# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 576a9f5e-a19f-5e28-b9bc-80a381c72560
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.12.2017 725 16 221 / 337
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-221---337_2017-12-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. Dezember 2017 (725 16 221 / 337) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Leistungspflicht des Unfallversicherers zur Erbringung weiterer Physiotherapien zur Er-

haltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit nicht mehr indiziert. Durch die diversen The-

rapien lässt sich eine zunehmende Einschränkung der bisherigen Erwerbsfähigkeit nicht 

vermeiden. 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan 
Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Urs Hochstrasser, 
Rechtsanwalt, Rain 41, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____war ursprünglich bei der B.____ AG angestellt und bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen versichert. Nachdem er im Februar 1991 bereits einmal auf Glatteis 

 
 
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ausgerutscht und Prellungen am Rücken erlitten hatte, glitt er erneut am 15. April 1998 auf ei-
ner Treppe aus und fielt auf die linke Körperseite. In der Folge entwickelten sich bis heute an-
haltend chronische Nacken- und Kopfschmerzen mit Konzentrationsstörungen, einem Tinnitus 
sowie eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule (HWS), Schulter-
schmerzen und Schwindel. Trotz verschiedenen physiotherapeutischen, chiropraktischen und 
osteopathischen Behandlungsstrategien persistierten die Beschwerden, insbesondere nachdem 
der Versicherte im Dezember 2003 erneut auf den Rücken gefallen war und sich im Dezember 
2004 an einem Lavabo den Kopf angeschlagen hatte. Sein Arbeitsverhältnis wurde per Ende 
Oktober 2004 gekündigt. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 
sprach ihm die Suva mit Verfügung vom 9. Oktober 2009 auf der Basis einer Erwerbsunfähig-
keit von 50% eine Rente der Unfallversicherung zu.  
 
B. In der Folge übernahm die Suva weiterhin die Kosten insbesondere für diverse Physio-
therapien. Mit Verfügung vom 26. Mai 2015 lehnte sie nach Abklärung der gesundheitlichen 
Verhältnisse die Übernahme weiterer Kosten mit der Begründung ab, dass die Voraussetzun-
gen für eine Kostengutsprache gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Unfallver-
sicherung (UVG) vom 20. März 1981 nicht mehr erfüllt seien. Daran hielt sie nach ergänzender 
kreisärztlicher Berichterstattung mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2016 fest und führte aus, 
dass die vom Versicherten geltend gemachten Behandlungen nicht mehr zur Erhaltung seines 
Gesundheitszustandes indiziert seien, zumal er durch Eigenübungen im Heimprogramm diesel-
ben Erfolge erzielen könne.  
 
C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Hochstrasser, am 
4. Juli 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-
versicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm in Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheids weiterhin Erhaltungstherapien gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG zuzu-
sprechen seien. Zur Begründung liess er im Wesentlichen geltend machen, dass die SUVA den 
Leistungsanspruch ohne umfassende medizinische Grundlage abgelehnt und somit den Unter-
suchungsgrundsatz verletzt habe. Der Bericht des Kreisarztes, der die Grundlage für die Ein-
stellung der Leistungen darstelle, sei nicht nachvollziehbar begründet, weshalb ein externes 
medizinisches Gutachten eingeholt werden müsse. Ohne die verordneten Therapien würde der 
Beschwerdeführer an Erwerbsfähigkeit einbüssen. Die Therapien seien zwingend notwendig, 
um seinen medizinischen Status aufrechterhalten zu können. Ausserdem habe die Suva ihre 
Begründungspflicht verletzt, da der Beschwerdeführer gestützt auf die Verfügungsmotivierung 
den Leistungsstopp nicht nachvollziehe könne. 
 
D. Die Suva, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, schloss mit Vernehmlas-
sung vom 8. September 2016 auf Abweisung der Beschwerde. Aus den in der Beschwerde auf-
geführten Berichten gingen keine neuen medizinischen Tatsachen hervor. Diese stellten keine 
konkreten und differenzierten Einwände gegen die Beurteilung des Kreisarztes dar. Die kreis-
ärztliche Beurteilung geniesse daher vollen Beweiswert. Gemäss dieser Beurteilung könne der 
Beschwerdeführer die erforderliche Therapie durch Eigenübungen durchführen, so dass keine 
Physio- oder Fussreflexzonen-Therapien mehr indiziert seien.  
 

 
 
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E. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 21. Dezember 2017 hielten die Parteien sowohl 
an ihren Rechtsbegehren als auch an ihren bereits in den Rechtsschriften dargelegten Begrün-
dungen fest. Auf deren Vorbringen ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde beim örtlich wie sachlich zustän-
digen Gericht erhobene Beschwerde ist lediglich insoweit einzutreten, als dass der Beschwer-
deführer die Aufhebung des vorinstanzlichen Einspracheentscheids beantragt hat. Strittig und 
zu prüfen ist, ob die Suva weiterhin für die Heilbehandlung in Form von diversen Therapien auf-
zukommen hat. 
 

2.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
infolge Verletzung der Begründungspflicht, weil der von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungsstopp nicht nachvollziehbar sei. Die Suva vertritt in ihrer Vernehmlassung demgegenüber 
den Standpunkt, dass die Überlegungen, welche zur Einstellung der bisher ausgerichteten Heil-
behandlung geführt hätten, aus der dem angefochtenen Einspracheentscheid vorausgehenden 
Verfügung klar ersichtlich seien.  
 
2.2 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die 
betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger gemäss Art. 49 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 schriftlich Verfügungen zu erlassen. Aus einer mangelhaften Eröffnung 
einer Verfügung darf der betroffenen Person kein Nachteil erwachsen (Urteil des EVG vom 
17. Juni 2005, I 3/05, E. 3). Die Begründungspflicht gemäss Art. 49 Abs. 3 ATSG steht im Zu-
sammenhang mit dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 statuierten Anspruch auf rechtliches Gehör. Danach muss 
der von einem Entscheid Betroffene in die Lage versetzt werden, diesen sachgerecht anfechten 
zu können (BGE 124 II 149). Die verfügende Behörde muss daher kurz ihre Überlegungen nen-
nen, von denen sie sich leiten liess und auf die sich ihre Entscheidung stützt. Dies bedeutet 
indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem 
rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 102 E. 2b, 124 V 181 E. 1a; LORENZ 
KNEUBÜHLER, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Christoph Au-
er/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Zürich/St. Gallen 2008, zu Art. 35, S. 511). Die 
Behörde darf sich aber nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person vorgebrachten 
Einwände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen der 
betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den 
entscheidwesentlichen Einwänden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gründe an-
zugeben, weshalb sie bestimmte Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 182 
E. 2b; Urteil  des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 16. August 2004, 
U 101/04, E. 2.4). Die Begründung muss nicht zwingend in der Verfügung selbst enthalten sein; 

 
 
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die Rechtsprechung hat als genügende Begründung auch den Verweis auf separate Schriftstü-
cke, auf frühere Entscheide oder klare Angaben der Entscheidgründe in früheren Schreiben an 
die Verfügungsadressatinnen oder -adressaten anerkannt (BGE 123 V 31 E. 2c und d). Die Ver-
letzung der Begründungspflicht führt unabhängig davon, ob die fraglichen verfahrensrechtlichen 
Mängel einen Einfluss auf das Ergebnis haben, grundsätzlich zur Aufhebung des angefochte-
nen Entscheides. Praxisgemäss kann eine derartige Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfah-
ren jedoch geheilt werden, wenn das rechtliche Gehör nachträglich gewährt wurde, die 
Rechtsmittelinstanz über freie Kognition in Rechts- und Sachverhaltsfragen verfügt, mithin eine 
Ermessensüberprüfung möglich ist, und dem Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte wie 
vor erster Instanz zustehen (BGE 127 V 437 E. 3d/aa sowie 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen). 
Darüber hinaus ist im Sinne der Heilung eines allfälligen Mangels – selbst bei einer schwerwie-
genden Verletzung des Gehörsanspruches – von einer Rückweisung der Sache an die Vor-
instanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und 
damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei 
an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (BGE 133 I 201 E. 2.2, 
132 V 387 E. 5.1).  
 
2.3 In der dem angefochtenen Einspracheentscheid vorausgehenden Verfügung vom 
26. Mai 2015 wird der strittige Leistungsstopp damit begründet, dass die Sachlage kreisärztlich 
mittlerweile erneut überprüft worden sei und die Voraussetzungen für eine künftige Leistungs-
ausrichtung gemäss Art. 21 Abs.1 lit. c UVG nicht erfüllt seien. Diese Verfügung nimmt Bezug 
auf ein Schreiben der Suva vom 22. April 2015 und den daraufhin erhobenen Einwand des Ver-
sicherten vom 15. Mai 2015 (Suva-Dok 253). Daraus geht hervor, dass die Suva ohne zusätzli-
che Rückfrage beim behandelnden Hausarzt daran festhalte, dass die beantragten Therapien 
nicht notwendig seien, um den gesundheitlichen Zustand des Versicherten zu erhalten. Damit 
aber erhellt, dass bereits im Vorfeld der Verfügung vom 26. Mai 2015 hinreichend klar war, dass 
und weshalb die Suva keine Heilbehandlungen mehr übernehmen wird. Dem Versicherten bzw. 
seinem Rechtsvertreter war es somit ohne weiteres möglich zu erkennen, welche tatsächlichen 
und rechtlichen Überlegungen der Suva zur Einstellung der bisherigen Leistungen geführt ha-
ben. Zumal sich die Verwaltung bei der Begründung ihrer Verfügung auf die wesentlichen Ge-
sichtspunkte beschränken darf, kann jedenfalls nicht vom Fehlen eines wesentlichen Aspekts in 
der Begründung gesprochen werden, da darin auch die für die Einstellung der strittigen Heilbe-
handlung massgebenden Rechtsgrundlage bezeichnet worden ist. Damit war der Betroffene 
aber in der Lage, bereits die dem nunmehr angefochtenen Einspracheentscheid vorausgegan-
gene Verfügung sachgerecht anzufechten (KGE SV vom 22. Juni 2008 i.S. N., in BLKGE 
2008 III Nr. 51 S. 306 ff., E. .4.3 f.). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt unter diesen 
Umständen nicht vor. Es tritt hinzu, dass der Versicherte seine Einwände und Argumente nicht 
nur bereits im Rahmen des dieser Beschwerde vorangehenden Einspracheverfahrens, sondern 
auch im Rahmen der vorliegenden Beschwerde umfassend dargestellt hat, und dass das Kan-
tonsgericht diese Streitsache mit voller Kognition überprüft. Soweit in der Vorgehensweise der 
Suva eine Verletzung des rechtlichen Gehörs läge, würde sie im vorliegenden Verfahren dem-
nach ohnehin geheilt. Von einer Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz aus formel-
len Gründen ist daher abzusehen, zumal eine Rückweisung der Angelegenheit auch zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die letztlich mit 

 
 
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dem Interesse des Versicherten an einer beförderlichen Beurteilung der Streitsache nicht zu 
vereinbaren wäre. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Pflegeleistungen sind solange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 erster und zweiter Satz UVG e contra-
rio). Erachtet der Unfallversicherer diese Voraussetzung nicht mehr als gegeben oder hält er 
eine laufende oder wieder beantragte Behandlung für unzweckmässig, kann er deren Fortset-
zung gestützt auf Art. 48 Abs. 1 UVG ablehnen (BGE 128 V 171 E. 1b). Ist die versicherte Per-
son infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 
UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität 
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfä-
higkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
 
3.2 Kann von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des  
unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden und laufen auch 
keine Eingliederungsmassnahmen der IV (mehr), hat der Versicherer den Fall unter Einstellung 
der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente 
sowie auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 E. 4.1). 
Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll eine Heilbehand-
lung - wie auch die in den Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen - nach Fest-
setzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt 
werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung 
oder Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung 
der verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewah-
rung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfä-
higkeit (lit. d). Im dazwischen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr 
erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt 
sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt 
alsdann der obligatorische Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 114 f. E. 4.2).  
 
3.3 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Das Bundesgericht hat in 
BGE 134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mit Blick darauf, dass die soziale 
Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, 
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfall-
bedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes 
"namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Bes-

 
 
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serung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würden nicht genügen 
(BGE 134 V 115 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes ist es, den Ge-
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hin-
weisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 
E. 3a). 
 
5. Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Heilbehandlung nach 
erfolgter Rentenfestsetzung im Sinne von Art. 21 Abs. 1 UVG. Da der Beschwerdeführer weder 
an einer Berufskrankheit leidet (lit. a) noch gänzlich erwerbsunfähig ist (lit. b; vgl. dazu Urteil 
des Bundesgerichts 8C_1011/2010 vom 19. Mai 2011, E. 3.2 mit Hinweisen), und die Parteien 
implizit zu Recht davon ausgehen (Beschwerdebegründung vom 4. Juli 2016, S. 4, ad Ziffer 5), 
dass weder Rückfall- noch Spätfolgen zu beurteilen sind (lit. b), steht vorliegend einzig die An-
spruchsgrundlage gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG zur Diskussion. Der Beschwerdeführer be-
zieht seit dem 1. Oktober 2009 auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 50% unverändert 
eine Rente der Beschwerdegegnerin (Suva-Dok 217). Zu prüfen bleibt demnach, ob er dauernd 
der Behandlung namentlich in Form diverser Therapien bedarf, um seine verbleibende Erwerbs-
fähigkeit von rund 50% (so bereits psychiatrischer Untersuchungsbericht der Suva vom 22. Juni 
2009, S. 11, ad Frage 2, Suva-Dok 207; ebenso Protokoll der Parteiverhandlung vom 21. De-
zember 2017) auch weiterhin zu erhalten. 
 

 
 
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5.1 Dem Gutachten des C.____ vom 5. Juli 2006 kann in diesem Zusammenhang entnom-
men werden, dass der Versicherte an einem chronischen zervikozephalen sowie zervikospon-
dylogenen Schmerzsyndrom bei Status nach wiederholten Traumatisierungen mit Entwicklung 
einer prolongierten Anpassungsstörung leide. Aus somatischer Sicht sei die Fortführung der 
ambulanten Physiotherapien sicherlich sinnvoll. Der Explorand habe bereits ein Heimprogramm 
erlernt, welches er auch regelmässig durchführe, so dass diesbezüglich keine weiteren thera-
peutischen Massnahmen vorzuschlagen seien. 
 
5.2 Gemäss Schreiben der behandelnden Physiotherapeutin vom 28. März 2011 (Suva-Dok 
220) wolle der Versicherte die bisherige Therapie einmal wöchentlich gerne weiterführen. Im 
bisherigen Verlauf habe objektiv im Alltag mehr Qualität erreicht werden können, subjektiv sei 
eine bessere Haltung und eine verbesserte Mobilität in der Wirbelsäule verzeichnet worden. Es 
werde empfohlen, eine Verordnung für eine Langzeittherapie anzustreben. 
 
5.3 Dem ärztlichen Zwischenbericht von Dr. med. D.____, FMH Innere Medizin, vom 
15. Februar 2013 (Suva-Dok 227) zufolge habe es der Versicherte nicht geschafft, seine selb-
ständige Erwerbstätigkeit über ein Pensum von 50% hinaus zu steigern. Dies werde damit be-
gründet, dass stärkere Belastungen die Symptomatik mit Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, 
Schwindelgefühl und Tinnitus sowie Müdigkeit deutlich verstärken würden.  
 
5.4 Gemäss Bericht der Physiotherapie der Reha Rheinfelden vom 12. August 2013 (Suva-
Dok 237) habe die bisherige Therapie in Form von ambulanten Physiotherapien, Fussreflexzo-
nenmassage sowie Hochvolttherapie mit mässigem Erfolg durchgeführt werden können. Die 
Schmerzproblematik habe sich durch einen Sturz anfangs April (recte: 2013) sowie durch eine 
Reise mit dem Auto verstärkt. Der Versicherte habe in der Therapie ein umfangreiches Heim-
programm erlernt, welches er auch weiterhin durchführen sollte. Um eine weitere Verbesserung 
zu erreichen, sei zwei Mal wöchentlich die Weiterführung der Therapie zu empfehlen.  
 
5.5 Der Physiotherapie-Verordnung von Dr. D.____ vom 24. Dezember 2013 (Suva-Dok 
241) ist zu entnehmen, dass zwecks Langzeit-Therapie für das ganze Jahr 2014 mit einer wö-
chentlichen Sitzung die Erhaltung eines möglichst geringen Schmerzzustands durch die Entlas-
tung und die segmentale Stabilisation der Halswirbelsäule mittels Spiraldynamik erreicht wer-
den soll.  
 
5.6 Gemäss Therapie-Verordnung von Dr. D.____ vom 18. Dezember 2014 (Suva-Dok 250) 
werde zwecks Reduktion von muskulären Verspannungen im Bereich von Nacken, Schultergür-
tel und Kopf die Weiterführung der bisherigen Therapien in Form von Manualtherapie, Fussre-
flexzonen-Therapie und myofaszialen Techniken alle zwei Wochen für die Dauer eines Jahres 
beantragt.  
 
5.7 Der kreisärztlichen Kurzbeurteilung vom 21. April 2015 (Suva-Dok 251) zufolge bestehe 
gemäss Aktenlage keine Indikation für die beantragen Therapien. Indiziert seien Eigenübungen. 
Durch den Unfall habe der Versicherte keine strukturell objektivierbaren Läsionen erlitten.  
 

 
 
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5.8 Dem Konsultationsbericht der Klinik E.____ vom 28. Juli 2015 (Suva-Dok 264) ist zu 
entnehmen, dass sich im aktuellen klinischen Status keine klaren Hinweise auf ein peripheres 
bzw. zentral-neurologisches Ausfallsyndrom finden liessen. Das MRI des Schädels aus dem 
Jahre 2008 sei trotz vollem Beschwerdebild normal. Eine Teilkomponente der Beschwerden 
könnte durch vorliegende Spondylosen erklärt werden. Für die restlichen Symptome sei keine 
neurologische Ursache zu erkennen. Bei linksseitigen Schmerzen könnte therapeutisch eine 
Infiltration der Facettengelenke durchgeführt werden. Bezüglich der empfundenen Gleichge-
wichtsstörung und zwecks Aufbaus der Halsmuskulatur bei dort degenerativen Veränderungen 
sowie zur Detonisierung der Schultergürtelmuskulatur sei eine Physiotherapie rezeptiert wor-
den.  
 
5.9 Gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 4. September 2015 (Suva-Dok 268) sei auf die 
Darstellung der bildgebenden Befunde der letzten Jahre und Jahrzehnte zu verweisen, wonach 
sich bildgebend nie eine strukturell objektivierbare Läsion infolge eines Unfalls gezeigt habe. 
Auch im Bericht der Klinik E.____ vom 27. Juli 2015 würden ausschliesslich degenerative Be-
funde angesprochen. Ebenfalls sei gestützt auf die objektiven Befunde einer gut erhaltenen 
Sensomotorik der oberen Extremitäten anlässlich der Untersuchung durch die Klinik E.____ 
vom 14. Juli 2015 davon auszugehen, dass sich keine strukturell objektivierbaren Läsionen be-
legen liessen. Da der Versicherte durch das Unfallereignis keine strukturell objektivierbaren 
Läsionen erlitten habe, bestehe keine medizinische Indikation zur Physiotherapie bzw. für eine 
Fussreflexzonentherapie. Eine alternative Übernahme von Massagen anstelle von Physiothera-
pie sei nicht indiziert. Der Versicherte könne grosse Erfolge durch Eigenübungen erzielen.  
 
5.10 Der kreisärztlichen Beurteilung vom 30. November 2015 (Suva-Dok 277) ist zu entneh-
men, dass die Physiotherapiebehandlungen, die Fussreflexzonenmassage und die Infiltrations-
behandlungen nicht mehr indiziert seien. Eine Erhaltung des unfallbedingten Gesundheitszu-
standes könne dadurch nicht mehr erreicht werden. Eine Behandlung der Beschwerden könne 
mit einem Heimprogramm und mittels Durchführung von Eigenübungen stattfinden. Der Zu-
stand könne dadurch genauso gut erhalten werden wie mit den derzeit besuchten Physiothera-
pien. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit würde auch ohne die bisher besuchten Massnah-
men der Physiotherapie und der Massage keine Verschlechterung eintreten. Die durchgeführ-
ten Infiltrationsbehandlungen in der Klinik E.____ könnten nur zu einer vorübergehenden Ver-
besserung der Beschwerden führen. Weitere Infiltrationsbehandlungen seien nach dem langen 
Verlaufszeitraum nicht mehr indiziert.  
 
5.11 Dem Arztbericht der Klinik E.____ vom 18. Dezember 2015 zufolge (Suva-Dok 278) zei-
ge sich im Vergleich zur klinischen Voruntersuchung im Juli 2015 bezüglich der Beweglichkeit 
der Halswirbelsäule eine deutliche Verbesserung und eine deutlich reduzierte Reizsituation. Bei 
weiterhin jedoch noch ausgeprägtem Muskelhartspann werde unbedingt ein Fortsetzen der ak-
tiven Physiotherapie empfohlen. Aufgrund des bisher guten Ansprechens auf die zervikale Fa-
cettengelenksinfiltration könne im weiteren Verlauf bei Bedarf über eine erneute Infiltrationsthe-
rapie nachgedacht werden. Aktuell sollte jedoch die Physiotherapie, welche bisher schon einen 
guten Effekt gezeigt habe, fortgesetzt werden.  
 

 
 
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5.12 Dem ärztlichen Zwischenbericht von Dr. D.____ vom 4. Januar 2016 (Suva-Dok 279) 
kann entnommen werden, dass unter anderem an der Klinik E.____ eine medizinische Trai-
ningstherapie begonnen worden sei. Zusätzliche Therapien mit myofaszialen Techniken und 
Manualtherapien würden sich jedenfalls günstig auswirken. Unter diesen Bedingungen habe die 
Situation wieder etwas beruhigt werden können, so dass nach einer Exazerbation der Be-
schwerden wieder ein einigermassen erträglicher Zustand bestehe. Konkrete Therapievor-
schläge wurden keine empfohlen. 
 
6. Die Beschwerdegegnerin geht im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass 
die vom Versicherten ersuchten Behandlungen zur Erhaltung seines Gesundheitszustandes 
nicht indiziert seien. Der Versicherte sei mittlerweile gehalten, alles ihm Zumutbare selbst zu 
unternehmen, um die Unfallfolgen bestmöglich zu lindern und seinen Gesundheitszustand mit 
verbleibender Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber 
auf den Standpunkt, dass er zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit diverse thera-
peutische Behandlungsmassnahmen benötige, welche von der Beschwerdegegnerin zu über-
nehmen seien. 
 
6.1 Den medizinischen Unterlagen zufolge leidet der Versicherte bis heute im Wesentlichen 
an einem ausgeprägten Muskelhartspann seiner Nacken- und Schultergürtelmuskulatur. Trotz 
seiner geklagten Beschwerden konnten keine klaren Hinweise auf ein neurologisches Ausfall-
syndrom gefunden werden. Das im Jahre 2008 angefertigte MRI des Schädels zeigte vielmehr 
bereits dazumal einen Normalbefund. Auch für die restlichen Symptome konnten bei gut erhal-
tener Sensomotorik der oberen Extremitäten keinerlei neurologischen Ursachen erhoben wer-
den (Suva-Dok 264 und 268, oben Erwägungen 4.9 f.). Die medizinische Aktenlage erweist sich 
im Weiteren insofern als kongruent, als sich bildgebend bis heute keine strukturell objektivierba-
re Läsion infolge der erlittenen Unfälle hat erheben lassen (Suva-Dok 268). In den Akten beste-
hen jedenfalls keine Hinweise, dass der Versicherte aktuell an allfälligen, bildgebend dokumen-
tierten Unfallfolgen leiden würde. Es ist im Gegenteil davon auszugehen, dass der bereits im 
Sommer 2006 diagnostizierten zervikozephalen und zervikospondylogenen Schmerzproblema-
tik bei schwacher Halsmuskulatur auch degenerative Veränderungen zu Grunde liegen (Suva-
Dok 264 und 268). Bei dieser Aktenlage erweist es sich als nachvollziehbar, dass dem Versi-
cherten zwecks Aufbaus der Halsmuskulatur und Entspannung seiner Schultergürtelmuskulatur 
mittlerweile seit Jahren diverse Physiotherapien und sonstige Therapien in Form von Manual-
therapien, Fussreflexzonentherapien sowie myofaszialen Techniken empfohlen worden sind 
(Suva-Dok 250, 264 und 278). Aus den dargelegten Berichten geht allerdings einzig hervor, 
dass die bisher erbrachten Physiotherapieleistungen dem Befinden des Beschwerdeführers im 
Sinne einer Schmerzlinderung zuträglich waren und es auch heute noch sind (Suva-Dok 220). 
Der Umstand, dass der Versicherte unter diesen Umständen die bisherige Therapie jeweils wei-
terführen wollte, weil damit in objektiver Hinsicht eine erhöhte Lebensqualität im Alltag erreicht 
werden konnte (Suva-Dok 220), reicht den dargelegten Voraussetzungen alleine jedoch nicht 
aus, eine Weiterführung der bisher verordneten Therapien des Beschwerdeführers zu rechtfer-
tigen. Nicht anders verhält es sich mit der Tatsache, dass die Physiotherapie bisher einen guten 
Effekt gezeigt habe (Suva-Dok 278). Auch wenn die bisherigen Therapieleistungen dem Befin-
den des Beschwerdeführers nicht abträglich gewesen sein dürften, genügt dies mit anderen 

 
 
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Worten nicht für eine weiterführende Leistungspflicht des Unfallversicherers. Damit der Be-
schwerdeführer zu Lasten der Beschwerdegegnerin über den Zeitpunkt vom 26. Mai 2015 hin-
aus (vgl. Verfügung der Suva vom 26. Mai 2015) die bisherigen Therapien auch weiterhin be-
anspruchen könnte, müsste eine entsprechende medizinische Indikation gegeben sein. Dies 
aber ist hier nicht der Fall.  
 
6.2 Die Berichte der behandelnden Ärzte enthalten keine Angaben, welche darauf schlies-
sen lassen, dass die bisher erbrachten Therapien, insbesondere auch nicht die Physiotherapien 
im engeren Sinne, zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers 
medizinisch weiterhin indiziert wären. Zumal ausser der Empfehlung zur Durchführung des er-
lernten Heimprogramms gutachterlich schon früh keine weiteren therapeutischen Massnahmen 
vorgeschlagen worden waren (C.____-Gutachten vom 5. Juli 2006, Erwägung 4.2 hiervor), liegt 
diesbezüglich auch aktuell keine überzeugende Begründung in den Akten. Jedenfalls kann es in 
dieser Hinsicht nicht genügen, wenn der behandelnde Arzt in seinem Zwischenbericht vom 
4. Januar 2016 davon ausgeht, dass sich die fraglichen Therapien „jedenfalls günstig“ auswir-
ken würden (Suva-Dok 279). Unbesehen der zu berücksichtigenden Tatsache, dass die behan-
delnden Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel 
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc), vermag ebenso wenig 
der Hinweis zu überzeugen, dass durch die Langzeit-Therapie die Erhaltung eines möglichst 
geringen Schmerzzustands erreicht werden soll. Aus den vorliegenden medizinischen Berichten 
ist jedenfalls nicht ersichtlich, dass sich durch die diversen Therapien eine zunehmende Ein-
schränkung der bisherigen Erwerbsfähigkeit des Versicherten vermeiden liesse, wie dies ge-
mäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG indessen für eine weiterführende Heilbehandlung vorausgesetzt 
wäre. Daran ändert auch nichts, dass der Versicherte es bisher nicht geschafft hat, seine Er-
werbstätigkeit über ein Pensum von 50% hinaus zu steigern (Suva-Dok 227), bzw. dass die 
Weiterführung der Therapien der weiteren Verbesserung der gesundheitlichen Situation dienen 
würden (Suva-Dok 237). Ob und in welcher Form die bestehenden, muskulären Verspannun-
gen die Erwerbsfähigkeit des Versicherten mittel- und langfristig massgebend einschränken, ist 
medizinisch jedenfalls nicht dargetan. Hinzu tritt ein Weiteres: Den Akten zufolge haben die 
bisher durchgeführten Therapien offensichtlich schon länger einen nur mässigen Erfolg erzielt 
(Suva-Dok 237). Das im Sozialversicherungsrecht allgemein geltende Prinzip der Schadenmin-
derungspflicht gebietet deshalb umso mehr, dass der Versicherte nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens alle ihm möglichen und zumutbaren Massnahmen trifft, um diesen selbst zu 
mindern oder gar zu beheben (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). In Erfüllung dieser Pflicht ist es ihm 
den medizinischen Akten zufolge ohne weiteres zumutbar, zur Erhaltung seiner Erwerbsfähig-
keit das schon früh erlernte, umfangreiche Heimprogramm auch weiterhin selbst durchzuführen 
(C.____-Gutachten vom 5. Juli 2006; ebenfalls Suva-Dok 237) und damit – wie der Kreisarzt 
mithin nachvollziehbar und zutreffend festgestellt hat (Suva-Dok 268) – gar eine Verschlechte-
rung seiner gesundheitlichen Situation zu vermeiden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerde-
führer mittlerweile seit Jahren bei im Wesentlichen unverändertem Beschwerdebild in physio-
therapeutischer Behandlung gestanden ist. Alleine diese Tatsache stellt ein gewichtiges Indiz 
dar, dass der gesundheitliche Zustand durch die dem Beschwerdeführer aufgrund der Scha-
denminderungspflicht ohne weiteres zumutbare Durchführung des bereits seit langem etablier-
ten Heimprogramms stabil gehalten werden kann. Zusammenfassend können die bisher ausge-

 
 
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richteten Therapien unter diesen Umständen für die Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfä-
higkeit nicht als notwendig qualifiziert werden. Dies führt im Ergebnis – soweit darauf eingetre-
ten werden kann (oben, Erwägung 1 hiervor) –  zur Abweisung der Beschwerde.  
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.