# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3f0914c-b05c-5a20-91ad-3fd8b0c3cc3f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 12.07.2010 A 2010 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2010-30_2010-07-12.pdf

## Full Text

A 10 30

URTEIL
vom 12. Juli 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer

1. … arbeitete nach ihrer Lehre als Kauffrau weiter bei der … AG, zuletzt noch 

in einem Umfang von 60%. In der Steuererklärung 2008 machte sie 

Studienkosten zum Bachelor of Science in Communications an der 

Fachhochschule für Wirtschaft in Zürich von insgesamt Fr. 19'320.-- geltend, 

welche aber im Rahmen der Steuerveranlagungen der kantonalen 

Steuerverwaltung vom 4. November 2009 für die Kantons-, Gemeinde- und 

direkte Bundessteuer 2008 (jeweilige Steuerbeträge Fr. 484.--, 219.-- bzw. 

87.80) nicht zugelassen wurden. Die durch die Steuerpflichtige dagegen 

erhobenen Einsprachen vom 30. November 2009 wurden mit Entscheiden 

vom 26. Februar 2010 vollumfänglich abgewiesen. 

2. Dagegen erhob … am 24. März 2010 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss, es sei der 

Weiterbildungsabzug gemäss Ziff. 9.12 und 9.15 der Steuererklärung für das 

Jahr 2008 zu berücksichtigen. Der Entscheid für die neue Ausbildung 

(Bachelor in Business Communications) sei bereits im Jahr 2007 gefallen. Im 

Gegensatz zu anderen Studierenden aus dem Kanton Graubünden sei ihr der 

Weiterbildungsabzug schon im Jahr 2007 nicht zugelassen worden. Weiter 

macht sie geltend, es sei klar zwischen einem Vollzeitstudium an einer 

Universität oder Fachhochschule und einem berufsbegleitenden Studium an 

einer Fachhochschule zu unterscheiden. Ein berufsbegleitendes Studium im 

Bereich „Kommunikation“ werde lediglich von der Hochschule für Wirtschaft 

in Zürich (nachfolgend HWZ genannt) angeboten, welche staatlich nicht 

subventioniert werde und daher auch höhere Studiengebühren erhebe. Aus 

finanziellen Gründen sei für sie jedoch nur ein berufsbegleitendes Studium in 

Frage gekommen. Der Bachelor in Business Communications ermögliche ihr 

einen Berufsaufstieg im angestammten Beruf bei ihrer heutigen Arbeitgeberin, 

sodass ein sachlicher Zusammenhang zwischen dem angestammten Beruf 

und den Studienkosten klar gegeben sei. Weiter bringt die 

Beschwerdeführerin vor, das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer 

(DBG) sowie das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) würden aufgrund einer Motion 

auf den 1. Januar 2011 dahingehend abgeändert, dass jegliche 

Weiterbildungskosten bis Fr. 10'000.-- pro Jahr abziehbar seien. Es sei daher 

nicht verständlich, dass die Praxis der Steuerverwaltung des Kantons 

Graubünden in die entgegen gesetzte Richtung gehe. Weiter fügt sie an, der 

bisher strenge Kanton Zürich habe inzwischen die gleiche Formulierung wie 

der Kanton Graubünden bezüglich der abzugsfähigen Weiterbildungskosten 

mit dem Unterschied, dass der berufsbegleitende Besuch einer 

Fachhochschule grundsätzlich auch zum Abzug zugelassen werde. Im Urteil 

des Bundesgerichts 2C_589/2007 vom 9. April 2008 liege der Grund für die 

Qualifikation der Studienkosten als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten 

darin, dass der Zusammenhang zwischen dem Studium und der aktuellen 

Berufstätigkeit fehlte. Bei ihr hingegen sei dieser Zusammenhang voll 

gegeben. 

3. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Mai 2010 beantragte die kantonale 

Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Die für das Steuerjahr 

2008 geltend gemachten Studienauslagen würden für die HWZ Fr. 11'610.--, 

für Verpflegung Fr. 1'710.-- und für auswärtiges Zimmer Fr. 6'000.-- erreichen. 

Massgebend seien Art. 31 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes für den Kanton 

Graubünden (StG) bzw. Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG. Demnach könnten mit dem 

Beruf zusammenhängende Weiterbildungskosten in Abzug gebracht werden. 

Diese würden sich klar von den nicht abziehbaren reinen Ausbildungskosten 

nach Art. 37 lit. b StG bzw. Art. 34 lit. b DBG unterscheiden. Lehre, Matur und 

Studium seien als Ausbildungskosten zu qualifizieren. Fachhochschulen 

seien Teil einer erweiterten Grundausbildung, weshalb auch deren Kosten als 

nicht abziehbare Ausbildungskosten zu qualifizieren seien. Wer einen 

Bachelor oder Master an einer Fachhochschule erreiche, sei gleich zu 

behandeln wie ein Uni- oder ETH-Absolvent (Gleichheitsgebot gemäss Art. 8 

und 127 BV). Die Fortbildung biete der Beschwerdeführerin ein 

Betätigungsfeld, das weit über dasjenige ihrer bisherigen Tätigkeit als 

Sachbearbeiterin im … hinausgehe. Daran ändere auch die 

berufsbegleitende Absolvierung des Studiums nichts. Es könnten ferner auch 

keine Rechte aus früheren Steuerperioden oder der Vorwirkung künftiger 

Gesetze abgeleitet werden. 

4. In der Replik beantragte die Beschwerdeführerin, das steuerbare Einkommen 

sei auf Fr. 5'480.-- (Kantonssteuer) und Fr. 7'180.-- (direkte Bundessteuer) 

anzusetzen. Die Qualifizierung der Kosten für ein berufsbegleitendes Studium 

an der Fachhochschule erfolge heute in der Schweiz kontrovers (Kantone SG, 

SH, TI und bis vor kurzem GR abzugsberechtigt; TG, SO, LU und NE nicht 

abzugsberechtigt; der Bund akzeptiere für die direkte Bundessteuer die 

jeweilige Kantonspraxis). In seiner Praxisfestlegung habe der Kanton 

Graubünden für die Fachhochschulen, unabhängig von der 

berufsbegleitenden Ausbildung oder nicht die Gleichstellung mit den 

Universitäten vorgesehen. Auf Bundesebene gelte Art. 8 der 

Berufskostenverordnung, der nur am Schluss den Nichtabzug der 

eigentlichen Ausbildungskosten vorbehalte. Das Gleichheitsgebot verlange, 

dass der berufsbegleitende Besuch einer Fachhochschule, der klar die 

Merkmale einer Weiterbildung aufweise und sich insofern vom Vollzeitbesuch 

einer Fachhochschule, Uni oder ETH unterscheide, berücksichtigt und zum 

Abzug zugelassen werde. Sicher sei diese wie vorliegend für die klassische 

Fortsetzungsausbildung gegeben. Die Beschwerdeführerin sei seit ihrer 

Lehre bei der Swisscom tätig und als Sachbearbeiterin in einem der zwei für 

KMU zuständigen … angestellt. Dabei habe sie intensiven Kundenkontakt, 

der sich nicht nur auf telefonische Betreuung beschränke. In dieser Situation 

sei ihre Ausbildung an der HWZ geeignet sicherzustellen, dass sie in ihrem 

angestammten Beruf, bei dem Kommunikation einen zentralen Stellenwert 

einnehme, auf dem Laufenden bleibe und zukünftigen steigenden oder neuen 

Anforderungen genüge (Bestandessicherungsaspekt). Der 

Fortsetzungsbildungsaspekt sei insofern auch von Belang, als sie an einem 

Einsatz in der PR-Abteilung bei der Swisscom interessiert sei. 

5. In ihrer Duplik ergänzte die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, für 

die Abzugsberechtigung sei ein enger Zusammenhang zwischen dem 

gegenwärtig ausgeübten Beruf und den Weiterbildungskosten verlangt. Nicht 

abziehbar seien indessen Ausbildungskosten für die erstmalige Aufnahme 

einer Berufstätigkeit oder eines neuen Zusatzberufes. Dies gelte vor allem für 

Auslagen für eine Fortbildung, die zum Umstieg in einen anderen Beruf diene. 

Mit dem Bachelor-Studium in Business Communications an der HWZ würden 

gemäss Ausschreibung solide Managementkompetenzen sowie breites 

Marketing- und Kommunikationswissen erworben. Das Studium vereine 

Kommunikationswissen, Betriebswirtschaft, Psychologie, Technologie und 

handwerkliche Schwerpunktfächer. Der Hochschulabschluss bilde somit eine 

Basis für die Übernahme von kommunikationsbestimmten Fach- oder 

Managementtätigkeiten. Das alles ermögliche der Beschwerdeführerin ein 

neues Wirkungsfeld, das weit über jenes einer Sachbearbeiterin in einem Call-

Center hinausgehe. Es dränge sich deshalb die Gleichstellung mit den Uni- 

und ETH-Absolventen geradezu auf und der Abzug könne nicht zugelassen 

werden. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG) entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht 

überschreitet und keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu 

entscheiden sind. Da der Streitwert vorliegend allerhöchstens Fr. 790.80 

(gesamter Steuerbetrag für die Kantonssteuer für das Jahr 2008) beträgt und 

es keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden gilt, ist 

die Zuständigkeit des Einzelrichters offensichtlich gegeben.

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bilden die 

Einspracheentscheide der kantonalen Steuerverwaltung vom 26. Februar 

2010, in welchen der geltend gemachte Steuerabzug für Berufsauslagen für 

das Jahr 2008 mit der Begründung es handle sich um Ausbildungskosten 

verweigert wurde. 

3. a) Laut Art. 31 Abs. 1 lit. c StG bzw. der entsprechenden Bestimmung in Art. 26 

Abs. 1 lit. d DBG können unselbständig Erwerbende die mit dem Beruf 

zusammenhängenden Weiterbildungskosten als Berufsunkosten vom 

Einkommen abziehen. Es kann der Pauschalbetrag zum Abzug gebracht 

werden oder die notwendigen tatsächlichen Aufwendungen, die der 

Steuerpflichtige nachweisen kann. Nicht abzugsfähig sind demgegenüber 

gemäss Art. 37 lit. b StG bzw. Art. 34 lit. b DBG die Ausbildungskosten. 

Umschulungskosten gelten dann nicht als Ausbildungskosten, wenn der 

Steuerpflichtige durch äussere Umstände zur Umschulung veranlasst wird 

beziehungsweise aufgrund einer bei der bisherigen Berufsausübung 

aufgetretenen Zwangslage einen anderen Beruf ergreifen muss (Bruno 

Knüsel, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Auflage, 

N 10 zu Art. 26 DBG).

b) Weiterbildungskosten sind praxisgemäss dann zum Abzug zuzulassen, wenn 

sie mit dem gegenwärtig ausgeübten Beruf in engem Sachzusammenhang 

stehen. Abziehbar sollen also nur solche Unkosten sein, die im Rahmen des 

bereits erlernten und ausgeübten Berufs anfallen, nicht abziehbar sind 

indessen Ausbildungskosten für die erstmalige Aufnahme einer 

Berufstätigkeit oder eines neuen Zusatzberufes (BGE 113 Ib 114 E.2a). Der 

unmittelbare ursächliche Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf besteht 

dann, wenn sich die Weiterbildung auf Kenntnisse bezieht, die bei der 

Berufsausübung erforderlich sind. Dazu gehören nicht nur Anstrengungen, 

um den Stand bereits erworbener Fähigkeiten zu erhalten, sondern vor allem 

auch der Erwerb verbesserter Kenntnisse (z.B. erweiterte 

Informatikkenntnisse, vertiefende Sprachkenntnisse) für die Ausübung des 

gleichen Berufes (vgl. AGVE 1999, S. 411).

c) E contrario gelten Auslagen für eine Fortbildung, die zum Aufstieg in eine 

eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere Berufsstellung 

(Aufstiegskosten) oder zum Umstieg in einen andern Beruf dienen oder gar 

nur aus Gründen der Liebhaberei, Freizeitgestaltung, Unterhaltung oder der 

Allgemeinbildung dienen, nicht als Weiterbildungskosten und sind 

entsprechend nicht steuerlich absetzbar. Das Gesagte gilt auch, wenn eine 

Ausbildung neben einem bereits ausgeübten Beruf im Hinblick auf einen 

späteren Berufswechsel absolviert wird (vgl. BGE 113 Ib 117; BG-Urteil 

2A.277/2003 publiziert in STR 2004, S. 295 f. und in AJP/PJA 2005, S. 224 

ff.; VGU A 04 32). Unter Ausbildung wird daher die Erlernung eines Berufes 

oder die Umstellung bzw. die Umschulung auf einen anderen Beruf 

verstanden. Ausbildung liegt somit - abgesehen von der Vorbereitung auf 

einen Erstberuf - immer dann vor, wenn Berufstätige einen eigentlichen 

Berufswechsel vollziehen oder einen Zweitberuf erlernen.

d) Weil einem Aufstieg im angestammten Beruf regelmässig auch 

Weiterbildungscharakter zukommt, ist die Abgrenzung zwischen Ausbildung 

und Weiterbildung im Einzelfall schwierig (vgl. die in der Zeitschrift für 

Internationales und Schweizerisches Steuerrecht [zsis] vom 30. Juni 2004 

anhand neuerer Entwicklungen in der Rechtsprechung vorgenommene 

Abgrenzung von Aus- und Weiterbildung). Ausschlaggebendes Kriterium für 

die Abgrenzung zwischen Berufsaufstiegs- und Ausbildungskosten ist in der 

Praxis die Frage, ob die Steuerpflichtige mit der Ausbildung eine berufliche 

Veränderung anstrebt, bei der sie immer noch zur Hauptsache die 

ursprünglich erworbenen Kenntnisse einsetzen kann, oder ob die 

Veränderung dazu führt, dass sie anschliessend hauptsächlich die neu 

erworbenen Kenntnisse benötigt. Beabsichtigt eine Steuerpflichtige, in einen 

Beruf zu wechseln, der mehrheitlich die neuerworbenen Kenntnisse und nicht 

resp. nur zu einem Teil die bisherige Ausbildung voraussetzt, so handelt es 

sich nicht um Weiterbildungs- sondern um Ausbildungskosten. Stellen die neu 

erworbenen Kenntnisse demgegenüber lediglich eine Ergänzung und 

Erweiterung der bisherigen Kenntnisse dar, ist von einer Weiterbildung 

auszugehen. Ein Indiz für die Abgrenzung kann in der Dauer der besuchten 

Fortbildung liegen. 

e) Für die Anerkennung von Weiterbildungskosten wird somit verlangt, dass eine 

besonders enge Beziehung zwischen der Art, dem Grund und dem Zweck 

dieser Auslagen zur bisherigen Berufsausübung nachgewiesen wird und die 

Natur der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit dadurch nicht grundlegend 

verändert wird (ASA 58 [Nr. 6-7/1990] S. 308 ff; StE 1999, B 22.3, Nr. 68). 

Treffen die oben umschriebenen Voraussetzungen nicht zu, sind die 

entsprechenden Kosten steuerlich als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten 

zu qualifizieren.

f) Der Umstand, dass das Studium berufsbegleitend an einer Fachhochschule 

absolviert wird, führt genauso wenig dazu die Kosten als 

Weiterbildungskosten zu qualifizieren wie die Tatsache, dass es sich bei der 

Ausbildung an einer Fachhochschule um ein praxisorientiertes und nicht 

wissenschaftliches Studium handelt (BG-Urteile 2C_589/2007 und 

2C_590/2007 vom 9. April 2008). Auch im Hinblick auf das 

Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) stellen Kosten im Zusammenhang mit 

dem Besuch von Fachhochschulen Ausbildungskosten dar, zumal sich eine 

Abgrenzung zu einem Universitätsabschluss nicht begründen lässt. 

4. Im Lichte des oben Ausgeführten ergibt sich nun ohne weiteres, dass die von 

der Beschwerdeführerin geltend gemachten Kosten steuerrechtlich als nicht 

abzugsfähige Ausbildungskosten zu qualifizieren sind. Wie sich nämlich den 

Akten entnehmen lässt, arbeitete die Beschwerdeführerin nach Abschluss 

ihrer kaufmännischen Lehre als Sachbearbeiterin in einem ... Parallel dazu 

nahm sie im Jahr 2007 das Studium in Business Communications an der HWZ 

auf mit dem Ziel dieses Studium mit dem eidgenössisch und international 

anerkannten Titel „Bachelor of Science ZFH in Kommunikation“ 

abzuschliessen. Im Rahmen dieses Studiums der Kommunikation werden das 

Kommunikationswissen, Betriebswirtschaft, Psychologie, Technologie sowie 

handwerkliche Schwerpunktfächer auf anspruchsvolle und interdisziplinäre 

Weise vereint. Bei dieser Ausbildung handelt es sich insgesamt betrachtet um 

eine (neue) selbständige Grundausbildung, die in keinem direkten und engen 

Zusammenhang mit der bisherigen ausgeübten Tätigkeit als Sachbearbeiterin 

in einem … beziehungsweise Kauffrau steht. Angesichts der 

unterschiedlichen Betätigungsfelder ist offenkundig, dass sie die Ausbildung 

nicht auf sich genommen hat, um in ihrem angestammten Beruf auf dem 

Laufenden zu bleiben respektive um den steigenden oder neuen 

Anforderungen in ihrem bisherigen Tätigkeitsfeld zu genügen. Mit der neuen 

Ausbildung erwirbt die Beschwerdeführerin neue und wesentlich von der 

bisherigen Berufstätigkeit abweichende Kenntnisse, welche sie zur 

kommunikationsbestimmten Fach- oder Managementtätigkeit befähigen. 

Zudem gibt die Beschwerdeführerin an, sie beabsichtige nach Abschluss des 

Studiums in die PR-Abteilung der Swisscom zu wechseln. Gerade bei diesem 

von der Beschwerdeführerin beabsichtigten Berufsziel wird sie jedoch zur 

Hauptsache die neu erworbenen Kenntnisse des Studiums in Kommunikation 

benötigen und die Anwendung des Gelernten als Kauffrau tritt klar in den 

Hintergrund. Ferner spricht auch die Dauer der Ausbildung von nicht weniger 

als 8 Semestern gegen die Auffassung der Beschwerdeführerin, es handle 

sich bei dem Studium um eine Weiterbildung. Gestützt auf die oben 

gemachten Ausführungen ist daher festzuhalten, dass es den geltend 

gemachten Auslagen über Fr. 19'320.- daher an der verlangten engen 

Beziehung zur bisherigen Berufausübung fehlt, weshalb sich denn auch die 

vorinstanzliche Qualifikation als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten als 

richtig erweist. Die Einspracheentscheide gegen die Kantons-, Gemeinde- 

und direkte Bundessteuer 2008 sowie die ihnen zugrunde liegenden 

Veranlagungsverfügungen sind entsprechend zu schützen und die 

Beschwerde ist abzuweisen. 

5. Es bleibt ferner darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin aus dem 

vorgebrachten Einwand, voraussichtlich werde ab 1. Januar 2011 eine 

Gesetzesänderung betreffend abzugsfähige Bildungskosten in Kraft treten, 

keine Rechte ableiten kann. Wird ein Erlass beziehungsweise zukünftiges 

Recht bereits wie geltendes Recht angewendet, obwohl dieses noch nicht in 

Kraft getreten ist, so wird dies als positive Vorwirkung bezeichnet, was dem 

im Verwaltungsrecht zugrundeliegenden Grundprinzip der Gesetzmässigkeit 

widerspricht (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. 

Auflage, N 346). Ebenso als unbegründet erweist sich der Einwand der 

Beschwerdeführerin, der Kanton Zürich verfolge eine andere Praxis 

hinsichtlich der abzugsfähigen Berufsauslagen im Zusammenhang mit einem 

berufsbegleitenden Studium, denn Steuerbehörden sind nicht an die Praxis 

eines anderen Kantons gebunden (vgl. BG-Urteile 2C_589/2007 und 

2C_590/2007 vom 9. April 2008. E. 4.3). 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) der 

unterliegenden Steuerpflichtigen zu überbinden. Den Parteien steht keine 

aussergerichtliche Entschädigung zu (Art. 78 VRG).

Demnach erkennt der Einzelrichter

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 300.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 284.--

zusammen Fr. 584.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.