# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fbc0b7c-1dd4-5599-9776-200e0b74a92c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.11.2023 470 23 206 (470 2023 206)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-23-206_2023-11-27.pdf

## Full Text

Seite 1   

 
Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
27. November 2023 (470 23 206) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafrecht 
 
 
Verlängerung einer stationären Massnahme 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 

Parteien A.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard, 
Hallwylstrasse 78, Postfach 8866, 8036 Zürich,  
Beschwerdeführer 

  
gegen 
 

 Strafgericht Basel-Landschaft,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach 810, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft,  
Amt für Justizvollzug, Allee 9, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegnerin 
 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand Verlängerung der stationären Massnahme 
Beschwerde gegen den Beschluss des Strafgerichts Basel-
Landschaft vom 26. September 2023 (360 2023 22) 

 
 

 
 
 

 
 
Seite 2   

A. Mit Beschluss des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) vom 
26. September 2023 wurde die gegenüber A.____ angeordnete stationäre Massnahme in An-
wendung von Art. 59 Abs. 4 des Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) um 4 Jahre verlängert.  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheides sowie der weiteren Eingaben und An-
träge der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Be-
schlusses eingegangen.  
 
B.  Gegen den strafgerichtlichen Beschluss vom 26. September 2023 erhob A.____ (nach-
folgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard, mit Eingabe 
vom 4. Oktober 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht 
(nachfolgend: Kantonsgericht). Er beantragte, der vorinstanzliche Entscheid sei unter o/e-
Kostenfolge aufzuheben und die stationäre therapeutische Massnahme um 24 Monate zu ver-
längern. Eventualiter sei durch das Kantonsgericht ein aktuelles Gutachten bei einer nicht vor-
befassten sachverständigen Person in Auftrag zu geben. Weiter wurde begehrt, es sei das 
schriftliche Verfahren durchzuführen.  
 
C. Mit präsidialer Verfügung vom 6. Oktober 2023 wurde die Beschwerde den Beschwer-
degegnern zur Stellungnahme bis zum 20. Oktober 2023 zugestellt.  
 
D. Am 13. Oktober 2023 reichte die Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft, Amt für Justiz-
vollzug, Straf- und Massnahmenvollzug (nachfolgend: Amt für Justizvollzug), eine Stellung-
nahme ein, worin sie zunächst ausführte, dass bei der Verfahrensleitung eine Versetzung des 
Beschwerdeführers in den offenen Massnahmenvollzug begehrt werde. Weiter wurde bean-
tragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten und dieselbe sei eventualiter abzuweisen, soweit 
darauf eingetreten werde.   
 
E. Mit Stellungnahme vom 17. Oktober 2023 begehrte die Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), die Be-
schwerde sei abzuweisen und die Kosten des Verfahrens seien dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen.  
 
F.  In seiner Stellungnahme vom 19. Oktober 2023 beantragte das Strafgericht die Abwei-
sung der Beschwerde, wobei es zur Begründung auf die Erwägungen im angefochtenen Be-
schluss vom 26. September 2023 verwies. 
 
G.  Mit Verfügung vom 23. Oktober 2023 wurde dem Beschwerdeführer die amtliche Ver-
teidigung mit Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard als seinem Rechtsvertreter für das Rechtsmit-
telverfahren bewilligt.  
 
H. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2023 stellte die Staatsanwaltschaft den Antrag, das Ge-
such des Amtes für Justizvollzug betreffend Versetzung des Beschwerdeführers in die offene 
Abteilung des Massnahmenzentrums X.____ sei gutzuheissen.   

 
 
 

 
 
Seite 3   

 
I. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2023 verzichtete der Beschwerdeführer auf Erstattung 
einer replizierenden Stellungnahme.  
 
J. Mit präsidialer Verfügung vom 26. Oktober 2023 wurden die vorgenannten Eingaben 
der Staatsanwaltschaft und des Beschwerdeführers vom 24. Oktober 2023 untereinander aus-
getauscht und den übrigen Parteien zur Kenntnis gebracht. Weiter wurde in Gutheissung des 
Antrags des Beschwerdeführers das schriftliche Verfahren angeordnet und es wurde festgehal-
ten, dass über das Eventualbegehren betreffend Anordnung eines aktuellen Gutachtens bei 
einer nicht vorbefassten sachverständigen Person im Rahmen der Beratung über die Be-
schwerde entschieden werde. Sodann wurde der Antrag des Amtes für Justizvollzug betreffend 
Versetzung des Beschwerdeführers in die offene Abteilung des Massnahmenzentrums X.____ 
gutgeheissen und der Schriftenwechsel geschlossen.  
 
Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Die Verlängerung der stationären Massnahme gemäss Art. 59 Abs. 4 StGB stellt einen 
selbstständigen nachträglichen Entscheid des Strafgerichts im Sinne von Art. 363 ff. der Straf-
prozessordnung (StPO; SR 312.0) dar. Als Rechtsmittel steht hiergegen die Beschwerde zur 
Verfügung (BGE 141 IV 396 E. 4.7; BGer Urteil 6B_489/2019 vom 15. Juli 2019, E. 1.1). Zur 
Beurteilung der Beschwerde ist die Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Ab-
teilung Strafrecht, zuständig (§ 15 Abs. 2 EG StPO). Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Par-
tei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids 
hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Ent-
scheide ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
(Art. 396 Abs. 1 StPO). Verlangt das Gesetz die Begründung des Rechtsmittels, so hat gemäss 
Art. 385 Abs. 1 StPO die Person oder die Behörde, welche das Rechtsmittel ergreift, genau 
anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen 
Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). In der schriftlichen Be-
schwerdebegründung hat die beschwerdeführende Partei mittels eindeutiger Verweisungen auf 
die vorinstanzlichen Erwägungen schlüssig darzulegen, weshalb sie den angefochtenen Ent-
scheid als fehlerhaft erachtet, und sie muss die tatsächlichen bzw. rechtlichen Gründe nennen, 
die für einen anderen Entscheid sprechen. Die Begründung hat sich mit den betreffenden Er-
wägungen konkret auseinanderzusetzen und es genügt nicht, wenn im Beschwerdeverfahren 
lediglich die bereits vor der Vorinstanz vorgetragenen und von ihr verworfenen Argumente wie-
derholt werden (GUIDON, Basler Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 396 N 9c; BGer Urteil 
6B_721/2018 vom 19. November 2018, E. 2.1). Von Rechtsanwälten kann namentlich erwartet 
werden, dass sie ein Rechtsmittel formgerecht einreichen, weshalb eine Nachfristansetzung zur 
Verbesserung der Eingabe nur in Ausnahmefällen in Frage kommt (BÄHLER, Basler Kommentar 
StPO, 3. A. 2023, Art. 385 N 7).  
 

 
 
 

 
 
Seite 4   

1.2. Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der stationären Massnahme um vier 
Jahre unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und damit zur Beschwer-
de legitimiert. Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerde vom 4. Oktober 2023 den Begründungs-
erfordernissen von Art. 385 Abs. 1 StPO genügt. Der Beschwerdeführer macht im Hauptstand-
punkt geltend, dass eine Verlängerung der stationären therapeutischen Massnahme um mehr 
als 24 Monate unverhältnismässig sei. Somit werden die grundsätzliche Eignung und Erforder-
lichkeit einer Aufrechterhaltung der strafrechtlichen Massnahme nicht in Zweifel gezogen. Im 
Eventualstandpunkt bringt der Beschwerdeführer vor, das Gutachten von Dr. med. B.____ vom 
21. Dezember 2022 leide an inhaltlichen Mängeln, weshalb es nicht als rechtsgenügliche 
Grundlage für eine weitergehende Verlängerung der Massnahme tauge. Aus diesem Grund 
wird vom Beschwerdeführer eventualiter die Einholung eines aktuellen Gutachtens von einer 
nicht vorbefassten sachverständigen Person beantragt. Diesbezüglich ist zu erwägen, dass sich 
eine allfällige Mangelhaftigkeit des Gutachtens nicht allein auf die Beurteilung der Mass-
nahmenverlängerung für die Dauer von über zwei Jahren, sondern auf die gesamte vorinstanz-
liche Würdigung der Eignung und Erforderlichkeit der verlängerten Massnahme auswirken wür-
de. Soweit der Beschwerdeführer vor Kantonsgericht das Gutachten vom 21. Dezember 2022 
beanstandet, wiederholt er auf den Seiten 7 - 34 seiner Beschwerdeschrift vom 4. Oktober 2023 
lediglich die bereits vor Strafgericht vorgebrachte Kritik (vgl. hierzu die Eingabe vom 31. Mai 
2023 [act. S 25 ff.]), ohne sich mit den Erwägungen des angefochtenen Beschlusses inhaltlich 
auseinanderzusetzen und substantiiert darzulegen, welche Gründe einen anderen Entscheid 
nahelegen würden. Damit wird er den Begründungserfordernissen von Art. 385 Abs. 1 StPO 
jedoch nicht gerecht, weshalb hinsichtlich der in diesem Teil der Rechtsschrift gerügten Mängel 
des Gutachtens vom 21. Dezember 2022 auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. 
Einzig betreffend die Frage der Verhältnismässigkeit der Dauer einer Massnahmenverlänge-
rung (S. 3 - 7 sowie S. 34 - 35 der Beschwerdeschrift vom 4. Oktober 2023) wird mindestens 
ansatzweise Bezug auf die vorinstanzlichen Erwägungen genommen, wobei die Voraus-
setzungen von Art. 385 Abs. 1 StPO hier gerade noch als erfüllt angesehen werden können. 
Hinsichtlich dieser Frage kann somit auf die Beschwerde eingetreten werden, weshalb der vor-
instanzliche Entscheid sowie das Gutachten vom 21. Dezember 2022 nachfolgend einzig mit 
Blick auf die Verhältnismässigkeit der vom Strafgericht ausgesprochenen Massnahmendauer 
zu überprüfen sind.  
 
1.3. Die Beschwerde ist ein ordentliches, vollkommenes und devolutives Rechtsmittel, wel-
ches die Überprüfung des angefochtenen Entscheides mit freier Kognition erlaubt. Noven sind 
zulässig, ein zweiter Schriftenwechsel darf durchgeführt werden (Art. 390 Abs. 3 StPO), falls 
nötig können zusätzliche Erhebungen oder Beweisabnahmen erfolgen (Art. 390 Abs. 4 StPO 
i.V.m. Art. 364 Abs. 3 StPO) und je nach Tragweite des Falles ist auch eine mündliche Ver-
handlung möglich (Art. 390 Abs. 5 StPO i.V.m. Art. 365 Abs. 1 StPO). Damit erlaubt die Be-
schwerde gegen selbstständige nachträgliche Entscheide im Sinne von Art. 363 ff. StPO ein der 
Berufung angenähertes Verfahren (vgl. BGE 141 IV 396, E. 4.4). In casu hat der Beschwerde-
führer den Verzicht auf eine mündliche Verhandlung erklärt und die Durchführung des schriftli-
chen Verfahrens beantragt (vgl. Rechtsbegehren Ziffer 3 der Beschwerde vom 4. Oktober 
2023), was prozessleitend am 26. Oktober 2023 entsprechend verfügt wurde.  

 
 
 

 
 
Seite 5   

2. Materielles  

2.1. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

2.1.1. In seinem Beschluss vom 26. September 2023 erwägt das Strafgericht im Wesentli-
chen, es dürfe in Fachfragen nur beim Vorliegen triftiger Gründe von der gutachterlichen Ein-
schätzung abgewichen werden. Dies sei etwa bei mangelnder Nachvollziehbarkeit, Unvollstän-
digkeit, Widersprüchlichkeit oder sonstigen offensichtlichen Mängeln des Gutachtens, welche 
ohne spezielles Fachwissen erkennbar seien, der Fall. Weil die vom amtlichen Verteidiger im 
Eventualstandpunkt vorgebrachten Einwände gegen das Gutachten von der Dauer der Ver-
längerung der Massnahme unabhängig und von Amtes wegen zu beachten seien, würden diese 
vorweg geprüft. Die Verteidigung habe gegen die Verwendung des Gutachtens keine Einwände 
erhoben und innert eingeräumter Frist auch keine Ergänzungsfragen an die Sachverständige 
gestellt. Hinsichtlich der fehlenden Teilnahmerechte an den Explorationsgesprächen und der 
fehlenden Protokollierung könne festgehalten werden, dass das konkrete Vorgehen mit der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Einklang gestanden sei. Sodann bestehe im Rahmen 
eines Entscheides über die Verlängerung einer Massnahme kein Anspruch auf Doppelbegut-
achtung, zumal in solchen Fällen auch eine neue Begutachtung nicht zwingend vorgesehen sei. 
Soweit die Verteidigung geltend mache, die Gutachterin habe zu Unrecht selbständig Beweise 
erhoben, sei zu konstatieren, dass sowohl die telefonischen Kontaktaufnahmen als auch die 
Einholung von Berichten als einfache Erhebungen im Sinne von Art. 185 Abs. 4 StPO zulässig 
gewesen seien. Weiter beanstande der Beschwerdeführer das Gutachten in Bezug auf die 
Diagnosestellung und die Gefährlichkeitseinschätzung, wobei es sich hier um Fachfragen hand-
le. Aus dem Gutachten würden sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer Befangenheit der 
Sachverständigen ergeben. Es seien keine triftigen Gründe ersichtlich, welche das Gutachten 
als unzureichend oder unverwertbar erscheinen lassen würden. Damit bestehe für das Strafge-
richt keine Veranlassung, von den Einschätzungen der Sachverständigen abzuweichen. Auf-
grund der Schwere und Chronifizierung der Störung gehe die Gutachterin nach wie vor von ei-
ner mehrjährigen und intensiven Behandlung aus. Unter diesen Umständen erscheine die Ver-
längerung der stationären Massnahme für die Dauer von 4 Jahren angezeigt und verhältnis-
mässig.    
 
2.1.2. Zur Begründung seiner Anträge bringt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
4. Oktober 2023 zusammengefasst vor, dass er gestützt auf die "einleuchtenden Therapie- und 
Vollzugsberichte weiterhin gerne in der therapeutischen Massnahme mitwirken" wolle. Strittig 
sei jedoch die Frage, wie lange die Massnahme noch verlängert werden solle. Der Beschwerde-
führer habe eine schuldangemessene Strafe von weniger als fünf Jahren erhalten und befinde 
sich mittlerweile seit fast 20 Jahren im Sanktionsvollzug. Somit sei er bereits "massiv schuld-
überschiessend inhaftiert" und die vom Strafgericht angeordnete Verlängerung der Massnahme 
erwiese sich als unverhältnismässig. Je länger eine Sanktion andaure, desto mehr falle der 
Freiheitsanspruch der betroffenen Person ins Gewicht, und gewisse Taten würden daher in 
ihrer Schwere nicht mehr ausreichen, um eine weitere Aufrechterhaltung der Massnahme zu 
rechtfertigen. Dies habe auch zur Folge, dass die Verlängerung mit zunehmender Dauer in kür-
zeren Abständen einer gerichtlichen Beurteilung zugeführt werden müsse. Der Beschwerde-

 
 
 

 
 
Seite 6   

führer erachte eine Weiterführung der Therapie aktuell noch als geeignet und erforderlich, doch 
könne diese in den nächsten 24 Monaten abgeschlossen werden. Das Gutachten von Dr. med. 
B.____ biete keine hinreichende Grundlage für eine darüber hinaus gehende Verlängerung der 
Massnahme. Das Gutachten vom 21. Dezember 2022 erscheine "zwar auf den ersten Blick 
formal mehr oder weniger korrekt", doch seien bei näherer Betrachtungsweise bedeutende 
Mängel erkennbar. Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, dass es sich um ein Parteigut-
achten handle, die Teilnahmerechte des Beschwerdeführers verletzt worden seien, eine erfor-
derliche Doppelbegutachtung unterblieben sei, die Sachverständige in unzulässiger Weise Be-
weise erhoben habe, die Diagnose der Persönlichkeitsstörung nicht nachvollziehbar begründet 
werde, die Risikoanalyse nicht den geforderten Standards entspreche und einseitig zu Lasten 
des Beschwerdeführers gewichtet werde, protektive Faktoren zu wenig in die Beurteilung ein-
bezogen worden seien und sich die Gutachterin mit dem Therapieverlauf nur ungenügend aus-
einandergesetzt habe. Ohne jegliche Differenzierung werde eine Verlängerung der Massnahme 
um weitere fünf Jahre empfohlen, wobei nicht ersichtlich sei, welcher Art die künftige Therapie 
sein müsse. Sodann schliesse die Sachverständige eine erneute Überprüfung der vor 18 
Jahren gestellten Diagnose aus, wobei sie hier auf Ereignisse im Vollzug zurückgreife, die 
weder eine psychiatrisch relevante Störung noch einen Zusammenhang zu sexuellen Über-
griffen auf Kinder begründen könnten. Generell sei bei der Gutachterin keine Bereitschaft für 
eine ergebnisoffene Beurteilung des Beschwerdeführers ersichtlich. Dieser sei mittlerweile in 
eine offene Abteilung des Massnahmenvollzugs versetzt worden und während einer Fort-
führung der stationären Massnahme im Rahmen von zwei Jahren bleibe genügend Zeit, um 
weitere Lockerungsschritte ernsthaft voranzutreiben und eine bedingte Entlassung mit einer 
engmaschigen Altersbetreuung aufzugleisen.  
 
2.1.3. In seiner Stellungnahme vom 13. Oktober 2023 führt das Amt für Justizvollzug aus, 
dass sich die Konkordatliche Fachkommission für eine Versetzung des Beschwerdeführers in 
den offenen Massnahmenvollzug ausgesprochen habe. Somit werde der Verfahrensleitung die 
Gutheissung eines Antrags auf Versetzung in die offene Abteilung des Massnahmenzentrums 
X.____ empfohlen. Weiter wird geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer in der Begrün-
dung seines Rechtsmittels die bereits im Verfahren vor dem Strafgericht vorgebrachten Rügen 
wiederhole, ohne auf den betreffenden vorinstanzlichen Beschluss vom 26. September 2023 
einzugehen. Inwiefern dieser Entscheid mangelhaft sein solle, werde vom Beschwerdeführer 
nicht ausgeführt. Unter diesen Umständen sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, weshalb 
das Amt für Justizvollzug auf eine weitergehende Stellungnahme verzichte.  
 
2.1.4. Mit Stellungnahme vom 17. Oktober 2023 bringt die Staatsanwaltschaft zusammenge-
fasst vor, dass zunächst auf die Begründung des strafgerichtlichen Beschlusses vom 26. Sep-
tember 2023 verwiesen werden könne. Der Beschwerdeführer setze sich mit diesem vor-
instanzlichen Entscheid nicht wirklich auseinander, sondern beschränke sich darauf, die bereits 
vor erster Instanz am Gutachten geäusserte Kritik zu wiederholen. Der Beschwerdeführer habe 
in den langen Jahren der intensiven therapeutischen Behandlung leider erst sehr minime Fort-
schritte gemacht, die sich günstig auf die Legalprognose auswirken könnten. Das Risikoma-
nagement müsse nun im offenen Massnahmenvollzug sorgfältig und mit dosierten Öffnungen 

 
 
 

 
 
Seite 7   

überprüft werden. Der Beschwerdeführer habe in der Vergangenheit immer wieder deliktrele-
vantes Verhalten gezeigt, welches an einer nachhaltigen Einsicht in die Problematik und der 
Veränderungsbereitschaft zweifeln lasse. Die erzielten Fortschritte würden eine bedingte Ent-
lassung im Zeitraum von zwei Jahren keineswegs nahelegen. Von einer schuldüberschiessen-
den Inhaftierung könne nicht gesprochen werden, zumal sich der Beschwerdeführer stets in 
einer Massnahme befunden habe, welche schuldunabhängig auszusprechen sei. Das Strafge-
richt habe sich in seinem Beschluss vom 26. September 2023 sorgfältig mit der Verhältnis-
mässigkeit der Verlängerung der stationären Massnahme auseinandergesetzt. Es bestehe vor-
liegend keinerlei Notwendigkeit, die stationäre Massnahme jeweils nur in kürzeren Schritten zu 
verlängern, um den Fall in zeitlich kleineren Abständen einer gerichtlichen Beurteilung zuzu-
führen. Die Vollzugsbehörde prüfe jeweils jährlich im Rahmen einer anfechtbaren Verfügung, ob 
die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung aus der Massnahme gegeben seien, wobei 
der betroffenen Person das rechtliche Gehör gewährt werde. Die gerichtliche Überprüfung sei 
somit ohnehin möglich. Mit einer Verlängerung von lediglich 24 Monaten würden fälschlicher-
weise zu grosse Fortschritte im Resozialisierungsprozess signalisiert. Im vorliegenden Fall sei 
bereits mehrfach die Frage einer Umwandlung der therapeutischen Massnahme in eine Ver-
wahrung im Raum gestanden. Auch angesichts der aktuellen Entwicklung würden nur minime 
Fortschritte vorliegen. Die vom Beschwerdeführer propagierte Frist von 24 Monaten, in welchen 
die Therapie erfolgreich zu Ende geführt werden könne, erscheine vor diesem Hintergrund nicht 
realistisch. Angesichts des bisherigen Verlaufs der Massnahme könne nicht davon ausgegan-
gen werden, dass der Beschwerdeführer sämtliche Öffnungsschritte in der minimalsten Frist 
erfolgreich durchlaufen werde.  
 
2.2. Voraussetzungen der Verlängerung einer stationären Massnahme im  

Allgemeinen 

2.2.1. Gemäss Art. 59 Abs. 4 StGB beträgt der mit der stationären Behandlung verbundene 
Freiheitsentzug in der Regel höchstens fünf Jahre. Sind die Voraussetzungen für die bedingte 
Entlassung nach fünf Jahren noch nicht gegeben und ist zu erwarten, durch die Fortführung der 
Massnahme lasse sich der Gefahr weiterer mit der psychischen Störung des Täters in Zusam-
menhang stehender Verbrechen und Vergehen begegnen, so kann das Gericht auf Antrag der 
Vollzugsbehörde die Verlängerung der Massnahme um jeweils höchstens fünf Jahre anordnen. 
Die Verlängerung setzt somit erstens voraus, dass eine Gefährdung weiterhin besteht, die 
Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung nach Art. 62 StGB also nicht erfüllt sind, und 
dem Täter prospektiv noch keine günstige Prognose gestellt werden kann. Zweitens muss die 
Fortführung der Massnahme geeignet sein, die Begehung weiterer mit der psychischen Störung 
des Täters in Zusammenhang stehender Verbrechen und Vergehen zu verhindern. Drittens ist 
bei der Verlängerung der Massnahme das Prinzip der Verhältnismässigkeit zu beachten. Die-
ses umfasst drei Teilaspekte, nämlich die Erfordernisse der Eignung und der Erforderlichkeit 
der Verlängerung der Massnahme sowie das Gebot der Proportionalität zwischen dem Eingriff 
und dem angestrebten Ziel. Es wird vorausgesetzt, dass von mehreren geeigneten Mass-
nahmen die am wenigsten einschneidende anzuordnen ist (Art. 56a Abs. 1 StGB). Beim Ent-
scheid über die Verlängerung einer stationären Massnahme ist sodann zu beachten, dass der 

 
 
 

 
 
Seite 8   

mit der Sanktion verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die 
Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 
StGB). Dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ist auch bei der Dauer einer therapeutischen 
Massnahme Beachtung zu schenken, vor allem wenn eine länger andauernde stationäre Be-
handlung zeitlich in die Nähe einer schuldangemessenen Freiheitsstrafe rückt oder diese gar 
übersteigt. Je länger eine freiheitsentziehende Massnahme dauert, desto höher ist ihre Ein-
griffsintensität und desto mehr muss demzufolge ihre Verhältnismässigkeit im Auge behalten 
werden. Besonders sorgfältig zu prüfen ist die Verhältnismässigkeit beim Entscheid über die 
Verlängerung einer stationären Therapiemassnahme, zumal der Verlängerung der Massnahme 
im Grunde Ausnahmecharakter zukommt (BGE 135 IV 139, E. 2.1). Beim Entscheid über die 
konkret anzuordnende Verlängerungsdauer der Massnahme sind sämtliche relevanten Um-
stände zu berücksichtigen, namentlich eine allfällige in dieser Hinsicht abgegebene gutachterli-
che Empfehlung (BGE 135 IV 139, E. 2.4.2). Die Massnahme kann so oft verlängert werden, als 
eine Fortführung notwendig, geeignet und verhältnismässig erscheint. Bei Vorhandensein einer 
psychischen Störung sieht das Gesetz für die stationäre Massnahme keine Höchstdauer vor. 
Die Verlängerungsmöglichkeit besteht, weil die therapeutischen Massnahmen bei chronisch 
psychisch kranken Patienten häufig sehr langsam wirken (BGE 137 IV 201, E. 1.4). 
 
2.2.2. Anders als bei der erstmaligen Anordnung einer Massnahme schreibt das Gesetz bei 
der Massnahmenverlängerung eine Begutachtung nicht zwingend vor (BGE 135 IV 139, E. 2.1; 
BGer Urteil 6B_1013/2019 vom 3. April 2020, E. 1.2.4). Doch ist zu beachten, dass die im 
Rahmen von Art. 59 Abs. 4 StGB abzuklärenden Themenkomplexe zur Hauptsache Fragen der 
Behandlungsfähigkeit des Täters und der Wirksamkeit einer weiteren Therapieintervention im 
Hinblick auf dessen fortbestehende Gefährlichkeit zum Inhalt haben und damit letztlich die 
Massnahmennotwendigkeit im Sinne von Art. 56 Abs. 3 lit. a StGB betreffen. Mit andern Worten 
geht es bei der Verlängerung einer Massnahme nach Art. 59 Abs. 4 StGB zumindest teilweise 
um die gleichen oder ähnlichen Fragen wie beim Entscheid über ihre erstmalige Anordnung. 
Lassen sich diese Fragen nicht auf der Grundlage bereits vorhandener Gutachten einschliess-
lich weiterer Fachberichte (wie beispielsweise Therapieverlaufsberichte) sachgerecht und fun-
diert beantworten, sind gutachterliche Abklärungen unabdingbar, unabhängig davon, ob ein 
gesetzliches Begutachtungsobligatorium besteht oder nicht. Diese sind durch einen Sachver-
ständigen im Sinne der Regelung von Art. 56 Abs. 3 StGB vorzunehmen, d.h. durch einen psy-
chiatrischen Facharzt (BGer Urteil 6B_850/2013 vom 24. April 2014, E. 2.3.3; m.w.H.). Ein ent-
sprechendes Sachverständigengutachten muss nachvollziehbar und transparent sein, die An-
knüpfungs- und Befundtatsachen klar und vollständig darstellen, die Untersuchungsmethoden 
erläutern und die Hypothesen offenlegen. Auf dieser Grundlage sind die diagnostischen 
Schlussfolgerungen aufzuzeigen und bei Prognosegutachten ist eine Wahrscheinlichkeits-
aussage über das künftige Legalverhalten zu treffen, welche dem Gericht erlaubt, die Rechts-
frage der Gefährlichkeit selbständig zu beantworten (HEER, Basler Kommentar StGB, 4. A. 
2019, Art. 56 N 53). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung hat das Gericht dem Gutachten 
eine richterliche Kontrolle entgegenzusetzen. Es darf somit die Ausführungen des Sachverstän-
digen nicht unbesehen übernehmen, sondern hat diese im Rahmen seiner Möglichkeiten 
kritisch zu überprüfen (vgl. BGE 142 IV 49, E. 2.1.3; BGE 141 IV 305, E. 6.6.1). Die richterliche 

 
 
 

 
 
Seite 9   

Überprüfung eines Prognosegutachtens hat sich nicht nur auf das ermittelte Prognoseergebnis 
als solches zu beziehen, sondern muss sich auf die Qualität der gesamten Prognosestellung 
inklusive der vom Sachverständigen allenfalls verwendeten Prognoseinstrumente erstrecken 
(BGer 6B_1147/2018 vom 25. März 2019, E. 1.3.2). In Fachfragen darf das Gericht jedoch nur 
aus triftigen Gründen von einem amtlichen Sachverständigengutachten abweichen (BGE 142 
IV 49, E. 2.1.3; BGE 141 IV 369, E. 6.1). Auch vermag nicht jeder theoretisch denkbare Zweifel 
die Mangelhaftigkeit eines Gutachtens zu begründen. Vielmehr muss der Zweifel an der Rich-
tigkeit des Gutachtens konkret und in diesem Sinne erheblich sein (DONATSCH, Zürcher Kom-
mentar StPO, 3. A. 2020, Art. 189, N 14). 
 
2.3. Verhältnismässigkeit der Massnahmenverlängerung 

2.3.1. Im Rahmen der Beurteilung des bisherigen Vollzugs- und Therapieverlaufs führt die 
Sachverständige unter anderem aus, dass der Beschwerdeführer während der Behandlung in 
der UPK Y.____ vom 5. Februar 2007 bis zum 5. März 2010 dazu tendiert habe, seine pädophi-
le Problematik zu bagatellisieren. Ab 2009 seien gehäufte Regelverstösse beschrieben worden. 
In der Folge sei die Massnahme in der UPK Y.____ wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben und 
schliesslich gestützt auf eine erneute Begutachtung ab dem 14. November 2012 in der JVA 
Z.____ fortgesetzt worden. Mit der Zeit sei der Beschwerdeführer besser in der Lage gewesen, 
seine pädophilen Anteile einzuordnen. Ferner sei es ihm gelungen, erste Parallelen zwischen 
den einzelnen Delikten zu erkennen und diese nachzuvollziehen. Zumal er jedoch im weiteren 
Verlauf Schwierigkeiten aufgewiesen habe, Gelerntes abzurufen, und nur wenige Fortschritte 
erzielt habe, sei im Jahr 2016 eine Verwahrung nach Art. 64 StGB diskutiert worden. Im Ab-
schlussbericht der JVA Z.____ vom 4. August 2016 werde festgehalten, dass es insgesamt 
nicht gelungen sei, legalprognostisch relevante Veränderungen zu erzielen. Am 11. Oktober 
2017 sei zwecks Weiterführung der stationären Massnahme eine Versetzung in die JVA 
W.____ erfolgt. Den entsprechenden Berichten sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
durchgehend eine hohe Therapiemotivation aufgewiesen habe. Laut Gutachten vom 31. März 
2020 habe dieser in den zweieinhalb Jahren des Massnahmenvollzugs in der JVA W.____ 
Fortschritte erzielt, doch habe ihm noch kein vertieftes Verständnis der Deliktdynamik attestiert 
werden können. Der Umgang mit Risikoeigenschaften habe gemäss damaliger Einschätzung 
noch verbessert werden müssen und eine Fantasiearbeit sei bislang nicht erfolgt. Aus einem 
weiteren Bericht gehe hervor, dass der Beschwerdeführer mit seinem jüngsten Sohn und dem 
Therapeuten ein Offenlegungsgespräch durchgeführt habe. Anlässlich der Exploration durch die 
Sachverständige habe der Beschwerdeführer eine deutlich verbesserte Einsicht in seine pädo-
phile Ansprechbarkeit gezeigt und bis auf eine Verurteilung sämtliche Tatvorwürfe eingeräumt. 
Dabei habe er jedoch dazu tendiert, belastende Elemente wegzulassen, und er sei nur sehr 
eingeschränkt in der Lage gewesen, die Folgen seiner Tathandlungen für die Opfer sowie deren 
Erleben während der sexuellen Übergriffe nachzuvollziehen. Positiv sei dagegen zu werten, 
dass sich der Beschwerdeführer von seinem damaligen Verhalten distanziert und angegeben 
habe, künftig alles daran setzen zu wollen, weitere Delikte zu verhindern. Doch habe er anläss-
lich der aktuellen Begutachtung nur über ein marginales Risikobewusstsein verfügt. Insbeson-
dere sei es ihm nicht möglich gewesen, spontan den Zusammenhang zwischen seinen Tat-

 
 
 

 
 
Seite 10   

handlungen und seiner Persönlichkeitsstruktur zu schildern. Auch nach Jahren intensiver The-
rapie verfüge er erst über ein "marginales Deliktsverständnis". Derzeit bleibe er somit auf ein 
engmaschiges und kontrollierendes Setting angewiesen. Zu nennen sei hier beispielsweise der 
Umstand, dass im Jahr 2021 anlässlich einer Zimmerkontrolle eine pornografische DVD gefun-
den worden sei. Auch betrachte er die Kontakte zu einer "hochproblematischen Besucherin" 
und ihrer 14-jährigen Tochter während seines Aufenthaltes in der UPK Y.____ im Jahr 2009 
nicht als deliktrelevant. Ungünstig sei sodann zu bewerten, dass der Beschwerdeführer gegen-
über der Sachverständigen angegeben habe, keinerlei sexuelle Fantasien mehr zu hegen. 
Doch habe er eingeräumt, zuweilen einen Erotiksender zu konsumieren, um dann festzustellen, 
dass er keine Erektion mehr erzielen könne. Hingegen seien dem Beschwerdeführer auf der 
Persönlichkeitsebene erste Fortschritte zu attestieren. Aufgrund des bisherigen Verlaufs gehe 
die Gutachterin davon aus, dass die therapeutischen Möglichkeiten in Bezug auf die Paraphilie 
des Beschwerdeführers mittlerweile ausgeschöpft seien, wenngleich in Übereinstimmung mit 
der Einschätzung des vorangehenden Gutachters eine intensive Fantasiearbeit zweifellos zu 
einer Verbesserung des Risikomanagements führen würde. Demgegenüber sei ein Ausbau der 
persönlichkeitszentrierten therapeutischen Arbeit zu empfehlen. Bei einem erhöhten Öffnungs-
grad mit grösserem Handlungsspielraum wäre "mit einer deutlichen Zunahme von Regelverlet-
zungen zu rechnen", zumal beim Beschwerdeführer eine "hochproblematische Kombination 
deliktrelevanter Persönlichkeitsanteile mit einer Paraphilie bestehe" (vgl. Gutachten vom 
21. Dezember 2022, S. 126 ff.). 
 
2.3.2. Hinsichtlich der Risikoeinschätzung führt die Sachverständige zusammengefasst aus, 
dass es verfrüht sei, von nachhaltigen Veränderungen auszugehen, zumal sich der Beschwer-
deführer in einem "hochstrukturierten und kontrollierenden Setting befinde". Vielmehr müsse der 
Verlauf in einem weniger strukturierten Setting abgewartet werden, bis eine definitive Einschät-
zung vorgenommen werden könne. Das ursprünglich deutliche Rückfallrisiko für sexuelle Hand-
lungen an Kindern habe sich auf eine "moderate bis deutliche Ausprägung" zurückgebildet. 
Aufgrund seiner "nach wie vor beobachtbaren Tendenz, Regeln nach seinem Gutdünken aus-
zulegen" und seiner Persönlichkeitsstruktur sei der Beschwerdeführer auch längerfristig auf ein 
engmaschig betreutes und kontrollierendes Setting angewiesen. Im Rahmen der Risikoein-
schätzung komme dem Alter des Beschwerdeführers lediglich eine geringe Bedeutung zu, so-
lange auch Persönlichkeitsmerkmale beobachtbar seien, welche die Deliktdynamik zum Tat-
zeitpunkt massgeblich geprägt hätten. Auch in einem offenen Setting im Massnahmenzentrum 
X.____ bestehe ein geringes Risiko für sexuelle Handlungen an Kindern. Sollten die derzeitigen 
flankierenden Massnahmen rasch gelockert werden, wäre mit einer "zeitnahen Zunahme des 
Risikos für sexuelle Handlungen an Kindern auf das Ausgangsniveau zu rechnen". Eine ab-
schliessende Einschätzung des Rückfallrisikos solle erst vorgenommen werden, wenn der Be-
schwerdeführer in einem offeneren und dynamischeren Setting untergebracht sei. Die von ihm 
präferierte Verlegung in ein betreutes Wohnheim erachte die Gutachterin somit als deutlich ver-
früht. Öffnungsschritte im Sinne unbegleiteter Zeitfenster könnten aus gutachterlicher Sicht der-
zeit nicht empfohlen werden. Mit zunehmenden Freiheitsgraden sei mit einer raschen Erhöhung 
des Rückfallrisikos für den Konsum illegaler Pornografie auszugehen, so dass es sich empfeh-
le, den Beschwerdeführer im Falle einer Versetzung in den offenen Massnahmenbereich dies-

 
 
 

 
 
Seite 11   

bezüglich engmaschig zu kontrollieren. Im Ergebnis erweise sich aus forensisch-psychiatrischer 
Sicht eine weitere Verlängerung der stationären Massnahme für die Dauer von 5 Jahren als 
nötig (vgl. Gutachten vom 21. Dezember 2022, S. 132 ff.). 
 
2.3.3. Gestützt auf die vorstehend zusammengefassten Ausführungen der Gutachterin hat 
das Strafgericht in seinem Beschluss vom 26. September 2023 erwogen, dass sowohl zum Tat-
zeitpunkt als auch zum aktuellen Zeitpunkt beim Beschwerdeführer eine psychische Störung 
diagnostiziert werde, die als schwer im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB zu qualifizieren sei. Der 
Beschwerdeführer weise aktuell eine deutlich verbesserte Einsicht in seine pädophile An-
sprechbarkeit auf und es seien erste Fortschritte in Richtung Verantwortungsübernahme für die 
deliktischen Handlungen erzielt worden. Trotz dieser Entwicklung im Therapieverlauf sei festzu-
stellen, dass der Beschwerdeführer derzeit noch nicht in der Lage sei, ein eigenständiges Risi-
komanagement durchzuführen. Mit Bezug auf die Verhältnismässigkeit setze ein mehrjähriger 
Massnahmenvollzug voraus, dass schwerwiegende Taten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu 
erwarten seien. Vorliegend erscheine die lange Massnahmendauer zum Schutz der Öffentlich-
keit und insbesondere von minderjährigen Mädchen angesichts der begangenen Taten gerecht-
fertigt, auch wenn die im Sachurteil ausgesprochene Strafe als getilgt anzusehen sei. Im Jahr 
2017 habe sich der Beschwerdeführer trotz langjähriger intensiver Behandlung noch am Anfang 
des therapeutischen Prozesses befunden. Die Therapiefortschritte hätten erst sehr spät einge-
setzt und es sei aufgrund der psychischen Störung weiterhin nur mit langsamen Fortschritten zu 
rechnen. Der Beschwerdeführer habe während seiner Unterbringung in der JVA W.____ sämtli-
che Lockerungsstufen erfolgreich durchlaufen und sei per 7. Juni 2023 in das Massnahmen-
zentrum X.____ übergetreten. Nach Einschätzung der Sachverständigen habe der Beschwer-
deführer jedoch seit dem Jahr 2020 keine wesentlichen Fortschritte mehr erzielt. Es sei aktuell 
insbesondere noch unklar, ob es sich um Änderungen auf der Persönlichkeitsebene oder ledig-
lich um Anpassungsleistungen bzw. Auswirkungen des hochstrukturierten und kontrollierenden 
Settings handle. Aus dem abschliessenden Therapiebericht ergebe sich, dass der Beschwerde-
führer noch nicht in der Lage sei, einen Zusammenhang zwischen seinen dissozialen und psy-
chopathischen Persönlichkeitsanteilen und der von ihm ausgehenden Gefahr für sexuelle 
Grenzüberschreitungen auszumachen. Somit erscheine eine mehrjährige Verlängerung der 
Massnahme angesichts des Rückfallrisikos für Delikte im Sinne der Anlasstaten noch immer 
verhältnismässig. Bei der Festlegung der konkreten Dauer der Verlängerung sei zu berücksich-
tigen, dass sich erst mit der Gewährung von weiteren Öffnungsschritten zeigen werde, ob 
nachhaltige oder nur vordergründige Fortschritte erreicht worden seien. Im Hinblick auf eine 
bedingte Entlassung müsse auch ausreichend Zeit für die Organisation einer Anschlusslösung 
zur Verfügung stehen. Somit sei eine Verlängerung der Massnahme für die Dauer von 4 Jahren 
angezeigt.  
 
2.3.4. Vorliegend kann mit Verweis auf die Darlegungen der Gutachterin sowie der Vor-
instanz festgestellt werden, dass beim Beschwerdeführer eine schwere psychische Störung 
vorliegt und die Weiterführung der stationären Massnahme gemäss Art. 59 StGB zur Reduktion 
des noch bestehenden Rückfallrisikos hinsichtlich sexueller Übergriffe an Minderjährigen aktuell 
geeignet und erforderlich erscheint. Auch der Beschwerdeführer selbst bestreitet nicht die 

 
 
 

 
 
Seite 12   

grundsätzliche Notwendigkeit einer Fortführung der Therapie, welche vorerst in einem ge-
schlossenen Rahmen erfolgen soll. Doch stellt sich die Frage, ob zum Zeitpunkt des strafge-
richtlichen Beschlusses vom 26. September 2023 die Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit 
(i.e.S.) einer Verlängerung der stationären Massnahme für die Dauer von insgesamt 4 Jahren 
angenommen werden durfte. Diesbezüglich handelt es sich in erster Linie um eine Rechtsfrage, 
welche zugleich mit der fachlichen Einschätzung der Sachverständigen zusammenhängt. So-
wohl das Gutachten vom 21. Dezember 2022 als auch der vorinstanzliche Entscheid begründen 
die Dauer der Massnahmenverlängerung im Wesentlichen mit dem Umstand, dass erst die Ge-
währung von weiteren Öffnungsschritten zeigen werde, ob seitens des Beschwerdeführers 
nachhaltige oder nur vordergründige Fortschritte erzielt worden seien. Sodann müsse ausrei-
chend Zeit für die Organisation einer Anschlusslösung im Rahmen der bedingten Entlassung 
zur Verfügung stehen. Die Sachverständige ist der Auffassung, dass bei einem Massnahmen-
vollzug mit erhöhtem Öffnungsgrad und grösserem Handlungsspielraum vermehrte Regelver-
letzungen drohen würden. Bei einer frühzeitigen Lockerung der flankierenden Massnahmen sei 
mit einer zeitnahen Erhöhung des Risikos für sexuelle Handlungen an Kindern auf das Aus-
gangsniveau zu rechnen und mit zunehmenden Freiheitsgraden sei von einer raschen Erhö-
hung des Rückfallrisikos für den Konsum illegaler Pornografie auszugehen.  
 
2.3.5. Mit Blick auf die gutachterlichen Ausführungen ist zunächst zu konstatieren, dass dem 
Beschwerdeführer seit der Verlegung in die JVA W.____ im Jahr 2017 – mithin für den Zeitraum 
der vergangenen sechs Jahre – eine anhaltend hohe Therapiemotivation sowie kontinuierliche 
Therapiefortschritte attestiert worden sind. So habe dieser ein Offenlegungsgespräch mit sei-
nem Sohn durchgeführt, eine deutlich verbesserte Einsicht in die pädophile Ansprechbarkeit 
gezeigt, die Tatvorwürfe weitgehend eingeräumt, sich von seinem damaligen Verhalten distan-
ziert und angegeben, künftig alles daran setzen zu wollen, um weitere Delikte zu verhindern. 
Diese positive Entwicklung wird gemäss der Sachverständigen jedoch dadurch relativiert, dass 
der Beschwerdeführer nur über ein marginales Risikobewusstsein verfüge und es ihm nicht 
möglich sei, spontan den Zusammenhang zwischen den Tathandlungen und seiner Persönlich-
keitsstruktur zu schildern. Sodann würde die Behauptung des Beschwerdeführers, keine sexu-
ellen Fantasien mehr zu hegen, angesichts des von ihm angegebenen Konsums von Erotiksen-
dern sowie des Besitzes einer DVD mit legaler Pornographie nicht glaubhaft erscheinen. Sei-
nem Alter komme in diesem Zusammenhang aufgrund der deliktrelevanten Persönlichkeits-
merkmale nur eine geringe Bedeutung zu. Demgegenüber ist in rechtlicher Hinsicht zu erwä-
gen, dass das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers nicht nur in Bezug auf die Gefähr-
lichkeitsprognose, sondern auch für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Massnahmen-
verlängerung von erheblicher Relevanz ist. Während eine altersbedingte Abnahme der Libido 
plausibel erscheint, stellt sich sodann die Frage, inwiefern dieser Umstand aufgrund der weite-
ren Persönlichkeitsmerkmale legalprognostisch nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers ge-
wertet werden kann. Die Gutachterin beschreibt hier in bloss abstrakter Weise die Gefahr von 
sexuellen Übergriffen an Minderjährigen, während die konkreten Risikofaktoren und Tatgele-
genheiten im Rahmen des Settings einer bedingten Entlassung nicht näher spezifiziert werden. 
Zu Lasten des Beschwerdeführers werden in diesem Zusammenhang der Besitz einer DVD mit 
legaler Pornografie im Jahr 2021 sowie der Kontakt zu einer als "hochproblematisch" bezeich-

 
 
 

 
 
Seite 13   

neten Frau und ihrer 14-jährigen Tochter während des Aufenthaltes in der UPK Y.____ im Jahr 
2009 genannt, wobei allerdings unklar bleibt, welche konkreten Risiken für minderjährige Per-
sonen sich aus diesem Verhalten ableiten lassen. Auch lässt die Sachverständige bei ihrer län-
gerfristigen Gefährlichkeitsprognose die Deliktdynamik zum Tatzeitpunkt ausser Betracht. Im 
Rahmen der Anlasstaten hat der Beschwerdeführer über das Internet Kontakt zu minder-
jährigen Teenagern gesucht und sich dabei als 30-jährige Person ausgegeben. Zudem ist es 
während der Übernahme von Betreuungsaufgaben zu sexuellen Übergriffen an Kindern ge-
kommen. Mit der Frage, inwiefern sich für den bald 74-jährigen Beschwerdeführer nach einer 
bedingten Entlassung – trotz möglicher Weisungen und Bewährungshilfe gemäss Art. 62 Abs. 3 
StGB – vergleichbare Tatgelegenheiten ergeben würden, setzen sich weder die Gutachterin 
noch die Vorinstanz näher auseinander. Diesbezüglich ist zu erwägen, dass das alleinige Risiko 
des Konsums von Kinderpornografie (vgl. Art. 197 Abs. 4 StGB) aufgrund der relativen Delikts-
schwere eine mehrjährige Verlängerung des tatschuldüberschiessenden Freiheitsentzugs 
offensichtlich nicht mehr zu rechtfertigen vermag. Weiter ist zu berücksichtigen, dass ange-
sichts des vorgerückten Alters des Beschwerdeführers nunmehr jedes einzelne weitere Jahr der 
Massnahmendauer die potentiell verbleibende aktive Lebenszeit in Freiheit empfindlich ver-
kürzt. Dieser Umstand hat in die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Massnahmenver-
längerung im Alter des Beschwerdeführers entscheidend einzufliessen. Schliesslich ist zu kon-
statieren, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Anlasstaten im Jahr 2008 zu einer Frei-
heitsstrafe von nicht einmal 5 Jahren verurteilt wurde, sich nunmehr aber seit rund 15 Jahren im 
geschlossenen Vollzug befindet und jede Verlängerung der stationären Massnahme die Intensi-
tät der schuldangemessenen Sanktion in massiver Weise übersteigt. Angesichts des positiven 
Verlaufs der Massnahme seit dem Jahr 2017, der mittlerweile erfolgten Versetzung in den offe-
nen Vollzug des Massnahmenzentrums X.____, der nach wie vor intakten familiären Ressour-
cen des Beschwerdeführers sowie der flankierenden Massnahmen, welche mit einer bedingten 
Entlassung verbunden werden können, erweist es sich vorliegend als unverhältnismässig, den 
mit der stationären Massnahme verbundenen Freiheitsentzug für die Dauer von insgesamt 4 
Jahren zu verlängern. Vielmehr ist es mit Blick auf das Gebot der Verhältnismässigkeit ange-
zeigt, die Verlängerung auf eine angemessene Dauer von zwei Jahren zu beschränken, so 
dass nach Ablauf dieser Frist zwingend eine erneute gerichtliche Überprüfung der Zulässigkeit 
einer Aufrechterhaltung des Freiheitsentzugs erfolgt. Diesem Gebot trägt die von der Staatsan-
waltschaft ins Feld geführte jährliche Überprüfung der stationären Massnahme durch die Voll-
zugsbehörden zu wenig Rechnung, weil eine solche stets vor dem Hintergrund einer bereits 
gerichtlich festgelegten Massnahmendauer erfolgt, primär auf Fachfragen (Legalprognose) und 
nicht auf Rechtsfragen (Verhältnismässigkeit) fokussiert ist und eine gerichtliche Kontrolle nur 
im Rechtsmittelverfahren vorgesehen ist.   
 
2.3.6. Im Ergebnis kann somit festgestellt werden, dass sich die Beschwerde von A.____ als 
begründet erweist und gutgeheissen wird, soweit darauf eingetreten werden kann. Demnach ist 
Ziffer 1 des Beschlusses des Strafgerichts vom 26. September 2023 aufzuheben und die ge-
genüber dem Beschwerdeführer angeordnete stationäre Massnahme in Anwendung von Art. 59 
Abs. 4 StGB um zwei Jahre zu verlängern.  
 

 
 
 

 
 
Seite 14   

3. Kosten 

3.1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelver-
fahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des 
vorliegenden Verfahrens gehen die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in der Höhe von 
CHF 2'600.–, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 2'500.– (§ 13 Abs. 1 der Verord-
nung über die Gebühren der Gerichte, GebT, SGS 170.31) sowie Auslagen von pauschal 
CHF 100.– (§ 3 Abs. 6 GebT), zu Lasten des Staates.  
 
3.2. Mit präsidialer Verfügung vom 23. Oktober 2023 wurde dem Beschwerdeführer die 
amtliche Verteidigung mit Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard als seinem Rechtsvertreter für das 
Rechtsmittelverfahren bewilligt. Der amtliche Verteidiger ist für seine Bemühungen im Rechts-
mittelverfahren aus der Staatskasse zu entschädigen. Die Entschädigung ist in Anwendung von 
§ 18 Abs. 1 und 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO; SGS 178.112) von 
Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen. In Berücksichtigung des Umstandes, dass der amt-
liche Verteidiger in seiner Beschwerdeschrift vom 4. Oktober 2023 weitgehend die Aus-
führungen der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Eingabe vom 31. Mai 2023 
(act. S 25 ff.) wiederholt, erscheint angesichts des erforderlichen Aufwands für das Rechts-
mittelverfahren ein Honorar von pauschal CHF 1'500.– (inklusive Auslagen) zuzüglich 7.7 % 
Mehrwertsteuer von CHF 115.50, insgesamt somit CHF 1'615.50, als angemessen. Entspre-
chend ist Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard für das Beschwerdeverfahren eine Entschädigung 
in dieser Höhe aus der Staatskasse auszurichten.  
  

 
 
 

 
 
Seite 15   

Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. Der Beschluss des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 26. Septem-

ber 2023 (360 2023 22), auszugsweise lautend: 
 

"1.  Die gegenüber A.____ angeordnete stationäre Massnahme 
wird in Anwendung von Art. 59 Abs. 4 StGB um 4 Jahre 
verlängert." 

 
wird in Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 
werden kann, in Ziff. 1 wie folgt geändert:  
 

1.  Die gegenüber A.____ angeordnete stationäre Massnahme 
wird in Anwendung von Art. 59 Abs. 4 StGB um 2 Jahre 
verlängert. 

 
 

 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total CHF 2'600.–,  
bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 2'500.– und Auslagen 
von pauschal CHF 100.–, gehen zu Lasten des Staates.  
 
 

 3. Dem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Stephan Bernard, wird 
für seine Bemühungen im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine 
Entschädigung von pauschal CHF 1'500.00 (inklusive Auslagen) 
zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von CHF 115.50, somit insgesamt 
CHF 1'615.50, aus der Staatskasse entrichtet.  
 

 4. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig.