# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5ae5d25-afd7-5572-86fc-19a5f42ae4ca
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.07.2013 IV 2011/219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-219_2013-07-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/219

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.08.2019

Entscheiddatum: 12.07.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2013
Art. 28 IVG.Rentenanspruch. Beweiswert RAD-Untersuchungsbericht. 
Prüfung der Statusfrage (Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit im 
Gesundheitsfall) und Invaliditätsbemessung nach der vom Bundesgericht 
praktizierten gemischten Methode (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2013, IV 2011/219). Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 9C_650/2013.

Versicherungsrichterin Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam 

Lendfers und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Jorge Lopez

Entscheid vom 12. Juli 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Näscher, Alte Landstrasse 106, Postfach 

101, 9445 Rebstein,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.a  A.___ meldete sich am 11. Mai 2010 zum Leistungsbezug - berufliche 

Eingliederung und Rente - bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Sie befand sich 

zu diesem Zeitpunkt in einer stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik B.___ 

(IV-act. 2). Die Versicherte hatte eine Lehre als Bäckerin/Konditorin abgeschlossen (IV-

act. 11). Vom 30. Oktober 2006 bis 29. Oktober 2008 war sie bei der 

Arbeitslosenversicherung angemeldet gewesen (IV-act. 8).

A.b  Dr.med. C.___, Fachärztin FMH für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 

17. Mai 2010 eine idiopathische generalisierte Epilepsie mit/bei Status nach 

wiederholten Grand-Mal-Anfällen 2004, 2005, 2009 sowie am 10. März 2010 und 

rezidivierenden Absenzen, häufig durch mangelnde medikamentöse Compliance und 

Schlafmanko provoziert (IV-act. 13/3).

A.c  Gemäss einem FI-Gesprächsprotokoll des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 

der Invalidenversicherung vom 21. Mai 2010 nannte Dr.med. D.___, Allgemeine Innere 

Medizin FMH, die Diagnosen Epilepsie und Depression. Es lägen keine Organbefunde 

vor, die aus somatischer Sicht die Arbeitsfähigkeit quantitativ einschränkten: Körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien der Versicherten zumutbar, wobei aufgrund 

der Epilepsie die gängigen Einschränkungen, was Eigen- und Fremdgefährdung 

betreffe, zu beachten seien. Es bestünden erhebliche psychosoziale Probleme: Die 

Versicherte sei Hausfrau und habe Kinder zu versorgen, und sie fühle sich dabei vom 

Ehemann nicht geschätzt, was zu Streitereien führe; dazu kämen finanzielle 

Schwierigkeiten und Schlaflosigkeit (IV-act. 13/1 f.).

A.d  In einem Arztbericht zuhanden der IV-Stelle vom 16. Juni 2010 hielt die Neurologin 

Dr. C.___ fest, es sei aufgrund der Epilepsie zu vermeiden, dass die Versicherte 

Personenwagen lenke, Stapler fahre, potentiell gefährliche Maschinen bediene und 

Arbeiten in der Höhe oder Schichtarbeit verrichte. Als Hausfrau sei sie voll arbeitsfähig, 

mit der Ausnahme, dass sie nicht auf Leitern steigen sollte. Ein anfallsfreier Zustand sei 

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höchstwahrscheinlich erreichbar, wenn sie die Medikamente regelmässig einnehme (IV-

act. 15)

A.e  Anlässlich des stationären Aufenthalts ab dem 5. Mai 2010 in der Psychiatrischen 

Klinik B.___ stellte Dr.med. E.___, Oberarzt, am 28. Juni 2010 die Diagnosen einer 

rezidivierend depressiven Störung mit aktuell mittelschwerer Episode mit somatischem 

Syndrom (ICD-10: F33.11) auf dem Boden einer selbstunsicher vermeidenden und 

abhängigen Persönlichkeitsstruktur (ICD-10: Z73.1 gemäss RAD-Aktennotiz vom 6. Juli 

2010, IV-act. 19) und einer idiopathischen generalisierten Epilepsie (ICD-10: G40). Nach 

der am 1. Juli 2010 vorgesehenen Entlassung aus der Klinik sei beginnend von einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% in der bisherigen Tätigkeit auszugehen (IV-act. 18).

B.

B.a  Im Rahmen der Frühintervention wurde in einem FI-Triage-Protokoll vom 6. Juli 

2010 festgehalten, die angestammte Tätigkeit als Bäckerin/Konditorin sei der 

Versicherten nicht mehr möglich - dies aufgrund der Epilepsie. Die 

Eingliederungsberatung habe vorerst die Einstufung der Versicherten bezüglich 

Erwerbstätigkeit zu erfragen und je nachdem sei ein Anspruch auf Umschulung zu 

überprüfen (IV-act. 20).

B.b   Aus einem Assessmentgespräch vom 12. August 2010 ging hervor, dass die Ver­

sicherte mit Mühe die Lehre habe abschliessen können. Auch wenn sie sich daraufhin 

zu 100% beim RAV angemeldet habe, hätte sie sich gewünscht, eine 50%ige Stelle zu 

finden, weil sie schwanger geworden sei. Nach der Geburt der zweiten Tochter habe 

sie eine Zeit lang Unterstützung durch die Spitex erhalten. Nun schaffe sie es nur 

knapp, sich um die zwei Töchter zu kümmern, und sei dabei auf zusätzliche 

Unterstützung durch die Mutter, die Schwester und die Schwiegermutter angewiesen. 

Ein drittes Kind zu bekommen wäre für sie nicht ausgeschlossen, jedoch nicht bevor 

die anderen in den Kindergarten kommen würden. Die Versicherte sei davon überzeugt, 

zurzeit nicht arbeitsfähig zu sein; sie könne und wolle es auch nicht versuchen: Eine 

diesbezügliche Bedenkzeit lehne sie ab (IV-act. 25).

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B.c  Im FI-Ergebnis-Protokoll vom 17. August 2010 zog die Eingliederungsberaterin 

den Schluss, die Versicherte fühle sich subjektiv nicht arbeitsfähig und habe 

angegeben, sie wäre ohne Behinderung zu 50% erwerbstätig (IV-act. 26). In der Folge 

teilte die IV-Stelle der Versicherten am 18. August 2010 mit, dass keine 

Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 27).

B.d  Am 31. August 2010 erfolgte eine psychiatrische Untersuchung durch den 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung. Dr.med. F.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte im Bericht vom 29. September 2010 

folgende Diagnosen, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten: Leichte bis 

mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.0), dysthyme Entwicklung und 

Epilepsie. Hingegen würden folgende Diagnosen die Arbeitsfähigkeit nicht 

beeinflussen: Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) mit 

abhängigen und unreifen wie auch passiv aggressiven Zügen und Probleme mit Bezug 

auf sexuellen Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb des engeren 

Familienkreises (ICD 10: Z61.4, wohl: ICD 10: Z61.5). Der RAD-Psychiater konstatierte 

eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit insbesondere hinsichtlich psychischer 

Belastbarkeit, Durchhaltevermögen wie auch sozial mit Selbstabwertung und 

schwachem Selbstwertgefühl mit tendenziellem Rückzugsverhalten. Darüber hinaus 

lägen aber auch erhebliche psychosoziale Konflikte vor: innere Ablehnung der Kinder, 

problematische Beziehung zum Ehemann und unbearbeiteter sexueller Übergriff im 

Kindesalter. Ferner wirke sich die Epilepsie so aus, dass die Versicherte nicht in den 

Besitz eines Fahrausweises gelangen könne. Andererseits seien auch Zeichen eines 

passiv-aggressiven Widerstandes gegen Leistungsansprüche erkennbar, durch 

herabgesetzte Dynamik und Leben in einer Opferrolle kaschiert. Bei den geschilderten 

Einschränkungen sollte zunächst eine Arbeitsprobe im geschützten Rahmen mit einem 

Arbeitspensum von vier Stunden durchgeführt werden; danach sollte eine 

Beschäftigung auch auf dem ersten Arbeitsmarkt, beginnend mit 50%, möglich sein. 

Nicht in Betracht kämen selbst- und fremdgefährdende Arbeitsplätze, nämlich 

Tätigkeiten, die mit Bewegen eines angetriebenen Fahrzeuges, an laufenden 

Maschinen, auf Leitern und Gerüsten oder mit besonderer Aufmerksamkeits- und 

Kontrollverantwortung verbunden seien (IV-act. 29/3 f.).

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B.e  Gemäss ELAR-Notiz vom 6. Oktober 2010 erklärte die Versicherte gegenüber der 

IV-Stelle telefonisch, sie könne zurzeit aufgrund der Kinderbetreuung keine 

Arbeitstätigkeit aufnehmen - dies im Hinblick auf mögliche Eingliederungsmassnahmen 

(IV-act. 32).

B.f Am 5. November 2010 bestätigte die Versicherte, dass sie nach dem Lehrabschluss 

im Jahr 2006 nicht erwerbstätig gewesen sei. Sie habe dann bis 2007 diverse 

Bewerbungen als Verkäuferin bei mehreren Stellen eingereicht, könne aber keine 

entsprechenden Nachweise erbringen (IV-act. 35).

B.g  Am 21. Januar 2011 führte die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt durch. Die 

Versicherte gab dabei an, wenn sie gesund wäre, würde sie aus wirtschaftlichen 

Gründen und Freude am Arbeiten einer Erwerbstätigkeit bis zu 50% nachgehen - bei 

einem höheren Arbeitspensum wäre sie überfordert. Sie machte eine Einschränkung 

von 20,22% im Haushalt geltend, wobei die Abklärungsperson unter Hinweis auf die 

Mithilfe des Ehemannes - im Rahmen der Schadenmilderungspflicht - nur eine 

Einschränkung von 6,21% anerkannte. Die Abklärungsperson ging in ihren 

Schlussfolgerungen vom 18. März 2011 von einem Status der Versicherten als zu je 50 

% erwerbs- und im Haushalt tätig aus und berücksichtigte dabei keine Einbusse im 

Erwerbsbereich, so dass insgesamt ein Invaliditätsgrad von 3,1% resultierte (IV-

act. 39).

C.  

C.a   Mit Vorbescheid vom 30. März 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 3,1% einen Anspruch auf Rentenleistungen zu 

verneinen (IV-act. 42).

C.b  Dagegen erhob die Versicherte am 17. Mai 2011 Einwand mit der Begründung, 

ihre Aussage, sie wäre gerne zu 50% erwerbstätig, beziehe sich auf ihren jetzigen 

Gesundheitszustand; bei voller Gesundheit hätte sie ausserhäuslich zu 100% arbeiten 

wollen, was die RAV-Anmeldung im Jahre 2006 bestätige, als sie zu 100% 

vermittlungsfähig eingestuft worden sei. Demzufolge sei der Invaliditätsgrad bei ihr als 

Vollerwerbstätige zu ermitteln (IV-act. 45).

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C.c  Am 1. Juni 2011 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid. Sie hielt an 

der Qualifikation der Versicherten als zu je 50 % erwerbs- und im Haushalt tätig fest, 

weil dies der "Aussage der ersten Stunde" entspreche. Die Versicherte habe ab 2004 

bis 2006 eine Lehre absolviert und sei anschliessend nicht mehr ausserhäuslich 

erwerbstätig gewesen. Für die Qualifikation seien das bisherig ausgeübte Pensum, die 

Kinderbetreuung und die finanzielle Belastung berücksichtigt worden (IV-act. 47).

D.

D.a  Dagegen liess die Versicherte am 4. Juli 2011 Beschwerde erheben mit den 

Anträgen, die Verfügung vom 1. Juni 2011 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin 

sei ab 17. Mai 2010 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Abklärung des Sachverhaltes an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen, insbesondere sei eventualiter ein psychiatrisches Gutachten 

einzuholen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führt der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, der RAD-Psychiater 

lasse die Diagnose einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung ausser Acht, 

die sich erheblich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke: Die Beschwerdeführerin habe 

während ihrer Kindheit eine Vergewaltigung durchgemacht und leide infolgedessen 

unter Angstzuständen und Panikattacken, so dass sie auch bei kleinsten Aufgaben auf 

ständige Begleitung angewiesen sei. Der Umstand, dass sie bereits in ihrer Jugend 

einen Suizidversuch unternommen habe und bis heute insgesamt fünfmal solche 

Versuche geschehen seien, deute auf ein dauerhaftes psychisches Leiden hin, dessen 

Schwere mit einem Aufenthalt zur stationären psychiatrischen Behandlung in der Klinik 

B.___ nachgewiesen sei. Die geschätzte Arbeitsfähigkeit von 50% sei ihr und einem 

allfälligen Arbeitgeber in keiner Weise zumutbar: Da sie schnell bei gewöhnlichen 

Alltagssituationen an ihre Grenzen stosse, leide sie oft unter Nervenzusammenbrüchen. 

Es frage sich deshalb, wie sie den Anforderungen der Arbeitswelt, von Stress geprägt, 

gerecht werden könnte. Aufgrund ihrer Verhaltensstörung und ihrer Depression sei sie 

verlangsamt und neige zu Fehlleistungen. Ausserdem leide sie an Epilepsie und habe in 

den vergangenen Jahren wiederholt Grand-Mal-Anfälle gehabt, so dass ihre Sicherheit 

sowie die der anderen nicht gewährleistet seien. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit 

würde ihre (eigene) Gesundheit gefährden. Die Beschwerdeführerin sei obendrein 

wegen Absenzen, in welchen sie nicht ansprechbar sei, sowie Panikattacken als 

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Angestellte nicht tragbar. Auch den Haushalt könne sie alleine nicht führen: Sie sei auf 

eine Unterstützung angewiesen, die weit über die familiäre Beistandspflicht hinaus 

gehe, sodass sie mindestens zu 50% bei der Haushaltsführung eingeschränkt sei. Die 

Schlussfolgerung, dass die Beschwerdeführerin als zu 50% im erwerblichen Bereich 

und zu 50% im Haushalt tätig einzustufen sei, beruhe auf einer falschen Interpretation 

ihrer Aussagen; vielmehr sei sie im Gesundheitsfall als zu 100% oder zumindest zu 

80% Erwerbstätige zu qualifizieren. Daraus ergebe sich bei einer 100%igen 

Einschränkung als Erwerbstätige und einer 50%igen Einschränkung im Haushalt ein 

Invaliditätsgrad von 90% (act. G 1).

D.b   Die Beschwerdegegnerin macht mit Beschwerdeantwort vom 10. August 2011 

geltend, die Einschätzung einer Arbeitsunfähigkeit von 50% durch den RAD sei 

beweiskräftig und verdiene den Vorzug gegenüber der Selbsteinschätzung der 

Beschwerdeführerin. Die Qualifikation als zu 50% Erwerbstätige berücksichtige die 

Tatsache, dass die Kinder aufgrund ihres Alters eine intensive Betreuung benötigten 

und dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit 

weder arbeite noch eine Arbeitsstelle suche, weshalb eine Vollerwerbstätigkeit nicht 

den tatsächlichen Verhältnissen zu entsprechen scheine. Anlässlich der 

Haushaltsabklärung habe die Abklärungsperson die aus der Beistandspflicht des 

Ehegatten abgeleitete Schadenminderungspflicht miteinbezogen: Eine 

Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 6,21% erscheine rechtens, zumal die 

Beschwerdeführerin körperlich nicht eingeschränkt sei. Weil gegen den 

Einkommensvergleich nichts eingewendet werde, sei gemäss dem Rügeprinzip auf 

diesen nicht näher einzugehen. Der Gesamtinvaliditätsgrad betrage somit 3% 

(act. G 4).

D.c   Am 4. Oktober 2011 erstattete die Beschwerdeführerin eine Replik. Sie stellt sich 

auf den Standpunkt, der RAD-Bericht gehe nicht näher auf die erlittene Vergewaltigung 

sowie die daraus resultierende ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung ein und 

verkenne damit eine in der Vergangenheit vorhandene und immer noch aktuelle 

schwerwiegende Psychose. Ihr Gesundheitszustand habe sich zunehmend 

verschlechtert, seitdem sie die Lehre als Bäckerin-Konditorin absolviert habe. Die 

finanziellen Umstände und der Migrationshintergrund machten plausibel, dass sie im 

Gesundheitsfall zu 100% arbeiten würde (act. G 8).

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D.d  Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 auf die 

Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 10).

Erwägungen:

1. 

Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin abgelehnt. Streitig und vorliegend zu prüfen ist daher, ob diese 

Abweisung rechtmässig erfolgt ist.

1.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen, und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität.

1.2 Der Invaliditätsgrad bei im Gesundheitsfall erwerbstätigen Personen resultiert 

gemäss Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) aus dem Vergleich zwischen den möglichen Erwerbseinkommen ohne und mit 

Gesundheitsschaden im Sinn von Art. 16 ATSG. Soweit eine versicherte Person auch 

im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig wäre, wird darauf abgestellt, in welchem Mass sie 

behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei 

Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind, gilt 

Folgendes: Zunächst sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 

Aufgabenbereich festzulegen und danach ist der Invaliditätsgrad entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei einer 

Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der 

Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich erwerbstätig 

wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für 

Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27  der Verordnung über die Invalidenversicherung 

[IVV; SR 831.201]).

bis

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1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die 

Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

2.   

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Beschwerdeführerin, wäre sie 

gesund, nur zu 50% einer Erwerbstätigkeit nachginge und im Übrigen im eigenen 

Haushalt tätig wäre. Dagegen macht die Beschwerdeführerin geltend, diese 

Feststellung beruhe auf einer falschen Interpretation: Ihre Aussage anlässlich der 

Haushaltsabklärung, sie wäre zu 50% erwerbstätig, beziehe sich auf ihren aktuell 

beeinträchtigten Gesundheitszustand; wenn sie hingegen gesund wäre, wäre sie zu 

100% erwerbstätig. Deshalb ist zunächst zu prüfen, in welchem Umfang die 

Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall erwerbstätig gewesen wäre.

2.1  Der Status einer versicherten Person, das heisst die Antwort auf die Frage, ob sie 

im hypothetischen Gesundheitsfall als ganztägig oder teilweise erwerbstätig oder als 

nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen 

tatsächlich täte. Nicht von Belang ist, was ihr zumutbar gewesen wäre oder was sie 

gegebenenfalls tun könnte (BGE 133 V 508 E. 3.3). Zu berücksichtigen sind die 

persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige 

Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 

Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen. 

Massgebend sind die Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung 

entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 

ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 

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der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c; BGE 117 

V 194 f. E. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b, AHI 1996 S. 197 E. 1c, je mit 

Hinweisen).

2.2 Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/ Haushalt, am 

11. Oktober 2010 ausgefüllt, bejahte die Beschwerdeführerin die Frage, ob sie heute 

ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde - dies ohne Angabe eines 

konkreten Arbeitspensums. Wer die Betreuung der Kinder übernehmen würde, wusste 

sie nicht (IV-act. 33/2 f.). Im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 21. Januar 2011 

bejahte sie erneut die Frage der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall: Sie wäre aus 

finanziellen Gründen bzw. Freude am Arbeiten erwerbstätig und dies mit einem 

Pensum von 40%. Abklärungsperson und Beschwerdeführerin waren gemäss 

Würdigung vom 18. März 2011 so verblieben, dass letztere sich das Ausmass der 

hypothetischen Erwerbstätigkeit nochmals überlegen könne. Entsprechend führte die 

Beschwerdeführerin am 21. Februar 2011 handschriftlich aus, sie würde, wenn sie 

gesund wäre, wahrscheinlich 50% ausserhäuslich arbeiten - bei einem höheren 

Arbeitspensum wäre sie wohl überfordert (IV-act. 39/3, 6, 10).

2.3 Den Aussagen der versicherten Personen im Rahmen der Haushaltsabklärung, da 

noch nicht von möglichen versicherungsrechtlichen Überlegungen geprägt, ist 

rechtsprechungsgemäss erhöhtes Gewicht beizumessen; es sei denn, es bestehen 

Hinweise dafür, dass die versicherte Person die ihr gestellte Statusfrage nicht korrekt 

erfasst hat: Dies kann beispielsweise infolge sprachlicher Verständigungsprobleme 

geschehen oder bei Menschen, denen es schwer fallen dürfte, sich ein Leben und im 

Speziellen einen beruflichen Werdegang ohne Behinderung vorzustellen, weil sie seit 

Kindesalter an gesundheitlichen Gebrechen leiden (Urteil des Bundesgerichtes vom 

9. Oktober 2008, 8C_352/2008, E. 3.2.2). Dass die Beschwerdeführerin die Statusfrage 

falsch verstanden hätte, macht weder ihr Rechtsvertreter geltend, noch ist es aus den 

Akten ersichtlich.

2.4 Das Argument des Rechtvertreters der Beschwerdeführerin, diese habe sich - mit 

der Aussage betreffend Arbeitspensum von 50% - auf den aktuellen beeinträchtigten 

Gesundheitszustand bezogen, überzeugt nicht. Denn sie brachte zum einen keine 

entsprechende Rüge rechtzeitig zu Protokoll (IV-act. 39); zum anderen erklärte sie im 

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Rahmen der Eingliederungsmassnahmen, sie könne zurzeit keiner Erwerbstätigkeit 

nachgehen, weil sie keine Betreuungsmöglichkeit habe und deshalb zu Hause bei den 

Kindern bleiben müsse (IV-act. 32). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu 100% kann 

bei der Beschwerdeführerin nicht leichthin angenommen werden, waren die Töchter 

doch zur Zeit der angefochtenen Verfügung altersbedingt ( knapp zwei bzw. vier Jahre 

alt) erhöht betreuungsbedürftig (IV-act. 10). Ein höheres Erwerbspensum als 50% 

erscheint auch nicht plausibel im Lichte der geäusserten Absichten der 

Beschwerdeführerin, ihres früheren Verhaltens und ihrer Vorstellungen und Pläne zum 

Alltag: Die anfängliche beim RAV angegebene Vermittlungsfähigkeit von 100% ist nicht 

massgebend, die Beschwerdeführerin hat in der Tat nach dem Lehrabschluss nicht 

gearbeitet und gibt an, sie habe bereits damals aufgrund der ersten Schwangerschaft 

nicht mehr als zu 50% erwerbstätig sein wollen; mit dem zweiten Kind ist sie zwar 

überlastet, ein drittes Kind zu bekommen, wäre aber für sie denkbar, sobald die zwei 

Töchter im Kindergarten wären (IV-act. 25). Selbst wenn es zutreffen sollte, dass bei 

Menschen mit Migrationshintergrund die Vollerwerbstätigkeit von beiden Ehegatten 

üblich ist, ist dies nicht von Belang, weil es bei der Statusfrage auf die konkreten 

Lebensverhältnisse bzw. auf den Einzelfall ankommt. Eine Karriere als 

Vollerwerbstätige erweist sich vorliegend als unwahrscheinlich. Mit der Hypothese einer 

Teilzeitbeschäftigung hat die Beschwerdegegnerin den finanziellen Umständen der 

Familie (vgl. dazu IV-act. 39/3) genügend Rechnung getragen.

2.5 Mithin kann angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen 

Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich je hälftig erwerbs- und im Haushalt tätig 

wäre. Gestützt darauf hat die Beschwerdegegnerin die sogenannte gemischte Methode 

der Invaliditätsbemessung (Art. 28a Abs. 3 IVG) zu Recht angewendet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin stellte in medizinischer Hinsicht auf den psychiatrischen 

RAD-Untersuchungsbericht vom 29. September 2010 ab, wonach bei der 

Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe (IV-act. 29/4). Im 

Folgenden ist zu klären, ob der Sachverhalt auf dieser medizinischen Grundlage 

rechtsgenüglich erstellt ist.

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3.1 Der RAD-Psychiater Dr. F.___ machte mit dem Untersuchungsbericht vom 

29. September 2010 in erster Linie eine psychiatrische Standortbestimmung zur 

Klärung der Eingliederungsfähigkeit, er zog aber auch Schlussfolgerungen für die 

Arbeitsfähigkeit im Allgemeinen, indem er von einer anfänglichen, danach steigerbaren 

Arbeitsfähigkeit von 50% ausgeht (IV-act. 29/1 und 4). Die Sozialversicherungsgerichte 

haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die 

vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über 

die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende 

Klarheit besteht (vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

3.2 Das Bundesgericht hat in BGE 125 V 352 E. 3a Anforderungen an die 

Beweistauglichkeit von Arztberichten aufgestellt.

3.2.1 Vorliegend erstellte der RAD-Psychiater seinen Bericht in Kenntnis der 

vorhandenen Vorakten (vgl. IV-act. 13/1 f., IV-act. 19 f.) und nahm eine eigene 

psychiatrische Untersuchung vor. Die Tatsache, dass der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin - trotz Bedenken über die Schlussfolgerungen des RAD - sich 

grundsätzlich auf die Feststellungen seines Untersuchungsberichts stützt, zeigt, dass 

dieser im Sinn der Rechtsprechung für die streitigen Belange umfassend ist und die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt. Dass die Selbsteinschätzung der 

Beschwerdeführerin und die vom RAD geschätzte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

weit auseinandergehen, vermag die Beurteilung einer fachpsychiatrisch ausgewiesenen 

Medizinalperson nicht in Zweifel zu ziehen. Da die Beschwerdeführerin nicht nur unter 

affektiven Störungen (ICD-10: F30-F39), als psychische und Verhaltensstörungen 

(ICD-10: Kapitel V) eingeordnet, sondern auch unter einer Krankheit des 

Nervensystems (ICD-10: Kapitel VI) leidet, fragt es sich, ob eine neurologische 

Untersuchung angezeigt gewesen wäre. Dies ist aber zu verneinen, weil die psychische 

Problematik (leichte bis mittelgradige depressive Episode und Dysthymie) im 

Vordergrund steht (IV-act. 19) und die Epilepsie (ICD:10 G-40) gemäss fachärztlich 

neurologischer Stellungnahme der behandelnden Ärztin die Arbeitsfähigkeit nur 

qualitativ beeinträchtigt (vgl. IV-act. 15). Somit erübrigte sich eine bidisziplinäre 

Untersuchung. Die Feststellung, dass erhebliche psychosoziale Konflikte vorliegen, 

stimmt mit den Angaben der behandelnden Ärzte überein (vgl. IV-act. 13/1 f. und IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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act. 18) und rechtfertigt, dass diese sogenannt invaliditätsfremden Gesichtspunkte, 

welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus in der Regel unbeachtlich 

bleiben sollen, bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung ausgeklammert worden sind (vgl. 

Urteile des Bundesgerichtes vom 7. Mai 2010, 9C_651/2009, E. 5.1 und vom 6. Juni 

2011, 9C_1040/2010, E. 3.4.1). Nicht zuletzt legt der RAD-Psychiater nachvollziehbar 

dar, weshalb er zu seinen Schlussfolgerungen gekommen ist, so dass in formeller 

Hinsicht an seinem Untersuchungsbericht nichts zu beanstanden ist.

3.2.2 Was der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in inhaltlicher Hinsicht 

einwendet, vermag den Beweiswert des RAD-Untersuchungsberichts nicht zu 

entkräften. Denn er bringt einerseits keine Befunde von behandelnden Ärzten vor, die 

im Rahmen der RAD-Untersuchung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären; 

vielmehr begnügt er sich damit, die Auswirkung des festgehaltenen 

Gesundheitszustandes anders zu beurteilen. Es fällt hier ins Gewicht, dass die 

Beurteilungen durch die behandelnden Ärzte und jene durch den RAD-Psychiater im 

Wesentlichen nicht auseinandergehen. Andererseits kann gestützt auf die 

Feststellungen im RAD-Untersuchungsbericht nicht gesagt werden, dass der RAD-

Psychiater nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen zieht. Entgegen der Ansicht des 

Rechtsvertreters zeugt der stationäre Aufenthalt in der Klinik B.___ nicht von einer 

fortdauernd schweren psychischen Krankheit: Der Oberarzt Dr. med. E.___ ging nach 

der Entlassung aus der Klinik von einer zu steigernden Arbeitsfähigkeit ab 50% auf der 

Grundlage einer rezidivierend depressiven Störung mit aktuell mittelschwerer Episode 

aus (vgl. IV-act. 18/1). Die Behauptung, dass der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitstätigkeit in diesem Ausmass nicht zumutbar sei, beruht nicht auf einer 

fachärztlichen Feststellung. Sowohl Dr. E.___ als auch der RAD-Psychiater beziehen 

sich teilweise auf Belastungen, die in der ICD-10-Klassifikation mit Z-Kodierungen 

versehen sind und als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen 

Gesundheitsschadens fallen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes vom 4. Mai 2009, 

8C_570/2008, E. 4.2.5 mit Hinweis): Eine selbstunsicher vermeidende und abhängige 

Persönlichkeitsstruktur (ICD-10: Z73 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der 

Lebensbewältigung) und Persönlichkeitszüge und Probleme mit Bezug auf vermuteten 

sexuellen Missbrauch in der Kindheit (ICD-10: Z61 Kontaktanlässe mit Bezug auf 

Kindheitserlebnisse). Dass ein sexueller Missbrauch nach ICD-10: T74.2 (Verletzungen 

und bestimmte andere Folgen äusserer Ursachen [ICD-10: Kapitel XIX S00-T98]) vom 

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RAD-Psychiater nicht codiert wurde, lässt sich, soweit ersichtlich, dadurch erklären, 

dass der Vorfall erst zu einem späteren Zeitpunkt, anamnestisch festgestellt ist. Und 

wenn die Diagnose einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung vom RAD-

Psychiater als sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkend geschätzt wurde, erscheint 

dies vereinbar mit der Einschätzung von Dr. E.___, der eine depressive Störung als im 

Vordergrund erkennt, auf dem Boden einer vermeidenden und abhängigen 

Persönlichkeitsstruktur ohne Krankheitswert. Es kann nicht die Rede davon sein, dass 

die Diagnose ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung ausser Acht gelassen 

wurde. Die Kindheitserlebnisse und die Persönlichkeitsstruktur mögen zwar die 

depressive Störung und die dysthyme Entwicklung begünstigt haben; indessen hat der 

RAD-Psychiater die praktischen Folgen für die Arbeitsfähigkeit in seiner 

Gesamteinschätzung nicht ignoriert: Geringe psychische Belastbarkeit und 

mangelndes Durchhaltevermögen sowie Selbstabwertung und schwaches 

Selbstwertgefühl schränken nach seinen Aussagen die Arbeitsfähigkeit um 50% ein (IV-

act. 29/3 f.). Was die Epilepsie anbelangt, steht fachneurologisch fest, dass sie keine 

quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mitbringt und dass bei genügend 

Compliance der Beschwerdeführerin mit grosser Wahrscheinlichkeit ein anfallsfreier 

Zustand zu erreichen wäre (IV-act. 15).

3.3 Mithin kann bei der Bemessung der Invalidität im Erwerbsbereich auf die 

Einschätzung im RAD-Untersuchungsbericht vom 29. September 2010 abgestellt 

werden: Die Beschwerdeführerin ist demzufolge in einer beruflichen (ausserhäuslichen) 

adaptierten Tätigkeit (anfänglich) zu 50% eingeschränkt.

4. 

Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, soweit er 

unter Hinweis auf die Haushaltsabklärung vom 21. Januar 2011 ausführt, die 

Beschwerdeführerin sei mindestens zu 50% in der Haushaltführung eingeschränkt und 

die Mithilfe der Familie sei im erwarteten Ausmass nicht zumutbar (act. G 1).

4.1 Für den Beweiswert eines Berichts über die Abklärung im Haushalt einer 

versicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von 

Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person 

verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den 

aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und 

Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu 

berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht 

aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und 

angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in 

Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft dies alles 

zu, ist der Abklärungsbericht beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2). Sofern der 

Abklärungsbericht im Sinn der vorstehend genannten Rechtsprechung eine 

zuverlässige Entscheidungsgrundlage darstellt, greift das Gericht in das Ermessen der 

Abklärungsperson nur ein, wenn - etwa im Lichte einer ärztlichen Stellungnahme zur 

Arbeitsfähigkeit im Haushalt - klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte 

für die Unrichtigkeit der Abklärungsergebnisse (z.B. infolge von Widersprüchlichkeiten) 

vorliegen (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

Oktober 2007 i.S. T., I 246/05, E. 5.2.1 mit Hinweisen).

4.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt gegen den Abklärungsbericht 

keine konkreten Mängel vor. Vorliegend sind keine Hinweise gegen die Richtigkeit des 

Abklärungsergebnisses auszumachen, es sind vielmehr sämtliche notwendigen 

Kriterien für einen beweiskräftigen Bericht erfüllt: Der Zeitaufwand für die 

Haushaltsaufgaben und die entsprechende Einschränkung von 20.22% - 

Wohnungspflege, Wäsche und Kleiderpflege, Kinderbetreuung betreffend - wurden von 

einer dazu geschulten Abklärungsperson gemeinsam mit der Beschwerdeführerin 

sowie gestützt auf deren Angaben ermittelt und von dieser am 21. Februar 2011 

bestätigt. Zudem erscheint vertretbar, dass dem erwerbstätigen Ehemann ein Einsatz 

im Haushalt von etwa einer Stunde täglich (14% von 7.42 Stunden) zugemutet wird 

(vgl. IV-act. 39/6 und 10). Deshalb kann gemäss Haushaltsbericht von einer 

anerkannten Einschränkung im Haushalt von 6,21% ausgegangen werden. Bei einem 

Anteil im Haushalt von 50% ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad von 3,1 %.

5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Es bleibt der Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich anhand eines Einkommensvergleichs 

(Art. 16 ATSG) zu ermitteln: Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.1 Nach dem Lehrabschluss ist die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit 

nachgegangen, weshalb sich das Validen- und das Invalideneinkommen nicht 

verlässlich anhand konkreter Zahlen ermitteln lassen und dafür auf die Tabellenlöhne 

abzustellen ist. Die Beschwerdegegnerin nahm einen Einkommensvergleich vor, 

verkannte aber die berufliche Qualifikation der Beschwerdeführerin, indem sie sich 

sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen auf die Löhne für einfache 

und repetitive Tätigkeiten nach LSE (Anforderungsniveau 4) stützte. Bei der Ermittlung 

des Invaliditätsgrads sind vorliegend jedoch zwei verschiedene Vergleichsgrössen 

heranzuziehen: Zum einen hat die Beschwerdeführerin die Lehre als Bäckerin-

Konditorin abgeschlossen (IV-act. 11), und es wäre daher naheliegend, dass sie im 

Gesundheitsfall den gelernten Beruf ausgeübt hätte, weshalb das hypothetische 

Valideneinkommen gestützt auf die Löhne für Tätigkeiten, die Berufs- und 

Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3, Sektor 2 Produktion), zu 

bestimmen ist. Zum anderen ist es ihr nach Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung 

nicht mehr zumutbar, den gelernten Beruf auszuüben. Denn die Feststellung vom 

6. Juli 2010 im Rahmen der Frühintervention, dass die angestammte Tätigkeit als 

Bäckerin/Konditorin wegen Epilepsie nicht mehr möglich sei (IV-act. 20), lässt sich 

damit erklären, dass dieser Beruf Nacht- bzw. Schichtarbeiten erfordert, während die 

behandelnde Neurologin festhielt: "Um ein anfallsprovozierendes Schlafmanko 

vermeiden zu können, sind regelmässige Arbeitszeiten, möglichst keine Schichtarbeit 

von Vorteil" (IV-act. 15/2). Ohne besondere Qualifikation ist beim Invalideneinkommen 

auf das Anforderungsniveau 4 abzustellen.

5.2 Bei der Berechnung des Valideneinkommens ist somit vom Durchschnittslohn der 

Frauen im Sektor 2 Produktion "Herstellung von Nahrungsmitteln und Futtermitteln" mit 

Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) gemäss Tabelle TA1 der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamts für Statistik 

auszugehen, welcher monatlich Fr. 4'759.-- betrug. Der hieraus errechnete Jahreslohn 

von Fr. 57'108.-- (Fr. 4'759.-- x 12) basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die 

durchschnittliche branchenspezifische Arbeitszeit 2010, d.h. auf 42.2 Stunden 

aufzurechnen (Bundesamt für Statistik [BFS], Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach 

Wirtschaftsabteilungen), woraus sich ein Betrag von Fr. 60´249.-- ergibt.

5.3 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist Folgendes zu berücksichtigen: Im 

Jahr 2010 erzielten Frauen gemäss Tabelle TA 1 (Privater Sektor) im tiefsten 

Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) und bei einer Arbeitszeit von 

40 Wochenstunden einen Monatslohn in der Höhe von Fr. 4´230.--. Bei einer 

betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Wochenstunden ergibt sich ein 

Jahreslohn von Fr. 52´790.--.

5.3.1 Obwohl hier eine geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 50% in einer adaptierten 

Tätigkeit vorliegt, berücksichtigt die angefochtene Verfügung keine Einschränkung im 

Erwerbsbereich, weil die Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit jedenfalls nur einer 

Tätigkeit mit einem Pensum von 50% nachgehen würde (vgl. Feststellungsblatt vom 

24. März 2011, IV-act. 40). Naheliegend wäre gewesen, bei einem hälftigen 

Erwerbstätigkeitsanteil die medizinisch geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 50% 

anteilmässig einzubeziehen, so dass die Einschränkung in der ausserhäuslichen 

Erwerbstätigkeit im Rahmen der Gesamteinschätzung 25% ausmachen würde. Das 

Bundesgericht geht aber bei einem Teilpensum von 50% und einer Arbeitsfähigkeit von 

50% davon aus, dass die Einschränkung im Erwerbsbereich 0% sei, weil der 

versicherten Person eine volle Ausschöpfung ihrer Leistungsfähigkeit zuzumuten sei 

und dies dem Erwerbsanteil in solchen Fälle entspreche. Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen hat diese Berechnungsweise der gemischten Methode wiederholt 

beanstandet - dies ohne Erfolg (vgl. z.B. Urteil des EVG vom 2. März 2006, I 669/05, 

E. 6).

5.3.2 Nach der vom Bundesgericht praktizierten gemischten Methode kann sich hier 

keine zusätzliche Erwerbseinbusse aus der reduziert zumutbaren Arbeitsleistung 

ergeben, sondern allein aus der Tatsache, dass versicherte Personen aus 

behinderungsbedingten oder anderweitigen Umständen in der Regel das 

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durchschnittliche Lohnniveau gemäss statistischen Löhnen nicht erreichen, weshalb 

dieser Nachteil mit einem Abzug vom Tabellenlohn auszugleichen ist. Ein solcher 

Abzug erfolgt nicht automatisch, er ist vielmehr unter Würdigung der Gesamtumstände 

im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen und auf insgesamt 

höchstens 25% zu begrenzen (BGE 134 V 327f. E. 5.2; BGE 126 V 78ff. E. 5).

5.3.3 Zu klären wäre deshalb noch die Frage der Höhe des Tabellenabzugs bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens. Dies kann vorliegend offen bleiben: Selbst 

wenn anzunehmen wäre, dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer persönlichen 

Situation die Arbeitsfähigkeit von 50% auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könnte und dies mit dem 

maximal zulässigen Tabellenlohnabzug von 25% anzuerkennen wäre, würde daraus ein 

Invalideneinkommen von Fr. 19´796.-- (50% von Fr. 52´790.--x 0.75) resultieren. Wenn 

dieser Betrag in Beziehung zum Valideneinkommen von Fr. 30´124.-- (50% von Fr. 60

´249.--, vgl. obenstehend Erwägung 5.2) gesetzt würde, ergäbe dies eine 

Einkommenseinbusse in der Höhe von Fr. 10´328.--, was einen Invaliditätsgrad im 

Erwerbsbereich von 34.3% bzw. anteilmässig (nochmals mit 50% gewichtet nach 

höchstrichterlicher Rechtsprechung) von nur 17.1% ausmachen würde. Unter 

Berücksichtigung der Teilinvaliditätsgrade im Haushaltsbereich von 3.1% und im 

Erwerbsbereich von 17.1% würde sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 20.2% ergeben, 

aus welchem kein Anspruch auf Rente entstehen kann. Die Ablehnung des 

Leistungsbegehrens erweist sich damit im Ergebnis als richtig.

6.   

Nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" entsteht der Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn die erforderlichen Eingliederungsmassnahmen durchgeführt 

worden sind. Daraus folgt, dass die versicherte Person im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht an den zumutbaren Eingliederungsmassnahmen 

teilzunehmen hat. Vorliegend hat sich die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt für 

absolut arbeitsunfähig gehalten und daher keinen Arbeitsversuch aufnehmen wollen; 

eine diesbezügliche Bedenkzeit kam für sie nicht infrage (IV-act. 25/3). Da kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben ist, war die Beschwerdeführerin auch 

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nicht verpflichtet, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Sie hat aber Anspruch 

darauf und kann sich dafür jederzeit bei der Beschwerdegegnerin wieder anmelden.

7.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt hat. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie 

vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2013
	Art. 28 IVG.Rentenanspruch. Beweiswert RAD-Untersuchungsbericht. Prüfung der Statusfrage (Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit im Gesundheitsfall) und Invaliditätsbemessung nach der vom Bundesgericht praktizierten gemischten Methode (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2013, IV 2011/219). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_650/2013.

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	"9001 St.Gallen"
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