# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a0b6e0b-d0be-5a02-ab55-645cd0b3060d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.09.2015 S 2014 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-176_2015-09-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 176

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 24. September 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war seit August 2006 als Sportlehrer bei der Bergschule C._____ 

angestellt und in dieser Eigenschaft bei der D._____ Versicherungsge-

sellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-

fällen versichert. Am 10. September 2009 verletzte er sich im Hallenband 

am rechten Knie, als er als Sportlehrer für die Stiftung Bergschule 

C._____ tätig war. Diese Knieverletzung wurde am 25. September 2009 

im Spital Oberengadin operiert, wobei zwei grosse freie Knorpelfragmente 

im rechten Knie entfernt wurden, eine Chondroplastik vorgenommen und 

eine diagnostische Kniearthroskopie durchgeführt wurde. In der Folge war 

A._____ bis zum 7. Dezember 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit einge-

schränkt. Ab dem 8. Dezember 2009 konnte er wiederum uneinge-

schränkt als Sportlehrer tätig sein. Wenige Wochen später schloss er fer-

ner die zur Behandlung der Kniebeschwerden eingeleitete Physiotherapie 

ab. Daraufhin stellte die D._____ als zuständige Unfallversicherungsge-

sellschaft die aufgrund des Unfalls vom 10. September 2009 erbrachten 

Versicherungsleistungen ein.

2. Am 6. September 2013 liess A._____ bei der D._____ eine Rückfallmel-

dung sowie eine neue Unfallmeldung betreffend eine am 10. Juli 2013 

beim Wandern erlittene Verletzung am oberen linken Sprunggelenk ein-

reichen. Die D._____ holte daraufhin verschiedene Arztberichte ein und 

gab bei ihrem beratenden Arzt, Dr. med. E._____, zunächst eine ärztliche 

Stellungnahme und alsdann ein Gutachten zu den im Zusammenhang mit 

diesen Unfallmeldungen beantragten Versicherungsleistungen in Auftrag. 

Auf der Grundlage dieser ärztlichen Stellungnahmen und der übrigen Ak-

ten verneinte die D._____ in der Folge mit Verfügung vom 4. Juli 2014 

das Vorliegen eines Rückfalls und lehnte die Übernahme der ab Juni 

2013 geltend gemachten Kosten für die Behandlung des rechten Knies ab 

(Schadensfall Nr. 90.09.03964). Mit gleichentags ergangener Verfügung 

gelangte sie in Bezug auf die am 10. Juli 2013 erlittene Verletzung am lin-

ken Sprunggelenk ausserdem zur Auffassung, der status quo ante sei 

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spätestens mit dem MRI vom 21. August 2013 eingetreten, weshalb sie 

ab diesem Zeitpunkt nicht mehr leistungspflichtig sei (Schadenfall 

Nr. 90.13.037525). Gegen diese beiden Verfügungen erhob A._____ am 

1. September 2013 Einsprache bei der D._____. Mit Wiedererwägungs-

verfügung und Einspracheentscheid vom 11. November 2014 hob die 

D._____ daraufhin die Verfügung vom 4. Juli 2014 betreffend den Scha-

denfall Nr. 90.13.037525 auf und stellte fest, für dessen Bearbeitung nicht 

zuständig zu sein. In Bezug auf den Berufsunfall vom 10. September 

2009 und den diesbezüglich geltend gemachten Rückfall wies sie die ge-

gen die Verfügung vom 4. Juli 2014 (Schadenfall Nr. 90.09.03964) erho-

bene Einsprache ab.

3. Diese Entscheidung focht A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

12. Dezember 2014 insoweit beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden an, als sie den Schadenfall Nr. 90.09.03964 zum Gegen-

stand hatte. Diesbezüglich beantragte er, den Einspracheentscheid vom 

11. November 2014 aufzuheben und ein externes medizinisches Ge-

richtsgutachten über die Kausalität zwischen dem Unfall vom 10. Sep-

tember 2009 und den heutigen Kniebeschwerden einzuholen, worauf über 

seinen Anspruch auf Versicherungsleistungen neu zu befinden sei. Zur 

Begründung dieser Anträge machte der Beschwerdeführer im Wesentli-

chen geltend, die D._____ habe sich im angefochtenen Entscheid auf ei-

ne medizinische Begutachtung gestützt, der kein voller Beweiswert zu-

komme. Dies obgleich der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfah-

ren ausdrücklich beantragt habe, gutachterlich abklären zu lassen, ob ein 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. Septem-

ber 2009 und seinen derzeitigen Kniebeschwerden bestünde. Mit diesem 

Vorgehen habe die D._____ den massgeblichen medizinischen Sachver-

halt unzureichend ermittelt, wodurch sie ihre Abklärungspflicht und den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt habe.

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4. Die D._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Be-

schwerdeantwort vom 19. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend brachte sie zur Hauptsache vor, das Aktengutachten von 

Dr. med. E._____ erfülle die von der Rechtsprechung bezüglich des Be-

weiswerts ärztlicher Berichte und Gutachten gestellten Anforderungen. 

Insbesondere leuchte es in der Darlegung des medizinischen Sachver-

halts ein und vermöge bezüglich der von Dr. med. E._____ gezogenen 

Schlussfolgerungen zu überzeugen. Die dagegen erhobene Kritik erweise 

sich als unbegründet. Es bestünde kein Anlass, allein aufgrund der ab-

weichenden Meinung der behandelnden Ärzte eine externe Begutachtung 

anzuordnen. Ein Widerspruch zwischen der Würdigung von Dr. med. 

E._____ und Dr. med. F._____ sei im Übrigen nicht auszumachen. Ent-

gegen der Auffassung des Beschwerdeführers komme dem Gutachten 

von Dr. med. E._____ demnach voller Beweiswert zu. Folglich sei die Be-

schwerdegegnerin berechtigt gewesen, den Anspruch des Beschwerde-

führers auf Versicherungsleistungen gestützt auf dieses Gutachten zu 

prüfen und abzuweisen.

5. In der Replik vom 10. März 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest und setzte sich mit der Argumentation der Beschwerdegeg-

nerin auseinander. Diese nahm dazu unter Erneuerung ihrer Anträge in 

der Duplik vom 27. März 2015 Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2014. Gegen solche sozial-

versicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim Versiche-

rungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der Versicherte 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Be-

schwerdeführer wohnt in X._____ und damit im Kanton Graubünden. 

Demzufolge ist das angerufene Gericht für die Beurteilung der vorliegen-

den Beschwerde örtlich zuständig. Dessen sachliche und funktionelle Zu-

ständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach 

das Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwer-

den gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in Sozialversiche-

rungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde unterlie-

gen. Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde in die Zu-

ständigkeit des angerufenen Gerichts. Als Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 11. November 2014 ist der Beschwerdeführer 

von der darin getroffenen Entscheidung ausserdem berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG).

2. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Ereignis vom 

10. Juli 2013, für das die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen 

nicht zuständig ist (vgl. Wiederwägungsverfügung und Einspracheent-

scheid vom 11. November 2011 E.2.4 und 2.5; Akten der Beschwerde-

gegnerin [Bg-act. 1]). Streitig und nachfolgend zu prüfen ist ausschliess-

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lich, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Beschwerden 

am rechten Knie auf das Unfallereignis vom 10. September 2009 zurück-

zuführen sind. Streitgegenstand bildet dabei die Frage, ob die Beschwer-

degegnerin die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 10. September 

2009 hinreichend abgeklärt und auf dieser Grundlage im angefochtenen 

Entscheid den rechtserheblichen Kausalzusammenhang zwischen den 

derzeitigen Kniebeschwerden des Beschwerdeführers und dem interes-

sierenden Unfallereignis verneint hat.

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Als Unfall gilt 

gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-

wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 

Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater Kausal-

zusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3). Dabei hat der Unfallversi-

cherer nicht nur Versicherungsleistungen für unmittelbar nach dem Unfall 

aufgetretene Gesundheitsschäden zu erbringen, sondern ist auch für 

Rückfälle und Spätfolgen leistungspflichtig (Art. 11 der Verordnung über 

die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rückfall handelt es 

sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 

dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Ar-

beitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische 

Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild 

führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an 

ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leis-

tungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwi-

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schen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit 

beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher 

und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.2c). In 

Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf 

der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhanges beim Grund-

fall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen 

Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. In einem solchen Fall obliegt 

es dem Versicherten, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-

hanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwer-

debild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leis-

tungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwi-

schen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-

gung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlich-

keitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_947/2010 vom 18. März 2010 E.2.2).

b) Die Beschwerdegegnerin hat anerkannt, für das Unfallereignis vom 

10. September 2009 leistungspflichtig zu sein und hat aufgrund dieses 

Unfalls 2009 Versicherungsleistungen in Form von Taggeldern und Heil-

behandlung erbracht (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act] Regis-

ter 4/1-21). Sie hat den fraglichen Schadenfall indes nie in Form einer 

Verfügung abgeschlossen. Ebenso wenig hat sie dem Beschwerdeführer 

schriftlich mitgeteilt, die Unfallverletzungen als geheilt anzusehen und da-

von auszugehen, aufgrund des Unfalls vom 10. September 2009 fortan 

keine Versicherungsleistungen mehr zu schulden. Ob der vorliegende Fall 

bei dieser Sachlage unter dem Gesichtspunkt des Grundfalls oder des 

Rückfalls zu prüfen ist, hängt nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung davon ab, ob die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des vorzu-

nehmenden Fallabschlusses davon ausgehen durfte, beim Beschwerde-

führer werde infolge des Unfalls vom 10. September 2009 keine Behand-

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lungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Diese Fra-

ge ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der 

konkreten Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. hierzu Urteile des 

Bundesgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_433/2007 

vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_102/2008 vom 26. September 2008 

E.4.1). Dabei kommt der Art der vom Beschwerdeführer am 10. Septem-

ber 2009 erlittenen Verletzung und dem anschliessenden Heilungsverlauf 

eine entscheidende Rolle zu. Lag ein vergleichsweiser harmloser Unfall 

mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer 

Zeit einen Anspruch auf Versicherungsleistungen begründete, wird ten-

denziell eher von einem stillschweigend erfolgten Abschluss auszugehen 

sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Demge-

genüber ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und 

nicht unter demjenigen des Rückfalls zu prüfen, wenn der Versicherte 

während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufge-

tretenen Beschwerden litt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn soge-

nannte Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das 

betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteile des Bun-

desgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_102/2008 vom 

26. September 2008 E.2.2, 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3). 

c) Der Beschwerdeführer verletzte sich am 10. September 2009 im Hallen-

bad bei einem Sprung aus niedriger Höhe am rechten Knie (Bg-act. Re-

gister 2/M1). Die daraufhin im Spital Oberengadin durchgeführte Rönt-

genuntersuchung zeigte eine leichte Verschmälerung des medialen Ge-

lenkspaltes und eine geringe periartikuläre Weichteilschwellung. Eine 

Fraktur konnte nicht nachgewiesen werden (Bg-act. Register 2/M1). In der 

MRT-Abklärung vom 15. September 2009 wurde dann ein ausgestanzt 

erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse zentral im Bereich 

des lateralen Tibiaplateaus, ein diskretes, begleitendes Knochenmarksö-

dem im angrenzenden lateralen Tibiaplateau, eine beginnende Retropa-

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tellararthrose sowie etwas Erguss im rechten Kniegelenk sichtbar (Bg-

act. Register 2/M2). Die bei dieser Befundlage veranlasste Computerto-

mografie am rechten Kniegelenk sowie die diagnostische Kniearthrosko-

pie bestätigten den Knorpeldefekt im lateralen Tibiaplateau. Ausserdem 

wurden freie Gelenkkörper im superioren Gelenkrecessus entdeckt und 

eine ausgedehnte Chondromalazia patellae Grad III sowie ein sehr kleiner 

Knorpeldefekt im medialen Femurkondylus diagnostiziert (Bg-act. Regis-

ter 2/M5). Diese Verletzungen wurden am 25. September 2009 operativ 

behandelt, indem die festgestellten Knorpelfragmente entfernt wurden 

und eine Chondroplastik durchgeführt wurde (Bg-act. Register 2/M12, 

M10, M18). Der postoperative Verlauf sowie die Mobilisation durch die 

Physiotherapie gestalteten sich problemlos, so dass der Beschwerdefüh-

rer am 28. September 2009 mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause 

entlassen werden konnte (Bg-act. Register 2/M12). Anschliessend war er 

bis zum 25. Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig, vom 26. Oktober bis 

zum 9. November 2009 zu 50 % und vom 10. November bis zum 7. De-

zember 2009 zu 20 %. Ab dem 8. Dezember 2009 konnte der Beschwer-

deführer seine angestammte Tätigkeit als Sportlehrer wieder uneinge-

schränkt ausüben (Bg-act. Register 2/M12). Am 22. Dezember 2009 be-

endete er sodann die Physiotherapie, der er sich auf Anordnung der seine 

Knieverletzung behandelnden Ärzte unterzogen hatte (Bg-act. Register 

4/13). Im Übrigen liess der Beschwerdeführer am 15. Juli 2010 einer 

Röntgenkontrolle durchführen und unterzog sich am 19. Januar 2011 ei-

ner Gelenkspunktion (Bg-act. Register 4/17). Dass der Beschwerdeführer 

am rechten Knie weitere medizinische Behandlungen in Anspruch nahm, 

ist nicht aktenkundig. 

aa) Soweit der Beschwerdeführer gegen diese Feststellung einwendet, es 

befänden sich in den Akten Rechnungen über weitere Physiotherapien, 

die er in den Jahren 2010 und 2011 in Anspruch genommen habe (vgl. 

Replik vom 10. März 2015), kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar trifft es 

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zu, dass im Schreiben der Klinik G._____ vom 6. Oktober 2013 der Ein-

druck erweckt wird, der Beschwerdeführer habe sein rechts Knie seit der 

Knieoperation vom 25. September 2009 fortwährend physiotherapeutisch 

behandeln lassen (Bg-act. Register 2/M15). Aus den Akten geht eine sol-

che Therapie jedoch nicht hervor. Dokumentiert ist lediglich die bis zum 

22. Dezember 2009 durchgeführte Physiotherapie am rechten Knie, die 

der Beschwerdeführer auf Anordnung der Klinik G._____ im November 

2013 wieder aufgenommen und, soweit aktenkundig, weiterhin in An-

spruch nimmt (vgl. Bg-act. Register 4/23-42). Dass die Akten in dieser 

Beziehung lückenhaft sind, ist auszuschliessen, zumal es für den Be-

schwerdeführer ein leichtes gewesen wäre, seine Behauptung durch die 

Nennung des die Physiotherapie verordnenden Arztes zu konkretisieren 

oder Kopien der entsprechenden Verordnung oder der gestützt darauf er-

stellten Rechnungen einzureichen.  

bb) Infolgedessen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit 

dem 22. Dezember 2009 (Abschluss der Physiotherapie), jedenfalls seit 

der am 19. Januar 2011 durchgeführten Gelenkspunktion, bis Juni 2013 

nicht an den nach dem Unfall vom 10. September 2009 aufgetretenen 

Kniebeschwerden gelitten hat. Unter diesen Umständen durfte die Be-

schwerdegegnerin in Anbetracht des nicht allzu gravierenden Unfallereig-

nisses, der Art der erlittenen Knieverletzung, des günstigen Heilungsver-

laufs sowie der kurzen Behandlungs- und Arbeitsunfähigkeitsdauer an-

nehmen, die Unfallfolgen seien geheilt und es werde deswegen keine Be-

handlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die mit der Meldung vom 

6. September 2013 geltend gemachten Beschwerden ist daher in beweis-

rechtlicher Hinsicht – auch ohne Mitteilung des Fallabschlusses an den 

Beschwerdeführer – unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls und nicht 

des Grundfalls zu prüfen. Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer 

nicht in Abrede gestellt.

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4. a) Dieser ist jedoch der Auffassung, die Beschwerdegegnerin hätte ein ex-

ternes Gutachten in Auftrag geben müssen, um beurteilen zu können, ob 

die anlässlich des Unfalls vom 10. September 2009 erlittene Knieverlet-

zung zumindest mitverantwortlich sei für seine derzeitigen Kniebeschwer-

den. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Unfallversicherer den massge-

blichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. Zur Beurteilung der 

Frage, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit auf ein bestimmtes Unfallereignis zurückzuführen sind, sind 

die Unfallversicherer und das im Beschwerdefall angerufene Sozialversi-

cherungsgericht auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten 

zur Verfügung zu stellen sind. Deren Beweiswert hängt davon ab, ob sie 

für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen 

beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizi-

nischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten 

und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermö-

gen (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlagge-

bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 

E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtspre-

chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar er-

achtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Danach kommt 

einem Gutachten externer Spezialärzte, das vom Unfallversicherer im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurde und den vorgenannten An-

forderungen genügt, voller Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 

E.1.3.4, 135 V 465 E.4.4). Strengere Anforderungen sind dagegen in An-

wendung von Art. 32 f ATSG und Art. 6 der Konvention zum Schutz der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) an die Beweis-

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würdigung zu stellen, wenn sich ein Entscheid im Wesentlichen auf versi-

cherungsinterne ärztliche Beurteilungen stützt. Bestehen in einem sol-

chen Fall auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-

keit der ärztlichen Beurteilung, ist eine versicherungsexterne medizinische 

Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutach-

ten einzuholen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteile des Bundesgerichts 

8C_199/2011 vom 9. August 2011 E.2, 8C_304/2011 vom 6. Juli 2011 

E.4). Ein medizinischer Aktenbericht erweist sich nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung sodann als beweistauglich, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status er-

geben und diese Daten unbestritten sind. Hierfür muss der Untersu-

chungsbefund lückenlos vorliegen, damit sich der Berichterstatter ein 

vollständiges Bild über den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt 

zu verschaffen vermag (Urteile des Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 

30. März 2012 E.4, 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E.2, 8C_185/2010 

vom 16. Juni 2010 E. 5).

b) Um abzuklären, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten 

Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 

vom 10. September 2009 zurückzuführen sind, holte die Beschwerdegeg-

nerin zunächst eine ärztliche Kurzbeurteilung bei Dr. med. E._____, 

Facharzt für Chirurgie, Fähigkeitsausweis Manuelle Medizin (SAMM), ein 

(Bg-act. Register 2/M16) und stellte auf deren Grundlage die Ablehnung 

der begehrten Versicherungsleistungen in Aussicht (Bg-act. Register 1/2). 

Nachdem der Beschwerdeführer mit dieser Beurteilung nicht einverstan-

den war (vgl. Einwand vom 30. Mai 2014 [Bg-act. Register 1/28]), beauf-

tragte die Beschwerdegegnerin Dr. med. E._____ mit der Ausarbeitung 

eines Aktengutachtens. Im fraglichen Gutachten vom 23. Juni 2014 (Bg-

act. Register 2/M 17) führte Dr. med. E._____ nach Zusammenfassung 

der ihm vorgelegten Arztberichte im Wesentlichen aus, der Versicherte 

habe sich am 10. September 2009 bei einem Sprung im Schwimmbad 

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das rechte Knie verdreht. Radiologisch-konventionell hätten sich in den 

daraufhin durchgeführten Untersuchungen regelrechte Artikulationsver-

hältnisse ergeben. Bestanden habe eine leichte Verschmälerung des me-

dialen Gelenkspaltes, ferner eine geringe periartikuläre Weichteilschwel-

lung. Im tags darauf durchgeführten MRI habe sich im lateralen Tibiapla-

teau ein ausgestanzt erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse 

gezeigt. Angrenzend sei im lateralen Tibiaplateau ein diskret begleitetes 

Knochenmarksödem in Form eines Bone Bruise festgestellt worden. Da-

mit sei eindeutig belegt, dass es unfallbedingt zu einem Schaden des 

Knorpels des lateralen Tibiaplateaus gekommen sei. Demgegenüber sei 

die retropatellär beschriebene Knorpelschädigung nicht unfallkausal, fehle 

es hier doch an einem Knochenmarksödem. Zu Recht werde diesbezüg-

lich von einer Chondropathie Grad III gesprochen. Der Versicherte sei zu-

dem auch nicht auf die Kniescheibe gefallen. Die Tatsache, dass im Ar-

thro-CT von einer starken Auffaserung und einer Usurierung des retropa-

tellären Knorpelschadens gesprochen werde, stehe im Einklang mit einer 

degenerativ bedingten Pathologie (Bg-act. Register 2/M17 S. 6). Dass die 

nachgewiesenen Knorpelfragmente zu Kniegelenksblockierungen geführt 

hätten, liege in der Natur der Sache. Unverständlich sei, dass klinisch ei-

ne Patellaluxation bzw. Patellasubluxation in Betracht gezogen worden 

sei. Hinweise dafür fehlten radiologisch. In der Regel komme es bei sol-

chen Verletzungen zu einem erheblichen Schärmechanismus mit Knor-

pelschäden an der lateralen Patellafacette und damit verbunden zwangs-

läufig zu Knochenmarksödemen und zur Ruptur des medialen patellofe-

moralen Ligamentes. Hinweise für eine Patellaluxation bzw. –subluxation 

ergäben sich aus dem MRI nicht. Die posttraumatisch bestehenden Knie-

gelenksblockierungen seien zweifellos auf die freien Gelenkskörper 

zurückzuführen, die durch den Defekt des lateralen Tibiaplateaus verur-

sacht worden seien. Am 16. Juli 2013 sei der Versicherte nun nicht mehr 

durch Dr. med. H._____ behandelt worden, sondern durch Dr. med. 

I._____ von der Klinik G._____, der am 17. Juli 2013 ein MRI veranlasst 

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habe. Als Hauptbefund habe eine fortgeschrittene Femoropatellararthrose 

mit Knorpelschäden Grad III-IV retropatellär sowie an der Trochlea bei 

ungünstiger femoropatellärer Statik imponiert. Die Trochlea sei abge-

flacht. Zusätzlich hätten sich Insertationstendinopathien des Ligamentum 

patellae am Patellaunterpol gezeigt. Zum Teil seien bis auf den Knochen 

reichende Knorpelschäden sichtbar gewesen, so dass die unter dem 

Knorpel liegende subchondrale Schicht bereits mit einer schmerzhaften 

Bone bruise reagiert habe. Dieser Befund eines massiven retropatellären 

Knorpelschadens bestehe weiterhin unfallunabhängig. Dass der Versi-

cherte damit Schmerzen habe, vor allem beim Treppauf- sowie Treppab-

gehen und beim Wandern, liege auf der Hand. Der ehemals geschädigte 

laterale Knorpel des Tibiaplateaus stelle sich dagegen nicht mit gröberen 

Defekten dar. Damit sei eindeutig belegt, dass die degenerativ bedingten 

Knorpelschäden seit 2009 zugenommen hätten. Teilkausal wirke dabei 

die Trochleadysplasie mit. Die Gelenkfläche sei abgeflacht. Insofern lägen 

die Knorpelschäden vor allem auch an der lateralen Patellafazette vor, da 

tendenziell die Kniescheibe lateral vermehrt abrutsche. Aufgrund dieses 

Sachverhalts sei die D._____ zu Recht davon ausgegangen, dass die 

Rückfallkausalität für die inzwischen verstärkte Schmerzsymptomatik 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 

10. September 2009 bezogen werden könne, bei dem ausschliesslich das 

laterale Tibiaplateau geschädigt worden sei (Bg-act. Register 2/M17 S. 7).

c) Diese Ausführungen von Dr. med. E._____ sind in Bezug auf die im vor-

liegenden Verfahren strittige Frage, ob die seit Juni 2013 vom Beschwer-

deführer beklagten Kniebeschwerden auf die am 10. September 2009 er-

littene Knieverletzung zurückzuführen sind, vollständig, in sich schlüssig 

und nachvollziehbar. Mit abweichenden Meinungen und Stellungnahmen 

hat sich Dr. med. E._____ im Gutachten vom 23. Juni 2014 auseinander-

gesetzt und begründet, weshalb er diese als unzutreffend erachtet. Dabei 

hat er das Für und Wider der im Raum stehenden medizinischen Schluss-

- 15 -

folgerungen sorgfältig gegeneinander abgewogen und begründet, wes-

halb er von zwei Knorpelschäden unterschiedlicher Genese ausgeht. Da-

bei führt er überzeugend aus, dass nur der Defekt am lateralen Tibiapla-

teau mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 

10. September 2009 zurückzuführen ist, während hinsichtlich des nach 

dem interessierenden Unfallereignis festgestellten retropatellären Knor-

pelschadens von einer degenerativen Pathologie auszugehen ist, die seit 

dem Unfallereignis vom 10. September 2009 fortgeschritten und für die 

derzeitigen Kniebeschwerden des Beschwerdeführers (mit)verantwortlich 

ist. Das Verwaltungsgericht sieht keinen Anlass, an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der diesbezüglichen Ausführungen von Dr. med. 

E._____ zu zweifeln. Die Beschwerdegegnerin hat dem Aktengutachten 

von Dr. med. E._____ vom 23. Juni 2014 folglich zu Recht vollen Be-

weiswert zuerkannt.

d) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, rechtfertigt keine andere 

Betrachtungsweise. Soweit er moniert, die Beschwerdegegnerin habe ein 

Aktengutachten ohne vorherige Mitteilung erstellen lassen, ist darauf hin-

zuweisen, dass sich Dr. med. E._____ im Gutachten vom 23. Juni 2014 

(Bg-act. Register 2/M 17) als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin 

geäussert hat. Ihm kommt folglich im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

nicht die Stellung eines unabhängigen Gutachters oder Sachverständigen 

zu. Vielmehr ist er einem versicherungsinternen Arzt gleichzusetzen, 

weshalb die Beschwerdegegnerin bei dessen Beauftragung und Instrukti-

on die sich aus Art. 44 ATSG ergebenden Parteirechte nicht beachten 

muss (Urteil des Bundesgerichts 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 

E.3.2.1). Sie war daher nicht gehalten, den Beschwerdeführer vor der Be-

auftragung von Dr. med. E._____ anzuhören oder ihn auch nur über das 

in Auftrag gegebene Gutachten zu informieren. Das Vorgehen der Be-

schwerdegegnerin bei der Beauftragung von Dr. med. E._____ ist folglich 

nicht zu beanstanden.

- 16 -

aa) Der Beschwerdeführer erachtet seine Parteirechte im Weiteren als ver-

letzt, weil die Beschwerdegegnerin den massgeblichen Sachverhalt unzu-

reichend abklärt habe. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer 

zunächst vor, in den Akten befänden sich nur wenige und nicht ausführli-

che medizinische Dokumente, welche die Kniebehandlung nach dem Un-

fall vom 10. September 2010 beträfen. Im Übrigen hätte Dr. med. E._____ 

sein Gutachten ohne Kenntnisnahme des Operationsberichts vom 25. 

September 2009 verfasst, den die Beschwerdegegnerin erst nachträglich 

auf Drängen des Beschwerdeführers eingeholt habe. Rechtsprechungs-

gemäss ist für den Beweiswert eines Gutachtens unter anderem ent-

scheidend, ob es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-

den ist. Ein Gutachten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend 

berücksichtigt, ist unvollständig. Ihm fehlt die erforderliche Überzeugungs- 

und Beweiskraft, weshalb es zum Nachweis des rechtserheblichen Sach-

verhalts nicht genügt (BGE 125 V 351 E.3a; Urteil des Bundesgerichts 

8C_924/2008 E.3.3). Vorliegend steht fest und ist unbestritten, dass die 

Beschwerdegegnerin nach dem Unfall vom 10. September 2009 die Kos-

ten für mehrere bildgebende Abklärungen übernommen (MRI vom 

15. September 2009, CT rechts vom 22. September 2009, Kernspintomo-

graphie des rechten Kniegelenks vom 16. Juli 2013) und eine diagnosti-

sche Kniearthroskopie (Arztbericht vom 25. September 2009 [Bg-

act. Register 2/M6], Operationsbericht vom 25. September 2009 [Bg-act. 

Register 2/M18]) bezahlt hat. Die Arztberichte zu diesen Untersuchungen 

(vgl. Arztbericht vom 15. September 2009 [Bg-act. Register 2/M2], Arztbe-

richt vom 22. September 2009 [Bg-act. Register 2/M4], Arztbericht vom 

16. Juli 2013 [Bg-act. Register 2/M13]) hat die Beschwerdegegnerin, mit 

Ausnahme des Operationsberichts vom 25. September 2009, eingeholt 

und Dr. med. E._____ zusammen mit den Arztberichten zum postoperati-

ven Verlauf, dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013 sowie dem 

Arztbericht der Klink G._____ vom 16. Juli 2013 zur Verfügung gestellt. 

- 17 -

Aufgrund dieser medizinischen Unterlagen war Dr. med. E._____ in der 

Lage, sich einerseits ein Bild über Art und Umfang der am 10. September 

2009 erlittenen Knieverletzung zu machen, andererseits die Ursache für 

die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Kniebeschwerden 

festzustellen. Damit standen Dr. med. E._____ sämtliche massgeblichen 

medizinischen Akten zur Verfügung. Daran ändert nichts, dass Dr. med. 

E._____ keine Kenntnis vom Operationsbericht der Klinik Oberengadin 

vom 25. September 2009 hatte. Denn um einem fachärztlichem Gutach-

ten volle Beweiskraft zuzuerkennen, ist es nicht erforderlich, dass dem 

begutachtenden Arzt sämtliche bei irgendeiner Versicherung oder bei ir-

gendeiner medizinischen Fachperson allenfalls vorhandenen Akten vor-

liegen, würde doch ansonsten die Durchführung einer rechtskonformen 

Begutachtung massiv erschwert und in vielen Fällen gar verunmöglicht 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_924/2008 vom 8. April E.3.2). Es genügt, 

wenn dieser – wie vorliegend – über die für eine Beurteilung erforderli-

chen Unterlagen verfügt.

bb) Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, der Operationsbericht 

vom 25. September 2009 hätte wesentliche Informationen enthalten, wel-

che aus den übrigen medizinischen Unterlagen nicht hervorgegangen 

seien und dem Gutachter zur Kenntnis hätten gebracht werden müssen, 

kann ihm nicht zugestimmt werden, enthält doch der vom Dr. med. 

H._____ als Leiter der Orthopädie/Traumatologie verfasste Operationsbe-

richt vom 25. September 2009 (Bg-act. Register 2/M18) im Wesentlichen 

dieselben Informationen wie der gleichentags verfasste Austrittsbericht 

des Spitals Oberengadin, den Dr. med. H._____ mitunterzeichnet hat (Bg-

act. Register 2/M6). Freilich wird im Operationsbericht vom 25. Septem-

ber 2009 in Bezug auf den Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau zu-

sätzlich ausgeführt, es fände sich ein grosser spindelförmiger Knorpelde-

fekt an 2/3 des ossären Gelenks, der sich bis zur subchondralen Kno-

chenschicht ausdehne (Bg-act. Register 2/M 18). Diese Verletzung wird 

- 18 -

im Austrittsbericht des Spitals Oberengadin vom 25. September 2009 ein-

fach als ausgedehnter Knorpeldefekt im lateralen Tibiaplateau beschrie-

ben (Bg-act. Register 2/M6), während Dr. med. K._____ im Arztbericht 

zur durchgeführten Computertomografie diesbezüglich von einem Knor-

peldefekt im Ausmass von ungefähr 1.1 x 0.4 x 0.7 cm spricht (Bg-act. 

Register 2/M5). Schliesslich stellt Dr. med. L._____ im Arztbericht vom 

15. September 2009 aufgrund der vorgenommenen MRI-Untersuchung 

einen ca. 11 mm grossen Defekt im lateralen Tibiaplateau fest (Bg-act. 

Register 2/M4). Welche dieser Angaben zutrifft, ist für die vorliegend zur 

Beurteilung stehende Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall vom 10. September 2009 und den seit Juni 2013 vom Be-

schwerdeführer beklagten Kniebeschwerden ohne Bedeutung. Denn es 

steht fest und wird im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht bestritten, 

dass der Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau für die derzeitigen 

Kniebeschwerden des Beschwerdeführers nicht verantwortlich ist. Das 

genaue Ausmass des fraglichen Knorpelschadens ist vorliegend folglich 

bedeutungslos, weshalb die entsprechende Information im Operationsbe-

richt vom 25. September 2009 für die Beurteilung von Dr. med. E._____ 

nicht entscheidend war. Ebenfalls unbeachtlich ist die "Varusarthrose", 

welche im Operationsbericht vom 25. September 2009 erwähnt und be-

schrieben wird (Bg-act. Register 2/M18). Diesbezüglich ist zunächst dar-

auf hinzuweisen, dass Dr. med. L._____ im Arztbericht des Spitals Obe-

rengadin vom 9. November 2009 diese Diagnose ebenfalls stellt (Bg-

act. Register 2/M 10). Soweit die entsprechenden Ausführungen im Ope-

rationsbericht vom 25. September 2009 darüber hinausgehen (sollten), ist 

im Grundsatz unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen, dass die 

der Varusarthrose zugrunde liegende Fehlstellung im Sprunggelenk nicht 

durch den Unfall vom 10. September 2009 verursacht wurde, weshalb all-

fällige sich hieraus ergebende Beschwerden dem fraglichen Unfallereignis 

nicht zuzuordnen sind. Die diesbezüglichen Angaben im Operationsbe-

richt vom 25. September 2009 erweisen sich vorliegend demnach nicht 

- 19 -

als rechtserheblich. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend 

macht, im Operationsbericht 25. September 2009 seien keine Pridieboh-

rungen erwähnt, trifft dies zu. Dies stimmt jedoch mit den Ausführungen 

von Dr. med. E._____ überein, der einen solchen Eingriff weder in der 

Beurteilung vom 23. Juni 2014 (Bg-act. Register 2/M17) noch in jener 

vom 12. Februar 2014 anführt (Bg-act. Register 2/M16). Einzig Dr. med. 

F._____, Facharzt für Radiologie, spricht im Arztbericht der Klinik 

G._____ vom 16. Juli 2013 von einem "Zustand nach Kniearthroskopie 

rechts mit Pridie-Bohrungen 2009" (Bg-act. Register 2/M13). Worauf sich 

diese Feststellung stützt, geht aus dem fraglichen Arztbericht nicht hervor. 

Dass sich Dr. med. F._____ hierbei auf die medizinischen Vorakten stütz-

te, erscheint fraglich, da er im Arztbericht vom 16. Juli 2013 unter dem 

Zwischentitel "Befund" ausführt, Voraufnahmen stünden ihm nicht zur 

Verfügung. Jedenfalls vermag die entsprechende Bemerkung die Beweis-

kraft der Beurteilung von Dr. med. E._____ nicht zu erschüttern. Entge-

gen der Auffassung des Beschwerdeführers beruht das Gutachten von 

Dr. med. E._____ vom 23. Juni 2014 demzufolge auf sämtlichen medizi-

nischen Unterlagen, die für die Beurteilung der vorliegend strittigen Frage 

nach der Kausalität zwischen den seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer 

beklagten Kniebeschwerden und dem Unfall vom 10. September 2009 

von Bedeutung sind. 

cc) Nicht zu beanstanden ist dabei, dass Dr. med. E._____ darauf verzichtet 

hat, die Bildaufnahmen einzuholen (MRI vom 15. September 2009, CT 

rechts Kniegelenk, Kernspintomographie des rechten Kniegelenks vom 

16. Juli 2013), ist er doch, worauf der Beschwerdeführer in anderem Zu-

sammenhang selbst hinweist, kein Radiologe. Deshalb muss er sich bei 

der Analyse der fraglichen Bildaufnahmen grundsätzlich auf die Interpre-

tation der diesbezüglichen Fachärzte stützen. Hätte er die entsprechen-

den Bilder selber auswerten wollen, hätte er wohl einen Radiologen bei-

ziehen müssen. Dagegen ist er in seiner Funktion als von der Beschwer-

- 20 -

degegnerin beauftragter Gutachter gehalten, die diesbezüglichen Aus-

führungen in den Arztberichten kritisch zu hinterfragen und auf ihre Ver-

einbarkeit mit den übrigen medizinischen Befunden sowie der restlichen 

Aktenlage zu überprüfen. Dass Dr. med. E._____ dabei bisweilen von den 

Diagnosen der behandelnden Ärzte abgewichen ist, ohne, wie vom Be-

schwerdeführer gefordert, zusätzliche Erkundigungen bei ihnen einzuho-

len, liegt in seinem Ermessen und ist nicht zu beanstanden.

dd) Diesbezüglich gilt es im Übrigen zu beachten, dass Dr. med. E._____ im 

Gutachten vom 23. Juni 2014 keineswegs die Richtigkeit der von Dr. med. 

F._____ im Arztbericht 16. Juli 2013 gestellten Diagnosen in Frage stellt. 

Er weist lediglich darauf hin, dass er davon ausgeht, dessen Ausführun-

gen seien insofern unzutreffend, als femoropatellär ein gut erhaltender 

Knorpelüberzeug bei lediglich diskreter Chondropathie lateral an der tibia 

Grad I-II beschrieben werde, nachdem vorgängig femoropatellär ein 

Knorpelschaden Grad III-IV gesichert worden sei (Bg-act. Register 

2/M17). Ansonsten stellt er die Richtigkeit der von Dr. med. F._____ er-

hobenen Befunde nicht in Frage (vgl. Bg-act. Register 2/M 13). Er erach-

tet es lediglich nicht als ausgewiesen, dass die als Hauptbefund diagnos-

tizierte Femoropatellararthrose mit Knorpelschaden Grad III-IV retropa-

tellär sowie an der Trochlea mit ungünstiger femoropatellärer Statik und 

die dadurch bedingten funktionellen Beeinträchtigungen mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September 2009 zurückzu-

führen sind. Für die Beurteilung dieser Frage ist entscheidend, ob die 

nach dem Unfall vom 10. September 2009 erstmals beschriebene retro-

patelläre Knorpelschädigung (Chondromalazia patellae Grad III) tatsäch-

lich durch das fragliche Unfallereignis verursacht wurde. Diese Frage 

kann nur mittels einer Analyse der damals erhobenen medizinischen Be-

funde beantwortet werden, die den im Arztbericht vom 16. Juli 2013 erho-

benen gegenüberzustellen sind. Einen solchen Vergleich nimmt Dr. med. 

F._____ nicht vor. Folgerichtig äussert er sich im Arztbericht vom 16. Juli 

- 21 -

2013 denn auch nicht zur Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 

10. September 2009 und den vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 be-

klagten Kniebeschwerden. Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren 

vorbringt, die Beschwerdegegnerin hätte weitere medizinische Abklärun-

gen zu seinem aktuellen Leistungsvermögen und eine persönliche Unter-

suchung durch den Gutachter veranlassen müssen, kann ihm nicht ge-

folgt werden, da solche Beweisvorkehren keine neuen Erkenntnisse hin-

sichtlich des strittigen Kausalzusammenhangs hätten erwarten lassen. 

Die Beschwerdegegnerin durfte darauf folglich in antizipierter Beweiswür-

digung verzichten, ohne dadurch die sie treffende Untersuchungspflicht 

zu verletzen. 

ee) Im Ergebnis gleich verhält es sich in Bezug auf den Unfallmechanismus, 

den der Beschwerdeführer als unzureichend ermittelt ansieht. Freilich trifft 

es zu, dass der Unfallhergang in den Akten unterschiedlich beschrieben 

wird. So wird in den Arztberichten vom 15. September sowie 2. Oktober 

2009 festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich beim Springen aus 

niedriger Höhe ein Distorsionstrauma des rechten Knies zugezogen (Bg-

act. Register 2/M1, M7). Grundsätzlich in derselben Weise schilderte 

Dr. med. H._____ im Operationsbericht vom 25. September 2009 den Un-

fallhergang ("Der Patient ist anfangs September gestützt und hat sich da-

bei das rechte Knie verdreht." [Bg-act. Register 2/M 18]). Demgegenüber 

hielt er im an die Beschwerdegegnerin gerichteten Schreiben vom 3. De-

zember 2009 ohne Bezugnahme auf die anderslautenden Angaben der 

erstbehandelnden Ärzte sowie seine hiermit grundsätzlich übereinstim-

mende Schilderung des Unfallhergangs im Operationsbericht vom 

25. September 2009 fest, der Beschwerdeführer sei nach einem Sprung 

aus niedriger Höhe ausgerutscht und direkt auf das rechte Knie gestürzt 

(Bg-act. Register 2/M12). Dass sich dieser Widerspruch heute mehr als 

vier Jahre nach dem interessierenden Unfallereignis noch mit einer Nach-

frage bei Dr. med. H._____ auflösen lässt, ist auszuschliessen. Was eine 

- 22 -

allfällige Befragung des Beschwerdeführers hinsichtlich des Unfallher-

gangs betrifft, ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine solche 

nicht beantragt und sich weder im Rahmen des vorinstanzlichen Verfah-

rens noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren zum Unfallhergang 

geäussert hat. Dies lässt darauf schliessen, dass er sich nicht mehr daran 

erinnern kann, ob er sich am 10. September 2009 im Hallenband beim 

Sprung ins seichte Gewässer "nur" das Knie verdrehte oder zusätzlich 

noch auf die Knieschreibe gefallen war. Damit ist nicht ersichtlich, mit 

welchen zusätzlichen Beweisvorkehren die Beschwerdegegnerin den Un-

fallhergang zum jetzigen Zeitpunkt noch rekonstruieren könnte. Bei dieser 

Sachlage hat sie den Verlauf des Unfalls aufgrund der vorhandenen Un-

terlagen festzustellen. Dabei darf sie im Rahmen der freien Beweiswürdi-

gung der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass spontane Aussagen 

am Anfang eines Verfahrens in der Regel unbefangener und zuverlässi-

ger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 

nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 

beeinflusst sein können (sog. Aussage der ersten Stunde). Bei wider-

sprüchlichen Aussagen kommt daher den Angaben zu Beginn des Ver-

fahrens grösseres Gewicht zu als späteren (vgl. BGE 115 V 143 E.8c, 

121 V 47 E.2a; Urteil des Bundesgerichts I 492/05 vom 19. Dezember 

2006 E.3.2.2). Wenn die Beschwerdegegnerin, von dieser Beweismaxime 

ausgehend, annimmt, der Beschwerdeführer sei am 10. September 2009 

nicht auf sein rechtes Knie gefallen, ist dies nicht zu bestanden, zumal 

drei Ärzte den Unfallhergang in Wiedergabe der entsprechenden Anga-

ben des Beschwerdeführers in dieser Weise schildern, während nur 

Dr. med. H._____ von einem Sturz auf die Kniescheibe spricht, sich hier-

mit jedoch im Widerspruch zu seinen anfänglichen Ausführungen im Ope-

rationsbericht vom 25. September 2009 setzt. Schliesslich steht der von 

der Beschwerdegegnerin angenommene Unfallhergang im Einklang mit 

den medizinischen Befunden, die auf eine krankhafte Degeneration des 

- 23 -

nach dem Unfallereignis festgestellten retropatellären Knorpelschadens 

schliessen lassen.

ff) Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren rügt, die Beschwerdegegnerin 

habe in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2015 zahlreiche sonsti-

ge Schadenfälle betreffend das rechte obere Sprunggelenk, die rechte 

Schulter und die Halswirbelsäule erwähnt, ohne diese zu belegen, ist ihm 

beizupflichten. Die fraglichen Ereignisse sind für die Beurteilung der strit-

tigen Angelegenheit aber nicht von Bedeutung, weshalb in antizipierter 

Beweiswürdigung davon abzusehen ist, die Beschwerdegegnerin zu ver-

pflichten, die entsprechenden Akten einzureichen (vgl. BGE 122 V 162 

E.1d). 

gg) Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegeg-

nerin gehe zu Unrecht von einem vorbestehenden Knorpeldefekt an der 

Kniescheibe aus, der sich aus den Akten nicht ableiten lasse und den sie 

zumindest mit einer Nachfrage beim Hausarzt hätte verifizieren müssen. 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass dieser Knorpelschaden erstmals am 

15. September 2009 mittels der damals durchgeführten MRT-Unter-

suchung diagnostiziert wurde. Dr. med. E._____ leitet jedoch aus der 

Analyse der in den Arztberichten vom 22. September 2009 beschriebenen 

Auffaserung und Usurierung (Bg-act. Register 2/M5) und dem fehlenden 

Knochenmarksödem in Form eines Bone Bruise ab (vgl. etwa Arztbericht 

vom 22. September 2009 [Bg-act. Register 2/M5], Arztbericht vom 

25. September 2009 [Bg-act. Register 2/M6]), dass es sich hierbei um ei-

ne krankheitsbedingte Degeneration handelt (Bg-act. Register 2/M17 

S. 6). Diese Schlussfolgerung lässt sich entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers nicht durch eine Nachfrage beim Hausarzt des Be-

schwerdeführers verifizieren, da der fragliche Knorpelschaden den Be-

schwerdeführer bis dahin offensichtlich nicht beeinträchtigte, weshalb er 

deswegen keine medizinischen Abklärungen oder Behandlungen in An-

- 24 -

spruch genommen hatte. Beim retropatellären Knorpelschaden dürfte es 

sich also um einen Zufallsbefund handeln, der anlässlich des Unfalls vom 

10. September 2009 entdeckt und durch die am 25. September 2009 

durchgeführte Chondroplastik behandelt wurde (vgl. Austrittsbericht vom 

25. September 2013 [Bg-act. Register 2/M6], Arztbericht vom 6. Oktober 

2013 [Bg-act. Register 2/M15]), aber gleichwohl nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 9. September 2010 verursacht 

wurde.

hh) Anderer Meinung ist Dr. med. I._____, der im Arztzeugnis UVG vom 

19. September 2013 eine posttraumatische Femoropatellararthrose dia-

gnostiziert und dadurch einen Zusammenhang zwischen den seit Juni 

2013 vom Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden und dem Unfall 

vom 10. September 2009 herstellt (Bg-act. Register 2/M 6). Diese Auffas-

sung begründet er jedoch nicht. Sofern sich Dr. med. I._____ auf den mit 

dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013 eingereichten Arztbericht 

der Klinik G._____ vom 16. Juli 2013 stützen sollte, ist festzuhalten, dass 

sich diese Diagnose im fraglichen Arztbericht nicht findet (Bg-act. Regis-

ter 2/M14). Dr. med. F._____ diagnostizierte im Arztbericht vom 16. Juli 

2013 der Klinik G._____ zwar als Hautbefund eine fortgeschrittene Femo-

ropatellararthrose mit Knorpelschäden Grad III-IV retropatellär sowie an 

der Trochlea bei ungünstiger femoropatellärer Statik, ohne sich jedoch zur 

Ursache der fraglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung zu äussern. 

Dies erstaunt nicht, hält er doch eingangs fest, es stünden ihm keine Vor-

aufnahmen zum Vergleich zur Verfügung. Demgegenüber stützte sich 

Dr. med. E._____ bei seiner Beurteilung auf alle massgeblichen medizini-

schen Vorakten und erläuterte eingehend, weshalb er nach Analyse der 

echtzeitlichen Arztberichte zur Überzeugung gelangt ist, dass die derzeiti-

gen Kniebeschwerden des Beschwerdeführers nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September 2009 zurückzu-

führen sind. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, dass die 

- 25 -

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid von einem 

vorbestehenden tibialen Knorpeldefekt ausgegangen sei, kann diese Fra-

ge dahingestellt bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat die tibiale Läsion 

als Folge des Unfalls vom 10. September 2009 anerkannt. Der dortige 

Schaden hat sich indes seit der am 25. September 2009 vorgenommenen 

Chondroplastik nur mehr unwesentlich verändert (vgl. Arztbericht der Kli-

nik G._____ vom 16. Juli 2013 [Bg-act. Register 2/M13], Gutachten vom 

23. Juni 2014 S. 6 f. [Bg-act. Register 2/M17]) und ist für die derzeitigen 

Beschwerden des Beschwerdeführers am rechten Knie nicht verantwort-

lich. Diese sind vielmehr auf die Femoropatellararthrose zurückzuführen, 

deren Entwicklung durch die ungünstige femoropatelläre Statik begünstigt 

wird. Ob diese abgeflachte Form der Patella vom Ausmass her eine Pa-

telladysplasie oder eine unübliche Formvariante darstellt, ist für den vor-

liegenden Fall nicht von Bedeutung. Im einem wie im anderen Fall ist sie 

als angeborene oder wachstumsbedinge Fehlstellung laut der Gutachter-

lichen Auffassung nicht unfallkausal (vgl. Gutachten vom 23. Juni 2014 

S. 6 f. [Bg-act. Register 2/M17]). Die Beschwerdegegnerin ist folglich zu 

Recht davon ausgegangen, dass, soweit der medizinische Sachverhalt für 

die Beurteilung der strittigen Frage nach dem natürlichen Kausalzusam-

menhang von Bedeutung ist, lückenlose Untersuchungsbefunde vorlie-

gen, die im Grundsatz unbestritten sind und es Dr. med. E._____ ermög-

licht haben, sich ein vollständiges Bild über die massgeblichen Verhält-

nisse am rechten Knie des Beschwerdeführers zu verschaffen. 

e) Aus den vorgenannten Überlegungen gelangt das Gericht in Würdigung 

der Aktenlage zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin alle für die 

Abklärung der begehrten Versicherungsleistungen erforderlichen Sach-

verhaltsermittlungen vorgenommen hat. Weitere Beweisvorkehren lassen 

keine neuen Erkenntnisse erwarten. Der im vorliegenden Verfahren vom 

Beschwerdeführer gestellte Beweisantrag, ein externes medizinisches 

Gerichtsgutachten über die Kausalität zwischen dem Unfall vom 10. Sep-

- 26 -

tember 2009 und den vom Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwer-

den einzuholen, ist deshalb in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen 

(vgl. BGE 122 V 162 E.1d). Aufgrund der getätigten Beweisvorkehren gilt 

als erstellt, dass sich der Beschwerdeführer am 10. September 2009 im 

Hallenbad bei einem Sprung aus niedriger Höhe ins Wasser das Knie 

verdreht hat. Bei den in der Folge veranlassten bildgebenden Abklärun-

gen wurde ein Defekt am lateralen Tibiaplateau ersichtlich, der aufgrund 

der dortigen Bone Bruise mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

Unfall vom 10. September 2009 zurückzuführen und damit als unfallkau-

sal anzusehen ist. Die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten 

Kniebeschwerden sind indessen nicht auf diesen tibialen Knorpelschaden 

zurückzuführen, sondern hängen unter anderem mit dem retropatelläre 

Knorpelschaden zusammen, der zwar erstmals nach dem Unfall vom 

10. September 2009 diagnostiziert wurde, jedoch mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht auf den Unfall vom 10. September 2009 zurück-

zuführen ist. Damit ist nicht ausgewiesen, dass die seit Juni 2013 vom 

Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden durch den Unfall vom 

10. September 2009 verursacht wurden. Bei dieser Sachlage hat die Be-

schwerdegegnerin das Vorliegen eines Rückfalls als vom Beschwerdefüh-

rer zu beweisende anspruchsbegründende Voraussetzung zu Recht ver-

neint und es abgelehnt, die begehrten Versicherungsleistungen zu erbrin-

gen. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rech-

tens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobe-

nen Beschwerde führt.

5. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 61 

lit. a ATSG, abgesehen von vorliegend ausser Betracht fallenden Aus-

nahmen, kostenlos. Folglich sind im vorliegenden Fall keine Kosten zu 

erheben. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

- 27 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]