# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbee88e5-468c-5d00-bbcb-dab87cfc9abc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2016 E-5661/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5661-2016_2016-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5661/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Daniel Willisegger, 

mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;   

Gerichtsschreiber Pascal Waldvogel. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Bangladesh,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 16. August 2016 / N (…). 

 

 

 

E-5661/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer verliess Bangladesh nach eigenen Angaben 

am 23. Dezember 2012. Am 25. Dezember 2012 reiste er in die Schweiz 

ein und stellte am 27. Dezember 2012 ein Asylgesuch. Am 9. Januar 2013 

wurde er zur Person befragt (BzP). Die Vorinstanz hörte ihn am 26. März 

2013 zu den Asylgründen an. 

A.b Die Vorinstanz trat mit Verfügung vom 8. April 2013 – unter Anwen-

dung von aArt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (SR 142.31) – auf das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers nicht ein. 

A.c Eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hiess das Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil E-2075/2013 vom 24. April 2013 gut und 

wies die Akten zur Weiterführung des Asylverfahrens an die Vorinstanz zu-

rück. Das Gericht stellte fest, dass die flüchtlingsrechtliche Relevanz der 

Vorbringen des Beschwerdeführers angesichts der sich stellenden Rechts-

fragen nicht offensichtlich verneint werden könne und sich aufgrund einer 

summarischen Prüfung nicht abschliessend feststellen lasse, ob der Be-

schwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft erfülle, weshalb die Vorinstanz 

zu Unrecht gestützt auf aArt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 

nicht eingetreten sei. 

B.  

Am 21. Juni 2016 wurde der Beschwerdeführer von der Vorinstanz erneut 

zu seinen Asylgründen angehört. Er machte im Wesentlichen geltend, er 

sei seit 2006 beziehungsweise 2009 Präsident des Studentenflügels der 

Bangladesh Nationalist Party (BNP). Anhänger der Awami League (AL) 

hätten ihn ungerechtfertigterweise des Mordes beschuldigt, weshalb er 

vom Februar 2010 bis August 2011 inhaftiert gewesen sei. Ein Anwalt habe 

seine Unschuld nachgewiesen beziehungsweise eine Kaution gezahlt, 

weshalb er freigelassen worden sei. Im September 2011 sei er erneut un-

gerechtfertigterweise wegen illegalem Waffenbesitz angezeigt worden, 

weshalb er zu seinem Onkel geflohen sei, wo er sich zehn Monate aufge-

halten habe. Am 30. Juni 2012 habe er seine Familie besucht und sei dabei 

von AL-Anhängern angegriffen worden. Diese hätten ihm beide Beine ge-

brochen, weshalb er vier Monate im Spital gelegen habe. Danach habe er 

das Land verlassen. 

E-5661/2016 

Seite 3 

C.  

Mit Verfügung vom 16. August 2016 – eröffnet am 19. August 2016 – stellte 

die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung. Den 

zuständigen Kanton beauftragte sie mit dem Vollzug der Wegweisung. 

D.  

Mit Eingabe vom 15. September 2016 reichte der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Er beantragte, die Verfügung 

der Vorinstanz vom 16. August 2016 sei aufzuheben und ihm sei Asyl zu 

gewähren, eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und es sei festzu-

stellen, dass die Wegweisung unzulässig beziehungsweise unzumutbar 

sei und ihm sei die vorläufige Aufnahme zu gewähren, subeventualiter sei 

die Verfügung aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht sei ihm die unentgelt-

liche Rechtspflege zu gewähren, es sei auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten und ihm sei ein Rechtsbeistand seiner Wahl zu 

bestellen. 

Er reichte ein Foto eines Zustellcouverts, einen Bericht des Immigration 

and Refugee Board of Canada vom 31. August 2015 sowie ein Schreiben 

an den kantonalen Sozialdienst zu den Akten. 

E.  

Mit Eingabe vom 16. September 2016 reichte der kantonale Sozialdienst 

eine Unterstützungsbedürftigkeitserklärung zu den Akten. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 21. September 2016 stellte der Instruktions-

richter fest, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zukommt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der 

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Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 

im Asylbereich auf Verletzung von Bundesrecht sowie unrichtige und un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts hin (Art. 106 

Abs. 1 AsylG). Im Zusammenhang mit dem Wegweisungsvollzug kann zu-

dem die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 49 

VwVG; vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer 

Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

Wer um Asyl nachsucht, muss gemäss Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-

schaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen (Abs. 1). Glaubhaft 

gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhanden-

sein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält (Abs. 2). Un-

glaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu 

wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht 

entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismit-

tel abgestützt werden (Abs. 3). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen der Vorbringen in einem publizierten Entscheid dargelegt und folgt 

dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (BVGE 

2010/57 E. 2.2 und 2.3). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz kommt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, 

die Vorbringen des Beschwerdeführers würden insgesamt den Anforderun-

gen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten. Obwohl 

er mehrere Jahre Präsident des Studentenflügels einer Partei gewesen sei, 

wisse er erstaunlich wenig über Politik und die eigene Partei. Er habe nicht 

glaubhaft darlegen können, dass er in Bangladesh irgendeinen Bezug zur 

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Politik gehabt habe. Seine Aussagen zur Haft wegen der Mordanschuldi-

gung seien sehr vage und es mangle ihnen an Substanz und Realkennzei-

chen. Jemand der tatsächlich eineinhalb bis zwei Jahre im Gefängnis ver-

bracht habe, könne erfahrungsgemäss mehr berichten, als nur stereotype 

Vorstellungen von einem unhygienischen überfüllten Gefängnis. Weiter 

würden sich in seinen Aussagen mehrere Widersprüche in wesentlichen 

Punkten finden und die eingereichten Beweismittel seien nicht tauglich, 

den asylrelevanten Sachverhalt glaubhaft zu machen. In einigen Punkten 

fehle seiner Erzählung jegliche Logik. 

4.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, er habe in seiner Partei 

einzig die Aufgabe gehabt, die Leute zu versammeln, um an Demonstrati-

onen teilzunehmen. Die Vorinstanz verkenne die tatsächliche Situation in 

Bangladesh und vergleiche die politischen Aktivitäten zu stark mit der Situ-

ation in der Schweiz. Für die Position des Präsidenten brauche es keine 

besonderen politischen Kenntnisse. Die Haft habe er sehr substantiiert und 

detailreich beschrieben. Er habe versucht Beweismittel zu beschaffen. 

Dass die Vorinstanz ihm nun vorwerfe, diese Beweismittel würden nichts 

beweisen, sei stossend. So zeige der eingereichte Arztbericht, dass seine 

Verletzung typisch für den beschriebenen Überfall sei, und andere Doku-

mente würden beweisen, dass er im Gefängnis sowie politisch aktiv gewe-

sen sei. Es sei nicht zulässig, dass den eingereichten Beweismitteln pau-

schal der Beweiswert abgesprochen werde. Weiter verkenne die Vor-

instanz, wie das politische System in Bangladesh funktioniere. Er habe nie 

ein richtiges Urteil erhalten und sei aufgrund falscher Anschuldigungen in-

haftiert gewesen. Bangladesh sei ein korruptes Land. Vieles sei möglich, 

wenn man die finanziellen Mittel habe. 

4.3 Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz sind indes weder in tatsächli-

cher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. In der angefochtenen 

Verfügung wird einlässlich begründet, weshalb ein Grossteil der Aussagen 

des Beschwerdeführers unglaubhaft ausgefallen ist. 

4.3.1 So hält die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Beschwerdeführer er-

staunlich wenig über die allgemeine Politik, die eigene Partei und deren 

Tätigkeit wisse. Der Beschwerdeführer wurde in der ersten Anhörung ge-

fragt, welchen Aufgabenbereich er als Präsident der Partei gehabt habe. 

Darauf antwortet er lediglich, er habe die Partei führen müssen (SEM-Ak-

ten, A17/14 F52). Auf die nachfolgende Frage, was er konkret gemacht 

habe, bringt er vor, sie hätten darüber gesprochen, wie sie die Partei in 

Zukunft führen wollten und hätten Versammlungstermine vereinbart (SEM-

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Seite 6 

Akten, A17/14 F53). Auch auf weitere Fragen hierzu antwortet er durchge-

hend oberflächlich und einsilbig. So wurde er beispielsweise nach dem 

Hauptunterschied zwischen der BNP und der AL gefragt, worauf er zu Pro-

tokoll gibt, die AL seien Terroristen und sie nicht (SEM-Akten, A17/14 F68). 

Auch seinen Ausführungen zur Politik in Bangladesh in der zweiten Anhö-

rung fehlt es an jeglicher Substanz (vgl. SEM-Akten, A38/24 F63 ff.). Selbst 

wenn die politischen Realitäten in Bangladesh nicht mit denjenigen in der 

Schweiz verglichen werden können, muss von einem Präsidenten einer 

Studentenpartei doch eine gewisse Kenntnis des politischen Systems des 

Landes, des Aufbaus und der Ziele seiner Mutterpartei sowie des eigenen 

Aufgabenbereichs erwartet werden können. 

Ausserdem widerspricht sich der Beschwerdeführer bezüglich seiner Tä-

tigkeit als Präsident seiner Partei in verschiedenen Punkten. So bringt er 

in der BzP und der ersten Anhörung vor, er sei seit dem Jahr 2009 Präsi-

dent der Partei gewesen (SEM-Akten, A7/13 S. 8 und A17/14 F48). Nach 

dem Kassationsurteil des Bundesverwaltungsgericht reichte der Be-

schwerdeführer, nachdem er noch in ersten Anhörung aussagte, dass er 

über keinen Mitgliederausweis verfüge (SEM-Akten, A17/14 F59), einen 

Präsidentenausweis der Partei und andere Bestätigungen ein, gemäss de-

nen er bereits seit dem Jahr 2006 Präsident der Partei gewesen sei (SEM-

Akten, A34 Nr. 10 ff.). Als er in der zweiten Befragung auf diesen Wider-

spruch angesprochen wurde, macht er plötzlich geltend, er sei von 2006 

bis 2009 Präsident gewesen (SEM-Akten, A38/24 F119 und F231). Eben-

falls widersprechen sich seine Aussagen bezüglich seiner Kontaktperson 

bei der BNP (vgl. hierzu SEM-Akten, A17/14 F54 und A38/24 F102 und 

F232). Diese Widersprüche kann der Beschwerdeführer weder in den An-

hörungen noch auf Beschwerdeebene entkräften. 

Dass er in seiner Heimat politisch aktiv und Präsident des Studentenflügels 

der BNP gewesen sei, kann ihm unter diesen Umständen nicht geglaubt 

werden. 

4.3.2 Ebenfalls zutreffend sind die Ausführungen der Vorinstanz zum Ge-

fängnisaufenthalt des Beschwerdeführers. Als der Beschwerdeführer in der 

zweiten Anhörung aufgefordert wird, detailliert von seiner Haft zu erzählen, 

bringt er lediglich vor, er habe Essen bekommen und habe auch mal raus 

gedurft (SEM-Akten, A38/24 F155). Auch auf die Nachfrage hin, gibt er ein-

zig zu Protokoll, es sei ein normales Gefängnis gewesen, wo es drei Mal 

am Tag Essen gegeben habe und die erste Mahlzeit sei um neun Uhr ge-

kommen. Man müsse mit den anderen auskommen (SEM-Akten, A38/24 

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F156). Auch die weiteren Fragen hierzu beantwortet er nur oberflächlich. 

Realkennzeichen, die darauf deuten, dass er tatsächlich eineinhalb Jahre 

im Gefängnis gewesen ist, finden sich in seinen Aussagen kaum. An der 

Unglaubhaftigkeit der diesbezüglichen Vorbringen ändern auch die im vor-

instanzlichen Verfahren eingereichten Gerichtsdokumente nichts. Aus dem 

ersten Dokument geht lediglich hervor, dass drei Personen angeklagt seien 

und einer davon der Beschwerdeführer sei (SEM-Akten, A35 Nr. 26). Das 

zweite Dokument weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer eine Kau-

tion zu leisten gehabt habe (SEM-Akten, A35 Nr. 26). Die asylrelevanten 

Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er aufgrund seiner politischen 

Tätigkeit zu Unrecht wegen Mordes angeklagt und deshalb für eineinhalb 

Jahre inhaftiert worden sei, bestätigen diese Dokumente nicht. Erstaunlich 

ist auch, dass er mehrere Male erwähnt, dass sein Vater respektive sein 

Anwalt im Besitz eines Haftbefehls sein soll (SEM-Akten, A7/13 S. 8 und 

A17/14 F75 ff.), er diesen jedoch nicht beibringen konnte. 

4.3.3 Aus den zahlreichen eingereichten ärztlichen Berichten (aus- und in-

ländische) kann der Beschwerdeführer schliesslich keine asylrelevante 

Verfolgung ableiten. Diese bestätigen lediglich seine Verletzungen an den 

Beinen. Dass diese Verletzungen dem Beschwerdeführer, wie von ihm dar-

gelegt, aufgrund seiner politischen Tätigkeit zugefügt wurden, ergibt sich 

daraus nicht und ist aufgrund seiner unglaubhaften Aussagen im vor-

instanzlichen Verfahren nicht anzunehmen. Auch aus dem eingereichten 

Bericht über die BNP kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer 

nicht gelungen ist, eine im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Bangladesh be-

stehende oder drohende, asylrechtlich relevante Gefährdung nachzuwei-

sen oder glaubhaft zu machen. 

5.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das Staatssekretariat in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das Asylge-

such ablehnt oder darauf nicht eintritt. Der Beschwerdeführer verfügt we-

der über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen 

Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. BVGE 2009/50 E. 9). Die Weg-

weisung ist nicht zu beanstanden. 

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Seite 8 

6.  

6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

6.2 Der Vollzug der Wegweisung ist nach Art. 83 Abs. 3 AuG unzulässig, 

wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen. Da dem Beschwerdeführer die Flüchtlingsei-

genschaft nicht zukommt, ist das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsver-

bot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwend-

bar. Die Zulässigkeit des Vollzuges beurteilt sich vielmehr nach den allge-

meinen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 

BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK). 

Weder aufgrund der Akten noch aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers ergeben sich konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung nach Bangladesh dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Der Vollzug ist demnach zulässig. 

6.3 Der Vollzug der Wegweisung kann nach Art. 83 Abs. 4 AuG unzumut-

bar sein, wenn der Ausländer oder die Ausländerin im Heimat- oder Her-

kunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner 

Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet ist. 

Weder die allgemeine Lage im Heimatstaat (vgl. BVGE 2010/8 E. 9.5 sowie 

Urteil des BVGer D-3778/2013 vom 16. Juli 2015 E. 8.4 [als Referenzurteil 

publiziert]) noch individuelle Gründe lassen den Wegweisungsvollzug vor-

liegend unzumutbar erscheinen. So handelt es sich beim Beschwerdefüh-

rer um einen jungen Mann mit guter Ausbildung, der in Bangladesh über 

ein solides tragfähiges Beziehungsnetz verfügt. Auch medizinische Gründe 

stehen einem Wegweisungsvollzug nicht entgegen. Der aktuellste akten-

kundige Arztbericht datiert vom 6. Juli 2016 (SEM-Akten, A42/2). Gemäss 

diesem wurde die ärztliche Behandlung der Beinbeschwerden des Be-

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Seite 9 

schwerdeführers im Jahr 2015 abgeschlossen. Der Patient habe seine Be-

schwerden mit Physiotherapie in den Griff gekriegt und mache regelmässig 

Physiotherapie- sowie Fitnessübungen. Aus medizinischer Sicht spreche 

nichts gegen eine weitere medizinische Behandlung im Herkunftsland. 

Dem vorinstanzlichen Schluss, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen 

eine Wegweisung spricht, ist somit zu folgen. Im Übrigen ist in Bangladesh 

eine qualitativ gute medizinische Infrastruktur vorhanden, die in Städten 

wie Dhaka sogar dem westeuropäischen Standard entsprechen kann 

(hierzu Urteil des BVGer E-7153/2014 vom 1. Mai 2015 E. 6.2). Der Voll-

zug der Wegweisung ist zumutbar. 

6.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AuG 

als möglich zu bezeichnen, weil es dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei 

der zuständigen Vertretung seines Heimatlandes die für eine Rückkehr not-

wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

BVGE 2008/34 E. 12). 

6.5 Die Vorinstanz hat demnach zu Recht Wegweisungsvollzugshinder-

nisse verneint. Die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme fällt ausser Be-

tracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG). 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

besteht nach dem Gesagten kein Anlass. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten 

des vorliegenden Verfahrens zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die auf 

Fr. 600.– festzusetzen sind (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Den Ersuchen um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und der amtlichen Rechtsverbeiständung kann 

nicht stattgegeben werden, weil seine Begehren als aussichtslos zu gelten 

haben (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Der Antrag um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ist mit dem vorliegenden Entscheid gegen-

standslos geworden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Der Antrag auf amtliche Rechtsverbeiständung wird abgewiesen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Willisegger Pascal Waldvogel 

 

 

Versand: