# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd85ae50-02b6-56f0-8de6-8c16e78bda47
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 09.05.2016 ZK2 2016 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2016-6_2016-05-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 09. Mai 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 16 6 17. Juni 2016

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuarin ad hoc Züger

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

gegen den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 
15. Februar 2016, mitgeteilt am 15. Februar 2016, in Sachen des A._____, Be-
schwerdegegner und der B._____, Beschwerdegegnerin, beide vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Guido Lazzarini, Via Retica 26, 7503 Samedan, gegen den 
Beschwerdeführer und C._____, 

betreffend klarer Rechtsschutz nach Art. 257 ZPO (Mieterausweisung),

hat sich ergeben:

Seite  2 — 11

I. Sachverhalt

A. C._____ war Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. _____, 41/1000 Miteig-
tum an Grundstück Nr. _____, Appartementhaus "D._____", O.1_____, mit Son-
derrecht an der 4-Zimmerwohnung Nr. _____ im 1. Stock, und Miteigentumsanteil 
Nr. _____. Mit diesem Miteigentumsanteil ist das ausschliessliche und alleinige 
Benützungsrecht am Garagenplatz Nr. _____ verbunden. Am 06. August 2015 ist 
gegen C._____ die Betreibung auf Verwertung des Grundpfandes eingeleitet wor-
den, woraufhin am 16. September 2015 die öffentliche betreibungsamtliche Ver-
steigerung der Stockwerkeinheit Nr. _____, Grundbuch O.1_____, erfolgte. 
A._____ und B._____ erhielten die vorgenannte Stockwerkeinheit im Rahmen der 
Versteigerung zugeschlagen.

B. A._____ und B._____ versuchten am 02. Oktober 2015 erfolglos in die er-
steigerte Wohnung zu gelangen. Woraufhin ihr Rechtsvertreter C._____ und 
X._____ mit jeweils getrennt eingeschriebener Post anwies, die 4-
Zimmerwohnung Nr. _____ an der _____strasse, O.1_____, per Freitag, 23. Ok-
tober 2015, um 14:00 Uhr zu räumen und den Eigentümern (A._____ und 
B._____) zu übergeben. Die eingeschriebene Post wurde nicht abgeholt und 
A._____ und B._____ standen an besagtem Tag wiederum vor verschlossener 
Tür.

C. A._____ und B._____ liessen am 10. November 2015 beim Bezirksgericht 
Prättigau/Davos ein Gesuch gegen X._____ und C._____ (recte: C._____) betref-
fend Rechtsschutz in klaren Fällen einreichen. Dabei stellten sie die folgenden 
Rechtsbegehren (vgl. Vorinstanz act. I/1):

"1. Es seien die beiden Gesuchsgegner X._____ und C._____ (recte: 
C._____) richterlich anzuweisen, die 4-Zimmerwohnung Nr. _____, 
Stockwerkeigentum Nr. _____, 41/100 Miteigentum an der Liegen-
schaft Nr. _____, samt Autoeinstellplatz Nr. _____ in der Autoeinstell-
halle, Grundbuch der Gemeinde O.1_____, umgehend zu räumen und 
zu verlassen.

2. Die richterliche Anordnung sei mit der Androhung der Straffolgen nach 
StGB Art. 292 zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der 
von einer zuständigen Behörde an ihn erlassenen Verfügung nicht 
Folge leistet.

3. Es seien die Gesuchsteller A._____ und B._____ für den Fall, dass die 
Gesuchsgegner der richterlichen Anordnung um Räumung der 4-
Zimmerwohung Nr. _____ samt Autoeinstellplatz Nr. _____ nicht Folge 
leisten sollten, unter Beizug von Polizeigewalt zu ermächtigen, die 
Räumung der erwähnten Wohnung vorzunehmen.

Seite  3 — 11

4. Gerichtliche und aussergerichtliche Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu Lasten der Gesuchsgegner."

D. X._____ stellte dem Bezirksgericht Prättigau/Davos am 30. Dezember 2015 
seine Stellungnahme mit den folgenden Rechtsbegehren zu (vgl. Vorinstanz 
act. I/4):

"– Das Ausweisungsbegehren, das Gesuch zur umgehenden Räumung 
der Wohnung Nr. _____ im Stockwerkeigentum Nr. _____, 
_____strasse, O.1_____ sei abzulehnen.

– Bei einer allfälligen Mietvertragskündigung des bestehenden Mietver-
trages vom 28.10.2005 (Anlage) ist die Kündigungsfrist aufrecht zu er-
halten.

– Sollte das Gesuch zur Räumung der Wohnung Nr. _____ im Stock-
werkeigentum Nr. _____, _____strasse, O.1_____ als Mietvertrags-
kündigung zu verstehen sein, ist die Kündigungsfrist des Mietvertrages 
zu beachten.

– Die Beendigung des Mietverhältnisses würde für mich eine besondere 
Härte zur Folge haben, verbunden mit der Notwendigkeit zur Suche 
einer geeigneten Ersatzwohnung."

E. C._____ reichte mit Eingabe vom 31. Dezember 2015 dem Bezirksgericht 
Prättigau/Davos ihre Stellungnahme mit folgenden Rechtsbegehren ein (vgl. Vor-
instanz act. I/3):

"– Das Gesuch um Räumung der 4-Zimmerwohnung Nr. _____ Stock-
werkeigentum Nr. _____, 41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft 
Nr. _____, und Autoeinstellplatz Nr. _____ in der Autoeinstellhalle, 
Grundbuch O.1_____ sei abzuweisen.

– Eventualiter sei ein angemessener Zeitraum von 3–4 Monaten zur 
Räumung der Wohnung Nr. _____ Stockwerkeigentum Nr. _____, 
41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _____, und Autoeinstell-
platz Nr. _____ in der Autoeinstellhalle einzuräumen.

– Das Verlassen und die Räumung der Wohnung Nr. _____ Stockwerk-
eigentum Nr. _____, 41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft 
Nr. _____, und Autoeinstellplatz Nr. _____ in der Autoeinstellhalle 
stellt für mich einen grossen Härtefall dar. Da diese Wohnung mein 
einziger Wohnsitz und Wohnort ist, bin ich gezwungen, eine neue 
Wohnung zu suchen. Ich benötige eine geeignete Ersatzwohnung. Der 
regionale Wohnungsmarkt bietet nur sehr wenige freie Wohnungen. Es 
ist nicht leicht, eine Ersatzwohnung zu finden und erfordert die nötige 
Zeit. Aktuell kommt erschwerend meine Erkrankung dazu. Ein Umzug 
ist doppelt belastend."

F. Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2016 hielten A._____ und B._____ un-
verändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 10. November 2015 
fest. Sie bestritten, dass zwischen C._____ und X._____ ein Mietverhältnis beste-
he und forderten sämtliche Akten des Betreibungsamtes O.1_____ betreffend das 

Seite  4 — 11

Betreibungsverfahren gegen C._____ zur Edition sowie die Steuererklärungen von 
C._____ und X._____ ab der Steuerperiode 2010 und Bankbelege betreffend 
Mietzinszahlungen ab dem 01. November 2005 (vgl. Vorinstanz act. I/5).

G. Mit Schreiben vom 27. Januar 2016 räumte das Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos C._____ und X._____ Frist zur Einreichung einer Duplik bis zum 
08. Februar 2016 ein. Gleichzeitig wurden sie ersucht, innert derselben Frist sämt-
liche Bankbelege betreffend Mietzinszahlungen ab 01. November 2005 sowie die 
Steuererklärungen ab der Steuerperiode 2010 zuzustellen. Ausserdem wurden sie 
darauf hingewiesen, dass die Frist nicht erstreckbar sei und das Verfahren bei 
Verzicht oder Säumnis zur Einreichung einer Duplik, ohne weiteres fortgeführt 
werde (vgl. Vorinstanz act. V/9).

H. Mit Schreiben vom 27. Januar 2016 verlangte das Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos vom Betreibungsamt Prättigau/Davos sämtliche Akten betreffend das 
Betreibungs- bzw. Grundpfanverwertungsverfahren gegen C._____ (v.a. Steige-
rungsbedingungen, Lastenverzeichnis, Pfändungsprotokolle, amtliche Publikatio-
nen etc. [vgl. Vorinstanz act. V/10]). Welche dem Bezirksgericht Prättigau/Davos 
am 28. Januar 2016 überbracht wurden (vgl. Vorinstanz act. V/17 und rosa Ord-
ner).

I. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos verzichtete in Anwendung von Art. 256 
Abs. 1 ZPO auf die Durchführung einer Hauptverhandlung.

J. Mit Entscheid vom 15. Februar 2016, gleichentags mitgeteilt, erkannte die 
Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt (vgl. act. E.1):

"1. Das Ausweisungsgesuch wird gutgeheissen und X._____ und 
C._____ gerichtlich angewiesen, die 4-Zimmerwohnung Nr. _____, 
Stockwerkeigentum _____, samt Autoeinstellplatz Nr. _____ in der Au-
toeinstellhalle, Grundbuch O.1_____, an der _____strasse, O.1_____, 
innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Ausweisungsentscheides (bis 
Mittag 12.00 Uhr) vollständig geräumt und gereinigt und mit allen 
Schlüsseln zurückzugeben.

2. Der Ausweisungsbefehl ergeht unter ausdrücklicher Androhung der 
Straffolge nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer 
der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten 
unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet.

3. Verlassen X._____ und C._____ das Mietobjekt innerhalb der gesetz-
ten Frist nicht oder nicht geräumt, werden A._____ und B._____ er-
mächtigt, auf Kosten von X._____ und C._____ polizeiliche Hilfe in 
Anspruch zu nehmen und die Ersatzvornahme (Zwangsvollstreckung) 
zu tätigen.

Seite  5 — 11

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 450.00 gehen unter solidarischer 
Haftbarkeit zulasten von X._____ und C._____ und werden mit dem 
von A._____ und B._____ geleisteten Vorschuss verrechnet. A._____ 
und B._____ wird das Recht eingeräumt auf X._____ und C._____ 
Regress zu nehmen.

5. X._____ und C._____ haben unter solidarischer Haftbarkeit A._____ 
und B._____ mit CHF 1'000.00 ausseramtlich zu entschädigen.

6. Gegen diesen Entscheid kann je nach Beurteilung des Streitwertes zi-
vilrechtliche Berufung oder Beschwerde geführt werden (Art. 308 ff. 
ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 14, 
7000 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizule-
gen (Art. 311 und Art. 314 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).

7. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

8. (Mitteilung)"

Zusammengefasst erachtete das Bezirksgericht Prättigau/Davos den Sachverhalt 
als liquide und die Rechtslage als klar, womit dem Ausweisungsgesuch stattzuge-
ben sei und den Eheleuten X.C._____ eine Frist für die ordnungsgemässe Rück-
gabe einzuräumen sei. 

K. Dagegen erhob X._____ mit Eingabe vom 03. März 2016 "Berufung ggf. 
Beschwerde" an das Kantonsgericht von Graubünden. Dabei beantragte er die 
Ablehnung des Ausweisungsbegehrens und machte unter Hinweis auf den Miet-
vertrag vom 28. Oktober 2005 geltend, dass die Kündigungsfrist desselben zu 
berücksichtigen sei, sowie dass die vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses 
resp. eine Mieterausweisung für ihn eine besondere Härte zur Folge hätte, welche 
durch die Interessen des neuen Wohnungseigentümers nicht zu rechtfertigen sei. 
Ferner beantragte er, dass die angesetzten Kosten und ausseramtliche Entschä-
digung nicht anzuerkennen seien (vgl. act. A.1).

L. C._____ reichte mit Eingabe vom 04. März 2016 ebenfalls "Beschwer-
de/Berufung" gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 
15. Februar 2016 beim Kantonsgericht von Graubünden ein (Verfahren ZK2 16 7).

M. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2016 beantragten A._____ und 
B._____ die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter gerichtlicher und 
aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerde-
führers (vgl. act. A.2).

Seite  6 — 11

N. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, dem angefochtenen 
Entscheid sowie den Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) X._____ hat gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos be-
treffend klaren Rechtsschutz nach Art. 257 ZPO (Mieterausweisung) "Beschwerde 
ggf. Berufung" an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben. Als Rechtsmittel 
gegen den Entscheid betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen fällt grundsätzlich 
sowohl die Berufung nach Art. 308 ff. ZPO als auch die Beschwerde gemäss Art. 
319 ff. ZPO in Betracht (vgl. Thomas Sutter-Somm/Cordula Lötscher, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 36 zu Art. 257 ZPO; Dieter Hof-
mann, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 28d zu Art. 257 ZPO). In vermögens-
rechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung jedoch nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 
10‘000.00 beträgt. Wird dieser Streitwert nicht erreicht, steht das Rechtsmittel der 
Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO offen. Der Rechtsmittelbelehrung der Vorin-
stanz lässt sich nicht entnehmen, ob gegen den Entscheid Beschwerde oder Beru-
fung zu erheben ist. Die Vorinstanz hält lediglich fest, dass je nach Beurteilung 
des Streitwerts zivilrechtliche Berufung oder Beschwerde geführt werden könne 
(vgl. angefochtener Entscheid, Dispositiv Ziff. 6). 

Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 
ZPO). Lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt 
das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien darüber nicht einigen oder 
ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Vorliegend wird in 
den Rechtsbegehren keine bestimmte Geldsumme geltend gemacht. X._____ 
stellt sich vor der Vorinstanz wie auch im Rechtsmittelverfahren auf den Stand-
punkt, dass er Mieter der fraglichen Wohnung sei und macht einen Mietzins von 
CHF 400.00 pro Monat geltend (vgl. Vorinstanz act. III/1 und act. A.1). A._____ 
und B._____ bringen dagegen an, dass ein Mietzins von monatlich CHF 400.00 
für eine 4-Zimmerwohnung samt Autoeinstellplatz in O.1_____ realitätsfremd an-
mute und den lokalen Miet- und Pachtverhältnissen für vergleichbare Mietobjekte 
unter keinen Umständen entspreche (vgl. act. A.2, S. 5). Eine konkrete Summe 

Seite  7 — 11

nennen sie allerdings nicht. Der Streitwert ist vorliegend offenbar umstritten und 
demzufolge unter Anwendung von Art. 91 Abs. 2 ZPO vom Gericht festzulegen.

Der vorliegende Sachverhalt ist demjenigen einer Ausweisung eines Mie-
ters offensichtlich nahe. Daher ist der Streitwert entsprechend den Regeln in Be-
zug auf eine Mieterausweisung zu bestimmen. Bei der Berechnung des Streitwerts 
ist auf den Wert abzustellen, den die Nutzung der Wohnung während der Zeit hat, 
während welcher die Ausweisung nicht vollzogen werden kann. Somit ist die Zeit-
spanne zwischen dem Erlass des angefochtenen Entscheids und dem Erlass des 
Rechtsmittelentscheids massgeblich. Dabei ist neben der Dauer des Gerichtsver-
fahrens auch die mutmassliche Dauer des Vollzugs zu berücksichtigen. Das be-
deutet, dass auf die konkrete Dauer des Ausweisungsverfahrens abzustellen ist. 
Wo der Streitwert die Zuständigkeit einer Instanz oder die Zulässigkeit eines 
Rechtsmittels bestimmt, kommt es auf den Beginn des Verfahrens in jener Instanz 
an. Wie lange ein Verfahren dauert, lässt sich freilich bei dessen Beginn nur selten 
voraussagen. Es bleibt daher nur die Dauer abzuschätzen, wobei eine Gesamt-
dauer von sechs Monaten als vertretbare Annahme betrachtet wird (vgl. zum Gan-
zen Peter Diggelmann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische 
Zivilprozessordnung [ZPO] Kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 45 f. zu 
Art. 91 ZPO). Massgebend ist der dem Eigentümer durch die Verzögerung mut-
masslich entstehende Schaden (hypothetische Gebrauchswert der Sache bis zum 
Vollzug der Räumung [vgl. Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung, Band I, Art. 1–149 ZPO, Bern 2012, N 18a zu Art. 91 
ZPO, unter Verweis auf das Urteil der Bundesgerichts 5A_295/2010 vom 30. Juli 
2010]). Folglich ist zur Festsetzung des Streitwerts, der Schaden entscheidend, 
den A._____ und B._____ aufgrund der Verzögerung erleiden. In Anbetracht des-
sen, dass ihr Rechtsvertreter eine "Beschwerdeantwort" einreichte und sich weder 
zur Höhe des Streitwertes äusserte noch dazu, ob eine Beschwerde oder Beru-
fung vorliegt, ist anzunehmen, dass der Rechtsvertreter, davon ausging, dass der 
Berufungsstreitwert nicht erreicht ist. Im Gesamten betrachtet liegt der vorliegende 
Streitwert nach Ermessen des Gerichts unter CHF 10'000.00, womit die Beru-
fungsstreitwertgrenze nicht gegeben ist, so dass die Eingabe von X._____ als Be-
schwerde zu behandeln ist.

b) Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid, wozu 
auch solche betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen gehören (Art. 257 Abs. 1 in 
Verbindung mit Art. 248 lit. b ZPO), beträgt die Rechtsmittelfrist 10 Tage (Art. 321 
Abs. 2 ZPO). Den am 15. Februar 2016 mitgeteilten Entscheid der Einzelrichterin 
am Bezirksgericht Prättigau/Davos, nahm der Beschwerdeführer am 23. Februar 

Seite  8 — 11

2016 entgegen. Mit Eingabe vom 03. März 2016 erfolgte die vorliegende Be-
schwerde innert der gesetzlichen Frist.

2.a) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 
320 ZPO). Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss 
gegen geschriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz über-
prüft entsprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde hinsichtlich 
der Sachverhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. Diesfalls ist 
eine qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts erforderlich, wobei „of-
fensichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist 
(Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., 
Zürich 2016, N 3 ff. zu Art. 320 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 
2013, N 1 ff. zu Art. 320 ZPO).

b) Die Beschwerde muss gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO schriftlich und begrün-
det erhoben werden. Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerdebegründung 
darzulegen worauf er seine Legitimation stützt, inwieweit er beschwert ist, auf wel-
chen Beschwerdegrund im Sinne von Art. 320 ZPO er sich beruft und an welchen 
Mängeln der angefochtene Entscheid leidet (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne 
Afheldt, a.a.O., N 15 zu Art. 321 ZPO). Die Begründungslast obliegt also dem Be-
schwerdeführer (vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 4 zu 
Art. 321 ZPO). Die Beschwerde hat konkrete Rechtsbegehren zu enthalten, aus 
denen hervorgeht, in welchem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten 
wird. Namentlich ist bestimmt zu erklären, welche Änderungen im Dispositiv des 
angefochtenen Entscheids verlangt werden. Alsdann ist in der Begründung darzu-
legen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid falsch ist und deshalb 
abgeändert werden muss. Die Begründung hat sich mit dem angefochtenen Ent-
scheid und den darin enthaltenen Erwägungen mithin sachbezogen auseinander-
zusetzen (vgl. Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 14 f. zu Art. 321 ZPO; Ivo W. Hun-
gerbühler, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 17 ff. zu Art. 321 
ZPO sowie N 10 ff. und N 27 ff. zu Art. 311 ZPO). Bei der Konkretisierung dieser 
inhaltlichen Anforderungen an die Beschwerdebegründung sollte indessen 
berücksichtigt werden, ob die betreffende Partei anwaltlich vertreten ist oder nicht. 
Während sich bei Bestehen einer anwaltlichen Vertretung eine gewisse Strenge 

Seite  9 — 11

rechtfertigt, erscheint bei unvertretenen Parteien – unter Vorbehalt querulatori-
scher und rechtsmissbräuchlicher Eingaben – eine grosszügigere Haltung der 
Rechtsmittelinstanz angebracht (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 15 zu Art. 321 
ZPO). Namentlich ist gegenüber juristischen Laien hinsichtlich der Einhaltung von 
Formvorschriften Nachsicht zu üben, wenn klar erkannt wird, was der Betreffende 
will. Jedoch bedarf es auch im Falle einer Laieneingabe einer Auseinandersetzung 
mit dem angefochtenen Entscheid und einer erkennbaren Kritik an dessen Erwä-
gungen. Die blosse Wiederholung der bereits im erstinstanzlichen Verfahren vor-
gebrachten Ausführungen, genügt der Begründungspflicht nicht (vgl. Myriam A. 
Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach, Kommentar Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, 2. Aufl., Zürich 2015, N 6 zu Art. 321 ZPO).

Auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass es sich vorliegendenfalls 
um eine Laieneingabe handelt, vermag diese den vorerwähnten Begründungsan-
forderungen nicht zu genügen. Der Beschwerdeführer setzt sich mit dem ange-
fochtenen Entscheid resp. mit den darin enthaltenen Erwägungen mit keinem Wort 
auseinander. Vielmehr begnügt er sich, seine bereits vor der Vorinstanz dargeleg-
te Sichtweise erneut vorzubringen (vgl. Vorinstanz act. I/4). Diese Ausführungen 
genügen der gesetzlich vorgeschriebenen Begründungspflicht offensichtlich in 
keiner Art und Weise. Dementsprechend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

c) Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass eine inhaltlich feh-
lende oder ungenügende Begründung nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr 
im Rahmen einer Rückweisung von Art. 132 ZPO korrigiert werden kann und dem 
Beschwerdeführer dementsprechend keine Nachfrist zur Verbesserung anzuset-
zen war, da ansonsten die gesetzliche Beschwerdefrist unterlaufen worden wäre.

3. Dennoch bleibt festzuhalten, dass selbst wenn auf die Beschwerde einzu-
treten wäre, keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche einen anderen Entscheid 
als jenen der Vorinstanz nahelegen würden. Es steht fest, dass der Beschwerde-
führer vom Lastenverzeichnis wie auch von den Steigerungsbedingungen Kennt-
nis hatte. In beiden Urkunden wird festgehalten, dass keine Mietverhältnisse be-
stehen (vgl. Edition Betreibungsamt, Vorinstanz act. IV). Die Beschwerdegegner 
sind unbestrittenermassen Eigentümer der fraglichen Wohnung; eine Tatsache, 
die dem Beschwerdegegner seit geraumer Zeit bekannt ist, wodurch ihm genü-
gend Zeit blieb, sich eine neue Wohnung zu suchen. Unter diesen Umständen ist 
auch nicht ersichtlich, inwiefern ein besonderer Härtefall vorliegen könnte. Die Be-
urteilung der Vorinstanz, der Sachverhalt sei liquide und die Rechtlage sei klar, ist 
nicht zu beanstanden.

Seite  10 — 11

4. Gemäss Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) beurteilt das Kantonsgericht als Rechts-
mittelinstanz zivilrechtliche Berufungen und Beschwerden. Erweist sich die Be-
schwerde – wie im vorliegenden Fall – als offensichtlich unbegründet bzw. be-
gründet, entscheidet der Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 Abs. 
2 lit. b EGzZPO, Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 
173.00]).

5. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, bestehend aus 
den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unter-
liegenden Partei auferlegt. Bei Nichteintreten gilt gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO die 
klagende Partei als unterliegend. Daher sind die Kosten des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens, welche auf CHF 1'500.00 festgesetzt werden (Art. 10 Abs. 1 
der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Überdies hat der Beschwerdeführer den 
Beschwerdegegnern hierfür eine aussergerichtliche Entschädigung in Höhe von 
CHF 1'000.00 zu entrichten, was angesichts der sich stellenden Sach- und 
Rechtsfragen als angemessen erscheint.

Seite  11 — 11

III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahren von CHF 1'500 gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. Die übrigen CHF 500 werden ihm vom Kantonsgericht 
von Graubünden erstattet.

3. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner mit CHF 1'000.00 aus-
sergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: