# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c5ffa01-1a17-5cd3-8626-8c96f775df0e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 18.06.2013 I/1-2012/160, 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2012-160--161_2013-06-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2012/160, 161

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 18.06.2013

Entscheiddatum: 18.06.2013

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18.06.2013
Art. 126 DBG (SR 642.11), Art. 170 StG (sGS 811.1), Art. 58 Abs. 1 DBG, Art. 82 
Abs. 1 StG. Wegen mangelhafter Mitwirkung der Steuerpflichtigen konnte 
der Sachverhalt nicht vollständig ermittelt werden. Unterschiedliche 
Rechtsfolgen bei Sachverhaltslücken im Bereich von steuerbegründenden 
sowie steuermindernden Tatsachen. Im Streitfall wurden Abschreibungen 
auf einer Beteiligung vorgenommen, wobei der Bestand der Beteiligung 
nicht nachgewiesen war und die Abschreibung das Periodizitätsprinzip 
verletzte (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. Juni 2013, I/
1-2012/160, 161).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei;

Gerichtsschreiberin Louise Blanc Gähwiler

 

X AG, Beschwerdeführerin,

vertreten durch acv treuhand ag, Grünaustrasse 25, 9471 Buchs,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

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Kantonssteuer aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31.12.2008 und 31.12.2009

Direkte Bundessteuer aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31.12.2008 und 

31.12.2009

 

Sachverhalt:

A.- Die X AG mit Sitz an der G-Strasse, A, ist seit dem 7. Oktober 1993 im 

Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen bezweckt die Erstellung sowie den 

Kauf und Verkauf von Liegenschaften. Die Gesellschaft kann sich an anderen 

Unternehmungen beteiligen sowie Liegenschaften erwerben, halten, veräussern und/

oder vermitteln. M, in B, ist einziges Mitglied des Verwaltungsrates.

Im Rahmen der Steuerveranlagung 2008 verlangte die Veranlagungsbehörde von der X 

AG mit Schreiben vom 10. Mai 2011 verschiedene ergänzende Informationen zum 

Jahresabschluss 2008. Mit Schreiben vom 29. Mai 2011 kam die X AG der 

Aufforderung der Veranlagungsbehörde teilweise nach. In der Folge forderte Letztere 

im Rahmen der Steuerveranlagung 2008 und neu 2009 mit Schreiben vom 15. Juni 

2011 weitere ergänzende Informationen an. Nachdem sich die X AG dazu nicht 

geäussert hatte, wurde ihr am 2. Februar 2012 das rechtliche Gehör zu den 

Veranlagungsvorschlägen 2008 und 2009 gewährt. Die Veranlagungsbehörde teilte mit, 

sie beabsichtige, für das Jahr 2008 Aufrechnungen in der Höhe von Fr. 306'180.-- 

vorzunehmen (Privatanteil Auto von Fr. 2'400.--, Privatanteil Auslandspesen von 

Fr. 4'000.--, unverbuchte Umsätze Edu AG von Fr. 58'426.--, nicht nachgewiesene 

Abschreibungen auf Beteiligungen, Wertschriften und Darlehen Z von Fr. 241'354.-- als 

geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand). Für das Jahr 2009 stellte sie solche im 

Betrag von Fr. 33'441.-- in Aussicht (Privatanteil Auto von Fr. 2'400.--, Privatanteil 

Auslandspesen von Fr. 4'000.--, unverbuchte Umsätze Y AG von Fr. 27'041.--). In 

beiden Jahren wurde sodann ein Abzug für zusätzlichen Steueraufwand von 

Fr. 5'900.-- bzw. Fr. 10'500.-- infolge der diversen Aufrechnungen gewährt. Nachdem 

sich die X AG mit Schreiben vom 7. Mai 2012 vernehmen liess, wurde sie mit 

Verfügungen vom 19. Juni 2012 für die Jahre 2008 und 2009 mit einem steuerbaren 

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Gewinn von Fr. 25'345.-- bzw. Fr. 51'708.-- veranlagt (Kantonssteuer und direkte 

Bundessteuer). Das steuerbare Kapital wurde für die Kantonssteuer 2008 bzw. 2009 

auf Fr. 457'738.-- bzw. Fr. 476'005.-- festgelegt. Die dagegen erhobenen Einsprachen 

wies das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 27. Juli 2012 ab.

B.- Mit Eingabe ihres Vertreters N von der T Treuhand vom 23. August 2012 liess die X 

AG gegen die Einspracheentscheide bei der Verwaltungsrekurskommission Rekurs 

bzw. Beschwerde erheben. Sie beantragte, die Einspracheentscheide des kantonalen 

Steueramtes seien aufzuheben und der von ihr ausgewiesene Reinverlust von 

Fr. 217'783.-- für das Jahr 2008 bzw. der Reingewinn von Fr. 35'167.-- für das Jahr 

2009 sei zu schützen. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 

2. November 2012 die kostenfällige Abweisung der Rechtsmittel.

Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin liess innert mehrmals erstreckter Frist mit 

Schreiben vom 24. Januar 2013 mitteilen, sich neu von der acv treuhand ag vertreten 

zu lassen. Sie nahm mit Eingabe vom 9. April 2013 zur vorinstanzlichen 

Vernehmlassung Stellung und beantragt dabei, im Geschäftsjahr 2008 die 

Abschreibungen der aktivierten Prozesskosten von Fr. 20'174.75 und diejenigen auf 

der Beteiligung der Z LTD von Fr. 200'000.--, zum Abzug zuzulassen, sowie hinsichtlich 

der unverbuchten Umsätze der Y AG das Ergebnis der Steuerbehörde im Geschäftsjahr 

2010 der Y AG abzuwarten. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat stillschweigend 

auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde verzichtet.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich Veranlagungen der 

Kantonssteuern und der direkten Bundessteuern aufgrund der Rechnungsabschlüsse 

per 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009. Zwar müssen für Rekurs und 

Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie können indessen in einem einzigen 

Dokument mit Verweisungen und einem gemeinsamen Dispositiv, das die beiden 

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Steuern allerdings ausdrücklich auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = 

Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurs- sowie zur Beschwerdeerhebung ist gegeben. Der Rekurs sowie die 

Beschwerde vom 23. August 2012 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in 

formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des 

St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der 

Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h 

Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs sowie auf die Beschwerde ist einzutreten.

3.- a) Gemäss Art. 126 Abs. 1 DBG bzw. Art. 170 StG muss der Steuerpflichtige alles 

tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen. Zu diesem Zweck 

muss er auf Verlangen der Veranlagungsbehörde unter anderem Belege vorlegen. 

Kommt der Steuerpflichtige seiner Mitwirkungspflicht nicht nach, muss die 

Veranlagungsbehörde im Sinne einer Schliessung von Sachverhaltslücken das 

steuerbare Einkommen aufgrund von Schätzungen ermitteln und eine sogenannte 

Ermessensveranlagung vornehmen. Abklärungspflicht wie Ermessenseinschätzung 

bleiben jedoch auf den Bereich beschränkt, für den die Steuerbehörde die Beweislast 

trägt. Das gilt für steuerbegründende Tatsachen, d.h. für die Einkommensseite. Für die 

steuermindernden Tatsachen, also für die Abzugsseite, liegt dagegen die Beweislast 

beim Steuerpflichtigen. Soweit das Gesetz dem Steuerpflichtigen auferlegt, 

Behauptungen auf bestimmte Weise seinerseits zu belegen, dürfen diese daher nicht 

auf dem Umweg über die Ermessenseinschätzung als erwiesen hingenommen werden. 

Vielmehr hat die Einschätzungsbehörde davon auszugehen, dass behauptete 

Tatsachen, die der Steuerpflichtige nachzuweisen unterlässt, obschon das Gesetz ihm 

die Beweispflicht auferlegt, nicht zu berücksichtigen sind (vgl. Weidmann/Grossmann/

Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 193 f.; BGE 

107 Ib 213 E. 5). Immerhin ist es möglich, dass auch hinsichtlich steuermindernder 

bzw. -aufhebender Tatsachen eine Schätzung nach pflichtgemässem Ermessen 

vorzunehmen ist. Dies ist der Fall, wenn der Grundsachverhalt hinsichtlich der 

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steueraufhebenden bzw. regelmässig nur steuermindernden Tatsachen bewiesen ist, 

Unklarheit aber über den Umfang besteht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 43 zu Art. 130 DBG).

Der steuerbare Gewinn setzt sich gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG zusammen aus dem 

Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahres; 

allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des 

Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem 

Aufwand (vgl. auch Art. 59 DBG) verwendet werden, wie insbesondere Kosten für die 

Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Gegenständen des 

Anlagevermögens, geschäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und 

Rückstellungen, Einlagen in die Reserven, Einzahlungen auf das Eigenkapital aus 

Mitteln der juristischen Person, soweit sie nicht aus als Gewinn versteuerten Reserven 

erfolgen, offene und verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht 

begründete Zuwendungen an Dritte sowie den der Erfolgsrechnung nicht 

gutgeschriebenen Erträgen, mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und 

Liquidationsgewinne, vorbehältlich Art. 64 DBG (Ersatzbeschaffungen). Auf kantonaler 

Ebene besteht mit Art. 82 und 84 StG eine nahezu identische Regelung (vgl. auch 

Art. 24 f. des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden, SR 642.14).

Das schweizerische Steuerrecht folgt grundsätzlich dem Periodizitätsprinzip, wonach 

Unternehmen im Steuerjahr denjenigen Gewinn zu versteuern hat, den es in der 

entsprechenden Steuerperiode erzielt hat. Die Ergebnisse der Geschäftsperioden 

dürfen folglich nicht untereinander ausgeglichen werden. Unzulässig ist es, die 

Ergebnisse einer bestimmten Periode zugunsten oder zulasten einer anderen zu 

vermindern oder zu erhöhen. Fehlt der Periodenbezug eines Aufwandes, so ist dieser 

nicht geschäftsmässig begründet und darf nicht vom steuerbaren Einkommen 

abgezogen werden. Wird das Periodizitätsprinzip offensichtlich verletzt, so ist dies 

grundsätzlich steuerlich zu korrigieren. Das gilt ebenfalls bei Personenunternehmen 

bzw. bei selbständiger Erwerbstätigkeit (vgl. Entscheid des Verwaltungsgerichts 

B 2011/200 vom 12. April 2012, E. 2.2.2, in: www.gerichte.sg.ch).

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b) aa) In der Bilanz und Erfolgsrechnung für das Jahr 2008 (act. 11/I/01) deklarierte die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin Beteiligungen an der Z LTD von Fr. 300'000.-- 

und nahm Abschreibungen von total Fr. 241'353.72 vor. Gemäss Kontoblatt „1135 

Beteiligungen“ belief sich die Beteiligung Ende 2007 noch auf Fr. 500'000.--, worauf 

per Ende 2008 eine Abschreibung von Fr. 300'000.-- erfolgte (vgl. act. 11/I/02). Da die 

Steuerpflichtige von der Z eine Beteiligung an der W LTD von Fr. 100'000.-- 

übernommen habe, sei der Verlust (Abschreibungen) schliesslich auf Fr. 200'000.-- 

reduziert worden. Die Z habe im Dezember 2003 ausserdem ein Haus erstellt, welches 

anschliessend verkauft, der Kaufpreis von ca. Fr. 145'000.-- aber nie bezahlt worden 

sei. Die daraus resultierenden Anwaltskosten über ca. Fr. 21'000.-- seien seit 2004 in 

der Bilanz als Wertschriften aktiviert und im Geschäftsjahr 2008 mit Fr. 20'174.75 

erfolgswirksam abgeschrieben worden (act. 23 S. 2).

bb) Mit Schreiben vom 10. Mai 2011 forderte die Vorinstanz die Steuerpflichtige auf, 

Informationen und Unterlagen hinsichtlich der Beteiligung an der Z nachzuliefern 

(act. 11/I/04). Mit Stellungnahme vom 29. Mai 2011 erklärte die Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin unter anderem, auf den 1. Februar 2006 als Inhaberin der Aktien 

der Z mit O einen Übernahme- und Partnerschaftsvertrag abgeschlossen zu haben 

(act. 11/I/05). Sinngemäss macht die Steuerpflichtige damit geltend, alleinige Inhaberin 

der Gesellschaft zu sein. Der Vertrag wurde jedoch seitens der Z von N unterzeichnet 

(act. 2/1), welcher gemäss Handelsregisterauszug im Jahr 2006 für die Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin nicht (mehr) zeichnungsberechtigt war. Weiter ist aus der 

Steuererklärung von P ersichtlich, dass auch sie 100 Aktien der "Z Johannesburg" hält 

(vgl. act. 11/III/01). Die Zweifel der Vorinstanz, dass und in welchem Umfang die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin ebenfalls Aktien der Z besitzt, sind daher 

berechtigt. Auf das Schreiben der Vorinstanz vom 15. Juni 2011, diese Unklarheiten zu 

erläutern, reagierte die Steuerpflichtige nicht, obwohl es an ihr liegen würde, diese 

Tatsachen zu belegen. Auch mit den eingereichten Unterlagen bleiben die Zweifel 

bestehen. Insbesondere lässt sich aus dem Einspracheentscheid vom 22. Dezember 

2009, welcher P betrifft (vgl. act. 24/I/12), nichts zugunsten der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin ableiten. Inwiefern Letztere an der Z beteiligt ist, ist daraus nicht 

ersichtlich.

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Mit Schreiben vom 29. Mai 2011 teilte die Rekurrentin und Beschwerdeführerin der 

Vorinstanz mit, dass das Kontoblatt nicht mehr verfügbar sei, da sämtliche 

Buchhaltungsunterlagen bis 2009 von Viren zerstört worden seien (act. 11/I/05). Mit 

Schreiben vom 11. Juli 2012 bestätigte sie sodann, nun die letzten noch verfügbaren 

Unterlagen eingereicht zu haben, die sie noch gehabt habe (act. 11/III/00). Sie kann 

oder will demnach ihrer Mitwirkungspflicht nicht weiter nachkommen.

Schliesslich geht der Einwand, seitens der Vorinstanz habe es in den Vorjahren keine 

Einwände zu den Beteiligungen gegeben (vgl. act. 23 S. 1), fehl. In den Jahren zuvor 

wurden auf den Beteiligungen keine Abschreibungen vorgenommen, weshalb für die 

Vorinstanz keine Veranlassung bestand, die Beteiligungsverhältnisse näher abzuklären.

Gleich verhält es sich mit den Anwaltskosten von ca. Fr. 21'000.--. Zwar wurden 

diesbezüglich mit der Einsprache vom 11. Juli 2012 die gesamten Gerichtsakten 

eingereicht, aus welchen ersichtlich sei, dass die Abschreibung mehr als gerechtfertigt 

sei (act. 11/III/00). Die Unterlagen, welche grösstenteils in englischer Sprache verfasst 

sind, können mit zumutbarem Aufwand nicht näher geprüft werden. Die Rekurrentin 

und Beschwerdeführerin übersieht dabei, dass steuermindernde Tatsachen und damit 

die geltend gemachten Abschreibungen von ihr zu beweisen sind. Sie hätte genau 

darlegen müssen, in welchem Schriftstück konkrete Hinweise auf den relevanten 

Sachverhalt zu finden sind. Sie machte jedoch keine substantiierten Angaben, inwiefern 

aus den gesamten Akten die geltend gemachten Abschreibungen mehr als 

gerechtfertigt seien (vgl. act. 11/III/00). Die Vorinstanz wies im Einspracheverfahren 

ausserdem darauf hin, dass die Amtssprache im Kantons St. Gallen Deutsch ist (act. 7 

S. 3; vgl. auch Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 

2003,  Rz. 373). Hinzu kommt, dass der angebliche Verlust aus einem Geschäft im 

Jahre 2003 herrührt, welcher bereits im Jahr 2004 eingeklagt wurde. Es ist daher kein 

sachlicher Grund ersichtlich, weshalb ein entsprechender Verlust erst im Jahr 2008 

abgeschrieben wurde. Das Vorgehen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin 

widerspricht daher auch dem Periodizitätsprinzip.

cc) Zusammenfassend sind der Rekurs und die Beschwerde in diesem Punkt 

abzuweisen und die Abschreibungen von total Fr. 220'174.75 sind nicht zum Abzug 

zuzulassen.

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c) aa) Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bestreitet die Aufrechnung der 

Privatanteile an Auto- und Auslandspesen von jährlich total Fr. 6'400.-- nicht. Ebenfalls 

unbestritten ist, dass sie im Geschäftsjahr 2008 und 2009 für die Y AG Leistungen 

erbrachte. Sie macht jedoch geltend, von der Y AG hierfür ebenfalls Leistungen 

erhalten zu haben, welche in etwa gleich hoch seien. Die Schlussabrechnung über 

diese Leistungen und Gegenleistungen seien nach dem 31. Dezember 2009 definitiv 

erstellt worden. Sie beantragt daher, dass das Ergebnis (gemeint wohl: 

Veranlagungsergebnis) der Steuerbehörde im Geschäftsjahr 2010 der Y AG abgewartet 

werden müsse (act. 23 S. 2).

bb) Gemäss dem Kontoblatt 4750 "Verwaltungsaufwand" der Y AG erbrachte die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin im Jahr 2008 Leistungen von insgesamt 

Fr. 58'425.55 (act. 11/I/06). Im Geschäftsjahr 2009 verbuchte die Y AG sodann einen 

Verwaltungsaufwand von total Fr. 27'040.90 (act. 11/II/08). Zwar ist aus dem Kontoblatt 

für das Jahr 2009 nicht ersichtlich, ob es sich dabei ebenfalls um Leistungen der 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin handelt. Die Vorinstanz ging in ihrem 

Veranlagungsvorschlag vom 2. Februar 2012 davon aus, dass die Leistungen im Jahr 

2009 ebenfalls von der Rekurrentin und Beschwerdeführerin erbracht worden sind 

(act. 11/II/10), was aus dem Kontoblatt jedoch nicht ersichtlich ist. Da Letztere auf den 

Vorschlag nicht reagierte, ist die Leistung als solche der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin zu betrachten, wie dies die Vorinstanz getan hat. Werden Erträge 

in der Erfolgsrechnung nicht erfasst, stellt dies einen Verstoss gegen die 

Rechnungslegungsvorschriften dar und ist zu korrigieren (Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, a.a.O., N 148 zu Art. 58 DBG). Massgebend sind die Geschäftsabschlüsse per 

31. Dezember 2008 und per 31. Dezember 2009. In dieser Zeitperiode erwirtschaftete 

Erträge sind demnach beim steuerbaren Reingewinn zu berücksichtigen. Hat die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin in dieser Zeit verrechenbare Leistungen an die Y 

AG erbracht, wäre sie gehalten gewesen, dies in den Geschäftsabschlüssen per Ende 

2008 und 2009 auszuweisen. Inwiefern die Verwaltungsrekurskommission sich im 

Verfahren der Y AG geäussert haben soll, betreffend die Leistung und Gegenleistung 

zwischen der Y AG und der Rekurrentin und Beschwerdeführerin müssten die 

notwendigen Abklärungen im Veranlagungsverfahren der Nachfolgeperiode, also im 

Geschäftsjahr 2010, stattfinden, ist aus dem Entscheid vom 19. März 2013 (VRKE I/

1-2012/134, 135) nicht ersichtlich.

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cc) Zusammenfassend sind der Rekurs und die Beschwerde auch in diesem Punkt 

abzuweisen und die Aufrechnung von unverbuchten Umsätzen von Fr. 58'426.-- für 

das Jahr 2008 und Fr. 27'041.-- für das Jahr 2009 durch die Vorinstanz ist nicht zu 

beanstanden.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens der 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP und Art. 144 

Abs. 1 DBG). Da das Rekurs- und Beschwerdeverfahren in ein und demselben 

Entscheid behandelt werden, ist eine Entscheidgebühr von je Fr. 1’000.-- (insgesamt 

Fr. 2’000.--) angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- ist zu 

verrechnen.

 

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.    Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bezahlt die Kosten des Rekurs- und

       Beschwerdeverfahrens von je Fr. 1’000.-- unter Verrechnung des 

Kostenvorschusses

       von total Fr. 2'000.--.

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