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**Case Identifier:** 0d58057c-2392-5b70-bdc2-b5b27fa59518
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.04.2010 UV 2008/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-88_2010-04-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 14.04.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
Art. 6, Art. 15 und Art. 24 UVG: Rentenanspruch und 
Integritätsentschädigung. Adäquate Unfallkausalität psychischer 
Beschwerden. Bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes und des 
Valideneinkommens sind die von der Arbeitgeberin ausbezahlten 
pauschalen Mittagszulagen zu berücksichtigen. Bestimmung des 
Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Löhnen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, UV 
2008/88). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_430/2010.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 14. April 2010

in Sachen

T.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Invalidenrente/Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   T.___ erlitt am 9. Oktober 2003 bei der Arbeit einen Unfall. Zum Unfallhergang gab 

der Versicherte an, dass beim Entfernen von Betonschalungselementen drei davon mit 

einem Gewicht von 2,5 Tonnen aus unerklärlichen Gründen auf ihn gestürzt seien. Zum 

Glück sei ein Arbeitskollege in der Nähe gewesen, der das ihn erdrückende Element 

habe anheben können. Es seien dann noch drei andere Kollegen zur Hilfe geeilt (act. 

G 8.31, S. 2; vgl. zum Unfallhergang auch act. G 8.33 und G 8.94). Vom 9. bis 

11. Oktober 2003 wurde der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für 

Orthopädische Chirurgie, stationär behandelt. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten 

eine Scapulafraktur mehrfragmentär rechts und eine Acromioclavicular-Gelenksluxation 

rechts, eine Fraktur Processus transversus 3/5 LWS links, eine Rippenfraktur rechts 3/4 

sowie eine Hämaturie (unfallfremd). Sie bescheinigten dem Versicherten bis 

9. November 2003 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 8.4).

A.b   Der Kreisarzt Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, 

berichtete am 18. März 2004, im Vordergrund stehe das umfassende Schmerzbild, 

getragen auch von der körperlichen Inaktivität des Versicherten. Dieser sehe keine 

Möglichkeit mehr, jemals wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Der Kreisarzt 

empfahl eine stationäre Rehabilitation (act. G 8.20, S. 3). Vom 5. Mai bis 2. Juni 2004 

befand sich der Versicherte hierfür in der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden 

Ärzte führten im Austrittsbericht vom 7. Juni 2004 aus, dass in der LWS 

Restbeschwerden bestünden, aber mit einer weiteren Verbesserung zu rechnen sei. 

Die Behandlung der rechten Schulter sei noch nicht abgeschlossen; eine weitere 

physiotherapeutische Begleitung des Belastungsaufbaus sei indiziert. Die 

Mikrohämaturie müsse weiter abgeklärt werden. Insgesamt befinde sich der 

Versicherte noch in der medizinischen Phase. Bei Austritt bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (act. G 8.32). Im psychosomatischen Konsilium vom 

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14. Mai 2004 wurde zusätzlich zu den bisherigen somatischen Diagnosen eine 

Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt mit spezifischer 

psychotraumatischer Symptomatik (ICD-10: F43.2) diagnostiziert (act. G 8.31).

A.c   Am 20./21. September 2004 wurde der Versicherte in der Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene GmbH (AEH) begutachtet. Die Gutachter 

diagnostizierten ein chronisches Schmerzsyndrom des Nacken-/Schultergürtelbereichs 

rechts und des rechten Hemithorax, eine Anpassungsstörung, Angst und depressive 

Reaktion, gemischt mit psychotraumatischer Symptomatik (gemäss Diagnose der 

Rehaklinik Bellikon vom Mai 2004) sowie eine Mikrohämaturie unklarer Ätiologie. Die 

Gutachter kamen zum Schluss, der Versicherte verfüge aus rein rheumatologisch-

orthopädischer Sicht für eine leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit unter 

Vermeidung des Hantierens über Kopf medizinisch-theoretisch über "eine 

Arbeitsfähigkeit ganztags mit Pausen, insgesamt 2 Std. pro Tag, entsprechend einer 

75%igen Arbeitsfähigkeit". Eine zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch 

eine psychische Komponente erscheine sehr wahrscheinlich. Die Gutachter empfahlen 

eine zusätzliche psychiatrische Reevaluation im Rahmen des Fallabschlusses (act. 

G 8.49).

A.d   Am 11. Januar 2005 nahm Kreisarzt Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Chirurgie, 

die ärztliche Abschlussuntersuchung vor. Darin verwies er bezüglich der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit auf die im Gutachten vom 19. Oktober 2004 enthaltene Einschätzung 

der AEH-Experten (act. G 8.74). Den Integritätsschaden des Versicherten bezifferte er 

mit 10% (act. G 8.75).

A.e   Die Suva nahm am 9. Juni 2005 eine Untersuchung des Unfallhergangs vor und 

kam im Unfallrapport vom 11. Juli 2005 zum Schluss, dass ein falscher 

Demontagevorgang durch den Versicherten als Unfallursache zu betrachten sei (act. 

G 8.94).

A.f    Mit Verfügung vom 11. April 2006 sprach die Suva dem Versicherten gestützt auf 

eine 35%ige Erwerbsunfähigkeit eine Invalidenrente und gestützt auf eine 10%ige Inte­

gritätseinbusse eine Integritätsentschädigung zu. Dabei berücksichtigte sie die aus 

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ihrer Sicht unfallfremden psychischen Beschwerden nicht. Zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens zog sie DAP-Löhne heran (act. G 8.118.1).

B.       

B.a   Gegen die Verfügung vom 11. April 2006 erhob der Versicherte am 23. Mai 2006 

Einsprache und beantragte deren vollumfängliche Aufhebung. Die Angelegenheit sei 

zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen und alsdann neu zu 

verfügen. Bis zur abschluss- und entscheidreifen Feststellung des ungenügend 

abgeklärten Sachverhalts habe die Suva Taggeldzahlungen zu erbringen (act. G 8.123).

B.b   Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen erstellte die MEDAS Ostschweiz 

am 7. Mai 2007 ein interdisziplinäres (orthopädisch-psychiatrisches) Gutachten. Die 

MEDAS-Gutachter diagnostizierten mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

Restbeschwerden nach unfallbedingter mehrfragmentärer Scapulafraktur rechts, nach 

Acromioclavicular-Gelenksluxation rechts, nach Frakturen der Processi transversi 

LWK 3-5 links, nach Rippenfraktur IV und V rechts sowie eine Dysthymia. 

Psychiatrischerseits sei aufgrund der Dysthymia von einer rund 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit in einer dem körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit auszugehen. 

Orthopädischerseits bestehe für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 30%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Polydisziplinär sei von einer rund 40%igen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Das Ausmass dieser Einschränkung 

bestehe seit der AEH-Begutachtung vom Oktober 2004 (IV-act. 42 im Verfahren 

IV 2008/196). Gestützt auf das MEDAS-Gutachten ermittelte die IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen eine Invalidität von 41% und sprach dem Versicherten mit Wirkung ab 

1. Oktober 2004 eine Viertelsrente zu (Verfügung vom 6. März 2008; act. G 8.131).

B.c   Die Suva hiess die Einsprache vom 23. Mai 2006 mit Entscheid vom 1. Juli 2008 

teilweise gut und sprach dem Versicherten eine Invalidenrente gestützt auf eine 

Erwerbsunfähigkeit von 36% zu (act. G 8.133).

C.       

C.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 1. Juli 2008 richtet sich die Beschwerde 

vom 4. September 2008. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

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Entschädigungsfolge dessen Aufhebung, insofern darin ein Anspruch auf eine 

Invalidenrente von mehr als 36% sowie auf eine Integritätsentschädigung von mehr als 

10% verneint werde. Die Bemessung der Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung habe nach Vorliegen des von ihm bei Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag gegebenen 

fachpsychiatrischen Gutachtens sowie von gegebenenfalls weiteren medizinischen 

Abklärungen neu zu erfolgen. Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens 

rügt der Beschwerdeführer, dass vorliegend wegen der persönlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers vom Minimaleinkommen der DAP-Löhne ausgegangen werden 

müsse (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 erweitert der 

Beschwerdeführer seine bisherigen Begehren um den Antrag, dass ihm entsprechend 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit eine ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. 

Dr. C.___ habe im Gutachten vom 14. Oktober 2008 folgende Diagnosen gestellt: eine 

chronifizierte depressive Entwicklung mit gegenwärtig mittelschwerem depressivem 

Zustandsbild mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), eine generalisierte 

Angststörung (ICD-10: F41.1), eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: 

F43.1), eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) sowie Probleme in 

Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Aus psychiatrischer Sicht habe er 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. zum Gutachten von Dr. C.___ vom 

14. Oktober 2008 act. G 5.3). Darauf sei bei der Invaliditätsbemessung abzustellen. 

Zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis bestehe ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang (act. G 5).

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 24. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung führt sie aus, dass 

bezüglich der Bemessung der Restarbeitsfähigkeit auf das beweistaugliche AEH-

Gutachten vom 19. Oktober 2004 abzustellen sei, das nur geringfügig von der MEDAS-

Einschätzung abweiche. Gestützt auf die Schätzung der AEH-Experten habe sie der 

Bestimmung des Invalideneinkommens zu Recht eine Restarbeitsfähigkeit von 80% 

zugrunde gelegt. Da die Löhne der DAP-Arbeitsplätze gestützt auf die ärztliche 

Zumutbarkeitsbeurteilung und damit bereits leidensangepasst ausgewählt worden 

seien, rechtfertige sich kein zusätzlicher Abzug nebst der Berücksichtigung der 

reduzierten Arbeitsfähigkeit. Was die psychischen Beschwerden anbelange, so sei sie 

dafür mangels adäquater Kausalität nicht leistungspflichtig. Bei der Beurteilung der 

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Adäquanz sei von einem höchstens mittelschweren Ereignis auszugehen. Von den für 

die Adäquanzbeurteilung massgeblichen Kriterien sei keines erfüllt (act. G 8).

C.c   Der Beschwerdeführer beantragt in der Replik vom 20. März 2009, die 

Beschwerdeantwort sei vollumfänglich abzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen. 

Zur Beurteilung der somatischen Beschwerden sei nicht auf das AEH-Gutachten, 

sondern auf das orthopädische MEDAS-Teilgutachten abzustellen und es sei von einer 

70%igen Restarbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 16).

C.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. 

G 18).

Erwägungen:

1.        

In der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 stellte der Beschwerdeführer den 

Verfahrensantrag, dass die Beschwerde vom 25. April 2008 (act. G 1 im Verfahren 

IV 2008/196) gegen die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen betreffend 

IV-Rentenverfügung vom 6. März 2008 sowie in gleicher Beschwerdesache die Replik 

vom 27. Oktober 2008 (act. G 12 im Verfahren IV 2008/196) als integrierender 

Bestandteil der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 entgegen zu nehmen 

seien (act. G 5, S. 2). Gemäss Art. 61 lit. b Satz 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) muss die 

Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht eine gedrängte Darstellung des 

Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Art. 61 lit. c 

ATSG betont die Mitwirkungspflicht der Parteien im Beschwerdeverfahren. Diese 

besteht im Wesentlichen in der Begründungs- und der Rügepflicht (vgl. Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Auflage 2009, N 67 zu Art. 61). Der vom Beschwerdeführer gestellte 

Verfahrensantrag, seine Eingaben im IV-Beschwerdeverfahren seien als integrierender 

Bestandteil im vorliegenden Beschwerdeverfahren entgegenzunehmen, ist mit der ihm 

obliegenden Begründungs- und Rügepflicht nicht vereinbar. Von einem rechtskundig 

vertretenen Beschwerdeführer ist zu erwarten, dass er in Nachachtung der ihm 

obliegenden Begründungs- und Rügepflicht nicht pauschal auf Eingaben in einem 

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anderen Sozialversicherungsverfahren verweist, sondern mindestens jene Punkte aus 

den Rechtsschriften konkret bezeichnet, die auch in der unfallversicherungsrechtlichen 

Streitigkeit aus seiner Sicht von Belang sind. Dies hat umso mehr zu gelten als in der 

(finalen) Invalidenversicherung im Vergleich zur (kausalen) Unfallversicherung 

unterschiedliche Rechtsfragen zu beantworten sind. Dem genannten Verfahrensantrag 

ist daher nicht zu folgen.

2.        

Streitgegenstand bilden der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

und eine Integritätsentschädigung, wobei jeweils nur die Anspruchshöhe streitig ist.

3.        

3.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 

V 181 E. 3.1). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).

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3.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen).

4.        

Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten organischen Beschwerden (Status nach mehrfragmentärer Scapulafraktur 

rechts und Acromioclavicular-Gelenkluxation Tossi I rechts, Fraktur der Processi 

transversi III und IV an der LWS links sowie Rippenfrakturen IV und V rechts) sowohl 

natürlich als auch adäquat unfallkausal sind (vgl. kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

vom 11. Januar 2005, act. G 8.74), was von der Beschwerdegegnerin anerkannt ist.

5.        

Was die Beurteilung der Adäquanz bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten psychischen Leiden anbelangt, ist zwischen den Parteien unbestritten, 

dass diese nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung zu den psychisch 

bedingten Folgeschäden zu erfolgen hat (vgl. act. G 5, S. 7, act. G 8, S. 5 f.). Aus den 

Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die gegen diese Auffassung sprechen.

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5.1    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 

und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem 

Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine 

massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 

E. 7). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen. Folgen 

des Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet 

werden können, sind hingegen ausser Acht zu lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 

10. Juni 2008, 8C_524/07, E. 5.1 mit Hinweisen). Dabei wird - ausgehend vom 

augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen: banale 

beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich 

der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 139 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 

116 E. 6.1).

5.1.1           Bei banalen Unfällen wie etwa bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 

oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie einem gewöhnlichen Sturz 

oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 

psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug 

unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 

115 V 139 E. 6a). Bei schweren Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. 

Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 120 V 355 E. 5b/aa, 115 V 140 E. 6b). Bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 

psychischen Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare 

Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte 

bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als 

wichtigste Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

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Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 116 E. 6.1; 115 

V 140 E. 6c/aa).

5.1.2           Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 

nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die 

Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. 

Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, der zu den 

schweren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 

schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 

einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. 

Kommt keinem Einzelkriterium ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere 

unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der 

Unfall ist (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/bb).

5.2    Umstritten ist als Erstes die Unfallschwere. Die Beschwerdegegnerin hat das 

Ereignis vom 9. Oktober 2003 als mittelschweren Unfall qualifiziert (act. G 8.133), was 

der Beschwerdeführer für unzutreffend hält (act. G 5, S. 8).

5.2.1           Nach Angaben des Beschwerdeführers sind drei an die Wand gelehnte 

Betonschalungselemente mit einem Gewicht von ungefähr 2,5 Tonnen auf ihn gestürzt. 

Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass er von lediglich einem davon "links" erfasst 

und auf den Boden geschleudert wurde. Er wurde im Rahmen des Unfalls nicht am 

ganzen Körper, offenbar auch nicht am Kopf getroffen (vgl. zur nicht vollständigen 

Erfassung des Beschwerdeführers durch die Betonschalungselemente act. G 8.81). 

Ferner vermochte er einen Arbeitskollegen um Hilfe zu rufen, war nicht bewusstlos und 

stets ansprechbar (act. G 8.81). Der Arbeitskollege war in der Lage, das erdrückende 

Betonschalungselement anzuheben (vgl. zum Ganzen act. G 8.31, S. 2). Aus dieser 

Hilfestellung ist zu schliessen, dass nicht das gesamte Gewicht des Elements auf den 

Körper des Beschwerdeführers drückte. Andernfalls wäre der herbeigeeilte 

Arbeitskollege wohl nicht in der Lage gewesen, das Schalungselement mit einem 

Gewicht von ungefähr 350 kg (vgl. zum Gewicht act. G 8.94) anzuheben, so dass der 

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Beschwerdeführer befreit werden konnte. Beim Sturz der Betonschalungselemente 

befand sich der Beschwerdeführer in einer Baugrube nahe einer Böschung, auf die er 

mit den Betonschalungselementen fiel (act. G 8.94). Auch diese topographische 

Situation spricht dafür, dass das Schalungselement nicht mit dem vollen Gewicht auf 

den Beschwerdeführer drückte, sondern zumindest teilweise auf der Böschung und 

dem Baugrubenboden aufzuliegen kam. Die von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Qualifikation dieses Ereignisses vom 9. Oktober 2003 als 

mittelschwerer Unfall, nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegend, ist mit 

Blick auf den genannten Geschehensablauf und mit den sich dabei entwickelnden 

Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1) nicht zu beanstanden. Diese Beurteilung 

hält sich ferner im Rahmen der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei ähnlichen 

Ereignissen. Die Rechtsprechung hat in einem Fall, wo ein Versicherter zwischen einem 

Traktor und einem rund 1,5 Tonnen schweren Maishäcksler eingeklemmt wurde und 

sich eine 8 Zentimeter lange Rissquetschwunde an der rechten Ellenbeuge sowie eine 

Thoraxkontusion zuzog auf einen mittelschweren Unfall (nicht im Grenzbereich zu den 

schweren Unfällen) erkannt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2009, 

8C_981/09; vgl. zum Sachverhalt auch das vorinstanzliche Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. September 2009, UV.2007.00532). 

Die gleiche Qualifikation wurde bei einem Unfallereignis vorgenommen, wo ein 

Versicherter in einer Höhe von 18 Metern über einem Hallenboden zwischen der oberen 

Kante der Korbumwehrung einer Hebebühne sowie einer unter der Hallenwand 

montierten Kabeltragschiene eingeklemmt wurde und während 20 bis 40 Sekunden 

fürchtete, dass er auf den Betonboden bzw. "in den Tod fallen würde". Beim 

Unfallhergang erlitt er eine LWS-Kontusion (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 6. September 2005, U 270/05, E. 3 ff.). Auch bei einem Unfall, bei 

dem ein Versicherter überraschend von hinten angefahren und erfasst, zu Boden 

geschleudert, eingeklemmt, überrollt, ungefähr 15 Meter mitgeschleift, ein weiteres Mal 

überrollt wurde und sich dabei eine vordere Kreuzbandruptur, Seitenbandriss, 

Meniskusabriss medial, eine akute exogene Reaktion mit rezidivierenden Flash-backs 

sowie weitere Verletzungen zuzog, ging das Bundesgericht von einem mittelschweren 

Unfallereignis, nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegend, aus (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juni 2008, 8C_524/07, E. 5.2).

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5.3    Aus der Beurteilung des Ereignisses vom 9. Oktober 2003 als mittelschwerer 

Unfall folgt, dass zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs eines der 

relevanten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere dieser Kriterien 

in gehäufter Weise erfüllt sein müssten.

5.3.1           Der Beschwerdeführer bringt vor, dass der Unfall durch besonders 

dramatische Begleitumstände und besondere Eindrücklichkeit gekennzeichnet sei und 

die Schwere der erlittenen Verletzungen geeignet sei, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen. Er habe Todesangst gehabt und den Unfall als lebensbedrohlich 

empfunden. Dies werde durch die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung 

bestätigt (act. G 5, S. 8). Dem Unfallereignis ist eine gewisse Eindrücklichkeit nicht 

abzusprechen. Der Sturz des Betonschalungselements auf den Beschwerdeführer war 

geeignet, Empfindungen von (Todes-)Angst und Erschrecken hervorzurufen. Es ist 

auch gestützt auf die Angaben der Retter davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer ohne deren schnelles Eingreifen erdrückt worden wäre (vgl. act. 

G 8.33 sowie die Stellungnahme des Bauführers: "Sicher hatte er auch grosses 

Glück.", act. G 8.81). Unter Würdigung der gesamten Umstände ist das Kriterium der 

besonders dramatischen Begleitumstände und besonderen Eindrücklichkeit zu 

bejahen, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Aussage des orthopädischen MEDAS-

Gutachters, dass Voraussetzung für die multiplen Frakturen ein schweres Trauma 

gewesen sei (IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196). Allerdings ist das Kriterium nicht 

in speziell ausgeprägter Weise erfüllt. Denn jedem mindestens mittelschweren Unfall ist 

eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, die somit noch nicht für eine Bejahung der 

besonderen Ausgeprägtheit des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil 8C_799/2008 

vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hat auch keine 

schweren Verletzungen erlitten. Er war nicht bewusstlos und jederzeit ansprechbar. 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf diagnostizierte psychische Beschwerden beruft, 

verkennt er, dass zur Beurteilung der Adäquanzkriterien nach BGE 115 V 133 ff. allein 

die physischen Komponenten des Gesundheitsschadens zu berücksichtigen sind (BGE 

134 V 116 E. 6.1).

5.3.2           Das Kriterium Dauerbeschwerden ist zu verneinen. Denn die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden treten nach seinen eigenen 

Angaben "wechselhaft", "in unregelmässigen Abständen" auf und sind grösstenteils 

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belastungsabhängig. Kopfschmerzen treten zwar "wiederholt", aber nicht täglich auf 

(IV-act. 42-29 im Verfahren IV 2008/196). Des Weiteren berichtet der 

Beschwerdeführer, dass er meist ausgeschlafen und selten müde sei. Eine 

Tagesmüdigkeit bestehe nicht. Da es ihm oft langweilig sei, müsse er spazieren gehen 

und sich mit Kollegen treffen (IV-act. 42-25 im Verfahren IV 2008/196). Er vermag auch 

häufig mit seinen im gleichen Haushalt lebenden Enkelkindern zu spielen (act. G 8.49). 

Die Beeinträchtigung im Alltag, die der Beschwerdeführer durch seine Beschwerden 

erfährt, besteht damit nicht in einem Ausmass, um das Kriterium der 

Dauerbeschwerden zu bejahen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Schmerzen 

zumindest teilweise auch einen psychischen Hintergrund haben. So stellte der 

orthopädische MEDAS-Gutachter fest, dass die geltend gemachten Beschwerden, 

nicht allein auf die körperlichen Verletzungen zurückgeführt werden können und das 

vom Beschwerdeführer angegebene Ausmass der Funktionseinschränkungen nicht 

objektiviert werden könne (IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196).

5.3.3           Das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit erachtet der Beschwerdeführer als erfüllt. Zur Begründung führt er 

an, dass er seit dem Unfall vom 9. Oktober 2003 dauernd zu 100% arbeitsunfähig bzw. 

laut MEDAS-Gutachten zu 40% arbeitsunfähig gewesen sei. Dr. C.___ habe ihm jedoch 

dauerhaft eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. G 5, S. 9). Bei der 

Beurteilung dieses Kriteriums ist lediglich die durch körperliche Beeinträchtigungen 

bedingte Arbeitsunfähigkeit zu berücksichtigen, weshalb der Hinweis des 

Beschwerdeführers auf die psychiatrische Einschätzung von Dr. C.___ ins Leere stösst. 

Ferner gründet die Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten zu einem 

wesentlichen Teil auf psychische Beschwerden und wird durch diese mitbestimmt (IV-

act. 42-18 im Verfahren IV 2008/196; vgl. auch act. G 8.49, S. 7). Vor diesem 

Hintergrund ist das Kriterium erfüllt, allerdings nicht in ausgeprägter Weise.

5.3.4           Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine ärztliche 

Fehlbehandlung, eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, einen 

schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen. Der Beschwerdeführer 

macht denn auch nicht geltend, die entsprechenden Kriterien seien erfüllt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/37

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5.3.5           Zusammengefasst sind lediglich zwei nicht besonders ausgeprägte 

Kriterien (dramatische Begleitumstände und Eindrücklichkeit des Unfalls sowie Grad 

und Dauer der physischen Arbeitsunfähigkeit) gegeben. Damit ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 9. Oktober 2003 und der psychischen 

Fehlentwicklung zu verneinen. Da die Unfalladäquanz bezüglich der geltend gemachten 

psychischen Beschwerden zu verneinen ist, kann die Frage nach deren natürlicher 

Unfallkausalität offen gelassen werden.

6.        

Zu prüfen ist nachfolgend, welche rentenrelevanten erwerblichen Auswirkungen die 

unfallkausalen somatischen Beschwerden haben.

6.1    Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), 

so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Die Invalidenrente 

beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie 

entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).

6.2    Die Beschwerdegegnerin ging von einem versicherten Verdienst von Fr. 58'306.-- 

aus (act. G 8.118.1; zur Berechnung vgl. act. G 8.107), was vom Beschwerdeführer 

nicht bestritten wurde.

6.2.1           Als versicherter Verdienst gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die 

AHV massgebende (Brutto-)Lohn (Art. 22 Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in 

unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit 

(Art. 5 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Der massgebende Lohn umfasst auch 

Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, 

Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit 

diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 Satz 

2 AHVG).

6.2.2           Bei der Berechnung des versicherten Verdienstes haben die Parteien 

übersehen, dass dem Beschwerdeführer monatlich eine pauschale "Mittagszulage" 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/37

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ausgerichtet wurde. Diese betrug im Oktober 2002 Fr. 253.--, im November 2002 

Fr. 220.--, im Dezember 2002 Fr. 121.--, im Januar und Februar 2003 je Fr. 88.--, im 

März 2003 Fr. 231.--, im April und Mai 2003 Fr. 220.--, im Juni 2003 Fr. 165.--, im Juli 

2003 Fr. 99.--, im August 2003 Fr. 165.-- und im September 2003 Fr. 143.--. Im 

Unfallmonat Oktober 2003 wurde dem Beschwerdeführer keine Mittagszulage 

entrichtet (vgl. das Lohnkonto der Jahre 2002 und 2003, act. G 8.103). Bei der 

Bestimmung des versicherten Verdienstes kann lediglich der den Zeitraum nach dem 

9. Oktober 2002 betreffende Anteil der Mittagszulage im Umfang von Fr. 188.-- 

(Fr. 253.-- / 31 x 23) angerechnet werden. Insgesamt erhielt der Beschwerdeführer im 

Jahr vor dem Unfall ab dem 9. Oktober 2002 eine Mittagszulage von Fr. 1'948.--. Unter 

deren Berücksichtigung resultiert ein versicherter Verdienst von Fr. 60'254.-- 

(Fr. 58'306.-- + Fr. 1'948.--).

6.3    Gestützt auf die Lohnangabe der Arbeitgeberin für das Jahr 2005 berücksichtigte 

die Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen von Fr. 59'800.-- (Fr. 4'600.-- x 13). Da 

die Beschwerdegegnerin diesem Valideneinkommen als Invalideneinkommen DAP-

Löhne aus dem Jahr 2006 gegenüberstellt, ist das Valideneinkommen unter 

Berücksichtigung der im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr eingetretenen 

Nominallohnentwicklung zu erheben und damit an die gleiche zeitliche Grundlage 

anzupassen. Bei Männern stieg der Nominallohn im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr 

um 1,1% an (vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne). Daraus 

resultiert ein Einkommen für das Jahr 2006 von Fr. 60'458.-- (Fr. 59'800.-- x 1.011). 

Hinzu zu zählen sind weiter die pauschalen Mittagszulagen, die der Beschwerdeführer 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch im Gesundheitsfall erhalten hätte. Werden 

die im Januar bis September 2003 ausgerichteten Zulagen auf ein ganzes Jahr 

hochgerechnet, so resultiert eine jährliche pauschale Mittagszulage von Fr. 1'892.-- 

(Fr. 1'419.-- / 9 x 12). Unter Einbezug der pauschalen Mittagszulage von Fr. 1'892.-- 

resultiert für das Jahr 2006 insgesamt ein Valideneinkommen von Fr. 62'350.-- 

(Fr. 60'458.-- + Fr. 1'892.--).

6.4    Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens ist einerseits die Höhe der 

medizinisch bescheinigten Restarbeitsfähigkeit, andererseits die Höhe der zu 

berücksichtigenden DAP-Löhne umstritten.

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6.4.1           Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass zur 

somatischen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit auf das orthopädische MEDAS-

Teilgutachten vom 18. April 2007 (IV-act. 42-28 ff. im Verfahren IV 2008/196) 

abzustellen sei. Demgegenüber hält die Beschwerdegegnerin die im AEH-Gutachten 

vom 19. Oktober 2004 (act. G 8.49) enthaltene Einschätzung für einschlägig. Beide 

gutachterlichen Einschätzungen beruhen auf eingehenden Untersuchungen, erfolgten 

in Kenntnis der Vorakten und vermögen die festgestellten Einschränkungen schlüssig 

zu begründen. Es bestehen keine Mängel, die deren Beweistauglichkeit zu erschüttern 

vermöchten. Die Gutachten weichen bezüglich der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit 

denn auch nur marginal voneinander ab (Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte 

Tätigkeiten gemäss AEH-Gutachten 75% [act. G 8.49], gemäss orthopädischen 

MEDAS-Teilgutachten 70% [IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196]). Mit Blick darauf, 

dass das AEH-Gutachten im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 1. Juli 2008 (act. 

G 8.133) bereits knapp 4 Jahre zurücklag, der orthopädische MEDAS-Gutachter 

Kenntnis des AEH-Gutachtens sowie - im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung 

- der (unfallfremden) psychischen Leiden besass und sich auf aktuelle Röntgenbilder 

stützte, erscheint dem Gericht die orthopädische MEDAS-Einschätzung 

überzeugender. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin 

selbst die im AEH-Gutachten angegebene prozentuale Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis 

für nicht zutreffend hielt und diese nach oben korrigierte (vgl. hierzu act. G 8.116, S. 2). 

Gestützt auf die orthopädische Beurteilung des MEDAS-Gutachtens ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer für leidensadaptierte Tätigkeiten über eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.

6.4.2           Es ergeben sich vorliegend keine Anhaltspunkte dafür, dass die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Löhne nicht den Anforderungen gemäss 

BGE 129 V 472 ff. (Repräsentativität, Angaben über Höchst-, Tiefst- und 

Durchschnittslöhne etc.) entsprechen würden. Der Beschwerdeführer macht auch 

nichts Entsprechendes geltend. Er wendet lediglich ein, dass vorliegend nicht auf den 

ausgewählten Durchschnittslohn, sondern angesichts der konkreten Umstände 

(Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus "etc.") auf den ermittelten 

Minimallohn der DAP-Löhne abzustellen sei (act. G 1, S. 5). Vorliegend gilt es zu 

beachten, dass die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens nicht auf den Durchschnittslohn der dem Anforderungsprofil des 

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Beschwerdeführers entsprechenden DAP-Stellen von Fr. 50'445.-- (act. G 8.115) 

abstellte, sondern auf den darunter liegenden Durchschnitt von 5 ausgewählten DAP-

Löhnen von Fr. 48'526.-- (dies im Gegensatz zum Sachverhalt des vom 

Beschwerdeführer ins Feld geführten Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Thurgau als Versicherungsgericht; act. G 19.1). Durch diese Auswahl hat sie sämtlichen 

massgebenden persönlichen und beruflichen Aspekten hinreichend Rechnung 

getragen. Unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 62'350.-- und 

eines an die Restarbeitsfähigkeit angepassten Invalideneinkommens von Fr. 33'968.-- 

(Fr. 48'526.-- x 0.7) resultiert eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 28'382.-- 

(Fr. 62'350.-- - Fr. 33'968.--) und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet (vgl. zu den im 

Rahmen des Einkommensvergleichs zu beachtenden Rundungsregeln BGE 130 V 

121 ff.) 46% ([Fr. 28'382.-- / Fr. 62'350.--] x 100). Dass die Beschwerdegegnerin bei 

der Bestimmung des bei der Bemessung des Invalideneinkommens herangezogenen 

DAP-Durchschnittlohns den konkreten Umständen gerecht wurde, geht im Übrigen aus 

einer Vergleichsrechnung auf der Grundlage der LSE-Löhne hervor, woraus ein tieferer 

Invaliditätsgrad resultieren würde. Dabei kann auf das den Beschwerdeführer 

betreffende Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 

2010, IV 2008/196, E. 4.1 ff. verwiesen werden, worin der Einkommensvergleich unter 

Einbezug eines Valideneinkommens für das Jahr 2003 von Fr. 60'384.-- und eines 

Invalideneinkommens gestützt auf die LSE-Löhne (2003, TA1, Männer, Niveau 4: 

Fr. 57'745.--) unter Berücksichtigung einer teilweise auch durch nicht UVG-versicherte 

Gesundheitsschäden beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

von 60% vorgenommen wurde. Dabei wurde bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens ein Leidensabzug von 15% berücksichtigt, woraus sich ein 

Invaliditätsgrad von 51% ergab. Auf dieser Grundlage ergäbe sich unter 

Berücksichtigung der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht verbliebenen 70%igen 

Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten ein Invalideneinkommen von 

Fr. 34'358.-- (Fr. 57'745.-- x 0.7 x. 0.85), eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'026.-- 

(Fr. 60'384.-- - Fr. 34'358.--) und ein Invaliditätsgrad von 43%.

7.        

Der Beschwerdeführer bestreitet weiter die Höhe der von der Beschwerdegegnerin 

anerkannten 10%igen Integritätseinbusse und verlangt eine höhere 

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Integritätsentschädigung als die zugesprochene (act. G 1). Er begründete weder im 

Einsprache- noch im Beschwerdeverfahren, weshalb er den verfügten 

Integritätsschaden für unzutreffend hält. Der Kreisarzt Dr. B.___ begründete in der 

Beurteilung des Integritätsschadens vom 12. Januar 2005 unter Einbezug sämtlicher 

diagnostizierten somatischen Unfallfolgen schlüssig seine Schätzung von 10%. Aus 

den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass diese Schätzung unzutreffend und 

nicht mit Art. 24 f. UVG vereinbar wäre, weshalb darauf abzustellen ist.

8.        

8.1    Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 1. Juli 2008 in Gutheissung 

der Beschwerde insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer aufgrund einer 

46%igen Invalidität eine Unfallrente zuzusprechen ist. Zur Rentenfestsetzung 

(einschliesslich Teuerungszulage) ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.2    Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG) Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der 

Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen ist. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Mit Blick auf vergleichbare Fälle 

erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.       In Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 

aufgrund einer 46%igen Invalidität zugesprochen. Zur Rentenfestsetzung 

(einschliesslich Teuerungszulagen) wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Art. 6, Art. 15 und Art. 24 UVG: Rentenanspruch und Integritätsentschädigung. 

Adäquate Unfallkausalität psychischer Beschwerden. Bei der Ermittlung des 

versicherten Verdienstes und des Valideneinkommens sind die von der 

Arbeitgeberin ausbezahlten pauschalen Mittagszulagen zu berücksichtigen. 

Bestimmung des Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Löhnen (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, UV 2008/88).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 14. April 2010

in Sachen

T.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Invalidenrente/Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   T.___ erlitt am 9. Oktober 2003 bei der Arbeit einen Unfall. Zum Unfallhergang gab 

der Versicherte an, dass beim Entfernen von Betonschalungselementen drei davon mit 

einem Gewicht von 2,5 Tonnen aus unerklärlichen Gründen auf ihn gestürzt seien. Zum 

Glück sei ein Arbeitskollege in der Nähe gewesen, der das ihn erdrückende Element 

habe anheben können. Es seien dann noch drei andere Kollegen zur Hilfe geeilt (act. 

G 8.31, S. 2; vgl. zum Unfallhergang auch act. G 8.33 und G 8.94). Vom 9. bis 

11. Oktober 2003 wurde der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für 

Orthopädische Chirurgie, stationär behandelt. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten 

eine Scapulafraktur mehrfragmentär rechts und eine Acromioclavicular-Gelenksluxation 

rechts, eine Fraktur Processus transversus 3/5 LWS links, eine Rippenfraktur rechts 3/4 

sowie eine Hämaturie (unfallfremd). Sie bescheinigten dem Versicherten bis 

9. November 2003 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 8.4).

A.b   Der Kreisarzt Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, 

berichtete am 18. März 2004, im Vordergrund stehe das umfassende Schmerzbild, 

getragen auch von der körperlichen Inaktivität des Versicherten. Dieser sehe keine 

Möglichkeit mehr, jemals wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Der Kreisarzt 

empfahl eine stationäre Rehabilitation (act. G 8.20, S. 3). Vom 5. Mai bis 2. Juni 2004 

befand sich der Versicherte hierfür in der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden 

Ärzte führten im Austrittsbericht vom 7. Juni 2004 aus, dass in der LWS 

Restbeschwerden bestünden, aber mit einer weiteren Verbesserung zu rechnen sei. 

Die Behandlung der rechten Schulter sei noch nicht abgeschlossen; eine weitere 

physiotherapeutische Begleitung des Belastungsaufbaus sei indiziert. Die 

Mikrohämaturie müsse weiter abgeklärt werden. Insgesamt befinde sich der 

Versicherte noch in der medizinischen Phase. Bei Austritt bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (act. G 8.32). Im psychosomatischen Konsilium vom 

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14. Mai 2004 wurde zusätzlich zu den bisherigen somatischen Diagnosen eine 

Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt mit spezifischer 

psychotraumatischer Symptomatik (ICD-10: F43.2) diagnostiziert (act. G 8.31).

A.c   Am 20./21. September 2004 wurde der Versicherte in der Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene GmbH (AEH) begutachtet. Die Gutachter 

diagnostizierten ein chronisches Schmerzsyndrom des Nacken-/Schultergürtelbereichs 

rechts und des rechten Hemithorax, eine Anpassungsstörung, Angst und depressive 

Reaktion, gemischt mit psychotraumatischer Symptomatik (gemäss Diagnose der 

Rehaklinik Bellikon vom Mai 2004) sowie eine Mikrohämaturie unklarer Ätiologie. Die 

Gutachter kamen zum Schluss, der Versicherte verfüge aus rein rheumatologisch-

orthopädischer Sicht für eine leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit unter 

Vermeidung des Hantierens über Kopf medizinisch-theoretisch über "eine 

Arbeitsfähigkeit ganztags mit Pausen, insgesamt 2 Std. pro Tag, entsprechend einer 

75%igen Arbeitsfähigkeit". Eine zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch 

eine psychische Komponente erscheine sehr wahrscheinlich. Die Gutachter empfahlen 

eine zusätzliche psychiatrische Reevaluation im Rahmen des Fallabschlusses (act. 

G 8.49).

A.d   Am 11. Januar 2005 nahm Kreisarzt Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Chirurgie, 

die ärztliche Abschlussuntersuchung vor. Darin verwies er bezüglich der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit auf die im Gutachten vom 19. Oktober 2004 enthaltene Einschätzung 

der AEH-Experten (act. G 8.74). Den Integritätsschaden des Versicherten bezifferte er 

mit 10% (act. G 8.75).

A.e   Die Suva nahm am 9. Juni 2005 eine Untersuchung des Unfallhergangs vor und 

kam im Unfallrapport vom 11. Juli 2005 zum Schluss, dass ein falscher 

Demontagevorgang durch den Versicherten als Unfallursache zu betrachten sei (act. 

G 8.94).

A.f    Mit Verfügung vom 11. April 2006 sprach die Suva dem Versicherten gestützt auf 

eine 35%ige Erwerbsunfähigkeit eine Invalidenrente und gestützt auf eine 10%ige Inte­

gritätseinbusse eine Integritätsentschädigung zu. Dabei berücksichtigte sie die aus 

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ihrer Sicht unfallfremden psychischen Beschwerden nicht. Zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens zog sie DAP-Löhne heran (act. G 8.118.1).

B.       

B.a   Gegen die Verfügung vom 11. April 2006 erhob der Versicherte am 23. Mai 2006 

Einsprache und beantragte deren vollumfängliche Aufhebung. Die Angelegenheit sei 

zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen und alsdann neu zu 

verfügen. Bis zur abschluss- und entscheidreifen Feststellung des ungenügend 

abgeklärten Sachverhalts habe die Suva Taggeldzahlungen zu erbringen (act. G 8.123).

B.b   Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen erstellte die MEDAS Ostschweiz 

am 7. Mai 2007 ein interdisziplinäres (orthopädisch-psychiatrisches) Gutachten. Die 

MEDAS-Gutachter diagnostizierten mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

Restbeschwerden nach unfallbedingter mehrfragmentärer Scapulafraktur rechts, nach 

Acromioclavicular-Gelenksluxation rechts, nach Frakturen der Processi transversi 

LWK 3-5 links, nach Rippenfraktur IV und V rechts sowie eine Dysthymia. 

Psychiatrischerseits sei aufgrund der Dysthymia von einer rund 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit in einer dem körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit auszugehen. 

Orthopädischerseits bestehe für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 30%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Polydisziplinär sei von einer rund 40%igen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Das Ausmass dieser Einschränkung 

bestehe seit der AEH-Begutachtung vom Oktober 2004 (IV-act. 42 im Verfahren 

IV 2008/196). Gestützt auf das MEDAS-Gutachten ermittelte die IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen eine Invalidität von 41% und sprach dem Versicherten mit Wirkung ab 

1. Oktober 2004 eine Viertelsrente zu (Verfügung vom 6. März 2008; act. G 8.131).

B.c   Die Suva hiess die Einsprache vom 23. Mai 2006 mit Entscheid vom 1. Juli 2008 

teilweise gut und sprach dem Versicherten eine Invalidenrente gestützt auf eine 

Erwerbsunfähigkeit von 36% zu (act. G 8.133).

C.       

C.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 1. Juli 2008 richtet sich die Beschwerde 

vom 4. September 2008. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

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Entschädigungsfolge dessen Aufhebung, insofern darin ein Anspruch auf eine 

Invalidenrente von mehr als 36% sowie auf eine Integritätsentschädigung von mehr als 

10% verneint werde. Die Bemessung der Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung habe nach Vorliegen des von ihm bei Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag gegebenen 

fachpsychiatrischen Gutachtens sowie von gegebenenfalls weiteren medizinischen 

Abklärungen neu zu erfolgen. Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens 

rügt der Beschwerdeführer, dass vorliegend wegen der persönlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers vom Minimaleinkommen der DAP-Löhne ausgegangen werden 

müsse (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 erweitert der 

Beschwerdeführer seine bisherigen Begehren um den Antrag, dass ihm entsprechend 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit eine ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. 

Dr. C.___ habe im Gutachten vom 14. Oktober 2008 folgende Diagnosen gestellt: eine 

chronifizierte depressive Entwicklung mit gegenwärtig mittelschwerem depressivem 

Zustandsbild mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), eine generalisierte 

Angststörung (ICD-10: F41.1), eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: 

F43.1), eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) sowie Probleme in 

Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Aus psychiatrischer Sicht habe er 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. zum Gutachten von Dr. C.___ vom 

14. Oktober 2008 act. G 5.3). Darauf sei bei der Invaliditätsbemessung abzustellen. 

Zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis bestehe ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang (act. G 5).

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 24. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung führt sie aus, dass 

bezüglich der Bemessung der Restarbeitsfähigkeit auf das beweistaugliche AEH-

Gutachten vom 19. Oktober 2004 abzustellen sei, das nur geringfügig von der MEDAS-

Einschätzung abweiche. Gestützt auf die Schätzung der AEH-Experten habe sie der 

Bestimmung des Invalideneinkommens zu Recht eine Restarbeitsfähigkeit von 80% 

zugrunde gelegt. Da die Löhne der DAP-Arbeitsplätze gestützt auf die ärztliche 

Zumutbarkeitsbeurteilung und damit bereits leidensangepasst ausgewählt worden 

seien, rechtfertige sich kein zusätzlicher Abzug nebst der Berücksichtigung der 

reduzierten Arbeitsfähigkeit. Was die psychischen Beschwerden anbelange, so sei sie 

dafür mangels adäquater Kausalität nicht leistungspflichtig. Bei der Beurteilung der 

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Adäquanz sei von einem höchstens mittelschweren Ereignis auszugehen. Von den für 

die Adäquanzbeurteilung massgeblichen Kriterien sei keines erfüllt (act. G 8).

C.c   Der Beschwerdeführer beantragt in der Replik vom 20. März 2009, die 

Beschwerdeantwort sei vollumfänglich abzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen. 

Zur Beurteilung der somatischen Beschwerden sei nicht auf das AEH-Gutachten, 

sondern auf das orthopädische MEDAS-Teilgutachten abzustellen und es sei von einer 

70%igen Restarbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 16).

C.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. 

G 18).

Erwägungen:

1.        

In der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 stellte der Beschwerdeführer den 

Verfahrensantrag, dass die Beschwerde vom 25. April 2008 (act. G 1 im Verfahren 

IV 2008/196) gegen die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen betreffend 

IV-Rentenverfügung vom 6. März 2008 sowie in gleicher Beschwerdesache die Replik 

vom 27. Oktober 2008 (act. G 12 im Verfahren IV 2008/196) als integrierender 

Bestandteil der Beschwerdeergänzung vom 27. Oktober 2008 entgegen zu nehmen 

seien (act. G 5, S. 2). Gemäss Art. 61 lit. b Satz 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) muss die 

Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht eine gedrängte Darstellung des 

Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Art. 61 lit. c 

ATSG betont die Mitwirkungspflicht der Parteien im Beschwerdeverfahren. Diese 

besteht im Wesentlichen in der Begründungs- und der Rügepflicht (vgl. Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Auflage 2009, N 67 zu Art. 61). Der vom Beschwerdeführer gestellte 

Verfahrensantrag, seine Eingaben im IV-Beschwerdeverfahren seien als integrierender 

Bestandteil im vorliegenden Beschwerdeverfahren entgegenzunehmen, ist mit der ihm 

obliegenden Begründungs- und Rügepflicht nicht vereinbar. Von einem rechtskundig 

vertretenen Beschwerdeführer ist zu erwarten, dass er in Nachachtung der ihm 

obliegenden Begründungs- und Rügepflicht nicht pauschal auf Eingaben in einem 

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anderen Sozialversicherungsverfahren verweist, sondern mindestens jene Punkte aus 

den Rechtsschriften konkret bezeichnet, die auch in der unfallversicherungsrechtlichen 

Streitigkeit aus seiner Sicht von Belang sind. Dies hat umso mehr zu gelten als in der 

(finalen) Invalidenversicherung im Vergleich zur (kausalen) Unfallversicherung 

unterschiedliche Rechtsfragen zu beantworten sind. Dem genannten Verfahrensantrag 

ist daher nicht zu folgen.

2.        

Streitgegenstand bilden der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

und eine Integritätsentschädigung, wobei jeweils nur die Anspruchshöhe streitig ist.

3.        

3.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 

V 181 E. 3.1). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).

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3.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen).

4.        

Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten organischen Beschwerden (Status nach mehrfragmentärer Scapulafraktur 

rechts und Acromioclavicular-Gelenkluxation Tossi I rechts, Fraktur der Processi 

transversi III und IV an der LWS links sowie Rippenfrakturen IV und V rechts) sowohl 

natürlich als auch adäquat unfallkausal sind (vgl. kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

vom 11. Januar 2005, act. G 8.74), was von der Beschwerdegegnerin anerkannt ist.

5.        

Was die Beurteilung der Adäquanz bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten psychischen Leiden anbelangt, ist zwischen den Parteien unbestritten, 

dass diese nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung zu den psychisch 

bedingten Folgeschäden zu erfolgen hat (vgl. act. G 5, S. 7, act. G 8, S. 5 f.). Aus den 

Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die gegen diese Auffassung sprechen.

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5.1    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 

und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem 

Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine 

massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 

E. 7). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen. Folgen 

des Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet 

werden können, sind hingegen ausser Acht zu lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 

10. Juni 2008, 8C_524/07, E. 5.1 mit Hinweisen). Dabei wird - ausgehend vom 

augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen: banale 

beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich 

der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 139 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 

116 E. 6.1).

5.1.1           Bei banalen Unfällen wie etwa bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 

oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie einem gewöhnlichen Sturz 

oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 

psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug 

unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 

115 V 139 E. 6a). Bei schweren Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. 

Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 120 V 355 E. 5b/aa, 115 V 140 E. 6b). Bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 

psychischen Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare 

Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte 

bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als 

wichtigste Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

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Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 116 E. 6.1; 115 

V 140 E. 6c/aa).

5.1.2           Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 

nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die 

Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. 

Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, der zu den 

schweren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 

schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 

einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. 

Kommt keinem Einzelkriterium ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere 

unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der 

Unfall ist (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/bb).

5.2    Umstritten ist als Erstes die Unfallschwere. Die Beschwerdegegnerin hat das 

Ereignis vom 9. Oktober 2003 als mittelschweren Unfall qualifiziert (act. G 8.133), was 

der Beschwerdeführer für unzutreffend hält (act. G 5, S. 8).

5.2.1           Nach Angaben des Beschwerdeführers sind drei an die Wand gelehnte 

Betonschalungselemente mit einem Gewicht von ungefähr 2,5 Tonnen auf ihn gestürzt. 

Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass er von lediglich einem davon "links" erfasst 

und auf den Boden geschleudert wurde. Er wurde im Rahmen des Unfalls nicht am 

ganzen Körper, offenbar auch nicht am Kopf getroffen (vgl. zur nicht vollständigen 

Erfassung des Beschwerdeführers durch die Betonschalungselemente act. G 8.81). 

Ferner vermochte er einen Arbeitskollegen um Hilfe zu rufen, war nicht bewusstlos und 

stets ansprechbar (act. G 8.81). Der Arbeitskollege war in der Lage, das erdrückende 

Betonschalungselement anzuheben (vgl. zum Ganzen act. G 8.31, S. 2). Aus dieser 

Hilfestellung ist zu schliessen, dass nicht das gesamte Gewicht des Elements auf den 

Körper des Beschwerdeführers drückte. Andernfalls wäre der herbeigeeilte 

Arbeitskollege wohl nicht in der Lage gewesen, das Schalungselement mit einem 

Gewicht von ungefähr 350 kg (vgl. zum Gewicht act. G 8.94) anzuheben, so dass der 

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Beschwerdeführer befreit werden konnte. Beim Sturz der Betonschalungselemente 

befand sich der Beschwerdeführer in einer Baugrube nahe einer Böschung, auf die er 

mit den Betonschalungselementen fiel (act. G 8.94). Auch diese topographische 

Situation spricht dafür, dass das Schalungselement nicht mit dem vollen Gewicht auf 

den Beschwerdeführer drückte, sondern zumindest teilweise auf der Böschung und 

dem Baugrubenboden aufzuliegen kam. Die von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Qualifikation dieses Ereignisses vom 9. Oktober 2003 als 

mittelschwerer Unfall, nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegend, ist mit 

Blick auf den genannten Geschehensablauf und mit den sich dabei entwickelnden 

Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1) nicht zu beanstanden. Diese Beurteilung 

hält sich ferner im Rahmen der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei ähnlichen 

Ereignissen. Die Rechtsprechung hat in einem Fall, wo ein Versicherter zwischen einem 

Traktor und einem rund 1,5 Tonnen schweren Maishäcksler eingeklemmt wurde und 

sich eine 8 Zentimeter lange Rissquetschwunde an der rechten Ellenbeuge sowie eine 

Thoraxkontusion zuzog auf einen mittelschweren Unfall (nicht im Grenzbereich zu den 

schweren Unfällen) erkannt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2009, 

8C_981/09; vgl. zum Sachverhalt auch das vorinstanzliche Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. September 2009, UV.2007.00532). 

Die gleiche Qualifikation wurde bei einem Unfallereignis vorgenommen, wo ein 

Versicherter in einer Höhe von 18 Metern über einem Hallenboden zwischen der oberen 

Kante der Korbumwehrung einer Hebebühne sowie einer unter der Hallenwand 

montierten Kabeltragschiene eingeklemmt wurde und während 20 bis 40 Sekunden 

fürchtete, dass er auf den Betonboden bzw. "in den Tod fallen würde". Beim 

Unfallhergang erlitt er eine LWS-Kontusion (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 6. September 2005, U 270/05, E. 3 ff.). Auch bei einem Unfall, bei 

dem ein Versicherter überraschend von hinten angefahren und erfasst, zu Boden 

geschleudert, eingeklemmt, überrollt, ungefähr 15 Meter mitgeschleift, ein weiteres Mal 

überrollt wurde und sich dabei eine vordere Kreuzbandruptur, Seitenbandriss, 

Meniskusabriss medial, eine akute exogene Reaktion mit rezidivierenden Flash-backs 

sowie weitere Verletzungen zuzog, ging das Bundesgericht von einem mittelschweren 

Unfallereignis, nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegend, aus (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juni 2008, 8C_524/07, E. 5.2).

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5.3    Aus der Beurteilung des Ereignisses vom 9. Oktober 2003 als mittelschwerer 

Unfall folgt, dass zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs eines der 

relevanten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere dieser Kriterien 

in gehäufter Weise erfüllt sein müssten.

5.3.1           Der Beschwerdeführer bringt vor, dass der Unfall durch besonders 

dramatische Begleitumstände und besondere Eindrücklichkeit gekennzeichnet sei und 

die Schwere der erlittenen Verletzungen geeignet sei, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen. Er habe Todesangst gehabt und den Unfall als lebensbedrohlich 

empfunden. Dies werde durch die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung 

bestätigt (act. G 5, S. 8). Dem Unfallereignis ist eine gewisse Eindrücklichkeit nicht 

abzusprechen. Der Sturz des Betonschalungselements auf den Beschwerdeführer war 

geeignet, Empfindungen von (Todes-)Angst und Erschrecken hervorzurufen. Es ist 

auch gestützt auf die Angaben der Retter davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer ohne deren schnelles Eingreifen erdrückt worden wäre (vgl. act. 

G 8.33 sowie die Stellungnahme des Bauführers: "Sicher hatte er auch grosses 

Glück.", act. G 8.81). Unter Würdigung der gesamten Umstände ist das Kriterium der 

besonders dramatischen Begleitumstände und besonderen Eindrücklichkeit zu 

bejahen, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Aussage des orthopädischen MEDAS-

Gutachters, dass Voraussetzung für die multiplen Frakturen ein schweres Trauma 

gewesen sei (IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196). Allerdings ist das Kriterium nicht 

in speziell ausgeprägter Weise erfüllt. Denn jedem mindestens mittelschweren Unfall ist 

eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, die somit noch nicht für eine Bejahung der 

besonderen Ausgeprägtheit des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil 8C_799/2008 

vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hat auch keine 

schweren Verletzungen erlitten. Er war nicht bewusstlos und jederzeit ansprechbar. 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf diagnostizierte psychische Beschwerden beruft, 

verkennt er, dass zur Beurteilung der Adäquanzkriterien nach BGE 115 V 133 ff. allein 

die physischen Komponenten des Gesundheitsschadens zu berücksichtigen sind (BGE 

134 V 116 E. 6.1).

5.3.2           Das Kriterium Dauerbeschwerden ist zu verneinen. Denn die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden treten nach seinen eigenen 

Angaben "wechselhaft", "in unregelmässigen Abständen" auf und sind grösstenteils 

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belastungsabhängig. Kopfschmerzen treten zwar "wiederholt", aber nicht täglich auf 

(IV-act. 42-29 im Verfahren IV 2008/196). Des Weiteren berichtet der 

Beschwerdeführer, dass er meist ausgeschlafen und selten müde sei. Eine 

Tagesmüdigkeit bestehe nicht. Da es ihm oft langweilig sei, müsse er spazieren gehen 

und sich mit Kollegen treffen (IV-act. 42-25 im Verfahren IV 2008/196). Er vermag auch 

häufig mit seinen im gleichen Haushalt lebenden Enkelkindern zu spielen (act. G 8.49). 

Die Beeinträchtigung im Alltag, die der Beschwerdeführer durch seine Beschwerden 

erfährt, besteht damit nicht in einem Ausmass, um das Kriterium der 

Dauerbeschwerden zu bejahen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Schmerzen 

zumindest teilweise auch einen psychischen Hintergrund haben. So stellte der 

orthopädische MEDAS-Gutachter fest, dass die geltend gemachten Beschwerden, 

nicht allein auf die körperlichen Verletzungen zurückgeführt werden können und das 

vom Beschwerdeführer angegebene Ausmass der Funktionseinschränkungen nicht 

objektiviert werden könne (IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196).

5.3.3           Das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit erachtet der Beschwerdeführer als erfüllt. Zur Begründung führt er 

an, dass er seit dem Unfall vom 9. Oktober 2003 dauernd zu 100% arbeitsunfähig bzw. 

laut MEDAS-Gutachten zu 40% arbeitsunfähig gewesen sei. Dr. C.___ habe ihm jedoch 

dauerhaft eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. G 5, S. 9). Bei der 

Beurteilung dieses Kriteriums ist lediglich die durch körperliche Beeinträchtigungen 

bedingte Arbeitsunfähigkeit zu berücksichtigen, weshalb der Hinweis des 

Beschwerdeführers auf die psychiatrische Einschätzung von Dr. C.___ ins Leere stösst. 

Ferner gründet die Arbeitsunfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten zu einem 

wesentlichen Teil auf psychische Beschwerden und wird durch diese mitbestimmt (IV-

act. 42-18 im Verfahren IV 2008/196; vgl. auch act. G 8.49, S. 7). Vor diesem 

Hintergrund ist das Kriterium erfüllt, allerdings nicht in ausgeprägter Weise.

5.3.4           Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine ärztliche 

Fehlbehandlung, eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, einen 

schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen. Der Beschwerdeführer 

macht denn auch nicht geltend, die entsprechenden Kriterien seien erfüllt.

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5.3.5           Zusammengefasst sind lediglich zwei nicht besonders ausgeprägte 

Kriterien (dramatische Begleitumstände und Eindrücklichkeit des Unfalls sowie Grad 

und Dauer der physischen Arbeitsunfähigkeit) gegeben. Damit ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 9. Oktober 2003 und der psychischen 

Fehlentwicklung zu verneinen. Da die Unfalladäquanz bezüglich der geltend gemachten 

psychischen Beschwerden zu verneinen ist, kann die Frage nach deren natürlicher 

Unfallkausalität offen gelassen werden.

6.        

Zu prüfen ist nachfolgend, welche rentenrelevanten erwerblichen Auswirkungen die 

unfallkausalen somatischen Beschwerden haben.

6.1    Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), 

so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Die Invalidenrente 

beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie 

entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).

6.2    Die Beschwerdegegnerin ging von einem versicherten Verdienst von Fr. 58'306.-- 

aus (act. G 8.118.1; zur Berechnung vgl. act. G 8.107), was vom Beschwerdeführer 

nicht bestritten wurde.

6.2.1           Als versicherter Verdienst gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die 

AHV massgebende (Brutto-)Lohn (Art. 22 Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in 

unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit 

(Art. 5 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Der massgebende Lohn umfasst auch 

Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, 

Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit 

diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 Satz 

2 AHVG).

6.2.2           Bei der Berechnung des versicherten Verdienstes haben die Parteien 

übersehen, dass dem Beschwerdeführer monatlich eine pauschale "Mittagszulage" 

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ausgerichtet wurde. Diese betrug im Oktober 2002 Fr. 253.--, im November 2002 

Fr. 220.--, im Dezember 2002 Fr. 121.--, im Januar und Februar 2003 je Fr. 88.--, im 

März 2003 Fr. 231.--, im April und Mai 2003 Fr. 220.--, im Juni 2003 Fr. 165.--, im Juli 

2003 Fr. 99.--, im August 2003 Fr. 165.-- und im September 2003 Fr. 143.--. Im 

Unfallmonat Oktober 2003 wurde dem Beschwerdeführer keine Mittagszulage 

entrichtet (vgl. das Lohnkonto der Jahre 2002 und 2003, act. G 8.103). Bei der 

Bestimmung des versicherten Verdienstes kann lediglich der den Zeitraum nach dem 

9. Oktober 2002 betreffende Anteil der Mittagszulage im Umfang von Fr. 188.-- 

(Fr. 253.-- / 31 x 23) angerechnet werden. Insgesamt erhielt der Beschwerdeführer im 

Jahr vor dem Unfall ab dem 9. Oktober 2002 eine Mittagszulage von Fr. 1'948.--. Unter 

deren Berücksichtigung resultiert ein versicherter Verdienst von Fr. 60'254.-- 

(Fr. 58'306.-- + Fr. 1'948.--).

6.3    Gestützt auf die Lohnangabe der Arbeitgeberin für das Jahr 2005 berücksichtigte 

die Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen von Fr. 59'800.-- (Fr. 4'600.-- x 13). Da 

die Beschwerdegegnerin diesem Valideneinkommen als Invalideneinkommen DAP-

Löhne aus dem Jahr 2006 gegenüberstellt, ist das Valideneinkommen unter 

Berücksichtigung der im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr eingetretenen 

Nominallohnentwicklung zu erheben und damit an die gleiche zeitliche Grundlage 

anzupassen. Bei Männern stieg der Nominallohn im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr 

um 1,1% an (vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne). Daraus 

resultiert ein Einkommen für das Jahr 2006 von Fr. 60'458.-- (Fr. 59'800.-- x 1.011). 

Hinzu zu zählen sind weiter die pauschalen Mittagszulagen, die der Beschwerdeführer 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch im Gesundheitsfall erhalten hätte. Werden 

die im Januar bis September 2003 ausgerichteten Zulagen auf ein ganzes Jahr 

hochgerechnet, so resultiert eine jährliche pauschale Mittagszulage von Fr. 1'892.-- 

(Fr. 1'419.-- / 9 x 12). Unter Einbezug der pauschalen Mittagszulage von Fr. 1'892.-- 

resultiert für das Jahr 2006 insgesamt ein Valideneinkommen von Fr. 62'350.-- 

(Fr. 60'458.-- + Fr. 1'892.--).

6.4    Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens ist einerseits die Höhe der 

medizinisch bescheinigten Restarbeitsfähigkeit, andererseits die Höhe der zu 

berücksichtigenden DAP-Löhne umstritten.

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6.4.1           Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass zur 

somatischen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit auf das orthopädische MEDAS-

Teilgutachten vom 18. April 2007 (IV-act. 42-28 ff. im Verfahren IV 2008/196) 

abzustellen sei. Demgegenüber hält die Beschwerdegegnerin die im AEH-Gutachten 

vom 19. Oktober 2004 (act. G 8.49) enthaltene Einschätzung für einschlägig. Beide 

gutachterlichen Einschätzungen beruhen auf eingehenden Untersuchungen, erfolgten 

in Kenntnis der Vorakten und vermögen die festgestellten Einschränkungen schlüssig 

zu begründen. Es bestehen keine Mängel, die deren Beweistauglichkeit zu erschüttern 

vermöchten. Die Gutachten weichen bezüglich der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit 

denn auch nur marginal voneinander ab (Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte 

Tätigkeiten gemäss AEH-Gutachten 75% [act. G 8.49], gemäss orthopädischen 

MEDAS-Teilgutachten 70% [IV-act. 42-30 im Verfahren IV 2008/196]). Mit Blick darauf, 

dass das AEH-Gutachten im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 1. Juli 2008 (act. 

G 8.133) bereits knapp 4 Jahre zurücklag, der orthopädische MEDAS-Gutachter 

Kenntnis des AEH-Gutachtens sowie - im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung 

- der (unfallfremden) psychischen Leiden besass und sich auf aktuelle Röntgenbilder 

stützte, erscheint dem Gericht die orthopädische MEDAS-Einschätzung 

überzeugender. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin 

selbst die im AEH-Gutachten angegebene prozentuale Restarbeitsfähigkeit im Ergebnis 

für nicht zutreffend hielt und diese nach oben korrigierte (vgl. hierzu act. G 8.116, S. 2). 

Gestützt auf die orthopädische Beurteilung des MEDAS-Gutachtens ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer für leidensadaptierte Tätigkeiten über eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.

6.4.2           Es ergeben sich vorliegend keine Anhaltspunkte dafür, dass die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Löhne nicht den Anforderungen gemäss 

BGE 129 V 472 ff. (Repräsentativität, Angaben über Höchst-, Tiefst- und 

Durchschnittslöhne etc.) entsprechen würden. Der Beschwerdeführer macht auch 

nichts Entsprechendes geltend. Er wendet lediglich ein, dass vorliegend nicht auf den 

ausgewählten Durchschnittslohn, sondern angesichts der konkreten Umstände 

(Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus "etc.") auf den ermittelten 

Minimallohn der DAP-Löhne abzustellen sei (act. G 1, S. 5). Vorliegend gilt es zu 

beachten, dass die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens nicht auf den Durchschnittslohn der dem Anforderungsprofil des 

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Beschwerdeführers entsprechenden DAP-Stellen von Fr. 50'445.-- (act. G 8.115) 

abstellte, sondern auf den darunter liegenden Durchschnitt von 5 ausgewählten DAP-

Löhnen von Fr. 48'526.-- (dies im Gegensatz zum Sachverhalt des vom 

Beschwerdeführer ins Feld geführten Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Thurgau als Versicherungsgericht; act. G 19.1). Durch diese Auswahl hat sie sämtlichen 

massgebenden persönlichen und beruflichen Aspekten hinreichend Rechnung 

getragen. Unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 62'350.-- und 

eines an die Restarbeitsfähigkeit angepassten Invalideneinkommens von Fr. 33'968.-- 

(Fr. 48'526.-- x 0.7) resultiert eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 28'382.-- 

(Fr. 62'350.-- - Fr. 33'968.--) und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet (vgl. zu den im 

Rahmen des Einkommensvergleichs zu beachtenden Rundungsregeln BGE 130 V 

121 ff.) 46% ([Fr. 28'382.-- / Fr. 62'350.--] x 100). Dass die Beschwerdegegnerin bei 

der Bestimmung des bei der Bemessung des Invalideneinkommens herangezogenen 

DAP-Durchschnittlohns den konkreten Umständen gerecht wurde, geht im Übrigen aus 

einer Vergleichsrechnung auf der Grundlage der LSE-Löhne hervor, woraus ein tieferer 

Invaliditätsgrad resultieren würde. Dabei kann auf das den Beschwerdeführer 

betreffende Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 

2010, IV 2008/196, E. 4.1 ff. verwiesen werden, worin der Einkommensvergleich unter 

Einbezug eines Valideneinkommens für das Jahr 2003 von Fr. 60'384.-- und eines 

Invalideneinkommens gestützt auf die LSE-Löhne (2003, TA1, Männer, Niveau 4: 

Fr. 57'745.--) unter Berücksichtigung einer teilweise auch durch nicht UVG-versicherte 

Gesundheitsschäden beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

von 60% vorgenommen wurde. Dabei wurde bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens ein Leidensabzug von 15% berücksichtigt, woraus sich ein 

Invaliditätsgrad von 51% ergab. Auf dieser Grundlage ergäbe sich unter 

Berücksichtigung der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht verbliebenen 70%igen 

Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten ein Invalideneinkommen von 

Fr. 34'358.-- (Fr. 57'745.-- x 0.7 x. 0.85), eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'026.-- 

(Fr. 60'384.-- - Fr. 34'358.--) und ein Invaliditätsgrad von 43%.

7.        

Der Beschwerdeführer bestreitet weiter die Höhe der von der Beschwerdegegnerin 

anerkannten 10%igen Integritätseinbusse und verlangt eine höhere 

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Integritätsentschädigung als die zugesprochene (act. G 1). Er begründete weder im 

Einsprache- noch im Beschwerdeverfahren, weshalb er den verfügten 

Integritätsschaden für unzutreffend hält. Der Kreisarzt Dr. B.___ begründete in der 

Beurteilung des Integritätsschadens vom 12. Januar 2005 unter Einbezug sämtlicher 

diagnostizierten somatischen Unfallfolgen schlüssig seine Schätzung von 10%. Aus 

den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass diese Schätzung unzutreffend und 

nicht mit Art. 24 f. UVG vereinbar wäre, weshalb darauf abzustellen ist.

8.        

8.1    Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 1. Juli 2008 in Gutheissung 

der Beschwerde insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer aufgrund einer 

46%igen Invalidität eine Unfallrente zuzusprechen ist. Zur Rentenfestsetzung 

(einschliesslich Teuerungszulage) ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.2    Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG) Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der 

Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen ist. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Mit Blick auf vergleichbare Fälle 

erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.       In Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 

aufgrund einer 46%igen Invalidität zugesprochen. Zur Rentenfestsetzung 

(einschliesslich Teuerungszulagen) wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 1'600.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
	Art. 6, Art. 15 und Art. 24 UVG: Rentenanspruch und Integritätsentschädigung. Adäquate Unfallkausalität psychischer Beschwerden. Bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes und des Valideneinkommens sind die von der Arbeitgeberin ausbezahlten pauschalen Mittagszulagen zu berücksichtigen. Bestimmung des Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Löhnen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, UV 2008/88). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_430/2010.

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