# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cac6ceb-166c-5619-b0f8-07c962dcc627
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.03.2017 RT170030
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT170030_2017-03-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT170030-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 31. März 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beklagter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____ AG,  

Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 
betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Pfäffikon 15. Dezember 2016 (EB160181-H) 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Urteil vom 15. Dezember 2016 erteilte die Vorinstanz der Klägerin 

und Beschwerdegegnerin (fortan Klägerin) in der Betreibung Nr. 1 des Betrei-

bungsamtes Illnau-Effrektion (Zahlungsbefehl vom 14. Juli 2016) gestützt auf den 

Verlustschein Nr. 2 des Betreibungsamtes Pfäffikon ZH vom 26. Juli 1994 unter 

Beilage der Forderungsabtretung vom 11. Juli 2016 für ausstehende Forderungen 

aus diversen Rechnungen provisorische Rechtsöffnung für Fr. 3'795.55 und für 

die Betreibungskosten sowie für Kosten und Entschädigung gemäss jenem Ent-

scheid (Urk. 15 S. 5 f. = Urk. 19 S. 5 f.). Dieses Urteil erging zunächst in unbe-

gründeter, hernach auf Begehren des Beklagten und Beschwerdeführers (fortan 

Beklagter) in begründeter Form (Urk. 10; Urk. 12; Urk. 15). 

1.2 Hiergegen erhob der Beklagte mit Schreiben vom 10. Februar 2017 

(Datum Poststempel: 12. Februar 2017, eingegangen am 13. Februar 2017) innert 

Frist Beschwerde mit folgenden sinngemässen Anträgen (Urk. 18 S. 1 f.):  

1. Es sei das Urteil EB160181-H/U2 aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass die Originalrechnung auf C._____ D._____ ausgestellt 

wurde, so dass die Betreibung resp. der Verlustschein Nr. 2 vom 26. Juli 1994 zu Un-

recht ausgestellt worden ist. 

3. Es sei festzustellen, dass ich von 1993 bis 1995 bei der C._____ D._____ Angestell-

ter war. 

4. Es sei die Beschwerdegegnerin aufzufordern, die Rechnungen zu der Betreibung so-

wie die Kopie des Verlustscheins vorzulegen.  

5. Eventual sei der Rechtsöffnungstitel auf die effektive Höhe gemäss Verlustschein 

festzusetzen, sowie Verzugsschaden, Verzugszinsen und Parteientschädigung ab-

zuweisen.  

6. Es sei eventual die Betreibung Nr. 1 mit dem Vermerk "kein neues Vermögen" zu 

setzen. 

7. Aus Schwierigkeit der Dokumentenbeschaffung sei mir eine Frist bis 15.03.2017 zur 

Begründungsausfertigung sowie Beweismittelnachlieferung zu gewähren.  

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin." 

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2.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an 

welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Was nicht beanstandet wird, braucht grundsätzlich nicht geprüft zu werden. Wer-

den keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht 

behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur er-

gänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen 

bzw. ist darauf nicht einzutreten. Sodann sind neue Anträge, neue Tatsachenbe-

hauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsätzlich aus-

geschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

2.2.1 Mit Verfügung vom 15. November 2016 sind die Parteien von der Vor-

instanz auf den 15. Dezember 2016 zur mündlichen Stellungnahme zum Gesuch 

um Erteilung der Rechtsöffnung vorgeladen worden (Urk. 7). Diese Vorladung hat 

der Beklagte am 25. November 2016 persönlich zusammen mit dem Gesuch um 

Erteilung der Rechtsöffnung der Klägerin vom 10. November 2016 (Urk. 1) sowie 

den dazu eingereichten Beilagen (Abtretungserklärung vom 11. Juli 2016, 

Urk. 5/2; Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Illnau-Effrektion vom 14. Juli 

2016, Urk. 5/3; Verlustschein Nr. 2 des Betreibungsamtes Pfäffikon ZH vom 

26. Juli 1994, Urk. 5/4) in Empfang genommen (Urk. 8/2). Damit aber hatte der 

Beklagte Kenntnis vom vorinstanzlichen Verfahren. Nichtsdestotrotz ist er unent-

schuldigt nicht zur Verhandlung vom 15. Dezember 2016 erschienen (Prot. I S. 4). 

Entsprechend war der Beklagte vor Vorinstanz säumig. Dies wird vom Beklagten 

beschwerdeweise zu Recht nicht beanstandet. 

2.2.2 Nach dem Gesagten sind die erstmals im Beschwerdeverfahren ge-

stellten Anträge und Ausführungen des Beklagten neu und damit unzulässig und 

unbeachtlich. So hätte der Beklagte insbesondere den Einwand, wonach die dem 

Verlustschein zugrundeliegenden Rechnungen auf die C._____ D._____ gelautet 

hätten und er dementsprechend nicht passivlegitimiert sei, da er in den Jahren 

1993-1995 lediglich bei der Firma seiner damaligen Ehefrau, der C._____ 

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D._____, gearbeitet und man zur Verstärkung von Personal mit einer Temporär-

firma zusammengearbeitet habe, vor Vorinstanz vorbringen und glaubhaft ma-

chen müssen, da ihm weiterhin alle Einreden aus dem Grundverhältnis zugestan-

den hätten, auch wenn ein Verlustschein über eine Forderung existiert; dieser 

bewirkt nämlich keine Novation (BSK SchKG I–D. Staehelin, Art. 82 N 158). Im 

Beschwerdeverfahren ist er damit jedoch zufolge des umfassenden Novenverbots 

ausgeschlossen (Anträge 1 bis 3; Urk. 18 S. 1). Entsprechend ist Antrag 1 abzu-

weisen und auf die Anträge 2 und 3 ist nicht einzutreten. 

2.2.3 Dies hat gleichermassen für die weiteren, im Beschwerdeverfahren 

erstmals gestellten Anträge 4 bis 6 zu gelten, weshalb darauf ebenso wenig ein-

zutreten ist. Selbst wenn darauf einzutreten gewesen wäre, hätten sie abgewie-

sen werden müssen:  

– Nachdem dem Beklagten mit Verfügung der Vorinstanz vom 15. No-

vember 2016 – wie ausgeführt – die Zessionserklärung vom 11. Juli 2016, der 

Zahlungsbefehl Nr. 1 des Betreibungsamtes Illnau-Effrektikon vom 14. Juli 2016 

und der Verlustschein Nr. 2 des Betreibungsamtes Pfäffikon ZH vom 26. Juli 1994 

in Kopie zur Kenntnisnahme zugestellt worden sind, ist der Beklagte in den Besitz 

der von ihm beschwerdeweise verlangten Kopie des Verlustscheins gelangt. Ent-

sprechend hätte es damit ohnehin sein Bewenden gehabt. Hinsichtlich der von 

ihm verlangten Rechnungen, welche dem Verlustschein Nr. 2 des Betreibungsam-

tes Pfäffikon ZH vom 26. Juli 1994 zugrunde gelegen haben, wäre dem Beklagten 

entgegenzuhalten gewesen, dass die Klägerin mit dem vorgelegten Verlustschein 

aus einer Pfändung zur provisorischen Rechtsöffnung – zusammen mit der Zessi-

onserklärung – legitimiert war (Art. 149 Abs. 2 SchKG, wonach der Verlustschein 

als Schuldanerkennung im Sinne des Art. 82 SchKG gilt), ohne dass sie verpflich-

tet gewesen wäre, die diesem Verlustschein zugrundeliegenden Rechnungen 

vorzulegen; (P. Stücheli, Die Rechtsöffnung, Zürich 2000, S. 390 f.). Demgemäss 

wäre auch Antrag 4 abzuweisen gewesen. 

– Sodann zielte auch der Antrag 5 ins Leere, da die Vorinstanz nur für 

die im Verlustschein verurkundete Forderungshöhe von Fr. 3'795.55 Rechtsöff-

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nung erteilt hat; für Verzugsschaden und Verzugszinsen wurde keine Rechtsöff-

nung erteilt. 

– Hinsichtlich Antrag 6 wäre schliesslich darauf hinzuweisen gewesen, 
dass gegen einen Zahlungsbefehl gestützt auf einen Verlustschein infolge Pfän-

dung (Urk. 5/4) die Einrede des fehlenden neuen Vermögens nach Art. 265 und 

265a SchKG unzulässig ist. 

2.3 Der Beklagte hat ein Fristenrechnungsgesuch gestellt (Antrag 7). Die 

Beschwerde kann nach Ablauf der Rechtsmittelfrist weder ergänzt noch vervoll-

ständigt werden, da es sich bei der Frist zur Einreichung der Beschwerdebegrün-

dung um eine gesetzliche Frist handelt. Als solche ist sie unabänderlich und kann 

daher nach Art. 144 Abs. 1 ZPO nicht erstreckt werden (Freiburghaus/Afheldt, in: 

Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 3. A., Art. 321 N 4 f.). Ent-

sprechend ist das Gesuch abzuweisen. 

2.4 Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig bzw. 

unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpar-

tei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist abzuwei-

sen, soweit darauf einzutreten ist. 

3. Bei diesem Ergebnis bleibt es bei der vorinstanzlichen Entschädi-

gungsregelung, zumal der Beklagte die Höhe der der Klägerin zugesprochenen 

Parteientschädigung nicht beanstandet hat (Antrag 5, letzter Satzteil).  

4.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 

von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf 

Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Beklagten 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

4.2 Der Klägerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren 

keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

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Es wird erkannt: 

1. Das Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist wird abgewiesen. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auf-

erlegt. 

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 18 und einer Kopie der Urk. 20, sowie an die Vorinstanz, 

je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 3'795.55. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

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Zürich, 31. März 2017 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

 
 
versandt am: jo 

	Urteil vom 31. März 2017
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Das Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist wird abgewiesen.
	2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auferlegt.
	5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 18 und einer Kopie der Urk. 20, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...