# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2728c5f5-c235-5d3b-9c17-8dd7fc963dd7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.12.2008 B-2099/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2099-2008_2008-12-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2099/2008/mag/amm
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d 
v o m  1 0 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Maria Amgwerd, 
Gerichtsschreiber Roger Mallepell.

A._______AG. in Liquidation, 
handelnd durch Konkursamt des Kantons Thurgau, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO Arbeitsmarkt / 
Arbeitslosenversicherung,
Effingerstrasse 31, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Rückforderung Kurzarbeits- und 
Schlechtwetterentschädigung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-2099/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das  Staatssekretariat  für  Wirtschaft  (SECO) die  A._______AG. 
mit  Einspracheentscheid  vom 14.  Februar  2008  verpflichtet  hat,  Ar-
beitslosenversicherungsgelder in der Höhe von Fr. (...) an die Arbeits-
losenkasse des Kantons Thurgau zurückzuerstatten;

dass die A._______AG. am 01. April 2008 dagegen Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht eingelegt und die Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids und Rückweisung der Streitsache an die Vorinstanz 
beantragt hat;

dass der Präsident  des Bezirksgerichtes Steckborn am X. Mai  2008 
den Konkurs über die A._______AG. eröffnet und die Arbeitslosenkas-
se des Kantons Thurgau die Forderung im Konkursverfahren angemel-
det hat;

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Beschwerdeverfahren  ge-
stützt auf Art. 207 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über Schuldbe-
treibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) sistiert und die Sistierung in 
der Folge mehrfach verlängert hat;

dass der Kollokationsplan vom X. Oktober 2008 bis X. November 2008 
auflag  und  die  Konkursverwaltung  die  Forderung  der  Arbeitslo-
senkasse des Kantons Thurgau über Fr. (...) in der 3. Klasse kolloziert 
hat  mit  der  Bemerkung,  dass  bezüglich  dieser  Forderung  noch  ein 
Prozess ausstehend ist (Art. 63 Abs. 1 Verordnung über die Geschäfts-
führung der Konkursämter [KOV, SR 281.32]);

dass das Konkursamt und Betreibungsinspektorat des Kantons Thur-
gau mit  Schreiben vom 04. Dezember  2008 mitteilte,  dass  die  Kon-
kursverwaltung  auf  die  Fortführung  des  Beschwerdeverfahrens  vor 
Bundesverwaltungsgericht verzichte und die Forderung der Arbeitslo-
senkasse des Kantons Thurgau über Fr. (...) in der 3. Klasse des Kollo-
kationsplanes anerkannt  habe. Innert  der anlässlich der Auflage des 
Kollokationsplanes  gesetzten  Frist  habe  auch  kein  Gläubiger  das 
Recht auf Fortführung des Prozesses zur Abtretung im Sinne von Art. 
260 SchKG verlangt. Die Forderung über Fr. (...) der Arbeitslosenkasse 
des  Kantons Thurgau sei  somit  rechtskräftig  anerkannt  und  die  Be-
schwerde könne als gegenstandslos abgeschrieben werden;

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B-2099/2008

dass eine Kopie  dieses  Schreibens der  Vorinstanz  zur  Kenntnis  ge-
bracht wird;

dass das sistierte Beschwerdeverfahren gemäss Art. 207 Abs. 1 i.V.m. 
Abs. 2 SchKG frühestens 20 Tage nach der Auflegung des Kollokati-
onsplanes wieder aufgenommen werden kann;

dass  nun  aber  feststeht,  dass  weder  die  Konkursmasse,  vertreten 
durch  die  Konkursverwaltung,  noch  Gläubiger  nach  Art.  260  SchKG 
die Fortsetzung des Beschwerdeverfahrens verlangen;

dass dadurch ein  Abstand zum Ausdruck kommt und die Forderung 
der Arbeitslosenkasse des Kantons Thurgau über Fr. (...) als anerkannt 
gilt  (Art. 63 Abs. 2 KOV,  KURT AMONN,  FRIDOLIN WALTHER,  Grundriss des 
Schuldbetreibungs-  und  Konkursrechts,  Bern  2008,  S.  414,  CARL 
JAEGER,  Bundesgesetz  über  Schuldbetreibung  und  Konkurs,  Zürich 
1997 - 2001, Art. 207 N. 9;  GEORG LEUCH,  OMAR MARBACH,  Die Zivilpro-
zessordnung für den Kanton Bern, fünfte Auflage, Bern 2000, Art. 41 
N. 4); 

dass das Beschwerdeverfahren demnach im einzelrichterlichen Verfah-
ren  als  gegenstandslos  geworden  abzuschreiben  ist  (Art. 23  Abs. 1 
Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 
173.32]);

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, 
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); 

dass mit  Blick auf den geringen verursachten Aufwand auf die Erhe-
bung von Verfahrenskosten zu verzichten ist;

dass der Kostenvorschuss von Fr. 4'000.00 nicht eingefordert wurde;

dass  auch  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist  (vgl.  Art. 15 
i.V.m. Art. 5 VGKE), zumal die Vorinstanz als Bundesbehörde keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE);

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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Eine Kopie des Schreibens des Konkursamts und Betreibungsinspek-
torats des Kantons Thurgau vom 04. Dezember 2008 geht zur Kennt-
nis an die Vorinstanz.

2.
Das  Beschwerdeverfahren  wird  infolge  Gegenstandslosigkeit  abge-
schrieben.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieser Entscheid geht an: 

- das Konkursamt des Kantons Thurgau (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde; Beilage gem. Ziff. 1)
- die Arbeitslosenkasse des Kantons Thurgau (B-Post)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Maria Amgwerd Roger Mallepell

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 10. Dezember 2008

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