# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f22b8e1-cb03-559c-916a-1d061d73b0c0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 30.09.2025 SR1 2024 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2024-5_2025-09-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 30. September 2025
mitgeteilt am 2. Oktober 2025

Referenz SR1 24 5

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Coray-Mosele, Aktuarin

Parteien Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

gegen

A.________
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg

Gegenstand versuchte vorsätzliche Tötung etc.

Anfechtungsobj. Urteil ohne schriftliche Begründung Regionalgericht Plessur vom 
26. Januar 2024, mitgeteilt am 26. August 2025 (Proz. Nr. 515-
2023-50)

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In Erwägung,

– dass die Staatsanwaltschaft am 30. Januar 2024 gestützt auf Art. 399 Abs. 1 
StPO Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 26. Januar 
2024 anmeldete,

– dass das Regionalgericht Plessur mit der Mitteilung des schriftlich begründeten 
Urteils am 26. August 2025 die Anmeldung zusammen mit den Akten dem 
Berufungsgericht übermittelte (Art. 399 Abs. 2 StPO),

– dass die Staatsanwaltschaft die Berufung am 8. September 2025 vor 
Einreichung der Berufungserklärung zurückzog,

– dass bei einem Rückzug des Rechtsmittels das Verfahren mit der 
Rückzugserklärung unmittelbar beendet wird und der Abschreibungsverfügung 
nur noch deklaratorischer Charakter zukommt (vgl. BGE 141 IV 269 E. 2.2.3),

– dass das Verfahren einzelrichterlich erledigt werden kann (Art. 9 Abs. 2 GOG 
und Art. 388 Abs. 2 StPO),

– dass mit Verfügung vom 31. Januar 2024 (act. I.10) der Antrag der 
Staatsanwaltschaft auf Anordnung von Sicherheitshaft abgewiesen und die 
Kosten und Entschädigungen dem Endentscheid vorbehalten wurden,

– dass im Berufungsverfahren die Gerichtsgebühr CHF 1'500.00 bis 
CHF 20'000.00 beträgt, wobei sie herabgesetzt werden kann, wenn der 
Entscheid des Berufungsgerichts in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht (Art. 6 
Abs. 2 u.3 VGS),

– dass vorliegend die Berufung zwar vor Einreichung einer Berufungserklärung 
zurückgezogen wurde, aber sich angesichts der Verfügung betreffend 
Anordnung Sicherheitshaft eine Gerichtsgebühr von CHF 500.00 rechtfertigt,

– dass die Parteien die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe ihres 
Unterliegens und Obsiegens tragen und als unterliegend auch die Partei gilt, 
die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO),

– dass die Staatsanwaltschaft sowohl im Verfahren betreffend Anordnung 
Sicherheitshaft wie auch infolge Rückzugs des Rechtsmittels als unterliegend 
gilt und entsprechend dem Kanton Graubünden die Kosten des 
Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind,

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– dass der Beschuldigte Anspruch auf Entschädigung seiner Aufwendungen für 
das Verfahren betreffend Anordnung Sicherheitshaft hat,

– dass Rechtsanwalt Reto Nigg eine Honorarnote einreichte, mit welcher er für 
das Verfahren betreffend Sicherheitshaft einen Aufwand von 3.25 Stunden zu 
einem Stundenansatz von CHF 200.00 sowie eine Spesenpauschale von 3 % 
und Mehrwertsteuer von 8.1 % geltend machte (act. I.51),

– dass dieser Aufwand angemessen erscheint und darüber hinaus im 
Berufungsverfahren kein Aufwand entstand,

– dass Rechtsanwalt Reto Nigg für das Berufungsverfahren mit CHF 723.73 
zulasten des Kantons Graubünden zu entschädigen ist,

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wird verfügt:

1. Das Berufungsverfahren wird infolge Rückzugs am Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 500.00 gehen zulasten des 
Kantons Graubünden (Obergericht).

3. Rechtsanwalt Reto Nigg wird für das Berufungsverfahren mit CHF 723.73 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden 
(Obergericht) entschädigt.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung]