# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f78701d-0597-5f5f-b68a-a1a3b4de7b60
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.08.2023 200 2023 433
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-433_2023-08-28.pdf

## Full Text

200 23 433 UV
SCP/BRO/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. August 2023

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war als Arbeitslose bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als sie 
gemäss Schadenmeldung UVG für arbeitslose Personen am 6. August 
2022 im Treppenhaus ausgerutscht und auf die Hände gefallen sei und 
sich dabei den linken Daumen verdreht habe (Akten der Suva, Antwortbei-
lage [AB] 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte be-
treffend den linken Daumen die vorübergehenden Leistungen (AB 3). Nach 
Beizug verschiedener Arztberichte und Beurteilung durch Dr. med. 
C.________, Facharzt für Chirurgie, Versicherungsmedizin Suva (AB 47), 
stellte die Suva mit formlosem Schreiben vom 20. Januar 2023 (AB 53) die 
Leistungen per 31. Januar 2023 ein. Hiermit erklärte sich die Versicherte 
nicht einverstanden und verlangte sinngemäss eine anfechtbare Verfügung 
(AB 60 S. 1). Nachdem die Suva eine weitere versicherungsmedizinische 
Beurteilung durch Dr. med. C.________ eingeholt hatte (AB 68), kam sie 
diesem Ersuchen mit Verfügung vom 6. März 2023 (AB 70) nach. Eine 
hiergegen erhobene Einsprache (AB 80) wies die Suva mit Entscheid vom 
2. Mai 2023 (AB 86) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 2. Juni 2023 Beschwerde. Sie stellt die fol-
genden Anträge: 

• Der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 sei aufzugeben und die Sa-
che sei zu weiterer Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen. 

• Eventualiter: Der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 sei aufzuhe-
ben und es seien der Beschwerdeführerin weiterhin Leistungen aus 
UVG, insbesondere Taggelder und Heilungskosten, auch nach dem 
31. Januar 2023 auszurichten. 

- alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2023 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 
(AB 86). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf gesetzliche Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 6. August 2022 (AB 1) und dabei insbesondere, ob die Be-
schwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zulässigerweise per 
31. Januar 2023 terminierte und einen Anspruch auf weitere Unfallversiche-
rungsleistungen verneinte. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 4

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 12. Juli 2022, 8C_596/2021 [zur Publikation 
vorgesehen], E. 3).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele („conditio sine qua non“; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-

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frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.3 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 
S. 163 E. 2.3).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist die Ver-
waltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, 
die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheits-
zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 
und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (vgl. 
BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 181 E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 6

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 6. August 2022 (AB 1) die kumulativen Tat-
bestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. Ferner steht zu Recht aus-
ser Frage, dass die Beschwerdeführerin (als Arbeitslose) im Zeitpunkt des 
Nichtberufsunfalls bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch unfallversi-
chert war (Art. 1a Abs. 1 lit. b UVG). Die Beschwerdegegnerin erbrachte in 
Bezug auf die Verletzung am Daumen links zunächst vorübergehende Leis-
tungen (AB 3) und anerkannte damit das Vorliegen der Anspruchsvoraus-
setzungen, insbesondere die leistungsbegründende Kausalität zwischen 
dem Unfall vom 6. August 2022 und der Verletzung am linken Daumen (vgl. 
E. 2.2 hiervor). Umstritten ist indessen, ob die Beschwerdeführerin infolge 
des Unfalls über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der 
vorübergehenden Leistungen per 31. Januar 2023 hinaus weiterhin An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat und dabei 
insbesondere, ob in Bezug auf die Beschwerden am Daumen links ein 
Endzustand eingetreten ist (vgl. E. 2.3 hiervor) und ob zwischen dem Unfal-
lereignis und den Rückenbeschwerden sowie den Beschwerden an den 
Handgelenken ein Kausalzusammenhang (vgl. E. 2.2 hiervor) besteht. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen: 

3.2.1 Nach dem Sturz im Treppenhaus vom 6. August 2022 (AB 1) wurde 
am 15. August 2022 ein CR (konventionelles Röntgen) des linken Dau-
mens durchgeführt. Im radiologischen Befundbericht (AB 28) wurde festge-
halten, es bestehe keine frische Fraktur am linken Daumen, jedoch der 
Verdacht auf eine Kapselbandverletzung lateralseitig des Daumengrundge-
lenks links. Am 26. August 2023 erfolgte sodann ein MRI der linken Hand. 
Dabei zeigte sich eine Stener-Läsion bei Verletzung des ulnaren Kollateral-
bandes (AB 29).

3.2.2 Am 16. September 2022 wurde eine Refixation des ulnaren Seiten-
bandes durchgeführt. Im Operationsbericht (AB 18) legte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Chirurgie, für Plastische, Rekonstruktive und 
Ästhetische Chirurgie sowie für Handchirurgie, dar, die Lage des Arthrex 

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Ankers sei korrekt, eine Windung schaue aber aus der Kortikalis heraus. 
Da die Kortikalis sehr hart sei, lasse sich der Anker nicht tiefer eindrehen 
(S. 2). 

Im Bericht vom 8. November 2022 (AB 21) stellte Dr. med. D.________ 
folgende Diagnosen: 

1. Ruptur des ulnaren Seitenbandes Daumengrundgelenk links mit per-
sistierender Instabilität und V.a. Stenerläsion im MRI, Trauma vom 
06.08.2022
St.n. Naht des rupturierten ulnaren Seitenbandes D1 Hand links mit Ar-
threx an der 2.2 mm und 2.0 Fiber Wire vom 16.09.2022

2. Mögliches beginnendes CTS bds. 
3. Symptomatisches HG Ganglion radiodorsal rechts 0.7 x 0.5 x 0.5 cm
4. Ringbandganglion Basis D2 links beugeseitig mit lokaler Druck-

schmerzhaftigkeit 

Die Patientin berichte, sie habe Schmerzen an ihrem Daumen auf der In-
nenseite, da wo das Band genäht worden sei. Ferner habe sie Schmerzen 
an beiden Händen beugeseitig, in der Hohlhand ausstrahlend in die Finger 
und proximal in den Unter- und Oberarm. Zudem berichte sie über Kribbel-
parästhesien. Überdies bestünden Schmerzen am rechten Handgelenk 
streckseitig. Hier würden ausserdem immer wieder Raumforderungen ent-
stehen und wieder weggehen (S. 1). Seitens des Daumens werde das Tra-
gen der St. Moritz Schiene für weitere vier Wochen und Schonung des 
Daumens empfohlen. In Bezug auf den Verdacht eines beidseitigen Karpal-
tunnelsyndroms wäre eine neurologische Untersuchung zwecks Standort-
bestimmung indiziert. Seitens des Handgelenksganglions, welches auf der 
rechten Seite radiodorsal loco typico symptomatisch sei, wäre eine Opera-
tionsindikation gegeben. Die Heilung des Daumens sei jedoch abzuwarten. 
Auch das Ringbandganglion Basis D2 links sei symptomatisch. Eine opera-
tive Therapie müsse jedoch auch hier in Abhängigkeit der Heilung des 
Daumens erwogen werden (S. 2). 

3.2.3 Aufgrund bestehender LWS-Beschwerden mit Ausstrahlung wurde 
am 18. November 2022 ein MRI der LWS durchgeführt. Im gleichentags 
erstellten Bericht (AB 33) erläuterte PD Dr. med. E.________, Facharzt für 
Radiologie, bei lumbosakraler Übergangsanomalie bestehe eine Sakralisa-
tion von LWK 5. Entsprechend bestehe eine Bandscheibendegeneration 
L4/L5. Es bestehe eine deutliche Facettengelenksarthrose L4/L5 links mit 

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Reizzustand. Ausserdem bestehe eine kleine flache Diskusprotrusion L4/L5 
links foraminal mit dort etwas mehr Kontakt zur Wurzel L4 am Ausgang des 
Neuroforamens im Vergleich zu rechts, aber ohne sichere Neuroaffektion. 
Eine Fraktur bestehe nicht (S. 2). 

3.2.4 Im Bericht vom 7. Dezember 2022 (AB 35 S. 2 f.) legte Dr. med. 
D.________ dar, die Patientin berichte, sie habe noch immer Schmerzen 
im Bereich des Zeigefingers auf der linken Seite und des Handgelenkes auf 
der rechten Seite. Ferner sei ein MRI des Rückens durchgeführt worden. 
Eine Besprechung mit dem Hausarzt stehe noch aus. Die Schmerzen vom 
Daumen ausgehend würden nach proximal in den Unterarm ausstrahlen 
(S. 2). Die durchgeführte sonographische Untersuchung zeige, dass das 
Band in Einheilung begriffen sei. Es bestehe noch leichte Bewegung im 
Bereich des refixierten Ansatzes und der Anker schaue etwas aus dem 
Knochen heraus. Die Strecke werde gemessen auf 0.75 mm und sei somit 
vernachlässigbar. Es bestehe ein zeitgerechter Verlauf. Es werde streng 
beschwerdeorientiertes langsames Aufbelasten des Daumens empfohlen. 
Die Ergotherapie sei fortzusetzen. Es bestehe für vier weitere Wochen eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). 

3.2.5 Am 30. Dezember 2022 wurde die Beschwerdeführerin im Zentrum 
F.________ neurologisch untersucht. Im am gleichen Tag erstellten Bericht 
(AB 45 S. 2 ff.) legte Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, dar, 
die neurographischen Untersuchungen seien absolut und im Seitenver-
gleich normal. Ein Karpaltunnelsyndrom als Ursache für die Missempfin-
dungen liege nicht vor. Ebenfalls bestünden unauffällige Befunde des Ner-
vus ulnaris bds. Eine assoziierte Ulnarisneuropathie liege nicht vor. Klinisch 
habe die Patientin etwas linkslastige Tonuserhöhungen und Druckdolenzen 
der HWS. Es könnte eine gewisse zervikale Mitkomponente vorliegen. Es 
werde ein Zyklus mit Physiotherapie vorgeschlagen. Aufgrund der assozi-
ierten Missempfindungen im linken Bein und des stattgehabten Sturzereig-
nisses sollten sicherheitshalber jedoch noch bildmorphologische Abklärun-
gen getätigt werden und eine strukturelle Läsion auf Höhe der HWS abge-
grenzt werden. Die Symptome des Nackens mit auch Missempfindungen 
im linken Bein hätten jedoch Aspekte einer Symptomausweitung. Von neu-
rologischer Seite und vorbehältlich einer relevanten Auffälligkeit im MRI des 

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Nackens bestünden keine Auffälligkeiten, welche eine höhergradige Ar-
beitsunfähigkeit nach sich ziehen würden. Es sei zumindest eine Teilar-
beitsfähigkeit mit der rechten Hand möglich. Die linke Hand sei nur mässig 
beeinträchtigt (S. 3). 

3.2.6 Auf Frage der Beschwerdegegnerin hin legte Dr. med. C.________ 
in seiner Beurteilung vom 19. Januar 2023 (AB 47) dar, die persistierenden 
Beschwerden in Zusammenhang mit der Ruptur des ulnaren Seitenbandes 
am linken Daumen seien auf den Unfall vom 6. August 2022 zurückzu-
führen. Nicht Unfallfolgen seien dagegen die zudem aufgetretenen Be-
schwerden am rechten Handgelenk. Die beschriebenen Veränderungen 
seien Ausdruck eines Karpaltunnelsyndroms, was eine krankhafte Verän-
derung sei (S. 1). Auch das Karpaltunnelsyndrom der linken Hand basiere 
auf einer chronischen Einengung des Nervus medianus und sei nicht un-
fallbedingt. Gleiches gelte für die geltend gemachten Beschwerden im 
LWS-Bereich, denn anlässlich des Sturzes seien lediglich Beschwerden am 
linken Daumen angegeben worden und die Diagnostik der Wirbelsäule er-
gebe rein degenerative Veränderungen. Unfallbedingt bestehe eine Ar-
beitsunfähigkeit bis Ende Januar. Von diesem Zeitpunkt an bestehe eine 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die Folgen der erlittenen 
Verletzung (S. 2). 

3.2.7 Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 
24. Februar 2023 (AB 64 S. 2 f.) aus, die bildgebenden Befunde des 
durchgeführten MRI der LSW seien nicht sehr eindrücklich. Unter Umstän-
den spiele die leichte Protrusion der Bandscheibe im Foramen L5/S1 eine 
Rolle. Aufgrund der Schwangerschaft sei die grundsätzlich empfohlene 
Infiltrationstherapie aber nicht gut möglich. Man werde sich daher weiterhin 
mit konservativen Therapiemassnahmen behelfen müssen (S. 3). 

3.2.8 In der weiteren versicherungsärztlichen Beurteilung von Dr. med. 
C.________ vom 3. März 2023 (AB 68 S. 3 f.) wiederholte dieser, dass die 
noch bestehenden Restbeschwerden im Bereich des linken Daumens Fol-
gen des Unfalles vom 6. August 2022 seien. Demgegenüber würden die 
aufgetretenen Beschwerden im Bereich der rechten Hand von den 
Fachärzten als beginnendes Karpaltunnelsyndrom gedeutet und stünden 

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nicht im Zusammenhang mit dem Unfall. Eine gegebenenfalls erforderliche 
operative Massnahme mit Spaltung des Karpaltunneldaches und Revision 
des Nervus medinaus stehe nicht im Zusammenhang mit dem Unfallereig-
nis (S. 3). Ebenfalls stünden die geltend gemachten Beschwerden im Be-
reich des Rückens nicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Initial 
sei kein Sturz auf den Rücken angegeben worden. Sollte dies doch der Fall 
gewesen sein, so sei bei Feststellung von rein degenerativen Veränderun-
gen in der bildgebenden Diagnostik kein Hinweis auf eine unfallbedingte 
strukturelle Läsion entstanden. Es wäre in diesem Fall von einer Prellung 
der Wirbelsäule auszugehen im Sinne einer vorübergehenden Verschlim-
merung mit zu erwartender Ausheilung innerhalb von sechs Monaten. Bei 
inzwischen fest verheilter ulnaren Seitenbandläsion am linken Daumen 
bestehe eine uneingeschränkte Einsetzbarkeit am Arbeitsplatz in zeitlicher 
und leistungsmässiger Hinsicht (S. 4). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.3.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutach-
ten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einho-
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 
V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

3.3.3 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 2. Mai 2023 (AB 86) massgeblich auf die Aktenbeurtei-
lungen von Dr. med. C.________ vom 19. Januar 2023 (AB 47) und vom 
3. März 2023 (AB 68 S. 3 f.). Diese erfüllen die höchstrichterlichen Bewei-
sanforderungen und erbringen vollen Beweis (vgl. E. 3.3.1 ff. hiervor). Dass 

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der Versicherungsmediziner keine klinische Exploration der Beschwerde-
führerin durchführte, ist nicht zu beanstanden, konnte er sich aufgrund der 
medizinischen Akten einschliesslich der bildgebenden Abklärungen doch 
ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen, womit die Voraussetzungen 
für rechtsgenügliche Aktenberichte erfüllt sind (vgl. E. 3.3.3 hiervor). Zu 
berücksichtigen ist in Zusammenhang mit den beklagten Beschwerden im 
Bereich der HWS, LWS sowie der Handgelenke, dass rechtsprechungs-
gemäss insbesondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktenbe-
richts erörtert werden kann (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 
8C_383/2011, E. 4.2). Vorliegend stützte sich Dr. med. C.________ bei der 
Frage der Unfallkausalität denn auch massgeblich auf die bildgebenden 
Untersuchungen sowie die Beurteilungen der behandelnden Ärzte. Sodann 
gab der Versicherungsmediziner seine Einschätzung bezüglich der persis-
tierenden Beschwerden im Bereich des linken Daumens in Kenntnis der 
medizinischen Vorakten ab. Dabei setzte er sich mit den gesundheitlichen 
Befunden und Beschwerden der Beschwerdeführerin auseinander und 
stützt seine Beurteilung insbesondere auch auf die Berichte des behan-
delnden Arztes Dr. med. D.________. 

3.4.1 Soweit Dr. med. C.________ die Kausalität zwischen dem Unfall 
vom 6. August 2022 und den beklagten Rückenschmerzen verneinte, ist 
dies kongruent zu den übrigen medizinischen Akten. So ergaben die neuro-
logischen Abklärungen vom 30. Dezember 2022 an der HWS einzig links-
lastige Tonuserhöhungen sowie Druckdolenzen und der behandelnde Neu-
rologe erklärte, die Symptome des Nackens mit auch Missempfindungen im 
linken Bein hätten Aspekte einer Symptomausweitung (AB 45 S. 3). Die 
bildgebenden Abklärungen an der LWS zeigten sodann eine deutliche Fa-
cettengelenksarthrose L4/L5 links mit Reizzustand (AB 33 S. 2). Der be-
handelnde Prof. Dr. med. H.________ beurteilte diese Befunde als nicht 
sehr eindrücklich (AB 64 S. 3) und geht von sehr diskreten Bandscheiben-
protrusionen L5/S1 aus (S. 2). Bei dieser Diagnostik überzeugt die Beurtei-
lung von Dr. med. C.________, dass es sich um rein degenerative Verän-
derungen handelt (AB 47 S. 2 Ziff. 5, 68 S. 4 Ziff. 5). Eine Unfallkausalität 
der Rückenbeschwerden wird denn auch von keinem der behandelnden 
Ärzte postuliert, woran nichts ändert, dass als Indikation für die bildgeben-
den Abklärung „LWS-Beschwerden mit Ausstrahlung nach Sturz am 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 13

06.08.2022“ genannt wurden (AB 33 S. 1), denn für den Nachweis einer 
unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die Formel „post hoc, ergo 
propter hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 
2021 UV Nr. 34 S. 156 E. 4.2). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin 
nach dem Unfall vom 6. August 2022 initial keine Beteiligung des Rückens 
geltend machte. Insbesondere finden sich in der Unfallmeldung vom 
19. August 2022 (AB 1) keine Anhaltspunkte, dass sie – wie von ihrem 
Rechtsvertreter erstmals in der Einsprache (AB 80 S. 1 f. Ziff. II) vorge-
bracht und in der Beschwerde (S. 2 Ziff. III/1) wiederholt – über mehrere 
Treppenstufen auf das Gesäss stürzte. Vielmehr wird darin einzig be-
schrieben, sie sei im Treppenhaus ausgerutscht und auf die Hände gefal-
len, wobei sie sich den linken Daumen verdreht habe (AB 1 Ziff. 6). Auch 
der echtzeitlichen ärztlichen Dokumentation ist nicht zu entnehmen, dass 
die Beschwerdeführerin nach dem Sturz vom 6. August 2022 über Rücken-
schmerzen berichtete (vgl. AB 23). Solche werden erstmals im Bericht von 
Dr. med. D.________ vom 27. Oktober 2022 (AB 20) erwähnt. Doch selbst 
wenn es anlässlich des Sturzes vom 6. August 2022 zu einer Rückenbetei-
ligung gekommen sein sollte, kann die Beschwerdeführerin daraus nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. Denn Dr. med. C.________ führte für diesen 
Fall nachvollziehbar aus, bei Feststellung von rein degenerativen Verände-
rungen in der bildgebenden Diagnostik sei keine unfallbedingte strukturelle 
Läsion entstanden. Es wäre in diesem Fall von einer Prellung der Wir-
belsäule im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung mit zu erwar-
tender Ausheilung innerhalb von sechs Monaten auszugehen (AB 68 S. 4 
Ziff. 5), womit die nach dem 31. Januar 2023 persistierenden Rücken-
schmerzen auch diesfalls nicht (mehr) unfallkausal wären. Eine divergie-
rende medizinische Beurteilung liegt nicht in den Akten und auch die Be-
schwerdeführerin wendet gegen diese Beurteilung nichts ein. Demnach ist 
erstellt, dass es bei den beklagten Rückenschmerzen um die Folgen eines 
degenerativen Vorzustandes handelt, und Letzterer durch den Sturz vom 
6. August 2022 höchstens möglicherweise und bloss vorübergehend für 
einige Wochen verschlimmert wurde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 14

3.4.2 In Bezug auf die Beschwerden an den Handgelenken verneinte 
Dr. med. C.________ die Unfallkausalität mit dem Hinweis, ein Karpaltun-
nelsyndrom sei eine krankhafte Veränderung (AB 47 S. 1 f. Ziff. 2 und Ziff. 
4, 68 S. 3 Ziff. 2). Hierzu ist anzumerken, dass Dr. med. D.________ zwar 
eine entsprechende Verdachtsdiagnose stellte (AB 21 S. 1, 35 S. 2), diese 
jedoch vom behandelnden Neurologen Dr. med. G.________ nicht 
bestätigt wurde (AB 45 S. 2 f.). Der Bericht des Neurologen lag dem Versi-
cherungsmediziner offenbar nicht vor (vgl. AB 68 S. 1 ff.). Da es sich bei 
einem Karpaltunnelsyndrom um ein krankhaftes Geschehen handelt, kann 
letztlich offen bleiben, ob ein solches vorliegt. Demgegenüber stellten Dres. 
med. D.________ und G.________ die Diagnosen eines symptomatischen 
HG Ganglions radiodorsal rechts 0.7 x 0.5 x 0.5 cm sowie eines Ringband-
ganglions Basis D2 links beugeseitig mit lokaler Druckschmerzhaftigkeit 
(AB 21 S. 1, 35 S. 2, 45 S. 2). Zwar scheint ein Trauma als Ursache eines 
Ganglions nicht ausgeschlossen (<www.usz.ch> Krankheiten & Therapien 
> Ganglion; <www.balgrist.ch> Fachbereiche: Hand > Ganglion), allerdings 
setzten die behandelnden Ärzte die Ganglien – im Gegensatz zur Ruptur 
des ulnaren Seitenbandes des Daumengrundgelenkes – nicht in Zusam-
menhang mit dem Unfallereignis vom 6. August 2022 und auch Dr. med. 
C.________ verneinte eine Unfallkausalität implizit. Ausserdem machte die 
Beschwerdeführerin in der Unfallmeldung vom 19. August 2022 (AB 1) 
zwar einen Sturz auf die Hände geltend, berichtete jedoch initial einzig von 
Schmerzen am Daumen links (AB 1, 23). Demnach enthalten die Akten 
keine Hinweise darauf, dass die Ganglien in Zusammenhang mit dem Stur-
zereignis vom 6. August 2022 stehen und die Tatsache, dass diese (allen-
falls) danach aufgetreten sind, ist für sich allein kein genügender Nachweis 
für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschädi-
gung, denn die Regel „post hoc, ergo propter hoc“ hat – wie bereits darge-
legt (vgl. E. 3.4.1 hiervor) – keine beweisrechtliche Bedeutung. Insofern ist 
ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 6. August 
2022 und den Ganglien nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt respekti-
ve bestehen auch bezüglich der Handgelenke letztlich keine auch nur ge-
ringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von 
Dr. med. C.________. 

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3.4.3 Demgegenüber anerkennt Dr. med. C.________, dass die persistie-
renden Restbeschwerden im Bereich des linken Daumens Folge des Un-
falls vom 6. August 2022 sind (AB 47 S. 1 Ziff. 1, 68 S. 3 Ziff. 1). Indessen 
erläutert er, unfallbedingt bestehe eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende Januar 
2023. Von diesem Zeitpunkt an bestehe eine uneingeschränkte Arbeits-
fähigkeit in Bezug auf die Folgen der erlittenen Verletzung (AB 47 S. 2 Ziff. 
6). Bei inzwischen fest verheilten ulnaren Seitenbandläsionen am linken 
Daumen bestehe sowohl in zeitlicher als auch in leistungsmässiger Hinsicht 
eine uneingeschränkte Einsetzbarkeit am Arbeitsplatz (AB 68 S. 4 Ziff. 6). 
Dies überzeugt insbesondere mit Blick auf die Erläuterungen des behan-
delnden Chirurgen vom 7. Dezember 2022, wonach ein zeitgerechter Ver-
lauf nach der Operation vorliege und ein langsames Aufbelasten empfohlen 
werde (AB 35 S. 3). An der Beweiskraft der versicherungsmedizinischen 
Beurteilung ändert ausserdem der etwas aus dem Knochen herausschau-
ende Anker nichts, erachtete der behandelnde Arzt doch diesen Befund bei 
einem Herausragen von 0.75 mm mit nachvollziehbarer Begründung als 
vernachlässigbar (AB 35 S. 3). Die in der Beschwerde (S. 3 f. Ziff. 2 ff.) 
vertretene gegenteilige Einschätzung der Relevanz dieses Befundes ent-
spricht denn auch ausschliesslich dem subjektiven Empfinden der Be-
schwerdeführerin und die medizinische Indikation zu der von ihr geltend 
gemachten Notwendigkeit einer Korrektur-Operation (Beschwerde S. 4 Ziff. 
4) hat Dr. med. D.________ klar verneint. 

3.5 Zusammenfassend bestehen keine auch nur geringen Zweifel an 
den Aktenbeurteilungen von Dr. med. C.________ (AB 47, 68 S. 3 f.). Auf 
weitere medizinische Sachverhaltserhebungen ist damit in antizipierter Be-
weiswürdigung zu verzichten (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

Demnach ist erstellt, dass allein die Restbeschwerden aufgrund der Sei-
tenbandläsion im Bereich des linken Daumens als Folge des Unfalls vom 
6. August 2022 gelten können, während bezüglich etwaiger Gesundheits-
schäden im Bereich der Handgelenke und des Rückens ein Kausalzusam-
menhang zu diesem Ereignis nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen ist. Weiter ist erstellt, dass unfallbedingt ab Februar 2023 
keine Arbeitsunfähigkeit mehr besteht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 16

3.6 In Anbetracht dieser Ausgangslage und gestützt auf die Akten ist 
der Fallabschluss per 31. Januar 2023 nicht zu beanstanden. Es liegen mit 
Blick auf die medizinischen Akten keine Hinweise vor, dass durch eine 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung nach Januar 2023 eine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes hätte erwartet werden können (vgl. 
E. 2.3 hiervor), zumal der behandelnde Arzt neben der Ergotherapie in Be-
zug auf die Daumenbeschwerden einzig noch eine ärztliche Verlaufskon-
trolle nennt (AB 35 S. 3), was praxisgemäss keine kontinuierliche, mit einer 
gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesund-
heitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung darstellt (Entscheid des 
BGer vom 3. Dezember 2019, 8C_674/2019, E. 4.3 mit Hinweis). Im Übri-
gen kommt es primär auf die Steigerung der Arbeitsfähigkeit an, sodass der 
Fallabschluss in der Regel erreicht ist, wenn eine versicherte Person – wie 
vorliegend (vgl. E. 3.5 hiervor) – in der angestammten Tätigkeit wieder voll 
arbeitsfähig ist (Entscheid des BGer vom 29. Oktober 2013, 8C_591/2013, 
E. 2.2; vgl. auch E. 2.3 hiervor). 

Demnach stellte die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen 
(Taggeld und Heilbehandlung) zu Recht per 31. Januar 2023 ein. Überdies 
bestehen keine unfallkausalen Einschränkungen, die eine (Teil)Arbeits-
unfähigkeit zu begründen vermöchten (vgl. E. 3.5 hiervor) und eine dau-
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Integrität i.S.v. Art. 24 Abs. 1 UVG ist bei der vorliegenden medizinischen 
Aktenlage nicht ausgewiesen, sodass auch ein Anspruch auf weitere Leis-
tungen (IV-Rente [Art. 18 ff. UVG] und Integritätsentschädigung [Art. 24 f. 
UVG]) zu Recht verneinte wurde (vgl. AB 86 S. 20 E. 4.3). 

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtenen Einspracheentscheid vom 
2. Mai 2023 (AB 86) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2023, UV/23/433, Seite 17

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss 
aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Auch die obsiegende Be-
schwerdegegnerin hat als mit der Durchführung der obligatorischen Unfall-
versicherung betraute Versicherung praxisgemäss keinen Anspruch auf 
Ausrichtung einer Parteientschädigung und es liegen auch keine Verhält-
nisse i.S.v. Art. 104 Abs. 4 VRPG vor, welche Anlass gäben, von dieser 
Praxis abzuweichen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.