# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79acd116-b521-5d94-85b2-69c2651cd9b0
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-19
**Language:** de
**Title:** 8C_166/2025 19.01.2026
**Docket/Reference:** 8C_166/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-01-2026-8C_166-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
8C_166/2025
Urteil vom 19. Januar 2026
IV. ffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Viscione, Prsidentin,
Bundesrichterin Scherrer Reber, Bundesrichter Mtral,
Gerichtsschreiberin Polla.
Verfahrensbeteiligte
A.A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Felix Frey,
Beschwerdefhrer,
gegen
Familienausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, 6300 Zug,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Familienzulage (Ausbildungszulage),
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 31. Januar 2025 (S 2024 68).
Sachverhalt:
A.
Der 1957 geborene A.A.________ bezog gemss Verfgung vom 19. Januar 2024 der Familienausgleichskasse Zug (nachfolgend: FAK) vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023 und vom 1. November 2023 bis 30. Juni 2025 Ausbildungszulagen fr seine Tochter B.A.________ (geb. 15. Dezember 2005). Fr den Zeitraum vom 1. August bis 31. Oktober 2023 lehnte die FAK einen Anspruch auf Ausbildungszulagen ab, weil sich B.A.________ in jener Zeit in keiner rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Ausbildung befunden habe (Verfgung vom 19. Januar 2024). Daran hielt die FAK mit Einspracheentscheid vom 26. Juli 2024 fest.
B.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil vom 31. Januar 2025 ab.
C.
Mit Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt A.A.________, in Aufhebung des kantonalen Urteils vom 31. Januar 2025 sei ihm vom 1. August 2023 bis 31. Oktober 2023 die Ausbildungszulage fr seine Tochter B.A.________ zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklrung an die FAK zurckzuweisen.
Die FAK und die Vorinstanz schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt fr Sozialversicherungen (BSV) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Erwgungen:
1.
1.1. Die Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gemss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwgungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begrndung abweisen. Immerhin prft das Bundesgericht, unter Bercksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begrndung der Beschwerde ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), grundstzlich nur die geltend gemachten Rgen, sofern die rechtlichen Mngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 141 V 234 E. 1 mit Hinweisen). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkrlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkr bei der Sachverhaltsfeststellung) gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht, weshalb insofern eine qualifizierte Rgepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 145 V 304 E. 1.2; 140 III 86 E. 2; 135 V 94 E. 1; je mit Hinweisen).
1.2. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung berichtigen oder ergnzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels fr den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG ).
2.
2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie den Anspruch auf Ausbildungszulagen des Beschwerdefhrers fr seine Tochter B.A.________ vom 1. August bis 31. Oktober 2023 verneinte.
2.2. Familienzulagen sind einmalige oder periodische Geldleistungen, die ausgerichtet werden, um die finanzielle Belastung durch ein oder mehrere Kinder teilweise auszugleichen (Art. 2 FamZG). Sie umfassen nebst der hier nicht interessierenden Kinderzulage die Ausbildungszulage ( Art. 3 Abs. 1 lit. a und b FamZG ). Die Ausbildungszulage wird ab dem Beginn des Monats ausgerichtet, in dem das Kind eine nachobligatorische Ausbildung beginnt, jedoch frhestens ab dem Beginn des Monats, in dem es das 15. Altersjahr vollendet; besucht das Kind nach Vollendung des 16. Altersjahrs noch die obligatorische Schule, so wird die Ausbildungszulage ab dem Beginn des darauffolgenden Monats ausgerichtet; die Ausbildungszulage wird bis zum Abschluss der Ausbildung des Kindes gewhrt, lngstens jedoch bis zum Ende des Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet (Art. 3 Abs. 1 lit. b FamZG). Ein Anspruch auf eine Ausbildungszulage besteht fr Kinder, die eine Ausbildung im Sinne der Artikel 49bis und 49ter der Verordnung vom 31. Oktober 1947 ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) absolvieren. In Ausbildung ist ein Kind, wenn es sich auf der Grundlage eines ordnungsgemssen, rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Bildungsganges systematisch und zeitlich berwiegend entweder auf einen Berufsabschluss vorbereitet oder sich eine Allgemeinausbildung erwirbt, die Grundlage bildet fr den Erwerb verschiedener Berufe (Art 49bis Abs. 1 AHVV). Als in Ausbildung gilt ein Kind auch, wenn es Brckenangebote wahrnimmt wie Motivationssemester und Vorlehren sowie Au-pair- und Sprachaufenthalte, sofern sie einen Anteil Schulunterricht enthalten (Art. 49bis Abs. 2 AHVV).
2.3. Der Begriff der Ausbildung ist umfassend und weit zu verstehen (BGE 143 V 305 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Nach Art. 25 Abs. 5 Satz 2 AHVG und Art. 49
bis AHVV fallen darunter ordentliche Lehrverhltnisse sowie Ttigkeiten zum Erwerb von Vorkenntnissen fr ein Lehrverhltnis, aber auch Kurs- und Schulbesuche, wenn sie der berufsbezogenen Vorbereitung auf eine Ausbildung oder spteren Berufsausbung dienen. Bei Kurs- und Schulbesuchen sind die Art der Lehranstalt und das Ausbildungsziel unerheblich, soweit diese im Rahmen eines ordnungsgemssen, (faktisch oder rechtlich) anerkannten Lehrganges eine systematische Vorbereitung auf das jeweilige Ziel bieten. Danach gilt nur als Bestandteil der Ausbildung, wenn zwischen diesem und dem Berufsziel ein Zusammenhang besteht (BGE 140 V 314 E. 3.2; Urteil 9C_631/2019 vom 19. Juni 2020 E. 2.1, in: SVR 2020 AHV Nr. 26 S. 81; Urteil 9C_276/2025 vom 9. September 2025 E. 3.1 und 3.2).
Die Wegleitung des BSV ber die Renten (RWL) in der Eidgenssischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, (hier massgebender Stand vom 1. Januar 2023; Version 18), sieht zustzlich vor, dass die Ausbildung mindestens vier Wochen dauern und systematisch auf ein Bildungsziel ausgerichtet sein muss. Das angestrebte Bildungsziel fhrt entweder zu einem bestimmten Berufsabschluss oder ermglicht eine berufliche Ttigkeit ohne speziellen Berufsabschluss, oder, falls die Ausbildung nicht zum vornherein auf einen bestimmten Beruf ausgerichtet ist, muss sie eine allgemeine Grundlage fr eine Mehrzahl von Berufen bilden bzw. eine Allgemeinausbildung beinhalten. Die Ausbildung muss auf einem strukturierten Bildungsgang beruhen, der rechtlich oder zumindest faktisch anerkannt ist. Keine Rolle spielt es, ob es eine erstmalige Ausbildung, eine Zusatz- oder Zweitausbildung ist. Die systematische Vorbereitung erfordert, dass das Kind die Ausbildung mit dem objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert ntzlicher Frist abschliessen zu knnen. Whrend der Ausbildung muss sich das Kind zeitlich berwiegend dem Ausbildungsziel widmen. Dies gilt nur dann als erfllt, wenn der gesamte Ausbildungsaufwand (Lehre im Betrieb, Schulunterricht, Vorlesungen, Kurse, Vor- und Nachbereitung, Prfungsvorbereitung, Selbststudium, Verfassen einer Diplomarbeit, Fernstudium etc.) mindestens 20 Stunden pro Woche ausmacht (RWL Rz. 3358 f.).
2.4. Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchfhrungsstellen und sind fr das Gericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber bercksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine berzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewhrleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2; 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen).
3.
3.1. Die Vorinstanz erwog, das primre Ausbildungsziel von B.A.________ sei das Bestehen der britischen Hochschulreife (IGCSE/A-levels) an der englischsprachigen School C.________ gewesen, welche ihr insbesondere auch den Zugang zu Schweizer Universitten ermglichen sollte. Die Schule habe sie im Sommer 2023 zwar abgeschlossen, jedoch in zwei Fchern (Biologie und Wirtschaft) den fr ein Studium notwendigen Notendurchschnitt nicht erreicht, weshalb sie diese zwei Prfungen wiederholen sollte. Im hier interessierenden Zeitraum habe sie gemss Einspracheentscheid vom 26. Juli 2024 vom 7. August 2023 bis 6. August 2024 einen Franzsischkurs an der Schule D.________ in Zrich besucht. Sie komme berwiegend wahrscheinlich nicht auf die geforderten 20 Stunden Zeitaufwand pro Woche (vgl. E. 2.3 vorne), sondern lediglich auf gut 16,5 Stunden. Die Schule D.________ habe besttigt, dass die 20 Lektionen pro Woche das Eigentraining im Sprachlern-Center beinhalte und eine Lektion 50 Minuten dauere. Dem Besttigungsschreiben vom 7. Dezember 2023 sei aber nicht zu entnehmen, dass die vom Beschwerdefhrer geltend gemachte zustzliche Zeit von 30 Minuten pro Lektion fr Hausaufgaben und Repetition tatschlich aufzuwenden gewesen sei (totaler Ausbildungsaufwand von 30 Stunden pro Woche). Die Beschwerdegegnerin sei daher zu Recht davon ausgegangen, dass der geforderte effektive Arbeitsaufwand von 20 Stunden pro Woche berwiegend wahrscheinlich nicht erreicht worden sei. berdies bilde der Franzsischkurs weder formelle noch faktische Voraussetzung fr das Erreichen des primren Ausbildungsziels, da B.A.________ das Fach "Franzsisch" fr den erfolgreichen Abschluss ihres Ausbildungsziels nicht habe wiederholen mssen. Dieser Kurs habe lediglich im Dienst einer Alternative zur ursprnglich geplanten Ausbildung gestanden. Erst mit dem Start des individuellen Vorbereitungsprogramms zur Prfungswiederholung bei der Academia Matura im November 2023 habe sie ihr Ausbildungsziel wieder aktiv verfolgt. Weiter seien zwar auch gewisse (nicht lnger als vier Monate dauernde) Unterbrche in der Ausbildung zulssig, aber nur die im Ausbildungsablauf vorgesehenen regulren bzw. blichen Zeiten. Dies treffe hier nicht zu, da B.A.________ mit den Vorbereitungen fr die Prfungswiederholung bereits nach den Sommerferien htte beginnen knnen.
3.2. Der Beschwerdefhrer wendet dagegen ein, seine Tochter habe sich mit dem besuchten Franzsischkurs im Sinne von Art. 49bis Abs. 1 AHVV in Ausbildung befunden, weil sie sich mit diesem anerkannten Bildungsgang systematisch und zeitlich berwiegend eine Allgemeinausbildung erworben habe, die Grundlage bilde fr den Erwerb verschiedener Berufe. Unabhngig vom weiteren Ausbildungsweg sei der Erwerb der franzsischen Sprache, mithin einer Landessprache, als Erwerb von Allgemeinbildung zu qualifizieren. Zudem beabsichtige seine Tochter, an einer franzsischsprachigen Universitt zu studieren, weshalb die Vertiefung und Erweiterung der Franzsischkenntnisse als Voraussetzung fr die angestrebte Ausbildung aufzufassen sei. Das BSV habe sodann in der RWL die Vorgaben gemss Art. 49
bis Abs. 1 AHVV in unzulssiger Weise eingeschrnkt, indem es den anspruchsbegrndenden Ausbildungsaufwand auf eine Mindestanzahl von 20 Stunden pro Woche festgesetzt habe. Dies sei zu schematisch und verstosse gegen das Gleichbehandlungsgebot. Die Vorinstanz habe es berdies unterlassen auszulegen, ob eine Stunde der weisungsgemss verlangten 20 Stunden Ausbildungszeit 45, 50 oder 60 Minuten dauere, wobei eine systematische und teleologische Auslegung wohl ergbe, dass die in der RWL erwhnte Stunde mit 45 bis 60 Minuten zu veranschlagen sei. Mit Blick auf den geforderten zeitlichen Ausbildungsaufwand sei nebst den 20 Lektionen pro Woche erwartet worden, dass mindestens eine halbe Stunde pro Tag Hausaufgaben erledigt wrden, weshalb seine Tochter die in der Weisung verlangte Stundenanzahl ohnehin erreicht habe. Er habe der Beschwerdegegnerin mehrfach mitgeteilt, dass zur Anzahl der Lektionen noch Hausarbeit hinzukme (E-Mails vom 31. Juli 2023 und 4. August 2023, was ungewrdigt geblieben sei.
4.
4.1. Fest steht, dass B.A.________ mit ihrem Abschluss an der School C.________ in den zwei Fchern Biologie und Wirtschaft nicht den fr ein Studium an einer Schweizer Universitt notwendigen Notendurchschnitt von mindestens der Note fnf erreichte, weshalb sie ab November 2023 bei der Academia Matura fr die zwei zu wiederholenden Prfungen zur Erlangung der englischen Hochschulreife ein individuelles Vorbereitungsprogramm absolvierte. Unbestritten ist weiter, dass B.A.________ vom 7. August 2023 bis 6. August 2024 fr einen Franzsischkurs auf der Stufe B2 gemss GER (Gemeinsamer Europischer Referenzrahmen) im Free-System bei der Schule D.________ eingeschrieben war und ihr Kurs vom 1. September 2023 bis zum 30. November 2023 20 Lektionen wchentlich (einschliesslich Eigentraining im schuleigenen Sprachlern-Center) umfasste.
4.2. Weshalb der von B.A.________ absolvierte Franzsischkurs den Ausbildungsbegriff (E. 2.3 vorne) nicht erfllen soll, ist nicht ersichtlich. Anders als die Vorinstanz meint, ist daher auch insoweit unerheblich, dass B.A.________ das Fach "Franzsisch" im Hinblick auf die Erlangung der britischen Hochschulreife nicht zu wiederholen brauchte. Es wird berdies von keiner Seite in Abrede gestellt, dass ihr vertiefte Franzsischkenntnisse beim formulierten beruflichen Ziel, an einer franzsischsprachigen Universitt in der Schweiz zu studieren, dienen bzw. Basis hierzu bilden und somit ohne Frage ein Zusammenhang mit diesem Ziel und dem Franzsischkurs besteht.
4.3. Was den zeitlichen Umfang des Franzsischkurses betrifft, bringt der Beschwerdefhrer zu Recht vor, er habe wiederholt betont, dass gemss Auskunft der Schule noch Hausaufgaben von rund einer halben Stunde pro Lektion zu den 20 Unterrichtslektionen hinzukmen (E-Mails des Beschwerdefhrers vom 31. Juli 2023 und 4. August 2023). Mit diesen Vorbringen hat sich weder die Beschwerdegegnerin noch die Vorinstanz auseinandergesetzt.
Wie im Urteil 9C_276/2025 vom 9. September 2025 in E. 3.3.1 unter Hinweis auf die RWL festgehalten wurde, kann der effektive Ausbildungsaufwand teilweise nur mittels Indizien mit dem Beweisgrad der berwiegenden Wahrscheinlichkeit eruiert werden. Dabei ist insbesondere auch auf Ausknfte des Ausbildungsanbieters ber die durchschnittlich aufzuwendende Zeit fr die jeweilige Ausbildung abzustellen (RWL Rz. 3360 [in der hier anzuwenden Version 18]).
Der schriftliche Hinweis des Beschwerdefhrers, die Schule gehe von rund einer halben Stunde zustzlichem Hausaufgabenaufwand pro Unterrichtslektion aus, ist plausibel. berdies ist es notorisch, dass bei (solchen) Ausbildungen noch Hausaufgaben zu erledigen sind und u.a. Aufwand fr Prfungsvorbereitungen hinzukommt. Die Beschwerdegegnerin macht denn auch nichts Gegenteiliges geltend. Weitere Abklrungen hierzu erbrigen sich somit. Es kann daher offen bleiben, ob die Vorinstanz diesbezglich den Untersuchungsgrundsatz verletzte, wie eingewendet wird. Ebenso offen bleiben kann, ob es sich bei den letztinstanzlich eingereichten Dokumenten (Ausdruck der Internetseiten der Sprachschule Bndict ber die Sprachkurse im Free-System mit der Angabe der verlangten Hausaufgaben von ca. 30 Minuten pro Unterrichtsstunde sowie eine Chat-Nachricht der Franzsischlehrerin an B.A.________ bezglich Hausaufgaben) um unzulssige Noven handelt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Mit den von der Schule besttigten besuchten 20 Lektionen pro Woche ( jeweils 50 Minuten) und den notwendigen Vor- und Nachbereitungen ist jedenfalls - unabhngig von der in der Beschwerde aufgeworfenen Frage, ob mit dem in der RWL verlangten gesamthaften Ausbildungsaufwand von 20 Stunden pro Woche nicht Lektionen von 45 bis 60 Minuten zu verstehen seien - ein hinreichender zeitlicher Ausbildungsaufwand erstellt. Kommt hinzu, dass sich die Vorinstanz mit dem strikt verlangten Ausbildungsaufwand von 20 Stunden pro Woche lediglich auf eine fr das Gericht ohnehin nicht verbindliche Verwaltungsweisung sttzte (vgl. E. 2.3 f. vorne). Es braucht demnach nicht nher darauf eingegangen zu werden, ob Rz. 3359 der RWL mit der formulierten zeitlichen Richtgrsse von 20 Stunden Ausbildungsaufwand pro Woche vor Art. 49bis AHVV standhlt. Nach dem Gesagten verletzt das angefochtene Urteil Bundesrecht. Die Beschwerde ist begrndet.
5.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der obsiegende Beschwerdefhrer hat keinen Anspruch auf Parteientschdigung (Art. 68 Abs. 2 BGG), da er nicht anwaltlich vertreten ist und keine besonderen Verhltnisse vorliegen, die eine Entschdigung fr weitere Umtriebe rechtfertigen (Urteile 8C_742/2023 vom 29. Mai 2024 E. 5 und 9C_103/2016 vom 23. August 2016 E. 8 mit Hinweis).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 31. Januar 2025 und der Einspracheentscheid der Familienausgleichskasse Zug vom 26. Juli 2024 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass der Beschwerdefhrer Anspruch auf eine Ausbildungszulage fr seine Tochter B.A.________ vom 1. August 2023 bis 31. Oktober 2023 hat.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.
3.
Es wird keine Parteientschdigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug und dem Bundesamt fr Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 19. Januar 2026
Im Namen der IV. ffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Prsidentin: Viscione
Die Gerichtsschreiberin: Polla