# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29ec03d2-f0dc-53bf-8b21-0237618fba7d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.10.2018 725 18 170 / 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-170---270_2018-10-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  4. Oktober 2018 (725 18 170 / 270) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beweistauglichkeit von versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahmen und Berichten 

zur Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Martina Somogyi 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Serge Flury, Rechtsan-
walt, Kasinostrasse 38, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
A. Der 1990 geborene A.____ war über die B.____ AG als Zimmermann tätig und in die-
ser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 
von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 20. Juni 2017 verunfallte A.____ als er beim 
Ziehen eines Palettenrollis ausrutschte und stürzte. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetz-
lichen Leistungen, richtete Taggelder aus und übernahm die Heilbehandlungskosten. Mit Verfü-
gung vom 22. Dezember 2017 stellte die Suva die Leistungen aus der obligatorischen Unfall-
versicherung per 31. Oktober 2017 gestützt auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes 
Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

 

 
 
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vom 20. Oktober 2017 und 21. Dezember 2017 ein, da der Versicherte keine strukturellen Läsi-
onen aufweise und spätestens vier Monate nach dem Ereignis vom 20. Juni 2017 die Unfallfol-
gen abgeheilt seien. Dagegen erhob der Versicherte am 30. Januar 2018 Einsprache, welche 
mit Entscheid vom 25. April 2018 abgewiesen wurde. 
 
B. Gegen den Einspracheentscheid vom 25. April 2018 erhob A.____, vertreten durch 
Rechtsanwalt Serge Flury, am 17. Mai 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Ein-
spracheentscheid sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, über den 31. Oktober 2017 
hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin. Er begründete seine Anträge damit, dass der medizinische Sachverhalt un-
genügend abgeklärt worden sei. 
 
C. Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juli 2018 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 25. April 2018. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat 
(Abs. 1). Da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in X.____ hat, ist die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Üb-
rigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 17. Mai 2018 ist 
demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen und die 
Übernahme der Heilbehandlungskosten zu Recht per 31. Oktober 2017 eingestellt hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 

 

 
 
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versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung, Behandlungsbedürf-
tigkeit) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauernden) gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht –  im Rahmen der 
ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusam-
menhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr.  U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegrün-
dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Der 
Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis 
unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die ver-
sicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

 

 
 
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Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefal-
len sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2). 
 
3.4 Der im Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsgrundsatz schliesst die Be-
weislast im Sinne einer Beweisführungspflicht begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungs-
prozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversiche-
rungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 443 f. Rz 2 ff., S. 451 Rz 41). Nach der Praxis des Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtli-
che Abteilungen) liegt die Beweislast bei anspruchsbegründenden Tatfragen demzufolge bei 
der Partei, welche den Anspruch geltend macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfragen liegt sie 
bei der Partei, welche sich auf das Dahinfallen des Anspruches beruft (vgl. Kranken- und Un-
fallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 328 
E. 3b). Diese Beweisregeln kommen allerdings erst dann zur Anwendung, wenn es sich als 
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wahrheit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinwei-
sen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 

 

 
 
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auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungs-
tatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau-
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 
13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein 
subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen folgende medizini-
sche Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
5.2 In der Schadenmeldung UVG vom 7. Juli 2017 wurde festgehalten, der Beschwerde-
führer habe am 20. Juni  2017 einen Unfall erlitten und sich dabei an der rechten Schulter ver-
letzt. 
 
5.3 Nach durchgeführter MRT vom 13. Juli 2017 diagnostizierte Dr. med. D.____, FMH 
Chirurgie, am 27. Juni 2017 eine Kontusion am Rücken und eine Zerrung der rechten Schulter. 
Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 18. September 2017 prognostizierte Dr. D.____, dass der 
Versicherte spätestens ab 2. Oktober 2017 wieder arbeitsfähig sei. Mit Schreiben vom 
16. Oktober 2017 bestätigte Dr. D.____, dass die Arbeitsunfähigkeit vom 20. Juni 2017 bis 
1. Oktober 2017 gedauert habe. Er wies auf den sehr langen Verlauf der Verletzung hin. Er ha-
be dem Beschwerdeführer erklärt, dass die Beschwerden nicht mehr nachvollzogen werden 
können und er vollständig arbeitsfähig sei. 
 
5.4 Am 20. Oktober 2017 attestierte der Kreisarzt Dr. C.____ eine Schulterprellung rechts 
und eine Rückenprellung. Durch die MRT vom 13. Juli 2017 seien keine strukturellen Läsionen 
infolge des Unfalles nachweisbar. Die demonstrierten Beschwerden liessen sich nicht mit den 
Unfallfolgen erklären. Eine sensible Einschränkung, strumpfförmig den gesamten Arm betref-
fend, sei medizinisch ohnehin nicht erklärbar. Auch sei unklar, wieso beim Händedruck auf-

 

 
 
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grund von Beschwerden hinter der rechten Schulter zumindest teilweise nahezu keine Kraft 
erzeugt werden könne. Hierzu seien völlig andere Muskelgruppen als jene an der Schulter be-
teiligt. Dennoch anerkannte der Kreisarzt, dass für einen gewissen Zeitraum eine Beschwerde-
symptomatik im natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehe. Da aber keine durch 
das Ereignis verursachten strukturellen Läsionen nachgewiesen werden konnten, lägen erfah-
rungsgemäss nach einem gewissen Zeitraum keine Unfallfolgen mehr vor. Beschwerden ohne 
strukturelle Läsionen würden relativ schnell abheilen. Erforderlich seien dafür drei, allerhöchs-
tens vier Monate. 
 
5.5 Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, führte im ärztlichen Zwischenbericht 
vom 17. November 2017 aus, dass sein Patient bis auf Weiteres 100 % arbeitsunfähig sei, ohne 
diesbezüglich weitere Angaben zu machen. 
 
5.6 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, und pract. med. G.____ diagnostizierten am 29. November 2017 einen Status nach 
Sturz auf die dorsale rechte Schulter mit schmerzbedingter Bewegungseinschränkung und äus-
serten einen Verdacht auf eine Neuritis. Der Versicherte zeige aussergewöhnlich starke 
Schmerzen unter Dreifach-Kombination am rechten Schulterblatt. Da er vor dem Unfall keinerlei 
Beschwerden in der Schulter, dem Nacken sowie der Wirbelsäule und über dem Thorax ange-
geben habe, sei ein Zusammenhang mit dem Unfall vom 20. Juni 2017 zu bejahen. 
 
5.7 Mit Arztbericht vom 15. Dezember 2017 hielt der Kreisarzt fest, dass die Beurteilung 
von Dr. F.____ und pract. med. G.____ nichts an seiner Einschätzung vom 20. Oktober 2017 
ändere. Zudem sei eine Neuritis keine Unfallfolge. Derartige Schmerzen hätten nach dem Er-
eignis vom 20. Juni 2017 sowieso nicht vorgelegen. 
 
5.8 Dr. med. H.____, FMH Neurologie, diagnostizierte am 19. Dezember 2017 ein persis-
tierendes Schmerzsyndrom bei Zustand nach Kontusion der rechten Schulter und Scapula. Auf-
fällig sei, dass trotz der Immobilisation des Armes keine Atrophien bestünden. Eine neurogene 
Störung könne ausgeschlossen werden. 
 
5.9 Am 21. Dezember 2017 bezog der Kreisarzt Stellung zu den Arztberichten der 
Dres. F.____, G.____ und H.____ und führte aus, dass diese nichts an seiner Beurteilung vom 
20. Oktober 2017 ändern würden. In beiden Berichten würden keine unfallkausalen strukturellen 
Läsionen festgestellt. Sowohl die orthopädischen Chirurgen als auch der Neurologe würden die 
angesichts der nicht nachweisbaren Ursachen ungewöhnlich demonstrierten Beschwerden be-
tonen. Insgesamt sei deshalb an seiner Beurteilung vom 20. Oktober 2017 festzuhalten. 
 
5.10 Mit den Arztberichten vom 14. und 21. Februar 2018 führten Dr. F.____ und Dr. med. 
I.____ aus, dass für die geschilderten Beschwerden ein Unfallzusammenhang hergestellt wer-
den könne. Im Gegensatz zu Dr. H.____ könnten sie eine leichte Atrophie des Infraspinatus- 
und Teres minor-Muskels feststellen. Es bestehe der Verdacht auf eine posttraumatische Fro-
zen Shoulder. Dazu seien abschliessende Aussagen zum Erreichen der Rekonvaleszenz nur 
sehr ungenau zu treffen. Der übliche Verlauf einer Frozen Shoulder liege zwischen mehreren 

 

 
 
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Monaten bis hin zu zwei oder drei Jahren und bedürfe insbesondere bei sehr zögerlichem Ver-
lauf auch der wiederholten Evaluation einer Operationsindikation. Zur Diagnose des Krank-
heitsbildes einer posttraumatischen Frozen Shoulder bedürfe es keiner grösseren strukturellen 
Läsionen. Im MRT-Befund würde sogar eine häufig mit diesem Krankheitsbild der adhäsiven 
Capsulitis (= Frozen Shoulder) einhergehende Effloreszenz beschrieben. Insbesondere auch 
unter Berücksichtigung der vom Patienten berichteten Beschwerdefreiheit vor diesem Ereignis 
sowie der zügigen Progredienz nach dem Trauma könne lediglich dieses kausal für die Be-
schwerden in Frage kommen. 
 
5.11 Dr. C.____ verneinte in seiner Stellungnahme vom 28. Februar 2018 mangels struktu-
rellen Läsionen das Vorliegen einer Frozen Shoulder. Er wies zudem darauf hin, dass der Ver-
sicherte gemäss dem Arztbericht von Dr. D.____ vom 5. Dezember 2014 bereits früher ähnliche 
Beschwerden gehabt habe. 
 
5.12 Im Rahmen des Einspracheverfahrens veranlasste die Suva eine erneute MRT-
Untersuchung. Diese wurde am 23. März 2018 von Dr. med. J.____, FMH Radiologie, durchge-
führt. Gestützt darauf hielt Dr. C.____ am 29. März 2018 und 3. April 2018 daran fest, dass die 
von Dr. F.____ nachträglich aufgeworfene Diagnose einer Frozen Shoulder ausgeschlossen 
sei. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 25. April 2017 
auf die Ausführungen von Dr. C.____ vom 20. Oktober 2017 und 29. März 2018. Sie kam dabei 
zum Schluss, dass die vom Versicherten geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf das Ereignis vom 20. Juni 2017 zurückzuführen seien, wes-
halb sie ab 31. Oktober 2017 keine Leistungen mehr schulde. Wie oben ausgeführt, ist grund-
sätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische 
Unterlagen stützt, die er versicherungsintern eingeholt hat. In solchen Fällen sind jedoch stren-
ge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch 
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 4.2). Solche Zweifel 
sind in casu nicht gegeben, weshalb die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden 
ist. Die von der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse, zu denen Dr. C.____ gelangt 
war, beruhen auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen Akten. Seine 
medizinische Einschätzung beruht auf allseitigen Untersuchungen. Er hat den Versicherten am 
20. Oktober 2017 sogar persönlich untersucht. Seine Berichte erweisen sich sowohl in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schluss-
folgerungen als überzeugend, weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. Dies gilt 
namentlich auch in Bezug auf die von den behandelnden Ärzten geltend gemachte Verdachts-
diagnose einer Frozen Shoulder. Eine Frozen Shoulder führt zu einer schmerzhaften Bewe-
gungseinschränkung der Schulter. Die Ursachen sind vor allem mechanisch-traumatisch, auch 
metabolisch, zirkulatorisch, thermisch, infektiös, toxisch oder psychisch (Pschyrembel, Klini-
sches Wörterbuch, 262. Aufl., Berlin 2010, S. 1579 f.). Es handelt sich bei der Frozen Shoudler 
grundsätzlich um einen organisch nachweisbaren Gesundheitsschaden. Im Rahmen der appa-
rativen Diagnostik kommt unter anderem die MRT in Frage (vgl. zum Ganzen Urteil des Bun-

 

 
 
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desgerichts vom 8. September 2010, 8C_372/2010, E. 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 
13. Juli 2017, 8C_184/2017, E. 5.1). Mit der im Einspracheverfahren zusätzlich veranlassten 
MRT konnte Dr. C.____ mangels objektiv nachweisbarer struktureller Läsionen eine Frozen 
Shoulder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beweistauglich ausschliessen. Eine 
mögliche unfallbedingte vorübergehende Beschwerdesymptomatik war spätestens drei bis ma-
ximal vier Monate nach dem Unfall abgeheilt und somit der Status quo sine erreicht. 
 
6.2 Wenn der Beschwerdeführer über den 31. Oktober 2017 hinaus Beschwerden an der 
rechten Schulter geltend macht, beruhen diese nach der überzeugenden Beurteilung durch den 
Kreisarzt nicht mehr auf einer organisch hinreichend nachweisbaren Unfallfolge. Bringt der Be-
schwerdeführer vor, dass unterschiedliche ärztliche Beurteilungen vorliegen, so ist zunächst 
festzustellen, dass die Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. D.____, der beim Versicherten 
eine volle Arbeitsfähigkeit per 2. Oktober 2017 attestierte, nicht im Widerspruch zur kreisärztli-
chen Einschätzung steht. Auch die Evaluation von Dr. E.____, der seinen Patienten mit Hinweis 
auf starke Schmerzen bis auf Weiteres zu 100 % krankschrieb, ohne jedoch eine Diagnose zu 
stellen, ist nicht geeignet Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung hervorzurufen. Dabei ist 
rechtsprechungsgemäss auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde 
Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. E. 4.3 hiervor). Die von den Dres. 
F.____ und I.____ erstmals im Einspracheverfahren am 14. Februar 2017 gestellte Verdachts-
diagnose einer Frozen Shoulder konnte vom Kreisarzt durch die MRT vom 23. März 2018 mit 
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Wenn sie sodann gel-
tend machen, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall keine Beschwerden hatte und diese 
deshalb auf den Unfall vom 20. Juni 2017 zurückzuführen seien, so ist der Beschwerdegegnerin 
beizupflichten, dass eine Berufung auf die Beweisregel post hoc ergo propter hoc für den Be-
weis der Unfallkausalität nicht genügt (BGE 119 V 335; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. Juni 2010, 8C_309/2010). Insgesamt sind keine Aspekte ersichtlich, welche die Beweiskraft 
der kreisärztlichen Beurteilung umstossen könnten. Die Tatsache, dass die behandelnden Ärzte 
zu einem abweichenden Resultat gelangten, begründet noch keine Zweifel an der Zuverlässig-
keit der kreisärztlichen Feststellungen. Vielmehr ergeben diese eine zuverlässige Einschätzung 
der Unfallkausalität, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit 
zahlreichen Hinweisen) auf zusätzliche Abklärungen verzichtet werden kann. 
 
7. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die im Zeitpunkt der Leistungsein-
stellung geklagten Beschwerden nicht in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusam-
menhang mit dem Unfall vom 20. Juni 2017 stehen. Vielmehr ist mit dem Kreisarzt davon aus-
zugehen, dass die Unfallfolgen spätestens nach drei bis maximal vier Monaten folgenlos abge-
heilt waren. Auch die übrigen Akten lassen keinen anderen Schluss zu. Es ist damit nicht zu 
beanstanden, dass die Suva ihre Versicherungsleistungen per 31. Oktober 2017 einstellte. Die 
gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 25. April 2018 erhobene Beschwerde er-
weist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 

 

 
 
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8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang wettzu-
schlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
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