# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09f7af0a-d76a-5be9-a976-4c2c1e8bb9be
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-14
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2011
**Docket/Reference:** DB.2017.144
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2017.144--2-st.2017.182.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2017.144 
2 ST.2017.182 

Entscheid 

14. Mai 2019 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichter Alexander Widl, Ersatzrichterin 
Tanja Petrik und Gerichtsschreiberin Cécile Schmidlin 

1.  A ,    
2.  B ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/  
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2011 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend: der Pflichtige) war und ist an diversen, auf dem Immobili-

enmarkt und im Finanzbereich bzw. in der Vermögensverwaltung tätigen Gesellschaf-

ten beteiligt; insbesondere ist er nicht nur Angestellter, sondern gemäss Handelsregis-

terauszug  auch  Verwaltungsratspräsident  mit  Kollektivunterschrift  zu  zweien  der 

heutigen C AG und damaligen D AG (CHE-…; nachfolgend D AG) und war per … 2010 

und  …  2011  für  deren  Geschäftsführung  verantwortlich  (vgl.  auch  den  Geschäftsbe-

richt der D AG 2011). Dieses Unternehmen ist an diversen Immobilien- und Finanzge-

sellschaften  beteiligt,  so  auch  an  der  E  AG  (CHE-…),  bei  welcher  der  Pflichtige  

gemäss Handelsregisterauszug seit … 2011 Verwaltungsratspräsident mit Kollektivun-

terschrift  zu zweien  ist.  Weiter  ist  er gemäss  entsprechendem  Handelsregisterauszug 

bei der F AG (CHE-…), an welcher die mittlerweile liquidierte und aus dem Handelsre-

gister  gelöschte  G  Holdings  Ltd.  (CHE-…)  –  einst  nebst  dem  Pflichtigen  eine  bedeu-

tende  Aktionärin  der  D  AG  (Geschäftsbericht  der  D  AG  2011,)  –  beteiligt  war,  seit  … 

2008 Mitglied des Verwaltungsrats, mittlerweile mit Einzelunterschrift. 

B.  Mit  Veranlagungsverfügung  vom  4. November  2016  betreffend  die  direkte 

Bundessteuer 2011 setzte die Steuerkommissärin das steuerbare und satzbestimmen-

de Einkommen des Pflichtigen und seiner Ehefrau auf Fr. 587'900.- fest. Gleichentags 

bestimmte  sie  mit  Einschätzungsentscheid  bezüglich  der  Staats-  und  Gemeindesteu-

ern  2011  unter  Anwendung  des  Verheiratetentarifs  ein  steuerbares  Einkommen  des 

Pflichtigen und seiner Ehefrau von Fr. 907'700.-, wovon gestützt auf den Revisionsbe-

richt vom 24. Juli 2015 betreffend die D AG als Arbeitgeberin des Pflichtigen und seiner 

Ehefrau Fr. 637'000.- als verdeckte Gewinnausschüttungen qualifiziert und folglich als 

Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen festgelegt wurden. Weiter wurde das steuerbare 

Vermögen aufgrund von Bewertungskorrekturen um Fr. 1'740'000.- erhöht und auf ins-

gesamt Fr. 2'008'000.- eingeschätzt. 

C.  Hiergegen  erhob  der  Pflichtige  mit  Eingabe  vom  29.  November  2016  Ein-

sprache und erklärte, lediglich aufgrund der Rechnung vom 24. November 2016 betref-

fend  die  direkte  Bundessteuer  Kenntnis  von  der  Existenz  der  ihm  nicht  zugestellten 

Veranlagungsverfügung  vom  4.  November  2016  erhalten  zu  haben.  Nach  Einsicht-

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nahme in diese Verfügung werde er seine Einsprache fundiert begründen können. Wei-

ter wies er darauf hin, dass er seit 2010 von seiner Ehefrau getrennt lebe. 

Mit  Einschreiben  vom  3.  Januar  2017  wurden  dem  Pflichtigen  je  eine  Kopie 

des Einschätzungsentscheids und der Veranlagungsverfügung vom 4. November 2016 

zugestellt.  Die  Steuerkommissärin  versandte  die  Akteneinforderung  vom  27. Januar 

2017  separat  an  beide  Ehegatten  und bat  unter  Hinweis  auf  die gesetzlichen  Verfah-

renspflichten  und  Säumnisfolgen  um  die  genaue  Nennung  der  im  Einschätzungsent-

scheid beanstandeten Punkte mit entsprechenden, bezifferten Anträgen und substanti-

ierter  Begründung sowie  unter  Beilage  der  entsprechenden  Beweismittel. Weiter  wies 

sie auf ein gemeinsames Schreiben der Ehepartner vom 20. November 2012 hin, wo-

nach  beide  unterschriftlich  bestätigten,  ab  2008  in  ungetrennter  Ehe  gelebt  zu  haben 

sowie auf die von beiden Ehepartnern ausgefüllte und unterzeichnete Steuererklärung 

2011. 

Die Ehefrau des Pflichtigen erklärte am 1. Februar 2017 telefonisch, seit Ok-

tober 2016 vom Pflichtigen getrennt zu leben und nicht über die eingeforderten Akten 

zu verfügen. 

Der  Pflichtige  nahm  mit  Schreiben  vom  3.  März  2017  Stellung.  Er  erklärte 

sinngemäss,  der  D  AG sei  eine  definitive Steuerrechnung  ohne  Aufrechnungen,  nicht 

jedoch eine anfechtbare Verfügung betreffend allfällige Aufrechnungen zugestellt wor-

den,  womit  ihr  diesbezüglich  der  Rechtsweg  verweigert  worden  und  die  bei  ihm  als 

Privatperson  in  der  Folge  vorgenommene  Aufrechnung  als  rechtswidrig  zu  beurteilen 

sei. Weiter sei die bezüglich Privatanteil Fahrzeug in der Höhe von Fr. 21'200.- vorge-

nommene  Aufrechnung  als  verdeckte  Gewinnausschüttung  unzulässig,  da  die  Hand-

habung der Privatanteile mit der Bewilligung des beigelegten Spesenreglements expli-

zit  und  abschliessend  geregelt  worden  sei  und  die  entsprechenden  Buchungen 

reglementskonform  erfolgt  seien.  Nicht  korrekt  seien  weiter  die  Aufrechnungen  der 

Beträge von Fr. 174'000.- und Fr. 240'000.-, welche nicht ihm persönlich, sondern der 

G Holdings Ltd. bzw. der F AG gutgeschrieben worden seien. Er habe nicht direkt par-

tizipiert. Weiter machte er geltend, gestützt auf die beigelegte Verfügung des Bezirks-

gerichts H vom … September 2010 seit dem ... Juli 2010 von seiner Ehefrau getrennt 

zu leben. 

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Die Steuerkommissärin forderte mit Schreiben vom 17. März 2017 die Edition 

der Kauf- und Leasingverträge aller von beiden Ehegatten zu Privatzwecken benutzten 

Geschäftsfahrzeuge  und  im  Fall  von  deren  Nichtbenutzung  für  private  Zwecke  die 

Fahrtenbücher  2011,  den  rechtsgenügenden  Nachweis  der  geschäftsmässigen  Be-

gründetheit der in der Erfolgsrechnung verbuchten Reise- und Repräsentationsspesen 

sowie der Provisionszahlungen von Fr. 174'000.- der G Holdings Ltd. und Fr. 240'000.- 

der F AG samt substantiierter Sachdarstellung betreffend die entsprechend schulden-

mindernde Gutschrift auf das Darlehenskonto des Pflichtigen. 

Mit  Schreiben  vom  21.  April  2017  reichte  der  Pflichtige  die  Kontoblätter  … 

(Reise-  und  Repräsentationsspesen),  …  (Spesenentschädigung),  …  (Darlehen  A),  … 

(Beteiligung  E) sowie  die  Lohnabrechnungen für  Januar  und  Dezember 2011  ein und 

führte  sinngemäss  aus,  für  die  private  Nutzung  seines  Geschäftsfahrzeugs  (I)  seien 

ihm  2011  monatlich  Fr. 1'000.-  vom  Lohn  abgezogen  worden,  weshalb  sich  eine  Auf-

rechnung im Lohnausweis erübrigt habe. Seine Ehegattin habe 2011 ein Fahrzeug des 

Typs  J  benutzt;  die  entsprechenden  Verträge  befänden  sich  bei  den  dem  Steueramt 

vorliegenden Akten der D AG. Die Pauschalspesen von Fr. 12'000.- seien gemäss dem 

von  der  kantonalen  Steuerbehörde  am  …Juni  2010  genehmigten  Spesenreglement 

verbucht  worden.  Ebenso  wenig  sei  der Werbeaufwand  gemäss  Erfolgsrechnung  an-

lässlich  der  Revision  beanstandet  worden.  Von  den  gesamten  auf  das  Konto  …  ver-

buchten Spesen seien ihm Fr. 24'000.- als Privatanteil belastet worden. Seit 2010 be-

finde  sich  die  fragliche  Unternehmensgruppe 

im  Aufbau:  Die  Akquisition  von 

Liegenschaften  und  Immobiliengesellschaften  führe  zu  einer  regen  Reisetätigkeit  mit 

entsprechenden  Auslagen,  welche  vom  Revisor  ebenfalls  vollumfänglich  akzeptiert 

worden  seien.  Der  Jahresrechnung  2011  der  D  AG  lasse  sich  kein  Hinweis  auf  eine 

Provision  der  G  Holdings  Ltd.  über  Fr.  174'000.-  entnehmen,  weshalb  er  dazu  nicht 

Stellung nehmen könne. Das damals gültige Provisionsreglement der D AG habe einen 

Provisionsanspruch  von  Fr. 250'000.-  vorgesehen,  welcher  auf  Fr.  240'000.-  reduziert 

und  erfolgswirksam  bei  der  F  AG  verbucht  worden  sei.  Die  Gutschrift  an  ihn  ergebe 

sich  aus  einer  reinen  Verrechnungsposition  betreffend  eine  Forderung  der  F  AG  ihm 

gegenüber, weshalb sie nicht als Einkommen aufgerechnet werden könne. 

Mit E-Mail vom 12. Mai 2017 wies die Ehegattin auf ein laufendes Eheschutz-

verfahren hin. 

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Die eingeschriebenen und separat an beide Ehegatten adressierten Mahnun-

gen vom 17. Mai 2017 holte der Pflichtige nicht ab, während seine Ehegattin nicht da-

rauf reagierte. 

Mit Einspracheentsscheiden vom 14. Juli 2017 betreffend die direkte Bundes-

steuer 2011 und die Staats- und Gemeindesteuern 2011 hiess das kantonale Steuer-

amt  die  Einsprachen  teilweise  gut,  mit  Bezug  auf  letztere  Steuern,  soweit  es  darauf 

eintrat.  Gutgeheissen  wurden  die  Einsprachen  insofern,  als  von  der  Aufrechnung  be-

treffend  die  Provision  im  Zusammenhang  mit  der  G  Holdings  Ltd.  von  Fr.  174'000.- 

abgesehen  wurde,  da  für  die  wirtschaftliche  Berechtigung  der  Pflichtigen  daran  keine 

genaueren  Anhaltspunkte  vorlagen.  Dadurch  ermässigt  sich  das  steuerbare  Einkom-

men auf Fr. 492'800.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 651'600.- (Staats- und Gemein-

desteuern; davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 369'000.-); das steuerbare 

Vermögen bleibt unverändert bei Fr. 2'008'000.-. 

D. Dagegen erhob der Pflichtige mit Eingabe vom 7. August 2017 Beschwerde 

und  Rekurs  und  beantragte,  die  Aufrechnung  der  angeblichen  Privatanteile  von 

Fr. 2'880.- (ihn betreffend) und Fr. 15'360.- (seine Ehegattin betreffend) seien aufzuhe-

ben. Weiter  seien  ihm  die geleisteten  Privatanteile im  Umfang von  Fr. 12'000.- gutzu-

schreiben  und  eventualiter  sei  die  Aufrechnung  betreffend  seine  Ehegattin  auf 

Fr. 3'360.-  zu  reduzieren.  Sodann  seien  die  Aufrechnungen  des  Privatanteils  "Reise- 

und Repräsentationsspesen"  im gesamten  Umfang  von  Fr. 15'000.-  und diejenige  der 

Provision "F AG" vollumfänglich aufzuheben; alles unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten der Schweizerischen Eidgenossenschaft bzw. des Staats Zürich (nach-

folgend:  Beschwerdegegnerin  bzw.  Rekursgegner).  Der  Rechtsschrift  legte  er  Verfü-

gungen  des  Strassenverkehrsamts,  die  Lohnabrechnungen  2011  betreffend  seine 

Ehegattin, die Steuereinschätzung der D AG für das Jahr 2011 und einen Buchungsbe-

leg der F AG bei. 

Die Beschwerdegegnerin und der Rekursgegner beantragten mit Beschwerde- 

und Rekursantwort vom 7. September 2017, die Rechtsmittel seien unter Kostenfolge 

zulasten des Pflichtigen teilweise – und zwar in Bezug auf den Eventualantrag betref-

fend die Aufrechnung  des  Privatanteils  Geschäftsfahrzeug  der  Ehegattin  – gutzuheis-

sen. 

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Mit  Replik  vom  17.  Oktober  2017  hielt  der  Pflichtige  an  seinen  Anträgen  ge-

mäss Eingabe vom 7. August 2017 fest und reichte nebst dem Spesenreglement vom 

… Juni 2010 und dem Geschäftsbericht 2011 der D AG insbesondere monatliche Spe-

senabrechnungen des Jahrs 2011 ein. 

Die Beschwerdegegnerin und der Rekursgegner wiederholten mit Duplik vom 

3.  November  2017  ihren  Antrag  gemäss  Beschwerde-  und  Rekursantwort  vom 

7. September  2017  und  erklärten,  die  betreffend  Reise-  und  Repräsentationsspesen 

nachgereichten Akten seien aus dem Recht zu weisen. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liess sich nicht vernehmen. 

Auf  die  Ausführungen  der  Parteien  wird  –  soweit  rechtserheblich  –  in  den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Das  Einkommen  der  Ehegatten,  die  in  rechtlich  und  tatsächlich  unge-

trennter  Ehe  leben,  wird  ohne  Rücksicht  auf  den  Güterstand  zusammengerechnet 

(Art. 9  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14.  Dezem-

ber 1990  [DBG],  Art.  3  Abs.  3  erster  Satz  des  Bundesgesetzes  über  die  Harmonisie-

rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], § 7 Abs. 1 des Steuer-

gesetzes  vom  8. Juni  1997  [StG]).  Daraus  wird  umgekehrt  gefolgert,  dass  bei 

rechtlicher  oder tatsächlicher Trennung  das  Einkommen  der  Ehegatten  je selbständig 

besteuert wird, sofern die gemeinsame Mittelverwendung aufgegeben wird. Kumulativ 

zur rechtlichen oder tatsächlichen Trennung wird für eine getrennte Besteuerung dem-

nach vorausgesetzt, dass die Mittel nicht mehr gemeinsam verwendet werden, die Ehe 

also  keine  wirtschaftliche  Einheit  mehr  bildet,  sondern  jeder  Ehegatte  für  seine  Le-

benshaltungskosten vollständig aus eigenen Mitteln aufkommt (BGE 138 II 300 E. 2.1 

mit  weiteren  Hinweisen  und  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kommentar  zum  Zürcher 

Steuergesetz,  3.  A.,  2013,  § 7  N  9-15  StG).  Den  Nachweis  für  das  Vorliegen  einer 

rechtlich  oder  tatsächlich  getrennten  Ehe  in  der  relevanten  Steuerperiode  hat  zu  er-

bringen, wer daraus Rechte ableitet, vorliegend also der damals bislang in ungetrenn-

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ter  Ehe  lebende  Pflichtige,  der  sich  auf  die  getrennte  Veranlagung  beruft  (Richner/ 

Frei/Kaufmann/Meuter, § 7 N 16 StG und Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, Schwei-

zerisches Steuerverfahrensrecht Direkte Steuern, 2. A., 2018, § 17 N 5 je mit weiteren 

Hinweisen). 

b)  Aktenkundig  ist  die gemeinsam  eingereichte und  unterzeichnete  Steuerer-

klärung  2011  sowie  ein  von  beiden  Ehegatten  unterzeichnetes  Schreiben  an  die  Ein-

wohnerkontrolle der Gemeinde K vom 20. November 2012, wonach die vom Bezirksge-

richt H im Eheschutzverfahren am ... September 2010 verfügte Trennung nie vollzogen 

worden sei  und sie ununterbrochen  zusammengewohnt  und im  Oktober 2012  ein  ge-

meinsames Kind bekommen hätten. Es liegt demnach nahe, dass die beiden Ehegat-

ten während der relevanten Steuerperiode 2011 einen gemeinsamen Haushalt führten. 

Sie sind daher für diesen Zeitraum, obschon im Duplikat der Rechnung betreffend die 

direkte Bundessteuer 2011 der Tarif-Code für alleinstehende/ledige Steuerpflichtige als 

Berechnungsgrundlage  vermerkt  wurde,  in  prozessualer  Hinsicht  als  in  rechtlich  und 

tatsächlich ungetrennter Ehe zu betrachten. Demnach ist auch die Ehefrau des Pflich-

tigen  von  Amtes  wegen  in  das  Beschwerde-/Rekursverfahren  einzubeziehen,  auch 

wenn  nur  Letzterer  Beschwerde  und  Rekurs  erhoben  hat  (vgl.  auch  Art.  113  Abs.  1 

DBG,  Art.  40  Abs.  1  StHG,  § 12  Abs. 1  und  § 123  Abs.  1  StG  sowie  Zwei-

fel/Casanova/Beusch/Hunziker, § 21 N 6 bezüglich Einspracheverfahren). 

2. Steuerbar sind gemäss Art. 17 Abs. 1 DBG und § 17 Abs. 1 StG  alle Ein-

künfte aus privat- oder öffentlich-rechtlichem Arbeitsverhältnis inkl. Nebeneinkünfte wie 

Entschädigungen  für  Sonderleistungen,  Provisionen,  Zulagen,  Dienstalters-  und  Jubi-

läumsgeschenke, Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen und andere geldwerte Vortei-

le. 

a)  aa)  Der  Nachweis  für  steuerbegründende  und  -erhöhende  Tatsachen  ob-

liegt  der  Steuerbehörde,  derjenige  für  steueraufhebende  und  -mindernde  Tatsachen 

grundsätzlich  dem  Steuerpflichtigen;  er  hat  steuermindernde  Tatsachen  nicht  nur  zu 

behaupten, sondern auch zu belegen (statt vieler BGE 140 II 248 E. 3.5 mit weiteren 

Hinweisen).  Im  ordentlichen  Veranlagungsverfahren  hat  hauptsächlich  der  Steuer-

pflichtige  der  Veranlagungsbehörde  die  rechtserheblichen  Tatsachen  mitzuteilen  und 

die  entsprechenden  Beweismittel  zu  beschaffen  (Art.  124-126  DBG,  Art.  42  StHG, 

§ 133-135  StG  sowie  Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker,  §  14  N 11).  Diese  Verfah-

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renspflichten ändern grundsätzlich nichts an der Beweislastverteilung.  Ihre Verletzung 

und die daraus folgende Beweisnot der Steuerbehörde kann jedoch gegebenenfalls zu 

einer  Beweislastumkehr  führen  (BVGr,  24.  Januar  2018,  A-4091/2016,  E.  2.6.4  mit 

weiteren Hinweisen). Wirkt der Steuerpflichtige nämlich an der Sachverhaltsermittlung 

nicht  oder  nicht  gehörig  mit,  indem  er  den  Aufforderungen  der  Veranlagungsbehörde 

nicht nachkommt – etwa keine oder eine unvollständige Steuererklärung einreicht – ist 

die Veranlagungsbehörde regelmässig ausserstande, ihrer Untersuchungspflicht nach-

zukommen,  gerät  also  in  einen  Untersuchungsnotstand,  welcher  ihre  Untersuchungs-

pflicht zwangsläufig erlöschen lässt (Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, § 14 N 12 mit 

weiteren Hinweisen). In der Folge bleibt der für die Veranlagung massgebende Sach-

verhalt in quantitativer Hinsicht gänzlich oder teilweise ungewiss bzw. lässt sich mittels 

gesetzlicher  Untersuchungsmassnahmen  nicht  abklären  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, § 139 N 45 StG). Dennoch ist die Veranlagungsbehörde gesetzlich verpflichtet, 

eine vollständige und richtige Veranlagung vorzunehmen (Art. 123 Abs. 1 DBG, § 132 

Abs. 1 StG).  

bb) Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht er-

füllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwand-

frei ermittelt werden, so nimmt die Veranlagungsbehörde daher die Veranlagung nach 

pflichtgemässem Ermessen vor (Art. 130 Abs. 2 Satz 1 DBG, Art. 46 Abs. 3 StHG und 

§ 139 Abs. 2 StG). Ziel der ermessensweisen Schätzung ist die bestmögliche Annähe-

rung  an  den  wirklichen  Sachverhalt  mittels  Wahrscheinlichkeitsüberlegungen  (Zwei-

fel/Casanova/Beusch/Hunziker,  §  19  N  19  mit  weiteren  Hinweisen).  Ihr  Umfang  ist  in 

Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips auf das zu beschränken, was im voran-

gegangenen  Auflage-  und  Mahnverfahren  unbestimmt  bzw.  ungewiss  geblieben  ist 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A., 2016, Art. 130 N 65 

DBG bzw. § 139 N 85 StG mit weiteren Hinweisen). 

cc) Natürliche Personen müssen der Steuererklärung insbesondere Lohnaus-

weise über alle Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, Ausweise über Bezüge 

als Mitglied der Verwaltung oder eines anderen Organs einer juristischen Person sowie 

Verzeichnisse  über  sämtliche  Wertschriften,  Forderungen  und  Schulden  beilegen 

(Art. 125  Abs.  1  lit.  a-c  DBG,  §  134  Abs.  1  lit.  a-c  StG).  Auf  Verlangen  der  Veranla-

gungsbehörde  muss  der  Steuerpflichtige  insbesondere  Geschäftsbücher,  Belege  und 

weitere  Bescheinigungen  sowie  Urkunden  über  den  Geschäftsverkehr  vorlegen 

(Art. 126 Abs. 2 DBG, § 135 Abs. 2 StG). Die Vorlagepflicht gründet darauf, dass der 

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Steuerpflichtige im Besitz des Beweismittels ist oder es sich verschaffen kann aufgrund 

eines  Rechtsanspruchs,  welcher  sich  aus  dem  anwendbaren  Steuergesetz  selbst 

ergibt  (Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker,  §  16  N  50).  So  sind  insbesondere  Arbeit-

gebende  dem  Steuerpflichtigen  gegenüber  verpflichtet,  schriftliche  Bescheinigungen 

auszustellen  über  ihre  Leistungen  an  ihn  als  Arbeitnehmer  sowie  über  Art  und  Höhe 

der  vom  Lohn  abgezogenen  Beiträge  an  Einrichtungen  der  beruflichen  Vorsorge  und 

juristische  Personen  über  ihre  Leistungen  an  Mitglieder  der  Verwaltung  oder  anderer 

Organe  (Art. 127  Abs. 1  lit.  a  und  b  DBG,  §  136  Abs.  1  lit.  a  und  b  StG;  vgl.  auch 

Art. 129  Abs. 1  lit.  a  DBG  und  Art.  45  lit.  a  StHG  zur  Meldepflicht  juristischer  Perso-

nen).  

dd) Ist es dem Steuerpflichtigen nicht möglich oder zumutbar, das Beweismit-

tel zu beschaffen, muss er der Veranlagungsbehörde hiervon Mitteilung machen. Diese 

hat  im  Rahmen  ihrer  Untersuchungspflicht  gegebenenfalls  das  Beweismittel  selber 

einzuholen, sofern ihr das Gesetz die Möglichkeit dazu gibt. Ist die Unmöglichkeit, das 

Beweismittel zu beschaffen, auf ein Verschulden des Steuerpflichtigen zurückzuführen, 

so  liegt  darin eine  Verletzung  der  Vorlagepflicht, welche  die Veranlagungsbehörde im 

Allgemeinen  ohne  weiteres  berechtigt,  zu  einer  Ermessensveranlagung  zu  schreiten 

(Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, § 16 N 51 mit weiteren Hinweisen). 

b) Strittig sind zunächst die seitens der Steuerbehörde einkommensseitig auf-

gerechneten Privatanteile der Pflichtigen für die Nutzung von Geschäftsfahrzeugen. 

aa) Der Pflichtige stellt sich auf den Standpunkt, die Aufrechnung seines Pri-

vatanteils für das Geschäftsfahrzeug von Fr. 2'880.- sei nicht gerechtfertigt, da ihm der 

Führerausweis ab dem … 2009 vorsorglich auf unbestimmte Zeit entzogen worden sei. 

Dies  belegt  er  mit  zwei  Verfügungen  des  Strassenverkehrsamts  des  Kantons  Zürich 

vom … Februar 2010 und ... Februar 2014. Mit Letzterer wird die Massnahme vom ... 

Juli 2010 betreffend Entzug des Führerausweises mit Wirkung ab … 2009 aufgehoben 

und es werden diverse Auflagen angeordnet. Er habe deshalb in der relevanten Steu-

erperiode 2011 das Geschäftsfahrzeug gar nicht privat nutzen können, sondern ledig-

lich geschäftlich unter Zuhilfenahme eines Fahrers. Aus diesem Grund seien ihm auch 

die  für  die  Steuerperiode  2011  geleisteten  Privatanteile  in  der  Höhe  von  Fr. 12'000.- 

gutzuschreiben. 

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bb) Dem Pflichtigen wurden gemäss Lohnabrechnungen vom Januar und De-

zember 2011 in der Tat jeweils 1'000.- als "Privatanteil Auto" vom Einkommen abgezo-

gen und in der Erfolgsrechnung seiner Arbeitgeberin ist ein entsprechender Privatanteil 

für  die  Nutzung  seines  geleasten  I  vermerkt  ("Privatanteil  Fahrzeug"  von  Fr.  24'000.- 

bei  zwei  Geschäftsfahrzeugen,  also jährlich  Fr. 12'000.- pro  Fahrzeug bzw.  monatlich 

Fr. 1'000.-).  Dies  steht  seiner  Aussage,  er  habe  den  Geschäftswagen  während  der 

fraglichen  Steuerperiode  nur  geschäftlich  unter  Zuhilfenahme  eines  Fahrers  genutzt, 

entgegen. Diesen Widerspruch konnte er der Veranlagungsbehörde in der Folge nicht 

belegen  oder  zumindest  plausibel  erklären.  Unter  diesen  Umständen  ist  es  entgegen 

der  Ansicht  des  Pflichtigen  trotz  Vorliegens  eines  ihrerseits  genehmigten  Spesenreg-

lements  nicht  zu  beanstanden,  wenn  die  Veranlagungsbehörde  betreffend  diese  ein-

kommensseitig strittigen Positionen Untersuchungshandlungen vornimmt. 

cc) Ziff. 2.5 des behördlich genehmigten Spesenreglements der  D AG hält in 

diesem Zusammenhang Folgendes fest: "(…) Der Geschäftswagen steht auch für den 

Privatgebrauch zur Verfügung. Im Lohnausweis wird eine entsprechende Aufrechnung 

vorgenommen.  Die  Anschaffungs-  sowie  sämtliche  Unterhaltskosten  werden  von  der 

Firma  übernommen.  Vom  Mitarbeitenden  selbst  zu  tragen  sind  die  Benzinkosten,  die 

ihm bei ferienbedingten Autofahrten entstehen. Für die Privatbenützung wird dem Mit-

arbeitenden pro Monat 0.8 % des Kaufpreises (exkl. Mehrwertsteuer) im Lohnausweis 

(Bruttolohn) aufgerechnet, mindestens Fr. 150.-. Aufgrund dieser Vereinbarung wird in 

der  persönlichen  Steuereinschätzung  dieser  Mitarbeitenden  grundsätzlich  keine  Auf-

rechnung  mehr  für  den  Privatgebrauch  des  Geschäftswagens  vorgenommen;  ein  Ar-

beitswegabzug entfällt. Im Lohnausweis wird ein entsprechender Hinweis angebracht. 

(…)". 

dd)  Benützt  ein  Arbeitnehmer  und  Gesellschafter  regelmässig  ein  Geschäfts-

fahrzeug auch für eigene Zwecke und sind die verbuchten Beträge nicht eindeutig kon-

kreten  Geschäftsvorfällen  (Dienstreisen)  zuzuordnen,  gilt  es,  den  privaten  Anteil  aus-

zuscheiden.  Dabei  kommt  es  auf  das  Verhältnis  der  gefahrenen  Kilometer  an.  Um 

dieses festzuhalten, ist von der arbeitgebenden Gesellschaft zu erwarten, dass sie den 

Arbeitnehmer,  wenn  er  geschäftlich  unterwegs  ist,  zur  gewissenhaften  Führung  eines 

Bord- bzw. Fahrtenbuchs anhält: Die Eintragungen in ein solches Fahrtenbuch haben 

zeitnah  und  substantiiert  zu  erfolgen,  mit  jeweils  genauer  Bezeichnung  des  Ab-

fahrtsorts,  des  Ziels,  des  Anfangs-  und  Endkilometerstands,  der  wahrheitsgetreuen 

Anfangs-  und  Endzeit  sowie  (in  Form  einer  kurzen  Bemerkung)  der  Angabe  des  ge-

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schäftlichen Zwecks jeder einzelnen Fahrt. Die Form des Bordbuchs ist so zu wählen, 

dass  nachträgliche  Änderungen  und  Manipulationen  möglichst  ausgeschlossen  sind. 

Das Bordbuch muss demnach fest gebunden sein; Loseblatt-Ringordner und auf dem 

Computer geführte Exceldateien erfüllen die strengen Voraussetzungen nicht; ebenso 

wenig  genügen  Eintragungen  mit  Bleistift.  Zur  Zumutbarkeit  der  sorgfältigen  Führung 

eines Fahrtenbuchs hat sich die Rechtsprechung verschiedentlich bejahend geäussert 

(vgl. statt vieler VGr, 21. Januar 2009, SB.2008.00097). Von der Führung eines Bord-

buchs  bei  sowohl  privatem  als  auch  geschäftlichem  Gebrauch  eines  Fahrzeugs  darf 

die Gesellschaft einzig absehen, wenn Geschäftsfahrten äusserst selten unternommen 

werden und die notwendige Dokumentation bzw. Substantiierung (inklusive Beweisfüh-

rung)  auf  andere  Art  sichergestellt  ist  (zum  Ganzen  StRK  II,  19.  Mai  2010, 

2 ST.2009.311  2 DB.2009.187,  E.  1e/bb  mit  Bezug  auf ein  der  Arbeitgeberin vom  Ar-

beitnehmer und Gesellschafter zur Verfügung gestelltes Fahrzeug, welches auch privat 

genutzt wird). 

ee)  Im  relevanten  Zeitraum  war  der  Pflichtige  Geschäftsführer  der  D  AG  im 

Sinn  von  Art. 716 ff. OR.  Eine  Übertragung dieser  Befugnisse  ist  nicht  ersichtlich  und 

für  die  Ausgestaltung  des  Rechnungswesens,  der  Finanzkontrolle  und  -planung  als 

unübertragbare  und  unentziehbare  Aufgaben  der  Geschäftsführung  nach  Art.  716a 

Abs. 1 Ziff. 3 OR war er jedenfalls zuständig und in diesem Rahmen auch für die frist-

gerechte  Erstellung  des  Geschäftsberichts  verantwortlich  (Art.  958  OR).  In  dieser 

Funktion dürfte er  auch über  die entsprechenden Unterlagen  (Verträge betreffend die 

Anschaffung der strittigen Fahrzeuge, Fahrtenbücher, Kontoblätter usw.) verfügen bzw. 

diese  erhältlich  machen  können  (vgl. vorne  E.  2a/cc  sowie  auch  Art.  958f  OR  [in  der 

relevanten Steuerperiode geltenden Fassung vom 1. Januar 2011 noch Art. 962 aOR], 

Art.  126  Abs.  3  DBG  sowie  §  135  Abs.  3  StG  zur  zehnjährigen  Aufbewahrungspflicht 

der [zu erstellenden] Geschäftsbücher, Buchungsbelege sowie des Geschäfts- und des 

Revisionsberichts  durch  das  geschäftsführende  Organ),  was  er  trotz  entsprechender 

Aufforderung vom 17. März 2017 und Mahnung vom 17. Mai 2017 nicht getan hat: So 

wurden im vorinstanzlichen Verfahren weder die Kauf- bzw. Leasingverträge für beide 

Fahrzeuge noch Fahrtenbücher eingereicht noch nachgewiesen, dass der ebenfalls bei 

der  D  AG  angestellten  Ehegattin  für  die  Privatnutzung  ein  monatlicher  Betrag  vom 

Lohn  abgezogen  worden  war,  wie  es  in  der  Erfolgsrechnung  der  Arbeitgeberin  ver-

merkt ist. Lediglich im Lohnausweis des Pflichtigen wird bemerkt, dass das Spesenreg-

lement am ... Juni 2010 durch das kantonale Steueramt genehmigt worden sei. 

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Ob für das Geschäftsjahr 2011 zeitnahe, im Fahrzeug mitgeführte, manipulati-

onssicher  gestaltete  Bordbücher  geführt  wurden,  welche  die  erforderlichen  Zeit-, 

Zweck-  und  Kilometerangaben  enthielten  (vgl.  vorne  E.  2b/dd),  lässt  sich  nicht  eruie-

ren.  Der  Pflichtige  als  Geschäftsführer  seiner  Arbeitgeberin  hat  jedenfalls  weder  im 

vorinstanzlichen  noch  im  vorliegenden  Verfahren  solche  eingereicht.  Ebenso  wenig 

geht  aus  der  Buchhaltung  in  genügend  detaillierter Weise  hervor,  welchen geschäftli-

chen Zweck er und seine Ehegattin im Rahmen der von ihnen behaupteten Geschäfts-

reisen verfolgten. Aus den mit Bezug auf die Reise- und Repräsentationsspesen nach-

gereichten  Belegen,  welche  teilweise  keinem  Mitarbeitenden  klar  zugeordnet  werden 

können,  da  diese  weder  auf  dem  Spesenblatt  noch  auf  der  Mehrheit  der  Belege  na-

mentlich  erwähnt  werden,  geht  ebenso  wenig  hervor,  dass  Geschäftsfahrzeuge  ver-

wendet wurden. Es werden lediglich in einem monatlichen Beleg Benzinkosten aufge-

führt und in einem anderen Kosten für (zwei) Autobahnvignetten. 

ff)  Die Unmöglichkeit,  diese  Beweismittel  zu  beschaffen,  ist  demnach auf  ein 

Verschulden  des  Pflichtigen  zurückzuführen.  Darin  liegt  eine  Verletzung  der  Vorlage-

pflicht,  welche  zu  einem  partiellen  Untersuchungsnotstand  der  Veranlagungsbehörde 

führt,  der  diese  wiederum grundsätzlich  dazu  berechtigt,  ermessensweise zu  veranla-

gen (vgl. vorne E. 2a). Ein spezifisches Tatbestandsmerkmal, nämlich der als Einkom-

men der Pflichtigen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit auszuscheidende Privatanteil 

für die Nutzung von Geschäftsfahrzeugen als steuerbegründende bzw. -mehrende Tat-

sache  ist  aufgrund  der  mangelhaften  Mitwirkung  der  Pflichtigen  ungewiss.  Diesfalls 

kann eine Ermessenseinschätzung grundsätzlich nur vorgenommen werden, wenn der 

Grundsachverhalt bewiesen ist und lediglich dessen genaue Ausgestaltung quantitativ 

ungewiss  ist.  Blosse  Vermutungen  über  erzielte  Einkünfte  aus  unselbständiger  Er-

werbstätigkeit,  weil  der  Pflichtige  beispielsweise  in  früheren Jahren  solche  erzielt  hat, 

reichen demnach nicht aus, um eine diesbezügliche Ermessenseinschätzung zu recht-

fertigen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 139 N 48 StG). 

Dass  die  Pflichtigen  in  der  fraglichen  Steuerperiode  die  ihnen  zur  Verfügung 

gestellten Geschäftsfahrzeuge auch privat genutzt hatten, ergibt sich wie erwähnt aus 

der  Erfolgsrechnung  ihrer  Arbeitgeberin  sowie  aufgrund  der  Abzüge  in  den  Lohnab-

rechnungen, wobei diejenigen betreffend die Ehegattin erst im vorliegenden Verfahren 

und lediglich für die Monate März bis Dezember 2011 nachgereicht wurden und dieje-

nigen des Pflichtigen nach wie vor nur für die Monate Januar und Dezember 2011 vor-

liegen. Gestützt auf diesen Grundsachverhalt, dessen quantitatives Ausmass ungewiss 

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war  und  in  verschuldeter  Verletzung  von  Verfahrenspflichten  auch  blieb,  schritt  die 

Steuerbehörde zu Recht zur ermessensweisen Schätzung des Umfangs dieser Privat-

anteile. 

gg) Eine zu Recht ergangene Ermessenseinschätzung kann der Steuerpflich-

tige  einzig  wegen  offensichtlicher  Unrichtigkeit  anfechten.  Die  Einsprache  ist  zu  be-

gründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 132 Abs. 3 DBG, Art. 48 Abs. 2 

StHG und § 140 Abs. 2 StG). Die Prüfungsinstanzen können demzufolge eine zu Recht 

getroffene Ermessenseinschätzung bzw. -veranlagung nur aufheben, wenn sie sich als 

offensichtlich  falsch  erweist.  Den  entsprechenden  Nachweis  kann  die  steuerpflichtige 

Person  auf  zwei  Arten  erbringen  (vgl.  ausführlich  dazu  Zweifel/Casanova/Beusch/ 

Hunziker, § 20 N 23 ff., insbesondere N 24 und 29 mit weiteren Hinweisen sowie Zwei-

fel/Hunziker  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  StHG,  3.  A.,  2017, 

Art. 48  N  46  ff.  StHG):  Sie  kann  den  Sachverhalt  darlegen  und  beweisen,  mit  der  

Folge, dass die im Streit stehende Ermessenseinschätzung durch eine ordentliche Ein-

schätzung ersetzt wird. Ist die Ermessensveranlagung Folge einer versäumten Mitwir-

kungspflicht,  so  muss  die  steuerpflichtige  Person  dabei  insbesondere  die  unterlasse-

nen  Handlungen  innerhalb  der  Rechtsmittelfrist  nachholen  (statt  vieler  BGr,  25.  April 

2013,  2C_1205/2012,  2C_1206/2012,  E.  3.2  und  BGr,  29. März  2005,  2A.39/2004,  

E. 5.1 f. = ASA 75 333 f. = StR 60/2005, 520). 

Ist  dieser  Nachweis  nicht  möglich  oder  misslingt  er,  kann  die  steuerpflichtige 

Person  stattdessen  darlegen  und  nachweisen,  dass  die  angefochtene  Einschätzung 

offensichtlich unrichtig – namentlich zu hoch – ist, da sie sachlich nicht begründbar ist, 

sich  auf  sachwidrige  Schätzungsgrundlagen,  -methoden  oder  -hilfsmittel  stützt  oder 

sonst  wie  mit  den konkreten  aktenkundigen  Verhältnissen  aufgrund  der  Lebenserfah-

rung  vernünftigerweise  nicht  vereinbar  ist.  Diesfalls  bleibt  es  zwar  bei  einer  Ermes-

senseinschätzung,  doch  wird  die  angefochtene  durch  eine  neue  (tiefere)  Schätzung 

der  Rechtsmittelinstanz  ersetzt  (zum  Ganzen  statt  vieler  StRG,  10. Dezember  2018, 

2 ST.2017.306, E. 3a). 

Im  Rechtsmittelverfahren  betreffend  eine  Ermessenseinschätzung  sind  dem 

Steuerrekursgericht  weitere  Untersuchungshandlungen  verwehrt.  Es  hat  vielmehr  bei 

seiner eingeschränkten Überprüfung des angefochtenen Entscheids auf offensichtliche 

Unrichtigkeit hin nur jene im Zeitpunkt der Entscheidfällung vorhandenen Schriftstücke 

zu  berücksichtigen,  welche  den  behaupteten  Sachverhalt  sofort  beweisen  oder  

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zumindest  als  sehr  wahrscheinlich  erscheinen  lassen  (StRG,  10.  Dezember  2018, 

2 ST.2017.306, E. 3a mit weiteren Hinweisen). 

hh)  Zur  ermessensweisen  Schätzung  des  Umfangs  der  Privatnutzung  der  

Geschäftsfahrzeuge  und  der  damit  insgesamt  während  der  fraglichen  Steuerperiode 

zurückgelegten  Wegstrecke  stützte  sich  die  Veranlagungsbehörde  mangels  Fahrten-

büchern  und  Verträgen  betreffend  die  Anschaffung  der  Fahrzeuge  auf  die  weisungs-

konforme Berechnungsmethode gemäss Ziff. 2.5 des genehmigten Spesenreglements 

der D AG vom ... Juni 2010 und auf sich aus der Erfolgsrechnung und dem Geschäfts-

bericht der Arbeitgeberin im Allgemeinen ergebende Informationen. 

In der Erfolgsrechnung der D AG ist der geleaste I des Pflichtigen ab … 2010 

mit  einem  Anschaffungswert  von  Fr. 154'979.-  und  einem  Privatanteil  2011  von 

Fr. 14'878.-  als  Fahrzeugaufwand  verbucht;  ebenso  ist  der  J  seiner  Ehegattin  ab  … 

2010  mit  einem  Anschaffungswert  von  Fr.  160'000.-  und  einem  Privatanteil  2011  von 

Fr. 15'360.- aufgeführt. Vermerkt ist, dass diese Privatanteile jährlich um je Fr. 6'200.- 

aufzurechnen sind.  Nebst  den beiden fraglichen Fahrzeugen  verfügte  die  D  AG  2011 

über  einen  als  Bürofahrzeug  aufgeführten  Kleinwagen  L,  welcher  mit  einem  Anschaf-

fungswert  von  Fr.  16'912.-  in der  Erfolgsrechnung  verbucht  ist. Weiter  in  diesem  Auf-

wandkonto  verbucht  sind  nicht  aufgeschlüsselte  Beträge  für  Reparaturen,  Unterhalt, 

Betriebsstoffe, Versicherungen, Verkehrsabgaben, für das Leasing des Fahrzeugs des 

Pflichtigen  sowie  der  erwähnte  Posten  "Privatanteil  Fahrzeug"  (vgl.  vorne  E.  2b/bb). 

Das kantonale Steueramt ging deshalb auch unter Bezugnahme auf den Geschäftsbe-

richt der D AG vom … 2012, von einem Anschaffungswert des Geschäftsfahrzeugs des 

Pflichtigen  von  rund  Fr. 155'000.-  aus.  Da  der  vorgenannte,  an  die  Arbeitgeberin  be-

zahlte  monatliche  Betrag  nicht  0.8 %  des  Anschaffungswerts  ausmachte,  erhöhte  ihn 

die Steuerbehörde auf Fr. 1'240.-. Daraus resultierte eine Aufrechnung von insgesamt 

Fr. 2'880.- (12 x die Differenz zwischen dem vorgenommenen monatlichen Abzug und 

der  geldwerten  Leistung  von  Fr.  240.-;  vgl.  zur  Berechnungsmethode  auch  die  Wei-

sung des kantonalen Steueramts vom 13. Oktober 2011 über die Ermittlung des Natu-

raleinkommens aus der Verwendung eines Geschäftsautos für private Fahrten bei Un-

selbständigerwerbenden 

und 

des  Privatanteils 

an 

den  Autokosten 

bei 

Selbständigerwerbenden  ZStB  Nr. 12/502  [ab  der  Steuerperiode  2012  Nr.  17.1],  lit.  B 

Ziff. I). 

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Den Nachweis, dass die Ermessenseinschätzung zu Unrecht erfolgt ist, konn-

ten die Pflichtigen mit Bezug auf die Geschäftsfahrten des Ehemannes nicht erbringen: 

Die  entsprechenden  Mitwirkungshandlungen  wurden  nicht  nachgeholt  und  es  haben 

sich  diesbezüglich  keine  neuen  Erkenntnisse  ergeben,  v.a.  wurde  kein  Fahrtenbuch 

eingereicht.  Daher  besteht  die  Ermessenseinschätzung  der  Steuerkommissärin  fort. 

Sie kann in einem letzten Schritt lediglich noch auf Willkür überprüft werden. Allerdings 

kann  auch  im  Rechtsmittelverfahren  angesichts  der  fehlenden  tatsächlichen  Grundla-

gen (insbesondere bei Abwesenheit eines verlässlichen Fahrtenbuchs und einer genü-

genden  Beschreibung  der  Geschäftsvorfälle)  keine  korrekte  Ausscheidung  zwischen 

privat  und  geschäftlich  gefahrenen  Kilometern  vorgenommen  werden.  Die  Annahmen 

und Schätzungen der Vorinstanz, welche sich auf das Spesenreglement der Arbeitge-

berin und ihre Erfolgsrechnung stützen, scheinen nicht von vornherein als mit den Ak-

ten nicht vereinbar und deshalb willkürlich. Insbesondere erscheinen die Schätzungen 

nicht zu hoch (vgl. auch StRG, 26. Oktober 2018, 1 DB.2018.49/1 ST.2018.60, 2a, wo-

nach das kantonale Steueramt für die Abgrenzung von Wagen der gehobenen Mittel-

klasse  zur  Luxusklasse  von  einem  Schwellenwert  von  Fr.  100'000.-  ausgeht  und  den 

Privatanteil  von  jährlich 9,6 %  des  Anschaffungswerts  um  einen  Luxusanteil  von  jähr-

lich 4.4 % anheben durfte [insgesamt 14 % jährlich], da die geschäftsmässige Begrün-

detheit der Fahrzeugnutzung nicht nachgewiesen wurde). 

Zusammenfassend bleibt mit Bezug auf die Aufrechnung des Privatanteils für 

die Nutzung eines Geschäftsfahrzeugs durch den Pflichtigen Folgendes zu bemerken: 

Wenn  das  betreffende  Fahrzeug  rein  geschäftlich  benutzt  und  aufgrund  des  Führer-

ausweisentzugs  ein  Fahrer  engagiert  wurde,  müsste  sich  anhand  des  Geschäftsbe-

richts  und  der  Jahresrechnung  2011  in  Verbindung  mit  entsprechenden  Lohnabrech-

nungen  oder  dem  Lohnausweis  für  das  Jahr  2011  belegen  lassen,  dass  und  wer  für 

berufliche Fahrten als – allenfalls der beruflichen Vorsorge unterstellter – Fahrer ange-

stellt  wurde  (Lohn-/Personalaufwandkontoblatt).  Belege  für  die  unternommenen  Ge-

schäftsfahrten  (Benzinkosten,  gefahrene  Kilometer)  müssten  wie  erwähnt  ebenfalls 

vorhanden sein (vgl. vorne E. 2b/dd). Sofern der Pflichtige die behauptete und in die-

sem  Zusammenhang  steuermindernde  Tatsache  trotz  Zumutbarkeit  nicht  belegen 

kann,  ist  es  in  dieser  Konstellation,  in  welcher  die  Nutzung  des  fraglichen Geschäfts-

fahrzeugs unter Zuhilfenahme eines Fahrers im Raum steht und das Spesenreglement 

der  Arbeitgeberin  vom  ...  Juni  2010  festhält,  dass  der  Geschäftswagen,  welcher  Mit-

gliedern der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt wird, auch für den Privatgebrauch 

zur  Verfügung  steht  und  sich  Anhaltspunkte  für  eine  private  Nutzung  aus  Buchhal-

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tungsunterlagen  der  Arbeitgeberin  ergeben,  nicht  zu beanstanden,  wenn die Veranla-

gungsbehörde trotz nachgewiesenem Führerausweisentzug dem Pflichtigen einen Pri-

vatanteil  in  der  veranlagten  Höhe  für  die  Nutzung  des  Geschäftsautos  aufgerechnet 

hat.  Im  Übrigen  legt  der  Pflichtige  nicht  substantiiert  dar,  inwiefern  der  Betrag  von 

Fr. 12'000.-,  dessen  Gutschrift  er  in  diesem  Zusammenhang  verlangt,  seinerseits  irr-

tümlich geleistet wurde und diese Frage betrifft ohnehin das arbeitsrechtliche Verhält-

nis zwischen ihm und der D AG, über welches im vorliegenden Verfahren nicht zu be-

finden ist. 

Die Vorinstanz schätzte sodann den Kaufpreis des der Ehegattin im Jahr 2011 

im  Rahmen  ihrer  Anstellung  als  M  bei  der  D  AG  benutzten  J  ermessensweise  nach 

§ 139  Abs.  2  StG  gestützt  auf  den  Geschäftsbericht  2011  und  die  entsprechende  Er-

folgsrechnung der D AG auf Fr. 160'000.-, woraus sich gemäss vorgenannter Methode 

ein  Privatanteil  von  Fr. 15'360.-  ergibt  (0.8 %  von  Fr. 160'000.-  betragen  monatlich 

Fr. 1'280.-; x 12; vgl. auch Spesenreglement Ziff. 2.5 E. 2b/cc). Aufgrund der im vorlie-

genden  Verfahren  neu  zur  Kenntnis  gebrachten  monatlichen  Lohnabrechnungen  von 

März bis Dezember 2011, gemäss welchen der Ehefrau jeweils Fr. 1'000.- für die pri-

vate Benutzung des Geschäftsautos vom Lohn abgezogen wurden, schliessen sich die 

Beschwerdegegnerin  und  der  Rekursgegner  dem  Eventualantrag  des  Pflichtigen  an, 

wonach  lediglich  Fr.  3'360.-  aufzurechnen  sind  (Fr. 15'360.-  abzüglich  Fr. 12'000.- 

[12 x/monatlich  Fr.  1'000.-],  vgl.  vorne  Sachverhalt  lit.  E).  Mit  seiner  Replik  vom 

17. Oktober  2017  bestreitet  der  Pflichtige  auch  diese  reduzierte  Aufrechnung,  welche 

er mit Eingabe vom 7. August 2017 eventualiter beantragt hat, weiterhin im Sinn seines 

Hauptantrags  als  willkürlich.  Er  macht  geltend,  da  das  Fahrzeug  gebraucht  und  nicht 

neu  gekauft  wurde,  könne  trotz  des  Vermerks  des  Neuwerts  von  ca.  Fr. 160'000.-  in 

der  Erfolgsrechnung  und  im  Geschäftsbericht  der  Arbeitgeberin  in  guten  Treuen  von 

einem  Anschaffungswert  von  Fr. 120'000.-  bzw.  nach  Abzug  der  Mehrwertsteuer  von 

netto Fr. 111'000.- ausgegangen werden, was einem monatlichen Abzug von Fr. 888.- 

entspräche. Die Ehegattin habe somit ohnehin bereits einen zu hohen Privatanteil be-

zahlt.  Zum  Nachweis  der  steuermindernden  Tatsache  eines  tieferen  Anschaffungs-

werts reicht der Pflichtige den am … 2010 ausgestellten Fahrzeugausweis ein, wonach 

der Wagen  am  …  2009  in  Verkehr  gesetzt  wurde.  Gemäss  Geschäftsbericht  und  Er-

folgsrechnung  der  D  AG  steht  der  Wagen  der  Ehegattin  seit  …  2010  zur  Verfügung. 

Ein Wertverlust  von  Fr.  40'000.-  in  dieser  relativ  kurzen  Zeitspanne  von  knapp  sechs 

Monaten  erscheint  relativ  hoch.  Jedenfalls  ergeben  sich  entsprechende  Wertberichti-

gungen nicht detailliert aus der Erfolgsrechnung der D AG bzw. fehlen entsprechende 

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Einzelkontibelege,  die  nebst  einem  allfälligen  Kaufvertrag  zumutbarerweise  beige-

bracht hätten werden können, weshalb der Sachverhalt diesbezüglich nicht zweifelsfrei 

erstellbar ist. Mangels Einreichung eines Bordbuchs weiterhin unbelegt bleibt ohnehin 

die auch in diesem Zusammenhang relevante Tatsache, wie häufig geschäftliche Fahr-

ten stattfanden. Somit gelingt den Pflichtigen der belegte Nachweis eines tieferen An-

schaffungswerts  des  strittigen  Fahrzeugs  nicht  und  bleibt  es  auch  betreffend  die  Auf-

rechnung eines Privatanteils der Ehegattin für die Nutzung des Geschäftsfahrzeugs bei 

der  nicht  willkürlich  anmutenden  Ermessenseinschätzung  der  Veranlagungsbehörde, 

wobei  die  Aufrechnung  aufgrund  der  nachgereichten  Lohnabrechnungen,  welche  ent-

sprechende  Lohnabzüge  für  die  private  Benutzung  des  Geschäftsfahrzeugs  belegen, 

im Sinn des Eventualantrags auf Fr. 3'360.- zu reduzieren ist. In diesem Umfang sind 

die Rechtsmittel gutzuheissen; dieses formelle Obsiegen ist im Rahmen der Kostenauf-

lage jedoch nicht zu Gunsten der Pflichtigen zu berücksichtigen, da sie das Rechtsmit-

telverfahren in diesem Punkt in Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht im vorinstanzlichen 

Verfahren  verursacht  haben  (vgl.  Art.  144  Abs.  2  DBG  und  § 151  Abs. 2  StG  sowie 

hinten E. 4). 

c) Unter steuerbare Einkünfte nach Art. 17 Abs. 1 DBG und § 17 Abs. 1 StG 

fallen insbesondere auch von der Arbeitgeberin ausgerichtete Pauschalspesen für Un-

kosten,  die  dem  Arbeitnehmer  bei  dienstlichen  Verrichtungen  erwachsen.  Spesenver-

gütungen  sind  dabei  grundsätzlich  im  vollen  Umfang  dem  steuerbaren  Einkommen 

zuzurechnen,  sofern  sie  nicht  –  wie  vorliegend  –  auf  einem  von  der  Steuerbehörde 

genehmigten  Spesenreglement  beruhen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 17  N 52 

StG mit Hinweisen). 

aa) Die Veranlagungsbehörde hat sodann den Privatanteil "Reise- und Reprä-

sentationsspesen"  des  Pflichtigen  nach  erfolgloser  Akteneinforderung  vom  17. März 

2017  und  Mahnung  vom  17.  Mai  2017  nach  pflichtgemässem  Ermessen  ausgehend 

von  seinem  Lohnausweis  2011  gestützt  auf  den  im  Revisionsbericht  betreffend  die  D 

AG in diesem Umfang als verdeckte Gewinnausschüttung erhöhten Betrag für Werbe-

aufwand auf Fr. 15'000.- eingeschätzt. 

bb)  Der  Pflichtige  moniert,  diese  Aufrechnung  sei  willkürlich  erfolgt  und  des-

halb aufzuheben. Die Jahresrechnung 2011 der D AG sei durch die kantonalen Steu-

erbehörden eingehend geprüft worden. Dabei sei der in der Erfolgsrechnung aufgeführ-

te Werbeaufwand vom Revisor nicht beanstandet worden. In der Folge habe die D AG 

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die  definitive  Steuerabrechnung  für  das  Jahr  2011  erhalten.  Da  diese  Position  vom 

Steuerrevisor geprüft, nicht beanstandet und deshalb auf jegliche Aufrechnung verzich-

tet worden sei, würden der strittige Werbeaufwand und die entsprechenden Spesen als 

geschäftsmässig begründet gelten. Dies habe das kantonale Steueramt letztlich in sei-

nem Einschätzungsentscheid vom 9. Juni 2015 betreffend die C AG mit Bezug auf die 

Staats- und Gemeindesteuern für das Steuerjahr 2011 und in der gleichentags ergan-

genen  Veranlagungsverfügung  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  anerkannt.  Die  D 

AG habe sich im fraglichen Steuerjahr 2011 als Unternehmensgruppe immer noch im 

Aufbau befunden. Die dadurch bedingte Akquisition von Liegenschaften und Immobili-

engesellschaften  habe  zu  einer  regen  Reisetätigkeit  geführt,  welche  entsprechende 

Auslagen  verursacht  habe.  Auch  staatliches  Handeln  habe  sich  am  Grundsatz  von 

Treu  und  Glauben  zu  orientieren,  weshalb  eine  Beurteilung  nicht  willkürlich  geändert 

werden dürfe, nachdem seitens der Revision die geschäftsmässige Begründetheit des 

Werbeaufwands nicht in Frage gestellt worden sei, was sich wie erwähnt aus dem Ein-

schätzungsentscheid für das Geschäftsjahr 2011 klar ergebe. Die Darstellung der Ver-

anlagungsbehörde,  wonach  ihm  neben  den  Repräsentationsspesen  keine  weiteren 

Spesen  vergütet  worden  seien,  treffe  nicht  zu.  Dies  belegt  er  mittels  im  vorliegenden 

Verfahren nachgereichter, monatlich erstellter und mit Quittungen versehener Spesen-

abrechnungen, welche nach Ansicht der Beschwerdegegnerin und des Rekursgegners 

aus dem Recht zu weisen sind (vgl. auch vorne Sachverhalt lit. E). 

cc)  Als  Repräsentationsspesen  gelten  allgemein  Auslagen,  die  im  Zusam-

menhang mit der Arbeitstätigkeit eines – in der Regel leitenden – Arbeitnehmers anfal-

len und sich gewissermassen an der Nahtstelle zwischen Berufsauslagen und Spesen 

befinden (z.B. Trinkgelder, Kosten für ein kleines Kundengeschenk, für Fachzeitschrif-

ten usw.). Oft handelt es sich um Auslagen, die – obwohl einem gewissen dienstlichen 

Interesse  –  sich  gleichermassen  zwischen  beruflich  notwendigen  Aufwendungen  und 

Lebenshaltungskosten bewegen. Zusammengefasst kann man Repräsentationsspesen 

als  Ersatz  von  notwendigen  bzw.  üblichen  Auslagen  bezeichnen,  die  leitenden  Ange-

stellten  aufgrund  ihrer  besonderen  Stellung  im  Verkehr  mit  Kunden  bzw.  Mitarbeiten-

den erwachsen und für die ein Beleg zu erbringen, wenn überhaupt, nur mit unverhält-

nismässig grossem Aufwand möglich ist. Repräsentationsspesen werden entweder wie 

die übrigen Spesen effektiv, d.h. gegen Beleg, oder – unter unter Verzicht auf Quittun-

gen  –  in  Form  einer  Pauschale  abgedeckt,  die  dem  Arbeitnehmer  monatlich,  viertel- 

oder ganzjährlich zusammen mit dem Lohn und allfälligen effektiven Spesenvergütun-

gen ausbezahlt wird. Mit dieser Pauschale sind im Allgemeinen folgende Auslagen, die 

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2 ST.2017.182 

 
 
 
 
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vom  Arbeitnehmer  auch  gegen  Beleg  nicht  mehr  zusätzlich  dem  Arbeitgeber  gegen-

über geltend gemacht werden können, abgedeckt: Sämtliche Kleinausgaben unterhalb 

einer gewissen Limite, z.B. Tram-, Bus-, Taxifahrten, Parkgebühren, Trinkgelder, Gar-

derobengebühren,  Geschäftstelefonate  vom  Privatapparat  oder  von  unterwegs,  Klei-

derreinigungen,  Einladungen  und  Geschenke  für  Mitarbeitende,  Zwischenverpflegun-

gen,  Getränke  alleine  oder  mit  Kunden,  kleinere  Geschäftsfahrten  mit  dem 

Privatwagen  im  Ortsrayon,  eigentliche  Standesausgaben,  z.B.  Beiträge  an  Institutio-

nen, Verbände und Vereine, Privateinladungen von Geschäftspartnern, Aufwendungen 

für standesgemässe Kleider, Privatauto, Gästezimmer usw. (Erich Bosshard, Die steu-

erliche Behandlung von Spesenvergütungen im Lohnausweis und im Veranlagungsver-

fahren, StR 51/1996 S. 562 f.). 

Gerade  weil  die  Repräsentationspauschale  Aufwendungen  abdeckt,  die  sich 

nicht eindeutig der beruflichen oder privaten Sphäre zuordnen lassen, und sich deshalb 

die Frage stellt, ob sie in einen beruflichen und privaten Anteil aufzuteilen sind, ist eine 

steuerliche Qualifikation im Einzelfall oft schwierig und eine Schätzung fast unumgäng-

lich. Praxisgemäss akzeptiert die Veranlagungsbehörde die Vergütung von Repräsen-

tationsspesen in Form einer Pauschale, wobei deren Höhe von der Branche, dem Spe-

senreglement  –  in  dessen  Genehmigungsverfahren  sowohl  die  Ansätze  für  effektive 

Spesen  (z.B.  Kilometerentschädigung  für  Geschäftsfahrten  mit  dem  Privatauto)  als 

auch die Pauschalspesenansätze geprüft werden – sowie vom Umfang der repräsenta-

tiven Tätigkeit eines Pflichtigen abhängt (Bosshard, S. 564 f. und S. 567). 

dd)  Das  behördlich  genehmigte  Spesenreglement  der  D  AG  hält  in  diesem 

Zusammenhang Folgendes fest: Im Rahmen der Kundenbetreuung bzw. Kontaktpflege 

zu  nahestehenden  Drittpersonen  kann  es  im  Interesse  der  Firma  liegen,  dass  diese 

Drittpersonen von einem Mitarbeitenden eingeladen werden. Solche Einladungen sind 

vorab  vom  CEO  oder  CFO  zu  genehmigen.  Grundsätzlich  gilt  es,  dass  bei  solchen 

Einladungen  Zurückhaltung  zu  üben  ist.  Die  anfallenden  Kosten  müssen  stets  durch 

das Geschäftsinteresse gedeckt sein. Bei Wahl der Lokalitäten ist auf die geschäftliche 

Bedeutung  des  Kunden  bzw.  Geschäftspartners  sowie  die  ortsüblichen  Sitten  Rück-

sicht zu nehmen. Vergütet werden die effektiven Kosten, wobei folgende Angaben zu 

vermerken  sind:  Name und Titel  aller  anwesenden  Personen,  deren  Firma und  deren 

Geschäftsbeziehung  zur  D  AG  (einschliesslich  Firmenangestellte),  Name  und  Ort  des 

Lokals, Datum der Einladung, Geschäftszweck der Einladung (Ziff. 5.1). Kleinstausga-

ben wie z.B. Parkgebühren, Geschäftstelefonate von unterwegs u. dgl. werden grund-

2 DB.2017.144 
2 ST.2017.182 

 
 
 
 
 
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sätzlich,  soweit  sie  geschäftsbedingt  sind,  gegen  Originalbeleg  vergütet.  Sofern  die 

Beibringung eines Originalbelegs unmöglich bzw. unzumutbar ist, kann ausnahmswei-

se ein Eigenbeleg eingereicht werden (Ziff. 5.2). Für die einmal monatlich zu erstellen-

de  und  zusammen  mit  den  entsprechenden  Belegen  dem  Vorgesetzten  zum  Visum 

vorzulegende  Spesenabrechnung  ist  das  von  der  Firmenleitung  vorgeschriebene  For-

mular zu benützen. Beizulegende Belege sind Originaldokumente wie Quittungen, quit-

tierte Rechnungen, Kassabons, Kreditkarten- und Fahrspesenbelege u. dgl. (Ziff. 6.2). 

Die  Spesenrückerstattung  erfolgt  mit  der  Lohnabrechnung  (Ziff.  6.3).  Spesenabrech-

nungen  und  entsprechende Belege  sind  während zehn Jahren für  allfällige  Kontrollen 

durch  die  D  AG  aufzubewahren  (Ziff.  6.4).  Aufgrund  der  behördlichen  Genehmigung 

des Spesenreglements verzichtet die D AG auf die betragsmässige Bescheinigung der 

effektiven Spesen in den Lohnausweisen (Ziff. 7). 

ee)  Im  Lohnausweis  der  ebenfalls  bei  der  D  AG  angestellten  Ehegattin  des 

Pflichtigen  werden  effektive  Spesen  gestützt  auf  Ziff.  7  des  Spesenreglements  nicht 

betragsmässig  genannt  (vgl.  vorangehende  E.  2c/dd  i.f.);  es  ist  jedoch  angekreuzt, 

dass solche für Reise, Verpflegung und Übernachtung vergütet wurden, während keine 

Repräsentationspauschale  ausbezahlt  wurde.  Im  von  derselben  Arbeitgeberin  ausge-

stellten  Lohnausweis  des  Pflichtigen  sind  pauschale  Repräsentationsspesen  von 

Fr. 12'000.-  vermerkt,  es  ist  jedoch  im  Unterschied  zu  seiner  Ehegattin  nicht  ange-

kreuzt,  dass  zusätzlich  effektive  Reise-,  Verpflegungs-  oder  Übernachtungsspesen 

vergütet  worden  wären.  Unter  diesen  Umständen  ist  es  nicht  zu  beanstanden,  wenn 

die Veranlagungsbehörde davon ausgeht, dass ihm zusätzlich zu den pauschal abge-

goltenen und gemäss Lohnabrechnungen und Kontoblatt … Spesenentschädigung von 

der  Arbeitgeberin  auch  so  berücksichtigten,  keine  effektiven  Spesen  für  Reise,  Ver-

pflegung  und  Übernachtung  vergütet  wurden  bzw.  solche  bereits  mit  vorgenannter 

Pauschale  als  abgegolten  gelten  (vgl.  auch  vorne  E.  2c/cc).  Es  ergeben  sich  jedoch 

aus  den  vom  Pflichtigen  im  vorinstanzlichen Verfahren  eingereichten  Akten  Hinweise, 

wonach die Arbeitgeberin ihm darüber hinausgehende Beträge unter dem Titel Reise- 

und  Repräsentationsspesen  geleistet  haben  soll:  Konkret  soll  die  Arbeitgeberin  ge-

mäss  dem  im  vorinstanzlichen  Verfahren  ohne  weitere  Belege  eingereichten  Konto-

auszug … für Reise- und Repräsentationsspesen 2011 insgesamt Spesen in der Höhe 

von  Fr. 54'342.65  vergütet  haben.  Dieser  Betrag  wurde  in  der  Erfolgsrechnung  der  D 

AG  als  Reise-  und  Repräsentationsspesen  bezeichnet  und  als  Werbeaufwand  ver-

bucht. Abzüglich der Spesenvergütung für Dritte von rund Fr. 3'980.- sowie eines dem 

Pflichtigen  per  … Dezember  2011  auf  dem  Konto  …  verbuchten  Privatanteils  von 

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Fr. 24'000.-  sollen  ihm  demnach  effektiv  unter  dem  Titel  Spesenvergütungen  rund 

Fr. 26'363.-  gutgeschrieben  worden  sein,  was  so  weder  im  Lohnausweis  noch  in  den 

Lohnabrechnungen des fraglichen Jahrs aufgeführt ist. Im Geschäftsbericht der  D AG 

werden  sodann  unter  den  Transaktionen  mit  nahestehenden  Personen  nicht  näher 

spezifizierte Gutschriften für Spesen in der Höhe von Fr. 76'695.- vermerkt. 

Unter  diesen  Umständen  ist  nachvollziehbar,  dass  die  Veranlagungsbehörde 

Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit dieser Zahlungen hegt und somit ist 

es trotz Vorliegens eines ihrerseits genehmigten Spesenreglements nicht zu beanstan-

den,  wenn  sie  diesbezüglich  Untersuchungshandlungen  vornimmt  (vgl.  auch  vorne 

E. 2b/bb). Der Pflichtige erklärt in diesem Zusammenhang, von den belegten Spesen-

abrechnungen  in  der  Höhe  von  Fr.  67'962.-  seien  Fr.  54'343.-  auf  das  Spesenkonto 

verbucht  worden,  womit  faktisch  bereits  Fr. 13'619.-  als  Privatanteil  bewertet  worden 

seien. Von den so ausgewiesenen Spesen seien Ende Jahr sodann knapp die Hälfte, 

nämlich Fr. 24'000.- freiwillig  als  Privatanteil  in Abzug gebracht  worden. Weshalb  die-

ser  Abzug  nicht  ausreichend  sein  sollte,  habe  die  Veranlagungsbehörde  nicht  darge-

legt;  ebenso  wenig,  weshalb  die  belegten  Spesen  nicht  geschäftsmässig  begründet 

sein  sollten,  obschon  sie  durch  den  Revisor  des  kantonalen  Steueramts  geprüft  und 

genehmigt worden seien. 

Es trifft entgegen den Behauptungen des Pflichtigen nicht zu, dass der Steuer-

revisor den Werbeaufwand im Rahmen der Einschätzung der D AG als geschäftsmäs-

sig begründet erachtet hat. Im Gegenteil ergibt sich aus dem einschlägigen Revisions-

bericht,  dass  diese  Position  beanstandet  und  im  Rahmen  der  Einschätzung  der 

Arbeitgeberin  in  der  Höhe  von  Fr. 15'000.-  als  verdeckte  Gewinnausschüttung  aufge-

rechnet wurde. Ebenso wenig lässt sich diese Behauptung des Pflichtigen auf den fol-

genden  Einschätzungsentscheid  betreffend  die  D  AG  stützen.  Die  geschäftsmässige 

Begründetheit der vergüteten Spesen konnte der bei dieser Sachlage damit beweisbe-

lastete Pflichtige der Veranlagungsbehörde somit nicht belegen oder zumindest plausi-

bel erklären. Wenig glaubhaft scheint sodann die Aussage, dass sich die seit … 2007 

im  Handelsregister  eingetragene  D  AG  nach  Jahren  immer  noch  im  Aufbau  befinde, 

was  eine  derart  kostenintensive  Werbetätigkeit  bedinge.  Unter  diesen  Umständen  ist 

nicht zu beanstanden, wenn die sich in einem partiellen Untersuchungsnotstand befin-

dende  Steuerbehörde  ausgehend  vom  nachgewiesenen  Grundsachverhalt,  dass  dem 

Pflichtigen  Repräsentationsspesen  vergütet  wurden,  deren  Quantitativ  und  geschäfts-

mässige  Begründetheit  trotz  Aufforderung  vom  17. März  2017  und  Mahnung  vom 

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17. Mai 2017 nicht schlüssig nachgewiesen wurden, obschon der Pflichtige als Arbeit-

nehmer  und  Geschäftsführer  seiner  Arbeitgeberin  über  entsprechende  Vorgänge 

nachvollziehbar Auskunft geben sollte, einen steuerbaren Privatanteil ausscheidet und 

diesen  gestützt  auf  vorgenannte  Akten  nach  pflichtgemässem  Ermessen  einschätzt 

(vgl.  auch  vorne  gesamte  E.  2a  zu  den  Voraussetzungen  der  Ermesseneinschätzung 

sowie 2b/ee zur konkreten Zumutbarkeit der Einreichung von Geschäftsunterlagen). 

ff) Demnach kann der Pflichtige die in diesem Punkt zu Recht ergangene Er-

messeneinschätzung  lediglich  noch  in  nachträglicher  Erfüllung  seiner  Mitwirkungs-

pflicht als offensichtlich unrichtig anfechten (vgl. vorne E. 2b/gg). Im Unterschied zum 

vom kantonalen Steueramt zitierten bundesgerichtlichen Urteil, mit welchem festgehal-

ten wurde, die Ankündigung einer späteren Nachlieferung von Unterlagen habe qualita-

tiv  keinen  ähnlichen  Charakter  wie  die  Erfüllung  der  Mitwirkungspflicht  (vgl.  BGr, 

7. Juni  2016,  2C_372/2016,  2C_374/2016,  E.  3.3.5),  wurden  vorliegend  im  Zusam-

menhang mit den strittigen Spesen tatsächlich Unterlagen eingereicht, welche wie die 

nachgereichten Lohnabrechnungen der Ehegattin (vgl. dazu vorne E. 2b/hh letzter Ab-

satz) im Rahmen der Überprüfung der grundsätzlich zu Recht erfolgten Ermessensein-

schätzung auf offensichtliche Unrichtigkeit hin zu berücksichtigen sind. Der Fall ist ver-

gleichbar mit demjenigen in BGr, 29. April 2009, 2C_579/2008 (gesamte E. 2), wonach 

es,  sofern  die  steuerpflichtige  Person  innert  Frist  ihrer  Mitwirkungspflicht  nachkommt, 

wenn auch nicht in der ursprünglich vorgesehenen Form, die Veranlagungsbehörde in 

die  Lage  versetzt,  nunmehr  abschätzen  zu  können,  ob  die  Veranlagung  nach  pflicht-

gemässem Ermessen offensichtlich unrichtig ausgefallen sei. Nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung lebt diesfalls die Untersuchungspflicht der Steuerbehörde jedoch erst 

wieder  auf,  wenn  die  Ungewissheit  des  Sachverhalts,  die  zur  ermessensweisen  Ein-

schätzung  geführt  hat,  durch  den  Steuerpflichtigen  beseitigt  worden  ist  (BGr,  29.  Ap-

ril 2009, 2C_579/2008, E. 2.4 i.f.). 

Die nachgereichten monatlichen Spesenabrechnungen samt Belegen sind al-

so grundsätzlich zu berücksichtigen,  vermögen jedoch die fragliche geschäftsmässige 

Begründetheit  der  geleisteten  Vergütungen  nicht  zu  beweisen  oder  zumindest  wahr-

scheinlich  erscheinen  lassen  und  können  somit  die  vorhandene  sachverhaltliche  Un-

gewissheit  nicht  beseitigen.  Sie betreffen nämlich soweit  nachvollziehbar  im  Konto  … 

Reise- und Repräsentationsspesen aufgeführte Buchungen und bestätigen damit ledig-

lich  die  sich  bereits  aus  den  im  vorinstanzlichen  Verfahren  vorhandenen  Akten  erge-

bende  Höhe  der  grösstenteils  an  den  Pflichtigen  geleisteten,  strittigen  Vergütungen 

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(vgl. vorangehende E. 2c/ee). Grundsätzlich handelt es sich dabei zwar soweit ersicht-

lich  um  Vorgänge,  welche  unter  die  pauschal  abgegoltenen,  im  Lohnausweis  aufge-

führten  Repräsentationsspesen  subsumiert  werden  könnten  (vgl.  dazu  auch  vorne  E. 

2c/cc).  Da  deren  Betrag  jedoch  den  dort  aufgeführten  von  Fr. 12'000.-  massgeblich 

übersteigt  und  auch  mit  Belegen  keine  zusätzlichen  effektiven  Spesen  für  denselben 

steuerrechtlichen  Tatbestand  geltend  gemacht  werden  können  (vgl. vorne  E.  2c/cc) 

sowie dem Pflichtigen gemäss Lohnausweis im Unterschied zu seiner Ehegattin keine 

effektiven Spesen für Reise, Unterkunft und Verpflegung vergütet wurden (vgl. voran-

gehende  E. 2c/ee),  bleibt  der  Sachverhalt  mit  Bezug  auf  die  geschäftsmässige  Be-

gründetheit der fraglichen Beträge weiterhin unklar. 

Aus  den  Geschäftsbüchern  der  Arbeitgeberin  ergeben  sich  netto  Spesenver-

gütungen  zugunsten  des  Pflichtigen  von  Fr. 26'363.-  (vgl.  vorangehende  E. 2c/ee). 

Davon zog die Steuerbehörde die im Lohnausweis übereinstimmend mit den Lohnab-

rechnungen  und  den  entsprechenden  Kontobelegen  deklarierte  Repräsentationsspe-

senpauschale von Fr. 12'000.- ab und setzte den nicht als geschäftsmässig begründet 

erachteten Privatanteil in Übereinstimmung mit dem im Revisionsbericht der Arbeitge-

berin  als  verdeckte  Gewinnausschüttung  an  einen  Anteilsinhaber  aufgerechneten  

Betrag auf Fr. 15'000.- fest. Dieses Vorgehen erscheint weder willkürlich noch der ge-

schätzte Betrag unangemessen hoch, womit es bei der angefochtenen Ermessensein-

schätzung bleibt. 

d) Hinsichtlich der Voraussetzungen einer Veranlagung nach pflichtgemässem 

Ermessen entspricht Art. 46 Abs. 3 StHG – und im Nachgang dazu § 139 Abs. 2 StG – 

in  allen  Teilen  Art.  130 Abs.  2  DBG.  Übereinstimmung  herrscht  gleichermassen,  was 

die  Anforderungen  an  die  Einsprache  gegen  eine  derartige  Veranlagungsverfügung 

betrifft; die Voraussetzungen von Art. 132 Abs. 3 DBG und Art. 48 Abs. 2 StHG bzw. 

§ 140  Abs.  2  StG  decken  sich.  Dementsprechend  erweisen  sich  die  Rechtsmittel  so-

wohl  in Bezug auf die direkte Bundessteuer als auch hinsichtlich der Staats- und Ge-

meindesteuern  als  unbegründet,  weshalb  sie  –  mit  Ausnahme  des  Eventualantrags 

(vgl.  vorne  Sachverhalt  lit.  E  und  E.  2b/hh  i.f)  –  abzuweisen  und  der  vorinstanzliche 

Entscheid insoweit zu bestätigen ist. 

3. a) aa) Strittig ist weiter die Aufrechnung der Provision "F AG" in der Höhe 

von  Fr.  240'000.-  als  geldwerte  Leistung  der  F  AG  an  den  Pflichtigen  im  Sinn  einer 

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verdeckten Gewinnausschüttung, welche die Veranlagungsbehörde gestützt auf diver-

se  Passagen  im  Geschäftsbericht  2011  der  D  AG  vorgenommen  hat.  Demnach 

"…wurde im Zusammenhang mit dem Kauf der Beteiligung 'E AG' eine Provision in der 

Höhe von Fr. 240'000.- an die von der Geschäftsleitung beherrschte F AG gesprochen. 

Die Gesellschaft hat die Provisionsgutschrift an die Geschäftsleitung persönlich abge-

treten."  (vgl.  auch  den  Anhang  zur  Jahresrechnung  "Darüber  hinaus  wurde  der  F  AG 

eine  Provision  aus  Beteiligungskauf  in  Höhe  von  Fr. 240'000.-  zugesprochen,  welche 

an Herrn A abgetreten wurde".). Dieser Vorgang wird auch unter den Transaktionen mit 

nahestehenden  Personen  im  Geschäftsbericht  2011  der  D  AG  vermerkt  und  ebenso 

auf dem Kontoblatt … Beteiligung E ("Provision F AG abgetreten an A" per … 2011). 

bb) Diese Tatsache bestreitet der Pflichtige an sich nicht. Er macht jedoch gel-

tend, die F AG, die D AG und er seien übereingekommen, die fragliche Provision zu-

gunsten seines Kontokorrents bei der D AG zu verbuchen und im Gegenzug eine Be-

lastung  auf  seinem  Kontokorrentkonto  Nr.  …  bei  der  F  AG  vorzunehmen.  Die 

Veranlagungsbehörde habe zu Unrecht nicht berücksichtigt, dass dieser Buchungsvor-

gang  somit  nicht  nur  seine  Darlehensschuld  gegenüber  der  D  AG  aufgrund  der  ent-

sprechenden Gutschrift auf das Konto … vermindert habe (vgl. Buchung vom … 2011), 

sondern gleichzeitig auch eine Schuld seinerseits gegenüber der F AG entstanden sei, 

da die erwähnte Abtretung nicht ohne Gegenleistung vereinbart worden sei. Es könne 

deshalb nicht ohne entsprechende Beweise und somit willkürlich davon ausgegangen 

werden,  dass  eine  juristische  Person  –  sei  es  die  D  AG  oder  die  F  AG  –  entreichert 

worden  sei  und  eine  verdeckte  Gewinnausschüttung  vorliege.  Aus  seiner  Sicht  habe 

die  Abtretung  dieser  Provision  im  Umfang  von  Fr. 240'000.-  zu  keinem  steuerbaren 

wirtschaftlichen Vorteil geführt. Bestenfalls sei diese einkommensneutrale Transaktion 

für ihn ein "Nullsummenspiel". Der Buchungstext möge etwas unklar sein, aber anhand 

der Belege ergebe sich, dass es sich um eine verrechnungsweise Umbuchung handle. 

Konkret sei die Forderung der F AG in der Buchhaltung der D AG zu seinen Gunsten 

verbucht  worden.  Im  Gegenzug  sei  ihm  jedoch  –  wie  sich  aus  dem  nachgereichten 

Kontokorrentbeleg Nr. … ergebe – eine Schuld in gleicher Höhe gegenüber der F AG 

belastet  worden.  Konsequenterweise  sei  ihm  somit  kein  Geld  zugeflossen  und  kein 

wirtschaftlicher  Vorteil  erwachsen.  Entgegen  der vorinstanzlichen Ansicht  sei  nicht  er, 

sondern  die  F  AG  an  dieser  Provision  wirtschaftlich  berechtigt.  Im  Übrigen  sei  diese 

Verrechnungsposition vom Revisor des Steueramts anlässlich der Revision der  D AG 

für das Steuerjahr 2011 ebenso wenig beanstandet und eine entsprechende Aufrech-

nung nie thematisiert worden. 

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b)  aa)  Als  Erträge  aus  beweglichem  Vermögen  steuerbar  sind  nach  Art. 20 

Abs. 1 lit. c DBG und § 20 Abs. 1 lit. c StG insbesondere  Dividenden, Gewinnanteile, 

Liquidationsüberschüsse, Kapitalrückzahlungen für Gratisaktien und geldwerte Vorteile 

aus  Beteiligungen  aller  Art.  Unter  Letztere  fallen  alle  durch  Zahlung,  Überweisung, 

Gutschrift, Verrechnung oder auf andere Weise bewirkten, in Geld messbaren Leistun-

gen, die der Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte unter irgendeinem Titel auf-

grund  dieser  Beteiligung  von  der  Gesellschaft  erhält  und  welche  keine  Rückzahlung 

der  bestehenden  Kapitalanteile  darstellen  (BGE  138  II  57  E.  2.2).  Dazu  gehören  na-

mentlich auch verdeckte Gewinnausschüttungen im Sinn von Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG 

sowie  Zuwendungen  von  Aktiengesellschaften  an  ihre  Anteilsinhaber,  die  einer  aus-

senstehenden Person nicht oder zumindest nicht in gleichem Masse gewährt würden, 

was  anhand  eines  Drittvergleichs  zu  ermitteln  ist.  Geldwerte  Leistungen  in  letzterem 

Sinn  sind  somit  nach  ständiger  Rechtsprechung  anzunehmen,  wenn  (a)  die  Gesell-

schaft  für  ihre  Leistung,  die  keine  zulässige  Rückzahlung  des  einbezahlten  Kapitals 

darstellt,  keine  gleichwertige  Gegenleistung  erhält,  (b)  der  Anteilsinhaber  direkt  oder 

indirekt  (z.B.  über  eine  ihm  nahestehende  Person  oder  Unternehmung)  von  dieser 

Leistung profitiert, die (c) ihren Rechtsgrund im Beteiligungsverhältnis und nicht in der 

Geschäftstätigkeit  der  Gesellschaft  hat  und  daher  einem  Dritten  unter  den  gleichen 

Umständen  nicht  erbracht  worden  wäre,  also  insofern  ungewöhnlich  ist,  weil  (d)  ein 

Missverhältnis  zwischen  der  gewährten  Leistung  und  der  erhaltenen  Gegenleistung 

besteht,  welches  für  die  handelnden  Gesellschaftsorgane  erkennbar  war  (statt  vieler 

BGE 143 IV 228 E. 4.1 und BVGr, 24. Januar 2018, A-4091/2016, E. 2.3.2, je mit wei-

teren  Hinweisen;  beide  Urteile  betreffen  das  Verrechnungssteuerrecht,  gemäss  wel-

chem  der  Begriff  der  geldwerten  Leistung  grundsätzlich  demjenigen  nach  Art. 20 

Abs. 1  lit.  c  DBG  entspricht  [vgl.  vorgenannte  Entscheide]  sowie  VGr,  27.  Okto-

ber 2010, SB.2010.00059, E. 2.2.1 [www.vgrzh.ch]). Diese Kriterien werden einzig aus 

Sicht der leistenden Gesellschaft und nicht aus jener des Leistungsempfängers geprüft 

(BVGr, 24. Januar 2018, A-4091/2016, E. 2.3.3 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Gan-

zen StRG, 15. Mai 2018, 2 DB.2017.152/2 ST.2017.190, E. 3a/aa). Zusätzlich wird von 

der überwiegenden Lehre und Rechtsprechung zur Erfüllung des Tatbestands der ver-

deckten  Gewinnausschüttung  vorausgesetzt,  dass  der  Gesellschafter  das  Unterneh-

men in qualitativer Hinsicht indirekt oder unmittelbar massgeblich beherrscht (Richner/ 

Frei/Kaufmann/Meuter,  §  20  N  142  StG  mit  weiteren  Hinweisen  sowie  StRG,  17.  De-

zember 2018, 1 DB.2018.85/1 ST.2018.102, E. 2a mit weiteren Hinweisen). 

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bb) Für die Beweislastverteilung im Zusammenhang mit einer verdeckten Ge-

winnausschüttung  ist  zu  differenzieren  (zur  Beweislastverteilung  im  Allgemeinen 

vgl. vorne E. 2a/aa): Ist strittig, ob einer Leistung der Gesellschaft überhaupt eine Ge-

genleistung  des  Beteiligten  gegenübersteht,  trägt  die  Gesellschaft  bzw.  der  Anteilsin-

haber  die  Beweislast  für  das  –  steuermindernde  –  Vorhandensein  einer  solchen  Ge-

genleistung,  mithin 

für  die  geschäftsmässige  Begründetheit  der  Leistung  (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  §  64  N  198  StG  betreffend  die  Besteuerung  der  Ge-

sellschaft).  Hierzu  muss  eine  umfassende  und  substantiierte  Sachdarstellung  dieser 

Gegenleistung vorliegen, deren Wert es zu bestimmen gilt, ansonsten kann der Nach-

weis  der  geschäftsmässigen  Begründetheit  von  vornherein  nicht  erbracht  werden. 

Denn nur wenn die sachverhaltlichen Umstände diesbezüglich erstellt sind, kann in der 

Folge  überhaupt  geprüft  werden,  ob  das  für  die  Gegenleistung  erbrachte  Entgelt  in 

seiner Höhe drittkonform ist. Aus steuerrechtlicher Sicht muss der Geschäftsbezug auf 

Verlangen  der  Steuerbehörde  Buchungsposition  für  Buchungsposition  im  Einzelfall 

dargetan  und  nachgewiesen  werden.  Die  steuerpflichtige  Person  ist  gehalten,  den 

Sachverhalt so detailliert zu schildern, dass dieser sämtliche für die Subsumtion unter 

die  entsprechende  gesetzliche  Bestimmung  notwendigen  Elemente  enthält  (VGr, 

17. November  2010,  SB.2010.00080  =  STE  2011  B  93.5  Nr.  25  und  zum  Ganzen 

StRG,  10.  Dezember  2018,  2 ST.2017.306,  E.  1  c/bb mit  Bezug  auf  die Besteuerung 

eines Unternehmens). 

Ist  bei  Vorhandensein  einer  solcherart  genügend  umschriebenen  und  bewie-

senen Gegenleistung des Beteiligten an die Gesellschaft umstritten, ob zwischen den 

gegenseitigen  Leistungen  ein  offensichtliches  Missverhältnis  besteht  und  ob  deshalb 

auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen werden dürfe, so ist die Steuer-

behörde für das behauptete Missverhältnis beweisbelastet. Hat die Steuerbehörde den 

Nachweis  für  das  Vorliegen  eines  offensichtlichen  Missverhältnisses  erbracht,  spricht 

eine  natürliche  Vermutung  für  das  Vorliegen  einer  verdeckten  Gewinnausschüttung. 

Alsdann  trägt  die  steuerpflichtige  Person  die  Gegenbeweislast  dafür,  dass  gleichwohl 

keine  verdeckte  Gewinnausschüttung  anzunehmen  sei  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter,  § 64  N  198  StG  und StRG,  10.  Dezember  2018,  2 ST.2017.306,  E. 1c/bb,  je 

mit Hinweisen). 

cc)  Kommt  der  Steuerpflichtige  trotz  Mahnung  seinen  Mitwirkungspflichten 

nicht oder nur unvollständig nach und betrifft dies steueraufhebende oder -mindernde 

Tatsachen,  so  führt  dies  nach  verwaltungsgerichtlicher  Rechtsprechung  (RB 2003 

2 DB.2017.144 
2 ST.2017.182 

 
 
 
 
 
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Nr. 92  =  ZStP  2003,  343,  auch  zum  Folgenden)  grundsätzlich  nicht  zu  einer  Ermes-

senseinschätzung.  Vielmehr  ist  diesfalls  aufgrund  der  allgemeinen  Beweislastregel 

(vgl. ASA 62, 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa) zu Ungunsten des für derartige Tat-

sachen  beweisbelasteten  Steuerpflichtigen  anzunehmen,  die  behaupteten  Tatsachen 

hätten sich nicht verwirklicht. Dementsprechend ist der in Frage stehende Abzug nicht 

zu  berücksichtigen  (vgl.  BGE  92  I  398;  ASA  46,  512).  Nur  ausnahmsweise  ist  auch 

bezüglich  steueraufhebender  oder  -mindernder  Tatsachen  eine  Schätzung  nach 

pflichtgemässem Ermessen vorzunehmen, nämlich dann, wenn dem Steuerpflichtigen 

die gehörige Mitwirkung an der Ermittlung dieser Tatsachen aus Gründen, die er nicht 

zu  vertreten  hat,  unmöglich  oder  unzumutbar  ist  (RB  1975  Nr.  54  und  zum  Ganzen 

StRG, 10. Dezember 2018, 2 ST.2017.306, E. 1d/aa). 

c) aa) Der Pflichtige, welcher massgeblichen Einfluss auf die an der strittigen 

Transaktion beteiligten Gesellschaften hat (vgl. vorne Sachverhalt lit. A), reicht als Be-

leg  für  die  behauptete  Schuldbegründung  und  damit  für  eine  Gegenleistung  im  Drei-

ecksverhältnis seinen Kontokorrentauszug Nr. … bei der F AG ein. Dieses Dokument 

belegt  jedoch  lediglich  die  geleistete  Gutschrift  von  Fr. 240'000.-  …  2011  mit  dem 

Vermerk  "Provision  D  AG  (abgetreten  an  A)"  und  damit  denselben  Vorgang,  welcher 

sich bereits aus dem Geschäftsbericht der D AG ergibt (vgl. vorne E. 3a/aa). Demnach 

war in der Tat zunächst die F AG an dem als Provision bezeichneten Betrag wirtschaft-

lich  berechtigt.  Entgegen der  Darstellung  des  Pflichtigen  wurde die geschäftsmässige 

Begründetheit dieser Provisionszahlung vom Steuerrevisor im Rahmen der Steuerein-

schätzung der D AG – welche vorliegend im Übrigen nicht zu beurteilen ist – bereits in 

Frage  gestellt  bzw.  mangels  entsprechendem  Nachweis  als  verdeckte  Gewinnaus-

schüttung angerechnet. Jedenfalls  erlangte  der Pflichtige  mit  der "Abtretung"  der  For-

derung seitens der F AG bzw. der Überweisung dieses Betrags auf sein Kontokorrent-

konto  als  Geschäftsinhaber  daran  zulasten  seiner  vorgenannten  Gesellschaft  die 

wirtschaftliche  Berechtigung  und  verwendete  diesen  Betrag  zur  Minderung  seiner 

Schuld  gegenüber  der  D  AG  (Konto  …  Darlehen  A  und  Konto  …  Beteiligung  E,  Bu-

chungen vom … 2011). Der nachgereichte Kontokorrentauszug belegt weder eine Ver-

rechnung noch eine Schuldbegründung im obligationenrechtlichen Sinn, sondern ledig-

lich einen Geldfluss zulasten der F AG. Eine entsprechende Belastungsanzeige ist aus 

diesem Auszug nicht ersichtlich. Als Geschäftsführer wäre es dem Pflichtigen möglich 

und  zumutbar,  seine  Behauptung  einer  vorhandenen  Gegenleistung  anhand  des  Ge-

schäftsberichts der F AG oder mit weiteren Einzelkontiauszügen zu belegen (vgl. auch 

vorne E. 2b/ee). Im Übrigen bedarf es, wenn eine Gesellschaft  beim Abschluss eines 

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2 ST.2017.182 

 
 
 
 
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Vertrages  durch  diejenige  Person  vertreten  wird,  mit  der  sie  den  Vertrag  abschliesst, 

der Schriftform, sofern ihre Leistung den Wert von Fr. 1'000.- übersteigt (wie die nach-

folgenden Bestimmungen bereits während der relevanten Steuerperiode geltender Art. 

718b  OR).  Ebenso  ist  ein  Vertrag  zur  Abtretung  einer  Forderung  nur  in  schriftlichen 

Form  gültig  (vgl. Art.  165  Abs. 1  OR),  vorbehältlich  –  vorliegend  nicht  ersichtlicher  – 

spezialgesetzlicher Bestimmungen oder eines gerichtlichen Urteils (Art. 166 OR). We-

der  Letzteres  noch  schriftliche  Verträge  betreffend  die  Begründung  der  behaupteten 

Gegenleistung oder das erwähnte Provisionsreglement der D AG (vgl. vorne Sachver-

halt lit. B) wurden eingereicht. 

bb) Aktenkundig ist somit lediglich eine Leistung der F AG, welche keine Kapi-

talrückzahlung  darstellt, zugunsten  ihres  Anteilsinhabers,  welcher  massgeblichen Ein-

fluss auf sie ausübt. Eine (gleichwertige) Gegenleistung, welche die geschäftsmässige 

Begründetheit  der  Transaktion  nahelegen  würde,  hat  der  Pflichtige  nicht  nachgewie-

sen, obschon ihm dies als Geschäftsführer der involvierten Gesellschaften möglich und 

zumutbar wäre (vgl. auch vorne E. 2b/ee). Die Steuerbehörde hat damit nach erfolglo-

ser  Aufforderung und  Mahnung  zur  Einreichung entsprechender  Beweismittel  die  ver-

buchte  Gutschrift  in  der  Höhe  von  Fr. 240'000.-  mangels  belegter  Gegenleistung  des 

Pflichtigen zu Recht nicht steuermindernd berücksichtigt. Ihrer Sachverhaltsdarstellung 

ist demnach zu folgen und die einkommensseitig aufgerechnete verdeckte Gewinnaus-

schüttung als steuerbarer Vermögensertrag in der Steuerperiode 2011 ist nicht zu be-

anstanden. 

d) § 20 Abs. 1 lit. c StG entspricht Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG vollständig, womit 

die  Ausführungen  sowohl  für  die  direkte  Bundessteuer  als  auch  für  die  kantonalen 

Steuern massgebend sind und zum selben Ergebnis führen. 

4. Aufgrund dieser Erwägungen sind die Rechtsmittel teilweise gutzuheissen. 

Das  steuerbare  Einkommen  ist  daher  auf  Fr. 480'800.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw. 

Fr. 639'600.- (Staats- und Gemeindesteuer; davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligun-

gen Fr. 357'000.-) und das steuerbare Vermögen auf Fr. 2'008'000.- festzusetzen. Den 

im  Eventualantrag  obsiegenden  Pflichtigen  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  dennoch 

vollständig aufzuerlegen, da sie diesbezüglich bei pflichtgemässem Verhalten schon im 

Einschätzungs-  und  Einspracheverfahren  zu  ihrem  Recht  gekommen  wären  (Art. 144 

Abs. 2 DBG und § 151 Abs. 2 StG) und es ist ihnen keine Parteientschädigung zuzu-

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sprechen  (§  152  StG  i.V.m.  § 17  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom  

24. Mai 1959/6. September 1987 sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des 

Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Beschwerdeführenden  werden 

für die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2011, mit einem steuerbaren Einkom-

men von Fr. 480'800.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG, Verheirateten-

tarif). 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats- 

und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2011,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen 

von Fr. 639'600.- (davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 357'000.-) und 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'008'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 

Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG, Verheiratetentarif). 

[…] 

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2 ST.2017.182