# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 969aa6ea-6e5a-5b97-9d9d-270e1c06b073
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 04.11.2014 S 2014 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-44_2014-11-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 44 und 47

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 4. November 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war seit dem 1. Februar 2006 bei der B._____ AG in X._____ als 

Hilfszimmermann tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 4. Dezember 2008 erlitt er 

bei einem Treppensturz ein Rotationstrauma am linken Knie. Deshalb 

wurde er in der Klinik C._____ am 23. Januar 2009 operiert, worauf er am 

16. März 2009 seine berufliche Tätigkeit als Hilfszimmermann bei der 

B._____ AG wieder aufnahm. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht 

für die unfallbedingten Folgeschäden des Treppensturzes vom 

4. Dezember 2008 und erbrachte die kurzfristigen 

Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung sowie Taggeldern 

bis zur vollständigen Wiederaufnahme der Tätigkeit als Hilfszimmermann.

2. Wegen erneuert aufgetretener Beschwerden im linken Knie meldete 

A._____ Mitte 2011 bei der SUVA einen Rückfall. Am 4. Oktober 2012 

gelangte er ferner an die IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) 

und ersuchte diese um Gewährung beruflicher Massnahmen und 

Zusprache einer IV-Rente. Mit Schreiben vom 4. Dezember 2012 teilte die 

IV-Stelle A._____ mit, er könne keine Umschulung beanspruchen, da sein 

invaliditätsbedingter Minderverdienst weniger als 20 % betrage. Nach 

Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle 

anschliessend mit Verfügung vom 1. Februar 2013 die Ausrichtung einer 

Invalidenrente ab.

3. Am 4. Juli 2012 untersuchte der Kreisarzt der SUVA A._____. Auf dessen 

Empfehlung hin wurde A._____ vom 19. Juli bis zum 29. September 2012 

in die Rehaklinik D._____ eingewiesen, um dessen berufliche 

Perspektiven zu evaluieren und allenfalls weitere Abklärungen zu 

veranlassen. Am 25. Oktober 2013 untersuchte der Kreisarzt der SUVA 

Chur A._____ abermals. Dieser kam zum Schluss, es würden sich keine 

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Behandlungsmassnahmen mehr anbieten, durch welche sich die noch 

beklagten Beschwerden anhaltend und nennenswert verbessern liessen. 

Eine Tätigkeit als Hilfszimmermann sei A._____ aufgrund der Unfallfolgen 

nicht mehr zumutbar. Er sei jedoch in einer leichten Tätigkeit (repetitives 

Heben und Tragen von Gewichten bis maximal 5-10 kg) in 

Wechselbelastung, überwiegend sitzend, ohne Zwangshaltungen für das 

linke Knie, insbesondere ohne Knien und Kauern, ganztägig voll 

einsetzbar. Auf der Grundlage dieser Einschätzung sprach die SUVA 

A._____ mit Verfügung vom 8. Januar 2014 ab dem 1. August 2013 bei 

einem Invaliditätsgrad von 13 % eine monatliche Invalidenrente im Betrag 

von Fr. 553.55 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.--, 

entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 %, zu. Die dagegen 

erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 

10. März 2014 ab und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen diesen 

Entscheid die aufschiebende Wirkung.

4. Am 9. April 2014 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) diesen 

Einspracheentscheid durch E._____ beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden anfechten (Verfahren S 14 44). A._____ liess 

sinngemäss beantragen, den angefochtenen Einspracheentscheid 

aufzuheben und die dem Beschwerdeführer zugesprochene 

Invalidenrente von 13 % auf 40 % und die zugesprochene 

Integritätsentschädigung von 10 % auf 20 % zu erhöhen. Am 10. April 

2014 gelangte ausserdem Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital namens 

und im Auftrag des Beschwerdeführers an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit dem Antrag, der Einspracheentscheid der 

SUVA vom 14. März 2014 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei 

eine volle Invalidenrente, eventuell eine Teilrente von mindestens 40 %, 

zuzusprechen und die Integritätsentschädigung sei auf 40 % zu erhöhen 

(Verfahren S 14 47). Zur Begründung dieser Anträge liess der 

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Beschwerdeführer im Wesentlichen ausführen, es liege nicht ausserhalb 

jeglicher Lebenserfahrung, dass jemand der ständig und in 

zunehmendem Masse unter Schmerzen leide, der eine erfolglose 

medizinische Untersuchung und Therapie nach der anderen über sich 

ergehen lassen müsse, eine psychische Störung entwickle. Es sei 

vielleicht übertrieben zu behaupten, dass dieser Krankheitsverlauf 

geradezu typisch sei, recht häufig sei er aber schon. Entgegen der 

Auffassung der SUVA sei deshalb der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 4. Dezember 2008 und der bestehenden 

psychischen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers zu bejahen. Im 

Übrigen könne der Beschwerdeführer die ihm verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit selbst auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

mehr verwerten. Demzufolge sei er als vollständig erwerbsunfähig 

einzustufen, womit ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. 

Entgegen der Auffassung der SUVA sei bei der Festsetzung der 

Integritätsentschädigung sodann von einer starken Einschränkung des 

Gebrauchs des linken Beins auszugehen. Zu berücksichtigen sei ferner 

die infolge der Dauerschmerzen aufgetretene psychische Störung und die 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer dadurch sein Erwerbseinkommen 

verloren habe. Aus den genannten Gründen erscheine eine 

Integritätsentschädigung von 40 % als angemessen.

5. Am 11. April 2014 liess der Beschwerdeführer ausserdem die Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege ab dem 7. April 2014 mit Vertretung 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital beantragen (Verfahren S 14 

47).

6. Die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nahm zu den beiden 

Beschwerden des Beschwerdeführers in den Vernehmlassungen vom 

12. Mai 2014 Stellung (Verfahren S 14 44 und S 14 47). Darin beantragte 

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sie die kostenfällige Abweisung der eingereichten Beschwerden. 

Ausserdem ersuchte sie das Verwaltungsgericht, die 

Beschwerdeverfahren S 14 44 und S 14 47 zu vereinigen. Zur 

Begründung ihres materiellen Antrags führte sie zur Hauptsache aus, die 

Unfallschwere sei im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise zu 

prüfen. Massgebend seien der augenfällige Geschehensablauf mit den 

sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch die Folgen des Unfalls 

oder die Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen 

zuzuordnen seien. Im vorliegenden Fall liege ein banaler Treppensturz 

vor, welcher als leichter Unfall zu qualifizieren sei. Damit bestehe 

zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers kein adäquater Kausalzusammenhang. Folglich 

entfalle die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die 

psychische Problematik des Beschwerdeführers. Diese sei deshalb weder 

bei der Bemessung der Invalidenrente noch bei der Festsetzung der 

Integritätsentschädigung zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer 

bestreite im Übrigen zu Recht nicht, eine leichte leidensadaptierte 

Tätigkeit ausüben zu können. Ob er diese Restarbeitsfähigkeit auf dem 

realen Arbeitsmarkt verwerten könne, sei für die Invaliditätsbemessung 

nicht massgebend. Referenzpunkt bilde in diesem Fall nicht der effektive, 

sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt. Dieser umschliesse einerseits 

ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der 

Nachfrage nach Stellen; andererseits bezeichne er einen Arbeitsmarkt, 

der von seiner Struktur her einen breiten Fächer verschiedenartiger 

Tätigkeiten offenhalte. Mit Blick darauf sei davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich verwerten 

könne. Bei der entsprechenden Berechnung sei die Beschwerdegegnerin 

von den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen LSE 

Tabellenlöhnen, Anforderungsniveau 4, TA1, ausgegangen und habe 

dem Beschwerdeführer einen leidensbedingten Abzug von 15 % 

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zugestanden. Damit habe sie den massgeblichen Verhältnissen 

ausreichend Rechnung getragen. Soweit der Beschwerdeführer die 

zugesprochene Invalidenrente beanstande, erweise sich seine Kritik 

demnach als unbegründet. Schliesslich sei der unfallbedingte 

Integritätsschaden am linken Knie in der angefochtenen Verfügung mit 

10 % korrekt bemessen worden. Auch insoweit sei die Beschwerde 

folglich unbegründet und damit abzuweisen.

7. E._____ reichte im Namen und im Auftrag des Beschwerdeführers am 

26. Mai 2014 eine Replik zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 

ein (Verfahren S 14 44), während Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital 

von der Einreichung einer Stellungnahme absah (Verfahren S 14 47). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete ihrerseits mit Schreiben vom 10. Juni 

2014 unter Aufrechterhaltung ihrer Anträge auf eine Stellungnahme 

(Verfahren S 14 44 und S 14 47). Am 23. Juli 2014 reichte E._____ 

verschiedene übersetzte Arztberichte ein (Verfahren S 14 44).

8. Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Juli 2014 ersuchte die Instruk-

tionsrichterin die Vertreter des Beschwerdeführers, zur Doppelvertretung 

Stellung zu nehmen. Am 2. August 2014 teilte E._____ dem 

Verwaltungsgericht mit, den Beschwerdeführer in der Rehaklinik D._____ 

aufgesucht zu haben und von diesem dort beauftragt worden zu sein, den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 10. März 2014 

anzufechten. Der Beschwerdeführer habe ihn erst zwei Wochen nach 

Einreichung der Beschwerde darüber informiert, Rechtsanwalt Dr. iur. 

Peter Andri Vital mit der Wahrung seiner Interessen im gegen die 

Beschwerdegegnerin geführten Rechtsstreit beauftragt zu haben. Zum 

damaligen Zeitpunkt habe ihn aber bereits das Verwaltungsgericht 

kontaktiert gehabt, weshalb er sich gezwungen gesehen habe, dieses 

Mandat weiterzuführen. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer weiterhin 

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auf eine Vertretung durch ihn insistiert. Am 25. August 2014 teilte 

Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital dem Verwaltungsgericht mit, der 

Beschwerdeführer habe ihm mehrfach versichert, E._____ das Mandat 

entzogen zu haben. Am 27. Oktober 2014 stellte der Beschwerdeführer 

dem Verwaltungsgericht eine Kopie eines Schreibens zu, in welchem er 

gegenüber E._____ erklärte, im vorliegenden Beschwerdeverfahren durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital vertreten zu werden und E._____ 

bat, den Fall abzuschliessen und ihm die Akten zu erstatten. 

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin als für die obligatorische Unfallversicherung 

zuständige Versicherungsgesellschaft. Gegen solche Entscheide kann 

gemäss Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, 

in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Beschwerdeführer hat seinen 

Wohnsitz in Y._____ (GR), weshalb die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden zur Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach 

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das Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht 

Beschwerden gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von 

diesem überdies berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Abänderung auf, insoweit die 

Beschwerdegegnerin darin den Anträge des Beschwerdeführers nicht 

entsprochen hat (Art. 59 ATSG). Folglich ist dessen 

Beschwerdelegitimation zu bejahen. Auf die vom Beschwerdeführer 

zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten. 

2. Der Beschwerdeführer hat am 12. März 2013 E._____ und am 6. August 

2013 Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital bevollmächtigt, ihn in den 

sich aus dem Unfall vom 4. Dezember 2008 ergebenden, 

sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten vor den zuständigen 

Behörden zu vertreten. Auf der Grundlage dieser Vollmacht gelangten 

E._____ am 9. April 2014 und Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital am 

10. April 2014 an das Verwaltungsgericht mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 10. März 2014 sei 

aufzuheben und die dem Beschwerdeführer darin zugesprochene 

Invalidenrente sowie Integritätsentschädigung seien zu erhöhen 

(Verfahren S 14 44 und S 14 47; vgl. Sachverhalt Ziff.5 hiervor). Diesen 

beiden Beschwerden, die sich gegen denselben Entscheid richten, liegt 

derselbe Sachverhalt zugrunde und es stellen sich bei deren Beurteilung 

im Wesentlichen dieselben Rechtsfragen. Die fraglichen 

Beschwerdeverfahren sind deshalb zu vereinigen und in einem einzigen 

Urteil zu erledigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1028/2009 vom 

31. Mai 2010 E.1). Dieses Urteil wird freilich nur mehr Rechtsanwalt 

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Dr. iur. Peter Andri Vital eröffnet, da der Beschwerdeführer die E._____ 

für das vorliegende Beschwerdeverfahren erteilte Vertretungsbefugnis 

spätestens Ende Oktober 2014 widerrufen und dem Verwaltungsgericht 

mitgeteilt hat, nur mehr durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital 

vertreten zu werden. Das Verwaltungsgericht verzichtet darauf, dem 

Beschwerdeführer das Urteil im Verfahren S 14 44 direkt zuzustellen, wird 

er dieses doch über seinen Rechtsvertreter ohnehin erhalten.

3. a) Nach Art. 18 UVG hat eine versicherte Person, die infolge eines Unfalles 

(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG) zu mindestens 10 Prozent invalid 

ist, Anspruch auf eine Invalidenrente. Der für die Unfallversicherung  

massgebliche Invaliditätsbegriff ist in Art. 8 Abs. 1 ATSG definiert (Art. 1 

Abs. 1 UVG). Danach handelt es sich hierbei um die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeit auf dem in Betracht kommenden 

ausgeblichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Dabei sind nur solche 

Gesundheitsschäden zu berücksichtigen, die in natürlichem und 

adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen (BGE 129 V 

177 E.3; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, in: 

MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 53). Im 

Übrigen ist der rentenbegründende Invaliditätsgrad aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Dazu wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes 

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Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes 

Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 

Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 

auf zeitidentischer Grundlage ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 

E.1). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung 

und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Nach Art. 24 Abs. 

1 UVG hat die versicherte Person überdies Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität erleidet. 

b) Um beurteilen zu können, ob und inwieweit eine versicherte Person 

infolge eines Unfalls einen dauerhaften Gesundheitsschaden erlitten hat 

und deshalb in der Fähigkeit beeinträchtigt ist, eine Erwerbstätigkeit auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszuüben, sind die 

Sozialversicherungsträger und die im Beschwerdefall angerufenen 

Gerichte auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur 

Verfügung zu stellen sind. Für den Beweiswert solcher ärztlichen 

Stellungnahmen ist entscheidend, dass sie für die streitigen Belange 

umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen Situation und 

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der medizinischen Zusammenhänge einleuchten sowie in den daraus 

gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen (BGE 

134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist demnach grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es 

die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 

Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 

Danach darf und soll bei der Würdigung von Berichten von Hausärzten 

der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter 

im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Bezüglich der Berichte und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte ist sodann zu beachten, dass 

diesen rechtsprechungsgemäss voller Beweiswert zuzuerkennen ist, 

wenn sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 

125 V 351 E.3b; 122 V 157 E.1c, je m.w.H.).

4. Der Beschwerdeführer zog sich am 4. Dezember 2008 bei einem 

Treppensturz ein Rotationstrauma am linken Knie zu. Deshalb wurde er in 

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der Klinik C._____ am 23. Januar 2009 operiert, worauf er am 16. März 

2009 seine Tätigkeit als Hilfszimmermann wieder aufnehmen konnte. 

Wegen erneuert aufgetretener Beschwerden im linken Knie meldete der 

Beschwerdeführer Mitte 2011 bei der Beschwerdegegnerin einen 

Rückfall, worauf diese beim Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. 

F._____, einen Arztbericht für Rückfälle einholte und auf das 

Leistungsbegehren des Beschwerdeführers eintrat (Beilagen der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 20; 23; 25; 47). In der Folge liess sich der 

Beschwerdeführer mit dem Einverständnis der Beschwerdegegnerin am 

22. Februar 2012 (Arthroskopie, valgisierende Tibiaosteotomie), 

16. Januar 2013 (diagnostische Arthroskopie, Trimmen des lateralen 

Meniskusvorderhornes und der Intermediärportion links) und am 6. Juni 

2013 (Metallentfernung am linken Tibiakopf) am linken Knie operieren 

(vgl. Bg-act. 252). Weder diese Operationen noch die begleitenden 

medizinischen Therapien vermochten indessen die Funktionsfähigkeit 

sowie die Belastbarkeit des linken Knies vollständig wiederherzustellen 

und den Beschwerdeführer von seinen Schmerzen zu befreien. Dieser 

Sachverhalt ist aufgrund der Aktenlage ausgewiesen und unbestritten 

geblieben. Die Verfahrensbeteiligten sind sich allerdings darin uneinig, 

inwieweit die derzeitigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers auf den Unfall vom 4. Dezember 2008 

zurückzuführen sind und als voraussichtlich dauerhaften 

Gesundheitsschaden die Grundlage für die angefochtene 

Integritätsentschädigung bilden. Ebenso ist umstritten, in welchem 

Umfang der unfallkausale Gesundheitsschaden die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers beeinträchtigt und welches Invalideneinkommen der 

Beschwerdeführer mit der Verwertung der ihm verbliebenen 

Restarbeitsfähigkeit auf dem für ihn in Betracht fallenden Arbeitsmarkt 

erzielen kann. Um diese Fragen beantworten zu können, sind 

nachfolgend zunächst Art und Umfang der gesundheitlichen 

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Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers zu bestimmen und zu 

untersuchen, inwieweit diese Gesundheitsschäden durch den Unfall vom 

4. Dezember 2008 verursacht wurden.

5. a) Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Beurteilung der 

gesundheitlichen Verfassung des Beschwerdeführers und der daraus 

resultierenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers im Wesentlichen auf folgende Unterlagen gestützt: 

- den Bericht des Kreisarztes, Facharzt für Chirurgie, vom 4. Juli 2012 
(Bg-act. 97). Dieser stellte beim Beschwerdeführer im Wesentlichen eine 
unklare massive Schmerzsymptomatik am linken Kniegelenk bei einem 
Zustand nach valgisierender Tibiaosteotomie und Arthroskopie aufgrund 
einer posttraumatischen medialen Gonarthrose fest. Die anhaltende, 
massive Schmerzsymptomatik sei diagnostisch nicht ganz klar. Die 
Schmerzen medial über dem Tibiakopf könnten allenfalls zumindest 
teilweise mit der Platte in Zusammenhang gebracht werden, was aber 
ungewöhnlich wäre. Die Schmerzen ventral, welche absolut im 
Vordergrund stünden, könne er sich nicht erklären. Am ehesten komme 
hier ein muskuläres Problem in Frage. Unverändert bestünden, wie vor 
der Operation, ventrale, querverlaufende, bandförmige Schmerzen, 
welche diagnostisch nicht klar eingeordnet werden könnten, 
möglicherweise aber mit einer gewissen Reizung oder Hyperthrophie 
des Hoffa'schen Fettkörpers in Zusammenhang stünden. Im aktuellen 
Zustand sei die Arbeitsfähigkeit auf dem Bau nicht gegeben. Der 
Beschwerdeführer werde zur medizinischen Standortbestimmung, 
allenfalls zur weiteren Abklärung in der Rehaklinik D._____ angemeldet. 

- den Austrittsbericht der Klinik D._____ vom 3. Oktober 2012 betreffend 
den dortigen stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 19. Juli 
bis zum 27. September 2012 (Bg-act. 110). Darin diagnostizierten 
Dr. med. G._____, Assistenzärztin, und Dr. med. H._____, Facharzt 
Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, eine mediale 
Meniskusläsion, Knorpelschädigung im medialen Kompartiment, 
minimale retropatellare Knorpelläsionen lateral beim linken Knie sowie 
eine mediale Gonarthrose, Anpassungsstörung mit längerer depressiver 
Reaktion (ICD-10: F43.21) und Adipositas Grad II. Nun bald vier Jahre 
nach seinem Unfall, etwa neun Monate nach dem letzten operativen 
Eingriff, sei der Beschwerdeführer weiterhin massiv schmerzgeplagt. Die 
Schmerzen würde er als diffuse Schmerzen im linken Knie beschreiben, 
welche belastungs- und bewegungsverstärkt seien. Aufgrund der 
massiven Schmerzen und der subjektiv gefühlten Instabilität sei der 

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Beschwerdeführer an einem Unterarmgehstock, linksseitig getragen, 
mobil. In der Gangprüfung ohne Stock zeige der Beschwerdeführer ein 
ausgeprägt hinkendes Gangbild. Klinisch zeige sich eine 
schmerzbedingte eingeschränkte Flexion. Lokal seien während des 
gesamten Aufenthalts keine Entzündungen feststellbar gewesen. Der 
Beschwerdeführer sei im Gespräch an Informationen und Anregungen 
über einen besseren Umgang mit den Schmerzen mässig interessiert 
gewesen. Es hätte keine Veränderung des Verhaltens im Laufe des 
Aufenthalts beobachtet werden können. Die körperliche Belastbarkeit 
hätte beim Training auf einem tiefen Niveau nicht wesentlich gesteigert 
werden können. Die arbeitsrelevanten Probleme seien das linke Knie, 
wobei die Beschwerden durch erhebliche Symptomausweitung 
überlagert würden. Der Beschwerdeführer sei aus medizinisch-
theoretischer Sicht aktuell in diversen Tätigkeiten, wie beispielsweise 
Zwangshaltungen des linken Knies sowie Arbeiten an sturzexponierten 
Stellen und Heben von schweren Gegenständen deutlich limitiert. Durch 
die intensive Therapie hätte sich die Belastbarkeit leider nicht wesentlich 
verbessern lassen. Die bisherige Tätigkeit als Schreiner/Zimmermann 
sei dem Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund nicht mehr zumutbar. 
Die Anforderungen seien zu hoch und die Arbeit zu kniebelastend. Dem 
Beschwerdeführer seien jedoch leichtere, wechselbelastende, 
vorwiegend sitzende Tätigkeiten zumutbar, welche das Knie nicht 
belasten würden (ohne Knien, ohne Arbeiten in Hockstellung, ohne 
Kriechen sowie häufiges Treppen- und Leitersteigen). Nicht zumutbar 
seien Arbeiten an sturzexponierten Stellen, wie hohen Leitern oder 
einem ungesicherten Baugerüst oder einem Dach. Weitere medizinische 
Massnahmen seien nicht empfohlen. Der Fall sei abzuschliessen.

- den Bericht des Kreisarztes, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 11. Dezember 2012 
(Bg-act. 133). Darin hielt dieser fest, offenbar bestünde ein erhebliches 
residuales Schmerzbild, bei dem einerseits das liegende osteosynthese 
Material, andererseits wahrscheinlich die laterale, im MRI verifizierte 
Läsion des Meniskusvorderhorns eine Rolle spielten. Der 
Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen Kniebeschwerden und 
dem Umfallereignis vom 4. Dezember 2008 sei überwiegend 
wahrscheinlich. Die von Dr. med. Q._____ vorgeschlagene Arthroskopie 
nebst der Metallentfernung sei unfallbedingt und indiziert. Demzufolge 
sei der Endzustand noch nicht erreicht. Vor Fallabschluss sei eine 
weitere kreisärztliche Untersuchung sinnvoll (Bg-act. 133 S. 4).

- den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 18. März 2013 (Bg-
act. 170). Darin diagnostizierte Dr. med. I._____ eine mediale 
Meniskusläsion, Status nach Arthroskopie und partieller Meniskektomie 
links medial, Status nach valgisierender Tibiaosteotomie bei aktivierter 

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vorbestehender medialer Gonarthrose, Status nach Arthroskopie und 
Trimmen des lateralen Neiskusvorderhorns sowie persistierende 
Unterschenkelschmerzen mit eingeschränkter Belastbarkeit des linken 
Beines. Als unfallfremde Beschwerden führte er sodann den Verdacht 
auf eine Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne links mit Knick-
Senkfuss links, ausgeprägter als rechts, an. Im Vordergrund stünde 
einerseits die Knie- / Unterschenkelproblematik, andererseits die 
Fussproblematik links, wobei letztere unfallfremd sei. Bezüglich des 
Kniegelenks sollte baldmöglichst die Plattenentfernung vorgenommen 
werden, da diese als Schmerzursache in Frage komme.

- den Bericht des Neurologen, Dr. med. K._____, Facharzt für Neurologie 
FMH, vom 22. Oktober 2013 (Bg-act. 260). Danach leidet der 
Beschwerdeführer an chronischen Schmerzen des linken Knies nach 
wiederholten, operativen Interventionen. Eine Schädigung des N. 
peronaeus links könne als Ursache für die Beschwerden des 
Beschwerdeführers mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen 
werden. Aus neurologischer Sicht bestünde aufgrund der Operationen 
eine Irritation des Ramus infrapatellaris des Nervus femoralis. Diese sei 
jedoch nicht geeignet, die beklagten Schmerzen zu erklären. 
Neuropathische Schmerzen würden sich gesamthaft nicht finden. Wie 
die diffuse Berührungsempfindlichkeit und die Schmerzen auch bei 
geringen Bewegungen des Knie- und Hüftgelenkes zeigten, sei es zu 
einer unspezifischen Symptomausweitung der chronischen Schmerzen 
gekommen. 

- den kreisärztliche Untersuchungsbericht von Dr. med. I._____ vom 
25. Oktober 2013 (Bg-act. 252). Darin diagnostizierte Dr. med. I._____ 
als Folge des Unfalls vom 4. Dezember 2008 einen Status nach 
Distorsionsverletzung Knie links mit medialer Meniskusläsion, Status 
nach Arthroskopie und partieller Meniskektomie links medial am 
23. Januar 2009, Status nach valgisierender Tibiasteotomie am 
22. Februar 2012 bei aktivierter vorbestehender medialer Gonarthorse, 
Status nach Arthroskopie und Trimmen des lateralen 
Meniskusvorderhornes am 16. Januar 2013, chronifizierter Knie- / 
Unterschenkelschmerz links bei medial-betonter Gonarthrose und 
reizlosem Kniegelenk, annähernd voller Beweglichkeit und gut 
ausgebildeter Ober- und Unterschenkelmuskulatur links sowie 
persistierender Unterschenkelschmerzen links mit eingeschränkter 
Belastbarkeit des linken Beins. Als unfallfremde Krankheiten 
diagnostizierte Dr. med. I._____ einen Verdacht auf eine Tendinopathie 
der Tibialis posterior-Sehne links mit Knick-Senkfuss links ausgeprägter 
als rechts und Rückenschmerzen bei mehrsegmentalen degenerativen 
Veränderungen (Bg-act. 252 S. 7). Erläuternd hielt er fest, die 
Untersuchung erfolge annähernd fünf Jahre nach dem Umfallereignis 

- 16 -

bzw. vier Monate nach der Metallentfernung. In der letzten Zeit habe 
sich das Beschwerdebild des Beschwerdeführers nicht mehr verändert. 
Es biete sich keine Behandlungsmassnahme mehr an, durch welche 
sich die noch beklagten Beschwerden anhaltend und nennenswert 
verbessern liessen. Dementsprechend sei jetzt vom Endzustand 
auszugehen und der Abschluss könne vorgenommen werden. Die 
frühere Tätigkeit als Hilfszimmermann sei dem Beschwerdeführer infolge 
der gesundheitlichen Beeinträchtigungen sicherlich nicht mehr 
zuzumuten. Zuzumuten sei ihm jedoch eine leichte Tätigkeit (repetitives 
Heben von Gewichten bis maximal 5-10 kg) in Wechselbelastung, 
überwiegend sitzend, keine kniebelastenden Tätigkeiten, keine 
Zwangshaltung für das linke Knie, insbesondere kein Knien oder 
Kauern. Für eine derartige leidensadaptierte Tätigkeit sei der 
Beschwerdeführer ganztägig voll einsetzbar (Bg-act. 252 S. 8).

- den Kurzbericht der Rehaklinik D._____ vom 21. Januar 2014 (Bg-
act. 287) und deren Austrittsbericht vom 22. Januar 2014 (Bg-act. 288). 
Diese Berichte basieren auf den während des dortigen stationären 
Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 7. Januar 2014 bis zum 
21. Januar 2014 vorgenommenen Abklärungen und gemachten 
Beobachtungen. Danach leidet der Beschwerdeführer nach Auffassung 
von Dr. med. G._____ und med. pract. L._____, Facharzt für Medizin 
und Rehabilitation FMH, an einer medialen Meniskusläsion und 
Knorpelschädigung im medialen Kompartiment Knie links (A.), an einer 
lumbalen Schmerzproblematik bei mehrsegmentaler, degenerativer 
Veränderung und fachbogiger, links-paramedianer Diskushernie L4/5 mit 
Tangierung der Wurzel L4 links (B.), an einer Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.21, C.), einer arteriellen 
Hypertonie (D.) und Adipositas Grad II (D.). Hinsichtlich der 
Arbeitsfähigkeit hielten sie fest, es sei eine erhebliche 
Symptomausweitung zu beobachten. Diese sei teilweise auf eine 
psychische Störung zurückzuführen. Die Resultate der physischen 
Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren 
körperlichen Belastbarkeit des Beschwerdeführers nur teilweise 
verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten physischen 
Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen 
Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärungen 
sowie den Diagnosen ungenügend erklären. Werde die Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers aus unfallkausaler Sicht beurteilt, sei ihm eine 
Tätigkeit als Zimmermann nicht zumutbar. Hinsichtlich der Beurteilung 
einer leidensadaptierten Tätigkeit könne auf die ausführliche Beurteilung 
des Kreisarztes, Dr. med. I._____, verwiesen werden. Der 
Beschwerdeführer habe bereits bei Klinikeintritt unmissverständlich klar 
gemacht, mit der fraglichen kreisärztlichen Beurteilung nicht 
einverstanden zu sein und eine Korrektur zu erwarten. Die maladaptive 

- 17 -

Überzeugung des Beschwerdeführers lasse eine erfolgreiche 
Reintegration im Rahmen der durch den Kreisarzt festgestellten 
Zumutbarkeit als schwierig zu erreichendes Ziel erscheinen. Mithilfe der 
während des stationären Aufenthalts durchgeführten Therapien habe 
sich die Schmerzproblematik nicht verbessern lassen. Die körperliche 
Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit des Beschwerdeführers hätten 
beim Training nicht gesteigert werden können (Bg-act. 288 S. 3). 

b) In den fraglichen Arztberichten wird Art und Umfang der durch den Unfall 

vom 4. Dezember 2008 verursachten Knieverletzung und die daraus 

resultierenden Funktionseinschränkungen weitgehend übereinstimmend 

geschildert, wobei die Operationen vom 22. Februar 2012, 16. Januar 

2013 und 6. Juni 2013 zu keiner nennenswerten Verbesserung geführt 

haben. Laut dem kreisärztlichen Bericht vom 25. Oktober 2013 (Bg-

act. 252) und dem Austrittsbericht der Klinik D._____ vom 22. Januar 

2014 (Bg-act. 288) ist der Beschwerdeführer immer noch schmerzgeplagt, 

während die Beweglichkeit des linken Knies nahezu vollständig 

wiederhergestellt werden konnte, jedoch die Belastbarkeit des linken 

Beins bei gut ausgebildeter Ober- und Unterschenkelmuskulatur nach wie 

vor eingeschränkt ist. Die übrigen körperlichen Beschwerden des 

Beschwerdeführers (Verdacht auf Tendinopathie der Tibialis posterior-

Sehne links mit Knick-Senkfuss links, ausgeprägter als rechts, 

Rückenbeschwerden, arterielle Hypertonie sowie der Adipositias Grad II) 

sind nach der insoweit übereinstimmenden Auffassung des Kreisarztes, 

Dr. med. I._____, und der behandelnden Ärzte der Klinik D._____ weder 

durch den Unfall vom 4. Dezember 2008 verursacht noch durch diesen 

dauerhaft verschlechtert worden. Werden diese bei der Bestimmung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgeklammert und 

ausschliesslich dessen Kniebeschwerden berücksichtigt, so ist der 

Beschwerdeführer in seiner angestammte Tätigkeit als Hilfszimmermann 

vollständig arbeitsunfähig. Indes ist er in einer leichteren, 

wechselbelastenden Tätigkeit (repetitves Heben von Gewichten bis 10-15 

kg), überwiegend sitzend, ohne Zwangshaltungen für das linke Knie, 

- 18 -

insbesondere ohne Knien und Kauern, ganztägig voll einsetzbar. Nicht 

zumutbar sind ihm Arbeiten an sturzexponierten Stellen, wie hohen 

Leitern oder einem ungesicherten Baugerüst oder einem Dach.

c) Was der Beschwerdeführer unter Berufung auf die von ihm eingereichten 

Arztberichte von Dr. med. M._____, Facharzt Orthopädie, vom 30. August 

2012 und 23. April 2013, Dr. med. N._____ vom 21. April 2013 sowie Dr. 

med. O._____ vom 1. März 2013 gegen diese Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vorbringt, vermag nicht zu 

überzeugen. Zum einen beziehen sich die fraglichen Beurteilungen nicht 

auf den 1. August 2013 als den für die Rentenzusprache massgebenden 

Zeitpunkt. Zum anderen wird darin nicht zwischen den unfallkausalen und 

den nicht unfallkausalen Beschwerden des Beschwerdeführers 

unterschieden, sondern die Arbeitsunfähigkeit unter Einzug sämtlicher 

gesundheitlicher Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers festgelegt. 

Überdies wird die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit von den 

vorgenannten Ärzten bestimmt, ohne Art und Umfang der durch die 

Gesundheitsschäden bedingte Beeinträchtigung des funktionellen 

Leistungsvermögens des Beschwerdeführers zu beschreiben. 

Schliesslich basieren die fraglichen Einschätzungen ausschliesslich auf 

einer, allenfalls zwei Untersuchungen des Beschwerdeführers, ohne dass 

die medizinischen Vorakten beigezogen wurden. Die fraglichen 

Beurteilungen sind aus diesen Gründen nicht geeignet, auch nur geringe 

Zweifel an der Richtigkeit der schlüssigen und umfassenden Beurteilung 

des Kreisarztes, Dr. med. I._____, vom 25. Oktober 2012 zu wecken, 

zumal nicht ersichtlich ist, weshalb sich der in der Schweiz lebende 

Beschwerdeführer nach Mazedonien begeben musste, um seine 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu lassen. Im Ergebnis gleich verhält es sich 

für die Berichte des Hausarztes des Beschwerdeführers, Dr. med. 

F._____, vom 14. Februar 2014 sowie 14. Mai 2014, soweit sich diese zur 

- 19 -

physischen Verfassung des Beschwerdeführers und der hierdurch 

verursachten Beeinträchtigung seines funktionellen Leistungsvermögens 

äussern. Denn bei der Würdigung der fraglichen hausärztlichen Berichte 

hat das Verwaltungsgericht der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 

dass Hausärzte bisweilen im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5; 125 V 351 E.3b/cc; vgl. E.3b hiervor). 

Diese Erfahrungstatsache findet im vorliegende Fall ihre Bestätigung 

darin, dass Dr. med. F._____ den Beschwerdeführer erstmals mit 

Arztbericht vom 19. Dezember 2011 als zu 100 % arbeitsunfähig einstufte 

und damit just prospektiv auf den Zeitpunkt hin, in welchem der 

Beschwerdeführer aus wirtschaftlichen Gründen seine Arbeitsstelle 

verloren hatte und arbeitslos geworden war (vgl. Bg-act. 37; 44; 73; 82). 

Ausserdem wird in den fraglichen Arztberichten nicht zwischen den 

unfallkausalen und nicht unfallkausalen Beschwerden unterschieden, 

weshalb die darin festgelegte Arbeitsunfähigkeit nicht als Grundlage für 

die Bestimmung der durch die Beschwerdegegnerin geschuldeten 

Versicherungsleistungen taugt. Unter diesen Umständen vermögen die 

Arztberichte vom 7. Mai 2014 und 14. Februar 2014 keine Zweifel an der 

Richtigkeit des kreisärztlichen Berichts vom 25. Oktober 2012 zu wecken.

d) Der Beschwerdeführer macht geltend, neben organischen Unfallfolgen 

auch an psychischen Beschwerden zu leiden, die auf den Unfall vom 

4. Dezember 2008 zurückzuführen seien. Hinsichtlich der psychischen 

Verfassung des Beschwerdeführers wird in den Austrittsberichten der 

Klinik D._____ vom 3. Oktober 2012 (Bg-act. 110) sowie 22. Januar 2014 

(Bg-act. 288) festgehalten, der Beschwerdeführer leide an einer 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion. Zur Frage, ob 

diese Krankheit durch den Unfall vom 4. Dezember 2008 verursacht 

worden ist, wird in den fraglichen Berichten ebenso wenig Stellung 

- 20 -

genommen wie zu einer allfälligen hieraus resultierenden 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Die 

kreisärztlichen Berichte von Dr. med. I._____ helfen in dieser Beziehung 

nicht weiter, da die fragliche Diagnose darin weder als unfallkausaler 

noch als nicht unfallkausaler Gesundheitsschaden Erwähnung findet. 

Demgegenüber zeigt sich Dr. med. F._____ in den vorerwähnten 

Arztberichten vom 14. Februar 2014 sowie 7. Mai 2014 davon überzeugt, 

dass die derzeitigen psychischen Probleme des Beschwerdeführers auf 

den Unfall vom 4. Dezember 2008 zurückzuführen sind und dessen 

Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Weitaus zurückhaltender 

äussert sich der behandelnde Psychiater des Beschwerdeführers, 

Dr. med. P._____, in den Arztberichten vom 25. Februar 2014 und 

13. Juni 2014. Danach leidet der Beschwerdeführer an einer 

Anpassungsstörung mit verlängerter depressiver Reaktion (ICD-10 

F 43.21) bei Status nach Sturzunfall im Dezember 2008 mit 

Knieverletzung und Folgekomplikationen, einer Somatisierungsstörung 

mit Symptomausweitung (Verdacht auf Rentenneurose) sowie einer 

psychosozialen Belastungssituation durch finanzielle Schwierigkeiten und 

Beziehungsprobleme. Aus psychiatrischer Sicht bestehe momentan eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit. Dies sollte jedoch keine dauerhafte 

Einschränkung sein, vor allem wenn dem Beschwerdeführer bei der 

beruflichen Reintegration geholfen werden könne. Nach dieser 

fachärztlichen Einschätzung ist die psychische Krankheit des 

Beschwerdeführers folglich nicht geeignet, zu einer lang andauernden 

Arbeitsunfähigkeit zu führen. Ob diese Auffassung oder jene des 

Hausarztes, Dr. med. F._____, zutrifft, mithin der natürliche 

Kausalzusammenhang gegeben ist, hat die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid offengelassen, da sie das Vorliegen 

des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem fraglichen 

Unfallereignis, welches die Beschwerdegegnerin als leicht qualifiziert hat, 

- 21 -

und der derzeitigen psychischen Krankheit des Beschwerdeführers von 

vornherein verneint hat. Ein solches Vorgehen ist nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig (BGE 135 V 465 E.5.1; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 53). Anschliessend ist deshalb zu 

prüfen, ob die psychische Krankheit des Beschwerdeführers in 

adäquatem Kausalzusammenhang zum Treppensturz vom 4. Dezember 

2008 steht. Nur wenn dies zu bejahen ist, hat das Gericht im Weiteren zu 

prüfen, ob die diagnostizierten psychischen Beschwerden in natürlichem 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 4. Dezember 2008 stehen und die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers voraussichtlich bleibend oder 

über längere Zeit beeinträchtigen. 

e) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung 

geeignet ist, einen Gesundheitsschaden von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, so dass der Eintritt dieses Gesundheitsschadens durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 138 V 248 E.4; 

129 V 177 E.3.2). Die Adäquanz spielt als rechtliche Eingrenzung der sich 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich der organisch objektiv ausgewiesener 

Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 556 E.3.2; 138 V 248 

E.4; 127 V 102 E.5b/bb). Anders verhält es sich bei psychischen 

Beschwerden, die in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis stehen. In diesen Fällen ist die Adäquanz besonders zu 

prüfen, wobei zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, 

schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen 

liegenden mittleren Bereich zu unterscheiden ist (BGE 140 V 556 E.3.2). 

Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche 

- 22 -

die Anwendung der für Halswirbelverletzungen entwickelten 

Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind bei der Beurteilung 

der Adäquanz die durch BGE 134 V 109 E.10 präzisierten Kriterien 

massgebend. In den übrigen Fällen ist die Adäquanz aufgrund der 

üblichen Kriterien, die das Bundesgericht  für psychische 

Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt hat, zu beurteilen (sog. 

Psycho-Praxis; BGE 140 V 556 E.3.2; 134 V 109 E.2.1; 115 V 133 E.6c/a; 

KIESER, Adäquanzbeurteilung nach HIV-Infektion, BGer 8C_51/2014, in: 

HAVE 2014, S. 406 ff., S. 408). 

f) Der Beschwerdeführer hat am 4. Dezember 2008 aufgrund eines 

Treppensturzes eine Knieverletzung erlitten. Bei dieser Sachlage ist die 

Frage, ob die psychische(n) Erkrankung(en) des Beschwerdeführers in 

adäquatem Kausalzusammenhang zu diesem Unfallereignis stehen, nach 

der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu beurteilen. Danach setzt die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs voraus, dass dem 

Unfallereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- 

beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung 

zukommt. Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der 

augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, 

wobei die Folgen des Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem 

Unfallgesehen zuzuordnen sind, nicht massgebend sind (BGE 140 556 

E. 5.1; 115 V 133 E.6; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7; SVR 2008 UV Nr. 21; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E.5.2). Ist ein 

Unfallereignis aufgrund dieser Kriterien als leicht oder banal einzustufen, 

so kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 

den psychischen Störung in der Regel ohne weiteres verneint werden, 

weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter 

Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden 

darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen 

- 23 -

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unfällen ist der 

adäquate Kausalzusammenhang dagegen in der Regel zu bejahen. Bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 

Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf 

Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen 

("adäquanzrelevante Kriterien"), wobei diese Kriterien unter 

Ausklammerung der psychischen Aspekte zu prüfen sind (BGE 134 V 109 

E.2.1; 115 V 133 E.6c/aa). Bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich 

zu den leichten Ereignissen müssen vier der massgeblichen Kriterien 

oder eines der Kriterien besonders ausgeprägt erfüllt sein. Bei im engeren 

Sinn mittelschweren Unfällen müssten drei der massgeblichen Kriterien 

oder eines der Kriterien ausgeprägt erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts 

8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E.4.5). Zu prüfen sind folgende 

Kriterien (BGE 129 V 177 E.4.1, 115 V 133 E.6c/aa; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_441/2010 vom 23. August 2010 E. 7.2; RUMO-JUNGO / 

HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 69):

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen somatischen 
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
 körperliche Dauerschmerzen;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

g) Der Beschwerdeführer ist am 4. Dezember 2008 von der Treppe gestürzt. 

Ein derartiger Sturz ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus 

objektiver Sicht, anknüpfend an den augenfälligen Geschehensablauf, als 

- 24 -

leichter Unfall einzustufen (BGE 115 V 133 E.6a). Dies wird denn auch 

vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt. Er ist jedoch der 

Auffassung, der adäquate Kausalzusammenhang müsse im vorliegenden 

Fall ausnahmsweise nach den für mittelschwere Unfälle geltenden 

Kriterien geprüft werden, weil es nicht ausserhalb jeglicher 

Lebenserfahrung liege, dass jemand der ständig und in zunehmendem 

Masse unter Schmerzen leide, der eine erfolglose medizinische 

Untersuchung und Therapie nach der anderen über sich ergehen lassen 

müsse, eine psychische Störung, wie die vorliegend in Frage stehende, 

entwickle. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen einer psychischen Krankheit 

und einem leichten Unfallereignis ausnahmsweise nach den für 

mittelschwere Unfälle entwickelten Kriterien zu beurteilen, wenn ein Unfall 

unmittelbar Unfallfolgen zeitigt, die nicht offensichtlich unfallunabhängig 

sind, weshalb es unangemessen erscheint, den adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den psychischen 

Unfallfolgen von vornherein zu verneinen (BGE 140 V 556 5.3; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_824/2008 vom 30. Januar 2009 E.4.2; 8C_526/2008 

vom 14. Mai 2009 E.5.1; 8C_824/2008 vom 30. Januar 2009 E.4.). 

h) Im vorliegenden Fall ist diesbezüglich zu beachten, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund des Treppensturzes vom 4. Dezember 2008 

eine Knieverletzung (Meniskusläsion und Kniekontorsion) erlitt, weshalb 

er am 23. Januar 2009 in der Klinik C._____ operiert wurde. Bereits 

knapp zwei Monate später, mithin dreieinhalb Monate nach dem 

Unfallereignis, konnte er bereits wieder seine angestammte Tätigkeit als 

Hilfszimmermann aufnehmen. Diese körperlich schwere, kniebelastende 

Tätigkeit übte er vom 16. März 2009 bis zu seiner Kündigung am 

31. Dezember 2011 vollzeitlich aus (vgl. zur Einordnung der 

angestammten Tätigkeit: Austrittsbericht der Klinik D._____ vom 

- 25 -

3. Oktober 2012 [Bg-act. 110]; kreisärztlicher Bericht von Dr. med. 

I._____ vom 25. Oktober 2013 [Bg-act. 253]; Bg-act. 42). Nach Angaben 

des Beschwerdeführers traten die Kniebeschwerden jedoch bereits 

wenige Monate nach der Operation vom 23. Januar 2009 wieder auf. Ob 

diese Aussage zutrifft, kann aufgrund der Akten nicht beurteilt werden. 

Fest steht jedenfalls, dass sich der Beschwerdeführer erst bei der 

Beschwerdegegnerin meldete, als ihm Mitte 2011 die Kündigung des 

Arbeitsverhältnisses aus wirtschaftlichen Gründen in Aussicht gestellt 

worden war. Im Weiteren ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer 

nach der Arbeitsaufnahme am 16. März 2009 erstmals wieder mit 

Arztbericht vom 19. Dezember 2011 prospektiv mit Wirkung ab dem 

1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. Bg-act. 37; 

44; 73 und 82). Indessen liegen gemäss den Abschlussbeurteilungen des 

Kreisarztes, Dr. med. I._____, vom 25. Oktober 2013 (Bg-act. 252 und 

253) erhebliche Unfallrestfolgen vor, was unter Umständen unter 

Berücksichtigung der gesamten Umständen genügen könnte, um hier 

ausnahmsweise den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall vom 4. Dezember 2005 und den psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers aufgrund der für mittelschwere Unfälle entwickelten 

Adäquanzkriterien zu beurteilen. Diese Frage kann jedoch dahingestellt 

bleiben.

i) Selbst wenn nämlich ein solches Vorgehen, wie vom Beschwerdeführer 

gefordert, im vorliegenden Fall erforderlich wäre, so wäre der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. Dezember 2008 und 

den beim Beschwerdeführer aufgetretenen psychischen Beschwerden 

aus den nachfolgenden Gründen zu verneinen (vgl. zur Psycho-Praxis: 

E.5f hiervor):

 (1) Hinsichtlich des ersten Adäquanzkriterium, welches in diesem Fall 
zu prüfen wäre, ist anzumerken, dass zu dessen Bejahung erforderlich 

- 26 -

ist, dass der Unfall von besonders dramatischen Umständen begleitet 
oder besonders eindrücklich war. Dabei ist zu beachten, dass jedem 
mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen 
ist (Urteile des Bundesgerichtes 8C_179/2012 vom 8. November 2012 
E.5.2.2, 8C_363/2012 vom 27. Juni 2012 E.4.3.1). Das Kriterium kann 
deshalb nur dann als erfüllt gelten, wenn über diese einem 
mittelschweren Unfall inhärente Eindrücklichkeit hinaus besonders 
dramatische Umstände vorliegen, was nach der Rechtsprechung zum 
Beispiel zu bejahen ist, wenn der Verunfallte in unmittelbar drohende 
Lebensgefahr gebracht wird (Urteil des Bundesgerichtes 8C_799/2008 
vom 11. Februar 2009 E.3.2.3), in eine Massenkarambolage auf einer 
Autobahn involviert war (Urteil des Bundesgerichtes 8C_623/2007 
vom 22. August 2008 E.8.1), bei einem Zusammenstoss zwischen 
einem Personenwagen und einem Lastwagen in einem 
Autobahntunnel mit mehreren sich anschliessenden Kollisionen mit 
der Tunnelwand (Urteil des Bundesgerichtes 8C_257/2008 vom 
4. September 2008 E.3.3.3) sowie bei einem Skifahrer, der kopfüber 
mit einem Baum kollidierte (Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2009 
vom 1. Oktober 1009 E.5.3). Wird das vorliegend in Frage stehende 
Unfallereignis an diesen Kriterien gemessen, so zeigt sich, dass weder 
dessen Begleitumstände besonders dramatisch waren noch der Unfall 
besonders eindrücklich war, ist doch der Beschwerdeführer von der 
Treppe gestürzt und hat sich dabei eine Rotationstrauma am linken 
Knie (Meniskusläsion und Kniekontorsion) zugezogen. Demzufolge ist 
das erste, der zu prüfenden Adäquanzkriterien zu verneinen.

 (2) Mit dem Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen 
Verletzung als zweites der zu prüfenden Adäquanzkriterien hat sich 
das Bundesgericht letztmals eingehend in BGE 140 V 356 E.5.5 
auseinandergesetzt. Danach ist das Vorliegen dieses Kriteriums 
rechtsprechungsgemäss als gegeben zu erachten bei einem Unfall mit 
Verbrühungen, wobei es als direkte psychotraumatologische 
Auswirkung eine ausgeprägte phobische Störung vor Hitzequellen und 
als Folgeerscheinung davon eine komorbide mittelgradige depressive 
Episode angesehen hat. In Bezug auf die phobische Störung vor 
Hitzequellen hat es das Kriterium aufgrund erhöhter psychischer 
Vulnerabilität der Versicherten infolge früherer Belastungen 
(insbesondere Krieg) sogar in besonders ausgeprägter Weise bejaht, 
hinsichtlich der depressiven Episode in einfacher Form (SVR 2012 UV 
Nr. 23 S. 83, Urteil des Bundesgerichts 8C_435/2011 vom 13. Februar 
2012 E.4.2.7). Bejaht wurde das Kriterium ferner etwa bei 
Wirbelkörperfrakturen, wobei dem bei solchen Verletzungen 
bestehenden erhöhten Risiko von Lähmungserscheinungen und den 
im konkreten Fall wiederholt erforderlich gewesenen operativen 
Eingriffen Rechnung getragen wurde (Urteil 8C_488/2011 vom 19. 

- 27 -

Dezember 2011 E.5.2). Verneint wurde das Kriterium unter anderem 
bei einer luxierten, subkapitalen 3-Fragment-Humerusfraktur links 
(Urteil des Bundesgerichts 8C_744/2009 vom 8. Januar 2010 E.11.2); 
bei einem von den Ärzten als schwer bezeichneten Polytrauma mit 
Thorax- und Abdominaltrauma sowie einer offenen 
Gesichtsschädelfraktur (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2009 vom 
19. November 2009 E.3.6); bei einem Fersenbeinbruch (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E.5.3); bei einer 
traumatischen Milzruptur, Rippenserienfraktur mit 
Hämatopneumothorax links und Rissquetschwunde frontal am Kopf 
links (Urteil des Bundesgerichts 8C_396/2009 vom 23. September 
2009 E.4.5.6). Wird die vom Beschwerdeführer durch den Unfall vom 
4. Dezember 2008 erlittene Knieverletzungen mit den in den 
vorgenannten Fällen beurteilten verglichen, so ist offensichtlich, dass 
diese im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung weder als 
besonders schwer gilt noch von besonderer Art ist. Dies zeigt sich 
nicht zuletzt darin, dass der Beschwerdeführer unmittelbar im 
Anschluss an das Unfallereignis nicht hospitalisiert werden musste, 
sondern die erlittene Verletzung ambulant versorgt werden konnte. 
Damit ist im vorliegenden Fall auch das zweite Adäquanzkriterium 
klarerweise nicht erfüllt.

 (3) Das dritte Adäquanzkriterium der ungewöhnlich langen Dauer der 
ärztlichen Behandlung setzt rechtsprechungsgemäss eine länger 
dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch 
begründbarer Beschwerden voraus (BGE 140 V 356 E.6.6.2; SVR 
2012 UV Nr. 27 S. 96). Abklärungsmassnahmen und blossen 
ärztlichen Kontrollen kommt dabei nicht die Qualität einer 
regelmässigen, zielgerichteten Therapie zu (Urteil des Bundesgerichts 
8C_855/2009 vom 21. April 2010 E.8.3.1). In diese Beurteilungen sind 
die Folgen der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht 
einzubeziehen (Urteile des Bundesgerichts 8C_903/2009 vom 
28. April 2010 E.4.6; 8C_533/2008 vom 26. November 2008 E.5.1). 
Hinsichtlich der Behandlung der unfallkausalen Kniebeschwerden 
steht vorliegend fest, dass der Beschwerdeführer am 23. Januar 2009 
(Arthroskopie, transarthroskopische partielle Meniskektomie links), 
22. Februar 2012 (Arthroskopie, valgisierende Tibiaosteotomie), 
16. Januar 2013 (diagnostische Arthroskopie, Trimmen des lateralen 
Meniskusvorderhornes und der Intermediärportion links) sowie 6. Juni 
2013 (Metallentfernung am linken Tibiakopf) am linken Knie operiert 
wurde (vgl. Bg-act. 68; 145; 152; 198; 252). Dazwischen befand er 
sich, soweit aktenkundig, jedenfalls seit Mitte 2011 regelmässig in 
hausärztlicher Behandlung und unterzog sich im Weiteren einer 
Physiotherapie. Ausserdem hielt er sich vom 19. Juli bis zum 
27. September 2012 in der Rehaklinik D._____ zur Behandlung und 

- 28 -

zum Aufbau seiner körperlichen Belastbarkeit auf (Bg-act. 110). 
Insofern kann durchaus von einer ungewöhnlich langen Dauer der 
ärztlichen Behandlung gesprochen werden, zumal der 
Beschwerdeführer nach Erlass des angefochtenen 
Einspracheentscheids abermals während vierzehn Tagen in der Klinik 
D._____ stationär behandelt wurde (Bg-act. 288). Allerdings dienten 
die vorgenannten medizinischen Behandlungen nicht nur der 
Behandlung der unfallkausalen Kniebeschwerden, sondern ebenfalls 
der unfallfremden körperlichen Beschwerden (Verdacht auf 
Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne links mit Knick-Senkfuss 
links, ausgeprägter als rechts, Rückenbeschwerden, arterielle 
Hypertonie sowie der Adipositias Grad II). Gleichwohl kann dieses 
Adäquanzkriterium in einfacher Form als erfüllt angesehen werden.

 (4) Bezüglich der Beurteilung des Vorliegens von körperlichen 
Dauerschmerzen als viertes Adäquanzkriterium ist sodann zu 
beachten, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
psychische Beschwerden in diesem Zusammenhang selbst dann 
keine Berücksichtigung finden dürfen, wenn sie als körperliche 
Schmerzen in Erscheinung treten (Urteil des Bundesgerichts 
8C_825/2008 vom 9. April 2009 E.4.6). Im vorliegenden Fall erscheint 
es deshalb schwierig den Grad der Knieschmerzen zu bestimmen, an 
denen der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 4. Dezember 2008 
fortwährend gelitten hat. Erstellt ist diesbezüglich, dass er zunächst 
vom 16. März 2009 bis am 31. Dezember 2011 vollzeitlich in seiner 
angestammten Tätigkeit als Hilfszimmermann tätig war. Soweit er in 
dieser Phase an Kniebeschwerden litt, haben diese jedenfalls nicht ein 
solches Ausmass angenommen, dass sie den Beschwerdeführer an 
der Ausübung dieser körperlich schweren und kniebelastenden 
Tätigkeit gehindert haben (vgl. zur fraglichen Einordnung der 
angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers: Austrittsbericht der 
Klinik D._____ vom 3. Oktober 2012 [Bg-act. 110]; kreisärztlicher 
Bericht von Dr. med. I._____ vom 25. Oktober 2013 [Bg-act. 253]). 
Seit dem 1. Januar 2012 zeigte sich der Beschwerdeführer jedoch 
erheblich schmerzgeplagt, wobei sich die konsultierten Ärzte das 
Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen und der 
beklagten Schmerzen nur unzureichend mit den objektivierbaren, 
pathologischen Befunden der klinischen Untersuchungen sowie 
bildgebenden Abklärungen erklären konnten (vgl. Bg-act. 97; 110; 
164; 288). In den Berichten der Klinik D._____ vom 3. Oktober 2012 
sowie 21./22. Januar 2014 ist in diesem Zusammenhang von einer 
erheblichen Schmerzausweitung die Rede (Bg-act.110;  288), 
während der behandelnde Psychiater des Beschwerdeführers, Dr. 
med. P._____, in den Arztberichten vom 25. Februar 2014 und 
13. Juni 2014 von einer Somatisierungstendenz mit Verdacht auf 

- 29 -

Symptomausweitung (Verdacht auf Rentenneurose) spricht. Bei dieser 
Ausgangslage ist gerade angesichts der bis zum 31. Dezember 2011 
erstellten, vollständigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 
einer kniebelastenden Tätigkeit fraglich, ob der Beschwerdeführer 
nach dem Unfall vom 4. Dezember 2008 andauernd unter nicht 
unerheblichen Kniebeschwerden gelitten hat. Jedenfalls ist dieses 
Kriterium nur in leichter Form erfüllt.

 (5) Das Vorliegen des fünften Adäquanzkriteriums kann ohne weiteres 
verneint werden, da sich in den Akten keine Hinweise auf eine 
Fehlbehandlung finden.

 (6) Zur Bejahung des sechsten Adäquanzkriteriums des schwierigen 
Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen bedarf es nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung besonderer Gründe, welche 
die Heilung beeinträchtigt haben (BGE 140 V 356 E. 6.6.3; SVR 2012 
UV Nr. 23 S. 83, Urteil des Bundesgerichts 8C_435/2011 E. 4.2.5 mit 
Hinweis). Solche Gründe werden in den ärztlichen Stellungnahmen 
nicht erwähnt und die Knieoperationen vom 23. Januar 2009, 
22. Februar 2012, 16. Januar 2013 und 6. Juni 2013 sind stets 
komplikationslos verlaufen. Im Übrigen konnte der Beschwerdeführer, 
wie bereits mehrfach festgestellt, am 16. März 2009, mithin anderthalb 
Monate nach dem Treppensturz, in seine angestammte Tätigkeit als 
Hilfszimmermann zurückkehren. Erst mit dem Verlust seiner 
Arbeitsstelle nahmen die Kniebeschwerden ein die Arbeitsfähigkeit 
beeinträchtigendes Ausmass an. Bei dieser Sachlage sind die 
Voraussetzungen für das sechste Adäquanzkriterium nicht erfüllt.

 (7) Ebenfalls nicht gegeben ist das siebte Adäquanzkriterium, welche 
sich auf den Grad und die Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit bezieht. Freilich ist der Beschwerdeführer nach 
Auffassung seines Hausarztes, Dr. med. F._____, seit dem 1. Januar 
2012 durchgängig in einer beliebigen Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsunfähig. Dieser Einschätzung kommt jedoch im vorliegenden 
Zusammenhang nur ein eingeschränkter Beweiswert zu, da Dr. med. 
F._____ bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nur die 
unfallkausalen Kniebeschwerden, sondern im Weiteren die 
unfallfremden körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers 
(Verdacht auf Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne links mit 
Knick-Senkfuss links, ausgeprägter als rechts, Rückenbeschwerden, 
arterielle Hypertonie sowie der Adipositias Grad II) einerseits sowie die 
psychische Verfassung des Beschwerdeführers andererseits mit 
einbezogen hat. Als aussagekräftiger für die Beurteilung der durch den 
Unfall vom 8. Dezember 2008 bedingten Arbeitsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers erweist sich der Austrittsbericht der Klinik D._____ 

- 30 -

vom 3. Oktober 2012, dem ein mehrmonatiger stationärer Aufenthalt 
zugrunde liegt (Bg-act. 110). Darin wird der Beschwerdeführer in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit als zu 100 % arbeitsfähig eingestuft. 
Gleichermassen fällt die Beurteilung im kreisärztlichen Bericht vom 
25. Oktober 2013 (Bg-act. 252) sowie im Austrittsbericht der Klinik 
D._____ vom 22. Januar 2014 aus (Bg-act. 288). Vor diesem 
Hintergrund erscheint es als wahrscheinlich, dass der 
Beschwerdeführer, abgesehen von der Rekonvalenszenzzeit nach 
den Knieoperationen vom 23. Januar 2009, 22. Februar 2012, 
16. Januar 2013 sowie 6. Juni 2013, unter alleiniger Berücksichtigung 
der unfallkausalen Beschwerden, (zumindest) in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist. In 
jedem Fall besteht kein Anlass anzunehmen, dass die Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers im fraglichen Zeitraum langandauernd in 
schwerer Weise beeinträchtigt war. Demzufolge ist das siebte 
Adäquanzkriterium vorliegend nicht erfüllt.

Nach dem vorangehend Ausgeführten sind demnach höchstens zwei der 

zu prüfenden Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt. 

Dementsprechend ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis vom 8. Dezember 2008 und den psychischen Beschwerden 

des Beschwerdeführers zu verneinen, und zwar selbst dann, wenn von 

der für mittelschwere Unfälle im engeren Sinne geltenden Praxis 

ausgegangen würde, wo für die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien 

erfüllt oder eines in besonders ausgeprägter Weise vorliegen müsste (vgl. 

E.5f hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat den adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers und dem Unfall vom 8. Dezember 2008 somit zu 

Recht verneint.

j) Bei diesem Ergebnis sind die psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers bei der Beurteilung der ihm zustehenden 

Unfallversicherungsleistungen nicht zu berücksichtigen. Unter diesen 

Umständen erweist sich der kreisärztliche Bericht vom 25. Oktober 2013 

(Bg-act. 252) für die strittigen Belange als umfassend. Er beruht 

- 31 -

ausserdem auf einer eingehenden Untersuchung des Beschwerdeführers, 

berücksichtigt dessen geklagte Leiden, wurde in Kenntnis der Vorakten 

erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 

sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Dem fraglichen 

Bericht, der im Übrigen hinsichtlich der geschilderten Knieverletzung und 

der daraus resultierenden Funktionseinschränkungen mit der Mehrzahl 

der ärztlichen Stellungnahmen übereinstimmt (vgl. E.4b/c hiervor), ist 

daher voller Beweiswert zuzuerkennen (vgl. E.3b hiervor). Damit ist 

erstellt, dass sich keine Behandlungsmassnahme mehr anbietet, durch 

welche die noch beklagten Beschwerden anhaltend und nennenswert 

verbessert werden könnten. Dementsprechend wurde, nachdem sich der 

Beschwerdeführer von seiner letzten Knieoperation erholt hatte, am 

1. August 2013 in Bezug auf die unfallkausalen Kniebeschwerden der 

Endzustand erreicht. Danach ist der Beschwerdeführer aus medizinisch-

theoretischer Sicht in der Lage, leichte Tätigkeit (repetitives Heben von 

Gewichten bis maximal 5-10 kg) in Wechselbelastung, überwiegend 

sitzend, ohne Zwangshaltung für das linke Knie, insbesondere ohne 

Knien und Kauern, ganztägig mit vollem Leistungsvermögen auszuüben.

6. a) Steht demzufolge fest, was der Beschwerdeführer medizinisch-

theoretisch noch zu leisten vermag, so ist für die Bestimmung der 

angefochtenen Rente zunächst zu prüfen, ob diese Arbeitsfähigkeit auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar und einem Arbeitgeber 

sozialpraktisch zumutbar ist (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18 S. 133). 

Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) handelt es sich, 

worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht hinweist, um einen 

theoretischen und abstrakten Begriff, der nicht mit der konkreten 

Arbeitsmarktlage übereinstimmt. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von Stellen und der Nachfrage nach Stellen. Andererseits 

bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen 

- 32 -

breiten Fächer verschiedenartiger Arbeitsstellen umfasst (BGE 134 V 64 

E.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 

E.5.2.1). Folglich handelt es sich beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt um 

eine theoretische Grösse. Praxisgemäss ist eine Unverwertbarkeit der 

einer versicherten Person nach einem Unfall verbliebenen Arbeitsfähigkeit 

nicht leichthin anzunehmen und es sind an die Konkretisierung von auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt existierenden Arbeitsgelegenheiten 

(und Verdienstaussichten) keine übermässigen Anforderungen zu stellen. 

So hat das Bundesgericht wiederholt darauf hingewiesen, dass körperlich 

leichte, wechselbelastende Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt selbst als Teilzeitstellen in ausreichender Zahl vorhanden 

sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2013 vom 19. September 2013 

E.5.3; 8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E.5.2.1). Im Übrigen weist der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze auf, 

also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem 

sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers rechnen können 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_728/2012 vom 8. Mai 2013 E. 4.3.3). Erst 

wenn ein entsprechender Arbeitsplatz selbst auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt als absoluter Glücksfall gilt, ist bei der Invaliditätsbemessung 

von der wirtschaftlichen Unverwertbarkeit einer attestierten 

Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_365/2009 vom 6. März 2010 E.3.1, 8C_489/2007 vom 28. Dezember 

2007 E.4.1). 

b) Werden diese Überlegungen auf den vorliegenden Fall übertragen, so 

besteht kein Anlass anzunehmen, der Beschwerdeführer könne die ihm 

aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht 

verwerten, sind doch körperlich leichte Tätigkeiten, wie sie dem 

Beschwerdeführer zumutbar sind, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in genügender Zahl 

- 33 -

vorhanden. Dem steht nicht entgegen, dass es dem Beschwerdeführer in 

den letzten zwei Jahren nicht gelungen ist, eine solche leidensadaptierte 

Stelle zu finden. Denn für die Beurteilung der wirtschaftlichen 

Verwertbarkeit der interessierenden Arbeitsfähigkeit ist nicht darauf 

abzustellen, ob der Beschwerdeführer unter den konkreten 

Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, 

ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, 

wenn – auf dem für ihn nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten in 

Betracht fallenden Arbeitsmarkt – die verfügbaren Arbeitsplätze dem 

Angebot an Arbeitsplätzen entsprächen. Davon ist im vorliegenden Fall 

ohne weiteres auszugehen, womit von der wirtschaftlichen Verwertbarkeit 

der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht bestehende Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers auszugehen ist.

c) Welches Einkommen der Beschwerdeführer mit der Ausschöpfung dieses 

Erwerbspotentials erzielen könnte, ist nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung primär aufgrund der konkreten, beruflich-erwerblichen 

Situation des Versicherten zu beurteilen. Hat dieser nach dem Eintritt des 

invalidisierenden Gesundheitsschadens keine oder keine ihm an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen oder hat er eine solche 

Tätigkeit zwischenzeitlich aufgegeben, so ist das massgebliche 

Invalideneinkommen entweder aufgrund der DAP-Zahlen (DAP = 

Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) oder der periodisch 

vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen LSE-Tabellenlöhne zu 

bestimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 3.b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je 

mit Hinweisen). Im letztgenannten Fall sind praxisgemäss die 

standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) heranzuziehen, wobei 

vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 129 V 472 

E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben sind in der Folge auf eine 

durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, weil die 

LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisierten 

- 34 -

Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 124 V 321 E.3b/bb). 

Wird das Invalideneinkommen eines Versicherten solchermassen anhand 

der LSE-Tabellenlöhne bestimmt, ist im Weiteren der Erfahrungstatsache 

Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

Arbeitnehmern bisweilen lohnmässig benachteiligt werden und deshalb 

mit unterdurchschnittlichen Löhnen rechnen müssen. Aus diesem Grund 

ist zwar nicht automatisch und in jedem Fall, aber doch in aller Regel bei 

eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und/oder behinderungsbedingten 

zusätzlichen Limitierungen ein Abzug vom Tabellenlohn (sog. 

leidensbedingter Abzug) vorzunehmen, der höchstens 25 % (BGE 134 V 

322 E.5 und 6, BGE 126 V 75 E.5b/aa; SVR 2003 IV 1 S. 1) und nicht 

weniger als 10 % betragen sollte (Urteil des Verwaltungsgerichts S 13 72 

vom 13. Mai 2014 E.9c; MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX 

[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N. 104).

d) Der Beschwerdeführer ist seit dem 1. Januar 2012 arbeitslos. Bei dieser 

Ausgangslage ist bei der Bestimmung des von ihm erzielbaren 

Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen. Danach 

beträgt der standardisierte, monatliche Bruttoverdienst von Männern (TA 

1) in einer leichten und repetitiven Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) 

Fr. 4'901.--. Auf der Basis der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2013 

von 41.7 Stunden (abrufbar unter http://www.bfs.admin.ch/ > 03-Arbeit 

und Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitstätigkeit > Arbeitszeit > 

Normarbeitsstunden, besucht am 20. Januar 2015) und unter 

Berücksichtigung der Teuerung im Zeitraum von 2010 bis 2013 ergibt sich 

daraus bei einer vollzeitlichen Tätigkeit ein jährliches Bruttoeinkommen 

von Fr. 62'732.-- (Fr. 5'109.20 [Fr. 4'901.-- : 40 x 41.7] x 1.01 = 

- 35 -

Fr. 5'160.38 + 0.8 % = Fr. 5'201.66 + 0.5% = Fr. 5'227.67 x 12 = 

Fr. 62'732.12). Davon hat die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer einen leidensbedingten Abzug von 15 % zugestanden, 

woraus ein Invalideneinkommen von Fr. 53'322.-- resultiert. Gegen dieses 

Vorgehen hat der Beschwerdeführer zu Recht keine Einwände erhoben, 

zumal der ihm zugestandene leidensbedingte Abzug ausgesprochen 

grosszügig ausgefallen ist. Damit ist von einem Invalideneinkommen von 

Fr. 53'322.-- auszugehen.

e) Diesem Invalideneinkommen ist das Einkommen gegenüberzustellen, 

welches der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erzielt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Die 

Beschwerdegegnerin hat dieses sog. Valideneinkommen auf der 

Grundlage des vom Beschwerdeführer bis zum 31. Dezember 2011 bei 

der B._____ AG erzielten Lohns berechnet und, angepasst an die 

Lohnentwicklung, mit Fr. 61'620.-- beziffert. Dieses Vorgehen ist zu Recht 

unbeanstandet geblieben. Wird von diesem Valideneinkommen das 

ermittelte Invalideneinkommen in Abzug gebracht, resultiert eine 

Erwerbseinbusse von 8'298.--(Fr. 61'620.-- - Fr. 53'322.--). Dies entspricht 

einem gerundeten Invaliditätsgrad von 13 % (Fr. 8'298.-- : Fr. 61'620.-- x 

100 = 13.46 %; vgl. BGE 130 V 121 E.3). Dass die Beschwerdegegnerin 

die dem Beschwerdeführer bei diesem Invaliditätsgrad zustehende Rente 

falsch berechnet hat, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist 

nicht ersichtlich. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 

somit zu Recht bei einem Invaliditätsgrad von 13 % eine monatliche 

Invalidenrente im Betrag von Fr. 553.55 zugesprochen. Diese Rente 

schuldet die Beschwerdegegnerin ab dem 1. August 2013, da ab diesem 

Zeitpunkt keine Behandlungsoptionen mehr ersichtlich waren, durch 

welche sich die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers 

nennenswert verbessern liess (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG, E.3a hiervor). 

- 36 -

Soweit der Beschwerdeführer fordert, die Beschwerdegegnerin habe ihm 

eine volle Invalidenrente, evtl. eine Teilinvalidenrente von mindestens 

40 % auszurichten, vermag er mit diesen Anträgen nicht durchzudringen, 

womit seine Beschwerde insoweit abzuweisen ist. 

7. a) Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 

Kapitalleistung gewährt und darf den am Unfalltag geltenden 

Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 

(Art. 25 Abs. 2 UVG) Sie wird entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abgestuft und mit der Invalidenrente festgesetzt oder, 

falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Bei gleichem medizinischen 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird 

abstrakt und egalitär bemessen. Es lassen sich auf medizinischer 

Grundlage allgemeingültige Regeln zur Bemessung der 

Integritätsentschädigung aufstellen. Es geht um die medizinisch-

theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Betracht fallen 

(BGE 124 V 29; 115 V 147). Die Schätzung der Integritätsentschädigung 

obliegt in erster Linie den Ärzten, welche aufgrund ihrer Kenntnisse und 

Erfahrungen fähig sind, die konkreten Befunde zu erheben und den 

daraus resultierenden Integritätsschäden festzulegen. 

b) Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht. Danach 

gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des 

- 37 -

Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer vom Bundesgericht als 

gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 

E.1b, 113 V 219 E.2a) häufig vorkommende und typische Schäden 

prozentual gewichtet. Für die im Anhang 3 zur UVV genannten 

Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem 

angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten 

Verdienstes. Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte 

Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert 

abgeleitet. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA 

weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese 

in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA, Nr. 57 bis 59, 

herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den 

Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte 

enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 20 E.1c; 116 V 157 

E.3a). 

c) Hinsichtlich der dem Beschwerdeführer zustehenden 

Integritätsentschädigung hielt Dr. med. I._____ im Bericht vom 

25. Oktober 2013 fest (Bg-act. 253), die aus dem Unfall vom 4. Dezember 

2008 resultierenden Restfolgen am linken Knie seien unter 

Berücksichtigung des Status nach Distorsionsverletzung Knie links 

(4. Dezember 2008) mit medialer Meniskusläsion, Status nach 

Arthroskopie und partieller Meniskektomie links me-dial (23. Januar 

2009), Status nach valgarisierender Tibiaosteotomie (22. Februar 2012) 

bei aktivierter vorbestehender medialer Gonarthrose, Status nach 

Arthroskopie und Trimmen des lateralen Meniskusvorderhornes 

(16. Januar 2013), Status nach Metallentfernung Tibiakopf links 

(6. Januar 2013), der chronifizierten Knie- / Unterschenkelschmerzen 

- 38 -

links bei medial-betonter Gonarthrose, reizlosem Kniegelenk, der 

annährend vollen Beweglichkeit, der gut ausgebildeten Ober- und 

Unterschenkelmuskulatur links sowie der persistierenden 

Unterschenkelschmerzen links mit eingeschränkter Belastbarkeit als 

dauernd und erheblich einzustufen. Ausgehend von der SUVA-Tabelle 5, 

Integritätsentschädigung gemäss UVG, die für eine mässiggradige 

femorotibiale Arthrose eine Integritätsentschädigung von 5 % bis 15 % 

vorsehe, entspreche der unfallbedingte Integritätsschaden 10 % des 

höchstversicherten Verdiensts. 

d) Die fragliche Beurteilung des Kreisarztes, Dr. med. I._____, ist für die 

strittigen Belange umfassend, wurde in Kenntnis und unter 

Berücksichtigung der massgeblichen medizinischen Akten abgegeben 

und berücksichtigt sowohl Art als auch Umfang der Restbeschwerden des 

Beschwerdeführers und die diesbezüglich für die Bemessung des 

Integritätsschadens massgeblichen SUVA-Tabellenwerten. In den Akten 

finden sich im Übrigen keine davon abweichenden ärztlichen 

Einschätzungen oder anderweitige Hinweise, die Zweifel an der 

Richtigkeit der diesbezüglichen Einschätzung des Kreisarztes wecken 

würden. Das Verwaltungsgericht sieht sich unter diesen Umständen nicht 

veranlasst, von dieser fundierten kreisärztlichen Stellungnahme 

abzuweichen. Soweit der Beschwerdeführer seinen gegenteiligen 

Standpunkt damit begründet, dass es der Kreisarzt versäumt habe, bei 

der Bemessung der Integritätsentschädigung die infolge der 

Dauerschmerzen aufgetretenen, psychischen Beschwerden zu 

berücksichtigen, ist festzuhalten, dass die derzeitige(n) psychische(n) 

Erkrankung(en) des Beschwerdeführers nicht in einem adäquatem 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 4. Dezember 2008 stehen, 

weshalb die Beschwerdegegnerin als zuständige 

Unfallversicherungsgesellschaft hierfür nicht einzustehen hat (vgl. E.5d ff. 

- 39 -

hiervor). Demzufolge hat Dr. med. I._____ die entsprechenden 

Beschwerden bei der Bemessung der geschuldeten 

Integritätsentschädigung korrekterweise ausser Betracht gelassen. Nicht 

von Bedeutung für die Bemessung der Integritätsentschädigung ist 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ferner, dass der 

Beschwerdeführer infolge des Unfalls seine Arbeitsstelle und damit sein 

Erwerbseinkommen verloren hat, dient doch die Integritätsentschädigung 

im Unterschied zur Rente dazu, den immateriellen Unbill des 

Versicherten, der durch einen Unfall einen dauerhaften und 

schwerwiegenden Gesundheitsschaden erlitten hat, auszugleichen. Die 

vom Beschwerdeführer gegen die Bemessung der Integritätsentschädig 

vorgebrachten Einwände vermögen somit nicht zu überzeugen. Die 

Beschwerdegegnerin hat die geschuldete Integritätsentschädigung im 

angefochtenen Einspracheentscheid bei einem Integritätsschaden von 

10 % korrekt auf Fr. 12'600.-- festgelegt. Die dagegen erhobene 

Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet, womit sie abzuweisen 

ist.

9. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht als kantonales 

Versicherungsgericht ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG, abgesehen von 

vorliegend ausser Betracht fallenden Ausnahmen, kostenlos ist, weshalb 

vorliegend keine Kosten erhoben werden. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu 

(Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

10. Unter diesen Umständen bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung mit Rechtsvertretung durch Dr. iur. 

Peter Andri Vital mit Wirkung ab dem 7. April 2014 zu gewähren ist.

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a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur 

Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf 

einen unentgeltlichen Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt 

dieses Anrecht auf unentgeltliche Rechtspflege explizit. 

Rechtsprechungsgemäss ist einem Versicherten aufgrund dieser 

Regelung die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, wenn der 

Prozess nicht aussichtslos erscheint, er bedürftig ist und die 

Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin zur Führung des 

Prozesses als geboten erscheint (BGE 125 V 201 E.4a m.w.H.). Bedürftig 

im Sinne von Art. 61 lit. f ATSG ist eine Partei, die zur Leistung der 

Parteikosten die Mittel zur Deckung des Grundbedarfs für sich und ihre 

Familie angreifen müsste. Dabei liegt die Grenze der Bedürftigkeit höher 

als diejenige des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (SVR 2007 

AHV Nr. 7 S. 20). Aussichtslos ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen 

beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und kaum als ernsthaft 

bezeichnet werden können. Hingegen darf nicht von Aussichtslosigkeit 

ausgegangen werden, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr 

ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 

Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 

bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 

138 III 217 E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1; 122 I 267 E.2b; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 61 N. 102). 

b) Aufgrund des Unfalls vom 4. Dezember 2008 hat der Beschwerdeführer 

eine Knieverletzung erlitten, die ihn in seiner Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt und einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung begründet. Wie hoch die deshalb geschuldeten 

- 41 -

Versicherungsleistungen sind, hängt wesentlich von Art und Umfang der 

auf den Unfall vom 4. Dezember 2008 zurückzuführenden 

Gesundheitsschäden ab, die von den konsultierten Ärzten unterschiedlich 

beurteilt wurden und durchaus auch den Standpunkt des 

Beschwerdeführers stützen. Vor diesem Hintergrund sind die 

Gewinnchancen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht von 

vornherein als deutlich geringer einzustufen als die Verlustgefahr. 

Angesichts der Komplexität der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen 

und der mit der lebenslänglichen UVG-Rente bestehenden erheblichen 

Bedeutung der im Streit liegenden Interessen erscheint der Beizug eines 

Rechtvertreters im vorliegenden Fall als gerechtfertigt. Schliesslich ist die 

Bedürftigkeit des sozialhilfebeziehenden Beschwerdeführers 

ausgewiesen (vgl. Entscheid der Sozialhilfebehörde Y._____ vom 

11. Dezember 2013). Demzufolge ist dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung mit Rechtsvertretung durch Dr. iur. Peter Andri 

Vital stattzugeben.

c) Der Beschwerdeführer hat am 11. April 2014 die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtsvertretung mit Wirkung ab dem 7. April 2014 

beantragt. Mit Schreiben vom 4. Juni 2014 präzisierte er dieses Begehren 

dahingehend, als er das Verwaltungsgericht ersuchte, seinem 

Rechtsbeistand für das vorliegende Beschwerdeverfahren ein Honorar 

von Fr. 5'433.50, inkl. MWST und Barauslagen, zuzusprechen. Die 

Bemessung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters 

richtet sich, anders als im vorinstanzlichen Einspracheverfahren, nach 

dem kantonalen Recht (KIESER, a.a.O. Art. 61 N. 106). Gemäss Art. 5 

Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) ist dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand für den berechtigten Aufwand der 

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unentgeltlichen Vertretung ein Honorar von Fr. 200.-- pro Stunde 

zuzüglich der notwendigen Barauslagen und Mehrwertsteuer 

auszurichten. Im Beschwerdeverfahren kann ausserdem ausschliesslich 

der Arbeitsaufwand ab dem Erhalt des angefochtenen Entscheids bis zu 

dessen Abschluss geltend gemacht werden (Urteil des 

Verwaltungsgerichts U 13 139 vom 20. Mai 2014 E.3b = ZGRG 2014/4 

S. 295).

d) In der Honorarnote vom 4. Juni 2014 wird einerseits von einem 

Honoraransatz von Fr. 250.-- ausgegangen, andererseits werden darin 

Arbeiten ab dem 6. August 2013 berücksichtigt. Wird die Honorarnote in 

dieser Beziehung berichtigt und der geltend gemachte Zeitaufwand ab 

dem Erhalt des angefochtenen Einsprachentscheids vom 10. März 2014, 

d.h. ab dem 25. März 2014, berücksichtigt, so ergibt sich für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren ein Honorar von total Fr. 2'776.70 

(Fr. 2'450.-- [12.25 h {0.5 + 0.25 + 5.0 + 4.5 + 1.5 + 0.25 + 0.25} à 

Fr. 200.--] zuzüglich Spesen Fr. 121.-- [Fr. 5.-- + Fr. 8.-- + Fr. 90.-- + 

Fr. 7.-- + Fr. 5.-- + Fr. 6.--] und 8 % MWST Fr. 205.70 [Fr. 2'571.-- 
{Fr. 2'450.-- + Fr. 121.--} x 8 %]). Dieses Honorar erscheint dem Gericht 

mit Blick auf die Schwierigkeit der sich im vorliegenden Verfahren 

stellenden Sach- und Rechtsfragen als angemessen. Demzufolge wird 

der unentgeltliche Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Dr. iur. Peter 

Andri Vital, durch die Gerichtskasse mit Fr. 2'776.70 (inkl. Barauslagen 

und MWST) entschädigt.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerdeverfahren S 13 44 und S 13 47 werden vereinigt.

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2. Die Beschwerden S 13 44 und S 13 47 werden abgewiesen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. a) A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital ein 

Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die 

Gerichtskasse mit Fr. 2'776.70 (inkl. MWST) entschädigt. 

b) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]