# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94214d84-9a2b-5530-848b-cccc4b27e1ec
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.05.2021 SN.2021.8
**Docket/Reference:** SN.2021.8
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SN-2021-8_2021-05-03

## Full Text

Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Art. 135 StPO);;Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Art. 135 StPO);;Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Art. 135 StPO);;Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Art. 135 StPO)

Beschluss vom 3. Mai 2021  
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Martin Stupf, Vorsitz 

Joséphine Contu Albrizio und Stefan Heimgartner,     

Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staats-

anwalt des Bundes Johannes Rinnerthaler, 

 

 

gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Georges 

Müller, 

 

Gegenstand 

 

Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SN.2021.8 

(Hauptgeschäftsnummer: SK.2020.56) 

- 2 - 

SN.2021.8 

Die Strafkammer erwägt: 

1.       

1.1 Im Verfahren der Bundesanwaltschaft gegen A. (nachfolgend: Beschuldigter) we-

gen strafbarer Vorbereitungshandlungen, versuchten Herstellens von Spreng-

stoffen, Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und Widerhandlungen ge-

gen das Waffengesetz sprach die Strafkammer den Beschuldigten mit Urteil 

SK.2020.56 vom 5. März 2021 in zwei Punkten schuldig und in zwei Punkten frei 

(Dispositiv Ziff. 1 und 2). Den Entscheid über die Entschädigung von Rechtsan-

walt Georges Müller für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten behielt sie 

einem separaten Entscheid vor (Dispositiv Ziff. 9.1). 

1.2 Rechtsanwalt Georges Müller wurde von der Bundesanwaltschaft mit Verfügung 

vom 4. März 2020 als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten rückwirkend per 

13. Februar 2020 eingesetzt (pag. 16-01-0019 ff.). Mit zwei Kostennoten (Zwi-

schenrechnungen) vom 23. Juli 2020 ersuchte der Verteidiger um Akontozahlung 

(pag.16-01-0099 ff., 16-01-0103 ff.). Die Bundesanwaltschaft gewährte ihm am 

10. August 2020 eine Akontozahlung von Fr. 16'000.-- (pag. 16-01-0108).  

1.3 Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bundesstrafgericht vom 4. März 2021 

reichte der Verteidiger seine Kostennote ein. Auf Aufforderung des Gerichts 

reichte er in der Folge eine in einzelnen Punkten bereinigte Kostennote ein. 

2.       

2.1 Die Bestellung der amtlichen Verteidigung im Vorverfahren gilt praxisgemäss 

auch für das gerichtliche Verfahren. Die Strafkammer ist zur Festlegung der Ent-

schädigung der amtlichen Verteidigung zuständig (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

2.2 Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird in Bundesstrafverfahren 

nach dem Anwaltstarif des Bundes – gemäss BStKR – festgesetzt (Art. 135 

Abs. 1 StPO). Die Anwaltskosten umfassen das Honorar und die notwendigen 

Auslagen, namentlich für Reise, Verpflegung und Unterkunft sowie Porti und Te-

lefonspesen (Art. 11 Abs. 1 BStKR). Das Honorar wird nach dem notwendigen 

und ausgewiesenen Zeitaufwand bemessen. Der Stundenansatz beträgt mindes-

tens 200 und höchstens 300 Franken (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Die Auslagen wer-

den im Rahmen der Höchstansätze aufgrund der tatsächlichen Kosten vergütet 

(Art. 13 BStKR). Bei Fällen im ordentlichen Schwierigkeitsbereich (d.h. ohne 

hohe Komplexität und ohne Mehrsprachigkeit) beträgt der Stundenansatz ge-

mäss ständiger Praxis Fr. 230.-- für Arbeitszeit und Fr. 200.-- für Reise- und War-

tezeit (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BK.2011.21 vom 24. April 2012 

E. 2.1; Urteil des Bundesstrafgerichts SN.2011.16 vom 5. Oktober 2011 E. 4.1).  

- 3 - 

SN.2021.8 

2.3 Mit bereinigter Kostennote vom 4. März 2021 macht der Verteidiger eine Ent-

schädigung von total Fr. 43'625.20 geltend, bestehend aus einem Honorar von 

Fr. 38'014.90, Auslagen von Fr. 2'376.60 (steuerbar) und Fr. 123.55 (steuerfrei) 

sowie einer Mehrwertsteuer von Fr. 3’110.15 (7,7% auf Fr. 40'391.50), zuzüglich 

Aufwand für die Teilnahme an der Hauptverhandlung vom 4. März 2021 und der 

mündlichen Urteilseröffnung vom 5. März 2021 (TPF pag. 6.821.021, 6.821.022). 

2.3.1 Der Fall stellte in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht keine überdurchschnittli-

chen Anforderungen an die Verteidigung. Somit gelangt praxisgemäss und wie 

vom Verteidiger beantragt ein Stundenansatz von Fr. 230.-- zur Anwendung. 

Reise- und allfällige Wartezeit ist zum Ansatz von Fr. 200.-- zu entschädigen. 

2.3.2 Honorar 

Für die Zeit vom 13. Februar 2020 bis zum 2. März 2021 (mithin ohne Hauptver-

handlung) führt der Verteidiger einen Aufwand von total 137.03 Stunden auf. 

Für die Teilnahme an den Einvernahmen liegen folgende Zeitangaben vor: 

Pos. Pag. Datum Beginn 1) / 

Ende 2) 

Std. laut 

EV-Pro-

tokoll 

Std. laut 

Kosten-

note 

Diffe-

renz in 

Std. 

2 06-01-0023 13.02.20 10.30-11.05 0.58 2.58 3) 2.00 

3 13-01-0009 25.02.20 10.22-13.05 2.72 3.17 0.45 

12 12-01-0003 04.03.20 09.30-11.08 

13.21-15.20 

1.63 

2.00 

6.50 2.87 

16 12-02-0003 18.03.20 13.30-15.45 2.25 3.00 0.75 

19 12-04-0003 

12-03-0003 

19.03.20 

19.03.20 

09.15-12.30 

13.30-16.30 

3.25 

3.00 

7.42 1.17 

22 13-01-0021 06.04.20 13.30-17.40 4.17 4.25 0.08 

30 13-01-0031 

13-01-0033 

07.04.20 

07.04.20 

09.30-10.19 

13.15-17.00 

0.82 4) 

3.75 

6.58 2.01 

31 13-01-0045 08.04.20 09.30-11.00 1.50 1.83 0.33 

32 13-01-0051 08.04.20 13.05-16.00 2.92 3.25 0.33 

43 12-05-0001 22.04.20 11.00-12.00 1.00 1.33 0.33 

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SN.2021.8 

44 12-06-0005 22.04.20 14.00-15.20 1.33 1.42 0.09 

47 12-07-0005 29.04.20 13.15-15.00 1.75 2.42 0.67 

49 13-01-0057 06.05.20 10.00-11.45 1.75 1.75 0 

50 13-01-0061 06.05.20 13.51-15.32 1.68 2.58 0.90 

92 13-01-0073 

13-01-0086 

13.11.20 

13.11.20 

09.30-12.15 

13.40-15.40 

2.75 

2.00 

7.67 5) 2.92 

Total 40.85 55.75 14.90 

Legende 

1) Beginn gemäss Zeitangabe auf der Vorladung (bei mündlicher Vorladung oder Fort-

setzung der Einvernahme nach Unterbruch: Beginn gemäss EV-Protokoll) 

2) Ende gemäss Zeitangabe im Einvernahmeprotokoll 

3) Angabe: «Haftverhandlung + Bespr. mit Kl.» 

4) Durchlesen und Unterzeichnen des Protokolls vom Vortag (06.04.2020) 

5) Angabe: «Besprechungstermin BA Einvernahme inkl. Wartezeiten» 

Der fakturierte Zeitaufwand übersteigt die Dauer gemäss den Zeitangaben in den 

Einvernahmeprotokollen um total 14.90 Stunden. Entgegen der Erläuterung des 

Verteidigers in der Hauptverhandlung liegen keine Hinweise vor, wonach die Zeit-

angabe des Endes der Einvernahme nicht der jeweiligen Uhrzeit nach (statt vor) 

dem Durchlesen und Unterzeichnen des Protokolls entspricht. Der Zeitaufwand 

gemäss den Positionen 22, 44 und 49 spricht – im Vergleich zur Zeitangabe im 

Protokoll – gegen die Darstellung des Verteidigers. Unter Berücksichtigung von 

Besprechungen (Pos. 2 und 92) ist eine Kürzung um 10 Stunden angezeigt. 

Für die in der Kostennote noch nicht enthaltenen Aufwendungen sind für die Teil-

nahme an der Hauptverhandlung vom 4. März 2021 (08.30-15.05 Uhr, abzüglich 

Mittagspause von 1 Std. 10 Min.) 5.5 Stunden und jene an der Urteilseröffnung 

vom 5. März 2021 (11.30-14.10 Uhr) 2.75 Stunden sowie für die Urteilsbespre-

chung zusätzlich 1.5 Stunden zu veranschlagen. Das ergibt total 9.75 Stunden. 

Die weiteren Aufwandpositionen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. 

Der entschädigungsberechtigte Aufwand beträgt somit 136.78 Stunden (Kosten-

note 137.03 Stunden, abzüglich 10 Stunden, zuzüglich 9.75 Stunden). Das ergibt 

ein Honorar von Fr. 31'459.40 (136.78 x Fr. 230.--). 

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SN.2021.8 

2.3.3 Reisezeit 

Es ist die Reisezeit bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel zu entschädi-

gen, entsprechend der Vergütung für Reisespesen (Art. 13 Abs. 2 lit. a BStKR). 

Ausnahmen für die Benützung privater Verkehrsmittel sind vorliegend nicht er-

sichtlich, da keine erhebliche Zeitersparnis resultiert hätte (Art. 13 Abs. 3 BStKR). 

Der Verteidiger führt eine Fahrt- und Reisezeit einschliesslich Teilnahme an der 

Hauptverhandlung vom 4./5. März 2021 von total 32.49 Stunden auf. 

Für die Einvernahmen bei der Kantonspolizei Zürich, der Staatsanwaltschaft Zü-

rich-Limmat und der Bundeskriminalpolizei in Zürich sowie für Besprechungen im 

Gefängnis in Zürich macht der Verteidiger als Reisezeit (Hin- und Rückfahrt) teil-

weise 0.75 Stunden (Pos. 1, 4, 6, 13, 17, 18), teilweise 1.00 Stunden (Pos. 27, 

28, 34, 35, 37, 41, 42, 46, 48, 51) geltend. Für den Weg vom Anwaltsbüro in 

Zürich zu den genannten Örtlichkeiten ist jeweils ein Aufwand von 0.75 Stunden 

zu veranschlagen. Das ergibt eine Reduktion der Reisezeit um total 2.5 Stunden 

(10 x 0.25 Std. betreffend die Positionen 27, 28, 34, 35, 37, 41, 42, 46, 48, 51).  

Für die Einvernahme in Bern werden 3.33 Stunden Fahrt- und Reisezeit angege-

ben (Position 91). Der Aufwand ist auf 2.50 Stunden zu begrenzen (Zürich HB – 

Bern, 1 Std. 16 Min.). Das ergibt eine Reduktion um 0.83 Stunden.  

Als Fahrt- und Reisezeit für Besprechungen mit dem Klienten – nebst den bereits 

erwähnten – macht der Verteidiger geltend: 12.08.2020 2.58 Stunden (Pos. 73 

[Klinik B., Z.]), 11.11.2020 3.50 Stunden und 24.02.2021 3.75 Stunden (Pos. 88 

und 136 [Regionalgefängnis Thun]). Die Reisezeit von 2.58 Stunden zur Klinik B. 

(hin und zurück) entspricht ungefähr der Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrs-

mitteln (Zürich HB – Y. 1 Std. 11 Min., zuzüglich ca. 10 Min. Fussmarsch). Als 

Reisezeit für die Gefängnisbesuche in Thun sind jeweils 2.67 Stunden zu veran-

schlagen (Zürich HB – Thun 1 Std. 20 Min.). Das ergibt eine Reduktion um total 

1.91 Stunden (7.25 Std. /. 5.34 Std.). 

Für die Teilnahme an der Hauptverhandlung ist eine Reisezeit von 4 Stunden 

(Zürich HB – Bellinzona, 1 Std. 52 Min.) zu berücksichtigen. Bei Position 143 von 

4.83 Stunden ergibt sich demnach eine Reduktion um 0.83 Stunden. 

Das ergibt folgenden entschädigungsberechtigten Aufwand: Kostennote 32.49 

Stunden abzüglich 6.07 Stunden (2.5, 0.83, 1.91, 0.83 Stunden) = 26.42 Stun-

den. Die Reisezeit ist mit total Fr. 5'284.-- zu entschädigen (26.42 x Fr. 200.--). 

2.3.4 Auslagen 

Die Spesen werden aufgrund der tatsächlichen Kosten vergütet (Art. 13 Abs. 1 

BStKR). Es werden höchstens vergütet (Art. 13 Abs. 2 BStKR): für Reisen in der 

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SN.2021.8 

Schweiz: die Kosten eines Halbtax-Bahnbilletts erster Klasse (lit. a); für Über-

nachtungen: die Kosten für ein Einzelzimmer in einem Dreisternhotel am Ort der 

Verfahrenshandlung (lit. d); für eine Fotokopie 50 Rappen, bei Massenanferti-

gungen 20 Rappen (lit. e).  

a) Fotokopien 

Der Verteidiger macht für eine Eingabe an das Obergericht Zürich vom 16. März 

2020 für Kopien und Porto Fr. 9.30 geltend. Diese Auslagen betreffen ein Be-

schwerdeverfahren vor Obergericht Zürich (pag. 06-01-0062 ff.), welches in der 

bereinigten Kostennote zu recht nicht mehr aufgeführt ist; sie sind zu streichen. 

Für Fotokopien wendet der Verteidiger offenbar teilweise einen Tarif von Fr. 2.-- 

(vgl. Schreiben an Bundesanwaltschaft vom 27.02.2020, 1 Seite, cc: Klientschaft, 

Fr. 2.--, pag. 16-01-0018; Schreiben an Bundesanwaltschaft vom 16.03.2020, 

1 Seite, cc: Klientschaft, Fr. 2.--, pag. 06-01-0077; Schreiben an Bundesanwalt-

schaft vom 15.04.2020, 2 Seiten, cc: Klientschaft, Fr. 4.--, pag. 16-01-0062 f.; 

Schreiben an Bundesanwaltschaft vom 20.05.2020, 2 Seiten [kein Hinweis «cc»], 

Fr. 4.--, pag. 16-01-0087 f.), teilweise einen Tarif von Fr. 1.-- an (vgl. Schreiben 

an Bundesanwaltschaft vom 08.04.2020, 2 Seiten, cc: Klientschaft, Fr. 2.--, pag. 

16-01-0059; Schreiben an Bundesanwaltschaft vom 20.08.2020, 1 Seite [kein 

Hinweis «cc»], Fr. 1.--, pag. 16-01-0111). Für Massenkopien wendet er offenbar 

einen Tarif von 50 Rappen (statt 20 Rappen) an (vgl. Auslagen vom 11.08.2020: 

Kopie 124 Stück Fr. 62.--). Teilweise ist unklar, weshalb Auslagen geltend ge-

macht werden, so Fr. 8.-- für Kopien betreffend ein Fristerstreckungsgesuch vom 

6. April 2020 von 2 Seiten ohne Beilagen (pag. 16-01-0054 f.). Sodann werden 

Fr. 160.-- für Kopien des Plädoyers veranschlagt. Die Kosten von Fr. 781.50 für 

Fotokopien (ohne Eingabe an das Obergericht Zürich) sind mehr als zur Hälfte 

zu kürzen. Ermessensweise werden für Fotokopien Fr. 300.-- berücksichtigt. 

b) Porti 

Für Porti sind (ohne Eingabe an das Obergericht Zürich) Fr. 80.60 ausgewiesen. 

c) Fahrspesen 

Als Fahrtauslagen macht der Verteidiger für Termine ausserhalb von Zürich 

durchwegs die Benützung des privaten Motorfahrzeugs geltend. Dieses kann für 

die Fahrten nach Bern (Schlusseinvernahme), Thun (Gefängnisbesuche) und 

Bellinzona (Hauptverhandlung) zum vorneherein nicht berücksichtigt werden. 

Auch für die Fahrt zur Besprechung vom 12. August 2020 in der Klinik B. ist, wie 

bereits ausgeführt, das öffentliche Verkehrsmittel zu berücksichtigen. Ohnehin 

wären die angegebenen Fahrspesen übersetzt (z.B. Fahrtauslagen vom 

12.08.2020: Fr. 400.40 für 174 km); die Kilometerentschädigung betrüge bloss 

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SN.2021.8 

70 Rappen (Art. 46 der Verordnung des EFD zur Bundespersonalverordnung 

vom 6. Dezember 2001, VBPV, SR 172.220.111.31, i.V.m. Art. 13 Abs. 3 BStKR).  

Für Fahrspesen sind somit die Kosten eines Halbtax-Bahnbilletts 1. Klasse zu 

vergüten, für die Retourfahrten von Zürich HB nach Bern, Guisanplatz, Fr. 94.60, 

nach Thun Fr. 107.--, nach Y. (Klinik B., Z.) Fr. 65.-- und nach Bellinzona, 

Fr. 107.--. Bei je einer Fahrt nach Bern (13.11.2020) und zur Klinik B. in Z. 

(12.08.2020), zwei Fahrten nach Thun (11.11.2020 und 24.02.2021) und einer 

Fahrt nach Bellinzona (Hauptverhandlung vom 04./05.03.2021) ergeben sich 

Fahrtauslagen von total Fr. 480.60. 

d) Hotelspesen 

Der Verteidiger macht für eine Hotelübernachtung vom 4. März 2021 in Bel-

linzona Fr. 123.55 (MwSt.-befreit) geltend. Dieser Betrag kann berücksichtigt 

werden, nachdem gemäss Vorladung der 5. März 2021 als Reservetag vorgese-

hen war und an diesem Tag die Urteilseröffnung erfolgte. Dass der Verteidiger 

sich an der Urteilseröffnung substituieren liess, hat in Bezug auf die Entschädi-

gung keinen Einfluss, da keine zusätzlichen Fahrtauslagen zu vergüten sind. 

e) Total 

Die entschädigungsberechtigten Auslagen belaufen sich damit auf Fr. 984.75. 

2.4 Die Entschädigung ist demnach auf Fr. 37'728.15 (Honorar Fr. 31'459.40, Reise-

zeit Fr. 5'284.--, Auslagen Fr. 984.75) festzusetzen. Zuzüglich Mehrwertsteuer 

von Fr. 2'895.55 (7.7% auf Fr. 37'604.60) ergibt sich eine Entschädigung des 

amtlichen Verteidigers von total Fr. 40'623.70. Davon abzuziehen ist die im Vor-

verfahren geleistete Akontozahlung von Fr. 16'000.-- (E. 1.2).  

3. Für diesen Entscheid sind keine Kosten zu erheben. 

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SN.2021.8 

Die Strafkammer beschliesst: 

1. Die Entschädigung an Rechtsanwalt Georges Müller für die amtliche Verteidigung 

von A. im Verfahren SK.2020.56 wird auf Fr. 40'623.70 (inkl. MwSt.) festgesetzt, 

abzüglich bereits geleisteter Akontozahlungen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Mitteilung an die Parteien. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

Mitteilung nach Rechtskraft an: 

– Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 

396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

    Versand 4. Mai 2021