# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29a85de4-d4e7-5607-8bc0-afb9f460fa93
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2009 D-7030/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7030-2009_2009-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7030/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Zimbabwe,
(...), 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. November 2009 / (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7030/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer am 21. September 2009 in  der Schweiz 
um Asyl nachsuchte, 

dass er bei der Erstbefragung vom 23. September 2009 im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie anlässlich der am 15. 
Oktober 2009 am selben Ort durchgeführten direkten Bundesanhörung 
geltend machte, er habe bis zum Tod seiner Eltern im Jahre 1991 be-
ziehungsweise 1992 in C._______ gelebt,

dass er in der Folge von D._______, einem Weissen, auf dessen Farm 
in E._______ aufgenommen worden sei, 

dass er mit der Zeit ein Vertrauter von D._______ geworden sei und 
ab  dem Jahre  2004  auf  dessen  Farm die  Funktion  eines  Aufsehers 
übernommen habe, 

dass ab Anfang 2009 die Farm von D._______, der Morgan Tsvangirai 
unterstütze, von Anhängern Mugabes, der beabsichtige, die Weissen 
von ihren Farmen zu vertreiben, mehrmals angegriffen worden sei, 

dass am Abend des 10. Septembers 2009 erneut zirka vierzig Jugend-
liche,  die  mit  drei  Bussen herangeführt  worden seien,  die  Farm mit 
Benzin und Macheten angegriffen hätten, 

dass  er  und  D._______  sich  mit  Schusswaffen  gegen  die  Angreifer 
verteidigt hätten, woraufhin sich diese zurückgezogen hätten, 

dass er mit D._______ und dessen Familie noch am selben Abend die 
Farm verlassen habe und mit  dem Auto via Pretoria  nach Johannis-
burg gereist  sei,  von wo sie via eines unbekannten Ortes in Europa 
nach Zürich geflogen seien, 

dass dort  D._______ mit  seiner Familie verschwunden sei,  nachdem 
dieser ihm gesagt habe, er solle hier ein neues Leben anfangen, wor-
auf er sich zur Empfangsstelle begeben habe, 

dass er nicht nach Zimbabwe zurückkehren könne, da ihm dort Rache 
seitens der Angreifer drohe, die die Farm von D._______ angegriffen 
hätten, 

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dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuchs im 
EVZ B._______ schriftlich aufgefordert  wurde, innert  48 Stunden ein 
Reise- oder Identitätspapier einzureichen,

dass das BFM mit Entscheid vom 4. November 2009 - eröffnet am 7. 
November 2009 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asyl-
gesuch vom 21. September 2009 nicht eintrat und die Wegweisung so-
wie den Vollzug verfügte,

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen ausführte, der Beschwerdeführer habe innerhalb der eingeräum-
ten Frist  von 48 Stunden weder ein Reise- noch ein Identitätspapier 
eingereicht, 

dass  der  Beschwerdeführer  angegeben  habe,  nie  einen  Reisepass 
oder eine Identitätskarte besessen zu haben, 

dass er  im Weiteren vorgebracht habe, dass die Papiere, welche für 
die Reise von Afrika in die Schweiz benutzt worden seien, D._______ 
bei sich behalten habe und dieser von ihm nicht mehr kontaktiert wer-
den könne, 

dass es sich bei dieser Erklärung des Beschwerdeführers insbesonde-
re deshalb um eine Schutzbehauptung handle, weil er angeblich weder 
wisse,  auf  welchem europäischen Flughafen er  in  ein anderes Flug-
zeug umgestiegen sei, noch mit welchen Fluggesellschaften er gereist 
sei, und da er geltend mache, D._______ sei bei den Passkontrollen 
vorangegangen und habe jeweils die Reisepapiere seiner Familie und 
diejenigen des Beschwerdeführers vorgewiesen, ohne dass er den für 
ihn verwendeten Reisepass jemals zu Gesicht bekommen habe, 

dass  derart  substanzarm  deponierte,  realitätsfremde  Vorbringen  be-
zeichnend  für  Beschwerdeführer  seien,  die  nicht  gewillt  seien,  ihre 
Identität  mittels Dokumenten gegenüber dem BFM zu belegen,  wes-
halb  sich  der  Schluss  aufdränge,  dass  der  Beschwerdeführer  dem 
BFM die Abgabe rechtsgenüglicher Reise- beziehungsweise Identitäts-
papiere bewusst vorenthalten habe, um seine Identität zu verschleiern 

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und/oder einen allfälligen Wegweisungsvollzug zu erschweren oder zu 
verhindern, 

dass  dehalb  keine  entschuldbaren Gründe  vorliegen würden,  die  es 
dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen, 

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zudem hinsichtlich  des  die  geltend 
gemachte Flucht auslösenden Ereignisses vom 10. September 2009 in 
erhebliche Widersprüche verstrickt habe, 

dass  er  beispielsweise  bei  der  Anhörung  ausgesagt  habe,  er  habe 
selber  mit  einer  Pistole  Schüsse  auf  die  angreifenden  Jugendlichen 
abgefeuert,  um sie in die Flucht  zu schlagen,  hingegen habe er an-
lässlich der Erstbefragung explizit  erklärt, dass er am 10. September 
2009  keine  Waffe  in  die  Hand  genommen  habe,  sondern  alleine 
D._______  geschossen  und  dadurch  die  Angreifer  zum  Rückzug 
gezwungen habe, 

dass im Weiteren festzustellen sei, dass die Aussage des Beschwer-
deführers, wonach die von Mugabe geschickten Angreifer am 10. Sep-
tember  2009 lediglich Benzin und Macheten mitgehabt  hätten,  reali-
tätsfremd sei, zumal bekannt sei, dass die Farmer in Zimbabwe in der 
Regel über Feuerwaffen verfügen würden,  

dass  dem Beschwerdeführer  überdies  nicht  geglaubt  werden könne, 
dass er auf der Farm eines Weissen gearbeitet habe und dabei Angrif-
fe durch Anhänger Mugabes erlebt habe, da er der Frage, ob ihm per-
sönlich je etwas zugestossen sei, ausgewichen sei, 

dass  auch  die  Schilderung  des  Beschwerdeführers,  wonach  er  sich 
der  Angreifer  jeweils  mittels  einer  Heugabel  habe erwehren können, 
realitätsfremd sei, weshalb es offenkundig sei, das es sich bei den per-
sönlichen Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers um ein Sach-
verhaltskonstrukt handle, 

dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

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dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  11.  November  2009 
(Poststempel)  in  englischer  Sprache  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte, 
es  sei  die angefochtene Verfügung aufzuheben,  auf  das  Asylgesuch 
einzutreten, die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu ge-
währen, zudem sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung un-
zulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sowie  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen sei, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege, um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung 
sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuch-
te, eventualiter sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen und 
die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit  den  Behörden  des  Heimat-  oder  Herkunftstaates  sowie  jegliche 
Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, eventuell sei bei bereits 
erfolgter Datenweitergabe die beschwerdeführende Person darüber in 
einer separaten Verfügung zu informieren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. November 2009 beim Instrukti-
onsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 
AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass in Bezug auf die in englischer Sprache abgefassten Beschwerde 
angesichts der kurzen gesetzlichen Behandlungsfrist (Art. 109 Abs. 2 

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AsylG)  sowie  aus  prozessökonomischen  Gründen  und  zufolge  ihrer 
Verständlichkeit auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbes-
serung verzichtet wird,

dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen in gültiger Form eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 37 
VGG i.V.m. Art.  52  VwVG),  weshalb  auf  diese -  unter  Vorbehalt  der 
nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist,

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer allfäl-
ligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 
55 Abs. 2 VwVG), 

dass daher auf das Eventualbegehren, die aufschiebende Wirkung sei 
wiederherzustellen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten 
ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32 -  35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73), 

dass demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin 
beantragt wird, es sei dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren, 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen  nicht  in  der  Lage (Art.  32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  wenn  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich 
auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den nach Einreichung seines Asylgesuchs keine Papiere eingereicht 
hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist,

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht - in Übereinstimmung 
mit  der  Vorinstanz  -  festzustellen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  im 
Verlaufe seiner Anhörungen teilweise widersprüchliche, realitätsfremde 
und unglaubhafte Aussagen geltend machte und diesbezüglich auf die 
vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist,

dass die Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, zumal der Be-
schwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanziel-
les  entgegenhält  und  im  Wesentlichen  lediglich  am  Wahrheitsgehalt 
der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen fest-
hält beziehungsweise es bei der blossen Wiedergabe des bereits fest-
gestellten Sachverhalts bewenden lässt, was aber an der offensichtli-
chen Unglaubhaftigkeit der behaupteten Verfolgungsvorbringen nichts 
zu ändern vermag,

dass insbesondere seine Darstellung, er habe selber keine Waffe be-
sessen, aber jene von D._______ benutzt (Beschwerde S. 3), den von 
der Vorinstanz zutreffend festgestellten Widerspruch nicht zu entkräf-
ten vermag, 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die ihm in Zimbabwe droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Zimbabwe nicht auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt,

dass es dem Gericht im vorliegenden Fall nicht möglich ist, sich in vol-
ler Kenntnis der tatsächlichen persönlichen und familiären Verhältnisse 
des  Beschwerdeführers  zur  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegwei-
sung zu äussern, da er - wie oben dargelegt - gegenüber den Asylbe-
hörden bezüglich seiner persönlichen Verhältnisse unglaubhafte Anga-
ben gemacht hat, 

dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden zudem keine Identitäts-
papiere  abgegeben  hat,  weshalb  seine  Identität  und  seine  genaue 
Herkunft  nicht  zweifelsfrei  feststehen,  was aber  für  die  Überprüfung 
von Vollzugshindernissen grundsätzlich Voraussetzung ist,

dass Wegweisungshindernisse zwar grundsätzlich von Amtes wegen 
zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der Asylbehörden 
sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, 

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren persönlichen Ver-
hältnisse  zu  tragen  hat,  indem vermutungsweise  davon  auszugehen 
ist,  es  würden  vorliegend  auch  keine  individuellen  Gründe  auf  eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Zimbabwe schlies-
sen lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.), 

dass an dieser Einschätzung auch die vom Beschwerdeführer in der 
Rechtsmitteleingabe  geltend  gemachten  Beschwerden  am  rechten 
Bein nichts ändern, zumal nicht davon auszugehen ist, es handle sich 
dabei  um  eine  ernsthafte  Erkrankung,  insbesondere  da  es  der  Be-
schwerdeführer  -  trotz  Zumutbarkeit  -  unterlassen hat,  diesbezüglich 
ein ärztliches Zeugnis einzureichen, 

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dass deshalb der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu er-
achten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass der  Beschwerdeführer in  seiner Rechtsmitteleingabe beantragt, 
die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jeglichen Datentransfer zu 
unterlassen, um im Fall einer Rückkehr keine Probleme zu bekommen,

dass mit vorliegendem Urteil die Beschwerde abgewiesen wird und da-
mit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist, weshalb sich der An-
trag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen - solche sind ohnehin 
nur  für  die  Dauer  des  Beschwerdeverfahrens  wirksam  -  als  gegen-
standslos erweist, 

dass im Übrigen aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht her-
vorgeht, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer betreffende Daten 
an den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegeh-
ren, es sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe der Beschwerdeführer 
darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechts-
schutzinteresses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzu-

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weisen ist, da die Begehren - wie sich aus den vorliegenden Erwägun-
gen ergibt - als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumu-
lativen  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nicht erfüllt sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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