# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94eb1c8b-cf3d-5792-a9ba-dac3e7013c31
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 06.07.2020 110 2020 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-48_2020-07-06.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/48

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 6. Juli 2020

Das Verwaltungsgericht hat die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 
abgeschrieben (VGE 2020/317 vom 1.05.2023 und 11.05.2023). 

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________ Beschwerdeführer 1

Frau D.________ und 5 weitere Beschwerdeführende
Beschwerdeführerin 2

alle per Adresse Herrn C.________ und Frau D.________

und

A.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Biglen, Gemeindeverwaltung, Hohle 19, 
3507 Biglen

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 2. März 2020 
(bbew 422/2019; Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 8. Juli 2019 bei der Gemeinde Biglen ein Baugesuch 
ein für den Neubau einer Mobilfunkanlage mit "Mast, Antennen und technischer Einrichtung" auf 
Parzelle Biglen Grundbuchblatt Nr. B.________ (BR E.________). Die Parzelle liegt im Perimeter 
der Überbauungsordnung (UeO) Nr. 12 «F.________» vom 24. Juni 1993 in einer Zone für Sport- 
und Freizeitanlagen.1 Die Mobilfunkanlage umfasst einen rund 20 m hohen Antennenmast mit den 
Antennengruppen 1 und 2 auf 16,25 bzw. 18,25 m Höhe. Ebenfalls vorgesehen sind auf 

1 Überbauungsordnung (UeO) Nr. 12 «F.________», bestehend aus Überbauungsplan und Überbauungsvorschriften, 
vom 26. April 1993, geändert am 1. September 2000, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
(AGR) am 4. Oktober 2000

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verschiedenen Höhen am Sendemast sog. Remote Radio Heads (RRH). Während die 
Antennengruppe 1 aus je vier Multibandantennen in den Frequenzbändern von 700 bis 900 
Megahertz (MHz) bzw. 1400 bis 2600 MHz besteht, umfasst die Antennengruppe 2 vier Antennen 
im Frequenzband 3600 MHz (sog. adaptive Antennen) des Typs «Air 6488B42D».2 Die adaptiven 
Antennen erlauben es, die Anlage auch im Mobilfunkstandard der 5. Generation (5G oder New 
Radio) zu betreiben. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführerinnen 
2, 4, 6 und 7 sowie die Beschwerdeführer 1, 3 und 5 (nachfolgend: Beschwerdeführende) 
Kollektiveinsprache.

Mit Gesamtentscheid vom 2. März 2020 erteilte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland die 
Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 1. April 2020 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung des Gesamt-
entscheids vom 2. März 2020 oder eventualiter die Rückweisung "unter Zuhilfenahme von exter-
nen funktechnisch und medizinisch versierten Fachpersonen". In formeller Hinsicht machen sie 
zum einen "fehlende Fachkompetenz" auf dem Gebiet nichtionisierender Strahlung sowie unter-
lassene Sachverhaltsabklärung durch die Vorinstanz geltend. Zum andern stellen sie gegen einen 
Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz des Amtes für Umwelt und Energie (AUE)3 ein 
Ausstandsbegehren wegen "Komplizenschaft" mit der Beschwerdegegnerin.4 In der Sache 
kritisieren die Beschwerdeführenden, dass das Vorhaben nicht bewilligungsfähig sei, da die 
Antennendiagramme falsch seien.5 Auch seien die Sendeleistungen der adaptiven Antennen des 
Typs «Air 6488B42D» falsch deklariert worden und die 5G-Strahlung nicht messbar.6 Weiter rügen 
sie, es fehle ein Sicherheitssystem; die bestehenden Qualitätssicherungssysteme (sog. QS-
Systeme) seien nutzlos. Schliesslich machen sie eine gesundheitliche Gefährdung durch die 
Anlage und eine Wertverminderung der Liegenschaften geltend.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet7, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Neben den Verfahrensbeteiligten gab das 
Rechtsamt dem AUE, Abteilung Immissionsschutz, Gelegenheit zur Stellungnahme. Das 
Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland verzichtete mit Eingabe vom 21. April 2020 und unter 
Verweis auf die Akten auf das Einreichen einer förmlichen Vernehmlassung. Auch die Gemeinde 
verzichtete mit Eingabe vom 27. April 2020 auf die Eingabe einer Vernehmlassung und verweist 
auf ihre Stellungnahme bzw. Amtsberichte im vorinstanzlichen Verfahren. Die Abteilung 
Immissionsschutz des AUE führt in ihrer Stellungnahme vom 17. April 2020 aus, dass die 
Beurteilung der geplanten Mobilfunk-Basisstation ergeben habe, dass die Anlage die 
Bestimmungen der NISV8 vollständig erfülle und damit bewilligungsfähig sei. Zusammenfassend 
ergäben sich für den Bereich des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung keine neuen 
Erkenntnisse, die eine andere Beurteilung der Sachlage nach dem Fachbericht vom 7. August 
2019 erfordern würde. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 5. Mai 
2020, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die 
Verfahrensbeteiligten haben von der Gelegenheit zur Einreichung von Schlussbemerkungen 
entweder ausdrücklich oder durch Stillschweigen keinen Gebrauch gemacht. 

2 Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Zusatzblatt 2, 
Laufnummern der Antennen 1 bis 12, Vorakten RSA, pag. 83 ff. 
3 Das AUE gehört seit dem 1. Januar 2020 zur Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion (WEU) des Kantons Bern
4 Beschwerdeschrift, Bst. A bis C, S. 1-3
5 Beschwerdeschrift, Bst. D und E, S. 4 ff.
6 Beschwerdeschrift, Bst. F und G, S. 5 ff.
7 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
8 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710)

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4. Auf die Rechtsschriften, die Stellungnahmen sowie die vorhandenen Akten wird, soweit für 
den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG9. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er – 
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG10 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Kollektiveinsprache abgewiesen wurde, 
sind dadurch formell beschwert. Bei Mobilfunkanlagen gilt mit Bezug auf die Strahlung als 
einsprache- bzw. beschwerdeberechtigt, wer sich im Perimeter befindet, in welchem die konkret 
berechnete Strahlung 10 Prozent oder mehr des Anlagegrenzwerts beträgt.11 Die Wohnadressen 
der Beschwerdeführenden befinden sich allesamt am N.________weg in Biglen und damit 
innerhalb des Einspracheperimeters von rund 1038 m12. Damit sind die Beschwerdeführenden 
durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid auch materiell beschwert und zur 
Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

2. Ausstand 

a) Die Beschwerdeführenden stellen gegen den ihrer Ansicht nach "einzig fachkompetenten 
Mitarbeiter" ein Ausstandsbegehren wegen "Komplizenschaft der Fachstelle mit der 
Beschwerdegegnerin". Sie weisen unter anderem darauf hin, dass der Mitarbeiter der Abteilung 
Immissionsschutz an "5G-Propagandaveranstaltungen" teilnehme und die Dokumente dieser 
Fachstelle nicht mehr als neutral, sondern als blosse unbewiesene Parteibehauptungen zu 
betrachten seien.13

b) Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin sind die Zweifel an der Neutralität der Fachstelle 
wie auch die behauptete Befangenheit des namentlich genannten Mitarbeiters unbegründet.14 

9 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
10 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
11 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-
35c N. 17a Lemma 17
12 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Vorakten RSA, 
pag. 76 bzw. 79. Die Distanzen liegen zwischen 400 bis 500 m
13 Beschwerdeschrift, Bst. A und C, S. 1/2
14 Vgl. Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2020, Ziff. 2, Rz. 6 ff., Beschwerdeakten der BVD

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c) Nach Art. 9 VRPG15 tritt eine Person, die eine Verfügung oder einen Entscheid zu treffen 
oder vorzubereiten oder als Mitglied einer Behörde zu amten hat, in den Ausstand, wenn sie aus 
einem der in Art. 9 Abs. 1 Bst. a bis f VRPG aufgeführten Gründe in der Sache befangen sein 
könnte. Ausstandsgründe müssen nach der Rechtsprechung sofort, d.h. ab Kenntnis der 
Befangenheit, gerügt werden.16

d) Die Abteilung Immissionsschutz des AUE beurteilte die geplante Mobilfunkanlage bereits im 
Baubewilligungsverfahren. Folglich hätten die Beschwerdeführenden die angebliche Befangenheit 
des Mitarbeiters bereits im Baubewilligungsverfahren rügen können. Entgegen der Darstellung 
der Beschwerdeführenden dürfte ihnen bereits zum Zeitpunkt der Einsprache bekannt gewesen 
sein, dass zur Beurteilung des Baugesuchs ein Fachbericht betreffend die nichtonisierende 
Strahlung eingeholt wird (Art. 22 Abs. 1 BewD17). Der entsprechende Antrag erfolgt damit 
verspätet. 

e) Im Übrigen liegen gegen den fraglichen Mitarbeiter des AUE auch keine 
Befangenheitsgründe nach Art. 9 Abs. 1 VRPG vor. So haben nichtrichterliche 
Behördenmitglieder nur in den Ausstand zu treten, wenn sie am betreffenden Geschäft ein 
persönliches Interesse haben, zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber der Partei ihre persönliche 
Geringschätzung oder Abneigung zum Ausdruck gebracht haben oder wenn ihnen Verfahrens- 
oder Ermessensfehler unterlaufen sind, die nach ihrer Natur oder wegen ihrer 
aussergewöhnlichen Häufung besonders schwer wiegen und auf eine gravierende Verletzung 
ihrer Amtspflichten hinauslaufen.18 Die Tatsache, dass der fragliche Mitarbeiter der Abteilung 
Immissionsschutz an Informationsveranstaltungen der Gemeinden betreffend Mobilfunkanlagen 
teilnimmt, ist kein Hinweis für dessen persönlichem Interesse an einem konkreten Bauvorhaben. 
Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen dient auch der Klärung umweltschutzrechtlicher Fragen 
und der Vertretung der kantonalen Fachstelle im Bereich der nichtionisierenden Strahlung. Ein 
Ausstandsgrund im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. a VRPG liegt somit nicht vor. Es sind auch keine 
anderen Befangenheitsgründe im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. a VRPG ersichtlich. 

f) Im Übrigen stellen die Beschwerdeführenden den Beweisantrag, dass die Arbeitsrapporte, 
Arbeitszeitabrechnungen, Überzeit- und Spesenabrechnungen des Mitarbeiters der Abteilung 
Immissionsschutz einzuholen seien. Wie vorangehend ausgeführt, erweist sich das gestellte 
Ausstandsbegehren als unbegründet. Es besteht somit keine Veranlassung, die geforderten 
Unterlagen einzuholen. Der Beweisantrag ist abzuweisen.

3. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden rügen, die Vorinstanz habe ihre Beweisanträge, die sie im vor-
instanzlichen Verfahren vorgebracht hätten, nicht geprüft bzw. mangels Fachkenntnis in der 
Funktechnik gar nicht prüfen können. Vielmehr habe sich die Vorinstanz auf Amtsberichte der 
Fachstelle Immissionsschutz verlassen, welche befangen sei.19 

b) Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass die Vorinstanz all jene Amts- und 
Fachberichte eingeholt habe, die notwendig seien, damit diese auf Basis eines umfassend 
abgeklärten Sachverhalts über das Baugesuch befinden konnte. Dass sich die Vorinstanz als 
entscheidende Behörde unter anderem auf den Fachbericht der Fachstelle für nichtionisierende 

15 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
16 BVR 2005 S. 561 E. 4.1; BGE 141 III 210 E. 5.2 
17 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
18 VGE 2013/432 vom 14. Januar 2014 E. 2.2 mit Hinweisen, BVR 2015 S. 213 E. 3.1; BGE 140 I 326 E. 5.2
19 Beschwerdeschrift, Bst. B, S. 2

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Strahlung abstütze, sei ihr nicht vorzuwerfen, zumal keine Hinweise bestünden, dass dieser 
fehlerhaft sei.20

c) Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest; sie sind nicht an die 
Beweisanträge der Parteien gebunden (Art. 18 VRPG). Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
(Art. 21 ff. VRPG) verpflichtet die Behörden aber, die von den Parteien angebotenen Beweise 
abzunehmen, sofern diese nötig sind für die Klärung des Sachverhalts.21 Wenn die Behörde bei 
freier, pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, die vorhandenen Akten 
erlaubten die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhalts oder die behauptete 
Tatsache sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von Bedeutung, so kann sie auf das 
Erheben weiterer Beweise verzichten. Diese sogenannte antizipierte Beweiswürdigung verletzt 
den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht.22

Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG verlangt ferner, dass die Behörde die 
Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich 
die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten 
können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt.23

d) Wie sich aus der Erwägung 2 ergibt, kann auf die fachliche Beurteilung der Abteilung 
Immissionsschutz abgestellt werden. Die Vorinstanz hat das Vorhaben daher zu Recht gemäss 
den eingeholten Amts- und Fachberichten beurteilt. Dabei hat sie sich zwar auf den Fachbericht 
der Abteilung Immissionsschutz bezogen, diesen aber im Lichte der Rügen der Einsprechenden 
gewürdigt. Die Beschwerdeführenden konnten den Entscheid in voller Kenntnis der aus Sicht der 
Vorinstanz massgebenden Umstände an die Beschwerdeinstanz weiterziehen. Im Übrigen war 
die Vorinstanz gemäss einer antizipierten Beweiswürdigung nicht gehalten, den weiteren 
Beweisanträgen der Beschwerdeführenden zu folgen. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die 
Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig gewürdigt oder ihre Begründungspflicht 
verletzt hätte. 

e) Auch im Verfahren vor der BVD kann bei diesem Ergebnis entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden auf den Fachbericht der Abteilung Immissionsschutz abgestellt werden 
(vgl. E. 2). Zudem unterliegt die Beurteilung Fachstelle in jedem Fall der Prüfung durch die BVD. 
Daher fällt die eventualiter beantragte Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur 
Verbesserung bzw. "unter Zuhilfenahme von externen funktechnisch und medizinisch versiertem 
Fachpersonen" ausser Betracht.

4. Ausgangslage / Messbarkeit 5G

a) Art. 2 Abs. 1 Bst. a NISV legt die Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder mit 
Frequenzen von 0 Hz bis 300 Gigahertz (GHz) fest, die beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt 
werden. Die geplante Anlage, die unter anderem auch vier 5G-Antennen im Frequenzband 3600 
MHz (3,6 GHz) umfasst, fällt somit fraglos in den Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 1 Bst. a NISV. 

20 Vgl. Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2020, Ziff. 2, Rz. 6 ff.
21 Vgl. BVR 2016 S. 65 E. 2.3, 2013 S. 311 E. 5.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 1
22 BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, mit Hinweisen
23 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 52 N. 5

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Die Grenzwerte der NISV sind folglich auch für die geplanten 5G-Antennen im Frequenzband 
3600 MHz anwendbar.24

b) Die zuständigen Behörden müssen überprüfen, ob beim Neubau oder einer Änderung von 
Mobilfunkanlagen die Grenzwerte der NISV eingehalten sind. Die Einhaltung dieser Grenzwerte 
ist von den Betreiberinnen im Rahmen des Baugesuchs anhand einer rechnerischen Prognose 
nachzuweisen. Nach Art. 11 Abs. 1 und 2 NISV ist das Standortdatenblatt (SDB) das 
massgebende Dokument für diese Beurteilung.

c) Der Bundesrat hat mit Blick auf den Ausbau der 5G-Netze am 17. April 2019 eine Änderung 
der NISV beschlossen.25 Diese ist am 1. Juni 2019 in Kraft getreten. Unter anderem wurde mit der 
Änderung festgelegt, dass die besondere Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen 
berücksichtigt werden soll. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten Sendeantennen können 
adaptive Antennen oder Antennensysteme ihre Senderichtung und ihr Antennendiagramm 
automatisch in kurzen zeitlichen Abständen ohne Veränderung der Montagerichtung anpassen 
(sog. «Beamforming»). Dies hat eine höhere Übertragungskapazität zur Folge. Auch die 
Exposition ist nutzungsabhängig. Richtungen, in denen sich keine Endgeräte befinden, werden 
tendenziell weniger bestrahlt. Neu ist im Anhang 1 Ziffer 63 NISV festgehalten, dass bei der 
Definition des massgebenden Betriebszustands, bei dem der Anlagegrenzwert eingehalten 
werden muss, der Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme der adaptiven 
Antennen Rechnung getragen werden kann. Die konkrete Berechnungsweise bzw. Gewichtung 
der Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen, d.h. das Berechnungsmodell, soll auf Stufe 
Vollzugshilfe geregelt werden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist zurzeit daran, in einer 
Vollzugshilfe zur neuen Verordnungsbestimmung die technischen Einzelheiten zu erarbeiten.26 
Bis zur Publikation einer Vollzugshilfe für adaptive Antennen empfiehlt das BAFU den Kantonen, 
adaptive Antennen bei der rechnerischen Beurteilung gleich zu behandeln wie konventionelle 
Antennen. Damit wird deren tatsächliche Strahlung überschätzt und die Beurteilung ist für die 
betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite.27

d) Es liegt in der Natur der Sache, dass die Strahlung vor Inbetriebnahme einer Anlage nicht 
gemessen, sondern nur berechnet werden kann. Die rechnerische Prognose im 
Baubewilligungsverfahren trägt indessen nicht allen Feinheiten der Ausbreitung der Strahlung 
Rechnung. Nach Inbetriebnahme der Anlage soll daher in der Regel eine NIS-Abnahmemessung 
durchgeführt werden, wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlagegrenzwert an einem Ort 
mit empfindlicher Nutzung (OMEN) zu 80 % erreicht wird.28 Mit der Abnahmemessung wird 
festgestellt, ob der Anlagegrenzwert im ungünstigsten Fall, der gemäss Bewilligung eintreten 
kann, eingehalten ist. Für die Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven 
Antennen hat das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) den technischen Bericht vom 
18. Februar 2020 herausgegeben.29 Dieser Bericht liegt mittlerweile nicht nur in Englisch, sondern 

24 Vgl. zum Ganzen Cercl'Air Empfehlung Nr. 33 vom 16. April 2018, Beurteilung von Standortdatenblättern für 
Mobilfunk- und WLL-Basisstationen mit neuen Frequenzbändern (abrufbar unter: www.cerclair.ch > Empfehlungen > 
Nr. 33)
25 Vgl. zum Ganzen: Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(NISV), 17. April 2019, Ziffer 1 (abrufbar unter: https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/56549.pdf)
26 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019 der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung, S. 76 ff. 
(abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog > Dossiers)
27 Vgl. Schreiben vom 31. Januar 2020 des BAFU an die kantonalen und städtischen NIS-Fachstellen (abrufbar unter: 
> https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html)
28 Vgl. Fachbericht Immissionsschutz vom 7. August 2019; Vorakten RSA, pag. 325
29 Abrufbar unter > https://www.metas.ch/metas/de/home/dok/publikationen/medienmitteilungen/2020-02-18.html

http://www.cerclair.ch
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/56549.pdf
http://www.bafu.admin.ch
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html
https://www.metas.ch/metas/de/home/dok/publikationen/medienmitteilungen/2020-02-18.html

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seit April 2020 in allen Amtssprachen des Bundes vor.30 Messfirmen können sich für die 
Abnahmemessungen, falls solche in der Baubewilligung zur Kontrolle der Einhaltung des 
Anlagegrenzwertes angeordnet wurden, auf den Bericht des METAS stützen. Nach den 
Empfehlungen des BAFU und METAS können dabei, solange noch keine serienmässig 
produzierten Geräte für code-selektive Messungen von 5G verfügbar sind, frequenzselektive 
Messungen nach dem Stand der Technik vorgenommen werden. Bei der frequenzselektiven 
Messmethode wird die elektrische Feldstärke generell überschätzt.31 Ob eine Anlage den 
Anlagegrenzwert im Betriebszustand einhält, kann somit entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden folglich auf der Grundlage des technischen Berichts des METAS nach dem 
Stand der Technik gemessen und kontrolliert werden.

5. Fehlendes Messverfahren

a) Nach Auffassung der Beschwerdeführenden bestehen Unsicherheiten bei der Beurteilung 
von adaptiven Antennen (u.a. fehlende Vollzugshilfe). Insbesondere das sog. «Beamforming» 
stelle beim Messverfahren ein Problem dar. Eine Messung von "echten, das heisst adaptiven 5G-
Antennen" sei infolge fehlender Messgeräte mit Einschwingzeiten von einer Millionstel Sekunde 
nicht möglich.32 

b) Gemäss den vorangehenden Ausführungen sind noch keine Geräte für code-selektive 
Messungen von 5G vorhanden, weshalb frequenzselektive Messungen nach dem Stand der 
Technik vorzunehmen sind. Abnahmemessungen können somit vorgenommen werden.33 Laut 
dem Fachbericht Immissionsschutz verlangt die Abteilung Immissionsschutz vorliegend an den 
OMEN 4 (4.16 V/m; Wohnen) und 5 (4.85 V/m; Arbeit) Abnahmemessungen.34 Diese Auflage ist 
nicht zu beanstanden (vgl. E. 4d). Die Einhaltung der Grenzwerte ist damit zusammen mit der 
Einbindung der Anlage in das QS-System gewährleistet (vgl. E. 7).

6. Antennendiagramme / Sendeleistung 

a) Die Beschwerdeführenden rügen zum einen, dass die Antennendiagramme der vier 
adaptiven Antennen, welche den Funkdienst 5G vorsehen, nicht korrekt seien, da diese gemäss 
dem Bericht des METAS vom 18. Februar 2020 die Dämpfungsfaktoren zu wenig 
berücksichtigten.35 Zum andern machen die Beschwerdeführenden geltend, es sei technisch 
möglich, dass sich zeitweise alle 64 Beams des im Baugesuch verwendeten Antennentyps «Air 
6488B42D» mit voller Leistung auf denselben Punkt ausrichteten. Die vom Hersteller angegebene 
Leistungsflussdichte entspreche einer Sendeleistung von 25'000 Watt. Die im Standortdatenblatt 
deklarierte Sendeleistung von 200 resp. 350 Watt (ERP) der projektierten Anlage seien rund "71 
- 125 mal zu tief angegeben". Der Anlagegrenzwert könne bedingt durch den Funkdienst 5G 
innerhalb der drei Hauptsenderichtungen massiv überschritten werden. Zudem wiesen die hohen 

30 Vgl. www.metas.ch > Dokumentation > Messen im Bereich der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung (NISV) > Technische Berichte
31 Vgl. Schreiben vom 31. Januar 2020 des BAFU an die kantonalen und städtischen NIS-Fachstellen abrufbar unter: 
www.bafu.admin.ch > Themen> Elektrosmog > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: 
Vollzugshilfen)
32 Beschwerdeschrift, Bst. G, S. 7 ff., insbes. S. 8
33 Vgl. Schreiben BAFU vom 17. April 2019 abrufbar unter www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog > 
Fachinformationen > Weiterführende Informationen
34 Vgl. Fachbericht Immissionsschutz vom 7. August 2019, Vorakten RSA, pag. 325
35 Beschwerdeschrift, Bst. E, S. 4

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Frequenzen eine weitaus schlechtere Ausbreitungscharakteristik als die Frequenzen 2G bis 4G 
auf.36

b) Die Beschwerdegegnerin verweist bezüglich der Rügen betreffend Antennendiagramme 
und Sendeleistung auf ihre Stellungnahme im vorinstanzlichen Verfahren und die Rechtsprechung 
der BVD.37

c) Die Abteilung Immissionsschutz weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die 
Berechnung der Immissionsfeldstärke an OMEN, festgehalten im Standortdatenblatt, auch die 
Abstrahlcharakteristik der Antenne beinhalte.38 Ein Antennendiagramm zeige die 
Abstrahlcharakteristik der betreffenden Antennentypen. Aus ihm lasse sich herauslesen, "wie 
stark die maximal abgestrahlte Leistung (bewilligte ERP) in eine bestimmte Richtung 
abgeschwächt" werde. Diese Diagramme liessen sich auch für adaptive Antennen 
zusammenstellen. Nach Auffassung der Abteilung Immissionsschutz liegen "sämtliche mögliche 
Senderichtungen innerhalb eines solchen Antennendiagramms". Auch die kurzfristige 
Fokussierung der Strahlung (die ganze Sendeleistung auf einen einzigen Punkt) in eine 
spezifische Richtung sei darin enthalten. In der Regel dürften mehrere Beams aktiv sein. Die volle 
Leistung werde dann entsprechend aufgeteilt und das Maximum der Strahlung durch einen 
einzigen Beam sei nicht mehr möglich. Technisch und betrieblich sei es "eine plausible und 
anwendbare Methode". Hinzu komme, dass der Strahlungsbeitrag einer adaptiven Antenne immer 
zusammen mit den Beiträgen der ebenfalls vorhandenen konventionellen Antennen den 
rechnerischen Beurteilungswert im Standortdatenblatt bilde.39

d) Art. 11 Abs. 2 Bst. c Ziff. 1 und 2 NISV verlangt Berechnungen einerseits beim 
strahlenmässig exponiertesten OKA (Ort für den kurzfristigen Aufenthalt von Menschen) und 
andererseits für jene drei OMEN, an denen die elektromagnetische Strahlung am grössten ist. Wie 
vorangehend dargelegt, werden die adaptiven Antennen gleich behandelt wie herkömmliche 
Antennen. Dies führt dazu, dass deren Variabilität nicht berücksichtigt wird. Mit dem vorliegenden 
Standortdatenblatt hat die Beschwerdegegnerin Immissionsprognosen für einen OKA und für fünf 
OMEN (OMEN Nr. 2 bis 6) vorgenommen.40 Die Berechnungen basieren auf den im Baugesuch 
beantragten maximalen Antennenleistungen. Gemäss den Ausführungen der Abteilung 
Immissionsschutz darf nur die im Zusatzblatt 2 des Standortdatenblatts deklarierte Sendeleistung 
maximal verwendet werden. Der Betrieb der Anlage mit anderen Betriebsparametern sei nicht 
vorgesehen und wäre nicht zulässig. Die von den Beschwerdeführenden angeführten 
Überlegungen mit massiv viel höheren Sendeleistungen seien nicht nachvollziehbar. Adaptive 
Antennen mit dem 5G Funkdienst müssten wie konventionelle Antennen nach den Vorgaben der 
NISV berechnet werden. Es sei die NISV, welche die Ausgestaltung einer Mobilfunk-Basisstation 
limitiere und nicht das technisch mögliche Maximum einer Sendeantenne. Auf der geplanten 
Anlage in Biglen werde lediglich ein Fünftel der gesamten Sendeleistung für 5G mit der neuen 
Antenne verwendet. Der wesentlich grössere Anteil der Sendeleistung werde für 3G und 4G 
Funkdienste mit einer passiven Multibandantenne verwendet. Demnach betrage der Anteil von 5G 
an der Immissionsfeldstärke an einem OMEN ebenfalls "nur ein kleiner Teil von der 
ausgewiesenen Feldstärke als Summe aller Antennen". Die von den Beschwerdeführenden 
eingesetzten Zahlen überstiegen aber "diejenigen im SDB massiv". Für das vorliegende 
Baugesuch seien diese "reine Spekulation" und für den Bauentscheid nicht von Relevanz. Auch 
für die neuen Frequenzbänder (700 MHz, 1400 MHz und 3500 MHz) seien die Grenzwerte 

36 Beschwerdeschrift, Bst. F, S. 5
37 Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2020, Ziff. 3, Rz. 12 S. 4
38 Vgl. Stellungnahme des AUE, Abteilung Immissionsschutz vom 17. April 2020 in den Beschwerdeakten der BVD
39 Vgl. Stellungnahme des AUE, Abteilung Immissionsschutz vom 17. April 2020 in den Beschwerdeakten der BVD
40 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Vorakten RSA, 
pag. 80

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definiert. Es seien die "gleichen geblieben wie bis anhin". Es sei nicht plausibel, wieso die 
Grenzwerte an den OMEN erheblich überschritten sein sollten. Auch der Vorwurf der zu kleinen 
Sendeleistung/Anwendung eines Mittelwertes sei nicht zielführend. Dank der grossen Effizienz in 
der Übertragungstechnik von 5G lasse sich dieser Dienst auch mit 350 Watt (ERP) im Alltag 
nutzen.41

e) Die maximale Sendeleistung, mit der die Mobilfunkanlage betrieben werden soll, wird durch 
die Angaben der Baugesuchstellerin im Standortdatenblatt definiert. Gemäss dem 
Standortdatenblatt beträgt die maximale bewilligte Sendeleistung für das Frequenzband 
3600 MHz der vier adaptiven Sendeantennen, die entgegen der Darstellung der 
Beschwerdeführenden vier Hauptsenderichtungen aufweisen, mit Bezug auf die Laufnummer 
200 Watt (ERP) und für die Laufnummern 10 bis 12 350 Watt (ERP).42 Diese maximale 
Summenleistung ist für die Beschwerdegegnerin aufgrund ihres Baugesuchs verbindlich. Es ist 
grundsätzlich Sache der Beschwerdegegnerin, mit welchen Sendeleistungen sie die adaptiven 
Antennen betreiben will. Im Übrigen ist sie gemäss der Baubewilligung verpflichtet, die 
ausgewiesenen Parameter im Standortdatenblatt einzuhalten. Falls sie die bewilligte 
Sendeleistung erhöhen oder die Senderichtung über den bewilligten Winkelbereich hinaus 
verändern will und dies zu einer nennenswerten Erhöhung der elektrischen Feldstärke an den 
OMEN führt, muss die Umweltverträglichkeit der Anlage in einem Baubewilligungsverfahren neu 
geprüft werden.

f) Unbegründet ist schliesslich der Einwand, wonach die Antennendiagramme der vier 
adaptiven Antennen nicht korrekt seien. Gemäss den Antennendiagrammen im Standortdatenblatt 
ist kein einzelner Beam, d.h. keine schmale Keule, sondern eine Hüllkurve bzw. umhüllende 
Antennendiagramme ersichtlich. Umhüllende Antennendiagramme berücksichtigen die 
Strahlungscharakteristik im Sinne eines "Worst-Case-Diagramms".43 Entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführenden ist damit dargelegt, dass die Antennendiagramme auch unter 
Berücksichtigung des technischen Berichts des METAS korrekt sind. Der entsprechende Verweis 
der Beschwerdeführenden auf den technischen Bericht ist daher unbehelflich.

g) Nach der Einschätzung der kantonalen Fachstelle erfüllt die geplante Anlage die 
Bestimmungen der NISV und ist bewilligungsfähig. Diese Einschätzung ist schlüssig. Für die BVD 
besteht kein Anlass, von der Beurteilung der Fachbehörde abzuweichen. Die 
Beschwerdegegnerin ist gemäss der Baubewilligung verpflichtet, die ausgewiesenen Parameter 
im Standortdatenblatt einzuhalten. Wie aus der nachfolgenden Erwägung 7 folgt, ist das QS-
System ein taugliches Instrument, um den bewilligungs- und NISV-konformen Betrieb der Anlage 
sicherzustellen. Dies gilt auch, wenn die neue Anlage nebst den konventionellen Frequenzen 2G 
bis 4G im neuen Mobilfunkstandard 5G betrieben wird. Zusätzlich ist die Einhaltung der maximalen 
Sendeleistung der Anlage mit sog. Abnahmemessungen sichergestellt (vgl. E. 4d und E. 5). Der 
Vorwurf, die Anlage halte die Grenzwerte nicht ein, verfängt somit nicht. Die Rüge, im 
Standortdatenblatt sei eine falsche Sendeleistung ausgewiesen, ist daher ebenfalls unbegründet.

7. Qualitätssicherungssystem

41 Vgl. Stellungnahme des AUE, Abteilung Immissionsschutz vom 17. April 2020, S. 2/3 in den Beschwerdeakten der 
BVD
42 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Zusatzblatt 2, 
Vorakten RSA, pag. 74
43 Vgl. METAS, Technischer Bericht: Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenzbereich bis 6 GHz, Version 
2.1, 20 April 2020,, S. 8

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a) Die Beschwerdeführenden rügen, es fehle ein wirksames Sicherheitssystem, bzw. das 
bestehende QS-System sei nutzlos. Im von der Vorinstanz zitierten Entscheid des Bundesgerichts 
1C_97/2018 vom 3. September 2019 stehe nichts darüber, dass das Bundesgericht mit der 
Funktionsweise des QS-Systems "zufrieden sei".44

b) Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass das Bundesgericht im zitierten Entscheid 
nicht das System oder die Messmethoden in Frage gestellt, sondern einzig das BAFU aufgefordert 
habe, den Vollzug der NISV zu überwachen, die Vollzugsmassnahmen der Kantone zu 
koordinieren und erneut eine schweizweite Kontrolle des ordnungsgemässen Funktionierens der 
QS-System durchführen zu lassen oder zu koordinieren.45

c) Wie vorangehend ausgeführt, beziehen sich die in der NISV vorgeschriebenen 
Anlagegrenzwerte auf die maximale Sendeleistung, mit der die Mobilfunkanlage betrieben werden 
soll, und nicht auf die maximal mögliche Sendeleistung der Anlage. Sichergestellt wird die 
Einhaltung der bewilligten Sendeleistung mit dem QS-System; die Beschwerdegegnerin verfügt 
über ein QS-System. Dafür wurde im Dezember 2019 ein neues ISO-Zertifikat ausgestellt.46 Die 
QS-Systeme, die von den Mobilfunkbetreiberinnen gestützt auf das Rundschreiben des BAFU 
vom 16. Januar 200647 eingesetzt werden, vergleichen die effektiv eingestellten Sendeleistungen 
und -richtungen sämtlicher Antennen einer Mobilfunkanlage mit den jeweils bewilligten Werten 
bzw. Winkelbereichen. Die dabei festgestellten Überschreitungen eines bewilligten Wertes sind, 
sofern dies durch Fernsteuerung möglich ist, innerhalb von 24 Stunden und andernfalls innerhalb 
einer Arbeitswoche zu beheben. Die kantonale Fachstelle nimmt zusätzlich Stichprobenkontrollen 
vor. An diesem Überwachungsprinzip der QS-Systeme ändert sich nichts. Werden adaptive 
Antennen gleich behandelt wie konventionelle Antennen, kann ihr Betrieb in den bestehenden QS-
Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen sowie der Datenbank des Bundesamts für Kommunikation 
(BAKOM) korrekt abgebildet werden.48 Der Darstellung der Beschwerdeführenden, die Vorinstanz 
interpretiere das Urteil des Bundesgerichts 1C_97/2018 vom 3. September 2019 in unzulässiger 
Weise, kann nicht gefolgt werden. Im erwähnten Entscheid des Bundesgerichts forderte das 
Bundesgericht das BAFU zwar auf, erneut eine schweizweite Kontrolle des ordnungsgemässen 
Funktionierens der QS-Systeme durchführen zu lassen oder zu koordinieren, da im Kanton 
Schwyz bei einer Überprüfung von 14 Mobilfunkanlagen bei acht Anlagen Abweichungen von der 
Baubewilligung bezüglich der Höhe und Ausrichtung der Antennen festgestellt worden sind. 
Gleichzeitig hielt das Bundesgericht jedoch fest, dass aufgrund der im Kanton Schwyz 
festgestellten Abweichungen nicht auf ein generelles Versagen der QS-Systeme geschlossen 
werden könne. So seien weder das Ausmass der Abweichungen noch deren Auswirkungen auf 
die Strahlenbelastung an OMEN bekannt. Zudem würden entsprechende Feststellungen 
bezüglich anderer Kantone fehlen. Dementsprechend hat das Bundesgericht in diesem Entscheid 
die angefochtene Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage bestätigt.49 Somit besteht auch 
vorliegend mit Blick auf das QS-System kein Anlass, dem Baugesuch der Beschwerdegegnerin 
die Baubewilligung zu verweigern. Die Rüge der Beschwerdeführenden, dass das QS-System 
nutzlos sei, ist somit unbegründet.

44 Beschwerdeschrift, Bst. H, S. 8 ff.
45 Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2020, Ziff. 3, Rz. 13, S. 4
46 Vgl. www.bafu.admin.ch > Themen> Elektrosmog > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: 
Qualitätssicherung > Umsetzung der Qualitätssicherungssysteme: Liste der Mobilfunkbetreiber
47 Abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html>
48 Vgl. Publikation des BAFU "Informationen zu adaptiven Antennen und 5G (Bewilligung und Messung)" vom 
31. Januar 2020, Ziff. 1c
49 BGer 1C_97/2018 vom 3.9.2019, E. 8.3

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8. Gesundheitsgefährdung

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, dass sich die Vorinstanz hier einzig auf die 
Beurteilung der Abteilung Immissionsschutz abgestützt habe. Beim Standort der Mobilfunkanlage 
in Biglen könne es nicht sein, dass insbesondere Kinder "täglich neben einem Fussballplatz bzw. 
Mehrzweckgebäude u.a. Unihockey der 5G Strahlung ausgesetzt" würden. Dies im Bewusstsein, 
dass es gemäss Baureglement der Gemeinde Biglen einzig verboten sei, eine Antenne neben 
einem Kindergarten zu bauen. Eine Technologie, ein Produkt, ein Material, dem die gesamte 
Bevölkerung ohne Wahlmöglichkeit ausgesetzt werde, müsse erwiesenermassen ungefährlich 
sein. Ansonsten dürfe es im Sinne des Vorsorgeprinzips bzw. des Gesundheitsschutzes nicht 
gutgeheissen werden. Das BAFU müsse "sogenannte Vollzugshilfen ausarbeiten".50 

b) Die Beschwerdegegnerin verweist auf ihre Stellungnahme im vorinstanzlichen Verfahren 
und die Rechtsprechung der BVD. Im von den Beschwerdeführenden erwähnten Schreiben des 
BAFU vom 17. April 2019 bezüglich 5G Frequenzen fasse dieses (nur) den heutigen 
Erkenntnisstand zusammen, wobei die Fachbehörde einführend festhalte, dass der einzige für 
den Menschen schädliche Effekt von hochfrequenter Strahlung, welcher wissenschaftlich 
zweifelsfrei nachgewiesen sei, die Erwärmung des Körpergewebes infolge der Absorption der 
Strahlung sei. Auch wenn das BAFU in der Folge noch auf andere biologische Effekte verweise, 
die nicht auf eine Erwärmung zurückgeführt werden könnten, seien diese gemäss BAFU nicht mit 
einem schädlichen Effekt verbunden.51

c) Die Gemeinde hat im vorinstanzlichen Verfahren festgestellt, dass die geplante Anlage 
gemäss ihrem Kaskadenmodell in einem Gebiet erster Priorität liege. Die Anlage sei im Indus-
triegebiet von Biglen geplant, welches mit Ausnahme der Zone für Sport und Freizeit (wo die 
Anlage liegt) der Arbeitszone zugewiesen sei. Nach Auffassung der Gemeinde hätte ein Standort 
in der Wohn- oder Mischzone "mit grosser Wahrscheinlichkeit" mehr Auswirkung auf die 
Wohnbauten als der geplante Standort.52 

d) Die kantonale Fachstelle für Immissionsschutz führt in ihrer Stellungnahme vom 17. April 
2020 aus, dass die NISV an den OMEN, wo sich Menschen lange aufhalten (wie Wohnungen, 
Arbeitsplätze, Schulen, Spitäler etc.) den 10-mal strengeren Anlagegrenzwert als den "überall 
anzuwendenden Immissionsgrenzwert" vorsehe. Dies gelte auch für Anlagen mit dem 5G 
Funkdienst. Die Grenzwerte seien eingehalten. 

e) Die umstrittene Mobilfunkanlage muss so erstellt und betrieben werden, dass die in 
Anhang 1 Ziffer 64 NISV festgelegten Anlagegrenzwerte (AGW) an allen OMEN eingehalten 
werden (Anhang 1 Ziffer 65 NISV) und die in Anhang 2 NISV festgelegten Immissionsgrenzwerte 
(IGW) überall dort nicht überschritten werden, wo sich Menschen aufhalten können. Gemäss Art. 3 
Abs. 3 NISV gelten als OMEN:
 Räume in Gebäuden, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten;
 öffentliche oder private, raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielplätze;
 diejenigen Bereiche von unüberbauten Grundstücken, in denen Nutzungen nach den 

Buchstaben a und b zugelassen sind.

Den raumplanungsrechtlich festgesetzten Kinderspielplätzen gleichzustellen sind Pausenplätze 
von Kindergärten und Schulhäusern, soweit sie wie Kinderspielplätze genutzt werden. 
Demgegenüber gelten Turn- und Sporthallen sowie Sport- und Freizeitanlagen, soweit dort keine 

50 Vgl. Beschwerdeschrift, Bst. J, S. 11 ff.
51 Vgl. Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2020, Ziff. 4
52 Vgl. Stellungnahme der Gemeinde Biglen vom 25. Oktober 2019, Vorakten, pag. 249 ff, insbes. pag. 251

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ständigen Arbeitsplätze vorhanden sind, nicht als OMEN.53 Laut den Ausführungen der 
Beschwerdeführenden handelt es sich vorliegend unbestrittenermassen um einen Fussballplatz. 
Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Fussballplatz – im Unterschied zum 
Mehrzweckgebäude (Espace Arena; OMEN 2) –, nicht als OMEN qualifiziert hat.54 Da es sich 
beim fraglichen Platz also nicht um ein OMEN handelt, muss dort anders als die 
Beschwerdeführenden meinen, nicht der AGW, sondern lediglich der IGW eingehalten werden. 
Dies ist vorliegend der Fall.55
f) Die Wirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von deren Intensität und 
Frequenz ab. Die Vorschriften des USG56 und der NISV gelten für die Strahlung insgesamt und 
unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Technologien von Mobilfunk (2G, 3G, 4G und 
5G). Bezüglich der Funktechnik und der Strahlung der Antennen ist 5G zudem mit den heute 
verfügbaren 4G-Frequenzen vergleichbar.57 Der Schutz der Gesundheit wird demzufolge durch 
die in der NISV für Mobilfunkanlagen festgelegten Grenzwerte gewährleistet. Diese Grenzwerte 
sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gemäss dem aktuellen wissenschaftlichen 
Kenntnisstand verfassungs- und gesetzeskonform.58 Wenn die NISV-Grenzwerte eingehalten 
sind, sind die hier umstrittenen 5G-Sendeantennen im Frequenzband 3600 MHz zu bewilligen.

g) Es ist Sache des Bundes, die Forschung über gesundheitliche Auswirkungen 
nichtionisierender Strahlung zu verfolgen, die Ergebnisse zu bewerten und die Öffentlichkeit über 
den Stand der Wissenschaft und der Erfahrung zu informieren. Zur fachlichen Unterstützung hat 
das BAFU im Jahr 2014 die Beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) einberufen. Diese sichtet 
die neu publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur detaillierten 
Bewertung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind oder sein 
könnten. Die Bewertung der Ergebnisse wissenschaftlicher Studien dient auch der Früherkennung 
potenzieller Risiken. Es soll möglichst kein Hinweis auf Schädlichkeit, der ein Handeln erfordern 
würde, übersehen werden. Die Bewertung muss Aussagen darüber machen, wie stichhaltig 
biologische Effekte nachgewiesen sind, ob sie für die Gesundheit relevant sind, und wie viele 
Menschen gegebenenfalls betroffen sind. Das BAFU würde dem Bundesrat eine Anpassung der 
Grenzwerte empfehlen, wenn dies neue gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung oder 
aufgrund von Alltagserfahrungen erforderten.59 Auch die Berufung der Beschwerdeführenden auf 
den Bericht der Arbeitsgruppe "Mobilfunkstrahlung und Strahlung)"60 ändert daran nichts, da sich 
der Beweis der Unschädlichkeit bzw. Ungefährlichkeit empirisch nicht erbringen lässt.
h) Es besteht zusammengefasst keine rechtliche Grundlage, um die Erstellung der geplanten 
Mobilfunkanlage gestützt auf gesundheitliche Bedenken zu verbieten. Die Ausführungen der 

53 Vgl. Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, herausgegeben vom BUWAL, Bern 2002, 
Ziffer 2.1.3, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/mass-
nahmen-elektrosmog/mobilfunk-vollzugshilfen-zur-nisv.html> sowie Fachinformationen des BAFU betreffend 
Massnahmen Elektrosmog/OMEN (Stand 15. November 2019), abrufbar unter: 
<https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/
themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/orte-mit-empfindlicher-nutzung-omen-.html>.
54 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Strahlung an den 
OMEN, Vorakten, RSA, pag. 80
55 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 1.6.2019 (Revision 1.6), Strahlung am 
OKA, Vorakten RSA, pag. 80
56 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
57 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019, 
Ziffer 3.2.1, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeits-
gruppe-mobilfunk-und-strahlung.html#1502548024>.
58 BGer 1C_323/2017 vom 15.1.2018, E. 2.5 mit Hinweis auf BGer 1C_576/2016 vom 27.10.2017, E. 3.5.2
59 Vgl. zum Ganzen: Informationen zur BERENIS, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/
elektrosmog/newsletter/beratende-expertengruppe-nis-berenis.html>.
60 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019 der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung, S. 76 ff. 
(abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog > Dossiers)

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Vorinstanz zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung sind nicht zu 
beanstanden. Die Rüge betreffend Gesundheitsgefährdung ist demnach unbegründet.

9. Wertverminderung

a) Die Beschwerdeführenden machen zudem eine Wertverminderung der Liegenschaften 
geltend. Hier sei gemäss einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom November 2019 
"eine Praxisänderung im Gange". Es dürfe damit gerechnet werden, dass der "blödsinnige Begriff" 
der ideellen Immissionen jetzt endgültig aus der schweizerischen Rechtsprechung verschwinde. 
Was bei Hochspannungsleitungen zutreffe, lasse sich auch auf Mobilfunkantennen anwenden.61

b) Zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren, ob das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin den 
bau- und planungsrechtlichen Vorschriften und den nach anderen Gesetzen im 
Baubewilligungsverfahren zu prüfenden Vorschriften entspricht, die öffentliche Ordnung nicht 
gefährdet und ihm keine Hindernisse der Planung entgegenstehen (vgl. Art. 2 Abs. 1 BauG). Eine 
mögliche Wertverminderung der Liegenschaften der Beschwerdeführenden, verursacht durch die 
geplante Mobilfunkantenne der Beschwerdegegnerin, ist somit nicht Gegenstand dieses 
Verfahrens. Insofern ist auf diese Rüge nicht einzutreten.

10. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV62). Die 
Beschwerdeführenden haften solidarisch für den ganzen Betrag.

b) Die Beschwerdegegnerin war anwaltlich nicht vertreten. Parteikosten werden daher keine 
gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1 Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramtes Bern-Mittelland vom 2. März 2020 wird 
bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'800.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung 
folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

61 Beschwerdeschrift, Bst. K, S. 15 ff.
62 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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- Herrn C.________ und Frau D.________, eingeschrieben
- A.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, per E-Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Biglen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Immissionsschutz, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.