# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11f36cfd-1cf1-52fb-93d2-3a634fd6a4d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.05.2008 E-2575/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2575-2008_2008-05-15.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2575/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher, 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
alias B._______, geboren (...), Nigeria,
vertreten durch Frau Felicity Oliver,(Adresse)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. April 2008 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2575/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen letzten 
Wohnort (die Stadt C._______) am 9. Februar 2008 verliess, um sich 
nach  Lagos  zu  begeben,  von  wo  er  am  11.  Februar  2008  sein 
Heimatland per Flug nach Frankreich verlassen habe, 

dass er am 13. Februar 2008 in die Schweiz eingereist sei, wo er glei-
chentags um Asyl ersuchte,

dass  er  das  Gesuch  anlässlich  der  durchgeführten  Kurzbefragung 
durch das BFM vom 11. März 2008 im Transitzentrum Altstätten mit ei-
ner vom Heimatstaat ausgehenden und gegen seine Person gerichte-
ten Verfolgung begründete,

dass er bei Stiefeltern gross geworden sei,

dass er an der Zerstörung von Fundamenten einer im Bau befindlichen 
Moschee beteiligt gewesen sei, worauf er am 11. Dezember 2007 von 
Muslimen angegriffen worden sei,

dass er  diesem Angriff  habe entfliehen können und nach Hause ge-
rannt sei, 

dass er beim Näherkommen erkannt habe, dass das Haus, in welchem 
er mit seinen Stiefeltern wohnhaft gewesen sei, von Muslimen in Brand 
gesteckt  worden sei,  worauf  er  bei  einem Freund seines  Stiefvaters 
Zuflucht gefunden habe, 

dass ihm dieser mitgeteilt  habe,  sein Stiefvater  sei  beim Angriff  von 
Muslimen getötet worden,

dass daraufhin seine Stiefmutter, die ihn nie geliebt habe, ihn bei Be-
hörden und der Polizei angezeigt habe, 

dass der Gouverneur gedroht habe, ihn zu bestrafen, falls er ihn auffin-
den würde,

dass aufgrund dieser Situation ihn der Freund seines Stiefvaters zu ei-
nem Mann gebracht habe, welcher ihn nach Europa begleitet habe, 

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dass der Beschwerdeführer trotz mehrfacher Aufforderung und Hinwei-
sen  auf  die  ihm obliegende  Mitwirkungspflicht  keine  Identitäts-  oder 
Reisepapiere einreichte und hierzu erklärte, er habe nie ein Dokument 
dieser Art besessen, beziehungsweise er könne vielleicht mit der Zeit 
Kontakt mit jemandem herstellen, der ihm „etwas“ beschaffen könne,

dass dem Beschwerdeführer am 11. März 2008 das rechtliche Gehör 
dazu  gewährt  wurde,  dass  er  aufgrund  des  daktyloskopischen  Ver-
gleichs  erkennungsdienstlich  unter  einer  anderen  Identität  gemeldet 
sei, 

dass er nämlich in Österreich am 11. Oktober 2002 erkennungsdienst-
lich unter dem Namen B._______, (....), erfasst worden sei,

dass der Beschwerdeführer am 11. März 2008 bestritt,  diese Person 
zu sein und sich je in Österreich aufgehalten zu haben,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. April  2008 – gleichentags per-
sönlich eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei am 11. Oktober 2002 in Österreich unter einer an-
dern Identität, als in der Schweiz geltend gemacht, daktyloskopisch er-
fasst worden,

dass er weder in Österreich noch in der Schweiz Identitätspapiere ab-
gegeben habe,

dass er somit die Behörden über seine Identität getäuscht habe, 

dass  folglich  kein  Grund  zur  Annahme  allfälliger  Hinweise  auf  die 
Flüchtlingseigenschaft bestehe, 

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und  -  auch  aufgrund  der  erwiesenen  Identitätstäuschung  - 
keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit 
oder  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges  schliessen  lassen 
könnten,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. April 2008 gegen die-
sen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob 
und dabei dessen Aufhebung, sinngemäss das Eintreten auf das Asyl-
gesuch sowie in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege beantragt,

dass  er  in  der  Begründung  geltend  macht,  niemand könne nur  auf-
grund von Fingerabdrücken verurteilt  werden, da das Fingerabdruck-
verfahren eine nicht unbedeutende Fehlerquote aufweise,

dass  in  letzter  Zeit  der  österreichische  Erkennungsdienst  mehrmals 
(fälschlicherweise) behauptet habe, Asylsuchende in der Schweiz sei-
en in Österreich registriert, weshalb der Verdacht bestehe, dass dieser 
Probleme aufweise, 

dass  er  weiterhin  bestreitet,  sich  vor  seiner  jetzigen  Ausreise  je  im 
Ausland aufgehalten zu haben, 

dass der Beschwerdeführer im Weiteren angab, er habe niemanden zu 
Hause, der ihm Identitätspapiere beschaffen könne,

dass er im Weiteren befürchte, im ganzen Land gesucht zu werden,

dass  seine  Rechtsvertreterin  innerhalb  der  vom  Gericht  gewährten 
Frist keine Kostennote einreichte.

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-

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se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. weiterhin zu-
treffende  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  vormals  zuständigen 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungswei-
se  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG) 
und es sich vorliegend,  wie  nachfolgend aufgezeigt,  um eine solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  be-
gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, zumal mangels einlässlicher Befragung – 
wie  sie  für  einen  allfälligen  Nichteintretensentscheid  beispielsweise 
gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  erforderlich  wäre  (vgl.  Art.  36 
AsylG) - keine Motivsubstitution vorgenommen werden kann,

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dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn der Asylsuchende die Behörden über seine Identität 
täuscht  und  diese  Täuschung  aufgrund  der  Ergebnisse  der  erken-
nungsdienstlichen  Behandlung  oder  anderer  Beweismittel  feststeht, 
wobei der Begriff der Identität Namen, Vornamen, Staatsangehörigkeit, 
Ethnie, Geburtsdatum, Geburtsort und Geschlecht des Asylsuchenden 
umfasst (vgl. Art. 1 Bst. a AsylV 1),

dass es aufgrund dieser Beweislastregelung und gemäss der Praxis 
der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK), welche 
vorliegend vom Bundesverwaltungsgericht übernommen wird (vgl. ins-
besondere EMARK 2003 Nr. 27, mit weiteren Hinweisen), nicht genügt, 
dass die gegenüber den schweizerischen Behörden gemachten Anga-
ben zur Identität  unwahrscheinlich oder unplausibel erscheinen, son-
dern vielmehr nachweislich feststehen muss, dass sie falsch sind,

dass die Behörde den Nachweis der Täuschung eines Asylsuchenden 
über seine Identität im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbrin-
gen hat und vom Vorliegen einer Identitätstäuschung im Sinne der ge-
nannten  Nichteintretensbestimmung  nur  ausgegangen  werden  kann, 
wenn dies aufgrund der vorhandenen Beweismittel ohne vernünftigen 
Zweifel feststeht (vgl. wiederum EMARK 2003 Nr. 27 E. 4a und dort er-
wähnte Urteile),

dass diese Täuschung zudem gegenüber den schweizerischen Asylbe-
hörden erfolgen muss, weshalb die blosse Feststellung, dass jemand 
gegenüber einer ausländischen Drittbehörde eine andere Identität an-
gegeben hat, nicht genügt (vgl. EMARK 1996 Nr. 32 E. 3 S. 303 ff.),

dass somit allein die Tatsache, dass ein Asylbewerber vor der Einrei-
chung  seines  Asylgesuches  in  einem  anderen  Staat  unter  anderer 
Identität in Erscheinung getreten ist, noch nicht zum Nachweis genügt, 
dass die schweizerischen Asylbehörden über die wahre Identität  ge-
täuscht wurden (vgl. EMARK 2003 Nr. 27), 

dass gemäss dem daktyloskopischen Vergleich vom 14. Februar 2008 
zwar eindeutig feststeht, dass der Beschwerdeführer am 11. Oktober 
2002 in Österreich erkennungsdienstlich unter einer anderen als der in 
der Schweiz angegebenen Identität erfasst wurde, 

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http://www.ark-cra.ch/emark/1996/9632303PUB.htm

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dass der  Beschwerdeführer  indessen weder  in  der  Schweiz  noch in 
Österreich  irgendwelche  Dokumente  abgegeben  hat,  welche  seine 
Identifizierung erlauben würden,

dass somit vorliegend nicht mit hinreichender Sicherheit feststeht, ob 
er die österreichischen oder die schweizerischen Asylbehörden (oder 
beide) über seine wahre Identität getäuscht hat, 

dass aber der Nachweis, dass eine Person in einem anderen Land un-
ter einer anderen Identität in Erscheinung getreten ist, als derjenigen, 
die er gegenüber den schweizerischen Asylbehörden angegeben hat, 
den Beweisanforderungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG nur dann ge-
nügt, wenn die betreffende Person gegenüber der ausländischen Be-
hörde ein authentisches Identitätspapier abgegeben hat, welches be-
legt,  dass die im schweizerischen Asylverfahren behauptete Identität 
falsch  ist,  oder  wenn  der  Nachweis  der  Täuschung  der  schweizeri-
schen Asylbehörden auf andere Weise erbracht werden kann,

dass der Beschwerdeführer weder in Österreich noch in der Schweiz 
Identitätspapiere abgegeben hat,

dass es sich bei den vorhandenen Sachverhaltselementen, welche ge-
gen die Richtigkeit der Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Per-
son sprechen, um blosse Indizien handelt, da sie keinen zweifelsfreien 
Rückschluss auf die Unrichtigkeit der im schweizerischen Asylverfah-
ren gemachten Angaben zulassen (vgl. EMARK 2003 Nr. 27 E. 4c S. 
179), 

dass dem BFM folglich der Nachweis der Täuschung über die Identität 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG misslang, weshalb kein Nicht-
eintretens-Entscheid  gestützt  auf  diese  Bestimmung  gefällt  werden 
kann,

dass vorliegend dieser Mangel auch nicht durch eine blosse Substituti-
on der Motive geheilt  werden kann (vgl.  ANDRÉ MOSER/PETER UEBERSAX, 
Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen; Handbücher 
für die Anwaltspraxis, Dritter Band; Basel/Frankfurt am Main, 1998, Rz 
1.8 S. 17 f.), da einer allfälligen Anwendung beispielsweise von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG von vornherein die Tatsache entgegen steht, dass 
es das BFM bislang unterlassen hat, mit dem Beschwerdeführer eine 
einlässliche Anhörung im Sinne von Art. 29 AsylG durchzuführen (vgl. 
Art. 36 Abs. 1 AsylG),

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dass  demnach  der  Nachweis  für  eine  Identitätstäuschung  nicht  er-
bracht  ist,  weshalb  das  BFM zu  Unrecht  in  Anwendung  von  Art. 32 
Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist, 

dass die eingereichte Beschwerde daher gutzuheissen und die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben ist, 

dass  in  der  Folge  die  Akten  zur  Feststellung  und  Würdigung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  anschliessenden  Neubeurtei-
lung an das BFM zurückzuweisen sind (Art. 61 Abs. 1 VwVG),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 - 3 VwVG), womit das Gesuch um unentgeltliche 
Prozessführung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) gegenstandslos 
wird, 

dass einem obsiegenden Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 64 
Abs. 1 VwVG sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 des Regle-
ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  vom 11. Dezember 2006 (VGKE, SR 173.320.2)  für  die 
ihm  erwachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten 
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, 

dass  die aufgrund der Akten abschätzbare Parteientschädigung (Art. 
10  VGKE) mangels  Einreichung einer  Kostennote  von Amtes wegen 
auf  insgesamt  Fr.  400.--  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer) 
festzusetzen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen  und die Verfügung des BFM vom 
15. April 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur Feststellung und Würdigung des rechtserheblichen 
Sachverhalts  im  Sinne  der  Erwägungen  sowie  zur  anschliessenden 
Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer  für das Verfahren 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  eine  Parteientschädigung  von 
Fr. 400.-- (inkl. Auslagen) zu entrichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Transitzentrum Altstätten (Kopie zu den Akten Ref.-Nr. 

N _______)
- (kantonales Amt) (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Muriel Beck Kadima

Versand: 

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