# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe5bc9cb-ff3e-52b9-87d0-aaadcef0524c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2016 200 2014 568
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-568_2016-12-01.pdf

## Full Text

200 14 568 UV
KNB/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Dezember 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. Mai 2014 (E 670/14, E 811/14, E 
1041/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt am 28. Oktober 2009 beim Beladen eines Lastwagens unter anderem 
eine Verletzung am linken Fuss, welche mehrere Operationen nach sich 
zog (Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [SUVA resp. 
Beschwerdegegnerin; act. IIC] 1 und 191 S. 1 bis 3). Die SUVA, bei wel-
cher der Versicherte gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert 
war, erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Am 6. Dezember 
2012 rutschte der Versicherte auf vereistem Boden aus, stürzte und erlitt 
eine Fraktur am rechten Fuss (Akten der SUVA [IIA] 9). 

Nach Beizug verschiedener Arztberichte und einer kreisärztlichen Untersu-
chung (act. IIC 191) hielt die SUVA mit Verfügung vom 13. Dezember 2013 
(act. IIA 51) fest, dass gestützt auf das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil ab 
dem 1. November 2013 eine mindestens 75%ige Erwerbsfähigkeit 
hinsichtlich des linken Fusses bestehe, weshalb die Taggeldleistungen per 
31. Oktober 2013 eingestellt würden. Zu allfälligen weiteren Leistungen 
werde sie zu einem späteren Zeitpunkt Stellung nehmen. Zwischen dem 
Unfall vom 6. Dezember 2012 und den Fussbeschwerden rechts bestehe 
derzeit kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang. Diese 
Beschwerden seien vorbestehend. Die bisher ausgerichteten 
Versicherungsleistungen seien deshalb per 8. Oktober 2013 eingestellt 
worden. Auch die Kosten für die Physiotherapie würden nicht mehr über-
nommen. Hingegen würden diese betreffend den linken Fuss (Physiothera-
pie von ein Mal pro Woche) bis Ende 2013 übernommen. Auf Einsprache 
hin (act. IIA 52) nahm die SUVA mit Verfügung vom 27. Januar 2014 (act. 
IIA 55) die angefochtene Verfügung zurück, stellte jedoch gleichzeitig die 
Leistungen betreffend den rechten Fuss - abgesehen von den Physiothera-
piekosten, welche bis Ende 2013 übernommen würden - wiederum per 8. 
Oktober 2013 ein; die diesbezüglich bestehenden Beschwerden stünden 
nicht in einem sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum 
Unfall vom 6. Dezember 2012. 

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Mit Verfügung vom 18. Februar 2014 (Akten der SUVA [IIB] 243) lehnte die 
SUVA einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab mit der Begründung, be-
züglich des linken Fusses liege keine erhebliche unfallbedingte Beeinträch-
tigung der Erwerbsfähigkeit vor. Dem Beschwerdeführer seien körperlich 
leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags 
zumutbar. Nicht mehr zumutbar seien hingegen Arbeiten in 
Zwangspositionen des linken Unterschenkels und Fusses, mit 
regelmässigem Treppensteigen, mit Absturzgefahr, auf Leitern und 
Gerüsten, in unwegsamem Gelände sowie mit Tragen von Lasten über 15 
kg. 

Mit Verfügung vom 4. März 2014 (act. IIB 251) sprach die SUVA für die 
verbliebene Beeinträchtigung des linken Fusses eine Integritätsentschädi-
gung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % zu. 

Die gegen die drei Verfügungen erhobenen Einsprachen (act. IIA 56, IIB 
256 und 262) wies die SUVA mit Entscheid vom 9. Mai 2014 (act. IIB 266) 
ab. 

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Anwältin C.________, am 
12. Juni 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung des ergangenen 
Verwaltungsaktes beantragen. Es seien dem Beschwerdeführer Taggeld-
leistungen gestützt auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit rückwirkend ab 
dem 8. Oktober 2013 zu erbringen sowie die Heilbehandlungskosten zu 
übernehmen. Eventuell sei der Einspracheentscheid vom 9. Mai 2014 auf-
zuheben und die Sache zur rechtsgenüglichen Abklärung und Neuverfü-
gung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Nach entsprechender Aufforderung durch den Instruktionsrichter reichte die 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 7. Juli 2014 die verlangten 
medizinischen Unterlangen ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. September 2014 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Nach Aufforderung zur Replik teilte Rechtsanwalt B.________ dem Gericht 
mit Eingabe vom 3. November 2015 unter Beilage einer entsprechenden 
Vollmacht (in Kopie) mit, er vertrete neu die Interessen des Beschwerde-
führers. Die bisherige Rechtsvertreterin bestätigte dies mit Zuschrift vom 
10. November 2015 und reichte ihre Kostennote ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. November 2015 hielt der Instruk-
tionsrichter unter anderem fest, dass dem neuen Rechtsvertreter im Falle 
eines Obsiegens lediglich der Aufwand für das Abfassen der Replikschrift 
entschädigt werde, ohne den zusätzlichen Aufwand für die Erarbeitung 
vollständiger Aktenkenntnis. 

Mit Replik vom 11. Februar 2016 beantragte der Beschwerdeführer, vertre-
ten durch Rechtsanwalt B.________, die Gutheissung der Rechtsbegehren 
gemäss Beschwerde vom 12. Juni 2014. 

Mit Duplik vom 17. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der in der Replik gestellten Anträge, soweit darauf einzutreten sei. 

Mit Zuschrift vom 1. Juni 2016 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers seine Schlussbemerkungen sowie Kostennote ein. Am 20. Septem-
ber 2016 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Schlussbemerkungen ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der auf den Verfügungen vom 27. Janu-
ar, 18. Februar und 4. März 2014 (act. IIA 55, IIB 243 und 251) basierende 
Einspracheentscheid vom 9. Mai 2014 (act. IIB 266). Mit Beschwerde vom 
12. Juni 2014 beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheides vom 9. Mai 2014. Es seien dem Be-
schwerdeführer Taggeldleistungen gestützt auf eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit rückwirkend ab dem 8. Oktober 2013 zu erbringen sowie die Heil-
behandlungskosten zu übernehmen. Eventuell sei der Einspracheentscheid 
vom 9. Mai 2014 aufzuheben und die Sache zur rechtsgenüglichen Ab-
klärung und Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
Mit Replik vom 11. Februar 2016 beantragt der Beschwerdeführer die Gut-
heissung der Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 12. Juni 2014. 

Parteieingaben sind nach ihrem erkennbaren, wirklichen Sinn auszulegen 
(MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 32 N. 11). Die Rechtsbegehren müssen nicht ausdrücklich formuliert 
sein, sondern können auch der Beschwerdebegründung entnommen wer-
den (UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 61 N. 78). Mit 
Beschwerde beantragt der Beschwerdeführer hauptsächlich die vollum-
fängliche Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides und even-
tuell die Rückweisung der Sache zu weiterer Abklärung an die Beschwer-
degegnerin. Damit wird implizit die Aufhebung des ergangenen Verwal-
tungsaktes resp. Rückweisung der Sache hinsichtlich der Leistungspflicht 
der Beschwerdegegnerin aus den beiden Unfallereignissen vom 28. Okto-
ber 2009 und 6. Dezember 2012 beantragt. Mithin ist - entgegen der Auf-
fassung der Beschwerdegegnerin (vgl. Duplik, S. 2) - integral die Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der vom Beschwerdefüh-

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rer geklagten beidseitigen Fussbeschwerden im Zusammenhang mit den 
erwähnten Unfallereignissen streitig und zu prüfen. Daran ändert nichts, 
dass der Fokus der Beschwerdebegründung hauptsächlich auf die Fussbe-
schwerden rechts gerichtet ist. 

Zu prüfen ist somit einerseits die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die 
Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 6. Dezember 2012 (betreffend 
den rechten Fuss) zu Recht auf den 8. Oktober 2013 eingestellt und die 
Kostenübernahme für die Physiotherapie ab dem 1. Januar 2014 abgelehnt 
hat, und andererseits der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali-
denrente und eine Integritätsentschädigung aus dem Unfall vom 28. Okto-
ber 2009 (betreffend den linken Fuss). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-

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menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-
menhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen ge-
sundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtser-
hebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den 
von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die 
Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer 

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Rechtsfrage - im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang - nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

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Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 
S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer am 28. Oktober 2009 und 6. Dezember 2012 Unfälle im 
Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Be-
schwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob 
die über den 8. Oktober 2013 hinaus geklagten Fussbeschwerden rechts in 
einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang mit dem Unfall vom 6. Dezember 2012 stehen und wie weit sich 
die unfallkausalen Fussbeschwerden links auf die Arbeitsfähigkeit auswir-
ken. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 
das folgende Bild:

3.1.1 Im Bericht des Spitals D.________ vom 28. Oktober 2009 (act. IIC 
5) wurde als Diagnose unter anderem eine Distorsion/Kontusion des 
oberen Sprunggelenkes (OSG) links festgehalten (act. IIC 5 S. 1). Die 
Röntgenaufnahmen des OSG links und des Rückfusses links hätten keine 
Hinweise auf Frakturen ergeben (act. IIC 5 S. 2). 

Im Austrittsbericht desselben Spitals vom 1. März 2010 (Aufenthalt vom 
18. bis 20. Februar 2010; act. IIC 17) wurden als Diagnosen eine Tibialis-
posterior-Sehneninsuffizienz des linken Fusses und eine Teilruptur des 
Spring-Ligaments genannt; am 18. Februar 2010 wurde eine Tenodese der 
FDL-Sehne durchgeführt (act. IIC 23). Es liege ein komplikationsloser intra- 
und postoperativer Verlauf vor (act. IIC 17 S. 2).

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt im Bericht vom 
30. August 2011 (act. IIC 91) als Diagnosen eine Pseudarthrose des Os 
naviculare links bei Status nach Revision/Schraubenentfernung des Os 
naviculare links vom 22. März 2011, nach Verschraubung des Os navicula-
re und Talus links vom 9. November 2010 und nach Tenodese der FDL-

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Sehne vom 18. Februar 2010 fest. Der postoperative Verlauf sei gut. Es 
bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. 

In einem weiteren Bericht vom 22. Februar 2012 (act. IIC 121) diagnosti-
zierte derselbe Arzt einen Status nach offener Revision des Os naviculare 
links und Fragment-Fixation mit Schraube und Kirschnerdraht vom 30. Juni 
2011. Es bestünden belastungsabhängige Schmerzen am Tibialis-
posterior-Sehnenansatz. Es liege weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit 
vor. Am 30. Oktober 2012 erfolgten eine Osteosynthesematerialentfernung 
am linken Fuss, eine Fragmentexzision des Os tibiale externum sowie eine 
Rekonstruktion der Tibialis-posterior-Sehne (act. IIC 158).

3.1.3 Im Bericht des Spitals F.________ vom 10. Dezember 2012 
(act. IIA 10) wurden als Diagnosen eine Fraktur des Os metatarsale V 
rechtsseitig und eine OSG-Distorsion Grad I linksseitig genannt. 

3.1.4 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 24. Mai 2013 
(act. IIA 30) einen Status nach Resektion Fragment/Rekonstruktion der 
Tibialis-posterior-Sehne links vom 30. Oktober 2012 sowie einen Status 
nach Fraktur des Os metatarsale V rechts/traumatisiertem Os tibiale exter-
num vom 6. Dezember 2012. Unter regelmässiger Physiotherapie sei eine 
Verbesserung der Situation links eingetreten. Rechts medial liege eine 
deutliche Schmerzproblematik vor. Es bestehe ein schleppender posttrau-
matischer Verlauf. Der Arzt attestierte weiterhin eine volle Arbeitsunfähig-
keit.

3.1.5 Der Kreisarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte im 
Untersuchungsbericht vom 5. Juli 2013 (act. IIC 191) als Diagnosen einen 
Sturz aus einer Höhe von 1.5 m vom 28. Oktober 2009 (mit unter anderem 
einer OSG-Distorsion/Kontusion links, mit einer Tenodese der FDL-Sehne 
und der Tibialis-posterior-Sehne vom 18. Februar 2010, mit einer Revision, 
einer Pseudarthrosenresektion und einer Osteosynthese vom 9. November 
2010, mit einer Metallentfernung am linken Fuss vom 22. März 2011, mit 
einer offenen Revision des Os naviculare links und einer Fragment-Fixation 
mit Schraube und Kirschnerdraht vom 30. Juni 2011, mit einer Osteosyn-
thesematerialentfernung am linken Fuss, einer Fragmentexzision des Os 

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tibiale externum sowie einer Rekonstruktion der Tibialis-posterior-Sehne 
vom 30. Oktober 2012) und eine OSG-Distorsion rechts vom 6. Dezember 
2012 (mit einer Basisfraktur des Os metatarsale rechts, mit einer Partiallä-
sion des lateralen Bandapparates und mit einem traumatisiertem Os tibiale 
externum) auf. Bei Durchsicht der Akten und des Röntgendossiers werde 
klar, dass an beiden Füssen ein unfallfremdes Os tibiale externum vorliege. 
Beim ersten Unfall betreffend den linken Fuss vom 28. Oktober 2009 sei es 
zusätzlich zu einer Verletzung des Spring-Ligamentes gekommen, welches 
mit der ersten Operation vom 18. Februar 2010 behandelt worden sei. Die 
weiteren Operationen von November 2010, März 2011, Juni 2011 und Ok-
tober 2012 beträfen im Prinzip das Os tibiale externum, welches unter-
schiedlich als solches bezeichnet oder auch als Pseudarthrose angegeben 
worden sei. Grundsätzlich handle es sich bei dieser Pathologie um eine 
vorbestehende unfallfremde anatomische Variante, welche durch den 
Unfall vom 28. Oktober 2009 symptomatisch geworden sei (act. IIC 191 S. 
7). Aktuell werde am rechten Fuss die genau gleiche Pathologie behandelt. 
Die ehemalige Fraktur an der Basis des Os metatarsale V sei abgeheilt. 
Klinisch sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei und der laterale Band-
apparat sei klinisch stabil. Es persistierten Beschwerden im Bereich des Os 
naviculare medial. Die Bilder der Computertomografie (CT) vom 14. De-
zember 2012 zeigten ganz klar keine Fraktur und keine Delayed union, 
sondern ein typisches Os tibiale externum, welches überhaupt nicht durch 
den Unfall vom 6. Dezember 2012 erklärt werden könne. Hinsichtlich des 
rechten Fusses seien die Unfallfolgen (Basisfraktur des Os metatarsale V, 
Partialläsion des lateralen Bandapparates) ausgeheilt. Die aktuellen Be-
schwerden beträfen den medialen Fussrand und zwar das unfallfremde Os 
tibiale externum. Das Schlussresultat der multiplen operativen Bemühun-
gen am linken Fuss sei als mässig zu bezeichnen. Der Beschwerdeführer 
sei mit dem Resultat nicht zufrieden. Es persistiere eine Belastungsvermin-
derung und eine Schmerzhaftigkeit. Klinisch sei die Wunde reizlos und die 
Situation nicht zu beanstanden. Die Tibialis-posterior-Sehne sei funktions-
fähig. Eine operative Verbesserung am linken Fuss scheine derzeit nicht 
möglich (act. IIC 191 S. 8). 

In einem weiteren Bericht vom 9. September 2013 (act. IIA 36) führte der 
Kreisarzt aus, dass am rechten Fuss keine Unfallfolgen mehr bestünden 

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und mit dem Os tibiale externum ein unfallfremder Vorzustand behandelt 
werde. Hinsichtlich des linken Fusses seien körperlich schwere Arbeiten 
nicht mehr möglich. Hingegen seien körperlich leichte bis mittelschwere, 
angepasste Tätigkeiten (wechselbelastend, ohne Arbeiten in 
Zwangspositionen des linken Unterschenkels und Fusses, ohne 
regelmässiges Treppensteigen, ohne Arbeiten auf Leitern, Gerüsten oder 
Dächern, ohne Arbeiten mit Absturzgefahr oder in unwegsamem Gelände, 
ohne regelmässiges Heben und Tragen von Lasten über 15 kg) ganztags 
zumutbar (act. IIA 36 S. 2). 

3.1.6 Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 12. September 2013 
(act. IIA 38) als Diagnose ein traumatisiertes Os tibiale externum rechts 
(Typ II) nach OSG-/Fusstrauma vom 6. Dezember 2012 fest. Das Os tibiale 
externum sei vor dem Unfallereignis anatomisch vorhanden gewesen. Die 
bildgebenden Untersuchungen mittels Röntgen und Magnetresonanztomo-
grafie (MRT) hätten keine Fraktur des Os naviculare ergeben, es zeige sich 
eine nicht ossifizierte Zone am Übergangsbereich des Os naviculare und 
Os tibiale externum. In dieser Region hätten vor dem Traumaereignis vom 
6. Dezember 2012 keine Beschwerden bestanden. Auch ohne Fraktur-
nachweis sei ein Kausalzusammenhang zwischen dem besagten Ereignis 
und den angegebenen Beschwerden/Einschränkungen gegeben. Durch 
das Traumaereignis sei in der Übergangszone Os naviculare und Os tibiale 
externum eine Strukturveränderung entstanden; die bindegewebige Festig-
keit sei beeinträchtigt. In der Folge entstünden belastungsabhängig durch 
Mikrobewegungen zwischen Os naviculare und Os tibiale externum (be-
zeichnet als Übergangszone/“Pseudarthrosespalt“) verursachte Schmerzen 
bei gleichzeitiger instabiler Situation am Tibialis-posterior-Sehnenansatz. 
Diese führten zur Aktivitätseinschränkung. Die genannten Beeinträchtigun-
gen/Beschwerden am rechten Fuss seien ursächlich im Rahmen des 
Traumaereignisses entstanden (act. IIA 38 S. 1). 

3.1.7 Der Kreisarzt Dr. med. G.________ führte in der Beurteilung vom 
7. Oktober 2013 (act. IIA 39) aus, dass er eine natürliche Kausalität 
zwischen dem Unfallereignis vom 6. Dezember 2012 und den aktuellen 
Fussbeschwerden rechts für möglich halte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 13

3.1.8 Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 27. November 2013 
(act. IIB 260) betreffend den linken Fuss fest, dass eine Spezialuntersu-
chung (SPECT/CT) zur Verifizierung der Problematik am Os naviculare 
Ansatz und an der Tibialis-posterior-Sehne vorgesehen sei. Ein Endzu-
stand sei noch nicht erreicht, das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil sei der-
zeit aufgrund der vorhandenen Schmerzproblematik und der daraus resul-
tierenden Aktivitätseinschränkung nicht umsetzbar. 

In einem weiteren Bericht vom 21. Februar 2014 (act. IIA 58) führte dersel-
be Arzt aus, dass die Untersuchung des rechten Fusses mittels SPECT/CT 
vom 23. Januar 2014 eine Mehranreicherung/verstärkte Stoffwechselakti-
vität an der artikulierenden Fläche des Os tibiale externum sowie zusätzlich 
eine deutliche Mehranreicherung an der Basis des Os metatarsale V lateral 
bei konsolidierter Frakturlinie und diskreter Stufenbildung ergeben habe. 
Somit sei insbesondere rechtsseitig durchaus ein korrelierender Befund zur 
Schmerzsymptomatik gegeben. Anzumerken sei, dass die vorgängige Un-
tersuchung mittels SPECT/CT vom 23. August 2010 rechtsseitig keine 
erhöhte Stoffwechselaktivität im Bereich des Os tibiale externum sowie des 
Os metatarsale V gezeigt habe (act. IIA 58 S. 1). 

3.1.9 Hierzu nahm der Kreisarzt Dr. med. G.________ am 17. März 
2014 Stellung und kam zum Schluss, dass am rechten Fuss zwei 
unterschiedliche Probleme vorlägen, einerseits eine Basisfraktur des Os 
metatarsale V und andererseits eine laterale Bandläsion, welche nachweis-
lich folgenlos abgeheilt seien. Die zweite Pathologie am rechten Fuss be-
finde sich auf der Innenseite, es handle sich um das Os tibiale externum 
bzw. um eine unfallfremde, vorbestehende, anlagebedingte Normvariante, 
welche beim Beschwerdeführer an beiden Füssen vorhanden sei. Hierbei 
handle es sich nicht um eine unfallbedingte strukturelle Läsion (act. IIA 60 
S. 2). Wie bereits im Bericht vom 5. Juli 2013 (act. IIC 191) dargelegt, sei 
das Os tibiale externum durch das Unfallereignis vom 6. Dezember 2012 
nicht verursacht, sondern lediglich symptomatisch geworden (act. IIA 60 S. 
3). 

Mit Beurteilung vom 30. April 2014 (act. IIA 61) bekräftigte der Kreisarzt, 
dass der Unfall vom 6. Dezember 2012 betreffend das Os tibiale externum 
des rechten Fusses nicht zu strukturellen Läsionen geführt und nach sechs 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 14

bis neun Monaten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr 
gespielt habe. 

In einem weiteren Bericht vom 2. Mai 2014 (act. IIA 63) führte der Kreisarzt 
aus, dass durch den Unfall der vorbestehende, unfallfremde Zustand am 
rechten Fuss symptomatisch bzw. schmerzhaft geworden sei. In Analogie 
zur Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Diskushernien sei deshalb von 
einer Auslösung, aber nicht von einer Verursachung zu sprechen. Eine 
unfallbedingte strukturelle Läsion auf der Innenseite des rechten Fusses 
habe nie nachgewiesen werden können (act. IIA 63 S. 2). In der Medizin 
und Versicherungsmedizin werde in der Regel davon ausgegangen, dass 
die Folgen einer banalen Kontusion oder Distorsion nach sechs bis zwölf 
Wochen abgeklungen seien (act. IIA 63 S. 2 f.). Betreffend einem Os tibiale 
externum am Fuss bestünden keine sicheren Erfahrungswerte. Eine banale 
Kontusion werde der Sache aber nicht gerecht, weshalb hier eine etwas 
schwerere Gewichtung und ein Analogieschluss zur erwähnten Rechtspre-
chung zu Diskushernien angebracht seien (act. IIA 63 S. 3). 

3.1.10 Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 14. Mai 2014 (act. IIA 
65) fest, dass bezüglich des rechten Fusses die konservativen Therapie-
massnahmen ausgeschöpft seien und eine Besserung nicht eingetreten 
sei. Der Arzt stellte eine Operationsindikation. Es sei die einzige Möglich-
keit, um eine Verbesserung der Situation zu erzielen. Vorgesehen seien 
eine Resektion des traumatisierten Os tibiale externum und eine Re-
Insertion der Tibialis-posterior-Sehne (act. IIA 65 S. 2). 

3.1.11 In der orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 4. September 
2014 (Akten der Beschwerdegegnerin [act. II] 1) führte PD Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, 
aus, dass beim Beschwerdeführer der beidseitig angeborene akzessori-
sche Fussknochen linksseitig bereits vor dem Unfallereignis und unfallun-
abhängig behandlungsbedürftig symptomatisch gewesen sei und eine 
mehrfach chirurgische Therapie nach sich gezogen habe. In den echtzeitli-
chen Dokumenten seien keine anamnestischen, klinischen oder bildgeben-
den Hinweise auf eine Symptomatik allgemein im Bereich des rechten Fus-
sinnenrandes oder speziell im Sinne eines traumatisierten Os tibiale exter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 15

num zu entnehmen. Nach persönlicher Einsichtnahme in die Bildgebung 
liessen sich sowohl der Bruch des fünften Mittelfussknochens als auch die 
Existenz eines anlagebedingten Os tibiale externum bestätigen. Allerdings 
fehlten Hinweise auf eine lokale Gewalteinwirkung auf das Os tibiale exter-
num (act. II 1 S. 6). Der direkte Vergleich einer computertomografischen 
Darstellung vom 23. August 2010 mit derjenigen vom 23. Januar 2014 er-
gebe über den hiermit dokumentierten Zeitraum von über drei Jahren, in 
welchem auch das Unfallereignis stattgefunden habe, keine erkennbare 
Veränderung des Os tibiale externum, welche auf eine Gewalteinwirkung 
schliessen liesse. Eine strukturelle Verletzung im Bereich des rechten Fus-
sinnenrandes und speziell des anlagebedingt unfallunabhängigen Os tibiale 
externum sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Ereignis 
vom 6. Dezember 2012 nicht eingetreten. Die Untersuchung mittels 3-
Phasenskelettszintigraphie und SPECT/CT vom 23. Januar 2014 habe le-
diglich einen Befund geringer Ausprägung ergeben, dessen Genese durch 
Degeneration erklärt werde. Fachradiologisch finde dieser Befund im Be-
richt über die Untersuchung vom 23. August 2010 keine Erwähnung. 
Gleichwohl werde eine aktivierte Arthrose des akzessorischen Gelenkes 
zwischen dem medialen Anteil des Os naviculare links und dem akzessori-
schen Os naviculare beschrieben. Damit ergebe sich für das unfallunab-
hängige symptomatische Os tibiale externum links ein vergleichbarer Be-
fund wie im Januar 2014 für rechts. Dass sich nun auch rechts über einen 
Zeitraum von über drei Jahren eine gering ausgeprägte Degeneration im 
Bereich des akzessorischen Fussknochens Os tibiale externum entwickle, 
sei als natürlicher Verlauf zu interpretieren, wie es auch linksseitig unfallu-
nabhängig zu einer behandlungsbedürftigen Symptomatik gekommen sei, 
und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Unfallfolge darstelle. Dass 
die im weiteren Verlauf nach dem Unfallereignis angegebene Schmerzhaf-
tigkeit durch das Geschehen vom 6. Dezember 2012 begünstigt worden 
sei, liege lediglich im Bereich des Möglichen (act. II 1 S. 7). 

3.1.12 Stellung nehmend dazu führte Dr. med. E.________ im Bericht 
vom 15. Dezember 2015 (Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 6) aus, 
dass es sich vorliegend um eine Schädigung der fibrokartilaginären Grenz-
schicht handle, welche lediglich unter dem Mikroskop erkennbar sei; com-
putertomografisch sei dies nicht darstellbar (act. IA 6 S. 2). Die im Bericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 16

von PD Dr. med. H.________ vom 4. September 2014 (act. II 1) erwähnte 
Genese durch Degeneration sei in Abrede zu stellen. Wenn dieser Begriff 
überhaupt angewendet werden sollte, dann nur im Zusammenhang mit 
posttraumatisch bedingter Degeneration. Das Traumaereignis auf beiden 
Füssen mit einer nachgewiesenen Fraktur des Mittelfussknochens V am 
rechten Fuss schliesse Zusatzverletzungen im Bereich der weiteren Fuss-
wurzelknochen auch medialseitig (Fussinnenseite) nicht aus (act. IA 6 
S. 3). Die am rechten Fuss vorhandenen Beschwerden am Os tibiale ex-
ternum seien eindeutig lokalisierbar und bestünden progredient, die kon-
servativen, auch intensivierten Therapiemassnahmen hätten bisher zu kei-
ner Beschwerdebesserung geführt. Es bestehe eine eindeutige Indikation 
zur operativen Vorgehensweise. Es sei unbestritten, dass der Zusatzkno-
chen Os tibiale externum vor dem Unfallereignis bereits vorhanden gewe-
sen sei, es hätten aber keine Beschwerden bestanden, da die besagte 
Grenzschicht (fibrokartilaginär) eine entsprechende Stabilität aufgewiesen 
habe. Nach dem Traumaereignis habe sich eine deutliche Beschwerde-
symptomatik entwickelt, welche anhalte und sich nun chronisch manifestiert 
habe (act. IA 6 S. 4).

3.1.13 Mit Bericht vom 10. März 2016 (act. II 2) bekräftigte PD Dr. med. 
H.________ die im Bericht vom 4. September 2014 (act. II 1) gemachten 
Ausführungen. Der Schwierigkeit des direkten Nachweises einer strukturel-
len Verletzung zeitnah zu einem definierten Ereignis könne - auch im versi-
cherungsmedizinischen Kontext - durch eine Verlaufsbeobachtung begeg-
net werden. Eine Zunahme degenerativer Veränderungen, welche mit der 
über den dargestellten Verlauf verstrichenen Zeit alleine nicht zu erklären 
sei, vermöge somit - retrospektiv - Hinweise auf zunächst unerkannte Kau-
salitäten zu liefern. Zu diesem Zweck sei in der Beurteilung vom 4. Sep-
tember 2014 der verfügbare computertomografisch bildgebende Verlauf 
über einen Zeitraum von über 3 Jahren zwischen dem 28. August 2010 und 
23. Januar 2014 dargestellt worden, in welchem auch das zur Diskussion 
stehende Ereignis vom 6. Dezember 2012 stattgefunden habe. Eine er-
kennbare Veränderung des Os tibiale externum und seiner anatomischen 
Region, welche auf eine initial unerkannte, auf mikroskopischer Ebene 
stattgefundene, Gewalteinwirkung schliessen liesse, könne nicht festge-
stellt werden (act. II 2 S. 2). Tatsache sei, dass die ärztlichen Berichte über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 17

eine erste Konsultation am Folgetag nach dem Unfallereignis vom 6. De-
zember 2012 keine Hinweise auf eine akute Traumatisierung der innensei-
tigen Fussregion (im Bereich des Os tibiale externum) lieferten (act. II 2 
S. 2 f.). 

3.1.14 Hierzu hielt Dr. med. E.________ im Bericht vom 31. Mai 2016 
(act. IA 8) fest, dass bei einer Erstbeurteilung auf einer Notfallstation nach 
einem komplexen Traumaereignis an beiden Füssen und einer nachgewie-
senen Fraktur des Os metatarsale V rechts nicht davon ausgegangen wer-
den könne, dass sämtliche pathologischen Befunde zu diesem Zeitpunkt 
erfasst würden. Es sei bei Fusstraumata Usanz, dass nach initialer Ruhig-
stellungsphase eine erneute klinische Verlaufsuntersuchung durchgeführt 
werde. Diese sei im vorliegenden Fall am 10. Dezember 2012 (vier Tage 
nach dem Unfallereignis) erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt habe eindeutig der 
pathologische Befund am Os naviculare bei Os tibiale externum Typ II er-
hoben werden können und sei auch dokumentiert worden (act. IA 8 S. 1). 
Es sei unbestritten, dass bei traumatisch bedingten Veränderungen im Be-
reich der Synchondrose (Grenzschicht beim Os tibiale externum) auch 
bildgebende Befunde erhoben werden könnten, welche aber in keinem Fall 
als beweisend anzunehmen seien. Ebenfalls seien vergleichende Verlaufs-
kontrollen der erweiterten Bildgebung in entsprechenden Schnittbildebe-
nen, wie von PD Dr. med. H.________ dargestellt, nicht beweisend und 
würden klinisch nicht korrelieren. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass 
die Diagnosestellung vor allem durch die klinische Untersuchung vorzu-
nehmen sei mit den entsprechenden Verlaufskontrollen. Das Os tibiale ex-
ternum Typ II sei bereits rein radiologisch zu verifizieren, ohne erweiterte 
Bildgebung. Die Symptomatik habe eindeutig in der klinischen Untersu-
chung spezifisch zugeordnet werden können und sei direkt nach dem Er-
eignis vom 6. Dezember 2012 erstmalig und im Verlauf progredient aufge-
treten. Die ausgeschöpften konservativen Therapiemassnahmen hätten zu 
keiner Beschwerdebesserung geführt, so dass am 11. März 2016 ein ope-
rativer Eingriff durchgeführt worden sei. Intraoperativ habe eindeutig das 
Os tibiale externum Typ II verifiziert werden können. Es habe nach manuell 
ausgelöster Zugwirkung der Tibialis-posterior-Sehne in situ eine eindeutige 
Beweglichkeit mit Instabilität im Bereich der Synchondrose (Grenzschicht) 
nachgewiesen werden können. Somit liege auch der intraoperative Beweis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 18

vor, dass keine Festigkeit der Synchondrose (Grenzschicht) vorgelegen 
habe (act. IA 8 S. 2).

3.1.15 PD Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 19. September 
2016 (Akten der Beschwerdegegnerin [IIF] 1) aus, dass der Bericht von Dr. 
med. E.________ vom 31. Mai 2016 (act. IA 8) keine neuen Erkenntnisse 
liefere, welche eine andere Beurteilung als diejenige vom 4. September 
2014 (act. II 1) begründen könnten. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 19

eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 9. Mai 2014 (act. IIB 266) massgeblich auf die Beurtei-
lungen des Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 5. Juli 2013, 9. Septem-
ber 2013, 7. Oktober 2013, 17. März 2014, 30. April 2014 und 2. Mai 2014 
(act. IIC 191, IIA 36, 39, 60, 61 und 63) gestützt, wonach bezüglich des 
rechten Fusses in Analogie zur Rechtsprechung des Bundesgerichts zu 
Diskushernien spätestens neun Monate nach dem Ereignis vom 12. De-
zember 2012 keine Unfallfolgen mehr bestanden hätten (act. IIA 61); der 
vorbestehende, unfallfremde Zustand am rechten Fuss bzw. das Os tibiale 
externum sei durch das besagte Unfallereignis nicht verursacht, sondern 
lediglich symptomatisch geworden (act. IIA 60 S. 3, IIA 63 S. 2). Dieser 
Beurteilung steht die Einschätzung von Dr. med. E.________ entgegen, 
wonach durch das Ereignis vom 6. Dezember 2012 in der Übergangszone 
Os naviculare und Os tibiale externum eine Strukturveränderung entstan-
den und damit die bindegewebige Festigkeit beeinträchtigt sei; es bestün-
den belastungsabhängig durch Mikrobewegungen zwischen Os naviculare 
und Os tibiale externum verursachte Schmerzen bei gleichzeitiger instabiler 
Situation am Tibialis-posterior-Sehnenansatz. Diese anhaltenden Be-
schwerden seien Folge des Unfalles vom 6. Dezember 2012 (act. IIA 38 
S. 1). Des Weiteren ergibt sich aus den medizinischen Akten eine unter-
schiedliche Einschätzung resp. Interpretation der Veränderungen im Be-
reich der Synchondrose anhand der mittels 3-Phasenskelettszintigraphie 
und SPECT/CT erstellten Bilder vom 23. August 2010 und 23. Januar 2014 
(act. II 1 S. 7 und IA 6 S. 2 f.). Während der SUVA-Arzt PD Dr. med. 
H.________ von einer Genese durch Degeneration (act. II 1 S. 7) ausgeht, 
spricht Dr. med. E.________ von traumatisch bedingten Veränderungen 
(act. IA 8 S. 2). Mit Blick darauf liegt bezüglich der Einschätzung der rech-
ten Fussbeschwerden durch Dr. med. E.________ nicht nur eine pauschale 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 20

Bejahung der Unfallkausalität, sondern eine differenziert begründete Beur-
teilung vor. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend um eine 
schwierige Kausalitätsbeurteilung handelt, bei der verschiedene Faktoren 
wie Vorzustand und Veränderungen im Bereich der Synchondrose zu 
berücksichtigen sind. Dies zeigt sich denn auch in den umfangreichen - 
nach Erlass des angefochtenen Entscheids erstellten - Stellungnahmen 
des SUVA -Arztes PD Dr. med. H.________ vom 4. September 2014, 10. 
März 2016 und 19. September 2016 (act. II 1 und 2, IIF 1) zu den Argu-
menten von Dr. med. E.________. In den mehrseitigen Berichten ist PD Dr. 
med. H.________ auf die verschiedenen Einwände von Dr. med. 
E.________ eingegangen und hat dargelegt, weshalb die Unfallkausalität 
seiner Ansicht nach zu verneinen sei. Bei dieser Ausgangslage ist wegen 
der Zweifel am Beweiswert der versicherungsinternen Beurteilung durch 
den Kreisarzt bzw. der divergent beurteilten Fragen (vgl. E. 3.2.2 hiervor 
und Entscheid des BGer vom 26. November 2015, 8C_647/2015, E. 5.1) 
ein externes medizinisches Gutachten erforderlich.

Aufgrund der aktuellen Aktenlage lässt sich die Frage der Kausalität 
bezüglich der Fussbeschwerden rechts mithin nicht abschliessend 
beantworten, womit es einer externen medizinischen Begutachtung bedarf. 
Bei dieser Sachlage kann auch die Frage nicht abschliessend beantwortet 
werden, wie weit sich die unfallkausalen Fussbeschwerden links auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirken. Es erscheint diesbezüglich nicht zielführend, die 
Beschwerden am rechten Fuss ohne gleichzeitigen Miteinbezug des linken 
Fusses vorzunehmen. Je nach den Ergebnissen der medizinischen Ab-
klärung wird die unfallbedingte Einschränkung im Zumutbarkeitsprofil wie 
auch der Integritätsschaden der Fussverletzungen zu erstellen sein. 

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
9. Mai 2014 (act. IIB 266) in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 21

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein 
externes medizinisches Gutachten zu Fragen der Kausalität der 
Fussbeschwerden rechts, der Arbeitsfähigkeit sowie der Integritätseinbusse 
hinsichtlich der unfallkausalen Fussbeschwerden links einhole und ansch-
liessend über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der zunächst durch An-
wältin C.________ und nach dem am 3. November 2015 angezeigten 
Mandatswechsel durch Rechtsanwalt B.________ vertretene Beschwerde-
führer Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl. Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Als Grundsatz gilt, dass die Parteientschädigung nur den objektiv erforder-
lichen Vertretungsaufwand umfassen soll (SVR 2006 BVG Nr. 26 S. 105 
E. 11.3.1). Bei der Beurteilung des Arbeits- und Zeitaufwandes darf das 
Sozialversicherungsgericht auch beachten, dass der Sozialversicherungs-
prozess im Unterschied zum Zivilprozess von der Untersuchungsmaxime 
beherrscht wird, wodurch in vielen Fällen die Arbeit des Anwalts erleichtert 
wird. Dessen Tätigkeit kann nur in dem Umfang berücksichtigt werden, als 
sich der Anwalt bei der Erfüllung seiner Aufgabe in einem vernünftigen 
Rahmen hält, unter Ausschluss nutzloser oder sonst wie überflüssiger 
Schritte. Im Weiteren fallen Bemühungen, welche der Anwalt vor der Einlei-
tung des Prozesses unternommen hat, bei der gerichtlichen Festsetzung 
der Höhe seines Honorars ausser Betracht (BGE 114 V 83 E. 4b S. 87; 
ZAK 1989 S. 254 E. 4b - d).

5.2.1 Entsprechend der angemessenen Kostennote von Anwältin 
C.________ vom 10. November 2015 wird die diesbezügliche Parteien-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2016, UV/14/568, Seite 22

tschädigung festgesetzt auf Fr. 3'470.35 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteu-
er). 

5.2.2 Mit Kostennote vom 1. Juni 2016 macht Rechtsanwalt B.________ 
eine Parteientschädigung von Fr. 5‘612.70 (inkl. Auslagen von Fr. 717.80 
und Mehrwertsteuer von Fr. 415.75), basierend auf einem Aufwand von 
17.55 Stunden, geltend. Im Lichte der in E. 5.2 hiervor dargelegten 
Grundsätze und mit Blick darauf, dass Kosten für objektiv nicht erforderli-
chen Vertretungsaufwand, wie er hier bei einem Anwaltswechsel während 
des Verfahrens angefallen ist, nicht ersetzt werden (vgl. Ziff. 3 der prozess-
leitende Verfügung vom 10. November 2015), ist die geltend gemachte 
Parteientschädigung nicht angemessen. Der Parteikostenersatz wird in 
Anbetracht der von der Voranwältin erbrachten Leistungen, unter Berück-
sichtigung der danach erfolgten anwaltlichen Bemühungen sowie des im 
Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen gebotenen Aufwandes pauschal auf 
Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. 

5.2.3 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit die 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'470.35 und Fr. 3'000.-- (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer), insgesamt ausmachend Fr. 6'470.35 (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer), zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der SUVA vom 9. Mai 2014 aufgehoben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornah-
me der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

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3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer im Sinne der Er-
wägungen die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 6'470.35 (inkl. 
Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):

- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Einga-
be der Beschwerdegegnerin vom 20. September 2016 [inkl. Beilage])

- SUVA, Rechtsabteilung  
- Bundesamt für Gesundheit 

Auszugsweise mitzuteilen (R):
- Rechtsanwältin C.________, (E. 5.2.1 und Dispositiv Ziff. 3) 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.