# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8640ba8a-21df-5531-b317-8d4ddeefad43
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.07.2019 C-5381/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5381-2017_2019-07-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5381/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Caroline Gehring,  

Richter Michael Peterli,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch Advokat lic. iur. Stephan Müller,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Gesuch um Invalidenrente  

(Erstanmeldung), Verfügung vom 18. August 2017. 

 

C-5381/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde am (…) 1960 geboren 

und ist deutscher Staatsangehöriger mit einer Berufsausbildung als Elekt-

roinstallateur. Er hat in den Jahren 1987 bis (Ende Oktober) 2013 als 

Grenzgänger bei der Firma B._______ AG in (…) als Chemiearbeiter (An-

lagewart) gearbeitet (vgl. IK-Auszug in IV-act. 18 sowie Arbeitszeugnis in 

IV-act. 162). Sein letzter effektiver Arbeitstag war der 18. Juli 2012 (IV-act. 

21 S. 2 f. und S. 10). Mit Formular vom 28. August 2012 meldete er sich 

bei der Sozialversicherungsanstalt C._______ (nachfolgend: kantonale IV-

Stelle) zur Früherfassung an (IV-act. 1). Mit IV-Anmeldung vom 1. Oktober 

2012 (Eingang bei der kantonalen IV-Stelle) beantragte er die Leistung ei-

ner beruflichen Integration respektive Invalidenrente. Als Krankheitsgründe 

gab er Schwindel, Wirbelgleiten sowie einen Bandscheibenvorfall der Hals-

wirbelsäule an (IV-act. 8). 

B.  

In der Folge führte die kantonale IV-Stelle das Abklärungsverfahren in er-

werblicher sowie medizinischer Hinsicht durch. Mit Mitteilung vom 15. Mai 

2013 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, es seien keine Eingliederungs-

massnahmen möglich infolge der nach wie vor bis auf Weiteres bestehen-

den Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Sie werde den Anspruch auf eine Inva-

lidenrente prüfen (IV-act. 41). Mit Stellungnahme vom 30. Juni 2015 emp-

fahl der regionale ärztliche Dienst (nachfolgend: RAD) die Einholung eines 

polydisziplinären Gutachtens in den Fachdisziplinen Rheumatologie, Or-

thopädie, Neurologie und Psychiatrie, unter internistischer Fallführung  

(IV-act. 140). Mit Schreiben vom 30. Juni 2015 leistete die kantonale  

IV-Stelle Kostengutsprache für die einzuholende Begutachtung und gab 

dem Beschwerdeführer die Gelegenheit, den vorgesehenen Fragekatalog 

mit eigenen Zusatzfragen zu ergänzen (IV-act. 141). Das hernach ergan-

gene Gutachten des Centers D._______ (nachfolgend: D._______) vom 

21. Januar 2016 umfasst die Beurteilungen in den Fachgebieten Orthopä-

die/Traumatologie (Federführung), Rheumatologie und Neurologie, je vom 

22. Oktober 2015, sowie Innere Medizin und Psychiatrie, je vom 7. Oktober 

2015 (IV-act. 151). Mit Stellungnahme vom 25. April 2016 fasste der RAD 

die Ergebnisse der Begutachtung zusammen und bezeichnete das Gut-

achten respektive die einzelnen Teilgutachten als umfassend sowie struk-

turiert (IV-act. 153). Mit Vorbescheid vom 1. Juli 2016 kündigte die kanto-

nale IV-Stelle dem Beschwerdeführer an, sein Leistungsbegehren werde 

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Seite 3 

infolge eines Invaliditätsgrads von unter 40 % abzuweisen sein (IV-act. 

155).  

B.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 21. Juli 2016 Einwände bei 

der kantonalen IV-Stelle (IV-act. 157). Mit Eingabe vom 18. Oktober 2016 

beantragte der neu durch die Procap E._______ vertretene Beschwerde-

führer innert der mit Schreiben der kantonalen IV-Stelle vom 25. Juli 2016 

(IV-act. 158) antragsgemäss erstreckten Frist, es sei ihm ab Juli 2013 min-

destens eine Viertelsrente zu gewähren. Er kritisierte in der Hauptsache, 

das Invalideneinkommen sei nicht auf den LSE-Tabellenlohn 2012 für frei-

berufliche technische Dienstleistungen, Kompetenzniveau 3, abzustellen. 

Vielmehr sei vom durchschnittlichen LSE-Tabellenlohn für Männer des Jah-

res 2012, indexiert bis 2013, auszugehen. Damit resultiere ein Invaliditäts-

grad von 48.66 %, welcher zu mindestens einer Viertelsrente berechtige 

(IV-act. 162). Mit Eingabe vom 30. November 2016 reichte der Beschwer-

deführer weitere medizinische Unterlagen ein und beantragte, es sei ein 

neurologisches Verlaufsgutachten in Auftrag zu geben (IV-act. 165).  

B.b Mit Stellungnahme vom 27. Februar 2017 verneinte der RAD das Er-

fordernis einer neurologischen Neubeurteilung (IV-act. 167). Mit Verfügung 

vom 18. August 2017 wies die Invalidenversicherungsstelle für Versicherte 

im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) das Leistungsbegehren des 

Beschwerdeführers ab. Zur Begründung hielt sie fest, in der polydisziplinä-

ren Begutachtung seien bereits sämtliche neurologischen Beschwerden 

umfassend aufgenommen worden, weshalb keine neurologische Neubeur-

teilung angezeigt sei. Das Invalideneinkommen habe sie aufgrund des Ein-

wands des Beschwerdeführers neu unter Berücksichtigung von lediglich 

einem Sektor auf der Basis des Jahres 2015 bemessen, womit der Ein-

kommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 30 % ergebe (IV-act. 178).  

C.  

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Advokat 

lic. iur. Stephan Müller der Procap Schweiz, mit Eingabe vom 21. Septem-

ber 2017 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, 

es sei die Verfügung vom 18. August 2017 aufzuheben und ihm mit Wir-

kung ab dem 1. Juli 2013 eine Viertelsrente zuzusprechen. Einleitend hielt 

der Beschwerdeführer in seinen Beschwerdeausführungen fest, dass er 

die Feststellungen im Gutachten der D._______ zur Arbeitsfähigkeit sowie 

die Ermittlung des Valideneinkommens auf der Grundlage des beim bishe-

rigen Arbeitgeber tatsächlich erzielten Einkommens nicht (mehr) bestreite. 

Hingegen rügte er, die Vorinstanz habe das Invalideneinkommen falsch 

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Seite 4 

festgelegt. Es sei bei den Tabellenlöhnen lediglich vom Kompetenzniveau 

1 auszugehen, da er aufgrund seiner Einschränkungen weder den erlern-

ten noch den zuletzt ausgeübten Beruf mehr ausüben könne sowie die 

durch diese Berufe erworbenen Kenntnisse veraltet beziehungsweise be-

triebsspezifisch und daher nicht auf andere Tätigkeiten übertragbar seien. 

Ausserdem seien die Vergleichseinkommen des Jahres 2013 anstatt 2015 

massgebend (BVGer-act. 1). 

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 29. September 2017 beim Beschwerde-

führer einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– (BVGer-act. 2), dessen 

Zahlungsfrist das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 31. Okto-

ber 2017 antragsgemäss bis zum 15. November 2017 erstreckt hat 

(BVGer-act. 5), ging am 1. November 2017 bei der Gerichtskasse des Bun-

desverwaltungsgerichts ein (BVGer-act. 6). 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2017 beantragte die Vor-

instanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung 

sei zu bestätigen. Zur Begründung verwies sie auf die eingeholte Stellung-

nahme der kantonalen IV-Stelle vom 14. Dezember 2017, in welcher jene 

ausführte, die Vergleichseinkommen hätten eigentlich je bis 2017 "aufge-

teuert" werden müssen. Da auch dies jedoch zu keinem Rentenanspruch 

führe, könne auf eine Anpassung verzichtet werden. Im Übrigen hielt die 

kantonale IV-Stelle an dem mit der angefochtenen Verfügung vorgenom-

menen Einkommensvergleich fest. Insbesondere sei beim Beschwerdefüh-

rer aufgrund seines Lehrabschlusses als Elektroinstallateur sowie dem in 

der langjährig ausgeübten anspruchsvollen Tätigkeit als Chemiemitarbeiter 

angeeigneten grossen Fachwissen von einem hohen Kompetenzniveau 

auszugehen, welches dem Beschwerdeführer mangels gutachterlich be-

scheinigter geistiger Einschränkung nach wie vor anzurechnen sei (BVGer-

act. 11). 

F.  

In seiner Replik vom 5. Februar 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Beschwerdeanträgen fest und führte ergänzend aus, er habe für eine Ver-

weisungstätigkeit weder eine entsprechende Ausbildung noch Berufserfah-

rung. Die Vorinstanz habe sich sodann nicht zum Vorwurf geäussert, dass 

das von ihr angerechnete Kompetenzniveau höher sei als dasjenige der 

angestammten Tätigkeit (BVGer-act. 13). 

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Seite 5 

G.  

Mit Duplik vom 5. April 2018 hielt die Vorinstanz an ihren Anträgen fest und 

verwies zur Begründung auf die erneut eingeholte Stellungnahme der kan-

tonalen IV-Stelle vom 3. April 2018. In dieser hielt die kantonale IV-Stelle – 

unter Wiederholung der Ausführungen gemäss ihrer Stellungnahme vom 

14. Dezember 2017 – an dem vorgenommenen Einkommensvergleich fest 

und verzichtete im Übrigen auf die Einreichung einer weiteren Stellung-

nahme (BVGer-act. 17). 

H.  

Mit Verfügung vom 17. April 2018 schloss das Bundesverwaltungsgericht 

den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 18). 

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des VGG, des VwVG [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des 

ATSG (SR 830.1; vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie im vorlie-

genden Fall – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen 

gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört die  

Vorinstanz (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). 

Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; er ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson-

ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  

oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG).  

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Seite 6 

1.4 Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 

Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängern die  

IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit 

ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies 

gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren 

ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der 

Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurück-

geht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen.  

 

Der Beschwerdeführer war zuletzt – bis über den gesundheitsbedingten 

Abbruch der beruflichen Tätigkeit hinaus – als Grenzgänger in (…) ange-

stellt (vgl. Sachverhalt Bst. A) und lebte, namentlich auch im Zeitpunkt der 

Anmeldung, in (…) (Deutschland), wo er heute noch lebt. Unter diesen Um-

ständen war die kantonale IV-Stelle für die Entgegennahme und Prüfung 

der Neuanmeldung und die Vorinstanz für den Erlass der angefochtenen 

Verfügung zuständig. 

3.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 18. August 2017, mit welcher die Vorinstanz das Gesuch 

des Beschwerdeführers um die Gewährung einer Invalidenrente aufgrund 

eines Invaliditätsgrad von 30 % abgewiesen hat. Prozessthema ist daher 

vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente 

der schweizerischen Invalidenversicherung hat. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in 

Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge-

mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi-

schen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver-

ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie 

Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss 

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Seite 7 

Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, 

um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags-

staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und 

die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab-

weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze 

dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4 m. w. H.), was sich auch mit dem Inkrafttreten der 

oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. 

Urteil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach 

richtet sich die Beurteilung der vorliegend streitigen Frage des Anspruchs 

des Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalidenrente alleine 

nach schweizerischem Recht. 

4.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 18. August 2017 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

4.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 18. August 2017) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Diese sind indessen soweit 

zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzu-

sammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des BGer 9C_24/2008 

vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

5.  

5.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat 

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Seite 8 

(Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben 

sein.  

Vorliegend hat der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Anmeldung wäh-

rend weit über drei Jahren in der Schweiz als Grenzgänger gearbeitet, wo-

mit die Voraussetzung hinsichtlich der Beitragszeiten eindeutig erfüllt ist. 

5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf  

oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird 

auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-

reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

5.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).  

5.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person bei einer Invali-

dität von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente sowie bei einer 

Invalidität von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine 

halbe Rente sowie bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % auf 

eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem In-

validitätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte aus-

gerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 

in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen 

eine abweichende Regelung vorsehen.  

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Seite 9 

Das auf den Beschwerdeführer anwendbare FZA (vgl. E. 4.1) sieht diesbe-

züglich eine Ausnahme vor. So können gestützt auf das FZA und seine 

Verordnungen – abweichend von Art. 29 Abs. 4 IVG – auch Viertelsrenten 

ins Ausland ausbezahlt werden, wenn der Begünstigte nicht in der 

Schweiz, sondern in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnt 

(vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). 

5.5 Die IV-Stelle prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen 

von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 

1 ATSG, Art. 57 Abs. 3 IVG, Art. 69 Abs. 2 IVV). Die regionalen ärztlichen 

Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen 

Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen da-

bei insbesondere die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG  

massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine 

zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben 

(Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 IVV). 

5.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4 m. w. H.). Die – arbeitsmedizinische 

– Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, 

inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funk-

tionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor 

allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vor-

dergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesent-

lich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheiz-

ten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen 

kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der 

medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei-

ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von 

der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung beziehungsweise 

von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV 

Nr. 10 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 20 E. 2b).  

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Seite 10 

5.7 Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 

zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-

ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-

dardindikatoren im Rahmen eines indikatorengeleiteten Beweisverfahrens 

schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr-

scheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 574 E. 6). Entscheidend 

bleibt die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im 

Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer 

Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Be-

weis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Ar-

beitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prü-

fung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden 

Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Le-

bensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit 

zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, 

was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten 

der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3; 143 V 

418 E. 6). 

5.8 Das indikatorengeleitete Beweisverfahren ist grundsätzlich auf alle 

psychischen Störungen anzuwenden. Auch affektive Störungen, ein-

schliesslich der leichten bis mittelschweren depressiven Erkrankungen, 

werden dem strukturierten Beweisverfahren unterstellt (BGE 143 V 418 

E. 7.1 mit Hinweis auf BGE 143 V 409). Je nach Krankheitsbild bedarf es 

dabei allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner 

Indikatoren (BGE 143 V 418 E. 7.1).  

5.9 Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem 

dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss dort, wo 

es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Die Notwendigkeit fehlt ganz 

allgemein in Fällen, die sich durch die Erhebung prägnanter Befunde und 

übereinstimmende fachärztliche Einschätzungen hinsichtlich Diagnose 

und funktioneller Auswirkungen im Rahmen beweiswertiger Arztberichte 

und Gutachten auszeichnen (BGE 143 V 418 E. 7.1). Gleiches gilt, wenn 

etwa die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer 

ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitli-

chen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (siehe auch BGE 141 

V 281 E. 2.2; Urteil des BGer 9C_534/2015 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Aus-

serdem bleibt ein strukturiertes Beweisverfahren dort entbehrlich, wo im 

Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in 

C-5381/2017 

Seite 11 

nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegentei-

ligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus ande-

ren Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann. Dies alles zeigt, 

dass es hinsichtlich Notwendigkeit des strukturierten Beweisverfahrens 

stets einer einzelfallweisen Beurteilung aufgrund der konkreten Fallum-

stände und der jeweiligen Beweisproblematik bedarf (BGE 143 V 418 

E. 7.1). 

5.10 Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträ-

ger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-

rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 

(BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 

5.11 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung 

in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil 

des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, wel-

che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-

funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit wei-

teren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte sind aufgrund deren 

auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu wür-

digen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden 

Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 

655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber das Urteil des 

BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

C-5381/2017 

Seite 12 

5.12 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc m. w. H.). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. 

dazu Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis 

auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

6.  

In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 18. August 2017 stellte 

die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten der D._______ 

vom 21. Januar 2016 sowie die diesbezüglich eingeholte RAD-Stellung-

nahme ab. Der Beschwerdeführer erklärte seinerseits mit Beschwerde-

schrift vom 21. September 2017 ausdrücklich, die Feststellungen zur Ar-

beitsfähigkeit im Gutachten D._______ nicht (mehr) zu bestreiten.  

6.1 Im polydisziplinären (orthopädischen, rheumatologischen, neurologi-

schen, internistischen und psychiatrischen) Gutachten der D._______ vom 

21. Januar 2016 stellten die Gutachter insgesamt die nachfolgenden Diag-

nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit): 

 chronifiziertes myofasziales Schmerzsyndrom; 

 chronifiziertes zervikospondylogenes Syndrom mit/bei  

o Osteochondrose C6/C7, C7/Th1 und beginnend C5/6,  

o Diskusprotrusionen C6/C7 und C7/Th1,  

o Spondylolisthesis C6 und  

o wahrscheinlicher Instabilität des Bewegungssegmentes C6/C7, derzeit 

ohne Hinweise auf Wurzel- oder Myelon-Kompression; 

 chronifiziertes lumbospondylogenes Syndrom mit  

o rechts mediolateraler bis foraminaler Diskushernie L5/S1.  

Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) hätten die Diag-

nosen: 

 Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2); 

C-5381/2017 

Seite 13 

 Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0); 

 leichtes Impingementsyndrom des linken Schultergelenks nach arthroskopischer 

Dekompression ohne wesentliche Funktionseinschränkung; 

 funktioneller Schwindel; 

 Tinnitus links; 

 Meralgia paraesthetica rechts, Einklemmungs-Neuropathie des Nervus cutaneus 

femoris lateralis; 

 Refluxösophagitis; 

 Verdacht auf Reizdarm. 

In ihrer versicherungsmedizinischen Konsensualbeurteilung stellten die 

Gurtachter zusammenfassend Folgendes fest: 

In rheumatologischer Hinsicht seien die diagnostischen Kriterien für ein 

klassisches Fibromyalgiesyndrom nicht erfüllt. Es sei davon auszugehen, 

dass das chronische Schmerzsyndrom zu einer leichtgradigen, allgemei-

nen Dekonditionierung geführt habe. Im rheumatologischen sowie ortho-

pädischen Gutachten seien das qualitative Leistungsvermögen und die 

körperliche Arbeitsschwere unterschiedlich eingeschätzt worden, da rheu-

matologisch zusätzlich die Diagnose des chronifizierten myofaszialen 

Schmerzsyndroms erhoben worden sei. In neurologischer Hinsicht seien 

bezüglich des Schwindels sehr viele Abklärungen durchgeführt worden, 

insbesondere ein Kernspintomogramm des Schädels, welches normal aus-

gefallen sei. Die bereits früher getroffene Einschätzung der psychosomati-

schen respektive funktionellen Natur der Beschwerden sei zu bestätigen. 

In psychischer Hinsicht sei der Schweregrad der Pathologie und der dar-

aus resultierenden Einschränkungen im täglichen Leben als leichtgradig 

anzusehen. Ohne die körperlichen Symptome wäre das Krankheitsbild 

nicht entstanden, weshalb die Diagnose der Anpassungsstörung vorliege. 

Es sei möglich, dass das Vermeidungsverhalten des Beschwerdeführers 

aufgrund des chronischen Schmerzsyndroms zu einer muskulären Dysba-

lance geführt habe, die nun ihrerseits einen erheblichen – organmedizi-

nisch nachvollziehbaren – Anteil an der Schmerzstörung einnehme. Allein 

das Vermeidungs- und Schonverhalten rechtfertige indessen nicht die Di-

agnose einer somatoformen Schmerzstörung, weshalb aus psychiatrischer 

Sicht darauf verzichtet worden sei. Hingegen entbehrten einzelne Symp-

tome wie Taubheit im Gesichtsbereich und unspezifische Schwankschwin-

del einer nachvollziehbaren organmedizinischen Begründung, weshalb 

diesbezüglich von einer Somatisierungsstörung auszugehen sei. Diese 

habe erhebliche Auswirkungen auf den Alltag des Versicherten (so gehe er 

C-5381/2017 

Seite 14 

zum Beispiel infolge Schwindels nicht alleine aus dem Haus), sei jedoch 

als willentlich überwindbar einzustufen. Insgesamt sei der Beschwerdefüh-

rer seit dem 19. Juli 2012 in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Che-

miemitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit in leidensadap-

tierter Tätigkeit betrage demgegenüber unter Berücksichtigung des quali-

tativen Leistungsprofils 100 % und sei dem Beschwerdeführer im Umfang 

von 8.5 Stunden pro Tag zumutbar. Das Belastungs-/ Ressourcenprofil im 

polydisziplinären Konsens erlaube es dem Beschwerdeführer, repetitive 

Gewichte von sieben bis zehn Kilogramm anzuheben sowie über kürzere 

Strecken zu tragen und während einer bis eineinhalb Stunden zu sitzen 

oder zu stehen. Dabei seien Tätigkeiten in der chronischen, monotonen 

Vorneigehaltung, in kniender oder kauender Position sowie Arbeiten auf 

oder über Schulterhöhe (Kopfreklination) zu vermeiden (IV-act. 151).  

Im orthopädischen Teilgutachten wurde sodann darauf hingewiesen, dass 

das vom Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung getragene Gips-

korsett kaum Gebrauchsspuren aufgewiesen habe und sich der Beschwer-

deführer nach Ablegen des Korsetts ohne fremde Hilfe in die Positions-

wechsel sitzend, stehend und liegend habe begeben können (IV-act. 151 

S. 29 und 32 f.). Im psychiatrischen Teilgutachten wurden ferner die Stan-

dardindikatoren in Bezug auf die darin diagnostizierte Somatisierungsstö-

rung sowie Anpassungsstörung (beides ohne eine Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit) geprüft. Unter dem Standardfaktor des Komplexes "Persön-

lichkeit" stellte die psychiatrische Gutachterin fest, es lägen keine Hinweise 

für eine Persönlichkeitsstörung oder Persönlichkeitszüge, welche die Fä-

higkeit zur willentlichen Überwindung der Erkrankungen behindern würden. 

Unter dem Komplex "sozialer Kontext" hielt sie fest, dass der Beschwerde-

führer sozial gut eingebunden sei und die Familie diesen in seinem Stö-

rungsmodell unterstütze, was indessen von Nachteil sein könnte  

(IV-act. 151 S. 48 f.). 

Der RAD schloss sich in seiner Stellungnahme vom 25. April 2016 (IV-act. 

153) der D._______-Begutachtung an.  

6.2 In Würdigung der medizinischen Ausgangslage steht für das Bundes-

verwaltungsgericht fest, dass das D._______-Gutachten vom 21. Januar 

2016 vollständig, nachvollziehbar begründet sowie in den Schlussfolgerun-

gen sowohl in Bezug auf die gestellten Diagnosen als auch die darauf ba-

sierende verbleibende Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

schlüssig ist. Es gründet auf der vollständigen medizinischen Aktenlage, 

C-5381/2017 

Seite 15 

welche im Gutachten eingangs umfassend dargestellt sowie in der gut-

achterlichen Würdigung mitberücksichtigt wurde (vgl. vorangehend E. 

5.12). In Bezug auf die psychiatrischen Diagnosen wurden ausserdem die 

Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 i.V.m. BGE 143 V 418 (vgl. 

vorangehend E. 5.7 f.) geprüft, obwohl dies vorliegend aufgrund der in der 

Folge in nachvollziehbar begründeter Weise verneinten Auswirkungen der 

psychiatrischen Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

nicht zwingend erforderlich gewesen wäre (siehe E. 5.9 vorletzter Satz).  

Schliesslich ändern die vom Beschwerdeführer nachgereichten Berichte 

nichts an der Beweiskraft des Gutachtens. Damit hat der RAD sowie in der 

Folge die Vorinstanz zu Recht für die Beurteilung des Gesundheitszu-

stands sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf das Gutach-

ten der D._______ vom 21. Januar 2016 abgestellt.  

6.3 Nach dem Gesagten ist von einer vollen Arbeitsunfähigkeit des Be-

schwerdeführers in seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit auszugehen. 

Hingegen ist dem Beschwerdeführer die Ausübung einer Verweisungstä-

tigkeit in Vollzeit zumutbar, bei welcher er repetitive Gewichte von sieben 

bis zehn Kilogramm anheben sowie über kürzere Strecken zu tragen hat 

und während maximal einer bis eineinhalb Stunden am Stück sitzen oder 

stehen muss, unter Vermeidung von Tätigkeiten in einer monotonen Vor-

neigehaltung, in kniender oder kauender Position sowie auf oder über 

Schulterhöhe (vgl. E. 6.1 i.V.m. 6.5). 

7.  

Im Folgenden ist der durch die Vorinstanz vorgenommene, in der 

Begründung der angefochtenen Verfügung vom 18. August 2017 

wiedergegebene Einkommensvergleich (IV-act. 178 S. 2 f.) zu überprüfen.  

7.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 

ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu 

bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Per-

son nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-

mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (In-

valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-

men). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-

lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich 

C-5381/2017 

Seite 16 

aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allge-

meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2; Ur-

teil des BGer 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 5.1). 

7.2 Die Vorinstanz hat bei dem von ihr vorgenommenen Ein-

kommensvergleich auf die Vergleichslöhne des Jahres 2015 abgestellt. Für 

das ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielbare Einkommen ging 

sie von dem vom Beschwerdeführer bei der ehemaligen Arbeitgeberin im 

Jahr 2012 effektiv erzielten Jahreseinkommmen von Fr. 126'970.35 aus, 

welches sie in der Folge unter Berücksichtigung der Nominallohn-

entwicklung von 2.6 % im Sektor Industrie bis 2015 indexierte, was ein 

Valideneinkommen 2015 von Fr. 130'300.– ergab. Für das Invaliden-

einkommen ging die Vorinstanz von der Schweizerischen Lohnstruktur-

erhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BFS) 2012, privater Sektor, 

Total Männer, Kompetenzniveau 3, im Betrag von Fr. 7'204.– pro Monat, 

basierend auf 40 Wochenstunden, aus. Bezüglich des dem Beschwerde-

führer angerechneten Kompetenzniveaus führte sie aus, dieser verfüge 

über einen Abschluss als Elektroinstallateur und langjährige Berufs-

erfahrung. Es werde keine geistige Einschränkung angenommen, weshalb 

auf dem freien Arbeitsmarkt von einem hohen Kompetenzniveau 

auszugehen sei. Unter Anpassung dieses Tabellenlohnes an die 

Nominallohnentwicklung von 1.8 % bis 2015 sowie Umrechnung dieses auf 

die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie auf 

das Jahr berechnete die Vorinstanz ein Invalideneinkommen von 

Fr. 91'753.– (IV-act. 178 S. 3 unten).  

7.3 Der Beschwerdeführer erklärte sich in seiner Beschwerde vom 

21. September 2017 grundsätzlich mit dem von der Vorinstanz 

verwendeten Valideneinkommen einverstanden. Hierbei seien jedoch 

beide Vergleichseinkommen auf der Basis des Jahres 2013 (Zeitpunkt 

nach Ablauf des Wartejahres) – statt des Jahres 2015, wie von der 

Vorinstanz angenommen – zu bemessen. Ausserdem rügte er die von der 

Vorinstanz vorgenommene Festlegung des Invalideneinkommens. Er be-

anstandete zwar nicht die Verwendung der Tabellenlöhne gemäss LSE, je-

doch das ihm von der Vorinstanz angerechnete Kompetenzniveau 3. Hier-

bei wies er darauf hin, dass er aufgrund seiner gesundheitlichen Einschrän-

kungen weder den erlernten noch den zuletzt ausgeübten Beruf mehr aus-

üben könne. Ausserdem seien die im erlernten Beruf als Elektroinstallateur 

erworbenen Kenntnisse veraltet. Die im zuletzt ausgeübten Beruf als Anla-

gewart in der chemischen Industrie erworbenen Kenntnisse seien wiede-

C-5381/2017 

Seite 17 

rum so betriebsspezifisch, dass sie ihm für die Ausübung einer angepass-

ten beruflichen Tätigkeit keinen Vorteil brächten. Angemessen sei daher 

die Verwendung des Kompetenzniveaus 1. Schliesslich zeige bereits der 

Umstand, wonach sowohl sein erlernter als auch sein zuletzt ausgeübter 

Beruf zum Kompetenzniveau 2 gehörten, dass das von der Vorinstanz ver-

wendete Kompetenzniveau 3 nicht zutreffen könne. Zu diesen beiden Ein-

wänden des Beschwerdeführers gegen das von der Vorinstanz ange-

wandte Kompetenzniveau äusserte sich jene (respektive die kantonale IV-

Stelle) im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht, wie der Beschwerde-

führer in seiner Replik vom 5. Februar 2018 zu Recht monierte (vgl. Sach-

verhalt Bst. F).  

7.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-

den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben 

und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 

zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 

E. 4.2; Urteil des BGer 8C_61 vom 23. März 2018 E. 6.1). Für die Bemes-

sung der Invalidität einer im Ausland wohnhaften versicherten Person sind 

Validen- und Invalideneinkommen grundsätzlich bezogen auf denselben 

Arbeitsmarkt zu ermitteln (BGE 137 V 20 E. 5.2.3.2; Urteil des BGer 

8C_300/2015 vom 10. November 2015 E. 7.1). 

Vorliegend steht aufgrund des Gutachtens der D._______ vom 21. Januar 

2016 fest, dass der Beschwerdeführer für seinen zuletzt ausgeübten Beruf 

seit dem 19. Juli 2012 arbeitsunfähig ist (vgl. vorangehend E. 6.1). Das 

Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG ist somit am 19. Juli 2013 ab-

gelaufen. Ausserdem hat sich der Beschwerdeführer am 1. Oktober 2012 

(rechtzeitig) bei der kantonalen IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet, 

womit vorliegend die Karenzzeit gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG bereits am 

1. April 2013 abgelaufen ist. Ein Rentenanspruch konnte damit vorliegend 

frühestens ab dem 1. Juli 2013 (am ersten Tag des Monats nach Ablauf 

des Wartejahrs gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG; vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG) 

entstehen. Der Einkommensvergleich ist damit vorliegend – abweichend 

von den Feststellungen der Vorinstanz – gestützt auf die Vergleichsein-

kommen des Jahres 2013 vorzunehmen, wie dies der Beschwerdeführer 

in seiner Beschwerdeschrift vom 21. September 2017 korrekt dargelegt 

hat.  

C-5381/2017 

Seite 18 

7.5 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest-

möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 

der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empi-

rischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-

heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfah-

rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 134 V 322 E. 4.1; Urteil des BGer 8C_897/2017 

vom 14. Mai 2018 E. 3.1).  

Vorliegend war der Beschwerdeführer noch während des gesamten Jahres 

2012 bei seiner bisherigen Arbeitgeberin als Schichtarbeiter/ Chemiemitar-

beiter angestellt (vgl. Sachverhalt Bst. A). Im Jahr 2012 erzielte er hierbei 

ein Einkommen von Fr. 126'970.35 (IV-act. 21 S. 3). Dieses vom Beschwer-

deführer zuletzt erzielte Einkommen ist an die Nominallohnentwicklung bis 

2013 (vgl. E. 7.4 Abs. 2) anzupassen. Gemäss der Tabelle des BFS 

T1.1.10 "Nominallohnindex Männer 2011-2017" (abrufbar unter: 

https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/5128917/master; zuletzt 

abgerufen am 5. Juni 2019), Kategorie CD, CE, CF, Ziff. 19-21, "Kokerei 

und Mineralölverarbeitung, Herstellung von chemischen und pharma-

zeutischen Erzeugnissen" betrug die Veränderung im Jahr 2013 

gegenüber dem Vorjahr 1 %. Das vorliegend massgebende Validen-

einkommen des Jahres 2013 beträgt damit Fr. 128'240.–, wie dies der 

Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 21. September 2017 

korrekt hergeleitet hat. 

7.6 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der be-

ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-

son konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gege-

ben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-

tätigkeit aufgenommen hat, so können insbesondere Tabellenlöhne ge-

mäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis; Ur-

teil des BGer 9C_422/2017 vom 17. Mai 2017 E. 4.1), wobei grundsätzlich 

immer die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden sind (BGE 143 V 

295 E. 2.3).  

In der Regel ist auf die LSE-Tabelle TA1 und den darin enthaltenen Total-

wert abzustellen (Urteil des BGer 8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 

C-5381/2017 

Seite 19 

E. 6.2; vgl. auch Urteil des BGer 9C_358/2017 vom 2. Mai 2018 E. 5.2 mit 

Hinweisen), wobei aber auf Löhne einzelner Sektoren oder gar einzelner 

Branchen abgestellt werden kann, wenn dies als sachgerecht erscheint, 

um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleiben-

den Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen (Urteil des BGer 9C_841/2013 

vom 7. März 2014 E. 4.2). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit 

von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine be-

triebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 

75 E. 3b bb). Zudem ist eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung 

vorzunehmen, wobei nach Geschlechtern zu differenzieren, das heisst auf 

den branchenspezifischen Lohnindex für Frauen oder Männer abzustellen 

ist (BGE 129 V 408 E. 3.1.2). 

7.6.1 Vorliegend hat der Beschwerdeführer die Anwendbarkeit der LSE Ta-

bellenlöhne zur Bemessung des Invalideneinkommens nicht bestritten. 

Hingegen bringt er gegen das von der Vorinstanz angenommene Kompe-

tenzniveau 3 vor, dass sowohl sein erlernter Beruf als Elektroinstallateur 

als auch seine angestammte berufliche Tätigkeit als Chemiemitarbeiter le-

diglich dem Kompetenzniveau 2 der vorliegend anwendbaren LSE 2012 

zuzuordnen seien. Wie in der Ziff. 2.1 (auf Seite 11) der LSE 2012 (abrufbar 

unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-daten-

banken/publikationen.assetdetail.349377.html; zuletzt abgerufen am 

3. Juni 2019) dargestellt, hat das BFS in der LSE 2012 die Löhne gemäss 

der Internationalen Standardklassifikation der Berufe (ISCO-88 COM; ab-

rufbar unter https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a22_bibb-baua-erwerbst-

aetigenbefragung_2005-06_isco88.pdf; zuletzt abgerufen am 3. Juni 2019) 

veröffentlicht und die Beschäftigten, je nach Art der Arbeit, die in der Regel 

ausgeführt wird, in verschiedene Berufsgruppen eingeteilt. Die ISCO-88 

COM klassifiziert auf der Seite 3 die vorliegend fraglichen Berufe des Elekt-

roinstallateurs sowie des Chemiemitarbeiters unter den Ziffern 724 

(Elektro- und Elektronikmechaniker und -monteure) sowie 815 (Bediener 

chemischer Verfahrensanlagen). Sowohl die übergeordnete Kategorie 7 

(Handwerks- und verwandte Berufe) als auch 8 (Anlagen- und Maschinen-

bediener sowie Montierer) hat das BFS in der LSE 2012, Tabelle T1, mo-

natlicher Bruttolohn (Zentralwert; auf S. 12 der LSE 2012) nach Berufs-

gruppen, Lebensalter und Kompetenzniveau, unter dem Kompetenzniveau 

2 mit der Beschreibung "praktische Tätigkeit wie Verkauf/(Pflege/Datenver-

arbeitung und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen 

Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst" eingeordnet. Demgegenüber for-

dert das BFS für die Einordnung in das Kompentenzniveau 3 die Ausübung 

komplexer praktischer Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem 

C-5381/2017 

Seite 20 

Spezialgebiet voraussetzen. Als Berufe führt es hierfür – unter Verweis auf 

die Internationale Standardklassifikation der ausgeübten Berufe ISCO – 

Techniker/-innen und gleichrangige nichttechnische Berufe auf. Die ISCO-

88 COM, Seite 2 oben, nennt ihrerseits als Beispielberufe Datenverarbei-

tungsfachkräfte, Schiffs-, Flugzeugführer und verwandte Berufe, Lehr-

kräfte, Zoll-, Steuer- und verwandte Fachkräfte der öffentlichen Verwaltung, 

Polizeikommissare und Detektive. Indem der Beschwerdeführer seine an-

gestammte Tätigkeit in Schichtarbeit ausübte und hauptsächlich in der Pro-

duktion mitarbeitete, sich demgegenüber regelmässige Anlagenrundgänge 

respektive ein Umbau der Mehrzweckanlagen auf weniger als einen Drittel 

sowie allfällige Unterhaltsarbeiten auf insgesamt weniger als 5 % der Ar-

beitszeit beschränkten (vgl. IV-act. 21), übte er in der Regel eine typische 

praktische Tätigkeit des Kompetenzniveaus 2 aus. Hingegen erreichte er 

in seiner angestammten beruflichen Tätigkeit offensichtlich nicht den 

Selbstständigkeitsgrad, welcher für die Ausübung einer beruflichen Tätig-

keit im Kompentenzniveau 3 gefordert wird. Ebenfalls können die im ange-

stammten Beruf faktisch erlangten technischen Kenntnisse nicht ohne Wei-

teres mit dem unter dem Kompentenzniveau 3 geforderten Fachwissen, 

welches insbesondere eine entsprechende Fachausbildung voraussetzt, 

gleichgesetzt werden. Die Vorinstanz ging daher in ihrer Vernehmlassung 

zu Unrecht davon aus, dass bereits aufgrund der Ausbildung des Be-

schwerdeführers sowie seiner zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit von 

einem hohen Kompetenzniveau (respektive dem Kompetenzniveau 3) aus-

gegangen werden könne.  

7.6.2 Darüber hinaus ist vorliegend zu berücksichtigen, dass das dem Be-

schwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch zumutbare 

Belastungsprofil mit einigen nicht unerheblichen gesundheitlichen Ein-

schränkungen einhergeht. So bedeutet die Limitierung der regelmässig zu 

tragenden Gewichte auf sieben bis zehn Kilogramm eine massive Ein-

schränkung, gerade in handwerklichen sowie industriellen Berufen. Die 

zeitliche Limitierung der Arbeitspositionen im Sitzen oder Stehen auf je-

weils eine bis eineinhalb Stunden erlaubt sodann nurmehr die Ausübung 

von wechselbelastenden Berufen und geht ebenfalls mit einer grossen Ein-

schränkung der noch möglichen beruflichen Tätigkeiten einher. Es ist dem 

Beschwerdeführer daher beizupflichten, dass unter diesen Umständen le-

diglich noch einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art für 

ihn in Frage kommen. Anzurechnen ist ihm daher das tiefste Kompetenz-

niveau 1.   

C-5381/2017 

Seite 21 

7.6.3 Der Tabellenlohn gemäss LSE 2012, Tabelle TA1, monatlicher Brut-

tolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Ge-

schlecht, privater Sektor beträgt im Kompetenzniveau 1, Total Männer, ba-

sierend auf 40 Arbeitsstunden pro Woche, Fr. 5'210.–. Umgerechnet auf 

die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von total 41.7 

Stunden im Jahr 2012 (vgl. Tabelle "Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-

schaftsabteilungen", abrufbar unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/ 

home/statistiken/arbeit-erwerb/erhebungen/bua.assetdetail.5287370.html; 

zuletzt abgerufen am 3. Juni 2019) ergibt dies einen Jahreslohn 2012 von 

Fr. 65'177.–. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2013 von total 

0.7 % (abrufbar unter: https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/ 

255159/master; zuletzt abgerufen am 5. Juni 2019) resultiert somit ein 

Invalideneinkommen von Fr. 65'633.–. 

7.7 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabel-

lenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass 

der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufent-

haltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3; 124 V 321 E. 3b/aa). Aufgrund die-

ser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit 

auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit un-

terdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber 

nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein-

zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 

25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2; 126 V 75 

E. 5b; Urteil des BGer 9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.1). 

Vorliegend hat die Vorinstanz (respektive die kantonale IV-Stelle) nicht ge-

prüft, ob dem Beschwerdeführer ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren 

ist. Damit hat sie ihr Ermessen eindeutig unterschritten. Tatsächlich sind 

beim Beschwerdeführer keine invaliditätsfremden Gründe ersichtlich, wel-

che zu einer Reduktion seines erzielbaren Invalidenlohnes führen könnten. 

Der Beschwerdeführer hat auch keine solchen geltend gemacht. Die ihm 

im Gutachten des D._______ bescheinigten funktionellen Einschränkun-

gen hat das Bundesverwaltungsgericht bereits mit der Anrechnung des 

tiefsten Kompetenzniveaus 1 vollumfänglich berücksichtigt. Damit ist das 

Absehen von der Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn der Vo-

rinstanz im Ergebnis zu schützen. 

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Seite 22 

7.8  Der Einkommensvergleich stellt sich somit wie folgt dar: Dem Validen-

einkommen von Fr. 128'240.– steht ein Invalideneinkommen von 

Fr. 65'633.– gegenüber, woraus eine Erwerbseinbusse von 48.82 % resul-

tiert. Dieses Ergebnis ist nach den mathematischen Rundungsregeln auf-

zurunden auf einen Invaliditätsgrad von 49 % (BGE 130 V 121, E. 3). 

7.9 Damit ist die Beschwerde vollumfänglich gutzuheissen und dem Be-

schwerdeführer antragsgemäss gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

49 % eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG) mit Wirkung ab dem 1. Juli 

2013 (vgl. E. 7.4 Abs. 2) zuzusprechen. 

Die Akten gehen zur Berechnung und Festsetzung der Rente an die Vor-

instanz. 

8.  

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei die Verfahrenskosten grundsätzlich der unterlie-

genden Partei auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dem obsiegenden 

Beschwerdeführer sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, weshalb ihm 

der geleistete Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.– nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf ein von ihm zu benennendes Konto zurück-

zuerstatten ist. Der unterliegenden Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.1 Der vollumfänglich obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdefüh-

rer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteient-

schädigung zu Lasten der Verwaltung. Da er keine Kostennote eingereicht 

hat, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 

Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des ge-

botenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und 

der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens sowie in An-

betracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschädigungen er-

scheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 1'800.– (inkl. Ausla-

gen) angemessen (Art. 9 VGKE). 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) 

  

C-5381/2017 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 18. August 

2017 aufgehoben. 

2.  

Es ist dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Juli 2013 eine Vier-

telsrente auszurichten. 

3.  

Die Akten gehen zur Berechnung und Festsetzung der Rente an die Vor-

instanz. 

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird ihm nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

5.  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung zu Lasten der Vor-

instanz im Betrag von Fr. 1'800.– zugesprochen. 

6.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

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Seite 24 

Daniel Stufetti Marion Sutter 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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