# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0aa501c-4ecc-5e66-bc65-0f73d35fa37a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-31
**Language:** de
**Title:** Abweisung. Zwischenverfügung betreffend Anordnung eines bidisziplinären Gutachtens, keine weiteren Fachdisziplinen notwendig (BGE 8C_368/2016)
**Docket/Reference:** IV.2015.00995
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00995.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00995
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Eymann
Urteil
vom
31. März 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kreso Glavas
Advokatur Glavas AG
Markusstrasse 10, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1957,
arbeitete seit 1989 als Bäcker
(Urk. 7/7)
.
Z
uletzt
war er
vom 1. Januar 1999 bis zum
4
. September 2007
bei
der Firma Y.___
als Produk
tionsmitarbeiter in der Abteilung Konditorei
tätig
(Urk. 7/7
/1
, Urk. 7/13
/3
)
.
Am 28. April 2008 meldete er sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbez
u
g an (Urk. 7/4).
In der Folge holte die
Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
medizinische (Urk. 7/9, Urk. 7/12
, Urk. 7/
18, Urk. 7/19
)
und erwerbliche (
Urk. 7/7,
Urk. 7/13)
Auskünfte ein
,
zog die Akten der Taggeldversicherung Swica bei (Urk. 7/8)
und liess den Versi
cherten am 1. Juli 2009 durch Dr. med.
Z.___
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, psychiatrisch-psychotherapeutisch begutachten (Psychiat
risch-psychotherapeutisches Gutachten vom 31.
August 2009; Urk. 7/29).
Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Urk. 7/35) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
m
it Verfügung vom 6
.
Januar 2010
ab dem 1. Januar 2009
, basie
rend auf einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten als auch in einer ange
passten Tätigkeit
und dementsprechend auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
,
eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 7/
51
).
Diese Verfügung erwuchs unan
gefochten in Rechtskraft.
1.2
Im November
2010
leitete
die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Rentenanspruchs
ein
(Urk. 7/63).
Dazu holte sie erneut Arztberichte (Urk. 7/66,
Urk. 7/75, Urk. 7/76) und einen Auszug aus dem Individuellen Konto
(
IK-Aus
zug
)
(Urk. 7/64, Urk. 7/65)
ein und liess den Versicherten am 31. Oktober 2011 polydisziplinär
von der MEDAS
in den Bereichen Rheumatologie, Allgemeine
Innere Medizin und Psychiatrie
begut
achten (Gutachten vom 28. November 2011; Urk. 7/87).
Nach durchgeführtem Vor
bescheidverfahren (
vgl.
Urk. 7/105)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 15. November 2012 weiterhin eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 7/122).
1.3
Im
Januar
2015 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein (
Urk. 7/140,
Urk. 7/141). Die IV-Stelle holte zwei Arztberichte ein (Urk. 7/145, Urk. 7/150) und liess einen IK-Auszug (Urk. 7/147) erstellen.
Am 30. Juli 2015 teilte sie dem Versicherten mit, sie beabsichtige die Einholung eines bidisziplinären Gutachtens (rheumatologisch und psychiatrisch). Als rheu
matologischen Gutachter nahm sie Dr. med.
A.___
, Facharzt für Allgemeine und Innere Medizin
FMH und Facharzt für
Rheumatologie
FMH
,
in Aus
sicht. Betreffend den psychiatrischen Gutachter teilte sie
dem Versicherten
Dr. med.
B.___
, Facharzt für Neurologie FMH und Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH,
mit. Zugleich räumte sie
ihm
zur Einreichung von Zusatzfra
gen sowie zum Erheben triftiger Einwendungen gegen die begutach
tenden Per
sonen eine Frist bis
zum 14. August 2015 ein. Ferner legte sie dem Schreiben ihre Fragen an die Gutachter samt Merkblatt zur mono- und bidis
ziplinären Begutachtung bei (Urk. 7/154-155).
Der Versicherte erhob am 12.
und
am 18. August 2015 Einwendungen und bean
tragte, er sei polydisziplinär abzuklären, wobei der Begutachtungsauftrag nach dem Zufallsprinzip zu vergeben sei
. Aufgrund der räumlichen Distanz zwischen den eingesetzten Gutachtern sei eine sinnvolle Gesamtschau nicht möglich
(Urk. 7/15
8
, Urk. 7/159). Mit Schreiben vom 25. August 2015 ersetzte die IV-Stelle ihre Mitteilung vom 30. Juli 2015
und teilte mit
, dass die psychi
atrische Untersuchung
nun
durch Dr. med.
C.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
durchgeführt werde.
Sie setzte dem Beschwerdeführer eine Frist bis am 7. September 2015 an, um triftige Einwen
dungen gegen den neu eingesetzten Gutachter vorbringen zu können (Urk. 7/160).
Mit Schreiben vom 27. August 2015 machte der Beschwerdeführer
davon Gebrauch
und hielt an seinen früheren Ausführungen, dass eine polydis
zi
plinäre Abklärung notwendig sei, welche durch eine Institution zu erfolgen habe,
fest (Urk. 7/161, Urk. 7/162).
Mit Zwischenverfügung vom 31. August 2015 nahm die IV-Stelle zum Antrag des Versicherten auf eine polydisziplinäre Begutachtung Stellung und hielt an der bidisziplinären Abklärung durch Dr.
C.___
und Dr.
A.___
fest (Urk. 7/163 = Urk. 2).
2.
Gegen die Zwischenverfügung vom 31. August 2015
erhob der Versicherte
, ver
treten durch
Rechtsanwalt Krešo Glavaš,
am 19. September 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwer
degegnerin sei zu verpflichten
-
soweit überhaupt notwendig
-
eine polydiszip
linäre Abklärung nach Zufallsprinzip in Auftrag zu geben, die im Sinne einer Gesamtschau alle Beschwerden
und deren Zusammenwirken bei der Arbeitsun
fähigkeit aufzuklären habe. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Gerichtsverfügung vom 21. Oktober 2015 wurde die Beschwerde
antwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat in seinem Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI, Stand 1. Januar 201
5
) festge
halten, wie bei der Auftragsvergabe für eine Begutachtung vorzugehen ist (KSVI Rz 2074 ff.). Erachtet die IV-Stelle ein Gutachten als erforderlich, so hat sie der versicherten Person in einer ersten Phase mit einer schriftlichen Mitteilung Fol
gendes bekannt zu geben (KSVI Rz 2076 und 2083 f.):
1.
Welche Art Gutachten erforderlich ist (monodisziplinär, bidisziplinär oder
polydisziplinär)
2.
Die am Gutachten beteiligten medizinischen Fachdisziplinen
3.
Fragenkatalog
4.
Hinweis auf die Möglichkeit, schriftlich Zusatzfragen zu stellen
5.
Bei mono- oder bidisziplinären Gutachten zusätzlich Name und
Facharzttitel der mit dem Gutachten zu beauftragenden Personen (KSVI
Rz 2083).
Überdies ist mit der Mitteilung eine Frist von zehn Tagen für die Erhebung von Einwänden gegen die Begutachtung und die vorgesehenen Fachdisziplinen, bei mono- oder bidisziplinären Gutachten zusätzlich auch gegen die Gutachter, sowie für die Einreichu
ng von Zusatzfragen einzuräumen
(KSVI Rz 2076.1 und Rz 2083.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 349 E. 5.2.3).
1.2
Wenn die v
ersicherte Person
eine polydisziplinäre Begutachtung verlangt, die IV-Stelle aber ein mono- oder bidisziplinäres Gutachten für angezeigt hält, legt die IV-Stelle die medizinischen Gründe für ihre Wahl in einer Zwischenverfü
gung dar (
KSVI Rz 2084.3 mit Hinweis auf
BGE 139 V
349
E. 3.2).
2
.
Mit Mitteilung vom
30. Juli 2015
schrieb die IV-Stelle, dass sie ein
e
Begutach
tung in den Fachbereichen Rheumatologie und Psychiatrie als notwendig erachte und damit
Dr.
A.___
und Dr.
B.___
beauftragen wolle
(Urk. 7/155)
. Mit Schreiben vom 12.
und 18.
August 2015 liess der Versicherte geltend machen,
da er die verschiedensten Beschwerden,  nämlich Rückenprobleme, Asthma, eine Mehlstauballergie, eine Achillodynie und eine Fascitis plantaris je links betont, einen beidseitigen Hallux valgus und Sink-/Spreizfüsse, diverse internistische Leiden mit Diabetes und Adipositas sowie psychische Leiden aufweise,
sei eine polydisziplinäre Untersuchung notwendig. Diese müsse nach dem Zufallsprinzip
erteilt werden. Zudem seien die beiden Experten räumlich derart weit voneinan
der entfernt, dass eine sinnvolle Gesamtschau nicht möglich sei (Urk. 7/158).
Daraufhin ersetzte die IV-Stelle ihre Mitteilung vom 30. Juli 2015 im Sinne einer Einigungsbemühung (vgl. KSVI Rz 2084, vgl. BGE 139 V 349 E. 5.4) durch die Mitteilung vom 25. August 201
5.
Dabei kündigte sie wiederum eine bidis
zi
plinäre rheumatologische und psychiatrische Begutachtung an, jedoch ersetzte sie den Gutachter Dr.
B.___
durch
Herrn
Dr.
C.___
(Urk. 7/160).
In der Folge wurde am 27. August 2015 seitens des Beschwerdeführers vorge
tragen, dass auch mit dem neuen Gutachter nicht nur eine Institution involviert sei, da die beiden Gutachter in zwei verschiedenen Städten praktizierten
. Auf jeden Fall müsse die Gutachtensstelle nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden (
Urk.
7/162).
Am 3
1.
August 2015 erliess die IV-Stelle die angefochtene Zwischenverfügung. Darin führte sie aus,
d
ie vorhandenen medizinischen Unterlagen seit 2011 böten keinerlei Hinweis auf eine Veränderung der Lungenfunktion seit der polydis
ziplinäre
n
Beurteilung durch die
MEDAS
. Bereits vor der Gutachtenerstellung sei in den Berichten immer wieder festgestellt worden, dass es sich um seit Jahren unveränderte Beschwer
den
handle
. Da das Asthma auf dem Boden einer Mehlstauballergie bestehe, sei eine Verschlechterung nach Aufgabe der Berufstätig
keit als Bäcker unwahr
scheinlich. Die weiteren genannten Diagnosen wie Dia
betes mellitus, Adipositas und Reflux würden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben, noch handle es sich um neue Leiden. Schliess
lich bestehe auch keine Notwendigkeit einer neurochirurgischen Abklärung des panvertebralen Schmerzsyndroms. Den medizinischen Unter
lagen seien keine Hinweise auf Nervenkompressionen und andere ope
ra
tionsbedürftige Zustände im Bereich des Nervensystems zu entnehmen
(Urk. 2)
.
D
er Versicherte
liess
in der Beschwerde vom 19. September 2015
gegen die Zwischenverfügung vom 31. August 2015
geltend machen, er habe Anspruch auf eine polydisziplinäre Abklärung, zumal ein Rheumatologe für Asthma, eine Mehlstauballergie und internistische Leiden wie Diabetes nicht zuständig sei und demzufolge nicht die
gesamte somatische Problematik
abdecken könne (Urk. 1).
3.
3.1
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
existieren keine festen Krite
rien zur allgemeingültigen Abgrenzung der Anwendungsfelder der verschiede
nen Kategorien von Expertisen. Die grosse Vielfalt von Begutachtungssituatio
nen erfordert Flexibilität. In groben Zügen jedoch lassen sich die jeweiligen Einsatzbereiche wie folgt umreissen: Die umfassende administrative Erstbegut
achtung wird regelmässig polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine direkte Auftragserteilung soll die Ausnahme bleiben. Eine polydiszip
linäre Expertise ist auch dann einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als auf eine oder zwei medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist.
I
n begründeten Fällen
kann
von einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre Abklärung durchgeführt werden, sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt, weder dürfen weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. inter
nistischer Art) notwendig sein (zur Interdisziplinarität der Begutachtung vgl.
BGE 137 V 210
E. 1.2.4) noch darf ein besonderer arbeitsmedizinischer bezie
hungsweise eingliederungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese Vorausset
zungen werden vor allem bei Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein
(
BGE 139 V
349 E. 3.2).
3.2
Die Verfügung vom 1
5.
November 2012 (
Urk.
7/122), mit der die IV-Stelle die halbe Invalidenrente bestätigte, basierte auf dem
Gutachten de
r
MEDAS
vom 28. November 2011 ab (Urk. 7/87). Dabei wurden eine rheumatologische und
eine
internistische
Unter
su
chung und ein psychiatrisches Gespräch durchgeführt (vgl. Urk. 7/80). Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden
aus psychiatrischer Sicht
eine mittelgra
dige bis schwere depres
sive Episode bei rezidivierender depressi
ver Störung (ICD-10
:
F33.1),
aus rheu
matologischer Sicht
ein chroni
sches zervi
kales sowie zervikoze
phales linksbe
tontes Schmerzsyndrom (ICD-10
:
M53.0), ein chroni
sches lum
bovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-1
0:
M54.5)
sowie
auf
grund der allgemeininter
nistischen Explo
ration
eine Mehl
staub
allergie mit chro
nischem Asthma bronchiale
und
eine
rezidivierende Rhinokonjunktivi
tis (ICD-10
:
Z88.9/J45.1) festgehalten
.
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Ar
beitsfähigkeit wurden ein metabolisches Syndrom
(ICD-10: E88.9)
,
eine
chro
ni
sche gastroöso
phageale Refluxerkrankung mit
einer
Hiatushernie (ICD-10:
K21.0), eine präkli
nische Hypothyreose (ICD-10:
E03.9) sowie eine unspezifische Periarthropathia genu beidseits (ICD-10: M25.5) genannt
(Urk. 7/87/23).
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, auf
grund des zervikalen und zer
vikozephalen Schmerzsyn
droms sowie aufgrund der lumbalen Schmerzen seien dem Beschwerdeführer nur noch körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkei
ten zumutbar. Diesbe
züglich bestehe indes
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Wegen des chronischen Asthmas bronchiale im Rahmen der Mehlstauballergie sei zudem ein konse
quentes Vermeiden von Staub- und Mehlexposition erfor
derlich. Eine weiterge
hende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, wechselbelas
tende Tätigkeiten ergebe sich daraus nicht. Die Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 50
%
resultiere aus psychiatrischer Sicht aufgrund der mittelgradigen bis schweren depressiven Episode (
Urk.
7/87/22-25).
3.3
Dr.
D.___
, Facharzt für
Chirurgie FMH,
berichtete am
6. September 2013
im Rahmen des vorliegenden Revisionverfahrens
, dass
ein panvertebrales Schmerz
syndrom, eine Mehlstauballergie mit/bei Asthma bronchiale, Rhi
nokon
junktivi
tis und Hautallergie vom Soforttyp an Mehl
exponierten Stellen, eine g
ast
roösophageale Refluxerkrankung mit/bei einer kleinen Hia
tushernie,
eine
Adi
positas, Senk- und Spreizfüsse beidseitig,
ein
Hallux valgus beidseitig, eine Achillodynie links betont beidseitig sowie eine Fasciitis plantaris links betont beidseitig
bestünden
(Urk. 7/132)
.
Einem
weiteren
Bericht vom
24. März 2015 ist
bei gleicher Diagnosestellung
zu entnehmen, dass sich gegen
über dem Bericht vom 6. September 2013 keine wesentliche Änderung der objektiven und subjektiven Befunde ergeben habe (Urk. 7/145
/1
).
Zur Arbeitsfä
higkeit führte er aus, dass sie in einer angepassten Tätigkeit 50 % betrage und durch medizini
sche Massnahmen nicht weiter verbessert werden könne (Urk. 7/145).
Dem Arztbericht von Dr.
E.___
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
, vom 10. Mai 2015 sind als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit eine depressive Episode mittleren, intermittierend auch schweren Grades (ICD-10: F32.1, F32.2), eine chronische Schmerzstörung (ICD-10:45.41) bei diversen, rheumatologisch objektivierten Befunden, ein Asthma bronchiale bei bekannter Mehlallergie sowie diverse internistische Krankheiten wie Diabetes, Adipositas und andere
zu entnehmen
.
Sodann berichtete er von einem leicht verwahrlost wirkende
n
, adipösen, sich langsam schleppenden Mann mit deutli
cher Anstrengungsdyspnoe (Urk. 7/150/1)
und hielt fest, dass der Verlauf sich
insgesamt
verschlechternd sei (Urk. 7/150/2).
3.
4
Zunächst ist festzuhalten, dass
die
Mehlstauballergie mit chroni
schem Asthma bronchiale und einer Rhinokonjunktivitis bereits im Zeitpunkt
des
MEDAS
-Gutachtens bekannt war und dort bei der Beurteilung der Arbeitsfähig
keit berücksichtigt wurde
(vgl. Urk. 7/87/23)
.
Dr.
D.___
führte im Bericht
vom 6. September 2013
zwar aus
, dass es dem Beschwerdeführer in letzter Zeit schlechter gehe, da er unter dauerndem Hustenreiz sowie Kopf-, Rücken- und Rippenschmerzen nach den Hustenattacken leide (Urk. 7/132/3)
.
I
n seinem spä
teren Bericht
vom 24. März 2015
ging er
von einem unveränderten Zustand aus
und
attestierte
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten
Tätig
keit (vgl. Urk. 7/145)
, sodass verglichen mit der Beurteilung im
MEDAS
-Gutachten
(vgl. Urk. 7/87/23)
nicht von einem veränderten
Gesundheitszustand
ausgegan
gen werden
muss
.
Sofern
der Beschwerdeführer vorbringt, die im Bericht von Dr.
E.___
festgehaltene Dyspnoe sei neu (Urk. 1 S. 4), ist entgegenzuhalten, dass diese bereits im Zeitpunkt der
MEDAS
-Begutachtung bekannt war und bei der Beurteilung mitberücksichtigt
wurde
(vgl. Urk. 7/87/11).
Da das Asthma im Zusam
menhang mit der Mehlstauballergie besteht und keine Anzeichen für eine Verschlechterung vorliegen, erübrigt sich eine pneumologische Abklärung.
Auch die
weiteren genannten Diagnosen wie Diabetes mellitus, Adipositas und Reflux
waren bereits im Zeitpunkt der
MEDAS
-Begutachtung bekannt und haben keine
wesentlichen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit, weshalb sich eine
i
nternistische Begutachtung erübrigt.
Schliesslich
drängt sich
auch
keine neuro
chirurgische Abklärung des panvertebralen Schmerzsyndroms
auf
, da den
medi
zinischen Unterlagen keine
diesbezüglichen Anhaltspunkte
zu entnehmen
sind
.
Unstrittig ist hingegen, dass
eine psychiatrische Untersuchung
durchzuführen ist.
Indem eine psychiatrische Untersuchung angeordnet
wurde
, wird auch den Ausführungen des Psychiaters Dr.
E.___
, welcher von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes berichtete,
Rechnung getragen.
Ebenfalls unstrittig ist, dass eine rheumatologische Untersuchung durchzuführen ist
, die auch die neu aufgetretenen Beschwerden an den Füssen zu berücksichtigen haben wird
.
Überdies steht es den Gutachtern offen, Fachärzte weiterer Fachrichtungen bei
zuziehen. Denn nach der Rechtsprechung liegt es im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer Experten zur punktuellen Abklärung von klar definierbaren Spezialfragen von geringem Umfang und Aufwand notwendig ist oder nicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 25. März 2015 E. 5.1 mit Hinwei
sen).
3.
5
Die IV-Stelle hat somit mit
der
Verfügung vom 31. August 2015 zu Recht eine bidisziplinäre Begutachtung
in den Fachrichtungen Rheumatologie und Psychi
atrie
angeordnet.
Indem sie den ursprünglich als Gutachter vorgesehenen Dr.
B.___
durch Dr.
C.___
ersetzt hat, hat sie auch dem Anliegen des Beschwerdeführers auf örtlich näher praktizierende Gutachter Rechnung getra
gen. Wie bei einem polydisziplinären Gutachten ist es sodann auch bei einem bidisziplinären Gutachten Aufgabe der Gutachter, sich untereinander abzuspre
chen und eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Die diesbezüglichen Bedenken des Beschwerdeführers vermögen keine andere Beurteilung zu begründen. Aus
standsgründe gegen die beiden Gutachter macht er nicht geltend, so dass es bei
der angeordneten bidisziplinären Begutachtung durch Dr.
A.___
und Dr.
C.___
bleibt. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
4
.
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versiche
rungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG in Ver
bindung mit Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung; IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Kreso Glavas
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
4
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigEymann