# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** afef21ff-6b93-5ae5-9e9d-757cc1e52aa8
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-05
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 05.05.2015 601 2014 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2014-95_2015-05-05.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2014 95
601 2014 96

Urteil vom 5. Mai 2015 

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Stellvertretender Präsident: Christian Pfammatter
Richter: Josef Hayoz, Gabrielle Multone
Gerichtsschreiber-Praktikant: Simone Schürch

Parteien A.________, Beschwerdeführerin und Gesuchstellerin

gegen

REKURSKOMMISSION DER UNIVERSITÄT FREIBURG, Vorinstanz

UNIVERSITÄT FREIBURG, Erstinstanz 

Gegenstand Schule und Bildung

Ausschluss aus der Universität

Beschwerde vom 3. Juli 2014 gegen den Entscheid der Rekurskommission 
der Universität vom 30. Mai 2014

Gesuch vom 3. Juli 2014 um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege

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Sachverhalt

A. A.________ studiert seit dem Herbstsemester 2006 an der Mathematisch-Naturwissen-
schaftlichen Fakultät der Universität Freiburg. Im Herbst 2011 begann sie die Masterarbeit im Be-
reich Biologie bei Prof. B.________. In einer Sitzung des Dekanats vom 27. März 2013 wurde ihre 
Masterarbeit abgewiesen und mit der Note 1 bewertet mit der Begründung, es handle sich (teil-
weise) um ein Plagiat. Gleichzeitig wurde A.________ beim Rektorat verzeigt und darauf hinge-
wiesen, dass sie auf einem anderen Gebiet eine zweite Masterarbeit verfassen könne.

B. Mit Verfügung vom 21. Mai 2013, zugestellt am 28. Mai 2013, schloss die Universität 
A.________ aufgrund von schweren Verstössen gegen die Universitätsordnung von der Universität 
aus und verbot ihr, ohne formelle Einladung von Lehrpersonal oder Dekanatsmitgliedern die Uni-
versitätsgebäude zu betreten. Diesem Entscheid ist zu entnehmen, dass A.________ am 28. März 
2013 Prof. B.________ in deren Büro aufsuchte. Prof. B.________ soll ihr erklärt haben, im 
Augenblick keine Zeit für ein Gespräch zu haben, weil sie mit einer anderen Studentin beschäftigt 
und zudem kein Gesprächstermin vereinbart worden sei. A.________ habe sich nicht abweisen 
lassen, sondern das Büro betreten und sich Prof. B.________ genähert. Als diese versucht habe, 
telefonisch die Polizei zu verständigen, habe A.________ ihr den Telefonhörer aus der Hand 
gerissen, sie vom Telefonapparat weg- sowie von ihrem Stuhl fortgestossen und sie in eine Ecke 
gedrängt. Dann habe A.________ eine Morddrohung ausgesprochen. Der genaue Ausdruck habe 
nicht rekonstruiert werden können. Die Angaben würden gehen von "l'm going to kill you", "l'm 
going to end it today and you'll die with me" bis zu "Eines Tages werden wir zusammen sterben". 
Nach dieser Drohung sei Prof. B.________ aus ihrem Büro gerannt und habe um Hilfe geschrien. 
A.________ sei ihr auf den Flur gefolgt, habe sich hingekniet, begonnen sich selbst ins Gesicht zu 
schlagen und Prof. B.________ noch einmal um eine sofortige Besprechung gebeten. In der Folge 
sei A.________ aus dem Gebäude weggebracht worden. Prof. B.________ stehe aufgrund dieser 
Morddrohung unter ständiger Angst. 

C. Gegen den Entscheid vom 21. Mai 2013 erhob A.________ am 28. Juni 2013 bei der Re-
kurskommission der Universität Freiburg (nachfolgend: Vorinstanz) Beschwerde. Mit Verfügung 
vom 28. August 2013 entzog die Vorinstanz auf Antrag des Rektorats der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung und am 30. Mai 2014 wies sie die Beschwerde ab.

Am 3. Juli 2014 erhob A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht. Unter anderem beantragt 
sie, in Aufhebung des Entscheids der Vorinstanz vom 30. Mai 2014 sei ihr aufgrund der Ereignisse 
vom 28. März 2013 ein Verweis zu erteilen. Eventualiter sei sie rückwirkend ab dem 28. März 2013 
für 6 Monate (ein Semester) vom Universitätsbetrieb zu suspendieren. Nebstdem sei ihr die unent-
geltliche Rechtspflege zu gewähren. 

Die Vorinstanz schliesst, ohne sich zum Inhalt der Beschwerdeschrift zu äussern, mit Eingabe vom 
5. September 2014 auf Abweisung der Beschwerde.

Die Universität liess sich nicht vernehmen.

D. A.________ erhob am 26. April 2013 bei der Rekurskommission der Mathematisch-Natur-
wissenschaftlichen Fakultät Rekurs gegen den Entscheid des Dekanats vom 27. März 2013 und 
beantragte unter anderem, es sei ihr eine angemessene Frist einzuräumen, um ihre Masterarbeit 
überarbeiten zu können. Die Rekurskommission der Fakultät wies den Rekurs am 11. Juni 2014 
ab mit der Begründung, dass A.________ kein aktuelles Interesse an einer Änderung oder 

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Aufhebung ihrer Masterarbeit habe, weil sie am 21. Mai 2013 definitiv von der Universität ausge-
schlossen wurde. Gegen diesen Entscheid liess A.________ am 14. Juli 2014 bei der Vorinstanz 
Beschwerde führen. Das Gericht hat die Akten dieses Verfahren, das noch hängig ist, beigezogen.

E. Mit Strafbefehl vom 29. Dezember 2014 sprach die Staatsanwaltschaft des Kantons Frei-
burg A.________ schuldig der Drohung (Art. 180 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. 
Dezember 1937 [StGB; SR 311.0]) gegenüber Prof. B.________ und verurteilte sie zu einer Geld-
strafe von 10 Tagessätzen zu je 120 Franken, bedingt auf 2 Jahre. Die Staatsanwältin führte aus, 
dass sich A.________ im Moment der Tat in einer aus ihrer Sicht hoffnungs- und ausweglosen 
Situation befunden habe, da ihre Masterarbeit wegen Plagiatsvorwürfen abgewiesen worden sei. 
Schon seit geraumer Zeit habe sie unter Schlafmangel, grosser Arbeitsbelastung und schweren 
Problemen am Arbeitsplatz gelitten. Diese Umstände seien bei der Strafzumessung zu berück-
sichtigen. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.

Ebenfalls am 29. Dezember 2014 stellte die Staatsanwältin drei weitere Strafverfahren wegen üb-
ler Nachrede, Verleumdung und Tätlichkeit ein und trat auf eine Strafanzeige nicht ein. Sie stellte 
insbesondere fest, dass das Verhalten von A.________ vom 28. März 2013 gegenüber Prof. 
B.________ keine Tätlichkeiten darstelle. Sodann gehe aus den verschiedenen Schreiben und 
Einvernahmen hervor, dass das Arbeitsklima im Labor von Prof. B.________ schwer gestört und 
dass dieses Arbeitsklima auf den inadäquaten Umgang von Prof. B.________ mit ihren 
Mitarbeitern zurückzuführen gewesen sei. Diese Verfügungen blieben unangefochten. Die 
Strafakten der Staatsanwaltschaft wurden für das vorliegende Beschwerdeverfahren beigezogen.

Erwägungen

1. Auf den 1. Januar 2015 traten im Rahmen der Revision des Gesetzes vom 19. November 
1997 über die Universität (SGF 430.1; Änderungen vom 27. Juni 2014) und der Statuten vom 
31. März 2000 der Universität Freiburg (SGF 430.11) verschiedene neue Bestimmungen in Kraft. 
Gestützt auf Art. 51b des Universitätsgesetzes und des Grundsatzes, wonach die Rechtmässigkeit 
eines Verwaltungsakts sich nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses beurteilt, bleibt für den 
vorliegenden Fall das alte Recht anwendbar (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS 
MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., Bern 2014, Rz. 20 zu § 24). Die Anwendung des 
neuen Rechts drängt sich nicht auf und würde sich gegebenenfalls nicht günstiger auf die Situation 
der Beschwerdeführerin auswirken. Die altrechtlichen Bestimmungen weichen im Übrigen inhaltlich 
von den neuen Vorschriften, soweit sie hier anwendbar sind, nicht wesentlich ab. 

2. Das Kantonsgericht prüft seine Zuständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde vom Amtes 
wegen (Art. 16 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1]). In der Universität ist das Rektorat zuständig für die Anordnung von Disziplinarmass-
nahmen (Art. 35 Abs. 2 lit. n des Universitätsgesetzes). Seine Verfügungen können bei der Re-
kurskommission der Universität angefochten werden und deren Entscheide sind mit Beschwerde 
an das Kantonsgericht weiterziehbar (Art. 41 Abs. 1 und 3 des Universitätsgesetzes). Demnach ist 
die Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben. Als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist 
die Beschwerdeführerin ohne Weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 lit. a 
VRG). Ihre Beschwerde entspricht den gesetzlichen Anforderungen (Art. 80 ff. VRG); es ist darauf 
einzutreten.

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3. Die Beschwerdeführerin beantragt, es seien die Akten des Verfahrens betreffend die Sus-
pendierung von Prof. B.________ beim Rektorat der Universität beizuziehen. Das Gesuch ist nicht 
begründet, weshalb es schon aus diesem Grund abzuweisen ist. Abgesehen davon, ist es fraglich, 
ob Prof. B.________ überhaupt von ihrem Amt suspendiert wurde. Aus einer E-Mail der 
Vizerektorin vom 14. Dezember 2012 geht lediglich hervor, dass Prof. B.________ von sich aus 
eine Auszeit wünschte. Im Februar 2013 kehrte sie an ihren Arbeitsplatz zurück. Dies geschah vor 
dem Vorfall vom 28. März 2013. Die Beschwerdeführerin behauptet nicht, dass sie in irgendeiner 
Weise in diesem Verfahren beteiligt und dieses kausal für die Ereignisse vom 28. März 2013 
gewesen war.

4. a) Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich 
der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und un-
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 
Abs. 1 lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, 
wenn die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen be-
trifft oder sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt 
oder ein Gesetz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). So-
lange die Vorinstanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes 
Ermessen anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2 S. 195). Nach Art. 96a 
VRG prüft die Beschwerdeinstanz Entscheide einer Behörde, der nach der Gesetzgebung ein 
weiter Ermessensspielraum zusteht, mit Zurückhaltung (Abs. 1). Dies gilt nach Abs. 2 insbeson-
dere für Entscheide über die Beurteilung der Arbeit, der Fähigkeiten und des Benehmens einer 
Person (lit. a) sowie über die Gewährung einer Leistung, auf die nach der Gesetzgebung kein 
Rechtsanspruch besteht (lit. b). Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an und prüft von 
Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 
10 Abs. 1 und 2 VRG). 

b) Die Beschwerdeführerin bestreitet die Ereignisse vom 28. März 2013 nicht und stellt auch 
nicht in Abrede, dass die Voraussetzungen für eine Disziplinarmassnahme gegeben sind. Aller-
dings ist sie der Auffassung, dass ein Verweis als Massnahme genügt. Demnach wird es vorlie-
gend nicht darum gehen, eine Beurteilung nach Art. 96a Abs. 2 VRG vorzunehmen, sondern da-
rum, die Verhältnismässigkeit der verfügten Disziplinarmassnahme zu prüfen.

5. a) Die Beschwerdeführerin rügt vorab eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Vor-
instanz habe die gesamten Umstände, die zum Ausschluss geführt hätten, nicht berücksichtigt. 
Zwar liege ein sanktionierungswürdiges Verhalten vor. Indes sei der Ausschluss die strengste der 
zu verhängenden Massnahmen. Dadurch seien die Anforderungen an die Begründungsdichte hö-
her, da es sich um einen schweren Eingriff in ihre Rechte handle. Die Vorinstanz hätte die mil-
dernden Umstände beachten müssen, sei aber im angefochtenen Entscheid weder auf die vorge-
brachten schweren Missstände im Labor von Prof. B.________ noch auf die Art und Weise, wie 
der Beschwerdeführerin die Plagiatsvorwürfe eröffnet wurden, eingegangen. Dies sei schlicht 
ausgeblendet und nicht aufgegriffen worden.

b) Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) fliesst unter anderem das Recht des von einem Entscheid in seiner 
Rechtsstellung Betroffenen, dass die Behörde seine Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und in 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid zu 
begründen (vgl. auch Art. 66 Abs. 1 lit. c VRG). Dabei muss sie sich nicht mit allen Partei-
standpunkten einlässlich auseinandersetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte be-
schränken. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die Tragweite 

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des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236).

c) Die Vorinstanz stellte fest, dass die angefochtene Disziplinarstrafe deshalb verhängt wor-
den sei, weil die Beschwerdeführerin am 28. März 2013 Prof. B.________ verbal und physisch 
angegriffen und damit einerseits die Universitätsordnung schwer verletzt und andererseits eine 
strafbare Handlung begangen habe. Daraufhin hat die Vorinstanz die Ereignisse ausführlich 
beschrieben und ist ebenfalls auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 
Strafmilderungsgründe eingegangen (E. 3.1, 3.2, 4). Dabei hat sie namentlich festgehalten, dass 
Todesdrohungen und ein physischer Angriff auch unter den gegebenen Umständen als ein 
schwerer Verstoss zu qualifizieren seien, selbst unter Berücksichtigung der offensichtlich 
herrschenden Spannungen zwischen Prof. B.________ und mehreren Studenten.

d) Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
einerseits die Gründe angeführt hat, die zu der ausgesprochenen Sanktion geführt haben, und 
andererseits auf die Einwände der Beschwerdeführerin eingetreten ist. Damit hat sie ihre Verfü-
gung sehr wohl begründet. Die von der Beschwerdeführerin behauptete Verletzung der Begrün-
dungspflicht liegt demnach nicht vor. Auch konnte sich die Beschwerdeführerin über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und in voller Kenntnis der Sache ein Rechtsmittel einreichen 
(BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236).

6. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass durch den Umstand, dass die Beschwerdeführerin 
Prof. B.________ mit dem Tode bedrohte, eine Handlung begangen habe, die gemäss 
Strafgesetzbuch ein Vergehen darstelle und die sich mit ihrer Stellung innerhalb der Universität 
nicht vertrage. Das Verhalten der Beschwerdeführerin bilde einen schweren Verstoss gegen die ihr 
obliegenden akademischen Pflichten und schade der Universität. Es störe deren Ordnung in 
schwerwiegender Weise und könne nicht geduldet werden. Angesichts der Schwere des 
Verstosses gegen die Universitätsordnung und des damit verbundenen Verlusts des Vertrauens 
sowie des Sicherheitsgefühls der Universitätsangehörigen habe das Rektorat keine andere Wahl 
gehabt, als den Ausschluss zu verfügen. Unter diesen Umständen erweise sich die verhängte 
Disziplinarstrafe als verhältnismässig.

b) Die Beschwerdeführerin widerspricht diesen Ausführungen und macht geltend, der ver-
fügte Ausschluss verstosse gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Am 28. März 2013 
hätte sie versucht, mit verschiedenen Personen über ihre Masterarbeit zu sprechen, sei aber über-
all weggewiesen worden, weshalb sie sich letztlich entschieden habe, zu Prof. B.________ zu 
gehen, da diese trotz aller Umstände immer noch ihre offizielle Betreuerin gewesen sei. Als sie 
sich bei ihr meldete, sei Prof. B.________ mit einer anderen Studentin beschäftig gewesen und sei 
von ihr sofort weggewiesen worden. Auch ihr Einwand, sie wolle doch nur über die Masterarbeit 
sprechen, sei ignoriert worden. Nach all dem Erlebten sei diese neuerliche Wegweisung zu viel 
gewesen und es sei zu den besagten Vorfällen gekommen. Sie anerkenne ihr Fehlverhalten, ihre 
Äusserungen seien objektiv nicht zulässig gewesen und die Vorfälle täten ihr sehr leid. Sie hätte 
etwa eineinhalb Jahre im Labor von Prof. B.________ verbracht, was nicht spurlos an ihr vorbei 
gegangen sei. Tagtäglich sei sie mit Schreien, Erniedrigungen und Beleidigungen konfrontiert 
worden, was sie psychisch zunehmend extrem belastet habe. Wenn ständig ein rauer, gar brutaler 
Ton herrsche und sie in dieser Umgebung jeden Tag arbeite, könne dies leider dazu führen, dass 
man selbst auch schneller laut werde. Wenn man während längerer Zeit psychisch kaputt gemacht 
werde, könne es zu einer Eruption kommen. Die Tatsache, dass sie nicht sich selbst war, werde 
eindrücklich selbst durch Prof. B.________ bestätigt, da diese ausgesagt habe, die 
Beschwerdeführerin sei nach den Vorfällen in den Gang getreten, habe geweint und angefangen, 

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sich selbst zu schlagen. Auch ihr Verhalten nach dem Vorfall vom 28. März 2013 sei von der 
Vorinstanz nicht beachtet worden. In der Folge sei sie Prof. B.________ mehrmals begegnet, 
namentlich im Rahmen des Strafverfahrens und auch in der Stadt. Dabei sei sie immer ruhig und 
gefasst geblieben, obwohl die Verfahren noch hängig seien und sie die Zeit im Labor von Prof. 
B.________ nicht vergessen habe. Dies zeige, dass der Vorfall vom 28. März 2013 die Folge einer 
einmaligen Verkettung sehr schlimmer Umstände sein müsse und sich nicht wiederholen werde. 
Sie habe mittlerweile glücklicherweise etwas Distanz gewonnen, auch wenn sie das Erlebte immer 
noch beschäftige. Der Ausschluss sei zum Schutz der Universitätsangehörigen nicht erforderlich 
und könne nicht mit Sicherheitsbedenken gerechtfertigt werden. Des Weiteren sei sie gegenüber 
anderen Professoren nie negativ aufgefallen. Selbst in den eineinhalb Jahren, welche sie im Labor 
von Prof. B.________ erlitten habe, sei es nie zu Zwischenfällen gegen Prof. B.________ 
gekommen. Demnach erscheine der Vorfall vom 28. März 2013 als die Kulmination sämtlicher 
Umstände und das Resultat einer stetigen psychischen Zermürbung. Es habe sich um ein 
erstmaliges und einziges Fehlverhalten gehandelt und sie zeige sich einsichtig und reuig. Aufgrund 
von Ziffer 5 des angefochtenen Entscheids sei nicht auszuschliessen, dass auch ein Verstoss 
gegen die Universitätsordnung begangen durch Prof. B.________ vorliege. Die Vorinstanz habe 
zwar diesen Sachverhalt nicht abgeklärt. Wenn jedoch Prof. B.________ ein erhebliches 
Verschulden am psychischen Zustand der Beschwerdeführerin treffe, so erscheine die 
ausgesprochene Disziplinarstrafe als offensichtlich unverhältnismässig. 

c) Das Gebot der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) verlangt, dass eine behördliche 
Massnahme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles geeig-
net und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrecht-
seinschränkung zumutbar und verhältnismässig erweist. Erforderlich ist eine vernünftige Zweck-
Mittel-Relation. Eine Massnahme ist unverhältnismässig, wenn das Ziel mit einem weniger schwe-
ren Grundrechtseingriff erreicht werden kann. Es ist das mildestmögliche Mittel zu ergreifen, wel-
ches als ebenso wirksam hinsichtlich der Zielerreichung wie die getroffene Massnahme zu beur-
teilen ist (RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, 
Bd. I, Rz. 1793, 1849; BGE 136 I 87 E. 3.2 S. 92). Wenn das Gebot der Verhältnismässigkeit ganz 
offensichtlich missachtet worden ist, liegt damit zugleich ein Verstoss gegen das Willkürverbot ge-
mäss Art. 9 BV vor (BGE 134 I 153 E. 4.2.1 S. 157). Willkürlich ist ein Entscheid nach konstanter 
Rechtsprechung nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder 
gar vorzuziehen wäre. Ein Entscheid ist wegen Willkür vielmehr nur dann aufzuheben, wenn er 
offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm 
oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerech-
tigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, wenn sich nur die Begründung des ange-
fochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich nur dann, wenn der 
Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; zum Ganzen 
auch BGE 2C_918/2014 vom 20. Januar 2015 E. 3.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-
4236/2008 vom 1. April 2009 E. 7, auch zum Folgenden).

d) Nach Art. 101 der Universitätsstatuten befasst sich das Rektorat von Amtes wegen mit 
den von Studierenden sowie Hörern gegen die Universitätsordnung begangenen Verstössen; es 
führt die Untersuchung und kann Disziplinarstrafen verhängen. Disziplinarstrafen sind: die Verwar-
nung, der Verweis, eine Busse bis maximal 300 Franken, die Suspendierung für ein Semester oder 
für ein Jahr sowie der Ausschluss. Zur Frage, welche Massnahme allenfalls anzuordnen ist, ist 
weder dem Gesetz noch den Statuten zu entnehmen. Nach dem neuen Gesetz (vgl. Art. 11c) ist 
die Schwere des Verstosses zu berücksichtigen. Zu beachten sind nebstdem das Verschulden, die 
Beweggründe und das bisherige Verhalten der betreffenden Person sowie der Umfang und die 

http://links.weblaw.ch/BVGer-A-4236/2008
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Wichtigkeit der gefährdeten oder verletzten Interessen der Universität (vgl. beispielsweise Art. 3 
Abs. 2 der Disziplinarordnung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich [SR 
414.138.1]).

e) Es steht ausser Diskussion, dass die Beschwerdeführerin gegen eine Lehrperson Mord-
drohungen geäussert hatte. Dadurch wurde Prof. B.________ in Angst und Schrecken versetzt, 
weshalb das Verhalten der Beschwerdeführerin als äusserst schwerwiegend bezeichnet werden 
muss. Dass sich die Beschwerdeführerin vor und nach dem Vorfall vom 28. März 2013 gegenüber 
Prof. B.________ korrekt verhalten hat, kann nicht mildernd berücksichtigt werden. Es entspricht 
dem Normalfall, dass das Verhältnis zwischen Lehrperson und Studentin von Respekt geprägt ist. 
Auch behauptet die Beschwerdeführerin nicht, sie hätte sich bei Prof. B.________ entschuldigt. 
Unbestritten sind die schlechten Verhältnisse, die damals im Labor von Prof. B.________ 
herrschten. Weiter mag es zutreffen, dass die Beschwerdeführerin in einem Zustand seelischer 
Erregung handelte und demnach möglicherweise ihre Fähigkeit, sich zu beherrschen, in einem 
gewissen Grad einschränkt war. Objektiver Hintergrund der Tat war offensichtlich der Umstand, 
dass die Masterarbeit der Beschwerdeführerin nicht akzeptiert wurde. Die Plagiatsvorwürfe haben 
sich im Nachhinein als teilweise richtig erwiesen. Es ist deshalb schwer nachvollziehbar, weshalb 
sich die Beschwerdeführerin dermassen hat erregen lassen, Morddrohungen auszusprechen. Im 
Übrigen war Prof. B.________ mit einer anderen Studentin beschäftigt, als die Beschwerdeführerin 
sie aufsuchte. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus verständlich, dass Prof. B.________ für ein 
Gespräch nicht bereit war. Wie auch immer, die Gemütsbewegung, in der sich die 
Beschwerdeführerin offenbar befand, vermag ihr Verhalten nicht zu relativieren. Morddrohungen 
müssen als sehr schwerer Disziplinarverstoss qualifiziert werden und entsprechend ist das 
Verschulden der Beschwerdeführerin einzustufen. Die Universität Freiburg kann es nicht zulassen, 
dass Studenten Lehrpersonen mit dem Tod bedrohen, was immer auch die Begleitumstände sind. 
Insofern liegt es in ihrem und mithin auch im öffentlichen Interesse, die Beschwerdeführerin von 
der Universität fernzuhalten. Damit erweist sich Ausschluss als geeignetes Mittel und erforderlich. 
Nebstdem spricht offenbar nichts dagegen, dass die Beschwerdeführerin sich an einer anderen 
Universität immatrikuliert und dort ihr Masterstudium fortsetzt. 

f) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin in schwerwiegender 
Weise gegen die Universitätsordnung verstossen hat. Die damaligen Verhältnisse im Labor von 
Prof. B.________ vermag sie nicht zu entlasten. Sodann sind die Interessen der Universität an 
einem geordneten Betrieb sowie die tangierten Hochschul- und öffentlichen Interessen als sehr 
hoch einzuschätzen. Infolgedessen lässt sich die angefochtene Verfügung nicht beanstanden. Sie 
erweist sich als insgesamt als verhältnismässig und kann nicht als willkürlich bezeichnet werden. 
Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern der Ausschluss nicht angemessen sein sollte. Damit ist 
die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

7. Als unterliegende Partei trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten (Art. 131 Abs. 1 
VRG). Diese werden auf 600 Franken festgesetzt (Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 
der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVj; SGF 150.12]). Indes 
beantragt die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung. Diesem Begehren kann 
stattgegeben werden, da die Beschwerde nicht als aussichtslos zu qualifizieren war und die Be-
dürftigkeit nachgewiesen ist. Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bezieht sich ledig-
lich auf die Gerichtskosten; die Beschwerdeführerin ist durch keinen Anwalt vertreten und bean-
tragt auch keine Verbeiständung durch einen solchen.

Der Hof erkennt:

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I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid der Rekurskommission der Universität Freiburg vom 30. Mai 2014 wird 
bestätigt.

II. Der Beschwerdeführerin wird die teilweise unentgeltliche Rechtspflege gewährt.

III. Die Gerichtskosten von 600 Franken werden, unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechts-
pflege, der Beschwerdeführerin auferlegt.

IV. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. 

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 5. Mai 2015

Stellvertretender Präsident Gerichtsschreiber-Praktikant