# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c061068f-34ec-5c61-8bef-81d8a6c1e53e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 06.12.2017 S 2016 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-118_2017-12-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 118

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 6. Dezember 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Husmann,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ erlitt am 5. Februar 2008 einen Verkehrsunfall, bei dem er sich 

eine HWS-Distorsion mit stabiler ventraler Deckenplattenimpres-

sionsfraktur zuzog. Im Unfallzeitpunkt war A._____ bei der B._____ AG 

als LKW-Chauffeur sowie bei der Musikschule C._____ als Musiklehrer 

angestellt und dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA) gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Ab dem 21. März 2008 war 

A._____ wieder voll arbeitsfähig und die medizinische Behandlung wurde 

im Juni 2008 eingestellt. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. 

2. Am 26. Februar 2009 erstattete A._____ bei der SUVA eine 

Rückfallmeldung, worin er eine erneute Arbeitsunfähigkeit ab dem 

17. Februar 2009 geltend machte.

3. Mit Verfügung vom 8. Mai 2013 sprach die SUVA A._____ eine 

Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 5 % zu. Diese 

Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. In der erwähnten 

Verfügung führte die SUVA zudem aus, dass sie zu einer allfälligen 

Invalidenrente erst nach Abschluss der noch laufenden 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung Stellung nehmen 

könne.

4. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2015 sprach die SUVA A._____ für die 

verbleibende Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 5. Februar 2008 auf 

der Basis einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 13 % ab dem 

1. Juni 2015 eine Invalidenrente zu. Die dagegen erhobene Einsprache 

vom 1. Februar 2016 wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 

8. August 2016 ab. 

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5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

15. September 2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit folgenden Anträgen:

"1. Es sei der Einsprache-Entscheid vom 8.8.2016 aufzuheben und es sei dem 
Beschwerdeführer eine Rente von mindestens 64 % zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei ein externes Gutachten einzuholen;

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass die 

SUVA den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe, indem sie trotz des 

komplexen Falls keine versicherungsexterne Begutachtung eingeholt 

habe. Zudem liege noch kein Endzustand vor; die kreisärztlichen 

Arztberichte vom 13. Juli 2012 und 20. Februar 2013 seien diesbezüglich 

widersprüchlich. Die SUVA habe das gesamte typische Beschwerdebild, 

welches der Unfallverletzung zugeordnet werde, zu übernehmen und eine 

Aufteilung des Beschwerdebildes sei nicht zulässig. Kopfschmerzen seien 

ein wesentlicher Bestandteil des typischen Beschwerdebilds. Das 

Kantonsspital Graubünden sowie die Rehaklinik Zurzach seien 

übereinstimmend von einer maximal 50%igen Restarbeitsfähigkeit 

ausgegangen. Die SUVA setze sich zu Unrecht darüber hinweg und der 

Kreisarzt liege mit seiner Beurteilung falsch. Die beweisbelastete SUVA 

habe nicht bewiesen, dass er 100 % arbeitsfähig sei. Er habe ohne Erfolg 

versucht, seine Restarbeitsfähigkeit umzusetzen. Seine Arbeitsfähigkeit 

sei ungenügend abgeklärt. Der Invaliditätsgrad könne aufgrund der 

heutigen Aktenlage mangels einer korrekten Einschätzung der 

Restarbeitsfähigkeit nicht bemessen werden. Das von der SUVA 

angenommene Invalideneinkommen sei viel zu hoch. Es sei nicht auf die 

LSE 2012, sondern auf die LSE 2010 abzustellen. Das 

Invalideneinkommen betrage bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % sowie 

einem Leidensabzug von 20 % Fr. 24'384.--. Bei einem 

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Valideneinkommen von Fr. 68'900.-- resultiere daraus ein Invaliditätsgrad 

von 64.6 %. 

6. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) beantragte mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 

2016 was folgt:

"Die Beschwerde sei abzuweisen und der Einsprache-Entscheid vom 8. August 
2016, womit die Verfügung der SUVA vom 23. Dezember 2015 geschützt wurde, 
zu bestätigen."

Begründend führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, dass 

sie neu aufgetretene Beschwerden auf ihre Unfallkausalität hin prüfen 

könne. Die erst Jahre nach dem Unfall aufgetretene Migräne sei nicht 

unfallkausal und entsprechend bei der Rentenberechnung nicht zu 

berücksichtigen. Das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil, wonach der 

Beschwerdeführer ganztags arbeitsfähig sei, sei anwendbar. Daran 

änderten die Berichte der Rehaklinik Zurzach und des Kantonsspitals 

Graubünden nichts, weil es einerseits unklar sei, ob bei der Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit der Rehaklinik Zurzach die Migräne miteinbezogen 

worden sei und anderseits im Bericht des Kantonsspitals Graubünden die 

unfallfremde Migräne berücksichtigt worden sei. Der medizinische 

Sachverhalt sei richtig und vollständig abgeklärt. Weitere Abklärungen 

erübrigten sich.

7. Am 29. November 2016 beantragte der Beschwerdeführer die Sistierung 

des Verfahrens bis zum Vorliegen des polydisziplinären Gutachtens der 

Invalidenversicherung. Die Migräne habe schon nach dem Unfall 

bestanden, was von verschiedenen Ärzten bezeugt werde. Die 

Beschwerdegegnerin hätte abklären müssen, ob die Rehaklinik Zurzach 

die Migräne in das Zumutbarkeitsprofil einbezogen habe. Es sei nicht 

richtig, dass die Kopfschmerzen erst sieben Jahre nach dem Unfall 

aufgetreten seien. Zur Frage der Unfallkausalität der Migräne sei ein 

Gerichtsgutachten einzuholen. 

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8. Am 16. Dezember 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen 

fest und verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. Das Abwarten des 

Gutachtens der Invalidenversicherung sei nicht notwendig, da im Rahmen 

der Begutachtung durch die Invalidenversicherung keine 

Kausalitätsfragen abgeklärt würden.

9. Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Dezember 2016 wurde das 

Verfahren vom streitberufenen Gericht bis zum Vorliegen des Gutachtens 

der Invalidenversicherung sistiert. 

10. Am 31. März 2017 reichte der Beschwerdeführer dem Gericht den 

Vorbescheid der Invalidenversicherung vom 23. März 2017 und am 

18. Mai 2017 das von der Invalidenversicherung eingeholte Gutachten 

des Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) vom 

6. Januar 2017 ein. In der Stellungnahme vom 18. Mai 2017 führte der 

Beschwerdeführer aus, dass der Ausgang des SMAB-Gutachtens sowie 

der Vorbescheid der Invalidenversicherung zeigten, dass der von der 

Beschwerdegegnerin verfügte Invaliditätsgrad von 13 % nicht haltbar sei. 

Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass für das vorliegende 

Verfahren ein Gutachten einzuholen sei, könne dies nicht beim SMAB 

vorgenommen werden, weil die SMAB-Gutachter vorbefasst seien. Das 

SMAB-Gutachten vermöge wegen zu strenger Einschätzung der 

Restarbeitsfähigkeit nicht zu überzeugen. Ohnehin könne das SMAB-

Gutachten nicht unbesehen auf das vorliegende Verfahren übernommen 

werden, weil es für die Invalidenversicherung gefertigt worden sei und 

dem Beschwerdeführer keine Partizipationsrechte gewährt worden seien. 

Zudem hätten die aus gesundheitlichen Gründen gescheiterte 

Umschulung und der sechsmonatige RAV-Arbeitsversuch keinen Eingang 

in die SMAB-Beurteilung gefunden. Aus den Akten ergebe sich, dass der 

Beschwerdeführer im RAV Einsatzprogramm keine Arbeitsfähigkeit von 

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100 % habe durchstehen können. Insgesamt sei für angepasste 

Tätigkeiten nicht von einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 50 % 

auszugehen. 

11. Mit Stellungnahme vom 23. Juni 2017 führte die Beschwerdegegnerin im 

Wesentlichen aus, dass sich die Rentenbemessung auch mit Blick auf 

das SMAB-Gutachten als korrekt erweise.

12. Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2017 hielt der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen noch fest, dass in der Unfallversicherung auch eine 

untergeordnete Teilkausalität für den Kausalitätsnachweis ausreiche, 

weshalb das Argument fehlender Kausalität nicht steche.

13. Am 2. August 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine weitere 

Stellungnahme. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. August 2016 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

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Beschwerdeführer Wohnsitz in X._____ (GR), weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 8. August 2016, 

mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers abgewiesen und den mit Verfügung vom 

23. Dezember 2015 festgelegten Invaliditätsgrad von 13 % bestätigt hat, 

stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 

medizinischen Sachverhalt genügend abgeklärt hat und dem 

Beschwerdeführer zu Recht eine Invalidenrente aufgrund eines 

Invaliditätsgrads von 13 % zugesprochen hat. Die streitigen Tatfragen 

sind dabei nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu klären (BGE 129 V 177 E.3.1).

2. In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es vorweg darauf hinzuweisen, dass die 

Akten der Invalidenversicherung (nachstehend als "IV-act." bezeichnet) 

aus dem ebenfalls beim streitberufenen Gericht hängigen Verfahren 

S 17 116 betreffend Versicherungsleistungen nach IVG im vorliegenden 

Verfahren S 16 118 betreffend Versicherungsleistungen nach UVG 

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beigezogen wurden, soweit sie nicht ohnehin bereits in den Akten der 

Beschwerdegegnerin enthalten waren. 

3. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes, indem die Beschwerdegegnerin trotz des 

komplexen Falls kein externes Gutachten eingeholt und lediglich auf die 

kreisärztlichen Beurteilungen abgestellt hat. Dazu ist unter Verweis auf 

BGE 135 V 465 E.4 festzuhalten, dass kein förmlicher Anspruch auf eine 

versicherungsexterne Begutachtung besteht. Vielmehr ist eine solche erst 

dann anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen 

bestehen (vgl. nachstehend E.4c). Ob im vorliegenden Fall die bei den 

Akten liegenden medizinischen Berichte zumindest geringe Zweifel an 

den versicherungsinternen Feststellungen zu begründen vermögen und 

dementsprechend die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, 

ein versicherungsexternes Gutachten in Auftrag zu geben, ist 

nachstehend zu prüfen. 

4. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen des 

Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat der Versicherte in Form 

von kurzfristigen Versicherungsleistungen Anspruch auf zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) und Taggelder, welche den 

durch die gesundheitliche Beeinträchtigung erlittenen Erwerbsausfall 

ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der Versicherte infolge des 

Unfalls zu 10 % invalid (vgl. Art. 8 ATSG), so kann er eine Invalidenrente 

beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 UVG). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt 

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voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen 

Schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(Urteil des Bundesgerichtes 8C_269/2017 vom 13. September 2017 E.4.1 
mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E.3). Für die Bejahung der natürlichen 

Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt eine Teilursächlichkeit 

(Urteil des Bundesgerichtes 8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.1 mit 

Hinweis auf BGE 134 V 109 E.9.5), wobei sich die Leistungspflicht des 

obligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare beziehungsweise 

indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des Bundesgerichtes 8C_715/2016 

E.4.1 mit Hinweis auf die nicht publ. E.3a des Urteils BGE 127 V 491). Im 

Bereich organisch objektiv ausgewiesener körperlicher 

Beeinträchtigungen − wie sie vorliegend in Frage stehen − spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 356 E.3.2, 138 V 248 E.4). 

Dementsprechend sind aber im vorliegenden Verfahren die 

beschwerdeführerischen Ausführungen zur Adäquanz nach 

Schleudertraumapraxis gänzlich irrelevant, zumal von der 

Beschwerdegegnerin aktenkundig zu keinem Zeitpunkt in Abrede gestellt 

wurde, dass hier organisch nachweisbare Befunde vorliegen.

b) Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale 

Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht 

dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 

erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Bleiben 

erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher 

getroffenen Tatsachenfeststellungen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

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zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichtes 8C_616/2013 

vom 28. Januar 2014 E.2.1 mit Hinweisen). 

c) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsrichter auf Unterlagen 

angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dabei entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet, und schliesslich ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 

bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von 

Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 

tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

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Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b/cc mit Hinweisen). Auch den 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt sodann 

Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 

ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 

in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157 

E.1c).

5. a) Im vorliegenden Fall stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den 

Standpunkt, dass sowohl die Migräne ohne Aura als auch die leichten 

kognitiven Funktionsstörungen nicht unfallkausal seien und 

dementsprechend bei der Rentenberechnung nicht zu berücksichtigen 

seien. Eine Begründung, weshalb die leichten kognitiven 

Funktionsstörungen nicht unfallkausal sein sollen, liefert die 

Beschwerdegegnerin nicht. Bezüglich der Migräne führt sie aus, dass die 

Kriterien für die Diagnose einer Migräne ohne Aura gemäss Dr. med. 

D._____, Facharzt FMH für Neurologie, erstmals rund zwei Jahre nach 

dem Unfall erfüllt gewesen seien, weshalb er eine Kausalität für 

unwahrscheinlich halte. Auch der Kreisarzt Dr. med. E._____, Facharzt 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, sei der Auffassung, dass die Migräne ohne Aura nicht in einem 

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kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehe. Nach Angaben 

des Beschwerdeführers sei die Migräne erst während der Umschulung 

Anfang 2015 richtig ausgebrochen und damit erst rund sieben Jahre nach 

dem Unfall. Überdies gehöre die Migräne nicht zum typischen 

Beschwerdebild nach einer HWS-Distorsion und stehe somit nicht in 

kausalem Zusammenhang zum Unfall. Einzig die Hausärztin Dr. med. 

F._____, Innere Medizin FMH, sehe einen Zusammenhang zwischen dem 

Unfall und der Migräne, was aber nicht überzeuge.

b) Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass sich dem 

Gutachten des Swiss Medical Assessment- and Business Center vom 

6. Januar 2017 (nachfolgend SMAB-Gutachten) nicht entnehmen lasse, 

dass die leichten kognitiven Funktionsstörungen nicht unfallkausal seien. 

Das Gegenteil sei der Fall. Dass kognitive Funktionsstörungen zum 

typischen Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma gehörten, sei 

durch langjährige Judikatur mehrfach belegt. Alsdann sei Fakt, dass 

chronische Schmerzzustände zu neuropsychologischen Einschränkungen 

führten. Auch die Migräne sei unfallkausal. Lägen − wie hier − somatische 

Befunde nach einer erheblichen HWS-Distorsion vor, sei das gesamte 

Beschwerdebild (inkl. Migräne) vom Unfallversicherer zu übernehmen. 

Kopfschmerzen seien ein wesentlicher Bestandteil des typischen 

Beschwerdebilds. Die Migräne habe schon nach dem Unfall bestanden 

und sei nach der ventralen Diskektomie und interkorporellen 

Plattenspondylodese vom Juli 2010 unter beruflicher Belastung 

aufgetreten. Dies werde von verschiedenen Akten bezeugt. Es sei somit 

nicht richtig, dass die Kopfschmerzen erst sieben Jahre nach dem Unfall 

aufgetreten seien. Zudem könnten die Kopfschmerzen auch von der 

Operation und der danach festgestellten Pseudoarthrose/Instabilität 

herrühren, welche unfallbedingt erfolgt sei. Die Beurteilung von Dr. med. 

D._____ sei mangelhaft. Darauf könne nicht abgestellt werden. Zur Frage 

der Unfallkausalität der Migräne sei ein Gerichtsgutachten einzuholen. 

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c) Zunächst gilt es an dieser Stelle festzuhalten, dass das von der 

Invalidenversicherung in Auftrag gegebene SMAB-Gutachten vom 

6. Januar 2017 (IV-act. 247) im vorliegenden Verfahren betreffend 

Versicherungsleistungen nach UVG nicht unbesehen übernommen 

werden kann, weil sich die SMAB-Gutachter nicht zur hier relevanten 

Frage der Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden äussern. Die Aussagekraft des SMAB-Gutachtens ist für 

die hier zu beurteilenden Streitfragen somit sehr gering, weshalb sich im 

vorliegenden Verfahren eine eingehende Auseinandersetzung mit dem 

Gutachten und dem Beweiswert desselben erübrigt. Das SMAB-

Gutachten ist lediglich insofern von einiger Relevanz, als dort leichte 

kognitive Funktionsstörungen festgestellt wurden, welche nach 

Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht unfallkausal sein sollen, 

während der Beschwerdeführer die Unfallkausalität derselben bejaht. Wie 

gesehen begründet die Beschwerdegegnerin indes mit keinem Wort, 

weshalb die leichten kognitiven Funktionsstörungen nicht unfallkausal 

sein sollen. Aus dem SMAB-Gutachten kann diesbezüglich bloss 

entnommen werden, dass sich die leichten kognitiven Funktionsstörungen 

auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken und sich aus 

dieser Diagnose in einer angepassten Tätigkeit aus neuropsychologischer 

Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt (vgl. IV-act. 247 S. 17 f.). 

Bezüglich Unfallkausalität der leichten kognitiven Funktionsstörungen 

äussert sich das SMAB-Gutachten indes nicht, da die Kausalitätsfrage für 

die Invalidenversicherung nicht von Relevanz ist. Entgegen der 

beschwerdeführerischen Auffassung lassen sich auch aus dem 

neuropsychologischen Teilgutachten vom 18. November 2016 (IV-

act. 247 S. 67 ff.) keine Rückschlüsse auf die Unfallkausalität ziehen. 

Zwar wird dort ausgeführt, dass sich aus neuropsychologischer Sicht bei 

Status nach HWS-Distorsion am 5. Februar 2008 und aktuell 

Kopfschmerzsyndrom mit Spannungskopfschmerzen und Migräne leichte 

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kognitive Funk-tionsstörungen zeigten (vgl. IV-act. 247 S. 73). Dass diese 

kognitiven Funktionsstörungen aber kausal auf das Unfallereignis vom 

5. Februar 2008 zurückzuführen sind, wird auch im neuropsychologischen 

Teilgutachten vom 18. November 2016 nicht gesagt. Dementsprechend 

bleibt somit unklar, ob die festgestellten leichten kognitiven 

Funktionsstörungen, welche gemäss neuropsychologischem 

Teilgutachten − wie gesehen − Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben 

(vgl. IV-act. 247 S. 17), unfallkausal sind oder eben nicht. Fest steht 

lediglich, dass es beim Unfall vom 5. Februar 2008 zu keinem Kopfanprall 

gekommen ist (vgl. 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vom 27. Februar 2008 [Akten der 

Beschwerdegegnerin {Bg-act.} 8]) und auch keine Kopfverletzungen 

dokumentiert sind. Somit sind seitens der Beschwerdegegnerin weitere 

medizinische Abklärungen hinsichtlich der Frage, ob die leichten 

kognitiven Funktionsstörungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

kausal auf das Unfallereignis vom 5. Februar 2008 zurückzuführen sind, 

angezeigt und erforderlich. 

d) In Bezug auf die vom Beschwerdeführer geklagte Migräne ergibt sich aus 

den Akten folgendes: Im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach 

kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 27. Februar 2008 ist 

vermerkt, dass anlässlich des Unfallereignisses vom 5. Februar 2008 

weder ein Kopfanprall stattgefunden habe noch Kopfschmerzen auftreten 

seien (vgl. Bg-act. 8). Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 

2. April 2009 wurde von Dr. med. G._____, Facharzt FMH Chirurgie, 

ausgeführt, dass sich die anfänglich starken Nacken- und Kopfschmerzen 

nach Angaben des Beschwerdeführers relativ rasch zurückgebildet hätten 

(vgl. Bg-act. 33). Dem Arztbericht von Dr. med. H._____, Allgemeine 

Innere Medizin FMH, vom 30. September 2011 ist sodann zu entnehmen, 

dass der Beschwerdeführer ihm gegenüber über Kopfschmerzen geklagt 

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hat (vgl. Bg-act. 108). Auch gegenüber Dr. med. F._____ klagte der 

Beschwerdeführer gemäss Arztbericht vom 7. Oktober 2011 über 

Kopfschmerzen, aber nur, wenn er total am Anschlag sei (vgl. Bg-

act. 114). Demgegenüber finden sich − entgegen den 

beschwerdeführerischen Ausführungen − weder im Bericht der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 13. Juli 2012 (Bg-act. 242) 

noch in der Verordnung zur Physiotherapie von Dr. med. F._____ vom 

3. Mai 2013 (Bg-act. 352) Hinweise auf Kopfschmerzen. In keinem der 

soeben erwähnten Arztberichte ist indes von einer Migräne die Rede. 

Vielmehr wird eine solche erstmals im Arztbericht von Dr. med. D._____ 

vom 20. Mai 2015 (Bg-act. 419) erwähnt. Laut Anamnese habe der 

Beschwerdeführer gegenüber Dr. med. D._____ angegeben, die 

genannten Beschwerden seien ungefähr zwei Jahre nach dem Unfall 

aufgetreten und insgesamt bezüglich Häufigkeit und Intensität 

zunehmend (aktuell circa drei Mal wöchentlich). Dr. med. D._____ 

beurteilte die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden als mit 

einer Migräne ohne Aura vereinbar und hielt fest, dass abgesehen von 

der Halbseitigkeit alle entsprechenden diagnostischen IHS-Kriterien erfüllt 

seien; es bestünden keine Hinweise auf eine sekundäre Kopfwehform. Mit 

Schreiben vom 20. Oktober 2015 bestätigte Dr. med. D._____ die 

Diagnose einer Migräne ohne Aura und hielt fest, dass deren 

semiologische IHS-Kriterien erstmals circa zwei Jahre nach dem Unfall 

aufgetreten seien, weshalb eine direkte Unfallkausalität unwahrscheinlich 

sei (vgl. Bg-act. 455). Diese Einschätzung von Dr. med. D._____, wonach 

die Unfallkausalität der Migräne ohne Aura wohl zu verneinen ist, wird 

untermauert durch die eigenen Angaben des Beschwerdeführers 

anlässlich des Schlussgesprächs mit der Beschwerdegegnerin, wo er 

ausführte, dass die Migräne erst während der Schule (gemeint: 

Umschulung) richtig ausgebrochen sei (vgl. Bg-act. 457). Die Umschulung 

zum Arbeitsagogen begann aktenkundig im Januar/Februar 2015 (vgl. 

Bg-act. 377), womit die Migräne sogar erst rund sieben Jahre nach dem 

- 16 -

Unfallereignis vom 5. Februar 2008 ausgebrochen ist. Vor diesem 

Hintergrund erweist sich die beschwerdegegnerische Schlussfolgerung, 

wonach die Migräne ohne Aura mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht auf das Unfallereignis vom 5. Februar 2008 zurückzuführen ist, 

grundsätzlich als überzeugend. Im Übrigen hat die diagnostizierte 

Migräne gemäss SMAB-Gutachten 

ohnehin keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 247 S. 17). 

Zu beachten gilt es indes, dass die diagnostizierte Migräne ohne Aura 

nicht ohne Weiteres mit den seit dem Unfallereignis vom 5. Februar 2008 

mehr oder weniger wiederholt dokumentieren Kopfschmerzen 

gleichgesetzt werden kann. Sodann werden die Kopfschmerzen von den 

SMAB-Gutachtern auch mit den kognitiven Störungen in Zusammenhang 

gebracht, indem sie ausführen, dass die kognitiven Funktionsstörungen 

am ehesten auf die wiederholte Kopfschmerzsymptomatik zurückzuführen 

sei (vgl. IV-act. 247 S. 48 und 73). Vor diesem Hintergrund erscheint es 

angebracht, im Rahmen des von der Beschwerdegegnerin noch 

einzuholenden Gutachtens (vgl. nachstehend E.7) auch die 

Kopfweh/Migräne-Problematik weiter abzuklären, um deren 

Unfallkausalität zuverlässig beurteilen zu können. 

6. a) In Bezug auf die beschwerdeführerische Arbeitsfähigkeit stellt die 

Beschwerdegegnerin auf die kreisärztliche Abschlussbeurteilung von 

Dr. med. E._____ vom 20. Februar 2013 ab, wonach dem 

Beschwerdeführer die Tätigkeit als Chauffeur/Verkaufsberater nur mit 

erheblichen Einschränkungen, mithin mit zwischenzeitlichen, 

halbstündigen Fahrpausen nach einer Fahrzeit von eineinhalb bis zwei 

Stunden und ohne wiederholte Reklinationen des Kopfes beim Beladen 

oder Entladen, zumutbar sei, während adaptierte Tätigkeiten ohne 

Zwangshaltung der HWS (weder bezüglich Kopfdrehen noch bezüglich 

Kopfneigen oder Kopfheben), ohne gebückte Körperhaltung mit 

- 17 -

rekliniertem Kopf und ohne Tätigkeiten auf Leitern ganztags zumutbar 

seien (vgl. Bg-act. 325 S. 7 f.). 

b) Der Beschwerdeführer bestreitet die ihm vom Kreisarzt Dr. med. E._____ 

attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. Die 

Beurteilungen der Rehaklinik Zurzach und des Kantonsspitals 

Graubünden zeigten, dass der Kreisarzt mit seiner Beurteilung falsch 

liege. Das SMAB-Gutachten vermöge wegen zu strenger Einschätzung 

der Restarbeitsfähigkeit nicht zu überzeugen. Die attestierte 80%ige 

Arbeitsfähigkeit sei zu hoch. Zudem komme den Gutachtern bei der Frage 

der Arbeitsunfähigkeit keine abschliessende Rolle zu. Ausserdem hätten 

die gescheiterte Umschulung und der sechsmonatige RAV-

Arbeitsversuch keinen Eingang in die SMAB-Beurteilung gefunden. Im 

RAV Einsatzprogramm habe der Beschwerdeführer versucht, seine 

Restarbeitsfähigkeit umzusetzen. Er habe aber keine Arbeitsfähigkeit von 

100 % durchstehen können. Selbst bei leichten Tätigkeiten sei es zu einer 

Schmerzexazerbation gekommen, die sich bei bloss 50%iger Tätigkeit 

wieder gebessert habe. Die Arbeits- und Umschulungsversuche bei der 

Invalidenversicherung seien an den Unfallfolgen gescheitert. In 

Würdigung sämtlicher Akten ergebe sich, dass insgesamt für angepasste 

Tätigkeiten nicht von einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 50 % 

auszugehen sei, zumal Dr. med. I._____, leitender Arzt Rheumatologie 

des Kantonsspitals Graubünden, schon allein aus rheumatologischer 

Sicht eine maximal mögliche 60%ige Arbeitsfähigkeit festgehalten habe. 

Die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei ungenügend 

abgeklärt. 

c) Wie gesehen geht die Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche 

Abschlussbeurteilung von Dr. med. E._____ vom 20. Februar 2013 davon 

aus, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit ganztags 

vermittlungs- und arbeitsfähig ist. Dies obschon im Austrittsbericht der 

- 18 -

Rehaklinik Zurzach vom 17. Januar 2013 ein 50%iges Pensum für eine 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit in wechselnden Positionen ohne 

Überkopfarbeiten für zumutbar erachtet wird (vgl. Bg-act. 314 S. 3) und 

auch der Rheumatologe Dr. med. I._____ in seinem Arztbericht vom 

18. März 2016 ebenfalls von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für eine 

leichte und wechselbelastende Tätigkeit ausgeht (vgl. Bg-act. 485). Wenn 

die Beschwerdegegnerin dagegen einwendet, beim Bericht der Rehaklinik 

Zurzach vom 17. Januar 2013 sei unklar, ob bei der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit auch die − in den Diagnosen nicht erwähnte (vgl. Bg-

act. 314 S. 1) − Migräne mitberücksichtigt worden sei, stellt sich − wie der 

Beschwerdeführer zu Recht vorbringt − die Frage, weshalb die 

Beschwerdegegnerin diesbezüglich nicht bei der Rehaklinik Zurzach 

nachgefragt hat. Des Weiteren stellt sich die Beschwerdegegnerin auf 

den Standpunkt, dass auch nicht auf das Zumutbarkeitsprofil von 

Dr. med. I._____ abgestellt werden könne, weil auch von ihm die Migräne 

mitberücksichtigt worden sei. Dazu ist zu sagen, dass Dr. med. I._____ 

bei seinem Zumutbarkeitsprofil vom 18. März 2016 wohl die Migräne 

mitberücksichtigt hat. Er hat aber auch die Erfahrungen des 

Beschwerdeführers im Rahmen des Einsatzprogramms des Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrums (RAV), wo es bei einer 100%igen Tätigkeit 

zu einer erneuten Schmerzexazerbation gekommen ist, welche sich bei 

50%iger Tätigkeit wieder gebessert habe, in seine Beurteilung 

miteinbezogen. Daraus schliesst Dr. med. I._____, dass beim 

Beschwerdeführer wohl eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit bestehe, welche idealerweise mit einer 

Präsenz von fünf Stunden pro Tag mit kurzen Zusatzpausen über den 

Halbtag verteilt umzusetzen sei. Abschliessend führt Dr. med. I._____ in 

seinem Arztbericht vom 18. März 2016 sodann noch aus, dass die im 

letzten Bericht (gemeint ist der Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 

1. Februar 2016 [vgl. IV-act. 222]) attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit wohl 

eher zu hoch angesetzt gewesen sei (vgl. Bg-act. 485 S. 2). Folglich sind 

- 19 -

aber bereits der Austrittsbericht der Rehaklinik Zurzach vom 17. Januar 

2013 (Bg-act. 314) sowie der Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 

18. März 2016 (Bg-act. 485) geeignet, zumindest geringe Zweifel am 

Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes Dr. med. E._____ vom 20. Februar 

2013 zu begründen. 

d) Erhärtet werden diese Zweifel durch den Schlussbericht (Akten des 

Beschwerdeführers [Bf-act.] 3) sowie das Arbeitszeugnis (Bf-act. 4) des 

Einsatzprogramms, beide vom 30. Juni 2016, aus denen einerseits 

hervorgeht, dass der Beschwerdeführer vom 4. Januar bis 30. Juni 2016 

im Einsatzprogramm mit einem Arbeitspensum von 50 - 100 % gearbeitet 

hat. Anderseits ist in den erwähnten Unterlagen auch festgehalten, dass 

der Beschwerdeführer während seiner Einsatzzeit aufgrund zu starker 

Schmerzen und Blockaden/Ausstrahlungen im Nacken/Rückenbereich an 

mehreren Tagen nicht an der Einsatzprogramm-Massnahme habe 

teilnehmen können und immer wieder an seine Grenzen gestossen sei 

oder diese überschritten habe. Des Weiteren ist auch festgehalten, dass 

sein Arbeitspensum drastisch reduziert werden müsste, da sein 

gesundheitlicher Zustand keine grossen Belastungen und intensive 

Tätigkeiten mehr zulasse. Aktenkundig ist zudem, dass die von der 

Invalidenversicherung in die Wege geleitete und am 1. Januar 2015 

begonnene Umschulung zum Arbeitsagogen aus gesundheitlichen 

Gründen per 21. Mai 2015 abgebrochen bzw. unterbrochen werden 

musste (vgl. Bg-act. 394, 396, 397, 436, 449). Des Weiteren geht aus den 

Akten auch hervor, dass der Beschwerdeführer vom 14. Mai 2013 bis 

18. April 2014 im Rahmen einer beruflichen Massnahme der 

Invalidenversicherung im EVAL der Kliniken Valens war. Aus den 

entsprechenden Berichten vom 20. Januar 2014 (IV-act. 134) und 

22. April 2014 (IV-act. 148) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die 

Arbeiten bei hoher Motivation und hohem Willen zwar in sehr guter 

Qualität erledigt habe, seine gesundheitliche Situation sowie seine 

- 20 -

Belastungs- und Leistungsfähigkeit jedoch immer wieder Schwankungen 

unterworfen gewesen seien, was dazu geführt habe, dass er immer 

wieder Absenzen gehabt habe. Auch die ganztätige Arbeitszeit sei für ihn 

an der oberen Grenze gewesen. Zudem wurde vom 24. Juni bis 19. Juli 

2013 eine Abklärung in der berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) 

Appisberg durchgeführt. Im BEFAS-Schlussbericht vom 14. August 2013 

wurde hinsichtlich der medizinischen Situation festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer seine Beschwerden während der Abklärungsarbeiten 

durch Einhalten von kurzen Pausen bei wechselbelastenden Tätigkeiten 

in tolerablem Rahmen habe halten können (vgl. IV-act. 119 S. 7). 

Hinsichtlich der beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit wurde 

ausgeführt, dass mit der nötigen Rücksichtnahme und Verständnis am 

Arbeitsplatz der Wiedereinstieg mit einer Arbeitsleistung von 80 % bei 

voller zeitlicher Präsenz realisierbar erscheine (vgl. IV-act. 119 S. 8). 

e) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen sowie der 

gesamten medizinischen Aktenlage erweist sich das Zumutbarkeitsprofil 

von Dr. med. E._____ vom 20. März 2013, wonach der Beschwerdeführer 

in einer adaptierten Tätigkeit ohne Zwangshaltung der HWS (weder 

bezüglich Kopfdrehen noch bezüglich Kopfneigen oder Kopfheben), ohne 

gebückte Körperhaltung mit rekliniertem Kopf und ohne Tätigkeiten auf 

Leitern ganztags vermittlungs- und arbeitsfähig sei (vgl. Bg-act. 325 S. 8), 

als nicht überzeugend. Sowohl die medizinische Aktenlage (insbesondere 

der Austrittsbericht der Rehaklinik Zurzach vom 17. Januar 2013 sowie 

der Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 18. März 2016) als auch die 

aktenkundigen Abklärungen im EVAL der Kliniken Valens und in der 

BEFAS Appisberg sowie die abgebrochene IV-Umschulung zum 

Arbeitsagogen und auch der Einsatz im Einsatzprogramm des RAV 

begründen zumindest geringe Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung 

bzw. am Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. E._____ vom 20. März 2013. 

Dementsprechend hätte aber die Beschwerdegegnerin vor dem Erlass 

- 21 -

der Verfügung vom 23. Dezember 2015 beziehungsweise des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 8. August 2016 zumindest 

eine aktuelle kreisärztliche Einschätzung einholen müssen, worin sich der 

Kreisarzt sowohl zu den Ergebnissen der Abklärungen im EVAL der 

Kliniken Valens und in der BEFAS Appisberg, zum Abbruch der 

Umschulung zum Arbeitsagogen, zum Einsatzprogramm des RAV sowie 

zu den anderslautenden Beurteilungen der Rehaklinik Zurzach vom 

17. Januar 2013 beziehungsweise des Rheumatologen Dr. med. I._____ 

vom 18. März 2016 hätte äussern müssen. Dies zumal gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch einer konkret 

leistungsorientierten beruflichen Abklärung eine gewisse Aussagekraft für 

die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit zukommt (vgl. Urteile des 

Bundesgerichtes 8C_545/2012 vom 25. Januar 2013 E.3.2.1, 

9C_833/2007 vom 4. Juli 2008 E.3.3.2; vgl. auch BGE 140 V 193 E.3.2, 

107 V 17 E.2b). Im Übrigen hätte der Kreisarzt im Untersuchungsbericht 

vom 20. Februar 2013 − wie dies unter dem Titel "Grund der 

Untersuchung" explizit so ausgeführt wird − auch zum Austrittsbericht der 

Rehaklinik Zurzach vom 17. Januar 2013 Stellung nehmen müssen (vgl. 

Bg-act. 325 S. 1). Wohl wird der erwähnte Austrittsbericht der Rehaklinik 

Zurzach im aktenmässigen Verlauf des kreisärztlichen 

Untersuchungsberichts vom 20. Februar 2013 aufgeführt. Eine 

Auseinandersetzung mit der abweichenden Einschätzung findet sich im 

erwähnten kreisärztlichen Untersuchungsbericht indes nicht. Auch dies 

hat die Beschwerdegegnerin aber nicht dazu veranlasst, bei Dr. med. 

E._____ deswegen nachzuhaken. Nach dem Gesagten hat die 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich der beschwerdeführerischen 

Arbeitsfähigkeit zu Unrecht auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. 

E._____ vom 20. Februar 2013 abgestellt, wonach der Beschwerdeführer 

in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig ist. Dies zumal die 

kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. E._____ im Zeitpunkt des 

Erlasses der Verfügung vom 23. Dezember 2015 bereits knapp drei Jahre 

- 22 -

bzw. im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 8. August 2016 bereits dreieinhalb Jahre zurücklag. Um dem 

Untersuchungsgrundsatz von Art. 43 Abs. 1 ATSG genüge zu tun, wäre 

die Beschwerdegegnerin vielmehr gehalten gewesen, beim Kreisarzt 

Dr. med. E._____ zumindest eine aktuelle kreisärztliche Beurteilung 

einzuholen unter Berücksichtigung der gesamten medizinischen 

Aktenlage sowie der Abklärungen im EVAL der Kliniken Valens und in der 

BEFAS Appisberg, der abgebrochenen Umschulung und dem Einsatz im 

Einsatzprogramms des RAV.

7. Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die medizinische Beweislage in Bezug auf die Frage des 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 5. Februar 

2008 einerseits und den seit dem Unfallereignis mehr oder weniger 

wiederholt dokumentierten Kopfschmerzen sowie den im SMAB-

Gutachten diagnostizierten leichten kognitiven Funktionsstörungen 

anderseits unvollständig ist und keine zuverlässige Beurteilung erlaubt 

(vgl. vorstehend E.5). Sodann hat die Beschwerdegegnerin hinsichtlich 

der beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit zu Unrecht auf das 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. E._____ vom 20. März 2013 abgestellt, 

ohne zumindest eine aktuelle kreisärztliche Beurteilung einzuholen unter 

Berücksichtigung der gesamten medizinischen Aktenlage sowie der 

Abklärungen im EVAL der Kliniken Valens und in der BEFAS Appisberg, 

der abgebrochenen Umschulung und dem Einsatz im Einsatzprogramms 

des RAV (vgl. vorstehend E.6). Da die Sache nicht ausreichend abgeklärt 

ist, hat die Beschwerdegegnerin ein versicherungsexternes, 

polydisziplinäres Gutachten (unter Einschluss einer 

neuropsychologischen Abklärung) einerseits zur Frage des 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 5. Februar 

2008 und den vom Beschwerdeführer geklagten Kopfschmerzen und den 

diagnostizierten leichten kognitiven Funktionsstörungen sowie anderseits 

- 23 -

zur beschwerdeführerischen (Rest-)Arbeitsfähigkeit einzuholen. Die 

Beschwerdegegnerin wird dabei die Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers zu beachten und diesem insbesondere die 

Möglichkeit zu geben haben, sich zu den Gutachterfragen vorgängig zu 

äussern (BGE 138 V 318 E.6.1.4, 137 V 201 E.3.4.2.9). Nach Vorliegen 

des versicherungsexternen, polydisziplinären Gutachtens wird die 

Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch des 

Beschwerdeführers neu zu verfügen haben. Ob die Beschwerdegegnerin 

das erforderliche medizinische Gutachten bei der SMAB oder einem 

anderen Begutachtungsinstitut einholt, ist dabei ihr überlassen, ist doch − 

entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung − nicht ersichtlich, 

inwiefern die SMAB-Gutachter vorbefasst sein sollten, bloss weil sie den 

Beschwerdeführer bereits im Auftrag der Invalidenversicherung 

begutachtet haben. Der Beschwerdeführer hat denn auch mit keinem 

Wort begründet, worauf die geltend gemachte Vorbefasstheit der SMAB-

Gutachter gründen soll. Die Beschwerde erweist sich somit im Sinne des 

Eventualantrags als begründet und ist gutzuheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 8. August 2016 ist aufzuheben und die 

Angelegenheit ist zur ergänzenden medizinischen Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zu neuem Entscheid über den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen gemäss UVG an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich weitere 

Ausführungen zu den beschwerdeführerischen Einwänden hinsichtlich 

des Endzustands im Sinne von Art. 19 UVG sowie zur Ermittlung des 

Invaliditätsgrads. 

8. a) Gerichtskosten werden vorliegend keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 

lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

- 24 -

b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 

Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Rückweisung der 

Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid 

gilt als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

9C_995/2012 vom 17. Januar 2013 E.3), weshalb der anwaltlich 

vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. 

Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf 

den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Vorliegend hat der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 7. Juli 2017 

zwar eine Honorarnote ab Replik im Umfang von 5.05 Arbeitsstunden 

eingereicht, ohne jedoch − trotz Aufforderung − eine Honorarnote bis und 

mit Einreichung der Replik einzureichen. Folglich setzt das streitberufene 

Gericht die Parteientschädigung ermessensweise selbst fest, wobei es 

vorliegend eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. 

MWST) als angemessen erachtet. In diesem Umfang hat die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu 

entschädigen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 8. August 2016 wird aufgehoben und die 

Angelegenheit wird zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zu neuem Entscheid über den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen gemäss UVG an die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

- 25 -

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat A._____ 

aussergerichtlich mit Fr. 3'000.-- (inkl. MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]