# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dccf41d3-bb40-5d6c-9c61-56e3a2dae32b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.12.2008 S 2008 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2008-64_2008-12-11.pdf

## Full Text

S 08 64

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 11. Dezember 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. a) …, geboren am … 1972 in Bosnien, ist verheiratet, Vater von zwei Kindern 

und seit dem Jahre 2004 im Besitz des Schweizer Bürgerrechts. Seit dem 1. 

Februar 2001 arbeitete der gelernte Schlosser in der … in … als erster Gehilfe 

... Am 19. Juli 2001 verspürte er beim Auffangen einer Filzleitwalze im Betrieb 

seiner Arbeitgeberin in … durch die plötzliche, unerwartete Belastung einen 

starken Schmerz im Rücken. Es stellte sich heraus, dass er durch den Unfall 

eine mediolaterale Diskushernie L4/5 mit ev. L5 Reizung sowie eine mediane 

Diskusprotrusion L3/4 erlitten hatte. In der Folge bezog er bis am 30. Oktober 

2003 Leistungen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA). 

Das Arbeitsverhältnis mit der … wurde per 31. Dezember 2004 aufgelöst.

b) Am 19. Januar 2005 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des 

Kantons Graubünden (IV-Stelle) zum Bezug einer Rente an, wobei er angab, 

an chronischen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine zu leiden. 

Nachdem er von verschiedenen Ärzten bezüglich seines Leidens begutachtet 

wurde, beauftragte die IV-Stelle die medizinische Abklärungsstelle 

Zentralschweiz (MEDAS) mit einer Untersuchung bezüglich seiner 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer     adaptierten 

Tätigkeit. Der Versicherte wurde dort vom 25. bis 27. Oktober 2005 

bidisziplinär (rheumatologisch und psychiatrisch) abgeklärt und begutachtet. 

Im Bericht vom 9. Januar 2006 wurde das chronische, therapierefraktäre 

lumbospondylogene Schmerzsyndrom beidseits, rechts betont etc. 

diagnostiziert, sowie eine aktuell mittelgradige depressive Episode mit 

somatischem Syndrom unter Therapie. Zudem wurde der Versicherte vom 18. 

bis 29. September 2006 in der beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) 

Appisberg abgeklärt. Es wurde untersucht, ob er überhaupt arbeiten könne, 

wenn ja, wie viel und in welchen Arbeitsgebieten. Er brach die Abklärung aber 

vorzeitig ab, weil ihm sein Hausarzt gesagt hätte, eine Fortsetzung würde 

wenig Sinn machen, was seitens der BEFAS Appisberg bestätigt wurde. 

c) Mit Vorbescheid vom 27. März 2007 wurde dem Versicherten ab 1. März 

2005, befristet bis 28. Februar 2006, eine ganze IV-Rente aufgrund eines IV-

Grades von 100% zugesprochen. Gemäss MEDAS-Gutachten sei er bis 30. 

November 2005 zu 100% arbeitsunfähig gewesen, ab dann zu 70%. Ohne 

Behinderung hätte er im Jahre 2006 Fr. 67'003.00, mit Behinderung Fr. 

41'088.00 verdienen können, woraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'915.00 

bzw. ein IV-Grad von 38.68% resultiere. Für das Invalideneinkommen werde 

auf die Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004, 

Niveau 4, einfache und repetitive Tätigkeiten, männlich, Resterwerbsfähigkeit 

70%, ganztags, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, abgestellt. 

d) Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte am 8. Mai 2007 Einwand 

erheben, worin er u.a. die Zusprechung einer Invalidenrente auch nach dem 

28. Februar 2006 beantragte. Er machte darin im Wesentlichen geltend, dass 

die Erwerbsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ungenügend abgeklärt worden sei 

und verlangte, dass weitere Arztberichte eingeholt würden. Mit Verfügung 

vom 8. April 2008 bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid und stützte sich 

bei ihren Ausführungen im Wesentlichen auf das MEDAS-Gutachten vom 9. 

Januar 2006 ab.

2. a) Dagegen liess der Versicherte am 7. Mai 2008 frist- und formgerecht 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag um Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung und um Zusprechung einer ganzen 

unbefristeten Invalidenrente ab 1. März 2005, eventualiter nach Ermessen 

des Gerichts. Sodann sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die 

IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung seiner Beschwerde führte er im 

Wesentlichen aus, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung 

vom Oktober 2005 verschlechtert habe. Dass das Einsetzen eines Wallis-

Implantates am 7. April 2006 nicht den gewünschten Erfolg erbracht habe, sei 

auch von Dr. …  in seinem Bericht vom 2. Oktober 2006 bestätigt worden. 

Ferner habe der behandelnde Psychiater Dr. … am 19. Mai 2007 wie auch 

am 4. Dezember 2007, nachdem er sich vom 15. bis 26. November 2007 in 

der Klinik Waldhaus aufgehalten habe, festgehalten, dass sich die Symptome 

im Lauf des Jahres deutlich verstärkt hätten. Der behandelnde 

Schmerztherapeut Dr. … habe am 14. Dezember 2007 ein somatoformes 

Schmerzsyndrom, ein chronisches Schmerzsyndrom bei Status nach 

Wirbelsäulentrauma und OP der LWS, sowie eine mittelgradige Depression 

und eine Ulnaris-Neuropathie diagnostiziert. Auch sei eine Opioidbehandlung 

angeordnet worden. Vom Januar bis März 2008 habe er sich zudem erneut in 

der Klink Waldhaus aufgehalten. Weiter würden die Abklärungen fehlen, 

inwieweit sich die Operation vom 7. April 2006 auf die adaptierte 

Arbeitsfähigkeit auswirke. Aufgrund der aktuellen medizinischen Akten sei 

keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Die Feststellung der IV-Stelle, sein 

Gesundheitszustand sei unverändert, sei nicht nachvollziehbar, nachdem 

medizinisch eine akute Suizidalität attestiert und eine Opioidbehandlung 

angesetzt worden sei. Auch das Valideneinkommen sei nur ungenügend 

abgeklärt worden. So gehe aus den Akten nicht hervor, ob Wochenend- und 

Nachtschichtzulagen im angegebenen Lohn schon enthalten seien. Zudem 

sei zu berücksichtigen, dass er sich habe zum Maschinenführer ausbilden 

lassen wollen. Das Valideneinkommen habe im Jahre 2003 mindestens Fr. 

66'340.20 betragen. Dies ergäbe für 2006 teuerungsbereinigt mindestens Fr. 

68'397.00. Falls das Gericht von einer Arbeitsfähigkeit von 70% ausgehe, 

müsse vom an und für sich richtig errechneten Invalideneinkommen von Fr. 

41'007.00 ein Leidensabzug von 20% vorgenommen werden. Ein 

Leidensabzug von 10% für Teilzeitbeschäftigung, ein ebenso hoher für die 

Einschränkung gemäss rheumatologischem Gutachten vom 21. November 

2005, wonach er nur noch leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten 

in wechselnder Körperposition ausführen könne. 

b) Am 5. Juni 2008 liess der Beschwerdeführer einen Arztbericht von Dr. … vom 

17. Mai 2008 einreichen, wonach sich sein Gesundheitszustand seit Oktober 

2005 massgeblich verschlechtert habe und einen Austrittsbericht der 

Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) vom 20. März 2008, worin 

ausgeführt wird, dass ein Besuch der Psychotherapie-Tagesklinik (PTTK) 

sinnvoll wäre. Am 10. Juni 2008 wurde ein weiterer Bericht der PDGR vom 9. 

Juni 2008 nachgereicht. Darin wurde festgehalten, dass beim 

Beschwerdeführer lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 30% resultiere. 

3. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Stellungnahme die Abweisung der 

Beschwerde, soweit sie nicht anerkannt sei. Für die Zeit bis am 15. November 

2007 werde an der Begründung gemäss angefochtenem Entscheid 

festgehalten. Aufgrund der Austrittsberichte der Klinik Waldhaus vom 7. 

Dezember 2007 und 20. März 2008 und dem Arztbericht von Dr. … vom 4. 

Dezember 2007 und 17. Mai 2008 könne, was den Zeitraum ab dem 15. 

November 2007 betreffe, nicht mehr ohne weiteres auf das MEDAS-

Gutachten abgestellt werden. Deshalb werde die IV-Stelle, was die 

Arbeitsfähigkeit ab diesem Datum betreffe, weitere Abklärungen vornehmen. 

Bis zu diesem Datum gehe man aber weiterhin davon aus, dass der 

Versicherte zu 70% arbeitsfähig sei. Am 24. Juni 2008 bestätigte die IV-Stelle, 

dass sie für die Zeit ab 15. November 2007 weitere Abklärungen vornehmen 

werde. 

4. In der Replik liess der Versicherte an seinen Anträgen festhalten. Im MEDAS-

Gutachten habe der begutachtende Rheumatologe die Auffassung vertreten, 

die erhobenen Befunde seien leicht bis höchstens mässiggradig und aus 

rheumatologischer Sicht sei eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Dr. … 

habe aber am 3. September 2008 festgehalten, dass er aufgrund der Befunde 

seit Anfang 2006 zu keiner Zeit belastbar gewesen sei. Dies zeige auch das 

FMRI vom 6. März 2006. Die Operation vom 7. April 2006 sei indiziert 

gewesen. Sein Gesundheitszustand habe sich nach der Operation nicht 

wunschgemäss entwickelt, sodass er bereits ab Mai 2006 wieder an stärkeren 

Einschränkungen gelitten habe. Auch gemäss Bericht von Dr. … vom 17. Mai 

2008 habe sich keine Verbesserung der Symptome der Depression ergeben. 

Es habe sich aus den Berichten der behandelnden Psychiater vielmehr eine 

konstante Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes bis zum 

ersten stationären Aufenthalt in der Klinik im November 2007 ergeben. Sein 

psychischer Gesundheitszustand habe sich spätestens ab Mai 2006 

verschlechtert, ebenso der körperliche Zustand. Es sei somit auf die Berichte 

der behandelnden Fachärzte abzustellen. 

5. Die IV-Stelle hielt in der Duplik an den Anträgen fest. Zur Begründung 

ergänzte und vertiefte sie die bereits der Stellungnahme zugrunde liegenden 

Überlegungen. 

Auf weitere Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung 

der IV-Stelle vom 8. April 2008, worin die Ansprüche des Beschwerdeführers 

auf Leistungen der Invalidenversicherung festgelegt wurden. Streitig und zu 

prüfen ist nachfolgend, nach der teilweisen Anerkennung durch die IV-Stelle, 

ob dem Beschwerdeführer zu Recht die Rente vom 1. März 2006 bis 14. 

November 2007 verweigert wurde. 

2. a) Gemäss Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

(IVG; SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe 

Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen 

Versicherten ist gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG der Art. 16 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil der Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

anwendbar. Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität (Art. 8 ATSG) wird durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, zum 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre, in Beziehung gesetzt wird (Art. 16 ATSG).

b) Im gesamten Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Versicherungsgerichte die Beweise frei zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Versicherungsgericht 

alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 

125 V 351 E. 3a). Was Berichte von Hausärzten angeht, muss die 

Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, das Hausärzte aufgrund des 

Auftrags- und teilweise persönlichen Verhältnisses zu ihren Patienten eher 

dazu neigen, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (BG-Urteil vom 13. Juni 

2001 [I 506/2000] E. 2b; vom 17. Juni 2004 [U 164/03] E. 3.3; BGE 125 V 351 

E. 3b/cc). 

c) Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien bezüglich der medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit (Gesundheitszustand) uneins geblieben. 

Folgende ärztliche Befunde, Facharzt-, Spitalarzt- und Hausarztberichte sind 

aktenkundig und für die Entscheidfindung von Bedeutung:

 Im MEDAS-Gutachten vom 9. Januar 2006 wird ausgeführt, dass der 
Versicherte aus rheumatologischer Sicht an einem chronischen, 
therapierefraktären lumbospondylogenen Schmerzsyndrom mit 
Schmerzen beidseits, deutlich rechtsbetont leide. Klinisch würde sich eine 
Fehlhaltung/Fehlform der Wirbelsäule mit ausgeprägter lumbaler 

Streckhaltung und leichter Kyphosierung Th 12-L5 zeigen; es bestehe eine 
ausgeprägte muskuläre Dysbalance und Dekonditionierung. Die 
Untersuchung des Versicherten habe eine deutliche Diskrepanz zwischen 
den als völlig invalidisierend empfundenen, therapierefraktären 
Beschwerden und den insgesamt vom Rheumatologen als leicht bis 
höchstens mässiggradig beurteilten objektivierbaren Befunden gezeigt. 
Als einschränkend im Vordergrund stehe für den Rheumatologen vor allem 
das mittlerweile bereits jahrelange Schonverhalten mit allgemeiner 
muskulärer Dekonditionierung. Aus reiner Optik des Bewegungsapparates 
bestehe beim Versicherten eine volle Arbeitsfähigkeit in einer körperlich 
leichten und in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit. Aus 
psychiatrischer Sicht sei eine aktuell mittelgradige depressive Episode mit 
somatischem Syndrom diagnostiziert worden. Der Versicherte stehe in 
Psychotherapie, welche unbedingt weitergeführt werden sollte. Die 
Depression stelle einen wesentlichen, die Arbeitsfähigkeit resp. die 
entsprechende Motivation und Willensleistung limitierenden Faktor dar. 
Der behandelnde Psychiater sei nach vorgängiger Verschreibung diverser 
Antidepressiva in letzter Zeit auf ein Johanniskrautextrakt übergegangen. 
Es werde nun eine nochmalige intensivierte Pharmakotherapie 
vorgeschlagen. Laut psychiatrischer Beurteilung bestehe aktuell eine 
Arbeitsunfähigkeit von 30%. Aus psychiatrischer Sicht sei es wichtig, dass 
der Versicherte wieder in eine Tätigkeit einsteige, da er so sein 
Selbstvertrauen steigern könne. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 
Angestellter in der Papierfabrik sei dem Versicherten zu 50% zumutbar. 
Hierunter werde die Entlastung von den schweren und mittelschweren 
Anteilen einer solchen Tätigkeit, aber die Möglichkeit, die leichteren 
Anteile leisten zu können, verstanden. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit bei 
anderer Tätigkeit wird ausgeführt, dass eine körperlich leichte und eine 
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit dem Versicherten aktuell zu 
70% möglich sei. Unter „leicht bis mittelschwer“ werde verstanden, dass 
der Anteil der mittelschweren Arbeit maximal hälftig sein sollte. Unter den 
vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen bestehe die Option, dass 
mit der Zeit wieder eine Arbeitsfähigkeit von 100% in solchen Tätigkeiten 
erreicht werden könne. Zur Schwerarbeit sei der Versicherte definitiv nicht 
mehr geeignet. Die Arbeitsfähigkeit werde ab dem 30. November 2005, 
dem Tag der Schlussbesprechung datiert und bis anhin sei der Versicherte 
aufgrund eines Arztzeugnisses ab dem 25. September 2004 zu 100% 
arbeitsunfähig geschrieben gewesen. Bei diesem jungen Mann mit 
ursprünglich guten Ressourcen rechne man mit einer guten Prognose.

 Der Regionale ärztliche Dienst, Ostschweiz (RAD), schätzte die 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten, gestützt auf das MEDAS-Gutachten, auf 
50% in der bisherigen Tätigkeit und auf 70% in einer adaptierten Tätigkeit 
bei voller zeitlicher Präsenz seit 30. November 2005. 

 Gemäss Abklärungen der BEFAS Appisberg vom 24. November 2006 
seien dem Beschwerdeführer leichtere und optimal 
behinderungsadaptierte Tätigkeiten weiterhin zumutbar. Die 
Hauptproblematik werde im Schmerzverhalten des Versicherten gesehen. 
Eine berufliche Wiedereingliederung habe nur Erfolg, wenn der 
Versicherte trotz vorhandener Schmerzen unter behinderungsadaptierten 

Arbeitsverhältnissen an einer Verringerung von Dekonditionierung und 
damit einhergehender Belastungsintoleranz arbeiten würde, durch Abbau 
des schmerzgeleiteten Schonverhaltens. Dies sei ihm aus 
rheumatologischer Sicht bei leichter und rückenadaptierter Tätigkeit 
zumutbar. Zumutbar seien leichte Verpackungs-, Montage- und 
Kontrollarbeiten. Psychische Befindlichkeitsstörungen im Zusammenhang 
mit dem Grundleiden seien nach wie vor vorhanden und die weitere 
ambulante psychotherapeutische Begleitung bei Dr. … erscheine als 
angezeigt und sinnvoll. Unter optimal behinderungsadaptierten Tätigkeiten 
sei im MEDAS-Gutachen die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
psychiatrisch begründet damals mit 30% beziffert worden. Soweit dies 
beurteilt werden könne, erscheine die psychische Situation wenig 
verändert, verglichen mit der Situation im Rahmen der MEDAS 
Untersuchung. Bezüglich der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne 
aber keine Verbesserung postuliert werden. 

 Am 6. März 2006 berichtete Dr. …, FMRI Zentrum, Zürich, dass im 
Vergleich zu den zwei MRI vom 18. Februar und 15. Oktober 2004, die im 
Liegen durchgeführt worden seien, der ventrale Höhenverlust der 
Bandscheiben L3/4 und L4/5 etwas zugenommen hätten. Auch erkenne 
man auf den liegenden Aufnahmen eine dünne Fettschicht zwischen 
Duralsack und Lig. Flava, die auf den aktuellen Aufnahmen kaum mehr 
erkennbar sei. Es sei nirgends zu einer neurochirurgischen relevanten 
Diskushernie gekommen. 

 Am 7. April 2006 wurde dem Versicherten ein Wallis-Implantat eingesetzt. 
Dem Bericht von Dr. … vom 27. April 2006 ist zu entnehmen, dass der 
bisherige postoperative Verlauf unauffällig gewesen sei. 

 Am 3. Oktober 2006 berichtete der Hausarzt Dr. … über eine 
Untersuchung des Versicherten vom 30. September 2006, nachdem 
dieser in der BEFAS Appisberg zur Abklärung gewesen sei. Er habe sich 
dort gemeldet, da er schmerzbedingt trotz Pausen nicht einmal für vier 
Stunden täglich zu arbeiten vermocht habe. Er sei der Ansicht, dass sich 
der Zustand des Patienten nicht bessern werde. Durch den 
neurochirurgischen Eingriff sei es weder zu einer Verbesserung noch zu 
einer Verschlechterung des Zustandes gekommen. 

 Am 19. Mai 2007 schrieb Dr. … dass sich die Symptome (einer 
Depression) im Verlauf des letzten Jahres deutlich verstärkt hätten.

 Am 4. Dezember 2007 führte Dr. … aus, dass der Versicherte bei ihm in 
ambulanter Behandlung stehe und sich die Symptome der Depression im 
Verlauf des Sommers progredient verstärkt hätten. Wegen akuter 
Suizidalität sei eine stationäre Krisenintervention notwendig geworden. 

 Am 7. Dezember 2007 protokollierte Dr. …, PDGR, Chur, den Aufenthalt 
des Versicherten im Waldhaus vom 15. bis 26. November 2007.

 Am 14. Dezember 2007 schrieb der Anästhesiologe Dr. … dass er den 
Versicherten seit 15. August 2007 mehrfach ambulant 

schmerztherapeutisch behandelt habe. Eine OP-Indikation bestehe nicht. 
Eine Ulnaris-Neuropathie sei abgeklärt und mit Ellbogenschiene behandelt 
worden. Ansonsten sei die Behandlung konservativ, medikamentös, 
psychiatrisch, mittels Physiotherapie und durch 
Schmerzbewältigungstraining erfolgt. Zurzeit sei eine Opioidbehandlung 
erforderlich. Die psychiatrische Medikation sei unverändert weitergeführt 
worden. Der Versicherte sei im November zur stationären psychiatrischen 
Behandlung ins Waldhaus eingetreten. Kleinere Krisensituationen hätten 
mittels tagesklinischer Behandlungen und Kriseninterventionen beherrscht 
werden können. Er habe die Erfahrung gemacht, dass bei praktisch allen 
chronischen Schmerzpatienten die Therapie bis zum endgültigen 
Abschluss des Rentenverfahrens immer mehr oder weniger 
unbefriedigend sei. Der Versicherte erfülle die Voraussetzungen für einen 
höheren IV-Grad als 39% durch die diagnostizierte und therapierte LWS-
Problematik und die Depression. Vor allem letztere sei noch nicht 
ausreichend gutachterlich gewürdigt. 

 Dr. … schrieb in seinem Bericht vom 17. Mai 2008 zur psychiatrischen 
Abklärung, dass sich die Symptome in der Intensität seit der Untersuchung 
im Oktober 2005 deutlich verstärkt hätten und der Versicherte am 15. 
November 2007 in die Klinik Waldhaus eingetreten sei. 

 Dr. … beurteilte den Versicherten in seinem Bericht vom 9. September 
2008 seit Anfang 2006 zu keiner Zeit belastbar und für seinen zuvor 
ausgeübten Beruf permanent 100% arbeitsunfähig. Auch eine 
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit sei allenfalls nur in minimalem 
Umfang gegeben. Die im MEDAS-Gutachten vom Oktober 2005 attestierte 
Arbeitsfähigkeit von 70% werde vom Beschwerdeführer gegenwärtig 
sicherlich nicht erreicht. 

d) In Würdigung der erwähnten Berichte ist das Gericht zur Überzeugung 

gelangt, dass keine triftigen Gründe vorliegen, um nicht von einer medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit von 50% in der Arbeit als Angestellter in der 

Papierfabrik (bei Entlastung von schweren und mittelschweren Arbeiten einer 

solchen Tätigkeit) und von 70% in einer leidensangepassten Tätigkeit (eine 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit) für die Zeit vom 30. November 

2005 bis 14. November 2007 auszugehen. Das MRI vom 6. März 2006, das 

gemäss Bericht von Dr. … zum einen eine leichte Zunahme des ventralen 

Höhenverlusts der Bandscheiben L3/4 und L4/5, zum andern den Verlust 

einer einst bestehenden dünnen Fettschicht zwischen Duralsack und Lig. 

Flava zeigt, wurde vor der Operation durchgeführt und ist daher vorliegend 

nicht von Bedeutung. Auch den Berichten von Dr. … und Dr. … vom 27. April 

und 3. Oktober 2006 ist nichts zu entnehmen, was auf eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers hindeutet, woraus folgt, 

dass die Operation vom 7. April 2006 offensichtlich weder genützt noch 

geschadet hat. Die Berichte von Dr. … vom 19. Mai und 4. Dezember 2007 

sprechen sehr unbestimmt von einer Verstärkung der Symptome. Dabei gilt 

auch zu beachten, dass sich Dr. … am 19. Mai 2007, indem er für 2006 eine 

Verstärkung diagnostizierte, in Widerspruch zu Dr. … setzte. Dieser stellte 

nämlich am 3. Oktober 2006 keine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes fest. Mit der am 4. Dezember 2007 von Dr. … 

erwähnten, notwendigen stationären Krisenintervention ist diejenige vom 15. 

November 2007 gemeint. Da für die vorliegenden Abklärungen nur Tatsachen 

relevant sind, die sich bis am 14. November 2007 ereignet haben, findet diese 

Bemerkung keine Berücksichtigung. Auch die von Dr. … am 4. Dezember 

2007 angesprochene „derzeitige“ Opioidbehandlung betrifft erst den Zeitraum 

nach dem 14. November 2007. Da das MEDAS-Gutachten umfassend ist, 

diverse Arztberichte einbezieht und im Ergebnis schlüssig, nachvollziehbar 

und widerspruchsfrei ist, ist nicht ersichtlich, weshalb für die Zeit bis zum 14. 

November 2007 davon abgewichen werden sollte. Was der Beschwerdeführer 

dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. An der Gesamtbeurteilung 

der Vorinstanz gibt es daher aus Sicht des Gerichts nichts auszusetzen. 

3. a) Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, das Valideneinkommen sei 

ungenügend abgeklärt. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, ob die 

Wochenend- und Nachtschichtzulagen, welche einen Lohnbestandteil 

darstellten, im angegebenen Lohn schon enthalten seien. Zudem habe er sich 

zum Maschinenführer ausbilden lassen wollen, was bei der Festlegung des 

Valideneinkommens zu berücksichtigen sei. 

b) Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist entscheidend, 

was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde 

(RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. E. 3b). Die Einkommensermittlung hat so 

konkret wir möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den 

der Versicherte vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen 

ist (BG-Urteil vom 4. April 2002 [I 446/01]). Dabei sind nach der 

Rechtsprechung theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs- oder 

Aufstiegsmöglichkeiten nur dann zu beachten, wenn sie mit hoher 

Wahrscheinlichkeit eingetreten wären. Für die Annahme einer mutmasslichen 

beruflichen Weiterentwicklung wird daher der Nachweis konkreter 

Anhaltspunkte dafür verlangt, dass der Versicherte einen beruflichen Aufstieg 

und ein entsprechend höheres Einkommen auch tatsächlich realisiert hätte, 

wenn er nicht invalid geworden wäre. Es müssen bereits im Zeitpunkt des 

Unfalles bzw. des Eintritts der Invalidität konkrete Hinweise für das 

behauptete berufliche Fortkommen bestehen, so z.B. wenn der Arbeitgeber 

dies konkret in Aussicht gestellt oder gar zugesichert hat. Sodann genügen 

blosse Absichtserklärungen des Versicherten nicht. Vielmehr muss die 

Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte, wie 

Kursbesuche etc. kundgetan worden sein (BG-Urteil vom 23. Juli 2002 [I 

650/01] E. 2b). 

c) Dies ist vorliegend nicht der Fall. So bringt der Beschwerdeführer lediglich vor, 

dass er sich zum Maschinenführer habe ausbilden lassen wollen. Auch die 

Hinweise darauf, dass er bereits begonnen habe, sich durch seinen 

Schichtführer und den Maschinenführer an der Maschine instruieren zu 

lassen, um die Funktion eines Maschinenführers zu übernehmen und dadurch 

einen höheren Lohn zu erzielen, vermögen nicht zu überzeugen. Es ist daher 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin als 

Betriebsarbeiter/Gehilfe PH 1 tätig gewesen wäre, weshalb auf den von ihm 

zuletzt erzielten Lohn von monatlich Fr. 5'528.35 inkl. 13. Monatslohn (vgl. 

Arbeitgeberbericht vom 24. Januar 2005) bzw. den Jahreslohn von Fr. 

66'340.20 (12 x 5'528.35) abgestellt werden kann. Wie von der Vorinstanz 

richtig ausgeführt, ergibt dies im Jahre 2006, unter Berücksichtigung der 

Nominalentwicklung von 1%, ein Valideneinkommen von Fr. 67'003.00. 

Bezüglich der Frage, ob die Wochenend- und Nachtschichtzulagen im 

Validenlohn Berücksichtigung gefunden haben, gilt auf den IK-Auszug des 

Beschwerdeführers vom 25. Januar 2005 zu verweisen, worin für das Jahr 

2003 ein Einkommen von Fr. 66'020.00 inklusive Zulagen ausgewiesen wird. 

Vergleicht man dieses Einkommen mit dem zuletzt erzielten Lohn von Fr. 

66'340.20 geht klar hervor, dass dieser inklusive Zulagen zu verstehen ist. 

Dem Vorwurf des Beschwerdeführers, das Valideneinkommen sei nicht 

genügend abgeklärt worden, kann daher nicht gefolgt werden.

4. a) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, der Leidensabzug sei zu Unrecht 

nicht berücksichtigt worden. Nach seiner Ansicht wäre ein Abzug von 10% für 

die Teilzeitbeschäftigung, ein ebenso hoher für die Einschränkung gemäss 

rheumatologischem Gutachten vom 21. November 2005, wonach er nur noch 

leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in wechselnder 

Körperposition ausführen könne, zu berücksichtigen.

b) Gemäss Rechtsprechung können zur Bestimmung des Invalideneinkommens 

Durchschnittslöhne gemäss LSE-Tabellen herangezogen werden, sofern kein 

tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen vorliegt, mit welchem die 

Restarbeitsfähigkeit voll ausgeschöpft wird (BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei kann 

dem Umstand, dass gesundheitlich eingeschränkte Personen aufgrund 

bestimmter Faktoren (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gegebenenfalls 

nur unterdurchschnittliche Löhne erzielen, mit einem Abzug vom statistischen 

Lohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 75 E. 5). Der Abzug ist unter 

Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen, d.h. dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende 

Abzug zu quantifizieren ist und die einzelnen Abzüge zusammenzuzählen 

sind. Schliesslich ist der Abzug unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht 

fallenden Merkmale auf höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 75 E. 

5b/bb und cc). 

Durch die Berücksichtigung eines Leidensabzuges bei Teilzeittätigkeit soll 

dem Umstand Rechnung getragen werden, dass Teilzeitbeschäftigte in der 

Regel überproportional weniger verdienen als Vollzeitangestellte (BGE 124 V 

321 E. 3b/aa). Erfasst werden sollte mit diesem Abzug nur die eigentliche 

Teilzeittätigkeit, nicht aber eine vollzeitliche Tätigkeit mit eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit (vgl. BG-Urteil vom 19. Oktober 2005 [I 292/05] E. 5.3). Die 

Ursachen, weshalb Teilzeittätigkeiten in der Regel überproportional niedriger 

entlöhnt werden als Vollzeittätigkeiten, sind höchstens teilweise bekannt. 

Daher kann eine Gleichbehandlung der beiden Tätigkeitsarten beim 

Leidensabzug auch nicht damit begründet werden, bei Vollzeittätigkeiten mit 

eingeschränkter Leistungsfähigkeit wirkten sich regelmässig dieselben 

ökonomischen Gesichtspunkte aus wie bei Teilzeittätigkeiten. Zwar mag in 

Einzelfällen eine solche Vollzeittätigkeit tatsächlich mit einem 

überproportionalen Minderverdienst verbunden sein. Dass dies in gleicher 

Weise wie bei den Teilzeittätigkeiten den Regelfall darstellt, ist nicht 

nachgewiesen. So können nämlich auch Faktoren angeführt werden, welche 

eine Vollzeittätigkeit mit eingeschränktem Leistungsvermögen für einen 

Arbeitgeber attraktiver erscheinen lassen als eine Teilzeittätigkeit. Zu 

erwähnen ist hier etwa, dass eine vollzeitliche Anwesenheit grössere 

Flexibilität bei der Einsatzplanung bietet (BG-Urteil vom 2. November 2007 [I 

69/07] E. 5.2). Zusammenfassend besteht folglich keine rechtsgenügliche 

Grundlage, um bei vollzeitlich mit reduzierter Leistungsfähigkeit tätigen 

Versicherten regelmässig eine über die Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

hinaus gehende, überproportionale Lohneinbusse anzunehmen und beim 

Leidensabzug zu berücksichtigen. Da der Beschwerdeführer gemäss Bericht 

des RAD Ostschweiz vom 28. Februar 2006 seine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in 

der bisherigen bzw. die 70%-ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

bei voller zeitlicher Präsenz verwerten kann, fällt ein Leidensabzug wegen des 

verminderten Beschäftigungsgrades vorliegend ausser Betracht. 

c) Nach ärztlicher Auffassung ist dem Beschwerdeführer die angestammte 

Tätigkeit noch zu 50% möglich. Von schweren und mittelschweren Anteilen 

dieser Tätigkeit sollte er jedoch entlastet werden. Eine adaptierte Tätigkeit ist 

ihm im Umfang von 70% zumutbar, wobei es sich um eine körperlich leichte 

bis mittelschwere rückenadaptierte Tätigkeit handeln sollte. Dazu gehören 

etwa leichte Verpackungs-, Montage- und Kontrollarbeiten. Solche 

Tätigkeiten sind im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) 

typischerweise zahlreich und keineswegs nur im untersten Bereich dieser 

Kategorie vertreten. Mit einer leidensbedingten Lohneinbusse lässt sich daher 

ein Abzug vom Tabellenlohn nicht begründen. 

5. Aufgrund des Dargelegten ergibt sich bei einem Valideneinkommen von Fr. 

67'003.00 und einem Invalideneinkommen von Fr. 41'007.00 eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 25'996.00 und damit ein Invaliditätsgrad von rund 

39%. Da dieser Invaliditätsgrad unter 40% liegt, besteht für die Zeit vor dem 

15. November 2007 kein Anspruch auf eine Rente. Die angefochtene 

Verfügung erweist sich somit, was die Zeit vor dem 15. November 2007 

betrifft, als rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist 

diesbezüglich abzuweisen. 

6. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren seit 1. Juli 2006 – 

in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung 

oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.00 bis Fr. 1’000.00 festgelegt. In Anbetracht des doppelten 

Schriftenwechsels und der Tatsache, dass die Beschwerde zwar abgewiesen, 

von der Vorinstanz jedoch teilweise anerkannt wurde, rechtfertigt es sich 

vorliegend, dem Beschwerdeführer Kosten in der Höhe von Fr. 300.00 

aufzuerlegen.

b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 

bemessen. Vorliegend unterliegt der Beschwerdeführer, was die Zeit vor dem 

15. November 2007 betrifft. Für die Zeit danach hingegen obsiegt er, da die 

IV-Stelle ihre Pflicht zu weiteren Abklärungen anerkennt. Entsprechend dem 

Ausgang des Verfahrens hat die Vorinstanz dem anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädigung zu entrichten. Nach 

Einsichtnahme in die Honorarnote wird diese auf Fr. 3'000.-- festgesetzt.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht durch Anerkennung 

gegenstandslos geworden ist. 

2. Die Kosten von Fr. 300.00 gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit 

Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen. 

3. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle, hat den 

Beschwerdeführer aussergerichtlich reduziert mit insgesamt Fr. 3'000.00 (inkl. 

MWST) zu entschädigen. 

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 30. März 2009 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (9C_72/2009).