# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7ca1910-9823-51c9-9590-53e17ae14ac5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.02.2018 725 17 69 / 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-69---36_2018-02-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Februar 2018 (725 17 69 / 36) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Nach Art. 36 Abs. 1 UVG ist der Unfallversicherer leistungspflichtig, wenn eine Operation 

zwar primär wegen der Anlagestörung vorgenommen wurde, darüber hinaus aber auch 

der (vorzeitigen) Beseitigung der Unfallfolgen diente. 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal 
Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 HDI Global SE, Niederlassung Zürich/Schweiz, Postfach, 
8034 Zürich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Martin Bürkle, 
Rechtsanwalt LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte KLG, Klausstrasse 
33, 8024 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 

 

 
 
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A. Die 1981 geborene A.____ war seit dem 11. August 1997 bei der B.____ als kaufmänni-
sche Angestellte tätig und in dieser Eigenschaft bei der HDI Global SE (nachfolgend: HDI) ge-
gen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 18. Mai 2015 fiel 
sie am 15. Mai 2015 beim Spielen auf einer Hüpfburg von einer oberen auf eine circa einen 
Meter tiefer liegende Ebene. Dabei zog sie sich eine Luxation der linken Kniescheibe zu. Nach 
Eingang der Unfallmeldung der Arbeitgeberin erbrachte die HDI die gesetzlichen Leistungen 
(Heilkosten) für die Folgen dieses Ereignisses. Nach weiteren Abklärungen teilte sie A.____ am 
8. März 2016 mit, dass die behandelten Beschwerden nicht mehr überwiegend wahrscheinlich 
auf den Unfall 15. Mai 2015 zurückzuführen seien, weshalb die Leistungen per 30. September 
2015 eingestellt würden. Daran hielt sie mit Verfügung vom 21. April 2016 und Einspracheent-
scheid vom 27. Januar 2017 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 1. März 
2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid vom 27. Januar 
2017 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr über den 1. Oktober 2015 
hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus dem Unfallereignis vom 15. Mai 2015 zu 
erbringen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin, vertre-
ten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 21. Juni 2017; Duplik vom 
24. Juli 2017) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.  
 
E. Am 1. November 2017 nahm die Beschwerdeführerin zur Duplik und zur versicherungs-
medizinischen Stellungnahme von Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 
14. Juli 2017 Stellung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 

 

 
 
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zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde vom 1. März 2017 ist einzutreten. 
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1984 
sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft ge-
treten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro-
chen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 
Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bishe-
rige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht, die HDI habe das rechtliche Gehör 
verletzt, indem sie ihr die im Einspracheverfahren veranlasste Stellungnahme des beratenden 
Arztes Dr. C.____ vom 20. September 2016 vor Erlass des Einspracheentscheids vom 27. Ja-
nuar 2017 weder zur Kenntnis gebracht noch Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt habe. 
Sollte sich diese Rüge als begründet erweisen, kann dies zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheides führen, ohne dass die Angelegenheit materiell geprüft würde. Dieser Einwand ist 
deshalb vorab zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 
 
2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 
eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass des in 
ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizu-
bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen 
(BGE 132 V 370 f. E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 
 
2.3 Es ist unbestritten, dass die HDI der Beschwerdeführerin vor Erlass des angefochtenen 
Einspracheentscheids vom 27. Januar 2017 den Bericht des beratenden Arztes Dr. C.____ vom 
20. September 2016 nicht zur Kenntnis brachte. Damit hat sie das rechtliche Gehör verletzt, 
wenn auch nicht derart schwerwiegend, dass eine Rückweisung zu nochmaligem Entscheid 
unter Einhaltung der verfahrensmässigen Anforderungen gerechtfertigt wäre. Die Rechtspre-
chung lässt eine Heilung einer nicht schwerwiegenden Gehörsverletzung – wovon im vorliegen-
den Fall auszugehen ist – dort zu, wo die betroffene Person die Möglichkeit hat, sich vor einer 
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei über-
prüfen kann (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 42 N 15 f.). Die Beschwerde-
führerin konnte sich im vorliegenden Verfahren, in welchem das Kantonsgericht sowohl den 
Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann, zum Bericht des beratenden Arztes 
Dr. C.____ vom 20. September 2016 äussern, weshalb die Verletzung des rechtlichen Gehörs 
als geheilt erachtet werden kann. 

 

 
 
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3. Materiell strittig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistungen 
zu Recht per 30. September 2015 eingestellt hat. 
 
4.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
4.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem –   
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Be-
schwerdebilds genügt eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leis-
tungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfol-
gen erstreckt (vgl. Urteils des Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

 

 
 
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kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nun-
mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hier-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht - Recht-
sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 
S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die 
noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3 mit Hinwei-
sen). Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfall-
versicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflege-
leistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten 
nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer 
Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge 
darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf einen ope-
rativen Eingriff mit anschliessender zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamt-
kontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung 
der vom Unfall zumindest mitverursachten Beschwerden diente und nicht gesagt werden kann, 
die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend 
wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 
24. Juni 2008, 8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt voraus, dass der Unfall und der Vorzustand 
derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsscha-
dens zu sprechen ist. Beide Ursachen sind somit für den gleichen Schaden kausal. Keine ge-
meinsame Verursachung liegt vor und die Bestimmung ist daher nicht anwendbar, wenn die 
beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa wenn 
der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krank-
heitsbilder nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 3). Mit Art. 36 UVG 
wird das Kausalitätsprinzip teilweise durchbrochen; der Unfallversicherer hat für Pflegeleistun-
gen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen ohne Einschrän-
kung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenverursachung vor, 
kann somit keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 
E. 3c). 
 
5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-

 

 
 
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salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
5.3 Rechtsprechungsgemäss kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 
S. 95; nicht publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 
S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 
2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Be-
funde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinde-
rung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten 
das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrschein-
lichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (HANS KIND, So entsteht ein 

 

 
 
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medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der me-
dizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen 
Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
7. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin liegen zahlreiche 
medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen 
indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für 
den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen. 
 
7.1 Im Bericht der Notfallstation des Spitals D.____ vom 21. Mai 2015 wurde ausgeführt, 
dass die Versicherte am 15. Mai 2015 eine Patellaluxation links erlitten habe. Die Patella sei 
noch vor Ort durch die Sanität reportiert worden. Es bestünde ein Status nach zweifacher Pa-
tellaluxation links 1998 und 2004. Hinweise auf eine ossäre Läsion gebe es nicht. Die Versi-
cherte habe aktuell keine Schmerzen.  
 
7.2 Im MRI-Bericht vom 21. Mai 2015 wurden ein Status nach lateraler Patellaluxation mit 
flakeförmiger Avulsionsfraktur am medialen Patellapol und vollständiger Ruptur des eingeblute-
ten medialen patellofemoralen Ligamentes, ein dysplastisches trochleares Gleitlager, intakte 
Menisci, Kreuzbänder sowie Kollateralbänder und der Bestand einer Baker-Zyste bestätigt. 
 
7.3 Im Bericht des Sptials D.____ vom 13. August 2015 wurde eine rezidivierende Patellalu-
xation links am 15. Mai 2015 diagnostiziert. Die Versicherte berichte, dass sie keine Beschwer-
den am Knie mehr habe. Sie sei aber sehr vorsichtig und wünsche eine definitive Versorgung. 
Bei rezidivierender Patellaluxation mit Trochleadysplasie Typ B sei eine Trochea-
Rekonstruktion sowie eine Rekonstruktion des Medialen Patello-Femoralen Ligaments (MPFL-
Plastik) zu empfehlen. 
 
7.4 Gemäss Operationsbericht vom 6. Oktober 2015 wurden am 2. Oktober 2015 im Spital 
D.____ am linken Kniegelenk eine Trochleaversenkungs- und zudem eine MPFL-Plastik durch-
geführt. 
 
7.5 Die Beschwerdegegnerin holte in der Folge einen Bericht bei ihrem Vertrauensarzt 
Dr. C.____ ein. Am 15. Januar 2016 hielt dieser fest, dass am 15. Mai 2015 eine traumatische 
Luxation des linken Knies stattgefunden habe. Es bestünde aber ein erheblicher krankhafter 
Vorzustand mit Trochleadysplasie Typ B, welcher bereits im Jahr 1998 eine Operation erfordert 
habe. Aufgrund des Vorzustands könne nicht von einer richtungsgebenden Verschlechterung 

 

 
 
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infolge des Ereignisses vom 15. Mai 2015 ausgegangen werden, sondern bloss von einer    
vorübergehenden Verschlimmerung. Der Eingriff für die definitive Versorgung am 2. Oktober 
2015 sei als unfallfremd zu qualifizieren und der Status quo sine auf den 1. Oktober 2015 fest-
zulegen. 
 
7.6 Am 30. März 2016 hielt Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, fest, dass die vorbestehende leichtgradige Trochleadysplasie 
mit den rezidivierenden Patellaluxationen ein mitursächlicher Faktor gewesen sei. Gleichwohl 
bestünde bei stattgehabtem Sturz aus einem Meter Höhe mit direktem Aufprall auf die Knie-
scheibe ein Unfallereignis, welches die krankhafte Problematik akut verschlimmert habe. Mit der 
Operation sei die Unfallfolge bei begleitender vorbestehender Problematik therapiert worden. 
 
7.7 Am 20. September 2016 nahm Dr. C.____ erneut Stellung. Er hielt fest, dass bei der 
Versicherten ein relevanter Vorzustand mit mehrfachen Patellaluxationen bei Trochleadysplasie 
Typ B bestünde. Hauptursächlich für die Luxation am 15. Mai 2015 sei nicht das Ereignis, son-
dern der krankhafte Vorzustand gewesen. Bereits am 30. Juli 2015 hätten bei der Versicherten 
keine frischen, unfallkausalen Beschwerden mehr vorgelegen. Folglich hätte der Status quo 
sine bereits per 30. Juli 2015 festgelegt werden können. Der operative Eingriff habe der Sanie-
rung eines relevanten Vorzustandes gedient. Die Tatsache, dass die Versicherte zeitnah zum 
Ereignis vom 15. Mai 2015 in der MRI Untersuchung eine Baker-Zyste aufgewiesen habe, spre-
che ebenfalls gegen einen blanden Vorzustand. Eine unfallbedingte vorübergehende Ver-
schlimmerung des Gesundheitszustandes sei erstellt. Aufgrund der Akten sei aber davon aus-
zugehen, dass nicht die Unfallfolgen, sondern die Trochleadysplasie Typ B Indikation zum ope-
rativen Eingriff am 2. Oktober 2015 gewesen sei. Folglich müsse der Status quo sine spätes-
tens per Ende September 2015 festgelegt werden. Da die Unfallkausalität bereits vor der Ope-
ration am 2. Oktober 2015 nicht mehr gegeben gewesen sei, sei auch der Verlaufsbericht der 
behandelnden Ärzte vom 17. Dezember 2015 nicht Entscheid relevant. Da der präoperative 
Zustand nicht mehr erhoben werden könne, erübrige sich eine persönliche Untersuchung der 
Versicherten. Die Durchsicht der MRI-Bilder würde zu keinen neuen Erkenntnissen führen. Aus 
dem Bericht von Dr. E.____ vom 30. März 2016 liesse sich keine richtungsgebende Verschlim-
merung ableiten. Fakt sei, dass die Versicherte bereits am 30. Juli 2015 keine relevanten Knie-
beschwerden mehr aufgewiesen habe. 
 
7.8 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin 
einen weiteren Bericht von Dr. C.____ vom 14. Juli 2017 ein. Unter Hinweis auf die medizini-
sche Literatur hielt er fest, dass bei der Versicherten unbestritten eine anlagebedingte Prädis-
position vorliege. Diese sei die entscheidende Ursache für die Luxation. Nicht das Trauma 
selbst sei der entscheidende Faktor für die Luxation, sondern die Prädisposition. Das Ereignis 
vom 15. Mai 2015 sei lediglich teilkausal. Es sei korrekt, dass bei der Luxation vom 15. Mai 
2015 eine Unfallkausalität anerkannt worden sei. Die durchgeführte Trocheaplastik habe der 
definitiven Versorgung des Knies gedient. Die MPFL-Plastik sei bloss ein Nebeneingriff gewe-
sen. Würde die MPFL-Plastik alleine durchgeführt, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit mit er-
neuten Luxationen zu rechnen. Unbestritten habe das traumatische Ereignis vom 15. Mai 2015 
zur Luxation geführt. Daraus könne aber nicht geschlossen werden, dass das traumatische Er-

 

 
 
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eignis ursächlich gewesen sei. Mit einer bildgebenden MPFL-Ruptur könne keine richtungsge-
bende Verschlechterung bewiesen werden. Die richtungsgebende Verschlechterung sei Folge 
der Erstluxation aufgrund der anlagebedingten Trochleadysplasie. Zwar komme es bei Luxatio-
nen häufig zu Bandverletzungen. Dies sei vorliegend aber irrelevant. 
 
8.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 27. Januar 
2017 in Bezug auf die Frage, ob zwischen dem Unfall vom 15. Mai 2015 und dem operativen 
Eingriff vom 2. Oktober 2015 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, auf die Ausfüh-
rungen ihres beratenden Arztes Dr. C.____ vom 15. Januar 2015 und 20. September 2016. Sie 
ging demgemäss davon aus, dass die Beschwerden der Versicherten spätestens ab dem 
1. Oktober 2015 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausal-
zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. Mai 2015 gestanden hätten und die operative Sanie-
rung ausschliesslich wegen des anlagebedingten Vorzustandes erfolgt sei. Wie oben ausge-
führt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungs-
fall wie hier ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. E. 5.2 hiervor). Sol-
che Zweifel an der Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Aktengutachten des beratenden 
Arztes Dr. C.____ ergeben sich mit Blick auf den Bericht von Dr. E.____ vom 30. März 2016. 
Während Dr. C.____ – ohne über eine orthopädisch/rheumatologische Fachausbildung zu ver-
fügen – davon ausging, dass der Status quo sine bereits per 30. Juli 2015 hätte festgelegt wer-
den können, gelangte der behandelnde Facharzt Dr. E.____ zur Auffassung, dass der stattge-
habte Sturz aus einer Höhe von einem Meter mit direktem Aufprall auf die Kniescheibe die an-
lagebedingte Problematik akut verschlimmert habe und dass mit dem operativen Eingriff vom 
2. Oktober 2015 die Unfallfolge bei begleitender vorbestehender Problematik therapiert worden 
sei. Bei dieser abweichenden fachärztlichen Beurteilung kommen in Bezug auf die Einschät-
zung des beratenden Arztes Dr. C.____ Zweifel auf. Ausserdem weckt seine Beurteilung in Be-
zug auf den Status quo sine vel ante – wohl gestützt auf die Aussage der Beschwerdeführerin 
in der Sprechstunde vom 30. Juli 2015 (vgl. Bericht vom 13. August 2015; E. 7.3 hiervor), wo-
nach sie aktuell keine Beschwerden habe – weitere Zweifel an der Zuverlässigkeit des versiche-
rungsinternen Aktengutachtens. Dies gilt umso mehr, als die Versicherte ihren Angaben zufolge 
sehr vorsichtig war und beim Sport oftmals ein „komisches“ Gefühl hatte. Da vorliegend Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als 
massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. C.____ vom 15. Januar 
2016 und 20. September 2016 bestehen, kann nach dem oben Gesagten (vgl. E. 5.2 hiervor) 
nicht auf die betreffende versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden, weshalb ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen wären. Aus nachfolgenden Gründen kann vorliegend jedoch 
darauf verzichtet werden. 
 
8.2 Die Beschwerdeführerin erlitt am 15. Mai 2015 einen Unfall, bei welchem sie sich eine 
Patellaluxation und zudem eine Ruptur des MPFL zuzog. Damit wirkten der Unfall und der Vor-
zustand derart zusammen, dass eine gemeinsame Verursachung des Gesundheitsschadens zu 
bejahen ist. Beide Ursachen sind somit für den gleichen Schaden kausal. Die Beschwerdegeg-
nerin anerkannte denn auch zu Recht eine unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung 

 

 
 
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einer bestehenden anlagebedingten Trochleadysplasie Typ B und erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen. Weiter ist ihr beizupflichten, wenn sie gestützt auf die Beurteilung des beratenden 
Arztes Dr. C.____ davon ausgeht, dass die Trocheaplastik primär wegen der Anlagestörung 
initiiert war. Zu beachten ist aber, dass im Rahmen des operativen Eingriffs vom 2. Oktober 
2015 auch eine Rekonstruktion des MPFL vorgenommen wurde. Dass die MPFL-Ruptur eine 
Folge des Unfalls vom 15. Mai 2015 war und dieses Band ein wichtiger Stabilisator der Knie-
scheibe ist, wurde von der Beschwerdegegnerin zu Recht nicht in Frage gestellt. Ebenso wenig 
wurde vorgebracht, dass die durchgeführte MPFL-Plastik unnötig gewesen wäre. Auch wenn 
die Operation primär wegen der Anlagestörung vorgenommen wurde, ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die MPFL-Plastik auch der (vorzeitigen) Beseiti-
gung der Unfallfolgen diente, weshalb der Unfallversicherer gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG für die 
Kosten der Operation vom 2. Oktober 2016 und der anschliessenden zweckmässigen Behand-
lung aufzukommen hat. Dies gilt vorliegend umso mehr, als aufgrund der vorliegenden Akten 
nicht gesagt werden kann, die Operation vom 2. Oktober 2015 sei auch ohne den Unfall vom 
15. Mai 2015 überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden. 
 
8.3 Nach dem Gesagten lässt die medizinische Aktenlage nicht darauf schliessen, dass der 
Unfall vom 18. Mai 2015 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit per 1. Oktober 2015 jede – auch nur teilweise – kausale Bedeutung verloren hatte. 
Demnach ist die Beschwerdegegnerin verpflichtet, über den 30. September 2015 hinaus bis 
zum Behandlungsabschluss der Unfallfolgen die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die Be-
schwerde ist daher gutzuheissen. 
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nachdem die Beschwerdeführerin obsiegt hat, hat sie Anspruch auf Ersatz der Partei-
kosten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 
23. November 2017 einen Zeitaufwand von 18,42 Stunden geltend gemacht, was in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des zweifachen Schriftenwechsels 
nicht zu beanstanden ist. Die zeitlichen Bemühungen sind zu dem seit dem 1. Januar 2004 in 
Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun-
denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Hinzu kommen die in der Honorarnote ausgewiese-
nen Auslagen von Fr. 91.--. Somit ist der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerde-
verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘071.65 (18,42 Stunden à Fr. 250.-- 
sowie Auslagen von Fr. 91.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
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://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
27. Januar 2017 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, 
der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen über den 
30. September 2015 hinaus auszurichten. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 5'071.65 (inkl. Auslagen und 8% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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