# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f38a6ad0-df6e-588e-b3e2-25ae18f0e7fb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 23.08.2013 SK2 2013 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2013-39_2013-08-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 23. August 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 13 39 30. September 2013

Urteil
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar ad hoc Egli

In der strafrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch A._____, Berufsbeistandschaft,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 19. Juli 2013, 
mitgeteilt am 24. Juli 2013, in Sachen der Y._____, Beschwerdegegnerin, gegen 
die Beschwerdeführerin,

betreffend fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst gemäss                        
Art. 222 Abs. 1 StGB,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 8

I. Sachverhalt

A. X._____, von O.1_____, wurde am _____1965 geboren. Sie ist geschieden 
und hat zwei Kinder. Sie geht momentan keiner Beschäftigung nach, erhält jedoch 
eine IV-Rente und Ergänzungsleistungen. Mit Ernennungsurkunde vom 4. De-
zember 2012 wurde A._____ (nachfolgend: Beiständin) als ihre Beiständin 
gemäss Art. 394 aZGB ernannt (act. B.5). 

B. Gegen X._____ wurde wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuerbrunst 
ermittelt, nachdem am 3. Februar 2013 in ihrer 2 ½ Zimmerwohnung in O.2_____ , 
S.1_____, ein Feuer ausbrach. Mit Verfügung vom 2. Juli 2013 eröffnete die 
Staatsanwaltschaft nach Prüfung der Akten und in Anwendung von Art. 309 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) eine entsprechende 
Strafuntersuchung. 

C.  Mit der Parteimitteilung vom 2. Juli 2013, den Parteien selbentags mitge-
teilt, wurden diese über den Abschluss des Verfahrens orientiert. Aufgrund der 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse stellte die Staatsanwaltschaft Graubün-
den den Erlass einer Einstellungsverfügung gemäss Art. 319 ff. StPO in Aussicht. 
Mit Verfügung selben Datums wurde X._____ Gelegenheit gegeben, innert 10 Ta-
gen zur beabsichtigen Überbindung der Verfahrenskosten an sie Stellung zu neh-
men. 

D.  Im Namen von X._____ beantrage ihre Beiständin mit Eingabe vom 4. Juli 
2013, der Post am 5. Juli 2013 zur Zustellung übergeben, von einer Überbindung 
der Verfahrenskosten an die Beschuldigte sei abzusehen. 

E. In der Folge erlies die Staatsanwaltschaft am 19. Juli 2013, den Parteien 
am 24. Juli 2013 mitgeteilt, eine Einstellungsverfügung und verfügte was folgt:

„1. Das Strafverfahren gegen X._____ wegen fahrlässiger Verursachung 
einer Feuerbrunst gemäss Art. 222 Abs. 1 StGB wird eingestellt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 687.00 (Gebühr CHF 475.00; Baraus-
lagen CHF 212.00) werden der beschuldigten Person auferlegt.

3. Eine Entschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Diese Einstellungsverfügung ist ohne Einfluss auf die Bestrafung we-
gen allfälliger Verletzung feuerpolizeilicher Vorschriften, worüber die 
Administrativbehörden zu befinden haben. Sie ist auch nicht verbind-
lich für die Beurteilung eventueller zivilrechtlicher Ansprüche (Art. 53 
OR).“

Seite  3 — 8

F. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob die Beiständin im Namen der 
X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 25. Juli 2013 (Poststempel: 25. 
Juli 2013) Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden und begehrte was 
folgt:

„Hiermit erhebe ich Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der 
Staatsanwaltschaft Graubünden vom 19.07.2013/24.07.2013, insbesonde-
re gegen Ziff. 2 Auferlegung der Verfahrenskosten von Fr. 687.00 (Gebühr 
Fr. 475.00, Barauslagen Fr. 212.00). […]“

G. Mit Verfügung vom 30. Juli 2013 wurde der Beiständin der Beschwerdefüh-
rerin eine Frist bis zum 16. August 2013 gesetzt, innert welcher sie die für das vor-
liegende Beschwerdeverfahren nötige Bevollmächtigung beizubringen habe (Art. 
416 Abs. 1 Ziff. 9 und Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 
210]). Mit Eingabe vom 14. August 2013, der Post am 15. August 2013 zur Zustel-
lung übergeben, erklärte die Beschwerdeführerin ihr Einverständnis zur Erhebung 
der Beschwerde. 

H. Mit Verfügung vom 16. August 2013 wurde der Staatsanwaltschaft die Mög-
lichkeit gegeben, eine Stellungnahme einzureichen. Mit Eingabe vom 21. August 
2013 verzichtete diese darauf. 

I. Auf die Begründung in der Einstellungsverfügung vom 19. Juli 2013, in der 
Stellungnahme vom 4. Juli 2013 und in der Beschwerde wird, soweit erforderlich, 
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1.a. Gemäss Art. 322 Abs. 2 sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit 
Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
(EGzStPO; BR 350.100) kann gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwalt-
schaft beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde geführt werden. Die 
Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 322 
Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Anforderungen an die Begründung 
werden in Art. 385 StPO konkretisiert. Der Beschwerdeführer hat sich mit den Er-
wägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen. Dabei hat er ge-
nau anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten werden, welche 
Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel angerufen 
werden. Eine blosse Bestreitung der Ausführungen im angefochtenen Entscheid 
ohne Angabe von Gründen, welche einen anderen Entscheid nahelegen, und eine 

Seite  4 — 8

blosse Darstellung seiner eigenen Ansichten genügt den Substanziierungsanfor-
derungen nicht (vgl. zum Ganzen auch Schmid, Handbuch des schweizerischen 
Strafprozessrechts, Zürich 2009, N 1474 zu Art. 385 StPO; Entscheid der II. Straf-
kammer des Kantonsgerichts vom 25. Mai 2011, SK2 11 15, E. 2). Bei rechtzeitig 
eingereichten, jedoch ungenügenden Rechtsmittelschriften ist grundsätzlich eine 
Nachfrist zur Verbesserung anzusetzen, und zwar über den Gesetzestext hinaus 
auch bei blossen Formmängeln. Dies gilt allerdings nicht für bewusst mangelhafte 
Rechtsmitteleingaben. Von fachkundigen Personen kann erwartet werden, dass 
sie Rechtsmittel formgerecht einreichen. Ihnen gegenüber wird eine Nachfristan-
setzung regelmässig nur bei Versehen oder unverschuldetem Hindernis in Frage 
kommen (vgl. Ziegler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, Basel 2011, N 2 zu Art. 385 StPO).

Zur Beschwerdeführung legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat 
(Art. 382 Abs. 1 StPO), d.h. soweit sie durch die Einstellungsverfügung beschwert 
ist. Bei der Ergreifung eines Rechtsmittels handelt es sich um die Ausübung eines 
höchstpersönlichen Rechts (Lieber, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, N 3 
zu Art. 382 StPO). Urteilsfähige verbeiständete Personen können ihre Interessen 
deshalb selbst vertreten oder ihren gesetzlichen Vertreter beiziehen (vgl. Art. 106 
Abs. 2 StPO; Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 
Zürich/St. Gallen 2009, N 4 zu Art. 382 StPO). 

b. Die vorliegende Beschwerde vom 25. Juli 2013, selbentags der Post zur 
Zustellung übergeben, gegen die am 24. Juli 2013 mitgeteilte Einstellungsverfü-
gung ist fristgerecht erfolgt. Die Beiständin der Beschwerdeführerin erhob selbst 
Beschwerde (vgl. act. A.1), jedoch augenscheinlich im Interesse und Namen der 
Beschwerdeführerin, weshalb ihr die Möglichkeit zur Nachbringung einer fehlen-
den Einverständniserklärung bzw. Vollmacht gegeben wurde (vgl. act. D.2). Die 
entsprechende Vollmacht der Beschwerdeführerin wurde fristgerecht zu den Akten 
gereicht (vgl. act. D.3). Die Vertretung der Beschwerdeführerin durch ihre Beistän-
din ist somit rechtsgültig (vgl. Art. 394 und Art. 417 aZGB in Verbindung mit Art. 14 
Abs. 1 und 3 SchlT ZGB und Art. 416 Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde richtet sich 
gemäss Wortlaut der Beschwerdeschrift gegen die angefochtene Einstellungsver-
fügung im Allgemeinen und insbesondere gegen die in Ziffer 2 des Dispositivs der 
Verfügung enthaltene Kostenüberbindung. Die Beschwerdeführerin - welche als 
beschuldigte Person im Sinne von Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO gilt - ist durch die 
Kostenauferlegung offensichtlich beschwert und damit in diesem Punkt zur Be-

Seite  5 — 8

schwerdeerhebung legitimiert (vgl. act. 20, Ziffer 2). Betreffend Ziffer 1 des Dispo-
sitivs der angefochtenen Einstellungsverfügung fehlt hingegen die Beschwer, da 
darin die Einstellung des Strafverfahrens gegen die Beschwerdeführerin verfügt 
wurde und es damit offenkundig an einer belastenden Anordnung fehlt (vgl. Lie-
ber, a.a.O., N 8 zu Art. 382 StPO). Dasselbe gilt bezüglich Ziffer 4 desselben Dis-
positivs, da diese lediglich den Hinweis enthält, dass die Einstellungsverfügung 
keinen Einfluss auf ein allfälliges administrativbehördliches Verfahren hat und für 
ein allfälliges Zivilverfahren nicht verbindlich ist. Ist mit der Beschwerde ebenfalls 
Ziffer 3 beanstandet, fehlt es jedenfalls gänzlich an einer entsprechenden Ausein-
andersetzung mit der angefochtenen Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft Graubünden, weshalb auf die Beschwerde diesbezüglich – ohne Ansetzung 
einer Nachfrist - nicht einzutreten ist.

Auf die ferner formgerecht eingereichte Beschwerde ist betreffend die Anfechtung 
von Ziffer 2 des Dispositivs der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft von 
Graubünden vom 19. Juli 2013 einzutreten.   

2. Die Beschwerde stellt nach Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentli-
ches Rechtsmittel dar. Die Rechtsmittelinstanz verfügt über volle Kognition und mit 
der Beschwerde können sämtliche Mängel eines angefochtenen Entscheids gel-
tend gemacht werden (Stephenson/Thiriet, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Basel 2011, N 15 
zu Art. 393 StPO; Keller, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, N 38 f. zu Art. 
393 StPO; Schmid [Praxiskommentar], a.a.O., N 16 zu Art. 393 StPO).

3.a. Die Beiständin rügt im Namen der Beschwerdeführerin, in der Begründung 
der Einstellungsverfügung sei aufgeführt, dass die Beschwerdeführerin für die 
Steuerperiode 2011 Einkünfte über CHF 61‘000.00 versteuert habe. Die beigeleg-
te definitive Veranlagungsverfügung der Kantons- und Gemeindesteuer 2011 wei-
se ein steuerbares Einkommen und Vermögen von CHF 0.00 aus. Gemäss der 
Steuererklärung 2012 - die definitive Veranlagung liege noch nicht vor - betrage 
das steuerbare Einkommen CHF 2‘341.00. Die Beiständin habe Antrag auf Null-
veranlagung gemäss Art. 156 a StG gestellt. Zudem sei die Beschwerdeführerin 
mit ihrem IV-Renten-Einkommen auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Die ihr 
auferlegten Kosten würden eine zusätzliche Härte bedeuten. 

b. Die Beschwerdeführerin beanstandet folglich lediglich die Höhe der aufer-
legten Kosten und nicht die grundsätzliche Pflicht zur Kostentragung. Auf die ent-

Seite  6 — 8

sprechende rechtliche Begründung der Staatsanwaltschaft Graubünden geht die 
Beschwerdeführerin denn auch mit keinem Wort ein. Sie beantragt gestützt auf 
den Umstand, dass sie kein steuerbares Einkommen habe und entsprechend kei-
ne Steuern abliefern müsse, sinngemäss die Aufhebung der Verfügung bezüglich 
der Kostenüberbindung. Insofern handelt es sich hierbei implizit um eine Rüge der 
Unangemessenheit des Kostenentscheids (vgl. Art. 393 Abs. 2 lit. c StPO). Ent-
sprechend ist nur zu prüfen, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerde-
führerin die Kostenhöhe von CHF 687.00 (Gebühr CHF 475.00 und Barauslagen 
CHF 212.00) rechtfertigen. 

c. Die Verfahrenskosten setzen sich aus den Gebühren zur Deckung des 
Aufwands und den Auslagen im konkreten Fall zusammen (Art. 422 Abs. 1 StPO). 
Die Gebühr für die Untersuchung der Staatsanwaltschaft beträgt CHF 200.00 bis 
20‘000.00 (Art. 37 Abs. 4 lit. a EGzStPO] in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 lit. d der 
Verordnung zum Einführungsgesetz zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
[RVzEGzStPO; BR 350.110]). Einen Hinweis auf die Berücksichtigung der wirt-
schaftlichen Verhältnisse enthält das Bundesrecht in Art. 425 StPO, nach welchem 
die Verfahrenskosten von der Strafbehörde unter Berücksichtigung der wirtschaft-
lichen Verhältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen wer-
den können. Die herrschende Lehre sieht denn auch in Art. 425 StPO die Grund-
lage, nach welcher bereits bei der Auflage der Verfahrenskosten auf die wirtschaft-
liche Lage der kostenpflichtigen Person Rücksicht zu nehmen ist (Domeisen, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, Basel 2011, N 3 f. zu Art. 425 StPO; Griesser, in: Do-
natsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, N 2 zu Art. 425 StPO; Schmid [Praxiskommen-
tar], a.a.O., N 3 zu Art. 425 StPO). Indem Art. 37 Abs. 2 EGzStPO als Kriterium für 
die Kostenauflage neben dem Aufwand auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der 
kostenpflichtigen Person anführt, wird indirekt gesagt, dass einer wenig begüterten 
Person nicht der gesamte, einem Gericht allenfalls entstandene Aufwand belastet 
werden soll.

d. Die Staatsanwaltschaft Graubünden orientierte sich bei der Festsetzung der 
vorliegenden Gebühr von CHF 475.00 augenscheinlich am unteren Rand des ge-
setzlichen Rahmens und trägt damit dem relativ geringen Aufwand für das Unter-
suchungsverfahren Rechnung. In Anbetracht der Einkünfte der Beschwerdeführe-
rin von CHF 61‘919.00 in der Steuerperiode 2011 (act. 11) bzw. CHF 55‘063.00 in 
der Steuerperiode 2012 (nicht definitiv veranlagt, vgl. act. B.3) und der Vermö-
gensverhältnisse (vgl. act. B.3) ist die vorliegende Gebühr durchaus verhältnis-

Seite  7 — 8

mässig und der wirtschaftlichen Situation der Beschwerdeführerin angepasst. 
Letztere übersieht, dass die für die Berechnung der Gebühren massgebenden 
wirtschaftlichen Verhältnisse nicht gleichzusetzen sind mit den veranlagten bzw. 
abzuliefernden Steuern. Zudem erscheinen die Auslagen in der Höhe von CHF 
212.00 den Umständen entsprechend angemessen, wobei diese an sich nicht be-
stritten werden. Die offensichtlich unbegründete Beschwerde wird deshalb in An-
wendung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 
173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz abgewiesen. 

4. Ist die Beschwerde somit vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf über-
haupt einzutreten ist, werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens der unterlie-
genden Beschwerdeführerin nach Massgabe von Art. 428 Abs. 1 StPO auferlegt. 
Angesichts der besonderen Umstände der Beschwerdeführerin, der überschauba-
ren Thematik der Beschwerde, der sich stellenden Rechts- und Sachfragen sowie 
aufgrund der einzelrichterlichen Erledigung des Rechtsmittels werden der Be-
schwerdeführerin unter Anwendung von Art. 8 und Art. 10 der Verordnung über 
die Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.210) in Verbindung mit Art. 
18 Abs. 3 GOG und Art. 425 StPO sowie Art. 37 Abs. 2 EGzStPO reduzierte Kos-
ten im Umfang von CHF 400.00 auferlegt. 

Seite  8 — 8

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 400.00 gehen zu Lasten der 
Beschwerdeführerin. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. 
Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraus-
setzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 
90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni