# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82a9c9ae-7012-5b68-8551-e0284b690248
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 15.04.2025 VR3 2024 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-1_2025-04-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 15. April 2025

Referenz VR3 24 1

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Schmid Christoffel, Vorsitz
Brun und Audétat
Gross, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger

gegen

Gemeinde Scuol
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally

Gegenstand Teilrevision Quartierplan B._____

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Sachverhalt

A. Das Quartierplangebiet "B._____" befindet sich in der Gemeinde Scuol und 
umfasst die acht Parzellen Z.1._____ (Teilparzelle), Z.2._____ (Teilparzelle), 
Z.3._____, Z.4._____, Z.5._____, Z.6._____, Z.7._____ und Z.8._____. Sämtliche 
Parzellen in der Wohnzone 2 sind schon mit einem Ein- oder Zweifamilienhaus 
bebaut und durch die eigene Quartierstichstrasse (Parzelle Z.3._____) mit 
Wendeplatz erschlossen. Die Parzelle Z.2._____ der Familie C._____ (bestehend 
aus: D._____ und E._____ [Eltern] und F._____ [Tochter] C._____) liegt nördlich 
oberhalb und die Parzelle Z.6._____ von A._____ südlich unterhalb, jeweils direkt 
angrenzend an die Quartiererschliessungsstrasse. Mit der Bauabsicht der Familie 
C._____ im Jahre 2022, auf dem Südteil ihrer Parzelle Z.2._____ zusätzlich zum 
bestehenden Einfamilienhaus ein neues, eigenständiges Gebäude anzubauen, war 
die Nachbarin auf Parzelle Z.6._____ nicht einverstanden, weshalb sie gegen das 
geplante Bauvorhaben Einsprache bei der Gemeinde Scuol erhob, was letztlich zur 
Sistierung des Bauvorhabens bis zur bevorstehenden Teilrevision des betreffenden 
Quartierplans und zum Abschreibungsbeschluss vom 19./20. August 2024 der 
Gemeinde betreffend das Baugesuch Nr. 2022-0081 (Erweiterung/Umbau mit neuer 
Wohnung und Realisierung von Erdsonden auf Parzelle Z.2._____) führte. Die 
dagegen erhobene Einsprache der Nachbarin auf Parzelle Z.6._____ wurde zufolge 
Rückzugs des Baugesuchs der Familie C._____ (als gegenstandslos geworden) 
abgeschrieben.    

B. Der Quartierplan B._____ wurde im Jahre 1984 erlassen. Damals galt das 
Baugesetz aus dem Jahre 1983, welches in den Jahren 2004/2005 revidiert wurde. 
Infolge hängiger Totalrevision der Ortsplanung wurde im Jahre 2017 erstmals eine 
Planungszone über das betreffende Quartierplangebiet erlassen, welche mehrfach 
verlängert wurde, letztmals bis zum 16. Februar 2027. Mit Einleitungsbeschluss vom 
30. Mai 2023 in Sachen "Teilrevision Quartierplan B._____" wies die Gemeinde die 
drei dagegen erhobenen Einsprachen (u.a. auch die von A._____) ab, soweit sie 
darauf eintrat. Zur Revision des Quartiersplans wurde in der publizierten 
Absichtserklärung folgendes Planungsziel erwähnt: "Anpassung an die 
Regelbauweise und die Dachvorschriften des jeweils aktuellen Baugesetzes, 
allenfalls ergänzt mit weiteren, sich aufgrund des aktuellen Rechts aufdrängenden 
Änderungen". Die dafür aufzuerlegenden Kosten bildeten Gegenstand der 
Planungskosten. Nach Durchführung des Mitwirkungsverfahrens wurde der 
bereinigte Quartierplanentwurf vom 15. September 2023 bis 14. Oktober 2023 
öffentlich aufgelegt. Die Betroffenen wurden über diese Auflage mit Schreiben vom 
12. September 2023 individuell orientiert. Während der öffentlichen Auflage erhob 
A._____ am 11. Oktober 2023 Einsprache gegen die Revision des Quartierplans. 

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C. Mit Beschluss vom 27. November 2023 wies der Gemeindevorstand die 
Einsprache von A._____ ab, soweit er darauf eintrat. Weiter genehmigte er die 
Revision des Quartierplans B._____, bestehend aus den teilrevidierten 
Quartierplanvorschriften (QPV). Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids 
würden die revidierten QPV im Grundbuch Scuol auf allen Grundstücken im 
Quartierplangebiet angemerkt. Die Kosten seien Gegenstand der Planungskosten. 

D. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 3. Januar 
2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, mit den 
Anträgen, der angefochtene Einsprache- und Genehmigungsentscheid vom 27. 
November 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
im Sinne der Beschwerdegründe zurückzuweisen. Eventualiter sei die 
Angelegenheit vor Verwaltungsgericht zumindest bis die Ergebnisse des 
Mitwirkungsverfahrens in der Totalrevision der Grundordnung vorlägen, zu 
sistieren. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, bei der vorliegenden QP-Revision handle es sich um 
eine Folgeplanung für eine einzelne Person mit dem Zweck, diese ortsansässige 
Person zu bevorzugen (gemeint wohl Familie C._____). Das Quartierplanverfahren 
müsse sistiert werden, weil die Beschwerdeführerin im Rahmen der hängigen 
Ortsplanungsrevision eine Reduktion der baurechtlichen Gebäudehöhe und 
Ausnützungsziffer beantragen werde. Zudem sei die Regelung betreffend Tragung 
der Quartierplankosten rechtswidrig. Die Kosten seien entsprechend dem 
Vorteilsprinzip der Eigentümerschaft von Grundstück Z.2._____ aufzuerlegen.

E. Mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2024 beantragte die Gemeinde 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, inkl. 
Sistierungsantrag, soweit darauf einzutreten sei; unter gesetzlicher Kostenfolge. Zur 
Begründung wurde auf die geänderten rechtlichen Verhältnisse seit 1983/84 
hingewiesen und daraus das Fazit betreffend Ausnützungsziffer (AZ) und betreffend 
Messmethoden gezogen (vgl. Vernehmlassung Rzn. 11-16, S. 3-5). Weiter wurden 
Ausführungen zur Unbegründetheit des Sistierungsantrags (Rzn. 17-20.3, S. 6-8) 
gemacht und die Regelung zu den Planungskosten (Rzn. 21-24, S. 8-9) erläutert. 
Unter Schlussbemerkung (Rz. 25, S. 10) wurde resümiert: Mit der 
Quartierplanrevision werde das im Einleitungsbeschluss definierte Planungsziel 
zweckmässig umgesetzt. Die QP-Revision entspreche vollumfänglich dem 
geltenden Recht, und sie sei so ausgestaltet, dass sie auch dem künftigen Recht 
entsprechen werde. Es lasse sich darum nicht rechtfertigen, den Abschluss der 
hängigen Ortsplanungsrevision abzuwarten, zumal dies unter Umständen noch 
lange dauern könne. Ein solches Zuwarten würde dem vielseits vertretenen 

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öffentlichen Interesse widersprechen, die Bündner Bau- und Planungsverfahren 
nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch speditiv durchzuführen. Diesem 
öffentlichen Interesse an speditiven Verfahren habe der Gesetzgeber jüngst mit 
überwältigender Mehrheit Nachdruck verschafft, indem er einen 
Kommissionsauftrag zur Beschleunigung von Rechtsmittelverfahren überwiesen 
habe. Vorliegend komme hinzu, dass der Einsprecherin aus einem speditiven 
Verfahrensabschluss keine Nachteile erwüchsen, zumal sie jederzeit gestützt auf 
Art. 21 Abs. 1 KRVO eine erneute Anpassung verlangen könnte.

F. Mit Eingabe (Replik) vom 19. April 2024 hielt die Beschwerdeführerin 
unverändert an ihren Ausführungen und Anträgen in der Beschwerde fest. 
Ergänzend brachte sie vor, die Begründung im angefochenen Entscheid sei in der 
Vernehmlassung erheblich abgeändert und erweitert worden. Wenn behauptet 
werde, der derzeit gültige Quartierplan widerspreche dem aktuellen wie dem 
künftigen Recht, dann dürfe nicht einfach nur punktuell – um konkrete Baugesuche 
eines Privaten zu ermöglichen – der Plan revidiert werden, sondern es müsse eine 
gesamtheitliche Revision des Quartierplans erfolgen, indem auch die Gestaltung 
und Erschliessung gesamtheitlich überarbeitet würden. Raumplanung sei immer 
eine umfassende Interessensabwägung. Dies gelte auch für die hier einzig 
beabsichtigte Änderung der Messmethoden. Daran ändere auch die dynamische 
Anpassung nichts. Es sei gerade Kernauftrag in der kommunalen Folgeplanung, 
dass diese die Grundordnung zwar einhalten müsse, diese aber auch verfeinern 
dürfe, indem sie in gewissen Positionen von der Regelbauweise abweichen dürfe. 
Auch bei der Folgeplanung müssten die Fragen zur Ausnützung und deren 
Auswirkung in einen Gesamtkontext mit umfassender Interessensabwägung 
gestellt und beantwortet werden. Gerade dies sei im angefochtenen Entscheid nicht 
geschehen, weshalb er rechtsmangelhaft und aufzuheben sei. Die Kosten für die 
Folgeplanung via Grundordnung dürfe nicht den Quartierplangenossen aufgebürdet 
werden, da diese von öffentlichem Interesse sei, sofern die Gemeinde ohne 
Verpflichtung und ohne Not eine solche vorschreibe.

G. Mit Duplik vom 6. Mai 2024 bekräftige die Beschwerdegegnerin unverändert 
ihre Vernehmlassung. Die Begründungen im Genehmigungsentscheid und in der 
Vernehmlassung widersprächen sich nicht, sie wiesen bloss eine unterschiedliche 
Begründungstiefe auf. Nutzungspläne seien jeweils nur "nötigenfalls" anzupassen. 
Die Gemeinde habe den fraglichen Quartierplan daher nur sanft, im minimal nötigen 
Umfang angepasst, nämlich nur in den Punkten, in welchen ein klar überwiegendes 
öffentliches Interesse oder zwingendes Recht für eine Anpassung gesprochen 
hätten. Konkret seien das die subsidiäre Anwendung des jeweils geltenden 

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Baugesetzes (nicht BauG-1983) für nicht im QP geregelte Fragen, die massvolle 
Verdichtung durch Anpassung an die jeweils aktuelle Regelbauweise sowie die 
Übernahme der Dachvorschriften aus der Grundordnung. Es sei somit gerade nicht 
notwendig, den ganzen QP – namentlich die übrigen Gestaltungsvorschriften, die 
Baufenster oder die Erschliessungsordnung – zu überarbeiten. Soweit die 
Beschwerdeführerin die Überwälzung der Planungskosten für Juristen und 
Fachleute auf die Gesamtheit der Steuerzahler (Allgemeinheit) und nicht auf die 
privaten Grundeigentümer (QP-Genossen) beantrage, könne dem im Einklang mit 
QPV (Ziff. 7.5a), KRG (Art. 54) und der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 
(R 19 98 und R 14 91) nicht entsprochen werden. Dasselbe gelte für das 
Rechtsmittelverfahren. Der dazu häufig zitierte BGE 143 II 467 (Kostenlosigkeit des 
Einspracheverfahrens) sei hier nicht einschlägig, da vorliegend die Regeln des 
Beitragsverfahrens (Art. 63 ff. KRG) Anwendung fänden. Für eine Praxisänderung 
seien die erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, weshalb keine Veranlassung 
für eine Änderung der besagten, langjährigen Verwaltungs- und Gerichtspraxis 
bestehe. Die Beschwerde sei daher abzuweisen. 

H. Mit (freiwilligen) Eingaben vom 20. Juni 2024 und 28. Juni 2024 äusserte sich 
die Beschwerdeführerin auch noch zur Duplik der Beschwerdegegnerin.

I. Mit als Noveneingabe bezeichnetem Zusatz (Triplik) vom 16. Dezember 2024 
brachte die Beschwerdeführerin vor, dass das unlängst hängige (erste) Baugesuch 
der Eheleute (D._____ und E._____) C._____ zurückgezogen worden sei und in 
der Folge ein neues, zweites Baugesuch durch die Tochter (F._____) eingereicht 
worden sei und es dabei zu Ungereimtheiten bei der Kostenauferlegung gekommen 
sei. Auch gegen dieses zweite Baugesuch habe sich die Beschwerdeführerin 
gewehrt. Erst aufgrund ihrer erneuten Einsprache seien die BGF- und HNF-
Berechnungen seitens der Baubehörde einverlangt worden. Dies zeige die Nähe 
zwischen der einheimischen Bauherrschaft und den kommunalen Behörden, im 
Gegensatz zur auswärtigen Beschwerdeführerin (Stichwort: Baukartellskandal). Die 
Vorinstanz habe dieses Folgeplanungsverfahren projektbezogen einseitig einzig 
und allein vor der Hauptplanung, der hängigen Grundordnungsgesamtrevision, 
durchgezogen, um einem weder de lege lata noch de lege ferenda (es bestehe von 
Gesetzes wegen eine Planungszone) rechtskonformen privaten Bauprojekt zum 
Gelingen zu verhelfen.

J. Mit Quadruplik vom 5. Februar 2025 entgegnete die Beschwerdegegnerin, 
dass die Einreichung eines neuen Baugesuchs sinnvoller und effizienter sei, falls 
ein (erstes) Baugesuch mehrfach nachgebessert werden müsste. Die dazu 
erhobenen Verdächtigungen seien unbegründet, was auch in Bezug auf die neutrale 

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und unbefangene Behandlung der Baugesuche durch die Gemeindebehörde gelte. 
Das Baugesuchsverfahren "C._____" unterscheide sich von den 
üblichen/gewöhnlichen Baugesuchsverfahren (Erfordernis Baunterlagen: Art. 132 
BauG-2004/05) dadurch, dass es gleichzeitig mit dem hängigen QP-
Planrevisionsverfahren (Teilrevision), mit der laufenden Totalrevision der 
Ortsplanung (Gesamtrevision/Grundordnung) sowie mit der Planungszone 
koordiniert und behandelt werden müsse. Das öffentliche Interesse decke sich mit 
dem privaten Interessen der Bauherrschaft an der zügigen Erteilung einer 
Baubewilligung, wenn diese ein baurechtskonformes, bewilligungsfähiges 
Baugesuch einreiche. Das öffentliche Interesse decke sich auch mit dem privaten 
Interesse der Einsprecherin A._____ an der Abweisung des Baugesuchs, wenn die 
Bauherrschaft ein baurechtswidriges Baugesuch einreiche. Soweit deren Interesse 
aber in einer blossen Verfahrensverzögerung bestehe, sei ein solches Interesse 
nicht schützenswert und die Beschwerdegegnerin habe dem entgegenzutreten. Ein 
derartiges Verhalten der kommunalen Baubehörde begründe weder eine 
unzulässige Vorbefassung noch einen anderen Ausstandsgrund. 

K. Die Beschwerdeführerin nahm mit Eingabe vom 13. Februar 2025 
(Quintuplik) auch noch zur Quadruplik der Beschwerdegegnerin Stellung. Sie 
wiederholte, bekräftige und vertiefte dabei im Wesentlichen die Argumente für ihren 
Standpunkt.

L. Die Quartierplanbeteiligten wurden eingeladen, sich allenfalls zur geplanten 
Quartierplanrevision zu äussern. Niemand machte aber von dieser Möglichkeit 
Gebrauch, womit sie auch nicht am Beschwerdeverfahren teilnahmen.

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert, welches ab diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 KV [BR 110.100]). 
Nach Art. 122 Abs. 5 GOG (BR 173.000) werden Verfahren, die bei Inkrafttreten 
dieses Gesetzes (am 1. Januar 2025) beim Kantons- oder Verwaltungsgericht 
hängig sind, mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes dem Obergericht übertragen.

2.1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochgene Einsprache- und 

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Genehmigungsentscheid vom 27. November 2023 (act. C.6) ist weder endgültig 
noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden und stellt daher ein 
taugliches Anfechtungsobjekt vor Obergericht dar. Die Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde fällt damit in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Überdies 
wurde die Beschwerde im Sinne von Art. 38 und Art. 52 VRG form- und fristgerecht 
eingereicht. 

2.2. Gemäss Art. 50 VRG ist zur Beschwerde an das Obergericht legitimiert, wer 
durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse 
an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu 
ermächtigt ist. Die Beschwerdeführerin ist Eigentümerin der Parzelle Z.6._____, die 
vom Quartierplan B._____ miterfasst wird. Im Weiteren soll die Beschwerdeführerin 
mit Planungs- und Beitragskosten für die beabsichtigte Teilrevision des 
Quartierplans B._____ belastet werden. Sie ist von der Teilrevision berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheids. Ihre Legitimation zur Anfechtung und Überprüfung des Einsprache- und 
Genehmigungsentscheids vom 27. November 2023 ist folglich gegeben. Auf die 
Beschwerde ist damit einzutreten.

2.3. Die beiden Beweisanträge der Beschwerdeführerin, wonach noch ein 
Amtsbericht des ARE einzuholen und Auskunft über den Stand der Totalrevision 
Grundordnung (inkl. Vorprüfung) durch die Gemeinde zu erteilen sei, erweisen sich 
beide als unnötig, da sich der Sachverhalt bereits aus den Akten mit hinreichender 
Zuverlässigkeit ergibt und deshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf die 
Abnahme weiterer Beweismittel durch das Gericht verzichtet werden kann. 

2.4. Die Beschwerdeführerin rügt zudem eine allfällige Vorbefasstheit des 
Gemeindevorstandmitglieds G._____. Sie führt aus, dass G._____ als 
Gemeindevorstands- und Baubehördenmitglied in den Baueinsprache- und 
Folgeplanverfahren, die wegen des Projekts C._____ instanziiert worden seien, von 
Gesetzes wegen in den Ausstand hätte treten müssen, sollte er als Notar die 
Errichtung und Beurkundung von öffentlichen Urkunden für die Familie C._____ 
vorgenommen haben. Wäre ein Ausstandsgrund gegeben, litte der angefochtene 
Entscheid an einem nicht heilbaren Mangel und der angefochtene Entscheid wäre 
aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin hielt dazu fest, dass G._____ für die 
Bauherrschaft C._____ weder als Notar noch als Rechtsanwalt tätig war. Die 
vorgebrachte Rüge einer allfälligen Vorbefasstheit von G._____ ist nicht zu hören. 
Aus den Akten ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte, dass G._____ als Notar für 
die Familie C._____ tätig gewesen wäre – nicht einmal die Beschwerdeführerin stellt 
eine solche Behauptung auf, sie beschränkt sich lediglich auf Mutmassungen. Zum 

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andern müssen die Parteien gemäss Art. 6b Abs. 3 VRG einen Ausstandgrund 
innert zehn Tagen, seit sie davon Kenntnis erhalten haben, geltend machen. Es 
verstösst gegen Treu und Glauben, Einwände erst im Rechtsmittelverfahren 
vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden 
können. 

3. Ausgangspunkt bildet inhaltlich die Rüge der Beschwerdeführerin, die 
Quartierplanrevision sei ad personam erfolgt, um einem nicht rechtskonformen 
Baugesuch zum Durchbruch zu verhelfen; das sei trotz laufender 
Ortsplanungsrevison geschehen. Nachfolgend gilt es also zu prüfen, ob das 
Vorgehen der Gemeinde rechtmässig und überdies auch verhältnismässig war. 

3.1. In materieller Hinsicht ist zunächst auf den planerischen Stufenbau im 
Raumplanungsrecht hinzuweisen. Dieser setzt sich aus der Richtplanung (Art. 6-12 
RPG), Nutzungsplanung (Art. 14-21 RPG) und der Baubewilligung (Art. 22 RPG) 
zusammen. Dieser Stufenaufbau findet sich auf kantonaler und kommunaler Ebene. 
Im Kanton Graubünden wird der kantonale Richtplan in Art. 14 KRG, der kantonale 
Nutzungsplan in Art. 15 KRG und die Planungszonen in Art. 16 KRG umschrieben. 
Die kommunale Richtplanung wird in Art. 20 KRG, die Nutzungsplanung in Art. 21 
KRG, die Grundordnung in Art. 22 KRG, das Baugesetz in Art. 24 KRG, die 
Regelbauweise in Art. 25 KRG, der Zonenplan in Art. 26 KRG und die einzelnen 
Zonenarten (Bauzonen, ZöBA, Landwirtschaftszonen etc.) in den Art. 27-41 KRG 
geregelt.  

3.2. Nach Art. 20 Abs. 3 KRG sind kommunale Richtpläne (bloss) 
behördenverbindlich, treffen also für die Grundeigentümer keine verbindlichen 
Festlegungen. Diese Bestimmung entspricht inhaltlich der in Art. 9 Abs. 1 RPG für 
kantonale Richtpläne getroffenen Regelung. Nach Art. 20 Abs. 1 KRG koordinieren 
die Richtpläne die raumwirksamen Tätigkeiten, indem sie als Planungsziel 
insbesondere die künftige Nutzung des Gemeindegebiets und die vorgesehene 
Erschliessung festlegen. Auch wenn die Richtpläne als Grundlage für die übrigen 
Planungsmassnahmen der Gemeinde dienen, so heisst das nicht, dass diese die 
Richtpläne bloss vollziehen. Die Nutzungsplanung ist nicht nur als nachgehende, 
die Richtplanung ausführende, sondern als eigenständige Ordnungsaufgabe zu 
verstehen. Insoweit stehen Richtplan und Nutzungsplan selbständig 
nebeneinander. Sie bilden zusammen mit dem Baubewilligungsverfahren ein 
sinnvolles Ganzes, in dem jeder Teil eine spezifische Funktion erfüllt. In einem 
Verfahren, das Rechtsschutz (Art. 33 f. RPG) und demokratische Mitwirkung (Art. 4 
RPG) sichert, entstehen aufgrund der umfassenden Abstimmung und Abwägung 
(Art. 1 Abs. 1 Satz 2, Art. 2 Abs. 1 RPG) nach Massgabe des kantonalen Richtplans 

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(Art. 6 ff., Art. 26 Abs. 2 RPG) und allfälliger regionaler oder kommunaler Richtpläne 
die für die Privaten verbindlichen Nutzungspläne (Art. 14 ff. RPG). Das 
Baubewilligungsverfahren dient dagegen der Abklärung, ob Bauten und Anlagen 
der im Nutzungsplan ausgedrückten räumlichen Ordnungsvorstellung entsprechen 
(Art. 22 RPG). Das Bundesrecht verlangt mithin, dass bei der Erfüllung 
raumplanerischer Aufgaben das angemessene Planungs- und 
Entscheidungsinstrument zum Einsatz gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_139/2017 vom 6. Februar 2018 E. 4.2; BGE 140 II 262 E. 2.3.1). Das 
Baubewilligungsverfahren bezweckt einzelfallweise Planverwirklichung, soll aber 
nicht selbständige Planungsentscheide hervorbringen. Das 
Baubewilligungsverfahren verfügt weder über das sachlich nötige Instrumentarium, 
noch ist es bezüglich Rechtsschutz und demokratischer Legitimation geeignet, den 
Nutzungsplan im Ergebnis zu ergänzen oder zu ändern (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1A. 154/2002 vom 22. Januar 2003 E. 4.1; BGE 120 Ib 207 E. 5, 
116 Ib 50 E. 3a, 113 Ib 371 E. 5). Dieser planerische Stufenbau und die den 
verschiedenen Planungsinstrumenten zukommenden Rechtswirkungen gelten 
auch auf Gemeindeebene.

3.3. Müssen Nutzungspläne angepasst werden oder liegen noch keine vor, so 
kann die zuständige Behörde nach Art. 27 RPG für genau bezeichnete Gebiete 
Planungszonen bestimmen. Innerhalb der Planungszonen darf nichts unternommen 
werden, was die Nutzungsplanung erschweren könnte (Abs. 1). Planungszonen 
dürfen für längstens fünf Jahre bestimmt werden; das kantonale Recht kann eine 
Verlängerung vorsehen (Abs. 2). Art. 27 RPG lässt Raum für kantonale 
Detailregelungen. Vorausgesetzt ist, dass der Zweck der Planungszone gewahrt 
bleibt, künftige Planungen zu sichern. Diesen Zweck muss die Planungszone 
während der ganzen Dauer der Planung erfüllen können. Die zuständige Behörde 
ist also zum Erlass einer Planungszone verpflichtet, wenn beabsichtigte 
Nutzungspläne tatsächlich gefährdet sind. Die Konkretisierung von Art. 27 RPG im 
kantonalen Recht und der kantonalen Rechtsprechung darf gerade auch vor diesem 
Hintergrund nicht dazu führen, dass die Behörden bei der sachgemässen Revision 
ihrer Ortsplanung in nicht mehr vertretbarer Weise eingeschränkt werden (vgl. Urteil 
des Bundesgerichs 1C_141/2014 vom 4. August 2014 E. 5.1, 5.2). Sinn und Zweck 
der erlassenen Planungszone nach Art. 27 RPG (Art. 21 KRG) ist die Sicherung der 
bereits in die Wege geleiteten Anpassung der Nutzungsplanung (vgl. dazu Urteile 
des Bundesgerichts 1C_355/2023 vom 16. August 2024 E. 2.1, 1C_650/2020 vom 
12. Juli 2022 E. 3.6.3).

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3.4. Nach Art. 21 Abs. 2 RPG werden Nutzungspläne überprüft und nötigenfalls 
angepasst, wenn sich die Verhältnisse erheblich geändert haben. Dabei ist in 
zeitlicher Hinsicht zu berücksichtigen, dass Bauzonen nach Ablauf des in Art. 15 
Abs. 1 RPG vorgesehenen Planungshorizonts von 15 Jahren grundsätzlich einer 
Überprüfung zu unterziehen und nötigenfalls anzupassen sind. Je näher eine 
Planungsrevision dieser Frist kommt, desto geringer ist das Vertrauen in die 
Beständigkeit des Plans (BGE 140 II 25 E. 5.1). Ob die Anpassung eines 
Nutzungsplans an veränderte Verhältnisse gerechtfertigt ist, beurteilt sich nach 
ständiger Rechtsprechung aufgrund einer Interessensabwägung. Dabei ist auf der 
einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Stabilität nutzungsplanerischer 
Festlegungen zu beachten, auf der anderen Seite das Interesse, die Pläne an 
eingetretene Veränderungen anzupassen. Zu berücksichtigen sind insbesondere 
die bisherige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass seiner Realisierung 
und Konkretisierung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der 
beabsichtigten Planänderung und das öffentliche Interesse daran (BGE 148 II 417 
E. 3.2). Ebenso sind die Auswirkungen der Planänderung auf die 
Nutzungsmöglichkeiten der Eigentümerinnen und Eigentümer zu berücksichtigen. 
Je stärker diese Möglichkeiten eingeschränkt werden, umso gewichtiger müssen 
die Gründe für eine Planänderung sein (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_37/2024 
1C_38/2024 vom 8. Juli 2024 E.6.1, abermals BGer 1C_355/2023 E. 3.1, BGer 
1C_760/2021 E. 5.2 in fine  [letzter Absatz]). Die Verhälnisse müssen sich aber 
massgeblich geändert haben, damit die Nutzungsplanung überprüft werden kann 
(BGE 140 II 25 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 1C_48/2022 vom 29. März 2023 E. 
4.3 m.H.a. BGE 145 II 83 E. 5.1, 144 II 41 E. 5.2). 

4. Im konkreten Fall geht es nicht um die Richtplanung nach Art. 20 KRG 
(Zeithorizont für Anpassungen hier 20-25 Jahre) und auch nicht um die Totalrevision 
der Ortsplanung mit komplett revidierter Grundordnung nach Art. 22 KRG 
(Planungszeit 15 Jahre), sondern einzig um eine Teilrevison eines Quartierplans 
inkl. Anpassungen einzelner Quartierplanvorschriften (QPV), in einer Planungszone 
nach Art. 21 KRG. Es stellt sich dazu insbesondere die Frage, ob der Stufenbau im 
Raumplanungsrecht hinreichend beachtet wurde, weil die Teilrevision des 
bestehenden Quartiernutzungsplans durch ein konkretes Baubewilligungsverfahren 
angestossen wurde und – so der Vorwurf der Beschwerdeführerin – damit allenfalls 
Nutzungsplanung und Baubewilligungsverfahren vermischt werden. Ob eine solch 
projektbezogene Folgeplanung zulässig ist oder nicht, hängt vom 
Anwendungsbereich von Art. 21 Abs. 2 RPG (Notwendigkeit 
Quartierplananpassung) und der Interpretation von Art. 21 Abs. 2 KRG 

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(Berücksichtigung und Einhaltung der zeitlich verhängten Planungszone in 
Baugesuchsverfahren) ab. 

4.1. Vorliegend handelt es sich um einen Quartierplan aus dem Jahre 1984, der 
vom Kanton genehmigt wurde und bei der Auslegung der ortsspezifischen 
Quartierplanvorschriften (QPV) auf das damals geltende Baugesetz von 1983 
(BauG-1983) und heute auf das revidierte Baugesetz von 2004/05 (BauG-2004/05) 
abstellt. Das betreffende Quartierplangebiet (mit acht Bauparzellen) ist seit Jahren 
mit Ein- oder Zweifamilienhäusern überbaut und verfügt über eine eigene 
Erschliessungsstrasse. Infolge hängiger Totalrevision der Ortsplanung wurde 
erstmals 2017 eine Planungszone über das betreffende Quartierplangebiet 
erlassen, die aktenkundig letztmals bis zum 16. Februar 2025 verlängert wurde (act. 
C.9). Der bereinigte Vorprüfungsbericht zur Gesamtrevision der Ortsplanung datiert 
vom 12. Juni 2023 (act. C.10). Das Vertrauen in die Planbeständigkeit des 
Quartierplans 1984 kann angesichts der langen Zeitdauer von fast 40 Jahren 
offensichtlich nicht mehr als gross bezeichnet werden. Zudem handelt es sich bei 
den vorgesehenen Änderungen des künftige Baugesetzes um Vorschriften im 
öffentlichen Interesse, so insbesondere einer verdichteten Bauweise und damit dem 
Ziel eines sparsamen und effizienten Umgangs mit Bauland. In diesem Sinne haben 
seit Mitte der 80-er Jahre sowohl auf Bundes- wie auch Kantonsebene gewichtige 
Änderungen in der Gesetzgebung stattgefunden. Auf eidgenössischer Ebene wurde 
am 11. März 2012 die Zweitwohnungsgesetzgebung angenommen und auf den 1. 
Mai 2014 die RPG-Revision 1 vom 15. Juni 2012 in Kraft gesetzt, welche 
Massnahmen zur inneren Verdichtung sowie zur Aktivierung der Baulandreserven 
vorsehen. Weiter wurde im März 2018 der kantonale Richtplan Siedlung (KRIP-S) 
Graubünden, genehmigt von der Bündner Regierung am 10. April 2019, 
überarbeitet, u.a. mit dem Ziel, verdichtete qualitativ hochwertige Wohnangebote im 
Siedlungsgebiet zu fördern. Wie die Beschwerdegegnerin dazu plausibel ausführte 
und im Einleitungsbeschluss vom 30. Mai 2023 zudem noch ausdrücklich als 
Planungsziel stipuliert wurde, sollte mit der Teilrevision schwerpunktmässig die 
"Anpassungen an die Regelbauweise und die Dachvorschriften auf das jeweils 
aktuelle Baugesetz, allenfalls ergänzt mit weiteren, sich aufgrund des aktuellen 
Rechts aufdrängenden Änderungen" auf möglichst einfache und rasche Art 
umgesetzt werden. Entsprechend sollte künftig (dynamisch) auf das jeweils gültige 
Baugesetz, und nicht (statisch) auf das ehemals geltende Baugesetz von 1983 bzw. 
das revidierte Baugesetz von 2004/05 abgestellt werden. Der dringende 
Revisonsbedarf bei den Messmethoden (AZ, Höhen, Gebäudelänge etc.) zwischen 
dem BauG-1983, dem heute geltenden BauG-2004/05 sowie dem künftigen Recht 
(IVHB; Art. 37a KRVO) ist derart gravierend und offensichtlich, dass die umstrittene 

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Teilrevision geradezu als Verpflichtung der Baubehörde gewertet werden kann, 
möglichst rasch Zustände und Grundlagen zu schaffen, welche der Verwirklichung 
der Zielvorgaben dienlich sind. Beispielhaft kann dazu auf die Vorschriften 
betreffend AZ verwiesen werden: In Art. 58 BauG-1983 wurde bei der 
Regelbauweise eine AZ von 0.3 bzw. mit Quartiergestaltungsplan von 0.4 
vorgeschrieben. In Ziff. 7.26 QPV-1984 wurde entsprechend eine AZ von 0.4 
vorgegeben. Im aktuell gültigen Art. 62 BauG-2004/05 wurde bei der 
Regelbauweise eine AZ von 0.45 (+ 50%) bzw. mit Quartiergestaltungsplan von 0.5 
(+ 25 %) erlaubt. Im aktuellen Entwurf zum BauG ist eine AZ von 0.55 mit einer 
Mindestausnützung (80% von AZ 0.55 gemäss KRIP) von 0.44 vorgeschrieben. Im 
Normalfall wird die zulässige AZ damit erheblich erhöht, was dem Ziel einer 
möglichst haushälterischen und optimierten Nutzung von Bauland entspricht (siehe 
Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 13. Februar 2024 mit Fazit Rzn. 13, 
16, 18.2 und 20.3; vgl. Auflistung act. C.4). Die vorliegend strittige Teilrevision 
Quartierplan B._____ verstösst angesichts ihres beschränkten Umfangs (auf acht 
bereits überbaute Grundstücke in der W2), der bisherigen Geltungsdauer der 
Quartierplanung (von fast 40 Jahren) sowie des enorm hohen öffentlichen 
Interesses an der Änderung veralteter Messmethoden nicht gegen Art. 21 Abs. 2 
RPG. Die vorgenommenen Anpassungen können als verhältnismässig bezeichnet 
werden. Der wegleitende Stufenaufbau im Raumplanungsrecht wird im konkreten 
Fall daher auch nicht durch die initiierte Teilrevision respektive projektbezogene 
Folgeplanung verletzt. 

4.2. Es liegt vorliegend ebenfalls kein Verstoss gegen die Planungszone (Art. 21 
Abs. 2 KRG) vor. Planungszonen dienen der vorläufigen Sicherung von 
beabsichtigten Planänderungen, insbesondere der Bewahrung der Planungs- und 
Entscheidungsfreiheit der Behörden, die nicht durch Vorhaben, welche den 
Planungsabsichten widersprechen, beeinträchtigt werden sollen. Eine 
Planungszone hat zur Folge, dass im betroffenen Umfang die Anwendung des 
(noch) geltenden Rechts im Hinblick auf das Inkrafttreten des neuen Rechts 
ausgesetzt wird. Es muss mithin ausgeschlossen werden, was immer die 
Planungsabsicht behindern könnte. Voraussetzung der Anordnung der 
Planungszonen ist die Absicht der Behörden, eine bestehende planerische Ordnung 
zu ändern. In dieser begründeten Planungsabsicht besteht das öffentliche Interesse 
an der besagten Massnahme. Planungszonen müssen sodann in einem 
Planungsbedürfnis begründet sein. Schliesslich dürfen Planungszonen nicht 
weitergehen, als ihr Zweck – der Schutz der in Gang befindlichen Planung 
beziehungsweise Rechtsetzung – es erfordert (Verhältismässigkeit). Namentlich 
dürfen sie nicht die Wirkung eines strengen Bauverbots haben, sondern es müssen 

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stets Veränderungen möglich bleiben, welche die künftige Planung nicht 
erschweren. Planungszonen sind im Hiblick auf die dahinterstehende 
Planungsabsicht nur dann aufzuheben, wenn diese offensichtlich rechtswidrig oder 
sinnlos ist (STEINER/WIPF, in Fritsche/Bösch/Wipf/Kunz [Hrsg.], Zürcher Planungs- 
und Baurecht, Band 1, Planungsrecht, Verfahren und Rechtsschutz, 7. Aufl. 2024, 
Kapitel 2.4.2, S. 218 m.H.a. Urteil Bundesgericht 1C_275/2021 vom 29. März 2022 
E. 2.2 - 2.3 [Planungszonen], 2.3.1 [öffentliches Interesse], 2.3.2 
[Verhältnismässigkeit]).

Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung einleuchtend dargetan hat, 
werden die bisherigen Ziffn. 7.23 lit. a (Höhenvorschriften), 7.23 lit. c 
(Gebäudeabstand) und 7.27 Abs. 1-3 (Dachformen/Sonnenkollektoren) QPV-1984 
(act. C.1.1) derart abgeändert, dass (dynamisch) neu die "jeweiligen Vorschrifen der 
Regelbauweise" zum Zuge kommen oder gar veraltete Vorgaben ersatzlos 
gestrichen werden (act. A.2). Die fragliche QP-Revision ist damit so ausgestaltet, 
dass sie sowohl mit dem heute geltenden BauG-2004/05 (inkl. Planungszone) als 
auch mit dem künftigen BauG vereinbar ist. Es besteht daher keine begründete 
Veranlassung, die hier zur Diskussion stehende Teilrevision wegen der noch 
hängigen Gesamtrevision der Grundordnung zu sistieren. Ein Widerspruch zu 
bestehendem als auch künftigem Recht ist nicht ersichtlich, was bedeutet, dass die 
Baubehörde auch nicht gegen die verhängte Planungszone (2017-2025) verstossen 
hat. Der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach sie im Rahmen der 
bevorstehenden Gesamtrevision der Grundordnung die Reduktion der 
baurechtlichen Gebäudehöhen und AZ-Vorschriften beantragen werde, ändert 
nichts daran, dass es der Beschwerdegegnerin bereits im Rahmen der Teilrevision 
des Nutzungsplans unbenommen sein muss, im öffentlichen Interesse und im 
Einklang mit den veränderten Vorgaben des RPG und KRG, projektbezogen 
kleinere Anpassungen am zeitlich überholten Quartierplan vorzuziehen. Zudem gilt 
es die raumwirksame Planungszone auch noch direkt im konkreten 
Baubewilligungsverfahren zu beachten, was erneute Überprüfungsmöglichkeiten 
bietet. Mit ihrem Eventualantrag auf Sistierung der missliebigen Teilrevision bis zum 
Abschluss der Gesamtrevision der Grundordnung wegen Verletzung der 
Planungszone dringt die Beschwerdeführerin folglich nicht durch, weil weder 
heutiges noch künftiges Recht durch die teilrevidierten QP-Vorschriften (vgl. act. 
C.4 und C.8) gebrochen wird. Der Sinn und Zweck der Planungszone wurde damit 
eingehalten. 

4.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Quartierplanrevision 
rechtmässig erfolgte und auch nicht gegen die Planungszone verstösst. Hinsichtlich 

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des Vorwurfs der Beschwerdeführerin, die Quartierplanrevision erfolge ad 
personam unter Bevorzugung der Bauherrschaft C._____ ist klarzustellen, dass der 
Anstoss für eine Quartierplanrevison oft von einem Baubewilligungsverfahren 
ausgeht. Aus den Akten sind aber keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche für eine 
Ungleichbehandlung der Quartierplanbeteiligten sprechen würden.

5. Die Beschwerdeführerin rügte zudem die Übernahme bzw. Auferlegung der 
Planungskosten, welche durch die durchgeführte Teilrevision entstanden sind und 
auf alle QP-Genossen verteilt werden. Es sollten laut angefochtenem Entscheid alle 
acht Grundstückseigentümer/-Innen im betreffenden Quartierplangebiet zur Kasse 
gebeten werden. Begründet wurde dies damit, dass alle QP-Genossen einen 
wirtschaftlichen Vorteil bzw. Sondernutzen aus der verdichteten Bauweise mit 
intensiverem Gebrauch ihrer schon seit langem zu Wohnzwecken verwendenten 
Bauparzellen ziehen könnten. Allein die Möglichkeit der Realisation eines solchen 
Mehrwerts reiche bereits aus, um die anfallenden Beitragskosten gemäss Art. 63 ff. 
KRG nicht der Allgemeinheit (also den Steuerzahlern) oder einer einzelnen Person 
(Bauherrin) im Plangebiet, sondern allen acht QP-Genossen – abgestuft je nach 
Ausmass des Sondervorteils – zu überbinden. Die Planungskosten umfassten dabei 
sowohl den Beizug und die Mithilfe von Juristen als auch die externe Beratung von 
Planern oder weiteren Fachleuten (Gutachtern, Baustatiker usw.). Die hier 
massgebende Kostenregelung wird in Ziff. 7.5a QPV (Verteilschlüssel - Kosten QP-
Revision 2022/2023) wie folgt umschrieben: Die Planungskosten der Revision 
(Eigenaufwand Gemeinde, Aufwendungen für planerische und juristische Beratung, 
Kosten allfälliger Rechtsmittelverfahren etc.) sind von den Grundeigentümerinnen 
und Grundeigentümern im Quartierplangebiet im Verhältnis der auf ihre Parzelle 
entfallenden anrechenbaren Geschossfläche (aGF) zu tragen (act. C.4). Diese 
Kostenregelung deckt sich vollumfänglich mit den Vorgaben in Art. 54 Abs. 1 und 
Art. 54 Abs. 3 i.V.m. Art. 63 Abs. 3 KRG, weshalb auch nicht erkennbar ist, wieso 
sie nicht zulässig und rechtens sein sollte. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 
ausführte, profitieren davon bei künftigen Ersatzneubauten, Erneuerungen, 
Erweiterungen und Umbauten alle (acht) QP-Genossen im teilrevidierten Plangebiet 
B._____. Die Teilrevision eröffnet ihnen in der Zukunft einen grösseren 
Handlungsspielraum und liegt demnach auch in deren (privaten) Interessen als 
Grundeigentümer/-Innen. Die Interessenabwägung fällt damit klar zu Gunsten aller 
QP-Genossen und nicht bloss einer einzelnen Person (Bauherrin auf Parzelle 
Z.2._____) aus. Die Auferlegung der Planungskosten der Quartierplanrevision auf 
die Grundeigentümer im Quartierplangebiet gemäss Ziff. 7.5a QPV – ohne 
Beteiligung der Gemeinde – rechtfertigt sich gestützt auf Art. 54 Abs. 1 und 3 in 
Verbindung mit Art. 62 Abs. 2 Ziff. 2 KRG (private Interessenz 100%), indem es sich 

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vorliegend um ein kleines Quartierplangebiet ohne nennenswerten Drittverkehr und 
ohne erkennbare Drittinteressenz handelt.

Insofern die Beschwerdeführerin die langjährige, gefestigte Praxis des 
streitberufenen Gerichts bezüglich Umfang der verrechenbaren Planungskosten in 
Frage stellt, ist dem entgegenzuhalten, dass der Beizug externer Fachleute – seien 
es Juristen, Raumplaner, Bauberater, Umweltspezialisten, 
Gewässerschutzexperten und dgl. – stets als geboten und sachlich gerechtfertigt 
erachtet wird, falls die zu beurteilende Frage/Materie eine gewisse Komplexität 
aufweist und die Streitsache von allenfalls grosser Tragweite für das öffentliche 
Gemeinwesen ist. In diesem Lichte sind auch die von der Beschwerdegegnerin 
zitierten Verwaltungsgerichtsurteile R 19 98 E. 10.4, R 14 91 E. c/bb zu verstehen. 
Die Tatsache, dass kleinere Gemeinden über keinen eigenen Rechtsdienst oder 
andere Experten verfügen und sich daher extern Hilfe holen, um ihr Handeln 
'absichern' zu lassen, ist zwar verständlich, darf aber im Ergebnis nicht dazu führen, 
dass exorbitant hohe Geldsummen dafür aufgewendet werden, obschon im Kern 
nur die Erledigung der täglichen Amtsgeschäfte anstünde (vgl. zum Ganzen 
ebenfalls: Urteile des Verwaltungsgerichts R 23 104 vom 3. Dezember 2024 E. 6.2 
sowie R 22 68 vom 22. August 2023 E. 5). Auf den konkreten Fall treffen diese 
Einwände und Bedenken gerade nicht zu, weshalb die kritisierte Regelung der 
Planungskosten zu keinen Korrekturen oder Änderungen Anlass gibt.

6. Es bleibt somit noch über die Kosten- und Entschädigungsfolge zu befinden:

6.1. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG der in der Sache unterliegenden 
Beschwerdeführerin aufzulegen. Das Gericht erachtet dabei ermessensweise eine 
Staatsgebühr von CHF 3'000.00, zzgl. Kanzleigebühren gemäss Art. 75 VRG, als 
gerechtfertigt und vertretbar.

6.2. Der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin steht keine 
aussergerichtliche Parteientschädigung zu, da sie lediglich im Rahmen ihres 
amtlichen Wirkungskreises tätig wurde und inhaltlich obsiegt hat (vgl. Art. 78 Abs. 2 
VRG).

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

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– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 424.00

Total CHF 3'424.00

gehen zulasten von A._____. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]