# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3868b79-034b-5a84-89e7-e87c9a061860
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2017 200 2017 404
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-404_2017-11-03.pdf

## Full Text

200 17 404 IV
MAW/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. November 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer meldete sich im März 2012 bei der Invalidenversicherung 
für eine berufliche Integration/Rente an (Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-
Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) nahm in der 
Folge in medizinischer und erwerblicher Hinsicht Abklärungen vor.

Mit Mitteilung vom 26. September 2012 gewährte die IV-Stelle dem Versi-
cherten Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 23), mit Mit-
teilung vom 25. Oktober 2012 Kostengutsprache für ein Aufbautraining 
durch die Abklärungsstelle B.________ für die Zeit vom 15. Oktober bis 
23. Dezember 2012 (AB 29; siehe auch AB 30), mit Mitteilung vom 20. De-
zember 2012 Kostengutsprache für ein Arbeitstraining bei der Abklärungs-
stelle B.________ vom 31. Dezember 2012 bis 24. März 2013 (AB 31) so-
wie mit Mitteilung vom 22. März 2013 Kostengutsprache für eine Verlänge-
rung dieses Arbeitstrainings bis am 12. Mai 2013 (AB 46). Am 8. Mai 2013 
erteilte sie ihm sodann Kostengutsprache für ein Arbeitstraining mit Coa-
ching im C.________ für die Zeit vom 13. Mai bis 12. November 2013 
(AB 49).

Mit Mail vom 17. Juni 2013 (AB 56) teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, 
dass er die beruflichen Massnahmen nicht mehr weiterführen möchte, wor-
auf die IV-Stelle diese per 23. Juni 2013 aufhob (AB 59).

Am 1. Oktober 2013 erteilte die IV-Stelle Dr. med. D.________, Fachärztin 
für Neurochirurgie, und Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, den Auftrag für eine interdisziplinäre Begutachtung des 
Versicherten. Die in der Folge erstellten Gutachten datieren vom 7. No-
vember 2013 (Gutachten D.________, AB 75.1 S. 2 ff.) und 20. Mai 2014 
(Gutachten E.________, AB 83.1 S. 3 ff.), die Beurteilung und Prognose 
aus interdisziplinärer Sicht vom 2. Juni 2014 (AB 86).

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Vom 21. Juli bis 15. August 2014, vom 18. August bis 10. Oktober 2014 
sowie vom 11. November 2014 bis 30. April 2015 nahm der Versicherte 
über das RAV an arbeitsmarktlichen Massnahmen teil (AB 89, 92, 97).

Mit Mitteilung vom 22. April 2015 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten 
sodann Kostengutsprache für ein Arbeitstraining in der F.________ für die 
Zeit vom 1. Mai bis 2. August 2015 (AB 95 und 108 ff.), mit Mitteilung vom 
20. Juli 2015 Kostengutsprache für eine Verlängerung dieses Arbeitstrai-
nings bis am 2. November 2015 (AB 106 und 112) sowie mit Mitteilung vom 
28. Oktober 2015 Kostengutsprache für eine weitere Verlängerung dieses 
Arbeitstrainings bis am 2. Februar 2016 (AB 113). Zudem gewährte sie ihm 
mit Mitteilung vom 12. November 2015 Kostengutsprache für ein Jobcoa-
ching vom 10. November 2015 bis 2. Februar 2016 (AB 117). 

Per 16. Dezember 2015 wurde das Jobcoaching aufgrund der gesundheitli-
chen Situation des Versicherten vorübergehend abgebrochen (AB 121) und 
mit Mitteilung vom 28. April 2016 für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Juli 2016 
wiederum gewährt (AB 132 und 144). Mit Mitteilung vom 14. Juni 2016 
sprach die IV-Stelle dem Versicherten zudem Beratung und Unterstützung 
bei der Stellensuche zu (AB 137).

Am 29. Juli 2016 erteilte die IV-Stelle den Auftrag für eine erneute interdis-
ziplinäre Begutachtung des Versicherten. Damit beauftragt wurden 
Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für 
Rheumatologie (AB 140 f.; Gutachten vom 20. Oktober 2016 [G.________; 
AB 145.1] und 21. Oktober 2016 [H.________, AB 146.1]). 

Mit Vorbescheid vom 21. Dezember 2016 stellte die IV-Stelle dem Versi-
cherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Mangels 
invalidisierenden Gesundheitsschadens bestehe kein Anspruch auf IV-
Leistungen (AB 148). 

Hiergegen erhob der Versicherte am 17. Januar 2017 Einwand (AB 149). 
Am 17. Februar 2017 ging der Beschwerdegegnerin zudem ein Bericht des 
behandelnden Psychiaters Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 6. Februar 2017 zu, in welchem dieser den vor-

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gesehenen Entscheid für aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar 
erklärt (AB 153).

Mit Vorbescheid vom 6. Februar 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 
den Abschluss der Arbeitsvermittlung in Aussicht (AB 152).

Am 13. März 2017 verfügte die IV-Stelle ihrem Vorbescheid vom 21. De-
zember 2016 entsprechend die Abweisung des Leistungsbegehrens. Es 
bestehe kein Anspruch auf IV-Leistungen (AB 155). 

Mit Verfügung vom 21. März 2017 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermitt-
lung ab (AB 156). Diese Verfügung ist unangefochten geblieben.

B.

Gegen die Verfügung vom 13. März 2017 erhob der Versicherte am 
27. April 2017 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde mit den Anträgen, die 
Verfügung sei aufzuheben, ihm seien berufliche Massnahmen zuzuspre-
chen, ihm sei eine Rente zuzusprechen und er sei von den Verfahrenskos-
ten zu befreien.

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Mai 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, die Beschwerde sei abzuweisen.

In seiner Replik vom 28. Juni 2017 (Datum der Postaufgabe) erneuert der 
Beschwerdeführer – unter Beilage einer Stellungnahme des behandelnden 
Psychiaters Dr. med. I.________ zur Beschwerdeantwort (Beschwer-
debeilage [BB] 4) – seinen Antrag auf eine Rente; berufliche Massnahmen 
werden nicht mehr beantragt. 

Mit Duplik vom 25. Juli 2017 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 13. März 
2017 (AB 155). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat (siehe Replik vom 
28. Juni 2017).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind 
(lit. c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 
der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-
tens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht An-
spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Gesundheits-
zustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit 
zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erhe-
ben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sach-
verständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht 
kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 
hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich be-
gründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). 

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 

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Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 
E. 2.2.1).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) darf sich die 
Verwaltung – und im Streitfall das Gericht – weder über die (den beweis-
rechtlichen Anforderungen genügenden) medizinischen Tatsachenfeststel-
lungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und 
Schlussfolgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten 
sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. 
Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung 
prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 141 V 281 E. 5.2.1 
S. 306 f.; 140 V 193 E. 3 S. 194 ff.). Die rechtsanwendenden Behörden 
haben mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der 
Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere 
psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, 

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die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind 
(vgl. BGE 140 V 193; 130 V 352 E. 2.2.5 S. 355 f.). Wo psychosoziale Ein-
flüsse das Bild prägen, ist bei der Annahme einer rentenbegründenden 
Invalidität Zurückhaltung geboten (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303; 127 V 
294 E. 5a S. 299 f.).

2.6 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG).

Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 
gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110). 

2.7 Bei depressiven Störungen im mittelgradigen Bereich ist die invali-
disierende Wirkung besonders sorgfältig zu prüfen. Es darf nicht unbese-
hen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbs-
unfähigkeit zu bewirken. Bei leichten bis mittelschweren Störungen aus 
dem depressiven Formenkreis, seien sie im Auftreten rezidivierend oder 
episodisch, wird praxisgemäss angenommen, dass – aufgrund der nach 
gesicherter psychiatrischer Erfahrung regelmässig guten Therapierbarkeit – 
hieraus keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit resultiert (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; SVR 2016 IV 
Nr. 52 S. 176). Den leichten bis mittelschweren depressiven Erkrankungen 
fehlt es, solange sie therapeutisch angehbar sind, an einem hinreichenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 10

Schweregrad der Störung, um diese als invalidisierend anzusehen. Nur in 
der – seltenen, gesetzlich verlangten Konstellation mit Therapieresistenz – 
ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für 
eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan 
(BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3 S. 295 f.). Ein solcher Sachverhalt muss 
überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen 
sein. Zudem muss die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein, 
als die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und 
stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und 
nachhaltig ausgeschöpft worden sind (BGE 140 V 193 E. 3.3, 137 V 64 
E. 5.2; vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3 S. 295 f.; Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 15. Mai 2017, 8C_753/2016, E. 4.3).

3.

3.1 Gemäss dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 
G.________ vom 20. Oktober 2016 (AB 145.1) leidet der Beschwerdefüh-
rer seit 2011 an einer rezidivierenden depressiven Störung, nicht näher 
bezeichnet, im Sinne einer atypischen monopolaren Depression, gegen-
wärtig mittelgradiger Ausprägung (ICD-10: F33.9) sowie seit der Adoles-
zenz an einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen 
(ICD-10: Z73.1). Im Zuge von Konflikten mit seinem Vorgesetzten am Ar-
beitsplatz habe er im Jahr 2010 eine depressive Symptomatik entwickelt 
und sei in der Klinik J.________ sowie 2012 in der psychiatrischen Klinik 
K.________ hospitalisiert worden. Seither persistierten bei ihm depressive 
Symptome. Der Beschwerdeführer befinde sich seit 2011 in ambulanter 
psychiatrischer Behandlung, seit dem Jahr 2013 bei Dr. med. I.________. 
Im Jahr 2012 seien zwei Aufenthalte im Kriseninterventionszentrum … so-
wie ein Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik L.________ erfolgt. Der 
Beschwerdeführer leide seit Jahren unter zweitweise bestehenden 
Schmerzen im rechten Bein beim Stehen. Im Jahr 2007 sei die Implantation 
einer Totalprothese ins Hüftgelenk links erfolgt. Am 9. Februar 2016 sei die 
Implantation einer Totalprothese ins Hüftgelenk rechts durchgeführt wor-
den. Beim Beschwerdeführer lasse sich im Untersuchungszeitpunkt ein 
mittelgradig depressives Zustandsbild feststellen. Hauptsymptome seien 

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eine deprimierte Stimmung, Konzentrationsdefizite, Gedächtnisdefizite, 
eine circadiane Rhythmik, ein Morgentief, eine Ratlosigkeit, eine sozialer 
Rückzug, eine innere Unruhe, ein eingeengtes und verlangsamtes formales 
Denken, eine eingeschränkte affektive Schwingungsfähigkeit, anamnesti-
sche Schlafstörungen und eine Reduktion des Antriebs. Bereits im Jahr 
2012 seien im Arztbericht von Dr. med. M.________ beim Beschwerdefüh-
rer depressive Symptome seit Januar 2011 beschrieben worden, so dass 
davon ausgegangen werden könne, dass die depressiven Beschwerden im 
Jahr 2011 ein Ausmass angenommen hätten, das eine eigene Diagnose 
rechtfertigte. Da die depressiven Symptome seit dem Jahr 2011 kontinuier-
lich bestünden, ohne dass es zu einer klaren und eindeutigen Remission 
gekommen wäre, sei beim Beschwerdeführer diagnostisch von einer rezidi-
vierenden depressiven Störung, nicht näher bezeichnet, im Sinne einer 
atypischen monopolaren Depression, gegenwärtig mittelgradige Ausprä-
gung (ICD-10: F33.9), bestehend seit 2011, auszugehen. Er könne somit 
die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Symptomatik, wie sie 
Dr. med. I.________ und Dr. med. E.________ festgestellt hätten, nach wie 
vor bestätigen, gehe jedoch angesichts des zeitlichen Verlaufs von einer 
atypischen monopolaren Depression aus (AB 145.1 S. 28 ff.). Der zu tiefe 
Blutspiegel von Bupropion erstaune angesichts des Zeitpunkts der Blutent-
nahme um 9 Uhr morgens sowie der vom Beschwerdeführer angegebenen 
regelmässigen morgendlichen Einnahme von 300mg des Retard-Präparats 
pro Tag doch sehr und könne eventuell auf eine unregelmässige Einnahme 
hinweisen. Die gemessenen Blutspiegelwerte von Trazodon und Lithium 
liessen sich mit den verordneten Dosierungen und dem Zeitpunkt der 
Blutentnahme erklären. Es sei festzustellen, dass sich die vom Beschwer-
deführer beschriebenen zeitweisen Schmerzen in diversen Körperberei-
chen aus somatischer Sicht nicht vollständig erklären liessen. Interessan-
terweise habe der Beschwerdeführer zum Untersuchungszeitpunkt keiner-
lei Schmerzen angegeben. Aus psychiatrischer Sicht sei als Erklärung für 
die vom Beschwerdeführer zeitweise erlebten Schmerzen differentialdia-
gnostisch an eine somatoforme Schmerzstörung, eine Symptomauswei-
tung, Schmerzen in Rahmen anderer psychischer Erkrankungen oder eine 
Simulation seitens des Beschwerdeführers zu denken. Er bewerte die zeit-
weise Schmerzsymptomatik im Zusammenhang mit der depressiven Sym-
ptomatik, dies vor allem im Rahmen einer dysfunktional verstärkten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 12

Schmerzperzeption. Schmerzsyndrome im Rahmen einer Depression seien 
zwar nicht das häufigste körperliche oder konkrete psychosomatische 
Phänomen, dafür aber oft das intensivste und oft auch auf die falsche Fähr-
te führende. Im Rahmen einer depressiven Störung könne sich häufig eine 
psychosomatisch interpretierbare Schmerzsymptomatik entwickeln. Zudem 
führe eine Depression häufig zu einer veränderten und in diesem Fall dys-
funktional verstärkten Schmerzwahrnehmung. Das bedeute, dass depres-
sive Menschen Schmerzen anders wahrnähmen, als gesunde Menschen, 
was sich in einer gesteigerten Schmerzperzeption und dysfunktional verän-
derten Schmerzverarbeitung zeige. Klare Anhaltpunkte für eine somatofor-
me Schmerzstörung, für eine Symptomausweitung oder eine Simulation 
seitens des Beschwerdeführers bestünden nicht (AB 145.1 S. 30). Der Be-
schwerdeführer sei ein Mensch, der unter einem eher labilen Selbstwertge-
fühl leide. Er verlange sehr deutlich nach Anerkennung durch andere Men-
schen. Auf Kritik könne er gekränkt reagieren. Der Drang des Beschwerde-
führers nach Perfektion sei letztlich vor allem ein Zeichen einer tiefen Unsi-
cherheit und einer Suche nach Selbstverwirklichung, Liebe und Selbstfin-
dung. Der innere Antrieb für eine hohe Leistungsbereitschaft und für den 
Perfektionismus des Beschwerdeführers entspringe eher einer mangelnden 
Fähigkeit, sich selbst zu lieben, und weniger dem Glauben an eine bezie-
hungsweise dem Einsatz für eine Sache. Perfektionismus werde als Mittel 
eingesetzt, um andere vom eigenen Wert zu überzeugen. Darin zeigten 
sich narzisstische Persönlichkeitsanteile. Das soziale und berufliche Funk-
tionsniveau des Beschwerdeführers sei in der Vergangenheit jedoch zu 
hoch gewesen, als dass sich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung 
rechtfertigen liesse. Zusammenfassend sei deswegen diagnostisch von 
einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen (ICD-10: 
Z73.1), bestehend seit der Adoleszenz, auszugehen. Dieser Diagnose 
komme per se kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
zu. Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsanteilen wiesen oft zwei 
Selbstkonzepte auf. Das negative Selbstkonzept stamme meist aus der 
Kindheit und führe dazu, dass Betroffene sich als unfähig und nicht lie-
benswert erlebten. Daneben entstehe ein positives Selbstkonzept, das vor 
allem durch das kompensatorische Leistungsverhalten zustande gekom-
men sei. Dieses Konzept könne positiv bis stark übertrieben sein. Für ihn 
als Gutachter bestehe der Eindruck, als ob der Beschwerdeführer auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 13

Grund einer deutlichen Leistungseinschränkung verbunden mit einer da-
durch bedingten reduzierten Anerkennung und Wertschätzung durch ande-
re Menschen von einem positiven in ein negatives Selbstkonzept gefallen 
sei und sich zunehmend als hilflos und inkompetent erlebe. Die vom Be-
schwerdeführer geschilderten Ereignisse am letzten Arbeitsplatz verbunden 
mit Konflikten mit dem Arbeitgeber hätten beim Beschwerdeführer zu 
nachhaltigen Kränkungen geführt und dieser habe mit der Entwicklung ei-
ner depressiven Symptomatik reagiert, weil er im Rahmen seiner narzissti-
schen Persönlichkeitsakzentuierung zu wenige Coping-Strategien gehabt 
habe, um mit dieser Situation funktional umgehen zu können. Klinisch und 
anamnestisch bestünden keine Anhaltspunkte für eine Angststörung, für 
eine posttraumatische Belastungsstörung, für eine Erkrankung aus dem 
schizophrenen Formenkreis, für eine Suchterkrankung, für eine Intelli-
genzminderung, für eine Anpassungsstörung oder für eine Zwangsstörung 
(AB 145.1 S. 30 ff.). 

Dr. med. G.________ kam in der Folge in Gesamtwürdigung der Diagno-
sen sowie der Defizite und Ressourcen des Beschwerdeführers zur Über-
zeugung, dass dieser trotz des depressiven Zustandsbildes medizinisch-
theoretisch in einem eingeschränkten Pensum eine berufliche Tätigkeit 
ausüben könne. Zum momentanen Zeitpunkt stehe die adäquate Behand-
lung der rezidivierenden depressiven Störung, nicht näher bezeichnet, im 
Sinne einer atypischen monopolaren Depression, gegenwärtig mittelgradi-
ge Ausprägung, im Vordergrund. Er empfehle die Weiterführung der ambu-
lanten psychiatrischen Behandlung mit psychopharmakologischen und 
psychotherapeutisch ausgerichteten Therapiestrategien. Die medikamentö-
se antidepressive Therapie sei weiterzuführen und es seien regelmässige 
Blutspiegelkontrollen der verordneten Psychopharmaka durchzuführen. Der 
Beschwerdeführer müsse lernen, seine dysfunktionalen Überzeugungs- 
und Verhaltensmuster zu überwinden und zu neuen Erfahrungen zu kom-
men. Er empfehle aus psychiatrischer Sicht die Wiederaufnahme einer Ar-
beitstätigkeit. Dies habe therapeutische Effekte. Der Beschwerdeführer 
mache die Erfahrung einer sinnstiftenden Tätigkeit und erhalte eine Tages-
struktur. Menschen, die keiner Arbeit nachgingen, bekämen kaum Aner-
kennung und Wertschätzung, was schliesslich ein Gefühl des Nichtmehr-
gebrauchtwerdens verstärken würde. Bei Durchführung der für den Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 14

schwerdeführer zumutbaren therapeutischen Massnahmen könne mit einer 
mittleren Wahrscheinlichkeit mit einer Steigerung seiner Arbeitsfähigkeit 
gerechnet werden. Insgesamt bestehe beim Beschwerdeführer aktuell aus 
rein psychiatrischer Sicht durch die rezidivierende depressive Störung, 
nicht näher bezeichnet, im Sinne einer atypischen monopolaren Depressi-
on, gegenwärtig mittelgradige Ausprägung, eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit von 40% (AB 145.1 S. 32 f.). 

3.2 Gemäss dem Gutachten von Dr. med. H.________ vom 21. Okto-
ber 2016 (AB 146.1) leidet der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht 
mit langandauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einem rezidi-
vierenden lumbospondylogenen Syndrom mit intermittierenden Schmerzen 
im Bereich der Rückseite des rechten Beins. Seit dem neurochirurgischen 
Gutachten vom 7. November 2013 (AB 75.1) habe sich der somatische 
Gesundheitszustand verbessert, nachdem am 9. Februar 2016 die Implan-
tation einer Totalprothese ins rechte Hüftgelenk durchgeführt worden sei. 
Im Anschluss an diesen Eingriff sei der Beschwerdeführer, gemäss seinen 
Angaben, bezüglich der rechten Hüfte schmerzfrei geworden. Die vom Be-
schwerdeführer anlässlich Begutachtung geschilderten Beschwerden seien 
belastungsabhängig, wobei sich der Versicherte zumeist als schmerzfrei 
einstufe (AB 146.1 S. 7). Insgesamt beurteile er die geschilderten Be-
schwerden bezüglich Umfang und Intensität als partiell auf die objektivier-
baren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar (AB 146.1 S. 11). Die 
Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch- rheumatologischer Sicht beurteilt, 
zunächst in demjenigen Ausmass eingeschränkt gewesen, wie sie im neu-
rochirurgischen Gutachten vom 7. November 2013 beschrieben worden sei 
(zumutbar waren noch körperlich leichte und zeitweise körperlich mittel-
schwere, konsequent wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen 
Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche bei dabei be-
stehender 20% bis maximal 30% verminderter Leistungsfähigkeit; ausge-
schlossen waren körperlich schwere und ständig sowie häufig/überwiegend 
körperlich mittelschwere Tätigkeiten, die LWS statisch belastende Tätigkei-
ten, Tätigkeiten mit Haltungs- und Positionsmonotonien der LWS, Tätigkei-
ten in Zwangshaltungen der LWS [insbesondere vornübergeneigte Tätig-
keiten], Tätigkeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen der LWS, Tätig-
keiten mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan; Das Heben, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 15

Tragen und Bewegen von Lasten war mit 10kg limitiert; siehe AB 75.1 
S. 21). Im Anschluss an die am 9. Februar 2016 durchgeführte Implantation 
einer Totalprothese ins rechte Hüftgelenk sei zunächst eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit während der folgenden maximal drei Monate der post-
operativen Rehabilitationsphase eingetreten. Seit Anfang Mai 2016 könne 
für leicht- und phasenweise maximal mittelgradig körperlich belastende 
Arbeit, wie sie der Beschwerdeführer zuletzt langdauernd in der ... im ... 
ausgeübt habe, keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr 
begründet werden. Mehr als mittelgradig körperlich belastende Arbeiten 
oder berufliche Tätigkeiten, die ausschliesslich im Stehen auszuüben sei-
en, seien weiterhin nicht mehr zumutbar (AB 146.1 S. 12).

3.3 Die Gutachter kamen in der Folge zur gemeinsamen Beurteilung, 
interdisziplinär betrachtet könne für leicht- und phasenweise maximal mit-
telgradig körperlich belastende Arbeit, wie sie der Beschwerdeführer zuletzt 
langdauernd in der … im … ausgeübt habe und wie sie einer angepassten 
Verweistätigkeit entspreche, zunächst auf die Begutachtungen von 2013 
und 2014 abgestellt werden (gemäss der damaligen interdisziplinären Be-
urteilung war dem Beschwerdeführer eine solche Tätigkeit noch in einem 
zeitlichen Rahmen von 5.1 Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche oh-
ne dabei bestehende verminderte Leistungsfähigkeit [und somit zu ca. 
60%] möglich und zumutbar; siehe AB 86 S. 3 f.). Im Anschluss an die am 
9. Februar 2016 durchgeführte Implantation einer Totalprothese ins rechte 
Hüftgelenk sei zunächst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit während der 
folgenden maximal drei Monate der postoperativen Rehabilitationsphase 
resultiert. Seit Mai 2016 könne vollumfänglich auf die Einschätzung aus 
psychiatrisch-psychosomatischer Sicht, wonach durch die rezidivierende 
depressive Störung, nicht näher bezeichnet, im Sinne einer atypischen mo-
nopolaren Depression, gegenwärtig mittelgradige Ausprägung, eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 40% bestehe, abgestützt werden. 
Mehr als mittelgradig körperlich belastende Arbeiten oder berufliche Tätig-
keiten, die ausschliesslich im Stehen auszuüben seien, seien somatischer-
seits weiterhin nicht mehr zumutbar (AB145.1 S. 33 f.). 

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 16

4.1 Der medizinische Sachverhalt erweist sich vorliegend als rechts-
genüglich abgeklärt. Die Gutachten der Dres. med. G.________ und 
H.________ inkl. deren interdisziplinäre Beurteilung erfüllen sämtliche der 
in Erwägung 2.4 hiervor genannten, von der Rechtsprechung an medizini-
sche Expertisen gestellten Anforderungen. Sie sind im Hinblick auf die 
streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden und sind in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend 
und die getätigten Schlussfolgerungen sind begründet. Sie erbringen damit 
grundsätzlich vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Aspek-
te, die von den Gutachtern unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, 
sind keine ersichtlich. 

4.2 Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. H.________ vom 21. Ok-
tober 2016 ist in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Akten 
erstellt und denn auch nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer aus 
somatischen Gründen nie langandauernd zu mehr als 20 bis maximal 30% 
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war und dass er für leicht- und pha-
senweise maximal mittelgradig körperlich belastende Arbeit seit Anfang Mai 
2016 aus somatischen Gründen überhaupt nicht mehr in der Arbeitsfähig-
keit eingeschränkt ist (AB 146.1 S. 12; siehe auch AB 75.1 S. 21 sowie 
E. 3.2 hiervor).

4.3 In psychiatrischer Hinsicht ist gestützt auf das Gutachten von 
Dr. med. G.________ vom 20. Oktober 2016 (AB 145.1) erstellt, dass der 
Beschwerdeführer seit dem Jahr 2011 an einer mittelgradigen depressiven 
Symptomatik leidet (AB 145.1 S. 29) und dass bei ihm narzisstische Per-
sönlichkeitsanteile vorliegen (AB 145.1 S. 31). Dies ist wiederum unbestrit-
ten und deckt sich mit den Vorakten (vgl. AB 35, AB 83.1 S. 14, AB 94 S. 1, 
AB 111 S. 2, AB 119 S. 1, AB 131 S. 1). Hinsichtlich der narzisstischen 
Persönlichkeitsanteile hielt Dr. med. G.________ diagnostisch fest, dass 
dabei von einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen 
(ICD-10: Z73.1), bestehend seit der Adoleszenz, auszugehen sei, da das 
soziale und berufliche Funktionsniveau des Beschwerdeführers in der Ver-
gangenheit zu hoch gewesen sei, als dass sich die Diagnose einer Persön-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 17

lichkeitsstörung rechtfertigen liesse (AB 145.1 S. 31). Diese Beurteilung 
deckt sich mit dem psychiatrischen Vorgutachten von Dr. med. E.________ 
(vgl. AB 83.1 S. 16) wie auch mit den älteren Berichten der behandelnden 
Ärzte (vgl. AB 7 S. 2, AB 35 S. 1, AB 94 S. 1, AB 111 S. 2) und überzeugt. 
Dass der aktuell behandelnde Psychiater Dr. med. I.________ seit dem 
23. November 2015 abweichend von seinen eigenen früheren Beurteilun-
gen (letztmals bestätigt mit Verlaufsbericht vom 9. September 2015 
[AB 111]) wie auch den Beurteilungen sämtlicher übriger mit dem Be-
schwerdeführer befasster Ärzte und Gutachter diesem nicht mehr eine Per-
sönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1), son-
dern neu eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.80) attes-
tiert, vermag die mit den übrigen medizinischen Akten übereinstimmenden 
gutachterlichen Beurteilungen nicht in Frage zu stellen. Aspekte, die im 
Rahmen der Begutachtung durch Dr. med. G.________ unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben wären, finden sich in den betreffenden, neu eine 
Persönlichkeitsstörung attestierenden Berichten des behandelnden Psych-
iaters Dr. med. I.________ nicht (siehe AB 119, 131, 153 sowie BB 4). Sei-
ne anderslautende Einschätzung beruht vielmehr auf einer abweichenden 
subjektiven ärztlichen Interpretation des vom Gutachter Dr. med. 
G.________ bereits vollumfänglich berücksichtigten medizinischen Sach-
verhalts, was nicht genügt, um die gutachterliche Beurteilung in Zweifel zu 
ziehen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen (vgl. E. 2.4 hier-
vor). Umso weniger, als das Gericht auch der Erfahrungstatsache Rech-
nung tragen darf und soll, dass behandelnde Ärzte in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; 
SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Entscheid des EVG vom 20. März 
2006, I 655/05, E. 5.4). Nach dem Dargelegten ist vorliegend nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass beim Be-
schwerdeführer neben seiner mittelgradigen depressiven Symptomatik kei-
ne eigentliche Persönlichkeitsstörung im Sinne von ICD-10 F60.80, son-
dern lediglich eine Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zü-
gen im Sinne von ICD-10 Z73.1 vorliegt. Eine solche entspricht aber keiner 
Erkrankung im Sinne der anerkannten internationalen Klassifikationssyste-
me. Bei den Z-Kodierungen handelt es sich um Faktoren, die den Gesund-
heitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswe-
sens führen. Die Kategorien Z00 – Z99 sind für Fälle vorgesehen, in denen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 18

Sachverhalte als „Diagnosen“ oder „Probleme“ angegeben sind, die nicht 
als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien 
A00 – Y89 klassifizierbar sind. Sie fallen als solche nicht unter den Begriff 
der invaliditätsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung. Die beim 
Beschwerdeführer diagnostizierte Persönlichkeitsakzentuierung mit nar-
zisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1) stellt als Z-codierte Diagnose nach dem 
Dargelegten keine rechtserhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung dar (sie-
he SVR 2012 IV Nr. 52 S. 188 E. 3.1 und 3.3). Zu prüfen bleibt, ob aus der 
beim Beschwerdeführer unstrittig bestehenden mittelgradigen depressiven 
Symptomatik eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit resultiert und damit, ob diesbezüglich eine Therapiere-
sistenz ausgewiesen ist (vgl. E. 2.7 hiervor). 

4.4 Die Akten lassen vorliegend nicht auf eine Therapieresistenz der 
mittelgradigen depressiven Symptomatik schliessen, auch wenn diese be-
reits seit Jahren andauert. Gemäss Gutachten von Dr. med. G.________ 
vom 20. Oktober 2016 (AB 145.1) kann bei Durchführung der dem Be-
schwerdeführer zumutbaren therapeutischen Massnahmen mit einer mittle-
ren Wahrscheinlichkeit mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet 
werden (AB 145.1 S. 33). Auch der behandelnde Psychiater Dr. med. 
I.________ geht nicht von einer Therapieresistenz aus (vgl. AB 131 S. 2 
Ziff. 9 i.V.m. AB 119 S. 2 Ziff. 9 sowie AB 111 S. 2 f. Ziff. 9). Der Be-
schwerdeführer hat denn auch während den arbeitsmarktlichen und berufli-
chen Massnahmen verschiedentlich Arbeitsleistungen erzielt, die erheblich 
über der von den Ärzten medizinisch-theoretisch aufgrund der mittelgradi-
gen depressiven Symptomatik attestierten Arbeitsfähigkeit lagen (vgl. 
AB 30, AB 57 S. 2, AB 92 S. 5, AB 97). Dabei ist insbesondere auch auf 
den Schlussbericht der Abklärungsstelle N.________ für berufliche Integra-
tion vom 4. August 2016 hinzuweisen, wonach der Beschwerdeführer in 
einem passenden Umfeld „eine absolut marktkonforme Arbeitsleistung er-
bringen“ kann. In der Folge erachteten die Fachleute der Abklärungsstelle 
N.________ den Beschwerdeführer als absolut vermittelbar. Es drängten 
sich keine weiteren Integrationsmassnahmen mehr auf (AB 144 S. 2). In 
diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass gemäss dem Gutach-
ten von Dr. med. G.________ der Beschwerdeführer die Medikamente ge-
gen seine Depression wohl nur ungenügend einnimmt (AB 145.1 S. 24 und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 19

30). Bereits der Gutachter Dr. med. E.________ kam in seinem Gutachten 
vom 20. Mai 2014 zum Schluss, dass bezüglich Einnahme der verordneten 
antidepressiven Medikamente eine mangelhafte Compliance vorliegen dürf-
te, die mit einer ungenügenden therapeutischen Wirksamkeit verbunden sei 
(AB 83.1 S. 18 und 21) und dass der Beschwerdeführer seine Leistungs-
fähigkeit mit konsequenter antidepressiver Medikation verbessern könnte 
(AB 83.1 S. 23). Unter diesen Umständen kann nicht von einer mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellten invalidenversicherungsrechtlich 
relevanten Therapieresistenz gesprochen werden. Mangels Therapieresis-
tenz stellt die mittelgradige depressive Symptomatik beim Beschwerdefüh-
rer keinen invalidenversicherungsrechtlich massgebenden Gesundheits-
schaden dar, ungeachtet der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
E. 2.7 hiervor). 

4.5 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass beim Beschwerdeführer in 
psychischer Hinsicht kein invalidenversicherungsrechtlich massgebender 
Gesundheitsschaden vorliegt und dass er aus somatischen Gründen nie 
langandauernd zu mehr als 20 bis maximal 30% in der Arbeitsfähigkeit ein-
geschränkt war. Für leicht- und phasenweise maximal mittelgradig körper-
lich belastende Arbeit ist er seit Anfang Mai 2016 aus invalidenversiche-
rungsrechtlicher Sicht überhaupt nicht mehr eingeschränkt. Damit hält die 
angefochtene Verfügung der gerichtlichen Überprüfung stand und die Be-
schwerde ist abzuweisen. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 800.-- festzusetzen und – 
unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegenden 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 20

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unent-
geltliche Rechtspflege.

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

5.3.2 Aufgrund der zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einge-
reichten Bestätigung, wonach er seit dem 1. Februar 2016 vollumfänglich 
vom Sozialdienst ... unterstützt wird (BB 3), ist die Prozessbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers erstellt. Das vorliegende Beschwerdeverfahren war 
auch nicht als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen. Damit sind die 
Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt. 
Das Gesuch ist somit gutzuheissen. Der Beschwerdeführer ist folglich – 
unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten 
zu befreien (Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2017, IV/17/404, Seite 21

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.