# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d5821ba-02eb-5925-bdd5-bb755561f758
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.05.2013 LE120061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE120061_2013-05-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LE120061-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny 

Beschluss und Urteil vom 29. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsteller und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Eheschutz (Zuteilung eheliche Wohnung, Zuweisung Hausrat) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. September 2012 (EE120179) 

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Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zü-
rich, 8. Abteilung, vom 11. September 2012 (Urk. 44): 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 7. Juni 2012 ge-

trennt leben.  

2. Die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse …, Zürich, wird für die Dauer des 

Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen. 

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die eheliche Wohnung spätestens am 

30. November 2012 zu verlassen. 

3. Die Gesuchsgegnerin wird für berechtigt erklärt, bei ihrem Auszug aus der eheli-

chen Wohnung ihre persönlichen Effekten sowie den Reiskocher, die Gartenmöbel 

weiss, den Couchtisch aus dem Keller, den TV-Tisch, das Bett und den Schrank 

des von ihr bewohnten Zimmers, zwei Garnituren Bettwäsche, die Hälfte des eheli-

chen Geschirrs, sowie Besteck für sechs Personen zur alleinigen Benutzung wäh-

rend der Dauer des Getrenntlebens mitzunehmen. 

Im Übrigen werden Hausrat und Mobiliar der ehelichen Wohnung für die Dauer des 

Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen.  

4. Zwischen den Parteien wird mit Wirkung ab 8. Mai 2012 der Güterstand der Güter-

trennung angeordnet.  

5. Im Übrigen wird von der Vereinbarung der Parteien vom 29. August 2012 Vormerk 

genommen. 

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 412.50   Dolmetscherkosten 

Fr. 2'212.50   Total 
 

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7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung 

der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Ei-

ne Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

8. [Schriftliche Mitteilung]  

9. [Rechtsmittel: Berufung (Frist 10 Tage)]" 

Berufungsanträge: 

der Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (Urk. 43 S. 2 ff.): 
 
"1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. September 2012 sei in Bezug 

auf Ziffer 2 und 3 des Urteilsdispositivs aufzuheben. 

2. Die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse …, Zürich sei samt Mobiliar 
und Hausrat der Berufungsklägerin zuzuteilen. 

 Die Berufungsklägerin sei für berechtigt zu erklären, bei ihrem Auszug aus 
der Wohnung in Folge Kündigung durch die Vermieterschaft, folgende Möbel 
und Gegenstände aus der ehelichen Wohnung mitzunehmen: 

 - Reiskocher 

 - Grill 

 - Toaster 

 - Garten Möbel weiss 

 - Wanduhr 

 - Lüftung Ventilator (schwarzweiss) 

 - Velo 

 - Schwarzes Sofa mit Massagegerät (Sofa und Hocker) 

 - Couchtisch (aus Glass) [Glas] 

 - TV-Tisch 

 - Bett und Schrank 

 - Gästezimmer Matratze 

 - Bettbezug und Bettwäsche, je 2 paar 

 - Bettdecke und Bezug zwei Stock [= 2 Stück] 

 - Porzellan Set, weiss und orange 

 - Grosser Wandspiegel 

 - Arbeitstisch und Stuhl 

 - Runder grüner persischer Teppich 

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 - Besteck für sechs Personen 

 - Badezimmerschränke (3 Stück) 

 - Kleiner Staubsauger 
 

3. Eventualiter sei der Berufungsklägerin die Frist, die eheliche Wohnung zu ver-
lassen, bis zum 31. März 2013 zu erstrecken. 

 Die Berufungsklägerin sei für berechtigt zu erklären, bei ihrem Auszug aus 
der Wohnung, für den Fall der Zuteilung an den Berufungsbeklagten, folgen-
de Möbel und Gegenstände aus der ehelichen Wohnung mitzunehmen: 

 - Reiskocher 

 - Grill 

 - Toaster 

 - Garten Möbel weiss 

 - Wanduhr 

 - Lüftung Ventilator (schwarzweiss) 

 - Velo 

 - Schwarzes Sofa mit Massagegerät (Sofa und Hocker) 

 - Couchtisch (aus Glass) [Glas] 

 - TV-Tisch 

 - Bett und Schrank 

 - Gästezimmer Matratze 

 - Bettbezug und Bettwäsche, je 2 paar 

 - Bettdecke und Bezug zwei Stock [= 2 Stück] 

 - Porzellan Set, weiss und orange 

 - Grosser Wandspiegel 

 - Arbeitstisch und Stuhl 

 - Runder grüner persischer Teppich 

 - Besteck für sechs Personen 

 - Badezimmerschränke (3 Stück) 

 - Kleiner Staubsauger 
 

4. Es sei dem vorliegenden Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

5. Es sei der Berufungsklägerin für das zweitinstanzliche Verfahren die unent-
geltliche Prozessführung zu gewähren und es sei ihr in der Person der Unter-
zeichneten, Rechtsanwältin Dr. iur. X._____, … [Adresse], eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin zu gewähren. 

6. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsklägers." 
 

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des Gesuchstellers und Berufungsbeklagten (Urk. 49 S. 2): 
 
"1. Es seien alle Anträge der Berufungsklägerin abzuweisen und es sei das Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich vom 11. September 2012 zu bestätigen. 
 
2. Es sei dem Berufungsbeklagten die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 

und es sei ihm [in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____] eine unentgeltli-
che Rechtsbeiständin zu gewähren. 

 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. 8% MwSt.) zulasten der Beru-
fungsklägerin." 

Erwägungen: 

I. 

 1. Am 8. Mai 2012 machte der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte 

(fortan Gesuchsteller) das Eheschutzverfahren bei der Vorinstanz anhängig 

(Urk. 1). Diese regelte das Getrenntleben der Parteien mit eingangs wiedergege-

benen Urteil vom 11. September 2012, wobei sie über die Zuweisung der eheli-

chen Wohnung sowie einzelner Gegenstände des Hausrats und Mobiliars zu ent-

scheiden und im Übrigen die anlässlich der Hauptverhandlung geschlossene Teil-

vereinbarung (Urk. 38) vorzumerken hatte (Urk. 44 S. 4 ff.). 

 2. Gegen dieses Urteil erhob die Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin 

(fortan Gesuchsgegnerin) mit Eingabe vom 24. September 2012 innert Frist Beru-

fung mit den vorstehend angeführten Anträgen (Urk. 43 S. 2 ff.). Mit Beschluss 

vom 28. September 2012 wurde ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege gutgeheissen, indes ihr Antrag auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung der Berufung abgewiesen (Urk. 48). Am 10. Oktober 2012 erstattete der 

Gesuchsteller seine Berufungsantwort (Urk. 49) und reichte am 25. Oktober 2012 

eine weitere sachbezügliche Eingabe ein (Urk. 50). Mit Beschluss vom 

2. November 2012 wurde ihm die unentgeltliche Rechtspflege gewährt (Urk. 53). 

Mit Eingabe vom 12. November 2012 beantragte die Gesuchsgegnerin, das Ver-

fahren hinsichtlich der Zuteilung der Wohnung als gegenstandslos geworden ab-

zuschreiben (Urk. 54 A+B).  

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II. 

 1. Die Dispositivziffern 1 sowie 4 bis 7 des vorinstanzlichen Ehe-

schutzentscheides blieben unangefochten, weshalb sie in Rechtskraft erwachsen 

sind. Davon ist Vormerk zu nehmen. 

 2. Mit Eingabe vom 12. November 2012 zeigte die Gesuchstellerin der 

beschliessenden Kammer an, per 1. Dezember 2012 einen neuen Mietvertrag 

über eine Zweizimmerwohnung abgeschlossen zu haben (Urk. 55). Entsprechend 

beantragte sie, das Verfahren sei hinsichtlich der Zuteilung der Wohnung als ge-

genstandslos geworden abzuschreiben (Urk. 54B S. 1). 

 Indem die Gesuchstellerin nunmehr im Zeitpunkt des festgesetzten Auszug-

termins (Urk. 44 S. 12) über eine eigene Mietwohnung verfügt und entsprechend 

auf die Unterbringung in der ehelichen Wohnung nicht mehr angewiesen ist, hat 

sie kein schützenswertes Interesse mehr am entsprechenden Streitgegenstand. 

Sie ist somit im Zeitpunkt des Rechtsmittelentscheides in diesem Umfang nicht 

mehr beschwert (Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO 

Komm. 2. A. 2013, N 90 zu Art. 59 ZPO). Entsprechend ist die Berufung hinsicht-

lich der Zuteilung der ehelichen Wohnung an die Gesuchsgegnerin aufgrund des 

Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos geworden abzuschrei-

ben (Zingg, Berner Kommentar ZPO, N 53 zu Art. 60 ZPO mit Verweis auf BGE 

136 III 497; Art. 242 ZPO).  

 3. Für die Zulassung von Noven ist sodann auf Art. 317 Abs. 1 ZPO zu 

verweisen: Neue Tatsachenvorbringen sind im vorliegenden Berufungsverfahren 

lediglich zulässig, wenn sie kumulativ ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 

Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz 

vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Eine analoge Anwen-

dung von Art. 229 Abs. 3 ZPO hat das Bundesgericht abgelehnt (BGE 138 III 

626 f., E. 2.2.).  

 

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III. 

 1. Zur strittigen Benützung verschiedener Hausratsgegenstände erwog 

die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid, die Gesuchsgegnerin verfüge mit 

den ihr vom Gesuchsgegner überlassenen Gegenständen über die grundlegend-

sten Möbelstücke, um eine eigene Wohnung einzurichten. Überdies seien ihr die 

Hälfte der Bettwäsche und des ehelichen Geschirrs zuzuweisen. Darüber hinaus 

bestehe jedoch kein Anspruch auf Benützung weiteren Hausrates (Urk. 44 S. 10). 

 2. Dagegen bringt die Gesuchsgegnerin mit ihrer Berufung vor, sie verfü-

ge über keinerlei eigene Einkünfte und Vermögen, weshalb sie zur Anschaffung 

eines neuen Hausrats nicht in der Lage sei. Neben den von der Vorinstanz zuge-

sprochenen Haushaltsgegenständen benötige sie einen Spiegel, einen Staubsau-

ger, einen Arbeitstisch und Stuhl, drei Badezimmerschränkchen, wie auch eine 

Wanduhr und einen Teppich, um sich vernünftig einzurichten. Ein Teil dieser Ge-

genstände, unter anderem der Grill, der Toaster und der Ventilator, seien von ihr 

aus dem D._____ [Staat in Vorderasien] mitgebracht oder während des Zusam-

menlebens angeschafft oder benützt worden. Das Velo und das schwarze Sofa 

mit Massagegerät werde im Gegensatz zum Gesuchsteller auch von ihr genutzt 

(Urk. 43 S. 10 f.) 

 3.1. Mit ihrer Berufungsschrift verlangt die Gesuchsgegnerin u.a. die Zutei-

lung exakt derselben Haushaltsgegenstände wie vor Vorinstanz (Urk. 43 S. 2 ff., 

36 S. 1). Da die Gesuchsgegnerin die eheliche Wohnung unterdessen verlassen 

hat und der Gesuchsteller gegen die Zuteilung der in Dispositiv-Ziffer 3 des ange-

fochtenen Urteils aufgeführten Gegenstände nicht opponiert, ist die Gesuchsgeg-

nerin berechtigt zu erklären, die dort genannten Gegenstände mitzunehmen.  

 3.2. Der Gesuchsgegnerin wurde mit angefochtenem Urteil überdies der 

Couchtisch aus dem Keller, der TV-Tisch sowie die Hälfte des ehelichen Ge-

schirrs zur Benützung zugewiesen (Urk. 44 S. 12). Inwiefern es sich dabei um die 

von ihr in der Berufung geforderten Gegenstände handelt, wird aus den vor-

instanzlichen Akten nicht restlos deutlich (Prot. I S. 13 f.). Die Frage kann jedoch 

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offen bleiben, hat die Gesuchsgegnerin doch nicht Anspruch auf Benutzung eines 

bestimmten, sondern des für eine vernünftige Einrichtung nötigen Hausrats (vgl. 

Bräm/Hasenböhler, Zürcher Kommentar, Art. 169-180 ZGB, 3. A., Zürich 1997, 

N 43 zu Art. 176 ZGB). Selbst wenn es sich also nicht um die von ihr bezeichne-

ten Hausratsgegenstände handelte, hat sie mit keinem Wort dargetan und ist 

auch nicht nachvollziehbar, weshalb eine vernünftige Einrichtung nur mit dem von 

ihr bezeichneten, nicht aber dem ihr zugewiesenen Couchtisch, TV-Tisch und 

Geschirr möglich sei. 

 3.3. Hinsichtlich der übrigen geforderten Gegenstände ist der Vorderrichte-

rin beizupflichten, wonach eine substantiierte Darlegung der Gesuchsgegnerin zur 

Frage fehlt, weshalb sie auf die geltend gemachten Gegenstände zur vernünftigen 

Einrichtung einer eigenen Wohnung angewiesen sei. Namentlich blieb unklar, 

welche Gegenstände von ihr tatsächlich genutzt wurden (Urk. 36 S. 6). Letzteres 

ist insofern entscheidend, als für die Zuteilung in erster Linie die Erwägung der 

Zweckmässigkeit eine Rolle spielt, namentlich, welchem Ehegatten die Sache 

besser dient. Die nachgeholte Substantiierung in der Berufungsschrift zu Grill, 

Toaster, Ventilator, Velo sowie schwarzem Sofa mit Massagegerät, wie auch die 

neu aufgestellte Behauptung, die beantragten Gegenstände seien nicht die einzi-

gen Exemplare ihrer Art in der ehelichen Wohnung (Urk. 43 S. 11), wären bereits 

vor Vorinstanz vorzubringen gewesen und sind daher im Berufungsverfahren 

nicht zuzulassen (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Auch der Hinweis auf allfällige Eigen-

tumsverhältnisse hilft nicht weiter (Urk. 36 S. 6, 43 S. 11), führen diese doch nach 

herrschender Lehre zu keinem besseren Recht an der Zuweisung von umstritte-

nen Objekten (vgl. Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, Art. 159-

180 ZGB, 2. A., Bern 1999, N 29a zu Art. 176 ZGB, Bräm/Hasenböhler, a.a.O., 

N 42 zu Art. 176 ZGB). Schliesslich ist dem Argument kein Erfolg beschieden, 

wonach die Gesuchsgegnerin finanziell nicht in der Lage sei, sich neue Hausrats-

gegenstände zu beschaffen, ist doch aktenkundig und blieb unangefochten, dass 

beide Parteien in finanziell knappen Verhältnissen leben (Urk. 44 S. 5), weshalb 

Nämliches auch auf den Gesuchsteller zutreffen dürfte. 

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 4. Aus den dargelegten Gründen ist das Berufungsverfahren hinsichtlich 

der Zuteilung der Wohnung abzuschreiben, Dispositiv Ziffer 3 des vorinstanzli-

chen Urteils zu bestätigen und die Berufung im Übrigen abzuweisen. 

IV. 

 1.1. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. 

 Die Gesuchsgegnerin ist vorab für diejenigen Teile der Berufung kosten- und 

entschädigungspflichtig zu erklären, welche abzuweisen sind (Anträge zur Zutei-

lung des Hausrats). 

 1.2. Das Gericht kann von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die 

Prozesskosten nach Ermessen verteilen, u.a. wenn das Verfahren als gegen-

standslos abgeschrieben wird und das Gesetz nichts anderes vorsieht (Art. 107 

Abs. 1 lit. e ZPO). Massgebend kann insbesondere sein, wer oder was Anlass zur 

Abschreibung des Verfahrens gegeben hat. Ist der Grund für das Gegenstands-

loswerden des Prozesses dem Verhalten einer Partei zuzuschreiben, sind die 

Kosten in der Regel dieser Partei aufzuerlegen. Fällt das Rechtsschutzinteresse 

am Verfahren aus keinem von einer Partei zu vertretenden Grund dahin, ist auf 

den mutmasslichen Prozessausgang abzustellen (Sterchi, Berner Kommentar 

ZPO, N 18 zu Art. 107 ZPO). Im zu beurteilenden Fall ist das Rechtsschutzinte-

resse dahingefallen, weil die Gesuchsgegnerin rechtzeitig eine Mietwohnung ge-

funden hat. Dieser Umstand ist nicht allein von ihr zu vertreten, sondern auf ex-

terne Faktoren zurückzuführen, sind doch ihre lange Zeit erfolglosen Bemühun-

gen um eine Mietwohnung glaubhaft (Urk. 36 S. 6, Prot. I S. 17). Hinsichtlich des 

mutmasslichen Prozessausgangs ist zu berücksichtigen, dass betreffend das 

Eventualbegehren der Gesuchsgegnerin intakte Gewinnchancen bestanden. 

Folglich rechtfertigt es sich, beide Parteien für diesen Teil der Berufung (Anträge 

zur Zuteilung der Wohnung) je hälftig kosten- und entschädigungspflichtig zu er-

klären. 

 1.3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens daher der 

Gesuchsgegnerin zu drei Vierteln und dem Gesuchsteller zu einem Viertel aufzu-

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erlegen. Entsprechend hat die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller eine hälftige 

Prozessentschädigung zu leisten. 

 2.1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist gemäss Gebührenverord-

nung des Obergerichts (GebV OG) in Anwendung von deren § 12 Abs. 1 in Ver-

bindung mit § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b GebV OG festzusetzen, wobei zu be-

rücksichtigen ist, dass ein Teil des Verfahrens ohne Anspruchsprüfung zu erledi-

gen war (§ 10 Abs. 1 GebV OG). Die Entscheidgebühr ist daher nach pflichtge-

mässem Ermessen auf Fr. 2'000.– anzusetzen. 

 2.2. Die Entschädigung richtet sich nach der Verordnung des Obergerichtes 

über die Anwaltsgebühren (AnwGebV). In Anwendung von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3 

und § 13 AnwGebV ist die volle Prozessentschädigung (inkl. Barauslagen) für das 

Berufungsverfahren auf Fr. 2'000.- (zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) festzusetzen. 

Entsprechend des Obsiegens und Unterliegens ist dem Gesuchsteller eine redu-

zierte Parteientschädigung von Fr. 1'080.- zuzusprechen.  

 3. Beiden Parteien wurde für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Prozessführung bewilligt und eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt 

(Urk. 48, 53). Wie vorstehend ausgeführt, war die Berufung der Gesuchsgegnerin 

hinsichtlich ihres Eventualbegehrens im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung nicht 

aussichtslos. Entsprechend hat sie trotz des vorliegenden Verfahrensausgangs 

Anspruch auf das Armenrecht. Die Gerichtskosten beider Parteien sind daher - 

vorbehältlich des Nachforderungsrechts des Staates (Art. 123 ZPO) - einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Gegenüber dem Gesuchsteller bleibt die Ge-

suchsgegnerin indes entschädigungspflichtig. Angesichts ihrer aktenkundigen fi-

nanziellen Situation - sie wird von der Sozialhilfe unterstützt (Urk. 44 S. 5) - ist die 

Entschädigung jedoch voraussichtlich uneinbringlich. In Anwendung von Art. 122 

Abs. 2 ZPO ist die Rechtsbeiständin des Gesuchstellers daher mit Fr. 1'080.– aus 

der Gerichtskasse zu entschädigen. In diesem Umfang geht der Anspruch auf die 

unerhältliche Parteientschädigung auf die Gerichtskasse über. 

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Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass die Dispositiv-Ziffern 1 sowie 4 bis 7 des Urteils 

des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Zürich, 

8. Abteilung, vom 11. September 2012 rechtskräftig geworden sind. 

2. Das Berufungsverfahren wird hinsichtlich der Zuteilung der ehelichen Woh-

nung an die Gesuchsgegnerin abgeschrieben.  

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Gesuchsgegnerin wird für berechtigt erklärt, bei ihrem Auszug aus der 

ehelichen Wohnung ihre persönlichen Effekten sowie den Reiskocher, die 

Gartenmöbel weiss, den Couchtisch aus dem Keller, den TV-Tisch, das Bett 

und den Schrank des von ihr bewohnten Zimmers, zwei Garnituren Bettwä-

sche, die Hälfte des ehelichen Geschirrs, sowie Besteck für sechs Personen 

zur alleinigen Benutzung während der Dauer des Getrenntlebens mitzuneh-

men. 

Im Übrigen werden Hausrat und Mobiliar der ehelichen Wohnung für die 

Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zu-

gewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu drei Vier-

teln der Gesuchsgegnerin und zu einem Viertel dem Gesuchsteller auferlegt, 

infolge der ihnen gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt das Nachforde-

rungsrecht des Staates gemäss Art. 123 ZPO. 

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4. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das zweitin-

stanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'080.– zu 

bezahlen. Diese Entschädigung wird der unentgeltlichen Rechtsbeiständin 

des Gesuchstellers, Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, direkt aus der Ge-

richtskasse ausgerichtet. Der Anspruch auf die unerhältliche Parteientschä-

digung geht im Umfang von Fr. 1'080.– auf die Gerichtskasse über. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das Bezirksgericht Zürich, je 

gegen Empfangsschein, sowie an die Obergerichtskasse. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 29. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. G. Ramer Jenny 
 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss und Urteil vom 29. Mai 2013
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 11. September 2012 (Urk. 44):
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 7. Juni 2012 getrennt leben.
	2. Die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse …, Zürich, wird für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen.
	Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die eheliche Wohnung spätestens am 30. November 2012 zu verlassen.
	3. Die Gesuchsgegnerin wird für berechtigt erklärt, bei ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung ihre persönlichen Effekten sowie den Reiskocher, die Gartenmöbel weiss, den Couchtisch aus dem Keller, den TV-Tisch, das Bett und den Schrank des von ihr be...
	Im Übrigen werden Hausrat und Mobiliar der ehelichen Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen.
	4. Zwischen den Parteien wird mit Wirkung ab 8. Mai 2012 der Güterstand der Gütertrennung angeordnet.
	5. Im Übrigen wird von der Vereinbarung der Parteien vom 29. August 2012 Vormerk genommen.
	6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	8. [Schriftliche Mitteilung]
	9. [Rechtsmittel: Berufung (Frist 10 Tage)]"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Gesuchsgegnerin wird für berechtigt erklärt, bei ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung ihre persönlichen Effekten sowie den Reiskocher, die Gartenmöbel weiss, den Couchtisch aus dem Keller, den TV-Tisch, das Bett und den Schrank des von ihr be...
	Im Übrigen werden Hausrat und Mobiliar der ehelichen Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu drei Vierteln der Gesuchsgegnerin und zu einem Viertel dem Gesuchsteller auferlegt, infolge der ihnen gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse...
	4. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das zweitinstanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'080.– zu bezahlen. Diese Entschädigung wird der unentgeltlichen Rechtsbeiständin des Gesuchstellers, Rechtsan...
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein, sowie an die Obergerichtskasse.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...