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**Case Identifier:** 99e01839-82c5-52df-a4f2-1bd57393c614
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.06.2017 200 2016 755
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-755_2017-06-16.pdf

## Full Text

200 16 755 IV
KNB/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juni 2017

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom  5. Juli 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/16/755, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1960 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 13. Juli 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 
1). Diese stellte ihr mit Vorbescheid vom 21. Dezember 2015 (AB 28) man-
gels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens die Abweisung des 
Leistungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 31) und 
Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 35) vernein-
te die IVB mit Verfügung vom 5. Juli 2016 (AB 38) entsprechend dem Vor-
bescheid einen Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen.

B.

Mit Eingabe vom 26. August 2016 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2016 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/16/755, Seite 3

(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Juli 2016 (AB 38). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung, insbesondere auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern 
es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 
die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

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ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 5. Juli 2016 (AB 38) basiert in 
medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf den von der C.________ als Trä-
gerin der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebenen Gut-
achten vom 28. Januar (AB 23.2), 14. August (AB 27.2) sowie 11. Septem-
ber 2015 (AB 27.3). 

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation sowie Facharzt für Rheumatologie, stellte im Gutachten vom 
28. Januar 2015 (AB 23.2) die folgenden Diagnosen (AB 23.2/7 f.):

 Lumbovertebrales Syndrom seit zirka drei Jahren mit/bei
 pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung ins linke Bein seit Juli 

2013
 Diskopathie mit Hydratationsverlust und breitbasiger Protrusion 

sowie Spondylarthrose im Segment L5/S1 (MRI der Lendenwir-
belsäule [LWS] vom 20. März 2014)

 Anulusriss L5/S1 extraforaminal rechts (dito)
 Diskusprotrusion L5/S1 intraforaminal rechts (dito)
 Status nach epiduraler und Fazettengelenksinfiltration L5/S1 

am 13. Juni 2014
 Status nach minimalinvasiver dekompressiver Laminektomie L5 und 

transpedikulärer Spondylodese (am 14. Juli 2014) mit gutem post-
operativem Verlauf und Rückgang der pseudoradikulären Schmerz-
symptomatik

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 Entwicklung von Weichteilrheumatismus im Sinne von generalisier-
ter Fibromyalgie
 möglicherweise mit psychosozialem Hintergrund

 Status nach bullösem Erysipel am rechten Unterschenkel im No-
vember 2010
 chronisch venöse Insuffizienz 

 Arterielle Hypertonie seit acht Jahren
 Status nach Verbrennungsunfall und Lymphödem am Unterschenkel 

links im Jahr 1978 (gemäss Dokumenten)
 Status nach Neurodermitis am rechten Oberarm im Oktober 2010 

(gemäss Akten)

Aus rheumatologischer Sicht erklärte Dr. med. D.________ insbesondere, 
die Arbeitsfähigkeit sei hauptsächlich durch die langdauernden Rücken-
schmerzen (mit Pseudo-Ischialgien links bei bekannter degenerativer Ver-
änderung vor allem im Segment L5/S1 und einem entsprechendem Band-
scheibenschaden) beeinflusst worden. Diese Problematik sei durch die 
Operation vom Juli 2014 behoben worden, wobei eine sehr gute Beweg-
lichkeit der Wirbelsäule habe erreicht werden können. Nach solchen Ein-
griffen könnten bei entsprechender Belastung möglicherweise gewisse Be-
schwerden auftreten, was aber kaum Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. 
Aufgrund des sehr guten postoperativen Resultates der Spondylodese dür-
fe die Beschwerdeführerin als voll arbeitsfähig eingestuft werden. Im Sinne 
einer vorsichtigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit und langsamen Adaption 
der Belastung empfahl er eine schrittweise Steigerung des gegenwärtigen 
25%igen Arbeitspensums (bezogen auf einen Beschäftigungsgrad von 
80 %) ab 14. Februar 2015 auf 40 % (von 80 %) bzw. ab 1. März 2015 auf 
60 % (von 80 %). Ab 1. April 2015 erreiche die Beschwerdeführerin die 
volle Arbeitsfähigkeit (AB 23.2/10 Ziff. 7).

3.1.2 In der bidisziplinären Expertise vom 14. August 2015 (AB 27.3) 
vermerkte Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie sowie für Psych-
iatrie und Psychotherapie, in diagnostischer Hinsicht das Nachstehende 
(AB 27.3/38 f. Ziff. 6):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne fokal-neurologische 
Ausfallerscheinungen mit/bei:
 pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung in das linke Bein 

fluktuierend seit Juli 2013
 Diskopathie mit Hydratationsverlust und breitbasiger Protru-

sion sowie Spondylarthrose im Segment L5/S1 (MRI der 
LWS vom 20. März 2014)

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 Anulusriss auf Stufe L5/S1 extraforaminal rechts
 Diskusprotrusion im Segment L5/S1 intraforaminal rechts
 Status nach widerholten epiduralen und Fazettengelenks-

infiltrationen L5/S1
2. Status nach minimalinvasiver dekompressiver Laminektomie L5 

und transpedikulärer Spondylodese (am 14. Juli 2014)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Sub-
stanzen, Störung durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, ständi-
ger Substanzgebrauch im Sinne einer iatrogen etablierten Ab-
hängigkeit (ICD-10: F11.25)

2. Status nach bullösem Erysipel am rechten Unterschenkel im 
November 2010

3. Chronisch-venöse Insuffizienz rechter Unterschenkel, diffuse 
Schwellung

4. Arterielle Hypertonie seit acht Jahren
5. Status nach Verbrennungsunfall und Lymphödem des linken Un-

terschenkels 1978
6. Status nach Neurodermitis rechter Oberarm im Oktober 2010 

(gemäss Akten)

Der Gutachter attestierte spätestens ab dem Explorationszeitpunkt vom 
24. Juli 2015 für eine leidensadaptierte Tätigkeit (mittelschwere Arbeiten 
ohne langes Stehen, ohne Heben von schweren Gegenständen, ohne Bü-
cken und Zwangshaltungen über einen längeren Zeitraum) eine uneinge-
schränkte Arbeitsfähigkeit, wobei auch die bisherige Tätigkeit dieses Zu-
mutbarkeitsprofil erfülle (AB 27.3/39 Ziff. 7).

3.1.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, stellte im Gutachten vom 11. September 2015 (AB 27.2) 
keine Diagnose mit langdauernden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
bzw. führte als solche ohne derartige Auswirkungen hauptsächlich die fol-
genden Diagnosen auf (AB 27.2/6 Ziff. III):

 Chronisches Schmerzsyndrom des Rückens und phasenweise 
generalisiertes Schmerzsyndrom
 nicht ausreichend somatisch abstützbar
 krankheitsfremde Faktoren
 primäres Fibromyalgie-Syndrom
 diffuse Druckschmerzangabe
 Schlafstörungen, Müdigkeit

 Chronisches lumbospondylogenes Syndrom
 CT-gesteuerte Fazettengelenksinfiltrationen in den Segmen-

ten L4/5 und L5/S1 am 31. März 2014
 epidurale Infiltration und Fazettengelenksinfiltration L5/S1 

von links am 13. Juni 2014

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 minimalinvasive dorsale Spondylodese L5/S1 mit T-LIF 
(Transforaminal Lumbar Interbody Fusion) L5/S1 von links 
am 14. Juli 2014 wegen Diskopathie mit Hydrationsverlust 
und breitbasiger Diskusprotrusion, Spondylarthrose und An-
terolisthese von 2mm

 Hypermobiler Gelenkscharakter mit Beighton-Score von 7/9
 Laborchemische Hepatopathie

 Differentialdiagnose: Medikamentennebenwirkung, Alkohol-
konsum bei pathologischem CDT-Wert

 Erhöhter Alkoholkonsum dringend anzunehmen
 Anamnestisch Reizmagen-Syndrom

Dr. med. F.________ gelangte zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit so-
wohl in der angestammten Beschäftigung als auch in einer Verweisungs-
tätigkeit seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase nach dem 
Eingriff vom 14. Juli 2014 – und damit seit Mitte Oktober 2014 – nicht mehr 
eingeschränkt sei. Auch für Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittel-
gradig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Ungünstig auf eine erfolgreiche vollstän-
dige Widereingliederung in den Arbeitsprozess könnten sich krankheits-
fremde Faktoren auswirken (AB 27.2/13).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die Expertisen der Dres. med. D.________, E.________ und 
F.________ vom 28. Januar 2015 (AB 23.2), 14. August 2015 (AB 27.3) 
sowie 11. September 2015 (AB 27.2) erfüllen die vorerwähnten höchstrich-
terlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringen vollen 
Beweis, weshalb sich die von der Beschwerdeführerin geforderte polydiszi-
plinäre Administrativbegutachtung (Beschwerde S. 10 Ziff. III Art. 9) erüb-

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rigt. Die Fachärzte stützen ihre überzeugenden und nachvollziehbaren Be-
urteilungen auf die wesentlichen Vorakten, die eingehenden klinischen Ex-
plorationen sowie die zusätzlichen bildgebenden und labortechnischen Ab-
klärungen (AB 27.2/5 27.4). Zwar ergibt sich vorderhand insoweit eine Di-
vergenz zwischen den beiden rheumatologischen Expertisen der Dres. 
med. D.________ und F.________, als der erstere das Erreichen der un-
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit per 1. April 2015 postulierte (AB 23.2/10 
Ziff. 7), während der letztere bereits ab Mitte Oktober 2014 eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit attestierte (AB 27.2/13). Beide Fachärzte gingen indes von 
denselben Diagnosen aus und faktisch nahm auch Dr. med. D.________ 
an, dass die volle Arbeitsfähigkeit in einem früheren Zeitpunkt erreicht wur-
de. Wohl verzichtete er auf eine genaue retrospektive Einschätzung, er 
legte aber klar dar, dass die Beschwerdeführerin mindestens seit dem Ex-
plorationszeitpunkt vom 27. Januar 2015 als voll arbeitsfähig eingestuft 
werden darf und es sich bei dem von ihm vorgeschlagenen stufenweisen 
Wiedereinstieg um eine nicht medizinisch begründete «sanfte Adaptions-
phase» handle (AB 23.2/10 Ziff. 7). Dass die Beschwerdegegnerin zu 
Gunsten der Beschwerdeführerin entsprechend der Beurteilung von Dr. 
med. D.________ erst per 1. April 2015 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ohne 
Leistungseinschränkung in der bisherigen Tätigkeit annahm (AB 38/1), 
wirkt sich mit Blick auf den frühestmöglichen Rentenbeginn im Juni 2015 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVB i.V.m. AB 4 und AB 23.2/5 [Wartezeit] bzw. Art. 29 
Abs. 1 IVG i.V.m. AB 1 [Karenzfrist]) aber ohnehin nicht aus. Wie nachfol-
gend aufgezeigt wird, verfängt die seitens der Beschwerdeführerin gegen 
die Gutachten erhobene Kritik nicht.

3.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin vorab in formeller Hinsicht rügt, die 
von der Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebenen Gutachten 
taugten im Invalidenversicherungsverfahren nicht als alleinige Entscheid-
grundlage und es hätte ein unabhängiges Gutachten nach dem Zufallsprin-
zip eingeholt werden müssen (Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 4), ist ihr nicht 
zu folgen. Zwar hat die IV-Stelle Aufträge für polydisziplinäre Gutachten 
zwingend (BGE 140 V 507) über das Zuweisungssystem SuisseMED@P 
zu erteilen (vgl. Art. 72bis der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; Rz. 2075 ff. sowie Anhang V des 
vom Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV] herausgegebenen und ab 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/16/755, Seite 10

1. Januar 2010 gültigen Kreisschreibens über das Verfahren in der Invali-
denversicherung [KSVI]). Diese Rechtsprechung beschlägt indes allein von 
der IV-Stelle selbst veranlasste versicherungsexterne Gutachten, auf 
welche die versicherte Person keinen formellen Anspruch hat. Wenngleich 
die Bereitstellung der medizinischen Entscheidgrundlage nach Art. 43 Abs. 
1 ATSG in erster Linie Sache des Sozialversicherungsträgers ist, bleibt es 
der IV-Stelle im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und des Amtsbe-
triebs unbenommen – respektive kann es im Rahmen der Verhältnismäs-
sigkeit und im Sinne der raschen Verfahrenserledigung sogar geboten sein 
–, gegebenenfalls auf ein ausserhalb des Invalidenversicherungszweiges 
erstattetes Gutachten abzustellen. Diesfalls wird dem Umstand, dass die 
verfahrensrechtlichen Vorgaben gemäss BGE 137 V 210 nicht angewendet 
wurden, dadurch Rechnung getragen, dass die Expertise im Verfahren der 
Invalidenversicherung nicht den erhöhten Beweiswert eines versicherungs-
externen Gutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG geniesst. Allein die Tatsa-
che, dass die Beschwerdegegnerin die Gutachten der Krankentaggeldver-
sicherung heranzog und auf das Einholen einer eigenen polydisziplinären 
Expertise verzichtete, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Wohl 
erachtete Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in 
der RAD-Sprechstunde vom 24. Juni 2015 (AB 26) eine Zweitmeinung 
zunächst als sinnvoll und empfahl – je nach weiterem Verlauf – später eine 
neurochirurgische Begutachtung durchzuführen. Aufgrund der daraufhin 
seitens der Krankentaggeldversicherung zusätzlich eingeholten umfassen-
den Gutachten der Dres. med. E.________ und F.________ (AB 27.2, 
27.3) erübrigten sich indes weitere medizinische Abklärungen. 

3.3.2 Auch die sinngemässe Rüge, wonach das bidisziplinär angelegte 
Gutachten vom 14. August 2015 (AB 27.3) in formeller Hinsicht nicht von 
einem einzigen Experten hätte verfasst werden dürfen (Beschwerde S. 8 
Ziff. III Art. 8), ist nicht stichhaltig. Dr. med. E.________ war mit seinen 
zwei Facharzttiteln hinreichend qualifiziert um sowohl den psychischen als 
auch den neurologischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu 
beurteilen. Dass dabei eine Konsensbesprechung mit anderen Gutachtern 
sachlogisch entfiel, ist nicht als beweisrechtliches Manko zu werten, viel-
mehr dürfte das Risiko von sich widersprechenden Einschätzungen gerin-
ger sein, wenn ein Experte mehrere Disziplinen abzudecken vermag. Dies 

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entbindet den Gutachter selbstredend nicht davon, allfällig festgestellte 
Überschneidungen bzw. Wechselwirkungen aus beiden Fachgebieten 
transparent zu diskutieren und daraus nachvollziehbare und kohärente 
Schlüsse zu ziehen.

3.3.3 Dass auf die von Dr. med. E.________ angeregte Evaluation der 
funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; AB 27.3/37) in der Folge verzichtet 
wurde, ist unerheblich (Beschwerde S. 8 Ziff. III Ar. 8). Zwar ist eine EFL 
allenfalls in Betracht zu ziehen, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser 
Stande sehen, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Mach-
baren vorzunehmen, und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufli-
che Abklärung als zweckmässige Massnahme ausdrücklich empfehlen 
(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Februar 2013, 
9C_556/2012, E. 5.4). Hier bezog sich die Empfehlung von Dr. med. 
E.________ aber auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf dem fach-
fremden rheumatologischen Gebiet, wobei sich die Dres. med. D.________ 
und F.________ sehr wohl konkret zum medizinisch-theoretischen Leis-
tungsvermögen der Beschwerdeführerin zu äussern vermochten.

3.3.4 Auch inhaltlich überzeugen die von der Taggeldversicherung in Auf-
trag gegebenen Gutachten. Bezüglich der somatischen Befunde und Dia-
gnosen bestehen keine wesentlichen Differenzen zwischen den als Gut-
achter bestellten Experten einerseits und den behandelnden Ärzten ande-
rerseits. Der Operateur (AB 16/9 f.) Dr. med. H.________, Facharzt für 
Neurochirurgie, ging bereits im August 2014 (AB 18/3 Ziff. 6) von einer 
langfristigen Einschränkung für die Wirbelsäule stark beanspruchende 
Tätigkeiten aus (längeres Stehen an Ort, Verrichtungen in gebückter Hal-
tung oder Heben von Gewichten über zehn Kilogramm), was mit dem von 
den Dres. med. E.________ bzw. F.________ formulierten Zumutbar-
keitsprofil (AB 27.2/13, 27.3/39 Ziff. 7) vereinbar ist. Mitte Oktober 2014 
berichtete Dr. med. H.________ über eine erhebliche Verbesserung des 
Zustandes im Vergleich zur früheren postoperativen Untersuchung 
(AB 21/2 f.). Zwar attestierte er auch in der Folge weiterhin eine Teilar-
beitsunfähigkeit, er machte dabei aber klar, dass diese nicht auf einem or-
ganisch objektivierbaren Korrelat, sondern einzig auf den subjektiven 
Schmerzangaben seiner Patientin beruht. So erklärte er im November 

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2014, er könne die Schmerzursache nicht nachvollziehen, klinisch sei der 
Wundbereich links längst nicht mehr geschwollen, die LWS-Beweglichkeit 
sei weder in Inklination noch in Reklination eingeschränkt und radiologisch 
zeige sich ein einwandfreies Ergebnis (AB 25/8). Im März 2015 dokumen-
tierte er weiterhin eine in allen Richtungen uneingeschränkte LWS-
Beweglichkeit sowie ein normales hinkfreies Gangbild (AB 25/6). Es erga-
ben sich zwar gewisse Hinweise auf eine Affektion des Iliosakralgelenks 
(ISG; AB 25/6), eine bildgebende Untersuchung vom 28. April 2015 zeigte 
im Segment L4/5 aber lediglich eine leichte Retrolisthese. Der radiologi-
sche Befund lag in derart leichter Ausprägung vor, dass der Zusammen-
hang mit der Klinik als unklar beschrieben wurde, zumal der streng einseitig 
vorliegende Schmerz für die Pathologie atypisch sei (AB 25/4). Im Mai 
2015 erachtete Dr. med. H.________ die Ursache der Schmerzen wieder-
um als unklar und bezeichnete eine Überlastung des Segments L4/5 bloss 
als denkbar (AB 25/2), was in Anbetracht des massgebenden Beweisgra-
des der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) 
nicht genügt, um die subjektiven Schmerzangaben durch schlüssig fest-
stellbare Befunde hinreichend zu erklären (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 
281). Dass die Schmerzangaben der Beschwerdeführerin gemäss dem 
behandelnden Neurochirurgen auch noch im Januar 2016 als glaubhaft und 
konsistent empfunden wurden, ändert nichts an der Tatsache, dass deren 
Ursache organisch nicht geklärt werden konnte (AB 30/2). Dr. med. 
H.________ vermochte keine Aspekte zu benennen, die in den Gutachten 
der Dres. med. D.________, E.________ und F.________ (AB 23.2, 27.2, 
27.3) unberücksichtigt geblieben bzw. geeignet wären, auch nur geringe 
Zweifel an den überzeugenden Schlussfolgerungen der drei Gutachter zu 
begründen. Soweit Dr. med. H.________ schliesslich sogar advokatorisch 
forderte, es sei seiner Patientin eine Teilrente zuzusprechen (AB 30/2), 
überschritt er seine Kompetenzen, wird der Invaliditätsbegriff doch auch 
von erwerblichen Faktoren bestimmt (vgl. Art. 16 ATSG). 

Auch die Berichte des Hausarztes Dr. med. I.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin (AB 13, 29, 34), vermögen den Beweiswert der 
vorliegenden Gutachten nicht zu erschüttern. Er «bestätigte» unter ande-
rem, dass es bei versuchten Steigerungen des Arbeitspensums jeweils zu 
Schmerzexazerbationen kam und der Schmerzmittelkonsum deutlich ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/16/755, Seite 13

steigert werden musste (AB 29/1). Diese Bestätigung kann sich aber 
selbstredend allein auf die nach dem Gesagten unmassgebende Tatsache 
beziehen, dass seine Patientin entsprechende Aussagen tätigte, nicht aber 
auf das subjektive Schmerzerleben an sich. Zudem lassen sich aus dem 
gesteigerten Medikamentenkonsum keinerlei Rückschlüsse auf die Organi-
zität bzw. Objektivierbarkeit der Beschwerdesymptomatik ziehen, zumal die 
Pharmakotherapie offensichtlich ohnehin kontraindiziert war und Dr. med. 
E.________ von einer iatrogenen – also ärztlich verursachten – Medika-
mentenabhängigkeit ausging (AB 27.3/27). Dass die Beschwerdeführerin 
nach dem Verlust ihrer Arbeitsstelle den Hausarzt am 29. Februar 2016 
notfallmässig konsultierte und er in der Folge ein Burnout nach psychoso-
zialer Belastungssituation (Kündigung) diagnostizierte (AB 34/1), ist invali-
denversicherungsrechtlich belanglos. Zum einen handelt es sich um eine 
unter Z73.0 der ICD-10 zu subsumierende Diagnose, die rechtsprechungs-
gemäss keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden darstellt (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 2. Juni 2015, 9C_780/2014, E. 4.1.1; SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 43), zum anderen beschrieb Dr. med. I.________ ein reaktives 
Geschehen, welches ebenfalls nicht invalidisierend wirkt (vgl. Entscheid 
des BGer vom 17. Februar 2016, 9C_668/2015, E. 3). Vor diesem Hinter-
grund ging Dr. med. G.________ in seiner Stellungnahme vom 15. April 
2016 (AB 35) einleuchtend davon aus, dass die Einschränkungen nach der 
erfolgten Kündigung keine anhaltende Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes bewirkten.

3.3.5 Inwiefern die von Dr. med. D.________ diagnostisch in Betracht 
gezogene (AB 23.2/8) und von Dr. med. F.________ nach sorgfältiger Dis-
kussion bestätigte (AB 27.2/6 Ziff. III, 27.2/8 Ziff. IV) Fibromyalgie nicht 
nachvollziehbar sein soll (Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 7), ist nicht ersicht-
lich und wurde durch die Beschwerdeführerin auch nicht näher dargelegt. 
Zudem finden sich in den Akten durchaus Anhaltspunkte für den in diesem 
Kontext erwähnten möglichen psychosozialen Hintergrund (AB 23.2/8). Dr. 
med. H.________ ging zunächst zwar noch von einem unauffälligen sozia-
len Umfeld aus und gab an, nichtmedizinische Faktoren seien ihm unbe-
kannt (AB 18/3 Ziff. 7). Im Verlaufsbericht vom 18. November 2014 
(AB 25/7 f.) sowie in den nachfolgenden Berichten (AB 25/3-6) erwähnte er 
als Nebendiagnosen jedoch unter anderem eine Depression und eine psy-

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chosoziale Belastung von 2006 bis ins Jahr 2010 (mit Burnout im Jahr 
2006). Im Bericht vom 12. Mai 2015 (AB 25/1 f.) wies er auch auf die versi-
cherungstechnischen Probleme hin, welche die Beschwerdeführerin zu-
sätzlich unter Druck setzten, was die Beschwerdeführerin denn auch selbst 
einräumte (Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 7). Schliesslich führte Dr. med. 
I.________ mit der am 29. Februar 2016 erfolgten Kündigung und soforti-
gen Freistellung einen weiteren psychosozialen Belastungsfaktor auf 
(AB 34/1).

3.3.6 Die Beschwerdeführerin stösst sich an der Bemerkung von Dr. med. 
F.________, wonach ein erhöhter Alkoholkonsum dringend anzunehmen 
sei (AB 27.2/7 Ziff. III Ziff. 6), habe sie doch wiederholt ausgeführt, lediglich 
im normalen Rahmen Alkohol zu trinken (Beschwerde S. 9 Ziff. III Art. 9). 
Dabei übersieht sie, dass die laborchemische Untersuchung vom 9. Sep-
tember 2015 eine Lebererkrankung sowie einen weit über dem Referenz-
bereich liegenden CDT-Wert (carbohydrierte deficiente Transferrin) offen-
barte (AB 27.4). Weil dieser Labormarker einen exzessiven Alkoholkonsum 
in den Wochen vor der Bestimmung anzeigt und erhöhte Werte eher auf 
das tatsächliche Trinkverhalten schliessen lassen als subjektive Aussagen 
(vgl. SCHMIDT/GASTPAR/FALKAI/GAEBEL [Hrsg.], Evidenzbasierte Suchtme-
dizin, 2006, S. 29), durfte Dr. med. F.________ daraus ohne weiteres ent-
sprechende Schlüsse ziehen (AB 27.2/11 Ziff. IV; vgl. zur Invalidität bei 
Suchtkrankheit: BGE 124 V 265 E. 3c S. 268; SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7 
E. 2.2.1).

3.3.7 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde 
S. 10 Ziff. III Art. 10) besteht schliesslich für die Anwendung der zu den 
somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze von BGE 141 V 
281 – welche insbesondere bei einer Fibromyalgie analog gelten (BGE 139 
V 547 E. 2.2 S. 550, 137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 132 
V 65 E. 4 S. 70) – kein Raum. Denn die Beschwerdeführerin wurde bereits 
auf rein medizinischer Ebene spätestens ab dem 1. April 2015 als voll ar-
beitsfähig eingestuft (AB 23.2/10 Ziff. 7) und auch die psychiatrische Dia-
gnose wurde als solche ohne Auswirkung auf die Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit qualifiziert (AB 27.3/27, 27.3/39 Ziff. 6.2). Die Beschwerdeführerin 
nahm im Übrigen – bis auf eine Therapie mit ihren Kindern nach der Schei-

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dung – auch nie eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung in 
Anspruch (AB 27.3/17). 

3.4 Zusammenfassend ist aufgrund der beweiskräftigen Gutachten der 
Dres. med. D.________, E.________ und F.________ vom 28. Januar 
2015 (AB 23.2), 14. August 2015 (AB 27.3) sowie 11. September 2015 
(AB 27.2) erwiesen, dass spätestens seit 1. April 2015 sowohl in der ange-
stammten Tätigkeit als auch im Haushalt eine uneingeschränkte Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit vorliegt. Bei dieser Ausgangslage besteht mit Blick 
auf den frühestmöglichen Rentenbeginn (vgl. E. 3.3 hiervor) von vornherein 
kein Anspruch auf eine Invalidenrente und erübrigen sich Weiterungen zur 
Statusfrage bzw. die Durchführung eines Einkommens- bzw. Betätigungs-
vergleichs (vgl. zur sog. gemischten Methode: BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). 
Aufgrund der nur vorübergehenden Natur der Einschränkung ist auch eine 
leistungsspezifische Invalidität für andere Versicherungsleistungen nicht 
ausgewiesen, womit die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Leistun-
gen der Invalidenversicherung in der Verfügung vom 5. Juli 2016 (AB 38) 
zu Recht verneinte. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/16/755, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.