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**Case Identifier:** 4e9e1a52-1429-5e9e-a6b5-08d3cf1d0ae1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.09.2025 200 2025 370
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-370_2025-09-29.pdf

## Full Text

IV 200 2025 370 
KOJ/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. September 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

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Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________, gelernte ..., Mutter zweier in den Jahren 
1997 und 2000 geborener ..., meldete sich erstmals im September 2010 
unter Hinweis auf ein am 28. August 2009 erlittenes Schleudertrauma bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin] [act. 
II] 2; 5; 97 S. 10). Die IVB gewährte nach Abklärung des Sachverhalts Ein-
gliederungsmassnahmen in Form eines Arbeitstrainings (act. II 43) sowie 
eines ...kurses (act. II 44). Nachdem die Versicherte eine Stelle als ... mit 
einem Beschäftigungsgrad von 30 % angetreten hatte (act. II 50 S. 7 f.), 
schloss die IVB die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung vom 18. April 
2012 unter Hinweis auf eine rentenausschliessende Eingliederung ab 
(act. II 51). 

A.b.

Nach einer weiteren Anmeldung zum Leistungsbezug im Januar 2015, mit 
welcher die Versicherte Nacken-, Rücken-, Hüft- und Beinschmerzen links 
geltend machte (act. II 58), gewährte die IVB nach Vorlage des Dossiers 
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [act. II 92]) Arbeitsvermittlung 
(act. II 93) sowie einen Einarbeitungszuschuss während der Anlern- oder 
Einarbeitungszeit in der C.________ (act. II 113). Nachdem die Versicherte 
per 18. Januar 2016 bei der C.________ eine befristete Teilzeitstelle als ... 
angetreten hatte, schloss die IVB die Arbeitsvermittlung ab (act. II 125). In 
der Folge liess sie durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb erstellen (act. II 141) und verneinte anschliessend mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 3. November 2016 (act. II 
144) bei einem unter Zugrundelegung der gemischten Methode (Erwerb 60 
%/Haushalt 40 %) ermittelten Invaliditätsgrad von 18 % einen Rentenan-
spruch. 

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A.c.

Im September 2020 meldete sich die bis Ende Dezember 2020 beim 
D.________ als ... und ... in einem Pensum vom 50-70 % bzw. ab 1. Janu-
ar 2021 unbefristet an der E.________ als ... (Beschäftigungsgrad 50 %) 
tätige Versicherte (act. II 149 S. 2; 159 S. 1; 182 S. 49 f.) unter Hinweis auf 
diverse Operationen (act. II 148) erneut bei der IV zum Leistungsbezug an 
(act. II 146). Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab, 
holte die Akten des Krankentaggeldversicherers ein, zog Berichte behan-
delnder Ärzte bei, verneinte einen Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men (act. II 171) und stellte mit Vorbescheid vom 16. Dezember 2021 (act. 
II 177) mangels langandauernder Arbeitsunfähigkeit die Verneinung eines 
Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand er-
heben (act. II 182), woraufhin die IVB nach Rücksprache mit dem RAD 
(act. II 190-193) die F.________ (F.________; nachfolgend MEDAS) mit 
der Durchführung einer bidisziplinären (neurochirurgisch-orthopädischen) 
Begutachtung beauftragte und daran auch nach geltend gemachter Ableh-
nung der vorgesehenen Gutachter durch die Versicherte (act. II 203) mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 2. September 2022 festhielt 
(act. II 204). Weil die Versicherte am 3. September 2022 einen Sturz erlit-
ten hatte (act. II 273.2 S. 9) und sich im Januar 2023 einer Hüftoperation 
unterziehen liess (act. II 232 S. 9), musste die Begutachtung verschoben 
werden. Nachdem die IVB die Versicherte nach weiteren Verzögerungen 
unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten aufgefordert hatte, an der Be-
gutachtung teilzunehmen (act. II 259), erstattete die MEDAS am 6. Novem-
ber 2023 die Expertise (act. II 261.1 ff.). Mit neuerlichem Vorbescheid vom 
1. Dezember 2023 (act. II 264) stellte die IVB der Versicherten wiederum 
die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen erhob die 
Versicherte Einwand und liess u.a. ein zu Handen deren Rechtsvertreters 
erstelltes Gutachten vom 8. Juni 2023 von PD Dr. med. G.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, zu den Akten reichen (act. II 267 S. 68-126). Im Rahmen des 
Einwandschreibens wiederholte sie zudem den Antrag auf Wiedererwä-
gung der Verfügung vom 3. November 2016 (act. II 144; 182; 267 S. 3), auf 

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welchen die IVB mit Schreiben vom 26. März 2024 (act. II 270) nicht eintrat. 
In der Folge holte die IVB die Akten des Krankentaggeld- und des Unfall-
versicherers ein, während die Versicherte ihrerseits weitere Arztberichte, 
u.a. ein weiteres Gutachten von PD Dr. med. G.________ vom 1. Septem-
ber 2024 (act. II 306 S. 4-18), einreichen liess und woraufhin die IVB Rück-
fragen bei der MEDAS stellte (act. II 314). Nachdem der IVB ein weiterer 
Unfall vom 21. Mai 2024 zur Kenntnis gebracht worden war (act. II 318.3 S. 
3) und sie auch diesbezüglich weitere Abklärungen getätigt und namentlich 
die Akten des obligatorischen Unfallversicherers beigezogen hatte (act. II 
318.1 S. 4 ff.), verneinte sie nach erneuter Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens (act. II 321 ff.) mit Verfügung vom 15. Mai 2025 (act. II 326) bei 
einem nach der Einkommensvergleichsmethode ermittelten Invaliditätsgrad 
von 10 % bzw. (ab 1. Januar 2024) 19 % einen Rentenanspruch. 

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
B.________, mit Eingabe vom 5. Juni 2025 Beschwerde erheben. Sie stellt 
die folgenden Anträge: 

1. Die Verfügung der IV-Stelle Kanton Bern vom 15. Mai 2025 sei auf-
zuheben. 

2. a) Die Beschwerdesache sei zur Einholung eines polydisziplinären 
Gutachtens unter Einbezug der Fachrichtungen Neurochirurgie, Or-
thopädie, Pulmologie und Psychiatrie, zur weiteren Abklärung und 
zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

b) Eventualiter: Es seien der Beschwerdeführerin ab wann rechtens 
die gesetzlichen Leistungen nach Massgabe einer Erwerbsunfähig-
keit von mindestens 40 % (inkl. berufliche Eingliederungsmass-
nahmen) zzgl. eines Verzugszinses zu 5 % ab wann rechtens 
auszurichten. 

3. Es seien die vollständigen Unfallakten der H.________ AG, als ge-
setzliche Unfallversicherung nach UVG (Schadennummer ...), von 
Amtes wegen beizuziehen (Beweisthema: Aktenvollständigkeit). 

4. Es seien die E-Mails der MEDAS-Gutachter hinsichtlich der be-
haupteten "Konsensbesprechung" per HIN-Mail vom 25. Oktober 
2023 von Amtes wegen zu edieren und diese dem unterzeichneten 

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Rechtsanwalt zur schriftlichen Stellungnahme zukommen zu lassen 
(Beweisthema: Aktenvollständigkeit). 

5. Es seien dem unterzeichneten Rechtsanwalt die Transkriptionen 
der vollständigen Tonaufnahmen der gutachterlichen Explorations-
gespräche vom 19. September und vom 27. September 2023 zu-
kommen zu lassen; nach Zustellung sei dem unterzeichneten 
Rechtsanwalt eine angemessene Frist zur schriftlichen Stellung-
nahme anzusetzen (Beweisthema: Aktenvollständigkeit). 

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2025 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Mit (unaufgefordert eingereichter) Eingabe vom 14. Juli 2025 hielt die Be-
schwerdeführerin an ihren beschwerdeweisen Anträgen und Standpunkten 
fest.

In Nachachtung des Editionsbegehrens des Instruktionsrichters vom 8. Juli 
2025 reichte die H.________ AG mit Schreiben vom 26. Juli 2025 dem 
Gericht die Akten betreffend den Unfall der Beschwerdeführerin vom 
21. Mai 2024 (Unfall-Nr. ...) ein (Akten der H.________ AG [act. III]).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. Mai 2025 (act. II 
326). Darin verneinte die Beschwerdegegnerin ausschliesslich einen An-
spruch auf eine Invalidenrente. Nichts Anderes bildete auch Beurteilungs-
gegenstand des zugrundeliegenden Vorbescheids vom 13. März 2025 (act. 
II 321). Soweit die Beschwerdeführerin – ohne weitere Präzisierung und 
Begründung des Rechtsbegehrens – eventualiter auch berufliche Einglie-
derungsmassnahmen beantragt (vgl. Ziff. 2b der Rechtsbegehren), ist des-
halb auf die Beschwerde mangels eines Anfechtungsobjekts nicht 
einzutreten. Streitig und zu prüfen ist somit der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage, ob der 
Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 42 ATSG), weil ihr Antrag auf Wiedererwägung der Verfügung vom 

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3. November 2016 (act. II 144) nicht behandelt worden sei (Beschwerde 
S. 23). Diese Rüge ist unbegründet, da die Beschwerdegegnerin entgegen 
der Beschwerdeführerin über den Antrag befunden hat, indem sie auf das 
Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten ist (act. II 270). Im Übrigen ist 
den Vorbringen der Beschwerdeführerin entgegen der Beschwerdegegne-
rin (Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 4) kein sinngemässer Antrag auf Wieder-
erwägung jener Verfügung im vorliegenden Beschwerdeverfahren – wozu 
die Beschwerdegegnerin vom Gericht ohnehin nicht verhalten werden 
könnte (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, 
8C_634/2017 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 27, 8C_33/2013 E. 3.3) – zu erbli-
cken, womit sich auch ein diesbezügliches Nichteintreten erübrigt. Wenn 
die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die ihres Erachtens notwendige 
Veranlassung einer polydisziplinären Begutachtung weiter geltend macht, 
die Beschwerdegegnerin habe sich in der angefochtenen Verfügung vom 
15. Mai 2025 (act. II 326) nicht mit allen in den Einwänden vorgebrachten 
Rügen auseinandergesetzt (Beschwerde S. 24 Ziff. 8), so trifft dies nicht zu, 
hat sie doch festgehalten, dass weitere medizinische Abklärungen nicht 
notwendig seien und der Sachverhalt umfassend erhoben sei (act. II 326 
S. 3). Damit enthält die angefochtene Verfügung vom 15. Mai 2025 die we-
sentlichen Überlegungen zur aufgeworfenen Frage betreffend die Notwen-
digkeit weiterer medizinischer Abklärungen, wobei sich die 
Beschwerdegegnerin praxisgemäss auf die wesentlichen Punkte beschrän-
ken durfte. Entsprechend war es der Beschwerdeführerin auch möglich, die 
Verfügung sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436). 
Es liegt somit keine Gehörsverletzung vor.

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV 
revidierte Bestimmungen im IVG sowie im ATSG samt entsprechendem 
Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung 
vom 19. Juni 2020, AS 2021 705). Die angefochtene Verfügung erging 
nach dem 1. Januar 2022 (act. II 326). Nach den allgemeinen Grundsätzen 
des intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher 
Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 

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des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 
V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Bei einem dauerhaften 
Sachverhalt, der teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der 
neuen Gesetzgebung eingetreten ist, ist der Anspruch auf eine Invaliden-
rente für die erste Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für 
die zweite Periode nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere überg-
angsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (vgl. Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 8C_771/2023, 8C_826/2023 vom 28. August 2024 E. 5.1). In 
Anbetracht der im September 2020 (act. II 146) erfolgten Neuanmeldung 
der Beschwerdeführerin bei der Invalidenversicherung sind Leistungen mit 
Anspruchsbeginn per 1. April 2021 streitig (vgl. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 
Abs. 1 IVG). Für deren Beurteilung ist damit vorab die bis zum 31. Dezem-
ber 2021 geltende Rechtslage massgebend. Sie wird, soweit nicht anders 
vermerkt, im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert 
und angewendet. 

3.2

3.2.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Invali-
dität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

3.3

3.3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (vgl. BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

3.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 

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den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

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4.

4.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom September 2020 
(act. II 146) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu 
überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichs-
zeitpunkte bilden die Verfügung vom 3. November 2016 (act. II 144) – mit 
welcher die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
bei einem Invaliditätsgrad von 18 % verneint hatte – und die nunmehr an-
gefochtene Verfügung vom 15. Mai 2025 (act. II 326; vgl. E. 3.3.3 vorne). 

4.2 Bei Erlass der Verfügung vom 3. November 2016 (act. II 144) prä-
sentierte sich die medizinische Situation im Wesentlichen wie folgt:

4.2.1 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin, Tropen- und Reisemedizin sowie für Physikalische Medizin und 
Rehabilitation, hielt im Bericht vom 16. Juli 2015 (act. II 92) die folgenden 
Diagnosen fest: 

Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

Impingement Hüfte links, ohne Hinweis auf Knorpelschäden

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

Panvertebralsyndrom bei muskulärer Dysbalance und mit funktioneller Über-
lagerung, im Anschluss an Auffahrunfall am 28. August 2009 und an ein Ver-
hebetrauma am 5. Mai 2014

Status nach Schulteroperation rechts 

Status nach CTS-Operation (CTS = Karpaltunnelsyndrom) beidseits 

Status nach Ulnaris-Operation links 2010 

Status nach Hysterektomie wegen Myom am 19. September 2014

In der Beurteilung hielt Dr. med. I.________ fest, leichte bis mittelschwere 
wechselbelastende oder sitzende Tätigkeiten seien vollzeitig und ohne 
Leistungseinschränkung zumutbar (S. 6).

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4.2.2 Am 1. Juni 2016 (act. II 134 S. 5) erfolgte eine transpedikuläre 
dynamische Stabilisation der Rückenwirbel L4-S1 SpineShape (elastisch), 
wobei die folgenden Diagnosen gestellt wurden:

- Leicht entzündlich veränderte Fazettenarthrosen LWK2-SWK1, Schmerzre-
duktion durch Fazetteninfiltration, vor allem L4-S1 (Dezember 2015/Januar 
2016)

- ISG-Reizung beidseits

- Muskuloskelettale Verspannungen Nacken und oberer Brustkorb Auffahrkolli-
sion 2009 (von hinten angefahren, seither Schmerzsyndrom und nicht mehr 
sportlich aktiv, zuvor sehr aktiv)

4.2.3 Am 13. September 2016 (act. II 137) berichtete Prof. Dr. med. 
J.________, Facharzt für Neurochirurgie, das dominante ISG-Reizsyndrom 
habe sich zwischenzeitlich unter Physiotherapie und Belastungspause 
stark zurückgebildet. Insgesamt sei der Verlauf gut, die radiologische Kon-
trolle ebenfalls. Nach dem 30. September 2016 sei wieder eine normale 
Teilzeitbelastung wie vorbestehend möglich. 

4.3 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 
15. Mai 2025 (act. II 326) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt:

4.3.1 Am 3. Juni 2020 erfolgte bei diagnostizierter Coxarthrose links die 
Implantation einer Hüfttotalprothese (act. II 161.2 S. 3). Ferner wurde am 
16. September 2020 bei diagnostizierter Rotatorenmanschettenruptur su-
perior (Supra- und Infraspinatussehne) Schulter rechts eine Schulterarthro-
skopie rechts mit Refixation der Rotatorenmanschette durchgeführt (act. II 
166 S. 9). 

4.3.2 Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 18. Januar 
2021 (act. II 169.2 S. 1) fest, ab Anfang Januar 2021 sollte die Arbeits-
fähigkeit von Seiten der rechten Schulter gegeben sein.

4.3.3 Dr. med. L.________, Facharzt für Neurochirurgie, diagnostizierte 
im Bericht vom 1. Juni 2021 (act. II 166 S. 6 f.) u.a. eine linksbetonte Lum-
balgie bei linksseitigem Facettensyndrom L5/S1, wegen inkorrekter intraar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 13 -

tikulärer Schraubenlage S1 linksseitig. Die Beschwerdeführerin habe ihn im 
Sinne einer Zweitmeinung kontaktiert. Sie leide bereits seit über sechs Mo-
naten an linksseitigen Schmerzen im lumbosakralen Übergang (S. 6). Zur 
Erhärtung der Diagnose habe er der Beschwerdeführerin eine diagnosti-
sche Infiltration der Schraube S1 links empfohlen.

Mit weiterem Bericht vom 28. Juni 2021 (act. II 170 S. 2 f.) führte Dr. med. 
L.________ aus, die (am 14. Juni 2021 erfolgte [act. II 170 S. 4]) Infiltration 
der Schraube S1 bestätige, dass diese hauptsächlich für die Rückenbe-
schwerden verantwortlich sei. Die Schraube S1 verlaufe durchs Gelenk 
L5/S1 auf der linken Seite und verursache dadurch eine schmerzhafte Ent-
zündung (act. II 170 S. 3).

4.3.4 Am 30. Juli 2021 erfolgte eine Spondylodesenrevision L5/S1 und 
dynamische Stabilisation L3-S1 (act. II 176 S. 5). Am 1. November 2021 
(act. II 176 S. 1 f.) berichtete Dr. med. L.________, die Beschwerdeführerin 
sei zufrieden. Seit der Operation seien die starken Schmerzen im Bereich 
der LWS (= Lendenwirbelsäule) unter Kontrolle. Bereits seit einem Monat 
sei die Beschwerdeführerin wieder am Arbeiten. Sie habe die Arbeitsfähig-
keit gesteigert und arbeite ab dieser Woche wieder normal. 

4.3.5 Im Bericht vom 4. April 2022 (act. II 189 S. 7 f.) diagnostizierte Dr. 
med. L.________ u.a. intermittierende beidseitige rechtsbetonte Zervikalgi-
en, bei leichter muskulärer Insuffizienz in der oberen HWS (= Halswir-
belsäule) sowie einen rechtsseitigen geringen Beckentiefstand. Im Bereich 
der LWS fänden sich keine wesentlichen Beschwerden. Insbesondere die 
linksseitigen starken Schmerzen im lumbosakralen Übergang seien weiter-
hin verschwunden (S. 7). Die Beschwerdeführerin sei normal zu 50 % ar-
beitsfähig. Es liege ein günstiger Verlauf nach Fusion L5/S1 vor. 
Vorgesehen sei ab jetzt eine Physiotherapie mit kombinierter Medizinischer 
Trainingstherapie (S. 8).

Mit weiterem Bericht vom 24. Oktober 2022 (act. II 221 S. 6 f.) stellte Dr. 
med. L.________ u.a. die folgenden Diagnosen: 

- 3. September 2022: Sturz auf rechte Hand und rechtes Knie, aktuell mit 
rechtsseitigen Hüftbeschwerden

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 14 -

- Regrediente beidseitige rechtsbetonte Zervikalgien, bei leichter muskulärer 
Insuffizienz in der oberen HWS 

- Beidseitige linksbetonte Beckenkammansatztendinitis; rechtsseitiger geringer 
Beckentiefstand, Empfehlung für rechtsseitige Ferseneinlage von 6 mm, ab 
1. November 2021 

Aktuell fänden sich nach einem Sturz vom 3. September 2022 noch geringe 
rechtsseitige Beschwerden im Bereich des Handgelenkes und deutliche 
Beschwerden noch im Bereich der rechten Hüfte, welche bewegungsab-
hängig seien. Es liege ein günstiger Verlauf vor nach Stabilisierung durch 
Rückenoperation vom Juli 2021. Die Beschwerdeführerin sei im Alltag be-
schwerdefrei (S. 7).

4.3.6 Am 20. Januar 2023 wurde bei diagnostizierter Coxarthrose rechts 
(act. II 232 S. 12) eine Hüfttotalprothese rechts implantiert (act. II 232 
S. 7 f). Der postoperative Verlauf war seitens der Hüftprothese normal 
(act. II 232 S. 5).

4.3.7 Dr. med. G.________ hielt im zu Handen des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführerin verfassten und namentlich die Frage nach dem Vorlie-
gen eines Behandlungsfehlers betreffenden Gutachten vom 8. Juni 2023 
(act. II 267 S. 68-126) im Wesentlichen die folgenden Diagnosen fest 
(S. 91): 

- Chronisches lokales lumbales Schmerzsyndrom sowie intermittierend radi-
kuläres Reizsyndrom L5 links

- Integrierte Hüfttotalendoprothese links vom 3. Juni 2020 bei mutmasslich 
Coxarthrose

- Mutmasslich erfolgte Rotatorenmanschettenrekonstruktion rechts

4.3.8 Im bidisziplinären, eine orthopädische und neurochirurgische Un-
tersuchung umfassenden MEDAS-Gutachten vom 6. November 2023 (act. 
II 261.1 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt (S. 6 
f.): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Rezidivierende belastungsabhängige linksbetonte Lumbago bei degenerati-
ven Veränderungen der lumbalen Lendenwirbelsäule mit Facettengelenk-
sarthrosen L2/3 bis L5/S1 (ICD-10: M54.5, M48.86, M48.87) und

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 15 -

- Status nach transpedikulärer dynamischer Stabilisation L4-S1 am 
1. Juni 2016

- Status nach Spondylodese-Revision bei Stabbruch und Verlängerung 
des Stabes bis LWK3 und Stabwechsel von elastisch auf mittelhart 
am 23. November 2018 

- Status nach tiefer Wundrevision L3-S1 bei Infekt am 11. Dezember 
2018

- Status nach erneuter Revisions-Operation am 30. Juli 2021 mit ALIF 
L5/S1 und ventraler Platte und Revisions-Spondylodese L3-S1 mit 
dorsaler Fusion L5/S1 und beidseitigem Facettensyndrom L5/S1

2. Verminderte Belastbarkeit der rechten Hand, belastungsabhängig bei Status 
nach Karpaltunnel-Operation rechts 2007 und Revision 2009 (ICD-10: 
G56.1)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Zustand nach mehrfachen Bandrissen am linken und rechten Sprunggelenk, opera-
tiv versorgt (ICD-10: S93.2 und Z98.8) 

2. Zustand nach Meniskus-OP links (ICD-10: M23.09 und Z.98.8) 

3. Zustand nach Hallux valgus-OP rechts 1989 (ICD-10: Z98.8) 

4. Status nach Karpaltunnel-Operation und Ulnarisverlagerung im Bereich des Ellen-
bogens links 2010 (ICD-10: G56.1, G56.2) 

5. Zustand nach Hüft-Totalendoprothesen-Implantation beidseits (ICD-10: Z96.64)

6. Zustand nach Schulter-Arthroskopie rechts mit Bewegungseinschränkung (ICD-10: 
Z98.8) 

7. Nachweis von degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule in HWK 4/5, 
HWK 5/6 sowie BWK 3/4 und bei BWK 8 im Verlauf (ICD-10: M42.10)

8. Zustand nach Fraktur des Endgliedes D4 links (ICD-10: S62.63)

In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, die Gesamt-
arbeitsunfähigkeit begründe sich aufgrund der neurochirurgischen Erkran-
kungen. Die bisherige Tätigkeit als ... sei als angepasste Tätigkeit 
anzusehen, aus gesamtgutachterlicher Sicht liege eine 90%ige Arbeits-
fähigkeit (10 % Pausenbedarf) vor (act. II 261.1 S. 7 f.). Diese Einschät-
zung gelte auch für eine angepasste Tätigkeit (S. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 16 -

Die Einschränkung für das rechte Handgelenk bzw. die rechte Hand beste-
he aus neurochirurgischer Sicht bereits seit mindestens 2010. Bezüglich 
des Rückens bestehe "die Einschätzung" spätestens seit der ersten lumba-
len Operation am 1. Juni 2016. Im Anschluss sei von einer Rekonvales-
zenzzeit von etwa drei Monaten auszugehen. Nach den Operationen am 
23. November 2018, 11. Dezember 2018 und 30. Juli 2021 sei von einer 
etwa sechsmonatigen Rekonvaleszenz auszugehen. Dazwischen könne 
aus neurochirurgischer Sicht retrospektiv die "o.g. Einschätzung" gelten 
(S. 8), mithin eine 90%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. act. II 261.4 S. 19 f.).

4.3.9 Mit weiterem Gutachten vom 1. September 2024 (act. II 306 
S. 4-18) nahm PD Dr. med. G.________ zu Handen des Rechtsvertreters 
der Beschwerdeführerin erneut Stellung zur Frage nach dem Vorliegen 
eines Behandlungsfehlers.

4.3.10 In ihrer Stellungnahme vom 10. Dezember 2024 (act. II 314) hiel-
ten die MEDAS-Gutachter auch unter Berücksichtigung der Gutachten von 
PD Dr. med. G.________ an ihren in der Expertise vom 6. November 2023 
getroffenen Einschätzungen fest. 

4.3.11 Am 21. Mai 2024 erlitt die Beschwerdeführerin als Autolenkerin 
einen Heckauffahrunfall (act. II 318.3 S. 3). Dr. med. M.________, Fachärz-
tin für Allgemeine Innere Medizin, hielt im Bericht vom 3. Januar 2025 (act. 
II 320 S. 1) fest, die Beschwerdeführerin habe sich beim Unfall ein kranio-
zervikales Beschleunigungstrauma Grad I mit zusätzlicher Zahnkontusion 
und persistierenden lumbalen Myogelosen zugezogen. Es seien diverse 
(Telefon-)Konsultationen erfolgt, die initiale Beurteilung im Spital 
N.________. Ossäre Läsionen hätten nicht gefunden werden können, aber 
muskuläre Verspannungen bei vorbestehender Rückenproblematik. Durch 
Physiotherapie und Analgesie hätten die Beschwerden gelindert werden 
können, die Beschwerdeführerin könne aktuell wieder in ihrem normalen 
Pensum arbeiten.

Mit weiterem, zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin 
verfasstem Bericht vom 12. Mai 2025 (act. II 327 S. 4) hielt Dr. med. 
M.________ fest, seit dem ersten Autounfall könne die Beschwerdeführerin 
maximal 50 % arbeiten. Eine höhere Arbeitsfähigkeit erachte sie, Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 17 -

M.________, als nicht realistisch aufgrund der ausführlich beschriebenen 
Beschwerden der Beschwerdeführerin. Aus ihrer Sicht arbeite die Be-
schwerdeführerin bereits in einer angepassten Tätigkeit. Eine andere Auf-
gabe als ... komme aufgrund der multiplen Beschwerden am 
Bewegungsapparat nicht in Frage. 

4.4

4.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 18 -

E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

4.5 Das bidisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 6. November 2023 
(act. II 261.1 ff.) einschliesslich der Stellungnahme vom 10. Dezember 
2024 (act. II 314) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Experti-
sen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 4.4.2 vorne). Danach bestehen bei 
der Beschwerdeführerin eine rezidivierende belastungsabhängige linksbe-
tonte Lumbago bei degenerativen Veränderungen der lumbalen Lenden-
wirbelsäule mit Facettengelenksarthrosen L2/3 bis L5/S1 sowie eine 
verminderte Belastbarkeit der rechten Hand. Diese Beeinträchtigungen 
schränken die Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowohl in der bisher aus-
geübten Tätigkeit als ... als auch in einer den Leiden angepassten Tätigkeit 
um 10 % ein (Arbeitsfähigkeit 90 %). 

Daran ändern die diversen Einwände der Beschwerdeführerin – wie nach-
stehend im Wesentlichen dem Aufbau in der Beschwerde folgend zu zei-
gen ist – nichts: 

4.5.1 In grundsätzlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass kein 
fachärztlich-orthopädischer oder -neurochirurgischer Bericht im Recht liegt, 
welcher sich (allenfalls kritisch) zu den Ergebnissen im MEDAS-Gutachten 
äussert. Im Gegenteil stimmen die Einschätzungen der Gutachter in be-
fundmässiger und diagnostischer Hinsicht weitgehend mit jenen der Be-
handler überein (vgl. E. 4.3 vorne), was auch auf die Parteigutachten von 
PD Dr. med. G.________ vom 8. Juni 2023 (act. II 267 S. 68-126) und 1. 
September 2024 (act. II 306 S. 4-18) zutrifft. Darüber hinaus behandeln 
Letztere ausschliesslich die Frage nach dem Vorliegen eines allfälligen 
Behandlungsfehlers und betreffen damit einzig die hier nicht streitige Re-
gressfrage (vgl. act. II 284 S. 117 f.), nicht jedoch den vorliegend rechtlich 
relevanten Sachverhalt. Schliesslich äusserte sich zwar die Internistin und 
behandelnde Ärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.________, dahin-
gehend, dass sie eine höhere als eine 50%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund 
der multiplen Beschwerden nicht als realistisch erachte (act. II 324 S. 37; 
327 S. 4), setzte sich dabei aber nicht mit der anderslautenden Einschät-
zung im MEDAS-Gutachten bzw. der darin postulierten 90%igen Arbeits-
fähigkeit auseinander. Insbesondere stellt der pauschale Hinweis auf nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 19 -

näher bezeichnete "Beschwerden" mangels befundmässiger Untermaue-
rung kein konkretes Indiz dar (vgl. E. 4.4.2 vorne), um die Zuverlässigkeit 
der Expertise in Frage zu stellen. 

4.5.2 Im Weiteren trifft es zwar zu, dass die medizinischen Unterlagen 
betreffend den Unfall vom 21. Mai 2024 den MEDAS-Gutachtern nicht un-
terbreitet wurden (Beschwerde S. 11-13 Ziff. 6). Eine Verletzung des Un-
tersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) ist in diesem Vorgehen aber nicht 
zu erblicken: Dem Bericht von Dr. med. M.________ vom 3. Januar 2025 
(act. II 320 S. 1) ist zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin beim 
Heckauffahrunfall vom 21. Mai 2024 (act. II 318.3 S. 3) ein Beschleuni-
gungstrauma der Halswirbelsäule Grad I gemäss Québec Task Force 
(QTF) zuzog, welches einzig mit Nackenbeschwerden ohne strukturelle 
Schädigungen einhergeht (vgl. u.a. <flexikon.doccheck.com/de/ Schleuder-
trauma>). Es bestehen weder in den von der Beschwerdegegnerin im Ver-
waltungsverfahren beigezogenen – und damit bei Verfügungserlass 
bekannten (vgl. act. II 318.1 S. 4 ff.) – noch in den gerichtlich edierten Un-
fallakten des obligatorischen Unfallversicherers (act. III) Anhaltspunkte 
dafür, dass sich die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 21. Mai 2024 eine 
das funktionelle Leistungsvermögen nachhaltig beeinflussende Verletzung 
zugezogen hätte. Dr. med. M.________ hielt denn auch bereits im Bericht 
vom 3. Januar 2025 fest, die Beschwerdeführerin könne wieder "in ihrem 
normalen Pensum" arbeiten (act. II 320 S. 1). Dass sie weiterhin angibt, an 
Rückenbeschwerden zu leiden (vgl. act. II 324 S. 37), stellt keine wesentli-
che Änderung zum Gesundheitszustand dar, wie er sich bereits den 
MEDAS-Gutachtern darbot, denen gegenüber sie angab, persistierend an 
Rückenbeschwerden zu leiden (vgl. act. II 261.3 S. 4). Mithin haben die 
Gutachter die Rückenbeschwerden im Rahmen der Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit berücksichtigt. Unter diesen Voraussetzungen bestand für die 
Beschwerdegegnerin kein Anlass für weitere Sachverhaltserhebungen be-
treffend den Unfall vom 21. Mai 2024.

4.5.3 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, es hätte eine zusätzliche 
psychiatrische Begutachtung erfolgen müssen (Beschwerde S. 13-15 Ziff. 
7). Dem kann nicht gefolgt werden. Insbesondere lassen die in der Be-
schwerde zitierten Angaben aus dem MEDAS-Gutachten (vgl. Beschwerde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 20 -

S. 14), der Hinweis auf frühere Traumata sowie der Beizug eines Coachs in 
der Vergangenheit (Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14. Juli 2025 
S. 3) nicht schon auf einen in psychischer Hinsicht abklärungsbedürftigen 
Sachverhalt schliessen, nachdem in den zeitlich ab der Neuanmeldung 
vom September 2020 datierenden Akten und auch in den anamnestischen 
Erhebungen im Parteigutachten von PD Dr. med. G.________ (vgl. act. II 
267 S. 78-83) keine Anhaltspunkte für eine relevante, das funktionelle Leis-
tungsvermögen beeinträchtigende Psychopathologie bestehen. Die behörd-
liche und richterliche Abklärungspflicht umfasst nicht unbesehen alles, was 
von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur 
auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen Sachverhalt (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283; SVR 2020 
KV Nr. 23 S. 107, 9C_805/2019 E. 8.1; AHI 1994 S. 212 E. 4a). Es ist folg-
lich nicht die Aufgabe der Beschwerdegegnerin und entspricht nicht Sinn 
und Zweck des Untersuchungsgrundsatzes, nach möglichen Gesundheits-
schäden zu forschen, wenn dazu in den Akten keine einen Abklärungsbe-
darf dokumentierende Hinweise bestehen. Wie die Beschwerdegegnerin in 
ihrer Beschwerdeantwort zu Recht geltend macht (S. 3 Ziff. 12), wäre es 
vielmehr Sache der Beschwerdeführerin gewesen, im Rahmen der ihr ob-
liegenden Mitwirkungspflicht entsprechende Angaben zu machen. Hierzu 
hätte sie Gelegenheit gehabt, nachdem die Beschwerdegegnerin sie mit 
Schreiben vom 26. März 2024 (act. II 270) aufgefordert hatte, die einwand-
weise geltend gemachten Einschränkungen in psychiatrischer (und pulmo-
logischer) Hinsicht zu belegen, was in der Folge jedoch unterblieb. Im 
Übrigen geht aus dem MEDAS-Gutachten klar hervor, dass die Beschwer-
deführerin keine Psychotherapie oder psychologische Unterstützung wahr-
nimmt (act. II 261.4 S. 9) und auch keine wünscht, weil sie sich "im Moment 
stark" fühle und anderweitig (im partnerschaftlichen und familiären Bereich) 
Unterstützung habe (act. II 261.4 S. 12, 14). In dieselbe Richtung weisen 
die Ausführungen von Dr. med. M.________ im Bericht vom 12. Mai 2025 
(act. II 327 S. 4), wonach die Beschwerdeführerin keine Aufarbeitung ver-
gangener Traumata wünsche, weil sie diese aufgearbeitet habe. Damit ist 
es nicht zu beanstanden und es stellt keine Verletzung des Untersu-
chungsgrundsatzes dar, wenn die Beschwerdegegnerin auf eine zusätzli-
che psychiatrische Abklärung bzw. Begutachtung verzichtete. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

- 21 -

Diese Ausführungen gelten sinngemäss auch in Bezug auf die beschwer-
deweise geltend gemachte Notwendigkeit einer zusätzlichen pulmologi-
schen Abklärung (Beschwerde S. 17). Zwar wurde im MEDAS-Gutachten 
aus neurochirurgischer Sicht eine pulmologische Abklärung als "sinnvoll" 
erachtet (act. II 261.4 S. 14), jedoch ergeben sich im weiteren Verlauf bzw. 
in den Akten auch insoweit keine Hinweise auf eine die Arbeitsfähigkeit 
beeinflussende Problematik. 

4.5.4 Sodann folgt aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin im Vor-
feld der Begutachtung Zusatzfragen stellte (act. II 197) und die Beschwer-
degegnerin diese den Gutachtern vorlegte (act. II 205). Entgegen der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 15 f. Ziff. 8) haben diese die Zusatz-
fragen nicht übersehen, sondern zur Kenntnis genommen (vgl. act. II 261.2 
S. 19 Ziff. 124), in der Folge jedoch – gemäss Stellungnahme vom 10. De-
zember 2024 mangels Relevanz (act. II 314) – nicht beantwortet. Dies 
schadet dem Beweiswert der MEDAS-Expertise jedoch nicht, nachdem 
sich gestützt auf die Konsensbeurteilung (act. II 261.1 S. 5-10) alle rechts-
erheblichen Fragen zuverlässig beantworten lassen (vgl. E. 4.4.1 vorne). 
Im Übrigen wurden die detaillierten – und teils geschlossen formulierten – 
Zusatzfragen vom 24. Juni 2022 (act. II 197) im Gutachten dahingehend 
beantwortet, dass ein Zumutbarkeitsprofil für angepasste Tätigkeiten (im 
Sinne eines positiven und negativen Leistungsprofils) formuliert und inner-
halb desselben bis auf einen erhöhten Pausenbedarf keine Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit (durch Faktoren wie kompetitives Umfeld, zusätzli-
che Pausen, Einteilung der Arbeitszeit, Arbeitstempo, Arbeitsklima oder 
anderes) festgestellt wurde (act. II 261.1 S. 8 f.). 

4.5.5 Ferner geht aus dem MEDAS-Gutachten klar hervor, dass als 
Sachverständige Dr. med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie Dr. med. 
P.________, Fachärztin für Neurochirurgie, fungierten (act. II 261.1 S. 3). 
Diese haben sowohl die Konsensbeurteilung (S. 11) als auch die jeweils 
von ihnen erstellten Teilgutachten (act. II 261.3 S. 15; 261.4 S. 23) sowie 
(gemeinsam) die Stellungnahme vom 10. Dezember 2024 (act. II 314 S. 2) 
unterzeichnet. Damit ist erstellt, dass das MEDAS-Gutachten die Beurtei-
lungen der zwei beteiligten Sachverständigen korrekt wiedergibt. Der in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Sept. 2025, IV 200 2025 370

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Beschwerde genannte Dr. med. Q.________ (S. 16) wirkte – wie unschwer 
zu erkennen ist – bei der Begutachtung nicht mit, weshalb er das Gutach-
ten auch nicht unterzeichnen musste. Wohl wäre es wünschenswert gewe-
sen, wenn Dr. med. Q.________ die Expertise in seiner Eigenschaft als 
medizinischer Supervisor mitunterzeichnet hätte (vgl. Urteil des BGer 
8C_374/2024 vom 24. Dezember 2024 E. 6.1.2). An deren Beweiswert 
ändert die fehlende Unterschrift jedoch nichts. 

4.5.6 Soweit die Beschwerdeführerin sodann das angebliche Fehlen 
einer Konsensbesprechung rügt (Beschwerde S. 17), ist festzuhalten, dass 
das Gutachten eingangs eine bidisziplinäre Gesamtbeurteilung beinhaltet 
(act. II 261.1). Ob diese anlässlich einer Besprechung, per E-Mail oder 
durch anderweitigen Austausch zustande kam, ist nicht relevant. Wie be-
reits gezeigt, ist vielmehr entscheidend, dass das Gutachten von allen be-
teiligten Sachverständigen unterzeichnet wurde und damit ein 
gemeinsamer Konsens erstellt ist (Urteil des BGer 8C_208/2022 vom 
3. August 2022 E. 6.3). Auf die Herausgabe der E-Mails (Beschwerde 
S. 17), welche gemäss Gutachten zum Zwecke der Konsensbesprechung 
verfasst wurden (act. II 261.1 S. 10), besteht kein Anspruch, da es sich 
hierbei um interne Dokumente handelt (vgl. Urteil des BGer 8C_723/2022 
vom 6. Oktober 2023 E. 5.2). Auch eine Herausgabe im Einzelfall zur 
Überprüfung der Grundlagen und Schlussfolgerungen ist vorliegend nicht 
angezeigt, nachdem der orthopädische Gutachter und die neurochirurgi-
sche Gutachterin betreffend die Arbeitsfähigkeit jeweils zu nur marginal 
unterschiedlichen Einschätzungen gelangten (act. II 261.3 S. 11 f.; 261.4 S. 
19 f.) bzw. die neurochirurgische Fachdisziplin mit Blick auf die geringfügig 
höhere Arbeits- und Leistungsunfähigkeit von 10 % klar erkennbar führend 
ist, womit sich die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung ohne weiteres nach-
vollziehen lässt. Dementsprechend war im Instruktionsverfahren dem Be-
weisantrag, die fraglichen E-Mails seien zu edieren und dem 
Rechtsvertreter zur Stellungnahme zuzustellen (Rechtsbegehren Ziff. 4), 
nicht zu entsprechen.

4.5.7 Sodann schadet auch nicht, dass im Hinblick auf die Begutachtung 
in der MEDAS das Parteigutachten von PD Dr. med. G.________ nicht 
abgewartet wurde (Beschwerde S. 17), betrifft Letzteres dem bereits Dar-

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gelegten zufolge (vgl. E. 4.5.1 vorne) doch die Frage nach dem Vorliegen 
eines Behandlungsfehlers und damit nicht die streitbetroffene Problematik 
(vgl. E. 1.2 vorne), wie die Beschwerdegegnerin bereits mit Schreiben vom 
2. Mai 2024 (act. II 282) korrekt festhielt. Im Übrigen finden sich in den 
Gutachten von PD Dr. med. G.________ vom 8. Juni 2023 (act. II 267 S. 
68-126) und 1. September 2024 (act. II 306 S. 4-18) keine Anhaltspunkte 
für einen Verlust an funktionellem Leistungsvermögen, welcher über die 
von den MEDAS-Gutachtern im Längs- und Querschnitt bescheinigte Ar-
beits- und Leistungsunfähigkeit hinausgeht. 

4.5.8 Ferner ist nicht erkennbar und wird in der Beschwerde auch nicht 
substantiiert (S. 19), inwiefern die Weglassung des Kurzberichts des Zen-
trums R.________ vom 12. Juni 2023 (act. II 245 S. 13) im MEDAS-
Gutachten zu falschen medizinischen Schlussfolgerungen geführt haben 
könnte (vgl. Urteil des BGer 9C_203/2017 vom 30. Oktober 2017 
E. 3.3.1.2). Darüber hinaus waren die wesentlichen Berichte der behan-
delnden Ärzte Prof. Dr. med. J.________ bzw. Dres. med. K.________, 
L.________ und M.________ den Gutachtern bekannt (act. II 261.2) und 
wurden dementsprechend von ihnen berücksichtigt. Damit lag entgegen 
der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 19) bei der Begutachtung auch 
unter diesem Blickwinkel keine unvollständige Aktenlage vor.

4.5.9 Im Weiteren geht aus dem MEDAS-Gutachten klar hervor, dass 
die Sachverständigen bei der Beurteilung der zumutbaren Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit ausdrücklich ein 100%-Pensum zugrunde legten (act. II 
261.1 S. 8 f.) und sich der Begriff der bisherigen (angepassten) Tätigkeit 
auf die Tätigkeit als ..., nicht jedoch auf das Pensum bezieht. Der in der 
Beschwerde insoweit konstruierte "Widerspruch" (S. 20) besteht offensicht-
lich nicht. 

4.5.10 Sodann statuieren weder das Gesetz (Art. 44 Abs. 6 ATSG) noch 
die Art. 7k und 7l der Verordnung vom 11. September 2002 über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) einen 
Anspruch auf Transkription von während der Begutachtung gemachten 
Tonaufnahmen (Beschwerde S. 20). Im Übrigen wurden die Tonaufnahmen 
der Explorationsgespräche nicht nur dem Rechtsvertreter der Beschwerde-
führerin und ihr selber, sondern auch den behandelnden Ärzten und dem 

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Privatgutachter PD Dr. med. G.________ zur Verfügung gestellt (act. II 
271; 278; 288-295). Demnach war auch Ziff. 5 der beschwerdeweisen 
Rechtsbegehren im Instruktionsverfahren nicht zu entsprechen.

4.5.11 Schliesslich vermag auch die Kritik der Beschwerdeführerin am 
gutachterlich beurteilten zeitlichen Verlauf der bescheinigten Arbeitsun-
fähigkeit (Beschwerde S. 21-23) nicht durchzudringen: In orthopädischer 
Hinsicht bescheinigte Dr. med. O.________ nach den Hüftoperationen vom 
3. Juni 2020 (act. II 161.2 S. 3) und vom 20. Januar 2023 (act. II 232 S. 9) 
jeweils eine dreimonatige und für die Zeit nach der Operation der rechten 
Schulter eine sechs- bis zwölfwöchige Arbeitsunfähigkeit (act. II 261.3 
S. 12). In neurochirurgischer Hinsicht attestierte Dr. med. P.________ ab 
dem Eingriff vom 1. Juni 2016 (act. II 134 S. 5) eine dreimonatige sowie ab 
den zwei Operationen von 2018 und dem Eingriff vom 30. Juli 2021 (act. II 
176 S. 5) jeweils eine sechsmonatige Arbeitsunfähigkeit (act. II 261.4 
S. 19). Diese retrospektive Einschätzung überzeugt im Lichte der Aktenla-
ge (vgl. E. 4.3 vorne), zumal sich Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der 
Behandler offensichtlich am effektiv ausgeübten Arbeitspensum der Be-
schwerdeführerin, nicht jedoch an der ihr zumutbaren Arbeitsfähigkeit ori-
entierten (vgl. etwa act. II 189 S. 8; 221 S. 7). Entgegen der 
Beschwerdeführerin kann sodann hinsichtlich der Zeiten, während welcher 
sie in keiner Anstellung stand, nicht ohne weiteres auf "Regenerationszei-
ten" im Sinne einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Arbeitsun-
fähigkeit geschlossen werden (Beschwerde S. 21). 

4.6 Demnach bestehen weder in formeller Hinsicht Einwände noch 
gestützt auf die Berichte der Behandler konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der MEDAS-Expertise (vgl. E. 4.4.2 vorne). Der beantragten 
Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zwecks Durchführung einer po-
lydisziplinären Begutachtung (Ziff. 2a der Rechtsbegehren) bedarf es dem-
nach nicht.

4.7 Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 6. November 2023 ergibt 
sich somit Folgendes: 

4.7.1 Betreffend Vorliegen eines Revisionsgrundes führten die Experten 
im Gutachten interdisziplinär aus, die in den Fachgutachten beschriebenen 

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Krankheiten sowie die notwendigen Prozeduren mit der erfolgten Rücken-
operation und beidseitigen Hüfttotalendoprothesen-Implantationen stellten 
im Vergleich zum Gesundheitszustand, wie er der Verfügung vom 3. No-
vember 2016 (act. II 144) zugrunde lag, eine wesentliche Veränderung dar 
(act. II 261.1 S. 9). Allerdings lagen Rückenbeschwerden bereits im Zeit-
punkt der Referenzverfügung vor (vgl. E. 3.2 vorne) und die Hüftbeschwer-
den zeitigen gemäss MEDAS-Gutachten keine Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit (vgl. act. II 261.1 S. 6). Weil die Beschwerdegegnerin der 
angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2025 neu einen Erwerbsstatus von 
100 % zugrunde legte, ist die Vergleichbarkeit mit der medizinischen Sach-
lage im Zeitpunkt der Referenzverfügung vom 3. November 2016 (act. II 
144) erschwert, zumal Prof. Dr. med. J.________ im Bericht vom 13. Sep-
tember 2016 ab 1. Oktober 2016 eine "normale Teilzeitbelastung" (act. II 
137) bescheinigte. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben, da sich 
am Ergebnis nichts ändert, wenn von einer seit der Neuanmeldung vom 
September 2020 potentiell anspruchsrelevanten Änderung in den gesund-
heitlichen Verhältnissen mit anschliessender umfassender Prüfung des 
Rentenanspruchs (vgl. E. 3.3.4 vorne) ausgegangen und somit auch offen 
gelassen wird, ob allenfalls aufgrund der – wenngleich ohne nähere Ab-
klärung vorgenommenen – anderweitigen Statusfestlegung in der ange-
fochtenen Verfügung vom 15. Mai 2025 (act. II 326) von einem (weiteren) 
Revisionsgrund auszugehen wäre. 

4.7.2 Schliesslich beträgt gemäss Gutachten die medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit in einer den Leiden angepassten Tätigkeit für 
den gesamten Beurteilungszeitraum 90 % (Arbeitsunfähigkeit 10 % [act. II 
261.1 S. 8 f.]). Auf dieser medizinisch-theoretischen Grundlage ist nachfol-
gend die Rentenfrage zu prüfen.

5.

5.1 Mit Blick auf die im September 2020 erfolgte Neuanmeldung (act. 
II 146) ist der frühestmögliche Rentenbeginn grundsätzlich auf den 1. April 
2021 festzulegen (vgl. E. 3.1 vorne). Angesichts des Verlaufs der Arbeits-
unfähigkeit (vgl. act. II 261.1 S. 8; vgl. E. 4.5.11 vorne) ist die Anspruchs-

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voraussetzung (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) einer während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6 ATSG) indes nicht erfüllt, womit bereits aus diesem Grund 
kein Rentenanspruch besteht. 

5.2 Doch selbst wenn die Voraussetzung gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG gegeben wäre, änderte sich am Ergebnis nichts: 

5.2.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

5.2.2 Die Beschwerdegegnerin legte bei der Berechnung des 
Invaliditätsgrades sowohl hinsichtlich des Valideneinkommens als auch 
bezüglich des Invalideneinkommens Tabelle TA1_skill-level, Position 77-82 
(Sonst. wirtschaftliche Dienstleistungen), Kompetenzniveau 1, Frauen, der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 zugrunde (act. II 326 
S. 1). Dies ist korrekt, nachdem sich im Lichte der in der Vergangenheit 
wiederholten Berufswechsel das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern lässt (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2). Auch 
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin beim 
Valideneinkommen angesichts der von der Beschwerdeführerin seit 1996 
im Wesentlichen ausgeübten Sekretariatstätigkeiten (act. II 261.7 S. 1) 
nicht vom Kompetenzniveau 4 ausging, wie dies beschwerdeweise moniert 
wird (S. 25). 

Bezüglich des Invalideneinkommens steht fest, dass die Beschwerdeführe-
rin aktuell keine Erwerbstätigkeit zu einem ihr zumutbaren Pensum ausübt 
(act. II 182 S. 49), indes die bisherige Tätigkeit als ... wie auch jede andere 
den Leiden angepasste Tätigkeit im Umfang von 90 % (act. II 261.1 S. 7-9) 

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zumutbar wäre. Entsprechend legte die Beschwerdegegnerin zu Recht 
dieselbe Tabellenposition wie beim Valideneinkommen zugrunde. 

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn, wobei offen bleiben 
kann, ob der von der Beschwerdegegnerin für die Zeit ab 1. Januar 2024 
vorgenommene Abzug von 10 % (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der seit 1. Januar 
2024 geltenden Fassung) auch für die Zeit davor zu berücksichtigen wäre. 
So oder anders beläuft sich der Invaliditätsgrad auf (maximal) 19 % (100 % 
- [90 % x 0.9]), womit kein Rentenanspruch besteht (vgl. E. 3.2.2 vorne). 

6.

Zusammenfassend besteht die angefochtene Verfügung vom 15. Mai 2025 
zu Recht und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe zu entnehmen.

7.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) 
hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch BGE 128 V 
124 E. 5b S. 133).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.