# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a1d2338-7e9c-561f-85cd-5b3fbbeec509
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 10.05.2022 110 2021 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-111_2022-05-10.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/111

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 10. Mai 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

E.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Frau Rechtsanwältin F.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, Hauptstrasse 6, Postfach 304, 2560 Nidau

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Pieterlen, Bauabteilung, Hauptstrasse 6, 2542 Pieterlen

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Biel/Bienne vom 8. Juni 2021
(eBau Nummer 2020-1893 / 6682; Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit gemeinsamer
Einstellhalle)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 31. August 2020 bei der Gemeinde Pieterlen ein 
Baugesuch ein für den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit 42 Wohnungen und 
gemeinsamer Einstellhalle auf Parzellen Pieterlen Grundbuchblatt Nrn. A.________, B.________ 
und G.________. Die drei Parzellen liegen in der Mischzone 3 und Wohnzone 3. Gegen das 
Bauvorhaben erhob unter anderen der Beschwerdeführer Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 
8. Juni 2021 erteilte das Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne die Baubewilligung.

2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 8. Juli 2021 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung des 
Gesamtentscheids vom 8. Juni 2021 und die Erteilung des Bauabschlags, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Er macht insbesondere geltend, der 

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angefochtene Gesamtentscheid sei unvereinbar mit den gesetzlichen Vorschriften zur Erstellung 
von Spielplätzen und grösseren Spielflächen für Ball- und Rasenspiele (Art. 15 BauG1 und Art. 42 
ff. BauV2). Dabei habe die Vorinstanz den für die korrekte Anwendung dieser Vorschriften 
relevanten Sachverhalt in verschiedener Hinsicht unrichtig und unvollständig festgestellt und zum 
anderen die genannten Vorschriften fehlerhaft angewendet.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten sowie die bewilligten Pläne ein. Die Gemeinde 
beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Regierungsstatthalteramt beantragt, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden könne. Die 
Beschwerdegegnerin beantragt ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit auf die 
Beschwerde einzutreten sei; der angefochtene Gesamtentscheid sei zu bestätigen und der 
Beschwerdeführer zu verurteilen, die Verfahrenskosten sowie der Beschwerdegegnerin eine 
Entschädigung für die anwaltliche Vertretung im Beschwerdeverfahren zu bezahlen. Den 
Nichteintretensantrag begründet sie im Wesentlichen damit, dass es dem Beschwerdeführer nicht 
um die korrekte Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen zur Erstellung der Aussenflächen 
gehe, sondern dieser eine Redimensionierung des geplanten Projekts bezwecke. Mittels 
Beschwerde werde er diese aber nicht erreichen. Denn das Projekt verfüge über die nötigen 
Flächen betreffend die Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze. Grundsätzlich bestehe daher 
die Möglichkeit, die geforderte Spielfläche im Umfang von 500 m2 nachzuweisen, ohne das Projekt 
in seinen Grundzügen zu verändern. Das Konzept sehe aber vor, die grössere Spielfläche zu 
Gunsten einer themenbezogenen und sinnvollen Gestaltung des Aussenraums auf 300 m2 zu 
reduzieren. Beim Beschwerdeführer sei somit das nötige Rechtsschutzinteresse nicht gegeben. 
Die beantragte Abweisung begründet sie im Wesentlichen damit, dass die Vorinstanz den 
Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt habe und auch die Anforderungen von Art. 15 BauG 
i.V.m. Art. 42 ff. BauV erfüllt seien. Die Beschwerde erweise sich somit als unbegründet.

Das Rechtsamt führte daraufhin einen zweiten Schriftenwechsel durch. Die Gemeinde verzichtet 
auf eine erneute Stellungnahme und die übrigen Verfahrensbeteiligten halten an ihren im ersten 
Schriftenwechsel gestellten Rechtsbegehren fest.

4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG4. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er –
 unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.

1 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
2 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)

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b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der unmittelbar an die Bauparzelle 
Nr. A.________ angrenzenden Nachbarparzelle Pieterlen Grundbuchblatt Nr. I.________. Seine 
Einsprache wurde abgewiesen. Er ist somit grundsätzlich durch den vorinstanzlichen 
Gesamtentscheid beschwert und zur Beschwerdeführung legitimiert.

c) Nach Art. 40 Abs. 2 BauG in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG sind zur 
Beschwerde Personen befugt, die durch das Bauvorhaben unmittelbar in ihren eigenen 
schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Diese Interessen können rechtlicher oder tatsächlicher 
Natur sein. Es braucht aber eine besondere Betroffenheit, eine besonders nahe Beziehung zur 
Streitsache. Es ist erforderlich, dass die Einsprecherinnen und Einsprecher persönlich vom 
Bauvorhaben in höherem Mass als die Allgemeinheit berührt werden. Ein bloss allgemeines 
ideelles Interesse an der Sache (das richtig entschieden wird) genügt nicht. Eine Gutheissung der 
Einsprache muss der einsprechenden Person einen praktischen Nutzen bringen, d.h. ihre 
tatsächliche oder rechtliche Situation beeinflussen können, indem das Bauvorhaben nicht oder 
nur nach Änderungen, die für sie als einsprechende Person vorteilhaft sind, realisiert werden kann. 
Würde die Gutheissung der Beschwerde dem Einsprecher keinen praktischen Nutzen bringen, hat 
er an deren Behandlung kein schützenswertes Interesse. Unzulässig sind somit Rügen, mit denen 
ein bloss allgemeines öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts oder ein 
Interesse Dritter verfolgt wird, ohne dass dies der einsprechenden Person im Falle ihres 
Obsiegens einen Vorteil bringen würde.5 Wenn das Bauprojekt vorliegend die Anforderungen an 
die Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze nicht erfüllen sollte, hat dies den Bauabschlag zur 
Folge. Daher entsteht dem Beschwerdeführer als Eigentümer der Nachbarparzelle im Falle des 
Obsiegens ein praktischer Nutzen. Sein schutzwürdiges Interesse an der Beschwerde ist somit 
entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin zu bejahen und auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten.

2. Ausgangslage

a) Gleichzeitig mit dem Baugesuch reichte die Beschwerdegegnerin am 31. August 2020 unter 
anderem ein Ausnahmegesuch nach Art. 46a BauV ein und ersuchte um Befreiung zum Nachweis 
der vorgeschriebenen zusammenhängenden Spielfläche von 500 m2. Die Aufenthaltsbereiche 
und Kinderspielplätze würden demgegenüber den gesetzlichen Anforderungen entsprechend 
umgesetzt, machte sie geltend.

Mit Schreiben vom 8. Januar 2021 reichte die Beschwerdegegnerin ein angepasstes 
Ausnahmegesuch und eine Projektänderung betreffend die Erschliessung ein. Sie hielt fest, die 
projektierte Wohnsiedlung umfasse 42 Wohnungen, wovon 38 Wohneinheiten als 
Familienwohnung mit wenigstens drei Zimmern einzustufen seien, weshalb gemäss Art. 46 BauV 
grundsätzlich eine grössere Spielfläche von 500 m2 zu erstellen sei. In Anwendung der Art. 45 
Abs. 3, Art. 46 Abs. 2 und Art. 46a BauV ersuchte die Beschwerdegegnerin um eine 
angemessene Herabsetzung der Mindestfläche der grösseren Rasenspielfläche auf 300 m2 und 
somit um eine teilweise Befreiung von der Pflicht zur Erstellung der grösseren Spielfläche. Das 
angepasste Ausnahmegesuch begründete sie im Wesentlichen damit, dass der 
Entwicklungsprozess der Neubausiedlung H.________ zu einem Projekt geführt habe, das 
zusammen mit seiner Umgebung eine gute Gesamtwirkung erreiche. Aufgrund der in den 
Siedlungskontext eingebetteten Lage der Projektparzelle habe sich die Erschliessung und die 

5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c 
N. 16 ff.

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Zuweisung der grösseren Spielfläche als besonders herausfordernd gestaltet. Aufgrund der 
besonderen Lage hätten die Projektverfasser ein Aussenraumkonzept erarbeitet, das dem Ort und 
der Wohnnutzung (Eigentumswohnungen) gerecht werde. Es bestehe die Möglichkeit, die nach 
Verordnung geforderte grössere Spielfläche nachzuweisen, ohne das Projekt in seinen 
Grundzügen zu verändern. Es stelle sich also vielmehr die Frage nach der sinnhaltigen Gestaltung 
der Aussenräume. Aufgrund der kleinräumigen, ländlich geprägten Struktur von Pieterlen würden 
im näheren Umfeld genug grössere Grünflächen für sportliche Aktivitäten existieren. Auch sei die 
Nachbarschaft durchgrünt und der Wald nahgelegen. Die Grünräume seien gefahrlos in wenigen 
Gehminuten über kleine Wege oder die Quartierstrasse erreichbar und der öffentliche Spielplatz 
im J.________ liege in direkter Nachbarschaft. Die geschaffenen grosszügigen Aussenräume 
würden der Allgemeinheit zur Verfügung stehen oder seien direkt den Erdgeschosswohnungen 
zugewiesen. Allen Bewohnern stehe der hindernisfreie Zugang zum autofreien Bereich zwischen 
den Wohnbauten offen und biete Raum für Kleinkinder und Aktivitäten, die einen befestigten 
Untergrund erfordern würden. In der Siedlungsmitte sei die familiäre Zone und im westlichen Teil 
der Parzelle der offene Spielbereich geplant. Der Aussenraum solle für alle Anspruchsgruppen 
von jung bis alt als ausgewogener Bewegungs-, Erfahrungs- und Erlebnisraum dienen.6

b) Die Vorinstanz erläuterte im angefochtenen Gesamtentscheid vom 8. Juni 2021, das 
projektierte Bauvorhaben mit den 38 Familienwohnungen und einer grösseren Spielfläche von 
300 m2 unterschreite die dafür geforderte Mindestfläche von 500 m2. Mit der Reduktion des 
Bauvolumens auf zwei grosse statt mehrere kleinere Mehrfamilienhäuser solle für die projektierte 
Wohnsiedlung ein qualitativ hochwertiges Aussenraumkonzept mit öffentlichen und privaten 
Zonen umgesetzt werden. Gemäss dem Nachweis Spiel- und Aufenthaltsbereiche vom 
22. Dezember 2020 werde die Fläche der Aufenthalts- und Kinderspielplätze insgesamt 
eingehalten. Das projektierte Bauvorhaben sei auf den letzten grösseren Bauparzellen des 
J.________ vorgesehen. Das Quartier sei vorwiegend mit Einfamilien- und einigen 
Mehrfamilienhäusern überbaut. Auf Grund der gesamthaft sehr tiefen Dichte verfüge das Quartier 
über viele Grünflächen. Zudem befinde sich ca. 150 m entfernt der öffentliche Spielplatz 
«K.________» (Parzelle Nr. L.________) und ca. 400 m entfernt der Wald (M.________). Daher 
rechtfertige es sich, die Bauherrschaft von der Erstellung der grösseren Spielfläche gemäss Art. 
46a BauV zu befreien.

c) Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde im Wesentlichen geltend, der 
angefochtene Gesamtentscheid stelle unrichtig fest, dass sich der öffentliche Spielplatz 
«K.________» ca. 150 m und der Wald ca. 400 m entfernt befinde. Zum öffentlichen Spielplatz 
«K.________» betrage die tatsächliche Wegdistanz über 400 m, zum Wald über 580 m. 
Ausserdem habe die Vorinstanz es versäumt, im Gesamtentscheid mehrere relevante 
Sachverhaltselemente festzustellen. Nämlich habe sie nirgendwo festgehalten, dass sich der als 
Ersatzfläche angeführte öffentliche Spielplatz «K.________» nicht als Ball- und Rasenfläche 
eigne, weil er mit Spielgeräten, Bäumen und Sitzgelegenheiten überstellt sei. Auch fehle unter 
anderem die Feststellung, dass sich die im abgestempelten Nachweis Spiel- und 
Aufenthaltsbereiche vom 15. Januar 2021 ausgewiesene Kinderspielplatzfläche nur gerade auf 
230 m2 belaufe und die dort vollumfänglich als Spiel- und Aufenthaltsflächen angerechneten 
gemeinschaftlichen Bereiche für Spiel und Aufenthaltsflächen ungeeignete Elemente umfassen 
würden. Der angefochtene Gesamtentscheid verletze die anwendbaren Vorschriften, indem er die 
Beschwerdegegnerin unter Verweis auf nicht näher bezeichnete (private) Grünflächen im Quartier, 
den angeblich nur rund 150 m entfernten öffentlichen Spielplatz «K.________» sowie den 
angeblich nur rund 400 m entfernten Wald teilweise von der Pflicht befreie, eine genügend grosse 
Spielfläche für Ball- und Rasenspiele von 500 m2 zu erstellen und die Grösse von 300 m2 genügen 
lasse. Sie alle würden allesamt keinen tauglichen Ersatz für die vorgeschriebene grössere 

6 Vorakten Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne pag.102-105

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Spielfläche darstellen. Ausserdem würden keine schwierigen Grundstücksverhältnisse bestehen 
und die Erstellung der vorgeschriebenen erforderlichen Spielfläche sei auch nicht aufgrund 
besonderer Umstände unverhältnismässig. Weiter verletze der Gesamtentscheid die Vorschriften 
zur Erstellung von Kinderspielplätzen. Denn die Mindestkinderspielplatzfläche der 38 
Familienwohnungen belaufe sich bei einer Hauptnutz- und Konstruktionsfläche von insgesamt 
4870 m2 auf 730.5 m2 und werde von der Beschwerdegegnerin nicht eingehalten. Die tatsächlich 
vorgesehene Kinderspielplatzfläche belaufe sich auf nur 230 m2 und der grösste Teil der 
fehlenden 500.5 m2, welche die Beschwerdegegnerin durch Anrechnung kompensieren wolle, sei 
nicht als Kinderspielplatzfläche anrechenbar.

d) In der Beschwerdeantwort bringt die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen vor, dass die 
Mindestflächen für Kinderspielplätze und Aufenthaltsbereiche nachgewiesen seien, weshalb die 
Vorinstanz auf die Erhebung der exakten Distanzen zu benachbarten Spielplätzen und zum Wald 
habe verzichten können. Die Hauptnutzfläche zuzüglich Konstruktionsfläche der 
Familienwohnungen betrage 4751 m2 und für die Kinderspielplätze seien damit mindestens 
712.65 m2 vorzusehen. Für die Aufenthaltsbereiche sei angesichts der Hauptnutzungsfläche 
zuzüglich Konstruktionsfläche aller Wohnungen von 5046 m2 eine Fläche von 252.3 m2 
vorzusehen. Weil die geplanten Mehrfamilienhäuser über grosszügige Terrassen und Balkone 
verfügen, welche die Funktion der Aufenthaltsbereiche teilweise erfüllen, seien nur die 
Mindestflächen von 20 m2 pro Haus, ausmachend von 40 m2 nachzuweisen. Die Mindestfläche 
für Kinderspielplätze und Aufenthaltsbereiche betrage vorliegend somit insgesamt 752.65 m2; 
diese werde mit tatsächlich insgesamt 1040 m2 (Kinderspielplätze und Aufenthaltsbereiche von 
668 m2, Kieswege und Erschliessungsanlagen von 272 m2, ein Teil des für die Fussgänger- und 
den Langsamverkehr vorgesehenen Bereichs von 100 m2) eingehalten. Auch im Zusammenhang 
mit der Herabsetzung der Mindestfläche der grösseren Spielfläche habe die Vorinstanz auf die 
Berechnung der genauen Distanzen zum öffentlichen Spielplatz «K.________» sowie zum Wald 
verzichten dürfen. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt. Es 
werde vorliegend nicht eine Befreiung inklusive Auslagerung der grösseren Spielfläche im Sinne 
von Art. 46a BauV beansprucht, sondern vielmehr eine Herabsetzung der Mindestfläche aufgrund 
der besonderen Umstände. Eine zweckmässige Gestaltung bleibe bei der geplanten 
Herabsetzung erhalten. Einerseits würden aufgrund der kleinräumigen, ländlich geprägten 
Struktur von Pieterlen im näheren Umfeld genug grössere Grünflächen für sportliche Aktivitäten 
bestehen. Die unmittelbare Nachbarschaft weise diverse Grünräume auf und der öffentliche 
Spielplatz sowie der Wald würden in unmittelbarer Nähe liegen. Andererseits würden dank der 
Reduktion der Anzahl Baukörper (zwei Mehrfamilienhäuser statt einer aufgelösten 
Bebauungsstruktur wie z.B. bei Reiheneinfamilienhäusern) insgesamt mehr zusammenhängende 
Aussenräume zur Verfügung stehen. Die angestrebte Herabsetzung diene einer 
themenbezogenen und sinnvollen Gestaltung des Aussenraums für sämtliche Anspruchsgruppen 
von jung bis alt. Das Aussenraumkonzept sei in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde 
Pieterlen entstanden und öffentliche Interessen würden nicht verletzt. Das Festhalten an der 
Mindestfläche im Sinne von Art. 46 Abs. 2 BauV sei aufgrund der Umstände unverhältnismässig, 
weshalb die Herabsetzung zu genehmigen sei. Es bestehe ausserdem die Möglichkeit, die 
geforderte grössere Spielfläche von 500 m2 nachzuweisen, ohne das Projekt in seinen 
Grundzügen zu verändern. Die Gutheissung der Beschwerde hätte daher keine 
Redimensionierung des Bauprojekts zur Folge, vielmehr würde dasselbe Projekt mit der 
eintönigen grösseren Spielfläche im Umfang von 500 m2 weiterverfolgt. Wie die Vorinstanz im 
Gesamtentscheid richtig festhalte, seien vorliegend die nötigen Flächen für Kinderspielplätze und 
Aufenthaltsbereiche ausgewiesen und die Anforderungen von Art. 15 BauG i.V.m. Art. 45 BauV 
seien erfüllt. Die Beschwerde erweise sich somit als unbegründet.

e) Die Gemeinde hält in ihrer Stellungnahme vom 19. Juli 2021 insbesondere fest, dass sie die 
Erteilung der Ausnahme zur Erstellungspflicht einer grösseren Spielfläche weiterhin stütze und 

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empfehle. Sie sei nach wie vor der Überzeugung, dass genügend Flächen in unweiter Distanz 
bestehen würden, um den Anforderungen des Kantons und den Bedürfnissen der zukünftigen 
Anwohnerinnen und Anwohner gerecht zu werden. Es würden damit keine öffentlichen Interessen 
beeinträchtigt.

3. Rechtliche Grundlagen

a) Laut Art. 15 Abs. 1 BauG hat die Bauherrschaft beim Bau von Mehrfamilienhäusern im 
Freien Aufenthaltsbereiche für die Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere 
Kinderspielplätze, zu schaffen. Die Fläche der Kinderspielplätze hat wenigstens 15 Prozent der 
Hauptnutz- und Konstruktionsflächen der Familienwohnungen zu entsprechen (Art. 45 Abs. 1 
BauV). Für Aufenthaltsbereiche sind 5 Prozent der Hauptnutz- und Konstruktionsflächen aller 
Wohnungen vorzusehen, beziehungsweise zur Fläche gemäss Absatz 1 von Art. 45 BauV 
hinzuzurechnen. Die Fläche mindestens 2 m breiter Terrassen, Balkone und dergleichen kann zur 
Hälfte an den erforderlichen Aufenthaltsbereich angerechnet werden (Art. 45 Abs. 4 BauV). Pro 
Mehrfamilienhaus sind aber mindestens 20 m2 Aufenthaltsfläche vorzusehen (Art. 45 Abs. 2 
BauV). In Wohnsiedlungen, die aufgrund eines einheitlichen Projektes erstellt werden, ist zudem 
eine angemessene grössere Spielfläche vorzusehen (Art. 15 Abs. 2 BauG). Wohnsiedlungen sind 
Überbauungen mit Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäusern, die zusammen mehr als 20 
Familienwohnungen aufweisen. Als Familienwohnungen gelten Wohnungen mit mindestens drei 
Zimmern (Art. 43 Abs. 3 und 4 BauV). Die grössere Spielfläche soll Jugendlichen und 
Erwachsenen für Ball- und Rasenspiele zur Verfügung stehen. Sie soll möglichst eben sein und 
eine gut proportionierte, zusammenhängende Mindestfläche von 400 m2 aufweisen, wenn mehr 
als 20 Familienwohnungen geplant sind; bei mehr als 30 Familienwohnungen beträgt die 
Mindestfläche 500 m2 und bei mehr als 40 Familienwohnungen 600 m2 (Art. 46 Abs. 1 und 2 
BauV). 

Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze sind ihrem Zweck entsprechend einzurichten. Die für 
die Raumplanung zuständige Direktion gibt darüber Empfehlungen heraus (Art. 44 Abs. 4 BauV). 
Gemäss diesen Empfehlungen müssen Spiel- und Aufenthaltsbereiche in der Regel gegenüber 
Hauptfassaden von Wohnbauten einen Abstand von rund 3 m einhalten, um die Privatsphäre der 
Hausbewohner zu wahren. Dieser Abstand kann bei speziellen Fällen angemessen reduziert oder 
erhöht werden. Ausserdem müssen Spiel- und Aufenthaltsbereiche in der Regel eine minimale 
nutzbare Breite von 5 m aufweisen. Schmalere Bereiche können aus funktionellen Gründen in der 
Regel nicht angerechnet werden.7

b) Die Baubewilligungsbehörde kann die erforderliche Mindestfläche der Kinderspielplätze, der 
Aufenthaltsbereiche und der grossen Spielfläche angemessen herabsetzen, wenn schwierige 
Grundstücksverhältnisse vorliegen oder die ermittelte Fläche aufgrund besonderer Umstände 
unverhältnismässig wäre (Art. 45 Abs. 3 BauV und Art. 46 Abs. 2 BauV). Ausserdem kann die 
Bauherrschaft laut Art. 46a Abs. 1 BauV von der Erstellung der Kinderspielplätze und grösseren 
Spielflächen teilweise oder vollständig befreit werden, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

4. Flächen / Anrechenbarkeit

7 AHOP (Arbeitshilfe für die Ortsplanung) Nr. 92.2 vom Juni 1992 des damaligen Raumplanungsamts des Kantons 
Bern, Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Empfehlungen für die Projektierung und Gestaltung von 
benutzerfreundlichen Aussenräumen von Wohnüberbauungen, Ziff. 3.4

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a) Gestützt auf den bewilligten Plan über den Nachweis der Spiel- und Aufenthaltsbereiche 
umfassen beim vorliegenden Bauvorhaben die Hauptnutz- und Konstruktionsflächen aller 
Wohnungen insgesamt 5176 m2, jene der Wohnungen mit mindestens drei Zimmern umfassen 
4870 m2.8 Die minimale Fläche der Kinderspielplätze von 15 Prozent beträgt daher 730.5 m2, jene 
der Aufenthaltsbereiche 258.8 m2. Die anrechenbare Fläche von Balkonen, Loggien und 
Sitzplätzen kompensiert vorliegend die erforderliche Aufenthaltsfläche, gemäss Art. 45 Abs. 2 
BauV sind aber trotzdem mindestens 20 m2 pro Gebäude, also insgesamt 40 m2 Aufenthaltsfläche 
vorzusehen. Zusammen mit der Kinderspielplatzfläche ergibt dies eine Gesamtfläche von 
770.5 m2. Da in den zwei Gebäuden insgesamt 38 Wohnungen mit mindestens drei Zimmern 
vorgesehen sind, handelt es sich um eine Wohnsiedlung, für die zudem eine grössere Spielfläche 
im Umfange von 500 m2 erstellt werden muss. Für das Bauvorhaben müsste somit eine 
Gesamtfläche von 1270.5 m2 für Spiel- und Aufenthaltsflächen zur Verfügung stehen.

b) Die Beschwerdegegnerin weist in ihrer Berechnung gemäss bewilligtem Plan über den 
Nachweis der Spiel- und Aufenthaltsbereiche insgesamt 1050 m2 als Spiel- und Aufenthaltsfläche 
aus, wovon 550 m2 auf Aufenthaltsbereiche (Kieswege und Eingangsbereich), 230 m2 auf 
Spielplätze und 270 m2 auf anrechenbare Privatgärten der Familienwohnungen (20 Prozent dieser 
Flächen wurden angerechnet) fallen. Für die grössere Spielfläche ist eine Fläche von 300 m2 
ausgewiesen.9

c) Nach Konsultation der beiden bewilligten Pläne über den Nachweis der Spiel- und 
Aufenthaltsbereiche und über die Umgebungsgestaltung wird ersichtlich, dass allerdings nicht 
sämtliche ausgewiesenen Spiel- und Aufenthaltsflächen vollständig anrechenbar sind: Die am 
Rande der Parzelle verlaufenden Kieswege können nicht angerechnet werden. Diese sind mit 
1.5 m und 1.2 m zu schmal, weil die Spiel- und Aufenthaltsbereiche in der Regel eine minimale 
nutzbare Breite von 5 m aufweisen müssen.10 Die Eingangsbereiche (Haupteingänge zu den 
Gebäuden) können ebenfalls nicht angerechnet werden, da sich darauf Veloabstellplätze befinden 
(funktional nicht geeigneter Bereich) und der restliche Bereich neben den Veloabstellplätzen nicht 
die erforderliche bzw. empfohlene Breite von 5 m aufweist. Die Privatgärten können nicht an die 
Kinderspielplatzfläche angerechnet werden, weder teilweise noch ganz; Art. 45 Abs. 4 BauV sieht 
lediglich vor, dass die Fläche mindestens 2 m breiter Terrassen, Balkone und dergleichen – 
worunter z.B. private Gartensitzplätze zu zählen sind –, an den erforderlichen Aufenthaltsbereich 
angerechnet werden kann. Aber an die Mindestaufenthaltsfläche von 20 m2 pro Mehrfamilienhaus 
können Terrassen, Balkone und private Gartensitzplätze nicht angerechnet werden; diese 
Mindestfläche muss integral im Rahmen der Umgebungsgestaltung nachgewiesen werden.11 
Somit kann die von der Beschwerdegegnerin für die Privatgärten der Familienwohnungen 
angerechnete Fläche von 270 m2 weder auf die erforderliche minimale Fläche der 
Kinderspielplätze noch auf die erforderliche Aufenthaltsfläche von 40 m2 angerechnet werden. Auf 
dem bewilligten Plan werden sodann zwei Spielplatzflächen ausgewiesen von 135 m2 und 95 m2. 
Ohne Weiteres anrechenbar ist die grössere Fläche von 135 m2. Fraglich ist, ob die kleinere 
Fläche anrechenbar ist, da sie eine Breite von lediglich 4.4 m und somit nicht die gemäss den 
einschlägigen Empfehlungen minimale nutzbare Breite von 5 m aufweist.12 Da es sich bei diesen 

8 Vgl. Plan «Nachweis Spiel – und Aufenthaltsbereiche» vom 29. Oktober 2020, revidiert am 22. Dezember 2020, von 
der Vorinstanz am 8. Juni 2021 als bewilligt gestempelt
9 Vgl. Plan «Nachweis Spiel – und Aufenthaltsbereiche» vom 29. Oktober 2020, revidiert am 22. Dezember 2020, von 
der Vorinstanz am 8. Juni 2021 als bewilligt gestempelt
10 AHOP (Arbeitshilfe für die Ortsplanung) Nr. 92.2 vom Juni 1992 des damaligen Raumplanungsamts des Kantons 
Bern, Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Empfehlungen für die Projektierung und Gestaltung von 
benutzerfreundlichen Aussenräumen von Wohnüberbauungen, Ziff. 3.4
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 15 N. 3a
12 AHOP (Arbeitshilfe für die Ortsplanung) Nr. 92.2 vom Juni 1992 des damaligen Raumplanungsamts des Kantons 
Bern, Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Empfehlungen für die Projektierung und Gestaltung von 
benutzerfreundlichen Aussenräumen von Wohnüberbauungen, Ziff. 3.4

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Vorgaben jedoch um Empfehlungen bzw. Richtwerte handelt, ist es vertretbar, diese 
Spielplatzfläche angesichts der nicht allzu grossen Abweichung von 0.6 m von der erforderlichen 
Breite dennoch anzurechnen; dies im Gegensatz zu den nicht anrechenbaren Kieswegen, welche 
wesentlich von der empfohlenen Breite abweichen. Mit einer Fläche von 95 m2 vermag sie die 
geforderte Funktionalität als Spielplatz grundsätzlich zu erfüllen.

d) Wenn von der gemäss bewilligtem Plan über den Nachweis der Spiel- und 
Aufenthaltsbereiche mit 550 m2 ausgewiesenen Fläche für den Aufenthaltsbereich die Kieswege 
und die beiden Eingangsbereiche in Abzug gebracht werden, resultiert eine anrechenbare Fläche 
von höchstens ca. 240 m2. Zusammengerechnet mit den auf dem bewilligten Plan ausgewiesenen 
anrechenbaren Spielplatzfläche von 135 m2 und 95 m2, ausmachend 230 m2, ergibt dies eine 
anrechenbare Fläche von 470 m2; die erforderliche Aufenthaltsfläche von 40 m2 ist somit 
realisierbar, aber bei Weitem nicht die erforderliche Kinderspielplätzfläche von 730.5 m2; diese 
wird mit 430 m2 anrechenbarer Fläche stark unterschritten. Auch die erforderliche grössere 
Spielfläche im Umfang von 500 m2 wird mit einer ausgewiesenen Fläche von 300 m2 nicht 
eingehalten.

e) Nicht zu einem wesentlich anderen Resultat gelangt man, wenn von einer lediglich 
752.65 m2 grossen Mindestfläche für Kinderspielplätze und Aufenthaltsbereiche (bzw. von einer 
712.65 m2 grossen Mindestfläche für die Kinderspielplätze) auszugehen wäre, wie es die 
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort aufführt; mit einer anrechenbaren Fläche von 
höchstens 470 m2 (bzw. von 430 m2 für die Kinderspielplätze) wird sie deutlich unterschritten.

Am Umstand, dass die erforderliche Kinderspielplatzfläche nicht eingehalten werden kann, 
vermag auch der mit der Beschwerdeantwort eingereichte revidierte Nachweis Spiel- und 
Aufenthaltsbereiche nichts zu ändern.13 Die dort hinzugerechnete Fläche im Bereich der Zufahrt 
eignet sich nicht als Spiel- und Aufenthaltsfläche. Es handelt sich nicht nur um den Zufahrtsbereich 
für die Fahrzeuge zu den Besucherparkplätzen, sondern es ist auch ein Wendeplatz. Aufgrund 
der zu- und wegfahrenden Fahrzeuge ist dieser Bereich zu gefährlich, um ihn als Kinderspielfläche 
zu benutzen; diese Fläche ist entgegen Art. 44 Abs. 1 BauV gerade nicht an einer dem Verkehr 
abgewandten Arealstelle angelegt. Der Bereich nördlich des Velounterstands gedeckt (30 PP) ist 
deutlich weniger als die empfohlenen 5 m breit und die für den gedeckten Velounterstand 
vorgesehene Fläche eignet sich funktional nicht als Spiel- und Aufenthaltsfläche.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die erforderliche Kinderspielplatzfläche noch die 
erforderliche grössere Spielfläche eingehalten werden.

5. Variante mit grösserer Spielfläche von 500 m2

a) Die Beschwerdegegnerin macht geltend, es bestehe die Möglichkeit, die geforderte 
grössere Spielfläche von 500 m2 nachzuweisen, ohne das Projekt in seinen Grundzügen zu 
verändern. Die Gutheissung der Beschwerde hätte daher keine Redimensionierung des 
Bauprojekts zur Folge, sondern vielmehr würde dasselbe Projekt mit der eintönigen grösseren 
Spielfläche im Umfang von 500 m2 weiterverfolgt. Hierfür reichte sie mit der Beschwerdeantwort 
einen Nachweis der Spiel- und Aufenthaltsbereiche «Machbarkeit 500 m2» ein.14 Darin weist die 
Beschwerdegegnerin eine grössere Spielfläche von 500 m2 und Aufenthalts- und Spielflächen von 

13 Vgl. überarbeiteter Plan «Nachweis Spiel – und Aufenthaltsbereiche» vom 29. Oktober 2020, letztmals revidiert am 
26. Juli 2021 (Beschwerdeantwortbeilage 2)
14 Vgl. überarbeiteter Plan «Spiel – und Aufenthaltsbereiche» vom 29. Oktober 2020, revidiert am 26. Juli 2021 
(Beschwerdeantwortbeilage 1)

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insgesamt 903 m2 aus, wovon 573 m2 auf Spiel und Aufenthaltsbereiche zwischen den beiden 
Gebäuden, 230 m2 auf Spiel- und Aufenthaltsbereiche auf den Kieswegen und 100 m2 auf einen 
Teil des Bereichs der Fussgänger- und Langsamverkehrerschliessung fallen. Nicht eingerechnet 
werden die Privatgärten der Familienwohnungen.

b) Ob die grössere Spielfläche gemäss eingereichtem Nachweis «Machbarkeit 500 m2» 
tatsächlich 500 m2 beträgt, kann anhand des eingereichten kleinen Plans nicht genau überprüft 
werden. Vielleicht wird die dort ausgewiesene Fläche von 500 m2 gerade knapp eingehalten, aber 
möglicherweise auch ein wenig unterschritten. Auch falls mit dieser Variante die grössere 
Spielfläche von 500 m2 realisierbar wäre, so ändert dies nichts am Umstand, dass die erforderliche 
Kinderspielplätzfläche von 730.5 m2 deutlich unterschritten wird: An der Gesamtfläche der 
Bauparzellen und der nicht anrechenbaren Flächen (der Gebäude, der Privatgärten, der schmalen 
Kieswege am Bauparzellenrand und der Eingangsbereiche) hat sich nichts wesentlich geändert. 
Lediglich die Privatgärten im Bereich der grösseren Spielfläche würden in der Variante kleiner 
ausfallen und ein ohnehin nicht anrechenbarer Kiesweg (zwischen Privatgärten und grösserer 
Spielfläche gelegen) würde wegfallen. Weil eine kleine Teilfläche der Privatgärten sowie ein 
Kiesweg der grösseren Spielfläche weichen würde, hat dies zwar eine Vergrösserung der 
grösseren Spielfläche zur Folge, aber keine Vergrösserung der anrechenbaren Aufenthalts- und 
Spielfläche. Daher gelten die Ausführungen zu den anrechenbaren Flächen und der 
resultierenden Unterschreitung gemäss E. 4.c-d hiervor auch für die Variante mit der grösseren 
Spielfläche von 500 m2; der wesentliche Unterschied besteht aber darin, dass in der Variante die 
Spielplatzfläche im Umfang von 95 m2 zugunsten der grösseren Spielfläche weichen müsste. Dies 
führt dazu, dass in der Variante die anrechenbare Aufenthalts- und Spielfläche nicht 470 m2, 
sondern nur rund 375 m2 (ca. 240 m2 anrechenbarer Aufenthaltsbereich zuzüglich 135 m2 
Kinderspielplatzfläche) beträgt. Die Fussgänger- und Langsamverkehrerschliessung sowie der 
Wendeplatz, welche die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort neu hinzurechnen will, 
eignen sich wie bereits ausgeführt nicht als Spiel- und Aufenthaltsfläche (vgl. E. 4.e hiervor). Sie 
können nicht angerechnet werden. Abschliessend kann festgehalten werden, dass bei der 
Variante mit der grösseren Spielfläche von 500 m2 mit einer anrechenbaren Fläche von höchstens 
375 m2 die erforderliche Aufenthaltsfläche von 40 m2 zwar realisierbar wäre, aber die erforderliche 
Kinderspielplätzfläche von 730.5 m2 stark unterschritten würde.

6. Herabsetzung der Fläche

a) Die Baubewilligungsbehörde kann die erforderliche Mindestfläche der Kinderspielplätze, der 
Aufenthaltsbereiche und der grossen Spielfläche angemessen herabsetzen, wenn schwierige 
Grundstücksverhältnisse vorliegen oder die ermittelte Fläche aufgrund besonderer Umstände 
unverhältnismässig wäre (Art. 45 Abs. 3 BauV und Art. 46 Abs. 2 BauV). Diese Bestimmung räumt 
der Baubewilligungsbehörde die Befugnis ein, die erforderliche Fläche zu reduzieren, ohne dass 
formell eine Ausnahmebewilligung erteilt werden müsste.15 In der Regel dürfte es schwierig sein, 
eine entsprechende Reduktion zu erwirken, zumal Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze 
nicht an eine Form gebunden sind und die Aufteilung in mehrere Bereiche zulässig ist. Eine 
Herabsetzung der erforderlichen Mindestfläche kann nur in ganz seltenen Fällen angewendet 
werden. Ein möglicher Fall der Herabsetzung ist etwa bei steilem Gelände gegeben, welches eine 
grössere zusammenhängende Spielfläche verunmöglicht, oder wenn die Realisierung der 
grösseren Spielfläche Abgrabungen und Aufschüttzungen zur Folge hätte, die das Orts- und 

15 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 15 N. 3b

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Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen würden.16 Eine Herabsetzung der Mindestfläche setzt 
ähnlich wie Art. 26 BauG objektive Besonderheiten wie Lage und Form der Parzelle voraus. 
Finanzielle Gründe allein genügen regelmässig nicht. Am ehesten wird in der Aufteilung zwischen 
Kinderspielfläche und weiterem Aufenthaltsbereich eine gewisse Flexibilität möglich sein, da 
Art. 15 Abs. 1 BauG und Art. 45 Abs. 2 BauV darauf hindeuten, dass für den Gesetzgeber vor 
allem die Gesamtfläche wichtig war.17 Objektive Gründe wurden in der Rechtsprechung verneint, 
wenn bei einem kleineren Gebäude genügend Fläche vorhanden wäre.18

b) Eine Herabsetzung wurde in der Praxis etwa bejaht bei einem Bauprojekt mit drei 
Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 33 Wohnungen, wo die erforderliche grössere Spielfläche von 
400 m2 nicht realisierbar war.19 Auch beim damaligen Bauvorhaben war die Gemeinde mit der 
Unterschreitung einverstanden und die damalige Bauherrschaft machte geltend, die geplante 
Überbauung mit Eigentumswohnungen sei nicht auf Familien, sondern auf kinderlose Personen, 
Konkubinatspaare und Senioren ausgerichtet.

Die Bauvorhaben sind aber dennoch nicht vergleichbar, sondern weichen in wesentlichen Punkten 
voneinander ab: So wurde im damaligen Bauvorhaben nur die grössere Spielfläche unterschritten, 
aber die erforderlichen Aufenthalts- und Kinderspielplatzflächen konnten erstellt werden. 
Ausserdem war die Zusammensetzung der Zimmeranzahl der Wohnungen anders als im 
vorliegend zu beurteilenden Fall. Weil im damaligen Projekt neun 2 ½ - Zimmerwohnungen, 
achtzehn 3 ½ - Zimmerwohnungen und nur sechs 4 ½ - Zimmerwohnungen geplant waren, 
resultierte ein Wohnungsmix mit einem deutlich überwiegenden Anteil an Wohnungen mit weniger 
als vier Zimmern. Somit war die Begründung der damaligen Bauherrschaft nachvollziehbar, dass 
die Wohnungszusammensetzung stärker auf Personen ohne Kinder als auf Familien ausgerichtet 
war. Im vorliegend zu beurteilenden Verfahren sind aber gemäss Baugesuch und bewilligten 
Plänen vier 2 ½ - Zimmerwohnungen, zehn 3 ½ - Zimmerwohnungen, zwanzig 4 ½ - 
Zimmerwohnungen und acht 5 ½ - Zimmerwohnungen geplant. Somit sind von 42 Wohnungen 
zwei Drittel der Wohnungen mit mehr als vier Zimmern projektiert; angesichts dieses 
Wohnungsmix kann nicht gleichermassen davon ausgegangen werden, er sei deutlich stärker auf 
Personen ohne Kinder als auf Familien ausgerichtet.

c) In der Stellungnahme vom 24. September 2021 führt die Beschwerdegegnerin unter 
anderem aus, das vorliegende Projekt solle trotz der vielen Familienwohnungen im Sinne von 
Art. 43 Abs. 3 BauV nicht primär Familien anziehen, sondern eine heterogene Durchmischung 
garantieren. Heute seien vor allem grössere Wohnungen für Paare im Erwerbsalter ohne Kinder 
sowie grössere Wohnungen für Senioren gefragt. Die Unverhältnismässigkeit der grösseren 
Spielfläche ergebe sich aufgrund der Bedürfnisse der Bevölkerung und der angesprochenen 
Nutzergruppen im Einzelfall. Finanzielle Aspekte würden keine Rolle für die beantragte 
Herabsetzung der grösseren Spielfläche spielen. Deren Verzicht hätte denn auch keinen Einfluss 
auf die Grundzüge der Überbauung, vielmehr würde das Aussenraumkonzept zu Ungunsten 
sämtlicher Betroffener angepasst (z.B. grössere Spielfläche 500 m2, Reduktion der 
Aussenparkplätze, evtl. Reduktion der Privatgärten, etc.).

d) Objektive Besonderheiten, welche eine Herabsetzung rechtfertigen, sind im vorliegenden 
Fall weder dargetan noch ersichtlich. Die Baulandparzellen der Beschwerdegegnerin weisen keine 

16 Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 4 und 7
17 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 15 N. 3b
18 VGE 2018/300 vom 11. Juli 2019 E. 7.2 f.; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 
Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 15 N. 3b
19 BDE RA 110/2016/177 vom 22. März 2017 E. 8

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speziellen Eigenschaften bezüglich Grösse, Form oder Lage auf, die eine Herabsetzung der 
Flächen rechtfertigen würden. Auch die von der Beschwerdegegnerin aufgeführte Begründung, 
den Bedürfnissen der Bevölkerung und der angesprochenen Nutzergruppen (nicht in erster Linie 
Familien, sondern Paare im Erwerbsalter ohne Kinder sowie grössere Wohnungen für Senioren) 
genügend Rechnung zu tragen, indem die grössere Spielfläche zugunsten einer grösseren 
Aufenthalts- und Kinderspielfläche kleiner ausfallen soll, genügt vorliegend nicht als Grund zur 
Herabsetzung. Es geht beim vorliegenden Bauprojekt nicht nur um eine flexible Handhabung bei 
der Aufteilung zwischen Kinderspielfläche, weiterem Aufenthaltsbereich und grösserer 
Spielfläche, sondern es ist weder die erforderliche Kinderspielplatzfläche noch die erforderliche 
grössere Spielfläche (und somit auch nicht die erforderliche Gesamtfläche) eingehalten. 
Ausserdem trifft es nicht zu, dass bei einer Anpassung des Aussenraumkonzepts, wie es die 
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort mit dem Nachweis «Machbarkeit 500 m2» 
vorschlägt, sowohl eine grössere Spielfläche von 500 m2 als auch die erforderliche Mindestfläche 
der Spiel- und Aufenthaltsfläche erreicht werden kann. Damit liegen keine genügenden sachlichen 
Gründe für eine Herabsetzung der erforderlichen Mindestfläche der Kinderspielplätze oder der 
grossen Spielfläche vor.

7. Teilweise Befreiung von der Erstellungspflicht

a) Die Bauherrschaft kann laut Art. 46a Abs. 1 BauV von der Erstellung der Kinderspielplätze 
und grösseren Spielflächen teilweise oder vollständig befreit werden, wenn sichergestellt ist, dass 
in der Nähe des Baugrundstücks gut erreichbare Kinderspielplätze und grössere Spielflächen 
vorhanden sind oder innert zwei Jahren ab Bewilligung der Wohnsiedlung erstellt werden (Bst. a), 
diese genügend gross und gut ausgerüstet sind (Bst. b) und deren Bestand, Benützung und 
Zugänglichkeit rechtlich sichergestellt ist (Bst. c). Eine Befreiung von der Erstellungspflicht der 
grösseren Spielfläche ist in der Regel nur möglich, wenn das bereits vorhandene Spielfeld nicht 
weiter als eine Wegdistanz von 400 m vom Baugrundstück entfernt ist und diese gut proportioniert, 
zusammenhängend und eben ist, also keine Hindernisse aufweist (Geräteschuppen, Bäume, 
etc.).20 Von der Pflicht zur Erstellung der Kinderspielplätze befreit zu werden, ist in der Regel nur 
möglich, wenn der bereits vorhandene Kinderspielplatz nicht weiter als eine Wegdistanz von 200 m 
vom Baugrundstück entfernt liegt, dieser ganztags zugänglich und für Kleinkinder gefahrlos erreicht 
werden kann.21

b) Die Wegdistanz von der Bauparzelle Nr. A.________ zum Wald beträgt mehr als 400 m22, 
was allerdings unerheblich ist, da der Wald nicht als Ersatz für eine grössere Spielfläche taugt. 
Denn er ist nicht eben und weist aufgrund der zahlreichen Bäume viele Hindernisse auf.23 Die 
Wegdistanz von der Bauparzelle Nr. A.________ zum öffentlichen Spielplatz «K.________» 
beträgt (über den Zugang vom O.________weg her) ca. 310 m. Dies lässt sich aus der Basiskarte 
im Geoportal des Kantons Bern herausmessen.24 Ob der Spielplatz «K.________» ein tauglicher 
Ersatz für den Kinderspielplatz auf den Baugrundstücken ist, ist nicht erstellt. Weitere Abklärungen 
oder Ausführungen dazu erübrigen sich aber, weil er den Kinderspielplatz auf den 

20 Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 5
21 Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 5
22 www.be.ch > Karten (Geoportal) > Karten > Basiskarte
23 Vgl. Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 5
24 www.be.ch > Karten (Geoportal) > Karten > Basiskarte

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Baugrundstücken angesichts der Wegdistanz von weit mehr als 200 m nicht ersetzen kann.25 
Ausserdem ist der Spielplatz «K.________» für Kleinkinder nicht gefahrlos zu erreichen. Denn der 
zu bewältigende Weg führt über befahrene Strassen, die grösstenteils kein Trottoir aufweisen.26 
Mit einer Distanz von ca. 310 m würde der Spielplatz «K.________» weniger weit als 400 m von 
der Bauparzelle Nr. A.________ entfernt liegen, wie es das anwendbare Merkblatt für die 
Befreiung der Erstellungspflicht in Bezug auf die grössere Spielfläche vorsieht.27 Der öffentliche 
Spielplatz auf der Parzelle Nr. L.________ wäre mit einer Fläche von ca. 350 m2 genügend gross 
und es handelt sich um einen öffentlichen Spielplatz, der somit für alle zugänglich ist; dies würde 
zwar für eine teilweise Befreiung zur Erstellung der grösseren Spielfläche von 500 m2 auf 300 m2 
sprechen. Ob der Spielplatz eben ist und eine genügend grosse Fläche keine Hindernisse 
aufweist, ist jedoch nicht erstellt. Auf dem mit der Beschwerde eingereichten Foto vom öffentlichen 
Spielplatz «K.________» ist zu erkennen, dass es einen Spielturm aus Holz, Holzbänke, einen 
Tischtennistisch und Bäume hat. Gemäss dieser Fotoaufnahme sieht es so aus, als ob es sich um 
einen Spielplatz für Kleinkinder handelt, aber nicht um eine grössere hindernisfreie Spielfläche. 
Auf dem Foto ist jedoch nur ein Teilbereich des gesamten Platzes einsehbar, weshalb nicht 
einfach davon ausgegangen werden kann, dass der restliche Bereich ebenfalls mit Hindernissen 
überstellt ist. Dass der öffentliche Spielplatz «K.________» über eine geeignete grössere 
Spielfläche verfügt, ist aber demzufolge im Ergebnis nicht erstellt. Die Beschwerdegegnerin als 
Bauherrin hätte diesen Nachweis erbringen müssen, sofern sie eine teilweise Befreiung hätte 
erwirken wollen. Ausserdem erübrigen sich weitere diesbezügliche Abklärungen, weil die 
Kinderspielplatzfläche bereits deutlich unterschritten wird, diese vorliegend nach dem Gesagten 
nicht herabgesetzt werden und auch eine teilweise Befreiung von deren Erstellungspflicht nicht 
erfolgen kann; diese Unterschreitung hinsichtlich der Kinderspielplatzfläche hat somit ohnehin den 
Bauabschlag zur Folge.

8. Ergebnis und Kosten

a) Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass mit einer anrechenbaren Fläche von 
höchstens 470 m2 die erforderliche Aufenthaltsfläche von 40 m2, aber nicht die erforderliche 
Kinderspielplätzfläche von 730.5 m2 realisierbar ist. Auch die erforderliche grössere Spielfläche im 
Umfang von 500 m2 wird mit einer ausgewiesenen Fläche von 300 m2 nicht eingehalten. Es liegen 
keine genügenden sachlichen Gründe für eine Herabsetzung der erforderlichen Mindestfläche der 
Kinderspielplätze und der grossen Spielfläche vor. Eine teilweise Befreiung von der Pflicht zur 
Erstellung der Kinderspielplatzfläche ist mangels ausreichenden Ersatzes in genügender Nähe 
ebenfalls nicht möglich. Die Baubewilligung kann daher nicht erteilt werden. Die Beschwerde ist 
daher bereits aus diesem Grund gutzuheissen. Deshalb erübrigt es sich, weitere 
Sachverhaltsabklärungen hinsichtlich der Eignung des öffentlichen Spielplatzes «K.________» 
als grössere Spielfläche zu treffen, die eine teilweise Befreiung von der Erstellungspflicht der 
grösseren Spielfläche ermöglichen würde. Dass der öffentliche Spielplatz «K.________» über 
eine geeignete grössere Spielfläche verfügt, ist im Ergebnis nicht erstellt, hätte aber durch die 
Beschwerdegegnerin nachgewiesen werden müssen. Soweit die Beschwerdegegnerin einen 
Augenschein beantragt, sind davon keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten; die 
diesbezüglich relevanten Informationen können von den bewilligten Plänen abgelesen werden. 
Der entsprechende Beweisantrag ist abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin hat zudem die 

25 Vgl. Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 5
26 Vgl. Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Merkblatt «Aufenthaltsbereiche, Spielplätze und grössere 
Spielflächen» Stand Mai 2020 (abrufbar unter www.jgk.be.ch > Raumplanung > Arbeitshilfen (AHOP) > 
Aufenthaltsbereiche und Kinderspielplätze, Ziff. 5
27 www.be.ch > Karten (Geoportal) > Karten > Basiskarte

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Vorlage der Reservationsbestätigungen der zu erstellenden Wohnungen angeboten, ohne sie 
einzureichen. Es wäre der Beschwerdegegnerin freigestanden, diese Reservationsbestätigungen 
einzureichen (evtl. mit geschwärzten Passagen). Diese hätten in der vorliegenden Konstellation 
aber nicht zu einem anderen Ergebnis geführt. Denn es ist nicht in erster Linie relevant, wer als 
erstes die Wohnungen bezieht, sondern dass es sich um Familienwohnungen im Sinne des 
Gesetzes (Art. 43 Abs. 3 BauV) handelt. Auch falls zu Beginn mehr kinderlose Bewohner eine 
Wohnung reserviert hätten, ist aufgrund der Zimmeranzahl der Wohnungen ein späterer Wechsel 
an Familien mit Kindern nicht auszuschliessen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Sie hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG28). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 4200.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV29).

c) Die Beschwerdegegnerin als Baugesuchstellerin trägt zudem die Kosten des 
Baubewilligungsverfahrens (Art. 52 Abs. 1 BewD30). Gemäss Ziff. 2 des Entscheids des 
Regierungsstatthalteramts Biel/Bienne vom 8. Juni 2021 belaufen sich diese Kosten auf 
CHF 20 339.65. Sie bleiben der Beschwerdegegnerin auferlegt.

d) Die Beschwerdegegnerin hat zudem dem Beschwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers gibt zu 
keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat somit dem Beschwerdeführer die 
Parteikosten von CHF 5923.50 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts 
Biel/Bienne vom 8. Juni 2021 wird aufgehoben. Dem Baugesuch vom 31. August 2020 wird 
der Bauabschlag erteilt.

2. Die Kosten des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens von CHF 20 339.65 werden 
der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist das 
Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne zuständig.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 4200.00 werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten im Betrag von 
CHF 5923.50 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

28 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
29 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
30 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Frau Rechtsanwältin F.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne, per Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Pieterlen, Bauabteilung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.