# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8d186b8-a76d-5429-964b-e56e1a7ecebc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.08.2008 C-8333/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8333-2007_2008-08-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8333/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Alberto Meuli (Vorsitz), Richterin Franzis-
ka Schneider, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser.

X._______GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, 
Postfach 2855, 8022 Zürich,
Vorinstanz.

Zwangsanschluss.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8333/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend die Auffangein-
richtung  oder  die  Vorinstanz)  die  X._______GmbH (nachfolgend  die 
Arbeitgeberin  oder  die  Beschwerdeführerin)  mit  Verfügung  vom  14. 
November  2007  rückwirkend  per  1.  April  2002  zwangsweise 
angeschlossen hat,

dass die Arbeitgeberin mit Eingabe vom 6. Dezember 2007 Beschwer-
de  gegen  die  Verfügung  der  Auffangeinrichtung  vom  14.  November 
2007 erhob mit dem Antrag, der Zwangsanschluss sei auf die Zeit vom 
1. September 2004 bis zum 31. Dezember 2005 zu beschränken, da 
sie einerseits für die Zeit davor, nämlich im Jahre 2002, bei der Sam-
melstiftung BVG der „Zürich“ Lebensversicherungs-Gesellschaft  versi-
chert gewesen sei und vom 1. Januar 2003 bis zum 31. August 2004 
keine BVG-pflichtigen Arbeitnehmer mehr bei  ihr  angestellt  gewesen 
seien, und sie andererseits für die Zeit danach, also ab dem 1. Januar 
2006  der  Pensionskasse  P._______  angeschlossen  sei.  Der  Be-
schwerde legte sie Belege zu den genannten Anschlüssen im Jahre 
2002 und ab dem Jahre 2006 bei,

dass die  Vorinstanz  mit  Vernehmlassung vom 30. Januar  2008 zwar 
beantragte, die Beschwerde sei vollumfänglich und unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen, 
in ihrer Begründung aber ausführte, der Zwangsanschluss sei entspre-
chend dem Beschwerdeantrag vom 1. September  2004 bis  zum 31. 
Dezember 2005 zu beschränken,

dass die Beschwerdeführerin mit  Replik vom 28. Mai 2008 ihren Be-
schwerdeantrag  bestätigte  und  zudem  beantragte,  dass  die  Verfah-
renskosten der Beschwedegegnerin aufzuerlegen seien. Darüber hin-
aus wies sie darauf hin, dass sie bereit sei, die Beschwerde zurückzu-
ziehen,  wenn die Vorinstanz eine Wiederwägungsverfügung erlassen 
sollte,

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 20. Juni 2008 auf eine Antragstel-
lung  verzichtete  und  an  ihrer  Veranlassung  mit  der  zeitlichen  Be-
schränkung des Zwangsanschlusses – in Abweichung von der ange-
fochtenen Verfügung – festhielt, allerdings unter Kostenfolge zu Lasten 
der Beschwerdeführerin,

Seite 2

C-8333/2007

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 33 Bst. h VGG Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) der Auffangeinrichtung als Vorinstanz 
im Bereiche der beruflichen Vorsorge (vgl. Art. 60 des Bundesgesetzes 
vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und In-
validenvorsorge [BVG, SR 831.40]) beurteilt, sofern – wie in casu - kei-
ne Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass  die  Beschwerdeführerin  frist-  und  formgerecht  (Art.  50  und  52 
VwVG) gegen die Verfügung vom 14. November 2007 Beschwerde er-
hoben hat, am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, durch 
die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwür-
diges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung hat, so dass sie 
zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und das Bundes-
verwaltungsgericht demzufolge auf das ergriffene Rechtsmittel eintre-
ten kann,

dass die Beschwerdeführerin  gegen den verfügten Zwangsanschluss 
an sich nichts einwendete, aber die festgelegte Zeitspanne (ab dem 1. 
Januar 2002 unbefristet) rügte,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung und Duplik - gestützt auf die 
von der Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde ins Recht gelegten 
Unterlagen  -  hinsichtlich  der  Begrenzung  des  Zwangsanschlusses 
trotz  anderslautendem  Antrag  sinngemäss  die  Gutheissung  der  Be-
schwerde  beantragte,  und  zwar  in  dem Sinne,  dass  der  Zwangsan-
schluss auf die Zeitspanne vom 1. September 2004 bis zum 31. De-
zember 2005 zu beschränken sei,

dass dieser Antrag dem Beschwerdeantrag entspricht,

dass das Bundesverwaltungsgericht keinen Anlass hat, vom überein-
stimmenden Antrag der Parteien abzuweichen, stützt sich dieser doch 
auf die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vorgelegten Unterlagen 
der  Sammelstiftung  BVG  der  „Zürich“  Lebensversicherungs-Gesell-
schaft und jene der Pensionskasse P._______,

dass die angefochtene Verfügung deshalb in dem Sinne zu ändern ist, 
dass der Zwangsanschluss der Beschwerdeführerin auf die Zeitspan-

Seite 3

C-8333/2007

ne vom 1. September 2004 bis zum 31. Dezember 2005 zu befristen 
ist, was zur Gutheissung der Beschwerde in diesem Punkt führt,

dass unter diesen Umständen zu prüfen ist, ob die angefochtene Ver-
fügung auch im Kostenpunkt abzuändern, eventuell aufzuheben ist,

dass dies nur der Fall sein kann, wenn der Zwangsanschluss zum Zeit-
punkt  des  Erlasses der  Verfügung (14. November  2007)  zu  Unrecht 
verfügt worden wäre,

dass vorliegend massgebend ist, dass die Beschwerdeführerin von der 
Vorinstanz mit Mahnschreiben vom 20. August 2007 bis zum 28. Sep-
tember und sodann bis Ende Oktober 2007 Gelegenheit erhalten hat-
te, sich zum angedrohten Zwangsanschluss durch Nachweis eines an-
derweitigen  Anschlusses  zu  äussern,  dies  mit  dem  ausdrücklichen 
Hinweis auf die Kostenfolgen des fehlenden Nachweises,

dass die Beschwerdeführerin es unterlassen hat, sich innert (erstreck-
ter) Frist zu äussern,

dass die Vorinstanz demnach gestützt auf Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG 
gezwungen war, eine Anschlussverfügung zu erlassen,

dass die Auferlegung der Verfügungskosten und der Gebühren durch 
die Vorinstanz gemäss Art. 3 Abs. 4 der Verordnung vom 28. August 
1989 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vor-
sorge (SR 831.434)  nicht  zu beanstanden ist  und diese Kosten und 
Gebühren mithin die der Vorinstanz durch die Nachlässigkeit der Be-
schwerdeführerin  verursachten  Verwaltungskosten  decken,  was  zur 
Abweisung der Beschwerde in diesem Punkt führt,

dass gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel 
der unterliegenden Partei auferlegt werden, wobei bei nur teilweisem 
Unterliegen die Verfahrenskosten zu ermässigen sind,

dass gemäss Abs. 2 von Art. 63 VwVG den Vorinstanzen keine Verfah-
renskosten auferlegt werden,

dass vorliegend die teilweise unterliegende Beschwerdeführerin  kos-
tenpflichtig wird,

Seite 4

C-8333/2007

dass die Verfahrenskosten gemäss dem Reglement vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen sind,

dass diese vorliegend entsprechend dem Ausgang des Verfahrens zu 
ermässigen sind und auf Fr. 400.-- festgelegt werden,

dass vorliegend der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin keine 
Parteientschädigung  zugesprochen  wird,  da  ihr  keine  hohen  Kosten 
entstanden sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In  teilweiser  Gutheissung der  Beschwerde wird die Dispositivziffer  1 
der Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 14. November 
2007 dahingehend geändert,  dass der Zwangsanschluss per 1. Sep-
tember  2004  erfolgt  und  bis  zum  31.  Dezember  2005  dauert.  Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die  ermässigten  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Be-
schwerdeführerin auferlegt. Der Betrag ist innert 20 Tagen nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskas-
se zu überweisen.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: EZ)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Jean-Marc Wichser

Seite 5

C-8333/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 6