# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a644cefb-8e51-5446-8dbb-987319d5a922
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.05.2022 110 2021 156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-156_2022-05-05.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/156

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 5. Mai 2022

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewie-
sen (VGE 2022/163 vom 07.11.2023). Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen das 
Urteil des Verwaltungsgerichts abgewiesen (BGE 1C_667/2023 vom 03.03.2024).

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1 / Beschwerdegegner 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2 / Beschwerdegegner 2

beide vertreten durch Herrn Fürsprecher E.________

und

Kanton Bern, handelnd durch das Amt für Wasser und Abfall (AWA), Reiterstrasse 11, 
3013 Bern
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter / Beschwerdeführer 3

sowie

Regierungsstatthalteramt Seeland, Amthaus, Stadtplatz 33, Postfach 60, 3270 Aarberg

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Gals, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 2, 
3238 Gals

Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), Abteilung Naturförderung (ANF), 
Schwand 17, 3110 Münsingen

Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Waldabteilung Mittelland, Molkereistrasse 25, 
3052 Zollikofen

Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis III (TBA OIK III), Kontrollstrasse 20, 
Postfach 701, 2501 Biel/Bienne

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Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Seeland vom 5. August 2021 ("Garten-
gestaltung")
I. Sachverhalt

1. Gestützt auf eine Intervention des Amts für Landwirtschaft und Natur (LANAT), Abteilung 
Naturförderung (ANF) und nach einer längeren Vorgeschichte reichte der Beschwerdeführer 1 / 
Beschwerdegegner 1 (im Folgenden: Beschwerdeführer 1) am 25. Mai 2018 ein nachträgliches 
Baugesuch bei der Gemeinde ein für die «Gartengestaltung» auf Parzelle Gals Grundbuchblatt 
Nr. M.________. Die Parzelle liegt zu grossen Teilen in der Kernzone sowie im Ortsbildschutzpe-
rimeter. Ein kleinerer Streifen der Parzelle entlang der nordöstlichen Grenze liegt im Wald / aus-
serhalb der Bauzone sowie im Perimeter des kantonalen Naturschutzgebiets F.________ Auf der-
selben Parzelle befindet sich das Schloss G.________, welches als schützenswertes K-Objekt im 
kantonalen Bauinventar eingetragen ist. Nachdem das Regierungsstatthalteramt Seeland das Ge-
such mit Schreiben vom 15. April 2019 zur Verbesserung zurückwies, reichte der Beschwerdefüh-
rer 1 am 30. August 2019 ein verbessertes nachträgliches Baugesuch für die Gestaltung der Gar-
tenanlage auf dem Grundstück Gals Grundbuchblatt Nr. M.________ ein. 

Am 12. Februar 2020 führte das Regierungsstatthalteramt in Anwesenheit des Rechtsvertreters 
des Beschwerdeführers 1, den involvierten Amts- und Fachstellen des Kantons und einer Vertre-
tung der Gemeinde einen Augenschein vor Ort durch. Dabei wurde festgestellt, dass sich die ge-
samte Uferböschung inkl. Treppe und Plattform auf der I.________ nicht mehr auf dem Grunds-
tück Gals Grundbuchblatt Nr. M.________ befindet, sondern Teil der Gewässerparzelle Gals 
Grundbuchblatt Nr. N.________ im Grundeigentum des von Amtes wegen am Verfahren Beteilig-
ten / Beschwerdeführers 3 (im Folgenden: Beschwerdeführer 3) ist.  

Nach weiteren Korrespondenzen erliess das Regierungsstatthalteramt die Verfügung vom 5. Au-
gust 2021. Darin beurteilte es im Rahmen des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens die fol-
genden Bauten (vgl. Ziff. 2 der Erwägungen der Verfügung vom 5. August 2021): Die östlich ent-
lang der Schlossmauer erfolgte Terrainaufschüttung mit den sich darauf befindenden Bodenplat-
ten, Hühnerstall, Geräteschopf und Quermauer mit Durchgang und Tor; den Sitzplatz im Norden 
der Parzelle; die im Bereich des J.________ liegende Plattform und Treppe; die Aufschüttungen 
und weitere Bauten/Anlagen im Uferbereich; die Bepflanzungen im und rund um den Bereich des 
Naturschutzgebiets F.________ Die Vorinstanz verfügte dabei Folgendes (S. 23 der Verfügung 
vom 5. August 2021:   

«1. Der Bauherrschaft wird für die in den Erwägungen dieser Verfügung umschriebenen baubewilligungs-
pflichtigen Bauvorhaben der Bauabschlag erteilt. 

  2. Wiederherstellung
Der rechtmässige Zustand auf den Parzellen Gals Gbbl. Nrn. M.________ und N.________ ist im Sinne 
der Erwägungen und innerhalb von 9 Monaten ab Eröffnung der vorliegenden Verfügung wiederherzu-
stellen. Zu diesem Zweck werden Gesuchsteller bzw. Grundeigentümer angewiesen, den Sitzplatz im 
Norden der Parzelle, die Aufschüttungen im Uferbereich, die elektrischen Leitungen bzw. Kabel, den 
elektrischen Biberzaun und die Lampen im Uferbereich, die zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum 
Bootssteg sowie die östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bauten – insbesondere die verlegten 
Bodenplatten, den Hühnerstall, den Geräteschopf sowie die Quermauer mit Durchgang und grossem 
Tor – zu entfernen bzw. zurückzubauen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

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Im Falle einer Entsorgung der Bauteile hat diese fachgerecht, nach Art. 9 der Verordnung über die 
Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA1), zu erfolgen. Der Beginn und die Vollendung 
der Wiederherstellungsarbeiten sind der Gemeindeverwaltung Gals zu melden. Erfolgt die vollständige 
Wiederherstellung nicht innerhalb der angesetzten Frist, wird die Gemeinde Gals als Baupolizei-
behörde die für die Wiederherstellung notwendigen Massnahmen auf Kosten der Bauherrschaft durch 
Dritte ausführen lassen (Ersatzvornahme). 

  3. [Androhung Busse]
  4. Kosten

Sämtliche in diesem Verfahren entstandenen Kosten werden dem Gesuchsteller zur Bezahlung aufer-
legt und wie folgt festgesetzt:
Gebühren Regierungsstatthalteramt Seeland Fr. 2000.00
Abteilung Naturförderung Fr.   400.00
Amt für Wald Fr.   400.00
Denkmalpflege des Kantons Bern Fr.   300.00
Oberingenieurkreis III Fr. 1060.00
Gebühren der Gemeinde Gals Fr.   400.00
Total Fr. 4560.00
Die Rechnung erfolgt mit separater Post.

  5. Parteikosten werden keinen gesprochen.
  6. [Eröffnung]»

2. Gegen diese Verfügung gingen zwei Beschwerden bei der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD) ein. Der Beschwerdeführer 1 / Beschwerdegegner 1 und der Beschwerde-
führer 2 / Beschwerdegegner 2 (im Folgenden: Beschwerdeführer 1 und 2) stellen mit Beschwerde 
vom 2. September 2021 die folgenden Anträge:

«1. Es seien die Wiederherstellungsverfügungen gem. Ziff. 2 (3 und 4) der Verfügung des Regierungsstatt-
halteramts Seeland vom 5. August 2021 betreffend 
- Sitzplatz im Norden der Parzelle
- Aufschüttungen im Uferbereich
- 2 Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg
- Östlich entlang der Schlossmauer errichtete Bauten, insb. die verlegten Bodenplatten, den Hüh-

nerstall, den Geräteschopf sowie die Quermauer mit Durchgang und grossem Tor
aufzuheben.

  2. Es seien betreffend die sub. Rechtsbegehren 1 genannten Bauten und Anlagen Duldungsverfügungen 
zu erlassen.

  3. Es seien dem Beschwerdeführer [hier: den Beschwerdeführern 1 und 2] in Aufhebung von Ziff. 1 der 
Verfügung des Regierungsstatthalteramts Seeland vom 5. August 2021 betreffend 
- Sitzplatz im Norden der Parzelle
- Aufschüttungen im Uferbereich
- 2 Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg
- Östlich entlang der Schlossmauer errichtete Bauten, insb. die verlegten Bodenplatten, den Hüh-

nerstall, den Geräteschopf sowie die Quermauer mit Durchgang und grossem Tor
sofern und soweit erforderlich, die nachgesuchten Bau- und Ausnahmebewilligungen zu erteilen.» 

Der Beschwerdeführer 3 beantragt mit Beschwerde vom 6. September 2021 Folgendes:

« Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und durch folgende zu ersetzen:

1 Verordnung des Bundesrats vom 4. Dezember 2015 über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfall-
verordnung, VVEA; SR 814.600).

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Der rechtmässige Zustand auf den Parzellen Gals Gbbl. Nrn. M.________ und N.________ ist im Sinne 
der Erwägungen und innerhalb von 9 Monaten ab Eröffnung der vorliegenden Verfügung wiederherzustel-
len. Zu diesem Zweck wird der Gesuchsteller angewiesen, den Sitzplatz im Norden der Parzelle, die Auf-
schüttungen im Uferbereich, die Plattform auf der I.________, die auf der Uferböschung liegende Treppe, 
die elektrischen Leitungen bzw. Kabel, den elektrischen Biberzaun und die Lampen im Uferbereich, die 
zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg sowie die östlich entlang der Schlossmauer errichte-
ten Bauten – insbesondere die verlegten Bodenplatten, den Hühnerstall, den Geräteschopf sowie die 
Quermauer mit Durchgang und grossem Tor – zu entfernen bzw. zurückzubauen und den ursprünglichen 
Zustand wiederherzustellen.

Im Falle einer Entsorgung der Bauteile hat diese fachgerecht, nach Art. 9 der Verordnung über die Ver-
meidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA), zu erfolgen. Der Beginn und die Vollendung der Wie-
derherstellungsarbeiten sind der Gemeindeverwaltung Gals zu melden. Erfolgt die vollständige Wieder-
herstellung nicht innerhalb der angesetzten Frist, wird die Gemeinde Gals als Baupolizeibehörde die für 
die Wiederherstellung notwendigen Massnahmen auf Kosten der Bauherrschaft durch Dritte ausführen 
lassen (Ersatzvornahme).»

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. Das Regierungsstatthalteramt beantragt mit Eingabe vom 
7. September 2021 die Abweisung der Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 2, soweit darauf 
einzutreten ist. Zur Beschwerde des Beschwerdeführers 3 äussert sich die Vorinstanz nicht. Der 
Beschwerdeführer 3 äussert sich in seiner Funktion als von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter 
in der Stellungnahme vom 4. Oktober 2021 zur Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 2 ohne 
dabei einen Antrag zu stellen. Das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) nimmt mit Schreiben 
vom 23. September 2021 zur Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 2 Stellung und kommt 
zum Schluss, dass es aus waldrechtlicher Sicht keinen Grund gebe, dieser Beschwerde Folge zu 
leisten. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2021 beantragen die Beschwerdeführer 1 und 2 
in ihrer Funktion als Beschwerdegegner 1 und 2 die Abweisung der Beschwerde des Beschwer-
deführers 3. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) verzichtet mit Eingabe vom 4. 
Oktober 2021 auf das Stellen von Anträgen, da es im Vorverfahren nicht involviert war. Die ANF 
äussert sich mit Schreiben vom 6. Oktober 2021 nur zur Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 
2 und beantragt, dass der Amtsbericht vom 6. Mai 2020 (sowie der Amtsbericht vom 9. Oktober 
2019) vollständig übernommen und die rechtmässige Situation im Naturschutzgebiet F.________ 
und im Uferbereich des J.________ wiederhergestellt wird.  

4. Mit Verfügung vom 4. November 2021 gab das Rechtsamt bekannt, dass es die Luftbilder 
von 2007, 2011, 2014 und 2020 der Swisstopo zu den Akten nimmt. Es stellte diese Luftbilder den 
Verfahrensbeteiligten in Kopie zu. Gleichzeitig führte das Rechtsamt aus, dass es aufgrund einer 
summarischen Prüfung gestützt auf die Luftbilder fraglich sei, 
- ob die strittigen Bauten östlich entlang der Schlossmauer (Bodenplatten, Hühnerstall, Geräte-

schopf, von der Schlossmauer ausgehende Quermauer mit Durchgang und grosses Tor) nicht 
erst nach 2007 erstellt worden sein könnten. So scheine die Schlossmauer in Verlängerung 
der Nordostseite des Schlosses auf dem Luftbild 2007 noch nicht zu bestehen und erst im Zuge 
der Realisierung der grösseren Veränderungen vor dem Schloss (vgl. Luftbild 2011 und 2014) 
erstellt worden zu sein. Damit liege nahe, dass auch die strittigen Bauten, die teilweise entlang 
der neueren Schlossmauer situiert sind, erst in diesem Zusammenhang entstanden sein könn-
ten.

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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- ob die zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg nicht erst nach 2011 erstellt worden 
sein könnten. So würden diese Kleinbauten auf dem Luftbild 2011 noch nicht zu bestehen 
scheinen und erst auf dem Luftbild 2014 erstmals erkennbar sein.

Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zu diesen summarischen Ausführungen des 
Rechtsamts zu äussern, wobei insbesondere die Beschwerdeführer 1 und 2 explizit die Gelegen-
heit erhielten, ihren Standpunkt in der Beschwerde, wonach die Bauten östlich entlang der 
Schlossmauer Ende 19. / anfangs 20. Jahrhundert und die Kleinbauten südlich der Treppe zum 
Bootssteg Mitte des 20. Jahrhunderts erstellt worden seien, näher zu begründen / zu belegen. 
Weiter erhielten die Beschwerdeführer 1 und 2 Gelegenheit, gestützt auf ihre Ausführungen in der 
Beschwerde die Fragen zu beantworten, welche Bauten und Anlagen sie als baubewilligungsfrei 
erachten und warum sowie welche Bauten und Anlagen sie als «aufgrund bisherigen Rechts be-
willigt» erachten, unter Einreichung der entsprechenden Baubewilligungen. Schliesslich wurden 
die Beschwerdeführer 1 und 2 gebeten, dem Rechtsamt Fotos der zwei Kleinbauten südlich der 
Treppe zum Bootssteg zuzustellen.

Nachdem eine von den Beschwerdeführern 1 und 2 beantragte Fristerstreckung gewährt wurde, 
äusserte sich der Beschwerdeführer 3 mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 zu den Ausführun-
gen des Rechtsamts in der Verfügung vom 4. November 2021. Die Beschwerdeführer 1 und 2 
nahmen mit Eingabe vom 22. Dezember 2021 unter Einreichung diverser Beilagen Stellung. Von 
den weiteren Verfahrensbeteiligten gingen keine Eingaben ein.

5. Mit Verfügung vom 24. Januar 2022 erhielten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, 
Schlussbemerkungen zum Verfahren einzureichen. Der Beschwerdeführer 3 gab mit Schreiben 
vom 1. März 2022 bekannt, dass er auf das Einreichen von Schlussbemerkungen verzichte. Nach 
zwei Fristerstreckungen nahmen die Beschwerdeführer 1 und 2 mit Schlussbemerkungen vom 
17. März 2022 abschliessend Stellung. 

6. Auf die Rechtsschriften und Stellungnahmen der Fachämter wird, soweit für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauabschlag mit einer Wiederherstellungsverfügung nach Art. 46 
BauG3, der aufgrund eines nachträglichen Baugesuchs ergangen ist. Dieser Gesamtentscheid im 
Sinne von Art. 9 KoG4 kann laut Art. 11 Abs. 1 KoG – unabhängig von den geltend gemachten 
Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten werden, das für das Leitverfahren massge-
blich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 
KoG). Bauentscheide sowie baupolizeiliche Verfügungen können nach Art. 40 und Art. 49 Abs. 1 
BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerden gegen den Gesamtentscheid zuständig. 

b) Der Beschwerdeführer 1 ist als Baugesuchsteller sowie Adressat des Bauabschlags und der 
baupolizeilichen Verfügung durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG, Art. 65 Abs. 1 VRPG5), auch wenn er das streitbetroffene Grundstück mit 

3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
5 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

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Kaufvertrag vom 16. Juli 2021 und Übertragung von Nutzen und Gefahr per 1. September 2021 
veräussert hat. Auch der Beschwerdeführer 2 ist als neuer Grundeigentümer Adressat der ange-
fochtenen Wiederherstellungsverfügung und damit durch den vorinstanzlichen Entscheid be-
schwert. Die Beschwerdeführer 1 und 2 sind daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf ihre 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

c) Der Beschwerdeführer 3 ist Grundeigentümer der von der Wiederherstellungsanordnung 
betroffenen Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. N.________ und damit Adressat der baupolizeili-
chen Verfügung. Er ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinem Antrag auf vollständigen Rück-
bau der nicht bewilligten Bauten auf seiner Parzelle nicht gänzlich durchgedrungen. Im Falle der 
Gutheissung seiner Beschwerde wird der Rückbau der strittigen Bauten auf seiner Parzelle ge-
genüber der Bauherrschaft behördlich und mit Kostenfolgen ihr gegenüber angeordnet. Damit hat 
der Beschwerdeführer 3 als Grundeigentümer – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 
und 2 in der Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2021 – ein schutzwürdiges Interesse an der 
Beschwerdeführung. Er ist gestützt auf Art. 65 Abs. 1 VRPG zur Beschwerdeführung legitimiert. 
Auf seine form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist ebenfalls einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.

b) Die Vorinstanz hat mit der angefochtenen Verfügung einerseits den Bauabschlag «für die in 
den Erwägungen dieser Verfügung umschriebenen baubewilligungspflichtigen Bauvorhaben» er-
teilt (Ziff. 1). Gestützt auf die Erwägungen handelt es sich dabei um die Bauten östlich entlang der 
Schlossmauer (verlegte Bodenplatten, Hühnerstall, Geräteschopf, von der Schlossmauer ausge-
hende Quermauer mit Durchgang, grosses Tor) ohne Terrainaufschüttung, um den Sitzplatz im 
Norden der Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. M.________ und um die Bauten im Bereich des 
J.________ auf Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. N.________ (Plattform auf der I.________, auf 
der Uferböschung liegende Treppe, Aufschüttungen im Uferbereich, elektrische Leitungen bzw. 
Kabel, elektrischer Biberzaun und Lampen im Uferbereich, zwei Kleinbauten südlich der Treppe 
zum Bootssteg). Andererseits verfügte sie bezüglich dieser Bauten die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands (Ziff. 2), wobei sie auf eine Anordnung des Rückbaus der Plattform auf 
der I.________ und der auf der Uferböschung liegenden Treppe aus Gründen des Vertrauens-
schutzes und der Verhältnismässigkeit verzichtete. 

Die Beschwerdeführer 1 und 2 wehren sich in ihrer Beschwerde gegen den Bauabschlag und die 
Wiederherstellungsanordnung hinsichtlich der östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bau-
ten, dem Sitzplatz, der Aufschüttungen im Uferbereich und der zwei Kleinbauten südlich der 
Treppe zum Bootssteg, nicht aber gegen den Bauabschlag und die Wiederherstellungsanordnung 
hinsichtlich der elektrischen Leitungen bzw. Kabel, dem elektrischen Biberzaun und den Lampen 
im Uferbereich. Ebenso wenig wehren sie sich gegen den Bauabschlag für die Plattform auf der 
I.________ und die auf der Uferböschung liegende Treppe. Der Beschwerdeführer 3 macht den 
Verzicht auf den Rückbau der Plattform und der angrenzenden Treppe zum Streitgegenstand.

Nicht Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden damit – neben den von 
der Vorinstanz als baubewilligungsfrei eingestuften Thujahecke entlang der Zufahrt zum Schloss 

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und den weiteren naturfremden Bepflanzungen im Perimeter des Naturschutzgebiets – der Bau-
abschlag für die elektrischen Leitungen bzw. Kabel, dem elektrischen Biberzaun und den Lampen 
im Uferbereich und der für diese Bauten verfügte Rückbau sowie der Bauabschlag für die Plattform 
auf der I.________ und die auf der Uferböschung liegende Treppe.

3. Anwendbares Recht

Nachträgliche Baugesuche sind grundsätzlich nach dem Recht zu beurteilen, das zur Zeit der 
unbewilligten Ausführung des Bauvorhabens anwendbar war. Späteres Recht ist nur anzuwenden, 
wenn es für die Bauherrschaft günstiger ist oder wenn die Bauherrschaft das Baubewilligungser-
fordernis in der Absicht missachtet hat, dem späteren strengeren Recht zuvorzukommen.6 Das 
anwendbare Recht wird nachfolgend – soweit relevant – bei den einzelnen Bauvorhaben anhand 
des jeweiligen Zeitpunkts der Erstellung bestimmt. 

4. Die östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bauten

a) Die strittigen Bauten östlich entlang der Schlossmauer7 (Bodenplatten, Hühnerstall, Geräte-
schopf, von der Schlossmauer ausgehende Quermauer mit Durchgang und grosses Tor) befinden 
sich im Bereich des heutigen Naturschutzgebiets F.________ und innerhalb der verbindlich fest-
gelegten Waldgrenze nach Art. 10 Abs. 2 WaG8 und damit im Nichtbaugebiet.

Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid zusammengefasst aus (Erwägungen 4-6), das 
Verlegen der Bodenplatten und die weiteren Bauten und Anlagen in diesem Bereich würden zu 
Veränderungen des Naturschutzgebietes führen, womit das Schutzinteresse betroffen sei und die 
Bauten in Anwendung von Art. 7 Abs. 2 BewD9 grundsätzlich baubewilligungspflichtig seien. Man-
gels Berücksichtigung dieser Bauten im Regierungsratsbeschluss vom 19. November 1975 zum 
Naturschutzgebiet sei von der Errichtung dieser Bauten nach dem 19. November 1975 auszuge-
hen, weshalb bei der Frage der Bewilligungsfähigkeit dieser Schutzbeschluss zu berücksichtigen 
sei. Danach seien alle Veränderungen untersagt, somit auch ein grossflächiges Verlegen von Bo-
denplatten oder das Errichten der weiteren Bauten. Eine Ausnahmebewilligung könne weder in 
Anwendung des Regierungsratsbeschlusses oder des NSchG10, noch in Anwendung von Art. 24 
RPG11 gewährt werden. Für diese Bauten könne daher keine nachträgliche Bewilligung erteilt wer-
den, da diese stark in den geschützten Raum eingreifen würden. Diese Bauten würden insbeson-
dere dazu führen, dass das Naturschutzgebiet F.________ regelmässig zu sachfremden Zwecken 
betreten werde, was in keiner Weise mit dem Schutzzweck des Regierungsratsbeschlusses und 
dem darin festgehaltenen grundsätzlichen Betretungsverbot vereinbar sei. Da die Bauten bereits 
aufgrund des Regierungsratsbeschlusses vom 19. November 1975 nicht bewilligungsfähig seien, 
könne eine Überprüfung der Einhaltung weiterer Bestimmungen, insbesondere des Gewässer-
schutz-, Wasserbau- oder Waldgesetzes unterbleiben. Da die Bauten nicht rechtmässig erstellt 
worden seien und auch nicht nachträglich bewilligt werden könnten, würden sie auch keinen Be-

6 BGer 1C_179/2013 vom 15. August 2013, E. 1.2.
7 Vgl. Fotodokumentation als Beilage zum Amtsbericht ANF vom 9. Oktober 2019, S. 2.
8 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0).
9 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
10 Naturschutzgesetz vom 15. September 1992 (BSG 426.11).
11 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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standesschutz geniessen. Die Berufung des Gesuchstellers auf die Besitzstandsgarantie gehe 
daher fehl. 

b) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bringen vor, sämtliche östlich entlang der Schlossmauer er-
richteten Bauten seien vor urvordenklicher Zeit von ihren Rechtsvorgängern errichtet worden. Der 
Zeitraum der ursprünglichen Errichtung gehe zurück auf Ende 19./ anfangs 20. Jahrhundert. Es 
bestehe kein einziger Nachweis, dass diese beanstandeten Bauten nicht bereits seit jeher bestan-
den hätten. Der Beschwerdeführer 1 habe ab Eigentumsübergang (19. Dezember 2003) an den 
vormals aufgrund bisherigen Rechts bewilligten oder sogar baubewilligungsfreien Bauten und An-
lagen lediglich unterhalts- und zeitgemässe Erneuerungsarbeiten im Rahmen von Art. 3 BauG 
veranlasst. Für den Neubau einer Quermauer mit Durchgang und das grosse Tor habe der Be-
schwerdeführer 1 überhaupt keine Veranlassung gehabt, wenn solches nicht bereits bestanden 
hätte. Der Geräteschopf diene als Ökonomieteil und sei standortgebunden, bei einem Schlossbe-
trieb vergleichbar mit einem Landwirtschaftsbetrieb, und dort würden seit jeher Geräte für die Be-
wirtschaftung des Schlossparks, Brennholz für die zahlreichen Feuerstellen, Gartenmobiliar und 
dergleichen eingelagert. Dies sei andernorts nicht möglich, weil das Schloss nicht unterkellert sei 
und weil dieser Schopf andernorts aufgrund des Denkmalschutzes nicht bewilligt würde. Dass ein 
Nutztiergehege, als kleine Fahrnisbaute erstellt, die Zielsetzungen der Naturschutzgesetzgebung 
oder der Waldgesetzgebung vereiteln oder einschränken könnte, sei geradezu weltfremd. Eine 
als Hundezwinger ausgestaltete Fahrnisbaute der Rechtsvorgänger sei vorbestehend gewesen. 
Die ersetzten und verlegten Natursteinplatten würden der Stabilisierung der altrechtlichen Terrain-
aufschüttung dienen und seien zwingend erforderlich als sichere Grundlage, wenn sporadisch die 
brüchige Schlossumgebungsmauer saniert werden müsse. Was den Regierungsratsbeschluss 
von 1975 und das Bundesgesetz über den Wald betreffe, stütze sich die Vorinstanz lediglich auf 
unzulängliche Vermutungen. Dieser Beschluss zum Naturschutzgebiet habe zudem eine faktische 
Enteignung der Rechtsvorgänger des Beschwerdeführers 1 dargestellt. Schliesslich seien sie der 
Auffassung, dass ihnen aufgrund der Sach- und Rechtslage Bau- respektive Ausnahmebewilli-
gungen hätten erteilt werden müssen.

c) Für die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist vorab der strittigen Frage nachzugehen, 
wann die östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bauten errichtet wurden. Die Vorinstanz 
kam zum Schluss (angefochtener Entscheid, E. 4 letzter Abschnitt, S. 6), dass von der Errichtung 
dieser Bauten nach dem 19. November 1975 und damit nach Inkraftsetzung des kantonalen Na-
turschutzgebiets F.________ auszugehen sei. So habe sich der Regierungsratsbeschluss nicht 
nur darauf beschränkt, das fragliche Gebiet zum Naturschutzgebiet zu erklären. Vielmehr sei darin 
Bezug auf die konkreten Verhältnisse genommen worden, indem etwa auf den Unterhalt des 
Baumbestandes hingewiesen worden sei oder die Bootsanbindestelle explizite Erwähnung gefun-
den habe. Es sei daher davon auszugehen, dass die fraglichen Bauten entlang der Schlossmauer 
auch berücksichtigt und erwähnt worden wären, wenn sie zum Zeitpunkt des Erlasses dieses Be-
schlusses schon vorhanden gewesen wären. Dieser Schluss dränge sich insbesondere darum 
auf, weil diese Bauten dem Schutzbeschluss also solchen diametral entgegenstünden, welches 
ein grundsätzliches Betretungsverbot statuiere und die Störung der Tierwelt untersage. Es sei 
daher davon auszugehen, dass für die Bauten entlang der Schlossmauer im Falle des Vorbeste-
hens im Schutzbeschluss eine Sonderbehandlung vorgesehen worden wäre, andernfalls von einer 
faktischen Enteignung der Grundeigentümerschaft der Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. 
M.________ hätte ausgegangen werden müssen. 

Diese Ausführungen der Vorinstanz sind plausibel und überzeugen. Der Schutzbeschluss des 
kantonalen Naturschutzgebiets F.________ vom 19. November 1975 statuiert sehr weitgehende 
Beschränkungen. So sind gemäss Ziffer 5.4 dieses Beschlusses im Naturschutzgebiet alle Ver-
änderungen untersagt und es dürfen weder Bäume noch Gebüsche beseitigt werden ohne vorhe-
rige Zustimmung des Naturschutzinspektorats (heute ANF), wobei der Unterhalt des Baumbestan-

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des auf Grundstück GZ-Nr. A.________ (gemäss unstrittigen Ausführungen der Vorinstanz die 
heutige Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. M.________) vorbehalten bleibt. Das Naturschutzgebiet 
darf zudem – mit Ausnahme von konkret bezeichneten Ausnahmen (Parkieren von Personenwa-
gen und Fahrrädern auf dem bezeichneten nördlichsten Teil des Gebiets und das Benützen einer 
Bootsanbindestelle im unteren Teil des Altwassers aufgrund einer besonderen Bewilligung) nicht 
betreten werden. Die Ausnahmen vom statuierten Veränderungs- und damit Bauverbot und vom 
Betretungsverbot wurden damit konkret umschrieben. Aus diesem Detaillierungsgrad muss – den 
Ausführungen der Vorinstanz folgend – abgeleitet werden, dass auch für die strittigen Bauten 
östlich entlang der Schlossmauer, welche gerade der Begehung des Naturschutzgebietes dienen 
(Bodenplatten, Durchgang in Quermauer, grosses Tor) bzw. eine Begehung dieses Naturschutz-
gebiets nötig machen (Hühnerstall, Geräteschopf), eine Ausnahme statuiert worden wäre, wenn 
diese im Zeitpunkt des Erlasses des Schutzbeschlusses am 19. November 1975 schon vorhanden 
gewesen wären. Die Beschwerdeführer 1 und 2 bestreiten diese Ausführungen der Vorinstanz 
zwar pauschal als «unzulängliche Vermutungen», begründen aber nicht näher, wieso diese falsch 
sein sollten. Sie vermögen insbesondere ihren Standpunkt, wonach diese Bauten Ende 19./ an-
fangs 20. Jahrhundert errichtet worden sein, weder im vorinstanzlichen Verfahren noch im Be-
schwerdeverfahren vor der BVD in irgendeiner Weise zu plausibilisieren geschweige denn zu be-
legen, obwohl sie dies in der Beschwerde (S. 4) mit Verweis auf ihre Eingaben ihm vorinstanzli-
chen Verfahren – ohne nähere Ausführungen – behaupten. Im Beschwerdeverfahren gab das 
Rechtsamt den Beschwerdeführern 1 und 2 mit Verfügung vom 4. November 2021 ausdrücklich 
Gelegenheit, ihren Standpunkt, wonach die Bauten östlich entlang der Schlossmauer Ende 19./ 
anfangs 20. Jahrhundert errichtet worden sein, näher zu begründen / zu belegen. Auch nach die-
ser Aufforderung jedoch wiederholten die Beschwerdeführer 1 und 2 in ihrer Eingabe vom 22. 
Dezember 2021 einzig ihre Behauptung, ohne diese näher zu begründen bzw. zu belegen. Sie 
unterliessen es dabei trotz ihrer Mitwirkungspflicht12 auch, die von ihr erwähnten, allfällig sach-
dienlichen Hinweise des vormaligen Eigentümers bzw. des Baustellenleiters des Beschwerdefüh-
rers 1 beizubringen, weshalb sich das Rechtsamt mangels konkreten Anhaltspunkten für den Er-
halt solcher sachdienlicher Hinweise auf diesem Weg nicht veranlasst sah, dem Antrag der Be-
schwerdeführer 1 und 2 auf Zeugenbefragung dieser Personen nachzukommen. 

Wer aus einer beweisbedürftigen Tatsache etwas für seinen Rechtsstandpunkt ableiten will, trägt 
die Beweislast und damit auch die Folgen der Beweislosigkeit.13 Den Beweis für ihre Aussage, 
wonach die strittigen Bauten entlang der Schlossmauer bereits Ende 19./ anfangs 20. Jahrhundert 
errichtet worden seien, vermögen die Beschwerdeführer 1 und 2 nach dem Gesagten nicht zu 
erbringen. Selbst eine Plausibilisierung dieser Behauptung lässt sich ihren Eingaben nicht entneh-
men. Demgegenüber erweist sich die Argumentation der Vorinstanz – auch wenn sich diese eben-
falls nicht eindeutig beweisen lässt – als schlüssig und plausibel. Es ist daher mangels Beweis 
des Gegenteils – der überzeugenden Argumentation der Vorinstanz folgend – davon auszugehen, 
dass die Bauten östlich entlang der Schlossmauer erst nach dem 19. November 1975 entstanden 
sind. Ob gestützt auf die im Beschwerdeverfahren zu den Akten genommenen Luftbilder sogar 
von einem deutlich späteren Erstellungszeitpunkt dieser Bauten auszugehen ist, wie dies das 
Rechtsamt mit Verfügung vom 4. November 2021 im Rahmen einer summarischen Beurteilung 
zur Diskussion stellte, kann unter diesen Umständen offen bleiben, da diese Bauten schon ge-
stützt auf das ab 19. November 1975 anwendbare Recht nicht bewilligungsfähig waren (vgl. nach-
folgend).  

d) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bringen in ihrer Beschwerde vor, es handle sich um «vormals 
aufgrund bisherigen Rechts bewilligte oder sogar baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen», 
ohne näher auszuführen, welche Bauten und Anlagen sie damit genau meinen. Auch nach Rück-

12 Vgl. hierzu Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20 N. 1 ff.  
13 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 7. 

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frage des Rechtsamts (Verfügung vom 4. November 2021), welche Bauten und Anlagen ihrer 
Ansicht nach baubewilligungsfrei seien oder aufgrund bisherigen Rechts bewilligt worden seien 
(mit Aufforderung zur Einreichung der entsprechenden Bewilligungen), gaben die Beschwerde-
führer 1 und 2 in der Eingabe vom 22. Dezember 2021 einzig zu bekennen, dass sie sämtliche, 
gemäss Vorinstanz wiederherzustellenden Bauten meinen würden. Die Frage aber, ob diese be-
willigt worden oder gar baubewilligungsfrei gewesen seien, sei von sekundärer rechtlicher Rele-
vanz. Damit ist fraglich, ob die Beschwerdeführer 1 und 2 überhaupt noch an diesen Vorbringen 
festhalten, jedenfalls sind diese nicht zureichend begründet. Was die Baubewilligungspflicht an-
belangt, so verhalten sie sich zudem widersprüchlich, haben sie doch für diese Bauten selber ein 
Baugesuch eingereicht. Ohnehin ist davon auszugehen, dass die strittigen Bauten (Bodenplatten, 
Hühnerstall, Geräteschopf, von der Schlossmauer ausgehende Quermauer mit Durchgang und 
grosses Tor) im Naturschutzgebiet F.________ auch schon nach dem Recht im Zeitpunkt der 
Realisierung dieser Bauten einer behördlichen Kontrolle und damit einer Bewilligungspflicht un-
terstellt waren. So statuierte bereits das ab 1. Juli 1972 geltende Gewässerschutzgesetz14, mit 
welchem erstmals eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vorgenommen wurde, eine 
Baubewilligungspflicht sowohl für Bauten innerhalb der Bauzonen als auch für solche ausserhalb 
der Bauzonen («ausserhalb des im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenzten Gebietes»). 
Auch wenn das RPG erst am 1. Januar 1980 in Kraft trat, dürfte daher die ab damals entwickelte, 
bis heute massgebende Rechtsprechung zur Baubewilligungspflicht auch schon vorher und damit 
im frühestmöglichen Zeitpunkt der Erstellung der hier strittigen Bauten im Jahr 1975 schon gegol-
ten haben. Danach sind Bauten und Anlagen jedenfalls dann bewilligungspflichtig, wenn sie ge-
eignet sind, die Vorstellungen über die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den 
Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchti-
gen. Angesichts der strikten Vorgaben im Schutzbeschluss des betroffenen Naturschutzgebiets 
(insb. Bauverbot für das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art, Verbot jeglicher Veränderun-
gen, grundsätzliches Betretungsverbot) stellen sämtliche strittigen Bauten eine Beeinflussung der 
Nutzungsordnung und eine potenzielle Beeinträchtigung des Naturschutzgebiets dar, womit be-
reits damals von deren Baubewilligungspflicht auszugehen war. Zudem liegen diese Bauten aus-
serhalb der Bauzone, wo die Frage der Baubewilligungspflicht schon seit jeher strengeren Vor-
aussetzungen unterliegt und damit schneller zu bejahen ist als innerhalb der Bauzone. Sodann 
gibt es kein Indiz dafür, dass diese Bauten entlang der Schlossmauer jemals bewilligt worden 
wären, wie dies die Beschwerdeführer 1 und 2 ebenfalls zu behaupten scheinen. Als beweispflich-
tige Partei haben es die Beschwerdeführer 1 und 2 – trotz expliziter Nachfrage auch im Beschwer-
deverfahren – unterlassen, einen Beweis für eine erteilte Bewilligung für eine dieser Bauten zu 
erbringen. Auch diesbezüglich kann ihren Vorbringen daher nicht gefolgt werden. 

Damit steht fest, dass diese Bauten östlich entlang der Schlossmauer bereits im Zeitpunkt der 
Realisierung baubewilligungspflichtig waren und bis heute nie bewilligt wurden. Wenn die Be-
schwerdeführer 1 und 2 nun vorbringen, der Beschwerdeführer 1 habe ab Eigentumsübergang 
(19. Dezember 2003) an diesen Bauten lediglich unterhalts- und zeitgemässe Erneuerungsarbei-
ten im Rahmen von Art. 3 BauG veranlasst, so geht dieser Einwand fehl. So setzt der Bestandes-
schutz nach Art. 3 BauG, sowohl in der heutigen Fassung als auch seit Erlass des Baugesetzes 
1985, die Rechtmässigkeit der Baute voraus. Auch der erweiterte Bestandesschutz nach Art. 24c 
RPG setzt voraus, dass die Baute rechtmässig erstellt wurde (vgl. Art. 41 RPV15). Mangels Recht-
mässigkeit dieser Bauten (nicht baubewilligungsfrei, keine Baubewilligung) können sich die Be-
schwerdeführer 1 und 2 daher nicht auf den Bestandesschutz berufen.  

14 aGSchG; AS 1972 950, Art. 19 und 20.
15 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1); so bereits in der Fassung vom 
28. Juni 2000, in Kraft getreten am 1. September 2000. 

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e) Die hier zur Anwendung gelangenden Schutzbestimmungen des Schutzbeschlusses des 
kantonalen Naturschutzgebiets F.________ vom 19. November 1975 enthalten die folgenden Be-
stimmungen: Nach Ziffer 4 sind in den Naturschutzgebieten dieses Beschlusses u.a. das Errichten 
von Bauten und Anlagen aller Art (Bst. a), die Störung und Beeinträchtigung der Tierwelt (Bst. c) 
und Ablagerungen aller Art (Bst. d) verboten. Im Naturschutzgebiet F.________ sind nach Ziffer 
5.4 Bst. a alle Veränderungen untersagt und es dürfen weder Bäume noch Gebüsche beseitigt 
werden ohne vorherige Zustimmung des Naturschutzinspektorats; vorbehalten bleibt der normale 
Unterhalt des Baumbestandes auf Grundstück GZ-Nr. A.________ (heutige Parzelle Gals Grund-
buchblatt Nr. M.________). Gestattet sind einzig das auf die Tageszeit beschränkte Parkieren von 
Personenwagen und Fahrrädern auf dem bezeichneten nördlichsten Teil des Gebietes sowie das 
Benützen einer Bootsanbindestelle im untersten Teil des Altwassers für Einwohner der Gemeinde 
Gals auf Grund einer besonderen Bewilligung (Bst. b). Das übrige Naturschutzgebiet darf nicht 
betreten werden, und jede Störung der Tierwelt ist untersagt (Bst. c). Gemäss Ziffer 6 schliesslich 
kann die Forstdirektion Ausnahmen von den Schutzvorschriften in besonderen Fällen bewilligen.

Die strittigen Bauten östlich entlang der Schlossmauer (Bodenplatten, Hühnerstall, Geräteschopf, 
von der Schlossmauer ausgehende Quermauer mit Durchgang und grosses Tor) stellen unzwei-
felhaft «Bauten und Anlagen aller Art» im Sinne von Ziffer 4 bzw. «Veränderungen» im Sinne von 
Ziffer 5.4 Bst. a der Schutzbestimmungen dar, welche im Naturschutzgebiet F.________ untersagt 
sind. Dass ein «besonderer Fall» gemäss Ziffer 6 vorliegen soll, welcher die Forstdirektion zur 
Erteilung einer Ausnahme ermächtigt hätte, ist weder erkennbar noch konkret geltend gemacht. 
Ein solcher lässt sich insbesondere auch nicht daraus ableiten, dass der Geräteschopf gemäss 
den Ausführungen der Beschwerdeführer 1 und 2 für die Einlagerung von Geräten für die Bewirt-
schaftung des Schlossparks, von Brennholz für die zahlreichen Feuerstellen und von Gartenmo-
biliar und dergleichen verwendet werde und dies mangels Unterkellerung und aufgrund des Denk-
malschutzes andernorts nicht möglich sei. Abgesehen davon, dass dies ohnehin kein Grund für 
ein Abweichen von den Schutzbestimmungen darzustellen vermag, ist nicht glaubhaft dargetan, 
dass diese Gegenstände nicht sonst wo und vor allem ausserhalb des Naturschutzgebiets unter-
gebracht werden könnten. Ebenso wenig kann das unbelegte Argument, dass die verlegten Na-
tursteinplatten für die Stabilisierung der altrechtlichen Terrainaufschüttung als sichere Grundlage 
und für die sicherere Erreichbarkeit der Schlossumgebungsmauer für deren sporadische Sanie-
rung zwingend erforderlich seien. Mit der für die Ausnahme gemäss Ziffer 6 der Schutzvorschriften 
erforderlichen Zustimmung der Forstdirektion (heute Amt für Wald und Naturgefahren AWN) kann 
daher nicht gerechnet werden, zumal deren Amtsbericht vom 23. Oktober 201916 negativ ausfiel 
und darin explizit festgehalten wird, dass durch diese Bauten der Naturschutz nicht gewährleistet 
ist. 

Eine Ausnahme ist damit ebenso gestützt auf Art. 7 NSchG ausgeschlossen, sollte diese Bestim-
mung als günstigeres Recht zur Anwendung gelangen. Nach dieser Bestimmung können aus 
wichtigen Gründen, insbesondere für Erschliessungen zur Erhaltung der Besiedlung und Sicher-
stellung der Bewirtschaftung abgelegener Gebiete, Ausnahmen von Schutzvorschriften gewährt 
werden, sofern dadurch keine öffentlichen Interessen beeinträchtigt werden. Wie die ANF in ihrem 
Amtsbericht vom 9. Oktober 201917 überzeugend ausführt, gingen der Uferbereich und die Ufer-
böschung des alten K.________ vor der Realisierung dieser Bauten entlang der Schlossmauer 
bis direkt an die Schlossmauer. Der natürliche Uferbereich sei daher durch diese Bauten massiv 
eingeschränkt und beeinträchtigt worden und ein Teil der geschützten Ufervegetation sei zerstört 
worden. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung sind daher – der Einschätzung der 
Fachbehörde folgend – nicht erfüllt. Es fehlt nicht nur einem wichtigen Grund, auch stehen einer 

16 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 161.
17 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 153.

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Ausnahme die Schutzinteressen des kantonalen Naturschutzgebiets als überwiegende öffentliche 
Interessen entgegen. Dies gilt – wie dies die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 6) richtig 
ausführt – für alle strittigen Bauten entlang der Schlossmauer, greifen diese doch allesamt stark 
in den geschützten Raum ein. Es kann auf diese zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden. 

f) Damit steht fest, dass die strittigen Bauten östlich entlang der Schlossmauer den Schutzbe-
stimmungen des Schutzbeschlusses des kantonalen Naturschutzgebiets F.________ vom 19. No-
vember 1975 widersprechen und auch nach heutigem Recht keiner Ausnahme zur Abweichung 
von den Schutzvorschriften zugänglich sind. Diese Bauten sind daher nicht bewilligungsfähig, wo-
mit die Vorinstanz hierfür zu Recht den Bauabschlag erteilt hat. Anzumerken (aber unter diesen 
Umständen irrelevant) bleibt, dass diesen Bauten im Falle einer noch späteren Realisierung (vgl. 
E. 4c, letzter Abschnitt) gemäss den Fachbehörden auch gestützt auf die Waldgesetzgebung und 
die Raumplanungsgesetzgebung nicht bewilligungsfähig wären. 

5. Sitzplatz im Norden der Parzelle

a) Gemäss den unbestrittenen Ausführungen der Vorinstanz (E. 10 des angefochtenen Ent-
scheids) ist der Sitzplatz wie folgt situiert: Der direkt an der Parzellengrenze verlaufende südwest-
liche Teil des Sitzplatzes bis etwa in die Mitte des Sitzplatzes liegt in der Kernzone sowie im 
Ortsbildschutzperimeter. Ein Teil des Sitzplatzes verläuft westlich der Parzellengrenze und damit 
auf dem Grundstück Gals Grundbuchblatt Nr. N.________. Bis ins Zentrum des Sitzplatzes ent-
lang der Zonengrenze der Kernzone verläuft zudem die Waldgrenze. Ein grosser Teil des Sitz-
platzes befindet sich daher im Wald bzw. im Nichtbaugebiet. Die nordöstliche Flanke des Sitzplat-
zes liegt sodann im Gewässerraum. Schliesslich befindet sich der flächenmässig überwiegende 
Teil des Sitzplatzes im Naturschutzgebiet F.________

Die Vorinstanz kam hinsichtlich der Bewilligungsfähigkeit des Sitzplatzes zusammengefasst zu 
folgenden Schlüssen (E. 10/11 des angefochtenen Entscheids): Die baulichen Massnahmen im 
Bereich des Sitzplatzes könnten anhand der Orthofotos im Amtsbericht der ANF vom 10. Oktober 
2018 auf die Zeit nach 2012 eingegrenzt werden. Die vom Beschwerdeführer 1 angerufene Be-
sitzstandsgarantie sei weder nach Art. 3 BauG (innerhalb der Bauzone) noch nach Art. 24c RPG 
(ausserhalb der Bauzone) anwendbar. So könne von einem vorbestehenden Sitzplatz keine Rede 
sein. Bis zur Errichtung des heutigen Sitzplatzes habe an besagter Stelle lediglich eine mit Kies 
ausgelegte Fläche bestanden, welche über Jahrzehnte zunehmend mit Gras und Unkraut über-
wachsen sei. Selbst bei Annahme eines Sitzplatzes falle eine solche neubauähnliche Umgestal-
tung nicht unter die Besitzstandsgarantie nach Art. 3 Abs. 2 BauG, zudem fehle es an der bestim-
mungsgemässen Nutzbarkeit dieses Sitzplatzes nach Art. 24c RPG. Sowohl für den Neubau als 
auch den Unterhalt des Sitzplatzes ergebe sich eine Baubewilligungspflicht schliesslich aus Art. 6 
Abs. 1 Bst. c BewD (e contrario) bzw. Art. 7 Abs. 2 BewD. Der Bewilligungsfähigkeit stehe auch 
hier primär die Bestimmungen des Regierungsratsbeschlusses vom 19. November 1975 entge-
gen. Der übrige Teil des Sitzplatzes, welcher nicht vom Schutzgebiet erfasst sei, entfalle zudem 
auf den Gewässerraum und zum anderen auf die Kernzone gemäss Art. 4 GBR18. Gestützt auf 
den Amtsbericht des Tiefbauamts könne für diesen Bereich keine nachträgliche Bewilligung nach 
der Wasserbaugesetzgebung erteilt werden. Der in der Kernzone gelegene Teil des Sitzplatzes, 
welcher weder vom Naturschutzgebiet noch vom Gewässerraum überlagert werde, aber zusätz-
lich im Perimeter des Ortsbildschutzgebiets liege, sei nur wenige Quadratmeter gross und damit 
zu klein als dass sie noch als Sitzplatz nutzbar sei. 

18 Baureglement der Gemeinde Gals vom 31. März 2017, genehmigt vom AGR am 18. Dezember 2018.

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b) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bringen auch bezüglich des Sitzplatzes vor, dass dieser vor 
urvordenklicher Zeit von ihren Rechtsvorgängern errichtet worden sei. Der Zeitraum der ursprüng-
lichen Errichtung gehe zurück auf Mitte des 19. Jahrhunderts oder anfangs 19. Jahrhundert. Er 
sei weit vor dem Regierungsratsbeschluss vom 19. November 1975 erstellt, mit Kies ausgelegt 
und stark unterkoffert worden, über die Jahrzehnte zunehmend mit Gras und Unkraut überwach-
sen und daher aufgrund von Luftbildern kaum mehr erkennbar gewesen. Der Standort des Sitz-
platzes ergebe sich aus seiner Standortgebundenheit. Die gesamte Parkanlage sei überaus stark 
besonnt und nur am Standort des Sitzplatzes würden sich schattenspendende Bäume und Sträu-
cher befinden. Der Beschwerdeführer 1 habe ab Eigentumsübergang (19. Dezember 2003) an 
den vormals aufgrund bisherigen Rechts bewilligten oder sogar baubewilligungsfreien Bauten und 
Anlagen lediglich unterhalts- und zeitgemässe Erneuerungsarbeiten veranlasst. Es sei nicht zu 
beanstanden, wenn sie den ursprünglich mit Kies ausgelegte und stark unterkofferte Sitzplatz über 
dem nicht beanstandeten Bunker gelegen, im Rahmen von Art. 3 BauG nun mit diskreten Natur-
steinplatten ausgelegt hätten. 

c) Aus den mit Verfügung vom 4. November 2021 zu den Akten genommenen Luftbildern ergibt 
sich in eindeutiger Weise, dass der Sitzplatz nach 2011 erstellt wurde. So ist dieser auf dem Luft-
bild 2011 noch nicht vorhanden und erstmals auf dem Luftbild 2014 erkennbar. Die Behauptung 
der Beschwerdeführer 1 und 2, wonach dieser Mitte des 19. Jahrhunderts oder anfangs 19. Jahr-
hundert errichtet worden sei, ist in keiner Weise belegt und steht in offensichtlichem Widerspruch 
zu den Luftbildern. Der Auffassung der Vorinstanz folgend kann daher der Zeitpunkt der Realisie-
rung des Sitzplatzes auf die Zeit nach 2011 eingeschränkt werden, womit sich das anwendbare 
Recht auf nach diesem Zeitpunkt orientiert, es sei denn, neues Recht sei günstiger (vgl. E. 3). 

d) Die Beschwerdeführer 1 und 2 vermögen auch hinsichtlich des Sitzplatzes – trotz explizitem 
Nachfragen im Beschwerdeverfahren – keinen Beleg/Beweis zu erbringen, dass dieser aufgrund 
bisherigen Rechts bewilligt war. Selbst wenn diese Fläche zudem schon länger «mit Kies ausge-
legt und stark unterkoffert» war und dies als eine Art bewilligungsfreier Sitzplatz bezeichnet wer-
den könnte, so geht der nach 2011 realisierte Sitzplatz mit massiven Steinplatten und Säulen weit 
über diesen Zustand hinaus. Es handelt sich dabei nicht mehr um blosse «unterhalts- und zeit-
gemässe Erneuerungsarbeiten», sondern um eine neue Baute oder zumindest eine neubauähnli-
che Umgestaltung, welche nicht mehr von der Besitzstandgarantie nach Art. 3 BauG (galt unver-
ändert auch schon im Jahr 2011) erfasst ist.19 Auch für die erweiterte Besitzstandsgarantie für 
altrechtliche Bauten ausserhalb der Bauzone nach Art. 24c RPG (ebenfalls bereits 2011 in Kraft) 
geht dieser neue Sitzplatz mit völlig neuem Charakter klar zu weit. Eine Ausnahmebewilligung 
nach diesem Artikel scheitert zudem ohnehin auch – wie dies die Vorinstanz richtig ausführte (E. 
10 angefochtener Entscheid, S. 11 Mitte) – an der fehlenden bestimmungsgemässen Nutzbarkeit 
eines allfällig vorbestehenden Platzes wegen vernachlässigtem Unterhalt sowie an überwiegen-
den, entgegenstehenden Interessen. Auch hinsichtlich des Sitzplatzes können die Beschwerde-
führer 1 und 2 daher aus dem Besitzstandsschutz nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dass der 
Sitzplatz in der nach 2011 realisierten Form mit dieser Grösse, der massiven Bauweise und an 
diesem Standort (diverse Schutzgebiete betroffen, ebenso Gewässerraum, Wald und Nichtbau-
zone) – unabhängig vom allfälligen Vorbestehen einer unterkofferten Kiesfläche – gestützt auf die 
schon 2011 geltenden Art. 22 Abs. 1 RPG, Art. 1a BauG sowie die dazugehörigen Ausführungs-
bestimmungen im BewD (insb. Art. 7 BewD) der Baubewilligungspflicht untersteht, steht ausser 
Frage und wird auch von den Beschwerdeführern 1 und 2 nicht wirklich bestritten.  

e) Der flächenmässig überwiegende Teil des Sitzplatzes befindet sich – wie ausgeführt (E. 5a) 
– im Naturschutzgebiet F.________ Die Bewilligungsfähigkeit des Sitzplatzes scheitert daher be-
reits an den Vorgaben des Schutzbeschlusses dieses kantonalen Naturschutzgebiets vom 19. No-

19 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 3 N. 3a.

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vember 1975, welches alle Veränderungen und baulichen Massnahmen in diesem Perimeter un-
tersagt (vgl. hierzu E. 4e). Dieser Sitzplatz stellt gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen der 
ANF im Amtsbericht vom 9. November 2019 aufgrund der vollen Versiegelung eine klare Beein-
trächtigung des Naturschutzgebietes dar, weshalb wegen überwiegenden entgegenstehenden In-
teressen weder eine Ausnahmebewilligung nach Ziffer 6 der Schutzbestimmungen noch eine sol-
che nach Art. 7 NSchG in Frage kommt. Es liegen zudem auch keine wichtigen Gründe vor, welche 
eine Ausnahmebewilligung rechtfertigen könnten. Solche lassen sich selbstredend auch nicht aus 
dem Einwand der Beschwerdeführer 1 und 2 ableiten, wonach die gesamte Parkanlage überaus 
stark besonnt sei und sich nur am Standort des Sitzplatzes schattenspendende Bäume und Sträu-
cher befinden würden.

Ein grosser Teil des Sitzplatzes befindet sich zudem im Wald bzw. im Nichtbaugebiet. Dass eine 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG nicht in Frage kommt, wurde bereits ausgeführt (E. 5d). 
Eine Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG liegt nicht vor und die weiteren Ausnahme-
bestimmungen nach Art. 24 ff. RPG fallen ausser Betracht. Ohnehin scheitert eine Ausnahme 
nach allen Tatbeständen gemäss Art. 24 ff. RPG an den überwiegenden entgegenstehenden In-
teressen. Der Sitzplatz im Waldareal verstösst zudem auch gegen die Waldgesetzgebung. Wie 
das AWN sowohl in ihrem negativen Amtsbericht vom 23. Oktober 2019 als auch in der Stellung-
nahme vom 23. September 2021 im Beschwerdeverfahren richtig ausführt, stellt die Erstellung 
des Sitzplatzes in der nach 2011 realisierten Form eine Zweckentfremdung von Waldareal dar, 
welche eine Ausnahmebewilligung für die Rodung nach Art. 5 WaG erfordert. Eine solche kann 
gemäss dieser auch schon 2011 geltenden Bestimmung nur beim Vorliegen von wichtigen Grün-
den erteilt werden und setzt voraus, dass das Werk auf diesen Standort angewiesen ist, die Vor-
aussetzungen der Raumplanung erfüllt und die Rodung zu keiner erheblichen Gefährdung der 
Umwelt führt. Den Ausführungen der Fachstelle folgend könnte der Sitzplatz auch ausserhalb des 
Waldareals auf dem Schlossgelände errichtet werden, weshalb die Standortgebundenheit im 
Waldareal nicht gegeben ist. Es fehlt nach dem Gesagten zudem an den wichtigen Gründen sowie 
am Erfüllen der Voraussetzungen der Raumplanung.   

Der Sitzplatz liegt schliesslich teilweise innerhalb des Gewässerraums und bedarf deshalb einer 
Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 Abs. 1 WBG20. Diese Bestimmung galt bereits unver-
ändert im Zeitpunkt der frühestmöglichen Realisierung des Sitzplatzes im Jahr 2011. Das Tiefbau-
amt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis III (TBA OIK III) kam im Amtsbericht vom 18. Oktober 
201921 zum Schluss, dass der neue Sitzplatz dazu geeignet sei, künftig zusätzliche Aufwendun-
gen beim Gewässerunterhalt zu verursachen (Art. 48 Abs. 3 WBG i.V.m. Art. 39a Abs. 1 Bst. h 
WBV22), weshalb keine Wasserbaupolizeibewilligung erteilt werden könne. Ein wichtiger Grund 
für die Lage des Sitzplatzes an genau jenem Ort lasse sich den Unterlagen zudem nicht entneh-
men, womit auch eine wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung nach Art. 48 Abs. 4 WBG nicht 
in Frage komme. Das TBA OIK III verkennt bei diesen Ausführungen jedoch, dass es die Bestim-
mung von Art. 39a Abs. 1 Bst. h WBV (zusätzliche Aufwendungen bei Wasserbau oder Gewäs-
serunterhalt infolge des Vorhabens) im Jahr 2011 noch nicht gab. Das damals anwendbare Recht 
(WBG 200923, WBV 201024) führte die heute in Art. 39a WBV enthaltenen Beeinträchtigungstat-
bestände, welche einer Wasserbaupolizeibewilligung entgegenstehen, noch in Art. 48 Abs. 3 WBG 
2009 auf, wobei der erwähnte Tatbestand von Art. 39 Abs. 1 Bst. h WBV noch fehlte. Ob ein 
anderer der damals aufgeführten Tatbestände von Art. 48 Abs. 3 WBG 2009 einer Wasserbaupo-
lizeibewilligung nach damaligen Recht entgegenstand, ist fraglich, kann aber letztlich offen blei-
ben, da der Sitzplatz ohnehin bereits aus anderen Gründen nicht bewilligungsfähig ist (vgl. oben). 

20 Gesetz vom 14. Februar 1989 über Gewässerunterhalt und Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG; BSG 751.11).
21 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 177.
22 Wasserbauverordnung vom 15. November 1989 (WBV; BSG 751.111.1).
23 Fassung vom 28. Januar 2009, Inkraftsetzung am 1. September 2009.
24 Fassung vom 14. Oktober 2009, Inkraftsetzung am 1. Januar 2010.

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Nur ein kleiner Spickel des Sitzplatzes südwestseitig liegt ausserhalb des Naturschutzgebietes 
und des Waldes / Nichtbaugebiets; er liegt dort im Bereich der Kernzone und des Ortsbildschutz-
gebiets. Diese Teilfläche ist – den Ausführungen der Vorinstanz folgend (E. 11 des angefochtenen 
Entscheids, S. 12 unten / S. 13 oben) – zu gering, als dass sie noch als Sitzplatz nutzbar wäre 
und damit von der restlichen Fläche getrennt beurteilt werden könnte.

f) Damit hat die Vorinstanz auch dem Sitzplatz mangels Bewilligungsfähigkeit nach dem im 
Zeitpunkt dessen Erstellung massgebenden Recht richtigerweise den Bauabschlag erteilt, zumal 
das heute geltende Recht auch nicht milder ist und entsprechend nichts an der fehlenden Bewilli-
gungsfähigkeit ändert.    

6. Aufschüttungen im Uferbereich

a) Die Aufschüttungen im Uferbereich betreffen den Gewässerraum und befinden sich auf Pa-
rzelle Gals Grundbuchblatt Nr. N.________ im Eigentum des Kantons Bern. Dort wurde die Bö-
schung gerodet und grossflächig durch Steine auf einem darunterliegenden Vlies bedeckt. 

Das Regierungsstatthalteramt führte zur Bewilligungsfähigkeit dieser Aufschüttungen aus (E. 17 
des angefochtenen Entscheids), anhand der Luftbilder lasse sich feststellen, dass die Begrünung 
dieses Uferbereichs erst nach 2010 einer anderen Terraingestaltung wich. Die Aufschüttungen 
müssten daher vom Beschwerdeführer 1 selbst vorgenommen worden sein. Dafür spreche auch 
die Tatsache, dass im Uferbereich bzw. unter den Steinen ein Vlies verlegt worden sei. Dieses 
könne unmöglich seit Dekaden Bestand haben und lege nahe, dass die vorgenommenen Verän-
derungen jüngeren Datums seien. Die Amts- und Fachstellen hätten die Steinaufschüttungen im 
Uferbereich einstimmig als klare Beeinträchtigung der Vegetation und Stabilität des Ufers beurteilt. 
Die Terraingestaltung sei folglich aufgrund von Art. 7 Abs. 2 BewD bewilligungspflichtig. Die Vor-
aussetzungen für die Erteilung einer wasserbaupolizeilichen Ausnahmebewilligung seien nicht ge-
geben. 

b) Die Beschwerdeführer 1 und 2 argumentieren, die Aufschüttungen seien vom Beschwerde-
führer 1 zwangsläufig veranlasst worden, weil sich das zuständige Amt keinen Deut um den Ufer-
bereich gekümmert habe und diesen mit Unkraut überwachsen liess, was dazu geführt habe, dass 
der Beschwerdeführer 1 den ihm kostspielig angesetzten englischen Rasen mehrfach habe wie-
derherstellen müssen. Entgegen der Vorinstanz könne weder von irgendwelcher geschützter Ve-
getation im Uferbereich die Rede sein noch sei die Stabilität der Uferböschung, welche sich 20 
Jahre bewährt habe, in Frage zu stellen. 

c) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bestreiten die Ausführungen der Vorinstanz nicht, wonach 
sich die Realisierung der künstlichen Aufschüttungen im Uferbereich durch den Beschwerdefüh-
rer 1 gestützt auf die Luftbilder auf den Zeitraum nach 2010 begrenzen lässt. Die Bewilligungs-
pflicht dieser Aufschüttungen im Gewässerraum ergab sich schon zu diesem Zeitpunkt aus Art. 7 
Abs. 2 BewD, was auch die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht bestreiten. Erst in der Eingabe vom 
22. Dezember 2021 bringen die Beschwerdeführer 1 und 2 neu vor, auch diese Aufschüttungen 
seien vormals bewilligt, ohne dafür jedoch – trotz Aufforderung des Rechtsamts – irgendeinen 
Beleg/Beweis zu erbringen. Diesem Einwand kann daher mit Verweis auf die bisherigen Aus-
führungen (vgl. E. 4d und 5d) nicht gefolgt werden. 

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Einer Bewilligung der Aufschüttungen im Uferbereich stehen – den Ausführungen der ANF im 
Amtsbericht vom 9. Oktober 201925 folgend – die Art. 21 f. des NHG26 entgegen (bereits 2010 
unverändert in Kraft). So darf die Ufervegetation nach Art. 21 Abs. 1 NHG weder gerodet noch 
überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden. Zwar kann die zuständige 
kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder 
Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen 
(Art. 22 Abs. 2 NHG). Gemäss ANF27 geht es dabei nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung  
um Vorhaben des Hochwasserschutzes (Art. 1, 3 und 4 WBG), Vorhaben im Zusammenhang mit 
der Nutzung der Wasserkraft (Art. 29 ff. GschG28), Verbauungen und Korrektionen von Fliessge-
wässern (Art. 37 GschG), das ausnahmsweise Überdecken von Fliessgewässern (Art. 38 GschG), 
Schüttungen von Feststoffen in Seen (Art. 39 GschG), die Spülung und Entleerung von Stauräu-
men (Art. 40 GschG), die Entnahme und Einleitung von Wasser und Abwasser (Art. 42 GschG) 
sowie die Ausbeutung von Kies, Sand und anderen Materialien (Art. 44 GschG). Die vorliegend 
strittige Aufschüttung ist von keinem dieser Tatbestände gedeckt. 

Die Aufschüttungen im Gewässerraum bedürfen sodann gestützt auf Art. 48 Abs. 1 WBG 2009 
einer Wasserbaupolizeibewilligung. Gemäss Amtsbericht des TBA OIK III vom 18. Oktober 2019 
sind die vorgenommenen baulichen Massnahmen aus wasserbaupolizeilicher Sicht problema-
tisch, weil die Böschung durch die Abholzung an Stabilität verloren habe und nun im Falle eines 
Hochwassers die Erosion der Böschung drohe. Die Fachstelle verweigerte die Wasserbaupolizei-
bewilligung daher gestützt auf Art. 39a Abs. 1 Bst. h WBV, da die Erosionserscheinungen an der 
Böschung zu zusätzlichen Aufwendungen im Gewässerunterhalt führen würden. Wie bereits aus-
geführt (E. 5e) fehlte diese Bestimmung in den 2010 anwendbaren Grundlagen (WBG 2009 / WBV 
2010) noch, weshalb sich das TBA OIK III zu Unrecht darauf beruft. Allerdings stellen die vorge-
nommenen Eingriffe in den Uferbereich gestützt auf die Ausführungen der Fachbehörde, wonach 
dadurch die Stabilität verloren gegangen sei und eine Erosion der Böschung drohe, eine Gefähr-
dung oder Beeinträchtigung des Gewässers dar, welche auch nach Art. 48 Abs. 3 WBG 2009 
einer Bewilligung entgegenstand (insb. Art. 48 Abs. 3 Bst. a WBG 2009). Ein wichtiger Grund für 
eine Ausnahme im Sinne von Art. 48 Abs. 4 WBG 2009 ist weder erkennbar noch explizit geltend 
gemacht. Er ergibt sich auch nicht aus dem Einwand der Beschwerdeführer 1 und 2, wonach sich 
das zuständige Amt keinen Deut um den Uferbereich gekümmert habe und diesen mit Unkraut 
überwachsen liess, was eine mehrfache, kostspielige Wiederherstellung ihres angrenzenden eng-
lischen Rasens zur Folge gehabt habe. Den Ausführungen des TBA OIK III folgend sind die vor-
genommenen Aufschüttungen damit auch nicht gestützt auf eine wasserbaupolizeiliche Ausnah-
mebewilligung bewilligungsfähig.

d) Die Aufschüttungen im Uferbereich erweisen sich ebenfalls als formell und materiell rechts-
widrig, weshalb diesem Vorhaben zu Recht der Bauabschlag erteilt wurde. 

7. Zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg

a) Auch die südlich der Treppe zum Bootssteg errichteten zwei Kleinbauten befinden sich im 
Gewässerraum und auf Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. N.________. Die beiden Bauten aus 
Stein befinden sich in der Uferböschung und weisen gemäss Baugesuchsplan eine Länge von 
jeweils rund 7 m und eine Breite von jeweils rund 2 m auf. Auf Aufforderung des Rechtsamts 

25 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 153.
26 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).
27 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 149.
28 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20).

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haben die Beschwerdeführer 1 und 2 Fotos dieser Kleinbauten eingereicht (vgl. Beilage 7 zur 
Stellungnahme vom 22. Dezember 2021).

Gemäss Vorinstanz (E. 20 des angefochtenen Entscheids) bedürfen Bauten und Anlagen im Ge-
wässerraum sowie andere Vorkehren im Gewässerbereich, die auf die Wasserführung, den Ab-
fluss, die Sicherheit und Gestaltung des Gewässerbettes und Ufers, die natürliche Funktionsfähig-
keit oder den Zugang zum Gewässer Einfluss haben, nach Art. 48 Abs. 1 WBG einer Wasserbau-
polizeibewilligung. Die Baubewilligungspflicht ergebe sich bereits daraus. Gestützt auf den Amts-
bericht des TBA OIK III vom 18. Oktober 2019 könne für diese Bauten keine nachträgliche Bau-
bewilligung erteilt werden.

b) Nach Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 wurden auch diese zwei Kleinbauten vor ur-
vordenklicher Zeit von ihren Rechtsvorgängern errichtet. Der Zeitraum der ursprünglichen Errich-
tung gehe zurück auf Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Beschwerdeführer 1 habe ab Eigentums-
übergang (19. Dezember 2003) die vormals aufgrund bisherigen Rechts bewilligten oder sogar 
baubewilligungsfreien Bauten im Rahmen von Art. 3 Abs. 1 und 2 BauG unterhalten und zeit-
gemäss erneuert. Von einer Verstärkung der Rechtswidrigkeit könne keine Rede sein. Diese Bau-
ten seien ausserdem standortgebunden und würden der Unterbringung schlossbetriebsnotwendi-
ger technischer Anlagen und geschlagenem Holz dienen. Standortgebunden seien sie auch, weil 
sie aus denkmalpflegerischer Gründen nicht anderswo auf dem Schlossareal platziert werden 
durften. Das zuständige Amt habe sodann nicht substantiiert dargelegt, wie die zwei Kleinbauten 
den Wasserbau, den Unterhalt oder Gewässer negativ beeinträchtigen würden. Mit den beiden 
Bewilligungen der Liegenschaftsverwaltung des Kantons Bern vom 5. Mai 2003 und des Amtes 
für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern (AGG) habe der Beschwerdeführer 1 überdies 
rechts- und beweisgenüglich nachgewiesen, dass die 70 m2 bewilligten gesteigerten Gemeinge-
brauchs nicht nur die beanspruchte Wasserfläche betreffen würden, sondern integral die Plattform 
mit 20 m2, den Treppenbereich mit 30 m2 und diese Kleinbauten mit 20 m2.

c) Was den Zeitpunkt der Realisierung dieser beiden Kleinbauten anbelangt, so lässt sich die-
ser gestützt auf die im Beschwerdeverfahren zu den Akten genommenen Luftbilder eindeutig auf 
die Zeit nach 2011 einschränken. So sind die beiden Bauten auf dem Luftbild 2011 trotz guter 
Einsehbarkeit dieses Bereich noch nicht zu erkennen. Auf dem Luftbild 2014 sind sie dann deutlich 
zu sehen. Das Rechtsamt konfrontierte die Beschwerdeführer 1 und 2 mit diesem Schluss (Verfü-
gung vom 4. November 2021) und gab ihnen Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen und dabei 
ihren Standpunkt, wonach diese Kleinbauten Mitte des 20. Jahrhunderts erstellt worden seien, 
näher zu begründen / zu belegen. Trotz dieser Aufforderung wiederholten die Beschwerdeführer 
1 und 2 ihre diesbezügliche Behauptung in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2021 lediglich.
Sie vermögen damit ihren Standpunkt als beweispflichtige Partei (vgl. E. 4c) weder im vorinstanz-
lichen Verfahren noch im Beschwerdeverfahren vor der BVD in irgendeiner Weise zu plausibilisie-
ren geschweige denn zu belegen, obwohl sie dies in der Beschwerde (S. 4) mit Verweis auf ihre 
Eingaben ihm vorinstanzlichen Verfahren – ohne nähere Ausführungen – behaupten. Entgegen 
der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 sind die erwähnten Luftbilder eindeutig und die strittigen 
Kleinbauten wären auch auf dem Luftbild 2011 trotz des Vorhandenseins einer gewissen Besto-
ckung erkennbar, wenn sie damals schon bestanden hätten. Sie taugen daher vorliegend als Be-
weismittel. Auf die von den Beschwerdeführern 1 und 2 auch in diesem Zusammenhang bean-
tragte Zeugenbefragung des vormaligen Eigentümers bzw. des Baustellenleiters des Beschwer-
deführers 1 konnte daher auch in Zusammenhang mit diesen zwei Kleinbauten verzichtet werden, 
zumal es den Beschwerdeführern 1 und 2 offen gestanden wäre, allfällige sachdienlichen Hin-
weise dieser Personen im Beschwerdeverfahren beizubringen (vgl. E. 4c).

d) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bringen in ihrer Beschwerde vor, es handle sich um «vormals 
aufgrund bisherigen Rechts bewilligte oder sogar baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen», 

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ohne näher auszuführen, welche Bauten und Anlagen sie damit genau meinen. Auch nach Rück-
frage des Rechtsamts (Verfügung vom 4. November 2021), welche Bauten und Anlagen ihrer 
Ansicht nach baubewilligungsfrei seien oder aufgrund bisherigen Rechts bewilligt worden seien 
(mit Aufforderung zur Einreichung der entsprechenden Bewilligungen), gaben die Beschwerde-
führer 1 und 2 in der Eingabe vom 22. Dezember 2021 einzig zu bekennen, dass sie sämtliche, 
gemäss Vorinstanz wiederherzustellenden Bauten meinen würden. Die Frage aber, ob diese be-
willigt worden oder gar baubewilligungsfrei gewesen seien, sei von sekundärer rechtlicher Rele-
vanz. Damit ist fraglich, ob die Beschwerdeführer 1 und 2 überhaupt noch an diesen Vorbringen 
festhalten, jedenfalls sind diese nicht zureichend begründet. Was die Baubewilligungspflicht an-
belangt, so verhalten sie sich zudem widersprüchlich, haben sie doch für die beiden Kleinbauten 
selber ein Baugesuch eingereicht. Dies zu Recht: Die beiden Kleinbauten unterlagen bereits im 
Zeitpunkt deren Realisierung gestützt auf die schon 2011 geltenden Art. 22 Abs. 1 RPG, Art. 1a 
BauG sowie die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen im BewD der Baubewilligungspflicht. 
Aufgrund ihrer Lage im Gewässerraum und des Betroffenseins des entsprechenden Schutzinter-
esses sind diese Kleinbauten gestützt auf Art. 7 Abs. 2 BewD selbst dann baubewilligungspflichtig, 
wenn sie gestützt auf Art. 6 Abs. 1 BewD eigentlich von der Baubewilligungspflicht befreit wären. 
Es fehlt sodann jegliches Indiz dafür, dass diese beiden Kleinbauten jemals bewilligt worden 
wären, wie dies die Beschwerdeführer 1 und 2 ebenfalls zu behaupten scheinen. Als beweispflich-
tige Partei haben es die Beschwerdeführer 1 und 2 – trotz expliziter Nachfrage auch im Beschwer-
deverfahren – unterlassen, einen Beweis für eine erteilte Bewilligung für diese beiden Kleinbauten 
zu erbringen. Auch diesbezüglich kann ihren Vorbringen daher nicht gefolgt werden. 

Damit steht fest, dass die beiden Kleinbauten bereits im Zeitpunkt der Realisierung baubewilli-
gungspflichtig waren und bis heute nie bewilligt wurden. Wenn die Beschwerdeführer 1 und 2 nun 
vorbringen, der Beschwerdeführer 1 habe ab Eigentumsübergang (19. Dezember 2003) an diesen 
Bauten lediglich unterhalts- und zeitgemässe Erneuerungsarbeiten im Rahmen von Art. 3 BauG 
veranlasst, so geht dieser Einwand fehl. Mangels Rechtsmässigkeit dieser Bauten können sich 
die Beschwerdeführer 1 und 2 weder nach heutigem Recht noch nach dem 2011 diesbezüglich 
unverändert geltenden Recht auf den Bestandesschutz nach Art. 3 BauG, noch auf denjenigen 
nach Art. 24c RPG berufen (vgl. E. 4d).

e) Die Bewilligungsfähigkeit der Kleinbauten im Gewässerraum scheitert an den Vorgaben des 
WBG und des NHG. Es kann grundsätzlich auf die Ausführungen im Zusammenhang mit den 
Aufschüttungen im Uferbereich (E. 6c) verwiesen werden.

Die beiden Kleinbauten mitsamt ihren Zugängen stellen einen unzulässigen Eingriff in die nach 
NHG geschützte Ufervegetation dar, welche dort vollständig zerstört wurde (Art. 21 f. NHG). Ent-
gegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 vermögen ihre Vorbringen, wonach die Bauten 
der Unterbringung schlossbetriebsnotwendiger technischer Anlagen und geschlagenem Holz die-
nen würden, keine Standortgebundenheit im geschützten Uferbereich im Sinne von Art. 22 Abs. 2 
NHG zu begründen, zumal nicht glaubhaft ist, dass diese Anlagen sowie das Holz trotz denkmal-
pflegerischer Einschränkungen nicht irgendwo ausserhalb des Gewässerraums untergebracht 
werden können.   

Die beiden Kleinbauten benötigen sodann ebenfalls eine Wasserbaupolizeibewilligung nach 
Art. 48 Abs. 1 WBG 2009. Das TBA OIK III führte im Amtsbericht vom 18. Oktober 2019 hierzu 
ohne abschliessende Prüfung aus, dass diese bauliche Struktur in der Böschung geeignet sei, 
den Wasserbau, den Unterhalt oder das Gewässer zu beeinträchtigen, weshalb die Wasserbau-
polizeibewilligung nicht in Aussicht gestellt werden könne. Gestützt auf diese fachliche Einschät-
zung muss auch bei diesen baulichen Massnahmen im Uferbereich davon ausgegangen werden, 
dass sie die Stabilität der Böschung beeinträchtigen und die Erosionsgefahr im darunterliegenden 
Uferbereich erhöhen. Die Bauten stellen daher eine Gefährdung oder Beeinträchtigung des Ge-

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wässers dar, welche nach Art. 48 Abs. 3 Bst. a WBG 2009 einer Bewilligung entgegenstand. Ein 
wichtiger Grund für eine Ausnahme im Sinne von Art. 48 Abs. 4 WBG 2009 ist weder erkennbar 
noch explizit geltend gemacht. Ein solcher ergibt sich auch nicht aus den erwähnten Vorbringen 
der Beschwerdeführer 1 und 2 zur angeblichen Notwendigkeit dieser Bauten (fehlender Platz für 
schlossbetriebsnotwendigen Anlagen und das Holz an anderer Stelle).

Ob sich eine allfällige Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch des öffentlichen Gewäs-
sers des dafür zuständigen AGG im Zusammenhang mit der Plattform auf dem L.________ über-
haupt auf den durch die beiden Kleinbauten beanspruchten Uferbereich erstreckt, ist mit Verweis 
auf die Ausführungen des Beschwerdeführers 3 in der Stellungnahme vom 4. Oktober 2021 mehr 
als fraglich, kann aber offen bleiben. So entbindet die Bewilligung für den gesteigerten Gemein-
gebrauch des öffentlichen Gewässers gemäss Art. 8 Schifffahrtsgesetz29 nicht von der Notwen-
digkeit einer Baubewilligung dieser baubewilligungspflichtigen Bauten. Dies geht auch eindeutig 
aus der vom AGG (bzw. vormals von der Liegenschaftsverwaltung des Kantons Bern) ausgestell-
ten Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch Nr. B.________30 hervor, welche die Ertei-
lung von allfällig notwendigen zusätzlichen Bewilligungen (Baubewilligung) vorbehalten (vgl. Ziff. 
1 und 6 der Auflagen). Das Vorliegen einer Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch 
ersetzt die Baubewilligung mit anderen Worten nicht und ändert entsprechend auch nichts an der 
fehlenden Baubewilligungsfähigkeit der strittigen Bauten. Die diesbezüglichen Vorbringen der Be-
schwerdeführer 1 und 2 stossen daher ins Leere.    

f) Insgesamt erweisen sich auch die zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg als 
formell und materiell rechtswidrig, weshalb ihnen zu Recht der Bauabschlag erteilt wurde. 

8. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hinsichtlich der Bauten E. 4 bis 7

a) Die Vorinstanz hat hinsichtlich der östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bauten, 
dem Sitzplatz, der Aufschüttungen im Uferbereich und der zwei Kleinbauten südlich der Treppe 
zum Bootssteg (Bauten gemäss E. 4 bis 7) die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
durch vollständigen Rückbau verfügt und dies in den Ausführungen näher begründet (Bauten öst-
lich entlang der Schlossmauer: E. 7 bis 9 des angefochtenen Entscheids; Sitzplatz: E. 12/13 des 
angefochtenen Entscheids; Aufschüttungen im Uferbereich: E. 18/19 des angefochtenen Ent-
scheids; zwei Kleinbauten: E. 21 des angefochtenen Entscheids).

b) Die Beschwerdeführer 1 und 2 rügen, allfällige Rechtswidrigkeiten seien seit jeher erkenn-
bar gewesen und die 5-jährige bzw. 30-jährige Verwirkungsfrist gelte. Die zuständigen Ämter hät-
ten keine realitätsbezogenen zwingenden öffentlichen Interessen vorgebracht, weswegen nach 
Jahrzehnten oder Jahrhunderten des Tolerierens die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-
stands nicht verlangt werden könne. Für den Sitzplatz, die Aufschüttungen, die zwei Kleinbauten 
und die östlich entlang der Schlossmauer errichteten Bauten habe bezüglich Unzulässigkeit der 
Wiederherstellung genau dasselbe zu gelten wir für die von der Vorinstanz geduldete Plattform 
mit Treppe. Auch diese Bauten seien vorbestehend und lediglich einer Instandhaltung bzw. zeit-
gemässen Erneuerung unterzogen worden, die 5-jährige bzw. 30-jährige Verwirkungsfrist sei 
längst überschritten, die Bauten seien gut und frei sichtbar und einsehbar gewesen und die Gut-
gläubigkeit des Beschwerdeführers 1 sei noch eklatanter als bei der Plattform und Treppe, weil es 
sich um vorbestehende, standortbedingte und zweckbestimmte Bauten und Anlagen gehandelt 
habe. Zufolge Geringfügigkeit würden keine zwingenden öffentlichen Interessen eine Wiederher-
stellungsanordnung erfordern und private Interessen würden überwiegen; selbst bei (bestritte-

29 Gesetz vom 19. Februar 1990 über die Schifffahrt und die Besteuerung der Schiffe (Schifffahrtsgesetz; BSG 767.1).
30 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 33.

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nem) bösem Glauben sei auf die Wiederherstellung zu verzichten, weil die Abweichung vom Er-
laubten unbedeutend sei oder weil die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liege oder 
sonst wie unverhältnismässig sei. Die Vorinstanz habe daher widersprüchlich und willkürlich ge-
handelt. 

c) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die Wiederherstel-
lungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den Ver-
trauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn 
sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des recht-
mässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 
Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.31

d) Die strittigen Bauten liegen – mit Ausnahme eines vernachlässigbaren Spickels des Sitz-
platzes (vgl. E. 5e) – ausserhalb der Bauzone. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt 
die fünfjährige Verwirkungsfrist gemäss Art. 46 Abs. 3 BauG nicht, wenn die Wiederherstellung 
einen bundesrechtlich geregelten Sachverhalt wie das Bauen ausserhalb der Bauzone betrifft.32 
Nach neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung verwirkt eine formell wie auch materiell rechts-
widrige Baute ausserhalb der Bauzone selbst nach 30 Jahren nicht.33 Soweit sich die Beschwer-
deführer 1 und 2 daher auf diese Verwirkungsfristen berufen, so gelangen diese für die strittigen 
Bauten nicht zur Anwendung und sie können daher vorliegend nichts zu ihren Gunsten daraus 
ableiten. Die Beseitigung des rechtswidrigen Zustands kann daher unabhängig von einem allfälli-
gen Überschreiten dieser Fristen nach wie vor verlangt werden. 

e) Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 ist das öffentliches Interesse an der 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes im Allgemeinen gegeben, da das Interesse an 
der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und an der konsequenten Verhinderung von 
Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, generell gross ist.34 Gewichtige öffentli-
che Interessen sind beispielsweise die konsequente Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, der 
Schutz von Natur und Landschaft, der Schutz des Waldes gegen Zweckentfremdung und der 
Schutz des Gewässerraums.35 Die strittigen Bauten befinden sich nicht nur ausserhalb der Bau-
zone, sondern ganz (östlich entlang der Schlossmauer errichtete Bauten) bzw. zu überwiegenden 
Teilen (Sitzplatz) in einem Naturschutzgebiet sowie im Wald oder im Gewässerraum (Aufschüt-
tungen im Uferbereich und zwei Kleinbauten südlich der Treppe zum Bootssteg). Das öffentliche 
Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist daher sehr gross. Dies gilt 
umso mehr, als dem öffentlichen Interesse am konsequenten Vollzug des Bau-, Planungs- und 
Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets besonderes Gewicht zukommt und der Bauherr, der 
ohne Baubewilligung baut, nicht besser gestellt werden soll als ein Bauherr, der sich an die Vor-
schriften hält. Es sprechen daher auch präjudizielle Gründe für eine Wiederherstellung. Schliess-
lich kann – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 – nicht von einer vernachlässig-
baren oder unbedeutenden Abweichung vom Erlaubten gesprochen werden. 

f) Bei gutem Glauben (im baurechtlichen Sinne) der Bauherrschaft kann die Wiederherstellung 
unterbleiben, wenn nicht gewichtige öffentliche oder private nachbarliche Interessen sie 

31 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1.
32 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 11c.
33 BGE 147 II 309 vom 28. April 2021 E. 5.
34 BGE 132 II 21 E. 6.4; Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9a mit Hinweisen auf die Rechtsprechung.
35 BGE 136 II 359 E. 9, 132 II 21 E. 6.4; BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018, E. 6.3; Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., 
Art. 46 N. 9a sowie N. 9b Bst. d erstes Lemma, jeweils mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung.

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gebieten.36 Eine Berufung auf den guten Glauben fällt nur in Betracht, wenn die Bauherrschaft bei 
zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung 
berechtigt.37 Im Allgemeinen gilt die Bewilligungspflicht für Bauvorhaben in der Bau- als auch in 
der Landwirtschaftszone als bekannt.38 Wer bauen möchte, muss sich bei den Behörden nach der 
Bewilligungspflicht erkundigen.39 Die Bauherrschaft, welche die nach den Umständen zumutbare 
Aufmerksamkeit und Sorgfalt vermissen lässt, verdient keinen Schutz und kann sich gegenüber 
einer Wiederherstellungsverfügung nicht auf ihren guten Glauben berufen.40 Selbst bei gutem 
Glauben der Bauherrschaft können gewichtige öffentliche Interessen für eine Wiederherstellung 
sprechen.41 Ist die Bauherrschaft bösgläubig (im baurechtlichen Sinne), so kann auf die Wieder-
herstellung nur verzichtet werden, wenn die Abweichung vom Erlaubten unbedeutend ist oder die 
Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt oder in anderer Weise unverhältnismässig 
wäre.42

Die Beschwerdeführer 1 und 2 konnten vorliegend nicht gutgläubig davon ausgehen, dass sie 
diese strittigen Bauten in mehrfach geschützten Gebieten ohne Baubewilligung hätten vornehmen 
dürfen. Wer bauen und nutzen will, muss sich um die Zulässigkeit seines Tuns kümmern. Dabei 
gilt es zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer 2 das Wissen(müssen) seines Rechtsvor-
gängers (Beschwerdeführer 1) anrechnen lassen muss. Denn die Käuferschaft kann keine bes-
sere Rechtsposition erwerben, als die Verkäuferschaft innehatte.43 Gleiches gilt für den Beschwer-
deführer 1 im Verhältnis zu seinem Rechtsvorgänger. An dieser Anrechnung vermögen auch all-
fällige, im Kaufvertrag und damit privatrechtlich vereinbarte Zusicherungen der Rechtsmängelfrei-
heit, wie sie die Beschwerdeführer 1 und 2 in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2021 (S. 4) 
geltend machen, nichts zu ändern. Die Beschwerdeführer 1 und 2 bzw. deren Rechtsvorgänger 
hätten sich daher vor der Realisierung der strittigen Bauten über die Zulässigkeiten ihres Tuns 
erkunden können bzw. müssen. Bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätten sie wissen müs-
sen, dass diese Bauten bewilligungspflichtig sind und aufgrund der verschiedenen Schutzbestim-
mungen nicht bewilligungsfähig sind. Die Beschwerdeführer 1 und 2 haben es damit unterlassen, 
die notwendigen Abklärungen und Vorkehren vor Baubeginn zu treffen, welche bei gebotener 
Sorgfalt selbst von einem Laien erwartet werden können. Sie haben entsprechend nicht gutgläubig 
gehandelt. Im Übrigen würden die erwähnten, gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. oben) 
selbst bei Gutgläubigkeit die Wiederherstellung erfordern.

Die Beschwerdeführer 1 und 2 berufen sich sodann sinngemäss auf den Vertrauensschutz, indem 
sie geltend machen, die Behörden hätten den realisierten Zustand Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte 
toleriert, obwohl er für sie schon lange wäre erkennbar gewesen. Die blosse Untätigkeit der 
Behörde berechtigt jedoch nicht zur Annahme, das Bauen oder Nutzen sei rechtmässig. Ein blos-
ses Zuwarten der Behörden schafft in der Regel noch kein genügendes Vertrauen und hindert die 
Behörde nicht am späteren Einschreiten, zumal die Bauherrschaft vom Zuwarten der Behörden in 
der Regel profitiert hat. Untätigkeit der Behörde kann nur dann einen Vertrauenstatbestand be-
gründen, wenn die Behörden eine Rechtswidrigkeit über Jahre hinweg duldeten, obschon ihnen 
die Rechtswidrigkeit bekannt war oder hätte bekannt sein müssen, die Verletzung öffentlicher In-
teressen nicht schwer wiegt und die Rechtswidrigkeit für die Bauherrschaft bei gebotener Sorgfalt 

36 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a.
37 BGE 136 II 359 E. 7.1; BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018, E. 6.3; BGer 1C_495/2015 vom 1. Februar 2016, 
E. 6.2.
38 BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018, E. 6.3; Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a.
39 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a zweites Lemma.
40 VGE 100.2008.23496 vom 28. April 2009, E. 4.2.2.
41 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. d erstes und drittes Lemma.
42 BGE 132 II 21 E. 6.4; BGer 1C_344/2017 vom 17. April 2018, E. 5.2.3 und 5.3; Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 
N. 9b Bst. e.
43 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. b mit Hinweisen.

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nicht erkennbar war.44 Zwar ist vorliegend nicht ausgeschlossen, dass die Behörden schon länger 
von den Bauten gemäss E. 4 bis 7 wussten und sie daher schon früher hätte einschreiten müssen. 
Dies ist jedoch irrelevant, da einerseits das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung sehr 
gross ist und damit die Verletzung öffentlicher Interessen schwer wiegt (vgl. E. 8e). Andererseits 
hätten die Beschwerdeführer 1 und 2 – wie ausgeführt (vgl. diese Erwägung, oben) – bei gebote-
ner Sorgfalt wissen müssen, dass diese Bauten baubewilligungspflichtig und nicht bewilligungs-
fähig sind. Sie können sich daher nicht auf den Gutglaubensschutz berufen.

g) Zu prüfen bleibt, ob die angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen verhältnismässig, 
also geeignet und erforderlich sind, um den mit der Wiederherstellung verfolgten Zweck zu errei-
chen. Geeignet ist eine Massnahme dann, wenn damit der gewünschte Erfolg herbeigeführt wer-
den kann. Erforderlich sein bedeutet, dass die gewählte Massnahme nicht weiter geht, als zur 
Herstellung des rechtmässigen Zustandes nötig ist. Ausserdem muss die mit der Wiederherstel-
lung verbundene Belastung der Pflichtigen für diese zumutbar sein, d.h. die Belastung für den 
Pflichtigen muss in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel stehen.45

Formell rechtswidrige Bauten ausserhalb des Baugebiets, die auch nachträglich nicht legalisiert 
werden können, müssen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich beseitigt wer-
den.46 Vorliegend liegen keine Gründe vor, um vom erwähnten bundesgerichtlichen Grundsatz 
der Beseitigung rechtswidriger Bauten abzuweichen. Der von der Vorinstanz verfügte vollständige 
Rückbau der Bauten gemäss E. 4 bis 7 erweist sich als verhältnismässig: So ist dieser Abbruch 
nicht nur geeignet, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, sondern auch erforderlich. 
Ein milderes Mittel für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist weder erkennbar 
noch geltend gemacht. Der komplette Rückbau dieser Bauten ist für die Beschwerdeführer 1 und 
2 auch zumutbar. Das öffentliche Interesse an der vollständigen Wiederherstellung des rechtmäs-
sigen Zustands ist vorliegend sehr gross und von einer unbedeutenden Abweichung vom Erlaub-
ten kann nicht gesprochen werden (vgl. E. 8e). Das öffentliche Interesse überwiegt die Nachteile, 
die den Beschwerdeführern 1 und 2 durch die Wiederherstellung entstehen, zumal diese ange-
sichts des fehlenden guten Glaubens nicht oder nur in verringertem Mass zu berücksichtigen sind 
(vgl. E. 8f). Angesichts der strengen Rechtsprechung47 betrifft dies auch die Vermögensinteres-
sen, welche den Beschwerdeführern 1 und 2 durch die Wiederherstellung anfallen. Ohnehin ma-
chen sie selbst nicht geltend, dass ihnen durch den Rückbau erhebliche Kosten entstehen würden. 
Selbst wenn diese Kosten für den Rückbau nicht leicht wiegen sollten, werden sie von den öffent-
lichen, für den Rückbau und die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sprechenden 
Interessen übertroffen. 

h) Zusammenfassend ergibt sich, dass der komplette Rückbau der formell und materiell rechts-
widrigen Bauten gemäss E. 4 bis 7 entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 im öffent-
lichen Interesse liegt, verhältnismässig ist und den Vertrauensgrundsatz nicht verletzt.
 

9. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hinsichtlich der Plattform auf der 
I.________ und der auf der Uferböschung liegenden Treppe

a) Der von der Vorinstanz erteilte Bauabschlag für die auf der I.________ erstellte Plattform 
und die auf der Uferböschung liegende Treppe wird von den Beschwerdeführern 1 und 2 nicht 
bestritten (vgl. E. 2b), womit die formelle und materielle Rechtswidrigkeit dieser Bauten feststeht. 

44 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9b, Bst. a.
45 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9c.
46 BGE 136 II 359 E. 6; BGE 1C_283/2017 vom 23. August 2017, E. 4; BGE 1C_135/2016 vom 1. September 2016, 
E. 3.3.
47 Vgl. Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 46 N. 9c mit weiteren Hinweisen.

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Der Beschwerdeführer 3 als Grundeigentümer der betroffenen Parzelle Gals Grundbuchblatt 
Nr. N.________ wehrt sich aber gegen den diesbezüglichen Verzicht des Regierungsstatthalter-
amts auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Diesen begründet die Vorinstanz im 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich dem Bootssteg (E. 15) wie folgt: Der Vertrauensschutz stehe 
der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands entgegen, wenn die Baupolizeibehörden zwar 
vor Ablauf der Frist einschreiten, den baurechtswidrigen Zustand aber über Jahre hinaus duldeten, 
obschon ihnen die Gesetzeswidrigkeit bekannt gewesen sei oder sie diese bei Anwendung der 
gebotenen Sorgfalt hätte kennen müssen. Darauf könne sich aber nur berufen, wer selbst in gutem 
Glauben gehandelt habe. Der Beschwerdeführer 1 habe eine am 5. Mai 2003 durch die Liegen-
schaftsverwaltung des Kantons Bern ausgestellte Bewilligung für den gesteigerten Gemeinge-
brauch zu den Akten gereicht. Aus Ziffer 7 dieser Verfügung gehe hervor, dass auch schon dem 
vorherigen Eigentümer des Schlosses der gesteigerte Gemeingebrauch bewilligt worden sei. Ver-
schiedene Fotografien würden zudem nahe legen, dass schon seit längerer Zeit und insbesondere 
bevor der Beschwerdeführer 1 Eigentümer der Parzelle Gals Grundbuchblatt Nr. M.________ ge-
worden sei, ein Bootssteg mit ähnlichem Massen vorhanden gewesen sei. Aufgrund dieses langen 
Bestands und der guten Einsehbarkeit des Stegs vom Uferbereich der linken (Neuenburger) Seite 
sei davon auszugehen, dass die zuständige Baupolizeibehörde bei Anwendung der gebotenen 
Sorgfalt davon hätte Kenntnis nehmen können. Der objektiv rechtswidrige Zustand sei schon ge-
duldet worden, als der Beschwerdeführer 1 die Parzelle erworben habe. In Kombination mit der 
Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch sei davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer 1 die Investition in den Bootssteg gutgläubig getroffen und darauf vertraut habe, den Boots-
steg bwz. den Zugang zum Kanal entsprechend seinem Rechtsvorgänger nutzen zu dürfen. Zif-
fer 6 der Verfügung vom 5. März 2003 sei als allgemeiner Hinweis zu verstehen, dass eine allen-
falls bestehende Baubewilligung für den weiteren Bestand der Anlage massgebend sei. Ein Hin-
weis auf eine noch einzuholende Baubewilligung sei darin nicht zu erkennen. Der Beschwerde-
führer 1 habe davon ausgehen dürfen, dass der Bootssteg rechtmässig erstellt worden sei. Die 
Tatsache, dass er nicht überprüft hat, ob der Bootssteg rechtmässigen Bestand habe, solle ihm 
nicht zum Nachteil geraten und den guten Glauben zerstören. 

Den Verzicht auf den Rückbau der Treppe begründete die Vorinstanz (E. 16 des angefochtenen 
Entscheids) wie folgt: Der Mehrwert der Entfernung der Treppe würde sich in Grenzen halten. Der 
Beschwerdeführer 1 habe aufgrund der Bewilligung zum gesteigerten Gemeingebrauch 
grundsätzlich Anspruch auf Zugang zur Plattform auf der I.________. Bei Entfernung der Treppe 
würde auch der entsprechende Korridor die Ufervegetation einschränken. Eine gut gefestigte 
Treppe, welche einen geordneten Zugang zur Plattform sicherstelle, sei dieser Alternative vorzu-
ziehen. Dabei wäre zwar eine Reduktion der Breite dieses Zugangs auf die Hälfte ausreichend. 
Der teilweise Rückbau auf ein absolut notwendiges Minimum sei aber unverhältnismässig und der 
Mehrwert für den Uferbereich äusserst gering. Das Tiefbauamt habe in seinem Amtsbericht vom 
18. Oktober 2019 festgehalten, dass sowohl die Treppe als auch die Entfernung der Ufervegeta-
tion mit anschliessendem Überdecken mit Steinen zu einer Destabilisierung der Böschung führt. 
Im Sinne der Verhältnismässigkeit ist nach Ansicht der Vorinstanz zur Sicherstellung der Stabilität 
der Böschung bei der Terraingestaltung insgesamt anzusetzen und auf die Entfernung der Treppe 
zu verzichten. Anlässlich des Augenscheins hätten die Vertreter der Amts- und Fachstellen denn 
auch insbesondere die Steinaufschüttung als Beeinträchtigung der Vegetation und Stabilität des 
Ufers erachtet. Die Relevanz der Treppe sei daher in den Hintergrund getreten. Auch dem Inter-
esse einer rechtsgleichen Anwendung der Bauvorschriften verschaffe ein teilweiser Rückbau nur 
einen unwesentlichen Mehrwert. Die Wiederherstellung drohe so reiner Selbstzweck zu sein. 

b) Der Beschwerdeführer 3 bringt vor, entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei auch der Rück-
bau des Bootsteges und der Treppe anzuordnen. Die von der Vorinstanz erwähnte Bewilligung 
zum gesteigerten Gemeingebrauch sei für den ehemaligen, abgebrochenen Bootssteg ausgestellt 

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worden. Für die neu gebaute Plattform sei beim AGG nie um Ausstellung einer neuen Bewilligung 
für den gesteigerten Gemeingebrauch ersucht worden. Die Vorinstanz attestiere dem Beschwer-
deführer 1 zu Unrecht guten Glauben in Bezug auf die Nutzung des Bootstegs sowie die Investi-
tionen in den Bootssteg. So müsse sich die Bauherrschaft das Wissen(müssen) ihrer Rechtsvor-
gänger anrechnen lassen und könne aus dem (rechtswidrigen) Verhalten der Verkäufer nichts für 
sich ableiten und sich nicht auf gutgläubigen Erwerb berufen. Selbst wenn der gute Glaube be-
standen hätte, dann sei er auf den alten, vorbestehenden Steg beschränkt. Er könne nicht ohne 
weiteres auf den Abbruch des alten Stegs und den eigentlichen Neubau der Plattform ausgedehnt 
werden. Spätestens zum Zeitpunkt des Abbruchs des Stegs und der Neuerstellung der Plattform 
hätte der Beschwerdeführer 1 Abklärungen zur Baubewilligungspflicht tätigen müssen. Allgemein 
werde vorausgesetzt, dass die Baubewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt sei. Mangels Gut-
gläubigkeit in Bezug auf den Neubau der Plattform entfalle die Grundlage für einen Vertrauens-
tatbestand. Ein Verzicht der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei 
darüber hinaus angesichts der gewichtigen öffentlichen Interessen selbst dann fragwürdig, wenn 
man den guten Glauben vollumfänglich bejahen könnte. Auch der Rückbau der Treppe sei ver-
hältnismässig. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz bestehe aufgrund der Bewilligung zum 
gesteigerten Gemeingebrauch kein Anspruch auf Zugang zur Plattform. Diese Bewilligung erlaube 
die über den Gemeingebrauch hinausgehende Inanspruchnahme eines öffentlichen Gewässers. 
Sie beinhalte weder eine Baubewilligung für allfällige Anlegestellen, noch beinhalte sie eine Zu-
stimmung zur Nutzung der Parzelle im Uferbereich, noch eine Einverständniserklärung des Grun-
deigentümers der Parzelle im Wasserbereich. Das AGG als verfügende Behörde sei nicht ver-
pflichtet, zu überprüfen, ob für die zu bewilligende Inanspruchnahme von öffentlichen Gewässern 
die nötigen Bau- oder andern Bewilligungen vorhanden seien. Das Vorliegen solcher Bewilligun-
gen werde deswegen in der Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch auch explizit vor-
behalten. Einen Anspruch auf Zugang zur Plattform lasse sich sodann weder aus dem kantonalen 
Schifffahrtsgesetz noch aus der Verordnung über der Erhebung von Abgaben bei gesteigertem 
Gemeingebrauch oder Sondernutzung von öffentlichen Gewässern (AGSGV48) oder aus anderen 
Gegebenheiten ableiten. 

Die Beschwerdeführer 1 und 2 erachten gemäss Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2021 die 
vorinstanzlichen Ausführungen, insbesondere zur Gutgläubigkeit und der guten Einsehbarkeit des 
Bootstegs inkl. Zugang, als richtig. Es seien zudem keine zwingenden öffentlichen Interessen an 
der Wiederherstellung ersichtlich, welche ihre privaten Interessen am Nutzungsrecht überwiegen 
würden. Die Bewilligungen für den gesteigerten Gemeingebrauch interpretiere der Beschwerde-
führer 3 völlig willkürlich. Die Auflage Nr. 1 in der Bewilligung vom 5. Mai 2003 (Vorbehalt der 
Erteilung von allfällig notwendigen zusätzlichen Bewilligungen) sei obsolet, weil der Bootssteg und 
der Zugang dazu seit spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts existiere und damals wohl kaum 
baubewilligungspflichtig gewesen sei. Gestützt auf die Auflage Nr. 5 sei es dem Bewilligungsneh-
mer sodann gestattet, Bootssteg und Zugang zu benützen. Ausserdem sei die Bewilligung vom 
27. November 2017 zu beachten, die keine Auflagen enthalte. Es sei irrelevant, ob der Zugang 
über eine mit Natursteinplatten ausgelegte und sich bestens in die Umgebung einfügende Treppe 
oder – wie früher – über eine Geröll- und Unkrautuferböschung erfolge. Eine Plattform müsse 
sodann zugänglich sein, andernfalls die Installation keinen Sinn mache. Der Beschwerdeführer 3 
unterdrücke weiter die Begriffsdefinition von Art. 1a AGSGV. Gemäss ursprünglicher Bewilligung 
seien 70 m2 Wasserfläche, d.h. inkl. zwingend erforderlichem Zugang zur Plattform bewilligt. Völ-
lig untauglich sei die Berufung des Beschwerdeführers 3 auf den raumplanungsrechtlichen Grund-
satz der Trennung des Bau- und Nichtbaugebiets. Es liege in der Natur der Sache und der kon-
kreten örtlichen Situation, dass Plattform oder Bootssteg öffentliche Gewässer betreffen. Der 

48 Verordnung vom 24. Oktober 1990 über die Erhebung von Abgaben bei gesteigertem Gemeingebrauch oder Son-
dernutzung von öffentlichen Gewässern (AGSGV; BSG 767.25).

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L.________ sei für die Schifffahrt und den Wassersport zugänglich, und die Plattform sei nichts 
anderes als ein Schiffsliegeplatz im Sinne von Art. 1a Abs. 2 AGSGV.  

c) Soweit die Beschwerdeführer 1 und 2 mit ihren Vorbringen sinngemäss die Baubewilligungs-
pflicht bzw. die materielle Rechtswidrigkeit der Plattform und der Treppe bestreiten, so ist auf ihre 
Einwände nicht einzutreten. Wie bereits ausgeführt wurde der von der Vorinstanz erteilte Bauab-
schlag für diese Bauten von ihnen nicht angefochten (vgl. E. 9a); Streitgegenstand der Be-
schwerde des Beschwerdeführers 3 bildet nur der von der Vorinstanz verfügte Verzicht auf die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Trotzdem kann in aller Kürze festgehalten wer-
den, dass den vorinstanzlichen Ausführungen, wonach der vom Beschwerdeführer vorgenom-
mene Abbruch und Wiederaufbau des Bootsstegs sowie die in der Uferböschung liegende Treppe 
der Baubewilligungspflicht unterliegen und mangels Vereinbarkeit mit den Vorgaben des WBG 
(und entsprechend fehlender Zustimmung des TBA OIK III als zuständige Fachstelle) nicht bewil-
ligungsfähig sind (vgl. E. 14 und 16 des angefochtenen Entscheids), zutreffen und der verfügte 
Bauabschlag für diese Bauten nicht zu beanstanden ist. Daran vermag auch das Vorhandensein 
einer Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch des öffentlichen Gewässers im Bereich 
der Plattform nichts zu ändern, entbindet dies doch – wie ausgeführt (E. 7e) – nicht von der Not-
wendigkeit einer Baubewilligung und damit einer Überprüfung der baurechtlichen Vorgaben. Ob 
die Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch des Gewässers auch den angrenzenden 
Uferbereich mit der strittigen Treppe umfasst, ist fraglich, kann aber unter diesen Umständen offen 
bleiben (vgl. E. 7e).

d) Die Vorinstanz attestiert den Beschwerdeführern 1 und 2 hinsichtlich dieser Bauten zu Un-
recht Gutgläubigkeit. Analog dem unter E. 8f Ausgeführten können sich die Beschwerdeführer 1 
und 2 auch hinsichtlich des Bootsstegs und der anschliessenden Treppe im Uferbereich nicht auf 
den Vertrauensschutz berufen und damit nicht als gutgläubig gelten. Auf die dortigen Ausführun-
gen kann verwiesen werden. Ein Vertrauensschutz durch Untätigkeit der Behörde scheitert auch 
hier – unabhängig von der guten Einsehbarkeit und damit Erkennbarkeit dieser Bauten – daran, 
dass die Rechtswidrigkeit für die Beschwerdeführer 1 und 2 bei gebotener Sorgfalt erkennbar war 
bzw. hätte erkennbar sein müssen. Zudem wiegt die Verletzung öffentlicher Interessen schwer 
(vgl. nachfolgend). Auch im Zusammenhang mit diesen Bauten müssen sich die Beschwerdefüh-
rer 1 und 2 das Wissen(müssen) ihrer Rechtsvorgänger anrechnen lassen. Sie hätten nicht darauf 
vertrauen dürfen, dass die hier strittigen Bauten baubewilligt und damit rechtmässig sind. Vielmehr 
hätten sie sich über die Zulässigkeit ihres Tuns vorgängig erkunden müssen, was auch von einem 
Laien erwartet werden kann. Daran ändert auch die Bewilligung für den gesteigerten Gemeinge-
brauch für die Benutzung des öffentlichen Gewässers nichts, welche bereits vorbestehend gewe-
sen sei. Dass diese Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch, welche die Inanspruch-
nahme von öffentlichen Gewässern zum Gegenstand hat, nicht vom Einholen einer Baubewilli-
gung befreit, hätten auch die Beschwerdeführer 1 und 2 bei Anwendung der nötigen Sorgfalt wis-
sen müssen. Entgegen ihrer Ansicht ergibt sich dies auch klar aus den Auflagen der Bewilligung 
für den gesteigerten Gemeingebrauch vom 5. Mai 200349, welche die Notwendigkeit anderer Be-
willigungen und damit der Baubewilligung vorbehalten (vgl. E. 7e). Die von den Beschwerdefüh-
rern 1 und 2 erwähnte Bewilligung vom 27. November 201750 ändert am Bestehen dieser Auflagen 
nichts, handelt es sich dabei doch bloss um eine Rechnung für die jährliche Verlängerung. Daraus 
lässt sich daher nichts zu ihren Gunsten ableiten. Selbst wenn sich – entgegen diesen Ausführun-
gen – aus dem Vorbestehen eines Stegs und dem Vorhandensein einer Bewilligung für den ge-
steigerten Gemeingebrauch – ein gewisser Vertrauensschutz ableiten liesse, so ging dieser 
spätesten