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**Case Identifier:** d583511a-5341-55f0-8c59-78c82086f0a8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.08.2020 720 20 105/203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-105-203_2020-08-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. August 2020 (720 20 105 / 203) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die versicherungsinternen medizinischen Berichte sind hinreichend beweiskräftig, wes-

halb darauf abgestellt werden kann.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ana Dettwiler, Advokatin, 
Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.a Der 1981 geborene A.____ war bei der B.____ AG als Chauffeur tätig, als er am 1. Feb-
ruar 2017 im Rahmen seiner Tätigkeit einen Unfall erlitt und sich dabei eine teilweise Korbhen-
kelruptur des medialen Meniskusses rechts zuzog. Die Schweizerische Unfallversicherungsan-
stalt (Suva) erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen, welche sie per 1. Juli 2019 ein-
stellte. Nach einem erlittenen Rückfall nahm die Suva ihre Leistungen wieder auf und richtete 
dem Versicherten in der Zeit vom 29. Januar bis 31. Mai 2020 Taggelder aus. 

 

 
 
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A.b Bereits am 1. Juni 2017 (Eingang) hatte sich A.____ unter Hinweis auf den besagten 
Unfall bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. 
Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 6. Februar 2020 
ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Ana Dettwiler, Advokatin, 
am 6. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung sei aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt umfassend abzuklären und so-
dann über den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen bzw. auf eine Rente mit Wir-
kung ab 1. Juli 2019 zu entscheiden. Eventualiter sei ihm mit Wirkung ab 1. Juli 2019 eine ganze 
Rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, 
dass es die Beschwerdegegnerin vorliegend nicht dabei habe bewenden lassen dürfen, auf die 
unfallversicherungsrechtliche Kreisarztbeurteilung vom 18. März 2019 abzustellen, zumal diese 
aus verschiedenen Gründen nicht beweiskräftig sei. Alsdann seien insbesondere auch berufliche 
Massnahmen zu prüfen. Überdies habe die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbe-
messung keine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vorgenommen. Schliesslich sei ihm 
ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 20% zu gewähren.  
 
C.  In ihrer Vernehmlassung vom 20. Mai 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 
 
1.2 Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig 
verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-
gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an ei-
nem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hinweisen). 
Vorliegend stellte die IV-Stelle in der Verfügung vom 6. Februar 2020 im Wesentlichen fest, dass 
dem Beschwerdeführer keine Rente der Invalidenversicherung zustehe. Nicht Gegenstand der 
dem vorliegenden Verfahren zugrundeliegenden Rentenverfügung bildete die Frage, ob der Be-
schwerdeführer Anspruch auf berufliche Massnahmen hat. Soweit der Beschwerdeführer geltend 
macht, es seien auch berufliche Massnahmen an die Hand zu nehmen, fehlt es demnach an 
einem Anfechtungsgegenstand und folglich an einer Sachurteilsvoraussetzung, weshalb im Rah-
men des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht auf diesen Antrag eingetreten werden kann.   
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
E. 1). 
  
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

 

 
 
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und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachper-
sonen hingegen kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art.  44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die 
Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische Ak-
ten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. Im Zentrum der medizini-
schen Beurteilung stehen indessen insbesondere die nachfolgenden medizinischen Unterlagen: 
 
5.2 Die IV-Stelle zog im Zusammenhang mit der Abklärung des medizinischen Sachverhalts 
als erstes die das Unfallereignis des Versicherten vom 1. Februar 2017 betreffenden Suva-Akten 
bei. Daraus lässt sich entnehmen, dass sich der Versicherte am 1. Februar 2017 eine Korbhen-
kelruptur des medialen Meniskusses zugezogen hatte, woraufhin am 3. März 2017 eine diagnos-
tisch-therapeutische Kniegelenksarthroskopie mit medialer Meniskusnaht erfolgte. 
 

 

 
 
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5.3 Im Rahmen einer Verlaufskontrolle wurde am 28. April 2017 festgehalten, dass der Pa-
tient über mässige bis starke Beschwerden am rechten Knie klage. Diese seien als Konsequenz 
der bekannten Knorpeldelamination zu interpretieren. Es sei die Reparatur des Knorpelschadens 
mittels Novocart-Membrane zu empfehlen und ein Meniskusteileratz durchzuführen. Die Opera-
tion sei für den 5. Mai 2017 geplant.  
 
5.4 Nachdem der entsprechende operative Eingriff erfolgt war, wurde anlässlich einer wei-
teren Verlaufskontrolle vom 23. August 2017 berichtet, dass der Patient eine Verbesserung der 
Situation angebe. Für eine abschliessende Beurteilung sei es 3,5 Monate postoperativ noch zu 
früh. Bei weiterhin tendenzieller Besserung sei die Fortführung der Physiotherapie zu empfehlen. 
Im MRI würde sich keine höhergradige Pathologie, welche interventionsbedürftig wäre, feststellen 
lassen. Die Arbeitsfähigkeit werde ab dem 11. September 2017 mit 50% festgelegt. Auf körperlich 
schwere Arbeiten sei zu verzichten, die Chauffeurtätigkeit könne indessen durchgeführt werden.  
 
5.5 Mit Bericht des Spitals C.____ vom 18. Oktober 2017 wurde festgehalten, dass der Pa-
tient seit dem 15. September 2017 wieder zu 100% in seinem angestammten Beruf als Chauffeur 
tätig sei. Für die reine Fahrtätigkeit funktioniere das Gelenk problemlos, die Ladetätigkeit würde 
dem Patienten aber schwer zu schaffen machen. Der Patient gebe immer noch Schmerzen über 
dem medialen Kniegelenksaspekt an, welche im Sinne einer medialen Überlastung zu interpre-
tieren seien. In Anbetracht des stagnierenden Verlaufs im Rahmen der letzten Monate sei heute 
eine Indikation zur diagnostisch-therapeutischen Infiltration mit Mepivacain 0.5%/Triamcort ange-
zeigt gewesen. Die Schmerzen seien allerdings geblieben, obwohl sich bei erneuter Durchsicht 
der MRI-Bildgebungen keine zyklopsähnlichen Strukturen im Bereich der vorderen Notch identi-
fizieren lassen hätten, welche für ein derartiges Problem verantwortlich seien. Die geplante Un-
tersuchung durch den Suva-Kreisarzt sei klar zu unterstützen.  
 
5.6 Im Rahmen der kreisärztlichen Beurteilung vom 21. November 2017 hielt 
Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, fest, dass der Versicherte über moderate, stechende Schmer-
zen im medialen Kniegelenksspalt rechts geklagt habe. In Ruhe würden keine Beschwerden be-
stehen. Aktuell führe er keine Physiotherapie mehr durch, er nutze auch keine orthopädischen 
Hilfsmittel und keine Analgetika oder NSAR. Die heutige Untersuchung habe ein minimales 
Streckdefizit (um ca. 10°) des rechten Kniegelenks, aber keine Einschränkung der Flexion erge-
ben. Klinisch bestehe eine leichte Muskelatrophie des rechten Beines mit minimaler Kraftminde-
rung desselben. Aufgrund der klinischen Symptomatik sowie auf Wunsch des Versicherten sei 
eine erneute Abklärung im Sinne einer Zweitbeurteilung zur Klärung der Fragen, ob ein weiteres 
diagnostisches oder therapeutisches Prozedere anzustreben und dadurch eine namhafte Besse-
rung des unfallbedingten Gesundheitszustands zu erwarten sei, in der Klinik E.____ zu veranlas-
sen. 
 
5.7 Im Bericht der Klinik E.____ vom 15. Februar 2018 führte Dr. med. F.____, FMH Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, dass es sich um eine 
schwierige Situation mit deutlichen Restbeschwerden im medialen Kompartiment handeln würde. 
Nachdem diese Restbeschwerden seit der letzten Operation eher verstärkt vorhanden seien, 
müsse davon ausgegangen werden, dass der Meniskus resp. die Knorpelsituation dem Patienten 

 

 
 
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Beschwerden bereite. Es sei eine erneute MRT-Untersuchung zu empfehlen. Parallel sei ein The-
rapieversuch mit einer Schiene sowie ein Kraftaufbau mittels Physiotherapie durchzuführen.  
 
5.8 Anlässlich einer Verlaufskontrolle berichtete Dr. med. G.____, FMH Chirurgie und Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital C.____, am 
9. Mai 2018, dass beim Patienten eine Symptomatik bei praktisch vollständigem Verlust des me-
dialen Meniskusteilersatzes bestehe. Einzige alternative Option bei normovalgischer Beinachse 
sei eine Implantation eines medialen Meniskus Allografts. Ein zusätzliches Problem sei die be-
rufliche Situation des Patienten. Er arbeite derzeit als Chauffeur, was eine schwere körperliche 
Tätigkeit darstelle. Von der Möglichkeit einer chirurgischen Intervention abgesehen, sei künftig 
eine Umschulung des Patienten in ein körperlich weniger anspruchsvolles Tätigkeitsfeld (z.B. 
Staplerfahrer) zu organisieren.  
 
5.9 Am 4. September 2018 hielt Dr. G.____ fest, dass sich weiterhin die problematische 
Situation mit dem CMI-Meniskusteilersatz zeige, welcher resorbiert sei. Auch die AMIC-Plastik 
sei partiell vom Knochen abgelöst. Aus diesem Grund wäre operativ eine grössere Sanierung 
nötig. Einerseits müsste die AMIC-Plastik reseziert und durch eine Mikrofakturierung ersetzt wer-
den. Andererseits müsste der Meniskusteilersatz, welcher praktisch vollständig resorbiert sei, 
durch einen Allograft ersetzt werden. Es sei aber nicht klar, ob dieser die Schmerzen dann wirklich 
vollständig regredient erscheinen lassen werde. Ebenfalls sei zum aktuellen Zeitpunkt keine Phy-
siotherapie verordnet worden. Der Patient werde sich die Operation überlegen, weshalb über den 
Eingriff in einer weiteren Sprechstunde zu befinden sei. Dabei wurde eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit veranschlagt. Der Patient wäre grundsätzlich für stehende und sitzende Tätigkeiten 
oder als Chauffeur (im Busbetrieb) arbeitsfähig. 
 
5.10 Mit Kreisarztbeurteilung vom 16. November 2018 berichtete Dr. D.____, dass im Ver-
gleich mit der letzten Untersuchung eine minimale subjektive sowie objektive Befundverschlech-
terung bestehe. Der Versicherte klage über moderate, stechende Schmerzen im medialen Knie-
gelenksspalt und in der Kniekehle rechts. In Ruhe habe er keine Schmerzen. Aktuell führe er 
keine Physiotherapie mehr durch, nutze keine orthopädischen Hilfsmittel und nehme keine Anal-
getika ein. Die heutige Untersuchung habe ein Flexionsdefizit von 20°, hingegen kein Streckdefizit 
des rechten Kniegelenks gezeigt. Ansonsten habe ein leichter Kniegelenkserguss ausgemacht 
werden können. Hingegen hätten keine Rötung, keine Überwärmung und keine Hinweise für ei-
nen Infekt und Bandinstabilitäten erhoben werden können. Aufgrund der klinischen Symptomatik 
sowie auf Wunsch des Versicherten sei eine nochmalige Abklärung im Sinne einer Zweitbeurtei-
lung zur Klärung der Fragen, ob ein weiteres diagnostisches oder therapeutisches Prozedere 
anzustreben und dadurch eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustands 
zu erwarten sei, in der Klinik H.____ zu empfehlen.  
 
5.11 In der abschliessenden Kreisarztbeurteilung vom 18. März 2019 berichtete 
Dr. med. I.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, dass der Versicherte über belastungsabhän-
gige Schmerzen im rechten Kniegelenk klage. In Ruhe, im Sitzen oder in der Nacht habe er keine 
Schmerzen. Auf einer ebenen Fläche könne er ca. 200 bis 300 Meter beschwerdefrei laufen. Die 
verordnete Unloader Orthese gebe ihm mehr Stabilität, eine relevante Beschwerdelinderung 

 

 
 
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habe er dadurch indessen nicht bemerkt. Das rechte Kniegelenk sei ohne Schwellung, Rötung 
oder Überwärmung. Es bestünden kein Kniegelenkserguss und kein Druckschmerz über dem 
medialen und lateralen Gelenkspalt. Die Kreuz- und Seitenbänder seien klinisch stabil und das 
Meniskuszeichen negativ. Es bestehe eine aktive Flexion/Extension von 110°. Anlässlich der heu-
tigen Konsultation würden belastungsabhängige Schmerzen am Kniegelenk angegeben, klinisch 
fände sich indessen ein reizloses Kniegelenk. Aufgrund der vorliegenden Dokumentation sei von 
weiteren medizinischen Massnahmen keine wesentliche Verbesserung mehr zu erwarten. In der 
bisherigen Tätigkeit bestehe eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer ange-
passten, körperlich leichten bis mittelschweren, mehrheitlich sitzenden Tätigkeit könne unter fol-
genden Voraussetzungen von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden: keine 
Tätigkeiten in unebenem Gelände, keine knienden und/oder kauernden Tätigkeiten, keine Tätig-
keiten mit Besteigen von Leitern und/oder Gerüsten, keine Tätigkeiten mit häufigem Treppenstei-
gen und keine Tätigkeiten, welche mit Schlägen und/oder Vibrationen für das rechte Kniegelenk 
verbunden seien.  
 
5.12 Die IV-Stelle legte die medizinischen Akten Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel 
(RAD), vor. Dieser führte am 20. Mai 2019 hierzu aus, dass eine massgebliche Einschränkung 
des betroffenen Kniegelenks bezüglich einseitiger Belastungen, wie sie in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit quantitativ relevant vorkommen würden, aufgrund der objektiven strukturellen Befunde 
naheliege. In einer körperlich angepassten Tätigkeit könne exklusive der behandlungsbedingten 
Arbeitsunfähigkeits-Intervalle jeweils eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit zugemutet werden. 
Weitere unfallkausale oder auch unfallfremde Diagnosen mit relevanten Funktionseinschränkun-
gen, die weitere, über das unfallkausal ermittelte Zumutbarkeitsprofil hinaus bestehende Beein-
trächtigungen begründen könnten, seien dem Dossier nicht zu entnehmen. In der zuletzt ausge-
übten Tätigkeit als Chauffeur lasse sich vor dem Hintergrund der inserierten Anforderungen keine 
erwerbsrelevante Arbeitsfähigkeit mehr zumuten. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 6. Feb-
ruar 2020 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähig-
keit auf die kreisärztliche Beurteilung vom 18. März 2019 und die Beurteilung des RAD vom 
20. Mai 2019. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns (1. Juni 2019) die Ausübung einer körperlich leichten bis mittel-
schweren, mehrheitlich sitzenden Tätigkeit vollumfänglich zumutbar gewesen sei.  
 
6.2  Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind rechtsprechungsgemäss an versiche-
rungsinterne Beurteilungen – wie den Berichten der Dres. I.____ und J.____ – strenge Anforde-
rungen zu stellen und diese lediglich insoweit zu berücksichtigen als keine – auch nur geringe – 
Zweifel an ihren Schlussfolgerungen bestehen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 
8C_113/2009, E. 3.2). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Zumutbarkeitsbeur-
teilungen der Dres. I.____ und J.____ zu zweifeln. Sie setzten sich insgesamt mit der medizini-
schen Aktenlage sorgfältig auseinander, vermittelten ein umfassendes Bild über den Gesund-

 

 
 
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heitszustand des Versicherten und begründeten ihre Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit schlüs-
sig und nachvollziehbar. Ihre Beurteilungen stehen auch im Einklang mit dem Gesundheitszu-
stand, wie er in den vorhandenen medizinischen Unterlagen dokumentiert wird. 
 
6.3  Der Beschwerdeführer bestreitet auf der Grundlage der vorliegenden medizinischen Be-
richte eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit mit dem Argument, dass in 
ganz grundsätzlicher Hinsicht weitere medizinische Abklärungen erforderlich gewesen wären, um 
seine Arbeitsfähigkeit zuverlässig einschätzen zu können. Die Beschwerdegegnerin habe sich 
nicht damit begnügen dürfen, den Leistungsanspruch gestützt auf die Kreisarztbeurteilung vom 
18. März 2019 abzulehnen, ohne eigenständige Abklärungen zu tätigen.  
 
6.3.1  In diesem Zusammenhang macht er geltend, die behandelnden Ärzte hätten ihm entge-
gen den kreisärztlichen Feststellungen lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50% für leichte bis mit-
telschwere Tätigkeiten attestiert. Zur Bekräftigung seines Standpunktes beruft er sich u.a. auf die 
Berichte von Dr. K.____ vom 26. Juni, 5. September und 16. Oktober 2019 (vgl. IV-act. 57.39, 
29, 22). Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. In den vom Beschwerdeführer an-
gerufenen Berichten von Dr. K.____ sind lediglich die vom Versicherten anlässlich der Untersu-
chungen wiedergegebenen Aussagen dokumentiert, wonach dieser die Chauffeurtätigkeit zu 
50% ausübe und dadurch bei längerer Belastung eine Schmerzexazerbation eintrete. Hierbei gilt 
es sodann zu beachten, dass Dr. I.____ in Übereinstimmung mit diesen Feststellungen die an-
gestammte Tätigkeit als Chauffeur gerade nicht mehr als zumutbar beurteilt hat. Insofern kann 
darin kein Widerspruch erblickt werden. Eine (objektiv) medizinisch begründete Arbeitsunfähig-
keit lässt sich den Berichten von Dr. K.____ indessen nicht entnehmen. Vielmehr verweist Dr. 
K.____ diesbezüglich wiederholt auf das kreisärztlich attestierte Zumutbarkeitsprofil, welches er 
schliesslich mit Bericht vom 11. Dezember 2019 für den Zeitraum ab 1. November 2019 explizit 
bestätigt (vgl. IV-act. 57.16). Darüber hinaus ist weder aus den Berichten von Dr. K.____ noch 
aus weiteren medizinischen Unterlagen ersichtlich, weshalb dem Versicherten eine entspre-
chende Tätigkeit nicht bereits im März 2019 vollumfänglich zumutbar gewesen sein soll. Nichts 
anderes ergibt sich aus dem Bericht des Spitals C.____ vom 5. November 2018, dem für die darin 
veranschlagte Arbeitsunfähigkeit von 50% keinerlei nachvollziehbare Begründung entnommen 
werden kann, zumal dieselbe Institution den Versicherten – bei weitgehend vergleichbarer ge-
sundheitlicher Situation – in der Untersuchung vom 4. September 2018 für stehende und sitzende 
Arbeiten grundsätzlich für arbeitsfähig erachtet hat.  
 
6.3.2  Auch sonst sind keine Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von der kreisärzt-
lichen Beurteilung abzuweichen. Der Beschwerdeführer beanstandet die kreisärztliche Beurtei-
lung als nicht überzeugend und nicht nachvollziehbar. Dabei macht er insbesondere geltend, 
dass die darin vorgenommene Befunderhebung und die erfolgten Messungen im Vergleich zu 
den kreisärztlichen Berichten vom 21. November 2017 und 16. November 2018 äusserst ober-
flächlich erfolgt seien.  
 
Es trifft zwar zu, dass die Beurteilung von Dr. I.____ vom 18. März 2019 nicht allzu detailliert 
ausfällt, gleichwohl erfüllt sie sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an eine beweis-
taugliche Beurteilungsgrundlage stellt (vgl. E. 6.2 hiervor). Unter diesen Umständen vermag aber 

 

 
 
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der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die in der kreisärztlichen Beurteilung vom 16. No-
vember 2018 festgestellte Reduktion des Oberschenkelumfangs um 0,5 Zentimeter auf eine fort-
schreitende Muskelatrophie hinweise, nicht berücksichtigt worden sei, nicht zu überzeugen. Die 
objektiv ausgewiesenen Einschränkungen äussern sich der übereinstimmenden medizinischen 
Aktenlage zufolge insofern, als belastungsabhängige Beschwerden sowie ein Flexionsdefizit am 
rechten Kniegelenk bestehen. Diesen funktionellen Einbussen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit wird aber in der fachärztlichen Beurteilung von Dr. I.____ durch ein entsprechend einge-
schränktes Zumutbarkeitsprofil – welches kniende oder kauernde Tätigkeiten sowie solche mit 
Besteigen von Leitern und/oder Gerüsten ausschliesst – vollumfänglich Rechnung getragen. Der 
Beschwerdeführer beanstandet die Kreisarztbeurteilung als rudimentär und nicht überzeugend, 
ohne dabei auch in dieser Hinsicht konkrete Aspekte zu benennen, die Anlass geben könnten, 
an den Feststellungen von Dr. I.____ bzw. an dessen formulierten Zumutbarkeitsprofil zu zwei-
feln. Dies umso weniger, als Dr. I.____, abgesehen von den besagten Einschränkungen, klinisch 
ein reizloses Kniegelenk ausmachen konnte.  
 
6.3.3  An diesem Ergebnis vermag schliesslich auch der erneute operative Eingriff, dem sich 
der Beschwerdeführer am 29. Januar 2020 unterzogen hatte, nichts zu ändern. Der Beschwer-
deführer wendet diesbezüglich ein, dass weitere Abklärungen umso mehr angezeigt gewesen 
seien, als er noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung operiert worden sei. Die Beschwer-
degegnerin habe bei Verfügungserlass keine Kenntnis von dieser Operation gehabt, andernfalls 
hätte sie seinen Gesundheitszustand als instabil beurteilt.  
 
Zunächst gilt es darauf hinzuweisen, dass sich eine weitere Operation lange Zeit lediglich als 
mögliche Option dargestellt hat. So hat auch Dr. K.____ in seinem Bericht vom 26. Juni 2019 die 
Implantation der unikondylären medialen Knie-Teilprothese neben der Ausschöpfung der konser-
vativen Massnahmen lediglich als eine weitere Behandlungsmöglichkeit angesehen. Nachdem 
dem Versicherten anlässlich weiterer Beurteilungen Bedenkzeit eingeräumt worden war, wurde 
ein konkreter Operationstermin erst mit Bericht vom 11. Dezember 2019, in dessen Rahmen Dr. 
K.____ das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil für eine leidensadaptierte Tätigkeit bestätigte, fest-
gelegt. Die besagte Operation führte alsdann keine Verschlechterung des Gesundheitszustands 
herbei, welche die vollschichtige Arbeitsfähigkeit gemäss kreisärztlich attestiertem Zumutbar-
keitsprofil nachträglich in Frage stellen würde. Im Gegenteil: Nachdem bereits im Austrittsbericht 
vom 1. Februar 2020 eine komplikationslose Operation sowie ein unauffälliger postoperativer 
Verlauf festgestellt worden waren, konnte anlässlich einer Verlaufskontrolle am 24. April 2020 gar 
eine um 10° verbesserte Kniebeweglichkeit ausgemacht werden. Dies widerspiegelt sich auch in 
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Dr. K.____ attestierte dem Versicherten in seinem Verlaufs-
bericht vom 10. März 2020 sechs Wochen postoperativ ab dem 16. Marz 2019 hinsichtlich einer 
angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50%-100%. Nachdem am 24. April 2020 gar ein 
verbesserter Befund erhoben werden konnte, ist mit der Beschwerdegegnerin und damit gestützt 
auf die RAD-Beurteilung von Dr. J.____ vom 8. Mai 2020 davon auszugehen, dass das kreisärzt-
liche Zumutbarkeitsprofil nach wie vor Gültigkeit beansprucht. Die ebenfalls mit Bericht vom 24. 
April 2020 getätigte Aussage, wonach der Versicherte noch nicht für die Arbeitswelt bereit sei, 
steht dieser Schlussfolgerung nicht entgegen, gründet sie doch in der Tatsache, dass der Versi-
cherte die Physiotherapie aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht wie geplant hat durchführen 

 

 
 
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können. Die besagte Operation hatte – wie von der Beschwerdegegnerin auch im Grundsatz 
anerkannt wird – für die Dauer von rund zwei Monaten aus therapeutischen Gründen unstreitig 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für jegliche Tätigkeiten zur Folge. Wie nachfolgend darzulegen 
sein wird (vgl. E. 7.3 hiernach), kann dieser Zeitspanne indessen keine rentenrelevante Bedeu-
tung beigemessen werden. 
 
6.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach gestützt auf die Zumutbarkeitsbeur-
teilungen der Dres. I.____ und J.____ davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer 
angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren, mehrheitlich sitzenden Tätigkeit vollständig 
arbeitsfähig ist. Vor diesem Hintergrund durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweis-
würdigung (BGE 137 V 64 E. 5.2, 136 I 229 E. 5.3) – ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz 
(Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verstossen – auf weitere medizinische Abklärungen verzichten.  
 
7.1  Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invali-
ditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmög-
lichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Wie aus dem Dargelegten erhellt, 
bestand beim Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung des formulierten 
Zumutbarkeitsprofils in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit.  
 
7.2  Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen zugunsten des Versicherten 
anhand der Angaben der im Jahr 2019 bei der L.____ AG als Hilfsschaler ausgeübten Tätigkeit. 
Das Valideneinkommen wie auch die massgebenden Berechnungsgrundlagen des Invalidenein-
kommens wurden vom Versicherten zu Recht nicht beanstandet. Nachdem sich aus den Akten 
keine Hinweise ergeben, welche im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das 
Gericht eine andere Einschätzung erfordern würden, erübrigt sich eine detaillierte Auseinander-
setzung mit den durch die IV-Stelle ermittelten Vergleichseinkommen und es kann diesbezüglich 
vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 6. Februar 2020 ver-
wiesen werden. Der Beschwerdeführer macht indessen geltend, dass die Beschwerdegegnerin 
zu Unrecht eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen unterlassen und den leidensbeding-
ten Abzug mit 10% zu tief festgelegt habe.  
 
7.3  Nachdem die Beschwerdegegnerin den durch den Versicherten erzielten Minderver-
dienst bereits mit dem Leidensabzug ausgeglichen hat, dürfen dieselben einkommensbeeinflus-
senden invaliditätsfremden Faktoren nicht nochmals in Form einer Parallelisierung Berücksichti-
gung finden (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.3 und 6.2). Mit der Beschwerdegegnerin ist alsdann darauf 
hinzuweisen, dass die fehlende Berufsausbildung sowie die geltend gemachten bescheidenen 
Deutschkenntnisse keinen Abzug vom Tabellenlohn zu rechtfertigen vermöchten, da sich diese 
Elemente im vorliegend berücksichtigten Anforderungsniveau 1 nicht zusätzlich lohnmindernd 
auswirken (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4. Februar 2009, 9C_939/2008, E. 2.4 und vom 
6. März 2009, 9C_492/2008). Dessen ungeachtet resultierte selbst unter Berücksichtigung eines 
leidensbedingten Abzugs in der Höhe der beantragten 20%, bei sonst unveränderten Verhältnis-

 

 
 
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sen, ein Invaliditätsgrad von lediglich 13% und damit unbestritten kein Rentenanspruch. Nach-
dem eine Verschlechterung des Gesundheitszustands im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV erst an-
spruchsrelevant werden kann, wenn sie mehr als drei Monate andauert, führt auch die von der 
IV-Stelle aus therapeutischen Gründen für die Dauer von rund zwei Monaten für jegliche Tätig-
keiten anerkannte vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 6.3.3 hiervor), keinen (befristeten) Ren-
tenanspruch herbei. 
 
8.  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 6. Februar 2020 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.  
 
9.  Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird 
keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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