# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8937b9c-e132-5693-a1d9-060c5c39aafc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2014 C-1885/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1885-2012_2014-01-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1885/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J a n u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______ AG,  

vertreten durch Fürsprecher Max B. Berger,  

Amthausgasse 1, 3011 Bern, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Suva, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,   

Beschwerdegegnerin,  

 

Bundesamt für Gesundheit,  

Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung,  

Schwarzenburgstrasse 165, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Unfallversicherung (Leistungspflicht zweier Versicherer; 

Streitigkeit nach Art. 78a UVG). 

 

 

C-1885/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Versicherte) erlitt am 10. August 2006 als Bei-

fahrerin eines Autos der Universität B._______ in C._______ einen 

schweren Unfall (Suva-act. 4). Zum damaligen Zeitpunkt war sie beim 

Bundesamt für Veterinärwesen als Aushilfe im Bereich Bewilligung und 

Kontrollen angestellt und deshalb bei der Schweizerischen Unfallversi-

cherungsanstalt (nachfolgend: Suva oder Beschwerdegegnerin) obligato-

risch unfallversichert (Suva-act. 1). 

B.  

Mit Schreiben vom 3. Oktober 2006 (Beschwerde-Beilage 3) wandte sich 

die Suva an die Eltern der Versicherten und teilte diesen mit, dass sie die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen ausrichten und eine Case Manage-

rin für den Fall einsetzen werde. 

C.   

C.a Mit Schreiben vom 21. April 2008 (Suva-act. 3) wandte sich der 

Rechtsdienst der Universität B._______ an die Suva und beantwortete 

deren mit Schreiben vom 26. März 2008 an sie gerichtete Fragen betref-

fend das Verhältnis der Universität B._______ und der Versicherten. 

C.b Mit Brief vom 3. September 2009 (Beschwerde-Beilage 5) ersuchte 

die X._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin oder X._______ 

AG), vertreten durch Rechtsanwalt Max B. Berger, die Suva um Aktenein-

sicht zwecks Klärung der Leistungspflicht. Am 14. September 2009 (vgl. 

Beschwerde-Beilage 24) gewährte die Suva dem Vertreter der X._______ 

AG die gewünschte Akteneinsicht. Mit den Schreiben vom 24. September 

2009 (Suva-act. 5, Beschwerde-Beilage 6) und vom 30. Oktober 2009 

(Beschwerde-Beilage 21) teilte die X._______ AG der Suva nach erfolgter 

Akteneinsicht mit, die Unfalldeckung der Suva sei gegeben; eine De-

ckung der X._______ AG erscheine nicht schlüssig. Ferner wies die 

X._______ AG darauf hin, dass die künftigen Ausführungen der Universi-

tät B._______ zum Sachverhalt mit Vorsicht zu geniessen seien, da diese 

offensichtlich das Ziel verfolge, sich den Regress zu ersparen und zu die-

sem Zweck eine Leistungspflicht der X._______ AG herbeiführen möchte. 

C.c Mit Schreiben vom 1. Juni 2010 (Suva-act. 8) informierte die Universi-

tät B._______, vertreten durch Fürsprecher Herbert Bracher, die Suva, 

dass sie der Auffassung sei, dass die Versicherte im Unfallzeitpunkt als 

C-1885/2012 

Seite 3 

Entsandte der Universität B._______ im Rahmen eines Volontariats tätig 

gewesen, und damit die X._______ AG für die Erbringung der Versiche-

rungsleistungen zuständig sei. 

D.  

Mit Eingabe vom 29. Juni 2010 (BAG-act. 1) beantragte die Suva beim 

Bundesamt für Gesundheit (nachfolgend: BAG oder Vorinstanz) den Er-

lass einer Verfügung gemäss Art. 78a des Bundesgesetzes vom 20. März 

1981 über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20). Die Suva beantrag-

te, es sei festzustellen, dass die X._______ AG für den Unfall vom 

10. August 2006 leistungspflichtig sei und die gesetzlichen Versiche-

rungsleistungen auszurichten habe. Ferner sei die X._______ AG zu ver-

pflichten, der Suva die bereits erbrachten Versicherungsleistungen zu-

rückzuerstatten. 

E.  

Mit Verfügung vom 6. März 2012 (BAG-act. 12) stellte das BAG die Leis-

tungspflicht der X._______ AG für den Unfall der Versicherten vom 

10. August 2006 fest und verpflichtete jene, der Suva die bereits erbrach-

ten Versicherungsleistungen zurückzuerstatten. Zur Begründung führte 

das BAG im Wesentlichen aus, die Versicherte sei als Entsandte der Uni-

versität B._______ nach C._______ gereist und deshalb sei sie über die 

X._______ AG unfallversichert gewesen. 

F.  

Gegen die Verfügung vom 6. März 2012 erhob die X._______ AG mit 

Eingabe vom 5. April 2012 (BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht. Sie beantragte in der Hauptsache die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und die Feststellung, dass die Suva für den 

Unfall vom 10. August 2006 leistungspflichtig sei. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht beantragte sie die Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Zur 

Begründung führte sie aus, dass alle Beteiligten bislang von einer Zu-

ständigkeit der Suva ausgegangen seien und auch sämtliche echtzeitli-

chen Dokumente diesen Schluss nahe legten. Es gehe nicht an, auf 

Druck der Universität B._______, die sich von versicherungstaktischen 

Überlegungen leiten lasse, plötzlich die X._______ AG für leistungspflich-

tig erklären zu wollen. 

G.  

Am 23. April 2012 (vgl. BVGer-act. 4) ist der mit Zwischenverfügung vom 

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Seite 4 

13. April 2012 (BVGer-act. 2) einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 4'000.- beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen. 

H.  

Mit Vernehmlassung vom 14. Mai 2012 (BVGer-act. 6) beantragte das 

BAG die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte die Vorin-

stanz aus, da die Versicherte als Entsandte der Universität B._______ 

anzusehen sei, bestehe eine Deckung der Unfallversicherung über die 

X._______ AG. In Bezug auf die Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

äusserte die Vorinstanz keine Einwände. 

I.  

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2012 (BVGer-act. 9) beantragte die 

Suva die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, die 

Volontariatszeit der Versicherten habe bereits mit den Vorbereitungs-

handlungen in B._______ begonnen, weshalb sie als entsandte Volontä-

rin der Universität B._______ gelte und somit bei der X._______ AG für 

das Ereignis vom 10. August 2006 unfallversichert sei. In Bezug auf die 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung äusserte die Beschwerdegegnerin 

keine Einwände. 

J.  

Mit Zwischenverfügung vom 27. Juni 2012 (BVGer-act. 10) erteilte der In-

struktionsrichter der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 

K.  

Mit Replik vom 29. August 2012 (BVGer-act. 16) hielt die Beschwerdefüh-

rerin an ihren Rechtsbegehren fest. 

L.  

Mit Duplik vom 1. Oktober 2012 (BVGer-act. 18) hielt die Beschwerde-

gegnerin ebenfalls an ihrem Antrag fest. 

M.  

Die Vorinstanz liess sich nicht mehr vernehmen. 

N.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-

weismittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-

folgenden Erwägungen einzugehen. 

  

C-1885/2012 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Bei der angefochtenen Verfü-

gung des BAG vom 6. März 2012 handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG. Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen 

von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Nach Art. 78a UVG erlässt das 

BAG bei geldwerten Streitigkeiten zwischen Versicherern eine Verfügung. 

Das BAG, welches vorliegend verfügt hat, ist im Sinn von Art. 33 lit. d 

VGG eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts; eine sachliche 

Ausnahme gemäss Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-

gericht ist somit für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig. 

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen, sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse 

und ist daher im Sinn von Art. 48 Abs. 1 lit. a bis c VwVG zur Beschwerde 

legitimiert. 

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (vgl. Art. 50 ff. 

VwVG) eingereicht und der einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 4'000.- fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzu-

treten. 

1.4 Die Beschwerdegegnerin hat ebenfalls am Verfahren vor dem BAG 

teilgenommen. Eine Verfügung nach Art. 78a UVG würde in den Bestand 

ihrer Rechte und Pflichten eingreifen; demnach besteht ihr Interesse dar-

in, dass die angefochtene Verfügung in Rechtskraft erwächst. Nach der 

Lehre gelten Verfahrensbeteiligte in diesem Sinn als Gegenparteien, die 

zur Bezahlung von Verfahrens- und Parteikosten verpflichtet werden kön-

nen, wenn sie sich den Anträgen der beschwerdeführenden Partei mit ei-

genen Anträgen widersetzen (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN 

BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bun-

des, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 928 und 1184; vgl. auch Art. 64 Abs. 3 

VwVG). Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend Anträge gestellt und ist 

als Partei im Sinn von Art. 6 VwVG zu betrachten. 

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Seite 6 

2.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen. 

2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. c UVG kommt im Verfahren um geldwerte Strei-

tigkeiten zwischen Versicherern das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 

SR 830.1) nicht zur Anwendung. Dabei finden nach den allgemeinen in-

tertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels an-

derslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Gel-

tung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

2.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Da vorliegend die 

Leistungspflicht zwischen der Beschwerdeführerin und der Beschwerde-

gegnerin in Bezug auf die Ansprüche der Versicherten aus dem Unfall 

vom 10. August 2006 strittig ist, sind vorliegend das UVG und die Verord-

nung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV, SR 

832.202) in der im entsprechenden Zeitpunkt gültig gewesenen Fassung 

anwendbar. 

2.3 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt 

werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess-

lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer 

unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

3.   

3.1 Nach der Rechtsprechung kommt die bundesamtliche Verfügungszu-

ständigkeit nach Art. 78a UVG in all jenen geldwerten Streitigkeiten zum 

Tragen, in denen ein Unfallversicherer, der gegenüber dem anderen Un-

fallversicherer keine Weisungsbefugnis besitzt, das BAG anruft, damit 

dieses über die streitige Zuständigkeit entscheide (BGE 127 V 176 E. 4d, 

125 V 324 E. 1b). Dieser Rechtsweg steht namentlich dann offen, wenn 

ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen zwei Versicherern über die 

Leistungspflicht bezüglich eines Schadensereignisses vorliegt oder wenn 

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ein Versicherer von einem anderen Versicherer Rückerstattung von ge-

genüber dem Versicherten erbrachten Leistungen verlangt 

(BGE 127 V 176 E. 4d). Nach der Rechtsprechung ist der negative Kom-

petenzkonflikt grundsätzlich auf dem Rechtsweg nach Art. 78 UVG (in 

Kraft bis 31. Dezember 2002, aufgehoben durch Anhang Ziff. 12 ATSG) 

und Art. 78a UVG zu lösen, wenn in Bezug auf ein bestimmtes Scha-

densereignis die Person des nach UVG leistungspflichtigen Versicherers 

umstritten ist, nicht hingegen grundsätzlich Bestehen und Umfang der 

Leistungspflicht (Urteile des Bundesgerichts [BGer] U 255/01 vom 28. Mai 

2003 E. 1.2 und U 187/02 vom 24. September 2002 E. 2.3). 

3.2 Vorliegend verlangte die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen 

Verfahren die Feststellung der grundsätzlichen Leistungspflicht der Be-

schwerdeführerin, und dass diese zu verpflichten sei, ihr die gegenüber 

der Versicherten erbrachten Leistungen zurückzuerstatten, weshalb das 

sachlich und funktionell zuständige BAG zu Recht auf Gesuch der Be-

schwerdegegnerin eine entsprechende Verfügung erlassen hat. 

4.   

4.1 Obligatorisch versichert sind nach diesem Gesetz die in der Schweiz 

beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, 

Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten täti-

gen Personen (Art. 1a Abs. 1 UVG). Als Arbeitnehmer nach Art. 1a Abs. 1 

UVG gilt, wer eine unselbständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundes-

gesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 

ausübt (vgl. Art. 1 UVV). Die Versicherung beginnt an dem Tag, an dem 

der Arbeitnehmer aufgrund der Anstellung die Arbeit antritt oder hätte an-

treten sollen, in jedem Falle aber im Zeitpunkt, da er sich auf den Weg zur 

Arbeit begibt (Art. 3 Abs. 1 UVG). Sie endet mit dem 30. Tag nach dem 

Tage, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört 

(Art. 3 Abs. 2 UVG). 

Gemäss Art. 77 Abs. 1 UVG erbringt bei Berufsunfällen derjenige Versi-

cherer die Leistungen, bei dem die Versicherung zur Zeit des Unfalles 

bestanden hat. Bei Nichtberufsunfällen erbringt derjenige Versicherer die 

Leistungen, bei dem der Verunfallte zuletzt auch gegen Berufsunfälle ver-

sichert war (Art. 77 Abs. 2 UVG). Erleidet ein Versicherter, der bei mehre-

ren Arbeitgebern beschäftigt ist, einen Berufsunfall, so ist der Versicherer 

jenes Arbeitgebers leistungspflichtig, in dessen Dienst der Versicherte 

verunfallt ist (Art. 99 Abs. 1 UVV). 

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Seite 8 

4.2   

4.2.1 Die Beschwerdeführerin machte vorliegend geltend, die Versicherte 

sei aufgrund ihrer Anstellung beim Bundesamt für Veterinärwesen bis 

zum 31. August 2006 und der 30-tägigen unfallversicherungsrechtlichen 

Nachdeckungsfrist bis zum 30. September 2006 bei der Suva versichert 

gewesen. Ein Arbeitsverhältnis mit der Universität B._______ sei – wenn 

überhaupt – erst aufgrund der Tätigkeit in C._______ entstanden; in der 

Schweiz habe die Versicherte keine Arbeit für die Universität B._______ 

verrichtet. Gemäss Art. 1a Abs. 1 UVG setze die Versicherungspflicht 

voraus, dass die Arbeit in der Schweiz verrichtet werde, und eine Entsen-

dung im Sinne von Art. 4 UVV setze ebenfalls voraus, dass die Arbeit vor 

der Entsendung bereits in der Schweiz aufgenommen worden war. Es sei 

somit ausgeschlossen, dass die Versicherte über ein Arbeitsverhältnis mit 

der Universität B._______ unfallversichert gewesen sei, da sie vor der 

Abreise nach C._______ nicht für die Universität B._______ in der 

Schweiz gearbeitet habe. Der einzige in Frage kommende zuständige 

Unfallversicherer sei somit die Suva.  

4.2.2 Die Vorinstanz machte geltend, für die Frage der Leistungspflicht 

sei entscheidend, ob man davon ausgehe, dass die Versicherte als Ent-

sandte der Universität B._______ gelten könne. Dies wiederum setzte 

voraus, dass die Versicherte bereits in der Schweiz für die Universität 

B._______ tätig gewesen sei. Aufgrund der Umstände sei es kaum denk-

bar, dass die Versicherte ohne Vorbereitung und Einschulung nach 

C._______ hätte reisen sollen, da solche Studienreisen erfahrungsge-

mäss eine umsichtige Vorbereitung erforderten. Insbesondere die vorlie-

gende Reise nach C._______ habe aufgrund der besonderen Lebensum-

stände in Afrika gut vorbereitet werden müssen. Gemäss den Aussagen 

der Universität B._______ vom 21. April 2008 habe die Versicherte im 

Vorfeld des Einsatzes in C._______ an Vorbereitungshandlungen für die 

Reise nach C._______ teilgenommen. Diese Ausführungen der Universi-

tät B._______ erschienen glaubhafter als diejenigen von 

Prof. Dr. D._______ vom 15. September 2006 (vgl. Beschwerde-

Beilage 9), der ausgeführt habe, die Versicherte habe in der Schweiz vor 

der Abreise keinerlei Arbeitshandlungen für die Universität vorgenommen 

und die Vereinbarung mit der Versicherten habe lediglich in der mündli-

chen Zusicherung eines über den Schweizerischen Nationalfonds finan-

zierten Volontariats ohne Lohn aber mit Spesenersatz in C._______ be-

standen; weitergehende Abmachungen seien keine getroffen worden. Es 

sei auf die Ausführungen der Universität B._______ abzustellen, auch 

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Seite 9 

wenn es sich dabei nicht um "Aussagen der ersten Stunde" handle, zu-

mal es keine förmliche Beweisregel gebe, die einem verpflichte, im Zwei-

felsfall auf diese abzustellen. Abschliessend hielt die Vorinstanz fest, dass 

nur mit dieser Lösung gewährleistet werden könne, dass Volontäre und 

Praktikanten von Forschungsinstituten in der Schweiz bei Projekten im 

Ausland über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügten; eine 

andere Lösung könne somit nicht dem Willen des Gesetzgebers entspre-

chen. 

4.2.3 Die Suva schloss sich im Wesentlichen den Ausführungen der Vor-

instanz an und führte aus, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin 

sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 

Versicherte in der Schweiz bereits Vorbereitungshandlungen vorgenom-

men habe und deshalb bereits vor dem Beginn des Volontariats in 

C._______ ein Arbeitsverhältnis zur Universität B._______ entstanden 

sei, weshalb die Beschwerdeführerin für den Unfall vom 10. August 2006 

aufzukommen habe. Daran vermöge auch der Umstand nichts zu ändern, 

dass die Suva die Deckung anfänglich bejaht und Vorleistungen erbracht 

habe. 

4.3 Unbestritten und aus den Akten ersichtlich ist vorliegend, dass die 

Versicherte aufgrund ihrer Anstellung beim Bundesamt für Veterinärwe-

sen bis zum 31. August 2006 über eine Unfallversicherungsdeckung bei 

der Suva bis zum 30. September 2006 (inklusive 30-tägiger Nachde-

ckungsfrist) verfügte und somit im Zeitpunkt des Unfalls vom 10. August 

2006 zweifellos dort unfallversichert war. Zu prüfen bleibt noch, ob auch 

eine Leistungspflicht der Beschwerdeführerin in Frage kommt und – falls 

ja – wer für den Schaden aufzukommen hat. 

4.3.1 Gemäss Art. 1a Abs. 1 UVG sind grundsätzlich nur die in der 

Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer nach UVG versichert. Ausnahms-

weise kann ein in der Schweiz beschäftigter Arbeitnehmer, der gemäss 

Art. 4 UVV ins Ausland entsandt wird, für eine beschränkte Zeit versichert 

bleiben, sofern er weiterhin in einem Arbeitsverhältnis mit einem Arbeit-

geber mit Sitz in der Schweiz steht. Damit vorliegend eine Versiche-

rungsdeckung der Beschwerdeführerin für die Zeit des Volontariats in 

C._______ angenommen werden kann, ist also zwingend vorausgesetzt, 

dass bereits in der Schweiz ein Arbeitsverhältnis zwischen der Versicher-

ten und der Universität B._______ entstanden war; dies ist nachfolgend 

zu prüfen. 

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Seite 10 

Damit im unfallversicherungsrechtlichen Sinne von einem Arbeitsverhält-

nis gesprochen werden kann, muss der Arbeitnehmer – wie erwähnt – ei-

ne unselbständige Erwerbstätigkeit im Sinne des AHVG ausüben (vgl. 

Art. 1 UVV). Unselbständige Erwerbstätigkeit wird im Arbeitsrecht über 

folgende Elemente definiert: der Arbeitnehmer leistet Arbeit und hat einen 

Anspruch auf ein Entgelt für die geleistete Arbeit, er ist in eine fremde Ar-

beitsorganisation eingebunden und untersteht den Weisungen des Ar-

beitgebers, und es handelt sich um ein privatrechtliches Dauerschuldver-

hältnis. Aus dieser Definition des Arbeitsvertrages ergibt sich, dass un-

entgeltliche Einsätze keinen Arbeitsvertrag bewirken können, auch wenn 

man in Nebenpunkten oder via Analogieschluss hilfsweise auf das Ar-

beitsvertragsrecht zurückgreifen muss, zum Beispiel beim Schutz der 

Persönlichkeit. Unentgeltlichkeit in diesem Sinn liegt auch vor, wenn bloss 

die Spesen ersetzt werden, nicht jedoch Lohn bezahlt wird (vgl. ULLIN 

STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxis-

kommentar zu Art. 319−362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, N 2 zu Art. 319; 

vgl. auch Art. 7 lit. f der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Al-

ters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]). Die zivil-

rechtliche Definition eines Vertragsverhältnisses dient bei der Qualifikati-

on einer Tätigkeit lediglich als Anhaltspunkt, da das Sozialversicherungs-, 

das Steuer- und das Ausländerrecht sowie auch das öffentliche Arbeits-

recht von eigenen Begriffsumschreibungen ausgehen. Dennoch können 

die Elemente der vorgenannten Definition auch hier Verwendung finden; 

insbesondere das Vorliegen eines Subordinationsverhältnisses wird oft 

als wichtiges Merkmal für das Vorliegen eine Arbeitsverhältnisses ange-

führt (vgl. ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 

2. Auflage, Bern 1989, S. 107). 

4.3.2 Dem Schreiben der Universität B._______ vom 21. April 2008 (Su-

va-act. 3) an die Suva ist zu entnehmen, dass die Versicherte von Ende 

Juni 2006 bis zum 6. August 2006 gegen Spesenentschädigung zu Ar-

beits- und Ausbildungszwecken an der Universität B._______ tätig war. 

Sie bezog allerdings keinen Lohn und hatte auch kein bestimmtes Pen-

sum einzuhalten. Als Ausbildungsinhalt gab die Universität B._______ an, 

die Versicherte habe die Planung und Anwendung wissenschaftlicher Me-

thoden sowie die organisatorische Planung von solchen Projekten erlernt 

und habe zudem an einer Konferenz zur Koordination der Forschung ver-

schiedener Gruppen aus verschiedenen Ländern am E._______see in 

C._______ teilgenommen.  

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Seite 11 

Der Bestätigung von Prof. Dr. D._______ und PD Dr. F._______ des Insti-

tuts für Ökologie und Evolution der Universität B._______ vom 2. Februar 

2010 (Suva-act. 4) ist zu entnehmen, dass die Versicherte sich nach Ab-

schluss ihres Studiums für ein Volontariat am Institut für Ökologie und 

Evolution beworben habe. Sie sei daraufhin ab Mitte Juni 2006 in die 

Vorbereitungen für die Forschung in C._______ einbezogen worden, ha-

be aber keinen Lohn für ihre Tätigkeit, sondern lediglich Spesenersatz für 

die Reise erhalten. Auch für die Teilnahme an der internationalen Tagung 

für Verhaltensökologie, an welcher sie ihre Diplomarbeit präsentiert habe, 

habe sie von der Universität B._______ lediglich die Kongressgebühr so-

wie Reise- und Aufenthaltsspesen erstattet bekommen. Ihre Mitarbeit sei 

als Vorbereitung für eine eventuelle spätere Doktorandenstelle zu sehen, 

da im fraglichen Zeitpunkt keine Stelle bei der Universität B._______ frei 

gewesen sei und man sie somit nicht habe anstellen können. Zur Zeit des 

Unfalles habe sich die Versicherte als Mitglied der Expedition der For-

schung am E._______see im Dienstwagen der Universität B._______ be-

funden. 

4.3.3 Einen Lohn hat die Versicherte gemäss Angaben der Universität 

B._______ somit nicht bezogen; sie erhielt lediglich Spesenersatz. Auch 

bestätigte das Personalamt des Kantons G._______, dass die Versicher-

te nach Abschluss ihres Studiums nicht mehr bei der Universität 

B._______ beschäftigt gewesen und per 31. März 2006 ausgetreten sei 

(vgl. die Aktennotiz vom 15. Oktober 2007, Beschwerde-Beilage 18). Der 

Inhalt der Tätigkeit ab Juni 2006 kann als Mischung zwischen Ausbil-

dungs- und Praktikumstätigkeit beschrieben werden, da gemäss Angaben 

von Prof. Dr. D._______ und PD Dr. F._______ geplant war, der Versi-

cherten nach Möglichkeit demnächst eine Doktorandenstelle anzubieten 

und die Versicherte sich somit einerseits im eigenen Interesse auf diese 

künftige Tätigkeit vorbereitete und zudem eine Möglichkeit erhielt, ihre 

Diplomarbeit anlässlich des Kongresses einem Fachpublikum vorzustel-

len, und andererseits sowohl im eigenen als auch im Interesse der Uni-

versität mit der Vorbereitung der Forschungsreise nach C._______ be-

schäftigte, um von der Reise bestmöglichst profitieren zu können. Aus der 

Beschreibung der von der Versicherten ausgeübten Tätigkeit geht hervor, 

dass diese kaum mit Pflichten verbunden war, da für die Versicherte le-

diglich der Besuch der Konferenz und die Teilnahme an einem wöchentli-

chen Abteilungsseminar von zwei Stunden zur Vorbereitung der Reise ob-

ligatorisch war. Darüber hinaus bereitete sie sich selbständig und ohne 

Vorgaben der Universität B._______ auf die Exkursion in C._______ vor. 

Dies zeigte sich insbesondere darin, dass die Universität B._______ kei-

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Seite 12 

ne Auskünfte über die von ihr geleisteten Einsätze und Arbeiten erteilen 

konnte und kein bestimmtes Pensum vereinbart war, weil die Versicherte 

zur fraglichen Zeit beim Bundesamt für Veterinärwesen noch in einer 

50%-Anstellung stand und somit nur eingeschränkt verfügbar war. Man-

gels mündlichem oder schriftlichen Arbeitsvertrag (vgl. dazu die in der Ak-

tennotiz vom 15. September 2006 festgehaltenen Aussagen von 

Prof. Dr. D._______ [Beschwerde-Beilage 9]), mangels Pflichtenheft, 

Lohn und definierten Arbeitszeiten ist mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit davon auszugehen, dass die Versicherte vor ihrer Reise nach 

C._______ zur Universität B._______ nicht in einem Arbeitsverhältnis ge-

standen hat. Die vorgenommenen Vorbereitungshandlungen konnten kein 

solches begründen, zumal die Tätigkeiten grösstenteils auf freiwilliger Ba-

sis oder im eigenen Interesse der Versicherten erfolgten und auch kein 

Lohn vereinbart war. Inwiefern die Versicherte von der Unterstützung des 

Schweizerischen Nationalfonds profitierte und deshalb auch Pflichten hat-

te, geht aus den Akten nicht hervor, ändert jedoch ohnehin nichts an der 

Tatsache, dass – zumindest bis zur Abreise nach C._______ – zur Uni-

versität B._______ kein Arbeitsverhältnis vorgelegen hat. Der Umstand, 

dass damals kein Arbeitsverhältnis vorgelegen hat, ergibt sich im Übrigen 

auch aus dem Schreiben des Rechtsdiensts der Universität B._______, 

der das Personalamt des Kantons G._______ mit Schreiben vom 8. Juni 

2007 (Beschwerde-Beilage 20) ersuchte, die Möglichkeiten eines nach-

träglichen Versicherungsabschlusses mit der X._______ AG zu prüfen, da 

es für die Universität B._______ idealer wäre, die Kosten des Unfalles 

vom 10. August 2006 über die eigene Unfallversicherung anstatt über die 

Suva abzuwickeln. Offensichtlich hatte also die Universität B._______ ih-

re angebliche Mitarbeiterin nicht bei ihrer Unfallversicherung angemeldet, 

da sie wohl auch der Ansicht war, es bestehe zu ihr gar kein Arbeitsver-

hältnis. In Übereinstimmung mit den Ausführungen der Beschwerdeführe-

rin ist somit davon auszugehen, dass die Versicherte vor ihrer Abreise 

nach C._______ zur Universität B._______ kein Arbeitsverhältnis be-

gründet hatte. Mangels Vorliegens eines Arbeitsverhältnisses vor der Ab-

reise ist folglich nicht möglich, dass die Versicherte als Entsandte der 

Universität B._______ nach C._______ gereist ist, da dies – wie bereits 

erwähnt – vorausgesetzt hätte, dass das Arbeitsverhältnis bereits in der 

Schweiz entstanden ist. Eine andere mögliche Versicherungsdeckung bei 

der X._______ AG, als über den Status als Entsandte ist nicht ersichtlich. 

Somit war die Versicherte im Zeitpunkt des Unfalles nur über die Suva 

versichert, weshalb auch diese die entsprechenden Leistungen zu erbrin-

gen hat. Der Vollständigkeit halber bleibt noch darauf hinzuweisen, dass 

– entgegen den Ausführungen des BAG – keine weiteren Gründe ersicht-

C-1885/2012 

Seite 13 

lich sind, die für eine Versicherungsdeckung bei der X._______ AG spre-

chen. So ist insbesondere nicht davon auszugehen, dass bei einer Ver-

neinung der Deckung über die Versicherung der Universität B._______, 

zahlreiche Volontäre und Praktikanten von Forschungsinstituten in eine 

Deckungslücke fallen würden, da es bekanntermassen die Pflicht jedes 

einzelnen ist, bei fehlender Unfallversicherungsdeckung über einen Ar-

beitgeber, eine solche Versicherung bei einem selbst gewählten Versiche-

rer separat abzuschliessen. 

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerde gutzu-

heissen und der angefochtene Entscheid des BAG vom 6. März 2012 

aufzuheben ist. Es bleibt festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin für 

die Folgen des Unfalles vom 10. August 2006 leistungspflichtig ist und die 

Vorinstanz die Kosten für das Verwaltungsverfahren demzufolge neu zu 

verlegen haben wird. 

5.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

5.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorliegend sind die Verfahrenskosten auf 

Fr. 4'000.- festzusetzen und der Beschwerdegegnerin als unterlegene 

Partei aufzuerlegen. Der unterliegenden Vorinstanz sind als Bundesbe-

hörde keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der von der 

Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 4'000.- ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ent-

scheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. 

5.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Parteient-

schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere 

notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Beschwerdeführerin ist im vor-

liegenden Verfahren anwaltlich vertreten. Ihr ist daher unter Berücksichti-

gung des Prozessausgangs zu Lasten der Vorinstanz und der Beschwer-

degegnerin eine Parteientschädigung für die ihr entstandenen notwendi-

gen Kosten zuzusprechen. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist 

die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 

C-1885/2012 

Seite 14 

Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands er-

scheint eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.- angemes-

sen.  

  

C-1885/2012 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

6. März 2012 wird aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Beschwer-

degegnerin für das Unfallereignis vom 10. August 2006 leistungspflichtig 

ist.  

2.  

Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten des vorangegangenen Ver-

fahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten für das vorliegende Verfahren werden auf 

Fr. 4'000.- festgelegt und der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der Be-

schwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 4'000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zu-

rückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz und der Be-

schwerdegegnerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.- 

zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-

adresse) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

C-1885/2012 

Seite 16 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Sandra Tibis 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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