# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb084353-452c-54b5-8b8c-33c92ff774c4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.08.2018 UV 2017/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-25_2018-08-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/25

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.08.2018

Entscheiddatum: 16.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2018
Art. 6 UVG: Kausalitätsbeurteilung linksseitiger 
Rotatorenmanschettenrupturen. Die für die Kausalitätsbeurteilung 
massgebenden Kriterien - Unfallbeschreibung, echtzeitliche Unfalldiagnose 
und Befunde, zeitlicher Ablauf - sprechen im konkreten Fall für eine 
Unfallbeteiligung der linken Schulter bzw. für eine traumatische 
Verursachung der Rotatorenmanschettenrupturen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2018, UV 
2017/25). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_651/2018.

Entscheid vom 16. August 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/25           

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Postautochauffeur bei der B.___ AG tätig 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. November 2015 meldete die 

Arbeitgeberin einen Sturz des Versicherten von der Treppe vom 13. November 2015 

mit Platzwunde am Schädel und Quetschung der rechten Schulter (Suva-act. 1). Eine 

Erstbehandlung hatte am Unfalltag bei Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, 

stattgefunden, der nach einer Röntgenuntersuchung der rechten Schulter und des 

linken Handgelenks einen Status nach Stolpersturz diagnostiziert und den Versicherten 

ab 23. (richtig wohl: 13.) November 2015 arbeitsunfähig geschrieben hatte (Suva-act. 

6). Mit Schreiben vom 23. November 2015 sicherte die Suva dem Versicherten die 

Vergütung der Heilbehandlungskosten sowie die Entrichtung von Taggeldern zu (Suva-

act. 3).

A.b  Am 24. Dezember 2015 ersuchte das Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: 

KSSG) die Suva um Kostengutsprache für eine Hospitalisation des Versicherten zur 

Behandlung einer traumatischen Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus 

transmural, Subscapularis transmural) rechts (Suva-act. 10, 15, 49). Nach Erteilung der 

Kostengutsprache (Suva-act. 17) führte Dr. med. D.___, Klinik für Orthopädische 

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Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am KSSG, beim Versicherten 

am 11. Januar 2016 eine Schulterarthroskopie rechts mit Rotatorenmanschetten-

Rekonstruktion (Subscapularis, Supraspinatus) und Bicepstenotomie durch (Suva-act. 

19 f.). Dem Versicherten wurde weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 26 

f., 29, 31, 56).

A.c  Anlässlich einer Befragung vom 7. März 2016 durch die Suva beschrieb der 

Versicherte Beschwerden an der linken Schulter (Suva-act. 22). Schulterbeschwerden 

links wurden weiter auch von Dr. D.___ in einem Bericht vom 8. April 2016 über eine 

Untersuchung vom 7. April 2016 festgehalten (Suva-act. 31). Mit Bericht vom 8. Juli 

2016 über eine klinische Untersuchung vom 7. Juli 2016 sowie eine am selben Tag 

durchgeführte röntgenologische Untersuchungen beider Schultern (Suva-act. 52 f.) 

stellte Dr. D.___ die Diagnosen Status nach Schulterarthroskopie mit 

Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Subscapularis und Supraspinatus) Schulter 

rechts am 11. Januar 2016 und subacromiales Impingement Schulter links (Suva-act. 

36). Dem Versicherten wurde eine Physiotherapieverordnung zur Behandlung beider 

Schultern ausgestellt (Suva-act. 38). Am 14. September 2016 wurde die 

Physiotherapieverordnung erneuert (Suva-act. 43). Am 15. November 2016 wurde in 

der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG eine MRI-Untersuchung des 

linken Schultergelenks durchgeführt, welche eine ansatznahe transmurale Ruptur der 

Subscapularissehne mit Retraktion des Sehnenstumpfes auf Höhe des Glenoids, eine 

transmurale und kurzstreckige interstitielle ansatznahe Ruptur der Supraspinatussehne 

im ventralen Anteil sowie eine ausgeprägte Teilruptur der langen Bizepssehne mit 

SLAP-Läsion Typ II vom anterioren Subtyp zeigte (Suva-act. 54). Gestützt auf das 

radiologische Untersuchungsergebnis erklärte Dr. D.___ am 15. November 2016 eine 

Schulterarthroskopie links mit Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion und 

Bizepstenotomie als indiziert (Suva-act. 44). Mit Schreiben vom 18. November 2016 

lehnte die Suva gegenüber dem Versicherten ihre Leistungspflicht für die 

Schulterbeschwerden links mangels eines sicheren oder wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhangs zum Ereignis vom 13. November 2015 ab (Suva-act. 46). 

Nachdem der Versicherte am 29. November 2016 um nochmalige Überprüfung der 

Leistungsablehnung ersucht (Suva-act. 47) und das KSSG am 3. Dezember 2016 ein 

Gesuch um Kostengutsprache für eine Hospitalisation des Versicherten mit 

Behandlung einer Rotatorenmanschettenruptur links eingereicht hatte (Suva-act. 50), 

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legte die Suva den Schadenfall ihrer Kreisärztin, med. pract. E.___, Fachärztin für 

Chirurgie, vor. Diese verneinte in einer Kurzbeurteilung vom 16. Dezember 2016 einen 

überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang der Schulterbeschwerden links 

inklusive Operation mit dem "inkriminierten" Ereignis (Suva-act. 48). Inzwischen hatte 

die Suva den Versicherten am 12. Dezember 2016 ausserdem zum Unfallhergang 

befragt (Suva-act. 56).

A.d  Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung hielt die Suva mit Verfügung vom 16. 

Dezember 2016 an ihrer Leistungsablehnung betreffend der Schulterbeschwerden links 

fest (Suva-act. 57).

B.   

B.a  Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache des Versicherten ging der Suva 

am 19. Dezember 2016 zu (Suva-act. 59).

B.b  Gleichentags führte Dr. D.___ beim Versicherten eine Schulterarthroskopie links 

mit Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Subscapularis, Supraspinatus) durch 

(Suva-act. 62, 73).

B.c  Nach Einholung einer Beurteilung ihrer Kreisärztin med. pract. E.___ (Suva-act. 61, 

63) lehnte die Suva die am 19. Dezember 2016 bei ihr eingegangene Einsprache mit 

Einspracheentscheid vom 7. März 2017 ab (Suva-act. 66).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 5. April 2017 Widerspruch (richtig: Beschwerde) 

und beantragte sinngemäss, der Entscheid sei aufzuheben und es seien für seine 

linksseitigen Schulterbeschwerden inklusive Operation die gesetzlichen Leistungen zu 

erbringen (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer 

einen Bericht von Dr. D.___ vom 17. März 2017 über die Nachkontrolle vom 16. März 

2017 ein, worin sich dieser auch zur Kausalität zwischen der linksseitigen 

Schulterproblematik und dem Unfall vom 13. November 2015 äusserte (act. G 1.2).

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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2017 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Sie stützte sich dabei 

unter anderem auf eine von Dr. med. F.___, Facharzt Chirurgie und Unfallchirurgie, 

Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, am 16. Mai 2017 erstellte chirurgische 

Beurteilung (Suva-act. 75).

C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 4 f.).

C.d Mit Schreiben vom 2. Juli 2018 ersuchte das Versicherungsgericht Dr. C.___ um 

Einreichung der von ihm im Nachgang zum Unfall vom 13. November 2015 notierten 

Krankengeschichte inklusive Behandlungseinträge und wies den Arzt darauf hin, dass 

seine Angaben im Arztzeugnis UVG vom 25. November 2015 (Suva-act. 6) nicht 

eindeutig seien. Zur Klärung des Sachverhalts wurde Dr. C.___ deshalb gefragt, ob er 

die linke Schulter des Beschwerdeführers anlässlich der Erstbehandlung vom 13. 

November 2015 untersucht habe; falls ja, welche Untersuchungen er konkret 

durchgeführt habe und zu welchen Ergebnissen diese geführt hätten (act. G 8). Am 6. 

Juli 2018 reichte Dr. C.___ die gewünschten Unterlagen ein und nahm zu den ihm 

gestellten Fragen Stellung (act. G 9, G 9.1).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

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2.1  Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate 

Kausalität zwischen dem Unfall und der festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt 

(vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht auf Angaben 

ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen 

die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine 

selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

2.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

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vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Auch ärztliche Beurteilungen aufgrund 

der Akten, wie sie vorliegend von Kreisärztin med. pract. E.___ und von Dr. F.___ 

erstellt wurden, sind nicht an sich unzuverlässig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 8. 

Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2).

2.3  Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2) 

schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die 

Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 

S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Wird also auf dem Wege der Beweiserhebung das 

Vorliegen eines (leistungsbegründenden) natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 

dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 

erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht - so hat dieses als unbewiesen zu gelten, 

was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 129 V 177 E. 

3.1, 117 V 360 E. 4a, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 119 Nr. U 

86 S. 50; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 4).

3.   

3.1  Vorliegend liess die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt zunächst 

durch ihre Kreisärztin med. pract. E.___ prüfen (Kurzbeurteilung vom 16. Dezember 

2016; Suva-act. 48) und verneinte ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom gleichen 

Tag (Suva-act. 57) bzw. angefochtenem Einspracheentscheid vom 7. März 2017 (Suva-

act. 66) gestützt auf die neuerliche Beurteilung der Kreisärztin vom 13. Februar 2017 

(Suva-act. 63). Erst nach Beschwerdeerhebung, d.h. zusammen mit der 

Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2017 (act. G 3), reichte sie die chirurgische 

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Beurteilung von Dr. F.___ vom 16. Mai 2017 (Suva-act. 75) zu der ihm gestellten 

Kausalitätsfrage ein. Es ist deshalb zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin mit diesem 

Vorgehen das Prinzip des Devolutiveffekts verletzt hat.

3.2  Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG 

Devolutiveffekt zu. Eingeschränkt wird jedoch der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 

ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen 

Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiederwägen, 

bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die formgültige 

Beschwerdeerhebung begründet die alleinige Zuständigkeit des kantonalen 

Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im 

angefochtenen Entscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die 

Verwaltung die Herrschaft über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in 

Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Die 

Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu 

ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. c und d 

ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des 

Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den 

Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen 

Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die gegenteilige Auffassung hat eine 

Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge. 

Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen Regeln die pendente lite durch 

die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen unterworfen sind und 

überhaupt, wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im Verfahren bestimmt. 

Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken, weil damit allfällige 

Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen Abklärungsauftrags 

korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine Ersatzfunktion für 

die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde (vgl. BGE 136 V 5 E. 2.5, 

127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen).

3.3  Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht sollte gemäss Art. 61 lit. a 

ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des Verfahrens schliesst 

es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und 

zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des 

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Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren rechtsprechungsgemäss keine 

Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person 

bedürften. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle 

Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch 

Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen). 

Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen 

Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche 

Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger 

weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V 

231 ff. E. 2b/aa und bb).

3.4  Bei der 9-seitigen chirurgischen Beurteilung von Dr. F.___ handelt es sich zwar um 

eine umfassende und umfangreiche Stellungnahme (Suva-act. 75). Die 

Beschwerdegegnerin hat jedoch den massgeblichen medizinischen Sachverhalt bereits 

vor Erlass ihrer Verfügung und des angefochtenen Einspracheentscheids durch ihre 

Kreisärztin med. pract. E.___ abklären lassen, deren Stellungnahme vom 13. Februar 

2017 (Suva-act. 63) mit umfassender Anamnese und ärztlicher Beurteilung ebenfalls als 

ausführlich bezeichnet werden kann. Der Beschwerdegegnerin kann damit nicht 

vorgeworfen werden, sie habe die notwendigen Abklärungsmassnahmen in ein 

späteres Verfahren verschoben. Die interne versicherungsmedizinische 

Aktenbeurteilung durch Dr. F.___ wurde sodann ohne Mitwirkung des 

Beschwerdeführers erstellt und hat keine namhafte zeitliche Verzögerung des 

Beschwerdeverfahrens verursacht. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer mit der 

Beschwerde einen neuen Bericht von Dr. D.___ vom 17. März 2017 über eine 

Nachkontrolle vom 16. März 2017 (act. G 1.2) vorgelegt. Dieser beinhaltete eine 

Beurteilung der Kausalitätsfrage der linksseitigen Schulterproblematik, was wiederum 

eine versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin als 

sachgerecht erscheinen lässt. Die Einholung der fraglichen Beurteilung war mithin 

zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 

5.5, und 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5). Die Aktenbeurteilung von Dr. F.___ 

wurde dem Beschwerdeführer zusammen mit der Beschwerdeantwort der 

Beschwerdegegnerin zugestellt und er konnte sich im Rahmen der Replik dazu 

äussern, weshalb auch nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen 

werden kann. Ausserdem wurde eine Verletzung des Devolutiveffekts vom 

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Beschwerdeführer nicht gerügt. So ist die chirurgische Beurteilung von Dr. F.___ vom 

16. Mai 2017 im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen, was auch aus 

verfahrensökonomischen Gründen als gerechtfertigt erscheint.

4.   

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den Beschwerden in der linken Schulter des 

Beschwerdeführers bzw. der arthroskopischen Behandlung seiner 

Rotatorenmanschettenruptur links (Subscapularis transmural, Supraspinatus 

transmural) vom 19. Dezember 2016 (Suva-act. 73) und seinem Unfall vom 13. 

November 2015 ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Rotatorenmanschetten 

können als Folge eines Traumas ein- oder abreissen, sind aber häufig degenerativer 

Natur (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. 

Aufl. Bern 2002, S. 412, 628, 724 f., 728 ff.; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 1681; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch 2017, 267. Aufl. 

Berlin 2017, S. 1576, 1646). Während die Beschwerdegegnerin insbesondere gestützt 

auf die kreisärztliche Beurteilung von med. pract. E.___ vom 13. Februar 2017 (Suva-

act. 63) und die chirurgische Beurteilung von Dr. F.___ vom 16. Mai 2017 (Suva-act. 75) 

davon ausgeht, eine Unfallkausalität der Rotatorenmanschettenruptur links sei nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, stellt sich der 

Beschwerdeführer auf den Standpunkt, der Unfall habe für die fragliche 

Schulterproblematik mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine 

kausale Rolle gespielt. Zur Unterstreichung seiner Auffassung reichte er den bereits 

erwähnten Bericht von Dr. D.___ vom 17. März 2017 über eine Nachkontrolle vom 16. 

März 2017 ein (act. G 1.2). Nachfolgend ist damit zu entscheiden, von welcher 

Kausalität (Krankheits- oder Unfallkausalität) mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.

5.   

Der Beschwerdeführer hat am 13. November 2015 unstreitig einen Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG erlitten, indem er auf einer Treppe gestürzt ist und sich dabei 

anerkanntermassen eine Rotatorenmanschettenruptur rechts sowie eine 

Rissquetschwunde supraorbital rechts zugezogen hat (vgl. Suva-act. 6, 15; RUMO-

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JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 40; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176). Die Beschwerdegegnerin hat die 

entsprechenden Heilbehandlungskosten übernommen und für die daraus resultierten 

Arbeitsunfähigkeiten Taggelder ausgerichtet (vgl. Suva-act. 3, 16 f.). Im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren ist jedoch eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in 

Bezug auf die Beschwerden des Beschwerdeführers an der linken Schulter streitig. Es 

erscheint offensichtlich, dass in der Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine 

unfallbedingte Verletzung mit nachfolgenden Beschwerden zeitigen kann. Zu prüfen ist 

damit, ob respektive inwieweit vom Sturz auf der Treppe auch die linke Schulter 

tangiert worden ist. Eine Unfallbeteiligung der linken Schulter wäre etwa zu bejahen, 

wenn der Beschwerdeführer auch mit der linken Schulter auf dem Boden 

aufgeschlagen oder es beim Unfall zu einer indirekten Gewalteinwirkung auf seine linke 

Schulter gekommen wäre. Eine Verletzung führt sodann regelmässig zu Schmerzen, 

welche unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch im 

entsprechenden Umfang wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen 

Untersuchung diagnostiziert werden. Insofern bilden der Unfallmechanismus, die 

Unfalldiagnose bzw. die echtzeitlich erhobenen Befunde, die subjektiv geltend 

gemachten Beschwerden und folgerichtig der zeitliche Ablauf massgebende Kriterien 

für die Beurteilung der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung.

6.   

6.1  Med. pract. E.___ wertet in der Beurteilung vom 13. Februar 2017 (Suva-act. 63) 

den zeitlichen Ablauf im konkreten Fall als Anhaltspunkt gegen eine Unfallkausalität 

und geht, wie gesagt, von einer degenerativen Verursachung der 

Rotatorenmanschettenruptur aus. Sowohl die Schadenmeldung UVG vom 20. 

November 2015 (Suva-act. 1), das Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 25. November 

2015 (Suva-act. 6) als auch der erste Untersuchungsbericht von Dr. D.___ vom 23. 

Dezember 2015 (Suva-act. 15) befassten sich nur mit der rechten Schulter. Die linke 

Schulter werde weder als beschwerdehaft noch als untersucht angeführt. In der Folge 

sei dann auch die rechte Schulter operativ angegangen worden. Erstmalig Erwähnung 

finde die linke Schulter im Sprechstundenbericht von Dr. D.___ vom 8. April 2016 

(Suva-act. 31). Untersucht worden sei die linke Schulter dort nicht. Es sei aber 

festgehalten worden, dass bei der nächsten Kontrolle - betreffend die rechte Schulter 

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in drei Monaten - auch die linke Schulter untersucht werden solle, vorrangig mit einer 

MRI- und einer Röntgenuntersuchung.

6.2 

6.2.1      Aus den im Rahmen der Abklärungen des Versicherungsgerichts von Dr. C.___ 

eingegangenen Unterlagen (act. G 9, vgl. auch act. G 8) lässt sich schliessen, dass 

med. pract. E.___ das Arztzeugnis UVG von Dr. C.___, auf welchem ihre Darstellung 

des zeitlichen Ablaufs schwergewichtig aufbaut, insofern falsch interpretiert, als sie den 

Vermerk "Schmerzen links" unter der Rubrik "Angaben des Patienten" (Suva-act. 6, 

Ziff. 2) nur auf das Handgelenk und nicht auch auf die linke Schulter bezieht. Dr. C.___ 

klärte mit Schreiben vom 6. Juli 2018 auf, soweit er sich erinnern könne, habe der 

Beschwerdeführer anlässlich der Erstbehandlung vom 13. November 2015 auch 

Schmerzen in der linken Schulter angegeben. Weil jedoch die Schmerzen in der 

rechten Schulter sowie im linken Handgelenk im Vordergrund gestanden hätten, sei er 

in der körperlichen Untersuchung auf diese eingegangen (act. G 9). Mit den echtzeitlich 

dokumentierten Schulterbeschwerden links ist - wie bezüglich der rechten Schulter und 

dem linken Handgelenk unangefochten angenommen - auch ein massgebender 

Hinweis für eine direkte oder indirekte Beteiligung der linken Schulter gegeben.

6.2.2      Vor diesem Hintergrund überzeugt nun aber auch die von med. pract. E.___ 

festgestellte bzw. hervorgehobene Verzerrung der vom Beschwerdeführer anlässlich 

der Befragung vom 12. Dezember 2016 (Suva-act. 56) durch die Beschwerdegegnerin 

angegebenen zeitlichen Abläufe nicht. Der Beschwerdeführer hatte angesichts des in 

Erwägung 6.2.1 Gesagten bei der Befragung wahrheitsgetreu angegeben, er habe nach 

dem Sturz Schmerzen in beiden Schultergelenken gehabt. Die rechte Schulter habe er 

nicht mehr bewegen können. Auch links sei die Beweglichkeit eingeschränkt gewesen. 

Er sei sofort zu seinem Hausarzt Dr. C.___ gegangen, der nur die rechte Schulter 

geröntgt habe. Dieser hat denn auch in seinem Schreiben vom 6. Juli 2018 bestätigt, 

am 13. November 2015 die linke Schulter nicht untersucht zu haben (act. G 9). 

Irrelevant ist demnach, dass die weitere Aussage des Beschwerdeführers (Suva-act. 

56) - Dr. C.___ habe einen Krafttest von beiden Schultern gemacht, welcher ergeben 

habe, dass er in der linken Schulter weniger Kraft gehabt habe als in der rechten 

Schulter - nicht nachvollziehbar ist und auch nicht mehr bewiesen bzw. ergründet 

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werden kann. Der Aussage sollte jedoch ohnehin kein allzu grosses Gewicht 

beigemessen werden, weil der Beschwerdeführer ohne weiteres auch rechts und links 

verwechselt haben könnte. Im Einklang mit den Akten steht sodann wieder die 

Aussage des Beschwerdeführers, man habe sich dann entschieden, vorerst nur die 

rechte Schulter zu behandeln. Zwar erstaunt es, dass der Beschwerdeführer angeblich 

Dr. C.___ mehrmals darauf hingewiesen haben soll, in der linken Schulter unter starken 

Schmerzen zu leiden, und dieser trotzdem nie entsprechende Untersuchungen 

veranlasste. An der grundsätzlichen Richtigkeit der Sachverhaltsschilderung vermag 

dies indessen nichts zu ändern. Nachvollziehbar erscheint zumindest allgemein, dass 

traumatisch beeinträchtigte paarige Körperteile nicht gleichzeitig operativ behandelt 

werden und die Therapierung der Verletzung am dominanten Arm vorgezogen wird. 

Stimmig erscheint die Darstellung des Beschwerdeführers vor allem auch angesichts 

der Ausführungen von Dr. D.___ im Untersuchungsbericht vom 8. April 2016, worin 

dieser eine erneute klinische Verlaufskontrolle der rechten Schulter in drei Monaten 

ankündigte, hier bei Beschwerden auch an der linken Schulter. Vorrangig seien eine 

MRI- sowie eine Röntgenuntersuchung der linken Schulter durchzuführen, welche in 

der nächsten Kontrolle besprochen würden (Suva-act. 31). Im Übrigen ist darauf 

hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer bereits bei der Befragung durch die 

Beschwerdegegnerin vom 7. März 2016, d.h. vor derjenigen vom 12. Dezember 2016 

und vor der Berichterstattung durch Dr. D.___ vom 8. April 2016, erzählt hatte, in 

beiden Schultern Probleme zu haben. Der Hausarzt habe jedoch gesagt, dass man die 

linke Schulter erst anschaue, wenn die rechte Schulter besser sei (Suva-act. 22). Diese 

Schilderung entspricht denn auch genau den Untersuchungsergebnissen von Dr. D.___ 

vom 7. April 2016. Drei Monate nach der Arthroskopie der rechten Schulter stellte 

dieser einen zeitgerechten postoperativen Verlauf fest, mit dem auch der 

Beschwerdeführer zufrieden war. Schmerzen hatte der Beschwerdeführer nur bei 

forcierter Mobilisation der rechten Schulter und unter intensiver Physiotherapie hatte 

eine zufriedenstellende Beweglichkeit erreicht werden können. Im Rahmen dieser 

Untersuchung wurde nun konkret das weitere Vorgehen bezüglich der linken Schulter 

geplant (Suva-act. 31). Eine Gesamtbetrachtung im Sinne der vorangegangenen 

Erwägungen drängt damit - entgegen der Auffassung von med. pract. E.___ - den 

Schluss auf, dass der Beschwerdeführer die zeitlichen Abläufe richtig dargestellt hat.

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6.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung von med. pract. E.___ 

vom 13. Februar 2017 (Suva-act. 63) auf zwei Begründungen basiert, denen die 

Aussagekraft abzusprechen ist. So sind den Akten verschiedene Hinweise zu 

entnehmen, welche gemeinsam die Schlussfolgerung stützen, dass im Zeitpunkt der 

Erstbehandlung am Unfalltag durch Dr. C.___ auch linksseitig eine Schulterproblematik 

vorgelegen hat und zudem nicht von einer zusammenhanglosen erstmaligen 

Erwähnung der linken Schulter im Besprechungsprotokoll der Beschwerdegegnerin 

vom 12. Dezember 2016 gesprochen werden kann. Der Nachweis von 

Brückensymptomen ist insbesondere mit der Erläuterung des Arztzeugnisses UVG vom 

25. November 2015 (Suva-act. 6) durch Dr. C.___ im Schreiben vom 6. Juli 2018 (act. G 

9; vgl. Erwägung 6.2.1) und mit den Angaben von Dr. D.___ im Untersuchungsbericht 

vom 8. April 2016 (Suva-act. 31; vgl. Erwägung 6.2.2) mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht. Entsprechend kommt Dr. D.___ in seinem 

Bericht vom 17. März 2017 (act. G 1.2) überzeugend zum Schluss, er sehe die 

linksseitige Rotatorenmanschettenruptur nach Zusammenschau der Befunde im 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 13. November 2015. Er bestätigte nochmals, dass 

die rechtsseitigen Schulterbeschwerden nach dem Sturz für den Beschwerdeführer 

deutlich im Vordergrund gestanden hätten; nach der Verbesserung der Situation an der 

rechten Schulter mittels Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion hätten dann die 

Beschwerden auf der linken Seite im Vordergrund gestanden.

7.   

Die von Dr. F.___ in seiner chirurgischen Beurteilung vom 16. Mai 2017 vorgetragenen 

Argumente gegen eine überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall vom 13. 

November 2015 verursachte linksseitige Schulterproblematik sind ebenso wenig 

stichhaltig (Suva-act. 75).

7.1  Dr. F.___ geht zunächst wegweisend davon aus, der Sturz des Beschwerdeführers 

vom 13. November 2015 sei nur zur rechten Seite hin erfolgt, wofür allerdings der 

überwiegend wahrscheinliche Beweis nicht erbracht ist. Zwar erhob Dr. C.___ 

anlässlich seiner klinischen Erstuntersuchung vom 13. November 2015 (Suva-act. 6) - 

wie von Dr. F.___ angeführt - die Befunde einer Prellmarke der rechten Schulter und 

einer Riss-/Quetschwunde an der rechten Stirnseite. Allerdings nehmen auch Dr. F.___ 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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und die Beschwerdegegnerin an, dass der Beschwerdeführer anlässlich der 

Erstbehandlung durch Dr. C.___ vom 13. November 2015 ebenso unter massgebenden 

Handgelenksschmerzen links litt, derentwegen Dr. C.___ eine röntgenologische 

Untersuchung durchführte (Suva-act. 6, act. G6). Allgemein ist zudem einzuräumen, 

dass ein plötzlich und unerwartet eintretendes bzw. sich schnell abspielendes 

Geschehen, wie ein Sturz auf einer Treppe, nicht immer in sämtlichen Einzelheiten 

wahrgenommen wird, womit die Aussage des Beschwerdeführers anlässlich der 

Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 12. Dezember 2016 (Suva-act. 56), er 

könne nicht mehr sagen, ob er mehr auf die linke oder rechte Seite gefallen sei, wenig 

erstaunt. Immerhin glaubt er sich daran zu erinnern, dass er auf beide Hände gefallen 

sei und dabei die Arme ausgestreckt habe. Jedenfalls ist damit generell eine 

linkskörperseitige Unfallbeteiligung nicht von der Hand zu weisen, was seine 

Bestätigung in den vorgenannten, echtzeitlich erhobenen Handgelenksschmerzen links 

findet. Hinzu kommt, dass eine Abstütztraumatisierung bei einem Treppensturz ohne 

Weiteres vorstellbar erscheint und damit gerade ein laut medizinischer Literatur 

geeigneter und typischer Verletzungsmechanismus für eine indirekt traumatisch 

verursachte Schädigung der Rotatorenmanschette vorliegt (vgl. dazu https://

gelenkklinik.de/orthopaedische-erkrankung/schulter/ruptur-rotatorenman¬schette.html; 

http://orthopaedie-unfallchirurgie.universimed.com/artikel/die-

rotatorenman¬schettenruptur-verletzung; http://www.orthozentrum.ch/de/Schulter-

Ellbogen-Hand/Rotato¬renmanschettenruptur-und-Impingement; <http://

www.orthozentrum.ch/de /Schulter-Ellbo¬gen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur-

und-Impingementsyndrom>, alle abgerufen am 6. August 2018).

7.2  Angesichts des Gesagten überzeugt auch die weitere Schlussfolgerung von Dr. 

F.___ - die echtzeitlich erhobenen Befunde würden dagegen sprechen, dass sich der 

Beschwerdeführer mit den Händen noch vor dem Aufprall ausreichend habe abstützen 

können, denn die Energie des Aufpralls sei erst beim Kontakt zwischen der Schulter 

rechts und der rechten Stirnseite "vernichtet" worden und habe so zu den 

beschriebenen Verletzungen geführt - nicht (Suva-act. 75). Wie dargelegt, kann eine 

Unfallbeteiligung des linken Arms nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Der weitere Hinweis von Dr. F.___ - die 

fehlende Dokumentation äusserer Verletzungszeichen (keine Schwellung, keine 

Prellmarke) spreche gegen die Einleitung einer relevanten schädigenden Kraft in den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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linken Arm - vermag sodann allein nicht zu überzeugen. So erscheinen 

Handgelenksschmerzen als klinische Symptomatik nach einem Abfangen mit der Hand 

grundsätzlich als eine nachvollziehbare Verletzungsfolge und weisen auf eine 

Krafteinwirkung auf das Handgelenk hin.

7.3  Im Rahmen der MRI-Untersuchung vom 15. November 2016 kamen zusätzlich 

degenerative Gesundheitsschäden wie eine hypertrophe AC-Gelenkarthrose mit 

geringem Gelenkserguss und Knochenmarksödem mit geringer arthrotischer 

Einengung des Subakromialraums, eine Synovialishypertrophie und osteophytäre 

Veränderungen ventral im Tuberculum minus sowie eine anatomische Akromionform 

Typ 2 mit gering verdicktem Ligamentum coracoacromiale zur Darstellung (Suva-act. 

54). Angesichts der Leichtgradigkeit der genannten degenerativ bedingten 

Veränderungen sowie der anatomischen Situation erschliesst sich jedoch dem Gericht 

nicht, inwiefern keine davon gesonderte traumatische Rotatorenmanschettenruptur soll 

entstehen können. Dr. D.___ hat sodann im Bericht vom 17. März 2017 festgestellt, es 

hätten sich in der MRI-Untersuchung vom 15. November 2016 keine Hinweise für eine 

linksseitige chronische, muskuläre Degeneration finden lassen, was offensichtlich mit 

dem MRI-Befund bzw. MRI-Untersuchungsbericht übereinstimmt ("normale übrige 

Muskelqualität und -volumen der Rotatorenmanschette [Goutallier Grad 1 und 

negatives Tangentenzeichen]; Suva-act. 54). Der allgemeine Hinweis von Dr. F.___, 

dass auch epidemiologisch betrachtet, d.h. in Bezug auf die Altersgruppe des 

Beschwerdeführers (geboren 1960), von einer degenerativen Sehnenproblematik 

auszugehen sei (Suva-act. 75), verändert die in den Erwägungen 6.2 bis 7.2 

dargestellte Sachlage, welche insgesamt mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit für eine traumatische Verursachung der 

Rotatorenmanschettenruptur links spricht, nicht.

8.   

Wenngleich der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen ist, dass mit der 

Argumentation des Beschwerdeführers - er habe vor dem Unfall vom 13. November 

2015 niemals Probleme mit der linken Schulter gehabt (act. G 3, Ziff. 5.3) - 

grundsätzlich nur eine zeitliche Einordnung vorgenommen wird und der zeitliche 

Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft besitzt (vgl. dazu UELI 

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KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 4 N 69; ALFRED 

MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 

1205 [Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 

13, S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb), erweist sich der 

Hinweis im vorliegenden Fall als untauglich. Richtungweisend ist hier vielmehr die 

Anamnese mit einem typischen Bewegungsablauf für eine Rotatorenmanschettenruptur 

mit unmittelbar darauf aufgetretenen Schmerzen, derentwegen der Beschwerdeführer 

noch am Unfalltag seinen Hausarzt konsultierte. Die Gründe für die zeitlich verzögerte 

radiologische Erhebung und Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur links wurden 

in Erwägung 6.2.2 dargelegt. Die blosse zeitliche Abfolge stellt nur in solchen Fällen 

einen ungenügenden Hinweis dar, in welchen das Vorliegen einer strukturellen 

Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint 

werden kann.

9.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus der medizinischen und übrigen 

Aktenlage hinsichtlich der Beurteilungen von med. pract. E.___ und Dr. F.___ vom 13. 

Februar 2017 (Suva-act. 63) bzw. 16. Mai 2017 (Suva-act. 75) verschiedene Zweifel 

ergeben. Im konkreten Fall ist in Bezug auf die echtzeitliche Beschwerdesymptomatik 

bzw. die initial erhobenen Befunde, die Unfallbeschreibung und die Darstellung des 

zeitlichen Ablauf seitens des Beschwerdeführers ein Sachverhalt ausgewiesen, der eine 

(indirekte) Unfallbeteiligung der linken Schulter bzw. eine traumatische Verursachung 

der Rotatorenmanschettenruptur links als wahrscheinlicher erscheinen lässt als eine 

degenerative Schulterproblematik. Demgemäss ist ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf diesbezügliche Leistungen der Beschwerdegegnerin zu 

bejahen.

10. 

10.1       Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung 

des Einspracheentscheids vom 7. März 2017 (Suva-act. 66) gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Heilbehandlung der linken Schulter, insbesondere die Kosten der arthroskopischen 

Behandlung seiner Rotatorenmanschettenruptur links (Suva-act. 20), zu vergüten.

10.2       Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

10.3       Die im Beschwerdeverfahren entstandenen medizinischen Abklärungskosten 

von Fr. 80.-- (act. G 9.2) sind von der Beschwerdegegnerin zu tragen. Denn die 

entsprechenden Kosten wurden durch die diesbezüglich unzureichenden 

medizinischen Abklärungen im Verwaltungsverfahren verursacht. Mit Blick auf die 

Untersuchungspflicht der Verwaltung ist dieser Mangel dem Risikobereich der 

Beschwerdegegnerin zuzuschreiben (vgl. KIESER, a.a.O., N 17 zu Art. 45, mit 

Hinweisen auf die Rechtsprechung).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 7. März 2017 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer die 

Kosten der Heilbehandlung der linken Schulter, insbesondere die Kosten der 

arthroskopischen Behandlung seiner Rotatorenmanschettenruptur links, zu vergüten.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat die im Gerichtsverfahren angefallenen medizinischen 

Abklärungskosten von Fr. 80.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2018
	Art. 6 UVG: Kausalitätsbeurteilung linksseitiger Rotatorenmanschettenrupturen. Die für die Kausalitätsbeurteilung massgebenden Kriterien - Unfallbeschreibung, echtzeitliche Unfalldiagnose und Befunde, zeitlicher Ablauf - sprechen im konkreten Fall für eine Unfallbeteiligung der linken Schulter bzw. für eine traumatische Verursachung der Rotatorenmanschettenrupturen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2018, UV 2017/25). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_651/2018.

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