# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b31a1018-060a-53f1-8c7e-d2237c732806
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 18.04.2024 VBE.2023.424
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-424_2024-04-18.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2023.424 / sb / ks       
Art. 48 

 

 

Urteil vom 18. April 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Jacober  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Berner  

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch Dr. iur. Michael Meier, Rechtsanwalt,  

Bahnhofstrasse 15, Postfach, 5600 Lenzburg  

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 30. August 2023) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1990 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 28. September 

2018 bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (Rente, be-

rufliche Massnahmen) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. 

Die Beschwerdegegnerin klärte daraufhin die gesundheitliche sowie er-

werbliche Situation ab und gewährte dem Beschwerdeführer in der Folge 

berufliche Massnahmen. Mit Vorbescheid vom 13. April 2023 stellte die Be-

schwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach Abschluss der beruflichen 

Massnahmen die Abweisung des Leistungsbegehrens betreffend Invali-

denrente in Aussicht. Unter Berücksichtigung der dagegen am 15. Mai 

2023 erhobenen Einwände entschied die Beschwerdegegnerin schliesslich 

mit Verfügung vom 30. August 2023 ihrem Vorbescheid entsprechend. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 2. Oktober 2023 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Anträge: 

 

"1. 
Die Verfügung vom 30.08.2023 sei aufzuheben und es sei dem Beschwer-
deführer eine 53%ige Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 
 
2.  
Eventualiter sei die Angelegenheit zur psychiatrischen Abklärung an die 
Invalidenversicherung zurückzuweisen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 17. November 2023 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 30. August 2023 

(Vernehmlassungsbeilage [VB] 160) davon aus, dass der Beschwerdefüh-

rer erst nach durchgeführten Eingliederungsmassnamen und mit dem An-

tritt einer Festanstellung im Juli 2022 sein "Eingliederungspotential ausge-

schöpft" habe und ein allfälliger Rentenanspruch daher frühestens zu die-

sem Zeitpunkt habe entstehen können. Da der Beschwerdeführer mit der 

im Rahmen der durchgeführten Eingliederungsmassnamen abgeschlosse-

nen kaufmännischen Ausbildung "genügend berufliche Kenntnisse" habe 

 - 3 - 

 

 

erwerben können, sei im Rahmen des Einkommensvergleichs gestützt auf 

lohnstatistische Angaben ein Valideneinkommen von Fr. 68'018.00 für eine 

kaufmännische Tätigkeit anzunehmen. Das Invalideneinkommen sei ge-

stützt auf das tatsächliche Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers mit 

Fr. 44'160.00 zu bemessen. Bei einem daraus resultierenden Invaliditäts-

grad von 35 % bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (VB 160, 

S. 1 f.). Der Beschwerdeführer macht demgegenüber im Wesentlichen gel-

tend, die Beschwerdegegnerin habe die erwerblichen Auswirkungen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht hinreichend gewürdigt und insbe-

sondere das Valideneinkommen unzutreffend festgesetzt. Bei richtiger Be-

trachtung habe er bei einem Invaliditätsgrad von 53 % Anspruch auf eine 

Invalidenrente. 

 

Streitig und zu prüfen ist damit, ob die Beschwerdegegnerin einen Renten-

anspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 30. August 2023 zu 

Recht verneint hat. 

 

2. 

Aus den Akten ergibt sich zusammengefasst folgender Sachverhalt: Der 

Beschwerdeführer schloss im Jahr 2007 die obligatorische Schulzeit erfolg-

reich ab. In der Folge trat er im August 2007 zuerst eine Ausbildung zum 

Elektroinstallateur EFZ und anschliessend im August 2009 zum Detailhan-

delsfachmann EFZ an, welche jedoch beide – nach Einschätzung von 

med. pract. B._____, Praktische Ärztin, Regionaler Ärztlicher Dienst der 

Beschwerdegegnerin (RAD), vom 6. Dezember 2018 (VB 15) aus gesund-

heitlichen Gründen – abgerochen wurden (vgl. zum Ganzen die Angaben 

des Beschwerdeführers in der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 

28. September 2018 in VB 1, S. 5, den Bericht der damaligen Beiständin 

des Beschwerdeführers vom 4. Juli 2018 in VB 4, den Assessmentbericht 

der Beschwerdegegnerin vom 12. Dezember 2018 in VB 18 sowie den Le-

benslauf des Beschwerdeführers in VB 139, S. 2). Von August 2018 bis 

August 2021 absolvierte der Beschwerdeführer im Rahmen von durch die 

Beschwerdegegnerin auf entsprechende Anmeldung des Beschwerdefüh-

rers vom 28. September 2018 (VB 1) hin gewährten beruflichen Massna-

men erfolgreich eine Ausbildung zum Kaufmann EFZ inklusive Praktikums-

jahr (vgl. die Leistungszusprachen der Beschwerdegegnerin vom 10. Ja-

nuar 2019 in VB 28, vom 29. Juli 2020 in VB 50 und vom 29. Januar 2021 

VB 61 sowie den Zwischenbericht der Beschwerdegegnerin vom 5. August 

2021 in VB 97). Es folgten weitere berufliche Massnahmen der Beschwer-

degegnerin zur Unterstützung der Eingliederung des Beschwerdeführers in 

den ersten Arbeitsmarkt (vgl. die Leistungszusprachen der Beschwerde-

gegnerin vom 9. August 2021 in VB 99, vom 4. Februar 2022 in VB 138 und 

vom 19. April 2022 in VB 150), bis dieser schliesslich am 25. Juli 2022 eine 

Festanstellung in einem Pensum von 80 % als Sales Consultant antreten 

konnte (vgl. den Arbeitsvertrag vom 28. Juli 2022 in VB 152 sowie den Zwi-

schenbericht der Beschwerdegegnerin vom 1. Februar 2023 in VB 153).  

 - 4 - 

 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer hat sich am 28. September 2018 zum Leistungsbe-

zug angemeldet (vgl. VB 1) und bezog im Rahmen der vorerwähnten be-

ruflichen Massnahmen vom 1. November 2018 bis zum 9. November 2021 

durchgehend ein Taggeld der Invalidenversicherung (vgl. die entsprechen-

den Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 14. Januar 2019 in VB 29, 

vom 30. Juli 2020 in VB 52, vom 20. November 2020 in VB 57, vom 

11. Februar 2021 in VB 66 und vom 11. August 2021 in VB 100). Damit 

konnte ein allfälliger Rentenanspruch frühestens im November 2021 ent-

stehen (Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG; vgl. zur die Entstehung des Invalidenren-

tenanspruchs aufschiebenden Priorität der Taggeldleistungen ferner 

MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi-

cherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 

4. Aufl. 2022, N. 31 zu Art. 28 IVG und N. 10 zu Art. 29 IVG mit Hinweisen 

unter anderem auf BGE 126 V 241 E. 5 S. 243). 

 

3.2. 

Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 30. August 2023 

festhält, dass der Beschwerdeführer erst mit dem Antritt einer Festanstel-

lung im Juli 2022 sein "Eingliederungspotential ausgeschöpft" habe und ein 

allfälliger Rentenanspruch daher frühestens zu diesem Zeitpunkt habe ent-

stehen könne (VB 160, S. 1), scheint sie sich (implizit) auf den am 1. Ja-

nuar 2022 im Zuge der Änderungen betreffend Weiterentwicklung der IV 

(WEIV) in Kraft getretenen Art. 28 Abs. 1bis IVG zu stützen, wonach eine 

Invalidenrente nicht zugesprochen werden kann, solange die Möglichkeiten 

zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausge-

schöpft sind. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere Übergangsbe-

stimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderungen im Hinblick 

auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprüche des Zeitraums 

bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind daher nach den allge-

meinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestimmungen anzuwen-

den, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen 

führenden Tatbestands Geltung haben beziehungsweise hatten (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 2022 E. 3.2.1 mit Hinweis 

unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Eine (zeitlich umfas-

sende) Leistungsverweigerung einzig unter Verweis auf den seit dem 1. Ja-

nuar 2022 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1bis IVG ist demnach vorliegend 

bei einem frühestmöglichen Anspruchsbeginn im November 2019 nicht 

statthaft.  

 

3.3. 

Zur Beurteilung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine Invaliden-

rente ist – neben anderen Elementen – im Speziellen dessen Gesundheits-

zustand massgeben. In medizinischer Hinsicht ist die jüngste ärztliche Stel-

lungnahme zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jene von 

 - 5 - 

 

 

RAD-Ärztin med. pract. B._____ vom 5. Juli 2022. Diese hielt fest, der 

letzte Bericht der behandelnden Psychotherapeutin datiere vom 23. August 

2021 (vgl. VB 106, S. 9 ff.). Es seien daher beim zuletzt behandelnden Psy-

chiater sowie bei der behandelnden Psychotherapeutin aktuelle Berichte 

einzuholen, damit "ggf. eine abschliessende Beurteilung der Leistungsfä-

higkeit […] abgegeben werden kann" oder weitere medizinische Abklärun-

gen eingeleitete werden könnten (VB 151, S. 2). Diese Aktenvervollständi-

gung fand in der Folge ebenso wenig statt, wie eine weitere Rücksprache 

der Beschwerdegegnerin mit dem RAD. Damit fehlt es an zureichenden 

sachverhaltlichen Abklärungen der Beschwerdegegnerin zum Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers ab November 2021, weshalb eine Be-

urteilung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

aktuell nicht möglich ist. Die Beschwerdegegnerin wird folglich weitere me-

dizinische Abklärungen vorzunehmen haben.  

 

3.4. 

3.4.1. 

Bei diesem Ergebnis ist auf Folgendes hinzuweisen: Der Beschwerdefüh-

rer macht geltend, das Valideneinkommen sei gestützt auf Art. 26 Abs. 5 

und eventualiter Abs. 6 IVV festzusetzen, hätten sich doch die psychischen 

Einschränkungen erstmals während der Ausbildung zum Elektroinstallateur 

oder allenfalls schon während der Zeit der obligatorischen Schule in invali-

denversicherungsrechtlich relevanter Weise negativ ausgewirkt. Diese 

Bestimmungen traten in ihrer hier massgebenden Fassung – gleich wie 

Art. 28 Abs. 1bis IVG – erst mit den Änderungen betreffend WEIV am 1. Ja-

nuar 2022 in Kraft. Für die Zeit davor, d.h. insbesondere zum Zeitpunkt des 

frühestmöglichen Anspruchsbeginns im November 2019, ist indes aus den 

bereits dargelegten Gründen die damalige Rechtslage massgebend. Ob 

der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 26 aIVV in seiner bis 31. Dezem-

ber 2021 geltenden Fassung wegen eines invalidenversicherungsrechtlich 

relevanten Gesundheitsschadens keine zureichenden beruflichen Kennt-

nisse erwerben (Abs. 1) oder aber eine begonnene Ausbildung nicht ab-

schliessen (Abs. 2) konnte und damit eine sogenannte Frühinvalidität vor-

liegt (vgl. hierzu statt vieler SVR 2019 IV Nr. 82 S. 272, 9C_233/2018 E. 1.2 

und E. 3.1), geht aus den Akten nicht genügend hervor. Zwar scheint die 

RAD-Ärztin med. pract. B._____ in ihrer Aktennotiz vom 6. Dezember 2018 

(VB 15) von solchen Umständen auszugehen. Ihre Angaben ermöglichen 

indes mangels entsprechender vertiefter Auseinandersetzung zum einen 

keine abschliessende Zuordnung des Sachverhalts zu Art. 26 Abs. 1 oder 

Abs. 2 aIVV. Zum anderen blieb der von med. pract. B._____ angeführte 

"Kausalzusammenhang" zwischen den Lehrabbrüchen und der "überwie-

gend wahrscheinlich schon seit längerer Zeit bestehenden psychischen Be-

einträchtigung" unbegründet und scheint sich nach Lage der Akten einzig 

auf einen Bericht der – diesen erst seit April 2017 und damit über sechs 

Jahre nach den in Frage stehenden Lehrabbrüchen behandelnden – Psy-

chotherapeutin des Beschwerdeführers vom 23. November 2018 (VB 13) 

 - 6 - 

 

 

sowie einen Bericht der damaligen Beiständin des Beschwerdeführers vom 

4. Juli 2018 (VB 4) zu stützen. Die Einschätzung der RAD-Ärztin scheint 

zudem den eigenen Angaben des Beschwerdeführers in dessen Anmel-

dung vom 28. September 2018 zu widersprechen, wonach er ab "April 

2011" unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen gelitten habe (VB 1, 

S. 6). Angesichts dieser Umstände ist eine vertiefte und einlässlich begrün-

dete ärztliche Beurteilung der Frage notwendig, ob und gegebenenfalls wie 

der Beschwerdeführer bei seiner auf die obligatorische Schulzeit folgenden 

Ausbildung durch einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Ge-

sundheitsschaden eingeschränkt war.  

 

3.4.2. 

Angesichts der Begründung in der angefochtenen Verfügung vom 30. Au-

gust 2023 ist in diesem Zusammenhang ferner ergänzend Folgendes an-

zumerken: Die Anwendung von Art. 26 aIVV fällt nicht bereits deshalb aus-

ser Betracht, weil die versicherte Person sich – auf welchem Wege auch 

immer – unterdessen zureichende berufliche Kenntnisse aneignen konnte. 

In einem solchen Falle ist vielmehr zusätzlich zu prüfen, ob diese Kennt-

nisse wirtschaftlich gleichermassen verwerten werden können, wie dies 

nichtbehinderte Personen mit derselben (ordentlichen) Ausbildung möglich 

ist (vgl. SVR 2022 IV Nr. 47 S. 151, 9C_646/2021 E. 4.2, SVR 2019 

IV Nr. 82 S. 272, 9C_233/2018 E. 1.2 und E. 3.1, SVR 2018 IV Nr. 63 

S. 202 8C_189/2018 E. 4.1.2; siehe ferner Urteile des Bundesgerichts 

8C_335/2017 vom 6. Oktober 2017 E. 6 und 9C_611/2014 vom 19. Feb-

ruar 2015 E. 4.3 und E. 5). Das Abstellen auf das Einkommen eines be-

stimmten Berufs ist im Rahmen von Art. 26 aIVV ferner zwar nicht ausge-

schlossen, aber nur beim Vorliegen eindeutiger Anhaltspunkte zulässig, 

dass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung den 

betreffenden Beruf erlernt hätte (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_723/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 3 und 9C_555/2011 vom 9. Au-

gust 2012 E. 3.1.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, die an-

gefochtene Verfügung vom 30. August 2023 aufzuheben und die Sache 

eventualantragsgemäss zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen 

sowie zur anschliessenden Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zu-

rückzuweisen.  

 

4.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.   

 - 7 - 

 

 

4.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen).  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 30. Au-

gust 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-

sen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt.  

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'500.00 zu bezahlen. 

 

 
 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

  

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Aarau, 18. April 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth Berner