# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da739c49-ff79-544e-b560-1aeb9dbfbe2e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.11.2017 UV 2016/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-12_2017-11-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 16.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2017
Art. 6 UVG. Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen einer Holzspriessenverletzung und einer 
Ringbandproblematik am Unfallfinger sowie am benachbarten Finger, einer 
Phlegmome am benachbarten Finger und einem CRPS (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom16. November 2017, UV 
2016/12).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_8/2018.

Entscheid vom 16. November 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und a.o. Versicherungsrichterin

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/12           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Ernst Michael Lang,

Zinggenstrasse 3, 9443 Widnau,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war durch ihre Tätigkeit als Maschinenbedienerin 

bei der B.___ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: 

Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 27. 

März 2015 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Unfall. Die Versicherte habe sich 

am 11. März 2015 einen Holzsplitter eingefangen, als sie einen beschädigten Besen in 

die Hand genommen habe (Suva-act. 2).

A.b  Die Versicherte hatte sich am 16. März 2015 ins Landeskrankenhaus C.___ 

begeben, dessen diensthabende Ärztin im Rahmen einer klinischen Untersuchung im 

Bereich des rechten Ringfingers am Grundglied volar eine deutliche Schwellung, eine 

leichte Rötung und eine Druckdolenz sowie eine kleine oberflächliche Wunde, dies 

wohl die Eintrittspforte für den Fremdkörper, festgestellt hatte. Die Funktion der tiefen 

und oberflächlichen Beugesehne sowie der Strecksehne sowie die Sensibilität und 

Durchblutung bis ins Endglied waren intakt, die Motorik des Ringfingers war jedoch 

schmerzbedingt, vor allem bei Beugung, etwas eingeschränkt gewesen. Nach der 

zusätzlichen Durchführung einer Röntgenuntersuchung ohne Hinweis auf eine frische 

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knöcherne Fraktur und einer Sonographie, bei welcher sich im Grundglied des rechten 

Ringfingers (Digitus [nachfolgend: Dig.] IV) ein Fremdkörper von ca. 7 mm Länge und 1 

mm Durchmesser hatte nachweisen lassen, war die Diagnose "Holzfremdkörper 

Ringfinger rechts" gestellt worden. Der Fremdkörper war gleichentags unter 

Lokalanästhesie entfernt worden und man hatte der Versicherten vom 16. bis 25. März 

2015 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 1/3, 21/1-3, 26/1 ff., act. G 

1.5 S. 1 ff.). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte Heilkosten- und 

Taggeldleistungen (Suva-act. 6 f.).

A.c  Am 18. März 2015 war im Landeskrankenhaus C.___ eine erste Wundkontrolle 

erfolgt. Abgesehen davon, dass die Versicherte angeblich manchmal ein leichtes 

Kribbeln im Wundbereich spürte, hatten sich die Befunde in der klinischen 

Untersuchung der diensthabenden Ärztin unauffällig gezeigt. Diese hatte davon 

Kenntnis genommen, dass die Nahtentfernung am 25. März 2015 durch den Hausarzt 

erfolgen würde und hatte mit der Versicherten eine jederzeitige Wiedervorstellung bei 

Auftreten von Entzündungszeichen oder von Beschwerden vereinbart. In der 

"Krankengeschichte" hatte die diensthabende Ärztin demgemäss einen 

Behandlungsabschluss per 25. März 2015 eingetragen. Im Weiteren hatte sie 

festgehalten, dass die Patientin angeblich "schon seit einiger Zeit" Beschwerden im 

Sinne eines schnellenden Fingers am Mittelfinger rechts habe (Suva-act. 26/6 f., act. G 

1.5 S. 5 f.).

A.d  Am 27. April, 28. Mai sowie am 2. und 3. Juni 2015 folgten weitere 

Kontrolluntersuchungen im Landeskrankenhaus C.___, welche ebenfalls das 

Phänomen schnellender bzw. schnappender Finger zum Inhalt hatten (Suva-act. 26/7, 

26/11, act. G 1.5 S. 6, act. G 1.6 S. 4). Am 10. Juni 2015 wurde der Mittelfinger (Dig. III) 

der Versicherten im Landeskrankenhaus C.___ durch Dr. med. D.___, Oberarzt der 

Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, mittels einer Spaltung des 

Ringbandes A1 operativ versorgt (Suva-act. 21/1, 26/3, 26/12, 46/5, 59/2, act. G 1.6 S. 

5, act. G 11.1 S. 7).

A.e  Nach einer Kontrolluntersuchung am 23. Juli 2015 (Suva-act. 26/7, act. G 1.5 S. 6 

f.) wurde die Versicherte am 3. August 2015 mit persistierenden Beschwerden im 

Bereich der rechten Hand erneut im Landeskrankenhaus C.___ vorstellig. Sie berichtete 

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über brennende Schmerzen im Bereich des Mittelfingers von der Narbe der 

Ringbandspaltung ausgehend nach distal sowie im Bereich des Ringfingers rechts 

(Suva-act. 26/8, act. G 1.5 S. 7, act. G 1.16). Die Versicherte wurde am 12., 20. und 24. 

August 2015 erneut kontrolliert, wobei sich bei der Untersuchung vom 24. August 2015 

eine deutliche Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Sehnenscheide des Dig. III, 

erkennbar bis zur Höhe Ringband, zeigte (Suva-act. 26/8, 26/10, act. G 1.5 S. 7 f.). Am 

27. August 2015 wurden bei der Versicherten im Landeskrankenhaus C.___ bei der 

Diagnose "Phlegmone in der Sehnenscheide 3. Finger rechts (Status post Fremdkörper 

4. Finger rechts, Status post Ringbandspaltung 3. Finger rechts, Status post Infiltration 

durch Hausarzt)" eine offene Revision, Synovektomie und Spaltung der 

Ringbandvernarbungen vorgenommen (Suva-act. 38/4).

A.f  Die Suva hatte der Versicherten zwischenzeitlich mit Schreiben vom 18. August 

2015 mitgeteilt, dass das Leiden "schnellender Finger", aufgrund dessen am 10. Juni 

2015 eine Ringbandspaltung vorgenommen worden sei, in keinem Zusammenhang 

zum Ereignis vom 11. März 2015 stehe. Die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei 

lediglich vom 16. bis 25. März 2015 bestätigt. Eine weitere begründete unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit liege nicht vor, weshalb die Angelegenheit als erledigt betrachtet 

werde (Suva-act. 24).

A.g  Nachdem sich die Versicherte am 14. September 2015 mit der Ablehnung der 

Suva, für die Beschwerden im Sinne eines schnellenden Fingers 

Versicherungsleistungen zu erbringen, nicht einverstanden erklärt hatte (Suva-act. 27), 

ersuchte diese ihre Kreisärztin med. pract. E.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, zur 

Unfallkausalität des schnellenden Fingers Stellung zu nehmen (Suva-act. 28). Am 

16./17. September 2015 reichte med. pract. E.___ ihre ärztliche Beurteilung ein, worin 

sie zum Schluss gelangte, dass die Ringbandproblematik selbst nicht als überwiegend 

kausal zur Holzsplitterverletzung vom 10. März 2015 sei. Dass eine 

Holzsplitterverletzung vom März 2015 am Ringfinger einhalbes Jahr später eine 

Hohlhandphlegmone am Mittelfinger verursachen solle, wo zwischenzeitlich genau in 

diesem Bereich eine Ringbandspaltung erfolgt sei, sei ebenfalls nicht als überwiegend 

wahrscheinlich zu betrachten (Suva-act. 29).

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A.h  Gestützt auf die kreisärztlichen Ausführungen eröffnete die Suva der Versicherten 

mit Verfügung vom 17. September 2015, dass zwischen dem Ereignis vom 11. März 

2015 und dem schnellenden Finger kein sicherer oder überwiegend wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang bestehe (Suva-act. 30).

B.   

Die am 12. Oktober 2015 gegen diese Verfügung von der Versicherten erhobene 

Einsprache (Suva-act. 31) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 3. Februar 2016 

ab (Suva-act. 40).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. E. M. Lang, Widnau, 

Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 3. Februar 2016 sei aufzuheben, es sei festzustellen, dass 

die Beschwerden der Beschwerdeführerin an der rechten Hand, insbesondere im 

Bereich des rechten Mittelfingers und Ringfingers auf den Unfall vom 11. März 2015 

zurückzuführen seien und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der 

Beschwerdeführerin beginnend ab Antragstellung die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme 

weiterer Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines Sachverständigengutachtens 

aus dem Fachbereich der Unfallchirurgie und Handchirurgie an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 

1). Zusammen mit der Beschwerde wurden verschiedene, teilweise neue Akten 

eingereicht (act. G 1.1 - G 1.16).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Sie stützte sich dabei auf eine von PD Dr. 

med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, von der Abteilung Versicherungsmedizin der 

Suva am 22. April 2016 erstellte chirurgische Beurteilung (Suva-act. 59).

C.c In der Replik vom 25. Mai 2016 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

unverändert am Beschwerdeantrag fest (act. G 7) und reichte unter anderem einen 

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ärztlichen Befundbericht des Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. med. G.___, ein 

(act. G 7.2).

C.d Mit Duplik vom 9. Juni 2016 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihrerseits ihren 

Antrag auf Beschwerdeabweisung (act. G 9).

C.e Mit Schreiben vom 21. Juni 2016 schloss das Versicherungsgericht den 

Schriftenwechsel ab (act. G 10).

C.f  Mit Schreiben vom 22. März 2017 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eine weitere Eingabe samt monodisziplinärem handchirurgischem 

Gutachten von Dr. med. H.___, Chirurgie FMH, Spez. Handchirurgie, vom 12. Januar 

2017 ein (act. G 11.1).

C.g Mit Schreiben vom 28. März 2017 erhielt die Beschwerdegegnerin das Gutachten 

zur Kenntnis und allfälligen Stellungnahme (act. G 12). Mit Eingabe vom 13. April 2017 

gab diese eine solche ab (act. G 13).

C.h Nachdem das Versicherungsgericht den Schriftenwechsel mit Schreiben vom 19. 

April 2017 erneut abgeschlossen hatte (act. G 14), reichte der Rechtsvertreter der 

Versicherten mit Schreiben vom 26. Oktober 2017 (act. G 15) ergänzende Unterlagen 

ein (act. 15.1 f.), welche der Beschwerdegegnerin am 30. Oktober 2017 zur Kenntnis 

gebracht wurden (act. G 16).

C.i   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die bei der 

Beschwerdeführerin am 10. Juni 2015 wegen eines sogenannten schnellenden Fingers 

durchgeführte Spaltung des Ringbandes A1 des rechten Mittelfingers sowie die am 27. 

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August 2015 infolge einer Phlegmone im rechten Mittelfinger vorgenommene offene 

Revision, Synovektomie sowie Spaltung der Ringbandvernarbungen leistungspflichtig 

ist. Die Beschwerdeführerin sieht in der Ringbandproblematik und der Phlegmone bzw. 

in den in diesem Zusammenhand durchgeführten Operationen zwar keine 

unmittelbaren Unfallverletzungen, jedoch sekundäre Folgeschäden, d.h. mittelbare 

traumatische Gesundheitsschäden der von der Beschwerdeführerin 

unbestrittenermassen am 11. März 2015 erlittenen Holzsplitterverletzung am rechten 

Ringfinger (Dig. IV), welche am 16. März 2015 die operative Entfernung des 

Holzspiesses, eine Wundreinigung und einen Wundverschluss erforderlich gemacht 

hatte. Hierfür hatte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer 

anerkannt. Ausgehend vom Standpunkt der Beschwerdeführerin würde mithin eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht nur in Bezug auf die primäre 

Holzsplitterverletzung, sondern auch hinsichtlich der Ringbandproblematik und der 

Phlegmone bestehen.

1.2  Mit Schreiben vom 26. Oktober 2017 (act. G 15) reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht Unterlagen bezüglich einer psychischen 

Problematik ein - eine Bestätigung betreffend eine stationäre Aufnahme der 

Beschwerdeführerin am 13. März 2018 zu einem 42tägigen Therapieprogramm im 

Departement für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LKH Hohenems 

(A) (act. G 15.1) sowie ein Befundergebnis von Dr. med. I.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapeutische Medizin, vom 28. September 2017 mit der Diagnose 

"anhaltende Schmerzstörung ICD-10 F 45.4" (act. G 15.2). Nachdem gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung die richterliche Überprüfung einer 

Verwaltungsverfügung, hier des angefochtenen Einspracheentscheids, grundsätzlich 

auf den Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung bzw. des angefochtenen 

Einspracheentscheids beschränkt ist, d.h. nachträgliche Sachverhalts- und 

Rechtsänderungen nicht berücksichtigt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. 

September 2010, 9C_728/2009, E. 1 mit Hinweisen), und Gegenstand des 

angefochtenen Einspracheentscheids nur ein Leistungsanspruch der 

Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre Fingerproblematik rechts bildete (vgl. dazu BGE 

131 V 164 f. E. 2.1), sind die obgenannten Unterlagen nicht in die rechtliche Würdigung 

des Sachverhalts einzubeziehen. Entsprechend hält der Rechtsvertreter der 

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Beschwerdeführerin offensichtlich auch unverändert an seinen Beschwerdeanträgen 

(vgl. act. G 1, vgl. insbesondere Rechtsbegehren, Ziff. 2) fest.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Debatte steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; 

ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1).

3.2 

3.2.1      Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

3.2.2      Den Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. 

E. 1b). Auch ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von med. 

pract. E.___ am 16./17. September 2015 (Suva-act. 29) und von PD Dr. F.___ am 22. 

April 2016 (Suva-act. 59) erstellt wurden, sind nicht an sich unzuverlässig. Für die 

Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persönlichen 

Untersuchungen vorliegen (PVG 1996, 265 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371). An 

dieser Stelle ist bereits vorweg zu nehmen, dass dem Einwand des Rechtsvertreters 

der Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 4. März 2016 (act. G 1, Ziff. 3.1.1.4) - 

med. pract. E.___ hätten nicht alle Unterlagen (konkret der Operationsbericht von Dr. 

D.___ vom 28. August 2015 [Suva-act. 38] sowie die hausärztlichen Unterlagen 

["Ärztliches Attest" vom 7. Dezember 2015, act. G 1.10; "Karteikarteneintragungen" 

vom 3. März 2016, act. G 1.15]) vorgelegen -, in Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 3 Ziff. 5.4), zumindest gesamthaft betrachtet keine 

massgebende Bedeutung zukommt. Jedenfalls hat PD Dr. F.___ seine chirurgische 

Beurteilung in Kenntnis aller Akten bzw. gestützt auf die vollständige Anamnese 

abgegeben.

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3.3  Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2) 

schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Da es dem 

Leistungsansprecher obliegt, das Vorliegen eines (leistungsbegründenden) natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall 

nachzuweisen, liegt die entsprechende Beweislast bei ihm. Diese Beweisregel greift 

jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein 

wahrscheinlicher (die blosse Möglichkeit genügt nicht; BGE 117 V 360 E. 4a mit 

Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.) Sachverhalt ermittelt 

werden kann (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 119 Nr. U 86 S. 50; RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 4 f.).

4.   

4.1  Die Beschwerdegegnerin liess den medizinischen Sachverhalt bzw. die sich 

konkret stellenden Kausalitätsfragen zunächst durch ihre Kreisärztin med. pract. E.___ 

prüfen und verneinte ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 17. September 2015 

(Suva-act. 30) bzw. angefochtenem Einspracheentscheid vom 3. Februar 2016 (Suva-

act. 40) gestützt auf deren Beurteilung vom 16./17. September 2015 (Suva-act. 29). 

Erst nach Beschwerdeerhebung reichte sie, zusammen mit der Beschwerdeantwort 

vom 25. April 2016 (act. G 3), die versicherungsmedizinische chirurgische Beurteilung 

von PD Dr. F.___ vom 22. April 2015 (Suva-act. 59) zu den ihm gestellten 

Kausalitätsfragen ein. Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das kantonale 

Versicherungsgericht als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die Behandlung 

der Sache geht also mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. 

Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der 

Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der 

Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie z.B. das Einholen von 

Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch Rückfragen) zugelassen. Wegleitende 

Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen Verfahren noch 

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zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche Bedeutung der 

Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger weiterer 

Abklärungsmassnahmen (vgl. BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweis auf BGE 127 V 231 ff. E. 

2b/aa und bb; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 Rz 

123).

4.2  Bei der 15-seitigen versicherungsmedizinischen chirurgischen Beurteilung von PD 

Dr. F.___ handelt es sich zwar um eine umfassende und umfangreiche Stellungnahme. 

Nachdem jedoch die Beschwerdegegnerin den massgeblichen medizinischen 

Sachverhalt bereits vor Erlass ihrer Verfügung kreisärztlich abklären liess und damit die 

notwendigen Abklärungsmassnahmen nicht in ein späteres Verfahren verschoben hat, 

die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung sodann ohne Mitwirkung der 

Beschwerdeführerin erstellt wurde und keine namhafte zeitliche Verzögerung des 

Beschwerdeverfahrens verursachte, war die Einholung der fraglichen Beurteilung 

zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.5, und 15. 

Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5). Die Aktenbeurteilung wurde der Beschwerdeführerin 

bzw. ihrem Rechtsvertreter zusammen mit der Beschwerdeantwort der 

Beschwerdegegnerin zugestellt und sie bzw. er konnten sich im Rahmen der Replik 

dazu äussern, weshalb auch nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs 

ausgegangen werden kann. So ist die versicherungsmedizinische chirurgische 

Beurteilung von PD Dr. F.___ vom 22. April 2015 im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

zu berücksichtigen, was auch aus verfahrensökonomischen Gründen als gerechtfertigt 

erscheint.

5.  

Im Folgenden gilt es den materiellen Standpunkt zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht für die Ringbandproblematik sowie 

die Phlegmone im Bereich des Dig. III rechts abgelehnt hat, indem sie deren Kausalität 

zum Unfallereignis vom 11. März 2015 verneint hat.

5.1 

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5.1.1      Ein massgebender Ausgangspunkt bei der Beurteilung traumatischer 

Folgeschäden bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet 

insbesondere der gesundheitliche Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. 

Lag die zu beurteilende Gesundheitsschädigung vor dem Unfall in der gegebenen Form 

im Sinne eines Vorzustandes bereits vor, vermag sie selbstredend weder eine primäre 

Unfallverletzung noch einen sekundären traumatischen Folgeschaden darzustellen. 

Sowohl med. pract. E.___ als auch PD Dr. F.___ nehmen zu dieser Frage Stellung; 

erstere, indem sie bezüglich der Beschwerden im Sinne eines schnellenden Fingers am 

Mittelfinger rechts einen Vorzustand bejahte, letzterer indem er die Kausalitätsfrage in 

Bezug auf beide Sachverhalte - die Beschwerdeführerin litt vor dem Unfall vom 11. 

März 2015 noch nicht bzw. litt bereits an einem schnellenden Mittelfinger rechts - 

beantwortete. Selbst für den Fall, dass kein Vorzustand anzunehmen wäre, sieht PD Dr. 

F.___ eine Unfallkausalität für die Symptomatik eines schnellenden Fingers als nicht 

gegeben an (Suva-act. 59/15; vgl. nachfolgende Erwägung 5.3), insofern die Frage 

eines diesbezüglichen Vorzustands grundsätzlich offen gelassen werden könnte.

5.1.2      Der Vollständigkeit halber ist dennoch anzufügen, dass aufgrund der 

vorliegenden Akten ein Sachverhalt ohne Vorzustand zumindest gleich wahrscheinlich 

erscheint wie ein solcher mit Vorzustand. Die Formulierung der behandelnden Ärztin 

des Landeskrankenhauses C.___ in der "Krankengeschichte" bezüglich der von ihr nur 

eine Woche nach dem Unfall (am 18. März 2015) durchgeführten Kontrolluntersuchung 

- die Patientin gebe an, "schon seit einiger Zeit" Beschwerden im Sinne eines 

schnellenden Fingers am Mittelfinger rechts zu haben (Suva-act. 26/7) - spricht eher für 

eine längere Zeitphase und damit für einen Vorzustand; dies insbesondere auch im 

Vergleich zur nachfolgenden Aussage - sie habe "seit einigen Tagen" zusätzlich 

Schmerzen sowie ein Defizit bei der endgradigen Flexion in den Fingern (Suva-act. 

26/7). Es handelt sich zwar in zeitlicher Hinsicht um eine unbestimmte Formulierung, 

bedeutet aber wohl - entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters - nicht nur "zwei 

oder drei Tage" (vgl. act. G 1 Ziff. 3.1.1.3). Dennoch darf ihr entsprechend der 

Einschätzung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der Replik vom 25. Mai 

2016 (act. G 7 Ziff. 8, 15) nicht - wie es die Beschwerdegegnerin getan hat (act. G 3 

Ziff. 5.3) - die Bedeutung einer beweisbildenden "Aussage der ersten Stunde" 

beigemessen werden. Einer solchen wäre gegenüber einer mit Wissen um die 

rechtlichen Konsequenzen nachfolgenden abweichenden Sachverhaltsdarstellung der 

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Vorzug zu geben (vgl. dazu BGE 121 V 45 E. 2a; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 5). 

Zwar findet sich in der Einsprache vom 12. Oktober 2015 eine abweichende 

Sachverhaltsdarstellung (Suva-act. 31: "..., da ich nachweislich bis zu diesem Zeitpunkt 

[Unfall vom 11. März 2015] keinerlei Beschwerden, weder Schmerzen, noch einen 

schnellenden Finger noch irgendeine Beeinträchtigung, in meinem Mittel- und 

Ringfinger meiner rechten Hand hatte."). Die "Krankengeschichte" wurde jedoch von 

der behandelnden Ärztin verfasst. Dass die Formulierung "schon seit einiger Zeit" exakt 

den von der Beschwerdeführerin verwendeten Worten entspricht und den von ihr 

gemeinten Sinngehalt treffen, ist insofern fraglich, als die weiteren Formulierungen "im 

Sinne eines schnellenden Fingers" und "Defizit bei der endgradigen Flexion in den 

Fingern" kaum von der Beschwerdeführerin stammen, gegen eine wortgetreue 

Anamnese sprechen und auf eine "schriftstellerische" Mitwirkung der behandelnden 

Ärztin hindeuten. Im Übrigen ist festzuhalten, dass Dr. D.___ am 27. April 2015, d.h. 

bevor die Beschwerdeführerin Kenntnis von der am 18. August 2015 mitgeteilten 

Leistungsablehnung bezüglich der Ringbandspaltung (Suva-act. 24) haben konnte, 

unvereinbar mit einem Vorzustand in der "Krankengeschichte" schrieb, die 

Symptomatik sei vor dem gegenständlichen Unfall mit Fremdkörper nicht vorhanden 

gewesen; diese trete auch nur paroxysmal (anfallsartig) auf (Suva-act. 26/7). Auch 

anlässlich eines Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 1. Juni 2015 hatte 

die Beschwerdeführerin geäussert, dass kein Vorzustand bestehe (Suva-act. 12/1).

5.2 

5.2.1      Ein weiteres Beurteilungskriterium für die Kausalität bildet der zeitliche Ablauf 

oder Heilverlauf der Unfallverletzung. Med. pract. E.___ sowie PD Dr. F.___ weisen in 

ihren Beurteilungen sinngemäss übereinstimmend darauf hin, die Behandlung des 

Holzsplitters habe Ende März abgeschlossen werden können (Suva-act. 29/2) bzw. der 

lokale postoperative Verlauf am Ringfinger sei mit Fadenentfernung neun Tag nach der 

Fremdkörperentfernung unauffällig gewesen (Suva-act. 59/13).

5.2.2      Der mit der Erstellung des Arztzeugnisses UVG vom 23. Juli 2015 betraute 

Arzt des Landeskrankenhauses C.___ hielt bezüglich der Holzsplitterentfernung vom 

16. März 2015 einen Behandlungsabschluss per 25. März 2015 entsprechend dem 

Datum der bis dahin bestätigten 100%-igen Arbeitsunfähigkeit fest (Suva-act. 21/3, 

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26/4). Nach der Fremdkörperentfernung war die Holzsplitterverletzung letztmals Thema 

der Wundkontrolluntersuchung vom 18. März 2015. Damals zeigten sich blande 

Wundverhältnisse, kein Hinweis auf lokale oder fortgeleitete Entzündungszeichen, 

keine Rötung, Schwellung, Überwärmung oder Sekretion, eine unauffällige Sensibilität 

und Durchblutung peripher, eine freie Beweglichkeit der Finger, kein Krankheitsgefühl 

und kein Fieber. Die Beschwerdeführerin gab einzig an, im Wundbereich manchmal ein 

leichtes Kribbeln zu verspüren. Eine Wiedervorstellung wurde nur noch bei allenfalls 

auftretenden Entzündungszeichen oder Beschwerden vereinbart (Suva-act. 26/5 f.). Am 

30. März 2015 erfolgte noch die Nahtentfernung in der Hand-Ambulanz des 

Landeskrankenhauses C.___, wobei keine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Suva-

act. 26/11, 22). Laut Unfallschein UVG stellte das Landeskrankenhaus C.___ erst ab 4. 

Mai 2015 weitere 100%-ige Arbeitsunfähigkeitsbestätigungen aus (Suva-act. 22/1, act. 

G 1.12). Die neuerliche Vorstellung der Beschwerdeführerin im Landeskrankenhaus 

C.___ vom 27. April 2015 war jedoch wegen des schnappenden Phänomens im 

Bereich des III. und IV. Fingers erfolgt (Suva-act. 26/7) und auch die nachfolgenden 

Kontrolluntersuchungen fanden laut Eintragungen in der "Krankengeschichte" der 

behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen offensichtlich wegen der Ringbandproblematik und 

der Phlegmone statt. In der "Krankengeschichte" wurde zwar bezüglich der 

Kontrolluntersuchung vom 27. April 2015 noch festgehalten, im Bereich des IV. Fingers 

sei an der Grundphalanx volarseitig eine leicht teigige Resistenz feststellbar, vermehrt 

gegen die Unterlage verschlieblich und leicht druckdolent; dort scheine die subkutane 

Vernarbung noch nicht abgeschlossen zu sein; man warte in den nächsten Wochen 

noch zu und führe am 28. Mai 2015 eine klinische Kontrolle durch (Suva-act. 26/7, act. 

G 1.5). In der "Krankengeschichte" ist jedoch weder eine entsprechende klinische 

Kontrolle vermerkt noch ist aktenkundig, dass das Thema in den weiteren 

Kontrolluntersuchungen nochmals aufgenommen worden wäre.

5.2.3      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegenden Akten für einen 

überwiegend wahrscheinlich problemlosen postoperativen Verlauf der 

Holzsplitterverletzung am Ringfinger (Dig. IV) sprechen und damit ein massgebender 

Umstand vorliegt, der gegen eine Unfallkausalität der nachfolgenden gesundheitlichen 

Beschwerden - der Ringbandproblematik und der Phlegmone - spricht.

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5.3  Am natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den neuen Beschwerden und der 

Holzsplitterverletzung kann auch deshalb gezweifelt werden, weil sie erst nach einer 

gewissen Latenzzeit aufgetreten sind und ein neues Beschwerdebild im Bereich eines 

anderen Fingers darstellen, der vom Unfall nicht direkt tangiert war.

5.3.1      Med. pract. E.___ weist in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 16./17. September 

2015 triftig darauf hin, dass es sich bei der Holzsplitterverletzung bzw. den dadurch 

aufgetretenen Beschwerden und der Ringbandproblematik im Grundsatz um zwei 

verschiedene Beschwerdebilder handelt. Es entspricht zwar der medizinischen 

Erfahrung, dass infolge von primären traumatischen Gesundheitsschäden sekundäre 

bzw. indirekt unfallkausale Gesundheitsschäden, degenerativer oder anderweitig 

pathologischer Natur, als (Spät-)Folge auftreten können (beispielsweise degenerative 

Veränderungen infolge einer traumatisch verursachten strukturellen Verletzung oder 

Entzündungen infolge der operativen Versorgung einer traumatischen Verletzung; vgl. 

dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 

2005, S. 735; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 176; 

ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134, 534). PD Dr. F.___ nimmt in 

seiner chirurgischen Beurteilung vom 22. April 2016 (Suva-act. 59) zur überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit eines solchen Verlaufs im konkreten Fall - mit anfänglicher 

Holzsplitterverletzung und nachfolgender Ringbandproblematik sowie Phlegmone - 

ausführlich Stellung, verneint jedoch eine solche Kausalitätskette und damit eine 

(indirekte) Unfallkausalität der hier streitigen Gesundheitsschäden 

(Ringbandvernarbung und Phlegmonie). Seine Ausführungen sind schlüssig und 

überzeugend, weshalb auf sie abgestellt werden kann.

5.3.2      PD Dr. F.___ geht zunächst allgemein anhand der medizinischen Literatur auf 

das Krankheitsbild eines schnellenden Fingers (klinische Manifestation und 

Terminologie), die Anatomie der Ringbänder in gesundem Zustand sowie die 

Physiologie eines pathologischen Ringbandes ein. Bezüglich letzterem weist er auf die 

Veränderung der histologischen Struktur der inneren Schicht des Ringbandes infolge 

einer Druckerhöhung im Ringbandkanal sowie den daraus folgenden mechanischen 

Konflikt zwischen Beugesehne und Ringband hin und hält fest, dass der Finger dann 

springe, wenn sich die lokal verdickte Beugesehne durch das verengte Ringband 

"quetsche". Weiter folgen - ebenfalls unter Hinweis auf die medizinische Literatur - 

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Ausführungen betreffend Inzidenz und Ätiologie eines Springfingers, wonach sich 

Springfinger bei Patienten mit verschiedenen konkreten Erkrankungen (Diabetes, 

Hypothereose [Unterfunktion der Schilddrüse], Niereninsuffizienz, Amyloidose 

[Anreicherung von verändertem Protein in Zwischenzellenräumen], rheumatoide 

Arthritis, Gicht, erhöhter Body mass index (BMI), Operation eines 

Karpaltunnelsyndroms) häufiger finden als bei Patienten ohne diese Erkrankungen. Der 

Grund für das Auftreten von Springfingern sei meist unklar (idio¬pathisch). Ein Trauma 

ist laut PD Dr. F.___ bzw. der von ihm angeführten medizinischen Literatur selten ein 

Grund für eine Verengung eines Ringbandes, respektive eines Konflikts des 

Durchmessers der Flexorsehnen und des entsprechenden Ringbandkanals. Meist seien 

es Schnittwunden, bei denen es zu einer partiellen Verletzung der Beugesehnen 

gekommen sei, ohne dass man dies bei der Wundversorgung bemerkt habe. Seltene 

Fallberichte seien publiziert. Das Intervall zwischen Verletzung und Auftreten der 

Symptomatik betrage 3 Wochen bis 4 Monate. In der Ultraschalluntersuchung könne 

eine solche Sehnenverletzung eventuell präoperativ bereits diagnostiziert werden. Das 

Auftreten eines schnellenden Fingers nach einer Fremdkörperverletzung sei in der 

Literatur nicht beschrieben.

5.3.3      Die von PD Dr. F.___ anhand bestimmter Rubriken (Anatomie, 

Pathophysiologie, Inzidenz und Ätiologie) gemachten Ausführungen bilden eine 

nachvollziehbare und schlüssige Grundlage für seine - nach Darstellung einer 

lückenlosen Anamnese - vor-genommene Wahrscheinlichkeitsbeurteilung der 

Ringbandproblematik der Beschwerdeführerin als Folge des versicherten Ereignisses 

vom 11. März 2015. Diese Vorgehensweise erscheint zuverlässig, ist nachvollziehbar 

und ermöglicht durch die Einordnung des konkreten Falls die Überprüfung der 

ärztlichen Schlussfolgerung. PD Dr. F.___ beantwortet in Bezug auf den konkreten Fall 

einleuchtend einerseits die Frage der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer 

Ringbandproblematik durch die Holzsplitterverletzung vom 11. März 2015 am 

Ringfinger (Dig. IV), andererseits die Frage der Wahrscheinlichkeit eines 

Kausalzusammenhangs zwischen der Holzsplitterverletzung am Ringfinger und der 

Ringbandproblematik am Mittelfinger (Dig. III), d.h. dort wo am 10. Juni 2015 die 

Ringbandspaltung vorgenommen wurde, und wo später, d.h. am 27. August 2015, eine 

Phlegmone operativ behandelt werden musste.

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5.3.4      Hinsichtlich der Thematik - Unfallverletzung und Ringbandproblematik an 

demselben Finger bzw. Ringbandproblematik verursacht durch die 

Holzsplitterverletzung hält PD Dr. F.___ fest, dass es in der Literatur keinen case-report 

zu einem Ereignis gebe, wo eine Verletzung mit einem Fremdkörper im weiteren Verlauf 

zu einer Veränderung des Ringbandes geführt habe. Man könnte theoretisch davon 

ausgehen, dass ein okkulter (verborgener) Infekt in der Region des Ringbandes vom 

Ringfinger vorgelegen haben könnte, der zu einer "Schrumpfung" des Ringbandes A1 

geführt habe. Dies sei aber mit den in der medizinischen Literatur vorgestellten, 

pathophysiologischen Veränderungen nicht kompatibel. Bei einer 

Ringbandveränderung komme es zu einer Veränderung der inneren Gleitschicht und 

nicht zu einer von der äusseren Schicht ausgehenden Vernarbung. Die beschriebene 

fibrocartilaginäre Metaplasie spiele sich in der inneren Schicht ab. Auch wenn der 

Begriff "Tendovaginitis" und weitere Symptome, welche auf -itis enden, eine 

Entzündung bezeichneten, so habe diese Veränderung nichts mit einer wirklichen 

bakteriellen Entzündung zu tun. Eine traumatische Eröffnung der Sehnenscheide mit 

einem Fremdkörper durch das Ringband hindurch würde zu einer 

Sehnenscheidenentzündung des entsprechenden Fingers führen, was klinisch gut 

erkennbar sei. Hinweise für eine Sehnenscheidenentzündung an Dig. IV würden in den 

vorliegenden Dokumenten keine gefunden, worin ihm beizupflichten ist. Anlässlich der 

echtzeitlich durchgeführten klinischen Untersuchung im Landeskrankenhaus C.___ 

zeigte sich bei der Beschwerdeführerin im Bereich des rechten Ringfingers eine intakte 

Funktion der tiefen und oberflächlichen Beugesehne sowie der Strecksehne. 

Insbesondere ergab die echtzeitlich durchgeführte Sonographie des rechten 

Ringfingers, mit der sich Sehnenveränderungen gut darstellen lassen (vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 242 ff.), offensichtlich keinen Hinweis auf eine Verletzung der 

Beugesehne oder eine traumatische Eröffnung der Sehnenscheide wegen des 

Holzsplitters durch das Ringband hindurch (Suva-act. 21/1, 26/4, act. G 1.5). PD Dr. 

F.___ zeigt somit anhand der Grundsätze der pathophysiologischen Veränderung eines 

Ringbandes und der konkreten von der Beschwerdeführerin am 10. März 2015 

erlittenen Unfallverletzung überzeugend und schlüssig auf, weshalb zwischen diesen 

beiden Komponenten keine Verbindung bzw. kein Kausalzusammenhang bestehen 

kann. Im konkreten Fall kann mithin nicht von einer am 11. März 2015 erlittenen 

Unfallverletzung im Umfang einer Sehnenscheidenverletzung ausgegangen werden, 

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welche eine Sehnenscheidenentzündung mit nachfolgender Ringbandproblematik zur 

Folge haben könnte. Die Ringbandproblematik am Ringfinger stellt mithin ein von der 

Holzsplitterverletzung unabhängiges, neues Beschwerdebild dar.

5.3.5      Hinsichtlich der Kausalitätsfrage - Ringbandproblematik am Mittelfinger 

verursacht durch eine Holzsplitterverletzung am Ringfinger - ist nochmals zu 

wiederholen, dass eine Ringbandproblematik laut "Krankengeschichte" des 

Landeskrankenhauses C.___ besonders im Bereich des Ringbandes A1 des Dig. III 

rechts, teilweise auch des Dig. IV und Dig. II, beide rechts, besprochen und sodann nur 

am Dig. III eine Ringbandspaltung durchgeführt worden war (Suva-act. 20/1, 24, 46/5, 

59/9), wo auch die Phlegmone aufgetreten ist (Suva-act. 26/7, 38, act. G 1.5). Die 

Holzsplitterverletzung hatte hingegen bekanntlich den Dig. IV betroffen (Suva-act. 26/7, 

act. G 1.5). Grundsätzlich stellt eine nachkommende Gesundheitsschädigung im 

Bereich eines vom Unfall nicht direkt betroffenen, konkret benachbarten, Körperteils 

eine Ausgangslage dar, welche gegen eine Unfallkausalität der nachgefolgten 

Gesundheitsschädigung spricht. PD Dr. F.___ räumt dennoch ein, dass eine Verletzung 

an einem angrenzenden Finger im Fall einer Infektion in den Sehnenscheiden aufgrund 

der Anatomie mit den in der Hohlhand kommunizierenden Beugesehnenscheiden in der 

Tat auf einen benachbarten Finger übergreifen könne. Es komme in einem solchen Fall 

einer Sehnenscheidenentzündung an einem Finger zu einer Hohlhandphlegmone, die 

dann im weiteren Verlauf zu einer Sehnenscheidenentzündung von weiteren Fingern 

führen könne. Solche Verläufe seien schwerwiegend. Im konkreten Fall gehe es aber 

um die Symptomatik eines schnellenden Fingers an einem benachbarten Finger. Der im 

weiteren Verlauf nach der durchgeführten Ringbandspaltung am Dig. III vermutete 

Infekt habe nichts mit der früheren, infektlos abgeheilten Verletzung zu tun und der 

Infekt sei bakteriologisch und laborchemisch bei nicht erhöhten 

Entzündungsparametern und einer negativen Bakteriologie im Abstrich nicht bewiesen. 

Hingegen sei die leichte Niereninsuffizienz mit dem grenzwertigen Kreatinin und einer 

erniedrigten glomerulären Filtration ein interessanter Nebenbefund, der einen als 

Prädisposition für eine Tendovaginitis stenosans (Triggerfinger/schnellender Finger) 

beschriebenen Faktor betreffe. Als zusätzlich prädisponierende Faktoren seien bei der 

Beschwerdeführerin aus den vorliegenden Dokumenten das Alter (59 Jahre), das 

weibliche Geschlecht, eine Adipositas mit BMI 34.9 sowie die Betroffenheit des Dig. III, 

des am häufigsten befallenen Fingers, eruierbar. PD Dr. F.___ legt schlüssig und 

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nachvollziehbar anhand der konkreten Aktenlage dar, weshalb bei der 

Beschwerdeführerin der besondere Fall einer Phlegmone im Bereich eines vom Unfall 

nicht betroffenen, benachbarten Fingers nicht überwiegend wahrscheinlich erscheint. 

Heilt eine Verletzung, wie im vorliegenden Fall (vgl. dazu Erwägung 5.2) - ohne Infektion 

ab, leuchtet es ein, wenn bezüglich einer neuen Infektion, die mehr als fünf Monate 

nach der Holzspriessenverletzung auftritt, von einem unfallunabhängigen Vorgang 

ausgegangen wird. Ein Sachverhalt mit einer (sekundären) traumatischen Entstehung 

der Phlegmone erscheint zumindest nicht wahrscheinlicher als eine solche mit einer 

unfallfremden Ätiologie, womit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nicht entsprochen ist. Das Vorliegen prädisponierender Faktoren mindert die 

Wahrscheinlichkeit eines unfallfremden Prozesses zusätzlich.

5.3.6      Die Feststellung von PD Dr. F.___ betreffend ein Trauma als Ursache für eine 

Schnellende-Finger-Symptomatik im Bereich des Mittelfingers - die Fallbeschreibungen 

in der medizinischen Literatur würden okkulte Sehnenverletzungen betreffen, die 

anlässlich einer Wundversorgung nicht bemerkt worden seien - erscheint logisch. So 

wird eine Verletzung entweder echtzeitlich festgestellt und diagnostiziert oder sie bleibt 

verborgen und wird nicht diagnostiziert. Im vorliegenden Fall finden sich - wie von PD 

Dr. F.___ festgehalten - keine Hinweise für eine anlässlich der Holzsplitterverletzung 

vom 11. März 2015 erlittene Beugesehnenverletzung am Dig. IV (vgl. dazu Erwägung 

5.3.4) und schon gar nicht am Dig. III.

5.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der überzeugenden und 

umfassenden Darlegungen von PD Dr. F.___ weder in Bezug auf eine 

Ringbandproblematik am Dig. III bzw. die am 10. Juni 2015 durchgeführte 

Ringbandspaltung am Dig. III noch auf die am 27. August 2015 vorgenommene 

Phlegmoneausräumung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

von einem natürlich kausalen Zusammenhang zur Holzsplitterverletzung vom 11. März 

2015 ausgegangen werden kann.

5.5  Die Aussagen von Dr. D.___ in der "Krankengeschichte" betreffend die 

Kontrolluntersuchung vom 7. September 2015 (act. G 1.5 S. 8 f.) - bei der operativen 

Revision des III. Fingers (die Beugesehnen scheiden bis über die Hohlhand hinaus) 

habe sich narbig verändertes Gewebe gezeigt; der Abstrich sei negativ und die 

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Synovitis bis über die Mittelphalanx und zum Sehnenscheiden-Blindsack evident 

gewesen; es dürfte sich daher um eine Folge eines externen Traumas handeln, 

vermutlich in Zusammenhang zu bringen mit dem Holzsplitter, den sich die Patientin im 

Frühjahr eingezogen habe - vermag keinen überzeugenden Wahrscheinlichkeitsbeweis 

für eine indirekte Unfallkausalität zu erbringen. Seine Aussagen sind als Vermutung 

formuliert und stellen damit nur eine mögliche Sachlage dar. Die Schlussfolgerung von 

Dr. D.___ beschränkt sich eigentlich darauf, bestimmte Fakten im Zusammenhang mit 

der Ringbandoperation und der Phlegmoneausräumung (es zeigte sich narbig 

verändertes Gewebe, der Abstrich war negativ und die Synovitis bis über die 

Mittelphalanx und zum Sehnenscheiden-Blindsack evident) festzuhalten, um dann 

ohne weitere Begründung die Holzspriessenverletzung als Ursache heranzuziehen. Die 

genauen medizinischen Zusammenhänge und Überlegungen werden jedoch von ihm 

nicht aufgezeigt. Mit der zwischenzeitlich wegen der Ringbandproblematik am III. 

Finger (vgl. dazu Suva-act. 46/4, 59/2, act. G 1.6 S. 4) erfolgten Injektion mit Cortison 

bringt Dr. D.___ ausserdem eine weitere mögliche Kausalitätsvariante ein, womit er die 

von ihm angesprochene Kausalität zur Holzsplitterverletzung selbst aufweicht. In 

Erwägung 5.3.5 wurde bereits dargelegt, dass gestützt auf die überzeugende 

chirurgische Beurteilung von PD Dr. F.___ vom 22. April 2016 zwischen der 

Phlegmoneausräumung des III. Fingers einerseits bzw. der von DD.___ erwähnten 

Synovitis und der Holzsplitterverletzung des Ringfingers andererseits kein überwiegend 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang besteht. Dies auch wenn - wie von Dr. D.___ 

festgehalten und von PD Dr. F.___ bestätigt - die Beugesehnen bis über die Hohlhand 

hinaus scheiden.

5.6 

5.6.1      Das auf einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 9. 

Januar 2017 basierende monodisziplinäre handchirurgische Gutachten von Dr. H.___ 

vom 12. Januar 2017 (act. G 11.1) vermag ebenfalls nicht zu einer anderen Beurteilung 

zu führen. Dr. H.___ stellt bei Bejahung der Budapester-Kriterien (vgl. dazu https://

www.crps-netzwerk.org/cms/wp-content/uploads/2014/12/

diagnose_crps_kriterien.pdf, abgerufen am 30. Oktober 2017) die zusätzliche Diagnose 

eines posttraumatischen Komplexen Regionalen Schmerz-Syndroms (CRPS Typ I), 

welches ursprünglich offensichtlich nicht erkannt worden sei. Während die anfangs bei 

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der Beschwerdeführerin aufgetretenen Symptome für ein CRPS sehr typisch seien und 

durch kein anderes plausibles Krankheitsbild besser erklärt werden könnten, habe 

keines der Symptome mit Sicherheit zu einer Tendovaginitis stenosans oder einer 

Phlegmone gepasst (act. G 11.1 S. 27 ff.). Aus der Retrospektive müsse mithin sowohl 

die Diagnose eines Schnellenden Fingers wie auch der Bestand einer Mittelfingerstrahl-

Phlegmone ernsthaft in Frage gestellt werden, insbesondere im Hinblick auf die damit 

verbundene Kausalitätsfrage und Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Die sich 

primär entzündlich präsentierenden und gegen jede Erwartung nicht abklingenden 

lokalen Zeichen, die sich ausbreitenden Gefühlsstörungen und permanent bleibenden 

Schmerzen mit Ausstrahlungen und zunehmender Empfindlichkeit auf jegliche 

mechanische Reize wären genug Anlass gewesen, die Diagnose CRPS nach kritischer 

Anwendung der Budapester-Kriterien schon sehr früh bei einem offensichtlich 

ungewöhnlichen Heilverlauf zu stellen. Unter diesen Umständen hätten der 

Beschwerdeführerin bis zu drei operative Eingriffe erspart bleiben können (act. G 11.1 

S. 31).

5.6.2      Selbst wenn bei der Beschwerdeführerin von einem CRPS ausgegangen 

würde, erscheint ein CRPS, welches - wie von Dr. H.___ vertreten - ohne Annahme 

einer Ringbandproblematik und einer Phlegmone auf die Holzsplitterverletzung vom 11. 

März 2017 zurückgeführt werden könnte, nicht überwiegend wahrscheinlich. Das 

CRPS ist zwar ein anerkanntes unfallkausales organisches Schmerzsyndrom, das 

eintritt, obwohl die Verheilung einer strukturellen Läsion grundsätzlich günstig verlaufen 

ist (DEBRUNNER, a.a.O., S. 695 ff.; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1779 "Sudeck"; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1914 "Schmerzsyndrome, komplexe regionale"). Wie von 

der Beschwerdegegnerin erklärt, treten jedoch die Beschwerden innerhalb kurzer Zeit 

nach einem auslösenden Ereignis auf. Nach der Rechtsprechung wird für eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers eine Latenzzeit von höchstens sechs bis acht 

Wochen vorausgesetzt (vgl. Urteil des EVG vom 6. September 2006, U 23/06, E. 2.3 

mit Hinweis). Bei der nach der Holzsplitterentfernung am 18. März 2015 durchgeführten 

Kontrolluntersuchung zeigten sich am verletzten Ringfinger der Beschwerdeführerin 

normale Verhältnisse bzw. keine CRPS-typischen Symptome (kein Hinweis auf lokale 

oder fortgeleitete Entzündungszeichen, keine Rötung, keine Schwellung, keine 

Überwärmung, keine Sekretion, Sensibilität und Durchblutung peripher unauffällig 

(Suva-act. 26/6 f.). Auch bezüglich der am 27. April 2015 und damit innerhalb der 

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erforderlichen Latenzzeit durchgeführten Kontrolluntersuchung durch Dr. D.___ - 

immerhin einem Arzt der Hand-Ambulanz des Landeskrankenhauses C.___ - sind keine 

solchen in der "Krankengeschichte" vermerkt. Von der Beschwerdeführerin beklagt 

wurde hingegen ein schnappendes Phänomen im Bereich des II. und IV. Fingers rechts 

(Suva-act. 26/7). Dr. D.___ führte sodann - wie bereits erwähnt - bei der 

Beschwerdeführerin am 10. Juni 2015 eine Ringbandspaltung und am 27. August 2015 

eine Phlemoneausräumung durch. Die Annahme, die beiden operativen Eingriffe seien 

ohne entsprechende Indikation bzw. aus einer Fehldiagnose heraus erfolgt, kommt 

lediglich einer Vermutung gleich. Dies auch wenn sich der im Rahmen der 

Phlegmoneausräumung abgenommene Abstrich (Suva-act. 38) - worauf Dr. H.___ 

konkret hinweist (act. G 11.1 S. 28 Ziff. 5.1) - letztlich negativ zeigte (Suva-act. 48/13). 

Dr. D.___ erhob in sämtlichen im Zusammenhang mit den beiden vorgenannten 

Operationen durchgeführten Kontrolluntersuchungen - trotz fortdauernder 

Beschwerden - nie den Verdacht auf ein CRPS. Die Beschwerdeführerin beklagte zwar 

fortdauernde Schmerzen und eine Schwellung, doch liess sich letztere klinisch nicht 

erhärten, Entzündungszeichen waren keine ersichtlich und die periphere Durchblutung 

und Sensibilität war nicht gestört (Suva-act. 26/7 ff., 48/7 ff., act. G 1.5). Dr. H.___ 

erstellte sein Gutachten rückblickend, erst zwei Jahre nach dem Unfall vom 11. März 

2015. Innerhalb dieses Zeitraums wurden bei der Beschwerdeführerin zwei 

Fingeroperationen durchgeführt. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass sie nie 

unter einer Ringbandproblematik und einer Phlegmone gelitten hätte, wird dadurch ein 

überwiegend wahrscheinlich indirektes, durch die Holzsplitterverletzung verursachtes, 

traumatisches CRPS insofern nochmals relativiert, als ein CRPS laut medizinischer 

Literatur auch durch eine Operation ausgelöst werden kann (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., 

S. 695). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass - auch wenn an dieser Stelle ein 

CRPS im Zeitpunkt der Untersuchung durch Dr. H.___ nicht in Abrede gestellt werden 

kann - zumindest ein auf die Holzsplitterverletzung zurückzuführendes CRPS 

angesichts der dargestellten Sachlage nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist.

5.7  Angesichts der Darlegungen in den Erwägungen 5.1 - 5.6 ist nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen in 

Bezug auf die Ringbandproblematik und die Phlegmone mangels eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zum Unfallereignis vom 11. März 2015 abgelehnt hat. Da nicht 

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zu erwarten ist, dass weitere Abklärungen den erforderlichen Nachweis liefern können, 

ist auf solche zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d). Von 

einer Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs kann unter den genannten 

Umständen abgesehen werden.

6.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 3. Februar 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2017
	Art. 6 UVG. Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen einer Holzspriessenverletzung und einer Ringbandproblematik am Unfallfinger sowie am benachbarten Finger, einer Phlegmome am benachbarten Finger und einem CRPS (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom16. November 2017, UV 2016/12).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_8/2018.

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