# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8947d3d-d3b9-5afe-90ae-58721e45dc25
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 25.04.2025 VBE.2024.466
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-466_2025-04-25.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.466 / lf / bs 
Art. 51 

 

Urteil vom 25. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichter Kathriner 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1973 geborene Beschwerdeführer bezog Arbeitslosenentschädigung 

und war daher bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 

5. Mai 2023 am 18. November 2022 auf einer nassen Aluminiumtreppe 

ausrutschte, den Sturz mit der linken Hand auffing und sich dabei die linke 

Schulter stauchte. Nach entsprechenden Abklärungen und mehrfacher 

Rücksprache mit ihrem Versicherungsmediziner verneinte die Beschwer-

degegnerin mit Verfügung vom 13. November 2023 ihre Leistungspflicht im 

Zusammenhang mit den gemeldeten linksseitigen Schulterbeschwerden 

mangels überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen 

diesen und dem Ereignis vom 18. November 2022. Die dagegen erhobene 

Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024 erhob der Beschwer-

deführer mit Eingabe vom 11. September 2024 fristgerecht Beschwerde 

und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Ein-

spracheentscheids und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur 

Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 27. November 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Beschwerdegegnerin verneinte mit Einspracheentscheid vom 12. Juli 

2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 59) ihre Leistungspflicht im Zusam-

menhang mit den gemeldeten linksseitigen Schulterbeschwerden, da nicht 

mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang zwi-

schen dem Ereignis vom 18. November 2022 und den linksseitigen Schul-

terbeschwerden bestehe (VB 59 S. 6 f.). Der Beschwerdeführer bringt dem-

gegenüber im Wesentlichen sinngemäss vor, die linksseitigen Schulterbe-

schwerden würden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürli-

chen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 18. November 2022 

stehen (vgl. Beschwerde). 

 

Streitig und zu prüfen ist damit, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungs-

pflicht hinsichtlich des Ereignisses vom 18. November 2022 bzw. der 

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gemeldeten linksseitigen Schulterbeschwerden mit Einspracheentscheid 

vom 12. Juli 2024 (VB 59) zu Recht verneint hat. 

 

2. 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-

heit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursa-

chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-

hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 

ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-

dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

(BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 V 109 

E. 2.1 S. 111 f. und 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406). 

 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-

finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 

S. 181 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2019 vom 6. März 

2020 E. 8). 

 

3. 

3.1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024 (VB 59) stützte sich die 

Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Ak-

tenbeurteilung ihres Versicherungsmediziners Dr. med. B._____, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 27. Oktober 2023. Darin führte dieser aus, die Anamnese spreche klar 

gegen eine erlittene frische traumatische strukturelle Läsion. Zuerst hätten 

kurz Beschwerden bestanden jedoch ohne hohen Leidensdruck, so dass 

kein Arztbesuch stattgefunden habe. Dann habe über Monate hinweg Be-

schwerdefreiheit bestanden und erst über fünf Monate nach dem Bagatell-

trauma seien wieder vermehrt Beschwerden aufgetreten, so dass ein Arzt-

besuch erfolgt sei. Bei einer frischen traumatischen Läsion sei von starken 

Beschwerden auszugehen, die einen sofortigen Arztbesuch nötig machen 

würden. Weiter habe der Beschwerdeführer in der Untersuchung bei 

Dr. med. C._____, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation 

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sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-

parates, am 1. Mai 2023 angegeben, dass er bereits zwei Jahre vorher 

Schulterschmerzen verspürt habe. Auch dies spreche für ein chronisch de-

generatives Geschehen. Kongruent hierzu würden sich der MR-tomogra-

phische wie auch der konventionell radiologische Befund zeigen. Im kon-

ventionellen Bild zeige sich bereits ein leichter Humeruskopfhochstand, 

suggestiv für ein chronisch degeneratives Geschehen. MR-tomographisch 

würden sich keine überwiegend wahrscheinlich frischen traumatischen Lä-

sionen zeigen, sondern chronisch degenerative. Insbesondere sei hier die 

kleine superiore Labrumläsion bei einem Buford-Komplex, welcher von 

Dr. med. C._____ in einen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 

18. November 2022 gestellt werde, anzuführen. Eine solche Läsion sei in 

der Altersgruppe des Beschwerdeführers sehr häufig bei vorliegendem Bu-

ford-Komplex. Diese anatomische Normvariante begünstige eine raschere 

Degeneration der Gelenklippe. In den Verlaufsberichten werde durch den 

Hausarzt Dr. med. D._____ zudem die Diagnose einer posttraumatischen 

Frozen Shoulder gestellt. Hier sei anzumerken, dass diese Diagnose ge-

mäss den vorliegenden Berichten nicht ausgewiesen sei, sondern dass 

sich radiologisch lediglich Hinweise auf eine solche gezeigt hätten. Im Be-

richt von Dr. med. C._____ vom 1. Mai 2023 habe keine Frozen Shoulder 

festgestellt werden können. Selbst wenn diese Diagnose tatsächlich aus-

gewiesen wäre, würde durch die zeitliche Latenz (Bagatelltrauma am 

18. November 2022, radiologische Verdachtsdiagnose am 23. März 2023, 

hausärztliche Diagnose im August 2023) kein überwiegender Kausalzu-

sammenhang mit dem Bagatelltrauma im November 2022 bestehen. Beim 

Bagatellunfall am 18. November 2022 habe der Beschwerdeführer eine 

Prellung erlitten. Einige Tage danach sei er gemäss Dokumentation wieder 

beschwerdefrei gewesen. Ein status quo sine sei zu diesem Zeitpunkt er-

reicht gewesen (VB 49 S. 2). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

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S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesge-

richts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. De-

zember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt mit Verweis auf die Beurteilungen seiner be-

handelnden Ärzte sinngemäss vor, die linksseitigen Schulterbeschwerden 

deretwegen er ab dem 1. März 2023 in Behandlung gestanden habe, seien 

auf das Ereignis vom 18. November 2022 zurückzuführen. Zudem würden 

im Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024 Aussagen zu Schmerzen und 

Daten gemacht, die nicht stimmen würden (vgl. Beschwerde). 

 

4.2. 

Entgegen den Ausführungen von Dr. med. B._____ wurden aktenkundig 

zwar bereits ab Februar bzw. März 2023 (VB 1 f.; 24; 25 S. 1; 54 S. 7) und 

nicht erst nach über fünf Monaten nach dem Bagatelltrauma vom  

18. November 2022 (vgl. E. 3.1. hiervor) erneut Schulterschmerzen festge-

halten (vgl. Beschwerde S. 1). Die Beurteilung von Dr. med. B._____ ist je-

doch in sich schlüssig und plausibel begründet. Die Akten, auf die er sich 

stützte, beruhen auf verschiedenen persönlichen Untersuchungen sowie 

Bildgebungen und ergeben ein vollständiges Bild betreffend den vorliegend 

relevanten medizinischen Sachverhalt (vgl. E. 3.2.3. hiervor). Dr. med. 

B._____ kam in Kenntnis und Würdigung der medizinischen Vorberichte, 

der angegebenen Beschwerden und der bildgebenden Befunde zur nach-

vollziehbar begründeten Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer 

beim Bagatellunfall am 18. November 2022 lediglich eine Prellung erlitten 

habe und der status quo sine bereits ein paar Tage später erreicht gewesen 

sei. Die aktenkundigen Befunde waren Dr. med. B._____ bekannt und wur-

den von ihm mit – wie dargelegt – durchaus überzeugender Begründung 

als degenerativ bedingt und damit unfallfremd interpretiert (vgl. E. 3.1. hier-

vor). 

 

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In der im Beschwerdeverfahren eingereichten E-Mail vom 3. September 

2024 führte der stellvertretende Oberarzt Dr. med. univ. E._____, Kan-

tonsspital H._____, demgegenüber aus, in Anbetracht des vorausgehen-

den Traumas sowie der darauffolgenden plötzlichen Entwicklung der Schul-

terschmerzen sei für ihn "der Kausalzusammenhang unfallbedingt gege-

ben", vor allem, wenn der Beschwerdeführer vor dem Unfall bezüglich der 

Schulter beschwerdefrei gewesen sei. Daher könne er die Diagnose, wel-

che er im Sprechstundenbericht geschildert habe, so bekräftigen (Be-

schwerdebeilage [BB] 3 S. 1). Diesbezüglich ist jedoch darauf hinzuweisen, 

dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den Un-

fall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Eine derartige "post 

hoc, ergo propter hoc"-Argumentation ist beweisrechtlich nicht zulässig 

(BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2 S. 330 und 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.). Die 

blosse Möglichkeit eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen ei-

nem Unfall und einer Gesundheitsstörung genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches sodann nicht (vgl. E. 2. hiervor). Die Beurteilung von 

Dr. med. univ. E._____, sowie die im Bericht vom 5. September 2024 von 

der Physiotherapeutin F._____ festgehaltene Diagnose "Posttraumatische 

Frozen Shoulder und SLAP li nach axialem Stauchungstrauma 11/2022" 

(BB 4) und die Einschätzung von Dr. med. D._____, Praktischer Arzt, vom 

11. September 2024, wonach sich der linksseitige Schulterschaden mit 

Riss des superioren Labrums und Einriss der Bizepssehnenankers aus den 

Unfallgeschehen vom 18. November 2022 erklären lasse (BB 5), vermögen 

den Beweiswert der Beurteilung von Dr. med. B._____ zudem bereits man-

gels fachärztlicher Kompetenz (vgl. zur Relevanz eines Facharzttitels im 

massgebenden Fachbereich Urteile des Bundesgerichts 8C_767/2019 

vom 19. Mai 2020 E. 3.3.2; 8C_695/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 4.3; 

8C_584/2018 vom 13. November 2018 E. 4.1.1.2) nicht in Frage zu stellen. 

 

Es ist des Weiteren nicht davon auszugehen, dass Dr. med. C._____ die 

von ihm im Bericht vom 1. Mai 2023 unter "Anamnese" dokumentierten An-

gaben des Beschwerdeführers, wonach bereits vor zwei Jahren Schulter-

schmerzen bestanden hätten (VB 25 S. 1), falsch wiedergegeben hat 

(vgl. Beschwerde S. 1). Denn der Beschwerdeführer war bereits vor dem 

Unfallereignis vom 18. November 2022 mindestens seit März 2022 wegen 

Polyarthrose in physiotherapeutischer Behandlung (BB 7 f.) und es wurde 

auch bereits über acht Monate vor dem Unfallereignis, am 4. März 2022, 

eine Röntgenuntersuchung der linken Schulter vorgenommen (VB 54 S. 1). 

 

Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung des Sachverhalts durch den Be-

schwerdeführer (vgl. Beschwerde S. 1) ist schliesslich darauf hinzuweisen, 

dass diese bereits deshalb unbehelflich ist, weil er als medizinischer Laie 

hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_283/2017 vom 

29. August 2017 E. 4.1.2; 9C_614/2015 vom 21. Juni 2016 E. 5.1). 

 

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4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich damit weder aus den Ausführungen des 

Beschwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch 

nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der versiche-

rungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. B._____ vom 27. Oktober 

2023 (vgl. E. 3.1. hiervor) erwecken könnten (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Die be-

sagte Beurteilung erfüllt demnach die Anforderungen der Rechtsprechung 

an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (vgl. E. 3.2.1. hiervor). 

Folglich ist darauf abzustellen. Der medizinische Sachverhalt erweist sich 

vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt. Auf die Einholung weite-

rer Beweismittel kann verzichtet werden, da von solchen keine weiteren 

anspruchsrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweis-

würdigung; BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen; SVR 2001 IV 

Nr. 10 S. 27 E. 4).  

 

Demnach ist gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. B._____ davon aus-

zugehen, dass sich der Beschwerdeführer beim Sturz vom 18. November 

2022 lediglich eine Prellung der linken Schulter zuzog, wobei nach wenigen 

Tagen der status quo sine erreicht war, ohne dass eine Heilbehandlung 

erforderlich gewesen und/oder es zu einer Arbeitsunfähigkeit gekommen 

wäre. Da die vom Beschwerdeführer mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 

5. Mai 2023 (VB 1) gemeldeten linksseitigen Schulterbeschwerden, deret-

wegen sich dieser ab dem 1. März 2023 einer Behandlung unterzog, folg-

lich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 

S. 125 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181) in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 18. November 2022 stehen (vgl. 

E. 2 hiervor), ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht hinsichtlich des Ereignisses vom 18. November 2022 bzw. 

der gemeldeten linksseitigen Schulterbeschwerden verneint hat. Der ange-

fochtene Einspracheentscheid vom 12. Juli 2024 (VB 59) ist damit zu be-

stätigen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 

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Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 25. April 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth     Fricker