# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1a9aa36-484b-5de7-8b27-18b231563fe9
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.08.2025 S 2024 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-47_2025-08-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Judith Fischer und Ersatzrichter Dr. iur. Martin Skripsky
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 25. August 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Balmer, lege artis zug
Rechtsanwälte und Notare, Bahnhofstrasse 10, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2024 47

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Urteil S 2024 47

A.
A.a Der 1961 geborene Versicherte, A.________, eingereist in die Schweiz im Mai 
1991, meldete sich 1995 mit Hinweis auf einen im Dezember 1993 erlittenen Bandschei-
benvorfall erstmals zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1 S. 1 ff.). In der Folge holte 
die IV-Stelle namentlich ein polydisziplinäres Gutachten bei der MEDAS Zentralschweiz 
ein und liess den Versicherten in der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Appisberg beruf-
lich abklären (IV-act. 1 S. 221 ff. und S. 264 ff.). Mit Verfügung vom 4. November 1999 
verneinte die IV-Stelle den Anspruch sowohl auf berufliche Massnahmen als auch auf eine 
Rente (IV-act. 1 S. 278 f.).

A.b Im Mai 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine seit 13. Januar 
2013 bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines psychischen Traumas und 
Schlafstörungen, ausgelöst durch einen Polizeieinsatz, erneut zum Leistungsbezug an (IV-
act. 5). Die IV-Stelle legte das Dossier ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor (IV-
act. 7). Mit Vorbescheid vom 11. Juni 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 
sie auf die Anmeldung nicht eintrete (IV-act. 8). Nachdem der Versicherte dagegen Ein-
wand erhoben hatte, hob die IV-Stelle den Vorbescheid auf und trat auf das Leistungsbe-
gehren ein (IV-act. 9 und 11). Im Verlauf liess sie den Versicherten psychiatrisch begut-
achten (Expertise des Dr. med. B.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
29. April 2016 [IV-act. 33]). Am 10. Juni 2016 verneinte die IV-Stelle gestützt auf das Gut-
achten einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (vgl. Vorbescheid [IV-
act. 36]). Den dagegen erhobenen Einwand unterbreitete die IV-Stelle dem Gutachter; 
dieser nahm am 8. November 2016 Stellung (IV-act. 50). Am 14. November 2016 verfügte 
die IV-Stelle wie vorbeschieden (IV-act. 51).

A.c Im März 2021 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf ein psychisches 
Trauma, mangelhafte Konzentration, starke Vergesslichkeit, Ablenkungen durch Erinne-
rungen an das Trauma, Reizbarkeit, Ungeduld mit Kunden und Schlafstörungen (aufgetre-
ten nach dem Polizeieinsatz im Januar 2013) und Beilage einer Stellungnahme der be-
handelnden Psychiaterin Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe-
rapie (samt neuropsychologischem Abklärungsbericht der Dr. phil. D.________, Fachpsy-
chologin für Neuropsychologie SVNP), abermals bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an 
(IV-act. 57, 59 f.). Die IV-Stelle trat auf die Anmeldung ein und tätigte Abklärungen (IV-
act. 62 ff.). Mit Vorbescheid vom 17. Mai 2022 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf 
eine Invalidenrente (IV-act. 72). Dagegen erhob der Versicherte mit Verweis auf einen 
ausstehenden Bericht der E.________ Einwand (IV-act. 73). In der Folge liess die IV-

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Urteil S 2024 47

Stelle den Versicherten abermals begutachten (neuropsychologischer Untersuchungsbe-
richt der Fachpsychologinnen für Neuropsychologie FSP lic. phil. F.________ und lic. phil. 
G.________ vom 20. Oktober 2023 [IV-act. 97], psychiatrisches Gutachten des Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 10. Februar 2024 
[IV-act. 101]). Mit Verfügung vom 12. April 2024 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf 
eine Invalidenrente (IV-act. 102).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. Mai 2024 (act. 1) stellte der Versi-
cherte unter Beilage einer Stellungnahme der Dr. C.________ (BF-act. 3) folgende 
Rechtsbegehren:

"1. Der IV-Verfügung vom 12. April 2024 sei aufzuheben und es sei dem Be-

schwerdeführer eine ganze IV-Rente zuzusprechen;

2. Eventualiter habe das angerufene Gericht ein geeignetes Gutachten zwecks 

Feststellung des Sachverhalts einzuholen;

3. Subeventualiter sei verfahrensrechtlich die Sache an die Beschwerdegegne-

rin zurückzuweisen, mit der Verpflichtung ein neues Gutachten zwecks 

Sachverhaltsabklärung einzuholen; 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST von 8.1 % 

zulasten der Beschwerdegegnerin."

C. Den von ihm verlangten Kostenvorschuss von Fr. 800.– beglich der Beschwerde-
führer fristgerecht (act. 2 f.).

D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2024 auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 8).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes zu den Bun-

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Urteil S 2024 47

desgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversiche-
rung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist 
vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben. Die Verfügung 
datiert vom 12. April 2024. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 17. Mai 2024 der Schweizerischen Post übergeben. Die IV-Stelle hat die ange-
fochtene Verfügung usanzgemäss nicht eingeschrieben verschickt. Wann und mit welcher 
Methode der Versand erfolgt ist, erschliesst sich aus den Akten nicht. Der Beschwerdefüh-
rer gibt nicht an, wann ihm die Verfügung zugegangen ist. Er ist hinsichtlich der Frage des 
Zugangsdatums aber nicht beweisbelastet (BGE 129 I 8 E. 2.2). Die 30-tägige Frist 
gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG hat mit der Beschwerdeeinreichung am 17. Mai 2024 dem-
nach als gewahrt zu gelten, zumal eine B-Post-Sendung auch erst drei Tage nach Ver-
sand beim Empfänger ankommen kann (womit bei einem Versand am 12. April 2024 und 
Zugang am 17. April 2024 die Frist erst am 18. April 2024 zu laufen beginnen würde) und 
überdies die IV-Stelle die Fristwahrung nicht in Frage stellt. Der Beschwerdeführer ist von 
der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Be-
schwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anfor-
derungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung er-
folgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsge-
richts (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG Versicherte, die – kumulativ – ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) 
und nach dessen Ablauf zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

2.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und 
insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Erwerbsunfähigkeit 
wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG definiert als durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachter und nach zumutbarer Behandlung und Einglie-

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Urteil S 2024 47

derung verbleibender ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Artikel 7 Abs. 2 ATSG hält fest, dass 
nur die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen sind und eine 
Erwerbsunfähigkeit nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Die 
Gesundheitsbeeinträchtigung muss fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden sein 
(BGE 145 V 215 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.1 und 130 V 396 E. 5.3.2). 

2.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird ei-
ne neue Anmeldung nur geprüft, wenn die gesuchstellende Person glaubhaft macht, dass 
sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Tritt die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein, hat sie abzuklären, ob eine solche (glaubhaft 
gemachte; vgl. dazu BGer 9C_367/2016 vom 10. August 2016 E. 2.2) Veränderung 
tatsächlich eingetreten ist. Verneint sie dies, weist sie das Rentengesuch ab (BGE 117 V 
198 E. 3a). Die Frage, ob eine erhebliche Tatsachenänderung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 
IVV eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich der Verhältnisse im Zeitpunkt der Neu-
anmeldung mit denjenigen bei Erlass der letzten, auf einer materiellen Prüfung des Ren-
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades beruhenden Verfügung (BGer 9C_451/2018 vom 6. November 
2018 E. 3). Im Rahmen einer Neuanmeldung sind die Revisionsregeln analog anwendbar. 
Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer 
Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte än-
dert (lit. a) oder auf 100 Prozent erhöht (lit. b). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesent-
liche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeig-
net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere 
ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. 
Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Aus-
wirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3; 
134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentli-
chen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) 
Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2; 130 V 343 E. 3.5; 117 V 198 E. 3b, je mit 
Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 144 I 
103 E. 2.1; 141 V 9 E. 2.3, je mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztli-
chen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche 

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diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf 
einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig 
ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (BGer 8C_384/2022 
vom 9. November 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund 
vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, 
wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; BGer 
8C_384/2022 vom 9. November 2022 E. 2.3, je mit Hinweisen).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Be-
schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärzteschaft ist es, 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 
sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel-
che Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2; 
132 V 93 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 
V 157 E. 1c). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Be-
richte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführli-
chen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex-
terner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Nach der Rechtspre-
chung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und 
Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Weiter ist die ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die 
Rechtsanwendenden darauf zu prüfen, ob sie den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 

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V 281 genügt. Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit ist nur dann erbracht, wenn eine Prüfung der massgeblichen Be-
weisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild für ei-
ne Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) zeigt (BGE 145 V 361 E. 3.2.2 
mit Hinweisen). In Bezug auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte ist was 
folgt festzuhalten: Da sich die Behandler in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrie-
ren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Ent-
scheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein 
Gutachten. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache ein-
zig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in 
Frage kommen (135 V 465 E. 4.5).

3. Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Verfügung vom 12. April 2024, 
womit die IV-Stelle den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente abgelehnt 
hat. Dazu ist dessen aktuelle gesundheitliche Verfassung und damit zusammenhängend 
seine Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung mit den Verhältnissen im 
Referenzzeitpunkt der Verfügung vom 14. November 2016 zu vergleichen (vgl. vorstehen-
de E. 2.3).

4. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar.

4.1 Mit (unangefochten in Rechtskraft erwachsener) Verfügung vom 14. November 
2016 verneinte die IV-Stelle den beschwerdeführerischen Anspruch auf eine Rente (zum 
zweiten Mal), da sie namentlich gestützt auf das für beweiskräftig befundene Gutachten 
des Dr. B.________ vom 29. April 2016 zum Schluss gekommen war, dass aus versiche-
rungsmedizinischer Sicht kein dauerhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen gewesen 
sei (IV-act. 51). Doktor B.________ erhob damals im Rahmen der Begutachtung einen 
durchwegs unauffälligen Psychostatus. Hinweise namentlich auf Störungen der Konzen-
trationsfähigkeit, Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit fand er – obwohl der Versicherte an-
gegeben hatte, dass er vergesslich sei und Konzentrationsstörungen habe – nicht. Der 
(objektivierbare) Antrieb sei ungestört gewesen, der Patient habe indessen Antriebs-
störungen umschrieben (IV-act. 33/60 f.). Die zwecks Beschwerdevalidierung vorgenom-
mene testpsychologische Befunderhebung erlaubte – mangels Erreichung des cut-off-

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Wertes – keine Diagnosestellung bzw. führte – aufgrund eines deutlichen Übertreffens des 
cut-off-Wertes – zur Annahme von "Malingering" (Übertreibung körperlicher oder psychi-
scher Symptome) (IV-act. 33/62 f.). Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-
nannte der Experte keine. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte 
er namentlich folgende auf: (aktenanamnestisch) anhaltende somatoforme Schmerz-
störung, gegenwärtig anamnestisch remittiert (ICD-10 F45.4); (aktenanamnestisch) An-
passungsstörung mit Störung der Affekte und des Sozialverhaltens (ICD-10 F43.25), Sta-
tus nach akuter Belastungsreaktion (ICD-10 F43.0); (differentialdiagnostisch) Dysthymie 
(ICD-10 F34.1); (differentialdiagnostisch) Entwicklung körperlicher Symptome aus psychi-
schen Gründen (ICD-10 F68.0) (IV-act. 33/64). Das Vorliegen der Diagnosekriterien einer 
PTBS wurde durch den Gutachter ausdrücklich verneint (IV-act. 33/77 ff.). Zusammenfas-
send führte er aus, aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei keine Arbeitsunfähigkeit – 
weder angestammt noch angepasst – einzuschätzen. Da gegenwärtig keine psychische 
Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, könne keine Massnahme ge-
nannt werden, die den Gesundheitszustand resp. damit einhergehend die Arbeitsfähigkeit 
verbessern könnte (IV-act. 33/86 f.).

4.2 Mit bzw. seit der Neuanmeldung vom März 2021 haben im Wesentlichen die fol-
genden medizinischen Berichte Eingang in die Akten gefunden:

4.2.1 Im Bericht vom 5. März 2021 gab Dr. C.________ an, seit der Ablehnung der Ren-
te im Jahr 2016 versuche der Versicherte, so gut wie möglich seiner Arbeit als selbständi-
ger Versicherungsagent nachzugehen, er könne allerdings das zuvor übliche Arbeitspen-
sum bei weitem nicht erreichen. Er berichte, dass seine Einschränkungen vor allem be-
züglich Konzentration und Gedächtnis zugenommen hätten. Die Tochter berichte, dass 
der Versicherte seine berufliche Tätigkeit ohne Unterstützung bzw. Übernahme von Auf-
gaben durch die Kinder nicht mehr ausführen könne; der Vater sei vergesslich, bei Ge-
sprächen phasenweise nicht präsent. Dies bestehe seit 2013, sei aber deutlich stärker 
geworden. Eine neuropsychologische Abklärung habe eine mittelschwere neuropsycholo-
gische Funktionsstörung mit im Vordergrund stehenden mnestischen sowie zum Teil at-
tentionalen und exekutiven Minderleistungen ergeben. Wegen der eigen- und fremdana-
mnestisch berichteten Progredienz sei der Verdacht auf eine beginnende demenzielle 
Entwicklung geäussert worden (IV-act. 59; vgl. E. 4.2.2 nachstehend).

4.2.2 Im Bericht vom 7. März 2021 über die neuropsychologische Abklärung (vom 
2. und 12. Dezember 2020) führte Dr. D.________ zum Testverhalten des Patienten aus, 

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er habe während der Untersuchung interessiert und kooperativ mitgearbeitet. Sein allge-
meines Verhalten sei freundlich, höflich und adäquat gewesen. Er habe äusserlich ruhig 
gewirkt, habe aber angegeben, dass er sich innerlich unruhig fühle, v.a. bei der Durch-
führung von gezielten PC-Tests gegen Ende der Untersuchung. Hinweise auf eine äusser-
liche sichtbar gesteigerte motorische Unruhe/Hyperaktivität hätten sich keine ergeben, je-
doch habe der Patient eine innere Unruhe sowie eine erhöhte Ermüd- und Erschöpfbarkeit 
beklagt. Nach den Untersuchungsterminen habe der Patient eine deutliche Müdigkeit und 
nachlassende Konzentration mit gedanklichen Abschweifen beklagt. Körperliche Probleme 
sowie Kopfschmerzen und Schwindelbeschwerden seien aber verneint worden. Zum neu-
ropsychologischen Befund wurde zusammenfassend ausgeführt, das allgemeine Testleis-
tungsniveau des Patienten habe sich gesamthaft vermindert dargestellt, wobei sich die 
deutlichsten Minderleistungen im Bereich der mnestischen Funktionen und in der einfa-
chen Aufmerksamkeitsaktivierung zeigen würden. Es entspreche insgesamt nicht dem 
aufgrund der Ausbildung und der früheren Tätigkeit als Lehrer/Schulleiter bzw. der Tätig-
keit eines Versicherungsmaklers zu erwartenden Niveau. Als neuropsychologische Dia-
gnosen wurde eine mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung mit im Vorder-
grund stehenden mnestischen sowie zum Teil attentionalen und exekutiven Minderleistun-
gen bei Verdacht auf beginnende demenzielle Entwicklung genannt. Die theoretische Ar-
beitsfähigkeit wurde mit 30 % beziffert (IV-act. 60).

4.2.3 Im Verlaufsbericht vom 31. Mai 2021 gab Dr. C.________ an, die Diagnose einer 
Demenz habe sich nicht bestätigt. Weiterführende Abklärungen seien nicht durchgeführt 
worden, da dies der Patient nicht möchte; er sehe Einschränkungen im Rahmen der 
PTBS-Symptomatik. Therapeutische Massnahmen bezüglich Demenzerkrankung seien 
nicht erfolgt. Eine intensivere Behandlung werde nicht in Erwägung gezogen. Der Ge-
sundheitszustand sei stationär. Einschränkend für die Arbeitsfähigkeit sei die mittelschwe-
re neuropsychologische Funktionsstörung, deren Ursache sowohl in der PTBS als auch 
einer möglichen demenziellen Entwicklung liegen könne. Weiterhin beständen 
Schlafstörungen mit oberflächlichem, wenig erholsamem Schlaf, was medikamentös nicht 
beeinflussbar sei, weshalb dies im Rahmen eines Hyperarousal beurteilt werde. Zudem 
beständen weiterhin Konzentrationsprobleme bei Ablenkung durch inneres psychisches 
Geschehen. Geklagt werde auch eine zunehmende Vergesslichkeit. Aus rein psychiatri-
scher Sicht habe sich keine wesentliche Veränderung ergeben. Ausgehend von der neu-
ropsychologischen Untersuchung sei von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit auszugehen. Die Prognose bezüglich der PTBS-Symptomatik sei un-
günstig, bezüglich neurokognitiver Einschränkungen nicht beurteilbar, da bislang eine wei-

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tere Abklärung einer möglichen/fraglichen Demenz vom Patienten abgelehnt werde (IV-
act. 64).

4.2.4 Der Hausarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, hielt im 
Bericht vom 8. September 2021 fest, der Gesundheitszustand des Patienten sei stationär. 
Dieser befinde sich in einer psychosozialen Belastungssituation mit Angstzuständen und 
Schlaflosigkeit (IV-act. 67).

4.2.5 Im Bericht vom 25. Juni 2022 führten die Ärzte der E.________ (welchen der Ver-
sicherte zur Abklärung einer möglichen Demenzerkrankung zugewiesen worden war) zur 
neuropsychologischen Erstuntersuchung zusammenfassend aus, es hätten sich in der kli-
nischen Interpretation der Daten nebst exekutiven Minderleistungen vorwiegend altersent-
sprechende Werte mit einem stabilen bis verbesserten Verlauf (im Vergleich zur Untersu-
chung [durch Dr. D.________] im Dezember 2020) gezeigt. Das Profil deute auf frontal be-
tonte Dysfunktionen hin. Die kognitiven Minderleistungen könnten durch die Fremdsprache 
mitbeeinflusst sein, figural schneide der Patient altersentsprechend ab. Zudem sei eine 
Mitbeeinflussung durch die Konzentrationsprobleme vor dem Hintergrund der posttrauma-
tischen Belastungsstörung in Betracht zu ziehen. Im psychopathologischen Befund bei 
Austritt wurde der Patient als bewusstseinsklar, wach und voll orientiert, subjektiv ohne 
Gedächtnisstörung, jedoch mit deutlichen Konzentrations- und Auffassungsstörungen be-
schrieben. Im formalen Gedankengang leicht eingeengt und perseverierend. Grübeln und 
Gedankenkreisen seien beschrieben worden. Er sei nicht inkohärent und zerfahren, je-
doch weitschweifig gewesen. Es hätten keine Hinweise für Zwänge und inhaltliche 
Denkstörungen bestanden. Weiter: "Ausgeprägte Ängste mit körperlichen Reaktionen im 
Sinne von Panikattacken, nicht hoffnungslos. Teilweise freudlos, energie- und antriebslos. 
Durchschlafstörungen beschrieben. Keine Suizidalität." Zusammenfassend wurde festge-
halten, aus der Anamnese gehe hervor, dass der Patient 2013 ein belastendes Ereignis 
hatte. Aufgrund dieser Belastungssituation fänden sich beim Patienten weiterhin Flash-
backs, Albträume, teilweise trete das Gefühl von betäubt sein auf und emotional beschrei-
be sich der Patient als abgestumpft, sodass vom Vorliegen einer PTBS ausgegangen 
werden könne. Aufgrund der erhobenen Befunde liege zudem eine mindestens mittel-
schwere depressive Episode bei einer rezidivierenden depressiven Störung vor. Die neu-
ropsychologischen Defizite seien gut vereinbar mit kognitiven Störungen, wie man sie bei 
einer Depression beobachte (IV-act. 78).

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4.2.6 Im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2023 gab Dr. C.________ an, der Gesund-
heitszustand des Patienten sei stationär; eine Diagnoseänderung sei nicht erfolgt. Unter 
Gabe eines Antidepressivums sei die depressive Stimmung rasch remittiert. Weiterhin 
beständen aber die in den Vorberichten erwähnten Symptome/Beschwerden wie Hypera-
rousal, Schlafstörungen, Intrusionen, einschiessende Ängste bei traumaspezifischen Trig-
gern, Panikattacken, Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit. Letztere seien 
somit nicht im Zusammenhang mit der depressiven Episode zu interpretieren (IV-act. 81). 

4.2.7 Im Auftrag der IV-Stelle (und als Teil der psychiatrischen Untersuchung, vgl. so-
gleich E. 4.2.8) führten lic. phil. F.________ und lic. phil. G.________ eine neuropsycholo-
gische Untersuchung durch. Unter "Diagnose" hielten sie was folgt fest: Vor dem Hinter-
grund einer schwankenden, nicht durchgehend ausreichenden Anstrengungs- und Leis-
tungsbereitschaft sowie Symptomverdeutlichung hätten sich insgesamt leicht- bis mittel-
gradige attentionale Dysfunktionen, eine schwergradig verminderte nonverbale Wiederer-
kennungsleistung, eine schwergradig verlangsamte visuo-verbale Interferenzleistung so-
wie eine testdiagnostisch manifeste schwergradige sprachliche Verlangsamung bei an-
sonsten alters- und ausbildungsadäquaten kognitiven Leistungen gezeigt. Beurteilend 
wurde ausgeführt, der Patient habe sich nicht während der gesamten Untersuchung aus-
reichend auf die neuropsychologische Untersuchung einlassen können; die Anstrengungs- 
und Leistungsbereitschaft sei Schwankungen unterworfen gewesen. Es hätten sich Pha-
sen von gegebener Leistungsbereitschaft mit testpsychologisch durchschnittlichen Leis-
tungen mit Phasen abgewechselt, in denen er von insgesamt leicht- bis mittelgradig bis zu 
schwergradig verminderte psychometrische Leistungen erbracht habe. Dies zeige sich ei-
nerseits bei der spezifischen Symptomvalidierung, bei der bei einem durchgeführten Ver-
fahren unauffällige und beim anderen auffällige Werte erzielt worden seien. Die im Rah-
men dieses Symptomvalidierungsverfahrens erbrachten Leistungen lägen unter den Leis-
tungen von depressiven Patienten sowie Patienten mit einer Hirnverletzung mit einer aus-
reichenden Leistungsmotivation. Andererseits seien die erhobenen psychometrischen Be-
funde auch diskrepant zum Kommunikationsverhalten – der Patient beantworte Fragen 
nach seinen Beschwerden ohne erhöhte Antwortlatenz. Die testdiagnostisch manifeste 
sprachliche Verlangsamung sowie die eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit hätten sich 
im Gespräch nicht gezeigt. Weiter sei es atypisch, dass bei doch durchschnittlicher Erinne-
rung von zuvor gelernten Figuren die Wiedererkennung derselben schwergradig vermin-
dert ausfalle. Auch seien die leicht- bis mittelgradigen Minderleistungen der attentionalen 
Funktionen diskrepant zum Alltagsverhalten – der Patient fahre nach wie vor Auto. Es zei-
ge sich aber auch, dass der Patient über kognitive Ressourcen verfüge. So hätten sich 

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Urteil S 2024 47

durchschnittliche Leistungen im Bereich des verbalen und des figuralen Lernens und Ge-
dächtnis, teilweise durchschnittliche exekutive Leistungen sowie unauffällige visuelle, vi-
suo-konstruktive Fähigkeiten sowie unauffällige basale rechnerische Leistungen objektivie-
ren lassen. Aufgrund der beschriebenen Auffälligkeiten und Inkonsistenzen resp. der 
schwankenden, insgesamt nicht durchgehend ausreichend gegebenen Anstrengungs- und 
Leistungsbereitschaft besitze das im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung 
ermittelte kognitive Testprofil aber letztlich zu wenig Aussagekraft. Es könne dementspre-
chend keine Aussage über die tatsächliche kognitive Leistungsfähigkeit gemacht werden. 
Aufgrund der nicht durchwegs validen Befunde könne keine neuropsychologische Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden (vgl. Bericht vom 20. Oktober 2023 [IV-
act. 97]).

4.2.8 Im von der IV-Stelle eingeholten psychiatrischen Gutachten vom 10. Februar 2024 
führte Dr. H.________ aus, eine nach der in Aussicht gestellten Ablehnung von IV-
Leistungen postulierte Depression sei bei nicht authentischer Beschwerdeschilderung im 
Rahmen der Begutachtung nicht belegt worden. Die im Verlaufsbericht der Dr. 
C.________ festgehaltenen Symptome (Intrusionen, einschiessende Ängste, Panikatta-
cken, Konzentrationsstörungen) seien klinisch nicht evident gewesen. Der Versicherte ha-
be im Rahmen der Begutachtung ohne Vermeidung von der damaligen Verhaftung berich-
tet. Er habe sich als Opfer dieser Umstände inszeniert und sei weder mit Hyperarousal, 
Flashbacks noch Intrusionen oder Angst aufgefallen, die bei einer PTBS im Allgemeinen 
direkt in einem Untersuchungsgespräch beobachtbar sein müssten. Eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit auf 30 % sei aus versicherungsmedizinischer Perspektive nicht zu 
bestätigen. So sei die nichtauthentische Beschwerdeschilderung des Versicherten in der 
neuropsychologischen Untersuchung repliziert worden. Eine Aggravation bzw. "Malinge-
ring", wie es bereits Dr. B.________ festgestellt habe, sei weiter vorliegend. Entgegen der 
bisherigen Beurteilungen sei die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.8) zu stellen. Doktor B.________ habe stichhaltig eine nichtauthentische Be-
schwerdeschilderung festgestellt und eine volle Arbeitsfähigkeit beurteilt. Die Begutach-
tung habe auch bei der Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung keine Grün-
de ergeben, eine Veränderung dieser medizinischen Sachverhaltsdarstellung vorzuneh-
men. Im Rahmen einer neuropsychologischen Verlaufsuntersuchung hätten sich keine va-
liden Befunde bei ungenügender Anstrengungsbereitschaft objektivieren lassen. Es liege 
nach wie vor eine sehr deutliche Aggravation vor. Der Explorand habe im Rahmen der 
Begutachtung sinngemäss durch seine Schilderungen Auffälligkeiten im Kurzzeitgedächt-
nis angegeben. Die teilweise sehr detailreiche Erinnerungsfähigkeit zu biografischen An-

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Urteil S 2024 47

gaben als auch geschilderte Aspekte der Alltagsfunktionalität hätten im Widerspruch zu 
den geäusserten Einschränkungen des Gedächtnisses im Alltag gestanden. Der Versi-
cherte habe die Fragen verstanden und sei trotz Weitschweifigkeit und passagerem Da-
nebenreden in der Lage gewesen, dem gutachterlichen Untersuchungsgespräch zu fol-
gen. Höhergradige kognitive Einschränkungen seien nicht feststellbar gewesen. Er sei zu 
detailreichen und ausführlichen Schilderungen in der Lage gewesen, in deren Zentrum er 
weitgehend selbst stehe. Gelegentlich habe er auch in deutscher Sprache geantwortet, 
was auf intakte kognitive Umstellfähigkeiten hinweise. Es sei nicht festzustellen gewesen, 
dass ein Nachlassen der Aufmerksamkeit eingetreten sei, was bei höhergradig ausgepräg-
ten Depressionen im Allgemeinen zu erwarten sei. Es hätten sich keine andauernden for-
malen Denkstörungen gezeigt. Es seien keine Angstaffekte und kein Panikerleben evident 
gewesen. Die Vitalität und Reagibilität seien intakt gewesen. Die Auffassungsgabe sei ge-
geben gewesen. Der Affekt sei stabil und modulierbar gewesen. Eine nachlassende Kon-
zentration und Ermüdung, wie diese gemäss ICD-10 im Allgemeinen bei wiederkehrenden 
mittelgradigen bis schweren depressiven Episoden klinisch festzustellen seien, seien nicht 
evident gewesen. Der Versicherte habe auch nicht andauernd niedergestimmt gewirkt. Die 
Schwere der geltend gemachten Einschränkungen stehe mit dem Funktionsniveau nicht 
im Einklang. Es sei eine sehr deutliche Aggravation auf dem Boden einer narzisstischen 
Persönlichkeitsstörung zu beurteilen. Anhand der funktionellen Leistungsprüfung in der 
Mini-ICF-APP seien keine relevanten Fähigkeitseinschränkungen im Hinblick auf die an-
gestammte Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt beurteilbar. Die Arbeitsfähigkeit sei mit 100 % 
zu beurteilen. Bei der diagnostischen Beurteilung hin zu einer narzisstischen Persönlich-
keitsstörung handle es sich um eine andere Beurteilung des gleichen medizinischen 
Sachverhalts, der zum Referenzzeitpunkt bereits bestanden habe. Eine Veränderung des 
psychischen Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe bei 
deutlicher Aggravation bzw. "Malingering" seit der massgeblichen IV-Verfügung überwie-
gend wahrscheinlich nicht (IV-act. 101/19 ff.).

5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die neuerliche Ablehnung eines Rentenan-
spruchs in der angefochtenen Verfügung zusammengefasst damit, dass ausgehend von 
den medizinischen Akten – namentlich: Gutachten des Dr. H.________ – aus versiche-
rungspsychiatrischer Sicht keine gravierende Veränderung des Gesundheitszustandes seit 
der Verfügung vom 14. November 2016 ausgewiesen sei und beim Beschwerdeführer wei-
terhin von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ausgegangen 
werden könne (BF-act. 2 S. 3).

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5.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen mit Verweis namentlich auf die Einschät-
zungen der behandelnden Psychiaterin eine wesentliche Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes seit dem Jahre 2016 geltend. Aus psychiatrischer Sicht bestehe höchstens 
"eine 30%ige Erwerbsfähigkeit" (act. 1 S. 3). Ausserdem verneint er die Verwertbarkeit 
des im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachtens des Dr. H.________ (act. 1 S. 6 ff.).

5.3
5.3.1 Die IV-Stelle verneinte einen Revisionsgrund im Wesentlichen gestützt auf das 
Gutachten des Dr. H.________, wonach der Beschwerdeführer (nach wie vor) zu 100 % 
arbeitsfähig sei und eine Veränderung des psychischen Gesundheitszustands mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit bei deutlicher Aggravation bzw. "Malingering" seit der mass-
geblichen IV-Verfügung [vom 14. November 2016] überwiegend wahrscheinlich nicht be-
stehe. Auf das genannte Gutachten (samt neuropsychologischem Untersuchungsbericht 
der lic. phil. F.________ und G.________) kann abgestellt werden. Es erfüllt die Anforde-
rungen an beweiskräftige medizinische Erhebungen im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung. Die Expertise fusst auf einer regelrechten Anamneseerhebung und wur-
de in Kenntnis der Vorakten erstellt, wobei die wichtigsten Textpassagen der vorhandenen 
ärztlichen Unterlagen im Gutachten aufgeführt wurden. Die gutachterlichen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Untersuchungen und die geklagten Beschwerden des Beschwerde-
führers wurden hinreichend berücksichtigt. Schliesslich sind die Ausführungen und die Be-
urteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die gezogenen Schluss-
folgerungen nachvollziehbar begründet. So zeigte Dr. H.________ insbesondere auf, dass 
die zur Stellung der Diagnose einer PTBS nötigen Befunde (nach wie vor [vgl. schon das 
Gutachten des Dr. B.________]) klinisch nicht hätten erhoben werden können und schloss 
mit Verweis auf die neuropsychologische Untersuchung auf eine nicht authentische Be-
schwerdeschilderung. In der Tat hatte die Untersuchung durch die Neuropsychologinnen 
bei ungenügender Anstrengungsbereitschaft des Beschwerdeführers keine validen Befun-
de ergeben und mithin die im Rahmen der Untersuchung bei Dr. D.________ festgestellte 
mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung nicht bestätigt werden können. Nota 
bene hatten auch die Ärzte der E.________ nebst exekutiven Minderleistungen vorwie-
gend altersentsprechende Werte mit einem stabilen bis verbesserten Verlauf festgestellt; 
kognitive Minderleistungen hätten nach Ansicht der Experten auch durch die Fremdspra-
che mitbeeinflusst sein können. Ohne objektive Befunde zu erheben, beschrieben die Ärz-
te der E.________ schliesslich die (bereits im Rahmen der Anmeldung vom Mai 2015) be-
klagten Beschwerden. Eine Demenz konnte Dr. C.________ bereits Ende Mai 2021 – ins-

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besondere weil der Beschwerdeführer entsprechende Abklärungen ablehnte – nicht 
bestätigen und die diagnostizierte depressive Störung erklärte sie im Bericht vom 18. Ja-
nuar 2023 für remittiert. Eine nachlassende Konzentration und Ermüdung, wie sie gemäss 
ICD-10 im Allgemeinen bei wiederkehrenden mittelgradigen bis schweren depressiven 
Episoden klinisch zu Tage träten, konnte entsprechend auch Dr. H.________ nicht fest-
stellen. Der Gutachter konnte auch keine höhergradigen kognitiven Einschränkungen be-
obachten, ebenso wenig ein Nachlassen der Aufmerksamkeit. Der Beschwerdeführer sei 
vital und reagibel gewesen. Ferner habe auch das Mini-ICF-APP keine relevanten Fähig-
keitseinschränkungen ergeben. Wenn Dr. H.________ schliesslich aufgrund der Akten 
und seiner Beobachtungen zum Schluss kam, dass beim Beschwerdeführer eine narziss-
tische Persönlichkeitsstörung vorliege, so ist darin – wie er selber ausführte – keine (revi-
sionsrechtlich relevante) Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu erblicken.

5.3.2 Soweit der Beschwerdeführer zunächst eine Unverwertbarkeit der Expertise auf-
grund der Untersuchungsdauer von (nur) einer Stunde und zehn Minuten geltend macht, 
vermag dies nicht zu überzeugen. Wie die IV-Stelle zutreffend darauf hingewiesen hat, 
kann rechtsprechungsgemäss aus einer – verhältnismässig – kurzen Dauer der psychiatri-
schen Exploration nicht von vornherein auf eine Sorgfaltswidrigkeit des Gutachters und 
entsprechend eine mangelhafte, beweisuntaugliche Expertise geschlossen werden. Für 
den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es nicht in erster Linie auf die 
Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig 
und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende 
zeitliche Aufwand hängt stets von der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopa-
thologie ab. Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenen-
falls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, 
Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (BGer 8C_47/2016 vom 15. März 2016 
E. 3.2.2 mit Hinweisen). Anhaltspunkte dafür, dass Dr. H.________ die entsprechenden 
Vorgaben nicht bzw. nur ungenügend beachtet hat, sind nicht erkennbar. Daran ändert der 
Einwand des Beschwerdeführers nichts, wonach es de facto unmöglich sein soll, (unter 
Berücksichtigung einer vollständigen Übersetzung einer Drittperson) innert 70 Minuten die 
notwendigen Abklärungen vorzunehmen für ein verlässliches Gutachten im Bereich 
Psychiatrie. Zudem war es nicht Aufgabe des Gutachters, anderslautende Diagnosen zu 
widerlegen oder die "umfangreiche wesentliche Vorgeschichte" des Beschwerdeführers 
mit diesem zu besprechen, um dessen erhöhte Verletzlichkeit gegenüber weiteren Trau-
mata berücksichtigen zu können. Die behandelnde Psychiaterin berichtete im Übrigen 
stets von einem stationären Zustand und entsprechend den vom Beschwerdeführer be-

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reits früher geklagten Beschwerden (Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme etc.). Sie 
scheint denn auch weiterhin von der Diagnose einer PTBS auszugehen. Zum Befund des 
"Malingering" führte die (sich ihrer "Parteilichkeit" bewusste) Psychiaterin wohlgemerkt 
aus, dass die Schilderungen des Patienten durchaus defizitbetont seien; er ringe um An-
erkennung des Erlittenen (BF-act. 3). 

5.3.3 Zusammenfassend liegt keine wesentliche dauerhafte und vor allem auch objekti-
vierbare Veränderung des Gesundheitszustandes (und auch keine in erwerblicher Hin-
sicht) vor, so dass keine in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassende Neuprüfung 
des Rentenanspruchs vorzunehmen bzw. ein Rentenanspruch zu verneinen ist. Die Ge-
währung von IV-Leistungen als Anerkennung des damals durch den als "überrissen" beur-
teilten Polizeieinsatz erlittenen "Bruchs" (vgl. BF-act. 3) – gleichsam einem Schadenersatz 
– fällt selbstverständlich ausser Betracht.

6. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden. Dies 
führt zur Abweisung der Beschwerde.

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG kosten-
pflichtig. Es ist demnach eine Spruchgebühr zu Lasten des unterliegenden Beschwerde-
führers zu erheben, die auf Fr. 800. festgesetzt und mit dem von ihm geleisteten Kosten-
vorschuss in nämlicher Höhe verrechnet wird (§ 22a Abs. 2 VRG i.V.m. § 1 der Verord-
nung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht [KostenVO; BGS 162.12]; 
§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Eine Parteientschädigung ist bei diesem Ausgang des Verfah-
rens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800. erhoben, die dem Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und – 
zum Vollzug von dessen Ziffer 2 – im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kan-
tons Zug.

Zug, 25. August 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am