# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfa2294b-46bc-5ff4-ac04-85989db33712
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.02.2025 LF240088
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF240088_2025-02-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LF240088-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili

Beschluss und Urteil vom 17. Februar 2025

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführer

gegen

B._____,
Beschwerdegegner

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

betreffend Beschwerde gegen den Willensvollstrecker

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfah-
ren des Bezirksgerichtes Hinwil vom 23. Juli 2024 (EA230002)

- 2 -

Erwägungen:

1.

1.1. Am tt.mm.2019 verstarb die am tt. Januar 1918 geborene C._____. Diese 

war mit D._____ verheiratet, der bereits 1999 verstorben war. Die Eheleute 

C._____D._____ hatten drei Nachkommen: B._____ (Erbe, Beschwerdeführer im 

erstinstanzlichen Verfahren und Beschwerdegegner im vorliegenden Verfahren, 

nachfolgend Erbe) und seine beiden Schwestern E._____ und F._____. Am 

25. März 2019 eröffnete das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Hinwil die öffentli-

che letztwillige Verfügung der Erblasserin vom 10. März 2017 und nahm Vormerk, 

dass A._____ (Willensvollstrecker, Beschwerdegegner im erstinstanzlichen Ver-

fahren und Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren, nachfolgend Willens-

vollstrecker) das Willensvollstreckermandat angenommen hat (act. 6/14).

1.2. Am 23. November 2023 gelangte der Erbe an das Einzelgericht des Bezirks-

gerichtes Hinwil und reichte Beschwerde gegen den Willensvollstrecker ein 

(act. 1). Nach Durchführung des Verfahrens erliess das Einzelgericht am 

23. Juli 2024 folgendes Urteil (act. 19 = act. 22):

"1. Der Antrag, der Beschwerdegegner sei seines Amtes als Willensvollstrecker 
zu entheben und ersatzlos abzusetzen, wird abgewiesen.

2. Der Antrag, der Beschwerdegegner sei zu verpflichten innert 10 Tagen sämtli-
che Unterlagen, die er im Rahmen seiner Tätigkeit als Willensvollstrecker im 
Nachlass von C._____ bei Dritten erhoben oder selbst angefertigt hat, her-
auszugeben, wird abgewiesen.

3. Der Antrag, der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, den Saldo des Treu-
handkontos «NL C._____», IBAN LI1, bei der VP Bank in Vaduz, lautend auf 
A._____, innerhalb von 10 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft zu Gunsten der 
Erbengemeinschaft C._____, geb. C'._____, auf das Klientengelderkonto von 
RA lic. iur. X._____, G._____-strasse 2, Zürich, bei der Credit Suisse, IBAN 
CH3, zu überweisen, wird abgewiesen.

4. Es werden folgende Pflichtverletzungen durch den Beschwerdegegner bei der 
Ausübung seines Mandats als Willensvollstrecker festgestellt: 

- Der Beschwerdegegner hat seine Pflicht zur korrekten Abrechnung ver-
letzt;

- Der Beschwerdegegner hat seine Pflicht zur Offenlegung von Interes-
senkonflikten verletzt;

- 3 -

- Der Beschwerdegegner hat mehrfach seine Auskunfts- und Informati-
onspflichten verletzt;

- Der Beschwerdegegner hat seine Pflicht zur jährlichen Rechenschafts-
ablage verletzt.

5. Der Beschwerdegegner wird ermahnt, künftig sein Mandat als Willensvoll-
strecker pflichtgemäss auszuüben und allen mit dem Mandat einhergehen-
den Pflichten nachzukommen

6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer innerhalb 
von 10 Tagen ab Zustellung dieses Urteils folgende Unterlagen herauszuge-
ben:

- den Kaufvertrag für die Liegenschaft H._____-strasse 4, I._____;

- den vollständigen Auszug des Treuhandkontos «NL C._____», IBAN 
LI1, bei der VP Bank in Vaduz, lautend auf A._____, allfällige damit ver-
bundener Depots und die Detailabrechnungen sämtlicher darüber abge-
wickelten Transaktionen; 

- die Honorarrechnungen von RA Dr. Y._____ inkl. Leistungsübersicht; 

- die vollständigen Auszüge der Konten der Erblasserin bei der Zürcher 
Kantonalbank, der Raiffeisenbank und der Credit Suisse seit 1. Januar 
2016 bis zur Saldierung der Konten; 

- Offerten der für den Verkauf des Einfamilienhauses angefragten Makler; 

- die sich im Besitz des Beschwerdegegners befindlichen Unterlagen der 
J._____ AG, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Grundstücks 
an der K._____-strasse 5 in I._____ angelegt wurden (Kaufinteressen-
ten, Gebote, Leistungsausweis etc.).

Kommt der Beschwerdegegner dieser Verpflichtung nicht vollständig nach, 
wird er wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von 
Art. 292 StGB mit Busse bestraft.

7. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 8'000.– festgesetzt.

8. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

9. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.

10./11. [Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittelbelehrung]."

1.3. Gegen dieses Urteil führt der Willensvollstrecker mit Eingabe vom 26. Au-

gust 2024 ein als Berufung bezeichnetes Rechtsmittel mit den folgenden Anträ-

gen (act. 23 S. 2):

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"1 Es seien die Dispositiv-Ziffern 3 bis 9 des angefochtenen Urteils des Bezirks-
gerichts Hinwil vom 23. Juli 2024, EA230002-E, aufzuheben und sie seien wie 
folgt neu zu fassen:

«Die Anträge des Beschwerdeführers werden abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr von CHF 8'000.00 wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner eine Parteientschädigung 
für das erstinstanzliche Verfahren in der Höhe von CHF 8'500.00 (inkl. Ausla-
gen und MWSt.) zu bezahlen.»

 2. Eventualiter seien die Dispositiv-Ziffern 3 bis 9 des angefochtenen Urteils des 
Bezirksgerichts Hinwil vom 23. Juli 2024, EA230002-E, aufzuheben und die 
Sache sei diesbezüglich zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen.

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, inklusive Mehrwertsteuer, zu 
Lasten des Berufungsbeklagten."

Gleichzeitig stellte der Willensvollstrecker den prozessualen Antrag, es sei die 

aufschiebende Wirkung zu erteilen.

Das Urteil wurde hinsichtlich der Dispositiv-Ziffern 1-3 auch vom Erben angefoch-

ten. Das entsprechende Beschwerdeverfahren wird unter der Geschäfts-Nr. 

LF240089 geführt.

1.4. Mit Beschluss vom 4. September 2024 wurde auf das Gesuch um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung nicht eingetreten und es wurde dem Willensvollstre-

cker Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von Fr. 2'000.-- ange-

setzt (act. 26). Diesen leistete der Willensvollstrecker rechtzeitig (act. 31). Die vor-

instanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-20). Mit Verfügung vom 28. Okto-

ber 2024 wurde dem Erben sodann Frist für die Beschwerdeantwort angesetzt 

(act. 32). Die Beschwerdeantwort wurde unter dem 8. November 2024 innert Frist 

erstattet, mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. 34). Gleichzeitig 

ersuchte der Erbe um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechts-

verbeiständung (act. 36). Mit Eingabe vom 27. Januar 2025 nahm schliesslich der 

Willensvollstrecker zur Beschwerdeantwort Stellung (act. 44 und act. 46). Diese 

Stellungnahme wurde dem Erben zugestellt, welcher auf eine Stellungnahme 

dazu verzichtete (act. 51-53). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2.

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2.1. Beschwerdeverfahren gegen Willensvollstrecker richten sich nach den Be-

stimmungen von Art. 319 ff. ZPO, wobei diese als kantonales Recht gelten (§ 139 

Abs. 2 i.V.m. § 85 i.V.m. § 84 GOG; vgl. OGer ZH PF130013 vom 23. Dezem-

ber 2013; OGer ZH LF160043 vom 21. September 2016). Die Beschwerde ist bei 

der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist schriftlich, begründet und mit 

Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO).

2.2. Die vom Willensvollstrecker erhobene Berufung ist folglich als Beschwerde 

entgegenzunehmen, da nach der Praxis der Kammer ein unrichtig bezeichnetes 

Rechtsmittel ohne Weiteres mit dem richtigen Namen bezeichnet und nach den 

richtigen Regeln behandelt wird (OGer ZH NQ110026 vom 23. Juni 2011 E. 2.2). 

Dementsprechend bleibt entgegen der Ansicht des Erben (vgl. act. 34 S. 2 f.) 

ohne Belang, dass die Vorinstanz mit der Berufung ein falsches Rechtsmittel be-

lehrt hat (vgl. act. 22 S. 17), würde dies auch nur zur Vermeidung eines Nachteils 

des Rechtsmittelklägers dazu führen, auf das falsch erhobene Rechtsmittel einzu-

treten (vgl. SCHWENDENER, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, vor Art. 308-334 

N 73; OGer ZH NQ110029 vom 5. September 2011 E. 1). Es würde nicht dazu 

führen, dass die Regeln der Berufung zur Anwendung gelangen.

2.3. Die vorliegende Beschwerde vom 26. August 2024 wurde rechtzeitig, schrift-

lich und begründet bei der Kammer als der zuständigen Rechtsmittelinstanz ein-

gereicht (act. 20 und act. 23). Die Beschwerde enthält auch formelle Anträge, wo-

bei sich diese, soweit der Willensvollstrecker die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 

3 und 7 verlangt, zum Teil widersprechen und/oder nicht mit der Begründung de-

cken. Da bei Laien als Antrag eine Formulierung genügt, aus der sich mit gutem 

Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll (vgl. statt vieler: 

OGer ZH PF130050 vom 25. Oktober 2013, E. II./2.1) und Rechtsbegehren im 

Lichte der Begründung auszulegen sind (BGE 137 III 617 E. 6.2), ist sinngemäss 

davon auszugehen, der nicht anwaltlich vertretene Willensvollstrecker beantrage 

die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 4-6 und 8-9 (vgl. dazu auch act. 49 Rz 6-9). 

Im Übrigen ist der Willensvollstrecker durch den angefochtenen Entscheid be-

schwert und zur Beschwerde legitimiert. Es ist daher auf die Beschwerde einzu-

treten. 

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2.4. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und die offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Umfasst wird davon auch die Überprüfung von blosser Unange-

messenheit, soweit es um Rechtsfolgeermessen geht (vgl. zum Ganzen etwa ZK 

ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 4. Aufl. 2025, Art. 320 N 3 f. i.V.m. ZK ZPO-REETZ, 

4. Aufl. 2025, Art. 310 N 36). Die Beschwerdeinstanz greift aber nur mit einer ge-

wissen Zurückhaltung in einen wohl überlegten und vertretbaren Ermessensent-

scheid der Vorinstanz ein (vgl. OGer ZH PA160029 vom 28. November 2016, 

E. 4.2; PC150063 vom 14. Januar 2016, E. II./3; PC110002 vom 8. November 

2011, E. 3 m.w.H. = ZR 111 [2012] Nr. 53 S. 161 f.). Neue Tatsachen und Be-

weismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Das No-

venverbot ist umfassend und gilt auch im Rahmen der Untersuchungsmaxime 

(vgl. nachfolgend E. 3.1), weil es im Beschwerdeverfahren um eine Rechtskon-

trolle und nicht um die Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens geht (ZR 

123/2024 Nr. 12 S. 56 f.; BSK ZPO-SPÜHLER, Kommentar zur Schweizerischen Zi-

vilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 326 N 1; OFK ZPO-GEHRI, 3. Aufl. 2023, 

Art. 326 N 1; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 4. Aufl. 2025, Art. 326 N 4).

Die Beschwerdeinstanz wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). 

Sie ist daher weder an die Argumente der Parteien noch an die Begründung des 

vorinstanzlichen Entscheides gebunden (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1). Das Ge-

richt hat im Rahmen des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Parteien gemäss 

Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO ihren Entscheid aber zu begründen. Die Be-

gründung soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten 

lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachge-

recht anzufechten. Die Begründungspflicht (Art. 53 ZPO) verpflichtet das Gericht 

aber nicht dazu, sich mit jedem einzelnen rechtlichen oder sachverhaltlichen Ein-

wand der Parteien eingehend auseinanderzusetzen. Vielmehr darf sich das Ge-

richt in der Begründung seines Entscheids auf die wesentlichen Überlegungen 

konzentrieren, von welchen es sich hat leiten lassen und auf die sich sein Ent-

scheid stützt (vgl. statt vieler: BK ZPO-HURNI, Art. 53 N 60 f.; BGE 145 III 324 

E. 6.1; BGE 142 III 433 E. 4.3.2; BGE 142 II 49 E. 9.2; BGE 136 I 229 E. 5.2).

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2.5. Daher wird auf die Ausführungen der Parteien in ihren Eingaben, insbeson-

dere auf die Ausführungen in der Beschwerdeantwort (vgl. act. 34) und in der 

Stellungnahme des Willensvollstreckers (act. 46), in den nachfolgenden Erwägun-

gen nur insoweit eingegangen, als sie zulässig sind und dies für die Entscheidfin-

dung erforderlich ist. Gänzlich unbeachtlich bleiben sodann die unter dem 

18. September 2024 und 21. Januar 2025 vom Erben eingereichten Korrespon-

denzen mit dem Willensvollstrecker vom 16. und 18. September 2024 sowie vom 

6. und 17. Januar 2025 (act. 28-29 und act. 46-47), da es sich ausschliesslich um 

unzulässige Noven handelt. 

3.

3.1. In allgemeiner Weise ist zunächst festzuhalten, dass das aufsichtsrechtli-

chen Beschwerdeverfahren gegen Willensvollstrecker summarischer Art ist und 

die Beweisführung grundsätzlich durch Urkunden erfolgt. Es gilt die Offizial- und 

Untersuchungsmaxime. Die Aufsichtsbehörde ist nicht an die Anträge der Par-

teien gebunden und der Sachverhalt wird von Amtes wegen festgestellt (BSK 

ZGB II-LEU/BRUGGER, 7. Aufl. 2023, Art. 518 N 108 i.V.m. Art. 595 N 33; DANIEL 

ABT, Der Willensvollstrecker aus Sicht der Erben: "il buono, il brutto o il cattivo", 

AJP 2018, 1313 ff., 1315; THOMAS ENGLER/INGRID JENT-SØRENSEN, Behördliche 

Mitwirkung beim Erbgang – Mechanik eines «eigenartigen» Verfahrens, SJZ 

113/2017 S. 421 ff., 423 und 428 f.). Das Gericht darf dem Urteil sämtliche Tatsa-

chen zu Grunde legen, von denen es Kenntnis erlangt. Das Gericht ist nicht an 

Zugeständnisse der Parteien gebunden und kann damit auch den Wahrheitsge-

halt von nicht (substantiiert) bestrittenen Behauptungen überprüfen; es darf dem 

Urteil nur Tatsachen zugrunde legen, deren Vorhandensein es als erwiesen bzw. 

bewiesen erachtet. Die notwendigen Beweise werden zwar von Amtes wegen er-

hoben, das entlastet die Parteien aber nicht von ihrer Mitwirkung. Wegen der ein-

geschränkten Untersuchungsmöglichkeiten liegt es trotzdem hauptsächlich an 

den Parteien, die wesentlichen Tatsachen zu schildern und die allenfalls zu erhe-

benden Beweise zu bezeichnen bzw. einzureichen. Können trotz Feststellung des 

Sachverhalts von Amtes wegen nicht alle rechtserheblichen Tatsachen ermittelt 

werden, beurteilt sich die Folge der Beweislosigkeit nach der allgemeinen Beweis-

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lastregel. Es unterliegt diejenige Partei, die (objektiv) beweisbelastet ist (ZK ZPO-

SUTTER-SOMM/SCHRANK, 4. Aufl. 2025, Art. 55 N 61, N 64 und N 76).

3.2. Interessenkonflikt

3.2.1. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Entscheid fest, dass beim Verkauf 

der Nachlassliegenschaft K._____-strasse 5 in I._____ ein Interessenkonflikt vor-

gelegen habe und der Willensvollstrecker es unterlassen habe, diesen offenzule-

gen, womit er seine Aufklärungspflichten verletzt habe. Dazu erwog die Vorin-

stanz, aus den eingereichten Beilagen des Erben gehe hervor, dass die Ehefrau 

des Willensvollstreckers im Verwaltungsrat der J._____ AG einsitze. Diese sei mit 

dem Verkauf der Liegenschaft beauftragt worden. Dementsprechend lasse sich 

festhalten, dass der Willensvollstrecker mit einem Mitglied des Verwaltungsrats 

der J._____ AG in einem engen familiären Verhältnis stehe. Auf Grund dieser 

Nähe sei eine Interessenkollision geradezu offensichtlich. Des Weiteren erscheine 

das Verhältnis des Willensvollstreckers zur J._____ AG selbst nicht restlos geklärt 

zu sein. Aus den Abrechnungen des Willensvollstreckers gehe hervor, dass die-

ser Besichtigungen des Grundstückes vorgenommen und diese auch in Rech-

nung gestellt habe, obwohl mit der J._____ AG eine professionelle Maklerfirma 

mit dem Verkauf der Liegenschaft beauftragt worden sei. Ebenso habe der Wil-

lensvollstrecker gemäss Leistungsabrechnung Telefonate mit Kaufinteressenten 

der Liegenschaft in Rechnung gestellt. Des Weiteren irritiere, dass gemäss Han-

delsregisterauszug die Adresse auf dem Briefkopf der Leistungsabrechnung des 

Willensvollstreckers mit der Domiziladresse der J._____ AG identisch sei. In bei-

den Dokumenten sei die L._____-strasse 6 in M._____ aufgeführt. Auch habe es 

der Willensvollstrecker unterlassen, darzulegen, dass er die Erben über den Inter-

essenkonflikt informiert habe. Es sei völlig klar, dass der Willensvollstrecker ver-

pflichtet gewesen wäre, den bestehenden Interessenkonflikt gegenüber allen Er-

ben unaufgefordert offenzulegen. Er hätte noch vor der Mandatierung der J._____ 

AG offenlegen müssen, dass seine Frau Mitglied des Verwaltungsrates der be-

sagten Firma sei, und er hätte Transparenz über seine eigene Rolle beim Verkauf 

der Liegenschaft sowie bei der J._____ AG herstellen müssen (act. 22 S. 10 f.).

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3.2.2. Der Willensvollstrecker hält diesen Ausführungen zusammengefasst entge-

gen, die Vorinstanz habe willkürlich und tatsachenwidrig festgestellt, dass Frau 

N._____, die gemäss Handelsregisterauszug im Verwaltungsrat der J._____ AG 

sitze, seine Ehefrau sei. Die Ehe sei vor über 12 Jahren rechtskräftig geschieden 

worden, womit schon längst kein familiäres Verhältnis mehr bestehe. Zudem führe 

der Umstand, dass er und Frau N._____ sich kennen würden, nicht per se zu ei-

nem Interessenkonflikt. Ihm, dem Willensvollstrecker, gehöre die J._____ AG 

nicht und er sei auch kein Aktionär. Dieser Umstand sei dem Erben und seinen 

Miterbinnen bekannt gewesen. So habe der Erbe bereits in der im vorinstanzli-

chen Verfahren eingereichten E-Mail vom 8. Dezember 2020 gegenüber seinen 

Miterbinnen seinen Unmut darüber geäussert. Die Miterbinnen seien damit einver-

standen gewesen, was diese durch ihre Unterschrift bestätigt hätten. Folglich sei 

nicht ersichtlich, inwiefern er, der Willensvollstrecker, seine Aufklärungspflicht ver-

letzt haben soll, und es sei klar, dass die Erben sich nicht gemeinsam gegen den 

Verkaufsauftrag ausgesprochen hätten. Zudem halte die Vorinstanz zutreffend 

fest, dass sich auch er, der Willensvollstrecker, um den Verkauf der Liegenschaft 

persönlich bemüht, die Liegenschaft einem Verkaufsinteressenten gezeigt und mit 

Kaufinteressenten Kontakt gehabt habe. Die Beauftragung einer Maklerfirma 

schliesse Verkaufsbemühungen des Eigentümers bzw. des Willensvollstreckers 

nicht grundsätzlich aus. Auch der Willensvollstrecker könne und dürfe sich per-

sönlich für den Verkauf der Liegenschaft einsetzen. Es sei auch zu berücksichti-

gen, dass es der Erbe selbst gewesen sei, der Interessenten an ihn verwiesen 

habe. Daraus einen Interessenkonflikt ableiten zu wollen, sei willkürlich und nicht 

nachvollziehbar. Die J._____ AG habe ihre Büroräumlichkeiten an der Zweignie-

derlassung in O._____, was dem Erben bekannt gewesen sei. Er, der Willensvoll-

strecker, habe die Büroräumlichkeiten seiner damaligen Einzelfirma "P._____" an 

der L._____-strasse 6 in M._____ gehabt, woher auch noch die Adresse auf dem 

Briefpapier stamme. An dieser Adresse habe er einzelnen Firmen eine Domizil-

adresse im steuergünstigen Kanton Zug angeboten. Die J._____ AG sei nur ein 

Beispiel davon. Schliesslich habe sich die Vorinstanz in Verletzung des Anspru-

ches auf rechtliches Gehör nicht mit seinen Ausführungen auseinandergesetzt, 

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wonach er aus der Auftragserteilung an die J._____ AG keine finanziellen Vorteile 

habe, was auch unbestritten geblieben sei (act. 23 S. 6-11). 

3.2.3. Wie bereits ausgeführt wurde, verlangt der Grundsatz des rechtlichen Ge-

hörs vom Gericht im Rahmen der Begründungspflicht nicht, dass sich das Gericht 

ausdrücklich mit jeder Behauptung und jedem rechtlichen Einwand einer Partei 

auseinandersetzen muss (vgl. E. 2.4 vorstehend), wie es der Willensvollstrecker 

geltend macht. Das Gericht kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte beschränken. Diesen Anforderungen ist die Vorinstanz im angefoch-

tenen Urteil ohne Weiteres nachgekommen (vgl. E. 3.2.1. vorstehend). Eine Ver-

letzung der Begründungspflicht ist nicht festzustellen. Zudem legt der Willensvoll-

strecker nicht dar, inwiefern seine Behauptung, er habe keine finanziellen Vorteile 

gehabt, etwas an den vorinstanzlichen Einschätzungen geändert hätte.

3.2.4. Die Vorinstanz ging gestützt auf die vom Erben aufgestellte Behauptung so-

wie den Handelsregisterauszug der J._____ AG davon aus, bei der Verwaltungs-

ratspräsidentin der J._____ AG, N._____, handle es sich um die Ehefrau des Wil-

lensvollstreckers (vgl. act. 1 S. 19 und act. 4/29). Der Willensvollstrecker hat zu 

dieser Behauptung bei der Vorinstanz keine Angaben gemacht und auch keine 

gegenteiligen Unterlagen eingereicht (vgl. act. 15). Das macht er hier auch nicht 

geltend. Damit ist keine falsche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz zu 

erkennen. Bei den diesbezüglichen zweitinstanzlichen Ausführungen des Willens-

vollstreckers mitsamt den entsprechenden Beilagen handelt es sich um Noven. 

Darauf weist auch der Erbe in der Beschwerdeantwort zutreffend hin (act. 34 

S. 2 f.). Sie sind auf Grund des geltenden Novenausschlusses hier nicht mehr zu 

berücksichtigen. Im Übrigen würde aber alleine die Tatsache der rechtskräftigen 

Scheidung nichts zu ändern vermögen, handelt es sich doch um eine Neugestal-

tung der Rechtsbeziehung ohne Aussagekraft über die Ausgestaltung der tatsäch-

lich bestehenden zwischenmenschlichen Beziehung. Dass eine solche weiterhin 

besteht, wird dadurch untermauert, dass der Willensvollstrecker und die J._____ 

AG, bei welcher N._____ eine von zwei Verwaltungsräten ist, offensichtlich ge-

schäftliche Beziehungen unterhalten (Verkaufsauftrag) und dieselbe Adresse ver-

wenden. Die Vorinstanz hat sodann zutreffend festgestellt, dass der Willensvoll-

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strecker gemäss Briefkopf der Leistungsabrechnung von der L._____-strasse 6 in 

M._____ aus agiert, wo sich auch die Domiziladresse der J._____ AG befindet 

(vgl. act. 22 S. 10, act. 4/18 und act. 4/29). Der Willensvollstrecker gibt selber an, 

an dieser Adresse die Büroräumlichkeiten seiner Firma P._____ gehabt zu haben. 

Nun verwendet er die Adresse als Privatperson weiter im Rahmen des Willens-

vollstreckermandates und lediglich die Zweigniederlassung der J._____ AG befin-

det sich in O._____. Auch wenn zwischen dem Willensvollstrecker und der 

J._____ AG keine rechtliche Verbindung besteht, so ist doch von einer organisa-

torischen und persönlichen Nähe auszugehen. Vor diesem Hintergrund ist die 

Vorinstanz zutreffend von einem Interessenkonflikt ausgegangen. 

Lediglich der Vollständigkeit halber ist zu den weiteren vorinstanzlichen Erwägun-

gen und den diesbezüglichen Ausführungen des Willensvollstreckers Folgendes 

zu bemerken: Es ist nicht grundsätzlich zu beanstanden, dass der Willensvollstre-

cker eine Maklerfirma mit dem Verkauf der Liegenschaft beauftragt und gleichzei-

tige eigene Bemühungen dahingehend unternommen hat, soweit der getätigte 

Aufwand parallel verläuft und nicht zu einer Überschneidung bzw. im Ergebnis zu 

einer (unnötig) doppelten finanziellen Belastung des Nachlasses führt. Aus den 

Akten sind sowohl die Aufwendungen des Willensvollstreckers im Zusammen-

hang mit seinen Verkaufsbemühungen als auch Zahlungen an die J._____ AG für 

die Bewerbung ersichtlich (act. 4/18). Eine Überschneidung ist nicht erkennbar. 

Allerdings behauptete der Erbe erstinstanzlich, der Willensvollstrecker habe der 

J._____ AG eine Vermittlungsprovision von 2.5 % des auf einen Verkehrswert von 

Fr. 2'580'000.-- geschätzten Grundstücks gesichert und mit dieser seien diese 

Leistungen üblicherweise bereits abgegolten (vgl. act. 1 S. 19). Zum konkreten 

Verkaufsauftrag und den Vertragsbedingungen zwischen der J._____ AG und 

dem Willensvollstrecker fehlt es in den Akten an Unterlagen, weshalb diese Be-

hauptung des Erben nicht gestützt wird. Tatsächlich mutet es aber merkwürdig 

an, dass der Willensvollstrecker erstinstanzlich keine Äusserungen dazu machte 

und auch den Verkaufsauftrag an die J._____ AG nicht einreichte. Dies holt er im 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren nach (vgl. act. 25/5) – allerdings auch 

nur durch Vorlage eines Vertragsauszuges (S. 1 und S. 7) –, es hat aber als No-

vum ohnehin unberücksichtigt zu bleiben.

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3.1.5. In der Folge schloss die Vorinstanz zutreffend, dass der Willensvollstrecker 

die genannte Interessenkollision durch eine umfassende vorgängige Information 

der Erben zu bewältigen gehabt hätte (act. 22 S. 10 m.H.a. HANS RAINER KÜNZLE, 

Interessenkollision im Erbrecht: Willensvollstrecker, Notar, Anwalt, SJZ 108/2012 

S. 1, 2; vgl. auch PETER BREITSCHMID, Die Stellung des Willensvollstreckers in der 

Erbteilung, in: Praktische Probleme der Erbteilung, hrsg. v. Jean Nicolas Druey 

und Peter Breitschmid, St. Gallen 1997, 155). Der Willensvollstrecker behauptete 

nicht und macht auch hier nicht geltend, dass er die Erben vor Beizug der J._____ 

AG zum Verkauf der Nachlassliegenschaft aktiv aufgeklärt hat. Dass der Erbe im 

E-Mail vom 8. Dezember 2020, also nach Auftragserteilung, seinen Unmut über 

diesen Umstand äusserte (vgl. act. 17/4), ist für die Argumentation des Willens-

vollstreckers unbehelflich. Schliesslich reicht der Willensvollstrecker wie bereits 

ausgeführt neu den Verkaufsauftrag an die J._____ AG (mitsamt der Unterschrif-

ten der beiden Miterbinnen) ein (act. 25/5), welcher nicht zu berücksichtigen ist. 

Ohnehin könnte der Willensvollstrecker aber auch daraus nichts zu seinen Guns-

ten ableiten, weil die Unterschrift des Erben darauf gerade fehlt. 

3.2.6. Daraus folgt, dass die Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Beizug der 

J._____ AG zum Verkauf der Nachlassliegenschaft K._____-strasse 5 in I._____ 

zutreffend eine Pflichtverletzung des Willensvollstreckers festgestellt hat. 

3.3. Auskunfts-, Informations- und Rechenschaftspflicht

3.3.1. Die Vorinstanz erachtete des Weiteren die Auskunfts-, Informations- und 

Rechenschaftspflicht des Willensvollstreckers als verletzt und führte zur Begrün-

dung im Wesentlichen aus, anhand einer Prüfung der als Beweismittel eingereich-

ten Unterlagen werde ersichtlich, dass der Erbe bereits seit Juli 2021 Einsicht in 

die Unterlagen verlangt habe. Der Willensvollstrecker behaupte, dem Erben be-

reits zu einem früheren Zeitpunkt Akteneinsicht erteilt zu haben. Er liefere in sei-

ner Beschwerdeantwort aber keinerlei Belege dafür, seinen Auskunfts- und Infor-

mationspflichten sowie seiner jährlichen Rechenschaftspflicht nachgekommen zu 

sein. Erst am 25. Mai 2023, mehr als vier Jahre nach dem Tod der Erblasserin, 

habe der Willensvollstrecker eine detaillierte Leistungsabrechnung vorgelegt 

(act. 22 S. 12). 

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3.3.2. Der Willensvollstrecker bringt dagegen vor, der Erbe habe nie bestritten, 

dass ihm zu einem früheren Zeitpunkt Akteneinsicht gewährt worden sei, und die 

vollumfängliche Auskunftserteilung mit Terminen am 24. Juni 2022 und 20. De-

zember 2022 sei durch die E-Mail-Korrespondenz gemäss act. 17/16 und 

act. 17/20 belegt. Ebenfalls sei ersichtlich, dass der Erbe damit einverstanden ge-

wesen sei, für den durch die erneuten Aufwendungen im Zusammenhang mit der 

verlangten Akteneinsicht verursachten zeitlichen Aufwand vorab eine Entschädi-

gung zu leisten, damit der Nachlass nicht erneut unzulässig finanziell belastet 

werde. Allerdings habe es sich der Erbe dann anders überlegt und insofern darauf 

verzichtet. Alsdann erscheine die Geltendmachung der Informationsrechte trotz 

Kenntnis der Akten durch den Erben geradezu rechtsmissbräuchlich. Der Erbe sei 

auf Grund der ausführlichen E-Mail-Korrespondenzen über die Tätigkeit ausrei-

chend informiert gewesen, weshalb der Vorwurf einer verweigerten Rechen-

schaftsablage unberechtigt sei. Der Erbe habe in der Beschwerde selbst ausge-

führt, dass er mit Schreiben des Willensvollstreckers vom 30. bzw. 31. Mai 2023 

weitere detaillierte Informationen erhalten habe. Zudem habe er, der Willensvoll-

strecker, den Erben je einen Bundesordner mit Unterlagen zugestellt, was vom 

Erben vor Vorinstanz unbestritten geblieben sei. Im Ordner habe sich auch der 

Erbteilungsvorschlag befunden, welchem die beiden Miterbinnen zugestimmt hät-

ten. Der Erbe stelle sich aber seither gegen eine Erbteilung gemäss Vorschlag. 

Schliesslich halte er, der Willensvollstrecker, an seinen Ausführungen im vorin-

stanzlichen Verfahren fest, wonach er über den Kaufvertrag für das Mehrfamilien-

haus an der H._____-strasse 4 nicht verfüge, da dieser Verkauf vor dem Tod der 

Erblasserin und der Mandatsaufnahme als Willensvollstrecker stattgefunden habe 

(act. 23 S. 11 ff.). 

3.3.3. Diesen Ausführungen ist vorab wiederholend entgegenzuhalten, dass die 

Vorinstanz im Rahmen des geltenden Untersuchungsgrundsatzes nicht an Zuge-

ständnisse der Parteien gebunden ist und auch nicht bestrittene Behauptungen 

überprüfen kann (vgl. E. 3.1. vorstehend). Insofern bleibt ohne Relevanz, dass der 

Erbe – nachdem er entsprechende und belegte Behauptungen in der Beschwer-

deschrift gemacht hat (vgl. nachfolgend E. 3.3.5.) – die Ausführungen des Wil-

- 14 -

lensvollstreckers vor Vorinstanz nicht konkret bestritten hat. Im Übrigen hatte der 

Erbe auch keine Gelegenheit zur Replik.

3.3.4. Sodann hielt die Vorinstanz bereits zutreffend fest, dass der Willensvollstre-

cker verschiedene Auskunftspflichten hat. Es trifft ihn insbesondere die Pflicht, 

den Erben innert üblicher Frist Auskunft zu erteilen und auf angemessene Voran-

meldung hin Akteneinsicht zu gewähren sowie die Erben laufend, unaufgefordert 

und gleichzeitig über geplante oder vorgenommene Handlungen und wichtige Er-

eignisse zu orientieren. Zudem hat der Willensvollstrecker periodisch Bericht zu 

erstatten. Bei einem länger dauernden Mandat wie dem vorliegenden hat er den 

Erben einen jährlichen Rechenschaftsbericht über den Stand des Nachlasses so-

wie eine detaillierte Honorarabrechnung über seine bisherigen Bemühungen ab-

zuliefern (BSK ZGB II-LEU, 7. Aufl. 2023, Art. 518 N 17). 

3.3.5. Weiter stellte die Vorinstanz unbestrittenermassen fest, dass der Erbe Be-

lege vorgelegt hat, wonach er seit Juli 2021 wiederholt (erfolglos) Akteneinsicht 

verlangt hat. Dass der Willensvollstrecker in angemessener Frist jeweils seinen 

Auskunfts- und Informationspflichten nachgekommen wäre, legte dieser bei der 

Vorinstanz nicht dar. Aus den von ihm eingereichten E-Mail-Korrespondenzen 

vom 11. Januar bis 15. Juni 2022 (act. 17/16) und vom 13. bis 24. Dezem-

ber 2022 (act. 17/20) kann der Willensvollstrecker nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten. In der erstgenannten E-Mail-Korrespondenz wurde zwar ein Besprechungs-

termin vereinbart, allerdings bezog sich der Termin offenbar nur auf Themen, die 

unmittelbar die Vorbereitung der Erbteilung betreffen (vgl. Mail vom 10. Juni 2022, 

act. 17/16). Aus der Korrespondenz gemäss act. 17/20 geht sodann hervor, dass 

ein Termin zur Besprechung des Erbteilungsvorschlages abgemacht wurde und 

dieser am 20. Dezember 2022 stattgefunden hat. In beiden Fällen ist damit aber 

nicht dargetan, dass der Erbe die von ihm verlangten Informationen erhielt und 

ihm Akteneinsicht gewährt wurde. Im Gegenteil ist den genannten E-Mails zu ent-

nehmen, dass der Willensvollstrecker den Erben im April 2022 mit der Aktenein-

sicht auf den Zeitpunkt des Vorliegens des Teilungsvorschlages vertröstete (vgl. 

E-Mail vom 19. April 2022, act. 17/16) und offenbar die Ansicht vertrat, es sei 

nicht seine Aufgabe, die Erben über die Tätigkeit des Willensvollstreckers zu in-

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formieren (vgl. act. 17/16, E-Mail vom 18. Mai 2022). Weiteres machte der Wil-

lensvollstrecker nicht geltend. Einzig hinsichtlich des vom Erben verlangten Kauf-

vertrages über die Liegenschaft an der H._____-strasse 4 in I._____ brachte der 

Willensvollstrecker vor Vorinstanz konkrete Einwendungen vor. Darauf ist nachfol-

gend unter E. 3.4. einzugehen. Im Übrigen behauptete und belegte der Willens-

vollstrecker im Zusammenhang mit der Rechenschaftsablage lediglich, dass er 

nur einmalig im Mai 2023 eine Leistungsübersicht erstellt hat (vgl. act. 4/18). Ge-

mäss der Mitteilung des Willensvollstreckers an den Erben verzichtete er im 

April 2022 gar bewusst "aus Kostengründen" auf das Verfassen eines vollständi-

gen Rechenschaftsberichts (vgl. act. 17/16, E-Mail vom 19. April 2022). Dies ent-

spricht nicht den vorstehend dargestellten Pflichten eines Willensvollstreckers, zu-

mal der Erbe wiederholt eine Rechenschaftsablegung verlangte. Im Übrigen ist es 

nicht zulässig, die Akteneinsicht von der (vorgängigen) Zahlung einer Entschädi-

gung durch den betreffenden Erben abhängig zu machen, wie es der Willensvoll-

strecker tat (vgl. act. 23 S. 12 und, act. 17/23; E-Mails vom 10. November 2023), 

weshalb aus dem Umstand, dass der Erbe die Entschädigung nicht bezahlen 

wollte/bezahlte, auch nicht abgeleitet werden kann, er habe auf Akteneinsicht ver-

zichtet. Schliesslich reicht der Willensvollstrecker im Beschwerdeverfahren neu 

die Beilagen 15 und 16 ins Recht (act. 25/15 und act. 25/16), die auf Grund des 

Novenausschlusses nicht zu berücksichtigen sind.

3.3.6. Im Ergebnis stellte die Vorinstanz zu Recht fest, dass der Willensvollstre-

cker seine Pflichten zur Auskunft, Information und Rechenschaft verletzt hat.

3.4. Herausgabe

3.4.1. Vor dem Hintergrund der festgestellten Pflichtverletzungen hielt die Vorin-

stanz fest, da die beantragte Absetzung des Willensvollstreckers im Lichte des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes nur als ultima ratio zum Zuge kommen könne, 

gelte es vorliegend im Sinne einer milderen Massnahme, von einer Absetzung 

des Willensvollstreckers als Willensvollstrecker einstweilen abzusehen. Ebenso 

wenig sei dem Antrag stattzugeben, den Saldo des Treuhandkontos N.L.C._____ 

auf das Klientengeldkonto des Rechtsvertreters des Erben zu überweisen, da die-

ser Antrag de facto an die Absetzung des Willensvollstreckers gekoppelt sei. Der 

- 16 -

Willensvollstrecker sei aber dementsprechend zu ermahnen, künftig sein Mandat 

pflichtgemäss auszuführen, da andernfalls der Entzug seines Mandates drohe. Im 

Lichte der besagten Pflichtverletzungen seien auch die vom Erben in seinen An-

trägen bzw. Eventualanträgen gestellten Herausgabebegehren zu beurteilen. Der 

Antrag des Erben, den Willensvollstrecker zu verpflichten: "sämtliche Unterlagen, 

die er im Rahmen seiner Tätigkeit als Willensvollstrecker im Nachlass von 

C._____ bei Dritten erhoben oder selbst angefertigt hat, herauszugeben", sei ab-

zuweisen, da sich das besagte Begehren als ungenügend substantiiert erweise. 

Gleichzeitig seien sämtliche Eventualbegehren des Erben gutzuheissen. Der Wil-

lensvollstrecker sei unter Strafandrohung zu verpflichten, sämtliche in den Anträ-

gen 3.a) lit. a-f geforderten Unterlagen herauszugeben (act. 22 S. 12 ff.).

3.4.2. Der Willensvollstrecker stellt sich diesbezüglich im Wesentlichen auf den 

Standpunkt, er habe keine Pflichtverletzungen begangen, weshalb auch die An-

träge auf Herausgabe abzuweisen seien (act. 23 S. 33). Weiter rügt er, die Vorin-

stanz habe die Gutheissung der Herausgabebegehren nicht begründet. Sie habe 

sich nicht ansatzweise damit auseinandergesetzt, weshalb die Anträge berechtigt 

und verhältnismässig seien, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sei. Wei-

ter sei festzuhalten, dass der Erbe abgesehen vom Kaufvertrag für die Liegen-

schaft H._____-strasse 4 in I._____, über welchen er nicht verfüge (vgl. auch 

E. 3.3.2. vorstehend), bereits sämtliche Unterlagen erhalten habe. Sofern er diese 

erneut benötige, könne er mit seinem Erbschein ohne weitere unberechtigte, den 

Nachlass belastende Aufwendungen bei sämtlichen Instituten Auskunft erhalten 

(act. 23 S. 34 f.). 

3.4.3. Der Willensvollstrecker hat im vorinstanzlichen Verfahren mit Ausnahme 

des Antrages auf Herausgabe des Kaufvertrages des Mehrfamilienhauses an der 

H._____-strasse 4 in I._____ (vgl. nachfolgend E. 3.4.4.) die einzelnen Herausga-

bebegehren nicht konkret bestritten. Insoweit war die Vorinstanz auch nicht gehal-

ten, auf diese einzeln einzugehen und es genügt die vorinstanzliche Feststellung 

als Begründung, die Herausgabebegehren seien als Folge der Verletzung der 

diesbezüglichen Auskunfts- und Informationspflichten des Willensvollstreckers 

gutzuheissen. Darüber hinaus behauptet der Willensvollstrecker nur pauschal, 

- 17 -

dass der Erbe alle Unterlagen bereits bekommen und er dies im erstinstanzlichen 

Verfahren dargelegt habe. Auch das neu vorgetragene und damit ohnehin unzu-

lässige Argument, der Erbe könnte die Kontoauszüge selber direkt bei der Bank 

erhältlich machen, würde nichts an der Beurteilung des Herausgabeanspruchs 

ändern. Denn die Erben und der Willensvollstrecker sind gegenüber Dritten 

gleichzeitig und unabhängig voneinander auskunftsberechtigt (BSK ZGB II-LEU, 

7. Aufl. 2023, Art. 518 N 18; PraxKomm Erbrecht-CHRIST/EICHNER, 5. Aufl. 2023, 

Art. 518 ZGB N 6), es liegt aber in der Entscheidung des Erben, von wem er die 

betreffend Auskunft erhältlich machen will. 

3.4.4. Demgegenüber hat der Willensvollstrecker zum Herausgabebegehren be-

treffend den Kaufvertrag der Liegenschaft H._____-strasse 4 in I._____ bereits 

bei der Vorinstanz konkrete Bestreitungen gemacht (vgl. act. act. 15 Rz. 46). Die 

Liegenschaft wurde offenbar vor dem Todesfall verkauft (vgl. act. 17/19) und be-

trifft somit nicht direkt die Nachlassverwaltung und Vorbereitung der Teilung. Das 

wird vom Willensvollstrecker auch nicht behauptet. Demnach handelt es sich nicht 

um einen Umstand, der mit dem Nachlass zusammenhängt oder der für dessen 

Feststellung oder für die Abklärung von Herabsetzungsansprüchen von Bedeu-

tung ist, weshalb er auch nicht von der Auskunftspflicht des Willensvollstreckers 

umfasst wird (vgl. PraxKomm Erbrecht-CHRIST/EICHNER, 5. Aufl. 2023, Art. 518 

ZGB N 34). Es ist nicht belegt und wird bestritten, dass der Willensvollstrecker 

dennoch über den Kaufvertrag verfügt, und der Willensvollstrecker ist auch nicht 

verpflichtet oder berechtigt, diesen von den Miterbinnen erhältlich zu machen. Der 

Erbe will den Kaufvertrag nur, weil er vermutet, dass der Willensvollstrecker be-

reits damals involviert war, und weil er Transparenz erlangen will (vgl. act. 1 

S. 23). Das reicht zur Begründung eines Herausgabeanspruches im Rahmen ei-

nes aufsichtsrechtlichen Verfahrens gegen den Willensvollstrecker nicht aus.

3.4.5. Demnach hiess die Vorinstanz die Herausgabebegehren Ziffer 3.b-f zu 

Recht gut. Das Begehren Ziffer 3.a auf Herausgabe des Kaufvertrages für die Lie-

genschaft H._____-strasse 4 in I._____ wäre hingegen abzuweisen gewesen. 

- 18 -

3.5. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist Dispositiv-Ziffer 6 des Urteils 

des Einzelgerichts des Bezirksgerichtes Hinwil vom 23. Juli 2024 daher in diesem 

Sinne abzuändern. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1. Damit bleibt das Gesuch des Erben um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren zu beurtei-

len. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 

erscheint (Art. 117 lit. a und b ZPO). 

Als bedürftig gilt, wer die erforderlichen Gerichts- und Parteikosten nur bezahlen 

kann, indem er die Mittel heranzieht, die er eigentlich zur Deckung seines Grund-

bedarfs braucht, wobei verlangt wird, dass die gesuchstellende Person sämtliche 

eigenen Hilfsmittel zur Finanzierung des Prozesses ausschöpft, so etwa Bargeld, 

die eigene Arbeitskraft oder einen Kredit, den sie aufgrund ihrer Vermögenslage 

erwarten darf (vgl. etwa BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Die Bedürftigkeit ist zu vernei-

nen, wenn der verbleibende Überschuss es ermöglicht, die Prozesskosten bei we-

niger aufwändigen Prozessen innert eines Jahres und in den anderen Fällen in-

nert zwei Jahren zu tilgen (vgl. auch BGE 135 I 221 E. 5.1). Es obliegt grundsätz-

lich der gesuchstellenden Partei, ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

umfassend darzustellen und soweit möglich auch zu belegen (Art. 119 Abs. 2 

Satz 1 ZPO). Insofern wird die Untersuchungsmaxime durch die Mitwirkungs-

pflicht der gesuchstellenden Partei beschränkt (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4a; BGE 

120 Ia 179 E. 3.a). Bei der Frage der Mittellosigkeit ist jedoch zu beachten, dass 

es sich um eine negative Tatsache handelt, für die kein strikter Beweis verlangt 

werden darf. Wenn die gesuchstellende Partei die zumutbaren Vorkehren zum 

Nachweis ihrer Mittellosigkeit getroffen hat, genügt Glaubhaftmachung (BGE 104 

Ia 324).

Aussichtslos sind Begehren dann, wenn deren Gewinnaussichten ex ante be-

trachtet beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren und deshalb 

kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht 

- 19 -

als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die 

Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 125 II 265, 

E. 4.b). Massgebend ist, ob eine nicht bedürftige Partei sich aus Vernunft zu ei-

nem Prozess entschliessen würde. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten 

bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung 

des Prozessstoffes, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Ge-

suchs massgebend sind (BGer 4A_250/2019 vom 7. Oktober 2019, E. 2.4.1).

4.2. Der Erbe macht zusammengefasst geltend, momentan über kein nennens-

wertes liquides Vermögen zu verfügen. Zwar sei er als Miterbe am Nachlass der 

Erblasserin beteiligt, die Teilung sei aber noch nicht erfolgt und es sei auch nicht 

klar, ob und in welchem Umfang er daraus begünstigt werde. Zudem bilde das 

einzige Einkommen von ihm und seiner Ehefrau die AHV-Rente von monatlich ca. 

Fr. 3'495.--. Diese reiche zur Deckung der Lebensunterhaltskosten, bestehend 

aus einem Grundbedarf von Fr. 1'700.--, Mietkosten von Fr. 3'410.--, Krankenkas-

senkosten von Fr. 710.50 sowie Versicherungs- und Kommunikationskosten, je-

doch nicht aus. Sie seien auf Unterstützung angewiesen, die sie in Form von Dar-

lehen in Höhe von Fr. 10'000.-- und Fr. 40'000.-- bis zur Teilung des Nachlasses 

erhalten hätten (act. 36 i.v.m. act. 27 im Geschäft Nr. LF240089). Dazu reicht der 

Erbe diverse Unterlagen ein, die die vorstehend ausgeführten finanziellen Verhält-

nisse untermauern (act. 28/1-3 und act. 28/6-16 im Geschäft Nr. LF240089 sowie 

act. 37/1-2). Der Erbe hat damit als mittellos zu gelten. Zudem erweisen sich die 

Rechtsmittelanträge des Erben wie gesehen nicht als von vornherein aussichtlos, 

weshalb ihm für das Rechtsmittelverfahren in der Person von Rechtsanwalt lic. 

iur. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen ist; dies unter Hin-

weis auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO. Mit Bezug auf die Ge-

richtskosten des Beschwerdeverfahrens ist das Gesuch – wie sich aus den nach-

folgenden Erwägungen ergibt – gegenstandslos geworden und abzuschreiben.

5.

5.1. Die Prozesskosten für das Beschwerdeverfahren setzen sich aus den Ge-

richtskosten (Entscheidgebühr) und der Parteientschädigung zusammen (Art. 95 

- 20 -

Abs. 1 ZPO). Sie werden grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Ausgangsgemäss werden beide Parteien im Verhältnis des jeweiligen Unterlie-

gens kostenpflichtig. Der Erbe unterliegt (bzw. der Willensvollstrecker obsiegt) al-

lerdings nur zu einem kleinen Teil (hinsichtlich Dispositiv-Ziffer 6 erster Spiegel-

strich). Dieser erweist sich im Verhältnis zum Gesamtaufwand als vernachlässig-

bar, weshalb es sich rechtfertigt, die Kosten vollumfänglich dem Willensvollstre-

cker aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 3 ZPO). 

5.2. Grundlage der Gebührenfestsetzung bilden der Streitwert bzw. das tatsächli-

che Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts und die Schwierigkeit des Falls 

(§ 2 Abs. 1 GebV). Dem tragen die Tarife gemäss §§ 4 ff. GebV OG Rechnung. 

Die Gebühr richtet sich sodann nach Massgabe dessen, was vor der Beschwer-

deinstanz noch im Streit ist (§ 12 Abs. 2 GebV OG).

Unter Berücksichtigung des Verfahrensstreitwerts ist die Entscheidgebühr in An-

wendung von § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 

2 GebV OG auf Fr. 2'000.-- festzusetzen, dem Willensvollstrecker aufzuerlegen 

und aus dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss zu beziehen (act. 31). 

5.3. Der Willensvollstrecker hat für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.-- zu bezahlen (§ 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und 

2, § 9, § 11 Abs. 1 und § 13 AnwGebV). Die Parteientschädigung ist direkt dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand des Erben (vgl. OGer ZH PF110018 vom 

1. Juli 2011) und mangels Antrag ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen (vgl. Kreis-

schreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

17. Mai 2006 über die Mehrwertsteuer). 

Es wird beschlossen:

1. Das Gesuch des Beschwerdegegners um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird mit Bezug auf die Gerichtskosten des Beschwerdeverfah-

rens abgeschrieben.

- 21 -

2. Dem Beschwerdegegner wird Rechtsanwalt lic. iur. X._____ als unentgeltli-

cher Rechtsbeistand bestellt.

Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Sodann wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 6 des Urteils 

des Einzelgerichts des Bezirksgerichtes Hinwil vom 23. Juli 2024 aufgeho-

ben und durch folgende Fassung ersetzt:

"Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer in-

nerhalb von 10 Tagen ab Zustellung dieses Urteils folgende Unterlagen 

herauszugeben:

- den vollständigen Auszug des Treuhandkontos «NL C._____», 

IBAN LI1, bei der VP Bank in Vaduz, lautend auf A._____, allfäl-

lige damit verbundener Depots und die Detailabrechnungen sämt-

licher darüber abgewickelten Transaktionen; 

- die Honorarrechnungen von RA Dr. Y._____ inkl. Leistungsüber-

sicht; 

- die vollständigen Auszüge der Konten der Erblasserin bei der Zür-

cher Kantonalbank, der Raiffeisenbank und der Credit Suisse seit 

1. Januar 2016 bis zur Saldierung der Konten; 

- Offerten der für den Verkauf des Einfamilienhauses angefragten 

Makler; 

- die sich im Besitz des Beschwerdegegners befindlichen Unterla-

gen der J._____ AG, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des 

Grundstücks an der K._____-strasse 5 in I._____ angelegt wur-

den (Kaufinteressenten, Gebote, Leistungsausweis etc.).

- 22 -

Kommt der Beschwerdegegner dieser Verpflichtung nicht vollständig 

nach, wird er wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im 

Sinne von Art. 292 StGB mit Busse bestraft.

Der Antrag des Beschwerdeführers auf Herausgabe des Kaufvertrags 

für die Liegenschaft H._____-strasse 4, I._____, wird abgewiesen."

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.-- festgesetzt, dem 

Beschwerdeführer auferlegt und aus dem von ihm geleisteten Kostenvor-

schuss bezogen. 

4. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsbeistand 

des Beschwerdegegners für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.-- zu zahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdeführer unter Bei-

lage von act. 53, sowie an das Bezirksgericht Hinwil, je gegen Empfangs-

schein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
über Fr. 30'000.--.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Houweling-Wili

versandt am: