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**Case Identifier:** 44526fdd-a324-5473-a329-5c7950f5d980
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.10.2011 LB110063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB110063_2011-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LB110063-O/U01 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. G. Pfister 

und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

Ch. Baumann 

Urteil vom 21. Oktober 2011 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____, 
3. C._____,  
Kläger und Berufungskläger 

 

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

D._____, 
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

betreffend Forderung (Eintreten auf Klage) 
 
Berufung gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Uster vom 
22. September 2011 (CG110023) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(Urk. 3/2, S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Nr. 1 eine angemessene 
Genugtuung, mindestens aber Fr. 100'000.-- zuzüglich Schadenszinsen 
von 5% seit tt.mm.2004, zu bezahlen. 

2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Nr. 2 eine angemesse-
ne Genugtuung, mindestens aber Fr. 40'000.-- zuzüglich Schadenszin-
sen von 5% seit tt.mm.2004 sowie Fr. 18'120.-- Psychotherapiekosten 
zuzüglich Schadenszinsen von 5% seit 1. Januar 2009, zu bezahlen. 

3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Nr. 3 eine angemessene 
Genugtuung, mindestens aber Fr. 20'000.-- zuzüglich Schadenszinsen 
von 5% seit tt.mm.2004, zu bezahlen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuern 
und Kosten der Klagebewilligung von Fr. 615.-- zulasten der Beklagten." 

Beschluss des Bezirksgerichtes Uster vom 22. September 2011: 

1. Auf die Klage des Klägers 3 wird nicht eingetreten. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 700.– festgesetzt.  

3. Die Gerichtskosten im Zusammenhang mit der Klage des Klägers 3 werden 

dem Kläger 3 auferlegt. 

4. Dem Beklagten wird im Zusammenhang mit der Klage des Klägers 3 keine 

Parteientschädigung zugesprochen 

5. Dem Kläger 3 wird eine Frist von 21 Tagen ab Zustellung dieses Beschlus-

ses angesetzt, um die Überweisung seiner Klage an das Einzelrichter (recte: 

Einzelgericht) des Bezirkes Uster zu beantragen. 

Bei Säumnis unterbleibt eine Überweisung. 

6. [Schriftliche Mitteilung]  

7. [Rechtsmittel]  

- 3 - 

Berufungsanträge: 

der Kläger (Urk. 1 S. 2): 
 
"Es sei der Beschluss des Bezirksgerichts Uster vom 22. September 2011 betref-
fend Nichteintreten auf die Klage des Klägers 3 ganz aufzuheben und es sei zu 
entscheiden, dass auch die Klage des Klägers 3 zusammen mit den Klagen der 
Kläger 1 und 2 vor dem Bezirksgericht Uster als Zivilgericht im ordentlichen Ver-
fahren durchzuführen sei; 
 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten." 
 

Erwägungen: 

1. Einleitung 

1.1. Die Kläger 2 und 3 sind die Eltern des am tt.mm.2004 im Spital D1._____ 

geborenen Klägers 1. Der Beklagte ist ein Zweckverband nach den Bestimmun-

gen des Gemeindegesetzes mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in 

E._____. Er betreibt das Spital D1._____ (Art. 1, 2 und 4 der Statuten des Beklag-

ten). 

1.2. Mit der vorliegenden Klage, die als Teilklage erhoben wurde, verlangen die 

Kläger vom Beklagten die Bezahlung von Genugtuung sowie (nur die Klägerin 2) 

Schadenersatz, weil anlässlich des Geburtsvorganges fehlerhaft gearbeitet wor-

den sei, was zu einer dauernden Hirnschädigung des Klägers 1 geführt habe. 

2. Prozessgeschichte 

2.1. Mit Klageschrift vom 15. August 2011 und unter Einreichung der Klagebewil-

ligung des Friedensrichteramtes E._____ vom 19. Mai 2011 (Urk. 3/1) liessen die 

Kläger bei der Vorinstanz Klage mit den obgenannten Rechtsbegehren erheben 

(Urk. 3/2). Die Kläger beriefen sich hinsichtlich der örtlichen und sachlichen Zu-

ständigkeit der Vorinstanz auf Art. 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes (HG) und Art. 

10 Abs. 1 lit. b ZPO sowie § 20 Abs. 1 HG. Im Übrigen wiesen sie ausdrücklich 

darauf hin, es handle sich um eine Teilklage im Sinne von Art. 86 ZPO, da es das 

primäre Ziel sei, die vom Beklagten bestrittene Haftungsfrage zu klären und zu-

- 4 - 

dem angesichts des jungen Alters des Klägers 1 die wesentlichen Schadensposi-

tionen heute noch nicht bekannt und liquid seien. Daher würden sich die Kläger 

mit der Teilklage auf die heute sicher liquiden Schadenspositionen konzentrieren 

(Urk. 3/2 S. 3). 

3. Entscheid der Vorinstanz 

3.1. Die Vorinstanz wendete auf das vorliegende Verfahren die am 1. Januar 

2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung und das kantonale 

Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess 

(GOG) an. Sie wies darauf hin, dass Art. 1 ZPO zwar vorsehe, dass die ZPO das 

Verfahren vor den kantonalen Instanzen für streitige Zivilsachen regle. Dies ände-

re aber nichts daran, dass der Kanton die analoge Anwendung der ZPO für die 

Behandlung von Haftungsansprüchen Privater gegen den Staat vorsehen könne. 

Es fehle zwar eine entsprechende ausdrückliche gesetzliche Regel, doch ergebe 

sich diese aus der bisherigen gesetzlichen Regelung, die nicht abgeändert wor-

den sei (Urk. 2 S. 6 f.). 

3.2. Gemäss § 19 GOG entscheidet - so die Vorinstanz in den weiteren Erwä-

gungen - das Bezirksgericht erstinstanzlich Streitigkeiten, für die das ordentliche 

Verfahren gilt, sofern kein anderes Gericht zuständig ist. Das Einzelgericht ent-

scheide erstinstanzlich Streitigkeiten im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 243 

ZPO, die nicht einer anderen Instanz zugewiesen sind (§ 24 lit. a GOG). Das ver-

einfachte Verfahren gelte für vermögensrechtliche Streitigkeiten bis zu einem 

Streitwert von 30'000 Franken (Art. 243 Abs. 1 ZPO) und das ordentliche Verfah-

ren komme zur Anwendung, wenn vom Gesetz kein anderes Verfahren vorge-

schrieben ist (Art. 219 ZPO). Massgebend sei damit der Streitwert (Urk. 2 S. 7). 

3.2.1. Die Klägerschaft bildet eine einfache Streitgenossenschaft. Diese sei aber 

ausgeschlossen, wenn auf die einzelnen Klagen nicht die gleiche Verfahrensart 

anwendbar sei (Art. 71 Abs. 2 ZPO). Die Verfahrensart richte sich nach dem 

Streitwert, der durch das Rechtsbegehren bestimmt wird (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Sei 

es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu 

Beginn des Prozesses zu beziffern, so könne sie eine unbezifferte Forderungs-

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klage erheben. Sie müsse jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger 

Streitwert gelte (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Forderung sei zu beziffern, sobald die 

klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftsertei-

lung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist. Das angerufene Gericht bleibe 

zuständig, auch wenn der Streitwert die sachliche Zuständigkeit übersteigt 

(Art. 85 Abs. 2 ZPO, vgl. Urk. 2 S. 7f.). 

3.3. Damit kam die Vorinstanz zum Schluss, dass aufgrund der gestellten Min-

destansprüchen für die Klagen der Kläger 1 und 2 das ordentliche Verfahren und 

für die Klage des Klägers 3 (angemessene Genugtuung, mindestens Fr. 20'000.–) 

das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelange. Damit sei die einfache 

Streitgenossenschaft lediglich zwischen den Klägern 1 und 2 zulässig. Auf die 

Klage des Klägers 3 sei mangels sachlicher Zuständigkeit nicht einzutreten.  

4. Berufung der Kläger 

4.1. Gegen das Nichteintreten der Vorinstanz erhoben die Kläger rechtzeitig Be-

rufung mit den obgenannten Berufungsanträgen (Urk. 1; Urk. 3/9). 

4.2. Die Berufung wurde im Namen der Kläger 1-3 erhoben. Die Kläger 1 und 2 

sind durch den Nichteintretensentscheid hinsichtlich der Klage des Klägers 3 nicht 

beschwert, weshalb auf deren Berufung vorweg nicht einzutreten ist. 

4.3. Für das vorliegende Verfahren kommt - wie nachfolgend zu zeigen ist - die 

am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur 

Anwendung (Art. 404 f. ZPO). Da sich die Berufung sogleich als offensichtlich un-

begründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdean-

twort der Gegenpartei verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). 

4.4. Die Kläger bringen vor, dass die Vorinstanz fälschlicherweise die eidgenös-

sische Zivilprozessordnung angewendet habe. Der Kanton Zürich habe die eidge-

nössische ZPO nicht ausdrücklich für Staatshaftungsprozesse als anwendbar er-

klärt, womit nach wie vor die ZPO/ZH zur Anwendung kommen müsse. Damit sei 

die Klage des Klägers 3 auch im ordentlichen Verfahren [und damit mit den ande-

ren beiden Klagen zusammen] zu behandeln (Urk. 1 S. 4).  

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Die Kläger übersehen bei dieser Argumentation, dass die Anwendbarkeit der 

ZPO/ZH auch bisher nicht ausdrücklich vorgesehen war, sich indes aber aus der 

Zuweisung des Verfahrens an die Zivilgerichte ergeben hat (§19 Abs. 1 HG). Dies 

verhält sich nach wie vor so. Die Anwendung der ZPO/ZH kommt ohnehin nicht 

mehr in Betracht, da dieses Gesetz infolge Einführung der eidgenössischen Pro-

zessordnung aufgehoben wurde (vgl. Botschaften GOG, S. 166) und somit für 

nach dem 1. Januar 2011 eingehende Klagen keine Anwendung mehr finden 

kann.  

4.5. Mit der Berufung bringt die Klägerschaft weiter vor, dass der Antrag des 

Klägers 3 auf eine angemessene Genugtuung ein nicht bezifferter Wert sei, der 

grundsätzlich ins ordentliche Verfahren gehöre. Der Hinweis, dass die Genugtu-

ung mindestens Fr. 20'000.– betragen solle, schliesse nicht aus, dass diese - je 

nach Ausgang des Beweisverfahrens - effektiv mehr als Fr. 30'000.– betragen 

könnte. Es hätte der richterlichen Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO oblegen, den 

Rechtsvertreter des Klägers 3 zu fragen und ihm Gelegenheit zu geben, den 

Streitwert klar zu stellen und ergänzende Ausführungen dazu zu machen. Zudem 

sei die Abspaltung einer einzelnen Klage aus prozessökonomischer Sicht frag-

würdig und berge die Gefahr widersprüchlicher Entscheide (Urk. 1 S. 3).  

4.6. Der Gesetzeswortlaut hinsichtlich des Streitwerts ist klar. Der angegebene 

Mindestwert, vorliegend Fr. 20'000.–, gilt als vorläufiger Streitwert (Art. 85 Abs. 1 

ZPO) und das Gericht bleibt zuständig, auch wenn der Streitwert - nach durchge-

führtem Beweisverfahren oder nach Vorliegen eines Gutachtens - die sachliche 

Zuständigkeit übersteigen würde (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Sobald die Forderung be-

ziffert wird, gilt der dann angegebene Wert als Streitwert des Verfahrens (KUKO 

ZPO Oberhammer, Anh. 85 N 7). Das anwendbare Verfahren wird damit bestimmt 

(Füllemann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 85 N 2). Der Kläger 3 ist anwaltlich vertreten 

und damit kann davon ausgegangen werden, dass ihm der klare gesetzliche 

Wortlaut und dessen Konsequenz auf die Zuständigkeit bekannt ist. Die richterli-

che Fragepflicht kann bei dieser Konstellation keine Anwendung finden. Dass mit 

den verschiedenen zur Anwendung gelangenden Verfahrensarten die Vorausset-

zungen für eine einfache Streitgenossenschaft fehlen, ergibt sich ebenso aus dem 

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Gesetz (Art. 71 Abs. 2 ZPO). Die dagegen erhobenen Einwände sind daher nicht 

stichhaltig. Damit hat die Vorinstanz folgerichtig entschieden und die Berufung ist 

abzuweisen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolge 

5.1. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren sind in Anwendung von § 2 Abs. 

1 lit a - c und Abs. 2; § 4 Abs. 1 und 2; § 10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 Ger-

GebV auf Fr. 1'000.– festzulegen und ausgangsgemäss den Klägern 1-3 aufzuer-

legen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Sind am Prozess mehrere Personen als Haupt- oder 

Nebenpartei beteiligt, so bestimmt das Gericht ihren Anteil an den Prozesskosten 

(Art. 106 Abs. 3 ZPO). Da auf die Berufung der Kläger 1 und 2 nicht eingetreten 

wurde, rechtfertigt es sich, ihnen die Prozesskosten je zu einem Viertel und dem 

Kläger 3 zur Hälfte aufzuerlegen. 

5.2. Dem Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsverfahren kei-

ne Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Auf die Berufung der Kläger 1 und 2 wird nicht eingetreten. 

2. Die Berufung des Klägers 3 wird abgewiesen. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger 

3 zur Hälfte und den Klägern 1 und 2 je zu einem Viertel auferlegt. 

5. Dem Beklagten wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage des 

Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Uster, je gegen Empfangs-

schein und an Obergerichtskasse. 

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Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der 
Streitwert beträgt Fr. 20'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 21. Oktober 2011 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 

Der Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. R. Klopfer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Baumann 
 

 
versandt am: 
mc 

	Urteil vom 21. Oktober 2011
	Rechtsbegehren: (Urk. 3/2, S. 2)
	Beschluss des Bezirksgerichtes Uster vom 22. September 2011:
	1. Auf die Klage des Klägers 3 wird nicht eingetreten.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 700.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten im Zusammenhang mit der Klage des Klägers 3 werden dem Kläger 3 auferlegt.
	4. Dem Beklagten wird im Zusammenhang mit der Klage des Klägers 3 keine Parteientschädigung zugesprochen
	5. Dem Kläger 3 wird eine Frist von 21 Tagen ab Zustellung dieses Beschlusses angesetzt, um die Überweisung seiner Klage an das Einzelrichter (recte: Einzelgericht) des Bezirkes Uster zu beantragen.
	Bei Säumnis unterbleibt eine Überweisung.
	6. [Schriftliche Mitteilung]
	7. [Rechtsmittel]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Einleitung
	1.1. Die Kläger 2 und 3 sind die Eltern des am tt.mm.2004 im Spital D1._____ geborenen Klägers 1. Der Beklagte ist ein Zweckverband nach den Bestimmungen des Gemeindegesetzes mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in E._____. Er betreibt das Spital...
	1.2. Mit der vorliegenden Klage, die als Teilklage erhoben wurde, verlangen die Kläger vom Beklagten die Bezahlung von Genugtuung sowie (nur die Klägerin 2) Schadenersatz, weil anlässlich des Geburtsvorganges fehlerhaft gearbeitet worden sei, was zu e...

	2. Prozessgeschichte
	2.1. Mit Klageschrift vom 15. August 2011 und unter Einreichung der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes E._____ vom 19. Mai 2011 (Urk. 3/1) liessen die Kläger bei der Vorinstanz Klage mit den obgenannten Rechtsbegehren erheben (Urk. 3/2). Die Kl...

	3. Entscheid der Vorinstanz
	3.1. Die Vorinstanz wendete auf das vorliegende Verfahren die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung und das kantonale Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess (GOG) an. Sie wies da...
	3.2. Gemäss § 19 GOG entscheidet - so die Vorinstanz in den weiteren Erwägungen - das Bezirksgericht erstinstanzlich Streitigkeiten, für die das ordentliche Verfahren gilt, sofern kein anderes Gericht zuständig ist. Das Einzelgericht entscheide erstin...
	3.2.1. Die Klägerschaft bildet eine einfache Streitgenossenschaft. Diese sei aber ausgeschlossen, wenn auf die einzelnen Klagen nicht die gleiche Verfahrensart anwendbar sei (Art. 71 Abs. 2 ZPO). Die Verfahrensart richte sich nach dem Streitwert, der ...
	3.3. Damit kam die Vorinstanz zum Schluss, dass aufgrund der gestellten Mindestansprüchen für die Klagen der Kläger 1 und 2 das ordentliche Verfahren und für die Klage des Klägers 3 (angemessene Genugtuung, mindestens Fr. 20'000.–) das vereinfachte Ve...

	4. Berufung der Kläger
	4.1. Gegen das Nichteintreten der Vorinstanz erhoben die Kläger rechtzeitig Berufung mit den obgenannten Berufungsanträgen (Urk. 1; Urk. 3/9).
	4.2. Die Berufung wurde im Namen der Kläger 1-3 erhoben. Die Kläger 1 und 2 sind durch den Nichteintretensentscheid hinsichtlich der Klage des Klägers 3 nicht beschwert, weshalb auf deren Berufung vorweg nicht einzutreten ist.
	4.3. Für das vorliegende Verfahren kommt - wie nachfolgend zu zeigen ist - die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 404 f. ZPO). Da sich die Berufung sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. u...
	4.4. Die Kläger bringen vor, dass die Vorinstanz fälschlicherweise die eidgenössische Zivilprozessordnung angewendet habe. Der Kanton Zürich habe die eidgenössische ZPO nicht ausdrücklich für Staatshaftungsprozesse als anwendbar erklärt, womit nach wi...
	Die Kläger übersehen bei dieser Argumentation, dass die Anwendbarkeit der ZPO/ZH auch bisher nicht ausdrücklich vorgesehen war, sich indes aber aus der Zuweisung des Verfahrens an die Zivilgerichte ergeben hat (§19 Abs. 1 HG). Dies verhält sich nach w...
	4.5. Mit der Berufung bringt die Klägerschaft weiter vor, dass der Antrag des Klägers 3 auf eine angemessene Genugtuung ein nicht bezifferter Wert sei, der grundsätzlich ins ordentliche Verfahren gehöre. Der Hinweis, dass die Genugtuung mindestens Fr....
	4.6. Der Gesetzeswortlaut hinsichtlich des Streitwerts ist klar. Der angegebene Mindestwert, vorliegend Fr. 20'000.–, gilt als vorläufiger Streitwert (Art. 85 Abs. 1 ZPO) und das Gericht bleibt zuständig, auch wenn der Streitwert - nach durchgeführtem...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolge
	5.1. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren sind in Anwendung von § 2 Abs. 1 lit a - c und Abs. 2; § 4 Abs. 1 und 2; § 10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GerGebV auf Fr. 1'000.– festzulegen und ausgangsgemäss den Klägern 1-3 aufzuerlegen (Art. 106 Abs...
	5.2. Dem Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).

	Es wird erkannt:
	1. Auf die Berufung der Kläger 1 und 2 wird nicht eingetreten.
	2. Die Berufung des Klägers 3 wird abgewiesen.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger 3 zur Hälfte und den Klägern 1 und 2 je zu einem Viertel auferlegt.
	5. Dem Beklagten wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage des Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Uster, je gegen Empfangsschein und an Obergerichtskasse.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...