# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e07fa32-ce8f-545c-a6b1-c18df22bb859
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 10.12.2025 SV2 2024 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-30_2025-12-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 24 30

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser

RichterInnen von Salis und Righetti

Aktuarin ad hoc Jauch

URTEIL

vom 10. Dezember 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geb. 1953, war im Unfallzeitpunkt als (Teilzeit-) 

Postautochauffeur bei der B._____ AG tätig und dabei bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch 

unfallversichert. Gemäss Schadenmeldung vom 5. Juni 2023 verletzte er 

sich am 25. Mai 2023 an der rechten Schulter, als er beim Pflegen eines 

Kalbes ruckartig zurückwich. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht 

und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

2. Mit Schreiben vom 14. Juli 2023 teilte die Suva A._____ mit, dass 

aufgrund der geplanten Operation vom 18. August 2023 die 

Leistungspflicht und der Anspruch auf weitere Leistungen geprüft werde. 

Die Versicherungsleistungen würden vorsorglich per 14. Juli 2023 

eingestellt, wobei auf eine Rückforderung bereits erbrachter Leistungen 

verzichtet werde.

3. Nach verschiedenen Abklärungen kam die Suva auf ihre Anerkennung der 

Leistungspflicht zurück und stellte mit Verfügung vom 27. September 2023 

die Versicherungsleistungen per 14. Juli 2023 ein mit der Begründung, der 

Unfallbegriff sei nicht erfüllt und es liege auch keine unfallähnliche 

Körperschädigung vor. Auf die Rückforderung bereits erbrachter 

Leistungen wurde verzichtet.

4. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 17. Oktober 2023 Einsprache. 

Im Rahmen des Einspracheverfahrens kam die Suva zum Schluss, dass 

weitere Abklärungen notwendig seien, und holte beim 

Versicherungsmediziner Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Beurteilung 

vom 13. November 2023 ein. Mit neuer Verfügung vom 16. November 

2023 hob die Suva die Verfügung vom 27. September 2023 auf, blieb 

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jedoch gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung bei ihrer 

Leistungsablehnung mangels Vorliegens eines Unfalls oder einer 

Listendiagnose im Rechtssinne und bestätigte den Verzicht auf die 

Rückforderung bereits erbrachter Leistungen.

5. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 7. Dezember 2023 wiederum 

Einsprache und beantragte sinngemäss die Weiterausrichtung der 

Versicherungsleistungen. Mit Einspracheentscheid vom 18. März 2024 

wies die Suva die Einsprache ab.

6. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 16. April 2024 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem sinngemässen 

Antrag auf Weiterausrichtung der Versicherungsleistungen. Eventualiter 

beantragte er eine Neubeurteilung unter Berücksichtigung aller 

medizinischen Akten und der Gewährung des rechtlichen Gehörs. Zur 

Begründung führte er im Wesentlichen aus, auch vor Erlass des 

Einspracheentscheids sei ihm das rechtliche Gehör verweigert worden. 

Die ärztliche Beurteilung betrachte er als sehr einseitig. Er müsse 

individuell beurteilt werden und nicht nur nach Alter und negativer 

Auslegung der Akten. Bei sofortiger Durchführung der Operation wären 

die gerissenen Bänder und die Gelenkkapsel schneller geheilt. Durch den 

Unfall habe seine gesunde Schulter einen Totalschaden erlitten. Die 

zugesicherte Leistungsübernahme könne wegen einer in Aussicht 

gestellten Operation nicht in Frage gestellt werden, weil der Unfall diese 

Operation verursacht habe.

7. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2024 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Im 

Wesentlichen brachte sie vor, das rechtliche Gehör sei hinreichend 

gewährt worden. Die Anspruchsvoraussetzungen seien vorliegend nicht 

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erfüllt. Es liege weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vor. Die Einstellung bereits anerkannter Leistungen mit 

Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel 

und unter Verzicht auf eine Rückforderung bereits erbrachter Leistungen 

sei zulässig. Eine Listendiagnose liege im vorliegenden Fall zwar vor, 

diese sei aber gemäss der Beurteilung des Versicherungsmediziners 

Dr. med. C._____ vom 13. November 2023 überwiegend wahrscheinlich 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen. Selbst der 

behandelnde Arzt Dr. med. D._____ habe am 14. Juni 2023 darauf 

hingewiesen, dass bei MR-tomographisch dargestellter 

Rotatorenmanschettenmassenruptur mit Hinweisen auf eine degenerative 

ältere Läsion eine derart weite Degeneration in dieser kurzen Zeit nach 

vermeintlichem Ereignis vom 25. Mai 2023 nicht zu erwarten sei, was 

einen Zusammenhang mit dem Unfall ausschliesse. 

8. Mit Eingabe vom 23. Mai 2024 replizierte der Beschwerdeführer bei 

unverändertem Rechtsbegehren und Wiederholung des eigenen 

Standpunktes.

9. Mit Duplik vom 3. Juni 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

bisherigen Anträgen und Ausführungen fest. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 18. März 2024 (vgl. Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 85). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung 

Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben 

werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt 

im Kanton Graubünden, womit das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich 

zuständig ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 

ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formeller und 

materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im 

Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit 

einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2.1. Zunächst gilt es den Einwand des Beschwerdeführers, wonach vor Erlass 

des Einspracheentscheids das rechtliche Gehör verletzt worden sei, zu 

prüfen. 

2.2. Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, 

anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim 

Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 

eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der betroffenen Person, 

sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, 

erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. 

Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit 

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alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem 

Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. statt 

vieler: BGE 144 I 11 E.5.3; 140 I 99 E.3.4). Sodann zählt zum 

Gehörsanspruch auch die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid 

angemessen zu begründen. Die Vorbringen der Betroffenen sind ernsthaft 

zu prüfen und in der Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. 

Dabei muss sich die Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten 

einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegen; vielmehr genügt es, wenn der Entscheid 

gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann. Die Begründung 

muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich die 

Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_696/2023 vom 27. September 2024 E.4.2 

m.w.H.). Für den Bereich der Sozialversicherungen regelt Art. 42 ATSG 

den Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör. Danach müssen die 

Parteien jedoch nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch 

Einsprache anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die 

Verwaltung aber die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu 

wahren und folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht 

in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage sie den 

Einspracheentscheid abstützt (vgl. auch BGE 132 V 387 E.4.1). 

2.3. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachte, aber nicht weiter substanziierte 

Rüge der Gehörsverletzung verfängt nicht. Der Beschwerdeführer legt 

nicht dar, inwiefern ihm das rechtliche Gehör im Einspracheverfahren nicht 

gewährt worden wäre. Wie vorstehend ausgeführt, müssen Parteien nach 

Art. 42 Abs. 2 ATGS vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar 

sind, nicht angehört werden. Dem Beschwerdeführer wurde mit der – nach 

weiteren Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin – (zweiten) 

Verfügung vom 16. November 2023 (vgl. Bg-act. 77) auch die 

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Aktenbeurteilung des Versicherungsmediziners Dr. med. C._____ vom 

13. November 2023 (vgl. Bg-act. 75), worauf sich die 

Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung stützte, zugestellt. Aus den Akten 

kann sodann nichts entnommen werden, was auf eine Verletzung seiner 

Mitwirkungsrechte im Einspracheverfahren hinweisen würde. Schliesslich 

ist der angefochtene Einspracheentscheid auch hinreichend begründet. 

So lässt sich diesem genügend klar entnehmen, weshalb die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen Beschwerdeführers 

abwies. Demzufolge ist der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt.

3. In materieller Hinsicht ist streitig und zu prüfen, ob das Ereignis vom 

25. Mai 2023 als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist oder 

eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt. Es stellt sich 

damit die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Leistungen aus 

dem Unfallversicherungsgesetz abgelehnt hat und ihr Entscheid folglich 

rechtmässig ist oder nicht.

4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat 

den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener 

Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der 

Parteien abzuklären und festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime 

folgt auch das Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an 

keine förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das 

gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

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bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 

9C_702/2023 vom 15. Februar 2024 E.4.4, 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 

E.4.1.2).

5.1. Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt 

– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre 

Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten 

Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung 

ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der 

Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).

5.2. Die Beschwerdegegnerin verneint das Vorliegen eines Unfalls im Sinne 

von Art. 4 ATSG und damit eine Leistungspflicht gestützt auf Art. 6 Abs. 1 

UVG. Im Weiteren erachtet sie mit der Beurteilung des 

Versicherungsmediziners Dr. med. C._____ vom 13. November 2023 (Bg-

act. 75) den Nachweis einer vorwiegend krankhaften oder 

abnutzungsbedingten Verursachung einer allfälligen Listendiagnose als 

erbracht, womit auch keine Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG 

bestehe.

6. Zu prüfen ist zunächst, ob sich am 25. Mai 2023 ein Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG ereignet hat und mithin eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG bestehen kann.

7.1. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

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menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der 

äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden 

Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur den Krankheitsbegriff 

konstituierenden inneren Ursache (BGE 134 V 72 E.4.1.1; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E.3.2). Nach der 

Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 

nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. 

Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der 

äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich 

zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem 

objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass 

sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 

menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein 

begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 142 V 219 E.4.3.1 m.H., 134 V 

72 E.4.1 und E.4.3.1 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_17/2024 vom 9. Juli 2024 E.3.3.1 sowie 8C_462/2022 vom 22. 

Februar 2023 E.2.2 m.H.).

7.2. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit wurde entwickelt, um die 

kleinen und kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche gänzlich 

unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas 

Besonderem Berücksichtigung finden sollen, aus dem Unfallbegriff 

auszuscheiden. Das Merkmal des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen 

Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkungen, die aus alltäglichen 

Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ursache einer 

Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im Innern des 

Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslösung des 

Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall setzt 

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vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhnlich 

ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 V 

72 E.4.1.1).

Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, unterliegt 

der Nachweis eines Unfalls insofern strengen Anforderungen, als die 

unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen 

Umständen gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert 

sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, 

während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 

krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.1 und 

99 V 136 E.1, je m.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2024 vom 9. Juli 

2024 E.3.1.2).

7.3. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei 

Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der 

äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt 

begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E.3.2). Bei einer solchen 

unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und 

Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein 

ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E.2.1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_24/2022 vom 20. September 2022 E.3.2 m.H.). Dies trifft 

beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet 

oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 

verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen 

versucht (Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2022 vom 20. September 

2022 E.3.2 m.H.).

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7.4. Den Akten sind folgende Sachverhaltsdarstellungen zum Ereignis vom 

25. Mai 2023 zu entnehmen: In der Schadenmeldung vom 5. Juni 2023 

gab der Beschwerdeführer unter dem Punkt «Tätigkeit zurzeit Unfall» was 

folgt an: «Gartenarbeiten, Forst- und Landwirtschaft: Plötzliches 

Zurückweichen in der Kälberbox» (vgl. Bg-act. 1). Gemäss Bericht von Dr. 

med. D._____, Chefarzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, 

E._____, vom 14. Juni 2023, berichtete der Beschwerdeführer, dass er am 

25. Mai 2023 mit einer raschen Bewegung einem Kalb ausgewichen sei. 

Zu einem Sturz, Kontusion oder Distorsion sei es nicht gekommen. 

Subjektives Reissgefühl. In der Folge schmerzbedingte 

Bewegungseinschränkung (vgl. Bg-act. 5). Der Telefonnotiz vom 13. Juli 

2023 lässt sich zum Sachverhalt Folgendes entnehmen: «In der Kälberbox 

habe er sein Kalb gestriegelt. Als sich das Tier leicht gedreht hat, habe er 

eine ruckartige und unkontrollierte Ausweich-/bzw. Drehbewegung mit 

dem rechten Arm gemacht, dies ohne in Kontakt mit dem Tier oder 

Anschlagen des Armes. Unmittelbar danach habe er die Beschwerden in 

der rechten Schulter verspürt und den Arzt konsultiert. In der E._____ 

wurde eine MRI Aufnahme erstellt. Der Arzt habe ihm erklärt, dass eine 

komplexe Schulterverletzung vorliege, konservative Massnahmen wohl 

kaum einen Nutzen bringen und für den 18. August 2023 einen prov. OP 

Termin reserviert wurde. Er benötige ein künstliches Schultergelenk» (vgl. 

Bg-act. 12). Im Formular Schadenfall vom 13. Juli 2023 schilderte der 

Beschwerdeführer den Sachverhalt wie folgt: «Ich war in der 1er Kälber 

Box und pflege das Kalb als es von mir weg sprang wich ich ruckartig 

zurück um am Rand der Box zu stehen um dem Kalb bei DEI der Rückkehr 

nicht im Weg zu stehen. Dabei machte ich mit meiner Schulter 

beziehungsweise Arm ein ruckartig Dreh und Aufwärts Bewegung das es 

in meiner Schulter knaste und ein heftiger Schmerz einsetzte. Dabei kam 

es zu keinem Kontakt mit dem Kalb» (vgl. Bg-act. 14). Im Arztzeugnis UVG 

vom 23. August 2023 von Dr. med. F._____, FMH Allgemeine Innere 

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Medizin, G._____, ist unter Angaben des Patienten Folgendes 

festgehalten: «Einem wilden Kalb ausgewichen, komische Bewegung mit 

Schulter gemacht, dabei Zwick in Schulter und seither könne er die 

Schulter nicht mehr bewegen» (vgl. Bg-act. 39). Sodann führte der 

Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom 17. Oktober 2023 (Bg-

act. 70) und vom 7. Dezember 2023 (Bg-act. 79) aus, dass er sich am 

25. Mai 2023 durch ein abruptes Ausweichmanöver aus seiner Sicht eine 

Schulterfraktur mit Bänderriss und teilweisem Auskugeln der Schulter 

zugezogen habe. 

7.5. Aus den vorstehend genannten Ereignisschilderungen ergibt sich, dass 

die Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdeführers zum 

Ereignishergang übereinstimmend sind. Demnach kann als erstellt gelten, 

dass der Beschwerdeführer am 25. Mai 2023 in der Kälberbox ein Kalb 

pflegte, als dieses von ihm wegsprang und er deswegen ruckartig 

zurückwich und dabei mit dem rechten Arm eine ruckartige und 

unkontrollierte Ausweich- bzw. Dreh- und Aufwärtsbewegung machte, 

wobei es in seiner Schulter knackste und danach heftige Schmerzen 

einsetzten.

7.6. Der Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid, wonach es beim geschilderten Ereignis am 

Erfordernis des ungewöhnlichen äusseren Faktors fehlt (vgl. Bg-act. 85 

E.3.2), ist ohne Weiteres zu folgen. Vorliegend ereignete sich der Vorfall 

vom 25. Mai 2023 im Rahmen einer für den Beschwerdeführer alltäglichen 

und gewohnten Tätigkeit, namentlich dem Striegeln eines Kalbes in der 

Kälberbox. Beim Wegspringen eines Kalbes handelt es sich um ein 

inhärentes Risiko einer solchen Tätigkeit und damit nicht um einen Faktor, 

der den Rahmen des im entsprechenden Lebensbereich Alltäglichen oder 

Üblichen sprengt (vgl. Erwägung 7.1 vorstehend). Das vom 

Beschwerdeführer ausgeführte ruckartige Zurückweichen und die 

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ruckartige Ausweich- bzw. Dreh- und Aufwärtsbewegung mit dem rechten 

Arm, um so dem Kalb auszuweichen, ist nicht als 

ungewöhnlich/aussergewöhnlich zu bezeichnen. Dieser Vorgang bzw. 

diese Körperbewegung (Ausweichbewegung) war weder 

«programmwidrig» noch wurde sie durch einen ungewöhnlichen äusseren 

Faktor beeinflusst. Ein Ausgleiten, Stolpern, Anschlagen oder ein Sturz 

wurde vom Beschwerdeführer in seinen Schilderungen weder erwähnt 

noch sind sie aus den übrigen Akten erkennbar. Wie die 

Beschwerdegegnerin sodann zu Recht gestützt auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung festhält, ist das Vorliegen eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die 

Bewegung – wie vorliegend – reflexartig ausgeführt wurde (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_24/2022 vom 20. September 2022 E.3.2 m.H. auf 

8C_738/2013 vom 10. April 2014 E.6.2 und 8C_749/2008 vom 15. Januar 

2009 E.3.2; U 144/06 vom 23. Mai 2006 E.2.2). Gemäss der 

Rechtsprechung begründen ungewöhnliche Auswirkungen allein keine 

Ungewöhnlichkeit. Dies gilt namentlich dann, wenn der 

Gesundheitsschaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine 

plötzliche schädigende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte 

Zuordnung zum exogenen Faktor erlaubt, insbesondere also dann, wenn 

die Gesundheitsschädigung auch als alleinige Folge von Krankheit 

innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann. 

Daran ändert die blosse Auslösung des Gesundheitsschadens durch 

einen äusseren Faktor nichts; ein Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, 

dass das exogene Element so ungewöhnlich sei, dass eine endogene 

Verursachung ausser Betracht falle (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_589/2021 vom 17. Dezember 2021 E.5.2 und Erwägung 7.1 und 7.2 

vorstehend). Dies ist vorliegend, wie ausgeführt, nicht der Fall. 

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7.7. Zusammengefasst ist somit festhalten, dass die Beschwerdegegnerin das 

Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG mangels 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zu Recht verneint hat.

8. Zu prüfen bleibt, ob – bei fehlender Erfüllung des Unfallbegriffs – allenfalls 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf eine 

Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG besteht. 

9.1. Nach Art. 6 Abs. 2 UVG ist der Unfallversicherer auch bei den folgenden, 

abschliessend aufgelisteten Körperschädigungen (vgl. BGE 146 V 51 

E.7.1) leistungspflichtig, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a); Verrenkungen 

von Gelenken (lit. b); Meniskusrisse (lit. c); Muskelrisse (lit. d); 

Muskelzerrungen (lit. e); Sehnenrisse (lit. f); Bandläsionen (lit. g); 

Trommelfellverletzungen (lit. h). Der Zweck des Instituts der 

unfallähnlichen Körperverletzung besteht darin, die oft schwierige 

Abgrenzung zwischen Unfall und Krankheit zugunsten des Versicherten 

zu vermeiden (vgl. BGE 123 V 43 E.2b), spielen doch bei Eintritt eines 

solchen Gesundheitsschadens praktisch immer krankheits- und/oder 

degenerative (Teil-)Ursachen mit (vgl. BGE 146 V 51 E.8.4, 129 V 466 

E.2.1 m.H.; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 22 

29 E.3.3.1).

9.2. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Neuregelung der 

unfallähnlichen Körperschädigung in der am 1. Januar 2017 in Kraft 

getretenen Bestimmung von Art. 6 Abs. 2 UVG gilt es dabei Folgendes zu 

beachten: Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer 

Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine 

allgemein gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu 

aArt. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 

832.202, in der bis 31. Dezember 2016 geltenden Fassung) mehr 

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vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine 

in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr 

zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche 

Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. 

Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 

Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der 

Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden 

unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und 

erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich 

zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach 

einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis auch nach der 

UVG-Revision relevant. Zu betonen ist aber, dass der Unfallversicherer 

bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht steht, 

Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine 

vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies 

setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 

1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die 

Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein 

initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter 

resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den 

Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von 

medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das 

gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu 

berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_185/2024 vom 

1. Oktober 2024 E.3). Nebst dem Vorzustand sind somit auch die 

Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu 

beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung 

oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet 

werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer 

gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem 

- 16 -

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass 

die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten 

Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, 

die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus 

unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht 

ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (vgl. zum Ganzen BGE 146 V 

51 E.8.6; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_185/2024 vom 

1. Oktober 2024 E.3, 8C_1/2024 vom 10. Juni 2024 E.3.2, 8C_533/2023 

vom 17. Januar 2024 E.2.3). Nach GEHRING ist der Begriff der "Abnützung" 

mit Abrieb, Verschleiss und in fachlich-medizinischer Terminologie "Usur" 

gleichzusetzen (vgl. GEHRING, in: KIESER/GEHRING/BOLLINGER [Hrsg.], 

Kommentar KVG/UVG, Zürich 2018, Art. 6 UVG N 9 f.). Dies führt zum 

Ausschluss derjenigen Sachverhalte, bei denen Körperschädigungen 

durch wiederkehrende, immer gleiche Belastungen entstehen. Folgen 

solcher Vorgänge sollen nach der Wertung des Gesetzgebers nicht von 

der Unfallversicherung übernommen werden (BGE 146 V 51 E.8.2.2.2).

9.3.1. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; vgl. 

auch Urteile des Bundesgerichts 9C_587/2023 vom 8. April 2024 

E.4.2, 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E.3.2.1, 9C_528/2021 vom 11. 

Februar 2022 E.4.1).

9.3.2. Gemäss Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

- 17 -

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 125 V 351 E.3b/ee; vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 8C_562/2023 vom 29. Mai 2024 E.2.3, 8C_434/2023 

und 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E.4.3 [nicht publ. in BGE 150 V 188], 

8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.2.2).

9.3.3. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, 

ist schliesslich zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster 

Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren 

Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

- 18 -

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig 

gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je 

in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen 

nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch 

die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_301/2021 vom 

23. Juni 2021 E.5.2.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2, 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3, 8C_907/2009 vom 12. Februar 

2010 E.1.1).

10.1. Die Beschwerdegegnerin anerkennt, dass beim Beschwerdeführer nach 

dem Ereignis vom 25. Mai 2023 eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 

lit. f UVG (Sehnenriss) vorlag. Damit greift die Vermutung einer 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 2 UVG, 

unabhängig davon, dass das (unbestrittene) Ereignis vom 25. Mai 2023 

den Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin 

verneint nun jedoch ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass die 

vorliegenden medizinischen Befunde gestützt auf die medizinischen Akten 

und insbesondere den Bericht des Versicherungsmediziners Dr. med. 

C._____ vom 13. November 2023 vorwiegend degenerativ bzw. 

krankheitsbedingt seien (vgl. Bg-act. 85 S. 7 ff.). Es gilt daher zu prüfen, 

ob der beweisbelasteten Beschwerdegegnerin der Entlastungsbeweis 

gelingt, wonach die Listenverletzung vorwiegend, das heisst zu mehr als 

50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dieser 

Nachweis ist gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen zu 

erbringen (vgl. Erwägung 9.3.1 ff. vorstehend). 

- 19 -

10.2. Aus den medizinischen Akten ergibt sich dazu Folgendes: 

10.2.1. Im Bericht von Dr. med. H._____, FMH Radiologie, vom 1. Juni 2023 zum 

MRT der Schulter rechts vom 31. Mai 2023 ist festgehalten, der Befund 

spreche für eine partielle AC-Gelenks-Ruptur neben einer hypertrophen 

AC-Gelenksarthrose rechts. Der subakromiale Spalt sei durch die 

deutliche Hypertrophie des AC-Gelenks deutlich verschmälert. Die 

Supraspinatussehne sei wahrscheinlich vorbestehend dislozierend 

rupturiert, der Musculus supraspinatus sei deutlich atrophiert um ca. 50 %. 

Unregelmässigkeiten und subchondrale Zysten im Ansatzbereich der 

Supraspinatussehne am Tuberculum majus bei zusätzlicher deutlicher 

Degeneration/Insertionstendopathie. Partiell rupturierte, zusätzlich 

deutlich degenerierte Subscapularissehne. Ebenfalls deutlich 

degenerierte, fraglich partiell rupturierte lange Bizepssehne. Partialruptur 

der Subscapularissehne, deutliche Degeneration im Ansatzbereich am 

Tuberculum majus. Intakte Teres minor Sehne. Geringe Omarthrose 

rechts. Deutlicher Gelenkserguss, periartikuläres Weichteilhämatom. Im 

Weiteren ist dem Bericht folgende Beurteilung zu entnehmen: Hypertrophe 

AC-Gelenksarthrose rechts neben einer Partialruptur des AC-Gelenks. 

Eher ältere dislozierende Ruptur der Supraspinatussehne. Partialrupturen 

der Subscapularissehne und langen Bizepssehne sowie der 

Infraspinatussehne. Deutliche Degeneration im Ansatzbereich der 

Rotatorenmanschette am Tuberculum majus bzw. minus. Deutliche 

Atrophie des Musculus supraspinatus. Gelenkerguss und periartikuläres 

Weichteilhämatom (vgl. Bg-act. 18).

10.2.2. Dr. med. D._____ diagnostizierte am 14. Juni 2023 eine irreparable 

Rotatorenmanschetten-Massenruptur Schulter rechts mit/bei: kompletter, 

transmuraler SSp-Läsion mit Retraktion Grad III n. Patte, pathologische 

Volumenatrophie und fettige Degeneration; craniale transmurale SSc-

Läsion mit fettiger Degeneration Grad I-II n. Goutallier; MR-tomographisch 

- 20 -

Partialläsion, klinisch Komplettruptur der langen Bizepssehne; 

asymptomatische AC-Gelenksarthrose; Stand nach abrupter Bewegung 

ohne Sturz am 25. Mai 2023. Dr. med. D._____ hielt gestützt auf die 

Anamnese, der klinischen Untersuchung und den ihm vorliegenden 

Bildmaterialen fest, dass die rechtsseitigen Schulterbeschwerden der 

klinisch imponierenden und MR-tomographisch dargestellten 

Rotatorenmanschettenmassenruptur zuzuschreiben sei. Klinisch 

imponiere das Bild einer annähernden Pseudoparalyse, diese sei primär 

schmerzbedingt. MR-tomographisch zeigten sich multiple Hinweise auf 

eine degenerative, ältere Läsion mit multiplen zystischen Veränderungen 

im Bereich des Tuberculum majus, sowie weiter Retraktion, fettiger 

Degeneration und Volumenatrophie der Supraspinatussehne, sowie auch 

fettiger Degeneration im Bereich der Subscapularissehne. Das 

vermeintliche Ereignis vom 25. Mai 2023 liege 3 Wochen zurück, eine 

derart weite Degeneration sei in dieser kurzen Zeit nicht zu erwarten (vgl. 

Bg-act. 5).

10.2.3. In seinem Bericht vom 4. Juli 2023 betreffend die Sprechstunde vom 

3. Juli 2023 führte Dr. med. D._____ aus, dass die in der heutigen Sitzung 

(3. Juli 2023) noch ergänzte konventionelle Bildgebung das typische Bild 

einer Cuff-Arthropathie Typ 3 nach Hamada zeige. Von operativer Seite 

her empfahl Dr. med. D._____ bei einer Cuff-Arthropathie Hamada, 

irreparabler Rotatorenmanschette und bereits ruptierter Biceps longus-

Sehne auf ein arthroskopisches Débridement zu verzichten. Bei 

persistierenden Beschwerden sei seines Erachtens die Indikation für ein 

prothetisches Vorgehen gegeben. Sollten weiterhin Schmerzen und ein 

relevanter Funktionsverlust bestehen, würde die inverse 

Schultertotalendoprothese geplant werden (vgl. Bg-act. 6).

10.2.4. Dr. med. I._____, J._____ ag, K._____, diagnostizierte in seinem Bericht 

vom 21. Juli 2023 eine akute on chronic Ruptur der Rotatorenmanschette 

- 21 -

Schulter rechts mit/bei kompletter Ruptur der Supraspinatussehne patte 2 

goutallier 2; Partialläsion Subscapularis Lafosse Typ II-III mit fettiger 

Infiltration goutallier 2; Komplettruptur der Infraspinatussehne mit partiell 

fettiger Infiltration goutallier 2. Unter dem Punkt «Beurteilung/Prozedere» 

führte Dr. med. I._____ aus, dass er die Situation ähnlich sehe wie Dr. 

med. D._____. Eine arthroskopische Sanierung mit 

Rekonstruktionsversuch wäre wahrscheinlich mit einer hohen Reruptur-

Rate verbunden. Was sicher refixiert werden könne, sei der Infraspinatus 

und Subscapularis, was zumindest den Humeruskopf ein bisschen 

zentrieren würde und dem Patienten gegebenenfalls wieder eine gewisse 

Aussenrotationskraft geben könnte. Der Supraspinatus sei wahrscheinlich 

nicht mehr rekonstruierbar. Grundsätzlich empfahl auch Dr. med. I._____ 

die inverse Prothese (vgl. Bg-act. 47).

10.2.5. Am 27. Juli 2023 erfolgte im Spital Lachen eine Schulterarthroskopie 

durch Dr. med. L._____, FMH Chirurgie, wobei eine arthroskopische Drei-

Sehnen Reinsertion und eine Verstärkung mit Pitch-Patch rechts 

durchgeführt wurde (vgl. Bg-act. 48)

10.2.6. Der Versicherungsmediziner Dr. med. C._____ kommt in seiner 

Beurteilung vom 13. November 2023 zum Schluss, dass eine 

Körperschädigung vorliege, die vorwiegend auf Abnützung 

zurückzuführen sei. Er begründete dies gestützt auf die Aktenlage wie 

folgt: Formal handle es sich bei der Körperschädigung an der rechten 

Schulter um eine in der Liste zu Art. 6 Abs. 2 UVG aufgeführte Diagnose 

entsprechend lit. f, jedoch sprächen mehrere Gründe dafür, dass es sich 

bei diesen im MRT vom 31. Mai 2023 erkennbaren Veränderungen der 

Rotatorenmanschette um einen vorwiegend verschleissbedingt-

degenerativen Vorzustand an der rechten Schulter handle. Wenn die von 

einer Läsion der Rotatorenmanschette betroffenen Muskeln nicht mehr 

ihre physiologische Funktion mit Kraftentwicklung durch Kontraktion 

- 22 -

entsprechen könnten, verkümmerten sie in der Folge im Sinne einer Hypo- 

oder Atrophie und entwickelten eine fettige Infiltration, die sich jedoch erst 

nach einer zeitlichen Latenz einstelle. In der medizinischen Literatur werde 

beschrieben, dass innerhalb eines Intervalls von ca. zwei Jahren nach 

einer Zusammenhangstrennung der Sehnen noch gar keine 

Veränderungen zu erwarten seien im Sinne des Auftretens fettiger 

Infiltrationen nach Läsionen der Rotatorenmanschette. Dr. med. C._____ 

führte weiter aus, dass im vorliegenden MRT der rechten Schulter vom 

31. Mai 2023 nicht nur ausgeprägte deutliche Degenerationen im 

Ansatzbereich der Rotatorenmanschette am Tuberculum majus bzw. am 

Tuberculum minus erkennbar seien, sondern bereits eine Retraktion mit 

fettiger Degeneration und Volumenatrophie der Supraspinatussehne 

sowie auch eine fettige Degeneration im Bereich der Subscapularissehne. 

Eine solche Retraktion im Bereich der Supraspinatussehne entsprechend 

Grad III nach Patte mit pathologischer Volumenatrophie und fettiger 

Degeneration sowie eine bereits bestehende fettige Degeneration Grad I-

II nach Goutallier der Subscapularissehne könne sich nicht bereits in 

einem so kurzen Zeitraum zwischen dem notierten Schadendatum vom 

25. Mai 2023 bis zur Durchführung der MR-Untersuchung am 31. Mai 

2023 bzw. dem Untersuchungsdatum am 14. Juni 2023 entwickeln. 

Zudem zeigten sich in der vorliegenden MRI-Bildgebung keine Hinweise 

auf eine frische Läsion im Bereich der Rotatorenmanschette rechts, wie 

zum Beispiel ein Ödem und/oder Hämatom der 

Rotatorenmanschettenmuskulatur. Explizit werde fachärztlich von Dr. 

med. D._____ am 14. Juni 2023 darauf hingewiesen, dass die MR-

tomographisch dargestellte Rotatorenmanschettenmassenruptur mit 

multiplen Hinweisen auf eine degenerative ältere Läsion eine derart weite 

Degeneration in dieser kurzen Zeit nach vermeintlichem Ereignis vom 

25. Mai 2023 nicht zu erwarten sei. Dr. med. C._____ hielt weiter fest, dass 

die vom Beschwerdeführer geschilderte, aktiv ruckartige, kontaktlose 

- 23 -

Dreh- und Aufwärtsbewegung mit der rechten Schulter bzw. dem rechten 

Arm nicht geeignet sei, eine Zerreissung der Rotatorenmanschette im 

Sinne einer Rotatorenmanschettenmassenruptur zu verursachen. Im 

Allgemeinen würden durch solche Kräfte traumatische Läsionen der 

Sehnen der Rotatorenmanschette verantwortlich gemacht, die in einer 

Zug- oder Scherbelastung in der Sehne resultierten, wie zum Beispiel 

Zerreissungen der Rotatorenmanschette beim gewaltsamen Ausrenken 

der Schulter bzw. einer traumatischen Luxation oder bei exzentrischer 

Gewichtsbelastung durch ein unerwartetes Auftreffen einer Last auf zu 

diesem Zeitpunkt in entgegengesetzter Richtung arbeitender Muskulatur 

der Rotatorenmanschette (vgl. Bg-act. 75 S. 4 f.). Zusammenfassend hielt 

Dr. med. C._____ fest, dass aufgrund des vom Beschwerdeführer 

schriftlich am 13. Juli 2023 notierten Hergangs biomechanisch davon 

ausgegangen werden könne, dass es im vorliegenden Fall weder zu 

einem gewaltsamen Ausrenken der Schulter bzw. einer Luxation im 

rechten Schultergelenk gekommen sei, noch dass es durch eine äussere 

Belastung zu einer resultierenden, gewaltsamen Überdehnung der 

Rotatorenmanschette im Sinne einer exzentrischen Überdehnung des 

Musculus supraspinatus, des Musculus infraspinatus, Musculus 

subscapularis sowie der langen Bicepssehne an der rechten Schulter 

gekommen sei (vgl. Bg-act. 75 S. 5).

10.3. In Würdigung der vorstehend wiedergegebenen medizinischen Akten ist 

festzuhalten, dass die Aktenbeurteilung des Versicherungsmediziners Dr. 

med. C._____ insgesamt umfassend, schlüssig, nachvollziehbar und in 

sich widerspruchsfrei ist. Zudem berücksichtigt diese die vollständige 

Aktenlage. Seiner Einschätzung widersprechende medizinische 

Beurteilungen liegen nicht vor und solche wurden vom Beschwerdeführer 

weder geltend gemacht noch eingereicht. Vielmehr werden in den 

vorgenannten medizinischen Berichten übereinstimmend degenerative 

- 24 -

Schädigungen an der rechten Schulter, insbesondere an der 

Supraspinatussehne, der Subscapularissehne sowie im Ansatzbereich 

der Rotatorenmanschette am Tuberculum majus bzw. minus, beschrieben 

(vgl. Erwägung 10.2.1 ff. vorstehend). Der Versicherungsmediziner Dr. 

med. C._____ hielt nachvollziehbar gestützt auf die medizinische Literatur, 

wonach frühestens nach ca. zwei Jahren nach einer 

Zusammenhangstrennung der Sehnen das Auftreten fettiger Infiltrationen 

zu erwarten sei, fest, dass die im MRI vom 31. Mai 2023 gezeigten 

degenerativen Schädigungen, namentlich eine Retraktion mit fettiger 

Degeneration und Volumenatrophie der Supraspinatussehne sowie auch 

eine fettige Degeneration im Bereich der Subscapularissehne, sich nicht 

bereits in einem so kurzen Zeitraum zwischen dem Schadendatum vom 

25. Mai 2023 bis zur MRI-Untersuchung vom 31. Mai 2023 bzw. dem 

Untersuchungsdatum am 14. Juni 2023 bei Dr. med. D._____ entwickeln 

könnten (vgl. Bg-act. 75 S. 4). Zum gleichen Schluss gelangte auch Dr. 

med. D._____ in seinem Bericht vom 14. Juni 2023, in welchem er 

ausführte, das eine derart weite Degeneration in dieser kurzen Zeit von 3 

Wochen ab dem vermeintlichen Ereignis vom 25. Mai 2023 nicht zu 

erwarten sei (vgl. Bg-act. 5). 

10.4.1. Der Beschwerdeführer wendet gegen die versicherungsmedizinische 

Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 13. November 2023 (Bg-act. 75) 

ein, diese sei einseitig. Er sei individuell zu beurteilen und nicht nur nach 

Alter und negativer Auslegung der Akten. Sodann seien die Akten in 

Zusammenhang mit der Operation vom Versicherungsmediziner Dr. med. 

C._____ nicht in die Beurteilung einbezogen worden, was dessen 

ganzheitliche Beurteilung in Frage stelle (vgl. Beschwerde vom 16. April 

2024 S. 2). 

Inwiefern die versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung einseitig sein 

soll, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher 

- 25 -

dargelegt. Ebenso wenig ist erkennbar, inwiefern der 

Versicherungsmediziner Dr. med. C._____ die Akten negativ oder nur 

nach dem Alter des Beschwerdeführers ausgelegt haben soll. Entgegen 

der Behauptung des Beschwerdeführers hat der Versicherungsmediziner 

Dr. med. C._____ in seiner umfassenden Beurteilung sämtliche Akten – 

inklusive die Operationsakten – gewürdigt und in seine Beurteilung 

miteinbezogen. 

10.4.2. Soweit der Beschwerdeführer alsdann geltend macht, dass der 

Nichtbetriebsunfall vom 25. Mai 2023 als solcher von der 

Beschwerdegegnerin am 8. Juni 2023 bestätigt worden sei, weshalb die 

zugesicherte Leistungsübernahme nun nicht wegen einer in Aussicht 

gestellten Operation in Frage gestellt werden könne (vgl. Beschwerde vom 

16. April 2024 S. 2), kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Zum einen 

gilt festzuhalten, dass die Unfallversicherung im Rahmen eines 

Versicherungsverhältnisses nur bei gegebenen 

Anspruchsvoraussetzungen gemäss dem Unfallversicherungsgesetz 

(UVG) leistungspflichtig ist. Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin am 

8. Juni 2023 eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 25. Mai 2023 

anerkannt und auch Leistungen erbracht hat (vgl. Bg-act. 4), diese dann 

aber am 14. Juli 2023 vorsorglich unter Verzicht auf die Rückforderung 

bereits geleisteter Zahlungen eingestellt hat (vgl. Bg-act. 23), da der 

Unfallbegriff nicht erfüllt sei und auch keine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliege, was die Beschwerdegegnerin mit Verfügung 

vom 27. September 2023 (vgl. Bg-act. 62) und Einspracheentscheid vom 

17. Oktober 2023 (vgl. Bg-act. 70) bestätigt hat. Das ist nicht zu 

beanstanden, hat doch der Unfallversicherer die Möglichkeit, die bereits 

anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne 

Berufung auf einen Rückkommenstitel (Wiedererwägung oder 

prozessuale Revision [Art. 53 ATSG]) und unter Verzicht auf die 

- 26 -

Rückforderung der bis dahin geleisteten Versicherungsleistungen 

einzustellen (BGE 130 V 380 E.2.3.1 m.w.H; Urteile des Bundesgerichts 

8C_101/2023 vom 2. Juni 2023 E.2, 8C_552/2020 vom 16. Dezember 

2020 E.4.2.4). Das diesbezügliche Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist 

nach dem Gesagten somit nicht zu beanstanden.

10.5. Insgesamt sind die Vorbringen des Beschwerdeführers somit nicht 

geeignet, auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 13. November 2023 (Bg-act. 75) zu erwecken und dessen 

Beweiswert zu schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auf diese 

Beurteilung abgestellt hat. Vor diesem Hintergrund kann auf weitere 

medizinische Abklärungen bzw. die vom Beschwerdeführer sinngemäss 

beantragte Rückweisung der vorliegenden Angelegenheit an die 

Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung 

verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht aufgrund der bereits 

abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und annehmen 

darf, dass diese Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht 

geändert würde (zur antizipierten Beweiswürdigung: vgl. BGE 144 V 361 

E.6.5; Urteile des Bundesgerichts 9C_548/2022 vom 23. Februar 2023 

E.3.2, 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E.3.3, 9C_59/2022 vom 

31. März 2022 E.4.4).

11. Gestützt auf die medizinische Aktenlage kann zusammenfassend 

festgehalten werden, dass zwar eine Listenverletzung gemäss Art. 6 

Abs. 2 lit. f UVG vorliegt, diese im gesamten Ursachenspektrum mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit jedoch vorwiegend degenerativ bzw. 

krankheitsbedingt ist, mithin zu mehr als 50 % auf Abnützung 

zurückzuführen ist (vgl. BGE 146 V 51 E.8.6 und E.9.2 m.w.H.; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_593/2021 vom 6. Januar 2022 E.2.3). Die Vermutung 

- 27 -

der Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ist demnach umgestossen 

und die Beschwerdegegnerin ist von ihrer Leistungspflicht befreit. Erbringt 

der Unfallversicherer den Gegenbeweis, dass eine Listenverletzung durch 

Abnützung oder Erkrankung entstanden ist, – was im konkreten Fall 

anhand aller Fakten zutrifft – hat die Krankenversicherung für die 

diesbezüglichen Kosten aufzukommen.

12. Demnach ist die erfolgte Leistungsablehnung durch die 

Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Der Einspracheentscheid 

vom 18. März 2024 ist damit zu bestätigen.

Im Lichte des Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und 

ist entsprechend abzuweisen.

13.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Art. 105 ff. UVG 

sehen keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind 

unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 

der Regel weiterhin kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage 

infolge mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG 

i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG), was in casu nicht zutrifft. Somit sind für das 

vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 

13.2. Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

- 28 -

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]