# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d595fc9-935e-5d9b-a178-5b6eef748181
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.04.2024 720 21 221 (720 2021 221)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-221_2024-04-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. April 2024 (720 21 221) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Aufhebung der Invalidenrente wegen fehlender Mitwirkung an Eingliederungsmassnah-

men; Abklärung des medizinischen Sachverhalts; Gerichtsgutachten 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit Cam-
pell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Der 1963 geborene A.___ meldete sich am 7. Juli 2004 bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerb-
lichen Verhältnisse sprach ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) aufgrund eines Invalidi-
tätsgrads von 100 % mit Wirkung ab 1. November 2004 eine ganze Invalidenrente zu (Verfügung 
vom 12. Mai 2005). Dieser Anspruch wurde in den Jahren 2006 und 2010 revisionsweise geprüft 
und bestätigt. 

 

 
 
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A.2 Im Herbst 2014 leitete die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) von Amtes wegen 
eine weitere Revision ein. Deren Zuständigkeit ergab sich aus der zwischenzeitlichen Rückkehr 
des Versicherten nach X.____. Die IVSTA holte im Rahmen ihrer Sachverhaltsabklärungen ein 
Gutachten bei Prof. Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welches am 13. 
September 2016 erstattet wurde. Nachdem sich der Versicherte im April 2017 wieder im Kanton 
Basel-Landschaft niedergelassen hatte, hob die IV-Stelle – nach durchgeführtem Vorbescheid-
verfahren – die ganze Invalidenrente mit Verfügung vom 27. Juni 2017 gestützt auf Art. 53 Abs. 
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 1. 
Oktober 2000 auf. Zur Begründung wurde vorgebracht, aufgrund der Ergebnisse im Gutachten 
von Prof. Dr. B.____ vom 13. September 2016 stehe fest, dass die Diagnose einer schweren pa-
ranoiden Schizophrenie mit kontinuierlichem Verlauf nie bestanden habe und die Arbeitsfähigkeit 
immer erhalten geblieben sei.  
 
A.3 Die gegen diesen Entscheid am 31. August 2017 beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), erhobene Beschwerde des Versi-
cherten wurde mit Urteil vom 18. Januar 2018, KGSV 720 2017 261, dahingehend gutgeheissen, 
als die angefochtene Verfügung vom 27. Juni 2017 aufgehoben und die Angelegenheit zur wei-
teren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle zurückgewiesen wurde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen erwogen, dass sich 
Prof. Dr. B.____ der relevanten Frage, ob und inwieweit sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers seit 2004 konkret verändert habe und wie sich der aktuelle Gesundheitszustand 
präsentiere, zu wenig gewidmet habe. Es sei deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb der Versi-
cherte heute aufgrund seines Leidens nicht mehr in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein soll.  
 
A.4 In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts vom 31. August 2017 klärte die 
IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt weiter ab und liess den Beschwerdeführer durch 
Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten. Dr. C.____ untersuchte 
den Beschwerdeführer am 7. Mai 2019 und am 8. November 2019. In seinen Gutachten vom 
19. Mai 2019/21. November 2019 kam er zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer keine Di-
agnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden könne und dieser 100 % arbeitsfähig 
sei. Gestützt auf dieses Abklärungsergebnis lud die IV-Stelle den Versicherten am 16. Juli 2020 
zu einem Erstgespräch betreffend die berufliche Reintegration ein, welches am 10. August 2020 
stattfand. Der Beschwerdeführer brachte dabei zum Ausdruck, dass er nie wieder arbeiten werde. 
Die Beschwerdegegnerin leitete gleichentags das Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein und 
räumte dem Beschwerdeführer eine 25-tägige Bedenkzeit ein, damit dieser die Frage der beruf-
lichen Reintegration mit seinem Psychiater Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, besprechen könne (act. 175). Dr. D.____ teilte am 3. September 2020 mit, dass der Be-
schwerdeführer nicht therapierbar und eingliederungsfähig sei. In der Folge forderte die Be-
schwerdegegnerin den Versicherten am 4. September 2020 dennoch auf, am 9. September 2020 
an einem Vorstellungsgespräch beim E.____ in Y.____ teilzunehmen. Dort wurde vereinbart, 
dass er ab 17. September 2020 ein Belastbarkeitstraining absolvieren werde. Mit E-Mail vom 
17. September 2017 teilte der stellvertretende Leiter des E.____ der Beschwerdegegnerin mit, 
dass der Beschwerdeführer das Belastbarkeitstraining in der Produktionsabteilung eine Stunde 
nach Beginn abgebrochen habe. Da er psychisch einen sehr erregten Zustand aufgewiesen 

 

 
 
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habe, sei er nach Hause entlassen worden. Nach diesem Zeitpunkt nahm der Beschwerdeführer 
trotz entsprechenden Aufforderungen durch die IV-Stelle vom 15. Oktober 2020 und vom 26. No-
vember 2020 an keinen Eingliederungsmassnahmen mehr teil. Im zuletzt genannten Schreiben 
wurde er unter Fristansetzung darauf hingewiesen, dass er mit einer Einstellung bzw. Kürzung 
der Leistungen aufgrund fehlender Mitwirkung bei den Eingliederungsmassnahmen rechnen 
müsse, falls er die Teilnahme an den beruflichen Massnahmen weiterhin verweigere. Der Be-
schwerdeführer reichte sodann einen Bericht von PD Dr. F.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, vom 12. Februar 2021 ein, in welchem dieser eine paranoide Schizophrenie diagnosti-
zierte und angab, der Beschwerdeführer leide an einer schweren Einbusse der relevanten quali-
tativen Funktionsfähigkeit in wichtigen Lebensbereichen. Mit Verfügung vom 1. Juli 2021 hob die 
IV-Stelle – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – die ganze Rente auf das Ende des der 
Zustellung folgenden Monats auf. 
 
B. Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, welche der Versicherte, vertreten 
durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 13. Juli 2021 beim Kantonsgericht erhob. Er beantragte, die 
Verfügung der IV-Stelle vom 1. Juli 2021 sei aufzuheben und es sei ihm auch für die Zeit ab 
August 2017 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei der rechtserhebliche Sach-
verhalt durch ein Gerichtsgutachten abzuklären. Subeventualiter sei die Sache an die Beschwer-
degegnerin zur Durchführung einer neuen Begutachtung zurückzuweisen. Alles unter o/e-Kos-
tenfolge, wobei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen sei. Zur 
Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass auf die Gutachten von Dr. C.____ nicht 
abgestellt werden könne, weil diesen kein Revisionsgrund zu entnehmen sei. Zur Untermauerung 
seines Standpunkts liess der Beschwerdeführer die Berichte von PD Dr. F.____ vom 12. Februar 
2021 und 7. Juni 2021 einreichen, welchen zu entnehmen sei, dass sich das Zustandsbild im 
Vergleich zu 2003 und 2005 nicht verändert habe und er an einer chronifizierten psychotischen 
Störung leide. 
 
C. Dem Beschwerdeführer wurde für das vorliegende Verfahren mit Verfügung vom 15. Juli 
2021 die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin 
Raffaella Biaggi als Rechtvertreterin bewilligt. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 28. September 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sei das Gutachten von 
Dr. C.____ beweiskräftig, weshalb darauf abzustellen sei.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 24. Februar 2022 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass im vorliegenden Fall ein Expertenstreit betreffend die diagnostische Einordnung 
und die Schwere der Einschränkungen des Versicherten vorliege, die im Bereich des psychiatri-
schen Ermessens einzuordnen seien. Da zwischen den ärztlichen Beurteilungen von Dr. C.____ 
und PD Dr. F.____ zu grosse Divergenzen bestünden, die im damaligen Zeitpunkt nicht hätten 
zuverlässig ausgeräumt werden können, habe sich der massgebende medizinische Sachverhalt 
im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG sowohl in Bezug auf die Diagnosen als auch betreffend die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und die Entwicklung des Gesundheitszustands als nicht 
ausreichend abgeklärt präsentiert. Bei dieser Ausgangslage beschloss das Kantonsgericht, den 

 

 
 
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Fall auszustellen und zur abschliessenden Klärung der medizinischen Sachlage ein gerichtliches 
Obergutachten bei Prof. Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag zu 
geben.  
 
F.1 Das Gutachten von Prof. Dr. G.____ wurde am 15. November 2022 (inkl. Bericht der 
neuropsychologischen Untersuchung vom 22. August 2022) erstattet. Dazu hielt die IV-Stelle in 
ihrer Stellungnahme vom 1. Dezember 2022 fest, dass dieses als Entscheidungsgrundlage ge-
eignet sei. Prof. Dr. G.____ habe überzeugend dargelegt, dass beim Beschwerdeführer keine 
psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. Schlüssig 
werde ausgeführt, dass sich psychiatrisch nicht begründen lasse, weshalb der Beschwerdeführer 
die beruflichen Eingliederungsmassnahmen im Jahr 2020 nach weniger als einer Stunde abge-
brochen habe. 
 
F.2.1 Der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, liess am 14. Dezem-
ber 2022 verlauten, dass er mit der Beurteilung von Prof.  Dr. G.____ nicht einverstanden sei. Er 
halte weiterhin am Standpunkt fest, dass kein Revisionsgrund vorliege, weshalb die Rente nicht 
revisionsweise aufgehoben werden könne. Angesichts der Komplexität des Beschwerdebilds und 
der gesamten Situation habe er das Gutachten von Prof. Dr. G.____ jedoch PD Dr. F.____ vor-
gelegt. 
 
F.2.2 PD Dr. F.____ untersuchte den Beschwerdeführer am 9. Februar 2023 und hielt in sei-
nem Bericht vom 20. Februar 2023 fest, dass er an seiner Beurteilung vom 12. Februar 2021 
festhalte (vgl. Eingabe der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 23. Februar 2023). 
 
F.3 Zur Stellungnahme der IV-Stelle vom 1. Dezember 2022 äusserte sich Advokatin Raffa-
ella Biaggi namens und im Auftrag des Beschwerdeführers am 5. April 2023. Zu den Eingaben 
des Beschwerdeführers vom 14. Dezember 2022 und 23. Februar 2023 (inkl. Bericht von PD Dr. 
F.____ vom 20. Februar 2023) liess sich die IV-Stelle am 26. April 2023 verlauten. Beide Parteien 
hielten an ihren Standpunkten und Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde der Versicherten vom 13. Juli 2021 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 
E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die bisherige ganze Rente des Versicherten 
mit Verfügung vom 1. Juli 2021 zu Recht per Ende August 2021 aufhob. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie-
derungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % 
invalid ist. 
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-

 

 
 
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tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der IV-Grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135 E. 2a und b). 
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, ob und gegebenen-
falls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen arbeitsunfähig ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 
3a mit Hinweis).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 

 

 
 
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5.5 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 
3.2.2). 
 
5.6 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten oder Ärztinnen darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des oder 
der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes oder (Fach-)Ärztin einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten oder Expertinnen andererseits (BGE 124 
I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 13. Juni 2001,1 506/00, 
E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets ins Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5.7 Zu ergänzen ist, dass das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht ohne zwingende Gründe 
von der Einschätzung der medizinischen Experten und Expertinnen abweicht, deren Aufgabe es 
ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sach-
verhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichts-
expertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeu-
gender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine divergierende Beurteilung kann fer-
ner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachpersonen dem 
Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, 
sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten oder eine  
Oberexptertin für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichts-
gutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E.3b/aa mit Hinweis; 
SVR 2015 UV Nr. 4 S. 13, 8C_159/2014 E.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 
9C_278/2016, E. 3.2.3). 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin hob die mit Verfügung vom 12. Mai 2005 zugesprochene 
ganze Invalidenrente mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2021 auf das Ende 
des der Zustellung folgenden Monats auf. Diesen Entscheid begründete sie dahingehend, dass 
Dr. C.____ in seinem Gutachten vom 21. November 2019 zum Ergebnis gelangt sei, beim Be-
schwerdeführer habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit er-
hoben werden können und ihm sei aus versicherungsmedizinischer Sicht die angestammte Tä-
tigkeit als Hilfsarbeiter wie auch jede andere Arbeit, welche seinen Neigungen und Fähigkeiten 

 

 
 
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entspräche, zu 100 % zumutbar. Aus diesem Grund seien Eingliederungsmassnahmen durch die 
IV eingeleitet worden. Diesbezüglich wies die IV-Stelle auf BGE 145 V 2 E. 4.3.1 ff. hin, wonach 
Rentenbezügerinnen und -bezüger auch bei fehlendem Revisionsgrund nach Art. 17 
Abs. 1 ATSG – wie dies vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird – nicht nur berechtigt im 
Sinne von Art. 8a Abs. 1 IVG, sondern gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG auch verpflichtet seien, an 
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Da der Beschwerdeführer trotz Auffor-
derung am Eingliederungsprozess nicht teilgenommen habe, sei das Dossier wegen fehlender 
Mitwirkung geschlossen worden. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Schlussfolgerungen der 
Vorinstanz und macht geltend, es sei ihm nicht zumutbar, an Eingliederungsmassnahmen teilzu-
nehmen. Unter diesen Umständen ist nachfolgend zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Teil-
nahme an Eingliederungsmassnahmen aus medizinischer Sicht zumutbar ist. Entscheidend ist 
dabei der Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Rentenaufhebung per Ende August 2021. Dabei 
ist von folgendem medizinischen Sachverhalt auszugehen: 
 
6.2.1 PD Dr. F.____ diagnostizierte am 23. Juli 2004 einen Verdacht auf eine psychotische 
Störung nicht organischer Ursache, am ehesten aus dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 
F28.0) sowie eine schwere depressive Episode mit fraglichen psychotischen Symptomen (ICD-
10 F32.2). Diese Diagnosen bestünden seit November 2003. Der Versicherte habe angegeben, 
seit Frühjahr 2003 unter einer inneren Unruhe, gelegentlichem Kribbeln im ganzen Körper, einer 
unbestimmten Ängstlichkeit sowie an einer Antriebslosigkeit und inneren Leere zu leiden. Weiter 
habe er immer wieder komische Taubheitsgefühle, aber auch Parästhesien im Occipitalbereich. 
Zwei bis dreimal wöchentlich höre er punktuell Stimmen und Geräusche, insbesondere Kinder-
geschrei. Die letzten Monate habe er immer wieder nichts mehr gegessen und getrunken, weil er 
das Gefühl gehabt habe, es befände sich möglicherweise etwas im Trinkwasser/Essen, was ihm 
nicht guttue. Der Schlaf sei seit der Einnahme von Antipsychotika gut. PD Dr. F.____ stellte auf-
grund der Anamnese und der psychopathologischen Befunde die Diagnose eines psychotischen 
Geschehens. Differentialdiagnostisch müsse an eine depressiv-ängstliche Erkrankung gedacht 
werden. Der Versicherte beschreibe das Gefühl der Leere eindrücklich und es scheine in seinem 
psychosozialen Umfeld keine auslösenden Belastungsfaktoren für diese Störung zu geben. Für 
sein Empfinden der inneren Leere fände er keine Worte. Er zeige isolierte psychotische Phäno-
mene wie Stimmenhören, zusätzlich sei sein Denken grenzwertig wahnhaft. Die durch ihn über 
mehrere Untersuchungen erfolgten Erhebungen würden die Diagnose einer psychotischen Stö-
rung bestätigen. Die Prognose sei derzeit schwierig zu beurteilen.  
 
6.2.2 Die IV-Stelle holte ein Gutachten bei Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, ein, welches am 4. Dezember 2004 erstattet wurde. Dr. H.____ diagnostizierte eine 
schwere paranoide Schizophrenie mit kontinuierlichem Verlauf (ICD-10 F20.0). Die Leistungsfä-
higkeit des Beschwerdeführers sei durch die Halluzinationen, die Antriebsstörung und die massi-
ven Ängste stark beeinträchtigt. In der gegenwärtigen Verfassung könne ihm eine Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden. Zu erwägen wäre der Einsatz an einem geschützten Arbeitsplatz 
zuerst über einen längeren Zeitraum zu höchstens 50 % und mit wahrscheinlich reduzierter 
(50%iger) Leistung. Es sei jedoch möglich, dass der Versicherte der Belastung in einem ge-
schützten Rahmen nicht standhalte. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. H.____ sprach die IV-
Stelle dem Beschwerdeführer ab dem 1. November 2004 eine ganze Invalidenrente zu. 

 

 
 
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6.2.3 Im Rahmen des im Jahr 2014 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die IVSTA ein 
Gutachten bei Prof. Dr. B.____ ein, welche den Versicherten am 22. April 2016 untersuchte. In 
ihrem Gutachten vom 13. September 2016 diagnostizierte sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit eine gemischte Angststörung (ICD-10 F41.3) und verneinte das Vorliegen einer schizo-
phrenen Psychose. Sie stellte fest, dass die Kriterien für diese Diagnose nicht erfüllt und retro-
spektiv wahrscheinlich auch nie erfüllt gewesen seien. Sie begründete diese Beurteilung dahin-
gehend, dass beim Versicherten im Rahmen der Begutachtung psychologische Tests durchge-
führt worden seien, bei welchen er bei den Skalen "Angst" und "Depression" auffällige Werte 
erzielt habe. Gemäss Selbstauskunftsbogen läge ein chronisch schlechtes Schlafverhalten vor. 
Weiter sei die psychische Widerstandsfähigkeit gering. Die Werte der Eigenschaften Extraver-
sion, Offenheit für neue Erfahrungen sowie Gewissenhaftigkeit würden deutlich von der Norm 
abweichen. Weiter führte die Gutachterin aus, dass beim Versicherten vor Jahren eine  
paranoid-halluzinatorische Schizophrenie diagnostiziert worden sei. Die vom Versicherten be-
schriebenen isolierten psychotischen Symptome seien retrospektiv eher nicht typisch für eine 
Schizophrenie. Die halluzinatorischen Erlebnisse könnten auch im Kontext der Angststörung oder 
als Auslöser der Angsterkrankung interpretiert werden. Zudem würde der bisherige Verlauf die 
Annahme einer "schweren paranoiden Psychose" nicht belegen. Es sei daher eine gemischte 
Angststörung zu diagnostizieren. Hierzu würden seine Befürchtungen, Sorgen und Vorahnungen 
sowie seine Angaben von Unruhe, Zittern, Verspannungen und Nervosität passen. Zudem habe 
er immer noch einmal wöchentlich Panikattacken mit Kribbelparästhesien. In ihrer Zumutbarkeits-
beurteilung kam Prof. Dr. B.____ zum Schluss, dass dem Versicherten in seinem angestammten 
Beruf initial ein Pensum von 40 % zumutbar sei, wobei ein Steigerungspotential bestehe. Bei 
adäquater Behandlung seiner Angsterkrankung sei er mittelfristig wieder voll einsatzfähig.  
 
6.2.4.1 Nachdem das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 18. Januar 2018, KGSV 720 17 261, 
erwog, dass auf das Gutachten von Prof. Dr. B.____ vom 13. September 2016 nicht abgestellt 
werden könne, liess die IV-Stelle den Versicherten durch Dr. C.____ untersuchen. In seinem 
ersten psychiatrischen Gutachten vom 19. Mai 2019 diagnostizierte er gestützt auf seine Begut-
achtung vom 7. Mai 2019 eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung anderer Gefühle 
(ICD-10 F43.23) bei fortbestehenden psychosozialen Belastungen (familiär und finanziell, ICD-
10 Z63) und bei gemischter Angststörung (generalisierte Angststörung mit Panikattacken, lCD-
10 F41.3). Er begründete seine Diagnose dahingehend, dass sich gegenwärtig keine Hinweise 
auf das Vorliegen einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis, insbesondere auch nicht 
für eine paranoide Schizophrenie, ergeben würden. Grundlegende diagnostische Kriterien 
("Erstrangsymptome") für eine Schizophrenie (zum Beispiel ein bizarrer Wahn, eindeutige Ich-
Störungen oder kommentierende/dialogische Stimmen) seien ebenso wenig dokumentiert wie 
eindeutige formalgedankliche Störungen. Die im Gutachten von 2004 von Dr. H.____  diagnosti-
zierte schwere paranoide Schizophrenie sei demzufolge als ausgesprochen unwahrscheinlich 
anzusehen. Zwischen den (pseudo-)halluzinatorischen Symptomen und dem erhöhten Angstni-
veau sei ein Zusammenhang plausibel (also Halluzination als dissoziatives Phänomen, nicht als 
Ausdruck einer schizophrenen Störung). Die gegenwärtig vom Versicherten beklagte und zu ob-
jektivierende Symptomatik sei diagnostisch in erster Linie als Anpassungsstörung mit vorwiegen-

 

 
 
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der Störung anderer Gefühle zu beurteilen. Die über die Jahre immer wieder (teilweise als Diffe-
renzialdiagnose zu einer schizophrenen Störung) diagnostizierte Depression könne aktuell nicht 
gestellt werden; sie könne aber auch nicht zuverlässig ausgeschlossen werden. Eine Angststö-
rung, wie im Gutachten von Prof. Dr. B.____ diagnostiziert, erscheine plausibel und könne einen 
Grossteil der seit 2003 bestehenden Beschwerden erklären. Aus den psychiatrischen Diagnosen 
ergäben sich leichte bis mittelgradige Einschränkungen hinsichtlich Flexibilität und Umstellungs-
fähigkeit, Durchhaltevermögen, Anpassung an Regeln und Routinen sowie Gruppenfähigkeit. Die 
Selbsteinschätzung des Versicherten, wonach er keinerlei Arbeit ausführen könne, lasse sich 
medizinisch nicht nachvollziehen. Bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als angelernter Bodenle-
ger (oder in einer anderen der Qualifikation des Versicherten entsprechenden Tätigkeit) bestehe 
aus versicherungspsychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 40 % (bezogen auf ein Vollpen-
sum von 100 %). Mittelfristig sei eine Steigerung bis zur vollen Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Die 
Beurteilung gelte auch für eine angepasste Tätigkeit.  
 
6.2.4.2 Da der Beschwerdeführer die Begutachtung bei Dr. C.____ am 7. Mai 2019 nach einer 
Stunde abbrach, wurde er am 8. November 2019 erneut untersucht. Im Gutachten vom 21. No-
vember 2019 führte Dr. C.____ aus, dass aufgrund erheblicher Inkonsistenzen eine psychiatri-
sche Diagnose nicht mit der erforderlichen Sicherheit gestellt werden könne. Phänomenologisch 
bestehe ein depressives Zustandsbild mit zusätzlicher Angabe von psychotischen Symptomen. 
Die vom Versicherten beschriebenen Beschwerden würden in einigen wichtigen Punkten von den 
Angaben vom 7. Mai 2019 abweichen. Affektiv wirke er aktuell im oberflächlichen Kontakt zwar 
ebenfalls bedrückt und affektarm. Im Gespräch zeige er sich aber wesentlich präsenter, interes-
sierter und ein affektiver Rapport sei zustande gekommen. Eine besondere Gereiztheit oder Dys-
phorie habe nicht vorgelegen und das formale Denken sei durchgehend ohne Auffälligkeiten ge-
wesen, sofern von einer zeitweisen Einengung auf die psychotischen Beschwerden abgesehen 
werde. Er habe Ängste als wesentliche Beschwerde benannt. In der Untersuchung hätten sich 
jedoch keine Merkmale einer vegetativen Erregtheit gezeigt. Bei der Exploration der Ängste sei 
deutlich geworden, dass diese stets infolge der beschriebenen Wahrnehmungsstörungen auftre-
ten würden. Demnach hätten nicht Ängste das halluzinatorische Erleben ausgelöst. Vom Vorlie-
gen einer (primären) Angststörung sei deshalb nicht auszugehen. Demzufolge sei die bisherige 
gutachterliche Diagnose einer Angststörung nicht aufrechtzuerhalten. Die vom Beschwerdeführer 
beklagten Beschwerden entsprächen nicht jenen einer Schizophrenie und die Art der geschilder-
ten Halluzinationen sei untypisch (Stimmenhören praktisch ausschliesslich in Form imperativer 
Stimmen, starkes Vorhandensein optischer Halluzinationen). Zudem würden die Verfolgungs- 
und Beobachtungsgefühle ausschliesslich als direkte Folge der Halluzinationen angegeben, wo-
bei kein systematisierter Wahn zu erfragen sei. Es würden sich auch keine formalgedanklichen 
Störungen finden. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangte Dr. C.____ zum Schluss, dass dem 
Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne.  
 
6.2.5 Zu den vorgenannten Gutachten von Dr. C.____ liess PD Dr. F.____ in seinem Bericht 
vom 12. Februar 2021 verlauten, dass er eine psychodiagnostische Abklärung vorgenommen und 
eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) diagnostizierte habe. Dabei verwies er zunächst 
auf den Arztbericht vom 23. Juli 2004 (vgl. oben E. 4.2.1), wo er differentialdiagnostisch den 

 

 
 
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Verdacht auf eine psychotische Störung nicht organischer Ursache, am ehesten aus dem schi-
zophrenen Formenkreis (ICD-10 F28.0), erwähnt habe; Dr. H.____ habe die Diagnose einer pa-
ranoiden Schizophrenie in der Folge bestätigt (vgl. oben E. 4.2.2). Diese Diagnose sei auch von 
sämtlichen weiteren Psychiatern und Behandlern gestellt worden. Demgegenüber würden Prof. 
Dr. B.____ und Dr. C.____ in ihren psychiatrischen Gutachten vom 13. September 2016 bzw. 19. 
Mai 2019/21. November 2019 das Vorliegen einer schizophrenen Erkrankung verneinen und die 
Beschwerden als Ausdruck einer Angststörung bzw. – im Gutachten vom 21. November 2021 – 
nicht als eigentliche psychische Störung bezeichnen. Bei der Würdigung der Gutachten von Prof. 
Dr. B.____ und Dr. C.____ stelle sich jedoch die Frage, wie diese das seit Jahren vorliegende 
Erleben des Beschwerdeführers von psychotischen Symptomen mit einer Angststörung oder mit 
gar keiner psychischen Störung erklären würden. Es sei durchaus möglich, dass Angststörungen 
und ganz grundsätzlich zahlreiche weitere psychische Störungen, aber auch zahlreiche Belas-
tungssituationen zu vorübergehenden und häufig isolierten psychotischen Symptomformationen 
führen könnten. Beim Beschwerdeführer läge aber ein Langzeitverlauf vor, der nicht übersehen 
werden dürfe, und der fast prototypisch einen chronifizierten psychotischen Krankheitsverlauf ab-
bilde. Er zeige aktuell keine veränderten objektiven Untersuchungsergebnisse im Vergleich zu 
jenen vor über 15 Jahren. Dabei hätten sich zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Hinweise auf 
Inkonsistenzen der subjektiven Angaben oder der objektiven Untersuchungsbefunde gezeigt. Der 
Beschwerdeführer imponiere jederzeit vollumfänglich authentisch psychisch leidend. Auch spre-
che das Vorliegen von formalgedanklichen Auffälligkeiten in keiner Weise gegen das Vorhanden-
sein einer schizophrenen Störung. Desorganisiertes Denken komme nicht obligat bei jedem schi-
zophrenen Patienten vor und häufig seien es akute florid-psychotische Zustandsbilder, die mit 
formalgedanklichen Störungen einhergehen würden. Bei chronischen schizophrenen Verläufen 
würde sich keine formalgedankliche Desorientiertheit mehr zeigen. Auch die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung weder eine Affektverflachung noch eine Affekt-
starre gezeigt habe und affektiv jederzeit gut spürbar gewesen sei, spreche nicht gegen das Vor-
liegen einer schizophrenen Störung, weil diese Befunde ebenfalls nicht zwingend bei jedem schi-
zophrenen Patienten vorliegen müssten. Weiter führte PD Dr. F.____ aus, dass der Beschwer-
deführer über Phänomene aus dem Wahnspektrum, über Erstrangsymptome und auch über hal-
luzinatorische Phänomene berichte, welche seit Jahren bestehen würden. Da sie in dieser Ge-
samtheit durch Dr. C.____ nicht erhoben worden seien, stelle sich die Frage, inwiefern er aktiv 
danach gefragt habe. Vor dem Hintergrund des seit vielen Jahren bestehenden, fast vollständigen 
sozialen Rückzugsverhaltens sowie der seit Jahren bestehenden "Vita minima" als Ausdruck ei-
ner deutlich reduzierten Leistungsfähigkeit, müssten die zusammengefassten psychotischen 
Symptome unzweifelhaft einer paranoiden Schizophrenie zugeordnet werden.  
 
6.3.1 Das Kantonsgericht mass weder den Gutachten von Dr. C.____ noch den Berichten von 
PD Dr. F.____ eine ausschlaggebende Beweiskraft zu (vgl. Beschluss vom 24. Februar 2022). 
Zwar würden beide – für sich betrachtet – grundsätzlich die bundesgerichtlichen Anforderungen 
an einen beweistauglichen Arztbericht erfüllen (BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/bb) und es würden 
keine konkreten, gewichtigen Indizien vorliegen, die gegen ihre Beweistauglichkeit sprechen wür-
den. Dennoch könne der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie davon ausgehe, 
dass unter Berücksichtigung der Ausführungen von Dr. C.____ der medizinische Sachverhalt 

 

 
 
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hinreichend abgeklärt worden und der Beschwerdeführer nicht in der Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt sei. Gerade im Hinblick auf die Frage, ob der Beschwerdeführer aktuell in der Lage sei, 
an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, erscheine das Gutachten von Dr. C.____ unzu-
reichend. Weiter sei zu beachten, dass die medizinische Beurteilung von PD Dr. F.____ im Ver-
gleich zu jener von Dr. C.____ nicht minder überzeuge und damit auch unter diesem Aspekt 
Zweifel an den Erhebungen von Dr. C.____ verursacht würden. Entgegen Dr. C.____ komme 
PD Dr. F.____ zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2004 an einer paranoiden 
Schizophrenie leide. Dabei lege er die vorhandenen Ressourcen des Beschwerdeführers ein-
leuchtend dar und zeige damit die Unzulänglichkeiten im Gutachten von Dr. C.____ auf. Da auch 
die übrigen Akten keine verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlage bildeten, ordnete das 
Kantonsgericht ein psychiatrisches Gerichtsgutachten an und bestimmte Prof. Dr. G.____ als 
Gutachter.  
 
6.3.2 Prof. Dr. G.____ begutachtete den Versicherten am 21. Juni 2022 und am 24. August 
2022. In seinem Gutachten vom 15. November 2022 nannte er keine Diagnose mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nach ICD-10 oder DSM-5. Diagnostisch könne festgehalten werden, dass 
sich Unsicherheiten und Inkonsistenzen wie ein roter Faden durch die Krankengeschichte ziehen 
würden. Auch PD Dr. F.____ habe im Jahr 2004 keine eindeutige Diagnose, sondern bloss eine 
Verdachtsdiagnose stellen können. Damals seien lediglich punktuelles Hören von Geräuschen 
und Kindergeschrei erwähnt worden. Verfolgungsideen habe der Versicherte jedoch explizit ver-
neint. Mit Blick auf die Akten und die Angaben des Beschwerdeführers hätten sich die psychoti-
schen Symptome über die Zeit entwickelt und verändert. Tatsächlich sei denkbar, dass sich im 
Verlauf einer schizophrenen Erkrankung ein schizophrenes Residuum entwickle, bei dem soge-
nannte Negativsymptome im Vordergrund stünden und die akute psychotische Symptomatik in 
den Hintergrund trete. Für diese Diagnose müsse aber eindeutig eine schizophrene Erkrankung 
in der Vergangenheit vorgelegen haben. Eine Schizophrenie könne aufgrund der vorliegenden 
Informationen aber weder retrospektiv noch aktuell gestellt werden. Aufgrund der Unstimmigkei-
ten müsse auch das Vorliegen anderer psychiatrischer Erkrankungen wie eine Angststörung oder 
eine Depression verneint werden. In seiner medizinischen Beurteilung (Seite 20 ff.) wies 
Prof. Dr. G.____ zunächst auf die seit dem erstmaligen Auftreten der psychischen Beschwerden 
im Jahr 2003 ergangenen Berichte hin und betonte dabei die Unsicherheiten in der Diagnoseer-
hebung und die Widersprüchlichkeiten. So habe Dr. H.____ im Jahr 2004 die Diagnose einer 
Schizophrenie nur mit hoher Wahrscheinlichkeit gestellt. Der behandelnde Psychiater Dr. med. 
I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, habe in seinem Bericht vom 2. November 2006 
eher unspezifische Symptome aufgelistet; Sinnestäuschungen seien explizit nicht eruierbar ge-
wesen. In seinem Bericht vom 26. Oktober 2010 bestätigte Dr. I.____ die Diagnose einer para-
noiden Schizophrenie. Die von ihm beschriebenen Befunde würden aber nicht zur Diagnose pas-
sen und Sinnestäuschungen seien wiederum nicht nachgewiesen worden. Prof. Dr. B.____ habe 
in ihrem Gutachten vom 13. September 2016 eine gemischte Angststörung diagnostiziert. Hinge-
gen habe sie im Begutachtungszeitpunkt und auch retrospektiv keine Schizophrenie festgestellt, 
was nachvollziehbar sei. Weiter wies Prof. Dr. G.____ auf den Bericht der J.____ vom 19. Januar 
2019 hin. Diesem sei zu entnehmen, dass sich die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie 
weder sicher bestätigen noch ausschliessen lasse. Verschiedene Umstände betreffend die bis-
herige Behandlung und die private Situation hätten in den Sitzungen nicht geklärt werden können. 

 

 
 
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Der Versicherte habe gereizt reagiert und teils schwammige und widersprüchliche Angaben ge-
macht. Das Hören von Stimmen sei jedoch verneint worden. In Bezug auf die psychiatrischen 
Beurteilungen von Dr. C.____ wies Prof. Dr. G.____ darauf hin, dass auch er teils widersprüchli-
che und inkonsistente bzw. ausweichende Angaben festgestellt habe. Es sei daher nachvollzieh-
bar, dass er keine abschliessende Diagnose habe stellen können. Dem Bericht über die Hospi-
talisation des Beschwerdeführers vom 15. Oktober 2020 bis 2. November 2020 in der J.____ sei 
eine Zunahme der psychotischen Symptome zu entnehmen. Als Grund werde der durch das in-
validenversicherungsrechtliche Verfahren und die verschiedenen Termine hervorgerufene Stress 
angegeben. Der Beschwerdeführer habe klar zum Ausdruck gebracht, dass er sich eine Arbeit 
perspektivisch nicht vorstellen könne. Sodann wies Prof. Dr. G.____ auf den Bericht von 
PD Dr. F.____ vom 12. Februar 2021 hin, der nach einer psychodiagnostischen Abklärung eine 
paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) diagnostizierte habe. 
 
Bezugnehmend auf die aktuell erhobenen Befunde hielt Prof. Dr. G.____ fest, der Beschwerde-
führer habe über diverse Beschwerden wie gedrückte Stimmung, Schlafstörungen, Energie- und 
Antriebslosigkeit berichtet. Er habe weiter psychosomatische Beschwerden wie ein Kribbeln in 
den Beinen, das aufsteige, und ein Ziehen im Kopf (keine Coenästhesien) beschrieben. Die An-
gaben zu seinen psychotischen Symptomen seien wechselhaft, nicht konsistent und teilweise 
widersprüchlich. So habe der Versicherte ausgesagt, Stimmen zu hören. Allerdings höre er diese 
nicht regelmässig und nicht täglich, sondern manchmal ein- bis zweimal pro Woche. In der ersten 
Befragung vom 21. Juni 2022 habe er angegeben, dass die Stimmen immer Schweizerdeutsch 
sprechen würden. Auf die Frage, wie die Stimmen in X.____ sprechen würden, habe er unwirsch 
reagiert und geantwortet, die Stimmen seien dort verstummt. Hingegen hätten die optischen Hal-
luzinationen fortbestanden. Im Rahmen der zweiten Befragung am 24. August 2022, nach einem 
Besuch in X.____ während den Sommerferien, habe er jedoch ausgeführt, dass die Stimmen dort 
in der Landessprache gesprochen hätten. Auch sei die Schilderung der Stimmen sehr wechsel-
haft und gehe von Geräuschen über Kindergeschrei bis hin zu kommentierenden sowie dialogi-
sierenden Stimmen. Die optischen Halluzinationen würden wenig überzeugend geschildert. Es 
handle sich um Pseudohalluzinationen im Sinne von Sinnestäuschungen, die als solche erkannt 
würden. Der Versicherte gebe an, seit Jahren kein Cannabis konsumiert zu haben. Sowohl in der 
psychiatrischen Exploration als auch in der neuropsychologischen Untersuchung verneine er den 
Konsum explizit und wiederholt. In der ersten Exploration habe er sogar den früheren Konsum 
verneint. Die aktuell durchgeführte Urindiagnostik habe jedoch einen positiven Cannabis-Befund 
(auch im Bestätigungstest) ergeben.  
 
Auch in der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich erhebliche Inkonsistenzen gezeigt. 
Es lägen klinisch keine groben neuropsychologischen Werkzeugstörungen vor. Im neuropsycho-
logischen Screening hätten die Resultate bei zwei Symptomvalidierungsverfahren noch knapp in 
der Norm gelegen. Indessen seien wesentliche auffällige Ergebnisse in einem sehr sensitiven 
Systemvalidierungsverfahren vorhanden gewesen, welche die Leistungen von hospitalisierten 
Demenzpatienten und -patientinnen unterschreiten würden. Dies sei klinisch nicht vereinbar mit 
der geschilderten Alltagsfunktionalität und dem selbständigen Reisen nach Z.____ oder in die 
Ferien nach X.____. Die vorliegenden Resultate würden insgesamt als nicht valide gelten betref-
fend ein authentisches Abbild der kognitiven Leistungsfähigkeit.  

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Prof. Dr. G.____ kam aufgrund der von ihm erhobenen Untersuchungsergebnisse zum Schluss, 
dass die Diagnose einer Schizophrenie weder retrospektiv noch aktuell gestellt werden könne. 
Ebenso schloss er aufgrund der widersprüchlichen und inkonsistenten Angaben die Diagnose 
einer Angststörung oder einer Depression aus. Ob zu einem früheren Zeitpunkt eine Depression 
oder eine Angststörung vorgelegen hätten, könne retrospektiv nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit festgestellt werden. In den vorhandenen Berichten würden diese Diagnosen bis ins 
Jahr 2016 nicht gestellt. Prof. Dr. B.____ habe die Diagnose einer Angststörung erhoben, eine 
Depression sei jedoch nur differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogen worden. Weder aus den 
in den Berichten geschilderten Symptomen noch aufgrund der Angaben des Versicherten würden 
sich gesicherte Diagnosen stellen lassen. 
 
Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hielt Prof. Dr. G.____ fest, dass im Jahr 2003 eine 
Krankschreibung durch den Hausarzt erfolgt sei. Es sei denkbar, dass damals tatsächlich eine 
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht vorgelegen habe, wobei aus heutiger Sicht keine 
klare Diagnose gestellt werden könne. Die langanhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit, ohne 
nennenswerte Versuche einer Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit oder von Arbeitsversuchen 
(mit Ausnahme der gescheiterten lV-Massnahme im Jahr 2020 [vgl. oben A.2.3]), sei aus psychi-
atrischer Sicht nicht nachvollziehbar. Da aktuell keine psychiatrische Diagnose gestellt werden 
könne, sei auch keine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Wegen der langen Abwesenheit vom 
Arbeitsmarkt bestehe heute wahrscheinlich tatsächlich eine Dekonditionierung. Allerdings sei zu 
beachten, dass der Beschwerdeführer sowohl in der psychiatrischen Begutachtung als auch im 
Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung auf der Verhaltensebene ein deutlich höheres 
Funktionsniveau aufweise als er persönlich angebe. 
 
Abschliessend prüfte Prof. Dr. G.____ die Standardindikatoren. Er hielt jedoch fest, dass die Be-
urteilung des funktionellen Schweregrads nur sehr bedingt möglich sei. Der behandelnde Psychi-
ater Dr. D.____ verweise wiederholt auf die schwere Einschränkung, die er im Rahmen des Mini-
ICF-APP festgehalten hat. Zwar habe der Versicherte auch während der Begutachtung über er-
hebliche Einschränkungen geklagt. Diese seien durch die geschilderten Symptome aber nur be-
grenzt begründbar. Auch bei Vorliegen von paranoiden Beschwerdebildern und gelegentlichem 
Stimmenhören wären ihm Arbeiten im Haushalt zumutbar und die Einschränkungen liessen sich 
kaum mit der Symptomatik in Einklang bringen. Prof. Dr. G.____ wies sodann darauf hin, dass 
sich diverse Diskrepanzen zeigen würden. So mache der Versicherte zum Beispiel geltend, es 
sei für ihn nicht zumutbar, ein zweites Mal für die Begutachtung nach Z.____ zu reisen. Zeitnah 
habe er aber offenbar ohne wesentliche Probleme eine Reise nach X.____ machen können. Auch 
während der Untersuchung habe sich der Versicherte über lange Zeit durchaus sehr gut konzent-
rieren können. Inkonsistenzen hätten sich auch in der neuropsychologischen Untersuchung ge-
zeigt, so dass die tatsächliche Leistungsfähigkeit nicht beurteilt werden könne. Dass er eine IV-
Massnahme im Jahr 2020 nach einer Stunde habe abbrechen müssen, lasse sich psychiatrisch 
nicht begründen. Vielmehr habe er schon im Vorfeld klar erklärt, dass er nie mehr bereit sei zu 
arbeiten. Auch in der aktuellen Exploration habe er sich dahingehend unmissverständlich geäus-
sert. In Bezug auf die Persönlichkeit des Beschwerdeführers wies Prof. Dr. G.____ auf den Be-
richt der J.____ vom 19. Januar 2019 hin, in welchem eine Persönlichkeitsproblematik diskutiert 

 

 
 
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worden sei. So habe das gezeigte interaktionelle Verhalten auf eine mögliche Akzentuierung von 
Persönlichkeitszügen, differenzialdiagnostisch eine Persönlichkeitsstörung hingewiesen. Auf-
grund der Anamnese mit einer weitgehend unauffälligen Entwicklung bis ins Erwachsenenalter 
könne die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht gestellt werden. Der Beginn sei nämlich 
im Kindes- oder Adoleszentenalter anzusiedeln. Zwar zeige der Beschwerdeführer spezielle Ver-
haltensmuster mit Inaktivität und Passivität sowie sozialem Rückzug. Auffallend sei auch, dass 
er keinerlei Anstrengungen unternehme, etwas an seiner Situation zu ändern und sich selbst 
limitiere, was aber auch als Folge seiner langjährigen Passivität gesehen werden könne. Zum 
sozialen Kontext führte Prof. Dr. G.____ aus, der Versicherte schildere, dass er bereits vor sei-
nem Unfall 2003 soziale Belastungen und Konflikte gehabt habe. Danach habe er nie mehr ge-
arbeitet, was zu finanziellen Engpässen und Problemen mit seiner damaligen Ehefrau geführt 
habe. Auch heute würden ihn soziale, finanzielle und persönliche Konflikte belasten. Seine erste 
Ehefrau habe gesagt, es sei verständlich, dass es ihm nicht gut gehe, weil er so lange nicht 
gearbeitet habe und nicht gefordert worden sei. Er pflege aufgrund seiner gesundheitlichen Prob-
leme keinerlei persönlichen Kontakte mehr. Allerdings sei er im Sommer 2022 mit einer befreun-
deten Familie nach X.____ gereist. Zur Konsistenz hielt Prof. Dr. G.____ fest, dass sich diverse 
Inkonsistenzen fänden, die auch in früheren Berichten explizit erwähnt worden seien (zum Bei-
spiel in den Gutachten von Prof. Dr. B.____ und Dr. C.____). Im zeitlichen Verlauf lägen ebenfalls 
widersprüchliche Angaben vor. Einerseits mache der Beschwerdeführer geltend, dass es ihm 
immer gleich gehe. Dann wieder differenziere er, dass es Zeiten gegeben habe, in welchen es 
ihm bessergegangen sei. Weiter habe er angegeben, auch in X.____ eine psychiatrische Be-
handlung gehabt zu haben. Im Zusammenhang mit den Drittauskünften habe er jedoch relativiert, 
dass er lediglich einmal für eine halbe Stunde bei einer Psychiaterin in X.____ gewesen sei.  
 
7.1 Nach Würdigung der medizinischen Aktenlage kommt das Gericht zum Schluss, dass das 
Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____ vom 15. November 2022 die bundesgerichtlichen Anfor-
derungen an ein beweistaugliches Gutachten vollumfänglich erfüllt. Der Gutachter untersuchte 
den Versicherten eingehend und listete die Vorakten vollständig auf. Die Anamnese im Gerichts-
gutachten zeigt auf, dass Prof. Dr. G.____ den Versicherten eingehend zu seinem Gesundheits-
zustand und zur Entwicklung der Krankheit befragte und einlässlich auf dessen Beschwerden 
einging. Die Anamnese beruhte nicht nur auf einer Befragung des Versicherten, sondern auch 
auf Drittauskünften, welche der Gutachter bei der geschiedenen Ehefrau am 24. Juni 2022 und 
beim behandelnden Psychiater Dr. D.____ am 15. September 2022 einholte. Zudem findet sich 
im Gutachten von Prof. Dr. G.____ eine schriftliche Stellungnahme des ehemaligen Hausarztes 
Dr. med. K.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 1. Juli 2022. Dadurch ergibt sich ein um-
fassendes Bild über die Persönlichkeit des Versicherten. Dieses wird zudem durch die Ergeb-
nisse der neuropsychologischen Untersuchung abgerundet. Prof. Dr. G.____ hielt auch detailliert 
und überzeugend fest, weshalb er beim Versicherten keine psychiatrische Diagnose erhob. Fer-
ner befasste er sich mit den anderslautenden Gutachten und Berichten und begründete nachvoll-
ziehbar, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Seine Beurteilung leuchtet sodann in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation 
ein. Gründe, von dieser überzeugend begründeten Einschätzung abzuweichen, sind keine er-
sichtlich. Nachdem bis zum Erlass des Gerichtsgutachtens nach Lage der zuvor vorhandenen 
Akten Widersprüche und Unklarheiten bestanden (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 24. 

 

 
 
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Februar 2022), ist nunmehr gemäss den ebenso profunden wie umfangreichen Erläuterungen im 
Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____ erstellt, dass beim Versicherten keine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden kann und daher auch keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit zu attestieren ist. Das Kantonsgericht gelangt daher zum Schluss, dass das Gut-
achten von Prof. Dr. G.____ sowohl formal als auch inhaltlich nicht zu beanstanden ist. Es ist 
überzeugend, schlüssig und nachvollziehbar begründet, weshalb darauf abzustellen ist. 
 
7.2.1 Den ausschlaggebenden Beweiswert des Gerichtsgutachtens von Prof. Dr. G.____ ver-
mögen auch die abweichenden Einschätzungen von PD Dr. F.____ in seinem Bericht vom 
20. Februar 2023 nicht in Zweifel zu ziehen. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass PD Dr. F.____ in 
seinen Abklärungsbericht keine Indikatorenprüfung vornahm, welche rechtsprechungsgemäss je-
doch für beweiskräftige Berichte erforderlich ist (BGE 141 V 281). Ebenso liess er in seiner Be-
urteilung ausser Acht, dass der Beschwerdeführer sich in der Zeit von 2010 bis 2017, abgesehen 
von einem zwangzigminütigen Gespräch bei Dr. I.____ im Jahr 2012 und einer Sitzung von einer 
halben Stunde bei der Psychiaterin Dr. med. L.___ am 2. November 2015 in X.____ (act. 68.57), 
keiner regelmässigen psychiatrischen Behandlung unterzog. Für diesen Zeitabschnitt fehlen so-
mit zeitnahe und gesicherte Angaben über den Gesundheitszustand des Versicherten, weshalb 
entgegen der Auffassung von PD Dr. F.____ nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden 
kann, dass sich dieser seit 2004 nicht verändert hat.  
 
7.2.2 Auch den weiteren Ausführungen von PD Dr. F.____ sind keine zwingenden Gründe zu 
entnehmen, welche es rechtfertigen würden, vom Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____ vom 
15. November 2022 abzuweichen. So unterscheiden sich die von PD Dr. F.____ erwähnten sub-
jektiven Beschwerden wie zum Beispiel das Hören von Stimmen, die dem Beschwerdeführer be-
fehlen würden, sich umzubringen, und die objektiven Befunde wie Müdigkeit, Anspannung, De-
pressivität und Besorgtheit nicht wesentlich von den Erhebungen von Prof. Dr. G.____. Auch die-
ser wies auf leichte Konzentrationsstörungen hin und hielt fest, dass das Denken des Beschwer-
deführers verlangsamt und der Antrieb reduziert seien. Zudem gab er an, dass der Beschwerde-
führer unter Ängsten litt, die Stimmung leicht gedrückt war und psychomotorisch eine leichte Ver-
langsamung vorlag. Prof. Dr. G.____ liess unter diesen Umständen keine von PD Dr. F.____ er-
wähnten wesentlichen Aspekte unberücksichtigt, weshalb dessen Bemerkungen keinen Einfluss 
auf das überzeugende Gerichtsgutachten haben. 
 
7.2.3 Auch an den Ausführungen von Prof. Dr. G.____ zur Verdachtsdiagnose Schizophrenie 
vermögen die Vorbringen von PD Dr. F.____ nichts zu ändern. Zwar brachte er nachvollziehbar 
vor, dass auch eine Verdachtsdiagnose klinisch oder versicherungspsychiatrisch relevant sein 
könne. Sie werde insbesondere dann erhoben, wenn der weitere Therapieverlauf oder weitere 
Informationen abgewartet werden müsste. Diese Aussage von PD Dr. F.____ ist mit Blick auf die 
erstmalige Nennung des Verdachts auf eine Schizophrenie nach sieben Therapiestunden ein-
leuchtend. Wenn nach 26 Sitzungen immer noch keine Schizophrenie diagnostiziert werden 
konnte, dann erscheint es zumindest als fraglich, ob sich der Verdacht auf diese Erkrankung beim 
Beschwerdeführer je erhärten liess (vgl. Anhang zum Bericht vom 20. Februar 2023). Unter die-
sen Umständen ist die Auffassung von Prof. Dr. G.____ plausibel, der die Symptome für die Ver-

 

 
 
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dachtsdiagnose einer Schizophrenie von Anfang als zweifelhaft und als nicht nachgewiesen er-
achtete. Prof. Dr. G.____ stütze sich dabei auch auf die Ausführungen von Dr. H.____ im Gut-
achten vom 4. Dezember 2004 und Dr. I.____ vom 2. November 2006 und vom 26. Oktober 2010, 
welche die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie ebenfalls nicht überzeugend darlegten. 
Prof. Dr. G.____ setzte sich zudem mit der Diagnose eines schizophrenen Residuums auseinan-
der, welches sowohl von PD Dr. F.____ als auch vom behandelnden Psychiater Dr. D.____ im 
Rahmen der Drittauskunft vom 15. September 2022 erwähnt wurde, bei dem sogenannte Nega-
tiv-Symptome wie eine affektive Verflachung, eine verminderte Aktivität, eine psychomotorische 
Verlangsamung etc. auftreten können. Prof. Dr. G.____ verneinte das Vorliegen eines schizo-
phrenen Residuums jedoch mit der Begründung, dass auch für die Erhebung dieser Diagnose in 
der Vergangenheit eindeutig eine schizophrene Erkrankung attestiert werden müsste, was vor-
liegend nicht der Fall gewesen sei. Auch diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. 
 
7.2.4 Weiter kritisierte PD Dr. F.____, Prof. Dr. G.____ habe sich in Bezug auf die Psychopa-
thologie hauptsächlich mit den halluzinatorischen Phänomen auseinandergesetzt. Dabei hätten 
ihn insbesondere die unterschiedlichen Angaben des Beschwerdeführers auf die Frage gestört, 
ab wann und in welcher Häufigkeit er die halluzinatorischen Phänomene erlebt habe. 
PD Dr. F.____ hielt dazu fest, dass auch er nur die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers 
abbilden könne. Wenn dieser im Rahmen der aktuellen Untersuchung erneut mitteile, davon über-
zeugt zu sein, dass andere Menschen ihn umbringen möchten, und er weitere klassische Ich-
Störungen im Sinne von Erstrangsymptomen schildere, so bilde dies das subjektive Erleben des 
Beschwerdeführers ab, an welchem er nicht zweifle. Damit gab PD Dr. F.____ jedoch letztlich 
einzig seine Auffassung wieder, welche nicht triftiger erscheint als jene von Prof. Dr. G.____, 
weshalb auch diese Argumentation keine Zweifel an den Angaben im Gerichtsgutachten zu we-
cken vermag. 
 
7.2.5 PD Dr. F.____ hielt weiter fest, Prof. Dr. G.____ habe seine Auffassung, wonach beim 
Beschwerdeführer keine Diagnose erhoben werden könne, in erster Linie unter Hinweis auf die 
Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung begründet. Dieser Einschätzung kann nicht 
gefolgt werden. Prof. Dr. G.____ nahm in seinem Gutachten eine Gesamtwürdigung vor, in wel-
cher die neuropsychologische Untersuchung nur einen Aspekt darstellte. Er wies insbesondere 
auf die von ihm im Rahmen der persönlichen Begutachtung des Versicherten erhobenen Inkon-
sistenzen in Bezug auf das Stimmenhören hin. Diesbezüglich widersprach sich der Beschwerde-
führer betreffend den Beginn des Stimmenhörens, was im Übrigen auch PD Dr. F.____ bestä-
tigte. Der Beschwerdeführer gab bei der ersten Untersuchung an, die Stimmen würden nur 
Deutsch sprechen und er höre sie in X.____ nicht. Während der zweiten Untersuchung hielt er 
jedoch fest, dass er die Stimmen auch in X.____ höre und sie in der Landessprache sprechen 
würden. Weitere Inkonsistenzen betrafen den Konsum von Cannabis, den der Beschwerdeführer 
zunächst verneinte, im weiteren Verlauf jedoch bejahte und der sich auch bei der Laboruntersu-
chung bestätigte. Im Widerspruch zur Aussage, dass der Beschwerdeführer praktisch nur daheim 
sei und seine Wohnung kaum verlasse, steht weiter seine Reisefähigkeit nach X.____. Diese 
Inkonsistenzen konnte auch PD Dr. F.____ nicht überzeugend widerlegen oder erklären. 
Schliesslich fällt auf, dass PD Dr. F.____ selbst gewisse Zweifel an seiner Diagnosestellung 

 

 
 
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hegte, denn der Beschwerdeführer habe in der aktuellen Untersuchung beispielsweise kein des-
organisiertes formales Denken sowie keine Affektverflachung und -starre gezeigt. Zudem gab PD 
Dr. F.____ an, er habe nicht das sogenannten Praecox-Gefühl erlebt, welches ansonsten bei 
schizophrenen Patienten häufig vorliege. Auch unter diesen Gesichtspunkten vermögen die Ab-
klärungsergebnisse von PD Dr. F.____ vom 20. Februar 2023 entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers das Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____ vom 15. November 2022 nicht in 
Zweifel zu ziehen. 
 
7.3 Zusammenfassend ergibt sich demnach gestützt auf die schlüssigen Ergebnisse im Ge-
richtsgutachten von Prof. Dr. G.____ vom 15. November 2022, dass beim Beschwerdeführer 
keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden kann. Unter diesen Umstän-
den war ihm die Teilnahme an den von der IV-Stelle im Juli 2020 eingeleiteten Eingliederungs-
massnahmen im Sinne von Art. 7a IVG grundsätzlich zumutbar. Nachdem er sich weigerte, daran 
teilzunehmen, war die IV-Stelle berechtigt, die Leistungen einzustellen (Art. 7b 
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG). Die gegen die Verfügung vom 1. Juli 2021 
erhobene Beschwerde erweist sich daher als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden 
muss. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da es vorliegend um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG). Bei Durchführung einer zweiten Urteilsberatung werden praxisgemäss Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- erhoben. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind sie vom 
Beschwerdeführer zu tragen. Nachdem ihm mit Verfügung vom 15. Juli 2021 die unentgeltliche 
Prozessführung bewilligt wurde, sind die Verfahrenskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. 
 
8.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu über-
nehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so 
übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs 
unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das 
Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung 
der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage 
käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten 
der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung dem Versicherer aufzuerlegen. Dies 
sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus 
vereinbar (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung gezeigt hat, 
war das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____ vom 15. November 2022 
für eine abschliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der 
geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten der Begutachtung 
(inkl. neuropsychologische Beurteilung vom 22. August 2022) der IV-Stelle aufzuerlegen. Diese 
Kosten belaufen sich insgesamt auf Fr. 24'171.65; sie setzen sich zusammen aus der Honorar-
rechnung von Prof. Dr. G.____ vom 22. November 2022 im Betrag von Fr. 23'709.55 für die Er-
stellung des Gutachtens und den Kosten für die Laboruntersuchungen in der Höhe von insgesamt 
Fr. 462.10.  

 

 
 
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8.3 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung ausgerich-
tet. Da dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 15. Juli 2021 auch die unent-
geltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, hat deren Entschädi-
gung aus der Gerichtskasse zu erfolgen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Der Honorarnote vom 4. Mai 2023 zufolge beläuft sich der geltend ge-
machte Aufwand auf insgesamt 22,1667 Stunden, was sich angesichts der sich stellenden Sach-
verhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die 
geltend gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 98.20. Der Rechtsvertreterin des Be-
schwerdeführers ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'880.45 (22,1667 Stunden 
à Fr. 200.-- zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 98.20 sowie 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse auszurichten.  
 
Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organi-
sation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der 
die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu 
in der Lage ist. 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die Kosten für das Gerichtsgutachten von Prof. Dr. G.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, in Höhe von insgesamt Fr. 24'171.65 wer-
den der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt.  

 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 4'880.45 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.  

 

 
 
Gegen diesen Entschied wurde von der Beschwerdegegnerin am 02.07.2024 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_395/2024) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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