# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 146ded52-4d1e-5ddf-b776-866232deee2d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.06.2014 PQ140020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ140020_2014-06-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PQ140020-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger. 

Urteil vom 25. Juni 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
Beschwerdegegner 

betreffend Umplatzierung in der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 f. ZGB 
i.V.m. Art. 310 ZGB 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer I des Bezirksrates Zürich vom 27. 
März 2014 i.S. D._____, geb. tt.mm.2008; VO.2013.106 (Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde der Stadt Zürich) 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Gegenstand des Verfahrens 

- 2 - 

1. Die Beschwerdegegner sind die unverheirateten Eltern der am tt.mm.2008 

geborenen D._____. Mit Verfügung vom 26. März 2009 hatte die damalige Vor-

mundschaftsbehörde der Stadt Zürich eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 

ZGB angeordnet und unter Aufhebung der elterlichen Obhut der Mutter das Kind 

bei einer SOS-Pflegefamilie untergebracht (act. 10/13). Mit Beschluss vom 4. Juni 

2009 erfolgte eine Umplatzierung von D._____ zur Beschwerdeführerin und ihrem 

Ehemann (act. 10/39). Am 6. August 2009 bestätigte die Vormundschaftsbehörde 

der Stadt Zürich die angeordneten Massnahmen (act. 10/50). D._____ lebt seit 

dem Alter von 7 Monaten bis heute in der Pflegefamilie der Beschwerdeführerin 

und ihres Ehemanns. 

2. Am 29. Oktober 2013 beschloss die Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-

de Stadt Zürich (KESB, vormals Vormundschaftsbehörde) in den Kindesschutz-

massnahmen nach Art. 308 Abs. 1 und 2 und Art. 310 ZGB für D._____ einen 

Aufenthaltswechsel in eine der KESB bekannte Institution (act. 10/162 = act. 9/1/2 

Dispositiv Ziff. 1). Die damit angeordnete Änderung in den Kindesschutzmass-

nahmen bildet Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.  

Die KESB übertrug der Beiständin in ihrem Beschluss vom 29. Oktober 2013 den 

Vollzug der getroffenen Anordnung. Einer allfälligen Beschwerde wurde die auf-

schiebende Wirkung entzogen (act. 10/162 = act. 9/1/2 Dispositiv Ziff. 2 und 5). 

Hiegegen erhob die Beschwerdeführerin am 4. Dezember 2013 Beschwerde  

(act. 9/1) mit den Anträgen, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung wieder 

zu erteilen und von einer Umplatzierung der Pflegetochter D._____ derzeit abzu-

sehen. Sodann beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

sowie die Bestellung ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsvertreterin. 

Mit Beschluss vom 12. Dezember 2013 hiess der Bezirksrat die Beschwerde ge-

gen den Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gut (act. 9/9). Nach 

der einlässlichen Vernehmlassung der KESB in der Sache (act. 9/15) und weite-

ren Stellungnahmen der Kindseltern und -grosseltern (act. 9/17 - 19) sowie der 

Beschwerdeführerin (act. 9/25 und 9/26) wies er mit Urteil vom 27. März 2014 die 

Beschwerde wie auch das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der 

- 3 - 

unentgeltlichen Rechtspflege ab (act. 9/34 = act. 8). Der Entscheid wurde den 

Parteien am 31. März 2014 zugestellt (act. 9/35).  

3. Am 30. April 2014 (Eingang hierorts am 5. Mai 2014) erhob die Beschwerde-

führerin Beschwerde gegen diesen Entscheid. Sie beantragt (act. 2 S. 2): 
 

"1. Es seien Beschluss und Urteil des Bezirksrates Zürich Kammer I vom 27. März 2014 aufzu-
heben.  

 
 2. Es sei die Pflegetochter der Beschwerdeführerin, D._____, geboren am tt.mm.2008, nicht 

vor Sommer 2014 nach Massgabe eines gutachterlich festgesetzten Platzierungszeitpunk-
tes in eine andere Pflegefamilie oder einer Institution zu platzieren. 

 
 3. Es sei die Pflegetochter der Beschwerdeführerin, D._____, geboren am tt.mm.2008, hin-

sichtlich des kindeswohl-gerechten Umplatzierungszeitpunktes kinder-psychiatrisch zu be-
gutachten.  

 
 4. Es sei der zuständigen Beiständin, Frau E._____, die Aufgabe der Durchführung der Um-

platzierung der Pflegetochter der Beschwerdeführerin, D._____, geboren am tt.mm.2008, zu 
entziehen.  

 
 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner." 

Es wurden die Akten der KESB und des Bezirksrates beigezogen (act. 5, 9 und 

10) und mit Verfügung vom 8. Mai 2014 den Beschwerdegegnern Frist zur Erstat-

tung der Beschwerdeantwort angesetzt (act. 12). Mit Eingabe vom 11. Mai 2014 

liess sich die Kindsmutter und Beschwerdegegnerin 1 (nachfolgend Kindsmutter) 

noch vor Erhalt der Verfügung vernehmen (act. 14), ihre Beschwerdeantwort er-

stattete sie am 13. Mai 2014 (act. 18). Der Kindsvater und Beschwerdegegner 2 

(nachfolgend Kindsvater) nahm am 8. Juni 2014 Stellung (act. 19). Die Eingaben 

wurden der Beschwerdeführerin am 11. Juni 2014 zur Kenntnis zugestellt (act. 20 

und 20A). Ebenso wurden den Parteien die Schreiben der Beiständin vom 12. Mai 

und 11. Juni 2014 mit Beilagen (act. 16 und 17 sowie act. 21 und 22) zur Kenntnis 

zugestellt (act. 24/1-3). Das Verfahren ist spruchreif.  

- 4 - 

II. Formelles 

1. Das Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen richtet sich pri-

mär nach den Bestimmungen des ZGB und den dazu ergänzenden kantonalen 

Bestimmungen (Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

[EG KESR] und Gerichtsorganisationsgesetz [GOG]), subsidiär gelten die Be-

stimmungen der ZPO (Art. 450f ZGB; § 40 EG KESR). Das Obergericht ist für  

Beschwerden gegen Entscheide des Bezirksrates zuständig (§ 64 EG KESR).  

Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB zur Beschwerde 

legitimiert und ihre Beschwerde erging innert Frist. Es ist darauf einzutreten.  

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des erheblichen Sachverhaltes sowie Unangemessenheit (Art. 450a 

ZGB) gerügt werden. Für das Verfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz mit der 

Einschränkung der Rüge- bzw. Begründungsobliegenheit, was bedeutet, dass von 

der Beschwerde führenden Partei jeweils darzulegen ist, weshalb der angefoch-

tene Entscheid unrichtig sein soll (Art. 446 ZGB; §§ 65 und 67 EG KESR sowie 

BGE 138 III 374, E.4.3.1; OGer ZH NQ110031 vom 9. August 2011, E.2, m.w.H.). 

Sodann gilt auch für das Rechtsmittelverfahren die Offizialmaxime, d.h. dass das 

Gericht nicht an die Rechtsbegehren der Verfahrensbeteiligten gebunden ist so-

weit es um die Verwirklichung des Kindes- und Erwachsenenschutzes selbst geht 

(AUER/MARTI, BSK ERWACHSENENSCHUTZ Art. 446 ZGB N 34 und 38).  

2.1. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin enthält konkrete Anträge und ist 

eingehend begründet. Es ist darauf soweit für die Entscheidfindung notwendig 

einzugehen. Dabei ist vorab festzustellen, dass die Rechtsbegehren der Be-

schwerdeführerin in den beiden Beschwerdeverfahren nicht gleichlautend sind. 

Während die Beschwerdeführerin vor dem Bezirksrat verlangte, es sei von einer 

Umplatzierung von D._____ im jetzigen Zeitpunkt abzusehen (act. 9/1 S. 2 Ziff. 2), 

beantragt sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Umplatzierung nach 

Massgabe eines gutachterlich festgesetzten Platzierungszeitpunktes nicht vor 

Sommer 2014 sowie eine Begutachtung zur Feststellung des kindeswohlgerech-

- 5 - 

ten Umplatzierungszeitpunktes (act. 2 S. 2 Ziff. 2 und 3). Inhaltlich wendet sich die 

Beschwerdeführerin in beiden Beschwerdeverfahren gegen die sofortige Umplat-

zierung von D._____ und wenn im zweiten Beschwerdeverfahren in Ziff. 1 der 

Begehren explizit nur die Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses und Ur-

teils verlangt wird, ergibt sich aus ihrem Begehren gemäss Ziff. 2, dass sie auch 

die Aufhebung des Beschlusses der KESB vom 29. Oktober 2013 verlangt. In 

beiden Beschwerdeverfahren nimmt die Beschwerdeführerin insbesondere Bezug 

auf die Erkenntnisse des Gutachtens des F._____ Institutes … (F._____) vom 19. 

Oktober 2011 (act. 10/126), im zweitinstanzlichen Verfahren verlangt sie neu zu-

sätzlich eine Begutachtung. Letzteres erscheint mit Blick auf die geltenden Ver-

fahrensgrundsätze als zulässig.  

2.2. Die Beschwerdeführerin beantragt weiter, es sei der zuständigen Beiständin 

die Aufgabe der Durchführung der Umplatzierung von D._____ zu entziehen (act. 

2 S. 2 Ziff. 4). Beantragt wird damit die Aufhebung von Ziff. 2 des KESB-

Beschlusses vom 29. Oktober 2013, gemäss welcher der Beiständin zusätzlich 

die Aufgabe übertragen worden war, die Umplatzierung zu vollziehen (act. 9/1/2 

S. 14). Zur Begründung des Antrages verweist die Beschwerdeführerin auf ihre 

erstinstanzlichen Vorbringen (act. 2 S. 14), wo sie denselben Antrag – eventuali-

ter – bereits gestellt und damit begründet hatte, dass der Umplatzierungsversuch 

nicht professionell durchgeführt worden sei (act. 9/1 S. 2 i.V.m. S. 14). In ihrer 

Stellungnahme vom 3. Februar 2014 hielt sie an diesem Antrag fest und machte 

geltend, dass die Beiständin die spezielle Situation von D._____ ausser Acht ge-

lassen habe (act. 9/25 S. 8). 

Der Bezirksrat hat die Beschwerde mit dem angefochtenen Urteil abgewiesen, 

ohne sich mit dem Eventualbegehren in der Begründung auseinanderzusetzen. 

Aus den Erwägungen ergibt sich indes, dass er das von der Beiständin initiierte 

Umplatzierungsverfahren stützte und er hielt fest, es verstehe sich von selbst, 

dass Vorinstanz und Beiständin alles zu unternehmen hätten, um D._____ so 

rasch wie möglich in einer geeigneten Pflegefamilie unterzubringen (act. 8 S. 11). 

Damit ist jedenfalls in den Erwägungen der Antrag sinngemäss abgewiesen und 

es kann – zumal im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren die Kognition nicht 

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eingeschränkt ist und wiederum mit Blick auf die geltenden Verfahrensgrundsätze 

– im vorliegenden Verfahren auf die Einwände der Beschwerdeführerin soweit 

notwendig näher eingegangen werden.  

2.3. Anzumerken bleibt in formeller Hinsicht schliesslich, dass der Beschluss des 

Bezirksrats betreffend die unentgeltliche Rechtspflege unangefochten blieb.  

 

III. Materielles 

1. Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren ist nicht der Obhutsentzug an 

sich. Es geht nicht um die Aufhebung der Kindesschutzmassnahme – in der Be-

schwerdeantwort erklärt die Kindsmutter ausdrücklich, sie habe inzwischen begrif-

fen, dass sie ihrer Tochter in ihrer Situation keinen kindgerechten Halt geben 

könne. Aus diesem Grund unterstütze sie die Beiständin und die KESB in allen 

Bestrebungen, ihrer Tochter das bestmögliche Heranwachsen in einer guten Pfle-

gefamilie zu ermöglichen (act. 18 S. 2). Gegenstand des Verfahrens bildet die 

Anordnung des sofortigen Aufenthaltswechsels von D._____ in eine der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde bekannte Institution. Im Zentrum steht der Zeit-

punkt der Umplatzierung und der Zeitraum, innert welchem sie umzusetzen ist.  

2. Die heutige Beiständin erhielt bereits mit Beschluss der damaligen Vor-

mundschaftsbehörde vom 8. April 2010 (u.a.) den Auftrag, für eine geeignete Un-

terbringung von D._____ besorgt zu sein und über die weitere Platzierung im Sin-

ne von Art. 310 ZGB Antrag zu stellen (act. 10/105), da sich längerfristig der al-

tersbedingte Rückzug der Beschwerdeführerin (und deren Ehemann) als Pflegeel-

tern abzeichnete. Damals stand auch die Rückplatzierung bei der Kindsmutter im 

Raum, für welche sich insbesondere die Eltern der Kindsmutter eingesetzt hatten. 

Die Vormundschaftsbehörde erteilte im März 2011 dem F._____ Institut … 

(F._____) den Auftrag zur Erstellung eines kinderpsychologischen Gutachtens, 

welches die Platzierungsfrage zum Gegenstand hatte, dies unter Beachtung der 

besonderen Entwicklungsbedürfnisse von D._____. Das Gutachten wurde am 19. 

Oktober 2011 erstellt (act. 10/126) und dessen Erkenntnisse und Empfehlungen 

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mit der Kindsmutter und deren Eltern am 23. November 2011 besprochen (act. 

10/129). Das Gutachten kam zum Schluss, dass D._____ mindestens bis zur Ein-

schulung (Sommer 2014) bei der Familie A1._____ bleiben und die Kontakte ge-

nerell auf die Bedürfnisse von D._____ Rücksicht nehmen sollen. Dabei sollten 

die Kontakte mit der Kindsmutter weiterhin im Beisein der Grosseltern stattfinden 

und diejenigen zum Kindsvater bestehen bleiben. Über die Erkenntnisse des Gut-

achtens wurden auch die Pflegeeltern informiert (act. 10/129). Die Beiständin ent-

schloss sich in der Folge gemäss ihrer gegenüber der KESB verfassten Schilde-

rung (act 10/148), die Umplatzierung ein Jahr früher zu realisieren, wobei sie als 

Gründe neben dem Alter der Pflegeeltern insbesondere auch den Umstand an-

führte, dass der belastende Umplatzierungsprozess von D._____ vor der Einschu-

lung bewältigt werden sollte. Die Pflegeeltern wurden im Sommer 2012 darüber 

orientiert, eine neue Pflegefamilie war im März 2013 gefunden.  

Der Umplatzierungsprozess wurde unter Einbezug der Pflegeeltern, Eltern, Gros-

seltern und der involvierten Fachpersonen eingeleitet. Er verlief aus Sicht der Bei-

ständin positiv, sei aber von den Pflegeeltern zu wenig unterstützt worden. Es 

fanden – immer unter Einbezug der Mutter, Fachpersonen und der Pflegeeltern – 

Klärungsgespräche statt, wobei es mit Bezug auf den Zeitplan für den Obhuts-

wechsel zu keiner Übereinstimmung kam. Während die Pflegeeltern unter Einbe-

zug von Dr. med. G._____, Facharzt für Kinderpsychiatrie und Supervisor des von 

den Pflegeeltern betriebenen H._____ einen langsamen und lange andauernden 

Umplatzierungsprozess wollten, strebten die Beiständin und die vorgesehenen 

neuen Pflegeeltern einen wesentlich kürzeren Prozess an. Schliesslich zog sich 

die vorgesehene neue Pflegefamilie zurück.  

Aus der Befürchtung, dass ein weiterer Versuch der Umplatzierung aus der bishe-

rigen Pflegefamilie heraus an deren Widerstand bzw. an der fehlenden Unterstüt-

zung nochmals scheitern könnte, beantragte die Beiständin eine Umplatzierung in 

eine Institution, aus welcher dann die langfristige Umplatzierung von D._____ 

vorgenommen werden könnte (act. 10/148). Der mit Beschluss der KESB vom 29. 

Oktober 2013 (unter Entzug der aufschiebenden Wirkung einer allfälligen Be-

schwerde) angeordnete Aufenthaltswechsel von D._____ in eine der KESB be-

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kannte Institution wurde in der Folge eingeleitet (vgl. dazu act. 10/177), aufgrund 

der wieder erteilten aufschiebenden Wirkung der Beschwerde aber wieder abge-

brochen. Das ursprünglich auf einer vertrauensvollen Grundlage beruhende Ein-

vernehmen zwischen den Pflegeeltern und der Kindsmutter und deren Eltern so-

wie auch die Vertrauensbasis im Kontakt zwischen den Pflegeeltern und der Bei-

ständin mit Blick auf die Umplatzierung ist zwischenzeitlich nicht mehr vorhanden.  

3. In dem dem angefochtenen Urteil des Bezirksrates zugrunde liegenden Be-

schluss der KESB Zürich vom 29. Oktober 2013 wurde der Antrag und die Be-

gründung der von der Beiständin verlangten Umplatzierung eingehend dargestellt 

und ebenso wurden die eingeholten weiteren Meinungsäusserungen der Leiterin 

der zuständigen Pflegekinderaufsicht, der Kinderärztin, der Kindseltern, der für 

den Umplatzierungsprozess beigezogenen … wie auch des F._____, geschildert. 

Hiefür wie auch für die Schilderung der in der Anhörung deponierten Auffassun-

gen der Kindsmutter wie auch der Pflegeeltern kann auf die entsprechenden Er-

wägungen verwiesen werden (act. 9/1/2 S. 2 - 8 = act. 10/162). Die KESB kam 

gestützt auf ihre Erhebungen zum Schluss, dass die beantragte Übergangsplat-

zierung in eine geeignete Institution als sinnvoll und angezeigt erscheine. Dabei 

wies sie darauf hin, dass die Pflegeeltern A1._____ D._____ seit deren Alter von 

9 Monaten intensiv betreut haben, aufgrund ihres Alters aber eine neue Lösung 

notwendig sei. Sie erwog, dass wegen der engen Bindung des Kindes zur Pfle-

gemutter, aber auch aufgrund der Entwicklungsverzögerung ein Wechsel für das 

Kind eine besondere Herausforderung darstelle und es vorteilhafter wäre, wenn 

der Obhutswechsel nicht mit der Einschulung zusammenfalle; die Umplatzierung 

sollte überdies sorgfältig aber nicht über einen zu langen Zeitraum andauern. 

Weiter hielt die KESB dafür, dass ein erster sorgfältig vorbereiteter Umplatzie-

rungsversuch in eine neue Pflegefamilie vor allem am Widerstand bzw. an der 

fehlenden Kooperation der Pflegeeltern gescheitert sei, dass das Vertrauen zwi-

schen Pflegeeltern und Beiständin nicht mehr bestehe, was alles in allem die vo-

rübergehende Umplatzierung in eine Institution zwecks Vorbereitung einer lang-

fristigen Lösung als sinnvoll und angezeigt erscheinen lasse (act. 10/162 S. 8 - 

12).  

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4.1. Die Beschwerdeführerin wehrte sich in ihrer erstinstanzlichen Beschwerde 

unter Hinweis auf ihre diesbezüglichen Bemühungen gegen den Vorwurf der feh-

lenden oder mangelhaften Kooperation und machte geltend, sie habe eine sorg-

fältig vorbereitete Umplatzierung – allerdings nicht vor dem Einschulungstermin 

im Sommer 2014 – immer befürwortet und sie tue das auch heute noch. Sie stütz-

te sich im Wesentlichen auf das Gutachten des F._____ vom 19. Oktober 2011, 

an welchem die Gutachterin auch 2013 noch festgehalten habe und sie legte 

grossen Wert auf einen langen Platzierungsprozess, den es zum Wohl des Kin-

des bedürfe. Sie bestätigte sodann ihre Bedenken gegenüber der neuen Pflege-

familie im schliesslich gescheiterten Umplatzierungsprozess. Eine vorübergehen-

de und sofortige Umplatzierung in eine Institution lehnte sie als nicht kindeswohl-

konform, sondern vielmehr kindeswohlgefährdend ab (act. 9/1). Nach Eingang der 

Stellungnahmen der Kindseltern sowie der Vernehmlassung der KESB (act. 9/7, 

9/8 und 9/15) liess sich die Beschwerdeführerin am 3. Februar 2014 erneut ein-

lässlich vernehmen, wobei sie an ihren Anträgen festhielt (act. 9/25). Sie bestritt 

ein widersprüchliches Verhalten ihrerseits und machte geltend, ihre kritische Hal-

tung habe sich in erster Linie und hauptsächlich auf den zeitlichen Aspekt der 

Umplatzierung bezogen und damit verbunden auf den Umstand, dass die vorge-

sehene Familie sich nur wenig bereit gezeigt habe, den besonderen Therapie-

Bedürfnissen von D._____ nachzukommen. Hinzu gekommen sei, dass D._____ 

nach den stundenweisen Probebesuchen massive körperliche Reaktionen gezeigt 

habe (Weinen, Albträume, hohes Fieber, Einnässen; act. 9/25 S. 3). Angestrebt 

werde seitens der Beschwerdeführerin eine Dauer des bestehenden Pflegever-

hältnisses mindestens bis zur Einschulung, d.h. Kindergartenstart von D._____ im 

Sommer 2014, allenfalls bis nach Abschluss der 1. Klasse; dies weil unter beson-

derer Berücksichtigung des retardierten Entwicklungszustandes von D._____ da-

von ausgegangen werden müsse, dass es dem Kindeswohl eher entspreche, 

nach erfolgter Einschulung und damit verbundener Ablösung eine Umplatzierung 

vorzunehmen als vor der Einschulung (a.a.O. S. 5). Es sei völlig verfehlt, aus der 

Bereitschaft, die eigene Pensionierung aufzuschieben bis D._____ in jeder Hin-

sicht in geeigneter Form umplatziert werden könne, abzuleiten, sie, die Be-

schwerdeführerin, sei nicht bereit D._____ loszulassen (a.a.O. S. 6). Die Be-

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schwerdeführerin bestritt zudem, dass eine Umplatzierung in den I._____ gut an-

gelaufen sei, vielmehr habe im Gegenteil D._____ nie mehr dorthin zurück kehren 

wollen und wieder mit Essstörungen und Verlustängsten reagiert. Es sei offen-

sichtlich, dass es dem Kindeswohl diametral entgegenstehen würde, D._____ 

nach dem Platzierungsabbruch im Kindeshaus ein drittes Mal provisorisch zu 

platzieren (a.a.O. S. 9). Zusammenfassend hielt die Beschwerdeführerin dafür, 

dass kein Gefährdungstatbestand vorliege, der eine Umplatzierung in naher Zu-

kunft erfordere, eine solche überdies nur dann erfolgen dürfe, wenn der neue 

Pflegeplatz geeignet sei, d.h. z.B. Kontinuität und grundsätzliche Eignung gege-

ben sei. Die Voraussetzungen für eine Umplatzierung sei im heutigen Zeitpunkt 

nicht gegeben und bedürfe fachkundiger Klärung (a.a.O. S. 11/12).  

4.2. Auch in der zweitinstanzlichen Beschwerde weist die Beschwerdeführerin 

das ihr vorgeworfene unkooperative Verhalten hinsichtlich einer Neuplatzierung 

von D._____ zurück, verweist auf die Erkenntnisse im Gutachten des F._____ 

und macht geltend, dass sie im Zusammenhang mit der gescheiterten Umplatzie-

rung zur neuen Pflegefamilie in erster Linie in zeitlicher Hinsicht Bedenken ge-

äussert habe. Daraus mangelnde Kooperation hinsichtlich der Neuplatzierung an 

sich abzuleiten, sei schlicht unzutreffend. Die Beschwerdeführerin macht sodann 

erneut geltend, D._____ habe bei der angeordneten Zwischenplatzierung kurz 

nach Anlaufen der Eingewöhnungsphase wieder mit massiven Essstörungen und 

Verlustängsten reagiert. Es sei sodann besonders stossend, wenn das Alter der 

Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes ins Feld geführt werde, zumal dieses 

zu keinerlei Klagen an einer professionellen und kindeswohl-gerechten Ausübung 

ihrer Aufgabe Anlass gegeben habe. Es habe angesichts der klaren Aussage des 

Gutachtens hinsichtlich des empfohlenen Umplatzierungszeitpunktes kein Grund 

bestanden, den Umplatzierungsprozess bereits im Frühling 2013 zu beginnen. 

Die Beiständin sowie die KESB und der Bezirksrat hätten sich ohne Grund über 

die dringliche gutachterliche Empfehlung hinweggesetzt und einerseits eine zu 

frühe – in der Folge deshalb tatsächlich gescheiterte – Umplatzierung von 

D._____ angeordnet bzw. mit Abweisung der Beschwerde eine nochmalige, 

traumatisierende Um- bzw. Zwischenplatzierung, d.h. eine Heimeinweisung, ge-

schützt. Es liege kein Gefährdungstatbestand im Sinne von Art. 310 ZGB vor, wie 

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ihn die KESB zur Rechtfertigung der Um- bzw. Zwischenplatzierung anrufe, viel-

mehr würde gerade das Gegenteil – die Vornahme einer Umplatzierung in nähe-

rer Zukunft – einen Gefährdungstatbestand schaffen. Hinzu komme, dass solch 

einschneidende Veränderungen nur nach fachkundiger Abklärung vorgenommen 

werden dürften. Da im heutigen Zeitpunkt auch keine veränderten Verhältnisse 

vorlägen, sei auch aus diesem Grund keine Umplatzierung erforderlich. Vielmehr 

fehle dieser die gesetzliche Grundlage (act. 2). 

5. In ihrer unaufgefordert eingegangenen Eingabe vom 11. Mai 2014 ersuchten 

die Kindsmutter und deren Eltern, dass D._____ so rasch als möglich ein kindsge-

rechtes Leben ermöglicht werde. Sie erwähnten, dass Herr und Frau A1._____ 

bis im Jahr 2013 sehr gute Pflegeeltern gewesen seien, nun aber stelle die Bei-

ständin, welcher sie uneingeschränkt vertrauten, fest, dass gegen alles, was "von 

Zürich komme", aufgewiegelt werde, so dass die Beiständin nicht mehr mit der 

Beschwerdeführerin zusammenarbeiten wolle (act. 14). In ihrer "in Zusammenar-

beit und in meinem Einverständnis" mit ihrem Vater erstellten Beschwerdeantwort 

(act. 18) weist die Kindsmutter darauf hin, dass aus ihrer Sicht und Wahrnehmung 

sowie auch von allen weiteren involvierten Personen mit Ausnahme der Be-

schwerdeführerin die Umplatzierungsversuche bei der neuen Pflegefamilie und 

auch im Zentrum I._____ von D._____ gut aufgenommen worden seien und stets 

im Einvernehmen mit der Beiständin und der KESB erfolgt seien. Einzig die Be-

schwerdeführerin habe von Ängsten und wieder eingetretenen Essstörungen ge-

sprochen. Sie wolle die Beschwerdeführerin nicht schlecht machen und wisse 

sehr wohl, dass sie ihr und ihrem Ehemann sehr viel zu verdanken hätten. Sie 

erwarte jedoch, dass die Pflegeeltern ihre Aufgabe professionell erfüllen und zum 

Wohle des Kindes Entscheidungen der Kindsmutter, der Beiständin und der 

KESB mittrügen. Ein Betreuungswechsel sei für D._____ auf jeden Fall ein ein-

schneidendes Ereignis, ob zum jetzigen Zeitpunkt oder später sei wohl kaum re-

levant. Im Sommer 2013 habe es wohl keinerlei Gefährdung des Kindeswohls ge-

geben. Durch die verstärkte Anbindung von D._____ an Herr und Frau A1._____ 

sowie das systematische Verhindern einer Umplatzierung durch mehr als zweifel-

hafte Behauptungen und Aussagen, verbunden mit Beeinflussungen D._____s 

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dürfe eine unmittelbare Gefährdung des Kindeswohls aber nicht mehr ausge-

schlossen werden (act. 18).  

Der Kindsvater hielt in seiner Stellungnahme dafür, dass die Betreuung seiner 

Tochter D._____ bei der Familie A1._____ seines Erachtens bestens ablaufe. All 

die Widersprüche und Unstimmigkeiten seien dem Kindswohl überhaupt nicht 

dienlich. Er sei mit der Beschwerde voll und ganz einverstanden, die Familie 

B1._____ könne sich nicht damit abfinden, dass D._____ fremdplatziert worden 

sei (act. 19).  

6. Die Vorinstanz hielt fest, die Kindesschutzmassnahmen hätten sich nach 

den sich wandelnden Bedürfnissen des Kindes anzupassen, wobei oberste Richt-

schnur stets das Kindeswohl sei. Es könne den heute 66 bzw. über 70 Jahre alten 

Pflegeeltern nicht mehr zugemutet werden, D._____ weiterhin zu betreuen und es 

sei für das Wohl von D._____ unabdingbar, dass sie sich so frühzeitig wie mög-

lich auf neue Pflegeeltern ein- und umstellen könne. Zudem sei die Einrichtung 

der derzeitigen Pflegeeltern als ein SOS-Platz für Kriseninterventionen und nicht 

für Daueraufenthalte eingerichtet. Die Umplatzierung in die neue Pflegefamilie sei 

am unkooperativen Verhalten der Beschwerdeführerin gescheitert, ein zweiter 

Versuch dürfe nicht mehr scheitern, weil ein Schwebezustand zwischen der alten 

und der neuen Pflegefamilie bzw. das Hin- und Hergerissensein mit dem Wohl 

von D._____ nicht vereinbar sei, ein erneutes Scheitern könne die psychische 

Entwicklung von D._____ gefährden und es müsse davon ausgegangen werden, 

dass ein erneuter Umplatzierungsprozess von der Beschwerdeführerin nicht mit-

getragen bzw. sabotiert würde, weshalb es nachvollziehbar sei, D._____ für eine 

Übergangszeit in einer geeigneten Institution zu platzieren. Mit ihrem Unvermö-

gen, D._____ konstruktiv auf die Unterbringung bei den neuen Pflegeeltern zu 

begleiten, kompromittiere die Beschwerdeführerin die Zukunftsperspektiven von 

D._____ und gefährde somit das Wohl der Pflegetochter (act. 8 S. 10/11). Die Vo-

rinstanz stützte sich dabei insbesondere auf den Antrag der Beiständin sowie die 

in einer Telefonnotiz festgehaltene Einschätzung von J._____ von … (act. 10/148 

und 10/154).  

- 13 - 

7. Unmittelbar aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip ergibt sich, dass Kindes-

schutzmassnahmen bei Veränderung der Verhältnisse an die neuen Gegebenhei-

ten anzupassen sind. Ob eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eine Ab-

änderung der getroffenen Anordnungen notwendig macht, ist aus der Perspektive 

des Kindeswohls zu beurteilen. Einerseits sollen stabil-kontinuierliche Rahmen-

bedingungen eine harmonische Entwicklung gewährleisten, anderseits muss die 

Möglichkeit bestehen, Veränderungen, die nicht nur vorübergehend sind, Rech-

nung zu tragen (Art. 313 ZGB; BREITSCHMID, BSK ZGB I, 4. Aufl., Art. 313 N 1,  

Art. 134 N 2 und 3). Bei einem Obhutsentzug hat die KESB zu bestimmen, wo 

das Kind untergebracht wird. Mit der Unterbringung in einer Pflegefamilie wird 

dieser die den Eltern entzogene Obhut nicht übertragen, sondern es ist die Be-

hörde, welche in Ausübung des den Eltern entzogenen Obhutsrechts das Kind bei 

einer Pflegefamilie unterbringt. Erweist sich eine Unterbringung als nicht oder als 

nicht mehr geeignet, führt dies nicht zur Aufhebung der Massnahme, sondern 

vorab zu deren Änderung (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 N 5 - 10). 

8. Dass für D._____ die Obhutsregelung zu ändern sein wird, ist grundsätzlich 

nicht umstritten. Streitig ist, wann dies zu erfolgen hat und wie lange der Prozess 

in Anspruch nehmen soll. Soweit die Beschwerdeführerin in ihren bisherigen Ein-

gaben geltend machte, die Umplatzierung dürfe nicht vor Sommer 2014 erfolgen, 

ist zunächst festzustellen, dass dieser Zeitpunkt mittlerweile erreicht ist. Nach 

dem Gesagten ist sodann zu betonen, dass es nicht die Pflegeeltern und damit 

auch nicht die Beschwerdeführerin ist, welche über den Umplatzierungszeitpunkt 

entscheidet. Hierüber hat die KESB zu befinden und der Kindsmutter ist dahinge-

hend zuzustimmen, dass die Pflegeeltern gehalten sind, die entsprechenden Ent-

scheide mitzutragen und an der Umsetzung kooperativ mitzuwirken. Ob dies vor-

liegend der Fall ist, ist umstritten: Die Beschwerdeführerin hebt ihre eigenen Be-

mühungen im Zusammenhang mit dem ersten Umplatzierungsversuch hervor 

(act. 9/1) und die ersten Schritte in jenem Prozess (vgl. z.B. act. 9/1/7 oder act. 

9/26/1, 9/26/2 und 9/26/6) bestätigen diese Bemühungen. Der Verfahrensverlauf 

und die Beschwerdeverfahren zeigen aber deutlich, dass sich die Beschwerdefüh-

rerin auch heute noch nach Kräften gegen eine sofortige und rasch umgesetzte 

Umplatzierung von D._____ wehrt, wobei sie dies mit dem Kindeswohl und den 

- 14 - 

Bedürfnissen von D._____ begründet. Das Kind weist unbestrittenermassen einen 

Entwicklungsrückstand auf. Die Beiständin und die KESB und nunmehr auch die 

Kindsmutter betrachten den Widerstand der Beschwerdeführerin als kindswohlge-

fährdend und sie sehen als Grund des Widerstandes das Unvermögen der Pfle-

geeltern, sich von D._____ zu lösen. Auch der Bezirksrat hält im angefochtenen 

Entscheid fest, dass die Beschwerdeführerin nicht umhin komme, sich von 

D._____ ablösen zu müssen (act. 8 S. 11 unter Verweis auf act. 10/154 S. 2, 

10/150 S. 2 und 148 S. 3).  

Massgebliches Kriterium für die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes für den 

Obhutswechsel für D._____ ist – wie allseits übereinstimmend festgehalten wird – 

das Kindeswohl. Im Gutachten des F._____ vom 19. Oktober 2011 (act. 10/126), 

welches sowohl seitens der Beiständin und der KESB wie auch von den Eltern 

und den Pflegeeltern nicht beanstandet oder in Zweifel gezogen wurde, wurde 

dringlich empfohlen, D._____ zumindest bis zum Schuleintritt bei der Pflegefami-

lie A1._____ zu belassen und ihr so Zeit einzuräumen, mehr Vertrauen in Bezie-

hungen zu gewinnen und ihre Entwicklungsrückstände weiter aufarbeiten zu kön-

nen (act. 10/126 S. 18). Am 9. Oktober 2013 hielt die Gutachterin – Bezug neh-

mend auf ein Gespräch im Sozialzentrum – gegenüber der KESB fest, die Be-

schwerdeführerin und vermutlich ihr Mann seien für D._____ die engsten und ein-

zig nächsten Bezugspersonen. Eine Bindung sei für die psychische Entwicklung 

eines Kindes ein wichtiger Wert. Aus diesen Überlegungen würde sie, die Gutach-

terin, immer noch sagen, dass die Situation von D._____ mit den A1._____s mög-

lichst (lange) aufrecht gehalten werden sollte. Ein gleichzeitiger Wechsel zum 

Zeitpunkt der Einschulung sei möglich, wenn er sehr gut vorbereitet und begleitet 

werde. Als Gutachterin habe sie die Gründe, weshalb jetzt schon (gemeint ist Ok-

tober 2013) ein Wechsel notwendig sei, nicht ganz verstanden. Aber möglicher-

weise gebe es Gründe, die einen Wechsel schon früher rechtfertigen würden. Sie 

schaue nur auf die Bedürfnisse des Kindes. Angesprochen auf die von der Be-

schwerdeführerin erwähnten Reaktionen von D._____ bei den vergangenen Um-

platzierungsversuchen erklärte die Gutachterin, sie könne sich schon vorstellen, 

dass D._____ nur "Symptome" zu Hause bei Frau A._____ gezeigt habe. 

D._____ zeige bei fremden Leuten nur ihre sonnige Seite bzw. ihr freundliches 

- 15 - 

Gesicht sowie ein angepasstes Verhalten. D._____ sei ein traumatisiertes Kind. 

Mit Familie A1._____ habe sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Bindung erle-

ben können, weshalb sie möglicherweise bei einer Umplatzierung eine massive 

Reaktion zeigen werde. Aber wenn eine Umplatzierung notwendig sei, müsse 

man sie D._____ auch zumuten. Einen Umplatzierungsprozess von 2-3 Jahren 

wie es Dr. G._____ empfehle, sei nur dann zum Wohle des Kindes, wenn beide 

Seiten sehr gut miteinander kooperieren könnten. Ohne diese wichtige Voraus-

setzung müsse ein deutlich kürzerer Prozess gemacht werden, da man sonst das 

Kind in eine ständige Ambivalenz bringe. Die Gutachterin hielt weiter fest, dass 

die Empfehlung betr. Umplatzierung im Zeitpunkt der Einschulung darauf begrün-

det sei, dass dann in der Regel die kleinkindlichen Bedürfnisse etwas zurücktre-

ten und man deshalb dem Kind einen Wechsel zumuten könne (act. 10/159).  

Angesichts der noch im Oktober 2013 bestätigten klaren gutachterlichen Ein-

schätzung und die dringliche Empfehlung, einen Obhutswechsel nicht vor dem 

Einschulungszeitpunkt vorzunehmen, welche Meinung überdies gestützt ist von 

Dr. G._____, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in seiner Funktion als 

Supervisor der Beschwerdeführerin bzw. des H._____ (act. 10/145), erscheint es 

nachvollziehbar, wenn sich die Beschwerdeführerin gegen eine Umplatzierung 

von D._____ vor dem Sommer 2014 wehrte mit der Begründung, es entspreche 

dies nicht dem Kindeswohl. Auch wenn ihr Widerstand den Behörden als unko-

operatives Verhalten erscheinen musste, kann dieser bei der erwähnten Sachlage 

entgegen der Auffassung der Vorinstanzen nicht einfach nur als Unvermögen, 

D._____ nicht loslassen zu können, qualifiziert werden. Der – bestrittene – Vor-

wurf, die Beschwerdeführerin kompromittiere die Zukunftsperspektiven von 

D._____ und gefährde somit das Wohl der Pflegetochter (act. 8 S. 11), lässt sich 

allein gestützt darauf jedenfalls nicht erhärten. Es kann gestützt auf die nachvoll-

ziehbare Einschätzung der Gutachterin sodann nicht davon ausgegangen wer-

den, die offenbar einzig von der Beschwerdeführerin beobachteten "massiven 

Reaktionen" des Kindes im Rahmen der bisher gescheiterten Umplatzierungsver-

suche, seien in dieser Form nicht vorhanden, wie die Kindsmutter geltend zu ma-

chen scheint (act. 14 und 18). Anhaltspunkte für ein "systematisches Verhindern 

einer Umplatzierung", wie sie behauptet (act. 18 S. 1), bestehen nicht und auch 

- 16 - 

"Beeinflussungen meiner Tochter" (act. 18 S. 1), sind nicht ersichtlich. Nach Auf-

fassung der Gutachterin ist schliesslich der Umstand, dass das Vertrauensver-

hältnis zwischen den Pflegeeltern und der Beiständin und auch der Kindsmutter 

und deren Eltern zerstört ist, bei D._____ weniger stark zu gewichten (a.a.O., S. 

2). Es kann denn auch nicht sein, dass die nicht mehr bestehende Vertrauensba-

sis unter den involvierten Behörden und Bezugspersonen Zeitpunkt und Ort der 

Umplatzierung bestimmt. Da der Beschwerdeführerin im Übrigen hinsichtlich der 

Betreuung von D._____ nichts vorgeworfen wird, was eine Gefährdung des Kin-

deswohl zu begründen vermöchte, sondern im Gegenteil bis vor Kurzem auch 

noch von der Beiständin und der Kindsmutter und deren Eltern der Beschwerde-

führerin attestiert wurde, die Aufgabe gut zu erfüllen, erweist sich eine möglichst 

rasche Umplatzierung von D._____ in eine der KESB bekannte Institutionen mit 

Blick auf die Bedürfnisse des Kindes weder als geboten noch als verhältnismäs-

sig.  

9. Mit Schreiben vom 12. Mai 2014 reichte die Beiständin drei verschiedene 

"Meldungen betreffend verbale sexuelle Grenzverletzungen" ein, welche ihr von 

der Stiftung K._____, dem Ort, wo D._____ zur Therapie geht, zugegangen wa-

ren. Danach soll der Pflegevater und Ehemann der Beschwerdeführerin gegen-

über zwei Therapeutinnen und gegenüber einer Mutter eines Therapiekindes an-

zügliche Bemerkungen gemacht haben und diesbezüglich zur Rede gestellt und 

verwarnt worden sein, worauf er ungehalten reagiert habe (act. 16 und act. 17/1-

5). Am 11. Juni 2014 meldete die Beiständin, dass gegenüber dem Ehemann der 

Beschwerdeführerin ein Hausverbot ausgesprochen worden sei (act. 21). Den 

angehängten elektronischen Meldungen ist zu entnehmen, dass bei der Ge-

schäftsleitung der Stiftung ein Hausverbot beantragt wurde, nachdem sich Herr 

A1._____ am 27. Mai 2014 erneut grenzverletzend verhalten habe. Gemäss den 

Unterlagen soll Herr A1._____ gegenüber der gleichen Mutter des Therapiekindes 

Vorwürfe erhoben haben, dass sie gegen ihn ausgesagt habe bei der Leitung des 

K._____s (act. 22/1-2). Den Parteien wurden die Eingaben samt Beilagen zuge-

stellt. Sie haben sich dazu nicht geäussert. Auch wenn die Vorbringen – sollten 

sie denn zutreffen – Bedenken gegenüber dem Ehemann der Beschwerdeführerin 

zu wecken geeignet sind, wird nicht behauptet oder ergeben sich Anhaltspunkte 

- 17 - 

dafür, dass sich dieses auf das Pflegeverhältnis zum möglichen Nachteil von 

D._____ auswirken könnte. Es rechtfertigt dies daher die sofortige Umplatzierung 

ebenfalls nicht.  

10. In der zweitinstanzlichen Beschwerde will die Beschwerdeführerin die Fest-

legung des richtigen Umplatzierungszeitpunktes von einer gutachterlichen Ein-

schätzung abhängig machen (act. 2 S. 2). Das Gutachten des F._____ vom 19. 

Oktober 2011, dessen Erkenntnisse unumstritten sind und nach dessen Empfeh-

lungen die Kontaktregelung mit den Kindseltern vollzogen wird, empfiehlt mittel-

fristig eine weitere Abklärung (act. 10/126 S. 20), um die Bedürfnisse von 

D._____ und die geeignete Betreuungssituation besser abzuklären. Insoweit er-

scheint jedenfalls der Einbezug des F._____ für die Streitfrage als angezeigt. 

11. Ist von einer sofortigen Umplatzierung von D._____ abzusehen, erweist sich 

die Beschwerde als begründet und es sind das Urteil des Bezirksrates Zürich vom  

27. März 2014 sowie der mit Beschluss der KESB vom 29. Oktober 2013 ange-

ordnete Aufenthaltswechsel von D._____ aufzuheben. Für den kindgerechten 

Zeitpunkt der Umplatzierung von D._____ sowie die Dauer des Umplatzierungs-

prozesses wird eine fachkundige Empfehlung einzuholen sein. Mit der Aufhebung 

der Anordnung der KESB fällt grundsätzlich auch die Übertragung des Vollzugs 

dieser Aufgabe an die Beiständin dahin, weshalb sich Weiterungen zum entspre-

chenden Antrag der Beschwerdeführerin grundsätzlich erübrigen. Anzumerken ist 

immerhin, dass nicht ersichtlich ist, weshalb das Vorgehen der Beiständin als un-

professionell zu qualifizieren wäre, wie ihr dies die Beschwerdeführerin vorwirft. 

Wie sich aus dem geschilderten Verlauf und aufgrund der Akten ergibt, wurde 

insbesondere der erste Umplatzierungsversuch im Gegenteil umsichtig und unter 

Einbezug von Fachleuten und den wichtigsten Bezugspersonen initiiert. 

 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ist die Beschwerde gutzuheissen, dann unterliegen die Beschwerdegegner 

grundsätzlich und es sind ihnen die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfah-

- 18 - 

rens aufzuerlegen. Dabei ist zu beachten, dass der Beschwerdegegner 2 sein 

Einverständnis mit der Beschwerde erklärt hat (act. 19), weshalb die Kosten allein 

der Beschwerdegegnerin 1 aufzuerlegen sind. Diese ist sodann zu verpflichten, 

der Beschwerdeführerin für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine Pro-

zessentschädigung zu bezahlen. Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 500.-- und die 

Prozessentschädigung auf Fr. 1'500.-- festzusetzen. Einen Ersatz für die Mehr-

wertsteuer wurde nicht verlangt und ist nicht zuzusprechen. Einen Antrag mit Be-

zug auf die Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens 

hat die Beschwerdeführerin nicht gestellt. Dem Beschwerdegegner 2 ist mangels 

erheblicher Umtriebe für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzu-

sprechen.  

Es wird erkannt:  

1. Das Urteil des Bezirksrates Zürich vom 27. März 2014 und der Beschluss 

Nr. … der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Zürich vom 29. Oktober 

2013 werden aufgehoben.  

Für die kindgerechte Umplatzierung von D._____, geboren tt.mm.2008 

(Zeitpunkt und Dauer des Umplatzierungsprozesses) ist eine fachkundige 

Empfehlung einzuholen.  

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt und der Beschwerde-

gegnerin 1 auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin 1 wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 

1500.-- zu bezahlen.  

Im Übrigen werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Zürich, die Beiständin, die Direktion der Justiz und des Innern (Ge-

meindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereich-

ten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein. 

- 19 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 25. Juni 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Das Urteil des Bezirksrates Zürich vom 27. März 2014 und der Beschluss Nr. … der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Zürich vom 29. Oktober 2013 werden aufgehoben.  Für die kindgerechte Umplatzierung von D._____, geboren tt.mm.2008 (Zeitpunkt und ...
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt und der Beschwerdegegnerin 1 auferlegt.
	3. Die Beschwerdegegnerin 1 wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 1500.-- zu bezahlen.  Im Übrigen werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Zürich, die Beiständin, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...