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**Case Identifier:** 8a32543e-72f1-503c-a763-4fc5b21bda2c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-01-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.01.2011 A-6171/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6171-2009_2011-01-21.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung I
A-6171/2009

Urteil vom 21. Januar 2011

Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz),
Richter Pascal Mollard, Richter Daniel de Vries Reilingh,   
Gerichtsschreiberin Iris Widmer.

Parteien X._______ GmbH, 
vertreten durch Rechtsanwalt _______,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Eidgenössische Zollverwaltung EZV, 
Zollkreisdirektion Basel, Sektion Tarif und Veranlagung, 
Postfach 666, 4010 Basel, 
handelnd durch Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung 
Recht und Abgaben, Monbijoustrasse 40, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Zolltarif für Multifunktions-Laserdrucker.

A-6171/2009

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Sachverhalt:

A. 
X._______ GmbH (nachfolgend: Abgabepflichtige) ist eine Gesellschaft 
mit beschränk�ter Haftung mit Sitz in _______. Gemäss 
Handelsregistereintrag be�zweckt sie unter anderem den Kauf, den 
Vertrieb sowie den Verkauf al�ler Arten von technischen Produkten, 
ins�besondere von Computern, elektronischen 
Datenverarbeitungs�an�lagen, Software und allen ver�wandten 
Produkten und Bestandteilen sowie die Erbringung von Dienstleistungen 
und Lösungen aller Art auf dem Gebiet der Informa�tionstechnologie.

B. 
B.a Mit Schreiben vom 29. Januar 2009 gelangte die Abgabepflich�tige 
mit einem als «Wiedererwägungsgesuch für Zollerhebungen für Laser�jet 
MFP seit 1. Januar 2007» bezeichneten Schreiben an die 
Dienst�abtei�lung Luzern der Zollstelle Aarau. Sie ersuchte um 
Rücker�stattung von «Zoll�kos�ten» in der Höhe von Fr. 365'746.49 für 
die von ihr im Zeit�raum vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2008 
importier�ten «Multi�funktionalen Laserdruckern» gemäss beigelegter 
Liste. Wei�tere Forde�rungen wurden vor�be�halten. 
Sie begründete ihr «Wiedererwägungsgesuch» damit, das 
Bundes�ver�wal�tungsgericht habe mit Entscheid vom 11. September 
2008 (gemeint ist das Verfahren A-1772/2006) ihre «(…) 
Multifunktionsgeräte (Laser) als Printer (8471) ohne Zollansatz (wie vor 
dem 01.01.07) eingereiht und unter Anwendung der Anmerkung 3(b) 
(charakterisierende Haupt�tätig�keit)» klassifiziert. Weiter brachte sie 
vor, sie habe seit der Neu�ein�reihung der Geräte ab dem 1. Januar 
2007 ihre multifunktionalen Laser Printer «noch immer» unter der 
Tarifnummer 8443 zu einem Zoll�ansatz von Fr. 49.-- je 100 kg 
eingeführt, da sie bis zum Vorliegen des 
bundes�ver�waltungsgerichtlichen Entscheids keine andere 
Möglich�keit gehabt habe, als diese Tarif�nummer anzuwenden.Unter 
Be�zug�nahme auf ihr bereits eingereichtes 
«Wiedererwägungs�gesuch» händigte die Abgabe�pflich�tige per E-
Mail am 3. März 2009 eine nachgeführte Liste mit den seit dem 
1. Ja�nuar 2007 eingeführten (…)-Multifunk�tions-Laser�druckern ein. 
Sie er�klär�te, gemäss dieser Liste be�liefen sich die 
«Zoll�ge�bühren» auf ins��ge�samt Fr. 970'331.92.

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B.b Mit Schreiben vom 10. März 2009 teilte die Zollkreisdirektion, der das 
«Wieder��erwägungsgesuch» zuständigkeitshalber zur Bearbeitung 
über�mittelt worden war, der Abgabepflichtigen mit, sie behandle das 
«Wieder�er�wägungsgesuch» als Beschwerde gegen die erfolgten 
Ein�fuhr�ver�an�la�gungen. Da das Gesuch den Anforderungen an 
eine Be�schwer�de nicht ent�spreche, werde der Abgabepflichtigen 
eine Nach�frist zur Begründung und Ergänzung der Beschwerde gesetzt. 
Die Zoll�kreis�direktion legte zu�dem dar, eine Zollrückerstattung falle 
angesichts der rechtlichen Grund�lagen ausser Betracht und wies die 
Abgabe�pflich�tige auf die Möglich�keit des Rückzugs der Beschwerde 
hin.

C. 
C.a Am 28. April 2009 ging bei der Zollkreisdirektion die 
Beschwerde�be�gründung ein. Die Abgabepflichtige be�an�tragte die 
Auf�hebung diverser (explizit aufgezählter) Veranlagungs�ver�fügungen 
vom 9., 10., 11., 12. und 19. März 2009 sowie derjenigen 
Veranlagungsver�fügungen, die zwischen dem 1. Dezem�ber 2008 und 
dem 30. Ja�nuar 2009 erlassen worden seien. Der mit diesen 
Ver�an�lagungs�verfügungen er�hobene Zoll�betrag sei ihr 
zurück�zu�er�statten (Rechtsbegehren Ziffer 1). Weiter seien alle seit 
dem 1. Ja�nuar 2007 er�gange�nen, nicht bereits von Ziffer 1 erfassten 
Veran�la�gungs�ver�fü�gun�gen zu wider�rufen, welche (…)-
Multi�funktions�drucker so�wie alle in ihrer Funk�tions�weise 
ähn�lichen Vor�gänger- und Nachfolger�mo�delle in die 
Zoll�tarif�nummer 8443.3190 zu einem Tarif von Fr. 49.-- ein�reihten; 
der ent�sprechende Zollbetrag sei ihr zurückzuerstatten (Ziffer 2). 
Schliess�lich bean�tragte die Abgabe-pflichtige, es seien alle 
Zoll�stellen ver�bind�lich anzuweisen, die (…)-Multi�funktions�drucker 
(aus näher be�zeich�neten Serien) sowie alle in ihrer Funktions�weise 
ähn�lichen Vor�gänger- und Nach�folgemodelle mit sofortiger Wirkung 
in die Zoll�tarif�nummer 8443.3190 zu einem Tarif von Fr. 0.-- oder in 
eine andere Tarif�nummer, welche einen Tarif von Fr. 0.-- vorsehe, 
ein�zu�reih�en (Ziffer 3). In ver�fah�rens�leitender Hinsicht 
bean�tragte sie, die zu�künf�ti�gen Einfuhren von Waren der 
vorliegend im Streit liegenden Art seien bis zum Aus�gang des 
Beschwerde�ver�fah�rens provi�sorisch zu veranlagen.

Sie begründete ihre Rechtsbegehren haupt�sächlich damit, das Bundes�verwaltungsgericht habe 
entschieden, dass die Laserjet-Multi�funk�tions�drucker unter dem bis zum 31. De�zember 2006 
geltenden Zolltarif in die Tarifnummer 8471.6000 einzureihen gewesen seien. Die frag�lichen Geräte 
hätten somit zollfrei eingeführt werden können. Mit der Revi�sion des Harmoni�sier�ten Systems würden 

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Multi�funktions�drucker neu in die Tarifnummer 8443.31 ein�ge�reiht. Der Bundes�rat habe die 
Re�vision auf dem Verord�nungsweg um�ge�setzt und im Zuge dieser Umsetzung die Laser�jet-
Multi�funk�tions�drucker ab dem 1. Januar 2007 gleichzeitig neu mit einem Zoll�an�satz von Fr. 49.-- 
belastet. Mit dem Information Techno�logy Agree�ment der Welt�handels�organisation (WTO) vom 13. 
Dezem�ber 1996 sei die Eid�ge�nossen�schaft aber staats�ver�trag�lich zur Zollbe�freiung von IT-
Pro�duk�ten ver�pflichtet. Für die Änderung des Zollan�satzes durch den Bundes�rat bestehe keine 
ge�nügende ge�setz�liche Grund�lage.

C.b Mit Entscheid vom 11. August 2009 wies die Zollkreisdirektion 
(Vor�instanz) die Beschwerde kostenpflichtig ab, soweit sie darauf 
ein�trat. Die be�an�trag�te pro�vi�sorische Veranlagung für ab 
Beschwerde�ein�gang vorge�nommene Ein�fuhr�ver�an�la�gungen 
wurde – «aus Gründen der Rechts�gleich�heit» – nicht be�willigt. 

In ihrer Begründung legte die Vorinstanz im Wesentlichen dar, für die von der Beschwerdeführerin in Ziffer 
1 ex�plizit aufgezählten Veran�la�gungs�ver�fü�gungen sei die Beschwerdefrist einge�halten. Für die 
in Ziffer 2 ge�nannten Veranlagungsverfügungen könne die Einhaltung der Be�schwer�de�frist mangels 
Bezugnahme auf kon�krete Ver�fügungen nicht ab�schliessend beurteilt werden. Somit seien 
diesbezüglich die gesetz�lichen Voraus�setzungen an die Beschwerdeschrift nicht erfüllt. Im Übrigen 
müsse die Be�schwerde ohnehin insgesamt abgewiesen werden, da die Tarif�nummer 
un�be�strittenermassen zu Recht ange�wandt worden sei und der ent�sprech�ende Zollansatz korrekt 
gewesen sei. Zur Prüfung der Ge�setzes- und Ver�fassungs�mässig�keit des Zollan�satzes sei sie nicht 
be�fugt.

D. 
D.a Mit Eingabe vom 28. September 2009 erhob die Abgabepflich�tige 
(Beschwerdeführerin) Beschwerde beim 
Bundesver�wal�tungs�ge�richt mit folgenden – unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen ge�stellten – Rechtsbegehren:

«1. Es sei die Verfügung der Vorinstanz vom 11. August 2009 aufzuheben.

2. Es seien die Veranlagungsverfügungen:
– Nr. 31528910.1 vom 9. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-

Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S55011166R, S55011168R 
und S55011158R) zum Zollbetrag von CHF 1'773.65,

– Nr. 31711383.1 vom 11. März 2009 bezüglich Verzollungen von (…)-
Multi�funktionsdruckern (Rechnungsnummer S50058606N) zum 
Zoll�be�trag von CHF 16.65,

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– Nr. 31643274.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55012578R) zum Zollbetrag 
von CHF 46.55,

– Nr. 31638955.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multifunk�tions�druckern (Rechnungsnummern S55012581R und 
S55012590R) zum Zollbetrag von CHF 96.60,

– Nr. 31647922.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multifunk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S55054139N und 
S50054141N) zum Zollbetrag von CHF 1'697.80,

– Nr. 31648836.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55012817R) zum Zollbetrag 
von CHF 348.30,

– Nr. 31652042.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S50054131N, S50054127N 
und S50054129N) zum Zollbetrag von CHF 291.55,

– Nr. 31685840.1 vom 12. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tions�druckern (Rechnungsnummern S55013760R, 
S55013757R und S55013776R) zum Zollbetrag von CHF 709.05,

– Nr. 31695576.1 vom 12. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tions�druckern (Rechnungsnummer S55013694R) zum 
Zollbetrag von CHF 201.55,

– Nr. 31974028.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55018031R) zum 
Zoll�betrag von CHF 152.90,

– Nr. 31980977.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55017999R) zum Zollbetrag 
von CHF 241.90,

– Nr. 32014490.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funktions�druckern (Rechnungsnummer S55018397R) zum Zollbetrag 
von CHF 61.65,

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– Nr. 30173896.1 vom 28. Januar 2009 bezüglich Verzollung von (…)-
Multi�funktionsdruckern (Rechnungsnummern S535513284 und 
S535513292) zum Zoll�betrag von CHF 330.75,

aufzuheben und der mit den genannten Zollveranlagungen erhobene Zoll�be�trag von insgesamt Fr. 5'968.90 
zuzüglich Zinsen von 5% an die Beschwer�de�führerin zurückzuerstatten.

3. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.»

In ihrer Begründung brachte die Beschwerdeführerin in der Haupt�sache dieselben Argu�men�te vor, wie 
vor der Vorinstanz. Zusätzlich be�an�standete sie den vor�instanzlichen Kostenentscheid.

D.b Mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2009 schloss die 
Vor�ins�tanz auf Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Entscheide der Zollkreisdirektionen können gemäss Art. 31 in 
Ver�bin�dung mit Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundes�verwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, 
SR 173.32) grundsätzlich beim Bundesverwaltungsgericht ange�fochten 
werden. Im Ver�fahren vor dieser Instanz wird die Zollverwaltung durch 
die Ober�zoll�direktion (OZD) vertreten (Art. 116 Abs. 2 des 
Zoll�ge�setzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0]). Das Ver�fahren 
richtet sich – soweit das VGG nichts anderes bestimmt – nach den 
Vor�schriften des VwVG. Die Be�schwer�de�führerin ist durch den 
angefoch�tenen Ent�scheid berührt und hat ein schutz�würdiges 
Interesse an des�sen Auf�hebung (Art. 48 VwVG). 
Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 
bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid; dieser ersetzt allfällige 
Ent�scheide unterer Instanzen (sog. Devolutiveffekt; vgl. BGE 134 II 142 
E. 1.4; Urteil des Bundesver�wal�tungs�gerichts A-6124/2008 vom 
6. Sep�tember 2010 E. 1.2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 
KNEU�BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundes�ver�wal�tungs�gericht, 
Basel 2008, Rz. 2.7). Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der 
diversen, ein�zeln bezeichneten erstinstanzlichen 
Veranlagungsverfü�gungen be�an�tragt (vgl. Rechtsbegehren Ziffer 2), 
ist daher auf ihre Beschwerde nicht einzutreten. 

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Auf die im Übrigen form- und fristgerecht ein�ge�reichte Be�schwer�de 
ist  ein�zutreten.

1.2. Im vorliegenden Fall liegen die unter Bst. D.a ein�zeln aufgezählten 
Ein�fuhren von (…)-Multifunktionsdruckern, bei denen es sich 
unbe�strittener�massen um Geräte handelt, die nach der Laser�druck-
Techno�logie funktionieren, im Streit. Die Beschwerdeführerin 
bean�standet die Ein�reihung in die Tarifnummer 8443.3190 in 
grund�sätzlicher Hinsicht nicht. Was sie aber rügt, ist der damit 
verbundene Zollansatz von Fr. 49.-. Ihrer Auf�fassung nach müsste der 
«Nullsatz» gelten.

2. 
2.1. Waren, die ins Zollgebiet oder aus dem Zoll�ge�biet verbracht 
werden, sind zollpflichtig und müssen nach dem ZG so�wie nach dem 
Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) veranlagt werden 
(vgl. Art. 7 ZG). Der Zollbetrag bemisst sich nach Art, Menge und 
Be�schaffenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem sie der Zollstelle 
an�ge�mel�det wird (Art. 19 Abs. 1 Bst. a ZG) und nach den 
Zollansätzen und Be�messungs�grundlagen, die im Zeitpunkt der 
Entstehung der Zollschuld gel�ten (Art. 19 Abs. 1 Bst. b ZG).

2.2. Alle Waren, die über die schweizerische Zoll�gren�ze ein- und 
aus�ge�führt werden, müssen nach dem Generaltarif ver�zollt werden 
(Art. 1 Abs. 1 i.V.m. den Anhängen 1 und 2 ZTG). Vorbehalten bleiben 
Ab�wei�chun�gen, die sich ergeben aus Staatsverträgen, besonderen 
Be�stim�mun�gen von Gesetzen sowie Verordnungen des 
Bundesrates, die sich auf dieses Gesetz abstützen (Art. 1 Abs. 2 ZTG).

2.2.1. Unter dem Begriff Generaltarif (vgl. Art. 3 ZTG) ist ein unter 
Be�ach�tung der inländischen Gesetzgebung und unter 
Berücksich�ti�gung der nati�o�na�len Bedürfnisse geschaffener 
Zolltarif zu verstehen. Er ent�hält die Tarif�nummern, die 
Bezeichnungen der Waren, die Ein�reih�ungs�vor�schrif�ten, die 
Zollkontingente sowie die höchstmöglichen Zoll�an�sätze, wie sie 
grösstenteils im GATT/WTO-Abkommen konso�li�diert wurden. Die 
Struktur des Generaltarifs basiert auf der Nomen�kla�tur des 
interna�ti�o�nalen Übereinkommens vom 14. Juni 1983 über das 
Har�mo�nisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren 
(nach�folgend: HS-Über�einkommen, SR 0.632.11; Urteil des 
Bundes�ver�wal�tungsgerichts A-8527/2007 vom 12. Oktober 2010 

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E. 2.5.1.1; vgl. zum Ganzen auch Bot�schaft zu den für die 
Ra�ti�fi�zierung der GATT/WTO-Über�ein�kommen [Uruguay-Runde] 
not�wen�di�gen Rechts�an�passun�gen, BBl 1994 IV 1004 f.; vgl. 
auch Botschaft betreffend das Internationale Über�ein�kommen über 
das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codie�rung der Waren 
[HS] sowie über die Anpassung des schwei�zerischen Zoll�tarifs, BBl III 
1985 377 f.).

2.2.2. Der Generaltarif wird in der Amt�lichen Sammlung des 
Bundes�rechts (AS) nicht veröffentlicht. Die Ver�öffent�lichung erfolgt 
durch Ver�weis (Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2004 
über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundes�blatt 
[Publikations�gesetz, PublG, SR 170.512]). Der General�tarif kann bei 
der OZD ein�ge�sehen oder im Internet (unter www.ezv.admin.ch) 
abgerufen werden. Trotz fehlender Veröffentlichung in der AS kommt 
dem Ge�ne�ral�tarif Gesetzesrang zu (vgl. statt vieler: Ur�teil des 
Bundes�ver�wal�tungs�gerichts A-1753/2006 vom 23. Juni 2008 E. 2.2 
mit Hin�weis).

2.3.  
2.3.1. Die Ver�trags�sta�aten des HS-Übereinkommens (vgl. E. 2.2.1) 
sind ver�pflichtet, ihre Tarif�no�men�kla�turen mit dem 
Harmo�nisier�ten System (HS) in Über�ein�stimmung zu brin�gen und 
beim Er�stellen der nationalen Tarif�nomen�kla�tur alle Num�mern 
und Unter�num�mern des HS sowie die da�zu�ge�hö�ren�den 
Code�num�mern zu ver�wenden, ohne dabei etwas hin�zu�zufügen 
oder zu än�dern. Sie sind ver�pflichtet, die allgemeinen Vor�schrif�ten 
für die Aus�le�gung des HS sowie alle Ab�schnitt-, Ka�pi�tel- und 
Un�ter�num�mern-An�mer�kun�gen anzuwenden. Sie dürfen den 
Gel�tungs�be�reich der Ab�schnit�te, Ka�pi�tel, Nummern oder 
Unter�nummern des HS nicht ver�än�dern und sie haben die 
Num�mern�fol�ge des HS ein�zu�hal�ten (Art. 3 Ziff. 1 Bst. a des HS-
Über�ein�kommens). 

Der «Rat über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens» (Art. 1 Bst. f des HS-
Überein�kommens) kann Änderungen des HS-Über�ein��kommens empfehlen (Art. 16 des HS-
Übereinkommens). Der Bundes�rat ist ermächtigt, die empfohlenen Änderungen anzunehmen und den 
General�tarif anzupassen (Art. 9 Abs. 1 ZTG, Artikel�über�schrift: «Änderungen im Rahmen des 
Harmonisierten Systems»). Mit dem HS-Über�einkommen verpflichten sich die Vertragsparteien 
aus�schliesslich da�hin�gehend, ihre Tarifnomenklatur mit dem HS in Über�ein�stimmung zu bringen. 
Hingegen wird mit dem HS-Über�ein�kommen keinerlei Ver�pflich��tung in Bezug auf die 
Zoll�an�sätze über�nommen (Art. 9 des HS-Über�einkommens). Die Kompetenz des Bundesrates zur 

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Anpassung der Nomenklatur des schweizerischen Generaltarifs an das HS bein�haltet demnach im 
Bereich der Empfehlungen des Rats des HS-Über�ein�kommens nicht gleichzeitig die Berechtigung, die 
Zollansätze materiell zu verändern. 

2.3.2. Anlässlich der Revision des HS wurde die inter�nationale 
No�men�kla�tur per 1. Januar 2007 zum vierten Mal überarbeitet und 
ge�ändert. Im Rahmen dieser Revision wurden insbesondere bei den 
Com�pu�tern, der Halbleitertechnologie und der Unterhaltungselektronik 
(Zoll�tarif Ka�pitel 84, 85, 90) Nummern zusammengelegt respektive 
neu ge�schaffen (vgl. auch Medienmitteilung des Eidgenössischen 
Finanz�de�parte�ments EFD vom 6. Dezember 2004, «Bundesrat 
ge�nehmigt Empfeh�lungen des Weltzollrates», abrufbar unter 
www.ezv.admin.ch, Doku�mentation > Medieninformationen, zuletzt 
be�sucht am 1. Novem�ber 2010). Mit der Ver�ord�nung vom 28. Juni 
2006 über die Änderung des Zoll�tarifs in den An�hängen 1 und 2 zum 
Zolltarifgesetz und über die An�passung von Er�lassen im 
Zu�sammen�hang mit dieser Änderung (AS 2006 2995; 
Ver��ord�nung mit den Anhängen zum ZTG, ab�ruf�bar unter 
www.ezv.admin.ch > Zoll�in�form�a�tion Firmen > 
Abferti�gungs�hilfen > Zoll���tarif-Tares, dort die Linkliste, zu�letzt 
be�sucht am 1. No�vem�ber 2010) hat der Bundesrat gestützt auf Art. 9 
ZTG die vom Rat empfoh�lenen Ände�rungen an�genommen und den 
Generaltarif ent�sprech�end an�gepasst. Die Änderung des 
Generaltarifs ist per 1. Ja�nu�ar 2007 in Kraft ge�treten (vgl. Art. 5 der 
genannten Verordnung).

2.4.  
2.4.1. Gestützt auf die langjährige Praxis der OZD wurden vor 
Inkraft�treten der vierten HS-Re�vi�sion Geräte der vor�liegend in 
Rede stehen�den Art (sog. «Laserjet-Multi�funk�tions�drucker») in die 
Tarif�nummer 9009.1200 eingereiht (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 
49.-- je 100 kg brutto):

«Fotokopierapparate mit optischem Sys�tem oder für das Kon�taktverfahren und Thermokopierapparate:
- elektrostatische Fotokopierapparate
-- durch Wieder�gabe des Originalbildes auf die Kopie mittels eines Zwischen�trä�gers arbeitend (indirektes 
Verfahren)»

Diese Tarifnummer wurde im Rahmen der vier�ten HS-Revision (vgl. E. 2.3.2) aufgehoben. 
Mit Urteil vom 11. Sep�tem�ber 2008 im Ver�fah�ren A-1772/2006 ent�schied das 
Bundesver�wal�tungs�gericht allerdings, dass der�artige Ge�räte gemäss des bis Ende 2006 geltenden 

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Zolltarifs in die Tarif�nummer 8471.6000 einzureihen sind (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 0.-- je 100 
kg brutto):

«Auto�matische Daten�ver�arbei�tungs�maschinen und ihre Ein�heiten; mag�ne�tische oder optische 
Schrift�leser, Maschinen zum Auf�zeichnen von Daten auf Daten�träger in Form eines Codes und Maschinen zum 
Ver�arbei�ten dieser Daten, ander�weit weder genannt noch inbegriffen:
- Ein- oder Aus�gabe�ein�hei�ten, auch wenn sie in einem ge�meinsamen Ge�häuse Speicher�ein�hei�ten 
enthalten»

An diesem Ergebnis – so das Bundesverwaltungsgericht – ändere der Um�stand nichts, dass ab dem 1. 
Januar 2007 derartige Geräte in die Tarif�nummer 8443.3100 fielen (Urteil des 
Bundes�ver�wal�tungs�ge�richts A-1772/2006 vom 11. September 2008 E. 3.2.5).

2.4.2. Im Rahmen der vierten HS-Revision wurde für derartige 
Multi�funk�tions�druckergeräte eine eigene Nummer geschaffen und in 
den schwei�zerischen Generaltarif implementiert. Die Tarif�nummer 
8443.3100 sah vorerst für solche Waren im Generaltarif den Zollansatz 
von Fr. 49.-- je 100 kg brutto vor (vgl. Anhang 1 [S. 53] der Verordnung 
über die Änderung des Zolltarifs, vgl. oben E. 2.3.2):

«Maschinen und Apparate zum Drucken mittels Druck�platten, Druck�formzylindern und anderen Druckformen der 
Nr. 8442; andere Drucker, Kopierer und Fernkopierer, auch untereinan�der kombi�niert; Teile und Zubehör für diese 
Maschinen und Apparate:
- andere Drucker, Kopierer und Fernkopierer, auch untereinander kombiniert:
-- Ge�räte, die mindestens zwei der Funktionen Drucken, Kopieren oder Übertragen von Fernkopien verrichten und 
an eine automatische Da�tenverarbeitungsmaschine oder ein Netzwerk angeschlossen werden können»

Gestützt auf Art. 9 ZTG wurde mit Verordnung vom 15. Juni 2007 (AS 2007 2887) über die Änderung des 
Zolltarifs in An�hang 1 des Zolltarif�ge�setzes im Zu�sammenhang mit Multifunktions-
Tinten�strahldruckern die Tarif�nummer 8443.3100 unterteilt. Für Multi�funk�tionsgeräte, die nach der 
Tinten�strahl-Druck�technologie funk�ti�onie�ren, wurde die Tarif�nummer 8443.3110 (Zollansatz 
gemäss Generaltarif Fr. 0.-- je 100 kg brutto), für die anderen Drucker (als Tinten�strahl�drucker) die 
Tarifnummer 8443.3190 (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 49.-- je 100 kg brutto) geschaffen. Nach 
Angaben der Vor�instanz sollte mit dieser Anpassung ein Fehler bei der Umsetzung der vierten HS-
Revision korrigiert werden. Gemäss der Medien�mit�tei�lung vom 18. Juni 2007 des Staats�sekretariats 
für Wirt�schaft (SECO) war es das Ziel dieser Korrektur, «den schwei�zerischen Zolltarif für 
Tin�ten�strahldrucker zu senken, um den früheren Zu�stand wieder her�zu�stellen und die Zollabgaben, 
die vor der Ände�rung galten, wieder ein�zuführen» (Medienmitteilung abrufbar unter 
www.seco.admin.ch, Doku�mentation > Medieninformationen, zu�letzt be�sucht am 2. November 2010).

2.5. Am 13. Dezember 1996 erzielte die WTO-Ministerkonferenz eine 
Über�einkunft über die Zollbeseitigung auf Gütern der 
Informations�tech�no�logie («Ministerial Declaration of Trade in 
Information Techno�logy Pro�ducts», nachfolgend: IT-Abkommen). Mit 
dem Abschluss dieses Ab�kommens verpflichtete sich die Schweiz, 

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Produkte, die unter eine be�stimmte Zolltarifnummer des HS fallen 
(Attachement A des Ab�kommens) und weitere, separat aufgelistete 
Produkte (Attachement B des Abkommens) von der Zollpflicht zu befreien 
(Art. 2 des IT-Ab�kommens). Der Zollabbau war in vier Stufen zu je 25% 
(per 1. Juli 1997, 1. Januar 1998, 1. Januar 1999 und Nullzölle per 
1. Januar 2000) vorgesehen (vgl. dazu Botschaft zur Teilrevision der 
Schweizer WTO-Verpflichtungsliste im Bereich der 
Informationstechno�logie, BBl 1998 1066 ff.). Von diesem Abkommen 
erfasst ist na�ment�lich die Tarif�nummer 8471.60, also diejenige 
Nummer, in die das Bundesverwal�tungs�gericht Waren der vorliegend 
strittigen Art einreihte (vgl. E. 2.4.1).
In der Folge passte der Bundesrat ge�stützt auf Art. 9a ZTG 
(Artikel�über�schrift: «Änderungen im Rahmen der WTO») die 
Zollansätze des General�tarifs ent�sprechend vorläufig an (Verordnung 
vom 19. No�vem�ber 1997 über die Änderung des Zolltarifs im Anhang 
zum ZTG [AS 1997 2632], Ver�ordnung vom 19. November 1997 über 
die In�kraft�setzung der im Rah�men der WTO vereinbarten 
Zollansätze des Ge�neral�tarifs [AS 1997 2633]). Die Änderungen 
wurden von der Bundes�ver�sammlung mit einem (nicht 
allgemeinverbindlichen) Bundes�beschluss genehmigt (Art. 13 Abs. 2 
ZTG; Bundes�be�schluss vom 16. Juni 1998 über die Ge�neh�migung 
von zolltarifarischen Mass�nah�men, BBl 1998 IV 3604).

3. 
3.1. Im vorliegenden Fall wendet sich die Beschwerdeführerin, wie 
be�reits erwähnt, nicht gegen die Einreihung der eingeführten Waren in 
die Tarifnummer 8443.3190. Sie beanstandet aber die damit 
ver�bunde�ne Zoll�belastung von Fr. 49.-- je 100 kg brutto. Die 
Beschwerdeführerin argumentiert, die Vor�ins�tanz sei bei der 
Umsetzung der HS-Revision im Jahre 2006 davon aus�ge�gangen, 
dass Geräte der von ihr eingeführten Art in die Tarif�nummer 9009.1200 
mit einem Zoll�ansatz von Fr. 49.-- einzureihen seien. 
Kon�se�quenter�weise habe die Vor�instanz diese Waren im ab dem 
1. Ja�nu�ar 2007 geltenden Generaltarif ebenfalls mit einem Zollansatz 
von Fr. 49.-- belegt. Das Bundes�ver�wal�tungs�gericht habe aber im 
Verfahren A-1772/2006 am 11. September 2008 entschieden, dass die 
Multi�funk�tions-Laser�drucker in die Tarif�nummer 8471 einzureihen 
seien. Der Zoll�ansatz dieser Tarifnummer sei Fr. 0.-- gewesen. 
Entsprechend sei die Einfuhr von Multifunktions-Laser�druckern unter 
dem alten General�tarif richtigerweise zollfrei ge�wesen. Die 
Zoll�be�lastung von Fr. 49.-- gemäss des ab dem 1. Ja�nu�ar 2007 

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geltenden Generaltarifs stelle folglich eine neue und ver�fassungs- sowie 
ge�setzes�wid�rige Belastung dar. Der Bundesrat sei näm��lich nicht 
er�mäch�tigt, bei der Anpassung der nationalen Nomen�kla�tur an das 
HS neue Zölle ein�zu�führen. Im Übrigen verstosse die Be�las�tung 
auch gegen das IT-Ab�kommen der WTO, das für solche Geräte der 
Tarif�nummer 8471 die Be�seitigung der Zollbelastung ver�lange. Die 
Belas�tung sei folglich auch staatsvertragswidrig.

3.2. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, sie habe die HS-
Re�vi�sion richtig umgesetzt. In langjähriger Praxis seien die 
Multi�funktions-Laserdrucker in die Tarifnummer 9009.1200 eingereiht 
worden und hätten einer Zollbelastung von Fr. 49.-- unterlegen. Der 
Vor�wurf, es seien mit der HS-Revision neue Zölle eingeführt worden, 
treffe folglich nicht zu. Aus dem Urteil des Bundes�verwaltungsgerichts 
könne die Abgabepflichtige nichts zu ihren Gunsten ableiten, da dort nicht 
die Höhe der Zollbelastung, sondern einzig die Tarifeinreihung 
be�ur�teilt worden sei. Abgesehen davon habe sich im Rahmen der HS-
Re�vi�sion die Nomen�klatur im Bereich der Drucker, Kopierer, 
Fern�ko�pierer und Multi�funkti�ons�geräte derart grund�le�gend 
geändert, dass sich für den vor�liegen�den Fall auch deshalb nichts aus 
dem er�wähnten Urteil ableiten lasse. Im Weiteren sei der Bundesrat 
davon aus�ge�gangen, die Multifunktions-Laser�drucker seien – anders 
als die Tin�ten�strahl�drucker – nicht vom IT-Ab�kommen erfasst, 
weshalb auch keine staats�vertragswidrige Situation bestehe.

3.3. Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass die von der 
Be�schwerde�führerin eingeführten Waren gemäss des seit dem 
1. Ja�nu�ar 2007 geltenden Generaltarifs in die Tarifnummer 8443.3190 
ein�zu�reihen sind. Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich deshalb 
nicht ver�anlasst, die Tarifeinreihung näher zu untersuchen und hierüber 
ab�schliessend zu urteilen. Die Parteien gehen weiter 
überein�stimmend davon aus, dass es sich bei den im vorliegenden Fall 
strittigen Multi�funk�tions-Laserdruckern um Geräte handelt, die 
den�jenigen des Ver�fahrens A-1772/2006 entsprechen. 
Mit Urteil vom 11. September 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht im 
genannten Verfahren rechtskräftig entschieden, dass derartige Ge�räte 
bis Ende 2006 in die Tarifnummer 8471.6000 einzureihen waren (vgl. 
E. 2.4.2). Der Zollansatz dieser Tarifnummer war zwar nicht direkter 
Be�schwer�de�gegenstand jenes Verfahrens. Die zoll�freie Ein�fuhr 
derartiger Waren war allerdings die unmittelbare Reflexwirkung dieses 
Urteils. Es stellt sich weiter die Frage nach den Auswirkungen dieses 

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Urteils auf das vorliegende Verfahren. Ihre Be�ant�wortung hängt vom 
Vorgehen bei der Um�setzung der vorliegenden HS-Revision ab bzw. 
davon, ob seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts die 
Rechts�lage massgeb�lich geändert worden ist:

Die diese HS-Revision umsetzende bundes�rät�liche Verordnung stützt sich einzig auf Art. 9 ZTG 
betreffend «Änderungen im Rahmen des Harmo�ni�sierten Systems». Die entsprechende Kompetenz gibt 
dem Bundesrat in diesem Zusammenhang nicht gleichzeitig die Berechti�gung, die Zollansätze im 
Generaltarif zu ändern (vgl. E. 2.3.1 und E. 2.3.2), was zwar nicht bedeutet, dass die hierfür zuständige 
Be�hörde im Zuge der HS-Revision, aber auf anderer und ent�sprech�ender Rechts�grundlage, die 
Zollansätze unter den gegebenen Voraus�setzungen materiell nicht hatte ändern bzw. erhöhen dürfen. 
Hiefür wäre aber der erkennbare Wille der zuständigen Behörde bzw. der entsprechende 
bundesrechtskonforme Rechtsetzungsakt erforder�lich, auf dieser anderen (genügenden) 
Rechtsgrundlage als Art. 9 ZTG über den Zollansatz zu bestimmen. Andernfalls hat für die strittigen Waren 
jener Zollansatz zu gelten, der dem gemäss Bundes�ver�wal�tungs�gericht rechtskräftig festgesetztem 
Tarif entspricht.
Die HS-Revi�sion wurde vorliegendenfalls nun aber nicht zum An�lass für eine materielle Änderung der 
Zoll�an�sätze ge�nommen (vgl. auch die in E. 2.3.2 erwähnte Medien�mitteilung des EFD: «Die 
Zoll�ansätze sind nicht tangiert.»). Ein anderer, den Zoll�an�satz der Multi�funktions�-Laser�drucker 
be�treffen�der Erlass der hierfür zu�ständigen Behörde, der per 1. Ja�nuar 2007 in Kraft getreten wäre, 
ist nicht er�sichtlich und auch die Vor�instanz legt nichts Ent�sprech�en�des dar. Mangels 
Rechtsgrundlage für eine Zollansatzerhöhung seit dem rechtskräftigen Urteil des 
Bundes�verwaltungsgerichts lag per Ende 2006 der Zollansatz für die vor�liegend in Rede stehenden 
Waren bei Fr. 0.-- und nicht bei Fr. 49.-- pro 100 kg brutto.
Dies gilt unge�achtet der Klärung der beiden aufgeworfenen Fragen, ob diese Geräte unter das IT-
Ab�kommen der WTO fallen und ob dieses Ab�kommen direkt an�wend�bar ist (vgl. E. 2.5, vgl. auch E. 
3.2). An diesem Ergebnis ändert auch die Ver�ord�nung vom 15. Juni 2007 über die Än�derung des 
Zoll�tarifs im Zu�sammen�hang mit Multi�funktions-Tinten�strahl�druckern (und anderen) nichts; auch 
diese stützt sich auf Art. 9 ZTG (vgl. E. 2.4.2, «Änderungen im Rahmen des Harmoni�sier�ten Systems»), 
also auf eine für die Erhöhung des Zollansatzes gemäss Generaltarif nicht hinreichende Norm. 
Die Beschwerde ist in diesem Punkt gut�zu�heissen.

4.  
4.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet zudem die vorinstanzliche 
Kos�ten�auflage in der Höhe von Fr. 9'000.--. Entgegen der Auffassung 
der Vorinstanz habe ihr Ver�mö�gens�interesse im vorinstanzlichen 
Ver�fah�ren nicht insgesamt Fr. 970'331.92, sondern lediglich – gemäss 
Rechts�begehren Ziffer 1 (vgl. vorne Bst. C.a) – Fr. 5'968.90 be�tragen. 
Die Vor�ins�tanz habe in diesem Punkt aller�dings fälschlicherweise 
einen Be�trag von Fr. 7'988.85 berechnet. Dieses Versehen beruhe 
ver�mut�lich darauf, dass die Vor�ins�tanz in ihrem Ent�scheid die 
Aufzählung der an�ge�foch�tenen 

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Ver�an�la�gungs�ver�fü�gun�gen um einige wenige 
Veran�la�gungs�verfügungen er�gänzt habe. An�ge�sichts ihres 
tatsächlichen Vermögensinteresses von Fr. 5'968.90 hätte die 
Spruch�gebühr gemäss Art. 2 Abs. 2 der Ver�ord�nung vom 
10. Sep�tember 1969 über Kosten und Ent�schä�di�gungen im 
Ver�wal�tungs��ver�fahren (SR 172.041.0) lediglich zwischen Fr. 
100.-- und Fr. 4'000.-- be�tragen dürfen. Dement�sprech�end gehe sie 
von einer – linear berechneten – Spruch�gebühr von un�ge�fähr 
Fr. 2'400.-- aus. Mit ihrer Beschwerde an die Vor�instanz habe sie aber 
auch ein Wiedererwägungsgesuch (Ziffer 2) und eine 
Aufsichts�be�schwerde (Ziffer 3) gestellt (vgl. Bst. C.a). Ob die 
Vor�ins�tanz hierüber überhaupt entschieden habe, ergebe sich nicht 
aus dem Ent�scheid�dispositiv. Sinngemäss ergebe sich aus den 
Erwägungen aller�dings, dass auf die An�träge gemäss Ziffern 2 und 3 
aus formellen Gründen – nämlich mangels Ein�reichung der 
ent�sprechenden Anfech�tungs�objekte – nicht ein�getreten worden 
sei. Dabei verkenne die Vorinstanz jedoch, dass es sich bei 
Wiedererwä�gungs�gesuchen und Aufsichtsbeschwerden um form�lose 
Rechts�be�helfe handle und nicht um Beschwerden, die den 
An�for�derun�gen von Art. 52 VwVG genügen müssten. Die Kosten für 
die Be�hand�lung des Wiedererwägungs�ge�suches und der 
Aufsichts�be�schwer�de richte sich nach Art. 13 der Ver�ord�nung 
über Kosten und Ent�schä�di�gungen im Ver�wal�tungs�verfahren. 
Da�nach erscheine ihr eine Mini�mal�gebühr von je Fr. 100.-- als 
ange�messen.

4.2. Die Beschwerdeführerin verlangte mit Schreiben vom 29. Januar 
2009, ergänzt mit E-Mail vom 3. März 2009, die Rückerstattung von 
Zoll�abgaben in der Höhe von Fr. 970'331.92 (vgl. Bst. B.a). Die 
Zoll�kreis�direktion teilte der Beschwerdeführerin am 10. März 2009 mit, 
dass sie das an sie weiter�ge�lei�tete «Wiedererwägungsgesuch» als 
Be�schwer�de behandeln werde (vgl. Bst. B.b), wo�rauf�hin die 
mittlerweile anwaltlich vertretene Be�schwer�de�füh�rerin auch eine 
als Beschwer�de be�zeich�nete Rechts�schrift ein�reichte (vgl. 
Bst. C.a), womit sie ihren Beschwer�de�willen bekundete. In Ziffer 2 
ihrer Rechts�be�geh�ren bean�tragte sie expli�zit, «alle seit dem 
1. Ja�nuar 2007 er�gange�nen, nicht von Ziffer 1 erfassten 
Ver�an�lagungs�ver�fügungen [...] zu wider�rufen und der mit den 
Zoll�ver�an�lagungen ge�mäss dieser Ziffer er�ho�be�ne Zollbetrag 
[...] zurück�zu�erstatten.» Im Falle der Gutheissung hätte die 
Be�schwer�de�füh�rerin somit die Zoll�ab�gabe in der genannten 

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Höhe zurück�ver�langt. Wie die Vorins�tanz zu Recht aus�führt, 
verhält sich die Be�schwer�de�führerin wider�sprüchlich, wenn sie vor 
Bundesver�wal�tungsgericht nun be�haup�tet, es sei lediglich die 
Rück�erstattung von Fr. 5'968.90 (gemäss Ziffer 1) beantragt worden. 
Ihre Behauptung, bei der Eingabe vom 22. April 2009 habe es sich 
teil�weise auch um ein Wieder�erwägungsgesuch gehandelt, ist auch 
des�wegen wider�sprüch�lich, weil aus der Über�schrift (vgl. S. 2 der 
Ein�gabe vom 22. April 2009) unzwei�deutig hervorgeht, dass sie gegen 
die Ver�zollung von Druckern Beschwer�de erheben bzw. die 
Beschwerde vom 30. Januar 2009 (ge�meint ist das als 
«Wieder�er�wä�gungsgesuch» be�zeichnete Schreiben vom 
29. Ja�nu�ar 2009) er�gänzen wollte. Ausser�dem hätte die 
Be�schwer�de�führerin sich, da ein Wiedererwä�gungs�ge�such an 
die ver�fügende Behörde zu richten ist (ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN, All�ge�meines Verwaltungs�recht, 6. Aufl., 
Zürich/ Ba�sel/Genf 2010, Rz. 1828), bereits der Wei�ter�leitung an die 
Zoll�kreis�direktion – die Be�schwer�deinstanz ist – 
ent�gegen�stellen müssen, was sie nicht getan hat. Folglich ging die 
Vor�ins�tanz in jenem Ver�fahrensstadium kor�rekter�weise von 
einem Streitwert von Fr. 970'331.92 aus, weshalb nicht geklärt zu werden 
braucht, ob es sich bei dem (im vorinstanz�lichen Verfahren) in Ziffer 3 
gestellten Rechts�be�geh�ren (vgl. Bst. C.a) tat�säch�lich um eine 
Aufsichts�beschwerde handelt.

Gemäss den Aus�füh�run�gen der Vorinstanz sieht ihre intern erlassene Richt�linie bei einem 
Streit�wert zwischen Fr. 900'000.-- und Fr. 1'000'000.-- eine Spruch�ge�bühr von Fr. 9'000.-- als 
Richtwert vor. Art. 2 Abs. 2 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im 
Ver�wal�tungsverfahren sieht bei einem Strei�twert von Fr. 500'000.-- bis Fr. 1'000'000.-- eine 
Spruchgebühr von min�destens Fr. 5'000.-- und höch�stens Fr. 20'000.-- vor. Die vorinstanzlich auferlegte 
Spruch�ge�bühr be�wegt sich innerhalb des vorgegebenen Rahmens. (Über die Ver�le�gung der 
Kosten ist damit allerdings noch nicht entschieden [vgl. dazu unten E. 5.1]).
Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb abzuweisen.

5. 
Entsprechend ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teil�weise 
gutzu�heissen, soweit darauf einzutreten ist, im Übrigen jedoch 
ab�zuweisen.

5.1. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens belaufen sich auf Fr. 4'000.-
. Da die Beschwerdeführerin nur teilweise obsiegt, in einem 
unter�ge�ord�neten Punkt jedoch unterliegt, sind ihr ermässigte 
Ver�fah�rens�kos�ten im Um�fang von Fr. 1'000.-- aufzuerlegen 

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(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vor�ins�tanz sind keine Kosten 
auf�zuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der im vorlie�gen��den 
Verfahren darüber hinaus ge�leis�tete Kos�ten�vor�schuss von 
Fr. 3'000.-- ist der Be�schwer�de�führerin zu�rück�zu�er�statten. Im 
Ver�fahren vor der Vorinstanz lag der Streitwert bei Fr. 970'331.92 (vgl. 
oben, E. 4.2). Die Beschwerdeführerin ist im vor�ins�tanzlichen 
Ver�fah�ren im Umfang von Fr. 5'968.90 durch�gedrungen. Somit 
obsiegt sie im Verhältnis zum Be�antragten nur marginal, weshalb ihr die 
im vor�ins�tanz�lichen Verfahren entstandenen Kosten vollständig 
aufzuerlegen sind.

5.2. Die Vorinstanz hat der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin 
eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und 
Abs. 2 VwVG). Für das Verfahren vor dem 
Bundes�ver�wal�tungs�ge�richt wird die Partei�ent�schä�di�gung 
er�messens�weise auf Fr. 4'500.-- (inkl. MWST und Auslagen) 
festgesetzt.

6. 
Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
An�gelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 83 
Bst. l des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
[BGG, SR 173.110]).

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutge�heissen, 
soweit darauf einge�treten wird. Im Übrigen wird sie abge�wiesen.

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Seite 17

2. 
Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'000.-- werden im Umfang von 
Fr. 1'000.-- der Beschwerdeführerin auferlegt. Der von der 
Be�schwer�deführerin geleistete Kos�ten�vorschuss wird ihr im 
Umfang von Fr. 3'000.-- zu�rückerstattet.

3. 
Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.-- 
zugesprochen.

4. 
Dieser Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Iris Widmer

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