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**Case Identifier:** 4f35d521-a664-597a-a0de-b8e8f4d7d865
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2010 C-3015/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3015-2009_2010-11-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3015/2009/mea/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Alberto Meuli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3015/2009

Sachverhalt:

A.
Der  1956  geborene,  aus  der  Republik  Serbien  und  Montenegro 
stammende A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerde-
führer) meldete sich erstmals am 21. Oktober 2005 (Eingangdatum bei 
der  Schweizerischen  Ausgleichskasse  [im  Folgenden: SAK]:  26. Ja-
nuar 2006) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (im 
Folgenden: IV) an (act. 3). Mit Verfügung vom 27. Juni 2007 wies die 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vor-
instanz)  nach  durchgeführtem  Vorbescheidsverfahren  (act.  36)  das 
Leistungsgesuch mit der Begründung ab, es liege keine Invalidität vor, 
die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge (act. 38). Diese Ver-
fügung war unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

B.
Nachdem sich  der  Versicherte  am 8. Oktober  2007 neu angemeldet 
hatte und bei der SAK am 22. November 2007 das Formular E 204 
eingegangen war (act. 39, 40, 44 und 45), orientierte die IVSTA den 
Versicherten mit  Vorbescheid vom 17. Juni 2008 über das beabsich-
tigte Nichteintreten (act. 44). In der Folge erliess sie am 15.  September 
2008 eine dem Vorbescheid  im Ergebnis  entsprechende Nichteintre-
tensverfügung (act. 65). Auch diese Verfügung trat  unangefochten in 
Rechtskraft.

C.
Mit Daten vom 30. Oktober 2008 und 12. November 2008 erlangte die 
SAK Kenntnis des am 10. Juli 2008 datierten Formulars E 001 (act. 66) 
sowie  des  Schreibens  des  Versicherten  vom  1.  November  2008 
(act. 67), worin sich dieser nach dem Eingang des Formulars E 213 er-
kundigt  und  um  eine  Überprüfung  seines  Antrags  ersucht  hatte 
(act. 67). Nachdem dieses Formular am 16. Januar 2009 bei der Vor-
instanz eingegangen war (act. 69) und Dr. med. B._______ vom Regio-
nalen  Ärztlichen  Dienst  (im  Folgenden: RAD)  am  3. Februar  2009 
dafürgehalten  hatte,  dass  er  mangels  neuer  medizinischer  Berichte 
seit seiner Stellungnahme (sic: vom 9. September 2008; act. 64) die an 
ihn gerichtete Anfrage nicht beantworten könne (act. 73),  erliess die 
IVSTA am  10.  Februar  2009  einen  weiteren  Vorbescheid  (act.  75). 
Darin  wurde  dem  Versicherten  mitgeteilt,  man  sei  zur  Prüfung  des 
dritten Gesuchs nicht  in der Lage, da nicht  habe glaubhaft  gemacht  
werden können, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den An-

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spruch erheblichen Weise geändert habe (act. 75). Am 14. April 2009 
erliess die IVSTA die entsprechende Verfügung (act. 76).

D.
Hiergegen erhob der Versicherte mit  Eingabe vom 5. Mai 2009 beim 
Bundesverwaltungsgericht  (im  Folgenden  auch: BVGer)  Beschwerde 
und  beantragte  sinngemäss  die  Aufhebung  der  Verfügung  vom 
14. April 2009 (BVGer-act. 1).

Zur  Begründung führte er  im Wesentlichen aus, die Vorinstanz habe 
den  im  Ausland  erhobenen  Invaliditätsgrad  ( im  Folgenden  auch: IV-
Grad)  von  67 % nicht  berücksichtigt.  Gemäss  der  Vorinstanz  würde 
keine  Erwerbsminderung  bestehen,  was  aber  unmöglich  sei,  da  er 
herzkrank  sei  und  eine  grössere  Herzoperation  überstanden  habe, 
deren Auswirkungen nicht reparabel seien. Aufgrund seines Gesund-
heitszustandes könne er nicht arbeiten. Seine derzeitige Invalidenrente 
decke seine Ausgaben zur Existenzsicherung nicht ab.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 8. Juli  2009 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 3).

Zur  Begründung führte  sie im Wesentlichen aus,  mit  Verfügung vom 
14. April 2009 sei auf das dritte Rentengesuch des Versicherten nicht 
eingetreten worden, da mittels neuer Anmeldung eine erhebliche Än-
derung des IV-Grades nicht habe glaubhaft gemacht werden können. 
Es  seien  sämtliche  Akten  dem regionalärztlichen  Dienst  unterbreitet 
worden,  damit  dieser  prüfe,  inwiefern  sich  aus  den  medizinischen 
Unterlagen  eine  wesentliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszu-
standes ergebe. Mit Stellungnahme vom 3. Februar 2009 sei der be-
urteilende  Arzt  wiederholt  zur  Auffassung  gelangt,  dass  der  Versi-
cherte  aufgrund  seiner  Leiden weiterhin  zu  20 % seit  dem 23. Sep-
tember 2002 bzw. zu 50 % seit dem 22. Dezember 2004 in seiner an-
gestammten Tätigkeit als Landwirt arbeitsunfähig sei bzw. in leichteren 
Verweisungstätigkeiten  keine  Einschränkungen  bestünden.  Insofern 
habe sich seit der letzten rechtskräftigen Verfügung keine wesentliche 
Verschlechterung  der  Erwerbsfähigkeit  ergeben.  Eine  rentenbegrün-
dende  Invalidität  liege  weiterhin  nicht  vor. Die  IV-Stelle  sei  dement-
sprechend  nicht  gehalten  gewesen,  weitere  Abklärungen  zu  veran-
lassen  und  habe  das  Leistungsgesuch  somit  durch  einen  Nicht-
eintretensentscheid erledigen dürfen.

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F.
Im Rahmen der Replik vom 5. August 2009 reichte der Beschwerde-
führer  dem BVGer weitere  medizinische Dokumente ein,  machte er-
gänzende  Ausführungen  hinsichtlich  der  im Ausland  errechneten  In-
validitätsgrade  und  seines  Gesundheitszustandes  bzw.  dessen  Ver-
schlechterung und hielt an seinem Rechtsbegehren fest (BVGer-act. 5 
und 6).

G.
Mit Zwischenverfügung vom 31. August 2009 wurde der Beschwerde-
führer vom Instruktionsrichter aufgefordert, einen Kostenvorschuss von 
Fr. 400.-- zu leisten (BVGer-act. 8); dieser wurde in der Folge innert  
gesetzter Frist einbezahlt (BVGer-act. 9).

H.
In ihrer Duplik machte die Vorinstanz weitere Ausführungen und hielt 
an der beantragten Abweisung der Beschwerde fest (BVGer-act. 11).

I.
Mit  prozessleitender  Verfügung  vom  8.  Oktober  2009  schloss  der 
Instruktionsrichter den Schriftenwechsel. 

J.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungs-
gerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes 
bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestim-
mungen des Bundesgesetzes über  den Allgemeinen Teil  des Sozial-
versicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehal-
ten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf 

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die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar, 
wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vor-
sehen. Nach Art. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  sind die  Bestimmungen des 
ATSG auf  die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung  vom ATSG vor-
sieht.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen 
Regeln  in  formellrechtlicher  Hinsicht  mangels anderslautender  Über-
gangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  Anwen-
dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben 
(BGE 130 V 1 E. 3.2). Dieser intertemporalrechtliche Grundsatz kommt 
aber  dort  nicht  zur  Anwendung,  wo  hinsichtlich  des  verfahrens-
rechtlichen  Systems  zwischen  altem  und  neuem  Recht  keine  Kon-
tinuität besteht und mit dem neuen Recht eine grundlegend neue Ver-
fahrensordnung geschaffen worden ist (BGE 130 V 1 E. 3.2, 215 E. 3.2 
und 560 E. 3.1, 129 V 113 E. 2.2; RKUV 1998 KV 37 S. 316 E. 3b; SVR 
2004 AHV Nr. 3 S. 8 E. 3.2).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG. Zu  den  anfecht-
baren Verfügungen gehören jene der IVSTA, die zu den Vorinstanzen 
des Bundesverwaltungsgerichts  gehört  (Art. 33 lit. d  VGG; vgl. auch 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
38 ff. und Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist 
der  Beschwerdeführer  berührt  und hat  ein  schutzwürdiges Interesse 
an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art.  59  ATSG).  Nachdem 
auch  der  Kostenvorschuss  innerhalb  der  angesetzten  Frist  geleistet 
wurde, ergibt sich zusammenfassend, dass sämtliche Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

1.5

1.5.1 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. April  2009, mit 
welcher die Vorinstanz auf das dritte Leistungsgesuch des Beschwer-

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deführers vom 30. Oktober resp. 12. November 2008 (act. 66, 67 und 
70) nicht eingetreten war. Streitig und zu prüfen ist, ob dieser Nichtein-
tretensentscheid zu Recht ergangen ist.

1.5.2 Unter den Parteien nicht strittig ist, dass die rentenabweisende 
Verfügung  vom  27.  Juni  2007  (act.  38)  und  die  Nichteintretensver-
fügung vom 15. September 2008 (act. 65) unangefochten in Rechts-
kraft erwachsen sind.

2.

2.1 Gemäss den von der Vorinstanz bestätigten Angaben stammt der 
in  Ungarn  wohnhafte  Beschwerdeführer  aus  dem ehemaligen  Jugo-
slawien und wurde in der serbischen Stadt  Odzaci  geboren (act. 3). 
Die  Schweiz  hat  mit  Serbien  und  Montenegro  –  im  Unterschied  zu 
anderen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien – kein neues 
Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen,  weshalb  das  Abkom-
men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föde-
rativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 
1962 (SR 0.831.109.818.1) weiterhin anwendbar ist  (vgl. BGE 126 V 
198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit  Hinweisen). Nach Art. 2  dieses 
Abkommens  stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in 
ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvor-
schriften,  zu  welchen  die  schweizerische Bundesgesetzgebung über 
die IV gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Da 
sich  keine  vom  vorgenannten  Grundsatz  der  Gleichstellung  abwei-
chenden Bestimmungen finden lassen, ist die Frage, ob und gegebe-
nenfalls ab wann ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen 
der  schweizerischen  IV  besteht,  aufgrund  der  schweizerischen 
Rechtsvorschriften zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). Daran 
ändert  nichts, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz  in  einem 
EU-Staat hat.

2.2 Ob  eine  anspruchsbegründende  Änderung  in  den  für  den 
Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im 
Neuanmeldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach aArt. 41 
IVG (heute: Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 105 V 29) – durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ersten  Ablehnungsverfügung 
bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung 
(BGE 130 V 71 E. 3.1 mit Hinweisen; AHI 1999 S. 84 E. 1b). Dies gilt 
jedoch  nur  in  Fällen,  in  denen  seit  der  ersten  Verfügung  keine 
materielle Prüfung des Rentenanspruchs mehr stattgefunden hat, son-

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dern einzig Nichteintretensverfügungen erfolgt  sind, welche aufgrund 
des  fehlenden  Abklärungs-  und  bloss  summarischen  Begründungs-
aufwandes der  Verwaltung unbeachtlich  bleiben (vgl. BGE 130 V 71 
E. 3.2.3).

In  Anwendung  der  oben  dargelegten  höchstrichterlichen  Rechtspre-
chung sind in zeitlicher Hinsicht  die Verhältnisse bei Erlass der strit-
tigen Nichteintretensverfügung vom 14. April  2009 mit denjenigen im 
Zeitpunkt der ersten materiellen Abweisung (Verfügung vom 27. Juni 
2007; act. 38) zu vergleichen.

2.3 Wurde eine  Rente  wegen eines fehlenden  oder  zu  geringen In-
validitätsgrades  bereits  einmal  verweigert,  so  wird  eine  neue  An-
meldung  nur  geprüft,  wenn  die  versicherte  Person  glaubhaft  macht, 
dass  sich  der  Grad der  Invalidität  in  einer  für  den  Anspruch erheb-
lichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV). Mit dieser Be-
stimmung  soll  verhindert  werden,  dass  sich  die  Verwaltung  nach 
vorausgegangener  rechtskräftiger  Rentenverweigerung immer  wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Verände-
rung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss 
(BGE 130 V 64 E. 5.2.3, 125 V 410 E. 2b, 117 V 198 E. 4b).

Die  Regelung  über  das  Eintreten  und  die  Prüfungsbefugnis  der  IV-
Stelle  bei  einer  Neuanmeldung  nach  einer  früheren  rechtskräftigen 
Leistungsverweigerung hat durch das ATSG keine Änderung erfahren. 
Die bisherige Rechtsprechung zu den Erfordernissen für das Eintreten 
auf eine Neuanmeldung nach Ablehnung eines Leistungsgesuchs und 
zu  den  beim  Eintreten  auf  eine  Neuanmeldung  analog  zur  Renten-
revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG anwendbaren Rechtsgrundsätzen 
gilt  auch unter der Herrschaft  des ATSG. Hieran haben auch die am 
1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen des IVG und der IVV 
nichts geändert (SVR 2006 IV Nr. 10 S. 38 E. 2.1; vgl. auch Entscheide 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 
Bundesgericht]  vom  26.  Januar  2005,  I  543/04,  E.  1.2.2  und  vom 
18. November 2004, I 468/04, E. 1.2).

Die  glaubhaft  zu  machende Änderung muss nicht  gerade jenes An-
spruchselement  betreffen,  welches  die  Verwaltung  der  früheren 
rechtskräftigen  Leistungsabweisung  zugrunde  legte. Vielmehr  hat  es 
zu  genügen,  wenn  die  versicherte  Person  zumindest  die  Änderung 
eines  Sachverhalts  aus  dem  gesamten  für  die  Rentenberechtigung 
erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig  dartut.  Trifft  dies  zu,  ist 

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die  Verwaltung  verpflichtet,  auf  das  neue  Leistungsbegehren  einzu-
treten und es allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b).

3.

3.1 Das  erste  Rentengesuch,  welches  am 26.  Januar  2006  bei  der 
SAK  eingegangen  war,  wurde  mit  in  Rechtskraft  erwachsener  Ver-
fügung  vom 27.  Juni  2007  unter  anderem  mit  der  Begründung  ab-
gewiesen,  zwar  sei  aufgrund  des  Gesundheitszustandes  die  letzte 
gewinnbringende  Tätigkeit  nur  noch  zu  50 %,  die  Ausübung  einer 
leidensadaptierten  Tätigkeit  jedoch  noch  in  rentenausschliessender 
Weise zumutbar. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sei es un-
erheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich ausgeübt werde. Es 
liege  somit  keine  Invalidität  vor,  die  einen  Rentenanspruch  zu  be-
gründen vermöge (act. 38).

Die Vorinstanz stütze sich im Rahmen dieses Entscheids insbesondere 
auf den Bericht von Dr. med. C._______, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom medizini-
schen Dienst vom 20. März 2007 (act. 34). Darin wurden einerseits zur 
Hauptsache  eine  Trikuspidalklappeninsuffizienz  sowie  ein  Foramen 
ovale und andererseits mit  Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein 
zervikolumbales Schmerzsyndrom diagnostiziert. Weiter wurde zusam-
mengefasst  ausgeführt,  der  psychische Zustand sei  zweitrangig  und 
nicht invalidisierend. Die arthrotischen Beeinträchtigungen wirkten sich 
leicht auf die Arbeitsunfähigkeit in physischen Arbeiten aus. Es werde 
eine  20%ige  Arbeitsunfähigkeit  in  der  angestammten  Tätigkeit  seit 
dem 23. September 2002 vorgeschlagen. Gemäss den medizinischen 
Akten habe der Versicherte seine Arbeit per Ende Dezember 2002 auf-
gegeben; klare medizinische Argumente dafür seien nicht ersichtlich. 
Aufgrund der  in  der  Folge erstellten medizinischen Dokumente liege 
seit dem 22. Dezember 2004 eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit  von 50 % vor. In  einer  leidensadaptierten Tätigkeit  bestehe 
eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

3.2 Im Rahmen des im Oktober/November 2007 eingeleiteten Neuan-
meldungsverfahrens (act. 39)  erhielt  die Vorinstanz Kenntnis  zahlrei-
cher  medizinischer  Dokumente  aus  dem Ausland  resp. davon,  dass 
sich der Beschwerdeführer am 4. September 2007 einer Herzoperation 
hatte unterziehen müssen (act. 45 bis 61). In der Folge wurden die ein-
gereichten Akten am 20. August  2008 dem RAD zur Stellungnahme 
unterbreitet (act. 62 und 63). Dr. med. B._______, Facharzt für Allge-

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meinmedizin, führte in seinem Bericht vom 9. September 2008 zusam-
mengefasst aus, die medizinische Aktenlage reiche aus. Die kardialen 
Störungen  seien  mit  chirurgischen  Massnahmen verbessert  worden; 
der  postoperative  Verlauf  sei  gut  gewesen.  Es  sei  weder  eine  Ver-
schlechterung des Gesundheitszustands eingetreten noch seien neue 
Beeinträchtigungen  hinzugekommen  (act.  64).  Gestützt  auf  diese 
Stellungnahme  von  Dr.  med.  B._______  erliess  die  Vorinstanz  am 
15. September 2008 eine Verfügung, mit welcher auf das neue Leis-
tungsbegehren  nicht  eingetreten  wurde  (act.  65);  diese  Verfügung 
erwuchs ebenfalls unangefochten in Rechtskraft.

3.3

3.3.1 Im  Zusammenhang  mit  dem  ab  Herbst  2008  durchgeführten 
Neuanmeldungsverfahren  gingen  bei  der  Vorinstanz am 30. Oktober 
2008  das  Formular  E  001  (act.  66)  und  am  12.  November  2008 
(act. 67) ein Schreiben des Beschwerdeführers ein, worin er – zumin-
dest  implizit  –  eine  Verschlechterung  seines  Gesundheitszustandes 
geltend gemacht hatte. Nachdem die Vorinstanz am 16. Januar 2009 
Kenntnis  des  von  Dr.  med.  D._______  verfassten  resp.  am  5. 
November 2007 datierten Formulars E 213 (act. 69) hatte, wurden die 
Unterlagen erneut dem RAD unterbreitet (act. 70); die entsprechende 
Stellungnahme von Dr. med. B._______ datiert  vom 3. Februar 2009 
(act.  73).  Gestützt  auf  diesen  Bericht  resp.  nach  Durchführung  des 
Vorbescheidsverfahrens (act.  75)  erliess  die  Vorinstanz am 14. April 
2009 die vorliegend angefochtene Nichteintretensverfügung.

3.3.2 Dr.  med.  D._______  erwähnte  im  Formular  E  213,  der 
Versicherte  sei  im  September  2007  operiert  worden  und  es  fänden 
derzeit kardiologische Kontrollen statt. Seit  dem 15. Juni 2007 sei er 
erwerbsunfähig.  Dr.  med.  D._______  berichtete  weiter  auch  von 
mehrheitlich  normalen  resp.  guten  Befunden.  Die  Ultraschall-
Dopplersonografie  (Herz  und  Gefässe)  habe  eine  Hypertrophie  im 
rechten Bereich des Herzens, einen erweiterten Herzvorhof sowie eine 
gute  systolische  Funktion  des  Herzmuskels  gezeigt;  ein  sichtbarer 
Verschluss  im  interaurikulären  Septum  sei  nicht  gefunden  worden. 
Nach  der  Operation  sei  der  Gesundheitszustand  zufriedenstellend. 
Zufolge  postoperativer  Syndrome  seien  postoperative  Behandlungen 
notwendig.

Dr. med. B._______ machte  hinsichtlich  der  Diagnosen und  der  Be-
urteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit  in seiner am 3. Februar 

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2009 abgegebenen Stellungnahme dieselben Angaben wie im Bericht 
vom 9. September 2008. Auf Seite 2 führte er unter "Fallbeurteilung" 
weiter aus, zufolge Fehlens neuer Auskünfte in medizinischer Hinsicht 
seit  der  letzten Stellungnahme könne er  die von der  Verwaltung ge-
stellte  Frage  nicht  beantworten,  ob  durch  die  neuen  Unterlagen 
glaubhaft gemacht würde, dass sich der IV-Grad in einer für den An-
spruch erheblichen Weise geändert habe (vgl. act. 70 und 73).

3.3.3 Aufgrund  der  nachvollziehbaren  Ausführungen  von  Dr.  med. 
B._______  in  dessen  Bericht  vom 3.  Februar  2009,  welcher  Bezug 
nimmt auf denjenigen vom 9. September 2008, ist  keine wesentliche 
Verschlechterung  des  Gesundheitszustands  seit  Erlass  der  renten-
abweisenden  rechtskräftigen  Verfügung  vom 27.  Juni  2007  bis  zum 
14. April  2009 glaubhaft  gemacht worden. Nichts anderes ergibt sich 
aus dem am 5. November 2007 und somit rund zwei Monate nach der 
Operation von Dr. med. D._______ ausgefüllten und unterzeichneten, 
im  vorliegend  zu  beurteilenden  Neuanmeldungsverfahren  neu  ein-
gereichten Formular E 213. Der Grund dafür liegt darin, dass die darin 
diagnostizierten  Leiden  bereits  im  Austrittsbericht  des  Universitäts-
spitals E._______ vom 11. September 2007 (act. 55 und 56) resp. von 
den Dres. med. F._______, G._______, H._______ und D._______ in 
deren Berichten vom 11. Sep-tember 2007 und 29. Oktober 2007 (act. 
50 bis 52, 57) erwähnt wurden und bereits im Rahmen des Erlasses 
der rechtskräftigen Nichteintretensverfügung vom 15. September 2008 
berücksichtigt  wurden.  Die  Beurteilung  von  Dr.  med.  B._______ 
schloss insbesondere auch die im September 2007 erfolgte Operation 
mit  ein.  Weiter  fand  auch  der  darauffolgende  gute  Verlauf 
Berücksichtigung,  was  im  Übrigen  mit  der  Auffassung  von  Dr. med. 
D._______,  der  von  mehrheitlich  unauffälligen  Befunden  sprach,  in 
Übereinstimmung  steht.  Schliesslich  wurden  vom  Beschwerdeführer 
auch  keine  weiteren  medizinischen  Akten  eingereicht  und  bestand 
seitens  der  Vorinstanz  kein  Anlass  dazu,  jenem eine  angemessene 
Frist  zur  Einreichung  weiterer  Beweismittel  anzusetzen  (vgl.  hierzu 
BGE 130 V 64 E. 5.2.5).

Unter diesen Umständen ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, 
durch  die  Einreichung  des  Formulars  E  213  substantielle  Anhalts-
punkte für eine allfällige neue Prüfung des Leistungsanspruches dar-
zulegen. Da das Formular E 213 nicht dermassen wenig substantiiert  
war, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse 
allenfalls  rechtfertigen  würde,  und  jenem  keine  konkreten  Hinweise 

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entnommen werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren 
Erhebungen  erstellbare  rechtserhebliche  Änderung  vorliegt,  war  die 
Vorinstanz  nicht  zur  Nachforderung  weiterer  Angaben  verpflichtet 
(vgl. zum Ganzen SZS 2009 S. 397, Urteil 9C_286/2009 des Bundes-
gerichts vom 28. Mai 2009 E. 2.2.3).

Es bestand somit für die Vorinstanz – analog der Neuanmeldung vom 
8. Oktober 2007 – keine Verpflichtung, auf das neue Leistungsbegeh-
ren einzutreten und dieses allseitig resp. in materieller Hinsicht zu prü-
fen. Dies umso mehr mit Blick auf den Zeitpunkt des Erlasses der Ver-
fügung vom 27. Juni 2007, welcher im Vergleich zur vorliegend ange-
fochtenen  Verfügung  vom  14.  April  2009  weniger  als  zwei  Jahre 
zurückliegt  und  dementsprechend  auch  an  die  Glaubhaftmachung 
höhere Anforderungen zu stellen sind (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b).

4.

Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend  fest-
zustellen, dass der Beschwerdeführer mit dem ärztlichen Bericht von 
Dr. med. D._______ vom 5. November 2007 (Formular E 213) – wie 
bereits  im  Zusammenhang  mit  dem  Erlass  der  ersten 
Nichteintretensverfügung  vom  15.  September  2008  –  nicht  hatte 
glaubhaft machen können, dass sich der Grad der Invalidität in einer 
für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 und 4 
IVV). Somit trat die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Neuanmeldung 
vom  30.  Oktober  resp.  12.  November  2008  ein,  weshalb  die 
Beschwerde vom 5. Mai 2009 als unbegründet abzuweisen ist.

5.

5.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerde-
führer  die  Verfahrenskosten zu tragen (Art.  63  Abs. 1  VwVG). Diese 
werden  auf  Fr.  400.--  festgesetzt  und  sind  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

5.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG).  Als  Bundesbehörde  hat  die  obsiegende  Vorinstanz  jedoch 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Re-
glements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Dem 

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unterliegenden  Beschwerdeführer  ist  entsprechend  dem  Verfahrens-
ausgang  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem geleisteten Kostenvorschuss in  gleicher Höhe 
verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Roger Stalder

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern, Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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