# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96bb7c9a-8af1-587e-8fd7-1feb031fe25f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2008 D-7252/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7252-2008_2008-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7252/2008/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren (...), Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. November 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7252/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer  sein  Heimatland gemäss eigenen Anga-
ben im Mai 2008 auf dem Luftweg verliess und am 25. Mai 2008 über 
ihm unbekannte Länder ohne Papiere in die Schweiz gelangte, wo er 
gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in 
(...) um Asyl nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati-
onsblatt  zur  Abgabe  sämtlicher  bei  anderen  Behörden  hinterlegter 
oder  anderweitig  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von 
48 Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 9. Juni 2008 im EVZ (...) summarisch zum Reiseweg und 
zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wurde,

dass der Beschwerdeführer für die Dauer des Verfahrens dem Kanton 
(...) zugewiesen wurde,

dass das BFM am 30. Oktober 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) die Anhörung 
zu den Asylgründen durchführte,

dass er zur Begründung seines Asylgesuch im Wesentlichen geltend 
machte, von 1996 bis 2006 in Nigeria die Schule besucht zu haben,

dass er seit 2007 Mitglied der Gruppe "Niger Delta Peoples Volunteer 
Force" (NDPVF) gewesen sei,

dass er an friedlichen Demonstrationen dieser Gruppe teilgenommen 
und auch an Anschlägen auf Öl-Pipelines mitgemacht habe,

dass er im April 2008 zusammen mit zwei Kollegen - P. und O. - nachts 
zu Hause von der Polizei überrascht worden sei, 

dass  im Unterschied zu  Kollege  O. er  und der  Kollege  P. durch ein 
Fenster hätten fliehen können,

dass er sich in der Folge zu einem Freund der Familie begeben und 
dort versteckt habe,

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dass er seither von der Polizei gesucht werde und deshalb ausgereist 
sei,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 6. November  2008 -  eröffnet  am 
10. November  2008  -  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst. a  und 
Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung so-
wie den Vollzug auf den Tag nach Eintritt der Rechtskraft anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses seien in  seinem Fall  aufgrund der  Ak-
tenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hoben  und  die  vollumfängliche  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfü-
gung  sowie  die  Gutheissung  des  Asylgesuchs  (Asylgewährung  und 
Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, S. 4) beantragt hat,

dass eventualiter die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vor-
läufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen auf die im 
Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass der Beschwerdeführer vorliegend das Begehren stellt, es sei ihm 
der Flüchtlingsstatus und Asyl zu gewähren, 

dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm zuste-
henden  Prüfungsbefugnis  im  für  den  Beschwerdeführer  günstigsten 
Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf 
sein Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer sum-
marischen  Prüfung  hätte  erkennen  sollen,  dass  er  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass  jedoch auch  in  diesem Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das 
Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines 
Urteils feststellen kann, sondern die angefochtene Nichteintretensver-
fügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der 
Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an 
das BFM zurückzuweisen hat, 

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, so-
weit darin die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft sowie die Asyl-
gewährung durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten Vorbringen des Beschwerdeführers vorweg auf die im Emp-
fangszentrum Chiasso am 9. Juni 2008 protokollierten Aussagen sowie 

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auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 30. Oktober 2008 
zu verweisen ist,

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist, 

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines  Asylgesuches  im  EVZ  Chiasso  beziehungsweise  in  den  48 
Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines In-
formationsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, 

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für  ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere  somit  vorlie-
gend erfüllt ist, 

dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) 
für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam-
haft zu machen vermag, 

dass hierzu, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf die zutreffenden 
und unter Hinweis auf die Rechtssprechung gemachten Erwägungen 
in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass namentlich die Ausführungen des Beschwerdeführers zu seiner 
Flugreise nach Europa (vgl. Protokoll EVZ S. 7) als realitätsfremd und 
damit unglaubhaft zu bezeichnen sind,

dass daraus der Schluss zu ziehen ist, der Beschwerdeführer sei mit 
seinen  eigenen  Identitätspapieren  in  die  Schweiz  gereist  und  halte 
jene den Asylbehörden vor,

dass  die  Vorinstanz  sodann  aufgrund  erheblicher  Widersprüche  die 
Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  insgesamt  als  unglaubhaft 
qualifizierte,

dass die diesbezüglichen Ausführungen einer Überprüfung durch das 
Bundesverwaltungsgericht  standhalten,  weshalb  hierzu,  zur  Vermei-

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dung  von  Wiederholungen,  ebenfalls  auf  die  entsprechenden,  unter 
Angabe der jeweiligen Fundstellen in den Protokollen gemachten  Er-
wägungen des BFM verwiesen werden kann, 

dass die Vorbringen in der Beschwerde vom 14. November 2008 die 
Einschätzung  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  nicht 
umzustossen vermögen, zumal eine konkrete Auseinandersetzung mit 
den  dem  Beschwerdeführer  von  der  Vorinstanz  vorgeworfenen  Un-
glaubhaftigkeitselementen unterbleibt,

dass  es  der  Beschwerdeführer  letztlich  bei  der  blossen  Wiedergabe 
des geltend gemachten Sachverhalts bewenden lässt, 

dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die Vorinstanz zu 
Recht der Anregung auf eine erneute des Befragung des Beschwerde-
führers der bei der direkten Bundesanhörung anwesenden Hilfswerk-
vertretung nicht nachgekommen ist beziehungsweise die entsprechen-
de Anmerkung im Protokoll in der angefochtenen Verfügung nicht wei-
ter begründet hat,

dass in diesem Zusammenhang die Unglaubhaftigkeitselemente in den 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  zum  einen  viel  zu  zahlreich  und 
gravierend waren und zum anderen die von der keine Parteistellung in-
nehabenden  Hilfswerkvertretung (Art.  30  Abs. 4  AsylG)  wahrgenom-
menen Möglichkeiten, Fragen zu stellen, keine entscheidend näheren 
Aufschlüsse  oder  anderen  Erkenntnisse  hinsichtlich  des  vom  Be-
schwerdeführer  vorgebrachten und als  unglaubhaft  erachteten Sach-
verhalts aufzuzeigen vermochten, 

dass die Vorinstanz schliesslich im vorliegenden Fall aufgrund der Ak-
tenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 30. Oktober 2008 
präsentierte, unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder recht-
liche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung zu 
Recht  den  Schluss  gezogen  hat,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig 
stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen 
(Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6),

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass - entgegen den äusserst knappen und nicht über Allgemeinplätze 
hinausgehenden  Ausführungen  in  der  Beschwerde  -  die  allgemeine 
Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers nicht auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle eines allfälligen Vollzugs der Weg-
weisung dorthin schliessen lässt, 

dass in den Akten auch nichts darauf hindeutet, der Beschwerdeführer 
geriete im Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation,

dass der über eine 10-jährige Schulbildung verfügende Beschwerde-
führer  keine  gesundheitlichen  Probleme  geltend  macht  und  gemäss 
Angaben in der Beschwerde sogar auf ein familiäres Beziehungsnetz 
im Heimatland ("wollte mein Land und meine Familie nicht verlassen") 
zurückgreifen kann, weshalb davon auszugehen ist, er bringe gute Vor-
aussetzungen für eine Reintegration mit,

dass  unter  diesen  Aspekten  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nach Nigeria als zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer sein Asylgesuch am 25. Mai 2008 gestellt 
hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung festgehalten hat, der 
Beschwerdeführer habe die Schweiz am Tag nach Rechtskraft der Ver-
fügung zu verlassen,

dass gemäss Rechtsprechung je nach Verfahrensdauer eine bloss ein-
tägige  Ausreisefrist  als  unangemessen  betrachtet  werden kann  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 27),

dass das BFM praxisgemäss eine Ausreisefrist von 30 Tagen ansetzt, 
sofern seit  Einreichung des Asylgesuches mindestens sechs Monate 
vergangen sind, 

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dass demnach- die von der Vorinstanz entwickelte Praxis wurde zwi-
schenzeitlich  nie  beanstandet  -  das  BFM dem Beschwerdeführer  im 
vorliegenden Fall keine entsprechende neue Ausreisefrist anzusetzen 
hat,  da vorliegend die eintägige Ausreisefrist aufgrund der gesamten 
Aktenlage nicht als unangemessen zu bezeichnen ist,

dass der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung somit zu 
bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist, und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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