# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a09a0f6-6707-5786-9bd9-32cd17c575e7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.01.2015 D-5129/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5129-2014_2015-01-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-5129/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  7 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; 

Gerichtsschreiber Gert Winter. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

und dessen Ehefrau 

B._______, geboren (…), 

Armenien, 

vertreten durch MLaw Janine Sommer, Rechtsanwältin, 

(…), 

Beschwerdeführende, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; 

vormals Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 10. September 2014 / N (…). 

 

 

D-5129/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge am 20. Juni 

2014 aus ihrem Heimatstaat auf dem Landweg ausreisten und am 24. Juni 

2014 unkontrolliert in die Schweiz einreisten, wo sie gleichentags im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ um Asyl nachsuchten, 

dass sie anlässlich der Kurzbefragungen vom 22. Juli 2014 im EVZ 

M._______ sowie der Anhörungen vom 14. August 2014 zu den Asylgrün-

den durch das BFM zur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen 

geltend machten, sie seien Jeziden aus Armenien, wo sie seit rund 20 Jah-

ren im Dorf N._______ gelebt hätten, 

dass die Beschwerdeführenden vorbrachten, sie seien wegen der Prob-

leme ihres Sohnes C._______, der aus der armenischen Armee desertiert 

sei, aus dem Heimatstaat ausgereist, 

dass sie zwei Söhne gehabt hätten, von denen der eine schon früher in 

den Militärdienst eingezogen worden und nunmehr seit elf Jahren verschol-

len sei, weshalb sie nicht noch den zweiten Sohn hätten verlieren wollen, 

dass der Beschwerdeführer auch Angst vor den Fidayien hege, die nach 

dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Armenien an die Macht gekom-

men seien und ihn heute noch verfolgen würden, 

dass Jeziden in Armenien unterdrückt und ihre Kinder von der Schulbildung 

ausgeschlossen würden, ganz zu schweigen von der medizinischen Ver-

sorgung, die nicht kostenlos sei, 

dass die Beschwerdeführerin angegeben habe, Angst zu haben, sie werde 

aufgrund der Desertion ihres Sohnes Probleme mit den Nachbarn erhalten 

oder von den Behörden bis zur Rückkehr ihres Sohnes in Geiselhaft ge-

nommen, 

dass beide Beschwerdeführenden keine Probleme mit den Behörden und 

auch keinerlei Probleme mit Privatpersonen gehabt hätten, sehe man ein-

mal von den Problemen mit den Militärbehörden im Zusammenhang mit 

der Rekrutierung ihres Sohnes C._______ ab, 

dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung 

vom 10. September 2014 – eröffnet am folgenden Tag – ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

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Seite 3 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Beschwer-

deführenden seien aufgrund der Probleme ihres Sohnes mit den Militärbe-

hörden ausgereist, doch habe das BFM dessen Desertion als unglaubhaft 

qualifiziert, weshalb auch die Vorbringen der Beschwerdeführenden, die 

sich darauf abstützten, als nicht glaubhaft einzuschätzen seien, 

dass es sich bei diesen unglaubhaften Vorbringen namentlich um diejeni-

gen zu angeblichen Problemen mit den Nachbarn bis hin zur angeblich be-

fürchteten Geiselhaft durch die Behörden handle, 

dass die diesbezüglichen Aussagen unsubstanziiert ausgefallen seien und 

die Beschwerdeführerin nicht auf nachvollziehbare Weise habe erläutern 

können, worauf sich die von ihr geäusserten Befürchtungen abstützen wür-

den, 

dass der Beschwerdeführer zwar angegeben habe, er habe seinen Sohn 

erst in Georgien getroffen und sei von dort aus mit ihm gemeinsam in die 

Schweiz gereist, doch habe er nicht angeben können, wo in Georgien er 

ihn angetroffen habe, weshalb diese Angaben unsubstanziiert seien, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei aufgrund der Desertion 

seines Sohnes ausgereist, zu wenig substanziiert seien, um als glaubwür-

dig zu gelten, 

dass er auch auf wiederholtes Nachfragen hin keine Aussagen habe ma-

chen können, aus denen hätte ersichtlich werden können, unter welcher 

Verfolgung er gelitten habe, 

dass er beispielsweise von einer allgemeinen Diskriminierung zu sprechen 

begonnen habe, unter der Jeziden in Armenien zu leiden hätten, doch 

werde aus seinen Aussagen nicht ersichtlich, inwiefern er persönlich von 

dieser Diskriminierung betroffen gewesen sei, 

dass nach dem Gesagten auch die Vorbringen des Beschwerdeführers zu 

seinen eigenen Problemen nicht hinreichend begründet seien, um als 

glaubhaft gelten zu können, und dieser Schluss durch die übereinstimmen-

den Vorbringen beider Beschwerdeführenden erhärtet werde, wonach sie 

ohne die Probleme des Sohnes C._______ mit den Militärbehörden nicht 

aus dem Heimatstaat ausgereist wären, 

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Seite 4 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden nach dem Gesagten den 

Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) 

nicht genügten, 

dass schliesslich der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 

sei, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 11. September 2014 ge-

gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhoben und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellten: Es sei 

die Verfügung des BFM vom 3. September 2014 (recte: 10. September 

2014) aufzuheben und in der Folge den Beschwerdeführenden Asyl zu ge-

währen. Eventualiter sei die Verfügung des BFM vom 10. Septem-ber 2014 

aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorin-stanz zurück-

zuweisen. Es sei den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Rechts-

pflege nach Art. 110a AsylG zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses zu verzichten. Des Weiteren sei ihnen ein Anwalt nach ih-

rer Wahl zu bestellen, 

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischen-

verfügung vom 18. September 2014 die Gesuche um Vereinigung des Be-

schwerdeverfahrens der Beschwerdeführenden mit demjenigen ihrer Kin-

der und Enkelkinder (D-5133/2014) sowie um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege für die Verfahrenskosten und um Bestellung eines amt-

lichen Rechtsbeistands abwies, 

dass er die Beschwerdeführenden aufforderte, bis zum 3. Oktober 2014 

einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu Gunsten der Gerichtskasse zu 

überweisen, 

dass die Beschwerdeführenden den einverlangten Kostenvorschuss am 

26. September 2014 leisteten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 9. Oktober 2014 (Post-

stempel vom 10. Oktober 2014) eine Ergänzung zur Verwaltungsgerichts-

beschwerde einreichen und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren 

stellen liessen: Die angefochtene Verfügung vom 10. September 2014 des 

BFM sei aufzuheben. Die Asylgesuche der Beschwerdeführenden vom 24. 

Juni 2014 seien gutzuheissen. Des Weiteren sei deren Flüchtlingseigen-

schaft festzustellen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die vorläufige Aufnahme 

der Beschwerdeführenden in der Schweiz anzuordnen, 

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Seite 5 

dass auf die Begründung der Beschwerdeeingabe sowie deren Ergänzung, 

soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG)  des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

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Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass in den Eingaben der Beschwerdeführenden nicht dargelegt wird, in-

wiefern die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig abgeklärt oder den 

Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt haben soll, weshalb auf diese 

Rügen nicht weiter einzugehen ist und somit keine Veranlassung besteht, 

die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass den Beschwerdeführenden das rechtliche Gehör nach Art. 26bis 

AsylG gewährt wurde (A3/10 Ziff. 8.02 S. 7, A8/12 F74 ff. S. 9; A4/10 

Ziff. 8.02 S. 7, A10/8 F34/5 S. 5), weshalb später geltend gemachte Beein-

trächtigungen der Gesundheit (Nierensteine, Epilepsie) nach Abs. 3 obge-

nannter Bestimmung ausser Betracht fallen, zumal sie nicht nachgewiesen 

sind (vgl. Beschwerde vom 11. September 2014, Seite 4 oben), 

dass der Beschwerdeführer auf einen vierjährigen, seine Ehefrau auf einen 

nicht ganz dreijährigen Schulbesuch zurückblicken kann (A3/10 

Ziff. 1.17.04 S. 4, A4/10 Ziff. 1.17.04 S. 4), weshalb die Berufung auf einen 

tiefen Bildungsstand, der ursächlich für irgendwelche Unstimmigkeiten sein 

soll, nicht zu überzeugen vermag, 

dass im Übrigen selbst Analphabeten ohne Weiteres in der Lage sind, 

selbst erlebte Geschehnisse überzeugend und nachvollziehbar vorzubrin-

gen, weshalb die Berufung auf einen Mangel an formaler Bildung grund-

sätzlich nicht zu einer veränderten Betrachtungsweise führen kann, 

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dass die Vorinstanz davon ausging, der Sohn des Beschwerdeführers 

habe den obligatorischen Militärdienst schon längst geleistet, weshalb die 

Foto in der Beschwerdeergänzung, die den Sohn in Militärkluft und im Kreis 

uniformierter Kameraden zeigt, in keiner relevanten Hinsicht Beweis zu er-

bringen vermag, 

dass es vielmehr die angebliche Desertion des Sohnes im Juni 2014 ist, 

welche nicht glaubhaft erscheint, 

dass die Unglaubhaftigkeit dieser Desertion einen sicheren Schluss auf die 

Unglaubhaftigkeit der Vorbringen der Beschwerdeführenden zulässt, zu-

mal diese ausdrücklich geltend machten, ohne die Probleme ihres Sohnes 

C._______ wären sie nicht aus dem Heimatstaat ausgereist (A8/12 F35 S. 

6, A9/8 F17 – F20 S. 3), 

dass die Beschwerdeführenden übereinstimmend geltend machten, sie 

seien mit ihrem geflohenen Sohn in Georgien zusammengetroffen und hät-

ten von da an ihre Reise gemeinsam fortgesetzt (A8/12 F47 S. 7, F54 S. 

8, A9/8 F10 S. 2), doch waren sie nicht in der Lage, den Treffpunkt zu be-

nennen, 

dass es sich bei Georgien um einen Staat mit einer Fläche von immerhin 

69'700 Quadratkilometern handelt, weshalb die Annahme wirklichkeits-

fremd wäre, die Beschwerdeführenden hätten dort ihren Sohn treffen kön-

nen, ohne vorweg einen genauen Treffpunkt zu vereinbaren, 

dass sich aufgrund der Umstände vielmehr der Schluss aufdrängt, die Be-

schwerdeführenden seien, begleitet von ihrem Sohn, von Armenien aus 

emigriert, 

dass der Beschwerdeführer erstmals am 15. Juni 2014 über eine allfällige 

Ausreise aus dem Heimatstaat nachgedacht haben will und sich in der 

Folge fünf Tage bei Verwandten aufgehalten habe, welche sein Hab und 

Gut verkauft hätten, welcher Umstand dem Beschwerdeführer die Möglich-

keit gegeben habe, 30'000 US Dollar für die Ausreise zu zahlen (A8/12 F58 

S. 8, F68 – F73 S. 9), 

dass sich bei solcher Sachlage die Frage stellen würde, weshalb die Ver-

wandten und nicht der Beschwerdeführer selbst sein Hab und Gut verkauft 

hat, zumal er den Erlös innerhalb kürzester Zeit für die Bezahlung des 

Schleppers benötigt haben dürfte, 

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dass diese Frage mit dem wirklichkeitsfremden Charakter der Vorbringen 

der Beschwerdeführenden zusammenhängt und diesen illustriert, 

dass sich bei dieser Sachlage der Eindruck aufdrängt, die Beschwerdefüh-

renden hätten bei ihren Vorbringen nicht auf Erinnerungen an tatsächliche 

Begebenheiten zurückgreifen können, sondern stattdessen eine Verfol-

gungssituation erfunden, 

dass die Ausführungen in den Beschwerdeeingaben vom 11. September 

und 9. Oktober 2014 demgegenüber nicht zu einer veränderten Betrach-

tungsweise zu führen vermögen, 

dass es sich somit erübrigt, auf weitere Vorbringen und Beweismittel näher 

einzugehen und stattdessen auf die zutreffenden Erwägungen in der an-

gefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass es den Beschwerdeführenden nach dem Gesagten nicht gelingt, die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen, weshalb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

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Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung o-

der Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine kon-

krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der 

Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass die Beschwerdeführenden insbesondere weiterhin über ein ausrei-

chendes soziales Netz im Heimatstaat verfügen (A3/10 Ziff. 3 S. 5, A4/10 

Ziff. 3 S. 5), der Beschwerdeführer über eine vierjährige Schulbildung ver-

fügt und seinen Lebensunterhalt und denjenigen seiner Ehefrau auch in 

Zukunft als (…) und (…) bestreiten kann (A3/10 Ziff. 1.17.04/05 S. 4), 

dass der Sohn und die Schwiegertochter der Beschwerdeführenden gleich-

zeitig in den Heimatstaat zurückreisen können, 

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dass die Beschwerdeführenden ihre Familie als vermögend charakterisiert 

haben (A8/12 F68 S. 9, Beschwerdeergänzung), weshalb davon auszuge-

hen ist, der Familie stehen im Heimatstaat, gemessen an armenischen 

Massstäben, ausreichende Ressourcen zur Verfügung, 

dass des Weiteren davon auszugehen ist, auch Jeziden geniessen Rechts-

schutz im Heimatstaat, weshalb es ihnen zuzumuten ist, solchen Schutz 

nötigenfalls in Anspruch zu nehmen, 

dass die im Rahmen des rechtlichen Gehörs geltend gemachten gesund-

heitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers schon vor seiner 

Ausreise aus dem Heimatstaat behandelt wurden (A8/12 F74 – F76 S. 9), 

weshalb davon auszugehen ist, sie könnten auch nach der Rückkehr be-

handelt werden, nötigenfalls unter Gewährung von medizinischer Rück-

kehrhilfe, 

dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin 

auch im Heimatstaat behandelt werden können (A9/8 F34/5 S. 5), da auch 

ihr auf Antrag hin nötigenfalls medizinische Rückkehrhilfe gewährt werden 

kann, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der 

Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG 

und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei der 

einbezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden ist. 

 

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Seite 11 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Fulvio Haefeli Gert Winter 

 

 

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