# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bba6003b-f28b-543f-8765-c259248743b8
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 11.12.2018 603 2018 144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2018-144_2018-12-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2018 144

Urteil vom 11. Dezember 2018

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher, 

Susanne Fankhauser 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Alissia Gil

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt André 
Clerc 

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz    

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen; vorsorglicher Entzug des Führer-
ausweises und Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung; qualifiziert 
grobe Verkehrsregelverletzung (Raserdelikt)

Beschwerde vom 28. September 2018 gegen den Entscheid vom 
13. September 2018

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Sachverhalt

A. Der 1964 geborene A.________, wohnhaft in B.________, ist seit 1983 im Besitz des 
Führerausweises, namentlich für die Kategorie B. Im automatisierten Datensystem für Administra-
tivmassnahmen (ADMAS; vgl. Art. 104b des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 
[SVG; SR 741.01] und die ADMAS-Register-Verordnung vom 18. Oktober 2000 [SR 741.55]) ist er 
nicht verzeichnet.

Am 9. April 2017 um 16.01 Uhr fuhr A.________ auf der Hauptstrasse von C.________ in 
Richtung D.________. In E.________ überschritt er die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 
km/h (ausserorts) um 61 km/h (nach Abzug der Sicherheitsmarge).

B. Die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr (KAM bzw. Vorinstanz) 
informierte A.________ mit Schreiben vom 10. April 2017, dass aufgrund des Ereignisses vom 
9. April 2017 ein Administrativverfahren gegen ihn eröffnet werde, und gab ihm Gelegenheit zur 
Stellungnahme. In der Folge sistierte die KAM das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräfti-
gen Strafurteils.

Mit Urteil vom 19. Juni 2018 verurteilte der Polizeirichter des Saanebezirks A.________ wegen 
qualifiziert grober Verletzung der Verkehrsregeln (Geschwindigkeitsüberschreitung ausserorts um 
61 km/h) in Anwendung von Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. c SVG. Das Urteil wurde nicht angefoch-
ten.

Am 25. August 2018 hinterlegte A.________ seinen Führerausweis freiwillig.

C. Mit Verfügung vom 13. September 2018 entzog die KAM A.________ den Führerausweis ab 
dem 25. August 2018, bis zur Einreichung eines Fahreignungsgutachtens, vorsorglich auf 
unbestimmte Zeit. Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung.

D. Mit Eingabe vom 28. September 2018 lässt A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht 
erheben und insbesondere beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, von der 
Anordnung eines Sicherungsentzugs und eines Fahreignungsgutachtens sei abzusehen; dem 
Beschwerdeführer sei der Führerausweis für die Minimaldauer von zwei Jahren zu entziehen. 

E. Die Vorinstanz schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2018 auf Abweisung 
der Beschwerde.

F. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen 
Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassen-

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verkehr [AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]).

Bei der angefochtenen Verfügung, mit welcher dem Beschwerdeführer der Führerausweis vorsorg-
lich entzogen (und eine Abklärung der Fahreignung angeordnet) wurde, handelt es sich um einen 
Zwischenentscheid betreffend vorsorgliche Massnahmen (vgl. Urteil BGer 1C_76/2017 vom 
19. Mai 2017 E. 3). Die gemäss Art. 79 Abs. 2 VRG für Zwischenentscheide geltende Beschwerde-
frist von zehn Tagen wurde eingehalten. Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmit-
tels legitimiert (vgl. Art. 76 VRG). Nachdem auch der Kostenvorschuss (Art. 128 VRG) rechtzeitig 
geleistet wurde, ist grundsätzlich auf die Beschwerde einzutreten.

Nicht einzutreten ist jedoch auf die Rechtsbegehren, es sei dem Beschwerdeführer der Führeraus-
weis für die Minimaldauer von zwei Jahren zu entziehen und – soweit sich das Begehren nicht auf 
den provisorischen Entzug bezieht – es sei kein Sicherungsentzug anzuordnen. Diese Anträge 
gehen über den Anfechtungsgegenstand hinaus und können daher im vorliegenden Verfahren 
nicht zum Streitgegenstand gehören. 

1.2 Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit 
ist vorliegend ausgeschlossen (vgl. Art. 77 f. VRG).

Bei der Überprüfung vorsorglicher Massnahmen ist zu beachten, dass deren Anordnung auf einer 
bloss summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage beruht; die zuständige Behörde ist nicht 
gehalten, für ihren Entscheid zeitraubende tatsächliche oder rechtliche Abklärungen zu treffen, 
sondern kann in erster Linie auf die ihr zur Verfügung stehenden Akten abstellen (BGE 131 III 473 
E. 2.3; 130 II 149 E. 2.2). Die Prüfungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz kann nicht darüber 
hinausgehen, zudem hat diese auch den erheblichen Beurteilungs- und Ermessensspielraum der 
anordnenden Behörde zu respektieren (vgl. Urteil BGer 2C_720/2016 vom 18. Januar 2017 E. 2.1 
mit Hinweisen).

2.

2.1. Nach Art. 14 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz 
verfügen (Abs. 1). Über Fahreignung verfügt, wer unter anderem nach seinem bisherigen Verhal-
ten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen 
Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). 

Bei fehlender Fahreignung ist der Führerausweis gemäss Art. 16d Abs. 1 SVG auf unbestimmte 
Zeit zu entziehen (sogenannter Sicherungsentzug), namentlich wenn die Person auf Grund ihres 
bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeuges 
die Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (lit. c).

2.2. Gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG wird mit Freiheitsstrafe zwischen einem und vier Jahren 
bestraft, wer durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines 
Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht, namentlich durch besonders krasse Miss-
achtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. In Art. 90 Abs. 4 SVG wird aufgelistet, welche 
Geschwindigkeitsübertretungen in jedem Fall nach Abs. 3 geahndet werden. Wird die zulässige 
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um mindestens 60 km/h überschritten, liegt eine qualifiziert 

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grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Abs. 3 vor (Art. 90 Abs. 4 lit. c SVG; vgl. auch BGE 
140 IV 133 E. 3.2).

2.3. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese einer Fahreignungsunter-
suchung unterzogen, namentlich bei Verkehrsregelverletzungen, die auf Rücksichtslosigkeit 
schliessen lassen (Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG). Die zuständige Behörde hat ein verkehrspsychologi-
sches Gutachten anzuordnen (Art. 28a Abs. 1 lit. b der Verkehrszulassungsverordnung vom 
27. Oktober 1976 [VZV; SR 741.51]). 

Der Führerausweis kann (bereits vor dem Abschluss eines Administrativverfahrens betreffend 
Sicherungsentzug) vorsorglich entzogen werden, wenn ernsthafte Zweifel an der Fahreignung 
bestehen (Art. 30 VZV). Eine Wiederzulassung zum motorisierten Verkehr ist bei drohenden Siche-
rungsentzügen nicht verantwortbar, bevor ernsthafte Zweifel an der Fahreignung ausgeräumt sind. 
Der strikte Beweis für eine den Sicherungsentzug rechtfertigende fehlende Fahreignung ist im 
Verfahren des vorsorglichen Sicherungsentzuges noch nicht erforderlich; wäre dieser erbracht, 
müsste unmittelbar der Sicherungsentzug selbst verfügt werden (BGE 125 II 492 E. 2b; Urteil BGer 
1C_658/2015 vom 20. Juni 2016 E. 2 mit Hinweisen). Können die notwendigen Abklärungen nicht 
rasch und abschliessend getroffen werden, soll der Ausweis schon vor dem Sachentscheid provi-
sorisch entzogen werden können, und braucht eine umfassende Auseinandersetzung mit sämtli-
chen Gesichtspunkten, die für oder gegen einen Sicherungsentzug sprechen, erst im anschlie-
ssenden Hauptverfahren zu erfolgen (BGE 141 II 220 E. 3.1.1 mit Hinweis; Urteil BGer 
1C_339/2016 vom 7. November 2016 E. 3.1). 

2.4. Ausreichende Anhaltspunkte für eine möglicherweise fehlende Fahreignung aus charakter-
lichen oder psychisch-gesundheitlichen Gründen, die einen provisorischen Entzug (jedenfalls bis 
zum Vorliegen einer verkehrspsychologischen Abklärung) rechtfertigen, können sich insbesondere 
aus extremen Geschwindigkeitsübertretungen (sogenannten "Raserdelikten") ergeben oder aus 
anderem qualifiziert rücksichtslosem und hochgefährlichem Verhalten im Strassenverkehr (vgl. 
Art. 90 Abs. 3-4 i.V.m. Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG). Auch eine erstmalige massive Geschwindigkeits-
überschreitung kann unter besonderen Umständen Zweifel an der Fahreignung erwecken, welche 
die Anordnung eines vorsorglichen Sicherungsentzugs und einer verkehrspsychologischen Abklär-
ung rechtfertigen (Urteile BGer 1C_154/2018 vom 4. Juli 2018 E. 4.2; 1C_658/2015 vom 20. Juni 
2016 E. 2; 1C_604/2012 vom 17. Mai 2013 E. 6.1-6.2 mit Hinweisen). 

2.5. Nach der Rechtsprechung führt allein die Tatsache, dass ein "Raserdelikt" vorliegt, jeden-
falls bei erstmaligen Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, noch nicht unweiger-
lich zu einem vorsorglichen Entzug und der Anordnung einer verkehrspsychologischen Abklärung. 
Ein solches Delikt wird die Behörde aber veranlassen, die gesamten Umstände, die einen Einfluss 
auf die Fahreignung haben können, sorgfältig zu prüfen (Urteil BGer 1C_154/2018 vom 4. Juli 
2018 E. 4.3). In der Literatur wird sodann darauf hingewiesen, dass nur wenige Fälle denkbar 
seien, in denen die Fahreignung eines Lenkers, der im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG vorsätzlich 
das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht, nicht in hohem 
Masse als zweifelhaft anzusehen wäre (WEISSENBERGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 
2. Aufl. 2015, Art. 15d N. 71).

3.

3.1. In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, der angefochtene Entscheid sei unzurei-
chend begründet und unverständlich. Die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb Anzeichen für 
eine charakterliche Ungeeignetheit des Beschwerdeführers bestünden; allein die zur Last gelegte 

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Verkehrsregelverletzung genüge nach der Rechtsprechung nicht, um Zweifel an der Fahrfähigkeit 
zu begründen. Weiter werde der Führerausweis in Anwendung von Art. 30 VZV sowie Art. 15d 
Abs. 1 lit. c SVG bis zur Einreichung eines Fahreignungsgutachtens entzogen. Dennoch werde der 
definitive Entscheid vorbehalten. Betreffend Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG scheine aber ein definitiver 
Entscheid vorzuliegen. Zudem sei der Entscheid mit Bezug auf Art. 30 VZV insoweit obsolet, als 
der Beschwerdeführer den Führerausweis bereits im August 2018 hinterlegt habe. 

3.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Behörde die 
Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid 
zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich 
auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich abhandelt. Vielmehr kann sie sich 
auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst 
sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in 
voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 III 28 E. 3.2.4; 134 I 83 E. 4.1; je mit Hinweisen). 

Der Gehörsanspruch erstreckt sich nicht nur auf Endentscheide, sondern kann sich auch auf 
grundlegende prozessleitende Verfügungen beziehen, die die Gefahr einer Beschwer der Partei 
mit sich bringen. Dies gilt insbesondere für Entscheide über die aufschiebende Wirkung (vgl. BGE 
134 I 83 E. 4.1) resp. vorsorgliche Massnahmen. Indessen kommt Art. 29 Abs. 2 BV im Verfahren 
betreffend vorsorgliche Massnahmen nicht die gleiche Bedeutung zu wie im Hauptverfahren, 
welches mit einer Endverfügung abgeschlossen wird (vgl. Urteil BGer 2P.103/2006 vom 29. Mai 
2006 E. 3.1 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung sind die verfassungsmässigen Anforderungen 
an die Begründung mit Blick auf die konkrete materiell-, beweis- und verfahrensrechtliche Lage 
festzulegen (Urteil BGer 9C_816/2008 vom 12. März 2009 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei Entscheiden 
über vorsorgliche Massnahmen, die entsprechend ihrem Wesen lediglich auf einer summarischen 
Prüfung beruhen, sind die Anforderungen an die Begründung gegenüber einem Endentscheid 
deutlich herabgesetzt (vgl. Urteil BGer 8C_276/2007 vom 20. November 2007 E. 3.3; 5A_81/2014 
vom 20. März 2014 E. 2.1). 

3.3. Der vorsorgliche Entzug des Führerausweises bis zum Vorliegen des Fahreignungsgutach-
tens, resp. die Anordnung einer verkehrspsychologischen Abklärung, bildet Gegenstand einer 
Zwischenverfügung über vorsorgliche Massnahmen (vgl. oben E. 1.1). Eine solche Verfügung 
schliesst das Administrativverfahren nicht ab. Ob ein Sicherungsentzug (oder ein Warnungsentzug 
nach Art. 16c Abs. 2 lit. abis SVG) anzuordnen ist, wird die Vorinstanz somit nach Eingang des 
Fahreignungsgutachtens beurteilen. Auf diesen provisorischen Charakter der Massnahme hat die 
Vorinstanz hingewiesen, indem sie den definitiven Entscheid vorbehalten hat. 

Auch lässt die freiwillige Hinterlegung des Führerausweises den vorsorglichen Entzug nicht als 
obsolet erscheinen. Der Entzug wurde bis zur Einreichung des Fahreignungsgutachtens angeord-
net, weshalb der Beschwerdeführer vor Eintritt dieser Bedingung seinen Führerausweis nicht 
zurückverlangen kann. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass bei in Zweifel stehender Fahreignung 
nicht nur eine Untersuchung nach Art. 28a VZV anzuordnen ist, sondern grundsätzlich auch 
vorsorglich der Führerausweis zu entziehen ist (vgl. Urteile BGer 1C_76/2017 vom 19. Mai 2017 
E. 5; 1C_232/2018 vom 13. August 2018 E. 3.1, je mit Hinweisen).

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Im Übrigen trifft es zwar zu, dass in der angefochtenen Verfügung die Anhaltspunkte für eine Fahr-
unfähigkeit aus charakterlichen Gründen primär mit dem Verweis auf das "Raserdelikt" begründet 
werden. Wenn die Vorinstanz aber offenbar der Ansicht war, dass ein solches Delikt regelmässig 
auch Zweifel im Sinne von Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG begründet, beschlägt dies nicht den Anspruch 
auf rechtliches Gehör, sondern den materiellen Aspekt der angefochtenen Verfügung. Der 
Beschwerdeführer war denn auch ohne weiteres in der Lage, den Entscheid anzufechten.

Eine Verletzung der Begründungspflicht ist daher zu verneinen.

4.

In materieller Hinsicht ist umstritten, ob hinreichende Anhaltspunkte für eine möglicherweise 
fehlende Fahreignung bestehen. 

4.1. Der Beschwerdeführer rügt insbesondere eine Verletzung von Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG 
und Art. 30 VZV. Bei einer qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung gelte zwar eine Mindestent-
zugsdauer von zwei Jahren; eine solche führe aber noch nicht dazu, dass zwingend die Fahrtaug-
lichkeit zu prüfen sei. Da er seit 35 Jahren regelmässig am Strassenverkehr teilnehme und sein 
automobilistischer Leumund unbeschadet sei, bestehe keine Grundlage für die von der Vorinstanz 
getroffene Annahme, dass er die Strassenverkehrsgesetze und -vorschriften nicht zur Kenntnis 
genommen habe oder nicht in der Lage sei, diese zu respektieren. 

Die Vorinstanz beruft sich in ihrer Beschwerdeantwort auf zwei Leitentscheide des Bundesgerichts 
(BGE 142 IV 137; 143 IV 508) und hält fest, eine Geschwindigkeitsüberschreitung nach Art. 90 
Abs. 4 SVG begründe in der Regel die Vermutung der Rücksichtslosigkeit, welche bei ausserge-
wöhnlichen Umständen widerlegt werden könne. Ferner könne nach der Rechtsprechung auch 
eine erstmalige Geschwindigkeitsüberschreitung Zweifel an der Fahreignung erwecken. Im Strafur-
teil seien besondere Umstände, welche das subjektive Element der Rücksichtslosigkeit ausschlie-
ssen könnten, ausdrücklich verneint worden.

4.2. Der Beschwerdeführer fuhr am 9. April 2017 mit seiner Ehefrau als Beifahrerin von 
C.________ in Richtung D.________. In E.________ wurde um 16.01 eine Geschwindigkeit von 
147 km/h gemessen, womit die zulässige Höchstgeschwindigkeit ausserorts von 80 km/h (vgl. 
Art. 4a Abs. 1 lit. b VRV) – nach Abzug einer Sicherheitsmarge von 6 km/h – um 61 km/h 
überschritten wurde. 

4.2.1. Die Administrativmassnahmenbehörde ordnet den vorsorglichen Ausweisentzug und die 
Abklärung der Fahreignung in der Regel an, bevor im Strafverfahren rechtskräftig entschieden 
worden ist, ob der Tatbestand von Art. 90 Abs. 3 SVG – insbesondere auch in subjektiver Hinsicht 
– erfüllt ist (vgl. bspw. Urteil BGer 1C_658/2015 vom 20. Juni 2016 E. 3). Liegt jedoch wie hier 
bereits ein rechtskräftiges Strafurteil vor, hat die Behörde auch zu beachten, dass sie von den 
tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil nur abweichen darf, wenn sie Tatsachen feststellt und 
ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, oder wenn sie zusätzliche 
Beweise erhebt, sowie wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht 
sämtliche Rechtsfragen abgeklärt hat (vgl. BGE 137 I 363 E. 2.3.2 S. 368; 136 II 447 E. 3.1; Urteil 
KG FR 603 2017 58 vom 7. April 2017 E. 5.b mit Hinweisen).

Anders als bei der tatsächlichen Würdigung des Sachverhaltes ist die Verwaltungsbehörde bei der 
rechtlichen Würdigung frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt stark von der Würdigung von 
Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, etwa weil er die Beschuldigten persönlich einver-

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nommen hat. Die Behörde hat jedoch den Grundsatz, widersprüchliche Entscheidungen zu vermei-
den, gebührend zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 II 447 E. 3.1; 124 II 103 E. 1c/bb; Urteil BGer 
1C_26/2018 vom 15. Juni 2018 E. 2.4 und E. 6.6; Urteil KG FR 603 2017 38 vom 27. März 2017 
E. 3.b). Insbesondere hat sich die Verwaltungsbehörde bezüglich der Würdigung des Verschul-
dens grundsätzlich einer vertretbaren Ermessensausübung des Strafrichters anzuschliessen 
(Urteile BGer 1C_26/2018 vom 15. Juni 2018 E. 2.4; 1C_746/2013 vom 12. Dezember 2013 
E. 3.4). 

4.2.2. Der Polizeirichter stellte im (rechtskräftigen) Strafurteil unter anderem fest, dass der 
Beschwerdeführer bereits vor seiner Abfahrt bemerkt hatte, dass der Tachometer defekt sei, aber 
seiner dadurch begründeten erhöhten Pflicht, der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindig-
keit gesteigerte Aufmerksamkeit zu widmen, nicht nachgekommen sei. Aufgrund der äusseren 
Umstände sei ihm bewusst gewesen, dass er mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs 
sei. Die Geschwindigkeitsüberschreitung habe er sodann auf einem Strassenabschnitt mit signali-
siertem "Wildwechsel" begangen; die mit dem Wildwechsel einhergehende Gefahr verlange 
besondere Aufmerksamkeit. Der Beschwerdeführer habe das Erreichen des Schwellenwertes von 
Art. 90 Abs. 4 SVG in Kauf genommen und bewusst die qualifiziert erhöhte abstrakte Gefahr eines 
Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern, die beim Fahren mit einer derart massiv übersetz-
ter Geschwindigkeit zwangsläufig entstehe, akzeptiert bzw. in Kauf genommen. Er habe eventual-
vorsätzlich das Leben und die Gesundheit Dritter, namentlich seiner Beifahrerin, einer erhöhten 
abstrakten Gefahr im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG ausgesetzt.

4.2.3. Aufgrund der tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters durfte die Vorinstanz 
schliessen, dass Anhaltspunkte für eine möglicherweise fehlende Fahreignung aus charakterlichen 
Gründen bestehen. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die massive Geschwindigkeitsüber-
schreitung auf einer nicht richtungsgetrennten Strasse ohne Fahrradstreifen und Trottoir erfolgte, 
auf der an einem späteren Sonntagnachmittag auch mit besonders verletzlichen Verkehrsteilneh-
mern (insbes. Fussgänger und Velofahrer) gerechnet werden muss. Es liegt somit ein rücksichtslo-
ses und hochgefährliches Fahrverhalten vor, das ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des 
Beschwerdeführers zu wecken vermag (vgl. auch Urteile BGer 1C_154/2018 vom 4. Juli 2018 
E. 4.3; 1C_658/2015 vom 20. Juni 2016 E. 3). Dass er über einen bisher ungetrübten automobilisti-
schen Leumund verfügt, ändert daran nichts.

4.3. Demnach hat die Vorinstanz zu Recht gestützt auf Art. 15d Abs. 1 lit. SVG eine Fahreig-
nungsuntersuchung angeordnet. Gleichzeitig hatte sie den Führerausweis vorsorglich zu entziehen 
(Art. 30 VZV). 

5.

Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid rechtens und daher zu bestäti-
gen ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

6.

Die Verfahrenskosten, die auf CHF 600.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrech-
nen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfah-
renskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz; TarifVJ; SGF 150.12).

Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 137 Abs. 1 VRG).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

II. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 11. Dezember 2018/sfa

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: