# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19b96cc9-a7eb-57e3-bfb1-6d71925d9dfc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.08.2016 IV 2014/195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-195_2016-08-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/195

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 26.08.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2016
Art. 28 IVG; Art. 59 Abs. 2bis IVG; Art. 49 IVV. Morbus Bechterew. Beweiswert 
von RAD-Berichten vorliegend bejaht. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. 
August 2016, IV 2014/195).

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschrei-berin Marilena 

Gnesa

Geschäftsnr.  

IV 2014/195

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ wurde von ihrer Arbeitgeberin, der B.___ AG, am 27. Oktober 2010 im 

Rahmen der Früherfassung bei der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1). Diese 

gab dabei an, ihr Angestellter leide an Morbus Bechterew und sei seit 18. Juni 2010 zu 

100 % arbeitsunfähig. Am 3. Dezember 2010 meldete er sich zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung (Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an 

(IV-act. 8; vgl. Protokoll des Früherfassungsgesprächs vom 17. November 2010, IV-act. 

6). Er gab an, zwischen 2001 und 2010 drei Autounfälle erlitten zu haben (vgl. IV-act. 

34) und seit Juli 2010 an Morbus Bechterew zu leiden. Die gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestehe seit September 2001 und habe sich seit Anfang Juli 2010 

verstärkt. Er sei seit 27. Juli 2010 krankheitsbedingt 100 % arbeitsunfähig (IV-

Anmeldung, IV-act. 8; Anstellung bei der B.___ AG seit Herbst 2000, IV-act. 27; 

Kündigung per 31. August 2011, IV-act. 46; vgl. Taggeldkarte, IV-act. 9).

A.b  Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, 

diagnostizierte am 10. August 2010 einen mit grosser Wahrscheinlichkeit bestehenden 

und seit Ende April 2010 symptomatischen Morbus Bechterew und ein chronisches 

Cervicovertebralsyndrom (IV-act. 123, S. 8 ff.; vgl. Bericht über MRI von Schädel und 

HWS vom 30. September 2010, IV-act. 16, S. 4, ohne Nachweis einer Spondylitis, einer 

Discitis, einer fokalen Läsion, einer Nervenwurzelreizung oder -kompression, ohne 

signifikante degenerative Veränderungen, ohne entzündliche Veränderungen). Dr. med. 

D.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumatologie, 

Innere Medizin und Manuelle Medizin, diagnostizierte am 12. Dezember 2010 ebenfalls 

einen Morbus Bechterew mit schwerem Verlauf und schätzte die Arbeitsunfähigkeit auf 

100 % bis 12. Dezember 2010 und 50 % vom 13. Dezember 2010 bis 9. Januar 2011 

(IV-act. 16, S. 1 f.).

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A.c  Die Eingliederungsbemühungen der IV-Stelle im Rahmen der 

Frühinterventionsphase wurden erfolglos abgeschlossen (vgl. Protokoll vom 6. Juni 

2011, IV-act. 48 f.). Dr. D.___ attestierte dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 % ab 2. September 2010 und hielt ihn "ab sofort" (20. Juli 2011) zu 50 % 

arbeitsfähig in der bisherigen Tätigkeit und mit verminderter Leistungsfähigkeit bei 

Ganztagsarbeiten für sitzend-stehend wechselbelastenden Tätigkeiten ohne repetitives 

Lastenheben mit einer Lastgrenze von 20 kg (schwer leserlicher Bericht vom 20. Juli 

2011, IV-act. 52; vgl. diverse Arztzeugnisse, IV-act. 62).

A.d  Am 12. Oktober 2011 fand eine RAD-Abklärung statt. Die RAD-Ärzte Dr. med. 

E.___, Facharzt für Rheumatologie FMH, und Dr. med. F.___, Fachärztin für 

Arbeitsmedizin FMH, diagnostizierten einen Morbus Bechterew seit mindestens April 

2010 mit einer Schmerzverarbeitungsstörung bei schmerzsensibler Person. Sie 

attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in angestammter Tätigkeit. In einer 

leidensadaptierten Tätigkeit sei der Versicherte 100 % arbeitsfähig für leichte bis 

maximal gelegentlich mittelschwere körperliche Tätigkeiten in Wechselbelastung, 

beginnend mit 50 %, kontinuierlich steigerbar innert weniger Wochen auf 100 % 

(Bericht vom 14. Oktober 2011 über die RAD-Novo-Untersuchung vom 12. Oktober 

2011, IV-act. 58; vgl. auch RAD-Stellungnahme vom 19. Oktober 2011, IV-act. 61).

A.e  Mit Vorbescheid vom 21. Oktober 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Ablehnung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen in Aussicht (IV-act. 65). Da er 

sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle, könnten keine erfolgsversprechenden 

Massnahmen durchgeführt werden (vgl. IV-act. 63). Der Versicherte wendete ein, auf 

Grund neuerer medizinischer Unterlagen scheine es ihm doch möglich, eine leichte, 

behinderungsangepasste Teilzeitarbeit auszuführen (Einwand vom 28. November 2011 

mit Fristerstreckungsgesuch für die Begründung, IV-act. 66). Am 15. Dezember 2011 

teilte der Versicherte in Ergänzung seines Einwands mit, eingliederungsfähig zu sein, 

da sich sein Zustand stabilisiert habe. Er benötige Unterstützung bei der Stellensuche, 

Einarbeitung und Weiterbildung (für sein bevorzugtes Tätigkeitsgebiet, den Autohandel, 

sei er nicht ausgebildet, vgl. IV-act. 68). Als Ergebnis der daraufhin von der IV-Stelle 

aufgenommenen Abklärungen betreffend berufliche Eingliederung wurde die 

Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt vereinbart (vgl. IV-act. 71; RAV-

Anmeldung per 1. Februar 2012 gemäss IV-act. 71). Dabei ging die IV-Stelle von einer 

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(steigerbaren) Arbeitsfähigkeit von 50 % (angestammt und adaptiert) aus (vgl. 

Eingliederungsplan mit Zielvereinbarung vom Februar 2012, IV-act. 76; vgl. auch IV-act. 

74 f.). Dr. D.___ hielt in einem (schwer leserlichen) Zwischenbericht vom 28. Oktober 

2012 fest, die bisherige und andere Tätigkeiten seien zu 50 % zumutbar, bei Rückgang 

der Schmerzschübe steigerbar auf 75-100 % für sitzende und stehende Tätigkeiten mit 

verminderter Leistungsfähigkeit (IV-act. 89; vgl. Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. 

F.___ vom 12. Dezember 2012, IV-act. 91: Festhalten an einer Arbeitsfähigkeit von 100 

% leidensadaptiert).

A.f  Die IV-Stelle bejahte am 29. Oktober 2012 einen Anspruch auf 

Frühinterventionsmassnahmen (Coaching) und auf Arbeitsvermittlung (Mitteilungen 

vom 29. Oktober 2012, IV-act. 82 f.; vgl. auch IV-act. 101, 107 und Mitteilung vom 3. 

Juli 2013, IV-act. 116). Mit einer weiteren Mitteilung vom 5. Februar 2013 (IV-act. 98) 

sprach die IV-Stelle dem Versicherten sodann einen Arbeitsversuch in der G.___ AG für 

die Zeit vom 4. Februar bis 27. Juli 2013 zu (vgl. Zielvereinbarung für den 

Arbeitsversuch vom 28. Januar 2013, IV-act. 94 f., und Verfügung vom 11. Februar 

2013 betreffend IV-Taggeld, IV-act. 102; vgl. auch IV-act. 105 f. und 109 f.).

A.g  Die IV-Stelle stellte sodann den Anfang März 2013 erfolgten Abbruch des 

Arbeitsversuchs fest und hob die Mitteilung vom 5. Februar 2013 per 6. März 2013 auf 

(Mitteilung vom 3. Juli 2013, IV-act. 118). Ebenfalls am 3. Juli 2013 verneinte die IV-

Stelle auf Grund der gesundheitlichen Situation des Versicherten einen Anspruch auf 

weitere berufliche Massnahmen (IV-act. 117) und nahm Abklärungen im Hinblick auf die 

Rentenprüfung auf (IV-act. 120-122).

A.h  Dr. C.___ diagnostizierte einen Morbus Bechterew seit mindestens April 2010, ein 

chronisches cervico-vertebrales Syndrom sowie eine chronisch-rezidivierende 

Cephalea. Er hielt den Versicherten für Fabrikarbeiten in einem Schichtbetrieb bzw. für 

die bisherige Tätigkeit für nicht mehr arbeitsfähig. Seit September 2012 sei der 

Versicherte in leidensangepasster Tätigkeit zu 30 % arbeitsfähig (Arztbericht vom 13. 

September 2013, IV-act. 123, S. 3 ff.). RAD-Ärztin Dr. F.___ stellte am 9. Oktober 2013 

auf Grund einer Aktenbeurteilung einen stabilen Gesundheitszustand fest. Als 

Maschinenbediener und für körperlich schwere und sehr schwere Tätigkeiten sei der 

Versicherte seit 23. Juli 2010 100 % arbeitsunfähig. In einer leidensadaptierten 

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Tätigkeit, nämlich für leichte körperliche Tätigkeiten in Wechselbelastung, betrage die 

Arbeitsfähigkeit 100 % (IV-act. 124). In der Folge führte die IV-Stelle den 

Einkommensvergleich durch und ermittelte dabei eine invaliditätsbedingte Einbusse 

von 13.31 % (IV-act. 125).

A.i Mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 128). Sie legte ihrem Entscheid 

eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für leidensangepasste Tätigkeiten zugrunde. Der 

Versicherte bemängelte in der Folge unter anderem, der Rentenentscheid beruhe auf 

unvollständigen Akten, sei medizinisch nicht fundiert, und die RAD-Beurteilung sei 

widersprüchlich (Einwand vom 18. Oktober 2013, IV-act. 129). Daraufhin holte die IV-

Stelle bei Dr. C.___ einen Verlaufsbericht ein (Bericht vom 19. Dezember 2013, IV-act. 

133; vgl. IV-act. 130-132). Dieser hielt den Versicherten für eine leichte Tätigkeit, mit 

regelmässigen Pausen und ohne Lastentragen von über 5 kg, für maximal 2-4 Stunden 

täglich für arbeitsfähig. Der Gesundheitszustand sei stationär. RAD-Ärztin Dr. F.___ 

empfahl am 14. Januar 2014 die Einholung von Berichten des Augenarztes und wies 

auf Inkonsistenzen hin (IV-act. 134; vgl. auch Schreiben vom 16. Januar 2014, IV-act. 

135 f.). Dr. med. H.___, Facharzt für Augenheilkunde FMH, diagnostizierte eine 

rezidivierende vordere Uveitis im Rahmen eines Morbus Bechterew ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit (Bericht vom 1. Februar 2014, IV-act. 137; vgl. auch Bestätigung 

des Versicherten vom 17. Februar 2014, wonach der medizinische Sachverhalt nun 

vollständig erhoben sei, IV-act. 138 f.).

A.j Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 11. März 2014 mit, an ihrem abschlägigen 

Vorbescheid festzuhalten (zweite Anhörung, IV-act. 142; Stellungnahme der RAD-Ärztin 

Dr. F.___ vom 5. März 2014, IV-act. 141, welche ein Festhalten an der bisherigen 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den RAD empfahl). Der Versicherte hielt den 

Entscheid für nicht nachvollziehbar und schlug die Erstellung eines Gutachtens vor 

(Schreiben vom 13. März 2014, IV-act. 143). Die IV-Stelle verfügte in der Folge gemäss 

Vorbescheid (Verfügung vom 31. März 2014, IV-act. 144).

B. 

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B.a  Die vorliegende Beschwerde vom 3. April 2014 (act. G 1, mit Beilagen) richtet sich 

gegen diese Verfügung. Der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. 

R. Pedergnana, St. Gallen, beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 20. Februar 

2014 (richtig: 31. März 2014) und die Zusprache einer halben Rente sowie eventualiter 

die Erstellung eines neuen Gutachtens, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin. Er begründet dies damit, die der angefochtenen 

Verfügung zugrunde gelegte medizinische Aktenlage sei nicht vollständig, und kritisiert 

ausserdem die Stellungnahmen des RAD. Die mit dem Morbus Bechterew auftretende 

Verschlechterung im Verlauf der Krankheit hätte einer - entgegen dem Antrag des 

Beschwerdeführers nicht durchgeführten - erneuten Begutachtung bedurft.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2014 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Aus dem Umstand, dass die RAD-

Untersuchung schon 2½ Jahre zurückliege, lasse sich ohne konkrete Hinweise auf eine 

Veränderung des Gesundheitszustands kein grundsätzlicher Anspruch auf eine neue 

Begutachtung ableiten.

B.c  Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 23. Mai 2014 an seinen Anträgen fest 

(act. G 6) und weist darauf hin, dass die Beurteilung seines Falls eine spezifische 

Kompetenz im Bereich der Rheumatologie erfordere, eine Bedingung, die (anders als in 

weniger komplexen Fällen) vom RAD nicht erfüllt werden könne, zumal das 

Zusammentreffen der HWS-Beschwerden mit dem Morbus Bechterew eine besondere 

Herausforderung an die Ärzte stelle. Da der Krankheitsverlauf in Schüben verlaufe, 

könne nicht auf die RAD-Beurteilung aus dem Jahre 2011 abgestellt werden, zumal Dr. 

C.___ am 19. Dezember 2013 auf einen schubweisen Verlauf mit eingetretener 

Verschlechterung des Gesundheitszustands mit schlechter Prognose hingewiesen 

habe. Eine rheumatologische Begutachtung sei umso zwingender, als die RAD-

Beurteilung derjenigen von Dr. C.___ vom 19. Dezember 2013 widerspreche. 

Ergänzend gibt der Beschwerdeführer bekannt, dass sich in der Zwischenzeit eine 

Augenentzündung entwickelt habe, begleitet von unerträg¬lichen Schmerzen, weshalb 

er sich für eine Humira-Therapie entschieden habe (Ergänzung zur Replik vom 5. Juni 

2014, act. G 8).

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B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet und 

betont, dass die Ausführungen in der Ergänzung der Replik für das vorliegende 

Verfahren nicht von Belang, sondern im Rahmen einer Neuanmeldung zu würdigen 

seien (Schreiben vom 12. Juni 2014, act. G 10).

Erwägungen

1. 

Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 31. März 2014 bildet das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung. Der 

Anspruch auf diese Leistungen ist zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend 

zu prüfen.

1.1  Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) versicherte 

Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Unter Invalidität wird 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 % und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

256 E. 4 mit Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine 

zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die 

Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar 

erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). Das im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die auf Grund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Das Gleiche gilt für Berichte 

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und Gutachten versicherungsinterner Ärzte (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Berichten des 

RAD, welche den erwähnten Anforderungen genügen, kommt ebenfalls Beweiswert zu 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2011 vom 21. Februar 2011, E. 4.1.2 mit Hinweisen; 

8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2). Nach der Rechtsprechung ist es dem 

Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die 

(versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. Es besteht kein förmlicher 

Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine 

(neue) Begutachtung anzuordnen (BGE 135 V 465 E. 4; Urteile des Bundesgerichts 

8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.1 f.; 9C_148/2012 vom 17. September 2012 E. 

1.3 f. mit Hinweisen).

2. 

Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf Grund einer fachärztlich 

einwandfrei diagnostizierten Beeinträchtigung und damit schliesslich auch des geltend 

gemachten Rentenanspruchs ermöglicht. Die Beschwerdegegnerin stützt ihre 

abweisende Verfügung im Wesentlichen auf die Beurteilungen durch den RAD. 

Gestützt darauf ging sie von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten aus. Der Beschwerdeführer bestreitet dies; er macht im Wesentlichen eine 

nicht rechtsgenügliche Abklärung des medizinischen Sachverhalts geltend und 

beantragt eine neue Begutachtung (act. G 1 und 6).

2.1  Der Beschwerdeführer klagt über Nacken- und Kopfschmerzen, Hüftbeschwerden 

und gelegentliche Augenbeschwerden (IV-act. 58, S. 2). Dr. C.___ hielt am 10. August 

2010 auf Grund verschiedener bildgebender und serologischer 

Untersuchungsergebnisse fest, der Beschwerdeführer leide mit grosser 

Wahrscheinlichkeit an einem Morbus Bechterew, der seit April 2010 symptomatisch sei 

(IV-act. 16, S. 6 ff.). Dr. D.___ und RAD-Ärztin Dr. F.___ waren sich als Ergebnis eines 

Gesprächs, das am 7. Dezember 2010 stattgefunden hatte, ebenfalls über die 

Diagnose eines Morbus Bechterew einig (vgl. Frühinterventions-Gesprächsprotokoll 

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vom 8. Dezember 2010, IV-act. 14). Über das Vorliegen der Krankheit Morbus 

Bechterew besteht demnach Einigkeit.

2.2  Streitig sind hingegen die Auswirkungen des Morbus Bechterew auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dieser stützt seinen Rentenanspruch auf die 

von den behandelnden Ärzten Dr. C.___ und Dr. D.___ bescheinigte Arbeitsunfähigkeit, 

die im Widerspruch zur RAD-Einschätzung steht. In der Folge ist demnach zu prüfen, 

ob die IV-Stelle dem Entscheid über das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers 

einzig die Stellungnahmen ihres RAD zugrunde legen durfte.

2.2.1  Die Regionalen Ärztlichen Dienste stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der 

medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die 

für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle 

Leistungsfähigkeit der versicherten Person fest, eine zumutbare Erwerbsfähigkeit oder 

Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen 

Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Die RAD können bei 

Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von versicherten Personen durchführen, wie 

dies im vorliegenden Fall geschehen ist. Sie halten die Untersuchungsergebnisse 

schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 

831.201]; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.1).

2.2.2  Im vorliegend zu beurteilenden Fall hat sich der RAD wiederholt zur 

medizinischen Situation geäussert. So suchte RAD-Ärztin Dr. F.___ das Gespräch mit 

dem behandelnden Arzt Dr. D.___; dabei einigten sich die beiden Ärzte am 7. 

Dezember 2010 auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 14. November 2010 und von 

50 % ab 15. November 2010, möglicherweise steigerbar bis zur ursprünglichen 

Arbeitsfähigkeit (Gesprächsprotokoll vom 8. Dezember 2010, IV-act. 14; allerdings 

korrigierte Dr. D.___ am 12. Dezember 2010 das entsprechende Protokoll 

handschriftlich und bescheinigte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis zum 12. 

Dezember 2010 und eine solche von 50 % vom 13. Dezember 2010 bis 9. Januar 2011, 

vgl. IV-act. 16, S. 1 f.; vgl. im Weiteren Bericht von Dr. C.___ vom 10. August 2010, IV-

act. 16, S. 9). Dennoch bescheinigte Dr. D.___ am 20. Juli 2011 erneut eine seit 2. 

September 2010 andauernde Arbeitsunfähigkeit von 100 %, wobei er dazu im 

Widerspruch die bisherige Tätigkeit im Umfang von 50 % halbtags und eine 

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Verminderung der Leistungsfähigkeit für Ganztagsarbeiten für zumutbar hielt. Eine 

Wiederaufnahme der Eingliederungsbemühungen sei ab sofort im Umfang von 50 % 

mit voller Leistung möglich (oder ganztags mit Pausen) für abwechslungsweise 

stehende und sitzende Tätigkeiten ohne repetitives Lastenheben bis 20 kg, ohne länger 

als 10 Minuten andauerndes Bücken, Knien, Kauern, Rotieren im Rumpfbereich, 

Besteigen von Leitern und Gerüsten oder Treppensteigen (Bericht vom 20. Juli 2011, 

IV-act. 52). Er begründete die erneute Arbeitsunfähigkeit mit progredienter Versteifung 

der HWS und eingeschränkter Hüftbeweglichkeit, ohne jedoch diese Schlussfolgerung 

etwa mit spezialärztlichen Untersuchungen zu begründen. Er warf zwar die Frage auf, 

ob neurologische Probleme bestünden, dies jedoch in Nichtbeachtung einer 

Beurteilung von Dr. med. I.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Neurolinguistik 

M.A.. Diese hatte neurologisch unauffällige Befunde ohne eine nennenswerte 

Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit mit ätiologisch unspezifisch leicht 

verminderter Konzentrationsfähigkeit, ohne neurologisch bedingte Beeinträchtigung 

der Arbeitstätigkeit erhoben. Die Ärztin hatte einen regelmässigen Tageseinsatz ohne 

Schichtarbeit empfohlen (vgl. Bericht vom 8. Juli 2010 und neuropsychologischer 

Bericht von lic. phil. J.___ vom 20. Mai 2010, beide bei den Fremdakten der Suva).

2.2.3  Um die bestehenden Diskrepanzen in der medizinischen Beurteilung zu klären, 

fand am 12. Oktober 2011 eine medizinische Untersuchung (RAD-Novo-Abklärung) 

statt, wobei RAD-Ärztin Dr. F.___ das Konsilium ihres Kollegen, RAD-Arzt Dr. E.___, in 

Anspruch nahm. Gemeinsam wiesen sie darauf hin, dass der RAD bei den 

Eingliederungsbemühungen eine Arbeitsfähigkeit von angestammt 50 % steigerbar auf 

ein Vollpensum, ohne Nacht- und Schichtarbeit, empfohlen habe. Der 

Beschwerdeführer habe jedoch die Arbeit auch für sehr leichte Tätigkeiten nicht mehr 

aufgenommen und mehrere Arbeitsversuche seien gescheitert, da er sich nicht 

arbeitsfähig gefühlt habe und von den behandelnden Ärzten immer wieder 

krankgeschrieben worden sei. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei aber eine 

anhaltende höhere Einschränkung in einer leidensadaptierten Tätigkeit schwer 

nachvollziehbar. Die Untersuchung zeige die typischen Zeichen einer Sacroiliitis ohne 

relevanten weiteren Befall der Wirbelsäule oder anderer Gelenke. Somit sei von einer 

vorwiegenden Schmerzproblematik bei schmerzsensibler Person auszugehen. Kein 

behandelnder Arzt habe bis dahin das Arbeiten verboten, aber die immer wieder 

ausgestellten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse hätten die Eingliederungsbemühungen 

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erschwert. Unter Behandlung mit TNF-alpha-Hemmern sollte der Entzündungsprozess 

aufgehalten werden können; ausserdem sollte der Patient die intensive Physiotherapie 

wieder aufnehmen. Von diesen Massnahmen sei eine Verbesserung der 

Eingliederungsfähigkeit zu erwarten. Die Arbeitsfähigkeit betrage 0 % in angestammter 

Tätigkeit. In leidensadaptierter Tätigkeit bestehe für leichte bis maximal mittelschwere 

wechselbelastende leidensadaptierte Tätigkeiten keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit; eine anfängliche Arbeitsfähigkeit von 50 % könne innerhalb von 

wenigen Wochen auf ein Vollpensum gesteigert werden (Bericht vom 14. Oktober 2011 

über die RAD-Abklärung vom 12. Oktober 2011, IV-act. 58; vgl. IV-act. 56, und 

Fragebogen vom 19. September 2011, IV-act. 57). Diese Einschätzung einer 

leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit von 100 % bestätigte RAD-Ärztin Dr. F.___ am 12. 

Dezember 2012 bei Fehlen neuer medizinischer Aspekte (Aktennotiz, IV-act. 91).

2.2.4  An ihrer Einschätzung hielt RAD-Ärztin Dr. F.___ sodann in einer erneuten 

Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 fest. Zu beurteilen hatte sie die am 13. September 

2013 von Dr. C.___ (der ab 20. September 2012 wieder aufgesucht wurde, vgl. IV-act. 

123, S. 4) bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 23. Juli 2010 für die 

angestammte Tätigkeit. Als Grund für die erneut bescheinigte Arbeitsunfähigkeit gab 

Dr. C.___ Rücken- und Kopfschmerzen sowie subjektiv Konzentrationsstörungen bei 

stärkeren Schmerzen an. Zur Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit äusserte 

er sich nicht (vgl. Bericht vom 13. September 2013, IV-act. 123). RAD-Ärztin Dr. F.___ 

hielt eine eingeschränkte Beweglichkeit der Brust- und Lendenwirbelsäule fest bei 

einem fortschreitenden Prozess, der mit einer verknöcherten, 

bewegungseingeschränkten Wirbelsäule ende und sich beim Beschwerdeführer 

vorwiegend als Panvertebralsyndrom mit Ausweitung auf andere Schmerzbereiche 

ohne relevante pathologische Befunde bei schmerzempfindlichem Patienten äussere, 

was für einen stabilen Gesundheitszustand spreche. In der Kreisarztuntersuchung vom 

18. (richtig: 15.) April 2013 hätten sich keine relevanten Einschränkungen der HWS und 

der peripheren Gelenke ausser einer schmerzhaft eingeschränkten 

Hüftgelenksbeweglichkeit, bei normaler Thorakalkyphose und Lendenlordose ergeben 

(vgl. Bericht vom 18. April 2013 über die kreisärztliche Untersuchung vom 15. April 

2013, bei den Fremdakten der Suva). Die vom Rheumatologen empfohlene Behandlung 

mit TNF-alpha-Hemmern lehne der Beschwerdeführer ab, was mit einem weniger 

starken Leidensdruck als demonstriert gewertet werden dürfe. In angestammter 

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Tätigkeit als Maschinenbediener und für körperlich schwere und sehr schwere 

Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer seit 23. Juli 2010 zu 100 % arbeitsunfähig. Die 

Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten in 

Wechselbelastung betrage 100 % (Stellungnahme vom 9. Oktober 2013, IV-act. 124, 

und Stellungnahme vom 25. November 2013, wonach weitere medizinische Unterlagen 

einzuholen seien, um über die Frage einer allfälligen Begutachtung zu befinden, IV-act. 

130; vgl. auch IV-act. 134). Nach Einholen weiterer medizinischer Berichte hielt RAD-

Ärztin Dr. F.___ an ihrer Stellungnahme fest (Stellungnahme vom 5. März 2014, IV-act. 

141; vgl. Bericht von Dr. H.___ vom 1. Februar 2014, IV-act. 137).

2.2.5  Ins Gewicht fällt sodann, dass Dr. D.___ selbst Zweifel an seiner Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit hegt, wenn er bemerkt, dem Beschwerdeführer wiederholt eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % bescheinigt zu haben, wobei dieser die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung anders sehe als er und die diversen 

Arbeitsfähigkeitsschreibungen durch ihn (Dr. D.___) nach wenigen Tagen beendet habe 

(Bericht vom 20. Juli 2011, IV-act. 52; seine Arbeitsunfähigkeitsschreibungen sind 

ausserdem teilweise widersprüchlich, vgl. IV-act. 51, 52 und 54). Nachvollziehbar 

bemängelte RAD-Ärztin Dr. F.___ an diesem Vorgehen, dass eine Wiedereingliederung 

nicht möglich sei, wenn Dr. D.___ den Beschwerdeführer auch für leichte 

leidensadaptierte Tätigkeiten immer wieder 100 % arbeitsunfähig schreibe (vgl. RAD-

Aktennotiz, IV-act. 61). In der Tat erklären die behandelnden Ärzte nicht, warum der 

Beschwerdeführer zumindest für eine leichte Tätigkeit nicht arbeitsfähig sein soll. Aus 

den Akten ergeben sich jedenfalls keine überzeugenden Anhaltspunkte dafür, dass er 

bei jeglicher, auch leichter leidensangepasster Tätigkeit eine relevante 

Leistungseinschränkung aufweisen sollte. Zur Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster 

Tätigkeit äussern sich die behandelnden Ärzte nicht oder nur widersprüchlich. 

Spezialärztliche Untersuchungen zur Untermauerung ihrer Stellungnahmen haben die 

behandelnden Ärzte jedenfalls nicht für nötig gehalten. Relevante Veränderungen im 

medizinischen Sachverhalt seit der persönlichen Untersuchung durch den RAD 

ergeben sich aus ihren Berichten nicht.

2.2.6  Gesamthaft erscheinen die Berichte der behandelnden Ärzte im Licht der 

bundesgerichtlichen Anforderungen an den Beweiswert von Gutachten und Berichten 

weder umfassend noch schlüssig und teilweise als widersprüchlich; sie legen den 

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Zusammenhang zwischen den Beschwerden und den objektiv erhobenen Befunden 

nicht einleuchtend dar und ihre Schlussfolgerungen vermögen nicht zu überzeugen. 

Schliesslich setzen sie sich mit den anderslautenden Ergebnissen gemäss RAD-

Berichten nicht auseinander. Sie vermögen jedenfalls keine Zweifel an der 

nachvollziehbaren und plausiblen Beurteilung durch den RAD zu wecken.

2.2.7  Schliesslich ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer die zur Verbesserung 

des fortschreitenden Entzündungsprozesses und somit zur Linderung der Schmerzen 

notwendige regelmässige physiotherapeutische Bewegungstherapie nach eigenen 

Angaben (IV-act. 58, S. 2) seit Ende 2010 nicht mehr wahrnimmt, obwohl ihm diese 

dringend empfohlen wurde (es wurden ihm ein tägliches intensives Bewegungstraining 

zu Hause und Physiotherapie verordnet, vgl. etwa IV-act. 52, 58, 89 und 133). Es ist 

daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht alle zumutbaren 

Behandlungen, insbesondere mit Bewegungstherapie, ausschöpft. Dass der RAD diese 

Tatsache in die Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

auf die Arbeitsfähigkeit hat einfliessen lassen, ist demnach nicht zu beanstanden.

2.2.8  In Übereinstimmung mit RAD-Ärztin Dr. F.___ lässt sich anhand der bestehenden 

medizinischen Dokumentation zusammenfassend festhalten, dass seit der RAD-

Untersuchung vom 14. Oktober 2011 keine relevanten Veränderungen im 

medizinischen Sachverhalt ausgewiesen sind (vgl. insbesondere Verlaufsbericht von 

Dr. D.___ vom 28. Oktober 2012, IV-act. 89, und jenen von Dr. C.___ vom 19. 

Dezember 2013, IV-act. 133: stationärer Verlauf bei gleichbleibender Diagnose). 

Ebenso wenig ergeben sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers 

überzeugende Hinweise, die Zweifel an der damaligen RAD-Beurteilung entstehen 

lassen. Insgesamt erscheint demnach die Beurteilung der medizinischen Aktenlage 

durch RAD-Ärztin Dr. F.___, wonach der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit weiterhin über eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit verfügt, als schlüssig 

und nachvollziehbar. Mit Blick auf die objektive Befundlage bestehen sodann keine 

wesentlichen Divergenzen zwischen den Beurteilungen des RAD und denjenigen der 

behandelnden medizinischen Fachpersonen. Der medizinische Sachverhalt hat 

demnach als erstellt zu gelten; von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine 

neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu 

verzichten ist (BGE 137 V 64 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_838/2011 vom 20. 

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März 2012 E. 4.2). Mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit steht demnach fest, dass der 

Beschwerdeführer trotz der geltend gemachten gesundheitlichen Leiden in einer 

leidensangepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt ist.

3. 

Die betraglichen Grundlagen zur Bestimmung der Vergleichseinkommen sind vom 

Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten worden. Die konkrete Ermittlung des 

Invaliditätsgrads kann indessen offen bleiben, da selbst bei Berücksichtigung eines 

Tabellenlohnabzugs von 25 % kein rentenbegründendender Mindestinvaliditätsgrad 

von 40 % resultieren würde (vgl. Einkommensvergleich, IV-act. 125 sowie IK-Auszug 

bei IV-act. 92). Die Verneinung eines Rentenanspruchs sowie eines weiteren 

Abklärungsbedarfs durch die Beschwerdegegnerin erfolgte daher zu Recht.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

abzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 

1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.- aufzuerlegen und 

an den bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe anzurechnen.

4.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

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Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird ihm daran angerechnet.

3. 

Der Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprache einer Parteientschädigung wird 

abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2016
	Art. 28 IVG; Art. 59 Abs. 2bis IVG; Art. 49 IVV. Morbus Bechterew. Beweiswert von RAD-Berichten vorliegend bejaht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2016, IV 2014/195).

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