# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c6d16f6-d80b-5570-92af-92e9b89eac2c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.03.2025 CA.2024.28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_CA-2024-28_2025-03-30.pdf

## Full Text

Urteil vom 30. März 2025 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Olivier Thormann, Vorsitzender, 
Richterinnen Barbara Loppacher und Brigitte Stump 
Wendt, 
Gerichtsschreiber Luzius Kaufmann  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt 
des Bundes Michael Schneitter,  

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
 

 
gegen 

  1. A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Loris 
Baumgartner, 

Berufungsgegner / Beschuldigter 1 
 
2. B., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Patrick 

O'Neill 

Berufungsgegner / Beschuldigter 2 
  

Gegenstand 
 

Berufung (teilweise) vom 26. August 2024 gegen das 
Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
SK.2023.8 vom 13. Dezember 2023 
 
Ausnützen von Insiderinformationen und Versuch dazu; 
Kostenauferlegung und Entschädigung 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2024.28 

- 2 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (nachfolgend: FINMA) erstattete am 
29. Juni 2021 bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen A. wegen Ver-
dachts des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 des Bundes-
gesetzes über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effek-
ten- und Derivatehandel vom 19. Juni 2015 (Finanzmarktinfrastrukturgesetz, Fin-
fraG; SR 958.1) sowie wegen Versuchs dazu (BA pag. 05.101.0001 ff.). 

A.2 Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 20. Juli 2021 eine Strafuntersuchung ge-
gen A. wegen Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 
154 Abs. 1 FinfraG. Zur Begründung führte sie in der Eröffnungsverfügung an, A. 
stehe im Verdacht, «am 20. Mai 2020 als Head of Accounting and Taxes sowie 
Head of internal Group Audit der C. Holding für die Auftragserteilung an die Bank 
E. AG zum Kauf von 15'000 Aktien des eigenen Unternehmens für das unterneh-
mensinterne Langzeitbonusprogramm vertrauliche und kurserhebliche Informati-
onen über den positiven Geschäftsabschluss 2019/2020, den das Unternehmen 
am 2. Juni 2020 bekannt gegeben habe, ausgenützt zu haben, um die Aktien vor 
dem erwarteten und eingetretenen Kursanstieg günstiger zu erwerben» (BA pag. 
01.100.0001).  

A.3 Die Bundesanwaltschaft dehnte die Strafuntersuchung am 17. März 2022 wegen 
des gleichen Tatverdachts auf B. aus. Zur Begründung gab sie an, der Auftrag 
von A. an die Bank E. AG zum Kauf von 15'000 Aktien der C. Holding vom 20. 
Mai 2020 sei in gemeinsamer Absprache mit B. in dessen Funktion als Chief 
Financial Officer (CFO) dieser Gesellschaft erfolgt (BA pag. 01.100.0003). 

A.4 Die Bundesanwaltschaft erhob am 17. Januar 2023 beim Bundesstrafgericht An-
klage gegen A. und B. wegen Ausnützens von Insiderinformationen gemäss 
Art. 154 Abs. 1 FinfraG sowie teilweise wegen Versuchs dazu. Sie bezeichnete 
in der Anklage das Einzelgericht als zuständig (TPF pag. 4.100.001). 

A.5 Die Hauptverhandlung vor der Einzelrichterin der Strafkammer des Bundesstraf-
gerichts fand am 29. November 2023 in Bellinzona in Anwesenheit der Bundes-
anwaltschaft, der Beschuldigten und ihrer Verteidiger sowie des Vertreters der 
C. Holding als Drittbetroffene statt. Das Urteil wurde am 13. Dezember 2023 in 
Anwesenheit der Parteien mündlich eröffnet und begründet (TPF 
pag. 4.720.009). 

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A.6 Die Vorinstanz fällte am 13. Dezember 2023 das folgende Urteil 
(TPF pag. 4.930.001 ff.): 

1. A. wird vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 Abs. 
1 lit. a FinfraG und des Versuchs dazu freigesprochen.  

2. B. wird vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 Abs. 
1 lit. a FinfraG und des Versuchs dazu freigesprochen. 

3. Es wird keine Ersatzforderung zu Lasten der C. Holding und zu Gunsten der Eidge-
nossenschaft festgesetzt. 

4. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 45’000.-- (Vorverfahren Fr. 40’000.--; Gerichts-
gebühr Fr. 5’000.--) und gehen zu Lasten des Staates.  

5. A. und B. wird keine Genugtuung zugesprochen. 

6. A. wird von der Eidgenossenschaft entschädigt mit Fr. 30'679.40. 

7. B. wird von der Eidgenossenschaft entschädigt mit Fr. 21'318.15. 

8. Der C. Holding wird keine Entschädigung zugesprochen. 

A.7 Die Bundesanwaltschaft und der Beschuldigte B. meldeten fristgerecht Berufung 
gegen das Urteil vom 13. Dezember 2023 an (TPF pag. 4.940.001 ff.). Das be-
gründete Urteil wurde am 6. August 2024 versandt (CAR pag. 1.100.035).  

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Mit Schreiben vom 6. August 2024 wurde der Berufungskammer des Bun-
desstrafgerichts das begründete Urteil, die Berufungsanmeldungen und die Ak-
ten übermittelt (CAR pag. 1.100.003 ff.).  

B.2 Mit Schreiben vom 12. August 2024 bestätigte der Präsident der Berufungskam-
mer den Eingang der Berufungsanmeldungen und gab den Spruchkörper be-
kannt (CAR pag. 1.200.001 f.). Während B. keine Berufungserklärung einreichte, 
erklärte die Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 26. August 2024 die Beru-
fung an die Berufungskammer und stellte dabei die folgenden Anträge (CAR 
pag. 1.100.044 ff.): 
 

1.1. A. sei des Ausnützens von Insiderinformationen als Primärinsider (Art. 154 Abs. 1 
Bst. a FinfraG) und des Versuchs dazu (Art. 154 Abs. 1 Bst. a FinfraG i.V.m. Art. 
22 Abs. 1 StGB) schuldig zu sprechen. 

1.2. A. sei mit einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen, unter Gewährung des bedingten 
Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren zu bestrafen. Der Tagessatz sei 

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auf CHF 320.00 festzusetzten, eventualiter sei die Höhe des Tagessatzes nach 
richterlichem Ermessen zu bestimmen. 

1.3. A. sei mit einer Busse von CHF 7’000.00 zu bestrafen. Im Falle der schuldhaften 
Nichtbezahlung sei die Busse umzuwandeln in eine unbedingte Ersatzfreiheits-
strafe von 7 Tagen. 

1.4. B. sei des Ausnützens von Insiderinformationen als Primärinsider (Art. 154 Abs. 1 
Bst. a FinfraG) und des Versuchs dazu (Art. 154 Abs. 1 Bst. a FinfraG i.V.m. Art. 
22 Abs. i StGB) schuldig zu sprechen. 

1.5. B. sei mit einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen, unter Gewährung des bedingten 
Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren zu bestrafen. Der Tagessatz sei 
auf CHF 810.00 festzusetzten, eventualiter sei die Höhe des Tagessatzes nach 
richterlichem Ermessen zu bestimmen. 

1.6. B. sei mit einer Busse von CHF 7’000.00 zu bestrafen. Im Falle der schuldhaften 
Nichtbezahlung sei die Busse umzuwandeln in eine unbedingte Ersatzfreiheits-
strafe von 7 Tagen. 

2. Die C. Holding sei zu verpflichten, der Schweizerischen Eidgenossenschaft CHF 
256’763.00, nebst Zins zu 5%, als unrechtmässigen Vermögensvorteil zurückzu-
erstatten. 

3. Die bisherigen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 45’000.00 (Vorverfahren 
CHF 40’000.00; Gerichtsgebühr im Hauptverfahren CHF 5’000.00), zuzüglich Auf-
wand der Bundesanwaltschaft für das Haupt- und Berufungsverfahren, sowie die 
Gerichtsgebühr im Berufungsverfahren seien A. und B. je zur Hälfte aufzuerlegen, 
unter solidarischer Haftbarkeit für den Gesamtbetrag. 

4. A. sei weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung auszurichten. 

5. B. sei weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung auszurichten. 

6. Der Kanton Zürich sei für den Vollzug der Strafen zuständig zu erklären. 

7. Der Name der C. Holding sei im veröffentlichten Dispositiv und der veröffentlichten 
Urteilsbegründung zu nennen.» 

B.3 Mit Schreiben vom 28. August 2024 gab der Vorsitzende den Beschuldigten und 
der Drittbetroffenen Gelegenheit, innert 20 Tagen ein begründetes Nichteintreten 
zu beantragen, Anschlussberufung zu erheben und entsprechende Beweisan-
träge zu stellen (CAR pag. 1.400.001).  

B.4 Mit Schreiben vom 9. September 2024 stellte A. die folgenden Anträge (CAR 
pag. 1.400.003 ff.), während sich die Drittbetroffene und B. nicht vernehmen lies-
sen: 

1. Es sei auf den Berufungsantrag Ziff. C.8 gemäss der Berufungserklärung der BA 
vom 26. August 2024 nicht einzutreten;  

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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Eidgenos-
senschaft. 

B.5 Nach Aufforderung an die Bundesanwaltschaft, zum Nichteintretensantrag von 
A. Stellung zu nehmen (CAR pag. 2.100.001) beschränkte diese mit Schreiben 
vom 11. Oktober 2024 ihre Berufung auf die Ziffern 4, 6 und 7 des angefochtenen 
Urteils [Kosten- und Entschädigungsfolgen] und stellte die folgenden neuen An-
träge (CAR pag. 2.101.005 ff.): 

1. Allgemein 

Die Dispositiv-Ziffern 4, 6 und 7 des Urteils der Vorinstanz vom 13. Dezember 2023 
seien aufzuheben. 

2. A. 

2.1. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 45’000.00 (Vorverfahren CHF 
40’000.00; Gerichtsgebühr CHF 5’000.00) seien A. zur Hälfte aufzuerlegen, unter 
solidarischer Haftbarkeit für den Gesamtbetrag (betrifft Ziffer 4 des angefochtenen 
Urteils). 

2.2. A. sei keine Entschädigung auszurichten (betrifft Ziffer 6 des angefochtenen Ur-
teils). 

2.3. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien A. zur Hälfte aufzuerlegen, 
unter solidarischer Haftbarkeit für den Gesamtbetrag. 

2.4. A. sei weder eine Entschädigung noch Genugtuung für das Berufungsverfahren 
auszurichten. 

3. B. 

3.1. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 45’000.00 (Vorverfahren 
CHF 40’000.00; Gerichtsgebühr CHF 5’000.00) seien B. zur Hälfte aufzuerlegen, 
unter solidarischer Haftbarkeit für den Gesamtbetrag (betrifft Ziffer 4 des angefoch-
tenen Urteils). 

3.2. B. sei keine Entschädigung auszurichten (betrifft Ziffer 7 des angefochtenen Ur-
teils). 

3.3. Die Verfahrenskosten des Berufungsverfahrens seien B. zur Hälfte aufzuerlegen, 
unter solidarischer Haftbarkeit für den Gesamtbetrag. 

3.4. B. sei weder eine Entschädigung noch Genugtuung für das Berufungsverfahren 
auszurichten. 

B.6 Mit Schreiben vom 15. Oktober 2024 wurde auf die eingeschränkte Berufungs-
erklärung der Bundesanwaltschaft eingetreten, das schriftliche Verfahren ange-
ordnet und die Bundesanwaltschaft aufgefordert, die Berufungserklärung zu 

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begründen (CAR pag. 2.100.003 f.). Mit Eingabe vom 5. November 2024 wurde 
die Berufung durch die Bundesanwaltschaft begründet (CAR pag. 2.101.009 ff.). 
Am 11. November 2024 wurde den Beschuldigten Gelegenheit zur Stellung-
nahme gegeben (CAR pag. 2.100.005 f.).  

B.6.1 Der Beschuldigte B. stellte und begründete am 2. Dezember 2024 die folgenden 
Anträge (CAR pag. 2.101.001 ff.): 

1. Die Berufungsanträge der Bundesanwaltschaft seien vollumfänglich abzuweisen. 

2. Die Verfahrenskosten des vorinstanzlichen Verfahrens seien vom Staat zu tragen. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahren[s] seien vom Staat zu tragen. 

4. B. sei von der Eidgenossenschaft für das vorinstanzliche Verfahren mit 
Fr. 21'318.15 zu entschädigen. 

5. Herrn B. sei [von] der Eidgenossenschaft für das Berufungsverfahren angemessen 
zu entschädigen. 

B.6.2 Der Beschuldigte A. stellte und begründete am 16. Dezember 2024 die folgenden 
Anträge (CAR pag. 2.103.005 ff.): 

1. Es sei die Berufung der Bundesanwaltschaft vollumfänglich abzuweisen und es sei 
das erstinstanzliche Urteil des Bundesstrafgerichts, Strafkammer, SK.2023.8 vom 
13. Dezember 2023, zu bestätigen; 

2. Es seien die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie 
des Berufungsverfahrens von der Staatskasse zu tragen; sowie 

3. Es sei dem Berufungsgegner 1 für die Untersuchung, für das erstinstanzliche Ver-
fahren und für das Berufungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung 
(inkl. MWST) zu entrichten. 

B.7 Am 17. Dezember 2024 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (CAR 
pag. 2.100.007 f.). In ihrer Replik vom 15. Januar 2025 hielt die Bundesanwalt-
schaft vollständig an den gestellten Begehren fest (CAR pag. 2.101.019). Mit 
Schreiben vom 21. Januar 2025 wurde den Beschuldigten Gelegenheit zu einer 
Stellungnahme und zur Einreichung einer Kostennote gegeben (CAR 
pag. 2.100.009 f.). Mit Schreiben vom 23. Januar 2025 verzichtete B. auf eine 
Duplik und RA O’Neill reichte eine Kostennote ein (CAR pag. 2.102.009 ff.). A. 
duplizierte am 3. Februar 2025 und RA Baumgartner reichte ebenfalls eine Kos-
tennote ein (CAR pag. 2.103.015 ff.). Am 5. Februar 2025 wurde der Bundesan-
waltschaft Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Kostennoten und zur Duplik 
von A. gegeben (CAR pag. 2.101.022 f.). Mit Schreiben vom 13. Februar 2025 
reichte die Bundesanwaltschaft eine diesbezügliche Stellungnahme ein (CAR 

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pag. 2.101.024 ff.). Dazu nahm B. mit Eingabe vom 19. Februar 2025 Stellung 
(CAR pag. 2.102.017 ff.).  

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Bundesgerichtsbarkeit und Zuständigkeit der Berufungskammer 

1.1 Verfolgung und Beurteilung der Handlungen nach den Art. 154 und 155 FinfraG 
unterstehen der Bundesgerichtsbarkeit. Eine Übertragung der Zuständigkeit zur 
Verfolgung und Beurteilung auf die kantonalen Behörden ist ausgeschlossen 
(Art. 156 Abs. 1 FinfraG). Die Anklage und das angefochtene Urteil haben eine 
Widerhandlung gegen Art. 154 FinfraG (Ausnützen von Insiderinformationen) 
zum Gegenstand. Bundesgerichtsbarkeit ist gegeben (Art. 156 Abs. 1 FinfraG 
i.V.m. Art. 23 Abs. 2 StPO). 

1.2 Die Zuständigkeit der Berufungskammer in Dreierbesetzung ergibt sich aus Art. 
21 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 38a des Bundesgesetzes über die Organisation 
der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (Strafbehördenorganisations-
gesetz, StBOG; SR 173.71). 

2. Teilweiser Rückzug der Berufung der Bundesanwaltschaft 

Die Bundesanwaltschaft hat ihre anfänglich vollumfängliche Berufung 
(vgl. E. B.1) gegen das erstinstanzliche Urteil auf die Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (Ziffern 4, 6 und 7 des vorinstanzlichen Urteils) beschränkt und ihre 
Berufung in Anwendung von Art. 386 Abs. 2 StPO in Bezug auf die Ziffern 1-3, 5 
und 8 des vorinstanzlichen Urteils zurückgezogen (CAR pag. 2.101.006, lit. A). 
Somit erwuchsen die Ziffern 1-3, 5 und 8 des vorinstanzlichen Urteils und insbe-
sondere die darin enthaltenen Freisprüche der Beschuldigten in Rechtskraft. Im 
Umfang dieses Teilrückzugs wird die Berufung der Bundesanwaltschaft als ge-
genstandslos abgeschrieben.  

3. Eintreten und Fristen 

3.1 Der Beschuldigte B. meldete am 19. Dezember 2023 fristgerecht Berufung ge-
gen das Urteil der Vorinstanz an (vgl. E. A.7). Er erklärte innert Frist keine Beru-
fung. Auf seine Berufung ist daher nicht einzutreten (Art. 399 StPO; ferner TPF 
2020 55 = Beschluss der Berufungskammer CA.2020.3 vom 8. April 2020).  

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3.2 Die Bundesanwaltschaft meldete am 15. Dezember 2023 innert Frist Berufung 
an (vgl. E. A.7). Die Berufungserklärung vom 26. August 2024 (vgl. E. B.2) er-
folgte ebenfalls innert Frist. Nachdem die Bundesanwaltschaft ihre Berufung be-
schränkte (vgl. E. B.5) und damit ihren Antrag, für welchen A. ein Nichteintreten 
beantragte (vgl. E. B.4) zurückzog, wurde das Gesuch von A. um ein teilweises 
Nichteintreten (vgl. E. B.4) gegenstandslos. Da auch die übrigen Eintretensvo-
raussetzungen zu keinen Bemerkungen Anlass geben, ist auf die beschränkte 
Berufung der Bundesanwaltschaft einzutreten.  

4. Schriftliches Verfahren und Verfahrensgegenstand 

4.1 Gemäss Art. 406 Abs. 1 lit. d StPO kann das Berufungsgericht die Berufung unter 
anderem in einem schriftlichen Verfahren behandeln, wenn ausschliesslich die 
Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen angefochten sind. Im vorlie-
genden Fall erklärte einzig die Bundesanwaltschaft die Berufung und keine der 
anderen Parteien erhob Anschlussberufung. Daraufhin beschränkte die Bundes-
anwaltschaft ihre Berufung noch auf die Verlegung der Kosten und die Zuspre-
chung einer Entschädigung an die Beschuldigten für die Kosten ihrer Verteidi-
gung (Ziffern 4, 6 und 7 des angefochtenen Urteils). Im Übrigen erwuchs das 
Urteil der Vorinstanz in Rechtskraft (vgl. E. I.2). 

4.2 Da folglich nur noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen angefochten sind und 
auch keine der Parteien gegen ein schriftliches Verfahren opponierte, ist die vor-
liegende Berufung im schriftlichen Verfahren zu behandeln. 

4.3 Weil die Bundesanwaltschaft gegen die erstinstanzliche Kostenverlegung und 
die Zusprechung einer Entschädigung an die Beschuldigten für die Kosten ihrer 
Verteidigung Berufung erklärte, liegt hinsichtlich dieser Punkte ein zu Lasten der 
Beschuldigten ergriffenes Rechtsmittel vor. In einem von der Bundesanwalt-
schaft initiierten Rechtsmittelverfahren gilt das Verschlechterungsverbot nach 
Art. 391 Abs. 2 StPO nicht. Folglich kann die Berufungsinstanz das vorinstanzli-
che Urteil bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfolgen auch zum Nachteil 
des Beschuldigten abändern. Innerhalb des durch Art. 404 Abs. 1 StPO definier-
ten Gegenstandes des zweitinstanzlichen Prozesses ist das Berufungsgericht 
dabei nicht an die Anträge der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 StPO). 

II. Materielle Erwägungen 

A. Sachverhalt 

1. Zur Darstellung des Sachverhaltes kann auf die korrekten und vollständigen Aus-
führungen der Vorinstanz (TPF pag. 4.930.001.018 ff. E. 5) gemäss Art. 82 

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Abs. 4 StPO verwiesen werden. Für die Beurteilung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen ist insbesondere der nachfolgende im Wesentlichen zusammenge-
fasste und ergänzte Sachverhalt entscheidrelevant: 

2. Die C. AG (nachfolgend C. [jeweils samt ihren Tochtergesellschaften]) ist eine 
Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts mit Sitz in Z. Sie ist eine hundertpro-
zentige Tochtergesellschaft der C. Holding, einer Aktiengesellschaft schweizeri-
schen Rechts mit Sitz in Z. Die Titel der C. Holding werden seit 2006 unter der 
Bezeichnung C. an der Schweizer Börse SIX SWISS EXCHANGE und damit an 
einem Handelsplatz in der Schweiz i.S.v. Art. 154 Abs. 1 FinfraG gehandelt 
(BA pag. 11-001-0005).  

3. In der Medienmitteilung vom 2. Juni 2020 gab die C. Holding unter dem Titel «C.: 
Höherer Umsatz, mehr Gewinn, tieferer Bestellungseingang» ihre Ergebnisse für 
das Geschäftsjahr 2019/2020 bekannt (BA pag. B05.101.001-0003 ff.). 

4. A. war im anklagerelevanten Zeitraum Leiter Finanz- und Rechnungswesen bei 
der C. und für die Abschlusserstellung zuständig (BA pag. 13.001-0099 ff.). B. 
hat seit 2008 die Funktion als CFO bei der C. inne und unterstand direkt dem 
CEO D. (BA pag. 13.002-0047 f.). Beide unterstehen der «Vorschrift der C. 
Gruppe betreffend Insiderstrafrecht, Handelssperrfristen und Managementtrans-
aktionen» vom 19. Dezember 2017 (BA pag. B05.101.001.0032 ff.; nachfolgend 
REGLEMENT) und stehen auf der «Liste der Mitarbeiter mit Handelssperrfristen» 
(BA pag. B05.101.001.0048). Auf das REGLEMENT (insbes. E. II.B.b.3.3) wird 
nachfolgend genauer einzugehen sein. 

5. Sowohl B. als auch A. anerkennen, dass sie am 6. April 2020 eine E-Mail mit 
einer Vorabmeldung betreffend Umsatz und EBIT des Geschäftsjahres 
2019/2020 erhalten haben (B.: BA pag. 13.002-0070 f. i.V.m. pag. 13.002-0043; 
A.: BA pag. 13.001-0103 f. i.V.m. BA pag. 13.001-0063). Beide anerkennen wei-
ter, dass sie im April sichere Kenntnis der ungeprüften Geschäftsergebnisse der 
C. erlangten (B.: BA pag. 13.002-0066, -0070 f.; A.: BA pag. 13.001-0104 f. i.V.m. 
13.001-0063).  

6. Am 20. Mai 2020 – und damit vor der Publikation der Ergebnisse für das Ge-
schäftsjahr 2019/2020 am 2. Juni 2020 – erteilte A. der Bank E. per E-Mail den 
Auftrag 15'000 eigene Aktien der C. Holding zu erwerben. Er instruierte die Bank 
E. mit dem Rückkauf am 26. Mai 2020 zu starten und dies möglichst ohne Ein-
fluss auf den Kurs zu tun (BA pag. B05.101.001-0068). B. anerkennt weiter, dass 
er in den Prozess zum Erwerb der eigenen Aktien involviert wurde und sein Ein-
verständnis zum Kauf der fraglichen Aktien gab (BA pag. 13.002.0050, Zeilen 36 
ff.; TPF pag. 4.732.006, Zeilen 5 ff.). Infolgedessen erwarb die Bank E. für die C. 

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vom 26. Mai 2020 bis zum 9. Juni 2020 15'000 eigene Aktien. Davon wurden 
8'250 Aktien vor dem 2. Juni 2020 (Datum der Medienmitteilung) erworben (BA 
pag. B07.201.001-0585). 

B. Rechtliches 

a. Grundsätze 

1. Die Beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird 
(Art. 426 Abs. 1 StPO). Umgekehrt trägt sie die Verfahrenskosten vorbehältlich 
der in Art. 426 Abs. 2 StPO normierten Ausnahme nicht, wenn sie nicht verurteilt 
wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_563/2017 vom 11. September 2017 
E. 1.1). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigespro-
chen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, 
wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder 
dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). 

2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verstösst eine Kostenauflage bei 
Freispruch oder Einstellung des Verfahrens gegen die Unschuldsvermutung 
(Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), wenn der be-
schuldigten Person in der Begründung des Kostenentscheids direkt oder indirekt 
vorgeworfen wird, es treffe sie ein strafrechtliches Verschulden. Damit käme die 
Kostenauflage einer Verdachtsstrafe gleich (Urteil des Bundesgerichts 
6B_272/2019 vom 26. Februar 2020 E. 2.1 m.w.H.).  

3. Bei der Kostenpflicht des freigesprochenen oder aus dem Verfahren entlassenen 
Beschuldigten handelt es sich nicht um eine Haftung für ein strafrechtliches Ver-
schulden, sondern um eine zivilrechtlichen Grundsätzen angenäherte Haftung für 
ein fehlerhaftes Verhalten, durch das die Einleitung oder Erschwerung eines 
Strafverfahrens verursacht wurde. In diesem Sinne stellt die Kostenüberbindung 
eine Haftung prozessualer Natur für die dadurch veranlasste Mehrbeanspru-
chung der Untersuchungsorgane und die entsprechenden Kosten dar. Die Kos-
tenauflage an den nicht verurteilten Angeschuldigten ist m.a.W. mit der Un-
schuldsvermutung vereinbar, wenn dieser in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise, 
mithin im Sinne einer analogen Anwendung der aus Art. 41 OR folgenden 
Grundsätze, eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm, die sich 
aus der Gesamtheit der schweizerischen Rechtsordnung ergeben kann (vgl. 
BGE 133 III 321 E. 5.1), klar verletzt und dadurch das Strafverfahren veranlasst 
oder dessen Durchführung erschwert hat (BGE 144 IV 202 E. 2.2; 120 la 147 
E. 3b; 119 la 332 E. 1b; 116 la 162 E. 2c-e; je mit Hinweisen). Die Belastung mit 
Kosten darf aber nicht weiter gehen, als der Kausalzusammenhang zwischen 
dem fehlerhaften Verhalten und den die Kosten verursachenden behördlichen 

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Handlungen (BGE 116 la 162 E. 2d bb S. 174/5; 109 la 160 E. 3a S. 163). In 
tatsächlicher Hinsicht darf sich die Kostenauflage nur auf unbestrittene oder be-
reits klar nachgewiesene Umstände stützen (BGE 112 Ia 371 E. 2a; ferner Urteil 
des Bundesgerichts 6B_272/2019 vom 26. Februar 2020 E. 2.1 m.w.H). Da eine 
Kostenauflage sich nur auf klar nachgewiesene Umstände stützen darf, ist bei 
Zweifeln getreu dem Grundsatz in dubio pro reo auf für den Beschuldigten güns-
tigeren Sachverhalt abzustellen (Art. 10 Abs. 3 StPO). 

4. Diese Grundsätze gelten auch bei der Beurteilung, ob eine Entschädigung oder 
Genugtuung im Sinne von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO herabzusetzen oder zu 
verweigern ist. Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage. Bei 
Auferlegung der Kosten ist grundsätzlich keine Entschädigung auszurichten 
(BGE 137 IV 352 E. 2.4.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_877/2016 vom 13. Ja-
nuar 2017 E. 3.1 mit Hinweisen).  

b. Widerrechtlichkeit  

1. Für eine Kostenauflage muss sich der Freigesprochene zunächst widerrechtlich 
verhalten haben. 

2. Widerrechtlich im Sinne von Art. 41 Abs. 1 OR ist ein Verhalten dann, wenn es 
gegen Normen verstösst, die direkt oder indirekt Schädigungen untersagen bzw. 
den Rechtsunterworfenen eine Schädigung vermeidendes Verhalten vorschrei-
ben (BGE 116 Ia 162 E. 2.c). Solche Verhaltensnormen ergeben sich aus der 
Gesamtheit der schweizerischen Rechtsordnung, unter anderem aus Privat-, aus 
Verwaltungs- und Strafrecht, gleichgültig, ob es sich um eidgenössisches oder 
kantonales, geschriebenes oder ungeschriebenes Recht handelt (BGE 141 III 
527 E. 3.2 m.w.H.). Zu diesen Normen gehört z.B. der wichtige Grundsatz des 
ungeschriebenen Rechts, dass derjenige, der einen gefährlichen Zustand schafft 
oder unterhält, für die nötigen Schutzmassnahmen zu sorgen hat. Jeder Verstoss 
gegen eine derartige Verhaltensnorm wird als widerrechtlich aufgefasst (jeweils 
spezifisch zur Kostenauflage im Strafverfahren: BGE 95 II 96 E. 2; 116 Ia 162 
E. 2.c; je mit Hinweisen). Die Verletzung von vertraglichen Pflichten oder schlich-
ten zivilrechtlichen Pflichten genügt für eine Kostenauflage nicht, da diese in kei-
ner Weise das Strafverfahren betreffen (GRIESSER, in: Donatsch et al. (Hrsg.), 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2020 [zit. 
SK StPO], Art. 426 StPO, N. 13).  

3. Arbeitsvertragliche Treuepflicht 

3.1  

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2023&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F95-II-93%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page96

- 12 - 

3.1.1 Die Bundesanwaltschaft begründet die Kostenauflage zulasten der Beschuldig-
ten zunächst mit einem Verstoss gegen die arbeitsvertragliche Sorgfalts- und 
Treuepflicht gemäss Art. 321a OR. Die Bundesanwaltschaft begründet, dass das 
REGLEMENT den Beschuldigten im fraglichen Handelszeitpunkt verboten habe, 
mit Aktien oder darauf bezogenen Derivaten der C. Holding zu handeln. Damit 
hätten sie sich widerrechtlich verhalten (CAR pag. 2.101.014). 

3.1.2 Die Beschuldigten wenden in theoretischer Hinsicht ein, Art. 321a OR schütze 
nicht die Bundesanwaltschaft, sondern nur die C. Entsprechend könne Art. 321a 
OR nicht als die Widerrechtlichkeit begründende Norm beigezogen werden, um 
eine Haftung der Beschuldigten zugunsten der Eidgenossenschaft zu begründen 
(CAR pag. 2.102.003 und 2.103.008 Ziff. 7 ff.).  

3.1.3 Die Rechtsprechung hat sich bereits dazu geäussert, ob ein Verstoss gegen 
Art. 321a Abs. 1 OR Grundlage für eine Kostenauflage nach Art. 426 Abs. 2 StPO 
sein kann. 

3.1.3.1 Zu dieser Frage beurteilte das Bundesgericht den Sachverhalt eines Informati-
kers, der auf den Computern seiner Arbeitgeberin malware installierte und des-
wegen ein Verfahren wegen unbefugter Datenbeschaffung, unbefugtes Eindrin-
gen in ein Datenverarbeitungssystem, Datenbeschädigung, betrügerischer Miss-
brauch einer Datenverarbeitungsanlage, wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, 
eventuell wegen Diebstahls und Berufsgeheimnisverletzungen eröffnet und letzt-
lich eingestellt wurde. Diesbezüglich hat das Bundesgericht einen Verstoss ge-
gen Art. 321a Abs. 1 OR als widerrechtlicher Verstoss im Sinne von Art. 426 
Abs. 2 StPO betrachtet und damit als Grundlage für die Auferlegung der Kosten 
an den Beschuldigten anerkannt (Urteil des Bundesgerichts 6B_398/2019 vom 
19. Juli 2019 E. 5.4). Weiter stellt das Bundesgericht fest, dass eine Verletzung 
von Art. 364 Abs. 1 i.V.m. Art. 321a Abs. 1 OR eine genügende rechtliche Grund-
lage bildet, um dem freigesprochenen beschuldigten Unternehmer die Kosten 
aufzuerlegen, wenn dieser im Verdacht stand, sich gegenüber dem Besteller 
durch überhöhte Rechnungsstellung oder mangelhafte bzw. unterlassene Wer-
kleistung strafbar gemacht zu haben (Urteile des Bundesgerichts 6B_795/2017 
vom 30. Mai 2018 E. 1.2 [Betrug]; 6B_762/2020 vom 17. März 2021 E. 3.1 [Wu-
cher]). Dagegen ist das Bundesgericht – soweit ersichtlich – nur einmal davon 
ausgegangen, dass eine Verletzung von Art. 321a Abs. 1 OR keine Grundlage 
für die Auferlegung der Kosten an einen freigesprochenen Vermögensverwalter 
darstellt, wenn dieser trotz Interessenkonflikt für den Kunden Effektengeschäfte 
tätigte. Das Bundesgericht erwog, dass Art. 321a Abs. 1 OR nicht den Kunden 
schützt, sondern den Schutz der Arbeitgeberin bezweckt (Urteil des Bundesge-
richts 6B_877/2016 vom 13. Januar 2017 E. 4.3). 

- 13 - 

3.1.3.2 Die Berufungskammer hat im Urteil CA.2021.13 vom 21. Januar 2022 entschie-
den, dass ein Freigesprochener, der vor der Präsentation einer Geschäftsweiter-
entwicklung entgegen den internen Richtlinien mit Aktien der nämlichen Gesell-
schaft handelte, Art. 321a Abs. 1 OR verletzt, was wiederum eine Kostenauflage 
an ihn rechtfertigt (Urteil der Berufungskammer CA.2021.13 vom 21. Januar 2022 
E. II.2.1 unter Verweis auf Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
SK.2020.59 vom 10. Mai 2021 E. 5.2). In einem, allerdings noch nicht rechtskräf-
tigen Urteil, ging die Berufungskammer davon aus, dass ein Insiderhandel mit 
Aktien der betroffenen Gesellschaft während einer Handelssperrfrist nicht gegen 
Art. 321a Abs. 1 OR verstösst, wenn der Arbeitgeber dem Geschäft zugestimmt 
hat, und dass deshalb auch eine Kostenauflage an den Freigesprochenen nicht 
in Frage kommt (Urteil der Berufungskammer CA.2024.9 vom 10. Juli 2024 E. 
II.8.2.5). 

3.1.4 Die vorstehende Rechtsprechung lässt sich dahingehend zusammenfassen, 
dass ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 OR immer dann als widerrechtlich im 
Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO gilt, wenn sich das nachgewiesene, aber nicht 
strafbare Verhalten des Beschuldigten gegen den Arbeitgeber (bzw. beim Werk-
vertrag, wobei Art. 364 Abs. 1 OR auf Art. 321a Abs. 1 OR verweist, gegen den 
Besteller) richtet. Ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 OR ist nur dann nicht wi-
derrechtlich im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO, wenn das nicht strafbare Verhal-
ten des Beschuldigten den Arbeitgeber als Berechtigten nicht berührt und sich 
ausschliesslich gegen einen Dritten (z.B. einen Kunden) richtet. Für die Wider-
rechtlichkeit eines nicht strafbaren Verhaltens im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO 
ist es – wie der Blick in die Rechtsprechung zeigt – nicht erforderlich, dass die 
verletzte Verhaltensnorm den Staat vor der Eröffnung unnötiger Strafuntersu-
chungen schützt. Dies ergibt sich namentlich daraus, dass insbesondere das Pri-
vat- und Verwaltungsrecht nie den Schutz der Strafverfolgungsbehörden vor un-
nötigen Ermittlungen bezweckt, sondern den Schutz von Drittinteressen zuguns-
ten Privater oder der Allgemeinheit. Umgekehrt ist Strafverfolgung nie Selbst-
zweck, sondern erfolgt stets zugunsten anderer Rechtsgüter. Wegen dieser re-
aktiven Stellung der Strafverfolgung ist nicht zu fragen, ob eine Verhaltensnorm 
die Strafverfolgungsbehörde schützt, sondern welches Drittinteresse durch die 
Verhaltensnorm geschützt wird.  

3.1.5 Der Auffassung des Beschuldigten, wonach ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 
OR per se keine Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO begründen 
kann, ist aufgrund des eben Ausgeführten nicht zu folgen. Die Berufungskammer 
erachtet eine Verletzung von Art. 321a Abs. 1 OR grundsätzlich als geeignete 
Grundlage, um eine Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO zu be-
gründen.  

- 14 - 

3.2  

3.2.1 Aufgrund dieser Erkenntnis stellt sich die Anschlussfrage, ob die arbeitsrechtli-
che Treuepflicht dadurch verletzt wird, wenn der Arbeitnehmer während einer 
reglementarisch angeordneten Handelssperrfrist (black-out period) Aktien der ei-
genen Gesellschaft für deren Namen und auf deren Rechnung kauft. Dazu ist der 
Inhalt der arbeitsvertraglichen Treuepflicht genauer zu betrachten. 

3.2.2 Gemäss Art. 321a Abs. 1 OR hat der Arbeitnehmer die ihm übertragene Arbeit 
sorgfältig auszuführen und die berechtigten Interessen des Arbeitgebers in guten 
Treuen zu wahren. Er hat insbesondere alles zu unterlassen, was den Arbeitge-
ber wirtschaftlich schädigen könnte. Die allgemeine Treuepflicht ist Nebenpflicht 
zur Arbeitspflicht und ergänzt diese notwendig, indem sie diese mit dem Zweck 
der Wahrung der Interessen des Arbeitgebers verknüpft (BGE 140 V 521 E. 
7.2.1; 124 III 25 E. 3a; 117 II 72 E. 4a und 560 E. 3a).  

3.2.3 Mit der arbeitsvertraglichen Treuepflicht soll der Arbeitserfolg und das Vertrauen 
zwischen den Parteien garantiert werden (EMMEL, in: Huguenin et al. (Hrsg.), 
Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Vertragsverhältnisse Teil 1, 3. Aufl., 
Zürich 2016 [zit. CHK OR], Art. 321a OR, N. 2; STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, 
Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, Art. 
321a OR, N. 2; VISCHER/MÜLLER, Der Arbeitsvertrag, 4. Aufl., Basel 2014, § 15, 
N. 1). Die arbeitsrechtliche Treuepflicht beinhaltet insbesondere, dass der Arbeit-
nehmer das Ansehen des Arbeitgebers nicht herabsetzen darf (PORTMANN/RU-
DOLPH, in: Widmer Lüchinger et al. (Hrsg.), Basler Kommentar, Obligationenrecht 
I, 7. Aufl., Basel 2020, Art. 321a OR N 5; STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., 
Art. 321a OR, N. 7, Fallgruppe 4). Zur Konkretisierung der arbeitsvertraglichen 
Treuepflicht gemäss Art. 321a Abs. 1 OR kann der Arbeitgeber gemäss Art. 321d 
Abs. 1 OR Weisungen erteilen und Reglemente erlassen (PORTMANN/RUDOLPH, 
a.a.O., Art. 321a OR, N. 16).  

3.2.4 Bezüglich börsenkotierter Gesellschaften beschreibt BÖCKLI, dass «[i]n Gesell-
schaften mit börsenkotierten Titeln erlässt der Verwaltungsrat intern verbindliche 
Regeln für den Umgang mit Aktien und anderen Wertrechten der Gesellschaft. 
Diese Vorschriften zielen darauf ab, schon das Entstehen eines blossen An-
scheins von Regelwidrigkeiten und damit eine Rufschädigung zu vermeiden. 
Dazu dienen u.a. Sperrperioden («close periods») vor der Herausgabe sensitiver 
Zahlen (…)» (BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 5. Aufl., Zürich 2022, § 9, N. 865). 
Auch sonst ist anerkannt, dass Insiderdelikte regelmässig den Ruf der betroffe-
nen Gesellschaft schädigen, indem diese von aussen nicht mehr als integre Ge-
sellschaft mit integren Mitarbeitenden wahrgenommen wird, welche mit unrecht-
mässigen Mitteln versucht, Profit zu machen (FREYMOND/VOGT, Die Pflicht des 

- 15 - 

Verwaltungsrates zur Verhinderung von Insiderdelikten, in: Ackermann (Hrsg.), 
Strafrecht als Herausforderung, Zur Emeritierung von Professor Niklaus Schmid, 
Zürich 1999, S. 173 ff., S. 210; REMUND, L’exploitation d’informations d’initiés 
selon les articles 154 et 142 LIMF, Diss. Zürich, Zürich 2021, S. 80 m.w.H.; WAT-
TER/PELLANDA, in: Watter et al. (Hrsg.), Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 
6. Aufl., Basel 2023 [zit. BSK OR II], Art. 717 OR, N. 19). 

3.2.5 Zusammengefasst verlangt die arbeitsvertragliche Treuepflicht vom Arbeitneh-
mer, sich so zu verhalten, dass der Arbeitserfolg des Arbeitgebers nicht beein-
trächtigt wird. Dazu gehört auch, alles zu unterlassen, was das Ansehen des Ar-
beitgebers herabsetzen könnte. In der Literatur werden sowohl der Handel mit 
Aktien der eigenen Gesellschaft während einer reglementarisch angeordneten 
Handelssperrfrist als auch (vollendete) Insiderdelikte als rufschädigend qualifi-
ziert.  

3.3 Die vorstehenden Ausführungen in der Literatur überzeugen und es wird zusätz-
lich erwogen, dass, wenn jemand in Kenntnis geheimer Geschäftsergebnisse mit 
Aktien der gleichen Gesellschaft handelt, unabhängig von der Strafbarkeit dieses 
Verhaltens nach aussen der Eindruck entstehen kann, dass diese Person sich 
oder einem Dritten einen unrechtmässigen Vermögensvorteil verschaffen wollte 
und dass die betroffene Gesellschaft und ihre in die Geschäftsergebnisse einge-
weihten Arbeitnehmer nicht vertrauenswürdig seien. Es versteht sich von selbst, 
dass ein solches Verhalten von Arbeitnehmenden geeignet ist, den Ruf des Ar-
beitgebers zu schädigen und damit gegen die Treuepflicht gemäss Art. 321a 
Abs. 1 OR verstösst und dem Arbeitgeber unmittelbar beeinträchtigen kann. Da-
bei ist es in der Aussenwahrnehmung – und damit für die Reputation der Gesell-
schaft – sogar schädlicher, wenn der Handel im Namen und auf Rechnung der 
Emittentin erfolgt (vgl. ferner E. II.5.4.2). Der soeben geschilderte Verstoss ge-
gen Art. 321a Abs. 1 OR ist damit im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO widerrecht-
lich. 

3.4  

3.4.1 In Anwendung der obigen Grundsätze (insbes. E. II.3.3) ist zunächst das REGLE-
MENT (BA pag. B05.101.001-0032) zu würdigen.  

3.4.2 Zur rechtlichen Natur des REGLEMENTS ist festzuhalten, dass dieses – entgegen 
dem Standpunkt von B. (CAR pag. 2.102.002 ff.) – die arbeitsvertragliche Treu-
epflicht gemäss Art. 321a OR konkretisiert (vgl. E. II.B.b.3.2.3). Ein Verstoss ge-
gen das REGLEMENT ist somit eine Verletzung von Art. 321a Abs. 1 OR und nicht 
eine blosse Vertragsverletzung. 

- 16 - 

3.4.3 Inhaltlich sieht das REGLEMENT unter Kapitel 2 «Vermeidung von Reputationsri-
siken mit Hilfe von Handelssperrfristen» folgendes vor: «2.2 Generelle Handels-
sperrfristen: Um unnötige Spekulationen in der Öffentlichkeit sowie allfällige Un-
tersuchungen der Straf- und Aufsichtsbehörden zu verhindern, ist es den Perso-
nen gemäss Anhang A vom Beginn der Abschlussarbeiten bis 2 Tage nach Be-
kanntgabe des Halb- und Jahresabschlusses verboten, Aktien der C. oder Deri-
vate auf solche Akten zu kaufen oder zu verkaufen.»  

3.4.3.1 Die Beschuldigten führen unter Hinweis auf verschiedene Bestimmungen des 
REGLEMENTS aus, dass diese Weisung im vorliegenden Fall (Handel mit Anteilen 
der C. Holding im Namen und auf Rechnung der C.) nicht anwendbar sei. Die 
Weisung beziehe sich nämlich ausschliesslich auf Transaktionen, welche die Mit-
arbeitenden im eigenen Namen vornehmen würden. Da die Aktien aber im Na-
men und auf Rechnung der C. gekauft worden seien, habe gar keine Handels-
sperrfrist bestanden (CAR pag. 2.102.005; 2.103.009 Ziff. 14). Die beiden Be-
schuldigten machen weiter geltend, dass in verschiedenen Bestimmungen (z.B. 
Ziff. 1.2.2. oder 1.2.3.) ausschliesslich von Eigengeschäften der Mitarbeitenden 
die Rede sei, weshalb der systematische Zusammenhang dafür spreche, dass 
von Ziff. 2.2 des REGLEMENTS auch nur Eigengeschäfte der Beschuldigten erfasst 
seien (CAR pag. 2.102.002).  

3.4.3.2 Ausgehend vom Wortlaut der fraglichen Ziff. 2.2 des REGLEMENTS bleibt unklar, 
ob lediglich eigene Transaktionen von Mitarbeitenden erfasst sind oder auch sol-
che, welche die Mitarbeitenden im Namen und auf Rechnung von Dritten bzw. 
der eigenen Arbeitgeberin tätigen.  

3.4.3.3 Als nächstes ist der Zweck des REGLEMENTS zu würdigen. Als Zweck sieht das 
REGLEMENT unter anderem vor, Reputationsrisiken zu vermeiden, «die dadurch 
entstehen, dass eine Person innerhalb der Unternehmensgruppe potentiell über 
weitergehende Informationen verfügt. Vermieden werden diese Risiken durch 
das Festlegen von generellen Handelssperrfristen und Handelssperrfristen im 
Einzelfall» (REGLEMENT, S. 1 f.). Übertragen auf das Verhalten der Beschuldigten 
ist festzuhalten, dass das Reputationsrisiko geringer ist, wenn die Mitarbeitenden 
während der Handelssperrfrist im eigenen Namen und auf eigene Rechnung mit 
Aktien handeln, als wenn sie während der Handelssperrfrist im Namen und auf 
Rechnung der C. mit deren eigenen Aktien handeln. Denn im zweiten Fall ent-
steht zusätzlich zu den bereits bestehenden Reputationsrisiken nach aussen der 
Eindruck, die C. wolle aus den geheimen eigenen Geschäftsergebnissen an der 
Börse Gewinn erzielen. Dieses Verhalten ist besonders geeignet, rufschädigend 
zu sein, da die C. die Verletzung der Handelssperrfrist nicht auf einzelne Mitar-
beiter zurückführen könnte, sondern eine besonders ruchlose Unternehmenskul-
tur offenlegen würde, in der es von höchster Stelle zumindest geduldet wird, 

- 17 - 

Gewinne unter Ausnutzung nicht publizierter Geschäftsergebnisse zu steigern. 
Wenn die C. zur Vermeidung von Reputationsrisiken Handelssperrfristen für die 
Transaktionen ihrer Mitarbeitenden festlegt, so gelten diese Handelssperrfristen 
angesichts des erhöhten Reputationsrisikos erst recht für Transaktionen, die 
während der Handelssperrfristen im Namen und auf Rechnung der C. getätigt 
werden. Dass die C. solche Reputationsrisiken unbedingt vermeiden will, zeigt 
sich nicht zuletzt daran, dass sie sich dagegen gewehrt hat, im Urteil der Straf-
kammer des Bundesstrafgerichts überhaupt – geschweige denn unanonymisiert 
– genannt zu werden (vgl. TPF pag. 4.720.006). Dass allein schon der Vorwurf 
des Insiderhandels zu einem Reputationsschaden führt, hat der Beschuldigte B. 
dem Grundsatz nach für seine eigene Person erkannt, hat er doch vor der ersten 
Instanz eine Genugtuung von CHF 1'000.00 für die Berichterstattung in der Zei-
tung M. und den ihm daraus entstandenen Reputationsschaden und das damit 
verbundene erschwerte wirtschaftliche Fortkommen verlangt (TPF pag. 
4.721.217, N. 128). Gleiches gilt sinngemäss für das wirtschaftliche Fortkommen 
der C., da der Verdacht auf Insiderhandel (und das damit verbundene Strafver-
fahren) das für Investoren und Stimmrechtsvertreter relevante ESG-Rating der 
C. beeinflussen könnte. 

3.4.3.4 Unter Berücksichtigung dieses klaren Zwecks des Reglements geht dieser der 
nicht ganz eindeutigen und von den Beschuldigten hervorgehobenen Systematik 
und dem Wortlaut des Reglements vor, so dass offenkundig auch Transaktionen 
im Namen und auf Rechnung der C. von den Handelssperrfristen gemäss Ziff. 
2.2 des REGLEMENTS als erfasst zu gelten haben.  

3.4.3.5 Die Beschuldigten waren im Zeitpunkt des vorgeworfenen Verhaltens auf der In-
siderliste der C. aufgeführt (E. II.A.4), weshalb für sie die Handelssperrfrist ge-
mäss Ziff. 2.2 des REGLEMENTS galt. Die erwähnte Handelssperrfrist begann spä-
testens mit der Vorabmeldung der Geschäftsergebnisse am 6. April 2020 (E. 
II.A.5) zu laufen. A. gab nach vorgängiger Absprache mit B. der Bank E. am 20. 
Mai 2020 den Auftrag zum Kauf von 15'000 Aktien der C. Holding in deren Namen 
und auf deren Rechnung ab dem 24. Mai 2020 (E. II.A.6). Zu diesem Zeitpunkt 
waren die Geschäftsergebnisse 2019/2020 noch nicht publiziert (E. II.A.3), wes-
halb die Handelssperrfrist gemäss Ziff. 2.2 des REGLEMENTS noch lief. Folglich 
verstiessen die beiden Beschuldigten mit ihrem Kaufauftrag an die Bank E. ge-
gen Ziff. 2.2 des REGLEMENTS und damit gegen Art. 321a Abs. 1 OR. 

3.5 Die Rüge der Beschuldigten, dass Art. 321a OR letztlich dispositiv ist (CAR 
pag. 2.102.003; 2.103.009 Ziff. 12) ändert nichts an der obigen Schlussfolge-
rung. Denn es ist, wie soeben aufgezeigt, keine von Art. 321a Abs. 1 OR abwei-
chende Vereinbarung bekannt, welche es den Beschuldigten erlaubt hätte, wäh-
rend der Handelssperrfrist für Dritte mit Anteilen der C. Holding zu handeln. 

- 18 - 

3.6 Weiter bringen die Beschuldigten vor, dass der Kauf von Mitarbeiteroptionen zur 
Speisung des Bonusprogramms notwendig gewesen sei und die C. diese Käufe 
nur getätigt habe, um ihre eigenen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ih-
ren Mitarbeitenden einzuhalten (CAR pag. 2.102.003; 2.103.010 Ziff. 15). Es 
mag zutreffen, dass die C. die Aktien kaufen musste, um ihre eigenen vertragli-
chen Verpflichtungen aus dem Bonusprogramm zu erfüllen. Aber auch eine sol-
che Motivation berechtigt die Beschuldigten nicht, sich über Art. 321a Abs. 1 OR 
und das REGLEMENT hinwegzusetzen. Dies gilt umso mehr, als die C. keine Vor-
gaben bezüglich Zeitpunkts und Umfangs des Aktienrückkaufs für das eigene 
Bonusprogramm gemacht hatte (TPF pag. 4.621.003). Vielmehr wäre es Sache 
der Beschuldigten gewesen, den Erwerb eigener Aktien bzw. die Auftragsertei-
lung an einen Dritten dazu so zu gestalten, dass sämtliche Transparenzanforde-
rungen eingehalten worden wären (insbesondere die Auftragserteilung an einen 
Dritten vor oder nach der Handelssperrfrist bzw. der Kauf der eigenen Aktien vor 
oder nach der Handelssperrfrist), was gemäss Aussagen der Beschuldigten (im 
Nachhinein betrachtet) (TPF pag. 4.732.008, Zeilen 23 ff. [B.]; 4.731.008, Zeilen 
1 ff. [A.]) und dem FFA-Bericht vom 17. November 2023 (TPF pag. 4.510.011 ff.) 
möglich gewesen wäre. Das von A. in diesem Zusammenhang zitierte Urteil des 
Bundesgerichts 4C.16/2003 vom 24. Juni 2003 ist für den vorliegenden Fall nicht 
einschlägig, da es dort um eine Haftung des Arbeitnehmers gegenüber dem Ar-
beitgeber ging, die den strafprozessualen Besonderheiten der Widerrechtlichkeit 
im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO nicht Rechnung trägt (vgl. oben E. II.B.b.3.1). 

3.7 Es kann auch keine Rede davon sein, dass, wie der Beschuldigte B. ausführt, 
ein Anfangsverdacht immer zu einer Kostenauflage führe, weil die Staatsanwalt-
schaft zu Abklärungen verpflichtet sei (CAR pag. 2.102.002). Vielmehr setzt die 
Kostenauflage ein rechtswidriges Verhalten voraus. Wie die obigen und nachfol-
genden Ausführungen zeigen, hat sich der Beschuldigte B. mit dem Erwerb der 
Aktien während der Sperrfrist mehrfach rechtswidrig verhalten, weshalb das Ver-
fahren nicht nur aufgrund eines – im Nachhinein betrachtet – falschen An-
fangsverdachts eröffnet worden war.  

3.8 Unerheblich ist auch, wie von B. geltend gemacht, dass die C. das Verhalten der 
Beschuldigten im Nachhinein als unbedenklich erachtet (CAR pag. 2.102.004), 
da ihr kein finanzieller Schaden entstanden ist und sie aus Reputationsgründen 
ein Interesse an einer möglichst raschen Erledigung der Angelegenheit hat. Wie 
oben ausgeführt, fürchtete die C. aufgrund der hier zu beurteilenden Vorgänge 
einen Reputationsschaden (vgl. E. II.B.b.3.3.3.3).  

3.9 Aber selbst wenn man davon ausginge, dass das REGLEMENT durch das Verhal-
ten der Beschuldigten nicht verletzt worden war, würde dies nichts daran ändern, 
dass die beiden Beschuldigten ihre arbeitsrechtliche Treuepflicht verletzt haben. 

- 19 - 

Denn auch nach Art. 321a OR haben die Beschuldigten alles zu unterlassen, was 
dem Ruf und dem Ansehen ihrer Arbeitgeberin schaden könnte (vgl. 
E. II.B.b.3.2.3). Wie oben bereits ausführlich dargelegt, ist ein Handel der Be-
schuldigten mit Anteilen der C. Holding im Namen und auf Rechnung der C. in 
Kenntnis der geheimen Geschäftsergebnisse geeignet, für die C. rufschädigend 
zu wirken (vgl. E. II.B.b.3.2.4 ff.). Beide Beschuldigten haben somit auch gegen 
Art. 321a OR verstossen, ohne dass dieses Verhalten der Beschuldigten vom 
REGLEMENT erfasst wäre.  

3.10 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschuldigten durch den Kauf von 
Aktien der C. Holding in deren Namen und auf deren Rechnung während der 
reglementarischen Handelssperrfrist in Kenntnis der geheimen Geschäftsergeb-
nisse 2019/2020 Ziff. 2.2 des REGLEMENTS ihre arbeitsvertragliche Treuepflicht 
verletzt und damit widerrechtlich gehandelt haben. 

4. Gesellschaftsrechtliche Treuepflicht 

4.1 Die Bundesanwaltschaft erblickt im Verhalten des Beschuldigten B. einen 
Verstoss gegen Art. 717 OR (CAR pag. 2.101.016). 

4.2 B. bestreitet einen Verstoss gegen Art. 717 OR und führt aus, dass ein solcher 
Verstoss die Interessen der C. schütze und daher nicht eine Kostenauflage im 
Falle eines Freispruchs vom Vorwurf des Insiderhandels rechtfertige (BA 
pag. 2.102.003).  

4.3 Soweit ersichtlich hat das Bundesgericht erst in einem Fall die Kostenauflage bei 
einem Freispruch zulasten des Beschuldigten gestützt auf Art. 717 Abs. 1 OR 
bejaht, als dieser in Verletzung seiner aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht die Rech-
nungslegungsvorschriften missachtete und Geschäftsbücher nicht ordnungsge-
mäss aufbewahrte und es daher zu einem Steuerstrafverfahren kam (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_1390/2017 vom 29. Juni 2018 E. 2.4). 

4.4 In der Rechtsprechung der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts finden 
sich Beispiele, in denen die Kostenauflage an den Freigesprochenen gestützt auf 
Art. 426 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 717 Abs. 1 OR anerkannt wird. So hat die Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts in einem Fall die Kostenauflage bei 
einem Freispruch an den Beschuldigten bejaht, als dieser Zahlungen nicht ord-
nungsgemäss verbuchte und es folglich zu einem fruchtlosen Strafverfahren 
kam. Die unsorgfältige Führung der Buchhaltung erachtete die Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts als Verstoss gegen Art. 717 Abs. 1 OR (Urteil der 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts BB.2021.181 vom 4. Juli 2022 
E. 4.2). Ebenfalls erachtete die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts die 

- 20 - 

Kostenauflage bei der Einstellung eines Strafverfahrens wegen ungetreuer Ge-
schäftsbesorgung an den Beschuldigten für zulässig, als dieser ohne den Inhalt 
zu kennen eine Übernahme einer anderen Gesellschaft genehmigte und dadurch 
Art. 717 Abs. 1 OR verletzte (Urteil der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts BB.2019.232 vom 15. Oktober 2020 E. 4.2). 

4.5 Wie unter E. II.B.3.1.4 dargelegt, wird auch im Hinblick auf die soeben zitierte 
Rechtsprechung für eine Kostenauflage nicht verlangt, dass die verletzte Verhal-
tensnorm die Staatsanwaltschaft schützt, sondern es reicht aus, wenn sich das 
nicht strafbare Verhalten gegen in ihren Rechten beeinträchtigte Dritte richtet. 
Ein Verstoss gegen Art. 717 Abs. 1 OR vermag daher die Widerrechtlichkeit im 
Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO zu begründen. 

4.6 Die Mitglieder des Verwaltungsrates sowie Dritte, die mit der Geschäftsführung 
befasst sind, müssen ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erfüllen und die Interessen 
der Gesellschaft in guten Treuen wahren (Art. 717 Abs. 1 OR). Die Treuepflicht 
beinhaltet vor allem, dass Handlungen zu unterlassen sind, die den Interessen 
der AG schaden könnten und andererseits Opportunitäten wahrgenommen wer-
den, die einen Nutzen versprechen (namentlich Ertrag generieren, aber auch 
etwa die Marktposition oder die Reputation verbessern) (WATTER/ROTH PEL-
LANDA, BSK OR II, Art. 717 OR, N. 15). 

4.7 Wie bereits oben ausgeführt wurde, ist allein schon der Handel während einer 
black-out period für sich geeignet, rufschädigend zu sein, da der Anschein einer 
Regelwidrigkeit erweckt wird (vgl. E. II.B.b.3.2.4 ff. und II.B.3.3.3.3). 

4.8 Der Beschuldigte B. ist sowohl Arbeitnehmer der C. als auch noch CFO der C. 
und unterliegt somit der Treuepflicht gemäss Art. 717 OR. Im vorliegenden Fall 
liess er innerhalb der black-out period im Namen und auf Rechnung der C. deren 
Aktien kaufen (vgl. E. II.B.b.3.3.3.4). Sein Verhalten ist geeignet, für die C. ruf-
schädigend zu sein (vgl. E. II.B.b.4.7) und verstiess damit gegen Art. 717 OR. 
Damit handelte er widerrechtlich im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO. 

5. Somit kann aufgrund der bereits festgestellten Verletzung von Art. 321a Abs. 1 
OR und Art. 717 Abs. 1 OR (nur B.) offenbleiben, ob die Beschuldigten auch ge-
gen die börsenrechtlichen Transparenzpflichten verstiessen und damit wider-
rechtlich handelten.  

c. Kausalzusammenhang 

1. Weiter muss zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und der Einleitung bzw. Er-
schwerung des Verfahrens ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Die 

- 21 - 

Untersuchung muss wegen des widerrechtlichen Verhaltens des Beschuldigten 
eröffnet oder erschwert worden sein. An die Ursächlichkeit des Verhaltens des 
Beschuldigten darf keine strengen Anforderungen gestellt werden, da die Behör-
den gehalten sind, bei genügendem Tatverdacht eine Untersuchung zu eröffnen 
(GRIESSER, SK StPO, Art. 426 StPO, N. 15 m.w.H.). Was den Umfang der Kos-
tenpflicht anbelangt, so darf die Haftung des Beschuldigten nicht weiter gehen, 
als der Kausalzusammenhang zwischen dem ihm vorgeworfenen fehlerhaften 
Verhalten und den Kosten verursachenden behördlichen Handlungen reicht 
(BGE 116 Ia 162 E. 2.d.bb).  

2.  

2.1 B. bestreitet die Kausalität zwischen einem allfälligen Fehlverhalten seinerseits 
und den verursachten Verfahrenskosten. So sei der Verdacht auf Insiderhandel 
aufgrund von Handelsaktivitäten verschiedener Akteure entstanden und das ge-
ringe Handelsvolumen der C. Holding sei nicht der Auslöser für die Untersuchung 
der SIX gewesen. Im Ergebnis seien die Auskünfte der C. Holding und der Bank 
E. der Auslöser für das Strafverfahren gewesen und es handle sich vielmehr um 
einen Zufallsfund. Zudem wäre bei pflichtgemässer Durchführung der Untersu-
chung schnell klar geworden, dass es sich beim Jahresergebnis nicht um eine 
kurserhebliche Tatsache gehandelt habe. Weiter moniert B., dass keine Kausa-
lität zwischen der Kenntnis der Jahresergebnisse und dem Kaufentscheid be-
standen habe und das Verfahren auch deshalb hätte eingestellt werden müssen. 
Zudem wäre das Verfahren bei korrekter Verfahrensführung, insbesondere ei-
nem korrekten FFA-Bericht, bereits viel früher einzustellen gewesen (CAR 
pag. 2.102.005 ff.).  

2.2 Der Beschuldigte A. führt aus, dass das Verfahren bereits im Untersuchungsver-
fahren hätte eingestellt werden müssen und eine Anklage nicht notwendig ge-
worden wäre (CAR pag. 2.103.007 N. 4). Zudem habe die Bundesanwaltschaft 
trotz Abschluss der Untersuchung am 17. November 2022 eine Einvernahme ge-
plant und anschliessend den Parteien mitgeteilt, dass sie nun Anklage erheben 
werde. Der Staatsanwalt des Bundes habe bereits bei der Einvernahme die un-
terzeichnete Verfügung vor sich gehabt. Im Ergebnis erweise sich die Einver-
nahme vom 17. November 2022 samt mündlicher Eröffnung der Anklageerhe-
bung als nutzlos, weshalb den Beschuldigten auch nicht die Kosten auferlegt 
werden könnten (CAR pag. 2.103.011 N. 19).  

3. Zunächst ist das Augenmerk darauf zu legen, wie der Verdacht gegen die Be-
schuldigten entstand und weshalb die Untersuchung eröffnet wurde.  

- 22 - 

3.1 Mit Strafanzeige vom 29. Juni 2021 zeigte die FINMA A. wegen des Verdachts 
des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 FinfraG an (BA 
pag. 05.101.001 ff.). Dabei wurde die FINMA durch eine Meldung der SIX darauf 
aufmerksam gemacht, dass es vor der Publikation der Jahresergebnisse zu er-
höhten (Käufer-)Handelsvolumina durch verschiedene Börsenteilnehmer und 
wirtschaftlich Berechtigte gekommen sei (BA pag. 05.101.0002 Ziff. 2). In der 
Folge richtete die FINMA je ein Auskunftsbegehren an die C. Holding und an die 
Bank E. (BA pag. B.05.101.001.0013 ff.). Aus dem Auskunftsbegehren an die 
Bank E. geht hervor, dass die FINMA zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Legal 
Entity Identifier Number der C. bereits wusste, dass diese zwischen dem 26. Mai 
und dem 9. Juni 2020, also kurz vor und kurz nach der Publikation des Ge-
schäftsergebnisses am 2. Juni 2020, 15'000 eigene Aktien gekauft hatte, davon 
8'250 vor der Publikation des Geschäftsergebnisses (BA pag. 
B05.101.001.0064). Der Anfangsverdacht der FINMA erhärtete sich, als der auf 
der Insiderliste (BA pag. B05.101.001.0048) aufgeführte A. der Bank E. den kon-
kreten Kaufauftrag erteilte (BA pag. B05.101.001.0068). Es kann somit nicht von 
einem Zufallsfund gesprochen werden, sondern von einem gezielten Vorgehen 
der FINMA. Zudem ist einzig massgeblich, dass das Strafverfahren aufgrund der 
Strafanzeige der FINMA (vgl. E. A.1) eröffnet wurde und nicht aufgrund der oben 
erwähnten ursprünglichen Meldung der SIX an die FINMA. 

3.2 Wie oben ausgeführt, besteht beim (unerlaubten) Handel mit Anteilen der nämli-
chen Gesellschaft durch Insider während der Handelssperrfrist das Risiko, dass 
sich jemand des verbotenen Insiderhandels nach Art. 154 FinfraG strafbar ge-
macht haben könnte (vgl. E. II.B.b.3.3.3.3). Bei dieser Ausgangslage war die 
Bundesanwaltschaft gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO verpflichtet, eine Unter-
suchung zu eröffnen und weitere Abklärungen (beispielsweise zur Kursrelevanz 
der Geschäftsergebnisse, die Involvierung weiterer Personen, dem subjektiven 
Tatbestand oder Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründen) zu tätigen, 
was von den Beschuldigten auch nicht bestritten wird. Damit ist die Pflichtverlet-
zung der Beschuldigten (vgl. E.II.B.b) (Handel mit eigenen Anteilen während der 
black-out period) adäquat kausal für die Eröffnung der Strafuntersuchung gegen 
die Beschuldigten.  

4.  

4.1 Die Beschuldigten rügen, das Verfahren hätte früher eingestellt werden müssen 
und der Fall hätte nicht zur Anklage gebracht werden dürfen. Insbesondere kriti-
sieren beide Beschuldigten den FFA-Bericht, dass dieser nicht notwendig gewe-
sen sei, insbesondere weil die Berufungskammer in einem anderen Strafverfah-
ren grundsätzliche Bedenken geäussert hatte (mit Verweis auf Urteil der Beru-
fungskammer CA.2024.9 vom 10. Juli 2024; dazu vgl. sogleich E. II.B.c.4.2). 

- 23 - 

Zudem sei von Anfang an erkennbar gewesen, dass die Geschäftsergebnisse 
nicht kursrelevant seien (vgl. CAR pag. 2.102.005 und 2.103.011, N. 19). 

4.2 Die Kritik der Verteidigung ist insofern zutreffend, dass die Berufungskammer im 
Urteil CA.2024.9 vom 10. Juli 2024 festgehalten hat, dass es sich bei den FFA-
Berichten nicht um ein Gutachten, sondern es sich um einen Amtsbericht handle 
und auch als solcher zu würdigen sei (E. I.3.2.5). Auch wenn dem FFA-Bericht 
nach dem soeben zitierten Entscheid keine Gutachtensqualität zukommt, ist er 
für die Untersuchung insofern massgebend, als er das Spezialwissen der Bun-
desanwaltschaft über den rechtserheblichen Sachverhalt wiedergibt und damit 
den Beschuldigten die Möglichkeit eröffnet, sich gegen die ihnen zur Last geleg-
ten Taten umfassend zu verteidigen. Die Einholung eines FFA-Berichts war also 
keineswegs nutzlos.  

4.3 Auch kann den Geschäftsergebnissen 2019/2020 der C. nicht von vornherein die 
Kursrelevanz abgesprochen werden. Kursrelevant ist die Information, wenn sie 
aus einer ex ante-Betrachtung geeignet ist, den Kurs von Effekten oder aus ihnen 
abgeleiteten Finanzinstrumente erheblich zu beeinflussen, mithin von ihrem Be-
kanntwerden eine über den Rahmen üblicher Kursschwankungen deutlich hin-
ausgehende Kursveränderung zu erwarten wäre (BGE 145 IV 407 E. 3.2 mit 
zahlreichen weiteren Verweisen). Die erforderliche voraussehbare Erheblichkeit 
der Kursreaktion ist dann gegeben, wenn die zu erwartende Kursreaktion die üb-
rige Volatilität des betreffenden Titels klar übersteigt. Massgebend für die Beur-
teilung des Kursbeeinflussungspotentials ist eine objektivierende Betrachtungs-
weise ex ante. Im Zeitpunkt der Tat müssen für den Insider sowohl die Aus-
schlagrichtung (nach oben oder unten) als auch deren Intensität in groben Zügen 
vorhersehbar sein. Keine Rolle für die Beurteilung der Kurserheblichkeit spielt 
dagegen die Frage, ob sich der Kurs nach Bekanntwerden der Information tat-
sächlich verändert hat (vgl. SETHE/FAHRLÄNDER, in: Sethe et al. (Hrsg.), Kom-
mentar zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz FinfraG, Art. 2 FinfraG N. 41; WOH-
LERS, in: Ackermann (Hrsg.), Wirtschaftsstrafrecht der Schweiz, 2. Aufl. 2021, § 
14 Finanz- und Kapitalmarktstrafrecht, N. 46). Es existieren keine festen Grenz-
werte oder Prozentzahlen, bei deren Erreichen eine bestimmte Information als 
potenziell kursrelevant zu betrachten wäre (TPF 2023 31 E. II.1.4.4.4 c) ccc).  

4.4 Dieser FFA-Bericht attestierte, dass gewisse Kennzahlen der fraglichen Ge-
schäftsergebnisse 2019/2020 der C. (EBIT, EBIT-Marge und Reingewinn), zu-
mindest teilweise deutlich über den Erwartungen lagen. Hingegen blieb der Be-
stellungseingang hinter den Erwartungen zurück und der Umsatz von C. bewegte 
sich im Rahmen der Erwartungen (BA pag. 11.001.09). Aufgrund dieses ge-
mischten Ergebnisses der C. für das Geschäftsjahr 2019/2020 war eine Kursre-
levanz nicht von vornherein auszuschliessen und deren Vorhandensein 

- 24 - 

durchaus im Rahmen des Vertretbaren. Die Kursrelevanz der Geschäftsergeb-
nisse 2019/2020 der C. war massgeblich davon abhängig, wie das Gericht die 
einzelnen Kennzahlen gewichten und würdigen würde. Nach dem Grundsatz in 
dubio pro duriore war im vorliegenden Fall Anklage zu erheben, da sich die Wahr-
scheinlichkeit eines Freispruchs und einer Verurteilung in etwa die Waage hielten 
(BGE 143 IV 241 E. 2.2.1). Eine vorgängige Einstellung des Verfahrens durch 
die Bundesanwaltschaft wäre im vorliegenden Fall unzulässig gewesen, weshalb 
die Anklageerhebung rechtmässig erfolgte und adäquat kausal auf die Pflichtver-
letzung der Beschuldigten zurückzuführen ist.  

5.  

5.1 Weiter wird die Durchführung der Einvernahme am 17. November 2022 und die 
anschliessende mündliche Eröffnung an die Parteien, Anklage zu erheben, ge-
rügt (CAR pag. 2.103.011, N. 19.)  

5.2 Es ist nicht zu beanstanden und adäquat kausal zur Pflichtverletzung der Be-
schuldigten, dass die Bundesanwaltschaft in einem Fall des Verdachts auf Insi-
derhandel nach Art. 154 FinfraG eine Schlusseinvernahme durchführte (Art. 317 
StPO; zum Sinn und Zweck der Schlusseinvernahme vgl. Urteil des Bundesge-
richts 7B_256/2024 vom 17. Februar 2025 E. 3.11).  

5.3 Zunächst ist anzumerken, dass die Bundesanwaltschaft die Beschuldigten am 
17. November 2022 zu einer Konfrontationseinvernahme zwischen den Beschul-
digten vorlud (BA pag.13.001-0120 [A.] und 13.002-0085 [B.]). Die bundesan-
waltschaftliche Konfrontationseinvernahme vom 17. November 2022 dauerte von 
09.15 Uhr bis 09.42 Uhr. In dieser knappen halben Stunde wurden die Beschul-
digten über ihre Rechte belehrt und die entsprechenden Vorhalte gemacht, wo-
rauf die Beschuldigten die Aussage verweigerten. Danach wurde den Anwesen-
den mitgeteilt, dass die Bundesanwaltschaft beabsichtige, Anklage zu erheben 
(BA pag. 13.001.0124 ff.). Zudem war es für die Bundesanwaltschaft nicht vor-
hersehbar, dass die Beschuldigten die Aussage verweigern würden, denn einzig 
A. teilte mit, dass die Konfrontationseinvernahme nichts an seiner Unschuld än-
dern werde (BA pag. 16.001.0028, Ziff. 3). Eine wesentliche Verfahrensver-
schleppung und damit Kostenverursachung durch die mündliche Mitteilung des 
Abschlusses der Ermittlungen und die damit verbundene Anklageerhebung kann 
daher nicht festgestellt werden, weshalb auch die Kosten der Konfrontationsein-
vernahme adäquat kausal für die Pflichtverletzung der Beschuldigten sind.  

6. Da die übrigen Kosten zu Recht von den Beschuldigten weder angefochten noch 
bestritten werden, sind die gesamten Kosten der Untersuchung (CHF 40'000.00) 

- 25 - 

und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens (CHF 5'000.00) adäquat kausal zur 
Pflichtverletzung der Beschuldigten entstanden. 

d. Verschulden 

1. Das Verschulden gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO bestimmt sich im Sinne einer 
analogen Anwendung der sich aus Art. 41 OR ergebenden Grundsätze (vgl. 
BGE 116 Ia 162 E. 2). In subjektiver Hinsicht setzt Verschulden Urteilsfähigkeit 
der verantwortlichen Person voraus. Die Urteilsfähigkeit wird grundsätzlich ver-
mutet (BGE 134 II 235 E. 4.3.3). Es gibt keine Hinweise auf das Vorliegen einer 
Urteilsunfähigkeit der Beschuldigten. 

2.  

2.1 In objektiver Hinsicht setzt Verschulden Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraus 
(BORBÉLY, Die Kostentragung in Einstellungsverfügungen, in: ZStR 129/2011 
S. 415 ff., insb. S. 436 f.; GRIESSER, SK StPO, Art. 426 StPO, N. 14; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_ 377/2012 vom 25. Juni 2013 E. 2.1.1; 6B_665/2020 vom 
22. September 2021 E. 2.2.2; Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 2017 
133 vom 6. September 2017 E. 9.2.1; Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich 
UH150086 vom 9. Juli 2015 E. 8).  

2.2 Der Beschuldigte A. führt aus, dass er nicht schuldhaft gehandelt habe, ohne sich 
konkret zur Fahrlässigkeit und zum Vorsatz zu äussern (CAR pag. 2.103.008 Ziff. 
10 ff.). Der Beschuldigte B. äussert sich weder zum Vorsatz noch zur Fahrlässig-
keit (BA pag. 2.102.001 ff.).  

2.3 Beiden Beschuldigten ist zu attestieren, dass sie wohl nicht direkt vorsätzlich 
handelten, um einen Gewinn für die C. zu erzielen, sondern dass ihr Hauptmotiv 
die zeitnahe Beschaffung der eigenen Aktien für das Bonusprogramm war (vgl. 
E. II.A) (vgl. dazu ihre übereinstimmenden Aussagen: BA pag. 13.001.0068 Zei-
len 9 ff. [A.] und 13.002.0062 Zeilen 29 ff. [B.]). Dies ändert aber nichts daran, 
dass beide Beschuldigten in Kenntnis des REGLEMENTS (B.: BA 
pag. 13.002.0064 Ziff. 28 ff.; A.: BA pag. 13.001.0021 Zeilen 7 ff.) und der darin 
enthaltenen Handelssperrfristen aber trotzdem den Entschluss fassten, während 
einer Handelssperrfrist für die C. eigene Aktien zu kaufen. Sie räumen auch ein, 
die Handelssperrfrist nicht bedacht zu haben (B.: TPF pag. 4.732.007, Zeilen 25 
f.; A.: TPF pag. 4.731.009, Zeilen 32 ff.). Damit haben die beiden Beschuldigten 
eine elementare und offensichtliche Sorgfaltspflicht verletzt, die sich ohne Wei-
teres aus dem Reglement der C. und dem börsenrechtlichen Transparenzgebot 
ergibt (vgl. E.II.B.b). Sie handelten daher zumindest grobfahrlässig, an der 
Grenze zum Eventualvorsatz. 

- 26 - 

3. Im Ergebnis handelten die beiden Beschuldigten schuldhaft.  

e. Gesamtfazit  

1. Indem die beiden Beschuldigten während der black-out period im Namen und auf 
Rechnung der C. Aktien der C. Holding kauften, haben sie ihre arbeitsrechtliche 
Treuepflicht (Art. 321a OR) und B. zusätzlich seine Treuepflicht als Organ (Art. 
717 OR) verletzt. Zudem verstiessen beide potentiell gegen das Transparenzge-
bot gemäss FinfraG. Die Beschuldigten handelten somit widerrechtlich. Dieses 
widerrechtliche Verhalten ist adäquat kausal für die Verfahrenskosten von insge-
samt CHF 45'000.00. Die beiden Beschuldigten handelten zumindest grobfahr-
lässig.  

2. Damit sind die Voraussetzungen für die Auferlegung der Kosten an die beiden 
freigesprochenen Beschuldigten gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO erfüllt und diese 
sind ihnen je zur Hälfte aufzuerlegen. Da die Untersuchung in allen wesentlichen 
Punkten gegen beide Beschuldigten geführt wurde und diese die Kosten gemein-
sam verursacht haben, ist im vorliegenden Fall die Solidarhaftung beider Be-
schuldigten anzuordnen (Art. 418 Abs. 2 StPO).  

3. Das der Entscheid über die Kosten den Entscheid über die Entschädigung prä-
judiziert, ist in Anwendung von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO den Beschuldigten 
keine Entschädigung für ihre Verteidigung im Untersuchungs- und erstinstanzli-
chen Gerichtsverfahren auszurichten.  

III. Kosten und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens 

1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a 
und b StBOG und Art. 3 lit. c StBOG; Art. 1, 5, 7 und 9 des Reglements des Bun-
desstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundes-
strafverfahren (BStKR; SR.173.713.162) mit CHF 3’000.00 zu veranschlagen.  

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht 
(Art. 428 Abs. 1). Ob bzw. inwieweit eine Partei im Sinne dieser Bestimmung 
obsiegt oder unterliegt, hängt davon ab, in welchem Ausmass ihre vor der zwei-
ten Instanz gestellten Anträge gutgeheissen werden (Urteil des Bundesgerichts 
6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.4.1. mit Hinweisen; bestätigt in Urteil 
des Bundesgerichts 6B_10/2015 vom 24. März 2015 E. 4.2.1). Bei einem teilwei-
sen Unterliegen hat die Partei die Kosten im Umfang ihres Unterliegens zu tragen 
(DOMEISEN, BSK StPO, Art. 428 StPO, N. 13). 

- 27 - 

3. Im vorliegenden Fall erklärte die Bundesanwaltschaft am 26. August 2024 zu-
nächst eine vollumfängliche Berufung (vgl. E. B.2). Diese beschränkte sie am 
11. Oktober 2024 auf die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(vgl. E.B.5). Im Umfang dieser Berufungsbeschränkung gilt die Bundesanwalt-
schaft als unterlegen. Im Umfang der aufrechterhaltenen Berufung hinsichtlich 
der erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen obsiegt die Bundesan-
waltschaft vollumfänglich. Bis zum Zeitpunkt der Beschränkung sind sowohl dem 
Gericht als auch den Parteien im Verhältnis zum Gesamtverfahren geringe Kos-
ten entstanden. Bis zur Beschränkung der Berufung durch die Bundesanwalt-
schaft wurden lediglich prozessleitende Verfügungen erlassen und die Parteien 
hatten keine umfangreichen Schriftsätze einzureichen. Die Bundesanwaltschaft 
ist daher im Umfang von einem Fünftel unterliegend und im Umfang von vier 
Fünfteln obsiegend. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 3’000.00 
(Gerichtsgebühr) werden dementsprechend im Umfang von CHF 600.00 durch 
die Eidgenossenschaft getragen. Im Umfang von CHF 2'400.00 werden sie den 
Beschuldigten unter solidarischer Haftbarkeit (vgl. E. II.B.e.2) je zur Hälfte aufer-
legt. 

4.  

4.1 B. macht für seine Verteidigung durch Rechtsanwalt O’Neill im Berufungsverfah-
ren einen Aufwand von 18:06 Stunden zu einem Stundensatz von CHF 300.00, 
entsprechend CHF 5'430.00 geltend. Dazu fakturiert er pauschale Spesen von 
3 % (CHF 162.90), insgesamt CHF 5'592.90. Unter Berücksichtigung der MWST 
von 8.1 % (CHF 453.02) verlangt er eine gesamthafte Entschädigung von CHF 
6'045.92 (CAR pag. 2.102.011 f.).  

4.2 Der Aufwand von 18:06 Stunden ist für das vorliegende Berufungsverfahren ins-
gesamt angemessen. Das vorliegende Verfahren vor der Berufungskammer er-
weist sich als (relativ) wenig aufwändig: Die Berufung beschränkt sich thematisch 
auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen vor der ersten Instanz und die Par-
teien hatten lediglich zwei kleinere schriftliche Eingaben zu machen, wobei B. auf 
eine Duplik verzichtete. Es fand weder ein Beweisverfahren noch eine mündliche 
Verhandlung statt.  

4.3 Gemäss der Praxis der Berufungskammer beträgt der Stundensatz für erbetene 
Verteidiger grundsätzlich CHF 230.00 (Urteil der Berufungskammer CA.2023.31 
vom 1. Dezember 2024 E. II.2.1.7 m.w.H.). Im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts 
erachtete die Berufungskammer bei einer hohen Komplexität der Materie verein-
zelt einen Stundensatz von CHF 250.00 für angemessen (vgl. Urteile der Beru-
fungskammer CA.2021.3 vom 23. Juni 2022 E. II.7.2.2.4; CA.2022.7 vom 12. De-
zember 2022 E. II.6.3.3.2.b; CA.2020.14 vom 27. Juni 2024 E. II.8.2.5).  

- 28 - 

4.4 Wie bereits unter E. III.4.2 ausgeführt, weist der vorliegende Fall keine besondere 
Komplexität auf. Umstritten sind einzig noch die erstinstanzlichen Kosten- und 
Entschädigungsfolgen. Es ist daher kein Grund ersichtlich, von der bewährten 
Praxis eines Stundenansatzes von CHF 230.00 für erbetene Verteidiger abzu-
weichen. 

4.5 Es wird weiter eine Spesenpauschale von 3 % geltend gemacht. Die Bundesan-
waltschaft erachtet eine solche Spesenpauschale mit Verweis auf Art. 13 Abs. 4 
BStKR als unzulässig (CAR pag. 2.101.025 f.). RA O’Neill legt dar, dass die Ver-
rechnung von Fotokopien und Porto im digitalen Zeitalter aufgrund der elektroni-
schen Eingaben und der digitalen Aktenführung nicht mehr zeitgemäss sei (CAR 
pag. 2.102.019). Zwar sieht Art. 13 Abs. 4 BStKR nur bei besonderen Verhältnis-
sen eine pauschale Entschädigung der Spesen vor. Diese Regelung ist aber – 
wie RA O’Neill richtigerweise ausführt – nicht auf weitestgehende digitalisierte 
Verfahren zugeschnitten. Wird ein Verfahren faktisch ausschliesslich elektro-
nisch geführt (durch elektronische Aktenführung und elektronische Eingaben), 
liegen in der Regel besondere Verhältnisse vor und es kann anstelle der Ausla-
gen für Fotokopien und Porto eine Auslagenpauschale von 3 % geltend gemacht 
werden. Es wäre nicht zielführend, die Anwaltschaft der Spesen wegen anzuhal-
ten, eine Papierakte zu führen und Eingaben postalisch einzureichen. Die Mehr-
wertsteuer von 8.1% ist ausgewiesen.  

4.6 Im Ergebnis betragen die Kosten der privaten Verteidigung von B. CHF 4'625.00 
(18:06 Stunden x CHF 230.00 [CHF 4'153.80], zzgl. pauschale Spesen von 3 % 
[CHF 124.65] und MWST von 8.1 % auf CHF 4'278.45 [CHF 346.55]). Davon hat 
ihm die Eidgenossenschaft 20 % (CHF 925.00) zu ersetzen. 

5.  

5.1 A. macht für seine Verteidigung von Rechtsanwalt Baumgartner im Berufungs-
verfahren einen Aufwand von 63.8 Stunden zu einem Stundensatz von CHF 
250.00-500.00, insgesamt CHF 22'215.50.00 geltend. Unter Berücksichtigung 
der MWST von 7.7 % bzw. 8.1 % (insgesamt CHF 1’798.46) verlangt er eine 
gesamthafte Entschädigung von CHF 24'013.96 (CAR pag. 2.103.018 f.). 

5.2 Es ist auf die einzelnen Positionen der soeben zitierten Honorarnote (CAR pag. 
2.103.019) einzugehen:  

5.2.1 Von der Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils am 13. Dezember 2023 bis zur 
Berufungserklärung der Bundesanwaltschaft am 26. August 2024 generierte RA 
Baumgartner Aufwand von 4.95 Stunden für diverse Korrespondenzen, Akten-
studium und Durchsicht des erstinstanzlichen Urteils. Unter Berücksichtigung, 

- 29 - 

dass A. kein Rechtsmittel gegen den freisprechenden vorinstanzlichen Entscheid 
einlegte und damit bis zur Berufungserklärung der berufungsanmeldenden Bun-
desanwaltschaft und/oder B. keine weiteren Schritte unternehmen musste, er-
scheint der Aufwand von einer Stunde angesichts des kurzen erstinstanzlichen 
Urteils von 31 Seiten als angemessen. 

5.2.2 Für den Antrag auf teilweises Nichteintreten auf die Berufungserklärung der Bun-
desanwaltschaft (Positionen vom 16. Oktober 2024 bis am 9. September 2024) 
stellte RA Baumgartner 9.4 Stunden in Rechnung. Unter Berücksichtigung, dass 
das beantragte Nichteintreten die Namensnennung der C. betraf (vgl. E. B.4) und 
diese vorinstanzliche Dispositivziffer den Beschuldigten A. überhaupt nicht be-
schwerte, bleibt unklar, inwiefern ein solches beantragtes Nichteintreten für die 
Verteidigung von A. notwendig war. Für das Studium der Berufungserklärung ist 
ein Aufwand von einer halben Stunde angemessen. 

5.2.3 Für das Studium der Berufungsbeschränkung, der Berufungsbegründung und 
das Verfassen der Berufungsantwort (teilweise vorgängig zur Berufungsbegrün-
dung) veranschlagt RA Baumgartner 38.35 Stunden (Positionen vom 16. Oktober 
2024 bis 16. Dezember 2024). Angesichts der Tatsache, dass die Berufungsbe-
gründung der Bundesanwaltschaft lediglich 8 Seiten umfasste (CAR pag. 
2.101.009 ff.) und die Berufungsantwort ebenfalls nur 8 Seiten (CAR pag. 
2.103.005 ff.), ist der Aufwand von 38.35 Stunden überhöht. Aufgrund des gerin-
gen Umfangs und der begrenzten Komplexität der Eingaben ist ein Aufwand von 
15 Stunden angemessen. 

5.2.4 Für die Durchsicht der Replik von 3 Seiten (CAR pag. 2.101.019 ff.) und das 
Verfassen der Duplik von 2 Seiten (CAR pag. 2.103.016 f.) veranschlagt RA 
Baumgartner 11.1 Stunden (Positionen vom 18. Dezember 2024 bis am 31. Ja-
nuar 2025). Insgesamt erscheint diesbezüglich einen Aufwand von 5 Stunden 
angemessen.  

5.2.5 Im Ergebnis war ein Aufwand von 21.5 Stunden für die Verteidigung von A. im 
Berufungsverfahren angemessen und notwendig. Dieser Aufwand hält zudem ei-
nem Quervergleich mit dem von RA O’Neill geltend gemachten Aufwand von 
18:06 Stunden stand. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb RA Baumgartner 
mehr als den dreifachen Aufwand benötigte. 

5.3 Der Stundensatz beträgt im vorliegenden Verfahren CHF 230.00 (vgl. oben 
E. III.4.3 f.). Barauslagen werden nicht geltend gemacht.  

5.4 Im Jahr 2023, als der reduzierte MWST-Satz von 7.7 % galt, wird RA Baum-
gartner einen Aufwand von CHF 230.00, entsprechend CHF 17.71 MWST, 

- 30 - 

zugestanden. Der übrige Aufwand (CHF 4'715.00) fiel im Jahr 2024 an (MWST-
Satz von 8.1 %) und hat Mehrwertsteuerfolgen von CHF 381.92. Total sind die 
Kosten für die Verteidigung von A. CHF 5'344.63. Die Eidgenossenschaft hat ihm 
davon 20 % (CHF 1'068.95) zu ersetzen.  

  

- 31 - 

Die Berufungskammer erkennt: 

I. Auf die Berufung von B. wird nicht eingetreten. 

II. Die Berufung der Bundesanwaltschaft wird infolge Teilrückzugs betreffend Ziffern 
1-3, 5 und 8 des Urteils der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.8 
vom 13. Dezember 2023 in diesem Umfang als gegenstandslos abgeschrieben. 

III. Feststellung der Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils 

Es wird festgestellt, dass das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.8 
vom 13. Dezember 2023 in diesem Umfang in Rechtskraft erwachsen ist: 

1. A. wird vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 
Abs. 1 lit. a FinfraG und des Versuchs dazu freigesprochen.  

2. B. wird vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 
Abs. 1 lit. a FinfraG und des Versuchs dazu freigesprochen. 

3. Es wird keine Ersatzforderung zu Lasten der C. Holding und zu Gunsten der Eid-
genossenschaft festgesetzt. 

4. […] 

5. A. und B. wird keine Genugtuung zugesprochen. 

6. […] 

7. […] 

8. Der C. Holding wird keine Entschädigung zugesprochen. 

IV. Neues Urteil 

1. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 45’000.-- (Vorverfahren Fr. 40’000.--; Ge-
richtsgebühr Fr. 5’000.--) und werden A. und B. unter solidarischer Haftbarkeit je 
zur Hälfte auferlegt.  

2. A. wird für das Vorverfahren und erstinstanzliche Verfahren keine Entschädigung 
ausgerichtet. 

3. B. wird für das Vorverfahren und erstinstanzliche Verfahren keine Entschädigung 
ausgerichtet. 

- 32 - 

V. Kosten und Entschädigungen im Berufungsverfahren 

1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 3’000.00 (Gerichtsgebühr) wer-
den im Umfang von CHF 600.00 durch die Eidgenossenschaft getragen. Im Um-
fang von CHF 2'400.00 werden sie A. und B. unter solidarischer Haftbarkeit je 
zur Hälfte auferlegt. 

2. A. wird für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Berufungs-
verfahren durch die Eidgenossenschaft mit CHF 1‘068.95 (inkl. MWST) entschä-
digt. 

3. B. wird für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Berufungs-
verfahren durch die Eidgenossenschaft mit CHF 925.00 (inkl. Barauslagen und 
MWST) entschädigt. 

 

Im Namen der Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 
 
 
Olivier Thormann Luzius Kaufmann 

  

- 33 - 

Zustellung in vollständiger Ausfertigung an (Gerichtsurkunde): 
- Bundesanwaltschaft, Herr Michael Schneitter, Staatsanwalt des Bundes 
- Rechtsanwalt Loris Baumgartner (Verteidiger des Beschuldigten A.) 
- Rechtsanwalt Patrick O'Neill (Verteidiger des Beschuldigten B.) 
- C. Holding, c/o Herrn D. (Drittbetroffene) 
 
 
Kopie der vollständigen Ausfertigung (brevi manu) an: 
Bundesstrafgericht, Strafkammer 
 
 
Nach Eintritt der Rechtskraft Zustellung an: 
- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug (zum Vollzug)  
- Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA 
 

Rechtsmittelbelehrung 
 
Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde in Straf-
sachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 
(BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. 
 
Die Fristeinhaltung bei Einreichung der Beschwerdeschrift in der Schweiz, im Ausland bzw. im Falle der elekt-
ronischen Einreichung ist in Art. 48 Abs. 1 und 2 BGG geregelt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Versand: 8. April 2025 

	A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil
	A.1 Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (nachfolgend: FINMA) erstattete am 29. Juni 2021 bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen A. wegen Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 des Bundesgesetzes über die Finanzmark...
	A.2 Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 20. Juli 2021 eine Strafuntersuchung gegen A. wegen Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 Abs. 1 FinfraG. Zur Begründung führte sie in der Eröffnungsverfügung an, A. stehe im Verdacht...
	A.3 Die Bundesanwaltschaft dehnte die Strafuntersuchung am 17. März 2022 wegen des gleichen Tatverdachts auf B. aus. Zur Begründung gab sie an, der Auftrag von A. an die Bank E. AG zum Kauf von 15'000 Aktien der C. Holding vom 20. Mai 2020 sei in geme...
	A.4 Die Bundesanwaltschaft erhob am 17. Januar 2023 beim Bundesstrafgericht Anklage gegen A. und B. wegen Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 Abs. 1 FinfraG sowie teilweise wegen Versuchs dazu. Sie bezeichnete in der Anklage das Einzel...
	A.5 Die Hauptverhandlung vor der Einzelrichterin der Strafkammer des Bundesstrafgerichts fand am 29. November 2023 in Bellinzona in Anwesenheit der Bundesanwaltschaft, der Beschuldigten und ihrer Verteidiger sowie des Vertreters der C. Holding als Dri...
	A.6 Die Vorinstanz fällte am 13. Dezember 2023 das folgende Urteil (TPF pag. 4.930.001 ff.):
	A.7 Die Bundesanwaltschaft und der Beschuldigte B. meldeten fristgerecht Berufung gegen das Urteil vom 13. Dezember 2023 an (TPF pag. 4.940.001 ff.). Das begründete Urteil wurde am 6. August 2024 versandt (CAR pag. 1.100.035).

	B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts
	B.1 Mit Schreiben vom 6. August 2024 wurde der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts das begründete Urteil, die Berufungsanmeldungen und die Akten übermittelt (CAR pag. 1.100.003 ff.).
	B.2 Mit Schreiben vom 12. August 2024 bestätigte der Präsident der Berufungskammer den Eingang der Berufungsanmeldungen und gab den Spruchkörper bekannt (CAR pag. 1.200.001 f.). Während B. keine Berufungserklärung einreichte, erklärte die Bundesanwalt...
	B.3 Mit Schreiben vom 28. August 2024 gab der Vorsitzende den Beschuldigten und der Drittbetroffenen Gelegenheit, innert 20 Tagen ein begründetes Nichteintreten zu beantragen, Anschlussberufung zu erheben und entsprechende Beweisanträge zu stellen (CA...
	B.4 Mit Schreiben vom 9. September 2024 stellte A. die folgenden Anträge (CAR pag. 1.400.003 ff.), während sich die Drittbetroffene und B. nicht vernehmen liessen:
	B.5 Nach Aufforderung an die Bundesanwaltschaft, zum Nichteintretensantrag von A. Stellung zu nehmen (CAR pag. 2.100.001) beschränkte diese mit Schreiben vom 11. Oktober 2024 ihre Berufung auf die Ziffern 4, 6 und 7 des angefochtenen Urteils [Kosten- ...
	B.6 Mit Schreiben vom 15. Oktober 2024 wurde auf die eingeschränkte Berufungserklärung der Bundesanwaltschaft eingetreten, das schriftliche Verfahren angeordnet und die Bundesanwaltschaft aufgefordert, die Berufungserklärung zu begründen (CAR pag. 2.1...
	B.6.1 Der Beschuldigte B. stellte und begründete am 2. Dezember 2024 die folgenden Anträge (CAR pag. 2.101.001 ff.):
	B.6.2 Der Beschuldigte A. stellte und begründete am 16. Dezember 2024 die folgenden Anträge (CAR pag. 2.103.005 ff.):
	B.7 Am 17. Dezember 2024 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (CAR pag. 2.100.007 f.). In ihrer Replik vom 15. Januar 2025 hielt die Bundesanwaltschaft vollständig an den gestellten Begehren fest (CAR pag. 2.101.019). Mit Schreiben vom 21. Ja...

	1. Bundesgerichtsbarkeit und Zuständigkeit der Berufungskammer
	1.1 Verfolgung und Beurteilung der Handlungen nach den Art. 154 und 155 FinfraG unterstehen der Bundesgerichtsbarkeit. Eine Übertragung der Zuständigkeit zur Verfolgung und Beurteilung auf die kantonalen Behörden ist ausgeschlossen (Art. 156 Abs. 1 Fi...
	1.2 Die Zuständigkeit der Berufungskammer in Dreierbesetzung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 38a des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; S...

	2. Teilweiser Rückzug der Berufung der Bundesanwaltschaft
	Die Bundesanwaltschaft hat ihre anfänglich vollumfängliche Berufung (vgl. E. B.1) gegen das erstinstanzliche Urteil auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziffern 4, 6 und 7 des vorinstanzlichen Urteils) beschränkt und ihre Berufung in Anwendung vo...
	3. Eintreten und Fristen
	3.1 Der Beschuldigte B. meldete am 19. Dezember 2023 fristgerecht Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz an (vgl. E. A.7). Er erklärte innert Frist keine Berufung. Auf seine Berufung ist daher nicht einzutreten (Art. 399 StPO; ferner TPF 2020 55 = B...
	3.2 Die Bundesanwaltschaft meldete am 15. Dezember 2023 innert Frist Berufung an (vgl. E. A.7). Die Berufungserklärung vom 26. August 2024 (vgl. E. B.2) erfolgte ebenfalls innert Frist. Nachdem die Bundesanwaltschaft ihre Berufung beschränkte (vgl. E....

	4. Schriftliches Verfahren und Verfahrensgegenstand
	4.1 Gemäss Art. 406 Abs. 1 lit. d StPO kann das Berufungsgericht die Berufung unter anderem in einem schriftlichen Verfahren behandeln, wenn ausschliesslich die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen angefochten sind. Im vorliegenden Fall erkl...
	4.2 Da folglich nur noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen angefochten sind und auch keine der Parteien gegen ein schriftliches Verfahren opponierte, ist die vorliegende Berufung im schriftlichen Verfahren zu behandeln.
	4.3 Weil die Bundesanwaltschaft gegen die erstinstanzliche Kostenverlegung und die Zusprechung einer Entschädigung an die Beschuldigten für die Kosten ihrer Verteidigung Berufung erklärte, liegt hinsichtlich dieser Punkte ein zu Lasten der Beschuldigt...

	1. Zur Darstellung des Sachverhaltes kann auf die korrekten und vollständigen Ausführungen der Vorinstanz (TPF pag. 4.930.001.018 ff. E. 5) gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO verwiesen werden. Für die Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist insbe...
	2. Die C. AG (nachfolgend C. [jeweils samt ihren Tochtergesellschaften]) ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts mit Sitz in Z. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der C. Holding, einer Aktiengesellschaft schweizerischen Rech...
	3. In der Medienmitteilung vom 2. Juni 2020 gab die C. Holding unter dem Titel «C.: Höherer Umsatz, mehr Gewinn, tieferer Bestellungseingang» ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019/2020 bekannt (BA pag. B05.101.001-0003 ff.).
	4. A. war im anklagerelevanten Zeitraum Leiter Finanz- und Rechnungswesen bei der C. und für die Abschlusserstellung zuständig (BA pag. 13.001-0099 ff.). B. hat seit 2008 die Funktion als CFO bei der C. inne und unterstand direkt dem CEO D. (BA pag. 1...
	5. Sowohl B. als auch A. anerkennen, dass sie am 6. April 2020 eine E-Mail mit einer Vorabmeldung betreffend Umsatz und EBIT des Geschäftsjahres 2019/2020 erhalten haben (B.: BA pag. 13.002-0070 f. i.V.m. pag. 13.002-0043; A.: BA pag. 13.001-0103 f. i...
	6. Am 20. Mai 2020 – und damit vor der Publikation der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019/2020 am 2. Juni 2020 – erteilte A. der Bank E. per E-Mail den Auftrag 15'000 eigene Aktien der C. Holding zu erwerben. Er instruierte die Bank E. mit dem Rück...
	1. Die Beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). Umgekehrt trägt sie die Verfahrenskosten vorbehältlich der in Art. 426 Abs. 2 StPO normierten Ausnahme nicht, wenn sie nicht verurteilt wird (Urtei...
	2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verstösst eine Kostenauflage bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens gegen die Unschuldsvermutung (Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), wenn der beschuldigten Person in d...
	3. Bei der Kostenpflicht des freigesprochenen oder aus dem Verfahren entlassenen Beschuldigten handelt es sich nicht um eine Haftung für ein strafrechtliches Verschulden, sondern um eine zivilrechtlichen Grundsätzen angenäherte Haftung für ein fehlerh...
	4. Diese Grundsätze gelten auch bei der Beurteilung, ob eine Entschädigung oder Genugtuung im Sinne von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO herabzusetzen oder zu verweigern ist. Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage. Bei Auferlegung der Kos...
	1. Für eine Kostenauflage muss sich der Freigesprochene zunächst widerrechtlich verhalten haben.
	2. Widerrechtlich im Sinne von Art. 41 Abs. 1 OR ist ein Verhalten dann, wenn es gegen Normen verstösst, die direkt oder indirekt Schädigungen untersagen bzw. den Rechtsunterworfenen eine Schädigung vermeidendes Verhalten vorschreiben (BGE 116 Ia 162 ...
	3. Arbeitsvertragliche Treuepflicht
	3.1
	3.1.1 Die Bundesanwaltschaft begründet die Kostenauflage zulasten der Beschuldigten zunächst mit einem Verstoss gegen die arbeitsvertragliche Sorgfalts- und Treuepflicht gemäss Art. 321a OR. Die Bundesanwaltschaft begründet, dass das Reglement den Bes...
	3.1.2 Die Beschuldigten wenden in theoretischer Hinsicht ein, Art. 321a OR schütze nicht die Bundesanwaltschaft, sondern nur die C. Entsprechend könne Art. 321a OR nicht als die Widerrechtlichkeit begründende Norm beigezogen werden, um eine Haftung de...
	3.1.3 Die Rechtsprechung hat sich bereits dazu geäussert, ob ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 OR Grundlage für eine Kostenauflage nach Art. 426 Abs. 2 StPO sein kann.
	3.1.3.1 Zu dieser Frage beurteilte das Bundesgericht den Sachverhalt eines Informatikers, der auf den Computern seiner Arbeitgeberin malware installierte und deswegen ein Verfahren wegen unbefugter Datenbeschaffung, unbefugtes Eindringen in ein Datenv...
	3.1.3.2 Die Berufungskammer hat im Urteil CA.2021.13 vom 21. Januar 2022 entschieden, dass ein Freigesprochener, der vor der Präsentation einer Geschäftsweiterentwicklung entgegen den internen Richtlinien mit Aktien der nämlichen Gesellschaft handelte...

	3.1.4 Die vorstehende Rechtsprechung lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 OR immer dann als widerrechtlich im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO gilt, wenn sich das nachgewiesene, aber nicht strafbare Verhalten d...
	3.1.5 Der Auffassung des Beschuldigten, wonach ein Verstoss gegen Art. 321a Abs. 1 OR per se keine Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO begründen kann, ist aufgrund des eben Ausgeführten nicht zu folgen. Die Berufungskammer erachtet ei...

	3.2
	3.2.1 Aufgrund dieser Erkenntnis stellt sich die Anschlussfrage, ob die arbeitsrechtliche Treuepflicht dadurch verletzt wird, wenn der Arbeitnehmer während einer reglementarisch angeordneten Handelssperrfrist (black-out period) Aktien der eigenen Gese...
	3.2.2 Gemäss Art. 321a Abs. 1 OR hat der Arbeitnehmer die ihm übertragene Arbeit sorgfältig auszuführen und die berechtigten Interessen des Arbeitgebers in guten Treuen zu wahren. Er hat insbesondere alles zu unterlassen, was den Arbeitgeber wirtschaf...
	3.2.3 Mit der arbeitsvertraglichen Treuepflicht soll der Arbeitserfolg und das Vertrauen zwischen den Parteien garantiert werden (Emmel, in: Huguenin et al. (Hrsg.), Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Vertragsverhältnisse Teil 1, 3. Aufl., Züric...
	3.2.4 Bezüglich börsenkotierter Gesellschaften beschreibt Böckli, dass «[i]n Gesellschaften mit börsenkotierten Titeln erlässt der Verwaltungsrat intern verbindliche Regeln für den Umgang mit Aktien und anderen Wertrechten der Gesellschaft. Diese Vors...
	3.2.5 Zusammengefasst verlangt die arbeitsvertragliche Treuepflicht vom Arbeitnehmer, sich so zu verhalten, dass der Arbeitserfolg des Arbeitgebers nicht beeinträchtigt wird. Dazu gehört auch, alles zu unterlassen, was das Ansehen des Arbeitgebers her...
	3.3 Die vorstehenden Ausführungen in der Literatur überzeugen und es wird zusätzlich erwogen, dass, wenn jemand in Kenntnis geheimer Geschäftsergebnisse mit Aktien der gleichen Gesellschaft handelt, unabhängig von der Strafbarkeit dieses Verhaltens na...
	3.4
	3.4.1 In Anwendung der obigen Grundsätze (insbes. E. II.3.3) ist zunächst das Reglement (BA pag. B05.101.001-0032) zu würdigen.
	3.4.2 Zur rechtlichen Natur des Reglements ist festzuhalten, dass dieses – entgegen dem Standpunkt von B. (CAR pag. 2.102.002 ff.) – die arbeitsvertragliche Treuepflicht gemäss Art. 321a OR konkretisiert (vgl. E. II.B.b.3.2.3). Ein Verstoss gegen das ...
	3.4.3 Inhaltlich sieht das Reglement unter Kapitel 2 «Vermeidung von Reputationsrisiken mit Hilfe von Handelssperrfristen» folgendes vor: «2.2 Generelle Handelssperrfristen: Um unnötige Spekulationen in der Öffentlichkeit sowie allfällige Untersuchung...
	3.4.3.1 Die Beschuldigten führen unter Hinweis auf verschiedene Bestimmungen des Reglements aus, dass diese Weisung im vorliegenden Fall (Handel mit Anteilen der C. Holding im Namen und auf Rechnung der C.) nicht anwendbar sei. Die Weisung beziehe sic...
	3.4.3.2 Ausgehend vom Wortlaut der fraglichen Ziff. 2.2 des Reglements bleibt unklar, ob lediglich eigene Transaktionen von Mitarbeitenden erfasst sind oder auch solche, welche die Mitarbeitenden im Namen und auf Rechnung von Dritten bzw. der eigenen ...
	3.4.3.3 Als nächstes ist der Zweck des Reglements zu würdigen. Als Zweck sieht das Reglement unter anderem vor, Reputationsrisiken zu vermeiden, «die dadurch entstehen, dass eine Person innerhalb der Unternehmensgruppe potentiell über weitergehende In...
	3.4.3.4 Unter Berücksichtigung dieses klaren Zwecks des Reglements geht dieser der nicht ganz eindeutigen und von den Beschuldigten hervorgehobenen Systematik und dem Wortlaut des Reglements vor, so dass offenkundig auch Transaktionen im Namen und auf...
	3.4.3.5 Die Beschuldigten waren im Zeitpunkt des vorgeworfenen Verhaltens auf der Insiderliste der C. aufgeführt (E. II.A.4), weshalb für sie die Handelssperrfrist gemäss Ziff. 2.2 des Reglements galt. Die erwähnte Handelssperrfrist begann spätestens ...

	3.5 Die Rüge der Beschuldigten, dass Art. 321a OR letztlich dispositiv ist (CAR pag. 2.102.003; 2.103.009 Ziff. 12) ändert nichts an der obigen Schlussfolgerung. Denn es ist, wie soeben aufgezeigt, keine von Art. 321a Abs. 1 OR abweichende Vereinbarun...
	3.6 Weiter bringen die Beschuldigten vor, dass der Kauf von Mitarbeiteroptionen zur Speisung des Bonusprogramms notwendig gewesen sei und die C. diese Käufe nur getätigt habe, um ihre eigenen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitende...
	3.7 Es kann auch keine Rede davon sein, dass, wie der Beschuldigte B. ausführt, ein Anfangsverdacht immer zu einer Kostenauflage führe, weil die Staatsanwaltschaft zu Abklärungen verpflichtet sei (CAR pag. 2.102.002). Vielmehr setzt die Kostenauflage ...
	3.8 Unerheblich ist auch, wie von B. geltend gemacht, dass die C. das Verhalten der Beschuldigten im Nachhinein als unbedenklich erachtet (CAR pag. 2.102.004), da ihr kein finanzieller Schaden entstanden ist und sie aus Reputationsgründen ein Interess...
	3.9 Aber selbst wenn man davon ausginge, dass das Reglement durch das Verhalten der Beschuldigten nicht verletzt worden war, würde dies nichts daran ändern, dass die beiden Beschuldigten ihre arbeitsrechtliche Treuepflicht verletzt haben. Denn auch na...
	3.10 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschuldigten durch den Kauf von Aktien der C. Holding in deren Namen und auf deren Rechnung während der reglementarischen Handelssperrfrist in Kenntnis der geheimen Geschäftsergebnisse 2019/2020 Ziff. 2...

	4. Gesellschaftsrechtliche Treuepflicht
	4.1 Die Bundesanwaltschaft erblickt im Verhalten des Beschuldigten B. einen Verstoss gegen Art. 717 OR (CAR pag. 2.101.016).
	4.2 B. bestreitet einen Verstoss gegen Art. 717 OR und führt aus, dass ein solcher Verstoss die Interessen der C. schütze und daher nicht eine Kostenauflage im Falle eines Freispruchs vom Vorwurf des Insiderhandels rechtfertige (BA pag. 2.102.003).
	4.3 Soweit ersichtlich hat das Bundesgericht erst in einem Fall die Kostenauflage bei einem Freispruch zulasten des Beschuldigten gestützt auf Art. 717 Abs. 1 OR bejaht, als dieser in Verletzung seiner aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht die Rechnungsl...
	4.4 In der Rechtsprechung der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts finden sich Beispiele, in denen die Kostenauflage an den Freigesprochenen gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 717 Abs. 1 OR anerkannt wird. So hat die Beschwerdekammer de...
	4.5 Wie unter E. II.B.3.1.4 dargelegt, wird auch im Hinblick auf die soeben zitierte Rechtsprechung für eine Kostenauflage nicht verlangt, dass die verletzte Verhaltensnorm die Staatsanwaltschaft schützt, sondern es reicht aus, wenn sich das nicht str...
	4.6 Die Mitglieder des Verwaltungsrates sowie Dritte, die mit der Geschäftsführung befasst sind, müssen ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erfüllen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen wahren (Art. 717 Abs. 1 OR). Die Treuepflicht beinhal...
	4.7 Wie bereits oben ausgeführt wurde, ist allein schon der Handel während einer black-out period für sich geeignet, rufschädigend zu sein, da der Anschein einer Regelwidrigkeit erweckt wird (vgl. E. II.B.b.3.2.4 ff. und II.B.3.3.3.3).
	4.8 Der Beschuldigte B. ist sowohl Arbeitnehmer der C. als auch noch CFO der C. und unterliegt somit der Treuepflicht gemäss Art. 717 OR. Im vorliegenden Fall liess er innerhalb der black-out period im Namen und auf Rechnung der C. deren Aktien kaufen...

	5. Somit kann aufgrund der bereits festgestellten Verletzung von Art. 321a Abs. 1 OR und Art. 717 Abs. 1 OR (nur B.) offenbleiben, ob die Beschuldigten auch gegen die börsenrechtlichen Transparenzpflichten verstiessen und damit widerrechtlich handelten.
	1. Weiter muss zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und der Einleitung bzw. Erschwerung des Verfahrens ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Die Untersuchung muss wegen des widerrechtlichen Verhaltens des Beschuldigten eröffnet oder erschwert w...
	2.
	2.1 B. bestreitet die Kausalität zwischen einem allfälligen Fehlverhalten seinerseits und den verursachten Verfahrenskosten. So sei der Verdacht auf Insiderhandel aufgrund von Handelsaktivitäten verschiedener Akteure entstanden und das geringe Handels...
	2.2 Der Beschuldigte A. führt aus, dass das Verfahren bereits im Untersuchungsverfahren hätte eingestellt werden müssen und eine Anklage nicht notwendig geworden wäre (CAR pag. 2.103.007 N. 4). Zudem habe die Bundesanwaltschaft trotz Abschluss der Unt...

	3. Zunächst ist das Augenmerk darauf zu legen, wie der Verdacht gegen die Beschuldigten entstand und weshalb die Untersuchung eröffnet wurde.
	3.1 Mit Strafanzeige vom 29. Juni 2021 zeigte die FINMA A. wegen des Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen gemäss Art. 154 FinfraG an (BA pag. 05.101.001 ff.). Dabei wurde die FINMA durch eine Meldung der SIX darauf aufmerksam gemacht, das...
	3.2 Wie oben ausgeführt, besteht beim (unerlaubten) Handel mit Anteilen der nämlichen Gesellschaft durch Insider während der Handelssperrfrist das Risiko, dass sich jemand des verbotenen Insiderhandels nach Art. 154 FinfraG strafbar gemacht haben könn...

	4.
	4.1 Die Beschuldigten rügen, das Verfahren hätte früher eingestellt werden müssen und der Fall hätte nicht zur Anklage gebracht werden dürfen. Insbesondere kritisieren beide Beschuldigten den FFA-Bericht, dass dieser nicht notwendig gewesen sei, insbe...
	4.2 Die Kritik der Verteidigung ist insofern zutreffend, dass die Berufungskammer im Urteil CA.2024.9 vom 10. Juli 2024 festgehalten hat, dass es sich bei den FFA-Berichten nicht um ein Gutachten, sondern es sich um einen Amtsbericht handle und auch a...
	4.3 Auch kann den Geschäftsergebnissen 2019/2020 der C. nicht von vornherein die Kursrelevanz abgesprochen werden. Kursrelevant ist die Information, wenn sie aus einer ex ante-Betrachtung geeignet ist, den Kurs von Effekten oder aus ihnen abgeleiteten...
	4.4 Dieser FFA-Bericht attestierte, dass gewisse Kennzahlen der fraglichen Geschäftsergebnisse 2019/2020 der C. (EBIT, EBIT-Marge und Reingewinn), zumindest teilweise deutlich über den Erwartungen lagen. Hingegen blieb der Bestellungseingang hinter de...

	5.
	5.1 Weiter wird die Durchführung der Einvernahme am 17. November 2022 und die anschliessende mündliche Eröffnung an die Parteien, Anklage zu erheben, gerügt (CAR pag. 2.103.011, N. 19.)
	5.2 Es ist nicht zu beanstanden und adäquat kausal zur Pflichtverletzung der Beschuldigten, dass die Bundesanwaltschaft in einem Fall des Verdachts auf Insiderhandel nach Art. 154 FinfraG eine Schlusseinvernahme durchführte (Art. 317 StPO; zum Sinn un...
	5.3 Zunächst ist anzumerken, dass die Bundesanwaltschaft die Beschuldigten am 17. November 2022 zu einer Konfrontationseinvernahme zwischen den Beschuldigten vorlud (BA pag.13.001-0120 [A.] und 13.002-0085 [B.]). Die bundesanwaltschaftliche Konfrontat...

	6. Da die übrigen Kosten zu Recht von den Beschuldigten weder angefochten noch bestritten werden, sind die gesamten Kosten der Untersuchung (CHF 40'000.00) und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens (CHF 5'000.00) adäquat kausal zur Pflichtverletzun...
	1. Das Verschulden gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO bestimmt sich im Sinne einer analogen Anwendung der sich aus Art. 41 OR ergebenden Grundsätze (vgl. BGE 116 Ia 162 E. 2). In subjektiver Hinsicht setzt Verschulden Urteilsfähigkeit der verantwortlichen Pe...
	2.
	2.1 In objektiver Hinsicht setzt Verschulden Vorsatz od