# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f47e9d5-c155-5cf9-aac0-8a658eb02140
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1993-09-21
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 21.09.1993 OG ARGVP 1993 3227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1993-3227_1993-09-21.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3227. 3228

2. Strafrecht

3227

Strafaufschub. Aufschub des Strafvollzuges zugunsten einer ambu­
lanten Behandlung (alkoholfürsorgerische Betreuung mit vierteljährli­
cher ärztlicher Kontrolle; Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB).

Der zunächst verweigerte Strafaufschub wurde vom Obergericht auf­
grund einer Anweisung des Bundesgerichtes (Urteil vom 9.7.1993) 
gewährt (vgl. AR GVP 4/1992 Nr. 3209).

OGer 21.9.1993

3228

Jagd. Keine strafrechtliche Verantwortlichkeit des Jagdgastes für die 
korrekte Markierung der von ihm erlegten Tiere (Art. 17 JSG; Art. 14, 
30 kant. Jagdverordnung).

Der Angeklagte X. schoss als Jagdgast des Y. zwei Rehkitze. Die Tiere 
wurden von Y. mit Marken des Z. gekennzeichnet. X. wurde wegen 
Verstosses gegen das Jagdgesetz und die Jagdvorschriften angeklagt. 
Das Obergericht sprach ihn frei.

Aus den Erwägungen:
Gemäss Art. 17 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Jagd und 
den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 20. Juni 1986 
(JSG, SR 922.0) wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Busse 
bestraft, wer unter anderem vorsätzlich und ohne Berechtigung Tiere 
jagdbarer und geschützter Arten jagt. Bei fahrlässigem Handeln ist die 
Strafe Busse (Art. 17 Abs. 2 JSG).

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