# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ca45296-e4c0-5108-a617-9c271a91b4af
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.09.2011 SB110356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110356_2011-09-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr. SB110356-O/U/cs 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic.iur. Spiess, Vorsitzender, und lic.iur. Ruggli, Er-

satzoberrichter lic.iur. Amacker sowie der Gerichtsschreiber lic.iur. 

Hafner  

 

Urteil vom 23. September 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Angeklagte und Appellantin 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____  
 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, vertreten durch Leitenden Staatsan-
walt Dr. Jäger,  

Anklägerin und Appellatin 

 

betreffend Anstiftung zur qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 
15. Dezember 2010 (DG100142) 

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Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. Novem-

ber 2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 13). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Die Angeklagte ist schuldig der Anstiftung zur qualifizierten Widerhandlung 

gegen das das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 24 Abs.1 StGB in 

Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 BetmG sowie Art. 19 Ziff. 2 lit. a 

BetmG. 

2. Die Angeklagte wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 76 Tage 

durch Polizeiverhaft und Untersuchungshaft bis und mit heute erstanden 

sind.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate abzü-

glich 76 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Frei-

heitsstrafe vollzogen. 

4. Die mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2008 aus-

gefällte, bedingte Strafe von 11 Monaten Freiheitsstrafe, abzüglich 42 Tage 

erstandener Untersuchungshaft, wird widerrufen. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. –.–   Kosten KAPO  

Fr. –.–   Untersuchungskosten  

Fr. 8'825.90   amtl. Verteidigungskosten  

Fr. 11'325.90  
 

-   3   - 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der 

Angeklagten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf 

die Staatskasse genommen. 

 

Berufungsanträge: 

a) des Verteidigers der Angeklagten: 

(Urk. 35 S. 2) 

Es seien die Ziffern 2, 3 und 4 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 

15. Dezember 2010 aufzuheben;  

es sei die Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten zu verurteilen, 

wovon 76 Tage durch Polizeiverhaft und Untersuchungshaft erstanden sind;  

es sei der bedingte Strafvollzug bei einer Probezeit von drei Jahren zu ge-

währen;  

es sei auf den Widerruf der mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 

19. November 2009 ausgesprochenen bedingten Freiheitsstrafe zu verzich-

ten;  

es seien die Gerichtsgebühren und die Kosten der amtlichen Verteidigung 

für das obergerichtliche Verfahren und die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung auf die Staatskasse zu nehmen. 

Im Übrigen sei der angefochtene Entscheid zu bestätigen.  

-   4   - 

b) des Vertreters der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland:  

(Urk. 27, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 
 

Das Gericht erwägt: 

I.  Prozessuales 

1. Am 11. November 2010 klagte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die 

Angeklagte an wegen Anstiftung zu Verbrechen gegen das Betäubungsmittelge-

setz im Sinne von Art. 24 Abs.1 StGB in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 

5 BetmG sowie Art. 19 Ziff. 2 BetmG. Mit Urteil vom 15. Dezember 2010 sprach 

das Bezirksgericht Bülach die Angeklagte dieses Deliktes schuldig und verurteilte 

sie zu einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten unter Anrechnung von 76 Tagen Poli-

zeiverhaft und Untersuchungshaft. Dabei wurde der Vollzug der Freiheitsstrafe im 

Umfang von 21 Monaten aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 Jahren. Gleich-

zeitig wurde die mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2008 

ausgefällte, bedingte Strafe von 11 Monaten Freiheitsstrafe, abzüglich 42 Tage 

erstandener Untersuchungshaft, widerrufen (Urk. 30). 

2. Gegen das Urteil vom 15. Dezember 2010, das ihr gleichentags mündlich er-

öffnet wurde (Prot. I S. 21), liess die Angeklagte am 23. Dezember 2010 rechtzei-

tig Berufung erklären (Urk. 20), und nach Erhalt des begründeten Urteils am 12. 

April 2011 (Urk. 23) benannte sie mit Eingabe vom 2. Mai 2011 innert der gesetz-

lichen Frist ihre Beanstandungen (Urk. 24).  

3. Die Berufung der Angeklagten richtet sich gegen die Strafzumessung und den 

Entscheid über den Widerruf der Vorstrafe (Urk. 24). Die Staatsanwaltschaft ver-

langt die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids (Urk. 41). Beweisanträge 

wurden von keiner Seite gestellt.  

-   5   - 

Der Schuldspruch der Vorinstanz (Dispositiv-Ziffer 1) und das vorinstanzliche 

Kostendispositiv (Dispositiv-Ziffern 5 und 6) wurden nicht angefochten und sind 

demnach rechtskräftig geworden. Dies ist vorab festzustellen. 

4. Da der hier angefochtene Entscheid vor dem per 1. Januar 2011 erfolgten In-

krafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung gefällt wurde, ist für das 

vorliegende Berufungsverfahren das bisherige (kantonale) Verfahrensrecht an-

wendbar (Art. 453 Abs. 1 StPO). 

 

II. Strafzumessung 

1. Anstiftung zur qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 24 Abs.1 StGB in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 

BetmG sowie Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe von nicht unter ei-

nem Jahr geahndet, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann.  

2. Die Verteidigung bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht 

angenommen, die Angeklagte habe aufgrund der hohen Belohnungen davon 

ausgehen müssen, es handle sich um eine grössere Menge Kokain. Ebenfalls sei 

zu Unrecht verneint worden, dass die Angeklagte sich in einer Drucksituation be-

funden hatte, da sie eine Busse von Fr. 5'000.– zahlen sollte, und dass eine 

Selbstanzeige vorlag. Aus dem Urteil gehe im Übrigen nicht hervor, inwieweit die 

Kooperation der Angeklagten mit den Untersuchungsbehörden berücksichtigt 

worden sei (Urk. 24). 

3. Vorab kann auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz zum objektiven 

und subjektiven Tatverschulden verwiesen werden (Urk. 30 S. 8-12; § 161 

GVG/ZH). Ergänzend ist festzuhalten, dass die Angeklagte, die nur sieben Mona-

te vor der Tat wegen des Transports von 4,4 kg reinem Kokain von B._____ in die 

Schweiz verurteilt worden war, sehr wohl wissen musste, dass man ihr nicht Fr. 

5'000.– für das Anwerben eines Drogenkuriers versprochen hätte, wenn es sich 

nicht erneut um den Transport einer Menge von Drogen im Kilobereich gehandelt 

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hätte. Auch die Verteidigung räumte dies in der erstinstanzlichen Verhandlung 

sinngemäss ein (Prot. I S. 20). Die schnelle Kadenz der zwei ähnlichen Verfeh-

lungen der Angeklagten zeugt im Übrigen von einer erschreckenden Unverfroren-

heit. Gleichzeitig kann nicht ernstlich von einer Drucksituation gesprochen wer-

den, nur weil die Angeklagte Bussen von insgesamt Fr. 5'000.– hätte zahlen sol-

len. Von vorneherein hätte sie keine Inhaftierung befürchten müssen, wenn sie 

unverschuldet nicht in der Lage gewesen wäre, diese Bussen zu bezahlen. Zu-

dem durfte sie auch nicht ausschliessen, dass ihre Eltern sie wie gewohnt unter-

stützen würden. Selbst wenn man die angeblich drohende Haft dennoch als 

Drucksituation ansehen würde, so würde dies das Verschulden der Angeklagten 

nicht wesentlich verringern, da sie die Situation durch ihr früheres Fehlverhalten 

selbst verursacht hatte. 

Auch bezüglich der Täterkomponente ist vornehmlich auf die Ausführungen der 

Vorinstanz zu verweisen (Urk. 30 S. 12 ff.). Hinzuzufügen bleibt allerdings, dass 

angesichts der Aussagen der Angeklagten und den Angaben des Verteidigers in 

der Schlusseinvernahme vom 11. November 2010 (Urk. 2/4 S. 3 f.) davon auszu-

gehen ist, dass die Angeklagte plante, sich der Polizei zu stellen, und dies bereits 

über ihren Anwalt in die Wege geleitet hatte, dann aber zufällig verhaftet wurde, 

ehe sie ihren Entschluss in die Tat umsetzen konnte. Dies ist zusätzlich zum auch 

von der Vorinstanz bereits berücksichtigten kooperativen Verhalten der Angeklag-

ten in der Untersuchung strafmindernd zu veranschlagen. Für eine Strafmilderung 

gemäss Art. 48 lit. d StGB reicht allerdings weder das kooperative Verhalten noch 

die geplante Selbstanzeige aus.  

Demgegenüber ist aufgrund der persönlichen Situation der Angeklagten, die al-

leinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder und zudem noch in Ausbildung ist 

(Prot. II S. 7 f.), von einer erhöhten Strafempfindlichkeit auszugehen. Die von der 

Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 33 Monaten ist daher um 6 Mona-

te zu reduzieren. Daran anzurechnen sind 76 Tage erstandene Untersuchungs- 

und Polizeiverhaft. 

 

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III.  Vollzug 

Schon allein aufgrund des Verschlechterungsverbots muss der Angeklagten der 

teilbedingte Vollzug gewährt werden. Unter Bezug auf ihre persönliche Situation, 

auf die bereits oben unter dem Gesichtspunkt der Strafempfindlichkeit eingegan-

gen wurde, ist der zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe auf das Minimum von 6 

Monaten festzusetzen. Im Umfang von 21 Monaten ist der Vollzug aufzuschieben, 

unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.  

 

IV.  Widerruf 

Begeht der zu einem bedingt vollziehbaren Freiheitsentzug verurteilte Jugendliche 

in der Probezeit erneut ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwar-

ten, dass er weitere Delikte verüben wird, so widerruft das für die Beurteilung des 

erneuten Delikts zuständige Gericht die bedingte Strafe (Art. 35 Abs. 1 und 2 

JStG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 JStG). Wird für die neuen Delikte eine unbedingte Frei-

heitsstrafe ausgefällt, so bildet das Gericht mit der neuen Strafe eine Gesamtstra-

fe (Art. 31 Abs. 2 JStG).  

Die vorliegend eingeklagte Straftat beging die Angeklagte am 21. Juni 2009 und 

damit während der zweijährigen Probezeit, die ihr mit Urteil des Jugendgerichts 

des Bezirkes Winterthur vom 19. November 2008 angesetzt worden waren (Bei-

zugsakten der Jugendanwaltschaft Winterthur Urk. 12). Die Angeklagte delin-

quierte demnach nur rund 7 Monate nach ihrer Verurteilung wegen Verbrechens 

gegen das BetmG und nachdem sie im Zuge dieses Verfahrens bereits 42 Tage 

in Untersuchungshaft verbracht hatte erneut und zudem einschlägig. Es ist daher 

ernsthaft zu befürchten, dass sie auch in Zukunft ähnliche Straftaten begehen 

wird, sollte heute nur eine Verwarnung ausgesprochen und die Probezeit verlän-

gert werden. Die oben aufgeführte Strafe ist demnach zu widerrufen. Da für das 

heute zu beurteilende Delikt eine teilbedingte Freiheitsstrafe auszusprechen ist, 

ist keine Gesamtstrafe zu bilden (Art. 35 Abs. 2 JStG). 

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V.  Kosten 

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens mit Ausnahme derje-

nigen der amtlichen Verteidigung der Angeklagten aufzuerlegen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 

vom 15. Dezember 2010 (DG100142) bezüglich Dispositivziffern 1 (Schuld-

spruch) sowie 5 und 6 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Das Gericht erkennt: 

1. Die Angeklagte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 76 Tage 

durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate abzüg-

lich 76 Tage Untersuchungshaft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2008 aus-

gefällte, bedingte Strafe von 11 Monaten Freiheitsentzug, abzüglich 42 Tage 

erstandene Untersuchungshaft, wird widerrufen. 

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4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'400.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung (ausstehend)  

 
5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Angeklagten auferlegt, die-

jenigen der amtlichen Verteidigung jedoch auf die Gerichtskasse genom-

men. 

6. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Angeklagten  

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Angeklagten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
− die Bundesanwaltschaft  

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B. 

7. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

II. Strafkammer 

 Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 Oberrichter lic.iur. Spiess lic.iur. Hafner 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 23. September 2011
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Die Angeklagte ist schuldig der Anstiftung zur qualifizierten Widerhandlung gegen das das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 24 Abs.1 StGB in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 BetmG sowie Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG.
	2. Die Angeklagte wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 76 Tage durch Polizeiverhaft und Untersuchungshaft bis und mit heute erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate abzüglich 76 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2008 ausgefällte, bedingte Strafe von 11 Monaten Freiheitsstrafe, abzüglich 42 Tage erstandener Untersuchungshaft, wird widerrufen.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der Angeklagten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen.
	Berufungsanträge:
	Es seien die Ziffern 2, 3 und 4 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Dezember 2010 aufzuheben;
	es sei die Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten zu verurteilen, wovon 76 Tage durch Polizeiverhaft und Untersuchungshaft erstanden sind;
	es sei der bedingte Strafvollzug bei einer Probezeit von drei Jahren zu gewähren;
	es sei auf den Widerruf der mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2009 ausgesprochenen bedingten Freiheitsstrafe zu verzichten;
	es seien die Gerichtsgebühren und die Kosten der amtlichen Verteidigung für das obergerichtliche Verfahren und die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen.
	Im Übrigen sei der angefochtene Entscheid zu bestätigen.
	Das Gericht erwägt:
	I.   Prozessuales
	II.  Strafzumessung
	III.   Vollzug
	IV.   Widerruf
	V.   Kosten

	Das Gericht beschliesst:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 15. Dezember 2010 (DG100142) bezüglich Dispositivziffern 1 (Schuldspruch) sowie 5 und 6 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Das Gericht erkennt:
	1. Die Angeklagte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 76 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate abzüglich 76 Tage Untersuchungshaft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Die mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 19. November 2008 ausgefällte, bedingte Strafe von 11 Monaten Freiheitsentzug, abzüglich 42 Tage erstandene Untersuchungshaft, wird widerrufen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Angeklagten auferlegt, diejenigen der amtlichen Verteidigung jedoch auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Bundesanwaltschaft
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.

	7. Rechtsmittel: