# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e518098f-20e4-52f4-a2bc-b7867c9ce20d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 27.02.2024 VBE.2023.388
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-388_2024-02-27.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2023.388 / nb / nl 
Art. 29 

 

 

Urteil vom 27. Februar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Peterhans  

Oberrichterin Gössi  

Gerichtsschreiber Battaglia  

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Markus Zimmermann, Rechtsanwalt,  

Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden  

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 18. August 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1958 geborene Beschwerdeführer war als Materialwart für die Ge-

meinde B._____ tätig und in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegne-

rin unfallversichert. Am 10. Juni 2022 meldete er der Beschwerdegegnerin 

ein Ereignis vom 18. Mai 2022, bei welchem er in den Ferien am Strand 

einen "Sprint" gemacht habe und sich dabei eine partielle Achillessehnen-

ruptur zuzog. Am 21. Juli 2022 erlitt er nach einem Ausrutscher in der Du-

sche eine erneute Partialruptur der Achillessehne. Die Beschwerdegegne-

rin tätigte Abklärungen und hielt Rücksprache mit ihrer beratenden Ärztin. 

Mit Verfügung vom 6. April 2023 verneinte sie eine Leistungspflicht ihrer-

seits. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid 

vom 18. August 2023 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer mit Ein-

gabe vom 14. September 2023 Beschwerde und stellte folgende Rechts-

begehren: 

 

" 1. Der Einspracheentscheid vom 18.08.2023 sei vollumfänglich aufzuhe-
ben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlich geschuldeten 
Leistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 18.05.2022, ins-
besondere auch für die Operation vom 03.02.2023, zuzusprechen. 

 
 2. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur ordnungs-

gemässen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zurückzu-
weisen. 

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 11. Okto-

ber 2023 die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 

in Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer erlittenen Achillesseh-

nenruptur mit Einspracheentscheid vom 18. August 2023 (Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 48) zu Recht verneint hat. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es nach Lage der Akten zwar zu 

Recht unumstritten ist, dass das Ereignis vom 18. Mai 2022 (Rennen am 

Strand) keinen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt. Über die Qualifi-

kation des Ereignisses vom 21. Juli 2022 (Ausrutschen in der Dusche) mit 

festgestellter erneuter Partialruptur der Achillessehne (vgl. etwa VB 21) hat 

die Beschwerdegegnerin indes trotz entsprechender Abklärungen zum Er-

eignishergang (VB 24/2 f.) nicht befunden (vgl. VB 34 und 48). Der ange-

fochtene Einspracheentscheid wäre daher bereits aus diesem Grund auf-

zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da-

mit diese das Ereignis vom 21. Juli 2022 betreffend ihre Leistungspflicht im 

Hinblick auf das Vorliegen eines Unfalls prüfe. Darüber hinaus erweist sich 

aber – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – auch die Leistungsverwei-

gerung im Zusammenhang mit Art. 6 Abs. 2 UVG bei der aktuell vorliegen-

den Aktenlage als nicht rechtmässig. 

 

3. 

3.1. 

Zwischen den Parteien ist vorliegend zu Recht unumstritten, dass die erlit-

tene Achillessehnenruptur eine Verletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG dar-

stellt.  

 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Unfallversicherung ihre Leistungen 

auch für Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse, 

Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und Trommel-

fellverletzungen, sofern diese Körperschädigungen nicht vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind.  

 

3.2. 

Nach Art. 6 Abs. 2 UVG führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine 

in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, zur Ver-

mutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, 

die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversiche-

rer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nach-

weis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkran-

kung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Ab-

klärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer 

Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei 

der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Ab-

grenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehen-

den Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind so-

mit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher 

zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung 

oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet wer-

den. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer ge-

stützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad 

 - 4 - 

 

 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche 

Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu 

mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist 

(SVR 2022 UV Nr. 37 S. 146, 8C_593/2021 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 146 

V 51 E. 8.6 und E. 9.2).   

 

4. 

4.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 

18. August 2023 im Wesentlichen auf die Beurteilung der beratenden Ärztin 

Dr. med. C._____, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumato-

logie des Bewegungsapparates, vom 7. März 2023. Darin führte diese aus, 

die Sehnenläsion der Achillessehne sei vorwiegend auf den degenerativen 

Vorzustand zurückzuführen, da der Beschwerdeführer auf der rechten 

Seite bereits früher eine Achillessehnenruptur erlitten habe, es "bei wenig 

Energie" zur Ruptur gekommen sei, das MRI im Verlauf einen degenerativ 

veränderten Sehnenstumpf gezeigt habe und bei einer 65 jährigen Person 

Sehnen degenerativ verändert seien (VB 25/2). 

 

4.2. 

Nach Einleitung des Beschwerdeverfahrens holte die Beschwerdegegnerin 

am 4. Oktober 2023 eine weitere Stellungnahme von Dr. med. C._____ ein. 

In dieser hielt sie an ihrer vorherigen Beurteilung fest und führte weiter aus, 

Sehnenveränderungen (Tendinopathien) seien sehr häufig und nähmen 

mit dem Alter zu, wobei u.a. die Achillessehne häufig betroffen sei. Diese 

sei 2-5 cm cranial des Ansatzes am Calcnaeus nur sehr wenig durchblutet. 

Achillessehnenrupturen träten meist bei sportlichen Aktivitäten (rennen 

oder hüpfen) und im mittleren Alter (30-55 Jahre) auf, wobei eine verän-

derte Fussstellung oder verminderte Beweglichkeit des Fussgelenkes eine 

Achillessehnenruptur begünstigen könne. Eine Tendinopathie könne sich 

ohne Symptome entwickeln. Vorliegend lägen als individuelle Faktoren vor, 

dass der Beschwerdeführer bei einer typischen Aktivität (Rennen im Sand) 

eine Achillessehnenruptur erlitten habe. Mit 65 Jahren seien tendinopathi-

sche Veränderungen der Achillessehne zu erwarten, der Beschwerdefüh-

rer habe in der Vorgeschichte eine Achillessehnenruptur der Gegenseite 

erlitten und die Sehne sei im typischen minderdurchbluteten Bereich geris-

sen. Bei beginnender Arthrose von OSG und USG sei von einer verminder-

ten Beweglichkeit des Fusses auszugehen, was die Entwicklung einer De-

generation und einen Sehnenriss begünstige. Des Weiteren würden eine 

arterielle Hypertonie und eine Hyperurikämie eine Tendinopathie begünsti-

gen, weshalb hier gewichtige Faktoren vorlägen, die eine degenerative Ent-

wicklung einer Sehne, hier insbesondere der Achillessehne begünstigten 

(VB 52). 

 

 - 5 - 

 

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

5.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen 

Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 

465 E. 4.4 S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

5.3. 

Auch eine reine Aktenbeurteilung kann beweistauglich sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen (Urteile des 

Bundesgerichts 9C_411/2018 vom 24. Oktober 2018 E. 4.2; 9C_335/2015 

vom 1. September 2015 E. 3.1; 9C_1063/2009 vom 22. Januar 2010 

E. 4.2.1 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts I 1094/06 vom 14. No-

vember 2007 E. 3.1.1 in fine). 

 

6. 

6.1. 

Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst sinngemäss vor, gemäss 

der Stellungnahme seines Behandlers sei davon auszugehen, dass die 

Achillessehnenruptur nicht überwiegend auf Abnutzung oder Erkrankung, 

sondern auf das Ereignis vom 18. Mai 2022 zurückzuführen sei (Be-

schwerde Rz. 17 f.). 

 

6.2. 

Rechtsprechungsgemäss wird zwar davon ausgegangen, dass Achilles-

sehnenrupturen im Allgemeinen häufig bei aufgrund degenerativer 

 - 6 - 

 

 

Veränderungen geschwächten Sehnen auftreten. Der Entlastungsbeweis 

des Unfallversicherers bei Vorliegen einer Listenverletzung im Sinne von 

Art. 6 Abs. 2 UVG ist indes nicht bereits mit dem Nachweis von vorbeste-

henden degenerativen Veränderungen geleistet, zumal bei Eintritt einer der 

Listenverletzungen praktisch immer krankheits- und/oder degenerative 

(Teil-)Ursachen im Spiel sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_462/2022 vom 

22. Februar 2023 E. 4.2.2 mit Hinweisen auf SVR 2022 UV Nr. 37 S. 146, 

8C_593/2021 E. 5.2.1 sowie BGE 146 V 51 E. 8.4 S. 68; vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts 8C_13/2021 vom 6. September 2021 E. 3.4).  

 

Die Ausführungen der beratenden Ärztin zu den Risikofaktoren Alter, arte-

rielle Hypertonie und Hyperurikämie sind allgemeiner Natur, lassen keinen 

konkreten Schluss auf den vorliegenden Fall zu und sind daher in dieser 

Form nicht geeignet, auf eine vorwiegend auf Erkrankung oder Abnützung 

zurückzuführende Sehnenläsion schliessen zu lassen (vgl. SVR 2022 UV 

Nr. 37 S. 146, 8C_593/2021 E. 5.2.3). Rechtsprechungsgemäss kann auch 

nicht davon ausgegangen werden, die für eine Achillessehnenruptur nach 

übereinstimmenden Ausführungen der beteiligten Ärzte typische "Stop-

and-Go"-Bewegung beim (Los-)Rennen (vgl. VB 47/6 f.; 52/2) stelle ein Er-

eignis untergeordneter oder harmloser Art dar (vgl. SVR 2022 UV Nr. 37 

S. 146, 8C_593/2021 E. 5.2.3). Damit besteht das vorliegende Ursachen-

spektrum für die Sehnenruptur nicht einzig aus Elementen, die für Abnüt-

zung oder Erkrankung sprechen (BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 70), zumal eine 

solche Verletzung gemäss der beratenden Ärztin mit Hinweis auf entspre-

chende Literatur gerade bei solchen Bewegungen und Menschen im mitt-

leren Alter und damit jüngeren Personen als dem Beschwerdeführer ty-

pisch sind (VB 52/2). Inwiefern der Umstand, dass die Sehne im minder-

durchbluteten Bereich riss, auf eine Verletzung zufolge Abnützung oder Er-

krankung hindeuten würde (VB 52/2) bzw. inwieweit bei einer nicht auf Ab-

nützung zurückzuführenden Läsion ein Riss in einem anderen, stärker 

durchbluteten Segment zu erwarten wäre, ist sodann nicht ersichtlich und 

wird von der beratenden Ärztin auch nicht weiter dargelegt. Des Weiteren 

verkennt sie mit ihren Ausführungen, wonach das MRI vom 2. August 2022 

2.5 Monate nach der Ruptur, mithin nach abgeklungener Akutphase ge-

macht worden sei, weswegen nach einer traumatischen Ruptur der Sehne 

keine so ausgeprägt veränderte Sehnenstümpfe zu erwarten wären 

(VB 52/3), gänzlich, dass der Beschwerdeführer am 21. Juli 2022 und da-

mit lediglich wenige Tage zuvor eine partielle Reruptur der Achillessehne 

mit erneuter Partialruptur der vorher noch erhaltenen Fasern, deutlicher 

Schwellung und Hämatom lateralseitig der Ferse erlitten hatte, welche im 

Übrigen gerade erst Anlass für eine Abklärung mittels des erwähnten MRI 

bildete (VB 21). Von einer abgeklungenen akuten Situation kann vor die-

sem Hintergrund zum Zeitpunkt der Abklärung mittels MRI ebenso wenig 

die Rede sein wie von einer gerissenen, zuvor "gesunden Sehne" 

(VB 52/3), wobei zusätzlich zu erwähnen ist, dass die Behandler die ange-

schwollenen Sehnenstümpfe auch als mögliche traumatische Ursache 

 - 7 - 

 

 

sehen (VB 47/6), womit sich Dr. med. C._____ nicht zureichend auseinan-

dergesetzt hat.  

 

6.3. 

An der Vollständigkeit und Schlüssigkeit der Ausführungen von Dr. med. 

C._____ bestehen nach dem zuvor Ausgeführten Zweifel. Zusätzlich be-

rücksichtigte sie das Ereignis vom 21. Juli 2022 und dessen Auswirkungen 

in ihren Stellungnahmen nicht bzw. schien die dabei gemäss der Behandler 

erlittene partielle Reruptur nicht wahrgenommen zu haben. Ihre Ausführun-

gen sind somit – abgesehen davon, dass infolge des Ereignisses vom 

21. Juli 2022 ohnehin eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nach 

Art. 6 Abs. 1 UVG im Raum steht – untauglich, den Entlastungsbeweis im 

Zusammenhang mit einer Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG zu er-

bringen. 

 

7. 

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin nicht über eine Leistungs-

pflicht nach Art. 6 Abs. 1 UVG in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

21. Juli 2022 befunden und folglich auch keine entsprechenden medizini-

schen Abklärungen diesbezüglich getätigt. Darüber hinaus bilden die Stel-

lungnahmen von Dr. med. C._____ keine taugliche Grundlage zur Beurtei-

lung einer Leistungspflicht i.S.v. Art. 6 Abs. 2 UVG. Der rechtserhebliche 

Sachverhalt wurde somit in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

(Art. 43 ATSG) ungenügend abgeklärt. Der angefochtene Einspracheent-

scheid vom 18. August 2023 ist daher in teilweiser Gutheissung der dage-

gen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklä-

rungen und anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.  

 

8. 

8.1. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

8.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz seiner 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).  

 

 
    

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 

vom 18. August 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung 

im Sinne der Erwägungen und anschliessender Neuverfügung an die Be-

schwerdegegnerin zurückgewiesen. 

 

 - 8 - 

 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von Fr. 2'500.00 zu bezahlen. 

 
 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 27. Februar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Battaglia