# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d72a34a1-252f-5e8f-8e40-06f10d3b92b1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.09.2020 810 19 223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-223_2020-09-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 30. September 2020 (810 19 223) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Personalrecht 
 
 
Ausgleich für Mehraufwendungen bei Arbeitsortverlegung / Berechnung der Mehrkosten 
für den längeren Arbeitsweg 
 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess,  

Daniel Häring, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber 
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Ausgleich für Mehraufwendungen bei Arbeitsortverlegung  

(RRB Nr. 1085 vom 20. August 2019) 
 
 
 
A. Der Hauptstandort der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft befindet sich an 
der Rheinstrasse in Liestal. Der Kanton unterzog das Gebäude in den Jahren 2018/2019 einer 
aufwändigen Gesamtsanierung. Für die Sanierungsphase, welche rund ein Jahr dauerte, muss-

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te das Gebäude vollständig geräumt werden. Die Arbeitsplätze der rund 90 betroffenen Mitar-
beiter wurden ab November 2018 vorübergehend nach Aesch verlegt. 
 
B. Im Hinblick auf die Verlegung der Arbeitsplätze nach Aesch hatte der Vorsteher der Fi-
nanz- und Kirchendirektion des Kantons Basel-Landschaft (FKD) die Weisung vom 30. Oktober 
2018 erlassen, welche den Anspruch auf Abgeltung von Mehrkosten für Mitarbeitende der 
Steuerverwaltung regelte, deren Arbeitsort nach Aesch verlegt werden würde. Die Weisung 
ergänzte die im Oktober 2018 ergangene allgemeine Richtlinie des Personalamts des Kantons 
Basel-Landschaft betreffend Entschädigung von tatsächlich anfallenden Mehraufwendungen bei 
vorübergehender Verlegung des Arbeitsorts. Die Richtlinie und die Weisung konkretisieren den 
in § 40 Abs. 3 des Gesetzes über die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
des Kantons (PersG) vom 25. September 1997 statuierten Anspruch der Arbeitnehmer auf 
Ausgleich, wenn eine vorübergehende Verlegung des Arbeitsortes zu Mehraufwendungen führt. 
 
C. A.____, ein von der temporären Verlegung des Arbeitsplatzes betroffener Mitarbeiter der 
Steuerverwaltung, stellte am 19. Dezember 2018 bei der Anstellungsbehörde Antrag auf Vergü-
tung der ihm dadurch entstandenen Mehrkosten. Mit Verfügung vom 27. Februar 2019 hiess die 
FKD sein Gesuch teilweise gut und sprach ihm für die Fahrten vom Wohnort zum neuen Ar-
beitsort mit dem Auto eine (gegenüber seinem Antrag reduzierte) Vergütung zu und bewilligte 
die zusätzlichen Kosten für einen Parkplatz. 
 
D. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 18. März 2019 Beschwerde beim Regierungs-
rat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit dem Begehren, es seien ihm höhere 
Fahrtkosten anzurechnen. Mit Beschluss Nr. 1085 vom 20. August 2019 wies der Regierungsrat 
die Beschwerde ab. Er erwog im Wesentlichen, das Personalgesetz wolle nicht eine vollständi-
ge Entschädigung sämtlicher Mehraufwendungen erreichen, sondern diene dazu, die Auswir-
kungen einer vorübergehenden Verlegung des Arbeitsorts auf die Mitarbeitenden abzudämpfen. 
Als vernünftiges und praktikables Auslegungsergebnis sei § 40 Abs. 3 PersG nach dem Grund-
satz des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit dahingehend zu verstehen, dass 
eine teilweise Entschädigung der tatsächlichen Mehraufwendungen bzw. Mehrkosten geschul-
det sei, wie dies die entsprechende Richtlinie des Personalamts und die dazugehörige Weisung 
vom 30. Oktober 2018 zulässigerweise vorsähen. Da A.____ für den Arbeitsweg von seinem 
Wohnort zum vorübergehend verlegten Arbeitsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als eine 
Stunde benötige, werde ihm gemäss der Richtlinie die Fahrt mit dem privaten Fahrzeug vergü-
tet. Bei der Berechnung der anrechenbaren Kilometer würden zu Recht die Kosten der Weg-
strecke vom Wohnort zum bisherigen Arbeitsort abgezogen. Zumal aus Praktikabilitätsgründen 
eine gewisse Schematisierung unerlässlich sei, habe dies auch zu gelten, wenn der bisherige 
Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt worden sei. 
 
E. Mit Eingabe vom 30. August 2019 hat A.____ beim Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gegen den Regie-
rungsratsbeschluss vom 20. August 2019 Beschwerde erhoben. Er stellt die Rechtsbegehren, 
der angefochtene Entscheid sei unter o/e-Kostenfolge aufzuheben und es sei festzustellen, 
dass der Anspruch auf Entschädigung der Mehraufwendungen gemäss § 40 Abs. 3 PersG aus 

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den Fahrtkosten mit dem privaten Auto zwischen Wohnort und dem vorübergehenden Arbeits-
ort in Aesch abzüglich der Kosten eines Umweltschutz-Abonnements bestehe. Es sei die Ver-
fügung vom 27. Februar 2019 entsprechend anzupassen und es seien die Mehrkosten von 
Fr. 28.30 (November bis 31. Dezember 2018) bzw. Fr. 34.60 (Januar 2019 bis zur Rückkehr 
nach Liestal) pro Arbeitstag in Aesch zu entschädigen. Eventualiter sei die Sache zur Neube-
rechnung der effektiven Mehrkosten an die verfügende Behörde zurückzuweisen. Zur Begrün-
dung bringt der Beschwerdeführer zusammengefasst vor, der angefochtene Entscheid verstos-
se gegen § 40 Abs. 3 PersG, welcher ihm einen Anspruch verleihe, dass er bezüglich Kosten 
für den Arbeitsweg so gestellt werde, wie wenn die vorübergehende Verlegung des Arbeitsortes 
nie stattgefunden hätte. Er habe seinen Arbeitsweg von B.____ nach Liestal mit dem Fahrrad 
oder dem Bus zurückgelegt. Sein Umzug nach C.____ per 1. Januar 2019 habe an dieser Situ-
ation grundsätzlich nichts verändert. Auch diesen Arbeitsweg werde er nach der Rückkehr nach 
Liestal mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten. Nur während der Verlegung seines Arbeits-
platzes nach Aesch sei er zwingend auf ein privates Fahrzeug angewiesen. Wenn die Vor-
instanz die Strecke vom Wohnort nach Liestal von der für die Vergütung anrechenbaren Kilo-
meterzahl abziehe, verkenne sie, dass für ihn die gesamte Wegstrecke Mehraufwand darstelle. 
Die tatsächlich anfallenden und zu entschädigenden Mehrkosten berechneten sich deshalb in 
seinem Fall aus der Differenz zwischen den Automobilkosten für den Arbeitsweg vom Wohnort 
zum vorübergehend verlegten Arbeitsort und den Kosten für ein nicht übertragbares Abonne-
ment für die 2. Klasse des Tarifverbundes Nordwestschweiz. Überdies seien der Vorinstanz bei 
der konkreten Berechnung der Wegstrecken Fehler unterlaufen. 
 
F. Der Regierungsrat schliesst in der Vernehmlassung vom 13. Januar 2020 auf Abwei-
sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Er verweist auf die von ihm bestätigte Richtlinie 
des Personalamtes, welche festlege, dass bei der Berechnung der Mehrkosten für die Benut-
zung eines privaten Fahrzeugs nicht danach unterschieden werde, ob der bisherige Arbeitsweg 
mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt worden war. Massgebendes Kriterium für die der 
Berechnung zugrundeliegende Routenwahl sei im Übrigen nicht die Länge der Strecke in Kilo-
metern, sondern die Dauer der für den Arbeitsweg aufgewendeten Zeit. Es bestehe kein ge-
setzlicher Anspruch auf vollen Ausgleich von Mehraufwendungen. Das Gesetz spreche von 
"Ausgleich" und nicht von "Ersatz", weshalb die Anstellungsbehörde über einen erheblichen 
Ermessensspielraum betreffend Ausgestaltung des Ausgleichs verfüge. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Der Beschwerde-
führer ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
der Beurteilung seiner Eingabe, weshalb er nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO zur verwaltungsgericht-
lichen Beschwerde legitimiert ist. Seine Rechtsbegehren sind dahingehend zu interpretieren, 
dass er die Abänderung des angefochtenen Entscheids gemäss seinem Antrag anstrebt, wobei 
das Feststellungsbegehren bei Lichte betrachtet ein Begründungselement darstellt, dem keine 

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eigenständige Bedeutung zukommt. Da die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist 
auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von 
hier nicht einschlägigen Ausnahmefällen - untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Zwischen den Parteien ist strittig, welche Ansprüche dem Beschwerdeführer aus der 
vorübergehenden Verlegung des Arbeitsortes von Liestal nach Aesch gegenüber seinem Ar-
beitgeber zustehen. Konkret geht es darum, wie der gesetzlich verankerte Anspruch auf Aus-
gleich der durch die Verlegung entstandenen Mehraufwendungen zu verstehen ist. 
 
3.1 Der Beschwerdeführer steht als Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung in einem vertrag-
lich begründeten öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis mit dem Kanton. Dieses basiert auf 
dem Personalgesetz. § 40 Abs. 2 PersG statuiert, dass die Vorgesetzten oder die Anstellungs-
behörde aus organisatorischen oder wirtschaftlichen Gründen vorübergehend den Einsatz einer 
Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters an einem andern als dem angestammten Arbeitsort anord-
nen können. Führt eine vorübergehende Verlegung des Arbeitsortes zu Mehraufwendungen, so 
haben die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter Anspruch auf Ausgleich (§ 40 Abs. 3 PersG). 
 
3.2 Der Beschwerdeführer verrichtete seine Arbeit seit jeher in den Räumlichkeiten der 
Steuerverwaltung in Liestal. Im Herbst 2018 wurde er von seiner Anstellungsbehörde angewie-
sen, seine Arbeitsleistung für ungefähr ein Jahr an einem in Aesch eingerichteten provisori-
schen Arbeitsplatz zu erbringen. Dieses Vorgehen war unbestrittenermassen nach § 40 Abs. 2 
PersG zulässig, führte aber gleichzeitig zum in § 40 Abs. 3 PersG festgelegten Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Ausgleich, sofern die vorübergehende Verlegung des Arbeitsortes für 
ihn Mehraufwendungen zur Folge hatte. 
 
4. Strittig ist vorliegend einzig, wie die Mehrkosten für den Arbeitsweg zu berechnen sind. 
Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage, was unter dem Ausgleich der Mehrkosten zu ver-
stehen ist und ob dieser voll oder auch nur teilweise zu gewähren ist. Die Beantwortung dieser 
Rechtsfrage ist durch Auslegung zu ergründen. 
 
4.1 Die Gesetzesauslegung hat zum Ziel, den rechtsverbindlichen Sinn eines Rechtssatzes, 
über dessen Tragweite Unklarheiten bestehen, zu ermitteln. Ausgangspunkt jeder Auslegung 
bildet der Wortlaut der massgebenden Norm. An einen klaren Gesetzeswortlaut ist die rechts-
anwendende Behörde gebunden. Abweichungen vom klaren Wortlaut sind indessen zulässig 
oder sogar geboten, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass er nicht dem wahren 
Sinn der Bestimmung entspricht. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte 
der Norm, aus ihrem Sinn und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit anderen Vorschriften 
ergeben. Vom klaren Wortlaut kann ferner abgewichen werden, wenn die grammatikalische 
Auslegung zu einem Ergebnis führt, das der Gesetzgeber nicht gewollt haben kann (BGE 144 

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IV 240 E. 2.3.2; BGE 144 IV 97 E. 3.1.1; je mit Hinweisen). Die Gesetzesauslegung hat sich im 
Übrigen vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, son-
dern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sach-
lich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis 
der ratio legis. Dabei ist einem pragmatischen Methodenpluralismus zu folgen und sind die ein-
zelnen Auslegungselemente keiner hierarchischen Ordnung zu unterstellen, sondern nebenei-
nander zu berücksichtigen. Es muss dann im Einzelfall abgewogen werden, welche Methode 
oder Methodenkombination geeignet ist, den wahren Sinn der auszulegenden Norm wiederzu-
geben (BGE 144 IV 168 E. 1.2; BGE 144 V 138 E. 6.3; KGE VV vom 13. November 2019 [810 
19 81] E. 5.2; KGE VV vom 31. Oktober 2018 [810 18 158] E. 4.5; ULRICH HÄFELIN ET AL., 
Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 10. Aufl., Zürich 2020, Rz. 128 ff.). 
 
4.2 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet demnach die grammatikalische Auslegungsme-
thode. Diese stellt auf Wortlaut, Wortsinn und Sprachgebrauch ab. Unter Sprachgebrauch ist 
dabei in der Regel der allgemeine Sprachgebrauch zu verstehen (HÄFELIN ET AL., a.a.O., 
Rz. 91). Das Wort "Ausgleich" meint nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch die Herstellung 
eines Gleichgewichts. Durch einen Ausgleich werden Unterschiede zwischen mehreren Dingen 
beseitigt oder Werte einander angeglichen. Das Synonym "Nivellieren" drückt diesen Bedeu-
tungsgehalt aus. Das Wort wird auch im Sinne eines gleichwertigen Ersatzes für erlittene Ein-
bussen verstanden (vgl. Duden online, "Ausgleich" resp. "ausgleichen", abrufbar unter 
<https://www.duden.de/rechtschreibung/live> [zuletzt besucht am 30. September 2020]; 
GERHARD WAHRIG, Deutsches Wörterbuch, 7. Aufl., Gütersloh 2000, S. 215 f.). Entgegen den 
Ausführungen des Beschwerdegegners ist der Wortlaut von § 40 Abs. 3 PersG klar. Die Auffas-
sung, wonach unter dem Ausgleich von Mehraufwendungen auch eine blosse Angleichung ver-
standen werden könne und aus der Bestimmung nicht ersichtlich sei, ob dieser Ausgleich voll-
ständig oder bloss teilweise zu erfolgen habe, ist nur schwer nachvollziehbar. Ausgleich und 
Angleichung sind im allgemeinen Sprachgebrauch keine Synonyme. Bei einem Ausgleich geht 
es darum, ein Gleichgewicht wiederherzustellen, während es bei einer Angleichung darum geht, 
einen Zustand so gut wie möglich an einen anderen anzunähern. Gemäss § 40 Abs. 3 PersG 
haben die Mitarbeitenden Anspruch auf Ausgleich, ohne dass dabei ersichtlich werden würde, 
dass dieser Ausgleich nur teilweise zu erfolgen habe. Dass nur ein Teil des Mehraufwandes zu 
ersetzen ist, lässt sich dem Wortlaut dieser Regelung nicht entnehmen. Der Wortlaut der Be-
stimmung spricht vielmehr dafür, dass zwischen dem Zustand der Arbeit am angestammten 
Arbeitsort und der Arbeit am vorübergehend verlegten Arbeitsort ein Ausgleich für alle Mehr-
aufwendungen im Sinne eines Gleichgewichts hergestellt werden soll. 
 
4.3 Triftige Gründe zur Annahme, dass der Normtext nicht den wahren Sinn der Bestim-
mung wiedergibt, sind nicht ersichtlich. Die Ausgleichungspflicht verlangt demnach im Grund-
satz, dass die für die Mitarbeiter durch die Arbeitsplatzverlegung entstehenden Nachteile voll-
umfänglich und nicht bloss teilweise kompensiert werden. Für diese Lesart spricht auch, dass 
bei einer vorübergehenden Zuweisung weniger anspruchsvoller Arbeit (§ 40 Abs. 1 PersG) un-
bestreitbar ein Anspruch auf den vollen bisherigen Lohn besteht (vgl. NICOLE SCHULER LEBER, 
Das Personalrecht des Kantons Basel-Landschaft, in: Biaggini et al. [Hrsg.], Staats- und Ver-

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waltungsrecht des Kantons Basel-Landschaft III, Liestal 2007, S. 148). Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter haben demnach Anspruch auf einen vollständigen Ausgleich von Mehrkosten. 
 
5.1 Der Beschwerdeführer hatte aufgrund der Verlegung des Arbeitsorts einen längeren 
Arbeitsweg und war neu auf die Benützung eines Fahrzeugs angewiesen. Die Anstellungsbe-
hörde entschädigt ihn für die gefahrenen Mehrkilometer und übernimmt die Kosten für die Miete 
eines Parkplatzes. Die Vergütung für die Mehrkilometer berechnet sie aus der Differenz der 
Fahrtkosten für die Wegstrecke vom Wohnort zum bisherigen Arbeitsort und der Strecke vom 
Wohnort zum neuen Arbeitsort. Gestützt auf die Richtlinie des Personalamts und die Weisung 
der FKD lässt sie dabei bewusst aussen vor, dass der bisherige Arbeitsweg mit dem öffentli-
chen Verkehr zurückgelegt worden war. Der Beschwerdegegner erachtet dieses Vorgehen im 
angefochtenen Entscheid für rechtskonform und hält dafür, dass aus Praktikabilitätsgründen auf 
eine weitere Differenzierung der Ausgleichsregelung verzichtet werden dürfe, zumal nur eine 
teilweise und nicht vollständige Vergütung der Mehrkosten vorgenommen werde. 
 
5.2 In der Beschwerde rügt der Beschwerdeführer wie schon vor der Vorinstanz eine Verlet-
zung von § 40 Abs. 3 PersG, welcher ihm einen Anspruch verleihe, dass er bezüglich Kosten 
für den Arbeitsweg so gestellt werde, wie wenn die vorübergehende Verlegung des Arbeitsortes 
nie stattgefunden hätte. Er habe seinen Arbeitsweg von B.____ nach Liestal mit dem Fahrrad 
oder dem Bus zurückgelegt. Sein Umzug nach C.____ per 1. Januar 2019 habe an dieser Situ-
ation grundsätzlich nichts verändert. Auch diesen Arbeitsweg werde er nach der Rückkehr nach 
Liestal mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten. Nur während der Verlegung seines Arbeits-
platzes nach Aesch sei er zwingend auf ein privates Fahrzeug angewiesen. Wenn die Vor-
instanz die Strecke vom Wohnort nach Liestal von der für die Vergütung anrechenbaren Kilo-
meterzahl abziehe, verkenne sie, dass für ihn die gesamte Wegstrecke Mehraufwand darstelle. 
Die tatsächlich anfallenden und zu entschädigenden Mehrkosten berechneten sich deshalb in 
seinem Fall aus der Differenz zwischen den Automobilkosten für den Arbeitsweg vom Wohnort 
zum vorübergehend verlegten Arbeitsort und den Kosten für ein nicht übertragbares Abonne-
ment für die 2. Klasse des Tarifverbundes Nordwestschweiz. 
 
5.3 Wie die vorstehenden Erwägungen aufzeigen, gilt es die durch die vorübergehende Ver-
legung des Arbeitsorts entstandenen Mehrkosten vollständig auszugleichen. Der betroffene 
Mitarbeiter ist so zu stellen, dass für ihn bezüglich der Fahrtkosten zum Arbeitsplatz Kosten-
neutralität besteht. Dabei gilt es zu beachten, dass der tatsächlich entstandene Mehraufwand 
zu ermitteln ist. Wurde für die Fahrt nach Aesch das Verkehrsmittel gewechselt, sind der Diffe-
renzberechnung die effektiven früheren Pendelkosten zugrunde zu legen. Anders vorzugehen 
heisst, für die Berechnung auf einen hypothetischen Sachverhalt abzustellen und fiktive Kosten 
in die Rechnung einzubeziehen, wodurch gerade nicht die tatsächlich anfallenden Mehrkosten 
eruiert werden. Die Vorinstanzen verhalten sich widersprüchlich, wenn sie als Grundsatz fest-
halten, die tatsächlich anfallenden Mehrkosten könnten geltend gemacht werden (vgl. Ziff. 4.1 
der Weisung der FKD; Ziff. 3.1 der Richtlinie des Personalamts), und dann bei früheren Benut-
zern des öffentlichen Verkehrs eine Berechnungsmethode wählen, welche dem postulierten 
Grundsatz zuwiderläuft. Da die Kosten für die Benutzung des öffentlichen Verkehrs in aller Re-
gel tiefer ausfallen als diejenigen für die Fahrt mit einem privaten Fahrzeug, wirkt sich die Rege-

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lung zum Nachteil der Angestellten aus und es werden ihnen nicht alle tatsächlichen Mehrkos-
ten ersetzt. Die Berechnungsweise der Vorinstanzen führt überdies zu einer Ungleichbehand-
lung der früheren ÖV-Benutzer mit denjenigen Mitarbeitern, die den Arbeitsweg schon bisher 
mit dem Auto zurückgelegt hatten, denn letzteren werden die Mehrkosten vollständig abgegol-
ten. Die für die unterlassene Differenzierung angeführten Praktikabilitätsgründe vermögen nicht 
zu überzeugen: Pendler mit dem öffentlichen Verkehr lösen notorisch Abonnemente, so dass 
sich die konkrete Kostenberechnung sogar einfacher gestaltet als für Benutzer des Individual-
verkehrs. 
 
5.4 Um eine rechtsgleiche Behandlung zu gewährleisten, sind die Mehrkosten nach einer 
einheitlichen Methode zu berechnen. Aus Praktikabilitätserwägungen erscheint insbesondere 
eine gewisse Schematisierung geboten. So ist es sachgerecht, die Fahrtkosten stets nach 
Massgabe der zeitlich schnellsten Route zu ermitteln, selbst wenn eine in Kilometern kürzere 
alternative Wegstrecke zur Verfügung stünde. Es sind die Kosten für die schnellste Route vom 
Wohnort zum neuen Arbeitsort, abzüglich der Kosten für die bisherige schnellste Route vom 
Wohnort zum angestammten Arbeitsort zu berechnen. Wurde der Weg zum angestammten 
Arbeitsort mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt, sind die effektiven Kosten für das ent-
sprechende Abonnement einzusetzen. Bei der konkreten Vorgehensweise ist der Anstellungs-
behörde durchaus ein gewisser Ermessensspielraum zuzugestehen. So erscheint es nicht sinn-
voll, auf die vom Beschwerdeführer vorgelegte dynamische Wegzeitberechnung von Google-
Maps zurückzugreifen, welche nur die jeweils aktuelle Verkehrslage zum Berechnungszeitpunkt 
berücksichtigt. Vielmehr ist auf Instrumente zurückzugreifen, welche der Rechnung statistisch 
erhärtete Durchschnittswerte zugrunde legen. 
 
5.5 Im Falle des Beschwerdeführers bedeutet dies, dass für die Bestimmung der auszuglei-
chenden Mehraufwendungen die Fahrtkosten mit dem privaten Fahrzeug auf Kilometerbasis 
der schnellsten Route von B.____ resp. später von C.____ nach Aesch zu berechnen sind. Da-
von ist der finanzielle Aufwand für den früheren Arbeitsweg abzuziehen, sprich die Kosten eines 
nicht übertragbaren Abonnements für die 2. Klasse des Tarifverbundes Nordwestschweiz. 
 
6. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist 
aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Anstellungsbehörde zurückzuweisen zur Neube-
rechnung der auszugleichenden Mehraufwendungen im Sinne der obigen Erwägungen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Der geleistete 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. Die 
Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss 

Nr. 1085 vom 20. August 2019 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
Neuberechnung der auszugleichenden Mehraufwendungen im Sinne 
der Erwägungen an die Finanz- und Kirchendirektion des Kantons 
Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem Beschwerdeführer 
zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber