# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e87f5b70-bfaa-5499-8443-abd60fffb9a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2008 C-2863/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2863-2006_2008-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2863/2006 koj/shc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV; Berechnung der Altersrente, Beitragszeit

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2863/2006

Sachverhalt:

A.
Herr  A._______,  geboren  am  (...)  1941,  ist  österreichischer 
Staatsangehöriger.  Er  arbeitete  in  der  Zeit  von  1959  bis  1962  mit 
Unterbrüchen  in  der  Schweiz  und  zahlte  dabei  die  obligatorischen 
Beiträge  in  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  In-
validenversicherung (AHV/IV) ein.

B.
Der Versicherte beantragte am 19. Dezember 2005 die Ausrichtung ei-
ner Altersrente der AHV (act. 10-21). Die Schweizerische Ausgleichs-
kasse (nachfolgend: SAK) wies das Rentengesuch mit Verfügung vom 
2. März 2006 ab, weil die Bedingung der einjährigen Mindestbeitrags-
dauer nicht erfüllt sei (act. 37). Die Abklärungen hätten ergeben, dass 
dem  Versicherten  eine  Beitragszeit  von  lediglich  sieben Monaten 
(1959: zwei Monate, 1960: zwei Monate, 1961: zwei Monate, 1962: ein 
Monat) angerechnet werden könne (act. 37).

C.
Mit Schreiben vom 18. März 2006 reichte der Versicherte Einsprache 
bei der SAK ein (act. 42). Er beantragte, es sei  ihm eine Altersrente 
auszurichten, da seine Beitragszeit mehr als zwölf Monate betrage. Als 
Beleg reichte er ein Schreiben der SAK an die österreichische Pensi-
onsversicherungsanstalt (nachfolgend: PVA) vom 26. Februar 2003 ein 
(act. 41). Darin meldete die SAK der PVA den schweizerischen Versi-
cherungsverlauf mit einer Gesamtdauer von zwölf Monaten (1959: drei 
Monate,  1960:  zwei Monate,  1961:  vier Monate,  1962:  drei  Monate). 
Als weiteres Beweismittel legte der Versicherte seiner Einsprache die 
Kopie  einer  "Veranlagungsverfügung  und  Steuerrechnung"  der  Stadt 
Biel für das Jahr 1962 bei (act. 39 f.). Diese belege, dass er im Jahr 
1962  vom 25. Juli  1962  bis  31. Dezember  1962,  also  während  190 
Tagen oder mehr als sechs Monaten, Beiträge bezahlt habe. Die in der 
Verfügung  vom 2. März  2006  aufgeführte  Beitragszeit  pro  1962  von 
lediglich einem Monat sei nicht korrekt.

D.
Im Folgenden nahm die SAK diverse Nachforschungen für  das  Jahr 
1962 bei der Einwohnerkontrolle der Stadt Biel, beim ehemaligen Ar-
beitgeber  des  Versicherten  (X._______)  sowie  bei  der 
Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie vor.

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Die Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie bestätigte mit 
Schreiben vom 14. Juni  2006,  dass  die  Einkommen im individuellen 
Konto (IK) des Beschwerdeführers korrekt  erfasst  worden seien. Zu-
dem legte sie eine Kopie der Originaleinträge der Firma X._______A 
bei (act. 55 f.). Letztere teilte am 16. Juni 2006 mit, dass sie über keine 
sachdienlichen Unterlagen mehr verfüge (act. 57).

E.
Die  SAK  wies  die  Einsprache  mit  Einspracheverfügung  vom  3. Juli 
2006 ab, da nicht eine Beitragszeit von mindestens einem Jahr vorlie-
ge (act. 59).

Mit Schreiben vom 30. Juni 2006 (eingegangen bei der SAK am 5. Juli 
2006) hatte der Beschwerdeführer der SAK unter anderem eine E-Mail 
der Stadt Biel zugestellt. In dieser E-Mail vom 30. Juni 2006 werde be-
stätigt,  es  gebe  Anzeichen  dafür,  dass  er  im  Jahre  1962  mehr  als 
sechs  Monate  bei  der  X._______  gearbeitet  habe  (act. 60-64).  Die 
Eingabe des Beschwerdeführers ging bei der SAK am 5. Juli 2006 ein 
und kreuzte sich mit dem Einspracheentscheid.

F.
Die Fremdenpolizei der Stadt Biel antwortete der SAK mit Schreiben 
vom 26. Juli  2006,  dass sie in ihren Akten keine Informationen über 
den Beschwerdeführer gefunden habe (act. 67).

G.
Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2006 erhob der Versicher-
te (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. August 2006 Beschwerde 
(eingegangen am 17. August 2006) bei der Eidgenössischen Rekurs-
kommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für 
die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (nachfolgend:  Rekurskommis-
sion). Er  wies  darauf  hin,  dass  er  den Einspracheentscheid  erst  am 
13. Juli 2006 zugestellt erhalten habe und beantragte, es sei ihm eine 
Altersrente auszurichten, da er insgesamt während mehr als zwölf Mo-
naten Beiträge bezahlt habe. Als Beweise legte er die Veranlagungs-
verfügung pro 1962 sowie die E-Mail der Stadt Biel vom 30. Juni 2006 
bei.

H.
Die  Rekurskommission  bestätigte  am 17. August  2006  den  Eingang 
der Beschwerde und setzte der Vorinstanz eine Frist zur Einreichung 
einer Vernehmlassung.

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I.
Mit Schreiben vom 18. August 2006 bestätigte die SAK (nachfolgend: 
Vorinstanz) gegenüber dem Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf 
dessen Schreiben vom 30. Juni  2006 ihre Einspracheverfügung vom 
3. Juli 2006. Sie führte aus, dass eine Veranlagungsverfügung als Be-
weis für eine wirkliche Erwerbstätigkeit bzw. für eine längere Beitrags-
zeit nicht ausreiche (act. 68).

J.
Nach nochmaliger Suche bestätigte die Fremdenpolizei der Stadt Biel 
am 1. September 2006 gegenüber der Vorinstanz den Aufenthalt des 
Beschwerdeführers in Biel vom 14. Juli bis 15. September 1959, vom 
20. September  bis  7. Oktober  1960,  vom  4. Juni  bis  8. September 
1961  und  vom  24. Juni  bis  6. August  1962  (act. 78-80,  84).  Mit 
Schreiben vom 28. September 2006 bestätigte die Fremdenpolizei der 
Stadt Biel,  dass der Beschwerdeführer während seiner dortigen Auf-
enthalte  immer  im  Besitz  der  Aufenthaltsbewilligung  B  gewesen  sei 
(act. 85).

K.
Die  Vorinstanz  erläuterte  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  17. Oktober 
2006,  dass  die  beigelegte  Veranlagungsverfügung  nicht  als  Beweis 
ausreiche. Von der  Veranlagungsverfügung für  das Jahr  1962 könne 
nicht auf eine wirkliche Erwerbstätigkeit während der Periode Juni bis 
Dezember 1962 geschlossen werden. Gemäss dem vorliegenden Ar-
beitszeugnis  des  Z._______  seien  für  das  Jahr  1959  zwei  Monate 
angerechnet  worden.  Für  das  Jahr  1960  entspreche  das  im  IK 
ausgewiesene  Einkommen  gemäss  den  Tabellen  zur  Ermittlung  der 
mutmasslichen Beitragdauer in den Jahren 1948-1968 einer Beitrags-
dauer von zwei Monaten. Für die Jahre 1961 und 1962 habe die Ein-
wohnerkontrolle der Stadt Biel einen zivilrechtlichen Wohnsitz während 
vier Monaten im Jahr 1961 und drei Monaten im Jahre 1962 bestätigt. 
Dem Beschwerdeführer könne somit lediglich eine gesamte Beitrags-
dauer  von  elf  Monaten  angerechnet  werden,  womit  die  Mindestbei-
tragsdauer von einem Jahr nicht erfüllt sei. Es könne also von Geset-
zes  wegen  keine  Rente  gewährt  werden.  Die  Vorinstanz  beantragte 
deshalb die Abweisung der Beschwerde.

L.
Mit Schreiben vom 21. November 2006 bestätigte der Beschwerdefüh-
rer die Aufrechterhaltung seiner Beschwerde. Die Vorinstanz hielt mit 

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Schreiben vom 20. Dezember  2006  an ihrem Antrag  auf  Abweisung 
der Beschwerde fest.

M.
Mit Verfügung vom 30. Januar 2007 teilte das Bundesverwaltungsge-
richt den Parteien mit, dass es das vorliegende Beschwerdeverfahren 
am 1. Januar 2007 übernommen habe. Der Instruktionsrichter schloss 
den Schriftenwechsel  und teilte  den Parteien den Spruchkörper  mit. 
Am 12. Juli  2007 und 16. Mai  2008 teilte das Bundesverwaltungsge-
richt jeweils einen Wechsel des Spruchkörpers mit.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG; 
SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG und  Art. 85bis Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1946  über  die  Alters-  und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Ver-
fügungen  der  Schweizerischen  Ausgleichskasse. Eine  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  demnach  für  die  Beurteilung  der 
Beschwerde zuständig. Es übernimmt das bei der Rekurskommission 
hängig gewesene Verfahren und wendet dabei das neue Verfahrens-
recht an (Art. 53 VGG). Das Verfahren richtet sich grundsätzlich nach 
dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsver-
fahren  (VwVG; SR 172.021;  vgl.  Art. 1).  Dieses  findet  keine  Anwen-
dung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz  vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts  (ATSG; SR 830.1)  anwendbar  ist  (Art. 3  Bst. dbis VwVG).  Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im 
ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwend-
bar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG 
vorsieht.

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1.1 Durch den angefochtenen Einspracheentscheid ist der Beschwer-
deführer besonders berührt  und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen  Änderung  oder  Aufhebung  (Art. 59  ATSG; vgl.  auch  Art. 48 
Abs. 1 VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.

1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  frist-  und formgerecht  (Art. 60  ATSG; 
vgl. auch Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Auf das ergriffe-
ne Rechtsmittel ist einzutreten.

2.
2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaa-
tes  der  Europäischen  Gemeinschaft,  so  dass  vorliegend  das  am 
1. Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über 
die  Freizügigkeit  (Freizügigkeitsabkommen;  FZA;  SR 0.142.112.681), 
welches die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen 
Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit absetzt, als 
darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird,  anzuwenden  ist  (Art. 20 
FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit  regelt  (Art. 8 
FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer 
einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen 
Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der An-
spruchsvoraussetzungen  und  die  Berechnung  einer  schweizerischen 
Altersrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 51 ff.; SVR 2004 AHV Nr. 16 S. 49; Urteil des damaligen 
Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  [EVG,  heute  Bundesgericht] 
H 13/05 vom 4. April 2005, E. 1.1). Daraus folgt, dass die Verwaltung 
und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  den  Leistungsanspruch  des  Be-
schwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung 
(EWG) Nr. 1408/71 grundsätzlich nach den für schweizerische Staats-
angehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. Demnach bestimmt 
sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 
der AHV ausschliesslich nach dem internen schweizerischen Recht.

2.2 Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und daher im Folgen-
den  vom Bundesverwaltungsgericht  zu  prüfen  ist,  ob  die  Vorinstanz 
dem  Beschwerdeführer  die  korrekte  Beitragszeit  angerechnet  und 
gestützt darauf sein Rentengesuch zu Recht abgewiesen hat.

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2.3 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

3.
Anspruch auf eine ordentliche Altersrente haben die rentenberechtig-
ten Personen, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Er-
ziehungs-  oder  Betreuungsgutschriften  angerechnet  werden  können 
(Art. 29 Abs. 1 AHVG). Die ordentlichen Renten werden ausgerichtet 
als Vollrenten für Versicherte mit vollständiger Beitragsdauer oder als 
Teilrenten  für  Versicherte  mit  unvollständiger  Beitragsdauer  (Art.  29 
Abs. 2 AHVG). Ein volles Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 der Verord-
nung vom 31. Oktober 1947 über die Alters-  und Hinterlassenenver-
sicherung (AHVV; SR 831.101) vor, wenn eine Person insgesamt läng-
er als elf Monate der Beitragspflicht unterstellt war und während dieser 
Zeit  den Mindestbeitrag (Art. 10 AHVG) entrichtet hat oder Beitrags-
zeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 lit. b und c AHVG aufweist.

3.1 Der seit dem 1. Januar 1969 in Kraft stehende Art. 140 Abs. 1 lit. d 
AHVV schreibt vor, dass das individuelle Konto das Beitragsjahr und 
die Beitragsdauer in Monaten umfassen muss. Für die Jahre 1948 bis 
1968 wurden hingegen nur die Kalenderjahre der Beitragsleistung in 
die individuellen Konten eingetragen, so dass daraus die Beitragsdau-
er in Monaten nicht ersichtlich ist. Deshalb ist gemäss der Rechtspre-
chung des EVG in Fällen, in denen Belege mit näheren Angaben über 
die Beitragsdauer für die Jahre 1948 bis 1968 (z.B. Wohnsitzbeschei-
nigungen,  Arbeitszeugnisse,  zusätzliche  Angaben  der  kontenführen-
den Ausgleichskassen) fehlen, auf die eigens zur Ermittlung der mut-
masslichen Beitragsdauer  publizierten  Tabellen des BSV abzustellen 
(BGE 107 V 7 E. 3b).

3.2 Art. 16 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Beiträge, die nicht innert fünf 
Jahren  nach  Ablauf  des  Kalenderjahres,  für  welches  sie  geschuldet 
sind, mit Verfügung geltend gemacht werden, nicht mehr eingefordert 
und  nicht  mehr  entrichtet  werden  können.  Ausserdem  gilt  die  Vor-
schrift,  dass im individuellen Konto grundsätzlich nur Beiträge einge-
tragen  werden  dürfen,  welche  auch  tatsächlich  geleistet  wurden 
(Art. 30ter Abs. 2 AHVG). Hat der Versicherte jedoch nie einen Konten-
auszug  von  der  Ausgleichskasse  verlangt,  gegen  einen  erhaltenen 
Kontenauszug  keinen  Einspruch  erhoben  oder  wurde  ein  erhobener 

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Einspruch abgewiesen, so kann bei Eintritt des Versicherungsfalls die 
Berichtigung  von  Eintragungen  im  individuellen  Konto  nur  verlangt 
werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle 
Beweis erbracht wird. Dies gilt  nicht nur für unrichtige, sondern auch 
für unvollständige bzw. fehlende Eintragungen im individuellen Konto 
(Art. 141 Abs. 3 AHVV; BGE 117 V 261 ff., BGE 110 V 97 E. 4a). Damit 
wird  jedoch keine Beweiserschwernis  herbeigeführt,  sondern  es gilt, 
wie das EVG in seiner Rechtsprechung ausgeführt hat, der im Sozial-
versicherungsrecht  anwendbare  Untersuchungsgrundsatz  ebenfalls, 
was zur  Folge hat,  dass  die  Verwaltung  und  im Beschwerdefall  das 
Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus ei-
gener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien abzuklären und festzustellen hat, wobei die Partei-
en eine Mitwirkungspflicht trifft; im Fall der Beweislosigkeit fällt jedoch 
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die daraus Rechte ablei-
ten will (BGE 117 V 263 E. 3b mit Hinweisen). Die Kontenberichtigung 
erstreckt sich alsdann auf die gesamte Beitragsdauer der Versicherten, 
beschlägt  also  auch  Beitragsjahre,  für  welche  nach  Art. 16  Abs. 1 
AHVG  jede  Beitragsnachzahlung  infolge  Verjährung  unzulässig  ist 
(ZAK 1984 S. 178 E. 1 und S. 441). In diesem Sinne ist beispielsweise 
die  Nichtregistrierung  tatsächlich  geleisteter  Beiträge  jederzeit  der 
Korrektur zugänglich (BGE 117 V 263 E. 3a mit Hinweisen).

3.3 In  ihrer  Verfügung  vom 2. März  2006  berechnete  die  Vorinstanz 
gemäss  dem Auszug  aus  dem IK  des  Beschwerdeführers  eine  Bei-
tragszeit von sieben Monaten. Nachforschungen im Rahmen des Ein-
spracheverfahrens beim ehemaligen Arbeitgeber des Beschwerdefüh-
rers,  der  X._______,  sowie  bei  der  Ausgleichskasse  der  Schweizer 
Maschinenindustrie  bestätigten  diese  Beitragsdauer.  Wegen 
Unklarheiten bezüglich der Aufenthaltszeit des Beschwerdeführers im 
Jahr  1962  holte  die  Vorinstanz  bei  der  Stadt  Biel  noch  weitere 
Informationen  über  die  Wohnsitznahme  des  Beschwerdeführers  ein 
(act. 65).  Aufgrund  der  Angaben  der  Fremdenpolizei  der  Stadt  Biel 
berechnete die Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung vom 17. Oktober 
2006 neu eine Beitragszeit von elf Monaten.

3.4 Der  Beschwerdeführer  legte  seiner  Beschwerde  eine  Veranla-
gungsverfügung sowie eine E-Mail der Stadt Biel bei, welche beweisen 
sollen,  dass  er  im Jahr  1962 vom 25. Juni  bis  31. Dezember  in  der 
Schweiz Beiträge bezahlt  habe. Wie die Vorinstanz richtig ausführte, 
hat  die  Veranlagungsverfügung  für  die  Frage  der  Beitragszeit  indes 

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keine  Beweiskraft.  Es  handelt  sich  dabei  um  eine  pro  rata-Veran-
lagungsverfügung,  welche lediglich eine Steuerpflicht  des Beschwer-
deführers für die zweite Jahreshälfte 1962 ausweist. Daraus kann aber 
nicht  abgeleitet  werden,  wie  lange  er  tatsächlich  gearbeitet  resp. 
Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt hat.

3.5 Wie unter E. 3.1 ausgeführt, ist gemäss der Rechtsprechung des 
EVG in Fällen,  in denen Belege mit  näheren Angaben über die Bei-
tragsdauer für die Jahre 1948 bis 1968 fehlen, auf die zur Ermittlung 
der mutmasslichen Beitragsdauer publizierten Tabellen des BSV abzu-
stellen. Das EVG nennt als mögliche Beweismittel für eine von den Ta-
bellenwerten abweichende Beitragszeit z.B. eine Wohnsitzbestätigung, 
ein  Arbeitszeugnis  oder  zusätzliche  Angaben  der  kontenführenden 
Ausgleichskassen. Solche Beweismittel liegen hier vor, weshalb nicht 
auf die Tabellenwerte zurückgegriffen werden muss.

Dabei  ist  für  das  Jahr  1959  auf  das  Arbeitszeugnis  des  Z._______ 
abzustellen, wonach der Beschwerdeführer in jenem Jahr zwei Monate 
dort  gearbeitet  hat  und  mithin  auch  für  diese  Dauer  Beiträge 
abgerechnet  wurden (act. 2). Dass der  Beschwerdeführer  anschlies-
send noch an einer weiteren Stelle erwerbstätig war und Beiträge be-
zahlte,  macht  er  nicht  geltend,  so  dass  für  jenes Jahr  nicht  auf  die 
Wohnsitzbescheinigung der Stadt Biel, welche eine Wohnsitzdauer von 
drei Monaten ausweist (act. 78), abzustellen ist. Für das Jahr 1960 hat 
die Stadt Biel mit Schreiben vom 28. Februar 2002 eine Wohnsitzdauer 
des  Beschwerdeführers  für  die  Monate  September  und Oktober  be-
stätigt (act. 80); dies entspricht der gestützt auf die Tabellenwerte er-
mittelten  Beitragsdauer  von  zwei  Monaten.  Für  die  Jahre  1961  und 
1962 ist sodann gestützt auf die Wohnsitzbescheinigung der Stadt Biel 
vom 15. November 2001 (act. 78) von einer Beitragszeit von maximal 
vier bzw. maximal drei Monaten auszugehen; dies hat die Vorinstanz in 
ihrer Vernehmlassung zutreffend erkannt. Demnach beträgt die gesam-
te  Beitragszeit  des  Beschwerdeführers  maximal  elf  Monate.  Festzu-
halten  ist  dabei,  dass  diese  Berechnung  auf  einer  Vermutung  zu-
gunsten  des  Beschwerdeführers  beruht,  da  eine  Wohnsitzbescheini-
gung  nicht  ohne  weiteres  eine  entsprechende  Beitragsdauer  auszu-
weisen vermag.

3.6 Zusammenfassend steht fest, dass der Beschwerdeführer die Min-
destbeitragszeit von einem Jahr nicht erreicht. Damit erweist sich die 
angefochtene Verfügung als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.

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4.
Vorliegend  sind  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  (vgl.  Art. 85bis 

Abs. 2 AHVG). Dem unterliegenden Beschwerdeführer und der Vorins-
tanz  ist  jeweils  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64 
Abs. 1  VwVG; Art.  7  Abs. 3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand:

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