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**Case Identifier:** e251746b-7895-54c0-a113-01b8dfdd9d1e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.06.2019 IV 2017/231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-231_2019-06-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/231

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.09.2019

Entscheiddatum: 25.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2019
Art. 28 IVG. Verfügung verletzt die Begründungspflicht nicht, keine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs. Würdigung der medizinischen Akten. 
Gutachten ist beweistauglich. Psychiatrisches Leiden ist gestützt auf das 
Gutachten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung invalidisierend. 
Bestimmung von Validen- und Invalideneinkommen. Tabellenlohnabzug von 
20% aufgrund faktischer Einhändigkeit. Anspruch auf eine halbe Rente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Juni 
2019, IV 2017/231).

Entscheid vom 25. Juni 2019

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela

Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.

IV 2017/231

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M.,

Hofmann Gehler Schmidlin, Lattenhofweg 4, Postfach 2151,

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8645 Jona,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 10. September 2012 wegen Weichteil- und 

Sehnenverletzungen an der linken Hand infolge eines Unfalls zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-

act. 1). Bis zum Unfall vom 9. März 2012 hatte der Versicherte bei der B.___ AG als 

Produktionsmitarbeiter gearbeitet (IV-act. 13).

A.b Im Arztbericht vom 11. Dezember 2012 hielt Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Handchirurgie und Facharzt FMH für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische 

Chirurgie, Oberarzt, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital 

Zürich, als Diagnose eine stark verschmutzte Quetschavulsionsverletzung Hand links 

(adominant) vom 9. März 2012 mit Weichteildefekt 11x8 cm, Strecksehnenverletzung 

Dig. man. II-IV, Status nach Wundsäuberung, Exploration, Débridement, VAC-Anlage 

am 10. März 2012, Status nach second look mit Wundsäuberung, Débridement, VAC-

Wechsel am 11. März 2012, Status nach EDC-Rekonstruktion Zone 6 Hand links Dig. 

man. II, III und IV, Defektdeckung mittels freiem venösen Lappen Unterarm links 

(Entnahmestelle Oberarm rechts) am 14. März 2012, Status nach Lappenrevision mit 

arterieller und venöser Anastomosenrevision am 15. März 2012 und Status nach 

Wundrevision mit Wunddébridement und Wundrandadaption Hand links am 4. April 

2012 fest. Beim protrahierten Heilungsverlauf könne keine abschliessende Prognose 

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betreffend die Einsatzfähigkeit der linken Hand gemacht werden. In der angestammten 

Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit mit 

niedrigem Belastungsprofil und ohne Einsatz der linken Hand sei zu 80% möglich (IV-

act. 16).

A.c  Da bei ihr keine Wiederaufnahme der Arbeit möglich war, kündigte die B.___ AG 

das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 31. März 2015 (IV-act. 56).

A.d Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt im Bericht vom 

8. Oktober 2015 fest, dass beim Versicherten bis am 30. April 2015 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe und ab 1. Mai 2015 eine Tätigkeit im Umfang von 

50% zumutbar sei (IV-act. 90). Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, hielt im Arztbericht vom 27. Oktober 2015 als Diagnosen eine 

protrahierte, therapieresistente Anpassungsstörung mit Angst und Depressivität nach 

dem Arbeitsunfall vom 9. März 2012 und eine Somatisierungsstörung im oberen 

Verdauungstrakt fest. Es würden keine Symptome einer posttraumatischen 

Belastungsstörung vorliegen. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe bei leichten 

Fabrikarbeiten sowie sämtlichen Verweistätigkeiten mit Wechselbelastung eine 

Arbeitsunfähigkeit von 40-50% (IV-act. 91).

A.e  Der Versicherte wurde im Auftrag der IV-Stelle am 15. Juli 2016 von Dr. med. 

F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und von Dr. med. G.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, begutachtet. Im bidisziplinären orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 19. 

August 2016 wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die 

Beschwerden an der linken Hand im Sinne von Schmerzen, Schwellungszuständen und 

eingeschränkter Beweglichkeit bei Zustandsbild nach Quetschavulsionsverletzung der 

linken Hand mit Weichteildefekt und Strecksehnenverletzung Dig. II - IV, eine 

Somatisierungsstörung des oberen Verdauungstraktes und eine depressive Störung, 

gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode, aufgeführt. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden ein intermittierendes Lumbovertebralsyndrom und eine Knick-

Senk-Spreizfuss-Deformität beidseits festgehalten. In der körperlich anspruchsvollen 

Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter bei der letzten Arbeitgeberin bestehe aus 

orthopädischer Sicht keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer leidensangepassten Tätigkeit 

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bestehe aus orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 70% (7 Stunden pro Tag 

mit reduzierter Leistung). Aus psychiatrischer Sicht sei von einer Arbeitsfähigkeit von 

60% auszugehen. Da sich die Einschränkungen aus psychiatrischer und aus 

orthopädischer Sicht ergänzen und nicht kumulieren würden, sei aus bidisziplinärer 

Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 60% auszugehen (IV-act. 105).

A.f In der internen Stellungnahme des Rechtsdienstes der IV-Stelle vom 9. Februar 

2017 wurde festgehalten, zusammenfassend fehle es unter Berücksichtigung der nicht 

schwer ausgeprägten diagnoserelevanten Befunde, günstiger, mobilisierender 

Ressourcen, mässiger Einschränkung im Alltag und noch nicht vollständig 

ausgeschöpfter Therapiemöglichkeiten in Anwendung der Beweisindikatoren an einem 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden. Es bleibe somit der 

Gesundheitsschaden aus somatischer Sicht, wonach der Versicherte in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 70% arbeitsfähig sei (IV-act. 121).

A.g Mit Vorbescheid vom 16. Februar 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei 

einem ermittelten Invaliditätsgrad von 32% die Abweisung des Rentenbegehrens in 

Aussicht (IV-act. 124).

A.h Mit Einwand vom 25. April 2017 beantragte der Versicherte die Ausrichtung einer 

halben Invalidenrente. Eventualiter sei ihm eine Viertelsrente auszurichten. Es sei auch 

im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aufgrund der psychiatrischen 

Analyse in keiner Art und Weise nachvollziehbar, weshalb die IV-Stelle die 40%ige 

Arbeitsunfähigkeit verneine und die psychischen Probleme somit komplett ausser Acht 

lassen wolle. Zudem sei aufgrund der Einschränkungen, der fehlenden 

Berufsausbildung sowie der sprachlichen Probleme ein Tabellenlohnabzug von 20% zu 

gewähren. Es stelle sich die Frage, ob aufgrund der täglichen Medikamenteneinnahme 

und der damit verbundenen allfälligen Unfallgefahr nicht gar eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit zu berücksichtigen sei (IV-act. 131).

A.i Mit Verfügung vom 15. Mai 2017 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des 

Versicherten ab. Die um 10% höhere Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 

werde IV-rechtlich nicht anerkannt. Zudem seien in der Arbeitsfähigkeitsschätzung die 

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Adaptionskriterien bereits inbegriffen, weshalb kein zusätzlicher Tabellenlohnabzug 

angezeigt sei (IV-act. 132).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 15. Juni 2017. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung und die Ausrichtung einer halben 

Invalidenrente. Eventualiter sei ihm eine Viertelsrente auszurichten. Die Verfügung sei 

bereits aus formellen Gründen aufzuheben. Die Begründung bezüglich der 

psychiatrischen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowie die Berechnung des 

Invalideneinkommens und die Begründung bezüglich der Verweigerung eines 

Leidensabzugs seien derart rudimentär, dass eine gehörige Bestreitung verunmöglicht 

werde. Entgegen dem psychiatrischen Gutachten komme der behandelnde Psychiater 

zum Schluss, dass der Beschwerdeführer für jegliche Tätigkeit anhaltend zu 100% 

arbeitsunfähig sei. Es sei auch schwer verständlich, dass der orthopädische Gutachter 

auf eine Arbeitsfähigkeit von 70% komme, obwohl er bestätige, dass die linke Hand in 

einer adaptierten Tätigkeit nicht eingesetzt werden könne. Die Hausärztin komme auf 

einen Invaliditätsgrad von 50%. Weiter sei das Invalideneinkommen falsch berechnet. 

Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60% sei von einem Einkommen von Fr. 38'124.-- 

auszugehen. Zudem sei aufgrund der funktionellen Einarmigkeit, der fehlenden 

beruflichen Ausbildung und den sprachlichen Problemen ein Tabellenlohnabzug von 

20% zu gewähren (act. G 1). Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer je 

einen Verlaufsbericht des behandelnden Psychiaters Dr. E.___ vom 12. Juni 2017 (act. 

G 1.5) und einen Bericht der Hausärztin med. pract. H.___ vom 31. Mai 2017 (act. G 

1.6) ein.

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 31. August 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung, weshalb aus rechtlicher Sicht kein 

invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden vorliege, verwies sie auf die interne 

Stellungnahme vom 9. Februar 2017. Die älteren Berichte der behandelnden Ärzte 

seien den Gutachtern bekannt gewesen und sie hätten dazu Stellung genommen. Der 

Gutachter berücksichtige die Einschränkung der adominanten linken Hand ausreichend 

in der Arbeitsfähigkeitsschätzung, wobei nicht von einer vollständigen Einarmigkeit 

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auszugehen sei. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt gebe es genügend Tätigkeiten 

die nicht den Einsatz beider Arme und beider Hände voraussetzen würden. Weiter 

würden im Hilfsarbeiterbereich die fehlende Berufsbildung und die sprachlichen 

Schwierigkeiten keinen Abzug rechtfertigen (act. G 6).

B.c  Am 7. September 2017 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 7).

B.d Mit Schreiben vom 11. Oktober 2017 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Einreichung einer Replik (act. G 9).

B.e  Auf Nachfrage des Gerichts (vgl. act. G 10) reichte der Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 7. November 2017 den Einspracheentscheid der Suva vom 24. Juli 

2017 ein (act. G 11). Die Suva hatte darin gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten Dr. 

G.___/ Dr. F.___ eine Arbeitsunfähigkeit aus orthopädischer Sicht von 30% sowie einen 

Invaliditätsgrad von 46% anerkannt (act. G 11.1).

Erwägungen

1.  

1.1 Zunächst ist die Rüge des Beschwerdeführers zu prüfen, die Beschwerdegegnerin 

habe ihre Begründungspflicht und damit das rechtliche Gehör verletzt. Die 

Beschwerdegegnerin halte in der Verfügung bezüglich der psychiatrischen 

Einschränkungen lediglich fest, es sei die Rechtsprechung des Bundesgerichts 

bezüglich psychosomatischer Leiden anwendbar, und der Beschwerdeführer sei aus 

psychiatrischer Sicht nicht übermässig eingeschränkt. Mit dieser banalen Begründung 

könne nicht dargelegt werden, weshalb von einem medizinischen Gutachten 

abgewichen werde. Weiter sei es auch bei der Berechnung des Invalideneinkommens 

unmöglich, den errechneten Betrag nachzuvollziehen. Eine derart rudimentäre 

Begründung verunmögliche es, die Ausführungen der Beschwerdegegnerin gehörig zu 

bestreiten. Dies gelte auch bezüglich der Verweigerung eines zusätzlichen 

Leidensabzuges, da auch hier jegliche gehörige Begründung fehle (vgl. act. G 1, S. 3).

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1.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 

entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, 

ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei 

darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person 

vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung 

hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich 

mit den konkreten Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe 

anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 

V 183 E. 2b). Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen 

Gehörs kann ausnahmsweise geheilt werden, wenn die betroffene Person die 

Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den 

Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall 

des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG).

1.3 Die angefochtene Verfügung besteht bezüglich der kritisierten Punkte im 

Wesentlichen aus folgenden Ausführungen: Gemäss dem Gutachten sei der 

Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht aufgrund einer Somatisierungsstörung des 

oberen Verdauungstraktes sowie einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode 

zu 60% arbeitsfähig. Aufgrund dieser Diagnosen sei die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts bezüglich psychosomatischer Leiden anwendbar. Die aktenkundigen 

Hinweise auf die vom Bundesgericht zusammengestellten Indikatoren würden das Bild 

eines aus psychiatrischer Sicht nicht übermässig eingeschränkten Versicherten 

ergeben. Es fehle an schwer ausgeprägten diagnoserelevanten Befunden, die 

Einschränkung im Alltag sei mässig sowie die Therapiemöglichkeiten seien noch nicht 

vollständig ausgeschöpft. Daher werde aus IV-rechtlicher Sicht von einer 70%igen 

Arbeitsfähigkeit aufgrund der somatischen Einschränkungen ausgegangen. Bei der 

Verwertung dieser Arbeitsfähigkeit sei es dem Beschwerdeführer möglich, ein 

Jahreseinkommen von Fr. 46'517.-- zu erzielen. Dabei stütze sich die 

Beschwerdegegnerin auf den Durchschnittswert der Mitarbeitenden in der Schweiz 

gemäss der Lohnstrukturierung des Bundesamtes für Statistik. In der Arbeits­

fähigkeitseinschätzung seien die Adaptionskriterien bereits inbegriffen. Ein zusätzlicher 

Leidensabzug sei nicht angezeigt. Die Schwere der psychiatrischen Probleme werde 

bestritten. Die fehlende Ausbildung sowie die sprachlichen Probleme würden auch 

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ohne gesundheitliche Beeinträchtigung vorhanden sein. Damit würden diese Tatsachen 

nicht mittels Leidensabzug berücksichtigt (IV-act.132).

1.4 Die Ausführungen zu den psychiatrischen Einschränkungen sind zwar sehr knapp 

gehalten, doch ergibt sich daraus hinreichend die Überlegung der 

Beschwerdegegnerin, dass die im psychiatrischen Gutachten attestierte 

Arbeitsunfähigkeit invalidenversicherungsrechtlich nicht invalidisierend sei. Eine 

detaillierte Auseinandersetzung mit dieser Frage seitens der Beschwerdegegnerin 

findet sich zudem in der Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 9. Februar 2017 (IV-

act. 121). Eine sachgerechte Anfechtung dieser Frage durch den mit den IV-Akten 

vertrauten, rechtskundig vertretenen Beschwerdeführer war vorliegend gewährleistet 

(zur Zustellung der IV-Akten an den Rechtsvertreter siehe IV-act. 128). Bei der 

Berechnung des Invalideneinkommens verweist die Beschwerdegegnerin auf die 

Durchschnittswerte gemäss LSE und ermittelt dieses anhand der angegebenen 

Arbeitsfähigkeit von 70%. Bereits darauf gestützt lässt sich das Invalideneinkommen 

nachprüfen. Die genaue Berechnung ergibt sich überdies aus den dem Rechtsvertreter 

am 28. Februar 2017 zugestellten Akten (vgl. IV-act. 122). Bezüglich des 

Leidensabzuges führt die Beschwerdegegnerin an, dass die Adaptionskriterien bereits 

in der Arbeitsfähigkeitsschätzung inbegriffen, schwere psychiatrische Probleme 

bestritten und die fehlende Ausbildung sowie die sprachlichen Probleme auch ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung vorhanden seien. Damit führt sie knapp aber 

nachvollziehbar aus, weshalb sie keinen Tabellenlohnabzug gewährte. Insgesamt ist 

eine Gehörsverletzung somit zu verneinen.

2.  

2.1 Materiell ist sodann ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu 

prüfen.

2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

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arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

2.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

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Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachpersonen begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen).

2.5 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb).

2.6 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1). Wenn der entscheidrelevante 

Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die Angelegenheit zu 

neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen.

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer hält das orthopädische Gutachten für schwer verständlich. 

Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 70% in einer adaptierten Tätigkeit sei schwer 

nachvollziehbar, weil er seine linke Hand nur sehr beschränkt einsetzen könne, was im 

Gutachten auch bestätigt werde. Obwohl zugestanden werde, dass er als funktionell 

Einarmiger zu betrachten sei, werde die Einschränkung lediglich mit 30% beziffert, was 

äusserst hart sei und zeige, dass die Mediziner keinerlei andere Parameter beigezogen 

hätten, "als schlicht und einfach die nackte medizinische Beurteilung" (act. G 1, S. 5).

3.2 Dieser Einwand des Beschwerdeführers überzeugt vorliegend nicht. Das 

orthopädische Gutachten von Dr. G.___ basiert auf umfassenden Untersuchungen und 

wurde in Kenntnis der vollständigen Aktenlage und in Berücksichtigung des gesamten 

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Leidensbildes erstellt. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung wurde überzeugend und 

nachvollziehbar dargelegt. Insgesamt bestehen keine Zweifel an dieser Beurteilung. 

Selbst der Beschwerdeführer führt keine Fehler bei der Begutachtung an, sondern gibt 

lediglich an, dass der Gutachter bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung eine rein 

medizinische Beurteilung vorgenommen habe. Genau dies ist jedoch auch die Aufgabe 

des Gutachters. Die nicht näher begründete abweichende Einschätzung von Dr. D.___ 

im Bericht vom 8. Oktober 2015 (vgl. IV-act. 90) genügt nicht, um Zweifel an der 

gutachterlichen Einschätzung hervorzurufen, zumal bei einem früheren Bericht der 

Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Universitätsspitals Zürich vom 11. 

Dezember 2012 (IV-act. 16-1 ff.) sogar von einer adaptierten (niedriges Belastungsprofil 

und ohne Einsatz der linken Hand) Arbeitsfähigkeit von 80% ausgegangen worden war. 

Somit ist auf das orthopädische Gutachten von Dr. G.___ abzustellen und beim 

Beschwerdeführer ist aus orthopädischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit von einer 

Arbeitsfähigkeit von 70% auszugehen (vgl. IV-act. 105-49).

4.  

4.1 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin das 

psychiatrische Leiden nicht anerkannt habe (act. G 1, S. 6 f.). Die Beschwerdegegnerin 

verweist dazu im Wesentlichen auf die Stellungnahme des internen Rechtsdienstes 

vom 9. Februar 2017 (vgl. IV-act. 121).

4.2 Das Bundesgericht hat die Vermutung, Schmerzsyndrome und vergleichbare 

psychosomatische Leiden seien überwindbar, in BGE 141 V 281 aufgegeben. Das 

bisherige Regel-/Ausnahme-Modell wurde durch ein strukturiertes, normatives 

Prüfungsraster ersetzt (E. 3.5 f.). Gemäss geänderter Rechtsprechung zu den unklaren 

somatoformen Beschwerdebildern ist das funktionelle Leistungsvermögen anhand von 

Indikatoren zu beurteilen (E. 4.1 und 4.3). Diese betreffen den Schweregrad einer 

Gesundheitsschädigung (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome, 

diagnose-inhärenter Mindestschweregrad, Behandlungserfolg oder -resistenz, 

Teilnahme an beruflichen Eingliederungs- und Integrationsmassnamen, psychische und 

körperliche Begleiterkrankungen, Anzahl der nicht ausreichend organisch erklärten 

Körperbeschwerden; E. 4.3.1), die Persönlichkeit (Persönlichkeitsdiagnostik, 

persönliche Ressourcen, Persönlichkeitsentwicklung und -struktur; E. 4.1.3 und 4.3.2), 

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den sozialen Kontext (E. 4.3.3) sowie die Konsistenz (Gleichmässigkeit der 

Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, sozialer 

Rückzug, soziale Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung, Inanspruchnahme 

therapeutischer Optionen als Hinweis auf den tatsächlichen Leidensdruck; E. 4.4). Der 

medizinische Gutachter hat das Leistungsvermögen einzuschätzen und dabei den 

einschlägigen Indikatoren zu folgen. Die Rechtsanwender überprüfen die betreffenden 

Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen 

Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle 

Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische 

Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 

Satz ATSG). Recht und Medizin tragen in diesem Sinn, je nach ihren fachlichen und 

funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und derselben Arbeitsunfähigkeit 

bei. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehorchende, getrennte Prüfung einer 

medizinischen und einer rechtlichen Arbeitsunfähigkeit (E. 5.2.2 f.). Wenn und soweit 

die medizinischen Experten die rechtlichen Vorgaben beachten, scheidet daher eine 

rechtliche Parallelüberprüfung im Sinne einer "freihändigen Anwendung" der zu 

beachtenden Standardindikatoren aus (Urteil des Bundesgerichts vom 18. November 

2015, 9C_125/2015, E. 5.5). Sodann ist die mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 

geänderte Rechtsprechung zur Anwendbarkeit des strukturierten Beweisverfahrens 

auch für depressive Erkrankungen zu beachten, das heisst die Therapierbarkeit eines 

psychischen Leidens stellt keinen Ausschlussgrund (mehr) dar.

4.3 Die Gutachter hielten fest, dass die vom Bundesgericht festgehaltenen 

Standardindikatoren in den entsprechenden Punkten in den einzelnen Teilgutachten, 

namentlich von psychiatrischer Seite, abgehandelt worden seien (IV-act. 105-50). Der 

RAD Arzt Dr. I.___ kam in der Stellungnahme vom 29. August 2016 zum Schluss, dass 

auf das sorgfältig und ausführlich erstellte Gutachten abzustellen sei. Die 

vorgebrachten Beschwerden seien umfassend gewürdigt und anhand der 

bundesgerichtlichen Indikatoren evaluiert worden. Es könne davon ausgegangen 

werden, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 60% arbeitsfähig 

sei (IV-act. 106).

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4.4 Die Beschwerdegegnerin macht keine Mängel am Gutachten insgesamt und 

insbesondere auch am psychiatrischen Teilgutachten von Dr. F.___ geltend. Sie hält 

auch nicht fest, dass die Gutachterin – entgegen der Beurteilung des RAD – die 

bundesgerichtlichen Indikatoren nicht bzw. falsch gewürdigt hätte. Dies ergibt sich 

auch nicht aus den Akten. Auch wenn Dr. F.___ die einzelnen Indikatoren im Gutachten 

nicht explizit aufgelistet hat, geht aus den Ausführungen dennoch hervor, dass sie sich 

mit diesen auseinandergesetzt und diese schlussendlich bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt hat. Auch RAD Arzt Dr. I.___ hält fest, dass 

keine Hinweise für Aggravations- oder Simulationstendenzen bestünden. Die 

Einschätzung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei 

nach sorgfältiger Abwägung erfolgt (IV-act. 106). Somit handelt es sich bei der internen 

Stellungnahme der Beschwerdegegnerin um eine unzulässige rechtliche 

Parallelüberprüfung. Soweit die Beschwerdegegnerin die leicht- bis mittelgradige 

depressive Störung als nicht invalidisierend, da weiter therapierbar, erachtet, ist auf die 

in der Zwischenzeit geänderte bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen (BGE 

143 V 409). Dem Gutachten kann sodann entnommen werden, dass die Kooperation 

des Beschwerdeführers bei bisher erfolgten Therapien gut war (IV-act. 105-45). Somit 

ist beim Beschwerdeführer gestützt auf das Gutachten von einer Arbeitsfähigkeit von 

60% in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Daran vermag auch die von Dr. E.___ 

am 12. Juni 2017 erfolgte Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 100% nichts zu 

ändern, fehlt in diesem Arztzeugnis jegliche Auseinandersetzung mit dem Gutachten.

5.  

5.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).

5.2 Beim Valideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin auf das zuletzt erzielte 

Einkommen des Beschwerdeführers als Produktionsmitarbeiter ab, rechnete dieses auf 

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das Jahr 2014 hoch und ermittelte damit ein Einkommen von Fr. 68'029.-- (vgl. IV-act. 

122). Dies ist nicht zu beanstanden und wird vom Beschwerdeführer auch nicht 

bestritten (vgl. act. G 1, S. 7).

5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

LSE herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

5.4 Da kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben ist, ist das Abstellen der 

Beschwerdegegnerin auf den Tabellenlohn gemäss LSE 2014, TA1, Kompetenzniveau 

1, Total, Männer (Fr. 66'453.--; vgl. auch Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019) nicht zu beanstanden.

5.5 Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.6 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die funktionelle Einarmigkeit einen 

Tabellenlohnabzug rechtfertige. Weiter sei auch zu berücksichtigen, dass er keinerlei 

berufliche Ausbildung genossen habe und der deutschen Sprache nicht sehr gut 

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mächtig sei. Entsprechend sei ein Tabellenlohnabzug von 20% zu gewähren (vgl. act. 

G 1, S. 8).

5.7 Hilfsarbeiten setzen definitionsgemäss keine Berufskenntnisse voraus, die über 

eine kurze Einarbeitung am konkreten Arbeitsplatz hinausgehen, weshalb die fehlende 

berufliche Ausbildung keinen Grund für einen Tabellenlohnabzug darstellt. Was den 

Umstand anbelangt, dass der Beschwerdeführer der deutschen Sprache nicht sehr gut 

mächtig sei, gilt es zu beachten, dass das Fehlen ausreichender Deutschkenntnisse auf 

der Stufe Hilfsarbeiter sehr häufig vorkommt. Die geringen Anforderungen an die 

verbale Kommunikation, die Hilfsarbeiten stellen, können in aller Regel mit Hilfe von 

sprachkundigen Vorgesetzten oder Übersetzerdiensten von Arbeitskollegen oder 

Arbeitskolleginnen erfüllt werden. Zudem weist die Beschwerdegegnerin zu Recht 

darauf hin, dass der Beschwerdeführer bereits seit 2001 in der Schweiz lebe und in 

dieser Zeit bei zwei unterschiedlichen Unternehmen eine Arbeitsstelle hatte (vgl. act. G 

6). Zudem konnte die Begutachtung bei Dr. F.___ und Dr. G.___ ohne den Beizug eines 

Dolmetschers durchgeführt werden, was auf ausreichende Deutschkenntnisse 

schliessen lässt. Auch diesbezüglich liegt kein Abzugsgrund vor.

5.8 Bezüglich der leidensbedingten Einschränkungen ist zu berücksichtigen, dass Dr. 

G.___ im Gutachten ausführte, dass nicht von einer vollständigen funktionellen 

Einarmigkeit auszugehen sei, da der Beschwerdeführer im linken Ellbogen- und im 

linken Schultergelenk nicht eingeschränkt sei, so dass gewisse 

Kompensationsmöglichkeiten durchaus gegeben seien. Er kommt zum Schluss, dass 

eine leidensangepasste Tätigkeit keinen Einsatz der linken Hand voraussetzen dürfe 

(IV-act. 105-49). Dies deckt sich auch mit den beruflichen Abklärungen, bei denen der 

Beschwerdeführer selbst bei einem kleinen Pensum von 30% bzw. 3 Stunden und der 

Ausführung von lediglich leichten Tätigkeiten unter starken Schmerzen an der linken 

Hand litt (vgl. IV-act. 97-20 und 117-4). Dr. G.___ hielt denn auch explizit fest, dass die 

im Rahmen der beruflichen Abklärung durchgeführten Tätigkeiten mit dem Zustand der 

linken Hand nicht kompatibel waren (vgl. IV-act. 105-31). Somit ist vorliegend von einer 

faktischen Einhändigkeit auszugehen. Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung rechtfertigt eine faktische Einhändigkeit oder Beschränkung der 

dominanten Hand als Zudienhand einen Tabellenlohnabzug von 20 bis 25 Prozent 

(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2018, 9C_363/2017, E. 4.3 mit Hinweisen). 

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Dieser Abzug erscheint auch dann als gerechtfertigt, wenn nicht die dominante rechte 

Hand von der Gesundheitsschädigung betroffen ist (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Januar 2014, IV 2012/309, E. 

4.3). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer auch aus psychiatrischer Sicht in einer 

adaptierten Tätigkeit eingeschränkt ist, da es sich um eine selbständige Arbeit, ohne 

Notwendigkeit von Kundenkontakten und Teamarbeit in einer reizarmen Umgebung, 

zeitlich flexibel, bei einem verständnisvollen Arbeitgeber handeln muss (vgl. IV-act. 

105-49). Insgesamt erscheint deshalb ein Tabellenlohnabzug von 20% als 

angemessen. Dies deckt sich im Übrigen auch mit der Einschätzung der Suva, wobei 

diese lediglich die unfallkausalen physischen Einschränkungen zu berücksichtigen 

hatte (Einspracheentscheid vom 24. Juli 2017, act. G 11.1, S. 8 ff.).

5.9  Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60% und einem Tabellenlohnabzug von 20% ergibt 

dies ein Invalideneinkommen von Fr. 31'897.-- (Fr. 66'453.-- x 0.6 x 0.8). Daraus 

resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 36'132.-- (Fr. 68'029.-- – Fr. 31'897.--) und ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 53% (Fr. 36'132.-- / Fr. 68'029.--).

6.  

Der Beschwerdeführer meldete sich am 10. September 2012 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Gemäss Gutachten bestand ein 

Gesundheitsschaden mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit ab dem 9. März 2012 (IV-act. 105-49). Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 

lit. b IVG war damit im März 2013 erfüllt. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG beginnt der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers somit am 1. März 2013. Dr. F.___ gibt im 

Gutachten an, dass spätestens ab der gutachterlichen Untersuchung eine 

medizintheoretische Arbeitsfähigkeit von 60% vorlag. Zudem werde (von Dr. E.___) seit 

Behandlungsbeginn im April 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 40 bis 50% angegeben 

(IV-act. 105-46). Somit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. 

März 2013.

7.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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7.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 15. Mai 

2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. März 2013 eine halbe 

Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 

(vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.).

7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 

963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe 

Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall 

erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) als angemessen. Damit erübrigt sich die Festsetzung einer 

Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 15. Mai 2017 aufgehoben und 

dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. März 2013 eine halbe Rente zugesprochen. 

Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

Publikationsplattform

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2.  

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2019
	Art. 28 IVG. Verfügung verletzt die Begründungspflicht nicht, keine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Würdigung der medizinischen Akten. Gutachten ist beweistauglich. Psychiatrisches Leiden ist gestützt auf das Gutachten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung invalidisierend. Bestimmung von Validen- und Invalideneinkommen. Tabellenlohnabzug von 20% aufgrund faktischer Einhändigkeit. Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Juni 2019, IV 2017/231).

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