# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7373ebd-1a59-5c37-beda-9ead60fa2ea1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.01.2007 UV 2005/78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2005-78_2007-01-18.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2005/78

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 18.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 18.01.2007
Art. 10 ff. UVG. Natürliche Kausalität allfälliger körperlicher Beschwerden 
nach Distorsion der Halswirbelsäule verneint; bei der im Verlauf der zeit 
aufgetretenen psychischen Symptomatik die natürliche und die adäquate 
Kausalität verneint, da eine eigenständige psychogene Störung vorliegt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. 
Januar 2007, UV 2005/78).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Wolfgang Mayer

Entscheid vom 18. Januar 2007

In Sachen

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Speck, St. Gallerstrasse 29, 9032 

Engelburg,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Recht, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Rösler, Aeplistrasse 7, Postfach,

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9008 St. Gallen,

betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) A.___, geboren 1973, ist diplomierter Dolmetscher von Beruf und war seit dem 1. 

Januar 1996 in seiner eigenen Firma für Versicherungsberatung, der E.___ als 

Geschäftsführer angestellt und damit bei der "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (im 

Folgenden: Zürich), Zürich, obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 13. Dezember 1996 wurde der (angegurtete) 

Versicherte in einen Auffahrunfall verwickelt, als er hinter einer stehenden Kolonne 

anhalten musste, woraufhin der Lenker des hinter ihm folgenden Fahrzeuges nicht 

mehr rechtzeitig bremsen konnte und gegen das Heck des Fahrzeuges des 

Versicherten prallte. Dieser zog sich dabei jedoch keine äusseren oder solche 

Verletzungen zu, die eine sofortige medizinische Versorgung notwendig machten, und 

er konnte seine Fahrt fortsetzen. Nach einem beschwerdefreien Intervall von ca. ein bis 

zwei Stunden traten zunehmende Nacken- und Kreuzschmerzen auf, die in den 

Kopfbereich ausstrahlten und von Übelkeit begleitet waren (vgl. Bericht von Dr. med. 

H.___, Spezialarzt für Neurologie FMH vom 8. Juli 1997 an die Kolping Krankenkasse 

und Gutachten der Klinik X.___ vom 5. April 1998). Als die Beschwerden am nächsten 

Tag – in erster Linie in Form von rasenden Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen – andauerten, suchte der Versicherte das Spital Y.___ auf. Bei 

der medizinischen Erstbehandlung am 14. Dezember 1996 diagnostizierte Dr. med. 

B.___, Assistenzarzt an der Klinik für orthopädische Chirurgie, eine Distorsion der 

Halswirbelsäule (HWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Im Arztzeugnis vom 13. März 

1997 erwähnte Dr. B.___ keine weiteren Symptome und verneinte eine 

Arbeitsunfähigkeit.

b) In der Folge litt der Versicherte auch eineinhalb Monate nach dem Unfall noch an 

starken lokalen Schmerzen bei Kopfbewegungen, ganz massiv auch nachts beim 

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Schlafen. Im ärztlichen Zwischenbericht vom 31. Januar 1997 diagnostizierte Hausarzt 

Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH einen Status nach Beschleunigungstrauma mit 

schwerem zerviko-okzipitalem Syndrom bei Subluxation C4/5 und bestätigte dem 

Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 13. Dezember 1996. Die in der 

Klinik Z.___ am 27. Januar 1997 durchgeführten radiologischen Untersuchungen 

(Schädel-CT und HWS-MRI) zeigten keinerlei Auffälligkeiten (vgl. Bericht vom 28. 

Januar 1997). Im Zusatzfragebogen für HWS-Verletzungen verneinte Dr. C.___ am 21. 

März 1997 das Vorliegen von Sensibilitätsstörungen und anderen neurologischen 

Ausfällen, erwähnte jedoch als Begleitdiagnose nicht initiale Depressionen und 

bescheinigte dem Versicherten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die 

neurologische Untersuchung bei Dr. H.___ bestätigte den für diesen Fachbereich 

unauffälligen Befund, obwG.___l der Versicherte weiterhin über starke Kopfschmerzen, 

Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, Schlafstörungen sowie über eine stark 

eingeschränkte HWS-Beweglichkeit klagte (vgl. Bericht vom 14. April 1997). In der 

Untersuchung vom 10. Mai 1997 erklärte der Versicherte gegenüber Dr. C.___, dass 

sich die Nackenschmerzen stark gebessert hätten. In seinem Bericht vom 20. Mai 1997 

hielt Dr. C.___ fest, dass der Versicherte aus seiner Sicht ab dem 16. Mai 1997 wieder 

arbeitsfähig sei, dies aber letztendlich von einer weiteren neurologisch-

neuropsychologischen Beurteilung abhänge. In den Berichten vom 26. Mai und 8. Juli 

1997 bestätigte der Neurologe Dr. H.___ gegenüber der Zürich und der Kolping 

Krankenkasse eine bis auf weiteres andauernde Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Der 

Versicherte habe grosse Mühe, sich zu konzentrieren, und sei in der Strukturierung und 

Vorausplanung seiner Arbeit sehr beeinträchtigt.

c) Am 28. November 1997 erfolgte eine audio-neuro-otologische Untersuchung bei Dr. 

med. D.___, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie. Aus dessen Bericht geht hervor, 

dass der Beschwerdeführer an komplexen Funktionsstörungen mit Kopfschmerzen, 

Nackenverspannung, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit sowie – erstmals einige 

Tage nach dem Unfall aufgetretenem – Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen und 

Tinnitus beidseits leide. In der Diagnose werden ein Status nach HWS-

Akzelerationstrauma mit propriozeptivem Zervikalschwindel, eine Commotio labyrinthi 

rechts mit hochgradiger Hochtonsenke und der Verdacht auf ein mildes Schädel-Hirn-

Trauma mit zentraler vestibulärer Komponente angeführt.

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d) Vom 12. Februar bis 12. März 1998 hielt sich der Versicherte zur stationären 

Rehabilitation sowie zur klinisch-neurologischen, neuropsychologischen und 

psychiatrischen Abklärung in der Klinik X.___ auf. Dabei zeigte die 

neuropsychologische Untersuchung ein uneinheitliches Bild, die Resultate seien mit 

Vorsicht aufzunehmen. Der Versicherte klagte über intermittierende starke 

Kopfschmerzen, welche sich rechtsbetont in den Bereich von Nacken und Schulterblatt 

und zeitweise gar in den gesamten rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausdehnten 

und zu Kraftlosigkeit führten, über eine praktisch permanent anhaltende 

Schwindelsymptomatik (mit Gangunsicherheit), einen hochfrequenten Tinnitus links, 

verminderte Belastbarkeit, verminderte Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie 

Vergesslichkeit. Sodann fühle sich der Versicherte zusätzlich belastet durch die 

angespannte berufliche und finanzielle Situation, was zu einer Anpassungsstörung 

geführt habe. Aufgrund multifaktorieller Verarbeitungsstörungen des Unfalltraumas 

habe sich ein subdepressives Zustandsbild entwickelt, was erfahrungsgemäss zu einer 

Verstärkung der Beschwerden führen könne. Die Ärzte diagnostizierten einen Status 

nach HWS-Distorsionstrauma mit chronischem zervikozephalem und 

zervikospondylogenem Schmerzsyndrom rechtsbetont, zervikogenem Schwindel, 

schmerz¬bedingten fluktuierenden Einschränkungen der kognitiven Funktionen und 

radiologisch dem Verdacht auf Dysfunktion der oberen HWS-Segmente, sodann einen 

Status nach Commotio labyrinthi mit intermittierendem Tinnitus und einer 

Hochtonsenke rechts, schliesslich noch eine posttraumatische reaktive subdepressive 

Entwicklung mit Schmerzverarbeitungsstörung. Die Arbeitsfähigkeit in den bisherigen 

Tätigkeiten als Dolmetscher bzw. Versicherungsberater wurde auf 25 % geschätzt mit 

der Prognose einer schrittweisen Steigerung innerhalb von sechs bis zwölf Monaten 

(Gutachten vom 5. April 1998). – In der Folge stellte sich hinsichtlich der genannten 

Beschwerden zwar eine Besserung ein, eine Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit 

erfolgte aber noch nicht (vgl. dazu die späteren Zwischenberichte von Dr. H.___ vom 9. 

Dezember 1998 und 25. Mai 1999).

e) Die Zürich erliess am 24. April 1998 eine erste Verfügung, in welcher sie die faktisch 

bereits auf den 30. Juni 1997 erfolgte Einstellung der Versicherungsleistungen 

bestätigte. Die Einsprache gegen diese Verfügung wurde von der Zürich mit Entscheid 

vom 13. Juli 1998 abgewiesen. Die gegen diesen Einspracheentscheid gerichtete 

Beschwerde konnte vom Präsidenten des Versicherungsgerichtes wegen Anerkennung 

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des Rechtsbegehrens und der Bereitschaft der Beschwerdegegnerin, ab dem 1. Juli 

1997 weiterhin Versicherungsleistungen auszurichten, als erledigt am Protokoll 

abgeschrieben werden (Verfügung vom 23. Dezember 1998).

f) Angesichts der trotz guter Prognosen andauernden Arbeitsunfähigkeit beauftragte 

die Zürich Prof. Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Neurologie im Dezember 1999 mit 

einer umfassenden neurologischen Begutachtung, welche am 9. Februar 2000 

stattfand. Der Versicherte klagte über Schwächeanfälle bei Belastung, Schwindel, 

Augendruck, Brechreiz, Atemnot, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Vergesslichkeit und 

Konzentrationsverminderung, rechtsseitigen Tinnitus, Brust- und Schulterschmerzen 

sowie Schlafstörungen. Bis zum Klinikaufenthalt in X.___ stand nach den Angaben des 

Versicherten die Schmerzproblematik im Vordergrund, seither eher die rasche 

Ermüdbarkeit und die Konzentrationsverminderung. Während der Untersuchung stellte 

Prof. E.___ Inkonsistenzen zwischen den Angaben und dem Verhalten des Versicherten 

und den schliesslich ermittelten Ergebnissen fest. In neurologischer Hinsicht zeigten 

sich keine Auffälligkeiten. Die aktuellen Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit etc. 

seien rein subjektiv und nicht durch entsprechende organische Schädigungen bedingt. 

Darum sei auch die gegenwärtige, in erster Linie vom Versicherten empfundene und 

nicht durch objektivierbare Störungen zu rechtfertigende Arbeitsunfähigkeit nicht auf 

den Unfall zurückzuführen. In der Diagnose verwies Prof. E.___ auf ein multiples 

psychosomatisches Beschwerdebild (Somatisationsstörung) mit Schmerzen, Tinnitus, 

Schwindel, vegetativen Symptomen, neuropsychologischen Minderleistungen, 

depressiver Entwicklung, chronischer Erschöpfung und rechtsseitiger 

Hochtonschwerhörigkeit. Die initiale Schmerzsymptomatik sei auf das Unfallgeschehen 

zurückzuführen, die aktuelle Symptomatik mit Müdigkeit, Kraftlosigkeit, depressiver 

Entwicklung, progredienter Dekompensation und Ausweitung der Symptomatik jedoch 

auf andere Umstände, eventuell im Rahmen einer (unfallfremden) Anpassungsstörung 

an eine ungünstige psycho-soziale Situation. Angesichts der offensichtlich falschen 

und massiven sowie von demonstrativem Verhalten begleiteten Überinterpretation 

gewisser kleiner Befindlichkeitsstörungen (dies zeige auch die starke 

Wetterabhängigkeit der G.___nehin subjektiven Symptome wie Müdigkeit und 

Schwindel) empfehle er dringend eine psychiatrische Beurteilung.

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g) Am 15. August 2001 erfolgte die psychiatrische Untersuchung bei Dr. med. F.___, 

Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Chefarzt der 

MEDAS. Im Gutachten vom 29. August 2001 diagnostiziert Dr. F.___ eine psychogene 

Chronifizierung von HWS-Distorsionsfolgen, vorwiegend in Form somatoformer 

Symptome, aktuell einer Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) bei einer 

leistungsorientierten Persönlichkeit. In der Beurteilung führt Dr. F.___ dazu aus, der 

psycho-pathologische Befund sei G.___ne grosse Auffälligkeiten, der Versicherte habe 

sich bei der Untersuchung in einer subdepressiven Stimmungslage befunden, die der 

aktuellen Lebenssituation völlig adäquat sei. Es lägen zwar vegetative Angstsymptome 

vor, doch könnten diese nicht als eigentliche Angsterkrankung klassifiziert werden. Die 

geschilderten Beschwerden seien jedoch über den Mechanismus der Somatisierung 

psychischen Erlebens sehr gut erklärbar. Das Zusammentreffen mehrerer ungünstiger 

Faktoren wie vorbestehende Persönlichkeitsstruktur (leistungsorientiert), familiäre 

Besonderheiten (Invalidität des Vaters und Schwangerschaft der Partnerin mit daraus 

resultierender Verantwortung), sehr hG.___er Anspruch bezüglich des Einkommens und 

ungünstige, eine Chronifizierung fördernde ärztliche Behandlung (anfängliche 

Vernachlässigung psychischer Aspekte bei der Behandlung; angebliche, jedoch nicht 

näher dokumentierte Erklärung von Prof. Dr. med. G.___, Klinik St. Georg, Goldach, 

eine schwere HWS-Operation sei notwendig) habe zu einer psychogenen Störung 

geführt. Diese sei also mindestens multifaktoriell bedingt, wobei der Unfall eine 

wichtige Teilursache für den Beginn der Symptomatik sei. Für die im Verlauf der Zeit 

einsetzende Chronifizierung und Symptomausweitung seien jedoch mehr und mehr 

unfallfremde Faktoren verantwortlich, jedoch auch die als Unfallfolge zu betrachtende, 

eine psychogene Chronifizierung begünstigende Behandlung durch Prof. G.___ (den 

dadurch bedingten Anteil an der psychogenen Störung bzw. psychisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit schätze er auf maximal 50 %). Die notwendige ärztliche Behandlung 

für die beschriebene psychogene Störung, die überwiegend als neurotische 

Erkrankung zu werten sei, sei die Durchführung einer Psychotherapie. Die aus der 

psychischen Störung resultierende Arbeitsunfähigkeit schätze er auf 50 %.

h) Mit Verfügung vom 23. Oktober 2001 bestätigte die Zürich die faktisch bereits auf 

den 31. Dezember 1999 erfolgte Einstellung der Versicherungsleistungen. Sie wies 

darauf hin, dass bei den spezialärztlichen Untersuchungen keine objektivierbaren 

Abnormitäten hätten festgestellt werden können und die Ärzte von einem 

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psychosomatischen Beschwerdebild sowie von psychischen Störungen gesprochen 

hätten. Für die nach dem 1. Januar 2000 noch geltend gemachten Beschwerden sei 

angesichts dieser medizinischen Feststellungen bereits der natürliche 

Kausalzusammenhang zu verneinen. In Anbetracht des Verlaufes von Unfallgeschehen 

und Heilungsprozess wäre jedoch auch der adäquate Kausalzusammenhang zu 

verneinen gewesen, so dass mit Sicherheit keine Leistungspflicht mehr bestehe.

B.- Am 21. November 2001 liess der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache 

erheben. Er wies insbesondere darauf hin, dass die Fragen zum natürlichen 

Kausalzusammenhang in den vorliegenden Gutachten nicht präzise beantwortet 

worden seien. Ebenso sei dem Hinweis auf eine ärztliche Fehlbehandlung durch Prof. 

G.___ nicht weiter nachgegangen und der Empfehlung von Dr. F.___, eine 

psychotherapeutische Behandlung durchzuführen, bislang keine Folge geleistet 

worden. Die Zürich holte deshalb bei Prof. G.___ eine Stellungnahme ein und liess die 

Gutachten von Prof. E.___ und Dr. F.___ zur Frage der Unfallkausalität, insbesondere 

der psychischen Beschwerden, ergänzen. Dr. F.___ hielt am 9. Februar 2005 fest, dass 

die psychische Reaktion des Versicherten viel mit unfallfremden Faktoren zu tun habe, 

insbesondere einer bestimmten vorbestehenden Persönlichkeitsstruktur. Hinsichtlich 

Unfallkausalität der aktuellen psychischen Störungen sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Untersuchung im August 

2001 der "status quo sine" erreicht gewesen sei. Nach Gewährung des rechtlichen 

Gehörs wies die Zürich die Einsprache mit Entscheid vom 19. August 2005 ab.

C.- Die IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Y.___ sprach dem 

Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 1999 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 

70 % eine ganze Rente der Invalidenversicherung (IV) zu (vgl. dazu die Verfügungen der 

IV-Stelle vom 12. Februar und 13. Mai 2004).

D.- a) Gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2005 richtet sich die von 

Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Speck, Engelburg/SG, für den Versicherten am 14. 

Oktober 2005 eingereichte Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid 

sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 2000 eine Invalidenrente von 70 % (Fr. 

3'640.-- pro Monat), eventuell Taggelder (Fr. 110.-- pro Tag) auf der Basis einer 

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Arbeitsunfähigkeit von 70 % auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. – 

Zur Begründung wird geltend gemacht, dass zwischen den gesundheitlichen 

Störungen des Beschwerdeführers seit dem 1. Januar 2000 und dem Unfall vom 13. 

Dezember 1996 ein offensichtlicher Kausalzusammenhang bestehe. Soweit dies in 

Frage gestellt werde, beantrage der Beschwerdeführer die Einholung einer Expertise. 

Ohne den Unfall befände sich der Beschwerdeführer heute in einer anderen Situation. 

Die Feststellung im Gutachten von Prof. E.___, dass als unfallfremder Aspekt eine 

ungünstige psycho-soziale Struktur bestehe, sei eine Unterstellung ohne Grundlage. 

Auch der Verweis auf andere, nicht näher genannte unfallfremde Aspekte sei dubios. 

Der adäquate Kausalzusammenhang sei zu bejahen, selbst wenn die Leiden des 

Beschwerdeführers psychologisch erklärt würden. Denn die bislang neunjährige 

Behandlungsdauer mit entsprechenden Dauerbeschwerden sei als ungewöhnlich lang, 

die trotz Empfehlung unterbliebene psychiatrische Behandlung als ärztliche 

Fehlbehandlung, die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit als massiv und dauerhaft 

(seit dem 1. Januar 2000 zu 70 %) zu qualifizieren. Ein ganz wichtiger Faktor sei zudem 

im Verhalten der Beschwerdegegnerin zu sehen, die den Beschwerdeführer durch die 

zweimal, vor Erlass der ursprünglichen Verfügung während sehr langer Zeit erfolgte 

Einstellung der Versicherungsleistungen (10 bzw. 22 Monate) vor existentielle Probleme 

gestellt habe. Dieses Verhalten sei hinsichtlich Einfluss auf die psychische Gesundheit 

durchaus mit einer ärztlichen Fehlbehandlung zu vergleichen. Die Gesamtwürdigung 

ergebe, dass der Beschwerdeführer nach wie vor Anspruch auf 

Versicherungsleistungen habe.

b) Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer von Rechtsanwalt Peter Rösler, St. Gallen, 

eingereichten Beschwerdeantwort vom 2. März 2006 Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der Unfall vom 13. Dezember 1996 sei ein 

leichter Bagatellunfall mit geringen somatischen Folgen gewesen, und schon kurze Zeit 

nach dem Unfall hätten nur noch psychische Beschwerden festgestellt werden können. 

Ab dem 15. Mai 1997 habe Dr. C.___ denn auch keine Arbeitsunfähigkeit mehr 

erkennen können, und Dr. H.___ habe im selben Zeitpunkt ebenso deutlich dargelegt, 

dass mentale und nicht mehr zervikale Probleme die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. 

Hinsichtlich der psychischen Beschwerden verweise Dr. F.___ auf eine 

Somatisierungsstörung und damit auf eine eigenständige psychische Erkrankung, die 

auf einer geringen gesundheitlichen Beeinträchtigung irgendwelcher Art aufbaue. Der 

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Unfall habe die psychische Problematik weder ausgelöst noch begünstigt, er stehe in 

keinem Zusammenhang mit den psychischen Beschwerden. Wegen der 

prätraumatischen Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers hätte sich die 

Somatisierungsstörung auch ohne diesen Unfall im selben Ausmass entwickelt. Der 

natürliche Kausalzusammenhang sei folglich zu verneinen. Selbst bei Bejahung 

bestehe jedoch kein Anspruch auf Versicherungsleistungen für die Zeit ab 1. Januar 

2000, da auch der adäquate Kausalzusammenhang verneint werden müsste. Soweit 

der Beschwerdeführer auch die dem Einspracheentscheid zugrunde liegende 

Verfügung vom 23. Oktober 2001 anfechte, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

Denn diese Verfügung sei durch den Einspracheentscheid ersetzt worden, so dass kein 

schützenswertes Interesse an der Anfechtung dieser Verfügung mehr bestehe.

c) Mit Replik vom 21. April 2006 und Duplik vom 14. Juli 2006 hielten die 

Verfahrensbeteiligten an ihren bisherigen Anträgen und Ausführungen fest. Dabei 

reichte die Beschwerdegegnerin das im Auftrag der IV-Stelle ausgearbeitete Gutachten 

von Dr. F.___ vom 26. April 2006 ein.

d) Die Verfahrensbeteiligten haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

verzichtet.

II.

1.- Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche 

Bestimmungen im Bereich des Unfallversicherungsrechts geändert worden. Weil in 

zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des 

zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1; 

vorliegend: Unfallereignis vom 13. Dezember 1996), und weil das Versicherungsgericht 

bei der Beurteilung eines Falls grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

des streitigen Einsprache-Entscheids (hier: 19. August 2005) eingetretenen Sachverhalt 

abstützt (BGE 121 V 366 E. 1b; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101), stellt sich die Frage, ob 

die vor oder nach dem 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen anwendbar sind. Da 

das In-Kraft-Treten des neuen Gesetzes indessen für die vorliegend streitige 

Angelegenheit keine materielle Änderung bewirkt, rechtfertigt es sich, in Anwendung 

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des Grundsatzes der Widerspruchslosigkeit der Rechtsordnung und des daraus 

abgeleiteten Geltungsprinzips, wonach geltendes neues Recht generell anwendbar ist 

(RALPH JÖHL, Übergangsrechtliche Probleme im Leistungsrecht der 

Sozialversicherung, Diss. St. Gallen 1996, S. 1 ff.), das seit 1. Januar 2003 geltende 

Recht anzuwenden.

2.- a) Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich des Unfalls 

vom 13. Dezember 1996 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen. 

Umstritten ist in materieller Hinsicht, ob sie auch für die nach dem 31. Dezember 1999 

(Leistungseinstellung) geltend gemachten Beschwerden wie andauernde, teils sehr 

starke Kopfschmerzen, ständiger rechtsseitiger Tinnitus und beidseitiger Tinnitus bei 

starken Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schwächeanfälle mit Atemnot/

Erstickungs¬gefühl und Schweissausbruch, Herzklopfen/Herzrasen, Kurzatmigkeit, 

Taubheitsgefühle, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit/Energielosigkeit und leichte 

Ermüdbarkeit sowie Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen, welche eine 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % bewirken sollen, aufzukommen hat (vgl. dazu 

insbesondere das neue Gutachten von Dr. F.___ vom 26. April 2006, S. 7 bis 10).

b) Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes (EVG; ab 1. 

Januar 2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein 

nach einem versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge 

betrachtet werden, wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend 

wahrscheinlich von jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 und 

399 sowie 117 V 359 und 369). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 

für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 und 118 V 289). 

Das Gericht hat vielmehr jene Ursache als kausal zu betrachten, die es von allen als die 

wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 9 E. 3c/aa mit Hinweisen). Der Unfallversicherer 

haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 

45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den 

eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht 

zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

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obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 

123 III 110 und 112 V 30). Nicht jeder natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in 

rechtlicher Hinsicht adäquat. Der adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum 

naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität 

übernommen wurde, aber der Einschränkung bedarf, um für die rechtliche 

Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige Begrenzung der Haftung zu 

ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 110 E. 3a).

c) Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung spielt bei 

klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch 

keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen 

(BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Dagegen ist bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht 

(hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden wie folgt zu differenzieren: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 

HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirn-

Trauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass eine 

versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, 

ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a 

und 382 E. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

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d) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. 

U 133 S. 311 mit Hinweisen). Zu beachten ist sodann, dass der Versicherer bei der 

Einholung von Gutachten sinngemäss nach den Bestimmungen des 

Bundeszivilprozesses (BZP; SR 273) zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. 

BZP genannten Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (BGE 125 

V 353 E. 3b/bb). Im Hinblick auf die Geltendmachung allfälliger Einwendungen ist der 

Versicherte über die Person des Gutachters vor dessen Bestellung ins Bild zu setzen. 

Sodann ist ihm Gelegenheit einzuräumen, sich zu den Fragen an den Sachverständigen 

zu äussern sowie Abänderungs- und Ergänzungsanträge zu stellen (RKUV 1993 Nr. U 

167 S. 96 f. E. 5b).

e) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG, vgl. auch Art. 61 

lit. c ATSG; ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 

Zürich 1997, S. 229). Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des EVG vom 

3. Juli 2002 [I 537/01] in Sachen B., E. 1c).

3.- a) Zu prüfen ist im Folgenden, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Beschwerden (vgl. Erwägung 2a) immer noch in einem kausalen Zusammenhang mit 

dem Unfallereignis vom 13. Dezember 1996 stehen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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b) Ist ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung 

typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit in der 

Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e). Aber auch 

im Bereich von schleudertraumatypischen Beschwerden bedarf es für die 

Leistungsberechtigung gegenüber dem Unfallversicherer, dass die geklagten 

Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung 

zugeschrieben werden können und dass diese Gesundheitsschädigung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem 

versicherten Unfall steht (BGE 119 V 341 E. 2b/bb). Nach den Ergebnissen der 

medizinischen Forschung können bei einem Schleudertrauma der HWS auch ohne 

nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall 

funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob 

die im Anschluss an ein Schleudertrauma der HWS auftretenden Beschwerden 

medizinisch eher als organischer oder psychischer Natur bezeichnet werden, zumal 

diese Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich 

grosse Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma der 

HWS typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden 

(Röntgen, Computertomogramm, EGG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein 

nicht, die Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). – Diese für 

Schleudertraumen entwickelte Rechtsprechung ist auch anwendbar, wenn analoge 

Beschwerdebilder nach Distorsionen der HWS und Schädel-Hirn-Traumen auftreten 

(BGE 117 V 369 E. 7b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2). Distorsionen der HWS sind 

Folgen von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer Überdehnung und Überbiegung 

auf die HWS einwirken und mit einem Kopfanprall verbunden sein können. Ein 

eigentliches Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn durch die plötzliche 

Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der Kopf eines Insassen - ohne dass sein 

Kopf anprallt - zuerst nach hinten zu knicken scheint und anschliessend nach vorne 

beschleunigt wird. Führt der Beschleunigungsmechanismus zu einem Kopfanprall, 

sollte nicht von einem Schleudertrauma, sondern von einer HWS-Distorsion 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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gesprochen werden (vgl. dazu THOMAS LOCHER, HWS-Distorsionen 

[Schleudertrauma] – Einführung in die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: 

MURER/NIEDERER/RADANOV/RUMO-JUNGO/

STURZENEGGER/ WALZ [Hrsg.], Das sogenannte "Schleudertrauma" – medizinische, 

biomechanische und rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 

2001, S. 31 f.).

c) Nach Lage der medizinischen Akten, insbesondere des Arztberichtes des 

erstbehandelnden Arztes Dr. B.___, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

am 13. Dezember 1996 eine Distorsion der HWS und der LWS, ansonsten jedoch keine 

weiteren Verletzungen erlitten hat. Unmittelbar nach dem Unfall traten gemäss 

detaillierter Schilderung im Arztbericht von Dr. H.___ keine Beschwerden auf, erst ca. 

ein bis zwei Stunden später verspürte der Beschwerdeführer zunehmende Nacken- 

und Kreuzschmerzen, die in den Kopfbereich ausstrahlten und von Übelkeit begleitet 

waren. Am folgenden Tag kamen noch Konzentrationsstörungen dazu. Weitere 

Verletzungen oder Symptome sind aus den echtzeitlichen Akten nicht ersichtlich. Die 

Distorsion der LWS heilte schnell ab, und Schmerzen im unteren Rückenbereich waren 

bei den folgenden medizinischen Untersuchungen kein Thema mehr. Die am 27. Januar 

1997 durchgeführten radiologischen Untersuchungen (Schädel-CT und HWS-MRI) 

zeigten keinerlei Auffälligkeiten oder Anhaltspunkte für posttraumatische 

Veränderungen an der HWS (vgl. Bericht der Klinik Z.___ vom 28. Januar 1997), und 

auch die am 14. April 1997 erfolgte neurologische Untersuchung bei Dr. H.___ ergab 

keine abweichenden Befunde. Obwohl ausser einer eingeschränkten HWS-

Beweglichkeit kein organisches Substrat erhoben werden konnte, klagte der 

Beschwerdeführer in den folgenden Monaten weiterhin über starke Kopfschmerzen, 

Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen sowie Schlafstörungen. Bei der 

Untersuchung vom 20. Mai 1997 stellte Dr. C.___ dann zwar eine starke Besserung der 

Nackenschmerzen fest, doch verschlechterte sich die gesundheitliche Situation in der 

Folge wieder ganz massiv. Im Bericht von Dr. D.___ vom 28. November 1997 werden 

neben den bisherigen Beschwerden erstmals Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen 

und Tinnitus beidseits erwähnt, und der Beschwerdeführer blieb bis auf weiteres zu 

100 % arbeitsunfähig. Beim Aufenthalt in der Klinik X.___ im Februar/März 1998 klagte 

der Beschwerdeführer über starke Kopfschmerzen, welche sich rechtsbetont in den 

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Bereich von Nacken und Schulterblatt und zeitweise gar in den gesamten rechten Arm 

bis in die Fingerspitzen ausdehnten und zu Kraftlosigkeit führten, über eine praktisch 

permanent anhaltende Schwindelsymptomatik (mit Gangunsicherheit), einen 

hochfrequenten Tinnitus links, verminderte Belastbarkeit, verminderte Konzentrations- 

und Merkfähigkeit sowie Vergesslichkeit. Damit machte der Beschwerdeführer eine 

Verstärkung der bisherigen Beschwerden und eine Symptomausweitung geltend. Im 

Bericht von Prof. E.___ zur neurologischen Untersuchung vom 9. Februar 2000 ist mit 

Schwächeanfällen, Atemnot, Müdigkeit/Energielosigkeit und leichter Ermüdbarkeit, 

Augendruck sowie Brustschmerzen eine weitere Symptomausweitung dokumentiert. 

Im Vordergrund stünden jetzt aber die rasche Ermüdbarkeit und die 

Konzentrationsschwäche, die Schmerzproblematik sei seit dem Aufenthalt in der Klinik 

X.___ eher in den Hintergrund gerückt.

d) Die vom Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Januar 2000 

geklagten Schmerzen bzw. Beschwerden (vgl. Erwägung 2a) stellen zwar ein typisches 

Leidensprofil für eine HWS-Verletzung dar. Das Auftreten solcher Beschwerden bzw. 

die Entwicklung von anfänglich eher leichten zu letztendlich invalidisierenden 

Beschwerden nach mehreren Jahren ist bei einer HWS-Distorsion grundsätzlich 

möglich. Voraussetzung, dass ein wesentlich später auftretendes akutes 

Beschwerdebild der vor Jahren erlittenen HWS-Verletzung zugerechnet werden kann, 

ist jedoch, dass sich entsprechende Beschwerden gemäss einem einhellig anerkannten 

biologischen Basisprinzip grundsätzlich innert 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem 

Unfall erstmals manifestiert haben (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29). Ein solches 

Beschwerdebild war in den ersten Tagen nach dem Unfall jedoch nur teilweise 

gegeben, ein Teil der geklagten Beschwerden wurde vom Beschwerdeführer erst 

Monate später geltend gemacht. So waren innerhalb der Latenzzeit von 72 Stunden 

lediglich Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit und Konzentrationsstörungen 

aufgetreten, die weiteren Beschwerden wie die in das rechte Schulterblatt bis in den 

rechten Arm und bis in die Fingerspitzen der rechten Hand ausstrahlenden Schmerzen, 

die permanente Schwindelsymptomatik, der beidseitige Tinnitus, die Schwächeanfälle 

mit Atemnot/Erstickungsgefühl und Schweissausbruch, sodann Herzklopfen/

Herzrasen, Kurzatmigkeit, Taubheitsgefühle, Reizbarkeit, Müdigkeit/ Energielosigkeit 

und leichte Ermüdbarkeit sind erst nachträglich aufgetreten. Dieses Beschwerdebild 

lässt sich damit schon wegen der grossen Latenzzeit nicht als natürlich-kausale 

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Unfallfolge ansehen; blosse Klagen über diffuse Beschwerden genügen jedoch nicht, 

um einen natürlichen Kausalzusammenhang mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

darzutun (vgl. BGE 119 V 341 E. 2b/bb). Der Beschwerdeführer hat nach dem Unfall 

zwar teilweise an einem für eine schleudertrauma-ähnliche Verletzung typischen 

Beschwerdebild gelitten. Von einem Leidensprofil mit einer Vielzahl typischer 

Symptome für eine solche Verletzung der HWS kann allerdings nicht gesprochen 

werden. Angesichts der fehlenden Häufung in den ersten Tagen nach dem Unfall und 

der Ergebnisse der radiologischen sowie kernspintomographischen Untersuchungen, 

die keine – auf ein Unfalltrauma zurückzuführenden – Auffälligkeiten an der HWS 

zeigten, ist es deshalb nicht möglich, die im Januar 2000 geltend gemachten 

körperlichen Beschwerden in Anwendung der Rechtsprechung zu den Unfällen mit 

HWS-Schleuder¬trauma (BGE 117 V 359 ff.) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 

im Dezember 1996 erlittenen Verletzung der HWS zuzurechnen. Die natürliche 

Kausalität allfälliger körperlicher Beschwerden ist deshalb zu verneinen.

4.- a) Aus den medizinischen Akten ergibt sich im Weiteren, dass beim 

Beschwerdeführer im Verlauf der Zeit eine psychische Symptomatik aufgetreten ist. Es 

stellt sich deshalb die Frage, ob diese im Zusammenhang mit dem Unfall steht. Der 

Unfall führte zu einer HWS-Distorsion ohne Beteiligung des Kopfes oder feststellbare 

Verletzungen im Bereich der HWS, so dass die erlittenen Verletzungen grundsätzlich 

als leicht bezeichnet werden können und nicht geeignet sind, langfristig erhebliche 

psychische Beeinträchtigungen mit der Folge weitgehender Arbeitsunfähigkeit zu 

verursachen. Die bei den Akten liegenden medizinischen Berichte bestätigen denn 

auch das Bild, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass 

die über den fraglichen Zeitrahmen hinaus weiterhin geklagten Beschwerden nicht 

mehr auf organische Unfallrestfolgen zurückzuführen sind bzw. medizinisch nicht mehr 

einer fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben werden können, so 

dass deren Ursache im psychischen Bereich zu suchen ist. Die umfassende 

radiologische Untersuchung durch die Klinik Z.___ vom 27. Januar 1997 zeigte keinerlei 

Auffälligkeiten oder Anhaltspunkte für posttraumatische Veränderungen an der HWS. 

Auch in den folgenden Untersuchungen durch die Klinik X.___ und in den 

neurologischen Untersuchungen bei Dr. H.___ und Prof. E.___ war kein organisches 

Substrat objektivierbar, und es wurde wiederholt auf Diskrepanzen und Inkonsistenzen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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zwischen den angegebenen Beschwerden und dem günstigen organischen Befund 

hingewiesen, was ebenfalls auf einen überwiegend psychischen Anteil hindeutet.

b) Von Seiten der medizinischen Forschung (GERHARD JENZER, Klinische Aspekte bei 

HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; 

Grenzbereich zu leichten Schädel-Hirn-Trauma, in: SZS 1996 S. 462 ff.) wird 

festgehalten, der typische posttraumatische Verlauf nach einem leichten Schädel-Hirn-

Trauma bzw. einer Verletzung der HWS entspreche einer Erholung innert sechs bis 

zwölf Wochen (JENZER, a.a.O., S. 467). Ungewöhnlich lang dauernde und schwere 

Verläufe nach Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien 

einer traumatischen Hirnschädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer 

hirnorganischen Schädigung rufen (JENZER, a.a.O., S. 469 mit Hinweis und S. 463; vgl. 

auch B. P. RADANOV, Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei 

Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S. 471 ff., 472 f. und 475). Dabei ist zu 

beachten, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den 

Unfall verursacht gelten kann, wenn sie zeitlich nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 

119 V 341 f.).

c) Im Zusatzfragebogen für HWS-Verletzungen erwähnte Dr. C.___ am 21. März 1997 

als Begleitdiagnose nicht initiale Depressionen, die zu dieser Zeit durchaus als 

Symptom der HWS-Distorsion gesehen werden konnten, da sich eine Depression oder 

eine Wesensveränderung ja nicht schon in den ersten Tagen nach dem Unfall 

manifestieren kann. Für die Qualifikation dieser Depressionen sind deshalb die weiteren 

ärztlichen Beurteilungen zu beachten. Im Arztbericht vom 14. April 1997 diagnostizierte 

Dr. H.___ ohne Hinweis auf eine depressive Symptomatik ein posttraumatisches 

Stress-Syndrom. Die neuropsychologische Untersuchung in der Klinik X.___ zeigte ein 

uneinheitliches Bild. Im Gutachten vom 5. April 1998 wurde deshalb auf eine 

Anpassungsstörung bzw. eine posttraumatische reaktive subdepressive Entwicklung 

mit Schmerzverarbeitungsstörung geschlossen. Sodann wurde darauf hingewiesen, 

dass die Belastung durch die angespannte berufliche und finanzielle Situation ein 

wesentlicher Faktor für diese Entwicklung sei. Bis zur neurologischen Untersuchung bei 

Prof. E.___ am 9. Februar 2000 verstärkte sich der Einfluss persönlicher Umstände auf 

die psychische Symptomatik noch. So stellte auch Prof. E.___ Inkonsistenzen zwischen 

Angaben und Verhalten des Beschwerdeführers und den schliesslich ermittelten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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Ergebnissen fest. Die aktuellen Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit etc. seien rein 

subjektiv und nicht durch entsprechende organische Schädigungen bedingt. Darum sei 

auch die gegenwärtige, in erster Linie vom Versicherten empfundene und nicht durch 

objektivierbare Störungen zu rechtfertigende Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Unfall 

zurückzuführen. Es sei von einem psychosomatischen Beschwerdebild 

(Somatisa¬tionsstörung) auszugehen, wobei die initiale Schmerzsymptomatik auf das 

Unfallgeschehen zurückzuführen sei, die aktuelle Symptomatik jedoch auf andere 

Umstände, eventuell im Rahmen einer Anpassungsstörung. Die von Prof. E.___ 

angesichts der offensichtlich falschen und massiven sowie von demonstrativem 

Verhalten begleiteten Überinterpretation kleiner Befindlichkeitsstörungen empfohlene, 

am 15. August 2001 bei Dr. F.___ durchgeführte psychiatrische Untersuchung zeigte 

eine psychogene Chronifizierung von HWS-Distorsionsfolgen, vorwiegend in Form 

somatoformer Symptome, aktuell einer Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0). Bei 

dieser psychogenen Störung handle es sich um eine neurotische Erkrankung, die durch 

unfallfremde Faktoren begünstigt worden sei, insbesondere einer vorbestehenden 

narzisstischen Persönlichkeitsstruktur.

d) Die von Dr. C.___ erstmals im März 1997 erwähnte reaktive subdepressive 

Entwicklung wurde zunächst mit einem Stress-Syndrom, einer 

Schmerzverarbeitungsstörung und der persönlichen – d.h. familiären, beruflichen und 

finanziellen Belastungssituation – in Verbindung gebracht. Im Februar 2000 sprach 

Prof. E.___ von einer Somatisationsstörung und hielt ausdrücklich fest, dass die 

aktuelle psychische Symptomatik nicht mehr auf das Unfallgeschehen zurückzuführen 

sei. Er bezeichnete die aktuellen Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit etc. als rein 

subjektiv. Im psychiatrischen Gutachten von Dr. F.___ wird diese Einschätzung 

bestätigt. Es wird auf eine psychogene Chronifizierung von HWS-Distorsionsfolgen in 

Form somatoformer Symptome bzw. einer Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und 

damit auf eine psychische bzw. neurotische Erkrankung hingewiesen. Beschwerden 

somatoformer Art wie vorliegend unterscheiden sich jedoch von den Symptomen her 

nicht von somatischen Beschwerden. Die festgestellte psychische Erkrankung ist 

gemäss Gutachten durch unfallfremde Faktoren, insbesondere eine vorbestehende 

narzisstische Persönlichkeitsstruktur und familiäre Besonderheiten begünstigt worden. 

Der Unfall kann somit lediglich als wichtige Teilursache für den Beginn der 

Symptomatik bezeichnet werden, für die spätere Chronifizierung und 

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Symptomausweitung sind jedoch mehr und mehr unfallfremde Faktoren verantwortlich, 

die schliesslich zu einer eigenständigen psychogenen Störung geführt haben. Damit ist 

die Kausalität zwischen den aktuellen Beschwerden und dem Unfall vom 13. Dezember 

1996 mit der anfänglichen zervikalen Symptomatik unterbrochen. Die andauernden, 

insbesondere nach dem 31. Dezember 1999 noch festgestellten Beschwerden können 

in Anbetracht der geschilderten medizinischen Untersuchungsergebnisse nicht mehr 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich kausale Unfallfolge anerkannt 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall 

und den nach der Leistungseinstellung per Ende Dezember 1999 geltend gemachten 

Beschwerden somit zu Recht verneint. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf 

weitere Versicherungsleistungen ist deshalb klar zu verneinen.

e) Selbst wenn die natürliche Kausalität der psychischen bzw. psychisch bedingten 

Beschwerden zu bejahen wäre, müsste die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

für die ab dem 1. Januar 2000 geklagten Beschwerden mangels Vorliegens eines 

adäquaten Kausalzusammenhanges verneint werden. Bei einem durch vegetativ-

psychische Störungen aufrechterhaltenen Beschwerdebild hat die 

Adäquanzbeurteilung rechtsprechungsgemäss (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 ff. mit 

Hinweisen) nicht nach den für Schleudertraumen bzw. schleudertrauma-ähnlichen 

Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.), sondern nach den für psychische 

Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen (BGE 123 V 98 ff.; RKUV 

2002 Nr. U 465 S. 437 ff.). Der adäquate Kausalzusammenhang ist demzufolge zu 

bejahen, falls ein einzelnes der nach der Rechtsprechung einzubeziehenden Kriterien 

(besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeits- und 

Erwerbsunfähigkeit; BGE 115 V 140 E. 6c/aa) besonders ausgeprägt vorhanden ist 

oder die massgebenden unfallbezogenen Kriterien insgesamt in gehäufter respektive in 

auffallender Weise gegeben sind.

f) Der Unfall des Beschwerdeführers ist bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung aufgrund des 

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Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen (HWS-Distorsionstrauma mit einem 

nur teilweise vorhandenen Beschwerdebild, vorübergehende Kreuzschmerzen) sowie 

mit Blick auf die entsprechende Kasuistik (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl. 

Zürich 2003, S. 55 ff.) bestenfalls den mittelschweren Unfällen zuzuordnen. Hinsichtlich 

der in diesem Bereich zu erfüllenden Kriterien ist festzuhalten, dass bei der 

Auffahrkollision nicht von einer besonderen Eindrücklichkeit oder von besonders 

dramatischen Begleitumständen gesprochen werden kann. Insbesondere war der 

Unfallablauf ein sehr kurzes Ereignis, und der Beschwerdeführer war angegurtet. Die 

anfänglich objektivierbaren somatischen Verletzungen waren leicht. Die erlittene HWS-

Distorsion (dafür typische Beschwerden sind unmittelbar nach dem Unfall nur teilweise 

aufgetreten; fehlende strukturelle Schädigungen; vgl. Erwägung 3c) und die 

vorübergehenden Kreuzschmerzen können nur als leichte Verletzungen bezeichnet 

werden. Ihre Auswirkungen waren sodann nicht derart gravierend, dass das Kriterium 

der besonderen Art der Verletzung zu bejahen wäre. Im Zusammenhang mit der Frage 

der Dauer der Behandlung der somatischen Unfallfolgen und der Dauer der somatisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit ist zu beachten, dass die anfänglichen Beschwerden mit 

Arbeitsunfähigkeit schon nach einigen Monaten nicht mehr durch primär organische, 

sondern durch psychische Faktoren aufrechterhalten wurden. Die dadurch verursachte 

Arbeitsunfähigkeit darf jedoch nicht in die Adäquanzbeurteilung einbezogen werden 

(BGE 123 V 99 E. 2a). Die nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden erforderten 

lediglich die Abgabe schmerzlindernder Medikamente im Rahmen hausärztlicher 

Kontrolluntersuchungen, einige ambulante Physiotherapien und schliesslich die 

Therapien im rund einmonatigen stationären Aufenthalt in der Klinik X.___. Intensivere 

Therapien wurden nicht durchgeführt. Unter diesen Umständen kann nicht von einer 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. Denn 

gemäss Rechtsprechung des EVG können selbst über zwei bis drei Jahre hinweg 

durchgeführte ambulante physiotherapeutische Behandlungen nicht als medizinische 

Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer betrachtet werden (Urteil des EVG vom 3. 

November 2006 [U 39/06] in Sachen M., E 5.2). Nachdem physisch begründete 

Beschwerden bereits einige Monate nach dem Unfall je länger desto mehr verneint 

werden müssen, sind folgerichtig auch körperlich bedingte Dauerschmerzen zu 

verneinen. Für eine ärztliche Fehlbehandlung fehlen Anhaltspunkte. Mangels bleibender 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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physischer Verletzungen erübrigen sich auch die Fragen nach dem Heilungsverlauf und 

nach der Erheblichkeit von entsprechenden Komplikationen. Damit ist von den 

massgebenden Kriterien kein einziges erfüllt. Selbst wenn der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten, auf psychische 

Ursachen zurückzuführenden gesundheitlichen Beschwerden als gegeben erachtet 

wird, ist aufgrund der geschilderten Umstände als erstellt zu erachten, dass der in 

Frage stehende Unfall nicht geeignet war, die bestehenden (vegetativ-psychisch 

bedingten) Beschwerden auch über den Dezember 1999 hinaus adäquat-kausal zu 

beeinflussen. Die Einstellung der Leistungen ab dem genannten Datum durch die 

Beschwerdegegnerin lässt sich daher nicht beanstanden.

5.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen und der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 19. August 2005 zu bestätigen. Für dieses 

Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.01.2007
	Art. 10 ff. UVG. Natürliche Kausalität allfälliger körperlicher Beschwerden nach Distorsion der Halswirbelsäule verneint; bei der im Verlauf der zeit aufgetretenen psychischen Symptomatik die natürliche und die adäquate Kausalität verneint, da eine eigenständige psychogene Störung vorliegt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Januar 2007, UV 2005/78).

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