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**Case Identifier:** 97d917a4-66df-5cb0-8181-610973f9329e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 29.07.2020 ZK2 2018 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2018-44_2020-07-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 29. Juli 2020

Referenz ZK2 18 44

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Brunner und Michael Dürst
Kollegger, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Berufungsklägerin 1

B._____
Berufungsklägerin 2

C._____
Berufungsklägerin 3

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Joos, 
Via Maistra 24, 7500 St. Moritz

gegen

D._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser
Chesa Wieser, 7524 Zuoz 

Gegenstand Schadenersatz/Sachgewährleistung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja vom 12.09.2017, mitgeteilt am 
16.08.2018 (Proz. Nr. 115-2016-31)

Mitteilung 04. August 2020

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I. Sachverhalt

A. Im Jahre 2007 wurde die damals im Eigentum der D._____ stehende Lie-
genschaft auf Grundstück Nr. _____, Grundbuch O.1_____, in Stockwerkeigentum 
aufgeteilt und umgebaut. Im Anschluss verkaufte die D._____ sämtliche Stock-
werkeinheiten und die Miteigentumsanteile an A._____, B._____ und C._____. 
Zum Grundstück Nr. _____ gehören auch zwei Autoabstellplätze in einem offenen 
Autounterstand, an welchen die Eigentümerinnen der Stockwerkeinheiten Nr. 
_____ und Nr. _____ – B._____ und A._____ – ein ausschliessliches Benützungs-
recht haben. Dieser offene Autounterstand wurde im Verlauf des Jahres 2008 
ebenfalls von der D._____ erstellt.

B. Nachdem im Jahre 2009 Änderungen am Autounterstand vorgenommen 
worden waren, brach dieser im März 2014 unter der Schneelast zusammen. 
Gemäss einer im Rahmen vorsorglicher Beweissicherung eingeholten Expertise 
seien die vorgenannten Änderungen am Autounterstand – insbesondere die Ent-
fernung mehrerer Stützen – Grund für den Einsturz gewesen.

C. Nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlung vom 7. April 2016 reich-
ten A._____, B._____ und C._____ am 15. Juli 2018 Klage gegen die D._____ 
beim Bezirksgericht Maloja (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Maloja) mit fol-
gendem Rechtsbegehren ein:

1. Es sei die Beklagte richterlich zu verpflichten, den drei Klägerinnen 
den Betrag von CHF 80'412.95, nebst 5 % Zins seit 02.06.2014, zu 
bezahlen.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Beklagten.

Begründend führten sie im Wesentlichen aus, dass die Änderungen am Autoun-
terstand im Jahr 2009 durch die D._____ durchgeführt worden seien, worüber die 
drei Klägerinnen nie näher orientiert worden seien. Im Juli 2009 sei der Autounter-
stand schliesslich den Klägerinnen übergeben worden. Der durch den Einsturz 
entstandene Schaden sei deswegen Folge eines (versteckten) Sachmangels, für 
den die D._____ hafte.

D. Die D._____ beantragte in der Klageantwort vom 23. September 2016 die 
kostenfällige Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten werden könne. Be-
gründend führte sie aus, dass der eingestürzte Autounterstand schon Ende 2008 
und damit vor den baulichen Veränderungen übergeben worden sei. Die baulichen 

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Anpassungsarbeiten seien von keiner Person durchgeführt worden, welche mit der 
D._____ im Zusammenhang stehe.

E. In der Replik vom 12. Oktober 2016 und der Duplik vom 3. November 2016 
bestätigten die Parteien ihre Anträge.

F. In der Hauptverhandlung vom 12. September 2017 vor dem Regionalgericht 
Maloja reduzierten die Klägerinnen ihre Forderung auf CHF 75'387.90.

G. Am 12. September 2017, mitgeteilt am 13. September 2017, eröffnete das 
Regionalgericht Maloja den Parteien seinen Entscheid ohne schriftliche Begrün-
dung mit folgendem Dispositiv:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'000.- sowie die Kosten der 
Schlichtungsbehörde von CHF 400.- werden den Klägerinnen unter 
solidarischer Haftbarkeit einer jeder für den gesamten Betrag aufer-
legt, unter Anrechnung des von ihnen geleisteten Vorschusses von 
CHF 8’000.-.

Wird keine schriftliche Begründung des Entscheids verlangt, reduzie-
ren sich die Gerichtskosten des Regionalgerichts Maloja auf CHF 
4'000.-.

3. Die Klägerinnen werden verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit 
CHF 14'860.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen, unter 
solidarischer Haftbarkeit einer jeder für den gesamten Betrag.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]

H. Am 16. August 2018 wurde den Parteien der schriftlich begründete Ent-
scheid mitgeteilt, in welchem das Regionalgericht den Entscheid vom 12. Septem-
ber 2017 im Wesentlichen damit begründete, dass es bei der gegebenen Beweis-
lage hinreichend ausgewiesen sei, dass jedenfalls nicht die Berufungsbeklagte 
den eingestürzten Autounterstand abgeändert habe. Handle es sich aber um das 
Werk eines Dritten, entfalle auch eine Mängelhaftung der Berufungsbeklagten.

I. Gegen diesen Entscheid liessen A._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin 
1), B._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin 2) und C._____ (nachfolgend: Beru-
fungsklägerin 3) Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden einlegen und 
begehrten, was folgt:

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1. Der Entscheid des Regionalgerichtes Maloja vom 12.09.2017, mitge-
teilt am 16.08.2018, in Sachen A._____, B._____ und C._____ gegen 
die D._____ sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei die Berufungsbeklagte zu verpflichten, den drei Berufungskläge-
rinnen 1 – 3 den Betrag von CHF 75'387.90, nebst 5 % Zins seit dem 
02.06.2014, zu bezahlen.

3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge für das vorinstanzliche Verfahren sowie für das Berufungs-
verfahren zu Lasten der Berufungsbeklagten.

Begründend führten sie insbesondere aus, die Vorinstanz habe den angefochte-
nen Entscheid aufgrund einer willkürlichen Tatsachenfeststellung und Beweiswür-
digung gefällt.

J. Mit Berufungsantwort vom 15. Oktober 2018 beantragte die D._____ (nach-
folgend: Berufungsbeklagte) das Folgende:

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 7.7. % MWST un-
ter solidarischer Haftung zulasten der Klägerinnen und Berufungsklä-
gerinnen.

In Ihrer Begründung wies sie unter anderem darauf hin, dass die Vorinstanz zu 
Recht die Voraussetzungen der geforderten Schadenersatzpflicht als nicht bewie-
sen erachtet habe.

K. In der Replik vom 30. Oktober 2018 und der Duplik vom 29. November 
2018 hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

L. Auf die weitere Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf 
die Ausführungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit Berufung erstinstanzliche End- und 
Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Mass- 
nahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung 
nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist unter 
Beilage des angefochtenen Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Ta-
gen seit Zustellung desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich 

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und begründet einzureichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]).

1.2. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Maloja vom 12. Septem-
ber 2017, mitgeteilt am 16. August 2018, stellt einen erstinstanzlichen Endent-
scheid dar, welcher – angesichts des geforderten Geldbetrags von CHF 75'387.90 
– den Streitwert von CHF 10'000.00 bei weitem übersteigt. Da die Berufungsschrift 
am 13. September 2018 rechtzeitig eingereicht wurde, ist auf die im Übrigen form-
gerechte Berufung einzutreten.

2. Das Regionalgericht wies im angefochtenen Entscheid die Klage im We-
sentlichen mit der Begründung ab, dass es bei der gegebenen Beweislage hinrei-
chend ausgewiesen sei, dass jedenfalls nicht die Berufungsbeklagte den Autoun-
terstand abgeändert habe. Handle es sich aber um das Werk eines Dritten, entfal-
le auch eine Mängelhaftung der Berufungsbeklagten (angefochtener Entscheid, 
KG act. B.1, E. 4 [S. 11]). Die Berufungsklägerinnen erblicken darin insbesondere 
eine willkürliche Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung (Berufung, KG act. 
A.1, S. 12), womit eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (vgl. Art. 310 lit. 
b ZPO) geltend gemacht wird. Zumindest implizit rügen sie damit aber auch eine 
unrichtige Rechtsanwendung (Art. 310 lit. a ZPO), zumal der angefochtene Ent-
scheid aufgrund der Beweiswürdigung auf ein hinreichendes Beweisergebnis 
schliesst und sich damit mit dem erforderlichen Beweismass, mithin einer Rechts-
frage, befasst, um zu dem Schluss zu kommen, welche die Berufungsklägerinnen 
als "im Ergebnis nicht nachvollziehbar" (Berufung, KG act. A.1, S. 23) erachten. 
Weitere Rügen sind zu den vorinstanzlichen Ausführungen bezüglich des ver-
steckten Mangels (Berufung, KG act. A.1, S. 19), des rechtsgenüglichen Scha-
densnachweises (Berufung, KG act. A.1, S. 20) und der Verjährbarkeit (Berufung, 
KG act. A.1, S. 21) enthalten.

3.1. Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein 
einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB). 
Diese Beweislastverteilung deutet auf die Folgen der Beweislosigkeit, indem der 
nach Art. 8 ZGB Beweisbelastete die Gefahr des Misslingens des Beweises und 
damit des Unterliegens im Prozess trägt (vgl. Flavio Lardelli/Meinrad Vetter, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, 6. Auflage, Basel 2018 
m.w.H.). Wie die Vorinstanz nach diesem Grundsatz unbestritten festlegte, haben 
die Berufungsklägerinnen unter anderem den Hauptbeweis dafür zu erbringen, 
dass die Ausführung der Abänderungsarbeiten durch die Berufungsbeklagte er-
folgte (vgl. VI act. IV/1.).

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3.2. Was das bundesrechtliche Beweismass angeht, gilt ein Beweis als er-
bracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit 
einer Sachbehauptung überzeugt ist (BGE 140 III 610 E. 4.1; 132 II 715 E. 3.1). 
Allfällige Zweifel müssen dem Gericht als unerheblich erscheinen (vgl. etwa BGE 
133 III 153 E. 3.3). Ausnahmen von diesem Regelbeweismass der vollen Über-
zeugung ergeben sich aus dem Gesetz und sind durch Rechtsprechung und Lehre 
herausgearbeitet worden. So wird insbesondere dort nur eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im 
Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht möglich oder nicht zumutbar ist 
und insofern eine "Beweisnot" besteht (BGE 130 III 321 E. 3.2 m.w.H.). In der vor-
liegenden Konstellation wird eine solche Beweisnot zu Recht nicht geltend ge-
macht. 

3.3. Dementsprechend kann in rechtlicher Hinsicht zunächst festgehalten wer-
den, dass die Berufungsklägerinnen die Ausführung der Abänderungsarbeiten am 
Autounterstand durch die Berufungsbeklagte beweisen und dafür die Vorinstanz 
von dieser Tatsache hätten vollends überzeugen müssen, so dass keine ernsthaf-
ten Zweifel mehr gegen das Vorliegen dieser Tatsache gesprochen hätten. Nach 
erfolgter Beweiswürdigung – die nach Meinung der Berufungsklägerinnen willkür-
lich ist und auf die im Nachfolgenden einzugehen sein wird – kam die Vorinstanz 
indessen zum Schluss, dass dieser Beweis nicht erbracht worden sei.

4.1. Die Berufungsklägerinnen behaupteten vor der Vorinstanz, dass der von 
der Berufungsbeklagten erstellte Autounterstand schon vor den Abänderungsar-
beiten vertragswidrig – nämlich zu klein dimensioniert – erstellt worden sei, wes-
wegen die Übergabe des Autounterstandes erst am 1. Juli 2009 habe stattfinden 
können, nämlich nachdem die Berufungsbeklagte die fraglichen Abänderungen 
am Autounterstand durchgeführt habe. Damit ist insbesondere strittig, ob der Au-
tounterstand schon vor der besagten Abänderung fehlerhaft von der Berufungsbe-
klagten erstellt worden war.

4.2. Von den Berufungsklägerinnen wird diesbezüglich zunächst geltend ge-
macht, im Rahmen der öffentlichen Beurkundung des Kaufvertrages habe die Be-
rufungsklägerin 1 keine Kenntnis von der Ausdehnung und der Position des Au-
tounterstandes gehabt. In der ihr im Zuge der öffentlichen Beurkundung des sie 
betreffenden Kaufvertrages am 24. Juli 2007 durch Notar Dr. Gian Lüthi aus-
gehändigten Begründungserklärung fehle im Grundrissplan "Erdgeschoss", auf 
dessen Ebene sich der offene Autounterstand befinde, die Eintragung des besag-
ten Autounterstandes. Dies, obwohl in der Begründungserklärung unter Ziffer II. im 
Zuge der Begründung des ausschliesslichen Benutzungsrechts an den offenen 

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Autoabstellplätzen ausdrücklich auf die Einzeichnung in den beigelegten Planun-
terlagen, die integrierender Bestandteil der Begründungserklärung bilden würden, 
verwiesen werde. Schliesslich liege bei den Verfahrensakten ein von Notar Ilario 
Bondolfi am 1. August 2007 öffentlich beurkundeter Nachtrag zur Erklärung auf 
Begründung von Stockwerkeigentum, nach welchem unter anderem die aussch-
liesslichen Benutzungsrechte an den beiden Autoabstellplätzen im offenen Au-
tounterstand näher umschrieben würden. Darin werde auf die Eintragung der aus-
schliesslichen Benutzungsrechte in den beiliegenden Planunterlagen verwiesen, 
woraus sich ergebe, dass der offene Autounterstand im Grundrissplan «Erdge-
schoss» zwar eingezeichnet sei, ohne dass jedoch im besagten Plan und dabei 
namentlich beim Autounterstand irgendwelche Masse oder gar der Massstab des 
Planes angegeben würden. Vom Nachtrag zur Begründungserklärung von Notar 
Ilario Bondolfi und dem damit verbundenen Grundrissplan mit eingezeichnetem 
Autounterstand habe – wenn überhaupt – einzig die Berufungsklägerin 2 Kenntnis 
erlangt, und zwar im Rahmen der öffentlichen Beurkundung am 1. Juli 2017 (ge-
meint wohl: 1. August 2007) des sie betreffenden Kaufvertrages von Notar Ilario 
Bondolfi. Die Feststellung der Vorinstanz, die vom Autounterstand eingenommene 
Fläche sei in der Baubewilligung, in der Begründungserklärung von Stockwerkei-
gentum sowie in den Kaufverträgen jeweils identisch gewesen, stimme deshalb 
nicht (vgl. KG act. A.1, S. 4 f.). Nicht haltbar sei auch die Erwägung der Vor-
instanz, wonach eine diesbezügliche Vertragsabweichung nicht feststellbar sei 
(KG act. A.1, S. 13).

4.3. Hierzu ist mit Blick auf die Akten festzuhalten, dass die Berufungsbeklagte 
im Jahr 2007 ein Baugesuch zur Erstellung eines Autounterstandes und diverser 
anderer Änderungen des bereits vorgängig genehmigten Baugesuches für die 
Überbauung der Liegenschaft Nr. _____, Grundbuch O.1_____, bei der Bau-
behörde der Gemeinde O.1_____ einreichte (VI act. VIII/2, "E._____, Wiederauf-
bau"). Die Baubewilligung wurde daraufhin am 6. August 2007 erteilt. Am 10. Juli 
2007 begründete die Berufungsbeklagte für die Liegenschaft Stockwerkeigentum 
(VI act. II/2.). Am 1. August 2007 erfolgte ein Nachtrag zur Erklärung auf Begrün-
dung von Stockwerkeigentum, welche durch den Notar Ilario Bondolfi errichtet 
wurde (VI act. II/3.). In diesem Nachtrag wurden insbesondere neue Pläne beige-
legt, wobei sich im Erdgeschoss gewisse Änderungen im Grundriss der Stock-
werkeinheiten ergaben. Am 24. Juli 2007 schloss die Berufungsbeklagte mit der 
Berufungsklägerin 1 einen Kaufvertrag betreffend die Wohnungen Nr. 1 (Stock-
werkeinheit Nr. S52304) und 5 (Stockwerkeinheit Nr. _____) ab (VI act. II/4.). Mit 
Kaufvertrag vom gleichen Tag erwarb die Berufungsklägerin 3 die Wohnung 3 
(Stockwerkeinheit Nr. S52306; VI act. II/6.) und ein weiterer Kaufvertrag zwischen 

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der Berufungsbeklagten und der Berufungsklägerin 2 betreffend die Wohnungen 
Nr. 2 (Stockwerkeinheit Nr. _____) und Nr. 4 (Stockwerkeinheit Nr. _____) datiert 
vom 1. August 2007 (VI act. II/5). In den jeweiligen Kaufverträgen ist die Bestim-
mung enthalten, dass sich die Verkäuferin verpflichte, auf der Liegenschaft Nr. 
_____, Grundbuch O.1_____, ein Mehrfamilienhaus mit Autoeinstellhalle und Ne-
benbauten – gestützt auf die Baubewilligung der Gemeinde O.1_____, den Bau-
beschrieb sowie die Ausführungspläne zur Erklärung auf Begründung von Stock-
werkeigentum – zu erstellen und der Käuferschaft schlüsselfertig zu übergeben. 
Im Plan "Erdgeschoss" der Erklärung auf Begründung von Stockwerkeigentum ist 
der Autounterstand sodann enthalten (vgl. VI act. III/9.). Bei den Editionsakten der 
Gemeinde O.1_____ befinden sich die Pläne mit den exakten Ausmassen im 
Massstab 1:100 (VI act. VIII/2, "E._____, Wiederaufbau"). Schliesslich ist anhand 
der Bauabnahme vom 5. Dezember 2008 ersichtlich, dass der Autounterstand 
gemäss diesen bewilligten Plänen erstellt wurde (VI act. VIII/2, a.a.O.; vgl. ferner 
auch VI act. III/2. und III/3.).

4.4.1. Was diese Aktenlage betrifft, machen die Berufungsklägerinnen vor dem 
Kantonsgericht erstmals geltend, die mit der Duplik vom 3. November 2016 ins 
Recht gelegte Kopie der Erklärung auf Begründung von Stockwerkeigentum vom 
10. Juli 2007 (VI act. III/9.) weiche von der von den Berufungsklägerinnen im vor-
instanzlichen Verfahren eingereichten Begründungserklärung (vgl. VI act. II./5.) 
ab. Die Berufungsbeklagte führt hierzu aus, bei der von ihr ins Recht gelegten Er-
klärung auf Begründung von Stockwerkeigentum handle es sich um eine Farbko-
pie der Erklärung auf Begründung von Stockwerkeigentum aus den Notariatsak-
ten. Dagegen stelle die von den Berufungsklägerinnen ins Recht gelegte Er-
klärung auf Begründung von Stockwerkeigentum lediglich eine Schwarz/Weiss-
Kopie dar, wobei insbesondere der Plan "Erdgeschoss" unvollständig sei. Ein Ver-
gleich der beiden Pläne ergebe, dass der von den Berufungsklägerinnen einge-
reichte Plan abgeschnitten und nur zur Hälfte eingereicht worden sei. Der Plan 
enthalte lediglich die Aufteilung eines Teils der Hausliegenschaft, nicht jedoch des 
Autounterstandes (Berufungsantwort, KG act. A.2, S. 7 f.).

4.4.2. In prozessualer Hinsicht ist dazu Folgendes zu erwähnen: Nach dem Ak-
tenschluss haben die Parteien nur noch unter den eingeschränkten Vorausset-
zungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO das Recht, neue Tatsachen und Beweismittel 
vorzubringen. Das gilt insbesondere auch für die Entgegnung auf sog. Duplikno-
ven, d.h. neue Tatsachen oder Beweismittel, die von der beklagten Partei (erst) in 
der Duplik vorgetragen werden. Ist die klagende Partei zur Entgegnung der in der 
Duplik vorgetragenen und sich auf neue Tatsachen und Beweismittel stützenden 

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Behauptungen auf echte Noven angewiesen, dürfen diese gemäss Art. 229 Abs. 1 
lit. a ZPO ohne Weiteres vorgebracht werden. Bei unechten Noven ist gemäss Art. 
229 Abs. 1 lit. b ZPO hingegen erforderlich, dass diese trotz zumutbarer Sorgfalt 
nicht vorher vorgebracht werden konnten. Unter welchen Voraussetzungen unech-
te Noven im Anschluss an die Duplik vorgebracht werden können, ist in der Lehre 
im Einzelnen umstritten. Nach Ansicht des Bundesgerichts ist indes grundsätzlich 
davon auszugehen, dass der klagenden Partei weder möglich noch zumutbar ist, 
auf Vorrat in ihrer Replik sämtliche denkbaren Noven zu entkräften, mit denen der 
Prozessstoff in der Duplik noch ausgedehnt werden kann. Wenn daher in der Du-
plik Noven vorgebracht werden, welche die Klägerin ihrerseits mit unechten Noven 
entkräften will, so ist insofern die Voraussetzung von Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO 
erfüllt, dass diese Noven vor Aktenschluss trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorge-
bracht. Damit der klagenden Partei dieser Sorgfaltsnachweis gelingt, ist immerhin 
unabdingbar, dass die Dupliknoven für diese Noveneingabe kausal sind. Erforder-
lich ist einerseits, dass (erst) die Dupliknoven das Vorbringen der unechten Noven 
veranlasst haben, andererseits dass die unechten Noven in technischer bzw. the-
matischer Hinsicht als Reaktion auf die Dupliknoven aufzufassen sind. Für die 
Prüfung dieses Kausalzusammenhanges ist folglich eine genaue Betrachtung der 
zur Diskussion stehenden neuen Tatsachen und Beweismittel unumgänglich (vgl. 
zum Ganzen BGE 146 III 55 E. 2.5.2). Auch vor der Berufungsinstanz gilt mit Art. 
317 Abs. 1 ZPO Entsprechendes, indem neue Tatsachen und Beweismittel nur 
noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz 
zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. In 
der vorliegenden Konstellation ist deshalb fraglich, ob die Behauptung der Beru-
fungsklägerinnen vor dem Kantonsgericht, die mit der Duplik vom 3. November 
2016 ins Recht gelegte Kopie der Erklärung auf Begründung von Stockwerkeigen-
tum vom 10. Juli 2007 weiche von der von den Berufungsklägerinnen eingereich-
ten Begründungserklärung ab, überhaupt noch rechtzeitig erfolgt ist. In Anbetracht 
der Unbegründetheit dieser Behauptung (vgl. nachfolgend E. 4.5.1 ff.), kann diese 
Frage jedoch offen bleiben.

4.5.1. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Vorhandensein der (unvollstän-
digen) Kopie bei den Berufungsklägerinnen nicht ohne Weiteres zu belegen ver-
mag, dass ihnen diese auch tatsächlich durch den fraglichen Notar ausgehändigt 
worden ist. Es ist denn auch kaum anzunehmen, dass die Berufungsklägerinnen 
im Zusammenhang mit der Abwicklung der Kaufverträge (teilweise) mit unvoll-
ständigen bzw. schlecht kopierten Plänen bedient worden sind.

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4.5.2. So wird denn auch zugestanden, dass immerhin die Berufungsklägerin 2 
bereits im August 2007 Kenntnis vom Nachtrag zur Begründungserklärung von 
Notar Ilario Bondolfi und dem damit verbundenen Grundrissplan mit eingezeichne-
tem Autounterstand gehabt habe (vgl. Berufung, KG A.1, S. 4 f.). Dass die übrigen 
Käuferinnen mit anderen Unterlagen bedient worden wären, erscheint daher nicht 
plausibel. Dagegen spricht zudem auch der Umstand, dass das entsprechende 
Vorbringen erst im Berufungsverfahren vorgetragen wird. Auch stellten die Beru-
fungsklägerinnen nie den Antrag auf Befragung von Notar Dr. Gian Lüthi, um Aus-
kunft darüber zu geben, welche Pläne er den Berufungsklägerinnen ausgehändigt 
hat. Von den Berufungsklägerinnen hätte erwartet werden können, dass sie sich 
bei der Abgabe von unvollständigen Plänen umgehend gewehrt hätten. Daran 
dürfte auch nichts ändern, dass die Berufungsklägerinnen selbst über wenig Er-
fahrung mit Bauprojekten gehabt haben mögen. Denn es liegt auf der Hand, dass 
sie die Käufe auch mit ihren Ehemännern – namentlich mit den als Rechtsanwälte 
tätigen F._____ und G._____ – besprochen haben dürften. Die Behauptung der 
Berufungsbeklagten, F._____ und G._____ hätten grösstenteils die Verhandlun-
gen bezüglich des Kaufs der Stockwerkeinheiten geführt (vgl. KG act. A.4, S. 6), 
blieb vonseiten der Berufungsklägerinnen jedenfalls unwidersprochen.

4.5.3. In Anbetracht der gegebenen Aktenlage ist entgegen der Darstellung der 
Berufungsklägerinnen davon auszugehen, dass sie über die vollständigen Unter-
lagen betreffend das Ausmass des Autounterstands verfügten, insbesondere des-
halb, weil Beanstandungen zu der Vollständigkeit der Akten weder geltend ge-
macht wurden noch aus den Akten ersichtlich sind.

4.6. Damit ergibt sich ein Bild über die Vorstellung, die die Berufungsklägerin-
nen über die geplanten Dimensionen des ursprünglichen Autountersandes gehabt 
haben müssen. Die Berufungsklägerinnen bestätigten in den Kaufverträgen näm-
lich ausdrücklich, dass sie von den Baugesuchsunterlagen Kenntnis hätten (vgl. 
z.B. VI act. II./4. [insb. S. 5]). Die Behauptung der Berufungsklägerinnen, sie hät-
ten keine Kenntnis von den tatsächlichen Ausmassen des Autounterstandes ge-
habt, erscheint insofern nicht glaubhaft. Vielmehr dürfte ihnen die knappe Dimen-
sionierung bewusst gewesen sein bzw. hätte ihnen bewusst sein müssen. Indem 
sie über alle relevanten Unterlagen verfügten und der Autounterstand gemäss der 
kommunalen Baubewilligung und auch gemäss dem Plan "Erdgeschoss" der Er-
klärung auf Begründung von Stockwerkeigentum erstellt wurde (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 10 8 vom 8. Juni 2010, E. 2b 
[enthalten in VI act. VIII./2.] ferner VI act. III./6.), kann der Berufungsbeklagten – 

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wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat – keine Vertragsverletzung vorgewor-
fen werden. 

4.7. Nach dem zuvor Ausgeführten ist der Vorinstanz somit keine unrichtige 
Beweiswürdigung vorzuwerfen, wenn sie davon ausging, der (ursprüngliche) Au-
tounterstand sei mit Kenntnis der Berufungsklägerinnen von der Berufungsbeklag-
ten erstellt worden, ohne dass eine Vertragsverletzung festzustellen sei.

5.1. Zumindest teilweise verknüpft sind die vorangegangen Schlussfolgerungen 
mit der zentralen Frage, ob die Berufungsbeklagte die baulichen Veränderungen 
am ursprünglichen Autounterstand überhaupt vorgenommen bzw. veranlasst hat.

5.2. Die Vorinstanz ging davon aus, die baulichen Veränderungen seien nicht 
von der Berufungsbeklagten durchgeführt worden, weswegen eine Mängelhaftung 
durch die Berufungsbeklagte nicht greifen könne (angefochtener Entscheid, KG 
act. B.1, S. 11).

5.3. Die Berufungsklägerinnen bringen dazu vor, gemäss den Kaufverträgen 
hätte der Besitzesantritt des Autounterstands mit Eigentumsübertragung spätes-
tens per Ende Juli 2008 erfolgen sollen. Dies sei seitens der Berufungsbeklagten 
nicht eingehalten worden. Der Besitzesantritt der Liegenschaft habe stufenweise 
in den Monaten September bis November 2008 stattgefunden, jedoch nur bezüg-
lich der Stockwerkeinheiten bzw. Eigentumswohnungen. Bezüglich des offenen 
Autounterstandes habe der Besitzesantritt nicht in der Zeit bis November 2008 
stattfinden können (Berufung, KG act. A.1, S. 6). Dies beweise zunächst ein als 
Mängelrüge zu qualifizierendes Schreiben vom 20. Juli 2009 von Rechtsanwalt 
Piercarlo Plozza, Anwalt der Berufungsklägerin 2, in welchem dieser einerseits auf 
den Besitzesantritt des Autoabstellplatzes im Monat Juli 2009 sowie andererseits 
auf die Notwendigkeit der Erweiterung des Autounterstandes verwiesen habe (Be-
rufung, KG act. A.1, S. 6 f.). Rechtsanwalt F._____, der Ehemann der Berufungs-
klägerin 2, habe ausserdem in seiner E-Mail vom 1. Dezember 2008 an H._____, 
dem Verwaltungsrat der Berufungsbeklagten, auf die ungenügende Ausdehnung 
des offenen Autounterstandes hingewiesen und darum ersucht, sich persönlich 
des Mangels anzunehmen. Dies sei mithin ein klarer Auftrag an den Verkäufer des 
Autoabstellplatzes gewesen, sich um die Mangelbehebung zu kümmern (KG act. 
A.1, S. 7). Mit E-Mail vom 29. April 2009 habe Rechtsanwalt F._____ eine weitere 
Mängelrüge an H._____ erhoben. Aus dieser E-Mail gehe zum einen hervor, dass 
der offene Autounterstand per Ende April 2009 nicht benutzbar gewesen und 
demnach noch nicht der Käuferschaft bezugsbereit übergeben worden sei. Zum 
anderen werde darin ausgeführt, der bauführende Architekt I._____ habe den Be-

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ginn der Arbeiten am Autounterstand per Frühjahr 2009 in Aussicht gestellt (Beru-
fung, KG act. A.1, S. 7). Die Unbrauchbarkeit des offenen Autounterstandes sei 
schliesslich Gegenstand der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. Januar 
2009 gewesen. Bereits damals habe Architekt I._____ die Absicht gehabt, den 
offenen Autounterstand durch den Austausch der Holzstützen durch Metallstützen 
zu erweitern, was schliesslich auch veranlasst worden sei, dann jedoch zum Zu-
sammenbruch des Autounterstandes geführt habe (KG act. A.1, S. 8). Sowohl 
F._____ als auch G._____, der Ehemann der Berufungsklägerin 1, hätten als 
Zeugen ausgesagt, I._____ habe ihnen mündlich zugesichert, die notwendigen 
Massnahmen am offenen Autounterstand vorzunehmen, um diesen mit zwei Per-
sonenwagen gleichzeitig nutzen zu können. Zudem hätten beide Zeugen bestrit-
ten, persönlich oder durch Drittpersonen irgendwelche baulichen Änderungen am 
offenen Autounterstand ausgeführt zu haben (vgl. KG act. A.1, S. 9 f.). Deshalb 
komme für die folgenschwere Abänderung des Autounterstandes einzig die Beru-
fungsbeklagte in Frage (Berufung, KG act. A.1, S. 17).

5.4. Die Berufungsbeklagte vertritt zu diesem Thema, mit Verweis auf die Aus-
führungen im angefochtenen Urteil, im Wesentlichen den Standpunkt, dass sich 
die Behauptungen der Berufungsklägerinnen nicht auf die vorhandenen Beweise 
stützen liessen (Berufungsantwort, KG. act. A.2, S. 7 f.).

5.5. Unbestritten ist zwischen den Parteien die Tatsache, dass die räumlichen 
Verhältnisse des (ursprünglichen) Autounterstandes sehr beengt gewesen sind, 
was ein Abstellen von zwei Fahrzeugen in gleicher Fahrtrichtung verunmöglichte 
(vgl. hierzu auch angefochtener Entscheid, KG act. B.1, E. 4 [S. 9]; Berufung, KG 
act. A.1, S. 12; Berufungsantwort, KG act. A.2, S. 4). Unbestritten ist sodann, dass 
das Parkieren in entgegengesetzter Richtung zu dieser Zeit jedoch möglich war, 
was auch von den Berufungsklägerinnen im vorinstanzlichen Verfahren anerkannt 
wurde (vgl. VI act. I./3., S. 4). Schliesslich anerkennen die Berufungsklägerinnen, 
dass der ursprüngliche, ihrer Meinung nach vertragswidrig erstellte Autounterstand 
am 13. Dezember 2008 fertiggestellt war (vgl. KG act. A.3, S. 4; ferner VI act. 
III./3.).

5.6.1. Was das von den Berufungsklägerinnen erwähnte Schreiben von Rechts-
anwalt Piercarlo Plozza namens und im Auftrage der Berufungsklägerin 2 an die 
Berufungsbeklagte vom 20. Juli 2009 betrifft (VI act. II/8.), wurde darin ausgeführt:

“Sono invece state consegnate nel novembre 2008 mentre il posto auto 
esterno può essere usato, dopo il necessario allargamento, solo a decorre-
re dal mese di luglio 2009.”

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Damit soll Rechtsanwalt Piercarlo Plozza einerseits auf den Besitzesantritt des 
Autoabstellplatzes im Monat Juli 2009 sowie andererseits auf die Notwendigkeit 
der Erweiterung des Autounterstandes verwiesen haben (Berufung, KG act. A.1, 
S. 7). 

5.6.2. Schon in der E-Mail von Rechtsanwalt Grassi an H._____ vom 1. Dezem-
ber 2008 (VI act. II/10.) soll nach Ansicht der Berufungsklägerinnen (Berufung, KG 
act. A.1, S. 7) ein klarer Auftrag an den Verkäufer des Autoabstellplatzes enthalten 
gewesen sein, sich um die Mangelbehebung zu kümmern, aufgrund des folgenden 
Textes:

“C’è però una questione che richiede il tuo intervento: quella dei posti auto 
esterni. La struttura a coperuta dei detti posti auto, partivolarmente "spes-
sa", ha sottratto oltre 60 centrimentri ad entrambi I posti, con il risultato che 
due autovetture non ci stanno più. I._____ si è reso contro della problema-
tica ma non sembra padroneggiare una soluzione. Credo sia opportune un 
tuo sguardo alla questione.”

5.6.3. Die E-Mail von F._____ an H._____ vom 29. April 2009 soll nach Meinung 
der Berufungsklägerinnen einerseits beweisen, dass der Autounterstand per Ende 
April 2009 noch nicht bezugsbereit der Käuferschaft übergeben worden sei und 
dass der Architekt I._____ den Beginn der Arbeiten am Autounterstand per Früh-
jahr des Jahres 2009 in Aussicht gestellt habe. Die besagte E-Mail (VI act. II/11.) 
enthält folgenden Text:

“Tettoia per il posto auto esterno

L’arch. I._____ mi ha comunicato che il J._____ aveva autorizzato 
l’estensione della tettoia e che avrebbe iniziato i lavori a primavera. Ad oggi 
non ho saputo quando inizieranno i detti lavori ma, in compenso, mi giunge 
voce dal Marco Bellini che l’arch. I._____ avrebbe anticipato che "ci sareb-
bero dei problemi". Si potrebbe fare un po’ die chiarezza sul punto e farmi 
sapere quando si effettueranno le opera?”

5.6.4.1. Am 30. Januar 2009 sei die Unbrauchbarkeit auch Gegenstand einer 
Stockwerkeigentümerversammlung gewesen. Gemäss dem Protokoll dieser Ver-
sammlung sei der Architekt I._____ als Vertreter der Bauherrin und somit Beru-
fungsbeklagten anwesend gewesen. Aus dem Protokoll gehe hervor, dass I._____ 
zu jenem Zeitpunkt die Absicht gehabt habe, den offenen Autounterstand zu er-
weitern, indem die breitere Holzstütze durch eine Metallkonstruktion ersetzt wer-
den sollte. Im Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. Januar 
2009 (VI act. II/12.) steht dazu, was folgt:

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“I due posteggi esterni sono realizzati troppo stretti. Non è possibile il par-
cheggio contemporaneo di due auto. La larghezza attuale del posto auto 
singolo è di cm 206. La larghezza minima dovrebbe essere da cm 225 a 
cm 250. Il Signod [sic] I._____ chiederà al vicino, Signor J._____, se fosse 
disposto a cedere 30-50 cm di terreno. Il palo in legno potrebbe essere so-
stituito da uno metallico. Ciò permetterebbe una larghezza di cm 241-251 
per ciascun posto auto. Il Signor I._____ informerà l’amministrazione sul 
colloquio avuto entro il 13.02.2009. L’amministrazione informerà i condomi-
ni per E-Mail."

5.6.4.2. Die Berufungsbeklagte reichte im vorinstanzlichen Verfahren dann auch 
die von I._____ in Aussicht gestellte Vereinbarung mit dem Nachbarn J._____ be-
züglich Verbreiterung des Autounterstandes auf die angrenzende Parzelle zu den 
Akten (VI act. III/7.) und macht dazu geltend, die Erweiterung des Autounterstan-
des sei trotz dieser Vereinbarung weder durch sie noch durch I._____ ausgeführt 
worden (vgl. VI act. I/2., S. 4). Die Berufungsklägerinnen sehen darin einen Wider-
spruch (VI act. I/3., S. 6).

5.6.5.1. Im Übrigen wird von den Berufungsklägerinnen auf die vorinstanzlichen 
Zeugeneinvernahmen von Rechtsanwalt F._____ (KG act. B.2) und Rechtsanwalt 
G._____ (KG act. B.3) verwiesen, welche übereinstimmend bestritten hätten, per-
sönlich oder durch Drittpersonen irgendwelche baulichen Veränderungen ausge-
führt zu haben. Ausserdem hätten beide Personen ausgesagt, der Architekt 
I._____ habe ihnen im Rahmen der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. 
Januar 2009 die notwendigen Massnahmen am offenen Autounterstand zugesi-
chert (Berufung, KG act. A.1, S. 9 f.) Die Zeugenaussagen von F._____ und 
G._____ seien zudem entgegen der Ansicht der Vorinstanz glaubwürdig, seien 
diese Zeugen doch Rechtsanwälte, welche sich einer Gefahr eines Strafverfah-
rens wegen eines falschen Zeugnisses nicht aussetzen würden (vgl. Berufung KG 
act. A.1, S. 16 f.).

5.6.5.2. Was die vorinstanzlichen Zeugenaussagen betrifft, macht die Berufungs-
beklagte geltend, zum einen habe I._____ als Zeuge bestätigt, dass von seiner 
Seite keine Änderungen vorgenommen oder in Auftrag gegeben worden seien, 
zum anderen habe dies auch der Zeuge K._____ bestätigt (Berufungsantwort, KG 
act. A.2, S. 6). Die Berufungsbeklagte betont an dieser Stelle auch, dass I._____ 
als Zeuge bestätigt habe, dass die abgeänderte Konstruktion nicht nach Schwei-
zer Standard ausgeführt worden sei, da die Stahl-/Eisenplatten spritzverzinkt ge-
wesen seien, was als Verarbeitungsart nur in Italien üblich sei. Die Berufungsklä-
gerin macht zur Verarbeitungsart geltend, die Frage der Herkunft der Eisenfertig-
teile sei für den Prozessausgang irrelevant, könnten nämlich derartige Elemente 

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sowohl von der Bauherrschaft als auch von einer Drittperson in Italien bestellt und 
in die Schweiz geliefert werden (vgl. Berufung, KG act. A.1, S. 17).

5.6.6. Bei den Akten liegt schliesslich auch eine E-Mail vom 27. Januar 2009, wel-
che Rechtsanwalt F._____ an H._____ geschickt hat (VI act. III/5.). Aus dieser E-
Mail, welche die Berufungsbeklagte in das vorinstanzliche Verfahren einbrachte, 
geht – wie die Vorinstanz ausführte (angefochtener Entscheid, KG act. B.1, S. 9) – 
hervor, dass Rechtsanwalt F._____ bei einem befreundeten Ingenieur aus Italien 
zuvor abgeklärt hatte, wie der Autounterstand abgeändert werden könnte, nämlich 
durch den Ersatz von Holzpfosten durch Metallstützen. H._____ antwortete 
F._____ darauf noch am gleichen Tag, dass er dies für möglich ("mi sembra vero-
simile") halte und die Vorschläge wiederum an I._____ weiterleite (vgl. ebenfalls VI 
act. III./5.).

5.7.1. In Anbetracht der soeben geschilderten Beweislage ist die vorinstanzliche 
Beweiswürdigung nicht zu beanstanden.

5.7.2. Auf der einen Seite bestreiten nämlich sowohl die Berufungsklägerinnen 
wie auch F._____ und G._____, dass sie Abänderungen am Autounterstand vor-
genommen oder veranlasst hätten. Auf der anderen Seite stellen dies auch die 
Berufungsbeklagte bzw. ihr Verwaltungsrat H._____ und der bauführende Archi-
tekt I._____ in Abrede. Bezüglich der befragten Personen ergibt sich gewisser-
massen eine "Pattsituation": Beide Seiten bestreiten, für die Abänderung verant-
wortlich zu sein. Die Glaubhaftigkeit der jeweiligen Aussagen erscheint grundsätz-
lich äquivalent. Inwiefern die Tatsache, dass es sich bei F._____, G._____ und 
Piercarlo Plozza um Rechtsanwälte handelt, zu einer höheren Glaubwürdigkeit 
ihrer Äusserungen führen sollte, ist entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin-
nen nicht ersichtlich. Vielmehr sind ihre Aussagen angesichts des Interessenkon-
flikts als Ehemänner bzw. Rechtsvertreter der Berufungsklägerinnen mit Zurück-
haltung zu würdigen, wie dies denn auch die Vorinstanz zu Recht getan hat. Das-
selbe gilt im Prinzip auch umgekehrt für die Aussagen von I._____ und H._____, 
sodass aus den Aussagen der befragten Personen beweismässig keine eindeuti-
gen Schlüsse zu ziehen sind.

5.7.3. Es ist zwar zutreffend, dass I._____ den Autounterstand anlässlich der 
Stockwerkeigentümerversammlung als "zu eng" (bzw. "troppo stretti") bezeichnet 
hat. Daraus kann jedoch nicht eindeutig das Zugeständnis einer Verantwortung für 
diesen Mangel – was Vorbedingung für die Veranlassung von dessen Beseitigung 
gewesen wäre – abgeleitet werden. Denkbar ist nämlich auch, dass der Architekt 
damit lediglich das Bedürfnis der Berufungsklägerinnen nach Verbreiterung des 

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Autounterstandes anerkannte, ohne damit eine Vertragsverletzung durch die Beru-
fungsbeklagte zugestehen zu wollen. Dafür spricht denn auch, dass I._____ die 
Verwaltung (und nicht die Berufungsbeklagte) über die Ergebnisse der Verhand-
lungen mit dem Nachbaren J._____ informieren wollte. Damit ergibt sich jedenfalls 
nicht mit genügender Sicherheit, dass die Berufungsbeklagte als Verkäuferin in 
das Abänderungsprozedere involviert gewesen wäre, zumal I._____ an der 
Stockwerkeigentümerversammlung als Vertreter der Bauherrschaft auftrat.

5.7.4. Aus dem Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. Januar 
2009 geht – wie erwähnt – hervor, dass der Architekt I._____ sich bereit erklärte, 
beim Nachbarn der Berufungsklägerinnen nach der Bereitschaft zu fragen, Boden 
für eine Vergrösserung des Unterstandes zur Verfügung zu stellen. Sofern die Be-
rufungsklägerinnen diese – unbestrittene – Tatsache als Eingeständnis des 
bauführenden Architekten bzw. der Berufungsbeklagten dafür werten wollen, dass 
sie für die (zu) knappe Dimensionierung verantwortlich sei, ist dem entgegenzu-
halten, dass dieser Schluss nicht zwingend ist. Das Motiv des Architekten hierfür 
kann nämlich auch darin erblickt werden, dass er von den Berufungsklägerinnen 
für die Planung des Umbaus hätte beauftragt werden können, was mit einer ent-
sprechenden Vergütung verbunden gewesen wäre. Von der Berufungsbeklagten 
wie auch von I._____ wird bestritten, dass sie anlässlich der Stockwerkeigentü-
merversammlung Zusicherungen abgegeben hätten, sich um die Abänderung des 
Autounterstandes zu kümmern bzw. diese zu veranlassen. Das entsprechende 
Protokoll vermag nichts Gegenteiliges zu beweisen, sondern hält vielmehr nur 
fest, dass sich I._____ – wie erwähnt – bereit erklärte, den Nachbarn zu kontaktie-
ren. Hätte er weitergehende Zusicherungen abgegeben, so wäre anzunehmen, 
dass dies im Protokoll vermerkt worden wäre. Da aber der Berufungsbeklagten 
bezüglich der Erstellung des (knapp dimensionierten) Autounterstandes keine Ver-
tragsverletzung vorgeworfen werden kann (vgl. oben E. 4.7), wäre auch nicht ein-
zusehen, warum sich die Berufungsbeklagte für die Abänderung des Autounter-
standes hätte verantwortlich sehen sollen. Entsprechende Zusicherungen würden 
vor diesem Hintergrund ohnehin kaum Sinn ergeben. Dass I._____ anlässlich der 
Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. Januar 2009 den Autounterstand als 
zu eng bezeichnet hat, sich vor diesem Hintergrund bereit erklärte, beim Nachbarn 
J._____ wegen einer entsprechenden Verbreiterung auf dessen Grundstück vor-
stellig zu werden, und eine dahingehende Vereinbarung durch die Berufungsbe-
klagte (und nicht die Berufungsklägerinnen) unterzeichnet wurde, kann zwar 
durchaus als Anhaltspunkt dafür verstanden werden, dass sich die Berufungsbe-
klagte bereit erklärte, die Abänderung des Autounterstandes an die Hand zu neh-
men, und dieser Zusicherung auch nachkam. Hinreichend eindeutig ist dieser 

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Schluss allerdings nicht, ist doch erstellt, dass auch F._____ Abklärungen tätigte, 
wie der Autounterstand verbreitert werden könnte. Freilich ist nicht auszuschlies-
sen, dass sich auch die Berufungsbeklagte diese Vorschläge zu Nutze gemacht 
haben könnte, wurden diese doch durch F._____ an H._____, den Verwaltungsrat 
der Berufungsbeklagten, weitergeleitet. Dieser hielt die Abänderung für möglich, 
bestätigte jedoch nicht, dass er sich darum kümmern würde, sondern leitete die 
Vorschläge wiederum an I._____ weiter. Dass H._____ als Organ der Berufungs-
beklagten wie auch I._____ in diese Korrespondenz miteinbezogen wurden, heisst 
nicht zwingend, dass sie sich für die Abänderung des Autounterstandes verant-
wortlich gesehen hätten. Vielmehr kann dies auch als Geste der Unterstützung 
nach dem erfolgten Kauf der Stockwerkeinheiten gesehen werden.

5.7.5. Die Vorinstanz führte in diesem Zusammenhang aus, aus der Expertise 
gehe hervor, dass bei der Abänderung des Autounterstandes mehrere Stützen 
entfernt worden seien. Mit Blick auf die Vereinbarung mit dem Nachbarn J._____ 
ergebe es wenig Sinn, Pfetten zu entfernen statt sie zu ersetzen. Der Abschluss 
einer Vereinbarung mit dem Nachbarn hätte sich dann erübrigt (angefochtener 
Entscheid, KG act. B.1, S. 10 f.). Diesen Überlegungen ist beizupflichten; jeden-
falls ist in Anbetracht der Art und Weise, wie die Abänderung des Autounterstan-
des vorgenommen wurde, nicht erstellt, dass die Berufungsbeklagte den Inhalt der 
von ihr abgeschlossenen Vereinbarung mit dem Nachbar J._____ realisiert hat. 
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die entsprechende Vereinbarung von der Be-
rufungsbeklagten ins Recht gelegt wurde, obwohl sie sich dadurch dem Risiko 
ausgesetzt hat, sich selbst zu belasten. Nicht zu hören ist im Übrigen der Einwand 
der Berufungsklägerinnen, nur für die Berufungsbeklagte hätte das schlichte Ent-
fernen von Stützen als Umbaumassnahme ökonomisch Sinn gemacht (vgl. Beru-
fung, KG act. A.1, S. 18), dürften doch auch die Berufungsklägerinnen an einer 
möglichst kostengünstigen Abänderung des Autounterstandes interessiert gewe-
sen sein.

5.7.6. Was die von den Berufungsklägerinnen erwähnten, von F._____ am 1. De-
zember 2008 bzw. 29. April 2009 verfassten E-Mails betrifft, handelt es sich ledig-
lich um die Darlegung des eigenen Standpunktes. Dasselbe gilt für das Schreiben 
von Rechtsanwalt Piercarlo Plozza vom 20. Juli 2009 an die Berufungsbeklagte. 
Dabei fällt auf, dass keine einzige Verlautbarung vonseiten der Berufungsbeklag-
ten bei den Akten liegt, worin die Verantwortung für die angeblichen Mängel zuge-
standen und/oder die Behebung der angeblichen Mängel in Aussicht gestellt wor-
den wäre. Ebenso wenig bestätigte die Berufungsbeklagte, dass der Autounter-

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stand per Ende April 2009 noch nicht benutzbar gewesen sei und ein Besitzesan-
tritt noch nicht stattgefunden habe.

5.7.7. Auffallend ist denn auch, dass die Berufungsklägerinnen der Berufungsbe-
klagten die gemäss ihren Vorstellungen vorgenommene Verbreiterung des Au-
tounterstandes nie bestätigten oder verdankten, obwohl sie eine Abänderung von 
der Berufungsbeklagten zuvor mehrfach verlangt hatten. Zudem hätte erwartet 
werden können, dass die Berufungsbeklagte – hätte sie die Abänderung vorge-
nommen oder veranlasst – den Abschluss derselben den Berufungsklägerinnen 
angezeigt hätte, um zu belegen, dass sie ihren vertraglichen Verpflichtungen 
nachgekommen wäre. Auch aus diesen Gründen erscheint es wenig wahrschein-
lich, dass die Berufungsbeklagte die Abänderung des Autounterstandes vorge-
nommen oder veranlasst hat.

5.7.8. Die Berufungsklägerinnen halten schliesslich zu Recht fest, die Frage der 
Herkunft der Eisenfertigteile sei für den Prozessausgang irrelevant, könnten näm-
lich derartige Elemente sowohl von der Bauherrschaft als auch von einer Drittper-
son in Italien bestellt und in die Schweiz geliefert werden. Immerhin ist darauf hin-
zuweisen, dass der Vorschlag, wie der Autounterstand abgeändert werden könnte, 
durch den von F._____ angefragten Ingenieur L._____ aus Italien kam und es sich 
bei F._____ und G._____ um in Mailand tätige Rechtsanwälte handelt. Ein Bezug 
der Berufungsklägerinnen zu Italien besteht damit allemal.

6.1. Damit steht fest, dass den Berufungsklägerinnen nach dem zuvor Ausge-
führten der Beweis nicht gelingt, dass die Berufungsbeklagte die fraglichen Abän-
derungen des Autounterstandes vorgenommen bzw. veranlasst hat. Die Beru-
fungsklägerinnen hätten die Vorinstanz voll von ihrer Sachbehauptung überzeu-
gen müssen, sodass das Gericht daran keine Zweifel mehr hegt (vgl. oben E. 3.2). 
Da sie bezüglich der Frage, wer die Abänderungen am Autounterstand vorge-
nommen hat, beweisbelastet sind, unterliegen sie beim Misslingen dieses Bewei-
ses im Prozess (vgl. dazu oben E. 3.1). Zu diesem Schluss ist auch die Vorinstanz 
gekommen. Zu bemerken ist am Rande nur, dass die Vorinstanz mit dem Satz 
"bei dieser Sachlage ist hinreichend ausgewiesen, dass jedenfalls nicht die Be-
klagte den Autounterstand abändert [sic] hatte" (angefochtener Entscheid, KG act. 
B.1, S. 11) eine verwirrende Formulierung wählte, da letztlich keiner Partei nach-
gewiesen werden konnte, dass sie für die Abänderung des Autounterstandes ver-
antwortlich sei. Zweifellos gemeint sein dürfte damit indes, dass jedenfalls nicht 
hinreichend ausgewiesen ist, dass die Beklagte den Autounterstand abgeändert 
hat. Der Beweis des Gegenteils dergestalt, dass die Berufungsklägerinnen für die 
Abänderung des Autounterstandes verantwortlich seien, ist nicht nötig, scheitert 

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die Klage doch bereits beim Misslingen des Hauptbeweises. In diesem Sinne sind 
die Beweiswürdigung und der Schluss, den die Vorinstanz daraus gezogen hat, 
nicht zu beanstanden.

6.2. Da die Berufungsklägerinnen den Beweis nicht erbringen konnten, dass die 
Berufungsbeklagte die fraglichen Abänderungen des Autounterstandes vorge-
nommen bzw. veranlasst hat, erübrigt es sich, auf die Rügen zu den vorinstanzli-
chen Ausführungen bezüglich des versteckten Mangels (Berufung, KG act. A.1, S. 
19), des rechtsgenüglichen Schadensnachweises (Berufung, KG act. A.1, S. 20) 
und der Verjährbarkeit (Berufung, KG act. A.1, S. 21) einzugehen. Diese Rügen 
betreffen Voraussetzungen einer allfälligen Gewährleistungspflicht und wären nur 
von Interesse, wenn die Berufungsbeklagte die baulichen Veränderungen am Au-
tounterstand überhaupt vorgenommen hätte, was aber – wie gerade ausgeführt – 
unbewiesen bleibt.

7. Die Berufung ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8.1. Da die Berufungsklägerinnen mit ihren Anträgen im Berufungsverfahren 
vollständig unterliegen, werden sie hierfür entsprechend kostenpflichtig (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen für Berufungsent-
scheide (Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; 
BR 320.210]) erscheint eine Gerichtsgebühr in der Höhe von CHF 7'000.00 ange-
messen. Diese wird mit dem von den Berufungsklägerinnen geleisteten Kosten-
vorschuss in Höhe von CHF 10'000.00 verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvor-
schusses von CHF 3'000.00 wird den Berufungsklägerinnen durch das Kantonsge-
richt zurückerstattet. 

8.2. Die Berufungsklägerinnen haben überdies die anwaltlich vertretene Beru-
fungsbeklagte ausseramtlich zu entschädigen. Die Entschädigung des Rechtsan-
walts der Berufungsbeklagten ist mangels Einreichen einer Honorarnote nach rich-
terlichem Ermessen festzulegen (vgl. Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). In Berücksich-
tigung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen erscheint eine ausseramtliche 
Entschädigung von CHF 6'000.00 (inkl. Barauslagen und MWSt.) angemessen. 
Die Berufungsklägerinnen haften hierfür solidarisch (Art. 106 Abs. 3 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 7'000.00 gehen unter solida-
rischer Haftbarkeit zu Lasten von A._____, B._____ und C._____ und wer-
den mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 
verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von CHF 3'000.00 wird 
durch das Kantonsgericht zurückerstattet.

3. A._____, B._____ und C._____ werden unter solidarischer Haftbarkeit ver-
pflichtet, die D._____ ausseramtlich mit CHF 6'000.00 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: