# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e41e9e21-92dc-5ee8-a944-62f300454220
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240336-O1
**Docket/Reference:** SB240336-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240336-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB240336-O/U/bs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichter lic. iur. B. Amacker 

und Oberrichterin Dr. iur. E. Borla sowie der Gerichtsschreiber 

MLaw J. Stegmann

Urteil vom 4. April 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigte und Berufungsklägerin

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur., LL.M. X._____,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Sachentziehung

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich,

10. Abteilung - Einzelgericht, vom 5. April 2024 (GG240016)

-   2   -

Anklage:

Die  Anklageschrift  der  Staatsanwaltschaft  Zürich-Limmat  vom  29. Januar  2024 

(Urk. 29) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:

(Urk. 47 S. 33 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Die Beschuldigte ist für den Zeitraum von Oktober 2022 bis 19. Dezember 2022 schuldig 

der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB.

2.

Die Beschuldigte wird für den Zeitraum vom 30. Mai 2020 bis September 2022 vom Vorwurf 

der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB freigesprochen.

3.

4.

5.

Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 40.–.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

Die Privatklägerin B._____ wird mit ihren Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

6.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

1'500.–

die weiteren Kosten betragen:

2'100.– Gebühr für das Vorverfahren.

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

7.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der Beschuldigten 

auferlegt.

8.

9.

[Mitteilungen]

[Rechtsmittel]"

  
-   3   -

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung der Beschuldigten:

(Urk. 58; vgl. auch Urk. 49)

1.

2.

3.

4.

5.

Die Dispositivziffern 1, 3, 4, 5 und 7 des Urteils des Bezirksgerichts 
Zürich vom 5. April 2024 (GG240016-L) seien aufzuheben und die 
Berufungsklägerin sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizu-
sprechen.

Eventualiter sei die Berufungsklägerin der geringfügigen Sachent-
ziehung  gemäss  Art. 141  i.V.m.  Art. 172ter  Abs. 1  StGB  schuldig 
zu sprechen und mit einer Busse von höchstens Fr. 150.– zu be-
strafen.

In  Aufhebung  von  Dispositivziffer 5  des  vorinstanzlichen  Urteils 
sei  das  Schadenersatz-  und  Genugtuungsbegehren  der  Beru-
fungsbeklagten 2 abzuweisen.

In  Aufhebung  der  Dispositivziffern 6  und  7  des  vorinstanzlichen 
Urteils seien die Verfahrenskosten definitiv auf die Staatskasse zu 
nehmen.

Unter  ausgangsgemässer  Regelung  der  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolgen (zzgl. MwSt.) im Berufungsverfahren.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 52)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

c)

Der Privatklägerin:

Verzicht auf Anträge.

-   4   -

Erwägungen:

I.  Verfahrensgang und Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1. Am 15. September 2023 erliess die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat einen 

Strafbefehl  wegen  Sachentziehung  (Urk. 19),  wogegen  die  Beschuldigte  am 

27. September  2023  fristgerecht  Einsprache  erheben  liess  (Urk. 28/1).  Nachdem 

die  Staatsanwaltschaft  weitere  Beweisabnahmen  vorgenommen  hatte,  erhob  sie 

mit  Eingabe  vom  29. Januar  2024  gegen  die  Beschuldigte  beim  Bezirksgericht 

Zürich Anklage (Urk. 29). Der Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt 

sich aus dem Entscheid vom 5. April 2024 (Urk. 47 E. I/1.1-1.2 S. 4).

1.2. Das  vorstehend  wiedergegebene  Urteil  vom  5. April  2024  wurde  den 

(anwesenden) Parteien gleichentags mündlich eröffnet (Urk. 40; Prot. I S. 26 ff.). 

Die  Beschuldigte  liess  mit  Eingabe  vom  12. April  2024  innert  Frist  Berufung  an-

melden (Urk. 43).

1.3. Nach  Zustellung  des  begründeten  Urteils  (Urk. 44  =  Urk. 47)  liess  die 

Beschuldigte  am  22. Juli  2024  fristgerecht  die  Berufungserklärung  einreichen 

(Urk. 49; vgl. auch Urk. 46/2).

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 24. Juli 2024 wurde der Privatklägerin sowie der 

Staatsanwaltschaft  ein  Doppel  der  Berufungserklärung  der  Beschuldigten  zuge-

stellt und Frist angesetzt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde die Beschul-

digte  unter  Hinweis  auf  ihr  Aussageverweigerungsrecht  aufgefordert,  ein  Daten-

erfassungsblatt auszufüllen und ihre finanziellen Verhältnisse darzulegen (Urk. 50). 

Mit  Eingabe  vom  13. August  2024  beantragte  die  Staatsanwaltschaft  die  Be-

stätigung des vorinstanzlichen Urteils und verzichtete darauf, Anschlussberufung 

zu erklären (Urk. 52). Die Privatklägerin liess sich hierzu nicht vernehmen.

1.5. Nachdem sich sämtliche Parteien mit der schriftlichen Durchführung des Be-

rufungsverfahrens einverstanden erklärt haben (Urk. 52 und 53; die Privatklägerin 

-   5   -

implizit), wurde mit Präsidialverfügung vom 27. August 2024 das schriftliche Ver-

fahren im Sinne von Art. 406 Abs. 2 StPO angeordnet. Zudem wurde der Beschul-

digten Frist angesetzt, um Berufungsanträge zu stellen und zu begründen sowie 

letztmals Beweisanträge zu stellen bzw. die finanzielle Situation der Beschuldigten 

darzulegen  (Urk. 54).  Mit  Eingabe  vom  25. Oktober  2024  liess  die  Beschuldigte 

die schriftliche  Berufungsbegründung  fristgerecht  einreichen  (Urk. 58;  vgl.  auch 

Urk. 59/1-2).

1.6. Mit Präsidialverfügung vom 29. Oktober 2024 wurde der Privatklägerin so-

wie der Staatsanwaltschaft ein Doppel der Berufungsbegründung der Beschuldig-

ten  zugestellt  und  Frist  angesetzt,  um  die  Berufungsantwort  einzureichen  sowie 

letztmals eigene Beweisanträge zu stellen (Urk. 60). Mit Eingabe vom 4. November 

2024  verzichtete  die  Staatsanwaltschaft  explizit  auf  die  Einreichung  einer  Beru-

fungsantwort (Urk. 62); die Privatklägerin liess sich dazu nicht vernehmen.

Das Verfahren ist spruchreif.

2.

Umfang der Berufung

2.1. Gemäss  Art. 402  StPO  hat  die  Berufung  im  Umfang  der  Anfechtung 

aufschiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang  der  Berufungsanträge  gehemmt,  während  die  von  der  Berufung  nicht 

erfassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BSK StPO-EUGSTER, Art. 402 N 1 

f.).

2.2. Die  Beschuldigte  hat  die  Berufung  in  ihrer  Berufungserklärung  auf  den 

Schuldspruch, die Strafe, den Vollzug der Strafe, den Verweis der Privatklägerin 

mit 

ihrem  Schadenersatz-  und  Genugtuungsbegehren  auf  den  Weg  des 

Zivilprozesses sowie die Kostenfestsetzung und -auflage beschränkt (Urk. 58 S. 2), 

was  damit  Berufungsgegenstand  bildet  (Dispositivziffern 1  und  3-7),  während 

einzig  der  erstinstanzliche  Freispruch  (Dispositivziffer 2)  unangefochten  blieb 

(Urk. 58).  Der  Eintritt  der  Rechtskraft  dieser  Anordnung  ist  vorab  festzustellen 

(Art. 399  Abs. 3  StPO  in  Verbindung  mit  Art. 402  und  437  StPO  sowie  Art. 404 

StPO).

-   6   -

2.3.

In den übrigen Punkten steht der angefochtene Entscheid unter Vorbehalt des 

Verschlechterungsverbotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) grundsätzlich zur Disposition. In 

den  angefochtenen  Punkten  überprüft  das  Berufungsgericht  das  erstinstanzliche 

Urteil umfassend (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO).

3.

Strafantragserfordernis

3.1.

Ist eine Tat gemäss Gesetz nur auf Antrag strafbar, so kann nach Art. 30 StGB 

jede  Person,  die  durch  sie  verletzt  worden  ist,  die  Bestrafung  des  Täters  bean-

tragen. Bei Antragsdelikten ist das Vorliegen eines gültigen Strafantrags Prozess-

voraussetzung und somit von Amtes wegen zu prüfen (Art. 30 f. StGB, Art. 303 und 

304 StPO, vgl. auch Art. 329 Abs. 1 lit. b StPO).

3.2. Art. 141  StGB  ist  ein  Antragsdelikt.  B._____  (die  Privatklägerin)  beantragte 

form-  und  fristgerecht  die  Bestrafung  der  Beschuldigten  (Urk. 1  und  4;  vgl.  auch 

Urk. 2).

4.

Formelles

4.1. Soweit  für  die  tatsächliche  und  die  rechtliche  Würdigung  des  eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, ohne dass dies explizit Erwähnung findet.

4.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c 

StPO)  folgt  die  Pflicht  des  Gerichts,  seinen  Entscheid  zu  begründen.  Die 

Begründung  muss  kurz  die  wesentlichen  Überlegungen  nennen,  von  denen  sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber  auf  die  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken  und  muss  sich  nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen  und  diese  widerlegen.  Es  kann  sich  mithin  auf  die  für  den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

-   7   -

Urteil  des  Bundesgerichts  6B_689/2019  vom  25. Oktober  2019  E. 1.5.2,  mit 

Hinweisen).

1.

Ausgangslage

II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung

1.1. Der  Beschuldigten  wird  gemäss  Anklageschrift  vom  29. Januar  2024  das 

Nachfolgende vorgeworfen (Urk. 29): Die Beschuldigte habe die Katze "C._____" 

(nachfolgend: "C._____") über drei Jahre (im Zeitraum zwischen dem 30. Mai 2020 

und  dem  19. Dezember  2023  [recte:  2022])  angefüttert  und  habe  sie  jeweils  bei 

sich zu Hause eingesperrt, bis "C._____" schliesslich nicht mehr zur Privatklägerin 

– der damaligen Halterin – zurückgekehrt sei. Nach ungefähr drei Jahren habe die 

Beschuldigte die Katze zur dauernden Haltung an eine Drittperson übergeben, ob-

wohl sie gewusst habe oder hätte wissen müssen, dass sie dazu nicht berechtigt 

gewesen sei. Sie habe dies im Wissen darum gemacht, dass die Katze für die Pri-

vatklägerin und deren Familie einen grossen immateriellen Wert habe und dass sie 

mit ihrem Vorgehen diesen einen erheblichen Aufwand zur Wiedererlangung des 

Tieres  (mehrere  Gespräche  mit  der  Beschuldigten;  Versuche,  die  Katze  von  der 

Wohnung  der  Beschuldigten  fernzuhalten;  Wiederauffinden  der  Katze,  nachdem 

sie durch die Beschuldigte weggegeben worden sei etc.) verursacht habe.

1.2. Nachdem die Beschuldigte von der Vorinstanz der Sachentziehung für den 

Zeitraum von Oktober 2022 bis 19. Dezember 2022 schuldig- und für den Zeitraum 

vom 30. Mai 2020 bis September 2022 freigesprochen wurde, während der Frei-

spruch nicht angefochten wurde und diesbezüglich somit vorab die Rechtskraft zu 

beschliessen sein wird (vgl. dazu vorstehend E. I/2.2-2.3), ist nachfolgend auf den 

Anklagezeitraum von Oktober 2022 bis 19. Dezember 2022 näher einzugehen.

1.3. Die Beschuldigte stellte sich – sofern für den hier zu beurteilenden Zeitraum 

noch relevant – zusammengefasst auf den Standpunkt, dass sie im Mai 2022, als 

"C._____" in einem schlechten Zustand zu ihr gekommen sei, diese zu füttern be-

gonnen habe. Sie habe gesehen, dass der Rücken von "C._____" gewellt gewesen 

sei; sie (die Beschuldigte) habe sich gedacht, dass "C._____" vielleicht geschlagen 

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worden oder ihr etwas anderes passiert sei. "C._____" sei da in einem Ausnahme-

zustand gewesen. Die Katze sei jeden Nachmittag oder gegen Abend gekommen 

und nicht dreimal am Tag, sie sei immer in einem schlechten Zustand zu ihr ge-

kommen.  Im  August 2022  habe  die  Privatklägerin  zu  ihr  (der  Beschuldigten)  ge-

sagt, dass sie auf "C._____" verzichte und diese damit einverstanden gewesen sei, 

dass  sie  (die  Beschuldigte)  "C._____"  weitergebe.  "C._____"  habe  ab  Okto-

ber 2022 – als die Nächte kalt gewesen seien – bei ihr in der Wohnung geschlafen. 

Sie habe "C._____" sodann an Herrn D._____ weitergegeben. Da die Privatkläge-

rin auf "C._____" verzichtet habe, habe sie dieser davon nichts erzählt (Prot. I S. 11 

ff.; Urk. 6 F/A 3 ff.; Urk. 7 F/A 3 ff.; Urk. 9 F/A 2 ff.; Urk. 23 F/A 1 ff.).

2. Grundsätze der Sachverhaltserstellung und Beweiswürdigung, Beweismittel

2.1. Die Vorinstanz legte die massgebenden Grundsätze der Sachverhaltserstel-

lung sowie die Beweiswürdigungsregeln (Urk. 47 E. II/2.1-2.2, 3.1 und 5.1 S. 6 f. 

und 15 f.) zutreffend dar.

2.2. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Beweismittel, namentlich

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die Aussagen der Beschuldigten (Urk. 6-7, 9, 23; Prot. I S. 8 ff.),

die Aussagen der Privatklägerin (Urk. 8),

die Aussagen des Zeugen E._____ (Urk. 22),

die Aussagen des Zeugen D._____ (Urk. 21),

das  Schreiben  der  Privatklägerin  an  die  Beschuldigte  vom  2. Juli  2020 
(Urk. 11),

die E-Mail der Privatklägerin an die Stiftung "F._____" (Urk. 12),

die  Übergabevereinbarung  der  Katze  "C._____"  zwischen  der  Privatklägerin 
und dem Zeugen D._____ vom 12. Januar 2023 (Urk. 13) sowie

den Bericht der Tierärztin G._____ über die Katze "C._____" vom 22. Dezem-
ber 2022 (Urk. 24),

genannt,  deren  Ergebnisse  und  den  Inhalt  umfassend  und  zutreffend  wiederge-

geben,  worauf  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  verwiesen  werden  kann 

(Urk. 47 E. II/4 S. 7-15). Überdies finden sich noch drei Rapporte der Stadtpolizei 

Zürich (Urk. 1-3) in den Akten. Die vorhandenen Beweismittel sind uneingeschränkt 

verwertbar.

-   9   -

3. Würdigung der Beweismittel

3.1. Die  Vorinstanz  erachtete  den  Anklagesachverhalt  gestützt  auf  die  mass-

geblichen Beweismittel dahingehend als erstellt, dass die Beschuldigte "C._____" 

von Mai 2022 bis zum 19. Dezember 2022 gefüttert und ab Oktober 2022 bis zum 

19. Dezember 2022 zu sich in die Wohnung gelassen habe. Überdies sei erstellt, 

dass  die  Beschuldigte  "C._____"  am  19. Dezember  2022  an  die  Drittperson 

D._____ zur dauernden Haltung übergeben habe, ohne dass sie dazu berechtigt 

gewesen sei. Es kann vorweggenommen werden, dass den von der Vorinstanz aus 

dem Beweismaterial gezogenen Schlüssen zur Sachverhaltserstellung vollumfäng-

lich  zu  folgen  ist.  Die  nachstehenden  Erwägungen  sollen  die  vorinstanzliche 

Würdigung  nur  noch  ergänzen,  indem  zur  Verdeutlichung  nochmals  kurz  auf  die 

wichtigsten Punkte eingegangen und aufgezeigt wird, dass angesichts des Bewei-

sergebnisses kein vernünftiger Zweifel im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO verbleibt, 

dass  der  Sachverhalt  sich  so  zugetragen  hat,  wie  er  von  der  Vorinstanz  erstellt 

wurde.

3.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Beschuldigten, der Privatklägerin und 

der beiden Zeugen ausführlich und zutreffend wiedergegeben, worauf zur Vermei-

dung  unnötiger  Wiederholungen  verwiesen  werden  kann  (Urk. 47  E. II/4.1-4.3 

S. 8-14).

3.3. Bereits  aus  Aussagen  der  Beschuldigten  geht  sodann  hervor,  dass  sie 

"C._____"  ab  Mai 2022  gefüttert  und  ab  Oktober  2022  zu  sich  in  die  Wohnung 

(auch über Nacht) gelassen hat. Auch geht daraus hervor, dass sie "C._____" bei 

sich  zu Hause  an  D._____  (nachfolgend:  Zeuge  D._____)  weitergab  (Prot. I 

S. 11 ff.; Urk. 6 F/A 3 ff.; Urk. 7 F/A 4 ff.; Urk. 9 F/A 2 ff.; Urk. 23 F/A 1 ff.). Dass die 

Übergabe  von  "C._____"  an  Zeuge  D._____  am  19. Dezember  2022  vonstatten 

ging, ergibt sich aus dem Polizeirapport vom 2. Februar 2023 (Urk. 1 S. 3; vgl. auch 

Urk. 21  F/A 8  ff.;  vgl.  auch  Urk. 58  S. 10).  Vor  dem  Hintergrund  des  diesbe-

züglichen Geständnisses der Beschuldigten – und sofern überhaupt relevant – ist 

nicht  weiter  auf  die  Ausführungen  der  Verteidigung,  dass  der  Vorwurf  einer  An-

fütterung ab Mai 2022 eine rein spekulative Annahme der Vorinstanz sei, da diese 

einzig  darauf  basiere,  dass  "C._____"  im  Dezember  2022  rund  1 Kilogramm  zu 

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schwer  gewesen  sei  (Urk. 58  S. 8),  einzugehen.  Dass  "C._____"  in  der  Zeit  ab 

Oktober 2022 in der Wohnung der Beschuldigten eingeschlossen gewesen wäre, 

lässt  sich  –  mit  der  Vorinstanz  (Urk. 47  E. II/5.3.7  S. 20  f.)  –  nicht  erstellen  (vgl. 

dazu  insb.  den  Vermerk  zur  Wohnung  der  Beschuldigten  im  Polizeirapport  der 

Stadtpolizei Zürich vom 5. September 2022: "Die Balkontür stand einen Spalt offen 

und der Rollladen im Wohnzimmer war ca. 20 cm ab Boden geschlossen. So, dass 

eine Katze problemlos durch die Öffnung in die Wohnung herein oder heraus kann" 

[Urk. 3 S. 3]; vgl. auch die Aussagen der Privatklägerin dazu: "Frau A._____ [die 

Beschuldigte] lässt Winter wie Sommer ihre Balkontüre zum Gartensitzplatz einen 

Spalt offen, so dass die Katzen jederzeit in die Wohnung gehen können." [Urk. 8 

F/A 7]). Vor dem Hintergrund, dass "C._____" am 19. Dezember 2022 an Zeuge 

D._____  in  der  Wohnung  der  Beschuldigten  übergeben  wurde,  muss  davon 

ausgegangen  werden,  dass  "C._____"  ab  einem  gewissen  Zeitpunkt  am 

19. Dezember 2022 in der Wohnung der Beschuldigten eingesperrt gewesen war 

(ähnlich die Vorinstanz in Urk. 47 E. II/5.3.7 S. 20).

Die  Aussagen  der  Beschuldigten,  dass  ihr  die  Privatklägerin  in  einem  Gespräch 

gesagt habe, dass sie auf "C._____" verzichte und die Privatklägerin damit einver-

standen  gewesen  sei,  dass  die  Beschuldigte  ein  neues  Zuhause  für  "C._____" 

suche,  sind  mit  der  Vorinstanz  als  Schutzbehauptungen  zu  qualifizieren  (Urk. 47 

E. II/5.3.8  S. 21).  Vor  dem  Hintergrund  des  erheblichen  Aufwands,  welchen  die 

Privatklägerin  über  einen  geraumen  Zeitraum  und  auch  im  August 2022  bzw.  im 

Dezember 2022  hinsichtlich  ihrer  Katze  "C._____"  betrieb  (Einschreiben  an  die 

Beschuldigte  vom  2. Juli  2020  [Urk. 11];  Strafantrag  bei  der  Stadtpolizei  Zürich 

gegen  die  Beschuldigte  am  21. Juli  2020  [Urk. 2];  suchte  Rat  bei  der  Stiftung 

"F._____"  [Urk. 12];  Hinweis  beim  Zürcher  Tierschutz,  was  sodann  zu  einer 

Kontrolle am Wohnort der Beschuldigten am 23. August 2022 durch die Fachstelle 

Tierschutzdelikte der Stadtpolizei Zürich führte [Urk. 3 i.V.m Urk. 8 F/A 9 und Urk. 6 

F/A 10];  Anzeige  bei  der  Stadtpolizei  Zürich  am  22. Dezember  2022  [Urk. 1]; 

mehrere Gespräche zwischen der Privatklägerin und der Beschuldigten), erscheint 

es  weder  plausibel,  lebensnah  noch  überzeugend,  dass  die  Privatklägerin 

gegenüber der Beschuldigten im August 2022 auf "C._____" verzichtet hätte. Le-

diglich der Vollständigkeit halber gilt anzufügen, dass die Beschuldigte nichts über 

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den "Chip" von "C._____" wusste. Wenn die Privatklägerin auf "C._____" verzichtet 

hätte,  so  wäre  auch  zu  erwarten  gewesen,  dass  sie  die  Beschuldigte  über  den 

"Chip" von "C._____" informiert hätte. Auch dem Polizeirapport der Stadtpolizei Zü-

rich vom 5. September 2022 ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, dass die Pri-

vatklägerin tatsächlich auf "C._____" verzichtet hätte (Urk. 3). Ein solcher Vermerk 

wäre aber – wenn die Privatklägerin tatsächlich gegenüber der Beschuldigten auf 

"C._____" verzichtet hätte – zu erwarten gewesen, da dieser Polizeirapport erstellt 

wurde,  nachdem  Mitarbeiter  des  Tierschutzes  erfolglos  bei  der  Beschuldigten 

"C._____" abholen wollten, sich Polizeibeamte der Stadtpolizei Zürich in der Folge 

zu den Wohnungen der Beschuldigten sowie der Privatklägerin begaben und mit 

beiden sprachen, wobei diese Interventionen des Tierschutzes bzw. der Stadtpoli-

zei Zürich – gemäss den Aussagen der Beschuldigten (vgl. Urk. 6 F/A 10) – nach 

dem  von  der  Beschuldigten  geltend  gemachten  Verzicht  der  Privatklägerin  auf 

"C._____"  gewesen  sein  muss.  Davon,  dass  die  Privatklägerin  auf  "C._____" 

verzichtet hätte, ist nach dem Dargelegten keinesfalls auszugehen. Vielmehr ist auf 

die  glaubhaften  Aussagen  der  Privatklägerin  –  welche  überdies  zusätzlich  noch 

durch  die  Aussagen  des  Zeugen  E._____,  dem  Ehemann  der  Privatklägerin, 

bestätigt werden (Urk. 22 F/A 15 ff.) –, dass sie mit der Übergabe von "C._____" 

nicht einverstanden gewesen sei und auch nicht auf "C._____" verzichtet habe – 

abzustellen (Urk. 8 F/A 9; etwas anderes ergibt sich auch aus den Aussagen des 

Zeugen D._____ nicht [vgl. Urk. 21]).

Die Aussagen der Beschuldigten, dass sich "C._____" in einem erbärmlichen Zu-

stand befunden habe bzw. "so komische Wellen auf dem Rücken" gehabt habe und 

die Privatklägerin "C._____" schlecht behandelt bzw. misshandelt hätte (vgl. dazu 

u. a. Urk. 6 F/A 3 ff), erweisen sich – mit der Vorinstanz (Urk. 47 E. II/5.3.9 S. 22) 

–  als  Schutzbehauptungen.  Hinweise  auf  einen  misshandelten  Zustand  von 

"C._____" oder darauf, dass die Privatklägerin und/oder deren Familie "C._____" 

nicht  artgerecht  gehalten  hätten,  sind  den  Akten  keine  zu  entnehmen  (nicht  aus 

dem Bericht der Tierärztin G._____ [Urk. 24], nicht aus den Aussagen des Zeugen 

E._____  [Urk. 22  F/A 12],  auch  nicht  aus  den  Aussagen  des  Zeugen  D._____ 

[Urk. 21  F/A 16  ff.];  überdies  ist  auch  im  Rapport  der  Stadtpolizei  Zürich  vom 

5. September 2022 festgehalten, dass – nach einer Kontrolle am Wohnort der Pri-

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vatklägerin  –  die  zweite  Katze  der  Privatklägerin  einen  guten  Eindruck  gemacht 

habe,  gut  genährt  gewesen  sei  und  nicht  eingeschüchtert  gewirkt  habe  [Urk. 3 

S. 3]). Es wäre überdies auch völlig unlogisch, dass die Privatklägerin einen sol-

chen Aufwand zur Wiedererlangung von "C._____" betreiben würde und selbstän-

dig  die  Strafverfolgungsbehörden  einschalten  würde,  um  eine  von  ihr  bzw.  ihrer 

Familie – wie vorgebracht – misshandelte Katze wiederzuerlangen. Solches kann 

mit Fug ausgeschlossen werden. 

3.4.

Letztlich bestehen keine relevanten Zweifel daran, dass sich der in der An-

klage umschriebene Sachverhalt, so wie von der Vorinstanz erstellt und vorstehend 

dargelegt (vgl. E. II/3.1), zugetragen hat.

4.

Rechtliche Würdigung

4.1. Bezüglich der Tatbestandsvoraussetzungen der Sachentziehung im Sinne 

von Art. 141 StGB kann vorab auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 47 E. III/1.1.1-1.1.4 und 1.2.1 S. 23 f. und S. 25 f.). Reka-

pitulierend  und  teilweise  ergänzend  sind  die  wichtigsten  Aspekte  nachfolgend 

nochmals zusammenzufassen.

4.2.

 Wer der Berechtigten ohne Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache ent-

zieht und ihr dadurch einen erheblichen Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis 

zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 141 StGB). Der Sachbegriff entspricht 

demjenigen bei den Aneignungsdelikten. Es kommen somit nur körperliche Gegen-

stände  in  Betracht,  unabhängig  von  ihrem  Aggregatszustand  (fest,  flüssig,  gas-

förmig).  Auch  ein  Tier  gilt  als  Sache.  Unerheblich  ist,  ob  die  Sache  einen  wirt-

schaftlichen  oder  auch  nur  einen  affektiven  Wert  aufweist  (BSK  StGB-WEISSEN-

BERGER, Art. 141 N 4 f. m.H.).

Die  Tathandlung  besteht  im  Entziehen  der  beweglichen  Sache.  Dies  bedeutet 

einerseits  die  Wegnahme  und  andererseits  das  Vorenthalten.  Unter  Wegnahme 

wird der Bruch fremden Gewahrsams und die Begründung neuen, nicht notwendig 

eigenen  Gewahrsams  verstanden.  Zudem  fällt  darunter  auch  die  eigenmächtige 

Gebrauchsanmassung. Gleichgültig ist dabei, ob der Entzug der Herrschaftsmacht 

dauernd oder bloss vorübergehend erfolgt, d.h. der frühere Gewahrsam wieder her-

-   13   -

gestellt  werden  kann  oder  nicht.  Beim  Vorenthalten  werden  grundsätzlich  alle 

Handlungen  erfasst,  die  es  dem  dinglich  Berechtigten  erschweren  oder  verun-

möglichen, sein Recht faktisch auszuüben und zwar losgelöst davon, ob der Täter 

die  Sache  bereits  in  seinem  Gewahrsam  hat  oder  nicht  (BSK  StGB-WEISSEN-

BERGER,  Art. 141  N 14  ff.).  Der  Berechtigte  wird  dadurch  also  in  der  Ausübung 

seines Verfügungsrechts über die Sache in wesentlichem Masse gehindert (OFK 

StGB-DONATSCH, Art. 141 N 4).

Als Taterfolg muss der Berechtigten aus der Sachentziehung ein erheblicher Nach-

teil erwachsen. Erst dann ist die Tat vollendet. Die Täterin muss durch ihr Verhalten 

klar den Willen zu erkennen geben, die dinglich Berechtigte an der Ausübung ihres 

Verfügungsrechts über die Sache jedenfalls in wesentlichem Masse zu hindern. Mit 

dem Erfordernis der Erheblichkeit des erlittenen Nachteils sollen Bagatellfälle aus-

geschlossen werden. Art. 141 StGB erfasst auch Nachteile, die keinen bzw. keinen 

bezifferbaren Vermögensschaden darstellen. Als Beispiele für Personen, die einen 

solchen  erheblichen  immateriellen  Nachteil  erleiden,  werden  in  der  Literatur  ge-

nannt: die Braut, der am Hochzeitstag das Brautkleid, der Musiker, dem kurz vor 

dem  Auftritt  das  Instrument  oder  die  behinderte  Person,  der  Prothesen  oder 

notwendige  Fortbewegungsmittel  entzogen  werden  (Urteil  des  Bundesgerichts 

7B_267/2022 vom 13. Mai 2024 E. 5.2 mit Verweis auf BSK StGB-WEISSENBERGER, 

Art. 141 N. 28 und 30, m.w.H.). Schliesslich kann der Entzug von Gegenständen 

mit blossem Affektionswert (z. B. Liebesbriefe, Andenken an Verstorbene, Bilder 

usw.) u. U. zu einer emotionalen Beeinträchtigung von erheblichem Gewicht führen 

(BSK StGB-WEISSENBERGER, Art. 141 N 30).

4.3. Bei "C._____" handelt es sich um ein Tier und somit – wie vorstehend dar-

gelegt – um eine bewegliche Sache. Dass die Privatklägerin die Eigentümerin von 

"C._____" – und somit Berechtigte der Sache – im hier relevanten Zeitraum war, 

ergibt sich aus den Akten (Urk. 24 und 26; vgl. dazu auch Urk. 13).

Aus den Akten ergibt sich sodann nicht, dass "C._____" – wie von der Verteidigung 

vorgebracht (vgl. Urk. 58 S. 3 ff. und S. 7) – seit spätestens September 2022 zum 

wilden bzw. herrenlosen Tier geworden wäre. Solches ergibt sich – entgegen der 

Ansicht  der  Verteidigung  (Urk. 58  S. 5  f.)  –  auch  nicht  aus  den  Aussagen  des 

-   14   -

Zeugen  E._____,  erklärte  er  doch  anlässlich  der  staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme vom 21. November 2023, dass die Katze seit ca. einem Jahr – und 

somit (erst) seit ca. November 2022 – gar nicht mehr nach Hause gekommen sei 

(Urk. 22  F/A 24).  Hinweise  darauf,  dass  er  sich  zeitlich  dabei  verschätzt  haben 

könnte – wie von der Verteidigung vorgebracht (Urk. 58 S. 5 f.) –, sind keine er-

sichtlich.  Auch  das  weitere  Vorbringen  der  Verteidigung,  dass  die  Privatklägerin 

nachweislich  bereits  im  Sommer 2020  jegliches  Interesse  an  "C._____"  verloren 

hätte, da sie das (damalige) Einvernahmeprotokoll der Stadtpolizei Zürich nicht un-

terzeichnet hätte (Urk. 58 S. 6; vgl. dazu auch Urk. 2 S. 3), verfängt vor dem Hin-

tergrund  der  weiteren  von  der  Privatklägerin  hinsichtlich  "C._____"  –  bis  ins 

Jahr 2022 –  betriebenen  Bemühungen  nicht  (vgl.  dazu  E. II/3.3).  Solches  ergibt 

sich denn nicht einmal aus den Aussagen der Beschuldigten, welche erklärte, von 

der Privatklägerin bzw. deren Familie wegen "C._____" immer kontrolliert und ge-

stört worden zu sein und dass sie auch im August 2022 noch mit der Privatklägerin 

über  "C._____"  gesprochen  habe  (vgl.  Urk. 6  F/A 10  ff.;  Urk. 7  F/A 5  ff.;  Urk. 23 

F/A 2 ff.) Bei Hauskatzen handelt es sich überdies nicht um "gefangene Tiere" oder 

"gezähmte Tiere" (im Sinne von Art. 719 Abs. 1 und 2 ZGB), sondern um "zahme 

Tiere", welche im Gegensatz zu den gezähmten Tieren einzig dann herrenlos wer-

den, wenn der Besitz an ihnen vom Eigentümer in der Absicht aufgegeben wurde, 

nicht mehr ihr Eigentümer zu sein (vgl. zu Ganzen SUTTER/SOMM, Schweizerisches 

Privatrecht,  V/1,  Eigentum  und  Besitz,  Rz 1022;  vgl.  auch  BSK  ZGB-

RUSCH/SCHWANDER,  Art. 719  N 3).  Dies  war  vorliegend  keineswegs  der  Fall, 

brachte die Privatklägerin doch durch ihre zahlreichen Bemühungen – wie vorste-

hend  dargelegt  (vgl.  E. II/3.3) –  klar  und  wiederholt  bis  im  Dezember 2022  zum 

Ausdruck, dass sie Eigentümerin der Katze bleiben wollte.

4.4. Den vorinstanzlichen Erwägungen, dass die Beschuldigte "C._____" ab Ok-

tober 2022 – zusätzlich zum aktiven Anfüttern ab Mai 2022 – zu sich in die Woh-

nung liess und "C._____" ab dann auch dort nächtigte, und damit eine Wegnahme 

bzw. ein Vorenthalten der Katze im Sinne von Art. 141 StGB vorlag, ist zu folgen 

(vgl. Urk. 47 E. III/.1.1.5 f. S. 24 f.). Dass die Entziehung der Katze von der Privat-

klägerin  (bzw.  deren  Familie)  auch  der  von  der  Beschuldigten  intendierte  Zweck 

war, ergibt sich aus den Aussagen der Beschuldigten ("Wie kann man auch eine 

-   15   -

misshandelte Katze an den selben Ort zurückbringen." [Urk. 9 F/A 4]; dass es sich 

bei der durch die Beschuldigte kolportierte Misshandlung von "C._____" durch die 

Privatklägerin bzw. deren Familie um eine Schutzbehauptung handelt, wurde vor-

stehend bereits dargelegt [vgl. vorstehend E. II/3.3]). Damit, dass die Beschuldigte 

– nach  dem  aktiven  Anfüttern  von  "C._____"  über  einen  Zeitraum  von  rund  fünf 

Monaten –  ab  Oktober 2022  zusätzlich  zum  Füttern  jeden  Tag  in  ihre  Wohnung 

liess (auch über Nacht), beeinträchtigte sie die Verfügungsmacht der Privatklägerin 

über ihre Katze stark (vgl. dazu auch Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Land-

schaft 470 20 268 vom 1. Februar 2021 E. 6.2 S. 9 [Urk. 38]). Mit dem vorgängigen 

regelmässigen  Anfüttern  und  der  dadurch  geschaffenen  Zugänglichkeit  zu 

"C._____"  lockte  die  Beschuldigte  "C._____"  aktiv  zu  sich.  Indem  sie  "C._____" 

dann regelmässig bzw. jede Nacht in ihre Wohnung liess, überschritt die Beschul-

digte – entgegen der Ansicht der Verteidigung (vgl. Urk. 58 S. 9 f.) – die Schwelle 

zur  Sachentziehung,  da  sie  damit  aktiv  die  Verfügungsmacht  der  Privatklägerin 

über  die  Katze  beschränkte  (anderes  ergibt  sich  sodann  auch  aus  dem  von  der 

Verteidigung  zitierten  und  eingereichten  Entscheids  des  Kantonsgerichts  Basel-

Landschaft 470 20 268 vom 1. Februar 2021 E. 6.2 S. 9 nicht [Urk. 38 und Urk. 58 

S. 9 f.]). Aufgrund des erstellten Sachverhalts steht weiter fest, dass die Beschul-

digte "C._____" am 19. Dezember 2022 an den Zeugen D._____ – ohne dazu be-

rechtigt gewesen zu sein – zur dauernden Haltung übergab. Durch diese Handlung 

entzog die Beschuldigte der Privatklägerin "C._____" endgültig und verunmöglichte 

ihr dadurch, ihre Rechte an ihrer Katze bzw. ihre Verfügungsmacht darüber wahr-

zunehmen.

Der Wert der Katze "C._____" kann vorliegend objektiv nicht bestimmt werden. Die 

Privatklägerin  bzw.  deren  Familie  bekamen  die  Katze  geschenkt  (vgl.  Urk. 22 

F/A 21).  Der  Affektionswert  eines  Haustieres  –  wie  vorliegend  der  Katze 

"C._____" – übersteigt aber regelmässig die Geringfügigkeitsschwelle in der Höhe 

von Fr. 300.– gemäss Art. 172ter Abs. 1 StGB. Das war auch vorliegend nicht an-

ders, zeigt sich dies doch bereits durch den erheblichen Aufwand, welcher durch 

die Privatklägerin hinsichtlich der Katze – zur Wiedererlangung bzw. zum Abhalten 

der Beschuldigten vom Anfüttern von "C._____" – betrieben wurde. Der hohe Stel-

lenwert der Katze innerhalb der Familie ergibt sich sodann auch aus dem Schreiben 

-   16   -

der Privatklägerin an die Beschuldigte vom 2. Juli 2020 (Urk. 11: "[…] Diese Katzen 

sind mit Kleinkindern aufgewachsen und unsere Tochter liebt sie. Sie gehören zu 

unserer Familie. […]"). Dass die Betroffene durch die Wegnahme eines Haustieres 

–  wie  im  vorliegenden  Fall  "C._____"  –  in  der  Regel  einen  erheblichen  Nacheilt 

erleidet, darf als gerichtsnotorisch gelten. Nach dem Dargelegten ist ein erheblicher 

(immaterieller) Nachteil bei der Privatklägerin klar zu bejahen. Entgegen den Aus-

führungen der Verteidigung und mit der Vorinstanz schliesst die Bejahung der Er-

heblichkeit die Anwendung von Art. 172ter Abs. 1 StGB aus (Urk. 58 S. 12; Urk. 47 

E. III/1.1.6 S. 25 mit Verweis auf E. I/2 S. 4 f.; BSK StGB-WEISSENBERGER, Art. 141 

N 27 ff. und 37).

4.5.

In subjektiver Hinsicht ist bei der Sachentziehung Vorsatz erforderlich, der 

sich  insbesondere  auch  auf  den  erheblichen  Nachteil  erstrecken  muss,  wobei 

Eventualvorsatz ausreicht. Als negatives Erfordernis darf der Täter nicht mit Aneig-

nungsabsicht handeln (BSK StGB-WEISSENBERGER, Art. 141 N 31).

Die Beschuldigte fütterte die Katze "C._____" – von welcher sie wusste, dass es 

sich  nicht  um  ihre  Katze,  sondern  um  diejenige  der  Privatklägerin  handelte  –  ab 

Mai 2022 bewusst an und nahm sie ab Oktober 2022 in ihre Wohnung. Aufgrund 

der  mehrfachen  Bemühungen  der  Privatklägerin  –  unter  teilweiser  Zuhilfenahme 

des Tierschutzes und der Stadtpolizei Zürich – musste die Beschuldigte spätestens 

im hier relevanten Zeitraum gewusst haben, dass die Privatklägerin weder mit dem 

Füttern noch mit dem in die Wohnung nehmen der Katze "C._____" durch sie ein-

verstanden war. Auch wusste die Beschuldigte, dass sie nicht zur Übergabe der 

Katze  an  eine  Drittperson  berechtigt  war.  Dass  die  Privatklägerin  dadurch  einen 

erheblichen Nachteil erlitt, musste der Beschuldigten ebenfalls – aufgrund der vor-

stehend dargelegten Umstände – bewusst gewesen sein. Dass die Beschuldigte 

der Privatklägerin bzw. deren Familie entziehen wollte, ergibt sich sodann auch aus 

ihren Aussagen, wonach sie die Katze nicht an den Ort der – von ihr kolportierten 

–  Misshandlung  zurückgeben  wollte  (vgl.  Urk. 9  F/A 4  und  vorstehend  E. II/4.4). 

Eine Aneignungsabsicht für die Katze "C._____" bestand bei der Beschuldigten hin-

gegen nicht.

-   17   -

Die ausführliche rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist somit – mit der Ergänzung, 

dass die Beschuldigte in allen Teilen direktvorsätzlich handelte – zutreffend (worauf 

der Vollständigkeit halber verwiesen werden kann [Urk. 47 E. III/1-2 S. 23-27).

4.6. Rechtfertigungs-  und/oder  Schuldausschlussgründe  sind  –  mit  der  Vorin-

stanz (vgl. Urk. 47 E. III/1.3 S. 27) – nicht ersichtlich.

4.7. Nach dem Gesagten ist die Beschuldigte der Sachentziehung im Sinne von 

Art. 141 StGB (Zeitraum: Oktober 2022 bis 19. Dezember 2022) schuldig zu spre-

chen.

1.

Ausgangslage, Strafrahmen, Grundsätze der Strafzumessung

III.  Sanktion

1.1. Die Vorinstanz bestrafte die Beschuldigte mit einer (bedingten) Geldstrafe 

von 20 Tagessätzen zu Fr. 40.– (Urk. 47 S. 33 f.).

Da einzig die Beschuldigte Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil erhob, fällt 

aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) eine strengere Be-

strafung von vornherein ausser Betracht.

Die Verteidigung verzichtete darauf, sich kritisch mit der vorinstanzlichen Strafzu-

messung auseinanderzusetzen (Urk. 58).

1.2. Die Vorinstanz hat den für Art. 141 StGB angedrohten Strafrahmen von ei-

ner Geldstrafe bis zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe korrekt abgesteckt (Urk. 47 

E. IV/1.2 S. 28). Vorliegend besteht kein Anlass, den ordentlichen Strafrahmen zu 

verlassen.

1.3. Auch  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  zu  den  allgemeinen 

Strafzumessungsregeln (Urk. 49 E. IV/1-2 S. 27  ff.) brauchen nicht  wiederholt zu 

werden.

-   18   -

2.

Tatverschulden

2.1. Objektive Tatschwere

Hinsichtlich  der  objektiven  Tatschwere  ist  zu  berücksichtigen,  dass  die  Beschul-

digte  die  Katze  der  Privatklägerin  über  einen  Zeitraum  von  knapp  drei  Monaten 

fütterte und jeden Tag (auch über Nacht) in ihre Wohnung liess, weshalb "C._____" 

zuletzt  überhaupt  nicht  mehr  zur  Privatklägerin  zurückkehrte.  Die  Beschuldigte 

übergab "C._____" sodann am 19. Dezember 2022 dem Zeugen D._____ zur dau-

ernden Haltung, ohne dass die Privatklägerin ihr Einverständnis dazu abgegeben 

hätte  oder  darüber  informiert  gewesen  wäre.  Durch  den  Entzug  des  Haustieres, 

fügte  die  Beschuldigte  der  Privatklägerin  und  deren  Familie  einen  erheblichen 

Nachteil zu. In Anbetracht des gesamten Spektrums möglicher Sachentziehungen 

wiegt das Verschulden in objektiver Hinsicht aber noch leicht.

2.2. Subjektive Tatschwere

Zur subjektiven Tatschwere ist auszuführen, dass die Beschuldigte direktvorsätz-

lich handelte. Dabei wusste sie aufgrund der zahlreichen Bemühungen der Privat-

klägerin – unter teilweisem Einbezug verschiedener Stellen (Tierschutz und Stadt-

polizei Zürich) –, dass diese ihre Katze zurückhaben und keine Fütterung oder Be-

herbergung der Katze durch sie wollte. Es ist auch nicht so, dass die Beschuldigte 

im Sinne des Tierwohls bzw. aus einer eigentlichen Notsituation des Tiers heraus 

– wie von ihr kolportiert – gehandelt hätte. Insgesamt lässt sich nicht sagen, dass 

die subjektiven Verschuldensaspekte das objektive Tatverschulden zu relativieren 

vermögen, weshalb es bei einem noch leichten Tatverschulden der Beschuldigten 

bleibt.

2.3. Einsatzstrafe

Das Tatverschulden ist damit als noch leicht zu qualifizieren. Eine Einsatzstrafe im 

untersten  Bereich  des  Strafrahmens,  konkret  von  20 Tagessätzen  Geldstrafe  er-

scheint vorliegend als angemessen.

-   19   -

3.

Täterkomponenten

3.1. Was die persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten anbelangt, kann auf 

die Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 47 E. IV/3.2.1 S. 29 f.) verwiesen werden. 

Neuerungen in Bezug auf die persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten haben 

sich  im  Berufungsverfahren  keine  ergeben  (vgl.  u.  a.  Urk. 58).  Eine  gesteigerte 

Strafempfindlichkeit weist die Beschuldigte nicht auf. Es ist nicht ersichtlich, wes-

halb die Lebensgeschichte oder der Werdegang der Beschuldigten Auswirkungen 

auf die Strafzumessung zeitigen sollten. Aus der Biografie und den persönlichen 

Verhältnissen  der  Beschuldigten  lassen  sich  keine  strafzumessungsrelevanten 

Faktoren ableiten.

3.2. Auch  die  Vorstrafenlosigkeit  der  Beschuldigten  (Urk. 48)  ist  mit  der  Vor-

instanz (Urk. 47 E. IV/3.2.2 S. 30) als strafzumessungsneutral zu bewerten.

3.3.

Zum  Nachtatverhalten  kann  sodann  angeführt  werden,  dass  sich  die  Be-

schuldigte  zwar  keiner  Schuld  im  rechtlichen  Sinne  bewusst  zu  sein  scheint,  sie 

sich indessen in Bezug auf den äusseren Sachverhalt teilweise geständig zeigte. 

Ein aufrichtiges Geständnis in wesentlichen Punkten, welches als Bekundung von 

Einsicht  und  Reue  bezüglich  subjektiver  Elemente  strafmindernd  berücksichtigt 

werden  könnte,  liegt  damit  aber  nicht  vor.  Entsprechend  kommt  unter  dem  Titel 

Nachtatverhalten mit der Vorinstanz (vgl. Urk. 47 E. IV/3.2.3 S. 30) keine Strafmin-

derung in Betracht.

4.

Zwischenfazit

In  Anbetracht  aller 

relevanten  Strafzumessungsgründe  erscheint 

für  die 

Sachentziehung eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen angemessen.

5.

Tagessatzhöhe

Hervorzuheben ist, dass das Gericht die Höhe des Tagessatzes nach den persön-

lichen und finanziellen Verhältnissen der Täterin im Zeitpunkt des Urteils, nament-

lich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Un-

terstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum bestimmt (Art. 34 Abs. 2 

-   20   -

StGB). Die Vorinstanz setzte den Tagessatz auf Fr. 40.– fest, unter Berücksichti-

gung  der  zuletzt  bekannten  Einkommens-  und  Vermögensverhältnissen  der  Be-

schuldigten sowie deren Lebensaufwand (vgl. Urk. 47 E. IV/4.2 S. 31 mit Verweis 

auf E. IV/3.2.1 S. 29 f.). Neuerungen in Bezug auf die finanziellen Verhältnisse der 

Beschuldigten haben sich im Berufungsverfahren keine ergeben (vgl. u. a. Urk. 58). 

Somit erweist sich die von der Vorinstanz festgesetzte Tagessatzhöhe von Fr. 40.– 

noch immer als angemessen.

6.

Vollzug der Geldstrafe

Der bedingte Vollzug der Geldstrafe steht nicht zur Diskussion – nur schon wegen 

des  Verschlechterungsverbots,  aber  auch  wegen  des  Fehlens  einer  Schlecht-

prognose  im  Sinne  von  Art. 42  Abs. 1  StGB.  Unter  diesen  Umständen  kann  der 

Beschuldigten  vorbehaltlos  eine  gute  Prognose  gestellt  werden,  weshalb  eine 

Probezeit von 2 Jahren als angemessen erscheint.

7.

Fazit

Im  Ergebnis  ist  die  Beschuldigte  mit  einer  Geldstrafe  von  20 Tagessätzen  zu 

Fr. 40.– zu bestrafen, deren Vollzug bedingt aufzuschieben ist bei einer Probezeit 

von 2 Jahren.

IV.  Zivilansprüche

Die allgemeinen Voraussetzungen und gesetzlichen Grundlagen für die Beurteilung 

der  Schadenersatz-  und  Genugtuungsforderungen  wurden  durch  die  Vorinstanz 

korrekt wiedergegeben (Urk. 47 E. VI/1 S. 32).

Die  Vorinstanz  verwies  die  Privatklägerin  mit  ihrem  Schadenersatz-  und  Genug-

tuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses. Da die Privatklägerin weder Be-

rufung noch Anschlussberufung gegen den erstinstanzlichen Entscheid anmeldete 

bzw. erklärte, scheidet aufgrund des Verschlechterungsverbots eine Zusprechung 

von  Schadenersatz  oder  einer  Genugtuung  an  die  Privatklägerin  von  vornherein 

aus.  Überdies  ist  das  Schadenersatz-  und  Genugtuungsbegehren  der  Privat-

klägerin nicht hinreichend begründet, weswegen das Schadenersatz- und Genug-

-   21   -

tuungsbegehren im Sinne von Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO auf den Weg des Zivil-

prozesses zu verweisen ist (so auch die Vorinstanz in Urk. 47 E. VI/2 S. 32 f.).

V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens

Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  ist  das  erstinstanzliche  Kostendispositiv 

(Dispositivziffer 6 und 7) zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).

2.

Kosten des Berufungsverfahrens / Prozessentschädigung

Die  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  auf  Fr. 3'600.–  festzusetzen 

(§ 16 Abs. 1 i.V.m. § 14 Abs. 1 GebV OG).

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschuldigte unterliegt 

mit  ihren  Berufungsanträgen  vollumfänglich,  weshalb  ihr  ausgangsgemäss  die 

Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind. Ausgangsgemäss ist der Be-

schuldigten auch keine Prozessentschädigung zuzusprechen (vgl. Urk. 58 S. 12 f. 

i.V.m. Urk. 59/2).

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 5. April 

2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

[…]

Die  Beschuldigte  wird  für  den  Zeitraum  vom  30. Mai  2020  bis  September 2022  vom 

Vorwurf der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB freigesprochen.

1.

2.

3.-7.

[…]

8.

[Mitteilungen]

-   22   -

9.

[Rechtsmittel]"

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

-   23   -

Es wird erkannt:

1.

Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der Sachentziehung im Sinne von 

Art. 141 StGB (Zeitraum: Oktober 2022 bis 19. Dezember 2022).

2.

Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 40.–.

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

4.

Die Privatklägerin (B._____ ) wird mit ihrem Schadenersatz- und Genugtu-

ungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

5.

6.

7.

8.

Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 6 und 7) wird bestätigt.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'600.–.

Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt.

Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an







die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat

die Privatklägerin

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an







die Vorinstanz

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A

das Migrationsamt des Kantons Zürich.

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

-   24   -

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 4. April 2025

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. B. Gut

MLaw J. Stegmann

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.