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**Case Identifier:** 39571224-5b63-5be9-b37a-1b391bc9f989
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 28.04.2021 810 20 244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-244_2021-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 28. April 2021 (810 20 244) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Submission 
 
 
Begriff des öffentlichen Auftrags / Bewirtschaftung des Finanzvermögens 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Markus Mattle, Gerichtsschreiber  
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte 1. A.____ gmbh, Beschwerdeführerin 
 
2. B.____ AG, Beschwerdeführerin 
 
beide vertreten durch Dr. Stefan Wirz, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Stadt Laufen, Vorstadtplatz 2, Postfach, 4242 Laufen, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Sara Oeschger, Advokatin, Picassoplatz 8, 
Postfach 330, 4010 Basel 
 

 C.____ AG, Beigeladene, vertreten durch Urs Hofstetter-Arnet, 
Rechtsanwalt 
 

  
 

Betreff Gesamtleistungswettbewerb Projektentwicklung am Diebach 
(Entscheid der Stadt Laufen vom 24. September 2020) 

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A. Die Stadt Laufen schrieb im kantonalen Amtsblatt vom 28. Mai 2020 und gleichentags 
auf der Internetplattform simap.ch (Meldungs-Nr. 1136121) den Gesamtleistungswettbewerb 
"Projektentwicklung am Diebach" im offenen Verfahren aus. Gemäss dem Projektbeschrieb 
sucht die Stadt Laufen ein Investorenteam zur Planung und Erstellung einer Überbauung in 
ökologischer Bauweise im Gebiet "am Diebach". Die Stadt als Eigentümerin der Parzellen 
Nr. 1224 und Nr. 3893, Grundbuch Laufen, möchte diese Parzellen in acht Baurechtsparzellen 
unterteilen und an Laufner Familien abgeben. Als Bebauung sind acht Doppeleinfamilienhäuser 
im nachhaltigen und ökologischen Baustil mit Holz vorgesehen. Geplant, gebaut und verkauft 
werden sollen die acht Doppeleinfamilienhäuser durch ein Investorenteam. Juriert wurde der 
Wettbewerb durch ein mit Raumplanungs- und Architekturexperten sowie mit zwei Vertretern 
der Stadt besetztes Beurteilungsgremium. 
 
B. An der Sitzung vom 21. September 2020 folgte der Stadtrat Laufen den Empfehlungen 
des Beurteilungsgremiums und erteilte den Zuschlag für die weitere Projektentwicklung und 
Realisierung an die C.____ AG. Mit Verfügung vom 24. September 2020 wurden die Wettbe-
werbsteilnehmer unter Beilage des Berichts des Beurteilungsgremiums vom 18. September 
2020 über den ergangenen Entscheid informiert. 
 
C. Mit Eingabe vom 5. Oktober 2020 haben die A.____ gmbh und die B.____ AG beide 
vertreten durch Dr. Stefan Wirz, Advokat, beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gegen den Zuschlag Beschwerde erhoben. In der Sache 
stellen sie das Rechtsbegehren, es sei die Zuschlagsverfügung vom 24. September 2020 auf-
zuheben, es sei die Zuschlagsempfängerin C.____ AG aus dem Verfahren auszuschliessen 
und es sei den Beschwerdeführerinnen der Zuschlag zu erteilen resp. es sei die Weiterbearbei-
tung den Beschwerdeführerinnen freihändig zu vergeben. Eventualiter sei die Zuschlagsverfü-
gung vom 24. September 2020 aufzuheben und es sei die Sache an die Einwohnergemeinde 
Laufen zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der Zu-
schlagsverfügung festzustellen. Weiter seien den Beschwerdeführerinnen keine Verfahrenskos-
ten aufzuerlegen und es sei den Beschwerdeführerinnen zu Lasten der Einwohnergemeinde 
Laufen, im Falle der Verfahrensbeteiligung weiterer Parteien in solidarischer Verbindung auch 
zu deren Lasten, eine angemessene Parteientschädigung zuzüglich MWST zuzusprechen. In 
prozessualer Hinsicht beantragten die Beschwerdeführerinnen die Erteilung der aufschieben-
den Wirkung und die volle Akteneinsicht. Die Beschwerdeführerinnen bringen im Wesentlichen 
vor, sie hätten als Team gemeinsam am Gesamtleistungswettbewerb teilgenommen und seien 
mit ihrem Projekt zu Unrecht nicht berücksichtigt worden. Das Beurteilungsgremium habe zwar 
gemäss seinem Bericht darauf verzichtet, die Projekte zu bewerten und zu rangieren. Allerdings 
habe entgegen dieser Aussage dennoch eine Bewertung stattgefunden, wobei die Beschwerde-
führerinnen dieselbe Punktzahl wie die Zuschlagsempfängerin erhalten hätten. Bei korrekter 
Bewertung hätte die Vergabe an die Beschwerdeführenden erfolgen und die Zuschlagsempfän-
gerin hätte ausgeschlossen werden müssen. Das Beurteilungsgremium sei vergaberechtswidrig 
von der in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen Bewertungsweise abgewichen 
und habe nachträglich die Spielregeln geändert. Einzelne Teilnehmer - darunter die Zuschlags-
empfängerin - seien entgegen den Ausschlusskriterien nicht ausgeschlossen worden und die 
aufgestellten Beurteilungskriterien seien teilweise gar nicht berücksichtigt worden. Die Höhe 

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des Gesamtpreises habe die gesamte Bewertung überdominiert. Das Beurteilungsgremium 
habe sämtliche Grundsätze des Beschaffungsrechts verletzt und sei in Willkür verfallen. Der 
Zuschlag an die Zuschlagsempfängerin beruhe im Ergebnis auf einem rechtswidrigen Wettbe-
werbsergebnis und sei entsprechend aufzuheben. 
 
D. Gegen den Vergabeentscheid erhob auch die mit ihrem Projekt unberücksichtigt geblie-
bene D.____ AG Beschwerde beim Kantonsgericht (Verfahren Nr. 810 20 246). Das sie betref-
fende Beschwerdeverfahren wurde mit Verfügung vom 11. Dezember 2020 mangels Leistung 
des Kostenvorschusses rechtskräftig als gegenstandslos abgeschrieben. 
 
E. Das Kantonsgericht erteilte der Beschwerde mit Verfügung vom 6. Oktober 2020 super-
provisorisch die aufschiebende Wirkung und ordnete einen auf die Verfahrensanträge be-
schränkten Schriftenwechsel an. Von der Stadt Laufen wurden die Akten eingeholt. 
 
F. Die Stadt Laufen, vertreten durch Sara Oeschger, Advokatin, stellte mit Eingabe vom 
24. November 2020 den prozessualen Antrag, es sei das Verfahren auf die Frage zu beschrän-
ken, ob die "Vergabe" der Stadt Laufen vom 24. September 2020 betreffend die weitere Pro-
jektentwicklung und Realisierung am Diebach in Laufen dem objektiven Geltungsbereich des 
öffentlichen Vergaberechts unterstehe. Sie führt diesbezüglich zusammengefasst aus, die Pro-
jektparzellen würden zu ihrem Finanzvermögen gehören. Nach ursprünglichen Überlegungen, 
das Land zu verkaufen, sei entschieden worden, das Land als bezahlbaren Wohnraum für 
Laufner Familien im Baurecht zur Verfügung zu stellen, da es in Laufen an erschwinglichen Ei-
genheimen für Familien fehle. Die Vergabe im Baurecht ermögliche den Familien einen günsti-
geren Erwerb von Wohneigentum und sichere der Gemeinde langfristig Baurechtszinsen. Sie 
strebe eine einheitliche Überbauung an, weshalb sie ein Investorenteam zur Planung und Er-
stellung einer architektonisch und ökologisch durchdachten Gesamtüberbauung gesucht habe. 
Eigentliche Besteller der Planung und Überbauung seien die künftigen einzelnen Baurechts-
nehmer, welche direkt mit dem Investorenteam einen Kaufvertrag abschliessen würden. Sie 
selber verpflichte sich als Landeigentümerin lediglich zur Parzellierung ihrer Parzellen, zur Su-
che von Käufern und zur Mitwirkung beim Baugesuch. Sie leiste weder für die Mitwirkung an 
der Ausschreibung noch für die Erstellung der Häuser eine Entschädigung, sondern der Ver-
tragsschluss erfolge direkt zwischen den jeweiligen Käufern und dem Investorenteam. Die Be-
schwerdegegnerin vertritt weiter den Standpunkt, dass sie am Markt als Anbieterin und nicht als 
Nachfragerin auftrete. Veräusserungsgeschäfte seien nicht als öffentliche Aufträge zu qualifizie-
ren. Die ordnende Einflussnahme auf die Nutzung und Überbauung des in ihrem Finanzvermö-
gen liegenden Baugrundes stelle keine öffentliche Beschaffung dar. Damit werde auch keine 
öffentliche Aufgabe erfüllt, denn es gehe nicht um gemeinnütziges Wohnen oder um das Bereit-
stellen von subventioniertem Wohnraum, sondern einzig um die kommerziell motivierte Bewirt-
schaftung des Finanzvermögens. Schliesslich fehle es für die Unterstellung der strittigen Aus-
schreibung unter das öffentliche Vergaberecht auch an der Voraussetzung der Gegenleistung 
des Gemeinwesens. Weder die unklare Bezeichnung als Ausschreibung noch die fälschlicher-
weise erfolgten Rechtsmittelbelehrungen würden etwas daran ändern, dass der Projektwettbe-
werb nicht dem öffentlichen Beschaffungsrecht unterstehe. Auf die Beschwerde sei somit man-
gels Zuständigkeit des angerufenen Kantonsgerichts nicht einzutreten. 

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G. Mit Präsidialverfügung vom 25. November 2020 wurde das Verfahren antragsgemäss 
vorderhand auf die Frage beschränkt, ob die angefochtene Vergabe dem objektiven Geltungs-
bereich des öffentlichen Vergaberechts untersteht. Von den Gegenparteien wurden Stellung-
nahmen im Rahmen des eingeschränkten Verfahrensgegenstands eingeholt. Sodann wurde der 
Antrag der Beschwerdeführerinnen auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung gutgeheissen 
und der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt. Ihr Akteneinsichtsgesuch wurde im 
Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. Von der Einsicht ausgenommen wurden na-
mentlich die Besprechungsprotokolle der Jury und die Wettbewerbsbeiträge der Konkurrenz. 
 
H. In der Stellungnahme vom 24. Dezember 2020 halten die Beschwerdeführerinnen voll-
umfänglich an ihren in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest. Neu beantragen sie, es 
sei zur Beurteilung des eingeschränkten Verfahrensgegenstands eine Hauptverhandlung 
durchzuführen. Die Beschwerdeführerinnen halten die Beschaffungsgesetzgebung für anwend-
bar. Das Geschäft sei vom objektiven Geltungsbereich des Vergaberechts erfasst und die ge-
genteilige Behauptung der Beschwerdegegnerin stehe im Widerspruch zu deren früherem Ver-
halten. Spätestens indem die Beschwerdegegnerin einen Gesamtleistungswettbewerb im offe-
nen Verfahren ausgeschrieben und durchgeführt habe, habe sie dieses Geschäft zur öffentli-
chen Aufgabe gemacht. Der Begriff sei gesamthaft und wirtschaftlich zu verstehen und weit 
auszulegen. Es sei nicht erforderlich, dass für eine bestimmte Aufgabe auch eine ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage bestehe. Der Zweck des vorliegenden Geschäfts - ästhetische, sich in 
die Umgebung optimal eingliedernde, moderne, ökologische und nachhaltige Bauwerke als 
günstigen Wohnraum für Familien zu schaffen - indiziere die Erfüllung einer öffentlichen Aufga-
be, weil damit raumplanerische und sozialpolitische Ziele verfolgt würden. Entgegen der Dar-
stellung der Beschwerdegegnerin handle es sich vorliegend keineswegs um ein reines Ver-
äusserungsgeschäft mit ausschliesslich kommerziellem Hintergrund. Sie trete vielmehr als 
Nachfragerin auf, wobei unerheblich sei, dass sie das Entgelt für die Leistungen nicht selber 
erbringe. 
 
I. Die zum Verfahren beigeladene C.____ AG, vertreten durch Urs Hofstetter-Arnet, 
Rechtsanwalt, stellt in ihrer Stellungnahme vom 28. Dezember 2020 das Rechtsbegehren, auf 
die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge nicht einzutreten. Sie verweist in 
erster Linie auf die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 24. November 2020, der sie sich im 
Ergebnis anschliesst. Das streitgegenständliche Geschäft sei nicht als öffentlicher Auftrag zu 
qualifizieren. Im Vordergrund stehe die Verwaltung des Finanzvermögens, wogegen die Erfül-
lung von öffentlichen Aufgaben von untergeordneter Bedeutung erscheine. Für die Verwaltung 
des Finanzvermögens bestehe eine generelle Vergaberechtsfreiheit. Der Umstand, dass der 
private Bauherr für die Realisierung der Baute öffentlichen Grund beanspruche, was ihm durch 
einen Baurechtsvertrag erlaubt werde, mache die Realisierung der Baute nicht zu einer öffentli-
chen Aufgabe. Die von der Beschwerdegegnerin angestrebte einheitliche Überbauung ändere 
daran nichts. 
 
J. An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren schriftlich gestellten An-
trägen fest. Die Beschwerdeführerinnen bekräftigen im Plädoyer, dass die Beschwerdegegnerin 
auf dem von ihr gewählten Beschaffungsverfahren zu behaften sei, zumal sie als Bauherrin auf-

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trete und Bauleistungen beschaffe. Ohnehin garantiere ihnen die Rechtsweggarantie die Beur-
teilung der Streitsache durch ein Gericht. Die Führung des Finanzhaushalts und die Einhaltung 
des Grundsatzes der Wettbewerbsneutralität müssten einer gerichtlichen Kontrolle offenstehen. 
Gemäss dem Gemeindegesetz könnten sämtliche Verfügungen der Gemeinden beim Regie-
rungsrat angefochten werden. Sollte das Kantonsgericht seine Zuständigkeit verneinen, dann 
sei das Gericht verpflichtet, die Beschwerdeeingabe von Amtes wegen an die zuständige 
Rechtsmittelbehörde weiterzuleiten. Die Beschwerdegegnerin streicht heraus, dass die in der 
elektronischen Ausschreibung - nicht aber im Amtsblatt - verwendete Terminologie des "Ge-
samtleistungswettbewerbs" von Anfang an falsch gewesen sei. Es sei ihr nie um einen Wettbe-
werb im Sinne des Vergaberechts oder eine Beschaffung gegangen, sondern um die Bewirt-
schaftung des Finanzvermögens mittels einer geordneten Einräumung von Baurechten zu 
marktüblichen Konditionen. Sie nehme im Rahmen eines privatrechtlichen Rechtsgeschäfts 
aktiven Einfluss im Hinblick auf die ökologisch sinnvolle Ausgestaltung der Bauten, was keine 
öffentliche Aufgabenerfüllung darstelle. Die Beigeladene pflichtet der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin im Wesentlichen bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 30 Abs. 1 des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen (BeG) vom 3. Juni 
1999 in Verbindung mit § 31 lit. f BeG sowie § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 kann gegen eine Zuschlags-
verfügung innerhalb von 10 Tagen nach Eröffnung der schriftlichen Begründung Beschwerde 
beim Kantonsgericht erhoben werden. Zunächst ist zu prüfen, ob es sich beim als "Absage" 
bezeichneten und mit einer Rechtsmittelbelehrung versehenen Schreiben der Beschwerdegeg-
nerin vom 24. September 2020 um eine beim Kantonsgericht direkt anfechtbare Zuschlagsver-
fügung im Sinne von § 31 lit. f BeG handelt. Dies ist nur dann der Fall, wenn die vorliegende 
Angelegenheit in den Geltungsbereich des interkantonalen bzw. kantonalen öffentlichen Be-
schaffungsrechts fällt und damit die Voraussetzung für die Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
erfüllt ist. Ausserhalb des Geltungsbereichs des öffentlichen Beschaffungsrechts ist der aus 
einer Ausschreibung resultierende Entscheid nicht mit direkter Beschwerde an das Kantonsge-
richt anfechtbar (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 9. März 2016 [810 16 4] E. 1.3; KGE VV vom 20. März 2013 [810 12 290] 
E. 1.3). 
 
2.1 Die Geltung des Vergaberechts setzt die Erfüllung sowohl der subjektiven wie auch der 
objektiven Voraussetzungen im Einzelfall voraus. Die Stadt Laufen ist unbestrittenermassen 
eine öffentliche Auftraggeberin. Bei öffentlichen Beschaffungen führt der Umstand, dass der 
Auftraggeber in persönlicher Hinsicht den Bestimmungen des öffentlichen Beschaffungswesens 
unterstellt ist (subjektiver Geltungsbereich), nicht automatisch dazu, dass das betreffende Ge-
schäft auch in den objektiven Anwendungsbereich des öffentlichen Beschaffungswesens fällt. 
Die Regeln des objektiven (sachlichen) Geltungsbereichs bestimmen, welche Geschäfte es 
sind, die in vergaberechtlich geordneten Verfahren vergeben werden müssen. 
 

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2.2 Die gesetzlichen Grundlagen enthalten keine Definition des Begriffs der öffentlichen Be-
schaffung. Das Beschaffungsgesetz spricht von "Vergaben, die der Erfüllung öffentlicher Aufga-
ben dienen" (§ 3 Abs. 1 BeG). Art. 6 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentli-
che Beschaffungswesen (IVöB) vom 15. März 2001 verwendet den Begriff des "öffentlichen 
Auftrags". Beide Bezeichnungen sind gleichbedeutend und können als synonym für "Geschäft, 
das dem öffentlichen Vergaberecht unterstellt ist", verstanden werden. Nach Lehre und Recht-
sprechung ist für öffentliche Beschaffungen kennzeichnend, dass der Staat als Nachfrager bei 
einem privaten Unternehmen Waren oder Dienstleistungen gegen eine Gegenleistung bestellt, 
um damit seine Aufgaben wahrzunehmen. Eine öffentliche Beschaffung zeichnet sich durch 
ihren synallagmatischen Charakter aus (BGE 145 II 252 E. 4.1; BGE 145 II 32 E. 4.1; BGE 143 
II 120 E. 6.3.3; BGE 125 I 209 E. 6b; KGE VV vom 9. März 2016 [810 16 4] E. 5.1; PETER GALLI/
ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 
3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 177 ff.). Demgegenüber ist der blosse Umstand, dass der Staat einem 
Privaten erlaubt, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, keine öffentliche Beschaffung, weil der 
Staat dabei nicht eine Tätigkeit veranlasst oder ein Gut beschafft, sondern bloss eine private 
Tätigkeit hoheitlich ordnet oder reguliert (vgl. BGE 125 I 209 E. 6b; Urteil des BGer 
2C_198/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 5.1.3). Dasselbe gilt grundsätzlich auch, wenn der Staat 
lediglich eine Sondernutzungskonzession für die Benützung von öffentlichem Grund erteilt, weil 
der Staat damit nicht etwas beschafft, sondern im Gegenteil dem Privaten ein Recht einräumt 
und dafür (in der Regel) eine Gegenleistung erhält (BGE 143 II 120 E. 6; BGE 125 I 209 E. 6b). 
Anders verhält es sich nach der Rechtsprechung, wenn mit der Erteilung der Konzession un-
trennbar Gegenleistungen von gewisser Bedeutung verbunden sind, die normalerweise Gegen-
stand einer öffentlichen Beschaffung bilden (vgl. BGE 135 II 49 E. 4.4). Die Verleihung einer 
Konzession schliesst die Anwendbarkeit des öffentlichen Beschaffungsrechts folglich nicht aus. 
Ist die Erteilung einer Sondernutzungskonzession in ein Gesamtgeschäft eingebettet, kann sich 
in Würdigung sämtlicher Umstände des Geschäfts ergeben, dass es insgesamt als öffentliche 
Beschaffung zu qualifizieren ist (vgl. MARTIN BEYELER, Der Geltungsanspruch des Vergabe-
rechts, Zürich 2012, Rz. 819). Als naheliegend erweist sich dieser Schluss insbesondere dann, 
wenn bei der Erteilung der Sondernutzungskonzession nicht ein regulativer Zweck (Ordnung 
der Nutzung öffentlichen Grundes) im Vordergrund steht, sondern die Übertragung eines (geld-
werten) Rechts zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben (vgl. BGE 145 II 252 E. 4.1; BGE 145 II 32 
E. 4.1; BGE 144 II 177 E. 1.3.2; BEYELER, a.a.O., Rz. 830). 
 
2.3 Der Begriff des öffentlichen Auftrags ist funktional, d.h. gesamthaft und wirtschaftlich, zu 
verstehen und mit Rücksicht auf den Zweck des Beschaffungsrechts, öffentliche Mittel wirksam, 
effizient, volkswirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig, zudem wettbewerbsneutral sowie 
in einem transparenten und nichtdiskriminierenden Verfahren einzusetzen, auszulegen. Forma-
le Abgrenzungskriterien wie etwa Handlungsformen sind für die Einordnung als öffentlicher Auf-
trag nachrangig (THOMAS P. MÜLLER, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen 
Beschaffungsrecht, Zürich 2020, Art. 8 Rz. 8; BEYELER, a.a.O., Rz. 70; BGE 135 II 49 E. 4.4; 
Urteil des BGer 2C_198/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 5.1.2). 
 
3.1 Gemäss den Ausschreibungsunterlagen sucht die Beschwerdegegnerin ein Investo-
renteam zur Planung und Erstellung einer Überbauung in ökologischer Bauweise im Gebiet "am 

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Diebach". Als Eigentümerin der betreffenden Parzellen beabsichtige sie auf dem in der Wohn-
zone W2b gelegenen Entwicklungsgebiet durch die Überbauung der Wiesen mit acht Doppel-
einfamilienhäusern zahlbaren Wohnraum für einheimische Familien zu schaffen. Die Stadt Lau-
fen sei "Energiestadt" und die Bauten sollten deshalb einen hohen Standard in Bezug auf 
Nachhaltigkeit und Ökologie aufweisen. Aus diesem Grund werde erwartet, dass die Überbau-
ung in Vollholz ausgeführt werde. Das verwendete Holz habe schadstoffarm und langlebig zu 
sein. Die Gebäude sollten über eine Photovoltaik-Anlage verfügen, mit Erdwärme geheizt und 
gekühlt werden und damit einen möglichst hohen Anteil des eigenen Energiebedarfs abdecken. 
Auch der Aussenraum solle ökologisch gestaltet werden. Die Bepflanzung sei dafür natürlich 
und standortgerecht zu wählen, eine angemessene Wasserdurchlässigkeit sei ebenfalls er-
wünscht. 
 
3.2 Der den Ausschreibungsunterlagen beiliegende Vertragsentwurf definiert den Vertrags-
gegenstand dahingehend, dass das Investorenteam das Recht erhält, auf den Parzellen 
Nr. 1224 und Nr. 3893, GB Laufen, acht Doppeleinfamilienhäuser zu planen, zu bauen und zu 
verkaufen. Die Stadt verpflichtet sich (bei Einhaltung der Vorgaben durch das Investorenteam), 
die Baugesuche als Grundeigentümerin mitzuunterzeichnen, die Grenzmutationen vorzuneh-
men, die Baurechtsnehmer zu suchen und mit diesen Baurechtsverträge abzuschliessen - 
kombiniert mit den Hauskaufverträgen des Investorenteams. Das Investorenteam verpflichtet 
sich weiter, spätestens 1 Jahr nach Unterzeichnung der Vereinbarung das Baugesuch gemäss 
der Vereinbarung und den integrierenden Bestandteilen für die acht Doppeleinfamilienhäuser 
einzureichen und spätestens 6 Monate nach der Baubewilligung mit dem Bau zu beginnen 
(Ziff. 4 des Vertragsentwurfs). Die Baurechtsvergabe durch die Beschwerdegegnerin wird in 
Ziff. 5 der Vereinbarung näher geregelt, namentlich wird der Baurechtszins - auf der Grundlage 
eines angenommenen Baulandpreises multipliziert mit einem Zinssatz - betragsmässig festge-
legt. Das Investorenteam finanziert die Planung (Ziff. 6) und trägt die Kosten für den Bau sowie 
das Risiko, mit Ausnahme des Altlastenrisikos (Ziff. 7). 
 
4.1 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen kann das vorgängig beschriebene 
Rechtsgeschäft nicht als Bauauftrag qualifiziert werden. Die Beschwerdegegnerin beschafft 
keine Bauten. Sie übernimmt nach der vertraglichen Ausgestaltung keine Baukosten und 
kommt gegebenenfalls auch nicht für die Kosten von nicht verkauften oder nicht verkäuflichen 
Häusern auf. Insofern ist die Behauptung der Beschwerdeführerinnen falsch, dass im schlimms-
ten Fall die Beschwerdegegnerin die Vergütung für die Häuser selbst bezahle bzw. dass die 
Stadt die Häuser erst nach deren Erwerb im Baurecht an Dritte abgebe. Die Beschwerdegegne-
rin geht davon aus, dass die Baurechte in etwa zur gleichen Zeit ins Grundbuch eingetragen 
werden, zu welcher auch die Kaufverträge zwischen dem Investorenteam und den Käufern ab-
geschlossen werden (vgl. Fragen und Antworten zur Ausschreibung, S. 9 oben). Im vorliegen-
den Rechtsgeschäft geht es um Architekturleistungen, welche die Beschwerdegegnerin mittels 
Ausschreibung vergeben will. 
 
4.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass sie als Nachfragerin dieser Architekturleistun-
gen auftrete, und stellt sich auf den Standpunkt, sie sei vielmehr Anbieterin von in ihrem Fi-
nanzvermögen stehendem Land, womit sie nicht unter das Beschaffungsrecht falle. Zudem be-

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zahle sie kein Geld für die Projektierung, weshalb es auch an der Voraussetzung einer Gegen-
leistung fehle. Entgegen ihrer Darstellung tritt die Beschwerdegegnerin indes nicht als Anbiete-
rin, sondern sehr wohl als Nachfragerin auf, nämlich als Nachfragerin von Architekturleistungen. 
Daran ändert auch nichts, dass sie der Gewinnerin des Wettbewerbs keine Geldleistung schul-
det. Die unmittelbare Vergütung der nachgefragten Architekturleistung erfolgt über die Käufer 
der Häuser, also Dritte, da die Kosten der Projektentwicklung im Kaufpreis mit einkalkuliert wer-
den. Wer die Vergütung tatsächlich bezahlt, ist weniger relevant als der Umstand, dass der an 
der Ausschreibung Beteiligte tatsächlich eine solche erhält, denn danach entscheidet sich, wer 
Anbieter und wer Nachfrager ist. Nachfrager ist in der Regel, wer eine Geldleistung verspricht, 
Anbieter dagegen, wer die typische vertragliche Leistung erbringt. Die für das Geschäft charak-
teristische Leistung ist nie die Geldleistung. Vorliegend gibt die Beschwerdegegnerin Architek-
turleistungen resp. die Projektentwicklung in Auftrag, weshalb sie sich in der Rolle der Nachfra-
gerin befindet. Gleichwohl entrichtet sie auch durchaus eine direkte Art der Vergütung an die 
Gewinnerin, indem sie dieser das exklusive Recht erteilt, das fragliche Bauland zu überbauen 
und die Häuser an die Baurechtsnehmer zu verkaufen. Ein bestimmter Preis ist dabei nicht vor-
geschrieben. Dies ist ein geldwerter Vorteil, da davon ausgegangen werden darf und muss, 
dass die Gewinnerin der Ausschreibung mit der Überbauung des Landes einen Gewinn erzielt. 
Diesen erzielt sie durch die vertragliche Zusicherung der Beschwerdegegnerin, dass ihr das 
exklusive Recht zur Überbauung und Vermarktung der zu erstellenden Häuser eingeräumt wird. 
Diese Zusicherung hat einen Geldwert und stellt somit selbst eine Art Vergütung dar. Wäre die 
Beschwerdegegnerin hingegen wie behauptet Anbieterin, dann müsste sie selber die charakte-
ristische Leistung erbringen und würde für diese eine finanzielle Gegenleistung erhalten, was 
bei der vorliegenden Ausschreibung aber gerade nicht der Fall ist. Es trifft zwar zu, dass sie 
noch zu bestimmenden Baurechtsnehmern Land zur Benutzung anbietet und dafür einen 
marktkonformen Baurechtszins erhält. Dies beschlägt das Verhältnis zu den künftigen Bau-
rechtsnehmern, nicht aber das Verhältnis zur Wettbewerbsgewinnerin: Diese kauft weder Häu-
ser noch erwirbt sie ein Baurecht noch bezahlt sie einen Baurechtszins. 
 
5. Es stellt sich weiter die Frage, ob die Ausschreibung der Architekturleistungen im Hin-
blick auf die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe erfolgt ist. 
 
5.1.1 Die Beschwerdegegnerin verneint dies mit der Begründung, dass das Zurverfügung-
stellen von Bauland an einzelne Private keine öffentliche Aufgabe sei, auch wenn der Begriff 
der öffentlichen Aufgabe in der Lehre weit gefasst werde. Zudem gehe es nicht um den Betrieb 
einer öffentlichen Einrichtung und auch nicht um sozialen Wohnungsbau oder subventionierten 
günstigen Wohnungsbau. Die Allgemeinheit profitiere nicht von diesem Projekt. Das fragliche 
Land stehe in ihrem Finanzvermögen. Es gehe ihr einzig um die kommerziell motivierte und auf 
Privatrecht beruhende Bewirtschaftung des Finanzvermögens, welche dem Vergaberecht nicht 
unterstehe. 
 
5.1.2 Auch die Beigeladene unterstreicht, dass es sich bei den Grundstücken um eine Kapi-
talanlage der Gemeinde handle und das Land nicht der öffentlichen Aufgabenerfüllung diene. 
Die öffentliche Hand verfolge beim streitgegenständlichen Geschäft rein fiskalische Absichten. 

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In dieser Hinsicht könne sie ohne Einschränkungen des Beschaffungswesens gleichberechtigt 
wie Private agieren. 
 
5.1.3 Demgegenüber wenden die Beschwerdeführerinnen unter Verweis auf die Lehrmeinung 
von BEYELER ein, dass die Beschwerdegegnerin allein aus dem Umstand, dass sie als öffent-
lich-rechtliche Körperschaft handle, per se eine öffentliche Aufgabe erfülle. Sie habe das Vor-
haben durch Ausschreibung eines Gesamtleistungswettbewerbs zu einer öffentlichen Aufgabe 
gemacht. 
 
5.2 Wie auch die Beschwerdeführerinnen nicht in Abrede stellen, existiert im zu beurteilen-
den Fall keine gesetzliche Grundlage, welche die Beschwerdegegnerin zur Bereitstellung von 
Wohnraum verpflichten würde oder welche ihr die Aufgabe der Förderung von Wohnbauprojek-
ten in der Gemeinde auferlegen würde. Die Beschwerdeführerinnen halten eine ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage für entbehrlich, denn die Beschwerdegegnerin erfülle als öffentlich-
rechtliche Körperschaft durch ihr Handeln per se schon eine öffentliche Aufgabe. Dabei stützt 
sie sich auf die Auffassung von BEYELER, wonach praktisch alles, was ein Gemeinwesen tue, 
direkt oder indirekt der Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe zugeordnet werden könne. So sei 
öffentliche Aufgabe nicht nur, was ein Staat unbedingt zu erledigen habe (Kernaufgaben), son-
dern darüber hinaus auch praktisch alles, was der Staat sich selber als weitere Aufgabe zuteile 
- gleichviel, ob er auf die Erfüllung dieser Aufgaben nötigenfalls auch verzichten könnte 
(BEYELER, a.a.O., Rz. 679). Mit diesem extensiven Verständnis der öffentlichen Aufgabe kommt 
dem Element der öffentlichen Aufgabenerfüllung im Rahmen des Begriffs des öffentlichen Auf-
trags faktisch keine eigenständige Bedeutung mehr zu, wenn die Zentralverwaltung auf dem 
Markt auftritt. Der Staat darf immer nur dann tätig werden, wenn er öffentliche Aufgaben (im 
weitesten Sinn) erfüllt. Wenn die Zentralverwaltung die Grundsätze rechtsstaatlichen Verwal-
tungshandelns wahrt, erfolgt letztlich jede ihrer Handlungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben ge-
stützt auf eine gesetzliche Grundlage und in Wahrung des öffentlichen Interesses. Diesem all-
umfassenden Verständnis der öffentlichen Aufgabe kann zumindest insoweit nicht gefolgt wer-
den, als das Gemeinwesen privatwirtschaftlich und gewinnorientiert tätig wird. Dies betrifft ins-
besondere Rechtsgeschäfte im Zusammenhang mit der Verwaltung des Finanzvermögens. 
 
5.3 Entgegen der pauschalen Bestreitung der Beschwerdeführerinnen hat die Beschwerde-
gegnerin im vorliegenden Verfahren mittels Auszügen aus der Finanzbuchhaltung nachgewie-
sen, dass die fraglichen - erst im Juni 2020 erworbenen - Parzellen ihrem Finanzvermögen zu-
geordnet sind (vgl. Eingabe vom 24. November 2020, Beilagen 2 und 3). Diesen Boden stellt 
sie mit dem angestrebten Geschäft nicht der Allgemeinheit zur Verfügung. Dass die Beschwer-
degegnerin einheimische Familien priorisieren will und ihren Geschäftspartnern konkrete ver-
tragliche - und nicht hoheitliche - Vorgaben über die Verwendung dieser Vermögenswerte 
macht, namentlich eine unter ökologischen und ästhetischen Gesichtspunkten befriedigende 
Gesamtlösung anstrebt, bedeutet nicht, dass sie deswegen eine öffentliche Aufgabe erfüllt. 
Dadurch wird sie auch nicht in ihrer raumplanerischen Funktion tätig. Es ist auch nicht erkenn-
bar, dass das gewählte Vorgehen der Umgehung von Vorschriften des öffentlichen Beschaf-
fungswesens dienen sollte. Es ist der Beschwerdegegnerin vielmehr darin zu folgen, dass es ihr 
allein um die kommerziell motivierte Bewirtschaftung ihres Finanzvermögens geht. 

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5.4 Das Finanzvermögen umfasst Vermögensobjekte, die das Gemeinwesen wegen ihres 
Geldwerts besitzt. Das Finanzvermögen dient höchstens mittelbar der Aufgabenerfüllung, näm-
lich als Anlage zur Werterhaltung und zur Sicherung eines angemessenen Ertrags. Bestimmend 
sind mithin die Anlage- und Finanzinteressen des Gemeinwesens. Es besteht aus jenen Ver-
mögenswerten, die ohne Beeinträchtigung der Erfüllung öffentlicher Verwaltungsaufgaben je-
derzeit veräussert werden können (vgl. für die Beschwerdegegnerin § 7 Abs. 1 Verordnung 
über die Rechnungslegung der Einwohnergemeinden vom 14. Februar 2012). Es steht im Ge-
gensatz zum Verwaltungsvermögen, das jene Vermögenswerte umfasst, die unmittelbar und 
dauernd der Erfüllung öffentlich-rechtlich festgelegter Verwaltungsaufgaben dienen. Das Fi-
nanzvermögen untersteht im Aussenverhältnis (Verhältnis Staat-Private) grundsätzlich dem 
Privatrecht. Für den Erwerb, die Veräusserung, den Schutz und die Regelung der Nutzung des 
Finanzvermögens bedient der Staat sich der zivilrechtlichen Mittel (Kauf, Miete, Pacht, Dienst-
barkeiten usw.). Die Handlungen der Verwaltungsbehörden mit Aussenwirkung, welche das 
Finanzvermögen betreffen, erfolgen dementsprechend nicht hoheitlich, sondern in den Formen 
des Privatrechts. Dies bedeutet, dass die Verwaltung in diesen Fällen als Privatrechtssubjekt 
auf gleicher Ebene wie die Privaten auftritt (KGE VV vom 20. März 2013 [810 11 440] E. 5.4; 
PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., 
Bern 2014, § 48 Rz. 12 ff.; BGE 145 II 252 E. 5.1; BGE 106 la 389 E. 2a). Das Finanzvermögen 
betreffende Geschäfte verfolgen dementsprechend rein fiskalische Absichten, das Gemeinwe-
sen muss insofern ohne die "Fesseln" des Beschaffungsrechts gleichberechtigt wie Private 
handeln können, ansonsten eine Schlechterstellung der öffentlichen Hand mit gewichtigen, 
auch finanziellen Nachteilen bewirkt würde (CHRISTOPH JÄGER, Immobiliengeschäfte und öffent-
liches Beschaffungsrecht, in: Schweizerische Vereinigung für Landesplanung [VLP-ASPAN], 
Raum & Umwelt Nr. 4/12, S. 13 f.). Bei der Verwaltung des Finanzvermögens unterliegt der 
Staat einem Wettbewerbsdruck. Unter Berücksichtigung des engmaschigen Controllings, das 
die Finanzhaushaltsgesetzgebung in diesem Bereich vorgibt, und der Benchmarks, welche die 
privaten Wettbewerbsteilnehmer setzen und an denen die öffentliche Hand gemessen werden 
kann, bedarf es keiner zusätzlichen Kontrolle durch das Vergaberecht, um einer unwirtschaftli-
chen oder diskriminierenden Verwendung der öffentlichen Gelder entgegenzuwirken. Die Ge-
schäftstätigkeit im Bereich des Finanzvermögens ist deshalb nicht als öffentliche Aufgabe zu 
qualifizieren und erfolgt ausserhalb der Regeln des Beschaffungsrechts (vgl. MÜLLER, a.a.O., 
Art. 8 Rz. 30). 
 
5.5 Die Beschwerdeführerinnen propagieren ein funktionales Herangehen an den Begriff 
des öffentlichen Auftrags, das sich daran orientiert, ob die Ziele und Zwecke des Vergaberechts 
eine Rolle spielen, nämlich die Wettbewerbsneutralität des Staates und der schonende Umgang 
mit öffentlichen Ressourcen. Betrachtet man das streitgegenständliche Geschäft unter diesem 
Gesichtspunkt, dann spielt prima vista der schonende Umgang mit öffentlichen Ressourcen 
vorliegend keine Rolle, weil die Beschwerdegegnerin keine Ressourcen für die Architekturleis-
tungen aufwendet. Wie oben ausgeführt wurde, ist die Einräumung des exklusiven Rechts, das 
ihr gehörende Land überbauen und die Bauten gewinnbringend verkaufen zu können, indes 
durchaus eine geldwerte Leistung. Eine Gefährdung des sparsamen Einsatzes öffentlicher Mit-
tel ist dennoch zu verneinen: Die Beschwerdegegnerin will ihr Bauland im Baurecht zu markt-
konformen Bedingungen an interessierte einheimische Familien abgeben. Dies anerkennen im 

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Übrigen auch die Beschwerdeführerinnen, wenn sie ausführen, dass der geforderte Baurechts-
zins deutlich über dem sogenannt marktgerechten liege (vgl. Eingabe vom 24. Dezember 2020, 
Rz. 17), womit sie ihren eigenen Einwand, es gehe um die Schaffung von bezahlbarem Wohn-
raum und damit um sozialpolitische Ziele, was klar eine öffentliche Aufgabe sei, selbst widerle-
gen. Eine indirekte Subventionierung liegt nicht vor. Nachdem die Auswahl des Projektentwick-
lers keinen Einfluss auf die öffentliche Finanzlage zeitigt, könnte das Vergaberecht seine diszip-
linierende Funktion vorliegend denn auch gar nicht erfüllen. Die Beschwerdegegnerin gewährt 
keinerlei Vergünstigungen oder Ähnliches an Dritte, womit der sparsame und wirksame Einsatz 
der öffentlichen Mittel nicht in Gefahr ist und sich die Unterstellung des Geschäfts unter das 
Vergaberecht auch in einer Gesamtschau nicht aufdrängt. Die Zielsetzung, öffentliche Mittel in 
einem transparenten und nichtdiskriminierenden Verfahren zu verwenden - resp. im vorliegen-
den Fall gewinnbringend anzulegen -, vermag daran für sich allein nichts zu ändern. 
 
5.6 Nach dem Gesagten nimmt das Gemeinwesen im zu beurteilenden Fall keine öffentliche 
Aufgabe wahr und liegt kein öffentlicher Auftrag im Sinne des interkantonalen bzw. kantonalen 
öffentlichen Beschaffungsrechts vor. Die vorliegend strittige Vergabe ist vom objektiven Gel-
tungsbereich des Vergaberechts nicht erfasst. Dies gilt trotz des Umstands, dass eine öffentli-
che Ausschreibung erfolgte und die Ausschreibung sowie der Zuschlagsentscheid mit Rechts-
mittelbelehrungen versehen waren. Massgebend für die Zuständigkeit des Kantonsgerichts ist 
die Anwendbarkeit des interkantonalen bzw. kantonalen öffentlichen Beschaffungsrechts (vgl. 
oben E. 1). Gemäss § 16 Abs. 1 VPO wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Es 
prüft insbesondere frei, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. Die Begründung der ge-
richtlichen Zuständigkeit durch übereinstimmende Rechtsauffassungen der Parteien ist ausge-
schlossen (vgl. KGE VV vom 16. März 2020 [810 18 313] E. 2.2). Darum schadet es der Be-
schwerdegegnerin vorliegend nicht, dass sie den Einwand der Unzuständigkeit nicht sofort, 
sondern erst im Laufe des kantonsgerichtlichen Verfahrens erhoben hat. Ebenso wenig kann ihr 
das Gebot von Treu und Glauben entgegengehalten werden (KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 
289] E. 3.1.3). Die Vergabestelle kann zwar freiwillig unterschwellig ein offenes oder selektives 
Verfahren durchführen, hat aber nicht die Möglichkeit, die Ausschreibung oder den Zuschlag für 
eine Beschaffung, die dem Vergaberechtsregime nicht untersteht, freiwillig durch entsprechen-
de Bezeichnung zu einer anfechtbaren Verfügung im Sinne von § 31 lit. f BeG zu machen. Der 
Anwendungsbereich wird durch das Gesetz selbst abschliessend geregelt. Sachverhalte freiwil-
lig dem Submissionsrecht zu unterstellen und auf diese Weise von den allgemeinen Verfah-
rensgesetzen abweichende Regelungen anzuwenden, die etwa neue Anfechtungsobjekte oder 
neue Rechtsmittelwege schaffen, ist mit dem Legalitätsprinzip nicht vereinbar (KGE VV vom 
9. März 2016 [810 16 4] E. 7.1). Die Ausschreibung und Zuschlagserteilung nach den Regeln 
des Beschaffungsrechts und die entsprechenden Rechtsmittelbelehrungen können nicht zur 
Bejahung der Eintretensfrage trotz fehlender Zuständigkeitsvoraussetzungen führen (GALLI/
MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1219; Urteil des BVGer B-2192/2018 vom 12. Juni 2018 
E. 3.2; Urteil des BVGer B-1687/2010 vom 21. Juni 2011 E. 1.2). 
 
6.1 Art. 2 Abs. 7 des Bundesgesetzes über den Binnenmarkt (BGBM) vom 6. Oktober 1995 
bestimmt, dass die Übertragung der Nutzung kantonaler und kommunaler Monopole auf Private 
auf dem Weg der Ausschreibung zu erfolgen habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesge-

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richts kann das Finanzvermögen nicht Gegenstand eines rechtlichen oder faktischen Monopols 
sein. Die Übertragung von Rechten am Finanzvermögen durch das Gemeinwesen an einen 
Privaten ist somit nicht Gegenstand einer gemäss Art. 2 Abs. 7 BGBM ausschreibungspflichti-
gen Konzession (BGE 145 II 252 E. 5.1). Auch unter diesem Titel steht den Beschwerdeführe-
rinnen der vorliegende Rechtsweg von Vornherein nicht offen. 
 
6.2 Die öffentliche Hand hat auch in Bereichen, in denen die Vorschriften des öffentlichen 
Beschaffungswesens nicht zur Anwendung gelangen, stets die Möglichkeit, mittels Ausschrei-
bung oder direkter Einladung Offerten interessierter Anbieter einzuholen. Führt sie indes in ei-
nem solchen Bereich eine Ausschreibung zur Beschaffung bestimmter Leistungen durch, steht 
gegen das Ergebnis dieser freiwilligen Submission keine direkte Beschwerdemöglichkeit an das 
Kantonsgericht offen (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1239). Dem steht auch die 
von den Beschwerdeführerinnen angerufene Rechtsweggarantie nicht entgegen. Die Rechts-
weggarantie nach Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) 
vom 18. April 1999 zählt zu den Verfahrensgrundrechten und vermittelt einen individualrechtli-
chen Anspruch auf gerichtlichen Rechtsschutz. Sie gewährt aber keinen schrankenlosen Zu-
gang zum Gericht und vermittelt insbesondere keinen Anspruch auf einen bestimmten Rechts-
weg. Art. 29a BV vermittelt keine materiellen Rechte, sondern setzt solche voraus, um sie - im 
Sinne eines justiziablen Anspruchs - gerichtlicher Überprüfung zuzuführen. Der von Art. 29a BV 
garantierte Rechtsweg besteht nur im Rahmen der jeweils geltenden Verfahrensordnung und 
verbietet es nicht, das Eintreten auf ein Rechtsmittel von den üblichen Sachurteilsvorausset-
zungen abhängig zu machen (BGE 144 I 181 E. 5.3.2; BGE 137 II 409 E. 4.2; KGE VV vom 
14. November 2018 [810 17 94] E. 8; ANDREAS KLEY, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/
Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zü-
rich 2014, Rz. 8 zu Art. 29a BV). Vorliegend bewegen sich die Beschwerdeführerinnen und die 
Beschwerdegegnerin auf dem Boden des Privatrechts. Zur gerichtlichen Geltendmachung von 
Rechtsansprüchen stehen den Beschwerdeführerinnen die zivilprozessualen Rechtsbehelfe 
offen. 
 
6.3 Schliesslich bringen die Beschwerdeführerinnen vor, das Absageschreiben vom 
24. September 2020 sei als Entscheid bezeichnet. Gemäss dem Gemeindegesetz könnten 
sämtliche Verfügungen der Gemeinden beim Regierungsrat angefochten werden. Für den nun 
eingetretenen Fall einer Verneinung seiner Zuständigkeit sei das Kantonsgericht verpflichtet, 
die Beschwerdeeingabe von Amtes wegen an die zuständige Rechtsmittelbehörde weiterzulei-
ten. In der Tat sieht § 172 Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation und die Verwaltung der 
Gemeinden (GemG) vom 28. Mai 1970 vor, dass sämtliche Verfügungen der Organe der Ge-
meinden durch Beschwerde angefochten werden können. Beschwerdeinstanz ist - soweit es 
nicht um Stimmrechtsbeschwerden oder um die Anfechtung von Entscheiden der Stimmberech-
tigten geht - die jeweilige Aufsichtsinstanz (§ 174 Abs. 1 Ziff. 3 GemG). Die Gemeinden unter-
stehen der Aufsicht des Kantons (§ 3 Abs. 1 GemG). Soweit nicht aus der Gesetzgebung etwas 
Anderes hervorgeht, übt der Kanton die Aufsicht über die Gemeinden durch den Regierungsrat 
aus (§ 167 Abs. 1 GemG), wobei dieser seine Aufsichtsbefugnis im Rahmen der Delegations-
bestimmungen des Organisationsgesetzes an nachgelagerte Verwaltungseinheiten übertragen 
kann (§ 167 Abs. 2 GemG). Da vorliegend nicht geradezu in die Augen springt, welche Rügen 

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allenfalls Gegenstand eines Verwaltungsbeschwerdeverfahrens bilden könnten - die direkte 
Überprüfung der Vergaberechtskonformität ist jedenfalls durch die Gesetzgebung ausgeschlos-
sen - und damit welcher Bereich der kantonalen Gemeindeaufsicht betroffen ist, rechtfertigt es 
sich, die Beschwerdeeingabe vom 5. Oktober 2020 an den Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft weiterzuleiten. Dieser wird darüber zu befinden haben, ob es sich beim Entscheid 
der Beschwerdegegnerin vom 24. September 2020 um eine nach § 172 Abs. 1 GemG anfecht-
bare (materielle) Verfügung handelt und gegebenenfalls welches Aufsichtsorgan sich mit der 
Sache zu befassen hat. Es steht ihm auch frei, die Beschwerdeeingabe als aufsichtsrechtliche 
Anzeige entgegenzunehmen. 
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Projektentwicklung am Diebach als Rechtsge-
schäft im Zusammenhang mit der Verwaltung des Finanzvermögens nicht in den objektiven 
Geltungsbereich des Vergaberechts fällt und somit die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als 
Beschwerdeinstanz gemäss § 30 BeG für die vorliegende Beschwerde nicht gegeben ist. Ent-
sprechend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da nicht ausgeschlossen werden kann, 
dass das Schreiben vom 24. September 2020 nach Massgabe des Gemeindegesetzes an-
fechtbar ist, wird die Beschwerdeeingabe vom 5. Oktober 2020 von Amtes wegen zuständig-
keitshalber an den Regierungsrat zur weiteren Prüfung weitergeleitet. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Von 
diesem Verlegungsgrundsatz kann das Gericht abweichen, wenn es die Umstände rechtferti-
gen. Als möglicher Grund, welcher ein Abweichen vom Regelfall der Kostenverlegung nach 
dem Prozessausgang rechtfertigt, gilt nach der Praxis das Verursacherprinzip, wonach unnötige 
Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (KGE VV vom 12. August 2020 [810 20 27] 
E. 7.2; KGE VV vom 6. November 2019 [810 19 96] E. 6; KGE VV vom 22. Oktober 2008 [810 
07 422] E. 7.2.2). Im vorliegenden Fall wird auf die Beschwerde nicht eingetreten, womit die 
Beschwerdeführerinnen grundsätzlich kostenpflichtig werden. Allerdings wurden sie durch das 
unsorgfältige Vorgehen der Beschwerdegegnerin zur Einreichung der Beschwerde verleitet, 
weshalb die Beschwerdegegnerin als Verursacherin der Verfahrenskosten anzusehen ist. Ge-
stützt auf das Verursacherprinzip sind ihr die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 3'000.-- aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss ist den Beschwerdeführerinnen zu-
rückzuerstatten. 
 
8.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. In Anwendung des Verursacherprinzips wird der Be-
schwerdegegnerin keine Parteientschädigung zugesprochen, wobei der Beizug einer Anwältin 
vorliegend ohnehin nicht gerechtfertigt war und ein Anspruch auf Parteientschädigung auch 
gestützt auf § 21 Abs. 2 VPO zu verneinen gewesen wäre (vgl. KGE VV vom 4. Juni 2014 [810 
14 27] E. 8.2 m.w.H.). Demgegenüber ist der anwaltlich vertretenen Beigeladenen eine Partei-
entschädigung zulasten der Beschwerdeführerinnen zuzusprechen. In der Honorarnote vom 
29. Dezember 2020 weist der Rechtsvertreter der Beigeladenen einen Aufwand von 11 Stunden 

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à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 82.50 und 7.7 % MWST aus, was tarifkonform und nicht 
zu beanstanden ist. In der anlässlich der Parteiverhandlung eingereichten Honorarnote vom 
28. April 2020 werden für die Vorbereitung und für die Teilnahme an der Parteiverhandlung ein 
zusätzlicher Aufwand von 11 Stunden à Fr. 320.-- sowie Auslagen von Fr. 105.60 zuzüglich 
7.7 % MWST geltend gemacht. Der neu angefallene Zeitaufwand ist gerechtfertigt. Der Stun-
denansatz von Fr. 320.-- erscheint demgegenüber als überhöht. Das Kantonsgericht erachtet 
vorliegend einen Honoraransatz von durchgehend Fr. 250.-- pro Stunde als der Schwierigkeit 
und Bedeutung der Sache angemessen. Demzufolge haben die Beschwerdeführerinnen der 
Beigeladenen in solidarischer Verbindung eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 
total Fr. 6'126.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. Im Übrigen werden die Par-
teikosten wettgeschlagen.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
   
 2. Die Beschwerdeeingabe vom 5. Oktober 2020 wird an den Regierungsrat 

des Kantons Basel-Landschaft weitergeleitet. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden der Be-

schwerdegegnerin auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- wird den 
Beschwerdeführerinnen zurückerstattet. 

   
 4. Die Beschwerdeführerinnen haben der Beigeladenen unter solidarischer 

Haftung eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 6'126.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im Übrigen 
werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber