# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 367a1694-a906-53d6-a8af-61ba07748d19
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2020 725 20 77 / 211
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-77---211_2020-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. August 2020 (725 20 77 / 211) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beurteilung des medizinischen Sachverhalts, Rückweisung an die Vorinstanz 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal 
Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, 
Advokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, Post-
fach, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 Der 1959 geborene A.____ war beim Restaurant B.____ als Allrounder angestellt und im 
Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der PANORAMA Versicherungen (heute: SWICA Ge-
sundheitsorganisation; nachfolgend: SWICA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-
fällen obligatorisch versichert. Am 14. April 1992 erlitt A.____ einen Arbeitsunfall, wobei er sich 
mit einer hydraulischen Holzspaltmaschine vier Finger seiner rechten Hand abtrennte. Am 

 

 
 
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14. April 1992 erfolgte bei den Fingern I-III eine Replantation und beim Finger IV eine Stumpf-
versorgung. Mit Verfügung vom 9. Mai 1996 sprach die SWICA dem Versicherten ab dem 
1. Juni 1996 eine Komplementärrente aufgrund unfallbedingter Invalidität von 70 % zu. Dabei 
stützte sie sich auf ein von der Invalidenversicherung (IV) veranlasstes polydisziplinäres Gut-
achten des Zentrums für Medizinische Begutachtungen (ZMB) vom 17. Mai 1994. Im Rahmen 
einer im Juli 2016 eingeleiteten Rentenrevision beauftragte die SWICA die Ärztliche Begutach-
tungsinstitut GmbH (ABI) mit einem polydisziplinären Gutachten, welches am 12. Dezember 
2016 erstattet wurde. Gestützt auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse gelangte sie zur Auf-
fassung, dass sich der Gesundheitszustand von A.____ verbessert habe und ab 1. April 2017 
nunmehr noch eine unfallbedingte Invalidität von 35 % ausgewiesen sei (Verfügung vom 
11. April 2017). Daran hielt sie auch auf Einsprache hin mit Entscheid vom 18. Dezember 2017 
fest. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 16. August 2018 in dem Sinne gut, 
als es den angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2017 aufhob und die Ange-
legenheit für weitere medizinische Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die 
SWICA zurückwies. Auf die hiergegen erhobene Beschwerde des Versicherten trat das Bun-
desgericht nicht ein (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2018). 
 
A.2 In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts vom 16. August 2018 liess die SWICA 
A.____ durch die Swiss Medical Assessment- and Business-Center SMAB AG, Bern (SMAB), 
psychiatrisch-handchirurgisch begutachten (Expertise vom 8. Mai 2019). Gestützt auf die dar-
aus gewonnenen Erkenntnisse gelangte sie zur Auffassung, dass keine unfallbedingte Er-
werbseinbusse mehr ausgewiesen sei. In der Folge hob sie mit Verfügung vom 26. Juli 2019 
und Einspracheentscheid vom 16. Januar 2020 die bisher ausgerichtete Rente nach einer 
Übergangsfrist von drei Monaten per 31. August 2019 auf. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Yves Waldmann, am 17. Februar 
2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 
16. Januar 2020 und die Verfügung vom 26. Juli 2019 aufzuheben und die Beschwerdegegne-
rin sei unter o/e-Kostenfolge zu verpflichten, ihm über den 31. März 2017 hinaus eine unbefris-
tete Invalidenrente auf Basis eines Invaliditätsgrads von 70 % auszurichten. In verfahrensrecht-
licher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat 
Dr. Waldmann als Rechtsvertreter. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass der 
angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. Da keine Ver-
änderung des Gesundheitszustands ausgewiesen sei, habe er weiterhin Anspruch auf die bis-
herige Rente. 
 
C. Mit Verfügung vom 11. März 2020 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Dr. Yves Waldmann als Rechtsvertre-
ter bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 30. März 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde. 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobe-
ne Beschwerde vom 17. Februar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, 
die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Be-
rufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. 
So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und 
die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3. Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 
1981 werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Wird die versicher-
te Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch 
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 
könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-

 

 
 
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lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Laut diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwal-
tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 26. Juli 2019 bzw. mit Ein-
spracheentscheid vom 16. Januar 2020 zu Recht die Rente des Beschwerdeführers per 
31. August 2019 revisionsweise aufhob. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum 
Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 16. Januar 2020 entwickelt hat. Dieser 
Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
6.1 Die Revision einer Invalidenrente der Unfallversicherung richtet sich nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG (vgl. Art 1 Abs. 1 UVG). Gemäss dieser Norm wird die Rente dann von Amtes wegen 
oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn 
sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. 
Anlass zur revisionsweisen Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf 
den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs auswirkt (BGE 134 V 131 E. 3). 
Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der 

 

 
 
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versicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei kommt es weni-
ger auf die Diagnose, sondern darauf an, welche Auswirkungen eine Gesundheitsbeeinträchti-
gung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für 
den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist – bei 
an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand – eine Angewöhnung oder Anpassung an die 
Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von 
Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlrei-
chen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen 
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha-
ben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
6.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung 
eingetretene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachver-
ständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im 
Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des 
Schweregrads der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
6.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht 
(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Zu prüfen ist somit, ob sich ge-
genüber der ursprünglichen Rentenzusprache vom 9. Mai 1996 im Zeitpunkt des streitigen Ein-
spracheentscheids vom 16. Januar 2020 eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszu-
stands des Beschwerdeführers ergeben und sich dadurch der Invaliditätsgrad in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise verändert hat. 
 
7.1 Bei der Rentenzusprache vom 9. Mai 1996 stützte sich die Beschwerdegegnerin im We-
sentlichen auf das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutach-
ten der ZMB vom 17. Mai 1994. Demnach wurden als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit ein Zustand nach traumatischer Amputation von Daumen, Zeige-, Mittel- und 
Ringfinger der rechten dominanten Hand auf Höhe der Grundphalanx III und IV und der Grund-
gelenke I und II, eine Replantation der Finger I bis III rechts mit Arthrodese der Grundgelenke 
I und II, eine Osteosynthese der Grundphalanx III, eine Beugesehnentransplantation für den 
Daumen, Streck- und Beugesehnennähte der Finger I bis III rechts, multiple Nerven-, Arterien- 
und Venennähte und -transplantate sowie eine Stumpfversorgung des rechten Ringfingers in 
der distalen Grundphalanx, ein Status nach Narbenkorrektur und Vollhauttransplantation der 

 

 
 
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rechten Hohlhand, nach Dekompression des Radialistunnels in der rechten Ellenbeuge, ein 
Hand-Schultersyndrom rechts mit Unbrauchbarkeit der rechten oberen Extremität, mit 
Schmerzhaftigkeit, mit ausgedehnter Sensibilitätsstörung der Radialisseite der rechten Hand 
und Kraftlosigkeit der rechten Hand sowie eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 
F43.1) gestellt. Als Nebendiagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine chroni-
sche Ulcuskrankheit festgehalten. Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Aufgabenbereich betrage 
30 %. Die Einschränkung ergäbe sich aus der massiven Funktionseinbusse der rechten Hand 
und dem Hand-Schultersyndrom sowie durch die psychische Fehlentwicklung des Unfalls im 
Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung. Durch die psychische Fehlverarbeitung des 
Unfalls sei die an und für sich gute Restfunktion der rechten Hand erheblich geschmälert wor-
den, so dass die verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht gewinnbringend umgesetzt werden 
könne. Entsprechend seien auch Eingliederungsmassnahmen gescheitert. Im aktuellen Zustand 
seien jegliche Eingliederungsbemühungen illusorisch. Auch in jeder anderen Erwerbstätigkeit 
liesse sich im aktuellen Zeitpunkt die Arbeitsfähigkeit nicht über 30 % steigern. 
 
7.2 In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts vom 16. August 2018 liess die Be-
schwerdegegnerin den Versicherten bei der SMAB psychiatrisch-handchirurgisch begutachten. 
Am 8. Mai 2019 nannte die untersuchende Ärzteschaft als unfallrelevante Diagnosen einen Sta-
tus nach pluridigitaler Amputationsverletzung D I-IV der rechten Hand am 14. April 1992 mit 
anschliessender Replantation der Finger I-III mit Arthrodesen der MP-Gelenke D I und D II so-
wie des PIP-Gelenks D III, mit Beugesehnenrekonstruktion mit teilweiser Transplantation der 
plantaris longus Sehne, mit multiplen Nerven- und Gefässnähten mit zum Teil notwendigen Ve-
neninterponaten, im Bereich D IV eine Stumpfbildung, einen Status nach Dekompression des 
Nervus radialis im Supinatortunnel im Juli 1993 und einen Endzustand mit Aufhebung sämtli-
cher Greiffunktionen und persistierender Minderung oder Aufhebung der sensiblen Qualitäten. 
Als nicht unfallrelevante Diagnosen bestünden eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen 
(ICD-10 Z73) mit histrionischer Komponente, eine AC-Gelenksarthrose und rezidivierende Bur-
sitiden subakrominal am rechten Schultergelenk. Die auf handchirurgischem Gebiet subjektiv 
beklagten Beschwerden könnten nur zum Teil objektiviert werden. Die in der Anamneseerhe-
bung angegebenen, zeitweilig auftretenden Schmerzen seien während des aktuellen Untersu-
chungsvorgangs an der rechten Hand nur minimal auslösbar gewesen. In Bezug auf die vorge-
tragene Schmerzsymptomatik im Bereich des gesamten rechten Arms mit Betonung der Schul-
ter hätten sich ausgeprägte Zeichen einer Selbstlimitierung durch paradoxe Innervationen mit 
gleichzeitiger Ansteuerung von Agonisten und Antagonisten gezeigt. Der Versicherte demonst-
riere aus psychiatrischer Sicht eine insgesamt erhebliche Aggravationstendenz von anteilig si-
mulativer Struktur, gleichsam beeinflusst durch eine im Rahmen der bestehenden Persönlich-
keitsakzentuierung hervortretende histrionische Komponente. Aus handchirurgischer Sicht sei 
im Bereich der rechten Hand ein funktioneller Endzustand ohne Möglichkeit der Besserung ein-
getreten. Die Funktion als Greiforgan sei aufgehoben. Sämtliche konservativ-therapeutischen 
Massnahmen seien ausgeschöpft. Im Vergleich zur medizinischen Beurteilung vor letztmaliger 
Leistungszusprechung sei aus handchirurgischer Sicht keine Veränderung des Gesundheitszu-
stands festzustellen. Es sei jedoch durch kontinuierlich verlaufende Anpassung und Gewöh-
nung mit erhöhter Einsatzfähigkeit der bisher nicht dominanten Hand von einer weiteren Besse-
rung der Gesamtleistungsfähigkeit auszugehen. Weiter liesse sich eine grundlegende psychiat-

 

 
 
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rische Krankheitsentität mit klarem Bezug zum im Jahr 1992 stattgehabten Unfallereignis aktuell 
nicht mehr verifizieren. Insofern sei eine Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. In 
der bisherigen Tätigkeit als Allrounder in einem Restaurant und bei Tätigkeiten mit Anforderun-
gen an eine beidhändig sichere Greiffunktion bestünde aus handchirurgischer Sicht zufolge 
unfallbedingter Aufhebung jeglicher Greiffunktionen der rechten Hand dauerhaft eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit. Für eine angepasste Tätigkeit ohne Anforderung an die Greiffunktionen 
der rechten Hand (etwa einhändige Sortierarbeiten, Pförtner- oder Überwachungstätigkeiten mit 
der Möglichkeit, die rechte Hand nur als sogenannte Hilfshand gebrauchen zu müssen) bestün-
de bei entsprechenden Pausen wegen allfällig auftretender Schmerzen im Verlauf des Arbeits-
tags eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. In einer optimal leidensangepassten Tätigkeit ohne Bean-
spruchung der rechten Hand (z.B. Arbeiten mit ausschliesslicher Überwachungsfunktion) läge 
die Arbeitsfähigkeit bei 100 %. 
 
8.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
16. Januar 2020 bei der Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhalts und beim – da-
mit einhergehenden – Entscheid über die Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprache 
eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten 
ist, auf das bidisziplinäre Gutachten der SMAB vom 8. Mai 2019. Dabei gelangte sie zum Er-
gebnis, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten im Vergleich zur Situation im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenzusprache vom 9. Mai 1996 wesentlich verbessert habe mit 
der Folge, dass aktuell keine psychischen Beeinträchtigungen mehr bestünden, die sich auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirken würden und nunmehr von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in op-
timal angepassten Verweistätigkeiten auszugehen sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hier-
vor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Das Gutachten der SMAB 
vom 8. Mai 2019 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bun-
desgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der 
Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und setzt sich mit den vorhandenen ab-
weichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander. Es wird deutlich, dass im Rahmen der 
aktuellen Untersuchung keine unfallkausale psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit festgestellt werden konnte und sich bei unverändertem somatischen Gesund-
heitszustand durch Anpassung und Gewöhnung der bisher nicht dominanten linken Hand eine 
massgebliche Besserung der Gesamtleistungsfähigkeit eingestellt hat, was revisionsrechtlich 
ebenfalls von Bedeutung ist (vgl. E. 6.1 hiervor). Damit ist eine massgebliche Verbesserung des 
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mit erheblicher Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit – und damit das Vorliegen eines Revisionsgrunds nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – im ent-
scheidwesentlichen Zeitraum zwischen der ursprünglichen Rentenverfügung vom 9. Mai 1996 
und dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Januar 2020 grundsätzlich zu bejahen. 
 

 

 
 
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8.2 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Wenn er gel-
tend macht, die aus handchirurgischer Sicht attestierte erhöhte Leistungsfähigkeit durch Ange-
wöhnung basiere auf einer blossen allgemeinen Erfahrung, nicht aber auf konkreten Untersu-
chungsergebnissen, ist ihm zwar insofern beizupflichten, als das (alleinige) Abstellen auf allge-
meine Erfahrungswerte in aller Regel nicht genügt, um eine konkrete Besserung der Leistungs-
fähigkeit nachzuweisen. Vorliegend fällt aber entscheidend ins Gewicht, dass sich der handchi-
rurgische Gutachter aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden medizinischen Akten und der 
Erkenntnisse aus der persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers insgesamt ein hinrei-
chendes Bild über dessen Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit machen konnte. Soweit 
dieser geltend macht, im Gutachten würden hinsichtlich Anpassung und Gewöhnung keine kon-
kreten Untersuchungsergebnisse benannt, weshalb nicht erstellt sei, dass sich mittlerweile eine 
Kompensation der Einschränkung der rechten Hand durch den Einsatz der linken Hand einge-
stellt habe, ist ihm entgegenzuhalten, dass er in der aktuellen Untersuchung selbst angab, im 
Laufe der Jahre mit der linken Hand einigermassen schreiben gelernt zu haben (SMAB-
Gutachten S. 50). Dies spricht – trotz unbestritten unveränderten medizinischen Sachverhalt – 
für eine gewisse Angewöhnung des Versicherten an sein Leiden und damit für eine revisionsre-
levante Änderung der Leistungsfähigkeit. Bei dieser Sachlage kann entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers nicht gesagt werden, die handchirurgische Beurteilung der Leistungs-
fähigkeit basiere bloss auf einer unzulässigen allgemeinen Erfahrungstatsache. Auch die Rügen 
des Beschwerdeführers hinsichtlich der aktuellen psychiatrischen Beurteilung sind nicht stich-
haltig. Zwar erscheinen die Diagnostik und die Beurteilung des Verlaufs im psychiatrischen 
Teilgutachten teilweise oberflächlich und knapp. Diese Unzulänglichkeiten vermögen aber letzt-
lich am Beweiswert des Gutachtens nichts zu ändern. Entscheidend ist, dass der Gutachter in 
Kenntnis und Würdigung der medizinischen Vorakten sowie aufgrund eigener Untersuchungen 
aktuell keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden psychischen Befunde bezogen auf das 
allgemeine Aktivitätsniveau sowie die angestammte oder andere vergleichbare Tätigkeit mehr 
feststellen konnte. Er bejahte aber eine insgesamt erhebliche Aggravationstendenz von anteilig 
simulativer Struktur, was gegen ein invalidisierendes psychisches Leiden spricht. Konkrete An-
haltspunkte dafür, dass diese Beurteilung nicht lege artis erfolgt sein soll, sind nicht ersichtlich. 
Anderslautende medizinische Berichte, die Zweifel an der Beurteilung des psychiatrischen 
Fachexperten begründen würden, liegen ebenfalls nicht vor. Bei dieser Sachlage und der Tat-
sache, dass sich aus den Akten nichts ergibt, was geeignet wäre, den Beweiswert des Gutach-
tens der SMAB vom 8. Mai 2019 in Zweifel zu ziehen, kann in antizipierter Beweiswürdigung 
(BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf die beantragte zusätzliche Abklärung 
verzichtet werden. Als Ergebnis ist demnach mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass 
mit dem Gutachten der SMAB vom 8. Mai 2019 erstellt ist, dass seit der ursprünglichen Ren-
tenzusprache am 9. Mai 1996 eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands und – 
damit einhergehend – der Arbeitsfähigkeit des Versicherten eingetreten ist. 
 
8.3 Klärungsbedarf besteht aber hinsichtlich der gutachterlichen Beurteilung der Leistungs-
fähigkeit in angepassten Verweistätigkeiten. Namentlich überzeugt die im Gutachten getroffene 
Unterscheidung zwischen «zumutbarer angepasster Tätigkeit» und «optimal angepasster Tätig-
keit» nicht. Die Gutachter halten fest, dass der Versicherte seine dominante rechte Hand nur 
noch als Hilfshand resp. Stabilisierungsinstrument einsetzen könne. Sie führen ein relativ brei-

 

 
 
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tes Spektrum an zumutbaren Betätigungsmöglichkeiten (etwa einhändige Sortierarbeiten, 
Pförtner- oder Überwachungstätigkeiten mit der Möglichkeit, die rechte Hand nur als Hilfshand 
gebrauchen zu müssen) auf und begründeten die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit im 
Umfang von 40 % mit einem erhöhten Pausenbedarf wegen allfällig auftretenden Schmerzen im 
Verlauf des Arbeitstags. Diese Beurteilung ist nachvollziehbar und sie deckt sich insofern mit 
derjenigen im Gutachten der ABI vom 12. Dezember 2016, als darin aus handchirurgischer 
Sicht – wenn auch etwas vage formuliert – lediglich noch leichte Verweistätigkeiten im Umfang 
von maximal 50 % als zumutbar erachtet wurden. Bei dieser Sachlage und der Tatsache, dass 
die im aktuellen SAMB-Gutachten unter dem Titel «zumutbare angepasste Tätigkeiten» exemp-
larisch aufgezählten beruflichen Betätigungen (einhändige Sortierarbeiten, Pförtner- oder Über-
wachungstätigkeiten) durchaus auch ohne Beanspruchung der rechten Hand ausgeübt werden 
können, überzeugt die nicht weiter begründete sowie reichlich theoretisch Einschätzung nicht, 
wonach der Versicherte in einer «optimal angepassten Tätigkeit» keine Einschränkung aufwei-
se. Welche konkreten Überwachungstätigkeiten über die «zumutbare angepasste Tätigkeiten» 
hinaus noch optimaler angepasst sein könnten, sind weder ersichtlich noch dargetan. Dies gilt 
umso mehr, als der Beschwerdeführer den Ausführungen der Gutachter zufolge wegen allfällig 
auftretenden Schmerzen im Verlauf des Arbeitstags einen erhöhten Pausenbedarf hat. Folglich 
ist bei dieser Sachlage aus gesamtmedizinischer Sicht in angepassten Verweistätigkeiten von 
einer Arbeitsfähigkeit von 60 %, und nicht, wie die Beschwerdegegnerin annimmt, von einer 
solchen von 100 % auszugehen. 
 
9.1 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bemessung der Vergleichseinkom-
men anhand der Tabellenlöhne hat der Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Da nun 
aber gemäss vorstehender Erwägung (vgl. E. 8.3 hiervor) entgegen der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin nicht von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten von 
100 %, sondern von einer solchen von bloss 60 % auszugehen ist, erscheint der von ihr ge-
währte Abzug vom Tabellenlohn von 25 % als zu hoch. Zu beachten ist dabei namentlich, dass 
die in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän-
kung nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu 
einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen darf (vgl. BGE 146 V 16 E. 4.1). 
Da sich die Parteien angesichts dieser (neuen) Ausgangslage zur Frage eines angemessenen 
Abzugs vom Tabellenlohn noch nicht äussern konnten und es sich nicht um eine von Amtes 
wegen vorzunehmende nebensächliche Sachverhaltsergänzung handelt, ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 16. Januar 2020 aufzuheben und die Sache zur Neubemessung des 
Abzugs vom Tabellenlohn und der Invalidität an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die 
Beschwerde ist in dem Sinne gutgeheissen. 
 
9.2 Anzumerken bleibt, dass ein mit der revisionsweise verfügten Herabsetzung oder Auf-
hebung einer Rente verbundener Entzug der aufschiebenden Wirkung auch dann weiterhin gilt, 
wenn ein erst- oder letztinstanzliches Gerichtsurteil die Revisionsverfügung aufgehoben und die 
Sache zur neuen Entscheidung an die Verwaltung zurückgewiesen hat. Mithin entfaltet auch 
während der Dauer der infolge der Rückweisung vorzunehmenden Überprüfung die Rentenre-
vision ihre Wirkung, obwohl bei formaler Betrachtung an sich keine Verfügung mehr vorliegt 
(BGE 129 V 370; BGE 106 V 18). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe ab 

 

 
 
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1. April 2017 bis zur Aufhebung der Rente per 31. August 2019 Anspruch auf die Differenz der 
Rente von 35 % zu 70 %, kann ihm daher nicht beigepflichtet werden. Wie die Beschwerdegeg-
nerin zutreffend ausführt, geltend bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids die Verfü-
gungen vom 11. April 2017 und vom 26. Juli 2019 (recte: Einspracheentscheide vom 18. De-
zember 2017 und 16. Januar 2020). 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er 
heben. 
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf 
und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an die Ver-
waltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) 
obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
29. April 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 Stunden und 12 Minuten 
geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen 
als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen pra-
xisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausge-
wiesenen Auslagen von Fr. 280.90. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2‘510.40 (8,2 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 280.90 
+ 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-

 

 
 
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raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
11.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 16. Januar 2020 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'510.40 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

Gegen diesen Entscheid hat die SWICA Versicherungen AG am 8. Januar 2021 Beschwerde 
beim Bundesgericht erhoben (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_23/2021). 
 
 
 
 
 
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