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**Case Identifier:** 6b9c84d7-c791-5a90-ba58-b3adbffae85f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.03.2012 IV 2010/275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2010-275_2012-03-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2010/275

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.05.2020

Entscheiddatum: 15.03.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2012
Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 
2012, IV 2010/275).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 15. März 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Veronica Hälg-Büchi, Marktgasse 14,

9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 20. November 2004 erstmals zum Bezug von IV-

Leistungen (Arbeitsvermittlung) an (IV-act. 1). Er gab dabei u. a. an, er habe in 

Mazedonien sechs Jahre die Schule besucht; einen Beruf habe er nicht erlernt. Seit 

1987 sei er als Bauarbeiter tätig. Die Bauunternehmung B.___ GmbH teilte am 6. 

Dezember 2004 mit (IV-act. 13), der Versicherte sei als Bauarbeiter Lohnklasse B 

beschäftigt worden. Der Stundenlohn habe Fr. 30.53 betragen. Dr. med. C.___, 

Allgemeine Medizin FMH, Gossau, berichtete am 6. Dezember 2004 (IV-act. 14), der 

Versicherte leide an einer Gonarthrose links, an einer koronaren Herzkrankheit (St. n. 

akutem infero-posterioren Myokardinfarkt 11/97) und an einem St. n. gastrointestinaler 

Blutung bei HP-positiver Gastritis 12/02. Seit dem 22. März 2004 bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter. Gemäss einem Austrittsbericht der Rehaklinik D.___ 

vom 7. Dezember 2004 (IV-act. 16) hatte der Versicherte am 15. Oktober 2003 bei 

einem Sturz eine Distorsion und eine Kontusion des linken Knies erlitten. Anschliessend 

hatte ein Reizknie bei Varusgonarthrose und Femoropatellärer Arthrose links 

bestanden. Rechts hatte eine beginnende Gonarthrose vorgelegen. Gemäss einem 

zum Austrittsbericht gehörenden orthopädischen Konsilium war der Versicherte als 

Bauarbeiter zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Eine leichte, wechselbelastende, 

vorwiegend sitzende Tätigkeit war aber als ganztags zumutbar betrachtet worden. Die 

IV-Stelle wies das Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen am 7. Februar 

2005 ab (IV-act. 28). Sie begründete diesen Entscheid damit, dass für eine 

behinderungsadaptierte Tätigkeit von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

auszugehen sei. In seiner Einsprache gegen die Abweisungsverfügung liess der 

Versicherte geltend machen, er sei zu mehr als 20% invalid. Kniebedingt müsse er eine 

leichte, wechselbelastende Arbeit ohne Knien oder Hocken, ohne Heben oder Tragen 

von Lasten und ohne Besteigen von Leitern oder Treppen ausführen können. Nicht 

berücksichtigt seien dabei die Auswirkungen der koronaren Herzkrankheit mit 

präkordialen Engegefühlen, das Übergewicht und die Gastritis. Zudem werde sich der 

Gesundheitszustand aller Voraussicht nach weiter verschlechtern. Am 9. Mai 2005 

erfuhr die IV-Stelle, dass wegen Herzproblemen eine Operation erforderlich sei (IV-act. 

39). Dr. C.___ gab am 24. Mai 2005 an (IV-act. 42-1 f.), es sei zu einem ungünstigen 

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Remodeling und zu einer Hypertrophie des linken Ventrikels gekommen. Eine 

eigentliche Angina pectoris habe aber nicht nachgewiesen werden können. Eine 

adaptierte Tätigkeit sei zu 50% zumutbar. Gemäss einer vertebrospinalen 

Kernspintomographie Th12-S1 vom 20. Dezember 2004 (IV-act. 42-17) bestand eine 

kleinvolumige mediane/mediolinkslaterale Diskushernie L5/S1 mit diskretem Kontakt 

zur Nervenwurzel von S1 links prärezessal mit möglicher Irritation, aber ohne Zeichen 

einer Verlagerung oder Kompression bei leichter Chondrose. Dr. med. E.___ vom RAD 

hielt am 1. Juni 2005 u.a. fest (IV-act. 43), die Herzfunktion sei praktisch normal; die 

Gastritis sei medikamentös behandelt und dann nicht mehr erwähnt worden; die 

Adipositas bewirke nicht per se eine Arbeitsunfähigkeit. Die Einsprache wurde am 28. 

Juni 2005 formell rechtskräftig abgewiesen (IV-act. 47).

A.b   Der Versicherte meldete sich am 13. Juni 2009 erneut zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 59). Er wies darauf hin, dass er neben den Kniebeschwerden 

links und rechts und neben der Herzkrankheit nun auch noch Beschwerden an der 

linken Schulter habe. Dr. C.___ gab am 24. Juni 2009 telephonisch an (IV-act. 66), der 

Versicherte leide an einer Gonarthrose links, an einer Periarthropathia 

humeroscapularis links, an rezidivierenden Lumbalgien und Lumboischialgien, an 

Doppelbildern unklarer Aetiologie und an einer koronaren Herzkrankheit. Bezüglich des 

linken Knies sei eine TEP diskutiert worden. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 50%. Dr. med. F.___, Innere Medizin/Rheumatologie 

FMH, hatte am 4. Dezember 2008 (IV-act. 71-12 ff.) folgende Diagnosen angegeben: 

Fortgeschrittene 2-Kompartimentsarthrose Knie links (femoropatellär und femorotibial, 

Gelenkschondromatose, Beckerzyste mit zwei kleinen Verkalkungen, St. n. Leitersturz 

10/03, diverse Abklärungen und Rehabilitationsaufenthalte), chronisches Zerviko- und 

Lumbovertebralsyndrom (muskuläre Dysbalance, vorbestehende MRI-Bildgebung nicht 

verfügbar), diskrete Fingerarthrose sowie Spreizfuss Hallux valgus und Varusstellung 

der Kleinzehen, koronare Herzkrankheit mit St. n. Myokardinfarkt, St. n. 

Nierensteinzertrümmerung 2005. Der Versicherte sollte sich einer Knie-TP links 

unterziehen. Der Kardiologe Dr. med. G.___, hatte am 28. Januar 2009 ausgeführt, (IV-

act. 71-6 f.), der Versicherte leide an einer hypertensiven und koronaren Herzkrankheit 

(mit St. n. kleinem infero-/posteriorem Myokardinfarkt 18.11.97, knapp konzentrischer 

linksventrikulärer Hypertrophie und leicht eingeschränkter Auswurffraktion ca. 50%), an 

kardiovaskulären Risikofaktoren (Dyslipidämie behandelt, Übergewicht mit viszeraler 

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Fettverteilung) sowie an weiteren Krankheiten. Die Funktion des bereits vor elf Jahren 

als hypertroph bezeichneten linken Ventrikels sei im Vergleich zur Voruntersuchung 

vom Mai 2005 unverändert geblieben. Es sei also nicht zu einem ungünstigen 

Remodeling des linken Ventrikels gekommen. Eine neue Bewegungsstörung im Sinn 

einer neu dazugekommenen Infarktnarbe lasse sich nicht ausmachen. Komplexere 

supraventrikuläre oder ventrikuläre Arrhythmien, namentlich ein Vorhofflimmern, 

könnten ausgeschlossen werden. Dr. med. H.___, Ophthalmologe FMH & F.E.B.O., 

hatte am 8. Mai 2009 mitgeteilt (IV-act. 71-3 f.), die Doppelbilder könnten durch eine 

Brille behoben werden. Dr. C.___ gab am 8. Oktober 2009 an (IV-act. 88-1 ff.), es stehe 

noch nicht fest, wann der Versicherte eine TP des Kniegelenks bekommen werde. 

Gegenüber der Eingliederungsberaterin der IV-Stelle gab der Versicherte am 18. 

November 2009 an (IV-act. 95), er habe sich gegen eine Knieoperation entschieden. 

Ausserdem verzichte er auf eine Arbeitsvermittlung. Die IV-Stelle erliess am 4. 

Dezember 2009 die Mitteilung, dass keine beruflichen Massnahmen angezeigt seien 

(IV-act. 97).

A.c   Dr. med. I.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), 

Rorschach, berichtete in seinem von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen 

orthopädischen Gutachten vom 14. Januar 2010 (IV-act. 108), er habe sich bei seinen 

Diagnosen insbesondere auf die von ihm selbst veranlassten Röntgenaufnahmen und 

MRI sowie auf die orthopädische Untersuchung gestützt. Er wies darauf hin, dass er als 

Orthopäde nicht beurteilen könne, ob die koronare Herzkrankheit einen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit habe. In seiner orthopädischen Beurteilung führte er aus, die 

Schulterschmerzen links und die abnormen Untersuchungsbefunde der linken Schulter 

könnten auf das im MRI dargestellte Impingement bei AC-Gelenksarthrose und 

Acromionsporn sowie auf die inkomplette Supraspinatussehnenruptur und die 

glenohumerale Chondropathie zurückgeführt werden. Die lumbalen Schmerzen und die 

pathologischen objektiven Befunde der LWS seien mit der im MRI nachgewiesenen 

medianen, rezessal bds. betonten Diskushernie L5/S1 bei geringer Dorsalverlagerung 

der Nervenwurzeln S1 bei gleichzeitiger hypertropher Spondylarthrose und Ligamenta-

flava-Hypertrophie L3-5 mit kleinvolumigen Facettengelenkergüssen vereinbar. Das 

Übergewicht sei prognostisch ungünstig. Die bei der Untersuchung angegebene 

Hypersensibilität des gesamten linken Beins sei nicht nachvollziehbar gewesen, da im 

MRI proximal des Segments L5/S1 keine Tangierung der Nervenwurzeln beschrieben 

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sei. Die Kniegelenkschmerzen links und die pathologischen objektiven Befunde des 

linken Kniegelenks seien durch die im MRI sichtbare Pangonarthrose und die mediale 

und laterale Meniskusläsion bedingt. Durch die Nullachse komme es zu einer 

vermehrten Belastung des arthrotisch veränderten medialen Kompartiments. Die 

Kniegelenkschmerzen rechts seien die Folge der radiologisch sichtbaren 

bicompartimentalen Gonarthrose, wobei bereits anlässlich der Arthroskopie 2000 

fortgeschrittene Knorpelschäden im medialen und femoropatellären Kompartiment 

beschrieben worden seien. Durch das verminderte femoro-tibiale Alignement komme 

es zu einer vermehrten Belastung des abgenützten medialen Kompartiments. Auch hier 

sei das Übergewicht prognostisch ungünstig. Auf die Frage nach der Arbeitsfähigkeit 

gab Dr. I.___ an, körperlich leichte Arbeiten in temperierten Räumen, die 

abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei 

häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte Körperhaltungen oder kniende Positionen 

eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten, 

die nicht mit häufigen Arbeiten über der Horizontalen verbunden seien und bei denen 

nicht regelmässig auf unebenem Boden gegangen sowie auf Treppen oder Leitern 

gestiegen werden müsse, könnten bei voller Stundenpräsenz zu 80% zugemutet 

werden. Zur Behandlung der Schulterschmerzen links könne nur eine arthroskopische 

subacromiale Dekompression empfohlen werden. Die Behandlung der lumbalen 

Beschwerden würde in einer massiven Gewichtsreduktion und in einer Tonisierung der 

paravertebralen Muskulatur bestehen. Die Kniegelenkschmerzen könnten nur noch mit 

der Implantation von Knietotalprothesen gelindert werden. Der Gesundheitszustand 

des Versicherten habe sich gegenüber 2005 verschlechtert, denn die pathologischen 

Befunde der linken Schulter und der LWS seien neu. Die intraartikulären Schäden der 

beiden Kniegelenke hätten seit 2005 zugenommen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

gelte ab der Begutachtung. Dr. med. J.___ vom RAD hielt am 17. Februar 2010 fest (IV-

act. 109), die kardiologische Situation habe sich seit 2005 nachweislich nicht verändert, 

weshalb keine weiteren internistischen Abklärungen notwendig seien.

A.d   Die IV-Stelle verglich ein Valideneinkommen 2009 von Fr. 53'575.--, das sie 

anhand des für 2003 im individuellen Beitragskonto verbuchten Einkommens sowie der 

seitherigen Nominallohnentwicklung ermittelt hatte, mit einem zumutbaren 

Invalideneinkommen von Fr. 40'503.--. Dieses resultierte aus dem statistischen 

Durchschnittseinkommen der Hilfsarbeiter abzüglich 6,95% wegen des um 11,95% 

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unter dem Durchschnitt liegenden Valideneinkommens und abzüglich weiteren 10% 

wegen der indirekt behinderungsbedingten Nachteile des Versicherten an einem 

behinderungsadaptierten Arbeitsplatz. Es resultierte ein Invaliditätsgrad von 24,40% 

(IV-act. 112). Mit einem Vorbescheid vom 19. März 2010 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit (IV-act. 113), dass sie beabsichtige, sein Rentengesuch abzuweisen. 

Der Versicherte liess am 3. Mai 2010 beantragen, es sei ihm eine Invalidenrente 

zuzusprechen, das Gutachten von Dr. I.___ sei aus den Akten zu entfernen und es sei 

eine umfassende Untersuchung durch einen unabhängigen medizinischen Experten 

anzuordnen. Zur Begründung führte die Rechtsvertreterin des Versicherten sinngemäss 

aus, es müsse davon ausgegangen werden, dass Dr. I.___ von der IV-Stelle den klaren 

Auftrag erhalten habe, eine möglichst rentenausschliessende Arbeitsfähigkeit 

festzustellen. Diesen Auftrag habe er möglichst gut erfüllen wollen, weshalb er 

befangen gewesen sei. Ein unabhängiger Sachverständiger würde sich mit der 

gesamten Persönlichkeit des Versicherten auseinandersetzen und die gesamten 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Betracht ziehen. Er würde konkret aufzeigen, 

welche Tätigkeiten in welchem konkreten beruflichen Umfeld der Versicherte noch 

leisten könnte. Der Versicherte sei doppelt beeinträchtigt, einerseits durch die 

Arbeitsunfähigkeit im Ausmass von 20% und andererseits dadurch, dass er in der Art 

der noch möglichen Erwerbstätigkeiten sehr eingeschränkt sei. Diese 

Beeinträchtigungen kumulierten sich, so dass von einer Arbeitsfähigkeit von höchstens 

40% - 50% ausgegangen werden könne, was auch der Einschätzung des Hausarztes 

entspreche. Zudem gebe es gar keine adaptierten Arbeitsplätze, wie der zuständige 

Mitarbeiter des RAV bestätigt habe. Das Valideneinkommen (richtig: 

Invalideneinkommen) dürfe deshalb höchstens Fr. 20'000.-- betragen. Dr. J.___ vom 

RAD hielt am 19. Mai 2010 fest (IV-act. 121), aus dem Gutachten ergebe sich, dass Dr. 

I.___ eine umfassende Untersuchung des Bewegungsapparates vorgenommen habe. 

Die Herzproblematik sei entsprechend den Berichten des Kardiologen Dr. G.___ 

berücksichtigt worden. Die Berichte des Hausarztes seien Dr. I.___ bekannt gewesen. 

Zu den früheren Arbeitsfähigkeitsschätzungen sei im Gutachten Stellung genommen 

worden. Die adaptierte Tätigkeit sei umfassend beschrieben worden. Ob es 

entsprechende Arbeitsplätze gebe, beurteile der Eingliederungsberater/Berufsberater. 

Mit einer Verfügung vom 17. Juni 2010 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 

122). In der Verfügungsbegründung bezeichnete sie das Gutachten von Dr. I.___ als 

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ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar. Sie wies den Vorwurf, ihr Auftrag an Dr. 

I.___ habe darin bestanden, eine rentenausschliessende Arbeitsfähigkeit festzustellen, 

entschieden zurück. Die in der Stellungnahme zum Vorbescheid angegebene 

Arbeitsfähigkeit von 40-50% sei nicht begründet, sondern basiere auf subjektiven 

Annahmen.

B.       

B.a   Der Versicherte liess am 5. Juli 2010 Beschwerde erheben und beantragen, es sei 

ihm eine Invalidenrente zuzusprechen, das Gutachten von Dr. I.___ sei aus den Akten 

zu weisen und es sei eine umfassende und interdisziplinäre Untersuchung durch einen 

unabhängigen medizinischen Experten bzw. durch ein unabhängiges medizinisches 

Expertenteam vorzunehmen (act. G 1). Zur Begründung führte die Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers aus, es sei nur ein orthopädisches Gutachten erstellt worden, 

obwohl der Beschwerdeführer auch an einer koronaren Herzkrankheit und an einer 

Gastritis leide. Deshalb seien die medizinischen Unterlagen zum vornherein 

unvollständig, so dass kein Rentenentscheid hätte gefällt werden dürfen. Dr. I.___ hätte 

sich im übrigen auch zu den möglichen beruflichen Massnahmen und/oder 

Integrationsmassnahmen äussern müssen. Deshalb sei sein Gutachten unzureichend 

und lückenhaft. Das gelte auch in bezug auf die Umschreibung der adaptierten 

Tätigkeit, die ganz konkret hätte ausfallen müssen. Dr. I.___ sei befangen gewesen, 

denn er habe weder den Beschwerdeführer noch dessen Sohn angehört. Damit habe 

er den objektiven Anschein der Befangenheit erweckt. Ausserdem habe er sich bei der 

Untersuchung auf das rechte Knie und die Schulter konzentriert. Schliesslich habe er 

sich nicht mit der jahrelang von der SUVA akzeptierten Arbeitsunfähigkeit von 50% 

auseinandergesetzt. Die Einschränkungen seien so stark, dass es gar keine adaptierten 

Arbeitsplätze gebe. Der Abzug bestehend aus dem Arbeitsunfähigkeitsgrad und dem 

"Leidensabzug" belaufe sich auf 30%. Effektiv hätten 50-60% abgezogen werden 

müssen. Das Valideneinkommen (richtig: Invalideneinkommen) betrage höchstens 

Fr. 20'000.--.

B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragte am 9. September 2010 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Sie machte geltend, die Schilderung des Beschwerdeführers 

über den Ablauf der Untersuchung bei Dr. I.___ finde keinerlei Bestätigung im 

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Gutachten. Dieses enthalte keinerlei Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit. Es 

sei im Ton neutral und sachlich gehalten und die beklagten Beschwerden seien 

detailliert aufgeführt und würden ausführlich gewürdigt. Die Rüge der Befangenheit sei 

unbegründet. Der Kardiologe Dr. G.___ habe am 28. Januar 2009 einen im Vergleich 

zur Voruntersuchung von 2005 unveränderten Zustand angegeben. Von einer 

kardiologischen Begutachtung seien deshalb keine neuen Erkenntnisse zu erwarten 

gewesen. Es habe davon ausgegangen werden können, dass die koronare 

Herzkrankheit in einer angepassten Tätigkeit keine quantitative Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bewirke. Dr. I.___ habe die geklagten Beschwerden weitestgehend 

einem organischen Korrelat zuordnen können. Er habe die Funktionseinschränkungen 

detailliert beschrieben. Es sei plausibel, dass diese Einschränkungen die 

Arbeitsfähigkeit hauptsächlich in qualitativer Hinsicht einschränkten und nur im Umfang 

von 20% eine quantitative Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten. Es sei nicht die Aufgabe 

eines medizinischen Sachverständigen, die möglichen beruflichen Massnahmen/

Integrationsmassnahmen aufzuzeigen. Dr. C.___ habe nichts angegeben, das im 

orthopädischen Gutachten unerkannt geblieben wäre. Aufgrund eines vergleichsweise 

weiten Spektrums weiterhin zumutbarer Hilfsarbeiten schade die unterbliebene 

Konkretisierung der möglichen Arbeitsstellen nicht. Das Valideneinkommen betrage 

ausgehend von demjenigen für das Jahr 2005 von Fr. 57'018.-- nominallohnangepasst 

Fr. 60'393.--. Das anhand des statistischen Durchschnittseinkommens unter 

Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 20% und eines zusätzlichen Abzugs 

vom statistischen Durchschnittseinkommen von 10% ermittelte Invalideneinkommen 

belaufe sich auf Fr. 43'185.--. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 28%.

B.c   Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verzichtete am 21. September 2010 

auf eine materielle Replik (act. G 6).

Erwägungen:

1.      

Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 

IVG). Gemäss Art. 16 ATSG ist zur Bemessung des Invaliditätsgrades das Einkommen, 

das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung 

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der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.1    Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren 

Invalideneinkommens - und damit indirekt des Invaliditätsgrads - ist in aller Regel der 

Grad der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den 

ersten Schritt bei der Ermittlung des massgebenden Sachverhalts bildet. Der 

Beschwerdeführer ist in mehrfacher Hinsicht in seiner Gesundheit beeinträchtigt. Die 

einzelnen Beeinträchtigungen beschlagen verschiedene medizinische Fachgebiete. Das 

bedeutet aber entgegen der Auffassung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

nicht, dass die verbliebene Arbeitsfähigkeit nur durch eine polydisziplinäre 

medizinische Begutachtung ermittelt werden könnte. Es ist durchaus möglich, die 

unabhängig voneinander ermittelten Abklärungsergebnisse aus den verschiedenen 

Fachgebieten so zusammenzuführen, dass ein Gesamtbild entsteht, auf welches sich 

die massgebende Arbeitsfähigkeitsschätzung dann abstützen kann.

1.1.1           Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat sinngemäss geltend 

gemacht, die Folgen der Gastritis für die Arbeitsfähigkeit seien nicht abgeklärt worden. 

Die Gastritis ist im ersten Bericht von Dr. C.___ vom 6. Dezember 2004 mit folgender 

Diagnose genannt worden: St. n. gastrointestinaler Blutung bei HP-positiver Gastritis 

12/02 (vgl. IV-act. 14-1). Im Verlaufsbericht vom 24. Mai 2005 (vgl. IV-act. 42-1) hat 

Dr. C.___ die Gastritis gar nicht mehr aufgeführt. Dr. E.___ vom RAD hat am 1. Juni 

2005 festgehalten (vgl. IV-act. 43-2), die Gastritis sei medikamentös behandelt worden; 

seither seien keine diesbezüglichen Probleme mehr erwähnt worden. In der Anmeldung 

vom 13. Juni 2009 (vgl. IV-act. 59-7) hat der Beschwerdeführer die Gastritis ebenfalls 

nicht erwähnt. Sie hat auch in der Diagnosenliste der späteren Berichte von Dr. C.___ 

gefehlt (vgl. IV-act. 71-1, 88-1). In dem mit der angefochtenen Verfügung 

abgeschlossenen Verwaltungsverfahren hat auch kein anderer Arzt die Gastritis 

erwähnt. Daraus kann nur der Schluss gezogen werden, dass die Gastritis lange vor 

der erneuten Anmeldung vollständig abgeheilt ist. Die Beschwerdegegnerin hat 

deshalb zu Recht auf eine entsprechende Abklärung verzichtet. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im massgebenden 

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Zeitraum also nicht durch eine Gastritis oder durch irgendwelche Folgen einer früher 

durchgemachten Gastritis eingeschränkt gewesen.

1.1.2           Im ersten Bericht von Dr. C.___ ist auch eine koronare Herzkrankheit (KHK) 

erwähnt worden. Sie war das Resultat eines 1997 erlittenen, akuten infero-posterioren 

Myokardinfarkts. Zwar hat der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

9. Mai 2005 angegeben, es sei eine Operation erforderlich (vgl. IV-act. 39-1), 

tatsächlich hat aber wohl nie eine solche stattgefunden. In den späteren medizinischen 

Berichten fehlte nämlich jeder Hinweis auf einen entsprechenden Eingriff. Bereits kurz 

nach dem Infarkt, nämlich am 14. Januar 1998, hatten die Ärzte der Medizinischen 

Klinik B des Kantonsspitals St. Gallen angegeben, es sei eine leichte, diffuse 

Koronarsklerose, aber keine signifikante Stenose nachweisbar (vgl. IV-act. 42-16). Dr. 

G.___ hat am 4. Mai 2005 gestützt auf ein Echokardiogramm den Verdacht geäussert, 

dass es zu einem ungünstigen Remodeling und zu einer Hypertrophie des linken 

Ventrikels gekommen sein könnte (vgl. IV-act. 42-5). Er ist davon ausgegangen, dass 

die Brustbeschwerden nicht bzw. mehrheitlich nicht myokardischämischen Ursprungs 

seien. Die Verschlechterung der Funktion des linken Ventrikels könne zu einer 

verstärkten Atemnot und zu einer verminderten körperlichen Belastbarkeit führen. Dr. 

C.___ hat am 24. Mai 2005 (vgl. IV act. 42-1) darauf hingewiesen, dass keine Angina 

pectoris habe nachgewiesen werden können. Dr. E.___ vom RAD hat am 1. Juni 2005 

notiert (vgl. IV-act. 43-2), die kardiologische Problematik habe sich seit 1998 nicht 

verändert. Bei der erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug hat der Beschwerdeführer 

die koronare Herzkrankheit zwar angegeben (vgl. IV-act. 59-7) und auch im Bericht von 

Dr. C.___ vom 24. Juni 2009 ist sie als Diagnose aufgeführt worden (vgl. IV-act. 66-1), 

aber als arbeitsfähigkeitsrelevante Krankheiten hat Dr. C.___ nur die Schulter-, Rücken- 

und Kniebeschwerden bezeichnet. Der Kardiologe Dr. G.___ hatte am 28. Januar 2009 

festgehalten (vgl. IV-act. 71), die Funktion des linken Ventrikels sei seit 2005 

unverändert. Es sei also nicht zu einem ungünstigen Remodeling gekommen und es 

lasse sich auch keine neue Bewegungsstörung ausmachen. Die Natur einer im 

Dezember 2008 durchgemachten linksseitigen Sensibilitätsstörung bleibe deshalb im 

Dunkeln. Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus kardiologischer Sicht hatte 

sich Dr. G.___ in diesem Bericht nicht geäussert. Dr. C.___ hat der 

Beschwerdegegnerin am 8. Oktober 2009 angegeben (vgl. IV-act. 88-3), der 

Beschwerdeführer sei u.a. am Herz "angeschlagen". Das sei auch ein Grund dafür, 

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dass er als Bauarbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei. Dr. C.___ hat aber nicht geltend 

gemacht, dass die koronare Herzkrankheit auch in einer adaptierten Erwerbstätigkeit 

eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. In den vorliegenden medizinischen Akten fehlt 

somit jeder Hinweis darauf, dass sich die koronare Herzkrankheit seit 2005 

verschlimmert hätte und die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Erwerbstätigkeit 

beeinträchtigen würde. Demnach hat die Beschwerdegegnerin keine Veranlassung 

gehabt, in Bezug auf die koronare Herzkrankheit eine Begutachtung anzuordnen. Sie 

ist zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit für eine angepasste Erwerbstätigkeit durch die koronare 

Herzkrankheit nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei.

1.1.3           Die Kniebeschwerden sind im Jahr 2004 offenbar Anlass für eine IV-

Anmeldung gewesen, denn der Beschwerdeführer hat im entsprechenden Formular 

keine andere Gesundheitsbeeinträchtigung angegeben (vgl. IV-act. 1-6). Der 

Beschwerdeführer hatte sich am linken Knie einer Arthroskopie und einer lateralen 

Teilmeniskektomie unterzogen (vgl. IV-act. 14-10). Die Klinik D.___ hatte am 30. 

November 2004 für eine leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Arbeit eine 

volle Arbeitsfähigkeit angegeben (vgl. IV-act. 14-8). Die von Dr. C.___ am 6. Dezember 

2004 auf 100% geschätzte Arbeitsunfähigkeit hatte sich demgegenüber auf die (nicht 

adaptierte) Tätigkeit als Bauarbeiter bezogen. Dr. K.___ hat am 24. Januar 2005 zwar 

auch für eine adaptierte Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit angegeben (vgl. 

IV-act. 23-7). Das dürfte auf einen Verschrieb zurückzuführen sein. Dementsprechend 

ist Dr. E.___ vom RAD am 3. Februar 2005 davon ausgegangen, dass alle involvierten 

Ärzte für eine adaptierte Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit angenommen 

hätten (vgl. IV-act. 24-2). Bis zur Ablehnung des Gesuchs um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ist der Zustand der Kniegelenke also nicht so schlecht 

gewesen, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit (teilweise) 

arbeitsunfähig gewesen wäre. Am 24. Juni 2009 hat Dr. C.___ dann aber auch für eine 

adaptierte Tätigkeit eine reduzierte Arbeitsfähigkeit (50%) angegeben (vgl. IV-act. 66-1). 

Dr. K.___ hatte bereits am 30. Januar 2007 eine kniebedingt eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit genannt, wobei er allerdings widersprüchliche Angaben gemacht und 

ausserdem auch die (vermeintlichen) Folgen internistischer 

Gesundheitsbeeinträchtigungen einbezogen hatte (vgl. IV-act. 71-15 f.). Dr. F.___ hatte 

am 4. Dezember 2008 die Diagnose einer fortgeschrittenen Gonarthrose links gestellt 

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und eine Kniegelenksprothese empfohlen, ohne sich allerdings zur Arbeitsfähigkeit zu 

äussern (vgl. IV-act. 88-19 ff.). Dr. C.___ ist am 8. Oktober 2009 davon ausgegangen, 

dass auf jeden Fall eine TP des linken Kniegelenks erfolgen werde (vgl. IV-act. 88-3). Er 

hat für den damals aktuellen Zustand eine Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit von 100% und für den fiktiven Zustand nach einer prothetischen Versorgung 

links eine Arbeitsfähigkeit von "vielleicht" 25% (halbe Zeit und halbe Leistung) genannt, 

ohne aber zu erklären, warum die seit 2005 eingetretene Verschlechterung des 

Zustands des linken Knies eine derart massive Abnahme der Arbeitsfähigkeit in einer 

"knieadaptierten" Erwerbstätigkeit (von 100% auf 0%) bewirkt haben sollte. Diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vermag deshalb nicht zu überzeugen. Immerhin steht fest, 

dass seit 2005 eine erhebliche Verschlimmerung des linken und neu auch eine 

Beeinträchtigung des rechten Knies eingetreten sind. Da sich der Beschwerdeführer 

inzwischen entschlossen hat, keine Knieprothese einsetzen zu lassen, hat Dr. I.___ den 

Zustand begutachtet, den Dr. C.___ seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung zugrunde gelegt 

hat. Dazu hat er Röntgenaufnahmen beider Kniegelenke und ein MRI des linken Knies 

anfertigen lassen, bevor er den Beschwerdeführer klinisch untersucht hat. Für die von 

der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachte Befangenheit von Dr. 

I.___ ergeben sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte. Wenn beim 

Beschwerdeführer der subjektive Eindruck entstanden sein sollte, dass ihm Dr. I.___ 

nicht gewogen sei, so ist das für die Annahme einer objektiven Befangenheit nicht 

relevant. Ebenso erweist sich der in der Stellungnahme zum Vorbescheid (vgl. IV-act. 

120) geäusserte Verdacht, die Beschwerdegegnerin habe bei Dr. I.___ eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung "in Auftrag gegeben", die einen Rentenanspruch 

ausschliesse, als haltlos, so dass sich jede weitere Auseinandersetzung damit erübrigt. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. 

I.___ auf eine umfassende und überzeugende Abklärung des Zustands der Kniegelenke 

abstützt.

1.1.4           Bei der erstmaligen Anmeldung zum Leistungsbezug (vgl. IV-act. 1-6) hat 

der Beschwerdeführer als Gesundheitsbeeinträchtigung nur die Kniebeschwerden 

angegeben. Im Bericht von Dr. C.___ vom 6. Dezember 2004 (vgl. IV-act. 14) und den 

beigelegten Berichten anderer behandelnder Ärzte tauchen neben den 

Kniebeschwerden nur die internistischen Probleme auf. Erst in einem Bericht von Dr. 

K.___ vom 24. Januar 2005 (vgl. IV-act. 23) werden die Rückenbeschwerden angeführt, 

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allerdings noch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Im Bericht vom 

23. Mai 2005 (vgl. IV-act. 42-1) hat dann auch Dr. C.___ als zusätzliche Diagnose ein 

chronisches lumbospondylogenes Syndrom angegeben. Dr. E.___ vom RAD hat diese 

Gesundheitsbeeinträchtigung als rein qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

taxiert (vgl. IV-act. 43), d.h. er ist davon ausgegangen, dass in einer adaptierten 

Erwerbstätigkeit keine Verminderung des Arbeitsfähigkeitsgrads bestehe. Nach der 

erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug hat Dr. C.___ am 24. Juni 2009 

rezidivierende Lumbalgien und Lumboischialgien angegeben (vgl. IV-act. 66). Ob er 

diese Beschwerden als Teilursache der angegebenen Arbeitsunfähigkeit von 50% 

angesehen hat, lässt sich seinen Ausführungen nicht entnehmen. Dr. K.___ hatte diese 

Frage allerdings bereits am 30. Januar 2007 bejaht (vgl. IV-act. 71-16), während Dr. 

F.___ am 4. Dezember 2008 zwar die Diagnose eines chronischen Zerviko- und 

Lumbovertebralsyndroms gestellt, in seiner medizinischen Beurteilung dann aber nicht 

mehr erwähnt hatte (vgl. IV-act. 71-12, 71-14). Die Rückenbeschwerden haben nie 

Gegenstand einer entsprechend ausgerichteten fachärztlichen Abklärung gebildet, bis 

Dr. I.___ den Beschwerdeführer untersucht hat (vgl. IV-act. 168). Dieser Arzt hat als 

erster eine umfassende Abklärung vorgenommen, wobei er sich auf von ihm selbst 

veranlassten Röntgenaufnahmen der LWS und auf ein MRI BWK11 bis SWK2 

abgestützt hat. Er hat die lumbalen Schmerzen und die pathologischen Befunde der 

LWS als nachgewiesen betrachtet. Einzig die vom Beschwerdeführer bei der klinischen 

Untersuchung angegebene Hyposensibilität des gesamten linken Beins ist nicht 

erklärbar gewesen. Dr. I.___ hat den objektiv festgestellten Rückenbeschwerden 

dadurch Rechnung getragen, dass er die adaptierte Erwerbstätigkeit entsprechend 

definiert hat: Abwechslungsweise stehend und sitzend auszuüben, keine häufige 

inklinierte, reklinierte oder rotierte Körperhaltung, kein Heben und Tragen von Lasten 

über 5 kg. Ob die Rückenschmerzen bei einer konsequenten Einhaltung dieser 

Vorgaben eine (Teil-) Ursache der Arbeitsunfähigkeit von 20% wären, lässt sich dem 

Gutachten nicht entnehmen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers die 

Abklärung in Bezug auf die Rückenprobleme nicht konkret kritisiert, weshalb davon 

ausgegangen werden darf, dass die umfassende Untersuchung lege artis erfolgt und 

ihr Ergebnis als überwiegend wahrscheinlich richtig zu qualifizieren ist. Daran vermag 

auch die abweichende Auffassung insbesondere von Dr. K.___ nichts zu ändern, denn 

behandelnde Ärzte neigen erfahrungsgemäss aufgrund ihrer vertraglichen und 

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persönlichen Beziehung zum Patienten dazu, dessen oftmals übertriebene 

Schmerzangaben als objektiv zu betrachten und deshalb zu übernehmen. Die 

abweichende und teilweise widersprüchliche Einschätzung insbesondere von Dr. K.___ 

vermag deshalb die Überzeugungskraft der Angaben von Dr. I.___ nicht zu erschüttern.

1.1.5           Die Beschwerden an der linken Schulter sind vom Beschwerdeführer 

erstmals bei der erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug geltend gemacht worden 

(IV-act. 59-7). Dr. F.___ hatte am 5. März 2008 ausgeführt (vgl. IV-act. 71-17 f.), der 

Beschwerdeführer verspüre seit Januar 2008 linksseitige Schulterschmerzen. Weder 

die Sonographie noch die Röntgenuntersuchung hätten Schädigungen aufgezeigt. Die 

Präsentation habe eher auf eine Schmerzgeneralisierung hingewiesen. Auch hier hat 

Dr. I.___ sowohl Röntgenaufnahmen als auch ein MRI anfertigen lassen (vgl. IV-act. 

108-6), womit er die gesicherte Diagnose eines Impingements bei AC-Gelenksarthrose 

und Acromionsporn, einer inkompletten Supraspinatussehnenruptur und einer 

glenohumeralen Chondropathie hat erheben können (vgl. IV-act. 108-7). Er hat dieser 

Beeinträchtigung ebenfalls durch eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

Rechnung getragen, nämlich insbesondere durch die Beschränkung auf Arbeiten bis 

zur Horizontalen. Offen gelassen hat Dr. I.___, inwieweit die Schulterbeschwerden an 

der quantitativen Arbeitsunfähigkeit beteiligt sind. Angesichts der umfassenden und 

lege artis vorgenommenen Abklärung und angesichts des Umstands, dass kein 

Widerspruch zu den früheren medizinischen Erhebungen besteht, ist auch in bezug auf 

die Schulterbeschwerden davon auszugehen, dass das Abklärungsergebnis mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit richtig ist.

1.1.6           Die von Dr. I.___ unter Einbezug aller in sein Fachgebiet fallenden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen ermittelte Arbeitsunfähigkeit von 20% würde es dem 

Beschwerdeführer erlauben, sich auch in einer behinderungsadaptierten 

Erwerbstätigkeit noch zusätzlich zu schonen. Diese Schonung besteht 

erfahrungsgemäss in der Möglichkeit, bei Bedarf zusätzliche Pausen einzuschalten 

oder das Arbeitstempo zu verlangsamen. Damit kann im übrigen auch allfälligen 

Beschwerden seitens der koronaren Herzkrankheit begegnet werden. In einer 

adaptierten Erwerbstätigkeit sind kaum Arbeitsvorgänge notwendig, die Schmerzen 

provozieren könnten. Berücksichtigt man zudem, dass der Beschwerdeführer 

entsprechend einer IV-spezifischen Schadenminderungspflicht gehalten wäre, ein 

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zumutbares Mass an Schmerzen bei der Arbeit in Kauf zu nehmen, so erscheint die 

zusätzlich zur qualitativen Arbeitsunfähigkeit angegebene quantitative 

Arbeitsunfähigkeit von 20% als angemessen. Da damit auch der von Dr. I.___ nicht 

abgeklärten koronaren Herzkrankheit Rechnung getragen ist, hat die 

Beschwerdegegnerin der Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens zu Recht 

einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% zugrunde gelegt. Wäre dieser 

Arbeitsfähigkeitsgrad, der Behauptung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

gemäss, so viel tiefer, dass eine Invalidität von 40% oder mehr drohen würde, so 

könnte keine Prüfung des Rentenanspruchs erfolgen. Den medizinischen Akten lässt 

sich nämlich entnehmen, dass jedenfalls in Bezug auf das linke Kniegelenk, den 

Angaben von Dr. I.___ zufolge auch in bezug auf die linke Schulter, medizinische 

Eingliederungsmassnahmen möglich und zumutbar wären und dass damit die 

Arbeitsfähigkeit deutlich verbessert werden könnte (sog. Eingliederung vor Rente, vgl. 

etwa U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. a:, N. 47). Der Einkommensvergleich zur Prüfung 

eines allfälligen definitiven Rentenanspruchs könnte also erst nach der Durchführung 

dieser medizinischen Massnahmen, allenfalls aber auch gestützt auf eine 

Sanktionsandrohung gemäss Art. 21 Ab. 4 ATSG erfolgen.

2.      

Der Beschwerdeführer hat sich am 13. Juni 2009 zum Bezug einer Invalidenrente 

angemeldet (vgl. IV-act. 59-9). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der hier anwendbaren 

Fassung der 5. IV-Revision, gültig ab 1. Januar 2008) kann deshalb frühestens ab 

Januar 2010 ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehen. Der Einkommensvergleich 

gemäss Art. 16 ATSG hat deshalb anhand des Einkommensniveaus des Jahres 2010 

zu erfolgen. Wäre der Beschwerdeführer nicht erkrankt, so wäre er wahrscheinlich 

immer noch als Bauarbeiter der Lohnklasse B tätig, denn es fehlt jeder Hinweis darauf, 

dass er die Branche gewechselt oder sich in der Baubranche beruflich weiter 

qualifiziert hätte. Gemäss dem Art. 41 Abs. 2 lit. b des am 14. April 2008 

abgeschlossenen Landesmantelvertrages 2008-2010 für das Schweizerische 

Bauhauptgewerbe (LMV) betrug der Mindestlohn eines Bauarbeiters der Lohnklasse B 

im Jahr 2009 Fr. 4884.-- bzw. Fr. 58'608.--. Dieser Lohn ist gemäss einer 

entsprechenden Zusatzvereinbarung zum LMV für das Jahr 2010 um 1% erhöht 

worden. Das ergibt ein Jahreseinkommen von Fr. 59'194.--. Dieser Betrag ist als 

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Valideneinkommen in den Einkommensvergleich einzusetzen, zumal er mit den von der 

B.___ GmbH angegebenen effektiven Löhnen 2002 und 2003 (vgl. IV-act. 13-2) - 

teuerungsbereinigt - übereinstimmt. Zur Ermittlung des zumutbaren 

Invalideneinkommens ist bei Personen, die keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen, 

praxisgemäss auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene schweizerische 

Lohnstrukturerhebung abzustellen. Die von Dr. I.___ definierte behinderungsadaptierte 

Erwerbstätigkeit kann als Hilfsarbeit in sehr vielen Branchen ausgeübt werden. 

Entgegen der Auffassung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ist irrelevant, 

ob eine entsprechende offene Stelle gefunden werden könnte. Massgegend ist einzig, 

dass solche Arbeitsplätze existieren. Auszugehen ist deshalb vom Durchschnittslohn 

(Zentralwert) der Hilfsarbeiter aller Branchen. Dieser Durchschnittslohn hat sich gemäss 

der Lohnstrukturerhebung 2008 (Anhang Tabelle T1, auf Fr. 4'935.-- belaufen. 

Umgerechnet von 40 auf den schweizerischen Durchschnitt im Jahr 2008 von 41,6 

Wochenarbeitsstunden resultiert ein Monatslohn von Fr. 5'132.40 bzw. Fr. 61'584.--, 

der Nominallohnentwicklung bis 2010 (Anh. 2 der von der Informationsstelle AHV/IV 

herausgegebenen Textausgabe des IVG) angepasst von Fr. 63'297.--. Dieser 

Jahreslohn liegt Fr. 4'103.-- bzw. 7% über dem Valideneinkommen. Davon sind nach 

dem Abzug der Erheblichkeitsgrenze von 5% (vgl. Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung, herausgegeben von Ulrich Meyer, 2. A., S. 322 f.) die 

verbliebenen 2% bzw. Fr. 1'172.-- abzuziehen. Das Ausgangseinkommen zur 

Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens beträgt somit Fr. 62'700.--. Die 

Beschwerdegegnerin hat einen weiteren Abzug von 10% vorgenommen, da der 

Beschwerdeführer gegenüber gesunden Konkurrenten für eine adaptierte Hilfsarbeit 

gewisse Nachteile in Kauf nehmen müsse, die er nur durch einen 

unterdurchschnittlichen Lohn ausgleichen könne. Zu diesen Nachteilen gehören 

insbesondere der sogenannte Teilzeitnachteil (d.h. der Umstand, dass bei einer 

Teilzeitbeschäftigung eine überproportionale Lohnreduktion eintritt), die - zumindest 

aus der Sicht eines potentiellen Arbeitgebers - bestehende Gefahr 

überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen, die betriebswirtschaftlich als zusätzliche 

Lohnkosten zu qualifizieren wären, und die Unfähigkeit des Beschwerdeführers, bei 

Bedarf vorübergehend zu mehr als 80% tätig zu sein (d.h. Überstunden zu leisten), 

oder bei Bedarf vorübergehend an einem nicht adaptierten Arbeitsplatz eingesetzt zu 

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werden. Diese Nachteile rechtfertigen praxisgemäss einen zusätzlichen Abzug von 

10%. Damit beläuft sich das zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 44'730.--. Es 

resultiert somit eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 14'464.--, die 

einem Invaliditätsgrad von 24% entspricht. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 

Recht einen Rentenanspruch verneint.

3.      

Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Da der Beschwerdeführer unterliegt, hat er 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Auch das 

entsprechende Begehren des Beschwerdeführers ist deshalb abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr bemisst sich 

nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1  IVG). Der als durchschnittliche zu 

qualifizierende Aufwand rechtfertigt praxisgemäss eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. 

Diese ist durch den unterliegenden Beschwerdeführer zu bezahlen. Sie ist durch den 

vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese 

Gebühr ist durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2012
	Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2012, IV 2010/275).

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