# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e12f4cd-2dd7-544e-bbf5-55d3a99843ec
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 08.02.2021 501 2019 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2019-124_2021-02-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2019 124

Urteil vom 8. Februar 2021

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Dina Beti
Ersatzrichter: Armin Sahli
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt André Clerc, Wahlverteidiger

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin

Gegenstand Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes, Über-
tretung nach Art. 19a Ziff. 1 des Betäubungsmittelgesetzes, Widerruf

Berufung vom 27. August 2019 gegen das Urteil des Strafgerichts 
des Sensebezirks vom 16. April 2019

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Sachverhalt

A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg erhob am 30. August 2018 beim Strafgericht 
des Sensebezirks Anklage gegen A.________ wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG und 
Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

Mit Urteil vom 16. April 2019 verurteilte das Strafgericht des Sensebezirks A.________ wegen 
Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff.1 BetmG zu einer unbe-
dingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft, 
und zu einer Busse von CHF 200.- und widerrief den mit Urteil des Polizeirichters des Sensebe-
zirks vom 1. April 2014 gewährten bedingten Vollzug einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. 
Anlässlich der Hausdurchsuchung wurden Gegenstände beschlagnahmt (Marihuana und Vakuum-
iergerät), welche eingezogen und vernichtet wurden. Die Kosten des Verfahrens wurden zur Hälfte 
A.________ und zur Hälfte dem anderen Mitbeschuldigten auferlegt, welcher wegen Vergehens 
nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG zu einer bedingten Frei-
heitsstrafe von 12 Monaten und zu einer Busse von CHF 200.- verurteilt wurde.

B. Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: der Beschuldigte oder der Beru-
fungsführer) am 6. Mai 2019 Berufung an. Der aufgrund seiner Berufungsanmeldung einzig 
hinsichtlich A.________ begründete Entscheid wurde seinem Anwalt am 7. August 2019 zuge-
stellt. Mit Berufungserklärung vom 27. August 2019 beantragte er die Abänderung des erstinstanz-
lichen Urteils und seinen Freispruch vom Vorwurf des Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie 
des Vorwurfs der Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG. Sämtliche Verfahrenskosten seien dem 
Staat Freiburg aufzuerlegen und dem Berufungsführer sei eine der Schwere des gegen ihn geführ-
ten Verfahrens entsprechende Entschädigung zuzusprechen. Auch die Gerichtskosten des Beru-
fungsverfahrens seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen und dem Berufungsführer eine angemes-
sene Parteientschädigung zuzusprechen. Der Berufungsführer beantragte seine Einvernahme 
sowie die Einvernahme des im erstinstanzlichen Verfahren Mitbeschuldigten und rechtskräftig 
verurteilten B.________.

Am 23. September 2019 teilte der zuständige Staatsanwalt mit, die Staatsanwaltschaft beantrage 
kein Nichteintreten und verzichte auf eine Anschlussberufung.

C. Anlässlich der Verhandlung vom 8. Februar 2021 erschienen der Berufungsführer, begleitet 
von seinem Anwalt, sowie der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Nach der Einvernahme des 
Beschuldigten und des Zeugen B.________ hielten der Vertreter des Berufungsführers und der 
Staatsanwalt ihre Parteivorträge. Der Berufungsführer machte von der Möglichkeit, ein Schluss-
wort abzugeben, keinen Gebrauch.

Auf die Ausführungen des Berufungsführers sowie das Plädoyer seines Verteidigers an der 
Verhandlung vom 8. Februar 2021 wird – soweit erforderlich – nachfolgend eingegangen. Im Übri-
gen wird auf die Akten verwiesen.

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Erwägungen

1.

Als beschuldigte und erstinstanzlich auch verurteilte Person besitzt der Berufungsführer ein recht-
lich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 
StPO und ist somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und 
entspricht den gesetzlichen Anforderungen, folglich ist darauf einzutreten.

2.

Nach Art. 407 Abs. 1 Bst. a StPO gilt die Berufung oder Anschlussberufung als zurückgezogen, 
wenn die Partei, die sie erklärt hat, der mündlichen Berufungsverhandlung unentschuldigt fern-
bleibt und sich auch nicht vertreten lässt.

Vorliegend blieb der Berufungsführer der Berufungsverhandlung anfänglich unentschuldigt fern, 
wobei der Strafappellationshof schliesslich darüber informiert wurde, dass er aufgrund eines neuen 
Strafverfahrens in Untersuchungshaft sei. Der Verteidiger des Berufungsfühers war demgegenüber 
zugegen, weshalb die Berufung nicht als zurückgezogen angesehen werden kann (vgl. Urteil BGer 
6B_1293/2018 vom 14. März 2019 E. 3.3.2). Im Übrigen rechtfertigte es sich aus verfahrensökono-
mischen Gründen, den Berufungsführer aus dem nahe gelegenen Gefängnis vorführen zu lassen 
und an der Berufungsverhandlung in Anwesenheit des Berufungsführers festzuhalten.

3.

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 
404 Abs. 1 StPO). Der Berufungsführer ficht das erstinstanzliche Urteil mit Ausnahme von Ziff. II., 
welche B.________ betrifft, in sämtlichen Punkten an. Das erstinstanzliche Urteil ist somit in den 
Ziff. I. (1.-6.) und III. (1.-4.) zu überprüfen.

Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile des erstinstanzli-
chen Urteils über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der alleinigen Berufung 
des Berufungsführers an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden.

4.

Von Amtes wegen wurde über den Berufungsführer ein aktueller Strafregisterauszug, datierend 
vom 18. Januar 2021, eingeholt. Zudem wurde der Berufungsführer anlässlich der Berufungsver-
handlung kurz zur Sache und zu seinen persönlichen Verhältnissen einvernommen.

5.

Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen 
Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Beweisabnahmen des erstinstanzli-
chen Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn a. Beweisvorschriften 
verletzt worden sind; b. die Beweiserhebungen unvollständig waren; c. die Akten über die Beweis-
erhebungen unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf 
Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO).

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Der Berufungsführer beantragt in seiner Berufungserklärung vom 27. August 2020, B.________, 
im erstinstanzlichen Verfahren Mitbeschuldigter und nunmehr rechtskräftig Verurteilter, sei einzu-
vernehmen.

Dieser Beweisantrag wurde gutgeheissen und anlässlich der Verhandlung vom 8. Februar 2021 
wurde B.________ als Zeuge einvernommen. Im Übrigen scheint es nicht erforderlich, über die im 
Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhobenen Beweise hinauszugehen.

6.

6.1. Der Berufungsführer beantragt seinen Freispruch vom Vorwurf des Vergehens nach Art. 19 
Abs. 1 BetmG sowie des Vorwurfs der Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG und bestreitet 
vehement, eine Anlage zur Herstellung von Marihuana installiert, unterhalten und betrieben zu 
haben. Sein früherer langjähriger Mieter, B.________, habe trotz seiner Warnungen die alte Infra-
struktur auf dem Hof genutzt und sei alleine für den Hanfanbau im Jahr 2016 verantwortlich.

6.2. Erstellt ist, dass die Polizei anlässlich der Durchsuchung am 7. Dezember 2016 auf dem 
Hof des Berufungsführers 5 Indoor-Anlagen und 4 Outdoor-Anlagen mit 1'330 erntereife Hanf-
Pflanzen mit einem THC-Gehalt von durchschnittlich 6.5% und 845 Hanf-Stecklinge fand. Insge-
samt wurden 2.493 kg brutto Marihuana, ein Papiersack mit 523.4 g brutto Marihuana, ein Papier-
sack mit 243 g brutto Marihuana und ein Vakuumgerät mit Plastiksäckchen beschlagnahmt (act. 
2000 ff.).

6.3. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem 
gesamten Verfahren gewonnen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von 
Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der 
vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Bestehen 
unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, 
so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 
StPO).

Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 EMRK garan-
tierte Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz „in dubio pro reo“ betreffen 
sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiten Sinne. Als Beweislastregel bedeu-
tet sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und dass vom Zweifel der 
Beschuldigte profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die Unschuldsvermutung, 
dass der Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalt überzeugt 
erklären kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das Bestehen dieses Sachver-
halts Zweifel bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und theoretische Zweifel 
bestehen, die jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden kann. Es 
muss sich um ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, die sich 
aufgrund der objektiven Sachlage aufzwingen. Werden die Beweiswürdigung und die Sachver-
haltsfeststellung in Bezug auf den Grundsatz „in dubio pro reo“ kritisiert, weist dieser keine weitere 
Tragweite als das Willkürverbot auf (vgl. BGE 145 IV 154 E. 1.1 mit Hinweisen, in Pra 108 (2019) 
Nr. 139).

6.4. Die Aussagenanalyse ist das Kernstück der Überzeugungsbildung auf Grundlage der 
Aussagen der Parteien. Es geht dabei nicht um die Glaubwürdigkeit der befragten Person, sondern 
um die Glaubhaftigkeit ihrer Aussage (HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 
der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, in forumpoenale 6/2012 vom 11. 

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Dezember 2012, S. 368 und 374). Die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage wird dabei durch 
methodische Analyse ihres Inhalts darauf überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen 
bezogenen Aussagen einem tatsächlichen Erleben entspringen. Damit eine Aussage als zuverläs-
sig gewürdigt werden kann, ist sie insbesondere auf das Vorhandensein von Realitätskriterien und 
umgekehrt auf das Fehlen von Phantasiesignalen zu überprüfen. Wahre und falsche Schilderun-
gen erfordern unterschiedliche geistige Leistungen. Überprüft wird dabei in erster Linie die Hypo-
these, ob die aussagende Person unter Berücksichtigung der Umstände, der intellektuellen Leis-
tungsfähigkeit und der Motivlage eine solche Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund 
machen könnte (vgl. BGE 133 I 33 E. 4.2; 129 I 49 E. 5; 128 I 81 E. 2). Schliesslich gilt es zu 
berücksichtigen, in welchem Umfeld und unter welcher Motivationslage die Aussage gemacht 
wurde. Der Erstaussage kommt in der Aussagepsychologie aufgrund gedächtnispsychologischer 
Voraussetzungen entscheidende Bedeutung zu (vgl. Urteil BGer 6B_760/2010 vom 13. Dezember 
2010 E. 2.4.1; Urteil KG FR 501 2016 33 vom 28. September 2017 E. 3b).

6.5. Es ist festzustellen, dass sich nebst den Aussagen des Berufungsführers sowie des verur-
teilten B.________ keine weiteren Beweismittel in den Akten befinden, die geeignet sind, die 
Frage der Verantwortlichkeit für den Hanfanbau auf dem Hof des Berufungsführers abschliessend 
zu klären. 

Was die im bisherigen Verfahren gemachten Aussagen anbelangt, so kann auf die entsprechen-
den zusammenfassenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (vgl. ange-
fochtenes Urteil E. III. Ziff. 1.3 und 1.4 S. 9 ff.).

6.6. Vorweg weist der Strafappellationshof auf seine Feststellung hin, wonach häufig die ersten 
Aussagen einer in einem Strafverfahren einvernommenen Person der Realität am nächsten 
kommen und die Personen, nachdem sie erkannt haben, was für Auswirkungen dieses oder jenes 
Element auf den Ausgang des Verfahrens hat, versuchen, auf ihre ersten Aussagen zurückzukom-
men oder sie sachdienlich abzuändern. Diese auf Erfahrung beruhende Feststellung erspart es 
dem Richter nicht, in jedem Fall die verschiedenen Aussagen und anderen Beweismittel sorgfältig 
zu prüfen, um den wahren Sachverhalt zu ermitteln.

Die Aussagen sind somit hinsichtlich ihrer Glaubhaftigkeit gemäss den Erkenntnissen der Aussa-
gepsychologie zu analysieren, wobei der Erstaussage auch in der Aussagepsychologie entschei-
dende Bedeutung zukommt (vgl. E. 6.4). Demzufolge sind die Erstaussagen sowie deren Bedeu-
tung zu berücksichtigen, bevor schliesslich die vorliegenden Beweise zu würdigen sind.

6.7. Der Strafappellationshof konnte sich selbst ein Bild des Berufungsführers und des bereits 
rechtskräftig verurteilten B.________ machen, indem es diese Personen anlässlich der Verhand-
lung vom 8. Februar 2021 gesehen und einvernommen hat. Die eigens gemachten Feststellungen 
führen den Strafappellationshof zum gleichen Schluss wie die Vorinstanz, nämlich dass sich der 
Berufungsführer widersprüchlich verhielt und seine Aussagen nicht glaubhaft sind.

6.7.1. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 8. Februar 2021 bestätigte der Berufungsführer, 
dass sein langjähriger Mieter B.________ alleine verantwortlich gewesen sei für den Hanfanbau 
2016 auf seinem Hof. Er habe ihm gesagt, er solle es nicht tun. Die Infrastruktur auf dem Hof sei 
von früher. Bei der ersten Einvernahme habe er alles auf sich genommen, weil er habe verhindern 
wollen, dass die Familie seines Mieters auseinandergerissen werde und diesem das Gleiche 
passiere, wie ihm früher. Die Aussagen habe er dann geändert, weil es nicht korrekt sei, alles auf 
sich zu nehmen, obwohl er nichts damit zu tun habe. B.________ habe alles selber gemacht. Von 
wo dieser das Wissen gehabt habe, wisse er nicht. Vielleicht habe er es auf dem Internet gesehen, 

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heutzutage könne man dort alles nachschauen. Vielleicht habe er auch jemanden gefragt. Er habe 
sich nicht darum gekümmert und wisse daher auch nicht, ob es gut gewesen sei oder nicht, die 
Sachen seien jedenfalls gewachsen. Der Sack mit 243 g Marihuana in seinem Zimmer stamme 
noch von einer früheren Ernte und vielleicht habe er noch ein paar Pflanzen gehabt. Mittlerweile 
habe er komplett aufgehört, aber 2016 habe er noch zwischendurch konsumiert durch rauchen 
und das Marihuana in seinem Zimmer sei für den Eigenkonsum gewesen. 

Der rechtskräftig verurteilte B.________ sagte am 8. Februar 2021 als Zeuge aus, er sei für den 
Hanfanbau auf dem Hof des Berufungsführers verantwortlich gewesen und habe dies alleine 
gemacht. Der Berufungsführer habe ihm gesagt, er wolle nichts damit zu tun haben. Seine ersten, 
anderslautenden Aussagen habe er unter dem Druck der Polizei und nach seinem Empfinden 
auch seines Pflichtverteidigers gemacht. Die Aussage, wonach der Berufungsführer verantwortlich 
sei, habe er nicht unterzeichnet. Der Berufungsführer habe mit dem Hanfanbau im Jahr 2016 
nichts zu tun gehabt. Er gärtnere gerne und auf dem Internet finde man Antworten zu allen Fragen. 
Man habe ja gesehen, dass er es gekonnt habe. Die 3 kg Marihuana im Kofferraum des Jaguars 
des Berufungsführers habe er dorthin gelegt, aber nicht um die Sache dem Berufungsführer anzu-
hängen.

6.7.2. Beweiswürdigend ist festzuhalten, dass der Berufungsführer anlässlich seiner ersten 
Einvernahme am 8. Dezember 2016 gegenüber der Polizei angab, die auf seinem Hof gefundenen 
Hanfpflanzen und der sichergestellte getrocknete Hanf gehörten ihm. Seine ersten Aussagen 
bestätigte er gleichentags gegenüber der Staatsanwaltschaft und zwei Tage später gegenüber 
dem Zwangsmassnahmengericht. Auch gab er Auskunft über die Dauer seiner Anbautätigkeit, 
Anzahl Pflanzen und geplanten Verwendungszweck des Hanfes. Erst im Januar 2018 und mithin 
lange nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft machte der Berufungsführer völlig 
gegensätzliche Aussagen und behauptete fortan, die Hanfpflanzen hätten B.________ gehört und 
dieser sei alleine für den Anbau verantwortlich gewesen. Seine angeblich falschen Aussagen zu 
Beginn des Verfahrens erklärte der Berufungsführer damit, dass er die Familie von B.________ 
habe schützen und verhindern wollen, dass die Eltern von ihren Kindern getrennt werden, so wie 
ihm dies früher passiert sei. Schliesslich sagte er auch aus, er möge nicht mehr und wolle in 
seinem Alter nicht dauernd ein Theater haben. B.________ wiederum gab anfänglich an, dem 
Berufungsführer lediglich als Gärtner bei der Kultivierung der Pflanzen geholfen zu haben, ansons-
ten aber mit dem Hanfanbau nichts zu tun gehabt zu haben. Bereits anlässlich der Einvernahme 
vor dem Zwangsmassnahmengericht änderte B.________ seine Aussagen dahingehend, dass die 
Kulturen ihm selber gehört hätten. Als Erklärung für seine angeblich falschen Aussagen gab dieser 
an, von der Polizei unter Druck gesetzt worden zu sein. Es sei erwartet worden, dass es sich beim 
Schuldigen um den Berufungsführer handle.

Es fällt auf, dass die Aussagen des Berufungsführers und die Aussagen von B.________ betref-
fend das Eigentum an den sichergestellten Hanfkulturen grundsätzlich gleichlautend sind. Anfäng-
lich gaben beide klar und ohne jegliche Vorbehalte zu Protokoll, die Hanfpflanzen würden dem 
Berufungsführer gehören, anschliessend sagten beide aus, die Hanfpflanzen stünden im Eigentum 
von B.________, welcher sich alleine um die Pflanzen gekümmert habe. Während B.________ 
bereits anlässlich seiner Einvernahme vor dem Zwangsmassnahmengericht am 10. Dezember 
2016, mithin zwei Tage nach der Verhaftung und noch während der Untersuchungshaft, seine 
Aussagen änderte und die Schuld auf sich nahm, blieb der Berufungsführer bis zu seiner nächsten 
Einvernahme, der Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft im Januar 2018, bei seinen anfängli-
chen Aussagen.

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Der Berufungsführer und auch B.________ gaben zwar während dem ganzen Verfahren breitwillig 
Auskunft, ihre Aussagen waren jedoch teils wenig bis gar nicht differenziert und enthalten 
insbesondere zahlreiche Widersprüche (vgl. angefochtenes Urteil E. III.1.8, S. 16 ff.). Diese klaren 
Widersprüche ergeben sich bereits innerhalb der Aussagen des Berufungsführers, bzw. derjenigen 
von B.________, aber auch in Bezug auf die Aussagen des jeweils Anderen. Die Aussagen über-
zeugen insgesamt nicht und sind unglaubhaft. Es ist unwahrscheinlich, ja gar unmöglich, dass sich 
B.________ mit seinem angeblich in Fernsehsendungen angeeigneten Wissen alleine um eine so 
grosse Menge an Hanfpflanzen gekümmert hat. Die vorgefundenen Anlagen, die Qualität und 
insbesondere die grosse Menge an Hanfpflanzen und das sichergestellte Marihuana sprechen klar 
dagegen. Über die Heizung der Treibhäuser wusste nachweislich einzig der Berufungsführer 
richtig Bescheid. Auch die Angaben zur zeitlichen Abfolge betreffend Beginn des Anbaus, Kauf 
des zusätzlichen Materials für die Installationen sowie Erntezeitpunkte sind nicht kohärent. Zwar 
beteuert der Berufungsführer weiterhin seine Unschuld, aber alle Indizien sprechen gegen ihn. Der 
Berufungsführer bringt keine nachvollziehbaren und schlüssigen Erklärungen in Bezug auf die 
vorgefundenen Anlagen und Installationen sowie die sichergestellten Hanfpflanzen und das 
Marihuana vor. Zu viele Ungereimtheiten und Widersprüche finden sich in seinen Aussagen 
wieder. Der Kerngehalt seiner Aussagen ist nicht konstant und dies insbesondere in Bezug auf die 
geänderte Version des angeblichen Sachverhalts.

6.7.3. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung erlaubt es dem Richter, aufgrund seiner 
persönlichen Überzeugung darüber zu entscheiden, ob eine Tatsache als bewiesen gilt oder nicht. 
Nach Prüfung der Glaubhaftigkeit der Aussagen beider Personen gelangt der Strafappellationshof 
zur Überzeugung, dass die Aussagen beider nicht glaubhaft sind. Es bestehen keine Zweifel an 
der Täterschaft des Berufungsführers. Es spricht alles dafür und nichts dagegen, dass er mass-
geblich am Hanfanbau im Jahr 2016 beteiligt war. Gestützt auf die Aussagen und Indizien 
erscheint es schlicht unmöglich, dass sich der Sachverhalt so zugetragen haben soll, wie dies vom 
Berufungsführer und von B.________ vorgetragen wird.

Nach Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Sach- und Personalbeweisen sowie des an 
der Verhandlung vom 8. Februar 2021 gewonnenen persönlichen Eindruckes des Berufungsfüh-
rers und des in gleicher Sache bereits verurteilten B.________ kommt der Strafappellationshof 
somit zum Schluss, dass bei objektiver Betrachtung keine erheblichen und nicht zu unterdrü-
ckenden Zweifel an der Schuld des Berufungsführers bestehen. An diesem Eindruck ändern auch 
die Aussagen anlässlich der Berufungsverhandlung nichts. Bei dieser Beweislage kann der Sach-
verhalt als genügend erstellt erachtet werden. Aus diesem Grund ist die Berufung abzuweisen und 
die Verurteilung des Berufungsführers wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie der 
Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG zu bestätigen.

6.8. Nachdem der Strafappellationshof bei der Beweiswürdigung zu keinem anderen Beweiser-
gebnis gelangt ist als die Vorinstanz, kann hinsichtlich der rechtlichen Subsumtion auf deren 
zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (vgl. angefochtenes Urteil 
E. III. Ziff. 1.2, 1.8 in fine, 2.2-2.3). Der Strafappellationshof macht sich die Erwägungen der Vorin-
stanz zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO).

7.

Der Berufungsführer beantragt seinen Freispruch bzw. subsidiär seine Verurteilung zu einer Frei-
heitsstrafe (Gesamtstrafe) von weniger als 22 Monaten. Die Staatsanwaltschaft beantragt die 
Abweisung der Berufung und im Ergebnis die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.

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7.1. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 
Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB 
dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen 
des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat 
das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest-
zuhalten. Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. 
Er hat im Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden 
Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens 
zu gelangen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des 
verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, 
Gefährdung/Risiko, Sachschaden etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das 
Mass an Entscheidungsfreiheit beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen 
Willens. Neben den objektiven und subjektiven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem 
subjektiven Tatverschulden eine entscheidende Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind 
auch täterbezogene Umstände (Täterkomponente) zu berücksichtigen, die mit der konkreten Straf-
tat nicht im unmittelbaren Tatzusammenhang stehen (vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 
10. November 2016 E. 1.3.3). Im Rahmen der Täterkomponente sind das Vorleben, die persönli-
chen Verhältnisse des Angeklagten sowie die Beweggründe und Ziele des Täters zu berücksichti-
gen. Zum Vorleben gehören die Lebensgeschichte des Täters zur Tatzeit, seine Herkunft, die 
Familienverhältnisse, die Erziehung, die Ausbildung und seine Haltung gegenüber Gesetzen.

7.2. Zudem ist die Rechtsprechung zur Strafzumessung bei mehreren strafbaren Handlungen 
zu beachten. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen 
für die schwerste Straftat bzw. für die schwerste Tatgruppe zu bestimmen und alsdann die Einsatz-
strafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unter 
Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. 
Der Richter hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt 
festzulegen, indem er alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände berück-
sichtigt. In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktio-
nieren (vgl. BGE 144 IV 313 E. 1.1.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Bildung 
einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur möglich, 
wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt 
(sog. "konkrete Methode"; vgl. BGE 144 IV 217 E. 2.2).

7.3. Nach der seit dem 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Fassung von Art. 46 Abs. 1 StGB 
widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe, wenn der Verurteilte 
während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er 
weitere Straftaten verüben wird. Sind die widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, so bildet es 
in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe. Ist nicht zu erwarten, dass der 
Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf (Art. 46 
Abs. 2 StGB).

Eine bedingte Strafe oder der bedingte Teil einer Strafe ist nur zu widerrufen, wenn von einer 
negativen Einschätzung der Bewährungsaussichten auszugehen ist, d.h. aufgrund der erneuten 
Straffälligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht. Die Prüfung der Bewährungsaussichten 
des Täters ist anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen (Urteil 

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BGer 6B_677/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1.1). In die Beurteilung sind neben den Tatum-
ständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen miteinzubeziehen, 
die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. 
Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeits-
verhalten, soziale Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen 
Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheids miteinzubeziehen. Wie bei der Strafzumessung 
müssen die Gründe im Urteil so wiedergegeben werden, dass sich die richtige Anwendung des 
Bundesrechts überprüfen lässt (Urteil BGer 6B_668/2019 vom 21. Oktober 2019 E. 2.1). In die 
Beurteilung der Bewährungsaussichten ist auch miteinzubeziehen, ob die neue Strafe bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wird. Der Richter kann zum Schluss kommen, dass vom Widerruf des 
bedingten Vollzugs für die frühere Strafe abgesehen werden kann, wenn die neue Strafe vollzogen 
wird. Auch das Umgekehrte ist zulässig: Wenn die frühere Strafe widerrufen wird, kann unter 
Berücksichtigung ihres nachträglichen Vollzugs eine Schlechtprognose für die neue Strafe im 
Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB verneint und diese folglich bedingt ausgesprochen werden (Urteil 
BGer 6B_677/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1.1). Dem Sachgericht steht bei der Beurteilung 
der Legalprognose ein Ermessensspielraum zu (Urteil BGer 6B_677/2019 vom 12. Dezember 
2019 E. 1.1.2).

Bei der Gesamtstrafenbildung nach Art. 46 Abs. 1 Satz 2 StGB hat das Gericht methodisch von 
derjenigen Strafe als «Einsatzstrafe» auszugehen, die es für die während der Probezeit neu verüb-
te Straftat nach den Strafzumessungsgrundsätzen von Art. 47 ff. StGB ausfällt. Anschliessend ist 
diese mit Blick auf die zu widerrufende Vorstrafe angemessen zu erhöhen. Daraus ergibt sich die 
Gesamtstrafe. Bilden die «Einsatzstrafe» für die neu zu beurteilenden Probezeitdelikte und die 
Vorstrafe ihrerseits Gesamtstrafen, kann das Gericht der bereits im Rahmen der jeweiligen 
Gesamtstrafenbildung erfolgten Asperation durch eine gemässigte Berücksichtigung bei der 
Gesamtstrafenbildung Rechnung tragen (BGE 145 IV 146 E. 2.4.2).

7.4. Am 1. Januar 2018 sind neue Bestimmungen des Strafgesetzbuches betreffend das Sankt-
ionenrecht (AS 2016 1249) in Kraft getreten. Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB ist das Strafrecht nur auf 
Verbrechen und Vergehen anwendbar, die nach dessen Inkrafttreten begangen wurden. Art. 2 
Abs. 2 StGB sieht allerdings vor, dass die neue Gesetzesbestimmung anzuwenden ist, wenn der 
Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttreten dieser Bestimmung begangen hat, die Beur-
teilung aber erst nachher erfolgt, und das neue Gesetz für den Täter das mildere ist. Die rückwir-
kende Anwendung der Gesetzesänderung ist unzulässig, wenn sie sich zu Lasten des Täters 
auswirken würde. Daraus leitet sich ab, dass grundsätzlich jenes Gesetz anwendbar ist, das im 
Zeitpunkt der verübten Tat galt, es sei denn, dass das neue Gesetz das mildere ist. Die Rückwir-
kung des milderen Gesetzes (lex mitior) folgt dem Gedanken, dass nicht mehr oder milder bestraft 
werden soll, weil die Tat zufolge Änderung der Rechtsanschauung nicht mehr bzw. weniger straf-
würdig erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.1). Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder 
ist, beurteilt sich nicht nach einer abstrakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug auf den konkre-
ten Fall (Grundsatz der konkreten Vergleichsmethode). Der Richter hat die Tat sowohl nach altem 
als auch nach neuem Recht (hypothetisch) zu prüfen und durch Vergleich der Ergebnisse festzu-
stellen, nach welchem der beiden Rechte der Täter besser wegkommt. Der Gesetzesvergleich hat 
sich ausschliesslich nach einem objektiven Massstab zu richten (Grundsatz der Objektivität). 
Massgebend ist, welches die nach dem Gesetz gefundene, objektiv günstigere Rechtslage 
darstellt, nicht etwa der subjektive Gesichtspunkt, welche Sanktion dem Täter persönlich als 
vorteilhafter erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.2). Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe 
Tat nur entweder das alte oder das neue Recht (vgl. BGE 134 IV 82 E 6.2.3).

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Das neue Recht hat das Sanktionenregime verschärft, so dass die bis am 31. Dezember 2017 
geltenden Bestimmungen grundsätzlich das mildere Recht sind. Da die Taten vor diesem Datum 
begangen worden sind, sind diese anzuwenden. Hingegen ist Art. 46 Abs. 1 StGB in der am 
1. Januar 2018 in Kraft getretenen Fassung als milderes Recht zu qualifizieren, weshalb dieser bei 
der Festsetzung der Gesamtstrafe anzuwenden ist (vgl. Urteil BGer 6B_932/2018 vom 24. Januar 
2019 E. 2.5, nicht publiziert in BGE 145 IV 146).

7.5. Aus dem aktuellen Strafregisterauszug des Berufungsführers geht hervor, dass er am 
20. August 2004 vom Bezirksstrafgericht der Sense wegen Verbrechens gegen das Betäubungs-
mittelgesetz zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilt wurde. Mit Urteil des Polizeirich-
ters des Sensebezirks vom 1. April 2014 wurde er zudem wegen Verbrechens gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz in der Zeitspanne vom 1. Januar 2012 bis 2. Oktober 2012 zu einer bedingten 
Freiheitsstrafe von acht Monaten mit einer Probezeit von fünf Jahren verurteilt. Zu diesem Eintrag 
im Strafregister ist festzustellen, dass dieser falsch und zu korrigieren ist. Gemäss Urteil wurde der 
Berufungsführer am 1. April 2014 wegen Vergehens, nicht Verbrechens, gegen das Betäubungs-
mittelgesetz verurteilt. Das vorliegend zu beurteilende Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wurde 
begangen zwischen Frühling 2016 und 7. Dezember 2016 und somit noch während der Probezeit. 
Die ebenfalls zwischen dem 17. April 2016 und November 2016 begangene Übertretung nach Art. 
19a Ziff. 1 BetmG kann im Rahmen der Beurteilung des Widerrufs nach Art. 46 Abs. 1 StGB nicht 
berücksichtigt werden. Seit Ablauf der Probezeit sind weiter noch keine drei Jahre vergangen (Art. 
46 Abs. 5 StGB), weshalb ein Widerruf grundsätzlich möglich ist.

Es ist somit festzustellen, dass es sich beim Berufungsführer um einen Probezeittäter handelt, 
welcher während der Probezeit erneut wegen Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetz straffäl-
lig geworden ist. Der Zeitpunkt und die Art der neuen Delinquenz im einschlägigen Bereich legen 
eine schlechte Prognose nahe. Seine Vorstrafen und die laufende Probezeit scheinen den Beru-
fungsführer nicht beeindruckt zu haben, was auf eine gewisse Unbelehrbarkeit und Uneinsichtig-
keit hindeutet. Die Prognose ist schlecht und es liegen keine besonderen Umstände vor, die ein 
Absehen vom Widerruf rechtfertigen würden. Im Gegenteil ist zu erwarten, dass der Berufungsfüh-
rer weitere Straftaten verüben wird, wie dies bereits ein Blick in den aktuellen Strafregisterauszug 
erahnen lässt.

Unter diesen Umständen sind die Voraussetzungen für den Widerruf erfüllt, weshalb die dem Beru-
fungsführer mit Urteil vom 1. April 2014 des Polizeirichters des Sensebezirks gewährte bedingte 
Freiheitsstrafe von acht Monaten zu widerrufen ist.

7.6. Vorliegend wird der Berufungsführer wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie 
Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbe-
stände erfüllt. Das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) wird mit 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, die Übertretung des Betäubungsmittel-
gesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG) mit Busse.

Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz kann somit grundsätzlich sowohl eine Frei-
heitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Hierzu ist hervorzuheben, dass der 
Berufungsführer einschlägig vorbestraft ist und die vorliegend zu beurteilenden Straftaten während 
der Probezeit verübt wurden. Das konkrete Tatvorgehen, das Verschulden des Berufungsführers 
sowie die kriminelle Energie rechtfertigen hierfür das Verhängen einer Freiheitsstrafe. Da die 
widerrufene und die neue Strafe somit gleicher Art sind, ist in sinngemässer Anwendung von Art. 

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49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden. Dazu kommt eine Busse für die Übertretung des Betäu-
bungsmittelgesetzes.

7.7.

7.7.1. Betreffend das zwischen Frühling 2016 und 7. Dezember 2016 begangene Vergehen nach 
Art. 19 Abs. 1 BetmG ist festzuhalten, dass der Berufungsführer massgeblich am Hanfanbau auf 
seinem Hof beteiligt war. Er verfügte über die nötige Infrastruktur und das Wissen für den Betrieb 
einer solchen Anlage.

Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträchtigung 
als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu schüt-
zen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit in 
einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der 
Bevölkerung als Kollektiv (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und 
Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 
BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksge-
sundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die 
jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet 
sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allge-
mein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der 
Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz, Kommen-
tar, 2016, Art. 19 N. 22). Die Betäubungsmittelmenge ist ein wichtiger Strafzumessungsfaktor, 
auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 
E. 4.5).

Es ist festzustellen, dass der Berufungsführer Hanf in grosser Menge anbaute und auch eine 
beträchtliche Menge Marihuana beschlagnahmt wurde. Damit gefährdete der Berufungsführer die 
Gesundheit unzähliger Menschen zumindest in abstrakter Weise. Im Übrigen handelte er aus 
egoistischen Beweggründen. Die objektiven Tatkomponenten wiegen mittelschwer. 

In subjektiver Hinsicht ist hervorzuheben, dass der Berufungsführer vorsätzlich handelte. Er hätte 
sich ohne weiteres gegen die Gesetzesverletzung entscheiden können. Bei der Produktion einer 
solchen Menge Betäubungsmittel und der Grösse der Anlage bzw. den vorhandenen Pflanzen und 
Stecklingen muss davon ausgegangen werden, dass der Berufungsführer in erster Linie aus finan-
ziellem Interesse handelte, sich gleichzeitig aber auch Stoff für den eigenen Konsum beschaffte. 
Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Fähigkeit des Berufungsführers, sich rechtsgetreu zu 
verhalten, vollständig intakt war. Auch die subjektiven Tatkomponenten sind daher nicht mehr als 
leicht zu gewichten.

Bezüglich der Täterkomponenten ist auf die Erwägungen der Vorinstanz zu den persönlichen 
Verhältnissen des Berufungsführers (vgl. angefochtenes Urteil E. IV. Ziff. 1.4 S. 21 f.) sowie auf 
seine Aussagen anlässlich der Sitzung des Strafappellationshofs vom 8. Februar 2021 zu verwei-
sen. Der Berufungsführer wohnt mit seinem Sohn zusammen auf dem Hof und ist AHV-Rentner. 
Der Verkauf von Land hat dazu geführt, dass die Pachteinnahmen nicht mehr so gross sind. 
Ausser gewissen Altersbeschwerden, geht es ihm gut. Das Vorleben und die persönlichen Verhält-
nisse des Berufungsführers sind daher neutral zu gewichen. Seine Strafempfindlichkeit ist durch-
schnittlich. In Bezug auf das Nachtatverhalten ist festzuhalten, dass der Berufungsführer die Delik-
te nach anfänglichen anderslautenden Aussagen bestreitet und weder besondere Reue noch 
Einsicht gegenüber seinen Taten zeigt. Im Strafregisterauszug sind zwei Vorstrafen und eine neue 

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Strafuntersuchung verzeichnet. Das Verhalten des Berufungsführers zeugt von mangelndem 
Respekt und Unbelehrbarkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung, was leicht straferhöhend 
zu bewerten ist. Insgesamt sind die Täterkomponenten neutral zu gewichten.

Unter diesen Voraussetzungen ist die Einsatzstrafe für das Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG 
auf eine Freiheitsstrafe von circa 12 Monaten festzusetzen. Diese Einsatzstrafe ist aufgrund des 
Widerrufs der bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten angemessen zu erhöhen.

7.7.2. Die vorliegend widerrufene Freiheitsstrafe von acht Monaten, welche der Polizeirichter des 
Sensebezirks am 1. April 2014 aussprach, betraf gemäss Urteil ebenfalls den Straftatbestand des 
Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei der Freiheitsstrafe von acht Monaten handelte 
es sich ebenfalls um eine Einsatzstrafe und nicht eine Gesamtstrafe. Dies ist bei der Asperation zu 
berücksichtigen.

7.7.3. Aufgrund der Einsatzstrafe von 12 Monaten, der asperierten Erhöhung für die widerrufene 
Freiheitsstrafe sowie der als neutral gewichteten Täterkomponenten erachtet der Strafappellations-
hof für die Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Gesamtstrafe von 18 Monaten als 
angemessen.

7.8. Die Vorinstanz verurteilte den Berufungsführer zudem wegen Übertretung von Art. 19a Ziff. 
1 BetmG zu einer Busse von CHF 200.-. Diese Sanktion ist nicht zu beanstanden.

7.9.

7.9.1. Art. 42 Abs. 1 StGB sieht vor, dass das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer 
Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel aufschiebt, wenn eine unbedingte Strafe 
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten. In subjektiver Hinsicht hat das Gericht für die Gewährung des bedingten Strafvollzu-
ges eine Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu stellen. Bei der Prüfung, ob der 
Verurteilte für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr bietet, ist eine Gesamtwürdigung aller 
wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den 
Tatumständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige 
Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die 
Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Relevan-
te Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsverhalten, 
das Bestehen sozialer Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönli-
chen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen. Es ist unzulässig, einzel-
nen Umständen eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder 
überhaupt ausser Acht zu lassen. Wie bei der Strafzumessung (Art. 50 StGB) müssen die Gründe 
im Urteil so wiedergegeben werden, dass sich die richtige Anwendung des Bundesrechts überprü-
fen lässt (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.2.1). Die Gewährung des Strafaufschubes setzt nicht die positive 
Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, sondern es genügt die Abwesenheit der 
Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grund-
sätzlich nur bei ungünstiger Prognose abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der 
Ungewissheit den Vorrang (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.2.2).

Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten 
Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn 
besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). Besonders günstig sind Umstände, 
die ausschliessen, dass die Vortat die Prognose verschlechtert. Der bedingte Strafvollzug ist nur 

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möglich, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden Faktoren den Schluss zulässt, dass 
trotz der Vortat eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Dabei ist zu prüfen, ob die indizi-
elle Befürchtung durch die besonders günstigen Umstände zumindest kompensiert wird. Das trifft 
etwa zu, wenn die neuerliche Straftat mit der früheren Verurteilung in keinerlei Zusammenhang 
steht, oder bei einer besonders positiven Veränderung in den Lebensumständen des Täters (BGE 
145 IV 137 E. 2.2 mit Hinweisen). Bei der Frage, ob besonders günstige Umstände im Sinne von 
aArt. 42 Abs. 2 StGB vorliegen, ist die voraussichtliche Wirkung des Teilvollzugs zu berücksichti-
gen. Die Prüfung der Bewährungsaussichten des Täters ist sowohl unter den Voraussetzungen 
von aArt. 42 Abs. 1 als auch Abs. 2 StGB anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen 
Umstände vorzunehmen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterper-
sönlichkeit unerlässlich. Durch die Vorstrafenbelastung hat sich zwar die Ausgangslage für die 
Bewertung der Bewährungsaussichten verschoben. Sie ist – anders als bei einem nicht rückfälli-
gen Täter nach aArt. 42 Abs. 1 StGB – nicht mehr neutral in dem Sinne, dass das Fehlen einer 
ungünstigen Prognose aufgrund der Erwartung, der Verurteilte werde sich unter dem Eindruck des 
drohenden Strafvollzuges (und allfälliger Weisungen und Bewährungshilfen) in Freiheit selbst 
bessern, gesetzlich nicht vermutet wird. Gleichzeitig stellt aArt. 42 Abs. 2 StGB aber klar, dass 
selbst eine erhebliche Vorstrafenbelastung für sich genommen den (teil-)bedingten Strafvollzug 
nicht auszuschliessen vermag, auch wenn dies nur unter besonders günstigen Umständen möglich 
ist (BGE 144 IV 277 E. 3.2; 134 IV 1). Die Fünfjahresfrist nach Art. 42 Abs. 2 StGB beginnt mit der 
Eröffnung des rechtskräftigen Urteils (vgl. BGE 145 IV 137 E. 3).

7.9.2. Nach aArt. 43 Abs. 1 StGB, welcher das mildere Recht darstellt, kann das Gericht den 
Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens 
einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um 
dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (aArt. 43 Abs. 1 StGB). Der unbe-
dingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB); sowohl der 
aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe muss mindestens sechs 
Monate betragen (Art. 43 Abs. 3 StGB).

Das Bundesgericht hat im Leitentscheid BGE 134 IV 1 sowohl den Zweck als auch das Verhältnis 
von aArt. 42 und aArt. 43 StGB grundlegend und umfassend definiert. Die teilbedingte Strafe ist als 
Mittellösung zwischen dem vollständigen Aufschub der Strafe und deren Vollzug eingeführt 
worden. Grundvoraussetzung für eine teilbedingte Strafe gemäss aArt. 43 StGB ist wie bei aArt. 42 
StGB, dass die Legalprognose des Täters nicht schlecht ausfällt. Der Hauptanwendungsbereich 
der teilbedingten Strafe liegt bei Freiheitsstrafen zwischen zwei und drei Jahren. Fällt die Legalpro-
gnose nicht negativ aus, tritt der teilbedingte Freiheitsentzug an die Stelle des in diesem Bereich 
nicht mehr möglichen vollbedingten Strafvollzuges. Im überschneidenden Anwendungsbereich von 
aArt. 42 und aArt. 43 StGB zwischen einem und zwei Jahren Freiheitsstrafe ist hingegen der (voll-
ständige) Strafaufschub die Regel. Der teilbedingte Vollzug kommt nur (subsidiär) zur Anwendung, 
wenn der Aufschub wenigstens eines Teils der Strafe aus spezialpräventiver Sicht erfordert, dass 
der andere Strafteil unbedingt ausgesprochen wird. Ergeben sich – insbesondere aufgrund frühe-
rer Verurteilungen – ganz erhebliche Bedenken an der Legalbewährung des Täters, ermöglicht der 
Teilvollzug für die Zukunft eine bessere Prognose. Das Gericht kann mit Hilfe der teilbedingten 
Strafe im Bereich höchst ungewisser Prognosen dem Dilemma "Alles oder Nichts" entgehen. Erfor-
derlich ist aber stets, dass der teilweise Strafvollzug einerseits eine günstige Legalprognose 
erlaubt und andererseits für die Erhöhung der Bewährungsaussichten unumgänglich erscheint. 
Besteht hingegen keinerlei Aussicht, dass der Täter sich durch den – ganz oder teilweise – 

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gewährten Strafaufschub im Hinblick auf sein zukünftiges Legalverhalten positiv beeinflussen lässt, 
ist die Strafe in voller Länge zu vollziehen (BGE 144 IV 277 E. 3.1.1; 134 IV 1).

7.9.3. Der Berufungsführer ist mehrfach vorbestraft. Sein Strafregister weist zurzeit zwei Einträge 
wegen verschiedener Verbrechen und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz auf. Die 
letzte Vorstrafe datiert vom 1. April 2014, als der Berufungsführer wegen Vergehens gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten mit einer Probezeit 
von fünf Jahren verurteilt wurde. Der Berufungsführer wurde folglich in den letzten fünf Jahren vor 
den hier zu beurteilenden Taten zu einer bedingten Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten 
verurteilt. Aufgrund dieser Vorstrafe greift die gesetzliche Vermutung einer nicht ungünstigen 
Legalprognose gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB nicht.

Weiter ist festzustellen, dass sich der Berufungsführer trotz Verurteilung zu einer bedingten Frei-
heitsstrafe mit Probezeit nicht davon abbringen liess, weiter zu delinquieren und zwar im einschlä-
gigen Bereich. Im Zeitpunkt der neuen Straftaten war die Probezeit von fünf Jahren noch nicht 
abgelaufen. Es ist somit negativ zu gewichten, dass der Berufungsführer innert der Probezeit 
wiederum einschlägig straffällig wurde. So scheinen auch das Damoklesschwert des drohenden 
Strafvollzuges bzw. die bereits früher verbüsste Gefängnisstrafe dem Berufungsführer nicht gehol-
fen zu haben, sich definitiv vom Betäubungsmittelhandel fernzuhalten. 

Im Sinne einer Gesamtwürdigung ist somit festzuhalten, dass keine besonders günstigen Umstän-
de im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB vorliegen, die das Ausfällen einer bedingten Strafe rechtferti-
gen würden. Auch aus spezialpräventiver Sicht scheint eine bedingte Strafe vorliegend nicht 
ausreichend. Gleiches gilt für den teilbedingten Strafvollzug. Die Vorstrafen scheinen dem Beru-
fungsführer nicht genügend Lehre gewesen zu sein und sein Verhalten deutet auf eine gewisse 
Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit hin. Da somit vorliegend auch eine teilbedingte Strafe nicht in 
Frage kommt, wird die Freiheitsstrafe von 18 Monaten unbedingt ausgesprochen, wobei die 
erstandene Untersuchungshaft angerechnet wird (Art. 51 StGB).

7.10. Aus dem Gesagten folgt, dass die Berufung des Berufungsführers teilweise gutgeheissen 
wird.

8.

Die Beschlagnahme sowie den Kostenpunkt hat der Berufungsführer nicht selbständig angefoch-
ten, sondern als Folge des beantragten Freispruchs betreffend das Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 
BetmG und die Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. Soweit erforderlich, verweist der Strafap-
pellationshof auf die Begründung der Vorinstanz (Art. 82 Abs. 4 StPO).

9.

9.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn 
sie verurteilt wird. Bei vorliegendem Verfahrensausgang ist von einer neuen Verlegung der erstin-
stanzlichen Verfahrenskosten abzusehen.

9.2. Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. 
des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). In Anwendung dieser Bestim-
mungen werden die Gerichtskosten auf CHF 3‘300.- festgesetzt (Gebühr: CHF 3‘000.-; Auslagen: 
CHF 300.-).

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Der Berufungsführer ist im Berufungsverfahren nur in Bezug auf die Strafzumessung und somit 
teilweise durchgedrungen. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Berufungsverfahrens zu zwei 
Dritteln dem Berufungsführer und zu einem Drittel dem Staat Freiburg aufzuerlegen.

9.3. Erfolgt weder ein vollständiger oder teilweiser Freispruch noch eine Einstellung des 
Verfahrens, obsiegt die beschuldigte Person aber in andern Punkten, so hat sie Anspruch auf eine 
angemessene Entschädigung für ihre Aufwendungen (Art. 436 Abs. 2 StPO). Die Entschädigungs-
frage folgt den gleichen Regeln wie der Kostenentscheid. Vorliegend wurden die Verfahrenskosten 
zu zwei Dritteln dem Berufungsführer und zu einem Drittel dem Staat Freiburg auferlegt.

Gemäss Art. 75a des Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) werden die als 
Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare und Anwaltsauslagen nach einem Stundenta-
rif von CHF 250.- festgesetzt.

Rechtsanwalt Clerc veranschlagt für das Berufungsverfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 
rund 10 Stunden. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint dieser Arbeitsaufwand 
von 10 Stunden, ausmachend CHF 2’500.-, als angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen 
beläuft sich auf CHF 125.- (5% von CHF 2'500.-) und die Reisekosten auf CHF 30.-. Die dem 
Berufungsführer zugesprochene Entschädigung wird angesichts seines nur teilweisen Obsiegens 
auf einen Drittel dieses Betrages, d.h. CHF 953.15, inkl. CHF 68.15 Mehrwertsteuer, festgesetzt.

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen.

Das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 16. April 2019 wird in Ziff. 2 und 3 abge-
ändert. Es lautet neu wie folgt:

I.

1. A.________ wird verurteilt wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG, begangen 
zwischen Frühling 2016 bis 7. Dezember 2016 in C.________, sowie Übertretung von 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG begangen zwischen 17. April 2016 bis November 2016.

2. Der mit Urteil des Polizeirichters des Sensebezirks vom 1. April 2014 gewährte beding-
te Vollzug einer Freiheitsstrafe von acht Monaten wird widerrufen (Art. 46 StGB).

3. A.________ wird unter Einbezug der widerrufenen bedingten Freiheitsstrafe vom 
1. April 2014 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten (Gesamtstrafe) 
und zu einer Busse von CHF 200.- verurteilt (Art. 40, 46, 47, 49, 106 Abs. 1 StGB).

4. Wird die Busse nicht fristgemäss bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg unein-
bringlich, tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von zwei Tagen (Art. 106 Abs. 2 und 3 
StGB).

5. Die vom 7. Dezember 2016 bis 20. Januar 2017 erstandene Untersuchungshaft 
(45 Tage) wird angerechnet (Art. 51 StGB).

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6. Auf schriftliche Anfrage innerhalb von 30 Tagen an den Präsidenten des Strafgerichts 
kann A.________ beantragen, den Vollzug der Busse in Form von gemeinnütziger 
Arbeit zu leisten (ausmachend total acht Stunden). Die Verfahrenskosten können nicht 
durch das Leisten von gemeinnütziger Arbeit bezahlt werden. Die Vollzugsmodalitäten 
werden zu einem späteren Zeitpunkt vom Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe 
festgelegt (Art. 79a StGB).

II.

[…]

III.

7. Die beschlagnahmten Gegenstände (Marihuana und Vakuumiergerät) werden eingezo-
gen und vernichtet (Art. 69 StGB).

8. Die Kosten des Verfahrens von CHF 10‘300.- (Gebühr CHF 4‘000.-, Auslagen 
CHF 6‘300.-) werden den Beschuldigten je zur Hälfte auferlegt (Art. 426 StPO).

9. Die bei A.________ beschlagnahmten CHF 359.50 werden mit dem von A.________ 
zu bezahlenden Anteil der Verfahrenskosten verrechnet (Art. 442 Abs. 3 StPO). 

10. […]

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 3'300.- (Gerichtsgebühr: CHF 3'000.-; 
Auslagen: CHF 300.-) festgesetzt. Sie werden A.________ zu zwei Dritteln und dem Staat 
Freiburg zu einem Drittel auferlegt.

III. A.________ wird für das Berufungsverfahren eine Entschädigung in Höhe von CHF 953.15 
(inkl. MwSt. von CHF 68.15) zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde 
in Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 8. Februar 2021/fju

Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: