# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 255097db-07f2-5436-a689-c30a73f83ca5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2018 IV 2016/179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-179_2018-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/179

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 27.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
Art. 28 IVG. Würdigung der Gutachten und der Berichte der behandelnden 
Ärzte. Begriff der Arbeitsfähigkeit. Objektivierbarkeit des Leidensdrucks 
bzw. der empfundenen Schmerzen. Aggravation. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 27. August 2018, IV 2016/179). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 9C_695/2018.

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Miriam 

Lendfers; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.  

IV 2016/179

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Simone Schmucki,

schmuckipartner, Magnihalden 7, Postfach, 9004 St. Gallen, 

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin, 

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich erstmals im März 2006 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

unter Hinweis auf eine schwere Augenkrankheit zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-

act. 1). Er gab an, er habe in B.___  acht Jahre lang die Grundschule besucht. Einen 

Beruf habe er nicht erlernt. Seit dem Jahr 2003 sei er als Kontrolleur bei der C.___ tätig.

A.b  Dr. med. D.___ und Dr. E.___ von der Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG) berichteten der IV-Stelle am 24. März 2006 (IV-act. 10), dass der Versicherte an 

einer schwersten, therapierefraktären Sicca-Symptomatik (trockene Augen) bei 

qualitativer und quantitativer Benetzungsstörung bei chronischer Blepharitis 

(Lidrandentzündung) und pulmonaler Sarkoidose (systemische 

Entzündungserkrankung) leide. In der Tätigkeit als Industriearbeiter bestehe keine 

medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit.

A.c  Die Eingliederungsberaterin notierte am 12. Februar 2007 (IV-act. 28), die 

Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte bisher ohne Absenzen gearbeitet 

habe. Im Gespräch sei aufgefallen, dass der Versicherte sehr auf eine IV-Rente fixiert 

sei. Offenbar habe er den Hausarzt unter Druck gesetzt, die IV-Anmeldung auszufüllen. 

Es bestehe eine familiäre Problematik (beide Elternteile in Gegenschicht 100 % 

erwerbstätig, Schwierigkeiten mit den drei Kindern). Mit Verfügung vom 24. Mai 2007 

wies die IV-Stelle das Rentengesuch bei einem IV-Grad von 0 % ab (IV-act. 33). Eine 

dagegen erhobene Beschwerde zog der Versicherte wieder zurück (IV 2007/253, IV-

act. 40).

B. 

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B.a  Im Mai 2010 meldete sich der Versicherte erneut wegen des Augenleidens zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 43). Er gab an, seit dem 6. April 2010 

arbeitsunfähig zu sein.

B.b  Dr. med. F.___ und Dr. D.___ von der Augenklinik des KSSG berichteten der IV-

Stelle am 8. September 2010 (IV-act. 61), dass der Versicherte an einer schweren 

therapierefraktären Siccasymptomatik bei Benetzungsstörung bei chronischer 

Blepharitis und pulmonaler Sarkoidose mit Befall der Tränendrüsen leide. Die bisherige 

Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Anlässlich eines Telefonats vom 25. Oktober 

2010 erklärte Dr. F.___ gegenüber der RAD-Ärztin Dr. med. G.___, dass sich der 

Gesundheitszustand verschlechtert habe (IV-act. 73-2). Die Therapieoptionen seien 

ausgeschöpft. An einem adäquaten Arbeitsplatz spreche aus augenärztlicher Sicht 

nichts gegen eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Ärztin folgerte hieraus, dass sich 

der Gesundheitszustand bei gleichlautender Diagnose verschlechtert habe.

B.c  Die C.___berichtete der IV-Stelle am 14. Dezember 2010 (IV-act. 70), dass sie den 

Versicherten seit dem 1. September 2003 zu 100 % als Maschinenbediener 

beschäftige. Der letzte effektive Arbeitstag sei der 5. April 2010 gewesen. Seit dem 1. 

Januar 2010 betrage der Monatslohn Fr. 3'960.-- (zzgl. 13. Monatslohn); die Prämie 

und die Schichtzulage betrügen durchschnittlich Fr. 1'310.-- pro Monat. Gemäss dem 

IK-Auszug hatte der Versicherte im Jahr 2009 für die Tätigkeit bei der C.___ ein 

Erwerbseinkommen von Fr. 69'162.-- und für die Nebentätigkeit als Hauswart ein 

solches von Fr. 4'550.-- (Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--) erzielt (IV-act. 67-3).

B.d  Am 16. Mai 2011 wurde der Versicherte durch die ABI Aerztliches 

Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI) interdisziplinär (allgemein-internistisch, 

psychiatrisch und ophthalmologisch) begutachtet (Gutachten vom 22. Juni 2011, IV-

act. 83). Die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:

•  Schwere Blepharokonjunktivitis sicca bei Sarkoidose beidseits

•  diffuse Skleritis (Entzündung der Lederhaut des Auges) bei Sarkoidose beidseits.

Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter u.a. eine 

pulmonale Sarkoidose, Erstdiagnose 1998, aktuell und seit Jahren klinisch 

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asymptomatisch, an. Weder der allgemein-internistische noch der psychiatrische 

Gutachter stellten auf ihren Fachgebieten eine Arbeitsunfähigkeit fest. Dr. med. H.___, 

Ophthalmologie, erklärte, dass der Versicherte unter erheblichen Symptomen wie 

Augenschmerzen, Augenbrennen, vermehrter Blendungsempfindlichkeit und Tränen 

leide. Aufgrund der schweren Benetzungsstörung bestehe in der angestammten 

Tätigkeit wie auch in anderen Tätigkeiten bei einem vollschichtigen Pensum eine 10 

%ige Leistungseinbusse. Arbeitsplätze, an denen der Versicherte vermehrt Staub oder 

reizenden Dämpfen ausgesetzt sei, und Arbeiten an Bildschirmen müssten vermieden 

werden. Dr. H.___ empfahl eine erneute systemische Steroidtherapie. In 

polydisziplinärer Sicht schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit für die 

angestammte Tätigkeit und jede andere geeignete Tätigkeit auf 90 %. RAD-Ärztin Dr. 

G.___ notierte am 8. April 2011, es sei nicht ohne weiteres nachvollziehbar, weshalb die 

schwere ophthalmologische Symptomatik mit organisch erklärbaren Schmerzen nur 

eine geringe Leistungseinbusse zur Folge haben solle (IV-act. 99).

B.e  Dr. F.___ und Dr. I.___ von der Augenklinik des KSSG berichteten der IV-Stelle am 

14. September 2011 (IV-act. 98), dass die Auswirkungen des Augenleidens auf die 

bisherige Tätigkeit schwer einschätzbar seien. Die Wahrnehmung sei subjektiv und die 

Symptomatik stark schwankend. Die Leistungsfähigkeit sei vermindert, da sich der 

Versicherte alle 10 Minuten Augentropfen verabreichen müsse. Eine erneute 

systemische Steroidbehandlung habe der Versicherte abgelehnt.

B.f  Auf Rückfrage der IV-Stelle hin antwortete Dr. H.___ am 15. September 2011 (IV-

act. 97), dass es zu keiner Funktionseinbusse der Augen gekommen sei. Bei der 

Tätigkeit als Maschinenbediener handle es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit 

ohne übermässige Anstrengung der Augen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Ärztinnen der Augenklinik des KSSG könne sie aufgrund der aktuellen 

Untersuchungsbefunde nicht nachvollziehen. RAD-Ärztin Dr. G.___ hielt am 14. 

November 2011 fest (IV-act. 99), dass die Leistungsfähigkeit des Versicherten wegen 

der zeitaufwändigen, regelmässigen Anwendung von Augentropfen und der 

Notwendigkeit gelegentlicher Erholungspausen mit geschlossenen Augen in der 

angestammten und in anderen geeigneten Tätigkeiten um 20 % reduziert sei.

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B.g  Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle hielt im Schlussbericht vom 1. 

Dezember 2011 fest (IV-act. 105), dass die angestammte Tätigkeit des Versicherten die 

Prüfung von Ketten an einer Maschine und das Transportieren von Alurollen beinhalte. 

Die Prüfung der Ketten erfolge maschinell; der Versicherte müsse bei Störungen 

eingreifen. Bei der Arbeit trage er Handschuhe und eine Nasenmaske. Das Ausziehen 

der Arbeitsutensilien zum Applizieren der Augentropfen führe zu einem enormen 

Zeitverlust und Aufwand. Da die aktuelle Tätigkeit nicht als adaptiert empfunden werde, 

sei dem Versicherten per Ende November 2011 gekündigt worden. Der Versicherte 

selbst sehe sich aktuell nicht arbeitsfähig. Er verbringe den Tag meistens zu Hause mit 

geschlossenen Augen auf dem Sofa liegend. Mit Verfügung vom 6. Februar 2012 wies 

die IV-Stelle das Gesuch um berufliche Massnahmen mit der Begründung, dass sich 

der Versicherte nicht in der Lage fühle, aktiv an Eingliederungsbemühungen 

mitzuwirken, ab (IV-act. 114).

B.h  Mit Vorbescheid vom 3. Mai 2012 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten bei 

einem IV-Grad von 20 % die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 121). Zur 

Begründung hielt sie fest, dass der Versicherte gemäss dem ABI-Gutachten in seiner 

angestammten Tätigkeit und in jeder anderen geeigneten Tätigkeit zu 90 % arbeitsfähig 

sei (IV-act. 119-2). Dagegen liess der Versicherte am 14. Juni 2012 durch seine 

Rechtsvertreterin einwenden (IV-act. 124), dass die durch die Lidrandentzündungen 

verursachten, massiven Schmerzen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht 

berücksichtigt worden seien. Am 16. August 2012 reichte die Rechtsvertreterin neue 

medizinische Berichte ein (IV-act. 126). Dr. med. J.___, Facharzt Pneumologie, hatte 

dem Hausarzt Dr. med. K.___ am 10. Juli 2012 mitgeteilt (IV-act. 127), dass klinisch, 

radiologisch und lungenfunktionell derzeit von einer erheblichen Progredienz der 

Sarkoidose ausgegangen werden müsse. Ergospirometrisch finde die angegebene 

Dyspnoe allerdings kein Korrelat. Der Belastungsversuch habe wegen massiver 

Hyperventilation und Schwäche vorzeitig abgebrochen werden müssen. Eine 

Abdomensonografie vom 11. Juni 2012 im Spital L.___ hatte eine vergrösserte Leber 

und Milz gezeigt (Bericht vom 21. Juni 2012, IV-act. 128). Die erhöhten Leberwerte 

wurden im Rahmen eines Leberbefalles bei bekannter Sarkoidose interpretiert. Im 

Oktober/November 2012 gingen bei der IV-Stelle weitere medizinische Berichte ein (IV-

act. 136, 138, 141). Dr. med. M.___ von der Pneumologie des KSSG hatte am 4. 

September 2012 berichtet (IV-act. 136 3-f.), dass der Versicherte im Rahmen der 

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Sarkoidose aktuell schwer betroffen sei. Es sei eine Therapie mit Prednison eingeleitet 

worden. Ärzte derselben Klinik hatten am 2. November 2012 berichtet, dass der 

Versicherte einen schwer einstellbaren steroidinduzierten Diabetes mellitus entwickelt 

habe (IV-act. 139-3 ff.). Dr. D.___ von der Augenklinik des KSSG hatte in ihrem Bericht 

vom 20. November 2012 angegeben (IV-act. 142), dass die Situation der Lidränder 

sowie der Augenoberfläche nach wie vor desolat sei. Die permanenten 

Augenschmerzen zeichneten sich in Form einer felderförmigen Aufrauhung der 

Hornhaut ab. Die entzündliche Komponente der Bindehaut und der Lider habe sich 

trotz aller möglicher topischer und systemischer Therapien nie wesentlich verbessert. 

Die nicht behandelbare chronische Schmerzsymptomatik sei im Rahmen einer 

Berufsausübung nicht tragbar.

B.i Dr. M.___ von der Pneumologie des KSSG gab in ihrem Bericht vom 21. November 

2012 zuhanden der IV-Stelle an (IV-act. 144), dass eine kombinierte Ventilationsstörung 

mit einer mittelschweren Obstruktion und einer leichten Restriktion sowie eine schwere 

Diffusionsstörung bestünden. Diese Befunde führten bei Belastung zu Atemnot, 

weshalb der Versicherte seiner Arbeit als Hausmeister nicht nachgehen könne. Im 

Rahmen einer Sarkoidose träten in der Regel zudem eine Leistungsminderung und eine 

Müdigkeit auf. Der Schweregrad der Grunderkrankung lasse im Moment keine 

Arbeitstätigkeit zu. Ob die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit möglich sei, 

hänge vom Verlauf der Therapie mit systemischen Steroiden ab. RAD-Ärztin Dr. G.___ 

empfahl am 15. Januar 2013 eine internistisch-pneumologische RAD-Untersuchung 

(IV-act. 145).

B.j Im Mai, Juni und Juli 2013 gingen bei der IV-Stelle weitere medizinische Berichte 

ein (IV-act. 157, 164). Dr. med. N.___ von der Pneumologie des KSSG hatte am 7. Mai 

2013 berichtet, dass die Therapie trotz der Nebenwirkungen insgesamt gut 

angesprochen habe. Lungenfunktionell sei es zu einer leichten Verbesserung der 

Befunde gekommen, wobei die Werte möglicherweise kooperationsbedingt ein 

bisschen unterschätzt würden. Der Versicherte fühle sich in seiner Belastbarkeit 

allerdings weiterhin eingeschränkt und verspüre kaum einen Nutzen. Eine gewisse 

Leistungseinschränkung könne die Gewichtszunahme von 50 kg seit Beginn der 

Therapie erklären. Dieselbe Ärztin hatte am 12. Juni 2013 mitgeteilt (IV-act. 164-25 f.), 

dass sich die Situation unter Remicade deutlich verbessert habe. Der Versicherte sei 

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dennnoch weiterhin schwer betroffen. Neu sei ein mittelschweres Schlaf-Apnoe-

Syndrom festgestellt worden. Unter einer CPAP-Therapie sei von einer Verbesserung 

der Müdigkeit auszugehen. Dr. med. O.___, Psychiatrie und Psychotherapie, hatte in 

einem Bericht vom 19. Juli 2012 an Dr. Jung erklärt (IV-act. 164-51), dass der 

Versicherte an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: 

F43.21) leide. Er befinde sich seit dem 16. Juli 2012 in ihrer psychiatrischen 

Behandlung. Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf der Augenerkrankung 

und der dazu kommenden finanziellen und familiären Probleme entwickelt.

B.k  Am 19. Juni 2013 fand die erste internistische RAD-Abklärung statt (1. RAD-

Bericht vom 15. April 2015, IV-act. 198). Dr. med. P.___, Facharzt für Innere Medizin, 

Pneumologie, Arbeitsmedizin, Sozialmedizin (D), Psychotherapie (D, SAPPM), 

zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, gab die folgenden Diagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an:

•  1998 Erstdiagnose einer Haut- und Lungensarkoidose im Stadium II, aktuell leichte 

restriktive und diskrete obstruktive Ventilationsstörung

•  06/13 Erstdiagnose eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms

•  09/12 Erstdiagnose eines steroidinduzierten Diabetes mellitus IIb.

Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er unter anderem eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion. Dr. P.___ hielt fest, dass die 

Ventilationsstörung eine ganztägige Tätigkeit mit leichter körperlicher Arbeit nicht 

verunmögliche. Zur Behandlung der Augen und der Zuckerkrankheit sollte aber die 

Möglichkeit vermehrter Pausen bestehen. Der Diabetes mellitus befinde sich in guter 

Kontrolle und sollte die Leistungsfähigkeit nicht weiter schmälern. Das obstruktive 

Schlafapnoesyndrom sei therapeutisch gut behandelbar (Gewichtsabnahme, CPAP-

Therapie), sodass es keine grössere Leistungsminderung zur Folge haben sollte. Von 

psychiatrischer Seite her habe ein dem psychiatrischen Befund vom Juli 2012 

entsprechendes Bild mit gemischt leicht ausgeprägter, dysphorisch-gereizter und 

deprimiert-hoffnungsloser Stimmungslage gesehen werden können. Der Versicherte 

habe keine aktuelle medikamentös-antidepressive Behandlung erwähnt. Die in der 

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Aktenlage wiederholt angegebene eingeschränkte Compliance habe auch während der 

gutachterlichen Abklärung beobachtet werden können. Zudem hätten sich Hinweise für 

ein aggravatorisches Verhalten ergeben. Erstaunlich sei, dass im Rahmen der 

Begutachtung durch das ABI bei der bekannten pulmonalen Sarkoidose keine 

pneumologische Beurteilung stattgefunden habe. Die Beurteilungen der behandelnden 

Pneumologen könne nicht geteilt werden. Eine sich objektivierbar nur leicht funktionell 

auswirkende Sakroidose der Lunge sei kein Grund für eine längerfristige 

Arbeitsunfähigkeit. Die extrapulmonalen Krankheitsmanifestationen an Leber und 

Nieren schränkten die allgemeine Leistungsfähigkeit des Versicherten nicht zusätzlich 

ein. Wie es sich mit dem Augenleiden verhalte, werde durch ein gesondertes 

ophthalmologisches Gutachten geklärt.

B.l Am 14. November 2013 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten weitere 

medizinische Berichte ein (IV-act. 165). Die Ärzte der Rheumatologie/Rehabilitation des 

KSSG hatten am 6. August 2013 über ein Autoimmunphänomen unter der Infliximab-

Therapie berichtet (IV-act. 166-6 ff.). Dr. N.___ von der Pneumologie des KSSG hatte 

am 15. August 2013 mitgeteilt (IV-act. 166-4 f.), dass der Versicherte das CPAP-Gerät 

nicht an allen Tagen benutze; wenn es angewendet werde, sei die Schlafapnoe gut 

behandelt. Dieselbe Ärztin hatte am 1. Oktober 2013 erklärt (IV-act. 166-2 f.), dass ein 

Verdacht auf einen drug-induced Lupus erythematodes durch Infliximab bestehe. Die 

Remicade-Therapie sei daher gestoppt worden. Am 13. März 2014 reichte die 

Rechtsvertreterin des Versicherten weitere Berichte des KSSG ein (IV-act. 175). Dr. 

N.___ hatte am 20. Februar 2014 berichtet (IV-act. 176-1 f.), dass die Situation mit 

deutlicher Dyspnoe bei kleinster Anstrengung unverändert sei. Die CPAP-Therapie 

werde nun konsequent angewendet. Dr. med. Q.___ von derselben Klinik hatte am 22. 

Mai 2014 erklärt (IV-act. 180-1 f.), dass sich die funktionellen und radiologischen 

Befunde unter Weiterführung der immunsuppressiven Therapie deutlich verbessert 

hätten. Der Versicherte klage allerdings weiterhin über unveränderte Symptome, wobei 

auch die soziale Problematik mit fehlenden IV-Zahlungen belastend sei.

B.m Im Mai und Oktober 2014 wurde der Versicherte an der Augenklinik des 

Universitätsspitals Zürich (USZ) im Auftrag des RAD untersucht (Gutachten vom 13. Juli 

2014, IV-act. 187). Dr. R.___ und Dr. S.___ gaben als ophthalmologische Diagnosen 

eine ausgeprägte Sicca-Problematik und einen kleinen Aderhautnävus an. Sie 

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erklärten, es sei nachvollziehbar, dass die ausgeprägte Sicca-Problematik für den 

Versicherten zu einer grossen alltäglichen Belastung geworden sei. Allerdings weise 

eine Beobachtung darauf hin, dass die vom Versicherten beschriebenen stärksten 

Schmerzen nicht allein durch die Befeuchtungsproblematik erklärt werden könnten: Am 

31. Oktober 2014 seien dem Versicherten anästhetisierende Augentropfen instilliert 

worden, die zu einer lokalisierten Unempfindlichkeit der Augen geführt hätten. Nach der 

Instillation der Tropfen wäre eine plötzliche und sehr deutliche Besserung der 

Schmerzen bzw. sogar eine Beschwerdefreiheit zu erwarten gewesen. Der Versicherte 

habe jedoch erst nach wiederholtem und sehr suggestivem Nachfragen erklärt, dass 

die Schmerzen nun allenfalls besser geworden seien, jedoch noch immer zu ca. 10 % 

bestünden. Fest stehe, dass der Versicherte auf die regelmässige Applikation von 

Augentropfen (ca. alle 10 min.) ange¬wiesen sei. Die Beschwerden einer Sicca-

Problematik könnten subjektiv sehr belastend sein. Allerdings sei es schwierig, diese 

bzw. den Leidensdruck zu objektivieren. Es bestehe eine grosse Variabilität zwischen 

den klinischen Zeichen einer Sicca-Problematik und den interindividuellen 

Beschwerden. Entscheidend sei die Frage, ob durch eine IV-Rente eine Entlastung zu 

erwarten wäre. Bisher habe jedoch auch durch eine längere Arbeitsabstinenz keine 

Besserung der Beschwerden bzw. keine Reduktion des subjektiven Leidensdruckes 

erzielt werden können. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, bei der bei niedriger 

Luftfeuchtigkeit hohe Anforderungen an die visuelle Konzentration gestellt worden 

seien, bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit 

bestehe eine gewisse Arbeitsfähigkeit. Der Grad der Arbeitsfähigkeit lasse sich nur 

anhand eines Arbeitsversuchs ermitteln.

B.n  Dr. med. T.___ von der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin des KSSG teilte 

Dr. K.___ am 9. Februar 2015 mit (IV-act. 195), dass den subjektiv ausgeprägten 

Dyspnoebeschwerden bereits bei einer sehr leichten körperlichen Anstrengung relativ 

gute objektive Befunde gegenüberstünden. Zurzeit liege eine mittlere bis leichte 

Einschränkung der Lungenfunktion vor. Die Werte seien im längerfristigen Verlauf 

kontinuierlich besser geworden und hätten aktuell das Niveau von 2007 erreicht.

B.o  Am 19. Februar 2015 fand die zweite internistische RAD-Abklärung statt (2. RAD-

Bericht vom 15. April 2015, IV-act. 200). Als zusätzliche Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gab Dr. P.___ eine ausgeprägte Sicca-Problematik beider Augen bei 

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Blepharitis an. Eine psychiatrische Diagnose nannte er hingegen nicht mehr. Dr. P.___ 

erklärte, dass es im Verlauf seit Juni 2013 zu einer leichten Zunahme der restriktiven 

Ventilationsstörung auf ein etwa beginnend mittelgradiges Niveau bei persistierender 

leichter obstruktiver Ventilationsstörung gekommen sei. Unter alleiniger 

Berücksichtigung der pulmonalen Situation sei dem Versicherten eine vollschichtige, 

körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit zumutbar. Die Arbeit sollte 

in ausreichend temperierten und geschlossenen Räumlichkeiten ausgeübt werden; 

regelmässige Expositionen gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft schieden aus. Zudem 

müsse der Versicherte häufige, auch verlängerte und betriebsunübliche Pausen zur 

Gesundheitspflege (Diabetes mit Insulin-Behandlung, Applikation von Augentropfen 

unter ausreichend hygienischen Bedingungen) einlegen können. Nicht in Frage kämen 

Tätigkeiten mit ausgeprägten Anforderungen an die Visusleistung und die visuelle 

Konzentration. Eine vermehrte Staubexposition, grelle Beleuchtung und 

Bildschirmtätigkeiten seien ebenfalls zu vermeiden. Dr. P.___ schätzte die 

Leistungsbeinbusse gesamthaft auf aktuell 30 % (inkl. erhöhtem Pausenbedarf). Die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kontrolleur in der metallverarbeitenden Industrie komme 

aufgrund des Augenleidens nicht mehr infrage. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte ab 

dem Gutachtensdatum. RAD-Ärztin Dr. G.___ notierte am 13. Juli 2015 (IV-act. 201), 

dass Dr. P.___ seine Arbeitsfähigkeitsschätzung gut und nachvollziehbar begründet 

habe.

B.p  Dr. O.___ berichtete der IV-Stelle am 10. August 2015 (IV-act. 207), dass der 

Versicherte an einer Angst und depressiven Störung gemischt (F41.2) leide. Diese habe 

sich im Verlauf der Augenerkrankung und der dazu kommenden finanziellen und 

existentiellen Probleme entwickelt (Verlust der Arbeitsstelle). Die Wahrnehmung der 

somatischen Beschwerden sei zweifelsohne depressiv verstärkt. Aus rein 

psychiatrischer Sicht bestehe eine ca. 30-40 %ige Arbeitsunfähigkeit.

B.q  Anlässlich eines Gesprächs mit dem Eingliederungsverantwortlichen vom 13. 

November 2015 erklärte der Versicherte, dass er sich nicht in der Lage fühle, an 

beruflichen Massnahmen teilzunehmen (IV-act. 210-3). Aus diesem Grund verneinte die 

IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Februar 2016 einen Anspruch auf berufliche 

Massnahmen (IV-act. 220).

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B.r  Mit Vorbescheid vom 22. Februar 2016 (IV-act. 223) kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten bei einem IV-Grad von 36 % die Abweisung seines Rentengesuchs an. 

Zur Begründung hielt sie fest, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung in seiner 

angestammten Tätigkeit einen Jahreslohn von Fr. 71'229.-- erzielen könnte. In dieser 

Tätigkeit sei er jedoch nicht mehr arbeitsfähig. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe 

eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit. Mit Behinderung sei der Versicherte daher gestützt auf 

die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) in der 

Lage, ein Erwerbseinkommen von Fr. 45'620.-- zu erzielen (70 % von Fr. 65'172.--). 

Dagegen wendete die Rechtsvertreterin des Versicherten am 14. April 2016 ein (IV-act. 

224), dass die Arbeitsfähigkeit deutlich unter 70 % liege. Allein schon in psychiatrischer 

Hinsicht sei die Arbeitsfähigkeit zu 30 bis 40 % eingeschränkt. Aufgrund des multiplen 

Beschwerdebildes habe eine "reine RAD-Abklärung" nicht genügt, zumal der RAD-Arzt 

nicht über eine pneumologische Facharztausbildung verfüge. Zudem sei ein 

Leidensabzug von 20-25 % vorzunehmen.

B.s  Mit Verfügung vom 25. April 2016 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt bei einem IV-Grad von 36 % ab (IV-act. 225). Zum Einwand hielt sie fest, 

dass ein fortgeschrittenes Alter, eine niedrige berufliche Qualifikation und mangelnde 

Sprachkenntnisse keinen Abzug vom Invalideneinkommen rechtfertigten.

C.

C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

30. Mai 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die 

Aufhebung der Verfügung und die Zusprache der gesetzlich vorgesehenen Leistungen. 

Zur Begründung machte sie ergänzend zu den Einwänden im Vorbescheidverfahren 

geltend, dass ein weiteres Gutachten erstellt werden müsse, wenn nicht auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte abgestellt werde. Zwischen dem 

zweiten RAD-Bericht und dem Verfügungserlass sei mehr als ein Jahr vergangen, innert 

welchem sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe. Ausserdem könnten 

derart multiple Beschwerden nicht nur monodisziplinär abgeklärt werden. Der 

Beschwerdeführer müsse ohne jegliche Ausbildung und mit fehlenden 

Sprachkenntnisse in eine ihm völlig neue Tätigkeit wechseln. Er müsse die Arbeit 

dauernd unterbrechen können. Dies habe massive Auswirkungen auf die Lohnhöhe, 

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sodass mindestens ein Leidensabzug von 10 % zu gewähren sei. Unter 

Berücksichtigung der qualitativen Einschränkungen, der Unfähigkeit, Überstunden zu 

leisten und der fehlenden Flexibilität, sei ein maximaler Leidensabzug von 25 % 

angemessen. Am 30. November 2016 machte die Rechtsvertreterin ergänzend geltend 

(act. G 11), dass der Beschwerdeführer wegen der ständigen Augenreizung zu 50 % 

arbeitsunfähig sei. Zusammen mit den übrigen Beschwerden liege die 

Arbeitsunfähigkeit bei mindestens 60 %. Dr. med. I.___ vom Augenzentrum U.___ hatte 

der Rechtsvertreterin am 26. Oktober 2016 berichtet (act. G 11.1.1), dass der starke 

Leidensdruck aus augenärztlicher Sicht nachvollziehbar sei. Die Beschwerden seien 

subjektiv stetig etwas mehr geworden; eine Objektivierung sei sehr schwierig. Dr. med. 

V.___ von der Augenklinik des KSSG hatte der Rechtsvertreterin am 28. November 

2016 mitgeteilt (act. G 11.1.2), dass sich die Situation im Vergleich zum Februar 2015 

nicht deutlich verändert habe. Im Vordergrund stehe die massive Reizung. Ein 

Arbeitspensum von über 50 % erscheine absolut unrealistisch. Der hohe Leidensdruck 

sei durch die Augenbefunde schon seit Jahren erklärt. Dr. K.___ hatte der 

Rechtsvertreterin am 13. November 2016 berichtet (act. G 11.1.3), dass er die 

Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau der Erkrankungen zurzeit auf höchstens 40 % 

schätze. Wie hoch die Arbeitsunfähigkeit nach dem Verlust der Arbeit gewesen sei, 

könne er nicht mehr sicher beurteilen, bestimmt aber 50 %. Die pulmonale Situation sei 

zwischen Februar 2015 und April 2016 etwa gleich geblieben oder habe sich minim 

verbessert.

C.b Auf eine Anfrage des Rechtsdienstes erklärte RAD-Ärztin Dr. G.___ am 19. Januar 

2017 (IV-act. 235), dass eine objektive Verschlechterung des Augenleidens nicht 

bestätigt werden könne. Daraus, dass sich der Beschwerdeführer während der IV-

Abklärung in seinem subjektiven Leiden nicht adäquat wahrgenommen gefühlt habe, 

resultiere keine arbeitsfähigkeitsrelevante psychische Einschränkung. An der 

Arbeitsfähigkeit von 70 % für adaptierte Tätigkeit könne festgehalten werden.

C.c Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 26. Januar 2017 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 13). Zur Begründung führte sie aus, dass die 

nach Verfügungserlass vorgelegten medizinischen Berichte die Beurteilung von Dr. 

P.___ nicht zu erschüttern vermöchten; sie verwies auf die Stellungnahme des RAD 

vom 19. Januar 2017. Im Übrigen gelte die von Dr. O.___ gestellte Diagnose einer 

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Angst und depressiven Störung gemischt rechtsprechungsgemäss nicht als 

invalidisierend. Da keine repräsentative Einkommensbasis zur Verfügung stehe, könne 

das Valideneinkommen abstrakt, d.h. gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne, berechnet 

werden. Als adaptierte Tätigkeiten kämen leichtere Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie 

Verpackungsarbeiten, leichtere Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung, 

eine Beschäftigung an einem Empfang, als Telefonist sowie als Kurier und leichtere 

Lieferdienste in Frage. Weil die gesundheitlichen Einschränkungen mit der 

Arbeitsfähigkeit adaptiert von 70 % bereits grosszügig berücksichtigt worden seien, sei 

ein Leidensabzug nicht gerechtfertigt. Der IV-Grad betrage folglich 30 %.

C.d Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte in ihrer Replik vom 9. 

Februar 2017 ergänzend geltend (act. G 16), die Gutachter des USZ seien davon 

ausgegangen, dass aufgrund des Augenleidens durchaus eine Arbeitsunfähigkeit 

bestehe. Der RAD habe nicht auf die Einschätzung der Gutachter des USZ, sondern 

auf das ABI-Gutachten abgestellt, welches sich zwischenzeitlich als falsch 

herausgestellt habe. Der einzige Augenarzt, welcher eine Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit vorgenommen habe, sei Dr. 

V.___. Berücksichtige man zusätzlich die alle 10 Minuten einzulegenden Pausen, 

betrage die Arbeitsunfähigkeit 60 %. Aufgrund der qualitativen Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit sei es allerdings eher unwahrscheinlich, dass sich überhaupt ein 

angepasster Arbeitsplatz finden lasse.

C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 17 f.).

Erwägungen

1. 

1.1  Der Beschwerdeführer hat sich erstmals im März 2006 bei der 

Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Sein Rentengesuch 

war am 24. Mai 2007 bei einem IV-Grad von 0 % abgewiesen worden. Bei der 

Anmeldung vom Mai 2010 handelt es sich somit um eine sogenannte Neuanmeldung.

1.2  Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 

831.201) wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird, 

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dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 

hat. Der Beschwerdeführer hat auch bei der zweiten Anmeldung als Anmeldegrund das 

Augenleiden angegeben. Während die Ärzte der Augenklinik des KSSG im März 2006, 

also Rahmen des ersten Verwaltungsverfahrens, noch angegeben hatten, dass in der 

angestammten Tätigkeit keine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe, 

haben sie im September/Oktober 2010, d.h. nach dem Eingang der zweiten IV-

Anmeldung, erklärt, dass sich der Gesundheitszustand zwischenzeitlich verschlechtert 

habe. Die angestammte Tätigkeit als Industriemitarbeiter haben sie als nicht mehr 

zumutbar erachtet. Bezüglich adaptierter Tätigkeiten hat die Assistenzärztin Dr. F.___ 

anlässlich eines Telefonats mit der RAD-Ärztin angegeben, dass aus augenärztlicher 

Sicht nichts gegen eine 50 %ige Arbeitstätigkeit an einem adaptierten Arbeitsplatz 

spreche. Zwar hat sich die Diagnose seit der ersten Anmeldung nicht geändert. 

Allerdings sind die Fachärzte derselben Klinik zum Schluss gekommen, dass sich der 

Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zwischenzeitlich 

verschlechtert hätten. Damit hat der Beschwerdeführer eine wesentliche 

Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, namentlich der Augenproblematik, 

seit der rechtskräftigen Abweisung des Rentengesuchs im Mai 2007 glaubhaft 

gemacht. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf die Neuanmeldung 

eingetreten.

1.3  Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2016 hat die Beschwerdegegnerin 

dann allerdings das Rentengesuch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 36 

% abgewiesen. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Rentenabweisung zu Recht erfolgt 

ist.

2. 

2.1  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

3. 

3.1  Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit bzw. die 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen.

3.2  In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere das ABI-Gutachten vom 22. Juni 

2011 (IV-act. 83), das Gutachten der Augenklinik des USZ vom 13. Juli 2014 (IV-act. 

187), die zwei Berichte des RAD-Arztes Dr. P.___ vom 15. April 2015 (IV-act. 198, 200), 

der Bericht von Dr. O.___ vom 15. August 2015 (IV-act. 207), der Bericht des 

Hausarztes Dr. K.___ vom 13. November 2016 (act. G 11.1.3) und der Bericht von Dr. 

V.___ von der Augenklinik des KSSG vom 26. November 2016 (act. G 11.1.2) bei den 

Akten.

3.3  In somatischer Hinsicht sind die Diagnosen grundsätzlich unbestritten. Strittig ist 

demgegenüber, welchen Einfluss sie auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

haben.

3.4  Zunächst ist auf den Einwand der Rechtsvertreterin, auf die Berichte von RAD-Arzt 

Dr. P.___ könne bereits deshalb nicht abgestellt werden, weil sie veraltet seien, 

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einzugehen. Die Rechtsvertreterin hat geltend gemacht, dass sich der 

Gesundheitszustand zwischen der zweiten RAD-Untersuchung im Februar 2015 und 

dem Verfügungserlass im April 2016 weiter verschlechtert habe. Diese Behauptung ist 

jedoch durch nichts belegt: Im Gegenteil hat Dr. K.___ in seinem Bericht vom 13. 

November 2016 ausgeführt, dass die pulmonale Situation zwischen Februar 2015 und 

April 2016 etwa gleich geblieben sei oder sich sogar minim verbessert habe. Der 

Augenarzt Dr. I.___ hat am 26. Oktober 2016 berichtet, dass die Beschwerden 

subjektiv stetig etwas mehr geworden seien, eine Objektivierung der Verschlechterung 

jedoch sehr schwierig sei. Und Dr. V.___ von der Augenklinik des KSSG hat am 28. 

November 2016 erklärt, dass sich die Situation bezüglich der Augen im Vergleich zum 

Februar 2015 nicht deutlich verändert habe. Insgesamt muss also davon ausgegangen 

werden, dass sich der Gesundheitszustand zwischen Februar 2015 und April 2016 aus 

objektiver Sicht nicht wesentlich verschlechtert hat. Die Argumentation der 

Rechtsvertreterin ist somit nicht stichhaltig.

3.5  Die pulmonale Sarkoidose ist zum Zeitpunkt der Begutachtung durch das ABI im 

Mai 2011 seit Jahren klinisch asymptomatisch gewesen. Der Beschwerdeführer hat 

zum damaligen Zeitpunkt auch nicht über eine Atemdyspnoe geklagt. Zwar ist einem 

Bericht des Pneumologen Dr. J.___ vom 26. Juni 2003 zu entnehmen (IV-act. 9-14 f.), 

dass der Beschwerdeführer bereits früher über eine zunehmende 

Anstrengungsdyspnoe geklagt hatte. Dr. J.___ hatte damals jedoch erklärt, dass diese 

Dyspnoe durch die Sarkoidoseerkrankung nicht erklärt werden könne. Als Ursache 

hatte er eine Dekonditionierung, ein fehlendes Stehvermögen und "wohl auch" eine 

etwas fehlende Motivation gesehen. Entgegen der Behauptung des RAD-Arztes Dr. 

P.___ erstaunt es daher nicht bzw. ist es im Zeitpunkt der gutachterlichen 

Untersuchung im Mai 2011 nicht angezeigt gewesen, eine pneumologische Beurteilung 

durchzuführen. Aus pneumologischer Sicht ist der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit 

als Maschinenbediener/Kettenkontrolleur im Mai 2011 in seiner Arbeitsfähigkeit also 

(noch) nicht eingeschränkt gewesen. Die pulmonale Situation hat sich im Jahr 2012 

verschlechtert. Dr. J.___ hat in einem Bericht vom 10. Juli 2012 (IV-act. 127) 

festgehalten, dass klinisch, radiologisch und lungenfunktionell von einer erheblichen 

Progredienz der Sarkoidose ausgegangen werden müsse. Ergospirometrisch hat die 

vom Beschwerdeführer angegebene Dyspnoe allerdings kein Korrelat gefunden. Dr. 

M.___ von der Pneumologie des KSSG hat in ihrem Bericht vom 21. November 2012 

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von einer kombinierten Ventilationsstörung mit einer mittelschweren Obstruktion und 

einer leichten Restriktion sowie von einer schweren Diffusionsstörung gesprochen (IV-

act. 144). Die Befunde führten bei Belastung zu Atemnot. Dr. N.___ von derselben 

Klinik hat am 7. Mai 2013 erklärt, dass es zu einer leichten Verbesserung der 

Lungenfunktion gekommen sei (IV-act. 157-1 ff.). Sie hat allerdings auch angemerkt, 

dass die Werte kooperationsbedingt möglicherweise ein bisschen unterschätzt würden. 

Dr. P.___ hat anlässlich der ersten RAD-Untersuchung im Juni 2013 eine aktuell leichte 

restriktive und diskrete obstruktive Ventilationsstörung festgestellt. Die Arbeitsfähigkeit 

in einer körperlich leichten Tätigkeit hat er dadurch jedoch nicht als eingeschränkt 

erachtet. Entgegen der Behauptung der Rechtsvertreterin verfügt Dr. P.___ über einen 

Facharzttitel in der Fachrichtung Pneumologie. Er hat also die notwendige 

medizinische Ausbildung, um die Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht 

einschätzen zu können. Im Februar 2015 hat Dr. T.___ von der Klinik für Pneumologie 

des KSSG ausgeführt, dass den subjektiv ausgeprägten Dyspnoebeschwerden bereits 

bei sehr leichter körperlicher Anstrengung relativ gute objektive Befunde 

gegenüberstünden. Zurzeit liege eine mittlere bis leichte Einschränkung der 

Lungenfunktion vor. Die Werte seien im längerfristigen Verlauf kontinuierlich besser 

geworden und hätten aktuell das Niveau von 2007 erreicht. Angesichts dieses 

fachärztlichen Berichts ist nicht verständlich, dass RAD-Arzt Dr. P.___ in seinem 

zweiten Bericht vom 15. April 2015 betreffend die Untersuchung vom 19. Februar 2015 

von einer leichten Zunahme der restriktiven Ventilationsstörung (auf ein etwa beginnend 

mittelgradigesNiveau bei persistierender leichter obstruktiver Ventilationsstörung) 

gesprochen hat.Allerdings ist dies nicht weiter relevant, da Dr. P.___ eine körperlich 

leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit weiterhin als ganztägig zumutbar 

erachtet hat. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die pulmonale Situation 

zwischen 2012 und 2015 vorübergehend verschlechtert hat. Dr. M.___ von der 

Pneumologie des KSSG ist im November 2012 sogar davon ausgegangen, dass der 

Beschwerdeführer derzeit keiner Arbeitstätigkeit nachgehen könne. Aus den Akten ist 

allerdings auch ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bei den Lungenfunktionstests 

jeweils schlecht kooperiert (siehe z.B. IV-act. 157, 198-22) und subjektiv − trotz der 

verbesserten objektiven Befunde − nie eine Verbesserung der Belastbarkeit 

wahrgenommen hat. Bei der RAD-Untersuchung vom 19. Juni 2013 haben sich zudem 

Hinweise für ein aggravatorisches Verhalten ergeben. So hat der Beschwerdeführer 

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beispielsweise den Weg von den Abklärungsräumlichkeiten zur Bushaltestelle, um 

gemeinsam zur Durchführung der Lungenfunktionsprüfung ins KSSG zu fahren, in 

einem demonstrativ langsamen Gehtempo zurückgelegt und sich auf dem Weg von der 

Bushaltestelle zum Spitalgebäude dreimal am Strassenrand niedergesetzt und dabei 

hyperventiliert (IV-act. 198-21). Ob die pulmonale Verschlechterung zwischenzeitlich 

auch einen quantitativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hat, kann jedoch 

offengelassen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit vermag nämlich so lange keine 

Invalidität zu begründen, als die andauernde medizinische Behandlung noch 

eingliederungsrelevant ist, d.h. wenn nach Abschluss der therapeutischen 

Massnahmen eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist (Art. 16 ATSG, Art. 

7 Abs. 1 ATSG, Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Dies ist vorliegend offensichtlich der Fall 

gewesen, da unter den therapeutischen Massnahmen tatsächlich eine Verbesserung 

eingetreten ist. Demnach steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass die Lungensarkoidose bzw. die kombinierte 

Ventilationsstörung die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Maschinenbediener/Kettenkontrolleur, einer 

wechselbelastenden, körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit, 

nicht einschränkt.

3.6  RAD-Dr. P.___ hat in seinem Bericht vom 15. April 2015 betreffend die 

Untersuchung vom 19. Juni 2013 angegeben, dass sich der steroidinduzierte Diabetes 

mellitus in guter Kontrolle befinde und die Leistungsfähigkeit nicht weiter schmälern 

sollte. Auch Dr. W.___ von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie und 

Stoffwechselerkrankungen des KSSG hat in seinem Bericht vom 26. September 2014 

von einem stabilen Verlauf gesprochen (IV-act. 195-5 f.). Er hat zudem darauf 

hingewiesen, dass für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nur die Beurteilung der 

Pneumologie und der Augenklinik massgeblich seien, da ein Diabetes mellitus an sich 

nie einen IV-Berentungsgrund darstelle. Trotzdem hat Dr. P.___ dem steroidinduzierten 

Diabetes mellitus insoweit einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen, als er in 

seinem zweiten Bericht vom 15. April 2015 betreffend die Untersuchung vom 19. 

Februar 2015 unter anderem auch wegen des Diabetes mit Insulinbehandlung 

verlängerte und vermehrte Pausen als notwendig erachtet hat. Der Beschwerdeführer 

muss den Blutzucker gemäss seinem Hausarzt Dr. K.___ drei Mal (pro Tag) messen. 

Die erste Blutzuckerkontrolle und Insulinapplikation erfolgt noch vor dem Frühstück. 

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Die zweite Kontrolle (wohl mit anschliessender Insulinapplikation) fällt in die Mittagszeit, 

d.h. die Mittagspause kann hierfür genutzt werden (IV-act. 198-6). Die dritte Messung 

und Insulinapplikation müsste am Abend (nach der Arbeit) stattfinden. Es sollte also 

möglich sein, alle drei Messungen und Insulinapplikationen ausserhalb der Arbeitszeit 

durchzuführen. Wegen des Diabetes mellitus besteht somit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kein erhöhter Pausenbedarf. Damit steht auch fest, dass nicht auf 

die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD-Arztes Dr. P.___ (30 %ige Arbeitsunfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit) abgestellt werden kann.

3.7  Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, welches zumindest teilursächlich für die 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte Müdigkeit gewesen ist, ist gemäss den 

behandelnden Ärzten durch das CPAP-Gerät gut behandelt. RAD-Arzt Dr. P.___ hat 

ihm daher zu Recht keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen.

3.8  Das Hauptleiden des Beschwerdeführers ist die schwere Benetzungsstörung 

beider Augen. Die Diagnose selbst ist unter den Fachärzten grundsätzlich unbestritten. 

Bereits die ophthalmologische Gutachterin des ABI, Dr. H.___, hatte eine schwere 

Belpharokonjunktivitis sicca beidseits diagnostiziert und war von erheblichen 

Symptomen wie Augenschmerzen, Augenbrennen, vermehrter 

Blendungsempfindlichkeit und Tränen ausgegangen. Eine Funktionseinbusse des 

Auges hatte sie hingegen nicht festgestellt. Sie hatte dem Beschwerdeführer eine 10 

%ige Leistungseinbusse in der angestammten wie auch in adaptierten Tätigkeiten 

attestiert. Die 10 %ige Leistungseinbusse ist dadurch erklärbar, dass der 

Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben praktisch alle 10 Minuten 

Augentropfen applizieren muss (IV-act. 83-9). Die RAD-Ärztin Dr. G.___ hat kritisiert, 

dass Dr. H.___ die organisch erklärbaren Schmerzen in ihrer 

Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht berücksichtigt habe. Obwohl Dr. H.___ auf Rückfrage 

hin an ihrer Beurteilung festgehalten hat, hat die RAD-Ärztin die Arbeitsunfähigkeit 

wegen des Augenleidens eigenmächtig auf 20 % festgelegt. Dieses Vorgehen ist nicht 

nachvollziehbar, zumal die RAD-Ärztin als Praktische Ärztin FMH weder über eine 

ophthalmologische Facharztausbildung verfügt noch den Beschwerdeführer selber je 

untersucht hat. Selbst die behandelnden Augenärzte des KSSG haben sich bezüglich 

der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und in anderen Tätigkeiten zum 

damaligen Zeitpunkt nicht konkret äussern wollen (Bericht vom 14. September 2011). 

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Sie haben darauf hingewiesen, dass die Arbeitsfähigkeit sehr schwer einzuschätzen 

sei, da die Wahrnehmung der Beschwerden subjektiv sei. Sie haben lediglich bestätigt, 

dass insoweit eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, als der Beschwerdeführer 

alle 10 Minuten Augentropfen applizieren müsse. Bis zum Gutachtenszeitpunkt ist 

daher − mit Bezug auf adaptierte Tätigkeiten − auf die Beurteilung der ABI-Gutachterin 

abzustellen und von einer 10 %igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

Im Mai und Oktober 2014 ist der Beschwerdeführer erneut ophthalmologisch 

begutachtet worden. Die Gutachter der Augenklinik des USZ haben die bisherige 

Tätigkeit als Maschinenbediener als nicht mehr zumutbar erachtet, da diese bei 

niedriger Luftfeuchtigkeit hohe Anforderungen an die visuelle Konzentration stelle. Die 

angestammte Tätigkeit ist wohl auch deshalb nicht optimal adaptiert, weil der 

Beschwerdeführer für die Applikation der Augentropfen immer wieder die Handschuhe 

und die Nasenmaske ausziehen müsste und wohl auch die Hygienebedingungen für die 

Applikation der Augentropfen am letzten Arbeitsplatz nicht als ausreichend bezeichnet 

werden können. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit haben die 

Gutachter des USZ erklärt, dass sicher eine gewisse Arbeitsfähigkeit vorhanden sei. 

Sie sind jedoch zum Schluss gelangt, dass der Grad der Arbeitsfähigkeit nur anhand 

eines Arbeitsversuchs ermittelt werden könne. Das heisst, selbst die Gutachter des 

USZ haben sich nicht in der Lage gefühlt, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

aus ophthalmologischer Sicht medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Für die 

Arbeitsfähigkeit ist jedoch nicht ausschlaggebend, zu welcher Arbeitsleistung sich eine 

versicherte Person subjektiv noch in der Lage fühlt, sondern einzig, welche 

Arbeitsleistung ihr aus objektiver Sicht noch zumutbar ist. Gerade im vorliegenden Fall 

würde ein Arbeitsversuch keine objektiven Erkenntnisse bezüglich der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liefern, da die USZ-Gutachter festgestellt 

haben, dass die beschriebenen stärksten Schmerzen nicht allein durch die 

Befeuchtungsproblematik erklärt werden können. Dr. V.___ von der Augenklinik des 

KSSG ist jedoch gerade hiervon ausgegangen (s. Bericht vom 28. November 2016), 

weshalb seine Einschätzung, dass ein Arbeitspensum von über 50 % absolut 

unrealistisch erscheine, nicht überzeugt. Dasselbe gilt für die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. K.___ vom 13. November 2016 (Arbeitsunfähigkeit 

von 60 %), da dessen Einschätzung hauptsächlich auf jener von Dr. V.___ basiert und 

er darüber hinaus über kein ophthalmologisches Fachwissen verfügt, welches in einem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/26

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komplexen Fall wie dem vorliegenden zwingend notwendig ist, um die Arbeitsfähigkeit 

einschätzen zu können. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer an 

Augenbeschwerden leidet. Für die Arbeitsfähigkeit entscheidend ist, ob es dem 

Beschwerdeführer zumutbar ist, trotz der empfundenen Augenbeschwerden einer 

(ganzen oder teilweisen) Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ob dies der Fall ist, hängt vom 

tatsächlichen Leidensdruck bzw. dem tatsächlichen Ausmass der Beschwerden ab. Da 

das Ausmass der Beschwerden medizinisch nicht objektivierbar ist, könnten einzig die 

subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zum Ausmass seiner Beschwerden 

Auskunft geben. Das Problem hierbei ist, dass in den Akten klare Hinweise auf eine 

Aggravation, das heisst auf eine Übertreibung der Krankheitssymptome respektive der 

Schmerzen, bestehen. So hat der Beschwerdeführer anlässlich der gutachterlichen 

Untersuchung durch die Augenklinik des USZ am 31. Oktober 2014 trotz der Abgabe 

von anästhetisierenden Augentropfen, die zu einer lokalisierten Unempfindlichkeit der 

Augen führen, keine Schmerzreduktion bzw. Beschwerdefreiheit angegeben. Erst nach 

wiederholtem und sehr suggestivem Nachfragen der Gutachter habe er erklärt, dass 

die Schmerzen nun allenfalls besser geworden seien. Des Weiteren hat er erst, als die 

Fahreignung thematisiert worden ist, angesprochen, dass die Beschwerden nicht 

immer gleich seien. Gemäss den Gutachtern wäre die Fahreignung nicht länger 

gegeben, wenn die Augenbeschwerden tatsächlich derart gravierend wären (IV-act. 

187-5). Während der Beschwerdeführer anlässlich der ABI-Begutachtung im Mai 2011 

angegeben hat, dass er nur noch selten fernsehe, da es ihn anstrenge, und er den Tag 

mehrheitlich liegend mit geschlossenen Augen zu Hause verbringe (IV-act. 83-10/15), 

hat er gegenüber Dr. O.___ im Juli 2012 erklärt, die Ehefrau ertrage es nicht, dass er 

ständig zu Hause sitze und TV schaue (IV-act. 164-51). Letztere Aussage ist insoweit 

relevant, als gemäss den Fachärzten Bildschirmarbeiten die Sicca-Symptomatik 

verstärken und deshalb ungeeignet sind (IV-act. 83-14, IV-act. 187-4). Die Problematik 

des verminderten Lidschlags tritt nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht nur bei 

Bildschirmarbeiten, sondern auch beim Fernsehen auf. Bei den vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten, stärksten Schmerzen müsste also angenommen werden, dass der 

Fernsehkonsum minimal wäre. Auffallend ist auch, dass der Beschwerdeführer sich 

während der 7.5-stündigen RAD-Abklärung am 19. Juni 2013 über mehrere Stunden 

mit dem RAD-Arzt hat unterhalten und diesen problemlos hat anschauen können und 

zum Ende hin nicht gravierend ermüdet oder erschöpft gewirkt hat (IV-act. 198-6/21). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/26

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Zusammengefasst bleibt unklar, wie sich die Beschwerden anfühlen, von welcher 

Intensität sie sind und ob und wie sehr sie den Beschwerdeführer in der Ausübung 

einer Erwerbstätigkeit einschränken. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind in 

antizipierender Beweiswürdigung keine neuen objektiven Erkenntnisse zu erwarten, da 

nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer das nun über Jahre hinweg 

gezeigte aggravatorische Verhalten unterlassen würde. Den Nachteil der 

Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b). Da aus 

den Akten nicht hervorgeht, dass sich das Augenleiden zwischen der ABI-

Begutachtung im Mai 2011 und dem Verfügungserlass im April 2016 objektiv erheblich 

verschlechtert hätte, kann mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten 

bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses auf die ophthalmologische Beurteilung der 

ABI-Gutachterin Dr. H.___ abgestellt werden. In polydisziplinärer Hinsicht ist 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Maschinenbediener aus somatischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit voll 

arbeitsunfähig ist. Für adaptierte, d.h. dem Augen- und Lungenleiden angepasste 

Tätigkeiten ist von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 % auszugehen.

3.9  Der psychiatrische Gutachter des ABI, Dr. X.___, hat beim Untersuch im Mai 2011 

keine psychiatrische Diagnose stellen können und dem Beschwerdeführer folgerichtig 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Im Juli 2012 hat sich der 

Beschwerdeführer in psychiatrische Behandlung bei Dr. O.___ begeben. Diese hat dem 

Beschwerdeführer am 19. Juli 2012 eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion diagnostiziert. Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung hat sie zum damaligen 

Zeitpunkt nicht abgegeben. RAD-Arzt Dr. P.___, Psychotherapie (D, SAPPM), hat 

anlässlich der Untersuchung vom 19. Juni 2013 ein dem psychiatrischen Befund von 

Dr. O.___ entsprechendes Bild mit gemischt leicht ausgeprägter, dysphorisch-gereizter 

und deprimiert-hoffnungsloser Stimmungslage gesehen. Der Beschwerdeführer hat 

damals keine aktuelle medikamentös-antidepressive Behandlung angegeben. Eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hat Dr. P.___ aus der Diagnose einer 

Anpassungsstörung nicht abgeleitet. Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2012 lediglich 

vier oder fünf Gesprächstermine bei Dr. O.___ wahrgenommen. Im Jahr 2013 (Stand 

19. Juni 2013) hat er offenbar noch gar keinen Termin bei ihr benötigt ("man habe 

vereinbart, dass er sich bei Bedarf melde", IV-act. 198-4 f.). Vor diesem Hintergrund ist 

davon auszugehen, dass der psychische Leidensdruck zum Zeitpunkt der ersten RAD-

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Untersuchung eher gering gewesen ist, weshalb die Arbeitsfähigkeitsschätzung des 

RAD-Arztes Dr. P.___ (volle Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht) überzeugt. Bei 

der zweiten RAD-Untersuchung im Februar 2015 hat der Beschwerdeführer 

angegeben, dass er etwa alle ein bis zwei Monate psychotherapeutische Gespräche 

mit Dr. O.___ führe (IV-act. 200-4). Er hat zum damaligen Zeitpunkt angegeben, seit 

zwei Jahren das Antidepressivum Cipralex einzunehmen (IV-act. 200-6). Der 

Beschwerdeführer hat auf Dr. P.___ affektiv leicht deprimiert und gereizt sowie leicht- 

bis mittelgradig dysphorisch gewirkt. Der Antrieb ist jedoch erhalten gewesen (IV-act. 

200-8). Der psychopathologische Befund ist also nicht sehr auffällig gewesen, weshalb 

überzeugend ist, dass Dr. P.___ keine psychiatrische Diagnose mehr gestellt hat. 

Demgegenüber hat Dr. O.___ in einem Bericht vom 10. August 2015 als psychiatrische 

Diagnose eine Angst und depressive Störung gemischt angegeben und dem 

Beschwerdeführer eine 30-40 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der von ihr 

beschriebene psychopathologische Befund erklärt ihre Arbeitsunfähigkeitsschätzung 

allerdings nicht: Sie hat lediglich angegeben, dass das formale Denken extrem auf die 

sehr belastende Augenproblematik eingeschränkt sei, dass der Beschwerdeführer im 

Affekt niedergeschlagen und ratlos sei und unter Zukunftsängsten bzw. Ängsten 

bezüglich der Augenerkrankung leide. Auch die niedrige Therapiefrequenz von "etwa 

alle ein bis zwei Monate" spricht gegen einen hohen psychischen Leidensdruck und 

somit gegen ein die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigendes psychisches Leiden. 

Demnach ist auf die in dieser Hinsicht überzeugende Einschätzung des RAD-Arztes Dr. 

P.___ abzustellen, wonach der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in seiner 

Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist.

4. 

4.1  Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Beschwerdegegnerin hat für die Ermittlung 

des Valideneinkommens richtigerweise auf das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen als 

Maschinenbediener/Kettenkontrolleur (Nachtschichtarbeit) abgestellt. Gemäss dem IK-

Auszug hat das für die Tätigkeit bei der C.___ erwirtschaftete Erwerbseinkommen im 

Jahr 2010 Fr. 69'162.-- betragen. Aus dem IK-Auszug ist ersichtlich, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2009 weitere Einkommen aus einer Hauswartstätigkeit 

erzielt hat (Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--). In der Invalidenversicherung ist grundsätzlich nur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/26

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ein 100 %-Pensum versichert (Die Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung 

bei Teilerwerbstätigkeit, Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates Jans 

[12.3960 "Schlechterstellung von Teilerwerbstätigen in der Invalidenversicherung"] vom 

28. September 2012, 1. Juli 2015, S. 7, abrufbar unter: www.newsd.admin.ch/newsd/

message/ attachments/40281.pdf). Ob der Lohn für die Hauswartstätigkeit beim 

Valideneinkommen mitzuberücksichtigen ist, kann im vorliegenden Fall jedoch offen 

bleiben, da der IV-Grad auch unter Anrechnung des Nebenerwerbs, wie nachfolgend 

aufgezeigt wird, unter 40 % liegt. Das Valideneinkommen hat im Jahr 2009 also Fr. 

69'162.-- resp. Fr. 73'712.-- (Fr. 69'162.-- + Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--) betragen. Der 

Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt und ist seit April 2010 keiner 

Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Das Invalideneinkommen ist somit anhand der 

Tabellenlöhne der LSE zu berechnen. Der gesamtschweizerische Durchschnittslohn 

eines Hilfsarbeiters hat im Jahr 2009, aufgerechnet auf eine betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden, Fr. 61'240.-- betragen (s. Anhang 2 der 

IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015). Ohne Berücksichtigung 

eines Tabellenlohnabzugs würde das Invalideneinkommen bei einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 90 % Fr. 55'116.-- betragen. Die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass ein maximaler "Leidensabzug" von 25 

% wegen der fehlenden Ausbildung und Sprachkenntnisse, der qualitativen 

Einschränkungen, der Unfähigkeit, Überstunden zu leisten und der fehlenden 

Flexibilität angemessen sei. Der Beschwerdeführer hat trotz fehlender 

Berufsausbildung und fehlender Deutschkenntnisse vor Eintritt des 

Gesundheitsschadens ein überdurchschnittliches Hilfsarbeitereinkommen erzielt. 

Daraus kann geschlossen werden, dass sich die fehlende Ausbildung und die 

eingeschränkten Deutschkenntnisse in einer Hilfstätigkeit nicht negativ auswirken. Die 

Rechtsvertreterin hat jedoch zu Recht vorgebracht, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund des Augenleidens vom Arbeitgeber nicht mehr gleich flexibel eingesetzt 

werden könne wie ein gesunder Arbeitnehmer und der Arbeitgeber wie auch die 

anderen Arbeitnehmer vermehrt Rücksicht auf gesundheitlichen Einschränkungen des 

Beschwerdeführers nehmen müssten. Dies rechtfertigt jedoch praxisgemäss nur einen 

Tabellenlohnabzug von 10 %. Das Invalideneinkommen hat im Jahr 2009 somit Fr. 

49'604.-- betragen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/26

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4.2  Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, aufgrund der 

qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sei es eher unwahrscheinlich, dass 

der Beschwerdeführer überhaupt einen angepassten Arbeitsplatz finden würde. Sie hat 

also die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 90 % angezweifelt. Ob eine 

versicherte Person die verbliebene Resterwerbsfähigkeit noch verwerten kann, hängt 

davon ab, ob auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Tätigkeiten existieren, die den von 

den Ärzten aufgestellten Adaptionskriterien entsprechen. Auch wenn eine solche 

Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt existiert, muss die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit verneint werden, wenn die versicherte Person einem Arbeitgeber 

aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht mehr zumutbar ist. Die Ärzte 

haben insbesondere die folgenden Adaptionskriterien aufgestellt: Körperlich leichte bis 

intermittierend mittelschwere Arbeit in ausreichend temperierten und geschlossenen 

Räumlichkeiten, keine regelmässige Exposition gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft, 

Möglichkeit vermehrter Pausen (Augentropfenapplikation unter ausreichend 

hygienischen Bedingungen), keine ausgeprägten Anforderungen an die Visusleistung 

und die visuelle Konzentration, keine vermehrte Staubexposition, keine grelle 

Beleuchtung, keine Bildschirmtätigkeit. Der Beschwerdeführer ist in seiner 

Arbeitsfähigkeit in qualitativer Hinsicht also tatsächlich erheblich eingeschränkt. Dies 

bedeutet jedoch nicht, dass er seine Restarbeitsfähigkeit von 90 % nicht verwerten 

könnte. Zu denken ist beispielsweise, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht angeführt 

hat, an leichtere Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung. Hinweise 

darauf, dass der Beschwerdeführer einem Arbeitgeber nicht zumutbar wäre, bestehen 

nicht. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist somit zu bejahen.

4.3  Eine Aufwertung des Validen- und des Invalideneinkommens auf den Zeitpunkt des 

frühestmöglichen Rentenbeginns, d.h. auf das Jahr 2011, kann unterbleiben, da davon 

auszugehen ist, dass sich die Nominallöhne seit 2009 etwa gleich entwickelt hätten. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69'162.-- würde der IV-Grad folglich 28 % 

betragen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 73'712.-- (unter Berücksichtigung des 

Hauswartlohns) resultiert ein IV-Grad von 33 %. Die Beschwerdegegnerin hat einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente im Ergebnis somit zu Recht 

verneint.

4.4  Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/26

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5. 

5.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt.

5.2  Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
	Art. 28 IVG. Würdigung der Gutachten und der Berichte der behandelnden Ärzte. Begriff der Arbeitsfähigkeit. Objektivierbarkeit des Leidensdrucks bzw. der empfundenen Schmerzen. Aggravation. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2018, IV 2016/179). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2018.

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