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**Case Identifier:** 7fc963ea-f6f6-54e7-8630-a62d89f7ed23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.01.2014 C-2461/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2461-2013_2014-01-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2461/2013, C-2468/2013 

 

 

  Te i l e n t s c h e i d  v o m  2 9 .  J a n u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider,  

Gerichtsschreiber Daniel Golta. 

 

 
 

Parteien 

 
1.-47. [47 Krankenversicherer],  

1-47 vertreten durch tarifsuisse ag, 

diese wiederum vertreten durch Dr. iur. Vincent Augustin, 

 

48. Helsana Versicherungen AG, 

49.-60. [12 weitere Krankenversicherer],  

48 - 60 vertreten durch Helsana Versicherungen AG, Recht,  

 

Beschwerdeführerinnen,  

 

 
 

 
gegen 

 

 
 

 
1. Physio Schaffhausen-Thurgau,  

2.-110. [109 Leistungserbringerinnen und -erbringer],  

alle vertreten durch Schweizer Physiotherapie Verband  

physioswiss, 

diese wiederum vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur., 

LL.M. Christine Boldi, SwissLegal Dürr + Partner, 

  

Beschwerdegegnerinnen und Beschwerdegegner,  

 

 

 

Regierungsrat des Kantons Thurgau,  

handelnd durch Departement für Finanzen und Soziales, 

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Festsetzung Taxpunktwert für physiotherapeutische Leistun-

gen in freier Praxis ab 1. Januar 2013; Beschluss des Regie-

rungsrats des Kantons Thurgau vom 2. April 2013 (Nr. 244). 

 

 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Am 1. Juli 1998 genehmigte der Bundesrat den zwischen dem Schweize-

rischen Physiotherapeutenverband (SPV; heute: Schweizer Physiothera-

pie Verband physioswiss [im Folgenden: physioswiss]) einerseits und 

dem Konkordat Schweizerischer Krankenversicherer (KSK; heute: santé-

suisse), der Medizinal-Kommission UVG (MTK), der Invalidenversiche-

rung (IV) und dem Bundesamt für Militärversicherung (BAMV) anderer-

seits vereinbarten nationalen Vertrag vom 1. September 1997 betreffend 

die Abgeltung von physiotherapeutischen Leistungen mit Wirkung ab 

1. Januar 1998 (im Folgenden: nationaler Physiotherapievertrag). Mit Be-

schluss Nr. 855 vom 1. Oktober 2002 genehmigte der Regierungsrat des 

Kantons Thurgau (im Folgenden: Regierungsrat bzw. Vorinstanz) – auf 

der Basis des nationalen Physiotherapievertrages – die kantonale Tax-

punktwertvereinbarung zwischen physio Schaffhausen-Thurgau (im Fol-

genden: physio TG, Beschwerdegegnerin 1) und KSK mit einem Tax-

punktwert von Fr. 0.92. 

In der Folge kündigte physioswiss den nationalen Tarifvertrag mit Wirkung 

per 30. Juni 2011 und hielt in einem Schreiben vom 23. Juni 2011 an san-

tésuisse und die tarifsuisse ag fest, der kantonale Vertrag gelte ebenfalls 

als auf diesen Zeitpunkt gekündigt (Akte der Vorinstanz [Vorakte] 3 Beila-

ge 4). Mit Beschluss Nr. 182 vom 28. Februar 2012 verlängerte der Re-

gierungsrat die Geltungsdauer der kantonalen Tarifvereinbarung mit ei-

nem Taxpunktwert von Fr. 0.92 bis zum 31. Dezember 2012.  

Am 3. August 2012 teilte tarifsuisse ag (im Folgenden: tarifsuisse) dem 

Regierungsrat mit, dass die Tarifverhandlungen gescheitert seien (Vorak-

te 2).  

Mit Eingabe vom 25. September 2012 stellte die rubrizierte Rechtsanwäl-

tin lic. iur. LL.M. Christine Boldi zuhanden des Regierungsrates einen Ta-

riffestsetzungsantrag (im Folgenden: Festsetzungsantrag; Vorakte 3). 

Diesen stelle sie im Namen von 1) physio TG, 2) physioswiss, 3) "Mitglie-

dern von physio Schaffhausen-Thurgau, gemäss Liste und Vollmachten" 

(Liste 6a als Beilage zum Festsetzungsantrag [im Folgenden: Liste 6a]) 

und 4) Organisationen der Physiotherapie gemäss Art. 52a KVV, eben-

falls Mitglieder von physioswiss und physio Schaffhausen-Thurgau, ge-

mäss Liste und Vollmachten (Liste 6b als Beilage zum Festsetzungsan-

trag [im Folgenden: Liste 6b]). 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 4 

Mit Beschluss Nr. 244 vom 2. April 2013 (im Folgenden: Regierungsrats-

beschluss bzw. RRB; B-act. 1 Beilage 1) legte der Regierungsrat den 

Taxpunktwert für physiotherapeutische Leistungen in freier Praxis im Kan-

ton Thurgau rückwirkend ab 1. Januar 2013 auf Fr. 0.97 fest und entzog 

einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Beschluss die aufschiebende 

Wirkung. Der Beschluss wurde unter anderem physioswiss "zu Handen 

von physio schaffhausen-thurgau und den durch sie vertretenen Mitglie-

der" eröffnet.  

B.   

B.a Am 1. Mai 2013 erhoben 47 durch tarifsuisse vertretene Krankenver-

sicher (im Folgenden: Beschwerdeführerinnen 1-47 bzw. tarifsuisse-

Versicherer) gegen diesen Regierungsratsbeschluss Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht (zunächst: Beschwerdeverfahren 

C-2461/2013) und beantragten darin die Aufhebung der Ziffern 3, 4 und 6 

des Regierungsratsbeschlusses und Rückweisung der Sache an den Re-

gierungsrat zur neuen Entscheidung, eventualiter die Festsetzung eines 

Taxpunktwerts von höchstens Fr. 0.85 ab 1. Januar 2013 sowie die Wie-

derherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. 

B.b Die Helsana Versicherungen AG (im Folgenden: Helsana) und 12 

weitere Krankenversicherer (diese vertreten durch Helsana; gemeinsam 

im Folgenden: Beschwerdeführerinnen 48 bis 60 bzw. HSK [Einkaufsge-

meinschaft Helsana, Sanitas und KPT] -Versicherer) erhoben am 2. Mai 

2013 gegen den Regierungsratsbeschluss Nr. 244 Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht (zunächst: Beschwerdeverfahren 

C-2468/2013) und beantragten darin die Aufhebung des Regierungsrats-

beschlusses und Rückweisung der Sache an den Regierungsrat zur neu-

en Entscheidung und die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde. 

B.c In ihren Stellungnahmen zu den Anträgen auf Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung vom 6. Juni 2013 (B-act. 14 f.; im Folgenden: 

Stellungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung) beantragte phy-

sio TG im Wesentlichen, auf die Beschwerden einzelner Beschwerdefüh-

rerinnen sei nicht einzutreten, die Beschwerde seien abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten sei, die Rechtsbegehren einzelner Beschwerdeführe-

rinnen seien abzuweisen, sämtliche neuen Tatsachen und Beweise seien 

aus dem Recht zu weisen, der angefochtene RRB und die Festsetzung 

eines Taxpunktwerts ab 1. Januar 2013 auf Fr. 1.05 seien aufzuheben, 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 5 

eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur erneuten Festsetzung 

des Taxpunktwerts zurückzuweisen, die Anträge der Versicherer auf Wie-

derherstellung der aufschiebenden Wirkung seien abzuweisen, die Be-

schwerdeverfahren C-2461/2013 und C-2468/2013 seien zusammenzu-

legen, es sei volle Akteneinsicht und die Möglichkeit, zu den Unterlagen 

Stellung zu nehmen, zu gewähren bzw. es sei ein zweiter Schriftenwech-

sel durchzuführen; alles unter o-/e-Kostenfolge.  

Zugleich führte Rechtsanwältin Boldi aus, dass die Stellungnahmen 

betreffend die aufschiebende Wirkung gemäss Art. 57 Abs. 1 des Verwal-

tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) 

seitens der Leistungserbringer für sämtliche am Festsetzungsverfahren 

Beteiligten gleichermassen bei der Vorinstanz eingereicht würden. Bei 

diesen Beteiligten handle es sich um physio TG (als Beschwerdegegner 

1), physioswiss (als Beschwerdegegner 2), die auf der Liste 6a (Beilage 

zum Festsetzungsantrag) aufgeführten Personen (als Beschwerdegegner 

3) und die auf der Liste 6b (Beilage zum Festsetzungsantrag) aufgeführ-

ten Organisationen der Physiotherapie (als Beschwerdegegner 4). Neben 

Vollmachten von physio TG und physioswiss (B-act. 14.2a und 14.2b) 

reichte Rechtsanwältin Boldi zur Bezeichnung der Beschwerdegegner 3 

und 4 zwei neue Listen 3a und 3b ein und bot an, bei Bedarf von den dar-

in aufgelisteten Personen ausgestellte Vollmachten einzureichen. 

B.d Mit Zwischenverfügung vom 4. Juli 2013 (B-act. 16) vereinigte das 

Bundesverwaltungsgericht die beiden bisher separat geführten Verfahren 

unter der Verfahrensnummer C-2461/2013, hiess die Begehren der Be-

schwerdeführerinnen um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 

insofern gut, als im Sinne einer vorsorglichen Massnahme mit Wirkung ab 

1. Januar 2013 für die Dauer des Verfahrens der umstrittene Taxpunkt-

wert provisorisch auf Fr. 0.92 festgesetzt wurde, wobei je nach Ausgang 

des Verfahrens in der Hauptsache die rückwirkende Geltendmachung ei-

ner Tarifdifferenz durch die Berechtigten vorbehalten bleibe. Zugleich 

stellte das Bundesverwaltungsgericht fest, dass physio TG (gemäss vor-

liegender Vollmacht vertreten durch Rechtsanwältin Boldi [B-act. 14.2a]) 

für das vorliegende Verfahren ohne Weiteres als Beschwerdegegnerin 

gelte, die von Rechtsanwältin Boldi eingereichten Stellungnahmen (nur) 

physio TG zugerechnet würden und nur physio TG als Beschwerdegeg-

nerin geführt werde. Das Bundesverwaltungsgericht lud physio TG ein, 

eine Stellungnahme in der Hauptsache (Beschwerdeantwort) einzurei-

chen, und ersuchte die Vorinstanz um Einreichung einer Vernehmlas-

sung. 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 6 

B.e Mit Vernehmlassung vom 29. Juli 2013 (B-act. 19) beantragte die 

Vorinstanz die vollumfängliche Abweisung der Beschwerden unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen.  

B.f In der Beschwerdeantwort vom 5. August 2013 erneuerte physio TG 

ihre Beschwerdeanträge. Ausserdem beantragte sie in verfahrensrechtli-

cher Hinsicht, es seien ihre Stellungnahmen (B-act. 14 f.) und die Be-

schwerdeantwort auch den in ihren Stellungnahmen als Beschwerdegeg-

ner 2-4 bezeichneten Personen zuzurechnen, wobei sie für die Be-

schwerdegegner 3 und 4 darum ersuchte, allenfalls eine Frist zu setzen, 

die entsprechenden Vollmachten einzureichen. Weiter stellte sie materiel-

le und formelle Anträge und ersuchte um Gewährung voller Akteneinsicht.  

B.g Mit Verfügung vom 15. August 2013 forderte das Bundesverwal-

tungsgericht Rechtsanwältin Boldi auf, bis zum 16. September 2013 von 

denjenigen Personen, die auf den Listen zu den Stellungnahmen betref-

fend die aufschiebende Wirkung aufgeführt sind, eine Vollmacht zu ihren 

Gunsten und/oder zugunsten von physioswiss einzureichen, sowie zu be-

legen, dass die entsprechenden Personen selbst physiotherapeutische 

Leistungen in freier Praxis im Kanton Thurgau zulasten der OKP-

Versicherer abrechnen, oder – falls dies nicht der Fall sei – zu substanti-

ieren und zu belegen, weshalb diese Personen dennoch für das vorlie-

gende Verfahren passivlegitimiert sein sollten, ansonsten die auf den Lis-

ten aufgeführten Personen nicht als Beschwerdegegnerinnen zugelassen 

würden. Mit derselben Verfügung forderte das Bundesverwaltungsgericht 

physioswiss auf, bis zum 16. September 2013 ihre Passivlegitimation zu 

substantiieren und zu belegen, ansonsten sich das Bundesverwaltungs-

gericht vorbehalte, physioswiss nicht als Beschwerdegegnerin zuzulas-

sen. 

B.h Am 16. September 2013 (B-act. 23) liess sich physioswiss zu ihrer 

Parteistellung vernehmen. 

B.i Mit einem weiteren Schreiben vom 16. September 2013 (B-act. 24) 

reichte Rechtsanwältin Boldi 67 Vollmachten ein, in welchen jeweils phy-

sio TG, physioswiss und SwissLegal Dürr + Partner AG, Rechtsanwältin 

Boldi und/oder lic.iur. István Bojt und/oder MLaw Dominik Dall'O eine 

vollumfängliche Vertretungsvollmacht erteilt und zugleich von der unter-

zeichnenden Person bestätigt worden ist, dass sie physiotherapeutische 

Leistungen in freier Praxis zulasten der OKP-Versicherer abrechne (ZSR 

[Zahlstellenregisternummer] -Inhaberin). Am 20. September 2013 reichte 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 7 

Rechtsanwältin Boldi eine Vollmacht von B._______ bzw. für die 

C._______ GmbH zu den Akten (B-act. 25). 

B.j Mit Verfügung vom 25. September 2013 (B-act. 26) forderte das Bun-

desverwaltungsgericht Rechtsanwältin Boldi auf, bis zum 15. Oktober 

2013 zu belegen, dass D._______ im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a 

VwVG am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, oder keine Mög-

lichkeit zur Teilnahme erhalten hatte, ansonsten er nicht als Beschwerde-

gegner zugelassen werde. 

B.k Am 14. Oktober 2013 liess Rechtsanwältin Boldi dem Bundesverwal-

tungsgericht kommentarlos "diverse Vollmachten, Originale und Kopien" 

zukommen (B-act. 27). Mit Eingabe vom 15. Oktober 2013 erklärte sie, 

dass D._______ keine Möglichkeit zur Teilnahme am vorinstanzlichen 

Verfahren gehabt habe und beantragte seine Zulassung als Beschwerde-

gegner im vorliegenden Beschwerdeverfahren (B-act. 28).  

B.l Mit Verfügung vom 17. Oktober 2013 wies das Bundesverwaltungsge-

richt die von Rechtsanwältin Boldi am 14. Oktober 2013 eingereichten 

Vollmachten aus dem Recht und retournierte ihr diese (B-act. 29). 

B.m Am 17. Dezember 2013 reichte Rechtsanwältin Boldi unaufgefordert 

47 Vollmachten ein und beantragte, diese zu den Akten zu nehmen und 

die betreffenden Vollmachtgeber als Beschwerdegegner zum vorliegen-

den Verfahren zuzulassen (B-act. 31 und Beilagen). 41 dieser Vollmach-

ten seien bereits am 14. Oktober 2013 eingereicht und vom Bundesver-

waltungsgericht aus dem Recht gewiesen worden; sechs weitere Voll-

machten würden erstmals eingereicht. 

C.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit entscheidrelevant, im Rahmen der nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Nach Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die 

Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) kann gegen Beschlüsse der 

Kantonsregierungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 8 

Beschwerde geführt werden. Der angefochtene RRB Nr. 244 vom 2. April 

2013 wurde gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. 

auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge-

mäss Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, 

SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach dem 

VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG und die 

besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. Dementsprechend 

beurteilt sich die im Folgenden zu prüfende Frage der Passivlegitimation 

zur Teilnahme als Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren nach 

dem VwVG.  

2.  

2.1 Im Rahmen des vorliegenden Entscheids ist vorab zu prüfen, ob phy-

sioswiss und die auf den Listen zu den Stellungnahmen betreffend die 

aufschiebende Wirkung als einzelne Leistungserbringer aufgeführten na-

türlichen und juristischen Personen im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren Parteien/Beschwerdegegnerinnen sind. Dazu sind zunächst die recht-

lichen Voraussetzungen für eine Zulassung als Beschwerdegegnerinnen 

zu umschreiben (nachfolgend E. 2.2) und dann zu prüfen, ob diese Vor-

aussetzungen vorliegend von physioswiss (unten E. 3) und von den auf-

gelisteten Leistungserbringern (unten E. 4) erfüllt werden. 

2.2 Die (Aktiv-)Legitimation im Beschwerde- bzw. Rekursverfahren ist Teil 

der Eintretensvoraussetzungen, deren Vorliegen von der Rechtsmittelbe-

hörde von Amtes wegen zu prüfen ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinwei-

sen). Dabei prüft das Bundesverwaltungsgericht die Parteistellung unab-

hängig von den entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz (ALFRED 

KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver-

waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013 [hier-

nach: KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren], N. 922). Nach der 

Lehre entbindet die Prüfung von Amtes wegen die Beschwerde führende 

Partei nicht von der Pflicht (substantiiert) darzulegen, aus welchen Um-

ständen sich ihre Beschwerdebefugnis ergibt (vgl. BGE 133 V 239 E. 9.2 

mit Hinweis; BERNHARD WALDMANN, in: Marcel Alexander Niggli / Peter 

Uebersax / Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Kommentar BGG, Basel, Art. 89 

Rz. 3 und 12; KÖLZ/BOSSHART/RÖHL, VRG-Kommentar, § 21 Rz. 29 f.; 

ferner GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, S. 150 f., welcher die Pflicht 

zur Darlegung der Legitimation insbesondere in Bezug auf die Drittbe-

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Seite 9 

schwerde hervorhebt). Die ungenügende Darlegung der Legitimation 

kann somit zu einem Nichteintretensentscheid wegen Fehlens einer Pro-

zessvoraussetzung führen (vgl. BGE 133 V 239 E. 9.6; BVGE 2010/51; 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6540/2010 vom 3. März 2011 

E. 4.1, je m.w.H.). 

2.3 Physioswiss geht zu Recht davon aus (B-act. 23), dass für Be-

schwerdeverfahren wie das vorliegende, der Parteibegriff von Art. 6 i.V.m. 

Art. 48 VwVG gilt. Als Parteien gelten Personen, deren Rechte oder 

Pflichten die Verfügung berühren soll, und andere Personen, Organisati-

onen oder Behörden, denen ein Rechtsmittel gegen die Verfügung zu-

steht (Art. 6 VwVG). Die Personen, deren Rechtsbeziehungen von der 

Verwaltungsbehörde verbindlich festgelegt bzw. deren Rechte und Pflich-

ten in der Verfügung geregelt werden, sind die Anordnungssubjekte der 

Verfügungen, ihre materiellen und damit primären Adressaten. Sie sind 

von Drittbetroffenen (sekundäre Adressaten) zu unterscheiden, die nicht 

zu den materiellen Adressaten gehören, aber dennoch in rechtlichen oder 

tatsächlichen Interessen betroffen sein können (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren N. 949; ISABELLE HÄNER, 

in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über 

das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008 [im Folgenden: 

VwVG-Kommentar], Rz. 5, 11 f. zu Art. 48; HANSJÖRG SEILER/NICOLAS 

VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG]: Bun-

desgesetz über das Bundesgericht, Handkommentar, Bern 2007 [hier-

nach: BGG-Handkommentar], Art. 89 Rz. 16, je m.w.H.). Nach Art. 48 

Abs. 1 VwVG ist zur Erhebung der Beschwerde berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a; sogenannte formelle Beschwer) und ausser-

dem durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. b 

und c; sogenannte materielle Beschwer). Die Anforderungen gemäss 

Art. 48 Abs. 1 VwVG – welche jenen gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG 

(SR 173.110) entsprechen – sind nach der Rechtsprechung des Bundes-

gerichts besonders bedeutend bei der Beschwerde eines Dritten, der 

nicht primärer Verfügungsadressat ist, sondern gegen eine den Adressa-

ten begünstigende (oder belastende) Verfügung Beschwerde erhebt. Die 

Regelung soll die Popularbeschwerde ausschliessen und den Charakter 

des allgemeinen Beschwerderechts als Instrument des Individualrechts-

schutzes unterstreichen. Die Beschwerde führende Person muss durch 

den angefochtenen Entscheid stärker als ein beliebiger Dritter betroffen 

sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 10 

Streitsache stehen. Neben der spezifischen Beziehungsnähe zur Streit-

sache muss die Beschwerde führende Person einen praktischen Nutzen 

aus einer allfälligen Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-

scheids ziehen, das heisst, ihre Situation muss durch den Ausgang des 

Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst werden können. Das schutz-

würdige Interesse besteht darin, dass dieser Person ein persönlicher und 

unmittelbarer materieller oder ideeller Nachteil droht, den der angefoch-

tene Entscheid mit sich bringen würde. Ein bloss mittelbares oder aus-

schliesslich allgemeines öffentliches Interesse berechtigt – ohne die er-

forderliche Beziehungsnähe zur Streitsache selber – nicht zur Beschwer-

de. Der drohende Nachteil muss im Übrigen eine minimale besondere 

Schwere erreichen. Es reicht nicht aus, wenn nur eine sehr geringe Be-

einträchtigung droht (vgl. BGE 139 II 298 E. 2.2; BVGE 2012/9 E. 4.1.1; 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-7165/2010 vom 24. Februar 

2011 E. 3.3.2, je m.w.H.). 

Für die Frage nach dem besonders schutzwürdigen Interesse (und mithin 

nach der dieses voraussetzenden Parteistellung) sind die konkreten Um-

stände des Einzelfalles von zentraler Bedeutung. Es gibt keine rechtslo-

gisch stringente, sondern nur eine praktisch vernünftige Abgrenzung zur 

Popularbeschwerde; wo diese Grenze verläuft, ist für jedes Rechtsgebiet 

gesondert zu beurteilen. Gesichtspunkte, welche gegen die Zuerkennung 

der Parteistellung sprechen, sind etwa die Möglichkeit für die Interessier-

ten, den angestrebten Erfolg auf anderem – z.B. zivil- oder strafrechtli-

chem – Weg zu erreichen, das bloss mittelbare Betroffensein, aber auch 

Aspekte der Praktikabilität, namentlich das Anliegen, die Verwaltungstä-

tigkeit nicht übermässig zu erschweren (BGE 139 II 279 E. 2.3, Urteil des 

Bundesgerichts 2C_762/2010 vom 2. Februar 2011 E. 4.4, BVGE 2012/9 

E. 4.1.2, je m.w.H.). 

2.4 Die Voraussetzungen zur Legitimation als Beschwerdeführer (Aktivle-

gitimation) gelten allgemein für die Zulassung als Partei zum Beschwer-

deverfahren und sind somit auch (analog) für die Zulassung als Be-

schwerdegegner (Passivlegitimation) massgebend (vgl. HÄNER, 

VwVG-Kommentar, Rz. 6, 9 zu Art. 48, je m.w.H.; vgl. auch die Teilent-

scheide des Bundesverwaltungsgerichts in den Beschwerdeverfahren 

C-4132/2011, C-4153/2011, C-4154/2011, C-4155/2011 und C-5723/2011 

vom 21., 23. und 29. Mai 2012 in Verbindung mit BVGE 2012/9). Analog 

zur Aktivlegitimation (vgl. oben E. 2.2) ist auch substantiiert darzulegen, 

aus welchen Umständen sich die Passivlegitimation ergibt; die ungenü-

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 11 

gende Darlegung kann zu einer Nichtzulassung als Beschwerdegegner 

zum Beschwerdeverfahren führen. 

3.  

3.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss einen Tarif ("Tax-

punktwert") für physiotherapeutische Leistungen in freier Praxis im Kan-

ton Thurgau (zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 

[im Folgenden: OKP]) rückwirkend ab 1. Januar 2013 festgesetzt. Mate-

rielle und damit primäre Adressaten sind damit einerseits diejenigen na-

türlichen und juristischen Personen, die im Kanton Thurgau ab dem 

1. Januar 2013 (im Sinne von Art. 47 und 52a der Verordnung vom 

27. Juni 1995 über die Krankenversicherung [KVV, SR 832.102]) zu Las-

ten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung physiotherapeutische 

Leistungen in freier Praxis erbringen, und andererseits die für den Kanton 

Thurgau zugelassenen OKP-Versicherer, die entsprechende Leistungen 

zu entschädigen haben. 

3.2 Physioswiss beantragt, selbst als Beschwerdegegnerin zum Verfah-

ren zugelassen zu werden (vgl. ihre Eingabe vom 16. September 2013 

[B-act. 23], ihre Stellungnahme vom 6. Juni 2013 im Verfahren 

C-2461/2013 [B-act.14, insbesondere S. 3, 12 f.], ihre Stellungnahme 

vom 6. Juni 2013 betreffend die aufschiebende Wirkung im Verfahren 

C-2468/2013 [B-act.15, insbesondere S. 2, 9 f.], ihre Beschwerdeantwort 

vom 5. August 2013 [B-act. 21, insbesondere S. 3-5, 12 f.]). Sie macht 

dafür geltend, dass sie selbst die Voraussetzungen der materiellen Be-

schwer erfülle, namentlich ein eigenes schutzwürdiges Interesse am Ver-

fahrensausgang habe und daher im eigenen Namen und Interesse zur 

Teilnahme am Beschwerdeverfahren als Partei legitimiert sei. Sie macht 

weiter geltend, dass sie im Sinne der sogenannten "egoistischen Ver-

bandsbeschwerde" legitimiert sei, im eigenen Namen, aber im Interesse 

ihrer Mitglieder als Beschwerdegegnerin zum Beschwerdeverfahren zu-

gelassen zu werden (vgl. unten E. 3.5).  

3.3 Vorweg ist festzuhalten, dass unbestritten ist, dass physioswiss eine 

als Verein konstituierte juristische Person und damit partei- und prozess-

fähig ist (vgl. ihre Statuten [B-act. 28.1]; vgl. HÄNER, VwVG-Kommentar, 

Rz. 5 zu Art. 48). Ausserdem macht physioswiss nicht geltend, selbst 

physiotherapeutische OKP-Leistungen im Kanton Thurgau zu erbringen. 

Sie gehört damit nicht zu den materiellen und primären Adressaten des 

angefochtenen Beschlusses. Alleine aus einer allfälligen formellen Betei-

ligung am vorinstanzlichen Verfahren (formelle Beschwer) ergibt sich ent-

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Seite 12 

gegen der von physioswiss vertretenen Ansicht nicht direkt eine Legitima-

tion zur Teilnahme als Partei am Beschwerdeverfahren. Vielmehr muss 

zusätzlich die Voraussetzung der materiellen Beschwer erfüllt sein, deren 

Vorliegen in Bezug auf physioswiss nach den für die Drittbeschwerde gel-

tenden Grundsätzen zu prüfen ist (vgl. oben E. 2.2 ff.). Daran würde auch 

nichts ändern, sollte die Vorinstanz physioswiss im Festsetzungsverfah-

ren nicht nur als Vertreterin von physio TG und der einzelnen Leistungs-

erbringer, sondern als eigenständige Partei behandelt haben – was aus 

den Akten nicht offensichtlich hervorgeht. Eine solche Feststellung würde 

das Bundesverwaltungsgericht nicht binden. Dies kann dazu führen, dass 

selbst einer Person, die vor der Vorinstanz zu Unrecht als Partei behan-

delt wurde, im nachfolgenden Beschwerdeverfahren die passive Parteirol-

le als Beschwerdegegnerin abgesprochen werden kann (vgl. oben E. 2.2; 

vgl. auch Urteil des Bundesgerichts K 112/06 vom 30. Mai 2007 E. 4.2; 

PATRICK SUTTER in: VwVG-Kommentar, Rz. 6 zu Art. 6, je m.w.H.). Dass 

physioswiss – ungeachtet ihrer damaligen Funktion – am vorinstanzlichen 

Verfahren teilgenommen hat, begründet für sich alleine somit keine Legi-

timation zur Teilnahme am Beschwerdeverfahren als Partei. 

3.4  

3.4.1 Physioswiss macht zur Begründung ihrer eigenen materiellen Be-

schwer geltend (vgl. Stellungnahme von physioswiss vom 16. September 

2013 [B-act. 23]),  

– dass sie als grösster Berufsverband die Interessen von über 90 % der 

in der Schweiz selbständig erwerbstätigen Physiotherapeutinnen und 

Physiotherapeuten sowie der Organisationen der Physiotherapie ver-

trete, wozu insbesondere Tarifangelegenheiten gehörten, 

– dass die Organisationen der Physiotherapie (juristische Personen) nur 

Mitglieder von physioswiss sein könnten, nicht aber von physio TG, 

– dass eine enge Verbundenheit zwischen ihr und den regionalen Ver-

bänden bestehe, 

– dass sie (auch als Vertreterin der Kantonal- und Regionalverbände) 

die Tarife für physiotherapeutische Leistungen in der Schweiz ver-

handle und Vertragspartei des vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 

2011 geltenden nationalen Physiotherapievertrages gewesen sei. 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 13 

Diese Umstände indizieren, dass physioswiss durch den angefochtenen 

Beschluss stärker als die Allgemeinheit betroffen und allenfalls im Sinne 

der bundesgerichtlichen Praxis besonders berührt ist. Dies alleine vermag 

die für die Legitimation notwendige materielle Beschwer allerdings noch 

nicht zu begründen. Vielmehr ist zusätzlich ein schutzwürdiges Interesse 

erforderlich (vgl. oben E. 2.3). Dass im Zusammenhang mit den genann-

ten Umständen physioswiss ein persönlicher und unmittelbarer materiel-

ler oder ideeller Nachteil droht, den der angefochtene Entscheid mit sich 

bringen würde, macht physioswiss nicht geltend und ist auch nicht er-

sichtlich.  

3.4.2 Der einzige ihr persönlich drohende Nachteil, den physioswiss kon-

kret geltend macht, ist finanzieller Natur (Beschwerdeantwort [B-act. 21 

S. 12; Stellungnahme von physioswiss zu ihrer Parteistellung [B-act. 23] 

S. 4). Ein finanzieller Nachteil kann ein schutzwürdiges Interesse darstel-

len und ist grundsätzlich dazu geeignet, die Legitimation zu begründen; 

der Nachteil muss sich jedoch unmittelbar aus dem angefochtenen Ent-

scheid ergeben. Ein mittelbares finanzielles Interesse wird als nicht ge-

nügend erachtet. So wird die Legitimation bei der Drittanfechtung erst bei 

konkreter Leistungspflicht bejaht. Dass der angefochtene Entscheid die 

Wahrscheinlichkeit der späteren Leistungspflicht des Dritten erhöht, reicht 

nicht aus, um dessen Beschwerdelegitimation zu bejahen. Für die Be-

schwerdebefugnis des Dritten ist erforderlich, dass sich der ihm erwach-

sende Nachteil unmittelbar aus der Verfügung ergibt; es genügt nicht, 

wenn der Nachteil eine blosse Reflexwirkung darstellt (vgl. BVGE 

2010/51 E. 6.7; BGE 133 V 188 E. 4.5, BGE 134 V 153 E. 5.3.2.3, BGE 

135 V 382 E. 3). Diese in Bezug auf die allfällige Leistungspflicht gelten-

den Grundsätze sind sinngemäss auf allfällig reduzierte Einnahmen an-

zuwenden: Die Verminderung der Einnahmen muss sich unmittelbar aus 

dem angefochtenen Entscheid ergeben, darf nicht bloss die Wahrschein-

lichkeit einer späteren Einnahmenminderung erhöhen und darf keine 

blosse Reflexwirkung darstellen.  

Physioswiss macht geltend, dass die derzeitigen Physiotherapietarife 

existenzbedrohend seien, dass davon auszugehen sei, dass bei Gutheis-

sung der vorliegenden Beschwerden die Anzahl von Physiotherapeutin-

nen und Physiotherapeuten abnehmen würde, dass dies zu einem Mit-

gliederschwund bei physioswiss führte, welcher wiederum finanzielle 

Nachteile für physioswiss nach sich ziehen würde. Dabei handelt es sich 

offensichtlich nicht um einen sich unmittelbar aus dem Entscheid erge-

benden Nachteil im Sinne der dargelegten Rechtsprechung, sondern um 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 14 

einen mittelbaren Nachteil, sodass kein schutzwürdiges Interesse im Sin-

ne der bundesgerichtlichen Praxis vorliegt. Da vorliegend lediglich ein Teil 

der physioswiss-Mitglieder eines Kantons vom Verfahrensausgang direkt 

betroffen sind (vgl. unten E. 3.5.4 f.) und deren Interessen im vorliegen-

den Verfahren im Wesentlichen durch physio TG vertreten werden, ist ein 

kausal auf den Verfahrensausgang zurückzuführender relevanter Mitglie-

der- und Einnahmenschwund für physioswiss nicht nur mittelbar, sondern 

auch bloss hypothetisch (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

2C_762/2010 E. 4.5). 

3.4.3 Da physioswiss in Bezug auf das vorliegende Verfahren kein eige-

nes schutzwürdiges Interesse aufzuweisen vermag, fehlt es an einem der 

Elemente für das Vorliegen einer materiellen Beschwer, sodass physio-

swiss nicht in eigenem Namen und Interesse dazu legitimiert ist, am vor-

liegenden Verfahren als Partei teilzunehmen.  

3.5 Physioswiss macht allerdings auch geltend, sie sei im eigenen Na-

men, aber gewissermassen stellvertretend, im Interesse ihrer Mitglieder 

dazu legitimiert, als Partei zum Beschwerdeverfahren zugelassen zu 

werden (s. Stellungnahme zur Parteistellung S. 5; s. auch Beschwerde-

antwort S. 12).  

3.5.1 Gemäss den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickel-

ten Grundsätzen über das Verbandsbeschwerderecht kann ein Verband 

die Interessen seiner Mitglieder mittels Beschwerde geltend machen, 

wenn kumulativ vier Voraussetzungen erfüllt sind: Der Verband muss ju-

ristische Persönlichkeit besitzen (1), er muss statutarisch zur Wahrung 

der in Frage stehenden Interessen der Mitglieder befugt sein (2), diese In-

teressen müssen der Mehrheit oder doch einer Grosszahl seiner Mitglie-

der gemeinsam sein (3) und jedes dieser Mitglieder wäre selbst zur Gel-

tendmachung dieser Interessen durch Beschwerde befugt (4) (vgl. BGE 

136 II 539 E. 1.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6540/2010 

vom 3. März 2011 E. 4.4, je mit weiteren Hinweisen). Diese Vorausset-

zungen müssen analog erfüllt sein, wenn ein Verband die Interessen sei-

ner Mitglieder als Beschwerdegegner in einem Beschwerdeverfahren ver-

treten will. 

3.5.2 Wie bereits erwähnt ist physioswiss eine juristische Person, womit 

die Voraussetzung (1) erfüllt ist. Auch steht ausser Frage, dass jene Mit-

glieder von physioswiss, welche ab dem 1. Januar 2013 im Kanton Thur-

gau Leistungen erbringen, welche nach dem im umstrittenen Beschluss 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 15 

festgelegten Tarif abgerechnet werden, selbst zur Geltendmachung ihrer 

Interessen als Partei im Beschwerdeverfahren befugt wären. 

3.5.3 Aus den Ausführungen in den Eingaben von Rechtsanwältin Boldi 

und aus den Statuten von physioswiss (im Folgenden: Statuten physios-

wiss [B-act. 23.1]) und physio schaffhausen-thurgau (im Folgenden: Sta-

tuten TG [B-act. 23.2]) ergibt sich, dass physioswiss der Fach- und Be-

rufsverband der diplomierten Physiotherapeutinnen und -therapeuten in 

der Schweiz ist, dass auf kantonaler oder regionaler Ebene autonome 

Berufsverbände bestehen, welche sich in ihrem Hoheitsgebiet für die In-

teressen der Mitglieder einsetzen, von physioswiss anerkannt werden, 

Mitglieder von physioswiss sind und Delegierte für die Delegiertenver-

sammlung von physioswiss (oberstes Organ derselben) entsenden, und 

dass physio TG ein solcher kantonaler bzw. regionaler Verband und Mit-

glied von physioswiss ist und dessen Statuten akzeptiert (vgl. Statuten 

physioswiss: Art. 1, 3, 4, 15; Statuten TG: Art. 1 Abs. 4). Aktivmitglieder 

von physio TG sind selbständig erwerbende oder angestellte Physiothe-

rapeutinnen, deren Ausbildung vom Schweizer Physiotherapie Verband, 

resp. von der verantwortlichen Registrierungsstelle, anerkannt ist und 

sowohl den kantonalen wie eidgenössischen gesetzlichen Vorschriften 

entspricht. Sie sind im Allgemeinen im Kanton Schaffhausen oder Thur-

gau berufstätig und automatisch Mitglieder von physioswiss (vgl. Art. 4, 

Art. 3 Abs. 1 Statuten TG; Art. 5 Abs. 2 zweiter Satz Statuten physios-

wiss). Juristische Personen, welche die in Art. 52a KVV formulierten An-

forderungen erfüllen, können Mitglieder von physioswiss sein, nicht aber 

von physio TG (vgl. Art. 10 Statuten physioswiss; Art. 3 Statuten TG) 

3.5.4 Gemäss den Angaben auf ihrer Internetseite vertritt physioswiss die 

Interessen ihrer insgesamt mehr als 8'000 Mitglieder. Von diesen Mitglie-

dern seien etwa 5'000 Freipraktizierende, 2'600 Angestellte, 300 in Aus-

bildung und 100 Organisationen 

(http://www.physioswiss.ch/swiss/verband/berufsverband.htm, besucht 

am 5. Dezember 2013). Auf der Internetseite für physio schaffhausen-

thurgau wird ausgeführt, dass von den 8'000 selbständig erwerbenden 

und angestellten Physiotherapeuten, deren Interessen physioswiss ver-

trete, 350 zum Kantonalverband schaffhausen-thurgau gehörten 

(http://www.physioswiss.ch/sh-tg/, besucht am 5. Dezember 2013).  

3.5.5 Von den 350 Mitgliedern von physio TG sind in Bezug auf den ange-

fochtenen Beschluss nur jene primäre Adressaten und materiell be-

schwert, die zu Lasten der OKP physiotherapeutische Leistungen in freier 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 16 

Praxis im Kanton Thurgau erbringen. Nicht dazu gehören namentlich 

Nicht-Aktivmitglieder, angestellte und damit nicht in freier Praxis tätige Ak-

tivmitglieder und (nur) im Kanton Schaffhausen in freier Praxis physiothe-

rapeutische Leistungen erbringende Mitglieder (vgl. Art. 4 ff. Statuten TG). 

Dazu kommen die juristischen Personen, die nicht Mitglieder von physio 

TG sein können, aber Mitglieder von physioswiss sind und im Sinne von 

Art. 52a KVV Leistungen im Kanton Thurgau erbringen. Schweizweit gibt 

es gemäss Internetseite von physioswiss 100 solche juristische Perso-

nen. Wie viele davon im Kanton Thurgau entsprechende Leistungen 

erbringen, ist nicht aktenkundig. Mögliche materielle Adressaten und ma-

teriell beschwert sind vorliegend somit maximal 450 natürliche oder juris-

tische Personen. Dass zusätzliche Mitglieder von physioswiss die Vor-

aussetzungen erfüllen, um als Partei am Beschwerdeverfahren teilneh-

men zu können, dass sie namentlich über ein entsprechend schutzwürdi-

ges Interesse verfügen, wurde von physioswiss nicht dargelegt. Selbst 

wenn von diesen 450 über ein schutzwürdiges Interesse verfügenden, zur 

Beschwerde legitimierten Mitgliedern von physioswiss auszugehen wäre, 

stellen diese keine Mehrheit und keinen Grossteil der 8'000 Mitglieder von 

physioswiss dar, womit die Voraussetzung (3) nicht erfüllt ist. Damit ist ei-

ne egoistische Verbandsbeschwerdegegnerschaft vorliegend ausge-

schlossen.  

3.5.6 Damit kann offenbleiben, ob physioswiss vorliegend im Sinne der 

Voraussetzung (2) statutarisch zur Wahrung der in Frage stehenden Inte-

ressen der betroffenen Mitglieder befugt wäre. Die aus den Statuten phy-

sioswiss und Statuten TG hervorgehende föderalistische Aufteilung der 

Aufgaben und Zuständigkeiten zwischen physioswiss und physio TG als 

Kantonalverband könnten allerdings darauf schliessen lassen, dass in 

Bezug auf einen kantonalen Tarif (wie der vorliegend umstrittene) lediglich 

physio TG zur Wahrung der Interessen der gemeinsamen Mitglieder be-

fugt wäre, und auf nationaler Ebene nur physioswiss.  

3.6 Physioswiss macht zu Recht nicht geltend, dass ein anderes Bundes-

gesetz ihr eine spezifische Beschwerdeberechtigung einräumt, wie sie in 

Art. 48 Abs. 2 VwVG vorbehalten bleibt (sogenannte ideelle Verbandsbe-

schwerde). 

3.7 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass physioswiss, welcher 

das Bundesverwaltungsgericht explizit Gelegenheit geboten hat, sich zu 

ihrer Passivlegitimation zu äussern, weder in Bezug auf eine eigene Legi-

timation noch auf eine Legitimation im Sinne einer egoistischen Ver-

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 17 

bandsbeschwerdegegnerschaft ausreichend substantiiert dargelegt hat, 

dass die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Demnach kommt 

physioswiss im vorliegenden Verfahren keine Parteistellung als Be-

schwerdegegnerin zu. Ihre Funktion im vorliegenden Verfahren als 

(Rechts-)Vertreterin für physio TG und die weiteren als Beschwerdegeg-

nerinnen zum Verfahren zugelassenen Personen (vgl. unten E. 4) wird 

dadurch nicht tangiert. 

4.  

4.1 Neben der Passivlegitimation von physioswiss ist auch zu prüfen, ob 

die weiteren Personen, deren Zulassung als Beschwerdegegnerinnen 

Rechtsanwältin Boldi mit ihren Stellungnahmen betreffend die aufschie-

bende Wirkung und der Beschwerdeantwort beantragt hat (vgl. Listen zu 

den Stellungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung [Listen 3a 

und 3b]; vgl. Sachverhalt Bst. B.c, B.f), im Beschwerdeverfahren Partei-

stellung inne haben.  

4.2 Da die auf den Listen 3a und 3b aufgeführten Antragsteller namentlich 

den Personen entsprechen, in deren Namen Rechtsanwältin Boldi am 

25. September 2012 das Tariffestsetzungsbegehren an die Vorinstanz 

gestellt hat (vgl. Vorakten 3, Listen 6a und 6b), ist davon auszugehen, 

dass diese Personen – inkl. G._______ für die H._______ AG (Beilage zu 

B-act. 24), B._______ für die C._______ GmbH (Beilage zu B-act. 25) 

und E._______ für die F._______ GmbH (Beilage zu B-act. 31), welche 

im vorinstanzlichen Verfahren als natürliche Personen aufgeführt waren – 

(vgl. Sachverhalt B.i) am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen haben 

und somit vorliegend (im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a erster Halbsatz 

VwVG) formell beschwert sind. 

4.3 Unter diesen Personen sind in erster Linie als primäre Adressaten 

materiell diejenigen beschwert, die ab dem 1. Januar 2013 physiothera-

peutische Leistungen in freier Praxis im Kanton Thurgau zu Lasten der 

OKP erbringen (vgl. oben E. 3.1). Dass dies nicht für alle auf den Listen 

aufgeführten Personen zutrifft, ist aus einem entsprechenden Vermerk auf 

dem Inhaltsverzeichnis zu den Stellungnahmen betreffend die aufschie-

bende Wirkung und zur Beschwerdeantwort ersichtlich. 

Für jene Personen, für welche die oben umschriebenen Vollmachten ein-

gereicht worden sind (vgl. Sachverhalt Bst. i), ist davon auszugehen, 

dass sie (aufgrund der selbstdeklaratorischen Angaben) zu den auch ma-

teriell beschwerten Personen zu zählen sind und dass sie den von 

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Seite 18 

Rechtsanwältin Boldi für sie gestellten Antrag auf Teilnahme am Be-

schwerdeverfahren bestätigen. Diese Personen (inkl. die H._______ AG, 

die D._______ GmbH und die F._______ GmbH [s. E. 4.2]) erfüllen daher 

die Voraussetzungen für die Parteistellung im vorliegenden Verfahren. 

4.4 Auch für D._______ wurde eine der umschriebenen Vollmachten ein-

gereicht. Aufgrund der Angaben von Rechtsanwältin Boldi, wonach er in 

Dietikon (ZH) und Münchwilen (TG) praktiziere, nicht Mitglied von physio 

TG sei und keine Möglichkeit gehabt habe, am vorinstanzlichen Verfahren 

teilzunehmen, kann davon ausgegangen werden, dass D._______ ohne 

Verschulden nicht in der Lage gewesen ist, sich am vorinstanzlichen Ver-

fahren zu beteiligen und daher nicht nur materiell (vgl. oben E. 4.3) son-

dern auch formell beschwert ist (im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a zwei-

ter Satzteil VwVG; vgl. BGE 135 II 172 E. 2.2.1, 133 II 181 E. 3.2 m.w.H.). 

Er erfüllt daher die Voraussetzungen für die Parteistellung im vorliegen-

den Verfahren.  

4.5 Neben physio TG (Beschwerdegegnerin 1) kommt somit den oben in 

E. 4.3 f. genannten – im Rubrum als Beschwerdegegnerinnen und Be-

schwerdegegner 2 bis 110 aufgeführten – Personen im vorliegenden Ver-

fahren Parteistellung als Beschwerdegegnerinnen zu. Davon auszugehen 

ist, dass es sich bei I._______ (J._______ [ergänzende Bezeichnung]), 

die im Beschwerdeverfahren eine Vollmacht eingereicht hat (Beilage zu 

B-act. 24), und K._______ (J._______ [ergänzende Bezeichnung]), die 

am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, um dieselbe Person 

handelt. 

4.6  

4.6.1 Am 15. August 2013 hat das Bundesverwaltungsgericht Rechtsan-

wältin Boldi dazu aufgefordert, bis zum 16. September 2013 von den auf 

den Listen zu den Stellungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung 

aufgeführten Personen eine Vollmacht zu ihren Gunsten und/oder zu-

gunsten von physioswiss einzureichen, sowie zu belegen, dass die ent-

sprechenden Personen selbst physiotherapeutische Leistungen in freier 

Praxis im Kanton Thurgau zu Lasten der OKP-Versicherer abrechnen, 

oder – falls dies nicht der Fall sei – zu substantiieren und zu belegen, 

weshalb sie dennoch für das vorliegende Verfahren passivlegitimiert sein 

sollten (B-act. 22). Andernfalls würden die auf den Listen zu den Stel-

lungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung aufgeführten Perso-

nen nicht als Beschwerdegegnerinnen zugelassen.  

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 19 

4.6.2 Die folgenden Personen, die dieser Aufforderung nicht nachge-

kommen sind, sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren, wie in der Ver-

fügung vom 15. August 2013 in Aussicht gestellt, nicht Beschwerdegeg-

nerinnen (für Adressen und weitere Angaben s. die Listen zu den Stel-

lungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung): 

[Auflistung von 39 Personen] 

Auf eine erneute Nachinstruktion zur Stellung der natürlichen und juristi-

schen Personen als Beschwerdegegnerinnen ist zu verzichten. Rechts-

anwältin Boldi ist, ohne über schriftliche Vollmachten zu verfügen, gegen-

über dem Gericht als Vertreterin der betreffenden Personen aufgetreten. 

Spätestens mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 

4. Juli 2013 wurde ihr bekanntgegeben, dass das Bundesverwaltungsge-

richt (vorderhand) lediglich physio TG als Beschwerdegegnerin anerken-

ne (B-act. 16 S. 4, 8).  

Im Übrigen behält sich das Bundesverwaltungsgericht vor, in weiteren, 

analog gelegenen Fällen (nur) einmalig im Sinne der im vorliegenden Ver-

fahren am 15. August 2013 erlassenen Verfügung (B-act. 22) Vollmachten 

und Belege betreffend die geltend gemachte Passivlegitimation einzufor-

dern und nach Ablauf der entsprechenden Frist ohne weitere Instrukti-

onsschritte über die Anträge von Personen, die als Beschwerdegegnerin-

nen zum Beschwerdeverfahren zugelassen werden möchten, zu befin-

den. 

4.7  Auf die von physioswiss und den in E. 4.6. angeführten Personen in 

ihren Stellungnahmen betreffend die aufschiebende Wirkung und in der 

Beschwerdeantwort gestellten Anträge (vgl. Sachverhalt Bst. B.c, B.f) ist 

somit mangels Parteistellung nicht einzutreten. 

5.  

Vorliegend handelt es sich um einen Teilentscheid im Sinn von Art. 91 

BGG, da hiermit das Verfahren für physioswiss und die in E. 4.6 erwähn-

ten weiteren Beteiligten beendet wird (vgl. Teilentscheid des Bundesver-

waltungsgericht C-4132/2011 vom 29. Mai 2012; vgl. auch BGE 133 V 

477 E. 4; BGG-Handkommentar, Art. 91 Rz. 4; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-692/2008 vom 7. April 2008 E. 1). 

 

 

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 20 

6.  

6.1 Da physioswiss und die in E. 4.6 aufgelisteten Personen mit ihren An-

trägen unterliegen, sind ihnen für den vorliegenden Teilentscheid unter 

solidarischer Haftung Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.- auf-

zuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 3 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]; vgl. 

auch sinngemäss Teilentscheid des Bundesverwaltungsgerichts 

A-692/2008 vom 7. April 2008 E. 5).  

6.2 Bezüglich des vorliegenden Teilentscheides ist von der Zusprache 

von Parteientschädigungen abzusehen, da den Beschwerdeführerinnen 

kein zusätzlicher Aufwand entstanden ist und die Vorinstanz keinen An-

spruch auf Parteientschädigung hat (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 

Abs. 4 VGKE; Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

7.  

Über das Gesuch der Beschwerdegegnerinnen und -gegner um Gewäh-

rung der Akteneinsicht ist zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden.  

8.  

Dieser Entscheid kann nicht beim Bundesgericht angefochten werden 

(vgl. Art. 83 Bst. r BGG; vgl. für viele: Teilentscheid des Bundesverwal-

tungsgerichts C-4132/2011 vom 29. Mai 2012). Er tritt mit Eröffnung in 

Rechtskraft.  

 

  

C-2461/2013, C-2468/2013 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die von physioswiss und den in E. 4.6. aufgelisteten Personen ge-

stellten Anträge wird mangels Parteistellung nicht eingetreten. 

2.  

Physioswiss und den in E. 4.6. aufgelisteten Personen werden unter soli-

darischer Haftung Verfahrenskosten von Fr. 1'500.- auferlegt. Der Betrag 

ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Teilentscheids zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieser Teilentscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen 1-47 (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdeführerinnen 48-60 (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerinnen und -gegner (Gerichtsurkunde) 

– Rechtsanwältin lic.iur. LL.M. Christine Boldi (Gerichtsurkunde; 

Beilage: Einzahlungsschein; zuhanden physioswiss und der gemäss 

E. 4.6 aufgelisteten Personen) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB 244/2013; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Daniel Golta 

 

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