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**Case Identifier:** dd271538-e869-52d8-9cf6-f8c25733f800
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.02.2022 U 2021 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2021-90_2022-02-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 21 90

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterIn Racioppi und von Salis

Aktuar Gross

URTEIL

vom 15. Februar 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Remo Dolf,

Beschwerdeführerin

gegen

B.________ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally,

Beschwerdegegnerin

und

C.________ AG, 
Beigeladene

betreffend Submission

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I. Sachverhalt:

1. Die B.________ AG schrieb im Zusammenhang mit dem Projekt betreffend 

Ersatzneubau und Sanierung des Alterszentrums B.________ in 

D.________ am E.________ 2021 im Kantonsamtsblatt und auf simap.ch 

im offenen Verfahren nach GATT/WTO die Beschaffung von Lüftungsanla-

gen (BKP 244) aus.

2. Die Zuschlagskriterien wurden dabei wie folgt festgelegt:
- Qualität (Fachkompetenz Firma, Referenzen etc.)  50%

         - Preis       50%

3. Innert angesetzter Frist bis am 21. September 2021 reichten drei Anbieter 

ihre Offerten ein. Nach der Offertöffnung am 24. September 2021 zeigte 

sich dabei folgendes Bild:
A.________ AG, Fr.    948'814.20

C.________ AG, Fr.    972'606.39

F.________ AG, Fr. 1'158'764.10

4. Nach der Offertbereinigung durch das Bewertungsgremium ergaben sich 

folgende Ergebnisse:
C.________ AG, Fr.    972'606.39 100.00%

A.________ AG, Fr. 1'011'979.30 104.05%

F.________ AG, Fr. 1'158'764.10 119.00%

Die Auswertung der bereinigten Offerten brachte beim Zuschlagskriterium 

'Qualität' allen drei Anbieterinnen die maximale Punktezahl ein, sodass der 

Preis für die Reihenfolge ausschlaggebend wurde. Entsprechend erhielt 

die C.________ AG gesamthaft 300 Punkte, die A.________ AG 274.5 

Punkte und die F.________ AG 181.25 Punkte. 

5. Am 8. Oktober 2021, mitgeteilt am 21. Oktober 2021, erteilte die 

B.________ AG (Vergabebehörde) der C.________ AG (Zuschlagsemp-

fängerin) den Zuschlag zum Preis von Fr. 972'606.39. 

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6. Gegen diesen Entscheid liess die A.________ AG (Beschwerdeführerin) 

mit Eingabe vom 12. November 2021 Beschwerde an das Verwaltungsge-

richt Graubünden erheben. Sie beantragt dabei kostenfällig und unter Ein-

räumung der aufschiebenden Wirkung die Aufhebung des angefochtenen 

Vergabeentscheids und Vergabe an sich selber, eventualiter sei der ange-

fochtene Vergabeentscheid aufzuheben und die Angelegenheit an die Vor-

instanz zur Neuausfällung des Entscheids zurückzuweisen; subeventuali-

ter sei die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids festzustellen für 

den Fall, dass die Vergabebehörde vor Ablauf der Rechtsmittelfrist mit der 

Zuschlagsempfängerin einen rechtsgültigen Vertrag eingegangen sei. Zur 

Begründung bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass die 

Vergabebehörde eigenmächtig und falsch von Fr. 948'814.20 auf 

Fr. 1'011'979.30 korrigiert habe. Die Einheitspreise seien überall korrekt 

angegeben worden, hingegen habe sie die Zwischenergebnisse gewisser 

Einzelpositionen falsch übernommen. Indem die Vergabebehörde ausge-

hend von den falsch übernommenen Zwischenergebnissen Korrekturen 

vorgenommen habe, sei der offensichtliche Rechnungsfehler auf ihrer 

Seite. Die unrechtmässigen Korrekturen der Vergabebehörde hätten dazu 

geführt, dass die Beschwerdeführerin nicht die höchste Bewertung erhalten 

habe. 

7. Die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) verzichtete in ihrer Vernehm-

lassung vom 13. Dezember 2021 auf einen Antrag in der Hauptsache. Die 

Verfahrenskosten seien aber unabhängig vom Verfahrensausgang der Be-

schwerdeführerin zu überbinden und auf eine Zusprechung einer Parteien-

tschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin sei abzusehen. Sie argu-

mentiert, dass aus ihrer Sicht bei der Vielzahl von Additionsfehlern im An-

gebot der Beschwerdeführerin, welche über mehrere, teils in den Offertun-

terlagen weit auseinanderliegenden Seiten verstreut und deshalb nicht 

leicht ersichtlich seien bzw. nicht leicht nachvollzogen werden konnten. Es 

handle sich damit vorliegend nicht um 'offensichtliche', d.h. leicht erkenn-

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bare Rechnungsfehler, welche gemäss der Submissionsgesetzgebung von 

der Beschwerdegegnerin zu korrigieren seien. Gelange das Verwaltungs-

gericht zur selben Auffassung, wäre die Beschwerde abzuweisen. Als Be-

schwerdegegnerin habe sie aber auch nichts dagegen einzuwenden, wenn 

das Gericht mit Blick auf den Aspekt des wirtschaftlichen Einsatzes öffent-

licher Mittel zur Auffassung gelange, dass dem Tatbestandselement 'offen-

sichtlich' keine selbständige Bedeutung zukomme und jeder Rechnungs-

fehler zu korrigieren sei. In jedem Fall aber musste die Beschwerdegegne-

rin die zahlreichen versteckten Rechenfehler nicht (vollständig) erkennen 

und bleibe das vorliegende Verfahren als von der Beschwerdeführerin ver-

ursacht.

8. Die Zuschlagsempfängerin beteiligte sich nicht am Beschwerdeverfahren.

9. In ihrer Replik vom 23. Dezember 2021 stellt die Beschwerdeführerin klar, 

dass sie mit ihrer Beschwerde nicht die Korrektur eigener Rechenfehler 

verlange, sondern sie die Anerkennung der von ihr korrekt angegebenen 

Offertsumme in der Höhe von Fr. 948'814.20 anstrebe ohne Berücksichti-

gung der eigenmächtigen und unrechtmässigen Korrekturen durch die Be-

schwerdegegnerin. Weil das Beschwerdeverfahren durch die unrechtmäs-

sigen Abänderungen der Beschwerdegegnerin verursacht worden sei, und 

sie zudem nicht bereit gewesen sei, ihren Vergabeentscheid vor Ablauf der 

Rechtsmittelfrist in Wiedererwägung zu ziehen, sei der Beschwerdeführerin 

nichts anderes übriggeblieben, als die vorliegende Beschwerde einzurei-

chen.

10. Am 7. Januar 2020 wehrt sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik ge-

gen die Vorwürfe der Beschwerdeführerin. Deren Angebot enthalte eine 

Vielzahl von Additionsfehlern bzw. von falsch berechneten Zwischensum-

men, die weit verstreut im Angebot lägen und deshalb selbst einem fach-

kundigen Prüfer nicht ins Auge springen würden. Das Angebot der Be-

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schwerdeführerin leide an Rechenfehlern, welche sie sich selber zuzu-

schreiben habe. Der Beschwerdegegnerin könne nicht angelastet werden, 

diese nicht entdeckt zu haben; sie habe daher auf die angegebenen Zwi-

schensummen vertrauen dürfen und die Additionsfehler dieser Zwischen-

summen nach bestem Wissen und Gewissen korrigieren dürfen. Eine Wie-

dererwägung sei schon deshalb innert der kurzen Beschwerdefrist nicht in 

Frage gekommen, weil ein solcher Entscheid auch die Zuschlagsempfän-

gerin betroffen hätte, der vorgängig das rechtliche Gehör hätte gewährt 

werden müssen. An der beantragten Überbindung der Verfahrenskosten 

an die Beschwerdeführerin und dem Absehen von einer Parteientschädi-

gung hielt sie fest.

11. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte dem Gericht am 14. 

Januar 2022 seine Honorarnote über einen Gesamtbetrag von Fr. 5'492.60 

ein.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Zuschlagsentscheid vom 8. Oktober, 

mitgeteilt am 21. Oktober 2021, worin die Beschwerdegegnerin die ausge-

schriebene Beschaffung von Lüftungsanlagen (BKP 244) zum Preis von 

CHF 972'606.39 an die Zuschlagsempfängerin erteilte. Damit konnte sich 

die Beschwerdeführerin mit dem Preisangebot von CHF 948'814.20 (nach 

der "Offertbereinigung" durch die Beschwerdegegnerin allerdings auf CHF 

1'011'979.30 erhöht) nicht einverstanden erklären, weshalb sie dagegen 

am 12. November 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhob und 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Erteilung des Auf-

trags an sich selber beantragte, eventualiter sei die Sache zur Neuausfäl-

lung des Entscheids an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, sube-

ventualiter sei die Rechtswidrigkeit des Entscheids festzustellen; alles un-

ter Kosten- und Entschädigungsfolge. Es ist demnach die Rechtmässigkeit 

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des Vorgehens der Beschwerdegegnerin und deren Zuschlagsentscheids 

an die Zuschlagsempfängerin (prozessual Beigeladene) zu prüfen.

1.2. Die strittige Auftragsvergabe untersteht unbestritten dem öffentlichen Be-

schaffungsrecht. Konkret kommen die einschlägigen Normen des revidier-

ten (GATT/WTO-)Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswe-

sen (SR 0.632.231.422), der Interkantonalen Vereinbarung über das öffent-

liche Beschaffungswesen (IVöB; SR 172.056.5 [BR 803.510]), des Submis-

sionsgesetzes für den Kanton Graubünden (SubG; BR 803.300) mitsamt 

zugehöriger Submissionsverordnung (SubV; BR 803.310) zur Anwendung. 

Das vorliegende Verfahren vor Verwaltungsgericht richtet sich nach dem 

Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100).

1.3. An der eingereichten Beschwerde gibt es weder bezüglich ihrer Form (= 

Erfordernis an Rechtsschriften nach Art. 38 VRG [Rechtsbegehren; Sach-

verhalt; Begründung]) noch bezüglich der Wahrung der 10-tägigen Rüge-

frist nach Art. 15 Abs. 2 IVöB und Art. 26 Abs. 1 SubG etwas auszusetzen, 

zumal das Ziel der Beschwerde materiell klar erkennbar ist und die Rechts-

schrift vom 12. November 2021 gegen den Zuschlagsentscheid vom 8. Ok-

tober,  mitgeteilt am 21. Oktober 2021, als eingeschriebene Post empfan-

gen von der Beschwerdeführerin nachweislich am 2. November 2021, auch 

innert der gesetzlichen Anfechtungsfrist von 10 Tagen erfolgt ist. Die Be-

schwerde ist infolgedessen frist- und formgerecht eingereicht worden.

1.4. Nach Art. 15 Abs. 1 IVöB (Beschwerde an unabhängige kantonale Instanz 

zulässig) bzw. Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG (Beschwerde an das Verwaltungs-

gericht) kann namentlich gegen den Zuschlag und den Ausschluss vom 

Vergabeverfahren Beschwerde erhoben werden. Die örtliche und sachliche 

Zuständigkeit des angerufenen Verwaltungsgerichts ist damit gegeben, da 

es um die gerichtlich unabhängige Überprüfung des angefochtenen Zu-

schlagsentscheids vom 8. Oktober 2021 geht.

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1.5. Zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist 

legitimiert, wer durch den strittigen Entscheid berührt und ein schutzwürdi-

ges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Art. 50 VRG). Die 

Legitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als nicht berück-

sichtigte Bewerberin eine reelle Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechts-

mittels den Zuschlag zu erhalten; ob dies zutrifft, ist aufgrund der Begehren 

und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Im konkreten Fall ist die 

Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin als ursprünglich preis-

günstigste Anbieterin zu bejahen, verlangt sie doch die Auftragsvergabe an 

sich selber und hätte deshalb den Zuschlag erhalten, wenn die Bereinigung 

ihrer Offerte mit Erhöhung des Angebots auf CH 1'011'979.30 durch die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht erfolgt ist.

1.6. Die Überprüfung von Vergabeentscheiden beschränkt sich laut Art. 16 Abs. 

1 IVöB i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SubG auf Rechtsverletzungen einschliesslich 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie auf unvollständige 

oder unrichtige Sachverhaltsfeststellungen. Dabei kann das Verwaltungs-

gericht sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen 

(Art. 16 Abs. 2 IVöB i.V.m. Art. 27 Abs. 2 SubG). Vielmehr hat es Lösungen 

der Vergabebehörde zu akzeptieren, die mit sachlichen Gründen vertretbar 

sind, auch wenn eine andere Lösung als zweckmässiger erschiene (vgl. 

dazu Urteile des Verwaltungsgerichts [VGU] U 19 14 vom 19. März 2019 

E.2.2.3.1, U 19 7 vom 19. März 2019 E.7, U 18 52 vom 30. Oktober 2018 

E.5.2). Das Gericht kann nur dort eingreifen, wo eine Bewertung erwiese-

nermassen falsch und sachlich nicht haltbar ist; Voraussetzung für ein Ein-

greifen und somit eine Korrektur ist der Nachweis einer willkürlichen, sach-

lich nicht zu rechtfertigenden Bewertung eines Kriteriums.

2. Materiell geht es um die "Bereinigung von Angeboten" bzw. die "Korrektur 

von Fehlern". Im konkreten Fall liegt ein Devis zur Beurteilung, in dem auf 

186 Seiten Einzelpositionen offeriert werden müssen (1. Ebene). Fortlau-

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fend sind dort auch Positionen mit Zwischentotals (2. Ebene) auszufüllen. 

Auf den Seiten 186-192 folgt die Zusammenstellung dieser Zwischentotals, 

welche zu Gesamtbeträgen zusammengestellt werden für die Sammelpo-

sitionen 'Übergangsposition' (BKP 240) sowie 'Lufttechnische Anlagen' 

(BKP 244) mit den Teilbereichen 'Küche' (BKP 244.1), 'West' (BKP 244.2), 

'Ost' (BKP 244.3), und 'Gewerksübergreifende Befestigung DG/Spezial-

schächte Lüftung' (BKP 244.4), nachfolgend als Sammeltotals (3. Ebene) 

bezeichnet. Die Summe der BKP 240 und 244 ergeben dann die Offert-

summe 'Total Brutto Neubau', zu welcher noch der Betrag 'Total Brutto Um-

bau EG Altbau' hinzuzuzählen ist und nach Abzug von Rabatt und Skonto 

sowie Hinzurechnung der MWST die Offertsumme Total Netto ergibt. Die 

Beschwerdegegnerin hat dazu anlässlich der "Bereinigung der Offerte" der 

Beschwerdeführerin namentlich zwei Fehler bei den "Zwischentotals" (2. 

Ebene) erkannt und korrigiert; ein weiterer, kleinerer Fehler wurde von ihr 

übersehen. So im Einzelnen (1) beim Offertteil 'Lufttechnische Anlagen, 

Küche' [BKP 244.1] (kleiner Fehler); (2) im Abschnitt 'West' [BKP 244.2] bei 

der Position 'Apparate' [BKP 244.2.0] sowie (3) im Abschnitt 'Ost' [BKP 

244.3]. Nach Vornahme der Korrekturen der zwei erkannten Fehler in den 

"Zwischentotals" durch die Beschwerdegegnerin ergab sich eine Diskre-

panz beim Zusammenrechnen der Einzelpositionen sowie der Sammelpo-

sitionen (= Zwischentotals). Angesichts der Fülle von Einzelpositionen (auf 

186 Seiten) hat die Beschwerdegegnerin von den Sammelpositionen aus 

gerechnet und (an sich mathematisch korrekte) Korrekturen vorgenom-

men. Die Positionen BKP 244.2 und BKP 244.3 wurden dadurch einmal um 

CHF 29'646.-- und einmal um CHF 44'909.-- nach oben korrigiert, was die 

Offerte der Beschwerdeführerin in der Position 'Total Brutto Neubau' von 

ursprünglich CHF 953'299 gemäss Zusammenstellung der Vergabe-

behörde (vgl. Akten Beschwerdeführerin [Bf-act.] 4) auf neu CHF 

1'027'576.-- anhob. Nach Berücksichtigung der weiteren, unveränderten 

Positionen ergab sich somit nach Berücksichtigung von Rabatt, Skonto und 

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MWST ein neuer Gesamtoffertbetrag in der Höhe von CHF 1'011'979.30 

(anstatt dem ursprünglichen Gesamtangebot von CHF 948'814.20).

2.1. Das Verwaltungsgericht hat zur 'Bereinigung von Angeboten' bzw. zur 'Kor-

rektur von Fehlern' bereits in seinen früheren Urteilen U 21 53 vom 26. 

Oktober 2021 E.2.5 und U 14 64 vom 21. Oktober 2014 E. 3b und 3c Stel-

lung genommen und darin seine langjährige Praxis zu 'Rechenfehlern' 

bestätigt. 

2.2. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Anträge und der Argumentation der 

Beschwerdeführerin ist der einschlägige Art. 24 SubV, der wie folgt lautet:  
Art. 24 SubV Prüfung und Bereinigung 
1 Die Angebote sind auf die Einhaltung der Formvorschriften zu überprüfen. 
2 Danach werden die Angebote technisch und rechnerisch bereinigt sowie aufgrund der 

                    Eignungs- und Zuschlagskriterien geprüft. Im Bedarfsfall können Dritte als Sachver-

                    ständige beigezogen werden.
3 Offensichtliche Rechnungsfehler, das heisst fehlerhafte arithmetische Operationen mit

                    im Angebot richtig aufgeführten Grössen, sind zu korrigieren. Unzulässig ist hingegen 

                    die Korrektur von Kalkulationsfehlern und Fehlern in der Preiserklärung.
4 Nach der Prüfung und Bereinigung wird eine Vergleichstabelle über die Angebote erstellt.

2.3. Aus dem Verhandlungsverbot (Art. 19 SubG) ergibt sich das Prinzip der 

grundsätzlichen Unveränderbarkeit der Angebote nach deren Einreichung 

bei der Vergabebehörde (Art. 18 SubG und Art. 25 SubV). Im Rahmen der 

Offertbereinigung kann die Vergabebehörde zwar offensichtliche Rech-

nungsfehler korrigieren. Die Korrektur von Kalkulationsfehlern und Fehlern 

in der Preiserklärung kommt allerdings nicht in Frage (Art. 24 SubV). Aus-

serdem kann die Vergabebehörde von den Anbietern Erläuterungen be-

züglich ihrer Eignung und ihres Angebots verlangen. Diese nachträglichen 

Auskünfte dürfen aber keine Änderung der Angebotsgrundlagen oder der 

offerierten Preise zur Folge haben. Es dürfen nur vorhandene Offertinhalte 

im Rahmen der Offertbereinigung klargestellt oder präzisiert werden (Art. 

25 SubV; vgl. zum Ganzen: GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffent-

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lichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, N 710-712). 

Auf jeden Fall ist die Gleichbehandlung der Anbietenden im Offertbereini-

gungsprozess zu gewährleisten. Bei den nachträglichen Erläuterungen ist 

zu vermeiden, dass auf diese Art und Weise verdeckte Angebote einge-

bracht werden können oder dass Leistungsinhalte absichtlich offengelas-

sen werden, um das Angebot nachträglich in Kenntnis der Konkurrenzof-

ferten anzupassen. Bei der Bereinigung der Angebote ist zu beachten, dass 

diese nicht nur hinsichtlich des Preises sondern auch in Bezug auf die of-

ferierte Leistung nach Ablauf der Eingabefrist nicht mehr geändert werden 

dürfen. Insbesondere Offertbereinigungen technischer Natur, die über die 

Berichtigung von Rechnungsfehlern oder anderen offensichtlichen Irrtü-

mern oder Fehlern hinausgehen, sind zurückhaltend zu handhaben und 

dürfen nicht zu einer Änderung des Leistungsinhaltes führen. Neben offen-

sichtlichen Rechnungsfehlern dürfen u.U. auch andere eindeutig als solche 

erkennbare Versehen und Irrtümer korrigiert werden. In Frage kommen z.B. 

offensichtliche Schreibfehler (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., N 713-

724). Rechnungsfehler sind fehlerhaft durchgeführte Operationen mit im 

Angebot aufgeführten Grössen. Rechnungsfehler müssen offensichtlich 

sein, damit sie noch korrigiert werden dürfen und es muss eine unlautere 

Absicht der Anbieterin ausgeschlossen sein. Zudem muss der tatsächliche 

Wille der Anbieterin feststehen, um einen Rechnungsfehler korrigieren zu 

können (PVG 1990 Nr. 7; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., N 725-739).

2.4. Übertragungsfehler können im Gegensatz zu Rechenfehlern jedoch nicht 

nachträglich korrigiert werden. Wenn die Vergabebehörde im Rahmen der 

Offertbereinigung feststellt, dass eine Position in der Offerte nicht der 

Summe der angeführten Beträge entspricht, so darf sie die Position nicht 

entsprechend korrigieren. Vielmehr ist ein Additionsfehler anzunehmen, 

der entsprechend zu korrigieren ist und nicht ein in der Angebotssumme 

nicht zu korrigierender Übertragungsfehler (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 

a.a.O., N 731 mit Hinweis auf das Urteil des Kantonsgericht Freiburg FR 

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602 2008-21 vom 5. Juni 2008). Submissionsrechtlich betrachtet muss die 

Anbieterin folgerichtig eine mit einem Übertragungsfehler behaftete Offerte 

grundsätzlich gegen sich gelten lassen. Mit dieser Bestimmung sollen Ma-

nipulationen an den Angeboten nach Offertöffnung möglichst ausgeschlos-

sen werden, um die Chancengleichheit zu wahren. Zudem soll im Sinne 

der Klarheit und Transparenz verhindert werden, dass die Vergabebehörde 

selbst Nachforschungen anstellt, ob tatsächlich irgendwelche Fehler vorlie-

gen. Den Offerierenden wird somit bei der Ausfüllung ihrer Offertunterlagen 

die zumutbare Sorgfaltspflicht auferlegt, dafür zu sorgen, dass sie den Ge-

samtpreis eintragen, der auch ihrem klaren Äusserungswillen entspricht. 

Massgebend sind grundsätzlich immer die Einzelpositionen im Devis und 

der sich daraus ergebende Gesamtangebotspreis; und nicht etwa (falsche) 

Zwischentotale aufgrund anderweitig nicht erklärbarer Übertragungsfehler. 

Dementsprechend dürfen Angebote nach der Offertöffnung materiell auch 

nicht mehr verändert werden. Irgendwelche Korrekturen der Offerte sind 

einzig und allein bei "offensichtlichen Rechenfehlern" zulässig, aber gerade 

nicht bei anderweitig nicht auf den ersten Blick erklärbaren Rechen- oder 

Übertragungsfehlern bei Sammelpositionen bzw. bloss "Zwischentotalen."     

2.5. Nach dem soeben Gesagten stellt sich folglich grundsätzlich die Frage, ob 

die Beschwerdegegnerin überhaupt berechtigt war, die falschen Zwischen-

totale (auf der 2. Ebene) (mathematisch korrekt) zu korrigieren, obwohl die 

Einzelpositionen (auf der 1. Ebene) als auch der offerierte Gesamtpreis (auf 

der 3. Ebene) dem eigentlichen Äusserungswillen der Beschwerdeführerin 

entsprachen. Eine Rücksprache von Seiten der Beschwerdegegnerin wäre 

in dieser Situation durchaus möglich und sinnvoll gewesen, um die von ihr 

bei den Zwischentotalen festgestellten Unklarheiten auszuräumen. Genau 

aus demselben Grund ist die Sache – bei Gutheissung der Beschwerde 

zufolge fehlender Kompetenz der Beschwerdegegnerin für die aufgerech-

neten Korrekturen – kassatorisch und nicht reformatorisch zur Neuvergabe 

der ausgeschriebenen Arbeiten an die Vergabeinstanz zurückzuweisen.

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2.6. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist die Beschwerdegegnerin 

vorliegend mangels Vorliegens eines "offensichtlichen Rechenfehlers" im 

Sinne von Art. 24 Abs. 3 SubV nicht verpflichtet gewesen, die festgestellten 

Unklarheiten (siehe Aufzählung E.2, hiervor; "Fehler bei Zwischentotals") 

selbst zu korrigieren. Wenn sie aber nach Fehlern forschte und diese dann 

auch korrigierte und deshalb von 'offensichtlichen Rechenfehlern' ausging, 

dann hätten ihre Korrekturen zu 100 % richtig, vollständig und nachvoll-

ziehbar sein müssen, weil sie in diesem Fall zu erhöhter Vorsicht bei der 

Abänderung des bestehenden Gesamtangebotes der Beschwerdeführerin 

verpflichtet gewesen wäre. Mit andern Worten obliegt es bei einer solchen 

Fallkonstellation der Vergabeinstanz, den Nachweis zu erbringen, dass ein 

'offensichtlicher Rechenfehler' (leicht erkennbarer Additionsfehler) vorliegt. 

2.7. Konkret sind im Detail "drei Fehler des Zwischentotals" näher zu würdigen:

Fehler Nr. 1: Beim Offertteil 'Lufttechnische Anlagen, Küche', BKP 244.1, 

ist nachfolgender Fehler im Devis passiert. Auf S. 53 sollte ein 'Wickelfalz-

rohr' offeriert werden. Dazu gab es zwei Positionen, nämlich für Durchmes-

ser 315 mm und für Durchmesser 250 mm. Die Beschwerdeführerin offe-

rierte beim grösseren Durchmesser 4 m à CHF 69.50 [= CHF 278.--] und 

beim kleineren Durchmesser 3 m à CHF 55.-- [= CHF 165.--]; d.h. sie hat 

beim Zwischentotal die Position mit CHF 278.-- vergessen. Als Folgefehler 

wurde in der Sammelposition bzw. beim Zwischentotal 'Kanäle und Rohre' 

(BKP 244.1.1) auf S. 57 des Devis CHF 26'555.-- ausgewiesen. Beide Zah-

len, d.h. die CHF 165.-- und auch die CHF 26'555.-- wurden dann korrekt 

in der Zusammenstellung auf S. 187 der Offerte übertragen, sodass das 

Zwischentotal 'Kanäle und Rohre' BKP 244.1.1 dort mit CHF 26'555.-- ein-

getragen wurde. Das Zwischentotal 'Küche' BPK 244.1 ist im Devis (S. 72) 

sowie in der Zusammenstellung (auf S. 188) mit CHF 216'578.-- ausgewie-

sen, was letztlich die korrekte Zahl ist (nämlich inkl. der zuvor vergessenen 

CHF 278.--, welche im Zwischentotal von CHF 26'555.-- nicht mitenthalten 

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sind). Die Nachberechnung hätte ein Zwischentotal von CHF 26'833.-- er-

geben. Dieser Fehler ist ein 'echter Rechnungsfehler' der Beschwerdefüh-

rerin, den die Beschwerdegegnerin aber nicht erkannt und somit auch nicht 

korrigiert hat. Angesichts der Geringfügigkeit des abweichenden Betrags 

(CHF 278.--) im Vergleich zur Offertsumme kann dieser Fehler als vernach-

lässigbar eingestuft werden, zumal er keinerlei Einfluss auf die Reihenfolge 

der Angebote hat. Dieser (kleine) Fehler spielt bei der Beurteilung der vor-

liegenden Beschwerde keine Rolle; wäre bei einer Neuvergabe aber zu 

berücksichtigen, was für einen kassatorischen Gerichtsentscheid spricht.  

Fehler Nr. 2: Im Abschnitt 'West' (BKP 244.2) hat die Beschwerdeführerin 

die Position 'Apparate' (BKP 244.2.0) mit CHF 29'646.-- (im Devis S. 73) 

angegeben und auf S. 78 bestätigt; für die Position 'Kanäle und Rohre' 

(BKP 244.2.1) wies die Beschwerdeführerin auf S. 90 für die Position 'Zu-

luft' (BKP 244.2.1.101) ein Zwischentotal von CHF 19'413.-- aus, auf S. 99 

für die Position 'Abluft' (BKP 244.2.1.244) ein Zwischentotal von 

CHF 13'268.--, auf S. 101 für die Position 'Aussenluft' (BKP 244.2.1.387) 

CHF 2'221.-- und auf S. 103 für die Position 'Fortluft' (BKP 244.2.1.453) 

CHF 1'284.--. Auf derselben Seite gab sie als Total für die Sammelposition 

'Kanäle und Rohre' (BKP 244.2.1) einen Betrag von CHF 65'832.-- an, was 

arithmetisch nicht korrekt ist, ergeben die genannten Teilbeträge CHF 

19'413.-- + CHF 13'268.-- + 2'221.-- + CHF 1'284.-- doch insgesamt CHF 

36'186.-- und nicht die aufgeführten CHF 65'832.--. Vergleicht man die bei-

den Zahlen, stellt man fest, dass die Differenz exakt CHF 29'646.-- (= Be-

trag der Position 'Apparate' unter BKP 244.2.0) beträgt. Somit liegt ein 

'Übertragungsfehler' vor, denn im Total von BKP 244.2 wurden CHF 

281'551.-- ausgewiesen, was zwar arithmetisch falsch ist, wenn man die 

Zwischentotals in der Kostenzusammenstellung (BKP 244.2.0 – BKP 

244.2.4) zusammenzählt, hingegen richtig ist, wenn man die Zwischento-

tals auf einer tieferen Ebene (etwa BKP 244.2.1.x) bzw. die Einheitspreise 

(Einzelpositionen, 1. Ebene) zusammenrechnet. Der Fehler ist einzig auf 

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einer Zwischentotalebene geschehen und hätte als reiner 'Übertragungs-

fehler' von der Beschwerdegegnerin gar nicht korrigiert werden dürfen. Sie 

hätte ausschliesslich auf das Total CHF 281'551.-- abstellen müssen. 

Fehler Nr. 3: Im Abschnitt "Ost" (BKP 244.3) beklagt die Beschwerdeführe-

rin denselben Fehler: Das Zwischentotal der Position 244.3.1 'Kanäle und 

Rohre' enthalte schon die Position 244.3.0 'Apparate' im Umfang von 

CHF 44'909.--. Es sei daher nicht das von ihr in der Offerte falsch dekla-

rierte Zwischentotal unter Position 244.3.1 von CHF 107'169.-- massge-

bend, sondern der Gesamtbetrag von CHF 62'260.--, welcher sich aus den 

Zwischentotals [CHF 31'924.-- + CHF 25'984.-- + CHF 2'444.-- + CHF 

1'908.--] zusammensetze. Für die Ermittlung des Totals von BKP 244.3 sei 

indes der korrekte Betrag von CHF 420'080.-- angegeben worden. Auch 

hier kann also nicht von einem 'offensichtlichen Rechenfehler' im Sinne von 

Art. 24 Abs. 3 SubV die Rede sein, womit die Beschwerdegegnerin nicht 

korrigierend hätte eingreifen dürfen, sondern korrekterweise allein auf das 

Total CHF 420'080.-- hätte abstellen müssen.

2.8. Zusammengefasst ergibt sich, dass die vorgenommenen Korrekturen der 

Beschwerdegegnerin im Umfang von CHF 74'555.-- (mit Erhöhungen CHF 

29'646.-- [BKP 244.2] und CHF 44'909.-- [BKP 244.3]) in der Position 'Total 

Brutto Neubau', welche zu einem "Bereinigten Angebot" in der Höhe von 

CHF 1'011'979.30 anstelle der "Ursprünglichen Preisofferte" mit einem An-

gebot von CHF 948'814.20 führte, rechtlich nicht haltbar sind, da die Be-

schwerdegegnerin nicht befugt war, die falschen Zwischentotale über die 

massgebenden Einzelpositionen sowie die Kostenzusammenstellungen zu 

stellen und gestützt darauf das preisgünstigste Angebot der Beschwerde-

führerin im Ergebnis eigenmächtig abzuändern. 

3.1. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen, der angefochtene Zuschlagsent-

scheid vom 8. Oktober 2021 aufzuheben und die Sache an die Beschwer-

degegnerin zur neuen Vergabe im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen. 

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3.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Angesichts der 

Bedeutung des Auftrags und der mittleren Komplexität des Falles erscheint 

eine Staatsgebühr in der Höhe von CHF 4'000.-- als angemessen (vgl. etwa 

Urteile des Verwaltungsgerichts [VGU] U 14 82 vom 25. November 2014: 

Auftragssumme rund CHF 1 Mio. [Staatsgebühr CHF 4'000.--]; U 18 51 vom 

18. Dezember 2018: Auftragsvolumen rund CHF 1 Mio. [Staatgebühr CHF 

5'000.--]). Weil sich die Beigeladene (Zuschlagsempfängerin) nicht an die-

sem Verfahren beteiligt hat, werden ihr auch keine Kosten auferlegt.

3.3. Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die 

durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen 

(Art. 78 Abs. 1 VRG). Es ist dabei grundsätzlich auf die Honorarnote des 

Anwalts der Beschwerdeführerin vom 14. Januar 2022 in der Höhe von 

CHF 5'492.60 (explizit ohne Mehrwertsteuer [CHF 422.95]) abzustellen 

(zusammengesetzt aus: Arbeits-/Zeitaufwand 20.51 Std. à CHF 260.--/Std. 

[CHF 5'332.60] plus Kleinspesenpauschale 3 % [CHF 160.--]). Nach Art. 3 

Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsan-

wältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV]; BR 310.250) gilt 

im Kanton Graubünden üblicherweise ein Stundenansatz von (im Durch-

schnitt) CHF 240.--. Laut Art. 4 Abs. 1 HV kann bei Vorliegen einer Hono-

rarvereinbarung davon abgewichen werden, wobei der maximale Stunden-

ansatz in diesem Fall bei CHF 270.-- liegt. Vorliegend wurde eine entspre-

chende Honorarvereinbarung (Datum 12. November 2021) mit einem Stun-

denansatz von CHF 260.-- (zzgl. MWST) eingereicht. Für das Gericht be-

steht vorliegend keine Veranlassung, diese Kostennote über CHF 5'492.60 

betragsmässig abzuändern. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwer-

deführerin somit eine Parteientschädigung in besagter Höhe zu bezahlen.          

III. Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Zuschlagsent-

scheid vom 8. Oktober 2021 aufgehoben und die Angelegenheit an die 

B.________ AG zur neuen Vergabe im Sinne der Erwägungen zurückge-

wiesen.  

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 4'000.-- 

- und den Kanzleiauslagen von CHF 390.--

zusammen CHF 4'390.--

gehen zulasten der B.________ AG.

3. Aussergerichtlich hat die B.________ AG der A.________ AG eine Partei-

entschädigung von CHF 5'492.60 (ohne MWST) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]