# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50592a15-c440-559d-a84a-5cb91b9779a7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.02.2014 100 2013 372
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-372_2014-02-24.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 12. August 2014 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (BGer 1C_177/2014).

100.2013.372U
STE/COZ/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 25. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Conrad

Stockwerkeigentümergemeinschaft ..., bestehend aus:
1. A.________
2. B.___ AG

handelnd durch die statutarischen Organe
3. C.___ AG

handelnd durch die statutarischen Organe
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 

gegen

Stadtbauten Bern
Gemeindeanstalt, handelnd durch die reglementarischen Organe, Schwanengasse 10, 
Postfach, 3000 Bern 25
vertreten durch Rechtsanwältin …

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Bauinspektorat, Bundesgasse 38, Postfach, 3001 Bern

betreffend Abbruch und Neubau Turnhalle D.________; Beschwerdelegitimation 
(Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 
20. September 2013; RA Nr. 110/2013/252)

Sachverhalt:

A.
Die Stadtbauten Bern stellten am 16. Februar 2012 ein Baugesuch für den Abbruch der 
Einfachturnhalle, den Neubau einer Doppelturnhalle mit einem Unterrichtsraum, die 
Ergänzung des Pausenplatzes mit einem Allwetterplatz mit Ballfang und einem Pavillon 
sowie für das Versetzen des bestehenden Traforaums auf der Parzelle des 
Schulhauses «D.________», Bern Gbbl. Nr. 1________. Gegen das Vorhaben erhob 
die Stockwerkeigentümergemeinschaft ... (Bern Gbbl. Nr. 2________), bestehend aus 
A.________, der B.___ AG und der C.___ AG, Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 
8. Januar 2013 erteilte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland die nachgesuchte 
Baubewilligung und wies die Einsprache ab.

B.

Gegen diesen Entscheid erhob die Stockwerkeigentümergemeinschaft ... am 
7. Februar 2013 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern (BVE). Mit Entscheid vom 20. September 2013 trat die BVE auf die 
Beschwerde nicht ein.

C.

Dagegen hat die Stockwerkeigentümergemeinschaft ... am 22. Oktober 2013 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben. Sie stellt folgende Rechtsbegehren:

«1. Der Entscheid der BVE vom 20. September 2013 sei aufzuheben und zu einem 
materiellen Entscheid über die Baubeschwerde vom 7. Februar 2013 an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Eventualiter: Der Entscheid der BVE vom 20. September 2013 sei aufzuheben 
und dem Bauprojekt der Beschwerdegegnerin sei der Bauabschlag zu erteilen. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -»

Die Stadtbauten Bern beantragten mit Beschwerdeantwort vom 7. November 2013, die 

Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne, und der 

Entscheid der BVE sei zu bestätigen. Die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 

31. Oktober 2013 auf Abweisung der Beschwerde. Die Einwohnergemeinde (EG) Bern 

verzichtet mit Schreiben vom 13. November 2013 auf eine Stellungnahme. Mit Replik 

vom 2. Dezember 2013 hält die Stockwerkeigentümergemeinschaft ... an ihren 

Begehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die 
Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Nichteintretensentscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; BVR 2006 
S. 481 E. 1.2). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichterin oder 
Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, die BVE habe ihren Anspruch auf rechtliches 
Gehör verletzt, indem sie die Beschwerdebefugnis verneint habe, ohne dass die 
Parteien einen entsprechenden Antrag gestellt oder die Möglichkeit zur Stellungnahme 
erhalten hätten. Die Beschwerdebefugnis sei bis dahin im Verfahren nie ein Thema 
gewesen und vom Regierungsstatthalter bejaht worden (Beschwerde, S. 4).

2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 21 ff. 
VRPG) umfasst namentlich das Recht jeder verfahrensbeteiligten Person, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zu den Sachumständen 
zu äussern (statt vieler BGE 134 I 140 E. 5.3; BVR 2010 S. 157 E. 2.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 21 N. 7 f. 
auch zum Folgenden). Die Parteien haben im Allgemeinen aber keinen Anspruch, sich 
zur rechtlichen Beurteilung der Sachfragen besonders äussern zu können, da die 
Behörden das Recht von Amtes wegen anwenden (Art. 20a Abs. 1 VRPG). Nach der 
Rechtsprechung hat eine Partei lediglich dann Anspruch, sich zur rechtlichen 
Würdigung von ihr bekannten Tatsachen zu äussern, wenn die Behörde ihren 
Entscheid auf eine völlig neue rechtliche Basis zu stützen gedenkt, namentlich wenn 
sie den Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen 
beabsichtigt, welche im bisherigen Verfahren weder erwähnt noch von einer der 
beteiligten Parteien geltend gemacht worden sind und mit deren Heranziehen sie auch 
nicht rechnen musste (BVR 2012 S. 28 E. 2.3.1; VGE 2012/4 vom 30.11.2012, E. 2.2; 
BGer 2C_657/2010 vom 11.4.2011, E. 2.2). 

2.2 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin war die Frage der Legitimation in 
den vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich ein Thema. Im Baubewilligungsverfahren 
hat die Beschwerdegegnerin darauf hingewiesen, dass die Einsprachebefugnis von 
Amtes wegen zu prüfen sei und damit angedeutet, dass diese fraglich sein könnte 
(Stellungnahme vom 17.8.2012, Vorakten RSA, pag. 59). Im Verfahren vor der BVE 
hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin dann 
ausdrücklich bestritten und ausgeführt, es sei fraglich, ob die Beschwerdeführerin noch 
als betroffene Nachbarin gelten könne (Beschwerdeantwort, E. II.A.3, Vorakten BVE, 
pag. 27 f.). Die BVE hat somit ihren Entscheid nicht auf eine völlig neue rechtliche 
Begründung im Sinn der Rechtsprechung abgestellt. Selbst wenn die Legitimation in 
den vorinstanzlichen Verfahren durch die Parteien nicht thematisiert worden wäre, 
hätte die Beschwerdeführerin damit rechnen müssen, dass die Einsprache- bzw. Be-
schwerdebefugnis als Prozessvoraussetzung von Amtes wegen geprüft wird, wie sie 
im Übrigen selber festhält (Beschwerde, S. 4). Die BVE war also nicht gehalten, der 
Beschwerdeführerin eine Möglichkeit einzuräumen, sich zur Beschwerdebefugnis 
speziell äussern zu können. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich demnach als 
unbegründet. Aus der Tatsache, dass der Regierungsstatthalter die Legitimation bejaht 
hatte (vgl. Gesamtbauentscheid, E. 2.7, Vorakten RSA, pag. 118), kann die Be-
schwerdeführerin im Übrigen nichts zu ihren Gunsten ableiten, hat doch die 
Rechtsmittelbehörde die Frage, ob eine Prozessvoraussetzung gegeben ist, auch dann 
zu prüfen, wenn die Vorinstanz das Fehlen dieser Voraussetzung übersehen hat (vgl. 
Art. 40 Abs. 2 i.V.m. Art. 35 Abs. 2 BauG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 65 
N. 1; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 40-

41 N. 4b). Somit durfte die BVE nicht auf die Beschwerde eintreten, wenn sie der 
Ansicht war, dass die Legitimation bereits vor dem Regierungsstatthalter hätte verneint 
werden müssen. 

3.

Gemäss Art. 40 Abs. 2 BauG i.V.m. Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG ist zur Beschwerde 
befugt, wer durch das Bauvorhaben unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen 
betroffen ist. Vorausgesetzt ist, dass die beschwerdeführende Partei über eine 
spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus 
der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen 
Entscheids zieht. Ein schutzwürdiges Interesse ist gegeben, wenn die tatsächliche 
oder rechtliche Situation der beschwerdeführenden Partei durch den Ausgang des 
Verfahrens beeinflusst werden kann. Bei Bauvorhaben muss die Beziehung zum 
Streitgegenstand insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Nachbarinnen 
und Nachbarn sind regelmässig zur Beschwerde befugt, wenn ihr Grundstück 
unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder lediglich durch einen Verkehrsträger 
davon getrennt wird. Letztlich ist jedoch nicht allein die räumliche Distanz, sondern sind 
die möglichen nachteiligen Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Nachbarschaft 
ausschlaggebend. Die Betroffenheit muss eine gewisse beachtenswerte Intensität 
erreichen, so dass von der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils 
gesprochen werden kann. Blosse Quartierzugehörigkeit genügt dafür nicht. Nicht zur 
Beschwerde befugt ist, wer keine eigenen, sondern nur allgemeine oder öffentliche 
Interessen geltend macht (zum Ganzen BVR 2013 S. 343 E. 4.1 f., 2011 S. 498 
E. 2.3 f., 2006 S. 261 E. 2.2; VGE 2010/430 vom 29.3.2012, E. 1.2.1; BGE 137 II 30 
E. 2.2.2, 136 II 281 E. 2.2; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c N. 16 f.). 

4.

4.1 Die BVE hat erwogen, dass die Beschwerdeführerin nicht zur Beschwerde 
befugt sei einerseits wegen der Distanz zum Baugrundstück und der Tatsache, dass 
die D.________strasse und drei weitere Grundstücke dazwischen liegen, und 
andererseits, weil das Schulareal nicht über die E.________strasse, sondern die 
D.________strasse erschlossen werde. Die Beschwerdeführerin sei auch nicht mehr 
als die Allgemeinheit vom Bauvorhaben betroffen, weil sie während etwa einer Woche 
einen Umweg in Kauf nehmen müsse, wenn die Zu- und Wegfahrt über die 
D.________strasse in Richtung F.________strasse gesperrt werde, in Richtung 
G.________strasse aber möglich bleibe. Die E.________strasse sei zudem nicht vom 
Baustellenverkehr betroffen.

4.2 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, sie sei als Nachbarin 
namentlich aufgrund der vom Bauvorhaben während der Bauphase ausgehenden 
Immissionen wie Baustellenverkehr und Lärm unmittelbar und mehr als die 
Allgemeinheit betroffen. Angesichts der Dimension des Bauprojekts sei auch nicht 
glaubhaft, dass sie einen kleinen Umweg während etwa einer Woche werde in Kauf 
nehmen müssen. Der Zugang zu ihrer Liegenschaft sei während der Bauphase wegen 
des fehlenden verbindlichen Verkehrskonzepts nicht sichergestellt. Die 
Beschwerdegegnerin habe sich geweigert, Zusicherungen im Bereich der 
Verkehrsführung zu machen. 

4.3 Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin grenzt nicht unmittelbar an das 
Baugrundstück an, das an der D.________strasse 15 liegt (Beschwerde, S. 10; 
angefochtener Entscheid, E. 2b). Wie die BVE festgestellt hat, befinden sich 
dazwischen nicht nur eine Strasse, sondern weitere drei Grundstücke. Damit gilt die 
Beschwerdeführerin nicht als direkte Nachbarin im baurechtlichen Sinn. Aus der 
Tatsache, dass sie im gleichen Quartier ansässig ist wie das Bauvorhaben selbst, kann 
sie nichts zu ihren Gunsten ableiten, da die Quartierzugehörigkeit allein noch keine 
besondere Betroffenheit begründet (vgl. vorne E. 3). Soweit die Beschwerdeführerin 
eine Ortsbesichtigung zur Feststellung der Quartierzugehörigkeit beantragt, wird der 
Beweisantrag abgewiesen (Beschwerde, S. 10).

4.4 Da der Baustellenverkehr entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin über 
die D.________strasse in Richtung F.________strasse geführt wird und sich der 
Zugang zur Baustelle in der nordöstlichen Parzellenecke befindet, ist nicht ersichtlich, 
inwiefern die Beschwerdeführerin an der E.________strasse durch übermässige Lärm- 
und weitere Immissionen aus dem Baustellenverkehr merklich beeinträchtigt werden 
sollte (Baustelleninstallationsplan Nr. 202 in der Fassung vom 18.6.2013, Vorakten 
BVE, Beilagen zu Schlussbemerkungen der Beschwerdegegnerin). Das Fahrverbot 
(Zubringerdienst gestattet) vor dem D.________schulhaus auf der D.________strasse 
hat auf die Verkehrsführung des Baustellenverkehrs keinen Einfluss. Während der 
voraussichtlich etwa einwöchigen Durchfahrtssperre Richtung F.________strasse 
bleibt der Beschwerdeführerin die Zu- und Wegfahrt zu ihrer Liegenschaft von der 
G.________strasse her jederzeit möglich. Der Umweg, den sie für diese kurze Zeit in 
Kauf nehmen muss, ist klein und vermag keine legitimationsbegründende Betroffenheit 
zu bewirken. Im Übrigen stellt eine Umleitung, selbst wenn sie etwas länger als eine 
Woche bestehen sollte, eine Belastung aus einem Bauvorgang dar, die in diesem 
Mass in der Bauzone zu dulden ist (vgl. BVR 2003 S. 257 E. 13e/bb, vgl. auch 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 31 Bst. i). Die Beschwerdeführerin bringt schliesslich 
nicht substantiiert vor, weshalb diese Bauplanung seitens der Beschwerdegegnerin 
nicht glaubhaft sein sollte.

4.5 Demnach ist die Beschwerdeführerin weder als Nachbarin vom Bauvorhaben 
direkt in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen noch ist sie von den Auswirkungen 
des Bauprojekts (Baustellenverkehr, Umweg, Lärm) während der Bauphase mehr als 
jedermann betroffen.

5.

5.1 Weiter begründet die Beschwerdeführerin ihre besondere Betroffenheit mit dem 
Mehrverkehr, den die grössere Turnhalle während der Betriebsphase im Quartier zur 
Folge haben werde, weil mit einer intensiveren Nutzung der Turnhalle zu rechnen sei. 
Zudem werde sich der aufgrund der Befreiung von der Parkplatzerstellungspflicht zu 
erwartende Parkier-, Such- und Zufahrtsverkehr wegen des Fahrverbots auf der 
D.________strasse auf die E.________strasse verlagern und zu entsprechenden 
Immissionen auf die Grundstücke entlang der E.________strasse führen. Deshalb 
verlangt die Beschwerdeführerin schliesslich ein Verkehrskonzept für die Betriebs-
phase. Hingegen hat die BVE erwogen, dass der Bau der Turnhalle keinen 
Mehrverkehr zur Folge haben werde, weil sich an der Belegung der Turnhalle nichts 
ändere. Tagsüber werde die Turnhalle von der Schule und abends von Vereinen 
genutzt. In den Schulferien werde die Turnhalle geschlossen bleiben. Der 
Beschwerdeführerin entstehe durch den Bau der Turnhalle somit kein Nachteil.

5.2 Gemäss Art. 40 Abs. 2 BauG sind die Einsprecherinnen und Einsprecher im 
Rahmen ihrer Einsprachegründe zur Beschwerde befugt. Der Streitgegenstand ist 
damit aspektmässig umschrieben. Das Geltendmachen von nicht bereits in der 
Einsprache erhobenen Rügen stellt eine unzulässige Erweiterung des 
Streitgegenstands dar; der Rechtsmittelbehörde ist es in einem solchen Fall 
grundsätzlich – unter Vorbehalt von Art. 40 Abs. 3 BauG – verwehrt, sich mit den 
neuen Beanstandungen auseinanderzusetzen (VGE 2010/90 vom 1.11.2010, E. 2.3.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 40-41 N. 9a). Diese aspektmässige Umschreibung des 
Streitgegenstands ist im Anwendungsbereich des kantonalen und kommunalen Rechts 
mit Art. 111 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
(Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) vereinbar (VGE 2010/90 vom 1.11.2010, 
E. 2.5). Hingegen kommt sie nicht zum Tragen, soweit die Anwendung von 
Bundesverwaltungsrecht zur Diskussion steht, weil nach bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung die Baubewilligung an sich den Streitgegenstand im 
Beschwerdeverfahren vor dem Bundesgericht bildet. Das Bundesgericht geht demnach 
von einer objektmässigen Umschreibung des Streitgegenstands aus (zum Ganzen 
VGE 2012/422 vom 10.02.2014, E. 1.4 [noch nicht rechtskräftig; zur Publ. bestimmt]; 
2012/441 vom 22.3.2013, E. 3 [bestätigt durch BGer 1C_372/2013 vom 15.11.2013, 
E. 2]; 2010/90 vom 1.11.2010, E. 2.3.2).

5.3 In ihrer Einsprache vom 3. Juli 2012 hat die Beschwerdeführerin beantragt, die 
Bauherrschaft habe mittels eines Verkehrsführungskonzepts den schriftlichen 
Nachweis dafür zu erbringen, dass die Zu- und Wegfahrt zu ihren Grundstücken über 
die E.________- und die D.________strasse während der Bauzeit jederzeit 
gewährleistet sei (Vorakten RSA, pag. 51 ff.). Zusätzlich hat sie den Baustellenverkehr 
gerügt, der die Durchfahrt über die D.________strasse erschwere (vgl. vorne E. 4.2). 
Die Problematik des Mehrverkehrs und des mangelnden Parkraums in der 
Betriebsphase hat sie in ihrer Einsprache nicht angesprochen, sondern erst mit der 
Eingabe vom 31. Oktober 2012 und damit grundsätzlich verspätet. Weil es sich bei der 
Parkplatzerstellungspflicht gemäss Art. 55 f. der Bauverordnung vom 6. März 1985 
(BauV; BSG 721.1) um eine Frage des kantonalen Rechts handelt, hat die 
Beschwerdeführerin damit den Streitgegenstand in unzulässiger Weise erweitert und 
es wäre auf die Einsprache daher auch in diesem Punkt nicht einzutreten gewesen. 
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe während der Einsprachefrist keine 
Kenntnis vom Gesuch um Befreiung von der Parkplatzerstellungspflicht vom 2. Februar 
2012 gehabt, weshalb sie die Rüge nicht bereits dort habe vorbringen können (Replik, 
act. 9, S. 4), kann ihr nicht gefolgt werden, ist doch davon auszugehen, dass das als 
Beilage zum Baugesuch aktenkundige Gesuch anlässlich der Baupublikation vom 
30. Mai 2012 mitsamt den übrigen Beilagen der Gesuchsakten wie üblich einsehbar 
war (Vorakten RSA, pag. 28 ff.; Art. 28 des Dekrets vom 22. März 1994 über das 
Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). 

5.4 Soweit die Beschwerdeführerin eine ungenügende Erschliessung und 
übermässige Immissionen geltend macht, mithin eine Verletzung von Bundesrecht 
rügt, gilt Folgendes: Das Schulhaus «D.________» ist über die D.________strasse 
sowohl von der F.________strasse als auch von der G.________strasse her 
erschlossen. Beide Zufahrten führen nicht über die E.________strasse. Das 
Fahrverbot vor dem Schulhaus «D.________» ändert daran nichts, da es sich als 
Durchfahrtsverbot auswirkt, der Zubringerdienst aber ausdrücklich gestattet ist. Die 
Beschwerdeführerin ist von allfälligem Mehrverkehr bzw. den damit verbundenen 
Immissionen somit von vornherein nicht betroffen. Abgesehen davon ist bestritten, 
dass die neue Turnhalle überhaupt Mehrverkehr verursachen wird, und ist aufgrund 
der konkreten Umstände (im Wesentlichen gleich bleibende Nutzung und Zu-
fahrtssituation) nicht glaubhaft gemacht, dass ein solcher, zumal an der 
E.________strasse, deutlich wahrnehmbar wäre bzw. das gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung erforderliche Mass von 10% des durchschnittlichen täglichen 
Verkehrsaufkommens (DTV) erreichen würde (vgl. BVR 2013 S. 343 E. 4.3; BGE 136 II 
281 E. 2.3.2; BGer 1C_204/2012 vom 25.4.2013, E. 4, in URP 2013 S. 749). Unter 
diesen Umständen erübrigt es sich, einen zusätzlichen Amtsbericht des Sportamts der 
Stadt Bern über die Benutzungsregelung der Turnhalle einzuholen. Der entsprechende 
Beweisantrag wird abgewiesen.

6.

6.1 Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist 
abzuweisen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie hat der Beschwerdegegnerin zudem die 
Parteikosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Da diese als Bauherrin wie eine Privatperson betroffen 
ist, ist Art. 104 Abs. 4 VRPG nicht anwendbar (BVR 2001 S. 563 E. 4b; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 104 N. 15).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf Fr. 5'395.15 (inkl. Auslagen und 
MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:

- der Beschwerdeführerin
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern

und mitzuteilen:
- dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.