# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 496a621a-dc99-5847-b983-abb484c51908
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.04.2012 UV 2011/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-22_2012-04-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/22

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 11.04.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2012
Art. 6 Abs. 1 UVG. Art. 36 Abs. 1 UVG. Art. 61 lit. c ATSG. Labrumläsion. 
Keine Beweislastumkehr bei Einstellung der Leistung, wenn der 
Unfallversicherer die natürliche Kausalität nie bejaht hat (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 2012, UV 
2011/22). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_423/2012

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Entscheid vom 11. April 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pierre-Henri Gapany, Lausannegasse 38-40, 

1701 Fribourg,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend Versicherte) war seit dem 15. November 2008 als 

Verkaufsberaterin bei der B.___ AG berufstätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als sie am 19. Mai 2009 beim Verschieben schwerer 

Kartonschachteln zu Boden stürzte und sich dabei am rechten Hüftgelenk verletzte 

(Suva-act. 1, 2). Bei der Erstkonsultation vom 19. Juni 2009 bei der Klinik C.___, 

bestand der Verdacht auf einen Riss der Gelenkpfanne rechts und auf einen Muskelriss 

der Adduktoren (Suva-act. 8/4). Ab 1. Juli 2009 war die Versicherte zu 100% 

arbeitsunfähig (Suva-act. 2, 5b, 8/3). Im Rahmen der radiologischen Untersuchung des 

rechten Hüftgelenks vom 4. August 2009 wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisse 

der Beckenuntersuchung vom 21. Juli 2009 ein Labrumriss diagnostiziert (Suva-

act. 4/2, 4/2). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 19. Mai 2009 die gesetzlichen 

Leistungen (Suva-act. 9; act. G. 1.2).

A.b Vom 28. Juli bis 19. August 2009 war die Versicherte in der rheumatologischen 

Abteilung des Kantonsspitals D.___ hospitalisiert (Suva-act. 4, 87). Während eines 

stationären Aufenthalts in der Rehabilitationsklinik E.___ vom 19. August bis 2. Oktober 

2009 wurden die Diagnosen auf beidseitige Hüftschmerzen unbekannten Ursprungs, 

Sturz mit Prellung am rechten Hüftgelenk, kleiner Labrumriss am rechten Hüftgelenk 

(gemäss Befund des MRI vom 4. August 2009), Mikroverletzungen des äusseren 

rechten Hüftlochmuskels sowie eine Diskopathie L4-L5 und L5-S1 gestellt (Suva-

act. 16, 19). Die Arthrographie-MRI Untersuchung des linken Hüftgelenks vom 

21. September 2009 ergab eine leichte Abnahme der Knorpeldichte des coxofemoralen 

Gelenks in Verbindung mit einer beginnenden Arthrose (Suva-act. 19). Die Versicherte 

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nahm am 24. November 2009 ihre angestammte Tätigkeit zu 20% wieder auf (Suva-

act. 27) und per 9. Dezember 2009 bestand bei ihr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-

act. 24, 26). Mit Rapport vom 26. Februar 2010 (Suva-act. 30) berichtete Dr. med. 

F.___, Chefarzt der rheumatologischen Abteilung des Spital O.___, dass die Versicherte 

an einem chronischen Schmerzsyndrom, insbesondere im Bereich der beidseitigen 

coxofemoralen Gelenke, leide. Mit Bericht vom 19. März 2010 (Suva-act. 32) hielt 

Dr. med. G.___, rheumatologische Abteilung des Spital O.___, fest, dass als bleibender 

Schaden chronische Schmerzen zu befürchten seien. Ab 6. April 2010 wurde die 

Arbeitstätigkeit auf 70% erhöht und eine volle Arbeitstätigkeit per Sommer 2010 

angestrebt, wobei gemäss Arztbericht vom 26. Mai 2010 von Dr. med. H.___, 

Chefärztin der rheumatologischen Abteilung des Spitals O.___, keine 

Kontraindikationen gegen eine progressive Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 100% 

sprachen (Suva-act. 37, 38).

A.c Am 10. Juli 2010 wurde die Versicherte Opfer eines Verkehrsunfalls, welcher eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte (Suva-act. 42). Mit Verfügung vom 

28. September 2010 sprach die Suva der Versicherten ein Taggeld von Fr. 144.35 zu, 

wobei der Anspruch zu 70% auf dem Unfall vom 10. Juli 2010 (ab 13. Juli 2010) und zu 

30% auf dem Unfall vom 19. Mai 2009 beruhte (Suva-act. 52).

A.d Dr. med. I.___, orthopädischer Spezialist, und Dr. H.___, empfahlen eine operative 

Resektion des Labrums (Suva-act. 49, 50, 67/4, 67/5). Demgegenüber führte Dr. med. 

J.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Kreisarzt der Suva, aus, dass er 

der Versicherten aufgrund der degenerativen Ursache keinen chirurgischen Eingriff zur 

Behebung des kleinen Labrumrisses der rechten Hüfte empfehle. Die Suva sei bei einer 

allfälligen Durchführung der Operation nicht leistungspflichtig (Suva-act. 59). Auf 

Grundlage einer zweiten Arthrographie-MRI Untersuchung vom 25. November 2010 

des rechten Hüftgelenks (Suva-act. 76, 80) ging Dr. med. K.___, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie im Spital O.___, davon aus, dass trotz lediglich einer 

Erfolgsquote von 60-70% eine partielle Resektion des Labrums indiziert sei (Suva-

act. 80). Am 17. Januar 2011 liess Dr. J.___ bei Prof. Dr. med. L.___, Chefarzt 

Radiologie der Klinik P.___, eine Beurteilung des Labrumrisses und seiner Ätiologie 

anhand der radiologischen Bildgebung vornehmen (Suva-act. 91, 98). Gestützt auf 

diese Beurteilung bestätigte Dr. J.___ in der Stellungnahme vom 7. Februar 2011, dass 

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das Beschwerdebild des linken Hüftgelenks gemäss Arthrographie-MRI Untersuchung 

mit dem des rechten Hüftgelenks übereinstimme, und dieser Umstand auf eine 

degenerative Entwicklung schliessen lasse (Suva-act. 102).

A.e Daraufhin stellte die Suva mit Verfügung vom 11. Februar 2011 die Leistungen in 

Bezug auf den Unfall vom 19. Mai 2009 per 31. Dezember 2010 ein (Suva-act. 104). Die 

gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 14. Februar 2011 (Suva-act. 108) 

wurde mit Einspracheentscheid vom 24. Februar 2011 abgewiesen (act. G 1.3).

B. 

B.a Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 19. März 2011 

Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es seien ihr weiterhin die gesetzlichen 

Leistungen gemäss UVG zu erbringen (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2011 schloss die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt P.-H. Gapany, Fribourg, auf Abweisung der Beschwerde 

vom 19. März 2011 unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 24. Februar 2011 

(act. G 10). Zur Begründung führt sie im Wesentlichen an, dass die Läsion nicht 

unfallkausal, sondern degenerativ bedingt sei, weshalb die Beschwerdegegnerin nicht 

für die Operation aufzukommen habe.

B.c Mit Replik vom 2. September 2011 (act. G 12) stellte die Beschwerdeführerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt R. Hochreutener, St. Gallen, den Antrag, der 

Einspracheentscheid vom 24. Februar 2011 sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen nach UVG auch für die Zeit 

nach dem 31. Dezember 2010 bis auf Weiteres auszurichten. Eventualiter sei der 

Einspracheentscheid vom 24. Februar 2011 aufzuheben und die Angelegenheit sei zur 

Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung 

legte sie unter anderem dar, dass die Beschwerdegegnerin die natürliche Kausalität 

des Unfallereignisses vom 19. Mai 2009 anerkannt und gestützt darauf bis zum 

31. Dezember 2010 Taggeldleistungen erbracht sowie die Kosten der 

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Heilbehandlungen übernommen habe. Für den Wegfall des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sei die Beschwerdegegnerin beweispflichtig.

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 27. September 2011 auf 

eine Duplik (act. G 14).

Erwägungen:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts St. Gallen ergibt sich aus 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1); die örtliche Zuständigkeit folgt aus Art. 58 Abs. 2 ATSG, zumal sich 

der Wohnsitz der Versicherten in Frankreich befindet und die letzte Arbeitgeberin, die 

B.___ AG, ihren Sitz im Kanton St. Gallen hat.

2.

Vorliegend ist streitig, ob die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin in 

einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 19. Mai 2009 

stehen und ob die Leistungseinstellung auf den 31. Dezember 2010 zu Recht erfolgte. 

Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls vom 19. Mai 

2009 Leistungen erbracht hat.

3.

3.1  Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt gemäss Art. 6 Abs. 1 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen 

die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, indem die Unfallversicherung auch für seltenste, schwerwiegendste 

Komplikationen haftet, welche nach der unfallmedizinischen Erfahrung im allgemeinen 

gerade nicht einzutreten pflegen (BGE 118 V 286, E. 3a; vgl. BGE 117 V 365, E. d/bb, 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2012&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=bge+118+V+289+&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page365

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unten, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177, E. 3.1 mit Hinweisen). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es 

sich bei der Einstellung um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 

Beweislast nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. 

U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den 

Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 

mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] U 285/00, E. 5a vom 31. August 2001). Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist 

allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst 

manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 328f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 290/06 vom 11. Juni 2007, 

E. 3.3).

3.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

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gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

4.

Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls vom 19. Mai 2009 

Leistungen erbrachte, anerkannte sie nicht bereits eine natürliche Kausalität zur 

Labrumläsion rechts. Leistungsgrund war zunächst die Verstauchung/Verdrehung des 

rechten Hüftgelenks (Suva-act. 1, 2). Der Labrumriss rechts wurde erst mit der radio­

logischen Untersuchung vom 4. August 2009 festgestellt (Suva-act. 4/2). Mit ärztlichem 

Bericht vom 14. August 2009 wurde neben dem Labrumriss auch eine Kontusion der 

rechten Hüfte und Mikroverletzungen des äusseren rechten Hüftlochmuskels rechts 

festgestellt (Suva-act. 8/1). Da am 19. August 2009 ein Aufenthalt in der 

Rehabilitationsklinik E.___ vorgesehen war und die medizinische Dokumentation erst 

am 18. August 2009 einging (Suva-act. 4, 87, 9), konnte die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht nicht umfassend überprüfen und lediglich feststellen, dass die 

bisherige Dokumentation zumindest für den stationären Eintritt ausreiche (Suva-

act. 8/2). Auch nach dem Rehabilitationsaufenthalt drängte sich eine 

Kausalitätsbeurteilung bezüglich des Labrumrisses rechts nicht auf, da die 

Beschwerdeführerin im November 2009 ihre Arbeit wieder aufnahm und ihr Pensum in 

den folgenden Monaten kontinuierlich steigerte (Suva-act. 24, 26, 27, 37, 38). Dem 

Austrittsbericht vom 9. Oktober 2009 sind als Diagnose neben dem kleinen Labrumriss 

am rechten Hüftgelenk auch beidseitige Hüftschmerzen unbekannten Ursprungs, Sturz 

mit Prellung am rechten Hüftgelenk, Mikroverletzungen des äusseren rechten 

Hüftlochmuskels sowie eine Diskopathie L4-L5 und L5-S1 zu entnehmen (Suva-act. 16, 

19). Bevor sich der zweite Unfall am 10. Juli 2010 ereignete, bestanden gemäss Bericht 

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vom 26. Mai 2010 von Dr. H.___ keine Kontraindikationen für eine progressive 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100% (Suva-act. 38). Erst ab August 2010, als eine 

operative Labrumresektion erstmals diskutiert wurde, musste die Beschwerdegegnerin 

prüfen, ob der natürliche Kausalzusammenhang und eine darauf gründende 

Leistungspflicht mit Bezug auf den Labrumriss rechts gegeben war (Suva-act. 49, 67/4, 

67/5, 70, 80; bf.act. 4). Aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin den 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 19. Mai 2009 und dem 

Labrumriss rechts bis dahin nie näher geprüft und in der Folge bejaht hatte, bleibt es 

auch in diesem Zeitpunkt dabei, dass die Beschwerdeführerin mit dem Beweismass 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen hat, dass die rechte 

Labrumläsion auf das Unfallereignis vom 19. Mai 2009 zurückzuführen ist und 

gegebenenfalls die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Allerdings greift diese 

Beweislastverteilung erst dann Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261, E. 3b; unveröffentlichtes Urteil des 

Bundesgerichts 8C_396/2011 vom 21. September 2011, E. 4).

5.

5.1  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Nach dem Unfallereignis klagte die Beschwerdeführerin über 

persistierende Schmerzen im rechten Hüftgelenk. Nachdem bereits bei der 

Erstkonsultation vom 19. Juni 2009 bei der Klinik C.___ ein Verdacht auf einen Riss der 

Gelenkpfanne rechts und auf einen Muskelriss der Adduktoren bestand (Suva-act. 8/4), 

wurde im Arztbericht vom 5. August 2009 ein Labrumriss im anterosuperioren 

Quadranten diagnostiziert (Suva-act. 4/2). Die Diagnose beruht auf der Arthrographie-

MRI Untersuchung des rechten Hüftgelenks vom 4. August 2009 und der 

Beckenuntersuchung vom 21. Juli 2009 (Suva-act. 4/2). Es handelt sich dabei eindeutig 

um ein organisches Substrat, das als Ursache der geklagten Beschwerden im 

Hüftbereich in Erwägung zu ziehen ist. Zu prüfen ist daher im Folgenden, inwieweit 

dieses organische Substrat durch den Unfall vom 19. Mai 2009 verursacht wurde oder 

inwieweit der Unfall darauf eingewirkt hat. In Frage kommt eine durch den Unfall 

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verursachte organische Gesundheitsschädigung, eine richtunggebende 

Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands oder ein durch den Unfall lediglich 

ausgelöster (nicht verursachter) oder vorübergehend verschlimmerter degenerativer 

Vorzustand. Beim Unfall als Auslösefaktor interessiert im Weiteren die Frage, ob der 

Beschwerdeschub noch andauert bzw. bis zu welchem Zeitpunkt er angedauert hat 

(vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, E. 3).

5.2 

5.2.1 Eine entscheidende Beurteilungskomponente für die Beantwortung dieser Frage 

bildet zunächst der Unfallmechanismus. Bekannt ist, dass die Beschwerdeführerin mit 

Schwung schwere Kartons verschieben wollte und dabei stürzte (Suva-act. 8/1). 

Während Dr. J.___ der Ansicht ist, der Sturz vom 19. Mai 2009 sei nicht als Auslöser 

geeignet, um einen traumatischen Labrumriss herbeizuführen, zumal dieser in der 

Regel ebenfalls eine Subluxation der Hüfte zur Folge gehabt hätte, vertritt Dr. K.___ die 

Auffassung, dass eine traumatische Ursache der Beschwerden - mit Blick auf die 

Beschwerdefreiheit der Beschwerdeführerin vor dem Unfall, Fehlen einer 

konstitutionellen Prädisposition (Pincer, Cam oder Dysplasie) und das Vorliegen einer 

Desinsertionszone - sehr wahrscheinlich erscheine. Er wies zudem darauf hin, dass 

Labrumläsionen nicht unbedingt eine Luxation oder Subluxation implizieren würden, 

sondern ebenso durch ein Zerdrücken bei einer forcierten Flexions- oder 

Abduktionsbewegung ausgelöst werden könnten. Laut Unfall-Meldung vom 30. Juni 

2009 und Schadens-Meldung vom 29. Juli 2009 zog sich die Beschwerdeführerin eine 

Verstauchung/Verdrehung des rechten Hüftgelenks zu (Suva-act. 1, 2). Gestützt auf 

diese Angaben erbrachte die Beschwerdegegnerin Leistungen (act. G 1.2), wobei aus 

den Akten nicht weiter ersichtlich ist, wie sich der Sturz genau ereignet hat. Insofern 

spricht der Unfallmechanismus nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit für oder gegen einen durch das Unfallereignis vom 19. Mai 2009 

ausgelösten Labrumriss.

5.2.2 Hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs ist zu bemerken, dass nach dem Unfall vom 

19. Mai 2009 eine Erstkonsultation am 19. Juni 2009 erfolgte. Dabei ergab sich der 

Verdacht auf einen Riss der Gelenkpfanne rechts und auf einen Muskelriss der 

Adduktoren (Suva-act. 8/4). In subjektiver Hinsicht verursacht eine Labrumläsion nur 

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Schmerzen, deren Lokalisation meist in der Leiste angegeben wird. Der Schmerz wird 

anfänglich nur kurz anhaltend empfunden und kann mit zunehmender Dauer der 

Beschwerden auch permanent auftreten. (Frank Diemer/Volmar Sutor, Praxis der 

medizinischen Trainingstherapie, Stuttgart 2007, S. 228f.) Unter Berücksichtigung 

dieser Symptomatik erscheint nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin zunächst 

abwartete, bevor sie einen Arzt konsultierte, zumal sie sich in erster Linie eine baldige 

Verbesserung durch Abklingen der Schmerzen erhoffte. Für Letzteres spricht auch der 

Umstand, dass die Beschwerdeführerin vom Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 19. Juni 

2009 - worin ihr bis zum 28. Juni 2009 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde - keinen 

Gebrauch machte und bis zum 1. Juli 2009 weiterhin der bisherigen Arbeit nachging 

(Suva-act. 8/4, 2, 8/3). Demgemäss lassen sich aus dem Zuwarten der 

Beschwerdeführerin keine überwiegend wahrscheinlichen Rückschlüsse in Bezug auf 

die Unfallkausalität ihrer verbleibenden Beschwerden seit der Leistungseinstellung vom 

31. Dezember 2010 ziehen.

5.2.3 Nach dem Gesagten ist mit Blick auf den Unfallmechanismus und den zeitlichen 

Ablauf als Kausalität des Labrumrisses an der rechten Hüfte ein Trauma in Form des 

Unfalls vom 19. Mai 2009 oder ein Degenerationsprozess denkbar.

5.3 

5.3.1 Die zweite Arthrographie-MRI Untersuchung des rechten Hüftgelenks und des 

Beckens vom 25. November 2010 führte einen superolateralen und -anterioren 

Labrumriss im Umfang von 20 bis 25 mm mit moderaten Anzeichen einer beginnenden 

Koxarthrose zutage (Suva-act. 76, 80). Mit Arthrographie-MRI Untersuchung vom 

20. Januar 2011 (Suva-act. 97) wurde beim linken Hüftgelenk ebenfalls eine 

Labrumläsion superolateral und -anterior mit diskreten Anzeichen einer beginnenden 

Koxarthrose festgestellt. Hinsichtlich der Ätiologie der Labrumläsion(en) der 

Beschwerdeführerin finden sich in den Akten gegenteilige ärztliche Beurteilungen, die 

es nachfolgend zu würdigen gilt.

5.3.2 Am 21. Oktober 2010 nahm Dr. J.___ eine kreisärztliche Beurteilung vor (Suva-

act. 59). Darin kommt er zum Schluss, dass die Labrumläsion rechts degenerativ 

bedingt sei. Der Sturz vom 19. Mai 2009 sei nicht als Auslöser geeignet, um einen 

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traumatischen Labrumriss herbeizuführen, zumal dieser in der Regel ebenfalls eine 

Subluxation der Hüfte zur Folge gehabt hätte. Daraus folgert er, dass der Unfall vom 

19. Mai 2009 höchstens eine bereits vorhandene Pathologie offenbart habe. Auf 

Anfrage von Dr. J.___ teilte Prof. Dr. L.___ mit Stellungnahme vom 25. Januar 2011 

(Suva-act. 98) mit, dass der Einriss des Labrums eine Ausdehnung von ca. 14 mm 

aufweise und es aufgrund der Morphologie des Befunds alleine nicht möglich sei, 

zwischen einer traumatischen bzw. degenerativen Ursache zu unterscheiden. Zudem 

sei eine Labrumläsion wahrscheinlich durch eine leichte Pincer-Konfiguration des 

Hüftgelenks mit leichter Coxa profunda und aufgrund einer geringen acetabulären 

Vorderwand begünstigt worden. In seiner anschliessenden Beurteilung vom 7. Februar 

2011 (Suva-act. 102) leitete Dr. J.___ aus dem Bericht von Prof. Dr. L.___ ab, dass 

dieser eine traumatische Ursache der Läsion lediglich als möglich betrachte. Die 

zwischenzeitlich erfolgte Arthrographie-MRI Untersuchung der linken Hüfte habe 

dieselben Ergebnisse zutage gefördert wie auf der Gegenseite. Die Pathologien auf 

beiden Seiten sprächen für eine degenerative Ursache der Labrumrisse. Gemäss dem 

von der Beschwerdeführerin beschriebenen Unfallverlauf sei es unvorstellbar, dass sie 

an beiden Hüften identische Verletzungen erlitten haben solle.

5.3.3 Auf Grundlage der zweiten Arthrographie-MRI Untersuchung des rechten 

Hüftgelenks und des Beckens vom 25. November 2010 (Suva-act. 76, 80) ging 

Dr. K.___ davon aus, dass eine traumatische Ursache der Beschwerden - mit Blick auf 

die Beschwerdefreiheit der Beschwerdeführerin vor dem Unfall, Fehlen einer 

konstitutionellen Prädisposition (Pincer, Cam oder Dysplasie) und das Vorliegen einer 

Desinsertionszone - sehr wahrscheinlich erscheine. Zudem stellte er mit Nachdruck 

fest, dass die Hüfte sehr wenige degenerative Anzeichen und keine anatomische 

Prädisposition enthalte. Die moderate Verknorpelung könnte sich gemäss Dr. K.___ 

ohne weiteres sekundär zur Labrumläsion entwickelt haben. Mit Arztbericht vom 

3. November 2010 gab Dr. med. M.___, Hausarzt der Versicherten seit 1998, an, dass 

die Versicherte vor dem Unfall vom 19. Mai 2009 keinerlei Hüftbeschwerden gehabt 

hätte (Suva-act. 67/3). Mit Brief vom 5. November 2010 (Suva-act. 70) teilte Dr. N.___, 

Allgemeinarzt, mit, dass die Versicherte zuvor keine Beckenprobleme gehabt habe, 

weshalb diese Pathologie aller Wahrscheinlichkeit nach in Verbindung zum Unfall 

stehe. Mit Stellungnahme vom 31. Mai 2011 (bf.act. 3) erläuterte Dr. I.___ zudem, dass 

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er bei Begutachtung der Röntgenbilder der linken Hüfte vom 21. September 2009 eine 

Labrumläsion anterior feststellen könne.

5.3.4 Ursache eines Labrumrisses können schnelle Drehungen, Stürze oder auch 

Unfälle sein. Betroffen sind meist jüngere Frauen zwischen 17 und 40 Jahren. Bei 

älteren Menschen mit arthrotischen Veränderungen kann das Labrum auch degeneriert 

sein (Diemer/Sutor, a.a.O., S. 228). Als unverkennbares Indiz für einen 

Degenerationsprozess in Bezug auf das rechte Hüftgelenk führt Dr. J.___ den 

Labrumriss des linken Hüftgelenks an (Suva-act. 97). Darüber, ob der Labrumriss links 

bereits zum Zeitpunkt der ersten Arthrographie-MRI Untersuchung am 21. September 

2009 bestand, gehen die ärztlichen Meinungen wiederum auseinander, obwohl die 

diesbezüglichen Feststellungen auf derselben radiologischen Bildgebung beruhen 

(Suva-act. 19, 98; bf.act. 3). Unabhängig davon spricht das Vorhandensein eines 

Labrumrisses auf beiden Seiten in der Tat eher gegen die Unfallkausalität und für eine 

primäre Arthrose. Arthrotische Gelenke sind gegen traumatische Schäden recht 

empfindlich. Dies hat zur Folge, dass manchmal kleinere Unfälle als Ursache einer 

Arthrose erscheinen. Tatsächlich lösen sie lediglich die Beschwerden aus (Alfred 

M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Patientenorientierte Diagnostik 

und Therapie des Bewegungsapparates, 4. vollständig neu bearbeitete Auflage 2005, 

S. 586). Labrumläsionen werden mitunter eher als Begleiterscheinung denn als Ursache 

der progredienten Degeneration bezeichnet (Debrunner, a.a.O., S. 975). Bei der 

Beschwerdeführerin wurden zwar lediglich beginnende Anzeichen einer Koxarthrose 

festgestellt, die sich gemäss Dr. K.___ auch sekundär zur Labrumläsion entwickelt 

haben könnten (Suva-act. 19, 76, 80). Zum Zeitpunkt dieses Befunds war Dr. K.___ 

jedoch nicht bekannt, dass beim linken Hüftgelenk ebenfalls eine Labrumläsion mit 

lediglich diskreten Anzeichen einer beginnenden Koxarthrose festgestellt werden würde 

(Suva-act. 97). Aufgrund des in Erwägung 4.2.1 erörterten Unfallmechanismus und 

insbesondere wegen einer fehlenden Einwirkung auf das linke Hüftgelenk (Suva-act. 1, 

2) ist eine traumatische Ätiologie der linken Labrumläsion - unabhängig davon, ob die 

radiologischen Befunde im Jahr 2009 bereits Hinweise für eine Labrumläsion in der 

linken Hüfte ergaben oder nicht (Suva-act. 19, 98; bf.act. 3) - höchst unwahrscheinlich 

und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Soweit die 

Beschwerdeführerin zudem - insbesondere mit Verweis auf die Arztberichte von 

Dr. M.___ und Dr. N.___ (Suva-act. 67/3, 70) - anbringt, sie sei bis zum besagten 

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Ereignis beschwerdefrei gewesen, ist ohnehin festzuhalten, dass nach der Formel "post 

hoc ergo propter hoc" eine gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch 

einen Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335, E. 2b/

bb). In diesem Sinn ist es lediglich möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich, 

dass der rechte Labrumriss bei der Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 19. Mai 

2009 verursacht wurde.

5.4  Das Vorliegen einer richtunggebenden Verschlimmerung einer degenerativen 

Erkrankung wird von Seiten der Ärzte nirgends diskutiert. Nachdem es wie oben 

festgestellt nicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass der kleine Riss im Labrum 

rechts durch den Unfall vom 19. Mai 2009 verursacht wurde, ist auch in keiner Weise 

anzunehmen, dass deren Verschlimmerung aus ebendiesem Grund erfolgt sein soll. 

Gemäss Debrunner erscheinen manchmal kleinere Unfälle als Ursache einer Arthrose. 

Tatsächlich lösen sie lediglich die Beschwerden aus (a.a.O., S. 586). Selbst wenn eine 

vorübergehende Verschlimmerung zu bejahen wäre, müsste aufgrund der identischen 

Diagnosestellung bezüglich des linken Hüftgelenks (Suva-act. 97) davon ausgegangen 

werden, dass der status quo sine des rechten Hüftgelenks zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung am 31. Dezember 2010 erreicht war.

5.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die natürliche Kausalität zwischen dem 

Unfall vom 19. Mai 2009 und den über den 31. Dezember 2010 hinaus geklagten 

Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan ist. Die Einstellung 

der Leistungen erweist sich damit als gerechtfertigt.

6.

Dem Antrag des Vertreters der Beschwerdeführerin, der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Durchführung weiterer Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, ist nicht stattzugeben. Von weiteren 

Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet 

werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157, E. 1d).

7.

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Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ein Anspruch auf 

Parteientschädigung besteht für die unterliegende Beschwerdeführerin nicht.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2012
	Art. 6 Abs. 1 UVG. Art. 36 Abs. 1 UVG. Art. 61 lit. c ATSG. Labrumläsion. Keine Beweislastumkehr bei Einstellung der Leistung, wenn der Unfallversicherer die natürliche Kausalität nie bejaht hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 2012, UV 2011/22). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_423/2012

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