# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 454b0dc7-ad04-58ab-a64c-d0fc1fc65f24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2025 D-5665/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5665-2025_2025-08-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5665/2025 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Côte d'Ivoire, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 24. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5665/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein ivorischer Staatsangehöriger der Ethnie 

Akan Ashanti mit letztem Aufenthalt in B._______, sein Heimatland eige-

nen Angaben zufolge am 5. Dezember 2020 verliess und am 11. März 

2023 in die Schweiz einreiste, wo er am 13. März 2023 um Asyl 

nachsuchte, 

dass das SEM mit ihm am 20. März 2023 die Personalienaufnahme (PA; 

ZEMIS Direkterfassung) durchführte, 

dass der Beschwerdeführer am 23. März 2023 die ihm vom Bundesasyl-

zentrum (BAZ) der Region C._______ zugewiesene Rechtsvertretung mit 

der Wahrung seiner Interessen beauftragte, 

dass das SEM mit ihm am 29. März 2023 ein persönliches Gespräch ge-

mäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem/einer Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dub-

lin-III-VO), durchführte, 

dass er hinsichtlich seiner gesundheitlichen Verfassung angab, es gehe 

ihm moralisch besser, seit er in der Schweiz sei, er habe Schmerzen und 

müsse einen Arzt sehen, um zu erfahren, woher diese rühren würden, er 

habe Rückenschmerzen und diesbezüglich ein Pflaster erhalten, das er auf 

dem Rücken tragen müsse, auch seine Hüfte schmerze, er habe deswegen 

bereits mit der Pflege Kontakt aufgenommen, die ihm einen Arzttermin or-

ganisiert habe, 

dass das SEM den Beschwerdeführer für den weiteren Aufenthalt während 

des Asylverfahrens mit Verfügung vom 26. Juli 2023 dem Kanton 

D._______ zuwies, 

dass das SEM ihm am 9. Januar 2024 mitteilte, das Dublin-Verfahren 

werde beendet und sein Asylgesuch werde in der Schweiz geprüft, 

dass das SEM den Beschwerdeführer am 30. Mai 2024 in Anwesenheit der 

ihm zugewiesenen Rechtsvertretung zu seinen Asylgründen anhörte, 

D-5665/2025 

Seite 3 

dass er im Wesentlichen geltend machte, der Sieger der Präsidentschafts-

wahlen im Jahr 2010, Alassane Dramane Ouattara, habe seinen Kontra-

henten Laurent Gbagbo verhaften lassen, 

dass Militärangehörige beziehungsweise die FRCI (Forces Républicaines 

de Côte d'Ivoire) in das Haus seines Vaters eingedrungen seien, nach ver-

steckten Waffen gefragt und seinen Vater und ihn (den Beschwerdeführer) 

als Milizionäre bezeichnet hätten, 

dass sein Vater angeschossen und geschlagen worden und er (der Be-

schwerdeführer) bewusstlos geworden sei, 

dass die Soldaten seinen Vater mitgenommen und getötet hätten, 

dass Parteipräsidenten vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 zum 

Wahlboykott aufgerufen hätten, weil Präsident Ouattara für eine dritte 

Amtszeit kandidiert habe, 

dass er im Oktober 2020 zusammen mit Freunden am «Boykott-Anlass» 

teilgenommen habe, bis das Militär Tränengas eingesetzt habe, 

dass seine Freunde und er auf der Flucht jungen bewaffneten Vagabunden 

aus E._______, «Microbes» genannt, begegnet seien, die ihnen gefolgt 

seien, bis sie sich in einer Kirche in Sicherheit begeben hätten, 

dass die «Microbes» vorher gedroht hätten, sie würden ihn ebenso wie 

seinen Vater umbringen, sollte er Politik betreiben, 

dass der wiedergewählte Präsident Ouattara mit den «Microbes» zusam-

menarbeite, 

dass ihm ein bereits ausgereister Freund empfohlen habe, das Land zu 

verlassen und zu ihm nach Tunesien zu kommen, wo es Arbeit gebe, 

dass er sein Heimatland am 5. Dezember 2020 gemeinsam mit seiner da-

maligen Freundin illegal verlassen und sich anschliessend in Tunesien auf-

gehalten habe, bis sie im Jahr 2023 gemeinsam in die Schweiz gekommen 

seien, 

dass ihn persönlich betreffend in seiner Heimat seit seiner Ausreise nichts 

mehr vorgefallen und gegen ihn nie ein Gerichtsverfahren eingeleitet wor-

den sei, er dort aber um sein Leben fürchte, 

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Seite 4 

dass er in der Côte d'Ivoire der PDCI (Parti Démocratique de Côte d'Ivoire) 

angehört, jedoch nie eine Mitgliedschaftskarte besessen, in der Partei 

keine besondere Funktion gehabt und lediglich an Versammlungen teilge-

nommen habe, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 4. Juni 2024 mitteilte, sein Asyl-

gesuch bedürfe weiterer Abklärungen, weshalb es gemäss Art. 26d AsylG 

[SR 142.31] im erweiterten Verfahren behandelt werde, 

dass das SEM den Beschwerdeführer am 15. Mai 2025 darüber infor-

mierte, seine Freundin habe in ihrer ergänzenden Anhörung gesagt, ihre 

Beziehung bestehe nicht mehr, weshalb er Gelegenheit erhalte, sich zum 

aktuellen Beziehungsstatus, dem derzeitigen Verhältnis zwischen ihm und 

ihr und seinen derzeitigen Kontakten im Heimatland zu äussern, 

dass die vormalige Rechtsvertretung das SEM am 30. Mai 2025 davon in 

Kenntnis setzte, sie habe die Wahrung der Interessen des Beschwerdefüh-

rers übernommen, und darum bat, ihr spätestens nach Abschluss des Ver-

fahrens Akteneinsicht (inkl. bereits bekannter oder unwesentlicher Akten 

und allfälligen Übersetzungen) zu gewähren, 

dass sie des Weiteren ausführte, der Beschwerdeführer habe Kontakt zu 

seinem Cousin F._______, er wisse nicht, wann seine Ex-Freundin letzt-

mals mit ihrer Schwester telefoniert habe, sie hätten nach der Ausreise aus 

der Heimat vielleicht zwei- oder dreimal pro Woche «mit der Heimat» tele-

foniert und ihre Beziehung sei seit Sommer 2024 beendet, 

dass das SEM mit Verfügung vom 24. Juni 2025 feststellte, der Beschwer-

deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, 

ihn aus der Schweiz wegwies und den Vollzug anordnete, 

dass die vormalige Rechtsvertretung dem SEM am 26. Juni 2025 mitteilte, 

sie habe den Asylentscheid vom 24. Juni 2025 nur unvollständig erhalten 

und weitere Seiten des Anhörungsprotokolls würden fehlen, weshalb der 

Entscheid samt den zu edierenden Akten neu zu eröffnen sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Juni 2025 (die Verfügung vom 

24. Juni 2025 ersetzend) – eröffnet am 2. Juli 2025 – feststellte, der 

Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch 

vom 13. März 2023 ablehnte, ihn aus der Schweiz wegwies und feststellte, 

er sei verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-

Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, 

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Seite 5 

dies zur Rückreise in seinen Heimat- beziehungsweise Herkunftsstaat oder 

zur Weiterreise in ein Land, das sich ausserhalb des Schengen-Raums be-

finde und in dem er aufgenommen werde, verbunden mit dem Hinweis, 

wenn er seiner Verpflichtung nicht innert Frist nachkomme, könne die Weg-

weisung unter Zwang vollzogen werden, und den Kanton D._______ mit 

dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Ereignisse 

vom Jahr 2010 lägen mehr als zehn Jahre zurück und den Aussagen des 

Beschwerdeführers gemäss habe das Verfolgungsinteresse damals offen-

bar einzig seinem Vater gegolten, 

dass er in der Anhörung erklärt habe, er habe nach dem Vorfall im Jahr 

2010 mit der FRCI keine Probleme gehabt, 

dass die Mitnahme seines Vaters im Jahr 2010 nicht kausal für seine Aus-

reise gewesen sei und keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass er in 

diesem Zusammenhang künftig etwas zu befürchten habe, 

dass seine Angabe, er sei nach der Mitnahme seines Vaters umgezogen 

und habe sich jeweils versteckt, wenn er Soldaten gesehen habe, daran 

nichts ändere, 

dass er bis im Jahr 2020 unbehelligt in der Heimat gelebt habe, sodass im 

Zusammenhang mit dem Vorfall im Jahr 2010 nicht von einem anhaltenden 

behördlichen Interesse an ihm auszugehen sei, 

dass die Drohung seitens der «Microbes» flüchtlingsrechtlich nicht relevant 

erscheine, zumal diese allein noch keinen intensiven Nachteil darstelle und 

nicht ersichtlich sei, dass er künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit noch et-

was zu befürchten habe, 

dass er nach dem Ereignis vom Oktober 2020 noch bis zur Ausreise am 

5. Dezember 2020 zu Hause verblieben und nicht ersichtlich sei, dass er 

in dieser Zeit nochmals behelligt worden sei, 

dass laut seinen Angaben nach dem «Boykott-Anlass» kein Gerichtsver-

fahren gegen ihn eröffnet worden sei und keine Anhaltspunkte dafür vorlä-

gen, dass sich nach seiner Ausreise zu Hause nochmals etwas ereignet 

haben könnte, 

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Seite 6 

dass auch sein persönliches Profil nicht für ein massgebliches Verfolgungs-

interesse an ihm spreche, da er eigenen Angaben gemäss Mitglied der 

PDCI gewesen sei, in dieser aber keine besondere Funktion gehabt habe, 

dass die vormalige Rechtsvertretung dem SEM am 2. Juli 2025 mitteilte, 

sie lege ihr Mandat per sofort nieder, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Juli 2025 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei seine Flücht-

lingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, es sei festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und un-

möglich sei und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, es sei die unentgelt-

liche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen, 

eventuell sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen, 

dass der Beschwerde mehrere Presseartikel, Fotografien eines am 

18. September 2023 ausgestellten Auszugs aus dem Zivilstandsregister 

und des Duplikats vom 6. Oktober 2023 eines «Certificat de Nationalité 

Ivoirienne» und ein an das SEM adressiertes Gesuch um Akteneinsicht 

vom 29. Juli 2025 beilagen, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 4. August 2025 

die Gesuche um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege und amtliche Verbeiständung 

abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 19. August 2025 

zu Gunsten der Gerichtskasse einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– ein-

zuzahlen, mit dem Hinweis, bei ungenutzter Frist werde auf die Be-

schwerde nicht eingetreten, 

dass der vom Beschwerdeführer bevollmächtigte G._______ das SEM am 

8. August 2025 ersuchte, ihm die Akten falls möglich elektronisch, ansons-

ten per Post zuzustellen, 

dass das SEM Herrn G._______ am 13. August 2025 die Akten elektro-

nisch zustellte, 

dass der mit Zwischenverfügung vom 4. August 2025 erhobene Kostenvor-

schuss am 19. August 2025 eingezahlt wurde, 

 

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Seite 7 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter 

Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nach-

dem auch der erhobene Kostenvorschuss fristgerecht eingezahlt wurde, 

dass das SEM einer allfälligen Beschwerde gegen seine Verfügung die auf-

schiebende Wirkung nicht entzogen hat, weshalb auf den Eventualantrag, 

es sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, 

dass auf die Weiterleitung des an das SEM adressierten Gesuchs um Ak-

teneinsicht vom 29. Juli 2025 zu verzichten ist, da das SEM den Rechts-

vertretungen des Beschwerdeführers am 30. Juni 2025 und 13. August 

2025 die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis übermittelte, 

womit das Gesuch vom 29. Juli 2025 gegenstandslos wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu 

begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen geltend gemacht wird, der Be-

schwerdeführer habe erwartet, zu einem zweiten Interview vorgeladen zu 

werden, bei dem er alle möglichen Dokumente habe vorlegen wollen, 

dass er die Geburtsurkunde beilege, die sein Vater für ihn habe ausstellen 

lassen, damit er weiter zur Schule habe gehen können, 

dass beiliegenden Presseartikeln zu entnehmen sei, dass Oppositionelle 

und Angehörige der Gesco-Gruppe immer noch gesucht und verhaftet wür-

den, 

dass er sich immer noch an die Qualen seines Vaters erinnere, der am 

11. April 2011 vor seinen Augen ermordet worden sei, 

dass er sich im Juni 2020 der patriotischen Gruppe von Gesco angeschlos-

sen habe, die versucht habe, eine dritte Amtszeit des Präsidenten zu ver-

hindern, 

dass sie während ihren Aktionen vom Militär und den «Microbes» angegrif-

fen und gejagt worden seien, 

dass alle von ihnen – jeder auf sich allein gestellt – geflohen seien, 

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Seite 9 

dass er von Freunden aus der Gesco erfahren habe, dass einige Gruppen-

mitglieder verhaftet, andere getötet worden seien, 

dass alle Bewohner seiner Nachbarschaft von seiner Zugehörigkeit zur Ge-

sco gewusst hätten, 

dass er einige Wochen nach seiner Ankunft in Tunesien mit einer Nachba-

rin (Mitglied der Gesco-Gruppe) telefoniert und erfahren habe, dass viele 

junge Leute aus der Nachbarschaft verhaftet worden seien, 

dass die Soldaten auch ihn gesucht und der Nachbarin gedroht hätten, sie 

werde ebenfalls verhaftet, falls sie ihn verstecke, 

dass er in seiner Heimat wegen seiner politischen Meinung um sein Leben 

fürchten und ständig auf der Flucht sein müsste, 

dass in seiner Heimat eine Militärdiktatur herrsche, ernste Kriegsgefahr be-

stehe und Oppositionelle gejagt würden, 

dass der beigelegte, vom Beschwerdeführer als Geburtsurkunde bezeich-

nete Auszug aus dem Zivilstandsregister – ausgestellt am 18. September 

2023 – nicht vom Vater des Beschwerdeführers beantragt worden sein 

kann, da dieser gemäss seinen Angaben bei der Anhörung im Jahr 2010 

verstorben sein soll (vgl. SEM-act. […]-29/15 F63), 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung vorbrachte, während des Boy-

kotts, an dem er teilgenommen habe, sei das Militär mit Tränengas gegen 

die Teilnehmer der Kundgebung vorgegangen und «Microbes» hätten 

ihnen nachgestellt, weshalb sie in einer Kirche Schutz gesucht hätten, in 

der sie noch einige Zeit geblieben seien (vgl. SEM-act. […]-29/15 F94), 

dass seine Angabe in der Beschwerde, jeder sei auf sich alleine gestellt 

geflohen, nicht mit dieser Aussage in Einklang steht, 

dass er in der Anhörung nicht aussagte, er habe von Freunden aus der 

Gesco erfahren, dass einige Gruppenmitglieder verhaftet, andere getötet 

worden seien, 

dass er die Frage in der Anhörung, ob er nach seiner Ausreise noch irgend-

was gehört habe, das in Bezug auf ihn «passiert» sei, verneinte (vgl. SEM-

act. […]-29/15 F104), 

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dass sein Vorbringen in der Beschwerde, einige Wochen nach seiner An-

kunft in Tunesien habe er von einer Nachbarin erfahren, dass er gesucht 

und sie bedroht worden sei, nachgeschoben und damit unglaubhaft ist, 

dass die eingereichten Presseartikel aus den Jahren 2011 bis 2025, die 

keinen persönlichen Bezug zum Beschwerdeführer haben, sein Vorbrin-

gen, er sei von den heimatlichen Sicherheitskräften konkret gesucht wor-

den, nicht stützen, 

dass anstelle von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in der 

angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

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Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

da der Beschwerdeführer keine konkreten und fortbestehenden Probleme 

mit den heimatlichen Sicherheitskräften oder nicht-staatlichen Gruppierun-

gen glaubhaft dargelegt hat, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Praxis davon ausgeht, in 

der Côte d'Ivoire herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt (vgl. dazu 

das Referenzurteil E-2349/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 7.3; sowie u.a. 

Urteil des BVGer E-5881/2024 vom 14. Oktober 2024 E. 8.3.1 m.w.H.), und 

in der Beschwerde nichts vorgebracht wird, das an dieser Einschätzung 

etwas ändern könnte, 

dass hinsichtlich der individuellen Situation des Beschwerdeführers an-

stellte von Wiederholungen auf die zu bestätigenden Ausführungen des 

SEM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. Abschnitt III 

Ziff. 2), 

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Seite 12 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde 

und die eingereichten Beweismittel einzugehen, da sie an der Würdigung 

des vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist, weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten desselben dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und diese auf 

Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) festzusetzen sind, 

dass der am 19. August 2025 in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvor-

schuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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