# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de7671aa-c8a5-5d3f-bfea-8a6fe43a8957
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.06.2013 PP130018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP130018_2013-06-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PP130018-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, lic. iur. M. Spahn und 

Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 21. Juni 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Aberkennungskläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Genossenschaft B._____,  
Aberkennungsbeklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Aberkennung (Nichteintreten) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts am Bezirksgericht 
Zürich, 10. Abteilung, vom 9. April 2013 (FV120209-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 4. Oktober 2012 hatte das Bezirksgericht Zürich, 

Einzelgericht Audienz, der Aberkennungsbeklagten in der Betreibung Nr. … des 

Betreibungsamts Zürich … (Zahlungsbefehl vom 6. Juni 2012) – gestützt auf die 

Anmeldung für die "Ausbildung Fitness-Instruktor/in" für eine ausstehende Rate 

der Kurskosten – provisorische Rechtsöffnung für Fr. 1'020.-- nebst 5 % Zins seit 

1. Februar 2012 erteilt (Urk. 3).  

b) Dagegen hatte der Aberkennungskläger am 8. November 2012 Aber-

kennungsklage erhoben (Urk. 1). Mit Verfügung vom 28. November 2012 hatte 

die Vorinstanz dem Aberkennungskläger Frist zur Zahlung eines Gerichtskosten-

vorschusses von Fr. 250.-- angesetzt (Urk. 6). Nach unbenutztem Ablauf der Frist 

und Nachfristansetzung (Urk. 9) hatte der Kläger ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege gestellt (Urk. 11). Die Vorinstanz hatte dasselbe mit Verfügung vom 

11. Januar 2013 abgewiesen und dem Aberkennungskläger eine neue Nachfrist 

zur Zahlung des Gerichtskostenvorschusses angesetzt (Urk. 12). Vom Aberken-

nungskläger gegen die Abweisung seines Armenrechtsgesuchs erhobene Be-

schwerden an das Obergericht Zürich und an das Bundesgericht blieben erfolglos 

(Urk. 16, Urk. 17). Mit (unbegründeter) Verfügung vom 9. April 2013 trat die Vor-

instanz auf die Aberkennungsklage nicht ein (Urk. 18).  

c) Gegen die unbegründete Verfügung vom 9. April 2013 hat der Aber-

kennungskläger am 12. April 2013 bei der Vorinstanz Beschwerde erhoben (Urk. 

21 = Urk. 25). Die Vorinstanz nahm diese Eingabe als sinngemässes Begrün-

dungsbegehren und antizipierte Beschwerde entgegen (Urk. 26 S. 3). 

d) Mit dem Versand der begründeten Ausfertigung der Verfügung vom  

9. April 2013 hat die Vorinstanz die Beschwerde und ihre Akten dem Obergericht 

zugesandt.  

e) Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. 

unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegen-

partei verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

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2. a) Die Beschwerdefrist gegen die (begründete) angefochtene Verfü-

gung vom 9. April 2013 (Urk. 22 = Urk. 26) ist am 9. Juni 2013 abgelaufen (vgl. 

Urk. 23). Bis zu diesem Datum sind keine weiteren Eingaben des Aberkennungs-

klägers eingegangen. Daher ist (einzig) die Eingabe des Aberkennungsklägers 

vom 12. April 2013 als Beschwerde gegen die Verfügung vom 9. April 2013 ent-

gegenzunehmen. 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Zuerst aber muss die Beschwerdeschrift konkrete Anträge enthalten 

(worauf auch in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewiesen wurde; 

Urk. 26 Dispositiv-Ziffer 5). Aus diesen Anträgen muss eindeutig hervorgehen, in 

welchem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird und wie der 

Entscheid stattdessen zu lauten hätte. Diesen formellen Anforderungen genügt 

die Beschwerdeschrift nicht. Sie enthält keine klaren Begehren und lässt offen, ob 

das Dispositiv des angefochtenen Entscheids als Ganzes oder allenfalls nur in 

Teilen aufzuheben sei; es wird nicht klar, was der Aberkennungskläger eigentlich 

genau will. Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden. 

c) Selbst wenn die Beschwerdeschrift so verstanden würde, dass der 

Entscheid als Ganzes aufgehoben werden soll, würde dies nichts am Ergebnis 

ändern. Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip, d.h. die Beschwerde füh-

rende Partei muss im Einzelnen darlegen, welche Mängel (unrichtige Rechtsan-

wendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefoch-

tene Entscheid ihrer Ansicht nach haben soll (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2.A. 2013, 

N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, BE-Kommentar, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO). Was 

nicht gerügt wird, hat grundsätzlich Bestand. Die Beschwerdeschrift enthält nun 

aber keine konkreten Rügen gegen die vorinstanzlichen Erwägungen; der Aber-

kennungskläger beschränkt sich auf allgemeine Unmutskundgebungen. Von einer 

– vom Aberkennungskläger pauschal vorgebrachten (Urk. 25 S. 1) – Nichtigkeit 

der angefochtenen Verfügung kann keine Rede sein.  

d) Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

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e) Das kurz vor der Beschlussfassung eingegangene Schreiben des Be-

schwerdeführers (Urk. 29B) ändert an diesem Ergebnis nichts.  

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 1'020.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist auf Fr. 150.– festzusetzen (§ 2, § 4 

Abs. 1 und 2, § 10 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebührenverordnung).  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem unterliegenden Aberkennungskläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren hat der Aberkennungskläger zufolge 

seines Unterliegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung; der Aberken-

nungsbeklagten erwuchs kein erheblicher Aufwand. Demgemäss sind für das Be-

schwerdeverfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Aberkennungs-

kläger auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Aberkennungsbeklagte unter 

Beilage einer Kopie von Urk. 25 und 29B, sowie an das Bezirksgericht Zü-

rich, 10. Abteilung, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

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1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'020.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 21. Juni 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 21. Juni 2013
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Aberkennungskläger auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Aberkennungsbeklagte unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 und 29B, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...