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**Case Identifier:** 27e4e301-3f3e-5c7e-9e48-694aa83e09e2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.10.2018 200 2018 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-170_2018-10-19.pdf

## Full Text

200 18 170 IV
FUE/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Advokat B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Januar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt am 22. März 2004 bei der Arbeit als … bei einem … eine linksseitige 
Handgelenkskontusion (Akten der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
[IV; act. II] 11 S. 26). Am 11. November 2005 meldete er sich bei der IV 
zum Leistungsbezug an (act. II 2). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) unternahm mehrere Eingliederungsversuche, die jedoch schei-
terten. Mit Verfügung vom 24. August 2010 wies sie das Rentenbegehren 
bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 35% ab (act. IIA 122), was vom 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 30. August 2011 ge-
schützt wurde (VGE IV/2010/1016; act. IIA 145). Dieses Urteil blieb unan-
gefochten. 

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 29. April 2011 (act. IIA 142 S. 1) verneinte 
die IVB mit Verfügung vom 30. April 2012 erneut einen Rentenanspruch 
(act. IIA 169). Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hiess die gegen 
diese Verfügung vom Versicherten und dessen Berufsvorsorgeeinrichtung 
erhobenen Beschwerden mit Urteil vom 6. Mai 2014 teilweise gut und 
sprach dem Versicherten für die Zeit vom 1. März bis 31. Dezember 2011 
eine ganze und ab dem 1. Januar bis zum 31. März 2012 eine halbe IV-
Rente zu. Ab dem 1. April 2012 verneinte es einen Rentenanspruch bei 
einem IV-Grad von 17% (VGE IV/2012/515 und IV/2012/536; act. IIA 184). 

C.

Am 26. Januar 2015 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbe-
zug an (act. IIA 195 S. 1), worauf die IVB mit Verfügung vom 19. Mai 2015 
nicht eintrat (act. IIA 204). Mit Urteil vom 4. Dezember 2015 hob das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern die Verfügung auf und wies die Sache 

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an die IVB zurück, damit sie weitere medizinische Abklärungen vornehme 
(VGE IV/2015/569; act. IIA 217). Hierauf holte die IVB ein handchirurgi-
sches Gutachten beim Spital C.________ ein (Expertise vom 6. März 2017, 
act. IIA 247.1). Mit Vorbescheid vom 23. Mai 2017 stellte sie die Ablehnung 
des Rentenbegehrens mangels eines Revisionsgrundes in Aussicht (act. 
IIA 252). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat 
B.________, Einwand (act. IIA 257), woraufhin die IVB Stellungnahmen 
des Spitals C.________ sowie des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
einholte (act. IIA 269; 271 S. 3). Mit Verfügung vom 26. Januar 2018 (act. 
IIA 272) verfügte sie dem Vorbescheid entsprechend. 

D.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Advokat 
B.________, am 28. Februar 2018 Beschwerde und stellte die folgenden 
Anträge:

1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Januar 
2018 aufzuheben und diese zu verpflichten, dem Beschwerde-
führer eine Invalidenrente nach den gesetzlichen Bestimmungen, 
mindestens aber eine Viertelsrente zu leisten. 

2. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung 
mit dem unterzeichneten Advokaten als unentgeltlichem Rechts-
vertreter zu bewilligen.

3. Unter o/e-Kostenfolge.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. März 2018 forderte der Instruktions-
richter den Beschwerdeführer auf, sein Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege zu begründen. Dem kam der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
21. März 2018 nach. 

Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Januar 2018 
(act. IIA 272). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine IV-Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich ein-
getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall 
nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). 
Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch 
ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Ver-
änderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu beja-
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche 
materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; 
SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 

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- analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG - durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 
3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Eintretensfrage war Gegenstand des VGE IV/2015/569 (act. IIA 
217) und ist – aufgrund der Bindungswirkung dieses Rückweisungsent-
scheids (Entscheid des BGer vom 22. November 2011, 9C_203/2011, 
E. 4.2) – nicht mehr zu prüfen. Zu prüfen ist hingegen, ob zwischen der 
Verfügung vom 30. April 2012 (act. IIA 169) – anlässlich welcher die letzte 
materielle Überprüfung des Rentenanspruchs stattfand (vgl. VGE 
IV/2015/569 E. 3.1; BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 
135 E. 3.1.2) – und der hier angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 
2018 (act. IIA 272) eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Ren-
tenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.3 hiervor). 

3.2 Im Vergleichszeitpunkt vom 30. April 2012 (act. IIA 169) war dem 
Beschwerdeführer spätestens seit Januar 2012 eine angepasste Tätigkeit – 
d.h. ohne übermässige Belastung des linken Handgelenks – ganztags zu-
mutbar (VGE IV/2015/569 E. 4). Dieses Zumutbarkeitsprofil stützte sich auf 
die Beurteilung des RAD-Arztes, Dr. med. D.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, vom 19. August 2010 (act. IIA 121 S. 2).   

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 2018 (act. 
IIA 272) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Im Gutachten des Spitals C.________ vom 6. März 2017 (act. IIA 
247.1) stellten die Ärzte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit folgende 
Diagnosen (S. 22): 

o Chronische Handgelenksbeschwerden mit/bei:
- Status nach Handgelenksdistorsion mit Verdacht auf intrinsische liga-

mentäre Läsion vom 22. März 2004 und nachfolgend PISI (palmar interca-
lated segment instability)-Deformität links

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- 26. Mai 2005: Status nach Arthroskopie Handgelenk links: Zystenbildung 
scapholunäres Ligament mit querer Rissbildung, Synovialitis: Débridement 
Synovialektomie

- 8. Juni 2006: Status nach Handgelenksdenervation
- 10. September 2007: Status nach Scaphoidresektion, four corner fusion
- 31. März 2016: Status nach Panarthrodese Handgelenk links
- 4. Juli 2012: Status nach Metallentfernung und Tenolyse
- 3. September 2014: Status nach zuklappender Verkürzungsosteotomie Ul-

na links wegen Ulna-Impaktationssyndrom, Erstdiagnose Oktober 2012
- 8. Oktober 2014: Status nach Re-Osteotomie Ulna links bei Osteosynthe-

seversagen
- Allodynie im Bereich der Narbe ulnares Handgelenk links

o Chronische Rückenschmerzen, diesbezüglich IV-Gesuch am 20. Februar 1995 
abgelehnt, keine weiteren Unterlagen vorhanden

Die Ärzte führten aus, es handle sich insgesamt um einen sehr komplexen 
Verlauf mit diversen Voroperationen sowie ausgeschöpften konservativen 
Therapiemassnahmen. Der Beschwerdeführer sei seit dem Ersttrauma 
2004 zu keiner Zeit vollständig beschwerdefrei gewesen. Sämtliche opera-
tiven und konservativen Therapieansätze hätten, wenn überhaupt, nur eine 
kurzfristige Besserung der Beschwerden gebracht, welche jeweils innert 
kürzester Zeit wieder exazerbierten (S. 23). Die Schmerzen seien durch 
reine Infiltrationen weitestgehend nicht beeinflussbar (S. 24). Die geschil-
derten Befunde hätten mit den Resultaten der klinischen Befunde und der 
ergotherapeutischen Beurteilung zusammen gepasst. Der Beschwerdefüh-
rer habe während der gesamten Konsultation und Befunderhebung stets 
kooperativ gewirkt. Die erhobenen Befunde der Grobkraft, welche deutlich 
unter dem zu erwartenden Altersdurchschnitt gelegen hätten, sowie die 
Untersuchung der Ergotherapie im Belastungsparcours hätten aufgezeigt, 
dass der Beschwerdeführer die linke Hand im Alltag und bei einer allfälligen 
Arbeit höchstens als Hilfshand ohne wesentliche Belastung einsetzen kön-
ne (S. 24). Zusammenfassend sei es durch eine Kaskade von operativen 
und konservativen Behandlungen über zehn Jahre zu einem diffusen 
Schmerzsyndrom gekommen, das zum Teil durch eine vorhandene Allody-
nie erklärt und unterhalten werde, zu einem anderen Teil zumindest ossär 
nicht erklärt werden könne. Es bestehe eine schwerwiegende Einschrän-
kung der Belastbarkeit der linken Hand, welche sämtliche belastenden und 
repetitiven Arbeiten verunmögliche. Der Beschwerdeführer könne einer 
Arbeit nachgehen, bei welcher die linke Hand nicht belastet werden müsse 
(S. 24 f.). Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, in der bisherigen 

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Tätigkeit mit Belastung des linken Armes bestehe eine Arbeitsunfähigkeit 
von 100% bis auf weiteres. In einer angepassten Tätigkeit ohne repetitive 
Bewegungen der linken Hand und ohne Belastungen über 2 bis 5 kg könne 
der Beschwerdeführer zu 100% arbeiten (S. 30 Ziff. VI). 

3.3.2 Im Bericht vom 11. Mai 2017 (act. IIA 249 S. 3) hielt der RAD-Arzt, 
Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation sowie Tropen- und Reisemedizin, fest, im 
Gutachten werde eine nicht ganztägige Arbeitsbelastung angenommen, 
falls bei der Tätigkeit die linke Hand belastet werde, weil dies zu vermehr-
ten Schmerzen führen könne, weshalb nur eine halbtägige Arbeit zugemu-
tet werde. Bei einer völligen Schonung der linken Hand (zum Beispiel …, … 
Aufgaben etc.) werde von den Gutachtern zugemutet, dass der Beschwer-
deführer 100% arbeite.  

3.3.3 In der Stellungnahme des Spitals C.________ vom 14. Dezember 
2017 (act. IIA 269) legte der Gutachter präzisierend dar, im Gutachten wer-
de die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ohne repetitive Be-
wegungen und ohne Belastung der Hand theoretisch auf 100% festgehal-
ten. Dies sei ein rein theoretischer Wert unter Annahme des kompletten 
Ausschlusses der linken Hand (S. 1). 

3.3.4 In der Stellungnahme vom 3. Januar 2018 (act. IIA 271 S. 3) gab 
der RAD-Arzt, Dr. med. E.________, an, die von den Gutachtern des Spi-
tals C.________ theoretisch formulierte Arbeitsfähigkeit in einer die linke 
Hand überhaupt nicht belastenden Tätigkeit werde in deren Stellungnahme 
vom 14. Dezember 2017 (act. IIA 269) bestätigt. Ob sich diese theoretisch 
formulierte angepasste Tätigkeit im vorliegenden Fall im freien Arbeitsmarkt 
umsetzen lasse, könne nicht von einer medizinischen Fachperson beurteilt 
werden. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 26. Januar 2018 (act. IIA 272) massgeblich auf das handchirur-
gische Gutachten des Spitals C.________ vom 6. März 2017 (act. IIA 247.1 
samt Ergänzung vom 14. Dezember 2017, act. IIA 269) gestützt. Dieses 
Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor) 
und überzeugt. Insbesondere basiert die Beurteilung auf umfassenden Un-
tersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in 
Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Zwar hat die Beschwerdegeg-
nerin den Gutachtern die im revisionsrechtlichen Kontext entscheidende 
Frage nach erheblichen Änderungen des medizinischen Sachverhalts, die 
allenfalls eingetreten sind, nicht unterbreitet (vgl. SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 
Entscheid des BGer vom 29. August 2011, 9C_418/2010). Dies schadet 
jedoch vorliegend nicht, ist eine Veränderung der gesundheitlichen Ver-
hältnisse angesichts der seit dem 30. April 2012 durchgeführten Operatio-
nen, den klinischen Befunden und den Ergebnissen des Belastungspar-
cours doch evident (act. IIA 247.1 S. 22 ff.). 

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3.6 Gemäss handchirurgischem Gutachten des Spitals C.________ 
vom 6. März 2017 (act. IIA 247.1) samt Stellungnahme vom 14. Dezember 
2017 (act. IIA 269) sind dem Beschwerdeführer Arbeiten mit einer kurzfris-
tigen Belastung der linken Hand mit 2 bis 5 kg mit einer reduzierten Arbeits-
leistung während maximal vier Stunden zumutbar (act. IIA 247.1 S. 25), 
wogegen in einer adaptierten Tätigkeit, d.h. in einer solchen, in der die linke 
Hand überhaupt nicht belastet wird, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht 
(act. IIA 269 S.1). Diese Beurteilung mag zur Feststellung des RAD-Arztes, 
wonach die Vorderarmmuskulatur keine Atrophie aufweise, was nicht auf 
eine entsprechende Schonung der linken Hand hinweise (act. IIA 249 S. 3), 
in einem gewissen Widerspruch stehen. Weiterer diesbezüglicher Ab-
klärungen bedarf es jedoch mit Blick auf den Verfahrensausgang nicht. Das 
gutachterlich erstellte Zumutbarkeitsprofil wird vom Beschwerdeführer nicht 
bestritten (Beschwerde S. 6 Ziff. 9). Damit ist seit dem Vergleichszeitpunkt 
vom 30. April 2012, als dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit 
(ohne übermässige Belastung des linken Handgelenks) vollschichtig zu-
mutbar war (vgl. E. 3.2 hiervor), eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustands eingetreten, was auch die Beschwerdegegnerin anerkennt (Be-
schwerdeantwort S. 4 Ziff. 20). Ob die nunmehr hinzugetretene (einzig qua-
litative) Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils dermassen, dass die linke 
Hand statt nicht mehr übermässig, sondern gar nicht mehr belastet werden 
darf, entgegen der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort S. 4) eine 
anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer Eig-
nung, zu einer abweichenden Beurteilung des Rentenanspruchs zu führen, 
darstellt (BGE 141 V 9 E. 2.3 und 5 S. 10 und 12 f.), kann hier letztlich – 
weil nicht entscheidwesentlich (E. 4 hiernach) – offen bleiben. 

3.7 Unter der (hier offen gelassenen) Prämisse, dass ein Revisions-
grund gegeben und der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht umfassend zu prüfen ist – wobei keine Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2) – ist nachfolgend die Invaliditäts-
bemessung mittels Einkommensvergleichs vorzunehmen. 

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4.

4.1 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 12

schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der 
(Neu-)Anmeldung im Januar 2015 ist der frühest mögliche Rentenbeginn in 
Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf das Jahr 2015 
festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durch-
zuführen. 

4.2.1 In VGE IV/2012/515 E. 3.5.1 (act. IIA 184) erkannte das angerufene 
Gericht mit Verweis auf VGE IV/2010/1016 E. 6.1 (act. IIA 145), das Vali-
deneinkommen des Beschwerdeführers habe sich im Jahr 2004 gemäss 
IK-Auszug auf maximal Fr. 61‘238.-- belaufen. Es besteht im vorliegenden 
Verfahren kein Anlass, die Massgeblichkeit dieses Wertes in Zweifel zu 
ziehen. Indexiert auf das Jahr 2015 resultiert ein Valideneinkommen von 
Fr. 69‘021.10 (Fr. 61‘238.-- / 113.3 Punkte x 127.7 Punkte [BFS Nominal-
lohnindex 1993-2010 / 2011-2017, Männer, Tabelle T1.93]).

4.2.2 Der Beschwerdeführer ist in einer angepassten Tätigkeit, d.h. in 
einer solchen, in der die linke Hand überhaupt nicht belastet wird, zu 100% 
arbeitsfähig (act. IIA 269 S. 1; vgl. E. 3.6 hiervor). Dieses von den Gutach-
tern definierte medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsprofil ist – entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 Rz. 12) – um-
setzbar resp. verwertbar. Denn das trotz der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zumutbarerweise erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen aus-
geglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte 
Begriff dient dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von 
jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Ar-
beitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen 
Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 13

schiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlang-
ten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich 
des körperlichen Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeits-
plätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit ei-
nem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen kön-
nen. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszuge-
hen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung 
der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles 
zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Ver-
dienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen 
Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2017 IV Nr. 
64 S. 201 E. 4.1, 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Von einer Arbeitsgelegen-
heit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen 
werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form mög-
lich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder 
dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entspre-
chenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (SVR 
2017 IV Nr. 64 S. 201 E. 4.1, 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4). 

Vorliegend wurde das medizinische Zumutbarkeitsprofil nicht derart einge-
schränkt formuliert, dass davon ausgegangen werden müsste, auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ständen keine entsprechenden Tätigkeiten 
mehr zur Verfügung. Die Beschwerdegegnerin weist zutreffend darauf hin 
(Beschwerdeantwort S. 4), dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische Betäti-
gungsmöglichkeiten für Personen bestehen, die funktionell als Einarmige 
zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können. 
Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und 
Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) 
automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, sowie die Arbeit als 
Museums- oder Parkplatzwärter (BGer vom 30. März 2017, 8C_31/2017, E. 
6.2; BGer vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.1; BGer vom 8. Juli 
2016, 8C_37/2016, E. 5.1.2). Somit kann nicht auf Unverwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit geschlossen werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 14

Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist das 
Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne (LSE 2014) zu ermit-
teln (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Dabei ist auf den Totalwert des Kompetenzni-
veaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der 
Tabelle TA1 abzustellen. Der massgebliche Bruttolohn für Männer beträgt 
Fr. 5‘312.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden 
(Bundesamt für Statistik [BFS], Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen [BUA], Total) umgerechnet und das massgebende 
Jahr 2015 indexiert resultiert ein jährliches Einkommen von Fr. 66‘646.30 
(Fr. 5‘312.-- / 40 x 41.7 x 12 / 103.2 x 103.5 [BFS, Nominallöhne Männer 
2011 - 2017, Tabelle T1.1.10, Total]). Aufgrund der funktionellen Einhän-
digkeit ist ein Abzug vom Tabellenlohn von 20% zu gewähren (vgl. E. 4.1.2 
hiervor; Entscheid des BGer vom 14. Mai 2018, 8C_744/2017, E. 5.2 mit 
Hinweisen). Damit beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 53‘317.-- 
(Fr. 66‘646.30 x 0.80). 

4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69‘021.10 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 53‘317.-- resultiert ein IV-Grad von gerundet 23% 
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123), so dass sogar unter 
der hier offen gelassenen Annahme eines Revisionsgrundes (E. 3.6 hier-
vor) kein Rentenanspruch besteht. 

An der Verneinung des Rentenanspruchs änderte selbst dann nichts, wenn 
der maximal zulässige Abzug von 25% gewährt würde. Diesfalls resultierte 
ebenfalls ein rentenausschliessender IV-Grad von gerundet 28% 
(Fr. 69‘021.10 – Fr. 49‘984.70.-- / Fr. 69‘021.10 x 100). 

4.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 15

gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten, insbeson-
dere angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit, ausgewiesen (vgl. Akten des 
Beschwerdeführers, [act. IA] 1). Im vorliegenden Fall ist das Verfahren 
nicht als aussichtslos zu bezeichnen. Weiter war eine anwaltliche Verbei-
ständung geboten, so dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren ist unter Beiordnung von Advokat B.________ 
als amtlicher Anwalt.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird er - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 
VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) - jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

5.4 Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar für Advokat B.________. 
Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 16

steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 6. April 2018 macht Advokat B.________ einen 
Zeitaufwand von 4 Stunden 55 Minuten geltend, was nicht zu beanstanden 
ist. Entsprechend wird das amtliche Honorar auf Fr. 984.-- (4.92 Stunden x 
Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 48.90 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 79.50 (7.7% von Fr. 1‘032.90), somit auf total Fr. 1‘112.40, festgesetzt 
und aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungs-
pflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend 
den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO (Art. 113 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Ad-
vokat B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer - unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO - jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2018, IV/2018/170, Seite 17

5. Dem amtlichen Anwalt B.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘112.40 festgesetzte 
Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO. 

6. Zu eröffnen (R):
- Advokat B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.