# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffa93a76-db3a-5b06-973d-ee51f1df6dce
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.08.2018 ZK1 2016 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-44_2018-08-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. August 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 44 05. Oktober 2018

(Mit Urteil 5A_907/2018 vom 03. November 2020 hat das Bundesgericht die Be-
schwerde gegen dieses Urteil dahingehend gutgeheissen, dass der Beschwerde-
gegnerin in entsprechender Aufhebung des Urteils des Kantonsgerichts von 
Graubünden vom 27. August 2018 kein nachehelicher Unterhalt zugesprochen 
wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.) 

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Richter

In der zivilrechtlichen Berufung

des A.________, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. 
Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 18. November 2015 / 25. No-
vember 2015 / 18. Dezember 2015, mitgeteilt am 21. Januar 2016, in Sachen des 
Berufungsklägers gegen C.________, Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger, Werkstrasse 2, 7000 Chur, 

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. C._____, geboren am E.________ 1963, und A._____, geboren am 
F.________ 1960, haben am G.________ 2004 vor dem Zivilstandsamt 
H.________ geheiratet. Die Ehe der Parteien ist kinderlos geblieben. Per August 
2012 trennten sich die Ehegatten. In der Folge überwies A._____ an C._____ ei-
nen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'500.00 und zwar bis und mit August 
2013. Danach stellte er die Zahlungen ein und kündigte die Zusatzkarte zur Mas-
terCard. 

B. Am 4. September 2013 leitete C._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am 
Bezirksgericht Landquart (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Landquart) ein 
Eheschutzverfahren ein. Darin stellte sie unter anderem ein Gesuch um Anord-
nung von superprovisorischen beziehungsweise vorsorglichen Massnahmen. Mit 
prozessleitender Verfügung vom 6. September 2013 wurde A._____ im Sinne ei-
ner superprovisorischen Massnahme verpflichtet, an C._____ ab dem 1. Septem-
ber 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'500.00 zu bezahlen. Das 
Verfahren endete mit Eheschutzentscheid vom 3. Oktober 2014, mitgeteilt am 
17. Oktober 2014, mit dem der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Lan-
dquart davon Vormerk nahm, dass die Parteien die eheliche Gemeinschaft per 
1. August 2012 aufgehoben haben und seit diesem Datum zum Getrenntleben 
berechtigt sind. Weiter verpflichtete der Einzelrichter A._____, an C._____ rück-
wirkend ab dem 1. September 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 4'500.00 zu bezahlen (Eheschutzverfahren, Proz. Nr. 135-2013-270). In ei-
nem zweiten Eheschutzverfahren ordnete der Einzelrichter in Zivilsachen am Be-
zirksgericht Landquart mit Entscheid vom 2. Oktober 2014 beziehungsweis mit 
Berichtigungsentscheid vom 13. Oktober 2014 die Gütertrennung mit Wirkung ab 
dem 1. September 2013 an (Eheschutzverfahren, Proz. Nr. 135-2013-397).

C. Mit Eingabe vom 5. August 2014 erhob A._____ beim Bezirksgericht Land-
quart eine Scheidungsklage im Sinne von Art. 114 ZGB und beantragte was folgt:

1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Regelung der Nebenfolgen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.

D. Nach Durchführung der Einigungsverhandlung vom 2. Oktober 2014 setzte 
das Bezirksgericht Landquart mit Verfügung selbigen Tages A._____ Frist zur 
schriftlichen Klagebegründung an. Mit begründeter Scheidungsklage vom 28. Ok-
tober 2014 stellte A._____ folgende Rechtsbegehren:

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1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der BVG-
Versicherungen seien hälftig aufzuteilen.

3. Güterrechtliche Auseinandersetzung:

Die Ehefrau sei zu verpflichten, dem Ehemanne einen Betrag von 
mindestens CHF 70'000.00, nebst 5% Zins seit 05.08.2014 zu bezah-
len. 

Wir behalten uns vor, das Rechtsbegehren noch zu rektifizieren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.

E. Am 23. Dezember 2014 erstattete C._____ Klageantwort mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Klage des Klägers sei abzuweisen, soweit nachstehend nicht 
gleichlautende Rechtsbegehren gestellt werden.

2. Die Ehe sei zu scheiden.

3. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten monatlich CHF 6'500 je-
weils im Voraus auf Anfang Monat bis zu ihrer ordentlichen Pensionie-
rung zu bezahlen.

4. Güterrecht: Der Beklagten ist nach Edition der vom Kläger zu editie-
renden Unterlagen die Möglichkeit einzuräumen, die Forderung aus 
Güterrecht zu beziffern. Bis dahin wird eine Forderung aus Güterrecht 
von maximal CHF 125'000 geltend gemacht.

5. Die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der BVG-
Versicherung seien hälftig aufzuteilen.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Ge-
suchsgegners.

F. Mit Klagereplik vom 20. Februar 2015 hielt A._____ an seinen Rechtsbe-
gehren in der begründeten Klage vom 28. Oktober 2014 fest. Zudem beantragte er 
die kostenfällige Abweisung der darüber hinausgehenden Anträge von C._____. 
Insbesondere sei ihr Antrag auf nachehelichen Unterhalt abzuweisen.

G. Mit Klageduplik vom 21. April 2015 hielt C._____ ihrerseits an ihren 
Rechtsbegehren in der Klageantwort vom 23. Dezember 2014 fest.

H. A._____ nahm sodann mit Eingabe vom 12. Mai 2015 zu den Ausführungen 
in der Klageduplik vom 21. April 2015 Stellung. 

I. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. November 2015 reduzierte 
A._____ sein Rechtsbegehren betreffend die güterrechtliche Auseinandersetzung 
von CHF 70'000.00 nebst Zins auf CHF 30'588.00. C._____ reduzierte ihrerseits 
ihre beantragten Unterhaltsbeiträge von CHF 6'500.00 auf CHF 4'500.00.

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J.a. Anlässlich der Beratung vom 18. November 2015 beschloss das Bezirksge-
richt Landquart, die seitens A._____ eingereichte Beilage 24 in Bezug auf den 
Hauptinhalt mündlich übersetzen zu lassen. Diese mündliche Übersetzung wurde 
am 20. November 2015 in Anwesenheit des Vorsitzenden sowie des Aktuars 
durch einen Übersetzer unter Hinweis auf die Verpflichtung zur wahrheitsgemäs-
sen Übersetzung unter Strafandrohung im Sinne von Art. 307 Abs. 1 StGB vorge-
nommen und protokolliert. Aufgrund des Ergebnisses der mündlichen Überset-
zung beschloss das Bezirksgericht Landquart am 25. November 2015, unter Vor-
behalt der zu erwartenden Stellungnahmen der Parteien, von der Einholung einer 
schriftlichen Übersetzung abzusehen. 

J.b. Mit Schreiben vom 26. November 2015 stellte das Bezirksgericht Landquart 
den Parteien das Protokoll der mündlichen Übersetzung zu. Gleichzeitig setzte es 
den Parteien eine zehntägige Frist zur Einreichung einer Stellungnahme an.

J.c. Die Parteien reichten mit Eingaben je vom 3. Dezember 2015 ihre Stellung-
nahmen ein, wobei keine der Parteien einen Antrag auf schriftliche Übersetzung 
der Beilage 24 stellte. Am 18. Dezember 2015 beschloss das Bezirksgericht Lan-
dquart, auf eine schriftliche Übersetzung zu verzichten.

K. Mit Entscheid vom 18. November 2015 / 25. November 2015 / 18. Dezem-
ber 2015, mitgeteilt am 21. Januar 2016, erkannte das Bezirksgericht Landquart 
was folgt:

1. Die am G.________ 2004 vor dem Zivilstandsamt H.________ ge-
schlossene Ehe zwischen C._____ geb. C.________ und A._____ 
wird gestützt auf Art. 114 ZGB gerichtlich geschieden.

2. A._____ wird gerichtlich verpflichtet, an C._____ einen monatlichen, 
je auf den ersten des Monats zahlbaren nachehelichen Unterhaltsbei-
trag von CHF 4'500.00 zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht erlischt 
am Ende jenes Monats, in welchem C._____ das gesetzliche AHV-
Alter erreicht, vollständig.

3. A._____ wird gerichtlich verpflichtet, an C._____ eine güterrechtliche 
Ausgleichszahlung von CHF 25'574.35 zu leisten. Mit dem Vollzug 
dieser Zahlung sind die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht per Sal-
do aller gegenseitigen Ansprüche vollständig auseinandergesetzt.

4. Die während der Ehe angesparten Guthaben der beruflichen Vorsor-
ge werden zwischen den Parteien je hälftig geteilt. Zur Ermittlung der 
zu teilenden Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge bei Rechts-
kraft des Entscheides wird die Streitsache unter Mitteilung der not-
wendigen Angaben dem Verwaltungsgericht von Graubünden über-
wiesen (Art. 281 Abs. 3 ZPO).

5. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'000.00 sind zu drei Achteln 
von C._____ (CHF 3'000.00) und zu fünf Achteln von A._____ 

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(CHF 5'000.00) zu tragen. Beide Kostenanteile werden mit dem von 
A._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 8'000.00 verrechnet.

    b) C._____ hat ihren mit dem vom Kläger geleisteten Kostenvorschuss 
verrechneten Gerichtskostenanteil von CHF 3'000.00 an A._____ zu 
erstatten.

    c) A._____ wird gerichtlich verpflichtet, an C._____ eine reduzierte aus-
seramtliche Entschädigung von CHF 9'000.00 zu bezahlen.

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Mitteilung]

L. Gegen diesen Entscheid liess A._____ mit Eingabe vom 22. Februar 2015 
(recte: 2016) Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei er 
folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Die Ziff. 2, 3 und 5 des Dispositives des angefochtenen Entscheides 
des Bezirksgerichtes Landquart seien aufzuheben.

2. Der Antrag der Ehefrau auf Bezahlung eines nachehelichen Unter-
haltsbeitrages sei mit Wirkung ab 01. März 2016 vollumfänglich auf-
zuheben.

3. C._____ sei zu verpflichten, dem Ehemann aus Güterrecht einen Be-
trag von CHF 30'588.00, nebst 5 % Zins seit 18. November 2015, al-
lenfalls einen Betrag nach richterlichem 
Ermessen, zu bezahlen.

4. Die Kosten des Bezirksgerichtes Landquart seien zu ¾ der Ehefrau 
und zu ¼ dem Ehemanne aufzuerlegen. Die Ehefrau sei zu verpflich-
ten, dem Ehemanne eine aussergerichtliche Entschädigung von 
CHF 8'000.00 zu bezahlen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren 
zu Lasten der Berufungsbeklagten.

M. Mit Verfügung vom 23. Februar 2016 wurde A._____ aufgefordert, einen 
Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 6'000.00 bis zum 15. März 2016 zu leisten. 
Der Eingang des Kostenvorschusses wurde fristgerecht verzeichnet.

N. Mit Berufungsantwort vom 8. April 2016 liess C._____ die kostenfällige Ab-
weisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden könne, beantragen.

O. Mit Berufungsreplik vom 26. April 2016 sowie Berufungsduplik vom 9. Mai 
2016 bestätigten die Parteien ihre jeweiligen Anträge im Berufungsverfahren.

P. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
sowie in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-
wägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Landquart (ab dem 
1. Januar 2017 Regionalgericht Landquart) handelt es sich um einen Endent-
scheid, gegen den auf kantonaler Ebene die Berufung an das Kantonsgericht von 
Graubünden offensteht (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR 320.100]). Innerhalb des Kantonsgerichts von Graubünden liegt die Zuständig-
keit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei 
der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantons-
gerichts [KGV; BR 173.100]).

1.2. Die Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent-
scheids einzureichen, und zwar schriftlich, begründet und unter Beilage des ange-
fochtenen Entscheides (Art. 311 ZPO). Die gegen den Entscheid des Bezirksge-
richts Landquart vom 18. November 2015 / 25. November 2015 / 18. Dezember 
2015, mitgeteilt am 21. Januar 2016, erhobene Berufung vom 22. Februar 2016 
erweist sich als fristgerecht (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO).

1.3. Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden die Unterhaltspflicht des Beru-
fungsklägers (nachfolgend Ehemann) gegenüber der Berufungsbeklagten (nach-
folgend Ehefrau) und die güterrechtliche Auseinandersetzung. Folglich liegt eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit vor, welche den für eine Berufung erforderli-
chen Streitwert von CHF 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) offensichtlich und unbe-
strittenermassen erreicht. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist 
daher – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – einzutreten. Zudem 
liegt der gemäss Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG in der Rechtsmittelbelehrung anzuge-
bende Streitwert auch über der für einen allfälligen Weiterzug ans Bundesgericht 
erforderlichen Streitwertgrenze von CHF 30'000.00.

1.4. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge 
(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Unangefochten blieb der vorinstanzliche Entscheid in Be-
zug auf den Scheidungspunkt (Ziffer 1 des Dispositivs) sowie hinsichtlich der Re-
gelung betreffend Ausgleich der während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben 
aus beruflicher Vorsorge (Ziffer 4 des Dispositivs). Damit sind die entsprechenden 
Dispositivziffern bereits in Rechtskraft erwachsen.

2.1. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 

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Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 ff. zu 
Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich mit der Begründung des angefochte-
nen Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen. Ein Verweis auf die Vorakten 
genügt ebenso wenig wie eine pauschale Kritik am angefochtenen Entscheid. Es 
ist konkret aufzuzeigen, inwiefern dieser als fehlerhaft erachtet wird (Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 36 zu Art. 311 ZPO mit weiteren Hinweisen). Ob 
einzelne Argumentationen des Ehemannes diesen Begründungsanforderungen zu 
genügen vermögen, wird im entsprechenden Sachzusammenhang erörtert.

2.2. Im Berufungsverfahren werden Noven unter den Voraussetzungen von 
Art. 317 Abs. 1 ZPO zugelassen (BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser 
Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 
lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-
bracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen 
echten und unechten Noven zu unterscheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in 
Art. 229 Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) 
nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstan-
den oder gefunden worden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich 
immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht wer-
den. Unechte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Be-
rufungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen 
sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren hätten vorgebracht werden können. Die Voraussetzungen der Berücksich-
tigung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Par-
tei zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO; Karl Spühler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung [ZPO], 3. Auflage, Basel 2017, N 10 zu Art. 317 ZPO). Sofern neue Vorbrin-
gen und Begehren beziehungsweise die Einreichung zusätzlicher Unterlagen zur 

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Diskussion stehen, ist auf die Frage der prozessualen Zulässigkeit im entspre-
chenden Sachzusammenhang einzugehen.

3. Für den nachehelichen Unterhalt und die güterrechtliche Auseinanderset-
zung gilt die Verhandlungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Folglich gelangt auch 
die Dispositionsmaxime zur Anwendung, da es sich um vermögensrechtliche Ne-
benfolgen handelt (Ivo Schwander, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO 
Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, N 2 zu Art. 277 ZPO; Dominik Gas-
ser/Brigitte Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufla-
ge, Zürich 2014, N 1 zu Art. 277 ZPO). In prozessualer Hinsicht ist zudem zu be-
achten, dass nur der Ehemann Berufung erhoben hat, sodass das Verbot der re-
formatio in peius gilt. Dazu ist zu bemerken, dass allein das Ergebnis der güter-
rechtlichen Auseinandersetzung dem Verschlechterungsverbot unterliegt, hinge-
gen nicht die einzelne Ersatzforderung oder Mehrwertbeteiligung, die lediglich 
Zwischenschritte bzw. Abrechnungspositionen bedeuten (vgl. etwa Urteil des 
Bundesgerichts 5A_618/2012 vom 27. Mai 2013 E. 6.4.3 mit weiteren Hinweisen).

4. Mit Berufung rügt der Ehemann in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt, 
dass die Vorinstanz die Ehe der Parteien zu Unrecht als lebensprägend qualifiziert 
habe. Da die Ehe nicht lebensprägend gewesen sei, habe die Ehefrau keinen An-
spruch auf Unterhalt. Der Ehemann führt zudem aus, dass der Unterhaltsbeitrag 
allenfalls drastisch zu reduzieren sei. Im Hauptantrag sei eine angemessen Re-
duktion des Unterhaltsbeitrages enthalten. Auf keinen Fall sei Unterhalt bis zum 
Eintritt der Ehefrau in das AHV-Alter geschuldet, sondern allerhöchstens bis zum 
Eintritt des Ehemannes in das Pensionsalter (act. A.1, S. 4 ff., insbesondere auch 
S. 9).

4.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Ehemann, der Ehefrau einen monatlichen, 
nachehelichen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'500.00 bis zu ihrem Eintritt ins gesetz-
liche AHV-Alter zu bezahlen. Hierbei stützte sich die Vorinstanz auf die nachste-
henden Feststellungen.

4.1.1. Die Vorinstanz erwog, es sei sowohl für die Frage der Lebensprägung einer 
Ehe als auch für deren Dauer nicht massgebend, ob die Art und Weise der Gestal-
tung des Ehelebens den sogenannten üblichen Normen entspreche, ob ein Ehe-
gatte von der Ehe finanziell profitiere und ob die Eheleute in einem oder in zwei 
Haushalten gelebt hätten. Massgebend sei vielmehr, ob die Art und Weise der 
Gestaltung der Ehe einvernehmlich gewählt oder vom anderen Ehegatten zumin-
dest stillschweigend anerkannt worden sei und welches Rollenmodell namentlich 

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in finanzieller Hinsicht gelebt worden sei, was keineswegs davon abhänge, ob die 
Ehepartner einen gemeinsamen Haushalt führen oder nicht. Im Zusammenhang 
mit der Frage des Getrenntlebens habe das Bundesgericht in seinem Urteil 
5A_242/2015 vom 17. Juni 2015 festgehalten, dass eine örtliche Trennung der 
Eheleute nicht automatisch die Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft be-
deute. Die Ehegatten könnten auch örtlich getrennt sein ohne im Sinne von 
Art. 114 ZGB getrennt zu leben, solange ihre geistig-seelische Beziehung unun-
terbrochen sei. Nur ein willentliches, ehebedingtes Getrenntleben sei scheidungs-
relevant. Ein Getrenntleben aus anderen Gründen oder im Sinne einer Abma-
chung der Ehegatten bedeute nicht ein Getrenntleben im Sinne von Art. 114 ZGB. 
Somit habe sich die Umschreibung des Getrenntlebens an der Vorstellung zu ori-
entieren, welche die Ehegatten vom Zusammenleben haben (act. B.1, S. 11). 

Im vorliegenden Fall stehe zweifelsfrei fest, dass die Eheleute die eheliche Ge-
meinschaft trotz zwei unterschiedlichen Wohnadressen, überwiegend getrennten 
Wohnorten und nicht allzu häufigen Besuchen der Ehefrau, alles bedingt aufgrund 
der ständigen beruflichen Tätigkeit des Ehemannes im Ausland, mit der Heirat 
aufgenommen und bis zur Trennung am 1. August 2012 zumindest im Sinne einer 
geistig-seelischen Beziehung und wirtschaftlichen Verbindung ununterbrochen 
aufrecht erhalten haben. Die Ehedauer betrage acht Jahre und liege somit inner-
halb jener Zeitdauer, für welche nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine 
Vermutung für oder gegen eine Lebensprägung der Ehe spiele. Massgebend sei-
en die Umstände des Einzelfalles (act. B.1, S. 12).

Zudem sei im vorliegenden Fall erstellt, dass die Ehefrau ihre Erwerbstätigkeit kla-
rerweise infolge der geplanten Eheschliessung und zumindest mit stillschweigen-
der Zustimmung des Ehemannes aufgegeben habe. Dies ergebe sich einerseits 
aus dem Umstand, dass die Ehefrau ihre Stelle selbst gekündigt hätte. Anderer-
seits zeige auch das Verhalten des Ehemannes, dass er mit der Aufgabe der Er-
werbstätigkeit der Ehefrau einverstanden gewesen sei, seien doch keinerlei An-
zeichen dafür ersichtlich, dass er während der Ehe darauf hingewirkt oder auch 
nur gewünscht hätte, dass die Ehefrau wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehme. 
Aufgrund der Umstände, namentlich auch der ab der Heirat gegen aussen kom-
munizierten gemeinsamen zwei Wohnadressen der Eheleute in der Schweiz und 
in K.________, sei vielmehr davon auszugehen, dass die Ehefrau ihre Erwerbs-
tätigkeit aufgegeben habe, um sich mit dem Einverständnis des Ehemannes fortan 
der von beiden Parteien getragenen Rollenverteilung in der Ehe zu widmen, was 
unter anderem auch das zeitweise zusammenleben im Ausland, aber auch in der 
Schweiz beinhaltet habe. Bei dieser Planung hätte beiden Ehegatten und nament-

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lich dem Ehemann bewusst gewesen sein müssen, dass die Ehefrau mit der Auf-
gabe ihrer beruflichen Tätigkeit im Alter von rund 41 Jahren, welche wie erwähnt 
mit der Zustimmung des Ehemannes erfolgt sei, ein relativ hohes wirtschaftliches 
Risiko hinsichtlich einer allfälligen späteren Wiederaufnahme einer Erwerbstätig-
keit eingegangen sei. Die Ehefrau habe sich mit der Aufgabe der Erwerbstätigkeit 
zwecks gewählter Rollenverteilung somit auch im vorliegenden Fall vollständig in 
die finanzielle Abhängigkeit des Ehemannes begeben, was offensichtlich nur auf-
grund ihres berechtigterweise in die Ehe gesetzten Vertrauens geschehen sei, 
welches der Ehemann mit seinem Verhalten geschaffen habe. Aufgrund der ge-
schilderten Umstände ergebe sich vorliegend, dass die Ehe der Parteien lebens-
prägend gewesen sei. Damit verbunden sei der Anspruch der Ehefrau auf Fort-
führung der ehelichen Lebenshaltung, soweit dies die wirtschaftlichen Verhältnisse 
auch nach der Scheidung zuliessen (act. B.1, S. 12 f.).

4.1.2. Die Vorinstanz quantifizierte sodann die eheliche Lebenshaltung der Ehe-
frau respektive ihren Anspruch auf nachehelichen Unterhalt mit knapper Begrün-
dung auf monatlich CHF 4'500.00 (act. B.1, S. 16 f.).

4.1.3. Eine Eigenversorgungskapazität der Ehefrau schloss die Vorinstanz gänz-
lich aus. Obwohl die Ehefrau sich nach der Trennung intensiv um eine Arbeitsstel-
le bemüht habe, sei sie erfolglos geblieben. Die Erwerbsaussichten der Ehefrau 
auf ihrem angestammten Berufsfeld seien sehr schwierig, wenn nicht sogar prak-
tisch aussichtslos. Der Ehefrau sei auch nicht zuzumuten, ausserhalb ihres ange-
stammten Berufes eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Die Ehefrau wäre nämlich 
dadurch schlechter gestellt, könne doch davon ausgegangen werden, dass sie, 
wenn sie die Ehe nicht eingegangen wäre, weiterhin in ihrem angestammten Beruf 
tätig gewesen wäre und auch heute in diesem Bereich arbeiten würde. Aufgrund 
des jahrelang so gelebten Rollenmodells habe die Ehefrau auch ohne weiteres 
darauf vertrauen dürfen, dass sie auch in Zukunft keine Erwerbstätigkeit würde 
aufnehmen müssen und schon gar nicht ausserhalb ihres angestammten Berufs 
(act. B.1, S. 14 f.).

4.1.4. Hinsichtlich der Dauer des nachehelichen Unterhaltsbeitrages hielt die Vor-
instanz fest, es sei zu berücksichtigen, dass der zugesprochene Unterhaltsbeitrag 
Ersatz für ein entsprechendes Eigeneinkommen der Ehefrau bilde und somit 
grundsätzlich bis zum Erreichen ihres gesetzlichen AHV-Alters geschuldet sei, 
nachdem sie gemäss dem gewöhnlichen Lauf der Dinge auch bis zu diesem Zeit-
punkt ein eigenes Einkommen erzielt hätte. Da der Ehemann voraussichtlich ein 
Jahr vor der Ehefrau das gesetzliche AHV-Alter erreichen werde, stelle sich die 

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Frage, ob er trotzdem in der Lage sein werde, für das verbleibende Jahr für den 
Unterhalt der Ehefrau aufzukommen. Dies sei angesichts des guten Einkommens 
des Ehemannes und der damit verbundenen entsprechenden Altersanwartschaf-
ten in Verbindung mit der kurzen Anspruchsdauer nach Eintritt des gesetzlichen 
AHV-Alters der dannzumal geschiedenen Ehefrau auch unter Berücksichtigung 
der vorliegend zugesprochenen Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau ohne weiteres 
zu bejahen. Es sei denn auch weder behauptet noch bewiesen worden, dass der 
Ehemann nicht in der Lage sein werde, diese Unterhaltszahlungen auch nach 
Wegfall seines Erwerbseinkommens und den zu erwartenden Altersleistungen zu 
bestreiten (act. B.1, S. 17).

4.2. Der Ehemann verneint einen Anspruch der Ehefrau auf nacheheliche Un-
terhaltsbeiträge, indem er das Vorliegen einer lebensprägenden Ehe bestreitet. 
Diesbezüglich ist zu erinnern, dass auch bei nicht lebensprägenden Ehen, sofern 
die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, grundsätzlich Unterhaltsbei-
träge geschuldet sein können. Die Frage, ob eine Ehe lebensprägend oder nicht 
ist, hat vielmehr Auswirkungen auf die Höhe und die Dauer der Unterhaltsbeiträge. 
Mit den Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf die Eigenversorgungskapazität 
der Ehefrau (vgl. vorstehend E. 4.1.3), die eheliche Lebenshaltung der Ehefrau 
sowie seine eigene Leistungsfähigkeit und damit zusammenhängend die Höhe 
des Unterhaltsanspruchs der Ehefrau (vgl. vorstehend E. 4.1.2) sowie die Dauer 
des Unterhaltsanspruches der Ehefrau (vgl. vorstehend E. 4.1.4) setzt sich der 
Ehemann überhaupt nicht beziehungsweise nicht genügend substantiiert ausein-
ander. Entsprechend sind diese Feststellungen der Vorinstanz für das vorliegende 
Berufungsverfahren als erstellt und damit verbindlich zu erachten. Aus selbigem 
Grund ist die vom Ehemann in seiner Berufungsschrift (act. A.1, S. 9 oben) be-
gehrte Edition, welche die Eigenversorgungskapazität der Ehefrau zu betreffen 
scheint, abzuweisen. Auf die in der Berufungsschrift unbegründet beantragte Re-
duktion des Unterhaltsbeitrages (act. A.1, S. 9) sowie auf die unbegründet bean-
tragte Beschränkung der Dauer der Unterhaltspflicht auf allerhöchstens bis zum 
Einritt des Ehemannes ins Pensionsalter ist deshalb nicht einzutreten. Nach dem 
Gesagten bleibt vorliegend einzig zu prüfen, ob die Vorinstanz die Ehe der Partei-
en zu Recht als lebensprägend qualifizierte (nachstehend E. 4.3.-4.5.). 

Betreffend die Dauer der Unterhaltspflicht ist im Übrigen anzumerken, dass die 
Vorinstanz von einer ehelichen Lebenshaltung der Ehefrau in Höhe von monatli-
chen CHF 4'500.00, einer gänzlich fehlenden Eigenversorgungskapazität der Ehe-
frau und einer Leistungsfähigkeit des Ehemannes auch nach seinem Eintritt ins 
AHV-Alter von mindestens monatlichen CHF 4'500.00 ausging. Diese Feststellun-

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gen wurden vom Ehemann, wie bereits erwähnt, überhaupt nicht beziehungsweise 
offensichtlich nicht genügend substantiiert bestritten. In Anbetracht dessen, stellt 
die Dauer des Unterhaltsanspruches der Ehefrau bis zu ihrem Eintritt ins AHV-
Alter nichts Aussergewöhnliches dar. Bei Vorliegen solcher Umständen könnte 
sich nämlich auch eine lebenslange Unterhaltspflicht rechtfertigen, falls die Ehe 
lebensprägend war (vgl. auch Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 11 66 vom 13. März 2013 E. 7b mit weiteren Hinweisen). Da auf 
den nachehelichen Unterhalt die Dispositionsmaxime Anwendung findet, erkannte 
die Vorinstanz zu Recht, wie von der Ehefrau beantragt, auf eine Unterhaltspflicht 
des Ehemannes bis zum Eintritt der Ehefrau ins gesetzliche AHV-Alter.

4.3. Entgegen dem Vorbringen der Ehefrau (act. A.2, S. 5) hat sich der Ehe-
mann in seiner Berufung in Bezug auf die lebensprägende Qualität der Ehe zwar 
knapp aber genügend mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt. 
So vertritt der Ehemann die Auffassung, bei der Frage, ob die Ehefrau Anspruch 
auf nachehelichen Unterhalt habe, sei nicht entscheidend, aus welchem Grund sie 
im Jahre 2004 bei Eingehung der Ehe ihre Arbeitsstelle aufgegeben habe, wie 
dies die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid annehme. Entscheidend sei viel-
mehr, dass die Parteien nie eine Ehe im eigentlichen Sinne geführt hätten und 
zwar der Gestalt, wie dies nach den Ausführungen der Ehefrau selbst, zwischen 
ihnen vereinbart gewesen sei. Gemäss den eigenen Ausführungen der Ehefrau 
seien die Parteien übereingekommen, dass sie ihre Arbeit aufgebe; nur dadurch 
sei die Aufnahme der ehelichen Gemeinschaft im Ausland überhaupt möglich ge-
wesen. Zwischen den Parteien sei somit vereinbart worden, dass sie zusammen 
im Ausland eine Ehe führen, das heisst die eheliche Lebensgemeinschaft auf-
nehmen würden. Der Ehefrau sei nämlich bekannt gewesen, dass der Ehemann 
für die Firma J.________ vorwiegend, wenn nicht ausschliesslich, im Ausland ar-
beite. Nach der Heirat habe sich die Ehefrau während ungefähr zehn Wochen in 
K.________ beim Ehemann aufgehalten, sei dann aber wiederum in die Schweiz 
zurückgekehrt. Im Jahre 2005 sei sie vom 30. Januar bis zum 12. April, vom 
25. Mai bis zum 27. Juni und vom 2. November bis zum 16. Dezember sowie im 
Jahre 2006 vom 4. Februar bis zum 3. April und vom 2. Oktober bis zum 2. De-
zember in K.________ gewesen. Während ihrer Aufenthalte in K.________ habe 
sie im Ferienhaus ihres Ehemannes gelebt, während dieser in L.________ gear-
beitet habe. Die Eheleute hätten sich somit lediglich über das Wochenende oder 
während den Ferien des Ehemannes getroffen. Zudem sei die Ehefrau in aller Re-
gel entweder von ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrem Bruder oder einer Freundin be-
gleitet worden. Als der Ehemann in den Jahren 2007 und 2008 in M.________, 

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M.________, gearbeitet habe, habe die Ehefrau ihn nicht einmal besucht. 
Während seiner Tätigkeit in N.________ habe die Ehefrau dreieinhalb Wochen 
Ferien mit dem Ehemann verbracht. Ebenfalls für dreieinhalb Wochen Ferien habe 
die Ehefrau den Ehemann in O.________ aufgesucht (act. A.1, S. 4 ff.). Anzumer-
ken ist, dass es sich bei diesen Ausführungen des Ehemannes, entgegen der Auf-
fassung der Ehefrau, nicht um unzulässige Noven handelt (act. A.2, S. 2 ff.). Der 
Ehemann thematisierte die Aufenthalte der Ehefrau im Ausland bereits in seiner 
begründeten Klage vom 28. Oktober 2014 (vorinstanzliches act. I./2, S. 3 f.). Wie 
nachstehend aufzuzeigen ist (E. 4.4. und 4.5.), handelt es sich dabei aber ohnehin 
um unerhebliche Tatsachen.

4.4. Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unter-
halt, soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, für den ihm gebührenden Un-
terhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. 
Art. 125 Abs. 2 ZGB führt die wichtigsten Gesichtspunkte auf, die das Gericht 
beim Entscheid in Erwägung zu ziehen hat, ob und gegebenenfalls in welcher 
Höhe und für welche Dauer ein Unterhaltsbeitrag zuzusprechen ist. Die Bestim-
mung ist zum einen Ausdruck des Prinzips der nach Beendigung der Ehe beiden 
Gatten obliegenden Eigenversorgung ("clean break"); zum andern konkretisiert sie 
den Gedanken der nachehelichen Solidarität, der namentlich dann Bedeutung er-
langt, wenn es einem Ehegatten beispielsweise durch eine ehebedingte Beein-
trächtigung seiner wirtschaftlichen Selbständigkeit nicht zumutbar ist, nach Auflö-
sung der Ehe selbst für seinen Unterhalt aufzukommen. Zur Beantwortung der 
Frage, ob ein Unterhaltsbeitrag festzusetzen ist, hat das Gericht die massgeben-
den Lebensverhältnisse der zu scheidenden Ehegatten abzuklären. Die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung basiert dabei auf der Unterscheidung, ob eine Ehe 
lebensprägend war oder nicht. Bei fehlender Prägung wird an den vorehelichen 
Verhältnissen angeknüpft, während die Partner bei der lebensprägenden Ehe An-
spruch auf Fortführung der ehelichen Lebenshaltung haben. Der Grund hierfür 
liegt darin, dass das Vertrauen des ansprechenden Ehegatten auf Fortführung der 
Ehe und den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung ob-
jektiv schutzwürdig ist. Bei einer Kurzehe von weniger als fünf Jahren wird vermu-
tet, dass keine Lebensprägung vorliegt, während eine Ehe, die mehr als zehn Jah-
re gedauert hat, vermutungsweise lebensprägend war (Urteil der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 10 38 vom 5. Juli 2011 E. 4a; vgl. zum 
Ganzen BGE 135 III 59 E. 4.1; Urs Gloor/Annette Spycher, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, Basel 2014, N 25 zu 
Art. 125 ZGB). Bei einer Ehedauer zwischen fünf und zehn Jahren spielt keine 

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eigentliche Vermutung. Vielmehr kommt es darauf an, ob die tatsächlichen Um-
stände die Lebensverhältnisse der Ehegatten nachhaltig geprägt haben oder nicht. 
Bei der Unterhaltsfestsetzung ist der Richter in verschiedener Hinsicht auf sein 
Ermessen verwiesen. Was die Frage der Lebensprägung angeht, kommt ihm ins-
besondere dort ein weites Ermessen zu, wo nicht die eine oder andere Vermutung 
zum Tragen kommt, sondern auf die konkreten Verhältnisse des Einzelfalles ab-
zustellen ist (siehe unter vielen anderen das Urteil des Bundesgerichts 
5A_701/2007 vom 10. April 2008 E. 4). Für die Beurteilung der Frage, ob die Ehe 
die Lebensverhältnisse nachhaltig geprägt hat oder nicht, ist nicht die Ehe (und 
ihre Dauer) als solche massgebend, sondern die Aufgabenteilung während der 
Ehe. Auch kurze Ehe können lebensprägend sein, insbesondere wenn ein Ehegat-
te aufgrund der vereinbarten Aufgabenteilung infolge Verzicht auf eine berufliche 
Tätigkeit seine finanzielle Unabhängigkeit verliert (Pascal Pichonnaz, in: Pichon-
naz/Foëx [Hrsg.], Commentaire romand, Code Civil I, N 11, 15 und 17 zu Art. 125 
ZGB). Wenn die Ehegatten eine ökonomische Gemeinschaft bildeten und sich 
Treue und Beistand leisteten, ist es für die Frage der Lebensprägung unerheblich, 
ob die Ehegatten gemeinsame Hobbies pflegten oder körperlich miteinander ver-
kehrten (Urteil des Bundesgerichts 5A_856/2011 vom 24. Februar 2012 E. 2.3).

4.5. Aus dem vorstehend Gesagten sowie bereits aus Art. 125 Abs. 2 ZGB 
selbst ergibt sich, dass die Ehedauer nur eines der massgeblichen Kriterien dar-
stellt, die bei der Frage zu berücksichtigen sind, ob, in welcher Höhe und wie lan-
ge nachehelicher Unterhalt geschuldet ist. Als Ehedauer ist der Zeitraum zwischen 
Heirat und definitivem Trennungszeitpunkt zu betrachten (Dauer "auf Papier"). 
Vorliegend betrug die Ehedauer somit von der Heirat bis zur Trennung am 1. Au-
gust 2012 rund acht Jahre (vgl. vorinstanzliches act. II./2). Weder das Gesetz 
noch die Lehre und Rechtsprechung verlangen, dass die Ehegatten regelmässig 
unter dem gleichen Dach leben, regelmässig die freie Zeit zusammen geniessen 
und regelmässig körperlich miteinander verkehren. Entscheidend ist vielmehr die 
Aufgabenteilung während der Ehe und somit die damit zusammenhängende Prä-
gung der Lebensverhältnisse der Ehegatten durch die Ehe. Dies gilt insbesondere 
bei Ehen, die wie vorliegend zwischen fünf und zehn Jahren dauerten, und bei 
denen folglich keine Vermutung spielt. Die Vorinstanz stellte zutreffend fest, dass 
die Ehefrau ihre Erwerbstätigkeit klarerweise infolge der geplanten Eheschlies-
sung und zumindest mit stillschweigender Zustimmung des Ehemannes aufgege-
ben hatte. Damit hatte sich die Ehefrau aufgrund ihres berechtigterweise in die 
Ehe gesetzten Vertrauens vollständig in die finanzielle Abhängigkeit des Eheman-
nes begeben. Der Ehemann unterlässt es im Berufungsverfahren diese Feststel-

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lungen der Vorinstanz überhaupt beziehungsweise genügend substantiiert zu rü-
gen. Beispielsweise fehlen Einwendungen des Ehemannes in Bezug auf die 
Glaubhaftigkeit der einvernommenen Zeugen als auch in Bezug auf die Beweis-
würdigung der Vorinstanz im Allgemeinen. Der Ehemann stellt sich auf den 
Standpunkt, die Parteien hätten nie eine Ehe im eigentlichen Sinne, das heisst so 
wie zwischen ihnen vereinbart, geführt. Dennoch hat der Ehemann, soweit aus 
den Akten ersichtlich, von der Ehefrau jahrelang nie die Wiederaufnahme einer 
Arbeitstätigkeit oder auch nur die Absolvierung einer Aus- oder Weiterbildung ver-
langt. Der Ehemann hat somit die daraus resultierende Aufgabenteilung während 
der Ehe geduldet und entsprechend auch die Verantwortung für die sich ergeben-
den ökonomischen Konsequenzen zu übernehmen. Im Einklang mit der vorste-
henden Lehre und Rechtsprechung erkannte die Vorinstanz daher zu Recht der 
Ehe der Parteien einen lebensprägenden Charakter zu, ungeachtet des einzigartig 
geführten Ehelebens der Parteien. Wie bereits erwähnt, rügt der Ehemann die an-
derweitigen Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf den während der Ehe ge-
lebten Standard, die Eigenversorgungskapazität der Ehefrau, die Leistungsfähig-
keit des Ehemannes selbst sowie die Dauer der Unterhaltspflicht überhaupt nicht 
beziehungsweise offensichtlich ungenügend substantiiert. Demnach ist Ziffer 2 der 
Berufungsanträge abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann (vgl. vor-
stehend E. 4.2.).

4.6. Es bleibt anzumerken, dass sich die Vorinstanz in Erwägung II.3j) des an-
gefochtenen Entscheides mit der Eventualargumentation der Ehefrau für den Fall, 
dass von einer nicht lebensprägenden Ehe ausgegangen würde respektive betref-
fend dem Vorliegen eines mittels nachehelichen Unterhaltsbeiträgen auszuglei-
chen "Eheschadens" nicht wirklich auseinandergesetzt hat. Bei den diesbezügli-
chen Ausführungen der Vorinstanz handelt es sich demnach nicht um eine Even-
tualbegründung im eigentlichen Sinne. Der Entscheid der Vorinstanz stützt sich 
denn auch einzig auf die Erwägung II.3j) vorangehenden Erwägungen. Da die Auf-
fassung der Vorinstanz hinsichtlich der Lebensprägung der Ehe der Parteien aus 
den vorstehenden Gründen zu schützen ist, erübrigt sich ein weiteres Eingehen 
auf den seitens der Ehefrau eventualiter geltend gemachten "Eheschaden". Im 
Übrigen hätte die Vorinstanz in ihrem Entscheid ohnehin nicht auf die Eventualbe-
gründung der Ehefrau abstützen dürfen, da die Ehefrau diesbezüglich anlässlich 
ihres Schlussvortrages in der Hauptverhandlung vom 18. November 2015, mithin 
verspätet (Art. 229 Abs. 1 ZPO; vgl. ferner ausführlich zum Akten-
schluss/Novenverbot nachstehend E. 5.2.3.), neue Tatsachen geltend gemacht 
hat (vorinstanzliches act. VII./4, S. 5 f.).

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5. Im Weiteren richtet sich die Berufung gegen Dispositivziffer 3 des angefoch-
tenen Entscheids, wonach der Ehemann verpflichtet wird, der Ehefrau eine güter-
rechtliche Ausgleichszahlung von CHF 25'574.35 zu leisten. Der Ehemann erhebt 
gegen die güterrechtliche Auseinandersetzung zwei Einwendungen. Zum einen 
rügt er, dass die Vorinstanz den Jeep Cherokee zu Unrecht als Schenkung sei-
nerseits an die Ehefrau und damit als Eigengut der Ehefrau betrachtet habe (dazu 
nachstehend E. 5.1.1.-5.1.3.). Zum anderen beanstandet er, die Vorinstanz habe 
die Ersatzforderung seines Eigengutes gegen das Eigengut der Ehefrau für die 
von ihm in die Ferienhäuser I.________ und P.________ getätigten Investitionen 
in der Höhe von insgesamt CHF 61'000.00 zu Unrecht nicht berücksichtigt (dazu 
nachstehend E. 5.2.1.-5.2.4.). Der Ehemann beantragt deshalb, die Ehefrau sei zu 
verpflichten, ihm aus Güterrecht einen Betrag von CHF 30'588.00, nebst 5 % Zins 
seit dem 18. November 2015, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermes-
sen, zu bezahlen.

Mangels anderslautender Vereinbarung durch Ehevertrag oder Eintritts des aus-
serordentlichen Güterstands unterstehen die Parteien dem ordentlichen Güter-
stand der Errungenschaftsbeteiligung (Art. 181 ZGB). Der Güterstand der Errun-
genschaftsbeteiligung umfasst die Errungenschaft und das Eigengut jedes Ehe-
gatten (Art. 196 ZGB). Gemäss Art. 204 Abs. 2 ZGB wird bei Scheidung die Auflö-
sung des Güterstandes auf den Tag zurückbezogen, an dem das Begehren einge-
reicht worden ist. Im vorliegenden Fall wurde mit Eheschutzentscheid vom 2. Ok-
tober 2014, mitgeteilt am selbigen Tag, die Gütertrennung mit Wirkung per 1. Sep-
tember 2013 angeordnet. Somit gilt als Stichtag für die Auflösung des Güterstan-
des der 1. September 2013.

5.1.1. Die Vorinstanz berücksichtigte, in Übereinstimmung mit den Vorbringen der 
Ehefrau, den Jeep Cherokee als Schenkung des Ehemannes an die Ehefrau, mit-
hin als Eigengut der Ehefrau (act. B.1, S. 22 ff.; vorinstanzliches act. I./5, S. 6). Zur 
Begründung erwog die Vorinstanz, das Fahrzeug sei am 17. August 2005 für 
CHF 54'000.00 gekauft worden, das heisst lediglich rund zwei Monate nach dem 
ersten Hochzeitstag der Parteien, welche bekanntlich am G.________ 2004 gehei-
ratet haben. Diese zeitliche Abfolge weise zumindest indizienmässig darauf hin, 
dass es sich um ein Geschenk des Ehemannes an die Ehefrau auf den ersten 
Hochzeitstag gehandelt habe. Hinzu komme, dass der Kaufvertrag auf den Namen 
der Ehefrau laute, ihre Unterschrift trage und das Fahrzeug auch auf ihren Namen 
eingelöst worden sei. Entscheidend sei aber das Beweisergebnis der zu dieser 
Thematik befragten Zeugen (act. B.1, S. 22 ff.). Bei Letzteren handelt es sich um 
Q.________, Mutter der Ehefrau, und R.________, Bruder der Ehefrau.

Seite  17 — 35

5.1.2. In seiner Berufung macht der Ehemann geltend, bei der Frage, ob der Jeep 
Cherokee eine Schenkung im rechtlichen Sinne darstelle oder nicht, handle es 
sich um eine Rechts- und nicht eine Tatfrage. Diese Frage könne somit nicht von 
Zeugen beantwortet werden. Im Berufungsverfahren bringt der Ehemann zudem 
erstmals vor, dass er der Ehefrau das Fahrzeug zur Verfügung gestellt habe, das 
heisst sie habe das Fahrzeug gebrauchen und benützen können (act. A.1, S. 10). 
Diese Behauptung stellt ein unzulässiges Novum dar. Im vorinstanzlichen Verfah-
ren machte der Ehemann lediglich geltend, er habe der Ehefrau das Fahrzeug 
gekauft (vorinstanzliche act. I./2, S. 8 und act. I./4, S. 5). In Anwendung von 
Art. 317 ZPO ist deshalb einzig diese letzte, vorinstanzliche Behauptung zu 
berücksichtigen.

5.1.3. Die Ehefrau machte in Bezug auf den Jeep Cherokee stets eine Schenkung 
seitens des Ehemannes respektive ihr unentgeltlich zugefallenes Eigengut im Sin-
ne von Art. 198 Ziff. 2 ZGB geltend (vorinstanzliche act. I./3, S. 16 und act. I/5, 
S. 6). Demgegenüber bestritt der Ehemann die Schenkung mit seiner Klagereplik 
vom 20. Februar 2015 (vorinstanzliches act. I.4, S. 5). Nach der allgemeinen Be-
weisregel (Art. 8 ZGB) trifft die Ehefrau die Beweislast dafür, dass es sich beim 
Fahrzeug um ihr Eigengut handelt. Als Beweismittel offerierte die Ehefrau insbe-
sondere die Befragung ihrer Eltern und ihres Bruders als Zeugen (vorinstanzliche 
act. V./1-2), den Kaufvertrag (vorinstanzliches act. III./3), den Fahrzeugausweis 
(vorinstanzliches act. III./10) sowie die Parteibefragung. Die Vorinstanz berück-
sichtigte als Indizien für eine Schenkung sowohl den Kaufvertrag (in Bezug auf die 
Käuferschaft und das Datum) als auch den Fahrzeugausweis (in Bezug auf die 
Halterschaft des Fahrzeuges). Für die Frage, ob eine Schenkung vorlag oder 
nicht, stellte die Vorinstanz aber vornehmlich auf die Zeugenaussagen der Mutter 
und des Bruders der Ehefrau ab (act. B.1, S. 22 ff.).

Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der Ehemann in seiner Beru-
fung nicht auseinander. So macht der Ehemann weder eine allfällige Unglaubhaf-
tigkeit der einvernommenen Zeugen geltend noch rügt er allgemein die Beweis-
würdigung seitens der Vorinstanz. Er beschränkt sich vielmehr auf den Hinweis, 
dass es sich vorliegend um eine Rechtsfrage handle, die nicht von Zeugen beant-
wortet werden könne (act. A.1, S. 9 f.). Beweisgegenstand ist grundsätzlich nur 
eine Tatsache, nichts Rechtliches (Christian Leu, in: Brunner/Gasser/Schwander 
[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Art. 1‒196 ZPO, 2. Auf-
lage, Zürich 2016, N 46 zu Art. 150 ZPO). Mit der Tatfrage wird der Sachverhalt 
festgestellt und die Antwort nach der Verwirklichung der rechtserheblichen Tatsa-
che gesucht. Rechtsfrage ist demgegenüber die rechtliche Würdigung der festge-

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stellten oder mangels Bestreitung als bestehend anzunehmenden Tatsachen, das 
heisst die korrekte Subsumtion eines Sachverhaltes unter die einschlägigen 
Rechtsnormen und die richtige Bestimmung der Rechtsfolgen (Kurt Blickenstorfer, 
in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 19 f. zu Art. 320 ZPO; 
vgl. auch BGE 138 III 659 E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen). Bei "Schenkung" han-
delt es sich nicht zwingend um einen juristisch-technischen Begriff (Art. 239 ff. 
OR). Ihm wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Bedeutung von "unentgeltliche 
Zuwendung" beigemessen. Im Gegensatz zur Argumentation des Ehemannes ha-
ben die Zeugen den Begriff "Schenkung" denn auch gemäss dem allgemeinen 
Sprachgebrauch verwendet und nicht im rechtlichen Sinne, womit sie einzig ihre 
eigene Meinung darüber geäussert haben, was die Beteiligten dachten und woll-
ten. Beispielsweise lässt sich der Zeugenbefragung der Mutter entnehmen, dass 
sie sich noch erinnern könne, wie ihre Tochter (die Ehefrau) ihr mitgeteilt habe, sie 
hätte dieses Fahrzeug geschenkt erhalten. Entsprechend tätigten die Zeugen kei-
ne rechtliche Würdigung, sondern sagten aus, dass die Tochter beziehungsweise 
die Schwester (Ehefrau) den Jeep Cherokee unentgeltlich vom Ehemann erhalten 
habe. Dabei handelt es sich um eine Tatfrage, die einem Beweisverfahren 
zugänglich ist. Die Rüge des Ehemannes ist nicht zu hören. Zudem ist der Vorin-
stanz beizupflichten, dass der Kaufvertrag und der Fahrzeugausweis Indizien für 
eine Schenkung darstellen. Was die Würdigung der Zeugenaussagen anbelangt, 
erscheint zumindest fraglich, ob die Vorinstanz diesen zu Recht entscheidende 
Bedeutung beigemessen hat. Keiner der Zeugen vermochte nämlich auszusagen, 
vom Ehemann persönlich vernommen zu haben, dass er der Ehefrau das Fahr-
zeug geschenkt habe. Die Zeugen berichteten also nicht über unmittelbare, eigene 
Wahrnehmungen, sondern über Kenntnisse, die vom Hörensagen stammen. Die 
Zeugenaussagen genügen aber jedenfalls als weitere Indizien für das Vorliegen 
einer Schenkung. Die vorhandenen Indizien (Kaufvertrag, Fahrzeugausweis, An-
lass des Kaufes und Zeugenaussagen) lassen den Schluss zu, dass der Ehemann 
in Schenkungsabsicht gehandelt hat. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die 
Ehefrau ihrer Beweislast nachgekommen ist und der Jeep Cherokee dem Eigen-
gut der Ehefrau zuzuweisen ist.

Die Vorbringen des Ehemannes sind im Übrigen auch nicht gänzlich wider-
spruchsfrei. So führt er selbst in seiner begründeten Klage vom 28. Oktober 2014 
aus, damit einverstanden zu sein, dass in Bezug auf die Fahrzeuge kein güter-
rechtlicher Ausgleich stattfinde. Die Ehefrau behalte den Jeep Cherokee, er den 
Anteil am Wohnmobil (act. I./2, S. 8).

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5.2.1. In Bezug auf die behaupteten Investitionen des Ehemannes in die Ferien-
häuser in I.________ und P.________ (vgl. vorstehend E. 5.) erwog die Vorin-
stanz, dass die Ehefrau Investitionen des Ehemannes in der Höhe von 
CHF 61'000.00 anerkannt habe und der Ehemann mangels weiteren Nachweises 
lediglich in diesem Umfang Investitionen geltend gemacht habe. Die Vorinstanz 
berücksichtigte die Investitionen des Ehemannes in der Höhe von CHF 61'000.00 
als Errungenschaft des Ehemannes beziehungsweise als Ersatzforderung seiner 
Errungenschaft gegen das Eigengut der Ehefrau. Im angefochtenen Entscheid 
fehlt jedoch jede diesbezügliche Begründung der Vorinstanz (act. B.1). Dies, ob-
wohl der Ehemann im vorinstanzlichen Verfahren zumindest teilweise Eigengut an 
den Investitionen behauptet hatte (vorinstanzliches act. I./2, S. 7), was von der 
Ehefrau wiederum bestritten worden war (vorinstanzliches act. I./3, S. 15 f.). Es ist 
daher nicht nachvollziehbar, von welchen Überlegungen sich die Vorinstanz bei 
der ihr obliegenden Prüfung und Gütermassenzuordnung der Investitionen leiten 
liess. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. auch 
Art. 53 Abs. 1 ZPO) folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu be-
gründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte be-
schränken. Die Begründung muss aber so abgefasst sein, dass sich der Betroffe-
ne über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller 
Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne 
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 134 I 83 
E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Insofern muss sich die Vorinstanz eine Verletzung 
der Begründungspflicht als Bestandteil des rechtlichen Gehörs vorwerfen lassen. 
Diese erweist sich allerdings nicht als derart schwerwiegend, dass im jetzigen Ver-
fahrensstadium eine Rückweisung an die Vorinstanz angezeigt wäre. Sie kann 
vielmehr dadurch geheilt werden, dass das Berufungsgericht, welches über eine 
volle und somit die gleiche Kognition wie die Vorinstanz verfügt, die unterbliebene 
Auseinandersetzung mit den Argumenten des Ehemannes nachholt (vgl. nachste-
hend E. 5.2.3. f.).

5.2.2. Der Ehemann rügt, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass die Inves-
titionen in die Ferienhäuser in I.________ und P.________ aus seinem Eigengut 
stammten. Sein Eigengut habe deshalb gegenüber dem Eigengut der Ehefrau ei-
ne Ersatzforderung in der Höhe von CHF 61'000.00. Zur Begründung dieser Rüge 
führt der Ehemann lediglich aus, er habe den Umstand, dass die Investitionen aus 

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Eigengut stammten in den Rechtsschriften nachgewiesen (act. A.1, S. 10). Eine 
weitergehende Begründung für die Zuordnung der Investitionen ins Eigengut des 
Ehemannes findet sich in der Berufungsschrift nicht. Der Ehemann legt somit in 
seiner Berufungsschrift nicht beziehungsweise nicht genügend substantiiert dar, 
weshalb die Investitionen aus seinem Eigengut getätigt worden sein sollen. Er 
verweist pauschal auf die vorinstanzlichen Rechtsschriften. Mit diesem Verweis 
kommt der Ehemann seiner Obliegenheit, die Behauptungen in der Berufungs-
schrift bestimmt und vollständig aufzustellen, nicht rechtsgenügend nach. Es ist 
nicht Sache der Berufungsinstanz, die massgeblichen Tatsachenbehauptungen 
anhand der Verweise des Ehemannes in den Akten der Vorinstanz zu ergründen. 
Im Ergebnis erweist sich die Berufungsbegründung betreffend Zuordnung der In-
vestitionen ins Eigengut des Ehemannes als derart mangelhaft, dass auf die Rüge 
nicht einzutreten ist.

In Anbetracht der ungenügenden Begründung der Vorinstanz hinsichtlich der Zu-
ordnung der Investitionen in die Errungenschaft des Ehemannes (vgl. vorstehend 
E. 5.2.1.) ist nachstehend aufzuzeigen, dass selbst wenn auf die Rüge betreffend 
die Zuordnung der Investitionen einzutreten wäre, die Geltendmachung einer Er-
satzforderung des Eigengutes des Ehemannes gegenüber dem Eigengut der Ehe-
frau erfolglos bleiben würde, da sie in materieller Hinsicht abzuweisen wäre.

5.2.3. Hinsichtlich der Investitionen haben die Parteien vor Vorinstanz folgende 
Behauptungen aufgestellt: Der Ehemann machte in seiner begründeten Klage vom 
28. Oktober 2014 geltend, dass er an den Kaufpreis des Ferienhauses in 
I.________ einen Betrag von CHF 50'000.00 aus Eigengut bezahlt habe. Zudem 
habe er für den Einbau einer neuen Heizung und neuer Fenster CHF 22'000.00 
aus Eigengut bezahlt. In Bezug auf das Ferienhaus in P.________ seien ver-
schiedene Arbeiten für insgesamt CHF 43'000.00 ausgeführt worden. Diesbezüg-
lich machte der Ehemann ausdrücklich kein Eigengut geltend (vorinstanzliches 
act. I./2, S. 7 f.). Die Ehefrau führte sodann in ihrer Klageantwort vom 23. Dezem-
ber 2014 aus, der Ehemann habe CHF 20'000.00 an den Kaufpreis des Ferien-
hauses in I.________ bezahlt. Der Ehemann lege aber nicht näher dar, weshalb 
dieses Geld Eigengut von ihm sein sollte. Jedenfalls habe der Ehemann ihr diesen 
Betrag geschenkt. Zur letzten Behauptung offerierte die Ehefrau als Beweismittel 
die Einvernahme ihres Bruders als Zeuge. Zudem seien die behaupteten Investiti-
onen zu hoch (vorinstanzliches act. I./3, S. 15 f.). Während der Ehemann replican-
do die Schenkung von CHF 20'000.00 bestritt (vorinstanzliches act. I./4, S. 6), hielt 
die Ehefrau duplicando an der Schenkung von CHF 20'000.00 an den Kaufpreises 
des Ferienhauses in I.________ fest. Zusätzlich offerierte sie als Beweismittel die 

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Einvernahme ihrer Eltern als Zeugen. Zudem anerkannte die Ehefrau Investitionen 
seitens des Ehemannes aus Errungenschaft von CHF 18'000.00 in das Ferien-
haus in I.________ und CHF 23'000.00 in das Ferienhaus in P.________ (vorin-
stanzliches act. I./5, S. 6 f.).

Anlässlich ihrer Einvernahme als Zeugin vom 6. Oktober 2015 sagte die Mutter 
der Ehefrau aus, ihr Ehemann beziehungsweise der Vater der Ehefrau habe be-
richtet, der Schwiegersohn (Ehemann) habe ihm gesagt, dass es sich beim Kauf 
des Ferienhauses in I.________ um ein Geschenk von ihm handle. Auch in Bezug 
auf den Einbau der neuen Heizung und der neuen Fenster im Ferienhaus in 
I.________ habe der Schwiegersohn mitgeteilt, dass es sich dabei um ein Ge-
schenk handle (vorinstanzliches act. V./2, S. 5). Demgegenüber vermochte der 
gleichentags als Zeuge einvernommene Bruder der Ehefrau nicht zu bestätigen, 
dass der Ehemann die an den Kaufpreis des Ferienhauses in I.________ bezahl-
ten CHF 20'000.00 der Ehefrau geschenkt hätte (vorinstanzliches act. V./1, S. 3).

Im Rahmen seines Schlussvortrages anlässlich der Hauptverhandlung vom 
18. November 2015 machte der Ehemann erstmals in Bezug auf beide Ferienhäu-
ser eine Ersatzforderung seines Eigengutes in der Höhe von insgesamt 
CHF 61'000.00 gegenüber dem Eigengut der Ehefrau geltend. Dies entspricht den 
von der Ehefrau in ihrer Duplik anerkannten Investitionen seitens des Ehemannes 
in die beiden Ferienhäuser in I.________ und P.________ (CHF 61'000.00 = 
CHF 38'000.00 [CHF 20'000.00 + CHF 18'000.00] betreffend Ferienhaus in 
I.________ und CHF 23'000.00 betreffend Ferienhaus in P.________). Im Schrif-
tenwechsel hatte der Ehemann noch ausdrücklich lediglich Investitionen seines 
Eigengutes ins Ferienhaus in I.________ geltend gemacht. Zudem bringt der 
Ehemann erstmals vor, er habe seine Erbschaften in die beiden Ferienhäuser in 
I.________ und P.________ investiert (vorinstanzliches act. VII./3, S. 7). Wie be-
reits erwähnt, unterliegt die güterrechtliche Auseinandersetzung der Verhand-
lungs- und Eventualmaxime (vorstehend E. 3.). Die zivilprozessuale Eventualma-
xime verpflichtet die Parteien, alle Angriffs- oder Verteidigungsmittel bis zu einem 
bestimmten Zeitpunkt vorzubringen. Das Novenrecht verdeutlicht die Eventualma-
xime, indem es die Frage regelt, bis zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Be-
dingungen die Parteien neue Tatsachen und Beweismittel in den Prozess einbrin-
gen können. In der ZPO gilt der Grundsatz, dass die Parteien nach der Begrün-
dung und der Beantwortung der Klage in jedem Fall das Recht haben, je ein zwei-
tes Mal unbeschränkt Tatsachenbehauptungen und Beweisanträge vorzutragen 
(vgl. BGE 140 III 312 E. 6.3.2.3). Danach kommt es zum Aktenschluss, nach wel-
chem Noven nur noch beschränkt zulässig sind (für das ordentliche Verfahren vgl. 

Seite  22 — 35

Art. 229 ZPO; Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 
16 46 vom 28. September 2016 E. 4.b/cc)). Die Vorinstanz hatte einen doppelten 
Schriftenwechsel angeordnet (Art. 225 ZPO; vorinstanzliche act. I./4-5 und 
act. IV./11). Im Zeitpunkt der Schlussvorträge anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 18. November 2015 war der Aktenschluss im Sinne von Art. 229 Abs. 1 ZPO 
bereits eingetreten. Die Vorbringen des Ehemannes erweisen sich somit als ver-
spätet. Der Ehemann hätte diese neuen Tatsachenbehauptungen bereits mit sei-
ner schriftlichen Replik vom 20. Februar 2015 oder – unter Beachtung der Ein-
schränkungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO – spätestens zu Beginn der Hauptver-
handlung vorbringen müssen, aber nicht erst anlässlich des Schlussvortrages. Da 
in Bezug auf die vom Ehemann getätigten Investitionen in die Ferienhäuser der 
angefochtene Entscheid ungenügend begründet ist und die vom Ehemann geltend 
gemachte Ersatzforderung demnach geprüft werden muss, ist zu berücksichtigen, 
dass diese Tatsachenbehauptungen verspätet erfolgten und darum unzulässig 
sind, obwohl dies letztendlich nicht entscheidend ist.

Auch die Ehefrau bringt in ihrem Schlussvortrag anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 18. November 2015 neue Tatsachenbehauptungen vor. So führte sie auf-
grund der Zeugenaussagen ihrer Mutter erstmals aus, dass ihr die Kosten der Un-
terhaltsarbeiten am Ferienhaus in I.________ (Einbau einer neuen Heizung und 
neuer Fenster) vom Ehemann ebenfalls geschenkt worden seien (vorinstanzliches 
act. VII./4, S. 8). Diesbezüglich gilt das vorstehend zu den neuen Tatsachenbe-
hauptungen des Ehemannes anlässlich seines Schlussvortrages Gesagte. Die 
verspäteten Vorbringen der Ehefrau können nicht mehr berücksichtigt werden. Die 
Vorinstanz hat dies, ohne den Entscheid genügend zu begründen, im Übrigen 
auch nicht getan.

5.2.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Ehemann Investitionen aus 
seinem Eigengut in der Höhe von CHF 38'000.00 (CHF 61'000.00 ./. 
CHF 23'000.00) in das Ferienhaus in I.________ rechtsgenüglich behauptet hat. 
Die Beweislast für diese Behauptung trägt er selbst (Art. 8 ZGB). Wer Investitio-
nen aus einer bestimmten Gütermasse in einen Vermögenswert des anderen 
Ehegatten behauptet, hat einen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwi-
schen dem Verbrauch bestimmter Geldbeträge und der Bezahlung konkreter 
Rechnungen nachzuweisen. Beweisthema im Falle von Investitionen durch Geld-
zahlungen ist daher nicht bloss der Vergleich der jeweiligen Vermögen, sondern 
der konkrete Zusammenhang zwischen Zahlung des einen Ehegatten und getilgter 
Schuld beim anderen Ehegatten, das heisst der Zahlungsfluss von der einen in die 
andere Gütermasse im Einzelfall (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2009 

Seite  23 — 35

5A_822/2008 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2009 
5A_605/2008 E. 6.5; Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubün-
den ZK1 11 23 vom 24. April 2012 E. 4d/bb.; Regina E. Aebi-Müller/Laura Jetzer, 
Beweislast und Beweismass im Ehegüterrecht, AJP 2011, S. 287 ff., S. 301 
Fn. 126). Dieser Beweislast ist der Ehemann vorliegend nicht nachgekommen. So 
zeigt er beispielsweise nicht anhand einer einzigen Rechnung auf, dass die Be-
zahlung einer bestimmten Investition für das Ferienhaus in I.________ aus seinem 
Eigengut erfolgt wäre (vgl. auch vorinstanzliche act. III./13-15). Demnach hat er 
weder die Herkunft aus Eigengut genügend behauptet noch ist es ihm gelungen, 
die tatsächliche Investition von seinem Eigengut in das Eigengut der Ehefrau voll 
zu beweisen. Was die Investitionen in der Höhe von CHF 23'000.00 in das Ferien-
haus in P.________ anbelangt, hat er zwar von ihm getätigte Investitionen rechts-
genüglich behauptet, jedoch nicht, dass diese aus seinem Eigengut stammten. 
Demgegenüber hat die Ehefrau rechtsgenüglich behauptet, dass der Ehemann an 
den Kaufpreis des Ferienhauses in I.________ CHF 20'000.00 als Geschenk an 
sie bezahlt habe und dass er in jenes Ferienhaus zusätzlich CHF 18'000.00 inves-
tiert habe, wobei der Betrag nicht aus seinem Eigengut stamme. Zudem hat sie 
rechtsgenüglich vorgebracht, dass der Ehemann in das Ferienhaus in P.________ 
CHF 23'000.00 investiert habe. Dabei handle es sich wiederum nicht um Eigengut 
des Ehemannes. Da die Ehefrau die Zahlung des Ehemannes an den Kaufpreis 
des Ferienhauses in I.________ anerkannte, trägt sie die Beweislast für die von 
ihr geltend gemachte Schenkung (Art. 8 ZGB; Art. 200 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 198 
Ziff. 2 ZGB; Regina E. Aebi-Müller/Laura Jetzer, a.a.O., S. 298 f.). Dazu sagte ein-
zig die Mutter der Ehefrau als Zeugin aus, ihr Ehemann (Vater der Ehefrau) habe 
gesagt, der Schwiegersohn hätte der Ehefrau den Betrag an den Kaufpreis ge-
schenkt. Die Mutter berichtete damit (wiederum) nicht über unmittelbare Wahr-
nehmungen, sondern lediglich über Kenntnisse, die vom Hörensagen stammten. 
Hinzu kommt, dass die Aussage weder über den Anlass noch die Umstände der 
Zahlung Aufschluss gibt. Die Aussage der Mutter genügt jedenfalls nicht zur Er-
bringung des erforderlichen vollen Beweises, dass es sich bei der Kaufpreiszah-
lung um eine Schenkung gehandelt hatte. Der Ehefrau misslingt somit der Schen-
kungsbeweis und sie vermag ihre Beweislast nicht zu erfüllen. Der Errungenschaft 
des Ehemannes steht deshalb eine Ersatzforderung in der Höhe von 
CHF 61'000.00 gegen das Eigengut der Ehefrau zu. Entgegen der Auslegung des 
angefochtenen Entscheides durch die Ehefrau (act. A.2, S. 12) ist auch die Vorin-
stanz zu Recht zu dieser Schlussfolgerung gelangt und ging von Investitionen des 
Ehemannes aus Errungenschaft aus. Wäre die Vorinstanz tatsächlich, wie seitens 
der Ehefrau vorgebracht, von einer Schenkung seitens des Ehemannes ausge-

Seite  24 — 35

gangen, hätte sie die Investitionen nicht als Ersatzforderung der Errungenschaft 
des Ehemannes in der Berechnung respektive den Erwägungen aufgeführt. Die 
Vorinstanz unterliess es jedoch fälschlicherweise, die Schuld des Eigengutes der 
Ehefrau in ihrer Vorschlagsberechnung zu berücksichtigen (vgl. act. B.1, S. 19). 

5.3. Obgleich nicht Berufungsgegenstand ist in Bezug auf die erstinstanzliche 
Vorschlagsberechnung zudem anzumerken, dass die Vorinstanz die anerkannten 
Erbschaften des Ehemannes von insgesamt CHF 70'011.55 vollumfänglich als 
Eigengut berücksichtigt hat. Dies, ohne zu prüfen, ob die Erbschaften am Stichtag 
der Auflösung des Güterstandes noch vorhanden waren, und wenn ja, in welcher 
Höhe (act. B.1, S. 20). Dieses Vorgehen wird von keiner Partei gerügt (act. A.1 
und act. A.2). Entsprechend sind die Erbschaften des Ehemannes in der Höhe von 
CHF 70'011.55 als erstellt zu erachten und in die Vorschlagsberechnung als sein 
Eigengut einzubeziehen.

5.4. Die Vorinstanz versäumte es, die Schuld des Eigengutes der Ehefrau als 
Gegenstück zur Ersatzforderung der Errungenschaft des Ehemannes zu berück-
sichtigen (vorstehend E. 5.2.4.). Offensichtliche Fehler bei der Vorschlagsberech-
nung der Vorinstanz sind von Amtes wegen zu korrigieren. Dies führt zur Vermin-
derung des güterrechtlichen Anspruchs der Ehefrau. Nachstehend sind deshalb 
auch die zusätzlichen Rügen der Ehefrau betreffend die güterrechtliche Auseinan-
dersetzung zu prüfen (nachstehend E. 6.).

6. Die Ehefrau bringt als eigene Rüge im Berufungsverfahren vor, die Vorin-
stanz sei zu Unrecht ohne weiteres davon ausgegangen, dass der Saldo auf dem 
Konto der S.________ in der Höhe von USD 162'175.00 Eigengut des Eheman-
nes darstelle. Ohne vollständige Offenlegung des oder der Konten bei der 
T.________ in L.________ könne nämlich die Herkunft der überwiesenen 
USD 163'000.00 nicht geklärt werden. Entsprechend sei nicht geklärt, wie dieser 
Betrag auf das Konto des Ehemannes bei der T.________ in L.________ gekom-
men sei, von wo aus das Geld auf sein Konto bei der S.________ überwiesen 
worden sei. Die von der Vorinstanz vorgenommene Plausibilitätsprüfung sei be-
reits ansatzweise falsch. So habe die Vorinstanz den angeblichen Verkaufspreis 
von Ägyptischen Pfund (EGP) 1'050'000.00 zum Kurs vom 12. November 2012 in 
Schweizer Franken umgerechnet. Transferiert worden seien USD 163'000.00. 
Zum massgebenden Kurs hätten jedoch EGP 1'050'000.00 USD 172'258.00 be-
tragen. Somit sei die vorinstanzliche Sachverhaltsdarstellung, wonach dieses Geld 
aus dem Verkauf des Ferienhauses stamme, nicht bewiesen und daher willkürlich. 
Zudem habe die Vorinstanz den Anspruch der Ehefrau auf rechtliches Gehör ver-

Seite  25 — 35

letzt, indem sie den Kaufvertrag (vorinstanzliches act. II./24) erst nach der Haupt-
verhandlung übersetzten liess. Wäre diese Urkunde übersetzt im Schriftenwechsel 
eingereicht worden, hätte die Ehefrau entsprechende weitere Behauptungen in 
ihre Duplik aufnehmen können. Unabhängig davon könne der Übersetzung des 
Kaufvertrages entnommen werden, dass der Ehemann das Ferienhaus erst im 
Jahr 2012 "definitiv" gekauft habe. Somit sei der Kauf während der Ehe der Par-
teien erfolgt und die USD 163'000.00 würden Errungenschaft bilden (act. A.2, 
S. 13 ff.).

6.1. Die Vorinstanz erwog, aus den vom Ehemann eingereichten Akten gehe 
nach einhelliger Auffassung des Gerichts ausreichend und schlüssig hervor, dass 
der Ehemann das Ferienhaus in K.________ im Jahre 2003, mithin vor der Ehe-
schliessung, käuflich erworben habe und selbiges im März 2013 für 
EGP 1'050'000.00 wieder verkauft habe. Gemäss dem Umrechnungskurs vom 
12. November 2012 entsprechen EGP 1'050'000.00 einem Betrag von 
CHF [sic] 163'254.00. Zwar bilde die mündliche Übersetzung des Kaufvertrages 
kein entscheidendes Beurteilungskriterium, sie untermauere aber die Authentizität 
der vom Ehemann eingereichten Urkunden zusätzlich (act. B.1, S. 20 f.).

6.2. Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht von einem vorehelichen 
Erwerb des Ferienhauses in K.________ durch den Ehemann ausgegangen ist. 
Der Ehemann brachte in seiner begründeten Klage vom 28. Oktober 2014 vor, das 
Ferienhaus in K.________ zähle zu seinem vorehelichen Vermögen. Er habe es 
für USD 76'000.00 sowie EGP 28'462.76 erworben (vorinstanzliche act. I./2, S. 5 
und act. II./7 und 8). Die Ehefrau bestritt diese Behauptungen zwar nicht mit Kla-
geantwort vom 23. Dezember 2014, aber mit Klageduplik vom 21. April 2015 (vor-
instanzliche act. I./3 und act. 5, S. 6).

6.2.1. Aufgrund der Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs der Ehefrau ist 
vorab zu klären, ob die Vorinstanz ihre Erwägungen zu Recht – zumindest zur Un-
termauerung – auf den mündlich übersetzten Kaufvertrag stützte. Der Ehemann 
reichte den Kaufvertrag mit Klagereplik vom 20. Februar 2015 in arabischer Spra-
che ohne Übersetzung ins Recht (vgl. vorinstanzliches act. I./4, S. 6). In ihrer Kla-
geduplik vom 21. April 2015 bestritt die Ehefrau die Behauptungen des Eheman-
nes im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf des Ferienhauses und erachte-
te sie als unbewiesen. Zudem behielt sie sich vor, ein Originalexemplar zu sehen 
(vorinstanzliches act. I./5, S. 6). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. No-
vember 2015 verlangte die Ehefrau nach den ersten Parteivorträgen im Rahmen 

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der Beweisabnahme, die Originale der Kaufverträge mit beglaubigter Übersetzung 
(vorinstanzliches act. VII./2, S. 2).

Nach Art. 129 ZPO wird das Verfahren in der Amtssprache des zuständigen Kan-
tons geführt; bei mehreren Amtssprachen regeln die Kantone den Gebrauch der 
Sprachen (vgl. Art. 12 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000] in 
Verbindung mit dem Sprachengesetz des Kantons Graubünden [SpG; 
BR 492.100]). Die Pflicht zum Gebrauch der Amtssprache gilt nicht nur für die 
schriftlichen Eingaben und das Vorbringen in den Gerichtsverhandlungen, sondern 
generell auch für Urkunden. Es muss aber möglich sein, fremdsprachige Urkun-
den ins Recht zu legen, sofern diese von den Gerichtsmitgliedern und der Gegen-
partei verstanden werden (Julia Gschwend in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, 
N 6 zu Art. 129 ZPO). Fremdsprachige Beilagen, zum Beispiel Verträge, können 
vorderhand in ihrer Originalsprache eingereicht werden, sind aber auf Aufforde-
rung des Gerichts zu übersetzen (Adrian Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 129 ZPO). Sodann können fremdsprachige 
Urkunden nicht unbeachtlich bleiben, ohne dass zuvor der betroffenen Partei eine 
angemessene Nachfrist zur Übersetzung eingeräumt wurde. Dabei hat das Ge-
richt ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Eingabe bei Nichtbehebung des 
Mangels unbeachtet bleibt. Wird die Übersetzung innert der Nachfrist nachge-
reicht, gilt die Eingabe als am Tag des Einganges der ursprünglichen, nicht in der 
Amtssprache verfassten Fassung eingegangen (Julia Gschwend, a.a.O., N 9 zu 
Art. 129 ZPO).

Da der Ehemann den Kaufvertrag (vorinstanzliches act. II./24) mit seiner Klagere-
plik einreichte, offerierte er die Urkunde rechtzeitig als Beweis. Vorliegend kann 
ausgeschlossen werden, dass die Fremdsprache, in welcher der Vertrag abge-
fasst war, dem Gericht und den Parteien bekannt gewesen war. Grundsätzlich 
hätte die Vorinstanz dem Ehemann eine Nachfrist zur Einreichung einer schriftli-
chen Übersetzung ansetzen müssen. Stattdessen beschloss die Vorinstanz an-
lässlich der Beratung vom 18. November 2015, den Kaufvertrag in Bezug auf den 
Hauptinhalt mündlich übersetzen zu lassen (vorinstanzliches act. VII./5). Mit 
Schreiben vom 26. November 2015 stellte die Vorinstanz den Parteien das Proto-
koll der mündlichen Übersetzung zu, unter Ansetzung einer zehntägigen Frist zur 
Einreichung einer Stellungnahme. Dabei wies die Vorinstanz explizit darauf hin, 
dass sie je nach Anträgen den Punkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu 
Ende beraten beziehungsweise über einen allfälligen Antrag auf Einholung einer 

Seite  27 — 35

schriftlichen Übersetzung beraten werde (vorinstanzliches act. IV./39). Die Ehefrau 
monierte mit Stellungnahme vom 3. Dezember 2015 zwar das Vorgehen der Vor-
instanz, stellte aber keinen Antrag auf schriftliche Übersetzung des Actorums (vor-
instanzliches act. IV./41). Die Vorinstanz legte die aus der mündlichen Überset-
zung gewonnenen Erkenntnisse nicht einfach ihrem Entscheid zugrunde, sondern 
räumte den Parteien vorgängig die Gelegenheit zur Stellungnahme ein. Entspre-
chend hätte die Ehefrau in ihrer Stellungnahme eine schriftliche Übersetzung ver-
langen können. Die Vorgehensweise der Vorinstanz führt somit nicht zur Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs der Ehefrau. Im Übrigen ist anzumerken, dass selbst 
wenn eine Gehörsverletzung vorgelegen hätte, die Urkunde, entgegen der Auffas-
sung der Ehefrau, nicht als unbeachtlich zu erachten und aus den Akten zu neh-
men gewesen wäre, da es die Vorinstanz selbst gewesen war, welche es unter-
lassen hatte, dem Ehemann eine Nachfrist anzusetzen.

6.2.2. Aus dem Inhalt des sogenannten Preliminary Sale Contract (Vorvertrag) 
vom 9. April 2003 erhellt sich, dass es sich dabei um mehr als nur einen Vorver-
trag handelt. Mit diesem Vertrag verpflichteten sich die Parteien nämlich den Kauf- 
respektive Verkaufsvertrag abzuschliessen (vorinstanzliches act. II./23, S. 2 oben). 
In güterrechtlicher Hinsicht ist sodann entscheidend, dass sich der Ehemann mit 
diesem (Vor)Vertrag verpflichtet hat, den vollen Kaufpreis inkl. Extras innerhalb 
von vor der Heirat ablaufenden Zahlungsfristen zu bezahlen (vorinstanzliches 
act. II./23 S. 3 f.: 50 % des Kaufpreises innerhalb von 15 Tagen nach Unterzeich-
nung, USD 19'000.00 bis zum 24. Juli 2003 und USD 19'000.00 am Tag der 
Übergabe des Ferienhauses [das heisst bis zu sieben Monaten nach Unterzeich-
nung; siehe dazu S. 5]; vgl. zu den Extras, bezahlt am 8. Oktober 2003, vorin-
stanzliches act. II./8). Gemäss Vertrag verpflichtete sich der damalige Verkäufer, 
die für den Eigentumsübergang notwendigen Dokumente zur Verfügung zu stel-
len, nachdem alle Zahlungen erfolgt sind und das Ferienhaus übergeben worden 
ist (vorinstanzliches act. II./23, S. 10). In Anbetracht dessen, dass der Ehemann 
dasselbe Ferienhaus in K.________ wieder verkauft hat (vorinstanzliches 
act. II./26), was von der Ehefrau nicht bestritten wird, er mithin vorher Eigentümer 
des Ferienhauses gewesen war, lässt sich anhand des Vorvertrages vom 9. April 
2003 zusammen mit dem (vorinstanzlichen) Actorum 26 genügend beweisen, 
dass der Ehemann das Ferienhaus in K.________ vor der Ehe zumindest 
vollständig bezahlt hat. Wie von der Vorinstanz zu Recht erwogen, obgleich nicht 
alleine massgebend für die Beweiswürdigung, untermauert die Übersetzung des 
Kaufvertrages (vorinstanzliches act. II./24) diese Schlussfolgerung. So geht aus 
dem mündlich übersetzten Kaufvertrag hervor, dass der Ehemann das Ferienhaus 

Seite  28 — 35

in K.________ mit dem Vorvertrag vom 9. April 2003 gekauft hatte (vorinstanzli-
ches act. VII./5). Es bleibt somit zu prüfen, ob der Ehemann auch genügend be-
wiesen hat, dass der Saldo bei der S.________ ein Eigengutsurrogat aus dem 
Verkauf des Ferienhauses darstellt (nachstehend E. 6.3.).

6.3. Der Ehemann machte in seiner begründeten Klage vom 28. Oktober 2014 
geltend, dass er das Ferienhaus in K.________ im März 2013 verkauft und den 
Verkaufserlös von USD 162'175.00 auf ein Konto bei der S.________ einbezahlt 
habe. Dieses Konto stelle somit Eigengut dar (vorinstanzliches act. I./2, S. 6). In 
ihrer Klageantwort vom 23. Dezember 2014 hielt die Ehefrau dem entgegen, dass 
es sich bei diesem Konto um Errungenschaft des Ehemannes handle. Zudem 
stamme der Zahlungseingang von USD 162'175.00 auf das Konto vom Ehemann 
selbst. Er habe deshalb offenzulegen, von welchem Konto er diesen Betrag einbe-
zahlt habe (vorinstanzliches act. I./3, S. 10 und 14). In ihrer Klageduplik vom 
21. April 2015 bestritt die Ehefrau sodann allgemein die vom Ehemann getätigten 
Behauptungen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf des Ferienhauses in 
K.________ (vorinstanzliches act. I.5, S. 6). Anlässlich ihres Schlussvortrages, 
mithin verspätet, bestritt sie erstmals ausdrücklich den Verkaufspreis (vorinstanzli-
ches act. VII./4, S. 6; vgl. ferner ausführlich zum Aktenschluss/Novenverbot vor-
stehend E. 5.2.3.). 

6.3.1. Was den vom Ehemann geltend gemachten und von der Vorinstanz als er-
stellt erachteten Verkaufspreis von EGP 1'050'000.00 anbelangt, wird dieser im 
Berufungsverfahren seitens der Ehefrau nicht mehr bestritten und ist für die Beru-
fungsinstanz als erstellt zu erachten. Ebenfalls als erstellt zu erachten wäre, da die 
Ehefrau die diesbezügliche Feststellung der Vorinstanz nicht rügt, dass der Ehe-
mann das Ferienhaus im März 2013 verkauft hatte. Aus der mündlichen Überset-
zung des Kaufvertrages vom 12. November 2012 geht aber hervor, dass der 
Ehemann das Ferienhaus in K.________ nicht im März 2013, sondern bereits Mit-
te November 2012 verkauft hatte. Im März 2013 erfolgte dagegen die Überwei-
sung von USD 163'000.00 von einem auf ihn lautendes Konto bei der T.________ 
in L.________ auf das ebenfalls auf ihn lautende Konto bei der S.________ (vor-
instanzliches act. II./25). Die Vorinstanz ging somit zu Recht vom Umrechnungs-
kurs am 12. November 2012 aus. Aus dem übersetzten Vertrag ergibt sich näm-
lich, dass der Ehemann den Verkaufspreis bereits am 12. November 2012 erhal-
ten hatte. Am 12. November 2012 entsprachen EGP 1'050'000.00 
USD 171'931.97 (abrufbar unter: www.fxtop.com, wobei der Umrechnungskurs als 
notorische Tatsache gilt, die weder behauptet noch bewiesen werden muss).

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6.3.2. Der Umstand, dass die Parteien dem Güterstand der Errungenschaftsbetei-
ligung unterstehen, hat zur Folge, dass alles Vermögen eines Ehegatten bis zum 
Beweis des Gegenteils als Errungenschaft gilt (Art. 200 Abs. 3 ZGB). Somit hat 
der die Zugehörigkeit eines Gegenstandes zum Eigengut behauptende Ehegatte 
die Nachteile allfälliger Beweislosigkeit zu tragen. Ihm obliegt es nämlich, mit dem 
Beweis des Gegenteils die gesetzliche Vermutungsfolge zu entkräften (Regina E. 
Aebi-Müller/Laura Jetzer, a.a.O., S. 291). Der Ehemann trägt somit die Beweislast 
dafür, dass der Saldo auf dem Konto bei der S.________ aus dem Verkauf des 
Ferienhauses in K.________ stammt, weil sonst eine Zuordnung zum Eigengut 
nicht erfolgen kann. Der dem Ehemann obliegende Nachweis untersteht dem Re-
gelbeweismass des strikten Beweises. Danach gilt ein Beweis ("Vollbeweis") als 
erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit 
einer Sachbehauptung überzeugt ist. Erforderlich ist die volle Überzeugung, dass 
sich die zum Beweis verstellte Tatsache verwirklicht hat. Absolute Gewissheit 
kann dabei allerdings nicht verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vor-
liegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allen-
falls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2; BGE 132 
III 715 E. 3.1; Christian Leu, a.a.O., N 45 ff., insbes. N 52 ff., zu Art. 157; Peter 
Guyan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Basel 2017, N 7 ff. zu Art. 157 [wonach als 
Orientierungsgrösse eine numerische Wahrscheinlichkeit von 90 % herangezogen 
werden könne]). Von der T.________ in L.________ überwies der Ehemann 
nachweislich ein Betrag von USD 163'000.00 auf sein Konto bei der S.________. 
Die Herkunft aus Eigengut dieses Betrages geht aber weder aus dem entspre-
chenden Kontoauszug der S.________ noch aus dem Transaktionsbeleg oder 
einem anderen abgenommenen Beweismittel hervor. Mit Beweisverfügung vom 
3. September 2015 wurde der Ehemann von der Vorinstanz zur Edition sämtlicher 
Bankunterlagen aufgefordert. Daraufhin reichte er Bankunterlagen betreffend die 
U.________, die V.________ und die S.________ ein, jedoch legte er keinerlei 
Unterlagen betreffend die T.________ in L.________ offen. Auch fehlt eine Be-
gründung des Ehemannes für diese Absenz. Zwar führte er im Rahmen seiner 
persönlichen Befragung anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. November 
2015 aus, er verfüge über keinerlei Konti mehr in K.________ und habe für den 
Hausverkauf lediglich ein temporäres Konto (Bankdepot) gemacht (vorinstanzli-
ches act. VII./2, S. 3). Es ist aber nicht ersichtlich, weshalb es dem Ehemann nicht 
möglich gewesen sein sollte, zumindest Bankunterlagen betreffend seiner im 
Transaktionszeitpunkt bestehenden Kundenbeziehung zur T.________ in 
L.________ respektive Belege betreffend die Einzahlung des Verkauferlöses an-

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zufordern und ins Recht zu legen. Diesbezügliche Beweisschwierigkeiten, bei-
spielsweise infolge Zeitablaufs, sind nicht ersichtlich und wurden zu Recht auch 
nicht behauptet. Einzig der eingereichte Transaktionsbeleg (SWIFT-Beleg; vorin-
stanzliches act. II./25) vermag ein Indiz für eine Verbindung zwischen dem Ver-
kaufserlös und dem fraglichen Saldo herzustellen. Allerdings sprechen auch ge-
wichtige Tatsachen dagegen. So ist nicht ersichtlich und auch nicht behauptet 
worden, weshalb der überwiesene Betrag nicht identisch (abzüglich Spesen und 
Gebühren) zum Kaufpreis ist. Diese betragsmässige Differenz weckt Zweifel an 
der geltend gemachten Herkunft der überwiesenen US Dollar, lässt sie sich doch 
kaum (einzig) auf Spesen und Gebühren zurückführen. Hinzu tritt die Tatsache, 
dass die Vorinstanz den Kaufpreis ohne weitere Begründung in Schweizer Fran-
ken umrechnete, obschon der Überweisungsbetrag und der Saldo auf US Dollar 
lauteten. Der Vergleich der Beträge durch die Vorinstanz verliert somit zusätzlich 
an Aussagekraft. Die blosse Möglichkeit, dass der Saldo und somit das durch den 
Ehemann sich selbst überwiesene Geld aus dem Verkauf stammt, genügt für sich 
allein, ohne das Vorliegen weiterer Indizien, nicht und vermag keinen Beweis zu 
erbringen. Dem Ehemann gelingt es nicht, das Gericht voll davon zu überzeugen, 
dass die Mittel nicht Errungenschaft darstellen. Entgegen der Auffassung der Vor-
instanz kann damit der Ehemann den erforderlichen Vollbeweis der Herkunft aus 
Eigengut nicht erbringen, weshalb es bei der gesetzlichen Vermutung von Art. 200 
Abs. 3 ZGB bleibt und der Saldo auf dem Konto bei der S.________ somit zur Er-
rungenschaft des Ehemannes zu rechnen ist.

7.1. Im Lichte der vorstehenden Erwägungen sowie der im Rahmen des Beru-
fungsverfahrens angefochtenen respektive gerügten Punkte des vorinstanzlichen 
Entscheids ergibt sich damit folgende Vorschlagsberechnung: 

Vermögen per 01.09.2013 Eigengut 
Ehemann

Eigengut 
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehemann

Ferienhäuser I.________ und 
P.________

CHF 0.00

./. Hypothek CHF 0.00

./. Ersatzforderung investiertes Geld -CHF 61'000.00 CHF 61'000.00

Netto -CHF 61'000.00 CHF 61'000.00

Vermögen Ehemann

Konto U.________ CHF 46'132.75 CHF 30'920.10

Lebensvers. Police W.________ CHF 29'860.50 CHF 21'145.95

Lebensvers. Police X.________ CHF 8'465.05 CHF 9'557.60

Konto S.________ CHF 151'473.64

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Erbschaften CHF 70'011.55 -CHF 70'011.55

Netto CHF 154'469.85 CHF 143'085.74

Vermögen Ehefrau

Konto Y.________ CHF 628.13

Konto Z.________ CHF 835.30

Jeep Cherokee CHF 8'000.00

Netto CHF 8'000.00 CHF 1'463.43

Eigengut Ehe-
mann

Eigengut Ehe-
frau

Errungenschaft 
Ehefrau

Errungenschaft 
Ehemann

TOTAL CHF 154'469.85 -CHF 53'000.00 CHF 1'463.43 CHF 204'085.74

Vorschlag CHF 205'549.17

Vorschlagsanteil 
pro Ehegatte

CHF 102'774.59

Zur vorstehenden Vorschlagsberechnung ist anzumerken, dass, wie bereits er-
wähnt, offensichtliche Fehler bei der Berechnung der Vorinstanz von Amtes we-
gen zu korrigieren sind. Die Vorinstanz hat es vorliegend unterlassen, wie auch 
vom Ehemann gerügt, die Ersatzforderung der Errungenschaft des Ehemannes in 
Höhe von CHF 61'000.00 als Schuld vom Eigengut der Ehefrau abzuziehen (vgl. 
vorstehend E. 5.2.4. und E. 5.4.).

Was den in der Vorschlagsberechnung berücksichtigten Wert des Jeeps Cherokee 
am Stichtag anbelangt, ist anzumerken, dass die Ehefrau diesen in ihrem 
Schlussvortrag auf CHF 8'000.00 quantifizierte (vorinstanzliches act. VII./4, S. 8). 
Da sie duplicando noch einen Wert von CHF 12'000.00 geltend gemacht hatte 
(vorinstanzliches act. I./5, S. 6) und es sich um Eigengut von ihr handelt, muss die 
Quantifizierung auf CHF 8'000.00 als Zugeständnis und damit als zulässig erach-
tet werden. Der Wert des Jeeps wie auch derjenige der Ferienhäuser in 
I.________ und P.________ ist aber vorliegend ohnehin unerheblich, da es sich 
um Eigengut der Ehefrau handelt und alle diese Vermögenswerte bei ihr verblei-
ben und in Bezug auf die Ferienhäuser kein Minder- bzw. Mehrwert thematisiert 
wurde.

7.2. Gestützt darauf lässt sich für die Ehefrau der folgende güterrechtliche An-
spruch errechnen:
Anspruch Ehefrau 
Vorschlagsanteil CHF 102'774.59

Eigengut -CHF 53'000.00

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Total CHF 49'774.59

Zuweisung Ehefrau
Ferienhäuser I.________ und P.________ CHF 0.00

Jeep Cherokee CHF 8'000.00

Konto Y.________ CHF 628.13

Konto Z.________ CHF 835.30

Total CHF 9'463.43

FORDERUNG GEGENÜBER EHEMANN CHF 40'311.16

Anspruch Ehemann
Vorschlagsanteil CHF 102'774.59

Eigengut CHF 154'469.85

Total CHF 257'244.44

Zuweisung Ehemann
Konto U.________ CHF 77'052.85

Lebensvers. Police W.________ CHF 51'006.45

Lebensvers. Police X.________ CHF 18'022.65

Konto S.________ CHF 151'473.64

Total CHF 297'555.59

SCHULD GEGENÜBER EHEFRAU CHF 40'311.16 CHF 0.00

7.3. Die Ehefrau hätte gegenüber dem Ehemann einen güterrechtlichen An-
spruch in Höhe von CHF 40’311.15. Die Vorschlagsberechnung würde damit auf 
Seiten der Ehefrau zu einem höheren Anspruch wie von der Vorinstanz festge-
setzt führen. Im Berufungsverfahren gilt jedoch – soweit wie vorliegend die Dispo-
sitionsmaxime zur Anwendung gelangt – das Verschlechterungsverbot (Verbot der 
reformatio in peius). Dieses besagt, dass die Rechtsmittelinstanz das angefochte-
ne Urteil nicht zu Ungunsten der rechtsmittelführenden Partei abändern darf, es 
sei denn, die Gegenpartei habe ebenfalls ein Rechtsmittel ergriffen (BGE 129 III 
417 E. 2.1.1). Da vorliegend die Ehefrau keine Anschlussberufung erhoben hat 
und damit das Verbot der reformatio in peius zu beachten ist, verbleibt es bei der 
vorinstanzlichen Ausgleichszahlung und der höhere Anspruch hat unberücksichtigt 
zu bleiben. 

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Nach dem Gesagten erweist sich Ziffer 3 der Berufungsanträge in materieller Hin-
sicht als unbegründet und ist darum abzuweisen, sofern darauf eingetreten wer-
den kann (vgl. vorstehend E. 5.2.2.).

8.1. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den seitens der 
Ehefrau mit Berufungsantwort eingereichten Beilagen um zulässige echte Noven 
handelt, die rechtzeitig eingereicht wurden (vgl. act. A.2, S. 10 und act. C.1). In 
Anbetracht der vorstehenden Erwägungen erübrigt sich aber ein weiteres Einge-
hen auf diese Urkunden.

8.2. Die Ehefrau stellt in ihrer Berufungsantwort sodann einen Antrag auf Edition 
sämtlicher Bankunterlagen, insbesondere betreffend Zahlung Wohnmobil 
(act. A.2, S. 11). Dieser Editionsantrag ist abzuweisen. Soweit der Editionsantrag 
das Wohnmobil des Ehemannes betrifft, handelt es sich um unerhebliche Tatsa-
chen. Gemäss Feststellung der Vorinstanz erwarb der Ehemann das Wohnmobil 
nämlich nach dem Stichtag der Auflösung des Güterstandes. Diese Feststellung 
der Vorinstanz blieb im Berufungsverfahren ungerügt. Im über das Wohnmobil 
hinausgehenden Umfange ist der Editionsantrag sodann als ungenügend begrün-
det zu betrachten. Sofern sich die beantragte Edition auf die Bankunterlagen in 
Bezug auf den Verkauf des Ferienhauses in K.________ beziehen sollte, ist fol-
gendes anzumerken: Im vorliegenden Verfahren waren einzig der Zeitpunkt des 
Erwerbs des Ferienhauses (vor oder nach der Ehe) und die Herkunft des Saldos 
bei der S.________ (Eigengutsurrogat oder Errungenschaft) zu prüfen. Die restli-
chen Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf das Ferienhaus in K.________ 
blieben ungerügt. Wie vorstehend aufgezeigt, trug der Ehemann hierfür die Be-
weislast und hat die Konsequenzen der Nichtedition zu tragen (vgl. vorstehend 
E. 6.3.2.).

9.1. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist, und der Entscheid der Vorinstanz ist zu bestätigen. Bei diesem Verfahrens-
ausgang besteht kein Anlass, an der Verteilung der erstinstanzlichen Prozesskos-
ten etwas zu ändern. 

Der Ehemann beantragt mit Ziffer 4 der Berufungsanträge die Kosten des Be-
zirksgerichts Landquart seien zu ¾ der Ehefrau und zu ¼ ihm selbst aufzuerlegen. 
Zudem sei die Ehefrau zu verpflichten, ihm eine aussergerichtliche Entschädigung 
von CHF 8'000.00 zu bezahlen. Dieser Berufungsantrag basiert auf der Annahme 
des Obsiegens des Ehemannes im Berufungsverfahren (act. A.1, S. 11), was, wie 
ausgeführt, nicht zutrifft, weshalb seinem Antrag das Fundament entzogen ist. Die 

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erstinstanzlichen Gerichtskosten an sich rügt der Ehemann nicht. Des Weiteren 
macht der Ehemann in der Berufung geltend, die der Ehefrau im vorinstanzlichen 
Verfahren zugesprochene ausseramtliche Entschädigung sei auf jeden Fall zu 
kürzen, da ein Honorar über CHF 21'000.00 sicherlich nicht angemessen sei 
(act. A.1, S. 11). Die vorinstanzliche Regelung der ausseramtlichen Entschädi-
gungen basierte auf den seitens der Parteien eingereichten Honorarnoten (vorin-
stanzliche act. VIII./3 und 4). Gemäss dem Protokoll der Hauptverhandlung vom 
18. November 2015 erfolgte eine gegenseitige Einsichtnahme der Parteien ohne 
Bemerkungen (vorinstanzliches act. VII./2, S. 5). Die Differenz in den vorinstanzli-
chen Honorarnoten der Parteien lässt sich insbesondere auf den seitens der Ehe-
frau geltend gemachten Interessenwertzuschlag sowie auf höhere Spesen zurück-
führen. Eine diesbezügliche Auseinandersetzung des Ehemannes fehlt, weshalb 
sich seine pauschale, rudimentäre Rüge als ungenügend substantiiert erweist. 
Entsprechend ist auf die Rüge des Ehemannes betreffend die vorinstanzliche 
Festsetzung der ausseramtlichen Entschädigung für die Ehefrau nicht einzutreten. 

9.2. Zu regeln verbleiben lediglich die Kosten des Berufungsverfahrens. Der 
Ehemann ist im Berufungsverfahren vollständig unterlegen. Dementsprechend 
gehen die Prozesskosten (Gerichtskosten und Parteientschädigung) zu seinen 
Lasten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen für 
Berufungsentscheide (Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren [VGZ; BR 320.210]) erscheint eine Gerichtsgebühr in der Höhe von 
CHF 6'000.00 unter Berücksichtigung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen 
als angemessen. Die Gerichtsgebühr ist mit dem vom Ehemann geleisteten Kos-
tenvorschuss in selbiger Höhe zu verrechnen (vgl. act. D.2).

Im Berufungsverfahren hat der Rechtsvertreter der Ehefrau keine Honorarnote 
eingereicht, sodass die beantragte Entschädigung praxisgemäss nach Ermessen 
festzusetzen ist. In Anbetracht des notwendigen Aufwands und der Schwierigkeit 
der Sache erscheint eine Entschädigung von pauschal CHF 3'000.00 (inkl. Bar-
auslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Auch diese Kosten hat der Ehe-
mann aufgrund seines Unterliegens vollständig zu tragen. Der Ehemann ist daher 
zu verpflichten, die Ehefrau für das Berufungsverfahren mit CHF 3'000.00 zu ent-
schädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 gehen zu Lasten 
von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in 
selbiger Höhe verrechnet.

3. A._____ hat C._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
von CHF 3'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: