# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 968c2421-cc4f-5d56-a844-2ad20fa493c0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2009 D-5975/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5975-2009_2009-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5975/2009/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5975/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  nigerianischer  Staatsangehöriger, 
sein Heimatland im Juli 2009 verliess und über ihm unbekannte Län-
der  am 9. August  2009  unter  Umgehung  der  Grenzkontrollen  in  die 
Schweiz reiste, wo er am gleichen Tag ein Asylgesuch stellte,

dass er  anlässlich der Kurzbefragung im B._______ vom 18. August 
2009 sowie der direkten Bundesanhörung vom 1. September 2009 zur 
Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
gehöre  der  Ethnie  der  Igbo  an  und  stamme  aus  C._______  im 
D._______ State,  wo er  seit  seiner  Geburt  bis im März 2009 gelebt 
habe,

dass er seit seiner Kindheit dem Vater, der Verehrer eines Orakels ge-
wesen sei, geholfen habe, jedoch im Jahr 2008 in die Pfingstgemeinde 
eingetreten sei,

dass ihn sein Vater, nachdem er davon erfahren habe, weggeschickt 
habe, worauf der Beschwerdeführer bei einem Pastor gelebt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  einmal  gepredigt  habe,  worauf  er  von 
Jugendlichen  zusammengeschlagen,  von  der  Polizei  gerettet  und  in 
ein Spital gebracht worden sei,

dass er  daraufhin vom Pastor nach E._______, wo er  während zwei 
Monaten  als  Hilfsarbeiter  auf  dem  Bau  gearbeitet  habe,  geschickt 
worden sei,

dass  eines  Tages  Dorfbewohner  aus  C._______  zusammen  mit  der 
Zivilpolizei  erschienen  seien  und  den  Beschwerdeführer  zu  seinem 
sterbenden Vater gebracht hätten,

dass der Beschwerdeführer nach dem Tod des Vaters von Dorfbewoh-
nern aufgefordert  worden sei,  Nachfolger des Vaters zu werden, wo-
rauf der Beschwerdeführer zum Pastor gerannt sei  und ihm alles er-
zählt habe,

dass der Pastor den Beschwerdeführer nach Lagos zu einem andern 
Pastor gebracht habe,

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dass der Beschwerdeführer nach einigen Tagen die Information erhal-
ten habe, die Dorfbewohner hätten durch ein Ritual seinen Aufenthalts-
ort erfahren, weshalb der Beschwerdeführer um sein Leben gefürchtet 
habe,

dass  der  Pastor  seine  Ausreise  organisiert  und  ihn  einem weiteren 
Mann übergeben habe,

dass der Beschwerdeführer vor und anlässlich der Befragungen aufge-
fordert  wurde, Identitätspapiere einzureichen, was er indessen unter-
liess,

dass das BFM auf sein Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  mit 
Verfügung vom 15. September 2009 nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass aus den Angaben des Beschwerdeführers über den Besitz und 
den Erhalt von Ausweispapieren insgesamt ein grosses Desinteresse 
zum Ausdruck komme, das im Hinblick auf den jederzeitigen Nachweis 
der Identität grundsätzlich wenig plausibel erscheine und als Schutz-
behauptung eingestuft werden müsse, 

dass seine Angaben, er sei unterwegs nicht kontrolliert worden, ohne 
Identitätspapiere von Nigeria in die Schweiz gereist und habe für seine 
Reise nichts bezahlt, der allgemeinen Erfahrung widersprächen, da die 
Kontrollen in den Häfen streng seien und Schiffseigner im Fall  einer 
Entdeckung von papierlosen Mitreisenden hart bestraft würden,

dass er somit keine überzeugenden Erklärungen dafür habe abgeben 
können,  wie  er  ohne  Identitätspapiere  per  Schiff  von  Nigeria  nach 
Europa gereist sei,

dass seine Angaben über die Reise vielmehr oberflächlich und stereo-
typ ausgefallen und somit nicht glaubhaft seien,

dass  aus  seinem  Aussageverhalten  zu  schliessen  sei,  er  wolle  die 
wahren Umstände zu seinem Reiseweg verheimlichen und nicht offen-

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legen,  mit  welchen  Reisepapieren  er  in  Wirklichkeit  in  die  Schweiz 
gereist sei,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien,

dass es sich bei den vom Beschwerdeführer befürchteten Übergriffen 
entweder um mögliche Beeinträchtigungen durch Personen aus dem 
Umfeld des Orakels oder um potentielle Übergriffe durch übersinnliche 
Kräfte wie beispielsweise Geister handle, was indessen nicht als asyl-
relevante Verfolgung zu sehen sei, weil das schweizerische Asylgesetz 
keinen Schutz vor Geistern oder Wahnvorstellungen vorsehe und bei 
Übergriffen durch Drittpersonen nur dann von einer asylrelevanten Ver-
folgung ausgehe, wenn der Staat trotz bestehender Schutzpflicht und 
Schutzfähigkeit den erforderlichen Schutz nicht gewähre,

dass  den  Akten  indessen  nicht  entnommen  werden  könne,  der  Be-
schwerdeführer habe sich im Zusammenhang mit dem Orakel und den 
Dorfbewohnern an die nigerianische Polizei gewendet, weshalb dieser 
vorliegend kein mangelnder Schutzwille und keine mangelnde Schutz-
fähigkeit vorzuwerfen sei,

dass die Aussage des Beschwerdeführers, die Polizei habe im Zusam-
menhang  mit  dem  geltend  gemachten  Übergriff  durch  Jugendliche 
nichts unternommen, als reine Schutzbehauptung einzustufen sei, weil 
der Beschwerdeführer von der Polizei gerettet und ins Spital gebracht 
worden sei,

dass sich der Beschwerdeführer zudem in einem anderen Landesteil 
oder einer grösseren Stadt niederlassen könne, wo er einer allfälligen 
Gefahr seintes Dritter problemlos ausweichen könne, weshalb er nicht 
auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen sei,

dass das BFM ausserdem den Vollzug der Wegweisung als zulässig, 
zumutbar und möglich erachtetet,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  16.  September  2009 
(Datum Poststempel: 18. September 2009) gegen den Entscheid des 
BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei 
sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, 

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auf das Asylgesuch sei einzutreten, und er sei infolge eines unzulässi-
gen,  unzumutbaren und unmöglichen Wegweisungsvollzugs vorläufig 
aufzunehmen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legi-
timiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass vorliegend von sinngemäss gestellten Anträgen auszugehen ist 
und die in der Eingabe vom 16. September 2009 enthaltene Begrün-
dung als ausreichend zu betrachten ist, da es sich um eine Laienbe-
schwerde handelt, welche vom Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich 
der  formellen Erfordernisse praxisgemäss wenig  restriktiv  zu behan-
deln sind,

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-

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ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts-  oder  Reisepapiere  im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass er dazu geltend machte, er besitze keine Identitätsdokumente, da 
er nie im Besitz einer Identitätskarte gewesen sei, seinen mit Hilfe des 
Pastors beantragten Reisepass nicht  erhalten  habe und nicht  wisse, 
ob  er  eine  Geburtsurkunde  habe  und  ob  sich  diese  allenfalls  beim 
Vater oder im Spital befinde,

dass – wie die Vorinstanz zutreffend feststellte – dieses Desinteresse 
des  Beschwerdeführers  am  Besitz  von  heimatlichen  Identitätsdoku-
menten in der Tat dagegen spricht, er habe entschuldbare Gründe für 
die Nichtabgabe von heimatlichen Identitätsdokumenten,

dass  er  zudem vorbrachte,  er  könne mit  niemandem im Heimatland 
Kontakt aufnehmen, was ebenfalls nicht zu überzeugen vermag, 

dass  darüber  hinaus  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  über  die 
Umstände  der  Reise  in  die  Schweiz  substanzlos  und  realitätsfremd 
ausgefallen sind, 

dass ihm – ungeachtet seiner Behauptung, keine Identitätspapiere zu 
besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er sei ohne ein 
solches Papier von Nigeria in die Schweiz gereist und keiner (Grenz)-
Kontrolle unterzogen worden, weil dies mit der Realität nicht zu verein-
baren ist,

dass  zudem seine  Aussagen,  er  habe  für  die  Reise  nichts  bezahlt, 
nicht zu überzeugen vermögen, weil auch dies wirklichkeitsfremd ist,

dass der Einwand in der Beschwerde, in seinem Herkunftsland würde 
man  keine  Ausweise  tragen,  an  der  fehlenden  Realität  seiner  Aus-
sagen nichts zu ändern vermag,

dass  vielmehr  seine  substanzlosen  Aussagen  über  die  Reise  in  die 
Schweiz – die fehlenden Angaben über die Örtlichkeiten, über welche 
er gereist sei und über die Schifffahrtgesellschaft(en), die ihn transpor-
tiert  haben sollen  sowie  über  die  Aufenthaltsdauer  in  Lagos und an 

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andern Orten – die Unglaubhaftigkeit über die Gründe, warum er keine 
rechtsgenüglichen Identitäts- und Reisepapiere abgegeben habe, noch 
bestätigen, 

dass somit  der Argumentation der Vorinstanz hinsichtlich der fehlen-
den Abgabe von Identitätspapieren zuzustimmen ist, weshalb die Vor-
instanz zu Recht zum Schluss kam, es würden keine entschuldbaren 
Gründe vorliegen, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, 
den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylge-
suchs Dokumente über seine Identität einzureichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  bezweifelte  sowie  als  nicht  asylerheblich  qualifizierte  und  in-
folgedessen vom Fehlen der Flüchtlingseigenschaft ausging,

dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass  sich  –  in  Ergänzung  zur  vorinstanzlichen  Argumentation  –  die 
Substanzlosigkeit  der Vorbringen wie ein roter  Faden durch die Pro-
tokolle zieht, weshalb die Aussagen des Beschwerdeführers auch aus 
diesem Grund nicht geglaubt werden können,

dass  insbesondere  die  einsilbigen und  äusserst  dürftigen  Antworten 
des Beschwerdeführers auffallen, 

dass sich den Aussagen des Beschwerdeführers  auch verschiedene 
Widersprüche entnehmen lassen, 

dass er nämlich einerseits vorbrachte, er habe nur dem Pastor gesagt, 
er wolle nicht Nachfolger seines Vaters werden, während er an anderer 
Stelle  sagte,  er  habe  dies  den  Dorfbewohnern  mitgeteilt  (vgl.  Akte 
A1/13 S. 6 und Akte A9/22 S. 17), 

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dass er auch unterschiedlich darlegte, ob er die Personen, welche ihm 
nahegelegt  hätten,  Nachfolger  seines  Vaters  zu  werden,  namentlich 
kenne,  indem  er  dies  einmal  verneinte  und  ein  anderes  Mal  einen 
Namen angab (vgl. Akte A1/13 S. 7 und Akte 9/22 S. 17),

dass es dem Beschwerdeführer überdies – wie die Vorinstanz eben-
falls zutreffend feststellte – insbesondere im Hinblick darauf, dass er 
mit  den  heimatlichen  Behörden  keine  Schwierigkeiten  gehabt  habe 
und ihn die Polizei im Zuge des Übergriffs auf ihn sogar „gerettet“ und 
in  die Klinik  eingewiesen hat,  zumutbar und möglich gewesen wäre, 
bei  der  Polizei  um  Schutz  vor  allfälliger  Verfolgung  durch  die  Dorf-
bewohner nachzusuchen, was er indessen unterlassen hat,

dass unter diesen Umständen der nigerianischen Polizei nicht vorge-
worfen werden kann, sie hätte dem Beschwerdeführer keinen Schutz 
gewährt, zumal er ihnen dazu gar keine Gelegenheit gegeben hat,

dass der Einwand des Beschwerdeführers, die Polizei habe beim er-
wähnten  Überfall  nicht  geholfen,  angesichts  der  Erwähnung  des 
Gegenteils  durch den Beschwerdeführer  selber  nicht  zu  überzeugen 
vermag, 

dass dem Beschwerdeführer – in Übereinstimmung mit der vorinstanz-
lichen Argumentation – auch die Inanspruchnahme einer innerstaatli-
chen Wohnsitzalternative zur Verfügung gestanden hätte,

dass der Einwand des Beschwerdeführers, die Dorfbewohner würden 
irgendetwas machen und herausfinden, wo er sich aufhalte, solange er 
in Nigeria sei, mangels Bezug zur Realität nicht überzeugt,

dass somit die Vorbringen des Beschwerdeführers auch unter diesem 
Gesichtspunkt jeglicher Grundlage entbehren und haltlos sind,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche  Abklärungen  ge-
troffen,

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dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde, 

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vorins-
tanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines unzulässigen,  unzumutbaren 
oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis  des  Be-
schwerdeführers  nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes  vom 
16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), da seine Ausführungen als haltlos zu qualifi-
zieren sind,

dass  zudem weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch  indivi-
duelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass der – gestützt auf die Aktenlage gesunde, junge und ungebunde-
ne – Beschwerdeführer  darlegte,  er  habe vor der  Ausreise  während 
einiger Zeit bei einem Pastor gelebt, womit er über ein Beziehungsnetz 

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– im weiteren Sinn – verfügt, auch wenn seine Eltern in der Tat gestor-
ben sein sollten,

dass er zudem als Arbeit im Bauwesen eine gewisse Berufserfahrung 
mit sich bringt, die ihm den Wiedereinstieg ins Berufsleben in Nigeria 
erleichtern wird,

dass  insgesamt nicht  davon auszugehen ist,  er  gerate  im Fall  einer 
Rückkehr in sein Heimatland in eine existenzgefährdende Situation,

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria auch als zumut-
bar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  B._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, B._______ (per Telefax zu den Akten Ref. Nr. N (...) mit 
der Bitte  um Eröffnung des Urteils  an den Beschwerdeführer  und 
um  Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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