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**Case Identifier:** f63c7bc9-f83d-5028-a500-26d4ecca3333
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.03.2015 200 2014 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-201_2015-03-13.pdf

## Full Text

200 14 201 IV
LOU/ZID/WOL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. März 2015

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. März 2015, IV/14/201, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1976 geborene und nach Abschluss des … als … tätige A.________ 
(nachfolgend: Versicherter bzw. Beschwerdeführer) meldete sich 2004 un-
ter Hinweis auf seit 2001 bestehende Nackenschmerzen bei der IV-Stelle 
Bern (nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB nahm in der Folge er-
werbliche und medizinische Abklärungen vor (AB 5 ff.): Wegen gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen – diagnostiziert wurden insbesondere ein chroni-
sches cervikales Schmerzsyndrom bei Fehlhaltung der Halswirbelsäule 
(AB 8/1, 8/7, 13/2, 20/4) sowie ein Visusverlust des rechten Auges (AB 8/1, 
20/4) – arbeitete er ab Mai 2004 nur noch in einem Pensum von 50% 
(AB 7/2 Ziff. 11). Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 20. März 
2006 (AB 24) lehnte die IVB eine Kostengutsprache für berufliche Mass-
nahmen ab, da der Versicherte angemessen eingegliedert sei.

B.

Am 12. August 2010 meldete sich der Versicherte, mittlerweile bei der 
C.________ als ... tätig, wegen Nackenproblemen und einer Arbeitsun-
fähigkeit von 40% (seit Juli 2010) erneut zum Leistungsbezug an (AB 25). 
In der Folge tätigte die IVB erwerbliche sowie medizinische Abklärungen 
(AB 33, 35, 36, 38, 42, 43) und veranlasste eine ergonomische Arbeits-
platzabklärung (AB 44). Am 20. Dezember 2011 verfügte die IVB den Ab-
schluss der beruflichen Massnahmen und verneinte gleichzeitig einen Ren-
tenanspruch (AB 63). Auf Beschwerde hin (AB 67) zog die IVB den Regio-
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) bei, welcher eine ophthalmologi-
sche/orthoptische Beurteilung (AB 68) empfahl. Daraufhin hob die IVB die 
angefochtene Verfügung (AB 63) wiedererwägungsweise auf (AB 70) und 
das Beschwerdeverfahren IV/2012/115 wurde mit einzelrichterlichem Ent-
scheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2012 
(AB 72) als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

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Nach weiteren erwerblichen und medizinischen Abklärungen (AB 77, 80, 
88), insbesondere auch im RAD (Untersuchungsbericht vom 3. April 2013; 
AB 98), führte die IVB Arbeitsvermittlungsmassnahmen durch (AB 75, 94, 
103, 105), gewährte dem Versicherten einen Einarbeitungszuschuss 
während der Anlern- oder Einarbeitungszeit für die Zeit vom 1. August bis 
31. Oktober 2013 im D.________ (AB 113) und übernahm die Kosten für 
einen Arbeitsstuhl (AB 120). Da der Versicherte nach einer erfolgreichen 
Einarbeitungszeit beim D.________ als … weiterbeschäftigt wurde, schloss 
die IVB am 12. November 2013 die Unterstützung der Arbeitsvermittlung ab 
(AB 128). 

Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens betreffend den Rentenan-
spruch (AB 106) und auf Einsprache hin (AB 121) holte die IVB eine Stel-
lungnahme des RAD (AB 129) ein und wies das Rechtsbegehren bei einem 
ermittelten Invaliditätsgrad von 26% mit Verfügung vom 23. Januar 2014 
(an den früheren Rechtsvertreter adressiert; AB 130) bzw. vom 28. Januar 
2014 (an die aktuelle Rechtsvertreterin adressiert; AB 132) ab.

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 27. Februar 2014 Beschwerde. Er beantragt die (rückwir-
kende) Ausrichtung einer halben Invalidenrente ab 1. April 2005 (nebst 
Verzugszins), eventualiter die Rückweisung der Streitsache an die Be-
schwerdegegnerin zur Einholung eines neurologischen Gutachtens, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen. Beanstandet werden im Wesentlichen 
die medizinische Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit durch 
den RAD sowie die Invaliditätsberechnung.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin unter Verweis auf eine Stellungnahme des RAD vom 25. März 2014 
(in den Gerichtsakten) die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 17. April 2014 und Duplik vom 25. Juni 2014 (zusammen 
mit einer weiteren Stellungnahme des RAD vom 23. Juni 2014; in den Ge-

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richtsakten) hielten die Parteien an den bisherigen Ausführungen und An-
trägen fest.

Am 3. März 2015 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 
81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 28. Januar 2014 (AB 132). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbe-
sondere, ob der Sachverhalt genügend abgeklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes 
entnehmen:

3.1.1 In den Berichten der Klinik E.________ vom 27. September 2010 
(AB 38, 42/8) wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein seit circa 
zehn Jahren bestehendes chronisches, zervikales Schmerzsyndrom dia-
gnostiziert. Anamnestisch beständen seit Jahren zervikale Schmerzen, 
insbesondere nach langer … . Die bis anhin intramuskulär durchgeführten, 
repetitiven Botox-Injektionen hätten jeweils deutliche Schmerzlinderungen 
gebracht, aktuell abnehmender Effekt. Konservative Massnahmen im Sinne 
von Physiotherapie zeigten keinen schmerzlindernden Effekt. Aktuelle 
Symptome seien ziehend drückende Schmerzen, insbesondere – aufgrund 
objektivierbarer Druckdolenzen paravertebral – hoch zervikal rechts mit 
eingeschränkter Halswirbelsäule-Beweglichkeit zur rechten Seite. Hinweise 
auf eine neurologische Beeinträchtigung beständen keine.

3.1.2 Der Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, attestierte im Bericht vom 10. Oktober 2010 (AB 42) für die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 20% für die Zeit 
vom 27. April bis 30. Juni 2010 sowie von 40% ab 1. Juli 2010. Die bisheri-
ge Tätigkeit als ... sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar. Zurzeit be-
stehe jedoch eine verminderte Leistungsfähigkeit. Die Einschränkungen 
liessen sich durch medizinische Massnahmen verhindern, weshalb mit ei-
ner Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne.

3.1.3 Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie FMH, führte im 
undatierten, am 20. Oktober 2010 bei der Beschwerdegegnerin eingegan-
genen Arztbericht (AB 43) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine cervikale Dystonie (seit 2001) sowie eine (seit Geburt beste-
hende) Amaurose links auf. Er habe in Abständen von mindestens drei 
Monaten eine Chemodenervation der beteiligten Muskeln mit Injektionen 
von Botox vorgenommen, dies mit einem gewissen, nicht immer gleich gut 
erzielten Effekt. In den letzten Monaten sei es zu zunehmenden Schmer-
zen gekommen, welche teilweise auf die Injektionen ansprächen. Objektiv 

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könne keine dystone Haltung festgestellt werden; die Dystonie sei klar ob-
jektivierbar. Die Prognose sei offen, es sei aber mit einer Persistenz der 
Beschwerden zu rechnen; spontane Abheilungen seien eher selten. Bei der 
bisherigen Tätigkeit würden Nackenschmerzen und Verspannungen auftre-
ten, welche bei gewissen Arbeiten, insbesondere bei langem Verweilen … 
in gleicher Position, zunehmen würden. Die bisherige Tätigkeit sei aus me-
dizinischer Sicht in einem reduzierten Rahmen mit der Möglichkeit des Po-
sitionswechsels noch zumutbar. Bei der Bestimmung des genauen Aus-
masses der Arbeitsfähigkeit werde zu berücksichtigen sein, dass kurz vor 
den Botoxbehandlungen eine fast vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege, 
bei guter Wirkung dann aber möglicherweise eine volle Arbeitsfähigkeit 
bestehe. Optimal wäre eine Stelle, welche einen sehr flexiblen Einsatz er-
laube.

Im Bericht zu Handen der Taggeldversicherung vom 31. Januar 2011 
(AB 48) merkte Prof. Dr. med. G.________ an, gewisse, mit einem langen 
Verbleiben in der gleichen Körperposition verbundene Arbeiten könnten die 
Dystonie verstärken, was zu einer entsprechenden Zunahme der Schmer-
zen führen könne. Aus neurologischer Sicht bestehe jedoch kein Grund zur 
Annahme einer vollen Arbeitsunfähigkeit als ... . Am besten wäre eine 
Tätigkeit, bei welcher die Arbeitsfähigkeit der Fluktuation der Beschwerden 
angepasst werden könnte. Auch in einer angepassten Tätigkeit würde der 
Versicherte wahrscheinlich nicht immer voll arbeitsfähig sein. Die erwähn-
ten Fluktuationen würden vermutlich – zumindest teilweise – auch zu einer 
partiellen Unfähigkeit führen. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte die Mög-
lichkeit des Wechsels der Körperpositionen, was beispielsweise bei stetiger 
Arbeit … häufig nicht der Fall sei. Auf das Einhalten von Pausen mit Durch-
führung von Entspannungsübungen wäre zu achten. Fokale Dystonien 
könnten selten spontan wieder verschwinden, leider sei dies hier nicht ein-
getreten. Bei Erstmanifestationen im Erwachsenenalter neigten sie typi-
scherweise auch nicht zu einer Generalisierung auf andere Körperstellen.

3.1.4 Im ärztlichen Zeugnis vom 18. Juli 2011 (AB 67/88) der Klinik 
H.________ wurde aufgeführt, dass die seit Jahren bestehenden Be-
schwerden explizit stellungs- und haltungsabhängig seien und daher die 
Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit, die viel statische Kopfkontrolle (Konzen-

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tration auf …, etc.) erfordere, auf derzeit 50-60% limitierten. Aufgrund der 
bisherigen Untersuchungsresultate und bisherigen Therapieerfahrungen 
könne keine rasche Änderung erwartet werden.

3.1.5 Im Bericht vom 14. Juni 2012 (AB 77) diagnostizierte Dr. med. 
I.________, Facharzt für Neurologie FHM, mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine komplexe zervikale Dystonie mit Retrocollis und Torticollis. 
Erstsymptome seien im Jahr 2000 aufgetreten. Neu würden Behandlungen 
mit Botulinumtoxin durchgeführt. Schon während des … seien bei … Na-
ckenverspannungen rechts aufgetreten, welche im weiteren Verlauf zuge-
nommen hätten. Längere Arbeiten am … hätten wegen dystoner Aktivität 
und unwillkürlicher Kopfreklination im Rahmen der zervikalen Dystonie zu 
Nackenschmerzen geführt; durch die körperliche Beanspruchung sei die 
zervikale Dystonie verstärkt worden. Seit fünf Jahren erfolgten regelmässi-
ge Botulinumtoxin-Injektionen mit partiellem Ansprechen. Residuelle Na-
ckenverspannungen hätten vor allem nuchal rechts bestanden. Aktuell füh-
re der starke Retrocollis zu Problemen bei fixierter Kopfhaltung. Primär sei 
eine Behandlung mit Botulinumtoxin indiziert. Die Prognose hänge vom 
Erfolg der Behandlung ab. Insgesamt sei aber bei einem längeren Krank-
heitsverlauf keine spontane Besserung zu erwarten. Die bisherige Tätigkeit 
sei in einem zeitlich reduzierten Rahmen noch zumutbar und zeitlich auf die 
Behandlung mit Botulinumtoxin abzustimmen. Eine Arbeitsbelastung von 
50% (halbtags) sei zumutbar; regelmässige Unterbrüche der Arbeit am … 
seien notwendig. Die Einschränkungen würden sich durch medizinische 
Massnahmen vermindern lassen, indem die Tätigkeiten auf die krankheits-
bedingte Fehlhaltung des Kopfes abzustimmen seien. Dabei sollte es dem 
Patienten ermöglicht werden, seine Kopf- und Sitzposition zu variieren; 
hierbei könnten Anpassungen am … wie auch am … Vorteile bringen. Ab 
1. August 2012 könne mit einer Einsatzfähigkeit von 50% gerechnet wer-
den.

3.1.6 Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Ophthalmologie, führte im 
undatierten, der Beschwerdegegnerin am 1. Oktober 2012 zugegangenen 
Bericht (AB 88) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Myopia magna, Amblyopie, Status nach multiplen vitreoretinalen Eingriffen, 
bestehend seit Geburt, auf. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits-

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fähigkeit nannte er eine Myopie Links. Die einseitige Erblindung rechts 
schränke die bisherige Tätigkeit ein. Die Tätigkeit als ... sei zumutbar, wenn 
die Arbeitsplatzsituation der Einäugigkeit angepasst und eine Staubbelas-
tung vermieden werde.

3.1.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie 
FMH, untersuchte den Versicherten am 12. März 2013. Im Bericht vom 
3. April 2013 (AB 98) diagnostizierte sie eine zervikale Dystonie und eine 
Erblindung rechts mit Auswirkung sowie einen verdächtigen Naevus dorsal 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der Versicherte leide seit Geburt 
an einer starken Fehlsichtigkeit rechts und seit zehn Jahren beklage er 
progrediente Nackenschmerzen. Anfänglich habe neben einer stark einge-
schränkten Nackenbeweglichkeit eine Fehlhaltung mit intermittierenden 
myoklonieartigen Bewegungen im Vordergrund gestanden. Die ursprüngli-
che Tätigkeit als ... habe er wegen Schmerzen aufgegeben und bilde sich 
nun zum … aus. Als Hauptbeschwerden gebe er Nackenschmerzen an, 
welche sowohl in den Kopf wie auch in den Rücken ausstrahlten. Die 
Schmerzen würden durch die gleichbleibende Kopfhaltung verstärkt. Die 
Botulinustoxininjektionen, welche in einem dreimonatigen Intervall appliziert 
würden, brächten vor allem in den ersten zwei Monaten eine Verbesse-
rung, ab dem dritten Monat jedoch eine Zunahme der Schmerzen. In dieser 
Zeit könne der Versicherte zusätzlich entweder eine Schmerzmedikation 
oder neu auch ein Muskelrelaxanz einnehmen. In der neurologischen Un-
tersuchung finde sich eine stark eingeschränkte Nackenbeweglichkeit wie 
auch druckdolente Sehnenansätze im Bereich des Nackens und etwas 
druckdolente Muskulatur. Eine abnorme Haltung des Kopfs oder intermittie-
rende myoklonieartige Bewegungen liessen sich nicht feststellen. Die Dia-
gnose einer zervikalen Dystonie sei nachvollziehbar. Prognostisch sei ein 
zunehmender Wirkungsverlust des Botulinustoxins möglich. Der Versicher-
te sei adäquat behandelt worden; es bestehe keine Möglichkeit, mit medi-
zinischen Massnahmen seine gesundheitliche Situation zu verbessern oder 
die Schmerzen im dritten Monat nach der Botoxinjektion medikamentös 
intensiver zu behandeln. Funktionell sei der Versicherte insofern einge-
schränkt, als starre Haltungen, vor allem des Kopfes, zu vermehrten 
Schmerzen führten und dass seine Belastbarkeit durch die Schmerzen ein-
geschränkt sei. Für rein sitzende … ohne Anpassungen sei bei einem vol-

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len Pensum eine 50%-ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit nachvoll-
ziehbar. Günstig wären eine Tätigkeit oder Anpassungen der …, welche 
häufige Wechsel der Körperhaltung ermöglichten, beispielsweise mit … . 
Denkbar seien auch ein … oder ein … . Bei einem vollen Pensum sollte 
damit eine 80%-ige Leistung während Zeiten mit genügender Botoxwirkung 
(d.h. während zwei Monaten) sowie eine 50-60%-ige Leistung während des 
Monats mit nachlassender Botoxwirkung möglich sein. Flexible Arbeitszei-
ten wären sehr sinnvoll. Aus ophthamologischer Sicht sei eine Umgebung 
ohne übermässige Staubbelastung notwendig.

3.1.8 PD Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie FMH, legte im 
Bericht vom 19. Februar 2014 (Akten des Beschwerdeführers, Beschwer-
debeilage [BB] 3) dar, dass an der Diagnose einer schmerzhaften zervika-
len Dystonie kein Zweifel bestehe. Hingegen bestehe eine gewisse Unei-
nigkeit bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Erfahrungsgemäss 
sei der Nackenschmerz chronisch und werde durch die dystone Aktivität 
der Nackenmuskeln unterhalten, dies ungeachtet der Behandlung mit Botu-
linumtoxin, das nur eine gewisse Milderung während unterschiedlicher 
Zeitdauer bewirke. Bekanntermassen könnten nicht alle dystonisch arbei-
tenden Muskeln erkannt und mit der Behandlung erfasst werden. Die Ar-
beitstätigkeit mit verschiedenen Körperpositionen, aber auch andere Krite-
rien und Stressfaktoren veränderten die dystone Aktivität stetig. Generell 
könne schon mit einer zweimonatigen Besserung der Situation nach der 
Botulinumtoxin-Injektion gerechnet werden. Mit dieser Behandlung würden 
aber anderer Faktoren, welche die Stärke der Dystonie beeinflussten, nicht 
erfasst. Es müsse auch berücksichtigt werden, dass die Tätigkeit des Be-
schwerdeführers intellektuell anspruchsvoll sei und er durch die Schmerzen 
und Spannungsgefühle im Nackenbereich stärker beeinträchtigt werde als 
jemand, der beispielsweise eine handwerkliche Tätigkeit in wechselnder 
Position durchführe. Aufgrund dessen und generell unter Berücksichtigung 
der Besserungszeit nach einer Botulinumtoxin-Injektion würde er eine 50%-
ige Arbeitsfähigkeit schätzen.

3.2

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen.

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der ver-
sicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 

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eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 28. Januar 2014 (AB 132) massgeblich auf den Bericht der RAD-Ärztin 
vom 3. April 2013 (AB 98) abgestützt. Basierend auf der Annahme einer 
durchschnittlichen Leistung von 72% in einer angepassten Tätigkeit ermit-
telte sie anhand eines Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 
26%.

3.3.1 In ihrem Untersuchungsbericht vom 3. April 2013 (AB 98) führte die 
RAD-Ärztin aus, dass für eine rein sitzende … ohne Anpassungen eine 
50%-ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit bei einem vollen Pensum 
nachvollziehbar sei. Bei Anpassungen des Arbeitsplatzes (beispielsweise 
durch …) und der Möglichkeit des Wechsels der Körperhaltung erachtete 
sie bei einem vollen Pensum in den ersten zwei Monaten nach der Botuli-
nustoxininjektion eine Leistung von 80%, im dritten Monat bei nachlassen-
der Botoxwirkung noch eine solche von 50-60% als möglich (vgl. E. 3.1.7 
hiervor). Damit geht die RAD-Ärztin davon aus, dass durch Anpassungen 
am Arbeitsplatz zumindest in den ersten zwei Monaten eine Zunahme der 
Leistungsfähigkeit von 30% erreicht werden könne. Diese Annahme er-
scheint aufgrund der weiteren in den Akten befindlichen Arztberichte als 
nicht hinreichend erstellt. Sodann erscheint fraglich, ob im dritten Monat 
nach der Botoxinjektion jeweils eine 50-60%-ige Leistung möglich ist. So 
gab Dr. med. G.________ schon im Bericht vom 7. April 2010 (AB 33/1) an, 
dass die letzten Botoxspritzen, welche (früher) gut gewirkt hätten, nun rezi-
div seien. Auch geht er – anders als die RAD-Ärztin – von einer fast 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit kurz vor den Botoxbehandlungen aus 
(AB 43/5). Entsprechend hat die RAD-Ärztin selber dargelegt, dass die 
Schmerzen im dritten Monat nach der Botoxinjektion medikamentös nicht 
intensiver behandelt werden könnten (AB 98/5). Von daher bestehen Zwei-

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fel an der von ihr festgestellten und im Vergleich zu anderen involvierten 
Ärzten (Klinik H.________: 50-60% [AB 67/88]; Dr. med. I.________: 50% 
[AB 77/4 Ziff. 1.7 und 1.9]; PD Dr. med. L.________: 50% [BB 3]) deutlich 
höher eingeschätzten Arbeits- und Leistungsfähigkeit (durchschnittlich 
72%, vgl. AB 132/1). Der Untersuchungsbericht vom 3. April 2013 (AB 98) 
erfüllt daher die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2.1 hiervor), die hier mangels Vorliegen eines externen Gutachtens 
streng sind (vgl. E. 3.2.2 hiervor), nicht. Auf die Einschätzung der RAD-
Ärztin kann nach dem Gesagten nicht abschliessend abgestellt werden.

3.3.2 Auch aus der beschwerdeweise eingereichten Stellungnahme von 
PD Dr. med. L.________ vom 19. Februar 2014 (BB 3) geht nicht absch-
liessend hervor, inwieweit er von einer Tätigkeit an einem angepassten 
Arbeitsplatz ausgeht. Zudem "schätzt" er die Arbeitsfähigkeit bloss "gene-
rell" und nicht konkret (vgl. BB 3/2 am Ende). Seine Stellungnahme ist des-
halb für sich alleine wie auch in Kombination mit den übrigen Akten nicht 
geeignet, die hier massgebliche Frage nach der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit, insbesondere mit Blick auf die unterschiedlichen Einschränkun-
gen je nach Wirkung der Botulinumtoxininjektionen, abschliessend zu be-
antworten.

3.4 Nach dem Ausgeführten erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als ungenügend abgeklärt. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Be-
schwerdeführers lässt sich gestützt auf die vorliegenden medizinischen 
Unterlagen nicht abschliessend beurteilen. Die angefochtene Verfügung ist 
damit in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Akten sind an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird ein externes Gutach-
ten bei einem im vorliegenden Diagnosenbereich spezialisierten Facharzt 
in Auftrag zu geben haben, welches sich insbesondere zur Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit bei ergonomisch bestmöglich angepasstem Arbeitsplatz 
in den verschiedenen "Wirkungsstadien" nach den Botulinumtoxininjektio-
nen zu äussern hat. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin neu über 
den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu befinden haben.

3.5 Unter diesen Umständen braucht die vom Beschwerdeführer bean-
standete Berechnung des Invaliditätsgrades nicht näher geprüft zu werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. März 2015, IV/14/201, Seite 14

Damit wird sich die Beschwerdegegnerin nach Vorliegen des externen 
Gutachtens auseinanderzusetzen haben.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist ihm nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Die Kostennote von Rechtsanwältin B.________ vom 3. Juli 2014 über 
Fr. 3‘034.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) ist nicht zu beanstanden. Die Be-
schwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädi-
gung von Fr. 3‘034.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu bezahlen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. März 2015, IV/14/201, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 28. Januar 2014 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘034.80 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.