# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab4a99ab-0c3e-5e54-a40f-887194d2c7de
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2014 E-460/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-460-2014_2014-01-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-262/2014 und  E-460/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  J a n u a r  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), 

Richter Robert Galliker, Richterin Sylvie Cossy,    

Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann. 

   Parteien 
 

A._______, 

Sri Lanka,   

vertreten durch Nicole Allemann, Rechtsanwältin und  

Notarin, Aarejura Rechtsanwälte, (…), 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung /   

Wiederherstellung der Beschwerdefrist; 

Verfügung des BFM vom 21. August 2013 / N (…). 

 

 

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass sich die Beschwerdeführerin mit schriftlicher Eingabe vom 16. Sep-

tember 2010 (Eingang bei der Botschaft: 24. September 2010) an die 

Schweizer Vertretung in Colombo wandte und sinngemäss um Asyl er-

suchte,  

dass die Schweizer Vertretung die Beschwerdeführerin mit Schreiben 

vom 24. September 2010 aufforderte, ihre Eingabe vom 16. September 

2010 schriftlich zu ergänzen, und ihr hierzu einen Fragekatalog unterbrei-

tete,  

dass die Beschwerdeführerin ihr Asylgesuch mit Eingabe vom 13. Okto-

ber 2010 ergänzte und dabei mehrere Beweismittel nachreichte, 

dass die Schweizer Vertretung in Colombo mit Schreiben vom 19. No-

vember 2010 der Beschwerdeführerin mitteilte, dass ihre Eingaben als 

Asylgesuch entgegengenommen und behandelt würden und dem BFM 

überwiesen worden seien,  

dass sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 25. August 2011 wie-

der an die Schweizer Botschaft richtete und dabei auf ihre Schwierigkei-

ten in Sri Lanka verwies, 

dass die Freiplatzaktion Basel, Barbara Frei-Koller (mit Substitutions-

recht), mit Eingabe vom 15. November 2011 das BFM – unter Einrei-

chung einer von der Beschwerdeführerin in Colombo eigenhändig unter-

zeichneten Vollmacht – auf ihre Mandatierung verwies und gleichzeitig 

mehrere Dokumente nachreichte,  

dass die Freiplatzaktion Basel mit Schreiben vom 26. Januar 2012 an das 

BFM nochmals auf ihre Mandatierung durch die Beschwerdeführerin ver-

wies und unter anderem um Auskunft über den Stand des Verfahrens er-

suchte, 

dass das BFM mit Schreiben vom 3. Februar 2012 der Freiplatzaktion 

Basel mitteilte, die Schweizer Vertretung in Colombo habe das Asylge-

such der Beschwerdeführerin dem Bundesamt überwiesen; der ent-

scheidrelevante Sachverhalt werde als erstellt betrachtet; unter Berück-

sichtigung der massgeblichen Faktoren und der vorliegenden Akten er-

wäge das BFM, das Asylgesuch abzulehnen und die Einreisebewilligung 

zu verweigern, zumal davon ausgegangen werde, dass die Beschwerde-

führerin nicht schutzbedürftig sei im Sinne des Asylgesetzes; unter Hin-

E-262/2014 und E-460/2014 

 

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weis auf die Rechtsprechung (BVGE 2007/30) werde der Beschwerdefüh-

rerin das rechtliche Gehör gewährt und ihr eine Frist zur schriftlichen Stel-

lungnahme eingeräumt,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe der Freiplatzaktion vom 

7. März 2012 auf ihre persönliche und frauenspezifische Sicherheitssitua-

tion im Heimatland verwies, 

dass das BFM am 18. Mai 2012 die Schweizer Vertretung unter anderem 

anwies, die Beschwerdeführerin zu einem Interview aufzubieten, zu be-

fragen und dabei den angesetzten Befragungstermin im Voraus auch der 

Rechtsvertreterin in der Schweiz bekannt zu geben,  

dass die Beschwerdeführerin am 19. Juni 2012 von der Schweizer Vertre-

tung in Colombo zu ihren Asylgründen angehört wurde,  

dass die Beschwerdeführerin weitere Eingaben direkt bei der Schweizer 

Vertretung einreichte (Eingang Botschaft: 12. Juli, 17. Juli, 30. Juli, 

15. Oktober und 26. Dezember 2012),  

dass die Freiplatzaktion Basel mit Schreiben vom 16. Mai 2013 und 

26. Juli 2013 zwei von der Beschwerdeführerin per Telefax übermittelte 

Schreiben nachreichte,  

dass das BFM mit Verfügung vom 21. August 2013 – lediglich der 

Schweizer Botschaft zugestellt – die Einreise der Beschwerdeführerin 

verweigerte und ihr Asylgesuch abwies,  

dass die Freiplatzaktion mit Eingabe vom 7. November 2013 ein weiteres, 

von der Beschwerdeführerin persönlich verfasstes Schreiben (inklusive 

Übersetzung) vom 8. Oktober 2013 nachreichte,  

dass das BFM mit Schreiben vom 29. November 2013 (per Einschreiben 

mit Rückschein verschickt) der Freiplatzaktion Basel mitteilte, dass die 

BFM-Verfügung vom 21. August 2013 irrtümlich nur an die schweizeri-

sche Botschaft in Colombo versandt worden sei und der Asylentscheid 

der Freiplatzaktion nachgereicht werde,  

dass gemäss Rückschein die BFM-Verfügung vom 21. August 2013 in-

klusive Begleitschreiben vom 29. November 2013 am 2. Dezember 2013 

von der Freiplatzaktion entgegengenommen wurde, 

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Seite 4 

dass sich Rechtsanwältin Nicole Allemann mit Eingabe vom 18. Dezem-

ber 2013 an das BFM wandte, dabei ihre Mandatierung durch die Be-

schwerdeführerin mitteilte und eine entsprechende Vollmacht (Telefax-

Kopie), ausgestellt in Colombo am 16. Dezember 2013, einreichte, 

dass Rechtsanwältin Allemann gleichzeitig auf die laufende Beschwerde-

frist verwies und um die Zustellung der Verfahrensakten zur Einsichtnah-

me ersuchte, 

dass das BFM mit Begleitschreiben vom 23. Dezember 2013 die verfah-

renswesentlichen Akten an Rechtsanwältin Allemann überwies,  

dass Rechtsanwältin Allemann mit Eingabe vom 16. Januar 2014 

(Poststempel) namens und im Auftrag der Beschwerdeführerin beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die 

BFM-Verfügung vom 21. August 2013 sei aufzuheben; eventualiter sei die 

Beschwerdefrist nach Art. 24 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) wiederherzustellen und die 

angefochtene Verfügung aufzuheben; die Flüchtlingseigenschaft der 

Beschwerdeführerin sei anzuerkennen, ihr Asylgesuch gutzuheissen 

und ihre Einreise in die Schweiz zu bewilligen; eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtpflege inklusive –verbeiständung im Sinne von 

Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ersucht wurde,  

dass in der Rechtsmitteleingabe unter anderem zur Wahrung der Be-

schwerdefrist vorgetragen wurde, Rechtsanwältin Allemann habe am 

16. Dezember 2013 über den Schwager mit der Beschwerdeführerin Kon-

takt hergestellt, 

dass Rechtsanwältin Allemann am 16. Dezember 2013 bei der Freiplatz-

aktion Akteneinsicht verlangt und am 17. Dezember 2013 per Fax den 

(negativen) Entscheid des BFM erhalten habe, 

dass sie am 18. Dezember 2013 (nach Kenntnisnahme des BFM-

Entscheides) beim BFM Akteneinsicht verlangt und mit Begleitschreiben 

des BFM vom 23. Dezember 2013 am 27. Dezember 2013 diese Akten 

erhalten habe,  

dass Rechtsanwältin Allemann weiter vorbringt, der auf den 21. August 

2013 datierte Entscheid sei mit Begleitschreiben vom 29. November 2013 

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 5 

an Frau Nijhof (Freiplatzaktion Basel) nachgesandt worden und die Be-

schwerdeführerin habe "frühestens am 18. Dezember 2013" Kenntnis von 

der BFM-Verfügung vom 21. August 2013 erlangt, weshalb die Be-

schwerdefrist am 19. Dezember zu laufen begonnen habe, 

dass Rechtsanwältin Allemann in der Beschwerdeschrift vom 16. Januar 

2014 explizit ein Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist stellt 

und dazu ausführt, es sei der Beschwerdeführerin nicht möglich gewe-

sen, früher eine Beschwerde einzureichen; es könne weder der Schwei-

zer Vertretung in Colombo noch der Freiplatzaktion zugemutet werden, 

den Fristenbeginn für die Beschwerdeführerin erkannt und für diese 

rechtzeitig gehandelt zu haben; die Schweizer Vertretung sei zu keiner 

Zeit Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin gewesen; die Freiplatzak-

tion habe nach Erhalt der BFM-Verfügung im Dezember 2013 annehmen 

müssen, dass die Beschwerdefrist zur BFM-Verfügung vom 21. August 

2013 längst abgelaufen sei, weshalb das Gesuch um Wiederherstellung 

der Beschwerdefrist gutzuheissen sei, zumal die versäumte Handlung in-

nert der gesetzlichen Frist nachgeholt werde,   

dass Rechtsanwältin Allemann mit Eingabe vom 20. Januar 2014 weitere 

Beweismittel (zu den Asylvorbringen der Beschwerdeführerin) nachreich-

te,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Re-

gel, so auch hier, endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 

VwVG) des BFM entscheidet, (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 

1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgeset-

zes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bun-

desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Behandlung von Gesuchen 

um Wiederherstellung von Fristen gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG zuständig 

ist, bei denen es im Falle der Wiederherstellung über die nachgeholte 

Parteihandlung beziehungsweise Rechtsvorkehr zu befinden hat 

(vgl. URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in 

der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, 

S. 233), 

dass über zulässige und hinreichende Gesuche um Wiederherstellung ei-

ner Frist nach Art. 24 VwVG ein Spruchgremium aus drei Richtern oder 

Richterinnen (vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG) und über offensichtlich unzulässige 

E-262/2014 und E-460/2014 

 

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Beschwerden ein Einzelrichter oder eine Einzelrichterin entscheiden 

(vgl. Art. 111 Bst. b AsylG und Art. 23 VGG), 

dass somit das – gleichzeitig mit der Beschwerdeeingabe vom 16. Januar 

2014 – anhängig gemachte Gesuch um Wiederherstellung der Be-

schwerdefrist in einem Spruchgremium aus drei Richtern oder Richterin-

nen zu behandeln ist, hingegen die ebenfalls am 16. Januar 2013 erho-

bene Beschwerde aufgrund der verspäteten Eingabe durch den Einzel-

richter oder die Einzelrichterin zu entscheiden wäre, 

dass aus prozessökonomischen Gründen beide Verfahren vereinigt in 

Dreierbesetzung zu behandeln sind, 

dass die Beschwerdeführerin legitimiert ist und die Voraussetzungen für 

das Fristwiederherstellungsgesuch (Wahrung der Frist nach Wegfall des 

behaupteten Hindernisses, Nachholen der versäumten Handlung) erfüllt 

sind, weshalb auf das frist- und formgerecht eingereichte Gesuch um 

Wiederherstellung der Beschwerdefrist einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. 

Art. 48 und 52 sowie Art. 24 VwVG), 

dass hinsichtlich der Beschwerdeeingabe vom 16. Januar 2014 auf die 

nachstehenden Erwägungen zu verweisen ist, 

dass sich vorweg die Frage nach der rechtsgültigen Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin (im Zeitpunkt der Eröffnung der BFM-Verfügung vom 

21. August 2013 und im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung) und damit 

einhergehend die weitere Frage nach der rechtsgültigen Eröffnung der 

BFM-Verfügung an die damals rechtsgültige Rechtsvertretung stellt,  

dass aufgrund der spätestens am 15. November 2011 erfolgten Mandatie-

rung der Freiplatzaktion Basel davon auszugehen ist, dass diese die 

rechtsgültige Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der 

Ausfällung der BFM-Verfügung vom 21. August 2013 innehatte (vgl. dazu: 

Vollmacht der Beschwerdeführerin als Bestandteil der Eingabe vom 15. 

November 2011), 

dass ganz offensichtlich auch das BFM während des gesamten             

vorinstanzlichen Verfahrens von dieser Rechtsvertretung ausging, nach-

dem mehrfache Schriftenwechsel zwischen dem Bundesamt und der 

Freiplatzaktion Basel erfolgt sind,  

E-262/2014 und E-460/2014 

 

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dass weder eine Mandatsniederlegung der Freiplatzaktion noch ein Man-

datswiderruf der Beschwerdeführerin gegenüber der Freiplatzaktion ak-

tenkundig ist,  

dass somit das BFM seine Verfügung vom 21. August 2013 rechtsgültig 

der Freiplatzaktion hätte eröffnen müssen (vgl. dazu: Art. 12 AsylG und 

Art. 11 Abs. 3 VwVG), 

dass die Verfügung des BFM vom 21. August 2013 unmittelbar nach dem 

Entscheid jedoch irrtümlich nur an die Schweizer Vertretung in Colombo 

gesandt wurde (vgl. Schreiben des BFM an die Freiplatzaktion vom 29. 

November 2013) und unbestrittenermassen damals keine Eröffnung an 

die Freiplatzaktion Basel als Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

erfolgt ist,  

dass das BFM diesen Irrtum jedoch erkannt hat und mit Begleitschreiben 

vom 29. November 2013 die angefochtene Verfügung korrekt der Frei-

platzaktion eröffnet hat (vgl. Art. 12 AsylG i.V.m. Art. 11 Abs. 3 und 34 

Abs. 1 VwVG), 

dass aus diesem behördlichen Versehen bei der Eröffnung kein Rechts-

nachteil für die Beschwerdeführerin erwachsen darf und ihr die gesetzlich 

vorgesehene Frist zur Beschwerdeerhebung (ab dem Zeitpunkt, in dem 

ihre Rechtsvertretung Kenntnis von der BFM-Verfügung erhalten hat) zu-

steht,  

dass die Freiplatzaktion Basel den Empfang der BFM-Verfügung gemäss 

Rückschein am 2. Dezember 2013 bestätigt hat (vgl. Stempel und Unter-

schrift auf dem Rückschein), 

dass die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen seit Eröffnung der Verfü-

gung einzureichen ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG), wobei gemäss Art. 17 

Abs. 1 AsylG die Bestimmungen des VwVG über den Fristenstillstand 

keine Anwendung auf das Asylverfahren finden, 

dass somit die 30-tägige Beschwerdefrist am 3. Dezember 2013 zu lau-

fen begann,  

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behör-

de einzureichen oder zu deren Handen der schweizerischen Post zu 

übergeben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG), 

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 8 

dass demnach die am 3. Dezember 2013 zu laufen beginnende 30-tägige 

Beschwerdefrist am 2. Januar 2014 geendet hat (Art. 20 VwVG), 

dass die Freiplatzaktion innert Frist keine Beschwerde im Namen der Be-

schwerdeführerin erhob,   

dass sich indessen Rechtsanwältin Allemann erstmals mit Vollmacht der 

Beschwerdeführerin vom 16. Dezember 2013 auswies (vgl. Eingabe 

betreffend Akteneinsicht vom 18. Dezember 2013 an das BFM), 

dass aufgrund dieser Vollmacht vom 16. Dezember 2013 zu schliessen 

ist, dass die Beschwerdeführerin, welche bis zum 16. Dezember 2013 

von der Freiplatzaktion Basel vertreten wurde, diese Mandatierung wider-

rief und nunmehr – seit dem 16. Dezember 2013 – von Rechtsanwältin 

Allemann rechtsgültig vertreten wird,  

dass aufgrund der Aktenlage auch aus dem Verhalten der Freiplatzaktion, 

welche einerseits keine Beschwerde im Namen der Beschwerdeführerin 

eingereicht und andererseits ihre Verfahrensakten am 16. Dezember 

2013 Rechtsanwältin Allemann übermittelt hat, geschlossen werden kann, 

dass die Freiplatzaktion Basel selbst auch vom Übergang des Mandats 

zur Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 

auf Rechtsanwältin Allemann ausging,  

dass auch seitens Rechtsanwältin Allemann innert Frist, d.h. bis zum 2. 

Januar 2014, keine Beschwerde im Namen der Beschwerdeführerin ein-

gereicht hat,  

dass die Bevollmächtigung einer neuen Rechtsvertretung während einer 

laufenden Beschwerdefrist nicht dazu führt, einen neu beginnenden Fris-

tenlauf auszulösen, 

dass die von Rechtsanwältin Allemann am 16. Januar 2014 eingereichte 

Beschwerde verspätet ist,  

dass in der Beschwerdeeingabe vom 16. Januar 2014 zwar die verspäte-

te Einreichung bestritten wird, aber dennoch für den Fall, dass die Be-

schwerdeeingabe vom Bundesverwaltungsgericht als verspätet erkannt 

werde, entsprechende Ausführungen zur Fristwiederherstellung gemacht 

werden und formell ein Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerde-

frist gestellt wird,  

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 9 

dass eine Fristwiederherstellung die Beseitigung von Rechtsnachteilen 

wegen unverschuldeter Fristversäumnis bezweckt (STEFAN VOGEL in: Au-

er/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Ver-

waltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, N 1 zu Art. 24 VwVG), 

 

dass gemäss Lehre und Rechtsprechung zu Art. 24 Abs. 1 VwVG ein 

Fristversäumnis nur dann unverschuldet ist, wenn der Partei keine Nach-

lässigkeit vorgeworfen werden kann und objektive Gründe vorliegen (vgl. 

ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-

rechtsprechung des Bundes, 2. Aufl. Zürich 1998, Rz. 345, S. 124f.; BGE 

112 V 255, BGE 108 V 109; Verwaltungspraxis der Bundesbehörden 

[VPB] 60.39, S. 367), 

dass den Nachweis, dass die Frist wegen eines unverschuldeten Hinder-

nisses nicht gewahrt werden konnte, der Gesuchsteller zu erbringen hat, 

wobei die entsprechenden Umstände zu beweisen sind und ein blosses 

Glaubhaftmachen insoweit nicht genügt (vgl. zum Ganzen: BEERLI-

BONNORAND, a.a.O., S. 227 ff., mit weiteren Hinweisen auf Lehre und 

Praxis), 

dass weiter von der herrschenden Lehre als Beispiele für objektive Grün-

de für unverschuldete Fristversäumnisse Naturkatastrophen, Militärdienst 

oder schwerwiegende Erkrankung aufgeführt werden, 

dass daneben auch subjektive Gründe eine Fristwiederherstellung recht-

fertigen können, welche dann vorliegen, wenn der – objektiv betrachtet – 

Handlungsfähige lediglich deshalb untätig bleibt, weil er die Situation zu-

folge eines Irrtums oder auf Grund mangelnder Kenntnisse nicht richtig 

einzuschätzen vermag, 

dass schliesslich auch eine Kumulation verschiedener Umstände, die je 

für sich betrachtet das Versäumnis nicht zu entschuldigen vermöchten, 

die Voraussetzungen von Art. 24 VwVG erfüllen kann, 

dass sich der Gesuchsteller indessen das schuldhafte Verhalten eines 

Vertreters oder einer beigezogenen Hilfsperson anrechnen lassen muss 

(vgl. zum Ganzen: VOGEL, a.a.O., N 7 ff. zu Art. 24 VwVG) bzw. dem Ge-

suchsteller und seinem Vertreter auch Fehler ihrer Hilfspersonen ange-

rechnet werden (vgl. BERNHARD MAITRE/VANESSA THALMANN [FABIA 

BOCHSLER] in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum 

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 10 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009, 

zu Art. 24 VwVG, Rz. 12, S. 489), 

dass ein Versäumnis als unverschuldet gilt, wenn dafür objektive Gründe 

vorliegen und der säumigen Partei beziehungsweise ihrer Vertretung kei-

ne Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann, sondern das Versäumnis 

auf eine erhebliche Behinderung wie etwa durch das fehlerhafte Verhal-

ten einer Behörde zurückzuführen ist (vgl. VOGEL, a.a.O., N 10 und 13 zu 

Art. 24 VwVG), 

dass die neu, mit Vollmacht vom 16. Dezember 2013, mandatierte 

Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Allemann, vorbringt, es sei der ersten 

Rechtsvertretung (Freiplatzaktion Basel) weder zumutbar noch möglich 

gewesen, den Fristenbeginn für die Beschwerdeführerin zu erkennen und 

rechtzeitig zu handeln,  

dass diese von Rechtsanwältin Allemann vertretene Sichtweise nicht wei-

ter begründet wird, 

dass insbesondere nicht konkret dargelegt wird, weshalb es der bis zum 

16. Dezember 2013 gültigen Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin 

(Freiplatzaktion Basel) nicht möglich gewesen sein sollte, im Namen der 

Beschwerdeführerin eine Beschwerdeschrift einzureichen, nachdem sie 

am 2. Dezember 2013 den Empfang der BFM-Verfügung vom 21. August 

2013 bestätigt hat (vgl. Rückschein),  

dass Rechtsanwältin Allemann in der Eingabe vom 16. Januar 2014 

ebenfalls nicht darlegt, weshalb es ihr selbst nicht möglich und zumutbar 

gewesen wäre, im Namen der Beschwerdeführerin rechtzeitig innert der 

bis zum 2. Januar 2014 laufenden Frist Beschwerde zu erheben,   

dass vorliegend ohne Weiteres davon auszugehen ist, dass es Rechts-

anwältin Allemann möglich gewesen wäre, rechtzeitig für die Beschwer-

deerhebung besorgt zu sein, nachdem sie bereits in ihrem Aktenein-

sichtsgesuch an das BFM vom 18. Dezember 2013 explizit auf die lau-

fende Beschwerdefrist hingewiesen und am 27. Dezember 2013 über die 

Verfahrensakten verfügt hat,   

dass die für die Begründung des Gesuches (im Sinne von Art. 24 VwVG) 

angeführten Gründe  für eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist 

nach Lehre und Praxis nicht ausreichen (vgl. hierzu die weiterhin zutref-

fende Praxis der Schweizerische Asylrekurskommission [ARK] in Ent-

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 11 

scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommissi-

on [EMARK] 2006 Nr. 12 und 2005 Nr. 10; vgl. statt vieler Urteile            

D-3768/2013 vom 27. August 2013, E-3911/2013 vom 22. Juli 2013,       

D-2158/2013 vom 25. April 2013),  

dass insbesondere keine objektiven Gründe für das Versäumnis ersicht-

lich sind, und die Nichteinhaltung der Beschwerdefrist lediglich auf Nach-

lässigkeit der Rechtsvertretung beruht, weshalb öffentliche Interessen der 

Wiederherstellung der Beschwerdefrist gegenüberstehen und das Ver-

säumnis nicht als unverschuldet gilt, 

dass sich die Beschwerdeführerin das Verhalten ihrer Rechtsvertretung 

anrechnen lassen muss, 

dass deshalb das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ab-

zuweisen ist,  

dass auf die verspätet eingereichte Beschwerde vom 16. Januar 2014 

nicht einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten (Art. 1‒3 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass aber gestützt auf Art. 6 Bst. b  VGKE auf die Auferlegung von Ver-

fahrenskosten verzichtet wird. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-262/2014 und E-460/2014 

 

Seite 12 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewiesen. 

2.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, das 

BFM und die Schweizer Vertretung in Colombo.  

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Luterbacher Sandra Bodenmann 

 

 

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