# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6db1b9d6-17f8-529a-914b-90f0c48c84af
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 03.09.2025 ZR1 2024 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-158_2025-09-03.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 3. September 2025
mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz ZR1 24 158 / ZR1 24 162

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Michael Dürst, Vorsitz
Ehrenzeller, Aktuarin

Parteien A.________
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg

gegen

B.________
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Müller-Ranacher

Gegenstand Vorsorgliche Massnahmen im Ehescheidungsverfahren / 
Prozesskostenvorschuss für das Berufungsverfahren

Anfechtungsobj. Entscheid der Einzelrichterin am Regionalgericht Albula vom 
27. Juni 2024, mitgeteilt am 29. Juli 2024 (Proz. Nr. 135-2024-29)

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Sachverhalt

A. A.________ (nachfolgend: Ehemann), geboren am _____ 1967, von 
O.1.________, und B.________ (nachfolgend: Ehefrau), geboren am _____ 1976, 
von O.2.________, haben am _____ 2010 vor dem Zivilstandsamt O.3.________ 
geheiratet. Sie sind die Eltern der Töchter C.________, geboren am _____ 2007, 
und D.________, geboren am _____ 2009.

B. Am 4. Juli 2023 reichte die Ehefrau gegen den Ehemann am Regionalgericht 
Albula eine Scheidungsklage ein (Proz. Nr. 115-2023-9). Anlässlich der 
Einigungsverhandlung im Scheidungsverfahren vom 15. Januar 2024 
unterzeichneten die Ehegatten eine Teilkonvention. Unter anderem vereinbarten 
sie, die Töchter unter die alleinige Obhut der Ehefrau zu stellen. Bezüglich Unterhalt 
kam keine Einigung zustande. 

C. Mit Entscheid vom 15. Januar 2024 verpflichtete die Vorinstanz den 
Ehemann in Gutheissung des entsprechenden Gesuches der Ehefrau vom 5. Juli 
2023, ihr für das Scheidungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss von CHF 
9'000.00 zu bezahlen (Proz. Nr. 135-2023-86). Die vom Ehemann gegen diesen 
Entscheid erhobene Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden wird mit 
separatem Urteil heutigen Datums erledigt (Proz. Nr. ZR1 24 37). Der Ehemann hat 
der Ehefrau den Vorschuss von CHF 9'000.00 mittlerweile bezahlt.

D. Am 20. Februar 2024 reichte der Ehemann beim Regionalgericht Albula ein 
Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ein (Proz. Nr. 135-2024-29). Er 
beantragte im Wesentlichen, es sei die alternierende Obhut mit hälftiger Betreuung 
durch die Eltern anzuordnen. Die Aufteilung der Kinderkosten sei entsprechend zu 
regeln. Er erklärte sich bereit, pro Kind und Monat CHF 300.00 auf ein 
gemeinsames Konto der Eltern einzuzahlen, damit davon weitere Auslagen der 
Kinder gedeckt werden könnten.

E. Am 23. Februar 2024 reichte die Ehefrau beim Regionalgericht Albula ein 
Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ein (Proz. Nr. 135-2024-31). Sie 
beantragte im Wesentlichen, der Ehemann sei rückwirkend ab dem 23. Februar 
2023 zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen für die Kinder zu verpflichten. 
Gleichentags beantragte sie mit einem weiterem Gesuch, der Ehemann sei zu 
verpflichten, ihr einen Prozesskostenvorschuss von mindestens CHF 8'000.00 für 
das vorsorgliche Massnahmeverfahren zu bezahlen (Proz. Nr. 135-2024-30). Für 
den Fall der Abweisung des Gesuchs um Prozesskostenvorschuss ersuchte sie um 
unentgeltliche Rechtspflege für das Massnahmeverfahren (Proz. Nr. 135-2024-32).

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F. Mit Verfügung des Regionalgerichts Albula vom 27. Mai 2024 wurden die 
Verfahren Proz. Nr. 135-2024-29 und 135-2024-31 vereinigt. Das vereinigte 
Verfahren wurde unter der Proz. Nr. 135-2024-29 weitergeführt. Im hier 
angefochtenen Entscheid vom 27. Juni 2024 vereinigte die Vorinstanz sodann auch 
das Verfahren Proz. Nr. 135-2024-30 betreffend Prozesskostenvorschuss mit dem 
Massnahmeverfahren.

G. Am 27. Juni 2024 fand die Hauptverhandlung betreffend vorsorgliche 
Massnahmen statt. Der Ehemann stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Für die Kinder C.________, geb. _____ 2007, und D.________, geb. 
_____ 2009, sei die alternierende Obhut anzuordnen. 

Eine Woche betreut der Vater, die andere Woche die Mutter die beiden 
Kinder.

Die Kinder verbringen die Hälfte der Ferien bei Vater und Mutter.

2. Jeder Elternteil kommt für jene Kosten auf, welche entstehen, wenn die 
Kinder bei ihr/ihm sind.

Der Vater erklärt sich bereit, CHF 300.00 pro Kind und Monat, zuzüglich 
der Kinder- resp. Ausbildungszulagen, soweit er diese bezieht, der 
Mutter zu bezahlen.

Ausserordentliche Kosten werden nach gemeinsamer Absprache von 
den Eltern je zur Hälfte getragen.

3. Die darüber hinausgehenden Anträge der Mutter, insbesondere der 
Antrag auf rückwirkende Erhöhung des vom Vater bereits bezahlten 
Unterhaltsbetrages, seien abzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

H. Die Ehefrau hielt anlässlich der Hauptverhandlung an den folgenden, im 
Schriftenwechsel gestellten Rechtsbegehren fest:

1. Die Kinder C.________, geboren am _____ 2007, und D.________, 
geboren am _____ 2009, seien unter der alleinigen Obhut der 
Kindsmutter zu belassen.

2. Angesichts des Alters der beiden Töchter sei auf die gerichtliche 
Regelung eines Kontaktrechts zwischen dem Kindsvater und den 
Kindern zu verzichten und der Kontakt zwischen den Parteien in 
Absprache mit den Töchtern zu regeln.

3. Der Ehemann sei zu verpflichten, für die gemeinsamen Kinder 
C.________ und D.________ rückwirkend ab 23. Februar 2023 für die 
Dauer der Trennung folgende Unterhaltsbeiträge (zuzüglich 
Kinderzulagen) zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten 
eines jeden Monats an die Ehefrau:

Ab 23. Februar 2023 bis Ende Juli 2023

- C.________: CHF 1'402.95 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

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- D.________: CHF 1'334.60 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

Ab 1. August 2023 bis Ende Juli 2024

- C.________: CHF 1'425.90 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

- D.________: CHF 1'415.50 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

Ab 1. August 2024 bis auf Weiteres

- C.________: CHF 1'301.85 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

- D.________: CHF 1'426.85 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

Die ausserordentlichen Kinderkosten seien von den Parteien je hälftig zu 
tragen.

Eventualiter: Für den Fall der Anordnung einer inskünftig alternierenden 
Obhut, sei der Ehemann zu verpflichten, für die gemeinsamen Kinder 
C.________ und D.________ rückwirkend ab 23. Februar 2023 für die 
Dauer der Trennung folgende Unterhaltsbeiträge (zuzüglich 
Kinderzulagen) zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten 
eines jeden Monats an die Ehefrau:

Ab 23. Februar 2023 bis Ende Juli 2023

- C.________: CHF 1'402.95 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

- D.________: CHF 1'334.60 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

Ab 1. August 2023 bis Ende Juli 2024 respektive Anordnung der 
alternierenden Obhut

- C.________: CHF 1'425.90 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

- D.________: CHF 1'415.50 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

Ab Anordnung der alternierenden Obhut bis auf weiteres

- C.________: CHF 732.10 Barunterhalt zuzüglich 
Ausbildungszulagen

- D.________: CHF 907.10 Barunterhalt zuzüglich Kinderzulagen

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST 8.1 %) zu 
Lasten des Ehemanns.

I. Betreffend den von der Ehefrau beantragten Prozesskostenvorschuss für 
das Massnahmeverfahren wurden anlässlich der Hauptverhandlung keine Anträge 
gestellt. Im Schriftenwechsel hatte der Ehemann die Abweisung des Gesuchs 
beantragt, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne.

J. Das Regionalgericht Albula fällte am 27. Juni 2024 (ohne Begründung 
mitgeteilt am 5. Juli 2024) folgenden Entscheid:

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1. C.________, geboren am _____ 2007, und D.________, geboren am 
_____ 2009, werden mit Wirkung ab 1. August 2024 für die weitere 
Dauer des Hauptverfahrens betreffend Scheidungsklage (Proz. Nr. 115-
2023-9) unter die alternierende Obhut von B.________ und A.________ 
gestellt.

2. a) Die Betreuung von C.________ und D.________ übernehmen 
A.________ und B.________ je zur Hälfte. Die Betreuungszeiten 
sind in gegenseitiger Absprache sowie in Absprache mit den 
Kindern, unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten und 
Abwesenheiten im Haushalt sowie der Interessen von sämtlichen 
Beteiligen festzulegen.

b) Können sich die Eltern und die Kinder nicht einigen, werden die 
Kinder jeweils zusammen wie folgt betreut, wobei die mit einem 
Elternteil zusammen verbrachten Ferien der nachfolgenden Regel 
vorgehen:

1. Woche Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Morgen Mutter Vater Vater Mutter Mutter Mutter Mutter
Mittag Vater Vater Mutter Vater Vater Mutter Vater
Abend Vater Vater Mutter Mutter Mutter Mutter Vater

2. Woche Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Morgen Vater Vater Vater Mutter Mutter Mutter Vater
Mittag Vater Vater Mutter Vater Vater Vater Mutter
Abend Vater Vater Mutter Mutter Mutter Vater Mutter

3. a) A.________ wird verpflichtet, an den Unterhalt (Barunterhalt) von 
C.________ und D.________ rückwirkend sowie für die weitere 
Dauer des Hauptverfahrens betreffend Scheidungsklage (Proz. 
Nr. 115-2023-9) die folgenden monatlichen Beiträge zu bezahlen:

- ab 1. März 2023 bis 31. Juli 2023: CHF 2'240.00 (für 
C.________ CHF 1'100.00 und für D.________ 
CHF 1'140.00), zuzüglich der von ihm bezogenen Kinder- 
und Ausbildungszulagen.

- Ab 1. August 2023 bis 31. Juli 2024: CHF 2'020.00 (für 
C.________ CHF 910.00 und für D.________ CHF 
1'110.00); bis und mit Januar 2024 zuzüglich der von ihm 
bezogenen Kinder- und Ausbildungszulagen;

- ab 1. August 2024 bis 30. Juni 2025: CHF 770.00 (für 
C.________ CHF 350.00 und für D.________ CHF 420.00);

- ab 1. Juli 2025: CHF 190.00 (für C.________ CHF 80.00 und 
für D.________ CHF 110.00)

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an B.________ 
zu bezahlen. Diese Unterhaltspflichten dauern bis zum 
ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung des 
jeweiligen Kindes, allenfalls auch über die Volljährigkeit hinaus.

b) A.________ ist berechtigt, die folgenden, bereits geleisteten 
Unterhaltsbeiträge an seine Unterhaltspflichten gemäss Ziffer 3 lit. 
a anzurechnen:

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- für März 2023 bis und mit Januar 2024: monatlich 
CHF 1'850.00 (CHF 1'350.00 plus total CHF 500.00 Kinder-
/Ausbildungszulagen);

- ab Februar 2024: monatlich CHF 1'350.00.

c) A.________ und B.________ werden verpflichtet, die regelmässig 
im Zusammenhang mit der Betreuung entstehenden Kosten der 
Kinder (namentlich Nahrung, Körperpflege, Alltagskleider und 
Wäsche, Ferien, Freizeit etc.) zu bezahlen, soweit sie in ihrer 
Betreuungszeit (inkl. Ferien) anfallen. Zudem sind sie verpflichtet, 
die Auslagen der Kinder zu tragen, die in der 
Unterhaltsberechnung im Rahmen der alternierenden Obhut 
ihrem Haushalt angerechnet wurden. Seit Februar 2024 bezieht 
B.________ die Kinder- und Ausbildungszulagen für die Kinder; 
diese hat sie zur Deckung der in ihrem Haushalt angerechneten 
Auslagen der Kinder aufzuwenden.

d) A.________ und B.________ werden verpflichtet, die 
ausserordentlichen Kinderkosten (wie z.B. Zahnkorrekturen, 
Sehhilfen, schulische Förderungsmassnahmen etc.) – soweit 
diese nicht durch Versicherungsleistungen oder anderswie 
gedeckt sind – nach vorgängiger Absprache und Einigung je zur 
Hälfte zu übernehmen. Kommt keine Einigung zustande, so trägt 
der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe 
einstweilen alleine; die gerichtliche Geltendmachung der 
Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

4. a) Das Verfahren Proz. Nr. 135-2024-30 betreffend vorsorgliche 
Massnahmen (Prozesskostenvorschuss für Proz. Nr. 135-2024-
29/31) wird mit dem vorliegenden Verfahren Proz. Nr. 135-2024-
29 betreffend vorsorgliche Massnahmen im 
Ehescheidungsverfahren (Hauptverfahren Proz.  Nr. 115-2023-9) 
vereinigt und unter der Proz. Nr. 135-2024-29 weitergeführt.

b) Der Antrag von B.________ auf Zusprechung eines 
Prozesskostenbeitrags von A.________ wird abgewiesen.

5. a) Die Gerichtskosten von CHF 4'500.00 (Entscheidgebühr) gehen je 
hälftig zu Lasten von A.________ und B.________.

Die A.________ auferlegten Gerichtskosten von CHF 2'250.00 
werden mit dem von ihm geleisteten Vorschuss von CHF 2'500.00 
verrechnet. Die Differenz von CHF 250.00 wird ihm – nach der 
Einreichung eines Einzahlungsscheins beim Regionalgericht 
Albula – durch den Kanton Graubünden erstattet.

Die B.________ auferlegten Gerichtskosten von CHF 2'250.00 
gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.

c) Die angemessene Entschädigung der unentgeltlichen 
Rechtsvertretung von B.________, Rechtsanwältin lic. iur. Andrea 
Müller-Ranacher, wurde im Verfahren betreffend unentgeltliche 
Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2024-32) festgesetzt.

6. [Rechtsmittelbelehrung]

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7. [Mitteilung]

K. Mit Eingabe vom 11. Juli 2024 verlangte der Ehemann die schriftliche 
Begründung des Entscheids. Gegen den schriftlich begründeten Entscheid 
(mitgeteilt am 29. Juli 2024) erhob der Ehemann am 8. August 2024 Berufung beim 
Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträgen:

1. Ziff. 3a Abs. 1 Unterhaltsbeiträge für die Zeit vom 1. März 2023 bis 
31. Juli 2023 und Ziff. 3a Abs. 2 für die Zeit ab 1. August 2023 bis 31. Juli 
2024 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Berufungskläger 
seinen Unterhaltsverpflichtungen bis 31. Juli 2024 nachgekommen ist.

2. Die Ziff. 5 lit. a und b des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben.

Die Gerichtskosten seien B.________ zu übertragen, welche zudem zu 
verpflichten sei, den Ehemann für das erstinstanzliche Verfahren mit 
CHF 5'000.00, zzgl. 8.1 % MWST zu entschädigen.

3. Der Berufung sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Berufungsbeklagten.

L. Mit Verfügung vom 9. August 2024 wurde der Berufung einstweilen 
aufschiebende Wirkung erteilt.

M. In ihrer Berufungsantwort vom 21. August 2024 stellte die Ehefrau folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die Berufung vom 8. August 2024 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Der Antrag auf aufschiebende Wirkung sei abzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Berufungsklägers.

Des Weiteren beantragte sie die Edition sämtlicher Kontoauszüge des Ehemannes 
der Monate Januar 2024 bis Juli 2024 sowie seiner Steuererklärung des Jahres 
2023 samt Beilagen.

N. Mit Gesuch vom 21. August 2024 ersuchte die Ehefrau das Kantonsgericht 
von Graubünden, den Ehemann zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses von 
mindestens CHF 8'000.00 für das Berufungsverfahren zu verpflichten (Proz. Nr. 
ZK1 24 162). Eventualiter ersuchte sie gleichentags um Erteilung der 
unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren (Proz. Nr. ZK1 24 161).

O. Mit Eingabe vom 9. September 2024 nahm der Ehemann zur 
Berufungsantwort Stellung und reichte die von der Berufungsinstanz mit Verfügung 
vom 26. August 2024 edierten Kontoauszüge seiner Bankkonten für das Jahr 2024 
ein. Gleichentags beantragte er die kostenfällige Abweisung des Gesuchs der 

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Ehefrau um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses für das 
Berufungsverfahren. 

P. Im Verfahren betreffend Prozesskostenvorschuss replizierte die Ehefrau mit 
Eingabe vom 19. September 2024. Im Verfahren betreffend vorsorglichem Unterhalt 
äusserte sie sich am 20. September 2024 zur Stellungahme des Ehemannes.

Q. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2024 wurde der Ehefrau mit Wirkung ab 
Gesuchseinreichung die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 118 Abs. 1 
ZPO für die Verfahren ZK1 24 158 und ZK1 24 162 vor Kantonsgericht von 
Graubünden erteilt. Vorbehalten blieb ein rückwirkender Entzug der Bewilligung im 
Falle einer Verpflichtung des Ehemannes zu Leistung eines 
Prozesskostenvorschusses an die Ehefrau.

R. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden das 
Gerichtsorganisationsgesetz vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) in Kraft 
getreten. Auf diesen Zeitpunkt hin fusionierte das Kantonsgericht von Graubünden 
mit dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zum Obergericht des 
Kantons Graubünden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 
1. Januar 2025 auf das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). 
Infolge der damit verbundenen Anpassungen werden die Verfahren ZK1 24 158 und 
ZK1 24 162 unter geänderter Verfahrensnummer (ZR1 24 158 und ZR1 24 162) 
weitergeführt.

S. Die Vorsitzende der I. Zivilkammer setzte den Parteien mit Verfügung vom 
13. Mai 2025 eine Frist, innerhalb der sie gemäss Art. 7 Abs. 3 EGzZPO 
(BR 320.100) einen Entscheid in Dreierbesetzung beantragen konnten. Mit 
Schreiben vom 20. Mai 2025 teilte die Ehefrau mit, mit dem Entscheid in 
einzelrichterlicher Kompetenz einverstanden zu sein und auf eine Dreierbesetzung 
zu verzichten. Seitens des Ehemannes wurde innert Frist ebenfalls kein Antrag auf 
Dreierbesetzung gestellt.

T. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. Nrn. 115-2023-9 und 135-2024-
29/30/31/32) sind beigezogen. Bei Belegstellen, die im Verfahren Proz. Nr. 135-
2024-29 bzw. nach der Verfahrensvereinigung eingereicht wurden, wird 
nachstehend jeweils lediglich die Aktennummer ohne spezifischen Hinweis auf die 
Verfahrensnummer genannt. Bei Aktoren, welche vor der Verfahrensvereinigung, 
im Scheidungsverfahren (Proz. Nr. 115-2023-9) oder in den Verfahren betreffend 
unentgeltliche Rechtspflege bzw. Prozesskostenvorschuss für das 
Berufungsverfahren (Proz. Nr. ZK1 24 161 bzw. ZR1 24 162) eingereicht und 

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entsprechend gesondert abgelegt wurden, wird zusätzlich die entsprechende 
Prozessnummer aufgeführt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Entscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen im 
Ehescheidungsverfahren werden vom Einzelrichter in Zivilsachen am 
Regionalgericht im summarischen Verfahren getroffen (vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO 
i.V.m. Art. 271 lit. a ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a EGzZPO [BR 320.100] in der bis 
zum 31. Dezember 2024 geltenden Fassung). Gegen solche Entscheide kann – 
unter der Voraussetzung, dass eine nicht vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt 
oder der Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen Streitigkeit den Betrag von 
CHF 10'000.00 übersteigt – Berufung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO an das 
Obergericht von Graubünden erhoben werden. Gegenstand dieses 
Berufungsverfahrens ist ausschliesslich der Kinderunterhalt, womit eine 
vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt. Das Streitwerterfordernis ist erfüllt (vgl. zur 
Ermittlung des Streitwerts Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 20 
vom 4. Mai 2016 E. 2b m.w.H.). Nachdem sich die beim damals zuständigen 
Kantonsgericht von Graubünden (aArt. 7 Abs. 1 EGzZPO) eingereichte Berufung 
als frist- und formgerecht erweist (vgl. Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 aZPO 
[vgl. Art. 407f ZPO]), ist auf das Rechtsmittel einzutreten.

1.2. Beide Ehegatten haben ausschliesslich eine ausländische 
Staatsangehörigkeit. Damit liegt ein Sachverhalt mit Auslandsbezug vor 
(vgl. GROLIMUND/LOACKER/SCHNYDER, in: Grolimund/Loacker/Schnyder [Hrsg.], 
Basler Kommentar Internationales Privatrecht, 4. Aufl. 2021, Art. 1 N. 3 und N. 5 f.). 
Zur Beurteilung vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren ist 
grundsätzlich das mit der Scheidungsklage befasste Gericht international und örtlich 
zuständig (Art. 62 Abs. 1 IPRG [SR 291]). Soweit Unterhaltsfragen zu beurteilen 
sind, ist vorrangig das LugÜ (SR 0.275.12) anwendbar. Art. 2 Ziff. 1 LugÜ führt 
aufgrund des Wohnsitzes beider Parteien in der Schweiz zu einer Zuständigkeit der 
schweizerischen Gerichte. In Bezug auf die Obhutsfrage beurteilt sich die 
Zuständigkeit nach dem Übereinkommen über die Zuständigkeit der Behörden und 
das anzuwendende Recht auf dem Gebiet des Schutzes von Minderjährigen 
(Haager Minderjährigenschutzabkommen [SR 0.211.231.01]). Dessen Art. 1 knüpft 
die internationale Zuständigkeit an den gewöhnlichen Aufenthalt der Kinder, der sich 
vorliegend bei den Eltern und damit ebenfalls in der Schweiz befindet. Sachlich 
zuständig ist zweitinstanzlich die Erste zivilrechtliche Kammer des Obergerichts 

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(Art. 9 Abs. 1 lit. a OGV [BR 173.010]). Über Berufungen gegen Entscheide im 
summarischen Verfahren entscheidet das Obergericht in einzelrichterlicher 
Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. abis EGzZPO), zumal vorliegend keine Partei einen 
Entscheid in Dreierbesetzung verlangt hat. Da auch das von der Ehefrau bei der 
Berufungsinstanz angehobene Verfahren betreffend Prozesskostenvorschuss für 
das Berufungsverfahren (Proz. Nr. ZR1 24 162) einzelrichterlich entschieden 
werden kann (vgl. Art. 18 Abs. 1 lit. b OGV), wird dieses zur Vereinfachung des 
Prozesses mit dem Berufungsverfahren in der Hauptsache vereinigt (vgl. Art. 125 
lit. c ZPO).

1.3. Das anwendbare Recht beurteilt sich nach dem IPRG bzw. dem darin 
vorbehaltenen Staatsvertragsrecht (vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IPRG). 
Aufgrund der einschlägigen staatsvertraglichen Bestimmungen sowie des 
Wohnsitzes der Kinder und der Ehefrau in der Schweiz ist Schweizer Recht 
anwendbar (vgl. Art. 62 Abs. 2 und 3 i.V.m. Art. 49 und 83 Abs. 1 IPRG und Art. 4 
des Haager Übereinkommens vom 2. Oktober 1973 über das auf Unterhaltspflichten 
anzuwendende Recht [HUntÜ, SR 0.211.213.01]). Dies gilt ungeachtet der von den 
Parteien anlässlich der Einigungsverhandlung vom 15. Januar 2024 
unterzeichneten Rechtswahlvereinbarung (vgl. act. B.0 E. 2), zumal eine 
Rechtswahl auf dem Gebiet des Kindesunterhaltsrechts ausgeschlossen ist (vgl. 
Art. 11 Abs. 1 HUntÜ; vgl. ARNDT/BRÄNDLI, Trennung und Scheidung im 
internationalen Verhältnis – Planung und strittige Auseinandersetzung, in: 
Fankhauser/Büchler [Hrsg.], Neunte Schweizer Familienrecht§tage, 2018, S. 146).

1.4. Hinsichtlich des Beweismasses genügt im Massnahmeverfahren für die 
behaupteten Tatsachen die blosse Glaubhaftmachung. Glaubhaft gemacht ist eine 
Tatsache, wenn für ihr Vorhandensein aufgrund objektiver Anhaltspunkte eine 
gewisse Wahrscheinlichkeit spricht, selbst wenn das Gericht noch mit der 
Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_147/2023 vom 3. Juli 2023 E. 4.1 m.w.H.). Das Gericht darf 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis 
verlangen (BGE 130 III 321 E. 3.3, 120 II 393 E. 4c).

2. Unumstrittener Sachverhalt und vorinstanzlicher Entscheid

2.1. Gemäss übereinstimmenden Parteivorbringen haben sich die Ehegatten im 
Mai 2021 getrennt. Im Juni 2021 haben sie eine Beratung durch die Beratungsstelle 
E.________ zum Thema Unterhalt in Anspruch genommen. Die Beratungsstelle 
E.________ teilte den Parteien mit Schreiben vom 29. Juni 2021 mit, dass anhand 
eines von der Beratungsstelle E.________ erstellten Budgets (welches erst im 

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Berufungsverfahren ins Recht gelegt wurde, vgl. act. C.3) der Ehemann während 
dem hier relevanten Zeitraum monatliche Unterhaltszahlungen für die Kinder von 
insgesamt CHF 1'812.00 (inkl. Kinder- bzw. Ausbildungszulagen) leisten müsste 
(vgl. RG-act. II.1 S.3). Unumstritten bzw. urkundlich belegt ist, dass der Ehemann 
der Ehefrau bis und mit Januar 2024 monatlich CHF 1'850.00 (inkl. Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen) für den Unterhalt der Kinder bezahlte. Ab Februar 2024 bezog 
die Ehefrau die Kinder- bzw. Ausbildungszulagen selber. Von Februar 2024 bis und 
mit Juli 2024 bezahlte der Ehemann monatlich noch CHF 1'350.00 an die Ehefrau 
(vgl. act. A.1 Rz. II.2, I.3; vgl. RG-act. I.1 Rz. II.B.3, I.3 Rz. II.B.6 f., III.46, VII.2 S. 6, 
VIII.1 Frage 17, VIII.2 Frage 13).

2.2. Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Ehemann die genannten Zahlungen 
aufgrund einer zwischen den Parteien geschlossenen Vereinbarung leistete. Sie 
erwog sinngemäss, bei einer aussergerichtlichen Vereinbarung betreffend eheliche 
Unterhaltsbeiträge sei eine gerichtliche Festsetzung rückwirkender 
Unterhaltsbeiträge ausgeschlossen, sofern die Höhe der vereinbarten Zahlung nicht 
offensichtlich unangemessen sei. Dies gelte jedoch nicht für 
Kinderunterhaltsbeiträge. Gemäss Art. 287 Abs. 1 bzw. Abs. 3 ZGB würden 
Unterhaltsverträge für das Kind nämlich erst mit der Genehmigung durch die 
Kindesschutzbehörde bzw. durch das Gericht verbindlich. Vorliegend sei keine 
entsprechende Genehmigung eingeholt worden. Die Vereinbarung sei für die Kinder 
folglich nicht verbindlich. Das Massnahmengericht könne aufgrund der analogen 
Anwendung von Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB i.V.m. Art. 173 Abs. 3 ZGB maximal für 
ein Jahr vor Gesuchseinreichung rückwirkend Kinderunterhaltsbeiträge festlegen 
(vgl. zum Ganzen act. B.0 E. 13.2.1 und 13.3). Entsprechend verpflichtete die 
Vorinstanz den Ehemann in Dispositivziffer 3.a des angefochtenen Entscheids 
rückwirkend ab 1. März 2023 zur Leistung von Kinderunterhaltsbeiträgen.

3. Rückwirkende Festlegung des Kinderunterhalts

3.1. Parteivorbringen

3.1.1. Der Ehemann ist der Ansicht, die Vorinstanz habe ihn fälschlicherweise 
rückwirkend ab 1. März 2023 zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet. 
Die Parteien hätten sich gestützt auf das Budget der Beratungsstelle E.________ 
auf einen Kinderunterhaltsbeitrag von CHF 1'850.00 (inkl. Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen) pro Monat geeinigt. Diesen Betrag habe er stets bezahlt. 
Beide Parteien seien mit den Unterhaltsbeiträgen einverstanden gewesen, auch 
wenn es keine unterzeichnete Vereinbarung gibt. Es stimme nicht, dass die Ehefrau 
wiederholt versucht habe, ihn zu höheren Unterhaltszahlungen zu bewegen. 

12 / 31

Entgegen der Behauptungen der Ehefrau sei der Unterhaltsbeitrag nicht zu tief. Es 
sei ausgeschlossen, dass dieser Betrag im Nachhinein erhöht werde. Ziffer 3a 
Abs. 1 und Abs. 2 des vorinstanzlichen Entscheids sei daher aufzuheben (vgl. zum 
Ganzen act. A.1 Rz. II.2 und III.B.1, A.3 Rz. 3 ad 19 ff.; vgl. RG-act. I.1 Rz. II.B.6, 
I.3 Rz. II.B.6 f., VII.3 Rz. 3).

3.1.2. Die Ehefrau erwidert zusammengefasst, die Parteien hätten sich nicht auf die 
vom Ehemann bezahlten Unterhaltsbeiträge geeinigt. Sie sei mit den von der 
Beratungsstelle E.________ vorgeschlagenen Beträgen nicht einverstanden 
gewesen. Entsprechend sei auch nie eine Vereinbarung unterzeichnet worden. Die 
Parteien hätten im Juli 2021 eine Mediatorin aufgesucht, was zeige, dass sie sich 
nicht auf die von der Beratungsstelle E.________ im Juni 2021 vorgeschlagenen 
Beträge geeinigt hatten. Sie sei dringend auf Unterhalt angewiesen gewesen, um 
die laufenden Bedürfnisse für sich und die Kinder decken zu können. Aus Angst, 
dass der Ehemann die Zahlungen gänzlich einstellen könnte, habe sie sich 
anfänglich nicht gewehrt. Zudem habe sie die mit einem rechtlichen Verfahren 
verbundenen Kosten gescheut. Jedoch habe sie den Ehemann mehrfach zu 
höheren Zahlungen angehalten. Dem Ehemann sei von Beginn an bewusst 
gewesen, dass er zu tiefe Beiträge zahlt. Er habe damit rechnen müssen, dass er 
rückwirkend zur Leistung höherer Zahlungen verpflichtet werden könnte. Eine 
Vereinbarung betreffend Kinderunterhalt sei ohne behördliche oder gerichtliche 
Genehmigung im Sinne von Art. 287 Abs. 1 bzw. 3 ZGB ohnehin nicht gültig (vgl. 
zum Ganzen act. A.2 Rz. 5 ff. und 19 ff., A.4 Rz. 10 ff.; vgl. RG-act. I.4 Rz. 6, VII.2 
S. 6; vgl. RG-act I.3 Rz. 10 f. [135-2024-31]).

3.2. Vorliegen einer Einigung betreffend Kinderunterhalt

3.2.1. Umstritten ist, ob die Eheleute sich im Zuge ihrer Trennung auf die vom 
Ehemann für die Dauer der Trennung zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge 
geeinigt haben. Für das Vorliegen einer entsprechenden Vereinbarung ist hier der 
Ehemann beweispflichtig (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 
122 vom 21. Dezember 2015 E. 9.b). Eine schriftliche Vereinbarung liegt nicht vor. 
Auch ein ausdrücklicher mündlicher Vertragsschluss wurde weder behauptet noch 
hinreichend bewiesen. Eine Unterhaltsvereinbarung kann jedoch nicht nur durch 
ausdrückliche Willensäusserungen, sondern auch durch konkludente Handlungen 
der Parteien zustande kommen (STAUB, Die Abänderung familienrechtlicher 
Entscheide, 2022, Rz. 174.; vgl. Art. 1 Abs. 2 OR). Der Umstand, dass monatliche 
Zahlungen erfolgt sind, belegt für sich alleine zwar noch nicht das Bestehen einer 
dahingehenden Vereinbarung. Eine konkludente Einigung könnte jedoch dann 
vorliegen, wenn Unterhaltsbeiträge regelmässig und unwidersprochen 

13 / 31

entgegengenommen werden und der verpflichtete Ehegatte nach Treu und Glauben 
davon ausgehen konnte, seiner Unterhaltspflicht damit nachgekommen zu sein 
(Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 122 vom 21. Dezember 2015 
E. 9.b; vgl. SIX, Eheschutz – Ein Handbuch für die Praxis, 2. Aufl. 2014, Rz. 2.60). 

3.2.2.  Vorliegend leistete der Ehemann regelmässig monatliche Zahlungen von 
CHF 1'850.00 (inkl. Kinder- bzw. Ausbildungszulagen). Dies entsprach den 
Empfehlungen einer unabhängigen Beratungsstelle (vgl. oben E. 2.1). Die 
Behauptung der Ehefrau, sie sei mit diesen Beträgen nicht einverstanden gewesen, 
wird durch ihre eigenen Äusserungen widerlegt. So liess sie vor Vorinstanz 
ausführen, sie habe "einzig, um den Frieden zu wahren und überhaupt etwas zu 
erhalten, diesen viel zu tiefen Unterhaltsbeiträgen zugestimmt" (RG-act. I.3 Rz. 10 
[135-2024-31]; vgl. RG-act. I.4 Rz. 6). Sie sei davon ausgegangen, dass diese tiefen 
Unterhaltsbeiträge nur für einen kurzen Zeitraum – sicherlich nicht über drei Jahre 
– gelten sollten (RG-act. I.3 Rz. 10 [135-2024-31]). Sie sei damals nicht anwaltlich 
vertreten gewesen und habe die Anwalts- und Gerichtskosten sowie ein 
langjähriges Verfahren gescheut, "weshalb sie sich mit den Unterhaltsbeiträgen, für 
einen kurzen Zeitraum, einverstanden erklärte" (RG-act. I.3 Rz. 11 [135-2024-31]). 
Bei der vorinstanzlichen Parteibefragung sagte die Ehefrau, sie habe sich mit den 
von der Beratungsstelle E.________ vorgeschlagenen Unterhaltsbeiträgen 
"zufrieden gegeben", da sie gedacht habe, die Beraterin wisse, was sie tue. Sie 
habe erst im Laufe der Zeit bemerkt, dass es viel zu wenig war und sie oft an ihre 
finanziellen Grenzen gekommen sei (RG-act. VIII.2 Frage 12). Entgegen den 
Behauptungen der Ehefrau ist damit davon auszugehen, dass sie zumindest 
anfänglich mit der Höhe der Unterhaltszahlungen einverstanden war. Nicht erstellt 
ist, dass sie den Ehemann mehrfach zu höheren Zahlungen angehalten hat, wurde 
dies doch nur in unsubstantiierter Weise behauptet und lediglich durch ihre eigene 
Parteiaussage belegt (RG-act. VIII.2 Frage 12). Gesamthaft durfte der Ehemann vor 
diesem Hintergrund in guten Treuen annehmen, mit den Zahlungen seiner 
Unterhaltspflicht nachgekommen zu sein. Entsprechend ist vom Bestand einer 
konkludenten Vereinbarung betreffend Unterhaltszahlungen zwischen den 
Ehegatten auszugehen. 

3.2.3. Was die Ehefrau darüber hinaus gegen den Bestand einer Vereinbarung 
vorbringt (vgl. oben E. 3.1.2), vermag nicht zu überzeugen. Dass die Eheleute im 
Juli 2021 eine Mediatorin aufsuchten, schliesst nicht aus, dass man sich auf die von 
der Beratungsstelle E.________ vorgeschlagenen Unterhaltsbeiträge geeinigt 
hatte, zumal es bei einer Trennung zahlreiche weitere potentielle Streitpunkte gibt 
und aus dem Bestätigungsschreiben der Mediatorin nicht ersichtlich ist, was 

14 / 31

Gegenstand der Mediation war (vgl. act. C.2). Ebenso wenig überzeugt die 
Behauptung der Ehefrau, sie habe sich aus Sorge um allfällige Verfahrenskosten 
und aus Angst, vom Ehemann gar keine Zahlungen mehr zu erhalten, nicht früher 
gewehrt. Denn trotz Einreichung der Scheidung am 4. Juli 2023 verlangte die in 
jenem Zeitpunkt bereits anwaltlich vertretene Ehefrau die richterliche Beurteilung 
der Unterhaltsfrage erst im Januar 2024 (vgl. RG-act. I.1, I.2, VII.2 S. 1 [alle 115-
2023-9]). Die Zahlungen des Ehemannes wurden demnach auch während eines 
längeren Zeitraums, in welchem die Ehefrau anwaltlich vertreten war, 
entgegengenommen, und zwar soweit ersichtlich unwidersprochen. Entsprechend 
ist nicht davon auszugehen, dass die Ehefrau bis zur Anhebung dieses Verfahrens 
nur aus Angst, ihren Unterhaltsbeitrag zu verlieren bzw. aus Sorge um die 
Verfahrenskosten auf die Anrufung des Richters verzichtete (vgl. Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 18 vom 12. August 2011 E. 4e). 

3.3. Zulässigkeit rückwirkender Unterhaltsverpflichtung 

3.3.1. Das Gericht kann im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen im 
Ehescheidungsverfahren die Unterhaltsbeiträge an die Kinder und an den 
Ehegatten festlegen (vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). 
Analog zu Art. 173 Abs. 3 ZGB können Unterhaltsbeiträge gemäss Art. 176 Abs. 1 
Ziff. 1 grundsätzlich für die Zukunft und für das Jahr vor Einreichung des Begehrens 
gerichtlich festgelegt werden (vgl. MAIER/SCHWANDER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 176 N. 6). Umstritten 
ist vorliegend, ob eine Rückwirkung nach Art. 173 Abs. 3 ZGB auch dann möglich 
ist, wenn die Ehegatten sich wie hier vorprozessual auf Kinderunterhaltsbeiträge für 
die Dauer des Getrenntlebens geeinigt haben, ohne eine behördliche Genehmigung 
im Sinne von Art. 287 Abs. 1 bzw. 3 ZGB einzuholen. 

3.3.2. Soweit ersichtlich ist diese Frage höchstrichterlich nicht geklärt. In der 
kantonalen Rechtsprechung wird sie unterschiedlich beantwortet. Gemäss der 
Rechtsprechung des Kantonsgerichts von Graubünden ist das Bestehen einer 
aussergerichtlichen Trennungsvereinbarung für die Frage von Bedeutung, ab 
welchem Zeitpunkt der gerichtlich festgesetzte Unterhaltsbeitrag gelten soll. Eine 
rückwirkende Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen im Sinne von Art. 173 Abs. 3 
ZGB ist regelmässig dann ausgeschlossen, wenn sich die Ehegatten im Rahmen 
ihrer Privatautonomie aussergerichtlich über die Unterhaltsleistung verständigt 
haben. Solange die Verständigung andauert und kein Ehegatte eine richterliche 
Regelung verlangt, müssen sich beide Ehegatten auf den Bestand ihrer Abmachung 
verlassen können, sofern sich die Höhe der Zahlung nicht als offensichtlich 
unangemessen erweist (Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 20 

15 / 31

vom 13. Juli 2011 E. 3.b, ZK1 11 18 vom 12. August 2011 E. 4.d, ZK1 14 122 vom 
21. Dezember 2015 E. 9.b, ZK1 16 82 vom 12. Juni 2018 E. 4.2, ZK1 18 150 vom 
12. November 2019 E. 3.4). Die zitierte Rechtsprechung bezieht sich mit Ausnahme 
des Urteils ZK1 14 122 auf Fälle, in welchen sich die Eheleute sowohl über 
Ehegatten- als auch über Kinderunterhaltsbeiträge geeinigt hatten, ohne diese 
Vereinbarung im Sinne von Art. 287 Abs. 1 bzw. 3 ZGB genehmigen zu lassen. Der 
Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden entsprechend steht damit auch eine 
nicht im Sinne von Art. 287 ZGB genehmigte Trennungsvereinbarung unter 
Eheleuten der rückwirkenden Festsetzung von Kinderunterhalt entgegen, solange 
die Höhe der Zahlung nicht offensichtlich unangemessen ist (so im Ergebnis auch 
Urteile des Obergerichts des Kantons Zürich LE180050 vom 8. Februar 2019 E. 9.3 
und LY240001 vom 19. September 2024 E. 2.4, Urteil des Tribunal Cantonal des 
Kantons Waadt HC/2024/960 vom 7. Januar 2025 E. 10; differenzierend Urteile des 
Obergerichts des Kantons Zürich ZR 104/2005 Nr. 58 E. 4 in fine, LY150030 vom 
20. Oktober 2015 E. 3.b und LY180053 vom 26. Februar 2019 E. 3.4; a.M. Urteil 
des Obergerichts des Kantons Aargau ZSU.2023.185 vom 18. Oktober 2023 E. 4.3 
und 5.3).

3.3.3. An der diesbezüglichen Rechtsprechung des Kantonsgerichts von 
Graubünden ist festzuhalten. Vorab ist klarzustellen, dass hier nicht ein 
Unterhaltsvertrag zwischen einem Kind und dem unterhaltspflichtigen Elternteil im 
Sinne von Art. 287 ZGB, sondern eine aussergerichtliche Vereinbarung zwischen 
Eheleuten über die Regelung des Getrenntlebens streitrelevant ist (vgl. zur 
Unterscheidung BRÄM, in: Bräm/Hasenböhler [Hrsg.], Zürcher Kommentar, Die 
Wirkungen der Ehe im Allgemeinen, 3. Aufl. 1998, Art. 176_A-B N. 4; FOUNTOULAKIS, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 287 N. 1a; BGE 126 III 49 E. 2c). Eine solche Trennungsvereinbarung ist 
grundsätzlich formlos gültig. Insbesondere bedarf es der wohl überwiegenden 
Lehrmeinung zufolge auch betreffend Kinderunterhalt keiner behördlichen oder 
gerichtlichen Genehmigung (vgl. BRÄM, a.a.O., Art. 176_A-B N. 4; 
HAUSHEER/REUSSER/GEISER, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Die 
Wirkungen der Ehe im Allgemeinen, 2. Aufl. 1999, Art. 176 N. 5b; SIX, a.a.O., Rz. 
1.16; TEWLIN, Die Abgrenzung der sachlichen Zuständigkeit zwischen Gericht und 
KESB in Kinderbelangen, recht 3/2021, S. 151; STAUB, a.a.O., Rz. 176; a.M. GÖKSU, 
in: Arnet/Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 
Personen- und Familienrecht, 4. Aufl. 2023, Art. 176 N. 12). Aussergerichtliche 
Trennungsvereinbarungen unter Ehegatten gelten zwar lediglich auf Zusehen hin, 
d.h. solange die Verständigung der Ehegatten andauert und keiner der Ehegatten 
das Gericht anruft (HAUSHEER/REUSSER/GEISSER, a.a.O., Art. 176 N. 5b; SIX, a.a.O., 

16 / 31

Rz. 2.60; STAUB, a.a.O., Rz. 177). Waren sich die Eheleute über den 
Unterhaltsbeitrag während des Getrenntlebens einig, kann jedoch später nicht 
verlangt werden, dass er im Sinne von Art. 173 Abs. 3 ZGB rückwirkend gerichtlich 
festgesetzt wird (SIX, a.a.O., Rz. 1.15; STAUB, a.a.O., Rz. 179; LÖTSCHER/SCHENK, 
in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2025, Art. 276 N. 19). Vor diesem 
Hintergrund ist eine rückwirkende Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge im 
Sinne von Art. 173 Abs. 3 ZGB vorliegend ausgeschlossen.

3.3.4. Selbst wenn die zu beurteilende Vereinbarung nach Art. 287 Abs. 1 bzw. 3 
genehmigungspflichtig und folglich mangels entsprechender Genehmigung für die 
Kinder unverbindlich wäre, würde dies am Ergebnis nichts ändern. Denn Art. 173 
Abs. 3 ZGB bezweckt, dem berechtigten Ehegatten Zeit einzuräumen, um eine 
einvernehmliche Regelung zu suchen, bevor er das Gericht anrufen muss (vgl. BGE 
115 II 201 E. 4.a). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die 
Rückwirkung – und zwar auch in Bezug auf den Unterhalt der Kinder – nur dann 
gerechtfertigt, wenn deren Unterhalt nicht bereits in natura oder durch Geldleistung 
erbracht worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_591/2011 vom 7. Dezember 
2011 E. 5.2, 5A_447/2023 vom 16. Juli 2024 E. 11.1 f.; vgl. MEIER/HÄBERLI, 
Übersicht zur Rechtsprechung im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, ZKE 2025 
S. 59). Soweit nicht aufgezeigt wird bzw. ersichtlich ist, dass die vereinbarten 
Unterhaltsbeiträge zusammen mit allfälligen Unterhaltsleistungen in natura den 
Bedarf der Kinder nicht zu decken vermochten, ist demnach von einer 
rückwirkenden Unterhaltsverpflichtung abzusehen (vgl. Urteil des Tribunal Cantonal 
des Kantons Waadt HC/2024/960 vom 7. Januar 2025 E. 10). Vorliegend waren 
zwar die monatlichen Zahlungen des Ehemannes etwas tiefer als der von der 
Vorinstanz errechnete Barbedarf der Töchter für die Zeit von 1. März 2023 bis 31. 
Juli 2024. Jedoch erwirtschaftete auch die Ehefrau einen Überschuss, der den 
durch die Zahlungen des Ehemannes nicht gedeckten Barbedarf der Töchter 
überstieg (vgl. act. B.0 E. 13.5.2 f.). Vor dem Hintergrund, dass die Töchter mehr 
Zeit als bei alleiniger Obhut gerichtsüblich beim Vater verbrachten und sie 
insbesondere jeweils fünf Mal pro Woche das Mittagessen bei diesem einnahmen 
(vgl. act. B.0 E. 12.6), erscheint eine leichte finanzielle Mehrbelastung der Ehefrau 
nicht ungerechtfertigt. Insgesamt war damit der Bedarf der Kinder in natura bzw. 
durch Geldzahlungen gedeckt. Eine rückwirkende Festsetzung der 
Kinderunterhaltsbeiträge wäre demnach vorliegend auch dann nicht zulässig, wenn 
die streitrelevante Parteiabrede unverbindlich wäre.

http://links.weblaw.ch/5A%20591/2011

17 / 31

3.4. Entgegen der Ansicht des Ehemannes führt dies jedoch nicht dazu, dass die 
Ziffer 3.a Abs. 1 und 2 des vorinstanzlichen Entscheids in ihrer Gesamtheit 
aufzuheben sind. Ein Ehegatte muss sich nämlich nur solange auf einer 
vorprozessualen Trennungsvereinbarung behaften lassen, bis er eine gerichtliche 
Regelung verlangt, und nicht etwa bis zum Zeitpunkt, in dem das 
Massnahmengericht seinen Entscheid fällt (Urteils des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 14 122 vom 21. Dezember 2015 E. 9.b). Vorliegend verlangte die 
Ehefrau die gerichtliche Beurteilung des Kinderunterhalts zunächst mit Eingabe 
vom 12. Januar 2024 im Scheidungsverfahren (vgl. RG-act. I.2 [115-2023-9]) sowie 
zusätzlich mit Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 23. Februar 2024 (vgl. 
RG-act. I.1 [135-2024-31]. Es können demnach ab Februar 2024 Unterhaltsbeiträge 
gerichtlich zugesprochen werden.

4. Unterhaltsberechnung

4.1. Der Ehemann macht sinngemäss geltend, die vorinstanzliche Berechnung 
der Unterhaltsbeiträge bis und mit Juli 2024 sei nicht korrekt. Sein Bedarf sei um 
die nachfolgend erläuterten Positionen zu ergänzen. 

4.2. Zunächst moniert der Ehemann, die Vorinstanz habe in seinem Bedarf keine 
Kosten für Benzin und den Unterhalt eines Autos berücksichtigt. Grundsätzlich 
können für Fahrten zum Arbeitsplatz für ein Auto die tatsächlich anfallenden Kosten 
(Auslagen für Treibstoff, Fahrzeugsteuern, Versicherung sowie ein angemessener 
Betrag für die Instandhaltung des Fahrzeugs) berücksichtigt werden, wenn das 
Fahrzeug Kompetenzqualität hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_341/2023 vom 
14. August 2024 E. 3.1.1). Dies ist der Fall, wenn es für die Berufsausübung 
zwingend erforderlich ist (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 23 
139 vom 4. Juli 2024 E. 2.4.3). Der Ehemann führt nicht aus, weshalb er zur 
Berufsausübung auf ein Fahrzeug angewiesen ist und welche Kosten in diesem 
Zusammenhang anfallen. Er begnügt sich mit dem Hinweis, welchen Betrag die 
Beratungsstelle E.________ hierfür berücksichtigt hat. Auch bei Geltung der 
Untersuchungsmaxime obliegt es den Parteien, dem Gericht die rechtserheblichen 
Tatsachen zu unterbreiten und es auf die verfügbaren Beweismittel hinzuweisen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_645/2016 vom 18. Mai 2017 E. 3.2.3). Mangels 
entsprechender Ausführungen werden dem Ehemann keine Kosten für den 
Arbeitsweg angerechnet. 

4.3. Weiter macht der Ehemann geltend, die Beratungsstelle E.________ habe 
zu Recht berücksichtigt, dass die Kinder jeweils bei ihm das Mittagessen 
einnahmen. Dafür sei ein Betrag von CHF 7.00 pro Mahlzeit und Kind, mithin 

18 / 31

monatlich CHF 238.00 (17 Tage zu CHF 14.00), in seinem Bedarf zu 
berücksichtigen. Die mit der Ausübung des Besuchsrechts zusammenhängenden 
Kosten (Fahrtkosten, Verpflegung) fallen regelmässig dem Besuchsberechtigten 
zur Last und sind in dessen familienrechtlichen Existenzminimum anrechenbar (vgl. 
SCHWENZER/COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 273 N. 20; vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2). Die 
Kosten der beim Ehemann durch die Töchter eingenommenen Mittagessen sind 
daher grundsätzlich zu berücksichtigen. Der vom Ehemann geltend gemachte 
Betrag ist indessen nicht nachvollziehbar. Vor Vorinstanz führte er aus, dass die 
Kinder fünf Mal in der Woche bei ihm zu Mittag essen (RG-act. VIII.1 Frage 1). 
Weiter sagte er aus, C.________ sei seit Juni 2023 in der Lehre. Sie fahre am 
Morgen weg und sei praktisch die ganze Woche weg (RG-act. VIII.1 Frage 1). Mithin 
handelt es sich im hier zu beurteilenden Zeitraum von Februar 2024 bis und mit Juli 
2024 um fünf Mahlzeiten für D.________ pro Woche (vgl. act. B.0 E. 12.3). Davon 
ausgehend, dass die Hälfte des Grundbetrages von CHF 600.00 auf die Kosten für 
Verpflegung entfällt, erscheinen CHF 5.00 pro Mittagessen angemessen. Unter 
Berücksichtigung des Umstandes, dass die Kinder im Sommer und im Herbst Ferien 
mit der Mutter verbringen (vgl. act. B.0 E. 12.3), resultiert damit ein Betrag von rund 
CHF 1'200.00 pro Jahr bzw. CHF 100.00 pro Monat. Dieser Betrag wird dem 
Ehemann im Bedarf angerechnet.

4.4. Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Ehemannes eine 
Kommunikationspauschale für die Kinder von CHF 50.00. Der Ehemann will in 
seinem Bedarf die tatsächlichen Kosten der Handyabonnemente für die Kinder von 
monatlich CHF 179.00 (100.00 für die ältere Tochter, 79.00 für die jüngere Tochter) 
berücksichtigt wissen. Angesichts der eher knappen finanziellen Verhältnisse sind 
diese Beträge für Handyabos der Kinder sehr hoch und der Ehemann belegt diese 
Auslagen nicht. Vor diesem Hintergrund ist an der von der Vorinstanz eingesetzten 
Pauschale festzuhalten.

4.5. Der Ehemann bringt vor, er habe ab und zu Kleider für die Töchter bezahlt 
und ihnen ein Taschengeld in Höhe von ca. CHF 50.00 pro Kind und Monat 
gegeben. Für diese Ausgaben will er CHF 100.00 monatlich in seinem Bedarf 
berücksichtigt wissen. Die Kosten für Kleidung der Kinder sind im Grundbetrag 
enthalten und können nicht als zusätzliche Position geltend gemacht werden (vgl. 
Beschluss des Kantonsgerichts von Graubünden KSK 09 39 vom 18. August 2009 
Ziff. I). Auch Auslagen für Taschengeld sind grundsätzlich aus dem Überschuss zu 
finanzieren (vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2 e contrario). Aus dem vom Ehemann 
eingereichten Kontoauszug ist jedoch ersichtlich, dass er von Februar 2024 bis und 

19 / 31

mit Juli 2024 monatlich jeweils CHF 50.00 an D.________ bezahlt hat (vgl. act. I.3). 
Entsprechende Zahlungen an C.________ sind nicht belegt. Damit ist erstellt, dass 
der Ehemann D.________ im streitgegenständlichen Zeitraum das behauptete 
Taschengeld tatsächlich bezahlt hat. Um eine diesbezügliche Doppelbelastung des 
Ehemannes zu vermeiden, wird ihm diese Auslage von monatlich CHF 50.00 im 
Bedarf angerechnet. 

4.6. Der Ehemann ist der Ansicht, da die Kinder unter der Woche jedes 
Mittagessen bei ihm eingenommen hätten, sei ihm ein Grundbetrag von 
CHF 1'350.00 anzurechnen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Die 
Verpflegung der Kinder während der Besuche rechtfertigt keine Erhöhung des 
Grundbetrags des Besuchsberechtigten. Vielmehr wurden die Verpflegungskosten 
der Kinder bereits im Bedarf des Ehemannes berücksichtigt (vgl. E. 4.3).

4.7. Weiter rügt der Ehemann, für Steuern habe das Gericht einen monatlichen 
Betrag von CHF 282.00 angenommen. Effektiv hätten seine monatlichen Steuern 
CHF 643.00 betragen (vgl. act. B.1-3). Dieser Betrag sei in seinem Bedarf 
anzurechnen. Die Ehefrau erwidert, die Steuern des Ehemannes seien nur deshalb 
so hoch, weil er zu tiefe Unterhaltsbeiträge bezahle. Der Ehemann habe seine 
Steuererklärung des Jahres 2023 zu edieren, damit die Steuerlast unter 
Berücksichtigung der höheren Unterhaltsbeiträge effektiv ermittelt werden könne. 
Beiden Argumenten kann nicht gefolgt werden. Es entspricht der Gerichtspraxis, 
dass die Steuerlast bei der Unterhaltsberechnung auch für vergangene 
Steuerperioden nach Massgabe der geschuldeten – und nicht der effektiv bezahlten 
– Unterhaltsbeiträge ermittelt wird (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 21 137 vom 5. September 2023 E. 8.4.3.1). Falls in einem zurückliegenden 
Jahr höhere Steuern als angerechnet bezahlt werden mussten, wird dies in der 
Folge dadurch ausgeglichen, dass im Jahr der Nachzahlung von 
Unterhaltsbeiträgen ein höherer Abzug geltend gemacht werden kann, womit eine 
tiefere Steuerlast als errechnet resultiert. Das Argument des Ehemannes stösst 
damit ins Leere. Das Editionsbegehren der Ehefrau ist mangels Rechtserheblichkeit 
der tatsächlich bezahlten Steuerlast abzuweisen. Dem Ehemann wird der von der 
Vorinstanz ermittelte Steuerbetrag von CHF 367.00 monatlich angerechnet (vgl. act. 
B.0 E. 13.5.3).

4.8. Basierend auf der Unterhaltsberechnung der Vorinstanz (vgl. act. B.0 
E. 13.5.3) sowie unter Berücksichtigung der soeben erläuterten Anpassungen (in 
der Tabelle grau hinterlegt) ergibt sich folgende Unterhaltsberechnung:

20 / 31

Vater Mutter C._______
_

D._______
_

Total

Einkommen
Nettoeinkommen (inkl. 13 ML/Gratifikation) 7'048 3'967 298
Kinder-/Ausbildungszulagen 280 230
Total 7'048 3'967 578 230 11'823

Bedarf
Grundbetrag 1'200 1'350 600 600
Wohnkosten 1'660 1'640
Wohnkostenanteil Kinder -820 410 410
Wohnnebenkosten inkl. inkl. inkl. inkl. 
Krankenkasse KVG 253 371 108 108
./. IPV -89 -89
Gesundheitskosten 83 19 9
Arbeitsweg 70 102
Zuschlag ausw. Essen 35
Betreibungsrechtliches Existenzminimum 3'113 2'694 1'185 1'038 8'030

Laufende Steuern 367 70 30 30
Kommunikationspauschale inkl. Serafe 100 100 25 25
Kommunikationspauschale Kinder 50 -25 -25
Versicherungspauschale 50 25 13 13
Krankenkasse VVG 79 43 60 60
Parkplatz 110 110
Leasing 507
Mittagessen Kinder 100
Sackgeld 50
Familienrechtliches Existenzminimum 4'526 3'042 1'288 1'141 9'997

Differenz Einkommen ./. Bedarf 2'522 925 -710 -911 1'826
Deckung Barbedarf C.________ -710 710
Deckung Barbedarf D.________ -911 911
Zwischentotal 901 925 0 0 1'826
Verteilung Überschuss gr./kl. Köpfe -609 -609 304 304
Zwischentotal 2 (zu verteilen) 292 316

Unterhaltsbeitrag Kinder
Familienrechtliches Existenzminimum 1'288 1'141
Überschussanteil (vom Vater) 146 146
./. Eigenes Einkommen -578 -230
Unterhaltsbeitrag Barunterhalt 856 1'057 (zzgl. 

KZ/AZ)

Für die Monate Februar 2024 bis und mit Juli 2024 hat der Ehemann der Ehefrau 
für den Unterhalt der Töchter monatlich CHF 1'913.00 (CHF 856.00 für C.________, 
CHF 1'057.00 für D.________) zu bezahlen. 

5. Zusammenfassend wird die Berufung teilweise gutgeheissen. Der Ehemann 
wird in Abänderung von Dispositivziffer 3.a des vorinstanzlichen Entscheids 
verpflichtet, an den Barunterhalt der Kinder ab 1. Februar 2024 bis 31. Juli 2024 

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monatlich CHF 1'913.00 (für C.________ CHF 856.00 und für D.________ CHF 
1'057.00) zu bezahlen. Da in diesem Zeitraum die Ehefrau die Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen bezog, sind diese nicht zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu 
entrichten. Sofern der Ehemann die Kinder- bzw. Ausbildungszulagen dereinst 
wieder beziehen sollte, sind diese zusätzlich zum genannten Betrag zu bezahlen. 
Dispositivziffer 3.a des vorinstanzlichen Entscheids wird der Klarheit halber von 
Amtes wegen entsprechend ergänzt. Ferner ist der Ehemann berechtigt, die von 
ihm in diesem Zeitraum bereits geleisteten Zahlungen von monatlich CHF 1'350.00 
an seine vorstehend genannten Unterhaltspflichten anzurechnen. Ziffer 3.b des 
vorinstanzlichen Dispositivs wird von Amtes wegen dahingehend angepasst. Der 
Antrag des Ehemannes auf aufschiebende Wirkung der Berufung wird mit diesem 
Endentscheid gegenstandslos.

6. Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens

6.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 
über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). 
Der Ehemann beantragt, bei Gutheissung der Berufung seien die Kosten der 
Erstinstanz vollumfänglich der Ehefrau zu überbinden. Diese sei zudem zu 
verpflichten, ihn für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 5'000.00 zzgl. 8.1 % 
MWST ausseramtlich zu entschädigen. Im vorinstanzlichen Verfahren sei es primär 
um die Frage der Obhut gegangen. Seinem Antrag folgend und entgegen dem 
Antrag der Ehefrau habe das Gericht die alternierende Obhut angeordnet. Bezüglich 
Unterhalt sei das Gericht grösstenteils seiner Argumentation gefolgt. Der Antrag der 
Ehefrau um Erteilung eines Prozesskostenvorschusses für das 
Massnahmeverfahren sei abgewiesen worden. Die Ehefrau erwidert, die 
Prozesskosten des vorinstanzlichen Verfahrens seien nicht von ihr zu tragen. Der 
Ehemann habe sich anlässlich der Einigungsverhandlung im Scheidungsverfahren 
mit ihrer alleinigen Obhut einverstanden erklärt und eine entsprechende 
Vereinbarung unterzeichnet. Darauf hätten ihre Berechnungen und Anträge 
bezüglich Unterhalt basiert. Die Anpassung des Unterhalts an die überraschende 
Wende zur alternierenden Obhut führe nicht zu einer Kostenpflicht ihrerseits. Aus 
der Abweisung des Prozesskostenvorschusses aufgrund mangelnder 
Leistungsfähigkeit seinerseits könne der Ehemann nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. 

6.2. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die 
Gerichtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (vgl. Art. 95 Abs. 1 
ZPO), der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so 
werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 

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2 ZPO). In familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von diesen 
Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen 
verteilen (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Im Anwendungsbereich von Art. 107 Abs. 
1 lit. c ZPO verfügt das Gericht nicht nur über Ermessen, wie es die Kosten verteilen 
will, sondern auch bei der Frage, ob es überhaupt von den allgemeinen 
Verteilungsgrundsätzen nach Art. 106 ZPO abweichen will (vgl. BGE 139 III 358 E. 
3). Eine ermessensweise Kostenverteilung rechtfertigt sich insbesondere bei 
Rechtsbegehren bezüglich Kinderbelange, wenn beide Parteien mit Blick auf das 
Kindesinteresse (gute) objektive Gründe für die Antragsstellung hatten 
(HOFMANN/BAECKERT, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2024, Art. 107 N. 6). Eine 
ermessenweise Prozesskostenverteilung ist sodann möglich, wenn eine Partei in 
guten Treuen zur Prozessführung veranlasst war (Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO). Dies 
kann vorkommen, wenn die klagende Partei bei Einleitung des jeweiligen 
Verfahrensschrittes ohne Verletzung der Sorgfaltspflicht gemäss Art. 3 Abs. 2 ZGB 
von der Berechtigung der Klage überzeugt war (vgl. SCHMID/JENT-SØRENSEN, in: 
Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, Art. 107 N. 3). 

6.3. Der Ehemann ist zwar im vorinstanzlichen Verfahren mehrheitlich als 
obsiegend zu erachten: So dringt er mit seinem Antrag auf Erteilung der 
alternierenden Obhut durch. Zudem wird er nicht rückwirkend ab März 2023, 
sondern erst ab Februar 2024 zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen verpflichtet, 
wobei er auch in Bezug auf die Höhe der Unterhaltszahlungen grossmehrheitlich 
obsiegt. Auch das Gesuch der Ehefrau um Prozesskostenvorschuss wurde von der 
Vorinstanz abgewiesen. Trotz dieser Umstände erscheint eine alleinige 
Kostentragung der Ehefrau nicht gerechtfertigt. Zum einen waren hauptsächlich 
Kinderbelange streitig, wobei die Ehefrau mit Blick auf die Kindesinteressen sowohl 
bezüglich Obhut als auch bezüglich Unterhalt objektive Gründe für ihre 
Antragsstellung hatte. Zudem hatten sich die Eheleute unmittelbar vor Anhebung 
dieses Verfahrens auf die alleinige Obhut der Ehefrau geeinigt. Vor diesem 
Hintergrund ist nachvollziehbar, dass sich die Ehefrau zu ihren Anträgen betreffend 
Obhut und Unterhalt veranlasst sah. Die Frage des Prozesskostenvorschusses 
schliesslich war für Gericht und Parteien von untergeordneter Bedeutung und mit 
wenig Aufwand verbunden. Gesamthaft erscheint es gerechtfertigt, die 
Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu ¾ der Ehefrau und zu ¼ dem 
Ehemann aufzuerlegen.

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6.4. Die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 4'500.00 
gehen mithin zu ¾ (CHF 3'375.00) zu Lasten der Ehefrau und zu ¼ (CHF 1'125.00) 
zu Lasten des Ehemannes. Die vom Ehemann für das vorinstanzliche Verfahren 
geltend gemachte Parteientschädigung von CHF 5'000.00 zzgl. 8.1 % MWST 
erscheint angesichts des Umfangs des vorinstanzlichen Verfahrens als 
angemessen. In Anwendung der Quotenmethode (vgl. Urteil des Kantonsgerichts 
von Graubünden ZK1 19 1/3 vom 16. November 2020 E. 19.6.2) hat die Ehefrau 
den Ehemann für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 2'702.50 inkl. MWST 
ausseramtlich zu entschädigen.

7. Prozesskostenvorschuss für das Berufungsverfahren

7.1. Da die Ehefrau im Berufungsverfahren zumindest teilweise unterliegt und 
aufgrund des Prozessausgangs keine Parteientschädigung erhält (siehe 
nachfolgend E. 8.2), ist das Gesuch um Prozesskostenvorschuss für das 
Berufungsverfahren zu beurteilen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 18 150 vom 12. November 2019 E. 7.1). Entgegen der Auffassung des 
Ehemannes ist die Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses auch für 
summarische Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen möglich (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_590/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.3). Wird das Gesuch 
erst mit dem Endentscheid beurteilt, so kommt die Zusprechung als (vorläufiger) 
Beitrag an die Prozesskosten in Frage (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5D_66/2020 
vom 14. August 2020 E. 3.2 ff., 5A_590/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.3; Urteil 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 150 vom 12. November 2019 E. 7.1; 
ebenso bereits act. B.0 E. 14.2 in fine).

7.2. Vorab fragt sich, ob das Gesuch im vorliegenden Berufungsverfahren 
überhaupt beurteilt werden kann (vgl. zu dieser Thematik Urteile des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 20 121 vom 24. November 2021 E. 7.2 und 
ZK1 16 140 vom 14. Dezember 2016 E. 4.b [der revidierte Art. 314 Abs. 2 ZPO 
gelangt auf hängige Verfahren noch nicht zur Anwendung, vgl. Art. 407f ZPO e 
contrario]). Diese Frage braucht indessen hier nicht beantwortet zu werden, da dem 
Antrag aus nachfolgenden Gründen ohnehin kein Erfolg beschieden ist.

7.3. Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss von seinem Ehegatten hat, wer 
selbst nicht über ausreichend Mittel für die Bezahlung der Kosten des 
eherechtlichen Verfahrens verfügt, sofern die Sache nicht aussichtslos erscheint, 
die Person auf die Kostenhilfe des Ehegatten angewiesen ist und dieser zur 
Leistung derselben im Stande ist. Betreffend Mittellosigkeit und fehlende 
Aussichtslosigkeit sind die für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

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entwickelten Grundsätze anzuwenden (WEINGART, provisio ad litem – Der 
Prozesskostenvorschuss für eherechtliche Verfahren, in: Markus/Hrubesch-
Millauer/Rodriguez [Hrsg.], Zivilprozess und Vollstreckung national und international 
– Schnittstellen und Vergleiche, Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 2018, S. 
682 f.). Die Mittelosigkeit der Ehefrau und die fehlende Aussichtslosigkeit ihrer 
Anträge wurden bereits im Entscheid betreffend unentgeltliche Rechtspflege vom 
17. Dezember 2024 bejaht (vgl. act. F.1 [ZK1 24 161]). 

7.4. Zu beurteilen ist lediglich noch die Leistungsfähigkeit des Ehemannes. Diese 
ist gegeben, wenn der verpflichtete Ehegatte aus seinem verfügbaren Vermögen 
bzw. aus dem seinen Bedarf übersteigenden Einkommen nebst seinen eigenen 
Gerichts- und Anwaltskosten auch diejenigen des anderen Ehegatten bestreiten 
kann (vgl. WEINGART, a.a.O., S. 687).

7.4.1. Soweit das Vermögen einen angemessenen Freibetrag (Notgroschen) 
übersteigt, ist es zumutbar, dieses zur Finanzierung des Prozesses zu verwenden 
(vgl. BGE 144 III 531 E. 4.1 m.w.H.). Bei der Bemessung des zu gewährenden 
Freibetrags sind die zukünftigen Notwendigkeiten sowie die konkreten Umstände 
zu berücksichtigen, wie absehbare Steigerungen oder Verringerungen der 
Vermögens- und Einkommensverhältnisse, das Alter, der Gesundheitszustand und 
familiäre Verpflichtungen. Nach kantonaler Praxis gilt als Leitlinie, dass der 
Notgroschen im Normalfall CHF 10‘000.00 bis CHF 15‘000.00 nicht übersteigen 
sollte und bei schwierigen Verhältnissen die Obergrenze des Freibetrags bei 
CHF 20‘000.00 bis CHF 25‘000.00 liegt (PKG 2018 Nr. 11 E. 3.1 m.w.H.; vgl. dazu 
auch Urteil des Bundesgerichts 4A_250/2019 vom 7. Oktober 2019 E. 2.1.2). Das 
Lohnkonto des Ehemannes wies per 5. September 2024 einen Saldo von CHF 
5'677.56 auf (act. I.3). Diese Gelder werden für den laufenden Unterhalt benötigt 
und sind nicht als Vermögen anrechenbar. Darüber hinaus verfügt er über ein Spar- 
und ein Eurokonto, welche per 5. September 2024 einen Stand von CHF 403.42 
bzw. EUR 14'447.95 aufwiesen (act. I.1 f.). Aus dem Kontoauszug des Eurokontos 
(act. I.1) geht ferner hervor, dass der Ehemann am 3. April 2024 einen Barbezug 
von EUR 10'000.00 getätigt hat, zu dessen Verbleib er sich nicht geäussert hat. 
Allerdings ist gerichtsnotorisch, dass ihm in Zusammenhang mit dem 
Scheidungsverfahren (samt Nebenverfahren) im fraglichen Zeitraum namhafte 
Prozesskosten angefallen sind. So wurden von der Vorinstanz alleine die bis zu 
ihrem Entscheid gesamthaft aufgelaufenen Anwaltskosten auf CHF 15'000.00 
geschätzt (act. B.0 E. 14.3). Ferner hatte der Ehemann für das von ihm angehobene 
Massnahmenverfahren (Proz. Nr. 135-2024-29) einen Gerichtskostenvorschuss 
von CHF 2'500.00 zu bezahlen (act. B.0 E. 3.2). Es erscheint daher naheliegend, 

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dass er den Barbezug zur (teilweisen) Bezahlung seiner Prozesskosten verwenden 
musste. Von einer Aufrechnung des Barbezugs ist daher abzusehen. Das dem 
Ehemann im Zeitpunkt der Gesuchstellung zur Verfügung stehende Vermögen 
belief sich damit (umgerechnet) auf ca. CHF 14'000.00. Somit lag es bereits unter 
dem Betrag von CHF 15'000.00, der ihm unter Berücksichtigung seines Alters sowie 
des Umstandes, dass für die beiden noch in Ausbildung befindlichen Töchter aller 
Voraussicht nach ausserordentliche Kinderkosten anfallen werden, welche der 
Ehemann zur Hälfte zu tragen hat (vgl. act. B.0 Dispositivziffer 3.d), als Notgroschen 
zuzugestehen ist. Der Ehemann kann folglich nicht verpflichtet werden, der Ehefrau 
aus seinem Vermögen einen weiteren Prozesskostenvorschuss zu leisten. 

7.4.2. Für die Ermittlung des Einkommensüberschusses des Ehemannes wird von 
der durch die Ehefrau vorgenommenen Bedarfsberechnung ausgegangen (vgl. act. 
A.1 Rz. 4 f. [ZK1 24 162]). Diese ist insofern anzupassen, als dass praxisgemäss 
dem Ehemann und den Töchtern ein (lediglich) um 20 % erhöhter Grundbetrag 
anzurechnen ist. Weiter ist der Bedarf um den Überschussanteil der Kinder im 
Haushalt des Ehemanns von gesamthaft CHF 328.00 (vgl. act. B.0 E. 13.5.4) zu 
erweitern, zumal der Unterhalt der Kinder den (Unterhalts-)Ansprüchen der Ehefrau 
vorgeht (Art. 276a Abs. 1 ZGB) und der auf die Kinder entfallende Überschussanteil 
folglich nicht für die Bevorschussung ihrer Prozesskosten herangezogen werden 
darf. Nicht zu berücksichtigen sind die Auslagen für Kommunikation, Versicherung 
und VVG, da diese bei der Berechnung des zivilprozessualen Notbedarfs mit dem 
um 20 % erhöhten Grundbetrag abgedeckt sind. Unter Vornahme dieser 
Anpassungen resultiert ein monatlicher Einkommensüberschuss von CHF 843.00. 
Nachdem das vorliegende Verfahren relativ einfacher Natur ist, kann zu dessen 
Finanzierung praxisgemäss maximal der Einkommensüberschuss eines Jahres, 
mithin CHF 10'116.00, berücksichtigt werden (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 22 122 vom 16. März 2023 E. 4.1 m.w.H.). Dies gilt umso mehr, 
als das Scheidungsverfahren vor der Vorinstanz noch nicht abgeschlossen ist und 
dem Ehemann in diesem Zusammenhang weitere Kosten anfallen werden, welche 
er mangels Vermögen aus seinem laufenden Einkommen wird bestreiten müssen. 
Diesem Einkommensüberschuss sind die eigenen Prozesskosten des Ehemannes 
gegenüberzustellen. Dazu gehören nicht nur die dem Ehemann im vorliegenden 
Berufungsverfahren anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten (vgl. dazu 
nachfolgend E. 8.3 f.), sondern auch jene für das Beschwerdeverfahren ZR1 24 37; 
letztere belaufen sich nach dem Kenntnisstand dieses Gerichts unter Einbezug der 
Anwaltskosten auf mindestens CHF 2'500.00. Nicht unberücksichtigt bleiben darf 
sodann, dass zumindest ein Teil der bereits angefallenen erstinstanzlichen 
Anwaltskosten offen geblieben sein dürfte und wie die Gerichtskosten des ersten 

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Massnahmenverfahrens (Proz. Nr. 135-2023-86) aus dem Einkommen des 
Ehemannes bezahlt werden müssen. Dem Ehemann verbleibt damit bestenfalls ein 
geringfügiger Überschuss, der ihm auch mit Blick auf die mit diesem Entscheid 
festgelegte Unterhaltsnachzahlung von CHF 3'378.00 ([CHF 1'913.00 ./. CHF 
1'350.00] x 6 Monate) zu belassen ist. Insgesamt erhellt, dass der vom Ehemann 
erwirtschaftete Überschuss nicht ausreicht, um neben seinen eigenen 
Prozesskosten auch der Ehefrau einen Prozesskostenbeitrag zu bezahlen. Das 
Gesuch der Ehefrau um Prozesskostenvorschuss für das Berufungsverfahren wird 
folglich abgewiesen.

8. Kosten des Berufungsverfahrens

8.1. Die Verteilungsgrundsätze nach Art. 106 f. ZPO gelangen auch bei der 
Kostenverteilung vor der Rechtsmittelinstanz zur Anwendung. Zu beachten ist 
indes, dass im Rechtsmittelverfahren den Gesichtspunkten des Obsiegens und 
Unterliegens praxisgemäss grösseres Gewicht zukommt (vgl. Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 21 122 vom 9. Dezember 2022 E. 9.3; 
URWYLER/GRÜTTER, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische 
Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, 2. Aufl. 2016, Art. 107 N. 5 m.w.H.). 
Welche Partei unterlegen ist und damit die Kosten des Verfahrens zu tragen hat, 
beurteilt sich nach Massgabe der Rechtsmittelanträge (vgl. BGE 145 III 153 E. 
3.2.2). 

8.2. Im streitgegenständlichen Zeitraum vom 1. März 2023 bis 31. Juli 2024 wurde 
der Ehemann von der Vorinstanz verpflichtet, unter Berücksichtigung der von ihm 
bereits geleisteten Zahlungen insgesamt CHF 12'490.00 an Unterhaltsbeiträgen 
nachzuzahlen (vgl. act. B.0 E. 14.3). Mit dem Berufungsentscheid reduziert sich der 
nachzuzahlende Betrag auf CHF 3'378.00 ([CHF 1'913.00 ./. CHF 1'350.00] x 6 
Monate). Damit erreichte der Ehemann eine Reduktion der von ihm 
nachzuzahlenden Unterhaltsbeiträge um 73 %. Im Verfahren betreffend 
Prozesskostenvorschuss für das Berufungsverfahren drang der Ehemann mit 
seinem Antrag auf Gesuchsabweisung durch. Gesamthaft ist der Ehemann damit 
zu drei Vierteln als obsiegend und zu einem Viertel als unterliegend zu erachten.

8.3. Entsprechend diesem Verfahrensausgang werden die Gerichtskosten des 
Berufungsverfahrens von CHF 3'000.00 zu drei Vierteln (CHF 2'250.00) der Ehefrau 
und zu einem Viertel (CHF 750.00) dem Ehemann auferlegt. Die dem Ehemann 
auferlegten Gerichtskosten von CHF 750.00 werden mit dem von ihm geleisteten 
Vorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. Die Differenz von CHF 1'250.00 wird ihm 
durch den Kanton Graubünden erstattet (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. c ZPO).

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8.4. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Ehefrau dem Ehemann die Hälfte der 
ihm im vorliegenden Verfahren entstandenen Auslagen und der Kosten seiner 
Rechtsvertretung zu ersetzen (vgl. Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 ZPO; vgl. Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 19 1/3 vom 16. November 2020 E. 19.6.2). 
Eine Honorarnote seines Rechtsvertreters liegt nicht vor, so dass die Entschädigung 
nach gerichtlichem Ermessen festgesetzt wird (vgl. Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]). 
Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter 
Berücksichtigung des für das Berufungsverfahren mutmasslich notwendigen 
Aufwands erscheint ein Honorar von CHF 3'207.00 (12 Stunden zu CHF 240.00 
[mittleres Honorar gemäss Art. 3 Abs. 1 HV] zzgl. 3 % Barauslagen und 8.1 % 
MWST) angemessen, so dass die Parteientschädigung für den Ehemann auf CHF 
1'603.50 festgesetzt wird. Die Ehefrau wird verpflichtet, dem Ehemann für das 
Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 1'603.50 (inkl. Barauslagen 
und MWST) zu bezahlen (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO).

8.5. Für den berechtigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung wird der 
Rechtsanwältin oder dem Rechtsanwalt ein Honorar von CHF 200.00 pro Stunde 
zuzüglich notwendige Barauslagen und Mehrwertsteuer ausgerichtet (Art. 5 Abs. 1 
HV). Entschädigungspflichtig sind nur jene Bemühungen, die angemessen sind 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_209/2016 vom 12. Mai 2016 E. 2.1 f.). Die 
Rechtsvertreterin der Ehefrau macht in ihrer Honorarnote vom 19. September 2019 
(act. B.10 [ZR1 24 162]) ein Honorar von 5'952.85 (26.26 Stunden zu CHF 200.00 
zzgl. Barauslagen von CHF 254.80 und 8.1 % MWST) geltend. Dieser Aufwand 
erscheint gemessen an den sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie am 
Umfang der Rechtsschriften übersetzt. So wurden für das Studium der lediglich 
sechs Seiten (exkl. Deckblatt und Beweismittelverzeichnis) umfassenden 
Berufungsschrift 3.33 Stunden aufgewendet. Angemessen hierfür erscheint 
lediglich ein Aufwand von 2 Stunden. Für die Ausarbeitung der (ohne Deckblatt und 
Beweismittelverzeichnis) zwölfseitigen Berufungsantwort wurden ca. 12.25 
Stunden verrechnet. Angesichts des Umstandes, dass der Aufwand für die 
Instruktion noch zusätzlich in Rechnung gestellt wurde und die Berufungsantwort 
lediglich zwei Beilagen hatte, erscheint hierfür ein Aufwand von 8 Stunden 
angemessen. Sodann wurde am 15. August 2024 1 Stunde für ein Telefonat mit der 
Ehefrau in Rechnung gestellt, das unter anderem eine Steuerfrage betraf. Dieser 
verfahrensfremde Aufwand ist nicht entschädigungspflichtig, weshalb diese Position 
auf 0.5 Stunden gekürzt wird. Für die Ausarbeitung der Gesuche um unentgeltliche 
Rechtspflege und um Prozesskostenvorschuss, welche (ohne Deckblatt) jeweils 
fünf Seiten umfassen, wurden gesamthaft ca. 3.75 Stunden in Rechnung gestellt. 
Zwar wurden die Bedarfsrechnungen für die Ehefrau und die Kinder aktualisiert und 

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eine erstmalige Bedarfsrechnung für den Ehemann (basierend auf der 
vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung) vorgenommen. Jedoch sind die 
Ausführungen in diesen Gesuchen im Übrigen teilweise identisch mit jenen in den 
entsprechenden Gesuchen in den vorinstanzlichen Verfahren (vgl. RG-act. I.1 [135-
2024-32] u. I.1 [135-2024-30]). Daher erscheint für die beiden Gesuche ein 
Gesamtaufwand von 2.5 Stunden angemessen. Schliesslich wurden am 27. August 
2024 3 Stunden für "Einarbeitung neu erhaltener Unterlagen, Zusammenstellung 
Beilagen, Finalisierung Stellungnahme zur Duplik" notiert. Vor dem Hintergrund, 
dass die Replik im Verfahren betreffend Prozesskostenvorschuss vom 9. 
September 2024 und die Duplik im Berufungsverfahren vom 20. September 2024 
datiert und mit letzterer keine neuen Beilagen eingereicht wurden, erscheint dieser 
Aufwand nicht nachvollziehbar. Daher wird diese Position gestrichen. Für die am 
20. September 2024, mithin nach Erstellung der Honorarnote eingegangene Duplik 
wird (samt Studium der knapp dreiseitigen Replik und der eingereichten 
Kontounterlagen) ermessensweise ein Aufwand von 2 Stunden berücksichtigt. 
Unter Berücksichtigung dieser Anpassungen erscheint ein Aufwand von 18 Stunden 
angemessen. Hinzu kommen die Barauslagen. Dafür wurden gesamthaft 
CHF 254.80 (CHF 234.00 für Kopien und CHF 20.80 für Porto) in Rechnung gestellt, 
wobei für Kopien CHF 0.50 pro Stück verrechnet wurden. In Verfahren mit 
unentgeltlicher Rechtspflege liegt der Tarif für Fotokopien jedoch praxisgemäss bei 
CHF 0.25 pro Kopie; darin enthalten sind die Papierkosten, der Unterhalt sowie die 
Amortisation des Kopiergeräts. Der Aufwand für das Erstellen der Kopien wiederum 
ist mit dem Stundenhonorar des Rechtsbeistands abgedeckt (vgl. statt vieler Urteil 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 23 88 vom 13. Dezember 2023 E. 5.5 
m.w.H.). Fraglich erscheint ferner, ob in den vorliegenden Verfahren eine derart 
hohe Anzahl an Kopien erforderlich war. Namentlich hätte es genügt, wenn in den 
Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege bzw. Zusprechung eines 
Prozesskostenvorschusses ein Beizug der vor erster Instanz eingereichten Belege 
beantragt worden wäre, statt dieselben Urkunden ein zweites oder gar drittes Mal 
einzureichen. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die notwendigen 
Fotokopien ebenso wie das Porto mit der praxisüblichen Spesenpauschale von 3 % 
ausreichend abgegolten werden. Die Entschädigung der unentgeltlichen 
Rechtsvertreterin der Ehefrau wird damit auf CHF 4'008.00 (18 Stunden zu CHF 
200.00 zzgl. 3 % Barauslagen und 8.1 % MWST) festgelegt.

8.6. Die der Ehefrau auferlegten Gerichtskosten von CHF 2'250.00 und die 
Kosten ihrer Rechtsvertretung von CHF 4'008.00 (inkl. Barauslagen und MWST) 
gehen aufgrund der ihr gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt der 

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Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen. Die Dispositivziffern 3.a, 3.b, 5.a 
und 5.b des Entscheids der Einzelrichterin am Regionalgericht Albula vom 
27. Juni 2024 werden aufgehoben und durch folgende Regelung ersetzt:

"3. a) A.________ wird verpflichtet, an den Unterhalt (Barunterhalt) von 
C.________ und D.________ für die weitere Dauer des 
Hauptverfahrens betreffend Scheidungsklage (Proz. Nr. 115-2023-
9) die folgenden monatlichen Beiträge zu bezahlen:

- ab 1. Februar 2024 bis 31. Juli 2024: CHF 1'913.00 (für 
C.________ CHF 856.00 und für D.________ CHF 
1'057.00); 

- ab 1. August 2024 bis 30. Juni 2025: CHF 770.00 (für 
C.________ CHF 350.00 und für D.________ CHF 420.00);

- ab 1. Juli 2025: CHF 190.00 (für C.________ CHF 80.00 und 
für D.________ CHF 110.00).

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an B.________ zu 
bezahlen. Diese Unterhaltspflichten dauern bis zum ordentlichen 
Abschluss einer angemessenen Ausbildung des jeweiligen Kindes, 
allenfalls auch über die Volljährigkeit hinaus. Sofern A.________ 
die Kinder- bzw. Ausbildungszulagen bezieht, sind diese zusätzlich 
zum genannten Betrag zu bezahlen.

b) A.________ ist berechtigt, die für die Monate Februar 2024 bis und 
mit Juli 2024 bereits geleisteten Unterhaltsbeiträge von monatlich 
CHF 1'350.00 an seine Unterhaltspflichten gemäss Ziffer 3 lit. a 
anzurechnen.

[…]

5. a) Die Gerichtskosten von CHF 4'500.00 (Entscheidgebühr) gehen zu 
drei Vierteln (CHF 3'375.00) zu Lasten von B.________ und zu 
einem Viertel (CHF 1'125.00) zu Lasten von A.________.

Die A.________ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'125.00 
werden mit dem von ihm geleisteten Vorschuss von CHF 2'500.00 
verrechnet. Die Differenz von CHF 1'375.00 wird ihm – nach der 

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Einreichung eines Einzahlungsscheins beim Regionalgericht Albula 
– durch den Kanton Graubünden erstattet.

Die B.________ auferlegten Gerichtskosten von CHF 3'375.00 
gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

b) B.________ wird verpflichtet, A.________ für das erstinstanzliche 
Verfahren mit CHF 2'702.50 inkl. MWST zu entschädigen."

2. Das Gesuch von B.________ um Leistung eines Prozesskostenvorschusses 
für das Berufungsverfahren durch A.________ wird abgewiesen.

3.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 3'000.00 gehen zu drei 
Vierteln (CHF 2'250.00) zu Lasten von B.________ und zu einem Viertel 
(CHF 750.00) zu Lasten von A.________. Die A.________ auferlegten 
Gerichtskosten von CHF 750.00 werden mit dem von ihm geleisteten 
Vorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. Die Differenz von CHF 1'250.00 
wird ihm durch den Kanton Graubünden erstattet. 

3.2. B.________ wird verpflichtet, A.________ für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'603.50 (inkl. Barauslagen und MWST) zu 
bezahlen.

3.3. Die B.________ auferlegten Gerichtskosten von CHF 2'250.00 und die 
Kosten ihrer Rechtsvertretung, Rechtsanwältin Müller-Ranacher, von 
CHF 4'008.00 (inkl. Barauslagen und MWST) gehen aufgrund der ihr 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt der Rückforderung 
gemäss Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus 
der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilungen]