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**Case Identifier:** 645e5fa2-e63f-5daa-a06c-eb4ec5c1464b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 21.01.2014 400 2013 216 (400 13 216)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_400-2013-216_2014-01-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

Vom 21. Januar 2014 (400 13 216) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilprozessrecht 

 

 

Ungenügende Berufungsbegründung 

 

 

Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader, Richter Edgar Schürmann (Ref.), 
Richter Dieter Freiburghaus; Gerichtsschreiber Hansruedi Zweifel 

  
 

Parteien  A.___, 
vertreten durch Advokat Dr. Armin Stieger, Rittergasse 12, 4051 Basel,  
Kläger und Berufungskläger 

  gegen 

  B.____,  
vertreten durch Advokat Moritz Gall, Elisabethenstrasse 28, Postfach 
425, 4010 Basel,  
Beklagte und Anschlussberufungsklägerin 

   

Gegenstand  Ehescheidung 
Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Arlesheim vom 
16. April 2013 

 
 

A. Mit Entscheid vom 16.04.2013 schied das Bezirksgericht Arlesheim die von den Ehegat-
ten am 07.09.2001 in I.____ geschlossene Ehe auf gemeinsames Begehren gemäss Art. 114 
ZGB (Ziff. 1). Es wurde festgestellt, dass keine Partei der anderen einen Beitrag an den nach-

 
 
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ehelichen Unterhalt zu leisten habe (Ziff. 2). Der Kläger wurde verpflichtet, der Beklagten aus 
Güterrecht CHF 89‘908.00 zu bezahlen (Ziff. 3). Das Gesamteigentum der Parteien an der Lie-
genschaft X.____, Nr. Y.____ des Grundbuchs Z.____, wurde aufgehoben und das Grund-
buchamt Binningen angewiesen, den Ehemann als Alleineigentümer der Liegenschaft X.____, 
Nr. Y.____ des Grundbuchs Z.____, einzutragen, dies gegen Übernahme der Grundpfand-
schuld in die alleinige Schuldpflicht (Ziff. 4). Es wurde festgestellt, dass beidseitig keine Ansprü-
che auf Freizügigkeitsguthaben bestünden (Ziff. 5). Das Gesuch der Beklagten um Bewilligung 
der unentgeltlichen Rechtspflege vom 28.08.2012 wurde abgewiesen (Ziff. 6). Die Gerichtsge-
bühr von CHF 5‘000.00 wurde beiden Parteien je zur Hälfte auferlegt. Ferner wurde angeord-
net, dass jede Partei für ihre eigenen Parteikosten aufzukommen habe (Ziff. 7). 

B. Gegen diesen Entscheid erhob der Kläger mit Eingabe vom 21.08.2013 Berufung und 
beantragte die Aufhebung von Ziff. 3 des Urteils sowie die Feststellung, dass die Parteien nach 
Rücknahme der Liegenschaft X.____, Nr. Y.____ des Grundbuchs Z.____, durch den Beru-
fungskläger güterrechtlich auseinandergesetzt seien, unter o/e Kostenfolge. Er begründete sei-
ne Anträge wie folgt:  
Kurz nach der Heirat hätten die Parteien am 02.10.2001 einen Ehe- und Erbvertrag abge-
schlossen und sich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Heirat dem Güterstand der beschränkten 
Gütergemeinschaft mit einer sehr einseitigen Ausgestaltung des Innenverhältnisses unterstellt. 
Das Vermögen der Berufungsbeklagten sei ihr Eigengut geblieben, wogegen das Vermögen 
des Berufungsklägers unter Einschluss seines Geschäfts zu Gesamtgut erklärt worden sei. Das 
Vermögen der Parteien habe zu Beginn der Ehe folgenden Stand gezeigt: An Aktiven habe der 
Ehemann über die Liegenschaft X.____, Nr. Y.____ des Grundbuchs Z.____, im Wert von CHF 
943‘380.00, belastet mit einer Hypothek von CHF 240‘000.00, über Wertschriften und Guthaben 
von CHF 241‘706.00 sowie über sein Geschäft in W.____ im Wert von CHF 103‘589.00 verfügt, 
was einen Saldo von CHF 1‘021‘675.00 ergebe. An Aktiven habe die Ehefrau über die Eigen-
tumswohnung U.____ in V.____ im Wert von CHF 265‘680, belastet mit einer Hypothek von 
CHF 209‘750.00, sowie über Wertschriften und Guthaben von CHF 77‘273.00 verfügt, was ei-
nen Saldo von CHF 133‘203.00 ergebe. Neben den Wertschriften und Guthaben des Beru-
fungsklägers seien im Wertschriftenverzeichnis pro 2001 auch diejenigen der Berufungsbeklag-
ten aufgeführt gewesen. Die Darstellung mache deutlich, dass es sich um zwei getrennte Ver-
mögensmassen handle.  
Hausbanken des Berufungsklägers seien die C.____ und die D.____ gewesen. Die Berufungs-
beklagte sei der E.____ zugetan gewesen. Inzwischen habe der Berufungskläger mit dem Ge-
schäft von der C.____ zur D.____ gewechselt. Da die Berufungsbeklagte eine Weile bei der 
E.____ angestellt gewesen sei, habe sie dort von vorteilhaften Konditionen profitiert und den 
Berufungskläger überredet, ein Compte-Joint-Konto bei diesem Institut zu eröffnen, auch um 
die Mittel bei einer Bank zu konzentrieren. Auf ihren Vorschlag habe der Berufungskläger ab 
April 2003 von seinem Geschäftskonto bei der D.____ monatlich CHF 10‘000.00 auf das besag-
te Konto bei der E.____ überwiesen. Später seien auch Mittel vom Anlagesparkonto bei der 
D.____ auf das Privatkonto bei der E.____ überwiesen worden.  
Die Berufungsbeklagte habe nicht nur volle Verfügungsgewalt über das Vermögen des Beru-
fungsklägers gehabt, sondern von ihm auch ein monatliches Haushaltsgeld in bar von 
CHF 3‘000.00 erhalten. Zusätzlich habe sie immer wieder Barbezüge vom gemeinsamen Konto 

 
 
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betätigt. Ein Gegenrecht habe nicht bestanden. Der Berufungskläger habe weder eine Voll-
macht auf ihren Konten noch Einsicht in ihre finanziellen Verhältnisse gehabt. Der Berufungs-
kläger sei sodann dem Vorschlag der Berufungsbeklagten gefolgt, seine Mittel zur E.____ zu 
transferieren, und habe seine Frau gewähren lassen, ab 2005 mit den gemeinschaftlichen Mit-
teln auf dem Compte-Joint-Konto an der Börse zu spielen. Als ihm die Einseitigkeit der finanzi-
ellen Verhältnisse bewusst geworden sei, habe er zwecks Rettung, was noch zu retten gewe-
sen sei, das Depot des Compte-Joint-Kontos auf ein Konto mit Einzelzeichnungsberechtigung 
übertragen.  
In der Steuererklärung 2010 habe der Berufungskläger F.____ Aktien und das G.____ Depot 
als Vermögenswerte aufgeführt, was zusammen CHF 75‘534.00 ergebe. Diese Vermögenswer-
te stammten aus dem Compte-Joint-Konto bei der E.____, welches am 28.11.2002 eröffnet 
worden sei, um die Mittel des Berufungsklägers auf der E.____ zu konzentrieren. Gespiesen 
worden sei es einzig aus den Konten, die dem Berufungskläger schon vor der Ehe gehört hät-
ten. Es handle sich nachvollziehbar um Vermögenswerte, die aus dem Eigentum des Beru-
fungsklägers stammten. Somit stellten diese Vermögenswerte Ersatzanschaffungen für das 
Eigengut des Berufungsklägers nach Art. 198 Ziff. 4 ZGB dar. Eine Forderung der Berufungs-
beklagten bestehe nicht.  
Die Parteien seien sich einig, dass der Berufungskläger den Vorgänger-Personenwagen der 
Marke H.____ mit in die Ehe gebracht habe. Dieser habe noch einen Wert von CHF 30‘000.00 
gehabt. Der neue Personenwagen der Marke H.____ sei 2003 für CHF 62‘000.00 erworben 
worden. Den Aufpreis von CHF 32‘000.00 habe das Gesamtgut finanziert. Aktuell habe der 
Personenwagen der Marke H.____ einen von den Parteien anerkannten Wert von 
CHF 20‘000.00. Unabhängig vom Wert stelle der neue Personenwagen der Marke H.____ Sur-
rogat dar, weshalb er dem Berufungskläger verbleibe, ohne dass die Berufungsbeklagte einen 
Ausgleichsanspruch habe.  
Dass die eheliche Liegenschaft 2002 mit neuen Fenstern ausgestattet worden sei und die Kos-
ten dieser Renovation von CHF 32‘500.00 aus den Eigenmitteln der Berufungsbeklagten be-
zahlt worden seien, sei unbestritten. Ein Mehrwert sei dadurch nicht entstanden. Er sei bereit, 
die Ersatzforderung der Berufungsbeklagten anzuerkennen, wenn diese sich im Gegenzug ver-
pflichte, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen bzw. Fenster, die zum Stil des Hauses 
passten, einbauen zu lassen.  
Der Betrag, welcher der Berufungsbeklagten aus der Entschädigung der Versicherung zustehe, 
sei mit CHF 9‘641.00 korrekt berechnet worden. Da die Berufungsbeklagte den Verlust durch 
den Diebstahl vom 08.11.2002 sehr bedauert habe, sei er bereit gewesen, noch vor Auszahlung 
der Versicherungssumme Ersatz zu kaufen. Am 16.11.2002 habe er der Berufungsbeklagten 
eine Uhr und ein Schmuckherz aus Gold als Ersatz für den gestohlenen Schmuck im Gesamt-
wert von CHF 10‘340.00 gekauft. Einen zusätzlichen Anspruch auf einen Teil der ausbezahlten 
Versicherungssumme habe sie nicht. 

C. Mit Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 04.10.2013 beantragte die Berufungs-
beklagte die vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids (Ziff. 1), die vollum-
fängliche Abweisung der Begehren des Klägers (Ziff. 2) und die Verpflichtung des Klägers, ihr 
aus Güterrecht CHF 195‘428.80 zu bezahlen (Ziff. 3). Eventualiter sei der Kläger zu verpflich-
ten, der Beklagten aus Güterrecht CHF 165‘428.80 zu zahlen und ihr die Hälfte des in der ehe-

 
 
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lichen Liegenschaft befindlichen Mobiliars herauszugeben (Ziff. 4). Ferner sei das Grundbuch-
amt anzuweisen, den Kläger als Alleineigentümer der Liegenschaft X.____, Nr. Y.____ des 
Grundbuchs Z.____, einzutragen, dies gegen Nachweis der Entlassung der Beklagten aus der 
Grundpfandschuld und der Bezahlung des Ausgleichungsbetrages gemäss Ziff. 3 bzw. 4 hiervor 
(Ziff. 5). Unter o/e Kostenfolgen zulasten des Klägers. Sie begründete ihre Anträge folgender-
massen:  
Der Kläger erläutere den Inhalt des Ehe- und Erbvertrags der Parteien korrekt. Der Kläger wie-
derhole in der Berufung die bereits in seiner Klage vorgenommene Vermögensaufstellung der 
Parteien zu Beginn der Ehe. Die Beklagte bestreite diese Aufstellungen noch immer und ver-
weise diesbezüglich auf ihre Klageantwort und Duplik. Wie bereits in der Klagebegründung ver-
suche der Kläger in der Berufung glaubhaft zu machen, die Beklagte habe ihn um sein Vermö-
gen gebracht. Dieser Versuch schlage fehl.  
Nun versuche er, in der Berufung nachträglich darzulegen, die in seiner Steuererklärung 2010 
aufgeführten F.____-Aktien und das G.____-Depot mit einem Vermögenswert von total 
CHF 75‘534.00 seien allein ihm zuzuweisen. Diese Vermögenswerte seien Gesamtgut der Par-
teien. Etwas Anderes hätte der Kläger innerhalb der Novenschranke substanziiert behaupten 
und beweisen müssen, da ihm der Beweis des Eigenguts obliege. Es sei dem Kläger im mass-
gebenden erstinstanzlichen Verfahren nicht gelungen, Vermögenswerte als sein Eigengut zu 
beweisen. Lediglich die eheliche Liegenschaft (exkl. Mobiliar) sei als sein Eigengut zu betrach-
ten.  
Während der Ehe hätten die Parteien CHF 100‘000.00 in die eheliche Liegenschaft zwecks Re-
novation investiert und dazu die Hypothek erhöht. Aufgrund der gesetzlichen Vermutung sei 
diese Investition aus dem Gesamtgut erfolgt, weshalb die Beklagte Anspruch auf 
CHF 50‘000.00 habe. Der Kläger habe in der Replik anerkannt, dass vom gemeinsamen Konto 
der Parteien bei der E.____ zusätzlich zu den erwähnten CHF 100‘000.00 mindestens 
CHF 40‘617.00 in eine neue Küche investiert worden seien. Diese Investition sei aus dem Ge-
samtgut erfolgt, weshalb die Beklagte einen Anspruch auf CHF 20‘308.50 habe. Der Kläger 
anerkenne auch, dass die Parteien aus dem Gesamtgut CHF 1‘056.00 in ein Cheminée der 
ehelichen Liegenschaft investiert hätten, woraus sich ein Anspruch der Beklagten auf 
CHF 528.00 ergebe. Aus Investitionen des Gesamtguts in die eheliche Liegenschaft habe die 
Beklagten daher Ansprüche von gesamthaft CHF 70‘836.50.  
Der Kläger habe anerkannt, den Personenwagen der Marke H.____ der Parteien aus Gesamt-
gut erworben zu haben. An der Hauptverhandlung seien sie sich einig gewesen, den für die 
Ehescheidung massgeblichen Verkehrswert auf CHF 20‘000.00 festzusetzen. Folglich habe die 
Beklagte einen Anspruch auf CHF 10‘000.00. Der Kläger habe die zum Zeitpunkt der Eingabe 
der Scheidungsklage vorhandenen Vermögenswerte von mindestens CHF 75‘534.00 (F.____-
Aktien und G.____-Depot) weder in der Klagebegründung noch in der Replik als Eigengut be-
ansprucht. An der Hauptverhandlung habe er diese Vermögenswerte gar als Gesamtgut be-
zeichnet. Die in der Berufung neu vorgebrachten und unbewiesenen Behauptungen des Klä-
gers seien nicht zu hören. Demgemäss habe die Beklagte daran einen Anspruch von mindes-
tens CHF 37‘767.00. Dass die Parteien während des Zusammenlebens die eheliche Liegen-
schaft neu eingerichtet hätten, sei unbestritten. Somit stelle das Mobiliar der ehelichen Liegen-
schaft Gesamtgut im Wert von CHF 60‘000.00 dar, woran die Beklagte einen hälftigen An-
spruch habe, allenfalls in Natura. Unter dem Titel „übriges“ Gesamtgut habe die Beklagte des-

 
 
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halb Ansprüche von mindestens CHF 77‘767.00, ev. von CHF 47‘767.00 zzgl. die Hälfte des 
Mobiliars in Natura.  
Der Kläger habe anerkannt, dass die Investition in die Fenster der ehelichen Liegenschaft in der 
Höhe von CHF 37‘211.30 aus dem Eigengut der Beklagten erfolgt sei, weshalb er der Beklag-
ten ihr Eigengut in dieser Höhe herauszugeben habe. Bezüglich der Versicherungssumme im 
Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl habe der Kläger auch anerkannt, dass 
CHF 9‘614.00 der Beklagten zukämen und somit ihr Eigengut seien. Die von ihm geltend ge-
machte Verrechnung sei mangels substanziierter Behauptung und Beweisführung nicht zu hö-
ren. Vielmehr habe er der Beklagten ihr Eigengut von CHF 9‘614.00 herauszugeben. Gesamt-
haft habe die Beklagte aus Eigengut somit einen Anspruch von CHF 46‘825.30. 

D. Mit Anschlussberufungsantwort vom 07.11.2013 beantragte der Berufungskläger die Ab-
weisung der Anschlussberufung und hielt an den Berufungsanträgen fest.  
Der Kläger habe in der Berufung nochmals verdeutlicht, dass die in seiner Steuererklärung 
2010 aufgeführten F.____-Aktien und das G.____-Depot mit einem Vermögenswert von total 
CHF 75‘534.00 nachvollziehbar Ersatzanschaffungen für das Eigengut des Berufungsklägers 
darstellten.  
Dass die Hypothek zwecks Renovation der ehelichen Liegenschaft um CHF 100‘000.00 erhöht 
worden sei, sei unbestritten. Diese Hypothek belaste diejenige Gütermasse, welcher die Lie-
genschaft zugeordnet sei, also das Eigengut des Klägers bei Rücknahme der Liegenschaft. 
Eine güterrechtliche Ersatzforderung der Beklagten sei nicht ersichtlich. Der Kläger bestreite, in 
der Replik anerkannt zu haben, dass in die Küche zusätzliche Mittel investiert worden seien, 
welche die CHF 100‘000.00 aus der erhöhten Hypothek überstiegen hätten. Es sei kein neues 
Cheminée gebaut worden, sondern es habe sich lediglich um Unterhalt gehandelt. Auch hier 
müsse die Beklagte beweisen, dass die für das Cheminée verwendeten Mittel nicht aus der 
Erhöhung der Hypothek stammten. Somit bestünden keine Ansprüche der Beklagten aus Inves-
titionen des Gesamtguts in die ehelichen Liegenschaft.  
Der Personenwagen der Marke H.____ bleibe als Surrogat dem Kläger, wobei zur Begründung 
auf die Ausführungen in der Berufung verwiesen werde. Ein Anspruch der Beklagten aus den 
F.____-Aktien und dem G.____-Depot werde bestritten. Die Liegenschaft sei bereits vor der 
Hochzeit mit der Beklagten möbliert gewesen, weshalb das Mobiliar Eigengut bzw. Surrogat 
des Klägers darstelle. Der Wert des Mobiliars sei daher nicht von Belang. Der in der Anschluss-
berufung festgesetzte Wert von CHF 60‘000.00 werde bestritten. Der Kläger bestreite somit 
jegliche von der Beklagten unter dem Titel „übriges“ Gesamtgut geltend gemachten Ansprüche.
  
Bezüglich Investitionen in die Fenster und bezüglich Versicherungssumme werde auf die Beru-
fung verwiesen. 

E. Zur Verhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht, sind die Parteien mit den 
ihre rubrizierten Rechtsvertreter substituierenden Advokatinnen erschienen. Beide Parteien hiel-
ten an ihren Anträgen fest. 

Erwägungen 

 
 
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1.1 Erstinstanzliche Endentscheide sind gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO mit Berufung an-
fechtbar, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung gemäss Art. 308 Abs. 2 
ZPO nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren min-
destens CHF 10'000.00 beträgt. Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert CHF 89‘908.00, 
womit das Streitwerterfordernis klar erfüllt ist. Die Berufung ist gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO 
innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit der nach-
träglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen. Der 
schriftlich begründete Entscheid des Bezirksgerichts Arlesheim vom 16.04.2013 wurde dem 
Kläger am 21.06.2013 zugestellt. Unter Berücksichtigung der Sommergerichtsferien gemäss 
Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO ist die Rechtsmittelfrist durch die am 21.08.2013 der Post übergebene 
Berufung somit gewahrt. Der Kostenvorschuss für das Rechtsmittelverfahren wurde ebenfalls 
rechtzeitig bezahlt. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreierkammer der Abteilung Zivil-
recht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide der Dreier-
kammern der Bezirksgerichte sachlich zuständig. 

1.2 Die Zulässigkeitsvoraussetzungen der Berufung sind von Amtes wegen zu prüfen (vgl. 
Art. 60 ZPO). Das Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht, hat daher im Folgenden zu prüfen, ob 
die Berufung nebst den formellen auch den inhaltlichen Anforderungen zu genügen vermag. 
Obwohl die ZPO die Berufungsanträge nicht ausdrücklich erwähnt, geht das Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, mit Lehre und Rechtsprechung einig, dass die Berufung 
solche enthalten muss. Dies ergibt sich aus der Begründungspflicht, da eine Begründung not-
wendigerweise Anträge voraussetzt, welche mit der Begründung substanziiert werden, sowie 
aus Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO, welcher auch für die Rechtsmittelschrift analog zur Anwendung 
kommt, wie auch aus der (grundsätzlich) reformatorischen Natur der Berufung (vgl. BGE 
137 III 617, E. 4.2.2; BGE 138 III 216 E. 2.3; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Thomas Sutter-
Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 311 N 33 ff.; Ivo W. Hungerbühler, 
in: Alexander Brunner/Dominik Gasser/Ivo Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 311 N 14 ff.; Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zü-
rich/Basel/Genf 2013, 2. Kap., § 11, N 872 ff.). Aus dem Rechtsbegehren muss sich ergeben, 
inwieweit die Angelegenheit weiterhin im Streite liegt. Die Berufungsanträge müssen so be-
stimmt sein, dass sie im Falle der Gutheissung der Berufung unverändert zum Urteil der Beru-
fungsinstanz erhoben werden können (vgl. BGE 137 III 617, E. 4.3).  
Das Berufungsbegehren gemäss Berufungsbegründung vom 21.08.2013 erfüllt die von Lehre 
und Rechtsprechung postulierten Voraussetzungen an ein hinreichendes Rechtsbegehren voll-
umfänglich. 

1.3 Zudem sind die Berufungsanträge gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO schriftlich zu begründen. 
In der Berufungsbegründung ist darzulegen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid 
falsch ist und deshalb abgeändert werden muss. Die ZPO legt nicht ausdrücklich fest, welchen 
Anforderungen die Begründung zu genügen hat. Verlangt ist im Sinne einer sogenannten Be-
gründungslast, dass sich die Berufung führende Partei sachbezogen mit den Entscheidgründen 
des erstinstanzlichen Entscheides auseinandersetzt, dass sie also dem Berufungsgericht er-
kennbar im Wesentlichen darlegt, inwiefern von der ersten Instanz Recht falsch angewendet 

 
 
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und welcher Sachverhalt unrichtig festgestellt worden sein soll (vgl. Art. 310 ZPO). Der gesetzli-
chen Begründungslast im Sinne einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Entscheid der 
ersten Instanz genügen daher in einer Berufungsschrift weder blosse Wiederholungen der ei-
genen Vorbringen vor erster Instanz, die von dieser bereits abgehandelt wurden, noch blosse 
Verweise in der Berufungsschrift auf die eigenen Sachdarstellungen vor der ersten Instanz. Un-
genügend ist sodann bloss allgemeine formelhafte Kritik an den erstinstanzlichen Erwägungen, 
wie z.B. diese seien falsch, rechtswidrig oder willkürlich, ohne dass zugleich dargetan wird, wa-
rum dem aus der Sicht der Berufung führenden Partei so sein soll. In der Begründung ist nicht 
nur darzutun, weshalb das Verfahren so ausgehen sollte, wie der Rechtsmittelkläger dies will. 
Es ist eben auch aufzuzeigen, weshalb der vorinstanzliche Entscheid fehlerhaft ist bzw. wes-
halb zulässige Noven oder die neuen Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Der Be-
rufungskläger hat die von ihm kritisierten Passagen des Entscheides wie auch die Dossierunter-
lagen, auf die er seine Kritik stützt, genau zu bezeichnen. Die Rechtsmittelinstanz muss nicht 
nach allen denkbaren möglichen Fehler eigenständig forschen (Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 
N 36; Oliver M. Kunz, in: Oliver M. Kunz/Urs H. Hoffmann-Nowotny/Demian Stauber, ZPO-
Rechtsmittel Berufung und Beschwerde, Kommentar zu den Art. 308-327a ZPO, Basel 2013, 
Art. 311 N 82 ff.; Hungerbühler, a.a.O., Art. 311 N 27 ff.). Bei Laien genügt eine sinngemässe 
Auseinandersetzung, aus der ersichtlich ist, was ihrer Auffassung nach am vorinstanzlichen 
Entscheid falsch ist und korrigiert werden soll (Seiler, a.a.O., 2. Kap., § 11, N 893). Die Anset-
zung einer Nachfrist nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bei fehlender oder mangelhafter Begrün-
dung des Rechtsmittels ist ausgeschlossen, andernfalls die gesetzlich vorgesehene Berufungs-
frist unterlaufen werden könnte (Seiler, a.a.O., 2. Kap., § 11, N 918).  
Da der Berufungskläger durch einen im Anwaltsregister eingetragenen, berufsmässigen Vertre-
ter rechtsverbeiständet ist, gilt ein strengerer Beurteilungsmassstab bezüglich des Vorliegens 
einer hinreichenden Begründung als bei einem juristischen Laien. Die Berufungsbegründung 
kritisiert weder die Feststellung des Sachverhalts noch die Rechtsanwendung durch die Vo-
rinstanz, sondern lässt jegliche Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid ver-
missen. Der Berufungskläger nimmt auch weder explizit noch implizit Bezug auf einen der ge-
setzlichen Berufungsgründe gemäss Art. 310 ZPO. Er begnügt sich vielmehr damit, in der Beru-
fungsbegründung über weite Teile die bereits im erstinstanzlichen Schriftenwechsel gemachten 
Vorbringen zu wiederholen. Soweit er darüber hinausgeht, werden neue Tatsachenbehauptun-
gen aufgestellt, ohne dass dargetan wird, ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO 
überhaupt erfüllt sind (vgl. dazu Berufungsbegründung Ziff. 23-25). Die gesetzlichen Vorausset-
zungen der zitierten Vorschrift liegen offenkundig nicht vor, was auch die Gegenpartei zu Recht 
bemerkt hat. Die vorliegende Begründung ist somit ohne jegliche Hinweise, inwiefern der vo-
rinstanzliche Entscheid an einem Berufungsgrund kranke, erfolgt. Es ist wie gesagt nach dem 
Rechtsmittelsystem der ZPO nicht Aufgabe der Berufungsinstanz, nach dem allfälligen Vorlie-
gen von Berufungsgründen von Amtes wegen zu forschen, zumal für die güterrechtliche Ausei-
nandersetzung gemäss Art. 277 Abs. 1 ZPO der Verhandlungsgrundsatz gilt. Mangels jeglicher 
Bezugnahme auf den vorinstanzlichen Entscheid erweist sich die Berufungsbegründung vom 
21.08.2013 als ungenügend, weshalb auf die Berufung des Klägers nicht einzutreten ist. 

2. Laut Art. 313 Abs. 2 lit. a ZPO fällt die Anschlussberufung dahin, wenn die Rechtsmittel-
instanz nicht auf die Berufung eintritt. Als Folge des Nichteintretens auf die Berufung gemäss 

 
 
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den Erwägungen unter Ziff. 1 hiervor wird die Anschlussberufung der Beklagten vom 
04.10.2013 hinfällig, weshalb sie als gegenstandslos abzuschreiben ist (vgl. Peter Reetz/Sarah 
Hilber, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 313 N 47; Sei-
ler, a.a.O., 2. Kap., § 16, N 1486). 

3. Es bleibt über die Verteilung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu entscheiden. 
Grundsätzlich werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt, wobei bei Nicht-
eintreten die klagende Partei als unterliegend gilt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hingegen gestattet 
Art. 107 Abs. 1 ZPO in gewissen Verfahren die Verteilung der Prozesskosten nach Ermessen, 
so u.a. in familienrechtlichen Verfahren (lit. c), bei Abschreibung des Verfahrens zufolge Ge-
genstandslosigkeit, wenn das Gesetz nichts anderes vorsieht (lit. e) und beim Vorliegen beson-
derer Umstände, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen 
lassen (lit. f).  
Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens wären die Prozesskosten grundsätz-
lich dem Berufungskläger aufzuerlegen, weil auf die Berufung nicht eingetreten werden kann 
und der Berufungskläger damit die Gegenstandslosigkeit der Anschlussberufung verursacht hat 
(vgl. Reetz/Hilber, a.a.O., Art. 313 N 47 und 59; Seiler, a.a.O., 2. Kap., § 16, N 1486 und 1573). 
Hingegen betrifft die vorliegende Berufung die streitigen Folgen einer Ehescheidung und damit 
ein familienrechtliches Verfahren, womit eine Fallgruppe vorliegt, in welcher von den Regelver-
teilungsgrundsätzen abgewichen werden kann. Dieses Ermessen besteht in familienrechtlichen 
Verfahren unabhängig davon, ob ein Prozess- oder ein Sachentscheid getroffen wird. Ein weite-
rer Grund für eine ermessensweise Prozesskostenverteilung besteht darin, dass für die Verfah-
rensabschreibung einer Anschlussberufung zufolge Gegenstandslosigkeit keine besonderen 
Gesetzesvorschriften über die Kostenverteilung bestehen. Folglich kann neben der Veranlas-
sung der Gegenstandslosigkeit auch der mutmassliche Prozessausgang berücksichtigt werden 
(vgl. David Jenny, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 
Art. 107 N 16). In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass auch die Anschlussberufung 
mangelhaft erscheint: Zum Einen findet in der Begründung der Anschlussberufung - abgesehen 
von der Kritik an der Vorinstanz bezüglich der Nichtanordnung einer Expertise über den Wert 
des in der ehelichen Liegenschaft befindlichen Mobiliars (vgl. dazu Berufungsantwort Ziff. 18) - 
keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid statt. Zum Anderen 
bestehen offenkundige Widersprüche zwischen den einzelnen Rechtsbegehren der Anschluss-
berufungsklägerin. Wenn sie die vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids 
ohne Neubegehren hinsichtlich des Scheidungspunktes beantragt, würde die Ehe der Parteien 
gar nicht geschieden, weshalb Hauptanträge zum Güterrecht gar keinen Sinn ergeben. Diese 
wären nur für den Fall, dass das Kantonsgericht Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheids entge-
gen dem Antrag der Anschlussberufungsklägerin nicht aufhebt, als Eventualanträge zu formu-
lieren gewesen. Zudem wurde die Scheidung auf gemeinsames Begehren ausgesprochen, 
weshalb die Anschlussberufungsklägerin durch Ziff. 1 des vorinstanzlichen Urteils ohnehin nicht 
beschwert ist. Ein erfolgreicher Prozessausgang für die Anschlussberufungsklägerin wäre damit 
mehr als fraglich gewesen. Aufgrund dieser Umstände erscheint eine alleinige Tragung der 
Prozesskosten durch den Berufungskläger als unbillig. Das Kantonsgericht erachtet es deshalb 

 
 
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für angemessen, dass die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von den Parteien je hälftig 
getragen werden und jede Partei die Kosten der berufsmässigen Vertretung im Berufungsver-
fahrens selbst trägt. Die Entscheidgebühr wird in Anwendung von § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 
lit. i GebT auf pauschal CHF 6'000.00 festgelegt. 
 
 
Demnach wird erkannt: 

://: 1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. Die Anschlussberufung wird als 
gegenstandslos abgeschrieben. 

 2. Die Gerichtsgebühr von pauschal CHF 6‘000.00 wird den Parteien je zur 
Hälfte auferlegt. Jede Partei trägt ihre Parteikosten selbst. 

Präsidentin 
 
 
 
Christine Baltzer-Bader 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Hansruedi Zweifel