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**Case Identifier:** 0a81be99-ea45-5ee2-a3d7-5a0bb48a8ed0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.04.2020 725 19 171/82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-171-82_2020-04-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. April 2020 (725 19 171 / 82) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an den Unfallversicherer zur nochmaligen medizinischen Abklärung der 

Unfallkausalität von Schulter- und Fussbeschwerden 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, Post-
fach, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1962, arbeitete seit dem 1. September 2016 als Pflegehelferin im Pfle-
geheim B.____ und war bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) obligatorisch unfallversi-
chert. Am 19. November 2016 erlitt sie auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall. Sie geriet mit ihrem 
E-Bike bei Regen in eine Tramschiene und stürzte. Dabei zog sie sich eine Tibiaplateauimpres-
sionsfraktur am linken Knie zu, die einen Spitalaufenthalt und zwei operative Eingriffe notwendig 

 

 
 
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machte. Die Versicherte litt in der Folge auch an Beschwerden an der linken Schulter sowie am 
linken Fuss. Ab Unfalltag trat eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit ein. Das Arbeitsverhältnis wurde 
von der Arbeitgeberin per 17. Februar 2017 gekündigt. 
 
Die SWICA erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Zur Beurteilung des medizini-
schen Sachverhalts liess sie die Versicherte durch die SMAB AG Bern (SMAB) bidisziplinär neu-
rologisch-orthopädisch abklären (Gutachten vom 30. April 2018). Gestützt auf dieses Gutachten 
stellte die SWICA mit Verfügung vom 15. Juni 2018 ihre Leistungen per 31. Mai 2018 ein. Sie 
hielt fest, dass die Fuss- und Schulterbeschwerden nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit natürlich kausal auf das Unfallereignis zurückzuführen seien, weshalb die 
Leistungspflicht hierfür abgelehnt werde. Einzig die Beschwerden am linken Kniegelenk seien auf 
den Unfall zurückzuführen. Diesbezüglich sei ab dem 31. Mai 2018 nicht mehr mit einer namhaf-
ten Besserung des Gesundheitszustands zu rechnen. Daher bestehe ab dem 1. Juni 2018 kein 
Anspruch mehr auf Heilbehandlungen, Kostenvergütungen und Taggelder, ausser im Rahmen 
von Spätfolgen und Rückfällen. Ein Anspruch auf eine Rente bestehe bei einem Invaliditätsgrad 
von nur 6 % nicht. Der Integritätsschaden aufgrund der unfallbedingten Knieschädigung betrage 
10 %. A.____ erhob gegen diese Verfügung Einsprache und reichte weitere medizinische Unter-
lagen ein. In der Folge beauftragte die SWICA die SMAB, dazu Stellung zu nehmen. Mit Beurtei-
lung vom 4. Dezember 2018 hielt die SMAB fest, dass sich aus den nachträglich eingereichten 
Berichten und den Ausführungen in der Einsprache keine Gründe ergeben würden, um von der 
Einschätzung des Gutachtens vom 30. April 2018 abzuweichen. Gestützt darauf wies die SWICA 
mit Einspracheentscheid vom 12. April 2019 die Einsprache ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Elisabeth Maier, mit Eingabe vom 24. 
Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht. Sie liess unter o/e-Kostenfolge beantragen, es sei der Einspracheentscheid vom 12. April 
2019 aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. In verfahrensrecht-
licher Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung mit ihrer Rechts-
vertreterin als unentgeltlicher Rechtsbeiständin. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 27. November 2019 wies die instruierende Präsidentin der Abteilung 
Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilli-
gung der unentgeltlichen Verbeiständung aufgrund eines Einnahmenüberschusses ab. Die da-
gegen von der Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2019 vorsorglich erhobene Einsprache 
wurde am 3. Februar 2020 zurückgezogen. Gleichentags liess die Beschwerdeführerin ihre Rep-
lik einreichen. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren bisherigen 
Auffassungen fest. 
 
E. Mit Verfügung vom 12. März 2020 wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen. 
 

 

 
 
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Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird in den Erwä-
gungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde vom 24. Mai 2019 ist grundsätzlich einzutreten. In Bezug auf die Integritätsentschä-
digung betreffend das linke Knie vertritt die Beschwerdegegnerin die Auffassung, die Beschwer-
deführerin habe anlässlich der Einsprache keine diesbezüglichen Beanstandungen vorgebracht, 
weshalb die Verfügung vom 15. Juni 2018 in diesem Punkt in Rechtskraft erwachsen sei. Im 
vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid führte die Beschwerdegegnerin in Ziffer 3.2 aus, 
dass der Fallabschluss betreffend das linke Knie und die Festsetzung der Integritätsentschädi-
gung unangefochten geblieben seien, daher werde nicht weiter darauf eingegangen.  
 
1.2 Im Verhältnis zwischen Verfügung und Einspracheentscheid ist nach Art. 52 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000 grundsätzlich von einer Parallelität der Gegenstände auszugehen. Anders verhält es sich, 
wenn eine Teilrechtskraft der Verfügung eintritt. Da das Einspracheverfahren Elemente der strei-
tigen Verwaltungsrechtspflege aufweist, gilt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung das 
Rügeprinzip (BGE 131 V 407 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Die Verfügung des Versicherungsträgers 
tritt deshalb in Teilrechtskraft, soweit sie unangefochten bleibt und nicht von Amtes wegen über-
prüft wird (BGE 119 V 347 E. 1c). Wenn sich die Einsprache somit lediglich auf den Rentenan-
spruch bezog und hinsichtlich der Integritätsentschädigung keine Rechtsbegehren gestellt wur-
den, ist eine Verfügung, mit der gleichzeitig über den Anspruch auf Invalidenrente und auf Integ-
ritätsentschädigung entschieden wird, bezüglich der Integritätsentschädigung beschwerdeweise 
nicht mehr anfechtbar (Urteil des Bundesgerichts vom 12. April 2019, 8C_768/2018, E. 2 mit 
Hinweis auf BGE 119 V 347). 
 
1.3 In ihrer Einsprache vom 17. August 2018 ersuchte die Beschwerdeführerin um Aufhe-
bung der Verfügung vom 15. Juni 2018 und um Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. In der 
Begründung führte sie in Ziffer 7.5 aus, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Ein-
schluss der Schulter- und der Fussbeschwerden im Rahmen der gestellten Rechtsbegehren neu 
zu beurteilen sei, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen seien und ihr danach die gesetzli-
chen Leistungen (Rente und IE) auszurichten seien. Damit focht die Beschwerdeführerin ein-
spracheweise sowohl im Rahmen des Rechtsbegehrens als auch im Rahmen der Begründung 
die zugesprochene Höhe der Integritätsentschädigung an. Daher ist ihr, soweit sie in Ziffer 15 der 
Beschwerde ausführt, der Anspruch auf Integritätsentschädigung als Gesamteinschätzung der 
Schulter-, Knie- und Fussbeschwerden sei weiterhin Gegenstand der vorliegenden Streitsache, 
zuzustimmen. Von einer Teilrechtskraft der Verfügung vom 15. Juni 2018 bezüglich der Integri-
tätsentschädigung des linken Knies von 10 % kann nicht gesprochen werden. Die Rüge gemäss 
Ziffer 15 der Beschwerde ist demzufolge materiell zu beurteilen. 
 

 

 
 
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2. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass auf den 1. Januar 2017 die mit Bundesgesetz vom 
25. September 2015 revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 in Kraft getreten sind. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für 
Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. 
So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und 
die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 
zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmäs-
sige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfal-
les voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein 
Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teil-
weiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch ent-
steht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der 
Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der 
versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine 
Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Renten-
anspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfäl-
lige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, 
falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 
24 Abs. 2 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (gesundheitliche Beschwerden, Arbeitsunfähigkeit, 
Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im 
Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 
der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die 
Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Er-
eignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde im Rahmen der ihr obliegenden 

 

 
 
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Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) 
beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache 
nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
3.4.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche ist die rechtsanwen-
dende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 
V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1 mit Hinweisen). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hin-
weisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). 
 
3.4.2 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
3.4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll gemäss Bundesgericht der 
Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 
 
3.4.4 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt ebenfalls nicht 
derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 

 

 
 
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Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge 
Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1).  
 
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts auf das bidisziplinäre Gutachten der SMAB vom 30. April 2018 (orthopädisches Teilgutach-
ten vom 4. April 2018 von Dr. med. C.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates sowie Facharzt für Chirurgie, und neurologisches Teilgutachten 
vom 12. April 2018 von Dr. med. D.____, Fachärztin für Neurologie). Die Beschwerdeführerin 
stellt die Beweiskraft dieses Gutachtens in Frage und rügt damit die Verletzung von Art. 43 ATSG. 
 
4.2 Die SMAB diagnostiziert im Gutachten vom 30. April 2018 als unfallrelevante Diagnosen 
1. eine knöchern konsolidierte Tibiakopf-Fraktur links (Unfall vom 19. November 2016) nach ope-
rativem Eingriff (23. November 2016) mit zwischenzeitlich erfolgter Metallentfernung ohne ver-
bliebenes wesentliches Funktionsdefizit sowie 2. Sensibilitätsstörungen im Versorgungsgebiet 
des Nervus peroneus superficialis und Nervus suralis links bei Zustand nach Osteosynthesema-
terial-Entfernung posterolaterales linkes Knie sowie Neurolyse des Nervus peroneus communis 
am 26. Oktober 2017, elektroneurographisch unauffälliger Befund im Januar 2018. Als nicht-un-
fallrelevante Diagnose werden 1. unklare Schmerzen und Sensibilitätseinschränkungen des lin-
ken Rückfusses bei degenerativen Veränderungen des OSG, insbesondere anterior, und 2. de-
generative Veränderungen des linken Schultergelenks mit Zusammenhangstrennung der Rota-
torenmanschette, SLAP II-Läsion und Impingementsyndrom, festgehalten. 
 
Im Rahmen der versicherungsmedizinischen Beurteilung führt das SMAB auf Seite 16 f. aus, die 
Veränderungen des linken Schultergelenkes seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
durch das Ereignis vom 19. November 2016 verursacht worden. Nach dem Sturz seien die Schul-
terschmerzen erstmalig am 5. Januar 2017, somit zwei Monate später, angegeben und als post-
kontusionelle Reizung des AC-Gelenks interpretiert worden. Ein entsprechender Untersuchungs-
befund habe eine nahezu vollständig freie Beweglichkeit bei positivem Impingementzeichen ge-
zeigt. Am 14. Februar 2018 sei erstmalig eine MRI-Untersuchung durchgeführt worden, welche 
eine ansatznahe, transtendinöse partielle Zusammenhangstrennung der Supraspinatussehne mit 
Retraktion sowie einen ventralen Labrumschaden im Sinne einer SLAP II-Läsion gezeigt habe. 
Wären die Veränderungen posttraumatisch bzw. unfallkausal zuzuordnen, so wäre eine erhebli-
che Verletzung des linken Schultergelenks am 19. November 2016 vorauszusetzen. Laut wissen-
schaftlicher Meinung sei ein unmittelbarer Anprall gegen/mit dem Schultergelenk nicht geeignet, 
solchermassen geartete Veränderungen zu verursachen, sondern zum Beispiel eine Luxation des 
Schultergelenks oder aber eine erhebliche, unkontrolliert auf das Schultergelenk indirekt durch 
den Arm einwirkende Kraft, wie zum Beispiel das plötzliche, überfallartige Einwirken des gesam-
ten Körpergewichts auf das Schultergelenk wie ein durch den Arm zu verhinderndes Abstürzen. 
Eine direkte Krafteinwirkung gegen/auf das Schultergelenk bzw. ein Stürzen auf den ausgestreck-
ten oder seitlich abgewinkelten Arm sei nicht geeignet, eine Zusammenhangstrennung der Rota-
torenmanschette zu verursachen, da hier die schützenden Strukturen eine entsprechende 

 

 
 
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Krafteinleitung und Krafteinwirkung verhindern würden. Auch der Verlauf nach dem Unfallereig-
nis, das erstmalige Feststellen von Schmerzen in der linken Schulter zwei Monate nach dem 
Unfall und ein entsprechender Crescendoverlauf würden gegen einen Unfallzusammenhang 
sprechen. Zu fordern wären anfangs erhebliche Befunde des linken Schultergelenks, wie z.B. ein 
initialer Gelenkserguss, eine Schultergelenksluxation, ein Hämatom oder eine Verletzung des 
Weichteilmantels mit einer entsprechenden Decrescendosymptomatik, die mit Sicherheit zu einer 
entsprechenden Diagnostik zeitnah des Unfalles geführt hätte. 
 
4.3.1 Bevor auf die Argumente der Beschwerdeführerin eingegangen wird, ist vorab die Frage 
zu klären, in welche Kategorie von Beweismitteln (vgl. dazu Erwägung 3.4 hiervor) das SMAB-
Gutachten fällt. 
 
4.3.2 Mit Schreiben vom 21. Juli 2017 erteilte die Beschwerdegegnerin Dr. med. E.____, Fach-
arzt FMH für Chirurgie, in Funktion als beratender Arzt den Auftrag für eine Aktenbeurteilung der 
vorliegenden Angelegenheit (act. 46). Dr. E.____ stellte der Beschwerdegegnerin am 23. Juli 
2017 seine Aktenbeurteilung zu (act. 47). In der Folge teilte die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin mit Schreiben vom 12. Februar 2018 mit, dass sie die SMAB mit der Begutach-
tung beauftragt habe (act. 91).  
 
4.3.3 Dr. E.____ amtete in der vorliegenden Angelegenheit somit einerseits als Vertrauensarzt 
der Beschwerdegegnerin, wobei er selbst nach Zuteilung des Gutachtensauftrages zu materiellen 
unfallversicherungsrechtlichen Fragen Stellung nahm und die Beschwerdegegnerin in ihrem wei-
teren Vorgehen beriet (E-Mail vom 6. März 2018, act. 107). Gleichzeitig trägt er die medizinische 
Verantwortung für das orthopädisch-neurologische Gutachten, dessen Verlässlichkeit im vorlie-
genden Verfahren von der Beschwerdeführerin gerügt wird. Unter diesen Umständen ist mehr als 
fraglich, ob das SMAB-Gutachten vom 30. April 2018 als verwaltungsexternes Gutachten im 
Sinne der bundesgerichtlichen Richtlinien (vgl. Erwägung 3.4.2 hiervor) bezeichnet werden kann. 
Eher fällt es in die Kategorie der versicherungsinternen Berichte, bei denen bereits geringe Zwei-
fel genügen, um weitere medizinische Abklärungen anzuordnen. Wie nachfolgend aufzuzeigen 
sein wird, kann diese Frage im vorliegenden Verfahren letztlich offengelassen werden. Es ist aber 
wünschenswert, dass diese äusserst ungewöhnliche Konstellation gegenüber den versicherten 
Personen zukünftig transparent dargelegt wird. 
 
4.4.1 Die Beschwerdeführerin zweifelt den Beweiswert des SMAB-Gutachtens einerseits mit 
der Begründung an, der Unfallablauf sei nicht erhoben oder zur Kenntnis genommen worden. 
Trotz dieses Umstands werde die fehlende Unfallkausalität unter anderem damit begründet, dass 
kein in der wissenschaftlichen Lehre beschriebener Unfallhergang stattgefunden habe, welcher 
zur entsprechenden Verletzung führen könne. Dr. med. F.____, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und Facharzt für Chirurgie, habe im Bericht vom 5. Juli 2018 darauf hingewiesen, dass 
der Unfallmechanismus in einem Sturz auf den abduzierten und leicht retrovertierten Arm bestan-
den habe und durchaus eine entsprechende Verletzung erklären könne. Dr. F.____ habe auch 
mit Bericht vom 22. Februar 2019 an seiner Auffassung festgehalten, wonach die Schulterverlet-
zung durchaus vom genannten Sturz herrühren könne. Die Beschwerdegegnerin legt in der Ver-
nehmlassung dar, es sei gestützt auf die Unterlagen nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin, 

 

 
 
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so wie von Dr. F.____ mit Stellungnahme vom 5. Juli 2018 beschrieben, einen Sturz auf den 
abduzierten und leicht retrovertierten Arm erlitten habe. 
 
4.4.2 Dr. F.____ nimmt in seinem Bericht vom 5. Juli 2018 Stellung zur Verfügung der Be-
schwerdegegnerin vom 15. Juni 2018 und hält fest, er sei nach Studium der Akten, der klinischen 
Untersuchung und in Übereinstimmung mit dem behandelnden Schulterorthopäden klar der Mei-
nung, dass der Entscheid falsch sei. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass die diagnostizierte 
Supraspinatussehnenruptur eine direkte Folge des Unfallereignisses sei. Der Unfallmechanis-
mus, ein Sturz auf den abduzierten und leicht retrovertierten (= rotierten) Arm (beim Anzeigen 
des Abbiegens), könne durchaus eine solche Verletzung erklären. Die Supraspinatussehne 
reisse bei solchen Traumata am häufigsten (mit Hinweis auf Arthroscopy, 2013, Feb, 29(2): 366-
76).  
 
4.4.3 Die Beschwerdegegnerin unterbreitete den Bericht von Dr. F.____ der SMAB. In der 
Stellungnahme vom 4. Dezember 2018 hält Dr. C.____ fest, dass die Unfallanamnese mit der 
Versicherten ausführlich aufgenommen und erörtert worden sei. Das Einsatzprotokoll der Sanität 
Basel vom 19. November 2016 gebe keine Aufschlüsse über die Art des Sturzes. Die Ausführun-
gen von Dr. F.____ würden nicht den allgemeinen Erfahrungswerten und Richtlinien für die Be-
gutachtung von Schulterverletzungen entsprechen. Der zitierte Artikel aus dem Jahr 2013 bringe 
keine weiteren Erkenntnisse, bei Bedarf könne er Literaturstellen bezüglich der Begutachtung 
und Genese der Rotatorenmanschettenläsion beifügen. Die natürliche Kausalität der Schulter-
verletzung sei nicht ausschliesslich unter Hinweis auf den Unfallhergang abgewiesen worden, 
sondern vor dem Hintergrund der entscheidungsrelevanten Parameter. Der Unfallhergang sei 
nicht geeignet, die später festgestellten Veränderungen zu verursachen, wie auf S. 35 des Gut-
achtens erläutert worden sei. 
 
4.4.4 Dr. C.____ hält in seinem Teilgutachten (S. 29) zum Unfallhergang fest, dass die Versi-
cherte am 19. November 2016 mit dem Velo ausgerutscht, auf die linke Körperhälfte gefallen und 
liegengeblieben sei und sofort Schmerzen der gesamten linken Seite und des linken Kniegelen-
kes bestanden hätten. Sie sei mit dem Krankwagen ins Spital gebracht worden. Ein weiteres 
Nachfragen zum genauen Hergang des Sturzes oder auch zu den äusseren Umständen, unter 
denen der Unfall passierte, lässt sich seinem Gutachten nicht entnehmen. Es handelt sich – ent-
gegen der von ihm mit Stellungnahme vom 4. Dezember 2018 vertretenen Auffassung, dass mit 
der Explorandin ausführlich die Unfallanamnese und der Verlauf aufgenommen und erörtert wor-
den seien –, um einen äusserst rudimentären Beschrieb des Unfallherganges. Auch in seiner 
Stellungnahme vom 4. Dezember 2018 benennt er keinen konkreten Unfallhergang oder setzt 
sich substantiiert mit den Angaben der Beschwerdeführerin oder denjenigen von Dr. F.____ aus-
einander. Wenn die versicherte Person angibt, dass sie auf die linke Körperhälfte gefallen ist, ist 
gerade bei einer Schulterverletzung eingehender und detailliert vom medizinischen Experten ab-
zuklären, wie die Position des Armes war, weshalb es zum Sturz kam, wie sich die Schmerzen 
danach präsentierten etc. Ob es effektiv zu einem Direktanprall der Schulter gekommen ist, ergibt 
sich folglich nicht aus dem von Dr. C.____ beschriebenen Unfallhergang; ein Sturz auf die linke 
Körperhälfte bedeutet nicht per se, dass der Arm körpernah gehalten wurde. Damit zeigt sich das 
Gutachten in diesem Punkt als zu ungenau, weshalb die Schlussfolgerung von Dr. C.____, dass 

 

 
 
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ein direkter Sturz auf die Schulter nicht geeignet sei, eine Verletzung der Supraspinatussehne zu 
verursachen, im konkreten Fall nicht zu überzeugen vermag. Es bedarf damit weiterer Abklärun-
gen, um rechtsgenüglich über die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden entscheiden zu kön-
nen. 
 
4.5.1 Weiter stellt die Beschwerdeführerin den Beweiswert des SMAB-Gutachtens in Frage, 
da die Auffassung von Dr. C.____, das erstmalige Feststellen der Schmerzen in der linken Schul-
ter hätte erst zwei Monate nach dem Unfall stattgefunden, unzutreffend sei. Es könne substanti-
iert belegt werden, dass die Schulterbeschwerden nicht erstmals nach zwei Monaten aufgetreten 
seien. Die Beschwerdegegnerin weist in diesem Zusammenhang lediglich darauf hin, dass die 
Verneinung des Kausalzusammenhangs nicht nur aufgrund des Zeitpunktes des Auftretens der 
Schmerzen erfolgt sei, sondern auch aufgrund des Unfallhergangs und der festgestellten Ge-
sundheitsschädigung.  
 
4.5.2 Dr. F.____ führt diesbezüglich in seiner Stellungnahme vom 5. Juli 2018 aus, die Verlet-
zung sei initial im Spital G.____ nicht erkannt worden, was weder der Versicherten noch dem 
Spital G.____ anzulasten sei, da die operative Behandlung der Tibiaplateaufraktur im Vorder-
grund gestanden sei. Insbesondere bei jüngeren Patienten sei zu beobachten, dass das Ausmass 
einer Schulterverletzung auf der funktionellen Ebene erst nach Monaten sichtbar werden könne. 
Somit sei die geforderte zeitliche Nähe des Symptombeginns zum Unfallzeitpunkt kein gutes Kri-
terium. Dr. C.____ habe lediglich an die Dokumente des Spitals G.____ angeknüpft. Diese wür-
den zudem eine falsche Diagnose enthalten, die als Beleg herhalten müsse, dass angeblich ein 
chronisches Schulterleiden bestanden habe. Die inkriminierte AC-Gelenksarthrose sei eine Fehl-
diagnose. Im MRT vom 14. Februar 2018 sei nur die Rede von einer geringen und zudem nicht 
aktivierten AC-Gelenksarthrose; dies in Übereinstimmung mit dem konventionellen Schulterrönt-
gen vom Februar 2017, wo festgestellt werde, dass keine wesentliche AC-Arthrose bestehe. Wer 
den MRT-Befund vom 14. Februar 2018 lese, stelle fest, dass keine Zeichen für chronisch dege-
nerative Prozesse der linken Schulter nachweisbar seien. Mit Schreiben vom 22. Februar 2019 
führt Dr. F.____ aus, dass er die Diskussion, ab wann welches Symptom begonnen habe, in 
diesem Zusammenhang für wenig hilfreich halte. Es sei in der Medizin ein bekanntes Phänomen, 
dass Symptome nach einem Trauma je nach Ausmass der anderen Verletzungen erst verspätet 
auftreten und erkannt würden. Die Patientin berichte, bis zum Unfall vollständig arbeitsfähig ge-
wesen zu sein und die Arbeit im Pflegebereich ohne Einschränkung durchgeführt zu haben. Das 
mache ein schweres Schulterproblem vor dem Unfall unwahrscheinlich. 
 
4.5.3 Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hält mit Bericht vom 
9. Juli 2018 fest, dass sich in der klinischen Untersuchung eine deutliche Einschränkung der 
Schulterfunktion mit zusätzlicher scapulothorakaler Dyskinesie links zeige. Die Rotatorenman-
schettenuntersuchung zeige Schmerzen bei der Prüfung der posterosuperioren Rotatorenman-
schette. Zum Ausschluss einer traumatischen Supraspinatussehnenruptur nach dem Polytrauma 
vom November 2016 habe er eine Arthro-MRI-Untersuchung der linken Schulter in die Wege 
geleitet. Die radiologische Abklärung zeige eine transmurale Supraspinatussehnenruptur (Double 
layer) mit Retraktion Grad I-II nach Patte. Die Muskulatur scheine nicht atrophisch zu sein. Es 

 

 
 
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zeige sich eine Verfettung Grad I der Supra- und Infraspinatusmuskel nach Goutallier. In Zusam-
menschau der Anamnese, dem klinischen und radiologischen Befund habe die Diagnose einer 
traumatischen Supraspinatussehnenruptur gestellt werden können. Die traumatische Genese der 
Verletzung sei seiner Auffassung nach klar. Bereits im Bericht vom 28. Februar 2018 diagnosti-
ziert Dr. H.____ eine traumatische transmurale Supraspinatussehnenruptur Grad I nach Patte mit 
sekundärer scapulo-thorakaler Dyokinosie Schulter links nach dem Unfall vom 19. November 
2016 (act. 50). 
 
4.5.4 Dem Bericht über das MRT des Schultergelenkes links vom 14. Februar 2018 und der 
Arthrographie Schulter für MR links vom 14. Februar 2018 kann sodann entnommen werden, 
dass eine geringe AC-Arthrose und keine Omarthrose bestehe (act. 181).  
 
4.5.5 Dr. C.____ hält in seiner Stellungnahme vom 4. Dezember 2018 – nach Einsichtnahme 
in die zuvor zitierten Berichte – weiterhin an seiner Behauptung fest, der Sachverhalt stelle sich 
in den vorliegenden Aktenunterlagen so dar, dass Schulterschmerzen erstmals am 5. Januar 
2017, also zwei Monate nach dem Ereignis, dokumentiert worden seien. Diese seien als post-
kontusionelle Reizung des AC-Gelenkes interpretiert worden. Der entsprechende Untersu-
chungsbefund habe eine nahezu vollständige freie Beweglichkeit erbracht. Bei einer traumati-
schen Läsion der Rotatorenmanschette wären erhebliche Befunde des linken Schultergelenks zu 
fordern. Hier sei auf Seite 35 des Gutachtens zu verweisen. Die Versicherte sei am 28. März 
2018 ganzkörperlich neurologisch/orthopädisch untersucht worden. Die Untersuchungsbefunde 
seien dokumentiert worden. Die klinischen Untersuchungsbefunde von Dr. H.____ im Sinne einer 
deutlichen Einschränkung der Schulterfunktion mit zusätzlicher skapulothorakaler Dyskinesie 
links hätten anlässlich der gutachterlichen Untersuchung nicht nachvollzogen werden können. 
Auch die Erläuterung von Dr. H.____, wieso die traumatische Genese der Verletzung klar sei, 
fehle. Die Einholung fremdanamnestischer Angaben von Dr. H.____ seien für die Abklärung der 
Unfallkausalität nicht erforderlich gewesen. Die Einschätzung des Spitals G.____ bezüglich der 
AC-Gelenksarthrose sei nicht massgeblich gewesen für die Einschätzung der Kausalität. Inwie-
fern hier zudem eine Fehldiagnose vorliege, sei nicht klar. Sein Gutachten erfülle alle bundesge-
richtlichen Kriterien. 
 
4.5.6 Die Beschwerdeführerin reichte im Rahmen ihrer Einsprache die Berichte des Pflege-
dienstes des Spitals G.____ ein. Aus diesen geht hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits 
kurz nach dem Unfall über Beschwerden an der Schulter klagte. Der Pflegedienst verabreichte 
ihr am 20. und 22. November 2016 infolge der Schulterschmerzen auf der linken Seite jeweils ein 
Flektorpflaster. Auch dem Beschrieb des Spitals G.____ vom 9. Januar 2017 kann bezüglich des 
Verlaufs entnommen werden, dass streng bewegungsabhängige Schmerzen über der linken 
Schulter bestehen würden, die sich unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall manifestiert 
hätten, aber bis dato im Hintergrund gestanden seien. Die Beschwerden waren offensichtlich so 
gross, dass im Rahmen des Spitalaufenthaltes am 28. November 2016 auch eine Röntgendiag-
nostik infolge der klinischen Diagnose einer Thoraxkontusion links in Auftrag gegeben wurde. 
Damit steht ohne Weiteres fest, dass die Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Unfall bereits 
Schulterschmerzen äusserte und die Schulterbeschwerden nicht erstmals nach zwei Monaten 
aufgetreten sind. Soweit Dr. C.____ trotz Kenntnis der Einträge in der Krankengeschichte und 

 

 
 
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der Stellungnahme von Dr. F.____ weiter daran festhält, dass Schulterschmerzen erstmals knapp 
zwei Monate nach dem Unfall dokumentiert worden seien, ist diese Haltung nicht nachvollziehbar. 
Seine Schlussfolgerung zum Kausalzusammenhang beruht damit auf offensichtlich falschen Tat-
sachen. Damit ging Dr. C.____ bei der Beurteilung der natürlichen Kausalität von nachweislich 
falschen Prämissen aus, weshalb nicht auf seine Beurteilung abgestellt werden kann. 
 
4.6 Die Beurteilung von Dr. C.____ vermag aus einem weiteren Grund nicht zu überzeugen. 
Dr. F.____, der den schweizerischen Facharzttitel eines Chirurgen trägt, verweist auf medizini-
sche Literatur aus dem Jahr 2013. Dr. C.____ tut diesen Nachweis einfach mit dem pauschalen 
Hinweis ab, dass diese Auffassung nicht den allgemein anerkannten Erfahrungswerten und Richt-
linien für die Begutachtung von Schulterverletzungen entspreche, ohne selbst irgendeinen Hin-
weis auf entsprechende medizinische Fachliteratur zu geben. Daher ist auch die Behauptung der 
Beschwerdegegnerin auf Seite 3 der Vernehmlassung, wonach Dr. C.____ bei der Erstellung des 
Gutachtens den neuesten Stand des medizinischen Wissens angewendet haben, nicht belegt. 
Dr. C.____ setzt sich auch nicht in qualifizierter Weise mit den Auffassungen von Dr. F.____ und 
Dr. H.____ auseinander. Der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist nicht zu folgen, soweit sie 
in der Vernehmlassung auf Seite 4 auf die Praxis des Bundesgerichts verweist, wonach zwischen 
medizinischen Behandlungs- und Aufklärungsauftrag unterschieden werden müsse und es nicht 
angehen könne, eine medizinische Administrativ- oder eine Gerichtsexpertise stets dann in Frage 
zu stellen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen. Wie 
bereits in Erwägung 4.3 hiervor dargelegt, entspricht das vorliegende Gutachten der SMAB eher 
einem versicherungsinternen als einem unabhängigen verwaltungsexternen Gutachten. Damit 
können die Beurteilungen von Dr. H.____ und von Dr. F.____ nicht einfach unter Hinweis auf 
ihren Behandlungsauftrag in der Beweiswürdigung weniger gewichtet werden. Bei Dr. H.____ 
handelt es sich zudem um einen ausgewiesenen Spezialarzt, dessen Kernkompetenzen in der 
Behandlung von Schultern und Ellbogen sowie Sportverletzungen an den oberen Extremitäten 
liegen, und dessen Curriculum im Internet jederzeit abrufbar ist. Auch das Curriculum von Dr. 
F.____ ist im Internet jederzeit einsehbar. Demgegenüber ist über die fachliche Spezialisierung 
von Dr. C.____ nichts bekannt. Es ist auch nicht bekannt, ob er noch klinisch tätig ist. 
 
4.7 Damit zeigt sich, dass mehrere Gründe gegen die Beweistauglichkeit des SMAB-
Gutachtens sprechen, weshalb gestützt darauf nicht zuverlässig beurteilt werden kann, ob die 
Schulterbeschwerden unfallkausal sind.  
 
4.8.1 Auch in Bezug auf den linken Fuss enthält das SMAB-Gutachten gewisse Unklarheiten. 
Dr. C.____ listet in seinem orthopädischen Teilgutachten die unklaren Schmerzen und Sensibili-
tätseinschränkungen des linken Rückfusses als nicht unfallrelevante Diagnose auf, obwohl er auf 
Seite 35 festhält, dass die Bewertung der Sensibilitätsschwäche des linken Rückfusses dem neu-
rologischen Gutachter überlassen bleibe. Dr. D.____ listet als unfallrelevante Diagnosen Sensi-
bilitätsstörungen im Versorgungsgebiet des Nervus peroneus superficiialis und suralis links auf. 
Nicht-unfallrelevante Diagnosen nennt sie keine. Wieso Dr. D.____ die unklaren Schmerzen und 
Sensibilitätseinschränkungen im linken Rückfuss nicht in der Diagnoseliste aufführt, wird in der 
Konsensbeurteilung nicht erklärt, stattdessen werden auf Seite 15 des Gutachtens unklare Be-
schwerden und Sensibilitätseinschränkungen des linken Rückfusses als unfallfremde Diagnose 

 

 
 
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aufgelistet. Die Beschwerdeführerin jedenfalls schilderte ihre Fussbeschwerden beiden Ärzten in 
ähnlicher Weise. 
 
4.8.2 Weiter sind Widersprüchlichkeiten auszumachen, indem Dr. C.____ auf Seite 28 fest-
hält, dass das Spital G.____ gestützt auf das MRI vom 23. Februar 2017 im Wesentlichen dege-
nerative Befunde festgestellt habe. Das Spital G.____ führt im Bericht vom 3. März 2017 jedoch 
aus, dass die Beschwerden im Fuss durch das Knochenmarködem im anterioren distalen Tibia-
bereich erklärt würden, das entweder bedingt sei durch beginnende degenerative Veränderungen 
oder durch eine Überlastung im Rahmen des Belastungsaufbaus nach der langen Ruhigstellung 
und Entlastung aufgrund der Tibiaplateaufraktur. Weshalb Dr. C.____ die Überlastung als Folge 
der Knieoperation ausser Acht lässt, erklärt er nicht. Dr. D.____ hingegen zitiert den Bericht des 
Spitals G.____ richtig, indem sie festhält, dass es im Rahmen des Belastungsaufbaus zu einer 
Überlastung des linken Rückfusses gekommen sei. In der Konsensbesprechung setzen sich die 
Gutachter aber nicht mit diesem Widerspruch auseinander, da aus gesamtmedizinischer Sicht 
auf Seite 16 f. bezüglich des linken oberen Sprunggelenks und des linken Fusses lediglich die 
Beurteilung von Dr. C.____ wortwörtlich wiedergegeben wird.  
 
4.8.3 Somit bestehen auch bezüglich der gesundheitlichen Problematik des linken Fusses so-
wie der Unfallkausalität dieser Beschwerden Zweifel an der Verlässlichkeit des SMAB-
Gutachtens, weshalb auch hier eine medizinische Abklärung im Sinne von Art. 44 ATSG notwen-
dig ist, um die Frage verlässlich beantworten zu können. 
 
5.1 Die Beschwerdeführerin moniert sodann die Integritätsentschädigung für den Integritäts-
schaden des linken Knies. Die Höhe von 10 % sei von der Beschwerdegegnerin nicht weiter be-
gründet worden. 
 
5.2 Die Beschwerdegegnerin hält in der Verfügung vom 15. Juni 2018 lediglich fest, dass 
der Integritätsschaden aufgrund der unfallbedingten Knieverletzung 10 % betrage. Im Gutachten 
der SMAB wird sodann in Ziffer 9 auf Seite 22 ausgeführt, dass eine Verletzung des linken Knie-
gelenks im Sinne einer lateralen Tibiakopffraktur mit Beteiligung der Eminentia intercondylaris zu 
nennen sei. Es bestehe für die Zukunft ein Restrisiko einer posttraumatischen Arthrose, auch 
wenn aktuell ein erfreulicher, nahezu unauffälliger Untersuchungsbefund des linken Kniegelenks 
festzustellen sei. Insofern werde der Integritätsschaden auf 10 % geschätzt gemäss Tabelle 5 
der Suva. 
 
5.3 Da dem Gutachten des SMAB kein Beweiswert zukommt, kann für die Beurteilung des 
Integritätsschadens nicht darauf abgestellt werden. Damit ist auch dieser Punkt erneut im Rah-
men einer neuen Begutachtung abzuklären. Selbst wenn dem SMAB-Gutachten Beweiswert zu-
kommen würde, würde der pauschale Hinweis von Dr. C.____ auf die Tabelle 5 der Suva nicht 
genügen, um die von ihm festgelegte Höhe des Integritätsschadens nachvollziehbar zu machen. 
Der medizinische Experte bzw. die medizinische Expertin ist angehalten, in nachvollziehbarer 
Weise darzulegen, wie er bzw. sie zum Wert von 10 % gelangt. Ein pauschaler Hinweis auf eine 
Tabelle genügt nicht. 
 

 

 
 
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6. Zusammenfassend ergibt sich aus dem Gesagten, dass die Beschwerde in dem Sinne 
teilweise gutgeheissen wird, als der Einspracheentscheid vom 12. April 2019 aufgehoben und die 
Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Die Beschwerdegegnerin wird die 
Angelegenheit durch Einholung eines externen orthopädisch-neurologischen Gutachtens und un-
ter Berücksichtigung der Verfahrensvorschriften von Art. 44 ATSG medizinisch abzuklären ha-
ben. Dabei sind Abklärungen betreffend das linke Knie, die linke Schulter und den linken Fuss zu 
treffen, wobei insbesondere die Beschwerden, ihre Unfallkausalität, die dadurch verursachte Ar-
beitsunfähigkeit sowie der Integritätsschaden erneut aus gesamtmedizinischer Sicht zu beurtei-
len sind. In Bezug auf die Schulterproblematik ist mit den Parteien einig zu gehen, dass ein hoch-
qualifizierter Spezialist bzw. eine hochqualifizierte Spezialistin mit vertieften medizinischen Fach-
kenntnissen in der Schulterorthopädie mit der Beurteilung der Frage zu betrauen sein wird, ob 
eine degenerative oder traumatische Läsion der Rotatorenmanschette vorliegt. Dabei wird sich 
die Fachperson auch mit den neuesten medizinischen Publikationen zu diesem Thema ausei-
nander zu setzen haben. 
 
7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG 
hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 
Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Laut Art. 61 lit. g ATSG 
hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Diese 
werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Hebt das Kantonsgericht einen 
bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zu weiteren Ab-
klärungen an die Beschwerdegegnerin zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde 
führende Partei als obsiegend und hat Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Der in der Hono-
rarnote vom 13. März 2020 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 
14 Stunden und 15 Minuten erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003). Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen 
Auslagen im Umfang von Fr. 263.40. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 4'120.30 (14 Std. und 15 Min. à Fr. 250.-- plus Fr. 263.40 sowie 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 

 

 
 
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bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 12. April 2019 aufgehoben und die Angele-
genheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 4'120.30 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
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