# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a8e4444-b871-5a1d-8183-9b934a506724
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2011 D-4615/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4615-2011_2011-09-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4615/2011

U r t e i l   v om   7 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;  
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren X._______,
Albanien, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung 
des BFM vom 16. August 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Ende  Mai  2011 
seine Heimat auf dem Landweg verliess und über B._______ am 11. Juni 
2011 legal in die Schweiz einreiste, wo er am 4. Juli 2011 im C._______ 
um Asyl nachsuchte,

dass er am 25. Juli 2011 im D._______ zur Person befragt und dort am 
9. August 2011 durch das BFM zu den Asylgründen angehört wurde,

dass  er  anlässlich  der  Anhörungen  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
seine  Grossmutter  habe  Land  besessen,  das  ihr  etappenweise  vom 
albanischen Staat zwischen den Jahren (...) bis (...) enteignet worden sei,

dass  er  beim Tod  seiner Mutter  noch  ein Kleinkind  gewesen  und  seine 
Stiefmutter im Jahre (...) – sein Vater sei im Jahre (...) verstorben – eine 
Erbbescheinigung  habe  ausstellen  lassen,  in  welcher  diese  seine 
Unterschrift  gefälscht  habe  und  sich  das  ihm  zustehende  Geld  habe 
auszahlen lassen,

dass  diese  zudem  im  Jahre  (...)  oder  (...)  sein  Haus  habe  abreissen 
lassen, so dass er nach seiner Rückkehr aus E._______ keine Unterkunft 
mehr gehabt habe und es deswegen zu einem grossen Streit mit seiner 
Stiefmutter gekommen sei,

dass  er  bei  einer  Strassenbaufirma  tätig  gewesen  sei,  die  auf  dem 
Grundstück des abgerissenen Hauses Bauschutt entsorgt habe, weshalb 
er  in  der  Folge  bei  der  Revisionsstelle  der  Firma  ein  Gesuch  um 
Einstellung  der  Arbeiten  und  bei  den  staatlichen  Behörden  ein  Gesuch 
um Feststellung der Erbschaft und Zahlung einer Entschädigung gestellt 
habe,

dass es daraufhin zu Drohungen gegen seine Person gekommen sei, so 
von  Seiten  seiner  Firma,  der  Privatperson  F._______  –  dieser  sei  ein 
Verwandter  einer  von  der  Enteignung  begünstigten  Person  gewesen – 
und zwei ehemaligen Bürgermeistern,

dass man  ihn aufgefordert  habe,  seine Arbeit  aufzugeben, wegzugehen 
und an einem anderen Ort zu arbeiten,

dass  die  Behörden  sein  Gesuch  nach  vierzig  Tagen  abschlägig 
entschieden hätten, er nun  rechtlich keine Möglichkeiten mehr habe, an 

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sein  Land  zu  kommen,  er  aber  trotzdem  im  (...)  dem  Bezirksanwalt 
Belege eingereicht und sein Grundstück verlangt habe,

dass ihn F._______ am Y._______ in Anwesenheit von Zeugen versucht 
habe  umzubringen  und  er  sich  nach  dem  Vorfall  mit  dem  Angreifer  zu 
versöhnen versucht, er sich jedoch nicht mehr sicher gefühlt habe,

dass er  in der Folge  in einer anderen Stadt gelebt und dort eine andere 
Arbeitsstelle  gehabt,  sich  vorsichtig  verhalten,  jeden  Kontakt  mit  den 
Leuten  aus  dem  früheren Umfeld  vermieden  und  einen Pitbull  zugelegt 
habe,

dass ihn der Staat nie – auch bei früheren Vorfällen – geschützt habe und 
seine Anzeigen, so beispielsweise im Jahre (...), als er mit einem Messer 
angegriffen worden sei, von der Polizei nicht entgegengenommen worden 
seien,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  16.  August  2011  –  gleichentags 
eröffnet – gestützt auf Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eintrat  und  dessen Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete,  wobei  er 
diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass  das  BFM  im  Wesentlichen  ausführte,  der  Bundesrat  habe  mit 
Beschluss vom 5. Oktober 1993 Albanien als verfolgungssicheren Staat 
im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet,

dass  in  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  augenfällige 
Ungereimtheiten aufgetreten seien,

dass er nach Erlass des negativen Urteils und der erlittenen Bedrohung 
weitere  (...)  Jahre  in  Albanien  verbracht  und  in  dieser  Zeit  eine 
Arbeitsstelle  gehabt  und  mit  wenigen  Vorsichtsmassnahmen  (Hund, 
Umzüge) ohne Probleme gelebt habe,

dass  diese  krass  verzögerte  Ausreise  im  zeitlichen  Kontext  unplausibel 
erscheine,

dass  der  Beschwerdeführer  die  versuchte  Tötung  in  nicht 
nachvollziehbarer Weise nicht zur Anzeige gebracht habe, was von  ihm 
nicht einleuchtend habe erklärt werden können,

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dass  auch  das  Motiv  des  Täters  zweifelhaft  erscheine,  zumal  der 
Beschwerdeführer gerichtlich keinen Erfolg gehabt habe und die Tat nach 
dem Gerichtsurteil stattgefunden habe,

dass  eine  allfällige  gerichtliche  Benachteiligung  des  Beschwerdeführers 
nicht aus einem  in Art. 3 AsylG genannten Grund begangen worden sei 
und  erneut  der  zeitliche  Kausalzusammenhang  fehle,  weshalb 
diesbezüglich  von  einer  Beurteilung  der  Glaubhaftigkeit  abgesehen 
werden könne,

dass sich somit aus den Akten keine Hinweise ergeben würden, welche 
die widerlegbare Vermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen 
könnten,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung  zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  22.  August  2011  (Datum 
Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid 
Beschwerde  erhob  und  beantragte,  es  sei  der  Entscheid  des  BFM 
aufzuheben  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  auf  sein  Asylgesuch 
einzutreten, eventualiter sei die Unzumutbarkeit oder Unzulässigkeit des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  zu 
gewähren,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  eine  angemessene  Frist  zur  Beschaffung 
von  weiteren  Beweismitteln  aus  dem Heimatland  zu  gewähren  und  auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass  der  Beschwerdeführer  am  29.  August  2011  im  D._______  zu 
Handen  seines  Asylverfahrens  dem  BFM  Aktenkopien  nachreichte, 
welche an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurden,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 

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SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), eine solche Ausnahme im Sinne von 
Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  BGG  in  casu  jedoch  nicht  vorliegt  und  das 
Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist, 
weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerdeführer  in seiner Rechtsmitteleingabe Dokumente  in 
Aussicht  stellte  und  solche  nachreichte,  weshalb  sich  der  damit 
verbundene  Antrag  auf  Ansetzung  einer  angemessenen  Frist  zur 
Nachreichung von Beweismitteln als gegenstandslos erweist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG getroffen hat,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide 
praxisgemäss  auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  somit 
darin  erschöpft,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  angefochtene 
Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die 

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Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 
S.  240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  sowie  deren  Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem 
Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten 
nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  Safe­Country­Regelung) 
nicht  eingetreten  wird,  ausser  es  gebe  Hinweise  auf  eine  Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Staatsangehöriger 
von Albanien  ist, der Bundesrat Albanien mit Beschluss vom 5. Oktober 
1993 zum "safe country"  im obgenannten Sinn erklärt hat und auf diese 
Einschätzung  im  Rahmen  der  periodischen  Überprüfung  (vgl.  Art.  6a 
Abs. 3  AsylG;  Einschätzung  bestätigt  am  25.  Juni  2003)  bisher  nicht 
zurückgekommen ist,

dass  somit  die  formelle  Voraussetzung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides  –  in  Übereinstimmung  mit  dem  BFM – 
gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,

dass  zu prüfen bleibt,  ob das BFM  im Weiteren  zu Recht  erwogen hat, 
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Bezug 
auf  Albanien  bestehende  Vermutung  der  Verfolgungssicherheit 
widerlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite 
Verfolgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG 
zur  Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr.  35 E.  4.3 S.  247), welcher  nicht  bloss  ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2 
AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs. 3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. 
Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 
Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass  ausserdem  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten – 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 

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anzuwenden  ist  und  auch  bei  Asylsuchenden  aus  einem 
verfolgungssicheren Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft 
werden muss, sobald  in den Akten Hinweise auf Verfolgung  (im soeben 
erläuterten  Sinn)  zu  verzeichnen  sind,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht 
schon auf den ersten Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 
E. 4.3 S. 16 f.),

dass sich die Beschwerde inhaltlich auf eine sinngemässe Wiederholung 
der  bisherigen  Aussagen  des  Beschwerdeführers  beschränkt,  indem 
ausgeführt  wird,  das  Gerichtsverfahren  betreffend  die  Enteignung  sei 
unfair  verlaufen  und  er  habe  wiederholte  Bedrohungen  erlitten,  da  er – 
statt  dass  ihm  Gerechtigkeit  widerfahren  wäre  –  in  das  Netz  von 
korrupten Machenschaften geraten sei,

dass es erstaunlich sei,  dass die Vorinstanz  in  ihrer Begründung davon 
ausgehe,  dass  es  sich  bei  Albanien  um  ein  "safe  country"  handle  und 
somit ein Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung bestehe,

dass  die  im  Zusammenhang  mit  der  nicht  widerlegten  Vermutung 
fehlender  Verfolgung  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach 
einer  Überprüfung  der  Akten  und  unter  Berücksichtigung  der 
Beschwerdeeingabe  als  zutreffend  zu  erachten  sind  und  zwecks 
Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass  sich  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  zur  angeblichen 
Verfolgung des Beschwerdeführers als unbehelflich erweisen,

dass  sie  in  keiner  Weise  geeignet  sind,  an  seinen  diesbezüglichen 
Aussagen – welche  im Übrigen, wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt 
hat, als offensichtlich unglaubhaft zu qualifizieren sind – etwas zu ändern,

dass  insbesondere  auch  in  keiner  Weise  ersichtlich  wird,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  nach  dem  Gerichtsurteil  noch  hätte  bedroht  werden 
sollen, zumal ihm eigenen Angaben zufolge keine rechtlichen Mittel mehr 
offen gestanden seien, um zu seinem Land zu kommen (vgl. act. A8/10, 
S. 5 F18),

dass  –  nebst  dem  Umstand  des  fehlenden  Kausalzusammenhanges 
zwischen Erlass des Urteils  und der Ausreise des Beschwerdeführers – 
seine  allenfalls  gerichtliche  Benachteiligung  die  Elemente  des 
Flüchtlingsbegriffs  klarerweise  nicht  erfüllt  (fehlendes  Verfolgungsmotiv 
nach Art. 3 AsylG),

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dass  angesichts  obiger  Ausführungen  und  Schlussfolgerungen  in  casu 
auf die vom Beschwerdeführer – unübersetzt – nachgereichten weiteren 
Beweismittel (Auflistung Beweismittel) nicht weiter einzugehen ist,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG auf 
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder 
eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf  Erteilung 
einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1 
AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 
mit weiteren Hinweisen sowie EMARK 2001 Nr. 21),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis 
nach dem AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer  in seinem Heimatstaat drohen könnte  (Art. 83 Abs. 3 
AuG),

dass  weder  die  im  Heimatstaat  herrschende  politische  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass  auch  den Akten  keine Anhaltspunkte  zu  entnehmen  sind, wonach 
der  Vollzug  der  Wegweisung  für  den  Beschwerdeführer  in  den 
Heimatstaat unzumutbar wäre,

dass er in seinem Heimatstaat ein familiäres Beziehungsnetz besitzt und 
über langjährige Berufserfahrung im (...) verfügt (vgl. act. A2/10, S. 2 f.),

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dass er in verschiedenen europäischen Ländern über weitere Verwandte 
verfügt,  die  ihn  im  Bedarfsfall  zumindest  in  finanzieller  Hinsicht 
unterstützen könnten (vgl. act. A2/10, S. 3),

dass  unter  den  gegebenen  Umständen  nicht  davon  auszugehen  ist,  er 
würde bei einer Rückkehr  in eine existenzbedrohende Situation geraten, 
die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als möglich (Art. 83 
Abs.  2 AuG)  erscheint,  da  der Beschwerdeführer  gemäss  der Akten  im 
Besitz eines bis zum Z._______ gültigen Reisepasses ist (vgl. act. A2/10, 
S. 3),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder 
unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch um 
Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  gegenstandslos 
geworden ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­ (Art. 2 
und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent­
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand: