# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21eb3fa7-d93c-5fb0-8782-4d75ae5a4b13
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.11.2023 S 2022 107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-107_2023-11-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

 SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 13. November 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2022 107

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Urteil S 2022 107

A. Der 1970 geborene A.________ meldete sich im April 2014 mit Hinweis auf einen 
Gehörschaden zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1), wor-
aufhin die IV-Stelle Zug am 6. Januar 2015 eine Anspruchsberechtigung verneinte (IV-act. 
21). Ende April 2016 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 
24). Die IV-Stelle gewährte ihm daraufhin Eingliederungsmassnahmen (u.a. eine Umschu-
lung zum Rehatechniker [Abschluss nicht bestanden]; vgl. IV-act. 96, 197, 250, 251). Am 
17. Januar 2018 erlitt A.________ eine Schulterdistorsion (Rotatorenmanschettenruptur 
rechts und SLAP-Läsion Grad IV [vgl. IV-act. 208 S. 100 ff.]), wobei die UVG-Versicherung 
ihre Leistungen unter Annahme einer vorübergehenden Verschlimmerung eines unfall-
fremden Vorzustandes infolge Erreichung des Status quo sine per 5. Juni 2018 einstellte 
(IV-act. 208 S. 189 ff.). Der Versicherte bezog vom 4. Mai 2019 bis 26. April 2020 (IV-act. 
99), vom 27. April bis 31. Mai 2020 (IV-act. 133) und vom 1. bis 30. Juni 2020 (IV-act. 161) 
Taggelder der Invalidenversicherung. Am 2. November 2020 erlitt der Versicherte erneut 
einen Unfall (dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts [vgl. IV-act. 205 S. 8 ff.]; Tag-
geld der Unfallversicherung bis 13. November 2021 [vgl. IV-act. 249 S. 2]). Die IV-Stelle 
informierte A.________ am 15. Dezember 2020 über den Abschluss des Eingliederungs-
auftrages (IV-act. 196; vgl. aber zur Kostenübernahme der Prüfungsgebühr für die im Sep-
tember 2021 wiederholte und erneut nicht bestandene Abschlussprüfung zum Rehatech-
niker [IV-act. 250, 251]). 

Mit Vorbescheid vom 17. März 2022 stellte die IV-Stelle dem Versicherten vom 1. Juni 
2018 bis 28. Februar 2019 und vom 1. November 2020 bis 31. Juli 2021 eine ganze Rente 
sowie vom 1. bis 31. August 2021 eine halbe Rente in Aussicht (IV-act. 252). Am 6. Juli 
2022 verfügte sie wie vorbeschieden (Bf-act. 1; IV-act. 257 i.V.m. 258). 

B. Dagegen liess A.________ am 7. September 2022 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die Verfügung vom 6. Juli 2022 sei aufzuhe-
ben und es sei ihm vom 1. Juni 2018 bis 31. März 2019 und vom 1. November 2020 bis 
31. Juli 2021 eine ganze sowie vom 1. bis 31. August 2021 eine halbe Rente zuzuspre-
chen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (act. 1). 

C. Der verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– bezahlte der Beschwerdeführer 
fristgerecht (act. 2, 3). 

D. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2022 auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

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Urteil S 2022 107

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2022 trat das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversiche-
rung (IVG; SR 831.20) in Kraft (Weiterentwicklung der IV, Änderungen vom 19. Juni 2020; 
wobei namentlich das stufenlose Rentensystem eingeführt wurde). Entsprechend den all-
gemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach 
der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem 
Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wech-
sel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin oder des 
Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung 
vom 19. Juni 2020. Gemäss lit. b Abs. 1 bleibt für Rentenbezügerinnen und -bezüger, de-
ren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkraft-
treten der Änderung zwar das 30., aber noch nicht das 55. Altersjahr vollendet haben, der 
bisherige Rentenanspruch so lange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) ändert. 

Zwar erging die hier angefochtene Verfügung erst nach dem 1. Januar 2022. Vorliegend 
steht indessen zur Diskussion, ob bereits vor diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf eine Ren-
te entstanden ist. Damit beurteilt sich die vorliegende Streitigkeit allein nach der bis zum 
31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage. Da der Beschwerdeführer (geb. 1970) zudem 
am 1. Januar 2022 zwar das 30., aber noch nicht das 55. Altersjahr vollendet hatte, bliebe 
ein Anspruch so lange bestehen, bis ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG eintritt 
(vgl. BGer 9C_499/2022 vom 29. Juni 2023 E. 4.1). 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes 
über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; 
BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). 
Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend ge-
stützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 6. Juli 

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Urteil S 2022 107

2022. Mit der am 7. September 2022 der Schweizerischen Post übergebenen Beschwer-
deschrift ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG – unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes vom 15. Juli bis und mit 15. August (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) – ge-
wahrt. Der Beschwerdeführer ist durch die Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde 
legitimiert. Die Beschwerdeschrift erfüllt sodann die übrigen formellen Anforderungen, 
womit auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Versicherten, wobei es nament-
lich um die Anwendung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung (IVV; SR 831.201) geht. Mithin ist zwischen den Parteien einzig der Anspruch auf ei-
ne ganze Rente für den Monat März 2019 umstritten. 

3.1 Nach der Rechtsprechung ist bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften 
oder befristeten Invalidenrente nebst der Revisionsbestimmung des Art. 17 Abs. 1 ATSG 
die Regelung in Art. 88a Abs. 1 IVV über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer 
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit analog anzuwenden, wenn – wie hier – noch vor Er-
lass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist 
(BGer 8C_94/2013 vom 8. Juli 2013 E. 4.1). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist namentlich eine 
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung 
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird (Satz 1). Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussicht-
lich weiterhin andauern wird (Satz 2). Im Regelfall ist für die Zukunft (pro futuro) abzu-
klären, ob eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit voraussichtlich längere Zeit Bestand 
haben wird (BGer 9C_23/2023 vom 21. August 2023 E. 5.1; 9C_1022/2012 vom 16. Mai 
2013 E. 3.3.1). 

3.2 Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an und 
gewährt oder bestätigt die bisherige höhere Rente drei Monate über die Veränderung des 
Gesundheitszustands hinaus. Auf die Einräumung einer Wartedauer bis zur Aufhebung ist 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur in Ausnahmefällen zu verzichten. Die 
"sofortige" Aufhebung rechtfertigte sich etwa, weil eine Verbesserung bereits seit gerau-
mer Zeit anzunehmen, der Zeitpunkt dieser Änderung der Arbeitsfähigkeit aber nirgends 
dokumentiert war (BGer 9C_603/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 4.2), oder weil sich der 
Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht annähernd genau bestimmen und erst gestützt auf das 

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Gutachten verbindlich und abweichend von der echtzeitlichen Aktenlage einschätzen liess 
(BGer 9C_810/2010 vom 16. September 2011 E. 4.2). In diesen Fällen wurde die Aufhe-
bung auf den Zeitpunkt der Begutachtung festgesetzt (zum Ganzen BGer 9C_23/2023 
vom 21. August 2023 E. 5.1; 8C_285/2020 vom 15. September 2020 E. 5.1; 9C_687/2018 
vom 16. Mai 2019 E. 2 und 8C_36/2019 vom 30. April 2019 E. 5). 

3.3 Gemäss Art. 19 Abs. 3 ATSG werden Renten und Hilflosenentschädigungen stets 
für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt. Eine Leistung, die eine vorange-
hende ablöst, wird erst für den Folgemonat ausgerichtet (vgl. in diesem Zusammenhang 
auch die Berechnungsweise des Bundesgerichts bei der Anwendung der Dreimonatsfrist 
von Art. 88a Abs. 1 IVV etwa in BGer 9C_23/2023 vom 21. August 2023, wo bei einer per 
Mitte Juni 2022 [zehn Wochen nach dem Eingriff vom 7. April 2022, also ca. 16. Juni 2022] 
eingetretenen Verbesserung der Rentenanspruch bis zum 30. September 2022 befristet 
bzw. per 1. Oktober 2022 aufgehoben wurde; vgl. hierzu im Übrigen auch das Kreisschrei-
ben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR], Stand 1. Juli 2022, Rz. 4102, wonach die Herabsetzung 
oder Aufhebung der Rente auf einen in Art. 88a Abs. 1 IVV genannten Zeitpunkt am ersten 
Tag des Folgemonats, nach Ablauf der Zeitspanne von drei Monaten, erfolgt).

4.
4.1 Der Beschwerdeführer stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, dass sich 
seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ab dem 3. Dezember 2019 (recte: 2018) von 0 % re-
spektive 25 % auf 60 % und ab dem 10. Dezember 2019 (recte: 2018) auf 70 % verbes-
sert habe. Damit könne in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV erst ab dem 3. respektive 
10. März 2020 [recte: 2019] davon ausgegangen werden, dass die Verbesserung anhal-
tend sei. In Anwendung von Art. 19 Abs. 3 ATSG ende der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers daher erst am 31. März 2020 [recte: 2019; act. 1 Rz. 10 ff.]. 

4.2 Die IV-Stelle führt in ihrer Verfügung vom 6. Juli 2022 aus, aufgrund des erlittenen 
Unfalls am 17. Januar 2018, welcher ab dem 6. Juni 2018 eine vollständige Arbeits- re-
spektive Erwerbsunfähigkeit begründet habe, habe der Versicherte bei einem Invaliditäts-
grad von 100 % ab dem 1. Juni 2018 Anspruch auf eine ganze Rente. Ab dem 14. Sep-
tember 2018 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %, ab dem 3. Dezember 2018 eine Ar-
beitsunfähigkeit von 40 % und ab dem 10. Dezember 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 
30 % vorgelegen. Aufgrund eines nicht mehr rentenbegründenden Invaliditätsgrades sei 
der Rentenanspruch nach einer dreimonatigen Wartezeit per Ende Februar 2019 aufzuhe-

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ben. Ab 22. Januar 2019 habe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Aufgrund ei-
nes weiteren Unfalles vom 2. November 2020, welcher zu einer erneuten vollständigen 
Arbeits- respektive Erwerbsunfähigkeit geführt habe, habe der Versicherte ab November 
2020 wieder Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Mai 2021 habe eine 50%ige und ab Juni 
2021 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vorgelegen. Der Rentenanspruch sei daher nach 
einer weiteren Wartezeit von drei Monaten (per Ende August 2021) wieder aufzuheben. 
Für den Monat August 2021 bestehe Anspruch auf eine halbe Rente (IV-act. 257). 

Vernehmlassend lässt die Beschwerdegegnerin anbringen, gemäss dem Wortlaut von 
Art. 88a Abs. 1 IVV gebe es für den Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung einer 
Leistung mehrere Kriterien, welche wahlweise erfüllt sein könnten. Davon, dass in jedem 
Fall drei Monate abgewartet werden müssten, sei im zitierten Artikel nicht die Rede. Unbe-
strittenermassen habe sich die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers am 
3. Dezember 2018 von 25 % auf 60 % und am 10. Dezember 2018 von 60 % auf 70 % 
verbessert. Ab dem 22. Januar 2019 habe eine weitere Verbesserung der Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit von 70 % auf 100 % konstatiert werden können. Eine Verschlechterung 
sei dann erst aufgrund der Folgen des Unfalles vom 2. November 2020 eingetreten. Damit 
werde aber klar, dass es eine kontinuierliche Tendenz zur dauerhaften Verbesserung der 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ab dem 3. Dezember 2018 gegeben habe, womit auch er-
stellt sei, dass im Sinne des Wortlauts von Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV davon habe ausge-
gangen werden können, dass die jeweiligen Verbesserungen der Erwerbsfähigkeit länger 
andauern würden bzw. dies auch getan hätten. Damit habe es keinen Grund gegeben, vol-
le drei Monate mit der Leistungsherabsetzung bzw. -aufhebung zu warten (act. 5 S. 3). 

5.
5.1 Wie sich aus der aufgeführten Rechtsprechung (E. 3.2 vorstehend) ergibt, wird auf 
die Gewährung der dreimonatigen Frist nach Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV nur ausnahms-
weise verzichtet. Eine der hierfür exemplarisch genannten Konstellationen liegt hier klar 
nicht vor. Die Beschwerdegegnerin stützte sich offenkundig auf die echtzeitliche Einschät-
zung des behandelnden Orthopäden (vgl. den Unfallschein vom 21. Januar 2019 [IV-
act. 68]), welcher den Beschwerdeführer am 6. Juni 2018 auch operiert hatte (IV-act. 208 
S. 100 ff.). Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit war damit nicht schon seit geraumer 
Zeit – ohne entsprechende Dokumentation – anzunehmen, vielmehr wurde die (stetige) 
Genesung echtzeitlich dokumentiert, worauf die IV-Stelle denn auch abgestellt hatte. Es 
liegt somit kein Fall vor, der eine "sofortige" Aufhebung der Rente rechtfertigen würde. 
Mithin ist vorliegend die Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV anzuwenden. Es 

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konnte damit erst ab dem 10. März 2019 angenommen werden, dass sich der Gesund-
heitszustand des Versicherten bezüglich der Schulterproblematik nachhaltig stabilisiert 
hatte (vgl. in diesem Sinne auch BGer 9C_23/2023 vom 21. August 2023 E. 5.2.2). Diese 
Verbesserung ist ab dem Folgemonat zu berücksichtigen (vgl. E. 3.3 vorstehend), sodass 
vorliegend ein Rentenanspruch bis Ende März 2019 besteht. 

5.2 Der Argumentation der IV-Stelle, die Frist von drei Monaten sei vorliegend nicht 
"voll" auszuschöpfen, kann nach dem Gesagten nicht gefolgt werden. Die IV-Stelle selbst 
wollte denn auch gemäss dem Wortlaut ihrer Verfügung vom 6. Juli 2022 die Dreimonats-
frist von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV (ursprünglich) eindeutig zur Anwendung bringen ("Auf-
grund eines nicht mehr rentenbegründenden IV-Grades ist der Rentenanspruch nach einer 
dreimonatigen Wartezeit per Ende Februar 2019 aufzuheben" [IV-act. 257 S. 1]). Die Be-
schwerdegegnerin bringt im vorliegenden Verfahren nicht (mehr) vor, dass der angebro-
chene Monat – gemäss offenbar geltender Praxis bei der IV-Stelle Zug (vgl. IV-act. 260) – 
bei der Fristberechnung mitzuzählen sei. Sie will nun stattdessen Art. 88a Abs. 1 Satz 1 
IVV angewendet wissen, was im vorliegenden Fall (wie vorstehend dargelegt) allerdings 
abzulehnen ist. Abgesehen davon ist auch der in der Verfügung vom 6. Juli 2022 – offen-
bar bewusst vorgenommenen – Berechnungsweise angesichts des vorstehend Ausgeführ-
ten (E. 3.3 vorne) zu widersprechen. Schon der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hatte mit E-Mail vom 28. Juli 2022 auf die anderslautende bundesgerichtliche Praxis hin-
gewiesen und sinngemäss um Wiedererwägung der Verfügung vom 6. Juli 2022 ersucht 
(IV-act. 259). Weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Verfügung vor diesem Hintergrund 
nicht (spätestens) im Rahmen der Vernehmlassung in Wiedererwägung gezogen hat, er-
schliesst sich nicht. 

5.3 Eine weitergehende Überprüfung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 
(bezüglich unbestritten gebliebener Bezugszeiten; vgl. BGE 125 V 413 E. 3b) drängt sich 
aufgrund der Aktenlage vorliegend nicht auf, zumal bei der Rentenreduktion per 1. August 
2021 (bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis 30. April 2021) und bei der Rentenaufhe-
bung per 31. August 2021 (bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit bis 31. Mai 2021 [vgl. zur 
Arbeitsfähigkeit: IV-act. 209 sowie 218 S. 10]) jeweils drei volle Monate abgewartet wur-
den.

6. Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Beschwerde damit als begründet 
und ist vollumfänglich gutzuheissen. Die Verfügung vom 6. Juli 2022 wird dahingehend 
abgeändert, als festgestellt wird, dass der Versicherte vom 1. Juni 2018 bis zum 31. März 

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2019 und vom 1. November 2020 bis zum 31. Juli 2021 Anspruch auf eine ganze sowie 
vom 1. bis zum 31. August 2021 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung 
hat. 

7.
7.1 Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG kosten-
pflichtig. Es ist demnach eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt 
wird und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu 
tragen ist. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– voll-
umfänglich zurückzuerstatten.

7.2 Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist zulasten der Beschwerdegegne-
rin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, welche ermessens-
weise auf pauschal Fr. 1'900.– (inkl. Barauslagen und MWST) festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 6. Juli 2022 dahinge-
hend abgeändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer vom 1. Juni 
2018 bis zum 31. März 2019 und vom 1. November 2020 bis zum 31. Juli 2021 
Anspruch auf eine ganze sowie vom 1. August 2021 bis zum 31. August 2021 An-
spruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben und der Beschwerdegegnerin 
auferlegt. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückzuerstatten.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine 
Parteientschädigung von Fr. 1'900.– (inkl. MWST und Barauslagen) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel; die Rück-
erstattung des Kostenvorschusses erfolgt nach Rechtskraft des Urteils), an die 
IV-Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 (im Dispositiv) an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 13. November 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin
versandt am