# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cc871fd-7fa3-5f73-9e68-dde1e8d062b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.09.2014 100 2013 343
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-343_2014-09-22.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 2. Juni 2015 abgewiesen 
(2C_980/2014).

100.2013.343U
DAM/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. September 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Auflösung der Ehegemeinschaft; Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 9. September 2013; 
BD 083/13)

Sachverhalt:

A.

Die thailändische Staatsangehörige A.________, geboren am … 1973, heiratete am 
8. Juni 2007 in Thailand den Schweizer Bürger B.________, geboren am … 1951. Am 
16. September 2007 reiste sie in die Schweiz ein, wo ihr gestützt auf die Ehe eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Ihre drei Kinder aus früheren Beziehungen 
verblieben in Thailand. In der Folge wurde die Aufenthaltsbewilligung jeweils verlängert 
und war zuletzt bis zum 15. September 2012 gültig. Mit Verfügung vom 20. März 2013 
verweigerte das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), 
Migrationsdienst (MIDI), die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ 
infolge Auflösung der Ehegemeinschaft, wies sie aus der Schweiz weg und setzte ihr 
eine Ausreisefrist auf den 15. Mai 2013 an.

B.

Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die Polizei- und Militärdirektion 
des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 9. September 2013 ab. Sie verweigerte 
A.________ mangels Prozessbedürftigkeit auch die unentgeltliche Rechtspflege.

C.

Hiergegen hat A.________ am 8. Oktober 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit 
folgenden Anträgen erhoben:

«1. Der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
9. September 2013 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei die 
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.

2. Der Beschwerdeführerin sei sowohl für das vorinstanzliche Verfahren vor der 
Polizei- und Militärdirektion als auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren vor 
Verwaltungsgericht das Recht auf unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
die unterzeichnete Anwältin als amtliche Anwältin beizuordnen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 28. Oktober 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; eventualiter sei auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Hinsichtlich des 
Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege enthält sie sich eines förmlichen Antrags.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die 
Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Mit dem angefochtenen 
Entscheid wird die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin nicht verlängert und 
diese aus der Schweiz weggewiesen. Sie hat damit namentlich auch ein aktuelles 
Interesse an der Beschwerdeführung, und zwar – anders als die POM mit ihrem 
Eventualbegehren zum Ausdruck bringt (vorne Bst. C; angefochtener Entscheid, E. 1c; 
Vernehmlassung, S. 2) – unabhängig davon, wo sich ihr Lebensmittelpunkt befindet. 
Diese Frage betrifft nicht das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin 
(Eintreten), sondern ist Gegenstand der materiellen Prüfung, ob die Vorinstanzen einen 
Verfahrensfehler begangen haben (vgl. E. 2 hiernach). Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen (Art. 80 Bst. a und 
b VRPG).

2.

Die Vorinstanz wirft die Frage nach der Zuständigkeit des Kantons Bern zur 
Bewilligungserteilung auf, da die Beschwerdeführerin zwar immer noch im Kanton Bern 
gemeldet sei, ihren Lebensmittelpunkt aber in der Zwischenzeit in den Kanton Genf 
verlegt habe (vgl. Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Hierzu ist Folgendes 
festzuhalten: Ausländerrechtliche Bewilligungen, die gestützt auf das AuG erteilt 
werden, gelten grundsätzlich nur für das Gebiet des Kantons, der sie ausgestellt hat. 
Wird der Mittelpunkt der Lebensverhältnisse in einen anderen Kanton verlegt, liegt ein 
bewilligungspflichtiger Kantonswechsel vor und die betreffende Person benötigt eine 
neue Anwesenheitsbewilligung (vgl. Art. 37 Abs. 1 AuG; Art. 66 und 67 Abs. 1 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]). Im Fall eines Gesuchs um Kantonswechsel kann der zukünftige 
Wohnsitzkanton das Verfahren sistieren, solange im bisherigen Wohnsitzkanton ein 

Verfahren über die Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung nicht rechtskräftig 
abgeschlossen ist. Demnach bleibt der bisherige Kanton für den Bewilligungsentscheid 
und gegebenenfalls die Wegweisung zuständig (vgl. Weisungen und Erläuterungen 
Ausländerbereich des Bundesamts für Migration, Version Oktober 2013 [aktualisiert am 
4.7.2014], Rz. 3.1.8.2.1, einsehbar unter: <http://www.bfm.admin.ch>, Rubriken 
«Dokumentation/Rechtliche Grundlagen/Weisungen und Kreisschreiben/I. Ausländer-
bereich»). Da der Kanton Genf das Gesuchsverfahren betreffend Kantonswechsel 
offenbar eingestellt hat (vgl. Beschwerde, S. 3), ist der Kanton Bern nach wie vor für 
die Beurteilung des Anwesenheitsrechts der Beschwerdeführerin in der Schweiz 
zuständig.

3.

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
der Beschwerdeführerin aus der Schweiz. Diesbezüglich ergibt sich aus den Akten 
folgender Sachverhalt:

3.1 Die Beschwerdeführerin heiratete am 8. Juni 2007 in Thailand den 
schweizerischen Staatsangehörigen B.________ (Vorakten MIDI, pag. 36). Am 
16. September 2007 reiste sie in die Schweiz ein. Gestützt auf ihre Ehe wurde ihr die 
Aufenthaltsbewilligung erteilt und letztmals bis zum 15. September 2012 verlängert 
(Vorakten MIDI, pag. 43 und 95 f.). Am 13. August 2009 ging bei der 
Einwohnergemeinde (EG) C.________ ein anonymer Hinweis ein, wonach die 
Beschwerdeführerin und B.________ eine Scheinehe führten (Vorakten MIDI, pag. 56). 
Die Kantonspolizei, Regionalpolizei Seeland-Berner Jura, leitete daraufhin ein 
polizeiliches Ermittlungsverfahren ein, konnte aber einzig B.________ zum Vorwurf 
befragen. Die Beschwerdeführerin weilte wegen eines Unfalls ihres Sohnes in Thailand 
und hielt sich im Jahr 2009 nur einen Monat (Juni) in der Schweiz auf (Vorakten MIDI, 
pag. 61). Die Polizei gelangte aufgrund der Befragung von B.________ zum Schluss, 
dass keine Anhaltspunkte für eine Scheinehe vorlägen und teilte dies dem MIDI mit 
(Vorakten MIDI, pag. 58 f.), woraufhin die Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin verlängert wurde (Vorakten MIDI, pag. 68 f.). Am 3. Mai 2010 liess 
sich die Beschwerdeführerin als Prostituierte in D.________ registrieren. Eine Kopie 
der Anmeldung ging am 9. Juni 2010 beim MIDI ein (Vorakten MIDI, pag. 64 ff.). Mit 
Schreiben vom 13. Oktober 2010 ersuchte die EG C.________ den MIDI um Prüfung 
der Ausweisverlängerung (Vorakten MIDI, pag. 74 f.). Daraufhin wurde die Be-
schwerdeführerin am 3. Dezember 2010 vom MIDI mit Hilfe einer Dolmetscherin 
eingehend befragt. Gemäss eigenen Angaben war die Beschwerdeführerin damals in 
D.________ Thaimasseurin und arbeitete zudem im Erotikbereich. Da ihr Ehemann nur 
von der Arbeit als Thaimasseurin wusste, bat sie um Verschwiegenheit ihm gegenüber 

(Vorakten MIDI, pag. 80). Die Beschwerdeführerin erklärte, sie arbeite in diesem 
Bereich, weil B.________ in finanziellen Schwierigkeiten sei. Das erzielte Einkommen 
verwendete sie ausschliesslich für sich selbst sowie ihre Familie in Thailand. Weiter 
führte die Beschwerdeführerin aus, dass sie zweimal im Monat zu ihrem Ehemann 
nach C.________ zurückkehre (Vorakten MIDI, pag. 81). Diese Angaben wurden von 
B.________ bestätigt (Vorakten MIDI, pag. 86). Daraufhin verlängerte der MIDI die 
Aufenthaltsbewilligung (Vorakten MIDI, pag. 88). Über den Jahreswechsel 2011/2012 
verbrachten die Beschwerdeführerin und B.________ gemeinsame Ferien in Thailand 
(Beilage 3 zur Beschwerde an die POM). Nach einem Schlaganfall von B.________ im 
Frühjahr 2012 nahm der Kontakt zwischen ihm und der Beschwerdeführerin 
kontinuierlich ab, bis er vollständig versiegte (Beschwerde, S. 11).

3.2 Mit Schreiben vom 6. August 2012 ersuchte die EG C.________ den MIDI 
neuerlich um Prüfung der Bewilligungsverlängerung (Vorakten MIDI, pag. 93 f.). Die 
daraufhin angesetzte Befragung der Beschwerdeführerin vom 9. November 2012 
musste wegen Verständigungsschwierigkeiten abgebrochen werden und konnte erst 
am 18. Dezember 2012 mit Hilfe einer Dolmetscherin fortgesetzt werden (Vorakten 
MIDI, pag. 100). Nach ihren Angaben in der Befragung war die Beschwerdeführerin 
seit Juni 2010 nur noch tageweise – im Jahr 2012 fünf Tage – in C.________ und 
wohnt seit Herbst 2012 fest bei E.________ in D.________ (Vorakten MIDI, 
pag. 101 ff.). Dieser war bereits damals der neue Lebenspartner der 
Beschwerdeführerin und kommt für alle ihre Auslagen auf, da die Beschwerdeführerin 
keiner Arbeit nachgeht (Vorakten POM, pag. 9 und 13; Beilage 5 zur Beschwerde an 
die POM; Beschwerde, S. 12).

4.

4.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von 
Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des 
Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe 
geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG 
i.V.m. Art. 76 VZAE). Der Anspruch nach Art. 42 AuG gilt gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a 
AuG nach Auflösung der Ehe verselbständigt weiter, wenn die Ehegemeinschaft 
mindestens drei Jahre bestanden hat und (kumulativ) eine erfolgreiche Integration 
besteht (BGE 136 II 113 E. 3.3.3). Im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ist 
aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die 
eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Abzustellen ist dabei im 
Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen 
Wohngemeinschaft sowie auf die Willenserklärung der Eheleute (vgl. BGE 138 II 229 

E. 2, 137 II 345 E. 3.1.2; VGE 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem 
Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch 
weiter bestanden hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). – Es ist unbestritten, dass heute 
zwischen den Eheleuten keine Ehegemeinschaft mehr besteht (Tren-
nungsvereinbarung vom 21.5.2013, Beilage 6 zur Beschwerde). Die Beschwer-
deführerin beruft sich daher zu Recht nicht mehr auf den Anspruch nach Art. 42 AuG. 
Strittig ist jedoch, ob ihre Bewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG zu 
verlängern ist.

4.2 Die POM ist der Ansicht, die Beschwerdeführerin habe spätestens im Mai 2010 
ihren Lebensmittelpunkt in den Kanton Genf verlegt, weshalb die eheliche 
Gemeinschaft nicht drei Jahre gedauert habe (angefochtener Entscheid, E. 3b). Die 
Beschwerdeführerin führt dagegen aus, die Vorinstanz habe den Sachverhalt fehlerhaft 
festgestellt und die Eheleute hätten zumindest bis in die erste Jahreshälfte 2012 eine 
intakte Ehe geführt. Demnach sei die Frist von drei Jahren gewahrt (Beschwerde, 
S. 9). – Unbestrittenermassen führten die Eheleute vom 16. September 2007 bis am 
3. Mai 2010 grundsätzlich einen gemeinsamen Haushalt. Selbst unter Be-
rücksichtigung der elf Monate, welche die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 in 
Thailand verbrachte, entspricht dies indes nur einer Dauer der Ehegemeinschaft von 
knapp 32 Monaten. Die Beschwerdeführerin bestreitet zu Recht nicht, dass die 
Eheleute ab Mai 2010 nicht mehr zusammen wohnten. Sie hielt sich wie dargelegt nur 
mehr sporadisch im ehelichen Haushalt in C.________ auf (vgl. E. 3 hiervor). Die 
erforderliche Dauer von drei Jahren ist somit nur erreicht, wenn für die Zeit ab dem 
3. Mai 2010 wichtige Gründe für das Getrenntleben im Sinn von Art. 49 AuG bestanden 
und die eheliche Gemeinschaft wie von der Beschwerdeführerin behauptet weiter 
andauerte.

4.3 Das AuG geht vom Grundsatz des Zusammenwohnens der Eheleute aus. 
Art. 49 AuG regelt eine Ausnahmesituation und soll ihnen nicht ein längerfristiges 
Getrenntleben in der Schweiz ermöglichen. Ein solches ist einzig zulässig bei 
Vorliegen von wichtigen und nachvollziehbaren beruflichen oder familiären Gründen 
(vgl. Botschaft des Bundesrats zum AuG, in BBl 2002 S. 3709 ff., 3795). 
Dementsprechend ist nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund. Vielmehr 
müssen die Gründe objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen, was 
grundsätzlich von der ausländischen Person darzutun ist (Art. 90 AuG; 
BGer 2C_505/2013 vom 4.10.2013, E. 4.2 mit Hinweisen). Je weniger die Ehegatten 
auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen 
Nachteil in Kauf nehmen zu müssen, desto eher kann ein wichtiger Grund 
angenommen werden (BGer 2C_703/2013 vom 22.8.2013, E. 2.1; VGE 2013/390 vom 
10.4.2014, E. 3.1). – Die Beschwerdeführerin macht geltend, finanzielle Gründe hätten 

sie veranlasst, in D.________ zu arbeiten. Eine Tätigkeit in der Nähe von C.________ 
wäre von der Familie ihres Ehemanns nicht geschätzt worden (Vorakten MIDI, 
pag. 101). Im Übrigen sei ihre Ehe auch nach Aufnahme ihrer Erwerbstätigkeit effektiv 
gelebt worden. Ihr Herz sei stets bei ihrem Ehemann gewesen und nur wegen ihrer 
Schwägerin habe sie keinen Kontakt mehr zu ihm gepflegt (Vorakten MIDI, pag. 103). 
Die gemeinsamen Ferien über den Jahreswechsel 2011/2012 sowie ihre Rückkehr 
nach C.________ während jeweils zwei Tagen im Monat bewiesen ihre gelebte 
Beziehung (Beschwerde, S. 6 und 9).

4.4 Wie die Vorinstanz überzeugend ausgeführt hat, ist die Tätigkeit der 
Beschwerdeführerin in D.________ kein wichtiger Grund für ein Getrenntleben im Sinn 
von Art. 49 AuG (angefochtener Entscheid, E. 3c). Ihre Dienste hätte sie durchaus im 
Grossraum … anbieten und dann von der ehelichen Wohnung aus zu ihrer 
Arbeitsstelle pendeln können. Da das «Nichtschätzen der Tätigkeit» durch die 
Schwiegerfamilie keine allzu grosse Belastung darstellt, wäre der Beschwerdeführerin 
die Ausübung ihrer Arbeit in der Region auch zumutbar gewesen. Neben dem 
wichtigen Grund fehlt es überdies am Weiterbestand der Familiengemeinschaft, wie 
dies Art. 49 AuG fordert (vgl. E. 4.1 hiervor). Maximal ein bis zwei gemeinsam 
verbrachte Tage im Monat ab Mai 2010 sowie gemeinsame Ferien von rund einem 
Monat über den Jahreswechsel 2011/2012 genügen für die Annahme einer tatsächlich 
gelebten Ehegemeinschaft nicht (vgl. E. 3 hiervor). Die Beschwerdeführerin hätte den 
Kontakt zu ihrem Ehemann durchaus stärker pflegen können, wenn sie dies gewollt 
hätte; weshalb ihr dies nicht möglich gewesen sein soll, legt sie jedenfalls nicht näher 
dar. Von einem effektiven Zusammenleben und einem gemeinsamen Ehewillen bis ins 
Jahr 2012 kann daher nicht gesprochen werden. Demzufolge hat die eheliche 
Gemeinschaft zwischen der Beschwerdeführerin und B.________ seit Mai 2010 nicht 
mehr bestanden und keine drei Jahre gedauert. – Soweit in den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin zur unterlassenen Befragung von B.________ ein Beweisantrag 
zu sehen ist (vgl. Beschwerde, S. 10), wird dieser abgewiesen, da er, wie andere 
zusätzliche Beweismassnahmen, keine weiteren entscheiderheblichen Erkenntnisse 
verspricht (BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 9). 

4.5 Selbst wenn die Ehegemeinschaft tatsächlich bis ins Frühjahr 2012 gelebt 
worden wäre und die Beschwerdeführerin die Frist von drei Jahren erfüllt hätte, 
bestünde im Übrigen kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG verlangt nicht nur eine gelebte Ehegemeinschaft von 
mindestens drei Jahren, sondern gleichermassen eine erfolgreiche Integration in der 
Schweiz. Von einer solchen kann bei der Beschwerdeführerin nicht gesprochen 
werden. Ihre Befragungen waren jeweils nur mit Hilfe einer Dolmetscherin möglich (vgl. 
E. 3 hiervor). Ende 2012, im Zeitpunkt der zweiten Befragung und damit über fünf 

Jahre nach Einreise in die Schweiz, sind mehr als rudimentäre Kenntnisse einer 
Landessprache zu erwarten. Insoweit hilft der Beschwerdeführerin nicht, dass sie 
zwischenzeitlich einen Anfängerkurs in Französisch abgeschlossen hat. Überdies fehlt 
es entgegen ihrer Ansicht auch an einer gelungenen wirtschaftlichen und sozialen 
Integration in die hiesigen Verhältnisse. Mit ihrer Tätigkeit als (Thai-)Masseurin bei 
wechselnden Arbeitgebern hat sie sich kein stabiles berufliches Umfeld aufbauen 
können (Vorakten MIDI, pag. 102). Zudem ist sie zurzeit arbeitslos (hiervor E. 3.2). Aus 
den Akten sind neben der Beziehung zu E.________ keine weiteren Kontakte zur 
einheimischen Bevölkerung ersichtlich, die eine soziale Integration belegen würden. 
Solche macht die Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtlichen Verfahren denn 
auch nicht substantiiert geltend (Beschwerde, S. 12 f.).

4.6 Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz einen Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG verneint hat.

5.

5.1 Weiter macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Treu und Glauben 
gemäss Art. 9 der Bundesverfassung (BV; SR 101) durch die Vorinstanz geltend. Der 
MIDI habe in den Jahren 2010 und 2011 jeweils vorbehaltlos und in voller Kenntnis der 
Sachlage ihre Aufenthaltsbewilligung verlängert und dadurch einen wichtigen Grund im 
Sinn von Art. 49 AuG für das Getrenntleben anerkannt. Die Behörden seien auf dieser 
Einschätzung zu behaften und könnten nicht darauf zurückkommen (Beschwerde, S. 8 
f.).

5.2 Das in Art. 9 BV verankerte Gebot von Treu und Glauben kann nur in engen 
Grenzen ein Recht auf Erteilung einer Bewilligung verleihen. Dies ist namentlich dann 
der Fall, wenn die ausländische Person auf falsche Auskünfte der zuständigen 
Behörde vertraut und gestützt darauf unumkehrbare Vorkehrungen trifft (vgl. 
BGer 2C_1032/2013 vom 25.3.2014, E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Hingegen 
begründet die blosse Erneuerung einer Aufenthaltsbewilligung für sich allein noch kein 
schutzwürdiges Vertrauen auf weitere Verlängerungen derselben (vgl. BGE 126 II 377 
E. 3b; BGer 2C_137/2013 vom 23.7.2013, E. 2.9).

5.3 Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung allein schafft somit keine 
Vertrauensgrundlage, auch wenn sie vorbehaltlos erfolgt ist. Weiter legt die 
Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sie gestützt auf 
die Bewilligungsverlängerung unumkehrbare Vorkehrungen getroffen haben soll. Im 
Übrigen erfolgte die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Jahr 2010 gestützt auf 
die Ehegemeinschaft, die inzwischen aufgelöst ist. Damit liegt eine Änderung des 

relevanten Sachverhalts vor, weshalb Art. 9 BV ohnehin nicht zur Anwendung gelangt 
(vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 692). 
Der angefochtene Entscheid ist daher auch insoweit nicht zu beanstanden.

6.

Darüber hinaus bringt die Beschwerdeführerin vor, es bestünden wichtige persönliche 
Gründe für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz.

6.1 Der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG 
besteht auch weiter, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in 
der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG). Diese Bestimmung 
bezweckt die Vermeidung schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft. Wichtige persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt 
wurde oder die Ehe nicht aus freien Willen geschlossen hat oder die soziale Wieder-
eingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (zur Alternativität dieser 
Gründe vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 E. 5.3 [Pra 99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 
S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger persönlicher Grund kann sich aber auch aus anderen 
Umständen ergeben. Bei der Beurteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls zu 
berücksichtigen, namentlich der Grad der Integration, die Respektierung der 
Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer der 
Anwesenheit in der Schweiz und der Gesundheitszustand sowie die Umstände, die zur 
Auflösung der Gemeinschaft geführt haben (vgl. Art. 31 Abs. 1 VZAE). Als Richtlinie 
bleibt indes zu beachten, dass der Gesetzgeber für einen nachehelichen Härtefall eine 
erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben der 
ausländischen Person voraussetzt. Diese Folgen müssen mit der Lebenssituation nach 
Dahinfallen der aus der Ehegemeinschaft abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung 
verbunden sein (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.; BVR 2010 S. 481 
E. 5.1.3; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – 
Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in Alberto 
Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., 77 
ff.).

6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei Opfer psychischer Gewalt 
geworden. Ihre Schwägerin habe die Ehe von Anfang an kontrolliert und mit 
wahrheitswidrigen Denunziationen versucht, diese zu unterhöhlen (Beschwerde, 
S. 13). Zudem habe sie sich in die intimen und persönlichen Angelegenheiten des 
Ehepaars wie z.B. den Kinderwunsch eingemischt, was eine konstante Belastung 
bedeutet habe (Beschwerde, S. 11). Nach dem Schlaganfall von B.________ habe die 

Schwägerin die Trennung herbeigeführt, indem sie diesen mehr und mehr von ihr 
abgeschottet habe. Da die Schwägerin im gleichen Haus wohnte, habe sie so starken 
psychischen Druck auf sie ausgeübt, dass dieser für sie von ähnlicher Intensität 
gewesen sei wie physische Angriffe (Beschwerde, S. 13).

6.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann psychische bzw. sozio-
ökonomische Druckausübung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen und 
Einsperren einen für die Annahme eines nachehelichen Härtefalls gemäss 
Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG relevanten Grad an unzulässiger 
Oppression erreichen. Dies ist der Fall, wenn die psychische Integrität des Opfers bei 
Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde. Indessen 
vermag nicht jede unglückliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen 
entsprechende Entwicklung einer Beziehung einen Härtefall zu begründen. Vielmehr 
liegt ein solcher erst vor, wenn die anhaltende, erniedrigende Behandlung derart 
schwer wiegt, dass von der betroffenen Person vernünftigerweise nicht erwartet 
werden kann, einzig aus bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe aufrechtzuerhalten 
und in einer ihre Menschenwürde und Persönlichkeit verneinenden Beziehung zu 
verharren (vgl. BGE 2C_873/2013 vom 25.3.2014, E. 4.4, 138 II 229 E. 3.2.2 mit 
Hinweisen; VGE 2012/193 vom 26.2.2013, E. 4.4.1 [bestätigt durch BGer 2C_317/2013 
vom 14.1.2014]; Thomas Hugi Yar, a.a.O., S. 84 ff.).

6.4 Bei der Feststellung des Sachverhalts trifft die ausländische Person eine 
weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AuG). Sie hat die psychische Oppression 
in geeigneter Weise glaubhaft zu machen. Dabei genügen allgemein gehaltene 
Behauptungen oder Hinweise auf punktuelle Spannungen nicht. Vielmehr muss die 
Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern und die daraus 
entstehende Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig 
unterlegt werden (vgl. BGE 2C_873/2013 vom 25.3.2014, E. 4.4, 138 II 229 E. 3.2.3; 
Thomas Hugi Yar, a.a.O., S. 85; vgl. Art. 77 Abs. 5 und 6 VZAE). – Eine psychische 
Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin in der geforderten Intensität ist weder 
hinreichend dargetan noch objektiv erstellt. Die Einmischungen ins Privatleben oder die 
allfällige Fernhaltung ihres Ehemanns durch die Schwägerin mögen zwar subjektiv als 
verletzend oder störend empfunden worden sein; eine anhaltende, erniedrigende 
Behandlung oder eine schwerwiegende psychische Druckausübung, wie sie zur 
Begründung eines nachehelichen Härtefalls vorliegen müssten, werden damit indes 
nicht aufgezeigt. Zwar wohnte die Beschwerdeführerin im selben Haus wie ihre 
Schwägerin, jedoch nicht in der gleichen Wohnung. Auch unter Berücksichtigung der 
Tatsache, dass ihr Ehemann während der Dauer der tatsächlich gelebten Ehe zur 
Beschwerdeführerin gestanden hat, ist nicht ersichtlich, weshalb es dieser nicht 
möglich gewesen sein soll, sich von der Schwägerin abzugrenzen.

6.5 Das Vorliegen wichtiger persönlicher Gründe und entsprechend ein 
Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG sind somit 
zu verneinen.

7.

Strittig ist schliesslich, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin für das 
vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu Recht verweigert hat.

7.1 Die Verwaltungsjustizbehörde befreit eine Partei von den Kostenpflichten, wenn 
sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht 
aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG). Unter den gleichen Voraussetzungen 
kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn 
die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG).

7.2 Die Vorinstanz hat das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ohne Prüfung 
der Prozessaussichten mangels Prozessbedürftigkeit abgewiesen. Zur Begründung hat 
sie erwogen, die Beschwerdeführerin habe es unterlassen, ihre Mittellosigkeit zu 
belegen und geeignete Beweismittel einzureichen (angefochtener Entscheid, E. 6c). 
Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, sie habe die von der Vorinstanz 
eingeforderten Dokumente unverschuldet nicht vorlegen können. Zudem habe sie 
bereits im vorinstanzlichen Verfahren nachweislich kein Einkommen erzielt, was auch 
durch das Schreiben ihres Lebenspartners belegt werde, wonach er für ihren 
Grundbedarf aufkomme. Sie habe damit ihre Bedürftigkeit genügend nachgewiesen 
(Beschwerde, S. 15 ff.). – Das Verwaltungsgericht wendet das Recht innerhalb des 
Streitgegenstands von Amtes wegen an (Art. 20a Abs. 1 VRPG). Es ist nicht an die 
Rechtsauffassung der Vorinstanz gebunden und kann deren Begründung durch seine 
eigene ersetzen, wenn es zum gleichen Ergebnis wie diese gelangt (sog. Substitution 
der Motive; vgl. statt vieler BVR 2013 S. 521 E. 2.4 mit Hinweisen). Dem 
Verwaltungsgericht ist es damit unbenommen, die unentgeltliche Rechtspflege aus 
anderen Gründen als die Vorinstanz zu verweigern.

7.3 Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu 
gewinnen. Das heisst, wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach 
der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei 
denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist, ob eine 
Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 
Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, 
den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen 

können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2, 
129 I 129 E. 2.3.1). 

7.4 Nach Auflösung der Ehegemeinschaft besteht ein Anspruch auf Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung nur nach Massgabe von Art. 50 AuG. Die bundes- und 
verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu den entsprechenden Voraussetzungen ist 
umfangreich und konstant. Die Umstände der Beschwerdeführerin stellen gemessen 
an dieser Praxis bei weitem keinen Grenzfall dar, weshalb die Erfolgschancen von 
Anfang an als gering einzustufen waren. Der MIDI hat die Beschwerdeführerin persön-
lich befragt, weshalb der für einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
massgebliche Sachverhalt bekannt war und im Wesentlichen zutreffend in der 
Verfügung vom 20. März 2013 wiedergegeben wird (Vorakten POM, pag. 7). Auf 
Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG hat sich die Beschwerdeführerin zwar berufen; ihre 
Ausführungen blieben jedoch unsubstantiiert. Des Weiteren hatte auch die 
ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung keine Aussicht auf Erfolg. 
Angesichts der Aussichtslosigkeit kann somit offenbleiben, ob die Beschwerdeführerin 
als prozessbedürftig anzusehen war. Im Ergebnis ist der Entscheid der Vorinstanz, das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen, nicht zu beanstanden.

8.

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz kein Recht verletzt, indem sie die 
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin nicht verlängert und das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen hat. Die Beschwerde erweist sich damit als 
unbegründet und ist abzuweisen. Da die vom MIDI angesetzte Ausreisefrist abgelaufen 
ist, ist praxisgemäss eine neue festzusetzen.

9.

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Be-
schwerdeführerin grundsätzlich kostenpflichtig und ihr ist kein Parteikostenersatz 
zuzusprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Sie hat indes im Verfahren vor 
Verwaltungsgericht ebenfalls um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer 
Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht.

9.2 Hinsichtlich der Frage der Aussichtslosigkeit der Beschwerde kann auf das in 
E. 7.4 Gesagte verwiesen werden. Die dortigen Ausführungen haben gleichermassen 
für das verwaltungsgerichtliche Verfahren Geltung. Die Beschwerdeführerin hat mit 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde bloss die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung 

kritisiert. Dazu hat sie hauptsächlich die bisherigen Argumente wiederholt und nichts 
wesentlich Neues vorgebracht. Einzig ihre Ausführungen zu Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG 
hat sie ergänzt. Das dies zu keiner anderen Beurteilung führen kann, musste auch für 
die Beschwerdeführerin erkennbar sein (E. 6.4 hiervor). Mit Blick darauf und auf den im 
Übrigen zutreffend begründeten Entscheid der Vorinstanz muss die Beschwerde als 
aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist deshalb abzuweisen, ohne dass die 
Prozessbedürftigkeit zu prüfen wäre.

9.3 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rahmen des 
Endentscheids befunden wird und die Beschwerdeführerin deshalb keine Gelegenheit 
hatte, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit 
Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen 
Abschreibungsgebühr zu erheben (VGE 2013/214 vom 29.4.2014, E. 7.9 [zur 
Publikation in der BVR bestimmt]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 6. November 2014.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.