# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a1b7993-f609-57f1-8fd7-8e1c85fc8f79
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.09.2021 200 2020 747
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-747_2021-09-08.pdf

## Full Text

200 20 747 IV
KNB/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. September 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. August 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________, … (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
meldete sich im Juli 2006 unter Hinweis auf Depressionen bei der Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage 
[AB] 1, 65 S. 12). Nach medizinischen und erwerblichen Erhebungen und 
insbesondere nach Einholung eines Gutachtens von Dr. med. C.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. Februar 2008 
(AB 41) wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) das Leis-
tungsbegehren mit Verfügung vom 5. Februar 2009 (AB 58) bei einem er-
mittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 19% ab. Diese Verfügung blieb un-
angefochten. Im Januar 2012 meldete sich der Versicherte unter Hinweis 
auf eine Depression erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 62). 
Daraufhin führte die IVB weitere medizinische und erwerbliche Erhebungen 
durch. Dabei veranlasste sie eine (Verlaufs-)Begutachtung durch Dr. med. 
C.________ (Expertise vom 23. Juli 2014; AB 99.1). Mit Verfügung vom 
1. Oktober 2014 (AB 101) wies die IVB das Rentenbegehren bei einem 
ermittelten IV-Grad von 19% ab. Diese Verfügung blieb wiederum unange-
fochten.

Im weiteren Verlauf trat die IVB mit Verfügung vom 3. Februar 2016 
(AB 110) auf eine Neuanmeldung von November 2015 (AB 102) bezüglich 
einer Invalidenrente mangels wesentlicher Veränderung der tatsächlichen 
Verhältnisse nicht ein. Dagegen gewährte sie diverse berufliche Massnah-
men (Belastbarkeitstraining vom 27. Juni bis 25. September 2016 [AB 119], 
Aufbautraining vom 26. September bis 25. Dezember 2016 [AB 132], wirt-
schaftsnahe Integration mit Support am Arbeitsplatz mit Praktikum vom 
23. Januar bis 22. April 2017, wobei die Massnahme per 10. März 2017 
aufgehoben wurde [AB 150, 157], Arbeitsvermittlung [AB 159, 162]). 

Nachdem im April 2018 eine Verschlechterung des (psychischen) Gesund-
heitszustandes geltend gemacht worden war (AB 167), führte die IVB ein 
weiteres Mal medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei ver-
anlasste sie auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 3

AB 181 und 190) eine bidisziplinäre Begutachtung durch Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. 
E.________, Facharzt für Neurologie (Expertise vom 27. Dezember 2019 
[AB 206.1]; vgl. auch Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 
20. Mai 2020 [AB 208]). Mit Vorbescheid vom 5. Juni 2020 (AB 209) stellte 
die IVB mangels einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustan-
des die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht (IV-Grad von 19%). 
Damit zeigte sich der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, nicht einverstanden (AB 225). Am 31. August 2020 verfügte 
die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und wies das Rentenbegehren ab 
(AB 228). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 1. Oktober 2020 Beschwerde und stellte folgende Rechts-
begehren:

1. Die Verfügung vom 31. August 2020 sei aufzuheben und es sei 
dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. April 2018 eine ganze 
IV-Rente zuzusprechen.

2. Die Verfügung vom 1. Oktober 2014 sei in Wiedererwägung zu 
ziehen und es sei dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. Janu-
ar 2012 mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen.

3. Dem Beschwerdeführer sei das Recht auf unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren unter Beiordnung von Rechtsanwältin 
B.________ als amtliche Anwältin.

– unter Kostenfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 31. August 2020 
(AB 228). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers. 

Soweit der Beschwerdeführer um Wiedererwägung der (rechtskräftigen) 
Verfügung vom 1. Oktober 2014 (AB 101) ersucht (Beschwerde S. 2 
Ziff. I 2), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Denn darüber hat die 
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht befunden. Da-
mit bildet dies nicht Teil des Anfechtungsobjekts und folglich in diesem Ver-
fahren nicht Streitgegenstand (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV 
Nr. 4 S. 13 E. 2.1). Darüber hinaus kann das Gericht die besagte Verfü-
gung nicht in Wiedererwägung ziehen. Diese Befugnis steht einzig der 
Verwaltung zu, denn eine Verfügung kann nur von der erlassenden Behör-
de in Wiedererwägung gezogen werden (BGE 125 V 268 E. 3b S. 370). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 5

Deshalb ist die Beschwerde diesbezüglich an die Beschwerdegegnerin zur 
Beurteilung des Wiedererwägungsgesuchs weiterzuleiten. Dabei ist darauf 
hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung die Verwaltung weder vom 
Gericht noch von der betroffenen Person zu einer Wiedererwägung verhal-
ten werden kann. Es besteht demnach kein gerichtlich durchsetzbarer An-
spruch auf Wiedererwägung. Anordnungen über das Nichteintreten auf ein 
Wiedererwägungsgesuch sind deshalb ungeachtet einer allfälligen 
Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich nicht anfechtbar. Die versicherte Per-
son hat ihre Rechte hinsichtlich der ursprünglichen Verfügung im Rechts-
mittelverfahren zu wahren (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV Nr. 33 
S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). Dies hat der Beschwerdeführer 
hier jedoch nicht getan. Die sog. Hilfspraxis, wonach das Gericht eine we-
gen fehlendem Revisionsgrund zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung 
mit der substituierten Begründung schützen kann, die ursprüngliche Ren-
tenverfügung sei zweifellos unrichtig, kommt vorliegend ebenfalls nicht zur 
Anwendung, da sich diese auf eine Revisionsverfügung und damit auf ei-
nen laufenden Rentenanspruch bezieht (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.2 S. 105, 
125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 13 E. 8.2), was hier jedoch 
nicht gegeben ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 6

lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 
4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 7

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad von 
mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-
Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1).  

2.6 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen IV-Grades, wegen 
fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein 
Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine 
neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 8

ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Tritt die 
Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, so hat 
sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 
der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Gades 
auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-Gad seit Erlass 
der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und 
hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 
IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung von April 2018 
(AB 167) eingetreten. Damit ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu 
überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der 
rentenabweisenden Verfügung vom 1. Oktober 2014 (AB 101) und der hier 
angefochtenen Verfügung vom 31. August 2020 (AB 228) eine (potentiell) 
anspruchsbegründende Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetre-
ten ist. Die Verfügung vom 3. Februar 2016 (AB 110) bildet neuanmel-
dungsrechtlich keinen Vergleichszeitpunkt, da anlässlich dieser keine mate-
rielle Überprüfung des Leistungsanspruchs stattfand (vgl. E. 2.6 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 1. Oktober 2014 (AB 101), in welcher die Be-
schwerdegegnerin zum Schluss kam, dass keine wesentliche Änderung 
des Gesundheitszustandes ausgewiesen und dem Beschwerdeführer die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 9

angestammte Tätigkeit als … weiterhin ganztags mit einer Leistungsminde-
rung von 10% zumutbar ist, basierte massgeblich auf dem psychiatrischen 
(Verlaufs-)Gutachten von Dr. med. C.________ vom 23. Juli 2014 
(AB 99.1). Darin diagnostizierte der Gutachter mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen 
und abhängigen Zügen (ICD-10 F61.0) und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4; S. 11 Ziff. 4.1). Der Psycho-
status entspreche demjenigen von 2008 (S. 10 Ziff. 3). Der Beschwerdefüh-
rer leide – wie bereits im Jahr 2008 – unter einer Persönlichkeitsstörung 
(labiles narzisstisches Gleichgewicht, Abhängigkeitsverhalten), welche im-
mer wieder zu ängstlich-depressiv-suizidalen Dekompensationen führe. Er 
reagiere – wie bereits im Jahr 2008 beschrieben – auf kleinste Belastungen 
(Kritik, Zeitdruck, psychosoziale Belastungen) mit raschen ängstlich-
depressiv-suizidalen Dekompensationen und sozialem Rückzug (S. 15 
lit. C 1. f.). Insgesamt habe der Verlauf seit 2008 das Zumutbarkeitsprofil 
stark "schrumpfen" lassen. Heute könne dem Beschwerdeführer eine re-
gelmässige Tätigkeit an einem fixen Arbeitsplatz, sei es … oder … Art, 
nicht mehr zugemutet werden, da es bei einer solchen wieder zu den be-
kannten Dekompensationen kommen werde. Zumutbar blieben Tätigkeiten, 
welche der Beschwerdeführer quasi im Auftragsverhältnis und unter freier 
Zeiteinteilung verrichten könne. Das zeitliche Gesamtpensum sollte dabei 
50% nicht überschreiten und die Arbeitszeit durch den Beschwerdeführer 
weitgehend frei bestimmt werden können. Die Leistungsfähigkeit sei unab-
hängig von der ausgeübten Tätigkeit nicht beeinträchtigt (S. 15 oben). 

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 31. August 2020 (AB 228) lie-
gen insbesondere folgende Berichte zugrunde:

3.3.1 Der Beschwerdeführer war vom 9. bis 23. Juni 2017 in der Klinik 
F.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 5. Juli 2017 (AB 186 S. 20 ff.) 
wurde eine Zwangsstörung mit vorwiegend Zwangsgedanken (ICD-10 
F42.0) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgra-
dige Episode (ICD-10 F33.1), diagnostiziert (S. 20). Die Zuweisung sei bei 
erneuter depressiver Episode mit zwanghaften Gedanken mit Eigen- und 
Fremdgefährdung erfolgt. Dies habe seit zirka Februar 2017 begonnen und 
sich progredient verstärkt (S. 21). Nach der Stabilisierung habe der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 10

schwerdeführer in gutem Zustandsbild nach Hause entlassen werden kön-
nen (S. 23).

3.3.2 Im Anschluss war der Beschwerdeführer vom 24. Juli bis 25. August 
2017 in den psychiatrischen Diensten G.________ in stationärer Behand-
lung. Im Austrittsbericht vom 16. November 2017 (AB 172 S. 8 ff.) wurden 
eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 
F32.2) sowie eine Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken oder 
Grübelzwang (ICD-10 F42.0), diagnostiziert (S. 8). Bei der Aufnahme habe 
der Beschwerdeführer von stark belastenden Gedanken sowie einer An-
triebsminderung und Freudlosigkeit berichtet (S. 9). Er habe in gebesser-
tem Zustand entlassen werden können (S. 10).

Vom 23. Februar bis 20. April 2018 war der Beschwerdeführer ein weiteres 
Mal in den psychiatrischen Diensten G.________ in stationärer Behand-
lung. Im Austrittsbericht vom 24. Mai 2018 (AB 172 S. 5 ff.) wurden die zu-
vor erhobenen Diagnosen bestätigt. Die Aufnahme sei aufgrund der ge-
nannten Diagnosen und aufgrund suizidaler Gedanken seit einigen Tagen 
erfolgt (S. 5). Die Stimmung habe sich im Verlauf der Hospitalisation ver-
bessert und der Beschwerdeführer habe ohne Hinweis auf eine akute 
Selbst- oder Fremdgefährdung bei Verbesserung des Allgemeinzustandes 
entlassen werden können (S. 6).

3.3.3 Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Bericht vom 10. Juni 2018 (AB 172 S. 3 f.) eine 
schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) und eine Zwangsstörung mit 
vorwiegenden Zwangsgedanken oder Grübelzwang (ICD-10 F42.0). Der 
psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich in den letzten zwei 
Jahren verschlechtert. Bereits die Tatsache, dass er seit Juni 2017 drei Mal 
stationär habe behandelt werden müssen, zeige, dass er vermehrt dekom-
pensiere und psychisch kaum mehr belastbar sei. Diese stationären Be-
handlungen hätten eine leichte Verbesserung, jedoch keinen wesentlichen 
Erfolg gebracht. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor schwer depressiv, 
antriebslos und blockiert. Er empfinde keine Glücks- und Freudgefühle. 
Das Kleinste mache ihm Angst und überfordere ihn. Er sei ratlos, frustriert, 
fühle sich leer und sehe keinen Sinn mehr in seinem Leben. Er beklage 
sich über Konzentrationsstörungen. Ferner hätten die Suizidgedanken 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 11

zeitweise massiv zugenommen, was zu den erwähnten Hospitalisationen 
geführt habe. Neu erschwerend in seinem Zustand seien quälende 
Zwangsgedanken (S. 3). 

3.3.4 In der Folge war der Beschwerdeführer vom 6. August bis 26. Sep-
tember 2018 in der Klinik F.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 
25. Oktober 2018 (AB 175 S. 2 ff.) wurden eine Zwangsstörung mit vorwie-
gend Zwangsgedanken (lCD-10 F42.0), differentialdiagnostisch im Rahmen 
eines Asperger-Syndroms (lCD-10 F84.5), und eine rezidivierende depres-
sive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (lCD-10 F33.1) dia-
gnostiziert. Zur Aufnahme sei es aufgrund akuter Suizidalität und schwerer 
depressiver Episode gekommen (S. 2). Nach der Stabilisierung habe er 
ohne Anhalt für Selbst- oder Fremdgefährdung entlassen werden können 
(S. 4). 

Vom 5. bis 12. Oktober 2018 war der Beschwerdeführer erneut in der Klinik 
F.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 25. Oktober 2018 
(AB 175 S. 5 ff.) wurden die zuvor erhobenen Diagnosen bestätigt. Der 
Beschwerdeführer sei wegen psychischer Verschlechterung zugewiesen 
worden (S. 5). Nach Stabilisierung habe er ohne Anhalt für Selbst- oder 
Fremdgefährdung entlassen werden können (S. 6). 

3.3.5 Dr. med. H.________ diagnostizierte Bericht vom 12. Mai 2019 
(AB 186 S. 3 ff.) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit rezidivierende zum 
Teil schwere depressive Episoden mit Ängsten (ICD-10 F33.1) und eine 
Zwangsstörung mit Zwangsgedanken (lCD-10 F40.2; S. 5 Ziff. 2.5). Der 
Beschwerdeführer leide seit Jahren an zum Teil schweren, rezidivierenden 
depressiven Episoden mit Ängsten. Seit 2016 habe er zusätzlich eine 
Zwangsstörung verbunden mit quälenden Zwangsgedanken entwickelt 
(S. 4 Ziff. 2.1). Er weise das Bild eines chronisch, schwer psychisch kran-
ken Menschen auf mit Anhedonie, sozialem Rückzug, Leere, Desinteresse, 
starke Antriebslosigkeit und Ängsten auf. Er bekunde Mühe, seinen Haus-
halt selbständig zu führen, Spaziergänge zu unternehmen und Menschen 
zu treffen. Er lehne Fremdhilfe dezidiert ab. Das Einzige, das er unterneh-
me, sei Bücher zu schreiben, die jedoch niemand lese. Er pflege eine lose 
Beziehung zu einer ebenfalls schwer psychisch kranken Frau (S. 6 
Ziff. 3.5). Der Beschwerdeführer sei überhaupt nicht belastbar, kleinste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 12

Ereignisse überforderten ihn und es komme dabei zu einer Akzentuierung 
der bestehenden Symptome: Panikattacken, suizidale Gedanken und 
schwere Konzentrationsstörungen seien dann die Folge. Diese Zustände 
führten meistens zu einer Hospitalisation (S. 5 Ziff. 2.2). Die Prognose sei 
angesichts der schweren Symptomatik und der Chronifizierung des Leidens 
sehr schlecht (Ziff. 2.7).

3.3.6 Die Dres. med. E.________ und D.________ diagnostizierten im 
bidisziplinären Gutachten vom 27. Dezember 2019 (AB 206.1) mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 
schizoiden, ängstlichen und anankastischen Anteilen (ICD-10 F61), eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell remittiert, als Folgestörung der 
Persönlichkeitsproblematik (ICD-10 F33.4), und eine leicht bis mittelstark 
ausgeprägte kognitive Beeinträchtigung bei seelischer Interferenz. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter Zwangsgedanken 
(ICD-10 F42.0) und eine klinisch leicht ausgeprägte Polyneuropathie an 
(S. 31 Ziff. 1.1).

Aus neurologischer Sicht führte Dr. med. E.________ aus, klinisch-
neurologisch finde sich eine leicht ausgeprägte Polyneuropathie. Ansons-
ten sei der Neurostatus unauffällig. In der verhaltensneurologisch/
psychometrischen Untersuchung ergäben sich Befunde, welche typisch für 
einen Menschen seien, der unter einer Depression leide; so bestehe ein 
ausgeprägtes Rekrutierungsdefizit für verbal-mnestische Inhalte sowie eine 
Konzentrationsstörung, eine Beeinträchtigung der Suppressionsfähigkeit 
sowie eine leichte Konfabulations- und Perseverationstendenz. Es ergäben 
sich keine Hinweise auf eine Verdeutlichungstendenz oder Aggravation 
(S. 15 Ziff. 4). Die kognitive Beeinträchtigung sei nicht organischen Ur-
sprungs, sondern Folge seelischer Interferenzen. Hierfür spreche das Aus-
fallsmuster im Rahmen der verhaltensneurologischen/psychometrischen 
Untersuchung mit fehlenden zusätzlichen Hinweisen auf eine allfällige 
Kompromittierung frontaler Hirnfunktionen organischer Ätiologie sowie das 
normale Elektroencephalogramm. Der Schweregrad der Beeinträchtigun-
gen sei durch den psychiatrischen Gutachter zu bestimmen. Dabei sei die 
kognitive Beeinträchtigung mit zu gewichten (S. 14 Ziff. 3). Aufgrund der 
kognitiven Beeinträchtigung sei der Beschwerdeführer als … nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 13

arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 7.1). Bei einer angepassten Tätigkeit müsse es sich 
um eine Arbeit handeln mit nur geringen Anforderungen an die Fähigkeit, 
neue Inhalte aufzunehmen und Inhalte zu rekrutieren sowie die Konzentra-
tionsfähigkeit auf Dauer aufrechtzuerhalten. Eine solche Tätigkeit wäre 
ganztags (8 Stunden und 15 Minuten am Tag) zumutbar. Dabei bestehe 
eine Leistungsminderung von 30%, da der Beschwerdeführer vermehrt 
Pausen und mehr Zeit benötige, um sich selber zu kontrollieren (S. 18 
Ziff. 1 - 4).

Aus psychiatrischer Sicht führte Dr. med. D.________ aus, der Beschwer-
deführer zeige keine Hinweise auf kognitive Störungen, ganz im Gegenteil, 
er habe ein gutes Erinnerungsvermögen. Zudem habe er sich problemlos 
auf die Untersuchung konzentrieren können (S. 24 Ziff. 4.3). Er weise eine 
hochpathologische Persönlichkeitsstruktur auf, wodurch er nicht adäquat in 
der Lage sei, zwischenmenschliche Kontakte aufrecht zu erhalten und im-
mer wieder in schwierige Situationen gerate, sobald sich die Umstände 
änderten, er könne sich nicht genug anpassen. Er schreibe gerne, scheine 
auch gute berufliche Kenntnisse aufzuweisen, doch könne er diese auf-
grund der Persönlichkeitsproblematik nicht genügend anwenden. Es beste-
he kein tragendes soziales Umfeld. Schon seit Jahren würden ambulante 
und stationäre Therapiemassnahmen durchgeführt, ohne dass eine Besse-
rung erzielt werden könne. Der Beschwerdeführer könne im Rahmen einer 
depressiven Dekompensation aufgefangen werden, doch eine strukturelle 
Änderung der Persönlichkeitsproblematik könne nicht erreicht werden. Die 
Prognose sei demnach als schlecht einzustufen, da mit einer Verfestigung 
der Störung zu rechnen sei, wie der bisherige Verlauf aufzeige (S. 29 
Ziff. 7.1 f.). Trotz der Bereitschaft, sich an den (beruflichen) Massnahmen 
zu beteiligen, habe der Beschwerdeführer bisher nicht in die freie Wirt-
schaft integriert werden können. Es sei davon auszugehen, dass er die 
Tätigkeit als … nicht mehr durchführen könne und zu schnell in eine Über-
forderung gerate und depressiv dekompensiere. Es bestehe eine volle Ar-
beitsunfähigkeit seit Jahren. Wenn er die Arbeit selbst einteilen könne, die 
Arbeit klar vorgegeben sei und eine enge Begleitung sowie ein Ansprech-
partner vorhanden sei, der ihn dauernd kontrolliere, sei der Beschwerde-
führer fähig, halbtags eine Tätigkeit durchzuführen. Dies entspreche aller-
dings Umständen, wie sie nur im geschützten Bereich anzutreffen seien, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 14

weswegen nicht anzunehmen sei, dass eine adaptierte Tätigkeit in der frei-
en Wirtschaft auch im genannten Pensum durchgeführt werden könnte. 
Auch diese Einschränkung bestehe schon seit mehreren Jahren (S. 30 
Ziff. 8).

Aus bidisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass für die 
Beurteilung der Gesamtarbeitsfähigkeit die psychiatrische Beurteilung gel-
te. Somit bestehe in der angestammten Tätigkeit als … eine volle Arbeits-
unfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit (freie Arbeitseinteilung, vorgegebe-
ne Arbeit, enge Begleitung, Ansprechpartner, welcher dauernd kontrolliert) 
könne halbtags durchgeführt werden, wobei nicht anzunehmen sei, dass 
eine solche in der freien Wirtschaft im genannten Pensum durchgeführt 
werden könne (S. 32 Ziff. 1.6 - 1.8).

3.3.7 Auf Ersuchen der Beschwerdegegnerin nahm Dr. med. D.________ 
am 20. Mai 2020 nochmals Stellung (AB 208). Beim Beschwerdeführer 
bestehe eine hochpathologische Persönlichkeit, die sich durch die be-
schriebene Persönlichkeitsstörung manifestiere. Die Persönlichkeitsstörung 
persistiere zeitlebens, könne sich je nach Umständen allerdings verschie-
den auswirken. Bisher habe seit 2008 nie eine derartige Veränderung er-
zielt werden können, dass der Beschwerdeführer in der Lage gewesen wä-
re, einer Arbeit nachzugehen. Im Vergleich zu 2014 werde angenommen, 
dass die angestammte Tätigkeit als … nicht mehr möglich sei. Eine adap-
tierte Tätigkeit sei grundsätzlich halbtags möglich. Es sei allerdings anzu-
nehmen, dass eine solche Tätigkeit nicht den Gegebenheiten in der freien 
Wirtschaft entspreche. Insofern könne zusammenfassend festgehalten 
werden, dass es sich um eine gleiche Störung handle wie 2014 und keine 
erhebliche Veränderung festzustellen sei. Bezüglich Arbeitsfähigkeit könne 
ebenfalls keine Veränderung festgestellt werden. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 15

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Die aus revisionsrechtlicher Sicht zu prüfende Frage, ob seit der 
rentenabweisenden Verfügung vom 1. Oktober 2014 (AB 101) eine wesent-
liche Veränderung eingetreten ist, ist vorliegend – entgegen der Auffassung 
der Beschwerdegegnerin und mit dem Beschwerdeführer (Beschwerde 
S. 11 Ziff. 2.6) – zu bejahen. Denn der Beschwerdeführer war allein im Jahr 
2018 drei Mal (vom 23. Februar bis 20. April 2018 in den psychiatrischen 
Diensten G.________ [AB 172 S. 5 ff.], vom 6. August bis 26. September 
2018 in der Klinik F.________ [AB 175 S. 2 ff.], vom 5. bis 12. Oktober 
2018 in der Klinik F.________ [AB 175 S. 5 ff.]) während rund vier Monaten 
in stationärer psychiatrischer Behandlung. Dabei wurde ihm zwar jeweils 
eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes bescheinigt 
und er konnte in verbessertem resp. stabilisiertem Allgemeinzustand ent-
lassen werden (AB 172 S. 6; 175 S. 4 und S. 6). Da die während der stati-
onären Behandlung erreichte Verbesserung resp. Stabilisierung jedoch nie 
lange anhielt und der Beschwerdeführer immer wieder nach kurzer Zeit 
dekompensierte, musste er innerhalb von wenigen Monaten resp. wenigen 
Tagen nach der Entlassung wieder stationär behandelt werden (AB 175 
S. 2 f. und S. 5). Damit ist vorliegend – über die drei Klinikaufenthalte hin-
aus – von einer längerdauernden Verschlechterung von zumindest acht 
Monaten (Februar bis Oktober 2018) auszugehen, zumal die Arbeitsfähig-
keit (zumindest) während dieser Zeit aufgehoben war. Daran ändert nichts, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 16

dass Dr. med. D.________ in der Stellungnahme vom 20. Mai 2020 
(AB 208) das Eintreten einer Veränderung seit 2014 sowohl bezüglich der 
psychiatrischen Diagnosen als auch bezüglich der Arbeitsfähigkeit explizit 
verneint hat. Denn unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist das Er-
fordernis einer auf Dauer gerichteten Änderung mit Ablauf der dreimonati-
gen Wartezeit im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV erfüllt. Dabei ist nicht ver-
langt, dass die Änderung, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung 
drei Monate angedauert hat, voraussichtlich weiterhin andauern muss 
(SVR 2017 IV Nr. 71 S. 220 E. 2.3.1, Entscheid des Bundesgerichts vom 
21. September 2012, 9C_530/2012, E. 5.2). Folglich ist der Leistungsan-
spruch vorliegend in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prü-
fen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2019 IV 
Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.6 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
in medizinischer Hinsicht massgeblich auf das bidisziplinäre Gutachten der 
Dres. med. E.________ und D.________ vom 27. Dezember 2019 
(AB 206.1) samt Stellungnahme vom 20. Mai 2020 (AB 208) gestützt.

Dieses Gutachten samt Stellungnahme genügt für eine abschliessende 
Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers jedoch 
nicht (vgl. E. 3.4 hiervor). Zwar haben sich die beiden Gutachter in ihren 
ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig 
mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers aus-
einandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf 
ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Dabei hat Dr. med. D.________ 
namentlich schlüssig begründet, dass der Beschwerdeführer aus psychia-
trischer Sicht (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) an einer kombinier-
ten Persönlichkeitsstörung mit schizoiden, ängstlichen und anankastischen 
Anteilen sowie an einer remittierten rezidivierenden depressiven Störung 
leidet (AB 206.1 S. 28 unten; S. 31 Ziff. 1.1). Diese Beurteilung überzeugt 
und steht im Einklang mit den Beurteilungen der behandelnden Ärzte und 
von Dr. med. C.________ im Gutachten vom 23. Juli 2014 (AB 99.1 S. 11 
Ziff. 4.1). Darauf ist abzustellen.

Soweit die Gutachter in der Konsensbeurteilung ausgehend von der psych-
iatrischen Beurteilung in der angestammten Tätigkeit als … resp. … eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 17

100%-ige und in einer angepassten Tätigkeit eine 50%-ige Arbeitsunfähig-
keit attestiert haben (AB 206.1 S. 32 Ziff. 1.6 - 1.8), kann dieser Beurteilung 
nicht ohne weiteres gefolgt werden. Zum einen hat Dr. med. D.________ 
seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nur rudimentär begründet, ohne sich 
dabei auf die Vorgaben des strukturierten Beweisverfahrens abzustellen 
(vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Hinzu kommt, 
dass sich das Gutachten bezüglich der Beurteilung allfälliger kognitiven 
Beeinträchtigungen als widersprüchlich erweist. So bejahte Dr. med. 
E.________ im neurologischen Teilgutachten das Bestehen von Gedächt-
nis- und Konzentrationsstörungen, wobei er eine organische Ursache der 
kognitiven Beeinträchtigungen ausschloss und diese vielmehr auf seelische 
Interferenzen zurückführte (AB 206.1 S. 14 Ziff. 3). Dagegen verneinte 
Dr. med. D.________ im psychiatrischen Teilgutachten das Vorliegen von 
kognitiven Störungen und wies dabei insbesondere auf das gute Erinne-
rungsvermögen und die gute Konzentrationsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers hin (S. 24 Ziff. 4.3). Anlässlich der Konsensbeurteilung fand jedoch 
keine integrative fachärztliche Würdigung dieser augenscheinlichen Dis-
krepanz statt, obwohl dies unerlässlich gewesen wäre, zumal die kognitiven 
Fähigkeiten des Beschwerdeführers zweifellos zentral für die Beurteilung 
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit sind. Dabei wurde es insbesondere unter-
lassen, die aus neurologischer Sicht festgestellten kognitiven Defizite aus 
psychiatrischer resp. allenfalls aus neuropsychologischer Sicht zu validie-
ren. Vielmehr wurde ohne weitere Begründung die von Dr. med. 
E.________ gestellte Diagnose einer leicht bis mittelstark ausgeprägten 
kognitiven Beeinträchtigung bei seelischer Interferenz in der Konsensbeur-
teilung als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit übernommen 
und dem Beschwerdeführer eine Beeinträchtigung der Gedächtnis- und 
Konzentrationsfähigkeit bescheinigt (S. 31 Ziff. 1.1 f.). Gleichzeitig scheinen 
die erwähnten kognitiven Beeinträchtigungen in der Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit nicht berücksichtigt worden zu sein, da diesbezüglich einzig 
auf die psychiatrische Beurteilung abgestellt wurde (S. 32 Ziff. 1.8), in wel-
cher jedoch das Vorliegen von kognitiven Störungen – wie bereits dargelegt 
wurde – explizit verneint wurde (S. 24 Ziff. 4.3). Dieser Widerspruch kann 
durch das Gericht nicht aufgelöst werden. Insbesondere kann aktuell nicht 
beurteilt werden, ob die vom neurologischen Gutachter geschilderten ko-
gnitiven Beeinträchtigungen bestehen und gegebenenfalls wie sich diese 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 18

auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken. Diesbezüglich 
kann im Übrigen nicht abschliessend auf die Beurteilung des neurologi-
schen Gutachters abgestellt werden, da dieser einen organischen Ursprung 
der festgestellten kognitiven Beeinträchtigungen explizit ausschloss und 
diese als Folge seelischer Interferenzen und psychischen Ursprungs sah. 
Obwohl er die Beurteilung der Auswirkungen der festgestellten kognitiven 
Störungen dem Psychiater überliess, äusserte er sich zudem zur Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers und gab damit eine fachfremde Beurtei-
lung ab (S. 14 Ziff. 3, S. 17 f. Ziff. 7). Damit vermag das neurologische Teil-
gutachten für sich alleine keine beweiswertige medizinische Beurteilung zu 
begründen. Entsprechend kann auf die psychiatrisch-neurologische Beur-
teilung des Gesundheitszustandes respektive der zumutbaren Arbeitsfähig-
keit nicht abschliessend abgestellt werden. 

Auch die weiteren Akten erlauben keine abschliessende Beurteilung, zumal 
keine andere bidisziplinäre Einschätzung vorliegt. Eine solche ist vorlie-
gend aufgrund der geltend gemachten Beschwerden jedoch zweifellos 
notwendig. Darüber hinaus fehlen in den weiteren medizinischen Berichten 
Einschätzungen bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Be-
schwerdeführers.

3.7 Aufgrund der fehlenden Validierung der geklagten kognitiven Defizi-
te erweist sich medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Unter 
diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende Beurteilung der 
medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
vorgenommen werden. Die Sache ist daher zur ergänzenden respektive 
präzisierenden Abklärung des psychiatrischen Gesundheitszustandes und 
zur Bestimmung der funktionellen Leistungsfähigkeit an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.1.4.4 S. 264 f.). Dabei 
wird sie vorab zu prüfen haben, ob sich die im neurologischen Teilgutach-
ten erwähnten kognitiven Beeinträchtigungen durch eine entsprechende 
neuropsychologische Untersuchung bestätigen lassen, was anschliessend 
spezialärztlich (neurologisch/psychiatrisch) zu validieren ist.

3.8 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde – soweit darauf einzutre-
ten ist – gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 19

nischen Sachverhalt abklärt, d.h. eine neuerliche bidisziplinäre Begutach-
tung (neurologisch/psychiatrisch) durch bisher nicht damit befasste 
Spezialärzte veranlasst (vgl. zudem vorstehend E. 3.7). Anschliessend hat 
sie über den Rentenanspruch neu zu verfügen. 

4.

4.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung 
beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventu-
alantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 S. 43 E. 9.1).

Die Parteientschädigung ist entsprechend der angemessenen Kostennote 
von Rechtsanwältin B.________ vom 9. Juni 2021 auf gesamthaft 
Fr. 4'218.95 (Honorar von Fr. 3'887.50 zuzüglich Auslagen von Fr. 29.80 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 20

und Mehrwertsteuer von Fr. 301.65) festzusetzen. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

4.3 Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin ist bei diesem Verfah-
rensausgang vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird in Gutheissung der Beschwerde die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 31. August 2020 auf-
gehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'218.95 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin 
wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

5. Die Beschwerde wird an die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung des 
Wiedererwägungsgesuchs hinsichtlich der Verfügung vom 1. Oktober 
2014 weitergeleitet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2021, IV/20/747, Seite 21

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.