# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef2d5b6c-8930-5c8f-8b58-0a7981a18d02
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.04.2010 RR.2010.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2010-6_2010-04-19.pdf

## Full Text

Entscheid vom 19. April 2010  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher,  
Gerichtsschreiberin Andrea Bütler  

   
 
Parteien 

  
A., 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 
ST. GALLEN, 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Öster-
reich  
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
 
Nichtbezahlung des Kostenvorschusses 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2010.6 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Staatsanwaltschaft Feldkirch gegen A. ein Strafverfahren wegen Ver-
dacht des schweren Betrugs führt; 

 
- die Staatsanwaltschaft Feldkirch in diesem Zusammenhang am 17. No-

vember 2009 mit einem Rechtshilfeersuchen an die Schweiz gelangt ist 
und um Edition und Übermittlung der Steuererklärungen von A. für die Jah-
re 1999 bis 2007 ersucht hat; 

 
- die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen dem Rechtshilfeersuchen 

mit Schlussverfügung vom 8. Dezember 2009 entsprochen und die Her-
ausgabe der gewünschten Unterlagen verfügt hat (act. 1.1); 

 
- A. mit Beschwerde vom 5. Januar 2010 an die II. Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangt ist und insbesondere um Aufhebung der 
Schlussverfügung sowie Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege er-
sucht hat (act. 1);  

 
- das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenentscheid der 

II. Beschwerdekammer vom 23. März 2010 abgewiesen und A. eingeladen 
wurde, bis zum 6. April 2010 einen Kostenvorschuss von Fr. 3’000.-- zu 
leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; die Kosten 
des Entscheids über die unentgeltliche Rechtspflege bei der Hauptsache 
belassen wurden (RP.2010.4 act. 5); 

 
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge-
ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 
(Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); 

 
- der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlt hat; 
 
- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63 

Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); 
 
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterlie-

gende Partei zu gelten und die Verfahrenskosten inklusive die Kosten des 
Entscheids über die unentgeltliche Rechtspflege zu tragen hat (Art. 63 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); für die Berechnung der Gerichtsge-
bühr gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das Reglement vom 11. Februar 2004 
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) 

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zur Anwendung gelangt; die Gerichtsgebühr auf Fr. 400.-- anzusetzen ist 
(vgl. Art. 3 des Reglements). 

 

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 19. April 2010 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen 
- Bundesamt für Justiz 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).