# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 823889e7-7dee-568a-af01-4f0a1c536f26
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.03.2016 E-1245/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1245-2016_2016-03-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1245/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo, Richter Markus König,    

Gerichtsschreiberin Simona Risi. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Äthiopien,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,  

Gesuchstellerin/Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
1. Revision betreffend das Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts E-1011/2016 vom 24. Februar 2016; 

2. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

    Beschwerde gegen die Verfügung des SEM vom 

   11. Februar 2016 und die Zwischenverfügung vom  

   20. Januar 2016 / N (…). 

 

 

 

E-1245/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Gesuchstellerin suchte am 4. September 2014 in der Schweiz um 

Asyl nach. 

 

A.b Mit Verfügung vom 17. November 2014 lehnte die Vorinstanz das Asyl-

gesuch ab, wies die Gesuchstellerin aus der Schweiz weg und ordnete den 

Vollzug an. 

 

A.c Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsge-

richt mit Urteil E-7325/2014 vom 27. April 2015 ab. 

 

B.  

B.a Mit Eingabe vom 22. Juli 2015 ersuchte die Gesuchstellerin das SEM 

um wiedererwägungsweise Aufhebung des Asylentscheids. 

B.b Die Vorinstanz wies das Gesuch mit Verfügung vom 18. September 

2015 ab. 

C.  

C.a Mit Eingabe vom 8. Januar 2016 reichte die Gesuchstellerin bei der 

Vorinstanz ein zweites Asylgesuch ein und beantragte die Feststellung der 

Flüchtlingseigenschaft zufolge subjektiver Nachfluchtgründe und die An-

ordnung der vorläufigen Aufnahme als Flüchtling, eventualiter die Feststel-

lung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme. 

C.b Das SEM schätzte die Begehren mit Zwischenverfügung vom 20. Ja-

nuar 2016 als aussichtslos ein und setzte der Beschwerdeführerin Frist bis 

zum 3. Februar 2016 zur Bezahlung eines Gebührenvorschusses. 

C.c Mit Verfügung vom 11. Februar 2016 stellte das SEM fest, der Gebüh-

renvorschuss sei nicht bezahlt worden, trat auf das Asylgesuch nicht ein 

und stellte fest, die Verfügung vom 17. November 2014 sei rechtskräftig 

und vollstreckbar. 

C.d Die dagegen am 18. Februar 2016 erhobene Beschwerde wies das 

Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-1011/2016 vom 24. Februar 2016 

ab. 

E-1245/2016 

Seite 3 

D.  

Mit Eingabe vom 29. Februar 2016 reichte die Gesuchstellerin dem Bun-

desverwaltungsgericht ein Gesuch um Revision des Urteils vom 24. Feb-

ruar 2016 ein. Im Einzelnen beantragt sie die Aufhebung des Beschwerde-

urteils, die Wiederaufnahme des Verfahrens E-1011/2016 und die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz mit der Anweisung, auf das Asylge-

such vom 8. Januar 2016 einzutreten. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht die Gesuchstellerin um superpro-

visorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs, Erteilung der aufschie-

benden Wirkung, Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss 

Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

Zum Beweis ihrer Vorbringen reichte die Gesuchstellerin den Empfangs-

schein eines durch die Vorinstanz auf den Rechtsvertreter ausgestellten 

Einzahlungsscheins zu den Akten. 

E.  

Mit Verfügung vom 1. März 2016 setzte das Bundesverwaltungsgericht den 

Vollzug der Wegweisung einstweilen aus. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I.  

Im Revisionsverfahren 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel – und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG, 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von 

Urteilen, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (BVGE 

2007/21 E. 2.1). 

Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundesver-

waltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

E-1245/2016 

Seite 4 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die Unabänder-

lichkeit und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerdeentscheides 

angefochten im Hinblick darauf, dass die Rechtskraft beseitigt wird und 

über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/UL-

RICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., 

Bern 2009, S. 289). 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht seine Urteile auf Gesuch hin aus den 

in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG). 

1.2 Die Gesuchstellerin ist durch das angefochtene Urteil besonders be-

rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung bezie-

hungsweise Änderung, womit die Legitimation gegeben ist (Art. 48 Abs. 1 

VwVG analog). Sie macht den Revisionsgrund gemäss Art. 123 Abs. 2 

Bst. a BGG geltend. Mit der Einreichung des Revisionsgesuchs nur fünf 

Tage nach dem Erlass des Urteils wurde die Frist gemäss Art. 124 Abs. 1 

Bst. d BGG gewahrt. Auf das form- und fristgerecht eingereichte Revisions-

gesuch (vgl. Art. 124 BGG, Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG) ist da-

her einzutreten. 

2.  

2.1 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann die Revision eines Entscheids 

verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tat-

sachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im frühe-

ren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und 

Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. 

 

2.2 Die Gesuchstellerin begründet ihr Revisionsgesuch damit, dass der am 

20. Januar 2016 durch die Vorinstanz eingeforderte Gebührenvorschuss 

gemäss der eingereichten Zahlungsbestätigung am 1. Februar 2016 begli-

chen worden und die Zahlung somit rechtzeitig erfolgt sei. Damit sei das 

SEM zu Unrecht nicht auf das Mehrfachgesuch vom 8. Januar 2016 einge-

treten. Die Zahlung sei durch die Katholische Kirche der Stadt B._______ 

vorgenommen worden, worüber weder sie (Gesuchstellerin) noch ihr 

Rechtsvertreter informiert worden seien. Auch ihre Betreuerin habe ihr die 

entsprechende Information nicht weitergeleitet. Aus diesem Grund sei im 

Zeitpunkt der Erhebung der Beschwerde vom 18. Februar 2016 weder ihr 

noch ihrem Rechtsvertreter bekannt gewesen, dass der Vorschuss bereits 

E-1245/2016 

Seite 5 

beglichen gewesen sei. Es wäre jedoch offensichtlich Sache der Vorinstanz 

gewesen, zu überprüfen, ob der Gebührenvorschuss bezahlt worden war, 

auch wenn dies im Beschwerdeverfahren nicht geltend gemacht worden 

sei. Eine entsprechende Prüfung wäre anhand der Referenznummer der 

Rechnung ohne Weiteres möglich gewesen.  

 

2.3 Durch den eingereichten Empfangsschein, der von der Schweizeri-

schen Post am 1. Februar 2016 abgestempelt wurde, wird die fristgerechte 

Zahlung des durch das SEM mit Verfügung vom 20. Januar 2016 eingefor-

derten Gebührenvorschusses (Frist bis zum 3. Februar 2016) belegt. Es 

handelt sich dabei um eine vorbestandene Tatsache, womit ein zulässiger 

Revisionsgrund gegeben ist. Zudem ist der beigebrachte Beleg geeignet, 

den rechtserheblichen Sachverhalt in einer Art und Weise verändert darzu-

stellen, die zu einem anderen Entscheid führen könnte beziehungsweise 

muss. Bei den Vorakten liegt – direkt nach der Zwischenverfügung des 

SEM vom 20. Januar 2016 (Aktenstück C4/5) – eine nicht paginierte Kopie 

der "Rechnung Nr. (…)", mit welcher der Gebührenvorschuss dem Rechts-

vertreter in Rechnung gestellt worden ist, wobei der abtrennbare Einzah-

lungs- und Empfangsschein den unteren Teil dieser Rechnung bildet. Die 

Referenznummer auf dem mit dem Revisionsgesuch eingereichten Origi-

nal-Empfangsschein ist deckungsgleich mit derjenigen auf der Kopie der 

"Rechnung Nr. (...)". Damit steht zweifelsfrei fest, dass am 1. Februar 2016 

der am 20. Januar 2016 einverlangte Gebührenvorschuss überwiesen wor-

den war. Die naheliegende Frage, aus welchem Grund bei den Vorakten N 

(...) der sonst übliche Vermerk des SEM-Finanzdiensts über die Zahlung 

oder Nichtzahlung des Vorschusses fehlt, braucht im Rahmen des vorlie-

genden Verfahrens nicht beantwortet zu werden; dass die Rechnung zu-

dem eine falsche oder zumindest verwirrende Zahlungsfrist erwähnt ("Zah-

lungsbedingungen: innerhalb 30 Tagen netto"), muss hier ebenfalls nicht 

weiter thematisiert werden. 

 

Die Gesuchstellerin bringt überzeugend vor, sie habe von der Bezahlung 

des Vorschusses durch die Katholische Kirche B._______ nichts gewusst 

und die erhobene Beschwerde in gutem Glauben eingereicht. Sodann 

bringt sie zu Recht vor, die mangelhafte Prüfung der Zahlungseingänge 

durch die Vorinstanz dürfe ihr nicht zum Nachteil gereichen, zumal die Zah-

lung anhand der Referenznummer eindeutig als zum Verfahren der Ge-

suchstellerin gehörend identifizierbar gewesen wäre. 

 

2.4 Zusammenfassend hat die Gesuchstellerin substantiiert dargelegt, in-

wiefern eine neu erfahrene, vorbestandene Tatsache im Sinne von Art. 123 

E-1245/2016 

Seite 6 

Abs. 2 Bst. a BGG vorliegt. Das Revisionsgesuch ist daher gutzuheissen, 

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1011/2016 vom 24. Februar 

2016 ist aufzuheben und das Beschwerdeverfahren ist wieder aufzuneh-

men. 

 

3.  

3.1 Da die Gesuchstellerin mit ihrem Gesuch vollumfänglich durchdringt, 

sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario). 

3.2 Für die ihr im Revisionsverfahren erwachsenen notwendigen Kosten ist 

der obsiegenden und vertretenen Gesuchstellerin zulasten des Gerichts 

eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V. mit Art. 

7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Aus 

der eingereichten Kostennote ergibt sich für das Revisionsverfahren ein 

Aufwand von 2.1 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 200.– und Aus-

lagen in der Höhe von Fr. 5.30. Dieser Aufwand erweist sich als angemes-

sen. Der Gesuchstellerin ist zulasten des Gerichts eine Parteientschädi-

gung von Fr. 460.– (inkl. Ausgaben und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 

 

II.  

Im Beschwerdeverfahren 

4.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

5.  

Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das SEM 

ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, ist die 

Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 

eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 m.w.H.). Sofern es den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet, enthält sich das Bundesverwal-

tungsgericht einer selbstständigen materiellen Prüfung, hebt die angefoch-

tene Verfügung auf und weist die Sache zu neuer Entscheidung an die    

Vorinstanz zurück (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 m.w.H.). 

 

E-1245/2016 

Seite 7 

6.  

6.1 Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde sind die Nicht-

eintretensverfügung der Vorinstanz vom 11. Februar 2016 sowie die die-

sem Entscheid vorangehende Verfügung vom 20. Januar 2016, gemäss 

welcher die Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Gebührenvorschus-

ses aufgefordert wurde.  

6.2 Die Prüfung des Bundesverwaltungsgerichts beschränkt sich zunächst 

auf die Frage, ob die Nichteintretensverfügung zu Recht erging. Dies ist zu 

verneinen. Mit dem eingereichten Empfangsschein ist die fristgerechte Be-

gleichung des Gebührenvorschusses belegt. Das SEM ging in seiner Ver-

fügung vom 11. Februar 2016 somit fälschlicherweise von der Nichtbezah-

lung des Vorschusses aus und trat zu Unrecht nicht auf das Mehrfachge-

such der Beschwerdeführerin vom 8. Januar 2016 ein. Die Beschwerde ist 

diesbezüglich gutzuheissen. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen und diese ist anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten. 

6.3 Die Beschwerdeführerin ficht mit dem Endentscheid vom 11. Februar 

2016 auch die Verfügung vom 20. Januar 2016 an, mit der das SEM ihre 

Begehren als aussichtslos einstufte und sie zur Bezahlung des Gebühren-

vorschusses in der Höhe von Fr. 600.– aufforderte. Auf dieses Begehren 

und die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin ist aufgrund der 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids an dieser Stelle nicht einzuge-

hen. Es steht der Beschwerdeführerin jedoch offen, die Zwischenverfügung 

vom 20. Januar 2016 zusammen mit einer allfälligen späteren Abweisung 

ihres Mehrfachgesuchs (erneut) anzufechten. 

7.  

Zusammenfassend stellt die Verfügung vom 11. Februar 2016 den Sach-

verhalt unrichtig fest und verletzt Bundesrecht (Art. 106 AsylG). Die Be-

schwerde ist betreffend die Aufhebung der angefochtenen Verfügung gut-

zuheissen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, auf das zweite Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin einzutreten und dieses materiell zu behandeln.  

8.  

8.1 In Anbetracht des vollständigen Obsiegens der Beschwerdeführerin 

werden die Gesuche um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 

1 und 2 VwVG mit vorliegendem Entscheid gegenstandslos. 

 

E-1245/2016 

Seite 8 

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Die der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 

24. Februar 2016 auferlegten Kosten in der Höhe von Fr. 600.– wären ihr 

grundsätzlich zurückzuerstatten. Indes ergibt sich, dass die Zahlung bis 

dato nicht geleistet wurde, weshalb keine Rückerstattung zu erfolgen hat. 

Die diesbezüglich durch das Gericht erstellte buchhalterische Kostenposi-

tion ist zu annullieren. 

 

8.3 Für die ihr erwachsenen notwendige Vertretungskosten im Beschwer-

deverfahren ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zuzu-

sprechen (Art. 64 VwVG; Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der Rechtsvertreter macht diesbezüglich einen 

Aufwand von 4.25 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 200.– sowie 

Auslagen in der Höhe von Fr. 6.30 geltend. Dieser Aufwand erscheint als 

leicht überhöht. Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfak-

toren (Art. 9–13 VGKE) ist der Beschwerdeführerin zulasten der Vorinstanz 

eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 850.– (inkl. Auslagen und 

MWSt) zuzusprechen. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-1245/2016 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen. Das Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts vom 24. Februar 2016 (E-1011/2016) wird aufgehoben und 

das Beschwerdeverfahren wieder aufgenommen. 

2.  

Für das Revisionsverfahren werden keine Kosten auferlegt. Der Gesuch-

stellerin wird vom Bundesverwaltungsgericht für das Revisionsverfahren 

eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 460.– ausgerichtet. 

3.  

Die Beschwerde vom 18. Februar 2016 wird gutgeheissen. Die Verfügung 

des SEM vom 11. Februar 2016 wird aufgehoben und die Sache an die 

Vorinstanz zurückgewiesen. Das SEM wird angewiesen, auf das zweite 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin einzutreten.  

4.  

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. Die aufgrund 

des Urteils vom 24. Februar 2016 erstellte buchhalterische Kostenposition 

wird durch das Gericht annulliert. 

5.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Beschwerde-

verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 850.– auszurich-

ten. 

6.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellerin/Beschwerdeführerin, das SEM 

und die zuständige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Simona Risi