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**Case Identifier:** a0a59de9-ae13-54ee-b17d-c6290549321d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.04.2025 IV 2024/172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-172_2025-04-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/172

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.05.2025

Entscheiddatum: 03.04.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 03.04.2025
Art. 87 Abs. 3 IVV. Glaubhaftmachen einer relevanten 
Sachverhaltsveränderung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. April 2025, IV 2024/172).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/9 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 3. April 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/172 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin Ilona Zürcher, M.A. HSG in Law,  

Tobelmülistrasse 1, 9425 Thal,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  IV-Leistungen (Nichteintreten) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/172 
 

 

2/9 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ bezog gestützt auf eine Verfügung der IV-Stelle vom 13. Januar 2010 rückwirkend ab dem 

1. März 2008 eine ganze Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 70 Prozent 

(IV-act. 97). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens erstatteten die Psychiaterin Dr. med. B.___ 

und der Orthopäde Dr. med. C.___ im Februar 2015 ein bidisziplinäres Gutachten, in dem sie für ideal 

leidensadaptierte Tätigkeiten einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 50 Prozent attestierten (IV-act. 141 und 

147). Der behandelnde Psychiater med. pract. D.___ hielt im Juni 2015 dafür, dass die Versicherte nicht 

einmal in einem geschützten Rahmen arbeitsfähig sei (IV-act. 154). Im Auftrag der IV-Stelle wurde die 

Versicherte im September 2015 observiert. Die Ermittler hielten in ihrem Observationsbericht vom 9. 

Oktober 2015 fest, ihnen seien keine Gesundheitsbeeinträchtigungen aufgefallen (IV-act. 164). In 

einem „Standortgespräch“ räumte die Versicherte im Dezember 2015 ein, dass sie teilweise unwahre 

Angaben gemacht habe, um ihre Krankheit zu verdeutlichen (IV-act. 169). 

A.b Die IV-Stelle beauftragte in der Folge den Rheumatologen Dr. med. E.___ und den Psychiater 

PD Dr. med. F.___ mit einer bidisziplinären Begutachtung. Das in Auftrag gegebene Gutachten wurde 

am 10. November 2016 erstattet (IV-act. 191 f.). Der rheumatologische Sachverständige hielt fest, die 

Versicherte leide an einem Status nach Implantation einer Hüft-Totalendoprothese rechts, an 

chronischen Cervicalgien und Lumbalgien sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einer 

möglichen beginnenden Coxarthrose links. Die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung seien 

abgesehen von einer deutlichen Fehlhaltung, einer ausgeprägt demonstrierten Insuffizienz der 

rumpfstabilisierenden Muskulatur, einer Druckdolenz des leicht hypertonen Musculus glutaeus medius 

rechts und leichten Verkürzungen der hinteren Bein- und der vorderen Oberschenkelmuskulatur 

unauffällig gewesen. Leidensadaptierte Tätigkeiten seien der Versicherten uneingeschränkt zumutbar. 

Der psychiatrische Sachverständige führte aus, die Versicherte habe in der Untersuchung eine 

ausgeprägte Leidenshaltung eingenommen und mehrfach ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie 

sich besonders schmerzschonend bewegen und halten müsse, um einigermassen zurecht zu kommen. 

Dieses Verhalten habe in einem erheblichen Kontrast zu jenem Verhalten gestanden, das in den 

Observationsvideos habe beobachtet werden können. Die in der Untersuchungssituation mehrfach 

wiederholte Aussage der Versicherten, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs sei, um etwas 

einzukaufen, sei sie „nur am Schreien“, weil sie sich nicht beherrschen könne, lasse sich anhand der 

Observationsvideos nicht validieren. Angesichts des sehr wesentlichen Kontrastes zwischen dem in 

den Observationsvideos dokumentierten und dem in der Untersuchung präsentierten Verhalten stelle 

sich die Frage nach der medizinischen Authentizität der Beschwerdedarstellung. Die Versicherte habe 

in den testpsychologischen Selbstbeurteilungsskalen Extremwerte angekreuzt. Der SFSS-Test habe 

eine sehr erhebliche Beschwerdeverdeutlichungstendenz nachgewiesen. Das stehe in 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Übereinstimmung mit dem klinischen Untersuchungsbefund. In der Untersuchung habe die Versicherte 

verstimmt, ängstlich und angespannt gewirkt. Während eines Teils der Untersuchung habe sie sich 

stark an den Unterarmen gekratzt; sie habe emotional extrem angespannt gewirkt. Mehrfach habe sie 

sich ungehalten und vorwurfsvoll geäussert. Sie habe einen erheblich angespannt-aggressiven 

emotionalen Zustand gezeigt. Die Stimmung habe insgesamt sehr stark moros, angespannt und gereizt 

gewirkt. Die Grundstimmung sei dysthym, aber nicht eigentlich depressiv oder devitalisiert gewesen. 

Der Affekt sei praktisch nicht auslenkbar, aber vital gewesen. Der Antrieb sei gehemmt und gesteigert 

gewesen. Im Übrigen sei der klinische Untersuchungsbefund unauffällig ausgefallen. Insgesamt lasse 

sich auf dem psychiatrischen Fachgebiet keine krankheitswertige Störung belegen, die einen Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit hätte. Die Versicherte leide zwar an einer Dysthymia, aber diese habe keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der Angaben der Versicherten könne eine gewisse 

Persönlichkeitsakzentuierung angenommen werden, aber das ausschnitthaft dokumentierte Verhalten 

der Versicherten in den Observationsvideos zeige ein ganz anderes Bild, sodass kein Grund zur 

Annahme einer Persönlichkeitsakzentuierung oder einer Persönlichkeitsstörung bestehe. Bezüglich der 

Diagnosen und der Arbeitsfähigkeitsschätzung bestehe eine weitgehende Übereinstimmung zum 

psychiatrischen Teilgutachten von Dr. B.___, in dem ebenfalls eine überwiegend erhaltene 

Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Die Versicherte sei uneingeschränkt arbeitsfähig. Am 22. August 

2017 berichtete der behandelnde Psychiater D.___ (IV-act. 204), bei einer neuropsychologischen 

Testung habe das Vorliegen eines ADHS ausgeschlossen werden können. Die Testung habe allerdings 

eine erhebliche Intelligenzminderung gezeigt, wobei aber zu berücksichtigen sei, dass die 

Symptomvalidierung auffällige Resultate geliefert habe. Im Bericht über die neuropsychologische 

Testung vom 19. Juli 2017 war auf hoch auffällige Befunde in den Symptomvalidierungsverfahren 

hingewiesen worden, weshalb die Neuropsychologen festgehalten hatten, dass die objektivierten 

Befunde sehr wahrscheinlich nicht das tatsächliche aktuelle kognitive Leistungsvermögen 

widerspiegelten (IV-act. 205). Mit einer Verfügung vom 22. März 2018 hob die IV-Stelle die laufende 

Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (IV-act. 215). 

A.c Die Versicherte liess am 28. April 2018 eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. März 

2018 erheben (vgl. IV-act. 230). Im Beschwerdeverfahren reichte sie zahlreiche medizinische Berichte 

ein. Mit einem Entscheid vom 7. Juli 2020 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. März 2018 ab (IV 2018/149; vgl. IV-act. 273). Es qualifizierte 

das bidisziplinäre Gutachten von Dr. E.___ und PD Dr. F.___ als überzeugend. Bezüglich der im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte hielt es fest, diese weckten den Verdacht, dass die Ärzte 

unkritisch auf die Angaben der Versicherten abgestellt und offenbar auch keine Kenntnis von den 

relevanten Vorakten, insbesondere vom Gutachten von PD Dr. F.___, gehabt hätten. Der behandelnde 

Psychiater D.___ habe offenkundig ebenfalls unkritisch auf die Angaben der Versicherten abgestellt, 

obwohl ihm bewusst gewesen sein müsse, dass die Versicherte bei einer Observation ein diametral 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/9 

anderes Verhalten als in Untersuchungs- und Behandlungssituationen gezeigt habe und dass mehrere 

neuropsychologische Testungen unverwertbare Ergebnisse produziert hätten, weil es nie gelungen sei, 

die Symptome zu validieren. Weshalb sich der behandelnde Psychiater D.___ darauf versteift habe, die 

subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin für bare Münze zu nehmen, sei nicht nachvollziehbar. 

Noch unverständlicher sei, dass er sogar so weit gegangen sei, zur Verteidigung seines Attestes einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Testungen 

zurückzugreifen, obwohl er gewusst habe, dass die Testergebnisse nicht verwertbar gewesen seien, 

weil die Symptomvalidierungstests hoch auffällige Resultate gezeitigt hätten. Sein Einwand, die 

Observation sei möglicherweise gerade in einem Zeitraum durchgeführt worden, an dem es der 

Versicherten ausnahmsweise viel besser als sonst gegangen sei, sei nicht plausibel. Die Berichte und 

vor allem auch die zahlreichen Stellungnahmen im Beschwerdeverfahren zeichneten insgesamt ein 

sehr einseitiges Bild der Sachlage und wiesen damit auf eine Befangenheit des behandelnden 

Psychiaters D.___ zugunsten der von ihm seit Jahren behandelten Versicherten hin, die sich allein mit 

dem therapeutischen Auftrag wohl nicht erklären lasse. 

A.d Bereits am 12. Januar 2019 hatte die Versicherte erneut um Leistungen der 

Invalidenversicherung ersucht (IV-act. 249). Sie liess am 16. Dezember 2020 geltend machen, die 

massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei mit den im Beschwerdeverfahren IV 

2018/149 eingereichten medizinischen Berichten glaubhaft gemacht worden (IV-act. 281). Ab Ende 

März 2021 reichte sie der IV-Stelle zahlreiche medizinische Berichte ein. Am 14. April 2021, am 5. Mai 

2021 und am 18. August 2021 notierte Dr. med. G.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst 

(RAD; IV-act. 287, 290 und 309), die Berichte enthielten zum Teil lediglich Hinweise auf harmlose, kurz 

dauernde Gesundheitsbeeinträchtigungen. Ein gynäkologischer Bericht erwähne die Angabe der 

Versicherten, sie pflege ein aktives Sexualleben, was sich kaum mit der geltend gemachten schweren 

psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung vereinbaren lasse. Die radiologischen Untersuchungen 

hätten „wenig bis nichts“ ergeben. Bezüglich einer Analvenenthrombose zeigten die Berichte, dass die 

Versicherte die ärztlichen Empfehlungen „nahezu komplett“ ignoriert habe und dass sich die 

Beschwerden trotzdem relevant verbessert hätten. Eine in den Berichten beschriebene 

Beckenbodensenkung sei versicherungsmedizinisch irrelevant. Auch diesbezüglich sei dokumentiert 

worden, dass die Versicherte „in erster Linie ihren eigenen Therapievorstellungen“ gefolgt sei. Ein 

Bericht des Schmerzzentrums belege „sehr klar“, dass die geltend gemachten Probleme in erster Linie 

psychosozialen Belastungsfaktoren zuzuordnen seien. Zudem enthalte er deutliche Hinweise auf 

Diskrepanzen und Inkonsistenzen. Mit einer Verfügung vom 2. September 2021 trat die IV-Stelle nicht 

auf das neue Leistungsbegehren ein (IV-act. 310). 

A.e Das Versicherungsgericht wies eine sich gegen diese Nichteintretensverfügung richtende 

Beschwerde mit einem Entscheid vom 23. Mai 2022 ab (IV 2021/194; vgl. IV-act. 340). Es hielt fest, es 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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habe bereits im Entscheid IV 2018/149 vom 7. Juli 2020 mit einer ausführlichen Begründung dargelegt, 

dass die Berichte der behandelnden Psychiater keinen Beweiswert hätten. Weshalb diese 

Argumentation für das vorliegende Verfahren irrelevant sein sollte, wie der Rechtsvertreter der 

Versicherten ohne eine nachvollziehbare Begründung behauptet habe, sei nicht einzusehen. Die von 

der – erwiesenermassen erheblich aggravierenden – Versicherten gegenüber den Ärzten geltend 

gemachten Beschwerden seien zudem weitgehend identisch mit den bereits früher vorgebrachten 

Klagen gewesen, sodass sich insgesamt kein Anhaltspunkt für eine relevante Veränderung ergebe. Der 

Bericht des Schmerzzentrums St. Gallen vom 3. Juni 2021 belege, dass die Angaben der Versicherten 

weiterhin von erheblichen Diskrepanzen und Inkonsistenzen geprägt gewesen seien. Gesamthaft fehle 

in den zahlreichen medizinischen Berichten also jeder Hinweis auf eine relevante Verschlechterung des 

psychischen Gesundheitszustandes der Versicherten nach dem 22. März 2018. Auch in somatischer 

Hinsicht fehle es gemäss der sorgfältig erarbeiteten und überzeugend begründeten Aktenwürdigung 

der RAD-Ärztin Dr. G.___ an einem Hinweis auf eine relevante Veränderung des 

Gesundheitszustandes der Versicherten nach dem 22. März 2018. Der Neurologe Dr. med. H.___ habe 

den bei einer eingehenden Untersuchung der Versicherten von ihm erhobenen objektiven klinischen 

Befund detailliert beschrieben. Dem Bericht lasse sich entnehmen, dass er keine neuen Befunde habe 

erheben können. Die übrigen Beschwerden, die in den von der Versicherten eingereichten Berichten 

beschrieben würden (vorübergehende Handgelenksschmerzen, gynäkologische Probleme, 

Analvenenthrombose), seien für einen allfälligen Rentenanspruch augenscheinlich irrelevant gewesen. 

A.f Bereits am 19. Oktober 2021 hatte die Versicherte eine weitere Neuanmeldung („für den Fall, 

dass [die Beschwerde gegen die Verfügung vom 2. September 2021] nicht geschützt werden sollte“) 

eingereicht (IV-act. 318). Sie hatte keine Akten eingereicht, die eine Sachverhaltsveränderung hätten 

glaubhaft machen können. Mit einem Vorbescheid vom 8. Februar 2022 hatte die IV-Stelle ihr mitgeteilt, 

dass sie auf ihr neues Leistungsbegehren nicht eintreten werde (IV-act. 328). Am 4. April 2022 hatte 

die Versicherte verschiedene medizinische Berichte eingereicht (IV-act. 330): Ein im November 2021 

erstelltes MRI hatte Degenerationen und Discopathien von leichter bis mässiger Ausprägung gezeigt 

(IV-act. 331); bei einer eingehenden Untersuchung durch die Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals 

St. Gallen am 12. Januar 2022 hatten keine Hinweise für eine strukturelle Herzerkrankung festgestellt 

werden können (IV-act. 332); das Schmerzzentrum des Kantonsspitals St. Gallen hatte die Therapie 

am 31. März 2022 abgeschlossen (IV-act. 336). Im Oktober 2022 reichte die Versicherte einen MRI-

Bericht vom 28. September 2022 ein, laut dem ein unauffälliger Befund erhoben worden war (IV-act. 

357). Die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Kantonsspitals St. Gallen hatte am 2. Oktober 2022 berichtet (IV-act. 359), im Vordergrund stehe ein 

mässiger Trainingszustand. Der Versicherten sei eine strukturierte Physiotherapie zu empfehlen. Sollte 

das geplante MRI keinen auffälligen Befund ergeben, werde die Behandlung abgeschlossen. Am 29. 

Dezember 2022 notierte die RAD-Ärztin med. pract. I.___ nach einer Aktenwürdigung (IV-act. 375), in 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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den neu eingereichten Unterlagen fänden sich keine relevanten neuen Diagnosen. Die bekannte 

Wirbelsäulenproblematik werde auf den dekonditionierten Zustand der Versicherten zurückgeführt. Den 

Empfehlungen hinsichtlich der Aufnahme einer sportlichen Aktivität und eines Rauchstopps scheine die 

Versicherte nicht gefolgt zu sein. Empfehlungen zu Interventionen würden nicht beachtet. 

A.g Mit einem Vorbescheid vom 26. Januar 2023 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie 

vorsehe, nicht auf das neue Leistungsbegehren einzutreten (IV-act. 383). Dagegen liess die Versicherte 

am 27. Februar 2023 einwenden (IV-act. 386), sie habe begonnen, gezielte Therapien in Anspruch zu 

nehmen. Mit dem Erlass einer Nichteintretensverfügung sei zuzuwarten, bis die ersten Ergebnisse 

dieser Therapiebemühungen bekannt seien. Zudem habe die behandelnde Psychiaterin Dr. med. J.___ 

über eine weitgehend aufgehobene Arbeitsfähigkeit berichtet. Der Eingabe lag ein Bericht von Dr. J.___ 

vom 21. Februar 2023 bei, in dem klar nur die Angaben der Versicherten wiedergegeben worden waren 

(IV-act. 387). Die RAD-Ärztin I.___ notierte am 29. Juni 2023 und am 18. Juli 2023, die eingereichten 

Berichte begründeten keine glaubhafte Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 

Referenzzeitpunkt (IV-act. 402 und 405). Die Versicherte liess in der Folge zahlreiche weitere 

medizinische Berichte einreichen, unter anderem einen Bericht der Neuropsychologin K.___ vom 25. 

März 2024 betreffend eine am 18. März 2024 durchgeführte neuropsychologische Testung (IV-act. 

429). Die Neuropsychologin hatte festgehalten, bei der Interpretation der Ergebnisse sei Vorsicht 

geboten, da in einem Symptomvalidierungsverfahren Hinweise auf ein suboptimales 

Leistungsverhalten hervorgegangen seien. Die Angaben in einem Selbstbeurteilungsfragebogen 

bezüglich einer allfälligen depressiven Störung hätten nicht zum klinischen Eindruck und zu den 

Angaben bezüglich der Alltagsaktivitäten gepasst. Einzelne Kriterien für die Diagnose eines ADHS 

seien erfüllt, aber auch dieses Ergebnis müsse mit Vorsicht genossen werden. Der in den Testverfahren 

ermittelte IQ habe 67 betragen. Die RAD-Ärztin I.___ würdigte die eingereichten Berichte und hielt am 

2. Juli 2024 fest (IV-act. 434), diese enthielten keine Hinweise auf neue relevante Tatsachen. Teilweise 

seien sie nicht relevant (Terminlisten, Medikamentenpackungen, Bericht einer Suchtfachstelle, 

Therapieempfehlungen, die nicht umgesetzt würden), teilweise enthielten sie die bekannten 

Beschwerdeschilderungen der Versicherten und teilweise sei die Glaubwürdigkeit der Angaben der 

Versicherten in Frage gestellt worden. Eine Veränderung des Gesundheitszustandes sei nicht glaubhaft 

gemacht. Mit einer Verfügung vom 2. Juli 2024 trat die IV-Stelle nicht auf die Neuanmeldung ein (IV-

act. 435). 

B.  

B.a Am 4. September 2024 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 2. Juli 2024 erheben (act. G 1). Sie liess die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung, das Eintreten auf die Neuanmeldung, die Ausrichtung einer Invalidenrente 

bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von mindestens 50 Prozent spätestens ab dem 23. September 2020 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/9 

sowie eventualiter die Einholung eines unabhängigen medizinischen Gutachtens beantragen. Zur 

Begründung liess sie ausführen, entgegen der Auffassung der RAD-Ärztin I.___ zeigten die zahlreichen 

medizinischen Unterlagen auf, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der 

Rentenaufhebung erheblich verändert habe.  

B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 29. November 2024 die 

Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne (act. G 6). Zur 

Begründung führte sie an, die Beschwerdeführerin habe zwar zahlreiche medizinische Berichte 

eingereicht, aber diesen lasse sich kein Hinweis auf eine relevante Veränderung des 

Gesundheitszustandes seit der Rentenaufhebung entnehmen. Auf die Anträge bezüglich einer 

Rentenzusprache und einer Begutachtung könne nicht eingetreten werden, da es nur um die 

Eintretensfrage gehe. 

B.c Die Beschwerdeführerin liess am 25. Februar 2025 an ihren Anträgen festhalten (act. G 12). Die 

Beschwerdegegnerin hielt am 12. März 2025 ebenfalls an ihrem Antrag fest (act. G 14). 

Erwägungen 

1.  

Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung der angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 

2024 auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen 

Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Dieses hat sich auf die Eintretensfrage beschränkt, das 

heisst es hat nur die Frage zum Gegenstand gehabt, ob es der Beschwerdeführerin gelungen sei, eine 

wesentliche Veränderung des relevanten Sachverhaltes seit der Aufhebung der früheren Rente 

glaubhaft zu machen, so dass auf die Neuanmeldung einzutreten wäre. Die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin habe sich bereits so intensiv mit 

der Sache befasst, dass sie de facto auf die Neuanmeldung eingetreten sei. Diese Argumentation ist 

nicht stichhaltig. Der Beschwerdegegnerin ist nämlich gar nichts anderes übrig geblieben, als die 

Vielzahl der mehrheitlich belanglosen Berichte dem RAD zur Würdigung vorzulegen, wenn sie sich nicht 

dem Vorwurf aussetzen wollte, den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör zu 

verletzen. Abgesehen davon erweist sich die Argumentation der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin auch als haltlos. Die Beschwerdegegnerin hat sich allein darauf beschränkt, in den 

eingereichten medizinischen Berichten nach einem Hinweis auf eine relevante Veränderung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zu forschen. Sie hat keinerlei eigene Abklärungen 

getätigt und sie hat sich mit keiner ausserhalb des Verfahrensgegenstandes liegenden Frage befasst. 

Damit ist sie eindeutig nicht de facto auf die Neuanmeldung eingetreten. Auf die Anträge der 

Beschwerdeführerin, es sei eine Rente zuzusprechen; eventualiter sei eine medizinische Begutachtung 

in die Wege zu leiten, ist folglich nicht einzutreten. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.  

Bezüglich der bis zur Eröffnung des Entscheides IV 2021/194 vom 23. Mai 2022 eingereichten 

medizinischen Berichte ist auf die E. 3 jenes Entscheides zu verweisen, in der das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen ausführlich begründet dargelegt hat, dass und weshalb die bis dahin 

eingereichten medizinischen Berichte nicht geeignet gewesen sind, eine relevante 

Sachverhaltsveränderung glaubhaft zu machen. Bezüglich der später eingereichten Berichte ist 

Folgendes festzuhalten: Die bildgebenden Untersuchungen haben sowohl im November 2021 als auch 

im September 2022 – weiterhin – unauffällige Befunde geliefert; eine eingehende Untersuchung durch 

die Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen im Januar 2022 hat ebenfalls ein unauffälliges 

Resultat geliefert; die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

des Kantonsspitals St. Gallen hat keine objektiven klinischen Auffälligkeiten feststellen können; die 

behandelnde Psychiaterin Dr. med. J.___ hat sich darauf beschränkt, die bereits bekannten 

Schilderungen der Beschwerdeführerin völlig unkritisch wiederzugeben; eine weitere 

neuropsychologische Abklärung hat wiederum eine tiefe Intelligenz bei einer eingeschränkten 

Zuverlässigkeit des Testverhaltens ergeben. Obwohl die Beschwerdeführerin also im Verlauf der der 

Eröffnung der angefochtenen Verfügung am 2. Juli 2024 vorangegangenen zwei Jahre (wie bereits in 

den Jahren davor) zahlreiche medizinische Berichten eingereicht hat, ist es ihr nicht gelungen, eine 

relevante Sachverhaltsveränderung seit der Rentenaufhebung glaubhaft zu machen, wie die RAD-

Ärztin I.___ in ihren Aktenwürdigungen anschaulich und überzeugend festgehalten hat. Die 

Beschwerdegegnerin ist folglich zu Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 2. Juli 2024 abzuweisen ist. 

3.  

Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken 

festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind 

durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die unterliegende 

Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/9 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Auf die Anträge, es sei eine Rente zuzusprechen, eventualiter sei eine medizinische Begutachtung 

vorzunehmen, wird nicht eingetreten. 

2.  

Die sich gegen die Verfügung vom 2. Juli 2024 richtende Beschwerde wird abgewiesen. 

3.  

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese sind durch den 

von ihr geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 

4.  

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.04.2025
	Art. 87 Abs. 3 IVV. Glaubhaftmachen einer relevanten Sachverhaltsveränderung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2025, IV 2024/172).

		2026-01-28T04:32:41+0100
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