# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c34329c-9616-556e-a43b-7cb5d81fe82d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.03.2012 UV 2011/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-29_2012-03-13.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 13.03.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 13.03.2012
Art. 6 UVG: Unfallkausalität einer Radiusköpfchen-Meisselfraktur am 
Ellbogen bei Vorliegen umfassender degenerativer Veränderungen und 
Schmerzäusserungen im Ellbogenbereich erstmals rund einen Monat nach 
dem Unfallereignis verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 13. März 2012, UV 2011/29).

Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2012

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 13. März 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Haus zur alten Dorfbank, 

9313 Muolen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a A.___ war als Lastwagenchauffeur bei der B.___ AG, St. Gallen, tätig und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 21. April 2010 auf einer Baustelle bei einer schrägen und 

mit Geröll abgedeckten Stelle Beton abladen wollte, ausglitt und in ein ca. 60 cm tiefes 

Loch stürzte (UV-act. 1, 34). Nach einer Erstbehandlung mit MRI-Untersuchung durch 

den Hausarzt Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, am 22. April 2010 (UV-act. 4) 

erfolgte am 5. Mai 2010 eine Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG). Im gleichentags erstellten Bericht wurden die 

Diagnosen einer Supraspinatussehnenruptur rechts, einer Bicepssehnendegeneration 

sowie einer Ruptur des Labrum glenoidale gestellt (UV-act. 2). Am 17. Mai 2010 

wurden in derselben Klinik eine Schultergelenkarthroskopie und 

Bicepssehnentenotomie sowie eine arthroskopische 

Rotatorenmanschettenrekonstruktion durchgeführt (UV-act. 4, 6). Die Suva erbrachte 

Heilkosten- und Taggeldleistungen.

A.b Am 15. Juni 2010 berichtete der Versicherte der Suva, dass er jeweils während der 

Physiotherapie ausgehend vom Ellbogen ein Ziehen bzw. einen Schmerz hinauf zur 

Schulter und zum Schulterblatt verspüre (UV-act. 10). Am 30. Juni 2010 stellte er sich 

in der Sprechstunde der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG vor und 

beschrieb ein seit der Operation verspürtes Streck- und Beugedefizit im rechten 

Ellbogen mit endgradigen Schmerzen, welches sich wie eine Blockade anfühle. Von 

Seiten des Schultergelenks sei er sehr zufrieden. Die Klinik diagnostizierte im 

gleichentags erstellten Bericht einen Status nach arthroskopischer 

Rotatorenmanschettenrekonstruktion und Bicepssehnentenotomie sowie aktuell eine 

Blockadesymptomatik Ellbogen rechts bei Verdacht auf posttraumatische Arthrose 

(UV-act. 12). Eine Computertomographie (CT) im Institut für Radiologie des KSSG vom 

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6. Juli 2010 zeigte eine Stufenbildung in der Gelenkfläche des Radiusköpfchens von 2 

mm, zwischen Radius und Processus coronoideus einen polygonalen 1 cm grossen 

Ossikel am ventralen Aspekt des Ellbogengelenks, ausgeprägte arthrotische 

Veränderungen humero-ulnar, osteophytäre Anbauten in der Fossa coracoidea, ein 

Vakuumphänomen im Gelenkspalt, einen 2 bis 3 mm grossen Ossikel an der Spitze des 

Processus coracoideus und zudem osteophytäre Anbauten in der Fossa olecrani (UV-

act. 16). Hierauf wurde am 10. August 2010 eine Ellbogen-Arthroskopie mit Entfernung 

freier Gelenkskörper durchgeführt (UV-act. 26). Am 27. September 2010 folgte eine 

erneute Ellbogen-Arthroskopie mit Abtragung der Osteophyten am Processus 

coronoideus (UV-act. 26).

A.c Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH 

für Chirurgie, vom 10. November 2010 (UV-act. 37) eröffnete die Suva dem Ver­

sicherten mit Verfügung vom 17. November 2010, dass die Kausalität zwischen den 

Ellbogenbeschwerden und dem Unfall vom 21. April 2010 nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Auch liege keine unfallähnliche Körperschädigung vor. 

Die Suva sei demzufolge nicht leistungspflichtig (UV-act 42).

A.d Die gegen diese Verfügung vom Krankenversicherer des Versicherten (Swica 

Gesundheitsorganisation) und von seinem Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso 

Glavas, Muolen, erhobenen Einsprachen (UV-act. 46, 49, 52), wies die Suva nach 

Einholung einer ärztlichen Beurteilung bei Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva (UV-act. 63), mit 

Einspracheentscheid vom 11. April 2011 ab (UV-act. 64). Der Rechtsvertreter des 

Versicherten hatte zusammen mit der Einsprachebegründung vom 26. Januar 2011 

einen Untersuchungsbericht von Dr. med. F.___, Klinik für Chirurgie und Orthopädie 

des Spitals G.___, vom 27. Oktober 2010 vorgelegt (UV-act. 52).

A.e Auf Zuweisung von Dr. C.___ war der Versicherte am 1. Februar 2011 von Dr. med. 

H.___, deutscher Facharzt für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie 

sowie Facharzt FMH für Handchirurgie, untersucht worden, der am 5. Februar 2011 

über die Ergebnisse berichtete (UV-act. 59). Am 17. Februar 2011 war eine weitere 

Untersuchung durch Dr. H.___ und am 18. Februar 2011 eine weitere CT-Untersuchung 

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des rechten Ellbogens durch Dr. med. I.___, Facharzt FMH für medizinische Radiologie, 

erfolgt (UV-act. 61).

B.  

B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 11. April 2011 richtet sich die von 

Rechtsanwalt Dr. Glavas für den Versicherten eingereichte Beschwerde vom 11. Mai 

2011 mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und 

dem Beschwerdeführer seien sämtliche UVG-Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, 

etc.) auch für den mitverletzten Ellbogen zu gewähren. Eventualiter sei eine 

Oberexpertise durch eine Universitätsklinik in Auftrag zu geben; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G3).

B.c Mit Replik vom 7. Juli 2011 liess der Beschwerdeführer eine mündliche 

Verhandlung mit Einvernahme verschiedener Zeugen beantragen. Im Übrigen hielt er 

an den bisherigen Anträgen fest, wie das auch die Beschwerdegegnerin in der Duplik 

vom 8. August 2011 tat (act. G6, G8).

C. Mit Schreiben vom 20. Januar 2012 teilte der Präsident der Abteilung III des Ver­

sicherungsgerichts dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass an der 

beantragten Verhandlung keine Zeugenbefragung erfolgen werde (act. G 10). An der 

Verhandlung vom 13. März 2012 liess der Beschwerdeführer an den bisherigen 

Anträgen festhalten und insbesondere auf Anhaltspunkte hinweisen, die für die 

Unfallkausalität seiner Ellbogenbeschwerden sprächen. Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf eine Teilnahme an der Verhandlung (act. G 14).

D. Auf die Begründungen und Ausführungen in den einzelnen Rechtsschriften und an 

der mündlichen Verhandlung vom 13. März 2012 sowie auf die medizinischen Akten 

wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1. 

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1.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zutreffend dar. Gleiches 

gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltende 

Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem 

Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt 

aufgrund der Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe 

des Arztes oder der Ärztin. Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 

1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber 

dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 

118 V 291 f. E. 3a). Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und dem 

Gesundheitsschaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 V 44 E. 2a, je 

mit Hinweisen).

1.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge­

geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der 

Akten, wie sie vorliegend von Dr. E.___ am 4. April 2011 (UV-act. 63) erstellt wurde, ist 

nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass 

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genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 

56 S. 366 E. 5b).

1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 130 I 183 f. E. 3.2, 125 V 195 E. 2, 122 V 

158 E. 1a, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Wenn es sich jedoch als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen, greift die Beweisregel Platz, dass die Parteien eine Beweislast insofern 

tragen, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, 

die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 

264 E. 3b, 115 V 142 E. 8a; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Angewendet auf den 

konkreten Fall heisst dies - entgegen der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

anlässlich der mündlichen Verhandlung vorgetragenen Auffassung -, dass die 

Beweislast hinsichtlich des Vorliegens eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfall vom 21. April 2010 und dem Gesundheitsschaden am rechten 

Ellbogen beim Beschwerdeführer liegt. Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als 

bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 

360 E. 4a mit Hinweisen).

2.   

2.1 Gemäss der Schadenmeldung vom 23. April 2010 (UV-act. 1) sowie den 

medizinischen Akten (UV-act. 2, 4, 6, 8) erlitt der Beschwerdeführer am 21. April 2010 

infolge einer Schulterluxation rechts eine Rotatorenmanschettenruptur im 

Supraspinatussehnenbereich. Die Läsion wurde am 17. Mai 2010 in der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des KSSG operativ behandelt und die Beschwerdegegnerin 

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erbrachte für den Schadenfall bzw. die Kosten der Heilbehandlung sowie die sich 

daraus ergebende Arbeitsunfähigkeit Leistungen. Am 15. Juni 2010 klagte der 

Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin erstmals über einen Schmerz 

ausgehend vom Ellbogen rechts (UV-act. 10) und am 30. Juni 2010 gegenüber den 

Ärzten der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG über ein seit der 

Schulteroperation vom 18. Mai 2010 verspürtes Streck- und Beugedefizit im rechten 

Ellbogen, welches durch die physiotherapeutischen Beübungen keine Besserung 

erfahre (UV-act. 12; vgl. auch UV-act. 34). Hierauf wurden verschiedene Diagnosen 

gestellt, welche am 10. August und 27. September 2010 zwei Ellbogenarthroskopien 

notwendig machten. Im Folgenden gilt es zu beurteilen, ob die diagnostizierten und 

operativ behandelten Gesundheitsschäden im rechten Ellbogen mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang 

zum Unfall vom 21. April 2010 stehen.

2.2 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Gesundheitsschäden wird im Regelfall 

eine strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Im Rahmen der im Institut 

für Radiologie des KSSG am 6. Juli 2010 durchgeführten CT-Untersuchung des 

rechten Ellbogens (UV-act. 16) zeigten sich organische Substrate bzw. strukturelle 

Gesundheitsschädigungen in Form ausgeprägter arthrotischer Veränderungen mit 

osteophytären Anbauten und freien Gelenkkörpern, welche unstreitig und aufgrund der 

medizinischen Akten anzunehmen (laut Dr. H.___ die Arthrose ausgenommen [UV-act. 

59]), die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden verursachen bzw. zu 

verursachen vermochten (vgl. dazu auch Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 ff., 738 f., 741). Bei der Arthrose 

handelt es sich um einen degenerativen Gesundheitsschaden. Auch die Bildung eines 

Osteophyten ist ein typisches Zeichen von degenerativen Gelenkveränderungen, 

konkret ein fehllaufender Versuch des Körpers, die Auflagefläche eines arthrotischen 

Gelenks zu verbreitern und damit den Auflagedruck zu mindern. Die 

Osteophytenbildung ist mithin eine Reaktion auf die Arthrose im Sinn eines 

Reparationsversuchs des Organismus. Freie Gelenkkörper kommen schliesslich 

ebenfalls bei Arthrose vor (Debrunner, a.a.O., S. 58, 579 ff., 738 f., 853). Als 

unfallkausaler Gesundheitsschaden können eine Arthrose und damit auch ihre Folge- 

bzw. Begleiterscheinungen lediglich sekundär, d.h. als Spätfolge einer primären 

Verletzung - beispielsweise nach einer schlecht verheilten intraartikulären Fraktur, 

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geheilt ohne anatomisch exakte Reposition -, auftreten. Beim Beschwerdeführer wurde 

radiologisch eine unter leichtgradiger Stufenbildung konsolidierte - grundsätzlich durch 

einen Sturz bzw. Unfall entstehende - Radiusköpfchen-Meisselfraktur erhoben (UV-act. 

16, 59, 65; vgl. dazu auch Debrunner, a.a.O., S. 580 f., 740 f.; <http://

vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content>, abgerufen am 14. März 2012). 

Freie Gelenkkörper können sich auch durch solche unmittelbaren Gelenkverletzungen 

bilden (vgl. dazu <http://www.gelenk-klinik.de/freie-gelenkkoerper.html>, abgerufen am 

6. Dezember 2011; Debrunner, a.a.O., S. 738). Nachfolgend ist damit zu entscheiden, 

ob die Radiusköpfchen-Meisselfraktur sowie die weiteren radiologisch erhobenen 

Gesundheitsschäden am rechten Ellbogen des Beschwerdeführers mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 21. April 

2010 oder aber anderweitig verursacht wurden.

2.3

2.3.1 Massgebende Beurteilungskriterien für die Ursächlichkeit einer 

Gesundheitsschädigung bilden zunächst der Unfallmechanismus zusammen mit den 

echtzeitlich gestellten Unfalldiagnosen sowie der zeitliche Ablauf. In den echtzeitlichen 

Akten, d.h. in der Unfallmeldung vom 23. April 2010 (UV-act. 1), im Bericht der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 5. Mai 2010 (UV-act. 2) sowie im Arztzeugnis 

des erstbehandelnden Arztes Dr. C.___ vom 26. Mai 2010 (UV-act. 4) ist einzig von 

einer Unfall-Einwirkung auf die rechte Schulter die Rede. Auch die radiologischen 

Untersuchungen und Therapien bezogen sich zunächst einzig auf die rechte Schulter 

(UV-act. 4, 6). Am 25. Oktober 2010 wurde der Beschwerdeführer von der 

Beschwerdegegnerin erstmals detailliert zum Unfallablauf befragt. Dieser habe sich auf 

einer grossen Baustelle ereignet, auf der er Beton abgeliefert habe. Er habe hinter dem 

Lastwagen gewartet. Auf dem Boden seien viel Geröll und Steine vorhanden gewesen. 

Als der Betonkübel langsam näher gefahren worden sei, habe er einen Schritt gemacht. 

Dabei sei er ausgerutscht und auf die rechte Seite gefallen, wobei er versucht habe, 

sich mit dem rechten Arm abzustützen. Nach diesem Sturz auf die rechte Seite sei er in 

das ca. 60 cm tiefe Loch hinunter gerutscht. Er habe sich keine äusseren Verletzungen 

zugezogen. Auf die rechte Seite sei er jedoch gefallen. Ein sonstiges Anschlagen habe 

nicht stattgefunden (UV-act. 34). Sowohl eine Supraspinatussehnenruptur als auch eine 

Radiusköpfchenfraktur können durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm 

http://www.gelenk-klinik.de/freie-gelenkkoerper.html

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entstehen, wenn versucht wird, den Sturz mit der Hand abzufangen (vgl. <http://

www.orthozentrum.ch/Schulter-Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur>, <http://

vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/

spomedial/content>, beide abgerufen am 14. März 2011). In Bezug auf den konkreten 

Fall ist nun allerdings festzuhalten, dass die Schilderung des Abstützens mit dem 

rechten Arm erst rund sechs Monate nach dem Unfall abgegeben wurde, nachdem 

zuvor nie eine Ellbogenbeteiligung beim Sturz angetönt worden war und es angesichts 

der gegebenen Situation - Unfallereignis mit Sturz auf die rechte Seite, rein zeitlich 

nachfolgende Ellbogenbeschwerden - nahe lag, die Ellbogenbeschwerden ebenfalls 

dem Unfall vom 21. April 2010 zuzuordnen. Es ist somit nicht auszuschliessen, dass 

die Darstellung des Beschwerdeführers bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher Art oder anderer Art beeinflusst ist (vgl. dazu 

auch Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich 

2003, S. 21; BGE 115 V 143 E. 8c mit Hinweisen). Andererseits erscheint das vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers anlässlich der mündlichen Verhandlungen 

nochmals betonte Abstützen mit der rechten oberen Extremität bei einem Sturz auf die 

rechte Seite durchaus als natürlicher bzw. geläufiger Reflex. Insofern wäre eine 

gleichzeitige Verletzung von Schulter und Ellbogen anlässlich des Unfallereignisses 

vom 21. April 2010 zwar möglich, jedoch keineswegs zwingend. Stürze sind in 

mannigfaltiger Weise mit unterschiedlicher Krafteinwirkung auf die einzelnen, individuell 

veranlagten Körperteile denkbar. Insbesondere aber auch vom zeitlichen Ablauf her 

kann nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem 

Kausalzusammenhang zwischen Radiusköpfchen-Meisselfraktur und Unfallereignis 

vom 21. April 2010 ausgegangen werden. Die Fraktur muss einer anderen - wenn auch 

unbekannten - Ursache zugeschrieben werden. Gemäss Bericht der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 30. Juni 2010 traten beim Beschwerdeführer 

Schmerzen sowie eine Bewegungseinschränkung im rechten Ellbogen anschliessend 

an die Schulteroperation vom 18. Mai 2010 und damit erst rund einen Monat nach dem 

fraglichen Unfall auf (UV-act. 12; vgl. dazu auch UV-act. 34). Die in der 

Beschwerdeeingabe vorgebrachte Argumentation des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, durch die Ruhigstellung der rechten oberen Extremität und die 

wegen der Schulterverletzung eingenommenen schmerzlindernden Medikamente sei 

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die zusätzliche, im Vergleich zur akuteren Schulterproblematik im ersten Moment nicht 

hervorgetretene Ellbogenverletzung vorerst in Vergessenheit geraten bzw. von den 

Ärzten übersehen worden, vermag diesen zeitlichen Ablauf nicht zu relativieren. Im 

Regelfall führen massgebende Verletzungen zu Schmerzen und werden unmittelbar im 

Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch im entsprechenden Umfang 

wahrgenommen. Eine Ruhigstellung der rechten oberen Extremität infolge der 

Schulterverletzung durch eine Armschlinge oder einen Verband wurde im Übrigen vom 

Beschwerdeführer anlässlich der mündlichen Verhandlung verneint. Eine solche sei erst 

nach der Schulteroperation erfolgt. Nachdem der rechte Arm damit nach dem Unfall 

weitgehend frei beweglich bzw. nicht fixiert war, erscheint ein Sachverhalt, bei 

welchem der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 21. April 2010 auch eine 

Verletzung am rechten Ellbogen erlitten, diese jedoch erst nach der Schulteroperation 

wahrgenommen hat, als ungewöhnlich und damit lediglich als möglich. In diesem Sinn 

hielt auch Dr. J.___ am 24. November 2010 fest, es bleibe hypothetisch, ob es sich um 

ein koinzidenziell auftretendes manifest Werden eines vorbestehenden 

asymptomatischen Zustands handle oder ob nach der Ruhigstellung ein manifest 

Werden stattgefunden habe (UV-act. 45).

2.3.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Unfallmechanismus zusammen mit 

den echtzeitlich gestellten Unfalldiagnosen sowie die ganzen zeitlichen Abläufen 

massgebende Zweifel an einer Unfalleinwirkung auf den rechten Ellbogen am 21. April 

2010 aufkommen lassen.

2.4 Nachdem Dr. D.___ in seiner Stellungnahme vom 10. November 2010 auf den 

zeitlichen Ablauf hinwies und eine Ellbogenverletzung anlässlich des Unfalls vom 

21. April 2010 verneinte (UV-act. 37) und Dr. J.___ am 24. November 2010 das Fehlen 

von direkt kausal initial echtzeitlichen Anhaltspunkten, dass der Ellbogen im Unfall 

involviert gewesen wäre, feststellte (UV-act. 45), nimmt übereinstimmend auch 

Dr. E.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 4. April 2011 (UV-act. 63) die oben 

dargelegten - für die Beurteilung der Unfallkausalität massgebenden - Gegebenheiten 

(Unfallmechanismus, Unfalldiagnose, zeitlicher Ablauf) auf. Eine unfallbedingte 

Ellbogenläsion ist dabei umso unwahrscheinlicher, als die diagnostizierte Arthrose 

zusammen mit den zusätzlich erhobenen Osteophyten und freien Gelenkkörpern eine 

umfassende degenerative Problematik im Bereich des rechten Ellbogens bildet (vgl. 

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dazu E. 2.2), welche sich als sekundärer unfallkausaler Gesundheitsschaden 

erfahrungsgemäss nicht innerhalb der drei Monate vom Unfall bis zur 

Röntgenuntersuchung der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 30. Juni 

2010, bei welcher sich die fortgeschrittene degenerative Problematik zeigte (vgl. dazu 

UV-act. 52), zu bilden vermag. So kam dann auch Dr. E.___ zum Schluss, dass von 

einer offensichtlich bereits seit längerem bestandenen erheblichen Arthrose am rechten 

Ellbogen auszugehen sei. Hinsichtlich der These einer Radiusköpfchen-Meisselfraktur 

mit Stufenbildung beim Unfallereignis vom 21. April 2010 äusserte er sodann, dass 

anschliessend an das Unfallereignis bzw. in den echtzeitlichen Akten keine Schmerzen 

am Ellbogen vermerkt worden seien und - bedeutsamer - am Radiusköpfchen und am 

gegenüberliegenden Capitulum humeri-radiale schon ältere Veränderungen zu sehen 

seien, die nicht erst innerhalb von wenigen Wochen entstanden sein könnten (UV-act. 

63). Damit übereinstimmend erhob auch die Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

KSSG als Röntgenbefund eine Gelenkstufenbildung im Bereich des Radiusköpfchens 

bei Verdacht auf eine alte Fraktur. Die Aussage, die Radiologie spreche für eine 

"posttraumatische" Arthrose, vermag juristisch gesehen nichts über eine Kausalität in 

Bezug auf das Unfallereignis vom 21. April 2010 auszusagen (vgl. Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. unv. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205; 

BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb in fine), sondern drückt lediglich aus, dass gewisse 

Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten sind. Gerade im Sinn eines Vorzustands 

(Fraktur im Bereich des Radiusköpfchens mit anschliessend eingetretener 

degenerativer Erkrankung) hält die Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG fest, 

die Blockadeerscheinungen seien am Ehesten auf die Arthrose zurückzuführen, die der 

Beschwerdeführer vor der Operation noch nicht verspürt habe. Eine überwiegend 

wahrscheinliche Kausalität mit dem Unfall vom 21. April 2010 vermögen sodann aber 

auch die Darlegungen von Dr. H.___ nicht zu begründen. Dieser vermutet in seinem 

Bericht vom 5. Februar 2011 (UV-act. 59), dass die Radiusköpfchen-Meisselfraktur vom 

Unfallereignis vom 21. April 2010 komme. Zumindest liege ihm noch kein gegenteiliges 

Röntgenbild vor, welches die Situation direkt nach dem Unfall zeige. Weil der 

Beschwerdeführer vor dem Unfall keinerlei Beschwerden gehabt habe, scheine ihm 

dieser die aktuelle Ursache zu sein. Es könne auch sein, dass sich der freie 

Gelenkkörper durch das Unfallereignis gebildet habe bzw. abgesprengt worden sei. 

Seine Formulierungen vermögen lediglich die Möglichkeit bzw. eine, neben anderen 

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denkbaren - und angesichts der obigen Erwägungen gegenüber einer Kausalität zum 

Unfallereignis vom 21. April 2010 doch weniger wahrscheinlichen - Variante für eine 

Verursachung zu belegen, was dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht genügt. Das Vorliegen von 

Sachverhalten mit gleicher Möglichkeit, aber auch mit gleicher Wahrscheinlichkeit, 

erlaubt nicht den überwiegend wahrscheinlichen Schluss auf eine der beiden Genesen. 

Im Übrigen hielt auch Dr. H.___ einer Kausalität mit dem Unfall vom 21. April 2010 

entgegen ("zwar"), dass die Radiusköpfchen-Meisselfraktur auf dem Bild vom 6. Juli 

2010 schon knöchern durchgebaut sei. Die Wahrscheinlichkeit der fraglichen 

Unfallkausalität wird letztlich auch durch seine Aussage im nachfolgenden Bericht vom 

21. März 2011 abgeschwächt, dass die auf dem Bild der CT-Untersuchung vom 

18. Februar 2011 (UV-act. 61) generalisierte Ellbogenarthrose in ihrem Umfang 

natürlich nicht so komplett als Folge des Unfalls zu sehen sei (UV-act. 62). Am 

fehlenden überwiegend wahrscheinlichen Nachweis einer Kausalität zum Unfallereignis 

vom 21. April 2010 vermögen die nicht gänzlich zu überzeugenden Ausführungen von 

Dr. E.___ betreffend freie Gelenkkörper nichts zu ändern. Im Vordergrund der 

Beschwerden stehe die Beugeeinschränkung, die wesentlich durch die 

Verknöcherungen im Bereich des Processus coronoideus verursacht worden sei. Durch 

deren Entfernung habe die Beugung um etwa 15° verbessert werden können. Dass 

freie Gelenkkörper bei der Beugeeinschränkung zusätzlich eine Rolle gespielt hätten, 

sei nicht wahrscheinlich. Das CT habe keine Hinweise darauf geliefert, dass sich 

kürzlich oder schon seit längerem Gelenkkörper irgendwo abgesprengt hätten. Dazu 

fehle das sogenannte "Mausbett" (UV-act. 63). Auch wenn das Mausbett laut Dr. E.___ 

fehlt, so hat aufgrund der medizinischen Akten doch als ausgewiesen zu gelten, dass 

der Beschwerdeführer gemäss Ergebnis der CT-Untersuchung vom 6. Juli 2010 freie 

Gelenkkörper aufwies (UV-act. 16). Andererseits kann der Aussage von Dr. E.___ 

immerhin entnommen werden, dass der Zeitpunkt der Bildung der freien Gelenkkörper 

mit dem Ergebnis der CT-Untersuchung vom 6. Juli 2010 nicht festgelegt werden kann 

und damit kein Hinweis auf eine konkrete Unfallkausalität vorgelegt wird.

2.5 Allgemein ist schliesslich anzufügen, dass der von Dr. C.___, Dr. F.___ und 

Dr. H.___ in ihren Berichten angeführte Aspekt, dass vor dem Unfall vom 21. April 2010 

keine Ellbogenbeschwerden beklagt worden seien (vgl. dazu UV-act. 27, 52, 59), für 

sich nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis keinen Beweis für eine Unfallkausalität 

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zu erbringen vermag, da der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende 

Erklärung liefert. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises 

bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (Maurer, a.a.O., S. 460 N 1205; BGE 119 V 340 ff. E. 2b/bb). Die 

Darlegung von Dr. F.___ in seinem Bericht vom 27. Oktober 2010, der Patient habe 

keinen gravierenden Unfall mit Frakturen im Ellbogenbereich in Erinnerung, führt 

ebenfalls nicht automatisch zu einer Bejahung der überwiegend wahrscheinlichen 

Kausalität zwischen der Ellbogenproblematik und dem Unfall vom 21. April 2010.

3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Akten nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten kann, dass 

es sich bei der Ellbogenproblematik rechts um eine natürlich-kausale Folge des 

Unfallereignisses vom 21. April 2010 handelt. Demgemäss ist ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf diesbezügliche Leistungen der Beschwerdegegnerin 

abzuweisen. Die Frage der Adäquanz des Kausalzusammenhangs braucht in dieser 

Situation nicht geprüft zu werden.

4. 

Die Beschwerdegegnerin weist schliesslich in der Beschwerdeantwort vom 9. Juni 

2011 zutreffend darauf hin, dass es sich beim Ereignis vom 21. April 2010 zweifelsfrei 

um

einen Unfall handle und deshalb eine Prüfung der Anwendbarkeit von Art. 9 Abs. 2 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) ausser Betracht falle.

5. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht entschieden:

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1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.03.2012
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität einer Radiusköpfchen-Meisselfraktur am Ellbogen bei Vorliegen umfassender degenerativer Veränderungen und Schmerzäusserungen im Ellbogenbereich erstmals rund einen Monat nach dem Unfallereignis verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. März 2012, UV 2011/29).

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