# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29314fba-1812-5dfd-8255-b5b72e58d669
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 16.03.2022 ZK2 2020 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2020-20_2022-03-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 16. März 2022

Referenz ZK2 20 20

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Riesen-Ryser, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____ AG
Berufungsklägerin

gegen

B._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge
Susenbühlstrasse 79, 7000 Chur 

Gegenstand Forderung aus Arbeitsvertrag

Anfechtungsobj. Urteil des Regionalgerichts Landquart vom 29.05.2019, mitgeteilt 
am 01.05.2020 (Proz. Nr. 115-2018-16)

Mitteilung 22. März 2022

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Sachverhalt

A. B._____ arbeitete ab dem _____ 2010 bei der A._____ AG als LKW-Fahrer 
im internationalen Bereich. Zwischen den Parteien ist strittig, ob das Arbeitsver-
hältnis am 01. Januar 2013 auf die C._____ übergegangen ist. Ab 19. September 
2016 bis und mit 20. Januar 2017 war B._____ zu 100 % krankgeschrieben. Un-
bestrittenermassen endete das Arbeitsverhältnis am 31. Januar 2017.

B. B._____ macht gegenüber der A._____ AG Lohnausstände geltend. Diese 
begründet er einerseits damit , dass Lohn und Spesen für das Jahr 2015 nicht ver-
tragsgemäss in Schweizer Franken ausbezahlt, sondern in Euro berechnet und 
dann in CHF ausbezahlt worden seien. Dies habe zu einer Differenz geführt, die 
auszugleichen sei. Andererseits macht er geltend, während seiner Krankheit sei 
die Lohnzahlung nur teilweise beziehungsweise gar nicht erfolgt. Schliesslich ver-
langt er die während des ganzen Arbeitsverhältnisses getätigten Krankentag-
geldabzüge zurück.

C. Da sich die Parteien nicht einigen konnten, stellte B._____ am 16. Januar 
2018 beim Vermittleramt der Region Landquart ein Schlichtungsgesuch. Auch an-
lässlich der Sühneverhandlung vom 14. Februar 2018 kam keine Einigung zustan-
de, weshalb am selben Tag die Klagebewilligung ausgestellt wurde. Sie enthält 
das folgende klägerische Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 7‘647.15 nebst Zins 
zu 5 % seit dem 1.7.2015 sowie Euro 8‘990.20 nebst Zins zu 5 % seit 
dem 1.2.2017 zu bezahlen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 1‘328.90 nebst Zins 
zu 5 % seit dem 1.7.2013 sowie Euro 255.70 nebst Zins zu 5 % seit 
dem 15.5.2016 zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7 % MWST zu 
Lasten der Beklagten.

D. Mit Eingabe vom 16. Mai 2018 reichte B._____ beim Regionalgericht Land-
quart Klage ein. Dabei hielt er an dem anlässlich der Sühneverhandlung gestellten 
Rechtsbegehren fest.

In ihrer Klageantwort vom 26. Juni 2018 stellte die A._____ AG das folgende 
Rechtsbegehren:

1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.

2. Eventualiter sei die Klage abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7 % MWST zu 
Lasten des Klägers. 

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Die Replik datiert vom 10. August 2018 und die Duplik vom 1. Oktober 2018; beide 
Parteien hielten an ihren Rechtsbegehren fest. In der Duplik stellte die A._____ 
AG zudem den formellen Antrag, das Verfahren auf die Frage der Passivlegitima-
tion zu beschränken.

E. Am 5. Oktober 2018 erliess das Regionalgericht Landquart eine Beweisver-
fügung, in welcher die von den Parteien eingelegten Urkunden, die Editionsbegeh-
ren sowie die benannten Zeugen als relevant erklärt wurden. Vorbehalten blieben 
die beantragten Parteibefragungen, die – falls erforderlich – im Rahmen der 
Hauptverhandlung erfolgen würden.

F. Im weiteren Verlauf wurden die Editionen angeordnet und die Zeugen ein-
vernommen. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Mai 2019 wurden zudem 
sowohl B._____ als auch D._____, einziger Verwaltungsrat der A._____ AG, je als 
Partei befragt.

G. Mit Urteil vom 29. Mai 2019, schriftlich mitgeteilt am 1. Mai 2020, entschied 
das Regionalgericht Landquart:

1. Die beklagte Partei wird verpflichtet, der klagenden Partei 
Lohnausstände von CHF 768.87 nebst Zins zu 5 % seit 01. Februar 
2015, CHF 489.43 nebst Zins zu 5 % seit 01. März 2015, CHF 561.33 
nebst Zins zu 5 % seit 01. April 2015, CHF 644.99 nebst Zins zu 5 % 
seit 01. Mai 2015, CHF 636.69 nebst Zins zu 5 % seit 01. Juni 2015, 
CHF 616.29 nebst Zins zu 5 % seit 01. Juli 2015, CHF 534.24 nebst 
Zins zu 5 % seit 01. August 2015, CHF 491.02 nebst Zins zu 5 % seit 
01. September 2015, CHF 434.28 nebst Zins zu 5 % seit 01. Oktober 
2015, CHF 452.68 nebst Zins zu 5 % seit 01. November 2015, CHF 
468.18 nebst Zins zu 5 % seit 01. Dezember 2015, CHF 1‘549.17 
nebst Zins zu 5 % seit 01. Januar 2016 sowie EUR 8‘990.20 nebst 
Zins zu 5 % seit 01. Februar 2017 zu bezahlen.

2. Die beklagte Partei wird verpflichtet, der klagenden Partei die geleiste-
ten Krankentaggeldprämien von CHF 1‘328.90 nebst Zins zu 5 % seit 
dem 1. Juli 2013 sowie EUR 255.70 nebst Zins zu 5 % seit dem 15. 
Mai 2016 zurückzuerstatten.

3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5‘000.00 werden auf die Ge-
richtskasse genommen.

4. Die beklagte Partei hat die klagende Partei mit CHF 5‘000.00 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

5. [Rechtsmittelbelehrungen.]

6. [Mitteilung.]

H. Gegen dieses Urteil führt die A._____ AG (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
mit Eingabe vom 3. Juni 2020 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden. 
Sie beantragt:

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1. In Gutheissung der Berufung seien die Ziffern 1, 2 und 4 des ange-
fochtenen Urteils aufzuheben und die Anträge des Klägers und Beru-
fungsbeklagten im vorinstanzlichen Verfahren seien vollumfänglich ab-
zuweisen.

2. Die Prozesskosten des Verfahrens vor dem Regionalgericht Landquart 
seien dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 7.7 % 
Mehrwertsteuer, für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden zulasten des Berufungsbeklagten.

Mit Berufungsantwort vom 17. Juni 2020 beantragt B._____ (nachfolgend: Beru-
fungsbeklagter) die kostenfällige Abweisung der Berufung, soweit auf sie eingetre-
ten werden könne.

In ihrer Replik vom 13. Juli 2020 bestätigt die Berufungsklägerin ihr Rechtsbegeh-
ren und vertieft ihre Argumentation. Mit Schreiben vom 23. Juli 2020 verzichtet der 
Berufungsbeklagte auf die Einreichung einer Duplik unter Hinweis auf die Erwä-
gungen der Vorinstanz und unter Bestreitung sämtlicher Ausführungen in der Re-
plik.

I. Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil und die Ausführungen in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

Erwägungen

1. Der Berufungsbeklagte hat seinen Wohnsitz in E._____. Es handelt sich 
vorliegend mithin um einen Fall mit internationaler Berührung. Keine der Parteien 
hat im vorinstanzlichen oder im Berufungsverfahren die Zuständigkeit der Schwei-
zer Gerichte bestritten. Diese ist denn auch offensichtlich gegeben (vgl. Art. 19 
Ziff. 1 LugÜ), so dass nicht weiter darauf eingegangen werden muss; die schwei-
zerischen Gerichte sind zuständig. Anwendbar ist das schweizerische Recht.

2.1. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten sind Endentscheide berufungs-
fähig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindes-
tens CHF 10‘000.00 beträgt (vgl. Art. 308 ZPO). Dieser Streitwert ist vorliegend 
unbestrittenermassen erreicht. Das Urteil des Regionalgerichts Landquart ist somit 
mit Berufung anfechtbar.

2.2. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift-
lich und begründet einzureichen. Das angefochtene Urteil des Regionalgerichts 
Landquart vom 29. Mai 2019 (im Rubrum wird fälschlicherweise der 28. Mai 2019 

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genannt, act. B.1) ging der Berufungsklägerin am 4. Mai 2020 zu (vgl. den Zustel-
lungsnachweis, act. E.3, Anhang). Die Berufung erfolgte am 3. Juni 2020 (act. A.1) 
und damit fristgerecht. Da die Rechtsschrift zudem den übrigen Formerfordernis-
sen entspricht, ist auf die Berufung einzutreten.

3. Die Berufungsklägerin bemängelt, dass im angefochtenen Urteil ihre Pas-
sivlegitimation bejaht worden sei. Sie macht geltend, der internationale Betriebsteil 
sei am 1. Januar 2013 von der C._____ übernommen worden. Da das Arbeitsver-
hältnis im Zuge dieser Übernahme auf die C._____ übergegangen sei, sei sie 
nicht mehr Arbeitgeberin gewesen, weshalb sie nicht passivlegitimiert sei.

3.1. Das Regionalgericht Landquart ist im angefochtenen Urteil zum Schluss 
gelangt, die Berufungsklägerin habe weder Dokumente eingelegt, die die Über-
nahme eines Betriebsteils aufzeigen würden, noch habe sie belegt, dass die 
C._____ sämtliche Arbeitsverträge der Chauffeure im internationalen Bereich 
übernommen habe, und schliesslich habe sie auch nicht nachgewiesen, dass der 
Berufungsbeklagte über die Übernahme seines Arbeitsvertrages durch die 
C._____ informiert worden sei. Die Zeugin F._____ habe ausgesagt, es habe zum 
Ganzen eine Infoveranstaltung gegeben, der Berufungsbeklagte sei mündlich und 
schriftlich informiert worden und es hätten die alten Arbeitsverträge gekündigt und 
neue aufgesetzt werden müssen. Es würden sich in den Akten aber keine ent-
sprechenden Dokumente befinden, obwohl diese vorhanden sein müssten. Insbe-
sondere gebe es keinen neuen Arbeitsvertrag. Dass der Berufungsbeklagte 
zunächst die C._____ eingeklagt habe, sei nicht entscheidend. Der Berufungsbe-
klagte sei während seiner gesamten Tätigkeit bei der Berufungsklägerin angestellt 
gewesen, also auch nach dem 1. Januar 2013. Die Berufungsklägerin sei passiv-
legitimiert.

3.2. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist vorliegend von der Übernahme 
des internationalen Betriebsteils der Berufungsklägerin durch die C._____ auszu-
gehen. Es finden sich in den Akten die Handelsregisterauszüge beider Gesell-
schaften (RG act. VIII/3 und 4). Beide Gesellschaften hatten im Januar 2013, als 
die Übernahme des Betriebsteils nach Argumentation der Berufungsklägerin statt-
fand, dasselbe Domizil, denselben Verwaltungsrat und praktisch denselben Ge-
sellschaftszweck. Die C._____ war gerade erst gegründet worden, wie das Datum 
der Statuten zeigt. Es würde nun aber keinen Sinn machen, eine neue Gesell-
schaft zu gründen, die am selben Standort in derselben Branche tätig ist und unter 
praktisch demselben Namen auftritt, wie die bereits bestehende Gesellschaft, 
wenn nicht eine Aufteilung der Geschäftsbereiche erfolgen würde. Die beiden Ge-
sellschaften würden sich ansonsten ja nur konkurrenzieren. Unbestrittenermassen 

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war die Berufungsklägerin vor dem 1. Januar 2013 auch international tätig. Das 
Kürzel „Int.“ in der ansonsten identischen Firma der neu gegründeten Unterneh-
mung kann in dieser Situation kaum anders verstanden werden denn als Hinweis, 
dass sie das internationale Geschäft betreiben werde. Die Behauptung der Beru-
fungsklägerin, der internationale Betriebsteil sei am 1. Januar 2013 auf die 
C._____ übergegangen, überzeugt. 

Im Übrigen bestreitet der Berufungsbeklagte den Übergang des Betriebsteils nicht, 
wie ein Blick in die Rechtsschriften des vorinstanzlichen und des Berufungsverfah-
rens zeigt. Im vorinstanzlichen Verfahren hat er die Übernahme der ganzen Beru-
fungsklägerin durch die C._____ bestritten (RG act. I/4, S. 2 Ziff. 2 [ad Ziff. 4]), 
was die Berufungsklägerin jedoch nie behauptet hat. Sowohl im vorinstanzlichen 
Verfahren wie auch im Berufungsverfahren macht er geltend, er sei nie über die 
Übernahme informiert worden (RG act. I/4, S. 2 Ziff. 2 [ad Ziff. 4]; act. A.2, S. 2 
Ziff. 4), was voraussetzt, dass eine Übernahme erfolgt ist. Desgleichen setzt die 
Argumentation des Berufungsklägers, wonach sein Arbeitsverhältnis nicht überge-
gangen sei, voraus, dass es eine Übernahme des Betriebsteils gegeben hat. Der 
Übergang des internationalen Betriebsteils der Berufungsklägerin auf die C._____ 
am 1. Januar 2013 ist nachgewiesen.

3.3. Gemäss Arbeitsvertrag vom 18. November 2010 zwischen der Berufungs-
klägerin als Arbeitsgeberin und dem Berufungsbeklagten als Arbeitnehmer war der 
Berufungsbeklagte als „Chauffeur International“ angestellt (RG act. II/3). Es ist 
zwischen den Parteien insoweit unbestritten, dass der Berufungsbeklagte für die 
Berufungsklägerin als Fernfahrer gearbeitet hat, also für die Berufungsklägerin 
Güter ins, vom und im Ausland transportiert hat. Es kann bei dieser Sachlage 
kaum bestritten werden, dass der Berufungskläger im internationalen Betriebsteil 
der Berufungsklägerin beschäftigt war.

3.4. Die Berufungsklägerin macht geltend, der Berufungsbeklagte sei entgegen 
den Erwägungen der Vorinstanz vor der Übernahme informiert worden, dass die 
Übernahme erfolgen und sein Arbeitsverhältnis übergehen werde. Wie gesehen 
wurde der internationale Betriebsteil übernommen. D._____ hat anlässlich seiner 
Befragung als Partei erklärt, dass sie das gesamte internationale Geschäft, das 
seien 15 Fahrzeuge, per 1. Januar 2013 an die neue Firma verkauft hätten (RG 
act. IX/12, S. 2 oben). Der internationale Betriebsteil machte offensichtlich einen 
nicht unerheblichen Teil der damaligen A._____ AG aus und umfasste zweifellos 
auch einen nicht unbedeutenden Teil der Belegschaft. Dass in dieser Situation 
eine Informationsveranstaltung stattgefunden hat, wie die Berufungsklägerin es 
behauptet, ist plausibel (die Informationsveranstaltung wird von der Zeugin 

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F._____ auch bestätigt, RG act. IX/6, S. 2 unten). Die Übernahme war in der Un-
ternehmung somit kein Geheimnis. Selbst wenn der Berufungsbeklagte an der 
Informationsveranstaltung nicht teilgenommen haben sollte, was durchaus so ge-
wesen sein kann, war er ja im Ausland unterwegs und waren die Lastwagen stän-
dig in Betrieb (RG act. IX/6, S. 7 Ziff. 3), so spricht die Lebenserfahrung doch klar 
dafür, dass unter den Chauffeuren darüber gesprochen wurde und der Berufungs-
beklagte spätestens im Gespräch mit anderen Chauffeuren davon erfahren hat. 
Die Lohnzahlung im Januar 2013 hat ihm dann unzweifelhaft gezeigt, dass er in 
die neue Unternehmung übernommen worden war (neuer Absender, neues Konto; 
RG act. II/8; RG act. IX/6, S. 4 ff.). Zumindest ein weiteres Indiz hierfür war der 
Umstand, dass die von ihm geführten Fahrzeuge auf die C._____ eingelöst waren 
(RG act. III/2-4). Dass er davon wusste, wird schliesslich durch das prozessuale 
Vorgehen des Berufungsbeklagten bestätigt. Er hat nämlich unbestrittenermassen 
zunächst im September 2016 ein Sühnegesuch gegen die C._____ gestellt. Seine 
Begründung, dies sei ein Versehen beziehungsweise ein Verschrieb gewesen, 
überzeugt nicht. Die Berufungsklägerin hat dargelegt, dass weder anlässlich der 
Sühneverhandlung noch bezüglich der Klagebewilligung vom Berufungsbeklagten 
eine Korrektur verlangt worden sei, vielmehr habe er immer auf die C._____ Be-
zug genommen. Das wird vom Berufungsbeklagten nicht bestritten (vgl. zum Bei-
spiel RG act. I/4, S. 2, Ziff. 3 [ad Ziff. 5]). Der Berufungsbeklagte hat weiter weder 
im Verfahren vor der Vorinstanz noch im Berufungsverfahren behauptet, dass er 
nicht gewusst hätte, dass es sich bei der Berufungsklägerin und der C._____ um 
zwei verschiedene Unternehmungen gehandelt hat. Offensichtlich war der Beru-
fungsbeklagte im September 2016 der Auffassung, dass er bei der C._____ ange-
stellt war. Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen hat dieser Umstand Ein-
fluss auf die Frage der Passivlegitimation. War der Berufungsbeklagte nämlich der 
Auffassung, er sei bei der C._____ angestellt, dann war ihm der Übergang des 
Arbeitsverhältnisses bekannt und dann hatte er diesen nicht abgelehnt. Damit 
aber war das Arbeitsverhältnis des Berufungsbeklagten mit dem Tag der Betriebs-
nachfolge, also mit dem 1. Januar 2013, auf die C._____ übergegangen (Art. 333 
Abs. 1 OR). Dem stünde im Übrigen nicht entgegen, wenn der Berufungsbeklagte 
die Information über die Übernahme des Betriebsteils entgegen Art. 333a Abs. 1 
OR tatsächlich nicht von seiner damaligen Arbeitgeberin erhalten haben sollte. 
Das Bundesgericht hat für diesen Fall entschieden, dass die Ablehnungsfrist für 
den Arbeitnehmer in dem Zeitpunkt zu laufen beginnt, in welchem er von der 
Übernahme des Betriebsteils Kenntnis erhalten hat; wenn der Arbeitnehmer nicht 
innert einer vernünftigen Frist nach Kenntnis der Übernahme reagiert, ist anzu-
nehmen, dass er den Übergang seines Arbeitsverhältnisses stillschweigend ak-
zeptiert hat (BGE 137 V 463 E. 4.4). Das Arbeitsverhältnis des Berufungsbeklag-

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ten ist am 1. Januar 2013 auf die C._____ übergegangen. Soweit der Berufungs-
beklagte Lohnausstände aus den Jahren 2015 – 2017 geltend macht, ist die Beru-
fungsklägerin folglich nicht passivlegitimiert.

3.5. Die Ausführungen des Berufungsbeklagten in seiner Berufungsantwort än-
dern an dieser Einschätzung nichts. Insbesondere bestätigen die Aussagen der 
Zeugin F._____ nicht, dass die Berufungsklägerin auch nach dem 1. Januar 2013 
Arbeitgeberin des Berufungsbeklagten geblieben wäre. Die Zeugin hat klar ausge-
sagt, dass der Berufungsbeklagte für die C._____ gearbeitet habe (vgl. RG act. 
IX/6, S. 5, Ziff. 5) beziehungsweise nicht mehr bei der Berufungsklägerin ange-
stellt gewesen sei (RG act. IX/6, S. 3 oben). Im Zusammenhang mit neuen Ar-
beitsverträgen hat die Zeugin zwar zunächst bestätigt, dass es schriftliche Verträ-
ge gegeben habe und auch die Kündigungen schriftlich erfolgt seien, sie hat aber 
sogleich angefügt: „Soviel ich weiss schon“ (RG act. IX/6, S. 7, zu Ziff. 2). Damit 
hat sie ihre eigene Aussage relativiert und die Möglichkeit offen gelassen, dass es 
auch anders gewesen sein kann. Sieht man im Übrigen die gesamten Aussagen 
der Zeugin durch, so zeigt sich, dass sie diese in zentralen Punkten nach Konfron-
tation mit den Akten gewissermassen ins Gegenteil korrigieren musste (bezüglich 
der Auszahlung des Lohnes in Euro, RG act. IX/6, S. 5 f., Ziff. 6, und bezüglich 
Beschwerden des Berufungsbeklagten betreffend die Auszahlung des Lohns in 
Euro, RG act. IX/6, S. 6, Ziff. 7) und in anderen Punkten ihre Aussagen ausseror-
dentlich ungenau waren (wie lange sie im Zeitpunkt der Einvernahme nicht mehr 
bei der Berufungsklägerin gearbeitet hat, RG act. IX/6 S. 2 Mitte und S. 7, Ziff. 1, 
und wie lange sie bei der C._____ gearbeitet hat, RG act. IX/6, S. 5 f., Ziff. 6, und 
S. 7, Ziff. 1 und 5). Es zeigt sich darin, dass der Zeugin die vorliegend interessie-
renden Vorgänge nicht mehr sehr präsent waren. Ihre Aussage, es seien Kündi-
gungen ausgesprochen und neue Arbeitsverträge abgeschlossen worden, muss 
daher mit grösster Zurückhaltung gewürdigt werden. Sie vermag die Argumentati-
on des Berufungsbeklagten, wonach der Umstand, dass er keine Änderungskün-
digung und keinen neuen Arbeitsvertrag erhalten habe, zeige, dass sein Arbeits-
verhältnis nicht übergegangen sei, nicht zu stützen. Die Berufungsklägerin machte 
während des gesamten Verfahrens geltend, es seien keine Kündigungen ausge-
sprochen und keine neuen Arbeitsverträge abgeschlossen worden. D._____ 
bestätigte in seiner Befragung als Partei, dass es keine neuen Verträge gegeben 
habe (RG act. IX/12, S. 2, Ziff. 3 und 4) und die Zeugin relativierte ihre Aussage 
selbst. Von Gesetzes wegen waren weder Kündigungen noch neue Arbeitsverträ-
ge notwendig (vgl. Art. 333 Abs. 1 OR). Insgesamt spricht der Umstand, dass der 
Berufungsbeklagte keine Änderungskündigung und keinen neuen Arbeitsvertrag 
erhalten hat, nicht dafür, dass sein Arbeitsverhältnis bei der Berufungsklägerin 

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verblieben wäre. Ebenso wenig aber zeigen die handschriftlichen Vermerke auf 
dem Arbeitsvertrag vom 18. November 2010, dass der Berufungsbeklagte weiter-
hin bei der Berufungsklägerin angestellt war. Da es keine neuen Verträge gab, 
waren die alten weiterhin gültig, einfach mit einem neuen Arbeitgeber. Eine ent-
sprechende Anpassung auf den Arbeitsverträgen wäre sicher wünschenswert ge-
wesen und hätte zur Verdeutlichung beigetragen, war aber zur Gültigkeit der Ver-
tragsübernahme nicht notwendig. Die Anmerkungen auf dem schon bestehenden 
Arbeitsvertrag vom 18. November 2010 können daher ohne Weiteres von der 
C._____ stammen. Sie belegen nicht, dass der Berufungsbeklagte auch nach dem 
1. Januar 2013 bei der Berufungsklägerin angestellt gewesen wäre. 

Was die Währung des Lohnes des Berufungsklägers angeht, so hat die Zeugin 
F._____ einerseits festgestellt, dass der Berufungsbeklagte bei der C._____ an-
gestellt gewesen sei (RG act. IX/6, S. 3 oben und S. 5, Ziff. 5). Andererseits hat 
sie ausgesagt, dass alle Chauffeure, die bei der C._____ angestellt gewesen sei-
en, ihren Lohn in Euro gehabt hätten (RG act. IX/6, S. 6 Mitte). Gleichzeitig muss-
te sie zugestehen, dass der Berufungsbeklagte in den Jahren 2013 und 2014 den 
Lohn in Schweizer Franken erhalten habe (RG act. IX/6, S. 5 f., Ziff. 6). Hier pas-
sen die Aussagen der Zeugin nicht zusammen. Die Auflösung dieses Wider-
spruchs liegt in der Auffassung der Zeugin, dass die Chauffeure im internationalen 
Bereich ihre Löhne schon bei der Berufungsklägerin in Euro erhalten hätten, weil 
die Berufungsklägerin ihre Einnahmen in Euro gemacht habe (vgl. RG act. IX/6, S. 
5 Ziff. 6). Diese Schlussfolgerung traf jedoch augenscheinlich nicht zu (vgl. die 
Lohnabrechnungen für die Jahre 2010 bis 2012, RG act. IV/1 bis 3 und act. II/9). 
Dasselbe Muster zeigt sich in den Aussagen der Zeugin, dass bei der Berufungs-
klägerin alle Löhne in Schweizer Franken gehabt hätten, ausser einigen Ausnah-
men, die im internationalen Bereich gearbeitet hätten, und dass bei der C._____ 
alle Euro-Löhne gehabt hätten, ausser die beiden Disponenten, weil diese 
Schweizer gewesen seien (gemeint hat sie damit wohl, dass diese in der Schweiz 
gewohnt haben und damit die hiesigen Lebenshaltungskosten decken mussten; 
RG act. IX/6, S. 6 Mitte). Die Aussagen der Zeugin zeigen, dass sie überzeugt 
war, dass jene, die im Ausland gewohnt und gearbeitet haben, Euro-Löhne erhal-
ten haben. Das hat aber offensichtlich nicht bei jedem Mitarbeiter in jeder Zeitperi-
ode gestimmt, wie die Lohnabrechnungen des Berufungsbeklagten aufzeigen (RG 
act. II/7 – 9 und act. IV/1 – 3). Die Aussagen der Zeugin bezüglich der Euro-Löhne 
überzeugen nicht und stützen daher auch nicht die Argumentation des Berufungs-
beklagten, dass er seinen Lohn in den Jahren 2013 und 2014 in Schweizer Fran-
ken erhalten habe, spreche gegen eine Übernahme seines Arbeitsvertrages. Ins-
gesamt bleibt es dabei, dass das Arbeitsverhältnis des Berufungsbeklagten am 1. 

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Januar 2013 auf die C._____ übergegangen ist, weshalb die Berufungsklägerin 
bezüglich der Forderung aus Lohnausständen aus den Jahren 2015 – 2017 nicht 
passivlegitimiert ist. 

3.6. Differenzierter sieht es in Bezug auf die zurückgeforderten Krankentaggeld-
beiträge aus. Diese verlangt der Berufungsbeklagte für die gesamte Zeit seiner 
Anstellung zurück, also auch für die Zeit vom 17. November 2010 bis zum 31. De-
zember 2012, in welchem Zeitraum er unbestritten bei der Berufungsklägerin an-
gestellt war. Für diese Zeitspanne ist die Passivlegitimation der Berufungsklägerin 
damit zu bejahen. Für die Zeit nach dem 1. Januar 2013 jedoch, als das Arbeits-
verhältnis auf die C._____ übergegangen war, fehlt der Berufungsklägerin die 
Passivlegitimation.

4. Was nun die Rückforderung der Beiträge zur Krankentaggeldversicherung 
betrifft, so hat die Vorinstanz erwogen, die Berufungsklägerin habe für die Jahre 
2010 – 2016 kollektive Taggeldversicherungen abgeschlossen. Sie habe es aber 
unterlassen, die vom Berufungsbeklagten geltend gemachte Rückforderung der 
Abzüge substantiiert zu bestreiten, sowohl in der Sache selbst als auch in der 
Höhe. Die Berufungsklägerin wendet sich in der Berufung gegen diese Feststel-
lung der Vorinstanz. Sieht man die vorinstanzlichen Rechtsschriften durch, so 
zeigt sich, dass die Berufungsklägerin in der Klageantwort eine einfache Bestrei-
tung angebracht hat (RG act. I/3, S. 4 Ziff. 12 [ad Ziff. II/9]). Der Berufungsbeklag-
te hat in der Klage bezüglich der Abzüge für die Taggeldversicherung lediglich die 
Vermutung geäussert, dass keine entsprechende Versicherung bestanden habe 
(RG act. I/2, S. 3 Ziff. 9). In dieser Situation genügte die einfache Bestreitung von 
Seiten der Berufungsklägerin. Substantiiert bestreiten heisst nicht, dass der Be-
streitende Ausführungen dazu machen müsste, weshalb eine bestrittene Behaup-
tung unrichtig sei. Es heisst vielmehr einzig, dass dem Detaillierungsgrad der Be-
hauptung entsprechend bestritten werden muss (vgl. zum Ganzen BGer 
4A_36/2021 v. 01.11.2021 E. 5.1.2 m.w.H.). Das hat die Berufungsklägerin getan. 
Ihr Hinweis auf die Versicherungspolice der C._____ ist nachvollziehbar, waren 
zum einen davor doch Lohnausstände aus der Zeit der Anstellung des Berufungs-
beklagten bei dieser Unternehmung Thema und war der Berufungsbeklagte zum 
andern deutlich länger bei der C._____ angestellt als bei der Berufungsklägerin. 
Es ist aber offensichtlich, dass die Bestreitung die ganze Zeit umfassen sollte, für 
die eine Rückforderung der Abzüge für die Taggeldversicherung geltend gemacht 
wurde. Die von der Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren angebrachte 
Bestreitung genügt. 

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Bezüglich der Beiträge für die Krankentaggeldversicherung für die Zeit vom 17. 
November 2010 bis zum 31. Dezember 2012 ist unbestritten und mittels Lohnab-
rechnungen auch belegt, dass dem Berufungsbeklagten monatlich ein Beitrag an 
die Krankentaggeldversicherung vom Lohn abgezogen worden ist (RG act. IV/1 – 
3, act. II/9). Die Berufungsklägerin hat im Rahmen ihrer Editionen unter anderem 
die Policen ihrer Kollektiv-Taggeldversicherung für die Jahre 2010, 2011 und 2012 
eingelegt (RG act. IV/6 – 8). Damit hat sie nachgewiesen, dass der Berufungsbe-
klagte durchaus krankentaggeldversichert war. Da der Berufungsbeklagte die 
Höhe der Abzüge mit seiner Klage nicht in Frage gestellt hat, erübrigen sich Aus-
führungen dazu. Die Abzüge für Beiträge an die Krankentaggeldversicherung wa-
ren berechtigt, dem Berufungsbeklagten steht kein Rückforderungsanspruch zu. 

5. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Berufungsklägerin bezüglich der 
Forderungen, die die Zeit nach dem 1. Januar 2013 betreffen, nicht passivlegiti-
miert ist und dass die Krankentaggeldbeiträge im Zeitraum vom 17. November 
2010 bis zum 31. Dezember 2012 zu Recht vom Lohn des Berufungsbeklagten 
abgezogen worden sind. Nachdem die Vorinstanz sowohl die Passivlegitimation 
uneingeschränkt bejaht als auch die geltend gemachten Forderungen ungeschmä-
lert zugesprochen hat, ist die Berufung gutzuheissen; das vorinstanzliche Urteil ist 
aufzuheben und die Klage ist abzuweisen. 

6.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 
ZPO). Zu Recht hat die Vorinstanz festgestellt, dass es sich vorliegend um eine 
arbeitsrechtliche Streitigkeit mit einem Streitwert unter CHF 30‘000.00 handelt, so 
dass die Gerichtskosten nicht zu Lasten der Parteien gehen (vgl. Art. 114 lit. c 
ZPO). Für das Verfahren vor der Vorinstanz gehen die Kosten der Vorinstanz in 
Höhe von CHF 5‘000.00 daher zu Lasten des Kantons Graubünden und werden 
aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts Landquart bezahlt.

6.2. Bezüglich der Parteientschädigung ist festzustellen, dass Art. 114 ZPO nur 
die Gerichtskosten regelt; Parteientschädigungen werden hingegen weiterhin nach 
den allgemeinen Regeln festgesetzt und auferlegt. Da der Berufungsbeklagte voll-
umfänglich unterliegt, hat er die Berufungsklägerin grundsätzlich zu entschädigen 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Berufungsklägerin 
im vorinstanzlichen Verfahren nicht anwaltlich, sondern durch ihren einzigen Ver-
waltungsrat vertreten war. Die Berufungsklägerin hat sich folglich selbst vertreten. 
Prozessiert eine Partei ohne berufsmässige Vertretung, so hat sie neben dem Er-
satz notwendiger Auslagen (Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO) nur in begründeten Fällen 
Anspruch auf eine angemessene Umtriebsentschädigung (Art. 95 Abs. 3 lit. c 

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ZPO; vgl. BGer 5D_229/2011 v. 16.04.2012 E. 3.3). Dass einer nicht anwaltlich 
vertretenen Partei ersatzfähige Kosten für Umtriebe erwachsen, ist ungewöhnlich 
und bedarf einer besonderen Begründung (vgl. BGer 4A_233/2017 v. 28.09.2017 
E. 4.1; 4A_192/2016 v. 22.06.2016 E. 8.2; 4A_355/2013 v. 22.10.2013 E. 4.2). Die 
Berufungsklägerin hat es im vorinstanzlichen Verfahren unterlassen, Ausführun-
gen zur Frage einer Umtriebsentschädigung zu machen. Konkret hat sie sich zu 
der von ihr gemäss Rechtsbegehren anbegehrten Parteientschädigung gar nicht 
geäussert. Sie hat damit nicht dargetan, dass besondere Umstände vorliegen, die 
die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung rechtfertigen könnten. Der Beru-
fungsklägerin steht folglich keine Umtriebsentschädigung zu. Weiter hat sich die 
Berufungsklägerin auch nicht zu ihren notwendigen Auslagen geäussert und aus 
den Akten gehen keine nennenswerten Auslagen hervor, weshalb der Berufungs-
klägerin auch kein Ersatz für notwendige Auslagen zugesprochen werden kann. 
Insgesamt besteht im vorinstanzlichen Verfahren kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung. 

7.1. Abschliessend ist über die Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu ent-
scheiden. Wie bereits festgestellt, handelt es sich vorliegend um eine arbeitsrecht-
liche Streitigkeit mit einem Streitwert von weniger als CHF 30‘000.00, weshalb 
auch im Berufungsverfahren keiner Partei Gerichtskosten auferlegt werden kön-
nen (Art. 114 lit. c ZPO). Die Verfahrenskosten von CHF 5'000.00 (Art. 9 der Ver-
ordnung über die Gerichtsgebühren im Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) gehen 
daher zu Lasten des Kantons Graubünden.

7.2. Auch im Berufungsverfahren hat der Berufungsbeklagte als unterliegende 
Partei die Berufungsklägerin grundsätzlich zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 
Die Berufungsklägerin hat sich jedoch auch im Berufungsverfahren durch ihren 
einzigen Verwaltungsrat vertreten lassen, ebenso hat sie es im Berufungsverfah-
ren unterlassen, sich zu der gemäss Rechtsbegehren verlangten Parteientschädi-
gung zu äussern. Damit fehlt es auch im Berufungsverfahren an einer Begrün-
dung, weshalb der Berufungsklägerin eine Umtriebsentschädigung zustehen soll-
te, so dass ihr keine zugesprochen werden kann. Auslagen wiederum sind der 
Berufungsklägerin gemäss Aktenlage höchstens in kaum nennenswertem und da-
her nicht entschädigungspflichtigem Umfang angefallen. Insgesamt kann der Be-
rufungsklägerin im Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen 
werden.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen und das angefochtene Urteil des Regional-
gerichts Landquart vom 29. Mai 2019 wird aufgehoben.

2. Die Klage von B._____ gegen die A._____ AG wird abgewiesen.

3.1. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 5‘000.00 verbleiben 
beim Kanton Graubünden und werden aus der Kasse des Regionalgerichts 
Landquart bezahlt.

3.2. Für das vorinstanzliche Verfahren wird keine Parteientschädigung zuge-
sprochen.

4.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden und werden aus der Kasse des Kantonsgerichts be-
zahlt.

4.2. Für das Berufungsverfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindesten 15‘000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: