# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0501bce6-3389-5f4f-ad62-5d2d6ddc9610
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.04.2024 U 2024 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_U-2024-21_2024-04-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 24 21

3. Kammer 

Einzelrichterin Pedretti

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 18. April 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ und B._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde C._____, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Sozialhilfe

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I. Sachverhalt:

1. A._____ und B._____ sowie deren Tochter D._____ werden seit dem 

1. November 2017 von der Gemeinde C._____ öffentlich-rechtlich 

unterstützt. 

2. Am 6. September 2023 erfuhr das Sozialamt C._____, dass der volljährige 

Sohn E._____ seit mindestens Januar 2023 im elterlichen Haushalt in 

C._____ wohne, obwohl er sich bei der Gemeinde C._____ nicht 

angemeldet hatte.

3. In der Folge informierte die Gemeinde C._____ A._____ über die 

erlangten Informationen und das beabsichtigte weitere Vorgehen 

(Wiedererwägung der Verfügung vom 31. Mai 2023 bzw. des 

Beschwerdeentscheids vom 4. September 2023). Gleichzeitig wurde ihm 

die Möglichkeit eingeräumt, sich zur Situation zu äussern. 

4. Nachdem A._____ und B._____ keine Stellungnahme eingereicht hatten, 

tätigte die Gemeinde C._____ verschiedene Abklärungen. Letztlich kam 

sie zum Schluss, dass E._____ seit August 2022 bei seinen Eltern in 

C._____ wohnhaft sei bzw. die Unterstützungseinheit A._____, B._____ 

und D._____ seither in einem 4-Personen Haushalt wohne und der 

Unterstützungsbetrag somit neu zu berechnen sei (Wohn- und 

Nebenkosten von CHF 1'050.--; Grundbedarf von CHF 1'654.50). Die ab 

August 2022 bezogenen Mehrleistungen in der Höhe von CHF 7'173.35 

seien samt Zins zurückzuerstatten. Am 10. Januar 2024 verfügte sie 

dementsprechend was folgt: 

1. B._____ und A._____ haben Mehrleistungen in der Höhe von 
CHF 7'173.35 unrechtmässig bezogen. Inklusive Zins (3 % bzw. 
CHF 323.10) sind der Gemeinde C._____ somit CHF 7'496.45 
zurückzuerstatten. 

 2. Der Unterstützungsbetrag ab dem 1. Februar 2024 wird wie folgt 
ausgerichtet: 

Neu berechneter Unterstützungsbetrag: CHF 2'704.50

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Abzüglich:
30 % Kürzung des Grundbedarfs 
von B._____ zwecks Rückerstattung: - CHF 165.45

30 % Kürzung des Grundbedarfs von A._____ 
(bis zum 31.03.2024 aufgrund der am 04.09.2023
rechtskräftig verfügten Kürzung, 
ab dem 01.04.2023 zwecks Rückerstattung): - CHF 165.45

Unterstützungsbetrag ab dem 1. Februar 2024: CHF 2'373.60

5. Hiergegen erhoben A._____ und B._____ Beschwerde beim 

Gemeindevorstand C._____, welcher diese mit Entscheid vom 

19. Februar 2024 abwies. 

6. Am 19. März 2024 (Poststempel) gelangten A._____ und B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) ans Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Sie machten beschwerdeweise geltend, sie seien mit dem 

Entscheid der Gemeinde C._____ nicht einverstanden und ersuchten um 

erneute Prüfung des Entscheids. Begründend hielten sie fest, ihr Sohn 

E._____ habe nicht in ihrem Haushalt gewohnt. Die Gemeinde C._____ 

beschuldige sie zu Unrecht, falsche Informationen in Bezug auf die 

Haushaltsgrösse gemacht und unrechtmässige Sozialhilfe bezogen zu 

haben. Die Beschuldigungen beruhten auf Vermutungen und könnten 

nicht nachgewiesen werden. 

7. Mit prozessleitender Verfügung vom 20. März 2024 gab die 

Instruktionsrichterin den Beschwerdeführern bis zum 15. April 2024 

Gelegenheit, ihre Eingabe vom 19. März 2024 persönlich zu 

unterschreiben und zu verbessern. Sodann wies sie am 22. März 2024 

ergänzend darauf hin, dass bei ungenutztem Fristablauf gemäss Art. 38 

Abs. 3 VRG auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.  

8. Bis zum heutigen Datum ging beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden keine verbesserte Eingabe ein.

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II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden in einzelrichterlicher 

Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel – wie vorliegend – offensichtlich 

unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. 

2.1.1. Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht müssen die 

Prozessvoraussetzungen – darunter die Formerfordernisse gemäss 

Art. 38 VRG – erfüllt sein, damit das Gericht auf eine Beschwerde eintritt, 

die Sache inhaltlich (materiell) prüft und einen Sachentscheid fällt. Fehlt 

es an einer dieser Voraussetzungen, ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

[VGU] R 17 65 vom 3. Mai 2018 E.1b mit Hinweis auf BERTSCHI, in: 

GRIFFEL [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, 

Vorbemerkungen zu §§ 19-28a Rz. 50 und 52; vgl. auch VGU S 23 120 

vom 9. Januar 2024 E.1.1 m.w.H.). 

2.1.2. Gemäss Art. 38 VRG haben Rechtsschriften das Rechtsbegehren, den 

Sachverhalt und eine Begründung zu enthalten (Abs. 1). Ausserdem sind 

sie (persönlich) zu unterzeichnen (Abs. 2; vgl. auch VGU U 20 6 vom 

11. März 2020 E.2.3 und U 19 109 vom 11. November 2019 E.2.2). 

Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in 

unziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich, wird 

eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der 

Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).

2.2. Da die Eingabe der Beschwerdeführer vom 19. März 2024 (Poststempel) 

den Formerfordernissen gemäss Art. 38 VRG nicht genügt – mithin 

insbesondere keine Unterschrift enthält –, räumte die Instruktionsrichterin 

den Beschwerdeführern mit Verfügung vom 20. März 2024 die 

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Gelegenheit ein, ihre Eingabe bis zum 15. April 2024 zu verbessern bzw. 

persönlich zu unterschreiben. Sodann wies sie am 22. März 2024 

ergänzend darauf hin, dass bei ungenutztem Fristablauf auf die 

Beschwerde nicht eingetreten werde.

2.3. Gemäss Sendungsverfolgung wurden die Schreiben der 

Instruktionsrichterin vom 20. März 2024 und 22. März 2024 den 

Beschwerdeführern am 21. März 2024 bzw. 25. März 2024 zugestellt. Bis 

zum heutigen Datum ist beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden keine verbesserte Eingabe eingegangen und die 

Beschwerdeführer haben auch nicht anderweitig auf die beiden Schreiben 

der Instruktionsrichterin reagiert. Damit ist die ihnen bis zum 15. April 2024 

eingeräumte Nachfrist zur Einreichung einer verbesserten bzw. persönlich 

unterschriebenen Eingabe ungenutzt abgelaufen, weshalb auf die 

Beschwerde nicht einzutreten ist. 

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gingen die Gerichtskosten 

grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführer (vgl. Art. 72 Abs. 1 VRG 

i.V.m. Art. 73 Abs. 1 VRG). Aufgrund des geringen Verfahrensaufwands 

rechtfertigt es sich vorliegend jedoch, auf die Erhebung von 

Gerichtskosten zu verzichten.

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]