# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2324b0b0-5f0b-5a41-bf20-867e4e2ac430
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-30
**Language:** de
**Title:** Quellensteuer 2014
**Docket/Reference:** QS.2016.10
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_QS_2016_10_dl.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 QS.2016.10 

Entscheid 

30. März 2017 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiber Claude Treyer 

A ,    

In Sachen 

gegen 

S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekurrent,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Quellensteuer 2014 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die im Kanton Aargau domizilierte B AG zog dem der Quellenbesteuerung 

unterliegenden, aus Österreich stammenden, seit 2007 in der Schweiz arbeitenden und 

seit  Mitte  2007  in  der  Stadt  C  ein  möbliertes  1-Zimmer-Appartement  bewohnenden 

österreichischen Staatsangehörigen A (nachfolgend der Pflichtige) im Jahr 2014 insge-

samt Fr. 6'443.30 Quellensteuern vom Lohn ab. 

Das  kantonale  Steueramt  leitete  auf  Antrag  des  Pflichtigen  hin  mit  Auflage 

vom 20. Oktober 2015 eine Neuveranlagung der Quellensteuer 2014 ein. Es verlangte 

vom Pflichtigen den Lohnausweis des Jahres 2014, den Nachweis der Unterhaltszah-

lungen  an  seine  in  Österreich  wohnende  Tochter  sowie  eine  Bankverbindung.  Nach 

Mahnung der Auflage vom 23. November 2015 reichte der Pflichtige verschiedene Un-

terlagen ein. Mit Einschätzungsentscheid vom 29. April 2016 veranlagte das kantonale 

Steueramt  unter  Berücksichtigung  von  zusätzlich  abzugsfähigen  Kinderalimentenzah-

lungen von Fr. 3'206.62 eine fällige Quellensteuer von Fr. 5'944.30. Dies führte zu ei-

ner Rückerstattung der Quellensteuer im Umfang von Fr. 499.-.  

B.  Die  hiergegen  erhobene  Einsprache  des  Pflichtigen  vom  9.  Mai  2016,  in 

welcher  dieser  unter  Beilage  weiterer  Unterlagen  die  Nichtberücksichtigung  von  Wo-

chenaufenthaltskosten  in  der  Höhe  Fr.  3'200.-  sowie  den  Umfang  der  abzugsfähigen 

Kinderalimente  beanstandete,  hiess  das  kantonale  Steueramt  mit  Entscheid  vom  

31. Oktober 2016 insoweit teilweise gut, als es die Unterhaltszahlungen für die Tochter 

im Umfang von Fr. 8'280.- zum Abzug zuliess. Den Status des Pflichtigen als internati-

onaler Wochenaufenthalter  und  die  Abzugsfähigkeit  damit  zusammenhängender  Kos-

ten verneinte das kantonale Steueramt. Das kantonale Steueramt verfügte eine zusätz-

liche Rückerstattung der Quellensteuer im Umfang von Fr. 313.85. 

C. Mit Rekurs vom 29./30. November 2016 verlangte der Pflichtige unter Hin-

weis  auf  seine  Wohnverhältnisse,  seine  Beziehung  zu  seiner  Tochter  bzw.  zu  seiner 

betagten  Mutter,  seinen  Freundes-,  Bekannten-  und  Verwandtenkreises  in  Österreich 

sowie auf seine zweiwöchentliche Rückkehr nach Österreich die nochmalige Überprü-

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fung seines Status als Wochenaufenthalter. Der Aufforderung des Steuerekursgerichts 

vom  8.  Dezember  2016,  einen  ziffernmässigen  Antrag  zu  stellen,  kam  der  Pflichtige 

insofern nach, als er mit Eingabe vom 22. Dezember 2016 verschiedene Aufwandposi-

tionen geltend machte. In seiner Rekursantwort vom 13. Januar 2017 schloss das kan-

tonale  Steueramt  auf  Abweisung  des  Rechtsmittels.  Der  Pflichtige  liess  sich  hierzu 

nicht mehr vernehmen.  

Auf  die  Ausführungen  der  Parteien  wird  –  soweit  rechtserheblich  –  in  den 

nachfolgenden Erwägungen zurückgekommen. 

Der  Referent  des  Steuerrekursgerichts  hat  die  Quellensteuerakten  ab  der 

Steuerperiode 2009 beigezogen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  Mit  dem  Antrag  auf  Prüfung  des  Status  als  internationaler  Wochenaufent-

halter und der Abzugsfähigkeit damit verbundener Aufwendungen verficht der Pflichtige 

sinngemäss den Standpunkt, im internationalen Verhältnis zwischen der Schweiz und 

der  Republik  Österreich  lediglich  im  letzteren  Staat  über  einen  steuerrechtlichen 

Wohnsitz zu verfügen und dort ansässig zu sein. 

a)  Natürliche  Personen  sind  laut  Art.  3  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte 

Bundessteuer  vom  14.  Dezember  1990  (DBG)  bzw.  §  3  des  Steuergesetzes  vom  

8. Juni 1997 (StG) aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren 

steuerrechtlichen  Wohnsitz  oder  Aufenthalt  in  der  Schweiz  bzw.  im  Kanton  haben  

(Abs.  1).  Einen  steuerrechtlichen  Wohnsitz  in  der  Schweiz  bzw.  im  Kanton  hat  eine 

Person,  wenn  sie  sich  hier  mit  der  Absicht  dauernden  Verbleihens  aufhält  oder  wenn 

ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Abs. 2). 

b) In Anwendung dieser Norm bestimmt sich die Steuerhoheit auch im interna-

tionalen Verhältnis, es sei denn, ein Staatsvertrag zur Vermeidung der Doppelbesteue-

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rung enthalte gesonderte Bestimmungen über den Wohnsitz (VGr, 8. Dezember 2010, 

SB.2010.00069 E. 2.1; RB 1999 Nr. 134, StE 1999 B 11.1 Nr. 16).  

Das  Abkommen  vom  30.  Januar  1974  zwischen  der  Schweizerischen  Eidge-

nossenschaft und der Republik Österreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf 

dem  Gebiete  der  Steuern  vom  Einkommen  und vom  Vermögen  (DBA-A)  verweist  be-

züglich  Ansässigkeit  auf  das  innerstaatliche  Recht (Art.  4  Abs.  1  DBA-A).  Der  steuer-

rechtliche Wohnsitz  des Pflichtigen  bestimmt  sich  somit  ausschliesslich nach  Landes-

recht. 

c) Unter dem steuerrechtlichen Wohnsitz im Sinn von Art. 3 Abs. 1 und 2 DBG 

bzw. § 3 Abs. 1 und 2 StG ist in der Regel der zivilrechtliche Wohnsitz zu verstehen, 

d.h. der Ort, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (Art. 

23 Abs. 1 des Zivilgesetzbuchs [ZGB]) und wo sich mithin der Mittelpunkt ihrer persön-

lichen  und  wirtschaftlichen  Interessen  befindet  (vgl.  z.B.  BGE  138  II  300  E.  3.2;  BGE 

132 I 29 E. 4; BGE 125 I 458 E. 2b = Pra 2000 Nr. 178; BGE 125 I 54 E. 2). Unter dem 

Gesichtspunkt  der  Steuerhoheit  bestimmt  sich  der  Mittelpunkt  der  Lebensinteressen 

nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, die diese Interessen erken-

nen lassen, und nicht nach den bloss erklärten Wünschen der (allenfalls steuerpflichti-

gen)  Person.  Bei  Ungewissheit  der  tatsächlichen  Verhältnisse  sind  Indizien  für  den 

Lebensmittelpunkt  unter  anderem  der  gewöhnliche  Aufenthalt  und  der  Schwerpunkt 

der persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Beziehungen, der Zivilstand und die 

Familienverhältnisse  (Heirat  und  Konkubinat),  die  regelmässige  Heimkehr,  das  Alter, 

die  Art  der  Erwerbstätigkeit  (selbständig  oder  unselbständige  berufliche  Aktivität),  die 

Nationalität des Arbeitgebers, die Dauer und der Zweck des Aufenthalts (Dauer- oder 

temporärer Aufenthalt) sowie die Wohnverhältnisse an den jeweiligen Orten, z.B. eige-

nes Haus, Wohnung, Hotelaufenthalt (Zweifel/Hunziker in: Kommentar zum Schweize-

rischen Steuerrecht, Internationales Steuerrecht, 2015, Art. 4 N. 41). Auf formelle Krite-

rien wie polizeiliche An- und Abmeldung, Niederlassungsbewilligung, Hinterlegung der 

Schriften, Ausübung des Stimmrechts oder Eintrag im Handelsregister kommt es nicht 

an.  Solche  Elemente  können  allerdings  ebenfalls  Indizien  für  die  Absicht  dauernden 

Verbleihens  sein,  wenn  auch  das  übrige  Verhalten  der  Person  dafür  spricht  (so  etwa 

BGE  132  I  29  E.  4.1;  BGr,  17.  August  2012,  2C_92/2012,  E.  4.1;  22.  Februar  2008, 

2P.5/2007, E. 2.2). Im Übrigen gilt bei internationalen Verhältnissen der Grundsatz von 

Art.  24  Abs.  1  ZGB  analog,  wonach  der  einmal  begründete  Wohnsitz  in  der  Schweiz 

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grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen Wohnsitzes im Ausland weiterbesteht (sog. 

"remanence du domicile", vgl. BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.3; BGE 138 II 300 

E. 3.3). 

d)  Die  Regeln,  die  das  Bundesgericht  zum  interkantonalen  Doppelbesteue-

rungsverbot  mit  Blick  auf  die  Bestimmung  des  Hauptsteuerdomizils  entwickelt  hat, 

können nicht ohne weiteres auf das internationale Verhältnis übertragen werden (Peter 

Locher,  Einführung  in  das  internationale  Steuerrecht  der  Schweiz,  3.  A.,  Bern  2005,  

S. 228  f.).  Das  muss  gerade  etwa  für  die  formalisierten  Kriterien  der  "regelmässigen 

Rückkehr" an den Familienort und des "leitenden Angestellten" gelten. Denn diese er-

geben  im  internationalen  Verhältnis  kaum  Sinn  (BGr,  1.  Juli  2013,  2C_1267/2012, 

E. 4.1; BGr, 7. November 2012, 2C_452/2012, E. 4.6 = StE 2013 A 32 Nr. 19). Hier ist 

entscheidend, ob im Rahmen einer Gesamtbetrachtung die wirtschaftlichen Interessen 

in  einem  Staat  die  persönlichen  Interessen  im  andern  Staat  derart  überwiegen,  dass 

gesagt  werden  kann,  der  Mittelpunkt  der  Lebensinteressen  befinde  sich  dort,  wo  die 

stärkeren wirtschaftlichen Interessen bestünden (BGr, 18. Januar 2011, 2C_ 472/2010, 

E.  3.4.2;  Vogel/Lehner,  Doppelbesteuerungsabkommen,  Kommentar,  6.  A.,  München 

2014, Art. 4 Rz. 196). Eine solche Gesamtbetrachtung steht auch im Einklang mit der 

Regelung, wie sie dem OECD-Musterabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteue-

rung  auf  dem  Gebiet  der  Steuern  vom  Einkommen  und  vom  Vermögen  bzw.  dem 

Kommentar zu diesem Musterabkommen entnommen werden kann. Nach Ziff. 15 des 

Kommentars zu Art. 4 Abs. 2 des OECD-Musterabkommens sind bei der Prüfung der 

Frage,  zu  welchem  der  beiden  Staaten  eine  Person,  die  in  beiden  Staaten  über  eine 

ständige Wohnstätte verfügt, die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehun-

gen  hat,  deren  "familiären  und  gesellschaftlichen  Beziehungen,  ihre  berufliche,  politi-

sche, kulturelle und sonstige Tätigkeit, der Ort ihrer Geschäftstätigkeit, der Ort, von wo 

aus sie ihr Vermögen verwaltet, und ähnliches zu berücksichtigen. Die Umstände sind 

als Ganzes zu prüfen; Erwägungen, die sich aus dem persönlichen Verhalten der na-

türlichen  Person  ergeben,  haben  selbstverständlich  erhöhte  Bedeutung.  Begründet 

eine Person, die in einem Staat über eine Wohnstätte verfügt, ohne diese aufzugeben, 

im  anderen  Staat  eine  zweite  Wohnstätte,  so  kann  die  Tatsache,  dass  sie  die  erste 

Wohnstätte dort beibehält, wo sie bisher stets gelebt und gearbeitet hat und wo sie ihre 

Familie  und  ihren  Besitz  hat,  zusammen  mit  anderen  Gesichtspunkten  als  Zeichen 

dafür  sprechen,  dass  diese  Person  den  Mittelpunkt  ihrer  Lebensinteressen  im  ersten 

Staat beibehalten hat". 

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e)  Im  Rahmen  der  ordentlichen  Besteuerung  obliegt  es  der  Steuerbehörde, 

die Umstände darzutun und zu beweisen, aus denen folgt, dass sich der steuerrechtli-

che Wohnsitz  einer  natürlichen  Person  im  Kanton  und  damit  in  der  Schweiz  befindet. 

Das ergibt sich allgemein aus dem Grundsatz, dass steuerbegründende Tatsachen von 

der die Steuerhoheit beanspruchenden Steuerbehörde zu beweisen sind. Erscheint der 

von  der  Behörde  angenommene Wohnsitz  im  Kanton  als  sehr  wahrscheinlich,  so  ge-

nügt  dies  in  der  Regel  als  Hauptbeweis,  und  es  obliegt  alsdann  der  betroffenen  Per-

son, den Gegenbeweis für den von ihr behaupteten Lebensmittelpunkt ausserhalb des 

Kantons bzw. der Schweiz zu erbringen (vgl. BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.4; 

16. Februar 2010, 2C_625/2009, E. 3.2; 16. Juni 2009, 2C_827/2008, E. 4.1; 22. Au-

gust  2008,  2C_175/2008,  E.  3.2;  1.  März  2007,  2P.203/2006,  E.  2.3;  29.  September 

1999,  Pra  2000  Nr.  7,  E.  3c;  VGr,  18.  Mai  1984,  StE  1984  B  11.1  Nr.  2).  Wird  der 

Nachweis  der Wohnsitzverlegung  nicht  erbracht,  besteht  in  analoger  Anwendung  von 

Art. 24 Abs. 1 ZGB das bisherige Domizil fort (BGr, 8. November 2015, 2C_873/2014, 

E. 3.3; 7. Mai 2014, 2C_793/2013, E. 4.4; 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.4).  

Diese  Beweislastverteilung  kann  indes  –  wie  vorliegend  –  im  Rahmen  der 

Quellenbesteuerung unselbständig Erwerbstätiger nicht unbesehen übernommen wer-

den. Im  System  der Quellenbesteuerung  unselbständig  Erwerbstätiger  ist  nämlich  zu-

mindest bezüglich des Einkommens aus der Quelle "Unselbständige Erwerbstätigkeit" 

die  Steuerplicht  unabhängig  davon  gegeben,  ob  der  Lohnempfänger  in  der  Schweiz 

einen  steuerrechtlichen  Wohnsitz  begründet  hat  oder  nicht.  Steuerbegründend  ist  die 

Tatsache  des  steuerrechtlichen  Wohnsitzes  in  der  Schweiz  lediglich  dahin  gehend, 

dass in diesem Fall im Rahmen einer ergänzenden ordentlichen Veranlagung gemäss 

Art. 90 Abs. 1 DBG bzw. § 93 Abs. 1 StG auch das Einkommen aus anderen Quellen 

als der unselbständigen Erwerbtätigkeit erfasst wird. Eine solche ergänzende ordentli-

che Veranlagung steht im vorliegenden Verfahren indes nicht zur Diskussion. Streitge-

genstand  ist  hier  im  Rahmen  der  Tarifkorrektur  die  steuermindernde  Abzugsfähigkeit 

von  Auslagen  für  den  internationalen  Wochenaufenthalt  für  einen  Quasi-Ansässigen 

quellensteuerpflichtigen  Arbeitnehmer  (vgl.  zum  Begriff  und  den  Kriterien  vgl. 

Jud/Rufener:  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Bundesgesetz  über 

die direkte Bundessteuer, 3. A., 2017, vor Art. 83 - 101 N 84 ff. DBG ) als weitere Be-

rufsauslagen,  welche  einen  ausländischen  Wohnsitz  des  Pflichtigen  voraussetzt.  Die 

Beweislast  für  den  ausländischen  Wohnsitz  liegt  in  diesem  Zusammenhang  beim 

Pflichtigen. 

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2. a) aa) Das kantonale Steueramt begründet den steuerrechtlichen Wohnsitz 

des Pflichtigen in der Schweiz in der Steuerperiode 2014 damit, dass dieser seit 2007 

in der Schweiz unselbstständig erwerbstätig gewesen und immer zum Tarif "A" für Al-

leinstehende  quellenbesteuert  worden  sei.  Der  steuerrechtliche  Wohnsitz  eines  Un-

selbstständigerwerbenden  befinde  sich  regelmässig  am  Ort,  zu  dem  er  sich  zum 

Zweck eines Unterhaltserwerbs für längere oder unbestimmte Zeit aufhalte. Es bestehe 

die Vermutung, dass am Arbeitsort in der Regel auch der Mittelpunkt der Lebensinte-

ressen  einer  steuerpflichtigen  Person  sei.  Der  Arbeitsort  begründe  nur  dann  keinen 

steuerrechtlichen Wohnsitz, wenn die persönlichen Beziehungen zu einem anderen Ort 

stärker  seien  als  zum  Arbeitsort,  wobei  unter  diesem  der  zu  verstehen  sei,  von  dem 

aus die steuerpflichtige Person zur Arbeit gehe. Bei regelmässiger Rückkehr an einen 

anderen Aufenthaltsort würden bei ledigen Personen die Kriterien, nach welchen dieser 

Aufenthaltsort  als  steuerrechtlicher  Wohnsitz  anerkannt  werden  könne,  besonders 

streng  gehandhabt.  Bei  ledigen  Personen  mit  langjährigem  Aufenthalt  am  Arbeitsort 

verliere die regelmässige Rückkehr an den Familienort an Gewicht und dies selbst bei 

nach wie vor engen Beziehungen zum Familienort. Die Praxis gehe dabei davon aus, 

dass die Beziehung einer steuerpflichtigen Person zur elterlichen Familie nicht mehr so 

stark  seien,  wenn  der  Pflichtige  das  30.  Altersjahr  überschritten  habe  oder  aber  sich 

seit mehr als 5 Jahren ununterbrochen am selben Arbeitsort aufhalte.  

bb) Obschon aus den Quellensteuerakten der Vorjahre ersichtlich ist, dass der 

Pflichtige  regelmässig  in  verschiedenem  Umfang  (teilweise  nur  Fahrtkosten,  teilweise 

auch Wohnkosten) Auslagen für den internationalen Wochenaufenthalt und damit auch 

der Status als internationaler Wochenaufenthalter gewährt worden ist und der Pflichtige 

bereits  im  Jahr  2002  die  Vaterschaft  zu  seiner  in  Österreich  lebenden  Tochter  aner-

kannt hat, genügt der Hinweis des kantonalen Steueramts auf die mittlerweile langjäh-

rige unselbstständigen Tätigkeit des ledigen Pflichtigen in der Schweiz und damit ver-

bunden  dem  Vorhandensein  bedeutender  wirtschaftlicher  Interessen,  um  diesem  im 

vorliegenden  Zusammenhang  die  Beweislast  für  die  Beibehaltung  des  steuerrechtli-

chen Wohnsitzes in Österreich und damit dem Überwiegen der persönlichen – so ins-

besondere den familiären und gesellschaftlichen – Interessen aufzuerlegen.  

b)  Dem  Pflichtigen  gelingt  ein  solcher  Beweis  des  Lebensmittelpunkts  und 

damit der Ansässigkeit in der österreichischen Gemeinde D – bzw. des dadurch verur-

sachten blossen internationalen Wochenaufenthalts in der Schweiz – trotz detaillierter 

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Aufforderungen  zur  Einreichung  einschlägiger  Beweismittel  bereits  im  Rahmen  des 

Einspracheverfahrens  (R-act.  9/26)  nicht:  Die  bereits  im  Einspracheverfahren  einge-

reichte  Wohnsitzbestätigung  der  Gemeinde  D  wie  auch  die  Bewilligungen  der  eidge-

nössischen Zollverwaltung für die Verwendung eines unverzollten Fahrzeugs genügen 

als  rein  formelle  Kriterien  hierfür  nicht.  Der  Pflichtige  ist  darüber  hinaus  für  sämtliche 

seiner  Vorbringen  für  einen  Wohnsitz  in  Österreich  (zweiwöchentliche  Rückkehr  vom 

Arbeitsort in der Schweiz, Wohnsituation in Österreich, regelmässiger Kontakt mit sei-

ner  Mutter  und  seiner Tochter, regelmässige  Kontakte mit  Freundes-  und  Bekannten-

kreis sowie weiteren Verwandten, weitere Integration in der Gemeinde D wie Vereins-

zugehörigkeit  etc.)  eine  substanziierte  Sachdarstellung  sowie  einen  Beweis  hierzu 

schuldig geblieben. Zwar mag die von ihm gemietete Wohnung in Kloten nicht gerade 

als grosszügige Unterkunft erscheinen, indes hat der Pflichtige davon abgesehen, sei-

ne  Wohnsituation  in  Österreich  offenzulegen.  Die  in  den  meisten  aktenkundigen  Do-

kumenten enthaltene Adresse scheint diejenige der Mutter des Pflichtigen zu sein. Eine 

gemeinsame  Wohnstätte  mit  seiner  Tochter  und  deren  Mutter  ist  nicht  ausgewiesen. 

Aufgrund der Inanspruchnahme des Alimenteninkassos sowohl in Österreich als auch 

in der Schweiz für die Unterhaltszahlungen an die Tochter ist unklar, ob, und falls ja, in 

welcher Intensität der Pflichtige die Beziehung zu seiner Tochter und zu deren Mutter 

pflegt.  Nicht  weiter  helfen  dem  Pflichtigen  schliesslich  die  ebenfalls  bereits  im  Ein-

spracheverfahren eingereichten Fahrzeuggutachten als Beleg für die Fahrleistung sei-

nes Fahrzeugs und damit für eine regelmässige Rückkehr nach Österreich. Zwar ist für 

die  Zeitspanne  zwischen  den  beiden  Gutachten  eine  Fahrleistung  von  20'360  km  be-

legt, indes ist aufgrund der fehlenden Datierung des älteren Gutachtens unklar, in wel-

cher Periode diese Strecke absolviert worden ist. Selbst wenn im Jahr 2014 von einer 

Jahresleistung von 20'360 km ausgegangen werden könnte, würde dies in Anbetracht 

der  Wegstrecke  zwischen  der  zürcherischen  Stadt  C  und  der  österreichischen  Ge-

meinde  D  von  rund  1'240  km  hin  und  zurück  (vgl  Wegberechnung  in  Google  Maps) 

lediglich  zu  einer  Rückkehr  nach Österreich knapp  alle  drei Wochen  ausreichen.  Sol-

che Rückkehrintervalle stünden überdies unter dem Vorbehalt, dass der Pflichtige sein 

Fahrzeug ausschliesslich für diese Fahrten verwendet hätte. In Anbetracht der Distanz 

von 25 km zwischen dem Wohnort des Pflichtigen in der Stadt C und dem Sitz seiner 

Arbeitgeberin  im  Kanton  Aargau  (vgl.  Wegberechnung  in  Google  Maps),  der  im  Ver-

gleich  zum  Individualverkehr  zeitintensiven  Erschliessung  durch  den  öffentlichen  Ver-

kehr (vgl. www.sbb.ch, R-act. 13c) sowie mangels Hinweisen für die Benutzung eines 

Geschäftsfahrzeugs im Lohnausweis 2014 erscheint dies aber als zweifelhaft. Auch bei 

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in Anbetracht des internationalen Sachverhalts und der Fahrtstrecke grosszügiger Aus-

legung des Begriffs der Regelmässigkeit der Fahrten in die österreichische Gemeinde 

D  ist eine solche nicht bewiesen. 

c) Mangels Nachweises seines Lebensmittelpunkts in Österreich sowie eines 

blossen  internationalen  Wochenaufenthalts  in  der  Schweiz  zufolge  regelmässiger 

Rückkehr  nach  Österreich  sind  die  Voraussetzungen  für  die  Abzugsfähigkeit  damit 

verbundener Kosten (Wohnkosten/zusätzliche Verpflegungskosten/Fahrkosten) für die 

Steuerperiode 2014 von vornherein nicht erfüllt. Soweit der Pflichtige in seinem nach-

träglichen Antrag zum Rekurs vom 22. Dezember 2016 darüber hinaus übrige Berufs-

kosten und Krankenkassenprämien geltend macht, sind diese bereits in der Tarifgestal-

tung  der  Quellensteuer  mit  einberechnet  (vgl.  Art.  86  Abs.  1  DBG  bzw.  § 90  Abs.  1 

StG). Die Kosten für Spesen, besondere Arbeitskleider, Umschulung sind, sofern diese 

nicht ebenfalls in der Tarifierung berücksichtigt sind, auf jeden Fall unbelegt geblieben. 

Dies  gilt  auch für  die  Prämien  der  Mietkautionsversicherung.  Bezüglich  all  dieser  gel-

tend gemachten Kosten ist der Rekurs daher abzuweisen. 

3. a) Im Rahmen des nachträglichen Antrags zum Rekurs führt der Pflichtige 

den Betrag von Fr. 1'190.- für Alimente auf. Obschon aus der blossen Nennung dieses 

Betrags  ohne  weitere  Angaben  nicht  ermittelt  werden  kann,  aufgrund  welcher  Tatsa-

chen  der  Pflichtige  diesen  zusätzlichen  Betrag  unter  diesem  Titel  abgezogen  haben 

will, drängt sich mit Blick auf die Ungereimtheit zwischen dem im Einspracheentscheid 

erwähnten abzugsfähigen Kinderunterhalt im Umfang von Fr. 8'280.- und dem abzugs-

fähigen  Kinderunterhalt  von  Fr.  5'280.-  gemäss  den  dem  Einspracheentscheid  beilie-

genden  Veranlagungsdetails  eine  nähere  Prüfung  des  tatsächlich  abzugsfähigen  Kin-

derunterhalts auf. 

b) Der Vorinstanz ist offensichtlich ein doppelter Fehler unterlaufen, indem sie 

einerseits den massgebenden Betrag "8'280.-" mit der falschen Währung berücksichtigt 

hat und andrerseits von der Höhe her mit "5'280.-" falsch in die Detailberechnung über-

tragen hat. Aus der Kontomitteilung für das Jahr 2014 der Rechtsvertretung Minderjäh-

riger der zuständigen österreichischen Bezirkshauptmannschaft vom 5. Januar 2015 ist 

ersichtlich,  dass  der  Pflichtige  insgesamt  Unterhaltsbeiträge  im  Umfang  von  8'280.- 

Euro  bezahlt  hat.  Bei  einem  Jahresmittelkurs  2014  von  1  Euro  =  Fr.  1.214629  (vgl. 

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Publikation  der  Jahresmittelkurse  2014  der  eidgenössischen  Steuerverwaltung  für  die 

Belange der Wehrpflichtersatzabgabe, https://www.estv.admin.ch/ estv/de/home/ direk-

te-bundessteuer/wehrpflichtersatzabgabe/dienstleistungen/jahres-mittelkurse.html)  er- 

gibt  dies  einen  Gesamtbetrag  von  rund  Fr.  10'057.-  bzw.  Monatsbetreffnisse  von  

Fr. 838.10. Dies führt zu folgender Neuberechnung der für die Steuerperiode 2014 ef-

fektiv geschuldete Quellensteuer: 

Monatsein- 
kommen 
brutto 

QStPfl. Monatslohn abzüglich Unterhalt (8280.-
/12=) 690.-, währungsbereinigt Mittelkurs 2014 
1 EURO = 1.214629 = Fr. 838.10 monatlich. 

Quellensteuer Tarif A 
effektiv schuldig mit 
abzugsfähigem Unterhalt 
838.10.- monatlich 

5'700.00 
5'700.00 
5'700.00 
7'261.00 
5'700.00 
5'914.00 
7'200.00 
5'700.00 
5'700.00 
5'700.00 
5'700.00 
11'545.00 

77'520.00 

4'861.90 
4'861.90 
4'861.90 
6'422.90 
4'861.90 
5'075.90 
6'361.90 
4'861.90 
4'861.90 
4'861.90 
4'861.90 
10'706.90 

67'462.80 

284.40 
284.40 
284.40 
508.05 
284.40 
313.20 
500.70 
284.40 
284.40 
284.40 
284.40 
1'318.00 
4'915.15 

c)  Die  Differenz  zwischen  der  von  der  Arbeitgeberin  des  Pflichtigen  bereits 

abgezogenen Quellensteuer im Umfang von Fr. 6'443.30 und der effektiv geschuldeten 

Quellensteuer  im  Betrag  von  Fr.  4'915.15,  d.h.  der  Betrag  von  Fr.  1'528.15,  ist  dem 

Pflichtigen daher in teilweiser Gutheissung des Rekurses zurückzuerstatten. 

4. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten den Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens anteilmässig aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG). 

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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Für die Steuerperiode 01.01. - 31.12.2014 

sind dem Rekurrenten Quellensteuern im Umfang von Fr. 1'528.15 zurückzuerstat-

ten.  

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