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**Case Identifier:** 566fe2cb-3b28-552f-84f5-a0681590261e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.05.2015 725 2015 26 / 125 (725 15 26 / 125)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-26---125_2015-05-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. Mai 2015 (725 15 26 / 125) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

HWS-Distorsion; Prüfung der Adäquanzkriterien gemäss Rechtsprechung 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Lukas Meyer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____ arbeitete im Zeitpunkt seines Unfalls als Bauarbeiter Kun-
dendienst bei der X.____ GmbH in Eptingen und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-
len versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 13. Dezember 2012 geriet der Versicherte 
am 6. Dezember 2012 auf dem Weg von der Arbeit nach Hause mit seinem Auto in einer Kurve 
ins Schleudern. Das Auto drehte sich zweimal um die Hochachse, prallte gegen den Randstein 
und kam im Ackerland zum Stehen. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versi-

 

 
 
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cherungsleistungen (Heilbehandlung/Taggeld). Mit Verfügung vom  3. September 2014 teilte sie 
A.____ mit, dass sie für die Folgen des Unfalls vom 6. Dezember 2012 nur bis zum 
30. September 2014 Versicherungsleistungen erbringe.  Zur Begründung brachte sie vor, dass 
aufgrund der medizinischen Unterlagen die bis dato geklagten Beschwerden organisch nicht 
hinreichend nachweisbar seien. Das gemeldete Ereignis sei keine adäquat kausale Ursache 
des eingetretenen Schadens. Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache wies die SUVA 
am 15. Dezember 2014 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 22. Januar 
2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2014 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, die gesetzlichen Leistungen an 
den Beschwerdeführer zu erbringen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen; alles 
unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass der rechtser-
hebliche medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden sei. Zudem sei die Adä-
quanzbeurteilung fehlerhaft. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 18. August 2014 schloss die Beschwerdegegnerin, vertre-
ten durch Advokat Andrea Tarnutzer, auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Liestal, so dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die –  im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 30. September 2014 hin-
aus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat und ob ein poly-
disziplinäres Gutachten einzuholen ist.  
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-

 

 
 
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unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr.  U 206 S. 328 E. 3b). Weil es sich da-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast –  anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist –  nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 
E. 2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den 
Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfall-
versicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt 
oder die versicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob un-
fallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 
dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2). 
 
3.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauernden) gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsan-
wendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr oblie-

 

 
 
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genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es 
ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
3.5. Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat die 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. 
BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
3.6 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung 
zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesund-
heitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Re-
geln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.7 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der na-

 

 
 
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türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 112 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gelten 
Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 
den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Unter-
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, 
welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati-
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 
2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müs-
sen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
4.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende ärztliche Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
4.2 Gemäss dem von Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, am 6. Dezember 
2012 ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kraniozervikalem Beschleu-
nigungstrauma hat der Beschwerdeführer über sofort nach dem Unfall eingetretene Kopf-, Na-
ckenschmerzen und Schwindel sowie Hör- und Sehstörungen geklagt. Als behandlungsbedürf-
tige Beschwerden vor dem Unfall wurden Rückenschmerzen angegeben, die vor zwei Jahren 
letztmals aufgetreten seien. In den Untersuchungsbefunden seien eine klinisch eingeschränkte 
Beweglichkeit und Druckdolenzen im Bereich der gesamten rechten Rückenseite festgestellt 
worden. Als  Diagnose sei in Anlehnung an die Quebec Task Force-Klassifikation eine HWS-
Distorsion "Grad II" mit Nackenbeschwerden und muskuloskelettalen Befunden (verminderte 
Beweglichkeit und punktuelle Druckschmerzhaftigkeit) festzuhalten.  
 
4.3 Dr. med. C.____, FMH Radiologie, hielt in seinem Bericht vom 11. Dezember 2012 
fest, dass eine bildgebende Untersuchung der HWS eine bereits bekannte Übergangsanomalie 
kraniozervikal mit asymmetrischer Assimilation des Atlas an die Schädelbasis und offenem hin-
teren Atlasbogen, ohne Nachweis posttraumatischer Veränderungen und eine beginnende 
ossäre Einengung des Neuroforamens C 4 rechts durch eine beginnende Unkovertebralarthro-
se ergeben habe. 
 
4.4 In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 27. Dezember 2012 hielt Dr. med. D.____, 
FMH Allgemeine Medizin, als Diagnose eine HWS Distorsion fest. Zum Verlauf gab er eine 
langsame Besserung bei noch persistierenden Schmerzen im Nacken und lumbal an. 
 
4.5 Dem Bericht von Dr. med. E.____, FMH Radiologie, vom 5. Februar 2013, der auf 
Röntgenbilder der LWS in zwei Ebenen beruht, ist zu entnehmen, dass keine Zeichen einer 
posttraumatischen Veränderung und keine ossäre Läsion vorlägen. Eine leicht degenerative 
Veränderung der Facettengelenke der unteren LWS sei sichtbar. 
 
4.6 Folgende Diagnosen wurden aufgrund des in der Reha-Klinik F.____ am 2. April 2013 
durchgeführten ambulanten Assessments gestellt: HWS-Distorsion QTF II sowie ein LWS-
Syndrom. Als Probleme wurden eine erhebliche Symptomausweitung, Nacken- und LWS-

 

 
 
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Schmerzen sowie Angst und Schlafstörungen aufgeführt. Bei guter Kooperation und Leistungs-
bereitschaft wäre mit einer optimalen Therapie eine erhebliche Verbesserung der Beschwerden 
und der Belastbarkeit zu erreichen gewesen. Aufgrund der schlechten Leistungsbereitschaft 
des Versicherten sei die minimale Performance nicht erreicht worden. Auch die Erfolgschancen 
der Empfehlungen seien als fraglich zu erachten. 
 
4.7 Dr. med. G.____, FMH Neurologie, hielt anlässlich der neurologischen Kontrolle vom 9. 
September 2013 fest, dass wegen des Unfallmechanismus von einem Distorsionstrauma der 
gesamten Wirbelsäule auszugehen sei. Deskriptiv liege ein hemicorporelles Schmerzsyndrom 
rechts vor. Eine Erklärung für die Schmerzen cervical und lumbal habe die klinische Untersu-
chung nicht ergeben. Zudem bestehe eine erhebliche Diskrepanz zwischen den angegebenen 
Beschwerden und den objektivierbaren Befunden. Hinzu kämen negative psychosoziale Belas-
tungsfaktoren. Die Arbeitsfähigkeit sei aus neurologischer Sicht unfallbedingt nicht einge-
schränkt. Eine objektivierbare Torsionsskoliose sei vorbestehend und nicht durch den Unfall 
verursacht. 
 
4.8 In seiner Beurteilung vom 27. September 2013 hielt der Kreisarzt der Beschwerdegeg-
nerin, Dr. med. H.____, FMH Chirurgie, fest, mittels bildgebenden Abklärungen könne beim 
Versicherten ausgeschlossen werden, dass er anlässlich des Unfallereignisses strukturell ob-
jektivierbare unfallbedingte Veränderungen im Bereich der HWS respektive im Bereich der LWS 
erlitten habe. Von einer weiteren Behandlung könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes erwartet werden.  
 
4.9  Die behandelnden Psychologen der  Rehaklinik I.____, Dr. phil. J.____, Leitender 
Psychologe und Fachpsychologe für Psychotherapie, und lic. phil. K.____, Klinische Psycholo-
gin, diagnostizierten beim Versicherten eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F 45.41) mit aktueller Schmerzexazerbation und zunehmender 
Generalisierung und Somatisierung. Hinzu komme eine diffuse Angstsymptomatik mit sozial-
phobischen Anteilen sowie Ängste, welche durch zwanghaft anmutende Gedanken ausgelöst 
würden. 
 
4.10  Am 14. Januar 2015 untersuchte Dr. med. L.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, den Versicherten und stellte folgende Diagnosen: 
Selbstunfall im Winter 2012 mit myofaszialen lumbalen Schmerzen, Ileosakraler Gelenksüber-
lastung rechts, subacromialem Impingement rechts, interspinöser Schmerzsymptomatik C 6/7 
sowie Überlastung der musculi scaleni rechts.  
 
5.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid liess die Beschwerdegegnerin die Frage, ob 
die über den 30. September 2014 hinaus anhaltend geklagten, medizinisch nicht hinreichend 
nachweisbaren Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis verursacht worden sind, 
offen, da eine Leistungspflicht mangels adäquaten Kausalzusammenhangs ohnehin entfalle. 
Dieses Vorgehen ist –  sofern die adäquate Kausalität tatsächlich zu verneinen ist –  grundsätz-
lich nicht zu beanstanden (BGE 135 V 472 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.2 Aus den geschilderten medizinischen Unterlagen geht hervor, dass beim Beschwerde-
führer im Zeitpunkt  der Leistungseinstellung keine objektivierbaren organischen Unfallfolgen, 
sondern ausschliesslich organisch nicht (hinreichend) nachweisbare Gesundheitsbeeinträchti-
gungen vorlagen. Objektivierbare strukturelle Veränderungen sind bildgebend nicht ausgewie-
sen. Die Übergangsanomalie kraniozervikal mit asymmetrischer Assimilation des Atlas an die 
Schädelbasis und offenem hinterem Atlasbogen war bereits vor dem Unfallereignis bekannt. 
Ebenfalls vorbestehend sind die Schmerzen in der LWS infolge eines Unfalles im Jahr 2002.  
 
5.3.1 Liegen wie im vorliegenden Fall keine organisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfol-
geschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungs-
gemäss (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte 
Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, einen äquivalenten Verletzungsmechanis-
mus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas ver-
gleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verletzung 
typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabili-
tät, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach 
Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. 
nachfolgend: E. 6.4.1) Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder 
einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach einer solchen Verlet-
zung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurteilung psychi-
scher Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien zu erfol-
gen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS 
oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), während 
bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen le-
diglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden 
sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). 
 
5.3.2 Gestützt auf die geschilderten medizinischen Unterlagen ist erstellt, dass die Versicherte 
am 6. Dezember 2012 eine Distorsion der HWS erlitten hat. Da aufgrund der Akten, insbeson-
dere dem Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kraniozervikalem Beschleuni-
gungstrauma vom 6. Dezember 2012 Beschwerden wie Kopf-, Nackenschmerzen und Schwin-
del sowie Hör- und Sehstörungen echtzeitlich nachgewiesen sind, ist das Vorliegen eines typi-
schen Beschwerdebildes zu bejahen. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin die 
Adäquanzprüfung zu Recht nach den Regeln der Schleudertrauma-Praxis durchgeführt. 
 
5.4 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist im Einzelfall zu verlangen, 
dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbs-
unfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit an-
deren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfaller-
eignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen ba-
nalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem da-
zwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzu-

 

 
 
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sammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfäl-
len verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht allein aufgrund des Unfallgeschehens schlüssig beantworten. Es sind daher wei-
tere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang ste-
hen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzube-
ziehen ("adäquanzrelevante Kriterien"). Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzu-
ordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise 
erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder es 
müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 E. 10.1 mit Hinweisen). 
 
5.5 In der biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) des AGU Zürich vom 26. März 2013 
wird ausgeführt, dass der Versicherte am 6. Dezember 2012 auf der Hauptstrasse von Eptingen 
in Richtung Diegten/Rütiweid fuhr, die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit einem Hin-
dernis auf der rechten Fahrbahnseite kollidierte. Dabei erfuhr der Wagen des Beschwerdefüh-
rers eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) von 10 bis 15 km/h, die haupt-
sächlich im Sinne einer Verlangsamung in Querrichtung (nach links) wirkte. Da keine Informati-
onen zu den Kollisionshindernissen vorlägen und da die Endlage des Fahrzeugs nicht doku-
mentiert worden sei, seien diese Angaben jedoch mit einer entsprechenden Unsicherheit behaf-
tet. Angesichts der nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden (Kopf-, Nackenschmerzen und 
Schwindel sowie Hör- und Sehstörungen) und den angefallenen Reparaturkosten ist nicht zu 
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einem mittelschweren Unfall ausgegangen ist. 
Demnach sind weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen, von denen für eine Bejahung 
des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter 
Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein müssten (BGE 
134 V 109 E. 10.1). 
 
5.6.1 Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 ff. die Praxis zur Kausalitätsprüfung bei Unfäl-
len mit Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne or-
ganisch objektiv ausgewiesene Beschwerden in mehrfacher Hinsicht präzisiert. Am Erfordernis 
einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit solchen Verletzungen wird dabei zwar 
festgehalten. Die bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung vorzunehmende Einteilung 
der Unfälle nach deren Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls 
erforderlichen Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung werden ebenfalls nicht 
geändert. Dagegen hat das Bundesgericht die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifi-
ziert. Dies betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Be-
handlung", das nur dann vorliegt, wenn nach dem Unfall eine fortgesetzte spezifische und die 
versicherte Person belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss not-
wendig gewesen war. Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums "Dauerbeschwerden" voraus-
gesetzt, dass diese erheblich sind, was aufgrund glaubhaft geltend gemachter Schmerzen und 
nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebensalltag erfährt, zu beurteilen 
ist. Hinsichtlich des Kriteriums "Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit" ist nicht die Dauer an 
sich, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche massgeblich, die zu überwinden die 
versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. 
 

 

 
 
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Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bisherigen adäquanzrelevanten Kri-
terien (BGE 117 V 359) in BGE 134 V 109 wie folgt neu gefasst: 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengung. 
 
5.6.2 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalles wurde vom Bundesgericht unverändert beibehalten (BGE 134 V 127 
E. 10.2.1). Es ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens der ver-
sicherten Person (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1). Im vorlie-
genden Fall ist der Beschwerdeführer mit seinem Auto in einer Kurve ins Schleudern geraten. 
Das Auto drehte sich zweimal um die Hochachse, touchierte den Randstein und kam im an-
grenzenden Ackerland zum Stillstand. Gemäss Triage der AGU Zürich betrug die Geschwindig-
keitsveränderung des Autos 10-15 km/h oder weniger (siehe E. 5.5 hiervor). Somit ist der vor-
liegend zu beurteilende Unfall objektiv betrachtet und unter Berücksichtigung der Tatsache, 
dass jeder mittelschwere Unfall eine gewisse Bedeutung hat, weder von besonderer Eindrück-
lichkeit noch liegen besonders dramatische Begleitumstände vor, weshalb dieses Kriterium 
nicht erfüllt ist. 
 
5.6.3 Was das Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung anbelangt, 
genügt die Diagnose einer HWS-Distorsion für sich allein nicht zu dessen Bejahung. Es bedarf 
hierzu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder 
besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können bei-
spielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch 
bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte 
Person neben dem Schleudertrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein 
(BGE 134 V 127 E. 10.2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Im vorliegenden Fall hat sich der Be-
schwerdeführer beim Unfall nebst der HWS-Distorsion keine erheblichen Verletzungen zugezo-
gen. Ebenso wenig hatte er beim Unfall eine besondere Körperhaltung eingenommen, welche 
zusätzliche Komplikationen verursachte. Die Übergangsanomalie ist vorbestehend und struktu-
rell objektivierbare unfallbedingte Veränderungen konnten nicht gefunden werden. Operationen 
oder ähnliches waren ebenfalls nicht notwendig. Dieses Kriterium ist folglich ebenfalls nicht er-
füllt. 
 
5.6.4 Für das Kriterium der belastenden ärztlichen Behandlung ist neu wesentlich, ob nach 
dem Unfall eine fortgesetzte spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behand-
lung bis zum Fallabschluss notwendig war (BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Dieses Kriterium ist nicht 
allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und 
Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesund-

 

 
 
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heitszustands resp. der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine 
kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszu-
standes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Bei einem 
Schleudertrauma der HWS gilt eine zwei- bis dreijährige Behandlung als noch im üblichen 
Rahmen liegend. Manualtherapeutische Massnahmen wie Physiotherapie, die insbesondere 
der Erhaltung des Zustandes dienen, ärztliche Abklärungen und Verlaufskontrollen sowie eine 
medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des 
Bundesgerichts vom 11. Juli 2007, U 365/05, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Dieses Kriterium 
ist vorliegend auch nicht erfüllt, weil mit einer im Dezember 2012 begonnenen Behandlung, 
welche Physiotherapie, ärztliche Verlaufskontrollen sowie eine medikamentöse Schmerzbe-
handlung umfasst, weder eine ungewöhnlich lange noch ausserhalb des üblichen Rahmens 
liegende Behandlung darstellt. Hinzu kommt, dass der Kreisarzt Dr. H.____ in seiner Beurtei-
lung vom 26. September 2013 u.a. festhielt, dass mangels strukturell objektivierbarer Unfallfol-
gen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
erwartet werden könne. 
 
5.6.5 Was das Kriterium der erheblichen Beschwerden betrifft, ist vorab festzuhalten, dass 
nur diejenigen erheblichen Beschwerden adäquanzrelevant sein können, die in der Zeit zwi-
schen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unter-
bruch bestanden haben. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach Massgabe der glaubhaft geltend 
gemachten Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Be-
schwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer leidet 
nach eigenen Angaben insbesondere an Kopf- und Nackenschmerzen, LWS-Schmerzen, Angst 
und Schlafstörungen. Jedoch leidet die Glaubwürdigkeit der vom Beschwerdeführer geschilder-
ten Beschwerden mit Blick auf das ambulante Assessment vom 2. April 2013 der Rehaklinik 
F.____, bei welchem er bei allen Tests unterdurchschnittlich schlecht abschnitt. Es wurde vom 
Fachpersonal eine Diskrepanz zwischen dem Ausmass der angegebenen Einschränkung im 
Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit und den beobachteten funktionellen 
Fähigkeiten beobachtet, wobei die Selbsteinschätzung als erheblich zu tief angegeben wurde. 
Zudem wurde insgesamt eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt. Das Schmerzverhal-
ten des Beschwerdeführers (übervorsichtige Bewegungen, starre und abnorme Körperhaltung, 
häufiges Reiben des Schmerzbereiches sowie häufige verbale Schmerzäusserung) wurde als 
nicht adäquat beurteilt. Das Leistungsverhalten wird mit "schlecht" bewertet. Insbesondere habe 
sich der Beschwerdeführer auch in nicht betroffenen Bereichen nicht bis an eine beobachtbare 
funktionelle Leistungsgrenze belasten lassen. Demnach ist auch dieses Kriterium vorliegend 
nicht erfüllt.  
 
5.6.6 Auch das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat (BGE 134 V 129 E. 10.2.5), ist unbestrittenermassen nicht erfüllt. 
 
5.6.7 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden –
 welche im Rahmen der spezifischen Adäquanzkriterien (fortgesetzt spezifische, belastende 
ärztliche Behandlung, erhebliche Beschwerden) zu berücksichtigen sind – darf nicht auf einen 
schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf 

 

 
 
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hierzu besonderer Gründe, welche die Genesung beeinträchtigt oder verzögert haben (Urteile 
des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_726/2007, E. 4.3.2.6 und vom 20. Juni 2008, 
8C_554/2007, E. 6.6). Solche Gründe liegen nicht vor. Unbestritten ist, dass die HWS-
Distorsion zu ärztlichen Behandlungen geführt hat. Diese sind allgemein schwierig und langwie-
rig, so auch im vorliegenden Fall. Von ausserordentlichen Umständen – wie einem ausseror-
dentlich schwierigen Heilungsverlauf bzw. Verzögerungen – kann jedoch nicht gesprochen wer-
den. Somit ist auch dieses Kriterium nicht erfüllt. 
 
5.6.8 Für das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengun-
gen ist eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche massgeblich, für deren Überwindung 
ernsthafte Anstrengungen unternommen werden. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Per-
son, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Konkret muss 
der Wille der versicherten Person erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung rasch möglichst 
wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 129 E. 10.2.7). Den Akten lässt 
sich diesbezüglich entnehmen, dass der Beschwerdeführer die ganze Zeit über keinen Versuch 
in diese Richtung unternommen hat. Demnach muss auch dieses Kriterium verneint werden. 
 
5.7 Nach dem Gesagten ist keines der massgebenden Kriterien erfüllt, weshalb der Adä-
quanzzusammenhang verneint werden muss. Folglich ist gegen die auf Ende September 2014 
hin verfügte Leistungseinstellung bezüglich der Adäquanzbeurteilung nichts einzuwenden. Bei 
diesem Ergebnis kann, wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.1 hiervor), die Frage nach dem natürli-
chen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den heute noch geklagten Beschwerden 
ausdrücklich offen bleiben.  
 
6. Ebenso wenig spricht das Fehlen der in der Beschwerdeschrift – eventualiter – bean-
tragten gutachterlichen Expertise gegen die Zulässigkeit der verfügten Leistungseinstellung. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist eine inter-/polydisziplinäre Abklärung nach 
BGE 134 V 124 Erwägung 9.3 angezeigt, wenn sich bei der Klärung des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zwischen versichertem Unfallereignis und geklagten Beschwerden Schwierigkei-
ten ergeben. Zur Prüfung einzelner Adäquanzkriterien braucht es jedoch kein solches Gutach-
ten, wenn Berichte von Ärzten verschiedener in Betracht fallender Fachrichtungen vorliegen, die 
eine schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen (Urteil des Bundesgerichts vom 19. März 2009, 
8C_797/2008, E. 4). Die SUVA hat ihre Leistungen mangels adäquaten Kausalzusammenhan-
ges zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 6. Dezember 
2012 eingestellt. Die beantragte Durchführung eines Gerichtsgutachtens erübrigt sich ange-
sichts dieser Begründung zur Leistungseinstellung, da insbesondere die vorliegenden medizini-
schen Berichte hinsichtlich der Adäquanzkriterien eine schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen. 
 
7. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Adäquanz anhand der vorliegenden medizini-
schen Unterlagen schlüssig beurteilt werden kann und die Beschwerdegegnerin den adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 6. Dezember 2012 und den vom Ver-
sicherten über den 30. September 2014 hinaus geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
zu Recht verneint hat. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 

 

 
 
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Versicherungsleistungen per 30. September 2014 eingestellt hat. Aus dem Gesagten folgt, dass 
die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 
 
8. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das 
Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb 
für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind 
dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
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