# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf4c2e07-da41-5b66-864d-c339e886d0f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2011 E-8211/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8211-2010_2011-11-03.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­8211/2010

U r t e i l   v om   3 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Muriel Beck Kadima,
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;  
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

Parteien A. _______, geboren am (…),
Kolumbien, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 22. September 2010 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer mit  spanischsprachiger  undatierter  Eingabe 
an  die  Schweizerische  Botschaft  in  Bogotá  (Eingang  Botschaft: 
3. Dezember 2008) um Asyl in der Schweiz ersuchte,

dass  er  dabei  mehrere  Beweismittel  in  spanischer  Sprache  in  Kopie 
einreichte,

dass  die  Schweizerische  Botschaft  am  14.  Januar  2009  den 
Beschwerdeführer in spanischer Sprache zu einer Stellungnahme einlud,

dass  der  Beschwerdeführer  am  26.  Januar  2009  (Eingang  Botschaft: 
27. Januar  2009)  eine  spanischsprachige  Eingabe  samt  Beweismittel 
vom 12. November 2008 (ebenfalls in spanischer Sprache) einreichte,

dass  die  Schweizerische  Botschaft  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers mit Begleitnotiz vom 3. März 2009 dem BFM zustellte 
und  dabei  darauf  hinwies,  eine  Befragung  sei  aus  Kapazitätsgründen 
nicht möglich,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  der 
Schweizerischen Botschaft mit Schreiben vom 15. März 2010 mitteilte, es 
erachte  den  entscheidrelevanten  Sachverhalt  aufgrund  der  schriftlichen 
Begründung  des  Asylgesuchs  sowie  der  eingereichten  ausführlichen 
Dokumentation als erstellt, weshalb sich eine Anhörung auf der Botschaft 
somit als nicht notwendig erweise,

dass es unter Berücksichtigung der Akten, der zu beachtenden Umstände 
(Beziehungsnähe  der  asylsuchenden  Person  zur  Schweiz,  deren 
Assimilationsmöglichkeiten  in  der  Schweiz,  die  aktuelle  Gefährdung  im 
Heimatstaat,  die  Möglichkeit  der  Schutzsuche  in  einem  anderen  Staat 
und  das  öffentliche  Interesse  der Schweiz)  und  des  ihm  zukommenden 
weiten  Ermessensspielraums  erwäge,  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  abzulehnen  und  die  Einreise  in  die  Schweiz  zu 
verweigern,

dass  es  die  Möglichkeit  einer  anderweitigen  Schutzsuche  als  gegeben 
erachte,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  gleichzeitig  eine  30­tägige  Frist  zur 
Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme ansetzte,

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dass  dieses  Schreiben  durch  die  Schweizerische  Botschaft  mit  einem 
"Empfangsschein"  (acuso  de  recibo)  dem  Beschwerdeführer  zugestellt 
wurde,

dass  die  in  spanischer  Sprache  verfasste  Stellungnahme  des 
Beschwerdeführers, datiert vom 2. Mai 2010, zusammen mit dem von ihm 
unterzeichneten  "Empfangsschein"  (datiert  vom  12.  April  2010)  bei  der 
Schweizerischen Botschaft eingereicht wurde (Eingang Botschaft: 10. Mai 
2010) und von dieser dem Bundesamt mit Schreiben vom 11. Mai 2010 
übermittelt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. September 2010 die Einreise des 
Beschwerdeführers  in  die  Schweiz  verweigerte  und  das  Asylgesuch 
ablehnte,

dass  die  Schweizerische  Botschaft  diesen  Entscheid,  wiederum 
zusammen  mit  einem  "Empfangsschein",  am  30.  September  2010 
postalisch  dem  Beschwerdeführer  zustellte  und  der  "Empfangsschein" 
auf den 26. Oktober 2010 datiert worden ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  bei  der  Schweizerischen  Botschaft 
eingereichter  spanischsprachiger  Eingabe  vom  24. Oktober  2010 
(Eingang  Botschaft:  2. November  2010)  gegen  die  Verfügung  des  BFM 
vom  22. September  2010  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob,

dass die Beschwerde – zusammen mit spanischsprachigen Beweismitteln 
– am 26. November 2010 beim Bundesverwaltungsgericht einging,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen 
Verfügungen  (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM im Asylbereich 
entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31­33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 
83 Bst.  d Ziff.  1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  Juni 2005  [BGG, 
SR  173.110]),  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 
105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), was in casu nicht gegeben ist,

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dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 
6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass aus den Akten nicht hervorgeht, wann die Verfügung eröffnet wurde,

dass  die  Vorgehensweise  der  Schweizerischen  Botschaft,  mit  der 
Verfügung  einen  ausschliesslich  vom  Beschwerdeführer  zu 
unterzeichnenden  "Empfangsschein"  mitzuschicken,  für  die  Eruierung 
des korrekten Eröffnungsdatums der Verfügung ungeeignet ist,

dass  die  Beweislast  für  die  Zustellung  an  die  Partei  der  eröffnenden 
Behörde  obliegt  (vgl.  ANDRÉ  MOSER  /  MICHAEL  BEUSCH  /  LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  Bundesgericht,  Handbücher  für  die 
Anwaltspraxis, Band X, Basel 2008, Rz. 3.150, S. 166f.),

dass  aufgrund  des  nicht  eruierbaren  Eröffnungsdatums  somit  von  der 
Rechtzeitigkeit der Beschwerde auszugehen ist (Art. 50 VwVG),

dass auf  diese  somit  einzutreten  ist  (Art.  108 Abs.  1 AsylG und Art.  52 
VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  in  einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG ein Asylgesuch  im Ausland bei einer 
schweizerischen  Vertretung  gestellt  werden  kann,  welches  mit  einem 
Bericht an das Bundesamt überwiesen wird (Art. 20 Abs. 1 AsylG), 

dass die schweizerische Vertretung mit der asylsuchenden Person in der 
Regel eine Befragung durchführt (Art. 10 Abs. 1 AsylV 1) und, wenn dies 
nicht  möglich  ist,  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung 
aufgefordert wird,  ihre Asylgründe schriftlich  festzuhalten  (Art. 10 Abs. 2 
AsylV 1), 

dass  die  schweizerische  Vertretung  dem  Bundesamt  das 
Befragungsprotokoll  oder  ein  schriftliches  Asylgesuch  sowie  weitere 
zweckdienliche Unterlagen und einen ergänzenden Bericht überweist, der 
ihre Beurteilung des Asylgesuches enthält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1),

dass  das  Bundesamt  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen 
kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft macht 
oder  ihr  die Aufnahme  in  einem Drittstaat  zugemutet werden  kann  (vgl. 
Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG),

dass  gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  das  Bundesamt  der  asylsuchenden 
Person die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes bewilligt, wenn  ihr 
nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu 
bleiben oder in ein anderes Land auszureisen,

dass  gestützt  auf Art.  20 Abs.  3 AsylG  das Eidgenössische  Justiz­  und 
Polizeidepartement  (EJPD)  die  schweizerischen  Vertretungen 
ermächtigen  kann,  einer  asylsuchenden  Person  die  Einreise  zu 
bewilligen,  die  glaubhaft macht,  dass  eine  unmittelbare Gefahr  für  Leib 
und  Leben  oder  für  die  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1 
AsylG bestehe,

dass  im Auslandverfahren  gemäss Praxis  eine  asylsuchende Person  in 
der Regel somit zu befragen ist und davon nur abgewichen werden kann, 
wenn  eine  Befragung  faktisch  oder  aus  organisatorischen  oder 
kapazitätsmässigen Gründen unmöglich ist,

dass,  falls  die  Befragung  nicht  durchgeführt  werden  kann,  die 
asylsuchende  Person  –  soweit  möglich  und  notwendig  –  mittels  eines 
individualisierten  und  konkretisierten  Schreibens  aufgefordert  werden 
muss, ihre Gründe für das Asylgesuch schriftlich darzulegen, und auf die 

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allfällige Konsequenz eines negativen Entscheids infolge Verletzung ihrer 
Mitwirkungspflicht aufmerksam zu machen ist,

dass,  falls  der  Sachverhalt  bereits  aufgrund  des  eingereichten 
Asylgesuchs  erstellt  ist,  sich  eine  persönliche  Befragung  ebenfalls 
erübrigen  kann,  jedoch  bei  einem  sich  abzeichnenden  negativen 
Entscheid der asylsuchenden Person diesbezüglich das rechtliche Gehör 
zu gewähren  ist und das Bundesamt gehalten  ist, den Verzicht auf eine 
Befragung  im  Ausland  in  der  Verfügung  zu  begründen  (vgl.  BVGE 
2007/30 E. 5),

dass im vorliegenden Fall keine Befragung des Beschwerdeführers durch 
die  Botschaft  stattfand,  dieser  jedoch  am  14.  Januar  2010  mittels 
Fragebogen zu einer Ergänzung seiner Eingabe eingeladen und ihm am        
15.  März  2010  das  rechtliche  Gehör  zum  beabsichtigten  negativen 
Entscheid gewährt wurde, 

dass  die  Vorakten  –  bis  auf  das  Überweisungsschreiben  der 
Schweizerischen Botschaft  vom 3. März  2009,  das Schreiben des BFM 
vom 15. März 2010 und die angefochtene Verfügung – ausschliesslich in 
spanischer  Sprache  vorliegen  und  das  BFM  die  entscheidrelevanten 
Akten nicht in eine Amtssprache übersetzen liess, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  ausserdem  weder  paginiert  noch  in 
einem Aktenverzeichnis aufgelistet wurden,  

dass  vorliegend  nicht  abschliessend  beurteilt  werden  kann,  ob  eine 
Befragung des Beschwerdeführers durch die Botschaft möglich gewesen 
respektive eine Abweichung von der Regel gerechtfertigt gewesen ist, da 
in  der  angefochtenen  Verfügung  (wie  auch  im  vorgängig  gewährten 
rechtlichen Gehör)  lediglich  darauf  hingewiesen wurde,  der  Sachverhalt 
sei  gestützt  auf  die  vorhandene  Aktenlage  abschliessend  beurteilbar, 
weshalb sich sinngemäss eine direkte Anhörung des Beschwerdeführers 
zu seinen Asylgründen erübrige, 

dass  das  Bundesamt  jedoch  gehalten  ist,  das  Absehen  von  einer 
Befragung  in  seinem  Entscheid  substanziiert  zu  begründen  (vgl.  dazu 
auch BVGE 2007/30 E. 5),

dass  sich  nicht  nachvollziehen  lässt,  wie  und  aufgrund  welcher 
Überlegungen  das  BFM  sich  in  diesem  fast  ausschliesslich 
spanischsprachigen Dossier  seine Meinung  hat  bilden  können  und  sich 

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aus  den  Eingaben  in  den  Vorakten,  die  nicht  in  eine  Amtssprache 
übersetzt vorliegen, für eine des Spanischen nicht mächtigen Person die 
entscheidrelevanten Informationen nicht entnehmen lassen, 

dass  aufgrund  der  Mitwirkungspflicht  der  Parteien  das  BFM  von 
Asylsuchenden  verlangen  kann,  für  die  Übersetzung  ihrer 
fremdsprachigen Dokumente besorgt zu sein (Art. 8 Abs. 2 AsylG),

dass  das  BFM  bei  Verzicht  hierauf  im  Rahmen  einer  gehörigen 
Dossierführung  jedenfalls  jene  Schriftstücke  –  zumindest  in 
summarischer Weise – von Amtes wegen zu übersetzen hat, die  für die 
Beurteilung der Sach­ und Rechtslage von Bedeutung sind, 

dass  demnach  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  als  nicht  genügend 
abgeklärt zu gelten hat, zumal es nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz 
ist, sich vorab um die Übersetzung vorinstanzlicher Akten zu kümmern,

dass  die  obigen  Ausführungen  und  Schlussfolgerungen  indessen  nicht 
dazu  führen,  dass  dem  Beschwerdeführer  die  Einreise  in  die  Schweiz 
bereits deshalb zu bewilligen wäre, 

dass angesichts der Aktenlage – auch mangels Kenntnis des Inhalts der 
eingereichten Beweismittel – nicht genügend konkrete Anhaltspunkte  für 
die  Annahme  bestehen,  dem  Beschwerdeführer  wäre  ein  Verbleib  in 
Kolumbien  für  die  Dauer  der  weiteren,  noch  erforderlichen 
Verfahrenshandlungen nicht zumutbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG,

dass  nach  dem  Gesagten  die  Beschwerde  im  Sinne  der  Erwägungen 
gutzuheissen,  die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  22.  September  2010 
aufzuheben  und  das  BFM  anzuweisen  ist,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt  vollständig  festzustellen,  die  Eingaben  des 
Beschwerdeführers  sowie  die  sachverhaltsrelevanten  Dokumente  zu 
übersetzen  oder  übersetzen  zu  lassen  und  in  der  Sache  –  unter 
Berücksichtigung vorstehender Ausführungen – neu zu entscheiden,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  aufzuerlegen 
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG) sind,

dass sich der Beschwerdeführer im Verfahren nicht hat vertreten lassen, 
ihm folglich keine Kosten erwachsen sind und aus den Akten auch keine 
weiteren zu entschädigende Auslagen hervorgehen, 

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dass  ihr daher  keine Parteientschädigung zuzusprechen  ist  (vgl. Art.  64 
Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

2. 
Die Verfügung des BFM vom 22. September 2010 wird aufgehoben und 
die  Vorinstanz  angewiesen,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
Schweizerische Vertretung in Bogotá.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

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