# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d077edac-db8d-5601-97fb-5f817aae7dd4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.03.2022 PP210057
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP210057_2022-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP210057-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. A. Götschi 

Beschluss und Urteil vom 11. März 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch B._____, 

 

gegen 

 

C._____ AG,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Widerspruchsklage 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im vereinfachten 
Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen vom 4. Oktober 2021; Proz. 
FV210029 
 
  

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Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1 Mit Eingabe vom 1. August 2021 (act. 3) meldete Klägerin und Beschwerde-

führerin (nachfolgend: Drittansprecherin) ihren Anspruch (Drittansprache) am be-

schlagnahmten Bargeld von USD 2'531.– (Asservaten-Nr. A010'159'565, vgl. 

act. 2) im Betrag von USD 1'000.– beim Betreibungsamt Thalwil-Rüschlikon-

Kilchberg (nachfolgend: Betreibungsamt) an. Sie machte geltend, es handle sich 

um Restbeträge bzw. nicht gebrauchtes "Pocketmoney" des anlässlich von zwei 

Familienreisen gewechselten Bargeldes, welches sich lediglich aufgrund noch 

nicht erfolgter Abrechnung im Haushalt von B._____ (nachfolgend: Schuldnerin) 

und D._____ befunden habe (vgl. act. 2 i.V.m. act. 3). 

 Mit derselben Eingabe meldete E._____ ihren Anspruch (Drittansprache) am 

beschlagnahmten Bargeld von USD 2'531.– (Asservaten-Nr. A010'159'565, vgl. 

act. 2) im Betrag von USD 1'531.– an (vgl. act. 3). 

1.2 Nachdem die Beklagte und Beschwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) 

den Anspruch der Drittansprecherin bestritten hatte, setzte das Betreibungsamt 

der Drittansprecherin mit Verfügung vom 7. September 2021 (act. 2) eine 20-tägi-

ge Frist an, um Klage auf Feststellung ihres Anspruchs zu erheben, ansonsten 

der Anspruch (in der Pfändung Nr. 1 in den Betreibungen Nr. 2, 3 und 4 gegen die 

Schuldnerin) ausser Betracht falle (vgl. a.a.O.).  

1.3 Mit Urteil vom 17. September 2021 (act. 4) wurde über die Schuldnerin und 

mit Urteil desselben Tages über D._____ der Konkurs eröffnet (vgl. act. 4 der Pa-

rallelverfahren bei der Kammer mit der Geschäfts-Nr. PP210056 und PP210059). 

1.4 In der Folge reichten die Drittansprecherin und E._____ mit Eingabe vom 

28. September 2021 (act. 1) samt Beilagen (act. 2-3) beim Einzelgericht im ver-

einfachten Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen (nachfolgend: Vorinstanz) Wi-

derspruchsklagen gemäss Art. 107 Abs. 5 SchKG ein. 

- 3 - 

 Die Vorinstanz legte drei Verfahren an, in welchen die Drittansprecherin als 

Klägerin aufgenommen wurde (Geschäfts-Nrn. FV210029, FV210030 und 

FV210031; vgl. die Parallelverfahren bei der Kammer mit den Geschäfts-Nrn. 

PP210057, PP210058 und PP210059): Das Verfahren FV210029, welches die 

Pfändung Nr. 1 in den Betreibungen der Gläubigerin gegen die Schuldnerin mit 

den Nrn. 2, 3 und 4 betrifft (vgl. oben E. 1.2); das Verfahren FV210030, welches 

die Pfändung Nr. 1 in der Betreibung einer anderen Gläubigerin gegen die 

Schuldnerin mit der Nr. 5 betrifft (vgl. act. 2 des Parallelverfahrens bei der Kam-

mer mit der Geschäfts-Nr. PP210058); und das Verfahren FV210031, welches die 

Pfändung Nr. 6 in den Betreibungen der Gläubigerin gegen D._____ mit den Nrn. 

7 und 8 betrifft (vgl. act. 2 des Parallelverfahrens bei der Kammer mit der Ge-

schäfts-Nr. PP210059).  

 Zudem legte die Vorinstanz drei Verfahren an, in der E._____ als Klägerin 

aufgenommen wurde (Geschäfts-Nrn. FV210026, FV210027 und FV210028, vgl. 

die drei Parallelverfahren bei der Kammer mit den Geschäfts-Nrn. PP210054-56).  

1.5 Mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 (act. 5 = act. 10 [Aktenexemplar]) trat 

die Vorinstanz im Verfahren FV210029 auf die Klage der Drittansprecherin nicht 

ein, auferlegte ihr die auf Fr. 100.– festgesetzte Entscheidgebühr und sprach kei-

ne Entschädigungen zu (vgl. a.a.O., Dispositiv-Ziffern 1-3).  

1.6 Dagegen erhebt die Schuldnerin, B._____, im Namen und mit Vollmacht der 

Drittansprecherin (vgl. act. 9/4) und im Namen und mit Vollmacht von E._____ 

(vgl. act. 9/3), mit Eingabe vom 8. November 2021 (Datum Poststempel) rechtzei-

tig (vgl. act. 5 i.V.m. act. 6/1 i.V.m. act. 8 S. 1) Beschwerde (act. 8) und stellt fol-

gende Anträge: 

1. Es sei festzustellen, dass die Verfahren mit den Geschäfts-Nr. 
FV210026-F, FV210027-F, FV210028-F, FV210029-F, 
FV210030-F und FV210031-F als gegenstandslos abzuschreiben 
und keine Entscheidgebühren festzusetzen sind bzw. die Ge-
richtskosten ausser Ansatz fallen. 

2. Es sei evtl. festzustellen, dass die Entscheidgebühren dem Be-
treibungsamt Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg aufzuerlegen sind. 

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3. Es sei zudem evtl. festzustellen, dass es sich bei den gepfände-
ten Gegenständen Nr. 1 und 2 (Bargeld im Gesamtwert von 
GBP 200.– und Bargeld im Gesamtwert von USD 2'531.–) eben 
nicht um pfändbares Vermögen der Schuldner gemäss Art. 197 
SchKG handelt und dieses folglich nicht zur Konkursmasse ge-
hört. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin und Beklagten, evtl. zu Lasten des Betrei-
bungsamtes Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg.  

Mit Blick auf die Beschwerdebegründung ist davon auszugehen, dass die Drittan-

sprecherin mit ihrem Beschwerdeantrag Nr. 1 sinngemäss die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 4. Oktober 2021 und – anstelle eines 

Nichteintretens auf die Klage mit Kostenfolgen – die Abschreibung des Verfah-

rens zufolge Gegenstandslosigkeit ohne Kostenfolgen verlangen will. Mit ihrem 

Beschwerdeantrag Nr. 2 verlangt sie eventualiter – für den Fall, dass die Klage 

Kostenfolgen hat – die Kostenauflage zu Lasten des Betreibungsamtes (vgl. act. 8 

S. 2 ff.).  

 Diese Beschwerdeschrift bezieht sich auch auf die in den Parallelverfahren 

FV210027, FV210028, FV210029, FV210030 und FV210031 am 4. Oktober 2021 

ergangenen, entsprechenden Verfügungen der Vorinstanz. Daher wurde bei der 

Kammer – wie üblich – für jedes Anfechtungsobjekt ein separates Beschwerde-

verfahren angelegt (vgl. die Parallelverfahren PP210054, PP210055, PP210056, 

PP210058 und PP210059). 

1.7 Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (vgl. 

act. 1-6). Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort kann verzichtet werden 

(vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1 Für gerichtliche Angelegenheiten des Schuldbetreibungs- und Konkurs-

rechts – wie hier das Widerspruchsklageverfahren nach Art. 107 Abs. 5 SchKG – 

regelt die Zivilprozessordnung das Verfahren vor den kantonalen Instanzen (vgl. 

Art. 1 lit. c ZPO). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten – wie in Wider-

spruchsverfahren (vgl. etwa BGer 5A_53/2020 vom 13. Juli 2021, E. 1.2) – ist die 

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Berufung gemäss Zivilprozessordnung nur zulässig, wenn der Streitwert der zu-

letzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.– beträgt (vgl. 

Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dies ist hier nicht der Fall (vgl. act. 1 S. 2), weshalb nur die 

Beschwerde zulässig ist (vgl. Art. 319 lit. a ZPO). 

2.2 Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Art. 319 ff. ZPO. Im Be-

schwerdeverfahren sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue 

Beweismittel ausgeschlossen (Art. 326 ZPO).  

 Wie nachfolgend darzulegen sein wird, sind die Beschwerdeanträge Nr. 1 

und 2 abzuweisen (vgl. nachfolgend E. 3). Der eventualiter gestellte Beschwerde-

antrag Nr. 3 ist neu (vgl. act. 8 S. 2 mit act. 1). Auf diesen ist deshalb von vornhe-

rein nicht einzutreten.  

3. Materielles 

3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres Nichteintretensentscheides im 

Wesentlichen aus, Schuldnerin in der der Pfändung zugrunde liegenden Betrei-

bung sei B._____. Über diese sei (bereits) mit Urteil vom 17. September 2021 der 

Konkurs eröffnet worden. Aufgrund dessen sei die Betreibung, aus welcher die 

Pfändung und daraufhin die angehobene Widerspruchsklage resultiert sei, dahin-

gefallen. Die gepfändeten Vermögenswerte seien mit der Konkurseröffnung in die 

Konkursmasse gefallen. Da es an der für eine Widerspruchsklage nötigen Pfän-

dung infolge einer Betreibung mangle, fehle es am Rechtsschutzinteresse der 

Drittansprecherin. Demnach sei auf ihre Klage nicht einzutreten (vgl. act. 10 E. 2).  

3.2 Die Drittansprecherin macht demgegenüber im Wesentlichen geltend, die 

Vorinstanz hätte das Verfahren ohne Kostenfolge abschreiben müssen. Gemäss 

Bundesgericht würden bereits hängige, auf den aufgehobenen Betreibungen be-

ruhende Widerspruchsprozesse i.S.v. Art. 106 ff. SchKG mit der Aufhebung von 

Betreibungen infolge der Eröffnung des Konkurses über den Schuldner gegen-

standslos (act. 8 S. 3 und 4 mit Verweis auf BGE 99 III 12 ff., E. 1). Eventualiter 

seien die Kosten dem Betreibungsamt zu überbinden, zumal dieses verpflichtet 

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gewesen sei, sie über den Hinfall der Pfändungen Nr. 1 und Nr. 6 in Kenntnis zu 

setzen (a.a.O., S. 4 f.).  

3.3.1  Das Gesetz sieht vor, dass sämtliches pfändbares Vermögen, das einer 

Schuldnerin oder einem Schuldner zur Zeit der Konkurseröffnung gehört, eine 

einzige Masse bildet (Konkursmasse), die zur gemeinsamen Befriedigung der 

Gläubiger dient (vgl. Art. 197 Abs. 1 SchKG). Gepfändete Vermögensstücke, de-

ren Verwertung im Zeitpunkt der Konkurseröffnung noch nicht stattgefunden hat, 

und Arrestgegenstände fallen in die Konkursmasse (Art. 199 Abs. 1 SchKG). Eine 

Ausnahme gilt für gepfändete Barbeträge, abgelieferte Beträge bei Forderungs- 

und Einkommenspfändung sowie den Erlös bereits verwerteter Vermögensstücke, 

sofern die Fristen für den Pfändungsanschluss nach Art. 110 und Art. 111 SchKG 

abgelaufen sind (Art. 199 Abs. 2 SchKG). Die zuletzt genannte Bestimmung sieht 

eine Privilegierung der Gläubiger im Verfahren auf Pfändung vor, wenn der Kon-

kurs über den Schuldner erst in einem Zeitpunkt eröffnet wird, in dem das Verfah-

ren auf Pfändung derart fortgeschritten ist, dass erste Pfändungsgegenstände 

verwertet sind. Weil die Admassierung von Vermögenswerten nach deren Verwer-

tung unbillig wäre, werden die in Art. 199 Abs. 2 SchKG genannten Pfändungser-

löse nach den Bestimmungen des Pfändungsverfahrens (Art. 144-150 SchKG) 

verteilt, sofern die Fristen für den Pfändungsanschluss abgelaufen sind. In die 

Konkursmasse fällt nur ein allfälliger Überschuss (BSK SchKG II-HUNKELER, 

3. Aufl. 2021, Art. 199 N 4). 

 Bei der Pfändung einer Barschaft in Schweizer Währung bedarf es – anders 

als bei Fremdwährungen – keiner Verwertung (BSK SchKG I-FREY/STAIBLE, 

3. Aufl. 2021, Art. 116 N 7). Bei Fremdwährungen bedarf es eines Verwertungs-

verfahrens; der Währungswechsel stellt ein spezieller Anwendungsfall des Frei-

handverkaufs nach Art. 130 Ziff. 2 SchKG dar (BSK SchKG I-SUTER/REINAU, 

a.a.O., Art. 122 N 10). 

 Im vorliegenden Fall wurde ein Barbetrag in USD gepfändet, so dass kein 

Anwendungsfall von Art. 199 Abs. 2 SchKG vorliegt. Die gepfändete Barschaft 

fällt deshalb in die Konkursmasse. Damit fiel auch die Grundlage für eine Drittan-

sprache im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens weg.  

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 Es ist der Drittansprecherin zwar darin zuzustimmen, dass im Zeitpunkt der 

Konkurseröffnung (bereits) hängige Verfahren nach Art. 206 SchKG gegenstands-

los werden (vgl. BGE 99 III 12 ff. E. 1) und abzuschreiben sind (vgl. Art. 242 

ZPO). Diesfalls sind die Prozesskosten grundsätzlich nach Ermessen zu verteilen 

(vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO), womit auch von einer Kostenauflage zulasten der 

klagenden Partei – hier die Drittansprecherin – abgesehen werden könnte, wie 

dies die Drittansprecherin eventualiter auch beantragt.  

 Die Drittansprecherin übersieht jedoch, dass sie ihre Widerspruchsklage erst 

mit Eingabe vom 28. September 2021 und damit erst nach der Eröffnung des 

Konkurses über B._____ am 17. September 2021 anhängig gemacht hat (vgl. Art. 

198 lit. e Ziff. 3 ZPO i.V.m. Art. 62 Abs. 1 ZPO). Im Zeitpunkt der Konkurseröff-

nung über B._____ war diese somit noch nicht hängig und konnte daher auch 

nicht gegenstandslos werden. Vielmehr bestand zum Zeitpunkt der Anhängigma-

chung der Widerspruchsklage bereits keine gültige Pfändung mehr. Da das 

Rechtsschutzinteresse der Parteien eines Widerspruchsverfahrens – also auch 

jenes der Drittansprecherin – vom Bestehen einer gültigen Pfändung abhängig ist 

(vgl. OGer ZH NE190002 vom 9. Dezember 2019, E. 6 m.w.H.), fehlte es von An-

fang an an einer Prozessvoraussetzung – nämlich einem schutzwürdigen Interes-

se der Drittansprecherin –, weshalb die Vorinstanz auf ihre Klage nicht eintreten 

konnte (vgl. Art. 59 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a ZPO).  

3.3.2  Dies ergibt sich im Umkehrschluss auch aus dem von der Drittanspreche-

rin zitierten Bundesgerichtsentscheid: Denn darin hält das Bundesgericht fest, 

dass im Widerspruchsverfahren zwischen den betreibenden Gläubigern und dem 

Dritten, der das Eigentum an einem gepfändeten Gegenstand beansprucht – hier 

die Drittansprecherin –, darüber zu entscheiden ist, ob der betreffende Gegen-

stand in der laufenden Betreibung zugunsten der Gläubiger verwertet werden darf 

oder ob er aus der Pfändung zu entlassen ist (vgl. BGE 99 III 12 ff., E. 1). Fehlt es 

an einer laufenden Betreibung und an einem gepfändeten Gegenstand, kann 

auch nicht mehr darüber entschieden werden. Dass es keine laufenden Betrei-

bung mehr gibt bzw. sämtliche Betreibungs- und Pfändungsverfahren aufgrund 

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der Konkurseröffnungen über B._____ und D._____ dahingefallen sind, sieht 

auch die Drittansprecherin (vgl. act. 8 S. 3).  

Bleibt klarzustellen, dass die Vorinstanz in ihrem Nichteintretensentscheid 

nicht über den Bestand der Konkursmasse entschieden hat. Über allfällige Dritt-

ansprachen wäre vielmehr im Rahmen eines Aussonderungsverfahrens zu ent-

scheiden (vgl. Art. 242 SchKG). 

3.3.3  Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zu Recht auf die Widerspruchskla-

ge der Drittansprecherin nicht eingetreten. Da das Verfahren nicht kostenlos ist 

(vgl. Art. 114 ZPO e contrario), hat die Vorinstanz zu Recht eine Entscheidgebühr 

festgesetzt. Der Beschwerdeantrag Nr. 1 ist somit abzuweisen. Bei Nichteintreten 

gilt die klagende Partei als unterliegend; ihr sind die Prozesskosten aufzuerlegen 

(vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Vorinstanz hat die Entscheidgebühr somit zu 

Recht der Drittansprecherin auferlegt.  

 Soweit die Drittansprecherin geltend macht, das Betreibungsamt sei ver-

pflichtet gewesen, sie über die Konkurseröffnungen und den Hinfall der Pfändun-

gen in Kenntnis zu setzen (vgl. act. 8 S. 4), übersieht sie, dass die vorläufigen 

Konkursanzeigen am tt.mm.2021 – und damit vor Einreichung der Widerspruchs-

klage der Drittansprecherin – im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert 

wurden (vgl. act. 11/1-2). Damit galten die Konkurseröffnungen vom 

17. September 2021 über B._____ und D._____ als bekannt. Somit bestand je-

denfalls keine Pflicht des Betreibungsamtes, der Drittansprecherin als Drittan-

sprecherin entsprechende Mitteilungen zu machen. Eine Kostenauflage zu Lasten 

des Betreibungsamtes fällt ausser Betracht. Der Eventualantrag (Beschwerdean-

trag Nr. 2) ist somit ebenfalls abzuweisen.  

3.4 Weiter beanstandet die Drittansprecherin, die Vorinstanz hätte für die beiden 

Klagen (von ihr und von E._____) nicht je drei Verfügungen erlassen dürfen, son-

dern die Verfahren "zusammenfassen" müssen (act. 8 S. 3 und 4). Damit macht 

sie sinngemäss geltend, die Vorinstanz hätte die Verfahren vereinigen müssen. 

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 Eine Vereinigung von Verfahren zählt zur Prozessleitung. Die Prozessleitung 

ist stets und ausschliesslich Sache des Gerichts (Art. 124 Abs. 1 ZPO). Das be-

deutet, dass die Art der Verfahrensleitung weitgehend im Ermessen des Gerichts 

liegt (vgl. BGE 146 III 194 ff., E. 3.1; 140 III 159 ff., E. 4.2) und sich nicht nach den 

Präferenzen oder Ansichten der Parteien zu richten hat. Es ist nicht zu beanstan-

den, dass die Vorinstanz je drei Verfahren angelegt hat (vgl. oben E. 1.4). Sofern 

die Drittansprecherin damit indirekt die Entscheidgebühr beanstanden wollte, legt 

sie nicht dar, dass und inwieweit die von der Vorinstanz ausgefällte Entscheidge-

bühr von Fr. 100.– zu hoch sein soll. Darauf ist somit nicht weiter einzugehen.  

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1  Ausgangsgemäss unterliegt die Drittansprecherin mit ihrer Beschwerde und 

wird kostenpflichtig (vgl. Art. 1 lit. c i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Entscheidge-

bühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung von § 12 i.V.m. § 4 

GebV OG und unter Berücksichtigung des Zeitaufwandes auf Fr. 150.– festzuset-

zen und der Drittansprecherin aufzuerlegen. 

4.2 Umtriebs- oder Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen: der 

Drittansprecherin nicht, weil sie mit ihrer Beschwerde unterliegt, der Beschwerde-

gegnerin nicht, weil ihr keine Umtriebe entstanden sind, die zu entschädigen wä-

ren. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf den Beschwerdeantrag Nr. 3 wird nicht eingetreten. 

2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerdeanträge Nr. 1 und 2 werden abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt und der 

Beschwerdeführerin auferlegt. 

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3. Es werden keine Umtriebs- oder Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift (act. 8), und an das Betrei-

bungsamt Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg sowie an das Einzelgericht im ver-

einfachten Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt unter 
Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 
 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 

lic. iur. A. Götschi 
 
 
versandt am: 
 

	Beschluss und Urteil vom 11. März 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf den Beschwerdeantrag Nr. 3 wird nicht eingetreten.
	2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerdeanträge Nr. 1 und 2 werden abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Umtriebs- oder Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift (act. 8), und an das Betreibungsamt Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg sowie an das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksg...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...