# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5c62366-4ab4-540b-8cea-d82657c23506
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.07.2018 ZK1 2016 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-14_2018-07-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 17. Juli 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 14 14. September 2018

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Nydegger

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Ma-
rugg, Dorfstrasse 42, 7220 Schiers, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 3. September 2015, mit-
geteilt am 2. Dezember 2015, in Sachen der Y._____, Berufungsbeklagte, vertre-
ten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, 
gegen den Berufungskläger,

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____ (nachfolgend: Ehefrau), geboren am 29. Oktober 1965, und 
X._____ (nachfolgend: Ehemann), geboren am 3. März 1967, haben am 25. Fe-
bruar 1994 vor dem Zivilstandsamt O.1_____ geheiratet. Aus der Ehe sind zwei 
gemeinsame Kinder hervorgegangen, welche bereits volljährig sind: A._____, ge-
boren am _____ 1994, und B._____, geboren am _____ 1996.

B. Mit Schreiben vom 10. April 2014 reichte der Ehemann beim Bezirksgericht 
Prättigau/Davos (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Prättigau/Davos) das ge-
meinsame Scheidungsbegehren vom 7. April 2014 ein. Obwohl die Anhörung vom 
21. Mai 2014 der Eheleute ergab, dass der Scheidungsgrund feststand, konnten 
sich die Eheleute über die Nebenfolgen der Scheidung – mit Ausnahme für den 
Stichtag der güterrechtlichen Auseinandersetzung, der auf den 31. Dezember 
2013 fixiert wurde – nicht einigen.

C. Mit Klagebegründung vom 31. Oktober 2014 stellte die Ehefrau folgende 
Rechtsbegehren:

1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

2. (Auskunftsbegehren)

3. Es sei nach Offenlegung der Vermögensverhältnisse durch den Ehe-
mann die güterrechtliche Auseinandersetzung per 31.12.2013 durch-
zuführen und es sei dazu festzustellen, dass die Klägerin eine Forde-
rung aus Eigengut von CHF 211'855 zusteht.

4. Es sei nach Durchführung der güterrechtlichen Auseinandersetzung 
die der Ehefrau zustehende Forderung festzulegen und der Ehemann 
zu verpflichten, diese Ausgleichszahlung innert 30 Tagen nach 
Rechtskraft an die Ehefrau zu bezahlen.

5. Es sei unter Anrechnung eines Übernahmewertes gemäss zu erstel-
lender amtlicher Schätzung die Miteigentumshälfte des Ehemannes an 
Liegenschaft Nr. _____, Plan Nr. _____, H._____, und das damit sub-
jektiv-dinglich verbundene Miteigentum an Grundstück Nr. _____ ins 
Alleineigentum der Ehefrau zuzuweisen, das Grundbuchamt Mittelprät-
tigau anzuweisen, die Übertragung vorzunehmen und der Ehemann zu 
verpflichten, sämtliche im Zusammenhang mit der Liegenschaft 
H._____ stehenden Unterlagen und Dokumente an die Ehefrau aus-
zuhändigen.

6. Es sei unter Anrechnung eines Übernahmewertes von CHF 10'000 der 
im Alleineigentum des Ehemanns stehende Wohnwagen Sunlight C 52 
K, Seriennummer: _____, mit allem Zubehör ins Alleineigentum der 
Ehefrau zuzuweisen und der Ehemann zu verpflichten, die dafür not-
wendigen Unterschriften zu leisten und die Fahrzeugpapiere an die 
Ehefrau auszuhändigen.

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7. Es seien die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der 
Ehegatten bei den Pensionskassen und Freizügigkeitskonten hälftig zu 
teilen und die UBS, bzw. eine allfällige Nachfolgerbank, zu verpflich-
ten, vom Freizügigkeitskonto des Ehemannes CHF 22'543.40 zuguns-
ten des Vorsorgekontos der Ehefrau an die Pensionskasse Graubün-
den zu überweisen.

8. (Kosten und Entschädigung)

D. Mit Klageantwort vom 1. Dezember 2014 stellte der Ehemann folgende 
Rechtsbegehren:

1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

2. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz vorzu-
nehmen.

3. Y._____ sei in Anrechnung an ihren güterrechtlichen Anspruch der 
hälftige Miteigentumsanteil von X._____ an der Liegenschaft Nr. 
_____, Plan _____, H._____, O.2_____, und das damit subjektiv-
dinglich verbundene Miteigentum an Grundstück Nr. _____ zu Allei-
neigentum zuzuweisen. Dies Zug um Zug mit der Verpflichtung von 
Y._____ zur Übernahme der auf dem erwähnten Grundstück lasten-
den Grundpfandschulden zur alleinigen Zins- und Schuldpflicht per Ei-
gentumsübertragung.

4. Y._____ sei in Anrechnung an ihren güterrechtlichen Anspruch der im 
Alleineigentum von X._____ stehende Wohnwagen Sunlight C 52 K, 
Seriennummer: _____, mit allem Zubehör zu Alleineigentum zuzuwei-
sen.

5. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ gestützt auf Art. 124 ZGB in-
nerhalb von 90 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsurteils eine Ent-
schädigung von Fr. 22'644.50 zu bezahlen.

6. (Kosten und Entschädigungsfolge)

E. Mit Klagereplik vom 9. Februar 2015 hielt die Ehefrau an ihren Rechtsbe-
gehren in der Klagebegründung fest.

F. Mit Klageduplik vom 23. März 2015 hielt der Ehemann an seinen Rechts-
begehren in der Klageantwort fest.

G. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. September 2015 stellte die Ehe-
frau die folgenden, teilweise abgeänderten Rechtsbegehren:

1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

2. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung per 31.12.2013 durch-
zuführen und es sei der Ehemann zu verpflichten, der Ehefrau CHF 
275'484 zu bezahlen.

3. Es sei unter Anrechnung eines Übernahmewertes von CHF 372'500 
die Miteigentumshälfte des Ehemannes an Liegenschaft Nr. _____, 
Plan Nr. _____, H._____, und das damit subjektiv-dinglich verbundene 
Miteigentum an Grundstück Nr. _____ ins Alleineigentum der Ehefrau 

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zuzuweisen mit der Verpflichtung der Ehefrau, die Schuld von CHF 
473'500 gegenüber der G._____ zur alleinigen Tilgung zu überneh-
men, und das Grundbuchamt Mittelprättigau sei anzuweisen, die Über-
tragung vorzunehmen.

4. Der Ehemann zu verpflichten, sämtliche im Zusammenhang mit der 
Liegenschaft H._____ stehenden Unterlagen und Dokumente an die 
Ehefrau auszuhändigen.

5. Es sei unter Anrechnung eines Übernahmewertes von CHF 10'000 der 
im Alleineigentum des Ehemanns stehende Wohnwagen Sunlight C 52 
K, Seriennummer: _____, mit allem Zubehör ins Alleineigentum der 
Ehefrau zuzuweisen und der Ehemann zu verpflichten, die dafür not-
wendigen Unterschriften zu leisten und die Fahrzeugpapiere an die 
Ehefrau auszuhändigen.

6. Es sei der Ehemann zu verpflichten, gestützt auf Art. 124 ZGB inner-
halb von 90 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsurteils eine Ent-
schädigung von CHF 19'811 zu bezahlen.

7. (Kosten und Entschädigung)

Der Ehemann stellte anlässlich der Hauptverhandlung folgende, zum Teil eben-
falls abgeänderte Rechtsbegehren:

1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

2. Y._____ sei in Anrechnung an ihren güterrechtlichen Anspruch der 
hälftige Miteigentumsanteil von X._____ an der Liegenschaft Nr. 
_____, Plan _____, H._____, O.2_____, und das damit subjektiv-
dinglich verbundene Miteigentum an Grundstück Nr. _____ zu Allei-
neigentum zuzuweisen. Dies Zug um Zug mit der Verpflichtung von 
Y._____ zur Übernahme der auf dem erwähnten Grundstück lasten-
den Grundpfandschulden zur alleinigen Zins- und Schuldpflicht per Ei-
gentumsübertragung.

3. Y._____ sei in Anrechnung an ihren güterrechtlichen Anspruch der im 
Alleineigentum von X._____ stehende Wohnwagen Sunlight C 52 K, 
Seriennummer: _____, mit allem Zubehör zu Alleineigentum zuzuwei-
sen.

4. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ innerhalb von 90 Tagen seit 
Rechtskraft des Scheidungsurteils eine güterrechtliche Ausgleichszah-
lung von Fr. 26'090.00 zu bezahlen.

5. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ gestützt auf Art. 124 ZGB in-
nerhalb von 90 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsurteils eine Ent-
schädigung von Fr. 19'811.00 zu bezahlen.

6. (Kosten und Entschädigungsfolge)

H. Mit Entscheid vom 3. September 2015, mitgeteilt am 2. Dezember 2015, 
erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos, was folgt:

1. Die am 25. Februar 1994 in O.1_____ GR von Y._____ und X._____ 
geschlossene Ehe wird geschieden.

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2. X._____ wird verpflichtet, Y._____ innert 90 Tagen seit Rechtskraft 
des Scheidungsurteils CHF 171'017.55 zu bezahlen.

3. Y._____ wird die Miteigentumshälfte von X._____ an der Liegenschaft 
Nr. _____, Plan Nr. _____, "H._____" und das damit verbundene sub-
jektiv-dingliche Miteigentum an Grundstück Nr. _____ ins Alleineigen-
tum zugewiesen, mit der Verpflichtung, die Schuld von CHF 
473'500.00 gegenüber der Crédit Suisse SA zur alleinigen Tilgung zu 
übernehmen. Das Grundbuchamt Mittelprättigau wird angewiesen, die 
Eigentumsübertragung unter Kostenfolge zu Lasten von Y._____ vor-
zunehmen.

4. Der im Alleineigentum von X._____ stehende Wohnwagen Sunlight C 
52 K, Seriennummer: _____, wird mit allem Zubehör Y._____ zu Allei-
neigentum zugewiesen.

5. X._____ wird verpflichtet, zu Gunsten von Y._____ innert 90 Tagen 
seit Rechtskraft des Scheidungsurteils CHF 19'811.00 auf ihr Vorsor-
gekonto bei der Stiftung Pensionskasse Graubünden, Alexanderstras-
se 24, 7000 Chur, einzuzahlen.

6. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 16'000.00 gehen je hälftig zu 
Lasten von Y._____ und X._____. Die je CHF 8'000.00 werden mit 
den je geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Die von Y._____ an 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos zu viel geleisteten CHF 300.00 
werden ihr von diesem erstattet.

7. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.

8. (Rechtsmittelbelehrung)

9. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

10. (Mitteilung)

I. Gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos erhob der Ehe-
mann (nachfolgend: Berufungskläger) mit Eingabe vom 18. Januar 2016 Berufung 
an das Kantonsgericht von Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Ziffer 2 des Dispositivs des Entscheids des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos vom 03. September 2015 sei aufzuheben und X._____ sei 
zu verpflichten, innerhalb von 90 Tagen seit Rechtskraft des Schei-
dungsurteils an Y._____ eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von 
Fr. 60'553.40 zu bezahlen.

2. In Aufhebung der Ziffern 6 und 7 seien die Gerichtskosten der Vor-
instanz mit 2/3 Y._____, und mit 1/3 X._____ aufzuerlegen. Y._____ 
sei zudem zu verpflichten, X._____ fürs erstinstanzliche Verfahren 
teilweise, d.h. mit Fr. 11'088.30, zu entschädigen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge fürs Berufungsverfahren zu 
Lasten von Y._____.

J. Mit Berufungsantwort vom 29. Februar 2016 beantragte die Ehefrau (nach-
folgend: Berufungsbeklagte) die vollumfängliche Abweisung der Berufung unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklägers.

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K. Mit Berufungsreplik vom 22. April 2016 bzw. mit Berufungsduplik vom 16. 
Juni 2016 hielten die Parteien an ihren Begehren fest.

L. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist 
unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der Zustellung 
desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzu-
reichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

1.2. Mit dem angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos liegt 
ein Endentscheid vor, da damit das vorinstanzliche Verfahren durch Sachent-
scheid beendet wurde (vgl. Art. 236 Abs. 1 ZPO). Im Berufungsverfahren ist zur 
Bestimmung des Streitwertes auf den Betrag abzustellen, welcher im Zeitpunkt 
des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war. Dieser liegt offensichtlich und unbe-
strittenermassen über CHF 10'000.00, sodass die Berufung zulässig ist. Die gegen 
den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 3. September 2015, mit-
geteilt am 2. Dezember 2015, erhobene Berufung vom 18. Januar 2016 erweist 
sich unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. c 
ZPO zudem als rechtzeitig. Da sie auch den übrigen Formerfordernissen ent-
spricht, ist darauf einzutreten.

2.1. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und - über den Wortlaut hinaus - die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 ff. zu Art. 
310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich mit der Begründung des angefochtenen 

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Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen. Ein Verweis auf die Vorakten 
genügt ebenso wenig wie eine pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid. Es 
ist konkret aufzuzeigen, inwiefern dieser als fehlerhaft erachtet wird 
(Reetz/Theiler, a.a.O., N 36 zu Art. 311 ZPO m.w.H.).

2.2. Im Berufungsverfahren werden Noven unter den Voraussetzungen von Art. 
317 Abs. 1 ZPO zugelassen (BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser 
Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 
lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-
bracht werden konnten (317 Abs. 1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten 
und unechten Noven zu unterscheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in Art. 229 
Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem 
Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden oder 
gefunden worden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer 
zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Un-
echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Beru-
fungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, 
wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfah-
ren hätten vorgebracht werden können. Die Voraussetzungen der Berücksichti-
gung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Partei 
zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 5A_621/2012 vom 20. März 2013, E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Haus-
heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band II, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO; Karl Spühler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung [ZPO], 3. Aufl., Basel 2017, N 10 zu Art. 317 ZPO).

2.3. Sofern neue Vorbringen und Begehren bzw. die Einreichung zusätzlicher 
Unterlagen zur Diskussion stehen, ist auf die Frage der prozessualen Zulässigkeit 
im entsprechenden Sachzusammenhang einzugehen.

3. Angefochten wird mit der vorliegenden Berufung in materieller Hinsicht le-
diglich die güterrechtliche Auseinandersetzung zwischen den Ehegatten (sowie - 
damit zusammenhängend - die vorinstanzliche Regelung der Kosten- und Ent-
schädigungsfolge vor Bezirksgericht). Auf die übrigen Punkte des vorinstanzlichen 
Urteils ist daher nicht mehr zurückzukommen. Obwohl die Ehefrau keine An-
schlussberufung eingereicht hat und "nur" die kostenfällige Abweisung der Beru-

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fung und somit die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheides beantragt, rügt 
sie auch verschiedene Fehler seitens der Vorinstanz. Dazu ist zu bemerken, dass 
auch der berufungsbeklagten Partei erlaubt ist, die Erwägungen der ersten Instanz 
zu kritisieren; entsprechend kann und muss diese sämtliche Berufungsgründe 
tatsächlicher und rechtlicher Natur in der Berufungsantwort geltend machen, um 
allfällige Fehler des erstinstanzlichen Entscheides zu rügen, welche ihr im Falle 
einer abweichenden Beurteilung der Sache durch die Berufungsinstanz nachteilig 
sein könnten (vgl. Reetz/Theiler, a.a.O., N 12 zu Art. 312 ZPO). Die (zusätzlichen) 
Rügen der Berufungsbeklagten an den Erwägungen der Vorinstanz sind daher 
grundsätzlich zu behandeln.

4.1. Die Ehegatten unterstehen den Vorschriften über die Errungenschaftsbetei-
ligung, sofern sie nicht durch Ehevertrag etwas anderes vereinbaren oder der 
ausserordentliche Güterstand eingetreten ist (Art. 181 ZGB). Der Güterstand der 
Errungenschaftsbeteiligung umfasst die Errungenschaft und das Eigengut jedes 
Ehegatten (Art. 196 ZGB). Errungenschaft sind die Vermögenswerte, die ein Ehe-
gatte während der Dauer des Güterstandes entgeltlich erwirbt (Art. 197 Abs. 1 
ZGB). Alles Vermögen eines Ehegatten gilt bis zum Beweis des Gegenteils als 
Errungenschaft (Art. 200 Abs. 3 ZGB). Was vom Gesamtwert der Errungenschaft, 
einschliesslich der hinzugerechneten Vermögenswerte und den Ersatzforderun-
gen, nach Abzug der auf ihr lastenden Schulden verbleibt, bildet den Vorschlag 
(Art. 210 Abs. 1 ZGB). Jedem Ehegatten steht die Hälfte des Vorschlages des an-
dern zu (Art. 215 Abs. 1 ZGB). Die Forderungen werden verrechnet (Art. 215 Abs. 
2 ZGB).

Die Vorschlagsberechnung nach gesetzlicher Vorschrift beruht auf folgenden 
Schritten (vgl. Heinz Hausheer/Regina E. Aebi-Müller, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., N 7 zu Art. 210 ZGB):

• Zusammenstellung aller Aktiven und Passiven beider Ehegatten im Rah-
men von Art. 207 Abs.1 ZGB und Art. 208 ZGB

• Aufteilung des Gesamtvermögens mit den Schulden auf das Mannes- und 
Frauengut

• Massenzuordnung der Vermögensgegenstände und Schulden im Vermö-
gen der beiden Ehegatten

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• Bewertung aufgrund von Art. 211 ff. ZGB der einzelnen Vermögensge-
genstände der Errungenschaft und jener Eigengutswerte, in welche i.S.v. 
Art. 206 und 209 Abs. 3 ZGB investiert worden ist

• Saldierung der Errungenschaft durch Subtraktion der Errungenschafts-
schulden

4.2. Für die güterrechtliche Auseinandersetzung gilt die Verhandlungsmaxime 
(Art. 277 Abs. 1 ZPO). In prozessualer Hinsicht ist zudem zu beachten, dass nur 
der Ehemann Berufung erhoben hat, sodass das Verbot der reformatio in peius 
gilt. Dazu ist zu bemerken, dass allein das Ergebnis der güterrechtlichen Ausein-
andersetzung dem Verschlechterungsverbot unterliegt, hingegen nicht die einzel-
ne Ersatzforderung oder Mehrwertbeteiligung, die lediglich Zwischenschritte bzw. 
Abrechnungspositionen bedeuten (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 
5A_618/2012 vom 27. Mai 2013, E. 6.4.3 m.w.H.).

5.1. Der Berufungskläger rügt, die Vorinstanz habe, obwohl die Parteien sich 
einig gewesen seien, dass der Ehefrau in Anrechnung an ihren güterrechtlichen 
Anspruch der Miteigentumsanteil des Ehemannes an der Liegenschaft H._____ 
zugewiesen werden sollte, bei der Vorschlags- und Ausgleichsberechnung ver-
gessen, die geldwerte Zuweisung vom rechnerischen Anspruch der Ehefrau an 
der gemeinsamen Errungenschaft im Sinne einer Tilgung abzuziehen.

5.2. Auch die Berufungsbeklagte macht eine falsche Vorschlags- und Aus-
gleichsberechnung seitens der Vorinstanz geltend. Die Vorinstanz habe bei der 
Liegenschaft H._____ den Mehrwert berücksichtigt, weshalb die Summe aller auf-
gelisteten Vermögensanteile mit dem Verkehrswert der Liegenschaft H._____ von 
CHF 745'000.00 übereinstimmen müsse. Dem sei jedoch nicht so. Würden die 
Vermögensanteile der Liegenschaft H._____ addiert, so ergebe sich eine Summe 
von CHF 794'698.79. Die Differenz zum Verkehrswert belaufe sich auf CHF 
49'698.79. Die Berechnung der Vorinstanz sei zu Ungunsten der Berufungsbe-
klagten falsch, da die Liegenschaft lediglich einen Übernahmewert von CHF 
271'500.00 habe. Die Vorinstanz habe bei der Zuweisung unberücksichtigt gelas-
sen, dass die Liegenschaft H._____ per Stichtag mit Hypotheken in Höhe von 
CHF 473'500.00 belastet sei. Zwischen den Parteien sei unbestritten, dass der 
Baukredit CHF 423'795.00 betragen habe. Die Schuld per Stichtag sei daher um 
CHF 50'000.00 höher als bei der Erstellung der Liegenschaft H._____. Indem die 
Vorinstanz dem Berufungskläger eine Ersatzforderung von CHF 197'351.84 zu-
gewiesen habe, die Schuld, welche nicht für den Bau der Liegenschaft H._____ 

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gedient habe, jedoch unberücksichtigt gelassen habe, habe sie dem Berufungs-
kläger mehr zugesprochen, als ihm zustehe.

5.3. In seiner Replik macht der Berufungskläger geltend, dass die Gegenpartei, 
indem sie mit keinem Wort sage, wie genau die Berechnung der Vorinstanz ihrer 
Meinung nach in Bezug auf die Liegenschaft H._____ im Berufungsverfahren zu 
korrigieren sei, allgemeine Kritik übe und somit das Rügeprinzip verletze. Laut 
dem Berufungskläger sei demgegenüber der Übernahmewert von CHF 271'500.00 
richtig. Dieser Wert ergebe sich aus dem aktuellen Verkehrswert abzüglich der 
aktuell auf der Liegenschaft lastenden Hypothek. Wegen der Querfinanzierung der 
Liegenschaft F._____ sowie wegen der nachgewiesenen und von der Ehefrau an-
erkannten Tatsache, dass der Ehemann mit seinen Mitteln weit mehr als die Hälfte 
der Liegenschaft H._____ finanziert habe, könne die Liegenschaft H._____ nicht 
isoliert betrachtet werden.

5.4. In ihrer Berufungsduplik macht die Ehefrau geltend, dass die Vorinstanz die 
Liegenschaft H._____ mit einem Wert von CHF 794'704.84 berücksichtigt habe. 
Dies, weil der nachträglich aufgenommenen Hypothek kein Gegenwert gegenü-
berstehe.

5.5. Inwiefern die Rüge der Berufungsbeklagten ungenügend substantiiert sein 
sollte, ist entgegen der Ansicht des Berufungsklägers nicht ersichtlich, nimmt sie 
doch hinreichend Bezug auf den angefochtenen Entscheid. In Bezug auf die Aus-
gleichsberechnung betreffend die Liegenschaft H._____ ist anzumerken, dass mit 
ihrem anlässlich der Hauptverhandlung formulierten Rechtsbegehren (Ziff. 3) die 
Berufungsbeklagte die geldwerte Zuweisung der Liegenschaft H._____ an sie un-
ter Anrechnung eines Übernahmewertes von CHF 372'500.00 beantragt hat. Es ist 
nicht nachvollziehbar (auch in Berücksichtigung der von ihr geltend gemachten 
"Zwischenbeträge"), wie die Berufungsbeklagte zu diesem Betrag kam. Aus der 
seitens der Berufungsbeklagten anlässlich der Hauptverhandlung eingereichten 
zusammenfassenden Tabelle resultieren nämlich ein Verkehrswert am Stichtag 
von CHF 745'000.00 und eine Fremdfinanzierung von CHF 473'500.00. Unab-
hängig davon ist die Vorinstanz auch von diesen zwei Werten und somit von ei-
nem Übernahmewert von CHF 271'500.00 ausgegangen. Der Berufungskläger 
rügt nicht den seitens der Vorinstanz festgestellten Übernahmewert, er anerkennt 
ihn sogar in seiner Berufungsreplik ausdrücklich.

Bei der Berechnung der Errungenschaft des Ehemannes hat die Vorinstanz nicht 
berücksichtigt, dass die darauf lastende Hypothek im Vergleich zum Baukredit 

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(von CHF 423'795.00) um CHF 50'000.00 – von denen mindestens CHF 30'000.00 
für die Finanzierung der Liegenschaft F._____ verwendet wurden (angefochtenes 
Urteil, E. 6.6c) – erhöht wurde. Die Errungenschaft des Ehemannes kann darum 
nicht nur aus den einzelnen Investitionen aus seiner Errungenschaft bestehen. 
Der Wert der Errungenschaft entspricht nämlich dem Verkehrswert am Stichtag 
(CHF 745'000.00) abzüglich der aktuellen Hypothek (CHF 473'500.00) sowie der 
Ersatzforderungen vom Eigengut des Ehemannes (CHF 197'357.84), vom Eigen-
gut der Ehefrau (CHF 56'680.55) sowie von der Errungenschaft der Ehefrau (CHF 
2'408.92). Bei der Vorschlagsberechnung müssen auch die Ersatzforderungen 
berücksichtigt werden und nicht erst bei der Ausgleichsberechnung und somit nur 
zulasten vom Anspruch der Ehefrau, wie dies die Vorinstanz zu Unrecht getan hat.

Die Errungenschaft des Ehemannes beträgt somit CHF 15'052.69 und nicht – wie 
von der Vorinstanz berechnet (vgl. angefochtenes Urteil, E. 6.7) – CHF 64'757.53 
(CHF 2'125.00 + CHF 15'000.00 + CHF 40'000.00 + CHF 7'632.53).

Was die Ausgleichsberechnung anbelangt, muss der Berufungsbeklagten der 
Übernahmewert, der der Differenz zwischen dem Verkehrswert am Stichtag und 
der Hypothekarlast entspricht, und somit CHF 271'500.00 und nicht – wie von der 
Vorinstanz gemacht – der in Bezug auf die fragliche Liegenschaft festgestellte Er-
satzanspruch des Eigengutes der Gegenpartei angerechnet werden. Ersatzan-
sprüche müssen nämlich schon bei der Vorschlagsberechnung berücksichtigt 
werden.

6.1. Der Berufungskläger anerkennt – anders als noch im vorinstanzlichen Ver-
fahren –, dass die Schreinerei zu seiner Errungenschaft und nicht zu seinem Ei-
gengut gehört. Er macht aber geltend, dass die Vorinstanz insofern einen Fehler 
gemacht habe, als sie festgestellt habe, dass er sein BVG-Guthaben als Eigengut 
bis auf CHF 7'700.00 verbraucht gehabt habe, da er bis auf diesen Betrag in sei-
ner Buchhaltung die Vermögenswerte „Werkzeuge und Geräte“ abgeschrieben 
hätte. Laut ihm habe er Geld und nicht Werkzeuge in sein Geschäft investiert; es 
handle sich mithin nicht um eine Sacheinlage. Mit dem investierten Geld seien 
diverse Betriebsgegenstände gekauft worden. Es liege ein klassischer Fall von 
Art. 209 Abs. 3 ZGB vor, sodass seinem Eigengut gegenüber seiner Errungen-
schaft eine Ersatzforderung im Umfang von mindestens der Höhe des investierten 
Betrages, mithin von CHF 71'912.60, zustehe. Die Schreinerei falle folglich bei der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung lediglich noch mit CHF 1'087.40 an Errun-
genschaft ins Gewicht.

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Als Eventualbegründung macht der Berufungskläger geltend, dass, auch falls man 
der Berechnungsart der Vorinstanz folgen würde, die Abschreibungen auf allen 
Betriebsgegenständen und nicht nur auf der Position "Werkzeuge und Geräte" 
betrachtet werden müssten. Zu den mit dem investierten Geld gekauften Betriebs-
gegenständen gehörten auch Büromaschinen und Fahrzeuge. Bei einer solchen 
Betrachtung würden die Betriebsgegenstände im Zeitpunkt der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung trotz der Abschreibungen immer noch einen Wert von total 
CHF 57'000.00 (CHF 40'000.00 Maschinen/Apparate, CHF 7'700.00 Werkzeu-
ge/Geräte, CHF 3'000.00 Büromaschinen/EDV und CHF 6'300.00 Fahrzeuge) 
aufweisen. Es sei darum in jedem Fall dem Eigengut des Berufungsklägers immer 
noch eine Ersatzforderung gegen seine Errungenschaft von CHF 57'000.00 zuzu-
sprechen. In diesem Fall würde der Nettowert seiner Errungenschaft lediglich noch 
CHF 16'000.00 betragen.

6.2. In seiner Klageantwort vom 1. Dezember 2014, in der der Ehemann noch 
behauptet hatte, die Schreinerei gehöre seinem Eigengut, hat er geltend gemacht, 
dass er sich mit der Aufnahme seiner selbständigen Tätigkeit sein BVG-Guthaben 
von damals CHF 71'912.60 habe auszahlen lassen und dieses dann für den Be-
trieb, insbesondere für die Anschaffung von Betriebsgegenständen, verwendet 
habe. Gemäss der vorliegenden Expertise der R._____ Treuhand & Revisionsge-
sellschaft liege der Unternehmenswert bei CHF 73'000.00. Darin enthalten seien 
gemäss der Expertise sämtliche Sachwerte inkl. aller stillen Reserven.

6.3. Die Berufungsbeklagte hat in ihrer Klagereplik vom 9. Februar 2015 ausge-
führt, dass der Berufungskläger im Jahr 2010 offenbar für CHF 78'831.45 "Werk-
zeuge/Geräte" aus Eigengut gekauft habe. Diese "Werkzeuge/Geräte" hätten zu-
folge maximaler Abschreibung gemäss Buchhaltung des Ehemannes per 31. De-
zember 2013 noch einen Wert von CHF 7'700.00, was Eigengut des Ehemannes 
sei.

6.4. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind Unternehmen (insb. 
Gesellschaften, Einzelfirmen, freiberufliche Praxen oder Kanzleien sowie landwirt-
schaftliche Gewerbe) im vorliegenden Zusammenhang als einheitliche Vermö-
gensgegenstände zu bewerten, sodass es auf einen Mehr- oder Minderwert der 
Vermögenseinheit ankommt, nicht auf die Wertentwicklung einzelner Bestandteile 
(BGE 131 III 559 E. 2.2; 125 III 1 E. 4c; 121 III 152 E. 3c). Die Schreinerei als ent-
sprechendes Unternehmen ist demzufolge als Ganzes zu betrachten. Unbestritten 
ist dabei die Investition als solche und deren Höhe sowie der Umstand, dass sie 
aus dem Eigengut des Ehemannes stammte. Dies führt grundsätzlich dazu, dass 

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der Ehemann über einen uneingeschränkten Ersatzanspruch in Höhe des inves-
tierten Geldes verfügt, es sei denn, es liege ein Minderwert vor. Einen allfälligen 
Minderwert hat diejenige Partei zu beweisen, die sich darauf beruft (Art. 8 ZGB); 
die Beweislastregel von Art. 200 Abs. 3 ZGB gilt insofern nicht (BGE 131 III 559 E. 
4.3; Regina E. Aebi-Müller/Laura Jetzer, Beweislast und Beweismass im 
Ehegüterrecht, AJP 2011, S. 287 ff., S. 302). Da die Ehefrau keine wertreduzie-
renden Faktoren bezüglich des ganzen Unternehmens geltend macht bzw. zu be-
legen vermag (dass die Werkzeuge an Wert verloren haben, ist - wie dargelegt - 
nicht massgebend), besteht der Ersatzanspruch des Eigengutes des Ehemannes 
uneingeschränkt, zumal der aktuelle Wert des Unternehmens höher liegt als die 
seinerzeitige Investition.

7.1. Der Berufungskläger rügt, die Vorinstanz habe offensichtlich unrichtig und 
folglich willkürlich festgestellt, dass die Gegenpartei den gesamten Familienunter-
halt soll bestritten haben und dafür von 2005 bis Juli 2007 sogar ihr Eigengut soll 
verwendet haben müssen. Die von der Berufungsbeklagten von ihrem Konto be-
zogenen, relativ bescheidenen Beträge zeigten nämlich, dass mit diesen Beträgen 
sicherlich nicht der gesamte Familienunterhalt hätte bezahlt werden können. Ge-
nerell sei die Berufungsbeklagte den Nachweis, dass sie irgendwelche Unterhalts-
kosten der Familie mit dem geerbten Geld bezahlt habe, schuldig geblieben. Die 
Berufungsbeklagte sei aufgrund der Rollenverteilung sehr wohl verpflichtet gewe-
sen, einen finanziellen Beitrag an die Familie zu leisten. Selbst wenn sie nun 
tatsächlich ab dem Jahre 2005 bis im Juli 2007 die Schenkungen ihrer Mutter für 
den Unterhalt der Familie verwendet hätte, wäre sie dazu entsprechend der ver-
einbarten Rollenteilung verpflichtet gewesen. Dazu komme, dass ihr Beitrag aus 
den Schenkungen pro Monat und während einer beschränkten Dauer lediglich 
höchstens CHF 1'200.00 betragen habe. Ein solcher Betrag sei angesichts des 
Totalunterhalts einer 4-köpfigen Familie von mindestens CHF 6'300.00 monatlich 
und der damaligen Einkommensverhältnisse der Parteien sicherlich nicht überpro-
portional im Sinne von Art. 165 Abs. 2 ZGB. Es sei somit keine Entschädigung 
geschuldet. In jedem Fall sei gemäss Art. 165 Abs. 2 ZGB eine angemessene 
Entschädigung zu bezahlen und es bestehe kein Anspruch auf Ersatz des zu viel 
Geleisteten.

7.2. Die Berufungsbeklagte rügt diesbezüglich in ihrer Berufungsantwort, die 
Vorinstanz habe zu Unrecht eine Entschädigung gemäss Art. 165 Abs. 2 ZGB von 
CHF 27'200.00 statt CHF 154'200.00 anerkannt. Schenkungen ihrer Mutter seien 
im Umfange von CHF 154'200.00 unbestritten. Sie habe bereits in ihrer Klagebe-
gründung dargetan, dass sie die Schenkungen ihrer Mutter vollumfänglich für den 

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Haushalt und Kinderbelange verwendet habe und sie damit ermöglicht habe, dass 
der Berufungskläger sein Einkommen unter anderem für eine Augenoperation, 
eine dreijährige Ausbildung zum Techniker, Wertschriftenhandel und Lottospiel 
verwenden, aber auch die Liegenschaftskäufe und die Rückzahlungen von priva-
ten Darlehen aus seinem Einkommen habe finanzieren können. Sie habe nie be-
hauptet, den ganzen Unterhalt, inkl. Bezahlung von Steuern, Krankenkassenprä-
mien und Versicherungen, finanziert zu haben. Der Berufungskläger habe sich 
aber an den Haushalt- und Kinderkosten - wie z.B. Kleider, Babybedarf, Freizeit-
beschäftigungen, Hobbies, Taschengeld, Kosten für Schulausflüge - nie beteiligt. 
Er habe ihr auch nie Geld zur freien Verfügung gegeben. Sie habe daher nur 
durch Verwendung der Schenkungen diesen Teil des Familienunterhalts bestrei-
ten können. Sie sei nicht verpflichtet gewesen, einen finanziellen Beitrag im effek-
tiv erbrachten Ausmass beizusteuern. Der Berufungskläger habe anerkannt, dass 
er für den Unterhalt zuständig gewesen sei, während sie den Haushalt besorgt 
und die Kinder betreut habe.

Der Berufungskläger könne nicht dartun, dass er ihr je Geld für den Haushalt, 
Kleider, Hobbies und Taschengeld gegeben habe. Die Vorinstanz hätte einerseits 
aufgrund der von der Berufungsbeklagten vorgelegten Bankbelege, anderseits 
vom Einkommen des Berufungsklägers und dessen Ausgaben, insbesondere aber 
auch vor dem Hintergrund, dass der Berufungskläger die Bewegungen auf seinen 
Bankkonten nie offen gelegt habe, die Verwendung der Schenkungen für die Fa-
milie als genügend bewiesen qualifizieren müssen. Der Berufungskläger habe zu-
dem nie bestritten, dass die Amortisation von Schulden aus seinem Einkommen 
erfolgt sei. In ihrer Berufungsduplik macht die Berufungsbeklagte schliesslich gel-
tend, dass angesichts der behaupteten Ersparnisse des Berufungsklägers als 
wahrscheinlichste Möglichkeit der Finanzierung des Familienunterhalts der von ihr 
vorgetragene Ablauf bleibe.

7.3. Gemäss Art. 165 Abs. 1 ZGB hat ein Ehegatte Anspruch auf angemessene 
Entschädigung, falls er im Beruf oder Gewerbe des andern erheblich mehr mitge-
arbeitet hat, als sein Beitrag an den Unterhalt der Familie verlangt. Dies gilt auch, 
wenn ein Ehegatte aus seinem Einkommen oder Vermögen an den Unterhalt der 
Familie bedeutend mehr beigetragen hat, als er verpflichtet war (Art. 165 Abs. 2 
ZGB). Gegenstand der Vergütung nach Art. 165 Abs. 2 ZGB bilden ausserge-
wöhnliche Zuwendungen von Ehemann oder Ehefrau aus deren Einkommen oder 
Vermögen an den ehelichen Unterhalt. Bei der Beurteilung der Frage, ob im Ein-
zelfall eine entschädigungspflichtige Mehrleistung vorliegt, ist von der konkreten 
Vereinbarung der Ehegatten über die beidseitigen Unterhaltsleistungen auszuge-

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hen und zu prüfen, ob die fragliche Zuwendung in ungewöhnlicher Weise davon 
abweicht. Die Sonderleistung muss dem Familienunterhalt dienen. Der Unter-
haltsbegriff ist nicht eng zu verstehen. Auch Sonderleistungen, die nicht zur De-
ckung der Haushaltskosten oder der persönlichen Grundbedürfnisse der Famili-
enmitglieder bestimmt waren, können abgegolten werden, wenn sie ihren Grund in 
der Beistandspflicht von Ehefrau oder Ehemann haben. Wegen der umfassenden 
Gemeinschaft der Ehegatten dachte der Gesetzgeber nicht an eine äquivalente 
Entschädigung für die erbrachten Sonderleistungen, vielmehr hatte er einen ehe-
individuell angepassten Ausgleich im Auge. Bei der Berechnung der Entschädi-
gung müssen unter anderem auch die für den mehrleistenden Gatten entstehen-
den Vor- und Nachteile (z. B. güterrechtliche Vorteile) berücksichtigt werden (vgl. 
Bernhard Isenring/Martin A. Kessler, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., N 10 ff. zu Art. 165 ZGB). Ausgangspunkt für 
die Beurteilung, ob ein Anspruch gemäss Art. 165 Abs. 2 ZGB besteht, bildet die 
Verständigung der Ehegatten über den Beitrag an den Unterhalt der Familie, den 
jeder von ihnen leistet, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushal-
tes, Betreuen der Kinder oder durch Mithilfe im Beruf oder Gewerbe des anderen 
(siehe z.B. Urteil des Bundesgerichts 5A_672/2012 vom 3. April 2013, E. 5.1 mit 
Verweis auf Art. 163 Abs. 2 ZGB). Die Festsetzung der Entschädigung erfolgt auf-
grund einer Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse nach pflicht-
gemässem Ermessen.

Die Partei, die die Entschädigung verlangt, trägt die Beweislast. Dabei wird 
grundsätzlich der strikte Beweis verlangt (Urteil des Bundesgerichts 5A_618/2012 
vom 27. Mai 2013, E. 5.4.3). Der Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach 
objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachverhaltsdarstellung 
überzeugt ist. Absolute Gewissheit wird nicht verlangt. Vielmehr genügt, wenn das 
Gericht am Vorliegen der Tatsachenbehauptung keine ernsthaften Zweifel mehr 
hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Als Orientierungs-
grösse kann eine numerische Wahrscheinlichkeit von 90% herangezogen werden 
(vgl. Peter Guyan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., N 8 zu Art. 157 ZPO).

7.4. Die Vorinstanz ist von Schenkungen von insgesamt CHF 154'200.00 aus-
gegangen. Diese seien ausgewiesen und unbestritten. Die Aufgaben zwischen 
den Eheleuten seien so verteilt gewesen, dass der Ehemann der Hauptverdiener 
gewesen sei und die Ehefrau den Haushalt bestritten und die Kinderbetreuung 
übernommen habe. Die Ehefrau habe jedoch grösstenteils noch ein eigenes Ein-
kommen erzielt, das aber nicht konstant gewesen sei. Gemäss der Vorinstanz ist 

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davon auszugehen, dass die Ehefrau den Unterhalt der Familie ab 2005 über ihr 
Konto respektive mit ihrem Einkommen und zwischen 2005-2007 mit ihrem Eigen-
gut bestritten hat.

Die Vorinstanz ist zum Schluss gelangt, dass die Berufungsbeklagte zwar einen 
Teil des Unterhalts über ihr Konto bestritten habe, jedoch nur zwischen 2005 bis 
Juli 2007 die unbestrittenen Schenkungen ihrer Mutter für den Unterhalt der Fami-
lie verwenden musste. Dies führe klar über ihre ehelichen Pflichten hinaus, hätten 
doch diese angesichts der konkret vereinbarten Rollenteilung in der Haushalts-
führung und Kindererziehung und lediglich zu einem bescheidenen Teil in der fi-
nanziellen Beteiligung am Unterhalt bestanden. Die Vorinstanz hat aus diesen 
Gründen dem Eigengut der Ehefrau einen Betrag von CHF 27'200.00 – was nach 
den Feststellungen der Vorinstanz genau den für den Unterhalt verwendeten 
Schenkungen entspricht (27 x CHF 900.00 + CHF 2'900.00) – zugewiesen.

Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, dass die Ehefrau ab 2005 bis 
Juli 2007 kaum Einkommen erzielt habe, dass aus den Kontobelegen monatliche 
Zahlungen der Mutter der Ehefrau an diese in Höhe von CHF 900.00 ersichtlich 
seien, dass die Mutter als Zeugin sinngemäss erklärt habe, ihre Tochter während 
Engpässen ausgeholfen zu haben und dass die Ehefrau zwischen 2005 und Juli 
2007 regelmässig kleinere Beträge vom Konto abgehoben habe (wobei während 
dieser Zeit keine Überträge auf andere Konti mehr erfolgt seien). Demgegenüber 
sei ab Juli 2007 die Regelmässigkeit bei den Bezügen zwar bestehen geblieben, 
die monatlichen Bezüge würden jedoch höher und die Ehefrau habe wieder über 
ein höheres Einkommen verfügt. Zwischen 2005 und Juli 2007 seien auch Über-
weisungen des Ehemannes zu verzeichnen; es sehe danach aus, als hätte er der 
Ehefrau "ausgeholfen", wenn ihr Konto kaum mehr Mittel aufgewiesen habe. Ab 
Juli 2007 würden dagegen keine Belege vorliegen, welche bestätigen könnten, wie 
die Schenkungen der Mutter der Ehefrau verbraucht worden seien.

7.5. Zunächst ist zu bemerken, dass die Berufungsbeklagte, die die geltend ge-
machte Entschädigung immer nur auf die Verwendung der Schenkungen und nicht 
von ihrem Einkommen gestützt hat, nicht rügt, dass die Vorinstanz festgestellt hat, 
die Pflichten der Ehefrau hätten angesichts der konkret vereinbarten Rollenteilung 
in der Haushaltführung und Kindererziehung und lediglich zu einem bescheidenen 
Teil in der finanziellen Beteiligung am Unterhalt bestanden. Dass ihr eigenes Ein-
kommen für den Unterhalt eine Sonderleistung gewesen sei, wird damit nicht vor-
gebracht; die Berufungsbeklagte stellt sich lediglich auf den Standpunkt, der Ver-

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brauch der Schenkungen der Mutter sei (als ihr Eigengut) eine Sonderleistung 
gewesen.

Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass die Ehefrau nur im Umfang von 
CHF 27'200.00 beweisen konnte, dass sie die Schenkungen der Mutter zur De-
ckung des Unterhalts verwendet hat. Zwar sind auch über Juli 2007 Bezüge in 
einer gewissen Regelmässigkeit zu verzeichnen, doch fehlt dafür jeglicher Nach-
weis in Bezug auf deren Verwendung, sodass – wie die Vorinstanz zu Recht er-
wogen hat – hierfür der Nachweis als nicht erbracht zu gelten hat, dass die ent-
sprechenden Geldbeträge als Sonderleistungen anzusehen wären. Sofern der 
Berufungskläger geltend macht, es sei bloss eine angemessene Entschädigung 
geschuldet und es bestehe kein Anspruch auf vollen Ersatz des zu viel Geleiste-
ten, ist er mit dieser Rüge mangels hinreichender Substantiierung nicht zu hören, 
unterlässt er es doch darzulegen, inwieweit eine Reduktion des von der Vorinstanz 
zugesprochenen Betrages angemessen sei (was aufgrund der Akten auch nicht 
erkennbar wäre). Es bleibt somit beim von der Vorinstanz diesbezüglich zuge-
sprochenen Betrag in der Höhe von CHF 27'200.00.

8.1. Die Berufungsbeklagte rügt in ihrer Berufungsantwort, dass die Vorinstanz, 
obwohl von beiden Parteien unbestritten, den Wohnwagen, welcher auf den Beru-
fungskläger als Halter laute, beim Vermögen des Ehemannes per 31. Dezember 
2013 nicht berücksichtigt habe. Das Vermögen des Ehemannes sei somit um CHF 
10'000.00 zu korrigieren.

8.2. Der Berufungskläger präzisiert zu Recht in seiner Berufungsreplik, es stim-
me zwar, dass die Vorinstanz den Wohnwagen nicht aufgelistet habe; entschei-
dend sei aber, dass die Vorinstanz in ihrer Zusammenfassung ihres Entscheids 
(vgl. S. 29) den Wohnwagen klar und deutlich mit dem anerkannten Wert von CHF 
10'000.00 zur Errungenschaft des Ehemannes gezählt habe.

8.3. Das Versäumnis der Vorinstanz bei der Zusammenstellung des Vermögens 
der Eheleute hat keine Konsequenzen. Massgebend ist, dass die Vorinstanz bei 
der Berechnung der Errungenschaft des Ehemannes den Wert des Wohnwagens 
berücksichtigt hat. Die Rüge der Berufungsbeklagten ist darum nicht zu hören.

9.1. Die Berufungsbeklagte rügt in ihrer Berufungsantwort, die Vorinstanz habe 
als Steuerschulden des Berufungsklägers CHF 11'899.00 angenommen, obwohl 
die Gegenpartei bis und mit mündlicher Hauptverhandlung zu Recht geltend ge-
macht und nachgewiesen habe, dass sich ihre Schulden auf CHF 5'527.00 belau-
fen würden.

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9.2. Der Berufungskläger gibt in seiner Berufungsreplik zu, es stimme zwar, 
dass er ursprünglich in seinen Rechtsschriften Steuerschulden von CHF 5'527.00 
geltend gemacht habe. Diese Zahl sei denn auch noch in seinen Plädoyernotizen 
vorhanden, welche zu Beginn des mündlichen Vortrages der Vorinstanz abgege-
ben worden seien. Als die Ehefrau dann aber im Rahmen ihres ersten mündlichen 
Vortrages, welcher dem Vortrag des Ehemannes voraus gegangen sei, zu Guns-
ten des Ehemannes Steuerschulden von CHF 11'899.00 anerkannt habe, habe er 
gegenüber der Vorinstanz im Rahmen seines mündlichen Vortrages bestätigt, 
dass er mit diesen höheren Steuerschulden zu Gunsten von ihm selbstverständ-
lich einverstanden sei. Die Vorinstanz sei im angefochtenen Urteil folglich zu 
Recht davon ausgegangen, dass das flüssige Vermögen ausgewiesen und von 
beiden Ehegatten anerkannt worden sei.

9.3. Zutreffend ist, dass die Berufungsbeklagte in ihrem Plädoyer die Steuer-
schulden des Berufungsklägers mit Verweis auf die definitive Veranlagung (BB 92) 
auf CHF 11'899.00 beziffert hat. Diese gelten somit als ausgewiesen und aner-
kannt, sodass darauf abzustellen ist, zumal Zugeständnisse an keine Novenfrist 
gebunden sind.

10.1. Die Berufungsbeklagte macht in ihrer Berufungsantwort geltend, dass das 
voreheliche Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschliessung belegt sei. Zum Zeit-
punkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung sei das voreheliche Vermögen 
nicht mehr vorhanden bzw. gelänge der Beweis nicht, dass noch vorhandene Er-
satzanschaffungen getätigt worden seien. Der Berufungskläger stellt in seiner Be-
rufungsreplik klar, dass er im vorinstanzlichen Verfahren kein voreheliches Bar-
vermögen in Abzug zu bringen gewollt habe und dass er es im Berufungsverfah-
ren immer noch nicht wolle.

10.2. Soweit es sich um eine Rüge der Berufungsbeklagten handelt, ist auf diese 
mangels genügender Begründung nicht einzutreten. Die Rüge wäre aber auch 
unbegründet, weil die Vorinstanz, obwohl sie zu Unrecht in ihrer Tabelle in Erwä-
gung 6.7 des angefochtenen Entscheids das voreheliche Vermögen als Eigengut 
der Eheleute bezeichnet hat, es bei der Vorschlagsberechnung (Erwägung 6.8) 
nicht berücksichtigt bzw. von der Errungenschaft nicht abgezogen hat.

11.1. Die Berufungsbeklagte rügt sodann, die Vorinstanz habe zu Unrecht dem 
Eigengut des Berufungsklägers eine Schenkung seiner Eltern zugewiesen. Die 
Vorinstanz habe in ihrem Entscheid nämlich zu Recht festgestellt, dass dem Beru-
fungskläger der Beweis, dass seine Eltern ihm Schenkungen für den Wiederauf-

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bau der Liegenschaft S._____ gemacht hätten, nicht gelungen sei. Da die Zeugen 
zudem bereits im Vorfeld ihrer Einvernahme vom Berufungskläger informiert wor-
den seien, bei der Zeugenbefragung vor allem Vermutungen angestellt hätten und 
keine Angaben hätten machen können, hätte die Vorinstanz gemäss Art. 200 Abs. 
3 ZGB die Differenz von CHF 29'110.15 (falls am Erstellungspreis gemäss Vorin-
stanz festgehalten werde) bzw. CHF 11'225.50 (falls die Erstellungskosten 
gemäss Berechnung der Berufungsbeklagten veranschlagt würden) nicht als "ma-
ximale Schenkung" dem Eigengut, sondern gemäss Art. 200 Abs. 3 ZGB der Er-
rungenschaft zuweisen müssen. Die Berufungsklägerin rügt auch, die Vorinstanz 
habe zu Unrecht die Tatsache unberücksichtigt gelassen, dass die Liegenschaft 
J._____ bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung einen Mehrwert gehabt ha-
be.

11.2. Der Berufungskläger macht in seiner Berufungsreplik geltend, dass die 
Zeugin, als ihr von der Vorinstanz die fraglichen Rechnungen vorgelegt worden 
seien, und sie gefragt worden sei, ob es möglich sei, dass ihr Geschäft damals 
diese Rechnungen bezahlt habe, in Bezug auf vier Rechnungen klar und deutlich 
mit "ja" geantwortet habe. Bei den Rechnungen von C._____ (BB 43) und 
D._____ (BB 45) habe sie sogar gesagt, sie sei sich ganz sicher. Zu den Rech-
nungen von E._____ (BB 46 und 47) habe sie gesagt: "Ja, genau". Die anderen 
Rechnungen habe sie immerhin nach einer kurzen Bedenkzeit ebenfalls bestäti-
gen können. Es stimme nicht, dass sich die Eltern des Ehemannes gegenseitig als 
für solche Geschäfte zuständig bezeichnet hätten, so wie dies die Vorinstanz fest-
gestellt habe. Im Gegenteil habe die Zeugin Y._____ bestätigt, dass sie die Zah-
lungen gemacht habe.

Der Berufungskläger rügt in seiner Berufungsreplik ebenfalls (und im Vergleich mit 
der Berufung neu), es stimme nicht, dass die einzelnen Rechnungen, welche von 
den Eltern zu Gunsten des Ehemannes bezahlt worden seien, keinen Bezug zum 
Wiederaufbau aufweisen würden. Auch darin gehe die Vorinstanz fehl. Bereits in 
den vorinstanzlichen Rechtsschriften sei behauptet und nachgewiesen worden, 
dass sämtliche fraglichen Rechnungen eins zu eins mit dem gleichen Betrag und 
dem gleichen Datum in der Bauabrechnung unter der entsprechenden BKP Num-
mer aufgenommen worden seien. Einen deutlicheren Bezug gebe es nicht. Dem 
Eigengut des Ehemannes seien folglich nicht nur die CHF 29'110.15 zuzuweisen, 
sondern CHF 94'396.00, was im Berufungsverfahren zu korrigieren sei.

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11.3. Bei den entsprechenden Vorbringen in der Berufungsreplik handelt es sich 
um eine verspätete und damit unzulässige Rüge, die darum nicht zu hören ist. Es 
bleiben somit nur die Rügen der Berufungsbeklagten zu prüfen.

Was die Erstellungskosten anbelangt, scheint die Berufungsbeklagte, ohne sich 
mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen, geltend zu machen, dass 
diese nicht dem seitens der Vorinstanz festgestellten Betrag entsprechen würden. 
Falls es sich um eine Rüge handeln sollte, ist auf diese mangels hinreichender 
Begründung nicht einzutreten.

Die Vorinstanz hat, wie von der Berufungsbeklagte geltend gemacht, einen 
höchstmöglichen Betrag von CHF 29'110.15 als Eigengut des Ehemannes aner-
kannt, obwohl sie festgestellt hat, dass die als Zeuge einvernommenen Eltern des 
Ehemannes bestätigt hätten, Rechnungen im Zusammenhang mit dem Wieder-
aufbau "J._____" bezahlt zu haben, ohne aber mit Bestimmtheit eine Rechnung 
bezeichnen oder einen Betrag zu beziffern. Die Berufungsbeklagte übersieht bei 
ihrer Argumentation jedoch, dass die Beweislastregel von Art. 200 Abs. 3 ZGB im 
vorliegenden Zusammenhang nicht zur Anwendung gelangt. Art. 200 Abs. 3 ZGB 
regelt die Beweislast mit Bezug auf die güterrechtliche Qualifikation eines be-
stimmten Vermögenswertes. Die Beweislastregel kommt dann zur Anwendung, 
wenn zwar die Berechtigung des Ehegatten an einem Vermögensgegenstand 
feststeht, jedoch streitig und unbewiesen ist, welcher der beiden Gütermassen der 
fragliche Vermögenswert zugeordnet werden muss. Von der güterrechtlichen Zu-
ordnung eines bestimmten Vermögensgegenstandes zu unterscheiden ist die Fra-
ge, wer die Beweislast dafür trägt, dass Mittel der einen Vermögensmasse zur 
Tilgung von Schulden bzw. zum Erwerb von Vermögensgegenständen der andern 
beigetragen haben, so dass derjenigen Gütermasse, die für die andere aufge-
kommen ist, eine entsprechende Ersatzforderung zusteht, die entweder auf den 
Nominalwert beschränkt ist (Art. 209 Abs. 1 ZGB) oder darüber hinaus auch Anteil 
am Mehr- oder Minderwert des fraglichen Vermögensgegenstandes hat (Art. 209 
Abs. 3 ZGB). Entgegen dem, was die Berufungsbeklagte annimmt, regelt Art. 200 
Abs. 3 ZGB diese Frage nicht. Vielmehr gilt diesbezüglich die allgemeine Beweis-
regel von Art. 8 ZGB. Dieser Vorschrift zufolge hat derjenige das Vorhandensein 
einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (vgl. zum 
Ganzen Urteil des Bundesgerichts 5A_37/2011 vom 1. September 2011, E. 3.2.1 
m.w.H.).

Da die Liegenschaft J._____ zum Eigengut des Ehemannes zählt, gelten die 
Schulden vermutungsweise als aus Eigengut bezahlt. Diese Vermutung kann 

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durch den Gegenbeweis umgestossen werden, d.h. die Berufungsbeklagte hätte 
in Anwendung von Art. 8 ZGB zu beweisen, dass die fraglichen Rechnungen aus 
der Errungenschaft bezahlt worden wären. Sie macht aber hierzu lediglich geltend, 
dass dem so sei, ohne dies näher zu substantiieren und - vor allem - ohne dies 
belegen zu können. Die entsprechende Behauptung bleibt demnach unbewiesen, 
sodass es bei der Vermutung bleibt, wonach der Betrag von CHF 29'110.15 für 
den Wiederaufbau der Liegenschaft J._____ dem Eigengut des Ehemannes zu-
zuweisen ist.

Die Vorinstanz hat ferner in Erwägung 6.7 und 6.8 des angefochtenen Entschei-
des die Investition der Errungenschaft des Ehemannes in Höhe von CHF 
20'000.00 für den Kauf der Liegenschaft J._____ nicht berücksichtigt, obwohl die-
se Tatsache von den Parteien anerkannt war und im angefochtenen Entscheid in 
Erwägung 6.6a als erstellt betrachtet wurde. Da es sich hierbei um einen offen-
sichtlichen Fehler handelt, ist das Versehen von Amtes wegen zu korrigieren.

12.1. Die Berufungsbeklagte macht in ihrer Berufungsantwort schliesslich gel-
tend, sie habe bereits in ihrer Klagereplik bestritten, dass die vom Berufungskläger 
behauptete Finanzierung der Liegenschaft F._____ korrekt sei. Aus den Bankun-
terlagen der G._____ sei belegt, dass Ende 2005, also nur dreieinhalb Monate 
nach dem Kauf, Hypothekardarlehen von CHF 300'000.00 und CHF 40'000.00, 
mithin CHF 340'000.00, auf der Liegenschaft F._____ lasten würden. Die vom Be-
rufungskläger anerkannte Finanzierung von CHF 30'000.00 über eine Hypothek 
der Liegenschaft H._____ zeige, dass die Liegenschaft F._____, welche zum 
Preis von CHF 370'000.00 vom Berufungskläger erworben worden sei, vollständig 
fremdfinanziert worden sei.

12.2. Die Rüge beinhaltet ein unechtes, unzulässiges Novum. Die Berufungsbe-
klagte hätte im Juni 2015, nach dem Erhalt der Bankunterlagen, sofort reagieren 
müssen. Das hat sie unterlassen. Zudem ist diesbezüglich weder ihrem Plädoyer 
noch dem Protokoll der Hauptverhandlung zu entnehmen, dass sie die entspre-
chenden Vorbringen des Ehemannes bestritten hätte. Da die Berufungsbeklagte 
die verspätete Geltendmachung im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht begrün-
det, ist das neue Vorbringen nicht zu beachten. Unabhängig davon wäre die Rüge 
auch unbegründet. Da unbestritten ist, dass die Liegenschaft Errungenschaft des 
Ehemannes bildet, spielt es keine Rolle, ob diese grösstenteils (und somit auch im 
Umfang von CHF 16'000.00 aus Erspartem und somit aus Errungenschaft, wie 
von der Vorinstanz festgestellt) oder vollständig von einer darauf lastenden Hypo-
thek finanziert wurde. In jedem Fall bildet der Nettowert der Liegenschaft (Mehr-

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wert inbegriffen) Errungenschaft des Ehemannes und es sind keine anderen Ver-
mögensmassen daran beteiligt.

13.1. Im Lichte der vorstehenden Erwägungen sowie der im Rahmen des Beru-
fungsverfahrens unangefochtenen Punkte des vorinstanzlichen Entscheides ergibt 
sich damit folgende Vorschlagsberechnung:

Vermögen per 31.12.2013 Eigengut
Ehemann

Eigengut
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehemann

H._____ CHF 745'000.00

./. Hypothek -CHF 473'500.00

./. Ersatzforderung investiertes Geld CHF 174'096.60 CHF 50'000.00 CHF 2'125.00 -CHF 226'221.60

./. Ersatzforderung Mehrwert CHF 23'261.24 CHF 6'680.55 CHF 283.92 -CHF 30'225.71

Netto CHF 197'357.84 CHF 56'680.55 CHF 2'408.92 CHF 15'052.69

I._____ (inkl. Wohnrecht) CHF 679'120.00

./. Hypothek -CHF 246'000.00

./. Darlehen -CHF 30'000.00

Netto CHF 403'120.00

F._____ CHF 430'000.00

./. Hypothek -CHF 324'000.00

Netto CHF 106'000.00

J._____ CHF 570'000.00

./. Hypothek -CHF 265'000.00

./. Ersatzforderung Amortisation -CHF 5'960.00 CHF 5'960.00

./. Ersatzforderung investiertes Geld -CHF 36'077.55 CHF 36'077.55

Netto CHF 262'962.45 CHF 42'037.55

Schreinerei CHF 73'000.00

./. Ersatzforderung Eigengut CHF 71'912.60 -CHF 71'912.60

Netto CHF 71'912.60 CHF 1'087.40

Vermögen Ehemann

Kto. K._____ CHF 5'950.00

Kto. L._____ CHF 387.00

Kto. G._____ CHF 4'141.00

Guthaben M._____ CHF 190.55

5 Aktien G._____ CHF 136.00

7 Aktien N._____ CHF 164.00

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530 Aktien O._____ CHF 8'968.00

Genossenschaftsanteil L._____ CHF 200.00

P._____ Lebensversicherung CHF 26'557.70

G._____ Säule 3 CHF 30'180.00

Schulden Ehemann

G._____ -CHF 141.02

Darlehen Q._____ -CHF 6'511.00

Steuern -CHF 11'899.00

Anwaltshonorar -CHF 1'200.00

Netto CHF 57'123.23

Vermögen Ehefrau

Kto. L._____bank CHF 4'125.00

Schulden Ehefrau

Steuern -CHF 820.00

Anwaltshonorar -CHF 1'168.00

Netto CHF 2'137.00

Wohnwagen CHF 10'000.00

Entschädigung gemäss Art. 165 Abs. 
2 ZGB

CHF 27'200.00 -CHF 27'200.00

Eigengut
Ehemann

Eigengut
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehemann

Total CHF 532'232.89 CHF 83'880.55 CHF 4'545.92 CHF 607'220.87

Vorschlag CHF 611'766.79

Vorschlagsanteil 
pro Ehegatte

CHF 305'883.40

13.2. Gestützt darauf lässt sich für die Ehefrau der folgende güterrechtliche An-
spruch errechnen:

Anspruch Ehefrau 
Vorschlagsanteil CHF 305'883.40

Ersatzforderung Eigengut CHF 83'880.55

(inkl. Mehrwertanteil und Entschädigung gemäss Art. 165 Abs. 2 ZGB)

Total CHF 389'763.95

Zuweisung Ehefrau
H._____ (inkl. Hypothek) CHF 271'500.00

Wohnwagen CHF 10'000.00

24 / 27

Kto. L._____bank CHF 4'125.00

Schulden 
Steuern -CHF 820.00

Anwaltshonorar -CHF 1'168.00

Total CHF 283'637.00

Forderung gegenüber Ehemann CHF 106'126.95

Anspruch Ehemann
Vorschlagsanteil CHF 305'883.40

Ersatzforderung Eigengut (inkl. Mehrwertanteil) CHF 532'232.89

Total CHF 838'116.29

Zuweisung Ehemann
I._____ (inkl. Hypothek, Darlehen, Wohnrecht) CHF 403'120.00

F._____ (inkl. Hypothek) CHF 106'000.00

J._____ (inkl. Hypothek) CHF 305'000.00

Schreinerei CHF 73'000.00

Kto. K._____ CHF 5'950.00

Kto. L._____ CHF 387.00

Kto. G._____ CHF 4'141.00

Guthaben M._____ CHF 190.55

5 Aktien G._____ CHF 136.00

7 Aktien N._____ CHF 164.00

530 Aktien O._____ CHF 8'968.00

Genossenschaftsanteil L._____ CHF 200.00

P._____ Lebensversicherung CHF 26'557.70

G._____ Säule 3 CHF 30'180.00

Schulden
G._____ -CHF 141.02

Darlehen Q._____ -CHF 6'511.00

Steuern -CHF 11'899.00

Anwaltshonorar -CHF 1'200.00

Total CHF 944'243.23

Schuld gegenüber Ehefrau CHF 106'126.94 CHF 0.01

13.3. Die Berufungsbeklagte hat gegenüber dem Berufungskläger demzufolge 
einen güterrechtlichen Anspruch in Höhe von CHF 106'126.95.

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14.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
gemäss Art. 318 Abs. 3 ZPO auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen 
Verfahrens. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl 
die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 
ZPO), der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so 
werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 
Abs. 2 ZPO). Im erstinstanzlichen Verfahren anerkannte der Berufungskläger (zu-
letzt) einen güterrechtlichen Anspruch seiner Ehefrau in Höhe von CHF 26'090.00, 
währenddem die Ehefrau einen Betrag von CHF 275'484.00 forderte. In den übri-
gen Punkten (insbesondere bei der Übertragung des Miteigentumsanteils des Be-
rufungsklägers an der Liegenschaft H._____, bei der Übertragung des Eigentums 
am Wohnwagen vom Berufungskläger an die Berufungsbeklagte und bei der Auf-
teilung des Vorsorgeguthabens) waren sich die Parteien dagegen einig. Mit der 
Festlegung des güterrechtlichen Anspruchs der Ehefrau im Berufungsverfahren 
bei CHF 106'126.95 obsiegt der Ehemann zu rund zwei Dritteln bzw. die Ehefrau 
zu einem Drittel. Es rechtfertigt sich daher, die vorinstanzlichen Gerichtskosten in 
Höhe von CHF 16'000.00 zu einem Drittel, d.h. im Umfang von CHF 5'333.35, 
dem Berufungskläger und zu zwei Dritteln, d.h. im Umfang von CHF 10'666.65, 
der Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

Hinsichtlich der Parteientschädigung ist ebenfalls von einem anteilsmässigen Ob-
siegen von einem Drittel zu zwei Dritteln zu Gunsten des Ehemannes auszuge-
hen, weshalb der ausseramtliche Entschädigungsanspruch des Ehemannes ge-
genüber der Ehefrau in einem Drittel seines ausgewiesenen Aufwandes besteht 
(sog. Bruchteilsverrechnungsmethode; vgl. hierzu Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 14 115 vom 17. September 2015, E. 15b, sowie Peter Schny-
der/Micha Nydegger, Zur Berechnung der Parteientschädigung nach Art. 106 und 
107 ZPO bei teilweisem Obsiegen: Bruchteils- oder Betragsverrechnung?, in: 
ZGRG 1/16, S. 3 ff.). Die von der Rechtsvertreterin des Berufungsklägers im vor-
instanzlichen Verfahren eingereichte Honorarnote weist einen Aufwand von 73 
Stunden und 15 Minuten auf, was als (noch) angemessen angesehen werden 
kann. Der zugrunde gelegte Stundenansatz von CHF 250.00 ist angesichts der 
entsprechenden, in der Vollmacht enthaltenen Honorarvereinbarung nicht zu be-
anstanden; ebensolches gilt für den geltend gemachten Interessenwertzuschlag 
von 3% (vgl. BB 87). Zuzusprechen sind ebenfalls die Spesenpauschale von CHF 
915.63 sowie die besonderen Spesen von CHF 56.00. In Berücksichtigung der 
Mehrwertsteuer in Höhe von 8% resultiert damit - wie denn auch die Vorinstanz 
festgestellt hat (vgl. angefochtenes Urteil, E. 9) - ein Gesamtbetrag von 29'056.45 

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(währenddem bei dem in der Honorarnote handschriftlich korrigierten Endbetrag 
von CHF 29'526.80 lediglich die Reduktion beim Interessenwertzuschlag, nicht 
jedoch auch die Reduktion im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer berücksich-
tigt wurde). Die Berufungsbeklagte hat den Berufungskläger für das erstinstanzli-
che Verfahren demzufolge mit CHF 9'685.50 ausseramtlich zu entschädigen (1/3 * 
CHF 29'056.45).

14.2. Im Berufungsverfahren lautete das Begehren des Berufungsklägers, der 
von der Vorinstanz auf CHF 171'017.55 festgesetzte güterrechtliche Anspruch der 
Berufungsbeklagten sei auf CHF 60'553.40 zu reduzieren. Die Berufungsbeklagte 
beantragte die vollumfängliche Abweisung der Berufung. Indem sich im Beru-
fungsverfahren ein güterrechtlicher Anspruch der Berufungsbeklagten von CHF 
106'126.95 ergab, obsiegt der Berufungskläger auch in diesem Verfahren zu rund 
zwei Dritteln. Es erscheint deshalb angemessen, auch die Kosten des Berufungs-
verfahrens – welche in Anwendung von Art. 9 der Verordnung über die Gerichts-
gebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf CHF 6'000.00 festzusetzen sind 
– der Berufungsbeklagten zu zwei Dritteln, d.h. im Umfang von CHF 4'000.00, und 
dem Berufungskläger zu einem Drittel, d.h. im Umfang von CHF 2'000.00, aufzuer-
legen. Die Gerichtskosten werden mit dem vom Berufungskläger geleisteten Kos-
tenvorschuss in derselben Höhe verrechnet. Die Berufungsbeklagte wird verpflich-
tet, dem Berufungskläger den Betrag von CHF 4'000.00 direkt zu ersetzen (Art. 
111 Abs. 2 ZPO).

Im Berufungsverfahren hat die Rechtsvertreterin des Berufungsklägers keine Ho-
norarnote eingereicht, sodass die beantragte Entschädigung praxisgemäss nach 
Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich stellenden Tat- und Rechtsfra-
gen sowie des Umfangs der abgefassten Rechtsschriften erscheint ein Aufwand 
von insgesamt 20 Stunden als angemessen, wobei wiederum der vereinbarte 
Stundenansatz von CHF 250.00 zugrunde zu legen ist. Hinzu kommen eine Spe-
senpauschale von 3% sowie 8% Mehrwertsteuer, was einen Gesamtbetrag von 
CHF 5'562.00 ergibt. Gestützt auf die Bruchteilsverrechnungsmethode hat die Be-
rufungsbeklagte den Berufungskläger für das Berufungsverfahren mit CHF 
1'854.00 ausseramtlich zu entschädigen ([2/3 - 1/3] * CHF 5'562.00).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird, soweit darauf einzutreten ist, teilweise gutgeheissen und 
die Ziffern 2, 6 und 7 des Dispositivs des angefochtenen Entscheides wer-
den aufgehoben.

2. X._____ wird verpflichtet, Y._____ innert 90 Tagen ab Rechtskraft des vor-
liegenden Entscheides CHF 106'126.95 zu bezahlen.

3. a) Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 16'000.00 
gehen zu zwei Dritteln, d.h. im Umfang von CHF 10'666.65, zulasten von 
Y._____ und zu einem Drittel, d.h. im Umfang von CHF 5'333.35, zulasten 
von X._____.

    b) Y._____ hat X._____ für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 9'685.50 
(inkl. Spesen und MWSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

4. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 gehen zu zwei Drit-
teln, d.h. im Umfang von CHF 4'000.00, zulasten von Y._____ und zu ei-
nem Drittel, d.h. im Umfang von CHF 2'000.00, zulasten von X._____. Sie 
werden mit dem von X._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 
6'000.00 verrechnet. Y._____ wird verpflichtet, X._____ den Betrag von 
CHF 4'000.00 direkt zu ersetzen.

    b) Y._____ hat X._____ für das Berufungsverfahren mit CHF 1'854.00 (inkl. 
Spesen und MWSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: