# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42352fe3-5269-5ec3-b5e4-325b13d69dec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250015-O1
**Docket/Reference:** PQ250015-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250015-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ250015-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel

Beschluss und Urteil vom 5. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____

gegen

B._____,

Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____

betreffend Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung / elterliche Sorge, 

Obhut und persönlicher Verkehr etc. 

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Winterthur vom 

25. März 2025 i.S. C._____, geb. tt.mm.2019, D._____, geb. tt.mm.2019 und 

E._____, geb. tt.mm.2020; VO.2025.14 (KESB Winterthur-Andelfingen)

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Erwägungen:

I.

1.   B._____ (nachfolgend Mutter oder Beschwerdegegnerin) und A._____ (nach-

folgend Vater oder Beschwerdeführer) sind die Eltern von C._____ und D._____, 

beide  geb.  tt.mm.2019,  sowie  von  E._____,  geb.  tt.mm.2020.  Die  Parteien  sind 

nicht  verheiratet  und  leben  heute  getrennt.  Die  Kinder  wohnen  bei  der  Mutter  in 

F._____, G._____. 

2.   Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen (nach-

folgend KESB) befasste sich seit 2019 wiederholt mit der Familie wegen Vorfällen 

häuslicher Gewalt (vgl. Vorakten KESB sowie u.a. KESB act. 1 ff., 82 f., 89, 94, BR 

act. 3 S. 1). Im Frühling 2024 wurde ein aufgrund von Gewaltvorwürfen angehobe-

nes Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer sistiert, nachdem die Beschwer-

degegnerin ihre Anzeige zurückgezogen hatte (KESB act. 20: polizeiliche Einver-

nahme der Beschwerdegegnerin vom 8. November 2023, KESB act. 56). Mitte Ok-

tober  2024  informierte  die  Stadtpolizei  Winterthur  die  KESB  über  neue  Vorwürfe 

häuslicher Gewalt. Gegen den Beschwerdeführer wurde erneut ein Strafverfahren 

angehoben,  in  deren  Verlauf  er  in  Untersuchungshaft  versetzt  wurde  (KESB 

act. 75, 80, 82 f.). Während seiner Inhaftierung musste die Stadtpolizei Winterthur 

auch den Eltern des Beschwerdeführers wegen Drohungen ein Rayon- und Kon-

taktverbot  zur  Beschwerdegegnerin  und  den  drei  Kindern  auferlegen  (KESB 

act. 91).  Der  Beschwerdeführer  wurde  Ende  März  2025  mit  Ersatzmassnahmen 

(Kontaktverbot zur Beschwerdegegnerin und den Kindern) aus der Untersuchungs-

haft entlassen (act. 4/1).

3.   Am 30. Januar 2024 beauftragte die KESB das Kinder- und Jugendhilfezen-

trum  G._____  (kjz)  erstmals  mit  der  Abklärung  der  Situation  der  Kinder  (KESB 

act. 39). Die dagegen von den Parteien erhobene Beschwerde wies der Bezirksrat 

Winterthur ab. Nachdem keine Termine mit den Parteien beim kjz zustande gekom-

men waren und der Beschwerdeführer wahrheitswidrig behauptet hatte, die Familie 

halte sich im Ausland auf (KESB act. 63), wies die KESB das kjz nach den Gewalt-

vorwürfen im Oktober 2024 nochmals an, die Abklärungen dringend voranzutrei-

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ben.  Am  17.  Januar  2025  ging  der  Abklärungsbericht  des  kjz  bei  der  KESB  ein 

(KESB act. 94). Nach dem Beizug diverser Polizeiakten sowie unter anderem der 

getrennten  Anhörung  der  Parteien  (KESB  act. 106  und  114)  teilte  die  KESB  mit 

Entscheid vom 7. Februar 2025 die alleinige elterliche Sorge sowie die Obhut über 

die Kinder definitiv der Beschwerdegegnerin zu, verweigerte dem Beschwerdefüh-

rer vorerst das Besuchsrecht und wies diesen an, sich in einem spezifischen Ge-

waltprogramm mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen, wobei der persönliche 

Verkehr mit den Kindern erst nach erfolgreichem Abschluss des Programms ge-

prüft werde. Zudem errichtete die KESB für die Kinder eine Erziehungsbeistand-

schaft mit besonderen Befugnissen im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Einer 

allfälligen Beschwerde entzog die KESB die aufschiebende Wirkung (BR act. 3 = 

KESB act. 120).

4.   Gegen den Entscheid erhob der Beschwerdeführer beim Bezirksrat Winter-

thur  (Vorinstanz)  Beschwerde  und  beantragte  zusammengefasst,  der  Entscheid 

der KESB sei mit Ausnahme der Erziehungsbeistandschaft aufzuheben, es sei ihm 

die elterliche Sorge zu belassen, es sei ihm ein angemessenes Besuchsrecht zu 

den Kindern einzuräumen und es sei seiner Beschwerde die aufschiebende Wir-

kung wieder zu erteilen (BR act. 1 S. 2). Die Vorinstanz holte daraufhin die Stel-

lungnahmen der KESB (BR act. 5) und der Beschwerdegegnerin (BR act. 10) zur 

Frage  der  Wiedererteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  ein.  Mit  Beschluss  vom 

25. März 2025 wies die Vorinstanz den Antrag auf Wiedererteilung der Suspensiv-

wirkung  der  Beschwerde  ab  (Dispositiv-Ziff. I,  BR  act. 14  =  act. 4/B  =  act. 7  [Ak-

tenexemplar]).

5.   Am 3. April 2025 (Poststempel) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde. Er 

beantragt, es sei Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses des Bezirksrats vom 25. März 

2025 aufzuheben und es sei seiner Beschwerde an den Bezirksrat die aufschie-

bende Wirkung wieder zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten 

des Staats. Zudem ersucht er im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren um Be-

willigung der unentgeltlichen Rechtspflege, einschliesslich unentgeltlicher Rechts-

verbeiständung (act. 2 S. 2). Die Akten der Vorinstanz (act. 8/1-16, zitiert als BR 

act.) sowie der KESB (act. 9/1-134, zitiert als KESB act.) wurden von Amtes wegen 

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beigezogen. Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Stellungnahme 

der Vorinstanz (§ 66 und § 68 EG KESR) kann abgesehen werden, weil sich die 

Beschwerde sogleich als unbegründet erweist.

II.

1.   Gegen den Entscheid betreffend Entzug der aufschiebenden Wirkung als vor-

sorgliche Massnahme ist die Beschwerde zulässig (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Be-

schwerde  wurde  rechtzeitig  innert  10  Tagen  bei  der  zuständigen  Kammer  des 

Obergerichts erhoben (vgl. Anhang zu BR act. 14). Die Beschwerdeschrift enthält 

konkrete Anträge sowie die Begründung derselben. Der Beschwerdeführer ist als 

Vater und unterlegene Partei im vorinstanzlichen Verfahren zur Beschwerde legiti-

miert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1-3 ZGB). Die Rechtsmittelvoraussetzungen sind inso-

weit erfüllt.

2.   Mit der Beschwerde können neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung  eine  Rechtsverletzung,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides gerügt 

werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde führende Partei trifft eine Begrün-

dungslast. Auch wenn in Kindesschutzverfahren die umfassende Untersuchungs-

maxime gilt und die Beschwerdeinstanz nicht an die Anträge der am Verfahren be-

teiligten Personen gebunden ist, ist in der Beschwerde darzulegen und aufzuzei-

gen,  inwiefern  der  angefochtene  Entscheid  als  fehlerhaft  erachtet  wird  (Art.  314 

Abs. 1 i.V.m. Art. 446 ZGB und § 65 EG KESR; BGer 5A_770/2018 vom 6. März 

2019 E. 3.2, BGE 141 III 569 E. 2.3.3 und BGE 138 III 374 E. 4.3.1).

3.   Der Beschwerdeführer rügt zusammengefasst, die Vorinstanz habe nicht be-

gründet, weshalb die sofortige Zuteilung der elterlichen Sorge und der Obhut an die 

Beschwerdegegnerin sowie der vorläufige Verzicht auf eine Besuchsregelung den 

Kindern Schutz vor allfälligen Übergriffen bieten sollten. Die faktische Obhut liege 

schon jetzt bei der Beschwerdegegnerin und eine Besuchsregelung bestehe nicht. 

Er stelle keine Gefahr für die Kinder dar. Die Vorinstanz habe einseitig auf die An-

schuldigungen  der  Beschwerdegegnerin  und  der  Kinder  abgestellt,  wodurch  sie 

eine unzulässige Vorverurteilung vorgenommen habe. Ihre Aussagenwürdigung sei 

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willkürlich. Es lägen keine Hinweise für eine Kindeswohlgefährdung durch ihn vor. 

Zudem sei ihm bereits im Strafverfahren ein griffiges Kontaktverbot zu den Kindern 

auferlegt worden. Er habe seit der Entlassung aus der Untersuchungshaft nicht ver-

sucht,  das  Verbot  zu  umgehen.  Da  bereits  geeignete  strafrechtliche  Ersatz-

massnahmen bestünden, seien die zusätzlichen Kindesschutzmassnahmen unver-

hältnismässig. Insbesondere seien die Voraussetzungen für den Entzug der elterli-

chen  Sorge  als  einschneidenste  Kindesschutzmassnahme  und  ultima  ratio  nicht 

erfüllt (act. 2 Rz 7 ff.).

4.   Beim Entzug der aufschiebenden Wirkung handelt es sich um eine vorsorgli-

che Massnahme, die im summarischen Verfahren zu prüfen ist. Gemäss Art. 314 

Abs. 1 i.V.m. Art. 450c ZGB hat die Beschwerde aufschiebende Wirkung, sofern 

die Kindesschutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes 

verfügt. Der Suspensiveffekt der Beschwerde ist nur ausnahmsweise im Einzelfall 

bei Gefahr in Verzug und besonderer Dringlichkeit zu entziehen. Es ist eine Abwä-

gung der auf dem Spiel stehenden Interessen vorzunehmen, bei welcher stets auch 

die Hauptsachenprognose eine Rolle spielt. In Fällen, welche keinen Aufschub dul-

den, ist die Option, einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu ent-

ziehen, keine blosse Möglichkeit, sondern Pflicht (BGE 143 III 197 E. 4). Ergänzend 

kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden rechtlichen Erwä-

gungen der Vorinstanz zum Entzug der aufschiebenden Wirkung verwiesen werden 

(act. 7 E 4.1).

5.   Die Vorinstanz ging eingehend auf die Ausführungen der KESB ein und schil-

derte auch die gegensätzlichen Vorbringen der Parteien (act. 7 E. 3.1 ff.). Sie hielt 

fest, bei der Polizei seien wiederholt Meldungen wegen häuslicher Gewalt durch 

den  Beschwerdeführer  eingegangen,  und  erläuterte  schlüssig,  weshalb  sie  auf-

grund der Akten, insbesondere des Abklärungsberichts des kjz eine akute Gefähr-

dung des Wohls der Kinder bejahe und der Schutz der Kinder die umgehende Voll-

streckung der Massnahmen erfordere (act. 7 E. 4.3 ff.). 

6.   Der Einschätzung der Vorinstanz kann vollumfänglich zugestimmt werden: Es 

ist aktenkundig, dass bei der Polizei Meldungen über häusliche Gewalt durch den 

Beschwerdeführer  eingingen  und  sie  an  den  Wohnort  der  Familie  ausrücken 

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musste.  Dabei  wurden  auch  Gewaltschutzmassnahmen  gegenüber  dem  Be-

schwerdeführer zum Schutze der Beschwerdegegnerin und der Kinder angeordnet 

und später verlängert (KESB act. 75, 89). Es befinden sich zudem zahlreiche aus-

sagekräftige Fotos bei den Akten, welche Verletzungen der Beschwerdegegnerin 

und der Kinder (u.a. blaue Flecken an Gesäss, Oberschenkel und Gesicht, KESB 

act. 82) dokumentieren. Die Fotos erhärten die Schilderungen der Beschwerdegeg-

nerin anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme und gegenüber den Abklärenden 

des kjz, es sei immer wieder zu psychischer und physischer Gewalt durch den Be-

schwerdeführer gegen die Kinder und sie gekommen (KESB act. 82 und 94). Die 

Beschwerdegegnerin untermauerte ihre polizeilich deponierten Aussagen, wonach 

der Beschwerdeführer täglich aggressiv gegen sie und Kinder gewesen sei, über-

dies mit Videoaufnahmen und Sprachnachrichten (vgl. KESB act. 83, Sammelbei-

lage).  Die  Strafuntersuchung  ist  nach  wie  vor  pendent.  Der  Beschwerdeführer 

wurde  zwar  unter  Anordnung  von  Ersatzmassnahmen  (Kontaktverbot  zur  Be-

schwerdegegnerin und den Kindern) nach mehrmonatiger Untersuchungshaft Ende 

März 2025 entlassen. In der Verfügung vom 29. März 2025 wies das Zwangsmass-

nahmengericht des Bezirksgerichts Zürich jedoch ausdrücklich auf die Aussagen 

der Beschwerdegegnerin sowie der Tochter als zentrale Beweismittel der Untersu-

chung hin, was darauf schliessen lässt, dass das Gericht den Belastungen der bei-

den hohes Gewicht beimisst (act. 4/1). 

Wie bereits die KESB und die Vorinstanz zutreffend darlegten, wird die akute 

Kindeswohlgefährdung im Abklärungsbericht des kjz bestätigt. Der Bericht basiert 

auf einem Hausbesuch bei der Beschwerdegegnerin, auf Gesprächen mit ihr, den 

drei  Kindern  gemeinsam  und  je  einzeln,  der  Kindergärtnerin  von  D._____  und 

C._____ sowie der Kinderärztin (KESB act. 94 S. 3). Der Beschwerdeführer wurde 

nicht in die Abklärungen einbezogen, weil er sich während der gesamten Evaluati-

onsphase  in  Untersuchungshaft  befunden  habe  (KESB  act. 94  S. 2).  In  den  Ge-

sprächen  erklärten  die  Kinder,  der  Beschwerdeführer  habe  nur  geflucht  (KESB 

act. 94:  E._____  S. 8)  und  sie  viel  geschlagen  (KESB  act. 94:  D._____  S. 5  und 

C._____ S. 6). Die Beschwerdegegnerin führte aus, die Kinder seien stets physi-

scher und psychischer Gewalt seitens des Vaters ausgesetzt gewesen; dieser habe 

beispielsweise D._____ zum Essen des Erbrochenen gezwungen, ihn heftig ange-

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schrien, dessen Puppe zerschnitten und ihn geschlagen (KESB act. 94 S. 9). Die 

Sachverständigen  kamen  im  Bericht  zum  Schluss,  das  Wohl  aller  Kinder  werde 

durch das aggressive Verhalten des Beschwerdeführers stark gefährdet. Die an-

haltende psychische und physische Gewalt habe sie traumatisiert und in ihrer ko-

gnitiven Entwicklung gehemmt. Sie hätten sich in einem permanenten Erregungs-

zustand befunden (KESB act. 94 S. 15). In den Gesprächen zeigten sich die Kinder 

erleichtert über die Beendigung der Beziehung der Parteien. 

7.   Der  Beschwerdeführer  geht  weder  auf  die  einlässlichen  Erwägungen  der 

Vorinstanz  noch  auf  den  Abklärungsbericht  oder  die  Polizeiakten  näher  ein  und 

begründet  nicht,  weshalb  die  Feststellungen  und  Schlussfolgerungen  im  Abklä-

rungsbericht  oder  die  Argumentation  der  Vorinstanz  falsch  sein  sollen  oder  wer 

sonst die Verletzungen auf den Fotos zugefügt haben könnte. Ebenso wenig nennt 

er einleuchtende Argumente, weshalb die Kinder und die Beschwerdegegnerin ge-

gen  ihn  wahrheitswidrig  aussagen  sollten.  Auch  wenn  der  Beschwerdeführer  im 

Rahmen der Abklärungen des kjz nicht einbezogen wurde, ist aufgrund der Akten 

eine akute erhebliche Gefährdung des Wohls der Kinder durch ihn, die nach geeig-

neten  und  sofort  umsetzbaren  Kindesschutzmassnahmen  verlangt,  hinreichend 

glaubhaft. Seine Rüge, die Vorinstanz habe willkürlich auf die Aussagen der Be-

schwerdegegnerin und der Kinder abgestellt, trifft somit nicht zu. Die Kindesschutz-

massnahmen präjudizieren ferner das Strafurteil nicht, weshalb auch der Einwand, 

es erfolge mit dem Entzug der Suspensivwirkung der Beschwerde, eine Vorverur-

teilung, unbegründet ist. 

8.   Zum Vorwurf, die konkreten Massnahmen und deren sofortige Vollstreckbar-

keit seien unverhältnismässig und insbesondere nicht erforderlich, ist mit Blick auf 

die Hauptsachenprognose Folgendes festzuhalten:

8.1.   Die elterliche Sorge kann unter anderem entzogen werden, wenn ein Elternteil 

wegen Gewalttätigkeit ausserstande ist, die elterliche Sorge pflichtgemäss auszu-

üben, oder wenn der Elternteil sich um das Kind nicht ernstlich gekümmert oder 

seine Pflichten gegenüber dem Kind gröblich verletzt hat (vgl. Art. 311 Abs. 1 Ziff. 1 

und 2 ZGB; BGer 5A_64/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 3.1.2 mit Hinweisen). In 

Anbetracht der aufgrund der Akten glaubhaften psychischen und physischen Ge-

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walt gegenüber den noch kleinen Kindern bestehen derzeit genügend Anhaltspunk-

te für die Annahme, der Beschwerdeführer habe seine Fürsorgepflichten ihnen ge-

genüber grob verletzt. Auch kann angesichts des evidenten Zerwürfnisses der Par-

teien nicht erwartet werden, dass sie über wichtige Kinderbelange sachlich und ziel-

orientiert zum Wohl der Kinder kommunizieren würden. Wäre der Beschwerdefüh-

rer  während  des  Rechtsmittelverfahrens  bei  wichtigen  Kinderbelangen  zwingend 

einzubeziehen,  würde  dies  den  Kindern  glaubhaft  mehr  schaden  als  der  mit  der 

Sorgezuteilung an die Mutter verbundene Verlust an Kontinuität in der Erziehung 

und den früheren Lebensumständen. 

8.2.   Aus den gleichen Gründen ist aus heutiger, vorläufiger Sicht die umgehende 

Obhutszuteilung an die Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Die Obhut um-

fasst  die  Befugnis  zur  täglichen  Betreuung  der  Kinder  und  damit  das  Recht,  mit 

ihnen in häuslicher Gemeinschaft zu leben und die Rechte und Pflichten im Zusam-

menhang  mit  ihrer  Pflege  und  laufenden  Erziehung  auszuüben  (BSK  ZGB  I-

SCHWENZER/COTTIER, Art. 296 N 6 m.H.). Eingedenk der glaubhaften groben Ver-

letzung der elterlichen Fürsorgepflicht durch den Beschwerdeführer erscheint es im 

Interesse der Kinder an psychischer und physischer Integrität derzeit unerlässlich, 

dass die täglichen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben einstweilen ausschliess-

lich von der Beschwerdegegnerin übernommen werden.

8.3.   Auch der vorläufige Verzicht auf persönlichen Verkehr hält vor der Hauptsa-

chenprognose stand. Nach Art. 273 Abs. 1 ZGB soll der persönliche Kontakt der 

positiven Entwicklung des Kindes dienen und diese fördern. Das Recht auf persön-

lichen Verkehr findet daher seine Schranken dort, wo seine Ausübung das Kinds-

wohl  gefährdet  (BGer  5A_984/2019  vom  16.  April  2019  E.  3.1).  Die  Gefahr,  der 

Beschwerdeführer würde das seelische und körperliche Wohl der Kinder bei Kon-

takten beeinträchtigen, lässt sich aktuell nicht von der Hand weisen. Sein Hinweis, 

er habe sich bisher an das gerichtlich auferlegte Kontaktverbot gehalten, genügt 

jedenfalls für die Annahme einer positiven Änderung seines verfehlten Erziehungs-

stils  nicht.  Der  Beschwerdeführer  macht  insbesondere  nicht  geltend,  bereits  ein 

spezifisches Gewaltprogramm absolviert zu haben. Bei dieser Sachlage erschiene 

ein persönlicher Verkehr dem Wohl der Kinder nicht zuträglich.

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8.4.   Der Beschwerdeführer erklärte an der Anhörung bei der KESB, sich nach der 

Entlassung wie früher um die Kinder  kümmern zu wollen. Er zeigte sich mit den 

Kindesschutzmassnahmen nicht einverstanden und gab an, sich mit allen Mitteln 

dagegen wehren zu wollen (KESB act. 114). Der Entzug der aufschiebenden Wir-

kung  erscheint  unter  diesen  Umständen  dringend  erforderlich,  bliebe  der  Be-

schwerdeführer ohne Regelung als Vater grundsätzlich berechtigt, in Kinderbelan-

gen mitzuentscheiden, die Kinder zu betreuen oder sie zu besuchen. An der Not-

wendigkeit  kindesschutzrechtlicher  Massnahmen  ändert  das  strafrechtliche  Kon-

taktverbot nichts. Dieses ist einstweilen zeitlich beschränkt bis 29. Juni 2025 und 

dauert längstens bis zum Abschluss des Vorverfahrens. Da die parteiöffentlichen 

Befragungen bereits durchgeführt wurden (act. 4/1 Dispositiv-Ziff. 5), ist in abseh-

barer Zeit mit dem Abschluss des Vorverfahrens bzw. der Aufhebung des Kontakt-

verbots  zu  rechnen.  Das  Kontaktverbot  ist  schliesslich  inhaltlich  nicht  deckungs-

gleich mit den Kindesschutzmassnahmen und verfolgt andere Ziele. Das strafrecht-

liche Kontaktverbot dient der ungehinderten Strafuntersuchung, die angeordneten 

Schutzmassnahmen schützen die Interessen der Kinder an Unversehrtheit und ge-

sunder Entwicklung.

9.   Zusammenfassend ist aufgrund glaubhafter hoher Gefährdung des Wohls der 

Kinder durch den Beschwerdeführer ihr Interesse an der sofortigen Umsetzung der 

in Frage stehenden Kindesschutzmassnahmen höher zu gewichten als dasjenige 

des Beschwerdeführers an einer vorgängigen Überprüfung der Kindesschutzmass-

nahmen durch die kantonalen Rechtsmittelinstanzen. Die sofortige Umsetzung bie-

tet den Kindern die dringend benötigte Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und sich 

auf ihre Entwicklung zu konzentrieren. Damit sind die Voraussetzungen für den Ent-

zug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde erfüllt. Die Beschwerde ist des-

halb abzuweisen.

10. 

10.1.  Es handelt sich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit. In Anbetracht 

der summarischen Natur des Verfahrens ist gestützt auf §§ 5, 8 und 12 GebV OG 

eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.– angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten 

dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

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10.2.  Der Beschwerdeführer ersucht um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege,  einschliesslich  der  Bestellung  seiner  Rechtsvertreterin  als  unentgeltliche 

Rechtsbeiständin (act. 2 S. 2). 

Nach Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 117 ZPO hat jede Person, die nicht über die 

erforderlichen  Mittel  verfügt,  Anspruch  auf  unentgeltliche  Rechtspflege,  wenn  ihr 

Rechtsbegehren  nicht  aussichtslos  erscheint.  Soweit  zur  Wahrung  ihrer  Rechte 

notwendig,  hat  sie  ausserdem  Anspruch  auf  unentgeltlichen  Rechtsbeistand 

(Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Ein Rechtsmittel gilt dann als aussichtslos, wenn der 

Rechtsmittelkläger dem vorinstanzlichen Entscheid nichts Wesentliches resp. Sub-

stantielles  entgegenzusetzen  hat  (vgl.  BGer  5D_164/2015  vom  11.  Januar  2016 

E. 5. m.w.H.). 

Dies ist vorliegend der Fall. Die Vorinstanz hat ausführlich und nachvollzieh-

bar begründet, weshalb vom Beschwerdeführer glaubhaft eine Gefährdung für die 

Kinder ausgeht und der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht wiederzuer-

teilen ist. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen Einwände vermögen die 

einleuchtenden Argumente der Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage zu stellen. Das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege  ist somit mangels substantieller Erfolgs-

chancen abzuweisen. 

10.3.  Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen, weil der Beschwerdeführer 

unterliegt und der Beschwerdegegnerin keine zu entschädigenden Aufwände ent-

standen sind.

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wird ab-

gewiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel mit nachfolgendem Erkenntnis.

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Es wird erkannt: 

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen und Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses des 

Bezirksrats Winterthur vom 25. März 2025 wird bestätigt. Der Beschwerde an 

den Bezirksrat Winterthur vom 6. März 2025 bleibt die aufschiebende Wirkung 

damit entzogen.

2.

Die Entscheidgebühr dieses Rechtsmittelverfahrens wird auf Fr. 800.– festge-

3.

4.

setzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Winterthur-Andelfingen sowie an den Bezirksrat Winterthur, je gegen 

Empfangsschein.

Nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

5.

Eine  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  an  das  Bundesgericht  ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Camelin-Nagel

versandt am: