# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a6be724-86c5-567e-b7aa-c38f657b5be4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-04-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.04.2017 A-2031/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2031-2017_2017-04-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2031/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  A p r i l  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Michael Beusch (Vorsitz), 

Richterin Salome Zimmermann, Richter Daniel Riedo,    

Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

vertreten durch G + S Treuhand AG,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Kostenentscheid. 

 

 

 

A-2031/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die A._______ AG (nachfolgend: Steuerpflichtige) sich mit Schreiben 

vom 15. April 2013 bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfol-

gend: ESTV) erkundigt hat, ob für die im Jahre 2012 aus dem Ausland be-

zogenen humanmedizinischen Laborleistungen im Gesamtumfang von 

über Fr. 10‘000.– die Bezugssteuer zu entrichten sei, 

dass die ESTV nach diverser Korrespondenz mittels Ergänzungsabrech-

nungen je vom 8. Oktober 2013 für das Jahr 2011 Fr. 5‘383.74 und für das 

Jahr 2012 Fr. 7‘595.75 sowie mit Ergänzungsabrechnung vom 17. März 

2014 für das Jahr 2013 Fr. 7‘255.05 Bezugssteuern erhoben hat, 

dass die ESTV mit Verfügung vom 6. Mai 2014 die Ergänzungsabrechnun-

gen für die Jahre 2011 bis 2013 bestätigt und die dagegen erhobene Ein-

sprache vom 6. Juni 2014 mit Einspracheentscheid vom 16. April 2015 ab-

gewiesen hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die von der Steuerpflichtigen am 

15. Mai 2015 erhobene Beschwerde mit Urteil A-3112/2015 vom 22. Okto-

ber 2015 gutgeheissen und die Sache zur Fällung eines neues Entscheids 

im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen hat, 

dass es dabei keine Verfahrenskosten erhoben und vorgesehen hat, den 

von der Steuerpflichtigen geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 2‘000.– nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten so-

wie die Vorinstanz zur Bezahlung einer Parteientschädigung in der Höhe 

von Fr. 7'000.– an die Steuerpflichtige verpflichtet hat, 

dass die ESTV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3112/2015 

vom 22. Oktober 2015 mit Eingabe vom 30. November 2015 beim Bundes-

gericht angefochten und beantragt hat, das vorinstanzliche Urteil sei auf-

zuheben und der Einspracheentscheid vom 16. April 2015 sei zu bestäti-

gen, eventualiter sei die auszurichtende Parteientschädigung aufgrund der 

Akten zu bestimmen und auf höchstens Fr. 3‘000.– festzusetzen, 

dass die Steuerpflichtige ihrerseits von einer Beschwerde abgesehen und 

sich auf die Vernehmlassung beschränkt hat, 

dass das Bundesgericht die Beschwerde der ESTV mit am 6. April 2017 

zugestelltem Urteil vom 9. Dezember 2016 im Verfahren 2C_1076/2015 

gutgeheissen, das angefochtene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-2031/2017 

Seite 3 

aufgehoben und den Einspracheentscheid der ESTV vom 16. April 2015 

bestätigt hat, 

dass das Bundesgericht mit demselben Urteil 2C_1076/2015 vom 9. De-

zember 2016 die Sache zur Neuregelung der Kosten- sowie der Entschä-

digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwal-

tungsgericht zurückgewiesen hat,  

dass die Steuerpflichtige (nachfolgend: Beschwerdeführerin) aufgrund die-

ses bundesgerichtlichen Urteils im Verfahren A-3112/2015 vor dem Bun-

desverwaltungsgericht als vollumfänglich unterliegend zu gelten hat und 

ihr daher die nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 2'000.– festzusetzenden Kos-

ten dieses Verfahrens aufzuerlegen sind (vgl. Art. 37 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 63 Abs. 1 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]), 

dass der von der Beschwerdeführerin im Verfahren A-3112/2015 geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– an die Bezahlung dieser Verfahrenskos-

ten anzurechnen ist, 

dass für das Verfahren A-3112/2015 keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen sind (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 1 VGKE e 

contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE), 

dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen 

noch Parteientschädigungen zuzusprechen sind (vgl. Art. 6 Bst. b und 

Art. 7 Abs. 3 VGKE; Urteil des BVGer A-1814/2017 vom 28. März 2017).  

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Kosten des Verfahrens A-3112/2015 werden auf Fr. 2'000.– festgesetzt 

und der Beschwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 2'000.– wird an die Bezahlung dieser Verfahrenskosten 

angerechnet. 

A-2031/2017 

Seite 4 

2.  

Im Verfahren A-3112/2015 werden keine Parteientschädigungen zugespro-

chen. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par-

teientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …); Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Beusch Monique Schnell Luchsinger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 

und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-

weismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

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