# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e91340d6-6ba3-5d4c-b70f-05da2ee195a7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 09.11.2018 ZK1 2018 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-147_2018-11-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 9. November 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 18 147 13. November 2018

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Thöny

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre 
Menge, Quaderstrasse 5, 7001 Chur, 

gegen

die Beweisverfügung des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val 
Müstair vom 2. Oktober 2018, mitgeteilt am 3. Oktober 2018, in Sachen des Be-
schwerdeführers gegen Y._____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechts-
anwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, Gürtelstrasse 24, 7001 Chur, 

betreffend Eheschutz (Beweisverfügung),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 30. Juni 2017 reichte X._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Re-
gionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair ein Gesuch um Erlass von Eheschutz-
massnahmen gegen Y._____ ein. Darin beantragte er unter anderem die Obhuts-
zuteilung über die drei minderjährigen Kinder sowie die Verpflichtung von Y._____ 
zur Bezahlung eines monatlichen Kindesunterhalts. Auf Antrag von Y._____ hin 
wurde X._____ mit superprovisorischer Verfügung des Einzelrichters am Regio-
nalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair, lic. iur. utr. Orlando Zegg, vom 19. Juli 
2017 unter Hinweis auf Art. 292 StGB untersagt, sich näher als 100m Y._____ 
und/oder seinen Kindern anzunähern. Des Weiteren wurde ihm ebenfalls unter 
Hinweis auf Art. 292 StGB untersagt, mit Y._____ und/oder seinen Kindern unbe-
wachten Kontakt aufzunehmen. Nach einer persönlichen Anhörung der Kinder 
verfügte der Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair mit 
Entscheid vom 30. August 2017 die Einholung eines Gutachtens zur Frage der 
Zuteilung der Obhut und der Besuchsregelung. Gleichzeitig hob er das mit super-
provisorischer Verfügung vom 19. Juli 2017 auferlegte Kontakt- und Annähe-
rungsverbot auf und berechtigte X._____, seine Kinder zweimal monatlich im 
Rahmen der begleiteten Besuchstage der KJBE (Verein "Kinder und Jugendliche 
betreuen, begleiten, bestärken") zu besuchen. In der Folge beantragte X._____ 
die Gewährung eines ordentlichen (unbegleiteten) Besuchsrechts, was vom Ein-
zelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair mit Entscheid vom 18. 
Dezember 2017 abgewiesen wurde. Mit Entscheid vom 28. Februar 2018 hiess 
das Kantonsgericht eine von X._____ dagegen erhobene Berufung teilweise gut 
und berechtigte ihn, seine Kinder für einen Tag alle zwei Wochen zu besuchen 
oder zu sich auf Besuch zu nehmen.

B. Im Rahmen des Schriftenwechsels liess Y._____ mit Eingabe vom 27. Au-
gust 2018 folgende Beweisanträge stellen:

Zur Edition aus Händen des Kindsvaters
Nachweis über Kaufpreis der beiden i-Phone X samt Nachweis über Be-
zahlung des vollständigen Kaufpreises unter Offenlegung der Zahlungs-
quelle samt Datum der Überweisungen. Bestätigung über Abschluss zweier 
Abos für die i-Phones X samt Nachweis Vorkassenleistungen

Antrag
Der für die Verwaltung des im Rahmen des Crowdfundings "Gerechtigkeit 
für X._____" gesammelten Geldes sich in der Öffentlichkeit verantwortlich 
zeichnende Dr. iur. A._____, Voa_____, O.1_____, sei aufzufordern, sämt-
liche Kontoauszüge bezüglich des über das Crowdfunding gesammelten 
Geldes und deren bisherige Verwendung dem Gericht einzureichen.

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Sollte die Herausgabe verweigert werden, ist Herr Dr. iur. A._____ anzuhal-
ten, die Einrichtung, Form und Verantwortlichkeiten bezüglich Herausgabe 
der ein verlangten Unterlagen über das Vermögen im Detail darzulegen. 
Eine Anpassung unseres Antrages wird ausdrücklich vorbehalten. 

Aus Händen der Gegenpartei
Bericht von Dr. B._____ über den Behandlungsverlauf von August 2017 bis 
heute, inkl. Medikamentation, Angabe der aktuell behandelnden Arztperson 
samt Arztbericht über die aktuelle Behandlung samt Medikamentation inkl. 
allfälliger psychiatrische oder psychologische Betreuung.

C. Mit Stellungnahme vom 1. Oktober 2018 beantragte X._____ sinngemäss 
die Abweisung der Beweisanträge.

D. Die Kindervertreterin teilte mit Stellungnahme vom 1. Oktober 2018 mit, 
dass für die an der Hauptverhandlung vom 6. Dezember 2018 zu regulierenden 
Kontakte Kenntnisse über die aktuelle gesundheitliche und finanzielle Situation 
des Kindsvaters unerlässlich seien.

E. Mit Beweisverfügung vom 2. Oktober 2018, mitgeteilt am 3. Oktober 2018, 
erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair wie 
folgt:

1. X._____ wird verpflichtet, einen aktuellen Bericht von Dr. B._____ über 
den Behandlungsverlauf von August 2017 bis heute, inkl. Medikamen-
tation bei Gericht einzureichen.

2. X._____ wird verpflichtet, dem Gericht seine allfälligen weiteren be-
handelnden Arztperson(en) oder psychiatrische bzw. psychologische 
Betreuer zu nennen.

3. X._____ wird verpflichtet, den Nachweis über den Kaufpreis der bei-
den I-Phone X samt Nachweis über die Bezahlung des vollständigen 
Kaufpreises unter Offenlegung der Zahlungsquelle samt Datum der 
Überweisungen, sowie die Bestätigung über den Abschluss zweier 
Abos für die I-Phones X samt Nachweis Vorkasseleistungen bei Ge-
richt einzureichen. 

4. X._____ wird verpflichtet, umfassend Auskunft über sein aktuelles Ein-
kommen und Vermögen zu erteilen.

5. A._____ wird verpflichtet, als Verwalter des im Rahmen des Crowd-
fundings "Gerechtigkeit für X._____" gesammelten Geldes sämtliche 
Kontoauszüge bezüglich des über das Crowdfunding gesammelten 
Geldes und deren bisherige Verwendung dem Gericht einzureichen. 

6. A._____ wird im Falle seiner Verweigerung der Herausgabe gemäss 
Ziff. 4 verpflichtet, die Errichtung, Form und Verantwortlichkeiten be-
züglich Herausgabe der einverlangten Unterlagen über das Vermögen 
im Detail darzulegen und dem Gericht einzureichen. 

7. Die von den Parteien beizubringenden Unterlagen sind innert 10 Ta-
gen bei Gericht einzureichen, soweit diese noch nicht beigebracht 
wurden. 

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8. Dritte werden mit separatem Schreiben zur Edition aufgefordert.

9. Die Kosten dieses Beschlusses von CHF 300.00 bleiben bei der Pro-
zedur. 

10. (Rechtsmittelbelehrung).

11. (Mitteilung).

F. Gegen diese Beweisverfügung liess X._____ mit Eingabe vom 12. Oktober 
2018 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde einreichen, wobei er das 
folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Die Beweisverfügung des Einzelrichters des Regionalgerichtes Engia-
dina Bassa/Val Müstair vom 2.10.2018 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ertei-
len. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7% Mehrwert-
steuer.

G. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2018 gewährte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden der Beschwerde einstweilen die 
aufschiebende Wirkung.

H. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2018 stellte die Kindervertreterin das folgende 
Rechtsbegehren: 

1. Die der Beschwerde mit Verfügung des Kantonsgerichts Graubünden 
vom 15.10.2018 einstweilen erteilte aufschiebende Wirkung sei um-
gehend zu widerrufen.

2.  Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

I. Y._____ beantragte mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2018 die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie eingetreten werden könne.

Auf die weitere Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1. Prozessleitende Verfügungen sind mit Beschwerde anfechtbar in den vom 
Gesetz bestimmten Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) oder wenn durch sie ein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). 

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1.1. Gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO gilt für das Einreichen der Beschwerde nach 
Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO eine zehntägige Frist. Die im vorliegenden Fall angefoch-
tene Beweisverfügung des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val 
Müstair wurde den Parteien am 3. Oktober 2018 mitgeteilt. Mit der Eingabe vom 
12. Oktober 2018 wurde die zehntägige Beschwerdefrist offensichtlich gewahrt. 
Da das Gesetz die Beschwerde gegen eine Beweisverfügung nicht ausdrücklich 
vorsieht und diese daher lediglich gestützt auf Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO angefoch-
ten werden kann, gilt es im Folgenden als Eintretensvoraussetzung zu prüfen, ob 
dem Beschwerdeführer durch die Beweisverfügung auch ein nicht leicht wieder-
gutzumachender Nachteil droht. Das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen ist 
von Amtes wegen zu prüfen, jedoch nur auf der Basis des dem Gericht vorgeleg-
ten Materials (vgl. Müller, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-
Kommentar ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 1 zu Art. 60). Entsprechend muss die 
betroffene Partei den nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, das 
heisst, sie ist beweispflichtig, sofern die Gefahr nicht von Vornherein offenkundig 
ist (vgl. Sterchi in: Hausheer/ Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizeri-
schen Privatrecht, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 15 
zu Art. 319 ZPO). Insbesondere hat der Beschwerdeführer darzulegen, welcher 
nicht leicht wieder gutzumachende Nachteil ihm drohen würde, wenn er mit der 
Anfechtung der Beweisverfügung bis zum Endentscheid zuwarten müsste. Die 
Begründung der Beschwerde einzig mit der Unrichtigkeit der Beweisverfügung 
genügt nicht (vgl. Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006, 
S. 7376 f.). 

1.2. Bei der Voraussetzung eines drohenden, nicht leicht wiedergutzumachen-
den Nachteils handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der vom Ge-
richt unter Berücksichtigung der konkreten Umstände und in pflichtgemässer Aus-
übung des Ermessens konkretisiert werden muss. Klar ist, dass in Fällen, in denen 
der geltend gemachte Nachteil auch durch einen für den Ansprecher günstigen 
Zwischen- oder Endentscheid nicht mehr beseitigt werden kann, die Vorausset-
zung von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO erfüllt ist. Was die Anfechtung einer Beweisver-
fügung betrifft, ist zu bemerken, dass damit grundsätzlich bis zum Endentscheid 
der betreffenden Instanz zuzuwarten ist, worauf die Verfügung im Rahmen der 
Anfechtung des Endentscheids von der Rechtsmittelinstanz geprüft werden kann 
(Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, N 13 f. 
zu Art. 319). Eine solche Vorgehensweise drängt sich nicht zuletzt aus der Über-
legung auf, dass mit dem Rechtsmittel gegen den Endentscheid für gewöhnlich 

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erreicht werden kann, dass ein zu Unrecht verweigerter Beweis abgenommen 
oder ein zu Unrecht erhobener Beweis aus den Akten gewiesen wird (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_697/2016 vom 14. März 2017 mit Hinweis auf BGE 141 III 81 
E. 1.2). 

2.1. Im vorliegenden Fall wehrt sich der Beschwerdeführer zunächst gegen die 
Verpflichtung zum Nachweis über die Bezahlung des vollständigen Kaufpreises 
der beiden Handys unter Offenlegung der Zahlungsquelle samt Datum der Über-
weisungen sowie die Einreichung einer Bestätigung über den Abschluss zweier 
Abos für die i-Phones X samt Nachweis Vorkassenleistungen. Zur Begründung 
macht er geltend, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb er diese Belege einzurei-
chen habe. Unbestrittenermassen handle es sich um ein Geschenk für die beiden 
Kinder. Woher dieses Geld gekommen sei und wie das Abo bezahlt werde, sei 
irrelevant. Insbesondere habe der Regionalgerichtspräsident mit keinem Wort be-
gründet, inwiefern diese Fragen und Auskünfte für das Eheschutzverfahren von 
Relevanz sein sollten. Der Beschwerdeführer beschränkt sich somit darauf, die 
Beweisverfügung in materieller Hinsicht zu kritisieren. Inwiefern ihm durch den 
verlangten Nachweis ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht, erläu-
tert der Beschwerdeführer jedoch mit keinem Wort. Ein solcher ist auch nicht von 
Vornherein offenkundig, geht es doch einzig um Belege und Auskünfte im Zu-
sammenhang mit zwei gekauften Handys. In Anwendung der vorstehend darge-
legten Lehre und Rechtsprechung ist demzufolge auf den Antrag des Beschwer-
deführers auf Aufhebung von Ziff. 3 der angefochtenen Beweisverfügung nicht 
einzutreten. 

2.2. Des Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer die Anordnung des Vor-
derrichters, er müsse umfassend Auskunft über sein aktuelles Einkommen und 
Vermögen zu erteilen und es seien dem Gericht aus Händen von A._____ sämtli-
che Kontoauszüge bezüglich des über das Crowdfunding gesammelten Geldes 
und deren bisherige Verwendung einzureichen. Diesbezüglich führt der Be-
schwerdeführer aus, er werde die notwendigen Auskünfte über sein Einkommen 
und Vermögen jederzeit einem unbefangenen Richter erteilen. Über die Fondsgel-
der könne er in keiner Art und Weise verfügen. Vielmehr entscheide allein die 
Fondsleitung, welche Unterstützung sie ihm im Einvernehmen mit ihm gemäss 
Zweck des Fonds und den gesetzten und laufend zu setzenden Prioritäten ge-
währen könne. Weil ihm der Fonds nicht als Vermögens- oder Einkommensbe-
standteil angerechnet werden könne, sei dieser für die Prüfung der finanziellen 
Situation irrelevant. Auch bezüglich dieses Punktes unterlässt es der Beschwerde-
führer darzulegen, welcher nicht leicht wieder gutzumachende Nachteil ihm dro-

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hen würde. Inwieweit ein solcher Nachteil mit der schon wiederholt gerügten, vom 
Kantonsgericht jedoch verneinten Befangenheit des Vorderrichters (vgl. ZK1 18 
17) zusammenhängen soll, ist nicht ersichtlich. Zudem unterliegt jeder Ehegatte 
von Gesetzes wegen gegenüber dem anderen einer Auskunftspflicht über Ein-
kommen, Vermögen und Schulden (Art. 170 Abs. 1 ZGB). Ob ihm die über das 
Crowdfunding gesammelten Gelder als Einkommen oder Vermögen anzurechnen 
sind, hat der Sachrichter im Rahmen des Eheschutzentscheids zu prüfen. Sollte 
es tatsächlich zu einer Anrechnung dieser Gelder kommen, hätte der Beschwerde-
führer – wie bereits in E. 1.2. dargelegt wurde – ohnehin die Möglichkeit, jenen 
Entscheid mit Berufung anzufechten, sodass diesbezüglich im jetzigen Zeitpunkt 
kein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil vorliegen kann. Auf den Antrag 
des Beschwerdeführers auf Aufhebung der Ziff. 4 - 6 der Beweisverfügung ist 
ebenfalls nicht einzutreten. 

2.3. Bleibt der Antrag auf Aushändigung eines Berichts der behandelnden Arzt-
person über den Behandlungsverlauf inkl. Medikamentation und allfälliger psychia-
trischer oder psychologischer Betreuung von X._____ von August 2017 bis heute. 
Hinsichtlich dieses Antrags legt der Beschwerdeführer den nicht leicht wiedergut-
zumachenden Nachteil nur in pauschaler Weise dar, indem er ausführt, mit dieser 
Beweisanordnung greife der Regionalgerichtspräsident in unsachgemässer und 
rechtswidriger Art und Weise in seine Persönlichkeitsrechte ein. Auskünfte betref-
fend die Gesundheit stellen besonders schützenswerte Personendaten dar, wes-
halb die Verpflichtung zu deren Offenlegung grundsätzlich einen nicht leicht wie-
dergutzumachenden Nachteil bewirken können (vgl. Urteil des Obergerichts des 
Kantons Zürich RZ150002-O/U vom 3. März 2015 E. 2.5.). Trotz nur pauschaler 
Begründung ist daher auf diesen Punkt der Beschwerde einzutreten. Nachfolgend 
gilt es nun zu prüfen, ob die Beweisanordnung des Vorderrichters im konkreten 
Fall gerechtfertigt ist.

3. In dem vom Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair 
zu beurteilenden Eheschutzverfahren geht es unter anderem um die Obhutszutei-
lung über die drei minderjährigen Töchter der Parteien und daraus resultierend die 
Frage nach einem angemessenen Besuchs- und Ferienrecht für den nicht obhuts-
berechtigten Elternteil. Um diese Zuteilung und die Regelung der Kontakte der 
Kinder mit dem nicht obhutsberechtigen Elternteil vornehmen zu können, bedarf 
es insbesondere einer sorgfältigen Überprüfung der Erziehungsfähigkeit beider 
Elternteile. 

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3.1. Bei der Erziehungsfähigkeit geht es um die Frage, ob der Elternteil über die 
nötigen Kompetenzen verfügt, um die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse 
der Kinder zu erkennen, die Kinder zu versorgen und zu betreuen sowie erziehe-
risch angemessen auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen (vgl. Revital Lu-
dewig et al., Richterliche und behördliche Entscheidfindung zwischen Kindeswohl 
und Elternwohl: Erziehungsfähigkeit bei Familien mit einem psychisch kranken 
Elternteil, in: FamPra.ch 3/2015 FamPra.ch 3/2015 S. 574). Die Erfüllung dieser 
Grundbedürfnisse ist die Voraussetzung für das Kindeswohl. Die dafür erforderli-
chen elterlichen Kompetenzen können jedoch unter anderem bei Vorliegen einer 
psychischen – wie im Übrigen auch bei einer physischen – Erkrankung in einem 
Masse eingeschränkt sein, dass eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. In solchen 
Fällen muss der Richter zum Wohle der Kinder beispielsweise eine Reduktion des 
Kontaktes zwischen Elternteil und Kindern oder in Ausnahmefällen gar den Kon-
taktabbruch anordnen. Um feststellen zu können, ob überhaupt eine für das Kin-
deswohl relevante Erkrankung eines Elternteils vorliegt oder ob es sich nur um 
unberechtigte Vorwürfe aufgrund einer konflikthaften Trennung der Kindseltern 
handelt, ist der Richter auf Informationen von medizinisch-psychiatrischen Fach-
personen angewiesen. Es muss abgeklärt werden, ob eine Erkrankung vorliegt 
und ob dadurch die Erziehungsfähigkeit des betroffenen Elternteils beeinträchtigt 
ist. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass nicht jede psychische Erkrankung per se 
das Kindeswohl gefährdet. Bei solchen Konstellationen spielt bei der Beurteilung 
der Erziehungsfähigkeit nicht die Diagnose der Erkrankung eine Rolle, sondern 
deren Intensität, Dauer und die Auswirkungen, also insbesondere der damit ver-
bundene Einfluss auf die Möglichkeit des betroffenen Elternteils, die Grundbedürf-
nisse der Kinder adäquat zu erfüllen (vgl. Revital Ludewig et al., a.a.O., S. 577). 

3.2. Im vorliegenden Fall liegt ein Bericht der psychiatrischen Dienste Graubün-
den vom 10. Juli 2017 bei den Akten (vorinstanzliche Akten act. II./26), aus wel-
chem hervorgeht, dass beim Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung (F43.2) 
und als Nebendiagnosen psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa 
oder Hypnotika (Abhängigkeitssyndrom F13.2) sowie fremdanamnestisch akute 
Suizidalität festgestellt worden sind. In dem vom Einzelrichter am Regionalgericht 
Engiadina Bassa/Val Müstair angeordneten Gutachten zur Frage der Zuteilung der 
Obhut und der Besuchsregelung vom 30. November 2017 (vorinstanzliche Akten 
act. X./1) wurde zudem ausgeführt, dass X._____ nach erwachsenenpsychiatri-
scher Einschätzung seit mehreren Jahren an einer chronischen depressiven Sym-
ptomatik leide, welche phasenweise als mittelgradig eingestuft worden sei. Die 
beschriebene Symptomatik (Anpassungsstörung) sowie der langjährige Benzodia-

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zepinabusus im Zusammenhang mit der aktuell schwierigen Lebenssituation mit 
verschiedenen Belastungsfaktoren würden als behandlungsbedürftig erachtet (S. 
50-51). Es liegt somit ein konkreter Hinweis vor, dass beim Beschwerdeführer eine 
psychische Erkrankung vorgelegen hat und möglicherweise weiterhin vorliegt. Wie 
vorstehend bereits ausgeführt wurde, führt eine solche Diagnose für sich allein 
noch zu keiner Einschränkung der Erziehungsfähigkeit. Vielmehr hat der zuständi-
ge Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair zu beurteilen, ob 
dadurch die elterliche Kompetenz des Beschwerdeführers eingeschränkt wird. 
Hierzu ist erforderlich, dass der zuständige Richter auf Informationen über den 
aktuellen Gesundheitszustand und allfällige laufende Behandlungen (Therapie, 
Medikamente) abstellen kann. Nur so kann er einschätzen, ob der Kontakt zwi-
schen X._____ und seinen Kindern weiterhin eingeschränkt zu bleiben hat oder – 
ohne das Kindeswohl zu gefährden – ausgeweitet werden kann. Die Ermittlung 
des Kindeswohls geht dabei dem mit der Bekanntgabe der Arztberichte verbunde-
nen Eingriff in die Privatsphäre des Beschwerdeführers vor. Der Antrag des Be-
schwerdeführers auf Aufhebung der Ziff. 1 und 2 der Beweisverfügung ist demzu-
folge abzuweisen.

4. Zusammenfassend kann nach dem Gesagten festgehalten werden, dass 
die Beschwerde von X._____ gegen die Beweisverfügung des Einzelrichters am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair vom 2. Oktober 2018 abgewiesen 
wird, soweit darauf eingetreten werden kann. 

5. Mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 15. Oktober 2018 
wurde der Beschwerde auf Antrag des Beschwerdeführers einstweilen die auf-
schiebende Wirkung erteilt (act. D.2). In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 
2018 beantragte die Kindesvertreterin den Widerruf der erteilten aufschiebenden 
Wirkung. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache entfällt die gewährte 
aufschiebende Wirkung und es erübrigt sich, weiter darauf einzugehen.

6. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens, beste-
hend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), 
zulasten des unterliegenden Beschwerdeführers (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Ent-
scheidgebühr (Art. 95 Abs. 2 lit. a ZPO) wird auf CHF 1'500.00 festgesetzt (vgl. 
Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; 
BR 320.210]). Was die Kosten für die Vertretung der Kinder (Art. 95 Abs. 2 lit. e 
ZPO) betrifft, erscheint der von der Kindervertreterin am 31. Oktober 2018 in 
Rechnung gestellte Aufwand (act. G.2) von 5 Stunden in Anbetracht der sich stel-
lenden Sach- und Rechtsfragen und des Umfangs ihrer Eingaben als angemes-

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sen. Ihr Honorar wird unter Berücksichtigung des für eine Kindesvertretung übli-
chen Stundenansatzes von CHF 200.00, Barauslagen von CHF 30.00 (pauschal 
3%) und der Mehrwertsteuer von 7.7% folglich auf CHF 1'109.30 festgelegt. Über-
dies hat der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdever-
fahren aussergerichtlich zu entschädigen. Die Beschwerdegegnerin macht mit 
Honorarnote vom 29. Oktober 2018 (act. G.1) einen Aufwand von 7.5 Stunden 
geltend. Dabei erscheint der verrechnete Zeitaufwand für das Prüfen und Weiter-
leiten der (abzüglich Rubrum) rund 3-seitigen Beschwerde von 1 Stunde sowie für 
das Verfassen der (abzüglich Rubrum) rund 3½-seitigen Beschwerdeantwort von 
4 Stunden als zu hoch. Insgesamt wird daher lediglich ein Aufwand von insgesamt 
6.5 Stunden als angemessen erachtet. Die Parteientschädigung wird unter 
Berücksichtigung des in Rechnung gestellten Stundenansatzes von CHF 240.00, 
Barauslagen von CHF 78.00 und der Mehrwertsteuer von 7.7% folglich auf 
CHF 1'764.15 festgelegt. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus der Entscheidge-
bühr von CHF 1'500.00 und den Kosten der Kindesvertretung von 
CHF 1'109.30 (inkl. Barauslagen und MwSt), insgesamt somit CHF 
2'609.30 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers, der ausserdem der Be-
schwerdegegnerin eine Parteientschädigung von CHF 1'764.15 (inkl. Bar-
auslagen und MwSt) zu bezahlen hat.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: