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**Case Identifier:** 99b27916-1757-5f39-b07c-f663c3205b5c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.08.2019 725 18 326/191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-326-191_2019-08-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. August 2019 (725 18 326 / 191) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen: Beweistauglichkeit des extern eingeholten 

interdisziplinären Gutachtens, Rentenanspruch und Integritätsschaden zu Recht verneint  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 GENERALI Allgemeine Versicherungen AG, Generaldirektion, De-
partement Leistungen / Rechtsdienst, Avenue Perdtemps 23, 
1260 Nyon 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (13-428'886) 

 
 
 
A.1 Der 1953 geborene A.____ arbeitete im Unfallzeitpunkt als Geschäftsführer der B.____ 
GmbH und war in dieser Eigenschaft bei der Assura Kranken- und Unfallversicherung (Assura) 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 15. August 2008 erlitt der Versicherte 
bei sich zu Hause in der Garage einen Unfall, als er versuchte, ein umfallendes Motorrad mit dem 
Arm aufzufangen und einen Stich im rechten Bizeps verspürte. Am 17. September 2008 wurde 
A.____ aufgrund der erlittenen distalen Bizepssehnenruptur operiert. Die Assura anerkannte ihre 

 

 
 
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Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilbehandlungskosten). 
Aufgrund persistierender Schmerzen wurde am 27. April 2009 eine weitere Operation am Bizeps 
vorgenommen.  
 
A.2 Mit Verfügung vom 26. September 2011 stellte die Assura die Leistungen per 2. August 
2011 unter Hinweis auf den fehlenden Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Be-
schwerden und dem Unfallereignis ein. Taggelder wurden bis zum 28. Februar 2010 ausgerichtet. 
Die Beschwerden würden den Versicherten nicht in seiner Arbeitsfähigkeit einschränken. Hierge-
gen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, Einsprache.  
 
A.3 Per 1. Januar 2013 übernahm die Generali Allgemeine Versicherungen AG (Generali) 
sämtliche Unfalldossiers der Assura. Am 27. November 2014 musste sich A.____ aufgrund einer 
Reruptur erneut einer Bizepsoperation unterziehen. Die Generali anerkannte einen Rückfall und 
richtete die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus. Als sich der Versicherte im September 
2015 wiederum wegen vermehrten Belastungsschmerzen am Oberarm und Ellbogen bei seinem 
behandelnden Arzt meldete, ordnete der Unfallversicherer beim Zentrum für Medizinische Begut-
achtung (ZMB) eine Expertise an (Gutachten vom 20. Oktober 2016). Gestützt auf die Ergebnisse 
der Begutachtung verfügte die Generali am 26. Januar 2018 die Leistungseinstellung per 20. Mai 
2015 und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritäts-
einbusse von 10% zu. Eine dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies sie mit Ent-
scheid vom 3. September 2018 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Alter-
matt, am 4. Oktober 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheids vom 3. September 2018 zu verpflichten, den Rentenanspruch und den In-
tegritätsschaden neu abzuklären; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess der Beschwerde-
führer im Wesentlichen ausführen, dass die Gutachter den Einschränkungen im Bereich des rech-
ten Bizeps (Schmerzen, Kraftlosigkeit, rasche Ermüdbarkeit, Gefühlsstörungen, Verkrampfun-
gen, eingeschränkte Beweglichkeit) bloss ungenügend mit einem erhöhten Pausenbedarf Rech-
nung getragen hätten. Dieser Pausenbedarf sei ferner der regulären Arbeitszeit einfach hinzuad-
diert worden, was unzulässig sei. Bestritten werde auch die Höhe der Integritätsentschädigung, 
da eine voraussichtliche Verschlimmerung des Zustandes nicht berücksichtigt worden sei.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 16. November 2018 auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Zur Vervollständigung der Aktenlage zog das Kantonsgericht am 21. November 2018 
die Akten der Suva und der IV-Stelle Basel-Landschaft bei.  
 
E. Mit Eingaben vom 6. Februar 2019 respektive 20. März 2019 nahmen die Beschwerde-
gegnerin und der Beschwerdeführer Stellung zu einem neu vorliegenden handchirurgischen Gut-
achten in einem weiteren unfallversicherungsrechtlichen Verfahren. Am 15. April 2019 und 

 

 
 
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27. Mai 2019 äusserten sich die Beschwerdegegnerin respektive der Beschwerdeführer zu den 
jeweiligen Stellungnahmen der Gegenseite.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. 
Befindet sich dieser im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, 
in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Vorliegend 
hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in C.____. Der Sitz seines letzten schweizerischen Arbeit-
gebers befindet sich jedoch in D.____, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde vom 4. Oktober 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Januar 
2018 und Einspracheentscheid vom 3. September 2018 eine Integritätsentschädigung entspre-
chend einem Integritätsschaden von 10% zugesprochen und den Anspruch auf eine Invaliden-
rente verneint. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente sowie 
eine höhere Integritätsentschädigung hat und in diesem Zusammenhang, ob weitere medizini-
sche Abklärungen notwendig sind. Nicht umstritten ist unter den Parteien der Zeitpunkt des Ein-
tritts des Endzustandes. Aus den Akten ist ersichtlich, dass ab 20. Mai 2015 keine neuen Befunde 
oder Diagnosen erkannt wurden. Die medizinische Behandlung hat sich in der Folge auf physio-
therapeutische Behandlungen beschränkt. Mit den Parteien ist somit festzustellen, dass die Be-
schwerdegegnerin die Einstellung der vorübergehenden Leistungen zu Recht auf den 20. Mai 
2015 datiert hat (vgl. auch: E. 5 und 6 nachfolgend). 
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die Best-
immungen von Art. 18 Abs. 1 UVG und Art. 24 Abs. 2 UVG, welche die Ansprüche auf eine Inva-
lidenrente und auf eine Integritätsentschädigung regeln. Laut der Übergangsbestimmung von Art. 
118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkraft-
treten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor 
diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch 

 

 
 
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im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene 
Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
3.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 
erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 
UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invaliden-
rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Be-
handlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Ge-
richt – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 
(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

 

 
 
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eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsauf-
hebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht beim Versicherten, 
sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei 
Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bun-
desgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 125 V 352 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Akten vor, welche 
vom Gericht allesamt und in ihrer Gesamtheit gewürdigt wurden. Im Folgenden soll indes lediglich 
das interdisziplinäre Gutachten des ZMB vom 20. Oktober 2016 im Detail wiedergegeben wer-
den, das sich für den Entscheid als zentral erweist: 

 

 
 
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Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und 
der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf das am 20. Januar 2016 beim ZMB in Auftrag gege-
bene interdisziplinäre Gutachten in den Disziplinen Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie. 
Im Gutachten vom 20. Oktober 2016 diagnostizierten die involvierten Fachärzte eine leichte Min-
derbelastbarkeit des rechten Arms bei distalem Abriss der Bizepssehne am 15. August 2008 und 
Refixation am 17. September 2008, einer Logenspaltung, Resektion des Narbenstranges und 
Neurolyse des Nervus medianus am 27. April 2009 sowie einer Rekonstruktion der Bizepssehne 
bei Reruptur am 27. November 2014; eine sekundäre Gonarthrose links nach Motorradunfall im 
Jahr 1977 und Knietotalprothese im Jahr 2013; ein Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose im Jahr 
2012; Übergewicht; ein unklares Systolikum sowie ein Status nach Tonsillektomie im Jahr 1991.  
 
Der Explorand beklage Beschwerden im rechten Ellbogen und Vorderarm, hauptsächlich bereite 
ihm die beeinträchtigte Feinmotorik Probleme. Er könne nicht lange mit der rechten Hand schrei-
ben oder zeichnen, auch bei der Arbeit am PC spüre er eine Einschränkung. Bei der Ausübung 
seines Berufs als Bauleiter bewege er sich oft auf Gerüsten. Er könne sich beim Einsteigen in ein 
Fenster nicht mit der rechten Hand am Fensterrahmen halten bzw. sich hoch- oder durchziehen. 
Eigentliche Schmerzen bestünden seit der letzten Operation nicht mehr; gelegentlich verspüre er 
leichte stichartige Beschwerden im Ellbogenbereich. Eine eigentliche Bewegungseinschränkung 
bestünde bei Flexion/Extension im Ellbogengelenk nicht. Hingegen bemerke er bei der Supination 
am rechten Unterarm und in der Hand Einschränkungen. Dies behindere ihn zwar nicht im ei-
gentlichen Sinne, es komme jedoch zum Einschlafen der rechten Hand, wenn er zu lange in 
Supinationsstellung verharre. Bezüglich der Belastbarkeit gebe der Explorand an, dass er zwar 
zum Beispiel ein Gebinde mit sechs 1,5 Liter-Flaschen mit gestrecktem Arm tragen könne, er 
habe aber Angst, dabei den Ellbogen zu flexieren. Er verspüre dann sofort Beschwerden im Be-
reich der Operationsstelle. Behindert sei er des Weiteren bei schweren Gartenarbeiten wie Ra-
senmähen und gewissen Reparaturarbeiten. Darüber hinaus könne er den bisher ausgeübten 
Sportarten Thaiboxen und Bogenschiessen nicht mehr nachgehen. Vor dem Unfall am 15. August 
2008 habe er als Grafiker gearbeitet. Nach dem Unfall sei er ein Jahr arbeitsunfähig gewesen 
und habe das Geschäft aufgeben müssen. Seit 2009 sei er – wie bereits vor 1991 – als selbst-
ständiger Bauleiter tätig. Er arbeite aktuell viereinhalb Tage pro Woche mit einer durchschnittli-
chen Einsatzzeit von achteinhalb Stunden pro Tag. Nach der Bizepssehnenrekonstruktion im No-
vember 2014 habe er bis April oder Mai 2015 nicht gearbeitet, anschliessend habe er den Beruf 
als selbstständiger Bauleiter wieder im bisherigen Mass aufgenommen. Er arbeite über 42 Stun-
den pro Woche. Er sei noch auf Pausen angewiesen, die er aber gut einlegen könne, da er als 
selbstständig Erwerbender seine Arbeit im Wesentlichen selber einteilen könne.  
 
In seiner orthopädischen Beurteilung stellte Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparats, fest, dass die aktuellen Restbeschwerden am rechten 
Oberarm auf den Unfall vom 15. August 2008 zurückzuführen seien. Es bestehe eine leichte Min-
derbelastbarkeit des rechten Armes, insbesondere beim Heben schwerer Lasten sowie bei fein-
motorischen Tätigkeiten. Durch eine weitere Heilbehandlung sei keine namhafte Besserung der 
Beschwerden am rechten Arm mehr zu erwarten. Weitere medizinische Massnahmen seien nicht 

 

 
 
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erforderlich. Bei Auftreten längerer anhaltender Gefühlsstörungen sei eine neurologische Abklä-
rung vorzunehmen. Der Explorand berichte, mehr als 42 Stunden in der Woche zu arbeiten. Er 
sei darauf angewiesen, jeweils am Vormittag und am Nachmittag eine Pause von 20 Minuten 
einzulegen. In der Tätigkeit als selbstständiger Bauleiter sei er optimal eingegliedert. Es sei daher 
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit mit der Möglichkeit, vermehrte Pausen einzulegen, auszu-
gehen. Da sich der Explorand die Arbeit selbst einteilen könne, führe der etwas erhöhte Pausen-
bedarf nicht zu einer Minderung des Rendements. Den Integritätsschaden am rechten Arm be-
werte er mit 10%. 
 
Die psychiatrische Gutachterin Prof. Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt 
fest, dass sich keinerlei Anhaltspunkte für eine psychiatrische Erkrankung mit Krankheitswert er-
geben würden. Der Explorand habe bisher auch nie psychotherapeutische Hilfe gesucht und 
nehme keine Psychopharmaka ein.  
 
In ihrer Konsensbeurteilung führen die involvierten Fachärzte aus, dass entsprechend der ortho-
pädischen Beurteilung von einer Arbeitsfähigkeit von 100% mit der Möglichkeit, vermehrte Pau-
sen einzulegen, vorliege. Dies aufgrund der vorhandenen unfallkausalen Restbeschwerden im 
Bereich des rechten Armes. Der Endzustand sei am 20. Mai 2015 erreicht worden. Ab diesem 
Zeitpunkt sei vom zuständigen Operateur eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert und der Versicherte 
berichte selbst, dass er zu diesem Zeitpunkt die ursprüngliche Tätigkeit als Bauleiter wiederauf-
genommen habe. Aufgrund der verminderten Kraft sowie der verminderten Belastbarkeit des 
rechten Armes beim Heben und Tragen schwerer Lasten sowie der noch gestörten Feinmotorik 
bei längerem Schreiben, Zeichnen und PC-Arbeit bestehe ein Integritätsschaden von 10% ge-
mäss Suva-Tabelle 1. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das Gutachten des ZMB vom 20. Oktober 2016 
davon aus, dass ab dem 20. Mai 2015 keine auf den Unfall zurückführende Arbeitsunfähigkeit 
mehr bestanden habe und stellte die Taggeldleistungen ab diesem Zeitpunkt ein. Gleichzeitig 
verneinte sie aufgrund der fehlenden Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätsein-
busse von 10% zu.  
 
6.2 Wie in Erwägung 4.2 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätz-
lich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen in casu nicht vor. Das Gutachten des ZMB vom 
20. Oktober 2016 weist keine formellen Fehler auf, es beruht auf vollständiger Aktenkenntnis und 
eingehenden eigenen Untersuchungen. Die Gutachter gehen überdies entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers ausführlich auf die geklagten Beschwerden ein und vermitteln so ein um-
fassendes Bild über den Gesundheitszustand des Versicherten. Es wird deutlich, dass der Versi-
cherte noch auf den Unfall vom 15. August 2008 zurückzuführende Restbeschwerden am rechten 

 

 
 
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Arm hat, die ihn bei schwereren körperlichen Tätigkeiten sowie in der Feinmotorik leicht ein-
schränken. Vor diesem Hintergrund ist auch die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
nachvollziehbar begründet. Insgesamt ist die Beurteilung im Gutachten des ZMB sowohl in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen 
Schlussfolgerungen überzeugend. 
 
6.3 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Dieser bestrei-
tet namentlich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und bringt vor, dass er durch die Unfallfolgen 
in erheblicher Weise in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Nach der letzten Operation am 
27. November 2014 wurde dem Beschwerdeführer während zwölf Wochen eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert (UV-Akten Nr. 171). In seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 
17. März 2015 hielt der behandelnde Arzt Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparats, einen erfreulichen Regenerationsverlauf und ab 
30. März 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit fest (UV-Akten Nr. 180). In seinem Bericht vom 19. 
Mai 2015 erachtete Dr. G.____ den Patienten ab dem nächsten Tag als voll arbeitsfähig (UV-
Akten Nr. 190). Als der Beschwerdeführer sich im September 2015 beim behandelnden Facharzt 
aufgrund von vermehrten Beschwerden im rechten Ellbogen meldete, hielt dieser explizit fest, 
dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege (UV-Akten Nr. 195). Dasselbe führte er 
ein Jahr postoperativ am 25. November 2015 aus (UV-Akten Nr. 201). Der Beschwerdeführer 
selbst gab anlässlich der Begutachtung durch das ZMB an, in einem vollen Pensum zu arbeiten. 
Für eine eigentliche Arbeitsunfähigkeit bestehen nach dem Ausgeführten keinerlei Anhaltspunkte. 
Sofern der Beschwerdeführer vorbringt, dass sich in der Regel eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit bereits aufgrund des ausgewiesenen Pausenbedarfs ergibt, ist ihm im Grundsatz beizu-
pflichten. Im vorliegenden Fall ist es dem Beschwerdeführer jedoch zuzumuten, die Pausen im 
Rahmen der Selbsteingliederung als Ausdruck der Schadensminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 
Satz 2) selbst einzuteilen und zu beziehen, zumal er selbstständig erwerbstätig ist und – unbe-
strittenermassen – bereits heute mehr als 42 Wochenstunden arbeitet. Doch selbst wenn ein er-
höhter Pausenbedarf von zweimal 20 Minuten täglich im Rahmen der Arbeitsfähigkeit berück-
sichtigt würde, könnte der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Eine Re-
duktion der täglichen Arbeitszeit von 8.4 Stunden auf 7.73 Stunden würde lediglich zu einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 9.2% führen. Diese Einschränkung ist indessen nicht renten-
relevant, da sie weniger als 10% beträgt (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Eine andere Einschätzung 
ergibt sich denn auch nicht aus dem handchirurgischen Gutachten der Klinik H.____ vom 18. De-
zember 2018. 
 
6.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist folglich festzuhalten, dass die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht auf das beim ZMB eingeholte Gutachten vom 20. Oktober 2016 abstellte. Lassen 
die vorhandenen medizinischen Unterlagen – wie vorliegend – eine zuverlässige Beurteilung des 
Gesundheitszustandes des Versicherten und der erlittenen Integritätseinbussen zu, so kann auf 
die von ihm beantragte Anordnung eines Gerichtsgutachtens bzw. Rückweisung an die Vo-
rinstanz zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen verzichtet werden (sog. antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 
E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Die Verneinung eines Rentenanspruchs des Be-
schwerdeführers ist somit nicht zu beanstanden.  

 

 
 
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7.1 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer gestützt auf das Gutachten des 
ZMB vom 20. Oktober 2016 einen Integritätsschaden von 10% ersetzt. Der Beschwerdeführer 
beanstandet die Höhe der ausgerichteten Integritätsentschädigung und macht geltend, dass eine 
voraussehbare Verschlechterung der gesundheitlichen Situation nicht berücksichtigt worden sei. 
 
7.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde und erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verord-
nung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als 
dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang 
besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab-
hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen meh-
rere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen 
zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt 
(Art. 36 Abs.  3 Satz 1 UVV). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens wer-
den angemessen berücksichtigt (Art. 36 Abs. 4 Satz 1 UVV).  
 
7.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung handelt 
es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche Mit-
hilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung auf Grund der aktenkun-
digen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelasse-
nen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizi-
nischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung der ein-
zelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.4 Der Beschwerdeführer bestreitet die Bemessung des aktuellen Integritätsschadens durch 
die Gutachter des ZMB anhand der Suva-Tabellen nicht. Soweit der Beschwerdeführer geltend 
macht, dass eine zukünftige Verschlechterung bei der Bemessung des Integritätsschadens am 
Ellbogen nicht berücksichtigt worden sei, ist ihm entgegenzuhalten, dass sich weder aus dem 
Gutachten des ZMB noch aus den übrigen Akten irgendwelche Anhaltspunkte für eine mögliche, 
geschweige denn voraussehbare, Verschlechterung ergeben. Der Beschwerdeführer bringt denn 
auch nicht substantiiert vor, inwiefern eine Verschlimmerung eintreten könnte oder voraussehbar 
sei. Der Sachverhalt erweist sich damit auch in Bezug auf die Integritätsentschädigung als genü-
gend abgeklärt, weshalb auf weitere Beweismassnahmen verzichtet werden kann (vgl. E. 6.4 
hiervor). Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 36 Abs. 4 Satz 2 UVV Revisionen 
des Integritätsschadens im Ausnahmefall möglich sind, wenn die Verschlimmerung von grosser 
Tragweite ist und nicht voraussehbar war.  
 
8. Nach dem Ausgeführten steht fest, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine höhere Integritätsentschädigung gestützt auf 
das beweiskräftige Gutachten des ZMB vom 20. Oktober 2016 zu Recht verneint hat. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist demzufolge abzuweisen.  

 

 
 
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9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird dem Beschwerdeführer keine Parteient-
schädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 1 und Abs. 4 VPO). 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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