# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8efece6-d820-5484-a263-65164645d70a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 29.11.2017 R 2017 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2017-29_2017-11-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 17 29

5. Kammer

Vorsitz Meisser
RichterIn Audétat, Moser 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 29. November 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Bundesamt für Raumentwicklung (ARE),
Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Zinsli,

Beschwerdegegnerin 1

A._____ und B._____,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Jeannette Fischer,

Beschwerdegegner 2

Amt für Raumentwicklung Graubünden,
Fachstelle

betreffend Baugesuch (Erhaltungszone)

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1. Am 20. Dezember 2016 unterbreiteten A._____ und B._____ der Ge-

meinde X._____ ein Baugesuch für den Umbau resp. die Umnutzung ei-

ner Stallbaute zu einer Ferien-/Wochenendbaute. Die traditionelle und 

ehemals landwirtschaftlich genutzte Ökonomiebaute mit einer Grundriss-

fläche von rund 46 m2 (6.80 m x 6.80 m) befindet sich auf Parzelle 10999 

im Gebiet der Kleinsiedlung „C._____", Y._____, in der ehemaligen Ge-

meinde Z._____. Gemäss geltendem Zonenplan, Generellem Erschlies-

sungsplan und Generellem Gestaltungsplan 1:1000 vom 20. September 

bzw. 5. Dezember 1996 liegt die Parzelle 10999 in der Erhaltungszone 

„D._____/C._____".

2. Bereits mit Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 bejahte die Denkmal-

pflege des Kantons Graubünden den Schutzwert respektive den ortsbild-

prägenden Charakter der umzubauenden Stallbaute und bestätigte die 

Möglichkeit zur Umnutzung des Gebäudes im Sinne von Art. 9 Abs. 1 

ZWG.

3. Am 27. Januar 2017 nahm die mit der Gestaltungsberatung beauftragte 

Denkmalpflege auf Anfrage der Gemeinde X._____ erneut zum Vorhaben 

Stellung. Dabei äusserte sich die Denkmalpflege zum äusseren Erschei-

nungsbild des nachgesuchten Bauprojekts und kam zum Ergebnis, dass 

die vordere und hintere Fassade wie geplant realisiert werden könnten. 

Bei den seitlichen Fassaden müssten sich die geplanten Öffnungen an 

die Holzbalken der Strickbauweise anpassen und dürften maximal zwei 

bis drei Holzbalken hoch sein. Zudem sei auf die geplanten Fensterstöcke 

zu verzichten. Zur Umsetzung dieser Vorschläge unterbreitete die Denk-

malpflege der Bauherrschaft entsprechende Verbesserungsvorschläge. 

Im Resultat gelangte die Denkmalpflege zum Schluss, dass dem Projekt 

unter Berücksichtigung dieser Vorschläge zugestimmt werden könne.

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4. Nachdem das Projekt im Sinne der Anregungen der Denkmalpflege über-

arbeitet und erneut der Gemeinde X._____ unterbreitet worden war, wur-

de es vom 20. Januar bis 9. Februar 2017 öffentlich aufgelegt und publi-

ziert. Am 20. Februar 2017 bewilligte der Gemeindevorstand X._____ das 

Bauvorhaben. Begründend wurde zur Hauptsache ausgeführt, dass es 

sich beim fraglichen Stall um eine ortsbildprägende Baute im Sinne von 

Art. 9 Abs. 1 ZWG in der Erhaltungszone handle. Das Bauvorhaben ent-

spreche den einschlägigen kantonalen Ausführungsbestimmungen über 

Zweitwohnungen, weshalb im vorbestehenden Gebäude eine neue Woh-

nung ohne Nutzungsbeschränkung bewilligt werden könne. Im Übrigen 

erfülle der geplante Umbau auch die Vorgaben der Erhaltungszone 

gemäss Art. 44 BG.

5. Gegen die Baubewilligung vom 20. Februar 2017 erhob das Bundesamt 

für Raumentwicklung (ARE; nachfolgend Beschwerdeführer) am 27. März 

2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit folgenden Anträgen:

"1. Es sei die Nichtigkeit der Baubewilligung des Gemeindevorstands X._____ 
vom 20. Februar 2017 festzustellen.
Eventuell: Die Baubewilligung des Gemeindevorstands X._____ vom 20. Fe-
bruar 2017 sei aufzuheben.

2. Die nachgesuchte Bewilligung sei zu verweigern."

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass die 

Bündner Erhaltungszone gemäss dem Datenmodell des Bundes der 

Hauptnutzung 41 angehöre und nach Bundesrecht zu den Nichtbauzonen 

zähle. Somit bedürfe eine Baubewilligung in einer Erhaltungszone der Zu-

stimmung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG. 

Eine solche sei nicht ergangen. Die erteilte Bewilligung sei damit nichtig, 

in jedem Fall aber mit einem Mangel behaftet, welcher deren Aufhebung 

notwendig mache. Art. 31 Abs. 2 KRG sei mit den Bestimmungen zum 

Bauen ausserhalb der Bauzonen nicht vereinbar. In einer derart kleinen, 

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peripher gelegenen Baugruppe in nicht dauernd bewohnter und ver-

gleichsweise schlecht erschlossener Umgebung dürften bestehende Bau-

ten nicht generell für vollständige Zweckänderungen freigegeben werden. 

Die Umnutzung eines ursprünglich unbewohnten Gebäudes in eine 

Wohnbaute sei mit Blick auf den fundamentalen Grundsatz der Trennung 

von Baugebiet und Nichtbaugebiet von Bundesrechts wegen an hohe 

Voraussetzungen geknüpft. Eine solche vollständige Zweckänderung set-

ze entweder den besonders hohen Schutzwert der Einzelbaute (Art. 24d 

Abs. 2 RPG) oder die Anwendbarkeit von Art. 39 Abs. 2 RPV (land-

schaftsprägende Bauten) voraus. Die entsprechenden Voraussetzungen 

seien indes nicht gegeben, weshalb die nachgesuchte Bewilligung zu 

verweigern sei. Zudem habe die Gemeinde die Zweitwohnungsgesetzge-

bung falsch angewandt, indem sie den vorliegenden Sachverhalt unter 

Art. 9 Abs. 1 ZWG statt unter Art. 9 Abs. 2 ZWG subsumiert habe. Die 

hier einschlägigen Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 2 ZWG seien nicht 

erfüllt, weshalb die nachgesuchte Baubewilligung auch aus zweitwoh-

nungsrechtlicher Sicht zu verweigern sei. 

6. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 23. Mai 2017 auf Abweisung der Beschwerde, 

soweit darauf eingetreten werden könne. Begründend führte sie im We-

sentlichen aus, dass die Erhaltungszone gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung eine beschränkte Bauzone sei, die eine Nichtbauzone 

überlagere. Aus dem Geodatenmodell des Bundes könne keine andere 

Qualifikation der Erhaltungszone abgeleitet werden. Das strittige Bauvor-

haben sei in der Erhaltungszone zonenkonform und die strengen Umbau- 

und Umnutzungsvorschriften von Art. 44 Abs. 3 BG und Art. 31 Abs. 2 

KRG seien eingehalten. Deshalb sei die ordentliche Baubewilligung zu 

Recht nach Art. 22 RPG erteilt worden. Die Zustimmung der kantonalen 

Behörde gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG brauche es nicht. Die vom Be-

schwerdeführer angerufenen Ausnahmetatbestände von Art. 24d Abs. 2 

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RPG und Art. 39 Abs. 2 RPV seien nicht massgeblich. Art. 31 Abs. 2 KRG 

und Art. 44 Abs. 3 BG hätten ihren Ursprung im kantonalen Richtplan. Die 

kantonalen und kommunalen Bestimmungen zur Erhaltungszone stellten 

insofern nur ausführendes Recht dar. Die Erhaltungszone, wie sie im kan-

tonalen Richtplan definiert sei, und deren Vorkommen im Kanton 

Graubünden, wie es im Richtplan bestimmt werde, seien vom Bundesrat 

genehmigt worden. Dies wäre nicht der Fall, wenn Inhalt und Lage der 

Erhaltungszone nicht bundesrechtskonform wären. In Anbetracht dessen, 

dass Art. 31 KRG nur sehr beschränkte Befugnisse einräume, sei nicht 

ersichtlich, inwiefern Bundesrecht verletzt sein solle. Die Zulässigkeit des 

Bauvorhabens bezüglich Zweitwohnungsproblematik sei zu Recht auf-

grund von Art. 9 Abs. 1 ZWG beurteilt worden. Die entsprechenden Vor-

aussetzungen zur Schaffung einer Wohnung ohne Nutzungsbeschrän-

kung seien gegeben, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten werde. 

Selbst wenn Art. 9 Abs. 2 ZWG massgeblich wäre, wäre die Schaffung 

einer Wohnung ohne Nutzungsbeschränkung dennoch zulässig. 

7. Am 24. Mai 2017 beantragten A._____ und B._____ (nachfolgend Be-

schwerdegegner 2) die Abweisung der Beschwerde. Dabei argumentier-

ten sie im Wesentlichen gleich wie bereits die Beschwerdegegnerin 1. 

8. Das Amt für Raumentwicklung Graubünden beantragte in seiner Ver-

nehmlassung vom 24. Mai 2017 die Abweisung der Beschwerde. Den 

fraglichen Datenmodellen komme keine konstitutive Rechtskraft zu. Vom 

Datenmodell könne somit nicht auf die Natur der Bündner Erhaltungszone 

geschlossen werden. Einschlägig seien die kantonal- resp. kommunal-

rechtlichen Bestimmungen zur Erhaltungszone und die dazu entwickelte 

Gerichtspraxis unter Berücksichtigung des kantonalen Richtplans. Daraus 

resultiere, dass es sich bei der Erhaltungszone um eine beschränkte 

Bauzone handle, die primär den baugesetzlichen Anforderungen und 

nicht den Bewilligungskriterien für Bauten und Anlagen ausserhalb der 

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Bauzonen nach Art. 24 ff. RPG unterworfen sei. Art. 31 KRG verstosse 

weder gegen das Kleinbauzonenverbot resp. gegen das Trennungsprinzip 

noch gegen die einschlägigen Bestimmungen zum Bauen ausserhalb der 

Bauzonen. Das in der Erhaltungszone als (beschränkte) Bauzone vorge-

sehene Bauvorhaben stehe im Einklang mit den einschlägigen Baubewil-

ligungsvoraussetzungen von Art. 44 Abs. 3 BG, weshalb dieses zu Recht 

als zonenkonformes Bauvorhaben im ordentlichen Baubewilligungsver-

fahren nach Art. 22 RPG bewilligt worden sei. Art. 24d Abs. 2 RPG und 

Art. 39 Abs. 2 RPV gelangten nicht zur Anwendung. Selbst wenn das 

Bauvorhaben den Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 24d Abs. 2 RPG 

bzw. Art. 39 Abs. 2 RPV unterworfen würde, vermöchte es diesen zu 

genügen. Hier stehe ein Bauvorhaben in der Erhaltungszone als (be-

schränkte) Bauzone zur Diskussion. Daher habe die Beschwerdegegnerin 

1 bei der Beurteilung der Vereinbarkeit des Vorhabens mit der Zweitwoh-

nungsgesetzgebung zu Recht auf Art. 9 Abs. 1 ZWG abgestellt. Das Pro-

jekt sei mit der Zweitwohnungsgesetzgebung vereinbar. Dies würde im 

Übrigen selbst dann gelten, wenn Art. 9 Abs. 2 ZWG zur Anwendung ge-

langte. 

9. In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und vertieften ihre Argumentationen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

in der angefochtenen Baubewilligung vom 20., mitgeteilt am 23. Februar 

2017, sowie auf die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen 

Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder eid-

genössischem Recht endgültig sind. Die vorliegend angefochtene Bau-

bewilligung vom 20., mitgeteilt am 23. Februar 2017, mit welcher die Be-

schwerdegegnerin 1 das Baugesuch der heutigen Beschwerdegegner 2 

betreffend Zweckänderung/Umbau des auf Parzelle 10999 in der Ge-

meinde X._____ gelegenen Stalls in ein Ferien-/Wochenendhaus bewilligt 

hat, ist weder endgültig noch kann sie bei einer anderen Instanz ange-

fochten werden. Folglich stellt sie ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 

Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar.

b) Gemäss Art. 111 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 

(BGG; SR 173.110) können Bundesbehörden, die zur Beschwerde ans 

Bundesgericht berechtigt sind (vgl. Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG), die Rechts-

mittel des kantonalen Rechts ergreifen und sich vor jeder kantonalen In-

stanz am Verfahren beteiligen, wenn sie dies beantragen. Den jeweils zu-

ständigen Bundesbehörden stehen dabei sämtliche Verfahrensgarantien 

des Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft (BV; SR 101) sowie allgemein sämtliche Rechte, welche die kanto-

nale Gesetzgebung den Verfahrensparteien einräumen, zu (EHRENZELLER, 

in: NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bun-

desgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 111 Rz. 15). Die Beteiligung 

am kantonalen Verfahren bildet indes keine Voraussetzung für die Be-

schwerdebefugnis ans Bundesgericht. Der Verzicht auf eine Beschwerde-

führung vor kantonalen Instanzen bewirkt mit anderen Worten nicht den 

Verlust der Beschwerdeberechtigung vor Bundesgericht (STALDER, in: 

WOLF/PFAMMATTER [Hrsg.], Handkommentar zum Zweitwohnungsgesetz 

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[ZWG] − unter Einbezug der Zweitwohnungsverordnung [ZWV], Bern 

2017, Art. 20 Rz. 15; EHRENZELLER, a.a.O., Art. 111 Rz. 13). Damit die 

beschwerdelegitimierten Bundesbehörden in der Lage sind, Rechtsmittel 

des kantonalen Rechts zu ergreifen und sich vor jeder kantonalen Instanz 

als Partei am Verfahren zu beteiligen, müssen sie über die relevanten 

kantonalen Verfahren und Entscheide in Kenntnis gesetzt werden. Des-

halb hält Art. 112 Abs. 4 BGG fest, dass der Bundesrat für die Gebiete, in 

denen Bundesbehörden zur Beschwerde berechtigt sind, bestimmt, wel-

che Entscheide die kantonalen Behörden den Bundesbehörden zu eröff-

nen haben. Die entsprechende Verordnung des Bundesrates beschränkt 

diese Mitteilungspflicht in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf letzt-

instanzliche Entscheide (vgl. Verordnung über die Eröffnung letztinstanz-

licher kantonaler Entscheide in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten [SR 

173.110.47]; STALDER, a.a.O., Art. 20 Rz. 6; EHRENZELLER, a.a.O., Art. 111 

Rz. 12). Überdies finden sich auf dem Gebiet des Zweitwohnungsrechts 

Verordnungsbestimmungen zur Eröffnung von Entscheiden in Art. 10 

Abs. 2 der Zweitwohnungsverordnung (ZWV; SR 702.1). Demzufolge sind 

dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) als beschwerdebefugte 

Behörde im Sinne von Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG unter anderem Baubewil-

ligungen für neue touristisch bewirtschaftete Wohnungen gestützt auf 

Art. 7 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über Zweitwohnungen (ZWG; SR 

702), Bewilligungen für neue Wohnungen im Zusammenhang mit struktu-

rierten Beherbergungsbetrieben gestützt auf Art. 8 ZWG sowie Bewilli-

gungen für neue Wohnungen in geschützten Bauten gestützt auf Art. 9 

ZWG zu eröffnen (STALDER, a.a.O., Art. 20 Rz. 7). Die Beschwerdebefug-

nis des ARE ist im Bereich des Zweitwohnungswesens indes nicht auf 

diese verfahrensökonomisch begründete Auswahl beschränkt, sondern 

gemäss Art. 10 Abs. 1 ZWV umfassend (STALDER, a.a.O., Art. 20 Rz. 14). 

Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 111 

Abs. 2 i.V.m. Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG und Art. 10 Abs. 1 ZWV sowie 

Art. 48 Abs. 4 der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) im Bereich 

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des Zweitwohnungswesens sowie der Raumplanung zur Beschwerde 

nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege legi-

timiert.

c) Die Rechtsmittelfrist beginnt mit Eröffnung des Entscheids an das ARE zu 

laufen (STALDER, a.a.O., Art. 20 Rz. 16 m.H.a. die Vollzugshilfe des De-

partements für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden [DVS] zum 

ZWG und zur ZWV vom Juni 2016 zu Art. 20 ZWG). Gemäss Art. 52 

Abs. 1 VRG ist eine Beschwerde schriftlich innert 30 Tagen seit Mitteilung 

des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht einzureichen. 

Vorliegend ging die fragliche Baubewilligung vom 20., mitgeteilt am 

23. Februar 2017, unstrittig am 24. Februar 2017 beim Beschwerdeführer 

ein (vgl. die Baubewilligung der Beschwerdegegnerin 1 vom 20., mitgeteilt 

am 23. Februar 2017, inkl. Eingangsstempel des Beschwerdeführers vom 

24. Februar 2017 [Akten des Beschwerdeführers {Bf-act.} 1]). Dieser 

reichte am 27. März 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden ein, womit die dreissigtägige Beschwerdefrist gewahrt 

ist. Da die Eingabe vom 27. März 2017 auch die übrigen Voraussetzun-

gen an eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht erfüllt, ist auf diese 

einzutreten. 

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegeg-

nerin 1 zu Recht davon ausgegangen ist, dass es sich bei der fraglichen 

Erhaltungszone "D._____/C._____" um eine beschränkte Bauzone han-

delt, welche eine Nichtbauzone überlagert, und ob die Beschwerdegegne-

rin 1 gestützt darauf das Baugesuch der Beschwerdegegner 2 zu Recht 

mittels ordentlicher Baubewilligung nach Art. 22 des Bundesgesetzes 

über die Raumplanung (RPG; SR 700) − und damit ohne Zustimmung der 

zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG − bewilligt hat. 

Des Weiteren ist zu prüfen, ob das nachgesuchte Bauvorhaben mit der 

Zweitwohnungsgesetzgebung vereinbar ist. 

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3. a) Der Beschwerdeführer stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, 

dass die Bündner Erhaltungszone gemäss dem Datenmodell des Bundes 

der Hauptnutzung 41 (Zonen für Kleinsiedlung) angehöre und nach Bun-

desrecht zu den Nichtbauzonen zähle. Kantonales Recht sei bundes-

rechtskonform auszulegen. Der Kanton habe in seinem Datenmodell da-

her die Erhaltungszone nach kantonalem Recht zutreffend nicht als Bau-

zone im Sinne des auf dem RPG beruhenden Datenmodells des Bundes 

angesehen. In seiner Replik vom 3. Juli 2017 anerkennt der Beschwerde-

führer, dass die Datenmodelle zwar keine unmittelbare Rechtswirkung 

entfalteten und dass das Datenmodell des Kantons Graubünden die Er-

haltungszone in der Rubrik "Kantonaler Code" bei den Bauzonen einrei-

he. Er ist aber der Ansicht, dass die Datenmodelle zeigten, wie die zu-

ständigen Behörden das Recht interpretierten. Zudem werde die Erhal-

tungszone in der Rubrik "Code Hauptnutzung CH" zutreffend der Nicht-

bauzone zugewiesen. Folglich könne das strittige Bauvorhaben nur mit 

einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG bewilligt werden und be-

dürfe der Zustimmung der kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG, 

welche hier nicht vorliege. Daher sei die angefochtene Baubewilligung 

vom 20., mitgeteilt am 23. Februar 2017, nichtig, jedenfalls mangelhaft 

und müsse deshalb aufgehoben werden.

b) Dem halten die Beschwerdegegnerin 1, die Beschwerdegegner 2 sowie 

das Amt für Raumentwicklung Graubünden zur Hauptsache entgegen, 

dass die Geodatenmodelle lediglich Informationscharakter hätten, ohne 

dass ihnen konstitutive Rechtskraft zukäme. Vom Datenmodell könne 

somit nicht auf die Natur der Bündner Erhaltungszone geschlossen wer-

den. Einschlägig seien die kantonal- resp. kommunalrechtlichen Bestim-

mungen zur Erhaltungszone und die dazu entwickelte Gerichtspraxis un-

ter Berücksichtigung des kantonalen Richtplans. Daraus resultiere, dass 

es sich bei der Erhaltungszone um eine beschränkte Bauzone handle, die 

primär den baugesetzlichen Anforderungen und nicht den Bewilligungskri-

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terien für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen nach Art. 24 ff. 

RPG unterworfen seien. Im Übrigen sei die Erhaltungszone im Geoda-

tenmodell des Kantons Graubünden ohnehin dem kantonalen Code der 

Bauzone zugeordnet. Die Schlussfolgerung des Beschwerdeführers, dass 

es sich bei der Erhaltungszone um eine Nichtbauzone handle, könnte sich 

somit nur auf das Geodatenmodell des Bundes abstützen. Auch aus die-

sem könne indes mangels konstitutiver Rechtskraft der Geodatenmodelle 

keine Qualifikation der Erhaltungszone als Nichtbauzone abgeleitet wer-

den.

4. a) Im Hinblick auf die strategische, politische, soziale und wirtschaftliche 

Rolle, welche der Geoinformation zukommt, sowie in Berücksichtigung 

der neuen Technologien und Verfahren in diesem Bereich wurde am 

5. Oktober 2007 gestützt auf die Bundeskompetenz im Bereich der Ver-

messung und Harmonisierung von Geodaten (vgl. Art. 75a BV) das Bun-

desgesetz über Geoinformationen (GeoIG; SR 510.62) erlassen (vgl. Bot-

schaft des Bundesrates vom 6. September 2006 zum Bundesgesetz über 

Geoinformationen [BBl 2006 S. 7817 ff.] S. 7818). Dieses bezweckt 

gemäss Art. 1 GeoIG, dass Geodaten über das Gebiet der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft den Behörden von Bund, Kantonen und Ge-

meinden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für 

eine breite Nutzung, nachhaltig, aktuell, rasch, einfach, in der erforderli-

chen Qualität und zu angemessenen Kosten zur Verfügung stehen. Zu 

den Geodaten, deren Abfrage ermöglicht werden soll, gehören raumpla-

nungsrelevante Informationen, so insbesondere auch die Daten zur Bo-

dennutzung, wie sie in den kantonalen und kommunalen Nutzungsplänen 

enthalten sind (Art. 2 Abs. 1 GeoIG und Anhang 1 der Verordnung über 

Geoinformationen [GeoIV; SR 510.620]; JEANNERAT/MOOR, in: AEMISEG-

GER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungs-

planung, Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 14 Rz. 82). Der Kataster der öffent-

lich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster), den jeder 

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Kanton führen muss, ist das zentrale Instrument, um den öffentlichen Zu-

gang zu Geoinformationen zu verbessern (vgl. Art. 16 - 18 GeoIG). Er soll 

zuverlässige Informationen über die von Bund und Kanton bezeichneten 

öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen enthalten (Art. 2 der 

Verordnung über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbe-

schränkungen [ÖREBKV; SR 510.622.4]). Die Datenbank soll letztlich die 

für jede Zone und jedes Grundstück geltenden Bau- und Zonenvorschrif-

ten gemäss den geltenden kantonalen oder kommunalen Nutzungsplänen 

enthalten (Art. 16 Abs. 2 GeoIG und Anhang 1 GeoIV; JEANNERAT/MOOR, 

a.a.O., Art. 14 Rz. 83; zu den Einführungsfristen vgl. Art. 26 ÖREBKV). 

Die im Kataster enthaltenen öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschrän-

kungen gelten gemäss Art. 17 GeoIG als bekannt. Es besteht somit eine 

gesetzliche Fiktion, dass jene öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschrän-

kungen, die im Kataster enthalten sind, allen Personen bekannt sind (Bot-

schaft GeoIG S. 7859). Das Geoinformationsgesetz kann indes keines-

falls neue Rechte oder neue rechtliche Beschränkungen hervorbringen. 

Der ÖREB-Kataster dient lediglich dazu, die Informationen zu diesen 

Rechten und Beschränkungen in einer rechtlich verbindlichen Form nie-

derschwellig zugänglich zu machen. Mithin hat der Eintrag keinerlei kon-

stitutive Wirkung und die Nutzungsbeschränkungen müssen rechtskräftig 

sein, bevor sie im Kataster aufgeführt werden. Öffentlich-rechtliche Eigen-

tumsbeschränkungen werden mit Eintreten der Rechtskraft des Beschlus-

ses, der sie begründet, eigentümerverbindlich. Einzig und allein die von 

der zuständigen Behörde getroffene Entscheidung zieht eine öffentliche 

Beschränkung nach sich, die den Grundeigentümer binden kann. Recht-

lich massgeblich sind somit stets die Nutzungspläne, auch wenn diese 

von den Informationen des ÖREB-Katasters abweichen (vgl. Botschaft 

GeoIG S. 7859; JEANNERAT/MOOR, a.a.O., Art. 14 Rz. 84). Zur minimalen 

Harmonisierung in der Darstellung und Modellierung der Geoinformatio-

nen hat das GeoIG unter anderem das Bundesamt für Raumentwicklung 

verpflichtet, Modelle zu definieren, die einerseits festlegen, welche Geo-

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daten im Kataster als Minimum abgefragt werden sollen können (minima-

le Geodatenmodelle) und anderseits, wie diese Daten grafisch und text-

lich dargestellt werden sollen (Darstellungsmodelle; vgl. Art. 5 GeoIG und 

Art. 8 - 11 GeoIV). Das seitens des Bundesamtes für Raumentwicklung in 

Zusammenarbeit mit den Kantonen im Bereich der Nutzungsplanung era-

rbeitete Geodaten- und Darstellungsmodell kann als Interpretations- und 

Vollzugshilfe für gewisse raumplanungsrechtliche Begriffe des Bundes 

und der Kantone dienen. Es darf aber keinesfalls auf eine Harmonisierung 

des kantonalen und kommunalen Bau- und Planungsrechts hinauslaufen. 

Mithin schränkt das Geodaten- und Darstellungsmodell die Freiheit der 

Kantone und Gemeinden bei der Definition der einzelnen Zonen und ihrer 

rechtlichen Vorschriften in keiner Weise ein. Ebenso sind die Behörden 

nicht an dieses Modell gebunden, insbesondere nicht an die darin vorge-

sehene Systematik und Begriffsdefinitionen, wenn sie eine bestimmte Zo-

nenart definieren oder beurteilen müssen, ob ein Gebiet zur Bauzone 

nach RPG gehört oder nicht (JEANNERAT/MOOR, a.a.O., Art. 14 Rz. 85 - 

87).

b) In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit gilt es zunächst festzu-

halten, dass sich die Parzelle 10999, auf welcher sich die umzubauende 

Stallbaute Nr. 1-266 befindet, gemäss geltendem Zonenplan, Generellem 

Erschliessungs- und Generellem Gestaltungsplan 1:1000 vom 20. Sep-

tember 1996 (vgl. Akten des Amtes für Raumentwicklung Graubünden 

[ARE-GR-act.] 7), von der Regierung des Kantons Graubünden mit Be-

schluss Nr. 2436 am 9., mitgeteilt am 11. Dezember 1997, genehmigt 

(vgl. ARE-GR-act. 18), unstrittig in der Erhaltungszone 

"D._____/C._____" befindet. Gemäss Datenmodell für den Kanton 

Graubünden ist die Erhaltungszone in der kantonalen Zonensystematik 

("Kantonaler Code") als Bauzone (Nr. 1355) aufgeführt (vgl. Weisung zur 

digitalen kommunalen Nutzungsplanung Graubünden, Geobasisdatensatz 

45.1-GR, Version 5, vom 6. Dezember 2016, S. 69; abrufbar unter 

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www.are.gr.ch ˃ Dienstleistungen ˃ Nutzungsplanung ˃ Digitale Nut-

zungsplanung ˃ Weisung inkl. Geodatenmodell und kantonale Typenta-

bellen [zuletzt besucht am 21. Dezember 2017]). Dies hat replicando auch 

der Beschwerdeführer anerkannt, nachdem er im ersten Schriftenwechsel 

noch vom Gegenteil ausgegangen ist (vgl. Beschwerde vom 27. März 

2017 Rz. 7 f.). Demzufolge kann sich aber die beschwerdeführerische 

Schlussfolgerung, dass es sich bei der Erhaltungszone um eine Nicht-

bauzone handle, nur auf das Geodatenmodell des Bundes abstützen. 

Gemäss Datenmodell des Bundes gehört die Bündner Erhaltungszone 

zwar der Hauptnutzung 41, welche mit "Zonen für Kleinsiedlung" um-

schrieben ist, an und zählt damit gemäss Datenmodell des Bundes zu 

den Nichtbauzonen. Die "Zonen für Kleinsiedlungen" umfassen Weilerzo-

nen und weitere Flächen für die Erhaltung bestehender Kleinsiedlungen 

ausserhalb des eigentlichen Siedlungsgebiets (vgl. Minimale Geodaten-

modelle, Bereich Nutzungsplanung, Modelldokumentation, Version 1.1 mit 

technischen Änderungen vom 16. Februar 2017 S. 21 und 23 f.; abrufbar 

unter www.are.admin.ch ˃ Raumentwicklung & Raumplanung ˃ Minimale 

Geodatenmodelle ˃ Nutzungsplanung ˃ Minimale Geodatenmodelle, Be-

reich Nutzungsplanung − Modelldokumentation V 1.1 [zuletzt besucht am 

21. Dezember 2017]). Wie vorstehend dargestellt (vgl. E.4a) haben indes 

sowohl das Datenmodell des Bundes als auch das Datenmodell für den 

Kanton Graubünden primär Informationscharakter. Überdies können sie 

als Interpretations- und Vollzugshilfe zur Deutung raumplanerischer Be-

griffe herangezogen werden. Keinesfalls kommt ihnen aber konstitutive 

Rechtskraft zu, welche die Freiheit der Kantone und Gemeinden bei der 

Definition ihrer Nutzungszonen und dazugehörigen Vorschriften ein-

schränken könnten. Folglich kann der Beschwerdeführer aus der Tatsa-

che, dass die Bündner Erhaltungszone gemäss dem Datenmodell des 

Bundes zur Hauptnutzung 41 und damit zu den Nichtbauzonen zählt, 

nichts zu seinen Gunsten ableiten. Einschlägig zur Beantwortung der 

Frage, ob es sich bei der Bündner Erhaltungszone um eine Bau- oder 

- 15 -

Nichtbauzone handelt, sind vielmehr die kantonal- und kommunalrechtli-

chen Bestimmungen zur Erhaltungszone und die dazu entwickelte Ge-

richtspraxis unter Berücksichtigung des kantonalen Richtplans (vgl. dazu 

nachstehend E.5).

5. a) Gemäss Art. 18 Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 33 RPV können Kantone zur Er-

haltung bestehender Kleinsiedlungen ausserhalb der Bauzonen Erhal-

tungszonen vorsehen, wobei die entsprechenden Weiler im kantonalen 

Richtplan in der Karte oder im Text zu bezeichnen sind. Der Kanton 

Graubünden hat von dieser Möglichkeit gestützt auf die Grundsätze des 

kantonalen Richtplans zu den kulturhistorisch wertvollen Kleinsiedlungen 

(vgl. kantonaler Richtplan [KRIP-GR] Kap. 5.6.2; abrufbar unter 

www.richtplan.gr.ch [zuletzt besucht am 21. Dezember 2017]) Gebrauch 

gemacht und dabei die Erhaltungszone den Bauzonen zugewiesen (vgl. 

Art. 27 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden 

[KRG; BR 801.100]) bzw. diese in Art. 31 KRG wie folgt näher geregelt:

Art. 31 5. Erhaltungszonen
1 Erhaltungszonen dienen der Erhaltung von landschaftlich und kulturgeschichtlich wertvol-
len Kleinsiedlungen. Bauten und Anlagen sind in ihrem ursprünglichen Charakter und in ih-
rer Substanz zu erhalten. Die Umgebung ist im landschaftstypischen Zustand zu belassen. 
Neubauten sind nicht zulässig. Alle Bauvorhaben unterliegen der Gestaltungsberatung. Ver-
besserungen gestalterischer Art sind zulässig.
2 Gebäude, die im Zeitpunkt der Baueingabe noch bestimmungsgemäss nutzbar und im Zo-
nenplan oder im Generellen Gestaltungsplan weder als integral geschützt noch als landwirt-
schaftlich notwendig bezeichnet sind, dürfen innerhalb des bestehenden Volumens umge-
baut und in ihrer Nutzung geändert werden. Die bauliche Grundstruktur, die äussere Er-
scheinung sowie der ursprüngliche Charakter des Gebäudes sind in den wesentlichen Zü-
gen zu wahren. Störende frühere Eingriffe sind zu beseitigen. Untergeordnete Anbauten 
können im Interesse der Erhaltung historischer Bausubstanz bewilligt werden.
3 Der Wiederaufbau nach Zerstörung ist gestattet. Die Gemeinden können im Baugesetz 
auch den Wiederaufbau nach Abbruch für zulässig erklären. Baubewilligungen für Wieder-
aufbauten dürfen nur erteilt werden, wenn:
1. die bisherige Baute noch bestimmungsgemäss nutzbar war;
2. die Ersatzbaute in Bezug auf Lage, Grösse, Form, Stellung, Gestaltung, Konstruktion 

und Material der ursprünglichen Baute im Wesentlichen entspricht;
3. das Gesuch für den Wiederaufbau innerhalb von drei Jahren nach der Zerstörung oder 

zusammen mit dem Abbruchgesuch eingereicht wird.
4 Verkehrs-, Versorgungs- und Entsorgungsanlagen sowie Solaranlagen mit einer Absorber-
fläche von mehr als 1 m2 sind nur nach den Vorgaben des Generellen Erschliessungsplans 

- 16 -

und des Generellen Gestaltungsplans gestattet. Erschliessungskosten sind vollumfänglich 
von den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern zu tragen. Wassereinleitungen in 
Gebäude und Wassertanks sind nur zulässig, wenn eine gesetzeskonforme Abwasserbe-
handlung gewährleistet ist.
5 Der Generelle Gestaltungsplan kann entsprechend den örtlichen Verhältnissen ergänzen-
de Bestimmungen enthalten.

b) Die Zuweisung der Erhaltungszone zu den Bauzonen wurde vom Bun-

desgericht im Entscheid BGE 118 Ia 446 geschützt. Im erwähnten Ent-

scheid führt das Bundesgericht gestützt auf früher ergangene Entscheide 

zu Erhaltungszonen zunächst aus, dass solche Erhaltungszonen be-

schränkte Bauzonen und keine Nichtbauzonen seien. Des Weiteren hält 

das Bundesgericht ausdrücklich fest, dass die Bündner Erhaltungszone 

die Erhaltung bestehender, insgesamt betrachtet wertvoller Bausubstanz, 

die vor dem Zerfall gerettet werden solle, bezwecke. Sie wolle solche 

Bausubstanz einer zweckmässigen Nutzung zuführen und verfolge damit 

Zielsetzungen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes. Die Bündner Erhal-

tungszone könne mit einer eine Nichtbauzone überlagernden beschränk-

ten Bauzone verglichen werden, die sich auf Art. 18 Abs. 1 RPG stütze; 

hinsichtlich ihrer Zielsetzung stehe sie einer Schutzzone nahe. Über-

schreite ein Vorhaben den Rahmen dessen, was in einer solchen auf die 

Erhaltung der bestehenden Bausubstanz beschränkten Nutzungszone 

zonenkonform sei, so kämen die Vorschriften der Grundnutzungszone zur 

Anwendung, welche von der Erhaltungszone überlagert werde. In einem 

solchen Fall stelle sich dann die Frage, ob das in der Erhaltungszone zo-

nenwidrige Bauvorhaben der Grundnutzungsordnung entspreche und mit 

Rücksicht darauf gestützt auf Art. 22 RPG im ordentlichen Baubewilli-

gungsverfahren bewilligt werden könne. Treffe dies nicht zu, so sei das 

betreffende Baugesuch, das den Rahmen der Erhaltungszone sprenge, 

gestützt auf Art. 24 RPG und das dazu erlassene kantonale Ausführungs-

recht zu überprüfen (BGE 118 Ia 446 E.2c). Diese bundesgerichtliche 

Praxis, wonach die Bündner Erhaltungszone mit einer eine Nichtbauzone 

überlagernden beschränkten Bauzone verglichen werden könne, wurde 

auch vom streitberufenen Gericht wiederholt bestätigt und angewendet 

- 17 -

(letztmals im Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

[VGU] R 16 3 vom 19. April 2016 E.7c) und entspricht − soweit ersichtlich 

− auch der herrschenden Lehre (vgl. MUGGLI, in: AEMISEGGER/MOOR/ 

RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 

Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 18 Rz. 24 - 26; BRANDT/MOOR, in: AEMISEG-

GER/KUTTLER/MOOR/RUCH [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über 

die Raumplanung [RPG], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 18 Rz. 42; WALD-

MANN/HÄNNI, Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, Bern 2006, 

Art. 18 Rz. 38 - 40; KUTTLER, Wann ist für die Bewilligung von Bauten und 

Anlagen in Nichtbauzonen Artikel 24 RPG anzuwenden? in: Festschrift für 

Martin Lendi, Zürich 1998, S. 337 ff., Ziff. 4f S. 350; BARBLAN, Bewilli-

gungserfordernis und Zulässigkeitsvoraussetzungen für Zweckänderun-

gen von Bauten ausserhalb der Bauzonen nach dem Recht des Bundes 

und der Kantone, Diss., St. Gallen 1991, S. 272 f.). Nach dem soeben 

Gesagten ist die Bündner Erhaltungszone in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der herrschenden Lehre mit ei-

ner eine Nichtbauzone überlagernden beschränkten Bauzone zu verglei-

chen, die sich auf Art. 18 Abs. 1 RPG stützt. An diesem Ergebnis vermag 

die Tatsache nichts zu ändern, dass die Frage der Rechtsnatur der Bünd-

ner Erhaltungszone vom Bundesgericht im erwähnten Urteil letztlich 

(mangels Notwendigkeit, da die Beschwerde bereits aus anderen Grün-

den gutzuheissen war) nicht abschliessend beurteilt wurde (vgl. BGE 

118 Ia 446 E.2c in fine). Wie gesehen hat das Bundesgericht im erwähn-

ten Entscheid nämlich explizit erkannt, dass "die Bündner Erhaltungszone 

mit einer eine Nichtbauzone überlagernden beschränkten Bauzone vergli-

chen werden kann, die sich auf Art. 18 Abs. 1 RPG stützt". Konsequen-

terweise hat das Bundesgericht in diesem Entscheid die Überprüfung des 

Bauvorhabens im ordentlichen Baubewilligungsverfahren nach Art. 22 

RPG auf seine Zonenkonformität und damit auf dessen Übereinstimmung 

mit der einschlägigen baugesetzlichen Erhaltungszonenbestimmung vor-

genommen. Wäre das Bundesgericht − entsprechend der beschwerdefüh-

- 18 -

rerischen Auffassung − zur Überzeugung gelangt, dass es sich bei der 

Bündner Erhaltungszone um eine Nichtbauzone handle, hätte es das 

fragliche Bauvorhaben auf seine Vereinbarkeit mit Art. 24 ff. RPG prüfen 

müssen. Nach dem Gesagten sind zonenkonforme Bauvorhaben in der 

Erhaltungszone von der kommunalen Baubehörde im ordentlichen Bau-

bewilligungsverfahren nach Art. 22 RPG − und damit ohne Zustimmung 

der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG − zu bewil-

ligen. Mit anderen Worten liegt die Zuständigkeit für die Erteilung der 

Baubewilligung für ein in der Erhaltungszone zonenkonformes Bauvorha-

ben ausschliesslich bei der kommunalen Baubehörde.

c) Da die bestehenden Ortsplanungen und damit auch die bestehenden 

kommunalrechtlichen Regelungen zu den jeweiligen Erhaltungszonen bis 

zur Anpassung an die revidierte kantonale Raumplanungsgesetzgebung 

gemäss Art. 107 KRG weiterhin in Kraft bleiben, und weil die Gemeinde 

X._____ ihre Ortsplanung bisher noch nicht an die revidierte kantonale 

Raumplanungsgesetzgebung angepasst hat, ist vorliegend zur Prüfung 

der Bewilligungsfähigkeit des fraglichen Bauvorhabens nicht auf die Er-

haltungszonenbestimmung von Art. 31 KRG, sondern auf jene von Art. 44 

des Baugesetzes für die ehemalige Gemeinde Z._____ (BG) abzustellen, 

welche wie folgt lautet:

Erhaltungszone - Grundsatz   Art. 44
1 Die Erhaltungszonen bezeichnen landschaftlich und kulturgeschichtlich wertvolle 

Baugruppen, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt.
Sie sind im Zonenplan 1 : 500 oder 1 : 1000 eingezeichnet. Für die Erhaltungszonen 
gilt die Empfindlichkeitsstufe III.

2 Neubauten, Erweiterungen sowie Abbruch und Wiederaufbau bestehender Bauten 
sind nicht zulässig. Werden erneuerungsbedürftige Bauten auf Aufforderung der 
Baubehörde nicht innert zwei Jahren saniert, kann diese die Instandstellung oder den 
Abbruch verfügen. Kommt der Eigentümer dieser Aufforderung nicht nach, lässt die 
Baubehörde die angeordneten Massnahmen auf Kosten des Eigentümers ausführen.

3 In der Erhaltungszone können bestehende Gebäude, welche nachweislich landwirt-
schaftlich nicht mehr genutzt werden und im Generellen Gestaltungsplan nicht be-
sonderes bezeichnet sind, zu Wohnzwecken aus- und umgebaut werden. Die Ge-
bäude dürfen durch den Umbau weder in der Form noch im Volumen verändert wer-
den. Bei Bauten ohne Wasseranschluss ist der Anbau einer Laube mit einem 

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„Plumsklosett“ im ortsüblichen Stil zulässig. Bei einem späteren Wasseranschluss ist, 
sofern die Toilette ins Gebäude verlegt wird, der Anbau der Laube mit „Plumsklosett“ 
zu entfernen. Bei sämtlichen baulichen Massnahmen ist die wertvolle originale Bau-
substanz zu erhalten. Die Neugestaltung von aussen sichtbarer Gebäudeteile ist in 
Form, Material und Farbe in traditioneller Weise vorzunehmen. Fensterläden sind na-
turfarben zu belassen oder braun zu streichen. Bestehende grüne Fensterläden dür-
fen weiterhin in dieser Farbe erhalten werden.

4 Die landwirtschaftliche Nutzung des Gebäudeumschwunges ist jederzeit zu gewähr-
leisten. Das Anlegen von Ziergärten, das Pflanzen von ortsfremden Blumen, Bäumen 
und Sträuchern sowie Terrainveränderungen und Abzäunungen irgendwelcher Art, 
soweit letztere nicht zur Verhütung von Wildschäden erforderlich sind, ist untersagt. 
Das Aufstellen von Weidezäunen ist erlaubt.

5 Die Erstellung neuer oder der Ausbau bestehender Verkehrs- und Versorgungsanla-
gen sind nur im Rahmen des Generellen Erschliessungsplanes und der von der zu-
ständigen Gemeindebehörde genehmigten generellen Projekte zulässig. Es besteht 
kein Anspruch auf Zufahrt über bestehende Wege und Strassen sowie auf Anschluss 
an die öffentlichen Erschliessungsanlagen. Wasser darf nur bei vorliegen einer be-
sonderen Gebäudenutzung (Gaststätte) oder in Verbindung mit einem Anschluss an 
eine Abwasserbeseitigungsanlage für die ganze Baugruppe nach Weisung vom Amt 
für Umweltschutz bis ins Haus geführt werden. Einem Wasseranschluss gleichge-
stellt sind Wasserspeicher und dergl. im Innern vom Gebäude. Der Gemeinde dürfen 
durch den Umbau oder die spätere Benützung der Bauten keine Infrastrukturkosten 
entstehen.

6 Sonnenenergieanlagen wie Solarzellen und dergleichen sind äusserst unauffällig zu 
platzieren (z.B. unter dem Dachvorsprung) und in ihrer Dimension auf das Minimum 
zu reduzieren. Sie sind bewilligungspflichtig.

7 Der Kehricht ist von den Bewohnern an einem von der Baubehörde zu bezeichnen-
den Ort zum Abtransport zu deponieren. Es gelten die entsprechenden Bestimmun-
gen des Regulativs der Gemeinde und des Kehrichtverbandes.

8 Fahrzeuge sind grundsätzlich auf einem zentralen Parkplatz am Siedlungsrand, 
gemäss Generellem Erschliessungsplan, abzustellen.

9 Eine Baubewilligung kann nur erteilt werden, wenn das Bauvorhaben durch einen 
von der Gemeinde bezeichneten Fachmann auf Übereinstimmung mit den vorste-
henden Gesetzesbestimmungen geprüft worden ist. Die Kosten dieser Begutachtung 
gehen zulasten des Gesuchstellers. Auf Grund dieses Gutachtens kann die Bau-
behörde Projektänderungen verfügen.

10 In den Erhaltungszonen gelten der Generelle Gestaltungsplan und der Generelle Er-
schliessungsplan 1 : 1000.

d) Die Beschwerdegegner 2 beabsichtigen einen Umbau bzw. eine Umnut-

zung ihrer Stallbaute in eine Ferien-/Wochenendbaute. Die traditionelle 

und ehemals landwirtschaftlich genutzte Ökonomiebaute mit einer Grund-

rissfläche von rund 46 m2 (6.80 m x 6.80 m; vgl. ARE-GR-act. 5) befindet 

sich auf Parzelle 10999 in der Erhaltungszone "D._____/C._____" (vgl. 

vorstehend E.4b) in der ehemaligen Gemeinde Z._____. Das Bauvorha-

ben umfasst im Untergeschoss die Einrichtung von zwei Wohnzimmern 

- 20 -

sowie eines Keller- und Abstellraumes. Im Obergeschoss sind der 

Kücheneinbau, die Einrichtung einer Stube sowie eines WC vorgesehen, 

das in eine abflusslose Grube entsorgt wird. Die Fassaden sollen im We-

sentlichen − mit Ausnahme von vier neuen Öffnungen (d.h. zwei Fenstern 

in der Ostfassade, einem Fenster in der Westfassade, einem Fenster in 

der Nordfassade neben der vorbestehenden Heustalltüre und einer Tür in 

der Südfassade) − unverändert bleiben (vgl. ARE-GR-act. 5). Von aussen 

her betrachtet sollen die besagten Fensteröffnungen so unauffällig wie 

möglich in die bestehende Baute integriert und die vorhandene Strick-

bauweise beibehalten werden. Das von den Beschwerdegegnern 2 nach-

gesuchte Bauvorhaben bringt dementsprechend weder Veränderungen 

am Volumen noch an der Form des bestehenden Stallgebäudes mit sich. 

Zudem hält es die traditionelle Strickbauweise bei und die vier neu einge-

bauten Öffnungen sind unauffällig ausgestaltet. Wenn die Beschwerde-

gegnerin 1 vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung der Stel-

lungnahmen der Denkmalpflege des Kantons Graubünden, welche den 

ortsbildprägenden Charakter des Gebäudes im Schreiben vom 5. Oktober 

2016 bestätigt (vgl. ARE-GR-act. 9) und dem Projekt am 27. Januar 2017 

− unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Änderungen − auch in ge-

staltungsberaterischer Hinsicht zugestimmt hat (vgl. ARE-GR-act. 10), 

das Bauvorhaben als zonenkonform und in Übereinstimmung mit Art. 44 

Abs. 3 BG erachtet und dieses demzufolge im ordentlichen Baubewilli-

gungsverfahren nach Art. 22 RPG − und damit ohne Bewilligung der zu-

ständigen kantonalen Behörde im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG − bewil-

ligt hat, ist dies nach dem vorstehend Gesagten nicht zu beanstanden. 

Die angefochtene Baubewilligung vom 20., mitgeteilt am 23. Februar 

2017, erweist sich somit weder als nichtig noch als mangelhaft.

6. a) Der Beschwerdeführer bestreitet nicht grundsätzlich, dass das von den 

Beschwerdegegnern 2 nachgesuchte Bauvorhaben die Umbau- und Um-

nutzungsvorschrift von Art. 44 Abs. 3 BG einhält. Er stellt sich indes auf 

- 21 -

den Standpunkt, dass die Erhaltungszone eine Nichtbauzone sei, wes-

halb das strittige Bauvorhaben nur mit einer Ausnahmebewilligung nach 

Art. 24 ff. RPG hätte bewilligt werden können. Deshalb bräuchte es die 

Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 

RPG. Es müssten entweder die Voraussetzungen nach Art. 24d Abs. 2 

RPG oder von Art. 39 Abs. 2 RPV erfüllt sein, was nicht der Fall sei. Die-

se Rügen zielen, wie nachstehend dargestellt, ins Leere.

b) Wie vorstehend erläutert, ist die Bündner Erhaltungszone mit einer eine 

Nichtbauzone überlagernden beschränkten Bauzone zu vergleichen, die 

sich auf Art. 18 Abs. 1 RPG stützt. Bauvorhaben, welche den kommuna-

len und kantonalen Vorschriften der Erhaltungszone entsprechen, sind 

zonenkonform und können auf dem ordentlichen Bewilligungsweg in An-

wendung von Art. 22 RPG beurteilt werden. Folglich liegt die Zuständig-

keit für die Erteilung der Baubewilligung für ein in der Erhaltungszone zo-

nenkonformes Bauvorhaben ausschliesslich bei der kommunalen Bau-

behörde; die Zustimmung der kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 

RPG ist nicht erforderlich. Im vorliegenden Fall erweist sich das von den 

Beschwerdegegnern 2 nachgesuchte Bauvorhaben in der Erhaltungszone 

"D._____/C._____" − wie gesehen − als zonenkonform; die einschlägige 

kommunale Norm von Art. 44 BG ist eingehalten. Folglich liegt die Kom-

petenz zur Erteilung der Baubewilligung ausschliesslich bei der kommu-

nalen Baubehörde, eine zusätzliche Bewilligung im Sinne von Art. 24d 

Abs. 2 RPG oder Art. 39 Abs. 2 RPV bzw. die Zustimmung der zuständi-

gen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG ist − entgegen der be-

schwerdeführerischen Auffassung − nicht erforderlich. Somit ist nicht zu 

prüfen, ob es sich bei der fraglichen Stallbaute um eine schützenswerte 

Baute im Sinne von Art. 24d Abs. 2 RPG oder um eine landschaftsprä-

gende Baute im Sinne von Art. 39 Abs. 2 RPV handelt. Dies wäre nur er-

forderlich, wenn das fragliche Bauvorhaben weder aufgrund der Erhal-

tungszone noch aufgrund der Grundnutzzone zonenkonform wäre, was 

- 22 -

vorliegend aber − wie gesehen − nicht der Fall ist. Nur am Rande sei an 

dieser Stelle erwähnt, dass die fragliche Stallbaute nach Auffassung des 

Amtes für Raumentwicklung Graubünden aufgrund ihres besonderen Ei-

gen- und Situationswerts sowohl als schützenswert anerkannte Baute im 

Sinne von Art. 24d Abs. 2 RPG als auch landschaftsprägend geschützte 

Baute im Sinne von Art. 39 Abs. 2 RPV zu qualifizieren wäre (vgl. 

Ziff. 4 und 5 der Vernehmlassung des Amtes für Raumentwicklung 

Graubünden vom 24. Mai 2017). Damit würde das Bauvorhaben nach 

Auffassung des Amtes für Raumentwicklung Graubünden, selbst wenn es 

den Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 24d Abs. 2 RPG bzw. Art. 39 

Abs. 2 RPV unterworfen würde, diesen zu genügen vermögen. Ob diese 

Rechtsauffassung zutrifft, kann an dieser Stelle offen bleiben und braucht 

nicht im Einzelnen abschliessend geprüft zu werden, weil das in der Er-

haltungszone als (beschränkte) Bauzone vorgesehene Bauvorhaben − 

wie vorstehend dargelegt − im Einklang mit den einschlägigen Baubewilli-

gungsvoraussetzungen von Art. 44 BG steht, weshalb dieses von der Be-

schwerdegegnerin 1 zu Recht als zonenkonformes Bauvorhaben im or-

dentlichen Baubewilligungsverfahren nach Art. 22 RPG bewilligt wurde. 

7. a) Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass Art. 31 Abs. 2 KRG 

gegen Grundsätze des Raumplanungsrechts verstosse. Der Beschwerde-

führer argumentiert, dass Art. 31 Abs. 2 KRG, welcher die generelle und 

vollständige Zweckänderung von ursprünglich unbewohnten Gebäuden 

zu Wohnzwecken in peripher gelegenen, nicht dauernd bewohnten und 

schlecht erschlossenen Baugruppen zulasse, nicht vereinbar sei mit den 

einschlägigen Bestimmungen zum Bauen ausserhalb der Bauzonen und 

gegen das Zersiedlungsverbot sowie die Bestimmung zu den Kleinsied-

lungen ausserhalb der Bauzone nach Art. 33 RPV verstosse. Gemäss 

BGE 119 Ia 300 könne eine Häusergruppe nur dann einer Weiler- oder 

Erhaltungszone zugewiesen werden, wenn es sich dabei unter anderem 

um eine traditionelle Siedlung mit fünf Bauten mit ursprünglichem Wohn-

- 23 -

raum und einem geschlossenen Siedlungsbild handle. Auf diese Vorga-

ben bzw. auf die notwendige Anpassung der Erhaltungszonenbestim-

mung sei der Kanton Graubünden im Vorfeld der bundesrechtlichen Ge-

nehmigung des kantonalen Richtplans mit dem Prüfbericht des Be-

schwerdeführers vom 16. Juli 2003 ausdrücklich aufmerksam gemacht 

worden. Eine vollständige Zweckänderung setze entweder den besonders 

hohen Schutzwert der Einzelbaute (Art. 24d Abs. 2 RPG) oder die An-

wendbarkeit von Art. 39 Abs. 2 RPV (landschaftsprägende Bauten) vor-

aus. Die einschlägigen Voraussetzungen seien indes nicht erfüllt. 

b) Wie nachstehend dargestellt, verletzt die Bündner Erhaltungszone − ent-

gegen der beschwerdeführerischen Auffassung − kein Bundesrecht. 

Art. 18 Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 33 RPV ermächtigt zwar in Durchbrechung 

des Trennungsgrundsatzes die Kantone, zur Erhaltung bestehender 

Kleinsiedlungen ausserhalb der Bauzonen Erhaltungszonen auszuschei-

den, sofern der kantonale Richtplan dies in der Karte oder im Text vor-

sieht. Der Kanton Graubünden hat von dieser Möglichkeit − wie gesehen 

− Gebrauch gemacht und dabei die Erhaltungszone in Art. 27 Abs. 1 KRG 

den Bauzonen zugewiesen und diese in Art. 31 KRG näher geregelt. Sol-

che primär auf die Erhaltung bestehender, wertvoller Bausubstanz ausge-

richtete und mit einem Neubauverbot belegte, beschränkte Bauzonen 

verstossen gemäss bundesgerichtlicher Praxis weder gegen das Klein-

bauzonenverbot noch gegen den raumplanerischen Trennungsgrundsatz 

(vgl. BGE 118 Ia 446 E.2c, 115 Ib 148 E.5c/f). Da an der Erhaltung der 

betreffenden Baugruppen mit historisch wertvoller Bausubstanz aus kul-

turlandschaftlichen Gründen ein Interesse besteht, werden im Rahmen 

des Schutzzwecks in Erhaltungszonen weitergehende Umbauten und 

Nutzungsänderungen als nach Art. 24 bis 24e RPG zugelassen. Deren 

Umfang wird im Einzelnen vom kantonalen Recht (vgl. Art. 31 KRG) fest-

gelegt, wobei die Grundzüge der Erhaltungszone, insbesondere die Um-

nutzungsmöglichkeiten, bereits im kantonalen Richtplan festgelegt wer-

- 24 -

den (vgl. MUGGLI, a.a.O., Art. 18 Rz. 24; KRIP-GR, Kap. 5.6.2). Insofern 

stellen die kantonalen (Art. 31 KRG) und kommunalen Bestimmungen 

(Art. 44 BG) zur Erhaltungszone nur ausführendes Recht dar. Im kantona-

len Richtplan Graubünden ist denn auch ausdrücklich festgehalten, dass 

an der Erhaltung noch weitgehend intakter Baugruppen mit historisch 

wertvoller Bausubstanz − auch unter Inkaufnahme einer Nutzungsände-

rung − aus kulturlandschaftlichen Gründen ein Interesse bestehe. Die 

ehemals land- und alpwirtschaftlich genutzten Bauten mit teils historisch 

wertvoller Bausubstanz seien charakteristische Elemente der Kulturland-

schaft. Zu diesem Zweck gebe es im Kanton Graubünden das Instrument 

der Erhaltungszone. Massgeblich für die Umnutzung sei ein qualifizierter 

Umgang mit der historischen Bausubstanz und der Umgebung, was hohe 

Anforderungen an die Gestaltung voraussetze. Dazu gehöre auch die 

Vorsorge, dass durch die Nutzungsänderung die Einheit und der Charak-

ter der Baute nicht gefährdet würden. Für Erhaltungszonen gebe es seit 

der Revision der kantonalen Raumplanungsgesetzgebung in Art. 31 KRG 

eine entsprechende Zonenbestimmung. Erhaltungszonen würden nur für 

Baugruppen mit in der Regel mindestens fünf Bauten und mit mindestens 

einem Gebäude mit vorbestehender Wohnnutzung bezeichnet. Bei der 

Ausscheidung von Erhaltungszonen werde mit Gestaltungsvorschriften 

sichergestellt, dass der Zweck der Erhaltungszone erfüllt sei und dass die 

Neunutzung ohne Erweiterung der bestehenden Baute erfolge. Störende, 

mit dem Charakter der traditionellen Baute nicht vereinbare Elemente 

würden entfernt oder verbessert. Die Nutzungsänderung der Bauten er-

folge mit der Verknüpfung, dass das dazugehörende Kulturland bewirt-

schaftet werde und die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung der Bau-

te in keiner Weise beeinträchtigt oder gar verfremdet werde. Dies gelte 

insbesondere in Bezug auf Terrainveränderungen, Einfriedungen, orts-

fremde Materialien und Bepflanzungen oder feste Einrichtungen für die 

Erholung im Freien. Die Errichtung neuer Zufahrtsstrassen sowie die 

Neuerschliessung mit Stromleitungen sei ausgeschlossen (vgl. KRIP-GR, 

- 25 -

Kap. 5.6.2). Der kantonale Richtplan wurde vom Bundesrat am 19. Sep-

tember 2003 gestützt auf den Prüfungsbericht des Beschwerdeführers 

vom 16. Juli 2003 vorbehaltlos genehmigt (vgl. ARE-GR-act. 16). Damit 

wurde dem kantonalen Richtplan und somit auch der hier massgeblichen 

Erhaltungszone "D._____/C._____", welche im Anhang zum erwähnten 

Kapitel 5.6.2 in der betreffenden Übersichtstabelle (Tabelle 5.1) mit dem 

Vermerk i. O. (kein planerischer Anpassungsbedarf) enthalten ist, be-

scheinigt, dass sie dem RPG und dem übrigen Bundesrecht entsprechen 

(vgl. Art. 11 Abs. 1 RPG; TSCHANNEN, in: AEMISEG-

GER/KUTTLER/MOOR/RUCH [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über 

die Raumplanung [RPG], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 11 Rz. 35; WALD-

MANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 11 Rz. 11). Dass die entsprechende Genehmi-

gung des Bundesrates nicht erfolgt wäre, wenn der Inhalt oder die Ausge-

staltung der Erhaltungszone im kantonalen Richtplan nicht bundesrechts-

konform wäre, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren Ausführun-

gen. Im erwähnten Prüfungsbericht vom 16. Juli 2003 hielt der Beschwer-

deführer fest, dass es zu begrüssen sei, dass der Kanton künftig den 

Schwerpunkt nicht auf die Ausscheidung von Erhaltungszonen legen wol-

le, sondern auf den Umgang mit den landschaftsprägenden Bauten; dies 

wegen der Problematik kleinerer Gebäudegruppen und damit des Ver-

hältnisses zwischen den Art. 33 und 39 RPV. Erst wenn bestehende Sied-

lungsansätze im Temporärsiedlungsgebiet von ihrer Grösse und Bedeu-

tung her mit einem Weiler vergleichbar würden, erscheine es als zulässig, 

bezüglich Schutzwürdigkeit und Unterschutzstellung gegenüber Art. 39 

Abs. 2 RPV reduzierte Anforderungen zu stellen. Mit Blick darauf, dass 

der Richtplan für Erhaltungszonen nach wie vor − wenn auch gegenüber 

den landschaftsprägenden Bauten reduzierte − Anforderungen an 

Schutzwürdigkeit und Unterschutzstellung vorsehe, erscheine es dring-

lich, das massgebliche Besiedlungsmuster für die Regelung der Erhal-

tungszonen deutlicher vom Besiedlungsmuster der landschaftsprägenden 

Bauten abzugrenzen, beispielsweise durch Festlegung einer qualifizierten 

- 26 -

Mindestgruppengrösse. Der Beschwerdeführer hielt jedoch explizit fest, 

dass sich für bestehende Erhaltungszonen, wie dies auf die am 20. Sep-

tember 1996 verabschiedete Erhaltungszone "D._____/C._____" zutrifft, 

durch eine solche Neuorientierung keine planerischen Konsequenzen er-

gäben (ARE-GR-act. 15 S. 9). Entgegen der beschwerdeführerischen 

Ausführungen in Rz. 32 der Replik vom 3. Juli 2017 stimmt es somit ge-

rade nicht, dass es dem Kanton seit dem Jahr 2003 bewusst gewesen 

sei, dass er den planerischen Umfang mit den bestehenden Bauten bzw. 

Baugruppen im Temporärsiedlungsgebiet hätte anpassen müssen. Viel-

mehr hielt der Beschwerdeführer im Prüfungsbericht vom 16. Juli 2003 − 

wie gesehen − gar explizit fest, dass sich für bestehende Erhaltungszo-

nen keine planerischen Konsequenzen ergäben. Des Weiteren führte der 

Beschwerdeführer im Prüfungsbericht vom 16. Juli 2003 auch aus, dass 

der Richtplan für die bestehenden Erhaltungszonen ausweise, wo ein An-

passungsbedarf bestehe. Diese Anpassungen seien auch dann vorzu-

nehmen, wenn die Anforderungen an die Ausscheidung neuer Erhal-

tungszonen nicht mehr erfüllt wären (ARE-GR-act. 15 S. 9). Wie gesehen 

ist die Erhaltungszone "D._____/C._____" im kantonalen Richtplan im 

Anhang zum Kapitel 5.6.2 in der betreffenden Übersichtstabelle (Tabelle 

5.1) mit dem Vermerk i. O. (kein planerischer Anpassungsbedarf) enthal-

ten. Folglich musste dem Beschwerdeführer bereits bei der Prüfung des 

kantonalen Richtplans bewusst sein, dass die Umnutzung einer sich in 

der bestehenden Erhaltungszone "D._____/C._____" befindenden Baute 

zur Erhaltung von Maiensässsiedlungen mit kulturhistorisch wertvoller 

Bausubstanz zulässig ist, sofern die Vorschriften des kantonalen und 

kommunalen Rechts zur Erhaltungszone eingehalten sind. Trotz dieser 

Kenntnis hat der Beschwerdeführer bezüglich Erhaltungszonen keine An-

passung des kantonalen Richtplans gefordert. Wenn sich der Beschwer-

deführer nun im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdever-

fahren auf den Standpunkt stellt, eine Zweckänderung einer in der Erhal-

tungszone "D._____/C._____" gelegenen Baute müsse verschärfte Vor-

- 27 -

aussetzungen erfüllen, erscheint dieses Verhalten widersprüchlich und 

verdient keinen Rechtsschutz. Nach dem Gesagten vermag auch der Prü-

fungsbericht des Beschwerdeführers vom 16. Juli 2003 die Vereinbarkeit 

von Art. 31 KRG bzw. Art. 44 BG mit den einschlägigen Bestimmungen 

zum Bauen ausserhalb der Bauzonen nicht in Zweifel zu ziehen. Damit ist 

erstellt, dass Art. 31 KRG bzw. Art. 44 BG weder gegen den Trennungs-

grundsatz zwischen Bau- und Nichtbaugebiet noch gegen die Kleinsied-

lungsbestimmung von Art. 33 RPV noch gegen die einschlägigen Be-

stimmungen zum Bauen ausserhalb der Bauzone verstossen. Im Übrigen 

erhellt bei Betrachtung der Grundsätze zur Ausscheidung von Erhal-

tungszonen gemäss kantonalem Richtplan sowie der Bewilligungsvoraus-

setzungen von Art. 31 Abs. 2 KRG bzw. Art. 44 Abs. 3 BG, dass eine 

Zweckänderung einer ehemals land- und alpwirtschaftlich genutzter Bau-

ten − entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung − nur einge-

schränkt zulässig ist. Von einer vorbehaltslosen Zweckänderung − wovon 

der Beschwerdeführer spricht − kann keine Rede sein, zumal es sich bei 

der Bündner Erhaltungszone − wie gesehen − bloss um eine beschränkte 

Bauzone handelt, deren bauliche Ausgestaltung im kantonalen Richtplan 

und − gestützt darauf − in den anwendbaren kantonalen (Art. 31 KRG) 

und kommunalen Vorschriften (Art. 44 BG) detailliert geregelt ist. Einer-

seits enthalten Art. 31 KRG und Art. 44 BG ein Neubauverbot und unter-

stellten sämtliche Bauvorhaben zwingend der Gestaltungsberatung. Zu 

den weiteren gesetzlichen Schranken gehört unter anderem, dass Um-

bauten und Umnutzungen auf das bestehende Volumen beschränkt sind, 

die bauliche Grundstruktur, die äussere Erscheinung sowie der ursprüng-

liche Charakter des Gebäudes in den wesentlichen Zügen zu wahren sind 

und störende Eingriffe zu beseitigen sind. Anderseits beschränkt sich die 

Erhaltungszone gemäss Leitüberlegungen des kantonalen Richtplans − 

wie gesehen − auf Baugruppen mit in der Regel mindestens fünf Bauten 

und mit mindestens einem Gebäude mit vorbestandener Wohnnutzung. 

Überdies gelten ein Zweckänderungsverbot bei landwirtschaftlich benötig-

- 28 -

ten Bauten und integral geschützten sowie nicht mehr bestimmungs-

gemäss nutzbaren oder zerfallenen Bauten sowie die Pflicht zur Bewirt-

schaftung des die betreffende Baute umgebenden Kulturlands. Schliess-

lich besteht zur Reduktion der Infrastruktur auf das absolut notwendige 

Minimum ein Verbot für neue Zufahrtsstrassen und Stromzufuhrleitungen 

sowie die Pflicht zur gebündelten Erstellung von Parkierungsanlagen (vgl. 

KRIP-GR, Kap. 5.6.2). Eine vollständige vorbehaltslose Zweckänderung 

einer ehemals land- und alpwirtschaftlich genutzten Baute ist somit − ent-

gegen der beschwerdeführerischen Auffassung − ausgeschlossen. Zu-

sammenfassend lässt sich festhalten, dass die Bündner Erhaltungszone 

kein Bundesrecht verletzt, auch wenn der kantonale Richtplan sowie − 

gestützt darauf − Art. 31 Abs. 2 KRG und Art. 44 Abs. 3 BG Umnutzungen 

von in der Erhaltungszone gelegenen, ehemals land- und alpwirtschaftlich 

genutzten Baute zulassen. Zudem verstossen Art. 31 Abs. 2 KRG bzw. 

Art. 44 Abs. 3 BG nach dem Gesagten auch nicht gegen den Trennungs-

grundsatz zwischen Bau- und Nichtbaugebiet oder die Kleinsiedlungsbe-

stimmung von Art. 33 RPV. Dies, zumal sich die Bündner Erhaltungszone 

− wie gesehen − auf Art. 18 Abs. 1 RPG stützt und im kantonalen Richt-

plan vorgesehen ist. Bewegt sich die nachgesuchte Nutzungsänderung im 

Rahmen von Art. 31 Abs. 2 KRG bzw. Art. 44 Abs. 3 BG, ist die Nut-

zungsänderung zonenkonform und die entsprechende Bewilligung kann 

gestützt auf Art. 22 RPG erteilt werden. Eine Ausnahmebewilligung im 

Sinne von Art. 24 ff. RPG ist nicht erforderlich. Mithin müssen für die Be-

willigungserteilung der Umnutzung − entgegen der beschwerdeführeri-

schen Auffassung − weder die Voraussetzungen von Art. 24d Abs. 2 RPG 

(schützenswerte Baute) noch jene von Art. 39 Abs. 2 RPV (landschafts-

prägende Baute) erfüllt sein. 

c) Der Beschwerdeführer bringt sodann noch vor, dass die Voraussetzungen 

für die Zuweisung des Gebiets "D._____" und/oder des Gebiets 

"C._____" zur Erhaltungszone nicht gegeben seien, weil es zu wenig Ge-

- 29 -

bäude bzw. zu wenig Gebäude mit Wohnnutzungen habe oder die Ge-

bäude bzw. Gebäudegruppen zu weit auseinander lägen. Wie nachste-

hend dargestellt, sind diese Einwände im vorliegenden verwaltungsge-

richtlichen Beschwerdeverfahren unbeachtlich. Die Stimmberechtigten der 

ehemaligen Gemeinde Z._____ beschlossen nämlich bereits am 20. Sep-

tember und 5. Dezember 1996 die Totalrevision der Ortsplanung. Dabei 

verabschiedeten sie unter anderem das Baugesetz und acht kombinierte 

Zonenpläne (ZP), Generelle Erschliessungspläne (GEP) und Generelle 

Gestaltungspläne (GGP) 1:1000 betreffend acht verschiedener Erhal-

tungszonen, unter anderem die Erhaltungszone "D._____/C._____". Am 

9., mitgeteilt am 11. Dezember 1997, genehmigte die Regierung des Kan-

tons Graubünden die Totalrevision der Ortsplanung und damit auch die 

erweiterte Erhaltungszone "D._____/C._____" (vgl. insbesondere S. 25 

des erwähnten Genehmigungsbeschlusses der Regierung [ARE-GR-

act. 18]). Schliesslich wurde der kantonale Richtplan nach Inkrafttreten 

der fraglichen Erhaltungszone "D._____/C._____" im Jahr 1997 vom 

Bundesrat am 19. September 2003 genehmigt (vgl. ARE-GR-act. 16). 

Dabei wurde die betreffende Nutzungsplanung aus dem Jahr 1996 vom 

Bundesrat nicht in Frage gestellt; folglich besteht diese unverändert wei-

ter. Zudem besteht gemäss kantonalem Richtplan bei der Erhaltungszone 

"D._____/C._____" kein Anpassungsbedarf, ist diese doch im Anhang 

zum Kapital 5.6.2 in der Übersichtstabelle mit dem Vermerk i. O. (kein 

planerischer Anpassungsbedarf) vermerkt. Vor diesem Hintergrund kann 

die rechtskräftig erlassene Erhaltungszone "D._____/C._____" im vorlie-

genden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht mehr in 

Frage gestellt werden. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob die 

Voraussetzungen für die Zuweisung des Gebiets "D._____" und/oder 

"C._____" zur Erhaltungszone gegeben sind, im vorliegenden Verfahren 

nicht.

- 30 -

8. a) Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass das strittige Bauvorhaben 

auch im Lichte der Zweitwohnungsgesetzgebung nicht zulässig sei. Der 

fragliche Stall stehe nach dem massgebenden Bundesrecht ausserhalb 

der Bauzonen. Indem die Gemeinde den vorliegenden Sachverhalt unter 

Art. 9 Abs. 1 ZWG statt unter Art. 9 Abs. 2 ZWG subsumiert habe, habe 

sie das ZWG falsch angewendet. Als geschützte Bauten im Sinne der 

Raumplanungsgesetzgebung kämen in erster Linie schützenswerte Bau-

ten nach Art. 24d Abs. 2 RPG und landschaftsprägend geschützte Bauten 

nach Art. 39 Abs. 2 RPV in Betracht. Die entsprechenden Voraussetzun-

gen seien hier nicht erfüllt. Nicht a priori ausgeschlossen sei auch eine 

förmliche Unterschutzstellung im Rahmen von Art. 33 RPV (Kleinsiedlung 

ausserhalb der Bauzonen). Die blosse Feststellung des ortsbildprägenden 

Charakters im Baubewilligungsverfahren erfülle die Anforderungen an ei-

ne solche Unterschutzstellung aber nicht. Beim fraglichen Stall handle es 

sich somit nicht um eine geschützte Baute im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

ZWG, weshalb die nachgesuchte Baubewilligung auch aus zweitwoh-

nungsrechtlicher Sicht zu verweigern sei.

b) Dem halten die Beschwerdegegnerin 1, die Beschwerdegegner 2 und das 

Amt für Raumentwicklung Graubünden im Wesentlichen entgegen, dass 

die Zulässigkeit des fraglichen Bauvorhabens gestützt auf Art. 9 Abs. 1 

ZWG zu beurteilen sei, weil es sich bei der Bündner Erhaltungszone um 

eine beschränkte Bauzone handle. Die entsprechenden Voraussetzungen 

von Art. 9 Abs. 1 ZWG seien gegeben, weshalb die angefochtene Bau-

bewilligung auch vor dem Hintergrund der Zweitwohnungsgesetzgebung 

rechtmässig sei. 

9. a) Am 11. März 2012 ist Art. 75b BV betreffend Zweitwohnungen in Kraft 

getreten. Seit dem 1. Januar 2016 sind sodann das Zweitwohnungsge-

setz sowie die Zweitwohnungsverordnung in Kraft. Art. 75b Abs. 1 BV 

sieht einen maximalen Anteil an Zweitwohnungen am Gesamtbestand der 

- 31 -

Wohneinheiten und der für Wohnzwecke genutzten Bruttogeschossfläche 

von 20 % vor. Im vorliegenden Verfahren wird von der Beschwerdegegne-

rin 1 nicht bestritten, dass sie einen erheblichen Anteil an Zweitwohnun-

gen aufweist. Es ist davon auszugehen, dass der maximale Wert von 

20 % deutlich überschritten ist (vgl. Art. 11 Abs. 1 ZWV i.V.m. dem An-

hang zur ZWV). Damit können in der Gemeinde X._____ bis zum Absin-

ken des Zweitwohnungsanteils unter 20 % grundsätzlich keine neuen 

Zweitwohnungen mehr bewilligt werden (Art. 6 Abs. 1 ZWG). Vorbehalten 

bleibt gemäss Art. 6 Abs. 2 ZWG die Erstellung neuer Wohnungen nach 

Art. 7 Abs. 1 lit. b und nach Art. 8, 9, 26 oder 27 ZWG. Nach Massgabe 

von Art. 9 Abs. 1 ZWG dürfen in Gemeinden mit einem Zweitwohnungs-

anteil von über 20 % innerhalb der Bauzonen in geschützten oder orts-

bildprägenden Bauten neue Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung 

nach Art. 7 Abs. 1 ZWG bewilligt werden, wenn die Baute in ihrem 

Schutzwert nicht beeinträchtigt wird, insbesondere die äussere Erschei-

nung und die bauliche Grundstruktur des Gebäudes im Wesentlichen un-

verändert bleiben (lit. a), eine dauernde Erhaltung der Baute nicht anders 

sichergestellt werden kann (lit. b) und keine überwiegenden Interessen 

entgegenstehen (lit. c). Ausserhalb der Bauzonen beurteilt sich die Zuläs-

sigkeit von neuen Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkungen im Sinne 

von Art. 7 Abs. 1 ZWG gemäss Art. 9 Abs. 2 ZWG nach den Bestimmun-

gen der Raumplanungsgesetzgebung.

b) Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen gilt es zunächst 

zu vergegenwärtigen, dass vorliegend ein Bauvorhaben in der Erhal-

tungszone als (beschränkte) Bauzone zur Diskussion steht (vgl. vorste-

hend E.5b). Betreffend Zweitwohnungsgesetzgebung ist folgerichtig − und 

(vermeintlich) entgegen der Auffassung von STALDER im Handkommentar 

zum Zweitwohnungsgesetz − Art. 9 Abs. 1 ZWG und nicht Art. 9 Abs. 2 

ZWG massgebend. Daran vermag die Tatsache nichts zu ändern, dass 

STALDER im Handkommentar zum Zweitwohnungsgesetz ausführt, dass 

- 32 -

Erhaltungszonen zur Erhaltung bestehender Kleinsiedlungen im Sinne 

von Art. 33 RPV nicht zur Bauzone gehörten und dementsprechend auf 

Bauten in Erhaltungszonen Art. 9 Abs. 2 ZWG zur Anwendung gelange. 

Diese Lehrmeinung ist − wie nachstehend dargestellt − nicht weiter-

führend. Sie stützt sich nämlich auf WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 15 

Rz. 9 ff. Diese Fundstelle gibt, zusammen mit der weiteren Fundstelle 

WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 18 Rz. 40, die herrschende Lehre und 

Rechtsprechung wieder, wonach es sich bei der Erhaltungszone um eine 

mit einer Nichtbauzone überlagerte beschränkte Bauzone handelt und 

Bewilligungen somit gestützt auf Art. 22 RPG erteilt werden, wenn das 

Bauvorhaben in der Erhaltungszone zonenkonform ist (in WALD-

MANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 18 Rz. 40 zwar nicht explizit so ausgeführt, aber 

e contrario). Da Erhaltungszonen nach ZWG schlechterdings gleich wie 

nach RPG klassifiziert werden sollten, mithin nach herrschender Lehre 

und Rechtsprechung als die Grundnutzung überlagernde beschränkte 

Bauzone, hat die Beschwerdegegnerin 1 bei der Beurteilung der Verein-

barkeit des Bauvorhabens mit der Zweitwohnungsgesetzgebung zu Recht 

auf Art. 9 Abs. 1 ZWG − und nicht auf Art. 9 Abs. 2 ZWG − abgestellt. 

c) Als geschützte Bauten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 ZWG gelten solche, die 

im formellen Verfahren nach der jeweiligen kantonalen bzw. kommunalen 

Gesetzgebung unter Schutz gestellt worden sind. Dies kann durch eine 

Schutzverfügung oder im Rahmen der Nutzungsplanung erfolgen (STAL-

DER, a.a.O., Art. 9 Rz. 17). Gemäss Art. 35c der Raumplanungsverord-

nung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) gelten Bauten als 

geschützt im Sinne der Bundesgesetzgebung über Zweitwohnungen, 

wenn sie in der kommunalen Grundordnung oder gestützt auf die Natur- 

und Heimatschutzgesetzgebung unter Schutz gestellt sind (vgl. auch Voll-

zugshilfe des Departements für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden 

[DVS] zum ZWG und zur ZWV vom Juni 2016 zu Art. 9 Abs. 1 ZWG 

S. 21). Als ortsbildprägende Bauten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 ZWG gel-

- 33 -

ten nach Art. 6 Abs. 1 ZWV Gebäude, die durch ihre Lage und Gestalt 

wesentlich zur erhaltenswerten Qualität des Ortsbildes und zur Identität 

des Ortes beitragen. Gemäss Art. 6 Abs. 2 ZWV sorgen die Kantone für 

ein Verfahren zur Bestimmung der ortsbildprägenden Bauten. Dazu wur-

den im Kanton Graubünden die Bestimmungen von Art. 35a ff. KRVO er-

lassen. Gestützt auf Art. 35a KRVO erfolgt die Bestimmung der ortsbild-

prägenden Bauten im Sinne der Bundesgesetzgebung über Zweitwoh-

nungen grundsätzlich im Verfahren für die kommunale Grundordnung auf 

der Basis eines Gesamtkonzepts über das Ortsbild. Ausnahmsweise kann 

die Baubewilligungsbehörde gestützt auf Art. 35b KRVO eine Baute als 

ortsbildprägend bezeichnen, wenn die Baute Gegenstand eines Baubewil-

ligungsverfahrens für deren Umbau oder Umnutzung zu Wohnzwecken 

bildet (lit. a), für sie bereits in der vor dem 1. Januar 2016 beschlossenen 

kommunalen Grundordnung eine Erhaltungsregelung auf der Basis eines 

Gesamtkonzepts über das Ortsbild besteht (lit. b), die Denkmalpflege 

Graubünden angehört worden ist (lit. c) und die Bezeichnung als ortsbild-

prägend in die Baubewilligung aufgenommen wird (Art. 35b Abs. 2 

KRVO). Die unter Art. 35b Abs. 1 lit. b KRVO angesprochene, spezifische 

Erhaltungsregelung gilt gemäss Regierungsbeschluss Nr. 515 vom 

31. Mai 2016 zur Teilrevision der Raumplanungsverordnung für den Kan-

ton Graubünden, Umsetzung der eidgenössischen Zweitwohnungsge-

setzgebung (vgl. ARE-GR-act. 19; abrufbar unter www.dvs.gr.ch ˃ The-

men ˃ Zweitwohnungen ˃ Erläuterungen zur teilrevidierten KRVO [zuletzt 

besucht am 21. Dezember 2017]) etwa dann als gegeben, wenn die be-

treffenden Bauten der Erhaltungszone im Sinne von Art. 31 KRG zuge-

wiesen wurden. In diesem Fall besteht ein gewichtiges Indiz dafür, dass 

die betreffende Baute auch ortsbildprägend im Sinne von Art. 6 Abs. 1 

ZWV sein könnte. Dieses Indiz soll alsdann durch die Denkmalpflege im 

Rahmen einer förmlichen Anhörung im Baubewilligungsverfahren verifi-

ziert werden, wobei diese Anhörung mit Vorteil vor der konkreten Projek-

tentwicklung erfolgen solle. Damit eine Baute im Ausnahmeweg gestützt 

- 34 -

auf Art. 35b KRVO von der Denkmalpflege als ortsbildprägend eingestuft 

werden kann, muss die in der rechtskräftigen Ortsplanung enthaltene Er-

haltungsregelung für die betreffende Baute auf einem Gesamtkonzept des 

Ortsbildes beruhen, was anhand der damaligen Planungsunterlagen so-

wie des damaligen Genehmigungsbeschlusses der Regierung eruiert 

werden kann (vgl. Regierungsbeschluss Nr. 515 vom 31. Mai 2016 zur 

Teilrevision der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden, 

Umsetzung der eidgenössischen Zweitwohnungsgesetzgebung, S. 6).

d) Bei dem von den Beschwerdegegnern 2 nachtgesuchten Bauvorhaben 

auf Parzelle 10999 in der heutigen Gemeinde X._____ handelt es sich − 

wie nachstehend dargestellt − um eine ortsbildprägende Baute im Sinne 

von Art. 9 Abs. 1 ZWG, welche durch ihre Lage und Gestalt wesentlich 

zur erhaltenswerten Qualität des Ortsbildes und zur Identität des Ortes 

beiträgt. Mit der am 20. September und 5. Dezember 1996 erfolgten Zu-

weisung der Baugruppe "C._____" zur Erhaltungszone, welche von der 

Regierung des Kantons Graubünden am 9., mitgeteilt am 11. Dezember 

1997, genehmigt wurde (vgl. ARE-GR-act. 18), ist die Baugruppe 

"C._____" als ortsbildprägend festgelegt worden. Die Bündner Erhal-

tungszone verfolgt nämlich auch Zielsetzungen des Ortsbildschutzes 

(BGE 118 Ia 446 E.2c). Die ehemalige Gemeinde Z._____ hat folglich 

den ortsbildprägenden Charakter der Erhaltungszone "D._____/C._____" 

und damit auch des fraglichen Bauvorhabens auf Parzelle 10999 bereits 

mit dem Erlass der entsprechenden Grundnutzungsplanung im Jahr 1996 

gewürdigt, indem sie gleichzeitig mit der Festsetzung der Erhaltungszone 

"D._____/C._____" in Art. 44 Abs. 1 BG festgehalten hat, dass die Erhal-

tungszonen landschaftlich und kulturgeschichtlich wertvolle Baugruppen 

bezeichnen, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt. Zudem hat 

die Beschwerdegegnerin 1 gestützt auf die erwähnte Bestimmung von 

Art. 44 Abs. 1 BG in der angefochtenen Baubewilligung vom 20., mitge-

teilt am 23. Februar 2017, verfügt, dass es sich beim fraglichen Bauvor-

- 35 -

haben um eine ortsbildprägende Baute gemäss Art. 9 ZWG handle und 

diese Verfügung im Grundbuch anzumerken sei. Dabei handelt es sich 

nicht um eine Schutzverfügung, sondern vielmehr um eine Bestätigung 

der bereits in der Grundnutzungsplanung der Jahre 1996/97 festgehalte-

nen Klassifizierung, nämlich dass die Baugruppe "C._____" Teil einer 

landschaftlich und kulturgeschichtlich wertvollen Baugruppe ist (vgl. 

Art. 44 Abs. 1 BG). Dementsprechend wurden die Baugruppe "C._____" 

und damit auch das fraglichen Bauvorhaben auf Parzelle 10999 aber be-

reits im Verfahren für die kommunale Grundordnung im Sinne von 

Art. 35a KRVO als ortsbildprägend bestimmt, weshalb deren ortsbildprä-

gender Charakter auch im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahren zu bejahen ist. Wenn das in der Erhaltungszone 

"D._____/C._____" befindliche Bauvorhaben nicht als ortsbildprägend 

gemäss Grundordnung im Sinne von Art. 35a KRVO zu gelten hätte, was 

aber − wie gesehen − nicht der Fall ist, könnte der ortsbildprägende Cha-

rakter des nachgesuchten Bauvorhabens vorliegend auch gestützt auf 

Art. 35b KRVO bejaht werden. Die umzubauende Stallbaute bildet näm-

lich Gegenstand eines Baubewilligungsverfahrens für deren Umbau oder 

Umnutzung zu Wohnzwecken. Zudem bestand mit der Festsetzung der 

Erhaltungszone "D._____/C._____" in den Jahren 1996/97 bereits vor 

dem 1. Januar 2016 in der kommunalen Grundordnung eine Erhaltungs-

regelung auf der Basis eines Gesamtkonzepts über das Ortsbild. Und 

schliesslich wurde auch die Denkmalpflege des Kantons Graubünden an-

gehört (vgl. deren Stellungnahmen vom 5. Oktober 2016 [ARE-GR-act. 9] 

und 27. Januar 2017 [ARE-GR-act. 10]) und die Bezeichnung als ortsbild-

prägend wurde in die Baubewilligung vom 20., mitgeteilt am 23. Februar 

2017, aufgenommen. Folglich ist der ortsbildprägende Charakter des 

nachgesuchten Bauvorhabens sowohl gestützt auf Art. 35a KRVO als 

auch auf Art. 35b KRVO zu bejahen. 

- 36 -

e) Wie gesehen dürfen gemäss Art. 9 Abs. 1 ZWG in Gemeinden mit einem 

Zweitwohnungsanteil von über 20 % innerhalb der Bauzonen in geschütz-

ten oder ortsbildprägenden Bauten neue Wohnungen ohne Nutzungsbe-

schränkung bewilligt werden, wenn die Baute in ihrem Schutzwert nicht 

beeinträchtigt wird, insbesondere die äussere Erscheinung und die bauli-

che Grundstruktur des Gebäudes im Wesentlichen unverändert bleiben 

(lit. a), eine dauernde Erhaltung der Baute nicht anders sichergestellt 

werden kann (lit. b) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 

(lit. c). Aus den bei den Akten liegenden Stellungnahmen der Denkmal-

pflege des Kantons Graubünden vom 5. Oktober 2016 und 27. Januar 

2017 ergibt sich, dass diese sowohl vor Eingabe des fraglichen Bauvor-

habens als auch vor Erteilung der Baubewilligung angehört wurde. Dabei 

bestätigte die Denkmalpflege einerseits den Schutzwert respektive den 

ortsbildprägenden Charakter der umzubauenden Stallbaute auf Parzelle 

10999 (vgl. Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 [ARE-GR-act. 9]) und 

erkannte anderseits, dass das äussere Erscheinungsbild des Gebäudes 

dank Anpassungen der Öffnungen (Bezugnahme auf den Strick, maximal 

zwei bis drei Holzbalken hoch, Verzicht auf Fensterstöcke) im Wesentli-

chen unverändert beibehalten werden könne (vgl. Stellungnahme vom 

27. Januar 2017 [ARE-GR-act. 10]). Mit der Denkmalpflege ist folglich da-

von auszugehen, dass sowohl die äussere Erscheinung als auch die bau-

liche Grundstruktur im Wesentlichen unverändert bleiben und die Baute 

somit durch das nachgesuchte Bauvorhaben in ihrem Schutzwert nicht 

beeinträchtigt wird (Art. 9 Abs. 1 lit. a ZWG). Des Weiteren wird die fragli-

che Stallbaute unstrittig nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und dürfte 

aufgrund der heutigen Bewirtschaftungsweise wohl auch in Zukunft nicht 

mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Für eine andere Nutzung als zu 

Ferien-/Wochenendzwecken besteht kein Bedarf, zumal die Nutzung der 

fraglichen, im Temporärsiedlungsgebiet gelegenen Stallbaute als Erst-

wohnung respektive als touristische bewirtschaftete Zweitwohnung nach 

Art. 7 Abs. 2 ZWG aufgrund der Nutzungsintensivierung und der damit 

- 37 -

verbundenen, unerwünschten Auswirkungen auf Raum, Erschliessung 

und Umwelt nicht in Frage kommt, wie das Amt für Raumentwicklung 

Graubünden in seiner Vernehmlassung vom 24. Mai 2017 zu Recht aus-

führt. Eine dauernde Erhaltung der fraglichen Baute kann somit nicht an-

ders sichergestellt werden als durch den Umbau bzw. die Umnutzung 

derselben in eine Ferien-/Wochenendbaute (Art. 9 Abs. 1 lit. b ZWG). 

Nachdem vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht wird, dass dem 

nachgesuchten Bauvorhaben überwiegende Interessen im Sinne von 

Art. 9 Abs. 1 lit. c ZWG entgegenstehen und solches im Übrigen auch 

nicht ersichtlich ist, erweist sich das fragliche Bauprojekt als mit Art. 6 

Abs. 2 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 ZWG vereinbar und somit auch vor dem Hin-

tergrund der Zweitwohnungsgesetzgebung als rechtmässig. 

10. a) Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, 

dass die raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umnutzung 

der Stallbaute in eine Ferien-/Wochenendbaute erfüllt sind und die Be-

schwerdegegnerin 1 die nachgesuchte Baubewilligung zu Recht gestützt 

auf Art. 22 RPG − und damit ohne Zustimmung der zuständigen kantona-

len Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG − erteilt hat. Zudem steht das 

nachgesuchte Bauvorhaben auch im Einklang mit der Zweitwohnungsge-

setzgebung. Die angefochtene Baubewilligung vom 20., mitgeteilt am 

23. Februar 2017, erweist sich somit als rechtens, was zur Bestätigung 

derselben und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, welcher ge-

stützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG überdies verpflichtet wird, den obsiegenden, 

anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnern 2 die durch den Rechtsstreit 

verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Gemäss Art. 3 Abs. 1 der 

Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen 

und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) gilt ein Stun-

- 38 -

denansatz zwischen Fr. 210.-- und Fr. 270.-- als üblich. Die Rechtsanwäl-

tin der Beschwerdegegner 2 hat mit Schreiben vom 18. September 2017 

ein Honorar von gesamthaft Fr. 7'607.88 (= 23.5833 h x Fr. 290.-- 

[= Fr. 6'839.17] zuzüglich einer Kleinspesenpauschale von 3 % 

[= Fr. 205.18] sowie 8 % MWST von Fr. 7'044.34 [= Fr. 563.54]) geltend 

gemacht. Der gesamthaft geltend gemachte Arbeitsaufwand von rund 

23.6 Arbeitsstunden erscheint dem Gericht als angemessen. Hingegen 

kann nicht von einem Stundenansatz von Fr. 290.-- ausgegangen wer-

den, da dieser Ansatz ausserhalb des Rahmens gemäss Art. 3 Abs. 1 HV 

liegt, sondern lediglich von einem solchen von Fr. 270.--. Folglich ergibt 

sich eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 7'083.20 (= 23.5833 h 

x Fr. 270.-- [= Fr. 6'367.50] zuzüglich einer Kleinspesenpauschale von 

3 % [= Fr. 191.--] sowie 8 % MWST von Fr. 6'558.50 [= Fr. 524.70]). Die-

sen Betrag hat der Beschwerdeführer somit noch an die Beschwerdegeg-

ner 2 zu bezahlen. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-

rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 

Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn 

sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen be-

steht vorliegend kein Anlass, weshalb der obsiegenden Beschwerdegeg-

nerin 1 keine Parteientschädigung zusteht.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

- 39 -

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 844.--

zusammen Fr. 2‘844.--

gehen zulasten des Bundesamtes für Raumentwicklung und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Das Bundesamt für Raumentwicklung entschädigt A._____ und B._____ 

aussergerichtlich mit Fr. 7'083.20 (inkl. MWST). 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Dagegen Weiterzug an Bundesgericht noch hängig.