# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6231ded2-4954-5b35-a57d-2726aa1ca43d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-13
**Language:** de
**Title:** kreisärztlicher Untersuchungsbericht beweiskräftig, Invalideneinkommen aufgrund von DAP-Löhnen (BGE 8C_272/2015)
**Docket/Reference:** UV.2013.00183
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00183.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00183
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Dietrich
Urteil
vom
13. Februar 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1952 geborene
X.___
, war seit
dem 2
2.
September 2010 (Urk. 9/1, Urk. 9/24)
bei der
Firma Y.___
als Zimmereiarbeiter
an
ge
stellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obli
ga
torisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 6.
Oktober
2010 er
litt er einen Unfall, als er in einen Deckenbalken ein Loch bohrte und die Bohrma
schi
ne wegen eines
Nagels stecken blieb, so dass sein rechter Arm und die Schulter in Drehrichtung und nach Betätigung eines Hebels an der Bohr
ma
schine in die entgegengesetzte Richtung mitgerissen wurden und die rechte Hand an den
Deckenbalken schlug (
Urk
.
9/
1 und
Urk. 9/
27). Dabei zog er sich ein
Distorsi
ons
trauma
des
rechten Armes und eine Prellung der rechten Hand zu
(Urk. 9/12, Urk. 9/31 und Urk. 9/37)
.
Im weiteren Verlauf entwickelte
n
sich ein
komplexes regionales Schmerzsyndrom (
CRPS
)
der rechten Hand und des rech
ten Armes und eine
Frozen
Shoulder
(Urk. 9/101, Urk. 9/130-131, Urk. 9/136-139)
.
Die SUVA, welche für die Heilbehandlung aufgekommen war und
bis zum 31. Juli 2012
Taggeld
leis
tungen
erbracht hatte (Urk.
12/2)
,
bejahte
mit Verfü
gung vom 11. Januar 2013 (Urk.
9/
305
)
auf der Basis eine
r
Erwerbsunfähigkeit
von 19
%
bei einem ver
sicherten Jahresverdienst von
Fr.
70‘429.--
den An
spruch
des Versicherten auf eine Invalidenrente ab dem
1.
August 2012
und sprach ihm ferner eine
I
ntegritäts
entschädi
gung
von Fr.
18‘900.
--
ent
sprechend e
iner Integritätseinbusse von 15
% zu.
Die Schmerztherapie und die dafür nötigen Arztbesuche werden von der SUVA nach wie vor über
nom
men (
Urk. 9/268).
Die
gegen die Verfügung  vom 1
1.
Januar 2013
erhobene Ein
sprache
vom 2
6.
Janu
ar
2013
(Urk.
9
/
313
) wies
die SUVA
mit Entscheid vom
4
.
Juli
2013 (Urk. 2
/1
) ab.
2.
Hiegegen
erhob
X.___
am 3
0
.
Juli
2013 (Urk. 1
, vgl. dazu auch Urk. 5
)
Be
schwerde und beantragte
sinngemäss
, es sei der Einspracheentscheid vom
4
.
Juli
2013 aufzuheben und
es sei
ihm eine höhere Invalidenrente zu
zuspre
chen
.
Die
SUVA schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
1
4.
Oktober
2013 (Urk.
8
)
auf Abweisung der Beschwerde.
Replicando
hielt d
e
r
Be
schwerde
führer an
seinen
Anträgen fest (Urk.
11
)
und legte weitere Unterlagen auf (Urk. 12/1-4)
. Am
21
.
November
2013 (Urk. 15)
teilte
die
Be
schwerdegegnerin
ihren Verzicht auf eine Duplik mit, was dem
Be
schwerde
füh
rer
am 2
7
.
November
2013 (Urk. 1
8
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Mit Eingabe
vom 2
1.
November 2013 (Urk. 16)
legte der Beschwerdeführer ei
n
en
weiteren Bericht
(Urk. 17) auf, was der Beschwerdegegnerin wiederum zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk. 18). Am 1
0.
Dezember 2013 (Urk. 19)
legte
der Be
schwer
deführer
abermals
einen
medizinischen Bericht (Urk. 20)
auf. Die
Be
schwer
de
gegnerin
nahm hierzu am 2
0.
Januar 2014 (Urk. 23)
Stellung
und er
neu
erte
ihr B
egehren auf Abweisung der Be
schwerde. Der Beschwerdeführer wurde
hiervon am 2
4.
Januar 2014 (Urk. 24) in Kennt
nis gesetzt.
Am 1
4.
Februar 2014 (Urk. 25) machte der Be
schwerde
führer eine weitere Eingabe.
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
[ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG]). Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsun
fähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der
unfallbe
dingten
Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnah
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er
zielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
tür
l
ichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick
auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin ging
im Wesentlichen
gestützt auf das von Dr. med.
Z.___
,
Facharzt für Chirurgie FMH,
an
lässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. Juli 2012 evaluierte
Zu
mut
barkeitsprofil
(Urk. 9/268 S. 8)
davon aus
(Urk.
2/
1 S.
4 ff.
lit
. b ff., vgl. dazu
auch
Urk. 8)
, dass dem Beschwerdeführer
un
fall
bedingt
eine angepasste Tätig
keit vollzeitlich zu
mut
bar sei, und stellte im
Rah
men des
Einkommens
ver
gleichs
bei einem
Validen
einkommen
von Fr. 73‘276.--
für das Jahr 2012 und
unter Be
stimmung des
Invalidenein
kom
men
s
aufgrund von Profilen aus der
versicherungs
inter
nen
Dokument
ation über Arbeitsplätze (DAP)
eine
Er
werbs
ein
busse
(In
validität) von
19 % fest (Urk. 2
/1
).
Bezüglich d
e
r
Integritäts
ent
schädigung
verwies sie auf die Beurteilung von
Dr.
Z.___
vom
20.
Juli 2012
(Urk. 9/297)
.
2.2
D
e
r Beschwerdeführer
kritisierte insbesondere die Bemessung des
Invaliditäts
grades
(Urk. 5) und
stellte sich
unter Verweis auf ein medizinisches Gutachten
und weitere medizinische Berichte (Urk. 12/1, Urk. 12/3-4)
auf den Standpunkt, dass
er
aufgrund der starken gesundheitlichen Problemen mit seinem rechten Arm und der damit ver
bundenen Schmerzen nicht mehr arbeitsfähig sei (Urk. 1
, Urk. 11
)
.
Es g
e
be auf dem Arbeitsmarkt keinen Job, den er trotz seiner Be
hin
derung ausüben könne (Urk. 11
).
Replicando
le
gte der Beschwerdeführer am
21.
November 2013 (Urk. 16) respektive am 1
0.
Dezember 2013 (Urk. 19) wei
ter
e medizinische Berichte (Urk. 17, Urk. 20) auf und machte eine ge
sund
heit
li
che Ver
schlechterung geltend.
3
.
3.
1
Der erstbehandelnde
Dr.
med.
A.___
führte im Bericht vom 2
7.
November 2010 (Urk. 9/12) als
Befund Schmerzen im IP-Gelenk des rechten Daumens und
der
Met
a
carpale IV rechts
auf und diagnostizierte ein
e
Kontusion, aber keine Frak
tur.
Dem Beschwer
deführer attestierte er sei
t
dem 11. Oktober 2010 eine 100%ige
Arbeitsunfähig
keit.
3.2
Im
unfallchirurgisch-orthopädischen Gutachten vom 2
2.
März 2012 (Urk. 12/1)
hielt
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirurgie und
Physikalische Therapie, Chefarzt der Klinik
C.___
,
gestützt auf die Ergebnisse der gutachterli
chen Untersuchung des
Beschwerdeführers vom 2
1.
März 2012, auf die an je
nem
Tag angefertigten Röntgenaufnahmen sowie auf die Akten und Röntgen
bilder fest,
es sei
nach der Prellung des rechten Hand
gelenkes und der Zerrung
der rechten Schulter zu einem
kompli
kations
reichen
Heilverlauf mit Entwicklung eines CRPS (
Algodystrophie
, Mor
bus
Sudeck
) der rechten Hand und des rechten Armes sowie einer
Frozen
Shoulder
rechts gekommen. Die Heilbehandlung sei auch weiterhin nicht abge
schlossen. Mit einer Dauerbehandlung sei zu rechnen. Das erreichte funktionelle Ergebnis sei als schlecht einzuschätzen, wobei im Vordergrund neben der Funk
tions
störung der rechten Hand sowie der rechten Schul
ter eine dauerhafte
Schmerz
symptomatik
mit Notwendigkeit einer dauer
haften Schmerzmedikation bestehe (S. 9 f.; vgl. dazu auch die aufgeführten pa
thologischen Veränderungen im Be
reich der oberen Extremitäten [S. 10 f.]). Die
genannten schwerwiegenden
Ge
sund
heitsschäden
im Bereich des rechten Armes
, die zu einem weitgehenden
Funktions
verlust
des rechten Armes geführt hätten, seien somit als mittelbare
Folge des versicherten Ereignisses vom
6.
Oktober
2010 anzusehen (S.
14).
Seit dem Unfall bestehe eine dauerhafte Arbeitsun
fähi
g
keit
(S. 4 unten).
3.3
Im Bericht
vom
3.
Mai 2012
(Urk. 12/4)
nannte
Dr.
med.
D.___
, Fach
arzt für Allgemeinmedizin/Spez. Schmerztherapie,
als Diagnosen mit Aus
wirkung auf
die Arbeits
fähig
keit ein CRPS rechts, eine
Frozen
Shoulder
und ein
Im
pinge
ment-
Syn
drom
der rechten Schulter und attestierte für die zuletzt aus
geübte Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem
6.
Oktober 201
0.
Ferner hielt er fest, dass der rechte Arm nicht belastet werden dürfe und die
Fein
motorik
der rech
ten Hand gestört sei.
3.4
Im Bericht vom 1
3.
Juni 2012 (Urk. 12/3) diagnostizierte
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für Chirurgie, Durchgangsarzt, eine erhebliche
Be
wegungs
einschrän
kung
der Schulter rechts nach einer schweren Distorsion der Schulter im Sinne einer Schultersteife mit Ausbildung eines CRPS
und er
achtete den Beschwerde
führer ab dem 1
6.
April 2012 in
behinderungs
ange
passter
Tätigkeit als arbeits
fähig
.
Für die frühere Tätigkeit hielt er den Be
schwer
deführer dem
gegen
über
als
arbeits
unfähig. Schliesslich führte er aus, dass eine wesentliche Bes
serung nicht mehr zu erwarten sei, sodass von einem Endzustand auszugehen sei (S. 2).
3.
5
Dr.
Z.___
nannte im kreisärztlichen Untersuchungsbericht
vom
1
9.
Juli 2012 (Urk. 9/268
S. 7 f.
) gestützt auf die gle
ichentags erfolgte Untersuchung
ein
Dis
torsionstrauma
am rechten Arm am
6.
Oktober 2010 mit einer Prellung der rechten Hand, einer schmerzhaften Funktions
störung der rechten Hand und der rechten Schulter, eine
Algo
dystro
phie
(
CRPS
) der rechten Hand und des rechten Armes, eine posttraumatische
Frozen
Shoulder
rechts und einen Status nach aus
giebiger Schmerztherapie.
Dr.
Z.___
führte aus, im Heilverlauf habe sich ein CRPS und in der Folge eine deut
liche Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit des gesamten rechten Arms ent
wickelt. Bei der Untersuchung habe sich eine starke
Bewegungs
ein
schrän
kung
im rechten Schultergelenk wie auch im Bereich der Finger und der rechten Hand gezeigt
(S. 7 f.)
.
Der Beschwerdeführer könne seinen Beruf als Dachdecker und Zimmermann
nicht mehr ausüben. Eine Arbeitsfähigkeit werde auch nicht mehr erreichbar sein.
Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit folgendem Zumutbarkeitsprofil: Die rechte Hand sei lediglich noch als
Hilfs
hand
einzusetzen. Leichte Tätigkeiten, das heisse leichte Haltearbeiten mit ge
ringer Gewichtsbelastung ohne Überkopfarbeiten, mit Abstützung des rechten Armes zum Beispiel auf einem Tisch, ohne Tätigkeiten an stossenden, schlagen
den und
vibrierenden Mas
chin
en, ohne häufige
Umwendbewegungen
des Unterarms seien
vollzeitig zumutbar. Für den linken Arm beziehungsweise die linke Hand be
stünden keinerlei Einschränkungen
(S. 8)
.
Die noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des rechten Armes und der rech
ten Hand seien unfallkausal
(S. 8)
.
Der Endzustand sei erreicht. Weitere ärztliche und/oder physiotherapeutische Be
handlungen erbrächten (auch nach Aussagen des Beschwerdeführers) keine Ver
besserung mehr. Lediglich eine ausreichende Schmerztherapie und die dafür be
nötigten Arztbesuche seien von der SUVA gemäss
Art.
21 UVG weiterhin zu über
nehmen
(S. 8)
.
Im Bericht vom 2
0.
Juli 2012 (Urk. 9/269, vgl. dazu auch Urk. 9/297) wieder
holte er die im kreisärztlichen Unter
suchungsbericht vom 1
9.
Juli 2012 (Urk. 9/268
S. 7 f.) genannten Diagnosen und schätzte den Integritätsschaden auf 15
%
. Schliesslich führte er aus, dass die Unfallfolgen dauernd und er
heb
lich seien und wies auf die
Integritäts
entschädigung
gemäss der UVG-Tabelle 1 (Revision 2000
Integritäts
schaden
bei Funktionsstörungen an den oberen Ext
remitäten) hin.
3.
6
Im
Attest vom
5.
November 2013
(Urk. 17)
berichtete
Dr.
D.___
, dass der Be
schwerdeführer erneut über zuneh
mende Schmerzen im rechten Arm/
in der rech
ten Hand klage und im Vergleich zum Gutachten vom Juli 2013 nun eine Schwellung und eine livide Verfärbung der rechten Hand bezieh
ungs
weise des rechten Unterarmes vorlägen.
3.
7
Am
6.
Dezember 2013 (Urk. 20) diagnostizierte
Dr.
med.
F.___
, Fach
arzt für Anästhesiologie,
einen Morbus
Sudeck
(Neurogene post
traumatische Knochen
atrophie) rechts.
Dr.
F.___
hielt eine progrediente Ver
schlechterung des Befundes der rechten Hand beziehungsweise des gesamten rechten Armes mit einer wahrscheinlich dauerhaften Funktionseinschränkung fest. Aufgrund der vollständigen Funktionsunfähigkeit des rechten Armes
bis ober
halb des
Ellen
bogengelenks
sei nach der normalen Gliedertaxe ein
In
vali
ditäts
grad
von 65
%
anzusetzen.
4.
4.1
Die
kreis
ärztliche
n
Beurteilung
en
von Dr.
Z.___
, auf welche sich die
Be
schwer
de
gegnerin
abstützte, erfüllen
die
rechtsprechungsgemässen
An
for
derun
gen,
wel
che an be
weistaugliche medizinische Be
richte gestellt werden (E. 1.
3
hievor
): D
ie
Bericht
e
sin
d
für die streitigen Belange umfassend, beruh
en
auf der eingeh
enden Untersu
chung vom
19
.
Juli
201
2 (vgl. E. 3.5
hievor
), be
rück
sichti
gen
die
ge
klagten Beschwerden und
sind
in Kenntnis der
Vorakten
, wel
che über die Ergeb
nisse von bildgebenden und anderweitigen Abklärungen in
formieren, abge
geben worden.
Sie
leuchte
n
in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
men
hänge und in der Be
urteilung der medizinischen Situation ein und die darin ent
haltenen Schlussfol
gerungen sind nach
voll
zieh
bar
begründet. Die
kreis
ärztli
che
Einschätzung der
Arbeitsfähig
keit (vgl.
Urk. 9/
268
S.
8)
, gemäss wel
che
r
de
r
Beschwerdeführer
unfallbedingt seine bisherige Tätigkeit als Zim
mer
mann nicht mehr ausüben kann,
ihm eine angepasste
Tätigkeit
aber
nach wie vor
vollzeitig zu
mut
bar ist
, erweist sich als plausibel. Demnach ist gestützt auf das von Dr.
Z.___
anlässlich der kreisärztlichen Unter
suchung vom
19. Juli 2012
evalu
ierte Zumutbarkeitsprofil
(vgl. dazu etwa Urk. 9/268 S.
8)
davon aus
zu
ge
hen, dass
dem
Beschwerdeführer
un
fall
bedingt
eine angepasste Tätig
keit
voll
zeit
lich
zu
mut
bar ist.
Unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen ist zudem, dass
die bestehen
den Funktionseinschränkungen der
rechten
oberen Extremität
t
rotz verschie
de
nen vorbestehenden Gesundheitsstörungen (Urk. 9/296/48)
Folge des Unfalls vom
6.
Oktober
2010 und insbesondere des CRPS ist und nicht durch einen krank
haften Vorzustand
(mit-)
begründet ist (vgl. dazu Stellungnahme von Kreis
arzt
Dr.
Z.___
vom
8.
Januar 2013
[
Urk. 9/299
]).
4
.2
Eine der kreisärztlichen Beurteil
ung des Zumutbarkeitsprofils wi
dersprechende ärzt
liche
Einschätz
ung liegt nicht bei den Akten
.
Insbesondere werden von den (behandelnden) (Fach-)Ärzten
im Wesentlichen gleiche
Diagnosen genannt und
gleichgeartete funktionelle Einschränkungen der rechten Hand, des rechten Armes
und der
rechten
Schulter beschrieben (E.
3.2-3.
4
hievor
, E.
3.6-3.7
hie
vor
).
Sämtliche Ärzte, welche sich zur Arbeitsfähigkeit
äusserten
, erachteten die bisherige Tätig
keit als nicht mehr zumutbar und attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(E.
3.1
-4
hievor
)
.
Dagegen
bestätigte
Dr.
E.___
, dass der Beschwerdeführer ab dem 16
. April 2012 in
einer
behinderungsangepasste
n
Tä
tigkeit wieder arbeitsfähig ist
(E. 3.4
hievor
)
, während sich
Dr.
B.___
(E. 3.2
hievor
)
und
Dr.
F.___
(E. 3.7
hievor
)
dazu nicht
äusserten
.
4.3
In Bezug auf die vom Beschwerdeführer im Laufe des Verfahrens geltend ge
machte gesundheitliche Verschlechterung (Urk. 25) bleibt festzuhalten, dass eine
allenfalls nach Erlass des angefochtenen Entscheids eingetretene gesundheit
liche Veränderung respektive Verminderung der Arbeitsfähigkeit, die aufgrund des
aufgelegten Berichts ohnehin nicht belegt ist (vgl. Urk. 20), von vornherein
nicht im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen ist (vgl. etwa BGE 131 V 407
E. 2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E. 1).
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die
verb
liebenen
Unfallfolgen am rechten Arm in erwerbli
cher Hinsicht auswirken
.
5.2
Der für die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch massgebende Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 V 349 E. 3.4.2). Für die Ermitt
lung des
Valideneinkommens
, also des Einkommens, welches die versicherte Per
son nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Ge
sun
de tat
säch
lich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Ver
dienst ange
knüpft.
5.3
D
er Beschwerdeführer
weist
keine regelmässige
Erwerbs
bio
gra
phie
aus
(Urk. 9/292)
;
insbesondere stand er nach seiner Erwerbsaufnahme in der Schweiz
lediglich in temporären Arbeitsverhältnissen, aber nicht in dauerhaften Anstell
ungen (Urk. 9/294/36-37). Selbst wenn sein letzter Arbeitsvertrag bei der
Firma Y.___
unbefristet war (Urk. 9/284/32),
darf
der dort bezogene Stundenlohn nicht auf einen Jahreslohn umgerechnet werden, denn bei
Temporärarbeit
nehmern
sind - gleich wie bei Saisonstellen - nur jene Zeiten zu berück
sich
tigen, in denen im Gesundheitsfall gearbeitet worden wäre (
Thomas
Ackermann, Die Bemessung des Invaliditätsgrades, in:
Kieser
/
Lendfers
[
Hrsg
],
Sozialver
siche
rungsrechtstagung
2012, S. 22). Da der Beschwerdeführer
nach Lage der Akten
vor dem Unfall nie während eines ganzen Jahres eine (temporäre) Anstellung inne
gehabt hat
te
, ist nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin zu seinen Gunsten die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik
herangezogen
hat.
Gestützt darauf
belief sich
das Einkommen
für Männer im Bau
gewerbe im Jahr 2010
bei einer 40-Stunden
woche für Tätigkeiten, bei denen Berufs- und
Fach
kennt
nisse voraus
ge
setzt werden, auf Fr. 5‘742.
--
monat
lich (LSE 2010, TA1
, Total Männer, Baugewerbe [
Ziff.
41-43],
An
for
derungs
niveau
3, S.
26)
. Un
ter Be
rücksichtigung der durch
schnitt
lichen Arbeits
zeit von 41.7 Stun
den im mass
geb
lichen
Jahr 2012 und der
Lohn
entwicklung
für M
än
ner
(Die Volkswirt
schaft
1/2-2015
S.
92
Tabelle B9.2 und S. 9
3
Tabelle B10.3, In
dex 2
150
auf 2
188
)
resultiert
ein Einkommen von rund
Fr.
73‘229.
-- (Fr.
5‘752
.
-- :
40 x 41.7 x 12 /
2
150
x 2
188
).
Dieses Einkommen ist folg
lich
als
Valideneinkommen
anzu
rech
n
en
.
5.
4
5.
4
.1
Für die Festsetzung des
Invaliden
einkommens
ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeits
leistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes
Erwerbs
einkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach
Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprech
ung entweder Tabellenlöhne oder der von der SUVA zusammengestellten DAP heran
ge
zogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt voraus, dass zusätzlich zur Auflage von min
destens fünf DAP-Blättern Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentier
ten
Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den
Durch
schnitts
lohn
der entsprechenden Gruppe. Allfällige Einwendungen der versi
cher
ten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erhe
ben. Ist die SUVA nicht in der Lage, den erwähnten verfahrensmässigen Anfor
derungen zu genügen, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 129 V 472).
5.
4
.2
Als Invalideneinkommen für das Jahr 201
2
ermittelte die Beschwerdegegnerin a
uf
grund von Lohnangaben aus den herangezogenen
DAP
-Profilen
ei
n Einkom
men des
Be
schwerde
füh
rer
s
von Fr. 5
9‘444
.--
(
Urk
. 9/
302
S.
1).
Bei den gewähl
ten Berufen
„
Produktions
mit
arbeiter
“
,
„
Hilfsarbeiter
“, „
Verpacker
“ und „
Reini
gungs
vorar
beiter
“
gemäss den
DAP-Erfassungs
blät
tern
Nrn.
854291
,
407034
,
4459
,
410120
und
11652
, handelt es sich um Tätig
keiten im Rahmen des fest
ge
stellten
Zumut
bar
keits
profils
.
Insbesondere handelt es sich durchwegs um leicht
e Tätig
keiten, die
gar keine beziehungsweise nur eine bedingte Beidhändigkeit erfor
dern.
Die Beschwerdegegnerin stellte auf fünf zumutbare Arbeitsplätze ab, gab die Ge
samt
zahl der mit der Behinderung des
Be
schwerdeführer
s
in Frage kommen
den Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn
der dem
Behinderungs
profil
ent
sprechenden Gruppe an. Mit diesen in den Ak
ten
umfassend und detailliert dokumentierten Angaben wurde den in BGE 129 V 472 aufgestellten formellen Erwartungen des
damali
gen Eidgenössischen Ver
sicherungsgerichts an auf DAP gestützte Einkommensvergleiche in hinrei
chen
der
Weise Rechnung getragen.
Da für keines der herangezogenen DAP-Profile ein Fahrausweis erforderlich ist, bleibt der Einwand des Beschwerdeführers, er sei fahruntüchtig (Urk. 1), für die Bemessung des Invalideneinkommens unbeacht
lich. Ebenso wenig ist sein Vor
bringen zu hören, in Deutschland gebe es keinen leidensangepassten Job (Urk. 11);
denn die
Gerichtspraxis geht davon aus, dass der ausgeglichene
Schweizer
Arbeitsmarkt für Personen, welche funktionell als Einarmige zu be
trachten sind, genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet, auch wen
n sie
überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten
können
(Ur
teil des Bundes
gerichts 8C_100/2012 vom 29. März 2012 E.
3.4). Daran ändert auch nichts, dass sich der im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen
Ein
spra
cheentscheids
61-jährige Beschwerdeführer in Deutschland offenbar zum Bezug der Alters
rente veranlasst sah (Urk. 11). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung schliesst bei einer
verbleibende
n
Aktivitätsdauer von rund drei Jahren
nicht aus, dass die Arbeitskraft eines bis dahin aktiven Facharbeiters nachgefragt wird (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_456/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 3.3.2 e
con
trario
).
Demnach darf auf die von der Beschwerdegegnerin gewählten fünf
DAP-Er
fas
sungsblätter
abgestellt und
der sich daraus ergebende Durchschnittslohn (von Fr. 5
9
‘
444
.--; vgl. Urk. 9/
302
S. 1) als
Invalideneinkommen dem
Einkommens
vergleich
zugrunde gelegt werden.
5.
5
Im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr.
73‘229.--
führt das gestützt auf die DAP ermittelte
Invalideneinkommen von Fr.
59
‘
444
.--
zu einer
Erwerbs
ein
bus
se
von Fr.
13
‘
785
.-- beziehungsweise
zu einem
rentenbegründenden
In
vali
ditäts
grad
von
rund 19
%
.
6.
6.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde er
hebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die
In
te
gritätsentschädigung
wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schä
digung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Ver
ordnung über die Unfall
ve
rsicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vo
raus
sichtlich während des
ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang be
steht. Er ist erheblich, wenn die
körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augen
fällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträch
ti
gung fest
gesetzt (Abs. 3).
6.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Inte
gritätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem
an
gegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integri
tätsschä
den
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2)
.
Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, ge
ben ke
inen
Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige
Gebrauchs
unfähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teil
weiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der
Integritäts
schaden
weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
6.3
Die Medizinische Abteilung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die
Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV be
stimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für
den
„
Regelfall
”
gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit de
nen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.4
Bezüglich
der zugesprochenen
Integritätsentschädigung ist der Einsprache
ent
scheid
vom
4.
Juli 2013
ebenfalls nicht zu
beanstanden
und es kann auf die schlüssige
Beur
teilung
von
Kreisarzt
Dr.
Z.___
vom 2
0.
Juli 2012 (Urk. 9/269) und die Ergänzung vom
8.
Januar 2013 (Urk. 9/297) verwiesen werden.
Diese steht im Einklang mit der Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten. Dabei berücksichtigte Dr.
Z.___
die Prellung der rechten Hand, die schmerzhafte Funktionsstörung der rechten Hand und der rechten Schulter, die
Algodystrophie
der rechten Hand, die posttraumatische
Frozen
Shoulder
rechts und den Status nach ausgiebiger Schmerztherapie und trug dem im Untersuchungsbericht vom 19. Oktober 2012 dargelegten noch
möglichen Bewegungsausmass der rechten Extremität (Urk. 9/268 S. 6) Rech
nung
.
Diese kreisärztliche Beurteilung wird durch die Einschätzungen von Dr.
B.___
und Dr.
F.___
nicht in Zweifel gezogen. Diese bezogen sich auf die in Deutschland massgebenden Gliedertaxen (Urk. 12/1 S. 14, Urk. 20), ohne sich mit den für die Bemessung des Integritätsschadens einschlägigen SUVA
Ta
bellen auseinanderzusetzen. Damit hat es mit
dem
durch die
Beschwerdegeg
ne
rin
zugesprochenen Integritätsentschädigung sein Bewenden.
7
.
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin
vom 4.
Juli
2013
, ge
mäss wel
chem der Beschwerdeführer
gestützt auf d
e
n
Unf
all
vom
6
.
Oktober
20
10
ge
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 19
%
eine
Invalidenrente nach UVG
und
eine Integritätsentschädigung von 15 %
zu
steht, ist demnach rechtens.
Zusam
men
fassend führt dies in Bestätigung des ange
fochtenen
Einspracheentscheids
zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
unter Beilage einer Kopie von Urk. 25
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubDietrich