# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3706b107-c5e8-5a83-96a4-e5bfba95c79d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 19.08.2015 602 2015 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2015-10_2015-08-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2015 10
602 2015 11

Urteil vom 19. August 2015

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter
Richter: Johannes Frölicher, Josef Hayoz
Gerichtsschreiber-Praktikant: Simone Schürch

Parteien A.________, vertreten durch ihren Gemeinderat, Beschwerdeführerin

gegen

OBERAMT DES SENSEBEZIRKS, Vorinstanz

B.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt 
Raphaël Tinguely 

Gegenstand Bauwesen

Beschwerde vom 3. Februar 2015 gegen die Entscheide des Oberamts des 
Sensebezirks vom 21. Januar 2015

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. B.________ ist Eigentümer des 769 m2 grossen, unbebauten Grundstücks Nr. ccc des 
Grundbuchs der A.________. Die Parzelle befindet sich in der Bauzone, innerhalb des De-
tailbebauungsplans "D.________". Am 22. Mai 2014 stellte B.________ ein Baugesuch für die Er-
stellung von 4 zusammengebauten Einzelwohnhäusern. Während des Auflageverfahrens gingen 
mehrere Einsprachen ein. Mit zwei separaten Entscheiden vom 21. Januar 2015 wies das Ober-
amt des Sensebezirks die Einsprachen ab und erteilte die Baubewilligung.

B. Gegen diese Entscheide liess die A.________ am 3. Februar 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht erheben und beantragen, in Gutheissung ihrer Beschwerde sei die Baubewilligung 
aufzuheben. Nebstdem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

Am 10. Februar 2015 ordnete der Instruktionsrichter an, dass bis zum Entscheid über das Gesuch 
um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sämtliche Vollstreckungsmassnahmen zu unterlassen 
seien.

Das Bau- und Raumplanungsamt (BRPA), das Oberamt sowie B.________ schliessen auf Abwei-
sung der Beschwerde. Das Amt für Mobilität (MobA) liess sich zur Sache ebenfalls vernehmen.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit we-
sentlich, in den Erwägungen eingegangen.

C. Am 20. Juli 2015 schloss der Instruktionsrichter das Beweisverfahren.

Erwägungen

1. a) Die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde ergibt 
sich aus Art. 141 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 (RPBG; 
SGF 710.1) in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. c des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Ver-
waltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1). Die Beschwerde wurde rechtzeitig eingereicht und erfüllt 
in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 79 Abs. 1, Art. 81 Abs. 
1 VRG). Die Beschwerdelegitimation der A.________, die sich im Rahmen des Baubewilli-
gungsverfahrens als begutachtende Behörde beteiligt und dabei ein negatives Gutachten abge-
geben hat, ist gestützt auf Art. 141 Abs. 4 RPBG zu bejahen. Soweit die Gemeinde jedoch die Inte-
ressen der privaten Nachbarn vertreten will, ist sie nicht zu hören. Die Nachbarn, von denen sich 
keiner am Verwaltungsgerichtsverfahren beteiligt - ihre Beschwerden wurden entweder zurückge-
zogen oder es wurde darauf nicht eingetreten -, haben durch ihr Verhalten die Baubewilligung hin-
genommen. Eine Gemeinde ist nur, aber immerhin, zur Wahrung der von ihr vertretenen schutz-
würdigen Interessen beschwerdeberechtigt (Art. 76 lit. a VRG). Insofern kann sie namentlich gel-
tend machen, ihre Autonomie sei verletzt oder sie sei in ihren baupolizeilichen Aufgaben und Be-
fugnissen betroffen (vgl. ZAUGG/LUDWIG, Baugesetz des Kantons Bern vom 9. Juni 1985, Kom-
mentar, Bd. I, 4. Aufl. 2013, Art. 40-41 N. 5a; PFLÜGER, Die Beschwerdebefugnis von Gemeinwe-
sen in der bernischen Verwaltungsrechtspflege, in BVR 2013 S. 201, 224).

b) Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird das Gesuch der Gemeinde um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.

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2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-
instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2). Das Gericht wendet das Recht 
von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den Ein-
zelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG).

3. Die Ortsplanung der A.________ wird zurzeit einer Gesamtrevision unterzogen, die im 
Oktober 2014 öffentlich aufgelegt wurde. Die Genehmigung steht noch aus. Dem angefochtenen 
Entscheid (E. 4) ist zu entnehmen, dass durch diese Revision die Gültigkeit des Detailbebauungs-
plans "D.________" von den Amtsstellen des Kantons nicht infrage gestellt ist und er von keiner 
Beschwerde betroffen ist. Die Gemeinde behauptet nichts anderes.

4. a) Die Gemeinde rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör ist formeller Natur und setzt keinen Nachweis eines materiellen Interesses voraus; eine 
Gehörsverletzung zieht daher grundsätzlich die Aufhebung der angefochtenen Anordnung nach 
sich, ungeachtet der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst (GRIFFEL, in Kom-
mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 8 N. 37). Der 
Einwand der Gemeinde ist somit vorweg zu prüfen.

b) aa. Das MobA erstellte am 12. August 2014 ein ungünstiges Gutachten mit der Begrün-
dung, gemäss dem Planungs- und Baureglement der A.________ (PBR) seien für das Bau-
vorhaben nur 6 Parkfelder für Personenwagen erlaubt. Weiter sei es aufgrund der Parkfelder nicht 
möglich, ein Fahrzeug zu wenden, und die Zufahrt zu Parkplatz 7 sei nicht garantiert. In der Folge 
reichte der Beschwerdegegner "Umgebungspläne ein, die die Parkierungssituation besser ver-
deutlichen" (vgl. angefochtener Entscheid E. 12), worauf das MobA am 11. November 2014 ein 
günstiges Gutachten abgab. Hierzu macht die Gemeinde geltend, dass sie über den neuen Umge-
bungsplan und das neue Gutachten nicht in Kenntnis gesetzt worden sei und sich dazu nicht habe 
äussern können.

Das Oberamt bestreitet das Vorbringen der Gemeinde nicht. In diesem Umstand könne zwar eine 
Gehörsverletzung erblickt werden, die jedoch geheilt werden könne. Nach Auffassung des Be-
schwerdegegners liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der später eingereichte Um-
gebungsplan enthalte keine Änderung der Parkplatzanordnung, sondern lediglich eine Präzisie-
rung in einem Punkt. Sollte trotzdem eine Gehörsverletzung bejaht werden, sei diese als geheilt zu 
betrachten.

bb. Zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 
[BV; SR 101]; Art. 59 und 60 VRG) gehört das Recht der Parteien auf Einsicht in die im Verfahren 
gesammelten Urkunden und das Recht, sich dazu äussern zu können.

cc. Es ist erstellt, dass die A.________ die besagten Dokumente nicht erhalten hat. Indes gibt sie 
selber an, dass der "neue" Umgebungsplan "im Inhalt keine Änderung der Parkplatzordnung 
vorsah". Insofern fand auch keine wesentlich Projektänderung statt, die allenfalls ein neues Aufla-
geverfahren notwendig hätte machen können (vgl. Art. 97 des Ausführungsreglements zum 
Raumplanungs- und Baugesetz vom 1. Dezember 2009 [RPBR; SGF 710.11]), und bestand keine 

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Veranlassung, den Plan und das neue Gutachten des MobA der Gemeinde zuzustellen. Aber 
selbst wenn eine solche Pflicht bestanden hätte, könnte die Gemeinde, bezogen auf den vorlie-
genden Fall, daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids und Zurückweisung an das Oberamt zur Neubeurteilung würden lediglich zu einem forma-
listischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem Interesse des Be-
schwerdegegners an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 
137 I 195 E. 2.3.2). Die staatlichen Dienststellen haben klar zum Ausdruck gebracht, dass das 
Bauvorhaben den baupolizeilichen Vorschriften entspricht und demzufolge die Baubewilligung zu 
erteilen ist. Nebstdem war die Gemeinde vor dem Einreichen ihrer Beschwerde im Besitz der voll-
ständigen Akten und konnte sich somit vor dem Kantonsgericht vollumfänglich zur Sache äussern. 

c) aa. Immer noch im Rahmen des rechtlichen Gehörs bringt die Gemeinde vor, dass weder 
das Oberamt im angefochtenen Entscheid noch das BRPA in seinem Schlussgutachten zu den 
verschiedenen Punkten im Gemeindegutachten Stellung bezogen hätten; ein Entscheid über ihr 
negatives Gutachten fehle gänzlich.

bb. Nach Auffassung des BRPA ist es nicht seine Sache oder die des Oberamts, über das Gut-
achten der Gemeinde zu entscheiden. Vielmehr werde das Gemeindegutachten im Baubewilli-
gungsentscheid berücksichtigt, was vorliegend auch geschehen sei. Gleicher Ansicht ist das 
Oberamt. Die Gemeinde habe keinen Anspruch auf einen gesonderten Entscheid. Im Übrigen 
seien die Vorbringen der Gemeinde im Einspracheentscheid vom 21. Januar 2015, welcher ihr 
ebenfalls eröffnet worden sei und integrierenden Bestandteil der Baubewilligung bilde, behandelt 
worden. Die Äusserungen der Gemeinde und jene der Einsprecher seien grösstenteils deckungs-
gleich gewesen. Mithin sei es für die Gemeinde ohne Weiteres nachvollziehbar, aus welchen 
Gründen der Bauentscheid in Abweichung zu ihrem negativen Gutachten erteilt worden sei. Das 
Bauvorhaben respektiere sämtliche umwelt-, planungs- und baurechtlichen Vorschriften, womit der 
Baugesuchsteller über einen Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung verfüge. Der Beschwer-
degegner schliesst sich diesen Ausführungen an. 

cc. Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst werden, dass sich der Betroffene über 
dessen Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. Sie muss zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 
sich die Entscheidinstanz hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt, und es muss 
grundsätzlich ersichtlich werden, wieso die Behörde vorgebrachte Äusserungen für unerheblich, 
unrichtig oder unzulässig hielt. Dabei darf sich die Begründung auf jene Aspekte beschränken, die 
die Behörde aus sachlich haltbaren Gründen als wesentlich betrachtet. Nicht erforderlich ist des-
halb, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und 
jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (PLÜSS, in Kommentar zum Verwaltungsrechts-
pflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 10 N. 25).

dd. Die Erwägungen im Einspracheentscheid vom 21. Januar 2015 zeigen deutlich auf, weshalb 
das Oberamt die Argumente der Gemeinde verworfen und infolgedessen die Baubewilligung erteilt 
hat. Das Oberamt ist insbesondere in E. 8 detailliert auf die Parkierungsproblematik eingetreten. 
Die Gemeinde war somit in der Lage, den Baubewilligungsentscheid sachgerecht anzufechten, 
selbst wenn eine vertieftere Auseinandersetzung mit ihren Vorbringen allenfalls möglich gewesen 
wäre.

d) Die Rüge der A.________, es liege eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, erweist 
sich somit als unbegründet.

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5. a) In Anlehnung an das ursprüngliche Gutachten des MobA macht die Gemeinde geltend, 
dass eine Längsparkierung für Wohnbauten nicht optimal sei, da sie ein erhöhtes Parkiermanöver 
auf dem Grundstück verursache. Die Ausnützung der Fläche für das Gebäude und die benötigte 
Parkierungsanlage bewirke, dass keine Besucher mit Fahrzeugen parkieren könnten, da die ge-
samte befestigte Fläche nötig sei, um die Zufahrten und die Parkmanöver zu garantieren. 

b) Dem angefochtenen Einspracheentscheid ist zu entnehmen, dass das MobA bezüglich 
der Zufahrt keine Vorbehalte angebracht hat. Die Quartierstrasse weise eine Breite von 4 m auf 
und erschliesse sämtliche Parzellen. Sie führe direkt bis an die Parzelle Nr. ccc heran, weshalb 
deren tatsächliche Erschliessung sichergestellt sei. Das MobA habe am 12. August 2014 ein un-
günstiges Gutachten abgegeben, weil gemäss PBR für das Bauvorhaben nur 6 Parkfelder erlaubt 
seien, weil es aufgrund der Anordnung der Parkfelder nicht möglich sei, ein Fahrzeug zu wenden 
und weil schliesslich die Zufahrt zu Parkplatz 7 nicht gewährleistet sei. Daraufhin habe der Be-
schwerdegegner einen Illustrationsplan bezüglich der Parkierung erstellt. Darin sei die Anordnung 
der Parkierung mit den Massangaben dargestellt und es sei auch ersichtlich, dass die Zufahrt zu 
Parkplatz 7 sichergestellt sei. Am 11. November 2014 habe das MobA ein günstiges Gutachten 
eingereicht. Gemäss dem Erschliessungsreglement "Gebiet D.________" richte sich der Bedarf an 
Parkfeldern nach dem PBR. Nach Art. 32 Abs. 1 PBR benötigten freistehende und zusammenge-
baute Einzelwohnhäuser (Hauptwohnung) 1 Parkplatz pro 100 m2 Bruttogeschossfläche, aber 
mindestens 2 Parkplätze. Das Bauprojekt weise eine Geschossflächenziffer von 792 m2 auf. Mithin 
seien mindestens 8 Parkfelder zu planen, was vorliegend der Fall sei. Weder im Erschliessungs-
reglement "Gebiet D.________" noch in Art. 32 PBR werde die Pflicht normiert, dass 
Besucherparkplätze vorzusehen seien. Demnach könne der Beschwerdegegner auch nicht 
angehalten werden, zusätzlich Besucherparkplätze zu erstellen; eine solche Pflicht könne nur im 
Rahmen einer Änderung des PBR begründet werden.

c) In ihren Vernehmlassungen vom 23. und 24. Februar 2015 an das Gericht bestätigen das 
MobA und das BRPA die Erwägungen des Oberamts. Die Bauparzelle sei erschlossen und die 
Anzahl Parkplätze entspreche der kommunalen Regelung. Der Beschwerdegegner erwähnt, dass 
die Parkierungsanlage der VSS-Norm SN 640 291a (= Normen des Schweizerischen Verbands 
der Strassen- und Verkehrsfachleute) genüge. 

d) Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Bauparzelle in verkehrstechnischer Hin-
sicht als erschlossen zu gelten hat und die Parkierungsanlage sowohl den VSS-Normen als auch 
Art. 32 PBR entspricht. Etwas anderes behauptet die A.________ auch gar nicht. Insbesondere 
bringt sie im Verwaltungsgerichtsverfahren nicht vor, die Anzahl Parkplätze sei ungenügend. 
Ebenso wenig setzt sie sich mit den Erwägungen des Oberamts auseinander und sagt namentlich 
nicht, inwiefern diese falsch sein sollen.

6. a) Schliesslich kritisiert die Gemeinde die Baustellenorganisation. Vorliegend führe eine 
Stichstrasse zur Bauparzelle, weshalb es zwingend sei, dass die Lastwagen auf dem Baugrund-
stück wenden könnten. Dies sei für das strittige Bauprojekt nicht möglich. Die Lastwagen müssten 
rückwärts auf der Gemeindestrasse zirkulieren, was nicht toleriert werden könne, da die Situation 
vor Ort unübersichtlich sei und ein solches Manövrieren eine grosse Gefahr für die übrigen Ver-
kehrsteilnehmer im Quartier schaffen werde. Die Überbauung der Parzelle mit 2 oder höchstens 3 
Gebäuden würde diesem Problem Rechnung tragen. Wenn vorgesehen sei, eine Krananlage zu 
installieren, benötige diese für den Auf- und Abbau ausreichend Platz, welcher nicht vorhanden 
sei. Abschliessend könne zusammengefasst werden, dass der Platz auf dem Baugrundstück nicht 
ausreichend sei, um 4 Gebäude zu erstellen. Es möge sein, dass das Projekt die Geschoss-
flächen- und Überbauungsziffern einhalte und zusammengebaute Einzelwohnhäuser zulässig 
seien. Dies seien jedoch nicht die einzigen Aspekte, welche berücksichtigt werden müssten. Auch 

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die Organisation der Baustelle während der Bauphase sei ein Punkt, welcher in einen Baubewilli-
gungsentscheid miteinbezogen werden müsse.

b) Nach Meinung des BRPA ist diese Kritik nicht relevant und habe keinen Einfluss auf die 
Erteilung der Baubewilligung. Das Oberamt stimmt der Gemeinde insofern zu, als die Baustellen-
organisation sicherlich eine Herausforderung darstelle und deshalb erhöhte Sicherheitsvorkehrun-
gen von den Baustellenverantwortlichen zu treffen seien. Dies habe jedoch keinen Einfluss auf die 
Bewilligungsfähigkeit des Projekts. Der Beschwerdegegner streitet die Ausführungen der Ge-
meinde ab. Es würde keine Verletzung von konkreten Gesetzesbestimmungen geltend gemacht, 
sondern lediglich eine vage Kritik an der Baustellenorganisation formuliert, welche angeblich für 
die Bewilligungsfähigkeit des Projekts relevant sein solle. Wenn schon wären, zusammen mit der 
Erteilung der Baubewilligung, allenfalls gewisse Weisungen oder Auflagen im Zusammenhang mit 
der Baustellenorganisation zu erlassen. Die Gemeinde stelle aber keine Anträge, welche in diese 
Richtung gehen würden, sondern verlange ganz einfach die Aufhebung der Baubewilligung. 

c) Die Gemeinde ist darauf hinzuweisen, dass die vorgesehenen Bauten als zonenkonform 
gelten. Sie entsprechen den Bestimmungen des rechtskräftigen Detailbebauungsplans und jenen 
des PBR. Insofern die Gemeinde also geltend macht, die Bauparzelle sei mit 2 oder höchstens 3 
Gebäuden zu überbauen, ist sie nicht zu hören. Der Grundeigentümer hat Anspruch darauf, seine 
Parzelle im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu überbauen. Dass die vorgese-
henen Bauten den baupolizeilichen Vorschriften nicht entsprechen würden, macht die Gemeinde 
nicht einmal ansatzweise geltend.

d) Die Baustelle als solche wird von der Beurteilung des Baugesuchs grundsätzlich nicht 
erfasst. Immerhin hat der Bauherr die aufgrund der Umstände sich aufdrängenden Sicherheitsvor-
kehren als unmittelbar anwendbare Verhaltensvorschrift zu beachten und es besteht daher in der 
Regel kein Anlass, diese in das baurechtliche Verfahren einzubeziehen. Vielmehr darf einem Bau-
herrn zugebilligt werden, dass er bei der Bauausführung mit der gebotenen Sorgfalt zu Werke 
geht. Anders verhält es sich demgegenüber dann, wenn bereits konkrete Anhaltspunkte vorliegen, 
die auf eine ganz besondere Gefährdung hindeuten und nahelegen, vom Bauherrn einen speziel-
len Nachweis oder bestimmte Vorkehren zu verlangen; dies namentlich dann, wenn nicht ohne 
Weiteres damit gerechnet werden kann, dass der Bauherr die gebotene Sorgfalt walten lässt 
(FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. I, 5. Aufl. 2011, S. 402).

Im vorliegenden Fall gibt es keine konkreten Hinweise dafür, dass der Beschwerdegegner im 
Rahmen der Bauplatzerstellung Personen, Sachen Dritter oder Nachbargrundstücke gefährden 
wird. Insofern erübrigt es sich, auf das Vorbringen der Gemeinde weiter einzugehen.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die vorgesehenen Bauten den baupolizeilichen Vor-
schriften entsprechen. Der angefochtene Entscheid ist demzufolge nicht zu beanstanden, was zur 
Abweisung der Beschwerde führt, soweit darauf überhaupt eingetreten wurde. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterlegene Gemeinde kostenpflichtig. Verfahrens-
kosten können ihr allerdings aufgrund von Art. 133 VRG nicht auferlegt werden. Indes hat sie ge-
stützt auf Art. 137 Abs. 1 VRG dem Rechtsvertreter des obsiegenden Beschwerdegegners eine 
Parteientschädigung von CHF 5'653.05 zu bezahlen (Honorar: CHF 4'937.50; Auslagen: CHF 
296.80; Mehrwertsteuer: CHF 418.75).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wurde, abgewiesen.

Die Entscheide des Oberamts des Sensebezirks vom 21. Januar 2015 werden bestätigt.

II. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird als gegenstandslos erledigt 
abgeschrieben.

III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

IV. Die A.________ wird verpflichtet, Rechtsanwalt Tinguely eine Parteientschädigung von CHF 
5'653.05 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. 

Gegen die Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung ist innert 30 Tagen die Einsprache an 
die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheids angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 19. August 2015/jha

Präsident Gerichtsschreiber-Praktikant