaum einen zusätzlichen Erkenntnis-
gewinn verspricht und wie erwähnt bei solchen Schätzungen ohnehin ein erhebli-
cher Spielraum unausweichlich ist, rechtfertigt es sich insgesamt, die massge-
bende Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller medizinischen 
Angaben festzulegen und in diesem konkreten Fall ermessensweise auf 60% zu 
veranschlagen. Damit wird nicht nur (teilweise) der von mehreren Fachpersonen 
(Dres.med. AF.________, L.________, S.________, AD.________) in einem et-

19

was höheren Ausmass attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit Rechnung 
getragen, sondern zusätzlich auch den Erfahrungen in der Arbeitserprobung (an-
gemessen) Rechnung getragen. Zudem werden damit auch die in Erwägung 3.1 
enthaltenen Erkenntnisse massgeblich mitberücksichtigt, dass - abweichend von 
den Ausführungen im MEDAS-Gutachten - das Auftreten von Cluster-
Kopfschmerzen als organisch bedingtes Leiden hinsichtlich erhöhter Ermüdung, 
vermehrtem Pausenbedarf, Nachlassen der Konzentration etc. ebenfalls relevan-
te Auswirkungen auf den Arbeitsfähigkeitsgrad hat. Sodann ist dem in der Be-
schwerde (S. 15, mit Verweis auf die Dres.med. AA.________ und L.________) 
geltend gemachten Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% (und damit einer zusätzli-
chen Erhöhung des vorstehend veranschlagten Arbeitsunfähigkeitsgrades von 
40%) entgegenzuhalten, dass der Versicherte zumutbarerweise durch ein 
vollständiges Sistieren seines Alkoholkonsums in relevanter Weise zu einer Ver-
besserung beitragen könnte, wie im MEDAS-Gutachten (IV-act. 145-35/54) und 
in der angefochtenen Verfügung nachvollziehbar postuliert wurde. Soweit dies-
bezüglich der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 9. Mai 2018 (S. 2) sinn-
gemäss einwendet, ein Zusammenhang ziwschen den kognitiven Defiziten und 
dem Alkoholkonsum sei eher unwahrscheinlich, ist klarzustellen, dass die betref-
fende MEDAS-Gutachterin einen solchen Zusammenhang (mit der Formulierung 
"sind die objektivierten Befunde eher nicht im Rahmen der in den Akten erwähn-
ten Alkoholerkrankung … zu werten") nicht ausgeschlossen hat. Namentlich wi-
dersprach sie nicht der oben dargelegten Erkenntnis, dass eine (nach der Akten-
lage gerade nicht eingehaltene) vollständige Alkoholabstinenz zu einer relevan-
ten Verbesserung beitragen könnte.

3.6 Zusammenfassend ist der dargelegte Arbeitsunfähigkeitsgrad von 40% auf 
eine Kombination der (intermittierenden) Cluster-Kopfschmerzen, chronischen 
Nacken- und Rückenschmerzen sowie den kognitiven Einschränkungen zurück-
zuführen, welche gemeinsam eine vermehrte Ermüdung mit nachlassender Kon-
zentration (etc.) bewirken bzw. einen überdurchschnittlichen Pausenbedarf be-
gründen. Zu ergänzen ist, dass das vorliegende gerichtliche Ergebnis insbeson-
dere auch Züge einer vermittelnden Vergleichslösung aufweist, welche den Be-
sonderheiten des konkreten Einzelfalles und damit letztlich auch einer Einzelfall-
gerechtigkeit Rechnung trägt. Damit ist für den Einkommensvergleich von einem 
Arbeitsfähigkeitsgrad von 60% (bzw. einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 40%) 
auszugehen. Im Übrigen ist bereits hier darauf hinzuweisen, dass die gleichen 
Gründe, welche Anlass geben, einen gegenüber der Vorinstanz etwas erhöhten 
Arbeitsunfähigkeitsgrad anzunehmen, nicht zusätzlich dazu dienen können, beim 
Einkommensvergleich einen leidensbedingten Abzug zu begründen.

20

4.1.1  Beim Einkommensvergleich hat die Vorinstanz in der angefochtenen Ver-
fügung das Valideneinkommen wie folgt hergeleitet:

Da er früher Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der A.________ war 
und diese Firma Konkurs gegangen ist, wird bezüglich Valideneinkommen auf die 
Lohnstrukturerhebungstabelle 17 (2014) abgestützt. Als Führungskraft im kauf-
männischen Bereich (über 50-jährige) hätte Herr C.________ im Jahr 2014 unter 
Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Wirtschaftszweig 47 (Detail-
handel) und von 41.7 Stunden pro Woche ein Einkommen von Fr. 152‘146.60 er-
zielen können. Indexiert auf das Jahr 2015 (2226/2200) ergibt sich ein Validenein-
kommen von Fr. 152‘557.80.

4.1.2  Demgegenüber wird in der Beschwerdeschrift (S. 8f.) u.a. sinngemäss gel-
tend gemacht:

- dass der Beschwerdeführer seine selbständige Erwerbstätigkeit zufolge seiner 
Erkrankung habe aufgeben müssen,

- dass der Konkurs über die A.________ am 23. Mai 2012 eröffnet worden sei, als 
der Beschwerdeführer bereits während eines halben Jahres krankheitsbedingt 
arbeitsunfähig gewesen sei,

- dass diese Firma noch im April 2011 einen normalen Geschäftsgang aufgewie-
sen habe,

- dass der Beschwerdeführer in diesem Zeitpunkt zufolge Ausscheidens von 
AG.________ die alleinige Geschäftsführungstätigkeit übernommen habe,

- dass der Versicherte während vieler Jahre für die A.________ tätig war,

- dass von einer dauerhaften und kontinuierlichen Tätigkeit des Beschwerdefüh-
rers in seiner letzten selbständigen Erwerbstätigkeit auszugehen sei,

- und dass es überwiegend wahrscheinlich anzunehmen sei, dass der Beschwer-
deführer im Gesundheitsfall weiterhin in der A.________ tätig gewesen wäre.

4.1.3  Dieser in Erwägung 4.1.2 enthaltenen Argumentation kann aus folgenden 
Gründen nicht beigepflichtet werden. Bei der A.________ handelt es sich um ei-
ne Firma, welche im Mittel- und Hochpreissegment Schuhe, Taschen und Koffer 
verkaufte (mit drei Filialen im Raum Zürich und einem Outlet-Geschäft, vgl. IV-
act. 50-18-29 i.V.m. IV-act. 125-2/9 bis 125-4/9). Diese Firma gehörte ursprüng-
lich seiner (ehemaligen) Schwiegermutter AG.________ (vgl. IV-act. 50-10/29 
unten: "bei seiner Schwiegermutter ins Schuhgeschäft eingestiegen" i.V.m. IV-
act. 7-1/6 i.V.m. 8-1/12). Die (nach Angaben des Beschwerdeführers) sehr gut 
laufende Outlet-Filiale wurde nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern "weil 
eine Bank das ganze Geschäftshaus übernommen habe" geschlossen (IV-act. 
50-9/29 oben). Zudem gab es (nach Angaben des Beschwerdeführers) Schwie-
rigkeiten mit dem Personal und kam es offenbar zu Unterschlagungen, indem ein 
langjähriger Mitarbeiter "ihn bestohlen habe" (siehe IV-act. 50-9/29). Überdies 
wurde die langjährige intensive Zusammenarbeit mit der (ehemaligen) Schwie-
germutter deswegen beendet, weil bei letzterer (nach Angaben des Beschwerde-

21

führers) eine dementielle Entwicklung einsetzte (IV-act. 50-9/29, 1. Abs. in fine). 
Dass die Geschäftspartnerin, welche an der ausserordentlichen Generalver-
sammlung vom 18. März 2011 (und mithin etwas mehr als 1 Jahr vor der Konkur-
seröffnung) als Verwaltungsratspräsidentin zurücktrat (vgl. Bf-act. 4, siehe auch 
Handelsregistereintrag vom 12.4.2011), für die erwähnte Firma von massgebli-
cher Bedeutung war, illustriert die Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 3. 
Dezember 2012 der IV-Stelle mitteilte, er sei nie selbständigerwerbend gewesen 
und er habe auch keine Buchhaltungsunterlagen der konkursiten AG (vgl. IV-act. 
27: "er habe damit nie etwas zu tun gehabt"), Zudem ist das gesamte wirtschaftli-
che Umfeld in der damaligen Zeit mit zu berücksichtigen. Auf der einen Seite ist 
auf die Auswirkungen der ab 2007 auftretenden globalen Banken- und Finanzkri-
se hinzuweisen, welche u.a. zur Folge hatten, dass in der Finanzbranche mar-
kant tiefere Boni-Leistungen (namentlich auch im Raum Zürich, vgl. die Rettung 
der Grossbank UBS) ausgerichtet wurden, womit die verfügbaren Mittel für Kon-
sumkäufe (Schuhe, Taschen, Koffer) im Mittel- und Hochpreissegment tendenzi-
ell zurückgingen bzw. diesbezüglich (in unsicheren Zeiten bezüglich der weiteren 
wirtschaftlichen Entwicklung, Arbeitsplatzsicherung etc.) erfahrungsgemäss ver-
mehrt Zurückhaltung bei nicht lebensnotwendigen Einkäufen auftritt (siehe zum 
Ganzen auch Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik, BFS, vom 
14.5.2018, wonach die zum Grundlohn ausbezahlten Boni zwischen 2008 und 
2014 markant sanken und erstmals wieder ab 2016 etwas anstiegen).

Auf der anderen Seite ist auf die Entwicklung des Franken- zum Eurokurs ab Ja-
nuar 2015 hinzuweisen, als die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs 
von Fr. 1.20 pro Euro aufhob und dies den Franken derart erstarken liess, dass 
viele Schweizer vermehrt im grenznahen Ausland (günstiger) Schuhe und der-
gleichen einkauf(t)en, mithin eine Entwicklung einsetzte, welche dem schweizeri-
schen Detailhandel erwiesenermassen enorme Ausfälle bescherte.

Im Lichte all dieser dargelegten Aspekte kann nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit gesagt werden, dass der Versicherte im Gesundheitsfall weiterhin 
ein Schuhgeschäft im Raum Zürich (mit wenigen Filialen) betreiben und das in 
der Beschwerdeschrift (S. 9) geltend gemachte Jahreseinkommen von durch-
schnittlich rund Fr. 200'000.-- erzielen würde. Daran vermag auch der Umstand 
nichts zu ändern, dass der Versicherte vor der Konkurseröffnung ein verhältnis-
mässig hohes Einkommen bezog, zumal nicht auszuschliessen ist, dass solche 
hohen Lohnbezüge (mehr oder weniger) zum späteren Konkurs zumindest teil-
weise beigetragen haben. Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz festzuhalten, 
dass das Valideneinkommen nicht auf der Basis der letzten Lohnbezüge bei der 
konkursiten Firma festzulegen ist. 

22

4.1.4  Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das 
massgebende Valideneinkommen aus den Lohnstrukturtabellen hergeleitet hat. 
Allerdings kommt es nach der Aktenlage nicht in Frage, auf den Durchschnitts-
lohn für eine Führungskraft im kaufmännischen Bereich im Wirtschaftszweig De-
tailhandel abzustellen, da ihm diesbezüglich die erforderlichen Steuerkenntnisse 
abgehen (vgl. IV-act. 116-2/2 oben). Vielmehr rechtfertigt es sich, zur Ermittlung 
des massgebenden Durchschnittseinkommens im hypothetischen Gesundheits-
fall auf den kürzlich vom Bundesamt für Statistik publizierten monatlichen Brutto-
lohn (Zentralwert) für Männer im oberen und mittleren Kader im Dienstleistungs-
sektor für das Jahr 2016 von Fr. 11'111.-- abzustellen, welcher umgerechnet auf 
eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 h/Woche sowie auf ein gan-
zes Jahr ein Jahreseinkommen von Fr. 138'999.-- (11'111 : 40 x 41.7 x 12) ergibt. 
Zusammenfassend ist das Valideneinkommen nach Massgabe der aktuellsten 
statistischen Unterlagen des Bundesamts für Statistik für ein Kadermitglied im 
Dienstleistungssektor (Detailhandel, mit wenig Erfahrung beispielsweise im be-
deutsamen Bereich der Steuern) per 2016 ermessensweise auf aufgerundet     
Fr. 139'000.-- zu veranschlagen.

4.2 Bei der Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens fällt ins Ge-
wicht, dass der Versicherte in der aktuellen Tätigkeit ("Sekretariatsarbeiten für 
den Geschäftsführer" [vgl. Beschwerde, S. 11 unten], und zwar eines Malerge-
schäftes, welches auch Immobilien verwaltet (vgl. die Auflistung der Tätigkeiten 
in IV-act. 126-1/3 = Anstellungsvertrag) seine Ressourcen nicht vollumfänglich 
ausschöpft. Zum einen hatte der Versicherte bei der Firma B.________ eine (im 
Vergleich zum aktuellen Malergeschäft) höher qualifizierte Arbeit in Aussicht, 
welche insbesondere deshalb scheiterte, weil der Versicherte Hinweise und 
Ratschläge von anderen Teammitgliedern nicht annahm, was offenkundig als IV-
fremd zu qualifizieren ist (vgl. IV-act.-3/4). Zum andern erreicht das aktuelle Pen-
sum die in den Erwägungen 3.1 bis 3.6 ermittelte, hier massgebende Arbeits-
fähigkeit nicht. Hinzu kommt, dass der Versicherte über sehr gute Kenntnisse in 
vier Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch, siehe IV-act. 125-2/9) 
verfügt, welche bei der aktuellen Arbeit in einem Malergeschäft (mit Immobilien-
anteil) wenig nutzbar sind. In diesem Sinne ist davon auszugehen, dass der Ver-
sicherte mit seiner Berufserfahrung und Sprachkenntnissen ausgehend von ei-
nem massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrad von 60% ein höheres Einkommen rea-
lisieren könnte, als er aktuell mit Fr. 65'000.-- (vgl. Beschwerde, S. 16 oben) er-
zielt. Bei dieser Sachlage ist mit der Vorinstanz das massgebende Invalidenein-
kommen nach Massgabe der statistischen Tabellenlöhne festzulegen. Dabei ist 
analog wie beim Valideneinkommen vom Durchschnittslohn  eines Mannes (über 
50 Jahren) im oberen und mittleren Kader des Dienstleistungssektors per 2016 

23

von Fr. 139'000.-- auszugehen, wovon bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 60% 
insgesamt Fr. 83'400.-- anzurechnen sind (139'000 : 100 x 60). Ein leidensbe-
dingter Abzug für rasche Ermüdung, nachlassende Konzentration, vermehrter 
Pausenbedarf etc. entfällt im konkreten Fall, weil diese Aspekte bereits bei der 
Festlegung des massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades hinreichend berücksich-
tigt wurden und eine doppelte Anrechnung (sowohl beim Arbeitsfähigkeitsgrad, 
als auch beim Einkommensvergleich) offenkundig ausser Betracht fällt.

4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 139'000.-- sowie einem massgeben-
den Invalideneinkommen von Fr. 83'400.-- resultiert ein IV-Grad von 40% 
(139'000 minus 83'400 = 55'600; 55'600 : 139'000 x 100 = 40). Wie bereits vor-
stehend in Erwägung 3.6 betont wurde, ist die vorliegende gerichtliche Entschei-
dung wesentlich von einer vermittelnden Vergleichslösung geprägt. Bei einer we-
niger wohlwollenden Betrachtungsweise, welche sich stärker an die vorinstanzli-
che Argumentation anlehnen würde, liesse sich wohl auch eine für den Versi-
cherten restriktivere Haltung vertreten.

5. Aus all diesen Gründen wird die Beschwerde insoweit teilweise gutgeheis-
sen, als dem Beschwerdeführer auf der Basis eines IV-Grades von 40% eine 
Viertelsrente gewährt wird. 

6.1 Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer obsiegt, hat er Anspruch auf eine reduzierte 
Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz. Soweit er unterliegt, ist ihm in der 
Person von Rechtsanwältin MLaw D.________ eine unentgeltliche Rechtsbei-
ständin zu bestellen, da im konkreten Fall die Voraussetzungen für die unentgelt-
liche Rechtspflege (inkl. Rechtsverbeiständung) erfüllt sind (siehe auch das ein-
gereichte Schuldenverzeichnis und die Abzahlungsvereinbarungen bezüglich 
ausstehender Steuerrechnungen).

6.3 Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (SRSZ 280.411) abzustellen, welcher für das Honorar in Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis           
Fr. 8'400.-- vorsieht. Nach § 2 dieses Tarifs ist die Vergütung nach der Wichtig-
keit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleis-
tung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung 
all dieser Aspekte ist die reduzierte, von der Vorinstanz zu bezahlende Parteien-
tschädigung auf Fr. 1'500.-- festzulegen. Nach den gleichen Grundsätzen ist das 

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vom Staat zu erbringende Honorar für die unentgeltliche Verbeiständung eben-
falls auf Fr. 1'500.-- festzusetzen.

25

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen insoweit gutgeheissen, 
als festgehalten wird, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine IV-
Viertelsrente hat. Die Sache wird an die IV-Stelle zurückgewiesen, da-
mit sie den Leistungsanspruch in masslicher und zeitlicher Hinsicht in 
einer Verfügung festlegen kann. 

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. Die Vorinstanz hat ihren Kostenanteil von         
Fr. 250.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Post-
konto 60-22238-6 des Gerichts zu überweisen. Der Verfahrenskosten-
anteil des Beschwerdeführers wird unter Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege und unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht (sie-
he nachstehend Ziff. 5) auf die Gerichtskasse genommen.

3. Für das vorliegende Obsiegen wird dem Beschwerdeführer zu Lasten 
der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- zugespro-
chen.

4. Im Übrigen wird dem Beschwerdeführer für das teilweise Unterliegen im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung 
gewährt und Rechtsanwältin MLaw D.________ als unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bestellt. Ihr ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein 
Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 1'500.-- zuzusprechen.

5. Der Beschwerdeführer hat seinen Verfahrenskostenanteil von Fr. 250.-- 
und den Honoraranteil von Fr. 1'500.-- für die unentgeltliche Rechtsver-
beiständung dem Gericht zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 
Jahren seit Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 
VRP).

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Be-
schwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesge-
richt, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 
82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

7. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

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Schwyz, 11. Juli 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Juli 2018