# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5884acb9-b8b2-5310-8e58-f2de7b7941d1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.11.2022 PQ220064
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ220064_2022-11-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ220064-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw T. Rumpel 

Beschluss vom 29. November 2022 

 

in Sachen 

 

†A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

betreffend Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensver-
waltung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Meilen vom 31. August 2022; 
VO.2021.30 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1.   Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen (nachfolgend 

KESB) ordnete nach rund dreijährigem Verfahren mit Entscheid vom 22. Oktober 

2021 für A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin), geboren tt.mm.1927, ge-

stützt auf Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermö-

gensverwaltung an (BR act. 2/1, KESB act. 349). Bereits am 19. November 2018 

hatte die KESB Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ gestützt auf Art. 449a ZGB zur 

Verfahrensbeiständin ernannt. Am 10. Juni 2020 hatte die Beschwerdeführerin ih-

rerseits Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als gewillkürte Vertreterin im Erwachse-

nenschutzverfahren beauftragt. 

2.   Am 26. November 2021 erhob Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die Be-

schwerdeführerin gegen den Entscheid der KESB vom 22. Oktober 2021 Be-

schwerde beim Bezirksrat Meilen (BR act. 6). Sie beantragte im Wesentlichen, 

der Entscheid sei aufzuheben und es seien das Gutachten von Dr. med. B._____ 

vom 25. August 2020 sowie das Schreiben der Verfahrensbeiständin vom 2. Sep-

tember 2021 aus dem Recht zu weisen. Mit Urteil vom 31. August 2022 wies der 

Bezirksrat Meilen die Beschwerde ab, soweit er darauf eintrat (act.3/1 = act. 9 = 

BR act. 25). 

3.   Parallel wurde ein Erwachsenenschutzverfahren betreffend Entlassung der 

Verfahrensbeiständin geführt. Mit Urteil vom 12. Januar 2022 wies die II. Zivil-

kammer des Obergerichts des Kantons Zürich die Beschwerde der Beschwerde-

führerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, in dieser Angelegenheit 

ab (act. 13; Geschäft-Nr. PQ210082). Die dagegen erhobene Beschwerde wies 

das Bundesgericht mit Urteil vom 26. Oktober 2022 ab, soweit es darauf eintrat 

(act. 20). 

4.   Am 7. Oktober 2022 legte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die Beschwer-

deführerin bei der Kammer Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats vom 31. 

August 2022 ein und stellte folgende Anträge (act. 2): 

 1.  Es sei das vorliegende Verfahren bis zum Entscheid des Bundesge-

richts im Verfahren PQ210082/O/U resp. BGer 5A_121/2022 zu sis-

- 3 - 

tieren und anschliessend der Beschwerdeführerin eine neue Frist zur 

Ergänzung der vorliegenden Beschwerde unter Berücksichtigung des 

Bundesgerichtsentscheides anzusetzen; 

2.  Eventualiter sei das Urteil VO.2021.30/3.02.03 der Vorinstanz vom 

31. August 2022 aufzuheben und es seien die Akten an die Vo-

rinstanz resp. die Beschwerdegegnerin zum Neuentscheid zurückzu-

weisen mit der Auflage, sich erstmals in formeller und materieller Hin-

sicht mit dem Gutachten von Dr. med. B._____ vom 25. August 2020 
auseinanderzusetzen, unter Berücksichtigung der von der Beschwer-

degegnerin in Dreierkompetenz erlassenen Frist zur Stellungnahme 

zum Gutachten von Dr. med. B._____ für die Beschwerdeführerin; 

3.  Subeventualiter sei das Urteil VO.2021.30/3.02.03 der Vorinstanz 

vom 31. August 2022 aufzuheben und es seien die Akten an die Vo-

rinstanz resp. die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Auf-

lage, der Beschwerdeführerin vollumfänglich das rechtliche Gehör zu 

gewähren und anschliessend eine Neubeurteilung vorzunehmen; 

4.  Subsubeventualiter sei das Gutachten von Dr. med. B._____ vom 
25. August 2020 in der heutigen Form aufgrund Unvollständigkeit so-

wie Widersprüchlichkeit sowie das Schreiben von Frau RAin Y._____ 
vom 2. September 2021 aus dem Recht zu weisen und das Urteil 

VO.2021.30/3.02.03 der Vorinstanz vom 31. August 2022 aufzuheben 

und an die Vorinstanz resp. die Beschwerdegegnerin zum Neuent-

scheid ohne Berücksichtigung des Gutachtens von Dr. med. B._____ 
zurückzuweisen; 

5.  Subsubsubeventualiter sei das Urteil VO.2021.30/3.02/02 der  

Vorinstanz und mit ihm den Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 

22. Oktober 2021 aufzuheben und keinerlei erwachsenenschutzrecht-

liche Massnahmen in Form einer Vertretungsbeiständin mit Vermö-

gensverwaltung anzuordnen; 

6.  Es seien die Akten aus den Verfahren vor Bezirksrat Verfahren 

VO.2020.30 und vor Ihrem Gericht im Verfahren PQ210082-O/U bei-

zuziehen; 

- 4 - 

7.  Es seien die Kosten ·für das bisherige Verfahren der Beschwerde-

gegnerin aufzuerlegen; 

8.  Es sei der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren eine 

angemessene Parteientschädigung zuzusprechen; 

9.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin, eventualiter des Staates. 

 Mit Datum vom 7. Oktober 2022 reichte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine 

Ergänzung ihrer Beschwerde ein (act. 7). Am 13. Oktober 2022 informierte 

C._____, Tochter der Beschwerdeführerin, dass die Demenz der Beschwerdefüh-

rerin medizinisch festgestellt sei, und reichte den Austrittsbericht des Spitals Zolli-

kerberg vom 26. September 2022 zu den Akten (act. 11 f.).  

 Die Kammer zog die Akten des Bezirksrats (act. 5/1-28, zitiert als BR act.) 

und der KESB (act. 4/342-355, zitiert als KESB act.; die restlichen KESB-Akten 

befinden sich noch beim Bundesgericht) von Amtes wegen bei und setzte der Ver-

fahrensbeiständin Frist an, um zum Sistierungsantrag Stellung zu nehmen 

(act. 14).  

5.   Während laufender Frist zur Stellungnahme meldete die Verfahrensbeistän-

din, dass die Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit verstorben sei. Mit Eingabe 

vom 9. November 2022 sandte sie eine Bestattungsanzeige der Gemeinde 

D._____, der letzten Wohnsitzgemeinde der Beschwerdeführerin, zu (act. 16 und 

17). Die KESB bestätigte mit schriftlicher Eingabe vom 10. November 2022 den 

Tod der Beschwerdeführerin (act. 18 f.). 

6.   Gemäss Bestattungsanzeige Nummer … der Gemeinde D._____ verstarb 

die Beschwerdeführerin am … [Wochentag], tt.mm.2022, im Pflegeheim E._____ 

in D._____. Die Beistandschaft endet von Gesetzes wegen mit dem Tod der be-

troffenen Person (Art. 399 Abs. 1 ZGB). Folglich besteht kein Interesse mehr an 

der Fortführung des Beschwerdeverfahrens, weshalb dieses als gegenstandslos 

geworden abzuschreiben ist (Art. 242 ZPO; BGer 5A_327/2016 vom 1. Mai 2017 

E. 3.4.2).  

- 5 - 

 

7.  

7.1.  Da der Kammer noch keine substantiellen Aufwände entstanden sind, ist auf 

die Erhebung einer Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfah-

ren zu verzichten.  

7.2.   Rechtsanwältin lic. iur. X._____ ist keine Parteientschädigung auszurichten. 

Das Gericht kann die Prozesskosten, zu welchen auch die Parteientschädigung 

zählt, nach Ermessen verteilen, wenn das Verfahren als gegenstandslos abge-

schrieben wird und das Gesetz nichts anderes vorsieht (Art. 107 Abs. 1 lit. e 

ZPO). Dabei ist grundsätzlich zu berücksichtigen, welche Partei Anlass zur Klage 

gegeben hat, welches der mutmassliche Prozessausgang gewesen wäre, welche 

Partei unnötigerweise Kosten verursacht hat und bei welcher Partei die Gründe 

eingetreten sind, die dazu geführt haben, dass das Verfahren gegenstandslos 

wurde (BGE 142 V 551 E. 8.2; BGer 5A_327/2016 vom 1. Mai 2017 E. 3.4.2). 

Diese Grundsätze gelten für das Zweiparteienverfahren. Das vorliegende Er-

wachsenenschutzverfahren untersteht indes der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Ins-

besondere handelt es sich bei der KESB und dem Bezirksrat nicht um Verfahren-

sparteien, wie Rechtsanwältin lic. iur. X._____ anzunehmen scheint, sondern um 

Vorinstanzen. Es besteht mangels gesetzlicher Grundlage kein Anspruch auf Aus-

richtung einer Parteientschädigung durch den Staat (vgl. BGE 140 III 385 E. 4). 

Eine Entschädigung aus der Staatskasse wird in der Praxis nur ausnahmsweise 

in ganz besonderen Fällen, etwa bei qualifizierten Fehlern, zugesprochen (vgl. 

etwa BGer 5A_932/2016 vom 24. Juli 2017 E. 2.2.4, OGer ZH PA200044 vom 10. 

November 2020 E. 5.1). Ein (qualifizierter) Fehler der Vorinstanzen ist nicht er-

sichtlich. Die Beschwerdeführerin litt seit längerem an körperlichen Beschwerden 

und befand sich deswegen im Pflegeheim E._____. Ihre Kinder sind bezüglich der 

Vertretung der Beschwerdeführerin in persönlichen, medizinischen, administrati-

ven und finanziellen Angelegenheiten uneinig. Die angeordnete Vertretungsbei-

standschaft mit Vermögensverwaltung scheint unter diesen Umständen bei sum-

marischer Betrachtung sachgerecht und verhältnismässig. Daran vermögen auch 

die von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ in ihrer Beschwerde vorgetragenen Ein-

- 6 - 

wände nichts zu ändern. Im Urteil des Bundesgericht vom 26. Oktober 2022 be-

treffend das Verfahren PQ210082 wurden die von ihr dort ebenfalls vorgebrach-

ten Vorwürfe rund um das Gutachten von Dr. med. B._____ und das Schreiben 

der Verfahrensbeiständin vom 2. September 2021 nicht geschützt. Die Gegen-

standslosigkeit des Beschwerdeverfahrens wurde durch den Tod der kranken und 

hoch betagten Beschwerdeführerin verursacht. Insgesamt fehlen damit die Vo-

raussetzungen, Rechtsanwältin lic. iur. X._____ aus der Staatskasse eine Partei-

entschädigung für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren auszurichten. 

7.3.   Als amtliche Verfahrensbeiständin hat Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ ge-

mäss Art. 404 Abs. 1 Satz 1 ZGB Anspruch auf eine angemessene Entschädi-

gung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen 

Person. Gemäss § 22 Abs. 1 EG KESR trägt die Kosten einer Beistandschaft jene 

Gemeinde, in der die betroffene Person zivilrechtlichen Wohnsitz hat, soweit Ent-

schädigung und Spesenersatz nicht aus dem Vermögen der betroffenen Person 

bezahlt werden können. Beim Tod der betroffenen Person können die Erbinnen 

und Erben bis zur Höhe der nach dem Schuldenabzug verbleibenden Erbschaft 

zur Nachzahlung der Kosten verpflichtet werden (§ 22 Abs. 3 EG KESR; vgl. 

BGE 143 III 183 E. 4.2.3). Eine gesetzliche Pflicht der öffentlichen Hand, die Kos-

ten der Verfahrensbeiständin vorweg zu tragen, lässt sich aus diesen Bestim-

mungen nicht ersehen. Die Erben sind daher zur Zahlung der Entschädigung der 

Verfahrensbeiständin zu verpflichten. Es handelt sich um eine Erbschaftsschuld, 

für welche die Erben solidarisch haften (Art. 603 Abs. 1 ZGB). 

 Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ verlangt eine Entschädigung von CHF 748.– 

für 3,4 Stunden sowie Spesen von CHF 18.30 (act. 22), zzgl. MWSt. damit insge-

samt CHF 825.30. Vom Tod der Beschwerdeführerin erfuhr sie erst kurz vor Ab-

lauf der ihr angesetzten Frist, nachdem sie mit Ausarbeitung der der Stellung-

nahme bereits begonnen hatte. Der geltend gemachte Aufwand scheint insge-

samt noch als angemessen. Die Entschädigung ist daher in der geltend gemach-

ten Höhe zuzusprechen. 

 

- 7 - 

 

8.    

8.1.  Betreffend die Auflage der Kosten des KESB-Verfahrens (inkl. Gutachten) ist 

festzuhalten, dass die Vorinstanz die Beschwerde auch in Bezug darauf abgewie-

sen hat (vgl. act. 9 E. 4.4.1. ff.). Die Beschwerde setzt sich mit der vorinstanzli-

chen Begründung in diesem Punkt nicht rechtsgenügend auseinander, so dass es 

damit sein Bewenden hat und die Kostenauflage der KESB nicht mehr zu über-

prüfen ist. Im Übrigen bleibt darauf hinzuweisen, dass die Kosten des KESB-

Verfahrens (inkl. Gutachten) – soweit ersichtlich – in diesem Verfahren ohne Ge-

genpartei gestützt auf § 60 EG KESR zu Recht der Beschwerdeführerin auferlegt 

wurden. Bezüglich der Höhe der entsprechenden Kosten fehlt in der Beschwerde 

sodann ein formeller und konkret bezifferter Antrag, weshalb auf diese Ausfüh-

rungen nicht einzugehen ist (act. 2 S. 2 f. und S. 76 f.).  

8.2. Die Vorinstanz hat ausgangsgemäss ihre Kosten der Beschwerdeführerin 

auferlegt und keine Parteientschädigungen zugesprochen (act. 9 Dispositiv-Ziff. II 

und III, recte III und IV). In Bezug auf die Auferlegung der Gerichtskosten und das 

Absehen von einer Parteientschädigung an Rechtsanwältin lic. iur. X._____ ist 

dies nicht zu beanstanden. Die KESB ist nicht Gegenpartei, wie die Beschwerde-

führerin meint, sondern Vorinstanz. Es gibt keinen Grund, dieser Kosten zu aufer-

legen. Die vorstehenden Erwägungen, wonach die Voraussetzungen für eine Par-

teientschädigung nicht erfüllt sind (E. 7.2), gelten mutatis mutandis auch hier. Die 

Beschwerdeführerin stellt sodann auch hier keinen formellen und konkreten An-

trag, auf welche Höhe die vorinstanzlichen Kosten zu reduzieren wären, weshalb 

auf diese Ausführungen nicht einzugehen ist (act. 2 S. 2 f und 77). Zudem erweist 

sich die vorinstanzliche Entscheidgebühr von CHF 1'000.– mit Blick auf den Ge-

bührenrahmen im Beschwerdeverfahren von CHF 300.– bis CHF 13'000.– (§ 40 

Abs. 3 EG KESR i.V.m. Art. 96 ZPO und §§ 5 und 12 GebV OG) ohne weiteres 

als angemessen.  

 

- 8 - 

 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

2. Auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr wird verzichtet. 

3. Die Erben der Beschwerdeführerin werden bis zur Höhe der nach dem 

Schuldenabzug verbleibenden Erbschaft gemäss § 22 Abs. 3 EG KESR so-

lidarisch verpflichtet, Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ für das zweitinstanzli-

che Beschwerdeverfahren eine Entschädigung von CHF 825.30 zu bezah-

len.  

4. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird keine Parteientschädigung zugespro-

chen. 

5. Schriftliche Mitteilung an Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, Rechtsanwältin lic. 

iur. X._____, die Beiständin F._____, C._____, G._____-strasse …, … Zü-

rich, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen sowie – un-

ter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Meilen, je ge-

gen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

- 9 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw T. Rumpel 
versandt am: 

	Beschluss vom 29. November 2022
	Erwägungen:
	1.   Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen (nachfolgend KESB) ordnete nach rund dreijährigem Verfahren mit Entscheid vom 22. Oktober 2021 für A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin), geboren tt.mm.1927, gestützt auf Art. 394 i.V.m. A...
	2.   Am 26. November 2021 erhob Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die Beschwerdeführerin gegen den Entscheid der KESB vom 22. Oktober 2021 Beschwerde beim Bezirksrat Meilen (BR act. 6). Sie beantragte im Wesentlichen, der Entscheid sei aufzuheben u...
	3.   Parallel wurde ein Erwachsenenschutzverfahren betreffend Entlassung der Verfahrensbeiständin geführt. Mit Urteil vom 12. Januar 2022 wies die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich die Beschwerde der Beschwerdeführerin, vertreten dur...
	4.   Am 7. Oktober 2022 legte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für die Beschwerdeführerin bei der Kammer Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats vom 31. August 2022 ein und stellte folgende Anträge (act. 2):
	5.   Während laufender Frist zur Stellungnahme meldete die Verfahrensbeiständin, dass die Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit verstorben sei. Mit Eingabe vom 9. November 2022 sandte sie eine Bestattungsanzeige der Gemeinde D._____, der letzten Wohn...
	6.   Gemäss Bestattungsanzeige Nummer … der Gemeinde D._____ verstarb die Beschwerdeführerin am … [Wochentag], tt.mm.2022, im Pflegeheim E._____ in D._____. Die Beistandschaft endet von Gesetzes wegen mit dem Tod der betroffenen Person (Art. 399 Abs. ...
	7.
	7.1.  Da der Kammer noch keine substantiellen Aufwände entstanden sind, ist auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren zu verzichten.
	7.2.   Rechtsanwältin lic. iur. X._____ ist keine Parteientschädigung auszurichten. Das Gericht kann die Prozesskosten, zu welchen auch die Parteientschädigung zählt, nach Ermessen verteilen, wenn das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird un...
	7.3.   Als amtliche Verfahrensbeiständin hat Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ gemäss Art. 404 Abs. 1 Satz 1 ZGB Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen Person. Gemäss § 22 Abs....
	Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ verlangt eine Entschädigung von CHF 748.– für 3,4 Stunden sowie Spesen von CHF 18.30 (act. 22), zzgl. MWSt. damit insgesamt CHF 825.30. Vom Tod der Beschwerdeführerin erfuhr sie erst kurz vor Ablauf der ihr angesetzte...
	8.
	8.1.  Betreffend die Auflage der Kosten des KESB-Verfahrens (inkl. Gutachten) ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Beschwerde auch in Bezug darauf abgewiesen hat (vgl. act. 9 E. 4.4.1. ff.). Die Beschwerde setzt sich mit der vorinstanzlichen Begr...
	8.2. Die Vorinstanz hat ausgangsgemäss ihre Kosten der Beschwerdeführerin auferlegt und keine Parteientschädigungen zugesprochen (act. 9 Dispositiv-Ziff. II und III, recte III und IV). In Bezug auf die Auferlegung der Gerichtskosten und das Absehen vo...

	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	2. Auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr wird verzichtet.
	3. Die Erben der Beschwerdeführerin werden bis zur Höhe der nach dem Schuldenabzug verbleibenden Erbschaft gemäss § 22 Abs. 3 EG KESR solidarisch verpflichtet, Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine Entschä...
	4. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, Rechtsanwältin lic. iur. X._____, die Beiständin F._____, C._____, G._____-strasse …, … Zürich, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen sowie – unter Rücksendung der einger...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...