# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 868549e7-675b-561e-8157-ee5d4046c570
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.02.2025 810 2024 23 (810 24 23)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-23_2025-02-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Februar 2025 (810 24 23) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands / Verhältnismässigkeit der Massnahme 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Daniel 

Noll, Stefan Schulthess, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts-
schreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte Baukonsortium A.____, bestehend aus: 
 
1. B.____, Beschwerdeführer  
 
2. C.____, Beschwerdeführer 
 
vertreten durch D.____ AG, diese vertreten durch Dr. David Dussy, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 
 

 Einwohnergemeinde E.____, Beigeladene 
  

 
Betreff Baugesuch für 3 Mehrfamilienhäuser mit Autoeinstellhalle / Änderungs-

verfügung  
(Entscheid der Baurekurskommission vom 19. September 2023) 

 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Am 4. Februar 2016 reichte das Baukonsortium A.____ ein Baugesuch für den Bau 
von 3 Mehrfamilienhäusern mit Autoeinstellhalle auf der Parzelle Nr. 1, Grundbuch E.____, ein 
(Baugesuch Nr. 0280/2016), welches mit Entscheid des Bauinspektorats des Kantons Basel-
Landschaft (BIT) vom 24. Mai 2016 bewilligt wurde.  
 
B. Anlässlich der Bauabnahme vom 22. März 2019 stellte das BIT fest, dass von den be-
willigten Plänen abgewichen und im Untergeschoss von Haus B ein zusätzlicher Technikraum 
erstellt worden war, welcher teilweise vor der Baulinie liegt.  
 
C. In der Folge wurden seitens der Bauherrschaft mehrmals bereinigte Pläne eingereicht 
und am 20. Februar 2020 wurde ein Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung gestellt, 
welches von der Einwohnergemeinde E.____ und vom BIT abgelehnt wurde. 
 
D. Mit Entscheid Nr. 136/21 vom 13. Oktober 2021 verfügte das BIT gegenüber dem Bau-
konsortium A.____, dass der ohne Baubewilligung erstellte Technikraum im Untergeschoss bis 
zum 31. Januar 2022 im Sinne der Erwägungen abzuändern und der rechtmässige Zustand 
wiederherzustellen sei. In den Erwägungen wurde festgehalten, dass zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands der Bereich des Technikraums zwischen Bau- und Strassenlinie dau-
erhaft und irreversibel als unzugänglich und unbenutzbar zu verschliessen sei. Es sei eine Zwi-
schenwand zu erstellen, wie in den bereinigten Plänen ausgewiesen, und der dahinterliegende 
Raum sei zum Beispiel mit Magerbeton zu füllen.  
 
E. Die vom Baukonsortium A.____, vertreten durch Dr. David Dussy, Advokat, am  
26. Oktober 2021 gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid der Bau-
rekurskommission des Kantons Basel-Landschaft vom 19. September 2023 abgewiesen  
(Ziff. 1). Die Frist, um den Bereich des Technikraums zwischen Bau- und Strassenlinie dauer-
haft und irreversibel als unzugänglich und unbenutzbar zu verschliessen, d.h. um eine Zwi-
schenwand zu erstellen und den dahinterliegenden Raum z. B. mit Magerbeton aufzufüllen, 
wurde neu auf den 31. August 2024 festgesetzt (Ziff. 2). Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- wurden dem Baukonsortium auferlegt (Ziff. 3). Die ausserordentlichen Kosten wurden 
wettgeschlagen (Ziff. 4).  
 
F. Mit Eingabe vom 18. Januar 2024 erhob das Baukonsortium A.____, bestehend aus 
A.____ und B.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Dr. David Dussy, Advo-
kat, gegen den Entscheid der Baurekurskommission Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Die Beschwerdeführer beantragen, 
der angefochtene Entscheid und der Entscheid des BIT vom 13. Oktober 2021 seien aufzuhe-
ben (Ziff. 1). Es sei festzustellen, dass das ausgeführte Bauprojekt mit der Baugesuchsnummer 
0218/2016 einschliesslich der über die Baulinie hinausragenden Teile baupolizeilich zu dulden 
sei (Ziff. 2). Unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 3). Am 25. März 2024 reichten die Beschwerdeführer 
die Beschwerdebegründung ein. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

G. Mit Vernehmlassung vom 4. April 2024 beantragt die Vorinstanz, nachfolgend vertreten 
durch das BIT, es sei die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung wird auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid verwiesen. 
 
H. Die zum Verfahren beigeladene Einwohnergemeinde E.____ beantragt in ihrer Ver-
nehmlassung vom 23. April 2024 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.  
 
I. Mit Verfügung vom 29. April 2024 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
J. Am 7. August 2024 führte das Kantonsgericht eine Parteiverhandlung mit vorgängigem 
Augenschein vor Ort durch. Nachdem die Parteien ihre Bereitschaft erklärt hatten, in der vorlie-
genden Streitsache eine einvernehmliche Lösung zu treffen, wurde das Verfahren für zwei Mo-
nate sistiert.  
 
K. Mit Eingabe vom 1. Oktober 2024 teilte die Vorinstanz mit, dass für eine Vereinbarung 
im vorliegenden Fall keine Hand geboten werden könne. Im Weiteren orientierte sie über die 
Praxis des BIT betreffend die Bewilligungsfähigkeit von Bauten zwischen der Baulinie und der 
Strassenlinie ober- und unterhalb des gewachsenen Terrains.       
 
L. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2024 wurde die Sistierung des Verfahrens aufgehoben 
und eine zweite Parteiverhandlung angeordnet.  
 
M. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung hielten die Parteien an den gestellten Be-
gehren und wesentlichen Standpunkten fest.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 
1998 in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Baurekurskommission 
durch die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht angefochten werden. Die Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zur Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben.  
 
1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Die Beschwerdeführer sind durch den angefochtenen Ent-
scheid, mit welchem ihnen bzw. dem Baukonsortium A.____ Frist zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands gesetzt wurde, in schutzwürdigen Interessen betroffen und damit zur 
Beschwerde legitimiert. Die weiteren Prozessvoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf 
die Beschwerde eingetreten werden kann.  
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3.1 Streitgegenstand bildet die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-
stands dahingehend, dass der Bereich des Technikraums im Untergeschoss (Haus B) zwischen 
der Baulinie und der Strassenlinie dauerhaft und irreversibel als unzugänglich und unbenutzbar 
zu verschliessen, d.h. eine Zwischenwand zu erstellen und der dahinterliegende Raum z. B. mit 
Magerbeton zu füllen sei. 
 
3.2 Der streitbetroffene Technikraum wurde ohne rechtsgültige Baubewilligung erstellt und 
kann, soweit er vor der Baulinie liegt, infolge materieller Baurechtswidrigkeit unbestrittenermas-
sen auch nachträglich nicht bewilligt werden.  
 
4.1 Gemäss § 137 Abs. 3 RBG wird unter Ansetzung einer angemessenen Frist die Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustands angeordnet, falls eine nachträgliche Baubewilligung 
nicht erteilt werden kann.  
 
4.2.1 Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann aus Gründen der Verhält-
nismässigkeit unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die 
Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem 
Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im 
Einklang, und ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden öffentlichen Interessen widerspricht  
(vgl. BGE 132 II 21 E. 6; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht [KGE VV], vom 23. Januar 2019 [810 18 61] E. 6.1; KGE VV vom 15. Februar 2012 [810 
11 297] E. 6.1). Praxisgemäss kann sich auch ein Bauherr, der sich nicht in gutem Glauben 
befindet, gegenüber einem Abbruchbefehl auf den Verhältnismässigkeitsgrundsatz berufen. Er 
muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum 
Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederher-
stellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beilegen und die dem Bauherrn allen-
falls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (vgl. BGE 
132 II 21 E. 6.4; BGE 123 II 248 E. 4a; BGE 111 Ib 213 E. 6b; KGE VV vom 18. Dezember 
2019 [810 19 77] E. 14.2). 
 
4.2.2 Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der strittige Technikraum sei baurechtswidrig, 
weshalb ein öffentliches Interesse daran bestehe, dass er entsprechend geändert werde. Damit 
der rechtmässige Zustand wiederhergestellt wäre, müsste an sich der Teil des Technikraums, 
welcher über die Baulinie hinausrage, entfernt werden. Das BIT habe allerdings nicht den teil-
weisen Abbruch des Technikraums verfügt. Es habe das Baukonsortium dazu verpflichtet, den 
baurechtswidrigen Teil des Technikraums dauerhaft und irreversibel als unzugänglich und un-
benutzbar zu verschliessen, was bedeute, dass eine Zwischenwand zu erstellen und der dahin-
terliegende Raum z. B. mit Magerbeton aufzufüllen sei. Das Vorbringen des Baukonsortiums, 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wonach der rechtmässige Zustand durch das Hinterfüllen des Technikraums nicht wiederherge-
stellt werde, sei auf den ersten Blick nachvollziehbar. Jedoch habe das BIT nicht das teilweise 
Entfernen des Technikraums verfügt, sondern eine mildere Massnahme getroffen, nämlich das 
Erstellen einer Zwischenwand und das Hinterfüllen des dahinterliegenden Raums. Es erscheine 
wenig überzeugend, zu argumentieren, dass das Hinterfüllen des Technikraums nicht geeignet 
sei, zumal dies eine mildere Massnahme darstelle als der gänzliche Abbruch des über der Bau-
linie liegenden Teils des Technikraums. Im Wesentlichen gehe es darum, den Raum hinter der 
Baulinie unbenutzbar und unzugänglich zu machen. Hierfür stelle das Hinterfüllen des besagten 
Teils des Technikraums eine geeignete und erforderliche Massnahme dar. Sofern bloss das 
Erstellen einer Zwischenwand verfügt würde, wäre der dahinterliegende Raum nicht unbenutz-
bar. Das Gleiche gelte für die beantragte Massnahme, wonach der Technikraum so zu belassen 
und das Grundstück mit einem Revers zu sichern sei. Es werde nicht in Abrede gestellt, dass 
die Massnahme aufgrund der Infrastruktur, welche sich im Technikraum befinde, finanzielle 
Auswirkungen und Unannehmlichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner haben werde. 
Indes sei festzustellen, dass die Überschreitung der Baulinie auf einer Länge von 12.3 m um 
1.18 m nicht bloss geringfügig sei. Zudem hätten es sich die Beschwerdeführer selbst zuzu-
schreiben, wenn entgegen den bewilligten Plänen gebaut worden sei und bauliche Massnah-
men beschlossen worden seien, ohne vorgängig die Baupläne zu konsultieren. Vorliegend sei 
ein ganzer Raum zusätzlich gebaut worden, obwohl dies in den bewilligten Plänen nicht vorge-
sehen gewesen sei. Die Massnahme sei somit zumutbar. 
 
4.2.3 Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, an der verfügten Massnahme 
bestehe lediglich ein abstraktes öffentliches Interesse, welches in der Einhaltung der baurechtli-
chen Bestimmungen, der Verhinderung eines Präjudizes sowie der rechtsgleichen Behandlung 
bestehe. Ein konkretes öffentliches Interesse sei nicht tangiert, sei es doch äusserst unwahr-
scheinlich, dass die F.____-strasse je ausgebaut werde und die Baulinien somit jemals einem 
konkreten Zweck dienen würden. Durch die Baurechtswidrigkeit hätten die Beschwerdeführer 
keine zusätzliche ökonomische Nutzfläche gewonnen, von welcher sie profitieren würden und 
deren Ausnutzung es zu verhindern gelte. Sollte die Strasse je verbreitert werden, könne dies 
durch das mildere Mittel der Anordnung eines Revers gesichert werden. Damit wäre der jeweili-
ge Grundeigentümer verpflichtet, den die Baulinie überragenden Teil der Baute auf eigene Kos-
ten zurückzubauen, sollte die Strasse jemals ausgebaut werden. Dies würde für die Beschwer-
deführer eine deutlich mildere Massnahme darstellen. Was die privaten Interessen der Be-
schwerdeführer anbelange, so sei es nicht ihre Absicht gewesen, die Baulinie zu überschreiten. 
Dies sei vielmehr auf eine Unachtsamkeit ihres Bauleiters zurückzuführen und die Beschwerde-
führer hätten insofern nicht mutwillig oder bösgläubig gehandelt. Die finanziellen Auswirkungen 
der verfügten Massnahme seien angesichts der Kosten für den Umbau des Technikraums in 
der Höhe von mindestens Fr. 90'000.-- massiv. Hinzu kämen potentielle Schadenersatzforde-
rungen Dritter gegenüber den Beschwerdeführern in nicht abschätzbarer Höhe. Würde die ver-
fügte Massnahme umgesetzt, müssten die Wasserversorgung, die Heizung und die Stromver-
sorgung gekappt werden, was zu einem immensen Planungsaufwand führen würde. Die Mass-
nahme würde zur Unbewohnbarkeit der Mehrfamilienhäuser für einen längeren Zeitraum führen 
und die Liegenschaft würde wieder zur Baustelle, verbunden mit Immissionen für die Nachbarn. 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Diesen privaten Interessen stehe lediglich das abstrakte Interesse an der Einhaltung der Bau-
ordnung entgegen.   
 
4.3 An der Durchsetzung des materiellen Baurechts und an der konsequenten Verhinde-
rung von Bauten, die den materiellen Bauvorschriften widersprechen, besteht, selbst wenn es 
sich nicht um Bauten ausserhalb der Bauzone handelt, ein generelles öffentliches Interesse. 
Entscheidend sind dabei unter anderem auch präjudizielle Aspekte (vgl. Urteile des Bundesge-
richts 1C_209/2023 vom 16. November 2023 E. 3.2.3; 1C_80/2022 vom 30. November 2023  
E. 3). Liegt wie im vorliegenden Fall eine formelle und materielle Baurechtswidrigkeit vor, so 
besteht dementsprechend auch ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands (vgl. MAGDALENA RUOSS FIERZ, Massnahmen gegen illegales Bauen, Zürich 
1998, S. 149).  
 
4.4.1 Damit die Wiederherstellungsmassnahme verhältnismässig ist, muss sie geeignet sein, 
um das angestrebte Ziel, d.h. die Herstellung des rechtmässigen Zustands, zu erreichen. Ist die 
Massnahme nicht geeignet, dieses Ziel zu erreichen, erweist sie sich als unverhältnismässig.  
 
4.4.2 Die materielle Baurechtswidrigkeit liegt im vorliegenden Fall darin begründet, dass der 
Technikraum im Untergeschoss des Hauses B teilweise vor der Baulinie liegt. Nach § 96 Abs. 1 
RBG begrenzen Baulinien die Bebauung und dienen insbesondere der Sicherung bestehender 
und geplanter Anlagen und Flächen sowie der baulichen Gestaltung. Baulinien wirken sich als 
Bauverbote aus, indem das Land, das innerhalb der Baulinien liegt, grundsätzlich nicht über-
baut werden darf (vgl. PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht,  
7. Aufl., Bern 2022, S. 266).  
 
4.4.3 Die Vorinstanz erwog wie bereits dargelegt (E. 4.2.2. hiervor), dass zur Wiederherstel-
lung des rechtmässigen Zustands der Teil des Technikraums, welcher über die Baulinie hinaus-
rage, entfernt werden müsste. Diese Beurteilung erweist sich als zutreffend. Tatsache ist je-
doch, dass das BIT nicht den (teilweisen) Rückbau des Technikraums, sondern die Erstellung 
einer Zwischenwand und das Hinterfüllen des vor der Baulinie liegenden Teils des Technik-
raums anordnete. Inwiefern diese Massnahme dem angestrebten Ziel der Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands dienen soll, erschliesst sich nicht und wird von der Vorinstanz 
auch nicht substantiiert dargelegt. Ihre Argumentation, wonach die getroffene Anordnung ge-
genüber dem vollständigen Abbruch des vor der Baulinie liegenden Teils des Technikraums 
eine mildere Massnahme darstelle, geht insofern an der Sache vorbei, als sie sich nicht auf die 
Frage der Geeignetheit der Massnahme bezieht. Soweit die Vorinstanz davon ausgeht, die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands könne durch das Unbenutzbar- bzw. Un-
brauchbarmachen des baurechtswidrigen Teils des Technikraums erreicht werden, kann ihr 
nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz macht zu Recht nicht geltend, dass der entgegen den be-
willigten Plänen erstellte Technikraum zu einer Überschreitung der zulässigen Nutzung führen 
würde, welche durch die angeordnete Massnahme unterbunden werden könnte. Im vorliegen-
den Fall steht vielmehr einzig eine Verletzung von § 96 Abs. 1 RBG bzw. des daraus fliessen-
den Verbots der Errichtung von Bauten vor der Baulinie in Frage. Diese Verletzung besteht un-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

abhängig davon, ob der baurechtswidrige Teil des Technikraums effektiv genutzt wird oder un-
benutzbar bzw. unbrauchbar gemacht wird.    
 
4.4.4 Die strittige Anordnung stellt mithin kein geeignetes (milderes) Mittel zur Erreichung 
des rechtmässigen Zustands dar, zumal sie diesbezüglich keinerlei Wirkungen entfaltet. Ist die 
Massnahme nicht geeignet, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands herbeizuführen, 
so kommt der Wiederherstellungsverfügung lediglich pönaler Charakter zu. Die Pönalisierung 
von bösgläubigem Verhalten ist dem Strafrecht vorbehalten (vgl. Bernische Verwaltungsrecht-
sprechung [BVR] 2002 S. 8 ff. E. 4e).  
 
4.4.5 Die im vorliegenden Fall geeignete Massnahme bestünde im Abbruch bzw. Rückbau 
des vor der Baulinie liegenden Teils des Technikraums. Die Anordnung dieser Massnahme 
durch das Kantonsgericht würde indes zu einer unzulässigen reformatio in peius führen (§ 18 
Abs. 1 VPO).  
 
4.5 Nach dem Gesagten ist auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unge-
achtet einer allfälligen Bösgläubigkeit der Beschwerdeführer ausnahmsweise zu verzichten. Die 
Beschwerde ist gutzuheissen und die vorinstanzlichen Entscheide sind aufzuheben. Der bau-
rechtswidrige Zustand ist demgemäss baupolizeilich zu dulden, womit sich das – ohnehin sub-
sidiäre – Feststellungsbegehren als gegenstandslos erweist. 
 
5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Im vorliegenden Fall sind 
die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- der unterliegenden Vorinstanz aufzuerlegen.  
 
5.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts oder 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist den Beschwerde-
führern antragsgemäss eine Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz zuzusprechen. Der in 
der Honorarnote vom 27. Mai 2024 im Zusammenhang mit Abklärungen für eine mögliche Be-
schwerdebegründung und deren Ausarbeitung ausgewiesene Aufwand von 18.3 Stunden (Posi-
tionen vom 17.1.2024 und 29.2.2024-25.3.2024 ohne "Fachdialoge") erweist sich mit Blick auf 
den Umfang der Beschwerdebegründung und die sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen als überhöht. Diesbezüglich erscheint ein Aufwand von 12 Stunden als angemessen, wo-
raus für den von der Honorarnote erfassten Zeitraum ein Aufwand von 19.4 Stunden resultiert. 
Für die erste Verhandlung mit Augenschein erscheint ein Aufwand von 6 Stunden und für die 
zweite Verhandlung ein solcher von 4 Stunden als angemessen. Insgesamt ergibt sich damit 
ein zu berücksichtigender Aufwand von 29.4 Stunden, wobei im vorliegenden Fall ein Ansatz 
von Fr. 250.-- pro Stunde als angemessen erscheint. Zuzüglich der Auslagen – unter Zugrunde-
legung eines einheitlichen Ansatzes für Kopien von Fr. 1.-- pro Kopie – ist das Honorar demzu-
folge auf Fr. 8'128.90 (inkl. 8.1 % MWST) festzusetzen.  
 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.3 Bezüglich der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Sache zu neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Entscheid der Baurekurs-

kommission Nr. 21-065 vom 19. September 2023 und der Entscheid des 
Bauinspektorats Nr. 136/21 vom 13. Oktober 2021 aufgehoben. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an die Baurekurskommission des Kantons Basel-
Landschaft zurückgewiesen.  

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden der Bau-

rekurskommission auferlegt.  
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- wird den 
Beschwerdeführern zurückerstattet.    

   
 4. Den Beschwerdeführern wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 8'128.90 (inkl. Auslagen und 8.1 % MWST) zulasten der Baurekurs-
kommission zugesprochen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber