# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d708c037-0b65-5bba-bda4-240b4843f7d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-04
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 04.06.2019 SK 2018 169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2018-169_2019-06-04.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 18 169

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. Juni 2019 

Besetzung Oberrichterin Bratschi (Präsidentin), Oberrichter Kiener,
Oberrichter Aebi
Gerichtsschreiber Engel

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

 

Gegenstand Diebstahl, mehrfach gewerbs- und bandemässig, Sachbeschädi-
gung etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 10. Januar 2018 (PEN 2017 630)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kollegialgericht in Dreierbesetzung, nachfol-
gend: Vorinstanz) erkannte mit Urteil vom 10. Januar 2018 (pag. 1789 ff.; aus-
zugsweise betreffend A.________, nachfolgend: Beschuldigter):

A. […]

B. A.________

I.

Das Strafverfahren gegen A.________

1. wegen Sachbeschädigung, angeblich begangen am 03./04.10.2010 in Münsingen zN 
E.________, zusammen mit C.________

2. wegen Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 10./11.10.2010 in Gümligen zN 
F.________, zusammen mit C.________ (AKS B. Ziff. 18);

wird mangels Strafantrags eingestellt,

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

A.________ wird freigesprochen:

1. von der Anschuldigung des Diebstahls und Versuchs dazu, angeblich mehrfach gewerbs- 
und bandenmässig begangen

1.1. am 04.10.2010 in Münsingen zN G.________ im Deliktsbetrag von CHF 874.00, gemein-
sam mit C.________ (AKS B. Ziff. 8);

1.2. am 03./04.10.2010 in Münsingen zN von der H.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 32‘950.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 9);

1.3. am 04.10.2010 in Münsingen zN I.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 10);

1.4. am 03./04.10.2010 in Münsingen zN E.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 11);

1.5. am 03/04.10.2010 in Münsingen zN J.________ im Deliktsbetrag von CHF 160.00, ge-
meinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 12);

3

1.6. am 04./05.10.2010 in Muri b. Bern zN K.________ im Deliktsbetrag von CHF 24‘713.00, 
gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 13);

1.7. in der Zeit vom 07.10.2010 bis 09.10.2010 in Gümligen zN L.________ im Deliktsbetrag 
von CHF 15‘380.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 14);

1.8. in der Zeit vom 27.09.2010 bis 12.10.2010 in Gümligen zN M.________ (Versuch), ge-
meinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 15);

1.9. am 11.10.2010 in Gümligen zN N.________ im Deliktsbetrag von CHF 1‘190.00, gemein-
sam mit C.________ (AKS B. Ziff. 16);

1.10. am 11.10.2010 in Gümligen zN O.________ im Deliktsbetrag von CHF 548.00, gemein-
sam mit C.________ (AKS B. Ziff. 17);

1.11. am 10./11.10.2010 in Gümligen zN F.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 18);

1.12. in der Zeit vom 10.10.2010 bis 12.10.2010 in Gümligen zN P.________ (Versuch), ge-
meinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 19);

1.13. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN von Q.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 1‘215.00, gemeinsam mit C.________ und D.________

1.14. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN R.________ (Versuch), gemeinsam mit 
C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 26);

2. von der Anschuldigung der Sachbeschädigung, angeblich mehrfach begangen

2.1. am 04.10.2010 in Münsingen zN S.________, Schaden CHF 150.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 8);

2.2. am 04.10.2010 in Münsingen zN I.________, Schaden CHF 150.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 10);

2.3. am 03/04.10.2010 in Münsingen zN J.________, Schaden von CHF 100.00, gemeinsam 
mit C.________ (AKS B. Ziff. 12);

2.4. am 04./05.10.2010 in Muri b. Bern zN K.________, Schaden von unbekannter Höhe, ge-
meinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 13);

2.5. in der Zeit vom 07.10.2010 bis 09.10.2010 in Gümligen zN L.________, Schaden CHF 
5‘200.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 14);

2.6. in der Zeit vom 27.09.2010 bis 12.10.2010 in Gümligen zN M.________, Schaden von 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 15);

2.7. am 11.10.2010 in Gümligen zN N.________, Schaden von CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 16);

2.8. am 11.10.2010 in Gümligen zN O.________, Schaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 17);

2.9. am 10./11.10.2010 in Gümligen zN F.________, Schaden von CHF 300.00, gemeinsam 
mit C.________ (AKS B. Ziff. 18);

4

2.10. in der Zeit vom 10.10.2010 bis 12.10.2010 in Gümligen zN P.________, Schaden CHF 
2‘000.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 19);

2.11. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN von Q.________, Schaden CHF 200.00, gemein-
sam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 25);

2.12. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN R.________, Schaden CHF 334.00, gemeinsam 
mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 26);

3. von der Anschuldigung des Hausfriedensbruchs, angeblich mehrfach begangen

3.1. am 04.10.2010 in Münsingen zN G.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 
8);

3.2. am 03./04.10.2010 in Münsingen zN von der H.________, gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 9);

3.3. am 04.10.2010 in Münsingen zN I.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 
10);

3.4. am 03/04.10.2010 in Münsingen zN J.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 12);

3.5. am 04./05.10.2010 in Muri b. Bern zN K.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 13);

3.6. in der Zeit vom 07.10.2010 bis 09.10.2010 in Gümligen zN L.________, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 14);

3.7. in der Zeit vom 27.09.2010 bis 12.10.2010 in Gümligen zN M.________, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 15);

3.8. am 11.10.2010 in Gümligen zN N.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 16);

3.9. am 11.10.2010 in Gümligen zN O.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 17);

3.10. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN von Q.________, gemeinsam mit C.________ und 
D.________ (AKS B. Ziff. 25);

3.11. am 07.11.2010 in Schliern b. Köniz zN R.________, gemeinsam mit C.________ und 
D.________ (AKS B. Ziff. 26);

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren 
von CHF 5‘670.00 und Auslagen von CHF 2‘300.80, insgesamt bestimmt auf CHF 7‘970.80, an den 
Kanton Bern.

[Tabelle]

Für die amtliche Verteidigung von A.________ wird Rechtsanwalt B.________ eine Teilentschädi-
gung von CHF 8‘449.45 (inkl. MWST und Auslagen) ausgerichtet.

5

III.

A.________ wird hingegen schuldig erklärt:

1. des Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfach gewerbs- und bandenmässig begangen

1.1. am 21./22.07.2010 in Luzern zN T.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 1);

1.2. am 22./23.07.2010 in Aarau zN U.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
(AKS B. Ziff. 2);

1.3. am 22./23.07.2010 in Aarau zN V.________ im Deliktsbetrag von CHF 50.00, gemeinsam 
mit C.________ (AKS B. Ziff. 3);

1.4. am 22./23.07.2010 in Aarau zN W.________ im Deliktsbetrag von CHF 26‘146.00, ge-
meinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 4);

1.5. am 22./23.07.2010 in Aarau zN X.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ (AKS 
A. Ziff. 5);

1.6. am 22./23.07.2010 in Aarau zN Y.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ (AKS 
B. Ziff. 6);

1.7. am 24.07.2010 in Muri b. Bern zN AA.________ und AB.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 61‘880.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 7);

1.8. am 03./04.11.2010 in Thörishaus zN Z.________ im Deliktsbetrag von CHF 600.00, ge-
meinsam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 20);

1.9. am 04.11.2010 in Thörishaus zN AC.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________ 
und D.________ (AKS B. Ziff. 21);

1.10. in der Zeit vom 02.11.2010 bis 08.11.2010 in Liebefeld zN AD.________ (Versuch), ge-
meinsam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 22);

1.11. am 04.11.2010 in Liebefeld zN AE.________ im Deliktsbetrag von CHF 1‘570.00, ge-
meinsam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 23);

1.12. am 05.11.2010 in Bern zN AF.________ im Deliktsbetrag von CHF 62‘879.50, gemein-
sam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 24);

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen

2.1. am 21./22.07.2010 in Luzern zN T.________, Schaden CHF 1‘500.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 1);

2.2. am 22./23.07.2010 in Aarau zN U.________, Schaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 2);

2.3. am 22./23.07.2010 in Aarau zN V.________, Schaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 3);

2.4. am 22./23.07.2010 in Aarau zN W.________, Schaden CHF 100.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 4);

6

2.5. am 22./23.07.2010 in Aarau zN X.________, Schaden CHF 100.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 5);

2.6. am 22./23.07.2010 in Aarau zN Y.________, Schaden CHF 100.00, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 6);

2.7. am 24.07.2010 in Muri b. Bern zN AA.________ und AB.________, Schaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 7);

2.8. am 03./04.11.2010 in Thörishaus zN Z.________, Schaden CHF 3‘871.00, gemeinsam 
mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 20);

2.9. am 04.11.2010 in Thörishaus zN AC.________, Schaden CHF 1‘000.00, gemeinsam mit 
C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 21);

2.10. in der Zeit vom 02.11.2010 bis 08.11.2010 in Liebefeld zN AD.________, Schaden 
CHF 1‘000.00, gemeinsam mit C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 22);

2.11. am 04.11.2010 in Liebefeld zN AE.________, Schaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 23);

2.12. am 05.11.2010 in Bern zN AF.________, Schaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 24);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

3.1. am 21./22.07.2010 in Luzern zN T.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 1);

3.2. am 22./23.07.2010 in Aarau zN U.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 2);

3.3. am 22./23.07.2010 in Aarau zN V.________, gemeinsam mit C.________ (AKS A. Ziff. 3);

3.4. am 22./23.07.2010 in Aarau zN W.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. 
Ziff. 4);

3.5. am 22./23.07.2010 in Aarau zN X.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 5);

3.6. am 22./23.07.2010 in Aarau zN Y.________, gemeinsam mit C.________ (AKS B. Ziff. 6);

3.7. am 24.07.2010 in Muri b. Bern zN AA.________ und AB.________, gemeinsam mit 
C.________ (AKS B. Ziff. 7);

3.8. am 03./04.11.2010 in Thörishaus zN Z.________, gemeinsam mit C.________ und 
D.________ (AKS B. Ziff. 20);

3.9. in der Zeit vom 02.11.2010 bis 08.11.2010 in Liebefeld zN AD.________, gemeinsam mit 
C.________ und D.________ (AKS B. Ziff. 22);

3.10. am 04.11.2010 in Liebefeld zN AE.________, gemeinsam mit C.________ und 
D.________ (AKS B. Ziff. 23);

3.11. am 05.11.2010 in Bern zN AF.________, gemeinsam mit C.________ und D.________ 
(AKS B. Ziff. 24);

7

und in Anwendung der Art. 22 Abs. 1, 30, 40, 43, 44, 47, 48a, 49 Abs. 1, 139 Ziff. 1 bis 3, 144 Abs. 1, 
186 StGB; Art. 426 StPO;

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten.

Davon sind neun Monate zu vollziehen. Für eine Teilstrafe von 18 Monaten wird der Vollzug 
aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre festgesetzt.

2. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von CHF 5‘040.00 und Auslagen von CHF 2‘145.15, insgesamt bestimmt auf 
CHF 7‘185.15 (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung).

[Tabelle]

IV.

[amtliche Entschädigung]

C. […]

D.

Weiter wird beschlossen:

1. […] 

2. […]

3. Das anlässlich der Hausdurchsuchung i.S. D.________ bei A.________ sichergestellte Porte-
monnaie wird A.________ […] nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückge-
geben.

4. Das anlässlich der Hausdurchsuchung i.S. D.________ bei A.________ sichergestellte Apple 
iPhone 2G (Diebesgut aus Einbruchdiebstahl zN AE.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft 
des vorliegenden Urteils AE.________ zurückgegeben.

5. […]

6. […]

7. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung der erstellten DNA-Profile von

- […]
- A.________ (PCN-Nr. [Nummer])
- […]

nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

8. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten von […] A.________ […] nach Ablauf der 

8

gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbei-
tung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

9. [Eröffnungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwalt B.________ namens und im Auftrag 
des Beschuldigten mit Schreiben vom 19. Januar 2018 (pag. 1806) fristgerecht Be-
rufung an. Die Berufungserklärung ging form- und fristgerecht am 23. Mai 2018 
beim Obergericht des Kantons Bern ein (pag. 1893). 

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt AG.________ teilte mit Schreiben vom 
5. Juni 2018 mit, seitens der Generalstaatsanwaltschaft werde weder Anschlussbe-
rufung erklärt noch Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten beantragt 
(pag. 1899).

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Im Hinblick auf die erste oberinstanzliche Verhandlung vom 8. Februar 2019 
wurden von Amtes wegen ein aktueller Strafregisterauszug (datierend vom 
9. Januar 2019, pag. 1935) sowie ein Leumundsbericht über den Beschuldigten 
eingeholt (datierend vom 8. Januar 2019, pag. 1926 ff.). Weiter wurden die 
amtlichen Akten im Strafbefehlsverfahren Oberland wegen Betrugs (O 17 13396) 
beigezogen. Die Parteien wurden im Vorfeld der oberinstanzlichen Verhandlung mit 
Kopien bedient respektive konnten die edierten Akten einsehen.

Nachdem die oberinstanzliche Hauptverhandlung wegen eines stationären 
Aufenthaltes des Beschuldigten im Psychiatriezentrum Münsingen (nachfolgend: 
PZM) hatte verschoben werden müssen (pag. 1959), wurde erneut ein aktueller 
Strafregisterauszug eingeholt (pag. 1965) und den Parteien zugestellt (pag. 1966).

Das PZM bestätigte der Kammer mit E-Mail vom 31. Mai 2019 den stationären 
Aufenthalt des Beschuldigten in der Zeit vom 28. Januar 2019 bis 22. Februar 2019 
(pag. 1970 f.). Die Parteien wurden anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung 
mit einer Kopie der E-Mail inklusive Anhang bedient.

Anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung vom 4. Juni 2019 wurde der 
Beschuldigte erneut zur Person und zur Sache einvernommen, wobei er die 
Aussage zur Sache verweigerte (pag. 1974 f.).

Rechtsanwalt B.________ beantragte in seiner Berufungserklärung vom 23. Mai 
2018 die Einvernahme von D.________ als Zeugen (pag. 1893). Mit Verfügung 
vom 18. Juli 2018 wies die Kammer den Beweisantrag in antizipierter 
Beweiswürdigung ab.

Weitere Beweisanträge seitens der Parteien wurden im oberinstanzlichen 
Verfahren keine gestellt.

4. Anträge der Parteien

Rechtsanwalt B.________ stellte und begründete anlässlich der oberinstanzlichen 
Verhandlung vom 4. Juni 2019 folgende Anträge:

9

I. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 10. Januar 
2018 in Rechtskraft erwachsen ist, soweit das Verfahren gemäss Ziffer I. mangels Strafan-
trags eingestellt und soweit A.________ von der Anschuldigung des Diebstahls und Ver-
suchs dazu, angeblich mehrfach gewerbs- und bandenmässig gemäss Ziffer II freigespro-
chen wurde.

II. A.________ sei freizusprechen von den Anschuldigungen des Diebstahls, banden- und ge-
werbsmässig und zusammen mit C.________ und D.________ sowie teilweise der Sachbe-
schädigung und teilweise Hausfriedensbruch mehrfach begangen gemäss Anklageschrift 
vom 9. August 2017 I. / B. / 1-7 und 20-24 unter Auferlegung der erstinstanzlichen Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 7185.15 sowie der gerichtlich zu bestimmenden oberinstanz-
lichen Verfahrenskosten an den Staate Bern sowie unter Ausrichtung einer Entschädigung 
für die erst- und oberinstanzlichen Verteidigungskosten gemäss eingereichten Kostennoten.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt AG.________ stellte und begründete sei-
nerseits anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung vom 4. Juni 2019 folgende 
Anträge:

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 10. Januar 2018, so-
weit A.________ betreffend, in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich

1. der Einstellung des Strafverfahrens wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs gemäss 
Ziff. B. I. 1. und 2. des Urteilsdispositivs, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Aus-
scheidung von Verfahrenskosten; 

2. des Freispruchs von der Anschuldigung des Diebstahls und Versuchs dazu, angeblich mehrfach 
gewerbs- und bandenmässig begangen gemäss Ziff. B. Il. 1. des Urteilsdispositivs;

3. des Freispruchs von der Anschuldigung der Sachbeschädigung, angeblich mehrfach begangen 
gemäss Ziff. B. Il. 2. des Urteilsdispositivs;

4. des Freispruchs von der Anschuldigung des Hausfriedensbruchs, angeblich mehrfach begangen 
gemäss Ziff. B. II. 3. des Urteilsdispositivs. 

II.

A.________ sei schuldig zu erklären: 

1. des Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfach gewerbs- und bandenmässig begangen gemäss 
Ziff. B. III. 1. des Urteilsdispositivs:

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen gemäss Ziff. B. III. 2. des Urteilsdispositivs;

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen gemäss Ziff. B. III. 3 des Urteilsdispositivs; 

und er sei

zu verurteilen:

10

1. zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten, wovon neun Monate zu vollziehen seien. Für eine Teil-
strafe von 18 Monaten sei der Vollzug aufzuschieben und die Probezeit auf drei Jahre festzuset-
zen;

2. zu den Verfahrenskosten erster und oberer Instanz. 

III.

Es seien, soweit nicht in Rechtskraft erwachsen, die weiteren Verfügungen zu erlassen.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die beiden Mitbeschuldigten C.________ und D.________ legten gegen das erst-
instanzliche Urteil keine Berufung ein. Die sie betreffenden Urteile sind rechtskräf-
tig.

Der Beschuldigte hingegen focht das erstinstanzliche Urteil mit Berufungserklärung 
vom 23. Mai 2018 teilweise an (pag. 1893). Seine Berufung richtet sich gegen die 
erfolgten Schuldsprüche gemäss Bst. B/III des erstinstanzlichen Urteils sowie ge-
gen die entsprechende Kosten- und Entschädigungsfolge.

Damit sind Bst. B/III (Schuldsprüche wegen Diebstahls und Versuchs dazu, mehr-
fach gewerbs- und bandenmässig, wegen mehrfacher Sachbeschädigung und we-
gen mehrfachen Hausfriedensbruchs) des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs sowie 
die von der materiell-rechtlichen Beurteilung abhängigen bzw. nicht der Rechtskraft 
zugänglichen Punkte (Festlegung der amtlichen Entschädigung [Bst. B/IV] und – 
soweit den Beschuldigten betreffend – notwendige Verfügungen [Bst. D/7 und D/8]) 
durch die Kammer neu zu beurteilen.

Demgegenüber sind Bst. A (Urteil betreffend C.________), B/I (Einstellungen be-
treffend den Beschuldigten), B/II (Freisprüche betreffend den Beschuldigten), C 
(Urteil betreffend D.________) und D/1 – D/6 (weitere Verfügungen) des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs in Rechtskraft erwachsen. Bst. D/7 (Zustimmung zur 
Löschung der DNA-Profile) und D/8 (Zustimmung zur Löschung der biometrischen 
erkennungsdienstlichen Daten) des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs sind soweit 
in Rechtskraft erwachsen, als sie C.________ und D.________ betreffen.

Die Kammer verfügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 3 StPO). Mangels An-
schlussberufung oder eigenständiger Berufung der Generalstaatsanwaltschaft darf 
das erstinstanzliche Urteil nicht zum Nachteil des Beschuldigten abgeändert wer-
den (sog. Verschlechterungsverbot, Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Unbestrittener / Bestrittener Sachverhalt

Dem Beschuldigten werden gemäss Anklageschrift (nachfolgend: AKS; 
pag. 1591 ff.; mit Abänderung anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
gemäss pag. 1742) in insgesamt 26 Fällen nachfolgende Vorwürfe gemacht:

11

Diebstahl (teilweise Versuch dazu) mehrfach banden- und gewerbsmässig und zusammen mit 
C.________ in der Zeit vom 21./22.07.2010 bis 07.11.2010 sowie in der Zeit vom 03.11.2010 bis 
07.11.2010 zudem auch mit D.________, sowie teilweise Sachbeschädigung und teilweise Hausfrie-
densbruch, beides mehrfach begangen wie folgt:

A.________ führte in der Zeit vom 21./22.07.2010 bis 07.11.2010 seinen Schwager C.________ zu 
geeigneten Einbruchsobjekten resp. geeigneten Einfamilienhäusern, wo sie sich grösstenteils durch 
die Fensterbohrmethode (Aufbohren von Fenster- resp. Türrahmen in der Nähe der Verriegelung), 
teilweise auch durch Aufwuchten, Zugang zu den Objekten verschafften oder zu verschaffen versuch-
ten, die Räumlichkeiten – soweit es nicht beim Einbruchsversuch blieb – durchsuchten, und sie sich, 
soweit es sich nicht um Versuche handelte, mit der Beute entfernten und sich nach den nächtlichen 
Diebestouren zurück in die Wohnung von A.________ begaben. Die von C.________ bei den Ein-
bruchstellen hinterlassenen DNA-Spuren indizieren, dass C.________ jeweils den Zugang verschaffte 
und er die Objekte durchsuchte, während A.________ aufpasste, sei es vor den Liegenschaften oder 
im Auto. In der Zeit vom 03.11.2010 bis 07.11.2010 beteiligte sich auch D.________ an den nächtli-
chen Einbruchstouren, wobei er sich mit C.________ und A.________ zu den Einbruchsobjekten be-
gab und entweder beim Durchsuchen der Räumlichkeiten mithalf oder zumindest aufpasste und nach 
den nächtlichen Diebestouren mit seinen Begleitern in die Wohnung von A.________ zurückkehrte. 
Alle drei Beschuldigten profitierten von der Beute.

Von den angeklagten 26 Vorfällen wurde der Beschuldigte in 14 Fällen mangels 
Beweisen freigesprochen.

Unbestritten ist, dass der Beschuldigte der Schwager der beiden Mitbeschuldigten 
und mittlerweile rechtskräftig Verurteilten C.________ und D.________ ist. Die 
Frau des Beschuldigten ist die Schwester der beiden Mitbeschuldigten. 

Fest steht auch, dass der Beschuldigte im Deliktszeitraum zusammen mit seiner 
Frau ZA.________ (geboren ZD.________) und seinen Kindern in 
AP.________/BE gelebt und gemäss edierten Akten aus dem Verfahren Oberland 
wegen Betrugs im Deliktszeitpunkt zu Unrecht Sozialhilfe bezogen hat. Die beiden 
Brüder seiner Ehefrau, die Mitbeschuldigten C.________ (geboren CD.________) 
und D.________, beide (zu dieser Zeit) mit Wohnsitz im Ausland, quartierten sich 
jeweils während ihren Aufenthalten in der Schweiz bei der Familie A.________ in 
AP.________ ein. 

Unbestritten ist weiter, dass der Mitbeschuldigte D.________ am 7. November 
2010 inflagranti in Schliern durch die Polizei angehalten werden konnte und so das 
Verfahren in Gang kam (pag. 147 ff.). Seine Einvernahmen datieren vom Novem-
ber und Dezember 2010 sowie Januar 2011.

Im Rahmen der Untersuchung gegen D.________ fand am 8. November 2010 am 
Domizil des Beschuldigten eine Hausdurchsuchung statt und brachte u.a. ein im 
Küchenschrank in Alufolie eingewickeltes iPhone zum Vorschein (pag. 1195). Eine 
Überprüfung ergab, dass dieses iPhone wenige Tage vor der Hausdurchsuchung 
bei einem Einbruchdiebstahl in Liebefeld gestohlen worden war (pag. 887 ff. bzw. 
Einbruch gemäss Ziff. I.B.23 AKS). Weiter wurde auch ein GPS-Navigationsgerät 
der Marke AH.________ in der Stube sichergestellt.

Eine Ausdehnung der Untersuchung auf den Beschuldigten erfolgte schliesslich am 
16. Mai 2011 (pag. 7), nachdem gemäss Feststellung der Polizei die Auswertung 

12

von erhobenen Verkehrsranddaten und Datenauslesungen von sichergestellten 
Mobiltelefonen Verbindungen zu allen drei Mitbeschuldigten und den ihnen vorge-
worfenen Einbruchdiebstählen erkennen liessen.

Im Laufe der Untersuchung schrieb die Staatsanwaltschaft C.________ mit Aus-
schreibungsbegehren vom 7. September 2011 zur Verhaftung aus (pag. 59). Auf-
grund der Abwesenheit von C.________ wurde die Untersuchung gegen alle drei 
Beschuldigten am 9. September 2011 vorläufig sistiert (pag. 8).

Mehr als fünf Jahre später, am 20. November 2016, wurde C.________ in einem 
Personenwagen mit mazedonischem Kennzeichen bei der Einreise am Grenzü-
bergang in Vallorbe festgenommen. Im Personenwagen befand sich als Mitfahrer 
unter anderem auch der Beschuldigte. Im BMW X3 konnten zwei Bohrer (Durch-
messer 8.0 und 8.5 mm), gebogene Drahtstücke und weitere Werkzeuge sowie 
Bargeldbeträge in Fremdwährungen aufgefunden werden (pag. 1220).

Am 22. November 2016 wurde das Verfahren gegen C.________ (pag. 9) und am 
13. Juni 2017 dasjenige gegen den Beschuldigten (pag. 10) wieder an die Hand 
genommen. Der Beschuldigte wurde am 13. Januar 2017 erstmals – ohne Anwalt – 
befragt (pag. 1168 f.). 

C.________ wurde in der Folge durch die Kantonspolizei Bern erkennungsdienst-
lich erfasst. Der Abgleich seines DNA-Profils mit gesicherten Tatortspuren bei Ein-
bruchdiebstählen ergab mehrere Übereistimmungen, insbesondere auch mit den 
beiden Einbruchdiebstählen vom 7. November 2010 in Schliern.

C.________ gab in seiner Einvernahme vor Gericht zu, an denjenigen Einbrüchen 
beteiligt gewesen zu sein, in welchen seine DNA gefunden werden konnte. Sämtli-
che übrigen Einbrüche bestritt er. Seine Einvernahmen fanden im Dezember 2016 
und Januar 2017 statt. Das Urteil der Vorinstanz akzeptierte er.

Der Beschuldigte bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bis heute.

7. Beweismittel

Die Vorinstanz hat die massgeblichen objektiven und subjektiven Beweismittel auf 
S. 10 der Erwägungen festgehalten (pag. 1819). Darauf kann verwiesen werden.

Hinzu kommt lediglich die Einvernahme des Beschuldigten anlässlich der oberin-
stanzlichen Verhandlung, wobei er jedoch die Aussage zur Sache verweigerte (sie-
he oben, E. 3).

8. Beweiswürdigung der Kammer

Von Bedeutung in Bezug auf den Beschuldigten sind in erster Linie die im Zusam-
menhang mit der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation erhobenen Randdaten 
folgender Rufnummern (vgl. hierzu insbesondere den Bericht vom 17. November 
2010 pag. 1256 ff.):

«[Rufnummer D]» = D.________ (pag. 1272)

«[Rufnummer A]» = Beschuldigter (pag. 1274)

«[Rufnummer C]» = C.________ (pag. 1275)

13

Betreffend die Zuordnung der einzelnen Rufnummern kann vollumfänglich auf die 
zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 1824 – 1826). 
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen und elektronischen Auswertung der Ver-
kehrsranddaten tauchte im Zusammenhang mit der Einbruchsserie 1 eine weitere 
Rufnummer auf. Diese war auf den sichergestellten Geräten jeweils unter dem 
Namen «AI.________ [Spitzname]» gespeichert, konnte aber keiner Person ein-
deutig zugeordnet werden: 

«[Rufnummer AI]» = «AI.________»

Die Vorinstanz vermutete, dass es sich hierbei um C.________ handeln muss, 
liess die Frage schlussendlich aber offen (pag. 1828).

Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte (vgl. pag. 1819 f.), lässt sich bei den ange-
klagten 26 Einbruchsdiebstählen ein zeitlicher, örtlicher und sachlicher Zusammen-
hang erkennen. Zeitlich und örtlich können die Einbruchsdiebstähle in drei Serien 
zusammengefasst werden (vgl. pag. 316, 340 f., 458, 560, 699, 819, 929):

Serie 1: 21. – 24. Juli 2010 in Luzern, Aarau und Muri bei Bern

Serie 2: 3. – 11. Oktober 2010 in Münsingen, Muri bei Bern und Gümligen

Serie 3: 3. – 7. November 2010 in Thörishaus, Liebefeld, Bern und Schliern bei 
Köniz 

Der sachliche Zusammenhang ergibt sich erstens aus einem einheitlichen „modus 
operandi“: in 22 von 26 Einbrüchen wurde die sogenannte Fensterbohrmethode 
verwendet. Bei den übrigen Einbrüchen war dieses Vorgehen aus verschiedenen 
Gründen (verschlossene Fensterläden, Beschaffenheit der Fenster/Türen, Anwe-
senheit der Hausbewohner, Zeitfaktor etc.) nicht möglich. In diesen Fällen wurden 
die Fenster/Türen stattdessen aufgewuchtet. Zweitens ergibt sich der sachliche 
Zusammenhang aus den vorgefundenen DNA-Spuren von C.________; diese wur-
den an 10 über alle drei Serien verteilten Tatorten sichergestellt. Der zeitliche, örtli-
che und sachliche Konnex lässt darauf schliessen, dass zumindest die Einbrüche 
innerhalb einer Serie von der gleichen Täterschaft begangen wurden.

Der Beschuldigte wurde in Bezug auf die Serie 2 erstinstanzlich rechtskräftig frei-
gesprochen. Nach wie vor zur Diskussion steht jedoch seine Beteiligung an den 
Serien 1 und 3.

Der Beschuldigte, D.________ und C.________ wurden allesamt mehrmals ein-
vernommen. Während der Beschuldigte überwiegend von seinem Aussageverwei-
gerungsrecht Gebrauch machte, versuchten D.________ und C.________ bis zu-
letzt, ihren eigenen Tatbeitrag zu minimieren bzw. abzustreiten. Die Vorinstanz 
stellte daher korrekterweise nicht auf deren Aussagen ab (pag. 1820; 1823).

Der Beschuldigte wird vor allem durch die Verkehrsranddaten und Verbindungen 
seiner Rufnummer belastet. Die Verkehrsranddaten zeigen, dass in allen drei Tat-
nächten der Serie 1 die Rufnummer des Beschuldigten («[Rufnummer A]») und die-
jenige von «AI.________» («[Rufnummer AI]») zu den Tatzeiten bei Antennen in 
unmittelbarer Nähe der Tatorte eingeloggt waren und untereinander Verbindung 
hatten. Das gleiche gilt (mit Ausnahme von zwei Fällen) auch für die Serie 3: Die 

14

Rufnummer des Beschuldigten («[Rufnummer A]») und von D.________ («[Ruf-
nummer D]») waren zur Tatzeit in Tatortnähe eingeloggt und hatten untereinander 
Verbindung. Des Weiteren springt ins Auge, dass sich die erwähnten Nummern je-
weils unmittelbar vor und nach den Einbrüchen der Serie 1 bzw. 3 beim Domizil 
des Beschuldigten in AP.________ zusammenfanden (vgl. die Antennenstandorte 
gemäss pag. 1173 Z. 222 und 230, pag. 1174 Z. 285 und 293, pag. 1176 Z. 370; 
pag. 1177 Z. 409; pag. 1177 Z. 422).

Die Vorinstanz kam daher unter Einbezug nachfolgender Erwägungen betreffend 
die erste Einbruchserie vom 21. bis 24. Juli 2010 in Luzern, Aarau und Muri bei 
Bern (fünf Fälle) richtigerweise zu folgender Schlussfolgerung (pag. 1828):

C.________ wurde spurenmässig nur in Bezug auf den Diebstahl in Muri b. Bern überführt. Aus den 
Verkehrsranddaten und Telefonverbindungen ergibt sich jedoch, dass bei den fünf Einbrüchen in Aar-
au und demjenigen in Luzern dieselbe Täterschaft am Werke war wie beim Einbruch in Muri b. Bern.

In sechs der sieben Fälle wurde die Fensterbohrmethode angewendet. Einzig in einem der fünf Fälle 
in Aarau wurde der verschlossene Fensterladen zum Schlafzimmer mittels unbekanntem Gegenstand 
„aufgewuchtet“ (vgl. p. 387). Zwar ist die Fensterbohrmethode seit langem bekannt und wird auch in 
der Schweiz weitverbreitet von organisierten, ausländischen Banden eingesetzt, um Einbruchdieb-
stahle zu begehen. Es handelt sich somit keineswegs um eine Erfindung von C.________. Allerdings 
ist es eben doch seine Handschrift. Denn er war es, der jeweils in die Fenster- und Türrahmen bohrte. 
Deshalb hat er an diesen Stellen in einigen Fällen auch seine DNA hinterlassen. Es ist ergänzend 
ebenfalls nochmals in Erinnerung zu rufen, dass nach den Einbrüchen in Schliern ein Bohrer auf dem 
Fluchtweg zurückgeblieben ist.

Die fünf Einbrüche in Aarau fanden alle in der gleichen Nacht und im gleichen Quartier statt. Die be-
troffenen Häuser liegen sehr nahe beieinander (vgl. p. 411 für eine Übersicht). Wenn für all diese Ein-
brüche nicht C.________ und A.________ verantwortlich wären, müsste gleichzeitig am gleichen Ort 
eine weitere Einbrecherbande unterwegs gewesen sein, welche auch die Fensterbohrmethode ange-
wandt hat. Das ist höchstens theoretisch möglich und daher sehr unwahrscheinlich.

An der Täterschaft von C.________ bestehen somit keine Zweifel, auch wenn das Gericht nicht mit 
Sicherheit sagen kann, dass ‚AI.________’ (‚[Rufnummer AI]’) C.________ war. Es spricht nichts da-
gegen, ausser, man würde von einem bislang unbekannten weiteren Mittäter ausgehen. Auch dies ist 
ohne weiteres möglich.

A.________ wird ergänzend zum bisher Ausgeführten durch Verkehrsranddaten und Verbindungen 
seiner Mobilrufnummer belastet. Die Verkehrsranddaten zeigen, dass in allen sieben Fällen respekti-
ve in allen drei Tatnächten die Rufnummer von A.________ (‚[Rufnummer A]’) und diejenige von
‚AI.________’ (‚[Rufnummer AI]’) zu den Tatzeiten bei Antennen in unmittelbarer Nähe der Tatorte 
eingeloggt waren und untereinander Verbindung hatten.

Für das Gericht ist damit erwiesen, dass sämtliche Einbrüche respektive Einbruchsversuche dieser 
Serie auf das Konto von C.________ und A.________ gehen.

In Bezug auf die dritte Einbruchserie vom 3. bis 7. November 2010 in Thörishaus 
(zwei Fälle), Liebefeld (zwei Fälle), Bern und Schliern bei Köniz (zwei Fälle) kam 
die Vorinstanz zu folgendem Schluss (pag. 1829 f.):

C.________ wurde in vier von sieben Fällen durch DNA-Spuren überführt und hat diese Einbrüche 
eingestanden. In fünf der sieben Fälle wurden die Einbrüche respektive Einbruchsversuche mittels 

15

Fensterbohrmethode begangen. Die Tatorte lagen in diesen Fällen zwar weiter auseinander als bis-
her, es fanden aber erneut mehrere Einbrüche in der gleichen Nacht statt. Die Möglichkeit einer alter-
nativen Täterschaft ist also wiederum bloss theoretisch gegeben, dies mit einer sehr geringen Wahr-
scheinlichkeit. An der Täterschaft des Beschuldigten C.________ bestehen somit auch bezüglich Se-
rie Nr. 3 keine Zweifel.

A.________ und D.________ werden in dieser Serie – mit Ausnahme der beiden letzten Fälle in 
Schliern – durch Verkehrsranddaten und Verbindungen ihrer Mobiltelefonnummer belastet. Ihre Ruf-
nummern waren zu den Tatzeiten in Tatortnähe eingeloggt und hatten untereinander Verbindung. Die 
von A.________ geltend gemachten und mittels Arztbericht belegten Verletzungen entlasten ihn nicht. 
Aus dem Bericht ergibt sich keineswegs, dass er nicht in der Lage gewesen wäre, zum Beispiel ein 
Auto zu lenken. Hinsichtlich dieser fünf ersten Fälle der Serie Nr. 3 erachtet das Gericht deshalb ihre 
Beteiligung an den Einbrüchen als erstellt.

Für die letzten beiden Fälle in Schliern fehlen hinsichtlich A.________ Sachbeweise gänzlich. Zusätz-
lich wird er von C.________ (vgl. p. 1064 Z. 191 und p. 1726 Z. 43) und D.________ entlastet 
(p. 1042 Z. 33), auch wenn diese Aussagen mit Vorsicht zu geniessen sind. Zumindest fehlen damit 
Belastungen und A.________ ist in Folge dessen von diesen beiden Vorwürfen freizusprechen. 
D.________ hat demgegenüber einen der beiden Fälle, den Einbruchsversuch, in Schliern zugege-
ben. Selbst seine Verteidigung musste letztlich jedoch im Rahmen ihres Parteivortrags die Beteiligung 
von D.________ an den beiden Fällen in Schliern einräumen. Dem ist ohne weiteres zu folgen. Die 
Einbruchsobjekte liegen direkt nebeneinander, wurden in derselben Nacht abgehandelt und bei den 
Objekten wurde die DNA seines Bruders gesichert.

Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz zu den Einbruchserien 1 und 3 können un-
ter Berücksichtigung der mittlerweile rechtskräftigen Urteile gegen C.________ und 
D.________, des im Küchenschrank gefundenen in Alufolie eingewickelten iPhone 
von AE.________ (pag. 887 ff. bzw. Einbruch gemäss Ziff. I.B.23 AKS), dem aufge-
fundenen Einbruchwerkzeug bei der Anhaltung von C.________ – zusammen mit 
dem Beschuldigten – sowie den Datenauslesungen des diversen SMS-Verkehrs 
betretreffend Gold, Uhren, Fotos und dem «arbeiten Gehen mitten in der Nacht» 
bestätigt werden.

Sämtliche dieser Indizien ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Dieses ist dem direk-
ten Beweis gleichwertig (Urteile des Bundesgerichts 6B_1053/2018 vom 26. Fe-
bruar 2019 E. 1.2; 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 12.1). Die Kammer hat kei-
ne vernünftigen Zweifel daran, dass der Beschuldigte an den in Frage stehenden 
Einbrüchen beteiligt war. Er fuhr während der Serie 1 seinen Schwager 
C.________ zu den einzelnen Einbruchsobjekten und übernahm dort jeweils die 
Rolle des Aufpassers. Nach den nächtlichen Diebestouren begaben sich die beiden 
wieder in die Wohnung des Beschuldigten. Das Gleiche spielte sich erneut 
während der Serie 3 ab, wobei sich diesmal auch D.________ an den Einbrüchen 
beteiligte. Alle drei profitierten von der Beute.

Was die Verteidigung anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung dagegen vor-
trug, überzeugt demgegenüber nicht. Nachfolgend wird auf einzelne dieser Argu-
mente eingegangen.

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9. Ergänzende Überlegungen

9.1 Zuordnung der Rufnummern

Die Verteidigung brachte anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung zunächst 
vor, der Beschuldigte habe diverse Rufnummern gehabt, die auch von seinen Ver-
wandten verwendet worden seien. Diese seien teilweise aus dem Ausland gekom-
men, weshalb der Kauf eines Mobiltelefons in der Schweiz zu aufwendig gewesen 
wäre. Jeder habe auf das Mobiltelefon des Beschuldigten zugreifen und es am 
nächsten Tag wieder zurücklegen können. Auch C.________ habe das Mobiltele-
fon des Beschuldigten benutzt. D.________ sei zudem mit zwei Mobiltelefonen er-
wischt worden. Es stimme daher nicht, dass jeder der Beschuldigten einfach nur 
sein eigenes Mobiltelefon habt habe.

Die Vorinstanz hatte sich bereits einlässlich und in überzeugender Weise mit die-
sem Einwand auseinander gesetzt (pag. 1825 f.):

Die Datenauslesungen der Mobiltelefone (p. 1273 und p. 1300), insbesondere die Analyse der Fotos, 
der gespeicherten Rufnummern/Kontakte und der SMS-Nachrichten, sowie die aufgezeichneten Tele-
fonverbindungen (eingehende/ausgehende Anrufe), lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es 
sich bei den zugeordneten Geräten und Mobiltelefonnummern um die persönlichen Telefo-
ne/Rufnummern der jeweiligen Beschuldigten handelte und diese gerade nicht jedermann zur Verfü-
gung gestanden haben.

So lassen sich auf dem ‚Nokia 6210’ überwiegend Fotos/Videos von A.________ und seiner Familie 
finden und die zu dieser Zeit im Gerät aktive Rufnummer ‚[Rufnummer A]’ hatte zwischen dem 24.05 
– 05.11.2010 (Tatzeitraum gemäss AKS ist 21. Jul bis 5. November 2010) nachweislich 264 Verbin-
dungen (vgl. p. 1274) zur unter „Schatzi“ abgespeicherten Rufnummer ‚[Rufnummer AZ], registriert 
auf seine Ehefrau ZA.________ (vgl. hierzu auch p. 1095 Z. 56 f. und p. 1171 Z. 140). Es ist nicht er-
sichtlich, wer, wenn nicht A.________ selbst, so häufig mit seiner Ehefrau telefoniert haben sollte. 
Seine Aussage, vielleicht habe seine Ehefrau ja mit ihren Brüdern, welchen er sein Telefon überge-
ben habe, telefoniert (p. 1179 Z. 501 f.), erscheint in diesem Lichte geradezu abstrus.

Auf dem Gerät ‚Nokia E66-1’ mit der Rufnummer ‚[Rufnummer D]’ befanden sich vorwiegend Fotos 
von D.________ und seiner Familie und es konnten mehrere SMS-Nachrichten und unzählige Ver-
bindungsnachweise (eingehende/ausgehende Anrufe) an die Telefonnummer ‚[Rufnummer AJ] mit 
dem Speichernamen „AJ.________" festgestellt werden (vgl. p. 1272). Dabei gab D.________ anläss-
lich seiner Einvernahme vom 24.11.2010 selber an, dass diese Nummer seiner Ehefrau AO.________ 
gehöre (p. 1041 Z. 42), was in Anbetracht der mazedonischen Vorwahl (+389) ohne weiteres stimmen 
dürfte.

Die Datenauslesung des ‚Nokia E75-1’ schliesslich brachte unzählige Bilder von C.________ mit Ehe-
frau und Kind hervor. Im Übrigen war die darin enthaltene Rufnummer ‚[Rufnummer C]’ auf 
C.________ registriert und über diese Telefonnummer wurde oft und regelmässig telefonisch Kontakt 
mit der Nummer ‚[Rufnummer AK] und dem Speichernamen „AK.________“ aufgenommen (p. 1275). 
Werden die bei der Datenauslesung gesicherten SMS-Nachrichten (vgl. p. 1283 ff., insb. p. 1286) an 
diese Nummer inhaltlich analysiert, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass es sich bei diesem 
Kontakt um die Ehefrau von C.________ handeln muss.

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Nach dem Gesagten bestand damit für die drei Beschuldigten auch gar keine Notwendigkeit, Telefone 
und Rufnummern untereinander auszutauschen, denn jeder von ihnen verfügte über eigene Mobiltele-
fone mit Schweizer Rufnummern. 

Dem ist lediglich beizufügen, dass die Behauptung der Verteidigung, wonach einer 
der Mittäter auch zwei Mobiltelefone benutzt haben könnte, keinen Sinn ergibt an-
gesichts der Tatsache, dass die in Frage stehenden Mobiltelefone jeweils unter 
einander Verbindung hatten; es ist nämlich nicht davon auszugehen, dass ein Mit-
täter mit sich selber telefonierte.

9.2 Krücken-Alibi

Die Verteidigung führte weiter an, der Beschuldigte habe während der Deliktsse-
rie 3 aufgrund eines Treppensturzes unter einer Fersenkontusion gelitten. Er sei 
auf der Notfallstation gewesen und habe Krücken und Schmerzmittel erhalten. 
Ausserdem sei für den 11. November 2010 eine Sprechstunde angesetzt worden. 
Dies spreche dafür, dass die Verletzung schwer gewesen sein müsse. Der Be-
schuldigte habe in diesem Zustand nicht Auto fahren und sich daher auch nicht an 
der Tat beteiligen können.

Die Untersuchung bei Dr. AL.________ fand am 11. November 2010 statt 
(pag. 1192). Der Sturz auf der Treppe soll sich dabei anscheinend bereits am 
1. November 2010 ereignet haben und der Patient soll sich am Folgetag, am 
2. November 2010, auf der Notfallstation des Spitals AP.________ vorgestellt ha-
ben. Der Arztbericht von Dr. AL.________ bestätigt nicht, dass der Beschuldigte 
stationär im Spital gewesen war, wie er dies geltend machte (pag. 1187 Z. 83 ff.), 
sondern nur ambulant. Der Bericht hält jedoch fest, dass am 11. November 2010 
die DMS (Durchblutung, Motorik und Sensibilität) bereits wieder intakt war und freie 
Beweglichkeit des OSG (oberes Sprunggelenk) bestand. Die Verletzung des Be-
schuldigten war somit nicht derart schlimm, dass er nicht hätte Auto fahren können.

9.3 Ortskenntnisse

Die Verteidigung brachte weiter vor, in Bezug auf die Deliktsserie 1 habe es dem 
Beschuldigten an Ortskenntnissen gemangelt. Er habe daher an dieser Serie nicht 
als Fahrer beteiligt sein können.

Es kann hierzu auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, die zutref-
fend festhielt, dass fehlende Ortskenntnis die Taten nicht ausschliesst. Wenn man mögliche Tator-
te vorgängig rekognosziert, kann man sich die nötigen Kenntnisse ohne weiteres aneignen. Das Ge-
richt hatte in der Vergangenheit schon Fälle zu beurteilen, in denen die Täterschaft eine veritable 
„Tour de Suisse“ absolvierte, obschon sie sich längst nicht überall auskannte (pag. 1827).

Anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung hielt die Verteidigung dem entgegen, 
der Beschuldigte sei erst am Tag vor dem Einbruch vom 21. Juli 2019 aus Italien 
zurückgekehrt. Er habe daher keine Zeit gehabt, die Tatorte vorgängig zu besichti-
gen.

Auch dieses Vorbringen der Verteidigung überzeugt nicht. Es trifft zwar zu, dass 
der Beschuldigte gemäss Randdatenerhebung erst einen Tag vor dem Einbruch 
am 21. Juli 2019 aus Richtung Italien in die Schweiz einreiste (pag. 300). Er war 

18

aber zu jener Zeit (als einziger der drei Mittäter) in der Schweiz wohnhaft und hatte 
daher auch vor seinem Auslandaufenthalt die Möglichkeit gehabt, die Tatobjekte zu 
rekognoszieren. Zudem wurde beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsu-
chung vom 8. November 2010 ein GPS-Navigationsgerät gefunden und sicherge-
stellt (pag. 1195 f.). Soweit ersichtlich, wurde dieses nicht ausgewertet. Ein solches 
Gerät vermag jedoch allfällig fehlende Ortskenntnisse ohne weiteres zu kompen-
sieren. Eine vorgängige Besichtigung des Tatorts war daher überhaupt nicht nötig. 
Bemerkenswert ist schliesslich, dass der Beschuldigte einen Tag vor dem ersten 
Einbruch der Serie 1 am 21. Juli 2019 aus Richtung Italien in die Schweiz einreiste 
und danach am letzten Tag der Einbruchsserie 1 am 24. Juli 2019 sogleich wieder 
in Richtung Italien aus der Schweiz ausreiste (pag. 300). Dies lässt den Verdacht 
aufkommen, dass er einzig wegen der Einbruchsserie 1 in die Schweiz kam und 
die Beute anschliessend nach Italien verbrachte. In dieser Beziehung fällt auf, dass 
der Beschuldigte in jeder Zeit sehr oft die Schweizer Grenze in Richtung Italien 
passierte (pag. 300). Seine Ein-/Ausreisen aus/in Richtung Italien entlasten ihn 
somit nicht. Im Gegenteil.

9.4 Anzahl und Identität der Mittäter

Die Verteidigung brachte weiter vor, es sei nicht erwiesen, dass drei Täter an den 
Einbrüchen beteiligt gewesen seien. Sämtliche Zeugen hätten nur von zwei Tätern 
gesprochen. Die Einbruchsserie 2 habe C.________ zudem alleine durchgeführt. 
Gehe man dennoch von einem dritten Mittäter aus, komme auch AM.________ in 
Frage.

Die Vorinstanz führte hierzu aus, es treffe zwar zu, dass zwei der Geschädigten, die Her-
ren AC.________ in Thörishaus und R.________ in Schliern die Täterschaft beobachteten und bloss 
zwei Personen sahen. Dies schliesst jedoch die Beteiligung einer dritten Person nicht aus. Es ist na-
heliegend, dass der Fahrer in der Nähe des Tatorts im Auto wartete und deshalb nicht gesehen wer-
den konnte (pag. 1827). Dem kann zugestimmt werden. Es ist schwer nachvollzieh-
bar, wie die Einbrüche ohne den Beschuldigten als Fahrer hätten durchgeführt 
werden können. Die Geschichte mit dem Benützen des öffentlichen Verkehrs, ins-
besondere des Moonliners, muss als geradezu weltfremd bezeichnet werden. Zu-
dem war es der Beschuldigte selber, der sein kaputtes Auto ins Spiel brachte, als 
es um das Krücken-Alibi ging (pag. 1174 Z. 257). Die Beteiligung des Beschuldig-
ten als Fahrer liegt im Übrigen auch deshalb nahe, weil sein Auto das einzige war, 
welches über ein (unauffälliges) Berner Kontrollschild verfügte (pag. 1013 Z. 47 f. 
und pag. 1061).

Im Übrigen führte C.________ die Einbruchsserie 2 nicht allein durch. Die Vorin-
stanz gab dazu an (pag. 1829): Das Gericht geht davon aus, dass C.________ diese Taten 
nicht alleine begangen hat. Wer seine Mittäter waren, muss jedoch offenbleiben. Sie verurteilte 
C.________ in der Folge wegen Begehung «gemeinsam mit unbekannter Mittäter-
schaft» (Schuldsprüche gemäss Bst. A/II.1.8 – 1.19, 2.8 – 2.17 und 3.8 – 3.16 des 
erstinstanzlichen Urteildispositivs). Der Beschuldigte wurde in Bezug auf diese Se-
rie insbesondere deshalb freigesprochen, weil es im Unterschied zu den Serien 1 
und 3 keine belastenden Verkehrsranddaten und Telefonverbindungen gab (siehe 
oben, E. 8).

19

Betreffend den von der Verteidigung ins Feld geführten AM.________ (der Ehe-
mann der Schwester der Ehefrau des Beschuldigten, pag. 1170 Z. 104) fehlen be-
lastenden Indizien. Insbesondere hatte sein Mobiltelefon – anders als dasjenige 
des Beschuldigten (siehe oben, E. 8) – nicht zur Tatzeit in Tatortnähe Verbindung 
mit einem der Mittäter. Während der Serie 3 war er zudem – soweit ersichtlich – 
überhaupt nicht in der Schweiz («Mein Schwager [Mann von AN.________] wäre 
auf den 15.11. in die Schweiz gekommen», pag. 155). Im Übrigen versammelte 
sich die Bande vor und nach Begehung der Einbrüche jeweils beim Domizil des 
Beschuldigten (siehe oben, E. 8). Dieser Stützpunkt in der Schweiz hätte den Mit-
tätern gefehlt, wenn AM.________ und nicht der Beschuldigte an den Einbrüchen 
beteiligt gewesen wäre.

9.5 Modus operandi

Die Verteidigung argumentierte weiter, es sei kein einheitlicher „modus operandi“ 
erkennbar. So sei das Tatobjekt bei Ziff. I.B.4 AKS vergleichbar mit demjenigen bei 
Ziff. I.B.6 AKS, weshalb nicht nachvollziehbar sei, wieso bei angeblich gleicher 
Täterschaft beim einen Einbruch das Fenster aufgewuchtet, beim anderen aber die 
Fensterbohrmethode angewendet worden sei. Des Weiteren seien insbesondere 
bei den Einbrüchen der Serie 2 unterschiedlich grosse Bohrlöcher vorgefunden 
worden.

Beim Tatobjekt gemäss Ziff. I.B.6 AKS waren die Fensterläden offen und die Täter-
schaft musste damit rechnen, dass jemand zu Hause ist. Entsprechend wurde dort 
die (leisere) Fensterbohrmethode verwendet (pag. 441). Demgegenüber hatte das 
Tatobjekt gemäss Ziff. I.B.4 AKS verschlossene Fensterläden, die von der Täter-
schaft mit einem spitzen Gegenstand aufgewuchtet werden mussten, um in das 
Haus zu gelangen (pag. 396). Die Fensterbohrmethode konnte aufgrund der ver-
schlossenen Fensterläden nicht angewendet werden. Als «spitzer Gegenstand» 
könnte beispielsweise ein abgeändertes Werkzeug gedient haben. Hierzu kann auf 
die anlässlich der Anhaltung von C.________ in Anwesenheit des Beschuldigten 
sichergestellten Utensilien verwiesen werden (pag. 1220 und Foto pag. 1102). Im 
Fahrzeug wurden Schraubenzieher, gebogener Stahl und abgeänderte Werkzeuge 
gefunden, die sich zum Aufwuchten von Türen, Fenstern etc. bestens eignen.

Zu den unterschiedlich grossen Bohrlöchern ist lediglich anzumerken, dass die Se-
rie 2 beim Beschuldigten nicht mehr zur Diskussion steht. Bezeichnend ist aber, 
dass C.________ bei seiner Anhaltung in Vallorbe zusammen mit dem Beschuldig-
ten u.a. zwei Bohrer mit unterschiedlichem Durchmesser mit sich führte 
(pag. 1220). Zudem führte die Vorinstanz zutreffend aus (pag. 1827):

Rein visuell lassen sich tatsächlich Unterschiede feststellen. Die Löcher sehen nicht alle gleich aus. 
Dies kann nach Ansicht des Gerichts aber damit erklärt werden, dass von Hand gebohrt wurde. Hätte 
die Täterschaft eine elektrische Bohrmaschine benützt, wären saubere Bohrlöcher entstanden. Dies 
wiederum hätte aber zu viel Lärm verursacht.

9.6 Reaktion auf Hausdurchsuchung

Die Verteidigung brachte weiter vor, der Beschuldigte habe gewusst, dass am 
8. November 2010 eine Hausdurchsuchung bei ihm stattfinden werde, da 

20

AO.________ am Tag zuvor auf der Polizeiwache AP.________ eine Vermissten-
meldung wegen D.________ aufgegeben habe und ihr dabei mitgeteilt worden sei, 
dieser befinde sich in Haft. Das zeige sich auch an der Reaktion des Beschuldigten 
auf die Hausdurchsuchung: er sei zuvorkommend und ob dem Erscheinen der Po-
lizei nur wenig überrascht gewesen. Wenn nun anlässlich dieser Hausdurchsu-
chung trotzdem Diebesgut beim Beschuldigten gefunden worden sei, so weise dies 
darauf hin, dass er von den Einbrüchen nichts gewusst habe.

Es trifft zu, dass sich AO.________ am Abend des 7. November 2010 auf der Poli-
zeiwache AP.________ meldete und erklärte, sie vermisse ihren Mann, der zuvor 
in der Wohnung des Beschuldigten in AP.________ gewesen sei. Ihr wurde dar-
aufhin mitgeteilt, dass D.________ von der Polizei festgenommen worden war 
(pag. 147). Ebenfalls zutreffend ist, dass sich der Beschuldigte anlässlich der 
Hausdurchsuchung vom 8. November 2010 ob dem Erscheinen der Polizei offen-
bar nicht wirklich überrascht zeigte (pag. 148). Daraus kann jedoch nicht geschlos-
sen werden, der Beschuldigte habe von den Einbrüchen nichts gewusst. Ihm wurde 
die Hausdurchsuchung nämlich nicht angekündigt. Ihm wurde lediglich mitgeteilt, 
dass sich D.________ in Haft befindet. Die Hausdurchsuchung fand zudem nur 
kurze Zeit nach der aufgegebenen Vermisstenmeldung statt (Erscheinen auf der 
Polizeiwache AP.________: 18:25 Uhr; Hausdurchsuchung: 10:05 Uhr am darauf 
folgenden Tag; pag. 146 und 1195). Es kann daher durchaus sein, dass der Be-
schuldigte nicht mit einer derart rasch angeordneten Hausdurchsuchung rechnete 
oder nicht genügend Zeit hatte, um für das Diebesgut ein alternatives Versteck zu 
finden. Auch möglich wäre, dass der Beschuldigte zwar mit einer Hausdurchsu-
chung rechnete, das in Alufolie eingewickelte und im Küchenschrank versteckte 
Mobiltelefon jedoch schlicht und einfach vergessen hatte. Aus den vorgebrachten 
Umständen lässt sich jedenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten.

9.7 Beziehung zu D.________

Schliesslich brachte die Verteidigung vor, D.________ habe den Beschuldigten 
wegen familiärer Probleme nicht gemocht. Wäre der Beschuldigte in die Einbrüche 
involviert gewesen, hätte D.________ ihn deshalb ohne Zögern «in die Pfanne ge-
hauen», was er aber nicht getan habe.

Es trifft zu, dass D.________ angab, er habe mit dem Beschuldigten keine gute 
Beziehung wegen familiärer Probleme. Er habe nämlich nicht gewollt, dass seine 
Schwester mit dem Beschuldigten zusammen sei (pag. 1042 Z. 19 ff.). Aus diesen 
Aussagen kann nach Auffassung der Kammer aber nicht geschlossen werden, 
D.________ hätte den Beschuldigten «ohne Zögern in die Pfanne gehauen», wenn 
dieser tatsächlich an den Einbrüchen beteiligt gewesen wäre. D.________ ging 
mehrfach nach AP.________ und besuchte dort den Beschuldigten und dessen 
Ehefrau in deren Domizil (pag. 1014 Z. 33 ff.; pag. 1042 Z. 41 ff.; pag. 1170 
Z. 77 f.). Er gab zudem auf Frage, wieso er so viele Fotos vom Beschuldigten und 
dessen Familie auf seinem Mobiltelefon habe, an: «Er gehört zu meiner Familie» 
(pag. 1042 Z. 29 f.). Der Beschuldigte gab seinerseits ebenfalls an, er habe 
D.________ eine Rufnummer besorgt, weil «[w]ie schon gesagt, das ist Familie, er 
ist ja der Bruder» (pag. 1171 Z. 155). Als D.________ in Untersuchungshaft ver-

21

setzt wurde, machte er sich Sorgen um seine Familie und erkundigte sich immer 
wieder nach deren Wohlergehen («Ich habe Sehnsucht nach meiner Familie. Ich 
mache mir Sorgen um alle», pag. 1022). Wenngleich die beiden somit nicht «beste 
Freunde» sein mögen, kann von einem belasteten Verhältnis, wie das die Verteidi-
gung darzustellen versuchte, keine Rede sein. Es ist zudem zu beachten, dass 
D.________ im Laufe des Verfahrens mehrfach seine Bereitschaft zeigte, Famili-
enangehörige gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zu begünstigen (vgl. 
bspw. pag. 1013 Z. 34, pag. 1015 Z. 19 ff., pag. 1039 Z. 17 ff.) und die Familie für 
ihn einen hohen Stellenwert hat (vgl. die Briefe gemäss pag. 1021 – 1034).

9.8 Weitere Vorbringen der Verteidigung

Auch die übrigen Vorbringen der Verteidigung vermögen nicht zu überzeugen. 

So haben sich die Mobiltelefone der Mittäter während den Einbrüchen zwar zeit-
weise bei unterschiedlichen Antennen eingeloggt (vgl. bspw. pag. 1172 Z. 191 und 
Z. 201). Das ist aber nicht weiter verwunderlich, ist doch davon auszugehen, dass 
der telefonische Kontakt jeweils dann stattfand, als sich die Mittäter nicht am glei-
chen Ort aufhielten. Zudem befinden sich mehrere verfügbare Funkantennen in 
Reichweite der Tatorte.

Dass beim Beschuldigten (abgesehen vom in Alufolie eingewickelten Mobiltelefon 
aus dem Diebstahl gemäss Ziff. I.B.23 AKS) keine Deliktsbeute gefunden wurde, 
lässt sich damit erklären, dass sich die Mittäter nach den Einbruchsserien jeweils 
sofort ins Ausland begaben. So reiste der Beschuldigte noch am Tag des letzten 
Einbruchs der Serie 1 (am 24. Juli 2010) in Richtung Italien aus der Schweiz aus 
(pag. 300). Und C.________ floh nach dem letzten Einbruch der Serie 3 ebenfalls 
sogleich ins Ausland, so dass das Verfahren für über fünf Jahre sistiert werden 
musste (pag. 8).

Aus dem Urteil vom 26. Juni 2008 des Kreisgerichts X Thun kann der Beschuldigte 
ebenfalls nichts für sich ableiten. Das Tatvorgehen in jenem Fall war nicht dermas-
sen anders, dass er im vorliegenden Fall als Täter ausser Betracht fallen würde (es 
ging auch damals um in Mittäterschaft begangenen Einbruchsdiebstahl mit dem 
Beschuldigten in der Rolle des Aufpassers, siehe Urteilsbegründung S. 5).

Schliesslich bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass C.________ und 
D.________ das erstinstanzliche Urteil nur deshalb akzeptierten, weil sie aus der 
Untersuchungshaft wollten beziehungsweise zu Gunsten des bedingten Vollzugs 
eine höhere Strafe in Kauf nahmen, zumal sich die erstinstanzlichen Schuld-
sprüche nicht in erster Linie auf die Geständnisse der beiden stützen, sondern auf 
die belastenden Verkehrsranddaten und vorgefundenen DNA-Spuren (vgl. 
pag. 1828 ff.).

10. Beweisergebnis

Die Kammer hält die Beteiligung des Beschuldigten an den Einbruchsserien 1 
und 3 (mit Ausnahme der letzten beiden Einbrüche in Schliern) bzw. die entspre-
chenden Anklagesachverhalte (Ziff. I.B.1 – 7, 20 – 24 AKS; pag. 1591 ff.) als er-
wiesen.

22

III. Rechtliche Würdigung

11. Mittäterschaft

Betreffend die Rolle des Beschuldigten als Mittäter kann auf die zutreffenden Aus-
führungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 1834; pag. 1843).

Der Beschuldigte wirkte vorsätzlich und in massgebender Weise mit den anderen 
Tätern zusammen, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Er beteiligte sich bei der 
Planung und Entschlussfassung, sein Domizil in AP.________ diente als Stütz-
punkt, er übernahm bei den Einbruchsserien die Rolle des Fahrers, stellte der Ban-
de sein Auto mit Berner Kontrollschild sowie seine Ortskenntnisse zur Verfügung, 
stand während den Einbrüchen Schmiere, verfügte als einziger über lokale Sprach-
kenntnisse und wurde auch an der Deliktsbeute beteiligt. Er ist daher als Mittäter zu 
qualifizieren und die Handlungen von D.________ und C.________ sind ihm anzu-
rechnen.

12. Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfrie-
densbruch

Auch betreffend die rechtliche Würdigung der beiden Einbruchsserien als (ge-
werbs- und) bandenmässige Diebstähle kann vollumfänglich auf die zutreffenden 
Ausführungen der Vorinstanz verweisen werden (pag. 1834 – 1838; pag. 1841 –
1843).

Insbesondere ist der Vorinstanz (vgl. pag. 1842 f.) zuzustimmen, dass zwischen 
der ersten Einbruchsserie (Juli 2010) und der dritten Einbruchsserie (November 
2010) ein längerer zeitlicher Unterbruch liegt. Auch in örtlicher Hinsicht unterschei-
den sich die erste Einbruchsserie (in Luzern, Aarau und Muri bei Bern) und die drit-
te Einbruchsserie (in Thörishaus, Liebefeld, Bern und Schliern bei Köniz). Aus Sicht 
der Kammer muss zudem davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte vor 
der dritten Einbruchsserie einen neuen Entschluss fasste, weitere Diebstähle zu 
begehen. Die beiden Einbruchsserien stehen somit weder in einem engen räumli-
chen oder zeitlichen Zusammenhang noch beruhen sie auf einem einheitlichen Wil-
lensakt (vgl. BGE 131 IV 83 E. 2.4.5), weshalb von selbstständigen Handlungen 
und echter Realkonkurrenz auszugehen ist (vgl. GÜNTHER STRATENWERTH, 
Schweizerisches Strafrecht. Allgemeiner Teil I: Die Straftat, 4. A., Bern 2011, § 19 
Rz. 7). 

Der Vollständigkeit Halber sei festgehalten, dass es zwar bei den Einbrüchen 
gemäss Ziff. I.B.1, 2, 5, 6, 21 und 22 AKS beim Diebstahlsversuch geblieben ist. 
Da sämtliche Diebstähle aber im Rahmen der Serie 1 und der Serie 3 jeweils zu ei-
ner juristischen Handlungseinheit zusammengefasst werden, gelangt Art. 22 Abs. 1 
StGB nicht zur Anwendung. Der Beschuldigte vollendete in Bezug auf die Serie 1 
und in Bezug auf die Serie 3 je einmal den Straftatbestand des (gewerbs- und) 
bandenmässigen Diebstahls. Der Versuch geht dabei im vollendeten qualifizierten 
Delikt auf (BGE 123 IV 113). 

Der Beschuldigte ist folglich des mehrfach begangenen (gewerbs- und) banden-
mässigen Diebstahls schuldig zu sprechen.

23

Soweit seine Tatbeteiligung an den einzelnen Einbrüchen nachgewiesen ist, erfüllt 
der Beschuldigte im Weiteren auch die Tatbestände der (mehrfachen) Sachbe-
schädigung und des (mehrfachen) Hausfriedensbruchs, wobei wiederum vollum-
fänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden kann 
(pag. 1838 – 1841; pag. 1842). 

IV. Strafzumessung

13. Anwendbares Recht

Am 1. Januar 2018 sind die revidierten Bestimmungen des allgemeinen Teils des 
StGB in Kraft getreten. Hat der Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttre-
ten des neuen Strafgesetzbuches begangen, erfolgt die Beurteilung aber erst 
nachher, so ist gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB das neue Gesetz anzuwenden, wenn 
dieses für ihn das mildere ist. Der Vergleich der Schwere verschiedener Strafnor-
men ist nach der sogenannten konkreten Methode vorzunehmen, wonach sich um-
fassende Beurteilungen des Sachverhalts nach alten und nach neuem Recht ge-
genüberzustellen sind. Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe Tat nur ent-
weder das alte oder das neue Recht. Eine kombinierte Anwendung der beiden 
Rechte ist ausgeschlossen. Hat der Täter mehrere selbständige strafbare Hand-
lungen begangen, so ist in Bezug auf jede einzelne Handlung gesondert zu prüfen, 
ob das alte oder das neue Recht milder ist. Gegebenenfalls ist eine Gesamtstrafe 
zu bilden (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1 und 6.2.3). Ausschlaggebend ist, nach welchem 
der beiden Rechte der Täter für die gerade zu beurteilende Tat besser wegkommt 
(vgl. zum Ganzen TRECHSEL/VEST, in: TRECHSEL/PIETH [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. A. 2018, Art. 2 N 11 mit Hinweisen; DO-
NATSCH, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 19. A., Zürich 2013, S. 34 N 10 sowie 
BGE 126 IV 5 – je mit Hinweisen). Der Gesetzesvergleich hat sich ausschliesslich 
nach objektiven Gesichtspunkten zu richten (BGE 134 IV 82 E. 6.2.2). Massgebend 
ist dabei das Ausmass der mit einer Sanktion verbundenen Beschränkung der per-
sönlichen Freiheiten, namentlich der Bewegungsfreiheit, des Eigentums, der Ehre, 
der Betätigungsfreiheit und der Beziehungsfreiheit. Unter den möglichen Straffor-
men hat die Freiheitsstrafe als die strengste zu gelten, gefolgt von der Geldstrafe. 
Sind im Übrigen die Sanktionen im Einzelfall gleichwertig, so ist altes Recht anzu-
wenden (BSK StGB-POPP/BERKEMEIER, Art. 2 N 20 mit weiteren Hinweisen). 

Der Beschuldigte beging die zur Diskussion stehenden Einbrüche im Jahr 2010 
und damit vor Inkrafttreten des Strafgesetzbuches in der Fassung vom 1. Januar 
2018, die Beurteilung erfolgt aber erst nachher. Da die Fassung vom 1. Januar 
2018 für die Beschuldigten nicht die mildere ist (die Mindeststrafandrohung bei 
Art. 139 Ziff. 3 StGB lautet nach neuem Recht auf Freiheitsstrafe, während nach al-
tem Recht auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden konnte), ist in Anwendung 
von Art. 2 Abs. 2 StGB altes Recht anzuwenden.

14. Vorbemerkungen

Betreffend die theoretischen Grundlagen zur Strafzumessung kann auf die diesbe-
züglichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 1843 f.).

24

Anzufügen ist lediglich, dass wenn im gleichen Verfahren mehrere Mittäter zu 
beurteilen sind, es auch bei gleichem Tatbeitrag zu unterschiedlichen Strafen 
kommen kann, wenn sich die subjektive Verschuldensbewertung und die 
persönlichen Verhältnisse unterscheiden. Das richtige Verhältnis der Strafen unter 
Mittätern ist als Element der Strafzumessung zu berücksichtigen (BGE 135 IV 191 
E. 3.2).

Zudem sei nochmals erwähnt, dass sich entgegen der Ansicht der Vorinstanz 
(pag. 1849) die Frage des Versuchs nicht stellt (siehe oben, E. 12) und daher auch 
der entsprechende Strafmilderungsgrund (Art. 22 Abs. 1 aStGB) nicht zu prüfen ist.

15. Strafrahmen und Strafart

Der Strafrahmen beim bandenmässigen Diebstahl reicht von 180 Tagessätzen 
Geldstrafe am unteren bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe am oberen Ende (Art. 139 
Ziff. 3 aStGB). Besondere Umstände, die ein Verlassen dieses Strafrahmens recht-
fertigen würden, sind nicht gegeben.

Aufgrund der Tatsachen, dass der Beschuldigte beide Einbruchsserien doppelt 
qualifiziert beging (banden- und gewerbsmässig), das Tatverschulden für die ein-
zelnen Serien jeweils weit über 360 Strafeinheiten liegt (siehe nachfolgend, E. 16.3 
und 17.3) und der Beschuldigte während des laufenden Verfahrens erneut ein-
schlägig (Vermögensdelikt) straffällig wurde (siehe nachfolgend, E. 19), kommt 
nach Auffassung der Kammer bei beiden Serien einzig eine Freiheitsstrafe als 
zweckmässige Strafart in Betracht.

Die Vorinstanz erklärte den Beschuldigten zunächst zu Recht des mehrfach be-
gangenen (gewerbs- und) bandenmässigen Diebstahls schuldig. Im Rahmen der 
Strafzumessung setzte sie sodann aber für die insgesamt zwölf Einbrüche eine 
einheitliche Einsatzstrafe fest. Sie verkannte dabei, dass die beiden Serien in zwei 
getrennten Phasen erfolgten, denen kein umfassender Willensentschluss zugrunde 
lag. Der Beschuldigte verwirklichte den Straftatbestand des (gewerbs- und) ban-
denmässigen Diebstahls je einmal in Bezug auf die Serie 1 und einmal in Bezug 
auf die Serie 3 (siehe oben, E. 12). Richtigerweise ist daher zunächst eine Einsatz-
strafe für die Einbruchsserie 1 als schwerere Serie zu bestimmen und diese als-
dann mit der Serie 3 in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 aStGB angemessen zu er-
höhen.

Der Kammer ist es aufgrund des sogenannten Doppelverwertungsverbots unter-
sagt, die Bandenmässigkeit, die zur Anwendung des höheren Strafrahmens führt, 
innerhalb des geänderten Strafrahmens ein zweites Mal straferhöhend zu berück-
sichtigen (MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. A., N 86). Demgegenüber kommt 
die Gewerbsmässigkeit des bandenmässigen Diebstahls als zweites qualifizieren-
des Merkmal uneingeschränkt taterschwerend zum Tragen. Das Doppelverwer-
tungsverbot ist nicht zu berücksichtigen (MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. A., 
N 92).

25

16. Einsatzstrafe für die Serie 1

16.1 Objektive Tatschwere

Der Beschuldigte beging mit C.________ im Rahmen der Serie 1 insgesamt 7 
Diebstähle, davon 3 vollendet (Ziff. I.B.3, 4 und 7 AKS) und 4 versucht (Ziff. I.B.1, 
2, 5 und 6 AKS). Der Deliktsbetrag beläuft sich auf insgesamt rund CHF 88‘000.00.

Die Einbrüche erfolgten in der Mehrheit der Fälle in Anwesenheit der Geschädigten 
(Ziff. I.B.1, 2, 5 und 6 AKS), was eine erhöhte Gefährlichkeit für diese bedeutete. 
Die Geschädigten waren zudem teilweise sehr betagt (Ziff. I.B.5 AKS: Geschädigte 
war 84 Jahre alt; Ziff. I.B.6 AKS: Geschädigter war 82 Jahre alt; Ziff. I.B.7 AKS: 
Geschädigte waren 89 bzw. 87 Jahre alt), alleine zuhause (Ziff. I.B.5 AKS) oder am 
schlafen (Ziff. I.B.1, 5 und 6 AKS) und der Bande daher hilflos ausgeliefert. Die 
Bande durchsuchte zudem auch regelmässig mehrere Räumlichkeiten und be-
schränkte sich nicht bloss auf einzelne Zimmer (Ziff. I.B.3, 4, 6 und 7 AKS). Straf-
erhöhend ist schliesslich die mehrfache Begehung i.S.v. Art. 139 Ziff. 2 aStGB zu 
bewerten (die durch die Annahme von Bandenmässigkeit noch nicht abgegolten ist, 
siehe oben, E. 15).

Der Beschuldigte übernahm während den Einbrüchen jeweils die Rolle des Fahrers 
und Aufpassers. Er stellte der Bande sein Auto mit Berner Kontrollschild zur Verfü-
gung und sein Domizil in AP.________ diente als Ausgangs- und Endpunkt der Se-
rie. Ausserdem half er bei der Planung der Serie mit und wurde an der Beute betei-
ligt.

Insgesamt ist aber dennoch noch von einem leichten objektiven Tatverschulden 
auszugehen.

16.2 Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte direkt vorsätzlich und aus egoistischen, rein pekuniären 
Motiven. Die Tat war für ihn zudem leicht vermeidbar. Diese Umstände sind neutral 
zu bewerten.

Ex lege (Art. 139 Ziff. 2 StGB) straferhöhend zu qualifizieren ist jedoch die Absicht 
des Beschuldigten, mit den Einbrüchen ein Erwerbseinkommen zu erzielen sowie 
seine Bereitschaft, hierzu eine Vielzahl von Einbruchsdiebstählen zu verüben (sie-
he oben, E. 15).

16.3 Fazit

Insgesamt wiegt das Tatverschulden leicht. Die Kammer hält eine Einsatzstrafe von 
18 Monaten Freiheitsstrafe für schuldangemessen.

17. Asperation der Serie 3

17.1 Objektive Tatschwere

Der Beschuldigte beging mit C.________ und D.________ im Rahmen der Serie 3 
insgesamt 5 Diebstähle, davon 3 vollendet (Ziff. I.B.20, 23 und 24 AKS) und 2 ver-
sucht (Ziff. I.B.21, 22 AKS). Der Deliktsbetrag beläuft sich auf insgesamt rund 
CHF 65‘000.00.

26

Bei der Serie 3 erfolgten alle Einbrüche in Anwesenheit der Geschädigten. Diese 
waren teilweise ebenfalls betagt (Ziff. I.B.20 AKS: Geschädigter war im Tatzeit-
punkt 76 Jahre alt), alleine zuhause (Ziff. I.B.20, 21, 24 AKS) oder am schlafen 
(Ziff. I.B.20, 21, 22, 23 und 24 AKS). Wiederum durchsuchte die Bande regelmäs-
sig mehrere Räumlichkeiten und beschränkte sich nicht bloss auf einzelne Zimmer 
(Ziff. I.B.20, 22, 24 AKS; unklar bei Ziff. I.B.23). Auch bei der Serie 3 ist die mehrfa-
che Begehung i.S.v. Art. 139 Ziff. 2 aStGB straferhöhend zu bewerten (siehe oben, 
E. 15).

Der Beschuldigte übernahm auch bei der Serie 3 die Rolle des Fahrers und Auf-
passers. Er stellte der Bande wiederrum sein Auto mit Berner Kontrollschild zur 
Verfügung und sein Domizil in AP.________ diente auch bei der Serie 3 als Aus-
gangs- und Endpunkt. Der Beschuldigte half auch hier bei der Planung der Serie 
mit und wurde an der Beute beteiligt.

Insgesamt ist auch hier noch von einem leichten objektiven Tatverschulden auszu-
gehen.

17.2 Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte auch hier direkt vorsätzlich und aus egoistischen, rein 
pekuniären Motiven. Die Tat war für ihn leicht vermeidbar. Diese Umstände sind 
neutral zu bewerten.

Auch bei der Serie 3 ist von Gesetzes wegen (Art. 139 Ziff. 2 StGB) die Absicht des 
Beschuldigten, mit den Einbrüchen ein Erwerbseinkommen zu erzielen sowie seine 
Bereitschaft, hierzu eine Vielzahl von Einbruchsdiebstählen zu verüben, strafer-
höhend zu berücksichtigen (siehe oben, E. 15).

17.3 Fazit

Die Kammer hält für die Serie 3 eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten für schuldan-
gemessen. Diese wird im Umfang von zwei Dritteln zur Einsatzstrafe asperiert. 
Diese erhöht sich somit von 18 um 10 auf insgesamt 28 Monate Freiheitsstrafe.

18. Asperation der übrigen Delikte sowie Täterkomponenten

Zu asperieren wären nunmehr noch die zwölf bzw. elf Schuldsprüche wegen Sach-
beschädigung und wegen Hausfriedensbruchs. Ausserdem wären die (neutral zu 
bewertenden) Täterkomponenten zu berücksichtigen. Die Kammer liegt jedoch bei 
ihrer Strafzumessung nach Bewertung der Schuldsprüche wegen mehrfach began-
genem gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl bereits höher als die erstinstanz-
liche ausgefällte Freiheitsstrafe von 27 Monaten. Aufgrund des Verschlechterungs-
verbotes (siehe oben, E. 5) erübrigen sich daher weitergehende Ausführungen und 
es ist eine Freiheitsstrafe von 27 Monaten auszufällen.

Ergänzend sei in Bezug auf die lange Dauer des Strafverfahrens darauf hingewie-
sen, dass keine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt. Zwar wurde das 
Verfahren gegen den Beschuldigten bereits am 16. Mai 2011 eröffnet (pag. 7), da-
nach für fast 6 Jahre sistiert (pag. 8) und erst am 13. Juni 2017 wieder an die Hand 
genommen (pag. 10). Kenntnis vom Verfahren gegen ihn erhielt der Beschuldigte 

27

jedoch erst anlässlich seiner ersten Einvernahme am 13. Januar 2017 
(pag. 1168 ff.). Erst ab diesem Zeitpunkt war er dem Druck und den Belastungen 
strafprozessualer Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt (BGE 117 IV 124 E. 3). 
Auch die Voraussetzungen eines deutlich verminderten Strafbedürfnisses i.S.v. 
Art. 48 Bst. e aStGB sind nicht gegeben: Erstens sind seit den Taten erst 9 Jahre 
und damit weniger als zwei Drittel der 15-jährigen Verjährungsfrist von Art. 99 
Abs. 1 Bst. d aStGB verstrichen. Zweitens verhielt sich der Beschuldigte in der 
Zwischenzeit nicht wohl, sondern wurde mit Urteil vom 14. November 2018 der re-
gionalen Staatsanwaltschaft Oberland wegen gewerbsmässigem Betrug verurteilt. 
Die lange Dauer des Strafverfahrens wirkte sich insgesamt sogar zum Vorteil des 
Beschuldigten aus; so darf die Kammer die mittlerweile gelöschte Vorstrafe des 
Beschuldigten wegen Einbruchsdiebstahls (vgl. pag. 1664) im Rahmen der Täter-
komponenten nicht mehr straferhöhend berücksichtigen (Art. 369 Abs. 7 aStGB) 
und die Vorinstanz durfte keinen Widerruf des mit Urteil 26. Juni 2008 gewährten 
bedingten Vollzugs mehr anordnen (Art. 46 Abs. 5 aStGB). Die lange Dauer des 
Strafverfahrens bleibt somit ohne Einfluss auf die Strafzumessung.

19. Teilbedingter Vollzug

Betreffend die theoretischen Grundlagen zum teilbedingten Vollzug wird auf die zu-
treffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (vgl. pag. 1852 – 1855). 

Aufgrund des Verschlechterungsverbotes darf die Kammer das erstinstanzliche Ur-
teil in Bezug auf den teilbedingten Vollzug nur zu Gunsten des Beschuldigten 
abändern. Eine solche Abänderung wäre vorliegend aber nicht sachgerecht. Zwar 
hat die Kammer im Unterschied zur Vorinstanz das Urteil vom 26. Juni 2008 des 
Kreisgerichts X Thun wegen Einbruchsdiebstahl unberücksichtigt zu lassen 
(Art. 369 Abs. 7 aStGB). Seit dem erstinstanzlichen Urteil neu hinzugekommen ist 
jedoch die Verurteilung des Beschuldigten vom 14. November 2018 wegen ge-
werbsmässigem Betrug. Er wurde somit erneut auf dem Gebiet «Vermögensstraf-
recht» straffällig, was sich deutlich negativ auf seine Prognose auswirkt (vergleiche 
demgegenüber noch die Beurteilung der Vorinstanz: […] Allerdings sind seit den vorlie-
gend zu beurteilenden Straftaten im Jahre 2010 keine neuen Straftaten bekannt geworden. Dabei 
handelt es sich nun bereits um eine Zeitdauer von gut sieben Jahren, in welcher der Beschuldigte 
strafrechtlich nichts Weiteres zu schulden hat kommen lassen. Diesen Faktor gewichtet das Gericht 
stark […], pag. 1854).

Dem Beschuldigten ist somit für eine Teilstrafe von 18 Monaten der bedingte Voll-
zug zu gewähren, während die verbleibende Teilstrafe von 9 Monaten zu vollziehen 
ist. Die Probezeit ist auf drei Jahre festzusetzen.

20. Konkretes Strafmass

Der Beschuldigte ist somit zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten zu verurteilen. 
Davon sind 9 Monate zu vollziehen. Für eine Teilstrafe von 18 Monaten ist der 
Vollzug aufzuschieben und die Probezeit auf drei Jahre festzusetzen.

28

V. Kosten und Entschädigung

21. Verfahrenskosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschuldigte die auf die Schuld-
sprüche entfallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 7‘185.15 sowie 
die oberinstanzlichen Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 6‘000.00 (Art. 423 
Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 24 Bst. b Verfahrenskostendekret [VKD; BSG 161.12]), zu 
tragen (Art. 426 Abs. 1 und Art. 428 StPO).

22. Amtliche Entschädigung

Das amtliche Honorar für Rechtsanwalt B.________ im erstinstanzlichen Verfahren 
wurde auf CHF 8‘449.45 (inklusive Auslagen und MWST) festgesetzt.

Für das oberinstanzliche Verfahren macht Rechtsanwalt B.________ einen Auf-
wand von 26 Stunden und Auslagen von CHF 406.00 geltend. Dies scheint ange-
messen. Die Kammer setzt das amtliche Honorar für das oberinstanzliche Verfah-
ren demnach auf CHF 6‘204.05 (inklusive Auslagen und MWST) fest.

Der Beschuldigte hat dem Kanton Bern die für das erst- und oberinstanzliche Ver-
fahren ausgerichtete Entschädigung von insgesamt CHF 14‘653.50 zurückzuzahlen 
und Rechtsanwalt B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädi-
gung und dem vollen Honorar, ausmachend CHF 5‘245.00, zu erstatten, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

VI. Verfügungen

Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten 
DNA-Profils (PCN-Nr. [Nummer]) nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig erteilt 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-Profilgesetz).

Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Lö-
schung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN-
Nr. [Nummer]) nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig erteilt (Art. 17 Abs. 1 
Bst. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die Bearbeitung biometrischer er-
kennungsdienstlicher Daten).

29

VII. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegialgericht) 
vom 10. Januar 2018 insofern in Rechtskraft erwachsen ist, als

1. das Strafverfahren gegen A.________ eingestellt wurde bezüglich des Vorwurfs

1.1 der Sachbeschädigung, angeblich begangen am 3./4. Oktober 2010 in Mün-
singen z.N. von E.________, zusammen mit C.________;

1.2 des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 10./11. Oktober 2010 in 
Gümligen z.N. von F.________, zusammen mit C.________;

ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten und ohne Ausrichtung einer Entschädi-
gung;

2. A.________ freigesprochen wurde vom Vorwurf

2.1 des Diebstahls und Versuchs dazu, angeblich mehrfach gewerbs- und ban-
denmässig begangen

2.1.1 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von G.________ im Deliktsbe-
trag von CHF 874.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.2 am 3./4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von H.________ im Delikts-
betrag von CHF 32‘950.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.3 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von I.________ (Versuch), ge-
meinsam mit C.________;

2.1.4 am 3./4. Oktober 2010 in Mündingen z.N. von E.________ (Versuch), 
gemeinsam mit C.________;

2.1.5 am 3./4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von J.________ im Deliktsbe-
trag von CHF 160.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.6 am 4./5. Oktober 2010 in Muri bei Bern z.N. von K.________ im De-
liktsbetrag von CHF 24‘713.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.7 in der Zeit vom 7. – 9. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von L.________ 
im Deliktsbetrag von CHF 15‘380.00, gemeinsam mit C.________;

30

2.1.8 in der Zeit vom 27. September bis 12. Oktober 2010 in Gümligen z.N. 
von M.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________;

2.1.9 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von N.________ im Deliktsbe-
trag von CHF 1‘190.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.10 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von O.________ im Deliktsbe-
trag von CHF 548.00, gemeinsam mit C.________;

2.1.11 am 10./11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von F.________ (Versuch), 
gemeinsam mit C.________;

2.1.12 in der Zeit vom 10. – 12. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von 
P.________ (Versuch), gemeinsam mit C.________;

2.1.13 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von Q.________ im 
Deliktsbetrag von CHF 1‘215.00, gemeinsam mit C.________ und 
D.________;

2.1.14 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von R.________ (Ver-
such), gemeinsam mit C.________ und D.________;

2.2 der Sachbeschädigung, angeblich mehrfach begangen

2.2.1 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von S.________, Sachschaden 
CHF 150.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.2 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von I.________, Sachschaden 
CHF 150.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.3 am 3./4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von J.________, Schaden 
CHF 100.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.4 am 4./5. Oktober 2010 in Muri bei Bern z.N. von K.________, Sach-
schaden in unbekannter Höhe, gemeinsam mit C.________;

2.2.5 in der Zeit vom 7. – 9. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von L.________, 
Sachschaden CHF 5‘200, gemeinsam mit C.________;

2.2.6 in der Zeit vom 27. September bis 12. Oktober 2010 in Gümligen z.N. 
von M.________, Sachschaden CHF 500.00, gemeinsam mit 
C.________;

2.2.7 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von N.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.8 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von O.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________;

31

2.2.9 am 10./11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von F.________, Sachscha-
den CHF 300.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.10 in der Zeit vom 10. – 12. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von 
P.________, Sachschaden CHF 2‘000.00, gemeinsam mit C.________;

2.2.11 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von Q.________, 
Sachschaden CHF 200.00, gemeinsam mit C.________ und 
D.________;

2.2.12 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von R.________, 
Sachschaden CHF 334.00, gemeinsam mit C.________ und 
D.________;

2.3 des Hausfriedensbruchs, angeblich mehrfach begangen

2.3.1 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von G.________, gemeinsam 
mit C.________;

2.3.2 am 3./4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von H.________, gemeinsam 
mit C.________;

2.3.3 am 4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von I.________, gemeinsam mit 
C.________;

2.3.4 am 3./4. Oktober 2010 in Münsingen z.N. von J.________, gemeinsam 
mit C.________;

2.3.5 am 4./5. Oktober 2010 in Muri bei Bern z.N. von K.________, gemein-
sam mit C.________;

2.3.6 in der Zeit vom 7. – 9. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von L.________, 
gemeinsam mit C.________;

2.3.7 in der Zeit vom 27. September bis 12. Oktober 2010 in Gümligen z.N. 
von M.________, gemeinsam mit C.________;

2.3.8 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von N.________, gemeinsam 
mit C.________;

2.3.9 am 11. Oktober 2010 in Gümligen z.N. von O.________, gemeinsam 
mit C.________;

2.3.10 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von Q.________, ge-
meinsam mit C.________ und D.________;

2.3.11 am 7. November 2010 in Schliern bei Köniz z.N. von R.________, ge-
meinsam mit C.________ und D.________;

32

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten von CHF 7‘970.80 an den 
Kanton Bern und unter Ausrichtung einer Teilentschädigung von CHF 8‘449.45 (inkl. 
Auslagen und MWST) für den amtlichen Verteidiger der beschuldigten Person, 
Rechtsanwalt B.________.

3. weiter verfügt wurde, dass 

3.1 das anlässlich der Hausdurchsuchung i.S. D.________ bei A.________ si-
chergestellte Portemonnaie A.________ zurückgegeben wird;

3.2 das anlässlich der Hausdurchsuchung i.S. D.________ bei A.________ si-
chergestellte Apple iPhone 2G (Diebesgut aus Einbruchdiebstahl z.N. von 
AE.________) AE.________ zurückgegeben wird.

II.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. des Diebstahls, mehrfach gewerbs- und bandenmässig begangen

1.1 am 21./22. Juli 2010 in Luzern z.N. von T.________ (Versuch), gemeinsam mit 
C.________;

1.2 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von U.________ (Versuch), gemeinsam mit 
C.________;

1.3 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von V.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 50.00, gemeinsam mit C.________;

1.4 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von W.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 26‘146.00, gemeinsam mit C.________;

1.5 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von X.________ (Versuch), gemeinsam mit 
C.________;

1.6 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von Y.________ (Versuch), gemeinsam mit 
C.________;

1.7 am 24. Juli 2010 in Muri bei Bern z.N. von AA.________ und AB.________ im 
Deliktsbetrag von CHF 61‘880.00, gemeinsam mit C.________;

1.8 am 3./4. November 2010 in Thörishaus z.N. von Z.________ im Deliktsbetrag 
von CHF 600.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

1.9 am 4. November 2010 in Thörishaus z.N. von AC.________ (Versuch), ge-
meinsam mit C.________ und D.________;

33

1.10 in der Zeit vom 2. – 8. November 2010 in Liebefeld z.N. von AD.________ 
(Versuch), gemeinsam mit C.________ und D.________;

1.11 am 4. November 2010 in Liebefeld z.N. von AE.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 1‘570.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

1.12 am 5. November 2010 in Bern z.N. von AF.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 62‘879.50, gemeinsam mit C.________ und D.________;

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen

2.1 am 21./22. Juli 2010 in Luzern z.N. von T.________, Sachschaden 
CHF 1‘500.00, gemeinsam mit C.________;

2.2 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von U.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________;

2.3 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von V.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________;

2.4 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von W.________, Sachschaden 
CHF 100.00, gemeinsam mit C.________;

2.5 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von X.________, Sachschaden 
CHF 100.00, gemeinsam mit C.________;

2.6 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von Y.________, Sachschaden 
CHF 100.00, gemeinsam mit C.________;

2.7 am 24. Juli 2010 in Muri bei Bern z.N. von AA.________ und AB.________, 
Sachschaden CHF 500.00, gemeinsam mit C.________;

2.8 am 3./4. November 2010 in Thörishaus z.N. von Z.________, Sachschaden 
CHF 3‘871.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

2.9 am 4. November 2010 in Thörishaus z.N. von AC.________, Sachschaden 
CHF 1‘000.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

2.10 in der Zeit vom 2. – 8. November 2010 in Liebefeld z.N. von AD.________, 
Sachschaden CHF 1‘000.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

2.11 am 4. November 2010 in Liebefeld z.N. von AE.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

2.12 am 5. November 2010 in Bern z.N. von AF.________, Sachschaden 
CHF 500.00, gemeinsam mit C.________ und D.________;

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

34

3.1 am 21./22. Juli 2010 in Luzern z.N. von T.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.2 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von U.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.3 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von V.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.4 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von W.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.5 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von X.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.6 am 22./23. Juli 2010 in Aarau z.N. von Y.________, gemeinsam mit 
C.________;

3.7 am 24. Juli 2010 in Muri b. Bern z.N. von AA.________ und AB.________, 
gemeinsam mit C.________;

3.8 am 3./4. November 2010 in Thörishaus z.N. von Z.________, gemeinsam mit 
C.________ und D.________;

3.9 in der Zeit vom 2. – 8. November 2010 in Liebefeld z.N. von AD.________, 
gemeinsam mit C.________ und D.________;

3.10 am 4. November 2010 in Liebefeld z.N. von AE.________, gemeinsam mit 
C.________ und D.________;

3.11 am 5. November 2010 in Bern z.N. von AF.________, gemeinsam mit 
C.________ und D.________

und in Anwendung der Artikel
40, 42, 44, 47, 49 Abs. 1, 139 Ziff. 1 bis 3, 144 Abs. 1, 186 aStGB
426, 428 StPO

verurteilt:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten.

Davon sind 9 Monate zu vollziehen. Für eine Teilstrafe von 18 Monaten wird der 
Vollzug aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre festgesetzt;

2. zu den auf die Schuldsprüche entfallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten von 
CHF 7‘185.15;

35

3. zu den auf oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 6‘000.00.

III.

1. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers der beschuldigten Person, Rechtsan-
walt B.________, wird für das erst- bzw. oberinstanzliche Verfahren wie folgt be-
stimmt:

Erste Instanz
Leistungen bis 31.12.2017

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 16.50 200.00 CHF 3'300.00

CHF 785.55
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 4'085.55 CHF 326.85
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 4'412.40

volles Honorar CHF 4'201.60
CHF 1'911.45

Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 6'113.05 CHF 489.05
Total CHF 6'602.10

nachforderbarer Betrag CHF 2'189.70

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 1.1.2018
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 18.50 200.00 CHF 3'700.00
CHF 48.40

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 3'748.40 CHF 288.65
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 4'037.05

volles Honorar CHF 4'710.90
CHF 48.40

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 4'759.30 CHF 366.45
Total CHF 5'125.75

nachforderbarer Betrag CHF 1'088.70

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

36

Obere Instanz
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 26.00 200.00 CHF 5'200.00
CHF 560.50

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 5'760.50 CHF 443.55
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 6'204.05

volles Honorar CHF 6'417.00
CHF 1'169.50

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 7'586.50 CHF 584.15
Total CHF 8'170.65

nachforderbarer Betrag CHF 1'966.60

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

2. A.________ hat dem Kanton Bern die für das erst- und oberinstanzliche Verfahren 
ausgerichtete Entschädigung von insgesamt CHF 14‘653.50 zurückzuzahlen und 
Rechtsanwalt B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und 
dem vollen Honorar, ausmachend CHF 5‘245.00, zu erstatten, sobald es seine wirt-
schaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

IV.

Weiter wird verfügt:

1. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-
Profils (PCN-Nr. [Nummer]) nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig erteilt (Art. 16 
Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-Profilgesetz).

2. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung 
der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (PCN-Nr. [Nummer]) 
nach Ablauf der gesetzlichen Frist vorzeitig erteilt (Art. 17 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 19 
Abs. 1 der Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher 
Daten).

3. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (nur Dispositiv; nach unbenutztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)
- den Bewährungs- und Vollzugsdiensten des Kantons Bern (Urteil mit Begründung; 

nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmit-
telbehörde)

- der Stadt AP.________, Einwohnerdienste der Stadt AP.________ (Dispositiv vor-
ab zur Information; Motiv nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach 
Entscheid der Rechtsmittelbehörde)

37

Bern, 4. Juni 2019
(Ausfertigung: 9. September 2019)

Im Namen der 2. Strafkammer

Die Präsidentin:

Oberrichterin Bratschi

Der Gerichtsschreiber:

Engel

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforde-
rungen von Art. 42 BGG entsprechen.