# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd989aa5-055e-55f9-8d53-f0010dd4df5d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 02.05.2008 BRKE I Nr. 0102/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-I-Nr--0102-2008_2008-05-02.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 0102/2008 vom 2. Mai 2008 in BEZ 2008 in BEZ 2008 Nr. 42

Die Bauherrschaft beabsichtigte den Neubau eines fünfgeschossigen Gebäu-
des in der Zentrumszone Z5. Die Nachbarrekurrentin befürchtete im Zusammenhang 
mit den Bauarbeiten, insbesondere mit dem Baugrubenaushub, Erschütterungen 
und hieraus entstehende Schädigungen ihrer in hohem Masse betriebsrelevanten 
EDV-Anlage (Serveranlage). Sie verlangte, die Gefährdung durch einen unabhängi-
gen Gutachter prüfen zu lassen und gegebenenfalls die Baubewilligung für die bei-
den an ihr Grundstück angrenzend geplanten Untergeschosse aufzuheben.

Aus den Erwägungen: 

7. (…) Gemäss § 239 Abs. 1 PBG müssen Bauten und Anlagen nach Fundati-
on, Konstruktion und Material den anerkannten Regeln der Baukunde entsprechen 
und dürfen weder bei ihrer Erstellung noch durch ihren Bestand Personen oder Sa-
chen gefährden. Die Einhaltung der Regeln der Baukunde, insbesondere der Ver-
meidung von Gefährdungen von Nachbargrundstücken durch Bauarbeiten, stellt ei-
ne der Grundanforderungen dar, welchen ein Bauvorhaben genügen muss. Diese 
Anforderung ist, soweit technisch möglich, bereits bei Erteilung der Baubewilligung 
zu erfüllen oder zumindest auf den Baubeginn hin sicherzustellen (BEZ 1982 Nr. 
32). Konkretisiert wird § 239 PBG durch die Verordnung über die ordentlichen tech-
nischen und übrigen Anforderungen an Bauten, Anlagen, Ausstattungen und Aus-
führungen (Besondere Bauverordnung I [BBV I]). Gemäss § 2 BBV I gilt als fachge-
recht, was gemäss jeweiligem Stand der Technik möglich sowie aufgrund ausrei-
chender Erfahrung oder Untersuchungen geeignet ist und wirtschaftlich anerkannt 
wird. Richtlinien, Normalien und Empfehlungen staatlicher Stellen sowie anerkannter 
Fachverbände sind hierbei zu berücksichtigen. Richtlinien, Normalien und Empfeh-
lungen, die als Verordnungsbestimmungen befolgt oder als Richtlinien und Norma-
lien im Sinne von § 360 PBG beachtet werden müssen, werden im Anhang zur Ver-
ordnung aufgeführt (§ 3 Abs. 1 BBV I). 

Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen, einschliesslich derjenigen für die Bau-
grube, gehören zur Bauausführung und werden nach herkömmlichem Verständnis 
von der (präventiven) Beurteilung des Baugesuches nicht erfasst. Die Bauarbeiten 
sind lediglich meldepflichtig, und sie unterstehen – unabhängig von zivilen Rechts-
behelfen des Nachbarn – einer (repressiven) Kontrolle gemäss §§ 326 ff. PBG (vgl. 
Ch. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren, 1991, Rz. 580 ff.). Der Bauherr hat die 
aufgrund der Umstände sich aufdrängenden Sicherheitsvorkehren als unmittelbar 
anwendbare Verhaltensvorschrift ohne weiteres zu beachten und es besteht daher 
in der Regel kein Anlass, diese in das baurechtliche Verfahren einzubeziehen. Viel-
mehr darf einem Bauherrn zugebilligt werden, dass er bei der Bauausführung mit der 

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gebotenen Sorgfalt zu Werke geht. Anders verhält es sich demgegenüber dann, 
wenn bereits konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine ganz besondere Ge-
fährdung hindeuten und nahelegen, vom Bauherrn einen speziellen Nachweis oder 
bestimmte Vorkehren zu verlangen; dies namentlich dann, wenn nicht ohne weiteres 
damit gerechnet werden kann, dass der Bauherr die gebotene Sorgfalt walten lässt. 

8. Die Rekurrentin macht selbst nicht geltend, es lägen mit Bezug auf das Bau-
vorhaben besondere Verhältnisse etwa hinsichtlich der Beschaffenheit des Bau-
grundes oder des Verlaufs des Terrains vor. Es finden sich denn auch keine 
diesbezüglichen Anhaltspunkte in den Akten und es zeigten sich auch keine solchen 
beim Augenschein. Als Gefährdung werden denn auch allein die durch den Abbruch 
und die Bauarbeiten entstehenden Erschütterungen bezeichnet, und diese auch nur 
mit Bezug auf die spezielle Einrichtung und Nutzung des Serverraumes und damit 
hinsichtlich eines kleinen Teils der rekurrentischen Räumlichkeiten. 

Die Vorinstanz hat keine entsprechenden Anordnungen getroffen. Die dahinge-
hende Beurteilung betrifft weitgehend eine Frage des technischen Ermessens (vgl. 
RB 1993 Nr. 43), so dass sich die Baurekurskommissionen bei der Überprüfung ent-
gegen ihrer grundsätzlich vollen Kognition (§ 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspfle-
gegesetzes [VRG]) Zurückhaltung auferlegen. Die Baurekurskommissionen ersetzen 
somit eine noch vertretbare Wertung der Gemeinde nicht durch eine eigene andere 
Wertung. Hingegen greifen sie dann ein, wenn die Unhaltbarkeit des vorinstanzli-
chen Entscheides offensichtlich ist (vgl. A. Kölz/J. Bosshart/M. Röhl, Kommentar 
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., 1999, § 20 Rz. 17 
ff.). Nachfolgend wird also zu prüfen sein, ob die Nichtanordnung von Massnahmen 
zum Schutz vor Erschütterungen im vorinstanzlichen Ermessen lag.

9. Die private Rekursgegnerin hat im Rahmen ihrer Vernehmlassung ein von 
einer Ingenieurfirma erarbeitetes Konzept betreffend die Baugrube und die Auswir-
kungen von deren Abschlüsse auf die Nachbarparzellen eingereicht und darin auf 
mögliche Risiken hinsichtlich der Serveranlagen aufgrund von Erschütterungen hin-
gewiesen. Als mögliche Massnahmen gegen diese Auswirkungen wurden das Abklä-
ren der tatsächlichen Gefährdung mittels Installation zweier Geophone auf dem Bo-
den des Serverraumes sowie die Durchführung entsprechender Untersuchungen 
durch eine Spezialfirma genannt. Bereits anlässlich des Lokaltermins waren zu die-
sem Zwecke auf dem Boden des Serverraumes zwei Geophone (Positionen Beton-
boden und Holzdecke) installiert, mit denen der bestehende Zustand (alltägliche Er-
schütterungseinwirkungen) ausgemessen wurde. Während einer Beobachtungsdau-
er von mehreren Wochen wurden sodann verschiedene Einzelereignisse, die durch 
manuelle sowie automatische Triggerung ausgelöst wurden, aufgezeichnet sowie 
ausgewertet und in einem Bericht festgehalten. Die registrierten Maximalwerte sind 
durch impulsartige Anregungen wie Sprünge, Schritte etc. hervorgerufen worden. 
Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass die Erschütterungen infolge Benüt-
zung des Serverraumes auf der über dem Betonboden befindlichen Holzdecke 
zehnmal grösser ausgefallen sind als auf dem Betonboden selbst und die maximale 
Schwinggeschwindigkeitsamplituden im Bereich von 2 bis 9 mm/s liegen, was als 
sehr hoch und hinsichtlich der Server als über den üblichen Herstellerangaben lie-
gend bezeichnet wird; es wird dabei aber die Einschränkung gemacht, dass ein all-
fälliges Überschreiten der dort definierten Werte nicht zwingend zu Schäden führen 
müsse, da die diesbezüglich eingebaute Sicherheit nicht bekannt sei. Basierend auf 

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den Messdaten und den Server-Herstellerangaben sind alsdann Grenzwerte (Beo-
bachtungs-, Interventions- und Alarmwerte) ausgearbeitet worden. Die gemessenen 
Maximalwerte werden dabei als Einzelereignisse (Impuls, Stoss) taxiert und geson-
dert betrachtet. Hinsichtlich länger dauernder Erschütterungen (Vibrationen) werden 
die Grenzwerte tiefer angesetzt. Im Sinne einer Vereinfachung sind die zulässigen 
Werte sodann nicht in Abhängigkeit der Frequenzen definiert worden, sondern es 
werden die maximalen Schwingungsgeschwindigkeiten als über den ganzen Fre-
quenzbereich geltend erklärt. Im Einzelnen sind mit Bezug auf die Serveranlagen 
folgende Grenzwerte definiert worden: 

Anregungsart X-Wert Y-Wert Z-Wert

Impuls/Stoss 5.0 mm/s 10.0 mm/s 15.0 mm/s

Vibrationen 1.5 mm/s 5.0 mm/s 10.0 mm/s

Diese Werte gelten sowohl hinsichtlich der Holzdecke als auch des Betonbo-
dens. Unterschieden wird einerseits zwischen impulsartigen und länger dauernden 
Erschütterungseinwirkungen (Vibrationen) und andererseits zwischen dem Ist-
Zustand («X-Werte»), den Aufmerksamkeitswerten («Y-Werte») und den Interventi-
onswerten («Z-Werte»). Es ist vorgesehen, zu Beginn der Bauarbeiten beim Errei-
chen der «Y-Werte» zwingend eine Sitzung einzuberufen, um die Situation analysie-
ren zu können und die vorhandenen «Y-Werte» auf deren Richtigkeit zu überprüfen. 
Erreichen die Messwerte die Stufe der «Y-Werte», wird auf der Baustelle ein Signal 
ausgelöst und die Arbeit bei Bedarf kurzfristig unterbrochen (im Minutenbereich), bis 
der Baugrund wieder zur Ruhe gekommen ist und eine Fortsetzung der Bauarbeiten 
als möglich erachtet wird. Dies soll beiden Parteien angezeigt und schriftlich doku-
mentiert werden. Das Erreichen der «Z-Werte» wird durch Alarm bei beiden Parteien 
angezeigt und ebenfalls schriftlich dokumentiert. Werden diese Werte erreicht, wer-
den die Arbeiten, die die Erschütterungen möglicherweise ausgelöst haben, unver-
züglich unterbrochen. Es wird verifiziert, ob interne oder andere Verursacherquellen 
vorhanden sind und ob Auswirkungen auf die Serveranlage festzustellen sind. Lie-
gen keine vor, ist eine Fortsetzung der Bauarbeiten nach einem maximalen Arbeits-
unterbruch von einer Stunde möglich. Liegen Auswirkungen vor, wird deren Aus-
mass festgestellt und werden die Verursacherquellen ermittelt sowie bei einem allfäl-
ligen Zusammenhang mit den Bauarbeiten der Bauablauf unter Beizug der Fachleu-
te angepasst. Die erschütterungsintensiven Arbeiten können weitergeführt werden, 
solange die «Y-Werte» nicht mehr überschritten werden. Als Massnahmen beim Er-
reichen der «Y-Werte» werden unter anderem der Einsatz kleinerer Baumaschinen, 
die Überprüfung der Art der Abbrucharbeiten und das Planen einer elastischen 
Trennlage zwischen Server und Holz- oder Betonboden in Betracht gezogen. Beim 
Erreichen der «Z-Werte» (Interventionswerte) ist der Bauablauf anzupassen und 
sind die vorstehend aufgezählten Massnahmen umzusetzen. 

10. Die Rekurrentin hält den dahingehend definierten Grenzwerten in erster Li-
nie entgegen, diese gründeten allein auf den mit Bezug auf die Holzdecke gemes-
senen Schwingungen, obschon die dort gemessenen Werte rund zehnmal grösser 
seien als diejenigen auf dem Betonboden und die Stahlrahmen der Rackserver auf 
dem Beton- und nicht etwa auf dem Holzboden montiert seien. Die auf dem 
Holzboden gemessenen Werte könnten mithin nicht Grundlage für die Bestimmung 
der für die Serveranlagen geltenden Grenzwerte bilden. Die von der privaten 

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Serveranlagen geltenden Grenzwerte bilden. Die von der privaten Rekursgegnerin 
definierten Werte lägen denn auch deutlich über den Grenzwerten der Herstelleran-
gaben von Dell, HP und Seagate. Die Grenzwerte seien vielmehr auf der Basis der 
auf dem Betonboden gemessenen Werte festzulegen und damit ungefähr zehnmal 
tiefer anzusetzen. Ausserdem seien sie in Abhängigkeit zu den Frequenzen der Er-
schütterungen zu setzen, da eine Schwinggeschwindigkeit je nach Frequenzbereich 
grosse unterschiedliche Auswirkungen habe. 

Anlässlich des Lokaltermins konnte festgestellt werden, dass die Serverracks 
nicht auf dem Holzboden, sondern auf dem darunter liegenden Betonboden montiert 
sind, was von der Rekurrentin ausdrücklich bestätigt wird. Insofern spielen die mit 
Bezug auf den Holzboden gemessenen Schwinggeschwindigkeiten mit Bezug auf 
die Serveranlagen in der Tat keine Rolle. Allerdings kann daraus nicht der rekurren-
tische Schluss gezogen werden, damit sei mit Bezug auf den Betonboden und den 
Serveranlagen zwangsläufig von einem zehnmal kleineren Grenzwert auszugehen. 
Gewiss sind auf der Holzdecke zehnmal grössere Erschütterungen als auf dem Be-
tonboden gemessen worden. Allerdings gilt es hinsichtlich der Festsetzung eines 
Grenzwertes mit Bezug auf die Serveranlagen zu berücksichtigen, dass die regist-
rierten Erschütterungen auf die «Benützung» des Serverraumes, das heisst auf dort 
erzeugte Anregungen zurückzuführen sind. Die Schwingungen wirkten sich deshalb 
in erster Linie auf die Holzdecke aus, das heisst auf den Einbau und nicht den ei-
gentlichen Baukörper. Dass solche Ereignisse mit Bezug auf den Betonboden, das 
heisst den Baukörper selbst, geringere Werte als hinsichtlich der Holzdecke erge-
ben, ist evident. Das bedeutet aber, dass die so hinsichtlich des Betonbodens ermit-
telten Werte nicht unbesehen als Grenzwerte für die hier interessierenden Erschüt-
terungen auf die dort stehenden Serveranlagen durch von aussen kommende Ab-
bruch- und Aushubarbeiten übernommen werden können. Vielmehr ist, wie es die 
private Rekursgegnerin in ihrem Konzept hinsichtlich der Festlegung des diesbezüg-
lich massgeblichen Grenzwertes offensichtlich getan hat, diesem Umstand ange-
messen Rechnung zu tragen, was den sowohl für die Holzdecke als auch den Be-
tonboden gleichermassen geltenden Wert erklärt.

11. Entscheidungshilfe bietet dabei die eingetragene Norm SN 640 312a der 
Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS). Als nicht ausdrücklich ver-
bindlich sowie auch nicht im Anhang zur BBV I figurierende und demgemäss nicht 
als beachtlich erklärte Norm dient sie den Behörden doch immerhin als Auslegungs-
hilfe und hilft bei der Handhabung des pflichtgemässen Ermessens. Ganz allgemein 
kann gesagt werden, dass solche Normen einer einheitlichen Rechtsanwendung 
sowie grösserer Rechtsklarheit und Rechtssicherheit dienen. 

Die Norm SN 640 312a gilt hinsichtlich Erschütterungseinwirkungen auf Bau-
werke, die durch Sprengungen, durch Maschinen und Baugeräte aller Art und durch 
Strassen- und Bahnverkehr erzeugt werden und auf Bauwerke einwirken. Sie enthält 
die Kriterien zur Beurteilung der Erschütterungseinwirkungen auf Bauwerke, Richt-
werte, bei deren Einhaltung in der Regel an Bauwerken keine Schäden auftreten, 
Empfehlungen für die Durchführung und Auswertung von Erschütterungsmessungen 
sowie Empfehlungen für Rissaufnahmen und ihre Bewertung. Die Norm gilt nicht für 
die Einwirkung der Erschütterungen auf den Menschen. Dieser beurteilt unter Um-
ständen Erschütterungen als zu stark oder empfindet sie als lästig, auch wen sie für 
ein Bauwerk noch unschädlich sind. Bei gleichzeitiger Wahrnehmung von Geräu-

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schen (Explosionsknall, Rammschlag etc.) wird sodann die Erschütterungsstärke oft 
überschätzt. Nicht Gegenstand dieser Norm sind sodann die Einwirkungen auf in 
den Bauten enthaltene Maschinen, Geräte, Installationen, andere besonders emp-
findliche Einrichtungen und Lagergüter sowie auf den Boden. Die Norm berücksich-
tigt bei der Beurteilung der Schädlichkeit der Erschütterungseinwirkungen die 
Schwingungsfrequenz (es werden drei Frequenzbereiche unterschieden) sowie die 
Häufigkeit der Ereignisse. 

Gemäss den in Tabelle 1 der Norm aufgezählten Empfindlichkeitsklassen ist 
das rekurrentische Gebäude als normal empfindlich einzustufen. Hinsichtlich der 
Häufigkeit der Einwirkungen ist mit Bezug auf die im Bericht der privaten Rekurs-
gegnerin genannte Anregungsart «Impuls/Stoss» von gelegentlich und hinsichtlich 
der Vibrationen von häufig auszugehen (vgl. Tabelle 2). Das heisst, dass gemäss 
Norm in den Frequenzbereichen von 8 bis 30 Hz, von 30 bis 60 Hz und von 60 bis 
150 Hz in der Häufigkeitsklasse gelegentlich Grenzwerte von 15, 20 bzw. 30 mm/s 
gelten. Für Vibrationen (Häufigkeitsklasse häufig) gelten für die drei 
Frequenzbereiche Maximalwerte von 6, 8 und 12 mm/s. Ein Vergleich mit dem von 
der privaten Rekursgegnerin eingereichten Konzept zeigt, dass mit Bezug auf den 
untersten Frequenzbereich der Anregungsart «Impuls/Stoss» der gemäss Norm 
zulässige Maximalwert (15 mm/s) dem Z-Wert (Interventionswert) entspricht, was 
heisst, dass bei der Grenze des Zulässigen gemäss Norm nach dem Konzept der 
Bauherrschaft Alarm ausgelöst wird. In den andern beiden Frequenzbereichen 
liegen die Werte gemäss Norm sogar noch um einiges höher als gemäss dem 
Konzept (20 bzw. 30 mm/s). Hinsichtlich der Vibrationen wird gemäss Norm von 
zulässigen Maximalwerten von 6-12 mm/s ausgegangen; gemäss Konzept liegt die 
Interventionsstufe diesbezüglich bei 10 mm/s. 

12. Die Einhaltung der in der Norm SN 640 312a genannten und vorstehend 
umschriebenen Richtwerte gewährleistet, dass in der Regel an Bauwerken keine 
Schäden infolge Erschütterungseinwirkungen entstehen (vgl. Ziffer 3 der Norm SN 
640 312a). Mit anderen Worten ist eine diese Werte berücksichtigende Ausführung 
von Bauarbeiten als fachgerecht zu qualifizieren, was gleichzeitig heisst, dass mit 
der gebotenen Sorgfalt vorgegangen wird. Mit die Richtwerte nicht übersteigenden 
Einwirkungen muss jeder Grundeigentümer jederzeit rechnen, so beispielsweise 
auch aufgrund von strassenbaulichen Massnahmen. Soweit spezielle Nutzungen 
von Räumlichkeiten vorliegen oder sich darin befindende überdurchschnittlich emp-
findliche Sachen den sich dabei ergebenden Erschütterungen nicht standhalten und 
nach der Einhaltung von tieferen Werten verlangen sollten, obliegt es in erster Linie 
dem betreffenden Eigentümer, solche Sachen zu schützen und die diesbezüglich 
notwendigen Schutzmassnahmen zu treffen. 

Das von der Bauherrschaft erstellte Konzept geht über die in der Norm statuier-
ten Anforderungen hinaus und erweist sich als sorgfältig und umsichtig. Die Einho-
lung eines «unabhängigen Gutachtens», wie die Rekurrentin dies verlangt, ist nicht 
angezeigt. Den Anforderungen von § 239 Abs. 1 PBG ist damit Genüge getan, und 
es kann davon ausgegangen werden, dass die Bauherrin die sich aufgrund der Um-
stände aufdrängenden Sicherheitsvorkehren als unmittelbare Verhaltensvorschrift 
auch beachtet. Solange die Umstände nicht die gegenteilige Annahme nahelegen, 
darf einer Bauherrschaft zugebilligt werden, dass sie bei der Bauausführung die ge-
botene Sorgfalt walten lässt. Es besteht auch vorliegend kein Anlass, die gebotenen 

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und von der Bauherrin auch sorgfältig aufgezeigten Massnahmen in das baurechtli-
che Verfahren einzubeziehen oder diesbezüglich ein ergänzendes Bewilligungsver-
fahren durchzuführen. Vielmehr kann von einer fachgerechten Erstellung der Neu-
baute ausgegangen werden. 

Angesichts des Umstandes, dass die Rekurrentin ihren Angaben gemäss rund 
um die Uhr auf die Verfügbarkeit der Serveranlagen dringend angewiesen ist, er-
scheint es als unwahrscheinlich, dass die gemäss Herstellerangaben hinsichtlich 
Erschütterungen in der Tat diffizilen Anlagen nicht bereits einen dahingehenden 
Schutz geniessen; unter Umständen ist bereits mit der gewählten Aufstellung der 
Serverracks in Stahlrahmen, deren Stützen mit dem Betonboden verbunden sind, 
das Notwendige getan. So oder so lassen sich die geeigneten Dämpfungsmass-
nahmen auch noch nachträglich ohne weiteres bewerkstelligen. Nach dem Gesagten 
ist dazu in erster Linie die Rekurrentin selbst verpflichtet. 

13. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs vollumfänglich abzuweisen 
ist.