# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab4cceee-0aae-5b0d-a55d-6826619e22ed
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.11.2021 725 21 137/300
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-137-300_2021-11-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. November 2021 (725 21 137 / 300) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Adäquater Kausalzusammenhang bei HWS-Distorsion 

 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Caroline Meyer Ho-
negger, Advokatin, Rittergasse 19A, Postfach 1540, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1980 geborene A.____ ist seit dem 1. April 2017 Geschäftsführer der B.____ AG 
und durch die Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. 
Am 8. November 2017 erlitt er auf der Autobahn einen Auffahrunfall mit mehreren Beteiligten. Am 
nächsten Tag suchte er seinen Hausarzt, Dr. med. C.____, auf, welcher eine HWS-Distorsion 
Grad I bis II diagnostizierte. Eine neurologische Untersuchung folgte am 18. Dezember 2017 im 
Spital mit anschliessender MRT-Abklärung am 20. Dezember 2017. Die Suva anerkannte ihre 

 

 
 
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Leistungspflicht, richtete Taggelder aus und übernahm die Kosten der Heilbehandlung. Mit Ver-
fügung vom 26. Oktober 2018 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 11. November 
2018 ein. Auf Einsprache von A.____ hin, kam sie auf die Einstellungsverfügung zurück und er-
brachte weiterhin Leistungen. Schliesslich stellte die Suva mit Verfügung vom 12. Juni 2020 die 
Leistungen per 21. Juni 2020 ein. Zur Begründung führte sie an, dass die noch geklagten Be-
schwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien und in keinem adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Unfall vom 8. November 2017 ständen. Die vom Versicherten dagegen erho-
bene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom 16. März 2021 ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Dr. Caroline Meyer Honegger, sub-
stitutionsweise vertreten durch Advokat Adrian Berger, mit Eingabe vom 3. Mai 2021 Beschwerde 
ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte, der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 16. März 2021 sei aufzuheben und die gesetzlichen Leistungen seien wei-
terhin zu erbringen. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 16. März 2021 betreffend die 
Verneinung der Adäquanz aufzuheben und festzustellen, dass die Beschwerden natürlich und 
adäquat kausal auf den Unfall vom 8. November 2017 zurückzuführen seien. Subeventualiter sei 
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben und nach dessen Vorliegen gestützt darauf 
neu zu verfügen. Der Unfall sei zu den schwereren Unfällen im mittleren Bereich zu zählen. Es 
seien mindestens sechs der sieben vom Bundesgericht aufgestellten Kriterien, davon mehrere in 
ausgeprägtem Masse, gegeben. Folglich sei neben dem natürlichen auch der adäquate Kausal-
zusammenhang zu bejahen. Ferner seien die Kosten der Physiotherapie auch nach Fallab-
schluss zu übernehmen, da es sich um eine zweckmässige Heilbehandlung zum Erhalt der Er-
werbstätigkeit handle. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 25. Mai 2021 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers seien vorliegend allenfalls zwei der 
massgebenden Kriterien in nicht erheblichem Umfang erfüllt. Beim zu beurteilenden Unfall, der 
höchstens als mittelschwer einzustufen sei, könne die Adäquanz nicht bejaht werden. Soweit in 
der Beschwerde beantragt werde, es seien weiterhin Heilbehandlungskosten zu erbringen, be-
stehe hierfür kein Raum, da der adäquate Kausalzusammenhang verneint worden sei und somit 
keine Leistungen durch die Unfallversicherung mehr geschuldet seien. Es liege somit nicht der 
Fall vor, bei dem wegen Erreichens des Endzustandes und Verneinung einer Rente keine Heil-
behandlungskosten mehr bezahlt würden, sondern es bestehe die Situation, dass keine Heilbe-
handlungskosten (und auch keine anderen Leistungen wie Taggelder) mehr ausgerichtet würden, 
da der (adäquate) Kausalzusammenhang zu verneinen sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

 

 
 
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erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 3. 
Mai 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 21. Juni 2020 hinaus Anspruch 
auf Leistungen der Unfallversicherung hat. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch 
auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt 
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
2.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen dem ver-
sicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden auch ein adäquater Kausalzusammen-
hang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Er-
folges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der 

 

 
 
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erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechts-
frage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist 
(BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
2.5 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 111 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Liegen keine organisch (hinrei-
chend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfol-
gen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit 
Hinweisen): Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, einen äqui-
valenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen 
eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge 
das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., BGE 119 V 338 E. 1), so ist 
die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. 
modifizierten Grundsätze zu prüfen (sog. Schleudertrauma-Praxis). Liegt kein Unfall mit einem 
Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach 
einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanz-
beurteilung der Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. (sog. Psycho-Praxis) 
entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem 
Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen 
physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 
E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer 
Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen 
Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).  
 
2.6 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv 
zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit 
Hinweis). 
 
3.1 Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer beim Verkehrs-
unfall vom 8. November 2017 ein Schleudertrauma erlitten hat. Der Versicherte klagte unmittelbar 
nach dem Unfall über Kopf- und Nackenschmerzen sowie über Schwindel. Es folgten Schlafstö-
rungen, Rücken-, Schulter- und Brustschmerzen sowie Schmerzen am linken Handgelenk. Dr. 
C.____ stellte die Diagnose einer HWS-Distorsion Grad I bis II (vgl. Dokumentationsbogen für 
Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 9. November 2017 sowie 

 

 
 
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Arztzeugnis UVG vom 23. November 2017). Im Spital fand infolge der drückenden, bitemporalen 
Kopfschmerzen am 18. Dezember 2017 eine neurologische Untersuchung statt und am 20. De-
zember 2017 folgte eine Magnetresonanztomographie (MRT) der HWS. Im anschliessenden Be-
richt des Spitals wurde die Diagnose eines Schleudertraumas der HWS bestätigt. Eine posttrau-
matische Läsion im Bereich der HWS konnte mittels MRT-Bildern ausgeschlossen werden. Als 
Nebenbefund war eine geringe degenerative, akute Osteochondrose mit Bandscheibenprotrusion 
HWK 5/6 ohne Wurzelkompression erkennbar. Als Therapie wurde Physiotherapie mit Kräfti-
gungsübungen und Haltungsaufbau empfohlen. Am 9. April 2018 wurde in der Rehaklinik ein 
ambulantes Assessement durchgeführt. Dabei wurden eine HWS-Distorsion Grad II, Spannungs-
kopfschmerzen und aktuell ein residuelles zervikospondylogenes Syndrom festgestellt. Nebst der 
bereits besuchten Physiotherapie wurde dem Versicherten zusätzlich eine medizinisch geleitete 
Trainingstherapie (MTT) empfohlen, um schrittweise die Beweglichkeit und die Belastbarkeit wie-
der zu steigern (vgl. Bericht vom 11. April 2018). 
 
3.2 Am 18. Oktober 2018 folgte eine weitere neurologische Untersuchung im Spital wegen 
eines passageren intermittierenden Zitterns der Arme. Ein Zusammenhang dieser Beschwerden 
mit der HWS-Distorsion konnte nicht festgestellt werden. Bezüglich der HWS-Distorsion bestän-
den entsprechend der anamnestischen Angaben chronische Zervikozephalgien, welche am 
ehesten auf eine muskuläre Dysbalance zurückzuführen seien, jedoch ohne Anhalt für fokalneu-
rologische Defizite im Sinne einer Radikulopathie, Myelopahtie oder Ähnliches (vgl. Bericht vom 
19. Oktober 2018). 
 
3.3 Dr. C.____ überwies den Versicherten aufgrund persistierender Beschwerden an 
Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie. Dr. D.____ stellte nach Untersuchung am 1. November 
2018 ein chronisches zervikocephales Syndrom bei Status nach Kollision respektive Auffahrkol-
lision mit begleitender Angstkomponente fest. Anamenstisch leide der Versicherte seit der Auf-
fahrkollision an persistierenden hoch zervikalen Schmerzen mit Ausstrahlung über die Kopfhaut 
nach anterior. Klinisch zeige sich das typische Bild einer muskulären Dysfunktion der hoch zervi-
kalen Segmente passend zur Anamnese. Hinweise für eine Problematik des Nervus medianus 
oder aber auch für vermindertes neuronales Gleiten an den oberen Extremitäten gebe es nicht. 
Für die Angstkomponente werde die Medikation mit Cipralex ergänzt. Ferner erfolge eine erneute 
physiotherapeutische Behandlung zur Verbesserung der muskulären Dysbalance. Gegebenen-
falls kämen im Verlauf eine Infiltration der okzipitalen Nerven oder aber auch eine zusätzliche 
Destruktion von Entspannungstechniken in Frage (vgl. Bericht vom 28. November 2018). 
 
3.4 Die Kreisärztin Dr. med. E.____, Fachärztin für Chirurgie, hielt in ihrer Beurteilung vom 
18. Dezember 2018 fest, dass weder im Rahmen der klinischen, orthopädischen und fachneuro-
logischen Untersuchung noch im Rahmen der bildgebenden Diagnostik (MRT vom 20. Dezember 
2017) objektivierbare strukturelle Folgen des Unfalles dokumentiert seien. Von einer weiteren 
Behandlung der Unfallfolgen könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, mehr als zwölf Mo-
nate nach dem Unfall, keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden. 
 
3.5 Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 12. März 2020 führte Dr. C.____ gleich wie 
Dr. D.____ ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom auf. Die Beschwerden seien in etwa 

 

 
 
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stationär. Sofern regelmässig Sport betrieben würde, sei eine Beschwerdefreiheit denkbar. Der 
Versicherte sei heute zu 100 % arbeitsfähig. Am 14. Mai 2020 attestierte der Hausarzt rückwir-
kend ab 18. März 2020 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Zunahme der Kopf-, Na-
cken- und Rückenbeschwerden. 
 
3.6 Kreisarzt Dr. med. F.____, Facharzt für Chirurgie, kam nach Würdigung der medizini-
schen Aktenlage zum Schluss, dass mittlerweile zweieinhalb Jahre nach dem Unfall die anhal-
tenden Beschwerden nach Ausschluss von objektivierbaren, strukturellen Verletzungen nicht 
mehr unfallkausal bzw. durch das Ereignis vom 8. November 2017 zu erklären seien. Diese seien 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit krankheitsbedingt und auf einen bereits 2017 in der MRT 
nachgewiesenen degenerativen Vorzustand bzw. auf die Diskushernie HWK 5/6 zurückzuführen 
(vgl. Bericht vom 16. Juni 2020). 
 
4. Vorliegend ist unbestritten, dass der Versicherte am 8. November 2017 ein Distorsions-
trauma der HWS erlitten hat und dass die geklagten Beschwerden nicht hinreichend objektivier-
bar sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Suva die Adäquanz der Unfallfolgen nach 
der Schleudertrauma-Praxis gestützt auf BGE 117 V 359 und BGE 134 V 109 geprüft hat. 
 
4.1 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis in jenem Zeit-
punkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-Beschwerdebild 
gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist (BGE 134 V 
109 E. 4.3 und E. 6.2). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Mas-
sgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 
unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffs "namhaft" durch 
den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht 
fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (Urteile des Bundesgerichts vom 13. 
Juli 2017, 8C_184/2017, E. 2.2 und vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1; RKUV 2005 Nr. U 
557 S. 388, U 244/04 E. 3.1). 
 
4.2 Die Suva ging im Juni 2020 davon aus, dass von einer weiteren Behandlung der Unfall-
folgen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Dies ist 
nicht zu beanstanden, selbst wenn der Hausarzt des Versicherten, Dr. C.____, am 14. Mai 2020 
rückwirkend ab 18. März 2020 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und eine 
50 %ige Arbeitsunfähigkeit attestierte. In seinem vorherigen Bericht vom 12. März 2020 berich-
tete Dr. C.____ von einem grundsätzlich stabilen Zustand und einer vollen Arbeitsfähigkeit seit 3. 
Juni 2019. Regelmässige Bewegung und Übungen nach physiotherapeutischer Anleitung seien 
die gegenwärtige Therapie. Eine konsekutive Gewichtsreduktion werde zusätzlich empfohlen. In 
seinem Bericht vom 14. Mai 2020 empfahl Dr. C.____ die Weiterführung der bisherigen Therapie, 
allenfalls eine intensivierte Physiotherapie und Bedarfsanalgesie. Ein neuer ärztlicher oder the-
rapeutischer Ansatz wurde nicht vorgeschlagen. Die Grenze des Behandelbaren schien erreicht 
zu sein. Von einer Fortsetzung der ärztlichen bzw. physiotherapeutischen Behandlung über den 
Zeitpunkt des Fallabschlusses hinaus kann jedenfalls nicht auf eine namhafte Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit geschlossen werden, sind die Therapievorschläge doch die gleichen geblieben. 
Dass der Versicherte von weiterer Physiotherapie profitieren kann, genügt praxisgemäss nicht, 

 

 
 
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um den Fallabschluss hinauszuzögern. Ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medika-
menten sowie manualtherapeutische Behandlungen gelten nicht als kontinuierliche, mit einer ge-
wissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete 
ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Dezember 
2019, 8C_674/2019, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf die reduzierte Arbeitsfähigkeit 
handelt es sich offenbar um eine Schwankung nach einer stabilen Arbeitsphase. Der Beschwer-
deführer konnte denn auch seine Arbeitsfähigkeit schrittweise wieder steigern, zuerst ab Novem-
ber auf 70 % und seit Januar 2021 arbeitet er wieder zu 100 %. Der Kreisarzt Dr. F.____ kam 
schliesslich ebenfalls zum Schluss, dass weiterführende Therapien den Gesundheitszustand 
nicht verbessern könnten (vgl. Bericht vom 16. Juni 2020). Dass die Suva im Juni 2020 in Prüfung 
der Adäquanz den Fall abschloss, ist nach der medizinischen Aktenlage folglich nicht zu bean-
standen. Im Übrigen wird der Zeitpunkt des Abschlusses von der beschwerdeführenden Partei 
auch nicht bestritten. 
 
5.1 Strittig hingegen ist, ob die Suva den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den 
noch vorhandenen Beschwerden und dem Unfall vom 8. November 2017 zurecht verneint hat. 
Die Bejahung der Adäquanz nach der "Schleudertrauma-Praxis" setzt voraus, dass dem Unfall 
für die Entstehung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 
ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen beziehungsweise leichten 
Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischenliegenden 
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel 
bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt 
sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfall-
geschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 
unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte 
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Es handelt sich dabei um 
folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; eine fortgesetzt spezifische, 
belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, wel-
che die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen sowie eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 
(BGE 134 V 109 E. 10.3). Dabei ist nicht in jedem Fall der Einbezug sämtlicher Kriterien in die 
Gesamtwürdigung erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, 
wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu 
zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im 
gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter 
Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht 
zu, so müssen mehrere der sieben unfallbezogenen Kriterien bejaht werden können (Urteil des 
Bundesgerichts vom 26. Februar 2018, 8C_414/2017, E. 3.4). Diese Würdigung des Unfalls zu-
sammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs (BGE 117 V 367 E. 6b). 

 

 
 
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5.2 Praxisgemäss werden einfache Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug als mit-
telschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 6.1). Aus dem Rapport der Polizei des Kantons Solo-
thurn vom 8. November 2017 und dem unfallanalytischen Gutachten mit biomechanischer Beur-
teilung (Kollisionsanalyse) vom 10. April 2018 geht hervor, dass der Beschwerdeführer in seinem 
Auto auf der Autobahn auf dem Normalstreifen unterwegs war, als er den stockenden Verkehr 
vor ihm bemerkte. Er wechselte auf die Überholspur, verringerte seine Geschwindigkeit und 
bremste schliesslich bis zum Stillstand ab. Die hinter ihm fahrende Lenkerin bemerkte zwar den 
stockenden Verkehr, zu spät aber, dass die Kolonne stillstand. Sie leitete zwar sofort eine Voll-
bremsung ein, fuhr jedoch in das Heck des Wagens des Beschwerdeführers. Durch die Wucht 
der Kollision wurde sein Personenwagen in das Heck des vor ihm stehenden Fahrzeuges hinein-
geschoben. Das Fahrzeug des Beschwerdeführers war durch den Aufprall vorne an der Stoss-
stange, am Kühlergrill und an der Motorhaube eingedrückt. Am Heck wies das Auto Beschädi-
gungen an der Stossstange, am Kofferraum, an den rechten und linken Schlusslichtern sowie am 
rechten Kotflügel auf. Gemäss Kollisionsanalyse lag die kollisionsbedingte Geschwindigkeit 
(Delta-v) des Mercedes des Beschwerdeführers beim Heckanstoss zwischen 14,7 und 17,9 km/h, 
womit von einem Mittelwert von 16 km/h ausgegangen werden könne. Falls das angestossene 
Fahrzeug bzw. weitere Fahrzeuge im Kollisionsmoment gebremst worden wäre/wären, könne die 
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung etwas tiefer gewesen sein (um ca. 1 km/h, je nach 
Bremsintensität). Anschliessend sei der Mercedes mit einer relativen Kollisionsgeschwindigkeit 
von etwa 8 bis 13 km/h gegen das vor ihm stehende Fahrzeug geprallt. Durch diese zweite Kol-
lision habe der Mercedes eine kollisionsbedingte Geschwindig-keitsänderung (diesmal eine Ver-
langsamung) von 5,1 bis 8,5 km/h erfahren. Es könne von einem Mittelwert von ca. 7 km/h aus-
gegangen werden. 
 
Der Wert der Heckkollision liegt mit 16 km/h (ohne Berücksichtigung einer Bremsung) knapp über 
der für Heckkollisionen im Normalfall angenommenen Harmlosigkeitsgrenze von 10-15 km/h. Die 
Vorinstanz wertete den Unfall als mittelschweren Unfall im engeren Sinne (mittleren Bereich; Ur-
teil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2011, 8C_1026/2010, 5.3 [Massenkarambolage, ohne 
grössere Verletzungen]). Sofern der Beschwerdeführer der Auffassung ist, es habe sich um eine 
massive Auffahrkollision gehandelt, weshalb mindestens von einem mittelschweren Unfall im 
Grenzbereich zu den schweren Unfällen auszugehen sei, kann ihm aufgrund der beschriebenen 
Unfallsituation und der gemessenen Kollisionsgeschwindigkeit nicht gefolgt werden (Urteil des 
Bundesgerichts vom 18. Dezember 2020, 8C_548/2020, E. 4.3). Daran ändert auch der Total-
schaden des Autos des Versicherten nichts, bestand ein solcher doch nur deshalb, weil der Zeit-
wert des Fahrzeugs von Fr. 3'350.-- weniger betrug als die Reparaturkosten (vgl. Zusatzbericht 
Xpertcenter vom 23. November 2017). Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes 
der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre 
oder mindestens drei der sieben zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (Urteil des Bun-
desgerichts vom 19. Februar 2020, 8C_518/2019, E. 4.2). 
 
5.3 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalls ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens 

 

 
 
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bzw. des Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2015, 
8C_325/2014, E.4.2.2). Beim vorliegenden Unfall handelt es sich um einen einfachen Auffahrun-
fall, der sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen abgespielt hat. Auch wenn 
der Unfall für den Versicherten eindrücklich gewesen ist, kann er aus objektiver Sicht und unter 
Berücksichtigung, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit innewohnt 
(Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_3972008, E. 5.2) nicht als besonders 
eindrücklich im Sinne der massgebenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezeichnet wer-
den. Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalls ist somit zu verneinen. 
 
5.4.1 Die Diagnose einer HWS-Distorsion genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Krite-
riums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung. Zur Bejahung dieses Kriteri-
ums bedarf es einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma beziehungsweise für die 
adäquanzrechtlich äquivalente Verletzung typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, 
die das Beschwerdebild beeinflussen können. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine beim 
Unfall eingenommene spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen han-
deln. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleuder-
trauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Ferner 
entspricht es einer allgemeinen Erfahrungstatsache, dass pathologische Zustände nach HWS-
Verletzungen bei erneuter Traumatisierung stark exazerbieren können. Die Annahme einer Ver-
letzung der besonderen Art rechtfertigt sich allerdings nur bei Vorliegen einer erheblich vorge-
schädigten Wirbelsäule (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2015, 8C_791/2014, E. 4.2.2 mit 
weiteren Hinweisen). 
 
5.4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass dieses Kriterium zu bejahen sei, weil er in-
nert kürzester Zeit drei Auffahrunfälle mit Beteiligung der HWS erlitten habe und die Behandlung 
der Folgen des zweiten Auffahrunfalles im Zeitpunkt des aktuell zu beurteilenden Unfalles noch 
nicht abgeschlossen gewesen sei. Die bereits vorgeschädigte HWS sei durch den dritten Unfall 
nochmals massiv lädiert worden, was auch die lange Therapiedauer und Arbeitsunfähigkeit er-
kläre. Der erste Auffahrunfall habe er anfangs 2016 erlitten. Dabei habe es sich aber glücklicher-
weise um einen eher leichten Unfall gehandelt. Der zweite Auffahrunfall sei am 3. Juni 2016 pas-
siert. Dieser zweite Unfall sei bereits deutlich schlimmer gewesen und habe zu einer längeren 
medizinischen Behandlung und einer Arbeitsunfähigkeit von über vier Wochen geführt. 
 
5.4.3 Der Argumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. In Bezug auf den 
ersten Unfall ist anzunehmen, dass er keine Verletzungsfolgen für die Wirbelsäule hatte, sprach 
der Beschwerdeführer doch von einer leichten Kollision. Der Unfall wurde der Unfallversicherung 
auch nicht gemeldet, weshalb diesbezüglich auch keine Unterlagen existieren. Beim zweiten Un-
fall handelte es sich gemäss beschriebenem Unfallhergang ebenfalls um eine leichtere Kollision. 
Das Röntgenbild der HWS vom 6. Juni 2016 zeigte einen unauffälligen Befund (Untersuchungs-
bericht vom 6. Juni 2016) und gemäss Unfallschein war der Versicherte ab Mitte Juli 2016 wieder 
voll arbeitsfähig gewesen. Somit war er über ein Jahr lang wieder zu 100 % arbeitsfähig bis er 
am 8. November 2017 erneut verunfallte. In Bezug auf die fortdauernde Behandlung gab der 

 

 
 
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Versicherte am 18. April 2017 an, dass er Schmerzmittel einnehme und zweimal pro Monat Phy-
siotherapie besuche. Dies ist nicht aussergewöhnlich bei HWS-Distorsionen. Aufgrund der vor-
liegenden Faktenlage ist nicht davon auszugehen, dass die Wirbelsäule beim Unfall vom 8. No-
vember 2017 erheblich vorgeschädigt war. Die dabei erlittene HWS-Distorsion ist folglich nicht 
als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren. 
 
5.5 Das Kriterium einer fortgesetzt spezifischen, die versicherte Person belastenden ärztli-
chen Behandlung bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Plan-
mässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung von 
ungewöhnlich langer Dauer. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Behandlungsbedürftigkeit 
von zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma durchaus üblich ist (Urteil des Bundesge-
richts vom 6. Februar 2007, U 479/05, E. 8.3.3). Wie die Suva zu Recht bemerkte, dauerte die 
Behandlung vom Unfall am 8. November 2017 bis zur Adäquanzprüfung im Sommer 2019 ein-
einhalb und nicht fünf Jahre. Ferner stellen manualtherapeutische Vorkehren in Form von Physi-
otherapie sowie medikamentöse Behandlungen keine spezifische, die versicherte Person speziell 
belastende ärztliche Behandlungen dar. Dasselbe gilt für alternativ- und komplementärmedizini-
sche Behandlungen (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Februar 2012, 8C_150/2011, E. 9.2.4, 
vom 6. Februar 2007, U 479/05, E. 8.3.3, vom 1. April 2015, 8C_791/2014, E. 4.2.4). Da die vom 
Beschwerdeführer angegeben Behandlungen unter die genannten Kategorien fallen, gilt das Kri-
terium als nicht erfüllt. 
 
5.6 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist aufgrund der Individualität des Schmerz-
empfindens subjektiv ausgeprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant können nur die 
in der Zeit zwischen dem fraglichen Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch 
bestehenden erheblichen Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach Massgabe der 
glaubhaften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Be-
schwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer führt aus, 
dass er an ständigen Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen leide. Auch Schwindel trete inter-
mittierend auf, begleitet von Sehstörungen. Ferner spüre er ein Kribbeln in der Hand und seit dem 
Unfall leide er unter Schlafstörungen. Nur dank der Physiotherapie und der alternativen Therapien 
sowie der niedrigen Auftragslage, sei es ihm möglich, Vollzeit zu arbeiten. Die Suva pflichtete 
dem Versicherten bei, dass die Beschwerden zu einer gewissen Verminderung der Lebensquali-
tät führten. Das Kriterium der erheblichen Beschwerden sei jedoch nicht in ausgeprägter Form 
erfüllt, da der Versicherte 100% arbeiten könne. Dem ist nichts entgegen zu setzen.  
 
5.7 Der Versicherte macht zu Recht nicht geltend, dass das Kriterium der ärztlichen Fehlbe-
handlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, erfüllt sei (BGE 134 V 129 
E. 10.2.5). 
 
5.8 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheb-
lichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Rechtsprechungsgemäss darf allein 
aus der Dauer der ärztlichen Behandlung und der vorhandenen Beschwerden nicht schon auf 
einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es be-
darf vielmehr besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben. Nicht darunter zu 

 

 
 
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zählen sind etwa die Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Thera-
pien. Ebenso wenig vermag die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Be-
schwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht 
werden konnten, das Kriterium zu erfüllen (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2015, 
8C_791/2014, E. 4.2.5 mit Hinweisen). Besondere Gründe, die die Heilung beeinträchtigten oder 
zu erheblichen Komplikationen geführt hätten, sind vorliegend nicht ersichtlich. Namentlich lässt 
die Dauer der Behandlung seit dem Unfall vom 8. November 2017 nicht auf einen schwierigen 
Heilungsverlauf schliessen (vgl. E. 5.5). 
 
5.9 Beim Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei 
leichten bis mittelschweren Schleudertraumata der HWS ein längerer oder gar dauernder Aus-
stieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich er-
scheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche 
Arbeitsunfähigkeit als solche, welche die versicherte Person trotz ernsthaften Anstrengungen 
nicht zu überwinden vermag. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Masse 
arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen 
(BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht 
nur auf den angestammten Beruf, sondern auch auf alternative leidensangepasste Arbeiten (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 9. April 2014, 8C_635/2013). Die Vorinstanz hat dieses Kriterium 
anerkannt, aber nicht im ausgeprägtem Ausmass. Der Beschwerdeführer war nach dem Unfall 
zunächst vom 9. November 2017 bis 28. Januar 2018 (für zweieinhalb Monate) zu 100 %, an-
schliessend vom 29. Januar 2018 bis 28. Februar 2018 (für einen Monat) zu 50 %, dann vom 1. 
März 2018 bis 6. März 2018 (eine Woche) zu 30 %, vom 7. März 2018 bis 3. Juni 2018 (für drei 
Monate) zu 100 %, anschliessend vom 4. Juni 2018 bis 19. August 2018 (für zweieinhalb Monate) 
zu 70 %, danach vom 20. August 2018 bis 23. April 2019 (für acht Monate) wieder zu 50 % und 
vom 24. April 2019 bis 2. Juni 2019 (für eineinhalb Monate) zu 30 % arbeitsunfähig. Ab dem 3. 
Juni 2019 bis zum 5. März 2020 (für neun Monate) war es dem Beschwerdeführer möglich, Voll-
zeit tätig zu sein. Ab dem 6. März 2020 bis zum 26. November 2020 (achteinhalb Monate) war er 
erneut zu 50 % und vom 27. November 2020 bis 17. Januar 2021 (für rund eineinhalb Monate) 
zu 30 % arbeitsunfähig (vgl. zu den Arbeitsunfähigkeitszeiten die detaillierte Taggeldübersicht 
der Suva sowie die Unfallscheine). Seit dem 18. Januar 2021 – mithin nach Fallabschluss – ist er 
vollständig arbeitsfähig in seiner angestammten Tätigkeit, wobei rund die Hälfte der Arbeitszeit 
auf den administrativen Teil entfällt und rund 50 % auf die Arbeit in der Werkstatt. Dem Versi-
cherten ist zugute zu halten, dass er sich bemühte, wieder in den Arbeitsprozess zu finden und 
immer wieder eine Teilarbeitsfähigkeit erreichte. Damit konnte er die Perioden vollständiger Ar-
beitsunfähigkeit mit insgesamt fünfeinhalb Monaten verhältnismässig kurzhalten. Von einer aus-
geprägten Arbeitsunfähigkeit kann – gesamthaft betrachtet – nicht gesprochen werden. Nament-
lich ist festzuhalten, dass der Versicherte zwar Geschäftsführer ist, sein Aufgabenbereich aber 
auch die Tätigkeit in der Werkstatt im Bereich Pneuwechsel umfasst. Dass er diesen, körperlich 
schweren Teil der Arbeit längere Zeit nicht ausführen konnte, ist naheliegend. 
 
6. Können somit insgesamt höchstens zwei der zu prüfenden Adäquanzkriterien als erfüllt 
gelten, wenn auch nicht in besonders augenfälliger Form, reicht dies beim festgestellten Schwe-

 

 
 
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regrad des Unfalls nicht aus, um die noch vorhandenen Beschwerden nach der allgemeinen Le-
benserfahrung und dem üblichen Lauf der Dinge auf das Ereignis vom 8. November 2017 zurück-
zuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Juli 2009, 8C_172/2009, E. 5.3.5 mit Hinweisen). 
Demnach hat die Suva den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 8. No-
vember 2017 und den vom Versicherten über den 21. Juni 2020 hinaus geklagten gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen zu Recht verneint. Infolgedessen ist nicht nur das Leistungsbegehren, 
sondern auch das eventualiter gestellte Feststellungsbegehren abzuweisen. 
 
7. Auch aus dem Vorbringen des Versicherten, wonach die Suva die Kosten für die Heil-
behandlung zur Aufrechterhaltung des Status quo zu übernehmen habe, kann kein Leistungsan-
spruch über den 21. Juni 2020 hinaus begründet werden. Zwar sind die Kosten für Pflegeleistun-
gen zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbstätigkeit gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG durch den 
Unfallversicherer zu vergüten. Für eine solche Leistungspflicht ist jedoch vorausgesetzt, dass die 
versicherte Person dauernd einer Behandlung und der Pflege bedarf und sie aufgrund des versi-
cherten Ereignisses einen Rentenanspruch hat. Vorliegend steht fest, dass der Versicherte auf-
grund des Unfalls vom 8. November 2017 keinen Rentenanspruch hat. Eine Leistungspflicht über 
den Fallabschluss per 21. Juni 2020 hinaus besteht im Übrigen auch deshalb nicht, weil es – wie 
die Suva richtig festgehalten hat – am adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis 
und den geklagten Beschwerden über diesen Zeitpunkt hinaus fehlt. 
 
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend nicht ausgerichtet. 
 

 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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