# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05e5ba76-3fba-53fe-aa2d-3064ba1ef4b9
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-09-23
**Language:** de
**Title:** Einstellung der Eingliederungsmassnahmen rechtens, da fehlende subjektive Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der Akten erstellt ist (BGE 8C_855/2013)
**Docket/Reference:** IV.2013.00599
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00599.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00599
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiber Brühwiler
Urteil
vom
23. September 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Senn
Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1961, war seit April 1987 als Taxifahrer bei einem Taxi
unternehmen in
Y.___
angestellt (vgl.
Urk.
7/1;
Urk.
7/4). Am
8.
Dezember 1987 erlitt er eine Frontalkollision sowie am 2
9.
März 1988 einen Auffahrunfall mit Schleudertrauma (vgl.
Urk.
7/48/21-22 S. 1 Mitte). Seit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende November 1989 war er nicht mehr erwerbstätig (vgl.
Urk.
7/4
Ziff.
1.1;
Urk.
7/128). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügungen vom 2
7.
Februar 1996 (
Urk.
7/95
-
98) mit Wirkung ab
1.
Februar 1989 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu.
Im Rahmen von Rentenrevisionen in den Jahren 1999 (vgl.
Urk.
7/106), 2003 (vgl.
Urk.
7/119) und 2008 (vgl.
Urk.
7/127) ergaben sich keine Änderungen und der Invaliditätsgrad wurde weiterhin auf 100
%
festgelegt (
Urk.
7/114; 7/117;
Urk.
7/122;
Urk.
7/134).
Anlässlich der im Januar 2010 von der IV-Stelle eingeleitete
n
Rentenrevision (vgl. Urk. 7/139) wurde
nach
Beizug
der Akten der Unfallversicherung (Urk. 7/148)
-
insbesondere ein
em
Gutachten der
Klinik Z.___
-
mit Verfügung vom 16. November 2011
die
bisherige
ganze Rente
des Versicherten
per Ende des auf die Zustellung der Verfügung folgenden Monats
aufgehoben
(Urk. 7/163). Die dagegen erhobene Beschwerde des Versicherten hiess das
Sozi
alversicherungsgericht
des Kantons Zürich
im
Urteil vom
10. Februar 2012 (Prozessnummer IV.2011.01352, Urk. 7/171)
mit
der Feststellung gut, dass der
Versicherte
weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
habe, da die IV-Stelle es bislang unterlassen habe, die Selbsteingliederung des Versicherten ins Erwerbsleben zu prüfen oder ihm diesbezüglich Hilfe anzubieten, was den bun
desgerichtlich geforderten Voraussetzungen zur Aufhebung von langjährigen Renten nicht genüge
(
Urk. 7/171 S. 5
E. 2.3).
1.2
In Nachachtung dieses Urteils
führte die IV-Stelle
zur Durchführung von
Rein
tegrationsmassnahmen
am 4. u
nd 27. April 2012 persönliche Gespräche mit dem Versicherten (Urk. 7/176, Urk. 7/179 S. 5 f.). Nach Rücksprache mit der für die berufliche Massnahme vorgesehene
n
Durchführungsstelle
A.___
AG
in
B.___
teilte
die IV-Stelle
am
20. Juli 2012
dem Versicherten mit,
die Arbeitsvermittlung
werde nicht aufgenommen
(Urk. 7/178).
In der Folge
verlangte der Versicherte mit Schreiben vom 13. September 2012 (Urk. 7/184) eine anfechtbare Verfügung, woraufhin die IV-Stelle ihn zu einem weiteren Gespräch einlud (Urk. 7/185), um
in einem
zweiten Versuch die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt anzu
gehen (Urk. 7/186). Vom 28. Januar bis
22. Februar 2013 absolvierte der Versi
cherte eine Potentialabklärung bei der
A.___
(Urk. 7/192)
. Daraufhin stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 8. März 2013 den Abschluss von Ein
gliederungsmassnahmen in Aussicht, da der Versicherte nicht in der Lage sei, in einem zweckmässigen Mass bei den Massnahmen mitzuwirken (Urk. 7/195).
Da
gegen erhob der Versicherte am 10. April (Urk. 7/199) und 21. Mai 2013 (Urk. 7/203) Einwände.
Mit Verfügung vom 24. Mai 2013 hielt die IV-Stelle an ihrem vorgesehenen Entscheid fest (Urk. 7/206 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 24. Mai 2013 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 26. Juni 2013 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie
die Weiter
führung der Eingliederungsmassnahmen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 30. August 2013 (Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be
schwerde, was dem Beschwerdeführer am 5. September 2013 zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss
Art.
8 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu er
halten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind (
Abs.
1).
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (
Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (
Abs.
2). Nach Massgabe von Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe c besteht der Anspruch auf Leistungen unabhän
gig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um
die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (
Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in (
Abs.
3):
medizinischen Massnahmen (
lit
. a);
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede
rung (
lit
.
a
bis
);
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Aus
bildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe,
lit
. b);
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
Der Anspruch auf konkrete berufliche Massnahmen unterliegt den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss
Art.
8 IVG, namentlich der Geeignetheit, Erforderlichkeit und Eingliederungswirksamkeit. Es muss gewährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; zudem muss der zu erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhält
nis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmassnahme stehen, schliesslich muss die konkrete Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (Urteil des
Bunde
sgerichts I 794/02 vom 19. November 2003 E. 2 mit Hinweisen).
Die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person muss in subjektiver, aber auch in objektiver Hinsicht
rechtsgenüglich
erstellt sein (AHI 1997 S. 82 E.
2b/
aa
; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3).
1.2
Berufliche Massnahmen sind von Gesetzes wegen nicht an einen bestimmten Invaliditätsgrad gebunden. Der Anspruch auf eine bestimmte Eingliederungs
massnahme der Invalidenversicherung setzt voraus, dass sie sich zur Erreichung des von ihr bezweckten Eingliederungsziels eignet; dies nicht nur objektiv mit Bezug auf die Massnahme, sondern auch subjektiv mit Bezug auf die Person des Versicherten. Denn eingliederungswirksam kann eine Massnahme nur sein, wenn der Ansprecher selber wenigstens teilweise eingliederungsfähig ist (AHI 2002 S. 109).
1.
3
Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der
Schadenmin
derungspflicht
(vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Be
rücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des
Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c). Für die Beantwortung der Frage nach der Zumutbarkeit der Behandlung oder Eingliederungsmassnahme im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 ATSG kann auf die zu
Art.
31
Abs.
1 IVG in der bis 3
1.
Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung ergangene Rechtsprechung verwiesen werden, da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. auch SVR 2007 IV Nr. 34 S. 121, E. 3.1, I 744/06; Urteile des Bundesgerichts I 1068/06 vom 3
1.
August 2007 E. 2.2 und I 824/06 vom 13. März 2007 E. 3.1.1). Danach sind die gesamten persönlichen Verhältnisse, namentlich die berufliche und so
ziale Stellung der versicherten Person, zu berücksichtigen. Massgebend ist aber das objektiv Zumutbare, nicht die subjektive Wertung des Versicherten (ZAK 1982 S. 495, E. 3; Urteil des Bundesgerichts I 105/93 vom 11. März 1994 E. 2a; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen
Leistungs
recht
,
Diss
. Bern 1985, S. 189). Die gesetzliche Vorgabe, wonach Massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, nicht zumutbar sind, be
deutet nicht, dass eine Vorkehr, die keine solche Gefahr darstellt, automatisch zumutbar ist (ZAK 1985 S. 326, E. 1;
Kieser
, a.a.O., N 60 zu
Art.
21; Meyer-Blaser, a.a.O., S. 138 f.); sie weist aber doch darauf hin, dass nur Gründe von einer gewissen Schwere zur Unzumutbarkeit führen. Die Zumutbarkeit ist so
dann in Relation einerseits zur Tragweite der Massnahme, andererseits zur Bedeutung der in Frage stehenden Leistung zu beurteilen. Insbesondere bei me
dizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S.
325 f., E. 1). Umgekehrt ist die Zumutbarkeit eher zu bejahen, wenn die fragliche Massnahme unbedenklich ist (RKUV 1995 Nr. U 213 S. 68 f., E. 2b). Sodann sind die Anforderungen an die
Schadenmin
derungspflicht
dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invaliden
versicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf
schadenmin
dernde
Vorkehren Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 22 E. 4d S. 32 f.; SVR 2007 IV Nr. 34 S.
121, E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_128/2007 vom 14. Januar 2008 E.
3.1 mit Hinweisen).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung
(Urk.
2)
begründete
die Beschwerdegegnerin den Abschluss der Eingliederungsmassnahmen damit, dass
der Beschwerdefüh
rer aufgrund sein
es Verhalten
s
anlässlich der Durchführung der
Potentialab
klärung
sowie
gemäss
Berichten mit Wort und Verhalten dokumentiert habe, dass er stark leidend und nicht in der La
ge sei, in zweck
mässigem Mass
e
bei IV-
Massnahmen mitzuwirken, wiewohl er dies gerne möchte (S. 1).
Insbesondere komme die Durchführungsstelle zum Schluss, von der Weiterführung der Mass
nahme sei trotz festgestellten positiven Veränderungen mangels Chancen auf einen Entwicklungserfolg in angemessener Zeit abzusehen (S. 2 oben).
2.2
Der
Beschwerdeführer
hielt
in seiner Beschwerde (
Urk.
1)
dagegen,
die
Be
schwerdegegnerin
habe Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten sowie zur Aufrechterhaltung einer Tages
struktur nicht in Betracht gezogen (Urk. 1 S. 5 f.). Gerade der Bericht des
A.___
zeige das Gegenteil. Ausserdem ergebe sich daraus auch, dass er nach wie vor gute und schlechte Tage habe, wobei er sich an schlechten Tagen zurückziehe (S. 6).
D
ies
sei schon immer so
gewesen
, weshalb er auch die Rente zugesprochen erhalten habe (S. 7).
2.3
Strittig ist der Anspruch auf berufliche (Eingliederungs-)Massnahmen, mithin ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
in
subjek
tiver Hinsicht eingliederungsfähig war.
Andere Aspekte, namentlich das Beste
hen oder nicht Bestehen eines Anspruchs auf einzelne konkrete berufliche Ein
gliederungsmassnahmen, sind zu prüfen, falls die strittige Frage bejaht wird. Zu ihnen hat die Beschwerdegegnerin (noch) nicht verbindlich Stellung genommen, womit darüber auch nicht im vorliegenden Verfahren entschieden werden kann.
3.
3.1
Ab dem
24. August 2010 wurde dem Beschwerdeführer zunächst von den Ärz
ten der
Klinik Z.___
, welche
in ihrer
interdisziplinäre
n
Zusammenfas
sung feststellten, dass beim Beschwerdeführer weder somatisch-organische noch psychiatrische Unfallfolgen feststellbar seien (Urk. 7/148/2-8 S. 6) und an
schliessend gemäss Bericht des Arztes des
C.___
vom 4. Oktober 2010
(Feststellungsblatt, Urk. 7/151 S. 4)
eine 100%ige Ar
beits
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Taxichauffeur attestiert.
An dieser Ein
schätzung hielt der
C.___
mit Stellungnahmen vom
12. Juli 2011
(Urk. 7/162 S. 2-3) und vom 29. April 2013 (Urk. 7/207 S. 2) fest, in dem
er
von einer medi
zinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 100 % in bisheriger und angepasster Tätigkeit
ausging
.
Es ist daher
festzuhalten
, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefoch
tenen Verfügung für leidensangepasste Tätigkeiten
wie auch in seiner ange
stamm
ten Tätigkeit als Taxichauffeur
vollständig
arbeitsfähig war und damit
die objektiven (medizinischen) Voraussetzungen erfüllte
, mithin
eingliederungs
fähig
war
, was
auch von ihm selbst
nicht bestritten wurde
.
3.2
Was die subjektive Eingliederungsfähigkeit anbelangt, ist den Akten zu entneh
men, dass sich der Beschwerdeführer
ausserstande fühlt, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Dies
geht aus der Korrespondenz zwischen ihm und der
Be
schwerdegegnerin
(vgl. Verlaufsprotokoll Eing
liederungsberatung, Urk. 7/179) hervor und aus
seiner mangelnden
und
bisweilen schwierigen Mitwirkung be
treffend Kontaktaufnahme
/Terminvereinbarung
(Urk. 7/187-189
, Urk. 7/198 S. 7
) und
dies zeigt sich
auch
anhand der vom 28. Januar bis 22. Februar 2013 absolvierten Potentialabklärung bei der
A.___
.
Im Schlussbericht vom 25. Februar 2013 (Urk. 7/192)
berichtete die Leiterin
über Konzentrationsprobleme, wechselhafte unberechenbare Stimmung
(S. 2)
, Unzu
verläs
sigkeit (5 Tage abwesend, S. 1)
sowie über
Probleme, den Zeitplan einzu
halten, obwohl an guten Tagen seine Fähigkeiten und Ressourcen spürbar ge
wesen seien (S. 2)
und der
Beschwerdeführer in der Werkstatt eine gute Leistung
mit sowohl feinmotorischen als auch grobmotorischen Fähigkeiten gezeigt habe (S. 4). Sie führte denn auch
zusammenfassend aus
, dass er a
n guten Tagen eine adäquate Arbeitsleistung
bringe
, welche aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht kal
kulierbar und einem Arbeitgeber auf dem freien Arbeitsmarkt nicht zumutbar
seien, weshalb
eine Eingliederung nicht möglich sei (S. 3).
Bezeichnenderweise liess sich der Beschwerdeführer a
uf die von der
Beschwer
degegnerin
daraufhin angesetzte Besprechung am 11. März 2013 (Urk. 7/194) entschuldigen (Urk. 7/197) und war danach
weder postalisch noch telefonisch
mehr erreichbar (
vgl. Verlaufsprotokoll,
Urk.
7/198), woraufhin die
Beschwerde
gegnerin
ihre Eingliederungsbemühungen
einstellte
(Urk. 7/195).
Unter diesen Umständen
(
Schmerzfixiertheit
, Scheitern bei der
Poten
tialabklä
rung
aufgrund langsamen
Arbeitstempo
s
, oftmalige
n
krankheits
-
bzw.
schmerz
bedingte
n
Abmeldungen vom Einsatzprogramm, Stimmungswechsel
, Unzu
verlässigkeit
)
bei
medizinisch attestierter vollständiger Arbeitsfähigkeit
(vgl. vorstehend E. 3.1)
,
ist
die Beschwerdegegnerin zu Recht
von
einer
subjektiven Eingliederungsunfähigkeit des Beschwerdeführers
ausgegangen
.
3.3
Überzeugende gegenteilige Gründe werden
vom Bes
chwerdeführer nicht vorge
bracht:
Insoweit er
auf
eine
psychisch
e
Beeinträchtigung
Bezug nimmt
und ausführt, er reagiere immer gleich
,
wenn er unter Druck gesetzt werde (Urk. 1 S. 4 f.)
,
und damit sinngemäss eine psychische Krankheit
geltend macht
, ist ihm entgegen
zuhalten, dass der psychiatrische Gutachter
der
Klinik Z.___
an
lässlich seiner
Untersuchung im April 2010 diagnostisch keine gesicherte psychische oder
psychopathologische Störung erheben
konnte
,
sondern Hinweise auf eine Auffälligkeit der Persönlichkeitsstruktur
fand und
das Verhalten des Beschwer
deführers auf bewusste Verhaltensmodifikation zurück
führte
.
Daraus zog er den Schluss, dass die Zumutbarkeit für eine erwerbliche Tätigkeit aus psychiatri
scher Sicht auf jeden Fall deutlich höher als Null angesetzt werden müsse
, ja sogar
keine konklusive
n
Anhaltspunkte gefunden
worden seien
, die überhaupt eine Einschränkung der Zumutbarkeit und damit der Arbeitsfähig
keit klar rechtfertigen könnten (Urk. 7/148/38-61 S. 23)
.
Somit
hat die
geltend gemachte
psyc
hische
Beeinträchtigung des Beschwerdeführers keinen Niederschlag in eine
r
psychiatrische
n
Diagnose
gefunden
, welche eine Beeinträchtigung des Beschwerdeführers bei der Eingliederung i
ns Erwerbsleben zur Folge hätte
, wo
mit krankheitsbedingte Gründe nicht für das Scheitern der Eingliederungsmass
nahme des Beschwerdeführers verantwortlich sein können
.
Wenig ergiebig sind sodann die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Geeig
netheit der
A.___
Einrichtung und die in seinen Augen geeig
ne
tere Eingliederungsmöglichkeit
mit dem vorgeschlagenen
Supported
Employ
ment
der
Klinik
D.___
(Urk. 1 S. 5 f.).
Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG liegt es im Ermessen der Beschwerdegegnerin
, darüber zu befin
den, mit welchen Mitteln sie die notwendigen Abklärungen vornimmt
, mithin steht ihr vorliegend ein Auswahlermessen zu
, welches sie pflichtgemäss auszu
üben hat
.
Es
lassen sich keine Anhaltspunkte finden, dass die
Beschwer
degeg
nerin
ihr Ermessen nicht pflichtgemäss ausgeübt hat beziehungsweise ein trifti
ger Grund best
ünde
, wonach das Gericht sein Ermessen an die Stelle desje
nigen der Verwaltung setzten darf (vgl. BGE 126 V 75 E. 6).
Dass
das
A.___
ungeeignet gewesen sei
n soll
,
das medizinisch-theoretisch wie
dergewonnene Leistungsvermögen des Beschwerdeführers abzu
klären, ist vor dem Hintergrund der durchgeführten Massnahme (Potentialabklärung zur Er
fassung der
erwerbs
bezogenen
Belastungsfähigkeit und Eignung) sowie
nach Lage der Akten
nicht ersichtlich
.
Namentlich enthält der Abschlussbericht des
A.___
(Urk. 7/192) als Rahmenbedingungen eine Präsenzzeit und da
mit eine Tages
struktur (Ziff. 2), verschiedene Tätigkeiten mit unterstützendem Training (Ziff. 3.
2-
3) und eine ausführliche Evaluation (Ziff. 4). Damit
erfüllt
diese Ab
klärung
jedoch
die vom Beschwerdeführer gerügte
n
unterlassenen Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der
Ar
beitsmotivation
, zur Stabilisierung der Persönlichkeit, zur Einübung sozialer Grundfähigkeiten sowie zur Aufrechterhaltung der Tagesstruktur (vgl. vorste
hend E. 2.2)
.
Schliess
lich entfällt auch
mangels
gestellter
psychiatrischer Diag
nose der
An
spruch
des Beschwerdeführers
auf ein
Supported
Employment
an der
Klinik D.___
.
3.4
Nach dem Gesagten sind beim Beschwerdeführer die subjektiven Voraussetzun
gen für die Gewährung von Eingliederungsmassnahmen nicht erfüllt.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin
am
24. Mai 2013
den Abschluss der Eingliede
rungsmassnahmen zu Recht verfügt und damit die Weiterführung der
berufli
che
n
Massnahmen verneint, setz
en
diese doch ausdrücklich die
Eingliede
rungsfähigkeit
voraus.
Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
Es bleibt jedoch anzumerken, dass der Beschwerdeführer erneut einen Antrag auf Eingliederungsmassnahmen stellen kann, so
fern
er seine
Krankheitsüber
zeugung
ablegt und sich für eine Eingliederung bereit zeigt.
4
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (vgl.
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Die
Verfahrens
kost
en
sind ermessensweise auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss de
m
unterliegenden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Jürg Senn
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannBrühwiler
MO/PB/MTversandt